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Timestamp: 2019-05-21 09:56:57
Document Index: 271921457

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 5', '§ 87', '§ 1', '§ 17', '§ 1', '§ 3', '§ 29', '§ 2', '§ 51', '§ 51', '§ 61', '§ 61', '§ 61', '§ 1', 'EuG', '§ 17', '§ 51', 'EuG', 'Art. 4', 'EuG', 'EuG', 'Art. 6', 'EuG', 'Art. 4', 'EuG', '§ 61', '§ 17', '§ 19', 'EuG', 'Art. 4', 'Art. 6', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 61', 'EuG', '§ 17', 'Art. 7', 'Art. 6']

Rechtsprechung: 4 A 9/97 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 21.01.1998
https://dejure.org/1998,27
BVerwG, 19.05.1998 - 4 A 9.97 (https://dejure.org/1998,27)
BVerwG, Entscheidung vom 19.05.1998 - 4 A 9.97 (https://dejure.org/1998,27)
BVerwG, Entscheidung vom 19. Mai 1998 - 4 A 9.97 (https://dejure.org/1998,27)
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Naturschutzverband, Klagebefugnis, Vogelschutzgebiet, Schutzstatus, Schutzregime, Flora-Fauna-Habitat, Präklusion, Postulationsfähigkeit, Planungskonzept, Bedarfsplan, Streckenabschnitt, Trassenführung, Linienbestimmung, Planfeststellung, Grobanalyse, Bundesautobahn A 20, Ostsee-Autobahn, Abschnittsbildung, kohärentes System.
Befugnisse von anerkannten Naturschutzverbänden bei Planfeststellungsvorhaben mit Bezug zur Umwelt - Voraussetzung einer Verletzung des Mitwirkungsrechts - Rechtspolitische Anliegen des Landesgesetzgebers hinsichtlich derartiger Befugnisse - Feststellung des Bedarfs einer Fernstraße als für das Gericht bindend - Verfassungsrechtliche Zulässigkeit von gesetzgeberischen Entscheidung über den prognostizierten Verkehrsbedarf - Ziele eines gesetzlichen Bedarfsplans - Prüfungsumfang des Gerichts - Kompetenzen der Planfeststellungsbehörde - Rechtsfigur der planungsrechtlichen Abschnittsbildung - Anforderungen an die Substanziiertheit des Klägervorbringens - Konsequenz einer objektiv nicht realisierbaren Planung im Hinblick auf die Einhaltung der gesetzlichen Ermächtigung - Unmittelbare Verbindlichkeit der Vogelschutz-Richtlinie (Vogelschutz-RL) gegenüber staatlichen Behörden
§ 1 VerkPBG; § 5 AVerkPBG; § 87b VwGO; § 1 FStrG; § 17 FStrG; § 1 FstrAbG; § 3 BImSchG; § 29 BNatSchG; § 2 UVPG; § 51a LNatSchG; § 51c LNatSchG, Vogelschutz-RL; FFH-RL;
Nichteinhalten von Verfahrensvorschriften; verweigerte Akteneinsicht; gerichtliche Kontrollbefugnis; Abwägung; Planrechtfertigung; gesetzliche Bedarfsbestimmung; Abschnittsbildung; Planungstorso; gemeinschaftsrechtliche Bewertung;
Umweltrecht - Berücksichtigung des Vogelschutzes im Planfeststellungsverfahren
Bundesverwaltungsgericht weist Naturschutzklage gegen Ostsee-Autobahn bei Lübeck ab
BVerwGE 107, 1
NVwZ 1998, 32
NVwZ 1998, 961
NZV 1998, 389 (Ls.)
NJ 1998, 605
NJ 1998, 606
DVBl 1998, 900
DVBl 1998, 901
DVBl 2002, 940
DÖV 1999, 349 (Ls.)
BauR 1998, 897 (Ls.)
ZfBR 1998, 318
Ob sich die weiteren Projektabschnitte verwirklichen lassen, ist im gerichtlichen Verfahren nicht aus der subjektiven Sicht der Planfeststellungsbehörde, sondern anhand objektiver Gegebenheiten zu beantworten (Urteil vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - BVerwGE 107, 1 ).
Die Planfeststellung leidet nicht an Verfahrensfehlern, die für sich genommen - d.h. ohne einen gleichzeitig vorliegenden materiellrechtlichen Verstoß - zur Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses führen könnten (vgl. dazu Urteil vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - BVerwGE 107, 1 ).
Ob Naturschutzverbände trotz ihrer beschränkten Rügebefugnis (vgl. § 61 Abs. 2 Nr. 1 BNatSchG) das Fehlen der Planrechtfertigung zum Gegenstand einer Klage machen können (vgl. verneinend Beschluss vom 1. Juli 2003 - BVerwG 4 VR 1.03 - Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG Nr. 3 S. 22 f., offengelassen im Urteil vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - BVerwGE 107, 1 ; ebenso Urteil vom 9. Juni 2004 - BVerwG 9 A 11.03 - Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 5 S. 41 = BVerwGE 121, 72 ), kann dahinstehen.
Infolge der gesetzlichen Bedarfsfeststellung, die gemäß § 1 Abs. 2 FStrAbG auch für das gerichtliche Verfahren Bindungswirkung entfaltet, ist grundsätzlich eine Nachprüfung ausgeschlossen, ob für die geplante Autobahn ein Verkehrsbedarf vorhanden ist (z.B. Urteile vom 19. Mai 1998 a.a.O. S. 9 und vom 22. Januar 2004 - BVerwG 4 A 32.02 - BVerwGE 120, 87 ;… zuletzt Beschluss vom 16. Januar 2007 - BVerwG 9 B 14.06 - Rn. 6 f. ).
Dieses ist gehalten, zu einer gemeinschaftsfreundlichen Auslegung zu gelangen (vgl. Urteil vom 19. Mai 1998 a.a.O. S. 22 f.).
Beim FFH-Gebiet "Muschelkalkhänge westlich Halle", das von der Trasse nicht berührt wird, können erhebliche Beeinträchtigungen des Gebiets aber auch von außerhalb ausgehen, nämlich durch bau- und verkehrsbedingte Immissionen (vgl. Urteil vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - BVerwGE 107, 1 ; auch EuGH…, Urteil vom 10. Januar 2006 - C-98/03 - Slg. 2006, I-53, Rn. 49 ff.).
Es macht aus der Sicht des Habitatschutzes nämlich keinen Unterschied, ob durch ein Vorhaben verursachte Beeinträchtigungen von vornherein als unerheblich einzustufen sind oder ob sie diese Eigenschaft erst dadurch erlangen, dass Schutzvorkehrungen angeordnet und getroffen werden (vgl. Urteile vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - BVerwGE 107, 1 …und vom 27. Februar 2003 a.a.O. S. 13 f.).
Dies mag zutreffen, wenn und solange eine Grobanalyse in Betracht kommender Trassenvarianten ausreicht, um deren Nachteile für den Naturschutz sachgerecht abzuschätzen (vgl. Urteil vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - BVerwGE 107, 1 ).
Gleiches gilt für das fachplanerische Abwägungsgebot des § 17 Abs. 1 FStrG, soweit bei der Planfeststellung im Rahmen der Abwägung die Belange von Natur und Landschaft zu berücksichtigen sind (vgl. BVerwG, Urteil vom 19. Mai 1998, NVwZ 1998, 961, 963 - zur insoweit entsprechenden Verbandsklagebefugnis gemäß § 51 c Abs. 1 SchlHNatSchG -).
Ob der Kläger als Verbandskläger die Fehlerhaftigkeit der angenommenen Planrechtfertigung überhaupt rügen kann, ist fraglich (vgl. BVerwG, Beschluss vom 21. Januar 1998, NVwZ 1998, 616, 618 und Urteil vom 19. Mai 1998, a.a.O.).
Die im IBA-Katalog 2000 allerdings noch nicht enthaltene IBA DE 506 umfasst danach sogar eine Fläche von 30.000 ha (zum Erkenntniswert der IBA-Liste 2000 für die Identifikation von Vogelschutzgebieten vgl. BVerwG, Beschluss vom 21. November 2001, NuR 2002, 153, 154 …und Urteil vom 31. Januar 2002, a.a.O., S. 1106 unter Hinweis auf EuGH, Urteil vom 19. Mai 1998, a.a.O.).
Die wirtschaftlichen Erfordernisse dürfen nicht als Gründe des Gemeinwohls zur Durchbrechung des Schutzregimes des Art. 4 Abs. 4 VRL herangezogen werden (vgl. BVerwG, Urteile vom 19. Mai 1998, NVwZ 1998, 961, 966 und 1999, 528, 530 unter Hinweis auf EuGH…, Urteil vom 2. August 1993, a.a.O.; vgl. auch EuGH, Urteil vom 11. Juli 1996 - Rs.C-44/95 - Lappel Bank - NuR 1997, 36).
Gebiete, die nicht zu Schutzgebieten im Sinne der Vogelschutz-Richtlinie erklärt worden sind, obwohl dies erforderlich gewesen wäre, unterliegen weiterhin dem strengen Schutzregime dieser Richtlinie und nicht dem milderen Rechtsregime des Art. 6 Abs. 2 bis 4 FFH-RL (EuGH, Urteil vom 7. Dezember 2000 - Rs.C-374/98 - Basses Corbierès - NuR 2001, 210, 212 f.; BVerwG, Beschluss vom 21. November 2001 …und Urteil vom 14. November 2002, jeweils a.a.O.; s. auch Louis/Wolf, NuR 2002, 455, 457; Kratsch, VBlBW 2001, 341, 342; Kirchhof, NuR 2001, 666, 670; Erbguth, NuR 2000, 130, 135; auch Stüer, DVBl 2002, 940, 947, unter 6. a.E.).
Die negativen Auswirkungen müssen freilich die Erheblichkeitsschwelle übersteigen, die für alle in Art. 4 Abs. 4 Satz 1 VRL aufgeführten Einwirkungsformen gilt (…dazu vgl. OVG Münster, a.a.O., S. 492 unter Hinweis auf BVerwG, Urteil vom 19. Mai 1998, NVwZ 1998, 961, 966; a.A. Erbguth, NuR 2000, 130, 135).
Ohne Schutzgebiete, an die die Rechtswirkungen der Vogelschutz-Richtlinie und der zu ihrer Umsetzung erlassenen nationalen Rechtsvorschriften anknüpfen, mangelt es jedoch an dem notwendigen sächlichen Substrat, auf das hin die Vogelschutz-Richtlinie angelegt ist (vgl. Halama, NVwZ 2001, 506, 508 - zur FFH-RL - insoweit auch EuGH, Urteil vom 11. September 2001 - Rs.C-71/99 - NVwZ 2002, 461; ferner Stüer, DVBl 2002, 940, 948).
Zu den anderen Rechtsvorschriften, die zumindest auch den Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu dienen bestimmt sind und deren Verletzung der Kläger daher gemäß § 61 Abs. 2 Nr. 1 BNatSchG n.F. mit einer Verbandsklage geltend machen kann, zählt teilweise auch das fernstraßenrechtliche Abwägungsgebot gemäß § 17 Abs. 1 Satz 2 FStrG (vgl. BVerwG, Urteil vom 19. Mai 1998, NVwZ 1998, 961, 963).
Die - hier gegebene - gesetzgeberische Bedarfsfeststellung enthebt die Planungsbehörden nicht der Prüfung, ob in der Abwägung unüberwindliche Belange nicht doch dazu nötigen, von der Planung Abstand zu nehmen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 7. Juli 2000 - 4 B 94.99 - juris - m.w.N.; ferner z.B. Urteil vom 19. Mai 1998, NVwZ 1998, 961, 963).
Der Planfeststellungsabschnitt II entspricht den Grundsätzen, denen eine Abschnittsbildung im Rahmen einer fernstraßenrechtlichen Gesamtplanung zu genügen hat (dazu vgl. BVerwG, Urteile vom 19. Mai 1998, NVwZ 1998, 961, 965 und vom 27. Oktober 2000, NVwZ 2001, 673, 677 f., jeweils m.w.N.).
Die UVP darf in der fernstraßenrechtlichen Planfeststellung nämlich auf diejenige Trassenvariante beschränkt werden, die nach dem aktuellen Planungsstand ernstlich als Gegenstand der Planfeststellung in Betracht kommt (vgl. BVerwG, Urteile vom 19. Mai 1998, a.a.O. m.w.N. …und vom 27. Oktober 2000, a.a.O.).
Denn auch wenn dies nicht der Fall sein sollte, steht außer Frage, dass ein potentielles FFH-Schutzgebiet auch durch außerhalb seiner Abgrenzung situierte Pläne und Projekte beeinträchtigt werden kann, sodass ggf. deren Verträglichkeit mit den Erhaltungszielen des Gebiets geprüft werden muss (vgl. BVerwG, Beschluss vom 21. Januar 1998, NVwZ 1998, 616, 620 und Urteil vom 19. Mai 1998, NVwZ 1998, 961, 966;… Louis, BNatSchG, 2. Aufl. 2000, § 19 c Rdnr. 3; Jarass, NuR 1999, 481, 486; Stüer, DVBl 2002, 940, 943 - zur VRL -).
Erfüllt ein Gebiet aber aus fachwissenschaftlicher Sicht zweifelsfrei die von der Richtlinie vorausgesetzten Merkmale, so gehört es zum Kreis der potenziellen Schutzgebiete, auch wenn der Mitgliedstaat, aus welchen Gründen immer, von einer Meldung absieht (vgl. BVerwG, Urteile vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - a.a.O., vom 27. Januar 2000 - BVerwG 4 C 2.99 - BVerwGE 110, 302 …und vom 27. Oktober 2000 - BVerwG 4 A 18.99 - a.a.O.).
In der Klageerwiderung macht er unter Berufung auf die Senatsentscheidung vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - (…a.a.O.) geltend, etwaige Nordvarianten könnten von den Klägern schon deshalb nicht diskutiert werden, weil sie im Verhältnis zum planfestgestellten Vorhaben begrifflich ein anderes Projekt darstellten.
Die Senatsurteile vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - (…a.a.O.) und vom 27. Januar 2000 - BVerwG 4 C 2.99 - (…a.a.O.) lassen sich entgegen der Auffassung der Kläger nicht mit Erfolg gegen dieses Abwägungsergebnis ins Feld führen.
Wie der Senat bereits mehrfach entschieden hat (vgl. BVerwG, Urteile vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - BVerwGE 107, 1 und vom 27. Januar 2000 - BVerwG 4 C 2.99 - BVerwGE 110, 302), gehören die Regelungen der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen - FFH-RL (ABl EG Nr. L 206 S. 7) zu den Rechtsvorschriften, die auch den Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege zu dienen bestimmt sind.
Der Senat hat im Anschluss an die Rechtsprechung des EuGH mehrfach entschieden, dass die FFH-Richtlinie schon jetzt für die Planfeststellung bestimmte Vorwirkungen für den Mitgliedstaat entfaltet (Urteile vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - a.a.O.;… vom 27. Januar 2000 - BVerwG 4 C 2.99 - a.a.O. und vom 27. Oktober 2000 - BVerwG 4 A 18.99 - BVerwGE 112, 140).
Neben dem Erfordernis, dass die sachlichen Kriterien des Art. 4 Abs. 1 FFH-RL gegeben sind, ist auch die weitere Voraussetzung erfüllt, dass die Aufnahme des "Lichtenauer Hochlandes" in ein kohärentes Netz mit anderen Gebieten sich aufdrängt (vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - a.a.O.).
Die Wertung, die dieser Regelung zugrunde liegt, rechtfertigt es, Vorhaben in einem Gebiet, das wegen des Vorhandenseins prioritärer Biotope oder Arten dem Automatismus des Anhangs III Phase 2 Nr. 1 unterliegt, dem strengen Regime des Art. 6 Abs. 3 und 4 FFH-RL zu unterwerfen (vgl. BVerwG, Urteile vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - a.a.O. …und vom 27. Januar 2000 - BVerwG 4 C 2.99 - a.a.O.), während es für Vorhaben in Gebieten ohne prioritäre Elemente mit dem Beeinträchtigungsverbot sein Bewenden hat, dessen Wirkungen der Senat im Urteil vom 27. Oktober 2000 - BVerwG 4 A 18.99 - (…a.a.O.) näher beschrieben hat.
Als ebenfalls zulässig hat der Senat es angesehen, bei der Trassenwahl maßgeblich darauf abzustellen, dass lokale Verkehrsströme umgelenkt werden und dadurch das nachgeordnete Straßennetz entlastet wird (vgl. BVerwG, Urteil vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - a.a.O.).
Aufgabe des Gerichts ist es vielmehr, zu prüfen, ob rechtsfehlerfrei geplant wurde (vgl. nur BVerwG, U.v. 19.5.1998 - 4 A 9.97 - BVerwGE 107, 1/10).
Der Planfeststellungsbeschluss führt nicht zu einem Planungstorso, dessen Entstehung mit den Grundsätzen einer dem Abwägungsgebot entsprechenden Abschnittsbildung (vgl. Urteil vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - BVerwGE 107, 1 ) unvereinbar wäre.
Es ist nicht Aufgabe des Gerichts, durch eigene Ermittlungen ersatzweise zu planen und sich hierbei gar von Erwägungen einer "besseren" Planung leiten zu lassen (BVerwG, Urteil vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - BVerwGE 107, 1 ).
Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sind die Grenzen der planerischen Gestaltungsfreiheit bei der Auswahl zwischen verschiedenen Trassenvarianten erst dann überschritten, wenn eine andere als die gewählte Linienführung sich unter Berücksichtigung aller abwägungserheblichen Belange eindeutig als die bessere, weil öffentliche und private Belange insgesamt schonendere darstellen würde, wenn sich mit anderen Worten diese Lösung der Behörde hätte aufdrängen müssen (vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 19. Mai 1998, a.a.O., S. 10; Urteil vom 14. Mai 1996 - BVerwG 7 NB 3.95 - BVerwGE 101, 166 ) Trassenvarianten, die sich auf der Grundlage einer Grobanalyse als weniger geeignet erweisen, können schon in einem früheren Verfahrensstadium oder auf vorangegangenen Planungsebenen ausgeschieden werden (stRspr; vgl. etwa BVerwG, Beschluss vom 26. Juni 1992 - BVerwG 4 B 1 - 11.92 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 89 S. 91 f.;… Urteil vom 25. Januar 1996, a.a.O., S. 249 f.; Beschluss vom 5. März 2003 - BVerwG 4 B 70.02 - juris).
Sie ist befugt, eine Alternative, die ihr auf der Grundlage einer Grobanalyse als weniger geeignet erscheint, schon in einem früheren Verfahrensstadium auszuscheiden (vgl. etwa BVerwG, Beschluss vom 26. Juni 1992 - BVerwG 4 B 1 - 11.92 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 89 S. 91 ff.; Urteil vom 25. Januar 1996 - BVerwG 4 C 5.95 - BVerwGE 100, 238 ; Urteil vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - BVerwGE 107, 1 ).
BVerwG, 27.02.2003 - 4 A 59.01
Straßenrechtliche Planfeststellung; Verbandsbeteiligung; Fristbestimmung; …
BVerwG, 24.08.2000 - 6 B 23.00
Aufnahme in die nationale Vorschlagsliste; Auswahlentscheidung; FFH-Richtlinie; …
VGH Baden-Württemberg, 29.11.2002 - 5 S 2312/02
Naturschutz - Abwägung - Alternativenprüfung - Minimierungsgebot
OVG Niedersachsen, 24.03.2000 - 3 M 439/00
Zur Meldung von Gebieten gem FFH-Richtlinie
OVG Rheinland-Pfalz, 29.11.2012 - 1 B 11201/12
Bau der Sommerrodelbahn auf der Loreley vorerst gestoppt
BVerwG, 24.03.2004 - 9 A 34.03
Abschnitt; Abschnittsbildung; Beeinträchtigung; Planfeststellungsbeschluss; …
OVG Berlin-Brandenburg, 29.11.2005 - 2 S 115.05
Vorläufiger Rechtsschutz; Baugenehmigung für Windkraftanlage im Außenbereich; …
BVerwG, 05.01.2001 - 4 B 57.00
Anforderungen an die hinreichende Bezeichnung des Revisionsgrundes der Divergenz …
VK Niedersachsen, 22.01.2019 - VgK-01/19
Einsätze von Krankenwagen zur Patientenbeförderung sind vergabepflichtig!
OVG Niedersachsen, 12.07.2000 - 3 M 1605/00
Rechtsschutz gegen die die Auswahl und Meldung von FFH-Gebieten
VG Stuttgart, 12.12.2005 - 16 K 379/05
Anspruch auf Umweltinformationen aufgrund der EGRL 4/2003 auch ohne …
OVG Rheinland-Pfalz, 26.01.2000 - 8 A 10321/99
VK Niedersachsen, 22.08.2016 - VgK-32/16
Innengerammten Ortbeton-Rammpfahl herstellen: Leistungsbeschreibung eindeutig?
OVG Niedersachsen, 08.04.2014 - 2 MN 352/13
Einstweilige Anordnung im Normenkontrollverfahren - Gültigkeit einer …
VK Niedersachsen, 20.04.2017 - VgK-04/17
Bieter darf versehentlich übersandte Unterlagen nicht lesen!
OVG Niedersachsen, 31.05.2001 - 7 MB 1546/01
Länderübergreifende Kompensationsmaßnahme; Verband; Beteiligung; Rügebefugnis; …
OVG Niedersachsen, 08.04.2015 - 2 KN 351/13
Fehlende Information von Elternräten macht Schulbezirkssatzung nicht unwirksam
Eilantrag gegen Gewerbegebiet in Neu Wulmstorf erfolglos
VK Niedersachsen, 20.06.2016 - VgK-17/16
Rahmenvertrag ohne Wettbewerbsentscheidung kann nicht überprüft werden!
VGH Hessen, 21.10.2005 - 7 UZ 2005/05
Kroatien: Behandlung aller Erkrankungen gewährleistet - Umsetzungsfrist der …
VGH Bayern, 22.02.2017 - 8 ZB 15.2161
Erfolgloser Zulassungsantrag mangels hinreichender Darlegung
VGH Bayern, 06.04.2016 - 8 ZB 14.1532
Planfeststellung für ein Hochwasserrückhaltebecken
VG Oldenburg, 20.01.2000 - 1 B 4195/99
"Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie"; Meldung natürlicher Lebensraumtypen ; Auswahl …
BVerwG - 4 A 15.01 (anhängig)
BVerwG - 4 A 47.01 (anhängig)
Bauarbeiten am Flugplatz Bielefeld-Windelsbleiche können fortgesetzt werden
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 03.11.2008 - 3 L 134/06
Zu den Anforderungen an eine ordnungsgemäße Berufungsbegründung
BVerwG, 21.01.1998 - 4 VR 3.97, 4 A 9.97
https://dejure.org/1998,231
BVerwG, 21.01.1998 - 4 VR 3.97, 4 A 9.97 (https://dejure.org/1998,231)
BVerwG, Entscheidung vom 21.01.1998 - 4 VR 3.97, 4 A 9.97 (https://dejure.org/1998,231)
BVerwG, Entscheidung vom 21. Januar 1998 - 4 VR 3.97, 4 A 9.97 (https://dejure.org/1998,231)
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Fernverkehrsnetz - Netzfunktion - Naturschutz - Planfeststellung - Vogelschutz - Vogelschutzgebiet - EU-Richtlinien - Bundesautobahn A 20
Auswirkung fehlender Umsetzung von naturschutzrechtlichen EG- Richtlinien auf Rechtmäßigkeit einer Fernstraßenplanung; hier: Bundesautobahn (Ostseeautobahn) A 20; Anordnung der aufschiebenden Wirkung im einstweiligen Rechtsschutzverfahren
RL 79/409/EWG (Vogelschutz-RL); RL 92/43/EWG (Flora-Fauna-Habitat-RL),
Zur Ostsee-Autobahn A 20; Umsetzung und innerstaatliche Wirkung von EG-Richtlinien
Umweltrecht - Naturschutzverband klagt gegen Straßenbauvorhaben
NVwZ 1998, 616
NJ 1998, 163
DVBl 1998, 589
BauR 1998, 406 (Ls.)
ZfBR 1998, 215
6 Abs. 3 FFH-RL verknüpft die Vorprüfung mit der eigentlichen Verträglichkeitsprüfung dadurch, dass er jeweils auf die Verträglichkeit der Pläne oder Projekte mit den für das FFH-Gebiet festgelegten Erhaltungszielen (unten 1.15) abhebt (vgl. schon Beschluss vom 21. Januar 1998 - BVerwG 4 VR 3.97 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 135 S. 232).
Das alles erfordert eine tatrichterliche Einzelfallwürdigung (BVerwG…, Urteil vom 12. März 2008 - 9 A 3.06 - BVerwGE 130, 299 Rn. 270 f. m.w.N.; Beschlüsse vom 21. Januar 1998 - 4 VR 3.97 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 135 …und vom 5. Dezember 2008 - 9 B 30.08 - juris Rn. 9).
Eine Planung, die sich in einem nachfolgenden Planungsabschnitt vor unüberwindbare Hindernisse gestellt sieht, verfehlt ihren gestaltenden Auftrag (vgl. BVerwG, Beschluss vom 21. Januar 1998 - BVerwG 4 VR 3.97 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 135 ; Urteile vom 19. Mai 1998 - BVerwG 4 A 9.97 - BVerwGE 107, 1 und vom 27. Februar 2003 - BVerwG 4 A 59.01 - Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 1 ).
Bereits im planfestgestellten Abschnitt ist deshalb abwägungsrelevant und ggf. als eine Frage zwingenden Rechts entscheidungserheblich, ob die Planfeststellung eines nachfolgenden Abschnitts mit den Vorschriften des europäischen Naturschutzrechts vereinbar wäre (vgl. BVerwG, Beschluss vom 21. Januar 1998, a.a.O. ).
Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass auch im rechtswissenschaftlichen Schrifttum dafür plädiert wird, dass sogar bei Zweifeln an der Gültigkeit von Gemeinschaftsrecht unter bestimmten Voraussetzungen eine Vorlage an den EuGH nicht im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes, sondern im Hauptsacheverfahren durchgeführt wird; im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes ist nach dieser Ansicht eine Interessenabwägung unter Berücksichtigung der hinsichtlich der maßgeblichen Rechtsfragen verbleibenden Unsicherheiten vorzunehmen (…vgl. Jannasch, NVwZ 1999, S. 495 , unter Hinweis auf BVerwG, Beschluss vom 21. Januar 1998 - 4 VR 3/97 -, NVwZ 1998, S. 616 ).
Das Bundesverwaltungsgericht hat durch Beschluß vom 21. Januar 1998 - BVerwG 4 VR 3.97 - im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes die aufschiebende Wirkung der Klage angeordnet.
Für die dem anwaltlichen Bevollmächtigten der Kläger aufgegebene eigene Prüfung, Sichtung und rechtliche Durchdringung des Streitstoffs ist die Bezugnahme auf Ausführungen eines Dritten nicht ausreichend (vgl. Urteil vom 31. März 1995 - BVerwG 4 A 1.93 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 99 S. 14 ; Beschluss vom 21. Januar 1998 - BVerwG 4 VR 3.97 - juris Rn. 25 m.w.N. ).
Es unterliegt indes rechtlichen Zweifeln, ob Art. 7 FFH-RL im Zeitpunkt des Planfeststellungsbeschlusses angewandt werden konnte und damit ggf. das geminderte Schutzregime des Art. 6 Abs. 3 und 4 FFH-RL auszulösen in der Lage war (vgl. BVerwG, Beschluß vom 21. Januar 1998 - BVerwG 4 VR 3.97 - NVwZ 1998, 616 = UPR 1998, 225 = NuR 1998, 261).
vgl. Beschluß vom 21. Januar 1998 - 4 VR 3.97 -, NVwZ 1998, 616 (620); Urteil vom 19. Mai 1998 - 4 A 9.97 -, DVBl. 1998, 900 (905); Urteil vom 19. Mai 1998 - 4 C 11.96 -, a.a.O., S. 651; vgl. auch BayVGH, Beschluß vom 9. Oktober 1998 - 8 CS 98.1426 -, S. 5 BA.
vgl. BVerwG, Beschluß vom 21. Januar 1998, a.a.O., S. 620; Urteil vom 19. Mai 1998 - 4 A 9.97 -, a.a.O., S. 905; Urteil vom 19. Mai 1998 - 4 C 11.96 -, a.a.O., S. 651.
vgl. BVerwG, Urteil vom 19. Mai 1998 - 4 A 9.97 -, a.a.O., S. 904; Beschluß vom 21. Januar 1998, a.a.O., S. 620.
Im Anschluß an die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, vgl. Beschluß vom 21. Januar 1998, a.a.O., S. 622; Urteil vom 19. Mai 1998 - 4 A 9.97 -, a.a.O., S. 906; Urteil vom 19. Mai 1998 - 4 C 11.96 -, a.a.O., S. 652, legt der Senat die rechtliche Möglichkeit eines potentiellen FFH-Gebietes zugrunde.
Ob der Kläger als Verbandskläger die Fehlerhaftigkeit der angenommenen Planrechtfertigung überhaupt rügen kann, ist fraglich (vgl. BVerwG, Beschluss vom 21. Januar 1998, NVwZ 1998, 616, 618 …und Urteil vom 19. Mai 1998, a.a.O.).
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