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Timestamp: 2016-10-25 10:32:17
Document Index: 108145316

Matched Legal Cases: ['Art. 89', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 95', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 12', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 66']

8C_310/2014 (31.03.2015)
8C_310/2014 � � Urteil vom 31. M�rz 2015
Bundesrichter Ursprung, Fr�sard, Maillard, Bundesrichterin Heine,
Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, Lagerhausstrasse 19, 8400 Winterthur,
Unfallversicherung (unentgeltliche Rechtspflege),
vom 18. M�rz 2014.
Mit Verf�gung vom 20. Oktober 2009, best�tigt durch Einspracheentscheid vom 8. Juli 2010, stellte die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft (nachfolgend: Mobiliar) s�mtliche Leistungen, welche sie dem bei ihr nach UVG versicherten B.________ (nachfolgend: Versicherter) im Anschluss an den Velounfall vom 27. April 2003 erbracht hatte, ein und schloss den Fall folgenlos ab. Die Mobiliar hiess das Gesuch des Versicherten um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege f�r das Einspracheverfahren gut und gab ihm als unentgeltliche Rechtsbeist�ndin Rechtsanw�ltin A.________ bei.
B.a.�Der Versicherte liess gegen den Einspracheentscheid vom 8. Juli 2010 beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich am 6. September 2010 Beschwerde erheben. In der Sache beantragte er unter Aufhebung des Einspracheentscheides unter anderem die Ausrichtung einer Invalidenrente und einer Integrit�tsentsch�digung. Gleichzeitig ersuchte er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege. Das kantonale Gericht bewilligte diese und bestellte Rechtsanw�ltin A.________ als unentgeltliche Rechtsvertreterin (Zwischenverf�gung vom 10. Dezember 2010). Diese machte ihren Rechtsvertretungsaufwand von insgesamt 21 Stunden und 35 Minuten im kantonalen Verfahren UV.2010.00247 bei der Vorinstanz mit zwei Eingaben vom 18. Januar und 4. Oktober 2011 geltend und bezifferte ihre Gesamtforderung (inklusive Spesen und Mehrwertsteuer) auf total Fr. 5'081.25 (= Fr. 1'919.50 + Fr. 3'161.75). Das kantonale Gericht wies die Beschwerde am 22. November 2011 ab und setzte die der unentgeltlichen Rechtsvertreterin zu entrichtende - gek�rzte - Entsch�digung auf Fr. 3'000.- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest.
B.b.�Die hiegegen erhobene Beschwerde des Versicherten hiess das Bundesgericht in dem Sinne gut (Urteil 8C_90/2012 vom 12. Dezember 2012), als es den kantonalen Entscheid vom 22. November 2011 aufhob und die Sache an die Vorinstanz zur�ckwies, damit diese, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber die Beschwerde neu entscheide. Unter der neuen Verfahrensnummer UV.2012.00296 veranlasste das kantonale Gericht die vom Bundesgericht verlangte medizinische Expertise und gew�hrte hiezu das rechtliche Geh�r. Die unentgeltliche Rechtsvertreterin A.________ spezifizierte ihren Aufwand seit der bundesgerichtlichen Aufhebung des ersten kantonalen Entscheides gem�ss Zusammenstellung vom 4. M�rz 2014 mit 11 Stunden und 35 Minuten beziehungsweise Fr. 2'764.95 (inklusive Spesen und Mehrwertsteuer). Mit Entscheid vom 18. M�rz 2014 wies die Vorinstanz die Beschwerde vom 6. September 2010 zum zweiten Mal ab (Dispositiv-Ziffer 1) und setzte die Entsch�digung der unentgeltlichen Rechtsvertreterin auf Fr. 2'764.95 fest (Dispositiv-Ziffer 3). Das Bundesgericht hat die hiegegen vom Versicherten erhobene Beschwerde im parallelen Verfahren 8C_309/2014 mit heutigem Urteil unter Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsverbeist�ndung f�r das bundesgerichtliche Verfahren abgewiesen.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten stellt A.________ den Antrag, die Vorinstanz habe ihr in Aufhebung der Dispositiv-Ziffer 3 des angefochtenen Entscheides vom 18. M�rz 2014 "f�r das erste Verfahren vor Sozialversicherungsgericht, welches zum Urteil der Vorinstanz vom 22. November 2011 f�hrte, eine angemessene, ungek�rzte Prozessentsch�digung" - ausgehend vom gerichts�blichen Stundenansatz von 200 Franken - zuzusprechen.
Das Sozialversicherungsgericht verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Da sich die Beschwerde f�hrende Rechtsanw�ltin gegen die von der Vorinstanz zugesprochene Entsch�digung f�r ihre T�tigkeit als unentgeltliche Rechtsbeist�ndin wendet, ist sie zur Beschwerde in eigenem Namen legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG; SVR 2013 IV Nr. 26 S. 75, 8C_54/2013 E. 1 mit Hinweisen). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.1.�Die Bemessung der Entsch�digung des unentgeltlichen Rechtsbeistandes im kantonalen Verfahren ist mangels bundesrechtlicher Bestimmungen dem kantonalen Recht �berlassen (BGE 131 V 153 E. 6.1 S. 158 f.), mit welchem sich das Bundesgericht unter Vorbehalt der in Art. 95 lit. c-e BGG genannten Ausnahmen grunds�tzlich nicht zu befassen hat. Eine Bundesrechtsverletzung im Sinne von Art. 95 lit. a BGG liegt vor, wenn die Anwendung kantonalen Rechts, sei es wegen seiner Ausgestaltung oder auf Grund des Ergebnisses im konkreten Fall, zu einer Verfassungsverletzung f�hrt. Im Bereich der nach kantonalem Recht zuzusprechenden und zu bemessenden Parteientsch�digungen, und damit namentlich auch der Entsch�digung des unentgeltlichen Rechtsbeistandes, f�llt praktisch nur das Willk�rverbot (Art. 9 BV) in Betracht (SVR 2013 IV Nr. 26 S. 75, 8C_54/2013 E. 2 mit Hinweisen).
2.2.�Eine willk�rliche Anwendung kantonalen Rechts liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch dessen Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar als zutreffender erscheinen mag, gen�gt nicht (BGE 132 I 13 E. 5.1 S. 17, 125 V 408 E. 3a S. 409; Urteil 9C_284/2012 vom 18. Mai 2012 E. 2, je mit Hinweisen).
2.3.�Dem erstinstanzlichen Gericht ist bei der Bemessung der Entsch�digung des unentgeltlichen Rechtsbeistandes praxisgem�ss ein weiter Ermessensspielraum einzur�umen (vgl. die Zusammenfassung der Rechtsprechung in SVR 2000 IV Nr. 11 S. 31 [I 308/98] E. 2b; Urteil 9C_387/2012 vom 26. September 2012 E. 2.2). Das Bundesgericht greift nur ein, wenn der Ermessensspielraum klar �berschritten worden ist oder wenn Bem�hungen nicht honoriert worden sind, die zweifelsfrei zu den Obliegenheiten eines amtlichen Vertreters geh�ren (BGE 118 Ia 133 E. 2d S. 136; Urteil 8C_832/2012 vom 28. Mai 2013 E. 2.3).
3.1.�Mit Blick auf die hier strittige Abgeltung des Rechtsvertretungsaufwandes im kantonalen Verfahren ist den vor Bundesgericht massgebenden Beschwerdeschriften sowohl im parallelen Verfahren 8C_309/2014 als auch im vorliegenden Verfahren weder im Antrag noch in der Begr�ndung konkret zu entnehmen, welche Anzahl zus�tzlicher Arbeitsstunden und/oder welcher zus�tzliche Aufwand in Franken und Rappen der Versicherte beziehungsweise seine unentgeltliche Rechtsvertreterin abweichend vom angefochtenen Entscheid tats�chlich beantragt. Ob die Beschwerdeschriften insofern den Eintretensvoraussetzungen (Art. 42 Abs. 1; Geldforderungen sind zu beziffern: BGE 134 III 235 E. 2 S. 236 f.; gilt auch f�r die selbst�ndige Anfechtung von Kosten- und Entsch�digungsfolgen des kantonalen Verfahrens: Urteil 5A_34/2009 vom 26. Mai 2009 E. 11.3, nicht publ. in BGE 135 III 513) gen�gen, kann offenbleiben, da beide Beschwerden in jedem Falle abzuweisen sind.
3.2.�Wie mit heutigem Urteil 8C_309/2014 E. 6.2 festgestellt (vgl. auch Sachverhalt lit. B.b hievor), ist der gem�ss Zusammenstellung vom 4. M�rz 2014 geltend gemachte Aufwand der Beschwerdef�hrerin im kantonalen Verfahren UV.2012.00296 mit angefochtenem Entscheid vom 18. M�rz 2014 (Dispositiv-Ziffer 3) im Rahmen der gew�hrten unentgeltlichen Verbeist�ndung vollumf�nglich entsch�digt worden. Insoweit ist der angefochtene Entscheid offensichtlich nicht zu beanstanden.
3.3.�Soweit die Beschwerdef�hrerin im parallelen Verfahren 8C_309/2014 namens des Versicherten r�gte, die Vorinstanz habe ihm im Verfahren UV.2010.00247 - trotz seines Obsiegens vor Bundesgericht und der R�ckweisung der Sache zu erg�nzenden Abkl�rungen an das kantonale Gericht - nicht eine ungek�rzte Prozessentsch�digung zu Lasten der Mobiliar zugesprochen, hat das Bundesgericht den entsprechenden Einwand mit Urteil 8C_309/2014 E. 6 gepr�ft und verworfen.
3.4.�Strittig und im Folgenden zu pr�fen bleibt somit einzig, ob die vorinstanzliche K�rzung der Entsch�digung aus unentgeltlicher Verbeist�ndung auf Fr. 3'000.- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) im ersten Verfahren UV.2010.00247 gem�ss kantonalem Entscheid vom 22. November 2011 gegen Bundesrecht und insbesondere - wie beanstandet - gegen das Willk�rverbot (vgl. E. 2 hievor) verst�sst.
4.1.�Das kantonale Gericht begr�ndete die Aufwandk�rzung im Rahmen des Entscheides vom 22. November 2011 dahingehend, wer vom Gericht mit der unentgeltlichen Rechtsvertretung betraut werde, �bernehme eine staatliche Aufgabe und trete zum Staat in ein �ffentlich-rechtliches Rechtsverh�ltnis. Ein Honoraranspruch bestehe ausschliesslich f�r den vom Staat mit der unentgeltlichen Rechtsvertretung beauftragten Anwalt oder die beauftragte Anw�ltin. Mit den beiden Honorarrechnungen vom 18. Januar und 4. Oktober 2011 mache die Beschwerdef�hrerin einen Aufwand von insgesamt 21 Stunden und 35 Minuten geltend (vgl. Sachverhalt lit. B.a hievor). Dieser Aufwand sei der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen. Zudem seien die Replik (6 Stunden 30 Minuten) und die Eingabe vom 9. Juni 2011 von einer Anw�ltin verfasst worden, welche nicht vom Gericht mandatiert worden sei. Mangels Beauftragung k�nne dieser Aufwand nicht erstattet werden. Weiter sei auch die Notwendigkeit der Erstellung von 376 Kopien am Tag der Replik-Einreichung gem�ss fakturierten Barauslagen von Fr. 188.- nicht erkennbar.
4.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die vorinstanzliche Begr�ndung der Entsch�digungsk�rzung in Bezug auf die unentgeltliche Rechtsvertretung f�r das Verfahren UV.2010.00247 verletze das Willk�rverbot (Art. 9 BV) und Bundesrecht. Das Verfahren sei "sehr aufw�ndig" gewesen und habe "sehr viele Akten" umfasst. Mit diversen �rzten habe R�cksprache gehalten werden m�ssen. Der geltend gemachte Aufwand sei daher gerechtfertigt gewesen. Die umfangreichen Beilagen mit "�ber 300 Seiten" der Mobiliar h�tten kopiert werden m�ssen. Insbesondere gehe es nicht an, dass die Vorinstanz den Aufwand der in der gleichen B�rogemeinschaft praktizierenden, ebenfalls im Anwaltsregister eingetragenen Anw�ltin, durch welche sich die Beschwerdef�hrerin wegen Mutterschaft gest�tzt auf die Substitutionsvollmacht vom 22. Februar 2011 habe vertreten lassen, nicht ber�cksichtigt habe.
5.1.�Gem�ss � 34 Abs. 3 des Gesetzes �ber das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich vom 7. M�rz 1993 (GSVGer/ZH; LS [Loseblattsammlung] 212.81) bemisst sich die H�he der gerichtlich festzusetzenden Entsch�digung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne R�cksicht auf den Streitwert. Laut � 8 in Verbindung mit � 7 der Verordnung �ber die Geb�hren, Kosten und Entsch�digungen vor dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich vom 12. April 2011 (GebV SVGer/ZH; LS 212.812) wird einer Partei f�r unn�tigen oder geringf�gigen Aufwand keine Entsch�digung zugesprochen. Wird eine Parteientsch�digung beansprucht, reicht die Partei dem Gericht vor dem Endentscheid eine detaillierte Zusammenstellung �ber ihren Zeitaufwand und ihre Barauslagen ein. Im Unterlassungsfall setzt das Gericht die Entsch�digung nach Ermessen fest (SVR 2013 UV Nr. 23 S. 83, 8C_928/2012 E. 7.1).
5.2.�Der Umfang des Anspruchs auf unentgeltliche Verbeist�ndung richtet sich zun�chst nach den Vorschriften des kantonalen Rechts. Erst wo sich der entsprechende Rechtsschutz als ungen�gend erweist, greifen die bundesverfassungsrechtlichen Minimalgarantien Platz (BGE 134 I 92 E. 3.1.1 S. 98; 131 I 185 E. 2.1 S. 188; 122 I 49 E. 2a S. 50). Das kantonale Gericht ist bei der Bemessung der Entsch�digung des unentgeltlichen Rechtsbeistands von Bundesrechts wegen nicht an die allenfalls geltend gemachten Honoraranspr�che gebunden, weshalb Art. 29 Abs. 2 BV grunds�tzlich nicht verletzt wird, wenn es auf die Einholung einer Kostennote verzichtet (SVR 2013 UV Nr. 23 S. 83, 8C_928/2012 E. 8.2 mit Hinweisen). Eine Begr�ndungspflicht besteht, wenn der unentgeltliche Rechtsbeistand eine Kostennote einreicht und das Gericht die Entsch�digung abweichend davon auf einen bestimmten, nicht der Praxis entsprechenden Betrag festsetzt (Urteil 8C_465/2012 vom 20. Dezember 2012 E. 2.1 und 5.1.1 mit Hinweis). Akzeptiert das Gericht einzelne Posten aus der Kostennote, setzt es aber andere herab, hat es zu jeder Reduktion zumindest kurz auszuf�hren, aus welchem konkreten Grund die Aufwendungen oder Auslagen als unn�tig betrachtet werden (SVR 2013 IV Nr. 26 S. 75, 8C_54/2013 E. 4.1 mit Hinweisen).
Es bleibt zu pr�fen, ob die vorinstanzliche Begr�ndung der im ersten Verfahren UV.2010.00247 vorgenommenen Entsch�digungsk�rzung auf Fr. 3'000.- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) Bundesrecht oder gar das Willk�rverbot verletzt.
6.1.�Seit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 23. Juni 2000 �ber die Freiz�gigkeit der Anw�ltinnen und Anw�lte (Anwaltsgesetz, BGFA; SR 935.61) am 1. Juni 2002 unterliegen die Rechtsanw�lte von Bundesrechts wegen der Verpflichtung, (in dem Kanton, in dessen Register sie eingetragen sind) Vertretungen im Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege zu �bernehmen (Art. 12 lit. g BGFA). Die n�here Regelung der Pflichtmandate, einschliesslich deren Entsch�digung, bleibt indessen nach wie vor Sache der Kantone (BGE 132 I 201 E. 7.2 S. 205 f.; Urteil 5D_145/2007 vom 5. Februar 2008 E. 1.1). Mit dem Mandat, f�r eine unbemittelte Partei als Rechtsvertreter t�tig zu werden, �bernimmt der Anwalt keinen privaten Auftrag. Das Mandat kann verbindlich nur durch den Kanton selbst erteilt werden und stellt die �bernahme einer staatlichen Aufgabe dar. Der Anwalt tritt zum Staat in ein Verh�ltnis ein, das vom kantonalen �ffentlichen Recht bestimmt wird (dazu BGE 133 IV 335 E. 2 S. 337; 132 I 201 E. 7.1 S. 205; 122 I 322 E. 3b S. 325; 113 Ia 69 E. 6 S. 71, mit Hinweisen; vgl. Steinmann, in: Ehrenzeller et al., Schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 2. Aufl. 2008, N. 41 zu Art. 29 BV; Meichssner, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs. 3 BV], 2008, S. 192; Biaggini, Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Kommentar, 2007, Art. 29 Rz. 31; Urteil 5D_145/2007 vom 5. Februar 2008 E. 1.1). Die Bestellung eines Anwalts zum unentgeltlichen Rechtsbeistand stellt eine Verf�gung dar, welche das besondere �ffentlich-rechtliche Rechtsverh�ltnis zwischen Anwalt und Staat begr�ndet (Meichssner, a.a.O., S. 192). Dementsprechend wurde die Beschwerdef�hrerin mit vorinstanzlicher Verf�gung vom 10. Dezember 2010 f�r das kantonale Verfahren als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt.
6.2.�Die Beschwerdef�hrerin verkennt, dass die Bundesverfassung keinen Anspruch auf freie Wahl des Rechtsvertreters gew�hrt (BGE 116 Ia 102 E. 4b/aa S. 105; vgl. Steinmann, a.a.O., N. 41 zu Art. 29 BV; Kiener/K�lin, Grundrechte, 2. Aufl. 2013, S. 507; M�ller/Schefer, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl. 2008, S. 898; Meichssner, a.a.O., S. 197; Urteil 5A_262/2008 vom 8. September 2008 E. 3.3). Die vertretene Partei hat keinen Anspruch auf Wechsel des Rechtsbeistandes (Steinmann, a.a.O., N. 41 zu Art. 29 BV), doch kann dieser bewilligt werden, wenn aus objektiven Gr�nden eine sachgem�sse Vertretung der Interessen durch den bisherigen Rechtsanwalt nicht mehr gew�hrleistet ist (BGE 138 IV 161 E. 2.4 S. 164 f.; 116 Ia 102 E. 4b/aa S. 105 mit Hinweisen). Ein Wechsel des unentgeltlichen Rechtsbeistandes bedarf der richterlichen Bewilligung (vgl. Urteil 1B_74/2008 vom 18. Juni 2008 E. 4).
6.3.�Die Beschwerdef�hrerin vermag nicht darzulegen, und es finden sich keine Anhaltspunkte in den Akten, dass die Vorinstanz einen Wechsel des unentgeltlichen Rechtsbeistandes bewilligt und die offenbar innerhalb des Advokaturb�ros der Beschwerdef�hrerin als deren Stellvertreterin amtende Anwaltskollegin als neue unentgeltliche Rechtsvertreterin des Versicherten bestellt h�tte. Daran �ndert nichts, dass diese Anwaltskollegin mit gew�hnlichem Fristerstreckungsgesuch vom 28. Februar 2011 an das kantonale Gericht gelangte, auf ihre Stellvertretung f�r die Beschwerdef�hrerin bis Ende Juli 2011 verwies und zur Kenntnisnahme eine Substitutionsvollmacht vom 22. Februar 2011 einreichte. Weder dem Fristerstreckungsgesuch noch der Substitutionsvollmacht und auch nicht der anschliessend im Verfahren UV.2010.00247 eingereichten Replik sind irgendwelche Hinweise zu entnehmen, welche auf objektive Gr�nde f�r einen Rechtsbeistandswechsel h�tten schliessen lassen oder gar als Gesuch um Bewilligung eines solchen zu interpretieren gewesen w�ren. Erstmals mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten machte die Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht im Verfahren 8C_90/2012 geltend, sie habe sich wegen Mutterschaft durch ihre Anwaltskollegin substituieren lassen, ohne jedoch zu behaupten, die Vorinstanz �ber die Gr�nde dieser Substitution bisher informiert zu haben. Der als Anw�ltin im Anwaltsregister eingetragenen Stellvertreterin der Beschwerdef�hrerin musste die Rechtslage ebenso klar sein wie der Beschwerdef�hrerin selber. Zwar vermochte die Substituierung der Beschwerdef�hrerin durch ihre Kollegin in Bezug auf das Verh�ltnis des vertretenen Versicherten zur Beschwerdef�hrerin Rechtswirkungen zu entfalten, doch �nderte diese interne b�ropartnerschaftliche Stellvertretungsvereinbarung ohne Bewilligung des Rechtsbeistandswechsels durch das hier zust�ndige kantonale Gericht nichts am einzig zwischen Beschwerdef�hrerin und Vorinstanz kraft Verf�gung vom 10. Dezember 2010 bestehenden �ffentlich-rechtlichen Rechtsverh�ltnis.
6.4.�Als im Anwaltsregister eingetragene Anw�ltin erf�llte die Kollegin wohl die Voraussetzungen nach BGFA (vgl. E. 6.1 hievor), um - wie die Beschwerdef�hrerin selber - grunds�tzlich ebenfalls als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt werden zu k�nnen. Doch steht fest, dass ein entsprechendes Gesuch nie eingereicht wurde und es an einer richterlich verf�gten Bewilligung eines Wechsels der unentgeltlichen Rechtsbeist�ndin fehlt.
6.5.�Die unentgeltliche Rechtspflege bezweckt, auch der bed�rftigen Partei den Zugang zum Gericht und die Wahrung ihrer Parteirechte zu erm�glichen (BGE 131 I 350 E. 3.1 S. 355, 120 Ia 14 E. 3d S. 16; Stefan Meichssner, a.a.O., S. 5; SVR 2009 IV Nr. 20 S. 52, 9C_342/2008 E. 7.1). Es wird nicht geltend gemacht und ist nicht ersichtlich, dass der verfassungsrechtliche Anspruch auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand (Art. 29 Abs. 3 BV) nicht w�hrend des ganzen Verfahrens gew�hrleistet war und dem Versicherten nicht stets die zur Wahrung seiner Rechte notwendigen Dienste einer rechtskundigen Anw�ltin zur Verf�gung standen, welche grunds�tzlich die Anforderungen zur Bestellung als unentgeltliche Rechtsvertreterin erf�llte. Da die in der zweiten Phase des Verfahrens UV.2010.00247 aktive Anwaltskollegin der Beschwerdef�hrerin kein Gesuch um Bewilligung des Wechsels der unentgeltlichen Rechtsbeist�ndin gestellt hat, ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die entsprechenden Aufwendungen nicht zu Lasten der Gerichtskasse im Rahmen der mit Verf�gung vom 10. Dezember 2010 bestellten Rechtsverbeist�ndung entsch�digt hat. Dies beeintr�chtigte den verfassungsm�ssig gebotenen Rechtsschutz in keiner Weise. Nicht Gegenstand dieses Verfahrens ist die Frage, ob die Stellvertreterin der Beschwerdef�hrerin ihren Aufwand gegen�ber dem Versicherten geltend machen kann.
6.6.�Nach dem Gesagten hat das kantonale Gericht weder Bundesrecht verletzt noch gegen das Willk�rverbot verstossen, indem es den von der Beschwerdef�hrerin aus der verf�gten unentgeltlichen Rechtsverbeist�ndung im Verfahren UV.2010.00247 (vgl. hievor E. 6 Ingress) geltend gemachten Aufwand um den Zeitaufwand (insbesondere f�r die Erstattung der Replik) k�rzte, welcher nicht von der gerichtlich eingesetzten Rechtsbeist�ndin geleistet wurde. Inwiefern die Vorinstanz im �brigen durch die begr�ndete K�rzung des Aufwandes den ihr verbleibenden Ermessensspielraum (E. 2.3 hievor) klar �berschritten und nicht nur hinsichtlich der Begr�ndung, sondern auch im Ergebnis in Willk�r verfallen w�re (E. 2.2 hievor), legt die Beschwerdef�hrerin nicht dar. Die Beschwerde ist folglich als unbegr�ndet abzuweisen.
Die unterliegende Beschwerdef�hrerin tr�gt die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesamt f�r Gesundheit, der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft und B.________ schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 31. M�rz 2015