Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_20_07_2011_XII_ZR_149_09_Bereicherungsanspruch_von_Schwi-d4636551.html
Timestamp: 2016-12-04 06:34:18
Document Index: 311189893

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 313', '§ 516', '§ 683', '§ 812', '§ 313', 'BGH', '§ 812', 'BGH', 'BGH']

BundesgerichtshofUrt. v. 20.07.2011, Az.: XII ZR 149/09Gericht: BGHEntscheidungsform: UrteilDatum: 20.07.2011Referenz: JurionRS 2011, 31843Aktenzeichen: XII ZR 149/09 Verfahrensgang:vorgehend:LG Magdeburg - 31.03.2009 - AZ: 9 O 2120/08OLG Naumburg - 05.08.2009 - AZ: 6 U 62/09Rechtsgrundlagen:§ 313 BGB§ 516 Abs. 1 BGB§ 683 BGB§ 812 Abs. 1 S. 1 BGBFundstellen:DNotZ 2012, 538-543DWW 2012, 60-62FamFR 2012, 92FamRB 2012, 69FamRZ 2012, 273FF 2012, 168FPR 2012, 116-119FuR 2012, 260JurBüro 2012, 271JuS 2012, 558-559MDR 2012, 163-165NJ 2012, 5NJW 2012, 6NJW 2012, 523-526NJW-Spezial 2012, 100NotBZ 2012, 97-98RdW 2012, 240-241RÜ 2012, 157-162StX 2012, 125-126WM 2012, 1153-1156ZEV 2012, 277-280Amtlicher Leitsatz:BGB §§ 313, 516 Abs. 1, 683, 812 Abs. 1 Satz 1a)Rückforderungsansprüche von Schwiegereltern nach den Grundsätzen über den Wegfall der Geschäftsgrundlage können nicht allein mit der Begründung verneint werden, das eigene Kind sei Miteigentümer der mit der schwiegerelterlichen Zuwendung finanzierten Immobilie und bewohne diese seit der Trennung. Auch ein Wertverlust der Immobilie besagt nichts darüber, inwieweit noch eine messbare Vermögensmehrung bei dem Schwiegerkind vorhanden ist (im Anschluss an Senatsurteil BGHZ 184, 190 = FamRZ 2010, 958). b)Wegen Leistungen, die Schwiegereltern nach der Scheidung ihres eigenen Kindes und in dessen Interesse auf eine Gesamtschuld der Ehegatten erbracht haben, kommt ein Bereicherungsanspruch nach § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 BGB gegen das Schwiegerkind grundsätzlich nicht in Betracht. Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 20. Juli 2011 durch die Vorsitzende Richterin Dr. Hahne und die Richter Weber-Monecke, Dr. Klinkhammer, Schilling und Dr. Nedden-Boeger für Recht erkannt: Tenor:Auf die Revision der Kläger wird das Urteil des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Naumburg vom 5. August 2009 im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als die Berufung der Kläger wegen einer Forderung in Höhe von 29.910,59 € (je 1/2 von 51.896,14 € und 7.925,03 €) nebst Zinsen zurückgewiesen worden ist. Die weitergehende Revision wird zurückgewiesen. Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Oberlandesgericht zurückverwiesen. BGH, 20.07.2011BGH, 19.07.2011