Source: https://www.frag-einen-anwalt.de/Welche-Erbfolge-bei-Zugewinngemeinschaft-Wer-erbt-mein-Vermoegen--f28800.html
Timestamp: 2020-01-24 17:04:43
Document Index: 335623671

Matched Legal Cases: ['§ 1931', '§ 1371', '§ 1925', '§ 1931', '§ 1371', '§ 1371', '§ 1932', '§ 2136', '§ 2303']

www.frag-einen-anwalt.deErbrechtWelche Erbfolge bei Zugewinngemeinschaft - Wer e...
| 31.07.2007 17:59 |
wenn Sie vor Ihrem Ehemann sterben, ist die gesetzliche Erbfolge:
Ihr Mann erbt deshalb 3/4 (1/2 wg. § 1931 Abs. 1 BGB plus 1/4 wg. der Zugewinngemeinschaft, § 1371 Abs. 1 BGB ). Ihre Mutter erbt 1/8, Ihre Schwester, die an die Stelle Ihres verstorbenen Vaters tritt, erbt ebenfalls 1/8 ( § 1925 Abs. 3 BGB )
Sie erben die Hälfte (1/4 wg. § 1931 Abs. 1 BGB plus 1/4 wg. der Zugewinngemeinschaft, § 1371 Abs. 1 BGB ). Der Sohn Ihres Mannes (= Verwandter 1. Ordnung) erbt die Hälfte.
Wenn insoweit Bedürftigkeit vorliegt, kann der Sohn außerdem verlangen, dass Sie ihm aus dem wegen der Zugewinngemeinschaft zusätzlich erhaltenen Viertel die Mittel zu einer angemessenen Ausbildung gewähren ( § 1371 Abs. 4 BGB ). Einen Anspruch auf Zugewinnausgleich hat der Sohn nicht.
Der überlebende Ehegatte hat ggf. außerdem Anspruch auf das sog.Voraus (§ 1932 BGB .Wenn der überlebende Ehegatte die Erbschaft ausschlägt und nicht durch Vertrag mit dem Ehegatten wirksam auf das gesetzliche Erbrecht oder Pflichtteilsrecht verzichtet hat, kann er den Pflichtteil und Zugewinnausgleich verlangen.
Ist mein zukünftiger Mann (wenn ich ihn als Erben und meine Schwester als Nacherbin einsetze) frei in seinen Entscheidungen, was meinen Nachlass angeht? Könnte er das Eigentum veräussern, dass Geld anlegen, ausgeben oder anderweitig investieren. Meine Intention geht dahin, ihm alle Mpglichkeiten zu lassen, aber zu verhindern, dass mein Vermögen im Falle seines Todes auch noch der anderen Seite zufällt.
Da Sie den Sachverhalt jetzt kennen, könnten Sie ein dementsprechendes Testament aufsetzen und wie hoch sind die Kosten? Vielen Dank
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.08.2007 | 17:13
von dem größten Teil der Beschränkungen können Sie Ihren Ehemann befreien. Er könnte den Nachlass dann gegen Entgelt veräußern, er könnte es anlegen, ausgeben und investieren. Schenkungen aus Ihrem Nachlass könnte er allerdings keine vornehmen (ausgenommen Pflicht- und Anstandsschenkungen), von dieser Beschränkung können Sie ihn auch nicht wirksam befreien (§§ 2136 , 2113 Abs. 2 BGB).
Wenn Sie Ihren Mann in Ihrem Testament als Vorerben und Ihre Schwester als Nacherbin einsetzen, hat Ihre Mutter übrigens einen Anspruch auf das Pflichtteil ( § 2303 Abs. 2 BGB ). Das Pflichtteil beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils Ihrer Mutter.