Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ+13,+71
Timestamp: 2018-12-13 00:40:51
Document Index: 205129205

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 826', '§ 331', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 826', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', '§ 322', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 826', '§ 826', '§ 826', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 826', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 01.04.1954 - IV ZR 177/53 - dejure.org
BGH, 01.04.1954 - IV ZR 177/53
Einverständlich falsche Vaterschaftsfeststellung durch Versäumnisurteil
§ 826 BGB, zu den (hier verneinten) Voraussetzungen für eine sittenwidrige Titelausnutzung, für Versäumnisurteile (§ 331 ZPO) gelten keine anderen Kriterien als für streitige Urteile
Möglichkeit der Inanspruchnahme aus einem mit der wahren Rechtslage nicht übereinstimmendem Versäumnisurteil - Sittenwidrige Schädigung durch den Gebrauch eines erschlichenen Urteils - Anforderungen an die Sittenwidrigkeit des Gebrauchs von Urteilen
BGHZ 13, 71
NJW 1954, 880
Die Vollstreckung aus einem Versäumnisurteil ist daher grundsätzlich selbst dann rechtlich einwandfrei, wenn es mit der materiellen Rechtslage nicht übereinstimmt (BGHZ 13, 71).
Vielmehr müssen Umstände hinzutreten, die die Ausnutzung des Titels in hohem Maße unbillig und geradezu unerträglich erscheinen lassen (vgl. BGHZ 13, 71, 73; 40, 130, 132 f; 101, 380, 383 ff;… BGH, Urt. v. 13. Juli 1983 - IVb ZR 2/82, NJW 1983, 2317; v. 19. Februar 1986 - IVb ZR 71/84, NJW 1986, 1751, 1753 f).
BGH, 06.03.1987 - V ZR 19/86
Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes kann allerdings nicht nur das sittenwidrige Erwirken, sondern auch - was hier allein in Betracht kommen könnte - das sittenwidrige Ausnutzen eines als unrichtig erkannten rechtskräftigen Urteils einen Schadensersatzanspruch aus § 826 BGB begründen (vgl. BGHZ 13, 71, 72 [BGH 01.04.1954 - IV ZR 177/53]; BGHZ 50, 115, 117 f; Senatsurt. v. 13. März 1981, V ZR 115/80, NJW 1981, 1517, 1518).
Auf keinen Fall steht diese Bestimmung der hier vertretenen Auffassung entgegen, weil im Verhältnis zwischen Gesellschaft und Gesellschafter keine Schuldübernahme vorgenommen ist, sondern beide Vermögensmassen von Anfang an gemeinsam haften (vgl. BGHZ 3, 135; 13, 73) [BGH 01.04.1954 - IV ZR 177/53].
BGH, 05.03.1958 - IV ZR 307/57
Pflichten des Zeugen zur Beantwortung von Fragen
Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann der sittenwidrigen Ausnutzung eines nicht erschlichenen aber falschen Urteils unter besonderen Umständen mit einer Klage auf Unterlassung der Zwangsvollstreckung entgegengetreten werden (vgl. BGH NJW 1983, 2317, 2318; BGHZ 26, 391, 394, 396, 398; BGHZ 13, 71; 50, 115; BGH, NJW 1974, 557 ).
Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung gebietet es aber der Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB ), auf dem der von der Rechtssprechung entwickelte "Rechtsbehelf" gegen rechtskräftige Urteile beruht (vgl. BGH NJW 1993, 3205), die Rechtskraft zu beseitigen, wenn das unanfechtbare Urteil objektiv unrichtig ist, der Vollstreckende davon Kenntnis hat - auch wenn er sie erst nach Rechtskraft erlangt hat (vgl. BGHZ 101, 384, 385; 103, 46, 47)- und zusätzliche besondere Umstände hinzukommen, die die Vollstreckung des Titels durch den Gläubiger als mißbräuchlich erscheinen lassen (…vgl. den Überblick zu den Voraussetzung bei Zöller -Vollkommer, 21. Aufl. 1999, Vor § 322, Rdn. 74 m.z.N.; BGH NJW 1983, 2317, 2318; BGHZ 26, 391, 394, 396, 398; BGHZ 13, 71; 50, 115; BGH, NJW 1974, 557 ).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGHZ 13, 71 [BGH 01.04.1954 - IV ZR 177/53]; 26, 391, 396, 397 [BGH 05.03.1958 - IV ZR 307/57]; 50, 115, 117 [BGH 27.03.1968 - VIII ZR 141/65]; BGH Urteil vom 22. Oktober 1969 - VIII ZR 216/68 = LM BGB § 826 Fa Nr. 20 = MDR 1970, 134 = BB 1969, 1459; jeweils m.w.Nachw.) wie auch schon des Reichsgerichts (vgl. die Nachweise in den angeführten Entscheidungen des Bundesgerichtshofs;… außerdem Thumm, Die Klage aus § 826 BGB gegen rechtskräftige Urteile, 1959, S. 43 ff) kann allerdings nicht nur das sittenwidrige Erwirken, sondern auch das sittenwidrige Ausnutzen eines als unrichtig erkannten rechtskräftigen Urteils einen Schadensersatzanspruch aus § 826 BGB begründen.
Die weitere Frage unter I 2 der Beschwerdeschrift, "ob im Anschluß an die ständige Rechtsprechung des BGH (z.B. in MDR 59/637; BGHZ 13, 71 [BGH 01.04.1954 - IV ZR 177/53] und 26, 391) auch gegenüber einem bestandskräftigen Verwaltungsakt Einwendungen aus § 826 BGB in Verbindung mit einer Aufrechnungserklärung und aus § 242 BGB geltend gemacht werden können", würde sich in einem künftigen Revisionsverfahren nicht stellen.
Hierbei kann es sich um Umstände handeln, die bei der Erwirkung des Urteils, bei der Vollstreckung aus dem Urteil oder bei beiden zutage getreten sind (BGH, Urteil vom 01.04.1954 - IV ZR 177/53 -, BGHZ 13, 71, 72).
BGH, 13.07.1983 - IVb ZR 2/82
Verstoß einer vom Sozialhilfeträger kraft übergeleiteten Rechts aus einem …
Der sittenwidrigen Ausnutzung des Urteils kann mit einer Klage auf Unterlassung der Zwangsvollstreckung entgegengetreten werden (BGHZ 26, 391, 394, 396, 398; vgl. auch BGHZ 13, 71 [BGH 01.04.1954 - IV ZR 177/53]; 50, 115; BGH Urteil vom 23. Januar 1974 - VIII ZR 131/72 - NJW 1974, 557).
BGH, 07.11.1969 - V ZR 85/66
Fehlerhafte Feststellung des geringsten Gebots
BGH, 19.03.1971 - V ZR 153/68
Voraussetzungen für die Zwangsversteigerung des Grundbesitzes - Erwerb eines …
BAG, 14.10.1960 - 1 AZR 233/58
Abwehraussperrung - Sukzessive Durchführung - Lösung der Arbeitsverhältnisse - …
BGH, 02.06.1978 - V ZR 101/75
Formnichtigkeit eines Grundstückskaufvertrages auf Grund einer vom Verkäufer als …
BGH, 25.05.1959 - II ZR 231/58
OLG Frankfurt, 03.02.1961 - 3 U 134/60
BGH, 27.11.1959 - IV ZR 105/59
BGH, 04.02.1969 - VI ZR 249/67
Klage auf Unterlassung der Zwangsvollstreckung aus einem Vollstreckungsbefehl …
BGH, 07.07.1955 - III ZR 222/53
OLG Düsseldorf, 18.06.1986 - 6 W 62/86
BGH, 28.06.1954 - IV ZR 37/54
BGH, 03.06.1954 - IV ZR 13/54