Source: https://gesetze-in-app.de/InsO/296
Timestamp: 2019-09-23 20:40:03
Document Index: 91416710

Matched Legal Cases: ['§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 850', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§296', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 296', '§ 4', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§296', 'BGH', '§ 296', 'BGH', '§ 296', 'BGH']

§ 296 InsO: Verstoß gegen Obliegenheiten
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2016, Az. IX ZB 13/15 2.	Für den weiteren Verfahrensgang weist der Senat auf folgendes hin: a) Ob der Gläubiger glaubhaft gemacht hat, dass der Schuldner eine seiner Obliegenheiten verletzt und dadurch die Befriedigung der Insolvenzgläubiger beeinträchtigt hat, richtet sich allein nach den innerhalb der laufenden Antragsfrist des § 296 Abs. 1 Satz 2 InsO vom Gläubiger vorgetragenen Versagungsgründen; nach Ablauf der Antragsfrist kann der Gläubiger keine neuen Versagungsgründe mehr Vorbringen (vgl. BGH, Beschluss vom 19. Mai 2011 - IX ZB 224/09, ZlnsO 2011, 1301 Rn. 21).
BGH, URTEIL vom 3.5.2015, Az. VIII ZR 19/14 41	Letztlich bedarf diese vom Bundesgerichtshof bislang offen gelassene (BGH, Urteil vom 14. Januar 2010 - IX ZR 93/09, WM 2010, 523 Rn. 10) Frage auch hier keiner Entscheidung, denn jedenfalls fehlt es einer derartigen Zahlung an der für die Versagung der Restschuldbefreiung erforderlichen Gläubigerbenachteiligung nach § 296 Abs. 1 Satz 1 InsO (MünchKommlnsO/Ehricke, aaO; Vallender in Uhlenbruck/Hirte/Vallender, aaO Rn. 56; FK-lnsO/Ahrens, aaO Rn. 134).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2013, Az. IX ZB 82/11 3	Die	von	der Rechtsbeschwerde aufgeworfene Frage, ob bei der nach § 296 Abs. 1 Satz 1 InsO anzustellenden wirtschaftlichen Vergleichsberechnung (vgl. BGH, Beschluss vom 5. April 2006 - IX ZB 50/05, WM 2006, 1158 Rn. 12; vom 24. Juni 2010 - IX ZB 283/09, ZlnsO 2010, 1456 Rn. 4; vom 20. Januar 2011 - IX ZB 8/10, VuR 2011, 309 Rn. 4 jeweils mwN) im Falle der Verletzung der Erwerbsobliegenheit durch den Schuldner die in § 850c Abs. 1 Satz 2 ZPO genannten Pauschalbeträge auf die Höhe des tatsächlich geleisteten Unterhalts (vgl. BGH, Beschluss vom 28. März 2007 -VIIZB 94/06, WM 2007, 1420 Rn. 11 ff; vom 23. September 2010 - VIIZB 23/09, WM 2010, 2231 Rn. 11) zu kürzen sind, stellt sich nicht.
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2013, Az. IX ZA 37/12 Eine entsprechende Anwendung des andersartigen Versagungsverfahrens nach § 296 InsO kommt bereits aus systematischen Gründen nicht in Betracht (BGH, Beschluss vom 13. Juni 2013, aaO; Ahrens, NJW-Spezial 2013, 85, 86; aA Grote, ZlnsO 2011, 1489, 1493 f).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2011, Az. IX ZB 133/08 Das in § 296 Abs. 1 Satz 3 InsO bestimmte Erfordernis der Glaubhaftmachung bezieht sich gerade auch auf diese Versagungsvoraussetzung (BGH, Beschluss vom 5. April 2006, aaO; vom 1. Juli 2010, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2011, Az. IX ZB 274/10 Diese besonderen Obliegenheiten träfen den Schuldner jedoch erst, nachdem der Gläubiger einen nach § 296 Abs. 1 InsO zulässigen Versagungsantrag gestellt habe (vgl. LG Freiburg, Beschluss vom 13. Januar 2011 - 3 T 312/10 Rn. 7; AG Köln, Beschluss vom 2. März 2011 - 74 IK 7/09 Rn. 5, 6; AG Wuppertal, Beschluss vom 14. März 2011 -145 IK 723/08 Rn. 12; alle Entscheidungen nur in juris veröffentlicht; FK-lnsO/Ahrens, 6. Aufl., § 296 Rn. 39).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2011, Az. IX ZB 274/10 Wenn der Schuldner diesen besonderen, sich aus § 296 Abs. 2 Satz 2 InsO ergebenden Auskunftspflichten nicht nachkommt, ist ihm die Restschuldbefreiung zu versagen, ohne dass es eines zusätzlichen Antrages, der diesen Tatbestand aufgreift, bedarf (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Mai 2009 - IX ZB 116/08, ZlnsO 2009, 1268 Rn. 9).
AG Köln, Beschluss vom 3.2.2011, Az. 74 IK 7/09 Dies stellt mithin eine Abweichung von dem Grundsatz dar, wonach eine Versagung der Restschuldbefreiung ausschließlich auf die vom Antragsteller geltend gemachten Gründe gestützt werden darf und das Insolvenzgericht – jedenfalls innerhalb des Versagungstatbestandes des § 296 Abs. 1 InsO – keine anderen, nicht vom Antragsteller vorgetragenen Obliegenheitsverletzungen zur Begründung der Versagung der Restschuldbefreiung heranziehen darf (BGH, Beschl. v. 21.01.2010 a.a.O., Rn. 11).
AG Köln, Beschluss vom 3.2.2011, Az. 74 IK 7/09 12Nicht zu folgen ist daher der Ansicht des Amtsgerichts Hamburg (Beschl. v. 19.02.2010, 67g IN 127/06, ZInsO 2010, 444), wonach es für das Verfahren zur Erlangung von Auskünften gemäß § 296 Abs. 2 Satz 3 InsO angesichts der so zu verstehenden Entscheidungen des BGH keines auf die §§ 295, 296 InsO gestützten Versagungsantrages eines Insolvenzgläubigers bedürfe, die Vorschrift dem Insolvenzgericht vielmehr eröffne, Auskünfte vom Schuldner während der Wohlverhaltensperiode zu erlangen, ohne dass es eines Versagungsantrages bedürfe (AG Hamburg, a.a.O., Rn. 5).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2010, Az. IX ZB 137/08 Das in § 296 Abs. 1 Satz 3 InsO bestimmte Erfordernis der Glaubhaftmachung bezieht sich gerade auch auf diese Versagungsvoraussetzungen (BGH, Beschl. v. 5. April 2006, aaO; v. 1. Juli 2010, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2010, Az. IX ZB 148/09 Das in § 296 Abs. 1 Satz 3 InsO bestimmte Erfordernis der Glaubhaftmachung bezieht sich gerade auch auf diese Versagungsvoraussetzung (BGH, Beschl. v. 5. April 2006 aaO; v. 8. Februar 2007 aaO; v. 12. Juni 2008 aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2009, Az. IX ZB 116/08 13	(2) Die Rüge der Rechtsbeschwerde, ein Verstoß nach §296 Abs. 2 Satz 2 InsO gegen eine der in § 295 InsO aufgeführten Obliegenheiten rechtfertige die Versagung der Restschuldbefreiung nur, wenn dadurch die Befriedigung der Insolvenzgläubiger beeinträchtigt werde, deren Schlechterstellung konkret messbar sein müsse (vgl. BGH, Beschl. v. 5. April 2006 - IX ZB 50/05, WM 2006, 1158 f; v. 8. Februar 2007 - IX ZB 88/06, WM 2007, 661, 662), greift ebenfalls nicht durch.
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2009, Az. IX ZB 162/08 5	Wird die Versagung der Restschuldbefreiung auf § 296 Abs. 1 Satz 1 InsO gestützt, bedarf es neben einer Obliegenheitsverletzung als weiterer Voraussetzung einer Beeinträchtigung der Befriedigung der Gläubiger (BGH, Beschl. v. 12. Juni 2008 - IX ZB 91/06, VuR 2008, 434).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2009, Az. IX ZB 162/08 Nach § 296 Abs. 2 Satz 3 InsO kann - anders als nach § 296 Abs. 1 Satz 1 InsO (vgl. hierzu BGH, aaO) -
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2009, Az. IX ZB 95/08 Daneben statuiert § 4c Nr. 4 Halbs. 2 InsO durch den Verweis auf § 296 Abs. 2 Satz 3 InsO einen weiteren selbständigen Aufhebungsgrund, der unabhängig von dem Aufhebungsgrund des § 4c Nr. 1 InsO in der zweiten Alternative besteht (BGH, Beschl. v. 5. Juni 2008 - IX ZA 7/08, ZlnsO 2008, 736 Rn. 3).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2009, Az. IX ZB 73/08 Eine Glaubhaftmachung (§ 296 Abs. 1 Satz 3 InsO) war im Streitfall entbehrlich, weil der maßgebliche Sachverhalt unstreitig ist (BGHZ 156, 139, 143).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2008, Az. IX ZB 183/07 Eine Glaubhaftmachung (§ 296 Abs. 1 Satz 3 InsO) war im Streitfall entbehrlich, weil der maßgebliche Sachverhalt unstreitig ist (BGHZ aaO 143).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2008, Az. IX ZB 91/06 Eine bloße Gefährdung der Befriedigung der Insolvenzgläubiger reicht nicht aus, um zu einer Versagung der Restschu Id befrei ung nach § 296 InsO zu kommen (BGH, Beschl. v. 5. April 2006 aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2007, Az. IX ZB 187/03 Hier wie in der Wohlverhaltensphase verbietet die Gläubigerautonomie des Verfahrens der Restschuldbefreiung insbesondere, dass das Gericht seine Versagungsentscheidung von Amts wegen auf Umstände stützt, die der Gläubiger zur Begründung seines Versagungsantrags nicht geltend gemacht hat (mit Bezug auf §296 InsO vgl. BGH, Beschl. v. 8. Februar 2007 - IX ZB 88/06, NZI 2007, 297).
AG Düsseldorf, Beschluss vom 4.3.2007, Az. 503 IK 72/02 10Die Versagungsanträge scheitern jedoch daran, dass durch die Obliegenheitsverletzung des Schuldners auch die Befriedigung der Gläubiger verletzt worden sein muss (§ 296 Abs. 1 Satz 1 InsO), wobei es nach der Rechtsprechung des BGH (Beschluss vom 05.04.2006, IX ZB 50/05, NZI 2006, 413 ff = NJW RR 2006, 1138 ff) ausreichend ist, dass eine Beeinträchtigung der Gläubiger bei wirtschaftlicher Betrachtung lediglich wahrscheinlich sein muss.
LG Aachen, Beschluss vom 2.1.2007, Az. 6 T 38/07 Dies wäre jedoch für einen den Zulässigkeitsanforderungen des § 296 Abs. 1 InsO genügenden Versagungsantrag erforderlich gewesen (vgl. BGH NJW-RR 2006, 1138; LG Hamburg ZVI 2004, 259).