Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=24.05.1984&Aktenzeichen=3%20C%2049.82
Timestamp: 2019-11-18 22:34:51
Document Index: 320024321

Matched Legal Cases: ['§ 104', '§ 138', '§ 101', '§ 86', '§ 101', '§ 101', '§ 101']

BVerwG, 24.05.1984 - 3 C 49.82 - dejure.org
https://dejure.org/1984,1679
BVerwG, 24.05.1984 - 3 C 49.82 (https://dejure.org/1984,1679)
BVerwG, Entscheidung vom 24.05.1984 - 3 C 49.82 (https://dejure.org/1984,1679)
BVerwG, Entscheidung vom 24. Mai 1984 - 3 C 49.82 (https://dejure.org/1984,1679)
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Verzicht auf mündliche Verhandlung - Erlaß eines Beweisbeschlusses - Verzichtserklärung - Auflagenbeschluss
VG Bayreuth, 20.04.1982 - B 228 - III/79
NVwZ 1984, 645
Das genügt, zumal die Verletzung des § 104 Abs. 3 Satz 2 VwGO in der Sache der Versagung rechtlichen Gehörs gleichkommt, so daß der Beklagten auch die Fiktion des § 138 Nr. 3 VwGO zugute kommen dürfte (vgl. hierzu Urteil vom 24. Mai 1984 - BVerwG 3 C 49.82 - NVwZ 1984, 645 (646) [BVerwG 24.05.1984 - 3 C 49/82]).
Die bisher offengebliebene Frage, ob allein eine fernmündliche, durch schriftlichen Aktenvermerk des Berichterstatters festgehaltene Erklärung des Verzichts auf mündliche Verhandlung zumindest dann den Anforderungen des § 101 Abs. 2 VwGO genügt, wenn ihre Abgabe und ihr Inhalt wie im vorliegenden Fall nicht streitig sind, bedarf hiernach ebenfalls keiner Entscheidung (vgl. hierzu u.a. BVerwGE 62, 6; Urteile vom 22. Juni 1982 - BVerwG 2 C 78.81 - und vom 24. Mai 1984 - BVerwG 3 C 49.82 - ).
Zwar sind dem Verzicht auf mündliche Verhandlung Grenzen dadurch gesetzt, dass die Erklärung sich nur auf die jeweils nächste, anstehende Entscheidung des Gerichts bezieht und durch deren Ergehen verbraucht wird (vgl. BVerwG, Urteil vom 24. Mai 1984 - 3 C 49/82 -, NVwZ 1984, S. 645 ).
Um eine solche Entscheidung handelt es sich auch bei einem Beweis- oder Auflagenbeschluß (Urteil vom 24. Mai 1984 - BVerwG 3 C 49.82 - m.w.Nachw.).
BVerwG, Beschlüsse vom 14.2.1984 - 3 B 111.81 -, Buchholz 310 § 86 Abs. 3 VwGO Nr. 34 und vom 24.1.1991 - 8 B 164/90 -, NVwZ 1991, 574 (575), sowie Urteil vom 24.5.1984 - 3 C 49/82 -, NVwZ 1984, 645 (646) m.w.N.
BVerwG, 15.02.1994 - 4 B 30.94
Die Hinweispflicht erstreckt sich grundsätzlich nur auf Umstände, die nicht schon früher im Verwaltungs- oder Gerichtsverfahren erörtert worden sind und auch nicht auf der Hand liegen oder mit deren Erheblichkeit die Beteiligten nach dem bisherigen Verlauf des Verfahrens nicht haben rechnen können oder müssen (vgl. BVerwG, Urteil vom 24. Mai 1984 - BVerwG 3 C 49.82 - Buchholz 310 § 101 VwGO Nr. 15).
Das ist etwa der Fall, wenn nach der Verzichtserklärung ein Beweisbeschluß ergeht oder den Beteiligten durch Auflagenbeschluß eine Stellungnahme aufgegeben wird (vgl. Beschluß vom 20. Mai 1976 - BVerwG VII B 66.76 - Buchholz 310 § 101 VwGO Nr. 5 S. 1 und Urteil vom 24. Mai 1984 - BVerwG 3 C 49.82 - Buchholz 310 § 101 VwGO Nr. 15 S. 9) oder das Gericht nachträglich Akten zu Beweiszwecken beizieht (Urteil vom 24. Oktober 1968 - BVerwG III C 83.67 - NJW 1969, 252).
Er wäre nur durch eine nachfolgende Entscheidung des Gerichts, die die Endentscheidung wesentlich vorbereiten soll, "verbraucht" (vgl. hierzu Urteil vom 24. Mai 1984 - BVerwG 3 C 49.82 - m.w.N.).
BVerwG, 11.10.1990 - 8 B 108.90
Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde mangels Verfahrensfehlers - Vorliegen …
BVerwG, 10.04.1987 - 2 B 33.87