Source: https://www.thueringer-energienetze.com/Einspeisung/Gesetze_und_Verordnungen/EEG-Umlage
Timestamp: 2020-01-29 15:33:20
Document Index: 303857067

Matched Legal Cases: ['§ 61', '§ 61', '§ 61', '§ 61', '§ 61', '§ 61', '§ 61', '§ 74', '§ 61', '§ 74', '§ 61']

EEG-Umlage - Gesetze & Verordnungen - Einspeisung | Thüringer Energienetze
Die EEG-Umlage ist ein fester Bestandteil des Strompreises. Die Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbaren Energien wird durch sie refinanziert und auf die Stromkunden verteilt. Die EEG-Umlage wird von den Übertragungsnetzbetreibern jährlich ermittelt und auf einer gemeinsamen Internetplattform www.netztransparenz.de veröffentlicht (i. d. R. am 15. Oktober für das Folgejahr).
Die Eigenversorgung unterliegt, ebenso wie der sonstige Verbrauch von Strom, welcher nicht von einem Elektrizitätsversorgungsunternehmen geliefert wird, weiterhin grundsätzlich der vollen EEG-Umlage (§ 61 EEG 2017). Bis auf Weiteres gilt eine verringerte EEG-Umlage für EEG- und hocheffiziente KWK-Anlagen (§ 61b EEG 2017).
Die beihilferechtliche Genehmigung der EU in Bezug auf eine verringerte EEG-Umlage für hocheffiziente KWK-Anlagen lief jedoch aus. Deshalb müssen diese Anlagen aktuell den vollen Umlagesatz auf ihren selbstgenutzten Strom zahlen. Der BMWi-Entwurf zur erneuten Reduzierung wurde inzwischen auf EU-Ebene genehmigt. Der Wortlaut des Beschlusstextes ist allerdings bislang nicht veröffentlicht. Eine nationale Umsetzung der Regelung steht noch aus, weshalb weiterhin der volle Umlagesatz zur Anwendung kommt.
Die Höhe der EEG-Umlage in Cent/kWh finden Sie hier:
Jahr EEG-Umlagesatz Verminderter EEG-Umlagesatz
2,7168 (40 %)
2,5620 (40 %)
2,7024 (40 %)
Kraftwerkseigenverbrauch – d. h. wenn der Strom in den Neben- und Hilfsanlagen einer Stromerzeugungsanlage im technischen Sinne zur Stromerzeugung verbraucht wird.
Anlagen im Inselbetrieb – d. h. Erzeugungsanlagen, die weder unmittelbar noch mittelbar an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind.
Weitere Informationen können der Empfehlung 2014/31 –Einzelfragen zur Anwendung des § 61 EEG 2014 bei EE-Anlagen- der Clearingstelle EEG entnehmen.
Ab dem 01.01.2018 müssen bei Erneuerung oder Ersetzung von Bestandsanlagen 20 % EEG-Umlage gezahlt werden. Ausgenommen davon sind Ersetzungen von Anlagen, die der Förderung nach dem EEG noch unterlegen hätten.
Damit die Höhe der EEG-Umlagepflicht bestimmt werden kann, ist eine geeichte Messung der erzeugten Energiemenge erforderlich. Neben dem Einspeisezähler ist folglich eine zusätzliche Erzeugungsmessung notwendig. Ist eine solche Messung bei Ihrer Anlage nicht installiert, werden wir die erzeugte Energiemenge schätzen. Zudem fällt in diesem Fall gemäß § 61g EEG 2017 die EEG-Umlage auf Eigenversorgung in voller Höhe (100 %) an.
Anujeet Kaur-Wroblewski
Tel.: 0361 652-2387
Sie haben Fragen zur EEG-Umlage? Wir haben für Sie die häufigsten Fragen & Antworten zusammengestellt.
Max Mustermann Familie Mustermann (im gemeinsamen EFH) Ja
Eigenversorgung wird vermutet, wenn der Betreiber der Erzeugungsanlage im versorgten Objekt wohnt und ein Familienangehöriger oder Lebenspartner des Anlagenbetreibers der Nutzer ist.
Wenn Sie die Erzeugungsanlage zur (zumindest teilweisen) Versorgung Dritter betreiben, sind Sie als Betreiber der Erzeugungsanlage verpflichtet, die EEG-Umlage an den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber zu melden und abzuführen. Zur Abwicklung setzen Sie sich bitte selbstständig mit dem zuständigen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH in Verbindung. Die weitergeleiteten Mengen sind messtechnisch abzugrenzen.
Keine Meldepflicht besteht, wenn dem Netzbetreiber die erforderlichen Informationen bereits vorliegen. Dies gilt auch, wenn die installierte Leistung der Photovoltaikanlage 7 kWp nicht überschreitet (andere Stromerzeugungsanlagen: 1 kW).
Bitte beachten Sie, dass seit dem Inkrafttreten des EEG 2014 zum 1. August 2014 bei Anlagen über 10 kW und ab einer selbstverbrauchten Strommenge von 10 MWh auf den selbstgenutzten Strom die EEG-Umlage zu zahlen ist (§ 61 EEG 2014). Alle EEG-umlagepflichtigen Mengen sind grundsätzlich mit entsprechenden geeichten Messeinrichtungen zu erfassen.
Die Meldung muss gegenüber der TEN Thüringer Energienetze als Ihrem Netzbetreiber erfolgen, wenn Sie den Strom aus Ihrer Anlage ausschließlich selbst verbrauchen und etwaigen Überschussstrom an die TEN Thüringer Energienetze liefern oder ein Direktvermarktungsunternehmen eingeschaltet haben. Wenn Sie Strom direkt an einen anderen Letztverbraucher liefern, müssen Sie die Meldung gegenüber dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz Transmission GmbH abgeben.
Die Änderungen ergeben sich für Bestandsanlagen im Sinne der §§ 61c und 61d EEG 2017. Diese sind zwar grundsätzlich weiterhin von der EEG-Umlage befreit, die Möglichkeit der Erweiterung von Bestandsanlagen um bis zu 30 Prozent der ursprünglich installierten Leistung entfällt jedoch zum 31. Dezember 2017.
Nach § 61e EEG 2017 führt jede Erneuerung oder Ersetzung einer Stromerzeugungsanlage (ohne Erweiterung) ab dem 1. Januar 2018 grundsätzlich zu einer EEG-Umlage von 20 Prozent. Eine Ausnahme hiervon ist vorgesehen für den Fall, dass ein Generator vor Ablauf der handelsrechtlichen Abschreibung oder Auslaufen der Förderung nach dem EEG – z. B. aufgrund eines Defekts – ausgetauscht werden muss oder dass die Stromerzeugung von Kohle auf Gas oder erneuerbare Energien umgestellt wird. In diesem Fall bleibt es auch bei Ersetzungen oder Erneuerungen nach dem 31. Dezember 2017 bei null Prozent EEG-Umlage1.
Bei Erweiterungen der installierten Leistung ab dem 1. Januar 2018 entfällt der Bestandsschutz für diese Stromerzeugungsanlage vollständig. Es ist die EEG-Umlage wie für eine neue Stromerzeugungsanlage zu zahlen. Soweit Sie an Ihrer Stromerzeugungsanlage Erweiterungen, Erneuerungen oder Ersetzungen vornehmen, sind uns diese gemäß § 74a Abs. 1 EEG 2017 unverzüglich mitzuteilen.
Erneuerung: „Erneuert“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass wesentliche Bestandteile des Generators (z. B. Stator oder Rotor) bzw. des jeweiligen PV-Moduls ausgetauscht werden. Ein Austausch nur unwesentlicher Teile des Generators oder bloße Reparatur- und Wartungsarbeiten sollen nach der Gesetzesbegründung hingegen nicht ausreichen.
Ersetzung: „Ersetzt“ wird eine Anlage, wenn der komplette Generator bzw. das PV-Modul ausgetauscht wird.
Erweiterung: Erweiterung einer Bestandsanlage, verbunden mit einer Erhöhung der installierten Leistung durch die modernisierte Stromerzeugungsanlage.
Wenn die Mitteilungspflicht zu den Basisangaben nicht bis zum 28. Februar des Folgejahres erfüllt wird, erhöht sich die entfallende oder verringerte EEG-Umlage gesetzlich für das jeweilige Kalenderjahr rückwirkend um 20 Prozent (§ 61g Abs. 2 EEG 2017). Die Sanktionsfolge greift damit erstmals nach dem 28. Februar 2018 für das Kalenderjahr 2017.
Die Jahresmeldung der für die Abrechnung der EEG-Umlage erforderlichen Angaben gemäß § 74a Abs. 2 EEG 2017, insbesondere die Mitteilung der EEG-umlagepflichtigen Strommengen, muss wie bislang bis zum 28. Februar des Folgejahres erfolgen. Bleibt diese Mitteilung aus, erhöht sich die EEG-Umlage gem. § 61g Abs. 1 EEG 2017 auf 100%.