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Timestamp: 2018-03-24 23:44:18
Document Index: 27763015

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'EuG', 'OGH', 'OGH', 'Art. 5', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'EuG', 'EuG']

Mehr Gäste durchs Internet! - PDF
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1 Mehr Gäste durchs Internet!
2 Projektpartner in Oberbayern und Salzburg
3 Basiskurs 8 Recht im Internet Referent: Dr. Markus Kroner
4 Einführung Was ist Internetrecht? Kein völlig neues Rechtsgebiet Einbindung eines neuen Mediums in bestehende Vorschriften des Zivilrechts Flankierend neue europarechtliche Vorschriften, nämlich Signatur-, Fernabsatz-, E-Commerce- Richtlinie Umsetzung in Österreich im E-Commerce-Gesetz (ECG) In BRD ist dieses Rechtsgebiet Teil des Informationsrechts
5 Einführung Allgemeines Zivilrecht Teil der Rechtsordnung, Rahmenbedingungen sind die Grundrechte und Rechtsakte der EU Abgrenzung zum öffentlichen Recht, welches die Rechtsbeziehungen zwischen Bürger und Staat regelt Grundsatz der Privatautonomie: den Staatsbürgern steht es offen, ihre wechselseitigen Rechte und Pflichten frei zu regeln; Beschränkungen zwingende Normen zu Gunsten schutzwürdiger Bevölkerungsgruppen Rechtsquellen: ABGB, KSchG, IPR (EVÜ), Rom-II-Verordnung Rechtssubjekte: natürliche und juristische Personen, geschützt durch Persönlichkeitsrechte (Recht am Namen, Recht am eigenen Gut, Recht auf Achtung der Ehre und des wirtschaftlichen Rufs)
6 Einführung Das Rechtsgeschäft Arten der Rechtsgeschäfte: einseitige/mehrseitige; entgeltliche/unentgeltliche; unter Lebenden/von Todes wegen; Verpflichtungs- und Verfügungsgeschäfte Willenserklärungen: Vertrag kommt durch übereinstimmende Erklärungen der Vertragsparteien (Angebot und Annahme) zustande. Grundsätzlich formfrei, außer Gesetz schreibt Schriftlichkeit vor, zb Testament, Bürgschaftserklärung
7 Einführung Das Rechtsgeschäft im Internet Allgemeine Grundsätze des Zivilrechts zum Vertragsschluss gelten auch im Internet Besonderheiten: Unwiderrufbarkeit abgegebener Willenserklärungen und Zugang von s bei Abrufmöglichkeit durch den Empfänger, vertraglich besteht die Möglichkeit, Angebote widerruflich zu gestalten Beweislast bei Bestreiten des Zugangs liegt beim Sender Bindungsfrist des Anbietenden ist kürzer, wird in der Regel bei 2-3 Tagen liegen, vertraglich ist es möglich die Bindungsfrist im Angebot festzulegen Eine Website ist kein Angebot sondern nur eine Einladung ein solches zu stellen Rechtsverbindlichkeit des Angebotes bei Online-Auktionen bei Einstellung des Angebotes auf der Website von zb ebay
8 Einführung Besonderheiten gelten im Rechtsverhältnis zwischen Unternehmer und Verbraucher, da zwingende Bestimmungen zum Schutz des Verbrauchers existieren. Unternehmen ist jede auf Dauer angelegte Organisation selbständiger wirtschaftlicher Tätigkeit, auch wenn sie nicht auf Gewinn gerichtet ist. Somit ist jeder selbständig Erwerbstätige prinzipiell Unternehmer. Geringfügig andere Verbraucherdefinition in europarechtlichen Vorschriften (Rom I, EuGVO).
9 Einführung Vertragsabschluss unter Einbeziehung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), auch die AGBH 2006 sind AGB. Einbeziehung Unerheblichkeit der Qualifikation des Vertragspartners als Verbraucher oder Unternehmer AGB müssen ausdrücklich oder stillschweigend zum Vertragsinhalt gemacht werden Voraussetzung ist, dass der Verwender der AGB vor Vertragsabschluss auf diese hinweist und der Vertragspartner die Gelegenheit bekommt, von diesen Kenntnis zu nehmen Möglichkeit der Kenntnisnahme (Link) reicht hiefür aus Sprache der AGB: empfehlenswert wie Rest der Website Einverständnis des Gastes kann auch schlüssig erklärt werden
10 Einführung Geltungs- und Inhaltskontrolle Schutz vor gröblich benachteiligenden Klauseln Geltungskontrolle, Problem der versteckten Vertragsklauseln Inhaltskontrolle: Bestimmungen sind dann ungültig, wenn sie ohne sachliche Rechtfertigung wesentliche Abweichungen von gesetzlichen Bestimmungen aufweisen. Angabe falscher Preise auf Grund von Tippfehlern berechtigt zur Irrtumsanfechtung Katalog des 6 KSchG: Aufzählung von unwirksamen Vertragsklauseln gegenüber Verbrauchern
12 Einführung Fernabsatz Alle Verträge, die unter ausschließlicher Verwendung eines Fernkommunikationsmittels ohne persönliche Kontakte zwischen Verbraucher und Unternehmer zustande kommen Weitere Voraussetzung, dass Unternehmer über organisiertes Vertriebs- oder Dienstleistungssystem verfügt, zb Website betreibt Ergänzen Allgemeine Bestimmungen Vereinheitlicht in der EU durch Fernabsatzrichtlinie Erweiterte Informations- und Bestätigungspflichten des Unternehmers Voraussetzung ist die Abrufbarkeit der AGB auf Website vor Vertragsabschluss Übermittlung der Informationen samt Bedingungen und Einzelheiten des Rücktrittsrechtes mit dauerhaften Datenträger bis zur Erfüllung des Vertrages
13 Einführung Rücktrittsrecht des Verbrauchers in AUT innerhalb von 7 Werktagen, Verlängerung auf max. 3 Monate bei Verletzung der Informations- und Bestätigungspflichten Schadenersatzansprüche aus Vorvertrag und Unterlassungsansprüche aus Wettbewerbsrecht sind möglich. Freizeitdienstleistungen (Unterbringung, Beförderung, Lieferung von Speisen oder Getränken etc.) sind ausgenommen, sofern sich der Unternehmer bei Vertragsabschluss verpflichtet, die Dienstleistungen zu einem bestimmten Zeitpunkt oder innerhalb eines genau angegebenen Zeitraums zu erbringen. Darunter fallen auch Beherbergungsverträge, die von Hotels abgeschlossen werden.
14 Einführung Grenzüberschreitende Sachverhalte Prinzip der freien Rechtswahl Ansonsten objektive Anknüpfung: charakteristische Leistung des Vertrages Sonderregelungen für Unternehmer-/Verbraucherverhältnis, Beherbergungsverträge fallen jedoch nicht darunter
15 Einführung Gerichtsstand EuGVO: für EU, EWR ohne Liechtenstein EuGVÜ: für Dänemark LGVÜ: für Island, Norwegen, Schweiz Prinzipiell Wohnsitz des Beklagten, denkmöglich Wahlgerichtsstand des Erfüllungsortes (Hotel), jedoch Berücksichtigung der zwingenden Verbraucherschutzbestimmungen: berufliche oder gewerbliche Tätigkeit des Unternehmers im Wohnsitzstaat des Verbrauchers oder Ausrichtung der Tätigkeit auf den Wohnsitzstaat des Verbrauchers Sonderfall des Ausrichtens durch passive Website, wird momentan vom Europäischen Gerichtshof behandelt. Ausrichten kann durch ausdrücklichen Hinweis auf der Website oder auch durch Sprache der Website vermieden werden, Top Level Domain ist irrelevant
16 Immaterialgüterrechte Allgemeines: Oberbegriff für Rechte am geistigen Eigentum Kein Schutz der Idee, sondern des Arbeitsergebnisses (Werk) Gewerbliche Schutzrechte (entstehen mit Eintragung in ein öffentliches Register): Marke, Muster (Geschmacks- und Gebrauchsmuster), Patent Immaterialgüterrecht im engeren Sinn: Urheberrecht Verwandte Rechte: Wettbewerbsrecht, Namensrecht Prioritätsprinzip: Der zeitlich Frühere ist rechtlich Stärkere
17 Immaterialgüterrechte Die Marke Dient dazu, Waren und Dienstleistungen eines Unternehmens von solchen eines anderen Unternehmens zu unterscheiden Dauerhafte und verständliche graphische Darstellung (Hologramme, Klangmarken, körperliche Marken, Werbeslogans, nicht jedoch Geruchsmarken) Wort-, Bild- oder Wortbildmarken
19 Immaterialgüterrechte
20 Immaterialgüterrechte
21 Immaterialgüterrechte
22 Immaterialgüterrechte Absolute Registrierungshindernisse Hoheitszeichen, Prüfzeichen, etc. Relative Registrierungshindernisse Fehlende Unterscheidungskraft, liegt nicht vor bei Phantasiewörtern im engeren und weiteren Sinn (zb Boss für Herrenbekleidung) Beschaffenheitsangaben (zb Gourmet für Lebensmittel) Gattungsbezeichnungen (zb Tabasco, Farbenprofi) Eintragung mit Verkehrsgeltungsnachweis möglich (auch Werbeslogans)
23 Immaterialgüterrechte Unterteilung der Waren- und Dienstleistungen in der Nizza Klassifikation, zb Klasse 43: Dienstleistungen zur Verpflegung und Beherbergung von Gästen Räumlicher Schutzbereich der Marke: nationale Marken, WIPO, Gemeinschaftsmarke der EU Inhalt des Markenrechts Verbot der Nutzung der Marke durch Dritte zur Kennzeichnung von Waren und Dienstleistungen Verwechslungsgefahr im engeren und weiteren Sinn (Bei Domain ist auf Inhalt der Website abzustellen) Bekannte Marke: Rufausbeutung, Rufgefährdung, Verwässerung, Eye- Catching Ansprüche auf Unterlassung, angemessenes Entgelt und Schadenersatz
24 Immaterialgüterrechte Lauterkeitsrecht Schützt funktionierenden Wettbewerb Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) b2b und b2c Bereich Unlautere Geschäftspraktiken (aggressive oder irreführende) Schutz von Unternehmenskennzeichen und Werktitel etc. in 9 UWG
25 Immaterialgüterrechte Namensrecht Bestandteil der Persönlichkeit Kennzeichnungs- und Unterscheidungsfunktion Namensbestreitung: Leugnung des Rechts eines anderen zur Führung eines Namens Namensanmaßung (Hauptfall): Gebrauch eines fremden Namens zur Kennzeichnung eigener Waren und Dienstleistungen bei Vorliegen von Verwechslungsgefahr Problem der Namensnennung: Name bezeichnet korrekt die berechtigte Person, jedoch in einem von dieser nicht veranlassten Zusammenhang (zb Werbung) Auch Firmen und Firmenschlagwörter von juristischen Personen oder Personenvereinigungen Internetdomain als Name? Ja, soweit ihnen über die bloße Adressierung hinaus Kennzeichnungs- und Unterscheidungsfunktion zukommt.
26 Domainrecht Was ist eine Domain? Kein Immaterialgüterrecht Kein eigenständiger Vermögenswert Wozu dient eine Domain? Primär Adressfunktion (IP-Adresse) daneben auch Kennzeichnungsfunktion, da Internetuser die Domain oft auch mit dem Betreiber der Website oder seiner angebotenen Waren und Dienstleistungen gleichsetzen. Top-Level-Domains: zb com, de, at Generische Domains (gtld): zb com, org, biz Gesponserte generische Domains: zb gov, travel ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers)
27 Domainrecht Second Level Domains nic.at Internetverwaltung- und Betriebsgesellschaft m.b.h. EURid für Top Level Domain.eu Aufgaben der Registrierungsbehörden: Verwaltung der Domains und Ermöglichung einer who is Abfrage
28 Domainrecht Kennzeichenkollisionen Prinzipiell keine Rechte aus der Registrierung als Domain, nur bei Ingebrauchnahme als Unternehmenskennzeichen Eingriff in gewerbliche Schutzrechte Dritter möglich, daher vorhergehende Recherche empfehlenswert
29 Domainrecht Domain/Marke Voraussetzung der kennzeichenmäßigen Verwendung im geschäftlichen Verkehr (nicht bei privaten Websites, nicht bei reiner Registrierung) Vorliegen von Verwechslungsgefahr (nicht bei bekannter Marke), wobei auf den Inhalt der Website abgestellt wird, Top Level Domain ist irrelevant First come, first served Auch Gattungsbegriffe als Domain möglich (zb mitwohnzentrale.de), Gefahr der Irreführung Zulässigkeit von kritisierenden Domains als Ausfluss der Meinungsfreiheit Kein Löschungsanspruch bei reiner Markenverletzung Kein Übertragungsanspruch Streitschlichtung durch ICANN
30 Domainrecht Links Markenrecherche: 11.html chbasic?transition=start&source=login.html&language=de &application=ctmonline
31 Domainrecht Links Streitschlichtung
32 Domain/Name Domainrecht Eingriff bereits bei reiner Registrierung Namensrecht in 43 ABGB, 37 UGB umfassend geschützt, darunter fallen Familiennamen, Pseudonyme, Firma, politische Parteien, Etablissementbezeichnungen (= Bezeichnung des Unternehmens), Kommunen Namensanmaßung (Zuordnungsverwirrung) Namensschutz für Kommunen in AUT: Änderung der Rechtsprechung in AUT im Jahr 2009, nunmehr gleiche Rechtslage wie in BRD, Zuordnungsverwirrung tritt bereits durch Registrierung ein (justizwache.at) Gilt auch für Stadtteile, nicht jedoch für Gebietsbezeichnungen
33 Domainrecht Domain/Unternehmenskennzeichen 9 öst. UWG: nicht registrierte Marken, Firma, Firmenschlagwort, Etablissementbezeichnung, Titel von Druckwerken, Geschäftsabzeichen, Ausstattung von Einrichtungen oder Waren Domain/Titel: zb Bezeichnung eines Mediums ( Go )
34 Domainrecht Haftung der Domainvergabestelle? Rechtslage AUT (OGH 4 Ob 166/00 s fpo.at): Prinzipiell keine Haftung, außer wenn die Rechtsverletzung offenkundig ist und eine entsprechende Aufforderung zur Beseitigung gestellt wurde.
35 Domainrecht Lauterkeitsrecht: Domain-Grabbing etc. Wettbewerbsrechtlich relevante Behinderung isd 1 öst. UWG Cyber-Squatting Domain-Name-Trafficing Typo-Squatting Catch-All-Funktion
36 Domainrecht Exkurs Meta-Tags, Word-Stuffing, Keyword- Advertising Meta-Tags: im Quelltext der Website, für User nicht sichtbar, dadurch Eingriff in Kennzeichen und Namensrechte Word-Stuffing: unsichtbare Schrift auf Website, Rechtsfolge wie bei Meta-Tags Keyword-Advertising: Werbemethode von Suchmaschinenbetreibern, momentan mehrere Vorlageanträge aus AUT und BRD beim Europäischen Gerichtshof
37 Urheberrecht Bedeutung des Urheberrechts für den Tourismusbereich komplexe Rechtsmaterie unabhängig von Registrierung und Copyright-Vermerk Entwicklung auf dem Gebiet der Informationstechnologie insbesondere Digitalisierung von Werkstücken ermöglicht Eingriffe in das Urheberrecht Rechtsquellen: öst. UrhG, World Copyright Treaty, World Performers and Products Rights Treaty
38 Urheberrecht Zweck Schutz der schöpferischen Leistung des Urhebers Schutz gegen wirtschaftliche Auswertung Schutz gegen Verletzung seiner ideellen Interessen Recht auf angemessene finanzielle Beteiligung (Lizenz)
39 Urheberrecht Werk: Literatur, Tonkunst, bildende Kunst, Filmkunst Werkschutz: Persönlichkeitsrechte (Schutz gegen Entstellung, Bearbeitung, etc. und Recht auf Namensnennung); Vermögensrechte (Vervielfältigung, Verbreitung, Vermieten/Verleihen, Sendung, öffentlicher Vortrag/öffentliche Aufführung, Ausstellung, öffentliches Zurverfügungstellen/öffentliche Zugänglichmachung des Werkes etc.) Rechtsnatur: vererblich, aber unter Lebenden nicht übertragbar, Möglichkeit der Einräumung von Werknutzungsrechten/-bewilligungen an Dritte
40 Urheberrecht Verwertungsgesellschaften: AKM Tauschbörsen: auch Download eines urheberrechtlich geschützten Werkes zu Privatzwecken stellt eine Verletzung des Vervielfältigungsrechtes des Urhebers dar Urheberrechtsschutz der Website Datenbank Schutz der grafischen Gestaltung Multimediawerk in BRD
41 Urheberrecht urheberrechtlicher Schutz von Texten Werktiefe: gewisse Originellität erforderlich Werbeslogans/Werbeschlagwörter genießen regelmäßig keinen Schutz Prüfen, ob allenfalls Titelschutz vorliegt das kleine Zitat ist zulässig, wenn selbständiges Sprachwerk vorliegt und Zitierregeln beachtet werden Musik in Notenform und Liedtexte sind regelmäßig urheberrechtlich geschützt
42 Urheberrecht urheberrechtlicher Schutz von Musik (auch Hintergrundmusik von Websites!) Sonderregeln für Pressespiegel Urheberrechtsschutz von Webgrafiken ( gif, jpg ) in der Regel urheberrechtlich geschützt Rechtsfolgen angemessene Lizenzgebühren für unerlaubte Nutzung (www.fotografen.at/rsv/rechner/index.htm) das Recht am eigenen Bild ( 78 öst. UrhG) ist zu beachten (Verletzung regelmäßig dann, wenn Abgebildeter erkennbar ist und seine berechtigten Interessen verletzt werden) Gilt auch für Webcam (keine genehmigungspflichtige Datenanwendung gem. Datenschutzgesetz)
43 Hyperlinks Definition/Arten Methode zur Präsentation und Vernetzung von Informationen interner Link einfacher externer Link im Fließtext/Linkliste/Navigationsframe: URL wechselt im Fenster des Browsers Inline-Link: User wird nicht auf die verlinkte Website weitergeleitet Frame-Link: Vernetzte Website erscheint in einem eigenen Fenster auf der eigenen Website Surface-Link: Link auf die Startseite der vernetzten Website Deep-Link: Link auf eine Unterseite der vernetzten Website
44 Hyperlinks Haftung für Links Beschränkung der strafrechtlichen Verantwortung und schadenersatzrechtlichen Haftung in AUT durch 17 ECG (keine Kenntnis der rechtswidrigen Informationen und unverzügliche Entfernung des Links nach Kenntniserlangung) Urheber- und wettbewerbsrechtlich ist das Setzen von Links unbedenklich, Vorsicht bei Frame-Links, reinen Zugangsdomains wegen Förderung fremden Wettbewerbs und bei Solidarisierung mit dem Inhalt der verlinkten Website (zb Link im Fließtext) Ausschluss der Haftung durch rechtliche Disclaimer? öst. und dt. Rechtsprechung zu Urheber- und Wettbewerbsrecht
45 Internet-Service-Provider Definition: Ermöglicht Nutzern den Zugang zu den Diensten des Internets ( , Chatrooms, Newsgroups, etc.) Europarechtliche Vereinheitlichung durch E-Commerce- Richtlinie Umsetzung in AUT durch ECG Herkunftsland-, Herkunftsort-, Bestimmungslandprinzip (prinzipiell unterfallen Dienste der Informationsgesellschaft dem Rechtssystem, in dem der Anbieter niedergelassen ist) Arten Access-Provider Host-Provider Content-Provider Back-Bone-Provider
46 Internet-Service-Provider Access- und Host-Provider häufigster Typ für den Tourismusbereich Selbstverständlich Haftung für eigenes Verhalten und das von Erfüllungsgehilfen, Problemfeld betreffend der Frage der Haftung für das Verhalten Dritter Haftungsbeschränkungen hinsichtlich Schadenersatz und strafrechtlicher Verantwortung in 13, 16 ECG Haftungsauslösend offensichtliche Rechtswidrigkeit und deren Kenntnis keine Beschränkung der verschuldensunabhängigen Unterlassungsansprüche in AUT ( 19 ECG, Rechtsprechung OGH)
47 Internet-Service-Provider Der Access-Provider: Schwerpunkt liegt auf dem Transport von Daten in das und aus dem Internet feste oder dynamische IP-Adressen? Haftung des Access-Providers prinzipiell keine Haftung für Urheberrechtsverletzungen Dritter in AUT (OGH, 4 Ob 194/07 v) keine Überwachungspflichten außer bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte für Missbrauch keine Verantwortlichkeit für Inhalt der Websites, zu denen Zugang vermittelt wurde
48 Internet-Service-Provider Auskunftspflichten des Access-Providers Ist ein Vermittler isd öst. UrhG (EuGH , C-557/07) Jedoch keine Auskunftspflicht, da unzulässige Verarbeitung von Verkehrsdaten (OGH , 4 Ob 41/09 x) Vorratsdatenspeicherung
49 Internet-Service-Provider Der Host-Provider bietet neben dem Zugang zum Internet auch Speicherplatz für Websites und -postfächer für Kunden an. Möglichkeit der Haftung für fremde Inhalte wegen Verletzung von Persönlichkeitsrechten AUT: 1330 Abs. 2 ABGB Recht auf freie Meinungsäußerung: Beschränkt durch das Gebot der Sachlichkeit und das Verbot von Wertungsexzessen, reine Werturteile sind nicht überprüfbar Beispiele aus der Hotellerie/Gastronomie für Tatsachenbehauptungen/Werturteile mögliche Rechtsfolgen: verschuldensunabhängige Unterlassungs- und Schadenersatzansprüche
50 Internet-Service-Provider Verantwortlichkeit des Host-Providers Passivlegitimation wegen des Verbreitens von unrichtigen Tatsachen Haftungsprivileg des 16 ECG für Schadenersatzansprüche und strafrechtliche Verantwortung gilt nicht für verschuldensunabhängige Unterlassungsansprüche Online-Gästebuch (OGH , 6 Ob 178/04)
51 Internet-Service-Provider Problem der örtlichen Zuständigkeit und des anwendbaren Rechts bei Sachverhalten mit Auslandsbezug Trotz Beherbergungsvertrag handelt es sich um deliktische Ansprüche, somit Gerichtsstand nach Art. 5 Nr. 3 EuGVO/EuGVÜ/LGVÜ möglich, dt. BGH hat diese Frage dem EuGH zur Vorabentscheidung vorgelegt (VI ZR 217/08) keine Regelung in der am in Kraft getretenen Rom II Verordnung der EU, deshalb Prüfung nach nationalen Normen, Anknüpfung bei Internetdelikten nach Erfolgs- oder Handlungsort möglich Jedenfalls einzelfallbezogene Prüfung empfehlenswert
52 Impressums- und zusätzliche Informationspflichten ECG: trifft Diensteanbieter, die einen Dienst der Informationsgesellschaft bereitstellen darunter fallen sämtliche Unternehmenshomepages noch nicht geklärt für private Websites mit Werbebannern Impressumspflicht gem. 5 ECG, Informationen sind leicht und unmittelbar zugänglich zur Verfügung zu stellen weitere Informationspflichten in 6 ECG für kommerzielle Kommunikation (zb e- mail), Preisauszeichnungsgesetz (zb Verpflichtung zur Angabe von Bruttopreisen) und für Rechtsgeschäfte im Fernabsatz (vgl. Kapitel Einführung ) öst. und dt. Rechtsprechung zur Auffindbarkeit und zum notwendigen Inhalt des Impressums
53 Impressums- und zusätzliche Informationspflichten Mediengesetz ist auf Websites anwendbar (auch bei s möglich) Website ist periodisches elektronisches Medium ( 1 Abs. 1 Z 5a lit. b MedienG) Medieninhaber ( 1 Abs. 1 Z 8 lit. b MedienG) Medienunternehmer ( 1 Abs. 1 Z 6 MedienG) Mediengesetz sieht Impressums- und Offenlegungspflichten vor, wobei diese leicht und unmittelbar auffindbar sein müssen. Impressum gem. 24 Abs. 3 MedienG (zusammen mit 5 ECG gem. 24 Abs. 4 MedienG) Name oder die Firma Anschrift des Medieninhabers (vollständige Postadresse)
54 Impressums- und zusätzliche Informationspflichten Offenlegung gem. 25 Abs. 5 MedienG eingeschränkt für Websites, die keinen über die Darstellung des persönlichen Lebensbereiches oder die Präsentation des Medieninhabers hinausgehenden Informationsgehalt aufweisen, der geeignet ist, die öffentliche Meinungsbildung zu beeinflussen gemeinsam mit 5 ECG ( Impressum und Offenlegung ) Name oder Firma ggf. der Unternehmensgegenstand Wohnort oder Sitz des Medieninhabers
55 Impressums- und zusätzliche Informationspflichten 14 UGB sieht Verpflichtung für in das Firmenbuch eingetragene Unternehmer vor, auf ihren Websites folgende Angaben zu machen Gilt für sämtliche im Firmenbuch eingetragene Unternehmer ab Angaben auch auf s Firma Rechtsform Sitz Firmenbuchnummer Firmenbuchgericht ggf. der Hinweis, dass sich der Unternehmer in Liquidation befindet
56 Impressums- und zusätzliche Informationspflichten Musterimpressum ( Impressum und Offenlegung ) bei Anwendbarkeit von 5 ECG, 25 Abs. 5 MedienG, 14 UGB Diensteanbieter/Medieninhaber: Name/Firma Rechtsform Unternehmensgegenstand Adresse Telefon/Telefax (nicht notwendig bei Kontaktformular auf Website, EuGH C-298/07)
57 Impressums- und zusätzliche Informationspflichten Firmenbuchnummer Firmenbuchgericht Aufsichtsbehörde Kammer/Berufsverband Berufsbezeichnung Berufsbezeichnung verliehen in anwendbare gewerbe- bzw. berufsrechtliche Vorschriften Zugang zu den gewerbe- bzw. berufsrechtlichen Vorschriften UID-Nummer
58 Werbung mit Unterscheidung von einfacher Werbung ( s an einen oder mehrere Empfänger zu Werbezwecken) und erweiterte Werbung (Mailing-Lists oder Newsletter) Prinzipiell Unzulässigkeit der einfachen Werbung (auch Anfrage per , ob jemand in Hinkunft Werbe- s erhalten will) und Massensendungen (mehr als 50 Empfänger) auch ohne Werbezwecke ( 107 Abs. 2 Telekommunikationsgesetz TKG)
59 Werbung mit Erlaubnis der Werbung an Empfänger, wenn der Absender die ausdrückliche oder stillschweigende, jederzeit widerrufliche Zustimmung des Empfänger hat, ihm s zukommen zu lassen. Zustimmung nicht in AGB, da möglicherweise ungewöhnlicher und nachteiliger Vertragsbestandteil Widerruf auch durch Eintragung in die Robinson- Liste bei der Rundfunk und Telekom Regulierungs- GmbH möglich ( 7 Abs. 2 ECG)
60 Werbung mit Ansonsten gem. 107 Abs. 3 TKG nur dann zulässig, wenn der Absender die Kontaktinformationen für die Nachricht im Zusammenhang mit dem Verkauf oder einer Dienstleistung an seine Kunden erhalten hat und diese Nachricht zur Direktwerbung für eigene ähnliche Produkte oder Dienstleistungen erfolgt und der Empfänger klar und deutlich die Möglichkeit hat, eine solche Nutzung dieser Kontaktinformationen jederzeit abzulehnen und auch kein Eintrag in die Robinson-Liste vorliegt.
61 Werbung mit Sonstige Anforderungen an Werbung: Identität des Absenders und authentische Adresse erforderlich Kennzeichnung als Werbung Klarstellung des Absenders Informationspflichten nach 14 UGB Informationspflichten bei Fernabsatz-Rechtsgeschäften Bestehen der Möglichkeit Werbung jederzeit abzulehnen (zb Wenn Sie keine Werbung mehr wünschen, schicken Sie einfach ein an folgende Adresse )
62 Werbung mit Mailing-Lists: Teilnahme an themenbezogenen Diskussionsforen, wobei an alle eingetragenen Teilnehmer versandt wird. Bei Werbezwecken prinzipiell unzulässig, außer Zustimmung der Empfänger oder gem. 107 Abs. 3 TKG
63 Werbung mit Newsletter: periodische Informationen via , welche vom Betreiber einer Website angeboten werden und an in eine Liste eingetragene User verschickt werden Ausdrückliche Zustimmung zum Erhalt dieses Newsletters notwendig (durch Eintrag in die Liste) Impressumspflicht nach MedienG, sofern mind. 4 Newsletter pro Kalenderjahr versendet werden Werbeeinschaltungen in Newslettern sind grundsätzlich zulässig, sofern diese optisch abgegrenzt und entsprechend gekennzeichnet sind.
64 Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Dr. Markus Kroner Rechtsanwalt (AUT, BRD) Telefon: 0662/ Fax: 0662/
65 Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Ihre Projektleitung Isabella Müller Tourismusverband München Oberbayern Dr. Mario Jooss Fachhochschule Salzburg Tourismusforschung
2008 2011 Mehr Gäste durchs Internet! Projektpartner in Oberbayern und Salzburg Basiskurs 8 Recht im Internet Referent: Dr. Markus Kroner Einführung Was ist Internetrecht? Kein völlig neues Rechtsgebiet
Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 2. Anzuwendende Rechtsnormen 3. Der Webauftritt des Hoteliers
Vorwort.............................................................................. 5 Abkürzungsverzeichnis........................................................... 13 1. Einleitung......................................................................
Mehr Gäste durchs Internet! Basiskurs. In Zusammenarbeit mit: www.etourism-fitness.com. efitness@oberbayern.de
Mehr Gäste durchs Internet! Basiskurs In Zusammenarbeit mit: Projektpartner in Oberbayern und Salzburg Basiskurs 12 Recht im Internet Referent: Dr. Markus Kroner Einführung Was ist Internetrecht? Kein