Source: https://www.stmas.bayern.de/fibel/sf_b050.php
Timestamp: 2018-12-15 12:11:18
Document Index: 373170179

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 220', '§ 157', '§ 55', '§ 341', '§ 70', '§ 37']

Sozial-Fibel: Beiträge in der Sozialversicherung
In der gesetzlichen Sozialversicherung als Arbeitnehmer Versicherte haben nach den Vorschriften der einzelnen Versicherungszweige aus ihrem Arbeitsentgelt, aus bestimmten Sozialleistungen , wie z. B. Krankengeld , sowie aus erhaltenen Sachbezügen Beiträge zu zahlen. Die Beitragshöhe bemisst sich nach einem bestimmten Prozentsatz der beitragspflichtigen Einnahmen. Es wird höchstens das Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze zu Grunde gelegt. Der Beitrag wird bei Bestehen von Versicherungspflicht in der Regel je zur Hälfte vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber getragen (Ausnahmen: siehe unten sowie Gleitzone ); die Beiträge vom Krankengeld hat je zur Hälfte der Versicherte und die Krankenkasse zu tragen; in der knappschaftlichen Rentenversicherung zahlt der Arbeitgeber 15,45 % und der Versicherte 9,34 % des Entgelts; in der Unfallversicherung trägt der Unternehmer die Beiträge allein. Selbstständige, die der Versicherungspflicht unterliegen, tragen die Beiträge allein. In der landwirtschaftlichen Alterssicherung und der Krankenversicherung der Landwirte ( Landwirte, soziale Sicherung für ) hat der landwirtschaftliche Unternehmer die Beiträge für sich selbst und die bei ihm mitarbeitenden versicherungspflichtigen Familienangehörigen zu tragen.
Für Personen, die einen Pflegebedürftigen im Pflegegrad 2 bis 5 mindestens 10 Stunden wöchentlich, verteilt auf mindestens zwei Tage, nicht erwerbsmäßig in seiner häuslichen Umgebung pflegen, werden Beiträge zur Rentenversicherung von der jeweiligen Pflegekasse getragen ( Pflegebedürftigkeit, Leistungen bei ).
Bei einer freiwilligen Versicherung zahlen die Mitglieder die Beiträge in der Regel allein, bei Beschäftigten mit einem Einkommen über der jeweiligen Jahresarbeitsentgeltgrenze leistet der Arbeitgeber einen Zuschuss zur Krankenversicherung ( Beitragszuschüsse für Beschäftigte ). Für Versicherte, die in Einrichtungen der Jugendhilfe durch Beschäftigung für eine Erwerbstätigkeit befähigt werden sollen oder in Werkstätten für behinderte Menschen an einer Berufsförderung teilnehmen, trägt der Arbeitgeber den Beitrag allein.
§§ 20, 28d ff. Sozialgesetzbuch IV, §§ 220 ff. Sozialgesetzbuch V , §§ 157 ff. Sozialgesetzbuch VI, § 55 Sozialgesetzbuch XI ; §§ 341 ff. Sozialgesetzbuch III, §§ 70 ff. Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte, §§ 37 ff. Zweites Gesetz über die Krankenversicherung der Landwirte
Zuständig: Gesetzliche Kranken- und Pflegekassen; Renten- und Unfallversicherungsträger; Agenturen für Arbeit