Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/75834,0.html
Timestamp: 2019-12-12 21:38:24
Document Index: 298652428

Matched Legal Cases: ['§ 227', '§ 223', '§ 227', '§ 18', '§ 227', '§ 18', '§ 227', '§ 18']

Beteiligung am erfolgsqualifizierten Delikt
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Verfasst am: 02 Jul 2006 - 17:10:49 Titel: Beteiligung am erfolgsqualifizierten Delikt
Ich habe ein Verständnisproblem bei der Beteiligung an einer erfolgsqualifizierten Körperverletzung!
Nehmen wir z.B. an, A und B wollen den C in Mittäterschaft verprügeln. A plant das ganze im Voraus und ist bei der Verwirklichung der KV nicht selbst am Tatort. B prügelt nun auf den C, wie abgesprochen, ein. C stürzt dabei so unglücklich, dass er sich an einem Ast die Halsschlagader verletzt und stirbt dann.
Gut, B hat sich wohl wegen § 227 strafbar gemacht. Hinsichtlich § 223 haben beide in Mittäterschaft gehandelt. Wie prüfe ich denn nun die Strafbarkeit des A hinsichtlich § 227??
Wäre toll, wenn ihr mir auch allgemein Tipps zum Aufbau der "Beteiligung am erfolgsqualifizierten Delikt" geben könntet! Vielen Dank im Voraus!
Verfasst am: 03 Jul 2006 - 19:31:18 Titel:
Für die Beteiligung gilt § 18. Für den Mittäter ist also bezüglich des Eintritts der schweren Folge gesondert seine Fahrlässigkeit zu prüfen.
Verfasst am: 03 Jul 2006 - 20:31:02 Titel:
Ja, aber wie bewerte ich denn seine Fahrlässigkeit wenn er am Tatort gar nicht anwesend war?
Verfasst am: 03 Jul 2006 - 21:02:12 Titel:
Durch das Zurechnungsprinzip
Verfasst am: 04 Jul 2006 - 05:50:12 Titel:
Mh, unter welchen Umständen hätte der A sich in meinem Ausgangsfall denn wegen § 227 strafbar gemacht?
Verfasst am: 08 Jul 2006 - 14:41:54 Titel:
Hm, als ovielleicht versteht ihr mein Problem ja nicht so richtig!
In meinem Ausgangsfall haben A und B gemäß 223, 25 II den Grundtatbestand der KV in Mittäterschaft verwirklicht.
Gemäß § 18 fällt B hinsichtlich des Todes des C Fahrlässigkeit zur Last ( Tod durch Körperverletzungshandlung), er hat sich damit gem. § 227 strafbar gemacht.
Nun zu A: Ihm muss der Tod durch die Körperverletzungshandlung des B zuzurechnen sein. Daher muss ihm zumindest Fahrlässigkeit vorwerfbar sein, oder? Oder reicht es nur aus, dass A nur in Mittäterschaft am Grunddelikt mitgewirkt hat??
Wäre wirklich sehr nett, wenn mir jemand helfen könnte, stehe leider wirklich auf dem Schlauch.
Verfasst am: 09 Jul 2006 - 20:32:39 Titel:
Sevendust hat folgendes geschrieben:
War das denn keine klare Antwort?
Mal einen Blick auf § 18 StGB geworfen?