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Timestamp: 2018-07-23 15:54:54
Document Index: 106633038

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 5', '§ 29', '§ 2', '§ 30', '§ 2', '§ 30', '§ 35', '§ 35', '§35']

DGUV Information 212-016: Warnkleidung, Titel
DGUV Information 212-016
DGUV Information 212-016: Warnkleidung, Inhalt
3 Pflichten von Unternehmern und Versicherten
3.3 Pflichten der Unternehmer und Führungskräfte
3.4 Pflichten der Versicherten
4.2 Anforderungen an Warnkleidung
4.3 Grundsätzliche Festlegungen für die Ausführung von Warnkleidung
4.4 Auswahl von Warnkleidung für den Straßenverkehr
4.5 Warnkleidung und Wetterschutzkleidung
5 Anwendungsbeispiele und besondere Bedingungen
5.1 Arbeiten im Bereich von Straßen
5.2 Arbeiten in Gleisanlagen
5.3 Anwendung von Warnkleidung unter besonderen Bedingungen
5.4 Bestimmungsgemäßes Tragen von Warnkleidung
6.1 Beschaffung
6.2 Herstellerinformation
6.3 Aufbewahrung, Pflege und Austausch
DGUV Information 212-016: Warnkleidung, Anwendungsbereich
Arbeiten außerhalb von Absperrungen oder neben dem Verkehrsbereich, zu diesen Arbeiten gehören u.a.
Abbildung 1: Gefahr des unbeabsichtigten Hineingeratens in den fließenden Verkehr
Die Informationen werden auch für Arbeiten empfohlen, bei denen ein unbeabsichtigtes Hineingeraten in den Gefahrbereich des fließenden Verkehrs bzw. in den Gleisbereich oder innerbetrieblichen Werksverkehr nicht ausgeschlossen werden kann.
In dieser Information wird spezielle Warnkleidung, die z.B. im Bereich von Behörden und Organisationen mit Sicherungs- bzw. Rettungsaufgaben Anwendung findet, nicht behandelt. Hierzu gehören insbesondere Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienst. Informationen hierzu finden sich beispielsweise in der Regel "Benutzung von Persönlicher Schutzausrüstung im Rettungsdienst" (GUV-R 2106) und in der Information "Auswahl von persönlicher Schutzausrüstung auf der Basis einer Gefährdungsbeurteilung für Einsätze bei deutschen Feuerwehren" (GUV-I 8675).
DGUV Information 212-016: Warnkleidung, Pflichten von Unternehmern und Versicherten
Gefährdungen sind primär durch zwangsläufig wirkende technische und organisatorische Maßnahmen zu vermeiden bzw. zu vermindern. Ist dies nicht möglich, oder bieten die Maßnahmen keinen ausreichenden Schutz, müssen Versicherte zusätzlich durch geeignete Persönliche Schutzausrüstungen (PSA), wie z.B. Warnkleidung, geschützt werden (§ 4 Arbeitsschutzgesetz).
Vor der Auswahl und dem Einsatz von Warnkleidung hat der Unternehmer eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen (§ 5 Arbeitsschutzgesetz). Dabei sind Art und Umfang der Gefährdungen für die Versicherten am Einsatzort zu ermitteln und zu bewerten. Die Arbeitsbedingungen und die persönliche Konstitution der Versicherten sind zu berücksichtigen.
Als Ermittlungs- und Entscheidungshilfe dient das Muster einer Gefährdungsermittlung für das Tragen von Warnkleidung im Anhang. Sie fasst die wesentlichen Bewertungskriterien und Informationen für die Beschaffung von Warnkleidung zusammen.
Warnkleidung muss dann getragen werden, wenn die Erkennbarkeit einer Person erhöht werden soll. Dies trifft für alle Arbeitssituationen zu, bei denen am Tag sowie bei Dämmerung und Dunkelheit das Übersehenwerden ein Risiko darstellt.
Ausgehend von den Ergebnissen der Gefährdungsbeurteilung hat der Unternehmer die Eigenschaften festzulegen, die die Schutzkleidung neben der Erkennbarkeit von Personen aufweisen muss, das können z.B. sein:
Schutz vor Einwirkungen durch Nässe, Wind, Kälte, UV-Strahlung,
Schutz vor mechanischen Einwirkungen,
Schutz vor chemischen Einwirkungen,
Schutz vor Einwirkungen durch biologische Arbeitsstoffe.
Pflichten der Unternehmer und Führungskräfte
Der Unternehmer hat dem Versicherten geeignete PSA in ausreichender Anzahl zur persönlichen Benutzung zur Verfügung zu stellen (§ 29 UVV "Grundsätze der Prävention" (BGV/GUV-V A1).
PSA muss dem Versicherten individuell passen. Sie ist grundsätzlich für die Benutzung durch eine Person bestimmt. Erfordern die Umstände eine Benutzung durch verschiedene Versicherte, hat der Unternehmer dafür zu sorgen, dass Gesundheitsgefahren oder hygienische Probleme nicht auftreten (§ 2 PSA-Benutzungsverordnung).
Er hat auch dafür zu sorgen, dass die PSA bestimmungsgemäß benutzt und regelmäßig auf Funktionsfähigkeit kontrolliert wird (§ 30 Abs. 1 UVV Grundsätze der Prävention BGV/GUV-V A1 und § 2 PSA-Benutzungsverordnung). Der Unternehmer hat insbesondere in Unterweisungen und Betriebsanweisungen geeignete Anweisungen zu erteilen. Die Unterweisung sollte u.a. Angaben zur sicherheitsgerechten Benutzung, ordnungsgemäßen Aufbewahrung, Reinigung und Pflege sowie zum Erkennen von Schäden beinhalten. Der Unternehmer hat für die Beschaffung, Instandhaltung und Reinigung zu sorgen.
Die Versicherten haben die Warnkleidung bestimmungsgemäß zu benutzen, regelmäßig auf ihren ordnungsgemäßen Zustand zu prüfen und festgestellte Mängel dem Unternehmer unverzüglich zu melden (§ 30 Abs. 2 UVV "Grundsätze der Prävention" BGV/GUV-V A1).
Die Norm DIN EN 471 Warnkleidung  Prüfverfahren und Anforderungen legt die Anforderungen an Schutzkleidung fest, die die Anwesenheit des Trägers visuell signalisieren soll. Warnkleidung soll den Träger bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen am Tage sowie beim Anstrahlen durch Fahrzeugscheinwerfer in der Dunkelheit auffällig machen.
DGUV Information 212-016: Warnkleidung, Anwendungsbeispiele und besondere Bedingungen
Arbeiten im Bereich von Straßen
Für Personen, die beim Bau, der Unterhaltung oder Reinigung der Straßen und Anlagen im Straßenraum eingesetzt sind oder in deren Raum befindliche Anlagen zu beaufsichtigen haben oder bei der Abfallsammlung tätig sind, wird gefordert, dass bei der Arbeit außerhalb von Gehwegen und Absperrungen auffällige Warnkleidung zu tragen ist (§ 35 Abs. 6 StVO in Verbindung mit der Verwaltungsvorschrift (VwV) zu § 35 Abs. 6). Gemäß der Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen (RSA 95, Ziffer 8 Abs. 1) trifft das auch auf Personen zu, die bei den vorgenannten Arbeiten neben dem Verkehrsbereich tätig werden und nicht durch eine geschlossene Absperrung (z.B. Absperrschranken oder Bauzäune) von diesem getrennt sind. Weiterhin weist die RSA auf die Notwendigkeit vertikaler Reflexstreifen in Körperkontur bei Warnkleidung hin, die auf Nachtbaustellen eingesetzt wird (Lit. Verkehrsblatt).
Nach der Verwaltungsvorschrift zu §35 StVO Abs. 6 muss die Warnkleidung der DIN EN 471 entsprechen und folgende Anforderungen erfüllen:
Warnkleidungsklasse mindestens Klasse 2 gemäß Tabelle 1, DIN EN 471
Farbe des textilen Hintergrundmaterials fluoreszierendes orange-rot oder fluoreszierendes gelb nach Tabelle 2, DIN EN 471
Mindestrückstrahlwerte des retroreflektierenden Materials Stufe 2 gemäß Tabelle 4, DIN EN 471
Die Entscheidung, welche Ausführungsform der Warnkleidung zum Einsatz kommt, kann nur im Einzelfall auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung und der Beurteilung der Art und Größe der Risiken sowie der betrieblichen Beanspruchung (Tätigkeit, Einsatzbereich, Tragedauer) getroffen werden.
Je größer die Gefährdung durch die Geschwindigkeit des vorbei fließenden Verkehrs, die Größe der Verkehrsbelastung, die Häufigkeit des Betretens des Straßenraumes, die Einschränkung der Beobachtungsmöglichkeit des Verkehrs und wenn Arbeiten in einer nicht nach RSA gesicherten Baustelle durchzuführen sind, desto auffälliger, das heißt desto großflächiger muss die Warnkleidung sein.
Daher: Wird im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung für die geplanten Tätigkeiten ermittelt, dass erhöhte Gefährdung für die Versicherten vorliegt, ist Warnkleidung der Klasse 3 einzusetzen (siehe Kap. 4.4 ).
Abbildung 9a und 9b: Einfache Gefährdung, Warnkleidung Klasse 2
Abbildung 10a und 10b: Erhöhte Gefährdung, Warnkleidung Klasse 3
Eine Rundbundhose bietet nur dann ausreichende Sicherheit wenn sie in Verbindung mit Warnkleidung für den Oberkörper getragen wird, da die Bestreifung bei der Rundbundhose am unteren Hosenbein durch Tätigkeiten schnell verdeckt werden kann.
Arbeiten in Gleisanlagen
Warnkleidung ist zu tragen, wenn Versicherte im Gleisbereich durch bewegte Schienenfahrzeuge gefährdet werden können. Das betrifft:
(Betriebsbeamte nach EBO, Betriebsbedienstete nach BOStrab, ...),
Versicherte, die Arbeiten an oder in der Nähe von Bahnanlagen ausführen oder diese Arbeiten sichern
(Arbeiten im Bereich von Gleisen im Sinne der UVV "Arbeiten im Bereich von Gleisen" BGV/GUV-V D 33),
Betriebsfremde Personen, die im Gleisbereich durch bewegte Schienenfahrzeuge gefährdet werden
(Siehe Information "Sicheres Verhalten betriebsfremder Personen im Gleisbereich von Eisenbahnen" BGI 834).
Mitarbeiter im Bahnbetrieb, die durch bewegte Schienenfahrzeuge gefährdet werden können, sind z.B.:
Eisenbahnfahrzeugführer, Lokrangierführer, Fahrer von Straßen- und U-Bahnen,
Zugführer, Zugbegleiter,
Betriebsleiter und andere Führungskräfte, die Gleisanlagen betreten müssen.
Mitarbeiter im Bahnbetrieb tragen
eng anliegende Warnkleidung der Klasse 2,
mindestens in Form einer Weste,
in der Farbe fluoreszierendes orange-rot,
mit retroreflektierendem Material.
Mitarbeiter, die ganztägig in Gleisanlagen durch Schienenfahrzeuge gefährdet werden, z.B. Rangierer, Lokrangierführer und Wagenmeister, tragen Jacke und Hose als Warnkleidung (Klasse 3). Diese Warnkleidung muss gleichzeitig die Anforderungen einer Schutzkleidung gegen Regen erfüllen. Bei Gefährdung durch feuerflüssiges Gut (z.B. Roheisen, Schlacke) muss schwerentflammbare Warnkleidung getragen werden.
Das Tragen von Warnkleidung ersetzt nicht die für Arbeiten im Gleisbereich erforderlichen Sicherungsmaßnahmen, die auf der Basis einer Gefährdungsbeurteilung vor Beginn der Arbeiten vom Unternehmer zu veranlassen sind. Die Einhaltung der von der "Für den Bahnbetrieb zuständigen Stelle" festgelegten Sicherungsmaßnahmen gegen die Gefahren aus dem Bahnbetrieb haben dabei oberste Priorität (vgl. Information "Sicherheitshinweise für Arbeiten im Gleisbereich von Eisenbahnen" BGI/GUV-I 781).
Warnkleidung ist auch für Arbeiten außerhalb des Gleisbereichs erforderlich, wenn die Gefahr besteht, unbeabsichtigt in diesen zu gelangen.
Für Versicherte, die Arbeiten im Gleisbereich an Bahnanlagen und anderen Anlagen sowie damit zusammenhängende Tätigkeiten, z.B. Besichtigungs-, Vermessungs- und Kontrolltätigkeiten ausführen, ist insbesondere:
mit retroreflektierendem Material
Es hat sich bewährt, dass Versicherte, die Arbeiten im Gleisbereich ausführen und Personen, die Sicherungsaufgaben im Gleisbereich durchführen, durch unterschiedliche Warnkleidungsfarben unterschieden werden können.
Daher fordert z.B. die Deutsche Bahn AG für Sicherungsaufsichten, Sicherungsposten und Absperrposten:
in der Farbe fluoreszierendes gelb,
Betriebsfremde Personen, die im Gleisbereich durch bewegte Schienenfahrzeuge gefährdet werden können
Betriebsfremde Personen, die im Gleisbereich durch bewegte Schienenfahrzeuge gefährdet werden können, sind z.B. Anlagenbediener in Industrieanlagen mit Schienenbahnen, Be- und Entladepersonal, Mitarbeiter von Energieversorgungsunternehmen.
Betriebsfremde Personen tragen
Beispiele für die Anwendung im Bereich von Schienenbahnen
Beispielhaft für die unterschiedlichen Tätigkeiten bei Arbeiten im Bereich von Schienenbahnen ist nachfolgend eine Auswahl dargestellt. Mindestens ist Warnkleidung der Klasse 2 zu tragen.
Abbildung 11a: Rangierer
Abbildung 11b: Eisenbahnfahrzeugführer
Abbildung 12a: Gleisbauarbeiten
Abbildung 12b: Wagenmeister
Abbildung 12c: Sicherungsposten
Abbildung 13: Lokrangierführer
Anwendung von Warnkleidung unter besonderen Bedingungen
Bei sommerlichen Temperaturen haben die Versicherten häufig den Wunsch, auch bei Tätigkeiten im ungesicherten Verkehrsbereich eine kurze Hose tragen zu können. Die auf dem Markt angebotenen Shorts/Kurzhosen erfüllen jedoch meist nur Anforderungen nach Klasse 1. Auf dem Markt sind auch Hosen der Klasse 2 mit besonderen Schnittformen erhältlich, die nur dann eingesetzt werden dürfen, wenn nach der Gefährdungsbeurteilung keine weiteren Verletzungs- und Gesundheitsgefahren auftreten können.
Verletzungs- oder Gesundheitsgefahren können sein:
Wegfliegende Teile,
heiße Materialien,
Ecken, Spitzen, Kanten,
UV-Strahlung, etc.
Bei Tätigkeiten in der Abfallwirtschaft, Kanalunterhaltung, Straßenreinigung, Straßenunterhaltung und -betriebsdienste, Grünflächenpflege sowie bei Arbeiten im innerstädtischen Gleisbereich von Schienenbahnen, wird die Gefährdungsbeurteilung in der Regel ergeben, dass Shorts/Kurzhosen als Bestandteil der Warnkleidung auszuschließen sind.
Abbildung 14: Besondere Schnittformen
Bestimmungsgemäßes Tragen von Warnkleidung
Die Warnwirkung der zum Einsatz gebrachten Warnkleidung ist bei den typischen Arbeitshaltungen zu gewährleisten. Beim Tragen von Arbeitsmitteln, wie Freischneider oder Laubblasgerät sowie beim Transport von Gegenständen werden häufig Teile der Warnkleidung verdeckt, so dass die Erkennbarkeit des Trägers eingeschränkt ist.
In der Regel wird in solchen Fällen Warnkleidung der Klasse 3 erforderlich sein, um eine möglichst hohe Sicherheit für die Versicherten zu erreichen.
Teile der Warnkleidung werden verdeckt
Das nicht bestimmungsgemäße Tragen von Warnkleidung, wie z.B. das offene Tragen einer Warnweste, führt zur Verminderung der Warnwirkung. Daher ist beispielsweise auch das Abtrennen bzw. das Hochkrempeln von Ärmeln/Hosenbeinen nicht zulässig. Veränderte Bekleidung darf nicht mehr für den vorgesehenen Zweck eingesetzt werden.
Insbesondere bei der Verwendung von mehrteiligen Kombinationen (Weste oder Jacke und Rundbundhose) ist zu beachten, dass die Warnkleidung beim Ablegen des Oberteiles von Klasse 3 zu Klasse 1 reduziert wird und der notwendige Schutz damit nicht mehr vorhanden ist.
Bei einer Latzhose (Klasse 2) darf der Latz durch das Tragen einer Überbekleidung (z.B. Pullover) nicht verdeckt werden, da dies die Erkennbarkeit reduziert.
Abbildung 16a und b, c und d:
Reduzierte Schutzwirkung bei nicht bestimmungsgemäßer Anwendung
Entsprechend der Herstellerinformation sind die Westen oder Jacken geschlossen zu tragen, da sonst die Erkennbarkeit eingeschränkt wird.
Piktogramm mit Angabe der Bekleidungsklasse oben rechts neben stilisierter Weste  und der Stufe des Reflexmaterials  unten rechts  neben stilisierter Weste
DGUV Information 212-016: Warnkleidung, Informationsaufnahme zur Gefährdungsermittlung für das Tragen von Warnkleidung am Beispiel Straßenverkehr
Informationsaufnahme zur Gefährdungsermittlung für das Tragen von Warnkleidung am Beispiel Straßenverkehr
Gefährdungen Bemerkungen
1. Welche Art von Verkehr liegt vor?
Öffentlicher Straßenverkehr (PKW, LKW)
2. Wie hoch ist die durchschnittlich erwartete Fließgeschwindigkeit des Verkehrs?
Weniger als 60 km/h (z.B. innerstädtischer Verkehr)
Mehr als 60 km/h (z.B. Landstraße, Autobahn)
3. Wie hoch ist die vorhandene Verkehrsdichte?
Weniger als 600 Fahrzeuge/Stunde
Mehr als 600 Fahrzeuge/Stunde
4. Welche Gefährdungen können noch auftreten?
schlechte Sicht (Nebel, Rauch, Stäube, etc.)
Übersehenwerden bei Tag (z.B. wechselnde Beleuchtung)
Verwechslung mit anderen Lebewesen (z.B. Wild)
Arbeiten direkt am fließenden Verkehr ohne Abgrenzung
Arbeiten direkt am fließenden Verkehr mit Abgrenzung
Stehende/Einweisende Tätigkeit
Tätigkeit in gebückter Haltung
Wechsel zwischen gesicherten und ungesicherten Arbeitsbereichen
Unübersichtlicher Arbeitsplatz
Diese Informationen werden bei der Auswahl der Warnkleidung mit Hilfe des Ablaufschemas nach Anlage 2 benötigt.
DGUV Information 212-016: Warnkleidung, Entscheidungshilfe zur Bestimmung der richtigen Warnkleidungsklasse am Beispiel Straßenverkehr
Entscheidungshilfe zur Bestimmung der richtigen Warnkleidungsklasse am Beispiel Straßenverkehr
DGUV Information 212-016: Warnkleidung, Checkliste für die Anschaffung von Warnkleidung
Checkliste für die Anschaffung von Warnkleidung
Anforderungen Bemerkungen
1. Welche Warnkleidungsklasse soll angeschafft werden?
2. Wie lange soll die Warnkleidung getragen werden (siehe Grafik Tragedauer, Abb. 8)?
Tragedauer lang (ganze Schicht)
Tragedauer kurz
3. Welche Kleidungsstücke sollen angeschafft werden?
Latzhose (A)*
T-Shirt / Weste / Hemd jeweils kurzärmelig (B)*
Rundbundhose (C)*
Jacke (D)*
Soll die Warnkleidung zusätzliche Applikationen aufweisen (Kap. 4.3)?
4. Welche Farbauswahl des Hintergrundmaterials?
Fluoreszierend orange-rot **
Fluoreszierend gelb **
5. Welche Schutzfunktionen soll die Warnkleidung zusätzlich erfüllen?
Schutz vor Regen (DIN EN 343, Schutzkleidung gegen Regen, Klasse 2 oder 3)
Schutz vor Kälte (DIN EN 33403-5)
Schutz vor Hitze (EN ISO 11612)
Schutz vor Hitze und Flammen (DIN EN ISO 14116)
Schweißaufnahme/-ableitvermögen
Schutz vor Chemikalien (DIN EN 13034)
Schutz vor gefährlicher elektrost. Aufladung (DIN EN 1149)
6. Welche Anforderungen an die Sichtbarkeit ergeben sich durch die typische Arbeitshaltung?
Ausschließlich stehende Tätigkeit
Arbeiten mit teilweiser Verdeckung (z.B. Arbeiten im Motorraum)
Tätigkeiten liegend (z.B. Rettung, Bergung, Instandsetzung, Fahrzeugkontrolle)
Seitliche Positionen zum Gefahrbereich
Wenn ja, Anordnung der Reflexstreifen beachten, um die Sichtbarkeit in jeder Arbeitshaltung zu ermöglichen!
Tragen von Arbeitsmitteln (z.B. Freischneider), PSA (z.B. Atemschutzgerät) und anderen Dingen am Körper mittels Tragemittel.
8. Wer prüft den arbeitssicheren Zustand der Bekleidung
9. Soll vor Einführung der Bekleidung ein Trageversuch durchgeführt werden?
Trageakzeptanz
10. Unterlagen des Herstellers
Konformitätserklärung für die Bekleidung
* A, B, C, D entsprechend Kapitel 4.4 dieser Broschüre
** entsprechend BGV/GUV-V D29 des zuständigen UV-Trägers und Umgebung in der die Arbeiten ausgeführt werden.
DGUV Information 212-016: Warnkleidung, Vorschriften, Regeln und Informationen
Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (VwV-StVO),
Richtlinien für die Sicherung und Arbeitsstellen auf Straßen (RSA),
Allgemeines Rundschreiben Straßenbau Nr. 17/2009 Sachgebiet 07.3: Straßenverkehrstechnik
und Straßenausstattung; Arbeitsstellen an Straßen (ARS veröffentlicht im Verkehrsblatt),
PSA Benutzungsverordnung (PSA-BV).
Zu beziehen bei Ihrem zuständigen Unfallversicherungsträger. Die Adressen finden Sie unter www.dguv.de
"Grundsätze der Prävention" (BGV/GUV-V A1),
"Abwassertechnische Anlagen" (BGV/GUV-V C5),
"Bauarbeiten" (BGV/GUV-V C22),
"Müllbeseitigung" (BGV/GUV-V C27),
"Straßenreinigung" (GUV-V C52),
"Fahrzeuge" (BGV/GUV-V D29),
"Schienenbahnen" (BGV D30),
"Eisenbahnen" (GUV-V D30.1),
"Arbeiten im Bereich von Gleisen" (BGV/GUV-V D33),
"Fahrzeug-Instandhaltung" (BGR/GUV-R 157),
"Vermessungsarbeiten" (BGR/GUV-R 178),
"Sicherheitsregeln Wasserbau und wasserwirtschaftliche Arbeiten" (GUV-R 2102),
"Straßenunterhaltung" (GUV-R 2108),
"Sicherungsmaßnahmen bei Arbeiten im Gleisbereich von Eisenbahnen" (GUV-R 2150),
"Sicherheitshinweise für Arbeiten im Gleisbereich von Eisenbahnen" (BGI/GUV-I 781),
"Sicheres Verhalten betriebsfremder Personen im Gleisbereich von Eisenbahnen" (BGI 834).
DIN EN 340 2004-03, Schutzkleidung  Allgemeine Anforderungen,
DIN EN 343 2003+A1:2007+AC:2009, Schutzkleidung  Schutz gegen Regen,
DIN EN 14058 2004-08, Schutzkleidung  Kleidungsstücke zum Schutz gegen kühle Umgebungen,
DIN EN 471 2008-03, Warnkleidung  Prüfverfahren und Anforderungen,
DIN EN 33403-5 1997-01, Klima am Arbeitsplatz und in der Arbeitsumgebung  Teil 5 ergonomische Gestaltung von Kältearbeitsplätzen,
DIN EN ISO 11612 2009-05, Schutzkleidung  Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen,
DIN EN ISO 14116 2008-08, Schutzkleidung  Schutz gegen Hitze und Flammen,
DIN EN 13034 2009-08, Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien,
DIN EN 1149 2006-09, Schutzkleidung  elektrostatische Eigenschaften, Teile 13.
Webcode: M1449-1