Source: https://www.erbrechthannover.com/Erben_und_Vererben/Testamentsvollstreckung/testamentsvollstreckung.html
Timestamp: 2018-10-23 22:25:40
Document Index: 229730989

Matched Legal Cases: ['§ 2211', '§ 2214', '§ 2205', '§ 2084', '§ 2200', '§ 2221']

Testamentsvollstreckung horak Rechtsanwalt: Dauertestamentvollstreckung anfechten Testamentsvollstrecker eingesetzt
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Testamentsvollstreckung - Erbrecht horak Rechtsanwälte Hannover
Durch die Anordnung der Testamentsvollstreckung wird den Erben die Verfügungsbefugnis über den Nachlass entzogen (§ 2211 BGB). Auch den Gläubigern des Erben (den sogenannten "Eigengläubigern"), wird die Zugriffsmöglichkeit auf die der Verwaltung des Testamentsvollstreckers unterliegenden Nachlassgegenstände genommen (§ 2214 BGB). Aufgrund dieser Verfügungs- bzw. Zugriffsbeschränkungen und der damit korrespondierenden Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis des Testamentsvollstreckers (§§ 2205 bis 2207 BGB) wird der Nachlass durch die Testamentsvollstreckung geschützt.
Beispiele zur Testamentsvollstreckung
Die Benennung des Testamentsvollstreckers ist für die Testamentsvollstreckung von konstitutiver Bedeutung. Ohne Testamentsvollstrecker gibt es keine Testamentsvollstreckung. Hat der Erblasser lediglich Testamentsvollstreckung angeordnet, ohne einen Testamentsvollstrecker zu ernennen und ohne einen Bestimmungsberechtigten zu bezeichnen, wird im Regelfall durch Auslegung (§ 2084 BGB) ein Ersuchen an das Nachlassgericht nach § 2200 BGB anzunehmen sein, da ansonsten die Anordnung der Testamentsvollstreckung scheitern müsste. Gibt das Testament - insbesondere das notarielle Testament - für eine derartige Auslegung nichts her, entfällt die Testamentsvollstreckung insgesamt, wenn der ernannte Testamentsvollstrecker den Erbfall nicht erlebt oder das Amt des Testamentsvollstreckers nicht annimmt.
Nach Möglichkeit sollte die Vergütung des Testamentsvollstreckers geregelt werden. § 2221 BGB ordnet lediglich an, dass dem Testamentsvollstrecker eine angemessene Vergütung zusteht, nicht hingegen, was eine solche ist. Zur Berechnung der Testamentsvollstreckervergütung sind zwar verschiedene Methoden bzw. Tabellen entwickelt worden. Sowohl für den Testamentsvollstrecker selbst als auch für die Erben ist es jedoch sicherlich das Beste, wenn sich die Vergütung des Testamentvollstreckers aus der Verfügung von Todes wegen zweifelsfrei ergibt.