Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202007,%20168
Timestamp: 2020-02-26 12:50:37
Document Index: 200244651

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 906', '§ 906', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 906', '§ 906', 'BGH', 'BGH', '§ 906', 'BGH', 'EuG', 'BGH', '§ 132']

BGH, 27.10.2006 - V ZR 2/06 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1111
BGH, 27.10.2006 - V ZR 2/06 (https://dejure.org/2006,1111)
BGH, Entscheidung vom 27.10.2006 - V ZR 2/06 (https://dejure.org/2006,1111)
BGH, Entscheidung vom 27. Januar 2006 - V ZR 2/06 (https://dejure.org/2006,1111)
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Selber Maßstab der fachplanungsrechtlichen Erheblichkeitsschwelle gilt für Wesentlichkeit der Immission nach § 906 Abs. 1 und für Beeinträchtigung der ortsübli-chen Grundstücksnutzung nach § 906 Abs. 2 S. 2 BGB
Beeinträchtigung der ortsübliche Benutzung oder des Ertrages eines Grundstücks durch von einem anderen Grundstück ausgehende Einwirkungen über das zumutbare Maß hinaus; Anspruch auf Vornahme von Schallschutzmaßnahmen aufgrund von Geräuscheinwirkungen durch Zugverkehr; ...
Lärmbelästigung durch Zuglärm - wesentliche Beeinträchtigungen
Beeinträchtigung eines Grundstücks durch von dem Nachbargrundstück ausgehende Einwirkungen
Wesentlichkeit bei Bahnbetriebsimmissionen
"Ortsüblicher" Eisenbahnlärm ist zu dulden - Bahn AG muss aber Schallschutzfenster finanzieren
Lärm von Bahnstrecken: Anspruch auf aktiven und passiven Schallschutz
Wohnungseigentümer muss Lärm dulden - Lärm kann nicht durch wirtschaftlich zumutbare Maßnahmen verhindert werden
123recht.net (Entscheidungsbesprechung, 31.5.2007)
Lärm von Bahnstrecken // Anspruch auf aktiven und passiven Schallschutz
Unzumutbare Beeinträchtigung durch Nachbargrundstück? (IMR 2007, 62)
LG Duisburg, 14.08.2003 - 1 O 40/01
NJW-RR 2007, 168
MDR 2007, 397
NVwZ-RR 2007, 596
NZBau 2007, 102 (Ls.)
NZM 2007, 98
VersR 2007, 657
Bei der Beurteilung, ob eine wesentliche Beeinträchtigung vorliegt, ist auf das Empfinden eines "verständigen" Durchschnittsmenschen abzustellen und darauf, was diesem verständigen Durchschnittsmenschen unter Würdigung anderer öffentlicher und privater Belange zuzumuten ist (BGH, NZM 2007, 98).
Allerdings kann die Grenze der im Einzelfall zumutbaren Geräuschbelästigung nicht mathematisch exakt, sondern nur aufgrund wertender Beurteilung festgesetzt werden (Senat, BGHZ 148, 261, 265;… Urt. v. 26. September 2003, V ZR 41/03, NJW 2003, 3699; Urt. v. 27. Oktober 2006, V ZR 2/06, NJW-RR 2007, 168, 169).
Wann eine wesentliche Beeinträchtigung vorliegt, beurteilt sich nach dem Empfinden eines verständigen Durchschnittsmenschen und dem, was diesem unter Würdigung anderer öffentlicher und privater Belange zuzumuten ist (siehe nur Senat, BGHZ 157, 33, 43; Urt. v. 27. Oktober 2006, V ZR 2/06, NJW-RR 2007, 168).
Wann eine solche Beeinträchtigung wesentlich ist, beurteilt sich nach dem Empfinden eines verständigen Durchschnittsmenschen und dem, was diesem unter Würdigung anderer öffentlicher und privater Belange zuzumuten ist (BGHZ 157, 33, 43; Urt. v. 27.10.2006 - V ZR 2/06 = NJW-RR 2007, 168 und die Nachweise bei Staudinger/Roth a.a.O. Rdn. 177).
Deshalb kommt es hier auch nicht auf die höhere enteignungsrechtliche Zumutbarkeitsschwelle, sondern auf die fachplanungsrechtliche Erheblichkeitsschwelle an (BGHZ 122, 76, 78 f., Urt. v. 27.10.2006 - V ZR 2/06 = NJW-RR 2007, 168, [...] Rdn. 15;… Staudinger/Roth a.a.O. Rdn. 252 f., jew. m.w.N.).
Wann diese Grenze überschritten wird, bestimmt sich nach dem Empfinden eines verständigen durchschnittlichen Benutzers des Grundstücks in seiner konkreten Beschaffenheit, Ausgestaltung und Zweckbestimmung, somit nach demselben Maßstab, der für die Beurteilung der Wesentlichkeit einer Beeinträchtigung im Sinne von § 906 Abs. 1 Satz 1 BGB gilt (Senat, Urt. v. 27. Oktober 2006, V ZR 2/06, NJW-RR 2007, 168, 169).
Da sich die Zumutbarkeit nach den Maßstäben richtet, die für die Beurteilung einer Einwirkung als wesentliche Beeinträchtigung der Grundstücksnutzung im Sinne des § 906 Abs. 1 Satz 1 BGB gelten (Senat, Urt. v. 27. Oktober 2006, V ZR 2/06, VersR 2007, 657, 658), bestimmen das öffentliche und das private Immissionsschutzrecht die Grenze der Duldungspflicht gegenüber Immissionen im Ergebnis identisch (Senat, BGHZ 111, 63, 65 f.; BVerwG, NJW 1988, 2396, 2397; Krüger, ZfIR 2007, 2).
Wann eine Beeinträchtigung wesentlich ist, beurteilt sich nach dem Empfinden eines verständigen Durchschnittsmenschen; die Bestimmung der Wesentlichkeitsgrenze ist dabei Ergebnis einer wertenden Betrachtung (…vgl. BGH, Urt. 16.01.2015, a.a.O., juris Rn. 10; Urt. v. 27.10.2016 - V ZR 2/06, in WuM 2007, 147, juris Rn. 8, jew. m. w. N. zur st. Rspr.).
Unwesentliche Beeinträchtigungen im Sinne von § 906 Abs. 1 sind solche, die dem Empfinden eines verständigen Durchschnittsmenschen unter Würdigung aller öffentlicher und privater Belange zumutbar sind (BGH, Urteil vom 27.10.2006 - V ZR 2/06 -, NJW-RR 2007, 168-170).
Soweit sie eine Abweichung von der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH, Urteile vom 7. November 2013 - C-72/12 - und vom 15. Oktober 2015 - C-137/14 -) und des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 27. Oktober 2006 - V ZR 2/06 - NVwZ-RR 2007, 596) geltend machen, handelt es sich schon nicht um eines der in § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO genannten Divergenzgerichte.