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Timestamp: 2019-12-07 17:25:43
Document Index: 273747506

Matched Legal Cases: ['§ 287', '§ 249', '§ 249', '§ 249', '§ 249', '§ 249']

OLG Köln, 18.08.2010 - I-5 U 44/10 - dejure.org
OLG Köln, 18.08.2010 - I-5 U 44/10
https://dejure.org/2010,4028
OLG Köln, 18.08.2010 - I-5 U 44/10 (https://dejure.org/2010,4028)
OLG Köln, Entscheidung vom 18.08.2010 - I-5 U 44/10 (https://dejure.org/2010,4028)
OLG Köln, Entscheidung vom 18. August 2010 - I-5 U 44/10 (https://dejure.org/2010,4028)
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Zur Anwendung der Schwacke-Liste in Abgrenzung zur Fraunhofer Tabelle
ZPO § 287 ; BGB § 249
LG Aachen, 11.03.2010 - 12 O 457/09
NZV 2010, 614
Auf den Modus stellen beispielsweise ab: OLG Köln (5. und 19. Zivilsenat, NZV 2010, 614 juris-Rdnr. 9 und NZV 2011, 450 juris-Rdnr. 8) sowie das OLG Karlsruhe (…NZV 2011, 553 juris-Rdnr. 48).
Hingegen folgt der Senat nicht der von einigen Gerichten vertretenen Ansicht, bei tatsächlich aus dem konkreten Mietvertrag ersichtlichen niedrigeren Kosten für die betreffende Nebenleistung seien auch bei der Normalpreisermittlung nur diese niedrigeren Kosten maßgeblich (so aber z. B. OLG Köln, NZV 2010, 614 juris-Rdnrn. 12 bis 15 und LG Karlsruhe, VVR 2010, 346 juris-Rdnr. 17).
Die Kosten für das Überbringen und spätere wieder Abholen des Mietwagens sind grundsätzlich erstattungsfähige Nebenleistungen (so auch OLG Köln, NZV 2010, 614 juris-Rdnr. 11, das zutreffend darauf hinweist, ein pauschaler Vortrag der Beklagtenseite, die Geschädigten seien auf ein Bringen und Abholen nicht angewiesen, reiche nicht aus).
Für die Erstattungsfähigkeit reicht grundsätzlich aus, dass die Klagpartei vorträgt, in den Fällen, in denen die Kosten in Rechnung gestellt worden seien, sei das beschädigte Fahrzeug durch den zweiten Fahrer genutzt worden, der im Mietvertrag auch entsprechend aufgeführt ist (vgl. so auch OLG Köln, NZV 2010, 614 juris-Rdnr. 11).
Köln, NZV 2010, 614).
23 Die Kammer gibt in ständiger Rechtsprechung (vgl. nur die Urteile vom 25.11.2009 (2-16 S 116/09), vom 12.05.2010 (2-16 S 9/10), vom 25.05.2011 (2-16 S 30/11), vom 21.12.2011 (2-16 S 110/11), vom 11.04.2012 (2-16 S 181/11) und vom 10.10.2012 (2-16 S 83/12)) der Schwacke-Liste gegenüber der Fraunhofer-Erhebung den Vorzug (ebenso OLG Karlsruhe, Urteil vom 30.04.2010 (4 U 131/09), NZV 2010, 472, juris-Rdn. 6f.; OLG Köln, Urteil vom 29.06.2010 (25 U 2/10), NJW-RR 2011, 467, juris-Rdn. 4; OLG Köln, Urteil vom 18.08.2010 (5 U 44/10), NZV 2010, 614, juris-Rdn. 4; OLG Stuttgart, Urteil vom 18.08.2011 (7 U 109/11), NZV 2011, 556, juris-Rdn. 57).
Zustell- und Abholkosten gehören zu dem erforderlichen Schadensersatz im Sinne von § 249 Abs. 2 S. 1 BGB (OLG Köln, Urteil vom 18.08.2010 (5 U 44/10), NZV 2010, 614, juris-Rdn. 11).
Da Mietwagenunternehmen regelmäßig wie hier die Benutzung eines Ersatzfahrzeugs vertraglich nur erlauben, wenn dafür Zusatzkosten gezahlt werden, ist es im Rahmen von § 249 Abs. 2 S. 1 BGB irrelevant, ob ein zusätzlicher Fahrer stets mitversichert ist (vgl. das Urteil der Kammer vom 10.10.2012 (16 S 83/12); ähnlich auch OLG Köln, Urteil vom 18.08.2010 (5 U 44/10), NZV 2010, 614, juris-Rdn. 11 bei Vortrag zur Nutzung des Fahrzeugs durch den Zweitfahrer).
Die Kosten für die Zustellung und Abholung gehören grundsätzlich auch zu dem erforderlichen Schadenersatz im Sinne von § 249 Abs. 2 S. 1 BGB (OLG Köln NZV 2010, 614 [OLG Köln 18.08.2010 - 5 U 44/10] ).
Auch bei Überschreitung der vereinbarten Preise wäre - entgegen der Auffassung des OLG Köln (Urteil vom 18. August 2010 - 5 U 44/10, I-5 U 44/10, NZV 2010, 614, juris: Rz. 12) - ein Abzug von den in der Nebenkostentabelle ausgewiesenen Werten nicht gerechtfertigt.
Auch die zuständige Berufungskammer sieht solche Mängel nicht schon darin, dass etwa der Fraunhofer Mietpreisspiegel geringere Preise ausweist (vgl. LG Köln, Urteil vom 10. November 2009, 11 S 400/09 und Urteil vom 15. Dezember 2009, 11 S 394/08; vgl. auch OLG Köln, Urteil vom 18. August 2010, 5 U 44/10).
Von einem Geschädigten kann nicht verlangt werden, dass er in Zeiten hoher Internetkriminalität seine Kreditkartendaten im Internet angibt und sich hierdurch einem Missbrauchsrisiko aussetzt (vgl. hierzu OLG Köln, Urteil vom 18. August 2010, Az: 5 U 44/10).
Dies gilt auch unabhängig davon, ob der Geschädigte auf die Zustellung und Abholung angewiesen war, da er gemäß § 249 BGB so zu stellen ist, als wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten wäre (vgl. OLG Köln, Urteil vom 18.8.2010, 5 U 44/10 - juris).
Das bloß pauschale Bestreiten mit Nichtwissen reicht vorliegend nicht aus, um diese Abrechnungsposition zu Fall zu bringen (vgl. OLG Köln, Urteil vom 18.8.2010, 5 U 44/10 - juris).
AG Köln, 11.04.2014 - 269 C 131/13
AG Hannover, 04.08.2017 - 417 C 3296/17