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Timestamp: 2018-08-18 01:10:54
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Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 30', '§ 30', '§ 9', '§ 20', '§ 20', '§ 30', '§ 22', '§ 20', '§ 52', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 12', '§ 22', '§ 28', '§ 30', '§ 2', '§ 1', 'EuG']

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Veröffentlicht von:Erich Brinkerhoff Geändert vor 11 Monaten
Präsentation zum Thema: "Land- und Forstwirtschaft"— Präsentation transkript:
Aktuelles zur Land- und Forstwirtschaft Dr. Peter Brauner
2 INHALT Neue Pausch-VO 2015 Einheitsbewertung zum 1.1.2014
Geänderte Voraussetzungen ab 2015 Grundsätze Inkrafttreten Einheitsbewertung zum Neuregelungen Umsatzsteuer Vorsteuerberichtigungen PferdePauschVO Aktuelle Rechtsprechung 1
3 Luf PauschVO 2015 Eckdaten der geltenden Vollpauschalierung § 17 Abs 5a EStG Umsatzgrenze € (Buchführungspflicht €) maximaler Einheitswert € Einheitswert der selbst bewirtschafteten luf Fläche (betriebsbezogen) max € (bisher €) reduzierte landwirtschaftliche Nutzfläche max. 60 ha (dh ohne Forst, Wein- und Gartenbau; Almen + Bergmähder werden mit 1/5, Hutweiden + Streuwiesen mit 1/3 der Fläche angesetzt) max. 120 tatsächlich erzeugte bzw. gehaltene Vieheinheiten Keine Vollpauschalierung bei Weinbau über 60 Ar keine Vollpauschalierung für Obstbau über 10 ha 2
4 Luf PauschVO 2015 max. 120 tatsächlich erzeugte bzw. gehaltene Vieheinheiten Beispiele (auch Rz 4148ff) Rindermast: ca. 230 Stellplätze Schweinemast: ca 2000 Schweine (665 Plätze + 3 Umtriebe) Masthühner: Hühner ( Plätze + 6,5 Umtriebe) Legehennen: 9230 Hennen aus zugekauften Junghühnern Berechnung gem. § 30 Abs 7 BewG Maßgeblich ist der Bestand bzw. die Jahresproduktion, dh die Summe der verkauften Tiere; dabei ist auf die durchschnittliche Zahl an Umtrieben abzustellen; 3
5 Luf PauschVO 2015 Vieheinheiten / allgemeine Berechnung gem. § 30 Abs 7 BewG Die Zucht und das Halten von Tieren ist landwirtschaftlich, wenn 1. überwiegend eigene Futtermittel verwendet werden 2. wenn die entsprechenden Vieheinheiten je Nutzfläche eingehalten werden Vieheinheiten/Hektar maßgebend Für die ersten	10 ha	nicht mehr als	8 Die nächsten	10 ha	nicht mehr als	6 Die nächsten	10 ha	nicht mehr als	4 Die nächsten	10 ha	nicht mehr als	3 Die nächsten	10 ha	nicht mehr als	2 Rest	nicht mehr als	1,5 Vieheinheiten je ha Wird dieser Höchstbestand nachhaltig überschritten: Gewerbebetrieb 4
6 Luf PauschVO 2015 5
7 Luf PauschVO 2015 Vollpauschalierung
Durchschnittssatz ab % (bisher 39%) des EW der selbstbewirtschafteten Fläche Weinbau: Mindest – Betriebsausgaben € / Ha Gartenbau: Wiederverkäufergrenze auf € angehoben Durchschnittssätze geändert; Flächenausmaß bei Überdachung nach Innenmaß Zuzüglich bestimmter Einnahmen (Nebentätigkeiten, Pacht) und abzüglich bestimmter Ausgaben (Sozialversicherung, Pacht, Schuldzinsen, Ausgedinge) 6
8 Luf PauschVO 2015 Teilpauschalierung Pauschalierter Ausgabensatz (§ 9)
grundsätzlich 70 % 80 % (NEU) für Haltung von Rindern, Schweinen, Geflügel, Schafen und Ziegen übrige Einnahmen sind zu erklären (insbes. Nebentätigkeiten, Pacht) Ausgaben (Sozialversicherung, Pacht, Schuldzinsen, Ausgedinge) wie bei Vollpauschalierung Gewinnermittlungswechsel: Übergangsgewinnermittlung ? 7
9 Inkrafttreten der neuen Pausch-VO (u.a. Rz 4141c EStR Neu)
Luf PauschVO 2015 Inkrafttreten der neuen Pausch-VO (u.a. Rz 4141c EStR Neu) Die neue Einheitsbewertung erfolgt per unabhängig von der Bescheid-zustellung, mit steuerlicher Wirkung zum (§ 20c iVm § 20 Abs 3 BewG) Dies gilt insbes. für den Gewinngrundbetrag: 42% statt 39% Beispiel: im Jahr 2017 ergeht der neue Einheitswertbescheid: die Einkommensteuer-bescheide für 2015 werden berichtigt und die Veranlagung auf Basis von zB € EW x 42 % statt € EW x 39% erfolgen. Für die Frage der Gewinnermittlungsart sind jedoch nur am Stichtag bzw. 1. Jänner 2015 bereits zugestellte EW-Bescheide heranzuziehen. Beispiel: beträgt der EW am auf Basis der HF € und wird im Rahmen der HF 2014 im Jahr 2015 ein EW-Bescheid mit € EW zugestellt, bleibt es für 2015 bei der Vollpauschalierung, obwohl nachträglich betrachtet die Grenze überschritten wurde; die Veranlagung 2015 erfolgt aber mit € (* 42%). Ab 2016 ist dann allerdings die Teilpauschalierung erforderlich. Diese Beurteilung gilt auch für die (neue) Pauschalierungsgrenze von € ,-- 8
10 Abgrenzung der Einkunftsart
Luf PauschVO 2015 Abgrenzung der Einkunftsart P-VO 2015, II 2013/125: Einnahmen kleiner EUR ,-- brutto; Nebenbetrieb, Nebentätigkeiten = Gewerbebetrieb, der nach Zweck und Bedeutung untergeordnet ist (ident: § 30 BewG, § 22 UStG); 5150, 4202 EStR Grundstückshandel planmäßige Parzellierung und Aufschließung mit anschließendem Abverkauf; (vgl. VwGH , 92/14/0064; ,95/14/0115) Vermietung und Verpachtung Die nicht landwirtschaftliche Nutzungsüberlassung von Grund und Boden: Parkplätze; Fußballplatz; Handymasten (4245a EStR; VwGH ; 2006/15/0062) Substanzbetriebe (zB: Schotterabbau durch Dritte, VwGH , 89/14/0067) Bodenschatz ist gesondertes Wirtschaftsgut (Rz 2489 EStR) 9
11 Luf PauschVO 2015 Photovoltaik (BMF-010219/0488-VI/4/2013)
Neue Rechtslage, wenn Photovoltaikanlage nach in Betrieb genommen und Kaufvertragsabschluss nach erfolgte. Volleinspeisung: grundsätzlich Gewerbebetrieb Überschusseinspeisung: Landwirtschaftlicher Nebenbetrieb, wenn Eigenbedarf für LuF gegenüber sonstiger Stromerzeugung (Stromverkauf, Privatverbrauch, usw.) überwiegt – allenfalls Schätzung Diesfalls Umsatzsteuerpauschalierung (12 % USt für Überschusseinspeisung) und Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. 10
12 Luf PauschVO 2015 Privatzimmervermietung bei mehr als 10 Betten = Gewerbebetrieb (Rz 4291ff) Ab 2015 wird die Vermietung von Appartements (mit oder ohne Nebenleistungen) und Fremdenzimmer einheitlich gesehen bis 10 Betten zusätzlich zu erklären - 50% pauschale Ausgaben Be- und Verarbeitung Be- / verarbeitete Produkte sind immer extra zu erfassen; 70% Ausgabenpauschale Urproduktekatalog lt. VO (4220 EStR) kein Verlust aus luf Nebenerwerben möglich 11
13 Land- und forstwirtschaftliche „Nebeneinkünfte“
Luf PauschVO 2015 Land- und forstwirtschaftliche „Nebeneinkünfte“ wenn größer 12
14 Einheitlicher „Betrieb“ (Rz 4140b)
Luf PauschVO 2015 Einheitlicher „Betrieb“ (Rz 4140b) Wenn alle Beteiligten zur Erreichung eines gemeinsamen wirtschaftlichen Erfolges zusammenwirken (Mitunternehmerschaft) Problem: Bei Aufteilung auf nahe Angehörige und Verflechtung bei Produktionsmitteln und Vertrieb (zB gemeinsame Betriebsstätte, überwiegend gemeinschaftl. Maschinennutzung, keine klare Abgrenzung bei Flächen, Wirtschaftsgebäuden, Belegen, Verträgen, Behördenmeldungen) Biobetrieb UND konventioneller Betrieb: spricht für zwei Betriebe 13
15 Einheitsbewertung zum 1.1.2014
Hauptfeststellung zum (§ 20c BewG) aus verfassungsrechtlichen Gründen geboten es bleibt bei einem Ertragswertverfahren; keine Verkehrswerte Bewertungsgrundlagen wurden in Erlässen am veröffentlicht steuerliches Inkrafttreten ; Sozialversicherung 2017 Erwartung: Erhöhung in Summe um rd. 10% Inhalt (ca.) 83 % Grund und Boden (natürliche u. wirtschaftliche EB) 13 % aus öffentlichen Geldern (GAP 1. Säule) dazu sind einzelbetrieblich 33 % anzusetzen 4 % Zuschläge für überdurchschnittliche Tierhaltung Derzeit noch wenige Bescheide ergangen 14
16 Einheitsbewertung zum 1.1.2014
Durchschnittliche Hektarsätze im Bundesländervergleich 15
17 Einheitsbewertung zum 1.1.2014
Hektarhöchsatz (BZ 100): landwirtschaftliche Fläche EUR je ha (vorher 2.289) Weinbau EUR je ha (vorher 8.357) Öffentliche Gelder: wiederkehrende Direktzahlungen der 1.Stufe (Betriebs-, Tierprämien) sind jeweils mit 33% des im Vorjahr bezogenen Betrages extra anzusetzen Gibt es keine Eigenflächen, dann wird ein eigener EW erstellt 16
18 Einheitsbewertung zum 1.1.2014
Beispiel Vieheinheit / Zuschlag Mastschwein aus zugek. Ferkeln Faktor 0,06 Betrieb hat 530 Schweine bei 12 ha entspricht 32 VE (530 x 0,06) Maximalbestand : 1533 Schweine 10 x x 6 = 92 VE : 0,06 = 1.533 Zuschlag, wenn Bestand über Normalbestand (für 20 ha: 2 VE/ha; Rest 1 VE/ha) Bei 12 ha entspricht dies 22 VE/366 Mastschweine Betrieb hat 530 Schweine/32 VE – er überschreitet daher um 10 VE den NB Zuschlag von EUR ,-- (10 x 280,--; lt. Erlass BMF vom ) 17
19 Einheitsbewertung zum 1.1.2014
Abgrenzung zum Grundvermögen § 52 Abs 2 BewG „… anzunehmen ist, dass sie in absehbarer Zeit zu anderen als lw Zwecke verwendet werden....“ Es handelt sich dabei um eine objektiv zu beurteilende Frage Beispiele: Baulücke, Flächenwidmung (Bauland), Sportanlagen (Golfplätze), Schipisten: solange eine landwirtschaftliche Nutzung gegeben ist (im Sommer als Weideland), liegt landwirtschaftliches Vermögen vor; Grundflächen von Berg- und Talstationen, Parkplätze, etc. sind als Grundvermögen zu erfassen (VwGH , 97/15/0032) 18
20 Pauschalierung gem. § 22 UStG
Umsatzsteuer Pauschalierung gem. § 22 UStG möglich, wenn nicht buchführungspflichtig UND Umsatz unter EUR Beachte: Pauschalierung ist nicht möglich, wenn Umsatzgrenze überschritten, obwohl BF-Pflicht noch nicht eingetreten ist. für landwirtschaftliche Lieferungen + Leistungen 10% gegenüber Nichtunternehmern 12% gegenüber Unternehmern die Vorsteuer wird fiktiv in gleicher Höhe festgesetzt daher: keine Zahllast, aber auch kein Vorsteuerguthaben wichtig: Rechnung „Lieferung unterliegt Durchschnittssteuersatz von 12%“ Besondere Abfuhrverpflichtungen (beispielsweise): - (Zusatzsteuer) für Getränke 10% / 8% (Getränke im Rahmen Buschenschank; Apfelsaft und Schnaps) 19
21 Umsatzsteuer In der Pauschalierung Wirksamkeit der unechten Befreiungen (z.B: Pacht von lw. Flächen); nicht aber der einzelnen Optionsregeln d.h. Pacht von Liegenschaften IMMER ohne Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen ! BEACHTE: Abgrenzung zu Einkunftsart Vermietung und Verpachtung Optionsmöglichkeit auf Regelbesteuerung Antrag die allgemeinen Bestimmungen des UStG anzuwenden bis Ende des Kalenderjahres (Bindungsfrist 5 Jahre - Widerruf bis 31. Jänner) bei Umsätzen unter € auch Verzicht auf Kleinunternehmerregelung nötig ! abhängig von Investitionsplan, Erfolgsplan für die nächsten 5 Jahre 20
22 Umsatzsteuer Der Wechsel zwischen Pauschalierung § 22 und Regelbesteuerung löst eine Vorsteuerberichtigungspflicht aus - § 12 Abs 12, § 22 UStG ab , wenn auch erstmalige Nutzung des Gegenstandes als Anlagevermögen nach dem (Änderung durch AbgÄG 2012) Dh. KEINE Vorsteuerkorrektur – weder zu Lasten noch zu Gunsten des Abgabepflichtigen - welche VOR verwendet wurden (§ 28 Abs 39 UStG) Berichtigungen sind jeweils für ein Kalenderjahr durchzuführen Beispiel: 2010 erfolgt Option zur Regelbesteuerung; 2015 erfolgt die Rückkehr zur Pauschalierung; in 2014 wurde ein Traktor um netto angeschafft. Ab 2015 ist – wenn die Pauschalierung beibehalten wird - jährlich ein Betrag von 1/5 der abgezogenen Vorsteuer (20.000), d.h an das FA abzuführen. Vorsteuerkorrektur gilt auch für das Umlaufvermögen 21
23 Umsatzsteuer Umsatzsteuersatz bei Pferdeeinstellung
Bei regelbesteuerten Betrieben ab 2012 Normalsteuersatz 20% Bei pauschalierten Betrieben ab 2014 nicht mehr luf Dienstleistung und daher Anwendung Normalsteuersatz 20% (UStR, Rz 2877) PferdePauschVO: € 24/Pferd+Monat; zusätzlich Beträge betreffend unbeweglichem Anlagevermögen („Stall“) Bei pauschalierten Betrieben können die Einnahmen allerdings innerhalb der estlichen Pauschalierung (auch Vollpauschalierung) erklärt werden Halten von Tieren iS § 30 BewG GewO – Nebengewerbe iS § 2 Abs 4 Z 6 ? 22
24 Aktuelle Rechtsprechung
Der Nachlass von betrieblichen Verbindlichkeiten ist nicht in der PauschVO erfasst (§ 1 Abs 4); UFS RV/0281-G/10, ; VwGH offen 2013/15/0148 Einkünfte aus der entgeltlichen Übernahme von Bioabfall zur Kompostierung sind nur bei Unterordnung luf Nebenerwerb UFS RV/0822-G/10, ; UFS RV/0215-W/08, ; Rz 4229 bei längerfristigen Nutzungsüberlassungen von Grundstücken zu anderen als luf Zwecken liegen Einkünfte aus VuV vor UFS RV/0678-I/09, ; Rz 4245 Dienstleistungen an Nichtlandwirte unterliegen bei keiner Unterordnung den Einkünften aus Gewerbebetrieb; der Abzug von ÖKL-Richtwerten ist unter gewissen Voraussetzungen denkbar. UFS RV/0391-F/10, 23
25 Aktuelle Rechtsprechung
Nützen im Falle einer Maschinengemeinschaft hauptsächlich die Miteigentümer diese, dann liegen keine eigenständigen Einkünfte aus Gewerbetrieb vor. VwGH , 2011/15/0082 Die Überlassung von Fischereirechten ist kein „grundstückgleiches Recht“ und unterliegt daher der Umsatzsteuer iHv. 20% VwGH 2011/15/0123, ; so auch schon EuGH, C-451/06, Walderdorff 24
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Einkommensteuerupdate 2014
Kompetenzen: System der EAR in Grundzügen erklären können