Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/holzspielzmausbv-1996
Timestamp: 2019-01-21 22:32:08
Document Index: 148056211

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 24', '§ 25', '§ 2', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Auf Grund des § 25 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112), der zuletzt durch § 24 Nr. 1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBl. I S. 2525) geändert worden ist, und des § 25 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Dezember 1965 (BGBl. 1966 I S. 1), der zuletzt durch Artikel 1 Nr. 63 des Gesetzes vom 20. Dezember 1993 (BGBl. I S. 2256) geändert worden ist, in Verbindung mit Artikel 56 des Zuständigkeitsanpassungs-Gesetzes vom 18. März 1975 (BGBl. I S. 705) und dem Organisationserlaß vom 17. November 1994 (BGBl. I S. 3667) verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie:
Diese Verordnung gilt für die Berufsausbildung in dem Ausbildungsberuf Holzspielzeugmacher/Holzspielzeugmacherin nach der Handwerksordnung und für die Berufsausbildung in dem nach § 2 anerkannten Ausbildungsberuf.
Der Ausbildungsberuf Holzspielzeugmacher/Holzspielzeugmacherin wird staatlich anerkannt.
Lesen und Erstellen von Skizzen und Zeichnungen, Anwenden von Gestaltungsprinzipien,
Herstellen und Anwenden von Vorrichtungen und Schablonen,
Prüfen und Behandeln von Oberflächen,
Drechseln und Drehen,
dekoratives Spanen und Schnitzen,
dekoratives Malen und Schmücken,
Montieren von Teilen,
Prüfen und Verpacken von Erzeugnissen.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage für das erste Ausbildungsjahr und unter laufender Nummer 6 Buchstabe c und d, laufender Nummer 11 Buchstabe a und b, laufender Nummer 12 Buchstabe b, laufender Nummer 14 Buchstabe c und laufender Nummer 15 Buchstabe a und b für das zweite Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Prüfling in insgesamt höchstens sechs Stunden zwei Arbeitsproben durchführen. Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
Anfertigen einer Holzverbindung,
Anfertigen eines Teils durch Langholzdrehen,
dekoratives Bemalen eines Teils oder
Bearbeiten eines Teils durch Kerbschnitzen.
Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung,
Anfertigen von Zeichnungen,
Arten, Wirkungsweise und Einsatz von Werkzeugen,
Eigenschaften und Verwendung von Holz,
Berechnungen von Materialbedarf und Spanungsgeschwindigkeiten.
(2) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Prüfling in insgesamt höchstens vier Stunden zwei Arbeitsproben durchführen und in höchstens 17 Stunden ein Prüfungsstück anfertigen. Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
Anfertigen eines Teils unter Verwendung von Maschinen,
Anfertigen eines Teils durch halbplastisches Schnitzen,
Anfertigen eines Teils durch dekoratives Spanen oder
Bemalen einer Figur;
Herstellen eines Erzeugnisses aus vorgefertigten Teilen unter Berücksichtigung von Montagearbeiten, Schnitzarbeiten, dekorativem Spanen und Bemalen. Dem Prüfungsausschuß ist vor Anfertigung des Prüfungsstückes ein Entwurf zur Genehmigung vorzulegen.
Die Arbeitsproben zusammen und das Prüfungsstück sollen jeweils mit 50 vom Hundert gewichtet werden.
(3) Zum Nachweis der Kenntnisse soll der Prüfling in den Prüfungsfächern Technologie, Technische Mathematik, Technisches Zeichnen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. Es kommen Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
Arten, Eigenschaften und Einsatz der Werk- und Hilfsstoffe,
Arbeitsplanung und Arbeitsabläufe,
Behandlung von Oberflächen,
Arbeitsweise, Bedienen und Warten von Maschinen,
Gestaltungsprinzipien von berufstypischen Erzeugnissen,
maschinenkundliches Rechnen;
Lesen von Skizzen und technischen Zeichnungen,
Anfertigen einer Entwurfszeichnung,
Anfertigen einer technischen Zeichnung;
Anlage (zu § 5) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Holzspielzeugmacher/zur Holzspielzeugmacherin
(Fundstelle: BGBl. I 1996, 943 - 946)
b) Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes, wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung erklären
4 Arbeits-Sicherheit, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung (§ 4 Nr. 4) a) berufsbezogene Vorschriften der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, insbesondere Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien und Merkblätter, beachten und anwenden
d) wesentliche Vorschriften der Feuerverhütung nennen und Brandschutzeinrichtungen sowie Brandbekämpfungsgeräte bedienen
e) Gefahren, die von Lärm, Giften, Dämpfen, Stäuben, Gasen, leichtentzündbaren Stoffen sowie von elektrischem Strom ausgehen, beachten
f) für den ausbildenden Betrieb geltende wesentliche Vorschriften über den Immissions- und Gewässerschutz sowie über die Reinhaltung der Luft beachten und anwenden
h) im Ausbildungsbetrieb verwendete Energiearten nennen und Möglichkeiten rationeller Energieverwendung im beruflichen Einwirkungsbereich anführen
5 Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufes sowie Kontrollieren und Bewerten der Arbeitsergebnisse (§ 4 Nr. 5) a) Arbeitsschritte unter Beachtung von Vorgaben und betrieblichen Bedingungen abstimmen und festlegen sowie Arbeitsablauf sicherstellen
b) Materialbedarf ermitteln und bereitstellen
c) Werkstoffeigenschaften unterscheiden und zuordnen
d) Eignung von Werkstoffen für Holzspielzeuge im Hinblick auf den Gesundheitsschutz beurteilen
6 Lesen und Erstellen von Skizzen und Zeichnungen, Anwenden von Gestaltungsprinzipien (§ 4 Nr. 6) a) Skizzen und Zeichnungen lesen 2
b) Arbeitsskizzen anfertigen
c) Freihandzeichnungen und technische Zeichnungen anfertigen 6
e) Gestaltungselemente bei Entwurf und Herstellung von Erzeugnissen anwenden 6
7 Beschaffenheit und Eigenschaften von Holz und Holzwerkstoffen (§ 4 Nr. 7) a) Holz und Holzwerkstoffe nach Eigenschaften, Erkennungsmerkmalen und Verwendungszweck auswählen 2
b) Holzfehler erkennen und bei der Bearbeitung berücksichtigen
c) Holz und Holzwerkstoffe unter Beachtung des Verwendungszwecks und der Qualität werkstoffgerecht lagern, Holzfeuchte messen 2
8 Herstellen und Anwenden von Vorrichtungen und Schablonen (§ 4 Nr. 8) a) Vorrichtungen und Schablonen im Hinblick auf Arbeitssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Qualitätssicherung prüfen, auswählen und anwenden 2
b) Vorrichtungen und Schablonen, insbesondere aus Metall, Kunststoff und Holz, unter Berücksichtigung werkstoffbedingter Arbeitstechniken herstellen und instand halten 4
9 Be- und Verarbeiten von Holz und Holzwerkstoffen (§ 4 Nr. 9) a) Meßzeuge und Anreißwerkzeuge auswählen und handhaben 6
b) Handwerkzeuge nach Verwendungszweck auswählen und handhaben, insbesondere durch Sägen, Hobeln, Stemmen, Feilen, Schleifen und Bohren
c) Holzverbindungen herstellen, insbesondere Überblattungen und Dübelverbindungen sowie Schlitz- und Zapfenverbindungen 10
d) Klebstoffe unterscheiden und nach Verwendungszweck einsetzen
e) Holzbearbeitungsmaschinen einrichten und bedienen, insbesondere Säge-, Hobel-, Fräs-, Bohr- und Schleifmaschinen 12
f) Arbeits- und Gesundheitsschutzvorschriften für Maschinen und Schutzvorrichtungen anwenden
10 Instandhalten von Werkzeugen und Maschinen (§ 4 Nr. 10) a) Handwerkzeuge schärfen und pflegen 2
b) Maschinenwerkzeuge rüsten und instand halten, insbesondere schärfen 4
c) Maschinen nach Vorgaben warten 2
d) Maschinenstörungen feststellen und Maßnahmen zur Behebung einleiten
11 Prüfen und Behandeln von Oberflächen (§ 4 Nr. 11) a) Oberflächen auf Fehler prüfen, insbesondere auf Rauheiten, Einschlüsse, Bruchstellen und Risse 6
b) Vorbehandlungs- und Beschichtungsmittel nach Verwendungszweck auswählen und unter Berücksichtigung des Gesundheits-, Arbeits-, Brand- und Umweltschutzes auftragen
c) Vorbehandlungs- und Beschichtungsmittel lagern und entsorgen 2
d) Oberflächen mittels Drucktechniken und Spritztechniken veredeln 4
12 Drechseln und Drehen (§ 4 Nr. 12) a) Drehbank einrichten, Drehteile durch Langholzdrehen herstellen 10
b) Kleinteile durch Hohldrehen herstellen 4
c) Kleinteile durch Querholzdrehen herstellen 4
d) Drehteile auf Halbautomaten herstellen 4
13 dekoratives Spanen und Schnitzen (§ 4 Nr. 13) a) Schnitzarbeiten ausführen, insbesondere Kerbschnitte und halbplastische Schnitzarbeiten 8
b) dekorative Späne und Spanlocken durch Stechen, Drehen und Hobeln herstellen 8
14 dekoratives Malen und Schmücken (§ 4 Nr. 14) a) Farben, Ergänzungsmaterialien und Malwerkzeug nach Verwendungszweck auswählen und handhaben 12
b) Linien-, Ränder- und Bänderdekore nach Vorlagen vorzeichnen und malen
c) Dekore entwerfen, übertragen und malen 6
d) Figuren bemalen 12
e) Schriften und Monogramme zeichnen und malen
15 Montieren von Teilen (§ 4 Nr. 15) a) Teile für die Montage vorbereiten 4
b) Teile zu Baugruppen montieren, insbesondere kleben
c) Teile und Baugruppen zu Erzeugnissen montieren und komplettieren 8
16 Prüfen und Verpacken von Erzeugnissen (§ 4 Nr. 16) a) Qualität der Erzeugnisse prüfen, Endkontrolle durchführen 4
b) Erzeugnisse kennzeichnen und verpacken
1996, 940: BGBl I