Source: https://digitales-wirtschaftswunder.de/was-bringt-die-neue-dsgvo/
Timestamp: 2018-09-21 19:18:53
Document Index: 134598166

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 32', 'Art. 25', 'Art. 5', 'Art. 28', 'Art. 30', 'Art. 35', 'Art. 42']

Bild: @istock.com/gopixa	Posted on 05.03.2018 28.02.2018 von Jan Mentel, Crisp Research Analysten | Cloud Computing | Sicherheit
Schlagworte: Crisp, Datenschutz, DSGVO
Am 25. Mai 2018 tritt die neue Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Sie bringt eine Reihe von Neuerungen, etwa zur Haftung von Unternehmen und deren Führungskräften. Vor allem einzelne bestimmte Klauseln und Regeln sollten frühzeitig eingehalten werden.
@istock.com/ An dieser Stelle empfehlen und kommentieren Analysten von Crisp Research regelmäßig Web-Beiträge exklusiv für die Leser von Digitales-Wirtschaftswunder.de. Thema heute: EU-DSGVO
„Wir warten ab, was passiert!“. Nach diesem Motto verfährt offenkundig ein beträchtlicher Teil der Unternehmen in Deutschland, wenn es um die Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) geht. Nach Praxiserfahrungen von Bechtle setzen etliche Firmen auf eine Art „Risikostrategie“, wenn es um die neuen Datenschutzregeln geht. Sie warten bewusst ab, was nach dem 25. Mai 2018 passiert. An diesem Tag tritt die neue Datenschutzregelung in den Mitgliedsländern der Europäischen Union in Kraft. Die Mehrzahl (55 Prozent) der Unternehmen in der Bundesrepublik wird laut einer Studie des Digitalverbandes Bitkom die Vorgaben der DSGVO bis zum Stichtag bestenfalls teilweise umsetzen können.
Dieses Ergebnis gibt zu denken. Denn der Bundestag hat am 24. April 2017 das „Datenschutz-Anpassungsgesetz EU“ (DSanpUG) verabschiedet. Es setzt die Vorgaben der DSGVO in deutsches Recht um – das „Bundesdatenschutzgesetz (neu)“, kurz BDSG (neu). Das Gesetz sieht eine Verschärfung der Haftungsregelungen sowie höhere Strafen vor, wenn Unternehmen und öffentliche Einrichtung Datenschutz-Vorgaben ignorieren.
Dass die EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) vor der Tür steht, dürfte den Unternehmensentscheidern und CISOs mittlerweile durch zahlreiche Publikationen bekannt sein. Am 25. Mai 2018 tritt die EU-DSGVO in Kraft. Neben den altbekannten Datenschutz-Pflichten, wie Transparenzprinzip und Einwilligungsprinzip, die weiterhin Bestandteil der EU-DSGVO sind, gibt es eine Reihe von Neuerungen, etwa zur Haftung von Unternehmen und deren Führungskräften – auch das dürfte mittlerweile auf der Führungsebene bekannt sein. Was jedoch den wenigsten bekannt ist, dass die EU-DSGVO vor allem vor dem Hintergrund des Cloud Computing eine besondere Rolle spielt. Denn im technischen Sinn ist Cloud Computing nichts weiter als Auftragsdatenverarbeitung (Art. 28 EU-DSGVO) – ein zentraler Punkt bei der EU-DSGVO. Doch wann sind meine Cloud-Anwendungen DSGVO konform? Eine Frage, die sich derzeit eine Vielzahl von CEOs und CISOs stellen sollte.
Die Grundsätze der EU-DSGVO, also die grundlegenden Pflichten, sind zunächst in Artikel 5 der EU-DSGVO geregelt. Darüber hinaus sollten vor allem die Regelungen der Artikel 25 und 32 beachtet werden. Hier sind die Maßnahmen zur Sicherheit und Stand der Technik (Art. 32 EU-DSGVO) sowie die Beachtung von Privacy by Design und Privacy by Default (Art. 25 EU-DSGVO) besonders wichtig für die Umsetzung.
Auch die Rechenschaftspflichten (Art. 5 (2), Art. 28, Art. 30 & Art. 35 DSGVO), bei der Unternehmen eine Datenschutzfolgeabschätzung vornehmen müssen, sollte frühzeitig in die Prozess-DNA übergehen. Vor dem Hintergrund der Datenschutzfolgeabschätzung sind neben den Unternehmen auch Cloud Anbieter gefragt, hinreichend Garantie für die Einhaltung EU-DSGVO-Anforderung zu geben.
Last but not least können nach außen hin Zertifikate (Art. 42) hilfreich sein, um sich als datenschutzkonformes Unternehmen auszuzeichnen. Mit dem richtigen Zertifikat können sich Unternehmen ebenso absichern. Relevant sind sämtliche ISO Zertifikate bzw. Zertifikate des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
Um den Anforderungen der EU-DSGVO gerecht zu werden, sollten sich CEOs und CISOs für die Planung und Umsetzung relevanten Maßnahmen Hilfe von Fachleuten ins Haus holen. In so kurzer Zeit bis zum Inkrafttreten der Verordnung können Datenschutz, IT-Security sowie der EU- DSGVO selbst nur von erfahrenen Sparringspartnern in Einklang mit der Digital-Strategie gebracht werden.
26. Juli 2018 um 12:06 Uhr
interessanter Artikel zur DSGVO. Musste mich ja zwangsläufig auch damit beschäftigen (Betreibe einen Online-Shop). Finde das alles aber sehr undurchsichtig. Für den User ist das zweifelsohne von Vorteil, aber bei Websitebetreibern weiß keiner so recht , was wirklich rechtens ist.
Habe mir dann auch Rat bei IT-Spezialisten und Anwälten geholt uns so, bin ich denke ich fit was die DSGVO angeht (auch wenn man wohl nie wirklich sicher ist bei diesem Thema). Hab das auch schon frühzeitig gemacht, ist ja nicht so das es erst zwei Wochen vorher bekannt gegeben wurde, dass die DSGVO in Kraft tritt. Da ich auch AdWords nutze war das für mich auch sehr interessant, was sich hier ändert. Habe hierzu einen interessanten Artikel einer Seoagentur gefunden (https://www.onlinesolutionsgroup.de/blog/abmahnungen-bei-google-adwords/). Vielleicht brauchen ja auch noch weitere User von euch Hilfe in diesem Bereich 🙂