Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=12.11.2008&Aktenzeichen=VIII%20ZR%20170%2F07
Timestamp: 2019-04-26 17:22:58
Document Index: 173816082

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 179', '§ 179', '§ 179', '§ 242', '§ 179', 'BGH', 'BGH', '§ 179', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 87', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.11.2008 - VIII ZR 170/07 - dejure.org
BGB § 179 Abs. 1 und 3
Haftungsausschluss bei vollmachtloser Vertretung, wenn der angeblich Vertretene gar nicht existiert
Ausschluss einer Haftung eines vollmachtlosen Vertreters im Namen eines nicht existenten Rechtsträgers bei Kenntnis des Vertragspartners vom Fehlen der Vertretungsmacht; Berufen eines vollmachtlosen Vertreters auf einen Haftungsausschluss bei Vorliegen eines Vertrauensschutzes des Vertragspartners
Auschluss der Haftung des vollmachtlosen Vertreters eines nicht existenten Rechtsträgers bei Kenntnis des Vertragspartners allein vom Fehlen der Vollmacht
Haftung des vollmachtlosen Vertreters; fehlende Vertretungsmacht; Kenntnis
Zum Ausschluss der Haftung eines vollmachtlosen Vertreters, der im Namen eines nicht existierenden Rechtsträgers handelt, wenn der Vertragspartner Kenntnis vom Fehlen der Vertretungsmacht, nicht aber von der fehlenden Existenz des Vertretenen hat
Haftung des falsus procurator analog § 179 Abs. 1 BGB bei Nichtexistenz des Vertretenen, Ausschluß der Haftung nach § 179 Abs. 3 BGB und Einfluß von Treu und Glauben (§ 242 BGB)
Haftung des vollmachtlosen Vertreters eines nicht existierenden Rechtsträgers bei Kenntnis des Vertragspartners vom Fehlen der Vertretungsmacht
Handeln im Namen eines nicht existierenden Rechtsträgers
Keine Haftung des vollmachtlosen Vertreters bei Bekanntsein der Nichtexistenz des Vertragspartners
BGB § 179 Abs. 1, 3
Ausschluss der Haftung des vollmachtlosen Vertreters eines nicht existenten Rechtsträgers bei Kenntnis des Vertragspartners allein vom Fehlen der Vollmacht
Kurznachricht zu "Hinweis zum Urteil des BGH vom 12.11.2008, Az.: VIII ZR 170/07 (Vertretung eines nicht existenten Rechtsträgers)" von Notar Dr. Oliver Vossius, original erschienen in: NotBZ 2009, 59 - 60.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 12.11.2008; VIII ZR 170/07 (BGB § 179 Abs. 3)" von Prof. Dr. Werner Schubert, original erschienen in: JR 2009, 463 - 466.
NZG 2009, 110
Die tatrichterliche Auslegung einer solchen Erklärung kann nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs revisionsrechtlich nur eingeschränkt darauf überprüft werden, ob gesetzliche oder allgemein anerkannte Auslegungsregeln, Denkgesetze oder Erfahrungssätze verletzt sind oder wesentlicher Auslegungsstoff außer Acht gelassen worden ist (st. Rspr.; siehe nur Senatsurteile vom 12. November 2008 - VIII ZR 170/07, BGHZ 178, 307 Rn. 12;… vom 2. April 2014 - VIII ZR 46/13, BGHZ 200, 337 Rn. 17;… vom 9. Juli 2014 - VIII ZR 376/13, NJW 2014, 2864, Rn. 42, zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt; jeweils mwN).
a) Die Auslegung individueller privatrechtlicher Willenserklärungen unterliegt der Nachprüfung durch das Revisionsgericht nur insoweit, als es sich darum handelt, ob sie gesetzlichen Auslegungsregeln, anerkannten Auslegungsgrundsätzen, Erfahrungssätzen oder den Denkgesetzen widerspricht und ob sie nach dem Wortlaut der Erklärung möglich ist oder ob die Auslegung auf Verfahrensfehlern beruht, etwa weil wesentliches Auslegungsmaterial unter Verstoß gegen Verfahrensvorschriften außer Acht gelassen worden ist (…BGH, Urteile vom 6. September 2012 - VII ZR 193/10, Rn. 14, für BGHZ bestimmt;… vom 30. Juni 2011 - VII ZR 13/10, BGHZ 190, 212 Rn. 8;… vom 22. Juli 2010 - VII ZR 213/08, BGHZ 186, 295 Rn. 13;… vom 20. Juli 2010 - XI ZR 236/07, BGHZ 186, 269 Rn. 44; vom 12. November 2008 - VIII ZR 170/07, BGHZ 178, 307 Rn. 12; jeweils m.w.N.).
Auch juristische Personen können grundsätzlich zivilrechtlichen Ehrenschutz gegenüber Äußerungen in Anspruch nehmen, durch die ihr Ruf in der Öffentlichkeit in unzulässiger Weise herabgesetzt wird (vgl. BGH NJW 2009, 215 mit weiteren Nachweisen).
d) Die tatrichterliche Auslegung der im Emissions-Dienstleistungsvertrag vom 15. März 2004 getroffenen Regelungen seitens des Berufungsgerichts, wonach etwaige Rückzahlungsansprüche nach § 87a Abs. 3 HGB nicht ausgeschlossen sind, ist revisionsrechtlich nur beschränkt überprüfbar (vgl. BGH, Urteil vom 12. November 2008 - VIII ZR 170/07, BGHZ 178, 307 Rn. 12 m. w. N.).
vgl. BGH, Urteil vom 10. Mai 2001 - III ZR 111/99 -, NJW 2001, 2626 (2627); Urteil vom 2. Februar 2000 - VIII ZR 12/99 -, NJW 2000, 1407 (1408); Urteil vom 9. Oktober 1989 - II ZR 16/89 -, NJW 1990, 387 (388); zur Haftung des Vertreters ohne Vertretungsmacht bei inexistenten Vertretenen vgl. Urteil vom 12. November 2008 - VIII ZR 170/07 -, NJW 2009, 215 Rn. 15 f.