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Timestamp: 2016-10-28 23:39:41
Document Index: 72104352

Matched Legal Cases: ['Art. 44', 'BGE', 'Art. 46', 'Art. 48', 'Art. 64', 'Art. 66']

1B_304/2010 (16.09.2010)
1B_304/2010
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Wehrle,
Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Barf�ssergasse 28, Postfach 157, 4502 Solothurn.
Beschwerde gegen das Urteil vom 26. Juli 2010
Gem�ss Urteil vom 29. Juni 2010 hat das Amtsgericht von Solothurn-Lebern X.________ wegen gewerbsm�ssigen Diebstahls und zahlreicher anderer Delikte u.a. zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von neun Monaten verurteilt. Zur Sicherung des Massnahmevollzugs hat das Gericht den Verurteilten wegen Fortsetzungsgefahr in Sicherheitshaft belassen. Diese wurde von der zust�ndigen Haftrichterin am 9. Dezember 2009 angeordnet.
Gegen diesen Entscheid hat X.________ appelliert. Mit Urteil vom 26. Juli 2010 hat die Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Solothurn den Verurteilten im Sinne der diesem Urteil zugrunde liegenden Erw�gungen in Sicherheitshaft belassen.
Mit Eingabe vom 15. September 2010 f�hrt X.________ Beschwerde in Strafsachen mit dem Begehren, das Urteil vom 26. Juli 2010 sei aufzuheben; er sei unverz�glich aus der Sicherheitshaft zu entlassen.
Unter den gegebenen Umst�nden hat das Bundesgericht davon abgesehen, Stellungnahmen zur Beschwerde einzuholen.
Nach den Angaben in der Beschwerde ist das angefochtene Urteil dem Beschwerdef�hrer am 28. Juli 2010 zugestellt worden. Also begann die Frist zur Anfechtung des Urteils am 29. Juli 2010 zu laufen (Art. 44 Abs. 1 BGG), und am Donnerstag, 27. August 2010 endete sie. Da ein Fall strafprozessualer Haft in Frage steht, stand die Frist - entgegen der in der Beschwerdeschrift bekundeten Auffassung - w�hrend den Sommergerichtsferien nicht still (s. BGE 133 I 270 im Zusammenhang mit Art. 46 BGG).
Die erst am Mittwoch, 15. September 2010 der Post �bergebene Beschwerde ist daher klarerweise versp�tet eingereicht worden (vgl. Art. 48 BGG), sodass auf sie nicht einzutreten ist.
Da die Beschwerde nach dem Gesagten offensichtlich aussichtslos ist, ist das Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Prozessf�hrung abzuweisen (Art. 64 BGG). Bei den gegebenen Verh�ltnissen rechtfertigt es sich indes, f�r das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer sowie der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.