Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_29_06_2011_VIII_ZR_211_10_Auslegung_des_Art_3_Abs_5_i_V_-d4447613.html
Timestamp: 2016-12-06 10:39:50
Document Index: 326319441

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGH', 'BGH', 'Art. 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 548', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGH', 'BGH', 'Art. 3', 'Art. 267', '§ 4', '§ 32', 'Art. 3', 'Art. 267', 'Art. 3', 'Art. 267', 'Art. 3', 'BGH', 'BGH']

BGH, 29.06.2011 - VIII ZR 211/10 - Auslegung des Art. 3 Abs. 5 i.V.m. Anhang A Buchst. b und/oder c RL 2003/54/EG in Hinblick auf das Tranzparenzgebot über Preisänderungen in Stromlieferungsverträgen mit Haushalts-Kunden; Auslegung des Art. 3 Abs. 5 i.V.m. Anhang A Buchst. b und/oder c RL 2003/54/EG in Hinblick auf das Tranzparenzgebot über Preisänderungen in Stromlieferungsverträgen mit Haushalts-Kunden | Urteile auf anwalt24.de
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BundesgerichtshofBeschl. v. 29.06.2011, Az.: VIII ZR 211/10Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 29.06.2011Referenz: JurionRS 2011, 19872Aktenzeichen: VIII ZR 211/10 Verfahrensgang:vorgehend:AG Ahaus - 24.06.2009 - AZ: 16 C 646/08LG Münster - 13.07.2010 - AZ: 06 S 70/09nachgehend:BGH - 06.04.2016 - AZ: VIII ZR 211/10Rechtsgrundlagen:Art. 3 Abs. 5 RL 2003/54/EGArt. 267 AEUVFundstellen:IR 2011, 227MDR 2011, 1031NJW 2011, 3096-3098RdE 2011, 372-374ZIP 2011, 1622ZMR 2011, 791ZNER 2011, 435-437Amtlicher Leitsatz:AVBEltV § 4, § 32 StromRL Art. 3 Dem Gerichtshof der Europäischen Union wird folgende Frage zur Auslegung des Gemeinschaftsrechts gemäß Art. 267 AEUV zur Vorabentscheidung vorgelegt: Ist Art. 3 Abs. 5 in Verbindung mit Anhang A Buchst. b und/oder c der Richtlinie 2003/54/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2003 über gemeinsame Vorschriften für den Elektrizitätsbinnenmarkt und zur Aufhebung der Richtlinie 96/92/EG dahin auszulegen, dass eine nationale gesetzliche Regelung über Preisänderungen in Stromlieferungsverträgen mit Haushalts-Kunden, die im Rahmen der allgemeinen Versorgungspflicht beliefert werden (Tarifkunden), den Anforderungen an das erforderliche Maß an Transparenz genügt, wenn in ihr Anlass, Voraussetzungen und Umfang einer Preisänderung zwar nicht wiedergegeben sind, jedoch sichergestellt ist, dass das Stromversorgungsunternehmen seinen Kunden jede Preiserhöhung mit angemessener Frist im Voraus mitteilt und den Kunden das Recht zusteht, sich durch Kündigung vom Vertrag zu lösen, wenn sie die ihnen mitgeteilten geänderten Bedingungen nicht akzeptieren wollen? Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 1. Juni 2011 durch den Vorsitzenden Richter Ball, den Richter Dr. Frellesen, die Richterin Dr. Milger sowie die Richter Dr. Achilles und Dr. Schneider beschlossen: Tenor:I.Das Verfahren wird ausgesetzt. II.Dem Gerichtshof der Europäischen Union wird folgende Frage zur Auslegung des Gemeinschaftsrechts gemäß Art. 267 AEUV zur Vorabentscheidung vorgelegt: Ist Art. 3 Abs. 5 in Verbindung mit Anhang A Buchst. b und/oder c der Richtlinie 2003/54/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2003 über gemeinsame Vorschriften für den Elektrizitätsbinnenmarkt und zur Aufhebung der Richtlinie 96/92/EG dahin auszulegen, dass eine nationale gesetzliche Regelung über Preisänderungen in Stromlieferungsverträgen mit Haushalts-Kunden, die im Rahmen der allgemeinen Versorgungspflicht beliefert werden (Tarifkunden), den Anforderungen an das erforderliche Maß an Transparenz genügt, wenn in ihr Anlass, Voraussetzungen und Umfang einer Preisänderung zwar nicht wiedergegeben sind, jedoch sichergestellt ist, dass das Stromversorgungsunternehmen seinen Kunden jede Preiserhöhung mit angemessener Frist im Voraus mitteilt und den Kunden das Recht zusteht, sich durch Kündigung vom Vertrag zu lösen, wenn sie die ihnen mitgeteilten geänderten Bedingungen nicht akzeptieren wollen? BGH, 29.06.2011BGH, 29.06.2011