Source: https://www.dmrz.de/wissen/ratgeber/pflege-staerkungsgesetz-ii-pflegegeld-und-sachleistungen-2017-2018
Timestamp: 2019-09-22 16:45:54
Document Index: 41237834

Matched Legal Cases: ['§ 36', '§ 38', '§ 41', '§ 45', '§ 36', '§38', '§41', '§45', '§ 43']

Pflege-Stärkungsgesetz II: Pflegegeld und -sachleistungen 2017 – 2018 | Deutsches Medizinrechenzentrum
Pflegegeld und -sachleistungen nach PSG II
Diese Leistungen stehen Pflegebedürftigen zu
Die Neuerungen für Sie zusammengefasst
Pflege-Stärkungsgesetz II: Pflegegeld und -sachleistungen 2017, 2018 und 2019
Wir bieten Ihnen einen umfassenden Überblick über die veränderten Sätze des Pflegegeldes und der Pflegegrade. Alle Veränderungen und Erhöhungen haben wir übersichtlich für Sie in Tabellen aufgeführt.
Wichtiges zum Pflegegeld 2017, 2018 und 2019 für die ambulante Pflege: Mit Einführung des PNG (Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz) in der ambulanten Pflege zum 01.01.2013 und des zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) am 13.11.2015 wurden die Anhebungen für Pflegegeld und Pflegesachleistungen beschlossen.
Leistungen für die ambulante Pflege (Pflegesachleistungen) sowie Pflege zuhause durch Angehörige (Pflegegeld)
Für Pflegebedürftige, deren Pflegestufe ab dem 1. Januar 2017 in einen Pflegegrad übergeleitet wurde, benötigen vom 01.01.2017 bis 01.01.2019 keine Wiederholungsbegutachtungen. Selbst dann nicht, wenn der vom MDK oder der Pflegekasse empfohlene Gutachter dies für diesen Zeitraum empfohlen hat.
Was genau sind Pflegegeld und Pflegesachleistungen?
Pflegegeld ist für Versicherte gedacht, die zuhause von Angehörigen, Freunden oder Bekannten ehrenamtlich gepflegt werden. Beratungsbesuche der Pflegefachkräfte sollen dieses Angebot unterstützen, um sicher zu stellen, dass der Versicherte angemessen versorgt wird.
Pflegesachleistungen sind für den Einsatz von ambulanten Pflegediensten gedacht. Diese rechnen Ihre Leistungen direkt mit der Krankenkasse bzw. dem Kostenträger ab. Zusätzlich gibt es bei den Pflegesachleistungen eigene Sätze für die Voll- und Teilstationäre Pflege / Versorgung.
Beide Leistungen können miteinander kombiniert werden. Zudem sind 2017 mit dem Pflegestärkungsgesetz II zu den ambulanten und teilstationären Leistungen ergänzend die Entlastungsleistungen dazugekommen.
Wie können Pflegegeld und Pflegesachleistungen miteinander kombiniert werden?
Beispiel: Ein Pflegebedürftiger mit Pflegegrad 4 hat 2019 Anspruch auf 1.612 € Sachleistungen für Pflege durch einen Pflegedienst oder auf das Pflegegeld von 728 € bei Pflege durch Angehörige. Nimmt er 60 % der Sachleistungen in Anspruch, stehen ihm noch 40 % zu, über die er frei verfügen kann.
Auch Hartz-IV-Empfänger sind gesetzlich über die Jobcenter, die die Beiträge an die Pflegekasse abführen, pflegeversichert. Kostenstellen der Pflegeabrechnung sind normalerweise die Sozialämter. (Diese sind für die Abrechnung der Pflegesachleistungen durch die Pflegedienste auf DMRZ.de hinterlegt).
Beim Klinikaufenthalt wird das volle Pflegegeld bei folgenden Anliegen für 4 Wochen weitergezahlt:
in Krankenhausbehandlung
Genesung nach Unfall oder Erkrankung
häusliche Krankenpflege durch einen professionellen Pflegedienst
So können Sie Pflegegeld beantragen
Um einen Antrag auf Pflegegeld zustellen muss mindestens ein Pflegegrad 2 vorliegen und die Pflege von nicht professionellen Pflegekräften wie pflegenden Angehörigen oder Freunden geleistet werden.
Die Pflegeversicherung unterstützt Sie als Pflegeperson bei der Beantragung des Pflegegeldes. Nach Bewilligung wird das Geld an den Pflegebedürftigen zur freien Verfügung der Pflegebetreuung ausgezahlt.
Die Tages- und Nachtpflege (teilstationäre Versorgung) nach SGB XI § 36, § 38, § 41 und § 45 umfasst die zeitweise Betreuung eines Pflegebedürftigen im Tagesverlauf in einer Pflegeeinrichtung.
Die Pflegekasse übernimmt:
Tages- und Nachtpflege 2016, 2017, 2018 und 2019 mit und ohne Demenz nach § 36, §38, §41, §45 SGB XI
Pflegestufe 0 Pflegegrad 2 231 € 689 € 689 € 689 €
Pflegestufe I Pflegegrad 3 689 € 1298 € 1298 € 1298 €
Pflegestufe II Pflegegrad 4 1298 € 1612 € 1612 € 1612 €
Pflegestufe III Pflegegrad 5 1612 € 1995 € 1995 € 1995 €
Leistungen der stationären Pflege 2016, 2017, 2018 und 2019 nach § 43 SGB XI
Pflegestufe I Pflegegrad 2 1064 € 770 € 770 € 770 €
Pflegestufe II Pflegegrad 3 1330 € 1262 € 1262 € 1262 €
Pflegestufe III Pflegegrad 4 1612 € 1775 € 1775 € 1775 €
Härtefall Pflegegrad 5 1995 € 2005 € 2005 € 2005 €
Pflegestufe 0 (mit Demenz) Pflegegrad 2 - € 770 € 770 € 770 €
Pflegestufe I (mit Demenz) Pflegegrad 3 1064 € 1262 € 1262 € 1262 €
Pflegestufe II (mit Demenz) Pflegegrad 4 1330 € 1775 € 1775 € 1775 €
Pflegestufe III (mit Demenz) Pflegegrad 5 1995 € 2005 € 2005 € 2005 €