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Timestamp: 2016-10-27 15:07:16
Document Index: 229641060

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 30', 'Art. 33', 'Art. 85', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 13', 'Art. 106', 'Art. 29', 'Art. 7', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 42', 'Art. 66']

6B_170/2010 (17.06.2010)
6B_170/2010
Entsch�digung wegen ungerechtfertigter Strafverfolgung,
Beschwerde gegen den Beschluss des Verfahrensgerichts in Strafsachen des Kantons Basel-Landschaft vom 21. September 2009.
Im Januar 2005 wurde gegen X.________ durch das Besondere Untersuchungsrichteramt des Kantons Basel-Landschaft (BUR) ein Untersuchungsverfahren wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz (BetmG) und Geldw�scherei er�ffnet. Vom 8. bis zum 27. Januar 2005 war X.________ in Untersuchungshaft. Am 28. September 2007 stellte das BUR das Strafverfahren ein, weil eine Verurteilung von X.________ aus rechtlichen und tats�chlichen Gr�nden nicht zu erwarten sei.
Mit Schreiben vom 1. November 2007 beschwerte sich X.________ �ber die Strafverfolgung. Sie beantragte eine Entsch�digung wegen ungerechtfertigter Haft in der H�he von Fr. 2'100.--, eine Genugtuung von Fr. 15'000.--, eine Entsch�digung f�r anderweitige Nachteile in der H�he von Fr. 123'876.-- zuz�glich 5 % Zins seit dem 1. Januar 2007 (Mehrforderung vorbehalten) sowie eine Entsch�digung f�r den Offizialverteidiger in der H�he von Fr. 4'591.30.
Das BUR sprach X.________ mit Verf�gung vom 24. Januar 2009 die beantragten Entsch�digungen f�r Haft und Offizialverteidigung zu. Die Antr�ge auf Ausrichtung einer Genugtuung und einer Entsch�digung f�r anderweitige Nachteile wies es hingegen ab. In teilweiser Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde sprach das Verfahrensgericht des Kantons Basel-Landschaft X.________ am 21. September 2009 zus�tzlich eine Genugtuung von Fr. 2'000.-- zuz�glich 5 % Zins seit dem 1. Januar 2007 zu. Im �brigen wies es die Beschwerde ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragt X.________, es sei der Beschluss des Verfahrensgerichts aufzuheben und der Kanton Basel-Landschaft zu verpflichten, ihr eine Genugtuung von Fr. 15'000.-- sowie eine Entsch�digung f�r anderweitige Nachteile in der H�he von Fr. 123'876.-- zuz�glich 5% Zins seit dem 1. Januar 2007 zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Festlegung der Entsch�digung und der Genugtuung mit der Vorgabe einer unabh�ngigen Begutachtung ihrer Person an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Vorliegend geht es um durch ein Strafverfahren ausgel�ste Haftungsanspr�che der Beschwerdef�hrerin gegen den Kanton Basel-Landschaft, mithin um auf kantonales �ffentliches Recht gest�tzte verm�gensrechtliche Anspr�che. Gegen diesbez�gliche letztinstanzliche Entscheide ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten im Sinne von Art. 82 ff. BGG gegeben, die gem�ss Art. 30 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 33 des Bundesgerichtsreglements von der strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts zu behandeln ist (Urteile des Bundesgerichts 6B_300/2007 vom 13. November 2007 E. 1.2 und 6B_170/2009 vom 3. September 2009 E. 1.1). Die Streitwertgrenze von Fr. 30'000.-- gem�ss Art. 85 BGG ist unzweifelhaft erreicht. Auf die Beschwerde ist deshalb unter Vorbehalt der rechtsgen�genden Begr�ndung einzutreten.
Wird die angeschuldigte Person freigesprochen, wird das Verfahren eingestellt oder wird ihm keine weitere Folge gegeben, kann ihr die mit der Beendigung des Verfahrens befasste Beh�rde gem�ss � 33 Abs. 1 der Strafprozessordnung des Kantons Basel-Landschaft (StPO/BL) auf Antrag eine angemessene Entsch�digung f�r ungerechtfertigte Haft, f�r Anwaltskosten sowie f�r anderweitige Nachteile zusprechen. Vorausgesetzt ist stets ein Kausalzusammenhang zwischen Untersuchungshandlung und Schaden. F�r die Zusprechung von Schadenersatz ist erforderlich, dass der Eintritt des geltend gemachten Schadens nicht bloss im Bereich des M�glichen liegt, sondern ann�hernd sicher erscheint (vgl. BGE 122 III 219 E. 3a zu Art. 42 Abs. 2 OR). In diesem Verfahren gilt die Offizialmaxime, doch ist es Aufgabe des Ansprechers oder der Ansprecherin, Schadenersatz- bzw. Genugtuungsanspr�che zu substanziieren und zu belegen (siehe Niklaus Schmid, Strafprozessrecht, 4. Auflage, Z�rich 2004, N. 1225 Fn. 119; Ruth Wallimann Baur, Entsch�digung und Genugtuung durch den Staat an unschuldig Verfolgte im ordentlichen z�rcherischen Untersuchungsverfahren, Diss. Z�rich 1998, S. 172; vgl. BGE 113 IV 93 E. 3e; 107 IV 155 E. 5). Materielles Bundeszivilrecht kommt als kantonales Ersatzrecht zu � 33 StPO/BL zur Anwendung. Die Anwendung kantonalen Rechts pr�ft das Bundesgericht nur auf Willk�r hin. Es besteht insoweit eine qualifizierte R�gepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerdef�hrerin begr�ndet die R�ge der Verletzung von Art. 13 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Basel-Landschaft mit keinem Wort (Art. 106 Abs. 2 BGG). Darauf ist nicht einzutreten.
Die Vorinstanz weist den Beweisantrag der Beschwerdef�hrerin auf Durchf�hrung einer unabh�ngigen Begutachtung mit der Begr�ndung ab, es sei die Aufgabe der Ansprecherin, den geltend gemachten Schaden und die Kausalit�t zu belegen. Es sei deshalb nicht die Aufgabe des Gerichts, im Rahmen eines Verfahrens gem�ss � 33 StPO/BL ein eigenes Beweisverfahren durchzuf�hren. Die Beschwerdef�hrerin erblickt darin eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV). Zu Unrecht. Wie die Vorinstanz im angefochtenen Beschluss zutreffend ausf�hrt, hat die Ansprecherin Umfang und Bestand des Schadens zu belegen. Das gilt ebenso f�r den Kausalzusammenhang zwischen sch�digender Handlung und Schaden. Der Umstand, dass die Ansprecherin die objektive Beweislast f�r bestimmte, in einem Verfahren relevante Tatsachen und bei Scheitern des Nachweises die Konsequenzen hierf�r tr�gt, f�hrt entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung nicht dazu, dass das Gericht die Beweismittel zwingend einzuholen bzw. zu beschaffen hat. Es muss der Ansprecherin vielmehr - nur, aber immerhin - die Gelegenheit geben, die Beweismittel f�r den ihr erwachsenen Schaden und das Ausmass der Verletzung in ihren pers�nlichen Verh�ltnissen zu nennen oder beizubringen. Das ist vorliegend geschehen. Die Beschwerdef�hrerin reichte der Vorinstanz verschiedene Arztberichte zu ihrem Gesundheitszustand bzw. ihrer geltend gemachten eingeschr�nkten Arbeitsf�higkeit ein, und es w�re ihr freigestanden, weitere solche in das Verfahren einzuf�hren. Dass die Vorinstanz die besagten Berichte im angefochtenen Beschluss in der Folge als einseitig und insoweit als nicht �berzeugend beurteilt, sich aber aufgrund des gewonnenen Beweisergebnisses - was sich aus ihren Erw�gungen im Gesamtzusammenhang implizit ergibt - gleichwohl nicht dazu veranlasst sieht, weitere Beweiserhebungen durchzuf�hren, ist keine Frage des rechtlichen Geh�rs, sondern eine solche der Beweisw�rdigung. Dass und inwieweit diese W�rdigung bzw. die Vorgehensweise der Vorinstanz - auch im Ergebnis - willk�rlich sein soll, ergibt sich aus der Beschwerde indessen nicht und ist im �brigen auch nicht ersichtlich. Der angefochtene Entscheid l�sst sich damit insoweit nicht beanstanden. Daraus folgt gleichsam, dass sich das Eventualbegehren der Beschwerdef�hrerin auf eine unabh�ngige Begutachtung als unbegr�ndet erweist.
Die Vorinstanz h�lt fest, die Beschwerdef�hrerin habe im Zusammenhang mit den vorzeitigen Vertragsaufl�sungen mit der A.________ EGmbH und der B.________ GmbH Mindereinnahmen von Fr. 15'048.-- bzw. Fr. 50'220.-- , welche durch die Inhaftierung entstanden sein sollen, grunds�tzlich belegt. Es fehle aufgrund eigenen Verschuldens insoweit jedoch an einem Kausalzusammenhang zwischen Haft und Lohneinbusse bzw. die Beschwerdef�hrerin habe ihre Schadensminderungspflicht erheblich bzw. krass verletzt, indem sie einerseits w�hrend der Untersuchungshaft nicht auf den drohenden Schaden hingewiesen und sie es andererseits unterlassen habe zu begr�nden, weshalb sie nach der Inhaftierung kein Ersatzeinkommen habe erzielen k�nnen (angefochtener Entscheid, S. 7 ff.).
Entgegen der Beschwerde l�sst sich der vorinstanzliche Entscheid nicht bestanden. Gest�tzt auf die vagen �usserungen der Beschwerdef�hrerin gegen�ber dem BUR, wonach sie Anw�ltin sei, Kunden habe, die auf sie warteten, sie in Bulgarien jemanden telefonisch kontaktieren m�chte und sie Auftragsnummern diktieren m�sse, welche Klienten von ihr und die Firma ihrer Mutter betr�fen, durfte die Vorinstanz ohne Willk�r folgern, dass die Beschwerdef�hrerin damit zwar allgemein zum Ausdruck brachte, noch Gesch�ftliches erledigen zu m�ssen, mit ihren Bemerkungen jedoch keinerlei Hinweise auf die beiden Vertr�ge mit den Firmen A.________ EGmbH und der B.________ GmbH bzw. auf den konkret drohenden Schaden gemacht und auch nicht klar um die Benachrichtigung der Firmen ersucht habe. Mit ihrer in der Beschwerde erhobenen Behauptung, sie habe sich entgegen den vorinstanzlichen Ausf�hrungen klar und konkret zum drohenden Schaden ge�ussert, stellt die Beschwerdef�hrerin der haltbaren Beweisw�rdigung der Vorinstanz in rein appellatorischer Kritik lediglich ihre eigene Sicht der Dinge gegen�ber. Darauf ist nicht einzutreten. Im �brigen stossen ihre Einw�nde ins Leere. Soweit sie sich auf die in den Vertr�gen statuierten Vertraulichkeitsklauseln beruft und sie ausgehend davon ausf�hrt, es sei ihr vertraglich untersagt gewesen, Dritte �ber diese Vertr�ge zu orientieren, verkennt sie, dass sie auch ohne Verletzung der Vertraulichkeitsklauseln, mithin ohne namentliche Nennung der Vertragsparteien bzw. Offenlegung der Vertragsinhalte, klare Hinweise auf ihre vertraglichen Verpflichtungen und den drohenden Schaden h�tte formulieren k�nnen. Ebenso wenig vermag sie aus dem Vorbringen f�r sich etwas abzuleiten, das BUR habe sich �ber ihre steten Bitten zu telefonieren hinweggesetzt. In diesem Fall h�tte die anwaltlich vertretene Beschwerdef�hrerin - wie im angefochtenen Entscheid zutreffend ausgef�hrt wird - eine anfechtbare Verf�gung erwirken k�nnen und m�ssen. Abgesehen davon h�tte sie auch die M�glichkeit gehabt, ihren Anwalt oder eine andere Vertrauensperson mit einem pers�nlichen Anruf zu betrauen. Was an dieser Argumentation "weltfremd" sein sollte, wird in der Beschwerde nicht substanziiert begr�ndet und ist auch sonst nicht ersichtlich.
Ohne weiteres haltbar erweisen sich die Ausf�hrungen der Vorinstanz, der Beschwerdef�hrerin w�re es nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft m�glich und zumutbar gewesen, neue Einkommensquellen zu erschliessen bzw. neue Mandate (im bisherigen Umfang) zu akquirieren. Sie habe es indessen unterlassen darzulegen, weshalb sie keine andere Stelle bzw. kein anderes Mandat in diesem Zeitraum �ber den entsprechenden Arbeitsumfang habe annehmen k�nnen. Die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin sind unbehelflich. Soweit sie geltend macht, sie habe alles versucht, um zu neuen Mandaten zu kommen, nur sei ihr dies nicht gelungen, und im �brigen k�nne von ihr auch nicht erwartet werden, ihr diesbez�gliches Scheitern zu belegen, stellt sie einerseits ihre Sicht der Dinge lediglich derjenigen der Vorinstanz gegen�ber, ohne Willk�r aufzuzeigen, und verkennt sie andererseits, dass es insoweit gar nicht um den Beweis negativer, sondern positiver Tatsachen geht, n�mlich um den Beleg ihrer Anstrengungen ("positiva"), um zu neuen Einkommensquellen zu gelangen. Der Grundsatz "negativa non sunt probanda" erweist sich damit entgegen der Beschwerde schon von daher nicht als verletzt. Auch mit ihren weiteren allgemeinen dogmatischen Anmerkungen zu Art. 7 ZGB (gemeint wohl Art. 8 ZGB) bzw. dazu, dass in F�llen entgangenen Gewinns kein Raum f�r Kausalit�tsfragen bleibe und die Frage der Schadenminderungsbem�hungen eine solche der Schadenersatzbemessung und nicht der Kausalit�t sei, legt die Beschwerdef�hrerin nicht dar, inwiefern die Vorinstanz die Bestimmungen des ZGB bzw. des OR, die vorliegend als kantonales Ersatzrecht zum Einsatz kommen, willk�rlich angewendet haben und der Entscheid im Ergebnis unhaltbar sein soll. Darauf ist nicht einzutreten. Anzumerken gilt, dass auch beim "lucrum cessans" genauso wie beim "damnum emergens" Raum f�r Kausalit�tsfragen bleibt, d.h. sich in gleicher Weise die Frage der nat�rlichen und der ad�quaten Kausalit�t und deren Unterbruchs durch das (grobe) Verschulden der Beschwerdef�hrerin stellt (vgl. BGE 132 III 359 E. 4.3 im Zusammenhang mit Urteil des Bundesgerichts vom 17. Januar 2007 4C.263/2006 E. 3.2). Dabei verbleibt die Beweislast betreffend Bestand und Umfang des Schadens sowie betreffend die Kausalit�t zwischen Verfolgungsmassnahmen und Schaden bei der Ansprecherin, wohingegen der Staat die Beweislast in Bezug auf den Nachweis des Selbstverschuldens bzw. der M�glichkeit zur Schadenminderung tr�gt (Wallimann Baur, a.a.O., S. 170) Von diesen Grunds�tzen geht die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid in nicht zu beanstandender Weise aus.
Die Vorinstanz durfte deshalb ohne Willk�r von einer groben Verletzung der Schadenminderungspflicht durch die Beschwerdef�hrerin ausgehen und damit die Ad�quanz zwischen der Untersuchungshaft und den behaupteten wirtschaftlichen Folgen (im Sinne einer Lohneinbusse) im Zusammenhang mit den genannten Vertragsaufl�sungen verneinen.
Die Vorinstanz stellt fest, dass die Beschwerdef�hrerin mit der C.________ EGmbH Vertragsverhandlungen �ber eine Rechtsberatung (700 Euro pro Monat f�r juristische Dienstleistungen, voraussichtliche Vertragsdauer 15 Monate) f�hrte. Der Vertragsentwurf datiere vom 20. September 2007. Mit Schreiben vom 23. September 2007 habe die C.________ der Beschwerdef�hrerin das Nichtzustandekommen des Vertrags wegen des h�ngigen Strafverfahrens mitgeteilt. Der Beschwerdef�hrerin sei dadurch grunds�tzlich ein Schaden entstanden. Indessen mangle es auch insoweit am ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem geltend gemachten Schaden und dem Strafverfahren als Schadensursache, weil die Beschwerdef�hrerin ihre Obliegenheit zur Schadensminderung auch in diesem Zusammenhang erheblich verletzt habe. So habe sie sich - wie die Durchsicht ihrer Rechtsverz�gerungsbeschwerde ergebe - nur allgemein �ber die Konsequenzen des h�ngigen Strafverfahrens beschwert, das BUR jedoch auf das konkret drohende Scheitern der Vertragsverhandlungen mit der C.________ nicht hingewiesen. Ausserdem ergebe die Korrespondenz mit der Firma, dass ein Verhandeln �ber das Datum des Vertragsabschluss m�glich gewesen w�re. Die Beschwerdef�hrerin h�tte die Vertragsverhandlungen folglich wohl bis Ende September 2007 hinausz�gern k�nnen. Zus�tzlich habe sie es unterlassen darzulegen, dass sie einen unwiderruflichen Schaden erlitten habe, als sie den entgangenen Gewinn auch nicht durch ein anderes Rechtsgesch�ft habe kompensieren k�nnen (angefochtener Entscheid, S. 9 ff.).
Was die Beschwerdef�hrerin dagegen vorbringt, vermag den angefochtenen Entscheid auch in diesem Punkt nicht in Frage zu stellen. So zeigt ein Blick in die Akten, dass die Beschwerdef�hrerin gegen�ber der Untersuchungsbeh�rde in der Tat lediglich abstrakt von "f�r sie weit tragenden Konsequenzen des h�ngigen Strafverfahrens" bzw. von einem "ihr entstandenen, sehr grossen Schaden" sprach (vgl. kantonale Akten, Rechtsverz�gerungsbeschwerde vom 13. September 2007; Schreiben an das BUR vom 29. Dezember 2005). Die W�rdigung der Vorinstanz, die Beschwerdef�hrerin habe nicht auf das konkret drohende Scheitern der Vertragsverhandlungen mit der C.________ EGmbH hingewiesen, ist damit nicht zu beanstanden. Von einer Aktenwidrigkeit kann nicht die Rede sein. Der Hinweis der Beschwerdef�hrerin auf die im Vertrag statuierte Vertraulichkeitsklausel (Art. 10) zielt ins Leere, zumal sie auch ohne Verletzung dieser Klausel in geeigneter Weise auf den ihr drohenden Schaden h�tte aufmerksam machen k�nnen (vgl. bereits E. 5).
Auch die weiteren Ausf�hrungen der Vorinstanz, wonach es der Beschwerdef�hrerin offensichtlich m�glich gewesen w�re, den Vertragsabschluss mit der C.________ zeitlich hinauszuz�gern, sind ohne weiteres haltbar, zumal sich aus der Korrespondenz mit der genannten Firma durchaus ein dahingehender Spielraum der Vertragsparteien ableiten l�sst (vgl. kantonale Akten, Schreiben der Beschwerdef�hrerin mit der Frage, wann der Vertrag abgeschlossen werden k�nne, bzw. die entsprechende Antwort vom 21. September 2007, wonach es der Firma am besten am 25. September 2007 passen w�rde). Dasselbe gilt, soweit die Vorinstanz der Beschwerdef�hrerin im Sinne einer Verletzung ihrer Schadenminderungspflicht vorwirft, sie habe es unterlassen darzulegen, dass sie einen unwiderruflichen Schaden erlitten habe, als sie den entgangenen Gewinn im fraglichen Zeitraum auch nicht durch ein anderes Rechtsgesch�ft h�tte kompensieren k�nnen. Die bereits im Rahmen der Vertragsaufl�sungen mit der A.________ EGmbH und der B.________ GmbH erhobene Kritik an den vorinstanzlichen Ausf�hrungen zur ad�quaten Kausalit�t dringt auch hier nicht durch. Es kann insoweit auf das bereits Gesagte unter Erw�gung 5 verwiesen werden.
Nach den vorinstanzlichen Feststellungen ist der Beschwerdef�hrerin der Schaden aus dem nicht zustande gekommenen Vorvertrag �ber einen Immobilienverkauf aufgrund einer doppelten Verletzung der Schadenminderungspflicht bzw. in Ermangelung des ad�quaten Kausalzusammenhangs nicht zu ersetzen. Die Beschwerdef�hrerin habe weder versucht, den Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung unter Inanspruchnahme der Mithilfe des BUR, ihres Verteidigers oder einer Vertrauensperson um einige Tage hinauszuschieben, obschon es im gegenseitigen Einverst�ndnis eventuell m�glich gewesen w�re, die �bertragung der fraglichen Immobilie zeitlich zu verschieben, noch habe die Beschwerdef�hrerin das BUR auf den konkret drohenden Schaden in Bezug auf den Immobilienverkauf hingewiesen. Ausserdem habe sie in Bulgarien offenbar eine Rechtsvertretung gehabt (angefochtener Entscheid, S. 11 f.).
Die Beschwerde bleibt auch in diesem Punkt ohne Erfolg. Dies gilt einmal, soweit die Beschwerdef�hrerin der Vorinstanz eine willk�rliche und aktenwidrige Sachverhaltsfeststellung vorwirft. Wie sich aus den Akten und dem angefochtenen Entscheid ergibt, handelt es sich bei besagtem Vorvertrag um eine privatrechtliche Vereinbarung, welche im gegenseitigen Einverst�ndnis der Parteien jederzeit erg�nzt oder abge�ndert werden konnte. Dass eine solche "jederzeitige" Erg�nzung oder Ab�nderung des Vorvertrags effektiv nur bis zum Abschluss des Hauptvertrags m�glich bzw. nach Unterzeichnung desselben nicht mehr m�glich gewesen w�re, liegt auf der Hand. Davon geht auch die Vorinstanz aus. Ohne weiteres haltbar erscheint sodann auch die Erw�gung der Vorinstanz, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdef�hrerin nicht im Sinne einer Schadenminderung versucht habe, den Abschluss des endg�ltigen Vertrags zeitlich hinauszuschieben, zumal der fragliche Vorvertrag ein solches Verschieben des endg�ltigen Vertragsabschluss einerseits nicht ausgeschlossen h�tte und der Beschwerdef�hrerin andererseits die (vorl�ufige) Befristung der Untersuchungshaft auf den 5. Februar 2005 bekannt war. Im �brigen h�tte sie, sofern ihr das BUR diesbez�glich die Unterst�tzung versagt h�tte, eine Verf�gung erwirken oder die Hilfe ihres Anwalts oder einer anderen Vertrauensperson in Anspruch nehmen k�nnen. Von einer Aktenwidrigkeit in Bezug auf die vorinstanzliche Feststellung, die Beschwerdef�hrerin sei offenbar auch in Bulgarien anwaltlich vertreten gewesen, kann angesichts des bei den Akten liegenden Schreibens von D.________ vom 4. Januar 2005 ebenfalls nicht gesprochen werden (vgl. kantonale Akten, act. 20.03.0019), geht doch daraus implizit hervor, dass E.________ die Beschwerdef�hrerin anwaltlich vertrat.
Unter diesen Umst�nden und angesichts dessen, dass die Beschwerdef�hrerin das BUR (auch) auf den konkret drohenden Schaden nicht hingewiesen hatte, durfte die Vorinstanz ohne Willk�r davon ausgehen, dass die Beschwerdef�hrerin ihre Pflicht zur Schadenminderung erheblich verletzte. Die bereits im Rahmen der Vertragsaufl�sungen mit der A.________ EGmbH und der B.________ GmbH erhobene Kritik der Beschwerdef�hrerin an den vorinstanzlichen Ausf�hrungen zur ad�quaten Kausalit�t schl�gt nicht durch. Es kann wiederum auf das unter Erw�gung 5 Gesagte verwiesen werden.
Die Vorinstanz erw�gt, dass der Beschwerdef�hrerin auch im Zusammenhang mit der geltend gemachten Arbeitsunf�higkeit kein Schadenersatz zugesprochen werden k�nne. Einerseits sei sie diesbez�glich ihrer Substanziierungspflicht nicht nachgekommen und andererseits habe sie ihre Schadenminderungspflicht verletzt (vgl. angefochtenen Entscheid, S. 14 ff.).
Die Vorinstanz w�rdigt die von der Beschwerdef�hrerin eingereichten Arztberichte im Zusammenhang mit der geltend gemachten Arbeits-unf�higkeit unter Beizug der Akten und der eigenen Angaben der Beschwerdef�hrerin. Sie stellt dabei die Diagnose einer posttraumatischen Stressst�rung und einer depressiven Episode nicht in Frage, gelangt aber zum Schluss, dass die Arztberichte einseitig seien. So sei weder der Umstand der Verhaftung des Ehemannes, welcher in der Folge zu sechs Jahren Freiheitsstrafe wegen mehrfacher qualifizierter Widerhandlung gegen das BetmG und mehrfacher qualifizierter Geldw�scherei verurteilt worden war, als m�gliche Ursache der Erkrankung der Beschwerdef�hrerin in die �rztlichen Beurteilungen eingeflossen noch sei deren vorbestehende gesundheitliche Anf�lligkeit bzw. deren konstitutionelle Pr�disposition unter diesem Titel thematisiert worden. Die gegen die Beschwerdef�hrerin gef�hrte Strafuntersuchung k�nne unter diesen Umst�nden deshalb (entgegen den �rzten) nicht als alleinige Ursache ihrer gesundheitlichen Probleme angesehen werden (vgl. angefochtenen Entscheid, S. 13 f.). Mit dieser W�rdigung setzt sich die Beschwerdef�hrerin in der Beschwerde nicht auseinander. Sie behauptet in dieser Hinsicht nur, die Vorinstanz ignoriere die Arztberichte bzw. verliere sich in Spekulationen. Eine solch unsubstanziierte Kritik ist zum vornherein nicht geeignet, die vorinstanzliche Beweisw�rdigung, welche sich auf die Akten st�tzen kann, als unhaltbar und damit willk�rlich erscheinen zu lassen. Im �brigen bleibt anzuf�gen, dass es f�r die Erkenntnis der Einseitigkeit der Berichte keiner amtlichen Begutachtung bedarf, und ist darauf hinzuweisen, dass die fraglichen Arztberichte - entgegen einer weiteren Behauptung in der Beschwerde - nicht von einer bestimmten Arbeitsunf�higkeit in Prozenten ausgehen, sondern - soweit �berhaupt - lediglich vage festhalten, dass die Symptome der Beschwerdef�hrerin eine vollumf�ngliche Wahrnehmung ihrer Berufsaufgaben nicht zulassen w�rden (kantonale Akten, Arztzeugnis vom 23. November 2006).
Auch in den weiteren Erw�gungen der Vorinstanz, wonach die Beschwerdef�hrerin ihren Schaden nicht gen�gend belegt hat, ist keine Willk�r erkennbar. Wie im angefochtenen Entscheid in nicht zu beanstandender Weise ausgef�hrt wird, w�re die Beschwerdef�hrerin dazu verpflichtet gewesen, ihren durchschnittlichen Umsatz und ihr durchschnittliches Einkommen vor Januar 2005 offen zu legen, und h�tte sie dies auch f�r den Zeitraum machen m�ssen, f�r welchen sie Schadenersatz beantragte. Eine summarische Rechnung bzw. eine blosse Sch�tzung der Erwerbseinbusse gen�ge hier nicht, da ein Nachweis (z.B. mittels Buchhaltung, Steuererkl�rung etc.) m�glich und zumutbar gewesen w�re. Soweit sich die Beschwerdef�hrerin diesbez�glich auf den Standpunkt stellt, sie k�nne den ihr erwachsenen Schaden unm�glich exakt beziffern und eine Sch�tzung nach Art. 42 Abs. 2 OR w�re deshalb durchaus zul�ssig gewesen, legt sie (wiederum) nur ihre Sicht der Dinge dar, ohne aufzuzeigen, dass und inwiefern die gegenteilige Auffassung der Vorinstanz unhaltbar und die Anwendung bzw. Nichtanwendung von Bundeszivilrecht willk�rlich sein soll. Darauf ist nicht einzutreten.
Die Vorinstanz geht davon aus, dass es sich bei der Anhaltung der Beschwerdef�hrerin nicht um eine "normale" Anhaltung gehandelt hat. So h�tten sich die Polizisten nicht als solche ausgewiesen, der Beschwerdef�hrerin sei aus Sicherheitsgr�nden eine Augenbinde umgelegt worden, und die Beamten h�tten auf dem Polizeiposten, ebenfalls aus Sicherheitsgr�nden, Sturmhauben getragen. Damit habe die Beschwerdef�hrerin Untersuchungshandlungen erdulden m�ssen, die �ber gew�hnliche Massnahmen hinausgingen und auf die Beschwerdef�hrerin mit einer gewissen Intensit�t einwirkten. Dar�ber hinaus habe das Verfahren gegen sie lange gedauert, weil es mit dem Verfahren gegen ihren Ehemann verkn�pft gewesen sei und davon nicht habe getrennt werden k�nnen. Aus diesen Gr�nden (ungew�hnliche Anhaltung, lange Verfahrensdauer) sei der Beschwerdef�hrerin eine Genugtuung in der H�he von Fr. 2'000.-- auszurichten. Die posttraumatische Stressst�rung werde indessen nicht mitber�cksichtigt, da die Anhaltung allein nicht geeignet gewesen sei, eine solche St�rung bei "fast jedem Menschen" hervorzurufen (angefochtener Entscheid, S. 16).
Was in der Beschwerde dagegen vorgebracht wird, vermag den angefochtenen Entscheid nicht in Frage zu stellen. Die Beschwerdef�hrerin zeigt in der Beschwerde erneut in weiten Teilen nur ihre Sicht der Dinge auf, ohne darzulegen, dass und inwiefern diejenige der Vorinstanz - auch im Ergebnis - willk�rlich sein soll. Das ist etwa der Fall, soweit sie behauptet, jeder Mensch w�rde aufgrund der Art und Weise der hier erfolgten Anhaltung riskieren, an einer posttraumatischen Belastungsst�rung zu erkranken. Ihre Gesundheitsprobleme seien ohne jeden Zweifel kausale Folge der Anhaltung (Augenbinde, Sturmhauben etc.) und der daran anschliessenden Untersuchungshaft, was die Vorinstanz verkenne. Das ist auch der Fall, soweit sie erneut geltend macht, die Vorinstanz ignoriere die eingereichten Arztberichte bzw. bewerte sie pauschal als einseitig, was nicht angehe. Auf eine solch unsubstanziierte Kritik ist unter Verweis auf das bereits Ausgef�hrte (vgl. E. 8) nicht einzutreten. Anzumerken bleibt, dass die Vorinstanz zwar die Umst�nde der Anhaltung der Beschwerdef�hrerin als ungew�hnlich einstufte, nicht aber die danach erfolgte Untersuchungshaft, wof�r die Beschwerdef�hrerin bereits mit Fr. 2'100.-- entsch�digt wurde. Unter diesen Umst�nden ist unter Willk�rgesichtspunkten nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz ausf�hrt, die Anhaltung allein (auch mit Sondereinsatz) sei nicht geeignet, bei "fast jedem Menschen" eine Belastungsst�rung hervorzurufen.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).