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Timestamp: 2016-10-27 05:05:59
Document Index: 324905989

Matched Legal Cases: ['Art. 317', 'Art. 213', 'Art. 297', 'Art. 40', 'Art. 112', 'Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 89', 'Art. 45', 'Art. 5', 'Art. 92', 'Art. 93', 'BGE', 'in fine', 'Art. 89', 'BGE', 'BGE', 'Art. 40', 'Art. 99', 'Art. 99', 'Art. 99', 'Art. 95', 'Art. 42', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 9', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 106', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 29', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 69', 'Art. 89', 'Art. 321', 'Art. 298', 'Art. 298', 'Art. 298', 'e contrario', 'Art. 298', 'Art. 298', 'Art. 317', 'Art. 5', 'Art. 38', 'Art. 44', 'Art. 40', 'Art. 40', 'Art. 309', 'Art. 44', 'Art. 40', 'Art. 44', 'Art. 39', 'Art. 46', 'Art. 40', 'Art. 40', 'Art. 60', 'Art. 79', 'Art. 317', 'Art. 326', 'Art. 5', 'Art. 33', 'Art. 44', 'Art. 44', 'Art. 44', 'in fine', 'Art. 48', 'Art. 40', 'Art. 40', 'Art. 79', 'Art. 60', 'in fine', 'Art. 318', 'Art. 46', 'Art. 45', 'Art. 46', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 38', 'Art. 46', 'Art. 60', 'Art. 213', 'Art. 297', 'Art. 297', 'Art. 213', 'BGE', 'Art. 69', 'Art. 69', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 53', 'BGE', 'Art. 298', 'Art. 69', 'Art. 65', 'Art. 67', 'Art. 37', 'Art. 63', 'Art. 63', 'Art. 68', 'Art. 37']

Eidgen�ssische Steuerverwaltung (ESTV), Hauptabteilung Mehrwertsteuer, Schwarztorstrasse 50, 3003 Bern,
Mit Verf�gung vom 19. Dezember 2001 bewilligte der Nachlassrichter des Bezirksgerichts Y.________ der X.________ AG die provisorische und am 15. Februar 2002 die definitive Nachlassstundung. Gleichzeitig wurde der Sachwalter ernannt resp. best�tigt. Mit Publikation vom 8. M�rz 2002 wurden die Gl�ubiger aufgefordert, ihre Forderungen mit Wert per 19. Dezember 2001 anzumelden.
Auf Verlangen der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung reichte die Nachlassschuldnerin ihr am 27. M�rz 2002 die Mehrwertsteuer-Abrechnung f�r das 4. Quartal 2001 (Ums�tze vom 1. Oktober bis 19. Dezember) mit einer geschuldeten Steuer von Fr. 789'506.90, einem Vorsteuerabzug von Fr. 1'383'082.65 und einem daraus resultierenden Vorsteuerguthaben von Fr. 593'575.75 ein. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung lehnte den Vorsteuerabzug ab. Sie begr�ndete das in einem Schreiben vom 16. April 2002 damit, dass Firmen vor dem Konkurs oder der Nachlassstundung erfahrungsgem�ss ihre Lieferanten nicht oder nicht mehr vollumf�nglich bezahlen, weshalb der Vorsteuerabzug nicht zu gew�hren sei. Sollte sich im Laufe des Nachlassverfahrens ergeben, dass die Lieferanten ganz oder teilweise bezahlt wurden, k�nne die Abrechnung korrigiert werden.
Dementsprechend setzte sie die Steuerforderung f�r die betreffende Steuerperiode - ohne Ber�cksichtigung eines Vorsteuerguthabens - auf Fr. 789'506.90 fest und korrigierte die von ihr im Nachlassverfahren eingegebene Mehrwertsteuerforderung. Diese enthielt auch die Mehrwertsteuer-Forderung des 3. Quartals 2001 von Fr. 421'127.70 gem�ss Mehrwertsteuer-Abrechnung der Steuerpflichtigen vom 23. Oktober 2001. F�r dieses Quartal anerkannte die Eidgen�ssische Steuerverwaltung den geltend gemachten Vorsteuerabzug.
Nachdem die Nachlassschuldnerin die Bezahlung eines Teils der Lieferantenrechnungen betreffend das 4. Quartal 2001 anhand von Belegen nachgewiesen hatte, stellte die Eidgen�ssische Steuerverwaltung eine Gutschrift f�r Vorsteuern in der H�he von Fr. 156'550.-- aus und korrigierte ihre Forderungseingabe im Nachlassverfahren um diesen Betrag.
Am 20. August 2002 best�tigte das Bezirksgericht Y.________ den Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung (Art. 317 ff. SchKG) und ernannte den Sachwalter als Liquidator.
Am 7. November 2003 informierte der Liquidator die Gl�ubiger anhand des Kollokationsplans, dass die Nachlassdividende auf den Drittklassforderungen voraussichtlich 33 % betrage.
Mit Eingabe vom 23. Januar 2004 ersuchte der Liquidator die Eidgen�ssische Steuerverwaltung um:
1. eine Best�tigung, dass der Schuldnerin ein Anspruch auf R�ckerstattung der Vorsteuern zustehe, soweit mit Abschlagszahlungen und Schlusszahlung (Dividende) an die Nachlassgl�ubiger vorsteuerbelastete Rechnungen beglichen werden;
2. einen Vorschlag f�r eine "pragmatische L�sung" des Problems, welches sich daraus ergebe, dass die H�he der Schlussdividende von der H�he der Vorsteuerr�ckerstattung und diese wiederum von der H�he der Schlussdividende abh�nge ("Zirkelrechnung");
3. eine Best�tigung, dass die Eidgen�ssische Steuerverwaltung ihre Steuerforderung nicht mit dem Vorsteuerguthaben der Nachlassschuldnerin verrechnen k�nne, weil der Anspruch auf R�ckforderung der Vorsteuer erst zum Zeitpunkt der Abschlagszahlungen und der Schlusszahlung an die Nachlassgl�ubiger entstehe.
Mit Schreiben vom 26. April 2004 teilte die Eidgen�ssische Steuerverwaltung dem Liquidator mit, dass die Dividendenzahlungen an die Nachlassgl�ubiger die Schuldner nicht zum Abzug zus�tzlicher Vorsteuern berechtigten. Dies best�tigte sie mit f�rmlichem Entscheid vom 4. April 2005.
Im Einspracheverfahren �nderte die Eidgen�ssische Steuerverwaltung ihre Rechtsauffassung und anerkannte einen Anspruch auf R�ckerstattung der Vorsteuer im Umfang der im Nachlassverfahren geleisteten Abschlagszahlungen (Dividenden). Die abziehbare Vorsteuer setzte sie aufgrund einer Sch�tzung �ber die im Nachlassverfahren voraussichtlich insgesamt zu leistenden Dividenden fest: Ausgehend von einem maximal m�glichen Vorsteuerabzug von Fr. 1'436'876.45 auf allen im Nachlassverfahren eingegebenen Forderungen und einer voraussichtlichen Dividende von 35 % berechnete sie einen Vorsteuerabzug von Fr. 502'906.76. Dementsprechend korrigierte sie ihre im Nachlassverfahren eingegebene Mehrwertsteuer-Forderung per 19. Dezember 2001 auf Fr. 980'057.40. Nach Ansicht der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung w�re der auf dieser Sch�tzung beruhende Vorsteuerabzug definitiv und entst�nde auch dann kein weiterer Anspruch auf Vorsteuerabzug, wenn die Nachlassschuldnerin eine Gesamtdividende von mehr als 35 % aussch�tten w�rde (Einspracheentscheid vom 9. Juni 2006).
Hiergegen f�hrte die Nachlassschuldnerin Beschwerde bei der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission mit den Hauptantr�gen:
- es sei der Vorsteuerr�ckerstattungsanspruch aufgrund der tats�chlich bezahlten und noch zu bezahlenden Nachlassdividende neu zu berechnen (Antrag 1a) und
- es sei festzustellen, dass die Eidgen�ssische Steuerverwaltung die Vorsteuerguthaben in bar auszuzahlen habe und ihr kein Recht zur Verrechnung mit der Mehrwertsteuerforderung zustehe (Antrag 1b).
Mit Urteil vom 22. Juni 2009 hiess das Bundesverwaltungsgericht, welches das Verfahren von der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission �bernommen hatte, die Beschwerde hinsichtlich des Beschwerdeantrags 1a weitgehend gut. Es wies die Sache antragsgem�ss an die Eidgen�ssische Steuerverwaltung zur�ck, damit diese die Steuerforderung und das Vorsteuerguthaben nach Massgabe der am Ende des Nachlassverfahrens vorhandenen Aktiven und Passiven und den daraus resultierenden Abschlags- und Dividendenzahlungen ermittle (und nicht sch�tze). Der Vorsteuerabzug w�re demnach noch insoweit zu ber�cksichtigen, als die Lieferantenrechnungen im Nachlassverfahren mittels Abschlags- resp. Dividendenzahlungen noch beglichen werden. Die Vorinstanz brachte einzig den Vorbehalt an, dass wegen der "Zirkelrechnung" - die Dividendenzahlungen beeinflussen die H�he des Vorsteuerabzugs, dieser wiederum beeinflusst die H�he der Dividende usf. - die schlussendlich resultierende Vorsteuer nicht mathematisch exakt, sondern nur ann�herungsweise bestimmt werden k�nne.
In Bezug auf den Beschwerdeantrag 1b gab das Bundesverwaltungsgericht der Beschwerde teilweise statt. Nicht best�tigt wurde vom Gericht die Auffassung des Liquidators, wonach der Anspruch auf Vorsteuerabzug erst zum Zeitpunkt der Abschlagszahlungen und Schlusszahlung entstehe und als Masseforderung zu qualifizieren sei. Es erwog indes, dass die Eidgen�ssische Steuerverwaltung die Verrechnung (Art. 213 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 297 Abs. 4 SchKG) erst im Einspracheentscheid und damit versp�tet erkl�rt habe. Mit der Best�tigung des Nachlassvertrags sei der �ber die Nachlassdividende hinausgehende Teil der Steuerforderung untergegangen. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung k�nne nur noch die auf die Steuerforderung entfallende Dividende mit dem Vorsteuerguthaben verrechnen.
Hiergegen f�hrt die Eidgen�ssische Steuerverwaltung Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit den Antr�gen:
1. Es sei festzustellen, dass die vor dem 19. Dezember 2001 entstandenen Umsatzsteuerforderungen der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung mit den vor dem 19. Dezember 2001 entstandenen Vorsteuerguthaben der Nachlassschuldnerin verrechnet werden m�ssen.
2. Es sei zu erkennen, dass die Nachlassschuldnerin der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung, unter Ber�cksichtigung der an die Nachlassgl�ubiger (ohne Eidgen�ssische Steuerverwaltung) zu bezahlenden Nachlassdividenden per 19. Dezember 2001, den Betrag von Fr. 902'902.60 schulde.
3. Es sei festzustellen, dass die Forderungseingabe der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung in einem Nachlassverfahren auch die gem�ss Art. 40 aMWSTG vorzunehmende und zu sch�tzende Vorsteuerkorrektur zu enthalten habe.
Die Beschwerdegegnerin beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei; eventualiter sei die Sache zu neuem Entscheid an die Beschwerdef�hrerin zur�ckzuweisen. Das Bundesverwaltungsgericht verzichtete auf eine Stellungnahme.
1.1 Am 1. Januar 2010 trat das Bundesgesetz �ber die Mehrwertsteuer vom 12. Juni 2009 (MWSTG; SR 641.20) in Kraft. Auf die vor diesem Datum eingetretenen Tatsachen und entstandenen Rechtsverh�ltnisse bleibt das bisherige Recht anwendbar (Art. 112 Abs. 1 und 2 MWSTG). In materieller Hinsicht gelten hier somit noch das Mehrwertsteuergesetz vom 2. September 1999 (aMWSTG; AS 2000 1300) und die zugeh�rigen Ausf�hrungsbestimmungen.
1.2 Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts in Anwendung der Mehrwertsteuer-Gesetzgebung k�nnen mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten angefochten werden (Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. a BGG). Das Beschwerderecht steht auch der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung zu (Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG in Verbindung mit Art. 45b Abs. 2 aMWSTGV [SR 641.201] und Art. 5 und 17 der Organisationsverordnung f�r das Eidgen�ssische Finanzdepartement vom 11. Dezember 2000 [SR 172.215.1]).
Der angefochtene Entscheid schliesst zwar das Verfahren nicht ab, sondern weist die Sache f�r weitere Abkl�rungen und zu neuem Entscheid an die Beschwerdef�hrerin zur�ck. Es handelt sich um einen Zwischenentscheid, der nur unter den Voraussetzungen der Art. 92 und 93 BGG selbst�ndig anfechtbar ist, namentlich wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG). Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil wird bejaht, wenn die Beschwerde f�hrende Beh�rde infolge des R�ckweisungsentscheids gezwungen w�re, einen nach ihrer Ansicht rechtswidrigen Entscheid zu erlassen, den sie mangels eigener Beschwer nicht anfechten k�nnte (BGE 133 V 477 E. 4.2. und 5.2.4; Urteil 2C_258/2008 vom 27. M�rz 2009 E. 3.6.1 in: StE 2009 B 96.21 Nr. 14).
So verh�lt es sich hier. Die Vorinstanz hiess im angefochtenen Entscheid den Beschwerdeantrag 1a (R�ckweisung der Sache an die Eidgen�ssische Steuerverwaltung zur Festsetzung des Vorsteuerguthabens der Nachlassschuldnerin mit Ber�cksichtigung der "gesamten Nachlassdividende") gut (vgl. E. 7 in Verbindung mit E. 4.2.5 des angefochtenen Urteils). Das l�uft der Ansicht der Beschwerdef�hrerin zuwider, wonach die Steuerforderung per 19. Dezember 2001 ausgehend von einer Nachlassdividende von 35 % zu berechnen sei und eine h�here Schlussdividende keinen Anspruch auf Vorsteuerabzug begr�nde.
Zudem gab die Vorinstanz dem Beschwerdeantrag 1b (Feststellung, dass die Eidgen�ssische Steuerverwaltung nicht berechtigt ist, die Vorsteuerforderung mit ihrem Mehrwertsteuer-Guthaben zu verrechnen) teilweise statt, indem sie die Verrechnung des Vorsteuerguthabens mit der Steuerforderung per 19. Dezember 2001 nur bis zur H�he der der Beschwerdef�hrerin zustehenden Dividende zuliess (vgl. angefochtenes Urteil E. 6.3 in fine und E. 7). Auch damit unterlag die Beschwerdef�hrerin im vorinstanzlichen Verfahren und m�sste gegen ihren neuen Entscheid Beschwerde f�hren. Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil, den der Entscheid bewirken kann, ist daher zu bejahen.
1.3 Rechtsbegehren sind nur zul�ssig, soweit an ihnen ein schutzw�rdiges Interesse, das rechtlicher oder tats�chlicher Natur sein kann, aber aktuell und praktisch sein muss, besteht (Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG; BGE 123 II 285 E. 4 S. 286 f.). Das gilt auch f�r Feststellungsbegehren. An einem unmittelbaren und schutzw�rdigen Interesse am Erlass eines Feststellungsentscheids fehlt es namentlich, wenn das Rechtsschutzinteresse durch ein rechtsgestaltendes Urteil gewahrt werden kann (BGE 128 V 41 E. 3a S. 48; 126 II 300 E. 2c S. 303 mit weiteren Hinweisen).
Die Beschwerdef�hrerin verlangt eine Feststellung dar�ber, dass sie das Steuerguthaben mit Wert per 19. Dezember 2001 mit dem Anspruch der Gegenpartei auf R�ckerstattung der Vorsteuer verrechnen k�nne (Beschwerdeantrag 1). Sie beantragt ferner festzustellen, dass ihre Forderungseingabe im Nachlassverfahren auch bereits die sch�tzungs- resp. ermessensweise vorzunehmende Vorsteuerkorrektur aufgrund von Art. 40 aMWSTG enthalten m�sse (Beschwerdeantrag 3). Die Beschwerdef�hrerin begr�ndet ihr praktisches und aktuelles Rechtsschutzinteresse damit, dass die Vorinstanz gegenteilig entschieden habe, wobei die entsprechenden Feststellungen lediglich in den Urteilserw�gungen - nicht im Urteilsdispositiv - enthalten seien. Da die Motive eines Entscheids nicht aufgehoben werden k�nnen, sei deren Bestreitung nur mit einem Feststellungsbegehren m�glich.
Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden. Die Beschwerdef�hrerin beantragt mit dem Leistungsbegehren die Festsetzung der Steuerforderung im Nachlassverfahren auf Fr. 902'902.60 (vgl. Beschwerdeantrag 2). Dieses Rechtsbegehren enth�lt bereits das, was die Beschwerdef�hrerin mit ihren Feststellungsbegehren bezweckt (Verrechnung des Vorsteuerguthabens mit der Steuerforderung per 19. Dezember 2001; Festsetzung der "Vorsteuerkorrektur" aufgrund einer Sch�tzung). Ein dar�ber hinausgehendes Feststellungsinteresse ist nicht dargetan. Auf die Feststellungsbegehren ist nicht einzutreten.
1.4 Die Beschwerdegegnerin sieht eine Ausweitung des Verfahrensgegenstandes darin, dass die Beschwerdef�hrerin verlange, die Mehrwertsteuerschuld auf Fr. 902'902.60 festzusetzen. Hierbei bringe die Beschwerdef�hrerin eine "Reihe neuer Sachumst�nde" (Berichtigung des maximal m�glichen Vorsteuerabzugs; Korrektur der Nachlassforderungen; Neuberechnung des Vorsteuerguthabens) vor, wozu sie nicht berechtigt sei.
Gem�ss Art. 99 BGG d�rfen neuen Tatsachen und Beweismittel nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Abs. 1); neue Begehren sind �berhaupt unzul�ssig (Abs. 2). Im vorinstanzlichen Verfahren verlangte die Beschwerdegegnerin und damalige Beschwerdef�hrerin, dass die Mehrwertsteuerschuld bzw. das Vorsteuerguthaben "gest�tzt auf die noch zu leistende gesamte Nachlassdividende" neu beurteilt werde. Im angefochtenen Entscheid hiess die Vorinstanz dieses Rechtsbegehren "weitgehend" gut und wies die Sache zur Neubeurteilung an die Eidgen�ssische Steuerverwaltung zur�ck (vgl. angefochtenes Urteil E. 7 in Verbindung mit E. 4.2.5). Damit das Vorsteuerguthaben aufgrund der "(...) noch zu leistenden Nachlassdividenden" im Sinne von E. 4.2.4 und 4.2.5 des angefochtenen Entscheids bestimmt werden kann, muss aber die Eidgen�ssische Steuerverwaltung den neu eingetretenen und noch eintretenden Tatsachen Rechnung tragen k�nnen.
Wenn daher die Eidgen�ssische Steuerverwaltung in der vorliegenden Beschwerde die im Nachlassverfahren erfolgte zweite Abschlagszahlung (Beschwerde S. 34) ber�cksichtigt, neue Berechnungen anstellt und in diesem Zusammenhang die weiteren Sachumst�nde vorbringt, ist dies durch den angefochtenen Entscheid bedingt. Ohnehin beziffert die Beschwerdef�hrerin ihr Steuerguthaben per 19. Dezember 2001 aufgrund der seit dem Einspracheentscheid eingetretenen Verh�ltnisse (vgl. Beschwerde S. 33 ff.) auf Fr. 902'902.60 und verlangt damit nicht mehr (oder anderes), als was sie schon im Einspracheentscheid statuiert hat (Steuerforderung per 19. Dezember 2001 Fr. 980'057.40). Weder handelt es sich um unzul�ssige Noven im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG noch um eine Ausdehnung des Streitgegenstandes durch ein neues Rechtsbegehren (Art. 99 Abs. 2 BGG).
1.5 Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). In der Beschwerdebegr�ndung ist darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung, soweit rechtserheblich, kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 BGG). Das ist dann der Fall, wenn der Sachverhalt willk�rlich ermittelt worden ist (Art. 9 BV) oder die Sachverhaltsfeststellungen unter Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte und Grunds�tze zustandegekommen sind, was nach Art. 106 Abs. 2 BGG ausdr�cklich vorzubringen und zu begr�nden ist (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.2.2 und 1.4.3; 133 III 393 E. 7.1).
Die Beschwerdef�hrerin wirft der Vorinstanz vor, den Sachverhalt offensichtlich falsch festgestellt zu haben. Diese habe sowohl bez�glich des Zeitpunkts, wann die Verrechnung von Steuerforderung und Vorsteuerguthaben erfolgt sein soll, wie auch bez�glich der Person, welche die Verrechnung vorgenommen habe, falsche Feststellungen getroffen. Steuerforderung und Vorsteuerguthaben seien bereits zum Zeitpunkt der Nachlassstundung (19. Dezember 2001) f�llig und zu verrechnen gewesen. Die Verrechnung erfolge im �brigen von Gesetzes wegen, wenn der Mehrwertsteuerschuldner in der Quartalsabrechnung vom Steuerbetrag die Vorsteuer abziehe (Art. 38 Abs. 1 aMWSTG).
Dabei geht es offensichtlich um Fragen der Gesetzesinterpretation und richtigen Anwendung von Rechtsvorschriften und nicht um Sachverhaltsfeststellungen. Die Beschwerdef�hrerin macht nicht geltend, die Vorinstanz habe in den Akten liegende Dokumente �bersehen oder deren Inhalte offensichtlich falsch wiedergegeben oder Beweise falsch gew�rdigt.
Es scheint vielmehr, dass die Beschwerdef�hrerin durch ihr zum Teil widerspr�chliches Verhalten (und m�glicherweise ihre noch wenig gefestigte Praxis, was die Handhabung des Vorsteuer-R�ckerstattungsanspruchs im Nachlassverfahren betrifft) selbst zu einer gewissen Verunsicherung, was nach ihrer Praxis gelten soll, beigetragen hat. So teilte die Beschwerdef�hrerin im Schreiben vom 26. April 2004 dem Liquidator noch mit, dass sie die Mehrwertsteuerforderung im Nachlassverfahren korrekt eingegeben habe und Dividendenzahlungen an Nachlassgl�ubiger zu keinem Vorsteuerabzug berechtigen w�rden. Im Entscheid vom 4. April 2005 (E. 3.7 S. 11 und 3.8 S. 12) begr�ndete sie das sinngem�ss damit, dass sie insbesondere f�r das 3. Quartal 2001 auf eine Vorsteuerkorrektur verzichtet habe, obschon die im Nachlassverfahren eingegebenen mehrwertsteuerrelevanten Forderungen, die unbezahlt geblieben seien, auch dieses Quartal betreffen w�rden (s. auch Kollokationsplan, Auflage 15. August - 4. September 2003, unversicherte Forderungen 3. Klasse). In der Folge anerkannte die Beschwerdef�hrerin, dass im Umfang der Dividendenzahlungen (Abschlagszahlungen) an die Nachlassgl�ubiger ein Recht auf Vorsteuerabzug begr�ndet sei, wobei dann allerdings Streit dar�ber entstand, bis zu welchem Zeitpunkt Steuer- und Vorsteuerguthaben verrechnet werden k�nnten bzw. ob die Verrechnung von Gesetzes wegen eintrete. Das sind indessen Rechtsfragen, nicht Fragen des Sachverhalts.
Die "Sachverhaltsr�gen" der Beschwerdef�hrerin (eine eigentliche R�ge im Sinne von Art. 106 Abs. 2 BGG, s. oben E. 1.5, ist nicht zu sehen) ersch�pfen sich insoweit im Vorwurf der Verletzung von (einfachem) Bundesrecht (Art. 95 lit. a BGG) und gehen dar�ber nicht hinaus. Die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen sind f�r das Bundesgericht verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG).
3.1 Beim Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1) und beim Mehrwertsteuergesetz handelt es sich um Erlasse gleicher Stufe. Das Nachlassverfahren als Institut der Zwangsvollstreckung untersteht den Bestimmungen des SchKG, soweit nicht andere Bundesgesetze (betreibungs- und vollstreckungsrechtliche) Spezialbestimmungen enthalten. Das Verh�ltnis zwischen der steuerpflichtigen Person und der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung wird demgegen�ber durch das Mehrwertsteuergesetz geregelt.
Daran �ndert auch die Bewilligung der Nachlassstundung nichts. W�hrend des Nachlassverfahrens bleibt die Steuerpflicht bestehen. Sie endet bei der Verm�gensliquidation und insbesondere beim Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung erst mit dem Abschluss des Liquidationsverfahrens (Art. 29 lit. a aMWSTG). Das gilt sowohl in Bezug auf die objektive und subjektive Steuerpflicht wie auch die Steuerforderung und den Vorsteuerabzug oder die Pflicht zur periodischen Abrechnung der Steuer. Bereits der Warenumsatzsteuerbeschluss sah die Besteuerung von Grossistenlieferungen im Konkurs oder anl�sslich eines Nachlassvertrages mit Verm�gensabtretung vor (Art. 13 Abs. 2 WUStB [BS 6 178]; BGE 107 Ib 303 E. 2c; 96 I 244 E. 1; vgl. BLUMENSTEIN/LOCHER, System des schweizerischen Steuerrechts, 6. Aufl. 2002, S. 497).
Zust�ndig zum Entscheid �ber Bestand und Umfang der Umsatzsteuer ist im Konkurs- oder Nachlassverfahren die Steuer- oder Steuerjustizbeh�rde und nicht die Konkursverwaltung bzw. der Liquidator (vgl. BGE 120 III 147 E. 4a, 153 E. 2a f�r Steuerforderungen im allgemeinen; BGE 107 Ib 303 E. 1a f�r die Warenumsatzsteuer; s. auch BGE 125 III 293). Ist die Steuerforderung bestritten und noch nicht rechtskr�ftig festgesetzt, so unterbleibt nach ausdr�cklicher Bestimmung in Art. 69 Abs. 2 aMWSTG (jetzt Art. 89 Abs. 2 MWSTG) ihre endg�ltige Kollokation (Art. 321 SchKG), bis ein rechtskr�ftiger Entscheid vorliegt. Das zeigt, dass die Steuerforderung auch w�hrend eines Konkurs- oder Nachlassverfahrens im Steuerverfahren festzusetzen ist. Davon gehen auch die Vorinstanz und die Parteien aus.
3.2 W�hrend der Dauer der Nachlassstundung bleibt der Schuldner grunds�tzlich �ber sein Verm�gen verf�gungsberechtigt und zur Fortf�hrung des Gesch�fts berechtigt, sofern der Nachlassrichter nichts weiter anordnet (vgl. Art. 298 Abs. 1 SchKG). Der Schuldner kann insbesondere s�mtliche Gesch�fte abschliessen und Rechtshandlungen vornehmen, soweit sie zum t�glichen Gesch�ftsbetrieb geh�ren, wobei er unter Aufsicht des Sachwalters steht (PIERRE-ROBERT GILLI�RON, Poursuite pour dettes, faillite et concordat, 4. Aufl. 2005, Rz. 3120 S. 476; ALEXANDER VOLLMAR, in: Basler Kommentar, Schuldbetreibung und Konkurs, 1998, N. 1 zu Art. 298 SchKG). Mit Erm�chtigung des Nachlassrichters k�nnen in diesem Stadium auch bereits Verm�genswerte oder Unternehmensteile ver�ussert werden (Art. 298 Abs. 2 e contrario SchKG). Das ist namentlich dann von Bedeutung, wenn sich die Verkaufsverhandlungen bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befinden und von einer sofortigen Ver�usserung ein besseres Ergebnis f�r die Gl�ubiger zu erwarten ist (vgl. VOLLMAR, a.a.O., N. 17, 19 f., 23 ff. zu Art. 298 SchKG; einschr�nkend: JAEGER/WALDER/KULL/KOTTMANN, Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, 4. Aufl. 1997/2001, N. 11 und 13 zu Art. 298 SchKG). Nach rechtskr�ftiger Best�tigung des Nachlassvertrages mit Verm�gensabtretung (Art. 317 SchKG) ist das vom Nachlassvertrag erfasste Verm�gen abzutreten bzw. zu liquidieren (zum Ganzen AMONN/WALTHER, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 8. Aufl. 2008, S. 503 ff., 524 ff.).
3.2.1 Soweit nach Bewilligung der Nachlassstundung und auch noch im Rahmen der Verwertung bis zur Beendigung der Liquidation Verm�genswerte im Inland gegen Entgelt ver�ussert oder abgetreten werden, handelt es sich grunds�tzlich um steuerbare Ums�tze (Art. 5 aMWSTG) und unterliegt das Entgelt der Mehrwertsteuer. Es handelt sich um Ums�tze, welche mit Einwilligung des Sachwalters (und des Nachlassrichters) erfolgen, weshalb die daraus erwachsenen Steuerforderungen die Masse belasten. Die Vorsteuer kann abgezogen werden (Art. 38 aMWSTG). Ein allf�lliges Vorsteuerguthaben (ein "Vorsteuer�berschuss") steht der Masse zu.
Solche Ums�tze t�tigte auch die Beschwerdegegnerin w�hrend des Nachlassverfahrens. Im Gesuch um Gew�hrung der provisorischen Nachlassstundung beabsichtigte sie, einen Teil ihrer Gesch�ftsbereiche aus Liquidit�tsgr�nden zu ver�ussern und den Kernbereich weiterzuf�hren. Bereits w�hrend der provisorischen Nachlassstundung ver�usserte sie ihre drei Hauptgesch�ftsbereiche. Da sie nicht in der Lage war, auch den Kernbereich weiter zu betreiben, und um einen Wertzerfall zu verhindern, ver�usserte sie die Bereiche Q.________, R.________ sowie S.________ an verschiedene Offerenten. Der Nachlassrichter erteilte seine Zustimmung zu diesen Vertr�gen am 3. Februar bzw. 25. Februar 2002. Diese Ums�tze betreffen den Zeitraum nach Bekanntgabe der Nachlassstundung und berechtigen und belasten die Masse. Solche Ums�tze sind hier nicht streitig.
3.2.2 Im vorliegenden Fall geht es allein um Ums�tze aus Lieferungen und Dienstleistungen, welche die Beschwerdegegnerin bis zum Datum der Nachlassstundung (19. Dezember 2001) bezogen hatte und die unbezahlt geblieben oder erst im Nachlassverfahren bezahlt worden sind. Der Liquidator reichte diesbez�glich eine Aufstellung �ber die Kreditoren (Leistungserbringer) ein. Er unterschied dabei drei Gruppen: a) Kreditoren per 19. Dezember 2001, b) Kreditoren f�r Leistungen vor dem 19. Dezember 2001, welche die Rechnung nach dem 19. Dezember 2001 stellten und c) Kreditoren per 19. Dezember 2001, die nach dem 19. Dezember 2001 bezahlt wurden.
"Sind die von der steuerpflichtigen Person aufgewendeten Entgelte niedriger als die vereinbarten oder sind ihr Entgelte zur�ckerstattet worden, so ist die Vorsteuer entweder nur vom tats�chlich geleisteten Entgelt zu berechnen oder in der Abrechnung �ber die Periode, in der die Entgeltsminderung eintritt, herabzusetzen."
Die Vorschrift ist im Zusammenhang mit Art. 44 Abs. 2 aMWSTG zu lesen. Danach kann der Erbringer einer Lieferung oder Dienstleistung einen Abzug beim steuerbaren Umsatz vornehmen, wenn das Entgelt aus irgend einem Grund geringer ausf�llt, als es vereinbart oder in Rechnung gestellt worden ist. Da der Leistungserbringer eine geringere Steuer abf�hrt, vermindert sich dadurch automatisch auch die Vorsteuer beim Leistungsempf�nger. Daher bestimmt Art. 40 aMWSTG, dass der Leistungsempf�nger in der Steuerabrechnung die Vorsteuer herabzusetzen hat, wenn die von ihm aufgewendeten Entgelte niedriger sind als die vereinbarten.
4.2 Mit Recht hat die Vorinstanz erkannt, dass mit der Bewilligung der Nachlassstundung gegen�ber der Beschwerdegegnerin ein Fall von Entgeltsminderung im Sinne von Art. 40 aMWSTG eingetreten ist:
Ein Schuldner, der um Nachlassstundung ersucht, wird in der Regel schon einige Zeit vor dem Gesuch Rechnungen nicht mehr bezahlt haben. Mit dem Gesuch um Nachlassstundung gibt er zu erkennen, dass er �berschuldet oder zumindest illiquid ist (HANS ULRICH HARDMEIER, in: Basler Kommentar, a.a.O., N. 1 zu Art. 309 SchKG). Die Lieferanten und Leistungserbringer des Schuldners werden daher in der Regel sp�testens zu diesem Zeitpunkt ihre Forderungen als uneinbringlich abschreiben. Sie k�nnen gem�ss Art. 44 Abs. 2 aMWSTG in der Periode, in welcher die Entgeltsminderung verbucht wird, einen Abzug vom steuerbaren Umsatz vornehmen. Weil in diesem Umfang die Steuer entf�llt, hat auch der Nachlassschuldner mangels Vorsteuerbelastung den Vorsteuerabzug im gleichem Betrag herabzusetzen (Art. 40 aMWSTG; s. auch CAMENZIND/HONAUER/VALLENDER, Handbuch zum Mehrwertsteuergesetz, 2. Aufl. 2003, Rz. 1433 ff. S. 487 f.). Eine gleichartige Regelung enth�lt beispielsweise auch das deutsche Umsatzsteuerrecht (vgl. HELGA SCHLOSSER-ZEUNER, in: Bunjes/Geist, Umsatzsteuergesetz, 9. Aufl. 2009, N. 41 ff. zu � 17 D-UStG).
Mit der Bewilligung der Nachlassstundung durfte daher die Beschwerdegegnerin die Vorsteuer nur noch vom tats�chlich geleisteten Entgelt berechnen und hatte sie den Vorsteuerabzug zu korrigieren. Das hat die Vorinstanz zutreffend erwogen. Aus dem gleichen Grund verlangt auch die Beschwerdef�hrerin in ihrer Praxis im Falle eines Konkurses oder Nachlasses per Datum der Konkurser�ffnung bzw. Nachlassstundung eine Umstellung von der Abrechnung nach vereinbarten Entgelten zur Abrechnung nach vereinnahmten Entgelten (vgl. Art. 44 Abs. 1 und 4 aMWSTG, jetzt Art. 39 Abs. 1 und 2 MWSTG), wie ihrer Vernehmlassung an die Vorinstanz zu entnehmen ist.
4.3 �ber die Steuer und Vorsteuer hat die steuerpflichtige Person gegen�ber der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung unaufgefordert in der vorgeschriebenen Form abzurechnen (Art. 46 aMWSTG). Dementsprechend hat sie bei einer Entgeltsminderung im Sinne von Art. 40 aMWSTG auch ohne weiteres den Vorsteuerabzug in ihrer Abrechnung zu korrigieren. Nachdem die Beschwerdegegnerin in der Abrechnung f�r das vierte Quartal 2001 den Vorsteuerabzug nicht berichtigt hatte, nahm die Beschwerdef�hrerin die entsprechende Korrektur selbst vor und meldete die gesamte noch offene Steuerforderung per 19. Dezember 2001 - ohne Ber�cksichtigung des Vorsteuerabzugs f�r die Abrechnungsperiode des 4. Quartals 2001 - zur Kollokation im Nachlassverfahren an.
Gegen dieses Vorgehen ist nichts einzuwenden. Aus den Steuerabrechnungen, welche der Steuerpflichtige der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung periodisch einzureichen hat, geht nicht hervor, ob im Falle eines nicht solventen Schuldners die Leistungserbringer das Entgelt erhalten haben oder nicht und ob ein Anspruch auf Vorsteuerabzug besteht. Zu genaueren Abkl�rungen �ber allenfalls erfolgte Zahlungen an Lieferanten und Leistungserbringer mit entsprechender Korrektur beim Vorsteuerabzug war die Beschwerdef�hrerin zum damaligen Zeitpunkt nicht in der Lage. Es kann von ihr auch nicht verlangt werden, dass sie diese Abkl�rungen vornimmt. Das ist vielmehr Sache der Steuerpflichtigen bzw. des Sachwalters im Nachlassverfahren (Art. 40 und 46 aMWSTG).
Insofern handelt es sich bei der Forderungseingabe der Beschwerdef�hrerin zur Kollokation im Nachlassverfahren ohne Ber�cksichtigung der Vorsteuerabzugs f�r das 4. Quartal 2001 um eine pauschale Festsetzung der Steuer und Vorsteuer, um eine Einsch�tzung nach pflichtgem�ssem Ermessen, wie sie nach Art. 60 aMWSTG (jetzt Art. 79 MWSTG) zul�ssig ist, wenn "keine oder nur unvollst�ndige Aufzeichnungen vorliegen". Der Nachlassschuldnerin muss aber die M�glichkeit offenstehen, den Nachweis �ber erfolgte Abschlagszahlungen zu erbringen. Die Beschwerdef�hrerin stellte im Nachlassverfahren denn auch zu Recht in Aussicht, den Vorsteuerabzug zuzulassen, falls Zahlungen erfolgt sein sollten. Nachdem die Beschwerdegegnerin die Bezahlung eines Teils der Lieferantenrechnungen anhand von Belegen nachgewiesen hatte, anerkannte die Beschwerdef�hrerin hierf�r den Vorsteuerabzug, indem sie ihre im Nachlassverfahren eingegebene Forderung entsprechend korrigierte.
Nach dem Gesagten ist das Vorgehen der Beschwerdef�hrerin bei der Eingabe ihrer Forderung im Nachlassverfahren - und namentlich die "pauschale" K�rzung des Vorsteuerabzugs - nicht zu beanstanden. Zu pr�fen ist im Folgenden, wie Abschlags- und Dividendenzahlungen im Nachlassverfahren mehrwertsteuerrechtlich zu behandeln sind.
5.1 Die Verteilung des Liquidationserl�ses an die Gl�ubiger erfolgt im Nachlassverfahren mit Verm�gensabtretung in Form von Abschlags- und Dividendenzahlungen, soweit den Gl�ubigern nicht einzelne Verm�genswerte unter Anrechnung an ihre Forderungen abgetreten werden (Art. 317 Abs. 1 SchKG). Aus der gest�tzt auf den Kollokationsplan erstellten Verteilungsliste (Art. 326 SchKG) ergibt sich, welcher Anteil jedem Gl�ubiger aus dem Erl�s der Verwertung der Aktiven zukommt. Umsatzsteuerrechtlich sind Abschlags- und Dividendenzahlungen, soweit sie an mehrwertsteuerpflichtige Gl�ubiger f�r Leistungen im Sinne von Art. 5 aMWSTG erfolgen, als Leistungsentgelt nach Art. 33 aMWSTG zu qualifizieren.
Der Lieferant oder Leistungserbringer, der aufgrund der Insolvenz des Leistungsempf�ngers nach Art. 44 Abs. 1 aMWSTG einen Abzug beim steuerbaren Umsatz vorgenommen hat (vgl. vorn E. 4.2), muss daher die Bemessungsgrundlage erneut berichtigen, wenn er im Nachlassverfahren eine Abschlags- oder Dividendenzahlung erh�lt. Diese Berichtigung ist analog Art. 44 Abs. 3 aMWSTG in derjenigen Periode vorzunehmen, in der die Abschlagszahlung oder Dividende vereinnahmt wird. Die Vorschrift betrifft zwar ihrem Wortlaut nach den Fall, wo das bezahlte Entgelt h�her ist als das vereinbarte Entgelt. Die sinngem�sse Anwendung von Art. 44 Abs. 3 aMWSTG im vorliegenden Fall entspricht jedoch dem Gesetzeszweck, wie er in dieser Norm zum Ausdruck kommt (so auch die ausdr�ckliche Regelung im deutschen Umsatzsteuergesetz [D-UStG], � 17 Abs. 1 Satz 8 in Verbindung mit Abs. 2 Ziff. 1, und dazu SCHLOSSER-ZEUNER, a.a.O., � 17 D-UStG N. 41 f., besonders N. 42 in fine).
5.2 Andererseits entsteht beim steuerpflichtigen Nachlassschuldner von Gesetzes wegen ein Anspruch auf Vorsteuerabzug, wenn im Nachlassverfahren vorsteuerbelastete Kreditorenrechnungen beglichen werden. Der Vorsteuerabzug muss auch im Nachlassverfahren zugelassen werden, soll er den Entlastungseffekt erf�llen; es geht um die Vorsteuer, die durch den Gl�ubiger bezahlt und auf den Nachlassschuldner �berw�lzt worden ist (vgl. auch WOLFRAM BIRKENFELD, in: Birkenfeld, Das grosse Umsatzsteuer-Handbuch, 1996 ff., Stand: Juli 2009, � 209a Rz. 171 ff., besonders Rz. 211 ff. und Rz. 241). Der Anspruch auf Vorsteuerabzug ist an die geschuldete Steuer anzurechnen, ein allf�lliger �berschuss auszuzahlen (Art. 48 Abs. 1 aMWSTG).
Sofern bei der Beschwerdegegnerin der Vorsteuerabzug gek�rzt wurde (Art. 40 aMWSTG), ist daher der Vorsteuerabzug erneut zu korrigieren. Das betrifft allerdings nur die per 19. Dezember 2001 offenen Kreditorenrechnungen des 4. Quartals 2001. F�r das 3. Quartal 2001 nahm die Eidgen�ssische Steuerverwaltung nach dem Stand der Akten keine Vorsteuerkorrektur vor.
5.3 Fraglich und umstritten ist, ob die Beschwerdef�hrerin dieser erneuten Vorsteuerkorrektur gen�gend Rechnung getragen hat.
Nachdem die Beschwerdef�hrerin im Entscheid vom 4. April 2005 einen Anspruch auf Vorsteuerabzug bei Abschlags- und Dividendenzahlungen noch ganz verneint hatte, r�umte sie im Einspracheentscheid ein, dass ein Vorsteuerabzugsrecht der Beschwerdegegnerin grunds�tzlich bestehe, soweit die vorsteuerbelasteten Kreditorenrechnungen im Nachlassverfahren noch bezahlt werden. F�r die Berechnung des Vorsteuerabzugs ging sie von einer Gesamtdividende aus, die sie durch Sch�tzung auf 35 % festsetzte.
An dieser Sch�tzung h�lt sie auch in der vorliegenden Beschwerde fest. Sie begr�ndet dies damit, dass im Nachlassverfahren die Nachlassdividende nicht exakt ermittelt werden k�nne. Sie gehe daher in einem Konkurs- oder Nachlassverfahren in der Weise vor, dass sie gem�ss Art. 40 aMWSTG einen Teil der zum Abzug geltend gemachten Vorsteuern eines Quartals oder mehrerer Quartale zur�ckbelaste. Auf diese Weise werde zwar der Vorsteuerabzug nur ungen�gend korrigiert (da der Beginn der Liquidit�tsprobleme nicht mit den ber�cksichtigten Mehrwertsteuerperioden zusammenfallen muss und u.U. weiter in die Vergangenheit zur�ckreicht). Doch werde dies durch die mit den Dividendenzahlungen neu entstehenden Vorsteueranspr�chen kompensiert. Es k�nne daher f�r diese Dividendenzahlungen nicht erneut der Vorsteuerabzug gew�hrt werden, ansonsten die Vorsteuer zweimal abgezogen w�rde.
Es handelt sich aus der Sicht der Beschwerdef�hrerin um ein vereinfachtes Verfahren, eine Sch�tzung (die der Steuerpflichtige auch widerlegen k�nne), die aber in der Handhabung effizient sei und erfahrungsgem�ss dem effektiven Ergebnis sehr nahe komme, auch wenn sie "verfahrenstechnisch (...) nicht ganz korrekt" erscheinen m�ge. Die Beschwerdef�hrerin macht vor allem erhebungswirtschaftliche Gr�nde geltend.
Demgegen�ber bestreitet die Beschwerdegegnerin sowohl die Zul�ssigkeit der Sch�tzung in grunds�tzlicher Hinsicht wie auch deren H�he. Im angefochtenen Entscheid hat die Vorinstanz eine Pflicht der Beschwerdef�hrerin, die Vorsteuer aufgrund der resultierenden Abschlags- und Dividendenzahlungen zu ermitteln, bejaht (vgl. E. 4 und 4.2.3 des angefochtenen Entscheids).
5.4 Dazu ist zu bemerken, dass die Korrektur des Vorsteuerabzugs in der Steuerabrechnung (�ber eine oder mehrere zur�ckliegende Abrechnungsperioden) durch die Beschwerdef�hrerin auf einer nicht weiter begr�ndeten Annahme beruht: Ob der Vorsteuerabzug f�r einen Teil des Quartals, das ganze Quartal oder mehre Quartale zu korrigieren sei, ist weitgehend dem Zufall (oder der Willk�r) �berlassen. Die Beschwerdef�hrerin macht nicht geltend, dass sie sich in diesem Bereich auf gesicherte Erkenntnisse, auf Praxiserfahrung oder Rechnungsmodelle st�tzen k�nne. Es bleibt aufgrund der Eingaben der Beschwerdef�hrerin auch unklar, nach welchen Richtlinien oder Kriterien sie entscheidet, wann Dividendenzahlungen zum erneuten Vorsteuerabzug berechtigen und wann nicht.
Diese Unsicherheiten zeigen sich im vorliegenden Verfahren besonders deutlich: Mit Schreiben vom 26. April 2004 teilte die Beschwerdef�hrerin dem Liquidator kategorisch mit, dass die Dividendenzahlungen an die Nachlassgl�ubiger die Schuldner nicht zum Abzug zus�tzlicher Vorsteuern berechtige. Nachdem die Beschwerdef�hrerin dies mit Entscheid vom 4. April 2005 noch bekr�ftigt hatte, korrigierte sie ihre Haltung im Einspracheentscheid vom 9. Juni 2006 und gew�hrte neu einen Vorsteuerabzug f�r eine gesch�tzte Gesamtdividende von 35 %. In der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anerkennt sie offenbar dann auch die zweite Abschlagszahlung als f�r den Vorsteuerabzug anspruchsbegr�ndend (vgl. S. 34 f. der Beschwerde und die dortigen Berechnungen). Aufgrund welcher Umst�nde die Beschwerdef�hrerin ihre Ansicht �nderte, ist aber nicht zu erkennen, zumal sie von Anfang an aufgrund der Angaben des Liquidators von einer Dividende in etwa der gleichen Gr�ssenordnung ausging.
5.5 Diese Praxis braucht hier aber nicht weiter untersucht zu werden. Wenn die Beschwerdef�hrerin geltend macht, die Vorsteuerkorrektur und die erneute Berichtigung des Vorsteuerabzugs beruhe auf einer Sch�tzung und d�rfe ermessensweise vorgenommen werden, so ist dies nur unter den Voraussetzungen des Artikels 60 aMWSTG (jetzt Art. 79 MWSTG) richtig, das heisst, wenn die steuerpflichtige Person ihren Obliegenheiten zur Mitwirkung und Feststellung der Steuerschuld nicht nachkommt und die Verwaltung eine Sch�tzung nach pflichtgem�ssem Ermessen vornehmen muss. Ein auf Sch�tzung beruhendes Verfahren mag allenfalls auch statthaft sein, wenn sich daraus eine wesentliche Vereinfachung ergibt und die Betroffenen - namentlich die Gl�ubiger - damit einverstanden sind.
Diese Voraussetzungen sind hier offensichtlich nicht erf�llt. Der Liquidator hat zuhanden der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung die offenen Kreditoren per 19. Dezember 2001 bekannt gegeben. Ebenfalls l�sst sich im Fall der sp�teren Befriedigung der Lieferanten und Dienstleistungserbringer durch Abschlags- und Dividendenzahlungen der Anspruch auf R�ckerstattung der Vorsteuer auf entsprechenden Nachweis hin grunds�tzlich konkret bestimmen und bedarf es keiner Sch�tzung im Sinne von Art. 60 aMWSTG. Es steht auch ausser Frage, dass sich die Beschwerdegegnerin mit der Vorgehensweise der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung zu keinem Zeitpunkt einverstanden erkl�rt hat.
5.6 Wenn daher die Vorinstanz im angefochtenen Erkenntnis (E. 4.2.4 f.) die Beschwerdef�hrerin verpflichtet hat, die abziehbare Vorsteuer anhand der "gesamten Nachlassdividende" bzw. aufgrund des "Ergebnisses des Nachlassverfahrens" zu bestimmen, verletzt dies Bundesrecht nicht. Zu erg�nzen ist lediglich, dass Dividendenleistungen an Kreditoren des 3. Quartals 2001, f�r welche der Vorsteuerabzug nicht korrigiert wurde, kein zus�tzliches Vorsteuerabzugsrecht begr�nden (s. oben E. 5.2 in fine). In diesem Punkt ist den vorinstanzlichen Erw�gungen beizupflichten und erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet.
5.7 Ein Vorbehalt ist nur insofern anzubringen, dass wegen der "Zirkelrechnung" - die Dividendenzahlung beeinflusst die H�he des Vorsteuerabzuges, dieser wiederum wirkt sich auf die H�he der Dividende aus usf. - die schliesslich resultierende Vorsteuer nicht mathematisch exakt, sondern nur ann�herungsweise bestimmt werden kann. Insofern muss der Vorsteuerabzug in der Tat gesch�tzt werden, wobei die Wahl der dabei anzuwendenden, sachgerechten Methode der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung zu �berlassen ist. Auch hierin ist der vorinstanzliche Entscheid zu best�tigen (vgl. E. 4.2.5 des angefochtenen Urteils).
Zwischen den Parteien ist weiter umstritten, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang die Beschwerdef�hrerin ihre im Nachlassverfahren eingegebene Umsatzsteuerforderung mit dem Vorsteuerguthaben der Beschwerdegegnerin (Nachlassschuldnerin) verrechnen darf.
6.1 Die Vorinstanz erkl�rte die Verrechnung grunds�tzlich als zul�ssig, jedoch nur bis zur H�he der Dividende, welche der Beschwerdef�hrerin f�r die im Nachlassverfahren eingegebene Mehrwertsteuerforderung zustehe. Sie begr�ndet dies damit, dass der Gl�ubiger mit der rechtskr�ftigen Best�tigung des Nachlassvertrags mit Verm�gensabtretung auf den durch die Liquidationsdividende nicht gedeckten Teil der Forderung definitiv verzichte. Der nicht gedeckte Teil der Forderung gehe in diesem Umfang unter, es verbleibe keine Restschuld, und die Gl�ubiger erhielten keine Verlustscheine (Art. 318 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG). Nach Publikation des Nachlassvertrags sei daher eine Verrechnung nur noch im Betrag der Dividende zul�ssig. Aus den Akten ergebe sich, dass die Beschwerdef�hrerin Verrechnung erstmals im Einspracheentscheid (im Jahre 2006) und damit lange nach Best�tigung des Nachlassvertrags vom 20. August 2002 geltend gemacht habe. Eine Verrechnung des Vorsteuerguthabens mit der gesamten im Nachlassverfahren eingegebenen Steuerforderung sei unzul�ssig.
Dem h�lt die Beschwerdef�hrerin entgegen, dass wohl die bis 19. Dezember 2001 (Datum der Nachlassstundung) aufgelaufenen Umsatzsteuerforderungen in den Nachlass fielen, dass jedoch f�r die Festsetzung von Umsatzsteuerforderung und Vorsteuerguthaben gleichwohl die besonderen Vorschriften der Mehrwertsteuergesetzgebung Anwendung f�nden. Die Verrechnung von Umsatzsteuerforderung mit dem Vorsteuerguthaben trete von Gesetzes wegen ein, eine Verrechnungserkl�rung sei hierf�r nicht erforderlich. Massgebend sei vielmehr der Zeitpunkt der Entstehung von Forderung und Gegenforderung. Dieser Zeitpunkt sei hier schon vor der Nachlassstundung eingetreten.
Die Beschwerdegegnerin stimmt der Vorinstanz im Ergebnis zu, wenn auch mit abweichender Begr�ndung: Weil das Vorsteuerguthaben aufgrund der Dividendenzahlungen erst im Nachlassverfahren entstehe, handle es sich um eine Masseforderung, welche nur mit Masseschulden, namentlich der Dividende, verrechnet werden k�nne (Ziffer 95 der Vernehmlassung).
Die hier zu entscheidende Frage lautet somit, ob der durch die Dividendenzahlungen bewirkte Anspruch auf R�ckerstattung der Vorsteuer unter den Nachlassvertrag f�llt, ob es um eine Masseforderung geht oder ob die Verrechnung nach anderen (mehrwertsteuerrechtlichen) Grunds�tzen zu erfolgen habe.
6.2 Gem�ss Art. 46 aMWSTG gilt, wie bereits erw�hnt, das Selbstveranlagungsprinzip. Es besagt, dass die steuerpflichtige Person �ber die geschuldete Steuer selbst abrechnen muss und die alleinige Verantwortung f�r die umsatzsteuerlich richtige Behandlung der Gesch�fte tr�gt. Die Selbstveranlagung beinhaltet nicht nur die richtige und vollst�ndige Berechnung der Steuerforderung, sondern auch des Vorsteuerguthabens (CAMENZIND/HONAUER/VALLENDER, a.a.O., Rz. 1579 ff. S. 531 f.; RIVIER/ROCHAT/PAUCHARD, Droit fiscal suisse, La taxe sur la valeur ajout�e, 2000, S. 167; s. auch Urteil 2A.546/2000 vom 31. Mai 2002 E. 6b, in: ASA 72 S. 727 = StR 58/2003 S. 209).
Abzurechnen ist in der Regel viertelj�hrlich (Art. 45 Abs. 1 lit. a aMWSTG), wobei die steuerpflichtige Person der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung die Abrechnung innert 60 Tagen nach Ablauf der Abrechnungsperiode einzureichen hat (Art. 46 Satz 1 aMWSTG). Doch entsteht die Steuerforderung bereits zu einem fr�heren Zeitpunkt. Bei der Abrechnung nach dem vereinbarten Entgelt, was den Normalfall darstellt, entsteht die Steuerforderung bei Lieferungen und Dienstleistungen mit der Rechnungsstellung (Art. 43 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 aMWSTG). Im Falle der Abrechnung nach vereinnahmten Entgelten ist der Zeitpunkt der Vereinnahmung des Entgelts massgebend (Art. 43 Abs. 1 lit. b aMWSTG). Der Anspruch auf Vorsteuerabzug entsteht nach Art. 38 Abs. 7 lit. a aMWSTG entweder am Ende der Abrechnungsperiode, in welchem die steuerpflichtige Person die Rechnung erhalten (Abrechnung nach vereinbartem Entgelt) oder in welcher sie die Rechnung bezahlt hat (Abrechnung nach vereinnahmtem Entgelt).
6.3 Steuerforderung und Vorsteuerguthaben entstehen somit von Gesetzes wegen und unabh�ngig davon, ob Steuer und Vorsteuerabzug durch die steuerpflichtige Person rechtzeitig und richtig abgerechnet werden. Die Mehrwertsteuer ist eine Allphasensteuer mit Vorsteuerabzug auf allen Stufen. Vom Steuerbetrag des Bruttoumsatzes wird der auf die Vorleistung entfallende Teil der Steuer - die Vorsteuer - abgezogen. Als Zahllast (Steuerschuld) erscheint die Differenz zwischen Bruttosteuer und Vorsteuer (vgl. CAMENZIND/HONAUER/VALLENDER, a.a.O., Rz. 98 S. 48 f.). Diese Festsetzung erfolgt im Rahmen der Selbstveranlagung durch den Steuerpflichtigen in der Steuerabrechnung (Art. 46 aMWSTG). Die Folgen treten aber von Gesetzes wegen ein. Einer ausdr�cklichen Verrechnungserkl�rung der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung bedarf es daher, entgegen der Ansicht der Vorinstanz, nicht. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung ermittelt die Steuer anstelle des Steuerpflichtigen nur dann, wenn dieser seiner Abrechnungspflicht nicht nachkommt (Art. 60 aMWSTG; CAMENZIND/HONAUER/VALLENDER, a.a.O., Rz. 1580 S. 532).
6.4 Die Vorinstanz beruft sich f�r ihre gegenteilige Ansicht auf Art. 213 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG, der gem�ss Art. 297 Abs. 4 SchKG auch bei der Nachlassstundung Anwendung findet. Danach ist die Verrechnung ausgeschlossen, wenn ein Gl�ubiger des Gemeinschuldners erst nach der Konkurser�ffnung Schuldner desselben oder der Konkursmasse wird. Im Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung tritt an die Stelle der Konkurser�ffnung die Bekanntmachung der Nachlassstundung (Art. 297 Abs. 4 SchKG).
Art. 213 SchKG muss aber seiner ratio legis entsprechend ausgelegt werden. Dessen Absatz 1 erkl�rt die Verrechnung grunds�tzlich als zul�ssig. Das Verrechnungsverbot von Absatz 2 will lediglich verhindern, dass sich ein Gl�ubiger des Gemeinschuldners nach Konkurser�ffnung durch neu erworbene Verrechnungsm�glichkeiten Deckung verschafft (BGE 107 III 139 E. 3 S. 143 f. mit Hinweisen). Die Vorschrift ist offensichtlich auf die Verrechnung nach dem Obligationenrecht zugeschnitten.
Vorliegend geht es indessen um eine Kompensation �ffentlich-rechtlicher Forderungen, die von Gesetzes wegen eintritt. Die spezialgesetzliche Ordnung, insbesondere Art. 69 Abs. 2 aMWSTG, der die rechtskr�ftige Erledigung des Mehrwertsteuerverfahrens in dem daf�r vorgesehenen Verfahren vorbeh�lt, geht dem Konkurs- oder Nachlassverfahren vor. Das hat die Vorinstanz nicht in Betracht gezogen und daher zu Unrecht die Verrechnung auf den Betrag der Dividende, welche der Beschwerdef�hrerin zusteht, beschr�nkt.
6.5 Zu pr�fen bleibt, ob es sich beim Vorsteuerguthaben, das sich aus Abschlags- und Dividendenzahlungen im Konkurs oder Nachlassverfahren ergibt, um eine Masseforderung handelt, wie die Beschwerdegegnerin geltend macht. Denn Masseforderungen k�nnen, wie die Beschwerdegegnerin mit Recht bemerkt, nur mit Masseschulden, insbesondere mit der Konkursdividende, verrechnet werden (vgl. AMONN/ WALTHER, a.a.O., � 40 Rz. 59 S. 370).
In der Tat stellt ein allf�lliges Vorsteuerguthaben eine Masseforderung dar. Dies aber erst, wenn Mehrwertsteuerforderung und Vorsteuerabzug nach den Vorgaben des Mehrwertsteuerrechts verrechnet worden sind. Erst dann ist die Steuerforderung gem�ss spezialgesetzlicher Bestimmung definitiv zu kollozieren (Art. 69 Abs. 2 aMWSTG) und f�llt ein allf�lliges Vorsteuerguthaben, ein "Vorsteuer�berschuss", in die Masse. Es bleibt somit bei der gesetzlichen Ordnung, wonach das Mehrwertsteuerverfahren vorab rechtskr�ftig erledigt werden muss.
6.6 Es kann auch offenbleiben, ob der durch die Nachlassdividende bewirkte Anspruch auf Vorsteuerabzug bereits zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der Nachlassstundung bestand und durch die Dividendenzahlung wieder auflebt, wie die Vorinstanz annimmt (vgl. E. 4.1.3 des angefochtenen Urteils), oder ob er zum Zeitpunkt der Dividendenzahlung neu entsteht, welche Ansicht die Beschwerdegegnerin verficht. So oder so bildet dieser Anspruch hier keine Masseforderung. Es entspricht einem in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung feststehenden Grundsatz, dass Steuerforderungen dann eine Verbindlichkeit der Masse darstellen, wenn sich die f�r ihre Entstehung massgebenden Tatsachen nach der Konkurser�ffnung bzw. nach Bewilligung der Stundung verwirklicht haben (so bereits f�r die Warenumsatzsteuer: BGE 107 Ib 303 E. 2, 96 I 244 E. 3; ferner BGE 120 III 153 E. 2b; 120 III 128; je f�r die Grundst�ckgewinnsteuer; BGE 122 II 221 E. 4c und d betreffend die Liquidationsgewinnsteuer nach Art. 53 BdBSt; s. auch BGE 100 III 30 f�r Sozialversicherungsbeitr�ge). In Bezug auf die hier in Frage stehende Vorsteuerr�ckerstattung ist das nicht der Fall. Sie betrifft nicht die mit Zustimmung des Sachverwalters nach der Stundung fortgef�hrten Gesch�fte (Art. 298 Abs. 1 SchKG) resp. die Verwertung von Verm�genswerten im Rahmen der Liquidation (vgl. oben E. 3.2 f.). Der Anspruch auf Vorsteuerabzug ist hier vielmehr die Folge der Verteilung des Liquidationserl�ses und steht in Verbindung mit Lieferungen und Dienstleistungen, die ihren Rechtsgrund vor Bekanntgabe der Nachlassstundung haben. Sie geh�ren in die Abrechnung �ber die Mehrwertsteuerforderung per Datum der Nachlassstundung und sind in dem daf�r vorgesehenen Verfahren rechtskr�ftig festzusetzen, bevor die Steuerforderung definitiv kolloziert werden kann (Art. 69 Abs. 2 aMWSTG) und ein allf�lliger Vorsteuer�berschuss an die Masse f�llt.
Zusammengefasst ergibt sich, dass die Beschwerde begr�ndet und der angefochtene Entscheid aufzuheben ist, soweit die Vorinstanz statuiert hat, dass das Vorsteuerguthaben der Beschwerdegegnerin in Nachlassliquidation nicht mit der gesamten im Nachlassverfahren eingegebenen Mehrwertsteuerforderung f�r das 3. und 4. Quartal 2001 verrechnet werden kann (oben E. 6). In Bezug auf die Art und Weise der vorzunehmenden Vorsteuerkorrektur ist die Beschwerde hingegen unbegr�ndet und abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und ist der angefochtene Entscheid zu best�tigen (oben E. 5.6 f.). Die Sache ist zum Abschluss des Mehrwertsteuerverfahrens im Sinne der bundesgerichtlichen und der vorinstanzlichen Erw�gungen an die Eidgen�ssische Steuerverwaltung zur�ckzuweisen.
Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens sind den Parteien je zur H�lfte aufzuerlegen (Art. 65, 66 Abs. 1 und 4 BGG). Die Kosten des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht von Fr. 7'000.-- werden der Beschwerdegegnerin dem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens entsprechend anteilm�ssig zur H�lfte auferlegt (Art. 67 BGG i.V. mit Art. 37 VGG und Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung k�nnen f�r das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht keine Kosten auferlegt werden (Art. 63 Abs. 2 VwVG).
Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung hat die Beschwerdegegnerin f�r ihr teilweises Obsiegen in den beiden Verfahren zudem angemessen zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 1, 2 und 5 BGG in Verbindung mit Art. 37 VGG und 64 VwVG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Juni 2009 aufgehoben, soweit danach die Beschwerdef�hrerin ihre im Nachlassverfahren eingegebene Mehrwertsteuerforderung nicht vollumf�nglich mit dem Vorsteuerguthaben der Beschwerdegegnerin aus Abschlags- und Dividendenzahlungen verrechnen kann. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist, und der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts best�tigt. Die Angelegenheit wird zum Abschluss des Mehrwertsteuerverfahrens im Sinne der Erw�gungen an die Eidgen�ssische Steuerverwaltung zur�ckgewiesen.
Die Gerichtskosten im Betrag von Fr. 12'000.-- werden der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung und der X.________ AG in Nachlassliquidation mit je Fr. 6'000.-- auferlegt.
Die Kosten des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht werden der X.________ AG in Nachlassliquidation anteilm�ssig mit Fr. 3'500.-- auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss von Fr. 7'000.-- verrechnet. Die Restanz von Fr. 3'500.-- ist zur�ckzuerstatten.
Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung hat die X.________ AG in Nachlassliquidation f�r das bundesgerichtliche Verfahren und das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht mit insgesamt Fr. 12'000.-- zu entsch�digen.