Source: http://communio-jugendhilfe.de/leistungsspektrum/gruppenangebote.html
Timestamp: 2019-11-14 16:34:53
Document Index: 83241406

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 34', '§ 41', '§ 34', '§ 35', '§ 34', '§ 41', '§ 7', '§ 34', '§ 35']

Team Fuchsbau
Stellenausschreibg.
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Kurzbeschreibung des Einzelangebotes
Angebotsart mit gesetzlicher Grundlage
Angebotsart: Heimgruppe (HG)
Betreuungsform: 24 h –Betreuung an 365 Tagen im Jahr
Gesetzliche Grundlage: Die gesetzlichen Grundlagen unserer Arbeit definieren sich über den § 27 SGB VIII in Verbindung mit § 34 SGB VIII (Heimerziehung oder sonstige betreute Wohnform), weiterhin über dem § 41 SGB VIII (Hilfen für junge Volljährige) in Verbindung mit § 34 SGB VIII, weiterhin über den § 35a SGB VIII (Eingliederungshilfen für seelisch behinderte Kinder) in Verbindung mit § 34 SGB VIII und § 41 SGB VIII.
Kontaktdaten Fuchsbau
Chaussee 21
Tel.: 033932 60 55 38
Fax.: 033932 61 83 57
Mobil 1: 0173 645 17 41 (Ludger de Wendt)
Mobil 2: 0173 613 81 91(Martin Bunk)
Der Ort Tarmow
Tarmow ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Fehrbellin im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg. Tarmow liegt am Rande des Ländchens Bellin südlich des Rhinluchs. Am westlichen Ortsrand führt die Landesstraße L 16 vorbei; einen Kilometer westlich verläuft die A 24. Als in den 1970er Jahren die A 24 von Berlin nach Hamburg gebaut wurde, holten die Baufirmen Sand für die Trasse aus dem Luchgebiet. Als sich die Sandgruben mit Grundwasser füllten, entstand der Tarmower Badesee. Die Einwohnerzahl liegt bei ca. 300 Einwohnern.
Grundschule Fehrbellin; Entfernung: 4,2 km / Busfahrtdauer ca. 5 min
diverse Grundschulen in Neuruppin; Entfernung ca. 20 km / Busfahrtdauer ca. 25 min
Oberschule Fehrbellin; Entfernung: 4,8 km / Busfahrtdauer 6 min
Fontane-Oberschule Neuruppin; Entfernung: 19,8 km / Busfahrtdauer 22 min
Puschkin-Oberschule Neuruppin; Entfernung: 21,2 km / Busfahrtdauer 24 min
Montessouri-Schule Neuruppin; Entfernung 22 km / Busfahrtdauer: 23 min
Schinkel-Gymnasium Neuruppin; Entfernung: 19,9 km / Busfahrtdauer 25 min
Evangelisches Gymnasium Neuruppin; Entfernung: 22 km / Busfahrtdauer 26 min
Pestalozzi Förderschule Neuruppin; Entfernung: 21,2 km / Busfahrtdauer 24 min
Oberstufenzentrum Neuruppin; Entfernung: 18,5 km / Busfahrtdauer 23 min
AGUS Neuruppin; Entfernung; 18,5 km / Busfahrtdauer 23 min
Oberschule Kremmen; Entfernung; 17,5 km / Busfahrtdauer 16 min
Berufliche Ausbildungsmöglichkeiten
Durch unser komplexes Netzwerk können wir den uns anvertrauten Mandanten ein großes Spektrum an Praktika-Angeboten, EQ-Maßnahmen, Ausbildungsmöglichkeiten, etc. offerieren.
Besonderheiten der Gemeinde Fehrbellin:
vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten im landwirtschaftlichen Bereich
differenzierte Ausbildungsangebote im handwerklichen Bereich
Neuruppin als Kreisstadt mit umfassendem Angebot an Ausbildungsbetrieben und Ausbildungsberufen
verschiedene Bildungsträger bieten geförderte Ausbildungslehrgänge an
Leistungsbereich (Sozialraum)
Die Einrichtung befindet sich im Landkreis OPR. Anfragen können aus dem gesamten Bundesgebiet erfolgen.
Kapazität/Gesamtplatzzahl
Gesamtplatz-Anzahl: 8 Plätze
Die jungen Menschen werden altergemischt und koedukativ in der Gruppe betreut. Es handelt sich also um Kinder und Jugendliche beider Geschlechter im Sinne des § 7 KJHG.
Ziel- und Altersgruppe
Kindern und Jugendlichen, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr im elterlichen Haushalt leben können, Waisen, Halbwaisen und Kindern in Vormundschaft und aus anderen Einrichtungen bieten wir beständiges Wohnen in einer Gemeinschaft, die geprägt ist durch Verlässlichkeit, Vertrauen und Sicherheit.
Im Sinne eines integrativen Angebots bieten wir Plätze für Kinder und Jugendliche mit Integrationsbedarf gemäß 35a SGB VIII an. Entsprechend gliedert sich die Beschreibung in zwei Zielgruppen:
Mandanten mit 35a-Diagnostik - Integrationsbedarf
Mandanten mit einem Bedarf gemäß § 34/41 SGB VIII ohne Integrationsbedarf.
Mandanten mit 35a-Diagnostik
Die Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII ist eingebunden in eine Schnittmenge zu weiteren HZE-Angeboten. Sie ersetzt andere Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe nicht, sondern ergänzt diese als eigenständiges Angebot. Die psychische/psychiatrische Störung der Mandanten liegt bei dieser Hilfe im Fokus. Die definierte Störung begründet eine besondere Versorgungslage und eine Einbindung in die jeweiligen Leistungsangebote vor Ort, wie Psychiatrien, dem Gesundheitsamt u.a. Institutionen.
Wir entwickeln entlang der jeweiligen Störungsbilder angemessene Interventionen und fügen diese im Rahmen von kleinen Trainingseinheiten in die alltägliche Betreuungsarbeit ein. Dem jeweiligen therapeutischen Notwendigkeiten widmen sich unsere Therapeuten; deren Arbeit wird ausgerichtet am jeweiligen Hilfebedarf und individuell abgestimmt.
Wir können durch unser sozialpädagogischen und therapeutischen Angebot Mandanten u.a. mit folgenden Störungsbildern gemäß ICD 10 in unserer Einrichtung aufnehmen
F0 organische und symptomatische psychische Störungen
F5 Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen
F9 Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in Kindheit und Jugend
Mandanten ohne 35a-Diagnostik, geknüpft an folgende Falllagen
Kindeswohlgefährdung (im Bedarfsfall können wir kurzfristig eine Aufnahme realisieren)
Aggressive und gewaltbereite Kinder und Jugendliche (bei Bedarf kann zusätzlich ein AAT-Modul gewählt werden)
Obdachlose, verwahrloste Kinder und Jugendliche
Jugendliche mit Schwierigkeiten in der beruflichen Integration
Kinder und Jugendliche mit Missbrauchserfahrungen
Aufnahmen können im Ausnahmefall bis zum 18. Lebensjahr erfolgen, wenn der Mandant eine entsprechende Bereitschaft zur Mitarbeit signalisiert
In Ausnahmefällen können Mandanten bis zum 27. Lebensjahr in der Einrichtung verbleiben. Grundlage dafür ist:
eine Kostenübernahme durch den zuständigen örtlichen Träger
eine längere vorherige Unterbringung in der Einrichtung
eine deutliche Bereitschaft zur weiteren Mitarbeit
Beschreibung der räumlichen Gegebenheiten
Ehemaliger Landgasthof mit großem Saal und Bewirtungsraum
ca. 2000 qm großes Grundstück
Saal / Sporthalle
Büro-Einheit / Therapiezimmer
Betreuer-Schlafzimmer
fehlende Bereitschaft zur Mitarbeit
sexuell motivierte Straftaten
manifeste Drogen- oder Alkoholabhängigkeit (wir unterstützen vorab bei der Suche nach geeigneten Entzugskliniken)
manifeste psychotische Zustände
akute Suizidgefährdung (wir unterstützen vorab bei der Integration in eine Fachklinik)
Hauswirtschafstätigkeit
Straftataufarbeitung
Lerngruppe School-Skills (Standard-Leistung)
Anti-Aggressionstratining AAT (als Modul zubuchbar)
De-Eskalationstraining (als Modul zubuchbar)
Knigge-Seminare, spezifiziert für Kinder- und Jugendthemen
Vermittlung handwerklicher Grundkenntnisse
Trauerarbeit (Aufarbeitung der individuellen Karriere vor dem Hintergrund der ‚Betreffbarkeit‘)
Vermittlung von Stellen für die Ableistung gemeinnütziger Arbeitsstunden
Um den Mandanten gesellschaftliche Partizipationsmöglichkeiten zu bieten, haben wir in den Landkreisen OPR und OHV folgende Sport-Angebote entwickelt; diese Angebote stehen den Bewohnern des Fuchsbaus selbstverständlich zur Verfügung
American Football-Club und Projekte
Box-Verein
Moto-Cross-Projekte
Kampfsport-Club
Kinder-Fußball-Gruppe
Die Schwerpunkte der Einrichtung Fuchsbau
Das Objekt wurde viele Jahre als Landgaststätte genutzt. Entsprechend steht uns eine professionell ausgestattet und den strengen Richtlinien des Gaststättengewerbe entsprechende Lehrküche zur Verfügung. Speziell ausgebildete Mitarbeiter vermitteln Grundlagen zu Ernährung, Hauswirtschaft, Organisation von Arbeitsabläufen, usw. Für Mandanten, die nicht in berufsvorbereitende Maßnahmen, Praktika, EQ-Maßnahmen, u.ä. vermittelt werden können, besteht die Möglichkeit sich langfristig und intensiv in die entsprechenden Berufsbilder wie Beikoch, einzuarbeiten.
Sportler werden von der Wirtschaft ökonomisch als hochrelevant gesehen und der Bedarf an professionellem Nachwuchs wächst stetig. Und so sehen wir im Sport Erwerbschancen resp. Versorgungschancen insbesondere für die Mandanten, deren Fokus eher auf körperlicher Aktivität denn auf schulischer Bildung liegt.
Viele unserer Mitarbeiter waren semi-professionelle Sportler und haben Trainer-Lizenzen zu unterschiedlichen Sportarten. Zudem sind wir eingebunden in ein Partner-Netzwerk mit professionellen Trainern, Athletic-Coaches, Physiotherapeuten und Sportwissenschaftlern. Die uns anvertrauten Mandanten können sich so die Chance erarbeiten in den professionellen Sportbereich beruflich integriert zu werden. Zudem bietet der Sport neben einer Karriere als aktiver Sportler vielfältige andere berufliche Möglichkeiten, die von der Sozialen Arbeit bisher kaum in Betracht gezogen werden. Vor dem Hintergrund unseres großen Partnernetzwerkes können wir mit den Mandanten unserer Einrichtung eine Karriere im System des Sports vorbereiten.
Um dem Bedarf insbesondere der Mandanten mit 35a-Diagnostik gerecht zu werden, arbeiten in unserem Team Therapeuten, die professionelle Antworten auf die besonderen Herausforderungen im Kontext der Intensivpädagogischen Arbeit geben können.
Therapeutische Leistungen in der Einrichtung werden von Mitarbeitern mit folgenden Qualifikationen abgedeckt:
Insbesondere für die Mandanten mit 35-a-Diagnostiken werden, soweit möglich, die therapeutischen Leistungen über unsere eigenen Mitarbeiter abgedeckt. Je nach Bedarf finden im Einzelnen folgende Leistungen Anwendung:
therapeutisch begleitete Eltern/Kind-Gespräche
Beratung, Begleitung bei der Suche nach geeigneter psychotherapeutischer/psychiatrischer Versorgung (KJPP, SPZ, niedergelassene Therapeuten,…)
Beschreibungen von Zusatzleistungen
Folgende Zusatzleistungen bieten wir an und können im Bedarfsfall erbracht werden. Diese Zusatzleistungen sind nicht über den Tagessatz des Grundangebotes abgedeckt.
De-Eskalations-Training
Anti-Delinquenz-Training
Therapeutische Leistungen, wie Familientherapie,
Elternarbeit im stationären Kontext
Bekanntlich gehört in den Methodenkanon der stationären Unterbringung explizite Elternarbeit. Das zentrale Ziel ist es, die Zeit der Unterbringung so kurz wie möglich, aber auch so lang wie erforderlich zu halten. Man weiß heute, dass das Verhalten gefährdeter Kinder und Jugendliche (wie auch das von alltäglich lebenden Menschen) immer in einem sozialen Zusammenhang generiert wird, also grundsätzlich sozial kontextualisiert ist.
Ohne Frage ist demzufolge das, was man ‚Elternarbeit‘ nennt, eminent wichtig. Wir benutzen allerdings nicht gern dieses Wort, weil es Arbeit mit Eltern so impliziert, als ob wir sie durchführen, steuern, veranlassen würden. Lieber ist uns der Ausdruck (und logischer in Bezug auf unseren Namen ‚Communio‘) Zusammenarbeit mit Eltern, die ja auch mit uns arbeiten, uns verändern, zum Beispiel so, dass bloße Routinen nicht funktionieren. Diesen Umständen versuchen wir in unserer eigenen Reflexionsarbeit gerecht zu werden.
Der Ablauf der Zusammenarbeit mit den Eltern verläuft in etwa so:
Zu Beginn besuchen wir die Eltern in ihrem jeweiligen Lebenskontext (meistens im Haushalt, mitunter aber auch dort, wo sie vielleicht selbst untergebracht sind). Wesentlich geht es darum, weitere Informationen über den familiären Hintergrund des Kindes, des Jugendlichen zu gewinnen, aber auch darum, den Eltern zu verdeutlich, dass sie nicht aus dem Lebensspiel ihrer Kinder herausgenommen werden. Die jeweiligen Familien sind relevant für unsere Mandanten, die nicht selten durch die Unterbringung traumatisiert sind.
Darüber hinaus bieten wir einmal im Monat eine ‚Elterngruppe‘ an. Einerseits soll so etwas wie eine Solidargemeinschaft zwischen den Eltern selbst, aber auch mit uns angeregt werden. Andererseits findet mindestens einmal ein Gespräch mit den Eltern und bestimmten Kinder statt, das natürlich auch ein Gespräch der Eltern mit uns ist. Thematisch steht nun im Vordergrund, die aktuelle Lage des Mandanten zu erörtern und Perspektiven zur Inklusion aufzuweisen. Der Bezugsbetreuer ist an diesen Gesprächen beteiligt.
Sollte sich ergeben, dass eine Zusammenarbeit mit den Eltern nicht möglich ist, muss diese Entwicklung im Hilfeplan sehr genau dokumentiert und diskutiert werden. Die Ergebnisse sind in der weiteren Hilfegestaltung zu berücksichtigen. Aber das ist ja selbstverständlich.
Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Flyer: HIER
Tel.: 033932 60 7 13, Fax: 033932 60 7 15, Mobil: 0173 645 1741
Postadresse: Dorfstr. 33, 16833 Stöffin
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