Source: http://csa-austria.com/aktuell/2012/lerle/m-johannes.htm
Timestamp: 2018-01-16 20:50:11
Document Index: 102448089

Matched Legal Cases: ['§ 130', 'BVerG', '§ 106', '§ 93', '§ 93', '§ 93']

Johannes Lerle wurde am 15.März 2012 in Lübeck festgenommen und muß nun eine 16-monatige Haftstrafe absitzen
Telefon: + 49 451 6201-0
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(Wir veröffentlichen nachfolgend aus verschiedenen Quellen Dokumente über den deutschen Lebensrechtler Johannes Lerle. Sie können sich so ein Bild vom Zustand der deutschen "unabhängigen" Justiz machen. Die Inhalte geben nicht in jedem Fall die Meinung der Homepagebetreiber wieder.)
Christlicher Lebensrechtler Johannes Lerle
für 16 Monate hinter Gittern
Ausgerechnet Lerle
Ein schockierendes Strafurteil
Johannes in der Löwengrube
Sie möchten sich gerne selbst davon überzeugen, was Herr Johannes Lerle
geschrieben und veröffentlicht hat?
(Für den Inhalt der Homepage www.johannes-lerle.net ist der Verfasser selbst und nicht die CSA verantwortlich)
Johannes Lerle für 16 Monate im Gefängnis
Am 15.März dieses Jahres wurde Johannes Lerle, ein bekannter evangelischer Streiter für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder, anläßlich einer Verkehrskontrolle in Lübeck festgenommen. Johannes Lerle war im Juni 2007 vom Amtsgericht Erlangen zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten ohne Bewährung verurteilt und hatte sich seitdem des Haftantritts entzogen.
In der Anklageschrift hieß es:
„Der Angeschuldigte verfaßte verschiedene Schriften und Flugblätter, die er unter anderem als Domain-Inhaber (http://www.johannes-lerle.de) zugänglich machte. Ins Internet gestellt wurden vom Angeschuldigten unter anderem die Schriften: ´Wieder Christenverfolgung in Deutschland‘ und ‚War Jesus Christus ein Volksverhetzer‘“
Aus diesen genannten mehrseitigen Schriften meinte die Staatsanwaltschaft eine Holocaust-Leugnung entdeckt zu haben.
Der Vorwurf der Holocaustleugnung (§ 130 StGB) erklärt sich folgendermaßen:
Auf Lerles Verfassungsbeschwerde wegen seiner Verurteilung wegen Beleidigung des Tötungsspezialisten für ungeborene Kinder, Dr. Freudemann, nahm das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) seine Beschwerde nicht an und begründete dies wie folgt:
„Auch der Kampf gegen ein vermeintliches Unrecht (Anm.: in Bezug auf die Tötung ungeborenen Kinder (Abtreibung) gibt dem Beschwerdeführer (Anm.: Johannes Lerle) nicht das Recht, seinerseits anderen Unrecht anzufügen“.(1 BvR 1204/99)
Sogar der damalige Präsident des BVerG., Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier (CSU), war einer der drei unterzeichneten Richter. Die Verharmlosung der vorgeburtlichen, rechtswidrigen Kindestötung als vermeintliches Unrecht wollte Lerle so nicht stehen lassen. Damit die hohen Herrn Staatsanwälte und Richter leichter erkennen, das Mord Mord ist und jeder Mensch ein uneingeschränktes Lebensrecht hat, setzte er die vorgeburtliche Tötung (Abtreibung) mit der nachgeburtlichen Tötung (Auschwitzopfer) in Bezug. (nachzulesen unter www.johannes-lerle.net)
Da Lerle bereits mehrmals verurteilt worden ist, teilweise auf Bewährung, galt er als „unverbesserlich“, was die hohe Haftstrafe erklärt. So wurde Lerle z.B. wegen Beleidigung verurteilt, weil er die beiden größten deutschen Abtreiber, Friedrich Andreas Stapf (Stuttgart und München, hat ca. 60.000 ungeborene Kinder getötet) und Andreas Freudemann (Nürnberg, hat ca. 40.000 ungeborene Kinder getötet) mit „Berufs-Killer“ titulierte. Hätten Richter und Staatsanwälte die Hintergründe seines öffentlichen Widerstandes gegen das massenhafte Töten der wehrlosen, unschuldigen ungeborenen Kinder besser studiert, wäre Lerles Lauterkeit zu erkennen gewesen. Doch Studierte denken oft anders … und Richter und Staatsanwälte? Sie sind in ihren Entscheidungen angeblich frei und ungebunden, aber de facto sind viele von ihnen weisungsgebunden! … und da muß man sich nicht wundern.
Johannes Lerle benötigt unsere Hilfe, um durchhalten zu können und nicht zu verbittern.
Ich war ebenfalls schon einige Tage im Gefängnis und kann mir gut vorstellen, wie hart es ist, für 16 Monate letztendlich unschuldig im Knast einsitzen zu müssen.
Bitte begleiten Sie Herrn Johannes Lerle in Ihren Gebeten oder schicken ihm einen Brief oder eine Karte. Wenn Sie dem Brief Briefmarken (max. 10 Stück) beifügen, wird er sich besonders freuen.
Theologe soll ein Jahr ohne Bewährung sitzen:
Die 1981 angelegte „OPK-Akte ‚Drucker’“ (OPK=Operative Personenkontrolle) des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit über den seinerzeitigen Theologie-Studenten Johannes Lerle. Der Versuch, abweichende Meinungen zu äußern, stand in der DDR als „staatsfeindliche Hetze“ (§ 106 StGB) unter Strafe. Lerle war verdächtig und wurde intensiv bespitzelt, weil „er Vervielfältigungen von kirchlichem Schriftgut ohne staatliche Genehmigung anfertigt und verschickt“.
Wann ich das erste Mal mit ihm telefonierte, weiß ich nicht mehr. Es ist bestimmt zehn Jahre her. Vom praktischen Standpunkt aus tat mir Johannes Lerle schon damals leid. Und das ist gewiss nicht herablassend gemeint. Er tat mir leid, weil er so gar nicht in der Lage ist, seinen Vorteil zu suchen. Weil ihm trotz seiner Intelligenz jede Form von Schlauheit fehlt. Er ist furchtbar ungeschickt; sagt einfach, wovon er überzeugt ist. Bereits als Schüler in Halle war er 1965 in Schwierigkeiten geraten, weil er die Mitgliedschaft in der DDR-Staatsjugend FDJ ablehnte und sich mit einem Aufsatz politisch in die Nesseln setzte.
Wenn er einen Brief verschickt, dann steht da nur „Johannes Lerle“, obwohl er 1988 an der Universität Erlangen mit einer Arbeit über die Theologie August Ebrards zum Dr. theol. promoviert worden war. Wenn man ihm rät, seinen akademischen Grad zu führen, reagiert Johannes Lerle verständnislos. Warum sollte er? Er hat ganz andere Sorgen. Er will nicht gut dastehen, will niemanden beeindrucken. Er will einfach Gottes Weg folgen.
Wir anderen sind auch auf manchen Widerspruch gestoßen, manches Unrecht hat uns umgetrieben, das so nicht einfach hingenommen werden sollte. Aber wir haben uns meist rasch wieder abgewandt. Positiv denken, heißt die Devise. Nicht zu grundsätzlich werden. Sich nicht verrennen. Sich nicht aufreiben. Alles Maximen einer Lebensklugkeit, die Johannes Lerle fremd ist. Er will nämlich immer noch nur Gottes Weg folgen.
Prozess in Erlangen
Anfang Juni rief er mich an und machte mich darauf aufmerksam, dass ihm am 14. des Monats in Erlangen der Prozess gemacht würde. Ob ich darüber nichts berichten möchte? Ich hatte anderes zu tun, denn als Prozessbeobachter nach Erlangen zu fahren. Doch ich wünschte ihm viel Glück. Wie früher, kamen wir rasch auf alle möglichen Themen zu sprechen. Er beklagte das – ich zitiere – „Raubmördertum“, das sich von „Friedrich dem Zweiten” von Preußen über Bismarck bis hin zu Hitler durch die deutsche Geschichte gezogen habe. Ich widersprach ihm. Bismarck habe doch Maß zu halten gewusst und das Reich für „saturiert“ erklärt. Na gut, sicher, der sei schon etwas besser gewesen, ließ sich Lerle herbei. Aber dieser unsägliche Hitler. Lerle war nicht mehr zu bremsen, so groß war seine Empörung bei dem Thema. Es klang wie aus den eindringlichen „Tag- und Nachtbüchern“ Theodor Haeckers: Sünde, Götzen, die Macht des Bösen...
Kurz und gut: Ich empfahl Dr. Lerle, seine Ansichten vom „Raubmördertum“ und alles weitere, was er mir gerade eröffnet hatte, so dem Amtsgericht vorzutragen, damit man ihn und seine durch und durch antinazistische Einstellung besser einschätzen kann. Dr. Lerle meinte, das sei dort nicht der Punkt. Ihm fehlt eben jede Schlauheit.
Warum regt er sich denn so auf?
Jetzt lese ich, dass Johannes Lerle vom Amtsgericht Erlangen zu einem Jahr Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt worden ist. Noch nicht rechtskräftig. Wegen Verharmlosung unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangener Völkermordhandlungen. Mein Gott, ausgerechnet Lerle. Ob die Richterin sich bewusst war, wen sie da einrücken lassen will? Der Lerle mag aus der Sicht mancher Zeitgenossen ja etwas verrückt sein. Warum regt er sich denn wegen der paar hunderttausend Abtreibungen jährlich so auf? Warum lenkt er sich nicht ein bisschen ab? Er könnte ja mal mit einem Ferienbomber meinetwegen auf Ibiza oder sonstwo einfallen und dort die Seele baumeln lassen – so wie das richtige Stützen der Gesellschaft tun. Aber dazu fehlt dem Johannes Lerle jedes Talent. Leider.
Zur Last gelegt wurde ihm ein Text, der mit den Worten „Der Völkermord der Nationalsozialisten ist inzwischen eindeutig Geschichte“ beginnt. Mit dem Dritten Reich hat er ja nichts, aber auch gar nichts am Hut. Siehe oben. Lerle kommt nur nicht damit klar, dass es ihm verboten sein soll, mit seinen Schriften – O-Ton Lerle – „Menschen von dem Verbrechen des Kindermordes abzuhalten und auf Jesus Christus hinzuweisen, ohne dabei den eigentlichen Sachverhalt, dass ein Mensch getötet wird, zu verschleiern“. Er ist nämlich bereits wegen Beleidigung eines Mediziners verurteilt, der sich auf Abtreibungen spezialisiert und Zehntausende vorgenommen hat und den Lerle als „Berufskiller“ bezeichnet hatte.
Wie ein mittelalterlicher Scholar
Wie ein mittelalterlicher Scholar bedient sich derselbe Lerle auf durchaus verzwickte Weise der Waffen von Grammatik und Logik. Manchmal greift er Begriffe aus anderen Zusammenhängen auf, wirbelt damit umeinander. Ein argumentum ad absurdum hier, eine rhetorische Frage da. In dem Zuge hat er ein paar Vergleiche und Erwägungen angestellt und in diese offenbar auch die alleroffenkundigsten Tatsachen miteinbezogen. Das wäre freilich höchst verdächtig – wenn ich nicht hundertprozentig wüsste, dass dem Johannes Lerle nicht das Geringste daran liegt, den „Raubmörder“ Hitler zu entlasten!
Ich bin ja so naiv, an den liberalen Rechtsstaat zu glauben – aber bei Fällen wie dem des Johannes Lerle stellt man fest, wie weit wir davon entfernt sind.
Quelle: http://www.gerhardfrey.de/-/Ausgerechnet_Lerle.html
Der Text der Flugblätter paßt nicht zu dem freundlichen Lächeln, mit dem Johannes Lerle seine Botschaft weitergibt:
"Kindermord im Klinikum Nord"
steht da in großen schwarzen Buchstaben, und
"Dr. Freudemann tötet Kinder".
Dr. Andreas Freudemann, der im Klinikum praktiziert, wird im Text als Folterknecht dargestellt:
"Seine Opfer werden zu Tode gequält und in Stücke gerissen
- eine Horrorvision des Grauens, schlimmer als im KZ."
Zum Beweis sind schockierende Fotos abgedruckt: Aufnahmen von kleinen Ärmchen, kleinen Beinchen, von einem winzigen Rumpf.
"So wird gemordet."
Wenn Sie den ganzen Bericht der Zeitschrift "Spiegel" vom
Januar 1999 lesen möchten, klicken Sie bitte hier
- 1 BvR 1204/99 -
des Herrn Dr. Johannes Ler1e,
Brüxer Straße 25, Erlangen,
a) den Beschluß des Bayerischen Obersten Landesgerichts vom 22. Juni 1999 5St RR 97/99 -,
b) das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth vom 24. November 1998 - 8 Ns 404 Js 43127/97 -,
c) das Urteil des Amtsgerichts Nürnberg vom 11. März 1998 - 45 Cs 404 is 43127/97
hat die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch den Vizepräsidenten Papier und die Richter Grimm, Hömig gemäß § 93 b in Verbindung mit § 93 a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 6. September 1999 einstimmig beschlossen:
Die Verfassungsbeschwerde hat keine grundsätzliche Bedeutung (§ 93 a Abs. 2 Buchstabe a BVerfGG). Die von ihr aufgeworfenen Fragen sind in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts geklärt (vgl. zusammenfassend BVerfGE 93, 266 <292 ff.>). Ihre Annahme ist auch nicht zur Durchsetzung der Grundrechte des Beschwerdeführers angezeigt (§ .93 a Abs.2 Buchstabe b BVerfGG). Für den behaupteten Verstoß gegen das Grundrecht der Meinungsfreiheit und die weiteren als verletzt gerügten Grundrechte des Beschwerdeführers ist nichts hervorgetreten. Auch der Kampf gegen ein vermeintliches Unrecht gibt dem Beschwerdeführer nicht das Recht, seinerseits anderen Unrecht zuzufügen.
gez. Papier gez. Grimm gez. Hömig