Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=16.07.2002&Aktenzeichen=2%20BvR%201912/98
Timestamp: 2019-06-18 17:47:49
Document Index: 51584494

Matched Legal Cases: ['§ 12', 'Art 3', 'Art. 3', 'Art. 33', '§ 12', '§ 4', 'Art. 3', 'Art. 3']

BVerfG, 16.07.2002 - 2 BvR 1912/98 - dejure.org
https://dejure.org/2002,2738
BVerfG, 16.07.2002 - 2 BvR 1912/98 (https://dejure.org/2002,2738)
BVerfG, Entscheidung vom 16.07.2002 - 2 BvR 1912/98 (https://dejure.org/2002,2738)
BVerfG, Entscheidung vom 16. Juli 2002 - 2 BvR 1912/98 (https://dejure.org/2002,2738)
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Ausschluss der Zahlung von Auslandstrennungsgeld gem ATGV § 12 Abs 1 bei Abordnung beider Ehegatten an unterschiedliche Auslandsdienstorte mit GG Art 3 Abs 1 vereinbar
Bundesbeamte - Auslandstrennungsgeld - Gleichheitsgrundsatz - Grundsätzliche Bedeutung - Aussicht auf Erfolg - Versagung von Sonderurlaub - Subsidiaritätsgrundsatz
GG Art. 3 Abs. 1, Art. 33; ATGV § 12 Abs. 1 S. 1
VG Ansbach, 28.04.1998 - AN 17 K 98.00013
VG Ansbach, 19.06.1998 - AN 17 K 98.00013
VGH Bayern, 18.09.1998 - 3 ZB 98.1978
FamRZ 2002, 1464
DVBl 2002, 1622
Zu den Mehrkosten, deren Abgeltung das Auslandstrennungsgeld (in Form der Entschädigung für getrennte Haushaltsführung) bezweckt vgl. außerdem BVerfG, Kammerbeschluss vom 16. Juli 2002 - 2 BvR 1912/98 -, ZBR 2002, 432 (…juris Rn. 14), sowie Ziffer 1.2.1 der Erläuterungen und Hinweise des Auswärtigen Amtes zur Durchführung der Verordnung über das Auslandstrennungsgeld, Rundschreiben des Auswärtigen Amtes vom 2. Januar 1998 - 113-310-131.10 -, GMBl.
Zum weiten Gestaltungsspielraum des Gesetz- bzw. Verordnungsgebers bei der Regelung besoldungsrechtlicher Fragen vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 16. Juli 2002 - 2 BvR 1912/98 -, a.a.O., m.w.N.
- die Bewertung des Rechtsstandpunkts des Berufungsgerichts zur Nichtanwendbarkeit des § 4 ATGV im Hinblick auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Juli 2002 2 BvR 1912/98 ZBR 2002, 432 als problematisch (Abschnitt 1. a) S. 4 f. der Beschwerdebegründung),.
In diesem Rahmen muß er nach dem Gleichheitssatz im wohlverstandenen Sinn der ihm erteilten Ermächtigung handeln und hat sich von sachfremden Erwägungen freizuhalten vgl. u.a. BVerfG, Beschluß vom 16.7.2002, ZBR 2002, 432 (433).
Der Gesetzgeber hat die Grenzen der ihm zustehenden weiten Gestaltungsfreiheit - mit der Folge einer Verletzung des Art. 3 Abs. 1 GG - erst überschritten, wenn die ungleiche Behandlung der geregelten Sachverhalte mit Gesetzlichkeiten, die in der Natur der Sache selbst liegen, und mit einer am Gerechtigkeitsgedanken orientierten Betrachtungsweise nicht mehr vereinbar ist, d.h. wenn die gesetzliche Differenzierung sich -- sachbereichsbezogen - nicht auf einen vernünftigen rechtfertigenden Grund zurückführen lässt (BVerfG, Beschl. v. 16.7.2002 - 2 BvR 1912/98 - m.w.Nachw.).
Er hat die Grenzen seines Gestaltungsspielraumes - mit der Folge einer Verletzung des Art. 3 Abs. 1 GG - erst überschritten, wenn die ungleiche Behandlung der geregelten Sachverhalte mit Gesetzlichkeiten, die in der Natur der Sache selbst liegen, und mit einer am Gerechtigkeitsgedanken orientierten Betrachtungsweise nicht mehr vereinbar ist, d.h. wenn die gesetzliche Differenzierung sich - sachbereichsbezogen - nicht auf einen vernünftigen rechtfertigenden Grund zurückführen lässt (BVerfG, B. v. 29.03.2017 - 2 BvL 6/11 und BVerfG, Nichtannahmebeschluss v. 16.07.2002 - 2 BvR 1912/98, m. w. N., zitiert nach juris).