Source: https://www.anwalt24.de/urteile/bgh/2014-04-09/anwz-_brfg_-1_14
Timestamp: 2017-09-22 03:39:45
Document Index: 338748851

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 124', '§ 14', '§ 112', '§ 124', 'BGH', 'BGH', '§ 14', '§ 14']

BGH, 09.04.2014 - AnwZ (Brfg) 1/14 - Widerruf der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft wegen Vermögensverfalls | anwalt24.de
Beschl. v. 09.04.2014, Az.: AnwZ (Brfg) 1/14
Referenz: JurionRS 2014, 14182
AGH Baden-Württemberg - 06.11.2013 - AZ: AGH 16/13 (I)
§ 124 Abs. 2 Nr. 1, 3, 5 VwGO
§ 14 Abs. 2 Nr. 7 Hs. 1 BRAO
Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser, die Richterin Lohmann, den Richter Seiters sowie den Rechtsanwalt Dr. Braeuer und die Rechtsanwältin Schäfer
am 9. April 2014 beschlossen:
2. Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung (§ 112e Satz 2 BRAO, § 124 Abs. 2 Nr. 3 VwGO). Dieser Zulassungsgrund ist gegeben, wenn der Rechtsstreit eine entscheidungserhebliche, klärungsbedürftige und klärungsfähige Rechtsfrage aufwirft, die sich in einer unbestimmte Vielzahl von Fällen stellen kann und deshalb das abstrakte Interesse der Allgemeinheit an einer einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts berührt (BGH, Beschluss vom 27. März 2003 - V ZR 291/02, BGHZ 154, 288, 291; BVerfG, NVwZ 2009, 515, 518 [BVerfG 21.01.2009 - 1 BvR 2524/06]; BVerwG, NVwZ 2005, 709 [BVerwG 30.03.2005 - BVerwG 1 B 11.05]). Der Kläger verweist auf die Ausführungen von Römermann, AnwBl. 2005, 178 ff., 181, der die Senatsrechtsprechung zu § 14 Abs. 2 Nr. 7 BRAO in Zweifel zieht; eine Gefährdung der Interessen der Rechtsuchenden soll danach nur bei Vorliegen konkreter Indizien anzunehmen sein. Eine klärungsbedürftige Rechtsfrage wird damit nicht aufgezeigt; der Senat legt die Vorschrift des § 14 Abs. 2 Nr. 7 BRAO in Kenntnis der gelegentlich von Römermann und anderen geäußerten Kritik in ständiger Rechtsprechung so wie oben dargestellt aus.