Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20114,%209
Timestamp: 2020-01-19 04:07:40
Document Index: 124463626

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1191', '§ 9', '§ 11', 'BGH', '§ 11', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 812', '§ 11', 'BGH']

BGH, 05.03.1991 - XI ZR 75/90 - dejure.org
https://dejure.org/1991,181
BGH, 05.03.1991 - XI ZR 75/90 (https://dejure.org/1991,181)
BGH, Entscheidung vom 05.03.1991 - XI ZR 75/90 (https://dejure.org/1991,181)
BGH, Entscheidung vom 05. März 1991 - XI ZR 75/90 (https://dejure.org/1991,181)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1991,181) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGB § 1191; AGBGB § 9 Abs. 2 Nr. 1, § 11 Nr. 15
Formularklauseln - Eigentümer einer Grundschuld - Bestellung der Grundschuld - Sicherung von Forderungen - Persönliche Haftung - Inhaltskontrolle
Unwirksamkeit der formularmäßigen persönlichen Haftungsübernahme bei Grundschuldbestellung für einen Dritten
Unangemessene Haftungserweiterung durch formularmäßige persönliche Haftung des Sicherungsgebers neben Grundschuldbestellung für Forderungen gegen einen Dritten
Zur persönlichen Haftungsübernahme durch AGBs in der Grundschuldbestellungsurkunde
LG Nürnberg-Fürth, 30.03.1989 - 14 O 8306/88
OLG Nürnberg, 25.01.1990 - 8 U 1544/89
BGHZ 114, 9
NJW 1991, 1677
NJW-RR 1991, 1071 (Ls.)
ZIP 1991, 503
MDR 1991, 841
DNotZ 1992, 91
WM 1991, 758
BB 1991, 1077
BB 1991, 2034
DB 1991, 2232
Die Frage, ob es sich überhaupt um eine Beweislastklausel im Sinne der §§ 11 Nr. 15 a AGBG, 309 Nr. 12 a BGB handeln würde, wenn die Veränderung der Beweislast lediglich die Folge der Verweisung des Kunden auf einen Rückforderungsprozeß wäre, kann hier offenbleiben (verneint für die Abgabe eines vorformulierten abstrakten Schuldversprechens von BGHZ 99, 274, 284 f.; 114, 9, 12).
Es entspricht jahrzehntelanger Praxis, daß sich der mit dem persönlichen Kreditschuldner identische Grundschuldbesteller bei Bankdarlehen regelmäßig der Zwangsvollstreckung in sein gesamtes Vermögen unterwerfen muß; eine unangemessene Benachteiligung des Schuldners liegt darin nicht (BGHZ 99, 274, 282; Senatsurteil BGHZ 114, 9, 12 f.).
Mithin wird die Unangemessenheit einer Regelung nicht dadurch in Frage gestellt, dass entsprechende Klauseln weithin üblich (BGH, Urteile vom 5. März 1991 - XI ZR 75/90, BGHZ 114, 9, 15; vom 17. Januar 1989 - XI ZR 54/88, BGHZ 106, 259, 267 m.w.N.) oder über lange Zeit unbeanstandet geblieben sind (BGH, Urteil vom 18. Januar 1996 - IX ZR 69/95, BGHZ 132, 6, 12).
Es entspricht jahrzehntelanger Praxis, daß sich der mit dem persönlichen Kreditnehmer identische Grundschuldbesteller bei Bankschulden regelmäßig der Zwangsvollstreckung in sein gesamtes Vermögen unterwerfen muß; eine unangemessene Benachteiligung des Schuldners liegt darin nicht (BGHZ 99, 274, 282; Senatsurteile BGHZ 114, 9, 12 f., vom 26. November 2002 - XI ZR 10/00, WM 2003, 64, 65 f. und vom 28. Oktober 2003 - XI ZR 263/02, Urteilsumdr. S. 8; siehe auch BGH, Urteil vom 22. Oktober 2003 - IV ZR 398/02, Urteilsumdr. S. 12).
Das deklaratorische Schuldanerkenntnis läßt sich mit der Erteilung eines abstrakten Schuldanerkenntnisses, welches trotz seiner Beweislastwirkung im Rahmen von § 812 Abs. 2 BGB mit § 11 Nr. 15 AGBG vereinbar ist (vgl. BGHZ 99, 274, 284 f; 114, 9, 12), auch vor dem Hintergrund des AGB-Gesetzes nur bedingt vergleichen.
OLG Köln, 20.02.2002 - 13 U 188/01
OLG Brandenburg, 14.06.2012 - 5 U 59/11
Darlehensvertrag: Zurückbehaltungsrecht in Bezug auf die Tilgung bei Streit über …
OLG Hamm, 18.07.2002 - 5 W 52/02
OLG München, 13.07.1993 - 25 U 1642/93
Wirksamkeit einer vom Sicherungsgeber vorgenommenen Tilgungsbestimmung