Source: https://www.finma.ch/de/bewilligung/versicherungsvermittler/vermittlerportal/dokumentation/vermittlertaetigkeit-in-liechtenstein
Timestamp: 2019-04-21 12:04:49
Document Index: 381904215

Matched Legal Cases: ['Art. 184', 'Art. 186', 'Art. 185', 'Art. 189', 'Art. 137', 'Art. 189']

FINMA - Vermittlertätigkeit in Liechtenstein
Vermittlertätigkeit in Liechtenstein
Schweizer Versicherungsvermittler, welche gestützt auf das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Fürstentum Liechtenstein betreffend die Direktversicherung sowie die Versicherungsvermittlung (SR 0.0961.514) grenzüberschreitend die Versicherungsvermittlung betreiben wollen, benötigen einen gültigen Registereintrag im Schweizer Versicherungsvermittler-Register. Die Eintragungspflicht gilt bei grenzüberschreitender Tätigkeit im Fürstentum Liechtenstein sowohl für ungebundene als auch für gebundene Versicherungsvermittler.
Um grenzüberschreitend im Fürstentum Liechtenstein tätig zu sein, hat ein Versicherungsvermittler folgende Registervoraussetzungen zu erfüllen:
über eine ausreichende fachliche Qualifikation zu verfügen (Art. 184 AVO)
eine Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen oder gleichwertige finanzielle Sicherheit geleistet zu haben (Art. 186 AVO)
die persönlichen Voraussetzungen nach Art. 185 AVO zu erfüllen, d.h. insbesondere keine strafrechtliche Verurteilung in der Schweiz oder im Ausland wegen Handlungen, die mit der Versicherungsvermittlungstätigkeit nicht zu vereinbaren und deren Eintrag ins Strafregister nicht gelöscht sind.
Dauernde Einhaltung der Registrierungsvoraussetzungen
Die registrierten Versicherungsvermittler müssen die Registrierungsvoraussetzungen dauernd einhalten und haben der FINMA nach Art. 189 Abs. 1 AVO innert 14 Tagen allfällige Änderungen mitzuteilen. Registrierte Versicherungsvermittler sind insbesondere verpflichtet, die FINMA über rechtskräftige Verurteilungen wegen strafbarer Handlungen gegen das Vermögen nach Art. 137-172ter StGB sowie über das Vorliegen von Verlustscheinen zu informieren (Art. 189 Abs. 1 Bst. i und k AVO).
Geldwäschereiunterstellung bei der Entgegennahme von Geldern (insbesondere beim Prämieninkasso)
Nehmen Versicherungsvermittler fremde Gelder entgegen (insbesondere Prämieninkasso), findet in der Schweiz das Geldwäschereigesetz auf sie Anwendung und sie haben sich der Geldwäschereiaufsicht zu unterstellen, sei es durch Anschluss an eine Selbstregulierungsorganisation (SRO) oder durch Bewilligung der FINMA als ihr direkt unterstelltes Finanzinstitut (DUFI).