Source: http://lexbrowser.provinz.bz.it/doc/de/cc-2008_2/kollektivvertrag_vom_22_april_2008.aspx?view=1
Timestamp: 2020-06-06 18:10:09
Document Index: 30823479

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7']

Lexbrowser - j') Kollektivvertrag vom 22. April 2008 1)
Landesgesetzgebung Landesämter und Personal Kollektivverträge Kollektivvertrag vom 22. April 2008
j') Kollektivvertrag vom 22. April 2008 1)
Landeskollektivvertrag für die Inspektoren/Inspektorinnen der Schulen der Provinz Bozen2008 für die Jahre 2003-20082
Veröffentlicht im A.Bl. vom 6. Mai 2008, Nr. 19.
Art. 1 (Vertragszeitraum)
(1) Dieser Landeskollektivvertrag (LKV) betrifft den Zeitraum vom 1. September 2003 bis zum 31. August 2008 sowohl für den normativen als auch für den wirtschaftlichen Teil.
(2) Die Auswirkungen beginnen ab dem Tag nach der Unterfertigung zu laufen, soweit im Vertrag selbst nicht anders bestimmt wird.
(3) Nach Ablauf des Vertragszeitraumes verlängert sich dieser Vertrag stillschweigend von Schuljahr in Schuljahr, sofern eine der Vertragsparteien diesen nicht mittels Einschreiben wenigsten drei Monate vor der jeweiligen Fälligkeit aufkündigt. Im Falle der Kündigung bleiben die Vertragsbestimmungen bis zum nächsten Kollektivvertrag weiterhin in Kraft.
(4) Zwecks Vermeidung von Vertragsvakanzen sind die Forderungen für Vertragsverhandlungen drei Monate vor Vertragsfälligkeit vorzulegen. Während dieses Zeitraumes und der darauf folgenden Monats ergreifen die Vertragsparteien weder einseitige Maßnahmen noch unternehmen sie direkte Handlungen.
Art. 2 (Fortbildung der Inspektoren/Inspektorinnen)
(1) Wenn die Verwaltung die effektive Verbindung der vom Inspektor/von der Inspektorin gemäß Absatz 2 des Art. 6 des LKV vom 3. Oktober 2002 besuchten Weiter- bzw. Fortbildungsmaßnahme mit seiner/ihrer Diensttätigkeit und seinem/ihrem Auftrag anerkennt, übernimmt sie die gesamten belegten Ausgaben.
(2) Unbeschadet der Bestimmungen laut Absatz 1, finden für die Inspektoren/innen die zusätzlichen Begünstigungen im Bereich der Fortbildung Anwendung, die für die Führungskräfte des Landes vorgesehen sind.
Art. 3 (Funktionsgehalt)
(1) Mit Wirkung ab dem Schuljahr 2006/2007 wird für die Berechnung des individuellen Funktionsgehaltes jedem Inspektor/jeder Inspektorin vom zuständigen Schulamtsleiter/von der zuständigen Schulamtsleiterin die Landesfunktionszulage zuerkannt. Diese Landesfunktionszulage wird unter Anwendung der Koeffizienten von mindestens 1,4 und höchstens 1,8, nach den vom jeweiligen Schulamtsleiter vorherbestimmten Kriterien und berechnet auf die jährliche Besoldung der achten Funktionsebene, zweite Gehaltsklasse, der unteren Besoldungsstufe des Landespersonals berechnet.
(2) Mit Wirkung ab 1. September 2006 wird der Koeffizient für die Zuerkennung der Landesfunktionszulage, wie bereits für jeden Inspektor/Inspektorin festgelegt, um 0.10 erhöht.
(3) Jede weitere Festlegung des Koeffizienten gemäß Absatz 1 muss unter Einhaltung des von der Landesregierung je Schulamt festgelegten durchschnittlichen Koeffizienten erfolgen.
Art. 4 (Ergebnisgehalt)
(1) Mit Wirkung vom Schuljahr 2006/2007 wird den Inspektoren/In spektorinnen ein Ergebnisgehalt ausbezahlt, das nicht mehr als 33 % der gemäß Artikel 3 zuerkannten Landesfunktionszulage ausmachen kann und das vom/von der zuständigen Schulamtsleiter/Schulamtsleiterin in Folge der jährlichen Bewertung zuerkannt wird.
(2) Das Ergebnisgehalt gemäß Absatz 1 kann vom/von der Schulamtsleiter/ Schulamtsleiterin verweigert oder im reduzierten Ausmaß gewährt werden, falls die Erfüllung der Führungsaufgaben mit nicht zufriedenstellend bewertet wird.
(3) Das Ergebnisgehalt gemäß Absatz 1 steht auch dem Personal zu, das wegen Krankheit abwesend ist, sich in verpflichtender Arbeitsenthaltung wegen Mutterschaft oder im bezahlten Wartestand für Gewerkschaftsfunktionäre befindet und auch jenem, das an das Land abgeordnet ist.
(4) Das Ergebnisgehalt beinhaltet auch die Vergütung für eventuelle Überstundenleistung. Diese Regelung gilt auch für die Fälle gemäß Absatz 2.
Art. 5 (Zweisprachigkeitszulage)
(1) In Bezug auf die Ausbezahlung der Zweisprachigkeitszulage finden auch für die Inspektorinnen und Inspektoren die Artikel 2, Absatz 1 u. 2, und 5, Absatz 1, sowie der Artikel 7, Absatz 5 u. 6 des Landeskollektivvertrages für Schulführungskräfte der Provinz Bozen vom 08. Oktober 2007 Anwendung.
(2) Die Regelung gemäß Absatz 1 wird nicht auf das Lehrpersonal mit Inspektionsauftrag angewandt.
Art. 6 (Inspektionsfunktion)
(1) Die Inspektionsfunktion besteht im besonderen in der Durchführung der in der Anlage A zu diesem Vertrag aufgelisteten Tätigkeiten.
Art. 7 (Übergangsbestimmung zur Neuberechnung der Laufbahn)
(1) Für die Zuerkennung der Gehaltsposition kommt die vom geltenden bereichsübergreifenden Kollektivvertrag vorgesehene Regelung über die berufliche Entwicklung zur Anwendung. Als Ausgangsposition für die Weiterentwicklung gilt die den Inspektoren/ Inspektorinnen der Stammrolle auf Grund der Vergleichstabelle laut Anlage 1 des Landeskollektivvertrages vom 3. Oktober 2002 am 1. April 1998 nach Klassen und Vorrückungen zugewiesene Gehaltsposition.
(2) Die vom Absatz 1 vorgesehene Neuberechnung der Laufbahn erfolgt mit Wirkung ab 1. September 2003.
(1) Mit Inkrafttreten dieses Vertrages und seiner einzelnen Bestimmungen erlischt die Anwendung der Bestimmungen, die mit ihm unvereinbar sind und insbesondere Absatz 2, Artikel 4 des Landeskollektivvertrages vom 3. Oktober 2002 für die Inspektoren/Inspektorinnen der Schulen der Provinz Bozen für die Jahre 2000-2003.
(2) Unbeschadet der Bestimmungen gemäß vorhergehendem Absatz 1 bleiben die restlichen Bestimmungen des LKV vom 3. Oktober 2002 weiterhin aufrecht, wobei bei den Bezügen auf die Bestimmungen des Gesamtstaatlichen Kollektivvertrages (GSKV) die entsprechenden neuen Bestimmungen des geltenden GSKV Anwendung finden.
Bildungs- und Qualitätsmanagement
Beobachtung und vertiefte Analyse von nationalen und internationalen Entwicklungen im Bildungsbereich
Ausarbeitung von Vorschlägen zur Anpassung und Umsetzung der von Landes- und Staatsbestimmungen vorgesehenen Reformvorhaben, Bildungsmaßnahmen und Prüfungsverordnungen
Konzeptentwicklung zur Erhebung, Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität des Unterrichts und der Bildungsangebote
Konzeptentwicklung zur Förderung von Innovationsvorhaben und Ausarbeitung von Projekten im Bereich der Schulentwicklung
Mitarbeit bei der Konzeptentwicklung und der Durchführung von Erhebungen, Studien und Forschungsprojekten und fachliche Beratung für den zuständigen Schulamtsleiter/die zuständige Schulamtsleiterin, auch in Zusammenarbeit mit den Universitäten und anderen Forschungszentren auf Landes- und Staatsebene sowie im Ausland
Aufbau von Netzwerken und Unterstützungssystemen und deren Management
Zusammenarbeit mit dem Unterrichtsministerium, mit den Inspektoren/Inspektorinnen auf Staatsebene und im Ausland
Aufsicht und Unterstützung der Abschlussprüfungen an Mittel- und Oberschulen
Bewertung des Dienstes der Schulführungskräfte gemäß den geltenden Bestimmungen
Durchführung von Inspektionen und Überprüfungen im Auftrag des zuständigen Schulamtsleiters/der zuständigen Schulamtsleiterin
Bearbeitung von Eingaben und Anfragen im Auftrag des zuständigen Schulamtsleiters/der zuständigen Schulamtsleiterin
Planung und Durchführung von Ausbildungslehrgängen zur Aufnahme des Führungspersonals
Förderung, Anregung, Koordinierung und Begutachtung der berufsbegleitenden Aus- und Fortbildung des Führungs- und Lehrpersonals aller Schulstufen
Begleitung und Unterstützung der Schulführungskräfte und Lehrpersonen unter anderem im Berufsbildungsjahr
Einsetzung und Koordinierung von Arbeitsgruppen, Konzeptentwicklung für Tagungen, Dienstbesprechungen, Informationsveranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit für alle Schulpartner