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Timestamp: 2016-10-23 01:34:00
Document Index: 326091363

Matched Legal Cases: ['Art. 44', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

8C_148/2014 (29.08.2014)
8C_148/2014 � � Urteil vom 29. August 2014
Die 1963 geborene A.________ war zuletzt als Service-Aushilfe im Hotel Restaurant B.________ erwerbst�tig gewesen, als sie sich am 16. Januar 2008 unter Hinweis auf einen am 29. September 2006 erlittenen Unfall bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete. Am 17. Februar 2009 erteilte die IV-Stelle der Versicherten Kostengutsprache f�r die Kosten des Diplomlehrganges "Ern�hrungsberatung" f�r die Zeit vom 1. Februar 2008 bis 30. April 2009. Nach medizinischen Abkl�rungen und Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens verneinte die IV-Stelle mit Verf�gung vom 25. Februar 2011 einen Rentenanspruch der Versicherten bei einem Invalidit�tsgrad von 10 %. Nachdem diese Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben hatte, widerrief die IV-Stelle am 6. Mai 2011 diese Verf�gung und ordnete am 9. Mai 2011 eine Begutachtung durch die MEDAS an. Die Gutachter erstatteten ihre Expertise am 23. Februar 2012. Nach Durchf�hrung eines zweiten Vorbescheidverfahrens verneinte die IV-Stelle mit Verf�gung 30. Juli 2012 bei einem Invalidit�tsgrad von nunmehr 33 % erneut einen Rentenanspruch.
Die von A.________ hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 29. Januar 2014 in dem Sinne teilweise gut, als es der Versicherten f�r die Dauer vom 1. September 2007 bis Ende Mai 2008 eine ganze Rente und mit Wirkung ab 1. November 2010 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zusprach.
2.3.�Streitig und zu pr�fen ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, als sie der Beschwerdegegnerin ab 1. November 2010 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zusprach. Letztinstanzlich nicht mehr umstritten ist demgegen�ber die Zusprache einer ganzen Invalidenrente f�r die Zeit vom 1. September 2007 bis 31. Mai 2008.
3.1.�Das kantonale Gericht hat in umfassender W�rdigung der medizinischen Akten, insbesondere gest�tzt auf das Gutachten der MEDAS vom 23. Februar 2012 f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich festgestellt, dass die Versicherte ab November 2010 in einer ihrem Leiden angepassten T�tigkeit lediglich zu 75 % arbeitsf�hig ist. Hinsichtlich der Feststellung des medizinischen Sachverhaltes best�tigte die Vorinstanz damit die erstinstanzliche Verf�gung. Was die beschwerdef�hrende IV-Stelle nunmehr - entgegen der Stellungnahme des Regionalen �rztlichen Dienstes (RAD) vom 6. M�rz 2012 - gegen diese Feststellung vorbringt, vermag sie nicht als bundesrechtswidrig erscheinen lassen: Auf ein im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholtes Gutachten ist rechtsprechungsgem�ss abzustellen, wenn nicht konkrete Indizien gegen die Zuverl�ssigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470). Auch eine leichte bis mittelgradige Depression kann sich im Einzelfall invalidisierend auswirken, gerade wie im vorliegenden Fall im Zusammenspiel mit einem nicht unerheblichen k�rperlichen Schaden (funktionelle Einarmigkeit). Entgegen den Vorbringen der IV-Stelle schliesst auch die Behandelbarkeit des psychischen Leidens bei grunds�tzlich guter Prognose einen - allenfalls befristeten - Rentenanspruch nicht zum Vorneherein aus (vgl. etwa Urteil 8C_56/2014 vom 17. Juni 2014 E. 4.1). Die vorinstanzliche Beweisw�rdigung erweist sich somit jedenfalls nicht als unhaltbar oder willk�rlich, ist doch eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung nicht bereits gegeben, wenn eine andere L�sung vertretbar oder sogar vorzuziehen w�re (BGE 134 II 124 E. 4.1 S. 133; 133 I 149 E. 3.1 S. 153 mit Hinweisen).
3.2.�Ausgehend von einer 75 %-igen Arbeitsf�higkeit in einer leidensangepassten T�tigkeit bemass die Vorinstanz den Invalidit�tsgrad mittels eines Prozentvergleiches (vgl. etwa Urteil 8C_891/2010 vom 23. Februar 2011 E. 3) bei einem Abzug vom Tabellenlohn im Sinne von BGE 126 V 75 E. 5b/cc S. 80 von 20 % auf 40 %; diese Vorgehensweise wird von der Beschwerdef�hrerin nicht als bundesrechtswidrig ger�gt. Die Beschwerde der IV-Stelle ist somit abzuweisen.
4.1.�Dem Prozessausgang entsprechend sind die Gerichtskosten der unterliegenden IV-Stelle aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Diese hat der Beschwerdegegnerin �berdies eine Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
4.2.�Mit diesem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.