Source: https://www.mkk.de/de/mkk_de/buergerservice/lebenslagen_1/kinder_jugendliche_und_familie_2/vormundschaft__beistandschaft__pflegschaft/index_av_bpv.html
Timestamp: 2019-10-19 03:35:50
Document Index: 167722469

Matched Legal Cases: ['§ 1626', '§ 18', '§ 52', '§ 1712', '§ 1773', '§ 1909', '§ 55']

MKK - Amtsvormundschaft, Beistandschaft, Pflegschaft
Beistandschaft, Amtsvormundschaft, Pflegschaft, Beurkundung
Für Eltern, die nicht miteinander verheiratet sind, bietet das Jugendamt nach Geburt des Kindes der Mutter Beratung und Unterstützung insbesondere bei der Vaterschaftsfeststellung und der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen des Kindes sowie zur Möglichkeit der Beurkundung der gemeinsamen elterlichen Sorge an.
Mütter und Väter, die allein für ein Kind oder einen Jugendlichen sorgen, haben Anspruch auf Beratung und Unterstützung bei der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen des Kindes oder Jugendlichen.
Ein junger Volljähriger hat bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres Anspruch auf Beratung und Unterstützung bei der Geltendmachung der Unterhaltsansprüche.
Auf schriftlichen Antrag eines Elternteils wird das Jugendamt Beistand eines minderjährigen Kindes mit den Aufgaben der Feststellung der Vaterschaft sowie der Geltendmachung seiner Unterhaltsansprüche inklusive der rechtlichen Vertretung des Kindes für diese Aufgabenbereiche vor dem Familiengericht.
Termine für ein persönliches Beratungsgespräch oder für die Einrichtung einer Beistandschaft können mit den zuständigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern während der telefonischen Sprechzeiten vereinbart werden.
Für minderjährige Kinder und Jugendliche werden durch das Amtsgericht Vormundschaften eingerichtet, wenn die Eltern die gesamte elterliche Sorge oder Teilbereiche hiervon - vorübergehend oder auf Dauer - nicht wahrnehmen können oder auf Grund gerichtlicher Entscheidung nicht wahrnehmen dürfen. Als Vormund können Einzelpersonen, Vereine oder das Jugendamt eingesetzt werden. Bei der Übernahme der Vormundschaft durch das Jugendamt wird von einer Amtsvormundschaft gesprochen. Mit seiner Bestellung werden dem Vormund die Rechte und Pflichten der Eltern übertragen. Er hat die volle rechtliche Stellung des gesetzlichen Vertreters inne und vertritt somit die Interessen des Mündels.
Für Kinder minderjähriger Mütter tritt die Amtsvormundschaft aufgrund gesetzlicher Bestimmungen ein. Hier liegt das wesentliche Bestimmungsrecht jedoch bei der jungen Mutter. Die gesetzliche Amtsvormundschaft endet mit Volljährigkeit der jungen Mutter.
Im Gegensatz zu der Vormundschaft beinhaltet eine Pflegschaft nicht die gesamte elterliche Sorge, sondern nur Teilbereiche, wie z. B. die Gesundheitssorge oder das Aufenthaltsbe-stimmungsrecht.
Beurkundungen können im Jugendamt kostenfrei vorgenommen werden und erstrecken sich in der Regel auf folgende Bereiche:
• Anerkennung der Vaterschaft für Kinder nicht miteinander verheirateter Eltern inkl. Zustimmung der Mutter und ggf. der gesetzlichen Vertreter
• Vaterschaftsanerkennungen bei anhängigen Scheidungsverfahren (Voraussetzung: Scheidungsantrag muss vor der Geburt des Kindes bei Gericht anhängig sein) und Zustimmung des Ehemannes
• Erklärungen über das gemeinsame Sorgerecht für Kinder nicht miteinander verheirateter Eltern
• Festsetzung von Kindesunterhalt (Erstfestsetzung oder Abänderung), sofern das Kind zum Zeitpunkt der Beurkundung das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.
Beurkundungen werden nur nach vorheriger Terminvereinbarung vorgenommen.
Informationen zu Sorgerechtserklärungen (Negativattest)
Sind die Eltern bei der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet, so steht das Sorgerecht für ein Kind zunächst der Mutter allein zu (§ 1626 a BGB). Den Eltern steht die elterliche Sorge gemeinsam zu, wenn sie erklären, dass sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen (sogenannte Sorgeerklärungen), wenn sie einander heiraten oder ihnen das Familiengericht die elterliche Sorge gemeinsam überträgt.
Für die Mutter eines nichtehelich geborenen Kindes, die keine Sorgeerklärung abgegeben hat, kann der Nachweis, dass sie die Alleinsorge für ihr Kind hat, Schwierigkeiten bereiten. Um diesen Nachweisschwierigkeiten abzuhelfen, erteilt das Jugendamt der alleinsorgeberechtigten Mutter eines nichtehelich geborenen Kindes auf deren Verlangen eine schriftliche Auskunft über die Nichtabgabe von Sorgeerklärungen (sogenanntes Negativattest). Durch die Vorlage des Negativattestes bei Behörden, Banken und weiteren Einrichtungen kann die Mutter ihre Alleinsorge dokumentieren.
Die Anfrage zur Erteilung des Negativattests ist an das Jugendamt zu richten, in dessen Bezirk die betroffene Mutter ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. Dabei müssen der Geburtsort und der Name angegeben werden, den das Kind zur Zeit der Beurkundung seiner Geburt geführt hat. Die Ausstellung der Negativbescheinigung ist kostenfrei.
Hilfe bei folgenden Problemen
Ein unverheiratetes Paar möchte die gemeinsame elterliche Sorge...
Der Vater eines Kindes erkennt die Vaterschaft nicht an...
Hilfe bei der Durchsetzung des Unterhalts...
Die Unterhaltszahlungen entsprechen nicht oder nicht mehr den aktuellen Verhältnissen...
Aufgaben nach Paragrafen
Beratung und Unterstützung bei Vaterschaftsfeststellung und Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen (§ 18 und § 52a SGB VIII)
Führen von Beistandschaften (§§ 1712 ff. BGB, 55 ff. SGB VIII)
Führen von Amtsvormundschaften und Pflegschaften (§§ 1773 ff. BGB, §§ 1909 ff. BGB, §§ 55 ff. GB VIII)
Der Anfangsbuchstabe vom Nachnamen des Kindes ist den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern zugeordnet.
Beistandschaft - Buchstaben A, C
Herr Koch, Tel. 06051 85-11350
Montag und Donnerstag von 8.00 - 9.00 Uhr
Beistandschaft - Buchstabe B
Frau Losert, Tel. 06051 85-11351
Beistandschaft - Buchstaben D, E, F, H, I, J, Sch
Frau Lerch, Tel. 06051 85-11339
Montag, Dienstag und Mittwoch von 8.00 - 09.00 und 13.00 - 14.00 Uhr,
Donnerstag von 13.00 - 15.00 Uhr,
sowie Freitag 8.00 - 9.00 Uhr
Beistandschaft - Buchstaben Ga-Gm, K, L, Q, R, T, U, Z
Frau Jobs, Tel. 06051 85-12473
Beistandschaft - Buchstaben Gn-Gz, M, N, O, P, S, V, W, X, Y
Frau Henning, Tel. 06051 85-12471
Vereinbarung von Beurkundungsterminen, Negativatteste
Frau Honisch, Tel. 06051 85-12497
Sprechzeiten: Montag - Freitag von 8.00 - 12.00 Uhr
Achtung: Ab 28.11.2019 werden neue Beurkundungstermine für Dezember 2019 vergeben.
Mündelgelder und Beurkundungen
Frau Müller, Tel. 06051 85-14807
Herr Becker, Tel. 06051 85-12478
Herr Dorka, Tel. 06051 85-11352
Frau Oberländer, Tel. 06051 85-12477
Geschäftszimmer: Frau Honisch, Tel. 06051 85-12497
Vormundschaft, Pflegschaft - unbegleitete minderjährige Ausländer (umA)
Raum GN.A.3.021
Jugendamt-BPV@mkk.de
Raum GN.A.3.035