Source: https://gesetze-in-app.de/GmbHG/35
Timestamp: 2019-05-26 06:03:31
Document Index: 46344917

Matched Legal Cases: ['§ 35', 'BGH', '§ 56', 'BGH', '§ 56', '§35', '§ 35', 'BGH', '§ 46', '§ 46', '§ 35', '§ 46', 'BGH', 'BGH', '§ 35', '§ 8', '§ 10', 'BGH', 'BGH', '§ 46', 'BGH', '§ 35', '§ 46', '§ 46', '§ 46', 'BGH', '§ 35', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 35', '§ 74', 'BGH', '§ 35', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 35', '§ 35', 'BGH', 'BGH', '§ 35', 'BGH', 'BGH', '§ 35', '§ 35']

§ 35 GmbHG: Vertretung der Gesellschaft
BGH, BESCHLUSS , Az. in m 150/65 Gründe : Nach § 56 Abs» 1 ZPO hat das Gericht den Mangel der Legitimation eines gesetzlichen Vertreters von Amts wegen zu berücksichtigen« Das gilt nach einhelliger Ansicht auch für die Revisionsinstanz (RGZ 118, 196, 198; BGHZ 51, 279; Wieczorek ZPO § 56 Anm« A II)« Das Revisionsgc-rieht ist insoweit nicht an die Feststellungen des Berufungsgerichts gebunden, sondern hat die notwendigen Feststellungen selbst zu treffen; dabei sind auch neue Tatsachen zu beachten (EGHZ 31, 279» 281/282)« Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung wird von den Geschäftsführern gerichtlich und außergerichtlich vertreten; diese haben die Stellung eines gesetzlichen Vertreters (§35 Abs» 1 GmbHG; Hachenburg GmbHG 6« Aufl« § 35 Anm» 2)«
BGH, URTEIL vom 1.11.1997, Az. II ZR 236/96 zung solcher Rechtsgeschäfte - wirkt das Beschlußerfordernis nicht nur im Innen-, sondern auch im Außenverhältnis der Gesellschaft (vgl. Zöllner aaO mit § 46 Rdn. 40; Hachen-burg/Hüffer, GmbHG, S'.' Auf 1., § 46 Rdn. 98); es beschränkt, die gesetzliche Vertretungsmacht des einen Geschäftsführers (§ 35 Abs. 1 GmbHG) für derartige Rechtsgeschäfte mit einem anderen derselben Gesellschaft (vgl. Scholz/K. Schmidt, GmbHG, 8* Aufl., § 46 Rdn. 104, 151), und zwar auch dann, wenn letzterer - wie hier - vorher abberufen worden ist (vgl. auch Sen., BGHZ 28, 355, 357).
BGH, BESCHLUSS vom 1.4.2007, Az. II ZB 21/06 Danach ist bei der werbend tätigen Gesellschaft nach allgemeiner Auffassung die abstrakte Vertretungsbefugnis mehrerer Geschäftsführer (vgl. § 35 Abs. 2 GmbHG) selbst dann anmeldepflichtig, wenn zunächst nur ein organschaftlicher Vertreter bestellt wird (vgl. Hueck/Fastrich in Baumbach/Hueck aaO § 8 Rdn. 17; Bayer in Lutter/Hommelhoff aaO § 10 Rdn. 3; vgl. grundlegend auch: Senat, BGHZ 63, 261, 264).
BGH, Urteil , Az. II ZB 222/56 der das Organverhältnis betreffende Rechtsakt mit der Regelung des Dienstverhältnisses eine Einheit, so daß es gerechtfertigt ist, die Vorschrift des § 46 Ziff«, 5 GmbHG, die an sich nur die Begründung und Beendigung des Organverhältnisses betrifft, auf die Gestaltung des Anstellungsverhältnisses entsprechend ansuwenden (RG HRR 1933, 849 m.WoHachw.) * Deshalb hat auch der Senat in seinem Urteil vom 29c9*55 (BGHZ 18, 205? 210) den Standpunkt vertreten, daß ein Gesellschafter sowohl bei seiner Wahl zu dem Geschäftsführer wie bei der Festsetzung seines Gehalts und seiner Pension vom Stimmrecht nicht ausgeschlossen ist« Soweit es dagegen um die Änderung des Dienstvertrages eines bereits bestellten Geschäftsführers geht, sind, falls diese Aufgabe satzungsmäßig nicht den Gesellschaftern übertragen ist und die Gesellschaft keinen Aufsichtsrat hat, gemäß § 35 GmbHG die Geschäftsführer zur Vertretung der Gesellschaft berufen (Baumbach/Hueck GmbHG § 46 An. 6 B), Denn § 46 Ziff.5 GmbHG betrifft an sich nur die Begründung und Aufhebung der Organstellung (Brodmann GmbHG § 46 Anm» 6 a) und ist in den Fällen, in denen allein das Anstellungsverhältnis und nicht zugleich das Organverhältnis geändert wird, auch nicht entsprechend anwendbar.
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.2016, Az. II-ZR 253/15 Sie soll die unvoreingenommene Prozess- führung für die Gesellschaft in Rechtsstreitigkeiten sicherstellen, in denen regelmäßig die Gefahr besteht, dass die nach § 35 GmbHG an sich zur Vertretung der Gesellschaft berufenen Geschäftsführer befangen sind (BGH, Urteil vom 6. März 2012	- II ZR 76/11,	ZIP2012,	824 Rn. 12; Urteil vom 16. Dezember 1991 - II ZR 31/91, BGHZ 116, 353, 355; Urteil vom 20. Januar 1986 - II ZR 73/85, BGHZ 97, 28, 35).
BGH, URTEIL vom 1.1.1992, Az. II ZR 140/91 Der Senat hat zwar wiederholt ausgesprochen (BGHZ 91, 1, 3 m.w.N. und An. Fleck LM Nr. 18 zu § 35 GmbHG; vgl. ferner Urt.v. Juni 1990 - II ZR 119/89, ZIP 1990, 1196 mit An. Weipert, EWiR 1991, 177), die §§ 74 ff. HGB seien auf Wettbewerbsabreden zwischen einer GmbH und ihren Geschäftsführern nicht schlechthin anwendbar.
BGH, URTEIL vom 2.4.2012, Az. VI ZR 166/11 Sie trifft denjenigen, der in organschaftlicher Stellung für die juristische Person tätig ist, bei einer GmbH mithin den oder die Geschäftsführer (§ 35 Abs. 1 GmbHG; vgl. Senatsurteile vom 12. März 1996 -VIZR 90/95, VersR 1996, 713, 714; vom 11. Juli 2006 - VIZR 339/04, aaO Rn. 28; BGH, Urteil vom 21. April 2005 - Ill ZR 238/03, aaO S. 1396; OLG München, WM 2006, 1765, 1768).
BGH, URTEIL vom 1.11.1988, Az. II ZR 74/88 11 bindlich zu machen (vgl. insoweit BGHZ 2, 150, 152 f; BGH, Urt. v. 12. Juli 1957 - VIII ZR 249/56, WM 1957, 1132, 1133; Urt. v. 8. Februar 1960 - VII ZR 21/59, WM 1960, 611, 612; Urt. v. 4. Dezember 1980 - VII ZR 57/80, WM 1981, 171, 172; Urt. v. 16. November 1987 - II ZR 92/87, WM 1988, 216, 217), oder ob entscheidend ist, daß das Erklärungsverhalten für den Erklärungsempfänger als Ausdruck eines bestimmten Rechtsfolgewillens erscheinen muß (BGHZ 91, 325, 327 ff m.w.N.; vgl. auch K. Müller, EWiR § 35 GmbHG 1/88, 375 f).
LG Wuppertal, Urteil vom 5.8.2004, Az. 12 O 76/03 Im übrigen hinderte der von den Klägern geltend gemachte Verstoß gegen § 35 Abs.3 GmbHG nicht den Eintritt der Vertretungswirkung, weil die Vorschrift nur Ordnungscharakter hat (vgl. OLG Düsseldorf a.a.O.m.w.N.).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.11.1999, Az. 6 U 119/99 87Aus der vom Beklagten zitierten BGH-Entscheidung vom 03.12.1992 (vgl. BGH LM Nr. 5 zu § 35 GmbHG) ergibt sich nichts anderes.
OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.10.1999, Az. 6 U 146/98 Auch dann ist allerdings zu prüfen, ob nach Schwere und Dauer des pflichtwidrigen Verhaltens unter Berücksichtigung der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der in dieser Zeit erworbenen Verdienste ein völliger Entzug des Versorgungsanspruchs unverhältnismäßig wäre; gegebenenfalls kommt eine Beschränkung auf einen angemessenen Teil des Anspruchs in Betracht (vgl. zu allem BAG BB 1980, 1799 f.; BGH WM 1981, 940 ff.; BGH AG 1984, 150 ff.; OLG Hamm ZIP 1995, 1281 ff.; Scholz/Schneider, § 35 GmbHG Rdnr. 208 f.; alle m.w.N.).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 3.6.2015, Az. 12 W 1208/15 Vielmehr gilt dann die allgemeine Vertretungsregelung des § 35 GmbHG, wonach die Geschäftsführer gemeinschaftlich zur Vertretung der Gesellschaft befugt sind und Sonderrechte einzelner Geschäftsführer durch den Gesellschaftsvertrag bestimmt werden müssen (vgl. OLG Stuttgart, NZG 2009, 754).