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Timestamp: 2019-09-21 03:18:22
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Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 7', '§ 7', '§ 7', 'BGH', '§ 7']

Rohrwärmeausgleich nur bei sichtbaren Heizleitungen | VDI 2077
Rohrwärmeausgleich – wann?
1. Juni 2017 / Peter Oeste
Kein Rohrwärmeausgleich bei nicht freiliegenden Heizleitungen – ungedämmt allein reicht für Anwendung nicht aus.
BGH, Urteil vom 15. März 2017 – VIII ZR 5/16
Nicht sichtbar, keine Anwendung von § 7 Abs. 1 Satz 2 HeizkostenV
„Freiliegend“ sind nach den Verordnungsmaterialien auf der Wand verlaufende und damit sichtbare Wärmeleitungen (Verordnung zur Änderung der Verordnung über Heizkostenabrechnung, BR-Drucks. 570/08, S. 13 [zu § 7 Abs. 1 Satz 2 HeizkostenV]). Der Verordnungsgeber hat diesem im Übrigen auch nicht weiter erläuterungsbedürftigen Begriff in § 7 Abs. 1 Satz 3 HeizkostenV keinen abweichenden Sinngehalt beigemessen.
Der BGH lässt auch eine analoge Anwendung nicht zu. Er begründet das im Wesentlich damit, dass eine analoge Anwendung des § 7 Abs. 1 Satz 3 HeizkostenV auf überwiegend ungedämmte, aber nicht freiliegende Leitungen der Wärmeverteilung mangels planwidriger Regelungslücke nicht gestattet sei, weil der Verordnungsgeber eine eindeutige Entscheidung im Hinblick auf freiliegende Rohrleitungen getroffen habe .
Das ist klar und eindeutig. Ist die ungedämmte Leitung nicht zu sehen, darf die VDI-Richtlinie 2077 nicht angewendet werden, egal ob deren Kriterien erfüllt sind oder nicht. Lesen Sie dazu auch: Rohrwärmeausgleich.
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