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Timestamp: 2019-07-18 08:01:46
Document Index: 81539171

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 33', 'BGH', '§ 33', '§ 207', '§ 266', '§ 158', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: StV 1990, 395 - dejure.org
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https://dejure.org/1989,2281
BayObLG, 27.06.1989 - RReg. 4 St 34/89 (https://dejure.org/1989,2281)
BayObLG, Entscheidung vom 27.06.1989 - RReg. 4 St 34/89 (https://dejure.org/1989,2281)
BayObLG, Entscheidung vom 27. Juni 1989 - RReg. 4 St 34/89 (https://dejure.org/1989,2281)
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NStZ 1989, 489
StV 1990, 395
BayObLGSt 1989, 102
Daraus folgt im Umkehrschluss, dass die Unterzeichnung eines Beschlusses durch den oder die erlassenden Richter keine Wirksamkeitsvoraussetzung ist (RG, Urteil vom 3. Februar 1910 - III 1038/09, RGSt 43, 217, 218; BayObLG, Beschluss vom 27. Juni 1989 - RReg 4 St 34/89, StV 1990, 395 ff.; OLG Zweibrücken, Beschluss vom 7. November 1997 - 1 Ss 220/97, NStZ-RR 1998, 75, 76; ebenso Stuckenberg, StV 2013, 133, 135;… Meyer-Goßner aaO, vor § 33 Rn. 6;… KK/Maul, StPO, aaO, § 33 Rn. 4).
Grundsätzlich umfaßt der sprachliche Begriff der Schriftlichkeit das Erfordernis einer Unterzeichnung durch den Verfasser nicht (vgl. BayObLGSt 1989, 102, 104 mwN).
Zwar ist zur Wahrung der Schriftform die handschriftliche Unterzeichnung eines Schriftstückes nicht unbedingt erforderlich (…vgl. Meyer-Goßner, a.a.O., Einleitung Rdnr. 128); auch schreibt das Gesetz die grundsätzliche Unterzeichnung von Beschlüssen nicht vor (vgl. BGH NStZ 1985, 492; BayObLG StV 1990, 395;… Meyer-Goßner, a.a.O., vor § 33 StPO Rdnr. 6).
Die Strafprozeßordnung schreibt weder für den Erlaß des Eröffnungsbeschlusses (§ 207 StPO) noch für den an dessen Stelle tretenden Einbeziehungsbeschluß nach § 266 Abs. 1 StPO eine bestimmte Form vor (vgl. BayObLG NStZ 1989, 489).
Insofern besteht keine ausdrückliche gesetzliche Formvorschrift über den Erlaß des Eröffnungsbeschlusses (vgl. hierzu ausführlich BayObLGSt 1989, 102/103 f.).
Zwar ist in der Rechtsprechung anerkannt, daß das Erfordernis der Schriftlichkeit gemäß § 158 Abs. 2 StPO nicht ohne weiteres auch die handschriftliche Unterzeichnung voraussetzt, da die Formvorschrift nur bezweckt, daß die Strafverfolgungsbehörden und die Gerichte sich anhand der Antragsurkunde Klarheit über die Identität des Antragstellers und über das Vorhandensein und den Umfang des wirklichen Verfolgungswillens verschaffen können (vgl. KG NStZ 1990, 144 ; vgl. auch BayObLGSt 1989, 102 für den Fall des Eröffnungsbeschlusses; BVerwG NJW 1989, 1175 für den Fall der Klageerhebung).
OLG Köln, 20.12.1988 - 2 Ws 642/88
https://dejure.org/1988,3974
OLG Köln, 20.12.1988 - 2 Ws 642/88 (https://dejure.org/1988,3974)
OLG Köln, Entscheidung vom 20.12.1988 - 2 Ws 642/88 (https://dejure.org/1988,3974)
OLG Köln, Entscheidung vom 20. Dezember 1988 - 2 Ws 642/88 (https://dejure.org/1988,3974)
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Dem entspricht es, dass dem Beschuldigten der Anwalt seines Vertrauens als Pflichtverteidiger beizuordnen ist, wenn dem nicht wichtige Gründe entgegen stehen (vgl. BVerfGE 9, 36 ;… dieser Entscheidung folgend: BGH, StV 1992, S. 53 m.w.N.; BGHSt 43, 153 ;… OLG Düsseldorf, StV 1992, S. 9 f.;… 1991, S. 508;… 1987, S. 240 f.;… 1985, S. 450;… 1984, S. 372;… OLG Stuttgart, StV 1989, S. 521 f.;… OLG Nürnberg, StV 1987, S. 191 f.;… OLG Frankfurt, StV 1985, S. 449 f.;… 1985, S. 315;… 1983, S. 408;… OLG Saarbrücken, StV 1983, S. 362 f.;… HansOLG Bremen, StV 1982, S. 360;… OLG Zweibrücken, StV 1981, S. 288 f.;… SchlHOLG, StV 1987, S. 478 f.; OLG Köln, StV 1990, S. 395;… OLG München, StV 1993, S. 180 f.).
OLG Hamm, 06.11.1990 - 2 Ws 441/90
Kostenbeschwerde, Auslagenfestsetzung nach Freispruch, Verbindlichkeit von …
Dagegen hätte der Beschwerdeführer nach Anklageerhebung mit Erfolg darauf verweisen können, dass ihn Rechtsanwalt Sch. bereits in den beiden mündlichen Haftprüfungsverfahren verteidigt und sich zu diesem dadurch ein Vertrauensverhältnis entwickelt habe, dem angesichts des außerordentlich schwerwiegenden und folgenschweren Vorwurfs eine erhöhte Bedeutung zukommt (vgl. dazu insbesondere OLG Düsseldorf in StV 1990, 254 und 346; OLG Köln in StV 1990, 395).
OLG Hamm, 17.10.2000 - 4 Ws 431/00
Pflichtverteidiger, Beiordnung eines auswärtigen Verteidigers
Hierbei ist ein besonderes Vertrauensverhältnis regelmäßig dann zu vermuten, wenn der bisherige Wahlverteidiger um die Bestellung als Pflichtverteidiger bittet (zu vgl. OLG Köln, Strafverteidiger 90, 395).
OLG Hamm, 29.03.1990 - 3 Ws 167/90
https://dejure.org/1990,8760
OLG Hamm, 29.03.1990 - 3 Ws 167/90 (https://dejure.org/1990,8760)
OLG Hamm, Entscheidung vom 29.03.1990 - 3 Ws 167/90 (https://dejure.org/1990,8760)
OLG Hamm, Entscheidung vom 29. März 1990 - 3 Ws 167/90 (https://dejure.org/1990,8760)
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Antrag des Angeklagten auf Beiordnung eines bestimmten Rechtsanwalts
Soll die Beiordnung eines Verteidigers grundsätzlich gleichen Rechtsschutz gewähren wie die Wahlverteidigung (…BVerfG aaO), so konnte dieses Ziel nur durch die Beiordnung des Rechtsanwalts E. erreicht werden; kein mit ausreichenden Mitteln ausgestatteter Beschuldigter wäre gezwungen gewesen, trotz schwerster Tatvorwürfe beim Übergang vom Ermittlungs- zum Hauptverfahren den bisherigen Verteidiger zu wechseln (vgl. für das Auseinanderfallen von Haftort und Gerichtsort auch OLG München StV 1984, 67; LG Oldenburg StV 1984, 506; OLG Nürnberg StV 1987, 191; OLG Düsseldorf StV 1987, 240, 241; OLG Hamm StV 1990, 395; für ein Auseinanderfallen von Wohnort des Angeklagten und Gerichtsort OLG Schleswig StV 1987, 478, 479; OLG München StV 1993, 180; OLG Koblenz StV 1995, 118).
Die von Rechtsanwalt N ersichtlich für den Angeschuldigten eingelegte Beschwerde ist zulässig (vgl. Senatsbeschluß vom 23. November 1989 in 2 Ws 626/89 = NStZ 1990, 143 = MDR 1990, 461; ferner Beschlüsse des hiesigen 3. Strafsenats in StV 1990, 395; 1989, 242 und 1987, 478).