Source: http://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/versorgung/arbeitsmedizin/statistik/statistik-2010/
Timestamp: 2017-04-30 18:47:22
Document Index: 119515193

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 6', '§ 6']

Statistik 2010 "Arbeitsmedizinische Fachkunde"
Ärzte Versorgung Arbeitsmedizin Statistik Statistik 2010 Statistik 2010 "Arbeitsmedizinische Fachkunde"
Diagramme und Tabellen [PDF] Aktuell haben 12.233 Ärztinnen und Ärzte eine arbeitsmedizinische Fachkunde. Anhand der vorliegenden Statistik zeigt sich, dass die Anzahl dieser Ärztinnen und Ärzte gegenüber dem Vorjahr in etwa konstant geblieben ist (- 0,3 %). Die Anzahl der Ärztinnen und Ärzte mit der Gebietsbezeichnung „Arbeitsmedizin“ ist hingegen um 1,5 % gestiegen.
Der Rückgang der Ärztinnen/Ärzte mit der Fachkunde nach § 6 Abs. 2 BGV A2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ um 10,3 % ist als Auswirkung der Novellierung der (Muster-)Weiterbildungsordnung 2003/2004 zu interpretieren. Mit dieser Novellierung ist der Qualifizierungsweg nach § 6 Abs. 2 BGV A2; d. h. die sogenannte 2-jährige Learning- by-doing-Weiterbildung, von allen Ärztekammern abgeschafft worden.
Ab 01.01.2011 ist somit keine Weiterbildung nach § 6 Abs. 2 BGV A2 mehr möglich. Diese Bescheinigung darf somit nicht mehr erteilt werden (s. Anlagen 1 und 2). Die Analyse nach Altersgruppen ergibt, dass 53 % aller Ärztinnen und Ärzte mit arbeitsmedizinischer Fachkunde 60 Jahre alt oder älter sind (s. Anlagen 3 und 4).
Der Rückgang der Ärztinnen/Ärzte mit arbeitsmedizinischer Fachkunde gemäß §§ 3, 6 BGV A2 in den Jahren 2000 bis 2002 um 10,5 % ist vor allem durch die umfassende EDV-Umstellung und Neuausrichtung der Erhebungsgrundlagen in den Landesärztekammern zu erklären. Es erfolgten insbesondere Bereinigungen von Doppel- und Mehrfachnennungen unterschiedlicher Stufen der arbeitsmedizinischen Fachkunde gemäß §§ 3 und 6 BGV A2 und damit einhergehend die Erfassung nur der jeweils höchsten betriebsärztlichen Qualifikation eines Arztes/einer Ärztin im Bereich sämtlicher Ärztekammern. Weiterhin wird in der Tabelle die zeitliche Entwicklung der Zahl der Ärztinnen und Ärzte mit arbeitsmedizinischer Fachkunde gemäß §§ 3 und 6 UVV „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ (BGV A2) von 1988 bis 2010 dargestellt (s. Anlage 5).
Gegliedert nach Ärztekammer-Bereichen sowie zusammengefasst auf Bundesebene erfolgt die Angabe der Zahl der Ärzte mit den nach §§ 3 und 6 BGV A2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ in der Fassung vom 01.10.2005 möglichen betriebsärztlichen Qualifikationen. Ausgewiesen wird somit nicht nur die Zahl der Ärzte, welche die Gebietsbezeichnung „Arbeitsmedizin“ oder die Zusatzbezeichnung „Betriebsmedizin“ zu führen berechtigt sind (§ 3 Nr. 1 und 2BGV A2), sondern auch die Zahl derjenigen Ärzte, die nach Erfüllung der Voraussetzungen die Übergangsregelungen des § 6 Abs. 1 Nr. 1 und 2a) sowie Nr. 1 und 2b) BGV A2 weiterhin über die arbeitsmedizinische Fachkunde verfügen. Die Zahl dieser Ärzte nimmt entsprechend der Konstruktion dieser Vorschriften als Übergangsregelungen seit 1988 ständig ab.
Darüber hinaus ist die Zahl derjenigen Ärzte ausgewiesen, welche noch die nach § 6 Abs. 2 BGV A2 „Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit“ erforderlichen Voraussetzungen erfüllen, um – befristet in der Regel auf 3 Jahre – im Rahmen einer 2-jährigen selbständigen betriebsärztlichen Tätigkeit in einem „geeigneten Betrieb“ die Zusatzbezeichnung „Betriebsmedizin“ erwerben zu können. Diese Art der Qualifizierung ist ab dem Jahr 2004 von den Landesärztekammern abgeschafft worden.