Source: https://wildeswissen.de/2016/10/10/was-sind-bewirtschaftungsbezirke/
Timestamp: 2018-12-13 15:07:13
Document Index: 95809468

Matched Legal Cases: ['§1', '§1', '§ 4', '§ 41', '§ 1', '§ 4', '§ 4']

Was sind „Bewirtschaftungsbezirke“? – Wildes Wissen
/Rechtliches und Definitionen /Was sind „Bewirtschaftungsbezirke“?
Bewirtschaftungsbezirke sind von einer Behörde, einem Amt, einer zuständigen Stelle festgelegte Gebiete, in denen eine bestimmte Wildart ausschließlich bewirtschaftet werden darf.
Zumeist betrifft diese Regelungen die großen Schalenwildarten wie Rotwild, Damwild, Sika- und Muffelwild.
Der Gesetzgeber bestimmt mit diesen Bewirtschaftungsbezirken auch die räumliche Ausdehnung des Lebensraumes dieser Wildarten.
Als Beispiel dieLandesverordnung eines Bundeslandes zu Bewirtschaftungsbezirken
§1 Hege von Rot-, Dam- und Muffelwild
Dies bedeutet, dass der §1 dieser Landesverordnung die im Bundesjagdgesetz gebotene Hege für bestimmte Wildarten; hier Rot-, Dam und Muffelwild, einschränkt.
Kerngebiete, in denen sich Rot-, Dam- oder Muffelwild aufgrund der vorhandenen Lebensbedingungen dauernd aufhält, und 2. Randgebiete, in denen sich Rot-, Dam- oder Muffelwild in geringerem Umfang oder nur zeitweise aufhält.
Der Gesetzgeber hat somit einmal festgelegt, wo für welche Tierart Kerngebiete sind, neue Gebiete können nicht von den betroffenen Wildarten besiedelt werden, die natürliche Ausbreitung und Wanderung wird unterbunden. Im Anhang sind dann für dieses Bundesland die genauen Grenzverläufe der Bewirtschaftungsbezirke festgelegt.
§ 4 Bejagung in Freigebieten
Der Gesetzgeber verlangt, dass alles Wild, für welches die Bewirtschaftungsbezirke eingerichtet wurden, außerhalb dieser Bezirke innerhalb eines Jagdjahres erlegt werden muss. Erfolgt dies nicht , begeht man eine Ordnungswidrigkeit.
Ordnungswidrig im Sinne des § 41 Abs. 1 Nr. 13 LJG handelt, wer als Jagdausübungsberechtigter vorsätzlich oder fahrlässig
entgegen § 1 Rot-, Dam- oder Muffelwild hegt, 2. entgegen § 4 Abs. 1 Satz 1 die Abschussplanung und -durchführung nicht darauf ausrichtet, dass vorhandene Stücke von Rot-, Dam- und Muffelwild innerhalb der Jagdzeit erlegt werden, 3. entgegen § 4 Abs. 1 Satz 2 in Freigebieten doppelseitige Kronenhirsche erlegt.