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Timestamp: 2019-11-13 22:21:53
Document Index: 90542602

Matched Legal Cases: ['§ 67', '§ 1', '§ 10', '§ 11', '§ 19', '§20', '§ 21', '§ 80', '§ 80', '§ 14', '§ 26', '§ 24', '§ 26', '§ 294', '§ 1172', '§ 2', '§ 41', '§ 69', '§ 41', '§ 7', '§ 71', '§ 72', '§ 74', '§ 75', '§ 64', '§ 18', '§ 18', 'OGH', 'OGH', '§ 1', '§ 1', '§ 14', '§ 26', '§ 33', '§ 38', '§ 41', '§ 60', '§ 66', '§ 66', '§ 73', '§76', '§ 77', '§ 79']

Urheberrecht (Definition Österreich) - RechtEasy.at
Unternehmensrecht Urheberrecht Urheberrecht
Das Urheberrecht schützt das geistige Eigentums der Urheber im weiteren Sinn. Das Urheberrechtsgesetz als zentrales Gesetz enthält die erlassenen gesetzlichen Bestimmungen und macht diesen Schutz gerichtlich durchsetzbar.
Das Urheberrechtsgesetz besteht aus fünf Hauptstücken:
II. Hauptstück: Verwandte Schutzrechte.(§§ 67–80)
Der im Bundesgesetz über das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Kunst und über verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz) – enthaltene Kurztitel „Urheberrechtsgesetz“ bezieht sich auf das Urheberrecht im weiteren Sinn. Er umfasst sowohl die im ersten Hauptstück behandelten Bestimmungen über das Urheberrecht im engeren Sinn als auch die im zweiten Hauptstück für die verwandten Schutzrechte geltenden Regelungen.
Wie schon ihr Namen sagt, sind die verwandten Schutzrechte keine Urheberrechte. Sie stehen jedoch mit diesen in einem engen verwandtschaftlichen Verhältnis, das auch den Aufbau des zweiten Hauptstückes beeinflusst. Er beschränkt sich auf die Sonderheiten und verlinkt im Übrigen seine Bestimmungen mit denen des ersten Hauptstücks. Seine Kenntnis ist dadurch die unabdingbare Voraussetzung zum Verständnis des Gesetzes und zur richtigen Auslegung seiner einzelnen Regelungen.
Werke im Sinne des Urheberrechtsgesetzes “sind eigentümliche geistige Schöpfungen auf den Gebieten der Literatur, der Tonkunst, der bildenden Künste und der Filmkunst. (§ 1 Abs.1) Das sind:
Bloße Ideen werden durch das Urheberrecht nicht geschützt. Sie können von anderen aufgegriffen, weitergeführt und ausgeführt werden; Geformte Gedanken werden erst geschützt, wenn sie in die Außenwelt treten; Nach dem österreichischen Urheberrechtsgesetz ist es nicht erforderlich, dass sie auf einem materiellen Träger (z. B. Papier) festgelegt werden: Es genügt, wenn sie in einer Weise geäußert werden, in der ein anderer – zumindest theoretisch – Kenntnis genommen haben kann. Geschützt werden nur Schöpfungen, die einer der vier aufgezählten Werkkategorien zugehören; Die Schöpfung ist ein Realakt: Ein Werk entsteht dadurch, dass es geschaffen wird; Sie kann darum auch von Unmündigen erfolgen und benötigt keinerlei staatliche Anerkennung.
Eigentümliche geistige Schöpfung:
Damit einer Schöpfung Werkscharakter zukommt, muss sie die Kreativität, also die geistige Schöpfungskraft eines Menschen zur Grundlage haben; Diese Voraussetzung erfüllt nur “eine individuell eigenartige Leistung, die sich vom Alltäglichen, Landläufigen, üblicherweise Hervorgebrachten abhebt.” Die Schutzvoraussetzungen sind für alle vier Werkskategorien gleich; Für die Wertung kommt der Eigentümlichkeit (Individualität) eine besondere Bedeutung zu;
Auch wenn ein Werk keine Schöpfungshöhe erreicht und damit nicht unter das Urheberrechtsgesetz fällt, kann im gewerblichen Bereich in bestimmten Fällen das Lauterkeitsrecht gegen einfaches kopieren („Schmarotzen an fremder Leistung“ bzw. „sklavische Nachahmung“) geltend gemacht werden.
Die herrschende Meinung geht davon aus, “dass … jeder Teil nur dann geschützt ist, wenn er als solcher eine ‚eigentümliche geistige Schöpfung‘ ist. Das Urheberrecht wird nur verletzt, wenn die schöpferischen Gestaltungselemente übernommen werden.”
Urheber eines Werkes ist, wer es geschaffen hat. (§ 10. Abs. 1)
International gibt es keinen einheitlichen Urheberbegriff; Das österreichische Urheberrecht geht vom Schöpfungsprinzip aus; Durch das Schöpfungsprinzip wird der Anwendungsbereich des Urheberrechts auf das menschliche Schaffen eingeschränkt und gleichzeitig der Anknüpfungspunkt für den originären Rechtserwerb“ gebildet.
Weil nur natürliche Personen Werke schaffen können, können auch nur sie Urheberschaft begründen; Die Urheberschaft selbst entsteht unmittelbar und zwangsläufig mit dem Schöpfungsakt; Miturheberschaft ist möglich. (§ 11)
Gleichzeitig mit der Urheberschaft werden die dem Urheber vorbehaltene Vermögens- und Persönlichkeitsrechte erworben, die eine untrennbare Einheit bilden und im Abschnitt Das Urheberrecht behandelt werden. Einschränkungen dieses Rechtes erfolgen durch die Sondervorschriften für gewerbsmäßig hergestellte Filmwerke, die Sondervorschriften für Computerprogramme, die Sondervorschriften für Datenbankwerke sowie durch die im Abschnitt Beschränkungen der Verwertungsrechtenamentlich angeführten Ausnahmeregelungen.
Die geistigen Interessen des Urhebers werden durch das Urheber Persönlichkeitsrecht gewahrt. Damit wird die untrennbare Verbindung zwischen Urheber und seinem Werk bezeichnet: Das Werk ist ja sein geistiges Kind.
Das Urheber Persönlichkeitsrechtumfasst das Urheber Persönlichkeitsrecht im engeren Sinnund das Urheber Persönlichkeitsrecht im weiteren Sinn. Zum ersteren gehören der Schutz der Urheberschaft (§ 19), das Recht, die Urheberbezeichnung des Werkes festzulegen (§20) sowie der Schutz vor unbefugter Veränderung des Werkes (§ 21) und seines Titels. (§ 80)./Das Urheber Persönlichkeitsrecht im weiteren Sinn kann nicht scharf umrissen werden.
In der heute vertretenen monistischen Theorie sind die geistigen und finanziellen Interessen des Urhebers zu einem Recht mit doppelter Funktion verbunden. Diese doppelte Funktion haftet dem gesamten Urheberrecht an, also auch den durch das Urheber Persönlichkeitsrecht erfassten Sachverhalte.
Bestimmungen zum Titelschutz (§ 80)
Verwertungs- und Werknutzungsrechte (§§ 14-18a; §§ 26-32)[Bearbeiten]
Die Verwertungsrechte werden im Gesetz abschließend (taxativ) aufgezählt;
Ein Werk kann auf einem körperlich greifbaren Material (z. B. Papier, Diskette, Hauswand) festgehalten, für Auge und/oder Ohr wahrnehmbar und von einem Computer abrufbar gemacht werden. Unter Bedachtnahme auf die in den einzelnen Verwertungsrechten zusätzlich enthaltenen Bestimmungen, können die Inhalte der Verwertungsrechte wie folgt eingeteilt werden:
Die einzelnen dem Urheber gesetzlich garantierten Verwertungsrechte sind selbständige und voneinander unabhängige Rechte.
Beispiel:Wer ohne Genehmigung ein fremdes Werk von der Website eines anderen auf seine Website zum Abrufen bereitstellt, verstößt gegen das Vervielfältigungsrecht und gegen das dem Urheber vorbehaltene Zurverfügungstellungsrecht.
Bei der Werknutzungsbewilligung der Urheber anderen, eines oder mehrere der ihm vorbehaltenen Verwertungsrechte auszuüben. Seine eigenen Rechte werden dadurch nicht eingeschränkt. Darum ist es auch möglich, verschiedenen Personen und Rechtsträgern die gleiche Werknutzungsbewilligung zu erteilen.
d. Bereits am 1. Februar hat der Urheber seinem Neffen N erlaubt, die Melodie als Klingelton zu verwenden. Weil der Vertrag mit A erst am 15. Februar abgeschlossen wurde, kann A dem Neffen N die Verwendung der Melodie als Klingelton nur verbieten, wenn dies im Werknutzungsvertrag vereinbart wurde.
Werknutzungsverträge sind Verträgen, mit denen Werknutzungsrechte eingeräumt werden. (§ 24/1 iVm § 26) Soweit sich aus dem Urheberrechtsgesetz nichts anderes ergibt, gelten für sie die Bestimmungen des allgemeinen Vertragsrechts.
Wenn vertraglich nichts anderes vereinbart wurde, sind vor dem Abschluss des Werknutzungsvertrages erteilte Werknutzungsbewilligungen auch für den Inhaber der Werknutzungsrechte verbindlich.
Werkstück: Originalwerk oder körperliche Kopien desselben.
Feilhalten: Das öffentliche Anbieten von Werkstücken.
Inverkehrbringen: Jemandem die tatsächliche oder rechtliche Verfügungsmacht über ein Werkstück einräumen, insbesondere durch Verkaufen, Verschenken, Verleihen oder Vermieten.
Erschöpfungsprinzip: Das Verbreitungsrecht des Urhebers an einem bestimmten Werkstück endet, sobald jemand mit Einwilligung des Berechtigten an ihm Eigentum erworben hat.
Ausnahmen vom Erschöpfungsprinzip: Wenn die Einwilligung nur für ein bestimmtes Gebiet (z. B. USA) erteilt wurde, darf das Werkstück nicht in einem anderen Gebiet (z. B. Japan) verbreitet werden. * Das Verbreitungsrecht erlischt nicht bei Weitergabe eines Werkstückes durch den Urheber, z. B. durch Schenkung, mit der Vereinbarung, dass das Werk in der Privatsphäre des Empfängers bleiben soll.
Europäisches Erschöpfungsprinzip: Der EWR-Raum ist ein einheitliches Gebiet. Das Verbreitungsrecht und das Erschöpfungsprinzip kann nicht auf Teilstaaten oder andere Teilgebiete eingeschränkt werden.
Ausnahmen vom Europäischen Erschöpfungsprinzip: Bei Vorliegen besonderer, rechtfertigender Gründe, wie z. B. bei Datenträger mit Schulversionen für Software.
Zugehör Vgl. dazu § 294 ABGB.
Unklare und lückenhaft abgeschlossene Urheberrechtsverträge können nachträgliche Vertragsauslegungen und/oder Vertragsergänzungen erforderlich machen. Die gesetzlichen Grundlagen dafür sind:
Bei Verlagsverträgen die in §§ 1172 und 1173 ABGB enthaltenen Bestimmungen sowie die Regelungen des deutschen Verlagsgesetzes, soweit sie als Verkehrssitte gewertet werden können. Zusätzlich wird auch von manchen die Meinung vertreten, dass auch das Konsumentenschutzgesetz zumindest analog zur Anwendung kommt.
Vertragsergänzungen werden insbesondere dann erforderlich sein, wenn die Vertragsparteien eine Verwendungsart nicht berücksichtigt hatten, die eine Voraussetzung für die Erfüllung des Vertragszweckes ist.
In der österreichischen Rechtsordnung gelten Tätigkeiten als gewerbsmäßig, die selbständig, regelmäßig und in der Absicht betrieben werden, einen Ertrag oder einen sonstigen wirtschaftlichen Vorteil zu erzielen. Dabei ist es unerheblich, welchen Zwecken dieser Ertrag gewidmet ist. Wenn daher ein Filmwerk in der Absicht produziert wird, es wirtschaftlich zu verwerten, unterliegt es den Sondervorschriften für gewerbsmäßig hergestellte Filmwerke.
Nicht alle Filmproduktionen, die auf Grund des Urheberrechtsgesetzes als gewerbsmäßig hergestellte Filmwerke gelten, unterliegen jedoch dem Gewerberecht. So hat der Oberste Gerichtshof die Filmproduktionen des ORF als gewerbsmäßig hergestellte Filmwerke eingestuft, obwohl dieser kein Gewerbebetrieb im Sinne der Gewerbeordnung ist.
Der wesentliche Inhalt der Sondervorschriften für gewerbsmäßig hergestellte Filmwerke ist die sogenannte cessio legis. Filmproduktionen können sehr teure und komplexe Industrieerzeugnisse sein, an deren Entstehen eine Vielzahl von Personen beteiligt ist. Aus Gründen der Einheitlichkeit und der Rechtssicherheit werden die Verwertungsrechte aller Inhaber von Urheber- und Leistungsschutzrechten im Augenblick ihres Entstehens kraft Gesetz an den Produzenten übertragen, der in der Folge für den internen Ausgleich der finanziellen Ansprüche zu sorgen hat.
Die Frage, wie Computerprogramme geschützt werden sollen, war lange Zeit umstritten. Als Varianten boten sich das Patentrecht, das Wettbewerbsrecht und die Schaffung eines eigenen Schutzsystems an. In das österreichische Urheberrechtsgesetz wurden sie mit der Urheberrechtsgesetznovelle 1994 als Sprachwerke in § 2 Z. 1 aufgenommen.
Die Einordnung des Schutzes von Computerprogrammen hat sich aus praktischen Gründen international durchgesetzt, von den Zielsetzungen und Anliegen des Urheberrechtsgesetzes aus gesehen ist sie jedoch nicht unproblematisch. Der Abschnitt Sondervorschriften für Computerprogrammestellt darum für die in ihm enthaltenen Bestimmungen eine sondergesetzliche Regelung dar. In ihm nicht geregelte Angelegenheiten unterliegen den sonstigen Regelungen des Urheberrechtsgesetzes.
Vorteile der Behandlung von Computerprogrammen als urheberrechtlich geschützte Sprachwerke:
Nachteile der Behandlung von Computerprogrammen als urheberrechtlich geschützte Sprachwerke:
Der maschinenlesbare Object Codekann von den Sinnen des Menschen nicht wahrgenommen werden.
Datenbanken sind Sammlungen von Werken, Daten oder anderen unabhängigen Elementen, die systematisch oder methodisch angeordnet und einzeln mit elektronischen Mitteln oder auf andere Weise zugänglich sind.
Für Datenbankwerke, die auch den Anforderungen von geschützten Datenbanken entsprechen, besteht ein doppelter Schutz. Sie unterliegen sowohl den Bestimmungen für Datenbankwerke als auch denen für Geschützte Datenbanken.
1. Allgemeiner Hinweis: Die Verwertungsrechte und die im Hauptstück Verwandte Schutzrechte genannten Schutzrechte stellen die finanziellen Interessen der Urheber bzw. Hersteller sicher. Insoweit sind sie Bestandteil ihres Vermögens und damit ihres Eigentums. Die Unverletzbarkeit des Eigentums gehört zu den in der Österreichischen Bundesverfassung verankerten Grundrechten und kann nur durch ein Gesetz beschränkt werden.
Die in den §§ 41 bis 57 enthaltenen Bestimmungen über die freien Werknutzungen, zum Beispiel das Schul- und Universitätsprivileg, gemäß dem Fotokopien in erforderlicher Anzahl für Zwecke des Unterrichts hergestellt werden dürfen sowie
Die im Hauptstück Verwandte Schutzrechte angeführten Beschränkungen (wie z.B. die in § 69 genannten), mit Ausnahme des Brief und Bildnisschutzes, der sich auf den allgemeinen Persönlichkeitsschutz (MRK/8 stützt).
3. Übersichtstabelle: Weil die Bestimmungen über die freie Werknutzung im Urheberrechtsgesetz nicht übersichtlich geregelt sind und die einzelnen zu Gunsten der Allgemeinheit erteilten Werknutzungsrechte und Werknutzungsbewilligungen im Gesetz taxativ, also abschließend, angeführt werden, wurde als unverbindliche Orientierungshilfe eine
Übersichtstabelle über die Regelung der freien Werknutzungen gemäß §§ 41 bis 57 Urheberrechtsgesetzerstellt.
Das körperliche Eigentum ist unbegrenzt: Ein Haus, ein Bild oder ein anderer Gegenstand kann von Generation zu Generation weitervererbt werden. Das geistige Eigentum des Urhebers ist hingegen zeitlich begrenzt. Nach Ablauf der Frist stehen dem Urheber bzw. seinen Rechtsnachfolgern keine Verwertungsrechte und Persönlichkeitsrechte mehr zu.
Das österreichische Urheberrechtsgesetz trug dieser Entwicklung Rechnung. Es gewährte einerseits den Interpreten und anderseits den Herstellern von Lichtbildern, Schallträgern und Rundfunksendungen zwar kein volles, aber ein jeweils auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Urheberrecht.
2. Die im österreichischen Urheberrechtsgesetz behandelten Verwandten Schutzrechte Wie bereits aus dem Wortlaut des Gesetzestitel hervorgeht, gibt es ein Urheberrecht und mehrere in sich geschlossene verwandte Schutzrechte. Jedes einzelne von diesen ist für sich betrachtet eine auf die besonderen Bedürfnisse abgestellte Variation des im ersten Hauptstück geregelten Urheberrechts. Der Inhalt des zweiten Hauptstücks besteht somit aus einer Sammlung von teilweise sehr unterschiedlichen Schutzbestimmungen.
4. Rom Abkommen Die Vorträge und Aufführungen von Werken der Literatur und der Tonkunst, die Hersteller von Tonträgern und die Sendeunternehmen sind auf Grund des Rom Abkommens in achtundachtzig Singatarstaaten durch die einzelnen nationalen Urheberrechtsgesetze geschützt. Alle im Rom Abkommen nicht erwähnten Verwandten Schutzrechte sind Gegenstand der nationalen Gesetzgebung.
Vom Leistungsschutz erfasst werden Vorträge und Aufführungen von Werken, auch wenn deren Schutzdauer bereits abgelaufen ist oder sie freie Werke im Sinne von § 7 Urheberrechtsgesetz sind.
Das Leistungsschutzrecht für Vorträge und Aufführungen von Werken der bildenden Künste (z. B. Aktionskunst) ergibt sich einerseits aus der Auslegung des Rom Abkommens und anderseits daraus, dass das Gesetz offenkundig keine abschließende Regelung enthält.
Inhaber der Schutzrechte sind die ausübenden Künstler und die Veranstalter.
Der Vortrag an sich steht weder unter Urheberrechtsschutz noch unter einem Leistungsschutz. Das bedeutet, dass die Ausdrucksform des Vortragenden nicht geschützt ist. Vom Leistungsschutz erfasst sind lediglich die
4. Verwertung zur öffentlichen Zurverfügungstellung (§ 71a)
5. Gemeinsame Vorschriften (§ 72)
Der Schutz von Lichtbildern fällt nicht unter das Rom Abkommen. Über sein Bestehen entscheidet der nationale Gesetzgeber.
Der Schutz ist ein “echtes”Leistungsschutzrecht.
Dieses Schutzrecht besteht parallel zu den allenfalls bestehenden Urheberrechten.
Auf Grund der nunmehr in Österreich bestehenden niedrigen Anforderungen an die Werkhöhe ist davon auszugehen, dass auch Alltagsbilder Urheberrechtsschutz genießen. Der reine Leistungsschutz reduziert sich dadurch auf solche Produkte, die durch Voreinstellungen determiniert werden und an denen somit der Bezug zum Schaffenden des konkreten Bildes nicht gegeben ist, also in der Regel nur auf “Automatenaufnahmen, computergesteuerte Lichtbilder und Satellitenfotos”.
Damit in Frage gestellt ist auch aus dogmatischen Gründen die bei gewerblich hergestellten Lichtbildern gesetzlich vorgesehene Übertragung der Leistungsschutzrechte an den Unternehmer. Vgl. § 74 Abs. 1 und 2 UrhG) Auf jeden Fall scheint es empfehlenswert zu sein, entsprechende vertragliche Abmachungen über die Verwertungsrechte zu treffen.
Für Lichtbilder von Personen bestehen Sondervorschriften, durch die der Besteller, der Abgebildete und die in § 75 UrhG genannten nehen Verwandten begünstigt werden.
Die bloße Herstellung von unveränderten Kopien von Lichtbildern oder von unveränderten Kopien mit einem “fotografischen Druckverfahren” begründet kein eigenständiges Leistungsschutzrecht.’
Bei der Berechnung der Schutzfristen … ist das Kalenderjahr, in dem die für den Beginn der Frist maßgebende Tatsache eingetreten ist, nicht mitzuzählen (§ 64).
Der Schutz von Schallträgern fällt unter das Rom Abkommen
Das Schutzrecht ist ein “echtes”Leistungsschutzrecht.
Die Schutzdauer beträgt bei erschienenen oder gemäß § 18a zur öffentlichen Wiedergabe zuverfügunggestellten (§ 18a) Schallträgern 50 Jahre nach dem Erscheinen und, falls der Schallträger innerhalb dieser Frist nicht erschienen ist, 50 Jahre nach der Aufnahme. Insgesamt kann die Schutzdauer somit 100 Jahre betragen (Wenn es etwa im 50. Jahr nach der Aufnahme erscheint).
Der Schutz von Rundfunksendungen fällt unter das Rom Abkommen
Der Schutz von nachgelassenen Werken fällt nicht unter das Rom Abkommen.
Der Schutz dieser Werke wurde auf Grund der Schutzdauerrichtlinie mit der Urheberrechtsnovelle 1966 in das österreichische Urheberrechtsgesetz aufgenommen.).
Das Schutzrecht ist ein echtes Leistungsschutzrecht.
Schutzgrund ist der für die Veröffentlichung notwendige Aufwand.
Erlaubt ist die Veröffentlichung, wenn sie nicht gegen gesetzliche Normen verstößt, wie z.B. Diebstahl des Manuskriptes oder vertragswidriges Verhalten des Inhabers.
Geschützte Datenbanken sind solche, für deren Beschaffung, Überprüfung oder Darstellung ihres Inhalts eine nach Art oder Umfang wesentliche Investition erforderlich waren.
Der Schutz von Datenbanken fällt nicht unter das Rom Abkommen.
Der Begriff wesentliche Investitionen ist ein unbestimmter Gesetzesbegriff, der der Auslegung durch Lehre und Judikatur bedarf. Zu hohe Anforderungen dürfen jedoch nicht gestellt werden. Ein mögliches Beurteilungskriterium wird wohl die Frage sein, wie weit sich die Investitionen vom Alltäglichen unterscheiden.
Bei der Beurteilung der getätigten Investitionen sind sowohl qualitative als auch quantitative Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Weil man davon ausgehen kann, dass die quantitativen von den qualitativen abhängig sind, werden in den allermeisten Fällen bereits die quantitativen ein hinreichendes Beurteilungskriterium darstellen.
Auch der für die Herstellung der Datenbank benötigte Zeit- Arbeits- und Energieaufwand zählen zu den Investitionen. Dadurch können auch hobbymäßig erstellte Datenbanken unter die Schutzbestimmungen fallen.
Der für die Geschützten Datenbanken verwendete Ausdruck sui-generis-Schutzstammt aus der Datenbankrichtlinie, mit deren Umsetzung die Bestimmungen für Datenbankwerke und Geschützte Datenbanken in das österreichische Urheberrechtsgesetz eingeführt wurden.
Walter Dillenz, Daniel Gutman: Praxiskommentar zum Urheberrecht, Österreichisches Urheberrechtsgesetz und Verwertungsgesellschaftengesetz.2., erweiterte Aufl., Springer, Wien New York 2004
Walter Dillenz (Hrsg.): Materialien zum österreichischen Urheberrecht. In:ÖSGRUM 3, Manz, Wien: 1986 [Zitiert: Dillenz, ÖSGRUM 3]
OGH, Oberster Gerichtshof, Rechtssätze, Justiz (OGH, OLG, LG, BG, AUSL)
Bundesgesetz über das Urheberrecht an Werken der Literatur und der Kunst und über verwandte Schutzrechte I.d.g.F. im RIS
Übernahme der Schuld
Elternzeitrichtlinie
Erbverbrüderung
Court d´assises
Konstitutionierende Nationalversammlung
Naturrechtstheorie
Actio tutelae directa
Roxin’sche Formel
Das UrheberrechtsgesetzAufbau des GesetzesI. Hauptstück: Urheberrecht an Werken der Literatur und der Kunst (§§ 1-65)Erklärung zentraler Begriffe (§§ 1-25)Verwertungs- und Werknutzungsrechte (§§ 14-18a; §§ 26-32)[Bearbeiten]Vorbehalte zugunsten des Urhebers (§§ 33-37)Sondervorschriften (§§ 38-40h)Beschränkungen der Verwertungsrechte (§§ 41-59c)Dauer des Urheberrechtes (§§ 60–65)II. Hauptstück: Verwandte Schutzrechte (§§ 66-80)Schutz der Vorträge und Aufführungen von Werken der Literatur und Tonkunst (§§ 66-72)Schutz von Lichtbildern, Schallträgern, Rundfunksendungen und nachgelassenen Werken (§§ 73-76b)Geschützte Datenbanken (§§76c-76e)Brief- und Bildnisschutz (§§ 77-78)Nachrichten und Titelschutz (§§ 79-80)LiteraturWeblinks