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Timestamp: 2019-03-21 21:17:23
Document Index: 139002270

Matched Legal Cases: ['Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 64']

8C_270/2011 28.07.2011
Der 1981 geborene, bei der P.________ GmbH angestellte und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch u.a. gegen die Folgen von Berufsunfällen versichert gewesene M.________ stürzte am 4. Mai 2008 aus einer Höhe von ca. vier Metern in die Tiefe und zog sich laut Bericht vom 6. Mai 2008 des Spitals X.________, wohin er eingeliefert und intensivmedizinisch überwacht wurde, eine Schädelbasisfraktur links occipital zu. Nach umfangreichen medizinischen Abklärungen stellte die SUVA mit Verfügung vom 25. Mai 2010 die bislang erbrachten Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) auf den 30. Juni 2010 mangels adäquaten Kausalzusammenhangs der geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit dem Unfall vom 4. Mai 2008 ein, woran sie auf Einsprache hin festhielt (Einspracheentscheid vom 17. September 2010).
M.________ lässt mit Beschwerde den Bericht des Dr. med. R.________, Facharzt für Innere Medizin FMH, vom 2. April 2011 einreichen und beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die SUVA zu verpflichten, ihm "über den 4. Mai 2010/ 30. Mai 2010 hinaus Taggelder für eine Arbeitsunfähigkeit von 100% und Heilungskosten zu leisten"; eventualiter habe sie über den Anspruch auf Invalidenrente und Integritätsentschädigung zu befinden. Ferner wird um unentgeltliche Rechtspflege ersucht.
1.2 Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Militär- und Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht an die vorinstanzlichen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG). Mit diesen Bestimmungen wird allerdings der Grundsatz, wonach neue Tatsachen und Beweismittel nur so weit vorgebracht werden dürfen, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG), nicht eingeschränkt (BGE 135 V 194). Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern die Voraussetzungen von Art. 99 Abs. 1 BGG in Bezug auf den letztinstanzlich aufgelegten Bericht des Dr. med. R.________ vom 4. April 2011 gegeben sind, und kommt damit seiner Substanziierungspflicht nicht nach (E. 1.1 hievor). Das genannte Dokument ist daher ausser Acht zu lassen.
2.1 Das kantonale Gericht erwog unter zutreffender Darlegung der ärztlichen Akten und der Rechtsgrundlagen, dass weder radiologisch noch klinisch ein klar fassbares, unfallbedingtes Korrelat nachweisbar war, welches die geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen (wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Hörschwierigkeiten, Sehstörungen, Einschlafen des linken Armes und des rechten Fusses; vgl. Berichte des Dr. med. B.________, Facharzt für Neurologie FMH, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Zertifizierter Medizinischer Gutachter SIM, SUVA Versicherungsmedizin, vom 27. April 2010 und der Rehaklinik Y.________ vom 10. Mai 2010) hinreichend erklärte. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers ging die Vorinstanz bei der Kausalitätsprüfung von einem durch den Kopfaufprall bewirkten Schädel-Hirntrauma aus und gelangte mit Hinweisen auf die Rechtsprechung zum Ergebnis, dieses habe höchstens den Schweregrad einer Commotio cerebri (milde traumatische Hirnverletzung), nicht den Grenzbereich einer Contusio cerebri erreicht. Unter solchen Voraussetzungen war praxisgemäss (vgl. Urteil 8C_476/2007 vom 4. August 2008 E. 4 [publ. in: SVR 2008 UV Nr. 35 S. 133]) der adäquate Kausalzusammenhang nicht nach den Regeln der Schleudertrauma- (BGE 134 V 209 E. 10 S. 126 ff. mit Hinweisen), sondern nach denjenigen der Psychopraxis (BGE 115 V 133) zu beurteilen. Inwiefern in diesem Zusammenhang von weiteren Abklärungen zum medizinischen Sachverhalt zusätzliche Erkenntnisse zu erwarten sind, wird in der Beschwerde nicht begründet und ist auch nicht ersichtlich, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. dazu BGE 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1b mit Hinweis S. 162).
2.2 Der Beschwerdeführer übersieht sodann, dass die Vorinstanz den Sturz vom 4. Mai 2008, unter Berücksichtigung der zutreffend zitierten Kasuistik, nicht dem Bereich der leichteren, sondern demjenigen der mittelschweren Unfälle im engeren Sinne zuordnete. Von den weiter zu prüfenden, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umständen, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen sind, war einzig dasjenige der besonderen Eindrücklichkeit erfüllt, jedoch, wie in der Beschwerde zumindest implizit eingeräumt wird, nicht in ausgeprägter Weise. Anhaltspunkte für die geltend gemachten erheblichen Komplikationen fehlen. Nachdem ansonsten die vorinstanzliche Adäquanzbeurteilung nicht in Frage gestellt wird, ist abschliessend festzuhalten, dass das kantonale Gericht eine rechtserhebliche Bedeutung des Unfalles vom 4. Mai 2008 für die die Arbeitsfähigkeit erheblich beeinträchtigende psychiatrische Symptomatik (schwere anhaltende somatoforme Schmerzstörung [ICD-10 F45.4], somatoforme Funktionsstörung des Gleichgewichtssystems [ICD-10 F45.38], mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom [ICD-10 F32.11]; vgl. Berichte des Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, SUVA Versicherungsmedizin, vom 25. März 2010 und der Rehaklinik Y.________ vom 10. Mai 2010) und damit die Leistungspflicht der SUVA hiefür zu Recht verneint hat.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das letztinstanzliche Verfahren ist zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG).