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Timestamp: 2016-10-23 08:02:30
Document Index: 180455978

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66']

8C_127/2014 (19.06.2014)
8C_127/2014 � � Urteil vom 19. Juni 2014
Der 1956 geborene A.________ war in der Eigenschaft als Angestellter bei der B.________ AG bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert, als er am 18. Juni 1978 verunfallte. Mit Verf�gung vom 11. Mai 1982 sprach ihm die SUVA f�r die Restfolgen des Unfalls mit Wirkung ab 1. Februar 1981 eine Rente auf der Basis einer Erwerbsunf�higkeit von 20 % zu.
Am 9. Dezember 2009 liess A.________ die SUVA um Kostengutsprache f�r zwei das rechte und das linke Knie betreffende Operationen ersuchen. Mit Verf�gung vom 10. M�rz 2010 lehnte die SUVA einen Leistungsanspruch f�r das rechte Knie mangels ausgewiesenen Kausalzusammenhangs zum Unfallereignis ab. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 4. November 2010 fest.
B.a.�Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern (heute: Kantonsgericht Luzern) mit Entscheid vom 27. September 2011 ab. Auf Beschwerde hin hob das Bundesgericht mit Urteil 8C_800/2011 vom 31. Januar 2012 den kantonalen Entscheid auf und wies die Sache zwecks Einholung eines Gutachtens zur Frage der Unfallkausalit�t der Arthrose am rechten Knie an die Vorinstanz zur�ck, damit sie hernach �ber die Beschwerde neu entscheide.
B.b.�Gest�tzt auf das beim Chefarzt des Behandlungszentrums Bewegungsapparat Traumatologie des Spitals C.________, Prof. Dr. med. D.________, FMH Chirurgie, Orthop�dische Chirurgie und Traumatologie, und Dr. med. E.________, FMH Orthop�dische Chirurgie und Traumatologie, eingeholte Gerichtsgutachten vom 9. April 2013 wie auch den dazugeh�rigen Erg�nzungsbericht vom 24. Oktober 2013 wies das Kantonsgericht Luzern die Beschwerde mit Entscheid vom 31. Januar 2014 erneut ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst A.________ beantragen, unter Aufhebung des angefochtenen Gerichts- und des Einspracheentscheides sei die SUVA zur �bernahme der Heilbehandlung des rechten Kniegelenks zu verpflichten; eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zur Einholung eines orthop�dischen Obergerichtsgutachtens, subeventualiter eines orthop�dischen Erg�nzungsgutachtens, zur�ckzuweisen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), pr�ft aber unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen (BGE 135 II 384 E. 2.2.1 S. 389 mit Hinweisen), sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE a.a.O. sowie 135 III 397 E. 1.4 S. 400). Es kann die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
Streitig ist, ob die am 9. Dezember 2009 geltend gemachte Arthrose am rechten Knie und die dadurch bedingte Implantation der Knieprothese �berwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vom 18. Juni 1978 zur�ckzuf�hren ist. Dabei ist insbesondere zu pr�fen, ob das kantonale Gericht zur Beantwortung dieser Frage auf die Ergebnisse des neu eingeholten Gutachtens abstellen durfte.
2.1.�Die f�r die Beurteilung der Streitsache massgeblichen Rechtsgrundlagen sind im angefochtenen Entscheid sowie im Urteil des Bundesgerichts 8C_800/2011 vom 31. Januar 2012 dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Das kantonale Gericht hat die Aktenlage pflichtgem�ss gew�rdigt. Mit einl�sslicher und �berzeugender Begr�ndung, worauf verwiesen wird, hat es - insbesondere gest�tzt auf das in seinem Auftrag unter Wahrung der Mitwirkungsrechte der Parteien erstellte schl�ssige und in sich widerspruchsfreie, am 20. Juni 2013 erg�nzte Gerichtsgutachten vom 9. April 2013 - zutref fend erkannt, dass die Arthrose am rechten Knie und die dadurch bedingte Operation vom 25. Januar 2010 nicht �berwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 17. Juni 1978 zur�ckzuf�hren seien.
3.1.�An dieser Betrachtungsweise verm�gen die Vorbringen des Beschwerdef�hrers nichts zu �ndern:
Soweit er klare in den medizinischen Akten liegende Hinweise f�r eine im Jahre 1984 bereits begonnene Arthrose behauptet, die von den Gutachtern nicht erkannt worden sei , ist ihm mit dem kantonalen Gericht entgegen zu halten, dass diese die von ihm angerufenen Akten zur Beurteilung zur Verf�gung hatten und sich damit auch auseinandersetzten. Bezogen auf die am 14. Februar 1984) durchgef�hrte Pneumoarthrographie erkannten sie dabei, dass im dazugeh�rigen R�ntgenbericht von einer beginnenden Arthrose des Femorotibialgelenks die Rede war, f�hrten dazu indessen aus, diese sei nicht genauer bezeichnet worden, insbesondere w�re von Interesse gewesen, ob es sich hierbei um das mediale oder laterale Kompartiment gehandelt habe. Im Erg�nzungsbericht vom 24. Oktober 2013 pr�zisierten sie, im angesprochenen R�ntgenbefund sei auch festgehalten, dass kein Nachweis einer osteochondrotischen Ver�nderung am (eigentlichen) Kniegelenk (= Femorotibialgelenk) rechts vorgelegen habe, was nichts anderes bedeute, als dass zu diesem Zeitpunkt weder am Knochen noch am Knorpel des medialen und lateralen Kompartiments eine Ver�nderung vorgelegen habe bzw. knapp sechs Jahre nach dem Unfall keinerlei Arthrosezeichen am medianen und lateralen Kompartiment vorgelegen h�tten; weiter verwiesen sie darauf, dass im fraglichen Bericht bezogen auf das Femoropatellargelenk (= Kniescheibengelenk) lediglich der Verdacht einer leichten Chondropathie ge�ussert worden sei. Diese Ausf�hrungen haben die Experten zur Entkr�ftung der in der Stellungnahme des Beschwerdef�hrers zum Gutachten aufgestellten Behauptung, erste Arthrosezeichen h�tten sich bereits zwei Jahre nach dem Unfall bemerkbar gemacht, weshalb die Kausalit�tsbeurteilung nicht �berzeuge, veranlasst. Dabei f�hrten sie zun�chst aus, den Arztberichten, welche in den ersten Jahren nach dem Unfall angefertigt wurden, seien keinerlei Hinweise auf Arthrosezeichen zu finden. Alsdann setzten sie sich mit dem angesprochenen, erst rund sechs Jahre nach dem Unfallereignis erstellten R�ntgenbericht vom 14. Februar 1984 auseinander, in welchem zwar erstmals Anzeichen einer Arthrose Erw�hnung finden, ohne dass indessen osteochondrotische Ver�nderungen erkannt worden w�ren. Mit anderen Worten hatten die Experten im Widerspruch zu den Behauptungen des Beschwerdef�hrers sehr wohl das Vorliegen gewisser Arthrosezeichen im Februar 1984 erkannt, ihnen indessen f�r die Beantwortung der Kausalit�tsfrage keine entscheidwesentlichen Bedeutung beigemessen, zumal sich in den Arztberichten aus der davor liegenden Zeit keinerlei entsprechende Hinweise finden liessen. Nichts anderes hat �brigens die Vorinstanz in ihren Erw�gungen ausgef�hrt, weshalb der Einwand, sie habe diesbez�glich den Sachverhalt aktenwidrig festgestellt, ins Leere st�sst. Wenn sie in diesem Zusammenhang die vom Beschwerdef�hrer angebrachten Hinweise auf im R�ntgenbericht vom 14. Februar 1984 erw�hnte Arthrosezeichen wie die diskrete Stufenbildung im Bereich des subchondralen Knochens, arthrotische Pseudozysten, feinste Randosteophyten oder feine Konturunregelm�ssigkeiten des subchondralen Knochens pauschal f�r nicht entscheidwesentlich betrachtete, ist dies ebenso wenig zu beanstanden. Der aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r abgeleiteten Begr�ndungspflicht ist sie hinreichend nachgekommen . Auch haben die Experten, anders als vom Beschwerdef�hrer behauptet , den Frakturtyp n�her mit "Fraktur mit Biegekeil" umschrieben, um gest�tzt auf die Richtung, in welche die Spitze des Keils zeigte, zusammen mit weiteren Faktoren auf den �berwiegend wahrscheinlichen Unfallmechanismus zu schliessen. Darauf hat bereits die Vorinstanz in ihren Erw�gungen verwiesen. Allein weil der Beschwerdef�hrer die von den Gutachtern vorgenommene n�here Beschreibung des Frakturtyps nicht anhand von R�ntgenbildern nachvollziehen konnte und kritisierte, f�hrt dies nicht zu einem Anspruch auf eine Stellungnahme der Experten dazu. Nachdem sie sich zum Frakturtyp bereits im Gutachten vom 9. April 2013 hinreichend klar ge�ussert hatten, durfte die Vorinstanz vielmehr darauf verweisen, ohne damit ihrer Begr�ndungs- und Sachverhaltsabkl�rungspflicht nicht hinreichend nachgekommen zu sein.
3.2.�Da keine Gr�nde ersichtlich sind, weshalb nicht auf das den praxisgem�ssen Anforderungen gen�gende (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232, BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff., je mit Hinweisen), voll beweiskr�ftige Gerichtsgutachten abzustellen w�re, er�brigen sich in antizipierter Beweisw�rdigung (vgl. BGE 137 V 64 E. 5.2 S. 69; 136 I 229 E. 5.3 S. 236) weitere Abkl�rungen. Die Beschwerde ist abzuweisen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind gem�ss Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG die Gerichtskosten dem Beschwerdef�hrer zu �berbinden.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdef�hrer auferegt.