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Timestamp: 2018-02-24 19:28:55
Document Index: 249804373

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§21', '§ 21', '§ 21', '§21', '§21']

Drohnen Gesetz zum Drohnenführerschein für Hobby und Gewerbe
Im April 2017 wurden die Neuregelungen der Luftverkehrsordnung (LuftVO) in Kraft gesetzt. Drei Anpassungen waren dabei wesentlich:
die neuen umfassenden Betriebsverbote und ihre Auswirkungen
die ab dem 1. Oktober 2017 geforderten Kenntnisnachweise, die für Hobbypiloten und gewerbliche Piloten jeweils unterschiedlichen Umfang haben.
die Kennzeichnungspflicht für Drohnen ab 0,25 kg Startmasse
Im folgenden Auszüge der wesentlichen Gesetzestexte sowie ein kleiner Exkurs zur Frage:
Wo darf ich überhaupt noch mit dem Kopter fliegen?
(Auszug aus LuftVO, zitiert nach: https://www.gesetze-im-internet.de.html, Hervorhebungen durch den Verfasser)
unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle mit Raketenantrieb (...)
Organisationen mit Sicherheitsaufgaben im Zusammenhang mit Not- und Unglücksfällen sowie Katastrophen.Absatz 1 Nummer 4 zweiter Teilsatz gilt entsprechend.
der Schutz vor Fluglärm angemessen berücksichtigt ist.§ 20
Die Betriebsverbote nach §21b LuftVO:
Es darf nicht geflogen werden (Auszug aus LuftVO, zitiert nach: https://www.gesetze-im-internet.de.html):
in Flughöhen über 100 Metern über Grund, es sei denn, a) der Betrieb findet auf einem Gelände im Sinne des § 21a Absatz 4 Satz 2 statt, oder, b) soweit es sich nicht um einen Multicopter handelt, der Steuerer ist Inhaber einer gültigen Erlaubnis als Luftfahrzeugführer oder verfügt über eine Bescheinigung entsprechend § 21a Absatz 4 Satz 3 Nummer 2 oder 3,
Der Betrieb erfolgt außerhalb der Sichtweite des Steuerers, wenn der Steuerer das unbemannte Fluggerät ohne besondere optische Hilfsmittel nicht mehr sehen oder seine Fluglage nicht mehr eindeutig erkennen kann. Erläuterung: Der letzte Satz bedeutet praktisch, dass man mit einem Phantom oder Mavic oder vergleichbar kleinen Drohnen kaum mehr als etwa 100 Meter weit fliegen darf. Ab etwa dieser Entfernung sind Vorder- und Rückseite der Drohne und damit die Fluglage mit bloßem Auge nicht mehr erkennbar. Wer dennoch weiter fliegt, fliegt illegal und riskiert seinen Versicherungsschutz, auch wenn die Drohne noch mit optischen Hilfsmitteln sichtbar ist.
Exkurs: Wo darf ich überhaupt noch mit dem Kopter fliegen?
Für den "Laien" ist es tatsächlich nicht einfach, vor dem Flug zu klären, wo Betriebsverbote vorliegen. Auch wenn folgende Website www.map2fly.flynext.de keine "rechtsverbindliche" Auskunft darstellt, ist sie nach unserer Erfahrung schon recht zuverlässig für eine erste Orientierung, wo man mit Flugverboten rechnen muss. Auf jeden Fall stellt sie eine enorme Hilfe bei der Vorrecherche dar, entbindet aber nicht von der Pflicht, sich bei den entsprechenden Stellen über mögliche Verbote genauer zu informieren.
Alle farbigen Flächen markieren Zonen mit Betriebsverboten für Drohnen.
Auszug aus §21a LuftVO (zitiert nach: https://www.gesetze-im-internet.de.html):
Erläuterung: Punkt 2. bezieht sich auf den sogenannten Drohnenführerschein, der auch die gewerbliche Nutzung des unbemannten Flugsystems (UAS) abdeckt im Gegensatz zu der unter Punkt 3 aufgeführten Bescheinigung für Flugmodelle, welche nur die sportliche Nutzung oder Freizeitnutzung abdeckt.
Der gewerbliche bzw. für sonstige Zwecke notwendige Kenntnisnachweis nach §21d LuftVO
(zitiert nach: https://www.gesetze-im-internet.de.html, Hervorhebungen durch den Verfasser)