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Timestamp: 2020-02-26 10:18:46
Document Index: 209300621

Matched Legal Cases: ['Art. 66', 'Art. 66', '§ 266', '§ 275', '§ 253', '§ 246', '§ 252', '§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 253', 'Art. 67', 'Art. 28', '§ 253', '§ 246', '§ 246', '§ 253', '§ 286', '§ 322', '§ 317', '§ 317']

Karlsberg Jahresbericht 2017
GEPRÜFTER JAHRESABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2017 DER KARLSBERG BRAUEREI GMBH, HOMBURG/SAAR (HGB) 2017
Inhalt Bilanz zum 31.12.2017 Gewinn- und Verlustrechnung für 2017 Kapitalflussrechnung für 2017 Vorwort Lagebericht Jahresabschluss Anhang Bestätigungsvermerk des Prüfers Finanzkalender Impressum 4 8 24 26 30 31 32 51 55 55 3 2017Geprüfter jahresabschluss
Liebe Freunde der Karlsberg Brauerei, das Geschäftsjahr 2017 war geprägt von der konsequenten weiteren Umsetzung unserer Strategie, die Ertragsstruktur unseres Untern- ehmens zu verbessern. Wir haben uns stringent auf unser Marken- geschäft konzentriert, ertragsschwache Produktionsmengen abgebaut und unsere Kosten weiter stark reduziert. Auch wenn wir 2017 unsere selbst gesteckten Ziele nicht in Gänze erreichen konnten, sind wir mit einer signifikant verbesserten Ertrags- und Kostenstruktur ins neue Jahr gestartet. Wir erwarten eine Fort- führung der guten Ertragsentwicklung im Markengeschäft und eine Erholung unseres Exportgeschäfts. Die Entwicklung unserer strategischen Marken Karlsberg, MiXery und Gründel‘s sowie unseres Partnermarkengeschäfts in Deutschland verlief erfreulich. Dies liegt vor allem in der guten Markenkommuni- kation, den erfolgreichen Produktneueinführungen und einer inten- siven Vertriebs- und Distributionsarbeit am Point of Sale begründet. Unseren eingeschlagenen Weg der Ertragsstärkung werden wir auch in 2018 mit Konsequenz, Mut und Kreativität weiter beschreiten. Wir freuen uns, wenn Sie uns auf diesem Weg weiterhin begleiten und danken Ihnen für Ihr Vertrauen. Im internationalen Geschäft haben wir ebenfalls Erfolge erzielen können, mussten aber auch Rückschläge – insbesondere durch zeit- weise stark gestiegene Transportkosten nach Asien und einen über Plan liegenden Rückgang der Roherträge im niedrig-margigen Handels- markengeschäft – hinnehmen. Ihr Christian Weber 4
„Wir werden unseren eingeschlagenen Weg der Ertragsstärkung mit Konsequenz, Mut und Kreativität weiter beschreiten.“ Christian Weber Generalbevollmächtigter der Karlsberg Brauerei KG Weber 5
LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2017
I. Grundlagen der Gesellschaft II. Wirtschaftsbericht Geschäftsmodell, Ziele und Strategie Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Die Karlsberg Brauerei GmbH gehört zu den größten deutschen Brau- ereien in Familienbesitz. Entwicklung, Produktion und Vertrieb eines breiten Sortiments alkoholischer und alkoholfreier Getränke sind Basis einer nachfrageorientierten Unternehmensstrategie. Dabei stehen die strategischen Marken Karlsberg, MiXery und Gründel’s (alkoholfrei) in einem Portfolio an Bieren, Biermischgetränken und alkoholfreien Bieren im Fokus. Darüber hinaus ist ein umfassendes Sortiment von starken Markenprodukten internationaler Kooperationspartner vor- handen. Ergänzende Geschäftsfelder für das Markengeschäft sind ein ertragsorientiertes Exportgeschäft sowie in sehr begrenztem Umfang internationale Handelsmarken. Im klassischen Biermarkt konzentriert sich die Karlsberg Brauerei GmbH geografisch auf die Kerngebiete Saarland und Rheinland-Pfalz sowie expansionsorientiert auf die Rhein-Main-Neckar-Region. Der Fokus liegt dabei auf dem margenstarken Gastronomiegeschäft so- wie dem Markengeschäft im Handel. Die Strategie der Gesellschaft im klassischen Biermarkt ist es, mit einem starken Markenportfolio weitere Marktanteile zu gewinnen und den regionalen Bezug der Konsumenten zur Marke Karlsberg langfristig zu stärken. Die Strategie im Segment Biermischgetränke besteht darin, durch Markenstärke, Produktinnovationen und Distributionsausweitung im Ertrag weiter zu wachsen. Die Marke MiXery ist national distribuiert mit regionalen Schwerpunkträumen vor allem im Westen und Südwesten sowie im Osten Deutschlands. Mit neuen, trendorientierten Produk- ten sowie zielgruppenrelevanten Kommunikations- und Sponsoring- aktivitäten soll die Marktstellung von MiXery als eine der führenden nationalen Szene- und Trendmarken gefördert und gefestigt werden. Ziel der Gesellschaft im wachstumsstarken Segment der alkoholfreien Biere ist es, die Marke Gründel‘s in den Kernregionen Saarland und Rheinland-Pfalz sowie darüber hinaus im Südwesten Deutschlands weiterzuentwickeln. Die deutsche Wirtschaft befindet sich trotz des international heraus- fordernden Umfelds nach wie vor in einer guten Verfassung und in einem kräftigen Aufschwung. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2017 preisberei- nigt um 2,2 % (Vorjahr: + 1,9 %). Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,3 % lag. Der Export konnte im Jahresdurchschnitt 2017 wieder stärker zulegen. Die preisbereinigten Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen stiegen um 4,7 % (Vorjahr: + 2,6 %). Auch die Importe nahmen im gleichen Zeitraum stark zu (+ 5,2 %). Auch am Arbeitsmarkt setzte sich die positive Entwicklung der ver- gangenen Jahre fort. Die Zahl der Erwerbstätigen hat in 2017 mit 44,3 Mio. Erwerbstätigen den höchsten Stand seit der deutschen Wiedervereinigung erreicht. Nach ersten Berechnungen waren im Jahr 2017 rund 638 000 Personen oder 1,5 % mehr erwerbstätig als ein Jahr zuvor. Das entspricht der höchsten Zunahme seit dem Jahr 2007. Eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland glichen demografische Effekte aus. Im Jahr 2017 betrug der Jahresdurchschnittswert der Arbeitslosenquote rund 5,7 % (Vorjahr: 6,1 %). In den vorangegangenen Jahren war der Konsum die treibende Kraft für die anhaltende wirtschaftliche Dynamik gewesen. Im Jahr 2017 kam es durch das leicht verbesserte weltwirtschaftliche Umfeld zusätzlich zu verstärkten außenwirtschaftlichen Impulsen. Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 1,1 % höher als ein Jahr zuvor, die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit + 1,4 %. Insbesondere die Bruttoanlageinvestitionen legten 2017 im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich zu (+ 3,0 %). Die deutschen Verbraucher sind zwar nach wie vor preissensibel, jedoch verstärkte das verbesserte Konsumklima den Trend zu Marken- produkten im Lebensmittelbereich, insbesondere auch im Getränke- sektor. Die Themen Qualität, Genuss, Regionalität und Heimat stehen weiterhin in ausgeprägtem Maße im Bewusstsein der Konsumenten. Auch die Umsätze im deutschen Einzelhandel haben sich in 2017 nach vorläufigen Zahlen des statistischen Bundesamtes mit einem nomina- 10
Geschäftsverlauf len Anstieg von 3 % erneut positiv entwickelt. Die Unternehmen des deutschen Gastgewerbes setzten nach Angaben des Bundesver- bandes DEHOGA bis Ende des dritten Quartals 2017 preisbereinigt 1,0 % (Vorjahr: 0,9 %) und nominal 3,1 % (Vorjahr: 2,9 %) mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. In der getränkegeprägten Gastronomie war jedoch ein deutlicher Rückgang von preisbereinigt 1,6 % (Vorjahr: + 0,2 %) zu verzeichnen. Die deutsche Brauwirtschaft blickt auf ein durchwachsenes Jahr zu- rück. Nachdem sich der deutsche Biermarkt in den vergangenen drei Jahren recht stabil gezeigt hatte, musste die deutsche Brauwirtschaft in 2017 erstmals wieder einen Absatzrückgang verbuchen. Gerade die zweite Jahreshälfte wird als besonders verregnet in die Wetterchronik eingehen. Biergarten-Besuche fielen oftmals ins Wasser. Hinzu kommt, dass das Exportgeschäft den rückläufigen Bierkonsum im Inland nicht ausgleichen konnte. Nach einem Aufwärtstrend in den letzten Jahren mussten gerade im ersten Halbjahr teilweise empfindliche Einbu- ßen verzeichnet werden. Insbesondere der asiatische Markt war von logistischen Engpässen im Containertransport belastet. Nach einer Erholung des Exportgeschäfts im zweiten Halbjahr war zum Jahresende dennoch ein Verlust der Absätze in Länder außerhalb der EU von 4,1 % zu verzeichnen (Vorjahr: + 9,5 %). Nach Angaben des statistischen Bundesamtes reduzierte sich der Gesamtabsatz (inkl. Exporte) um 2,5 % auf rund 93,5 Millionen Hektoliter. Im Inland sank der Bier- absatz um 2,3 %. Die beliebteste Biersorte der Deutschen ist und bleibt Pils mit einem Marktanteil von mehr als 50 %. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Export- und Weizenbiere. Im Aufwärtstrend sind Bierspezialitäten wie Kellerbiere, Landbiere oder Zwickelbiere. Durch das wachsende Angebot an Hopfen- und Malzsorten wächst auch die Vielfalt deutscher Craftbiere. Einen wichtigen Impuls für den Biermarkt setzt weiterhin die Nachfrage nach alkoholfreien Biermischgetränken. Alkoholfreie Biere stehen bei den Konsumenten hoch im Kurs und erreichen in Deutschland mittlerweile einen Anteil von über 6 %, Tendenz weiter steigend. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Nielsen stiegen die Umsätze der alkoholfreien Biere und alkoholfreien Biermischgetränke in 2017 trotz der widrigen Wetterbedingungen um 4,1 % (Vorjahr: + 0,3 %). Auch der Markt für alkoholhaltige Biermisch- getränke entwickelte sich im Jahr 2017 laut Marktforschungsinstituten nach leichten Rückgängen in den Vorjahren mit 1,2 % wieder positiv. tionale Partnermarken Ziel der Karlsberg Brauerei ist es, sowohl das nationale als auch das in- ternationale Geschäftsmodell weiter zu optimieren. In den letzten Jahren initiierte die Gesellschaft eine Strategie der kontinuierlichen Verbesserung der Ertragsbasis mit folgenden Schwerpunkten: - Konzentration auf die weitere Entwicklung des Markengeschäfts und damit einhergehende Ertragssteigerung - Zusätzliche Erträge durch neue Getränkesegmente und interna- - Internationaler Fokus auf Frankreich und den Export außerhalb Europas - Optimierung des Handelsmarken- und Co-Packing-Geschäfts: Dauerhafter Prozess der Umschichtung von Kapazitäten hin zu ertragsstärkeren Absätzen und konsequenter Verzicht auf ertrags- schwache Produktionsaufträge - Konsequente Investitionen in Produkt- und Ausstattungsqualität, Effizienzsteigerung, Energiekostenoptimierung sowie in die aktive Vermarktung der strategischen Kernmarken - Fixkostenreduzierung durch kontinuierliche Verschlankung der Organisation und Hebung von Synergien im Verbund - Stärkung der Unternehmenskultur als mittelständisches, inhaber- geführtes Familienunternehmen Das Geschäftsjahr 2017 stand hierbei im Zeichen des Umbruchs, um eine nachhaltige Verbesserung der zukünftigen Ertragskraft zu erreichen. Die Weichen im inländischen Markengeschäft sind für die Zukunft gestellt und zahlen sich bereits aus. So konnten – gestützt auf Distributionsausweitung und einer Ende 2017 erfolgreich umgesetzten Preiserhöhung – die strategischen Kernmarken Karlsberg und MiXery entgegen der rückläufigen Marktentwicklung mit einem Umsatzwachs- tum im einstelligen Prozentbereich aufwarten. Im regionalen Kernab- satzgebiet konnte im klassischen Biersegment die Marktführerschaft mit Karlsberg UrPils weiter ausgebaut werden. Neben der gegenüber dem Markt überdurchschnittlichen Perfor- mance war ebenso erfreulich, dass das Sortiment um weitere Produkte unter der Marke Karlsberg wie bspw. Karlsberg Helles erweitert werden konnte. Der Umsatz der Karlsberg Marken lag in 2017 bei 31,0 Mio. € und damit 0,5 Mio. € (+ 1,7 %) höher als noch im Vorjahr. Die Marke MiXery konnte im Markt der Biermischgetränke nach erfolgreichem 11
Markenrelaunch ihre Position als nationaler Marktführer behaupten. Mitte des Jahres wurde für die Marke MiXery ein vollständiger Marken- relaunch umgesetzt. Zudem wurde in der zweiten Jahreshälfte 2017 eine neue Range eingeführt: MiXery Ultimate mit 6 % Alkoholgehalt in den Geschmacksrichtungen Ultimate Tequila, Ultimate Lemon und Ultimate Energy. Innerhalb kürzester Zeit konnte die Jahreszielmenge erreicht werden, die Range bestätigt damit sehr gute nationale Wachs- tumsperspektiven. Der Umsatz aller MiXery-Produkte betrug im Be- richtsjahr 28,5 Mio. € (Vorjahr: 28,3 Mio. €). Im Bereich der alkoholfreien Biere hat Gründel’s im Saarland und den angrenzenden Regionen eine weiterhin herausragende Bedeu- tung. Jedoch hat sich der Wettbewerb in diesem Segment intensiviert. Zudem litten gerade die wetteraffinen alkoholfreien Produkte unter dem stark unterdurchschnittlich verlaufenen Sommergeschäft in der Region, so dass sich die Umsätze geringfügig um 0,1 Mio. € auf 5,0 Mio. € reduziert haben. Darüber hinaus wurde die in 2016 erfolgreich begonnene Vertriebs- kooperation mit internationalen Partnern wie bspw. Bundaberg wei- ter ausgebaut. Unter anderem konnten Magners Cider und O Hara’s Biere aus Irland als neue Partner gewonnen werden. Somit ergänzen die Partnermarken die Eigenmarken im Inlandsgeschäft zunehmend. Im Berichtsjahr wurde so im Inland eine Umsatzsteigerung bei den Partnermarken von 1,7 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr auf rund 6,4 Mio. € erzielt. Insgesamt konnten im Inland die Umsätze um 2,2 Mio. € auf 85,6 Mio. € gesteigert werden. Die in den Vorjahren begonnene Trennung von weniger ertragsreichen Handelsmarken von Discountkunden und die damit einhergehende weitere strukturelle Verbesserung des Produktportfolios wurde im Geschäftsjahr 2017 weitestgehend abgeschlossen. Dieser strate- gisch forcierte Abbau führte im Jahr 2017 zu deutlichen Umsatzrück- gängen im europäischen Ausland um 36,0 Mio. € auf 17,8 Mio. €. Hiermit verbunden ist auch eine deutliche Reduktion der Kapazi- tätsbelastung und der Komplexität entlang der Wertschöpfungskette. Im Export war Asien, als für die Karlsberg Brauerei wichtigste Region, von temporären Containerengpässen im Zeitraum März bis August sowie in der Folge erhöhten Frachtraten betroffen. Diese Umstände führten trotz einer deutlichen Erholung in der zweiten Jahreshälfte zu einem Umsatzrückgang und ansteigenden Kosten. Im Afrika-Geschäft lag der Fokus auf der Neuausrichtung der Vermark- tungsstruktur, womit vorübergehende Umsatzeinbußen verbunden waren. Die Umstrukturierung und Umstellung des Vertriebs ist inzwi- schen erfolgreich umgesetzt. Die Geschäfte haben sich im zweiten Halbjahr deutlich positiv entwickelt. Im Nahost-Geschäft konnten die Absätze gesteigert werden. Auch im Südamerika-Geschäft konnten in 2017, insbesondere am Ende des Geschäftsjahres, deutliche Zuwächse verzeichnet werden. Insgesamt lag der Umsatz des Exportgeschäfts außerhalb Europas mit 19,7 Mio. € rund 2,3 Mio. € unter Vorjahresniveau. Die französische Karlsbräu CHR SAS, 100 %-ige Tochtergesellschaft der Karlsberg Brauerei, fokussiert sich auf den regionalen Vertrieb in der Großregion Saar-Lor-Lux und Elsass sowie den frankreichweiten Vertrieb gastronomieorientierter Markenbiere und internationaler Bier- spezialitäten. Im Zuge der strategischen Weiterentwicklung, bei der die Marke „Karlsbräu“ und eine geplante Optimierung der französischen Supply Chain eine zentrale Rolle spielen, wurden auch die Marken- rechte „Karlsbräu“ für den französischen Markt auf diese Gesellschaft übertragen. In diesem Zusammenhang wurde ein Verkaufspreis in Höhe von 4,8 Mio. € erzielt. Umsatzentwicklung (im Vergleich zum Vorjahr) a) Umsatz nach Regionen (in Mio. €) 83,4 85,6 53,8 2016 2017 17,8 22,0 19,7 Umsatz Inland Umsatz europ. Umsatz außerhalb Ausland Europa 12
b) Umsatz Inland (in Mio. €) 30,5 31,0 +1,7 % 28,3 28,5 +0,6 % 2016 2017 14,8 14,8 5,1 5,0 -2,4 % 4,7 6,4 +35,9 % Umsatz Karlsberg Umsatz MiXery Umsatz Gründel‘s Umsatz Partnermarken Umsatz Sonstige Zusammenfassend war das abgelaufene Geschäftsjahr 2017 maß- geblich von der Umsetzung des strategisch forcierten Mengenabbaus ertragsschwacher Geschäfte geprägt. Die im Zuge des Mengenabbaus initiierten Kostenmaßnahmen konnten 2017 erste spürbare Effekte erzielen. Weitere deutlich positive Effekte werden sich im laufenden Geschäftsjahr materialisieren. Auch der aufgrund von Containerengpässen insbesondere im ersten Halbjahr deutlich gesunkene Export-Umsatz außerhalb Europas hat sich trotz einer Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte auf Vor- jahresniveau negativ auf die Umsatz- und Ertragslage der Karlsberg Brauerei ausgewirkt. Im Markengeschäft, dem strategischen Kernsegment, konnten sowohl die Eigenmarken wie Karlsberg und MiXery als auch die Partnermar- ken Umsatz- und Ertragssteigerungen erzielen. Diese positiven Ent- wicklungen in diesem Segment konnten allerdings die vorgenannten negativen Einflüsse noch nicht voll kompensieren. Produktion und Beschaffung Die Karlsberg Brauerei GmbH verfügt in Homburg/Saar über eine modern ausgestattete Produktionsstätte mit hoher Leistungsfähigkeit. Die Beschaffung der wichtigsten Wirtschaftsgüter für den Geschäftsbe- trieb der Brauerei wie z.B. Rohstoffe, Verpackungen und Gebinde ist überwiegend vertraglich, zum Teil auch längerfristig geregelt. Während die Preise für Hopfen, Zucker und Grundstoffe in 2017 überdurch- schnittlich anstiegen, war bei Malz eine leichte Entspannung der Preise festzustellen. Die Einkaufspreise für Dosen bewegten sich nahezu auf Vorjahresniveau. Mit Ausnahme von Erdgas sind die Energiepreise im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gestiegen. Insbesondere bei Strom und Stein- kohle waren signifikante Preiserhöhungen zu verzeichnen. Investitionen Die Investitionen des Geschäftsjahres 2017 betrugen 10,3 Mio. € und lagen nach den hohen technischen Investitionen in 2016 damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (14,3 Mio. €). Investitionen (in Mio. €) 14,3 10,4 10,3 8,4 4,5 4,0 2015 2016 2017 2,8 2,2 1,9 3,9 3,7 2,3 0,3 0,3 0,7 Gesamt Technik Leergut Vertrieb Sonstige Investitionsschwerpunkte in 2017 waren Investitionen im Vertriebs- bereich in Form von Leergut, einhergehend mit einer verbesserten Platzierung am Point of Sale, mit klarem Fokus auf die Produkte der Kernmarken Karlsberg und MiXery sowie auf stark wachsende Part- nermarken. Darüber hinaus wurden verschiedene technische Investitionen zur Modernisierung der Produktionstechnik sowie zur Qualitätssicherung und Energiekostenreduzierung vorgenommen. Durch einen erhöhten Automationsgrad und die Optimierung der Arbeitsabläufe in der gesamten Supply Chain können so die Pro- zesskosten und der Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionsbedarf optimiert werden. 13
Martin Mihm & Steffen Hanusch Brauer BEI KARLSBERG
5,2% vol Alkohol 11,6 % Stammwürfe 23IBU hopfung Was es besonders macht: Wer es naturtrüb und kräftig mag, findet in unserem Kellerbier hefige Noten und herben Geschmack perfekt vereint. Unfiltriert, bleibt unser Kellerbier bemerkenswert aromatisch und die wertvollen Zutaten kommen voll/perfekt fur Geltung. passt gut: Mac‘n‘Cheese, Rahmschnitfel Was sagen unsere Brauer: „Ungefiltert, direkt aus dem Bierkeller - authentischer kann bier nicht schmecken.“
Personal- und Sozialbereich Insgesamt wurden im Berichtszeitraum in der Karlsberg Brauerei GmbH 300 Mitarbeiter (2016: 310 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Karlsberg Brauerei GmbH hat mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 weitere Teile (insgesamt T€ 6.433) ihrer Pensionsverpflichtungen auf das in 2015 neu gegründete Versorgungswerk Karlsberg Brauerei e.V. übertragen. Die Dotierung des Versorgungswerkes Karlsberg Brauerei e.V. ist mit Stammaktien der Mineralbrunnen Überkingen- Teinach GmbH & Co. KGaA erfolgt. Ertragslage Die Umsatzerlöse der Karlsberg Brauerei GmbH in Höhe von 123,1 Mio. € lagen insbesondere aufgrund des strategisch forcierten Abbaus ertragsschwacher Handelsmarkengeschäfte im europäischen Ausland (-36,0 Mio. €) wie prognostiziert deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 13,0 Mio. € (Vorjahr: 5,5 Mio. €) deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Der Anstieg ist insbesondere auf im Geschäftsjahr enthaltene Erträge infolge der Ausgliederung von Teilen der Pensionsrückstellungen in Höhe von 6,4 Mio. € zurückzuführen. Die Ausgliederung erfolgte erfolgsneutral. Die Aufwendungen zur Dotierung in gleicher Größenordnung sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Darüber hinaus sind Erträge aus dem Verkauf von Markenrechten enthalten. Der zum Umsatz überproportionale Rückgang des Materialaufwan- des um 29,9 Mio. € (38,6 %) auf 47,5 Mio. € ist im Wesentlichen aus der Veränderung der Absatzstruktur zugunsten von Produkten mit verbesserter Rohertragsmarge zurückzuführen. Insgesamt führte diese Entwicklung trotz noch enthaltener Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Bereinigung des Produktportfolios unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen zu einer deutlichen Verbesserung der Materialaufwandsquote von 48,2 % auf nun 39,1 % und damit zu einer operativen Verbesserung. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen, im Wesentlichen Miet- und Pachtaufwendungen für Anpachtungen in der Gastronomie, liegen mit 3,3 Mio. € leicht über Vorjahresniveau (3,2 Mio. €). Der Personalaufwand in Höhe von 21,4 Mio. € hat sich trotz ent- haltener Aufwendungen für Abfindungen und Altersteilzeit und der Erhöhung der Tariflöhne um 2,5 % infolge des geringfügig reduzierten Personalstandes sowie geringerer variabler Lohnaufwendungen im gewerblichen Bereich gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mio. € (- 1,6 %) reduziert. Die Abschreibungen in Höhe von rund 9,5 Mio. € stiegen unter Berücksichtigung der erhöhten Investitionstätigkeit des Vorjahres um 0,7 Mio. € (+ 8,5 %). Die strategisch forcierte Mengenreduktion erforderte in diesem Über- gangsjahr auch eine entsprechende Anpassung der Kostenstruktur. Ein umfassendes Kostensenkungsprogramm ist angelaufen und wird auch in 2018 fortgesetzt. So konnten bspw. Transport- und Fremdpersonal- aufwendungen um rund 2,4 Mio. € reduziert werden. Auch übrige Sachaufwendungen liegen teilweise deutlich unter Vorjahresniveau. Insgesamt sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 49,4 Mio. € jedoch um 0,6 Mio. € (+ 1,3 %) gestiegen. Die Erhöhung ist ausschließlich auf im Geschäftsjahr enthaltene Dotierungsaufwendun- gen infolge der Ausgliederung von Teilen der Pensionsrückstellungen in Höhe von 6,4 Mio. € zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung der Dotierungsaufwendungen ergibt sich eine Reduktion der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 5,8 Mio. € (- 11,9 %). Das Finanzergebnis in Höhe von -2,4 Mio. € liegt deutlich unter Vorjah- resniveau (- 1,3 Mio. €). In 2016 war das Finanzergebnis maßgeblich durch den einmalig positiven Zinseffekt aufgrund der Änderung des Rechnungszinses bei den Pensionsrückstellungen begünstigt. Die Auf- wendungen aus der Abzinsung betrugen im Berichtsjahr 1,5 Mio. € und lagen damit 1,1 Mio. € höher als noch im Vorjahreszeitraum. Im Berichtsjahr sind Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 1,5 Mio. € enthalten. Neben einer kontinuierlich steigenden Dividendenzah- lung der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA hat die französische Tochtergesellschaft Karlsbräu CHR SAS mit einer Ertragsverbesserung und infolgedessen erhöhten Ausschüttung einen maßgeblichen Anteil. Insgesamt erzielte die Karlsberg Brauerei GmbH im Berichtsjahr ein EBIT von 5,4 Mio. € und ein EBITDA in Höhe von 14,8 Mio. €. Beide Kennzahlen liegen damit unter Vorjahresniveau. Aufgrund des be- schriebenen Geschäftsverlaufs konnte im Berichtsjahr zwar ein leicht positives Ergebnis erzielt, die im Vorjahr prognostizierten operativen Ertragsziele „deutliche Verbesserung der EBIT-Marge“ und „nur leicht rückläufiges EBITDA“ jedoch nicht erreicht werden. Dies ist zurückzu- führen auf Umstellungseffekte aufgrund des im Berichtsjahr vorge- 16
nommenen Mengenabbaus, die erläuterte Situation im Exportgeschäft sowie einem noch nicht vollständig realisierten Kostensenkungspoten- zial. EBIT und EBIT-Marge sind zudem nach Jahren hoher Investitionen durch erhöhte Abschreibungen belastet. Die erhöhte Ertragskraft der Umsätze wird hingegen in der verbesserten EBITDA-Marge schon sichtbar. Damit bestätigt sich die im Rahmen des Halbjahresabschlusses ange- passte Ertragsprognose. Der Jahresüberschuss der Karlsberg Brauerei GmbH in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr: 4,8 Mio. €) wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Karlsberg Holding GmbH abgeführt. a) Die wesentlichen Ergebniskennzahlen (in Mio. €) 16,1 16,8 14,8 8,3 8,1 8,5 5,4 4,8 2015 2016 2017 0,8 EBITDA EBIT Jahresüberschuss* *Jahresüberschuss vor EAV (EBITDA und EBIT für GJ 2015 bereinigt um enthaltene Einmalerträge und außergewöhnliche Aufwendungen) Finanzlage Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Be- richtsjahr 5,6 Mio. € (Vorjahr: 7,0 Mio. €). Unter Berücksichtigung der vorwiegend im Bereich des Sachanla- gevermögens getätigten Investitionen betrug der Cash Flow aus Investitionstätigkeit - 7,2 Mio. €, was einem um 2,3 Mio. € redu- zierten Investitionsniveau gegenüber Vorjahr entspricht. Der positive Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit im Jahr 2016 in Höhe von 6,6 Mio. € war maßgeblich beeinflusst durch die vorzeitige Ablösung der in 2012 aufgenommenen Anleihe in Höhe von 30 Mio. € sowie durch den Zufluss der im April 2016 begebenen neuen Anleihe in Höhe von 40 Mio. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergab sich unter Berücksichtigung planmäßiger Tilgungen und der Bereitstellung von Liquidität ins Cash- pooling der Karlsberg-Gruppe ein negativer Cash Flow aus Finanzie- rungstätigkeit in Höhe von - 6,1 Mio. €. Der Finanzmittelfonds der Gesellschaft reduzierte sich im Berichts- jahr um insgesamt 7,7 Mio. € auf - 6,6 Mio. €. Zum 31. Dezember 2017 standen der Gesellschaft insgesamt ein maximaler Finanzierungs- rahmen in Höhe von rund 20 Mio. € zur Verfügung, von denen zum Bilanzstichtag 13,1 Mio. € abrufbar waren. Zum Stichtag bestand eine Inanspruchnahme in Höhe von 8,0 Mio. €. Aufgrund ausreichender freier Kreditlinien war die Gesellschaft jeder- zeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Einzelheiten können aus der als Anlage zum Lagebericht hinterlegten Kapitalflussrechnung entnommen werden. b) EBITDA-, EBIT-Marge (in % zum Umsatz) Vermögenslage 12,0 10,6 9,7 2015 2016 2017 5,0 5,1 4,4 EBITDA-Marge EBIT-Marge Die Bilanzsumme der Karlsberg Brauerei GmbH zum 31. Dezember 2017 betrug 148,8 Mio. € und lag damit leicht über dem Wert des Vorjahres (147,1 Mio. €). Das Anlagevermögen ist im Berichtsjahr um 8,8 Mio. € auf 97,0 Mio. € zurückgegangen, im Wesentlichen bedingt durch die mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 erfolgte Ausgliederung von Pensionsverpflich- tungen. Die Dotierung des Versorgungswerkes Karlsberg Brauerei e.V. ist mit Stammaktien der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA erfolgt, so dass sich das Finanzanlagevermögen entsprechend reduziert hat. 17
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Das Umlaufvermögen stieg im Vergleich zum Vorjahr aufgrund er- höhter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber verbundener Unternehmen sowie sonstiger Vermögens- gegenstände um 10,6 Mio. € auf 51,5 Mio. €. Auf der Passivseite wurden die Rückstellungen durch die bereits er- läuterte Ausgliederung weiterer Teile (insgesamt T€ 6.433) von Pen- sionsverpflichtungen auf das in 2015 neu gegründete Versorgungs- werk Karlsberg Brauerei e.V. reduziert. Dem entgegen liefen erhöhte Rückstellungen für Vergütungen, ausstehende Instandhaltungs- maßnahmen sowie aufgrund von getroffenen Altersteilzeitverein- barungen. Insgesamt gingen die Rückstellungen von 28,4 Mio. € auf 25,4 Mio. € zurück. Die Verbindlichkeiten stiegen um 4,6 Mio. € auf 80,8 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch erhöhte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um 2,2 Mio. € ist im Wesentlichen auf Tilgungsleistungen für das im Vorjahr im Wege eines Finance Leasing finanzierte Blockheizkraftwerk zurückzuführen. Angaben zur Fälligkeitsstruktur sowie zu Besicherungen können dem Anhang entnommen werden. Die Eigenkapitalquote ging infolge der erhöhten Bilanzsumme leicht von 29,0 % im Vorjahr auf nun 28,6 % zurück. Bedingt durch die Ab- führung des Jahresüberschusses in voller Höhe an die Gesellschafterin, betrug das Eigenkapital unverändert 42,6 Mio. €. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Risikomanagement Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft wird kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich ändernden rechtlichen und wirt- schaftlichen Anforderungen angepasst. Neben der Identifizierung und Überwachung von Risiken werden auch die damit einhergehenden Chancen verfolgt. Das Risikomanagementsystem ist mit anderen Managementinforma- tionssystemen, insbesondere mit einem umfassenden monatlichen Reporting mit Kennzahlenanalyse, vernetzt. Die Leistungsstärke des Unternehmens wird im Wesentlichen mit den Kennzahlen Nettoumsatzerlöse, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) gemessen. Darüber hinaus sind auf dem Gebiet der operativen fi- nanziellen Leistungsmessung neben diesen Kennzahlen auch der Free Cash Flow der Segmente sowie die Investitionen bedeutsame finanzielle Indikatoren. Dabei erfolgt ein Vergleich sowohl zum Vorjahr als auch zum Plan des laufenden Geschäftsjahres. Hierdurch ist die Geschäftsführung in der Lage, Abweichungen kurzfristig zu erkennen und zeitnah entsprechen- de Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung Neben den allgemeinen branchen- und marktbezogenen Risiken wie Wettbewerb, Preisdruck, Veränderung des Verbraucherverhaltens, Umsatzrückgänge und Abhängigkeit von Großkunden etc. sieht die Geschäftsführung für die zukünftige Entwicklung im Wesentlichen die nachfolgenden Chancen und Risiken. Chancen - Weiterentwicklung des Geschäfts mit eigenen Marken im Inland nach erfolgter Preiserhöhung - Erschließung neuer nationaler Marktsegmente durch die Koopera- tion mit internationalen Partnern verbunden mit Synergieeffekten im bestehenden Markenportfolio - Steigende Nachfrage aus den Exportmärkten - Effizienzsteigerung innerhalb der gesamten Supply Chain sowie weitere Kostenreduzierungen aufgrund der umgesetzten Bereini- gung des Produktportfolios - Synergien in der Zusammenarbeit zwischen der Karlsberg Brauerei GmbH und anderen Unternehmen des Karlsberg Verbundes - Verringerte Preise für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - Weitere Verbesserung der Ablaufprozesse 19
Risiken Gesamtbeurteilung IT- und Datenschutzrisiken - Verteuerung der Rohstoffpreise und Lieferengpässe - Kündigung oder Nichtverlängerung von bestehenden Lieferver- einbarungen - Volatile Nachfrage in den Exportmärkten - - Rechtliche Risiken aus gesellschaftsrechtlichen Veränderungen, im Zusammenhang mit dem Abschluss von Unternehmensverträgen, aus Rechtsstreitigkeiten, insbesondere in den Bereichen Vertrags-, Steuer-, Arbeits-, Produkthaftungs- oder auch Lebensmittelrecht - Risiken aufgrund von Produkt-/Produktionsmängeln - Veränderung der allgemeinen Rahmenbedingungen durch ord- nungspolitische Eingriffe - Ergebnisbelastung im Bereich der Pensionsrückstellungen durch ein weiterhin niedriges Zinsniveau - Allgemeine Finanzierungs- und Forderungsausfallrisiken Falls solche Risiken eintreffen sollten, geht die Geschäftsführung davon aus, dass durch entsprechende Maßnahmen negative Aus- wirkungen begrenzt oder kompensiert werden können. So wird der Margenbelastung durch Preisdruck und volatile Rohstoffmärkte mit einer Optimierung der Abläufe und Hebung von Synergien begegnet. Einer möglichen Veränderung des Konsumverhaltens wird durch eine kontinuierliche Weiterentwick- lung des Produktportfolios Rechnung getragen. Möglichen Forde- rungsausfällen wird durch ein stringentes Debitorenmanagement entgegengewirkt. In Bezug auf die Produkt- und Produktionsrisiken wird das in der Qualitätssicherung geführte HACCP-System (Hazard Analysis and Critical Control Points) kontinuierlich verbessert und die strengen Anforderungen des IFS (International Food Standard) werden konsequent eingehalten. Hierdurch werden die wesentlichen Produkt- und Produktionsrisiken laufend überwacht und eine un- mittelbare Reaktion auf Abweichungen ermöglicht. Dem Risiko eines im klassischen Biersegment weiter stagnierenden Inlandsmarktes begegnet die Gesellschaft mit einem breit diver- sifizierten Produktportfolio sowie mit innovativen Konzepten wie bspw. der Kooperation mit internationalen Partnermarken, ergänzt durch ein ertragsstarkes internationales Geschäft. Im Berichtszeitraum konnte sich die Karlsberg Brauerei GmbH mit ihren strategischen Kernmarken und internationalen Partner- marken in einem herausfordernden Marktumfeld gut behaup- ten. Ertragsschwache Handelsmarkengeschäfte im europäischen Ausland wurden deutlich zurückgefahren. Beim Export außerhalb Europas kam es insbesondere aufgrund eines beeinträchtigten Asien-Geschäfts infolge von temporären Containerengpässen zu einem außerplanmäßigen Rückgang. Die im Zuge des Mengenabbaus initiierten Kostenmaßnahmen konnten 2017 erste spürbare Effekte erzielen. Weitere deutlich positive Effekte werden sich im laufenden Geschäftsjahr mate- rialisieren. Die Chancen und Risiken der Gesellschaft haben sich gegenüber dem Bilanzstichtag 31.12.2016 nicht wesentlich verändert. Daher sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt sowie für die Folgezeit keine Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Ausblick Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem kräftigen konjunk- turellen Aufschwung. Die Bundesregierung erwartet nach einem Wirtschaftswachstum 2017 von 2,2 % auch für das laufende Jahr eine weitere Zunahme des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,4 %. Be- günstigend für die deutsche Wirtschaft wirkt das wieder freundlichere weltwirtschaftliche Umfeld. Dies hat zur Belebung des Außenhandels und der Investitionen beigetragen. Die binnenwirtschaftliche Dynamik wird vor allem durch weiterhin steigende Realeinkommen und den anhaltenden Beschäftigungsauf- bau getragen. Die Bundesregierung prognostiziert für 2018 einen realen Anstieg der Ausgaben der privaten Haushalte um 1,9 %. Trotz grundsätzlich positiver Rahmenbedingungen steht die deut- sche Getränkeindustrie auch vor einigen Herausforderungen: Die zunehmende Biervielfalt und die stetig steigende Anzahl an Brau- ereien können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Braubranche auch weiterhin unter Ertragsdruck stehen wird. Die größten Herausforderungen bleiben aus Sicht des Deutschen Brauer-Bunds der demografische Wandel, steigende Kosten, der wei- terhin hohe Wettbewerbsdruck und der harte Preiskampf im Handel. 20
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2017 sind auch für 2018 weitere Produktneueinführungen geplant. MiXery hat durch die Einführung der höherpreisigen Ultimate Range die Ertragskraft der Marke weiter verbessert und durch den vollzo- genen Markenrelaunch ihre Relevanz für die Zielgruppe weiter ge- stärkt. Durch fokussierte Markenkommunikation und eine nationale Vertriebsorganisation im Verbund, wird die Distribution der Marke und Präsenz am Point of Sale weiter verbessert, so dass auch für die kommenden Jahre gute Wachstumsperspektiven erwartet werden. Darüber hinaus werden auch die Vertriebskooperationen mit in- ternationalen Partnern mit guten Wachstumsaussichten national fortgeführt. Aufgrund der auf Ertragswachstum ausgerichteten Unternehmens- strategie sieht sich die Karlsberg Brauerei GmbH für die Zukunft gut aufgestellt. Für das Gesamtjahr 2018 wird ein Anstieg der Umsatzer- löse im einstelligen Prozentbereich erwartet. Auf Grund geplanter, verbesserter Produktionsabläufe und gleichzeitiger Umsatzsteige- rungen wichtiger Marken geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich die operative Ertragssituation verbessern wird und so 2018 die operativen Kennzahlen adjustiertes EBIT und EBITDA gegenüber dem Berichtsjahr im unteren zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden können. Homburg/Saar, 28. Februar 2018 Die Geschäftsführung Dr. Hans-Georg Eils Markus Meyer Weiter wachsen wird der Getränkekonsum im Segment alkoholfreier Biere und alkoholfreier Biermischgetränke sowie Bierspezialitäten. Ebenfalls positiv entwickeln werden sich innovative Produkte mit neuen Geschmacksrichtungen und Verpackungen. Zudem werden 2018 große Sportereignisse wie die Fußball-Welt- meisterschaft für die Branche positive Impulse mit sich bringen. Ziel der Karlsberg Brauerei GmbH ist es, sowohl ihr nationales als auch ihr internationales Markengeschäft konsequent weiterzuent- wickeln. Das Unternehmen wird auch weiterhin den strategischen Fokus auf die nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft legen. Der Mengenabbau des ertragsschwachen Handelsmarkengeschäfts ist weitestgehend umgesetzt. Die im Zuge des Mengenabbaus in- itiierten Kostenmaßnahmen konnten 2017 erste spürbare Effekte erzielen. Weitere deutlich positive Effekte werden für das laufende Geschäftsjahr erwartet. Die Ablaufprozesse und die organisatori- schen Strukturen werden in allen Bereichen kontinuierlich verbessert und an die veränderten Anforderungen mit dem Ziel der Effizienzstei- gerung angepasst. Aufbauend auf diesen Veränderungsprozessen wird das Jahr 2018 auch von weiteren Anpassungen der Organisa- tionsstrukturen geprägt sein. Für das Export-Geschäft wird eine leichte Erholung erwartet. In dem aktuell herausfordernden chinesischen Markt sieht sich die Karlsberg Brauerei GmbH nach einer deutlichen Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte 2017 gut aufgestellt. Die Auftragslage zeigt sich nach Produktneueinführungen auch bereits zu Beginn des laufenden Jahres deutlich verbessert. Gestiegene Transportkosten werden mit Preiserhöhungen zu einem Großteil kompensiert werden können. Nach der umgesetzten Neuausrichtung der Vermarktungsstruktur werden sich die Geschäfte in Afrika bei verbesserter Rentabilität wieder deutlich positiv entwickeln. Auch aus Südamerika zeichnen sich positive Geschäftsimpulse ab. Die Geschäftsführung geht von einer Fortführung der positiven Ertragsentwicklung im Markengeschäft mit zusätzlichen Chancen durch Produktneueinführungen und die bereits Ende 2017 erfolg- reich umgesetzten Preiserhöhungen aus. Im klassischen Biersegment wird das Sortiment der Karlsberg- Marken für die Kernregion ertragsorientiert weiterentwickelt. Nach der erfolgreichen Neuentwicklung des Produktes Karlsberg Helles in 23
JAHRESABSCHLUSS Bilanz zum 31. Dezember 2017 Gewinn- und Verlustrechnung 2017 Kapitalﬂussrechnung 2017
Bilanz zum 31. Dezember 2017 Aktiva EUR EUR 31.12.2016 TEUR A. I. II. 1. 2. 3. 4. III. 1. 2. 3. 4. 5. B. I. 1. 2. 3. II. 1. 2. 3. III. C. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.206.415,00 15.692 Sachanlagen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Beteiligungen Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Sonstige Ausleihungen Umlaufvermögen Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen Fertige Erzeugnisse und Waren Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegen verbundene Unternehmen Sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Rechnungsabgrenzungsposten 26 10.816.979,45 17.039.868,00 10.149.301,00 3.158.729,37 34.405.273,99 583.817,16 925.360,79 0,00 5.731.538,60 5.221.053,17 893.523,44 4.705.013,96 14.294.785,52 16.351.071,22 8.578.190,90 11.101 18.180 9.380 1.532 40.193 41.286 790 925 20 6.938 49.959 41.164.877,82 41.645.990,54 97.017.283,36 105.844 5.285 1.044 5.611 10.819.590,57 11.940 12.921 8.568 6.279 27.768 1.123 39.224.047,64 1.415.223,77 51.458.861,98 40.831 303.998,02 467 148.780.143,36 147.142
Passiva A. I. II. III. B. 1. 2. 3. C. 1. 2. 3. 4. 5. 6. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Steuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten Anleihen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern EUR 853.315,83 (Vj. TEUR 918) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 27.509,79 (Vj. TEUR 26) 11.592.137,00 7.900,00 13.826.551,00 40.000.000,00 12.850.389,31 7.096.727,24 3.917.574,07 1.487,55 16.889.535,19 EUR EUR 31.12.2016 TEUR 12.782.500,00 29.770.500,00 44.842,00 42.597.842,00 25.426.588,00 12.783 29.770 45 42.598 16.774 0 11.631 28.405 40.000 5.906 7.769 3.319 7 19.109 80.755.713,36 76.110 0,00 29 148.780.143,36 147.142 D. Rechnungsabgrenzungsposten 27
19 % +6,2 % +3,1 % MARKTANTEIL WACHSTUM MIXERY (NASTROV FLAVOUR) ICED BLUE DOSE WACHSTUM MIXERY COLA DOSE Quelle: Nielsen 2017 vs. 2016 Biermix ohne Radler
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Gewinn- und Verlustrechnung für 2017 EUR EUR 1. Umsatzerlöse . /. Verbrauchsteuern 2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4. Sonstige betriebliche Erträge davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 642,21 (Vj. TEUR 3) davon Erträge aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EUR 0,00 (Vj. TEUR 0) 5. Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6. Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung EUR 1.563.350,19 (Vj. TEUR 1.230) 130.618.531,78 -7.507.878,29 123.110.653,49 -1.455.818,31 0,00 13.004.609,53 47.529.447,74 3.328.133,25 16.755.455,21 4.618.941,73 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.463.306,92 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 1.762,94 (Vj. TEUR 10) davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB (Übergangsvorschriften zum BilMoG) EUR 315.497,96 (Vj. TEUR 248) 49.392.383,58 9. Erträge aus Beteiligungen davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.380.824,00 (Vj. TEUR 1.417) 10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens davon aus verbundenen Unternehmen EUR 31.589,55 (Vj. TEUR 70) 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.036.681,31 (Vj. TEUR 1.781) davon Erträge aus der Abzinsung EUR 0,00 (Vj. TEUR 0) 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon an verbundene Unternehmen EUR 251.748,95 (Vj. TEUR 204) davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 1.498.488,00 (Vj. TEUR 393) 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.477.824,00 208.829,67 1.299.359,78 184.993,23 5.214.166,70 7.900,00 15. Ergebnis nach Steuern 16. Sonstige Steuern 17. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 18. Jahresüberschuss 30 2016 TEUR 166.872 -7.657 159.215 1.112 282 5.547 134.659.444,71 166.156 77.466 3.170 17.318 4.410 8.724 48.751 131.087.668,43 159.839 1.539 359 1.948 259 4.858 0 -1,271 5.046 262 4.784 4.784 0 -2.421.046,48 1.150.729,80 385.275,45 765.454,35 765.454,35 0,00
Kapitalﬂussrechnung 2017 1. Jahresüberschuss/-fehlbetrag (vor Ergebnisabführung) 2. Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 4. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 5. Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 6. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 7. Zunahme/Abnahme von Aktiva bzw. Passiva aus Verschmelzungen 8. Zahlungsunwirksame Aufwendungen aus außerordentlichen Posten 9. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 10. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 11. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 12. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 13. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 14. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 15. Cashflow aus der Investitionstätigkeit 16. Gewinnabführung an Gesellschafter 17. Einzahlungen aus der Begebung der Anleihe 18. Auszahlungen aus der Tilgung der Anleihe 19. Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 20. Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten 21. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 22. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 23. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 24. Finanzmittelfonds am Ende der Periode Der Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand, die Guthaben (2017: T€ 1.415, VJ: T€ 1.123) sowie die kurzfristigen Kontokorrentverbindlichkeiten bei Kreditinstituten (2017: T€ 7.989, VJ: T€ 0). Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sind folgende Zahlungsströme enthalten: Gezahlte Zinsen Gezahlte Ertragsteuern Kurzfristige Bankverbindlichkeiten 31 2017 T€ 765 9.648 3.455 -17 -7.452 -808 2016 T€ 4.784 8.983 -3.553 1 -2.168 -1.010 0 0 5.591 7.037 58 -8.984 -7 2.992 -1.298 -7.239 -765 0 0 68 -5.352 -6.049 -7.697 1.123 -6.574 2017 T€ 3.787 0 -7.989 33 -12.176 -36 4.686 -2.062 -9.555 -4.784 40.000 -30.000 7.900 -6.477 6.639 4.121 -2.998 1.123 2016 T€ 3.432 0 0
ANHANG Angaben zum Jahresabschluss Anlagespiegel Sonstige Angaben
I. Angaben zum Jahresabschluss A. Allgemeines Finanzanlagen Die Gesellschaft ist unter der Firma Karlsberg Brauerei GmbH mit Sitz in Homburg im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter der Nummer HRB 17866 eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Dritten Buches des Handels- gesetzbuches sowie der ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung erstellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB. Soweit für Pflichtangaben Wahlrechte bestehen, diese in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang darzustellen, sind diese aus Gründen der Übersichtlichkeit im Anhang dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenver- fahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungs- methoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungs- nebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der Nutzungs- dauer der Vermögensgegenstände (3 bis 15 Jahre) nach der linearen Methode vorgenommen. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und Fremdkapitalzinsen, soweit sie auf die Zeitdauer der Herstellung entfallen, einbezogen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungspreis zwischen 150 € und 1.000 € wird ein jährlicher Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben. Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten, Ausleihungen werden mit ihren Nennbeträgen angesetzt. Wertminderungen wird durch angemessene Wertberichti- gungen Rechnung getragen. Der Wertansatz von Beteiligungen wird unter Verwendung gängiger Bewertungsmethoden jährlich überprüft. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten abzüglich Preis- nachlässen bilanziert. Fertige und unfertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet, die durch Kalkulation auf Basis der in- nerbetrieblichen Kostenrechnung der Gesellschaft ermittelt wurden. Dabei wurde beachtet, dass die kalkulierten Herstellungskosten nicht über den tatsächlichen Herstellungskosten liegen. Angemessene Ge- meinkostenzuschläge wurden berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurch- schnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwer- tungen berücksichtigt. Die Gesellschaft unterliegt seit dem 1. Januar 2005 dem europäischen Emissionshandelssystem. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Emissionszertifikate erworben, die zum Anschaffungswert unter der Position „Fertige Erzeugnisse und Waren“ ausgewiesen sind. Forderungen und sonstige Aktiva Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Nennwert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung des um die einzelwertberichtigten Forde- rungen bereinigten Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen. Auf zweifelhafte Forderungen wurden angemessene Einzelwertberich- tigungen gebildet. Der Bestand an liquiden Mitteln und die sonstigen Aktiva werden mit Nominalwerten bilanziert. 34
Rückstellungen Währungsumrechnung Die Rückstellungen werden, mit Ausnahme der Pensionsrückstel- lungen aufgrund deren ratierlichen Zuführung gem. Artikel 67 Abs. 1 EGHGB, mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Berücksichtigung der im März 2016 verabschiedeten Gesetzes- änderung der Neuregelung zum HGB-Rechnungszins für Altersver- sorgungsverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Die Karlsberg Brauerei GmbH hat mit Wirkung zum 31. Dezember 2017 weitere Teile (insgesamt T€ 6.433) ihrer Pensionsverpflichtungen auf das in 2015 neu gegründete Versorgungswerk Karlsberg Brauerei e.V. übertragen. Die Dotierung des Versorgungswerkes Karlsberg Brauerei e.V. ist mit Stammaktien der Mineralbrunnen Überkingen- Teinach GmbH & Co. KGaA erfolgt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtun- gen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Ver- mögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Altersteil- zeitrückstellungen verrechnet. Da kein aktiver Markt besteht, anhand dessen sich der Marktpreis ermitteln lässt, wurde für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Rückdeckungsversicherungen deren Aktivwert verwendet. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Latente Steuern Latente Steuern sind für die Karlsberg Brauerei GmbH aufgrund des bestehenden Organschaftsverhältnisses mit der Karlsberg Holding GmbH nicht zu bilden. Sämtliche Geschäftsvorfälle in ausländischer Währung wurden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wur- den grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstich- tag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Summe der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten sowie die Zu- gänge und Abgänge des Berichtsjahres ergeben sich aus dem Anla- gespiegel. Ebenso sind dem Anlagespiegel die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu entnehmen. Die wesentlichen Zugänge im Bereich des Sachanlagevermögens entfallen auf Investitionen für neue Fla- schen und insbesondere neue Kisten für die Kernmarken Karlsberg, MiXery und Gründel‘s. Darüber hinaus wurden verschiedene techni- sche Investitionen zur Modernisierung der Produktionstechnik sowie zur Qualitätssicherung und Energiekostenreduzierung vorgenommen. Die Abgänge im Finanzanlagevermögen betreffen im Wesentlichen die Dotierung des in 2015 gegründeten Versorgungswerkes Karlsberg Brauerei e.V. mit Stammaktien der Mineralbrunnen Überkingen- Teinach GmbH & Co KGaA im Rahmen der Ausgliederung weiterer Teile von Pensionsverpflichtungen (T€ 6.433). Die Bilanzierung der nach Dotierung noch verbliebenen 754.581 Stam- maktien der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA erfolgte in Ausübung des Bewertungswahlrechts nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB zum Anschaffungskurs von € 17,40. Der Börsenkurs lag zum Bilanzstichtag bei € 16,95. Somit erfolgt der Ausweis mit einem um T€ 340 über dem beizulegenden Wert von T€ 12.790 liegenden Buchwert von T€ 13.130. Vor dem Hintergrund der derzeitigen sehr positiven Ergebnissituation so- wie der erwarteten positiven zukünftigen Entwicklung der Mineralbrun- nen-Gruppe ist eine dauerhafte Wertminderung nicht anzunehmen. 35
Patrick Ziegler & Thomas Kaiser BRAUmeister BEI KARLSBERG 36
5,0% vol Alkohol 11,4 % Stammwürze 17IBU hopfung Was es besonders macht: Auffallend vollmundiger Geschmack. Kurzum – süffig & unkompliziert. Preisgekrönt als bestes Helles aus Deutschland (World Beer Award 2017). Passt gut: Cheeseburger, Biergarten, Sonne Was sagen unsere Brauer: „Wir hätten es auch Geiles nennen können.“
Anlagespiegel Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2017 Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.17 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2017 EUR EUR EUR EUR EUR I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte 2. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3. Geleistete Anzahlungen 17.411.283,84 7.175,12 0,00 0,00 17.418.458,96 2.146.671,80 0,00 0,00 0,00 8.000,00 0,00 2.138.671,80 0,00 0,00 0,00 19.557.955,64 7.175,12 8.000,00 0,00 19.557.130,76 II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 49.253.608,05 561.978,24 0,00 113.638,11 49.929.224,40 2. Technische Anlagen und Maschinen 96.170.043,35 902.706,70 345.720,74 1.029.556,91 97.756.586,22 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 59.321.057,68 4.448.035,41 3.951.613,50 301.641,76 60.119.121,35 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.531.905,41 3.071.660,74 0,00 -1.444.836,78 3.158.729,37 206.276.614,49 8.984.381,09 4.297.334,24 0,00 210.963.661,34 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 41.285.564,59 0,00 6.880.290,60 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3. Beteiligungen 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 790.190,77 2.310.848,62 20.000,00 31.717,95 0,00 0,00 238.091,56 5.000,00 20.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 34.405.273,99 583.817,16 2.305.848,62 0,00 5. Sonstige Ausleihungen 8.010.159,17 1.266.039,95 2.634.437,95 0,00 6.641.761,17 52.416.763,15 1.297.757,90 9.777.820,11 0,00 43.936.700,94 278.251.333,28 10.289.314,11 14.083.154,35 0,00 274.457.493,04 38
Abschreibungen|Wertberichtigungen Kumulierte Abschreibungen Buchwerte 01.01.17 Zugänge EUR EUR Abgänge EUR Zuschreibung Umbuchungen 31.12.2017 31.12.2017 31.12.2016 EUR EUR EUR EUR EUR 2.719.539,84 1.121.244,12 0,00 1.146.348,80 371.583,00 8.000,00 0,00 0,00 0,00 3.865.888,64 1.492.827,12 8.000,00 38.152.230,60 960.014,35 0,00 77.990.476,35 3.050.712,61 324.470,74 49.941.390,68 3.959.752,84 3.931.323,17 0,00 0,00 0,00 166.084.097,63 7.970.479,80 4.255.793,91 0,00 0,00 1.385.487,83 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00 0,00 1.072.527,23 184.993,23 347.297,89 2.458.015,06 184.993,23 352.297,89 172.408.001,33 9.648.300,15 4.616.091,80 0,00 0,00 0,00 3.840.783,96 13.577.675,00 14.691.744,00 1.509.931,80 628.740,00 1.000.323,00 0,00 0,00 0,00 0,00 5.350.715,76 14.206.415,00 15.692.067,00 0,00 39.112.244,95 10.816.979,45 11.101.377,45 0,00 0,00 0,00 80.716.718,22 49.969.820,35 17.039.868,00 18.179.567,00 10.149.301,00 9.379.667,00 0,00 3.158.729,37 1.531.905,41 0,00 169.798.783,52 41.164.877,82 40.192.516,86 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.380.487,83 0,00 34.405.273,99 41.285.564,59 583.817,16 925.360,79 0,00 790.190,77 925.360,79 20.000,00 910.222,57 5.731.538,60 6.937.631,94 0,00 2.290.710,40 41.645.990,54 49.958.748,09 0,00 177.440.209,68 97.017.283,36 105.843.331,95 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 39
Marktführer. Josef Haas & Max giesen BRAUmeister BEI KARLSBERG
4,8 % vol Alkohol 11,5 % Stammwürze 35 IBU hopfung Was es besonders macht: Unser Magnumhopfen sorgt für die Balance aus kräftiger Herbe und angenehmer Frische. Das weiche Brauwasser in Homburg ist besonders gut geeignet für Biere nach Pilsener Brauart, wie unser mehrfach ausgezeichnetes UrPils. Passt gut: Lyoner mit scharfem Senf, schön scharfe Currywurst, Fußball gucken Was sagen unsere Brauer: „Macht sofort Lust auf ein Zweites.“
Anteilsbesitz Gesellschaft Karlsberg Logistik Service GmbH, Homburg Vendis Gastro GmbH & Co. KG, Homburg beGuest GmbH, Tholey Karlsbräu CHR SAS, Saverne/Frankreich Saarfürst Brauhaus am Yachthafen GmbH, Merzig Saarfürst GbR, Merzig Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA, Teinach-Zavelstein (davon stimmrechtslose Vorzugsaktien: 0 %) Anteil am Kapital Eigenkapital 31.12.2017 Ergebnis Geschäftsjahr 2017 % 100,00 100,00 51,72 100,00 50,00 50,00 8,88 TEUR 253 6.394 22 4.362 328 1.156 TEUR EAV 1) -651 -25 512 63 672 54.774 3.9572) 1) EAV: Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Karlsberg Brauerei GmbH. 2) Zahlen Mineralbrunnen Überkingen-Teinach GmbH & Co. KGaA per 31.12.2016 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Gewinnrücklagen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 1.420 (Vorjahr: T€ 1.376) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 16.351 (Vorjahr: T€ 8.568) resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von T€ 9.658 (Vorjahr: T€ 4.594), im Übri- gen aus konzerninternen Finanzierungen sowie Ergebnis- und Steu- erabrechnungen. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 5.774 (Vorjahr: T€ 1.003). Rechnungsabgrenzungsposten Hierin enthalten ist ein Disagio in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 5). Der Ansatz betrifft die Bewertungsänderung aufgrund des Bilanz- rechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) zum 1. Januar 2010. Rückstellungen Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungs- mathematischen Grundsätzen auf Basis der Projected-Unit-Credit- Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 3,68 % (Vorjahr: 4,01%), eines Lohn und Gehaltstrends von 2,50 % (Vorjahr: 2,00 %), einem erwarteten Rententrend von 1,50 % (Vorjahr: 1,50 %), einer Fluktuation von 3,50 % (Vorjahr: 3,50 %) und unter Anwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Sie wurden unter Berücksichtigung der im März 2016 verabschiede- ten Gesetzesänderung der Neuregelung zum HGB-Rechnungszins für Altersversorgungsverpflichtungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre abgezinst. Im Ver- gleich mit einer Durchschnittsverzinsung von 7 Jahren wurde ein 42
Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von T€ 2.027 (Vorjahr: T€ 2.156) ermittelt, der einer Ausschüttungs- nicht aber einer Abführungssperre unterliegt. Der Bilanzansatz entspricht dem versi- cherungsmathematischen Gutachten der Mercer Deutschland GmbH. Der aus der Umbewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 ermittelte Unterschiedsbetrag (Unterdeckung) wird seit dem Geschäftsjahr 2010 bis zum 31. Dezember 2024 gleichmäßig zu min- destens einem Fünfzehntel den Pensionsrückstellungen zugeführt. Der Unterschiedsbetrag zum Bilanzstichtag beträgt zum 31.12.2017 T€ 980 (VJ: T€ 1.965). Aufgrund der Einführung des BilRUG in 2016 wurde der Zuführungs- betrag des Berichtsjahres 2017 in Höhe von T€ 315 gesondert als davon-Vermerk bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als „Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB“ erfasst. Unter Inanspruchnahme von Art. 28 EGHGB werden Rückstellungen für mittelbare Versorgungsverpflichtungen der Versorgungsempfän- ger der Karlsberg Brauerei, für die eine Subsidiärhaftung besteht, im Versorgungswerk Karlsberg Brauerei e.V., Homburg, nicht in der Bilanz ausgewiesen. Die Höhe der nicht bilanzierten mittelbaren Ver- sorgungsverpflichtungen beträgt unter Berücksichtigung eines Rech- nungszinses von 4,50 %, der dem Durchschnittzins des Deckungsver- mögens des Versorgungswerkes entspricht, T€ 4.160 (VJ: T€ 3.539). Unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes gemäß § 253 Abs. 2 HGB von 3,68 % (VJ: 4,01 %) ergibt sich ein Betrag von T€ 6.034 (VJ: T€ 4.453). Darüber hinaus bestehen mittelbare Versorgungsverpflichtungen der Unterstützungskasse der Löwenbrauerei Trier J. Mendgen GmbH, Homburg/Saar, in Höhe von T€ 193 (VJ: T€ 228). In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellun- gen für Pfand in Höhe von T€ 5.797, Personalkosten in Höhe von T€ 1.560 sowie für ausstehende Rechnungen und Rückvergütungen in Höhe von T€ 4.558 enthalten. Außerdem werden Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung in Höhe von T€ 1.074 ausgewiesen. Entsprechend § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wurden Altersteilzeitverpflichtun- gen mit zusammenhängenden Vermögensgegenständen verrechnet. Ebenso werden die in diesem Zusammenhang entstandenen Aufwen- dungen und Erträge saldiert unter der Position „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ ausgewiesen. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB: Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände Verrechnete Aufwendungen Verrechnete Erträge TEUR 596 435 435 27 8 43
Verbindlichkeiten 1. Anleihe (Vorjahr) 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr) 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (Vorjahr) 6. Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) davon aus Steuern davon im Rahmen der soz. Sicherheit SUMME Betrag TEUR 40.000 (40.000) 12.850 (5.906) 7.097 (7.769) 3.918 (3.319) 1 (7) 16.890 (19.109) 853 (918) 28 (26) 80.756 (76.110) davon mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr TEUR von 1–5 Jahren TEUR über 5 Jahre TEUR 0 (0) 9.090 (1.045) 7.097 (7.769) 3.918 (3.319) 1 (7) 10.181 (11.805) 853 (918) 28 (26) 30.287 (23.945) 40.000 (40.000) 3.238 (4.195) 0 (0) 0 (0) 0 (0) 4.247 (4.377) 0 (0) 522 (666) 0 (0) 0 (0) 0 (0) 2.462 (2.927) 47.485 (48.572) 2.984 (3.593) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert: – Grundschulden, – Raumsicherungsübereignung der Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, unfertigen und fertigen Erzeugnissen, Handels- waren und Verpackungsmaterialien sowie das gesamte Leergut, – Abtretung der Versicherungsleistungen des Warenbestandes, – Globalzession der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einschließlich solche gegen die Brasserie Licorne SAS und die Karlsbräu CHR SAS, – Verpfändung von Guthaben auf diversen Konten der Konsortialbanken, – Abtretung von Nutzungsrechten an diversen Marken. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 3.918 (Vorjahr: T€ 3.319), die im Wesentlichen aus kon- zerninternen Finanzierungen resultieren, sind keine Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter enthalten. 44
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Umsatzerlöse (vor Verbrauchsteuern) setzen sich wie folgt zusammen: a) Erlöse für Biereigenprodukte 31.12.2017 TEUR 31.12.2016 TEUR Fass- und Tankbier Flaschenbier Dosenbier 17.327 70.818 55.136 16.618 73.852 95.192 Die periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 784 und betreffen überwiegend Aufwendungen für Abfindungen (T€ 300) und Zuführung von Altersteilzeitrückstellungen (T€ 340). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen aus Dotierungen im Rahmen der Ausgliederung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 6.433 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Berichtsjahr in Höhe von T€ 315 Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 HGB betreffend die ratierliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen. 143.281 185.662 Finanzergebnis Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Bereich der Finanzanlagen keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Der aufgrund der Änderung des Rechnungszinses nach § 253 HGB erhöhte Zinsaufwand in Höhe von T€ 811 wurde im Finanzergebnis ausgewiesen. Gewinnverwendungsvorschlag Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages wird der gesamte Gewinn an die Karlsberg Holding GmbH abgeführt. b) Erlöse für AfG-Verbunds- produkte/-handelswaren c) Erlöse sonstige Handelswaren d) Erlöse aus Kostenumlagen e) Erlöse aus Nebenprodukten f) Erlöse aus Mieten und Pachten g) Sonstige Erlöse 6.102 1.154 1.490 939 2.983 2.738 9.305 4.522 1.304 460 1.214 2.916 2.928 8.822 h) Erlösschmälerungen -28.069 -32.133 158.687 199.006 130.619 166.873 Sonstige betriebliche Erträge Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von T€ 805 handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 802). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außergewöhnliche Er- träge in Höhe von T€ 6.433 infolge der Ausgliederung von Teilen der Pensionsrückstellungen enthalten. 45
II. Sonstige Angaben A. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte B. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat zur Absatzsicherung eigener Produkte Gaststätten angepachtet. Risiken liegen bei einem Leerstand dieser Objekte in der Weiterzahlung der Pacht. Einzelne Betriebseinrichtungen sowie weite Teile des Fuhrparks sind aus Finanzierungsgründen geleast. Die Verwaltung des Fahrzeugbestandes erfolgt durch einen externen Dienstleister. Die Erbringung zentraler Verwaltungsfunktionen erfolgt durch die Karlsberg Service GmbH, eine Schwestergesellschaft der Karlsberg Brauerei GmbH. Die Karlsberg Service GmbH erbringt für alle Unter- nehmen des Karlsberg-Konzerns sowie auch für Dritte umfassende Dienstleistungen in den Bereichen IT, Rechnungswesen, Steuern, Per- sonal, Einkauf sowie Rechts- und Vertragswesen. Damit erfüllt diese Gesellschaft eine wichtige Schnittstellenfunktion mit dem Ziel der kontinuierlich gesteigerten Effizienz der administrativen Abläufe in der gesamten Unternehmensgruppe. Die auf die Karlsberg Brauerei GmbH entfallenden Kostenumlagen sind in den sonstigen betriebli- chen Aufwendungen ausgewiesen. Zur Abdeckung der benötigten Hopfenmengen wurden Vorkontrakte mit Hopfenlieferanten abgeschlossen. Die Risiken für die Gesellschaft bestehen in den fixierten Lieferpreisen, die durch positive Einflüsse bei den Ernten unterschritten werden können. Die zum 31. Dezember 2017 bestehenden finanziellen Verpflich- tungen aus Miet-, Leasing-, Rohstoff- und Dienstleistungsverträgen belaufen sich bis zum jeweiligen Vertragsende auf: Pachtverträge Gaststätten Hopfenvorkontrakte Fuhrparkleasing Leasing Betriebseinrichtungen Verträge Privatbrauerei Bischoff GmbH & Co. KG, Winnweiler Sonstige davon gegenüber verbundenen Unternehmen 31.12.2017 TEUR 6.106 927 1.135 1.801 164 118 10.251 0 Den bestehenden Verpflichtungen aus Pachtverträgen in Höhe von T€ 6.106 gegenüber den Hauseigentümern stehen Ansprüche aus langfristigen Verträgen aus der Verpachtung von Gaststätten an Gastro- nomiebetriebe gegenüber. Aus dem mit der Karlsberg Service geschlossenen Dienstleistungsver- trag wird für das Geschäftsjahr 2018 ein Aufwand aus Kostenumlagen in Höhe von voraussichtlich 4,1 Mio. € anfallen. Es bestehen zum Bilanzstichtag tarifvertragliche Verpflichtungen aus Haustrunkdeputaten in Höhe von T€ 440 und aus Altersfreizeitleis- tungen in Höhe von T€ 2.311. Um den nachhaltigen Ertrag des Deckungsvermögens des Versor- gungswerkes Karlsberg Brauerei e.V. sicherzustellen, hat sich das Trägerunternehmen Karlsberg Brauerei GmbH verpflichtet, jährlich einen Ertragszuschuss unter Anrechnung der zu leistenden Nach- 46
dotierungen sowie von Dividendenerträgen und des Zinsergebnisses zu leisten für den Fall, dass der jährliche Ertrag von 4,5 % auf den Stand des Deckungsvermögens zum 1.1. des Kalenderjahres nicht erreicht wird. Unter Berücksichtigung geplanter Nachdotierungen, Zins- und Dividendenerträge wird für das Geschäftsjahr 2018 ein Ertragszuschuss von 0,8 Mio. € erwartet. C. Nachtragsbericht Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag: Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeu- tung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. G. Konzernabschluss Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Karlsberg Holding GmbH, Homburg/Saar, einbezogen und im Bundes- anzeiger veröffentlicht. Dieser ist Bestandteil des Konzernabschlusses der Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg/Saar, der ebenfalls im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 nicht verpflichtet, da die Karlsberg Holding GmbH, Homburg/Saar, zum 31. Dezember 2017 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung für die Gesellschaft erstellt. Homburg, 28. Februar 2018 Die Geschäftsführung Dr. Hans-Georg Eils Markus Meyer D. Geschäftsführer Herr Markus Meyer, Geschäftsführer Vertrieb / Marketing Herr Dr. Hans-Georg Eils, Geschäftsführer Technik / Logistik Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. E. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 300 Arbeitnehmer beschäf- tigt (kaufm./techn. Angestellte 137, gewerbliche Arbeitnehmer 163). F. Prüfungs- und Beratungsgebühren des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers braucht nicht angegeben zu werden, da es in die Angaben im Konzern- abschluss der Karlsberg Holding GmbH einbezogen wird. 47
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Bestätigungsvermerk Prüfungsurteile Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Karlsberg Brauerei GmbH, Homburg/Saar – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungs- methoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Karlsberg Brauerei GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonne- nen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden han- delsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belan- gen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahres- abschlusses und des Lageberichts geführt hat. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lage- berichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Un- sere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsver- merks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrecht- lichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sons- tigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresab- schluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften gel- tenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belan- gen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ord- nungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. 51
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weite- ren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Auf- stellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Be- langen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den an- zuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beab- sichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vor- schriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB un- ter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festge- stellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrich- tigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder ins- gesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lagebe- richts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – be- absichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungs- handlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügeri- sches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollstän- digkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahres- abschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnah- men, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebe- nen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten ge- schätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungs- grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesent- 52
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prü- fung feststellen. Saarbrücken, 28. Februar 2018 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Witsch Wirtschaftsprüfer Waldner Wirtschaftsprüfer liche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gege- benheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lage- bericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unange- messen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresab- schluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Ver- tretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise voll- ziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Anga- ben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsa- men Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein ei- genständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben ab- weichen. 53
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Finanzkalender 21.03.2018 28.04.2018 August 2018 Veröffentlichung Jahresabschluss 2017/Pressekonferenz Zinszahlungstermin Veröffentlichung ungeprüfter Halbjahresabschluss 2018 Impressum Karlsberg Brauerei GmbH Karlsbergstr. 62 66424 Homburg Telefon: 06841-1050 Telefax: 06841-105840 Mail: info@karlsberg.de Geschäftsführung: Dr. Hans-Georg Eils, Markus Meyer Amtsgericht Saarbrücken HRB 17866