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Timestamp: 2018-08-22 03:34:20
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Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 12', '§ 14', '§ 14', 'Art. 4', '§ 6']

Zivildienst in Deutschland - WikiVisually
Zivildienst in Deutschland
Der Zivildienst in Deutschland war in der Bundesrepublik Deutschland zur Zeit der allgemeinen Wehrdienstpflicht die häufigste Form der Ableistung eines Wehrersatzdienstes für anerkannte Kriegsdienstverweigerer. So leisteten zum Beispiel im Jahr 2009 90.555 Kriegsdienstverweigerer Zivildienst, die meisten im sozialen Bereich, u. a. in Krankenhäusern und Altenheimen.
Mit der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 liefen die letzten Zivildienstverhältnisse aus, seit 2012 gibt es in Deutschland keinen Zivildienst mehr. Der im Jahr 2011 geschaffene Bundesfreiwilligendienst ersetzt seit 1. Juli 2011 einen Teil des wegfallenden Personals in sozialen Einrichtungen. Der Bundesfreiwilligendienst steht allen Menschen offen, egal welchen Geschlechts, Alters oder welcher Nationalität sie angehören, und dauert je nach Vertragsverhältnis 6–24 Monate.
1.1 Heranziehung zum Dienst
1.2 Dienstdauer
1.3 Details zum Dienst
1.3.1 Einsatzbereich
1.3.2 Sold
1.3.3 Dienstantritt
1.3.4 Vergünstigungen
1.3.5 Einführungslehrgänge
1.3.6 Staatsbürgerliche Seminare/Aus- und Weiterbildung
1.3.7 Arbeitszeit und Urlaub
1.4 Aussetzung oder Abschaffung des Zivildiensts
1.5 Ende der Zivildienst-Ära
1.6 Kritik am Zivildienst
1.7 Vorteile des Zivildiensts
1.8 Rechte und Pflichten im Vergleich zum Wehrdienst
Anzahl der Anträge, Einberufungen und Bestand der Kriegsdienstverweigerer in Deutschland
Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist kein Wahlrecht zwischen Kriegsdienst mit der Waffe und Zivildienst vorgesehen. Doch laut Art. 4 des Grundgesetzes darf niemand gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst gezwungen werden. Gemäß Art. 12a kann „wer aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, […] zu einem Ersatzdienst verpflichtet werden.“ In Deutschland wurden die gesetzlichen Bedingungen durch das Zivildienstgesetz geregelt, das am 1. April 1961 in Kraft trat. Der erste Zivildienstleistende war Berthold Morlock, der sich seine Stelle in einer Heil- und Pflegeanstalt noch vor der Musterung selbst organisiert hatte.[1] Die Verwaltung des Zivildienstes wurde durch das Bundesamt für den Zivildienst durchgeführt. Analog dem Wehrbeauftragten gab es den Bundesbeauftragten für den Zivildienst, an den sich die Zivildienstleistenden mit Eingaben und Beschwerden wenden konnten.
Siehe den Artikel zum Thema Kriegsdienstverweigerung.
Bis 1972 hieß der Dienst „Ziviler Ersatzdienst“.
Es war möglich, an Stelle des Zivildienstes einen Anderen Dienst im Ausland oder ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Beides dauerte länger als der Zivildienst, der ADiA mindestens zwei Monate länger als der Zivildienst (§ 14b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZDG), das FSJ mindestens zwölf zusammenhängende Monate (§ 14c Abs. 1 Satz 2 ZDG). Beides wurde, da es sich um freiwilliges Engagement handelte, sehr viel schlechter bezahlt als der Zivildienst. Konnten anerkannte Kriegsdienstverweigerer eine sechsjährige Mitwirkung im Zivil- oder Katastrophenschutz vorweisen, war ihre Pflicht, in Friedenszeiten den Zivildienst abzuleisten, erloschen. Dies konnte beispielsweise eine Verpflichtung beim Technischen Hilfswerk, bei einer Sanitätsorganisation oder bei der Freiwilligen Feuerwehr sein. In Ausbildung befindliche Polizisten und katholische Priester wurden ebenfalls nicht herangezogen.
Der Zivildienst wurde bei einer Zivildienststelle abgeleistet, die vom Bundesamt anerkannt sein musste. Jede Zivildienststelle musste gewährleisten, dass der ZDL die Arbeitsmarktneutralität wahrte, das hieß nur 1/8 eines Arbeitsplatzes ausfüllt. So sollte verhindert werden, dass gewöhnliche Arbeitsplätze durch ZDL ersetzt werden.
Heranziehung zum Dienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zum Zivildienst herangezogen werden konnte jeder taugliche Wehrpflichtige, der aus Glaubens- und Gewissensgründen den Kriegsdienst nach Artikel Art. 4 Abs. 3 GG verweigert hat.
Ein häufiges Missverständnis war, dass angenommen wurde, zum Wehrdienst untaugliche Männer könnten zum Zivildienst herangezogen werden. Dies war nicht der Fall, da der Zivildienst ein Ersatzdienst ausschließlich für den Fall war, dass der Wehrdienst aus Gewissensgründen nicht abgeleistet werden konnte. Medizinische oder andere Gründe waren hierbei irrelevant. Wurde also ein Mann bei der Musterung als untauglich eingestuft, konnte er auch nicht zum Zivildienst herangezogen werden. Dies galt analog auch für alle Gründe, die trotz Tauglichkeit von der Wehrpflicht befreiten.
Wer das 23. Lebensjahr vollendet hatte, konnte nicht mehr zum Zivil- oder Grundwehrdienst herangezogen werden, es sei denn, er war über das 23. Lebensjahr hinaus – z. B. weil er sich in Ausbildung befand – zurückgestellt. In diesem Fall hat sich die Altersgrenze auf die Vollendung des 25. Lebensjahres verschoben.
Dienstdauer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das Grundgesetz schreibt in Artikel 12a (2) vor: „Die Dauer des Ersatzdienstes darf die Dauer des Wehrdienstes nicht übersteigen.“ Es herrscht hierbei aber Interpretationsspielraum. Meist wurde der längere Zivildienst dadurch erklärt, dass ehemalige Wehrdienstleistende zu Wehrübungen herangezogen werden könnten, weshalb der Zivildienstleistende zum Ausgleich einen längeren Dienst ableisten müsse. Daher war der Zivildienst die meiste Zeit seines Bestehens länger als der Wehrdienst, in der Spitze um volle fünf Monate (20 Monate Zivildienst bei 15 Monaten Wehrdienst im Zeitraum von 1984 bis 1990). Von 2004 bis zur Aussetzung der Zivildienstpflicht im Jahr 2011 war die Dienstdauer identisch.
1.4.1957 keiner 12 Monate Der Zivildienst war zunächst nicht festgelegt, wenn auch laut Artikel 4 des Grundgesetz schon ab 1949 das Recht auf Verweigerung bestand.
1.4.1961 12 Monate 12 Monate
1.4.1962 15 Monate 15 Monate
1.7.1962 18 Monate 18 Monate Personen, die im Bergbau tätig waren oder zur See gefahren sind, brauchen keinen Wehr- oder Zivildienst zu leisten.
1.1.1973 16 Monate 15 Monate ZDL, die nach dem sogenannten Postkartenverfahren zwischen 1. August 1977 bis 16. Dezember 1977 verweigerten, mussten 18 Monate ableisten.
1.1.1984 20 Monate 15 Monate Eine im Januar 1989 beschlossene Anhebung der Dienstzeit sollte den Zivildienst zum 1. Juni 1989 auf 24 Monate verlängern. Der Wehrdienst sollte 18 Monate lang sein. Dies wurde aber zuerst für drei Jahre ausgesetzt und mit der Änderung am 1. Oktober 1990 hinfällig.[2]
1.10.1990 15 Monate 12 Monate Wer zum Stichtag der Herabsetzung mehr als die nun erforderliche Zeit abgeleistet hatte, konnte die gesamte Zeit ableisten oder auf Wunsch vorzeitig entlassen werden.
1.1.1996 13 Monate 10 Monate
1.7.2000 11 Monate 10 Monate
1.1.2002 10 Monate 9 Monate
1.10.2004 9 Monate 9 Monate
1.1.2011 6 Monate 6 Monate
1.7.2011 Aussetzung des Zivildienstes (infolge der Aussetzung der Wehrpflicht). Seit diesem Datum ist zwar weiterhin eine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer möglich, es kann jedoch niemand mehr seinen Zivildienst antreten. Am 31. Dezember 2011 wurden die letzten ZDL entlassen.[3]
Die Aussetzung des Zivildienstes wird teilweise durch den Bundesfreiwilligendienst kompensiert, der am 1. Juli 2011 eingeführt wurde.
Details zum Dienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Altenpflege, durchgeführt von einem Zivildienstleistenden
Zivildienstleistende wurden von offiziell als Dienststellen anerkannten Einrichtungen für die verschiedensten zivilen Aufgaben herangezogen. Die wohl bekanntesten Einsatzgebiete waren Krankenhäuser, Jugendhäuser, Altenheime, Rettungsdienste und Organisationen, welche sich der Behindertenbetreuung verschrieben haben. Hier wurden hauptsächlich Pflege- und Fahrdienste sowie Betreuung geleistet.
Weitere populäre Einsatzgebiete fanden sich vermehrt im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes, z. B. in Nationalparkgebieten. Hier konzentrierte sich die Arbeit häufig auf Öffentlichkeitsarbeit und Bildung, je nach Dienststelle auch gemischt mit praktischem Arbeiten für die Natur (Habitatpflege, Kartierungen etc.).
Sold[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zivildienstleistende erhielten während ihrer Dienstzeit die gleichen Bezüge wie Wehrdienstleistende bei der Bundeswehr. In der Realität erhielten Zivildienstleistende aber meist für den Wegfall von Sachleistungen entsprechende Geldleistungen („mehr Geld“), da Wehrdienstleistende bestimmte Sachleistungen bekamen, die ein Zivildienstleistender in der Regel nicht erhielt. So stellte die Bundeswehr die Dienstkleidung, in der Regel eine Dienstunterkunft und auch die Verpflegung mit allen drei Mahlzeiten. Ein ZDL bekam hierfür einen monetären Ausgleich, falls ihm die Dienststelle diese Leistungen nicht bieten konnte.
Der Tagessatz betrug ab dem 1. Januar 2010, nach Änderung des Wehrsoldgesetzes, jeweils 2 Euro mehr. Die folgenden Angaben wurden entsprechend aktualisiert. Der Grundsold teilte sich in drei Soldstufen ein: Soldstufe 1 (9,41 Euro/Kalendertag) galt von Beginn des Zivildienstes an, Soldstufe 2 (10,18 Euro/Kalendertag) wurde in der Regel ab dem 4. Dienstmonat gezahlt und die dritte Soldstufe (10,95 Euro/Kalendertag) in der Regel ab dem 7. Monat. Ferner erhielt jeder Zivildienstleistende eine besondere Zuwendung („Weihnachtsgeld“) in Höhe von 172,56 € sowie ein Entlassungsgeld in Höhe von bis zu 690,24 Euro. Das Weihnachtsgeld wurde auch an die ZDL ausgezahlt (dann im letzten Dienstmonat), die im Dezember nicht mehr im Dienst waren. Darüber hinaus hatte der Zivildienstleistende Anspruch auf Sachbezüge (Kleidergeld: 1,18 Euro/Tag; Mobilitätszuschlag: wenn das Wohnen in einer dienstlichen Unterkunft angeordnet war und die Entfernung zwischen Dienstwohnung und Wohnort mehr als 30 km betrug: 0,51 Euro/km/Monat, max. 204 Euro/Monat); das Verpflegungsgeld (maximal 7,20 Euro/Tag = doppelter Verpflegungssatz) wurde gewährt, wenn Dienststelle und ZDL bei Beginn der Zivildienstzeit einvernehmlich vereinbarten, auf Naturalien zu verzichten. Zivildienstleistende waren wie Wehrdienstleistende beim Staat krankenversichert (freie Heilfürsorge). Die reguläre Krankenversicherung ruhte während des Dienstzeitraums.
Die Auszahlung des Soldes sowie der anderen monatlichen Bezüge fand in der Regel zum 15. eines Monats statt. Die Zivildienststelle zahlte die dem Zivildienstleistenden zu gewährenden Geld- und Sachbezüge im Auftrage des Bundes (Leitfaden für den Zivildienst F3 2.1). Die von der Zivildienststelle verauslagten Beträge wurden im Rahmen der vierteljährlichen Abrechnung (Leitfaden F2 3.1) vom Bundesamt erstattet, soweit sie nicht von der Zivildienststelle selbst zu tragen waren (§ 6 ZDG).
Der Zivildienstsold und das Entlassungsgeld waren steuerfrei. Das Entlassungsgeld wurde aber beim Kindergeld zu den Einkünften des Zivildienstleistenden gerechnet.
Der Zivildienstleistende konnte neben seinem Dienst auf Antrag noch eine geringfügige oder selbstständige Beschäftigung aufnehmen, wenn diese ihn bei der Erfüllung seiner dienstlichen Pflichten nicht behinderte. Für eine solche Beschäftigung musste eine Erlaubnis eingeholt werden.
Dienstantritt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Dienstantritt war üblicherweise der erste Werktag eines Monats. Neben Informationen zum Dienst wurden dann auch weitere Dinge wie der Zivildienstausweis vorbereitet. Weiterhin gab es eine medizinische Untersuchung, um festzustellen, dass der Wehrpflichtige nach wie vor tauglich ist. Diese wurde in der Regel vom zuständigen Gesundheitsamt oder einem „Zivildienstarzt“ (Vertragsarzt des Bundes) vorgenommen. Die Dienstantrittsuntersuchung sollte vier Tage nach Dienstantritt durchgeführt werden. Deswegen musste die Dienststelle den Arzttermin bereits vor Dienstantritt des Zivildienstleistenden vereinbaren. Mit den Unterlagen, die der Dienststelle vom Bundesamt übersandt wurden, erhielt sie das Formular Dienstliche Anordnung zur Wahrnehmung einer Einstellungsuntersuchung. Falls – z. B. wegen einer kurzfristigen Einberufung – die Unterlagen bei Dienstantritt nicht vorlagen, konnte die Dienststelle von der zuständigen Verwaltungsstelle eine Ersatzausfertigung erhalten.
Vergünstigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zivildienstleistende erhielten in öffentlichen Einrichtungen wie Museen oder Schwimmbädern oft vergünstigten Eintritt. Auch konnten z. B. Zeitschriften zu vergünstigten Abonnementsbedingungen bezogen werden, wie sie sonst vor allem für Studenten gelten. Der Zivildienstausweis galt zudem als Fahrkarte für Familienheimfahrten in Zügen der Deutschen Bahn. Außerdem gewährte die Bahn einen 25 %-Rabatt beim Kauf von bestimmten Fahrkarten.
Einführungslehrgänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Sofern es der Dienst zuließ, sollten Zivildienstleistende zu einem Einführungslehrgang in einer Zivildienstschule beordert werden. Dieser Lehrgang dauerte in der Regel eine Woche. Zusätzlich konnte der Zivildienstleistende einen besonderen Kurs in einer Zivildienstschule besuchen, der ihn für die Arbeit in seiner Dienststelle ausbildete. Dies war z. B. in pflegerischer Tätigkeit ein Pflegekurs oder eine Rettungssanitäterausbildung für im Rettungsdienst tätige Zivildienstleistende. Dieser konnte mehrere Wochen dauern. Auch konnte dieser spezielle Kurs mit dem Einführungslehrgang verknüpft werden. Während der Lehrgänge wohnte der Zivildienstleistende in der Regel in der Zivildienstschule. An den bei Lehrgängen grundsätzlich freien Wochenenden durfte der Dienstleistende von seiner Dienststelle nicht zur Dienstleistung herangezogen werden.
Staatsbürgerliche Seminare/Aus- und Weiterbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Der Zivildienstleistende hatte, wenn er es wünschte, Anspruch darauf, an staatsbürgerlichen Seminaren zur Fortbildung teilzunehmen. Dieser Anspruch bestand aber nur für Seminare in der Region, in der sich die Dienststelle befand. Hierzu gab es eine festgelegte Regionenaufteilung. Für bis zu zwei Seminare musste die Dienststelle den Zivildienstleistenden freistellen und die Fahrtkosten bezahlen. Wenn die Dienststelle zustimmte und auch die Kosten übernahm, konnten aber auch mehr als zwei Seminare und Seminare in anderen Regionen besucht werden. Zudem wurden vom Bundesamt auf Antrag bestimmte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt. Gegebenenfalls war dem Zivildienstleistenden hierfür auch Sonderurlaub zu gewähren.
Arbeitszeit und Urlaub[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Für die wöchentliche Arbeitszeit waren die Arbeitszeitregelungen für die hauptamtlichen Mitarbeiter der Dienststelle maßgeblich.[4] Der Urlaubsanspruch des Zivildienstleistenden hingegen war ab dem 17. August 2010 auf 1 Tag/Dienstmonat festgesetzt.[5] Das bedeutete, dass jeder Zivildienstleistende einen Anspruch auf 6 Tage Erholungsurlaub hatte. Eine Ausnahme waren hierbei die Dienstleistenden die vor dem 1. Juli 2010 eingezogen wurden; ihnen standen nach wie vor 20 Tage zu. Zivildienstleistende die ihren Dienst in der Übergangszeit (Juli 2010–Dezember 2010) verrichteten, hatten die Möglichkeit ihren Dienst freiwillig auf 9 Monate auszudehnen und so die vollen 20 Tage Urlaub in Anspruch zu nehmen. Der Dienst war an das Arbeitszeitgesetz sowie an tarifliche oder betriebsinterne Arbeitszeitvereinbarungen gebunden. Waren keine Vorschriften für hauptamtliche Mitarbeiter vorhanden, war der Zivildienstleistende nach den Bestimmungen der Arbeitszeit für Bundesbeamte einzusetzen, in der Praxis fand diese Vorschrift keine Anwendung.
In den ersten drei Dienstmonaten durften Zivildienstleistende keine Überstunden leisten. Danach war die Ableistung von Überstunden zulässig, für welche innerhalb von zwei Monaten ein Freizeitausgleich gewährt werden musste.
Schicht- und Nachtdienst war für Zivildienstleistende zulässig, soweit dieser auch von hauptamtlichen Mitarbeitern geleistet wurde. Nachtdienst im Sinne des Leitfadens für die Durchführung des Zivildienstes war jeder Dienst, der zwischen 20 und 6 Uhr geleistet wurde. Eine Ableistung von Nacht- oder Schichtdienst ausschließlich durch Zivildienstleistende war nicht zulässig.
Für Dienst an Sonn- und Feiertagen sowie für Nachtdienst war ein finanzieller oder ein Freizeitausgleich nicht zulässig. Für Nachtdienst in Schichten war jedoch zusätzlicher Urlaub vorgesehen. Zivildienstleistende, die am 24. Dezember zwischen 18 und 24 Uhr Dienst leisteten, sollten von ihrer Dienststelle eine kleine Zuwendung bis zu einem Wert von 10 Euro erhalten.
Aussetzung oder Abschaffung des Zivildiensts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Am 15. Dezember 2010 wurde durch das Bundeskabinett eine Aussetzung der Wehrpflicht und des Zivildienstes zum 1. Juli 2011 beschlossen.
Im Artikel 12a des Grundgesetzes heißt es
„Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden.“
Da die Formulierung mit „können“ Interpretationsspielraum lässt, wurde argumentiert, dass dies keine Verpflichtung zur Durchführung eines solchen Dienstes sei. Man könne also die Einberufung zum Dienst einfach aussetzen, ohne das Grundgesetz ändern zu müssen. Diese Ansicht war aber umstritten.
Der Umstand, dass sich der Kommissionsbericht, der auch die Dienstzeitangleichung empfahl, außerdem mit den Auswirkungen einer eventuellen Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht befasste, bewirkte eine generelle Diskussion um den Fortbestand von Zwangsdiensten in Deutschland.
Da der Zivildienst fest an den Wehrdienst gekoppelt ist, hängt dessen Existenz von der Wehrpflicht ab. Die meisten Parteien auf Bundesebene sind gegen die Wehrpflicht. Bündnis 90/Die Grünen war dies aus prinzipiellen Gründen und ihrer pazifistischen Grundeinstellung heraus. Die FDP führte an, dass die Wehrpflicht in der aktuellen sicherheitspolitischen Lage überholt sei, auch weil Wehrpflichtige nicht zu Auslandseinsätzen entsandt werden könnten[6]. Die Linke präferierte eine Aussetzung der Wehrpflicht, da eine Grundgesetzänderung bei den bestehenden Mehrheitsverhältnissen nicht zu machen war.[7] Die SPD war in dieser Frage gespalten und hat als Kompromissformel die „freiwillige Wehrpflicht“ entwickelt, bei der die Musterung weiterhin stattfinden sollte. Allerdings würden nach diesem Modell letztendlich nur diejenigen zum Wehrdienst herangezogen, die dies auch wollten. Dies würde vermutlich auch das faktische Ende des Zivildienstes bedeuten. Die CDU und CSU waren bis 2010 die einzigen Parteien, die sich geschlossen für die Wehrpflicht aussprachen. 2010 begann hingegen eine innerparteiliche Debatte in der CDU/CSU, nachdem sich CSU-Politiker und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg für eine Aussetzung der Wehrpflicht aussprach.[8] Die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder sprach sich wegen der Pläne des Verteidigungsministers zur freiwilligen Wehrpflicht im August 2010 auch für einen freiwilligen Zivildienst aus. Demnach müssten sich 35.000 Freiwillige pro Jahr melden, um die damals bestehenden Strukturen erhalten zu können.[9] Dieser solle zwischen 6 und 24 Monate dauern und für Männer und Frauen jeden Alters möglich sein.[10]
Ende der Zivildienst-Ära[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ab Oktober 2010 wurden Zivildienstleistende nur noch auf eigenen Wunsch einberufen. Der letzte mögliche Termin für eine freiwillige Einberufung war der 1. Juli 2011. Am 31. Dezember 2011 endeten die letzten bis dahin noch bestehenden Zivildienstverhältnisse, auch wenn eine Verpflichtung für mehr als sechs Monate gewählt wurde. Seither gibt es in Deutschland auf unbestimmte Zeit keinen Zivildienst mehr.
Kritik am Zivildienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Demonstration zur Abschaffung der Wehrpflicht am 3. Mai 1990 in Berlin
Zahlreiche Kritikpunkte zum Zivildienst in Deutschland sind im Kern Kritik an der Wehrpflicht im Allgemeinen. Dies betrifft u. a. die rechtlichen Grundlagen wie die fehlende Wahlfreiheit. Als ungerecht wurde empfunden, dass die Auswahl der Männer alleine aus militärischen Gesichtspunkten erfolgt und hierdurch auch eigentlich für den Zivildienst geeignete Männer von jeglicher Dienstpflicht befreit wurden. Frauen waren ebenso kategorisch ausgenommen. Dies fügte der Debatte um die unterschiedliche Behandlung der Geschlechter im Wehrdienst einen neuen Aspekt hinzu, da Frauen keinen Zivildienst machen durften/mussten, obwohl sie zur Ableistung eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) ermutigt wurden, das in seiner Gestaltung dem Zivildienst sehr ähnlich war.
Weitere Kritikpunkte ergaben sich aus dem Verfahren der Kriegsdienstverweigerung selbst. So wurde oft wegen des schriftlichen Verweigerungsverfahrens und der großen Menge von Verweigerungen angenommen, dass die Kontrolle der Beweggründe des Verweigerers schon alleine aus logistischen Gründen nur nachlässig erfolgte.
Als generell problematisch wurde angesehen, dass der Zivildienst bis zu Aussetzung des Wehrdienstes diesen faktisch als Hauptdienst abgelöst hatte und damit der Wehrdienst zum eigentlichen Ersatzdienst wurde. Ein Hauptgrund zur Beibehaltung der Wehrpflicht wurde damit vor allem in der Aufrechterhaltung des Zivildienstes gesehen. Im März 2010 leisteten beispielsweise 77.437 Männer Zivildienst[11], während gleichzeitig nur 32.673 Männer Grundwehrdienst[12] leisteten.
Gesellschaftlich war der Zivildienst weitgehend akzeptiert. Allerdings entwickelte sich diese Akzeptanz zögerlich, da die Bundeswehr von vielen als wichtiger Schritt im Erwachsenwerden eines Mannes gesehen wurde. Wehrdienstverweigerer wurden daher lange Zeit als „Drückeberger“ oder gar „Vaterlandsverräter“ beschimpft. Da die Schwelle zur Wehrdienstverweigerung durch sehr viel längere Dienstzeit und harte Auswahlverfahren lange Zeit sehr hoch war, wagten auch nur vergleichsweise wenige den Schritt, so dass sie automatisch zu Außenseitern wurden. Erst mit der vereinfachten Verweigerung, dem Ende des Kalten Krieges und der annähernd gleichen Dienstzeit von Wehrdienst und Zivildienst schwand diese Kritik.[13]
Weitere Kritikpunkte ergaben sich aus der Zuweisung von Dienststellen und der Durchführung des Dienstes. Von Seiten der Dienststellen war die fehlende oder mangelhafte Ausbildung der Zivildienstleistenden Gegenstand der Kritik. So konnte ein Zivildienstleistender nach einer oft nur Tage dauernden Einlernungsphase nicht die gleiche Arbeit leisten, wie eine jahrelang hierfür ausgebildete Fachkraft. Es gab zwar staatliche Zivildienstschulen, aber diese Ausbildung beschränkte sich meist auf wenige Wochen und wurde auch nicht bei allen Zivildienstleistenden durchgeführt.
Hinzu kam der Aspekt der sechsmonatigen Dienstzeit, was dazu führte, dass es für viele Dienststellen nicht mehr lohnend war, einen Zivildienstleistenden zu beschäftigen, weil er wegen Urlaubs, Einlernphase und eventueller Einberufung zur Zivildienstschule faktisch nur wenige Monate im Betrieb voll zur Verfügung stand. Der organisatorische Aufwand und die damit verbundenen Kosten stiegen zudem durch den häufigeren Wechsel der Zivildienstleistenden. In manchen Bereichen dauerte alleine schon die Ausbildung drei Monate. Ein adäquater Einsatz wurde ebenso erschwert, weil Zivildienstleistende in der kurzen Dienstzeit nur schwer ein Vertrauensverhältnis zu den in ihrer Obhut befindlichen Menschen aufbauen konnten. Viele Dienststellen haben bereits für den Fall der Verkürzung des Dienstes auf sechs Monate angekündigt, Stellen zurückzugeben und in bestimmten Bereichen keine Zivildienstleistenden mehr einzusetzen.[14][15][16]
Ein Zivildienstleistender sollte eigentlich arbeitsmarktpolitisch neutral eingesetzt werden, d. h., er sollte keinen Ersatz für eine reguläre Arbeitskraft darstellen, um somit dem Arbeitsmarkt keine Stellen zu entziehen. Dies ergab sich zwar nicht aus dem Zivildienstgesetz, aber aus dem Anerkennungsbescheid des Bundesamts für Zivildienst. Dort wurde den Dienststellen dies als Auflage mitgegeben. Eine Überprüfung dieser Bestimmung erwies sich als schwierig, auch weil der Zivildienstleistende die Dienststelle Geld kostete und daher auch Tätigkeiten ausführen sollte, die die Ausgaben rechtfertigen. Hinzu kommt, dass Zivildienstleistende wegen der niedrigen Bezahlung sehr günstige Vollzeitkräfte waren, so dass es schon rein wirtschaftlich interessant war, sie im vollen Umfang einzusetzen. In der Realität erledigten Zivildienstleistende daher häufig Tätigkeiten, die im Normalfall von regulär bezahlten Arbeitskräften hätten ausgeführt werden müssen. Von Sozialverbänden – also den Zivildienststellen, die Zivildienstleistende beschäftigen – wurde daher immer wieder beklagt, dass bei Abschaffung der Wehrpflicht – und somit des Zivildienstes – das deutsche Pflegesystem zusammenbrechen würde.[17] Eine Studie von 1993 besagt, dass die Abschaffung des Zivildienstes volkswirtschaftlich gesehen von leichtem Vorteil sei. Praktische Erfahrungen gibt es in einigen Krankenhäusern, die ihre Zivildienststellen abgebaut haben und nicht nur die Finanzen, sondern vor allem das Betriebsklima verbessern konnten.
Vorteile des Zivildiensts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Als positive Eigenschaft des Zivildienstes wurde im Allgemeinen gewertet, dass die Zivildienstleistenden einen direkten Dienst an der Gesellschaft leisteten.
Ein weiterer positiver Aspekt des Zivildienstes war, dass viele Zivildienstleistende nach Ende des Dienstes ihre Organisationen als ehrenamtliche Mitarbeiter weiter unterstützten.
Da viele junge Männer eine Tätigkeit im sozialen Bereich und auch ein Freiwilliges Soziales Jahr für sich nicht in Betracht zogen, brachte die Tätigkeit im Zivildienst sie mit solchen Berufsfeldern in Kontakt. Auch wer aus einem technischen Beruf kam oder später in einem technischen Beruf arbeitete, bekam so im Zivildienst noch eine andere Arbeits- und Lebenswelt zu sehen. Manche Zivildienstleistenden änderten nach dieser Erfahrung ihre Zukunftspläne und verfolgen eine Karriere im sozialen Bereich, was auch den allgemein niedrigen Männeranteil dort etwas anhob.
Rechte und Pflichten im Vergleich zum Wehrdienst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Zivildienstleistende hatten im Vergleich mit Wehrdienstleistenden einige zusätzliche Rechte und Pflichten. Das bedeutete z. B.:
Auf die Verpflichtung, eine Dienstunterkunft zu beziehen, konnte mit einer Heimschlaferlaubnis verzichtet werden.
Sie konnten verpflichtet sein, an Gemeinschaftsverpflegung teilzunehmen.
Sie durften mit besonderer Erlaubnis einen Nebenjob annehmen (Wehrdienstleistende durften dies nicht).
Sie mussten einen Einführungskurs ablegen, der, je nach Art des Dienstes, einen Erste-Hilfe-Kurs, einen Staatsbürgerschaftskunde-Kurs, eine Rettungsdienstausbildung, eine naturkundliche Einführung, eine Pflegediensthelfer-Ausbildung oder ähnliches enthalten konnte; die Länge der Ausbildung in diesem Einführungskurs variierte nach dem Verwendungszweck des Zivildienstleistenden.
Wenn in der Dienststelle keine Dienstkleidung ausgegeben wurde (Wehrdienstleistende erhielten stets eine Uniform), erhielten Zivildienstleistende zusätzlich zum Sold eine tägliche Pauschale für die Abnutzung und Verschmutzung eigener Kleidung (Stand Mitte 2007: 0,69 Euro Bekleidungsgeld und 0,49 Euro Reinigungsgeld).
Zu den Pflichten bezogen auf Dienstunterkunft und Einführungskurs ist anzumerken, dass in der Mehrheit der Fälle eine Heimschlaferlaubnis gegeben wurde, und dass der Einführungskurs oftmals erst mehrere Monate nach Beginn des Zivildienstes stattfand, manche Zivildienstleistende mussten an gar keinem Lehrgang teilnehmen.
Wie ein Soldat bei der Bundeswehr wurde auch ein Zivildienstleistender beim Bundesamt für den Zivildienst durch eine Personenkennziffer eindeutig identifiziert.
Zivildienstleistende konnten die Kriegsdienstverweigerung jederzeit ohne Angabe von Gründen gegenüber dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben widerrufen. Diese wurden dann innerhalb weniger Tage aus dem Zivildienst entlassen und waren dann wieder wehrpflichtig. Vom noch zu leistenden Grundwehrdienst wurde die geleistete Zivildienstzeit abgerechnet. Insbesondere bei kurzen Restdienstzeiten war eine Einberufung allerdings unwahrscheinlich.
Florian Birkenfeld: Die Wehrpflicht in Deutschland. Kosten, Vergleich, Perspektiven. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2006, ISBN 3-86550-181-8.
Marcus Matthias Keupp: Ratgeber Zivildienst. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 2000, ISBN 3-499-60836-7.
Steve Przybilla: Das Zivi-Tagebuch. amicus-Verlag Föritz 2005, ISBN 3-935660-65-0.
Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer (Deutschland)
Informationsportal zum Zivildienst
Leitfaden für die Durchführung des Zivildienstes
Informationsportal zum Zivildienst im Ausland
Informationen rund um den Zivildienst: Bewerbung, alternative Dienste, Kindergeld, Rentenversicherung, Versicherung, Steuer, medizinische Untersuchungen
Zapfenstreich für den Zivi: 50 Jahre Zivildienst, Deutschlandfunk: Hintergrund im April 2011
↑ Bei mir waren es religiöse Gründe. In: Radiofeuilleton auf Deutschlandradio Kultur. 1. April 2011, abgerufen am 3. April 2011.
↑ http://www.chroniknet.de/daly_de.0.html?year=1989&month=1&day=17
↑ http://www.zivildienst.de/cln_031/Content/de/Home/BfZ-Newsletter/NewsletterBfZNr01.html?nn=1737296#doc1737398bodyText3@1@2Vorlage:Toter Link/www.zivildienst.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
↑ http://www.juraforum.de/lexikon/zivildienst#Arbeitszeit_und_Urlaub
↑ BGBl. 2010 I S. 1052
↑ FDP: Für die Abschaffung der Wehrpflicht | Nachrichten | hr@1@2Vorlage:Toter Link/www.hr-online.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
↑ DIE LINKE: Aktuell
↑ Tagesschau:Bundestag verkürzt Wehr- und Zivildienst (Memento vom 18. Juni 2010 im Internet Archive)
↑ http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/aussetzen-der-wehrpflicht-schroeder-spricht-sich-fuer-freiwilligen-zivildienst-aus_aid_544456.html Schröder spracht sich für freiwilligen Zivildienst aus (Focus Online)
↑ http://www.focus.de/politik/deutschland/tid-19592/tid-19594/zivildienst-plaene-die-nette-zivi-oma-von-nebenan_aid_544466.html Focus Online: Zivildienst-Pläne – Die nette Zivi-Oma von nebenan
↑ Offizielle Angaben des Bundesamts für Zivildienst für den 1. März 2010, abgerufen am 28. März 2010@1@2Vorlage:Toter Link/www.zivildienst.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
↑ Offizielle Angaben der Bundeswehr, abgerufen am 28. März 2010
↑ http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/1756/_ekliges_deo_wirkt_immer.html
↑ Archivlink (Memento des Originals vom 9. November 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fuldaerzeitung.de
↑ Anreize statt Zwangsdienst
↑ Archivlink (Memento des Originals vom 1. Dezember 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.welt.de
↑ siehe auch Archivlink (Memento des Originals vom 2. Juli 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zentralstelle-kdv.de
http://www.bafza.de/aufgaben/kriegsdienstverweigerung-zivildienst.html
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1. Wehrdienst – Military service is service by an individual or group in an army or other militia, whether as a chosen job or as a result of an involuntary draft. Some nations require an amount of military service from every citizen. A nation with a volunteer military does not normally require mandatory military service from its citizens. In this summary,195 countries are included, Compulsory military service has declined considerably since 1970. Albanias armed forces announced an objective to create an army by the end of 2010. Argentina suspended military conscription in 1995 and replaced it with a military service. It should be noted that military conscription has not been abolished, Conscription was known in Argentina as la colimba. Conscripts themselves were known and referred to as colimbas, voluntary service in the Boer War was initially from a number of the separate colonies before federation in 1901 and later volunteers were deployed as an Australian force. Two conscription referendums were defeated during World War 1, Military service during WW1 was voluntary as was service in WW2. The Vietnam War was lost on 1 May 1975 over three years after the ADF withdrew in late 1971, all forms of conscription were abolished by the Whitlam Government in later 1972. The country has set the age for voluntary recruitment into the Barbados Defence Force at 18. Younger recruits may be conscripted with parental consent, belgium suspended conscription on 31 December 1992 by amending the 1962 Law on Conscription, which became applicable only to conscripts drafted in 1993 and earlier. In practice this meant that the law no longer applied to those born in 1975, since 1 March 1995 the Belgian armed forces consist of professional volunteers only. Belize has set minimum age for recruitment into the Armed Forces at 18. Conscription has never been prescribed in the Defense Act, but is at the Governor General’s discretion, bosnia and Herzegovina abolished compulsory military service as of 1 January 2007. The last conscripts were sent home on 25 November 2007, previously there was mandatory military service for male citizens from eighteen to twenty-seven years of age. Duration of the depended on the degree of education. For citizens studying for or holding a degree or higher the service was six months
2. Zivildienst – Zivildienst is the civilian branch of the national service systems in Austria and Switzerland. In Germany as well Zivildienst was the service to military service until suspension of conscription in 2011. As such, it is exempt from the ban of forced labor by the European Convention on Human Rights. The civilian service in Austria is provided as an alternative for conscientious objectors to the military service. It is served for nine months, three months longer than the military service, participants can choose one of several organisations at which to serve. Most popular choices for service personnel are working for the ambulance services. Other options include serving at hospitals, charity organizations or in several ministries, until 1975, there was no alternative to the compulsory military service in Austria. In order to discourage people from substituting civilian service for military service, the only accepted reason for avoiding military service was pacifism, and one had to thoroughly and rationally explain their pacifism. Immaturity or naïveté could be grounds for declining the application and potential candidates criminal records had to be impeccable, candidates completing the civilian service were then barred entry to the police force, as this would contradict ones claims of being a pacifist. The committee was disbanded in 1991, Zivildienst was the most common alternative to conscription in the German armed forces, the Bundeswehr before conscription was suspended for peacetime in 2011. Drafted persons had to file a petition along with an essay describing the reasons, the recognized objector could then either negotiate for an accredited service institution himself, or be assigned an institution. Since its creation on October 10,1973 the Bundesamt für den Zivildienst was responsible for the petitions, the recognized objectors, currently, the German Zivildienst is suspended, same as the Wehrdienst
3. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland – The Basic Law for the Federal Republic of Germany is the constitutional law of the Federal Republic of Germany. The Basic Law was approved on 8 May 1949 in Bonn and its original field of application comprised the states of the Trizone that were initially included in the then West German Federal Republic of Germany, but not West Berlin. As part of the Two Plus Four Agreement of 1990 between the two parts of Germany and all four Allied Powers, a series of amendments were agreed to be implemented. In the subsequent Unification Treaty of 1990, this amended Basic Law was adopted as the constitution for a united Germany, the German word Grundgesetz may be translated as either Basic Law or Fundamental Law. Nevertheless, although the amended Basic Law was finally to be approved in 1990 by the full Allied Powers, the authors of the Basic Law sought to ensure that a potential dictator would never again have the chance to come into power in the country. Although some of the Basic Law is based on the Weimar republic constitution, Fundamental rights are guaranteed in Germany by the Federal Constitution and in some state constitutions. In the Basic Law, most fundamental rights are guaranteed in the first section of the same name and they are subjective public rights with constitutional rank which bind all authorities of the state. Hence, these rights are called the rights identical to fundamental rights, since initially the Basic Law did not apply for all of Germany, its legal provisions were only valid in its field of application. This legal term was used in West German legislation when West German laws did not apply to the entirety of Germany. Article 23 of the Basic Law provided other de jure German states, initially not included in the field of application of the Basic Law, therefore, although the Basic Law was considered provisional, it allowed more parts of Germany to join its field of application. In other parts of Germany it shall be put into force on their accession, the Saar held no separate referendum on its accession. The Communist regime in East Germany fell in 1990, East Germanys declaration of accession included the East German territories into the field of application of the Basic Law. After the changes of the Basic Law, mostly pertaining to the accession in 1990, the negotiations ended with the conclusion that a democratic and federal West German state was to be established. These papers—amongst other points—summoned the Ministerpräsidenten to arrange a constitutional assembly, with the specific request of a federal structure of a future German state the Western Powers followed German constitutional tradition since the foundation of the Reich in 1871. The Ministerpräsidenten were reluctant to fulfill what was expected from them, a few days later they convened a conference of their own on Rittersturz ridge near Koblenz. They decided that any of the Frankfurt requirements should only be implemented in a formally provisional way, so the constitutional assembly was to be called Parlamentarischer Rat and the constitution given the name of Grundgesetz instead of calling it a constitution. The Ministerpräsidenten prevailed and the Western Powers gave in concerning this highly symbolic question, the draft was prepared at the preliminary Herrenchiemsee convention on the Herreninsel in the Chiemsee, a lake in southeastern Bavaria. The delegates at the Convention were appointed by the leaders of the newly formed Länder, on 1 September 1948 the Parlamentarischer Rat began working on the exact wording of the Grundgesetz
4. Kriegsdienstverweigerung – A conscientious objector is an individual who has claimed the right to refuse to perform military service on the grounds of freedom of thought, conscience, or religion. In general, conscientious objector status is considered only in the context of military conscription and is not applicable to military forces. In some countries, conscientious objectors are assigned to a civilian service as a substitute for conscription or military service. Some conscientious objectors consider themselves pacifist, non-interventionist, non-resistant, non-aggressionist and this was re-affirmed in 1998, when resolution 1998/77 recognized that persons performing military service may develop conscientious objections. A number of organizations around the world celebrate the principle on May 15 as International Conscientious Objectors Day, the term has also been extended to objecting to working for the military–industrial complex due to a crisis of conscience. Historically, many conscientious objectors have been executed, imprisoned, or otherwise penalized when their beliefs led to conflicting with their societys legal system or government. The legal definition and status of conscientious objection has varied over the years, Religious beliefs were a starting point in many nations for legally granting conscientious objector status. An early recognition of conscientious objection was granted by William the Silent to the Dutch Mennonites in 1575 and they could refuse military service in exchange for a monetary payment. Formal legislation to exempt objectors from fighting was first granted in mid-18th century Great Britain following problems with attempting to force Quakers into military service. In the United States, conscientious objection was permitted from the countrys founding, in 1948, the issue of the right to conscience was dealt with by the United Nations General Assembly in Article 18 of the Universal Declaration of Human Rights. The proclamation was ratified during the General Assembly on 10 December 1948 by a vote of 48 in favour,0 against and it is The Right to Refuse to Kill. In 1976, the United Nations treaty the International Covenant on Civil and it was based on the Universal Declaration of Human Rights, and was originally created in 1966. Nations that have signed this treaty are bound by it and its Article 18 begins, Everyone shall have the right to freedom of thought, conscience and religion. Some states argue that such limitations would permit them to make conscientious objection during time of war a threat to public safety, even that it is a moral duty to serve the state in its military. In 2006, the Committee has found for the first time a right to conscientious objection under article 18, in 1998, the Human Rights Commission reiterated previous statements and added states should. Refrain from subjecting conscientious objectors. to repeated punishment for failure to perform military service, the Handbook on Procedures and Criteria for Determining Refugee Status of the Office of the United Nations High Commissioner for Refugees states,171. Not every conviction, genuine though it may be, will constitute a sufficient reason for claiming refugee status after desertion or draft-evasion and it is not enough for a person to be in disagreement with his government regarding the political justification for a particular military action. Air Commodore Lionel Charlton, of the British Royal Air Force, in 1923 he selectively refused to serve in the RAF Iraq Command
5. Technisches Hilfswerk – The Bundesanstalt Technisches Hilfswerk is a civil protection organisation controlled by the German federal government. 99% of its 83,625 members are volunteers, the tasks of the THW are described in a law called THW-Gesetz. After World War II the Technisches Hilfswerk was founded in 1950, the first president of the THW was Otto Lummitzsch, who had founded the THWs predecessor, the Technische Nothilfe, in 1919. The main purpose of the THW was civil defense in the event of war and this has changed during the decades, today the THW is a helper in a wide spectrum of disasters, such as traffic accidents, industrial disasters, or earthquakes. The largest disaster control action took place in August 2002 after the flooding of the Elbe river in eastern Germany, about 24,000 THW members participated in the operation, with up to 10,000 people helping simultaneously along the Elbe and its tributaries. The main contribution was supplying electrical power for hospitals and other important institutions. As a federal authority which is part of the Federal Ministry of the Interior, the current president, from 16 May 2006, is engineer Albrecht Broemme. He previously served as the Fire Chief of Berlin, the headquarters of the THW administration and management are in Bonn-Lengsdorf, together with the Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. The THW logistics center has its office in Heiligenhaus, and is via its attachment to the Logistics Unit E4 part of the THW administration, the THW is stationed all over Germany in 668 local chapters, called Ortsverbände. Some 80,000 people are active in this organisation including about 15,000 young volunteers, the majority of those are volunteers, while about 800 work full-time in its administration. The main type of THW unit is one of two Bergungsgruppen, equipped with tools like hydraulic cutting devices, chain saws, and pneumatic hammers. Their vehicles are the Gerätekraftwagen 1 for the 1st Rescue Group, the THW was one of those organisations, as were volunteer fire brigades and various organisations engaged in emergency medical service. The THW-Jugend is the organization of the THW. It has set itself the target to introduce boys and girls from the age of ten in a way to the work of the THWs. The THW-Jugend is not part of the Federal Agency for Technical Relief and this arrangement was made in order to avoid maintaining a state youth organization
6. Freiwillige Feuerwehr – See also the Firefighter article and its sections regarding VFDs in other countries. A volunteer fire department is a fire department composed of volunteers who perform fire suppression and they are usually used as support to help career firefighters work at fires. The first large organized force of firefighters was the Corps of Vigiles, the term volunteer contrasts with career firefighters who are fully compensated for their services. Some volunteer firefighters may be part of a fire department that utilizes both full-time and volunteer firefighters. In this way, a station can be staffed 24 hours between volunteer and career firefighters, both provide essential staffing on apparatuses during their assigned staffing hours. The term volunteer may also be used in reference to a group of part-time or on-call firefighters who may have other occupations when not engaged in occasional firefighting, an on-call firefighter may also volunteer time for other non-emergency duties as well. Volunteer firefighters go through some of the training as career personnel do. When volunteers join a department, they sign up for a Firefighter class that teaches them what they need to know to become a volunteer firefighter, throughout Australia there are many volunteer firefighting agencies which are set up by the individual states or territories. New South Wales is serviced by two statutory firefighting authorities and these are the New South Wales Rural Fire Service and Fire and Rescue NSW. Fire and Rescue NSW has firefighting and rescue responsibilities for the cities, metropolitan areas. It also has the responsibility for all land based HAZMAT incidents as well as inland waterway based HAZMAT incidents, the NSWRFS is the volunteer firefighting service in NSW and consists of over 70,000 volunteers and has responsibility for over 90% of the land area in NSW. Although most of this is bush and grass land, the NSWRFS also serve smaller and regional communities that are not covered by Fire, despite some overlapping in firefighting coverage/resources by both services it should be noted that the NSWRFS does not provide rescue or HAZMAT services in the State. In Victoria, there are three main fire fighting organisations, Metropolitan Fire and Emergency Services Board, Country Fire Authority and The Department of Environment, Water, Land, and Planning. The CFA is a volunteer and community based fire and emergency services organisation that is made up of around 61,000 members, of these members, some 59,000 are volunteers See CFA Website. Their roles range from fire, rescue, HAZMAT, to support roles. In Western Australia, fire fighting is organised by the Department of Fire, in Western Australia there is an estimated 31,000 BFS Members among 585 Brigades, and 2,000 VFRS Members among 88 Brigades. In South Australia, there are two legislated fire fighting organisations, the South Australian Metropolitan Fire Service and the South Australian Country Fire Service. The SACFS is staffed by approximately 13,500 volunteer fire fighters, in most rural fire departments, the staff consists only of volunteers
7. Gewissen – Conscience is an aptitude, faculty, intuition or judgment that assists in distinguishing right from wrong. Moral judgment may derive from values or norms, Religious views of conscience usually see it as linked to a morality inherent in all humans, to a beneficent universe and/or to divinity. Common secular or scientific views regard the capacity for conscience as probably genetically determined, commonly used metaphors for conscience include the voice within, the inner light. Or even Socrates reliance on what the Greeks called his daimōnic sign, according to Adi Shankara in his Vekachudamani morally right action, helps purify the heart and provide mental tranquility but it alone does not give us direct perception of the Reality. This knowledge requires discrimination between the eternal and non-eternal and eventually a realization in contemplation that the true self merges in a universe of pure consciousness, Conscience also features prominently in Buddhism. In the Pali scriptures, for example, Buddha links the positive aspect of conscience to a pure heart and it is regarded as a spiritual power, and one of the “Guardians of the World”. The Buddha also associated conscience with compassion for those who must endure cravings and suffering in the world until right conduct culminates in right mindfulness, the only rewards of our existence here are an unstained character and unselfish acts. The Islamic concept of Taqwa is closely related to conscience, in the Qur’ān verses 2,197 &22,37 Taqwa refers to right conduct or piety, guarding of oneself or guarding against evil. Qur’ān verse 47,17 says that God is the source of the believers taqwā which is not simply the product of individual will. In Qur’ān verses 91, 7–8, God the Almighty talks about how He has perfected the soul, Qur’ān verse 49,13 states, O humankind. Marshall Hodgson wrote the work, The Venture of Islam, Conscience. In the Protestant Christian tradition, Martin Luther insisted in the Diet of Worms that his conscience was captive to the Word of God, to Luther, conscience falls within the ethical, rather than the religious, sphere. John Calvin saw conscience as a battleground, the enemies who rise up in our conscience against his Kingdom, many Christians regard following ones conscience as important as, or even more important than, obeying human authority. In the Gospel of John Jesus challenges those accusing a woman of adultery stating, He that is without sin among you, and again he stooped down, and wrote on the ground. And they which heard it, being convicted by their own conscience, Catholic theology sees conscience as the last practical judgment of reason which at the appropriate moment enjoins to do good and to avoid evil. Thus, conscience is not like the will, nor a habit like prudence, but the space in which we can listen to and hear the truth, the good. Thus, Catholics are taught to carefully educate themselves as to revealed norms and norms derived therefrom, Catholics are also to examine their conscience daily and with special care before confession. Catholic teaching holds that, Man has the right to act according to his conscience and he must not be forced to act contrary to his conscience
8. Altenheim – A retirement home – sometimes called an old peoples home or old age home, although this term can also refer to a nursing home – is a multi-residence housing facility intended for senior citizens. Typically, each person or couple in the home has a room or suite of rooms. Additional facilities are provided within the building and this can include facilities for meals, gatherings, recreation activities, and some form of health or hospice care. A place in a retirement home can be paid for on a basis, like an apartment. A retirement home differs from a nursing home primarily in the level of care given. Retirement communities, unlike retirement homes, offer separate and autonomous homes for residents, assisted living Media related to Retirement homes at Wikimedia Commons
9. Rettungsdienst – This is most likely an emergency department at a hospital. In such services, the EMS is not summoned by members of the public, in some jurisdictions, EMS units may handle technical rescue operations such as extrication, water rescue, and search and rescue. Training and qualification levels for members and employees of emergency medical services vary widely throughout the world, in some systems, members may be present who are qualified only to drive ambulances, with no medical training. In contrast, most systems have personnel who retain at least basic first aid certifications, additionally many EMS systems are staffed with Advanced Life Support personnel, including paramedics, nurses, or, less commonly, physicians. Emergency care in the field has been rendered in different forms since the beginning of recorded history, the New Testament contains the parable of the Good Samaritan, where a man who was beaten is cared for by a Samaritan. Luke 10,34 - He went to him and bandaged his wounds, pouring on oil, then he put the man on his own donkey, took him to an inn and took care of him. Also during the Middle Ages, the Knights Hospitaller were known for rendering assistance to wounded soldiers in the battlefield, the first use of the ambulance as a specialized vehicle, in battle came about with the ambulances volantes designed by Dominique Jean Larrey, Napoleon Bonapartes chief surgeon. Larreys projects for flying ambulances were first approved by the Committee of Public Safety in 1794, in civilian ambulances, a major advance was made with the introduction of a transport carriage for cholera patients in London during 1832. This tenet of ambulances providing instant care, allowing hospitals to be spaced further apart, the first known hospital-based ambulance service operated out of Commercial Hospital, Cincinnati, Ohio by 1865. In June 1887 the St John Ambulance Brigade was established to provide first aid and it was modelled on a military-style command and discipline structure. Named the Vienna Voluntary Rescue Society, it served as a model for similar societies worldwide and this was followed in 1900 by New York City, who extolled its virtues of greater speed, more safety for the patient, faster stopping and a smoother ride. These first two ambulances were electrically powered with 2 hp motors on the rear axle. Canadian historians dispute this with the city of Toronto claiming The first formal training for ambulance attendants was conducted in 1892, two-way radios became available shortly after World War I, enabling for more efficient radio dispatch of ambulances in some areas. Prior to World War II, there were areas where a modern ambulance carried advanced medical equipment, was staffed by a physician. In many locations, however, ambulances were hearses - the only vehicle that could carry a recumbent patient - and were thus frequently run by funeral homes. These vehicles, which could serve either purpose, were known as combination cars, prior to World War II, hospitals provided ambulance service in many large cities. With the severe manpower shortages imposed by the war effort, it became difficult for many hospitals to maintain their ambulance operations, City governments in many cases turned ambulance services over to the police or fire department. No laws required minimal training for personnel and no training programs existed beyond basic first aid
10. Nationalpark – A national park is a park in use for conservation purposes. Often it is a reserve of natural, semi-natural, or developed land that a sovereign state declares or owns, although individual nations designate their own national parks differently, there is a common idea, the conservation of wild nature for posterity and as a symbol of national pride. An international organization, the International Union for Conservation of Nature, although Yellowstone was not officially termed a national park in its establishing law, it was always termed such in practice and is widely held to be the first and oldest national park in the world. The first area to use national park in its legislation was the USs Mackinac Island. Australias Royal National Park, established in 1879, was the third official national park. In 1895 ownership of Mackinac Island was transferred to the State of Michigan as a state park, as a result, Australias Royal National Park is by some considerations the second oldest national park now in existence. The largest national park in the meeting the IUCN definition is the Northeast Greenland National Park. According to the IUCN,6,555 national parks worldwide met its criteria in 2006, IUCN is still discussing the parameters of defining a national park. National parks are almost always open to visitors, in 1971, these criteria were further expanded upon leading to more clear and defined benchmarks to evaluate a national park. In 1810, the English poet William Wordsworth described the Lake District as a sort of property, in which every man has a right and interest who has an eye to perceive. It was known as Hot Springs Reservation, but no authority was established. Federal control of the area was not clearly established until 1877, John Muir is today referred to as the Father of the National Parks due to his work in Yosemite. He published two articles in The Century Magazine, which formed the base for the subsequent legislation. President Abraham Lincoln signed an Act of Congress on July 1,1864, ceding the Yosemite Valley, according to this bill, private ownership of the land in this area was no longer possible. The state of California was designated to manage the park for use, resort. Leases were permitted for up to ten years and the proceeds were to be used for conservation, a public discussion followed this first legislation of its kind and there was a heated debate over whether the government had the right to create parks. The perceived mismanagement of Yosemite by the Californian state was the reason why Yellowstone at its establishment six years later was put under national control, in 1872, Yellowstone National Park was established as the United States first national park, being also the worlds first national park. In some European countries, however, national protection and nature reserves already existed, such as Drachenfels, Yellowstone was part of a federally governed territory
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