Source: http://www.factoringlexikon.de/index.php?id=255&tx_a21glossaryadvancedoutput_pi1%5Bchar%5D=f&cHash=9d9cbf57079655cb4149ce49da7e3063
Timestamp: 2017-02-24 14:59:14
Document Index: 220387802

Matched Legal Cases: ['BGH', '§354', '§354', '§399', '§398', '§398']

Definition: Summe der Kosten vor Auslieferung und Fakturierung einer Ware Lieferanten können im Umgang mit Kunden schon sehr viel Geld verlieren - bevor sie geliefert oder berechnet haben.Beispiel: Herstellung von Verpackungen mit Firmenzeichen des Kunden. Auftragswert EUR 200.000. Der Kunde wird vor Auslieferung zahlungsunfähig. Die Ware ist nicht an andere Abnehmer verkäuflich. Der Schaden: EUR 130.000 Fabrikationskosten. Dieses Risiko ist grundsätzlich beim Kreditversicherer versicherbar.
Begriff für: Versicherungsmakler mit besonderen Kenntnissen Unbestimmter Rechtsbegriff. Kein geschütztes Berufsbild. In der Regel sind dies Versicherungsmakler die sich auf eine bestimmte Branche oder Produkte spezialisiert haben. z.B.:Fachmakler für Kreditversicherung, Fachmakler für Factoring, Fachmakler D&O, Fachmakler Factoring
Definition: Spezialisiertes Finanzmakler Factoringmakler (www.kreditversicherungsmakler.de) sind auf die Finanzsparte Factoring spezialisierte Makler, die nach dem Grundsatz des best advice und in Anlehnung an das Sachwalterurteil des BGH treuhänderisch für den Mandaten/Kunden tätig sind und ausschließlich dessen Interessen zu vertreten haben.
Sie werden von Seiten der Factoringgesellschaften auch als Fachmakler für Factoring bezeichnet. Sie verfügen über spezielles Factoring-Know How, das sie in der Regel durch Tätigkeit bei einem oder mehreren Factor und/oder Kreditversicherern erworben haben.
Definition: Unter Factoring versteht man den Kauf von Geldforderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungsgeschäften durch eine Factoringgesellschaft Das klassische Factoring stellt eine flexible Forderungsfinanzierung (Finanzierungsfunktion) dar, die Debitorenrisiken (zu 100%) absichert (Delkrederefunktion) und den Forderungsverkäufer in den Bereichen Verwaltung und Inkasso entlastet (Dienstleistungsfunktion). Nicht in jedem Fall sind Unternehmen, die Forderungen veräußern wollen, jedoch daran interessiert, alle Funktionen des Factorings zu nutzen. Wird jeweils nur eine Funktion genutzt, spricht man nicht mehr von Factoring sondern von:Zessionskredit bei ausschließlicher Finanzierung.Kreditversicherung bei ausschließlicher Übernahme des Forderungsausfallrisikos (Delkredere).EDV-Service mit Inkassomandat bei ausschließlicher Übernahme der Dienstleistung.Bei Ausklammerung des Ausfallrisikos liegt unechtes Factoring bzw. Factoring ohne Delkredere vor.
Definition: Fehler beim Einsatz von Factoring Falscher Einsatz: Bestehende Finanzierungen durch Factoring abzulösen. Factoring soll immer zusätzliche Liquidität bringen und nicht bestehende Liquidität ersetzen. Weiter falscher Einsatz: Kurzfristige Liquidität für langfristige Finanzierungen zu verwenden. Also z.B. die Verwendung der Factoring Liquidität, um damit (langlebige) Maschinen zu kaufen. Diese Art der Finanzierung sollte vermieden werden. Factoring Rentabilität
Definition: Vorher-nachher Vergleich Hängt davon ab, wie sich Kosten und Nutzen darstellen. Kosten im Factoring: Factoringgebühr, Vorfinanzierungszins und die Kosten für Debitorenprüfung. Nutzen des Factoring: Skontoerträge, ersparte Forderungsausfälle, ersparte Kreditzinsen. Vorher-nachher-Vergleich anstellen, wobei folgende Kennzahlen wichtig sind: Ermittlung des (echten) LiquiditätsgewinnSumme aller Factoring Kosten p.a.Ermittlung des (echten) LiquiditätsgewinnErmittlung eines Referenzzinssatzes aus Summe aller Kosten und LiquiditätsgewinnErmittlung aller EinsparungenErmittlung aller nicht-monetären Effekte (Stabilität, Bonität, etc.)Vergleich von Kosten und Nutzen
Factoring und Abtretungsverbot
Definition: §354a HGB Größere Konzerne legen im Einkauf eigene AGBs als Einkaufsbedingung zu Grunde. In den jeweiligen AGBs wird i.d.R. der Verkauf von Lieferantenforderungen ausgeschlossen. In §354a wird geregelt, dass eine Forderungsverkauf auch dann möglich ist, wenn in den AGBs dieser Forderungsverkauf ausgeschlossen (§399 BGB) wurde. Lösung in der Praxis: Einsatz eines stillen Factoring.
Factoring und Bilanz
Definition: Aktiv-Tausch | verbesserte EK-Quote Gängige Praxis in der Bilanzierung nach HGB ist, dass eine verkaufte Forderungen nicht mehr in der Bilanz des Unternehmens erscheint. Der Forderungsverkauf stellt also zunächst einen Aktiv-Tausch (Forderungen gegen cash) dar, durch den Mitteleinsatz auf der Passivaseite reduziert sich die Bilanzsumme. Da das ausgewiesene Eigenkapital konstant bleibt, sich die Bilanzsumme aber reduziert hat steigt somit die Eigenkapitalquote. Die Eigenkapitalquote wiederum ist eine wesentliche Komponente im Bilanzrating.
Factoring und Rating
Begriff für: Bilanzoptimierung Der Forderungsverkauf an einen Factor beinhaltet in der Regel einen Ausfallschutz (Delkredere). Dadurch, dass der Factoring Kunde sein Risiko transferiert (true sale), wird auch eine wesentliche Risikokomponente aus der Bilanz entfernt. Durch den Einsatz der Liquidität z.B. bei ?Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung? oder kurzfristige Finanzierungen wird ein zweites Mal passivaseitig Risiko aus der Bilanz genommen. Die am Markt genutzten Rating Software wertet diese Bilanzoptimierung als eine wesentliche Risikoreduzierung bzw. umgekehrt als Ratingverbesserung. Factoring und Zessionskredit
Definition: Kauf / Kredit Einem Zessionskredit liegt ein Kredit zu Grunde, der mit Forderungen besichert wird, während Factoring ein Kaufgeschäft ist, da Forderungen wirklich verkauft werden. Factoring Verfahren
Definition: Standart und Abweichungen Das Standard Factoring umfasst drei Funktionen Finanzierung, Delkredere und Service. Durch eine bewusst andere Kombination entstehen modifizierte Verfahren. Wird der Forderungsverkauf dem Kunden angezeigt? Damit ergibt sich eine Offenes oder Stilles Verfahren.
Definition: Finanzierung und Ausfallschutz Neben dem Ausfallschutz der Forderungen bietet die Finanzierungsfunktion die meisten Vorteile für den Factoring Kunden. Durch einen Forderungsverkauf kann ein Maximum an Liquidität aus der Bilanzposition ?Forderungen aus Lieferung und Leistung? erzielt werden bzw. es wird ein Minimum an bestehenden Finanzierungen für diese Bilanzposition gebunden. Die generierte Liquidität kann wiederum idealerweise zur Skontierung im Einkauf genutzt werden. Auch wenn keine Skontierung mehr möglich ist, stellt Factoring einen wichtigen Baustein im Finanzierungsmix dar.
Definition: Begriff aus dem Bereich Factoring Die Honorierung für eine Factoring Beratung hängt sehr stark von der Unternehmensgröße ab. Der Nutzen sollte so hoch sein, dass die Amortisation bereits nach wenigen Monaten erfolgt (im Vergleich zu mehreren Jahren Vertragslaufzeit). Für eine angemessene Riskoverteilung sollte das Honorar aus einer fixen und einer erfolgsabhängigen Komponente bestehen.
Definition: Wichtig ist abgeschlossen Leistungserbrngung Grundvoraussetzung im Forderungen an eine Factor zu verkaufen: Klare, transparente und abgeschlossene Leistungserbringung. Im einfachsten Falle liegt eine Warenlieferung zu Grunde, die durch einen Lieferschein bestätigt wird. Schwierig sind jede Form von Werksvertrag, VOB-Abrechnungen, Teilzahlungen, Privatkundenumsätze, verbundene Unternehmen, etc. Heute gibt es fast für jede Forderungsart eine Factoring-Lösung. Es gibt Factoring Anbieter, die auch VOB Rechnungen ankaufen, es gibt Factoring Lösungen sowohl für Handwerker Factoring als auch für Privatkunden Factoring. Zwischenzeitlich sind auch sehr leistungsfähige Factoringgesellschaften am Markt, die Factoring ab einem Factoring Umsatz von 250 T? anbieten. Factoring ist nicht geeignet für mittelständische Unternehmen, die keinen Liquiditätsbedarf haben. Factoring sollte nicht eingesetzt werden, um bestehende Finanzierungen abzulösen, sondern sollte immer bestehende Finanzierungen ergänzen. Letztlich stellt Factoring einen Baustein im Finanzierungsmix dar, wie Eigenkapital, Darlehen, Kontokorrent oder Mezzanine.
Definition: Aktuell mehr als 220 Anbieter in Deutschland, die Lösungen für den Forderungsankauf Aktuelle Zahlen zu dem Factoringmarkt in DeutschlandÖsterreich und der Schweizwerden bei der atevis über die News veröffentlicht. Factoringvertrag
Definition: Form einer Finanzdienstleistung Factoring ist ein Vertrag über die Abtretung einer Forderung im Rahmen eines Forderungskaufvertrages.
Factoring ist eine Form der Finanzdienstleistung. Der Factoring-Vertrag ist selbst gesetzlich nicht geregelt. Die Rechtslage bestimmt sich nach dem allgemeinen Recht.
Juristisch wird zwischen dem echten und dem unechten Factoring unterschieden:
Definition: Begriff aus der Buchhaltung - in Rechnung stellen Rechnungslegung, in Rechnung stellen.
Finazkommunikation
Begriff für: Kontakt und Offenlegung von Unternehmenszahlen gegenüber Investoren und Geldgebern Finanzkommunikation bezeichnet bei einer Aktiengesellschaft oder anderen kapitalbasierten Gesellschaften die Kontaktpflege zu Aktionären bzw. Investoren, Analysten und Finanzmedien. Forderungsabtretung
Definition: Übertrag einer Forderung gem. §398 BGB Bei der Forderungsabtretung gem. §398 BGB kann der Gläubiger eine ihm zustehende bestehende oder zukünftige Forderung übertragen (z. B. an eine Bank, um einen Kredit zu decken). Die Forderungsabtretung bedarf der Vertragsform.
Definition: Beweis eines Schadenseintritts Beweis des Schadenseintritts. Einträge 1 bis 20 von 24Seite 1 Seite 2 vor >