Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=19.07.2000&Aktenzeichen=3%20StR%20245/00
Timestamp: 2020-05-31 07:22:50
Document Index: 225437840

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 6', '§ 344', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', '§ 267', '§ 267', 'BGH']

BGH, 19.07.2000 - 3 StR 245/00 - dejure.org
https://dejure.org/2000,2775
BGH, 19.07.2000 - 3 StR 245/00 (https://dejure.org/2000,2775)
BGH, Entscheidung vom 19.07.2000 - 3 StR 245/00 (https://dejure.org/2000,2775)
BGH, Entscheidung vom 19. Juli 2000 - 3 StR 245/00 (https://dejure.org/2000,2775)
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Art. 6 Abs. 1 S. 1 EMRK; § 344 Abs. 2 S. 2 StPO
Verletzung des Grundsatzes des fairen Verfahren durch Tatprovokation eines polizeilichen Lockspitzels; Geltendmachung mit Hilfe einer Verfahrensrüge
Tatprovokation - Verfahrensfehler - Faires Verfahren - Polizeiliche Vertrauensperson - Vertrauensperson - Polizei - V-Mann - Revision
NStZ 2001, 53
StV 2000, 604
Zwar hat der Bundesgerichtshof in Einzelfällen die Frage der Notwendigkeit der Erhebung einer Verfahrensrüge dahinstehen lassen, wenn die maßgeblichen Umstände sich jedenfalls auch aus den Urteilsfeststellungen entnehmen lassen (vgl. BGHSt 47, 44, 47; BGH StV 2000, 604, 605 jeweils zur vergleichbaren Problematik eines rechtsstaatswidrigen Lockspitzeleinsatzes).
Dies hat der Tatrichter hier getan, ohne daß er nach § 267 StPO verpflichtet gewesen wäre, die Verfahrensvorgänge in den Urteilsgründen zu dokumentieren (vgl. BGH StV 2000, 604;… Engelhardt in KK 5. Aufl. § 267 Rdn. 2;… Gollwitzer in Löwe/ Rosenberg, StPO, 25. Aufl. § 267 Rdn. 3).
Ergeben sich die tatsächlichen Voraussetzungen eines geltend gemachten Konventionsverstoßes - wie hier - nicht schon aus den Urteilsfeststellungen, muss ein Verstoß gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens mit Hilfe einer Verfahrensrüge geltend gemacht werden (vgl. BGH, Beschluss vom 19. Juli 2000 - 3 StR 245/00, NStZ 2001, 53).