Source: http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/stammaktie/stammaktie.htm
Timestamp: 2017-05-23 12:32:32
Document Index: 367438864

Matched Legal Cases: ['§ 221', '§ 192', '§ 221', '§ 221', '§ 58', '§ 271', '§ 133', '§ 186', '§ 58', '§ 186', '§ 133', '§ 271']

Stammaktie - Wirtschaftslexikon
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Die Stammaktie ist die in Deutschland gängige (Normal-)Form der Aktie. Sie verkörpert die Mitgliedschaft in einer Aktiengesellschaft (AG) mit den damit einhergehenden, durch Gesetz und Satzung festgelegten Aktionärsrechten und -pflichten.
(Wandelobligation, Wandelschuldverschreibung, convertible bond) Schuldverschreibung von Aktiengesellschaften, die ihrem Inhaber das Recht verbrieft, sie unter bestimmten Bedingungen in eine (mehrere) Aktie(n) der emittierenden Unternehmung umzutauschen. Der Inhaber einer Wandelanleihe hat aber keine Verpflichtung zur Wandlung. In diesem Falle hält er die Wandelanleihe bis zu ihrer Fälligkeit. Gegebenenfalls veräußert er den Titel früher. Bei Ausübung des Wandlungsrechts erfolgt, i. d. R. unter Zuzahlung, der Austausch von Wandelanleihen in eine (mehrere) Aktie(n). Somit wird Fremdkapital durch Eigenkapital substituiert, neue (zusätzliche) Liquidität fließt der Unternehmung u. U. in Form von Zuzahlungen zu. Außerdem verbessert sich die Eigenkapital/Fremdkapital-Relation. Die Emission von Wandelanleihen ist gem. § 221 (1) AktG in Verbindung mit §§ 192, 193 AktG nur aufgrund eines Hauptversammlungsbeschlusses möglich, der mindestens ¾ Mehrheit des bei der Beschlußfassung vertretenen Grundkapitals umfassen muß. Der Vorstand erhält gem. § 221 (2) AktG die Ermächtigung zur Emission von Wandelanleihen für fünf Jahre, wobei gem. § 221 (4) AktG die Aktionäre auf Wandelanleihen ein Bezugsrecht haben. Bis zur Ausübung des Wandlungsrechts (Zeitpunkt der Umwandlung) wird die Wandelanleihe wie eine normale Festzinsanleihe verzinst. Allerdings liegt der Nominalzins als Ausgleich für den Vorteil des Wandlungsrechts immer unter dem einer vergleichbaren Festzinsanleihe (in Deutschland durchschnittlich 100 bis 400 Basispunkte). Bei der Emission einer Wandelanleihe sind neben den bei einer Industrieschuldverschreibung üblichen Komponenten (Laufdauer, Nominalzinssatz, Zinszahlungstermine, Disagio, Besicherung etc.) folgende Größen zusätzlich festzulegen: Das Wandlungsverhältnis (Umtausch-, Konversionsverhältnis) gibt an, wieviele Wandelanleihen eines bestimmten Nennbetrages zum Umtausch in eine Aktie eines bestimmten Nennbetrages notwendig sind.
Die Umtauschfrist gibt an, in welchem Zeitraum das Wandlungsrecht ausgeübt werden kann (definiert durch den ersten und letztmöglichen Wandlungszeitpunkt).
Die Zuzahlung (Umtauschkurs) ist der Betrag, der bei Ausübung des Wandlungsrechts geleistet werden muß (fest bzw. variabel, steigend oder fallend, innerhalb der Umtauschfrist). Siehe auch: Aktienart Der Normalfall der Bankaktie, die keinerlei Vorrechte hins. Gewinnausschüttung, Stimmrecht o.a. gewährt. Ggs.: Vorzugsaktie.
im Gegensatz zur Vorzugsaktie der Normaltyp der Aktie. Sie lautet i. d. R. auf den Inhaber (Inhaberaktie) und nicht auf den Namen des Berechtigten (Namensaktie). Sie verbrieft dem Aktionär folgende Rechte: · Dividendenrecht, d. h. den Anspruch auf Anteil am Reingewinn (§ 58 Abs. 4 AktG), · Recht auf Anteil am Liquidationserlös bei Auflösung der Gesellschaft (§ 271 AktG), · Stimmrecht in der Hauptversammlung, das nach Aktiennennbeträgen ausgeübt wird (§ 133 ff. AktG) (Ausnahmen: stimmrechtslose Vorzugsaktien, Mehrstimmrechtsaktien), · -Bezugsrecht (§ 186 AktG) bei der Ausgabe von jungen Aktien oder von —Wandelschuldverschreibungen, · sonstige Rechte zum Schutze seiner Interessen, z. B. Auskunftsrecht in der Hauptversammlung, Recht zur Anfechtung von Hauptversammlungsbeschlüssen. Den Rechten des Stammaktionärs stehen als Pflichten gegenüber: · Volleinzahlung des Nennwertes bzw. des höheren Ausgabebetrages der Aktie oder · Leistung von satzungsmässigen Sacheinlagen, · in Sonderfällen bei sog. Nebenleistungsgesellschaften die in der Satzung festgelegte Verpflichtung zu nicht in Geld bestehenden Leistungen sowie der Lieferung einer bestimmten Menge von Rohprodukten (z. B. Zuckerrüben). Stammaktien, die i. d. R. alsInhaberaktien ausgegeben werden, verbriefen dem Inhaber dieses Wertpapiers die nach dem deutschen Aktiengesetz zustehenden Rechte, so z. B. das Dividendenrecht (§ 58 AktG1965) und Bezugsrecht (§ 186 AktG), das Stimmrecht (§§ 133-137 AktG) auf der Hauptversammlung und dasRecht auf einen Anteil im Liquidationserlös (§ 271 AktG) bei Auflösungder AG. Im Gegensatz zu denStammaktien sind Vorzugsaktienmit einem zusätzlichen Recht (beispielsweise bei der Gewinnverteilung) ausgestattet. Bezeichnung für die normalen Aktien einer Aktiengesellschaft, die auch Vorzugsaktien ausgegeben hat. ist der Normalfall der Aktie. Die Stammaktie gewährt dem Aktionär die Mitgliedschaftsrechte entsprechend dem Anteil am Grundkapital. Das Gegenteil ist die Vorzugsaktie; siehe auch Akti­enarten und Akteingesellschaft (mit Literaturangaben).
Auch »Stämme« genannt. Die Aktien einer Aktiengesellschaft werden als Stammaktien bezeichnet, wenn von der gleichen Gesellschaft auch Vorzugsaktien im Umlauf sind. Stammaktien gewähren die normalen aktienrechtlichen Anteilsrechte, insbesondere das Stimmrecht. Sie stellen in der Bundesrepublik den Normaltyp der Aktie dar. (engl.: ordinary shares oder common stock). Sie verbriefen dem Inhaber sämtliche Rechte gem. Aktiengesetz: Stimmrecht, Bezugsrecht (auf neue/junge Aktien und Wandelanleihen), Recht auf Dividendenanteil, auf Teilnahme an der Hauptversammlung, auf Auskunftserteilung, auf Anfechtung der Hauptversammlungsbeschlüsse sowie auf Anteil am Liquidationserlös. St. können als Namensaktien oder als Inhaberaktien ausgegeben werden. Sie gewähren im Gegensatz zu Vorzugsaktien keine Vorrechte. Vorhergehender Fachbegriff: Stakeholderansatz | Nächster Fachbegriff: Stammaktien
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