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Timestamp: 2020-04-08 13:27:16
Document Index: 374778869

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 394', '§ 50', 'BGH', 'BGH', '§ 74', '§ 50']

BGH, Beschluss vom 20.05.2015 - VII ZB 53/13 - openJur
Beschluss vom 20.05.2015 - VII ZB 53/13
BGH, Beschluss vom 20.05.2015 - VII ZB 53/13
openJur 2015, 11092
Die Beklagte zu 1 ist seit ihrer Löschung am 13. Februar 2012 nicht mehr parteifähig. Die Löschung einer vermögenslosen GmbH nach § 394 Abs. 1 FamFG hat zur Folge, dass die Gesellschaft ihre Rechtsfähigkeit verliert und damit nach § 50 Abs. 1 ZPO auch ihre Fähigkeit, Partei eines Rechtsstreits zu sein. Die Gesellschaft ist materiellrechtlich nicht mehr existent. Nur wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass noch verwertbares Vermögen vorhanden ist, bleibt die Gesellschaft trotz der Löschung rechts- und parteifähig (BGH, Urteile vom 5. Juli 2012 - III ZR 116/11, WM 2012, 1482 Rn. 27; vom 25. Oktober 2010 - II ZR 115/09, NJW-RR 2011, 115 Rn. 22; vom 29. September 1967 - V ZR 40/66, BGHZ 48, 303, 307; jeweils m.w.N.). Wertlose Aktiva und Forderungen, wegen derer nicht vollstreckt werden kann, sind kein verwertbares Vermögen (Schmidt in Scholz, GmbHG, 11. Aufl., § 74 Rn. 12). In solchen Fällen ist das Interesse des Gläubigers einer liquidierten und gelöschten Gesellschaft, für die lediglich abstrakte Möglichkeit, dass sich doch noch Zugriffsmasse findet, einen Vollstreckungstitel erwirken zu können, nicht schützenswert (vgl. auch Münch-KommZPO/Lindacher, 4. Aufl., § 50 Rn. 15).
LG Berlin, Entscheidung vom 01.03.2013 - 22 O 174/11 -
KG Berlin, Entscheidung vom 24.09.2013 - 7 U 85/13 -
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