Source: http://www.kompetenz-jugend.de/leistungsbeschreibung/
Timestamp: 2018-11-17 02:18:36
Document Index: 242753984

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§29', '§30', '§31', '§ 8', '§ 30', '§ 31', '§ 8', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 8', '§ 8', '§ 29', '§ 30', '§ 31']

Darstellung des Trägers „Kompetenz Berlin interkulturelle Jugend- und Familienhilfe gGmbH“
Besondere Leistungen für junge Menschen und Familien mit Migrationsintergrund
Gesetzliche Grundlage: § 8 a SGB VIII §29 SGB VIII, §30 SGB VIII, §31 SGB VIII
Kinderschutz § 8 a SGB VIII
Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer § 30 SGB VIII
Ambulante sozialpädagogische Familienhilfe § 31 SGB VIII
Vernetzung und Zusammenarbeit in den Sozialräumen
Qualitätssicherung durch Konzeptentwicklung
Qualitätssicherung durch Teamentwicklung
Qualitätssicherung durch Personalsicherung
1.Darstellung des Vereins „Kompetenz Berlin interkulturelle Jugend- und Familienhilfe gGmbH“
Kompetenz Berlin interkulturelle Jugend- und Familienhilfe gGmbH. wurde am 24.02.2013 gegründet. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt und eingetragen.
Vorsitzender von Kompetenz Berlin gGmbH ist Prof. Dr. Ilhan Kizilhan. Er ist ein international anerkannter Experte der transkulturellen Psychiatrie, kultursensiblen Psychotherapie und Traumatologie.
Kompetenz Berlin interkulturelle Jugend- und Familienhilfe gGmbH verfolgt einen interkulturellen und sozialpädagogischen Ansatz. Die Schwerpunkte sind dauerhaft hier lebende Familien mit Migrationshintergrund, die beim Integrationsprozess und bei der Bewältigung von Beziehungsstörungen, sozialen, ethnischen und schulischen Problemen auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Unsere Beratungen werden von muttersprachlichen, sozialpädagogischen Fachkräfte bei Bedarf in den Räumen von Kompetenz e.V. geführt, z.B. in folgenden Sprachen: arabisch, rumänisch, türkisch, kurdisch, bulgarisch, albanisch, polnisch, russisch, vietnamesisch, farsi, kisuaheli, somali, englisch, französisch, ezidisch etc.
Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch sozialpädagogische Arbeit;
2. ZIELE DER LEISTUNG
Das Recht der Eltern auf Förderung und Erziehung bildet die Grundlage aller Hilfen, die jeweils individuell für jedes Kind und jeden Jugendlichen im Hilfeplan fixiert werden.
Entwicklung von Problemeinsicht und Entlastung der Kinder, der Jugendlichen und der Familien, um neue Perspektiven zu ermöglichen.
Lösung von Konflikten und Aufbau von Beziehungen, Beziehungsfähigkeit
Friedlicher Umgang mit anderen Ethnien, Religionen
Erkennen und Befriedigung der Bedürfnisse eines Kinder/Jugendlichen
Verständnisschaffen für kindliches Verhalten
2.1. BESONDERE LEISTUNGEN FÜR JUNGE MENSCHEN UND FAMILIEN MIT MIGRATIONSHINTERGRUND – FLÜCHTLINGSFAMILIEN
Die Flucht aus dem Heimatland vor Gewalt, Krieg und Folter bedeutet für die Flüchtlingsfamilien – Entwurzlung aus ihrem vertrauten Umfeld, Familienstrukturen, Normen und Werte. Die Situation in der neuen Heimat ist gekennzeichnet durch gesellschaftliche Ausgrenzung und Perspektivlosigkeit, was die Zukunft betrifft. Die jahrelange Unsicherheit zwischen Abschiebung und Bleiberecht bestimmt und beeinflusst das tägliche Leben dieser Menschen.
Kinder und Jugendliche aus Kriegsgebieten, deren Familien zahlreiche Repressalien, Krieg, Folter und Flucht erleben mussten, bedürfen einer besonderen Zuwendung und Unterstützung, damit sie in die Lage versetzt werden, sich am gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Leben in der Migration zu beteiligen und sich damit auch erfolgreich zu integrieren.
2.2 Sozialpädagogische Maßnahmen für traumatisierte Familien
Viele Kinder von Flüchtlingsfamilien sind traumatisiert, für eine traumatische Situation ist das Erleben von Ausgeliefertsein, Bedrohung, Todesangst und Hilflosigkeit kennzeichnend. Zu den sozialpädagogischen Maßnahmen von traumatisierten Familien und deren Kinder gehören u.a. der Aufbau einer Tagesstruktur, Aufbau einer gesunden Beziehung zwischen den Kindern und deren Eltern, Begleitung bei bürokratischen Angelegenheiten, Unterstützung und Begleitung bei Schulbesuchen und allgemeine Anwendung des Case-Managements. Eventuelle Arztbesuche, Hilfe bei Antragstellungen, wie z.B. stationäre Behandlungen, Gespräche mit den Gesundheitskassen oder Sozial- und Jugendämtern.
Unterstützung der Integration bei der gleichzeitigen Wahrung der kulturellen Identität;
Kompetenz Berlin e.V. als interkultureller Verein setzt besondere Methoden ein, wie z.B. Vertrauen durch Sprache, kultureller Hintergrund – Verständnis aus den jeweiligen Kulturkreisen. Unsere sozialpädagogischen Fachkräfte haben einen interkulturellen Background, welcher sie befähigt, Konfliktsituationen schnell zu erkennen bzw. schnell zu intervenieren, und den genauen Bedarf der Familien festzustellen.
2.3. VERLAUF DER HILFE
Beteiligung des Leistungsträgers am Hilfeplanverfahren ( s. AV, Hilfeplan)
Umsetzung der abgesprochen Hilfeziele
Einhaltung der abgesprochenen Termine
3.1. gesetzliche Grundlage § 8 SGB VIII, § 29 SGB VIII, § 30 SGB VIII, § 31 SGB VIII
3.2. KINDERSCHUTZ § 8 a SGB VIII
Den sozialpädagogischen Fachkräften des Kompetenz Berlin e.V mit interkulturellem Background ist es aus eigenen Erfahrung bekannt, dass Kinderschlagen in den Migrantenfamilien / Flüchtlingsfamilien in vielen Fällen als „eine normale Erziehungsmaßnahme“ aufgefasst wird. Dass dieses Verhalten nach den geltenden Deutschen Kinderschutzgesetzen und real existierenden Normvorstellungen verboten ist, ist das eine der sozialpädagogischen Aufgaben, diesen Familien in ihrer Muttersprache beizubringen.
Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII findet im Hilfeprozess besondere Berücksichtigung. Erarbeitete Kriterien und regelmäßige Fallbesprechung sind im Rahmen des Qualitätsmanagements als Instrument installiert, um ein Gefährdungsrisiko abzuschätzen und entsprechende weitere notwendige Handlungsschritte einleiten zu können ( s. AV Kinderschutz).
Die Familienhelferin, der Familienhelfer bewahren Ihre Position als Außenstehende. Sie verhalten sich neutral und nicht parteilich und orientieren sich an ihrem fachlichen Auftrag.
Hierzu wird das Formular- Kinderschutz in regelmäßigen Abständen von den sozial-pädagogischen Fachkräften ausgefüllt und der Koordination vorgelegt, ggf. auch dem zuständigem Jugendamt weitergeleitet.
3.3. SOZIALE GRUPPENARBEIT § 29 SGB VIII
Die Kinder und Jugendlichen haben die Möglichkeit, den Einzelkontakt zu der Betreuerin, dem Betreuer zu suchen und Themen zu verbalisieren, die sie sich in der Gruppe nicht zu diskutieren trauen. Einzelgespräche werden in regelmäßigen Abständen geführt.
3.4. ERZIEHUNGSBEISTAND; BETREUUNGSHELFER § 30 SGB VIII
Beziehungsstörungen, soziale ,ethnische- und schulische Probleme.
Ziel ist die entwicklungsbedingten Einschränkung des jungen Menschen, durch Unterstützungsleistungen des Kompetenz Berlin gGmbH mit sozialpädagogischen Fachkräften mit interkulturellen, sprachlichen Kompetenzen auszugleichen ( Hilfe zur Selbsthilfe).
Familien und Elternberatung / in der Herkunftssprache
3.5. AMBULANTE SOZIALPÄDAGOGISCHE FAMILIEN HILFE 30 § 31 SGB VIII
Die Motivation der Familie zur Veränderung ihrer Lebenssituation und die Bereitschaft der Familie zur Zusammenarbeit werden als Basis vorausgesetzt. Diese Motivation wird als Zentral für den Hilfeverlauf erachtet mit dem Ziel, Stärkung der Selbsthilfekräfte der Familie zu entwickeln.
Für die Angebote unserer Arbeit, welche nicht in den Familien Vorort stattfinden, stehen uns Räumlichkeiten in der Kurfürstenstr. 79. 10787 Berlin und Reformationsplatz 9, 13597 Berlin zur Verfügung.
Büroräume mit entsprechender Büroausstattung (Schreibtisch, Telefon, Fax. Anrufbeantworter, PC)
Anlauf und Kontaktstelle für die Familien
Angemessen ausgestattete Besprechungsräume mit dem entsprechenden notwendigen Arbeitsmittel für Verwaltungs- und sozialpädagogische Fachkräfte
Die Leistungen des Kompetenz Berlin gGmbH werden von den sozialpädagogischen Fachkräften mit unterschiedlicher Qualifikationen (Sozialpädagogen, Sozialarbeiter) erbracht.
Leitung, Beratung durch Teamleitung
Verwaltungskräfte ( keine Sozialpädagogen)
Einsatz von erfahrenen sozialpädagogischen Fachkräften mit qualifizierter Ausbildung und staatlich anerkanntem Abschluss
Berufs-und Lebenserfahrung in Zusammenarbeit mit Familien, in sozialen Einrichtungen
6. VERNETZUNG UND ZUSAMMENARBEIT IN DEN SOZIALRÄUMEN
Kooperation und Vernetzung mit anderen Hilfs- Betreuungs- und Beratungsangeboten in Sozialräumen und über den Sozialraum hinaus.
Stärkung und Erweiterung des persönlichen Netzwerkes der jungen Menschen, Kontakte zur Familie, Nachbarschaft und Gemeinwesen.
Zusammenarbeit und Vernetzung mit sozialraumübergreifenden Partnern im Bereich der Bildung, Erziehung und Gesundheit (Vereine, spezielle Förderungen, Ämter Ärzten, Schulen)
Vernetzung mit übergeordneten Ressourcen der Einrichtungen (projektorientierte Gruppenangebote z.B. Antiaggressionstraining, Nachhilfegruppen, sozialpädagogische Gruppen für Kinder aus Trennungs- und Scheidungsfamilien)
Besondere Nutzung von gewachsenen Kooperationsstrukturen der Einrichtung mit Schulen und Fachärzten für Kinder und Jugendpsychiatrie
Teilnahme des Trägers an den Sozialraumteams
Einleitung anderer unterstützenden Maßnahmen
Enge Zusammenarbeit und Vernetzung zu/mit anderen fachspezifischen Institutionen
7.1. STRUKTURQUALITÄT
Wir stellen eine Organisationsstruktur mit verantwortlicher Dienst-und Fachaufsicht.
Personelle Ausstattung, Diplom Sozialarbeiterin, Sozialarbeiter, Sozialpädagogin, Sozialpädagoge, Psychologin, Psychologe
Weitere Qualifizierung der Fachkräfte (Supervision/Fortbildung und Gruppenarbeit)
Dokumentationssysteme, Statistik, Jahresberichte, Dienstbesprechungen
Flexible Termingestaltung und zeitnaher, dem Einzelfall angepasster Einsatz
Überprüfung der Wirksamkeit der Konzeption und deren Umsetzung
Stärkung der Mitarbeiterkompetenz durch Teambesprechungen, Fort- und Weiterbildung zu bestimmten Themen, Schulung, Betriebsfahrten
Wir gewähren Vertraulichkeit und die Einhaltung der gesetzlichen Datenschutzbestimmungen.
7.2. QUALITÄTSSICHERUNG DURCH KONZEPTENTWICKLUNG
Verschriftlichung der aktuellen Konzeption (Leitlinien, Leistungsangebot, Qualitätsstandard, Verfahrensweisen mit kontinuierlicher Überprüfung und Fortschreibung durch Team/Leitung ggf. mit externen Beratern
Fachliche Kontakte zu vergleichbaren Einrichtungen
Konzeptgespräche mit dem Jugendamt
Einhaltung der abgesprochenen Dokumentationsform
Controlling der abgesprochenen Zusatzvereinbarungen
7.3. QUALITÄTSSICHERUNG DURCH TEAMENTWICKLUNG
Fachliche Begleitung durch Koordination
Fortbildung, Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen
Team-und Fallsupervision durch Einrichtungsinterne Beratungsstelle
Alle Mitarbeiter erhalten eine intern Fortbildung „ INTERKULTURELLE KOMEPTENZ“
7.4. QUALITATSSICHERUNG DURCH PERSONALENTWICKLUNG
Flexibilität der Einsatzzeiten an Bedarf der Jugendlichen/Familien
Stellenprofil und Arbeitsplatzbeschreibung
Fachliche und persönlichkeitsbezogene Beratung
Die Familien werden in ihrer Herkunftssprache beraten, sei werden in den Räumen des Vereins eingeladen und mit der Koordination bekannt gemacht, bei Unstimmigkeiten zwischen dem Helfer und der Familie, kann die Familie sich direkt an die Koordination wenden. Weiterhin wird im Helfergespräch deutlich gemacht, dass die Familie / Jugendliche sich an die SozialarbeiterIn vom Jugendamt, sowie an die Leitung des Vereins wenden können.
7.5 KRISENINTERVENTIONEN
Im Falle einer akuten Krise in der Familie wird unverzüglich Hilfe geleistet. Dieser Service gilt 365 Tage im Jahr rund um die Uhr und wird über ein spezielles “Notfall-Handy”, dessen Nummer jede betreute Familie erhält, sichergestellt.
8. ERGEBNISQUALITÄT
Die Zielerreichung ist hier im Rahmen von Beurteilen, Bewerten zu überprüfen.
Abschließende Hilfeplangespräche
Umsetzung der Ergebnisse im Unmittelbaren von Handlungskonsequenzen, Verbesserung der Praxis aufgrund systematisch gewonnener Daten.
Fremdevaluation die Bewertung der Qualität der geleisteten Hilfe durch höhere Instanzen
Analyse der Fachdaten