Source: https://urteile-gesetze.de/rechtsprechung/viii-zr-253-08
Timestamp: 2019-10-22 14:07:36
Document Index: 284574585

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 459', '§ 463', '§ 823', 'BGH', 'BGH']

VIII ZR 253/08 - Urteil BGH vom 17.03.2010
BGH 17.03.2010 - VIII ZR 253/08
vorgehend OLG Köln, 28. August 2008, Az: 7 U 172/07, Urteilvorgehend LG Bonn, 15. Oktober 2007, Az: 9 O 352/06
§ 459 Abs 2 aF BGB
§ 463 S 1 aF BGB
3. Unabhängig davon könnte ein Anspruch der Klägerin aus § 823 Abs. 1 BGB gegeben sein. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann eine Verletzung des Eigentums an einer Sache nicht nur durch eine Beeinträchtigung der Sachsubstanz, sondern auch durch die sonstige Verletzung des Integritätsinteresses des Käufers erfolgen, etwa dadurch, dass durch einen Sachmangel auf die Nutzungs- und Verkaufsfähigkeit der Sache eingewirkt wird (BGHZ 55, 153, 159). So kann zum Beispiel eine über die Störung des Äquivalenzinteresses hinaus gehende, das Eigentum des Käufers verletzende Handlung darin gesehen werden, dass eine mangelhafte Verkorkung den damit verschlossenen Wein stärker als normal oxidieren lässt und der Wein deshalb wegen Qualitätsminderung seine amtliche Prüfnummer verliert (BGH, Urteil vom 21. November 1989 - VI ZR 350/88, NJW 1990, 908, unter II 2 b bb). Falls das Berufungsgericht daher nach erneuter Verhandlung einen Mangel feststellen sollte, ist der Anspruch der Klägerin auch unter diesem rechtlichen Gesichtspunkt zu prüfen.