Source: https://www.haufe.de/steuern/steuer-office-gold/steuerberaterhaftung-und-verjaehrung-von-schadensersatzanspruechen_idesk_PI16039_HI1335853.html
Timestamp: 2019-10-23 15:06:27
Document Index: 350583115

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 33', '§ 57', '§ 3', '§ 280', '§ 241', '§ 611']

Steuerberaterhaftung und Verjährung von Schadensersatzansprüchen | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
Es ist Aufgabe der Steuerberater, im Rahmen ihres Auftrags ihre Mandanten in Steuersachen (§ 1 StBerG) zu beraten, sie zu vertreten und ihnen bei der Bearbeitung ihrer steuerlichen Angelegenheiten und bei der Erfüllung ihrer steuerlichen Pflichten Hilfe zu leisten (§ 33 StBerG).
Aus den §§ 57, 60 StBerG und §§ 3 und 4 BOStB ergeben sich die Pflichten zu eigenverantwortlicher Tätigkeit, zur gewissenhaften Erledigung der Aufträge und zur Fortbildung. Eine schuldhafte (fahrlässige oder vorsätzliche) Verletzung dieser Pflichten löst die vertragliche Haftung des Steuerberaters aus. "Haftung" bedeutet die Verantwortung für die Folgen des Handelns bzw. Unterlassens. Anspruchsgrundlage ist § 280 BGB i. V. m. § 241 Abs. 2 BGB und umfasst die Verletzung von Hauptleistungs-, Nebenleistungs- und Schutzpflichten. Die Rechtsprechung unterwirft die Freiberufler, v. a. den Rechtsanwalt sowie den Steuerberater, einer sehr strengen Haftung.
Ein Vertrag, mit dem der Steuerberater die Wahrnehmung aller steuerlichen Interessen des Mandanten übernimmt, ist regelmäßig ein Dienstvertrag i. S. v. §§ 611, 627 BGB, der eine Geschäftsbesorgung zum Gegenstand hat.
zur sorgfältigen und fachkundigen Beratung und Betreuung,
zur umfassenden Beratung (auch ungefragt),
den Mandanten in die Lage zu versetzen, seine Interessen eigenverantwortlich zu wahren,
zur Bewahrung des Mandanten vor Schaden (auch außerhalb des Mandats),
nach Erteilung eines falschen Rates zur Minderung des Schadens (auch nach Beendigung des Mandats und auch bei Beauftragung eines neuen Beraters),
dafür Sorge zu tragen...