Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2055,%20251
Timestamp: 2020-01-19 00:20:38
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BGH, 04.02.1971 - VII ZR 111/70 - dejure.org
BGH, 04.02.1971 - VII ZR 111/70
https://dejure.org/1971,911
BGH, 04.02.1971 - VII ZR 111/70 (https://dejure.org/1971,911)
BGH, Entscheidung vom 04.02.1971 - VII ZR 111/70 (https://dejure.org/1971,911)
BGH, Entscheidung vom 04. Februar 1971 - VII ZR 111/70 (https://dejure.org/1971,911)
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Unterschrift - Rechtsanwalt - Urteilsabschrift - Bedeutung
BGHZ 55, 251
NJW 1971, 659
MDR 1971, 386
VersR 1971, 469
Wie das Berufungsgericht mit Recht annimmt, ist die Klageabschrift nicht ordnungsgemäß beglaubigt und ihre Zustellung zum Zwecke der Klageerhebung damit unwirksam (vgl. für den Fall der Urteilszustellung BGHZ 55, 251, 252).
Ebenso genügt auch die bloße Namensunterschrift (ohne Beglaubigungsvermerk) auf einer Urteilsabschrift, soweit sich aus der Übersendung des Schriftstücks in Verbindung mit einem Begleitschreiben der Beglaubigungswille eindeutig ergibt (BGHZ 55, 251, 253).
Jedoch kann aus Unzulänglichkeiten der Beglaubigung, mit der lediglich die inhaltliche Übereinstimmung des Inhalts der Abschrift mit dem Inhalt der Urschrift der Klageschrift bekundet werden soll (BGH 04. Februar 1971 - VII ZR 111/70 - BGHZ 55, 251), nicht zwangsläufig auch auf eine Unzulänglichkeit der Klageschrift selbst rückgeschlossen werden, in welcher die Unterschrift dazu dient, die Verantwortung für den Klageinhalt zu übernehmen.
Wesentliches Erfordernis der Zustellung ist die Beglaubigung der Abschrift der Klageschrift (BGH 04. Februar 1971 aaO; BGH 15. April 1957 - II ZR 23/56 - NJW 1957, 951; RG 04. Juni 1920 - VII 523/19 - RGZ 99, 140), die gemäß § 169 Abs. 2 ZPO von der Geschäftsstelle des angerufenen Gerichts vorzunehmen ist, wenn sie nicht bereits vom klägerischen Rechtsanwalt erfolgt ist.
Ein bestimmter Wortlaut der Erklärung ist nicht vorgeschrieben; sie muss nur unzweideutig sein (vgl. BGH, Beschluss vom 4. Februar 1971 - VII ZR 111/70, BGHZ 55, 251, 252).
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