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Timestamp: 2019-02-18 03:12:58
Document Index: 82117804

Matched Legal Cases: ['§ 818', '§ 3', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 312', '§ 312', '§ 1', '§ 312', '§ 357', '§ 346', '§ 312', '§ 312', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 312', '§ 312', '§ 1', '§ 312', '§ 357', '§ 346', '§ 346', '§ 818', '§ 3']

OLG Düsseldorf, 11.07.1991 - 8 U 84/90 - dejure.org
OLG Düsseldorf, 11.07.1991 - 8 U 84/90
BGB § 818 Abs. 2, Abs. 3; HWiG § 3 Abs. 1, Abs. 3
NJW-RR 1992, 506
Die Gefahr einer zweckwidrigen Entwertung des Haustürwiderrufsrechts zeigt sich insbesondere bei Verträgen, die die Übermittlung von Partnervorschlägen zum Gegenstand haben (siehe hierzu auch OLG Düsseldorf, NJW-RR 1992, 506).
Auf die Frage einer vorherige Bestellung im Sinne von § 1 Abs. 2 Nr. 1 HWiG (dazu BGH NJW 1990, 181; BGH NJW 2001, 509, 510;… Palandt-Heinrichs § 312 BGB n.F. Rn. 23 und Rn. 25;… Münchener Kommentar-Ulmer § 312 BGB n.F. Rn. 81), die umgekehrt die Klägerin vortragen und beweisen müsste (…Staudinger-Werner § 1 HWiG Rn. 151 f.;… Münchener Kommentar-Ulmer § 312 BGB n.F. Rn. 90; OLG Düsseldorf NJW-RR 1992, 506; OLG Köln MDR 2002, 751), kommt es deshalb hier nicht an.
Es entspricht ganz herrschender Meinung, dass der Dienstleister im Falle des Widerrufs keinen Gewinnanspruch auf geleistete Dienste hat (vgl. OLG Düsseldorf, NJW-RR 1992, 506; OLG Köln NJW-RR 1995, 1008; OLG Hamburg NJW-RR 1989, 1521, 1522;… Palandt/Grüneberg, a.a.O., § 357 Rn. 15 und § 346 Rn. 10).
Zutreffend ist das Landgericht davon ausgegangen, dass die Beklagte aufgrund einer restriktiven Auslegung der Vorschrift die Darlegungs- und Beweislast dafür trägt, dass dem Vertragsschluss in der Wohnung eine Bestellung der Klägerin vorausgegangen ist (vgl. hierzu OLG Düsseldorf, NJW-RR 1992, 506; OLG Köln, MDR 2002, 751;… Palandt/Grüneberg, a.a.O., § 312 Rn. 25;… Münchener Kommentar/Masuch, BGB, 5. Auflage (2007), § 312 Rn. 113 mit zahlreichen Nachweisen).
Sofern auf Anregung des Verbrauchers eine Terminabsprache erfolgt, muss deutlich werden, dass nicht nur ein unverbindlicher Besuch erfolgen, sondern dieser zu konkreten Vertragsverhandlungen führen soll (BGH, NJW 1990, 181 (183); 1990, 1732; OLG Düsseldorf, NJW-RR 1992, 506; LG Münster, NJW 1987, 2876; LG Karlsruhe, VuR 1988, 271 (272);… Staudinger/Thüsing, a.a.O., Rn. 148).
Zu einer vorherigen Bestellung im Sinne von § 1 Abs. 2 Nr. 1 HWiG (dazu BGH NJW 1990, 181; BGH NJW 2001, 509, 510;… Palandt-Heinrichs § 312 BGB n.F. Rn. 23 und Rn. 25;… Münchener Kommentar-Ulmer § 312 BGB n.F. Rn. 81) hat die insoweit darlegungs- und beweispflichtige Beklagte (…Staudinger-Werner § 1 HWiG Rn. 151 f.;… Münchener Kommentar-Ulmer § 312 BGB n.F. Rn. 90; OLG Düsseldorf NJW-RR 1992, 506; OLG Köln MDR 2002, 751) nichts vorgetragen.
Dabei ist allerdings bei der Wertermittlung die Gewinnspanne herauszurechnen (vgl. OLG Düsseldorf NJW-RR 1992, 506; OLG Köln NJW-RR 1995, 1008; OLG Hamburg NJW-RR 1989, 1521;… Palandt/H, a.a.O., § 357 Rn. 15 und § 346 Rn. 10).
Dem Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung entspricht es deshalb, bei der Berechnung des Wertersatzes, der zu zahlen ist für nichtgegenständliche Leistungen, die nicht in Natur zurückgewährt werden können, neben der in § 346 Abs. 2 S. 2 BGB genannten vertraglich bestimmten Gegenleistung ergänzend die Wertungen zu berücksichtigen, wie sie für den Wertersatz in § 818 Abs. 2 und 3 BGB niedergelegt sind (ebenso z.B. OLG Düsseldorf, Urteil vom 11. Juli 1991 - 8 U 84/90, NJW-RR 1992, 506, für den - allerdings als speziellen Bereicherungsanspruch - ausgestalteten Wertersatzanspruch aus § 3 Abs. 3 HWiG).