Source: http://rechtsprechung.niedersachsen.juris.de/purl/gesetze/_ges/ScheckG
Timestamp: 2020-04-09 02:18:51
Document Index: 164917423

Matched Legal Cases: ['Art. 200', 'Art 1', 'Art 2', 'Art 3', 'Art 4', 'Art 5', 'Art 6', 'Art 7', 'Art 8', 'Art 9', 'Art 10', 'Art 11', 'Art 12', 'Art 13', 'Art 14', 'Art 15', 'Art 16', 'Art 17', 'Art 18', 'Art 19', 'Art 20', 'Art 21', 'Art 22', 'Art 23', 'Art 24', 'Art 25', 'Art 26', 'Art 27', 'Art 28', 'Art 29', 'Art 30', 'Art 31', 'Art 32', 'Art 33', 'Art 34', 'Art 35', 'Art 36', 'Art 37', 'Art 38', 'Art 38', 'Art 39', 'Art 40', 'Art 41', 'Art 42', 'Art 43', 'Art 44', 'Art 45', 'Art 46', 'Art 47', 'Art 48', 'Art 49', 'Art 50', 'Art 51', 'Art 52', 'Art 53', 'Art 54', 'Art 55', 'Art 56', 'Art 57', 'Art 58', 'Art 59', 'Art 60', 'Art 61', 'Art 62', 'Art 63', 'Art 64', 'Art 65', 'Art 66', 'Art 1', 'Art 2', 'Art 3', 'Art 4', 'Art 5', 'Art 6', 'Art 7', 'Art 8', 'Art 9', 'Art 10', 'Art 11', 'Art 12', 'Art 13', 'Art 14', 'Art 15', 'Art 16', 'Art 17', 'Art 18', 'Art 19', 'Art 20', 'Art 21', 'Art 22', 'Art 23', 'Art 24', 'Art 25', 'Art 26', 'Art 27', 'Art 28', 'Art 29', 'Art. 29', 'Art. 4', 'Art. 29', 'Art. 4', 'Art 30', 'Art 31', 'Art. 31', 'Art. 154', 'Art. 200', 'Art 32', 'Art 33', 'Art 34', 'Art 35', 'Art 36', 'Art 37', 'Art. 37', 'Art. 1', 'Art 38', 'Art. 38', 'Art. 1', 'Art 38', 'Art. 38', 'Art. 154', 'Art 39', 'Art 40', 'Art 41', 'Art 42', 'Art 43', 'Art 44', 'Art 45', '§ 247', 'Art. 45', 'Art. 4', 'Art. 1', 'Art. 25', 'Art 46', '§ 247', 'Art. 46', 'Art. 4', 'Art 1', 'Art. 25', 'Art 47', 'Art 48', 'Art 49', 'Art 50', 'Art 51', 'Art 52', 'Art 53', 'Art. 53', 'Art. 5', 'Art 54', 'Art 55', 'Art. 55', 'Art. 1', 'Art. 55', 'Art. 4', 'Art 56', 'Art 57', 'Art 58', 'Art 59', 'Art 60', 'Art 61', 'Art 62', 'Art 63', 'Art 64', 'Art 65', 'Art 66']

juris-Abkürzung: ScheckG
Fundstelle: RGBl I 1933, 597
FNA: FNA 4132-1, Bundesgesetzblatt Teil III
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 200 V v. 31.8.2015 I 1474
Scheckgesetz 14.08.1933
Erster Abschnitt Ausstellung und Form des Schecks 01.01.1964
Art 1 [Bestandteile] 01.01.1964
Art 2 [Fehlen von Bestandteilen] 01.01.1964
Art 3 [Bezogener] 01.01.1964
Art 4 [Keine Annahme] 01.01.1964
Art 5 [Empfänger] 01.01.1964
Art 6 [Scheckarten] 01.01.1964
Art 7 [Zinsvermerk] 01.01.1964
Art 8 [Zahlungsort] 01.01.1964
Art 9 [Schecksumme] 01.01.1964
Art 10 [Ungültige Unterschriften] 01.01.1964
Art 11 [Vertreter ohne Vertretungsmacht] 01.01.1964
Art 12 [Haftung des Ausstellers] 01.01.1964
Art 13 [Blankoscheck] 01.01.1964
Zweiter Abschnitt Übertragung 01.01.1964
Art 14 [Zulässigkeit eines Indossaments] 01.01.1964
Art 15 [Bedingungsfeindlichkeit des Indossaments] 01.01.1964
Art 16 [Form; Blankoindossament] 01.01.1964
Art 17 [Übertragung der Rechte] 01.01.1964
Art 18 [Haftung des Indossants] 01.01.1964
Art 19 [Rechtmäßiger Inhaber des Indossaments] 01.01.1964
Art 20 [Haftung des Indossanten] 01.01.1964
Art 21 [Gutgläubiger Erwerb bei Abhandenkommen des Schecks] 01.01.1964
Art 22 [Einwendungen gegen den Scheckinhaber] 01.01.1964
Art 23 [Vollmacht] 01.01.1964
Art 24 [Protest gegen Indossament] 01.01.1964
Dritter Abschnitt Scheckbürgschaft 01.01.1964
Art 25 [Zulässigkeit der Scheckbürgschaft] 01.01.1964
Art 26 [Bürgschaftserklärung] 01.01.1964
Art 27 [Haftung] 01.01.1964
Vierter Abschnitt Vorlegung und Zahlung 01.01.1964
Art 28 [Auszahlung] 01.01.1964
Art 29 [Frist zur Vorlegung] 17.07.1985
Art 30 [Unterschiedlichkeit der Kalender] 01.01.1964
Art 31 [Einlieferung in Abrechnungsstellen] 31.08.2015
Art 32 [Widerruf des Schecks] 01.01.1964
Art 33 [Tod oder Handlungsunfähigkeit des Austellers] 01.01.1964
Art 34 [Quittierung, Teilzahlung] 01.01.1964
Art 35 [Prüfungspflicht des Bezogenen] 01.01.1964
Art 36 [Unterschiedliche Währung, Effektivvermerk] 01.01.1964
Fünfter Abschnitt Gekreuzter Scheck und Verrechnungsscheck 01.01.1964
Art 37 [gegenstandslos] 01.01.1964
Art 38 [gegenstandslos] 01.01.1964
Art 38a [Wirkung gekreuzter Schecks] 19.04.2006
Art 39 [Verrechnungsschecks] 01.01.1964
Sechster Abschnitt Rückgriff mangels Zahlung 01.01.1964
Art 40 [Voraussetzungen] 01.01.1964
Art 41 [Frist zur Vornahme des Protests] 01.01.1964
Art 42 [Rechtzeitige Benachrichtigung] 01.01.1964
Art 43 [Befreiung von der Protesterhebungspflicht] 01.01.1964
Art 44 [Haftung als Gesamtschuldner] 01.01.1964
Art 45 [Rückgriffsanspruch] 23.07.2002
Art 46 [Rückgriffsanspruch des Einlösers] 23.07.2002
Art 47 [Berechtigung des Scheckverpflichteten] 01.01.1964
Art 48 [Fristversäumung aufgrund höherer Gewalt] 01.01.1964
Siebenter Abschnitt Ausfertigung mehrerer Stücke eines Schecks 01.01.1964
Art 49 [Zulässigkeit mehrerer Ausfertigungen] 01.01.1964
Art 50 [Zahlung, Haftung] 01.01.1964
Achter Abschnitt Änderungen 01.01.1964
Art 51 [Haftung bei Änderungen des Textes] 01.01.1964
Neunter Abschnitt Verjährung 01.01.1964
Art 52 [Verjährungsfrist] 01.01.1964
Art 53 [Neubeginn und Hemmung] 26.11.2001
Zehnter Abschnitt Allgemeine Vorschriften 01.01.1964
Art 54 [Bankier] 01.01.1964
Art 55 [Feiertage, Sonnabende] 17.07.1985
Art 56 [Fristberechnung] 01.01.1964
Art 57 [Keine Anerkennung richterlicher Respekttage] 01.01.1964
Elfter Abschnitt Ergänzende Vorschriften 01.01.1964
Art 58 [Bereicherung] 01.01.1964
Art 59 [Abhanden gekommene Schecks] 01.01.1964
Zwölfter Abschnitt Geltungsbereich der Gesetze 01.01.1964
Art 60 [Scheckfähigkeit] 01.01.1964
Art 61 [Bezogene] 01.01.1964
Art 62 [Form der Scheckerklärung] 01.01.1964
Art 63 [Wirkung der Scheckerklärung] 01.01.1964
Art 64 [Frist für die Ausübung des Rückgriffsrechts] 01.01.1964
Art 65 [Regelungskompetenzen] 01.01.1964
Art 66 [Regelungskompetenz zur Form des Protests] 01.01.1964
Erster Abschnitt Ausstellung und Form des Schecks
Art 1 [Bestandteile]
die Bezeichnung als Scheck im Texte der Urkunde, und zwar in der Sprache, in der sie ausgestellt ist;
Art 2 [Fehlen von Bestandteilen]
(2) 1Mangels einer besonderen Angabe gilt der bei dem Namen des Bezogenen angegebene Ort als Zahlungsort. 2Sind mehrere Orte bei dem Namen des Bezogenen angegeben, so ist der Scheck an dem an erster Stelle angegebenen Ort zahlbar.
(4) Ein Scheck ohne Angabe des Ausstellungsorts gilt als ausgestellt an dem Orte, der bei dem Namen des Ausstellers angegeben ist.
Art 3 [Bezogener]
1Der Scheck darf nur auf einen Bankier gezogen werden, bei dem der Aussteller ein Guthaben hat, und gemäß einer ausdrücklichen oder stillschweigenden Vereinbarung, wonach der Aussteller das Recht hat, über dieses Guthaben mittels Schecks zu verfügen. 2Die Gültigkeit der Urkunde als Scheck wird jedoch durch die Nichtbeachtung dieser Vorschriften nicht berührt.
Art 4 [Keine Annahme]
1Der Scheck kann nicht angenommen werden. 2Ein auf den Scheck gesetzter Annahmevermerk gilt als nicht geschrieben.
Art 5 [Empfänger]
(1) Der Scheck kann zahlbar gestellt werden:
an eine bestimmte Person, mit oder ohne den ausdrücklichen Vermerk "an Order";
an eine bestimmte Person, mit dem Vermerk "nicht an Order" oder mit einem gleichbedeutenden Vermerk;
Art 6 [Scheckarten]
Art 7 [Zinsvermerk]
Art 8 [Zahlungsort]
Art 9 [Schecksumme]
Art 10 [Ungültige Unterschriften]
Trägt ein Scheck Unterschriften von Personen, die eine Scheckverbindlichkeit nicht eingehen können, gefälschte Unterschriften, Unterschriften erdichteter Personen oder Unterschriften, die aus irgendeinem anderen Grunde für die Personen, die unterschrieben haben oder mit deren Namen unterschrieben worden ist, keine Verbindlichkeit begründen, so hat dies auf die Gültigkeit der übrigen Unterschriften keinen Einfluß.
Art 11 [Vertreter ohne Vertretungsmacht]
1Wer auf einen Scheck seine Unterschrift als Vertreter eines anderen setzt, ohne hierzu ermächtigt zu sein, haftet selbst scheckmäßig und hat, wenn er den Scheck einlöst, dieselben Rechte, die der angeblich Vertretene haben würde. 2Das gleiche gilt von einem Vertreter, der seine Vertretungsbefugnis überschritten hat.
Art 12 [Haftung des Ausstellers]
1Der Aussteller haftet für die Zahlung des Schecks. 2Jeder Vermerk, durch den er diese Haftung ausschließt, gilt als nicht geschrieben.
Art 13 [Blankoscheck]
Zweiter Abschnitt Übertragung
Art 14 [Zulässigkeit eines Indossaments]
(3) 1Das Indossament kann auch auf den Aussteller oder jeden anderen Scheckverpflichteten lauten. 2Diese Personen können den Scheck weiter indossieren.
Art 15 [Bedingungsfeindlichkeit des Indossaments]
(1) 1Das Indossament muß unbedingt sein. 2Bedingungen, von denen es abhängig gemacht wird, gelten als nicht geschrieben.
Art 16 [Form; Blankoindossament]
(1) 1Das Indossament muß auf den Scheck oder ein mit dem Scheck verbundenes Blatt (Anhang) gesetzt werden. 2Es muß von dem Indossanten unterschrieben werden.
(2) 1Das Indossament braucht den Indossatar nicht zu bezeichnen und kann selbst in der bloßen Unterschrift des Indossanten bestehen (Blankoindossament). 2In diesem letzteren Falle muß das Indossament, um gültig zu sein, auf die Rückseite des Schecks oder auf den Anhang gesetzt werden.
Art 17 [Übertragung der Rechte]
Art 18 [Haftung des Indossants]
(2) Er kann untersagen, daß der Scheck weiter indossiert wird; in diesem Falle haftet er denen nicht, an die der Scheck weiter indossiert wird.
Art 19 [Rechtmäßiger Inhaber des Indossaments]
1Wer einen durch Indossament übertragbaren Scheck in Händen hat, gilt als rechtmäßiger Inhaber, sofern er sein Recht durch eine ununterbrochene Reihe von Indossamenten nachweist, und zwar auch dann, wenn das letzte ein Blankoindossament ist. 2Ausgestrichene Indossamente gelten hierbei als nicht geschrieben. 3Folgt auf ein Blankoindossament ein weiteres Indossament, so wird angenommen, daß der Aussteller dieses Indossaments den Scheck durch das Blankoindossament erworben hat.
Art 20 [Haftung des Indossanten]
Art 21 [Gutgläubiger Erwerb bei Abhandenkommen des Schecks]
Art 22 [Einwendungen gegen den Scheckinhaber]
Art 23 [Vollmacht]
(1) Enthält das Indossament den Vermerk "Wert zur Einziehung", "zum Inkasso", "in Prokura" oder einen anderen nur eine Bevollmächtigung ausdrückenden Vermerk, so kann der Inhaber alle Rechte aus dem Scheck geltend machen; aber er kann ihn nur durch ein weiteres Vollmachtsindossament übertragen.
(2) Die Scheckverpflichteten können in diesem Falle dem Inhaber nur solche Einwendungen entgegensetzen, die ihnen gegen den Indossanten zustehen.
(3) Die in dem Vollmachtsindossament enthaltene Vollmacht erlischt weder mit dem Tode noch mit dem Eintritt der Handlungsunfähigkeit des Vollmachtgebers.
Art 24 [Protest gegen Indossament]
Dritter Abschnitt Scheckbürgschaft
Art 25 [Zulässigkeit der Scheckbürgschaft]
Art 26 [Bürgschaftserklärung]
(2) Sie wird durch die Worte "als Bürge" oder einen gleichbedeutenden Vermerk ausgedrückt; sie ist von dem Scheckbürgen zu unterschreiben.
Art 27 [Haftung]
(2) Seine Verpflichtungserklärung ist auch gültig, wenn die Verbindlichkeit, für die er sich verbürgt hat, aus einem anderen Grunde als wegen eines Formfehlers nichtig ist.
Vierter Abschnitt Vorlegung und Zahlung
Art 28 [Auszahlung]
(1) 1Der Scheck ist bei Sicht zahlbar. 2Jede gegenteilige Angabe gilt als nicht geschrieben.
Art 29 [Frist zur Vorlegung]
Art. 29 Abs. 1: Früherer Satz 2 aufgeh. durch Art. 4 Nr. 1 Buchst. a G v. 17.7.1985 I 1507 mWv 26.7.1985
Art. 29 Abs. 2: IdF d. Art. 4 Nr. 1 Buchst. b G v. 17.7.1985 I 1507 mWv 26.7.1985
Art 30 [Unterschiedlichkeit der Kalender]
Art 31 [Einlieferung in Abrechnungsstellen]
(2) Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bestimmt, welche Einrichtungen als Abrechnungsstellen anzusehen sind und unter welchen Voraussetzungen die Einlieferung erfolgen kann.
Art. 31 Abs. 2: IdF d. Art. 154 Nr. 1 G v. 19.4.2006 I 866 mWv 25.4.2006 u. d. Art. 200 V v. 31.8.2015 I 1474 mWv 8.9.2015
Art 32 [Widerruf des Schecks]
Art 33 [Tod oder Handlungsunfähigkeit des Austellers]
Art 34 [Quittierung, Teilzahlung]
Art 35 [Prüfungspflicht des Bezogenen]
Art 36 [Unterschiedliche Währung, Effektivvermerk]
(2) 1Der Wert der fremden Währung bestimmt sich nach den Handelsgebräuchen des Zahlungsorts. 2Der Aussteller kann jedoch im Scheck für die zu zahlende Summe einen Umrechnungskurs bestimmen.
Fünfter Abschnitt Gekreuzter Scheck und Verrechnungsscheck
Art 37 [gegenstandslos]
Art. 37: Noch nicht in Kraft getreten, vgl. Art. 1 Abs. 1 Satz 2 EGSchG 4132-2 u. SchInkrV 4132-2-1
Art 38 [gegenstandslos]
Art. 38: Noch nicht in Kraft getreten, vgl. Art. 1 Abs. 1 Satz 2 EGSchG 4132-2 u. SchInkrV 4132-2-1
Art 38a [Wirkung gekreuzter Schecks]
Art. 38a: Eingef. durch Art. 154 Nr. 2 G v. 19.4.2006 I 866 mWv 25.4.2006
Art 39 [Verrechnungsschecks]
(2) 1Der Bezogene darf in diesem Falle den Scheck nur im Wege der Gutschrift einlösen (Verrechnung, Überweisung, Ausgleichung). 2Die Gutschrift gilt als Zahlung.
Sechster Abschnitt Rückgriff mangels Zahlung
Art 40 [Voraussetzungen]
Art 41 [Frist zur Vornahme des Protests]
(2) Ist die Vorlegung am letzten Tage der Frist erfolgt, so kann der Protest oder die gleichbedeutende Feststellung auch noch an dem folgenden Werktage vorgenommen werden.
Art 42 [Rechtzeitige Benachrichtigung]
(1) 1Der Inhaber muß seinen unmittelbaren Vormann und den Aussteller von dem Unterbleiben der Zahlung innerhalb der vier Werktage benachrichtigen, die auf den Tag der Protesterhebung oder der Vornahme der gleichbedeutenden Feststellung oder, im Falle des Vermerks "ohne Kosten", auf den Tag der Vorlegung folgen. 2Jeder Indossant muß innerhalb zweier Werktage nach Empfang der Nachricht seinem unmittelbaren Vormanne von der Nachricht, die er erhalten hat, Kenntnis geben und ihm die Namen und Adressen derjenigen mitteilen, die vorher Nachricht gegeben haben, und so weiter in der Reihenfolge bis zum Aussteller. 3Die Fristen laufen vom Empfang der vorhergehenden Nachricht.
(5) 1Der zur Benachrichtigung Verpflichtete hat zu beweisen, daß er in der vorgeschriebenen Frist benachrichtigt hat. 2Die Frist gilt als eingehalten, wenn ein Schreiben, das die Benachrichtigung enthält, innerhalb der Frist zur Post gegeben worden ist.
Art 43 [Befreiung von der Protesterhebungspflicht]
(2) 1Der Vermerk befreit den Inhaber nicht von der Verpflichtung, den Scheck rechtzeitig vorzulegen und die erforderlichen Nachrichten zu geben. 2Der Beweis, daß die Frist nicht eingehalten worden ist, liegt demjenigen ob, der sich dem Inhaber gegenüber darauf beruft.
(3) 1Ist der Vermerk vom Aussteller beigefügt, so wirkt er gegenüber allen Scheckverpflichteten; ist er von einem Indossanten oder einem Scheckbürgen beigefügt, so wirkt er nur diesen gegenüber. 2Läßt der Inhaber ungeachtet des vom Aussteller beigefügten Vermerks Protest erheben oder eine gleichbedeutende Feststellung vornehmen, so fallen ihm die Kosten zur Last. 3Ist der Vermerk von einem Indossanten oder einem Scheckbürgen beigefügt, so sind alle Scheckverpflichteten zum Ersatz der Kosten eines dennoch erhobenen Protests oder einer gleichbedeutenden Feststellung verpflichtet.
Art 44 [Haftung als Gesamtschuldner]
Art 45 [Rückgriffsanspruch]
Zinsen zu sechs vom Hundert seit dem Tage der Vorlegung. 2Bei einem Scheck, der im Inland sowohl ausgestellt als auch zahlbar ist, beträgt der Zinssatz zwei vom Hundert über dem jeweiligen Basiszinssatz nach § 247 des Bürgerlichen Gesetzbuches, mindestens aber sechs vom Hundert;
die Kosten des Protestes oder der gleichbedeutenden Feststellung und der Nachrichten sowie die anderen Auslagen;
Art. 45 Nr. 2 Satz 2: Eingef. durch Art. 4 Nr. 2 G v. 17.7.1985 I 1507 mWv 26.7.1985; idF d. Art. 1 Abs. 1 Nr. 1 V v. 13.5.2002 I 1582 mWv 23.5.2002 u. d. Art. 25 Abs. 7 G v. 23.7.2002 I 2850 mWv 1.8.2002
Art 46 [Rückgriffsanspruch des Einlösers]
die Zinsen dieses Betrags zu sechs vom Hundert seit dem Tage der Einlösung. 2Bei einem Scheck, der im Inland sowohl ausgestellt als auch zahlbar ist, beträgt der Zinssatz zwei vom Hundert über dem jeweiligen Basiszinssatz nach § 247 des Bürgerlichen Gesetzbuches, mindestens aber sechs vom Hundert;
seine Auslagen;
eine Vergütung, die nach den Vorschriften des Artikels 45 Nr. 4 berechnet wird.
Art. 46 Nr. 2 Satz 2: Eingef. durch Art. 4 Nr. 3 G v. 17.7.1985 I 1507 mWv 26.7.1985; idF d. Art 1 Abs. 1 Nr. 1 V v. 13.5.2002 I 1582 mWv 23.5.2002 u. d. Art. 25 Abs. 7 G v. 23.7.2002 I 2850 mWv 1.8.2002
Art 47 [Berechtigung des Scheckverpflichteten]
Art 48 [Fristversäumung aufgrund höherer Gewalt]
(4) Dauert die höhere Gewalt länger als fünfzehn Tage seit dem Tage, an dem der Inhaber, selbst vor Ablauf der Vorlegungsfrist, seinen Vormann von dem Fall der höheren Gewalt benachrichtigt hat, so kann Rückgriff genommen werden, ohne daß es der Vorlegung oder der Protesterhebung oder einer gleichbedeutenden Feststellung bedarf.
Siebenter Abschnitt Ausfertigung mehrerer Stücke eines Schecks
Art 49 [Zulässigkeit mehrerer Ausfertigungen]
1Schecks, die nicht auf den Inhaber gestellt sind und in einem anderen Lande als dem der Ausstellung oder in einem überseeischen Gebiet des Landes der Ausstellung zahlbar sind, und umgekehrt, oder in dem überseeischen Gebiet eines Landes ausgestellt und zahlbar sind oder in dem überseeischen Gebiet eines Landes ausgestellt und in einem anderen überseeischen Gebiet desselben Landes zahlbar sind, können in mehreren gleichen Ausfertigungen ausgestellt werden. 2Diese Ausfertigungen müssen im Text der Urkunde mit fortlaufenden Nummern versehen sein; andernfalls gilt jede Ausfertigung als besonderer Scheck.
Art 50 [Zahlung, Haftung]
Achter Abschnitt Änderungen
Art 51 [Haftung bei Änderungen des Textes]
Art 52 [Verjährungsfrist]
(2) Die Rückgriffsansprüche eines Verpflichteten gegen einen anderen Scheckverpflichteten verjähren in sechs Monaten von dem Tage, an dem der Scheck von dem Verpflichteten eingelöst oder ihm gegenüber gerichtlich geltend gemacht worden ist.
Art 53 [Neubeginn und Hemmung]
Art. 53: IdF d. Art. 5 Abs. 18 G v. 26.11.2001 I 3138 mWv 1.1.2002
Zehnter Abschnitt Allgemeine Vorschriften
Art 54 [Bankier]
Art 55 [Feiertage, Sonnabende]
(2) 1Fällt der letzte Tag einer Frist, innerhalb derer eine auf den Scheck bezügliche Handlung, insbesondere die Vorlegung, der Protest oder eine gleichbedeutende Feststellung vorgenommen werden muß, auf einen gesetzlichen Feiertag oder einen Sonnabend, so wird die Frist bis zum nächsten Werktag verlängert. 2Feiertage, die in den Lauf einer Frist fallen, werden bei der Berechnung der Frist mitgezählt.
Art. 55 Abs. 1 u. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 6 G v. 10.8.1965 I 753 mWv 1.10.1965
Art. 55 Abs. 3: IdF d. Art. 4 Nr. 4 G v. 17.7.1985 I 1507 mWv 26.7.1985
Art 56 [Fristberechnung]
Art 57 [Keine Anerkennung richterlicher Respekttage]
Elfter Abschnitt Ergänzende Vorschriften
Art 58 [Bereicherung]
(2) Der Anspruch verjährt in einem Jahre seit der Ausstellung des Schecks.
Art 59 [Abhanden gekommene Schecks]
(1) 1Ein abhanden gekommener oder vernichteter Scheck kann im Wege des Aufgebotsverfahrens für kraftlos erklärt werden. 2Die Aufgebotsfrist muß mindestens zwei Monate betragen. 3Nach Einleitung des Aufgebotsverfahrens kann der Berechtigte, falls der Scheck rechtzeitig zur Zahlung vorgelegt, von dem Bezogenen aber nicht eingelöst worden war, von dem Aussteller Zahlung fordern, wenn er bis zur Kraftloserklärung Sicherheit leistet.
(2) 1Eine abhanden gekommene oder vernichtete Protesturkunde kann durch ein Zeugnis über die Protesterhebung ersetzt werden, das von der die beglaubigte Abschrift der Urkunde verwahrenden Stelle zu erteilen ist. 2In dem Zeugnis muß der Inhalt des Protests und des gemäß Artikel 55 Abs. 3 in Verbindung mit Artikel 85 Abs. 2 des Wechselgesetzes aufgenommenen Vermerks angegeben sein.
Zwölfter Abschnitt Geltungsbereich der Gesetze
Art 60 [Scheckfähigkeit]
Art 61 [Bezogene]
(2) Ist nach diesem Recht der Scheck im Hinblick auf die Person des Bezogenen nichtig, so sind gleichwohl die Verpflichtungen aus Unterschriften gültig, die in Ländern auf den Scheck gesetzt worden sind, deren Recht die Nichtigkeit aus einem solchen Grunde nicht vorsieht.
Art 62 [Form der Scheckerklärung]
(1) 1Die Form einer Scheckerklärung bestimmt sich nach dem Recht des Landes, in dessen Gebiete die Erklärung unterschrieben worden ist. 2Es genügt jedoch die Beobachtung der Form, die das Recht des Zahlungsorts vorschreibt.
Art 63 [Wirkung der Scheckerklärung]
Die Wirkungen der Scheckerklärungen bestimmen sich nach dem Recht des Landes, in dessen Gebiete die Erklärungen unterschrieben worden sind.
Art 64 [Frist für die Ausübung des Rückgriffsrechts]
Art 65 [Regelungskompetenzen]
Art 66 [Regelungskompetenz zur Form des Protests]
Die Form des Protests und die Fristen für die Protesterhebung sowie die Form der übrigen Handlungen, die zur Ausübung oder Erhaltung der Scheckrechte erforderlich sind, bestimmen sich nach dem Recht des Landes, in dessen Gebiete der Protest zu erheben oder die Handlung vorzunehmen ist.