Source: https://ted.europa.eu/TED/notice/udl?uri=TED:NOTICE:362347-2018:TEXT:DE:HTML
Timestamp: 2019-03-19 04:18:53
Document Index: 57893772

Matched Legal Cases: ['§ 46', '§ 46', '§ 134', '§134', '§ 134', '§ 134']

Dienstleistungen - 362347-2018 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 362347-2018
18/08/2018 S158 - - Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation)
2018/S 158-362347
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Servicestelle Vergabe
Invalidenstr.44
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=211338
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=211338
1840/DG15: Nationales Kompetenzzentrum BIM
Referenznummer der Bekanntmachung: 1840/DG15
Das BMVI hat sich zum Ziel gesetzt, ab Ende 2020 alle vom Bund finanzierten Verkehrsinfrastrukturprojekte mit der Methode BIM zu planen, bauen und späterhin auch zu betreiben. Dafür ist es notwendig, die Kompetenzen für den Bund im Bereich BIM auf- und auszubauen. Dafür wird das BIM-Kompetenzzentrum (KompZ) gegründet. Es soll als nationales Kompetenzzentrum den Bund unterstützen, die Digitalisierung des Bauwesens zu optimieren, zu intensivieren und zu etablieren.
Da der Bund die Methode BIM in seinem Zuständigkeitsbereich auch für den Hochbau immer stärker nutzen will, soll das KompZ so angelegt sein, dass die hochbautypischen Anforderungen bei der Anlage des KompZ und der von ihm aufgebauten Infrastruktur, insbesondere der BIM-Cloud, mit bedacht und berücksichtigt wird. Diese müssen aber in einem gesonderten Auftrag von dem für den Bundeshochbau zuständigen Ministerium vergeben werden und sind nicht Bestandteil dieser Leistungsbeschreibung.
Berlin (Sitz des AG) sowie am Sitz des AN
Der Bedarf an Informationen zu Building Information Modeling (BIM) wächst sowohl bei den Bauherren als auch bei den Auftragnehmern außerordentlich schnell. Die BIM-Angebote und Initiativen auf dem Markt im Bereich des Planens, Bauens und Betreibens von Bauwerken sind jedoch stark fragmentiert. Daher besteht vor dem Hintergrund der BIM-Offensive des BMVI der dringende Bedarf an einer übergeordneten, zentralen Stelle, die Aktivitäten koordiniert, vorhandene Leitlinien ggf. vereinheitlicht, Informationen für alle Akteure zugänglich macht und Beratung anbietet. Ohne die zentrale Etablierung einer solchen Stelle in Form eines BIM-Kompetenzzentrums (BIM-KompZ) ließe sich wegen der Vielzahl der betroffenen Akteure und der Vielfältigkeit der Baubranche eine schnelle, breite und effektive Einführung der Methode BIM kaum erreichen.
Das BMVI will auch sicherstellen, dass auf der Grundlage von Open BIM eine mittelstands-freundliche Softwarelandschaft zur Verfügung steht. Zudem sollen die Anforderungen der öffentlichen Auftraggeber insbesondere für den Bereich der Verkehrsinfrastruktur so weit wie möglich harmonisiert und qualitativ abgesichert werden.
Der Auftragnehmer (AN) soll vor allem eine Unterstützung des Bundes bei der Förderung der Digitalisierung der Planungs- und Bauwirtschaft in Deutschland, insbesondere der Implementierung und Verbreitung von BIM im Geschäftsbereich des BMVI gewährleisten. Dies geschieht durch die Einrichtung eines nationalen Kompetenzzentrums BIM (KompZ) mit beratenden Leistungen, der Erarbeitung von Konzepten sowie durch die Übernahme konkreter operativer Aufgaben. Eine Erweiterung für den gesamten Baubereich des Bundes ist zu berücksichtigen.
Das nationale BIM-Kompetenzzentrum soll die wichtigsten aktuellen Erkenntnisse und Er-fahrungen aus Deutschland, Europa und ggfs. darüber hinaus zum Einsatz von BIM in einer zentralen Anlaufstelle bündeln, weiterentwickeln und den BIM-Anwendern zuverlässig zur Verfügung stellen.
Hauptaufgaben des BIM-KompZ sind:
– den Bund bei der Qualitätssicherung und Koordination seiner BIM-Aktivitäten, insbesondere beim Informationsaustausch zwischen den Akteuren, zu unterstützen,
– Anforderungen und Benchmarks zu erarbeiten,
– den Bund hinsichtlich Aus- und Weiterbildung zum Thema BIM zu unterstützen,
– die Bereitstellung und Pflege der Inhalte einer BIM-Cloud und die Benennung der dafür notwendigen technischen Voraussetzungen in Abstimmung mit dem ITZBund,
– die BIM-Cluster zu koordinieren.
Durch die Bereitstellung und das Betreiben einer BIM-Cloud sollen einheitliche BIM-Daten (u. a. interaktive web-basierte Werkzeuge, Datenbibliotheken, herstellerneutrale Produk-tinformationen) als Open Data für alle BIM-Anwender zentral verfügbar gemacht werden.
Das BIM-KompZ soll den BIM-Implementierungsprozess während der Vertragslaufzeit im Zuständigkeitsbereich des BMVI wesentlich strukturieren, koordinieren und intensivieren.
Es sind im Wesentlichen sechs Arbeitspakete (AP) für das BIM-KompZ vorgesehen:
AP 1 BIM-KompZ einrichten und betreiben
AP 2 BIM-Aktivitäten harmonisieren / koordinieren
AP 3 Informieren, Kommunizieren und Beraten
AP 4 Daten bereitstellen („BIM-Cloud“)
AP 5 BIM in der Betriebsphase anwenden
AP 6 Strategie für BIM ab 2020 erarbeiten
Der AN soll mit der Umsetzung der beauftragten Leistung unverzüglich nach Zuschlagserteilung beginnen. Das BIM-KompZ soll spätestens 3 Monate nach Erteilung des Zuschlags operativ handlungsfähig sein, d.h. das für Erbringung der beauftragten Leistungen benötigte Personal, Räumlichkeiten, Infrastruktur und Ausstattung sind einsatzfähig.
Eine optionale Verlängerung um insgesamt max. 12 Monate bis zum 31.12.2023 ist möglich.
Die Bewertung der TEILNAHMEANTRÄGE erfolgt zweistufig.
1) Prüfung der Eigenerklärungen und Nachweise gemäß Abschnitt III.1.2 (EK 1 und 2) und III.1.3 (EK 3.1 und 3.2) auf die Erfüllung der Mindestanforderungen.
2) Bewertung der Angaben zu den Eignungskriterien EK 3.3 - 3.5 gemäß Abschnitt III.1.3.
Die Eignungskriterien sind wie folgt gewichtet:
EK 3.3: 40 Gewichtungspunkte
EK 3.4: 30 Gewichtungspunkte
EK 3.5: 30 Gewichtungspunkte
= 100 Gewichtungspunkte
Je Kriterium können 0 – 4 Bewertungspunkte erzielt werden.
Anschließend wird das Produkt aus den Gewichtungspunkten und den jeweiligen Bewertungspunkten pro Kriterium gebildet. Das so ermittelte Produkt je Kriterium wird über alle Kriterien summiert. Als Gesamtpunktzahl können maximal 400 Punkte erreicht werden.
Die 3 bis 6 Bewerber mit den höchsten Punktzahlen werden im weiteren Verhandlungsverfahren berücksichtigt.
Einzelheiten siehe Teilnahmeunterlagen
EK 2: Nachweis einer Haftpflichtversicherung für Personen-/Sach- oder Vermögensschäden mit einer Mindestdeckungssumme je Schadensfall in Höhe von 2 Mio. EUR.
Erfüllung der Mindestdeckungssumme
EK 3.1 – Nachweis über die Einhaltung des IT-Grundschutzes
EK 3.2 – Erklärung zu Interessenkonflikten / zur Neutralität gem. § 46 Abs.2 VgV
Wertungskriterien 3.3. – 3.5.
EK 3.3 (Gewichtung 40 %): Liste der Referenzen des Bieters der letzten 3 Jahre (ab 2015), die Kenntnisse und praktische Erfahrungen in den Bereichen Planen und Bauen von komplexen Bauwerken mit BIM belegen. Außerdem sind Kenntnisse und praktische Erfahrungen im – klassischen Betrieb nachzuweisen.
EK 3.4 (Gewichtung 30 %): Liste der Referenzen des Bieters der letzten 3 Jahre (ab 2015), die Erfahrungen in der Konzeption, Erstellung und Betrieb von komplexen – Datenbanksystemen und – Datenmanagement und – web-basierten Anwendungen nachweisen.
EK 3.5 (Gewichtung 30 %): Liste der Referenzen des Bieters der letzten 3 Jahre (ab 2015), die Erfahrungen in der Konzeption, Erstellung und Durchführung von – Öffentlichkeitsarbeit und – Aus- und Weiterbildung zu BIM nachweisen.
Zu EK 3.1- Abgabe einer Eigenerklärung (ohne Formular) oder Nachweis, dass der IT-Grundschutz eingehalten wird
Zu EK 3.2- Aufgrund der Leistungspflichten des AN können zeitgleich keine Dienstleistungen für Dritte mit widerstreitenden Interessen („Interessenkollision“) im Zusammenhang mit den in der Leistungsbeschreibung (LB) aufgeführten Leistungen bis zum Ende der Vertragslaufzeit erbracht werden, es sei denn, eine Interessenkollision ist im Einzelfall ausgeschlossen.
Eine Interessenkollision kann insbesondere vorliegen, wenn Beratungsleistungen gegenüber Dritten außerhalb der Bundesverwaltung im Zusammenhang mit Erstellung und Betrieb der BIM Cloud erbracht werden.
Der AN hat eine Eigenerklärung (s. Formblatt F3.2) abzugeben, die darstellt, ob er aktuell Leistungen gegenüber Dritten im Zusammenhang mit den in der Leistungsbeschreibung (LB) aufgeführten Leistungen erbringt.
Zudem hat der Bieter eine Eigenerklärung abzugeben, ob er beabsichtigt, künftig Leistungen gegenüber Dritten im Zusammenhang mit den in der Leistungsbeschreibung (LB) aufgeführten Leistungen (auch im weiteren Verlauf des Vergabeverfahrens) zu erbringen.
In diesen Fällen ist schlüssig und nachvollziehbar darzustellen, mit welchen Maßnahmen (organisatorisch, personenbezogen, qualitätssichernd und IT-gestützt) die Neutralität bezogen auf die geforderte Leistung sichergestellt werden soll.
Soweit im Rahmen einer Einzelfallprüfung ein Interessenkonflikt nicht ausgeschlossen werden kann, wird der Bewerber von der Teilnahme am weiteren Vergabeverfahren ausgeschlossen.
Erfüllung des EK 3.2: Erklärung zu Interessenkonflikten / zur Neutralität gem. § 46 Abs.2 VgV, die darlegt, dass keine Interessenkonflikte vorliegen (auch für die Dauer der Vertragslaufzeit), bzw. mit welchen Maßnahmen (organisatorisch, personenbezogen, qualitätssichernd und IT-gestützt) die Neutralität bezogen auf die geforderte Leistung sichergestellt werden soll.
Soweit im Rahmen einer Einzelfallprüfung ein Interessenkonflikt nicht ausgeschlossen werden kann, wird der Bewerber von der Teilnahme am weiteren Vergabeverfahren ausgeschlossen. Dies dient der Gewährleistung des allgemeinen Wettbewerbsgrundsatzes und des mit dem vergaberechtlichen Gleichbehandlungsgebot in engem Zusammenhang stehenden Neutralitätsgebots.
Angebote (Angaben zur Leistungsausführung, Preiskalkulationen o. ä.) sind im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs nicht vorzulegen (s. Bewerbungsbedingungen);
2) Das Vergabeverfahren wird elektronisch über die E-Vergabeplattform des BMI www.evergabe-online.de durchgeführt. Die Bereitstellung von Teilnahme- Vergabeunterlagen sowie die Kommunikation zwischen Bewerbern/Bietern und der Vergabestelle erfolgen grundsätzlich über die E-Vergabe-Plattform. Informationen über die E-Vergabe und die technischen Voraussetzungen für deren Nutzung erhalten Sie unter www.evergabe-online.info
4) Die gemäß Ziffer II.2.9 ausgewählten Bewerber werden anschließend zur Verhandlung in Einzelgesprächen eingeladen. Die Verhandlungsgespräche finden voraussichtlich in der 46. / 47. KW 2018 statt (Angabe ohne Gewähr).
Die Vergabestelle wird gemäß § 134 GWB (siehe z.B.: https://www.gesetze-im-internet.de/gwb/__134.html) die Bieter, deren Angebote nicht berücksichtigt werden sollen, hiervon vor Zuschlagserteilung nach Maßgabe des §134 Abs. 1 GWB informieren. Bei schriftlicher Information darf der Vertrag erst 15 Kalendertage, bei Information auf elektronischem Weg oder per Fax erst 10 Kalendertage nach Absendung der Information geschlossen werden (§ 134 Abs. 2 S. 1 und S. 2 GWB). Die Frist beginnt am Tag nach der Absendung der Information durch den Auftraggeber; auf den Tag des Zugangs beim betroffenen Bieter und Bewerber kommt es nicht an (§ 134 Abs. 2 S. 3 GWB).