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Timestamp: 2019-04-21 00:33:14
Document Index: 11102495

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

EuGH stärkt die Fluggastrechte: Der „wilde Streik“ bei TUIfly enthebt die Fluggesellschaft nicht von Entschädigungszahlungen - FairPlane
Von Alexandra Hawlicek17.04.2018Presse, Reiserecht - Fluggastrecht
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FairPlane hat für viele betroffene TUIfly Kunden seit 2016 mehrere Verfahren in ganz Europa geführt. Die EuGH Entscheidung verbessert nun endlich die Aussicht auf Auszahlung der Entschädigung für zahlreiche betroffene Passagiere.
Im Herbst 2016 sind mehr als 100 Flüge aufgrund eines wilden Streiks bei TUIfly ausgefallen oder wurden annulliert. Grund für den Streik war die Bekanntgabe von Plänen zur Umstrukturierung der Fluggesellschaft. Daraufhin stieg die krankheitsbedingte Abwesenheit des Cockpit- und Kabinenpersonals. TUIfly wertete das als außergewöhnlichen Umstand und verweigerte den betroffenen Passagieren die Entschädigungszahlung gem. EU-Verordnung 261/2004. Der EuGH hat in seinem Urteil vom 17.04.2018 nunmehr klargestellt, dass es sich um keinen außergewöhnlichen Umstand handelt.
„Die Entscheidung des EuGH hat die Fluggastrechte für Verbraucher klar gestärkt und der leider oft gängigen Praxis der Fluglinien, nämlich sich reflexartig auf außergewöhnliche Umstände zu berufen, einen Riegel vorgeschoben. Der EuGH stellte fest, dass die Voraussetzungen für die Einstufung eines Ereignisses als außergewöhnlicher Umstand bei dem TUIfly Streik eben nicht gegeben waren: die Risiken eines Streiks wegen Umstrukturierung sind als Teil der normalen Ausübung der Tätigkeit der Fluggesellschaft zu betrachten. Es wurde die Beherrschbarkeit des wilden Streiks bejaht, einerseits war er auf eine firmeninterne Restrukturierung zurückzuführen und schließlich wurde er durch eine Einigung von TUIfly mit dem Betriebsrat beendet.“
Anspruch auf Entschädigung einfach online prüfen
Unter www.fairplane.at können betroffene Verbraucher mittels Anspruchsrechner in Sekundenschnelle herausfinden, ob ihnen eine Entschädigungssumme von bis zu 600 Euro zusteht. Auch nachträglich noch die eigene Flugnummer prüfen lohnt sich: „Denn FairPlane konnte schon mehr als einmal bei Fällen von scheinbar „höherer Gewalt“ Ausgleichszahlungen für seine Klienten erwirken.“, weiß Schmid.
TUIfly Crew Ausfälle Herbst 2016