Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/305495,20.html
Timestamp: 2018-10-18 01:24:06
Document Index: 328166193

Matched Legal Cases: ['§ 812', '§ 107', '§ 816', '§ 989', '§ 929', '§929']

Großer Schein Privat Greifswald SS2014 Stolperpunkte
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Großer Schein Privat Greifswald SS2014 Stolperpunkte
Verfasst am: 05 März 2014 - 12:14:27 Titel:
Leider sind Ansprüche von B an A gefragt. =/ Ich würde eig. gern Ansprüche von A an K prüfen und umgekehrt, aber leider sind diese nicht gefragt.
Verfasst am: 05 März 2014 - 13:30:23 Titel:
Ja die Durchgriffskondiktion (A----K) geht in dem Fall nicht....
Klar sind nach Ansprüchen von B gegen A gefragt....
Im Rahmen des § 812 prüfst du ja im Bereicherungsumfang (818) was er denn jetzt überhaupt bekommen soll...
Jetzt musst du mal recherchieren, ob die A nicht entreichert sein kann (Geld hat sie nicht mehr und das Parfüm kann sie auch nicht herausgeben)
Sie kann aber ihre Ansprüche (falls sie welche gegen K hat) an B abtreten... Dann prüft man (IM Anspruch B --- A) ob die A irgendwelche Ansprüche hat (inzident)
Wenn sie welche hat, muss sie diese an B abtreten (B bekommt dann zwar kein Geld oder ein Parfüm, kann sich dann aber an K wenden, mit dem abgetretenen Anspruch)
Vllt. liegt genau hier auch der Schwerpunkt
Verfasst am: 08 März 2014 - 12:54:05 Titel:
Mir ist auch aufgefallen, dass 816 ja lex specialis ist, ob man nicht die Vorschrift prüfen müsste statt 812. Aber ich komm mit dm 816 nicht so ganz klar und schwanke zwischen der 1. und 3. Variante.
Hab aber auch das Gefühl, dass ich 816 an irgendeiner Stelle verneinen muss( bei der Entreicherung vllt.?) um auf 812 zu kommen und dort dann die Vermischung und gegenbenenfalls Abtretung zu prüfen?
Verfasst am: 10 März 2014 - 00:58:53 Titel:
Schau dir in diesem Zusammenhang mal das "rechtlich neutrale Geschäft" an:
"Ein rechtlich neutrales Geschäft liegt dann vor, wenn ein Rechtsgeschäft dem Abschließenden weder einen rechtlichen Vorteil noch einen rechtlichen Nachteil bringt. Das n. G. hat v. a. im Minderjährigenrecht Bedeutung. Umstritten ist dabei v. a., ob ein beschränkt Geschäftsfähiger als Nichtberechtigter ohne die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters nach §§ 107, 108 I BGB eine fremde Sache wirksam veräußern kann"
Falls 816 (-).... Bin mir grad net sicher, aber war es nicht so, dass man 989,990 vor dem 816 prüft?
Eventuell muss man aber echt die ganze Problematik (s.o.) in den 816 packen...
Verfasst am: 10 März 2014 - 16:04:17 Titel:
989, 990 hab ich geprüft mit dem ergebnis, dass B einen Schadensersatzanspruch in Höhe von 50 Euro hat.
Jetzt häng ich an 816 und weiss nicht so genau wie ich das anfangen soll wegen der ganzen Problematik dadrin. Die sperrwirkung greift ja bei 816 nicht.
Verfasst am: 10 März 2014 - 20:29:28 Titel:
Ich würde versuchen mal so anzufangen (ohne Gewähr natürlich)
I. Anspruch aus 816 I S.1
1.§ 816 neben §§ 989, 990 anwendbar?
2. A als Nichtberechtigte
3.Wirksame Verfügung gem. §§ 929, 932 I, II ?
a. dingliche Einigung, §929 I S.1
---> Hier würd ich jetzt auf das rechtlich neutrale Geschäft eingehen bzw. auf den 107 ("rechtlich vorteilhaft?") ---> wenn du darauf oben schon eingegangen bist, dann verweisen....
Auch auf den gutgläubigen Erwerb von K würd ich hier ansprechen (ist der bei einem rechtlich neutralen Geschäft möglich?) ---> da war irgendwas mit teleologischer Reduktion wenn ich mich recht entsinne, aber recherchiere das nochmal....
Auch könnte man dann hier die Anfechtung ansprechen ( dingliche Einigung durch Anfechtung [142 I] ex tunc entfallen?)
Glaub in der Anfechtung könnte man auch das mit der Fehleridentität reinpacken
Alles sehr tricky... befasse mich damit nur oberflächlich und will nur ein paar Denkanstöße geben...hoffe das hilft
Verfasst am: 17 März 2014 - 19:00:26 Titel: