Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=18.01.2017&Aktenzeichen=8%20C%201.16
Timestamp: 2019-04-19 01:47:57
Document Index: 275866674

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 12', '§ 10', '§ 12', '§ 47', '§ 4', '§ 5', '§ 47', '§ 137', '§ 47', 'Art. 47', '§ 47', '§ 47', '§ 47', '§ 17']

BVerwG, 18.01.2017 - 8 C 1.16 - dejure.org
EntschG a.F. § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, § 12 Abs. 2 Satz 3
§ 10 Abs 1 S 1 Nr 3 EntschG vom 13.07.2004, § 12 Abs 2 S 3 Halbs 2 EntschG vom 13.07.2004, § 47 Abs 1 VwVfG, § 4 VermG, § 5 VermG
Wesen der Umdeutung nach § 47 VwVfG
Umdeutung einer Ermessensentscheidung in eine gebundene Entscheidung; Umdeutung fehlerhafter Verwaltungsakte; Festsetzung von Abführungsbeträgen zugunsten des Entschädigungsfonds
Abführungsbetrag, Verwaltungsvermögen, Teilrücknahme, Festsetzung, Umdeutung, fingierte Regelung
VG Cottbus, 15.08.2014 - 1 K 10/10
BVerwG, 06.05.2015 - 5 B 47.14
BVerwG - 5 C 14.15 (anhängig)
BVerwGE 157, 187
NVwZ 2017, 1474
DÖV 2017, 563
Im Revisionsverfahren kann sie auf der Grundlage der bindenden Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz (§ 137 Abs. 2 VwGO) vorgenommen werden, wenn den Beteiligten rechtliches Gehör gewährt wurde und diese in ihrer Rechtsverteidigung nicht beeinträchtigt werden (BVerwG, Urteil vom 18. Januar 2017 - 8 C 1.16 - BVerwGE 157, 187 Rn. 17 f.).
OVG Nordrhein-Westfalen, 04.02.2019 - 4 B 1137/18
Nutzung des Bistros als eigenständiger gastronomischer Betrieb; Rechtfertigung …
Im Rahmen der Umdeutung, die einen Akt der Rechtserkenntnis darstellt, vgl. BVerwG, Urteil vom 18.1.2017 - 8 C 1.16 -, BVerwGE 157, 187 = juris, Rn. 17 f., kann die Frist für eine zulässige Rücknahme des Verwaltungsakts nicht zu laufen beginnen, bevor der zuständige Amtswalter erfährt, dass der Verwaltungsakt von Anfang an rechtswidrig war.
Sie ist in dieser allgemeinen Form zu bejahen; die Voraussetzungen für eine solche Umdeutung regelt § 47 VwVfG (vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 18. Januar 2017 - 8 C 1.16 - juris Rn. 18 ff.).
Unabhängig davon, ob die Gemeinde in derartigen Fällen hierdurch überhaupt in ihren Rechten verletzt sein kann, wäre jedenfalls eine Umdeutung durch das Gericht nach Art. 47 BayVwVfG zulässig und geboten (vgl. BVerwG, U.v. 18.1.2017 - 8 C 1/16 - juris Rn. 15).
VG Sigmaringen, 11.05.2017 - 5 K 3008/16
Rücknahme einer erloschenen Baugenehmigung; Vorliegen eines Gesamtbauvorhabens …
Diese Umdeutung ist gem. § 47 LVwVfG zulässig und kann auch durch das erkennende Gericht vorgenommen werden (vgl. nur BVerwG, Beschluss vom 18.01.2017 - 8 C 1.16 -, Rn 15, Juris;… Beschluss vom 09.04.2009 - 3 B 116.08 -, Rn. 4, Juris; OVG NRW…, Beschluss vom 21.11.2016 - 2 A 2864/15 -, Rn. 13, Juris; BayVGH, Urteil vom 12.10.1989 - 26 B 86/02944 -, NVwZ-RR 1991, 117; VG Minden, Urteil vom 03.11.2015 - 1 K 3556/16 -, BeckRS 2016, 51458).
VG Frankfurt/Oder, 30.01.2019 - 5 K 423/15
Bei etwaigen Zweifeln über das Vorliegen der Voraussetzungen des § 47 Abs. 1 VwVfG kann es sachgerecht sein, den ursprünglichen Verwaltungsakt stattdessen aufzuheben und einen neuen Verwaltungsakt zu erlassen (BVerwG, Urteil vom 18. Januar 2017 - 8 C 1/16 -, BVerwGE 157, 187-194, Rn. 19).
VG Koblenz, 31.05.2017 - 4 K 399/16
Zwar ist das Gericht grundsätzlich befugt und ggf. verpflichtet, einen rechtswidrigen Verwaltungsakt nach § 47 VwVfG in einen rechtmäßigen umzudeuten (BVerwG, Urteil vom 18. Januar 2017 - 8 C 1/16 -, juris), jedoch scheitert dies hier daran, dass die notwendigen Entscheidungen nach §§ 17 i.V.m. 15 BNatSchG im Hinblick auf den naturschutzfachlichen Beurteilungsspielraum der zuständigen Behörde vom Gericht nicht ersetzt werden können.