Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/nn_nrhz193_1849?p=4
Timestamp: 2019-03-21 08:00:36
Document Index: 120552956

Matched Legal Cases: ['Art. 67', 'Art. 1', 'Art. 67', 'Art. 1', 'Art. 67', 'Art. 1']

Bild: 0001 : 1043 0002 : 1044 0003 : 1045 0004 : 1046
Den 6. u. 7. Januar 1849.
(5.) Adelh., T. v. Joh. Krämer, Tagl., Bayeng.
Casp. Melch. Balthas. Theod., S. v. Nicol. Trimborn, Zuckersiederm., Bayeng. -- Urs., T. v. Anton Jos. Breuer, Tagl., Entenpf. -- Joh. Melch., S. v. Seb. Jerusalem, Kleiderm., Bayardsg. -- Wilh., S. v. Aug. Simmert, Tischlerm., Benefisstr. -- Friedr. Jos., S. v. Friedr. Wilh. Jansen, Schreinerges., Weiherstr. -- Cath., T. v. Theod. Höveler, Tagl. Löhrg. -- Joh. Jacob Balthasar, S. v. Joh. Anton Schulzendorf, Zimmermann, Spulmannsg. -- Carol. Henr., T. v. Jos. Weiß, Theatersänger, Gereonstr. -- Herm., S. v. Jacob Kramer, Fuhrm, unter Kalenh. -- Gertr., T. v. Joh. Peter Schiffer, Spezereih., Weingarteng. -- Heinr. Jos. Engelbert, S. v. Franz Xav. Frings, Barb., Marzellenstr. -- Gert. und Thom., Zwill. v. Joh. Peter Roth, Kutscher, Cäcilienstr. -- Ein unehel. Mädchen.
Cathar., T. v. Joh Heinr. Strohe, Spulmannsg. -- Joh. Ludw. Hub., S. v. Peter Schmitz, Schreinerges., Glockenring. -- Andr., S. v. Heinr. Lauvenberg, Fruchtträger, Weideng. -- Agnes, T. v. Heinr. Kuhl, Seilerg., Josephsstr. -- Heinr., S. v. Joh. Theisen, Rothgerber, Spulmannsg. -- Joh. David, S. v. Gerh. Heinen, Tagl., Buttermarkt.
Nach Art. 67 der Verfassungs-Urkunde für den Preußischen Staat vom 5. Dezember v. J. und Art. 1 und 2 des Wahlgesetzes für die zweite Kammer vom 6. Dezember v. J. ist jeder selbstständige Preuße, welcher das 24. Lebensjahr vollendet, nicht den Vollbesitz der bürgerlichen Rechte in Folge rechtskräftigen richterlichen Erkenntnisses verloren hat, in der Gemeinde, worin er seit sechs Monaten seinen Wohnsitz oder Aufenthalt hat, stimmberechtigter Urwähler in sofern er nicht aus öffentlichen Mitteln, Armenunterstützung erhält.
Die namentlichen Verzeichnisse aller, gemäß den oben angeführten gesetzlichen Bestimmungen, stimmberechtigten Wähler hiesiger Stadt, sind von Morgen den 11. d. Monats ab, während 3 Tagen in dem hiesigen Rathhause ausgelegt. Wer sich darin übergangen glaubt, hat nach §. 4 des Reglements, zur Ausführung des Wahlgesetzes für die zweite Kammer vom 8. Dezember v. J. seine Einwendungen binnen drei Tagen nach der gegenwärtigen Bekanntmachung anzugeben und zu bescheinigen.
Die stimmberechtigten Urwähler hiesiger Stadt werden demnach eingeladen, von den ausgelegten Verzeichnissen möglichst bald Einsicht zu nehmen, um die gestellte Reklamationsfrist nicht zu versäumen, und ihr Stimmrecht zu wahren und auszuüben.
Köln, am 10. Januar 1849.
Die Eröffnung der gewöhnlichen Assisen für den Bezirk des königlichen Landgerichts zu Köln für das 1. Quartal des Jahres 1849 wird hiermit auf Donnerstag den 25. Januar 1849 festgestellt und der Herr Appellations-Gerichts-Rath Cremer zum Präsidenten derselben ernannt.
Gegenwärtige Verordnung soll auf Betreiben des königlichen General-Prokurators in der gesetzlichen Form bekannt gemacht werden.
Köln, am Appellations-Gerichtshof, 30. Dez. 1848.
Der erste Präsident des königl. rheinischen Appellations-Gerichtshofes, (gez.) Schwarz.
Am 16. Januar 1849, Vormittags 10 Uhr, soll im Garnison-Bäckerei-Hofe, Severinstraße, eine Partie ausrangirter Mehlfaßstäbe, welche zur Anfertigung kleiner Gefäße noch brauchbar sind, und eine Partie alter Faßbänder unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingungen an den Meistbietenden versteigert werden.
Köln, 9. Januar 1849.
Die Lieferung von 460 Klaftern Brennholz, wovon 270 Klaftern in eichenem, und 190 Klaftern in buchenem Scheitholze abzuliefern ist, soll für das hiesige Königliche Magazin an den Mindestfordernden in Verding gegeben werden.
Zu dem Behuf ist Termin auf den 23. Januar c., Vormittags 10 Uhr, in unserm Geschäfts-Lokale angesetzt, und werden daher die Lieferungslustigen hierdurch eingeladen, zunächst ihre schriftlichen Anerbietungen bis dahin portofrei einzureichen, und bei deren Eröffnung, so wie bei den ferneren Verhandlungen über diesen Gegenstand gegenwärtig zu sein.
Die Forderung ist für eine preuß. Klafter für jede Holzsorte zu stellen.
Die bezüglichen weiteren Lieferungs-Bedingungen liegen in unserem Bureau zur Einsicht der Unternehmungslustigen offen.
Köln, den 8. Januar 1849.
Der dahier verstorbene Rentner Heinrich Mehl hat eine Stiftung von 500 Thalern errichtet und bestimmt, daß die Revenuen davon unter arme Mitglieder seiner Familie, welche sich dem Studium widmen oder eine Profession erlernen, vertheilt werden.
Wir bringen dies zur öffentlichen Kenntniß und fordern die Berechtigten zugleich auf, ihre Ansprüche auf den Stiftungsgenuß unter Nachweisung ihrer Unvermögenheit bis zum 15. Februar c. bei uns anzumelden.
Köln, den 2. Januar 1849.
Der Verwaltungsrath der Studien-Stiftungen.
Am Samstag den 13. Januar 1849, Vormitags zehn Uhr, wird der Unterzeichnete auf dem Altenmarkte zu Köln, circa zwei Fuder Moselwein an den Meist- und Letztbietenden gegen baare Zahlung öffentlich verkaufen.
Am Donnerstag den 18. Januar 1849, Vormittags 9 Uhr, wird der Unterzeichnete auf dem Apostelnmarkte zu Köln, ein Sopha, Tische, Stühle, ein Ofen, ein Glaskasten, Bettstelle mit Bettzeug, Kleidungsstücke, drei kleine Oelgemälde, Buchbinderpressen, sowie verschiedene andere Buchbinderwerkzeuge, dem Meist- und Letztbietenden gegen gleich baare Zahlung öffentlich verkaufen.
Segel-Schifffahrt!
Da die preußische Regierung sich erboten hat zur Aushülfe der Segelschiffer des Rheines, denselben die Anschaffung von Dampfschiffen zu erleichtern, so kommt es darauf an zu ermitteln auf welche Weise ein Schleppdienst einzurichten ist, und mit welchen Mitteln jeder der Schiffer beizutreten vermag, wie auch zur Gründung eines Schiffer-Vereins.
Alle deutsche Segelschiffer, zunächst welche einem solchen Unternehmen beitreten wollen, werden aufgefordert sich am 20. Januar 1849, Morgens 9 Uhr, in Koblenz bei dem Unterzeichneten zu einer Versammlung anzumelden, und dabei ihre Patente, wie auch die letzten Gewerbsteuer-Quittungen mitzubringen.
Leonhardt Tillmann.
Am Montage den 15. Januar 1849, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Apostelnmarkte hierselbst drei Stücke Wollentuch verschiedener Farbe öffentlich dem Letztbietenden durch den Unterzeichneten versteigert werden.
Der Gerichtsvollzieher, Fülles.
Am Montage den 15. Januar 1849, Vormittags 11 Uhr, sollen durch den Unterzeichneten auf dem Apostelnmarkte hierselbst verschiedene Hausmobilien bestehend in 1 Sopha, 2 Sekretairs von Mahagoniholz, 1 Ofen, 1 Spiegel, 1 Tafeluhr etc., öffentlich dem Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung zugeschlagen werden.
Am Montage den 15. Januar 1849, Mittags zwölf Uhr, sollen auf dem Apostelnmarkte hierselbst, zehn Stück kupferne Kaffekessel und zwei Stück kupferne Wasserkessel, öffentlich dem Letztbietenden gegen baare Zahlung verkauft werden.
Am Samstag den 13. Januar 1849, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Apostelnmarkte hierselbst, durch den Unterzeichneten, Tische, Stühle, Schränke, Spiegel, Kupferstiche, 1 Schreibpult, 1 Sopha, 1 Kommode, 1 Sessel, 1 Ofen nebst Trommel und Rohr, sodann mehreres Küchengeräthe öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung verkauft werden.
Am Samstag den dreizehnten Januar 1849, Mittags 12 Uhr, sollen auf dem Apostelnmarkte hierselbst, durch den Unterzeichneten 1 Tisch, Stühle, 1 Schrank, 1 Ofen, 1 Spiegel und verschiedene andere Haus- und Küchengeräthe öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung verkauft werden.
Eschweiler und Pannesheider Bergwerks-Vereine.
Auf dem Lager, an der Station der rheinischen Eisenbahn am Thürmchen dahier, sind immer frische Vorräthe von:
Eschweiler Fettgeriß,
ditto Fettkohlen,
Pannesheider (Badenberger) Brandgeriß,
ditto ditto Stückkohlen.
Die beiden letzten Qualitäten eignen sich vorzüglich zur Stubenheizung, und werden zu diesem Zwecke besonders empfohlen.
Die Preise sind billigst gestellt und erleiden in den Wintermonaten keine Erhöhung.
Aufträge werden entgegen genommen auf dem Comptoir des Unterzeichneten, Filzengraben Nr. 24, oder auf dem Lager am Thürmchen.
Der Agent der Eschweiler und Pannesheider Bergwerks-Vereine.
August Kramer.
Vakanter Posten.
In einem höchst achtbaren Handlungshause in Havre, wird unter sehr vortheilhaften Bedingungen ein deutscher Correspondent verlangt.
Reflektirende belieben sich in frankirten Briefen zu wenden an G. & M. post rest. Havre.
Kapitalien verschiedener Größe zum Ausleihen auf gute Hypotheken liegen bereit.
Landgüter (Rittergüter, Höfe, Bauerngüter etc.) werden zu pachten, auch nach Umständen zu kaufen gesucht.
Schriftliche Aufsätze, Vorstellreden, Bittschriften an Behörden, Reklamationen, Erbschaftsstempel-Deklarationen, wissenschaftliche Abhandlungen, Zeitungs-Inserate, Briefe etc. werden abgefaßt, sowie Gemeinde-, Armen-, Kirchen- und andere verwickelte Rechnungs-Sachen erledigt; imgleichen können ältere Münzen resp. Course berechnet resp. waredirt, Erbschafts-, Theilungs- resp. Prozeß-Verhältnisse regulirt und geleitet, wie auch solide Dienste vermittelt werden etc. etc. -- im Correspondenz-Comptoir Drususgasse Nro. 25 (an Minoriten).
Da die Anmeldungen zur ersten Kammer nunmehr hier in Köln geschlossen sind, so ersuchen wir diejenigen echten Reaktionaire, welche gewählt sein wollen, ihre Namen zu veröffentlichen, damit wir für sie in engern Kreisen wirken können.
Ein Observator.
Könnten wir nicht erfahren, wie viele Kölner Bürger sich zur Wahl in die erste Kammer gemeldet haben?
Kein Wahlmann.
Beste Sorte Patent Gummi-Schuhe für Damen, Herren und Kinder, empfiehlt zu sehr billigen Preisen Fr. Hermann, Marsplatz Nr 3.
Alle Reparaturen werden bestens besorgt.
Jos. Bauduin praktischer Hühneraugen-Operateur Follerstraße Nr. 32 in Köln a. Rhein empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens
Benachrichtigung an Auswanderer.
Am 1. und 15 eines jeden Monats, vom 1. März bis Ende November, expedirt der Unterzeichnete von den besten, schnellsegelnden, zum Transport von Passagieren erbauten und eingerichteten Seeschiffen, in der Klasse A1. stehend, nach New-York, Baltimore, Philadelphia etc., wie im Frühjahre und Herbste nach New-Orleans.
Nähere Auskunft über Preise und Bedingungen, Namen der Schiffe und Kapitaine ertheilt der zum Abschluß von Ueberfahrts-Verträgen bevollmächtigte Haupt-Agent F. H. Schlicher, Schildergasse Nr. 85 in Köln.
Bremen, im Januar 1849.
J. H. P. Schröder.
Holz-Verkauf in der königl. Oberförsterei Kottenforst.
Aus nachbenannten Schlägen sollen folgende Holzquantitäten öffentlich versteigert werden:
1. Im Forstrevier Schönwald.
Dienstag den 16. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr. im Gasthofe zum Heideweg zu Endenich.
Obere Greishecke: Ungefähr 80 Klafter Aspen-Brennholz und 78 Schock Reiser-Wellen.
Merler Viehweide: 2 Stück Eichen-Nutzholz; 51 1/2 Klafter Eichen- und gemischtes Brennholz und 32 Schock Reiser-Wellen.
Verbrannte: Etwa 21 Stück Eichen-Nutzholz; 11 Klafter Eichen- und Buchen-Brennholz und 15 Schock Reiser-Wellen.
2. Im Forstrevier Buschhoven.
Freitag den 19. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, im Forsthause zu Buschhoven.
An der Dünstekover Viehtrifft ober der Kölnischen Straße: Ungefähr 40 Stück Eichen-Nutzholz; 18 Klafter Eichen- und gemischtes Brennholz und 130 Schock Reiser-Wellen; sodann das im Schlage befindliche Lohholz in 6 Loosen.
3. Im Forstrevier Venne.
Dienstag den 23. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, im Gasthofe zum Heideweg zu Endenich.
Dickenbogen: Etwa 8 Stück Eichen-Nutzholz; 220 Klafter Eichen-, Buchen- und gemischtes Brennholz und 120 Schock Reiser-Wellen.
Donnerstag den 25. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, im Gasthofe zum Heideweg zu Endenich.
Daselbst: Desgl. 200 Klafter Eichen-, Buchen- und gemischtes Brennholz und 130 Schock Reiser-Wellen.
4. Im Forstrevier Hardt.
Dinstag den 30. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, auf dem Forsthause Hardt.
An der Eremitage: Ungefähr 215 Stück Eichen-Nutzholz; 40 Klafter Eichen- und Buchen-Brennholz und 190 Schock Reiser-Wellen.
Endenich bei Bonn, 12. December 1848.
Der Oberförster Riesen.
Am Donnerstag den 18. Januar nächsthin, Morgens um 10 Uhr, wird Herr Mühlenbesitzer Keuffer zu Saarburg seine oberhalb Trassem an dem wasserreichen Leuckbache gelegene, sogenannte "oberste Neumühle", welche zwei Mahlgänge und einen Oelgang enthält, sammt Scheune, Stallung und den um dieselbe befindlichen Wiesen, Gärten und Ackerländereien, das Ganze einen Flächenraum von 31 Morgen 150 Ruthen umfassend, gegen einen fünfjährigen Zahlungs-Ausstand in dieser Mühle selbst öffentlich versteigern.
Der Wächter am Rhein ruft auch im Laufe des Jahres 1849 sein Halt-wer-da in die Stadt, und bespricht die öffentlichen Verhältnisse mit besonderer Anknüpfung an die Verhältnisse in Köln. Er gibt demjenigen, dem die Zeit nicht gestattet, größere Blätter aufmerksam durchzulesen, Gelegenheit, sich vom Stande der Sachen in der Kürze zu unterrichten. Seine Farbe ist diejenige der Demokratie. Zwar gehört er nicht zu der extremsten Richtung, das aber, was er für Recht erkennt, verficht er deshalb mit nicht minderer Entschiedenheit. Seine Wachtstube bringt Kunstberichte, namentlich auch Theaterberichte, Gedichte, Erzählungen u. s. w.
Er erscheint wöchentlich 3 Mal, Sonntag, Mittwoch und Freitag. Der Abonnementspreis beträgt per Quartal in Köln 15 Sgr. pränumerando, auf inländischen Postämtern 18 3/4 Sgr. Man kann in Köln selbst auf 1 Monat zu 5 Sgr. abonniren. Einzelne Blätter kosten 1 Sgr.
Die stets zunehmende Abonnentenzahl, verbunden mit dem billigen Preise der Einrückungsgebühren, 6 Pf. für die Zeile der drittel Spalte, macht ihn für Anzeigen stets geeigneter.
Halswick, Horndrechsler, Thurnmarkt Nr. 43 gegenüber dem Hof von Holland.
Empfiehlt sich in allen vorkommenden Artikeln seines Geschäftes.
Pfeifenköpfe und Schnupftabaksdosen mit dem gutgetroffenen Portrait Robert Blum's.
Patentpfeifen a 10 Sgr. etc.
Bürgerwehr 9. Comp.
Die Mitglieder der ehemaligen 9. Compagnie ladet auf Sonntag den 14. d. M., Morgens 11 Uhr im "Holze" auf der Breitstraße Nr. 64 zur Entgegennahme der Rechnungsablage und zur Besprechung wichtiger Gegenstände zu erscheinen freundlichst ein der von seiner in die benachbarten freien Länder, Holland und Belgien unternommenen Reise heimgekehrte ehemalige Hauptmann Karl Wachter.
Drei Zimmer zu vermiethen Rothenberg Nr. 3, nahe an der Friedrich-Wilhelmstraße.
Ein Ladenlokal nebst erster Etage zu vermiethen und gleich zu beziehen. Columbastraße 1A.
Nachdem gegen folgende Personen:
1) Tagelöhner Franz Joseph Kuhlmann, geboren zu Münster den 18. Dezember 1806, welcher vor etwa 14 Jahren nach Holland ausgewandert,
2) Maurer Anton Rickmann, zuletzt wohnhaft zu Münster, welcher vor ungefähr 16 Jahren nach Belgien in den Krieg gezogen,
3) Kötter Johann Caspar Spinker, geboren im Kirchspiele Rinkenrodde, Gerichtsbezirk Münster, den 11. April 1795, welcher im Jahre 1813 oder 1814 zum fremdherrlichen Militärdienst ausgehoben worden,
4) Galanteriehändler Caspar Heinrich Wörmann, geboren am 1. Oktober 1798, zu Obergöllenbeck bei Bielefeld, welcher sich etwa im Jahre 1836 von seinem Wohnorte Münster entfernt hat, ohne ein Ziel seiner Reise anzugeben,
von Seiten der zurückgelassenen Verwandten und resp. Ehefrauen, welche seit der Entfernung der vorgenannten Personen aus den königlichen Landen von deren Leben und Aufenthalte keine Nachricht erhalten haben, auf Todeserklärung angetragen ist, so werden die vorgenannten Personen, so wie die von ihnen etwa zurückgelassenen unbekannten Erben hiermit aufgefordert, sich bei dem unterzeichneten Gerichte oder in der Registratur desselben schriftlich oder persönlich zu melden und weitere Ausweisung zu erwarten, spätestens aber in dem auf den 17. Oktober 1849, Vormittags 11 Uhr, vor dem Deputirten Herrn Referendar Dahlmann angesetzten Termine zu erscheinen, widrigen Falls die Todeserklärung ohne Weiteres erfolgen wird.
Münster, den 4. Dezember 1848.
Allgemeine Bürger-Versammlung im Eiser'schen Saale.
Die Demokratische Gesellschaft in Köln
In Erwägung, daß die bevorstehenden politischen Wahlen die Theilnahme aller Bürger in Anspruch nehmen, setzt bis auf Weiteres ihre ordentlichen Freitagssitzungen aus und ladet hiermit alle Urwähler Köln's ein, am künftigen Somstage, den 13. Januar 1849, Abends 7 1/2 Uhr im Dickopf-(Eiser-)schen Saale zur Besprechung, der Wahl-Angelegenheiten zu erscheinen.
Die Mitglieder der demokratischen Gesellschaft werden ersucht, ihre Karten für 1849 im Bureau der Gesellschaft von 6 Uhr an gegen ihre alten Karten einzutauschen.
Eine baierische Bierbrauerei auf das Beste eingerichtet, steht im nördlichen Westphalen zu verkaufen. Diese Bierbrauerei setzt alljährig 1500 Ohm ab, wovon 300 in der eigenen Schenke verzapft werden.
En gros erhält die Brauerei für 1 Ohm 6 Thlr. und für den Seidelen-Detail 1 Sgr. 3 Pf. bei dem Preise der Gerste von 28 Sgr. per 1 Berliner Scheffel. Näheres zu erfragen bei der Expedition auf frankirte Briefe.
In meinem Verlage ist erschienen, und vorräthig in Köln bei A. Baedecker und M. Lengfeld: Meine Rede vor dem Geschwornengericht zu Köln, am 23. Dez 1848 von Andreas Gottschalk.
Preis 2 1/2 Sgr.
Die Vertheidigungsrede des Hrn. Dr. Gottschalk wurde bekanntlich durch den Präsidenten des Gerichtshofes abgeschnitten, indem dieser den Angeklagten aufforderte sich bei der Sache zu halten, worauf dieser erklärte, seine Vertheidigung, bei gefährdeter Redefreiheit, nicht mehr fortsetzen zu wollen. Es erscheint nun hier die ganze Rede zum erstenmal vollständig und genau, indem ihr der durch jenen Umstand weggebliebene Schluß vom Verfasser beigefügt ist. Die immense politische Bedeutung jenes ganzen Prozesses sichert dieser meisterhaften Vertheidigungsrede das allgemeine Interesse des Publikums.
W. Sulzbach.
Central-Verein für Auswanderung.
Bei dem für nächstes Frühjahr voraussichtlich großen Andrange der Auswanderer zu den Hafen-Städten dürften sich die Ueberfahrtspreise nach den überseeischen Ländern nicht nur wesentlich steigern, sondern auch die Schiffsgelegenheiten sehr gesucht werden.
Wir haben uns deßhalb veranlaßt gesehen, uns schon jetzt Schiffe 1. Klasse zur Abfahrt von Bremen am 1. und 15. März k. J. zu sichern und sind dadurch im Stande, feste Kontrakte zu sehr mäßigen Preisen abzuschließen
Indem wir Auswanderer hierauf aufmerksam machen, bemerken wir, daß die näheren Bedingungen, so wie der Prospektus des Vereins in unseren Geschäfts-Lokalen und auf allen unseren Agenturen unentgeltlich entgegen genommen werden können.
Köln, Hof Nr. 20, Düsseldorf, Hohestraße Nr. 914, den 29. Nov. 1848.
J. A. Roeder.
Ch. Fremery.
L.Spiegelthal.
Berlin: Oekonomie-Administratoren -- Wirthschafts-Inspektoren -- Forst- und Domainen-Beamte -- Rentmeister -- Secretaire -- Oberkellner -- Braumeister -- Fabrik-Aufseher -- Pharmaceuten -- Buchhalter- und Handlungs-Commis (für Banquier-, Comptoir-, Fabrik-, Manufactur-, Schnitt-, Material-, Reise- und sonstige Geschäfte) können sehr gute und dauernde, mit hohem Gehalt verbundene Stellen erhalten, und wollen sich baldigst wenden an die Agentur des Apothekers Schulz in Berlin, Alexanderstrasse Nr. 63.
Die schönsten eichenen zu 10 Thlr., tannenen 1 Thlr. 15 Sgr., Kinder-Lädchen 10 Sgr., Mühlengasse Nr. 10 bei Schmidt
Casp. Melch. Balthas. Theod., S. v. Nicol. Trimborn, Zuckersiederm., Bayeng. — Urs., T. v. Anton Jos. Breuer, Tagl., Entenpf. — Joh. Melch., S. v. Seb. Jerusalem, Kleiderm., Bayardsg. — Wilh., S. v. Aug. Simmert, Tischlerm., Benefisstr. — Friedr. Jos., S. v. Friedr. Wilh. Jansen, Schreinerges., Weiherstr. — Cath., T. v. Theod. Höveler, Tagl. Löhrg. — Joh. Jacob Balthasar, S. v. Joh. Anton Schulzendorf, Zimmermann, Spulmannsg. — Carol. Henr., T. v. Jos. Weiß, Theatersänger, Gereonstr. — Herm., S. v. Jacob Kramer, Fuhrm, unter Kalenh. — Gertr., T. v. Joh. Peter Schiffer, Spezereih., Weingarteng. — Heinr. Jos. Engelbert, S. v. Franz Xav. Frings, Barb., Marzellenstr. — Gert. und Thom., Zwill. v. Joh. Peter Roth, Kutscher, Cäcilienstr. — Ein unehel. Mädchen.
Cathar., T. v. Joh Heinr. Strohe, Spulmannsg. — Joh. Ludw. Hub., S. v. Peter Schmitz, Schreinerges., Glockenring. — Andr., S. v. Heinr. Lauvenberg, Fruchtträger, Weideng. — Agnes, T. v. Heinr. Kuhl, Seilerg., Josephsstr. — Heinr., S. v. Joh. Theisen, Rothgerber, Spulmannsg. — Joh. David, S. v. Gerh. Heinen, Tagl., Buttermarkt.
Schriftliche Aufsätze, Vorstellreden, Bittschriften an Behörden, Reklamationen, Erbschaftsstempel-Deklarationen, wissenschaftliche Abhandlungen, Zeitungs-Inserate, Briefe etc. werden abgefaßt, sowie Gemeinde-, Armen-, Kirchen- und andere verwickelte Rechnungs-Sachen erledigt; imgleichen können ältere Münzen resp. Course berechnet resp. waredirt, Erbschafts-, Theilungs- resp. Prozeß-Verhältnisse regulirt und geleitet, wie auch solide Dienste vermittelt werden etc. etc. — im Correspondenz-Comptoir Drususgasse Nro. 25 (an Minoriten).
Am Donnerstag den 18. Januar nächsthin, Morgens um 10 Uhr, wird Herr Mühlenbesitzer Keuffer zu Saarburg seine oberhalb Trassem an dem wasserreichen Leuckbache gelegene, sogenannte „oberste Neumühle“, welche zwei Mahlgänge und einen Oelgang enthält, sammt Scheune, Stallung und den um dieselbe befindlichen Wiesen, Gärten und Ackerländereien, das Ganze einen Flächenraum von 31 Morgen 150 Ruthen umfassend, gegen einen fünfjährigen Zahlungs-Ausstand in dieser Mühle selbst öffentlich versteigern.
Patentpfeifen à 10 Sgr. etc.
Die Mitglieder der ehemaligen 9. Compagnie ladet auf Sonntag den 14. d. M., Morgens 11 Uhr im „Holze“ auf der Breitstraße Nr. 64 zur Entgegennahme der Rechnungsablage und zur Besprechung wichtiger Gegenstände zu erscheinen freundlichst ein der von seiner in die benachbarten freien Länder, Holland und Belgien unternommenen Reise heimgekehrte ehemalige Hauptmann Karl Wachter.
Berlin: Oekonomie-Administratoren — Wirthschafts-Inspektoren — Forst- und Domainen-Beamte — Rentmeister — Secretaire — Oberkellner — Braumeister — Fabrik-Aufseher — Pharmaceuten — Buchhalter- und Handlungs-Commis (für Banquier-, Comptoir-, Fabrik-, Manufactur-, Schnitt-, Material-, Reise- und sonstige Geschäfte) können sehr gute und dauernde, mit hohem Gehalt verbundene Stellen erhalten, und wollen sich baldigst wenden an die Agentur des Apothekers Schulz in Berlin, Alexanderstrasse Nr. 63.
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<p> <hi rendition="#b">Civilstand der Stadt Köln.</hi> </p>
<p>Den 6. u. 7. Januar 1849.</p>
<p><hi rendition="#g">Geburten</hi>.</p>
<p>(5.) Adelh., T. v. Joh. Krämer, Tagl., Bayeng.</p>
<p>Casp. Melch. Balthas. Theod., S. v. Nicol. Trimborn, Zuckersiederm., Bayeng. &#x2014; Urs., T. v. Anton Jos. Breuer, Tagl., Entenpf. &#x2014; Joh. Melch., S. v. Seb. Jerusalem, Kleiderm., Bayardsg. &#x2014; Wilh., S. v. Aug. Simmert, Tischlerm., Benefisstr. &#x2014; Friedr. Jos., S. v. Friedr. Wilh. Jansen, Schreinerges., Weiherstr. &#x2014; Cath., T. v. Theod. Höveler, Tagl. Löhrg. &#x2014; Joh. Jacob Balthasar, S. v. Joh. Anton Schulzendorf, Zimmermann, Spulmannsg. &#x2014; Carol. Henr., T. v. Jos. Weiß, Theatersänger, Gereonstr. &#x2014; Herm., S. v. Jacob Kramer, Fuhrm, unter Kalenh. &#x2014; Gertr., T. v. Joh. Peter Schiffer, Spezereih., Weingarteng. &#x2014; Heinr. Jos. Engelbert, S. v. Franz Xav. Frings, Barb., Marzellenstr. &#x2014; Gert. und Thom., Zwill. v. Joh. Peter Roth, Kutscher, Cäcilienstr. &#x2014; Ein unehel. Mädchen.</p>
<p>Cathar., T. v. Joh Heinr. Strohe, Spulmannsg. &#x2014; Joh. Ludw. Hub., S. v. Peter Schmitz, Schreinerges., Glockenring. &#x2014; Andr., S. v. Heinr. Lauvenberg, Fruchtträger, Weideng. &#x2014; Agnes, T. v. Heinr. Kuhl, Seilerg., Josephsstr. &#x2014; Heinr., S. v. Joh. Theisen, Rothgerber, Spulmannsg. &#x2014; Joh. David, S. v. Gerh. Heinen, Tagl., Buttermarkt.</p>
<p>Nach Art. 67 der Verfassungs-Urkunde für den Preußischen Staat vom 5. Dezember v. J. und Art. 1 und 2 des Wahlgesetzes für die <hi rendition="#g">zweite</hi> Kammer vom 6. Dezember v. J. ist jeder selbstständige Preuße, welcher das 24. Lebensjahr vollendet, nicht den Vollbesitz der bürgerlichen Rechte in Folge rechtskräftigen richterlichen Erkenntnisses verloren hat, in der Gemeinde, worin er seit sechs Monaten seinen Wohnsitz oder Aufenthalt hat, stimmberechtigter Urwähler in sofern er nicht aus öffentlichen Mitteln, Armenunterstützung erhält.</p>
<p>Die namentlichen Verzeichnisse aller, gemäß den oben angeführten gesetzlichen Bestimmungen, stimmberechtigten Wähler hiesiger Stadt, sind von Morgen den 11. d. Monats ab, während 3 Tagen in dem hiesigen Rathhause ausgelegt. Wer sich darin übergangen glaubt, hat nach §. 4 des Reglements, zur Ausführung des Wahlgesetzes für die zweite Kammer vom 8. Dezember v. J. seine Einwendungen binnen drei Tagen nach der gegenwärtigen Bekanntmachung anzugeben und zu bescheinigen.</p>
<p>Die stimmberechtigten Urwähler hiesiger Stadt werden demnach eingeladen, von den ausgelegten Verzeichnissen möglichst bald Einsicht zu nehmen, um die gestellte Reklamationsfrist nicht zu versäumen, und ihr Stimmrecht zu wahren und auszuüben.</p>
<p>Köln, am 10. Januar 1849.</p>
<p>Der kommissarische Oberbürgermeister, <hi rendition="#g">Gräff</hi>.</p>
<p>Die Eröffnung der gewöhnlichen Assisen für den Bezirk des königlichen Landgerichts zu Köln für das 1. Quartal des Jahres 1849 wird hiermit auf Donnerstag den 25. Januar 1849 festgestellt und der Herr Appellations-Gerichts-Rath Cremer zum Präsidenten derselben ernannt.</p>
<p>Gegenwärtige Verordnung soll auf Betreiben des königlichen General-Prokurators in der gesetzlichen Form bekannt gemacht werden.</p>
<p>Köln, am Appellations-Gerichtshof, 30. Dez. 1848.</p>
<p>Der erste Präsident des königl. rheinischen Appellations-Gerichtshofes, (gez.) <hi rendition="#g">Schwarz</hi>.</p>
<p>Am 16. Januar 1849, Vormittags 10 Uhr, soll im Garnison-Bäckerei-Hofe, Severinstraße, eine Partie ausrangirter Mehlfaßstäbe, welche zur Anfertigung kleiner Gefäße noch brauchbar sind, und eine Partie alter Faßbänder unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingungen an den Meistbietenden versteigert werden.</p>
<p>Köln, 9. Januar 1849.</p>
<p><hi rendition="#g">Königl. Proviant-Amt</hi>.</p>
<p>Die Lieferung von 460 Klaftern Brennholz, wovon 270 Klaftern in eichenem, und 190 Klaftern in buchenem Scheitholze abzuliefern ist, soll für das hiesige Königliche Magazin an den Mindestfordernden in Verding gegeben werden.</p>
<p>Zu dem Behuf ist Termin auf den 23. Januar c., Vormittags 10 Uhr, in unserm Geschäfts-Lokale angesetzt, und werden daher die Lieferungslustigen hierdurch eingeladen, zunächst ihre schriftlichen Anerbietungen bis dahin portofrei einzureichen, und bei deren Eröffnung, so wie bei den ferneren Verhandlungen über diesen Gegenstand gegenwärtig zu sein.</p>
<p>Die Forderung ist für eine preuß. Klafter für jede Holzsorte zu stellen.</p>
<p>Die bezüglichen weiteren Lieferungs-Bedingungen liegen in unserem Bureau zur Einsicht der Unternehmungslustigen offen.</p>
<p>Köln, den 8. Januar 1849.</p>
<p>Der dahier verstorbene Rentner Heinrich Mehl hat eine Stiftung von 500 Thalern errichtet und bestimmt, daß die Revenuen davon unter arme Mitglieder seiner Familie, welche sich dem Studium widmen oder eine Profession erlernen, vertheilt werden.</p>
<p>Wir bringen dies zur öffentlichen Kenntniß und fordern die Berechtigten zugleich auf, ihre Ansprüche auf den Stiftungsgenuß unter Nachweisung ihrer Unvermögenheit bis zum 15. Februar c. bei uns anzumelden.</p>
<p>Köln, den 2. Januar 1849.</p>
<p><hi rendition="#g">Der Verwaltungsrath der Studien-Stiftungen</hi>.</p>
<p>Am Samstag den 13. Januar 1849, Vormitags zehn Uhr, wird der Unterzeichnete auf dem Altenmarkte zu Köln, circa zwei Fuder Moselwein an den Meist- und Letztbietenden gegen baare Zahlung öffentlich verkaufen.</p>
<p>Am Donnerstag den 18. Januar 1849, Vormittags 9 Uhr, wird der Unterzeichnete auf dem Apostelnmarkte zu Köln, ein Sopha, Tische, Stühle, ein Ofen, ein Glaskasten, Bettstelle mit Bettzeug, Kleidungsstücke, drei kleine Oelgemälde, Buchbinderpressen, sowie verschiedene andere Buchbinderwerkzeuge, dem Meist- und Letztbietenden gegen gleich baare Zahlung öffentlich verkaufen.</p>
<p>Segel-Schifffahrt!</p>
<p>Da die preußische Regierung sich erboten hat zur Aushülfe der Segelschiffer des Rheines, denselben die Anschaffung von Dampfschiffen zu erleichtern, so kommt es darauf an zu ermitteln auf welche Weise ein Schleppdienst einzurichten ist, und mit welchen Mitteln jeder der Schiffer beizutreten vermag, wie auch zur Gründung eines Schiffer-Vereins.</p>
<p>Alle deutsche Segelschiffer, zunächst welche einem solchen Unternehmen beitreten wollen, werden aufgefordert sich am 20. Januar 1849, Morgens 9 Uhr, in Koblenz bei dem Unterzeichneten zu einer Versammlung anzumelden, und dabei ihre Patente, wie auch die letzten Gewerbsteuer-Quittungen mitzubringen.</p>
<p><hi rendition="#g">Leonhardt Tillmann</hi>.</p>
<p>Verkaufs-Anzeige.</p>
<p>Am Montage den 15. Januar 1849, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Apostelnmarkte hierselbst drei Stücke Wollentuch verschiedener Farbe öffentlich dem Letztbietenden durch den Unterzeichneten versteigert werden.</p>
<p>Der Gerichtsvollzieher, <hi rendition="#g">Fülles</hi>.</p>
<p>Am Montage den 15. Januar 1849, Vormittags 11 Uhr, sollen durch den Unterzeichneten auf dem Apostelnmarkte hierselbst verschiedene Hausmobilien bestehend in 1 Sopha, 2 Sekretairs von Mahagoniholz, 1 Ofen, 1 Spiegel, 1 Tafeluhr etc., öffentlich dem Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung zugeschlagen werden.</p>
<p>Am Montage den 15. Januar 1849, Mittags zwölf Uhr, sollen auf dem Apostelnmarkte hierselbst, zehn Stück kupferne Kaffekessel und zwei Stück kupferne Wasserkessel, öffentlich dem Letztbietenden gegen baare Zahlung verkauft werden.</p>
<p>Am Samstag den 13. Januar 1849, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Apostelnmarkte hierselbst, durch den Unterzeichneten, Tische, Stühle, Schränke, Spiegel, Kupferstiche, 1 Schreibpult, 1 Sopha, 1 Kommode, 1 Sessel, 1 Ofen nebst Trommel und Rohr, sodann mehreres Küchengeräthe öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung verkauft werden.</p>
<p>Am Samstag den dreizehnten Januar 1849, Mittags 12 Uhr, sollen auf dem Apostelnmarkte hierselbst, durch den Unterzeichneten 1 Tisch, Stühle, 1 Schrank, 1 Ofen, 1 Spiegel und verschiedene andere Haus- und Küchengeräthe öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung verkauft werden.</p>
<p>Eschweiler und Pannesheider Bergwerks-Vereine.</p>
<p>Auf dem Lager, an der Station der rheinischen Eisenbahn am Thürmchen dahier, sind immer frische Vorräthe von:</p>
<p rendition="#et">Eschweiler Fettgeriß,<lb/>
ditto Fettkohlen,<lb/>
Pannesheider (Badenberger) Brandgeriß,<lb/>
ditto ditto Stückkohlen.</p>
<p>Die beiden letzten Qualitäten eignen sich vorzüglich zur Stubenheizung, und werden zu diesem Zwecke besonders empfohlen.</p>
<p>Die Preise sind billigst gestellt und erleiden in den Wintermonaten keine Erhöhung.</p>
<p>Aufträge werden entgegen genommen auf dem Comptoir des Unterzeichneten, Filzengraben Nr. 24, oder auf dem Lager am Thürmchen.</p>
<p><hi rendition="#g">Der Agent</hi> der Eschweiler und Pannesheider Bergwerks-Vereine.</p>
<p><hi rendition="#g">August Kramer</hi>.</p>
<p> <hi rendition="#b">Vakanter Posten.</hi> </p>
<p>In einem höchst achtbaren Handlungshause in Havre, wird unter sehr vortheilhaften Bedingungen ein deutscher Correspondent verlangt.</p>
<p>Reflektirende belieben sich in frankirten Briefen zu wenden an <hi rendition="#b">G. &amp; M. post rest. Havre.</hi> </p>
<p>Kapitalien verschiedener Größe zum Ausleihen auf gute Hypotheken liegen bereit.</p>
<p>Landgüter (Rittergüter, Höfe, Bauerngüter etc.) werden zu pachten, auch nach Umständen zu kaufen gesucht.</p>
<p>Schriftliche Aufsätze, Vorstellreden, Bittschriften an Behörden, Reklamationen, Erbschaftsstempel-Deklarationen, wissenschaftliche Abhandlungen, Zeitungs-Inserate, Briefe etc. werden abgefaßt, sowie Gemeinde-, Armen-, Kirchen- und andere verwickelte Rechnungs-Sachen erledigt; imgleichen können ältere Münzen resp. Course berechnet resp. waredirt, Erbschafts-, Theilungs- resp. Prozeß-Verhältnisse regulirt und geleitet, wie auch solide Dienste vermittelt werden etc. etc. &#x2014; im Correspondenz-Comptoir Drususgasse Nro. 25 (an Minoriten).</p>
<p>Wahlangelegenheit.</p>
<p>Da die Anmeldungen zur ersten Kammer nunmehr hier in Köln geschlossen sind, so ersuchen wir diejenigen echten Reaktionaire, welche gewählt sein wollen, ihre Namen zu veröffentlichen, damit wir für sie in engern Kreisen wirken können.</p>
<p><hi rendition="#g">Ein Observator</hi>.</p>
<p>Wahl.</p>
<p>Könnten wir nicht erfahren, wie viele Kölner Bürger sich zur Wahl in die erste Kammer gemeldet haben?</p>
<p><hi rendition="#g">Kein Wahlmann</hi>.</p>
<p><hi rendition="#b">Beste Sorte</hi> Patent Gummi-Schuhe für Damen, Herren und Kinder, empfiehlt zu <hi rendition="#g">sehr billigen Preisen Fr. Hermann</hi>, Marsplatz Nr 3.</p>
<p>Alle Reparaturen werden bestens besorgt.</p>
<p><hi rendition="#b">Jos. Bauduin</hi> praktischer Hühneraugen-Operateur Follerstraße Nr. 32 in Köln a. Rhein empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens</p>
<p>Benachrichtigung an Auswanderer.</p>
<p>Am 1. und 15 eines jeden Monats, vom 1. März bis Ende November, expedirt der Unterzeichnete von den besten, schnellsegelnden, zum Transport von Passagieren erbauten und eingerichteten Seeschiffen, in der Klasse A1. stehend, nach New-York, Baltimore, Philadelphia etc., wie im Frühjahre und Herbste nach New-Orleans.</p>
<p>Nähere Auskunft über Preise und Bedingungen, Namen der Schiffe und Kapitaine ertheilt der zum Abschluß von Ueberfahrts-Verträgen bevollmächtigte Haupt-Agent F. H. <hi rendition="#g">Schlicher,</hi> Schildergasse Nr. 85 in Köln.</p>
<p>Bremen, im Januar 1849.</p>
<p><hi rendition="#g">J. H. P. Schröder</hi>.</p>
<p><hi rendition="#b">Holz-Verkauf</hi> in der königl. Oberförsterei Kottenforst.</p>
<p>Aus nachbenannten Schlägen sollen folgende Holzquantitäten öffentlich versteigert werden:</p>
<p><hi rendition="#b">1. Im Forstrevier Schönwald</hi>.</p>
<p>Dienstag den 16. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr. im Gasthofe zum Heideweg zu Endenich.</p>
<p>Obere Greishecke: Ungefähr 80 Klafter Aspen-Brennholz und 78 Schock Reiser-Wellen.</p>
<p>Merler Viehweide: 2 Stück Eichen-Nutzholz; 51 1/2 Klafter Eichen- und gemischtes Brennholz und 32 Schock Reiser-Wellen.</p>
<p>Verbrannte: Etwa 21 Stück Eichen-Nutzholz; 11 Klafter Eichen- und Buchen-Brennholz und 15 Schock Reiser-Wellen.</p>
<p>2. Im Forstrevier Buschhoven.</p>
<p>Freitag den 19. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, im Forsthause zu Buschhoven.</p>
<p>An der Dünstekover Viehtrifft ober der Kölnischen Straße: Ungefähr 40 Stück Eichen-Nutzholz; 18 Klafter Eichen- und gemischtes Brennholz und 130 Schock Reiser-Wellen; sodann das im Schlage befindliche Lohholz in 6 Loosen.</p>
<p><hi rendition="#b">3. Im Forstrevier Venne</hi>.</p>
<p>Dienstag den 23. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, im Gasthofe zum Heideweg zu Endenich.</p>
<p>Dickenbogen: Etwa 8 Stück Eichen-Nutzholz; 220 Klafter Eichen-, Buchen- und gemischtes Brennholz und 120 Schock Reiser-Wellen.</p>
<p>Donnerstag den 25. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, im Gasthofe zum Heideweg zu Endenich.</p>
<p>Daselbst: Desgl. 200 Klafter Eichen-, Buchen- und gemischtes Brennholz und 130 Schock Reiser-Wellen.</p>
<p><hi rendition="#b">4. Im Forstrevier Hardt</hi>.</p>
<p>Dinstag den 30. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, auf dem Forsthause Hardt.</p>
<p>An der Eremitage: Ungefähr 215 Stück Eichen-Nutzholz; 40 Klafter Eichen- und Buchen-Brennholz und 190 Schock Reiser-Wellen.</p>
<p>Endenich bei Bonn, 12. December 1848.</p>
<p>Der Oberförster <hi rendition="#g">Riesen</hi>.</p>
<p> <hi rendition="#b">Mühlen-Versteigerung.</hi> </p>
<p>Am Donnerstag den 18. Januar nächsthin, Morgens um 10 Uhr, wird Herr Mühlenbesitzer <hi rendition="#g">Keuffer</hi> zu Saarburg seine oberhalb Trassem an dem wasserreichen Leuckbache gelegene, sogenannte &#x201E;oberste Neumühle&#x201C;, welche zwei Mahlgänge und einen Oelgang enthält, sammt Scheune, Stallung und den um dieselbe befindlichen Wiesen, Gärten und Ackerländereien, das Ganze einen Flächenraum von 31 Morgen 150 Ruthen umfassend, gegen einen fünfjährigen Zahlungs-Ausstand in dieser Mühle selbst öffentlich versteigern.</p>
<p>Trier, den 18. Dezember 1848.</p>
<p>Der Notar, <hi rendition="#g">Funck</hi>.</p>
<p><hi rendition="#b">Der Wächter am Rhein</hi> ruft auch im Laufe des Jahres 1849 sein <hi rendition="#g">Halt-wer-da</hi> in die Stadt, und bespricht die öffentlichen Verhältnisse mit besonderer Anknüpfung an die Verhältnisse in Köln. Er gibt demjenigen, dem die Zeit nicht gestattet, größere Blätter aufmerksam durchzulesen, Gelegenheit, sich vom Stande der Sachen in der Kürze zu unterrichten. Seine Farbe ist diejenige der Demokratie. Zwar gehört er nicht zu der extremsten Richtung, das aber, was er für Recht erkennt, verficht er deshalb mit nicht minderer Entschiedenheit. Seine Wachtstube bringt Kunstberichte, namentlich auch Theaterberichte, Gedichte, Erzählungen u. s. w.</p>
<p>Er erscheint wöchentlich 3 Mal, Sonntag, Mittwoch und Freitag. Der Abonnementspreis beträgt per Quartal in Köln 15 Sgr. pränumerando, auf inländischen Postämtern 18 3/4 Sgr. Man kann in Köln selbst auf 1 Monat zu 5 Sgr. abonniren. Einzelne Blätter kosten 1 Sgr.</p>
<p>Die stets zunehmende Abonnentenzahl, verbunden mit dem billigen Preise der Einrückungsgebühren, 6 Pf. für die Zeile der drittel Spalte, macht ihn für Anzeigen stets geeigneter.</p>
<p><hi rendition="#b">Halswick,</hi> Horndrechsler, Thurnmarkt Nr. 43 gegenüber dem Hof von Holland.</p>
<p>Empfiehlt sich in allen vorkommenden Artikeln seines Geschäftes.</p>
<p>Pfeifenköpfe und Schnupftabaksdosen mit dem gutgetroffenen Portrait <hi rendition="#b">Robert Blum's.</hi> </p>
<p>Patentpfeifen à 10 Sgr. etc.</p>
<p> <hi rendition="#b">Bürgerwehr 9. Comp.</hi> </p>
<p>Die Mitglieder der ehemaligen 9. Compagnie ladet auf Sonntag den 14. d. M., Morgens 11 Uhr im &#x201E;Holze&#x201C; auf der Breitstraße Nr. 64 zur Entgegennahme der Rechnungsablage und zur Besprechung wichtiger Gegenstände zu erscheinen freundlichst ein der von seiner in die benachbarten freien Länder, Holland und Belgien unternommenen Reise heimgekehrte ehemalige Hauptmann <hi rendition="#g">Karl Wachter</hi>.</p>
<p>Drei Zimmer zu vermiethen Rothenberg Nr. 3, nahe an der Friedrich-Wilhelmstraße.</p>
<p>Ein Ladenlokal nebst erster Etage zu vermiethen und gleich zu beziehen. Columbastraße 1A.</p>
<p>Nachdem gegen folgende Personen:</p>
<p rendition="#et">1) Tagelöhner Franz Joseph Kuhlmann, geboren zu Münster den 18. Dezember 1806, welcher vor etwa 14 Jahren nach Holland ausgewandert,<lb/>
2) Maurer Anton Rickmann, zuletzt wohnhaft zu Münster, welcher vor ungefähr 16 Jahren nach Belgien in den Krieg gezogen,<lb/>
3) Kötter Johann Caspar Spinker, geboren im Kirchspiele Rinkenrodde, Gerichtsbezirk Münster, den 11. April 1795, welcher im Jahre 1813 oder 1814 zum fremdherrlichen Militärdienst ausgehoben worden,<lb/>
4) Galanteriehändler Caspar Heinrich Wörmann, geboren am 1. Oktober 1798, zu Obergöllenbeck bei Bielefeld, welcher sich etwa im Jahre 1836 von seinem Wohnorte Münster entfernt hat, ohne ein Ziel seiner Reise anzugeben,</p>
<p>von Seiten der zurückgelassenen Verwandten und resp. Ehefrauen, welche seit der Entfernung der vorgenannten Personen aus den königlichen Landen von deren Leben und Aufenthalte keine Nachricht erhalten haben, auf Todeserklärung angetragen ist, so werden die vorgenannten Personen, so wie die von ihnen etwa zurückgelassenen unbekannten Erben hiermit aufgefordert, sich bei dem unterzeichneten Gerichte oder in der Registratur desselben schriftlich oder persönlich zu melden und weitere Ausweisung zu erwarten, spätestens aber in dem auf den 17. Oktober 1849, Vormittags 11 Uhr, vor dem Deputirten Herrn Referendar Dahlmann angesetzten Termine zu erscheinen, widrigen Falls die Todeserklärung ohne Weiteres erfolgen wird.</p>
<p>Münster, den 4. Dezember 1848.</p>
<p><hi rendition="#g">Königl. Land- und Stadtgericht</hi>.</p>
<p>Allgemeine Bürger-Versammlung im <hi rendition="#g">Eiser</hi>'schen Saale.</p>
<p><hi rendition="#g">Die</hi> Demokratische Gesellschaft in Köln</p>
<p>In Erwägung, daß die bevorstehenden politischen Wahlen die Theilnahme aller Bürger in Anspruch nehmen, setzt bis auf Weiteres ihre ordentlichen Freitagssitzungen aus und ladet hiermit <hi rendition="#b">alle Urwähler Köln's</hi> ein, am künftigen Somstage, den 13. Januar 1849, Abends 7 1/2 Uhr im Dickopf-(Eiser-)schen Saale zur Besprechung, der Wahl-Angelegenheiten zu erscheinen.</p>
<p>Die Mitglieder der demokratischen Gesellschaft werden ersucht, ihre Karten für 1849 im Bureau der Gesellschaft von 6 Uhr an gegen ihre alten Karten einzutauschen.</p>
<p>Eine baierische Bierbrauerei auf das Beste eingerichtet, steht im nördlichen Westphalen zu verkaufen. Diese Bierbrauerei setzt alljährig 1500 Ohm ab, wovon <hi rendition="#b">300</hi> in der eigenen Schenke verzapft werden.</p>
<p>En gros erhält die Brauerei für <hi rendition="#g">1 Ohm 6 Thlr</hi>. und für den Seidelen-Detail <hi rendition="#g">1 Sgr. 3 Pf</hi>. bei dem Preise der Gerste <hi rendition="#g">von 28 Sgr</hi>. per 1 Berliner Scheffel. Näheres zu erfragen bei der Expedition auf frankirte Briefe.</p>
<p>In meinem Verlage ist erschienen, und vorräthig in Köln bei A. Baedecker und M. Lengfeld: <hi rendition="#b">Meine Rede</hi> vor dem Geschwornengericht zu Köln, am 23. Dez 1848 von <hi rendition="#b">Andreas Gottschalk.</hi> </p>
<p>Preis 2 1/2 Sgr.</p>
<p>Die Vertheidigungsrede des Hrn. Dr. <hi rendition="#g">Gottschalk</hi> wurde bekanntlich durch den Präsidenten des Gerichtshofes abgeschnitten, indem dieser den Angeklagten aufforderte sich bei der Sache zu halten, worauf dieser erklärte, seine Vertheidigung, bei gefährdeter Redefreiheit, nicht mehr fortsetzen zu wollen. Es erscheint nun hier die ganze Rede zum erstenmal vollständig und genau, indem ihr der durch jenen Umstand weggebliebene Schluß vom Verfasser beigefügt ist. Die immense politische Bedeutung jenes ganzen Prozesses sichert dieser meisterhaften Vertheidigungsrede das allgemeine Interesse des Publikums.</p>
<p>W. <hi rendition="#g">Sulzbach</hi>.</p>
<p>Central-Verein für <hi rendition="#b">Auswanderung.</hi> </p>
<p>Bei dem für nächstes Frühjahr voraussichtlich großen Andrange der Auswanderer zu den Hafen-Städten dürften sich die Ueberfahrtspreise nach den überseeischen Ländern nicht nur wesentlich steigern, sondern auch die Schiffsgelegenheiten sehr gesucht werden.</p>
<p>Wir haben uns deßhalb veranlaßt gesehen, uns schon jetzt Schiffe 1. Klasse zur Abfahrt von Bremen am 1. und 15. März k. J. zu sichern und sind dadurch im Stande, feste Kontrakte zu sehr mäßigen Preisen abzuschließen</p>
<p>Indem wir Auswanderer hierauf aufmerksam machen, bemerken wir, daß die näheren Bedingungen, so wie der Prospektus des Vereins in unseren Geschäfts-Lokalen und auf allen unseren Agenturen unentgeltlich entgegen genommen werden können.</p>
<p>Köln, Hof Nr. 20, Düsseldorf, Hohestraße Nr. 914, den 29. Nov. 1848.</p>
<p rendition="#et"> <hi rendition="#g">J. A. Roeder.<lb/>
Ch. Fremery.<lb/>
L.Spiegelthal.</hi> </p>
<p><hi rendition="#b">Coaks</hi> ist wieder in sehr guter Qualität vorräthig, in der <hi rendition="#b">Gas-Erleuchtungs-Anstalt,</hi> Buschgasse 11.</p>
<p><hi rendition="#g">Berlin</hi>: Oekonomie-Administratoren &#x2014; Wirthschafts-Inspektoren &#x2014; Forst- und Domainen-Beamte &#x2014; Rentmeister &#x2014; Secretaire &#x2014; Oberkellner &#x2014; Braumeister &#x2014; Fabrik-Aufseher &#x2014; Pharmaceuten &#x2014; Buchhalter- und Handlungs-Commis (für Banquier-, Comptoir-, Fabrik-, Manufactur-, Schnitt-, Material-, Reise- und sonstige Geschäfte) können sehr gute und dauernde, mit hohem Gehalt verbundene Stellen erhalten, und wollen sich baldigst wenden an die Agentur des Apothekers Schulz in Berlin, Alexanderstrasse Nr. 63.</p>
<p>Sarg-Magazin.</p>
<p>Die schönsten eichenen zu 10 Thlr., tannenen 1 Thlr. 15 Sgr., Kinder-Lädchen 10 Sgr., Mühlengasse Nr. 10 bei Schmidt</p>
<p>Der Gerant <hi rendition="#g">Korff</hi>.<lb/>
Druck von J. W. Dietz, Unter Hutmacher Nr. 17.</p>
[1046/0004] [Anzeigen] Civilstand der Stadt Köln. Den 6. u. 7. Januar 1849. Geburten. (5.) Adelh., T. v. Joh. Krämer, Tagl., Bayeng. Casp. Melch. Balthas. Theod., S. v. Nicol. Trimborn, Zuckersiederm., Bayeng. — Urs., T. v. Anton Jos. Breuer, Tagl., Entenpf. — Joh. Melch., S. v. Seb. Jerusalem, Kleiderm., Bayardsg. — Wilh., S. v. Aug. Simmert, Tischlerm., Benefisstr. — Friedr. Jos., S. v. Friedr. Wilh. Jansen, Schreinerges., Weiherstr. — Cath., T. v. Theod. Höveler, Tagl. Löhrg. — Joh. Jacob Balthasar, S. v. Joh. Anton Schulzendorf, Zimmermann, Spulmannsg. — Carol. Henr., T. v. Jos. Weiß, Theatersänger, Gereonstr. — Herm., S. v. Jacob Kramer, Fuhrm, unter Kalenh. — Gertr., T. v. Joh. Peter Schiffer, Spezereih., Weingarteng. — Heinr. Jos. Engelbert, S. v. Franz Xav. Frings, Barb., Marzellenstr. — Gert. und Thom., Zwill. v. Joh. Peter Roth, Kutscher, Cäcilienstr. — Ein unehel. Mädchen. Cathar., T. v. Joh Heinr. Strohe, Spulmannsg. — Joh. Ludw. Hub., S. v. Peter Schmitz, Schreinerges., Glockenring. — Andr., S. v. Heinr. Lauvenberg, Fruchtträger, Weideng. — Agnes, T. v. Heinr. Kuhl, Seilerg., Josephsstr. — Heinr., S. v. Joh. Theisen, Rothgerber, Spulmannsg. — Joh. David, S. v. Gerh. Heinen, Tagl., Buttermarkt. Bekanntmachung. Nach Art. 67 der Verfassungs-Urkunde für den Preußischen Staat vom 5. Dezember v. J. und Art. 1 und 2 des Wahlgesetzes für die zweite Kammer vom 6. Dezember v. J. ist jeder selbstständige Preuße, welcher das 24. Lebensjahr vollendet, nicht den Vollbesitz der bürgerlichen Rechte in Folge rechtskräftigen richterlichen Erkenntnisses verloren hat, in der Gemeinde, worin er seit sechs Monaten seinen Wohnsitz oder Aufenthalt hat, stimmberechtigter Urwähler in sofern er nicht aus öffentlichen Mitteln, Armenunterstützung erhält. Die namentlichen Verzeichnisse aller, gemäß den oben angeführten gesetzlichen Bestimmungen, stimmberechtigten Wähler hiesiger Stadt, sind von Morgen den 11. d. Monats ab, während 3 Tagen in dem hiesigen Rathhause ausgelegt. Wer sich darin übergangen glaubt, hat nach §. 4 des Reglements, zur Ausführung des Wahlgesetzes für die zweite Kammer vom 8. Dezember v. J. seine Einwendungen binnen drei Tagen nach der gegenwärtigen Bekanntmachung anzugeben und zu bescheinigen. Die stimmberechtigten Urwähler hiesiger Stadt werden demnach eingeladen, von den ausgelegten Verzeichnissen möglichst bald Einsicht zu nehmen, um die gestellte Reklamationsfrist nicht zu versäumen, und ihr Stimmrecht zu wahren und auszuüben. Köln, am 10. Januar 1849. Der kommissarische Oberbürgermeister, Gräff. Bekanntmachung. Die Eröffnung der gewöhnlichen Assisen für den Bezirk des königlichen Landgerichts zu Köln für das 1. Quartal des Jahres 1849 wird hiermit auf Donnerstag den 25. Januar 1849 festgestellt und der Herr Appellations-Gerichts-Rath Cremer zum Präsidenten derselben ernannt. Gegenwärtige Verordnung soll auf Betreiben des königlichen General-Prokurators in der gesetzlichen Form bekannt gemacht werden. Köln, am Appellations-Gerichtshof, 30. Dez. 1848. Der erste Präsident des königl. rheinischen Appellations-Gerichtshofes, (gez.) Schwarz. Bekanntmachung. Am 16. Januar 1849, Vormittags 10 Uhr, soll im Garnison-Bäckerei-Hofe, Severinstraße, eine Partie ausrangirter Mehlfaßstäbe, welche zur Anfertigung kleiner Gefäße noch brauchbar sind, und eine Partie alter Faßbänder unter den im Termin bekannt zu machenden Bedingungen an den Meistbietenden versteigert werden. Köln, 9. Januar 1849. Königl. Proviant-Amt. Bekanntmachung. Die Lieferung von 460 Klaftern Brennholz, wovon 270 Klaftern in eichenem, und 190 Klaftern in buchenem Scheitholze abzuliefern ist, soll für das hiesige Königliche Magazin an den Mindestfordernden in Verding gegeben werden. Zu dem Behuf ist Termin auf den 23. Januar c., Vormittags 10 Uhr, in unserm Geschäfts-Lokale angesetzt, und werden daher die Lieferungslustigen hierdurch eingeladen, zunächst ihre schriftlichen Anerbietungen bis dahin portofrei einzureichen, und bei deren Eröffnung, so wie bei den ferneren Verhandlungen über diesen Gegenstand gegenwärtig zu sein. Die Forderung ist für eine preuß. Klafter für jede Holzsorte zu stellen. Die bezüglichen weiteren Lieferungs-Bedingungen liegen in unserem Bureau zur Einsicht der Unternehmungslustigen offen. Köln, den 8. Januar 1849. Königl. Proviant-Amt. Bekanntmachung. Der dahier verstorbene Rentner Heinrich Mehl hat eine Stiftung von 500 Thalern errichtet und bestimmt, daß die Revenuen davon unter arme Mitglieder seiner Familie, welche sich dem Studium widmen oder eine Profession erlernen, vertheilt werden. Wir bringen dies zur öffentlichen Kenntniß und fordern die Berechtigten zugleich auf, ihre Ansprüche auf den Stiftungsgenuß unter Nachweisung ihrer Unvermögenheit bis zum 15. Februar c. bei uns anzumelden. Köln, den 2. Januar 1849. Der Verwaltungsrath der Studien-Stiftungen. Gerichtlicher Verkauf. Am Samstag den 13. Januar 1849, Vormitags zehn Uhr, wird der Unterzeichnete auf dem Altenmarkte zu Köln, circa zwei Fuder Moselwein an den Meist- und Letztbietenden gegen baare Zahlung öffentlich verkaufen. Der Gerichtsvollzieher, Gassen. Gerichtlicher Verkauf. Am Donnerstag den 18. Januar 1849, Vormittags 9 Uhr, wird der Unterzeichnete auf dem Apostelnmarkte zu Köln, ein Sopha, Tische, Stühle, ein Ofen, ein Glaskasten, Bettstelle mit Bettzeug, Kleidungsstücke, drei kleine Oelgemälde, Buchbinderpressen, sowie verschiedene andere Buchbinderwerkzeuge, dem Meist- und Letztbietenden gegen gleich baare Zahlung öffentlich verkaufen. Der Gerichtsvollzieher, Gassen. Segel-Schifffahrt! Da die preußische Regierung sich erboten hat zur Aushülfe der Segelschiffer des Rheines, denselben die Anschaffung von Dampfschiffen zu erleichtern, so kommt es darauf an zu ermitteln auf welche Weise ein Schleppdienst einzurichten ist, und mit welchen Mitteln jeder der Schiffer beizutreten vermag, wie auch zur Gründung eines Schiffer-Vereins. Alle deutsche Segelschiffer, zunächst welche einem solchen Unternehmen beitreten wollen, werden aufgefordert sich am 20. Januar 1849, Morgens 9 Uhr, in Koblenz bei dem Unterzeichneten zu einer Versammlung anzumelden, und dabei ihre Patente, wie auch die letzten Gewerbsteuer-Quittungen mitzubringen. Leonhardt Tillmann. Verkaufs-Anzeige. Am Montage den 15. Januar 1849, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Apostelnmarkte hierselbst drei Stücke Wollentuch verschiedener Farbe öffentlich dem Letztbietenden durch den Unterzeichneten versteigert werden. Der Gerichtsvollzieher, Fülles. Verkaufs-Anzeige. Am Montage den 15. Januar 1849, Vormittags 11 Uhr, sollen durch den Unterzeichneten auf dem Apostelnmarkte hierselbst verschiedene Hausmobilien bestehend in 1 Sopha, 2 Sekretairs von Mahagoniholz, 1 Ofen, 1 Spiegel, 1 Tafeluhr etc., öffentlich dem Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung zugeschlagen werden. Der Gerichtsvollzieher, Fülles. Verkaufs-Anzeige. Am Montage den 15. Januar 1849, Mittags zwölf Uhr, sollen auf dem Apostelnmarkte hierselbst, zehn Stück kupferne Kaffekessel und zwei Stück kupferne Wasserkessel, öffentlich dem Letztbietenden gegen baare Zahlung verkauft werden. Der Gerichtsvollzieher, Fülles. Gerichtlicher Verkauf. Am Samstag den 13. Januar 1849, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Apostelnmarkte hierselbst, durch den Unterzeichneten, Tische, Stühle, Schränke, Spiegel, Kupferstiche, 1 Schreibpult, 1 Sopha, 1 Kommode, 1 Sessel, 1 Ofen nebst Trommel und Rohr, sodann mehreres Küchengeräthe öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung verkauft werden. Der Gerichtsvollzieher, Fülles. Gerichtlicher Verkauf. Am Samstag den dreizehnten Januar 1849, Mittags 12 Uhr, sollen auf dem Apostelnmarkte hierselbst, durch den Unterzeichneten 1 Tisch, Stühle, 1 Schrank, 1 Ofen, 1 Spiegel und verschiedene andere Haus- und Küchengeräthe öffentlich an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung verkauft werden. Der Gerichtsvollzieher, Fülles. Eschweiler und Pannesheider Bergwerks-Vereine. Auf dem Lager, an der Station der rheinischen Eisenbahn am Thürmchen dahier, sind immer frische Vorräthe von: Eschweiler Fettgeriß, ditto Fettkohlen, Pannesheider (Badenberger) Brandgeriß, ditto ditto Stückkohlen. Die beiden letzten Qualitäten eignen sich vorzüglich zur Stubenheizung, und werden zu diesem Zwecke besonders empfohlen. Die Preise sind billigst gestellt und erleiden in den Wintermonaten keine Erhöhung. Aufträge werden entgegen genommen auf dem Comptoir des Unterzeichneten, Filzengraben Nr. 24, oder auf dem Lager am Thürmchen. Der Agent der Eschweiler und Pannesheider Bergwerks-Vereine. August Kramer. Vakanter Posten. In einem höchst achtbaren Handlungshause in Havre, wird unter sehr vortheilhaften Bedingungen ein deutscher Correspondent verlangt. Reflektirende belieben sich in frankirten Briefen zu wenden an G. & M. post rest. Havre. Kapitalien verschiedener Größe zum Ausleihen auf gute Hypotheken liegen bereit. Landgüter (Rittergüter, Höfe, Bauerngüter etc.) werden zu pachten, auch nach Umständen zu kaufen gesucht. Schriftliche Aufsätze, Vorstellreden, Bittschriften an Behörden, Reklamationen, Erbschaftsstempel-Deklarationen, wissenschaftliche Abhandlungen, Zeitungs-Inserate, Briefe etc. werden abgefaßt, sowie Gemeinde-, Armen-, Kirchen- und andere verwickelte Rechnungs-Sachen erledigt; imgleichen können ältere Münzen resp. Course berechnet resp. waredirt, Erbschafts-, Theilungs- resp. Prozeß-Verhältnisse regulirt und geleitet, wie auch solide Dienste vermittelt werden etc. etc. — im Correspondenz-Comptoir Drususgasse Nro. 25 (an Minoriten). Wahlangelegenheit. Da die Anmeldungen zur ersten Kammer nunmehr hier in Köln geschlossen sind, so ersuchen wir diejenigen echten Reaktionaire, welche gewählt sein wollen, ihre Namen zu veröffentlichen, damit wir für sie in engern Kreisen wirken können. Ein Observator. Wahl. Könnten wir nicht erfahren, wie viele Kölner Bürger sich zur Wahl in die erste Kammer gemeldet haben? Kein Wahlmann. Beste Sorte Patent Gummi-Schuhe für Damen, Herren und Kinder, empfiehlt zu sehr billigen Preisen Fr. Hermann, Marsplatz Nr 3. Alle Reparaturen werden bestens besorgt. Jos. Bauduin praktischer Hühneraugen-Operateur Follerstraße Nr. 32 in Köln a. Rhein empfiehlt sich einem geehrten Publikum bestens Benachrichtigung an Auswanderer. Am 1. und 15 eines jeden Monats, vom 1. März bis Ende November, expedirt der Unterzeichnete von den besten, schnellsegelnden, zum Transport von Passagieren erbauten und eingerichteten Seeschiffen, in der Klasse A1. stehend, nach New-York, Baltimore, Philadelphia etc., wie im Frühjahre und Herbste nach New-Orleans. Nähere Auskunft über Preise und Bedingungen, Namen der Schiffe und Kapitaine ertheilt der zum Abschluß von Ueberfahrts-Verträgen bevollmächtigte Haupt-Agent F. H. Schlicher, Schildergasse Nr. 85 in Köln. Bremen, im Januar 1849. J. H. P. Schröder. Holz-Verkauf in der königl. Oberförsterei Kottenforst. Aus nachbenannten Schlägen sollen folgende Holzquantitäten öffentlich versteigert werden: 1. Im Forstrevier Schönwald. Dienstag den 16. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr. im Gasthofe zum Heideweg zu Endenich. Obere Greishecke: Ungefähr 80 Klafter Aspen-Brennholz und 78 Schock Reiser-Wellen. Merler Viehweide: 2 Stück Eichen-Nutzholz; 51 1/2 Klafter Eichen- und gemischtes Brennholz und 32 Schock Reiser-Wellen. Verbrannte: Etwa 21 Stück Eichen-Nutzholz; 11 Klafter Eichen- und Buchen-Brennholz und 15 Schock Reiser-Wellen. 2. Im Forstrevier Buschhoven. Freitag den 19. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, im Forsthause zu Buschhoven. An der Dünstekover Viehtrifft ober der Kölnischen Straße: Ungefähr 40 Stück Eichen-Nutzholz; 18 Klafter Eichen- und gemischtes Brennholz und 130 Schock Reiser-Wellen; sodann das im Schlage befindliche Lohholz in 6 Loosen. 3. Im Forstrevier Venne. Dienstag den 23. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, im Gasthofe zum Heideweg zu Endenich. Dickenbogen: Etwa 8 Stück Eichen-Nutzholz; 220 Klafter Eichen-, Buchen- und gemischtes Brennholz und 120 Schock Reiser-Wellen. Donnerstag den 25. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, im Gasthofe zum Heideweg zu Endenich. Daselbst: Desgl. 200 Klafter Eichen-, Buchen- und gemischtes Brennholz und 130 Schock Reiser-Wellen. 4. Im Forstrevier Hardt. Dinstag den 30. Januar d. J., Vormittags 9 Uhr, auf dem Forsthause Hardt. An der Eremitage: Ungefähr 215 Stück Eichen-Nutzholz; 40 Klafter Eichen- und Buchen-Brennholz und 190 Schock Reiser-Wellen. Endenich bei Bonn, 12. December 1848. Der Oberförster Riesen. Mühlen-Versteigerung. Am Donnerstag den 18. Januar nächsthin, Morgens um 10 Uhr, wird Herr Mühlenbesitzer Keuffer zu Saarburg seine oberhalb Trassem an dem wasserreichen Leuckbache gelegene, sogenannte „oberste Neumühle“, welche zwei Mahlgänge und einen Oelgang enthält, sammt Scheune, Stallung und den um dieselbe befindlichen Wiesen, Gärten und Ackerländereien, das Ganze einen Flächenraum von 31 Morgen 150 Ruthen umfassend, gegen einen fünfjährigen Zahlungs-Ausstand in dieser Mühle selbst öffentlich versteigern. Trier, den 18. Dezember 1848. Der Notar, Funck. Der Wächter am Rhein ruft auch im Laufe des Jahres 1849 sein Halt-wer-da in die Stadt, und bespricht die öffentlichen Verhältnisse mit besonderer Anknüpfung an die Verhältnisse in Köln. Er gibt demjenigen, dem die Zeit nicht gestattet, größere Blätter aufmerksam durchzulesen, Gelegenheit, sich vom Stande der Sachen in der Kürze zu unterrichten. Seine Farbe ist diejenige der Demokratie. Zwar gehört er nicht zu der extremsten Richtung, das aber, was er für Recht erkennt, verficht er deshalb mit nicht minderer Entschiedenheit. Seine Wachtstube bringt Kunstberichte, namentlich auch Theaterberichte, Gedichte, Erzählungen u. s. w. Er erscheint wöchentlich 3 Mal, Sonntag, Mittwoch und Freitag. Der Abonnementspreis beträgt per Quartal in Köln 15 Sgr. pränumerando, auf inländischen Postämtern 18 3/4 Sgr. Man kann in Köln selbst auf 1 Monat zu 5 Sgr. abonniren. Einzelne Blätter kosten 1 Sgr. Die stets zunehmende Abonnentenzahl, verbunden mit dem billigen Preise der Einrückungsgebühren, 6 Pf. für die Zeile der drittel Spalte, macht ihn für Anzeigen stets geeigneter. Halswick, Horndrechsler, Thurnmarkt Nr. 43 gegenüber dem Hof von Holland. Empfiehlt sich in allen vorkommenden Artikeln seines Geschäftes. Pfeifenköpfe und Schnupftabaksdosen mit dem gutgetroffenen Portrait Robert Blum's. Patentpfeifen à 10 Sgr. etc. Bürgerwehr 9. Comp. Die Mitglieder der ehemaligen 9. Compagnie ladet auf Sonntag den 14. d. M., Morgens 11 Uhr im „Holze“ auf der Breitstraße Nr. 64 zur Entgegennahme der Rechnungsablage und zur Besprechung wichtiger Gegenstände zu erscheinen freundlichst ein der von seiner in die benachbarten freien Länder, Holland und Belgien unternommenen Reise heimgekehrte ehemalige Hauptmann Karl Wachter. Drei Zimmer zu vermiethen Rothenberg Nr. 3, nahe an der Friedrich-Wilhelmstraße. Ein Ladenlokal nebst erster Etage zu vermiethen und gleich zu beziehen. Columbastraße 1A. Nachdem gegen folgende Personen: 1) Tagelöhner Franz Joseph Kuhlmann, geboren zu Münster den 18. Dezember 1806, welcher vor etwa 14 Jahren nach Holland ausgewandert, 2) Maurer Anton Rickmann, zuletzt wohnhaft zu Münster, welcher vor ungefähr 16 Jahren nach Belgien in den Krieg gezogen, 3) Kötter Johann Caspar Spinker, geboren im Kirchspiele Rinkenrodde, Gerichtsbezirk Münster, den 11. April 1795, welcher im Jahre 1813 oder 1814 zum fremdherrlichen Militärdienst ausgehoben worden, 4) Galanteriehändler Caspar Heinrich Wörmann, geboren am 1. Oktober 1798, zu Obergöllenbeck bei Bielefeld, welcher sich etwa im Jahre 1836 von seinem Wohnorte Münster entfernt hat, ohne ein Ziel seiner Reise anzugeben, von Seiten der zurückgelassenen Verwandten und resp. Ehefrauen, welche seit der Entfernung der vorgenannten Personen aus den königlichen Landen von deren Leben und Aufenthalte keine Nachricht erhalten haben, auf Todeserklärung angetragen ist, so werden die vorgenannten Personen, so wie die von ihnen etwa zurückgelassenen unbekannten Erben hiermit aufgefordert, sich bei dem unterzeichneten Gerichte oder in der Registratur desselben schriftlich oder persönlich zu melden und weitere Ausweisung zu erwarten, spätestens aber in dem auf den 17. Oktober 1849, Vormittags 11 Uhr, vor dem Deputirten Herrn Referendar Dahlmann angesetzten Termine zu erscheinen, widrigen Falls die Todeserklärung ohne Weiteres erfolgen wird. Münster, den 4. Dezember 1848. Königl. Land- und Stadtgericht. Allgemeine Bürger-Versammlung im Eiser'schen Saale. Die Demokratische Gesellschaft in Köln In Erwägung, daß die bevorstehenden politischen Wahlen die Theilnahme aller Bürger in Anspruch nehmen, setzt bis auf Weiteres ihre ordentlichen Freitagssitzungen aus und ladet hiermit alle Urwähler Köln's ein, am künftigen Somstage, den 13. Januar 1849, Abends 7 1/2 Uhr im Dickopf-(Eiser-)schen Saale zur Besprechung, der Wahl-Angelegenheiten zu erscheinen. Die Mitglieder der demokratischen Gesellschaft werden ersucht, ihre Karten für 1849 im Bureau der Gesellschaft von 6 Uhr an gegen ihre alten Karten einzutauschen. Eine baierische Bierbrauerei auf das Beste eingerichtet, steht im nördlichen Westphalen zu verkaufen. Diese Bierbrauerei setzt alljährig 1500 Ohm ab, wovon 300 in der eigenen Schenke verzapft werden. En gros erhält die Brauerei für 1 Ohm 6 Thlr. und für den Seidelen-Detail 1 Sgr. 3 Pf. bei dem Preise der Gerste von 28 Sgr. per 1 Berliner Scheffel. Näheres zu erfragen bei der Expedition auf frankirte Briefe. In meinem Verlage ist erschienen, und vorräthig in Köln bei A. Baedecker und M. Lengfeld: Meine Rede vor dem Geschwornengericht zu Köln, am 23. Dez 1848 von Andreas Gottschalk. Preis 2 1/2 Sgr. Die Vertheidigungsrede des Hrn. Dr. Gottschalk wurde bekanntlich durch den Präsidenten des Gerichtshofes abgeschnitten, indem dieser den Angeklagten aufforderte sich bei der Sache zu halten, worauf dieser erklärte, seine Vertheidigung, bei gefährdeter Redefreiheit, nicht mehr fortsetzen zu wollen. Es erscheint nun hier die ganze Rede zum erstenmal vollständig und genau, indem ihr der durch jenen Umstand weggebliebene Schluß vom Verfasser beigefügt ist. Die immense politische Bedeutung jenes ganzen Prozesses sichert dieser meisterhaften Vertheidigungsrede das allgemeine Interesse des Publikums. W. Sulzbach. Central-Verein für Auswanderung. Bei dem für nächstes Frühjahr voraussichtlich großen Andrange der Auswanderer zu den Hafen-Städten dürften sich die Ueberfahrtspreise nach den überseeischen Ländern nicht nur wesentlich steigern, sondern auch die Schiffsgelegenheiten sehr gesucht werden. Wir haben uns deßhalb veranlaßt gesehen, uns schon jetzt Schiffe 1. Klasse zur Abfahrt von Bremen am 1. und 15. März k. J. zu sichern und sind dadurch im Stande, feste Kontrakte zu sehr mäßigen Preisen abzuschließen Indem wir Auswanderer hierauf aufmerksam machen, bemerken wir, daß die näheren Bedingungen, so wie der Prospektus des Vereins in unseren Geschäfts-Lokalen und auf allen unseren Agenturen unentgeltlich entgegen genommen werden können. Köln, Hof Nr. 20, Düsseldorf, Hohestraße Nr. 914, den 29. Nov. 1848. J. A. Roeder. Ch. Fremery. L.Spiegelthal. Coaks ist wieder in sehr guter Qualität vorräthig, in der Gas-Erleuchtungs-Anstalt, Buschgasse 11. Berlin: Oekonomie-Administratoren — Wirthschafts-Inspektoren — Forst- und Domainen-Beamte — Rentmeister — Secretaire — Oberkellner — Braumeister — Fabrik-Aufseher — Pharmaceuten — Buchhalter- und Handlungs-Commis (für Banquier-, Comptoir-, Fabrik-, Manufactur-, Schnitt-, Material-, Reise- und sonstige Geschäfte) können sehr gute und dauernde, mit hohem Gehalt verbundene Stellen erhalten, und wollen sich baldigst wenden an die Agentur des Apothekers Schulz in Berlin, Alexanderstrasse Nr. 63. Sarg-Magazin. Die schönsten eichenen zu 10 Thlr., tannenen 1 Thlr. 15 Sgr., Kinder-Lädchen 10 Sgr., Mühlengasse Nr. 10 bei Schmidt Der Gerant Korff. Druck von J. W. Dietz, Unter Hutmacher Nr. 17.
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Zitationshilfe: Neue Rheinische Zeitung. Nr. 193. Köln, 12. Januar 1849, S. 1046. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/nn_nrhz193_1849/4>, abgerufen am 21.03.2019.