Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFH/NV%202004,%201406
Timestamp: 2020-02-19 07:10:23
Document Index: 38751115

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 12', '§ 115', '§ 12', '§ 12', '§ 115', '§ 132']

BFH, 08.06.2004 - VI B 158/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,4377
BFH, 08.06.2004 - VI B 158/03 (https://dejure.org/2004,4377)
BFH, Entscheidung vom 08.06.2004 - VI B 158/03 (https://dejure.org/2004,4377)
BFH, Entscheidung vom 08. Juni 2004 - VI B 158/03 (https://dejure.org/2004,4377)
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EStG § 9 § 12 Nr. 1; FGO § 115 Abs. 2 Nr. 1
Keine Anerkennung von Promotionskosten in einem atypischen Fall
Anerkennung von Bildungskosten als Erwerbsaufwendungen (hier: Promotionskosten); Hinreichend konkreter Veranlassungszusammenhang mit steuerpflichtiger Tätigkeit; Würdigung des Einzelfalles
BFH/NV 2004, 1406
Ob der Steuerpflichtige Aufwendungen aus beruflichem Anlass tätigt oder ob es sich um Aufwendungen für die Lebensführung i.S. des § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG handelt, ist anhand aller Umstände des Einzelfalles zu entscheiden (vgl. BFH-Urteile in BStBl II 2006, 782; vom 10. April 2002 VI R 46/01, BFHE 198, 563, BStBl II 2002, 579, m.w.N.;… Beschlüsse vom 10. Februar 2005 VI B 33/04, BFH/NV 2005, 1056; vom 8. Juni 2004 VI B 158/03, BFH/NV 2004, 1406).
Die Beurteilung, ob Aufwendungen beruflich oder privat veranlasst sind, obliegt in erster Linie der tatrichterlichen Würdigung des FG (BFH-Urteil vom 26. Januar 2005 VI R 71/03, BFHE 208, 572, BStBl II 2005, 349;… Beschlüsse in BFH/NV 2005, 1056; in BFH/NV 2004, 1406).
Die Frage, ob Aufwendungen beruflich veranlasst sind, obliegt in erster Linie der tatrichterlichen Würdigung durch das FG (vgl. BFH-Urteil vom 26. Januar 2005 VI R 71/03, BFHE 208, 572, BStBl II 2005, 349; und BFH-Beschluss vom 8. Juni 2004 VI B 158/03, BFH/NV 2004, 1406).
Die Frage, ob Aufwendungen beruflich veranlasst sind, obliegt in erster Linie der tatrichterlichen Würdigung durch das FG (vgl. auch BFH-Beschluss vom 8. Juni 2004 VI B 158/03, BFH/NV 2004, 1406).
Die Beantwortung der Frage, ob eine Zuwendung durch das Dienstverhältnis veranlasst ist, obliegt in erster Linie der tatrichterlichen Würdigung durch das FG (vgl. BFH-Urteil vom 26. Januar 2005 VI R 71/03, BFHE 208, 572, BStBl II 2005, 349, und BFH-Beschluss vom 8. Juni 2004 VI B 158/03, BFH/NV 2004, 1406, jeweils zur beruflichen Veranlassung von Aufwendungen).
b) Ob der Steuerpflichtige Aufwendungen aus beruflichem Anlass erbringt oder ob es sich um Aufwendungen für die Lebensführung i.S. von § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG handelt, muss anhand einer Würdigung aller Umstände des Einzelfalls, die in erster Linie dem FG als Tatsacheninstanz obliegt, entschieden werden (vgl. BFH-Urteile vom 12. April 1979 IV R 106/77, BFHE 127, 533, BStBl II 1979, 513; vom 10. April 2002 VI R 46/01, BFHE 198, 563, BStBl II 2002, 579; vom 26. Januar 2005 VI R 71/03, BFHE 208, 572, BStBl II 2005, 349; vom 22. Juni 2006 VI R 61/02, BFHE 213, 566, BStBl II 2006, 782; vom 1. Februar 2007 VI R 25/03, zur Veröffentlichung bestimmt; BFH-Beschluss vom 8. Juni 2004 VI B 158/03, BFH/NV 2004, 1406).
Ob ein Zulassungsgrund gemäß § 115 Abs. 2 Nr. 1 oder 2 FGO gegeben ist, beurteilt sich nach dem Zeitpunkt der Entscheidung über die Nichtzulassungsbeschwerde (ständige Rechtsprechung, BFH-Beschluss vom 8. Juni 2004 VI B 158/03, BFH/NV 2004, 1406, m.w.N.).
Die vom FA vorgebrachten Abgrenzungskriterien lassen sich im Streitfall auch nicht auf den vom Finanzgericht Münster, EFG 2017, 1949 unter der juris Rz. 35 zitierten Beschluss des BFH vom 8.06.2004 VI B 158/03, BFH/NV 2004, 1406 stützen.
Es bedarf keiner Entscheidung, ob im Hinblick auf den Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 8.06.2004 VI B 158/03, BFH/NV 2004, 1406 eine andere Beurteilung ungeachtet der erwerbswirtschaftlichen Vorteile der Titelführung dann angebracht wäre, wenn es um die Verschaffung einer wettbewerbsrechtlich oder berufsrechtlich unzulässigen bzw. hochschulrechtlich untersagten oder gemäß § 132 a Strafgesetzbuch sanktionierten Titelführung gehen sollte.
Dabei obliegt die Frage, ob Aufwendungen beruflich veranlasst sind, in erster Linie der tatrichterlichen Würdigung durch das FG (vgl. BFH-Urteil vom 26. Januar 2005 VI R 71/03, BFHE 208, 572, BStBl II 2005, 349, und BFH-Beschluss vom 8. Juni 2004 VI B 158/03, BFH/NV 2004, 1406).
FG Sachsen, 13.07.2017 - 8 K 1677/16