Source: https://www.bundesimmobilien.de/11391068/ausschreibung?vid=319981
Timestamp: 2020-04-04 02:47:51
Document Index: 345909331

Matched Legal Cases: ['§ 125', '§34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 128', '§ 128', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 41']

15.7.2020 00:00
VOEK 436-19
https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=319981
Bei der zu bewachenden Liegenschaft / Wirtschaftseinheit (WE) 136297 handelt es sich um einen ehemaligen StoÜbPl der Wehrmacht mit einer Größe von ca. 155 ha. Seit 1996 wird der ehemalige Standortübungsplatz vom Bundesforstbetrieb Heuberg bewirtschaftet bzw. verwaltet.
Im Jahr 2010 wurde eine historisch genetische Rekonstruktion durchgeführt, dadurch liegen detaillierte Kenntnisse über die Kampfmittelbelastung der Liegenschaft vor. Ein Teil der Liegenschaft ist per Allgemeinverfügung für das Betreten gesperrt. Es gibt jedoch Wege, welche durch gelbe Rauten und Pfosten markiert sind, die für die Öffentlichkeit freigegeben sind.
Der AN hat folgende Dienstleistungen zu erbringen:
• Grundleistung: Mobile Sicherheitsdienst – Revierdienst
• Bedarfsleistung: Mobiler Sicherheitsdienst – Interventionsdienst
In der Zeit vom 01.04. bis 30.09. sind zwei Kontrollfahrten je Kalenderwoche und in der Zeit vom 01.10. bis 31.03. ist eine Kontrollfahrt je Kalenderwoche durchzuführen. Die Kontrollfahrten erfolgen in Zweifachbesetzung und finden zu unregelmäßigen / wechselnden Zeiten statt. Pro Kontrollfahrt sind etwa 60 Minuten einzuplanen. Hierbei ist die Liegenschaft einmal komplett zu umfahren, wobei die 4 Kontrollpunkte des Wächterkontrollsystems angefahren werden.
Der AN hat zudem eine qualifizierte Objektleitung einzusetzen, die für die Koordinierung der Dienstleistung, die Gesamtaufsicht und die Sicherstellung der Dienstleistungsqualität verantwortlich ist. Die Objektleitung ist für die AG von Montag bis Freitag (ausgenommen an Feiertagen) von 08:00 Uhr bis 15:00 Uhr telefonisch erreichbar zu sein.
Soweit situationsabhängig Anlass zu weiteren Kontrollmaßnahmen besteht, werden diese von der AG im Rahmen der Bedarfsleistungen schriftlich beauftragt, separat vergütet und durch den AN erbracht.
Im Einzelfall kann die AG darüber hinaus eine Interventionskraft anfordern, die binnen einer halben Stunde vor Ort ist und die z. B. den Revierleiter bzw. dem Jagdpächter beim Räumen des Geländes unterstützt.
Ehemaligen Standortübungsplatz in 78467 Konstanz
Beginn der Leistungsfrist: 01.09.2020 (00:00 Uhr), Ende der Leistungsfrist: 31.08.2022 (24:00 Uhr).
Der Vertrag hat eine feste Laufzeit von zwei Jahren. Der Vertrag verlängert sich, sofern die AG einer Fortsetzung des Vertragsverhältnisses nicht mit einer Frist von sechs Monaten vor Ablauf der Vertragsdauer schriftlich widerspricht, um jeweils ein weiteres Jahr.
Die maximale Vertragsdauer beträgt sechs Jahre. Der Vertrag endet spätestens am 31.08.2026 um 24:00 Uhr, ohne dass es einer gesonderten Kündigung bedarf.
Die Betriebshaftpflichtversicherung hat mindestens folgende Deckungssummen pro Schadensfall aufzuweisen: Personenschäden 1,5 Mio. €, Sachschäden 1 Mio. €, sonstige Vermögensschäden 250.000 €, Schäden durch den Verlust überlassener Schlüssel 5.000 € und Schäden durch den Verlust bewachter Sachen 250.000 €. Sollte die Betriebshaftpflichtversicherung die vorgenannten Deckungssummen derzeit nicht erreichen oder noch keine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen sein, so ist der Bieter verpflichtet, im Falle der Zuschlagserteilung die Deckungssummen entsprechend zu erhöhen bzw. abzuschließen.
Die Vergütung des AN erfolgt nur nach den tatsächlich erbrachten, als ordnungsgemäß abgenommenen Leistungen. Jegliche Zahlung erfolgt bargeldlos unter dem Vorbehalt des Anspruchs auf Rückerstattung wegen fehlerhaft berechneter Leistungen oder Forderungen.
Angaben und Eigenerklärungen gemäß Bieterauskunft:
1. Einzelbieter/Bietergemeinschaft: Angaben zum Unternehmen, Handelsregistereintrag, zwingende und fakultative Ausschlussgründe.
2.1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen: Name, Sitz, Postanschrift, Rechtsform, Gegenstand des Unternehmens, Nummer der Eintragung in einem öffentlichen Register oder Geschäftsnummer der Genehmigungsbehörde, Registergericht oder Genehmigungsbehörde, gesetzlicher Vertreter, Ansprechperson, Telefon, Telefax, E-Mail-Adresse, ggf. zuständige Niederlassung bzw. Standort.
2.2. Einzelunternehmen/Freiberufler: Zusätzliche Angaben, sofern das Unternehmen ein Einzelunternehmen oder ein Freiberufler ist: Vorname, Name, ggf. abweichender Geburtsname, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit.
- Eigenerklärung zu Gründen für den Nichtausschluss und zu Selbstreinigungsmaßnahmen nach § 125 Abs. 2 GWB.
4. Eigenerklärung zur Betriebshaftpflichtversicherung: siehe oben "9. Höhe geforderter Sicherheitsleistungen".
5. Eigenerklärung zum Umsatz: Eigenerklärung zum Gesamtumsatz des Unternehmens sowie zum Umsatz bezüglich der ausgeschriebenen Leistungsart, jeweils bezogen auf die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre.
6. Eigenerklärung über die Leistungserbringung:
Eigenerklärung über die Eignung des Bieters (Bewachungserlaubnis gem. §34a Gewerbeordnung):
- Eigenerklärung, dass für die Ausführung der ausgeschriebenen Leistung die gewerberechtlichen Voraussetzungen und in diesem Zusammenhang auch die Erlaubnis für das Bewachungsgewerbe gem. § 34a Abs.1 GewO für das Unternehmen vorliegen - insbesondere der Inhaber/die Leitungsperson des Erklärenden zuverlässig und sachkundig i.S. von § 34 a Abs. 1 GewO ist und auch die weiteren dort genannten Anforderungen erfüllt.
- Eigenerklärung, dass das für die Durchführung der ausgeschriebenen Leistungen am Leistungsort einzusetzende Personal alle Überprüfungen und Voraussetzungen gem. § 34a Abs. 1a Gewerbeordnung (GewO) und der Bewachungsverordnung erfüllt und Überprüfungen positiv bestanden hat (§ 128 Abs. 2 GWB). Zudem wird das Personal während der Vertragslaufzeit regelmäßig und umfassend für die Leistungserbringung geschult.
- Eigenerklärung, dass eine Wochen vor Leistungsbeginn für das gesamte einzusetzende Personal inklusive Vertretung folgende Nachweise und Unterlagen zur Verfügung gestellt werden (§ 128 Abs. 2 GWB):
• Personaleinsatzliste: Name, Vorname, Funktion / Tätigkeitszuordnung, Bewacherre-gisteridentifikationsnummer,
• Nachweise über die geforderten Qualifikationen für Sicherheitspersonal im Revier-dienst gem. Punkt 2.2 der Leistungsbeschreibung (Anlage 1 zum Vertrag): Sachkundeprüfung mach § 34a GewO oder vergleichbar sowie gültiger Führerschein der Klasse B oder gleichwertig,
• Dienstanweisung gem. Punkt 4 der Leistungsbeschreibung (Anlage 1 zum Vertrag).
Eigenerklärung und Nachweise über die berufliche Qualifikation des vorgesehenen Personals / Eigenerklärung, dass das eingesetzte Personal über folgende Qualifikationen verfügt, um den Aufgaben gerecht zu werden:
- Alter: 18 Jahre oder älter,
- für die Besetzung des mobilen Sicherheitsdienstes (Revierdienst):
• Sachkundeprüfung nach § 34a GewO oder vergleichbar,
• Mind. 2-jährige auftragsspezifische Erfahrungen im Revier- und Kontrolldienst bei der Bewachung vergleichbarer Objekte,
• soweit das vorgesehene Personal die Sprache Deutsch nicht als Muttersprache spricht, Sprachkenntnis in Deutsch mindestens analog B2 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (selbstständige Sprachverwendung, gute Mit-telstufe),
• KFZ-Führer: Gültiger Führerschein der Klasse B oder gleichwertig zum Führen des PKW.
- für die Besetzung des Interventionsdienstes: wie beim Revierdienst (siehe oben).
- Beschäftigtenzahl des gesamten Unternehmens,
- Anzahl der Beschäftigten, bezogen auf die ausgeschriebene Leistungsart,
- Anzahl der geringfügig Beschäftigten, bezogen auf die ausgeschriebene Leistungsart.
Eigenerklärung zu mindestens 3 vergleichbaren Referenzen für die Leistungsart mobilier Sicherheitsdienst aus dem Zeitraum der letzten drei Jahre mit Angabe von: Art des Referenzobjektes, Ausführungsort (Anschrift) des Referenzobjektes, jährlicher Leistungsumfang in Euro, Leistungszeitraum, Leistungsart, Name des Auftraggebers und Ansprechperson mit Telefonnummer.
Bietergemeinschaften und Inanspruchnahme fremder Ressourcen.
9. Angaben und Eigenerklärungen bei Bietergemeinschaften: Bietergemeinschaften sind bereits bei Angebotsabgabe verpflichtet, alle Mitglieder der Bietergemeinschaft sowie Art und Umfang des Leistungsteils des jeweiligen Mitglieds zu benennen sowie ein Mitglied als bevollmächtigten Vertreter. Bietergemeinschaften müssen sich verpflichten, im Falle der Auftragserteilung die Vertragsleistung mit den namentlich benannten weiteren Mitgliedern der Bietergemeinschaft als Arbeitsgemeinschaft auszuführen und für alle im Zusammenhang mit dem Vertrag entstehenden Verbindlichkeiten gesamtschuldnerisch zu haften. Für die Abgabe der vorgenannten Erklärungen ist die Bietergemeinschaftserklärung (Vordruck Anhang IV) zu verwenden.
Erst auf gesonderte Anforderung der Auftraggeberin sind von jedem Mitglied der Bietergemeinschaft die „Bieterauskunft mit Eigenerklärungen“ (Vordruck Anhang II) und ggf. weiteren Eigenerklärungen und etwaige Nachweise vorzulegen. Von dem bevollmächtigten Vertreter der Bietergemeinschaft ist hingegen eine vollumfänglich ausgefüllte „Bieterauskunft mit Eigenerklärungen“ zu erteilen.
(Fortsetzung unten "14. Sonstige Angaben")
(Fortsetzung von "11. Unterlagen zur Beurteilung der Eignung...")
10. Eigenerklärung zu Unterauftragnehmerleistungen: Beschreibung der Teilleistungen mit Umfang, für die der Einsatz von Unterauftragnehmer geplant ist.
Erst auf gesonderte Anforderung der Auftraggeberin ist der Bieter verpflichtet, die zur Auftragsdurchführung vorgesehenen Unterauftragnehmer zu benennen und Verpflichtungserklärungen der Unterauftragnehmer vorzulegen. Der Bieter hat dann für jeden der zu beauftragenden Unterauftragnehmer die „Bieterauskunft im Vergabeverfahren“ mit Eigenerklärungen und etwaige Nachweise vorzulegen.
11. Eignungsleihe: Bezeichnung der Eignungskriterien, auf die sich die Eignungsleihe bezieht, und der Mittel und Kapazitäten, die von dritter Seite zur Verfügung gestellt werden.
Erst auf gesonderte Anforderung der Auftraggeberin ist der Bieter verpflichtet, die Unternehmen zu benennen, deren Kapazitäten in Anspruch genommen werden sollen, und Verpflichtungserklärungen dieser Unternehmen vorzulegen. Der Bieter hat für jedes Unternehmen, auf dessen Kapazitäten zurückgegriffen werden soll, die „Bieterauskunft im Vergabeverfahren“ und ggf. weitere Eigenerklärungen und etwaige Nachweise vorzulegen.
12. Das Angebotsschreiben.
13. Das Preisblatt.
14. Grundlagen der Angebotskalkulation.
15. Kopie der Bewachungsgewerbeerlaubnis des Unternehmens gemäß § 34 a Abs. 1 GewO.
- Werden vom Auftraggeber Eignungskriterien als Mindestanforderungen definiert, so führt der fehlende Nachweis zum Ausschluss aus dem Verfahren. Kann ein Bieter aus berechtigtem Grund geforderte Urkunden oder Bescheinigungen nicht beibringen, genügt die Vorlage anderer Dokumente, sofern sie ebenso geeignet sind, die Eignung des Bieters und das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen zu belegen.
- Bei ausländischen Bietern genügen gleichwertige Bescheinigungen des Herkunftslandes. Werden solche Bescheinigungen in dem betreffenden Land nicht ausgestellt, können sie durch eine Versicherung an Eides statt ersetzt werden. In Staaten, in denen es keine Versicherung an Eides statt gibt, kann diese durch eine förmliche Erklärung ersetzt werden. Nicht in deutscher Sprache verfassten Dokumenten ist eine beglaubigte Übersetzung ins Deutsche beizufügen.
- Der Nachweis der Eignung und des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen kann ganz oder teilweise durch die Teilnahme an Präqualifizierungssystemen erbracht werden.
- Ortsbesichtigungen werden nicht angeboten.
- Fragen zu den Vergabeunterlagen sind unter Nennung der Vergabenummer VOEK 436-19 über die e-Vergabe-Plattform (www.evergabe-online.de) einzureichen. Die Beantwortung der Fragen erfolgt ausschließlich über die e-Vergabe-Plattform. Ende der Frist für die Anforderung zusätzlicher Informationen: 30.04.2020; 12:00 Uhr.
- Enthalten die Vergabeunterlagen nach Auffassung des Bewerbers Unklarheiten, deren Klärung für die Angebotsabgabe wesentlich sind, so hat der Bieter die Auftraggeberin unverzüglich und vor Angebotsabgabe in Textform darauf hinzuweisen.
- Für das Angebot ist das beigefügten Preisblatt zu verwenden. Der Bieter hat sich vor Abgabe seines Angebotes über alle Umstände zu erkundigen, welche für die Ausführung seiner Leistung und die Preisermittlung bedeutsam sein können. Das Angebot muss die Preise, die Stundenverrechnungssätze für Standard- und Zusatzleistungen und alle sonstigen geforderten Angaben und Erklärungen enthalten. Vorgaben aus dem Mindestlohn bzw. Arbeitnehmerentsendegesetz und Vorgaben aus für allgemeinverbindlich erklärten Tarifverträgen sind zwingend bei der Angebotskalkulation zu berücksichtigen.
- Es gelangen nur vollständige und fristgerecht eingegangene Angebote in die Wertung. Die Nachforderung, Vervollständigung oder Korrektur von Unterlagen, Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen und Nachweisen richtet sich nach dem § 41 UVgO. Einen Anspruch auf Nachforderung haben die Bieter nicht.
- Nimmt der Bieter Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch (Unterauftragnehmer, Eignungsleihe), ist er verpflichtet, diese Unternehmen vor Angebotsabgabe auf die Datenschutzerklärung der Auftraggeberin unter http://www.bundesimmobilien.de/datenschutz hinzuweisen. In gleicher Weise sind die Ansprechpersonen der Referenzgeber vom Bieter vorab zu informieren.
- Ende der Angebotsfrist: 13.05.2020, 12:00 Uhr.