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Timestamp: 2020-08-08 12:42:01
Document Index: 366993678

Matched Legal Cases: ['§ 28', '§ 55', 'EuG', 'EuG', 'Art. 168', 'Art. 168', 'Art. 168', 'Art. 168', 'Art. 168', 'Art. 168', 'Art. 168', 'Art. 114', 'Art. 168', 'Art. 168', 'Art. 4', 'Art. 12', 'Art. 290', 'Art. 291', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'EuG', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 6', '§ 219', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 14', 'Art. 5', 'Art. 4', 'Art. 4']

Literaturverzeichnis : Die europäische Patientenrichtlinie aus vertragszahnärztlicher Perspektive
Katja Sabine Brauße LL.M.
Der Europäische Gerichtshof hat mit seiner Rechtsprechung den Weg zur zahnärztlichen Behandlung gegen Kostenerstattung im europäischen Ausland geebnet. Jetzt hat der europäische Gesetzgeber die Patientenrichtlinie (2011/24/EU) erlassen, mit der er die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung regelt. Katja Brauße untersucht deren praktische Auswirkungen auf die Vertragszahnärzte. Daneben stellt sie die Frage, inwieweit die Patientenrichtlinie die Ablösung des – für die gesetzliche Krankenversicherung fundamentalen – Sachleistungsprinzips durch die Selbstzahlung des Patienten (ggf. mit späterer Kostenerstattung) begünstigt. Die Autorin widmet sich aber noch einem weiteren entscheidenden Problem. Denn die Richtlinie wirft die Frage nach der Legitimation europäischer gesundheitspolitischer Rechtsetzungskompetenz auf.
978-3-653-96940-5
https://doi.org/10.3726/978-3-653-05803-1
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2015. XIV, 167 S.
2. Teil: Hintergrund der Kodifikation
3. Teil: Ausgewählte Aspekte der Patientenrichtlinie aus vertragszahnärztlicher Perspektive
Allen, Justin: Ensuring quality of healthcare providers within the single market, Eurohealth 2002, Vol. 8, No. 2, 14f.
Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen: Stellungnahme zum Richtlinienvorschlag der EU-Kommission „über die Ausübung der Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung“ vom September 2008, http://www.vdek.com/politik/europa/positionspapiere/stellungnahme_patientenrechte_20080922.pdf (Stand: 12.11.2012), zit.: Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen, Stellungnahme zum Richtlinienvorschlag vom September 2008.
Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Kranken- und Pflegekassen auf Bundesebene: Gesetzliche Krankenversicherung in Europa: Chancen nutzen – Kompetenzen bewahren – Soziales gestalten, Stand: Juli 2010, http://www.deutsche-sozialversicherung.de/de/europa/dokumente/dl1/SpiK_PositionsPapier_Juli2010.pdf (Stand: 12.11.2012), zit.: Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Kranken- und Pflegekassen 2010.
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. und das ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (AWMF und ÄZQ): Das Leitlinien-Manual von AWMF und ÄZQ, ZaeFQ (2001), 95 Suppl. I, S. 5ff.
Avdeeva, Olga/Georgieva, Lidia: Promoting the quality of health services in Bulgaria, Eurohealth Vol. 13, No. 2, 19f.
Barmenia Krankenversicherung/F.A.Z.-Institut für Management-, Markt- und Medieninformationen (Hrsg.): Kundenkompass Zahngesundheit, Wuppertal, Frankfurt am Main, 2008, Redaktion: Loesinger, Judith.
Bäune, Stefan/ Meschke, Andreas/ Rothfuß, Sven: Kommentar zur Zulassungsverordnung für Vertragsärzte und Vertragszahnärzte (Ärzte-ZV, Zahnärzte-ZV), Berlin 2008.
Baumann, Herta: Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung, Soziale Sicherheit 4/2011, S. 183ff.
A. Gegenstand und Fragestellung der Untersuchung
B. Die Patientenrichtlinie im Überblick
II. Anlass der Kodifizierung, Zweck der PRL
1. Bestimmungen zur Erleichterung des Zugangs zu einer Behandlung im EU-Ausland
2. Bestimmungen zur Kooperation auf dem Gebiet der Gesundheitsversorgung
V. Verheißungen der PRL
1. Politische Erwartungen
2. Angemessenheit der Erwartungen der zahnärztlichen Standespolitik
a) Verfügbarkeit der zahnmedizinischen Versorgung im Inland
b) Der Leistungskatalog der vertragszahnärztlichen Versorgung im europäischen Vergleich
bb) Beispiel Füllungen
cc) Beispiel Zahnersatz
c) Gegenläufige Faktoren
bb) Attraktivität Osteuropas für zahnärztliche Behandlungen von Patienten aus dem EU-Ausland
cc) Dentaltourismus inländischer GKV-Patienten
C. Strukturelle Grundzüge des Vertragszahnarztrechts
II. Der Vertragszahnarzt
2. Die Abgrenzung zum Humanmediziner
b) Historischer Exkurs: Separation von der Humanmedizin
c) Die Abgrenzung als Ziel und Mittel des aktuellen gesundheitspolitischen Diskurses
3. Freiberufler trotz Sozialstaatsbindung
a) Der Vertragszahnarzt als Freiberufler
b) Sozialstaatsbindung
III. Sachleistung und Kostenerstattung in der vertragszahnärztlichen Versorgung
1. Sachleistungs- und Kostenerstattungssystem
2. Umsetzung in der vertragszahnärztlichen Versorgung
a) Überblick: Das vertragszahnärztliche Leistungsspektrum (§ 28 Abs. 2 SGB V)
b) Die konservierend-chirurgische Behandlung, Individualprophylaxe und Behandlung von Parodontopathien
c) Die kieferorthopädische Behandlung
d) Der Festzuschuss zum Zahnersatz
aa) Bedeutung der Qualifikation: Gesundheitspolitische Signalwirkung
bb) Ausgangslage (§ 55 SGB V)
ee) Vorteile des Festzuschusssystems für die Vertragszahnärzte
3. Standespolitische Forderung nach einer Ausweitung der Kostenerstattung
IV. Das vertragszahnarztrechtliche Normengefüge
2. Gesamtverträge, Bundesmantelverträge und einheitlicher Bewertungsmaßstab
3. Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses
V. Qualitätssicherung und -förderung
2. Gesamtvergütung
3. Der Honoraranspruch des einzelnen Vertragszahnarztes
4. Besonderheit der vertragszahnärztlichen Honorierung: Der degressive Punktwert
B. Die Rechtsprechung des EuGH zur grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung bis zum Kommissionsvorschlag für eine Patientenrichtlinie vom 02.07.2008
I. Wegbereiter der Rechtsprechung
2. Qualifikation medizinischer Behandlungen als Dienstleistungen
3. Einbeziehung des Patienten in den Schutzbereich der Dienstleistungsfreiheit
4. Geltung der Grundfreiheiten für den Bereich der sozialen Sicherheit
II. Die Rechtsprechung bis zum 02.07.2008
2. Rechtssache Kohll (1998)
3. Rechtssache Decker (1998)
4. Rechtssache Smits- und Peerbooms (2001)
b) Anwendung der Kohll-/Decker-Rechtsprechung auf Sachleistungssysteme
c) Das Genehmigungserfordernis: Unterscheidung zwischen ambulantem und stationärem Sektor
5. Rechtssache Müller-Fauré und van Riet (2003)
6. Rechtssache Watts (2006)
7. Rechtssache Stamatelaki (2007)
III. Folgen der Rechtsprechung
1. Resonanz des Schrifttums – ein Überblick
2. Auswirkungen auf die vertragszahnärztliche Versorgung
b) Liberalisierung der inländischen Bedarfsplanung und der Zulassungssperren?
c) Einführung der Kostenerstattung als konstitutives Prinzip der GKV?
d) Ausländische Konkurrenz für die Vertragszahnärzte
e) Fehlende Steuerung ambulanter Leistungen in anderen Mitgliedstaaten
3. Transformation im SGB V
C. Versuchte Einbeziehung von Gesundheitsdienstleistungen in die Dienstleistungsrichtlinie
I. Regelungen zur Kostenerstattung bei grenzüberschreitender Gesundheitsversorgung
II. Geplante Verankerung des Herkunftslandprinzips
III. Herausnahme der Gesundheitsdienstleistungen
D. Die VO (EG) Nr. 883/2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (Koordinierungsverordnung)
I. Die Koordinierungsverordnung als alternativer Regelungsort
II. Regelungssystematik
III. Die Sachleistungsaushilfe bei Reisen zum Zweck der zahnärztlichen Behandlung
IV. Verhältnis zwischen der PRL und der VO (EG) Nr. 883/2004
E. Der Richtlinienvorschlag der Kommission vom 02. Juli 2008
II. Brisante Bestimmungen
III. Rezeption durch die zahnärztlichen Standesorganisationen
2. Stellung nehmende Organisationen
a) Council of European Dentists
b) Bundeszahnärztekammer
c) Freier Verband deutscher Zahnärzte
3. Kernpunkte des Entwurfs aus zahnärztlich-standespolitischer Perspektive
a) Kodifikation der EuGH-Rechtsprechung
b) Eingriffe in nationale Kompetenzen und Überregulierungen
aa) Europäische Vorgaben zu Qualitäts- und Sicherheitsstandards
bb) Europäische Referenznetze
cc) Nationale Kontaktstellen
c) Abgeleitete Rechtsetzung der Kommission
B. Kompetenzrechtliche Aspekte
I. Rechtsetzungskompetenz des Europäischen Parlaments und des Rates zum Erlass der PRL
2. Rechtsgrundlage(n) laut PRL
3. Art. 168 AEUV als Rechtsgrundlage der PRL
a) Art. 168 Abs. 1 AEUV
b) Art. 168 Abs. 2 AEUV
c) Art. 168 Abs. 3 und 6 AEUV
d) Art. 168 Abs. 4 AEUV
e) Art. 168 Abs. 5 AEUV
f) Art. 168 Abs. 7 AEUV
4. Art. 114 AEUV als Rechtsgrundlage der PRL
b) Anwendbarkeit im Gesundheitswesen
c) Binnenmarktbezug
e) Kompetenzgrenzen
aa) Harmonisierungsverbot (Art. 168 Abs. 5 AEUV)
bb) Die Kompetenzausübungsgrenze des Art. 168 Abs. 7 AEUV
(1) Regelungen, die in die mitgliedstaatliche Verantwortung eingreifen könnten
(2) Ausmaß der mitgliedstaatlichen Verantwortung
(3) Nationale Standards der Sicherheit und Qualität (Art. 4 Abs. 1 lit. b) PRL)
(4) Referenznetzwerke (Art. 12 PRL)
II. Befugnis der Kommission zum Erlass von delegierten Rechtsakten (Art. 290 AEUV) und Durchführungsrechtsakten (Art. 291 AEUV) aufgrund der PRL
1. Bedeutung der abgeleiteten Rechtsetzung
2. Delegation der Rechtsetzung
3. Ermächtigung zur Durchführung von Rechtsakten
C. Vorabgenehmigungspflichtige Gesundheitsversorgungen (Art. 8 Abs. 2 PRL)
II. Der Regelungsinhalt des Art. 8 Abs. 2 PRL
III. Relevanz der Ausnahmetatbestände für die Vertragszahnärzte
1. Krankenhausübernachtungen (Art. 8 Abs. 2 lit. a), i) PRL)
2. Einsatz hoch spezialisierter und kostenintensiver medizinischer Ausrüstung (Art. 8 Abs. 2 lit. a), ii) PRL)
b) Die Entscheidung des EuGH vom 5.10.2010 in der Rechtssache C-512/08 (Kommission ./. Frankreich)
aa) Inhalt der Entscheidung
c) Relevanz für die vertragszahnärztliche Praxis
3. Besonders riskante Behandlungen (Art. 8 Abs. 2 b) PRL)
4. Bedenklichkeit des Gesundheitsdienstleisters (Art. 8 Abs. 2 lit. c) PRL)
IV. Gründe für die Ablehnung der Vorabgenehmigung (Art. 8 Abs. 6 PRL)
D. Kostenerstattung (Art. 7 PRL)
II. Die Vorbedingung: Eigene Bezahlung
III. Die Verankerung des Kostenerstattungsprinzips für die Behandlung im EU-Ausland
1. Regelungsgehalt des Art. 7 PRL
2. Die Einholung eines Heil- und Kostenplans als Voraussetzung des Festzuschusses zum Zahnersatz im EU-Ausland
3. Die Berechnung der Erstattung an den GKV-Patienten
a) Vorgabe der PRL (Art. 7 Abs. 6 PRL)
b) Das Problem der vertragszahnärztlichen Gesamtvergütungen
IV. Ausschluss zwingender Vorgaben für die inländische Versorgung
V. Ausblick: Das Phänomen der Inländerdiskriminierung
1. Steuerungsmechanismen für die inländische Versorgung
2. Europarechtliche Beurteilung
3. Verfassungsrechtliche Beurteilung
E. Seltene Krankheiten (Artt. 13, 12 Abs. 1 S. 1 und Abs. 2 lit. f), 8 Abs. 4 PRL)
II. Bedeutung seltener Krankheiten in der zahnärztlichen Behandlung
2. Vermeidung von Komplikationen
3. Diagnostik seltener Krankheiten
4. Zahnärztliche Therapie
III. Regelungen der PRL zu seltenen Krankheiten
F. Europäische Referenznetzwerke (Art. 12 PRL)
III. Aufgaben (Art. 12 Abs. 2 PRL)
IV. Bedeutung für die vertragszahnärztliche Tätigkeit
1. Möglichkeit der Teilnahme für Zahnmediziner
2. Erforschung seltener Krankheiten
3. Therapie seltener Krankheiten
4. Beeinträchtigung der Freiberuflichkeit?
G. Einrichtung nationaler Kontaktstellen (Art. 6 PRL)
I. Regelungsbedarf und Inhalt der Regelung
II. Umsetzung durch § 219d SGB V
H. Regelungen zum Zahnarzt-Patienten-Kontakt
II. Vorfeld der Behandlung (Art. 4 Abs. 2 lit. b) und Abs. 5, Art. 5 lit. d) PRL)
1. Information des potentiellen Patienten
2. Verfügbarkeit der Patientenakte
b) Umsetzungsbedarf
aa) Erstellung einer Patientenakte
bb) Anspruch auf Erhalt einer Kopie der Patientenakte oder Zugriff per Fernabfrage
cc) Schutz der persönlichen Aufzeichnungen des Vertragszahnarztes?
3. Neue zwingende europäische Vorgaben zur Dokumentation?
4. Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung
a) Gegenstand des Abschnitts
b) Relevanz angemessener Verständigung zwischen Patient und (Zahn)arzt
c) Regelung der PRL zur Unterstützung der angemessenen Verständigung
d) Fazit und Ausblick
III. Die Behandlung selbst (Art. 4 Abs. 1 PRL)
1. Europäisierung der Qualitätsstandards?
a) Regelungen der PRL (Artt. 4 Abs. 1 lit. b) PRL, Abs. 2 lit. g) PRL, 10 Abs. 1 PRL)
2. Zulässige Erbringer zahnmedizinischer Gesundheitsdienstleistungen
a) Geltung des Arztvorbehaltes?
b) Kostentragung für die Inanspruchnahme von Privatzahnärzten?
aa) Umstrittene Einbeziehung
bb) Die Regelung durch die PRL
IV. Nach der Behandlung
1. Erstellung und Zugriff auf die Patientenakte (Art. 4 Abs. 2 lit. f) PRL, Art. 14 Abs. 2 lit. b) i) PRL)
2. Nachbehandlungsanspruch
a) Inhalt der Regelung (Art. 5 lit. c) PRL)
3. Haftpflichtversicherung (Art. 4 Abs. 2 lit. d) PRL)
a) Konstellationen
b) Vertragszahnärztliche Behandlung von Patienten aus dem EU-Ausland
aa) Vergütungsgrundlage (Art. 4 Abs. 4 S. 1 1. Var. PRL)
bb) Vorteile der Ausrichtung auf Klientel aus dem EU-Ausland
(1) Höhere Vergütung
(2) Patientengewinn
(3) Freiheit von Restriktionen
cc) Ausblick
c) Behandlung von GKV-Patienten im EU-Ausland: Anrechnung auf die Gesamtvergütung?