Source: https://www.karhausen-online.de/item/id/Bebautes_Grundstueck_am_Schloss_Gross_Rietz_263.html
Timestamp: 2018-08-16 19:50:13
Document Index: 65986611

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 34', '§ 2', '§ 2', '§ 24', '§ 437']

Bebautes Grundstück am Schloss Groß Rietz | Online-Immobilienauktionen - Ansehen, anmelden und mitbieten!
Auktions-Nr. (ID): 263
Bebautes Grundstück am Schloss Groß Rietz
(Freitag, 06. April 2018 - 12:00:00)
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Ca. Standort: Deutschland, 15848
Das zu veräußernde Grundstück war ursprünglich Teil der Schlossanlage Groß Rietz. Hier befand sich damals die Alte Brennerei des Schlosses.
Das Grundstück verfügt über eine Größe von ca. 4.880 m² und ist mit einer alten Scheune, Nebengebäuden, der Brennerei-Ruine sowie einem alten Schornstein (Storchennest) bebaut.
Alle Bauwerke befinden sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand. Das Grundstück und die Gebäude werden derzeit vertragslos genutzt.
Grundstücksgröße: ca. 4.880 m²
Grundfläche Scheune: ca. 420 m² (geschätzt)
Grundfläche Nebengebäude: ca. 130 m² (geschätzt)
Hinweise des Eigentümers:
Folgende Besonderheiten werden in den Kaufertrag aufgenommen:
Die Bebauung umfasst eine Scheune, eine Garage, Fundamentreste der ehemaligen Brennerei und einen gemauerten, im oberen Teil stark einsturzgefährdeten Schornstein (ca. 25 m hoch) mit unmittelbaren Handlungsbedarf. Auf der Spitze des Schornsteins befindet sich ein Storchennest, das auch von Störchen genutzt wird.
Die Scheune ist auf dem Nachbarflurstück überbaut; eine Nutzungsvereinbarung oder grundbuchliche Sicherung mit dem Eigentümer des Grund und Bodens im Bereich der Überbauung besteht nicht. Nutzer angrenzender Grundstücke nutzen Teile des Grundstückes und haben dazu ihre Einfriedungsgrenzen auf das Grundstück ausgedehnt.
Das Grundstück ist verwildert und vermüllt.
Das Grundstück ist nicht im Altlastenkataster registriert. Schädliche Bodenveränderungen und Altlasten im Sinne von § 2 BBodSchG sind nicht bekannt, können aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. Eine Haftung des Verkäufers für diesen Sachverhalt wird kaufvertraglich ausgeschlossen.
Ämterauskunft: lt. Schreiben des Lankreises Oder-Spree, Untere Abfallwirtschafts- und Bodenschutzbehörde vom 28.03.2018 liegen gegenwärtig für das Grundstück keine Erkenntnisse vor, die auf einen Altlastenverdacht im Sinne des § 2 Abs. 6 BBodSchG schließen. Dieses Grundstück ist deshalb nicht im Altlastenkataster registriert.
Gemeinde Rietz Neuendorf: lt. Schreiben vom 04.04.2018 Lage im Innenbereich gemäß § 34 BauGB. Es besteht Ensemble- und/oder Milieuschutz sowie eine Erhaltungssatzung vom 22.05.1999 für den Bereich Schloß und Park. Es sind keine Beschlüsse gefasst nachdem im Jahr 2018/19 Erschließungskosten anfallen. Keine Rückstände auf öffentliche Lasten oder bereits angefallene Erschließungskosten bekannt.
Grundbuch von Groß Rietz, Blatt 460
Flur 3, Flurstück 27
Das Objekt wird verkauft wie besichtigt / nicht besichtigt, unter Ausschluss jeglicher Haftung für Sachmängel gemäß Ziffer 6 und 8 der Versteigerungsbedingungen sowie ohne Räumungsverpflichtung des Verkäufers.
Für dieses Objekt gilt ein erweiterter Haftungsausschluss, der in den Kaufvertrag aufgenommen wird:
Gewährleistung wegen Sachmängeln
Der Kaufgegenstand wird verkauft, wie er steht und liegt, ohne jede Gewähr für Größe, Güte und Beschaffenheit und Nutzungsmöglichkeit des Grundes und Bodens und der darauf errichteten Baulichkeiten sowie für sichtbare und nicht sichtbare Mängel. Der Käufer wurde darauf hingewiesen, dass der obere Teil des Schornsteins stark einsturzgefährdet ist und ein sofortiger Handlungsbedarf zur Verkehrssicherung besteht. Die Kosten für einen Abbruch bzw. eine Sicherung des Schornsteins sind im Rahmen der Festsetzung des Mindestgebotes berücksichtigt worden. Der Käufer stellt den Verkäufer von dieser Verantwortung frei.
Ein Anspruch des Käufers gegen den Verkäufer auf Erstattung etwaiger Sanierungs-, Sicherungs-, Entsorgungs- und Abbruchkosten sowie kontaminationsbedingten Mehraufwandes wird ausdrücklich ausgeschlossen, auch wenn es sich erweisen sollte, dass ein etwaiger Sanierungs-, Sicherungs-, Entsorgungs- und Abbruchaufwand sowie kontaminationsbedingter Mehraufwand in erheblichem Missverhältnis zum Kaufpreis stehen sollte. Der Käufer will den Erwerb gleichwohl herbeiführen.
Schadenersatzansprüche des Käufers aus sonstigen Rechtsgründen, insbesondere auch wegen vorvertraglicher Pflichtverletzungen, bestehen nur im Falle einer
vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Verkäufers, eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen.
Im Fall von Schäden des Käufers aus der Verletzung des Körpers, des Lebens oder der Gesundheit haftet der Verkäufer auch, wenn ihm, seinen gesetzlichen Vertretern oder seinen Erfüllungsgehilfen einfache Fahrlässigkeit zur Last fällt.
Darüber hinaus haftet der Verkäufer für den Fall, dass er, seine gesetzlichen Vertreter oder seine Erfüllungsgehilfen eine wesentliche Vertragspflicht schuldhaft verletzen, für den daraus entstehenden vertragstypischen Schaden.
Der Notar hat darauf hingewiesen, dass die Haftung des Verkäufers nicht ausgeschlossen ist, wenn dieser einen Mangel arglistig verschweigt oder eine
Garantie für die Beschaffenheit des Kaufgegenstandes übernommen hat.
Der Verkäufer übernimmt keine Gewährleistung für das Nichtvorhandensein von Verunreinigungen aller Art in Boden oder sonstigen Grundstücksbestandteilen des
Kaufgegenstandes oder im Grundwasser. Der Begriff „Verunreinigungen" soll dabei alle schädlichen Veränderungen einschließlich schädlicher Bodenveränderungen i. S. v. § 2 Abs. 3 BBodSchG, Altlasten i. S. v. § 2 Abs. 5 BBodSchG, das Vorhandensein von wasser- oder umweltgefährdenden Stoffen wie z.B. Asbest, umfassen.
Bezüglich der Objektbeschreibung sowie einer Altlastenauskunft der zuständigen Bodenschutzbehörde wird auf Anlage1 verwiesen.
Etwaige Ansprüche des Käufers auf Minderung, Rückabwicklung des Kaufvertrages oder Kosten- und Schadenersatz werden ausdrücklich ausgeschlossen, ebenso die Erstattung eines etwaigen kontaminationsbedingten Mehraufwandes.
Wird der Verkäufer oder ein Gesamtrechtsnachfolger von Behörden oder Dritten wegen schädlicher Bodenveränderungen oder Altlasten, sonstigen Umweltschäden und hygienischen Belastungen oder wegen eines Verdachts hierauf nach Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG), Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) oder entsprechenden landesrechtlichen Vorschriften in Anspruch genommen, ist der Käufer verpflichtet, den Verkäufer oder einen Gesamtrechtsnachfolger auf erste Anforderung freizustellen, dem Verkäufer Auslagen, die dieser im vorbeschriebenen Zusammenhang nach Besitzübergang auf den Käufer tätigen muss, vollumfänglich zu erstatten bzw. die Sanierungsarbeiten nach Aufforderung durch den Verkäufer auf eigene Kosten durchzuführen.
Ein Ausgleichsanspruch des Käufers gegen den Verkäufer gemäß § 24 Abs. 2 BBodSchG wird hiermit ausdrücklich ausgeschlossen.
Der Notar wies darauf hin, dass der Käufer nach den gesetzlichen Regelungen einen Anspruch auf Übernahme einer fehlerfreien Sache hat, und dass ihm die in§ 437 BGB aufgeführten Rechte zustehen können, wenn Mängel bzw. schädliche Bodenveränderungen oder Altlasten vorhanden sind. Durch die vorstehenden
Regelungen werden diese Rechte des Käufers teils ausgeschlossen und teils eingeschränkt.
Der Käufer wünscht gleichwohl die Beurkundung der vorstehenden Vereinbarungen.
Der amtierende Notar belehrte über Inhalt und Tragweite des vorstehenden Haftungsausschlusses.
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