Source: https://jolosiedler.info/html/glossarn-z.html
Timestamp: 2019-04-18 17:03:24
Document Index: 143541994

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 29', '§ 27', '§ 27']

GlossarN-Z
Nachmieter: Sehr verbreitet ist die Meinung, ein Mietvertrag ließe sich vorzeitig auflösen, wenn dem Vermieter drei potentielle Nachfolger vorstellt werden. Hier liegt jedoch ein gravierender Irrtum vor, denn Verträge sind immer einzuhalten. Nur mit gegenseitigem Einverständnis von Vermieter und Mieter kann ein Mietverhältnis vorzeitig beendet werden - gleich ob mit oder ohne Nachmieter.
Nachtruhe: Von 22:00 bis 6:00 Uhr gilt eine besondere Nachtruhe - von 20:00 bis 7:00 Uhr eine eingeschränkte Ruhezeit. Der BGH hat dies in einem Urteil von 2003 eindeutig bestätigt.
Niederschlagswasser: Es gibt zwei Sorten von Abwasser: Schmutzwasser und Niederschlagswasser. Niederschlagswasser ist Regenwasser, das von bebauten oder befestigten Flächen (Dächer, Müllplätze, Wege usw.) über Regenrinnen und Abflussrohre in die öffentlichen Regenwasserkanäle geleitet werden kann. Niederschlagswasser ist Bestandteil der Betriebskostenabrechnung.
PERLATOR® ist eigentlich ein geschützter Markenname der Firma NEOPERL. Es hat sich jedoch zu einem allgemeinen Sammelbegriff für einen Strahlregler entwickelt, der auch Mischdüse oder Luftsprudler genannt wird. Ein Perlator ist eine Vorrichtung am Auslauf einer Sanitärarmatur - z.B. Wasserhahn -, die den Strahl formen und ein gleichmäßiges, spritzfreies Strömen des Wassers bewirken. Gleichzeitig spart ein belüfteter Perlator Wasser- und Energiekosten.
Photovoltaikanlage: Mit Photovoltaik (auch Fotovoltaik) wird die Umwandlung von Strahlungsenergie, im allgemeinen Sonnenenergie, in elektrische Energie bezeichnet. Zuerst dienten derartige Anlagen ab 1958 der Energieversorgung von Satelliten. Mittlerweile werden sie immer mehr zur Stromerzeugung weltweit besonders auf Dächern oder großen Freiflächen eingesetzt. Der Name setzt sich aus “Photos” - das griechische Wort für Licht - und “Volta” - nach Alessandro Volta, einem Pionier der Elektrizität - zusammen.
Ab 2006 hat STADT UND LAND auch in der John-Locke-Siedlung mehrere Photovoltaikanlagen auf den Hausdächern installiert, die der Stromerzeugung und der Warmwasserversorgung dienen. Allein zwei dieser Anlagen vermieden im Jahr 2006 rund . 46.500 kg CO2
Rettungswege: Dass Feuerwehrzufahrten für Rettungsfahrzeuge freigehalten und nicht in unmittelbarer Nähe von Hydranten geparkt wird, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Alle Flure im Hausgang und die Treppen zählen zu den Rettungswegen. Deshalb müssen sie für Feuerwehr und Sanitäter immer frei gehalten werden. Dort dürfen sich keine brennbaren oder sperrigen Gegenstände befinden, wie Fahrräder, Pappkartons oder Möbel. Die Türen bei Rettungswegen sollten immer geschlossen bleiben. l Diese Türen dürfen aber auf gar keinen Fall abgeschlossen sein, damit man sie als Fluchtweg benutzen kann.
Reinigungsklassen der BSR: Gemäß dem Berliner Straßenreinigungsverzeichnis werden die öffentlichen Straßen, Plätze und Wege je nach Verkehrslage, Ausbauzustand und Verschmutzungsgrad in die nachstehenden Verzeichnisse und Reinigungsklassen unterteilt - die Tabellen hierzu findet man durch einen Klick auf
Rollator: Sieht die Hausordnung ein Abstellverbot für Fahrräder vor, so ist dies nach einer Entscheidung des LG Hannover Az 20 S 39/05 auf Rollatoren nicht übertragbar. Sollten es die räumlichen Verhältnisse in der Wohnung nicht zulassen, so muss es dem auf dieses Gerät angewiesenen Mieter erlaubt werden, den Rollator - möglichst zusammengeklappt - auf dem Treppenflur abzustellen. Voraussetzung ist aber auch, dass Mitbewohner nicht unzumutbar beeinträchtigt werden.
Schimmel: Schimmel ist meist in Form von schwarzen Punkten auf den Wänden, an Zimmerdecken oder in Fliesenfugen zu sehen. Grüne und braune Varianten kommen seltener vor. Oft liegt auch ein muffiger Geruch in der Luft. Nicht immer aber ist der Schimmel auf den ersten Blick zu sehen. Manchmal versteckt er sich lange unter der Tapete oder in Löchern im Mauerwerk bevor er endlich zum Vorschein kommt. Ausführliche Informationen hierzu sind auf der Webseite zu finden.
Schmutzwasser: Es gibt zwei Sorten von Abwasser: Schmutzwasser und Niederschlagswasser. Schmutzwasser ist benutztes Wasser aus dem Haushalt, z. B. aus Bad, Toiletten und Küche. Schmutzwasser ist Bestandteil der Betriebs-kostenabrechnung.
Smart grids: Mit diesem Begriff wird ein zukünftiges intelligentes Stromnetz bezeichnet, dass durch Vernetzung der Stromerzeuger und bis hin zu den Stromverbrauchern eine effektive und ausgeglichene Elektrizitätsversorgung gewährleisten soll. Ein wesentlicher Bestandteil dabei sind die künftig in den Haushalten installierten so genannten Smart meter.
Smart meter: Hierbei handelt es sich um intelligente Stromzähler, welche die altbekannten Geräte immer mehr ablösen werden. Für alle Neubauten und bei Grundsanierungen müssen diese Geräte seit dem 1.1.2010 in den Wohnungen eingebaut werden. Die Smart Meter zeigen digital den Verbrauch des Vortages, Monats und Jahres an. Ziel dieser Geräte ist es, die Stromenergie entsprechend der einzelnen Haushaltsgeräte effizienter zu nutzen und die Stromnetze (smart grids) besser auszulasten. Zusatzgeräte erweitern den Smart meter dahingehend, dass der Stromverbrauch auch über den privaten Computer ausgewertet werden kann
S O P H I A: Kurzname für das Programm “Soziale Personenbetreuung - Hilfen im Alltag”. SOPHIA ist in mehreren deutschen Städten im Einsatz, so auch in Berlin und wird hier u.a. von der STADT UND LAND durchgeführt. Als Mieter, besonders aus dem Bereich der älteren oder behinderten Menschen, kann man diese kostenpflichtigen Leistungen in Anspruch nehmen. Als Nutzer wird man in ein soziales Netzwerk eingebunden, das einen persönlichen Paten zur Unterstützung des Alltags sowie technische Einrichtungen zur Hilfe bei Notsituationen zur Verfügung stellt .
Stoßlüftung: Mit Stoßlüften wird das kurzzeitige und vollständige Öffnen eines oder mehrerer Fenster oder Außentüren eines Raumes bezeichnet, um einen wirkungsvollen Luftaustausch in der Wohnung zu erzielen. Dabei reichen bereits wenige Minuten für einen optimalen Luftwechsel aus. Weiterhin empfiehlt sich ein mehrmaliges Stoßlüften innerhalb eines Tages.
Streupflicht: Der Vermieter kann die ihm bei Eis und Glätte obliegende Streupflicht an andere übertragen, zum Beispiel an Fremdfirmen, die sich geschäftlich mit der Schneeräumung befassen. Stürzt ein Mieter, kann er von demjenigen Schadenersatz verlangen, dem die Streupflicht übertragen wurde. Zwar ist der Vermieter für die Sicherung der Hauszugänge verpflichtet, doch kann er diese delegieren, so dass er nur noch eine lockere Überwachtungspflicht nachkommen muss. (BGH-Urteil vom 22.1.08 AZ: VI ZR 126/07)
Streusalz: Es beeinträchtig die Bäume in mehrfacher Hinsicht. Zum einen treten Schädigungen beim direkten Kontakt der Pflanzenoberfläche mit den im Spritzwasser enthaltenen Chloriden auf, zum anderen führt die Aufnahme von salzreichem Bodenwasser durch die Wurzeln auf längere Sicht zur Schädigung und zum Absterben der Zellen im Inneren der Bäume. Aus diesem Grunde untersagen die meisten Städte und Gemeinden den Einsatz von Streusalz auf Gehwegen. Die Ausbringung von Streusalz auf Gehwegen und Privatgrundstücken ist in Berlin grundsätzlich verboten. Entsprechende Bestimmungen enthalten § 3 Abs. 8 Straßenreinigungsgesetz sowie § 29 Abs. 1 Nr. 7 Berliner Naturschutzgesetz.
Tauben: Immer wieder lassen sich an Dächern oder Balkons Tauben nieder, die dann durch Kot und Dreck Balkons, Hauseingang oder Fensterbänke verschmutzten. Es ist belegt, dass Taubenkot Krankheitserreger enthalten kann, die zu einer Gesundheitsgefährdung der Mieter führen können. Ferner ergibt sich unter Umständen eine massive Verschmutzung der Mietsache. Hieraus folgt die Verpflichtung des Vermieters, geeignete Abwehrmaßnahmen zu ergreifen. Nach dem Gesetz muss der Vermieter die Mietsache während der Mietzeit in einem ordnungsgemäßen Zustand erhalten. Anders verhält es sich bei Schwalben - hier gelten naturschutzrechtliche Einschränkungen
Thermostatventil: Das Thermostatventil hat die Aufgabe, die Wärmeabgabe eines Heizkörpers durch mehr oder weniger starkes Drosseln des Heizwasserstroms dem jeweiligen Raum-Wärmebedarf anzupassen. Die folgende Tabelle zeigt den Temperaturbereich, welcher von der Reglerstellung erreicht werden soll. Eine Abweichung von ca. 1 Grad befindet sich im zulässigen Toleranzbereich.
Toilettenspülung: Die Betätigung der Toilettenspülung, ob über Spülkasten oder Druckleitung, sind Geräuschquellen, die Mieter immer wieder aneinander geraten lassen. Wer sich hierdurch belästigt fühlt, hat auch vor Gericht schlechte Karten, denn diese Art von Lärm gehört zum Leben dazu und ist hinzunehmen. Für nähere Angaben
U-Wert: Der U-Wert (ehemals k-Wert) ist ein Maß für den Wärmedurchgang durch einen Bauteil und wird in W/(m²K) angegeben. Mit dem U-Wert wird ausgedrückt, welche Leistung pro m² des Bauteils auf einer Seite benötigt wird, um eine Temperaturdifferenz von 1 Kelvin aufrecht zu erhalten (Anm.: Leistung ist Energie pro Zeiteinheit. Deshalb auch: Welche Energiemenge pro Zeiteinheit durch den Bauteil fließt). Je kleiner der U-Wert ist, desto besser, weil weniger Wärme durch den Bauteil geleitet wird. (Quelle: www.energiesparhaus.at/fachbegriffe)
Verbrauchsausweis: Beim Verbrauchsausweis erfolgt die Einordnung der energetischen Qualität des Gebäudes mit Hilfe eines Energieverbrauchkennwertes, der aus dem Energieverbrauch von drei aufeinanderfolgenden Jahren für die Beheizung und die zentrale Warmwasserbereitung (bei Nichtwohngebäuden zusätzlich Beleuchtung und Klimatisierung) ermittelt wird. Hierbei werden auch das Klima und längere Leerstände rechnerisch berücksichtigt.
Warme Betriebskosten: Bei den sogenannten warmen Betriebskosten handelt es sich um die Kosten für Heizung und Warmwasser. Der Gegensatz sind die sogenannten “kalten Betriebskosten”. Die Umlage der warmen Betriebskosten ist in § 27 Absatz 1 iVm Anlage 3 zu § 27 Absatz 1 Zweite Berechnungsverordnung sowie in der Heizkostenverordnung geregelt. Anhand dieser Verordnungen muss der Vermieter verbrauchsabhängig abrechnen.
Wärmebrücke: Bei der Wärmedämmung ist es wichtig, von Anfang an Wärmebrücken zu vermeiden. Das sind die Bereiche in der Gebäudehülle, die gar nicht oder nur unzureichend gedämmt sind. An diesen Stellen gelangt viel Wärme von innen nach außen.
Typische Wärmebrücken in Wohnhäusern sind etwa aus dem Haus herausragende Betonteile wie Balkone oder nicht gedämmte Rollladenkästen. Aber auch einfache Bohrungen in den Dämmstoff, um zum Beispiel Lampen oder Dekorationen zu befestigen, können zu Wärmebrücken führen.
Problematisch sind diese Stellen aber nicht allein wegen des Energieverlusts, sondern auch wegen der Gefahr der Schimmelbildung. Ist eine Stelle an der Wand besonders kalt, sammelt sich bereits nach kurzer Zeit Tauwasser. Gerade bei Immobilien, die gut gedämmt sind, verschärft sich dieser Effekt. Zwar lassen sich Schwachstellen auch nachträglich nachbessern, in der Regel ist dies aber mühselig. (Quelle: www.focus.de/immobilien/energiesparen)
Wasserhärte: In Deutschland wird die Wasserhärte in deutschen Härtegraden (dH) angegeben und entsprechend dem Waschmittelgesetz in vier Härtebereiche eingeteilt. Für das Gebiet der John-Locke-Siedlung wird von den Berliner Wasserwerken der Härtegrad III angegeben. Hartes Wasser ist sogar gesund, weil es lebenswichtige Mineralien enthält. So ist Calcium ein wichtiger Baustoff für Knochen und Zähne und unentbehrlich für die Blutgerinnung. Magnesium wirkt positiv auf die Nerven, die Muskelarbeit, die Arterien und beugt Herzinfarkt vor. Lediglich Küchengeräte und Waschmaschinen werden unter diesem Härtegrad in Mitleidenschaft gezogen. Nähere Einzelheiten sind unter www.bwb.de zu erfahren.
dH-Wert
< 7°dH weiches Wasser Härtebereich
7 – 14°dH mittelhartes Wasser Härtebereich
14 – 21°dH hartes Wasser Härtebereich
> 21°dH sehr hartes Wasser Härtebereich
Werbung: Ein Mieter muss es nicht hinnehmen, dass Firmen den Briefkasten mit Werbesendungen verstopfen. Ist ein Aufkleber mit dem Text ”Keine Werbung” am Briefkasten angebracht, dürfen die Austräger nichts einwerfen. Es liegen in diesem Zusammenhang diverse Gerichtsurteile vor, unter anderem aus Frankfurt (AZ: 6 U 136/88),Köln (AZ: 6 U 32/91) und Mannheim (AZ: 10 S 560/89)
Winterdienst: Der Vermieter muss grundsätzlich dafür sorgen, dass bei Schnee- und Eisglätte alle Wege, Parkplätze oder Hauseingänge, die zum Grundstück gehören, gefahrlos begehbar sind. Dies gilt auch für öffentliche Bürgersteige. Der Vermieter haftet für die Sicherheit auf seinem Grundstück und den angrenzenden Gehwegen. Gestreut und geräumt werden muss in der Regel zwischen 7 und 20 Uhr. Bei starkem Schnee- und Glatteisaufkommen sind die Räum- und Streuarbeiten in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.
Wohngeld: Das Wohngeld ist ein Zuschuss zur wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens; es wird jedoch nur auf Antrag geleistet. Empfänger von sog. Transferleistungen (z. B. Arbeitslosengeld II, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Sozialhilfe) sind vom Wohngeld grundsätzlich ausgeschlossen, wenn die Kosten der Unterkunft bereits bei der Berechnung der Transferleistung berücksichtig worden sind. Beim Vorliegen auch der übrigen gesetzlichen Voraussetzungen besteht ein Rechtsanspruch auf das Wohngeld. Einzelzeiten sind auf der Seite <Miet-Info> - Stichwort <Wohngeld> zu finden.
Zimmerlautstärke: Es definiert, dass ein Geräusch, Lärm oder Musik wie aber auch Elektro- oder Motorgeräte außerhalb einer Wohnung kaum wahrnehmbar sein darf. Die Geräusche sollen auf das Zimmer begrenzt bleiben, in dem sich die Lärmquelle befindet. Einen gesetztlich festgelegten Lärmpegel oder eine Klassifizierung als Richtwert gibt es nicht. Damit kann eine Überschreitung einer Zimmerlautstärke nur von Fall zu Fall und unter Berücksichtigung bestimmter baulicher Gegebenheiten festgestellt werden.
Zweirohrheizung: Die Zweirohrheizung stellt das in der Neuzeit am häufigsten ausgeführte Wärmeverteilungssystem dar. Jeder Heizkörper wird an eine Vor- und eine Rücklaufleitung angeschlossen und erhält damit eine annähernd gleiche Vorlauftemperatur. Die Leistung der Heizkörper wird mit Thermostatventilen geregelt. Hierbei können auch digitale Verbrauchsmesssysteme optimal eingesetzt werden .