Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=10.07.1997&Aktenzeichen=IX%20ZR%2024/97
Timestamp: 2019-10-19 19:14:30
Document Index: 304439910

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 126', 'BGH', '§ 130', '§ 519', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 126', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 126', '§ 126', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 130']

BGH, 10.07.1997 - IX ZR 24/97 - dejure.org
https://dejure.org/1997,313
BGH, 10.07.1997 - IX ZR 24/97 (https://dejure.org/1997,313)
BGH, Entscheidung vom 10.07.1997 - IX ZR 24/97 (https://dejure.org/1997,313)
BGH, Entscheidung vom 10. Juli 1997 - IX ZR 24/97 (https://dejure.org/1997,313)
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Anforderungen an die Unterzeichnung einer Berufungsschrift
NJW 1997, 3380
MDR 1997, 1052
VersR 1998, 340
Dabei ist ein großzügiger Maßstab anzulegen, sofern die Autorenschaft gesichert ist (st. Rspr., vgl. BGH, Urteile vom 22. Oktober 1993 - V ZR 112/92 - NJW 1994, 55; vom 10. Juli 1997 - IX ZR 24/97 - NJW 1997, 3380 unter II 1 und 2 a; Beschluss vom 27. September 2005 - VIII ZB 105/04 - NJW 2005, 3775 unter II 2 a und b;… MünchKomm-BGB/Einsele, 5. Aufl. § 126 Rdn. 17 m.w.N.).
Wenn die Autorenschaft etwa durch einen maschinenschriftlichen Zusatz des Namens gesichert ist, ist zwar nach der Rechtsprechung bei den an eine Unterschrift zu stellenden Anforderungen ein großzügiger Maßstab anzulegen (BGH 10. Juli 1997 - IX ZR 24/97 - NJW 1997, 3380; 27. September 2005 - VIII ZB 105/04 - NJW 2005, 3775).
Ob ein Schriftzug eine Unterschrift oder lediglich eine Abkürzung darstellt, beurteilt sich dabei nach dem äußeren Erscheinungsbild (BAG 28. Januar 2004 - 5 AZR 32/03 - ZTR 2004, 364, zu A der Gründe; 30. August 2000 - 5 AZB 17/00 - AP ZPO § 130 Nr. 17 = EzA ZPO § 519 Nr. 11, zu II 1 der Gründe; BGH 10. Juli 1997 - IX ZR 24/97 - NJW 1997, 3380, zu II 1 der Gründe mwN).
Dabei ist in Anbetracht der Variationsbreite, die selbst Unterschriften ein und derselben Person aufweisen, jedenfalls bei gesicherter Urheberschaft ein großzügiger Maßstab anzulegen (st.Rspr.; BGH, Urteile vom 9. November 1988 - I ZR 149/87, NJW 1989, 588, vom 22. Oktober 1993 - V ZR 112/92, NJW 1994, 55, vom 10. Juli 1997 - IX ZR 24/97, NJW 1997, 3380, 3381 und Beschluss vom 27. September 2005 - VIII ZB 105/04, NJW 2005, 3775; jeweils m.w.Nachw.).
Unter diesen Voraussetzungen kann selbst ein vereinfachter und nicht lesbarer Namenszug - anders als eine dem äußeren Erscheinungsbild nach bewusste und gewollte Namensabkürzung (vgl. BGH…, Beschluss vom 11. April 2013 - VII ZB 43/12, NJW 2013, 1966 Rn. 8; Urteil vom 10. Juli 1997 - IX ZR 24/97, VersR 1998, 340, jeweils mwN) - als Unterschrift anzuerkennen sein, wobei insbesondere von Bedeutung ist, ob der Unterzeichner auch sonst in gleicher oder ähnlicher Weise unterschreibt (…Senatsbeschluss vom 3. März 2015 - VI ZB 71/14, VersR 2015, 1045 Rn. 8 mwN;… BGH, Beschlüsse vom 9. Juli 2015 - V ZB 203/14, NJW 2015, 3104 Rn. 7;… vom 16. Juli 2013 - VIII ZB 62/12, NJW-RR 2013, 1395 Rn. 11, jeweils mwN).
In Anbetracht der Variationsbreite, die selbst Unterschriften ein und derselben Person aufweisen, ist jedenfalls dann, wenn die Autorenschaft gesichert ist, bei den an eine Unterschrift zu stellenden Anforderungen ein großzügiger Maßstab anzulegen (BGH, Urteil vom 10. Juli 1997 - IX ZR 24/97, NJW 1997, 3380 unter II 2 a; Beschluss vom 29. Oktober 1986 - IVa ZB 13/86, NJW 1987, 1333).
bb) Die Unterschrift ist von einer bewussten und gewollten Namensabkürzung (Handzeichen, Paraphe) zu unterscheiden (BGH 21. Februar 2008 - V ZB 96/07 - Rn. 8, Grundeigentum 2008, 539; 10. Juli 1997 - IX ZR 24/97 - zu II 1 der Gründe mwN, NJW 1997, 3380) .
Die Urheberschaft des Prozessbevollmächtigten der Beklagten wird darüber hinaus bestätigt durch die maschinenschriftliche Namenswiedergabe nebst Berufsbezeichnung (vgl. hierzu BGH…, Beschluss vom 27. September 2005 - VIII ZB 105/04, aaO Rn. 9; Urteil vom 10. Juli 1997 - IX ZR 24/97, VersR 1998, 340, 341 unter II. 2.c).
Ob ein Schriftzug eine Unterschrift oder lediglich eine Abkürzung (Handzeichen, Paraphe) darstellt, beurteilt sich nach dem äußeren Erscheinungsbild (NJW 1994, 55; NJW 1996, 3164; NJW 1997, 3380, 3381; NJW 2001, 316; NJW-RR 2007, 351; BAG, NZA 2008, 521;… Staudinger/Hertel, a.a.O., § 126 Rdnr. 143).
Bei der Prüfung, ob eine Unterschrift vorliegt, kann eine dem Schriftzug beigefügte Namenswiedergabe in Maschinenschrift zur Deutung vergleichend herangezogen werden (BGH, NJW 1992, 243; NJW-RR 1997, 760; vgl. a. BGH, NJW 1997, 3380, 3381).
In Anbetracht der Variationsbreite, die selbst Unterschriften ein und derselben Person aufweisen, ist insoweit ein großzügiger Maßstab anzulegen, wenn die Autorenschaft gesichert ist (BGH, NJW 1987, 1333, 1334; NJW-RR 1997, 760; NJW 1997, 3380, 3381; NJW 2005, 3775; NJW-RR 2007, 351;… Staudinger/Hertel, a.a.O., § 126 Rdnr. 143;… Palandt/Ellenberger, a.a.O., § 126 Rdnr. 10).
So hat die Rechtsprechung (BGH, NJW 1997, 3380, 3381) z. B. in einem "K" mit weiterem Aufstrich eine wirksame Unterschrift gesehen.
a) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist bei bestimmenden Schriftsätzen die eigenhändige Unterschrift des Ausstellers erforderlich, um diesen unzweifelhaft identifizieren zu können (BGH, Urteil vom 10. Juli 1997 - IX ZR 24/97, NJW 1997, 3380, unter II 1; Beschluss vom 21. Februar 2008 - V ZB 96/07, GE 2008, 539, Tz. 8; jeweils m.w.N.).
Ein Schriftzug, der nach seinem äußeren Erscheinungsbild eine bewusste und gewollte Namensabkürzung (Handzeichen, Paraphe) darstellt, genügt dagegen den an eine eigenhändige Unterschrift zu stellenden Anforderungen nicht (BGH…, Urteil vom 22. Oktober 1993, aaO, m.w.N.; BGH, Urteil vom 10. Juli 1997, aaO; BGH, Beschluss vom 28. September 1998 - II ZB 19/98, NJW 1999, 60, unter II 1; BGH…, Beschluss vom 21. Februar 2008, aaO).
Bei einem solchen Schriftzug kann nicht davon ausgegangen werden, dass lediglich mit einer Namensabkürzung unterzeichnet werden und keine vollständige Unterschrift geleistet werden sollte (vgl. hierzu auch BGH, Urteil vom 10. Juli 1997, aaO, unter II 2 a).
Die Urheberschaft der Beklagtenvertreterin wird bestätigt durch die maschinenschriftliche Namenswiedergabe nebst Berufsbezeichnung und durch den Umstand, dass im vorliegenden Verfahren sämtliche von der Beklagtenvertreterin bis zur erstmaligen Beanstandung durch das Berufungsgericht geleisteten Unterschriften dem Namenszug auf der Berufungsschrift ähneln (vgl. hierzu BGH, Beschlüsse vom 10. Juli 1997, aaO;… vom 27. September 2005, aaO, …und vom 26. Februar 1997, aaO).
BGH, 21.02.2008 - V ZB 96/07
BGH, 24.07.2001 - VIII ZR 58/01
LAG Baden-Württemberg, 20.02.2013 - 4 Sa 93/12
Unterschrift unter Klageschrift mittels Paraphe - Heilung; Beglaubigung mittels …
LSG Rheinland-Pfalz, 26.07.2010 - L 2 R 158/10
Sozialgerichtliches Verfahren - Unzulässigkeit der Berufung - Berufungsfrist - …
BAG, 30.08.2000 - 5 AZB 17/00
BGH, 20.02.2003 - V ZB 59/02
Bindung des Rechtsbeschwerdegerichts an die Zulassung einer bereits kraft …
BayObLG, 28.05.2003 - 1 ObOWi 177/03
Anforderungen an die Unterschrift unter ein Urteil
BGH, 16.09.2010 - IX ZB 13/10
Wirksamkeit eines Insolvenzeröffnungsbeschlusses: Anforderungen an die …
BGH, 22.11.2005 - VI ZB 75/04
OLG Rostock, 07.03.2006 - 12 U 7/05
Übertragung von Zahlungsansprüchen nach Pachtende gemäß der VO (EG) 1782/2003
OLG Köln, 28.06.2005 - 22 U 34/05
Abschluss eines Mietvertrages durch einen Vertreter; Anforderungen an die …
LAG Baden-Württemberg, 02.02.2018 - 4 Ta 13/17
Sofortige Beschwerde - Unterschriftserfordernis
KG, 02.04.2019 - 3 Ws (B) 81/19
Anforderungen an die Unterzeichnung des Urteils durch den Richter
OLG Hamm, 26.10.2005 - 30 U 121/05
LAG Berlin-Brandenburg, 13.07.2007 - 6 Sa 808/07
Äquipollentes oder gleichwertiges Parteivorbringen
BFH, 02.01.2008 - X B 62/07
Unterschrift unter ein Urteil: Ersetzung und Anforderungen - verspätete …
OLG Düsseldorf, 26.06.2000 - 1 Ws 336/00
Unterzeichnung der Zustellungsurkunde
OLG Saarbrücken, 20.05.2016 - Ss 28/16
Wirksamkeit der Beschränkung der Berufung auf den Rechtsfolgenausspruch bei …
BGH, 21.10.1998 - IV ZB 15/98
Lauf der Berufungsfrist für den Nebenintervenienten
LAG Rheinland-Pfalz, 05.03.2009 - 11 Sa 706/08
Berufungsbegründung - Frist - Entwurf - Unterschrift des Prozessbevollmächtigten
LG Düsseldorf, 13.09.2006 - 23 S 137/05
Anspruch aus einem Unfallversicherungsvertrag bei Verursachung des Unfalls durch …
OLG Düsseldorf, 17.09.2001 - 4 Ws 432/01
Widerruf einer angeordneten Vollstreckungsaussetzung einer Restfreiheitsstrafe …
OLG Hamm, 30.10.2003 - 2 Ws 259/03
Berufung, Schriftform, Wahrung, Wirksamkeit, Erkennbarkeit des Verfassers
LG Wuppertal, 12.01.2017 - 7 O 189/15
Zahlung von Schadensersatz wegen Kündigung des Leasingvertrages; Beweislast für …
LG Hamburg, 11.08.2009 - 311 S 50/09
§§ 130 Nr. 6, 519 Abs. 4 ZPO
LG Hamburg, 11.08.2009 - 311 S 49/09
BPatG, 14.08.2008 - 11 W (pat) 16/08
OLG Nürnberg, 14.08.2007 - 13 U 252/07
BPatG, 28.03.2006 - 34 W (pat) 320/03
BPatG, 24.04.2012 - 6 W (pat) 9/11