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Timestamp: 2018-06-23 04:52:12
Document Index: 24314494

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 2', 'EuG', 'EuG', 'Art. 5', 'Art. 5', 'EuG', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'BGH', 'EuG', 'BGH', 'OGH', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 7', 'BGH', 'Art. 6', 'BGH', 'BGH']

Wie weit reicht der Markenschutz? Kritik, Parodie und Keyword Advertising aus europäischer Perspektive - PDF
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1 Universität Bayreuth Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsches und Europäisches Wirtschaftsrecht, insb. Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht Wie weit reicht der Markenschutz? Kritik, Parodie und Keyword Advertising aus europäischer Perspektive Prof. Dr. Ansgar Ohly, LL.M. MPI-Alumni-Treffen, 27. September 2008
2 1. Einführung und Fallgruppen Produkt- / Unternehmenskritik Parodie Keyword Advertising Imageschutz v. Meinungsfreiheit Schutz vor Ausbeutung / Lächerlichkeit v. Kunst- und Kommunikations freiheit Schutz vor Ausbeutung v. neue Informationsprodukte Wie weit reicht der Markenschutz?
3 1. Einführung und Fallgruppen Produkt-/Unternehmenskritik I: Greenpeace- Fälle Cour de Cassation, 8/4/2008 (www.legifrance.gouv.fr) Areva und E$$O BGH NJW 2008, 2110 Genmilch
4 1. Einführung und Fallgruppen Produkt- / Unternehmenskritik II: Nichtraucherfälle Cour de Cassation, [2007] IIC 357 Camel BGH GRUR 1984, 684 Mordoro
5 1. Einführung und Fallgruppen Produkt-/Unternehmenskritik III: Vergleichende Werbung British Airways v Ryanair [2001] FSR 32 EXPENSIVE BA.DS! BA Ryanair Paris Rome
6 1. Einführung und Fallgruppen Parodie I: Parodie im Rahmen politischer / gesellschaftlicher Kritik siehe oben
7 1. Einführung und Fallgruppen Parodie II: Scherzartikel OLG Frankfurt GRUR 1982, 319 Lusthansa BGH GRUR 1994, 808 Mars / Markenverunglimpfung I Sport und Spiel! macht mobil......bei Sex-
8 1. Einführung und Fallgruppen Parodie III: Literatur und Kunst Rechtbank Amsterdam, [2003] ECDR 23 Tanja Grotter BGH GRUR 2005, 583 Lila Postkarte
9 1. Einführung und Fallgruppen Keyword Advertising / Google Adwords
10 2. Grundlagen Wie weit reicht der Markenschutz? Verwechslungs schutz Umfassendes Herrschaftsrecht über - Kommunikation - Gewinnerzielung
11 2. Grundlagen Handeln im geschäftlichen Verkehr = Zusammenhang mit Absatzförderung, Verkauf oder Lieferung eines Produkts (vgl. Art. 2 (d) UGP-RL) Fehlt bei reinem Beitrag zu politischer / gesellschaftlicher Diskussion Folge: nationales allg. Zivilrecht - F: Art Code civil - D: 823 I (Gewerbebetrieb); 826 BGB
12 2. Grundlagen Markenmäßige Benutzung: Zweistufentest des EuGH (zb EuGH, Rs C-48/05, GRUR 2007, 318 Opel/Autec; lesenswert Kur GRUR Int 2008, 1 ff.; Knaak GRUR Int 2008, 91 ff.; Eichhammer, Die markenmäßige Benutzung, 2008) (1) Unterscheidung von Produkten (2) Eignung zur Beeinträchtigung der Markenfunktion Art. 5 (1): Beeinträchtigung der Herkunftsfunktion Art. 5 (2): gedankliche Verknüpfung
13 2. Grundlagen Der erweiterte Schutz der bekannten Marke Ausnutzung der Wertschätzung (Rufausbeutung/ Imagetransfer) Beeinträchtigung der Wertschätzung (Rufschädigung) Ausnutzung der Unterscheidungskraft (Aufmerksamkeitsausbeutung) Beeinträchtigung der Unterscheidungskraft (Verwässerung) ohne rechtfertigenden Grund in unlauterer Weise
14 3. Lösung der Fallgruppen Markenkritik Benutzung im geschäftlichen Verkehr - (-) bei Beitrag zu gesellsch. / politischer Diskussion - (+) bei vergleichender Werbung Markenmäßige Benutzung? - Stufe 1: Unterscheidung von Produkten (+) - Stufe 2: Beeinträchtigung der wesentlichen Markenfunktionen (+) bei Verwechslungsgefahr (EuGH, Rs. C-533/06, GRUR 2008, 698, O2 v Hutchison 3G) - ansonsten regelmäßig Art. 5 (1) (-), aber Art. 5 (2) (+) Art. 5 (2): Meinungsfreiheit als rechtfertigender Grund
15 3. Lösung der Fallgruppen Parodie Handeln im geschäftlichen Verkehr - Beitrag zu politischer / gesellschaftlicher Diskussion (-) - Angebot von Scherzartikeln / Büchern / Kunstwerken (+) Markenmäßige Benutzung - Art. 5 (1): wenn Abnehmer die Marke als Herkunftshinweis verstehen (unwahrscheinlich!) - Art. 5 (2): gedankliche Verbindung ausreichend (regelmäßig +) Art. 5 (2): - Ausnutzung der Unterscheidungskraft, evtl. auch Rufschädigung - Meinungs-/Kunstfreiheit als Rechtfertigung, dabei Unterscheidung political speech / commercial speech
16 3. Lösung der Fallgruppen Keywords: Die europäischen Juristen sind sich uneins. Revisionen zum BGH Vorlage an den EuGH durch Cour de Cassation (verb. Rs /08, Google/Louis Vuitton et al)
17 3. Lösung der Fallgruppen Keyword Advertising I Wer handelt? - Automatische Online-Tools - Werbender handelt, Google ist ggf. Störer Handeln im geschäftlichen Verkehr regelmäßig (+) Markenmäßige Benutzung, Schritt 1: Benutzung der Marke zur Produktunterscheidung? - Wilson v. Yahoo [2008] EWHC 361 (Ch): (-) nur der Internet-Nutzer - BGH GRUR 2007, 65 Impuls (zu Metatags): fehlende Sichtbarkeit für Nutzer unerheblich - OLG Braunschweig MMR 2007, 110 Impuls II: Das gilt auch für Adwords - OLG Köln MMR 2008, 50: (-), denn Nutzer kennen Verbindung zwischen Marke und Werbung nicht
18 3. Lösung der Fallgruppen Keyword Advertising II Markenmäßige Benutzung, Schritt 2: Beeinträchtigung der Herkunftsfunktion? Pro: Nutzung der Lotsenfunktion - OLG Braunschweig MMR 2007, 110 Impuls II; OLG Dresden K&R 2007, 269; OLG Stuttgart MMR 2007, 649; CA Versailles, 23/3/06 Eurochallenges; CA Paris, 28/6/06 Louis Vuitton - Ebenso für Werbung über der Trefferliste ÖOGH MMR 2007, 497 Wein & Co; OLG München MMR 2008, 334 Impuls Contra: Nutzer nimmt keine wirtschaftliche Beziehung an - OLG Düsseldorf, MMR 2007, 247 Beta Layout; OLG Frankfurt MMR 2008, 471; OLG Köln MMR 2008, 50 ;TGI Strasbourg, 20/7/07 Tryba; Reed Executive v. Reed Business Inf., [2004] EWCA Civ 159, Wilson v. Yahoo [2008] EWHC 361 (Ch)
19 3. Lösung der Fallgruppen Keyword Advertising III Wenn Art. 5 (1) anwendbar: Identitätsschutz (Art. 5 (1)(a)) oder Verwechslungsgefahr (Art. 5 (1)(b)) Art. 5 (2) - Regelmäßig Ausnutzung der Unterscheidungskraft - Interessenabwägung im Rahmen der Lauterkeitsprüfung: geringe Beeinträchtigung der Interessen des Markeninhabers, Allgemeininteresse an Suchmaschinen-Infrastruktur Bei Nutzung durch Vertriebsberechtigten ggf. Erschöpfung (Art. 7) - CA Amsterdam, 14/12/06 Portakabin; BGH GRUR 2007, AIDOL
20 3. Lösung der Fallgruppen Keyword-Advertising IV: UWG Harmonisierung (-), Art. 6 II lit. a UGP-RL mangels Irreführung (-) - daher auch 5; 4 Nr. 3 UWG (-) Unlautere Nachahmung + Rufausbeutung ( 4 Nr. 9b UWG) mangels Nachahmung und Rufausbeutung (-) Behinderung ( 4 Nr. 10, Kundenfang ) (-), denn kein Recht an eigener Werbesphäre
21 4. Fazit Fazit Ausdehnung des Markenschutzes von Herkunftshinweis zur Kommunikationsherrschaft Gefahr der Beeinträchtigung von Allgemeininteressen Lösungsmöglichkeiten - Weiter Anwendungsbereich + breite Schranken ( fair use ) - Stufenweise Einschränkungen im VerletzungsTB
22 Universität Bayreuth Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsches und Europäisches Wirtschaftsrecht, insb. Patent-, Urheber- und Wettbewerbsrecht Campus der Universität Bayreuth Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
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LUDWIG-MAXIMILIANS-UNIVERSITÄT MÜNCHEN MARKENRECHT (OHLY) SEITE 28 III. Schutzbereich der Kennzeichenrechte und Verletzung 1. Markenverletzung Lit.: Hacker, 17-19; Sosnitza, 8; Sack, WRP 2010, 198 Übungsfall
3. Die Verletzung von Kennzeichenrechten
89 3. Die Verletzung von Kennzeichenrechten Lit.: Götting, 50, Kur, GRUR Int. 2008, 1 ff.; Ohly, GRUR 2007, 926 ff.; Rohnke/Bott/Jonas/Asschenfeldt, GRUR Int. 2005, 419 ff. Übungsfall 1 (BGH GRUR 2002,
90 3. Die Verletzung von Kennzeichenrechten Lit.: Götting, 50, Kur, GRUR Int. 2008, 1 ff.; Ohly, GRUR 2007, 926 ff.; Rohnke/Bott/Jonas/Asschenfeldt, GRUR Int. 2005, 419 ff. Übungsfall 1 (BGH GRUR 2009,
II. Wettbewerbsrechtliche Ansprüche. 1. Ergänzender Leistungsschutz 1 UWG
II. Wettbewerbsrechtliche Ansprüche Rz. 94 auch auf die Verwendung ¹zur Unterscheidung von Waren oder Dienstleistungenª erweitert ist, also über die Kennzeichnung der Herkunft nach auch auf die Unterscheidung
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