Source: http://www.agrarjurist.de/rechtsgebiete/wildschaeden/landesrecht/bayern.html
Timestamp: 2019-06-19 16:04:42
Document Index: 119592146

Matched Legal Cases: ['Art.45', 'Art.46', 'Art.47', '§35', '§25', '§26', '§27', '§28', '§29']

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Wildschäden an Grundstücken, auf denen nicht gejagt werden darf, werden nicht ersetzt, Art.45 BayJG
wurde in einem Wirtschaftsjahr bereits Ersatz für einen kompletten oder teilweisen Ernteausfall gezahlt, so kann ein erneuter Schaden nur dann ersetzt werden, wenn die Neubewirtschaftung des Grundstücks üblich war, Art.46 BayJG
Art.47a BayJG sieht ein Vorverfahren entsprechend §35 BJagdG vor: die Gemeinde ist zuständig für Schäden an Grundstücken in ihrem Gebiet; ist die Gemeinde an dem Streit beteiligt, entscheidet die Rechtsaufsichtsbehörde. Das Vorverfahren wird mit einer schriftlichen gütlichen Einigung oder mit einem Vorbescheid beendet. Gegen diesen kann innerhalb von vier Wochen eine Klage vor den Zivilgerichten erhoben werden
§25 AVBayJG (Ausführungsverordnung zum Bayerischen Jagdgesetz): Schäden an gemeindefreien Jagdrevieren müssen bei der Gemeinde geltend gemacht werden, auf deren Gebiet das Jagdrevier liegt, andernfalls bei der angrenzenden Gemeinde. Auch hier bleibt es den Beteiligten überlassen, den Streit ohne Vorverfahren durch Vereinbarung zu regeln.
nach §26 AVBayJG ist, sobald ein Wildschaden gemeldet ist, ein Ortstermin festzusetzen, zu dem der Geschädigte und der Ersatzpflichtige geladen werden. Sollte eine der Parteien dies verlangen, nimmt auch ein Wildschadenschätzer am Ortstermin teil. Falls eine gütliche Einigung erzielt wird, wird diese schriftlich festgehalten (Abs.1) und von den Parteien unterzeichnet (Abs.3); nach Abs.2 kann eine Partei beantragen, dass die Schadensschätzung erst zum Erntezeitpunkt erfolgt (wenn nicht offensichtlich ist, dass die Ernte komplett ausfällt)
nach §27 AVBayJG wird, falls sich der Geschädigte und der Erstazpflichtige nicht einigen können, ein Wildschadenschätzer hinzugezogen, der ein Gutachten erstellt; auf dieser Grundlage erlässt die Gemeinde einen Vorbescheid
der Vorbescheid kann gemäß §28 AVBayJG nach vier Wochen vollstreckt werden, wenn nicht innerhalb dieser Zeit durch Klageeinreichung ein gerichtliches Verfahren vor den Zivilgerichten nach §29 AVBayJG eröffnet wird.