Source: http://www.vpb.admin.ch/franz/doc/70/70.41.html
Timestamp: 2013-12-05 11:02:00
Document Index: 379174521

Matched Legal Cases: ['Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 32', 'Art. 47', 'Art. 15', 'Art. 14', 'Art. 12', 'Art. 14', 'Art. 15']

JAAC 70.41
Auszug aus dem Entscheid SRK 2003-105 der Eidgenössischen Steuerrekurskommission vom 24. Oktober 2005 in Sachen X. AG
Considérant c
Considérant d.aa.
Considérant g.aa.
Considérant e.aa.
Considérant aaa.
Considérant bbb.
SRK2003-105
Taxe sur la valeur ajoutée (OTVA). Exonération proprement dite et improprement dite. Agence de voyages. Déduction de l'impôt préalable. Double affectation. Estimation. Méthodes d'estimation. Coefficients expérimentaux.
Art. 12 al. 1, art. 14 ch. 9, art. 15 al. 2 let. i, art. 32 al. 1, art. 47 al. 3 OTVA.
- Taxation par appréciation (consid. 2d). Exonération proprement dite selon l'art. 15 al. 2 let. i OTVA (consid. 2e), exonération improprement dite selon l'art. 14 ch. 9 OTVA (consid. 2f). Réduction de la déduction de l'impôt préalable en cas de double affectation (consid. 2g, 3c, 4a).
- Réduction de la déduction de l'impôt préalable par estimation (consid. 2c/bb, 4b). L'assujetti a la possibilité de se défendre contre une taxation par appréciation. Preuve de l'erreur d'estimation (consid. 2d/bb, 4c-e). Le caractère erroné de l'estimation peut également être démontré par la preuve que l'estimation se base sur des méthodes ou des moyens d'estimation inadéquats ou incompatibles avec les conditions de l'espèce (consid. 4e/aa).
- Méthodes d'estimation admissibles. Coefficients expérimentaux (consid. 2d/aa, 4e/bb/aaa). En l'espèce, l'Administration fédérale des contributions (AFC) a utilisé, pour l'estimation, des coefficients expérimentaux qui se fondent sur les chiffres d'une seule et unique entreprise de la même branche. Elle n'a en outre pas décrit et justifié dans quelle mesure les relations de cette dernière sont comparables avec celles de la recourante. De cette façon, l'AFC a complètement négligé les données individuelles de la recourante et la taxation par appréciation s'avère dès lors gravement inappropriée. Renvoi pour nouvelle estimation à l'autorité inférieure (consid. 4e/bb/aaa).
Mehrwertsteuer (MWSTV). Echte und unechte Steuerbefreiung. Reisebüro. Vorsteuerabzug. Gemischte Verwendung. Schätzung. Schätzungsmethoden. Erfahrungszahlen.
Art. 12 Abs. 1, Art. 14 Ziff. 9, Art. 15 Abs. 2 Bst. i, Art. 32 Abs. 1, Art. 47 Abs. 3 MWSTV.
- Ermessensveranlagung (E. 2d). Echte Steuerbefreiung nach Art. 15 Abs. 2 Bst. i MWSTV (E. 2e), unechte Steuerbefreiung nach Art. 14 Ziff. 9 MWSTV (E. 2f). Kürzung des Vorsteuerabzugs bei gemischter Verwendung (E. 2g, 3c, 4a).
- Kürzung des Vorsteuerabzuges mittels Schätzung (E. 2c/bb, 4b). Möglichkeiten des Steuerpflichtigen, sich gegen eine Ermessensveranlagung zu wehren. Beweis der Unrichtigkeit der Schätzung (E. 2d/bb, 4c-e). Die Unrichtigkeit der Schätzung kann auch mit dem Nachweis dargetan werden, dass sie sich auf sachwidrige Schätzungsmethoden oder -hilfsmittel stütze oder unvereinbar sei mit den Gegebenheiten im Einzelfall (E. 4e/aa).
- Zulässige Schätzungsmethoden. Erfahrungszahlen (E. 2d/aa, 4e/bb/aaa). Im vorliegenden Fall hat die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) bei der Schätzung «Erfahrungswerte» verwendet, welche auf den Zahlen bloss eines einzigen Unternehmens derselben Branche beruhen. Sie hat überdies nicht erläutert und belegt, inwiefern die Verhältnisse bei diesem vergleichbar seien wie bei der Beschwerdeführerin. Damit hat die ESTV die individuellen Gegebenheiten bei der Beschwerdeführerin völlig ausser Acht gelassen und die Ermessensveranlagung erweist sich als schwerwiegend unangemessen. Rückweisung zu neuer Schätzung an die Vorinstanz (E. 4e/bb/aaa).
Imposta sul valore aggiunto (OIVA). Esenzione fiscale propriamente detta ed impropriamente detta. Agenzia di viaggi. Deduzione dell'imposta precedente. Utilizzo misto. Stima. Metodi di stima. Valori usuali risultanti dall'esperienza.
Art. 12 cpv. 1, art. 14 n. 9, art. 15 cpv. 2 lett. i, art. 32 cpv. 1, art. 47 cpv. 3 OIVA.
- Tassazione sulla base di una stima (consid. 2d). Esenzione propriamente detta secondo l'art. 15 cpv. 2 lett. i OIVA (consid. 2e), esenzione impropriamente detta secondo l'art. 14 n. 9 OIVA (consid. 2f). Riduzione della deduzione dell'imposta precedente in caso di utilizzo misto (consid. 2g, 3c, 4a).
- Riduzione della deduzione dell'imposta precedente attraverso una stima (consid. 2c/bb, 4b). Possibilità del contribuente di contestare una tassazione basata su una stima. Prova che la stima non è corretta (consid. 2d/bb, 4c-e). La prova che la stima è sbagliata può essere fornita anche dimostrando che tale stima si basa su metodi o strumenti non idonei o incompatibili con le circostanze della fattispecie (consid. 4e/aa).
- Metodi di stima ammessi. Valori usuali risultanti dall'esperienza (consid. 2d/aa, 4e/bb/aaa). Nella fattispecie, per la stima l'Amministrazione federale delle contribuzioni (AFC) ha utilizzato valori usuali risultanti dall'esperienza, che poggiano sulle cifre di una sola azienda dello stesso settore. Inoltre, l'AFC non ha spiegato né dimostrato in che misura la situazione di tale azienda fosse comparabile a quella della ricorrente. L'AFC ha quindi completamente ignorato le particolarità individuali della ricorrente e la tassazione basata sulla stima è quindi gravemente inadeguata. Rinvio all'autorità inferiore per una nuova stima (consid. 4e/bb/aaa).
A. Die X. AG, mit Sitz in der Schweiz, bezweckt laut Handelsregisterauszug namentlich die Durchführung und Vermittlung von Sprachreisen und anderen Weiterbildungsveranstaltungen im In- und Ausland und ist seit dem 1. Januar 1995 im Register der Mehrwertsteuerpflichtigen bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) eingetragen.
B. Nach einer bei der Steuerpflichtigen durchgeführten Kontrolle forderte die ESTV mit Ergänzungsabrechnung (EA) für die Abrechnungsperioden 1. Quartal 1995 bis 4. Quartal 2000 (1. Januar 1995 bis 31. Dezember 2000) Mehrwertsteuern in Höhe von Fr. 70'401.- nach. Auf Verlangen der X. AG erliess die ESTV am 29. Juni 2001 einen beschwerdefähigen Entscheid und bestätigte den Steuerbetrag gemäss EA.
C. Gegen diesen Entscheid der ESTV erhob die X. AG am 29. August 2002 Einsprache mit dem Hauptbegehren, die in der EA vorgenommene Vorsteuerkürzung sei aufzuheben und die im Entscheid vom 29. Juni 2001 nachgeforderte Mehrwertsteuer von Fr. 70'401.- auf Fr. 17'186.- zu reduzieren. Eventualiter beantragte sie, die von der ESTV angenommenen Anteile der Bildungsleistungen von 55,17% bzw. 62,24% seien auf 26% bzw. 43% und daher die geforderte Mehrwertsteuer von Fr. 70'401.- auf Fr. 47'280.- zu reduzieren.
D. Mit Einspracheentscheid vom 23. Mai 2003 stellte die ESTV fest, dass der Entscheid vom 29. Juni 2001 im Betrag von Fr. 17'186.- in Rechtskraft erwachsen sei, wies die Einsprache der X. AG ab und verfügte, dass diese für die Steuerperioden 1. Quartal 1995 bis 4. Quartal 2000 Fr. 53'215.- Mehrwertsteuer zuzüglich Verzugszins zu bezahlen habe. Die ESTV erläuterte, die Arrangements der X. AG würden zu 40% Sprachkurse ohne Reise und zu 60% ein Konglomerat aus Ausbildungsleistungen (Sprachschulen), Reise und Unterkunft umfassen. Die Leistungskomponenten seien auseinander zu halten und es lägen verschiedene Arten von Umsätzen vor. Bei den Sprachkursen handle es sich unbestrittenermassen um steuerausgenommene Umsätze im Sinne von Art. 14 Ziff. 9 der Verordnung vom 22. Juni 1994 über die Mehrwertsteuer (MWSTV, AS 1994 1464). Die Steuer auf den für diese Umsätze verwendeten Gegenständen und Dienstleistungen dürfe nicht als Vorsteuer abgezogen werden. Dabei spiele es keine Rolle, ob ein solcher Umsatz im In- oder Ausland erzielt werde, eine Berechtigung zum Vorsteuerabzug sei in beiden Fällen ausgeschlossen. Diese Umsätze seien der X. AG als Anbieterin dieser Leistungen zuzurechnen und nicht den ausländischen Sprachschulen. Die Reise- und Unterkunftsleistungen seien hingegen steuerfrei im Sinne von Art. 15 Abs. 2 Bst. i MWSTV und es bestehe für diese Umsätze die Berechtigung zum Vorsteuerabzug. Im Hinblick auf das Eventualbegehren erläuterte die ESTV, bei der Anwendung der Pauschalvariante 2 zur Berechnung der Vorsteuerabzugskürzungen bei gemischter Verwendung sei entscheidend, dass für den Steuerpflichtigen kein offensichtlicher Steuervor- oder -nachteil resultiere. Die ESTV habe bezüglich des Anteils der Ausbildungsleistungen einen branchenspezifischen «Kürzungsschlüssel» aufgrund von Erfahrungswerten angewandt (55,17% bzw. 62,24% Vorsteuerabzugskürzung). Die von der Einsprecherin gewählte Methode habe einen Steuervorteil zur Folge, eine den Steuerpflichtigen eindeutig begünstigende Methode könne nicht zugelassen werden.
E. Gegen diesen Einspracheentscheid führt die X. AG (Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 23. Juni 2003 Beschwerde an die Eidgenössische Steuerrekurskommission (SRK) mit den Anträgen, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und die EA vom 4. April 2001 um Fr. 53'215.- bzw. eventualiter um Fr. 23'121.- zu reduzieren. Das Hauptbegehren begründet sie im Wesentlichen damit, dass die ausserhalb der Schweiz gelegenen Sprachschulen ihre Dienstleistungen im Ausland erbringen würden und die Schweiz diese Dienstleistungen nicht mit der Mehrwertsteuer belasten könne. Die Vorsteuerkürzung komme zudem einer Doppelbesteuerung gleich. Reisebüros müssten deswegen berechtigt sein, die gesamte Vorsteuer zum Abzug zu bringen. Eventualiter wendet die Beschwerdeführerin sich gegen die von der ESTV angewendeten Erfahrungszahlen, diese kön