Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Saarbr%C3%BCcken&Datum=01.03.2011&Aktenzeichen=4%20U%20355/10
Timestamp: 2019-10-19 13:40:36
Document Index: 339083084

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 10', '§ 9', '§ 7', '§ 7', '§ 9', '§ 10', '§ 2', '§ 17', '§ 9']

OLG Saarbrücken, 01.03.2011 - 4 U 355/10 - 107 - dejure.org
OLG Saarbrücken, 01.03.2011 - 4 U 355/10 - 107
https://dejure.org/2011,3895
OLG Saarbrücken, 01.03.2011 - 4 U 355/10 - 107 (https://dejure.org/2011,3895)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 01.03.2011 - 4 U 355/10 - 107 (https://dejure.org/2011,3895)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 01. März 2011 - 4 U 355/10 - 107 (https://dejure.org/2011,3895)
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Anhörung Verkehrsunfallbeteiligte - fair-trial-Prinzip
Haftungsverteilung bei Kollision eines aus einer Grundstücksausfahrt ausfahrenden Pkw mit einem den Gehweg benutzenden Radfahrer
StVO § 2 Abs 5, StVO § 10, StVG § 9, StVG § 7
Verkehrsunfall ohne Zeugen - Anhörung der Unfallbeteiligten vor Gericht
StVG § 7, StVG § 9, StVO § 10, StVO § 2 Abs 5
Fairness im Gerichtssaal
LG Saarbrücken, 08.07.2010 - 9 O 61/10
NJW-RR 2011, 754
NZV 2011, 612
Entsprechendes gilt für das von der Berufungserwiderung eingehend (Bd. II Bl. 207 bis 209 d. A.) zitierte Senatsurteil vom 01.03.2011 (4 U 355/10 - 107 -, NJW-RR 2011, 754 ff.), das ebenfalls eine auf einem Gehweg fahrende erwachsene Radfahrerin betraf.
OLG Frankfurt, 05.06.2012 - 4 U 88/11
Verkehrsunfall: Zurücktreten eines geringen Verursachungsbeitrages des …
Dabei können bei der Abwägung des ursächlichen Verhaltens der Beteiligten untereinander entsprechend den zu § 17 Abs. 1 und 2 StVG entwickelten Grundsätzen nur solche Umstände berücksichtigt werden, die unstreitig, zugestanden oder bewiesen sind und sich nachweisbar unfallursächlich ausgewirkt haben (… König in Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 41. Auflage, 2011, § 9 StVG Rn. 6ff., Saarländisches Oberlandesgericht, Urteil vom 01.03.2011, Az.: 4 U 355/10, Rn. 57).
Hier liegen die Anknüpfungstatsachen für den Anscheinsbeweis jedoch nicht vor, dann die Klägerin ist verkehrswidrig entgegen der Fahrtrichtung gefahren (vgl. für den Fall der Benutzung eines Radwegs auf der falschen Seite: Saarländisches Oberlandesgericht, Urteil vom 01.03.2011, Az.: 4 U 355/10, Rn. 69).
Das "Fair-Trial-Prinzip" gebietet es bei einem vom Gericht für aufklärungsbedürftig gehaltenen streitigen Unfallgeschehen regelmäßig beide Unfallbeteiligte zu hören und seine Überzeugungsbildung nicht nur auf die Angaben eines der Beteiligten zu stützen (vgl. Saarländisches OLG, Urteil vom 01.03.2011, Az. 4 U 355/10).