Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=08.12.2010&Aktenzeichen=XII%20ZR%2086%2F09
Timestamp: 2019-12-14 16:37:47
Document Index: 28357149

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 21', '§ 1123', '§ 21', '§ 146', '§ 148', '§ 152', '§ 1123', 'BGH', '§ 146', '§ 20', 'BGH', '§ 1124', 'BGH', 'BGH', '§ 1124', '§ 146', '§ 20', 'BGH', 'BGH']

BGH, 08.12.2010 - XII ZR 86/09 - dejure.org
https://dejure.org/2010,3930
BGH, 08.12.2010 - XII ZR 86/09 (https://dejure.org/2010,3930)
BGH, Entscheidung vom 08.12.2010 - XII ZR 86/09 (https://dejure.org/2010,3930)
BGH, Entscheidung vom 08. Dezember 2010 - XII ZR 86/09 (https://dejure.org/2010,3930)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2010,3930) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
ZVG §§ 21 Abs. 2, 146, 148 Abs. 1 Satz 1, 152; BGB §§ 1123 Abs. 1, 1124 Abs. 2
§ 21 Abs 2 ZVG, § 146 ZVG, § 148 Abs 1 S 1 ZVG, § 152 ZVG, § 1123 Abs 1 BGB
Zwangsverwaltung eines vermieteten Grundstücks: Erfassung des Ausgleichsanspruchs aus einem Mietaufhebungsvertrag von der Beschlagnahme; Abtretung des Anspruchs als Vorausverfügung über eine Mietforderung
Bereicherungsrechtlicher Anspruch auf Einwilligung der Auszahlung eines beim Amtsgericht hinterlegten Geldbetrages; Anforderung an den Anspruch der Vollstreckungsschuldnerin gegen ihren ehemaligen Mieter als Mietforderung nach einverständlicher Aufhebung des ...
Anspruch aus Mietaufhebungsvertrag auf Ausgleichszahlungen wird bei späterer Zwangsverwaltung nicht von Beschlagnahme erfasst
Mietaufhebungsvertrag; Ausgleichszahlung im Falle ungünstiger Weitervermietung
Zwangsverwaltung umfasst nicht Schadensersatz bei Vertrgasaufhebung
Vorzeitige Nutzungsaufgabe einer Mietwohnung
Miete: Zwangsverwaltung umfasst nicht Schadensersatz bei Vertragsaufhebung! (IMR 2011, 75)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH v. 08.12.2010 - XII ZR 86/09 (Anspruch aus Mietaufhebungsvertrag auf Ausgleichszahlungen wird bei späterer Zwangsverwaltung nicht von Beschlagnahme erfasst)" von RA Hans-Martin Bergsdorf, original erschienen in: ZfIR 2011, 208 - ...
AG Celle, 06.08.2008 - 13a C 83/08
LG Lüneburg, 20.03.2009 - 6 S 115/08
NJW-RR 2011, 371
MDR 2011, 193
NZM 2011, 201
ZMR 2011, 368
Dies ergibt sich aus § 146 Abs. 1 ZVG in Verbindung mit § 20 Abs. 2 ZVG (…Senatsbeschluss vom 11. Oktober 2011 - VIII ZR 103/11, WuM 2012, 112 Rn. 2; BGH, Urteile vom 8. Dezember 2010 - XII ZR 86/09, NJW-RR 2011, 371 Rn. 15;… vom 25. April 2007 - VIII ZR 234/06, NJW 2007, 2919 Rn. 21; vom 23. Juli 2003 - XII ZR 16/00, WuM 2003, 510 unter II 3 a).
Hat der Grundstückseigentümer die Mietforderungen für die Zukunft abgetreten, so ist diese Verfügung nach Maßgabe des § 1124 Abs. 2 BGB gegenüber dem Gläubiger unwirksam, zu dessen Gunsten das Grundstück in Beschlag genommen worden ist (vgl. BGH…, Urteil vom 9. Juni 2005, aaO S. 204, 207 f;… vom 25. April 2007 - VIII ZR 234/06, NJW 2007, 2919 Rn. 21 ff; vom 8. Dezember 2010 - XII ZR 86/09, NJW-RR 2011, 371 Rn. 15).
LG Saarbrücken, 02.12.2016 - 10 S 42/16
Beschlagnahme erstreckt sich auch auf Einspeisevergütung!
Durch die gesetzlichen Regelungen wird deutlich, dass im Zwangsverwaltungsverfahren zur Befriedigung des Vollstreckungsgläubigers die durch die Nutzung des Grundstücks zu erzielenden Erträge zur Verfügung stehen sollen (vgl. BGH, Urteil vom 8. Dezember 2010, XII ZR 86/09, NJW-RR 2011, 371 ff. m.w.Nw.).
a) Der Bundesgerichtshof hat bereits entschieden, dass sich im Rahmen einer Zwangsverwaltung die Wirksamkeit von Vorausverfügungen des Vollstreckungsschuldners allein nach den Vorschriften der §§ 1124, 1125 BGB richtet, wenn - wie hier - ein Grundpfandgläubiger die Zwangsvollstreckung betreibt; dies ergibt sich aus § 146 ZVG in Verbindung mit § 20 ZVG (BGH, Urteile vom 23. Juli 2003 - XII ZR 16/00, WuM 2003, 510 unter II 3 a;… vom 25. April 2007 - VIII ZR 234/06, NJW 2007, 2919 Rn. 21; vom 8. Dezember 2010 - XII ZR 86/09, NJW-RR 2011, 371 Rn. 15).
Aus der Entscheidung BGH MDR 2011, 193 f. = NJW-RR 2011, 371 ff. ergibt sich nichts anderes.