Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Berlin-Brandenburg&Datum=05.02.2008&Aktenzeichen=12%20B%205.07
Timestamp: 2019-07-22 04:56:47
Document Index: 248072696

Matched Legal Cases: ['Art 3', 'Art 6', 'Art 141', '§ 46', '§ 46', '§ 38', 'Art. 3', 'BGH', '§ 19']

OVG Berlin-Brandenburg, 05.02.2008 - 12 B 5.07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,5983
OVG Berlin-Brandenburg, 05.02.2008 - 12 B 5.07 (https://dejure.org/2008,5983)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 05.02.2008 - 12 B 5.07 (https://dejure.org/2008,5983)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 05. Februar 2008 - 12 B 5.07 (https://dejure.org/2008,5983)
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Art 3 GG, Art 6 Abs 1 GG, Art 141 EG, § 46 Abs 11 ÄKammerG BE, § 46 Abs 4 SGB 6
Ärzteversorgung; Hinterbliebenenrente; Gleichbehandlung von Ehegatten und Lebenspartnern
Ärztliches Versorgungswerk - Ausschluss überlebender Lebenspartner von der Hinterbliebenenversorgung
Anspruch von Lebenspartnern der Mitglieder eines Versorgungswerks auf Hinterbliebenenversorgung nach den Bestimmungen des Berliner Kammergesetzes (Bln KAG) und der Satzung der Berliner Ärzteversorgung; Entstehen des Anspruchs auf Witwenrente/Witwerrente erst mit dem Todesfall in der Person des Hinterbliebenen; § 38 Abs. 1 S. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) als Ermächtigung zum Erlass einer Zusicherung; Anwendung der für Ehegatten in der Satzung der Berliner Ärzteversorgung getroffenen Bestimmungen zur Hinterbliebenenversorgung auf die Lebenspartnerschaft; Art. 3 Abs. 3 S. 1 GG als verfassungsrechtlicher Prüfungsmaßstab für die ungerechtfertigte Ungleichbehandlung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft
VG Berlin, 22.06.2005 - 14 A 44.02
Ebenso Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 19. Juni 2008 - 8 LA 21/08 -, S. 3 des Beschlussabdrucks, für die vergleichbare Fragestellung im Bereich der Ärzteversorgung Niedersachsen; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 5. Februar 2008 - 12 B 5.07 - juris, Rn. 24, für die Berliner Ärzteversorgung; BGH, Urteil vom 14. Februar 2007 - IV ZR 267/04 - juris, Rn. 11, zur Hinterbliebenenrente der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder.
Diese Rechtsauffassung entspricht der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, vgl. Urteil vom 25. Juli 2007 - BVerwG 6 C 27.06 - BVerwGE 129, 129; Beschlüsse vom 16. Oktober 2007 - BVerwG 6 C 36.07 - juris, und 21. Juli 2008 - BVerwG 6 B 33.08 - juris, der sich der Senat anschließt, ebenso Niedersächsisches OVG, Beschlüsse vom 28. April 2008 - 8 LA 16/08 - juris, und 29. Juni 2008 - 8 LA 21/08; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 5. Februar 2008 - 12 B 5.07 - juris, und steht im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts.
vgl. BVerwG, Urteil vom 25. Juli 2007, a.a.O., Rn. 26, 28; ähnlich BVerfG, Beschluss vom 6. Mai 2008, a.a.O., Rn. 17; wie hier auch Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 19. Juni 2008, S. 5 des Beschlussabdrucks; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 5. Februar 2008, a.a.O., Rn. 28 f.
BVerwG, Urteil vom 25. Juli 2007, a.a.O., Rn. 42; Beschluss vom 21. Juli 2008, a.a.O., Rn. 7; ebenso Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 19. Juni 2008, S. 6 des Beschlussabdrucks; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 5. Februar 2008, a.a.O., Rn. 34; ferner z.B. Steinmeyer, jurisPR-ArbR 9/2008, Anm. 7; Lembke, NJW 2008, 1631, 1632; zur Gegenansicht vgl. Roetteken, NVwZ 2008, 615, 618 f.
vgl. BVerwG, Urteil vom 25. Juli 2007, a.a.O., Rn. 43; Beschluss vom 21. Juli 2008, a.a.O., Rn. 8, 10; zum Fehlen einer rechtlichen Gleichstellung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe siehe auch BVerfG, Beschluss vom 6. Mai 2008, a.a.O., Rn. 13 ff.; BVerwG, Urteil vom 15. November 2007, a.a.O., S. 869 f.; Bundestags-Drucksache 16/8875; wie hier auch Niedersächsisches OVG, Beschluss vom 19. Juni 2008, S. 6 des Beschlussabdrucks; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 5. Februar 2008, a.a.O., Rn. 35 f.; zur Gegenansicht Stüber, NVwZ 2008, 750 ff.
Die Vorentscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg (5. Februar 2008 - 12 B 5.07 - Rn. 35), die sich allein mit der Frage befasst, inwieweit der Gesetzgeber zwischen Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft unterscheiden darf, enthält jedenfalls keine Aussagen zu anderen arbeitsrechtlichen Regeln.
Die Klärung der Hinterbliebenenversorgung dem Grunde nach versetzt den Kläger in die Lage, besser planen zu können, inwieweit er Vorsorge für seinen Lebenspartner treffen muss (vgl. BVerwGE 38, 346; OVG Berlin-Brandenburg, Urt. v. 5.02.2008 - 12 B 5.07 - Juris;… GKÖD, BeamtVG § 19 [Stand: 3/1988] Rn. 5).
Die Frage des Verstoßes gegen den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz, der regelmäßig im Zusammenhang mit Leistungen des Dienstherrn an den Lebenspartner eines Beamten kontrovers erörtert wird, ist vorliegend nicht entscheidungserheblich, wie sich aus den folgenden Ausführungen ergibt (vgl. zu beiden Themenbereichen nur: BVerfG, ZBR 2008, 379; BVerfG, ZBR 2008, 37; BVerwG, ZBR 2008, 381 m.w.N. jeweils zum Verheiratetenzuschlag; OVG Berlin-Brandenburg, Urt. v. 5.02.2008 - 12 B 5.07 - allerdings zum Ärzteversorgungswerk).
Es kann offen bleiben, ob in der Differenzierung zwischen Verheirateten und Lebenspartnern ein Verstoß gegen den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz liegt (…vgl. zu diesem Gesichtspunkt etwa BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 6. Mai 2008 - 2 BvR 1830/06 -, ZBR 2008, S. 379, zitiert nach juris dort Rn 9;… BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 20. September 2007 - 2 BvR 855/06 -, ZBR 2008, S. 37, zitiert nach juris dort Rn 19ff.; BVerwG…, Urteil vom 15. November 2007 - 2 C 33.06 -, ZBR 2008, S. 381, zitiert nach juris dort Rn 14f. m. w. N. - jeweils zum Familienzuschlag der Stufe 1; vgl. ferner OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 5. Februar 2008 - 12 B 5.07 -, zitiert nach juris dort Rn 26ff. [zum Ärzteversorgungswerk]).
vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 05. Februar 2008 - OVG 12 B 5.07 -, juris Rd. 15.
Die Frage des Verstoßes gegen den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz, der regelmäßig im Zusammenhang mit Leistungen des Dienstherrn an den Lebenspartner eines Beamten kontrovers erörtert wird, ist vorliegend nicht entscheidungserheblich, wie sich aus den folgenden Ausführungen ergibt (vgl. zu beiden Themenbereichen nur: BVerfG, ZBR 2008, 379 [BVerfG 06.05.2008 - 2 BvR 1830/06]; BVerfG, ZBR 2008, 37 [BVerfG 20.09.2007 - 2 BvR 855/06]; BVerwG, ZBR 2008, 381 m.w.N. jeweils zum Verheiratetenzuschlag; OVG Berlin Brandenburg, Urt. v. 5.02.2008 - 12 B 5.07 - allerdings zum Ärzteversorgungswerk; VG Koblenz, Urteil v. 11.10.2007 - 2 K 256/07-).
VG Schleswig, 15.05.2012 - 7 A 15/11
Versorgungsrecht der Apotheker - zum Verzicht auf Hinterbliebenenversorgung
Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat in seinem Urteil vom 05.02.2008, - 12 B 5.07 - eine entsprechende Klage für zulässig gehalten, jedoch offengelassen, ob es sich um eine Verpflichtungsklage oder eine Feststellungsklage handelt.