Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/Anlage_1_VermGebV_2011_Besonderes_Gebuehrenverzeichnis_fuer_-d4538607,14.html
Timestamp: 2016-10-26 06:11:42
Document Index: 71151207

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 8', '§ 2', '§ 12', '§ 22', '§ 76', '§ 73', '§ 1026', '§ 7', '§ 2', '§ 22', '§ 193', '§ 5', '§ 194', '§ 193', '§ 195', '§ 196']

Anlage 1 VermGebV 2011, Besonderes Gebührenverzeichnis für die Vermessungs- und Katasterbehörden und die Gutachterausschüsse | Gesetze auf anwalt24.de
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Bundesrecht und LandesrechtRheinland-PfalzVermGebV 2011,RP - VermessungsgebührenverordnungAnhang
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Anlage 1 VermGebV 2011, Besonderes Gebührenverzeichnis für die Vermessungs- und Katasterbehörden und die Gutachterausschüsse
Anlage 1 VermGebV 2011Landesverordnung über die Gebühren der Vermessungs- und Katasterbehörden und der Gutachterausschüsse (Besonderes Gebührenverzeichnis)Landesrecht Rheinland-PfalzTitel: Landesverordnung über die Gebühren der Vermessungs- und Katasterbehörden und der Gutachterausschüsse (Besonderes Gebührenverzeichnis)Normgeber: Rheinland-PfalzRedaktionelle Abkürzung: VermGebV 2011,RPReferenz: 2013-1-23Abschnitt: Anhangteil (1) Red. Anm.Außer Kraft am 1. August 2014 durch § 9 Absatz 2 der Verordnung vom 14. Juni 2014 (GVBl. S. 87). Zur weiteren Anwendung s. § 8 der Verordnung vom 14. Juni 2014 (GVBl. S. 87). Inhaltsübersicht 1Abrechnung nach dem Zeitaufwand2Besondere Aufwendungen3Einsichtnahme in die Geobasisinformationen des amtlichen Vermessungswesens4Auszüge aus der Liegenschaftsbeschreibung5Auszüge aus der Liegenschaftskarte6Sonstige Auszüge7Geobasisinformationen des vermessungstechnischen Raumbezugs und Auszüge aus dem Liegenschaftszahler8Vermessungsunterlagen für Liegenschaftsvermessungen, Sonderungen und Abmarkungen9Einrichtung eines automatisierten Abrufverfahrens für Geobasisinformationen10Bildung von neuen Flurstücken, Grenzbestimmungen und Abmarkungen11Gebäudeeinmessung12Mehrarbeit bei Liegenschaftsvermessungen und Abmarkungen13Von den Flurbereinigungsbehörden übertragene Neuvermessungen14Vorbereitung und Durchführung der Umlegung nach dem Baugesetzbuch 15Vorbereitung und Durchführung der vereinfachten Umlegung nach dem Baugesetzbuch 16Flurstücksverschmelzung17Übernahme von Vermessungsschriften18Beglaubigungen, Zeugnisse und Bescheinigungen19Zertifizierung von Programmen zur automatisierten Bearbeitung von amtlichen Vermessungen20Prüfung und Eichung von Sensoren21Sonstige technische Arbeiten22Bestellungen, Anerkennungen und Zulassungen23Erstattung von Gutachten24Erstattung von Obergutachten25Auskünfte aus der Kaufpreissammlung für den Bereich eines Gutachterausschusses26Auskünfte und Auszüge aus dem Nachweis der Bodenrichtwerte27Sonstige Grundstücksmarktinformationen28Erlaubnis zur Nutzung oder Weitergabe der Daten und Produkte nach lfd. Nr. 26 und 27 Gebührenstaffeln Gebührenstaffel IBerücksichtigung des Bodenwerts der vermessenen und neuen Flurstücke oder der Art der lang gestreckten AnlageGebührenstaffel IIGebäudeeinmessungGebührenstaffel IIIAufmessung von Grenz- und Vermessungspunkten sowie GehöftenLfd.Nr.GegenstandGebührEUR 1 Abrechnung nach dem Zeitaufwand je eingesetzte Person und angefangene Arbeitshalbstunde 1.1für Beamtinnen und Beamte des höheren Dienstes und vergleichbare Beschäftigte33,001.2für Beamtinnen und Beamte des gehobenen Dienstes und vergleichbare Beschäftigte24,501.3für andere Beamtinnen und Beamte und vergleichbare Beschäftigte18,50 2 Besondere Aufwendungen 2.1Reisekosten, Feldaufwandsvergütung, Kosten für die Beförderung der Messgeräte und den Einsatz eines mit besonderen Zusatzeinrichtungen für den vermessungstechnischen Außendienst ausgestatteten Kraftfahrzeugs bis zu einer einfachen Entfernung von 30 km je Tag je eingesetzte Person und angefangene Arbeitshalbstunde1,302.2Kosten für den Einsatz eines Kraftfahrzeugs nach lfd. Nr. 2.1 je weiteren Fahrkilometer ab dem 61. Fahrkilometer je Tag0,552.3Kosten für den Einsatz eines sonstigen Personenkraftwagens je Fahrkilometer0,352.4Fotokopien und zusätzliche Drucke 2.4.1schwarz/weiß bis zum Format DIN A4 je Seite0,102.4.2schwarz/weiß im Format größer DIN A4 bis DIN A3 je Seite0,152.4.3farbig bis zum Format DIN A4 je Seite0,202.4.4farbig im Format größer DIN A4 bis DIN A3 je Seite0,302.4.5bei größeren Formaten als DIN A3 schwarz/weiß oder farbig je Seite bis100,00 Anmerkungen zu lfd. Nr. 1 und 2 1.Die Gebühr nach lfd. Nr. 1.1 ist nur für solche Arbeiten anzusetzen, die ausschließlich Beamtinnen und Beamten des höheren Dienstes oder vergleichbaren Personen vorbehalten sind.2.Es ist von dem durchschnittlichen Zeitverbrauch auszugehen, der unter regelmäßigen Verhältnissen von entsprechend ausgebildeten Bediensteten für die beantragte Leistung benötigt wird.3.Unberücksichtigt bleiben Zeiten, die der Kostenschuldnerin oder dem Kostenschuldner aus Billigkeitsgründen nicht anzurechnen sind.4.Bei örtlichen Arbeiten sind außer den Zeiten für die Hin- und Rückreise auch unvermeidbare Wartezeiten zu berücksichtigen. Sie sind bei der Erledigung von mehreren Anträgen an einem Arbeitstag anteilig zu berücksichtigen. 3 Einsichtnahme in die Geobasisinformationen des amtlichen Vermessungswesens 3.1bis zu einer Arbeitshalbstundekostenfrei3.2für jede weitere angefangene Arbeitsviertelstunde50 v. H. der Gebührnach lfd. Nr. 1 4 Auszüge aus der Liegenschaftsbeschreibung 4.1Nachweise gedruckt oder als druckaufbereitete Datei 4.1.1je Flurstücks-, Flurstücks- und Eigentümer-, Grundstücks- sowie Eigentümernachweis3,004.1.2je Bestandsnachweis5,004.2Auswertung aus der LiegenschaftsbeschreibungGebühr nachlfd. Nr. 14.3Flächen der tatsächlichen Nutzung, gedruckt oder als druckaufbereitete Datei oder als Datensätze aus dem Jahresabschluss je Gemarkung, Gemeinde und Landkreis0,504.4Automatisiertes Abrufverfahren 4.4.1für nach lfd. Nr. 9 Registrierte50 v. H. der Gebührnach lfd. Nr. 4.14.4.2für nicht nach lfd. Nr. 9 Registrierte85 v. H. der Gebührnach lfd. Nr. 4.1 Anmerkung zu lfd. Nr. 4 Bei Landesbehörden werden 50 v. H. der Gebühren nach lfd. Nr. 4.1 bis 4.3 erhoben. 5 Auszüge aus der Liegenschaftskarte 5.1Auszüge gedruckt oder als druckaufbereitete Datei je Ausfertigung im Format5.1.1bis DIN A320,005.1.2größer DIN A3 bis DIN A040,005.2Auszüge im Rasterformat je km2 dargestellter Erdoberfläche5.2.1vom 1. bis zum 100. km2 85,005.2.2vom 101. km2 bis zum 1.000. km2 65,005.2.3ab dem 1.001. km2 45,005.3Zusätzliche Übermittlung von Auszügen nach lfd. Nr. 5.2 an mitnutzungsberechtigte Stellen mit einer dargestellten Erdoberfläche 5.3.1bis zu 10 km2 50,005.3.2von mehr als 10 km2 bis zu 100 km2 100,005.3.3über 100 km2 200,005.4Automatisiertes Abrufverfahren 5.4.1Einsicht am Bildschirm und Bildschirmausdruckgebührenfrei5.4.2für nach lfd. Nr. 9 Registrierte 5.4.2.1im Format bis DIN A3 je druckaufbereitete Datei50 v. H. der Gebührnach lfd. Nr. 5.1.15.4.2.2im Rasterformat75 v. H. der Gebührnach lfd. Nr. 5.25.4.3für nicht nach lfd. Nr. 9 Registrierte 5.4.3.1im Format bis DIN A3 je druckaufbereitete Datei85 v. H. der Gebührnach lfd. Nr. 5.1.15.4.3.2im Rasterformat85 v. H. der Gebührnach lfd. Nr. 5.25.5Auszug aus der Liegenschaftskarte in Kombination mit dem Orthophoto gedruckt oder als druckaufbereitete Datei115 v. H. der Gebührnach lfd. Nr. 5.1,5.4.2.1 oder 5.4.3.15.6Erteilung der besonderen Vervielfältigungsbefugnis für Auszüge nach lfd. Nr. 5.1 und 5.5 mit dem Recht der Umwandlung, der Vervielfältigung und Weitergabe mit dem Ziel einer mittelbaren oder unmittelbaren Vermarktung oder der Veröffentlichung je Vervielfältigungsbefugnis50,00bis300,00 Anmerkungen zu lfd. Nr. 5 1.Die Gebühren nach lfd. Nr. 5.1 gelten auch für Auszüge aus der Liegenschaftskarte mit weiteren Informationen des Liegenschaftskatasters.2.Bei Landesbehörden werden 50 v. H. der Gebühren nach lfd. Nr. 5.1, 5.2 und 5.5 erhoben.3.Die Gebühr nach lfd. Nr. 5.6 ist nicht zu erheben für die Veröffentlichung von Auszügen aus der Liegenschaftskarte im Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Rheinland-Pfalz, im Ministerialblatt der Landesregierung von Rheinland-Pfalz, im Staatsanzeiger für Rheinland-Pfalz, in den Amtsblättern der Gemeinden und Verbandsgemeinden oder als Anlage zu amtlichen Berichten und Bekanntmachungen in Zeitungen. 6 Sonstige Auszüge 6.1Bestandsdatenauszug aus dem Liegenschaftskataster für einen Bereich von 0,02 km2 50,006.2Schriftstücke je Ausfertigung im Format bis DIN A31,006.3Pläne und dergleichen je AusfertigungGebühr nachlfd. Nr. 5.16.4Automatisiertes Abrufverfahren 6.4.1für nach lfd. Nr. 9 Registrierte75 v. H. der Gebührennach lfd. Nr. 6.1 bis 6.36.4.2für nicht nach lfd. Nr. 9 Registrierte85 v. H. der Gebührennach lfd. Nr. 6.1 bis 6.36.5Erteilung der besonderen Vervielfältigungsbefugnis für Auszüge nach lfd. Nr. 6.2 und 6.3 mit dem Recht der Umwandlung, der Vervielfältigung und Weitergabe mit dem Ziel einer mittelbaren oder unmittelbaren Vermarktung oder der Veröffentlichung je Vervielfältigungsbefugnis50,00bis250,00 Anmerkungen zu lfd. Nr. 6 1.Bei Landesbehörden werden 50 v. H. der Gebühren nach lfd. Nr. 6.2 und 6.3 erhoben.2.Die Anmerkung 3 zu lfd. Nr. 5 gilt für die Gebühr nach lfd. Nr. 6.5 entsprechend. 7 Geobasisinformationen des vermessungstechnischen Raumbezugs und Auszüge aus dem Liegenschaftszahlenwerk 7.1Punktinformationen des vermessungstechnischen Raumbezugs 7.1.1Einzelnachweis einschließlich Punktbeschreibung je Punkt15,007.1.2Punktliste je Seite20,007.1.3Bestandsdatenauszug je Punkt0,907.2Punktinformationen des Liegenschaftskatasters 7.2.1Einzelnachweis je Seite15,007.2.2Punktliste je Seite20,007.2.3Bestandsdatenauszug je Punkt0,507.3Punktübersichten der Punkte nach lfd. Nr. 7.1 und 7.2Gebühr nachlfd. Nr. 5.17.4VermessungsrisseGebühr nachlfd. Nr. 5.17.5Gemeinsame Abgabe der Produkte nach lfd. Nr. 6.1 und 7.1 bis 7.4 für einen Bereich von 0,02 km2 100,007.6Zusammenstellen von Maßangaben aus Vermessungsrissen je Liegenschaftszahl1,007.7Automatisiertes Abrufverfahren 7.7.1für nach lfd. Nr. 9 Registrierte50 v. H. der Gebührennach lfd. Nr. 7.1 bis 7.57.7.2für nicht nach lfd. Nr. 9 Registrierte85 v. H. der Gebührennach lfd. Nr. 7.1 bis 7.57.8Daten des Satellitenpositionierungsdienstes der deutschen Landesvermessung (SAPOS ®) je Minute 7.8.1SAPOS ®-HEPS0,10;je Monat jedochmindestens 10,007.8.2SAPOS ®-GPPS mit einer Taktrate 7.8.2.1von höchstens 1 Hz0,20;je Monat jedochmindestens 10,007.8.2.2von mehr als 1 Hz0,80;je Monat jedochmindestens 10,007.9SAPOS ®-Pauschalgebühr 7.9.1SAPOS ®-HEPS je freigeschaltete Telefonnummer und Monat250,007.9.2SAPOS ®-GPPS mit einer Taktrate von höchstens 1 Hz je Referenzstation und Monat500,00 Anmerkung zu lfd. Nr. 7 Für die Bereitstellung der Daten nach lfd. Nr. 7.8 ist die Mindestgebühr je Monat nur einmal zu erheben. 8 Vermessungsunterlagen für Liegenschaftsvermessungen, Sonderungen und Abmarkungen 8.1für einen Bereich bis 0,02 km2 27,508.2je weitere angefangene 0,02 km2 4,50 Anmerkungen zu lfd. Nr.8 1.Mit diesen Gebühren sind abgegolten:a)die Beschaffung sämtlicher in dem abgerufenen Bereich verfügbaren Vermessungsunterlagen,b)die über den abgerufenen Bereich hinaus erforderlichen Punktinformationen und Einmessungsrisse undc)die Aktualisierung von bereits abgerufenen Vermessungsunterlagen für den gleichen Verwendungszweck.2.Die Gebühren sind von der öffentlichen Vermessungsstelle zu erheben, die den überwiegenden Teil der Vermessungsunterlagen erstellt hat.3.Die Bereitstellung von Vermessungsunterlagen für Boden Ordnungen nach dem Flurbereinigungsgesetz ist kostenfrei. 9 Einrichtung eines automatisierten Abrufverfahrens für Geobasisinformationen 9.1erstmalige Einrichtung je verwendende Stelle275,009.2Änderungen der Einrichtung je Antrag27,509.3Mindestgebühr je angefangenen Kalendermonat22,00 Anmerkungen zu lfd. Nr. 9 1.Bei sonstigen öffentlichen Vermessungsstellen nach § 2 Abs. 2 des Landesgesetzes über das amtliche Vermessungswesen (LGVerm) sowie Personen und Stellen, die das Verfahren nach § 12 der Landesverordnung zur Durchführung des Landesgesetzes über das amtliche Vermessungswesen (LGVermDVO) vertraglich vereinbart haben, sind die Gebühren nach lfd. Nr. 9 nicht zu erheben.2.Mit der Mindestgebühr nach lfd. Nr. 9.3 sind die Kosten für Auszüge nach lfd. Nr. 4.4, 5.4 und 7.7 bis zu der Höhe der Mindestgebühr abgegolten. 10 Bildung von neuen Flurstücken, Grenzbestimmungen und Abmarkungen 10.1Grundaufwand je Antrag275,0010.2je neues Flurstück143,0010.3örtliche Arbeit zur Bestimmung von bestehenden Flurstücksgrenzen 10.3.1Grenzfeststellung je Grenzpunkt300,00; je Antrag jedoch mindestens 900,0010.3.2Grenzwiederherstellung im koordinierten Grenz- und Gebäudepunktfeld 10.3.2.1bis 10 Grenzpunkte je Grenzpunkt200,00; je Antrag jedoch mindestens 600,0010.3.2.2ab dem 11. Grenzpunkt je Grenzpunkt100,0010.3.3Grenzwiederherstellung im Koordinatenkataster je Grenzpunkt100,00; je Antrag jedoch mindestens 300,0010.3.4Gemischte Grenzbestimmungen nach lfd. Nr. 10.3.1 bis 10.3.3 je GrenzpunktGebühr nachlfd. Nr. 10.3.1, 10.3.2oder 10.3.3; je Antrag jedoch mindestens 600,0010.4Absteckung oder Aufnahme einschließlich Kontrolle neuer Grenzpunkte je Grenzpunkt 10.4.1im Zusammenhang mit einer Grenzbestimmung nach lfd. Nr. 10.344,0010.4.2in Umlegungsverfahren nach dem Baugesetzbuch (BauGB) 66,0010.5Bestimmung von Schnittpunkten zwischen alten, bisher nicht abgemarkten, und neuen Grenzen bei der Vermessung lang gestreckter Anlagen, die nicht nach lfd. Nr. 10.4 abgerechnet werden je Grenzpunkt154,0010.6Abmarkung von alten und neuen Grenzpunkten 10.6.1je Grenzstein27,5010.6.2je sonstige Grenzmarke16,5010.7Abgrenzung der tatsächlichen Nutzung je Punkt5,5010.8Flächenverzeichnis für den Eigentumswechsel nach einer Änderung des Straßenbaulastträgers je Flurstück des Altbestandes27,5010.9Berücksichtigung des Bodenwerts der vermessenen und neuen Flurstücke oder der Art der lang gestreckten AnlageWertfaktor nachGebührenstaffel I Anmerkungen zu lfd. Nr. 10 1.Mit den Gebühren nach lfd. Nr. 10 sind sämtliche erforderlichen Leistungen zur Durchführung von Liegenschaftsvermessungen, Sonderungen und Abmarkungen sowie die Gebühren nach lfd. Nr. 2.1 und 2.3 abgegolten. Kosten für Vermarkungsmaterial von mehr als 3,00 EUR je Stück sind zusätzlich zu erheben.2.Erstreckt sich ein Antrag auf mehrere räumlich oder zeitlich getrennte Teile oder auf mehrere Vermessungs- und Katasteramtsbezirke, ist die Gebühr nach lfd. Nr. 10.3 für jeden Teil zu erheben.3.Werden Gebäude mit Herstellungskosten von mehr als 100.000,00 EUR im Auftrag der Antragstellerin oder des Antragstellers zusammen mit einer Grenzbestimmung eingemessen, ermäßigt sich die Gebühr nach lfd. Nr. 10.1 um 50 v. H. Es ist mindestens die Gebühr für die Grenzbestimmung zu erheben.4.Bei der Grenzbestimmung nach lfd. Nr. 10.3 ist jeder wiederhergestellte sowie jeder Grenzpunkt einer festgestellten Grenze zu zählen, der in der Grenzniederschrift dargestellt ist.5.Die Gebühr nach lfd. Nr. 10.3.2.2 ist nicht für Grenzpunkte anzusetzen, deren lineare Abweichungen zwischen den im Liegenschaftskataster nachgewiesenen und den örtlich bestimmten Koordinaten mehr als 0,07 m betragen. Diese Grenzpunkte sind nach lfd. Nr. 10.3.2.1 abzurechnen.6.Wird in einer bestehenden Flurstücksgrenze oder deren Verlängerung ein neuer Grenzpunkt festgelegt, der nicht als Grenzpunkt nach lfd. Nr. 10.4.2 oder als Schnittpunkt nach lfd. Nr. 10.5 abzurechnen ist, ist für die Ermittlung des Anfangs- und Endpunktes dieser Flurstücksgrenze jeweils die Gebühr nach lfd. Nr. 10.3.1, 10.3.2 oder 10.3.3 zu erheben. Dies gilt auch für den Fall, dass anstelle des Anfangs- und Endpunkts Kontrollpunkte bestimmt werden.7.Werden für den Anfangs- und Endpunkt einer bestehenden Flurstücksgrenze bereits Gebühren nach lfd. Nr. 10.3 erhoben, ist für die Bestimmung von Schnittpunkten anstelle der Gebühr nach lfd. Nr. 10.5 die Gebühr nach lfd. Nr. 10.4 zu erheben.8.Bei Vermessungen zur Bildung neuer Flurstücke ist stets eine Gebühr nach lfd. Nr. 10.3 zu erheben, mindestens aber die Gebühr nach lfd. Nr. 10.3.3.9.Als abgemarkt gelten auch Grenzpunkte, deren Grenzmarken gehoben, gesenkt, gerade gerichtet oder entfernt wurden.10.Der Bodenwert der vermessenen und neuen Flurstücke ist in der Regel auf der Grundlage des Bodenrichtwerts zu ermitteln. Weicht die Qualität der neu gebildeten Flurstücke von derjenigen des Bodenrichtwertgrundstücks ab, ist die neue Qualität der Flurstücke zu berücksichtigen. Ein vereinbarter Kaufpreis kann als Orientierungshilfe dienen. Bei reinen Grenzbestimmungen sind 50 v. II. des Bodenwerts der Flurstücke maßgebend, die an die bestimmten Grenzpunkte angrenzen; angrenzende lang gestreckten Anlagen (z. B. Straßen, Eisenbahnen, Gewässer) bleiben dabei unberücksichtigt.11.Der Bodenwert eines neuen Flurstücks ist bei der Gebührenbemessung nicht zu berücksichtigen, wenn dessen Grenzen nur im liegcnschaftsrechtlich unbedingt notwendigen Umfang bestimmt werden und es größer ist als drei Viertel des Stammflurstücks. Dies gilt nicht, wenn die Flurstücksgrenzen des größeren Flurstücks vollständig bestimmt wurden.12.Wirken Feldgeschworene oder von der Auftraggeberin oder dem Auftraggeber gestellte Hilfskräfte an der Abmarkung mit, sind die Gebühren um bis zu 6,50 EUR je angefangene Arbeitshalbstunde der eingesetzten Person zuzüglich der zu erstattenden Auslagen zu reduzieren, höchstens jedoch bis zur Gebühr nach lfd. Nr. 10.6. 11 Gebäudeeinmessung 11.1je nach Herstellungskosten der Gebäude oder der baulichen VeränderungenGebühr nachGebührenstaffel II11.2Mehrarbeit für die gleichzeitige Einmessung mehrerer Gebäude oder baulicher Veränderungen auf einem Flurstück für das drille und jedes weitere Gebäude5 v. H. der Gebührnach lfd. Nr. 11.1 Anmerkungen zu lfd. Nr. 11 1.Bauliche Veränderungen sind planungswichtige Grundrissveränderungen an bereits errichteten Gebäuden durch Anbau oder teilweisen Abbruch. Die Erhebung eines vollständigen Gebäudeabbruchs ist kostenfrei.2.Nicht unter lfd. Nr. 11 fallen die Gebäude und baulichen Veränderungen, die in Verbindung mit einer Flurbereinigung oder auf der Grundlage von Sondervereinbarungen eingemessen werden.3.Für die Gebührenbemessung sind die Herstellungskosten (§ 22 der Immobilienwertermittlungsverordnung vom 19. Mai 2010 BGBl. I. S. 639 in der jeweils geltenden Fassung) der Gebäude oder der baulichen Veränderungen zum Zeitpunkt der Antragstellung oder Einmessung ohne Außenanlagen und ohne besondere Betriebseinrichtungen maßgebend. Bei der Einmessung von nicht fertig gestellten Gebäuden oder baulichen Veränderungen gelten die Herstellungskosten der fertigen baulichen Anlage.4.Sind die Herstellungskosten nicht bekannt oder sind die angegebenen Herstellungskosten offensichtlich unzutreffend, so sind diese in einfachster Weise, z. B. auf der Grundlage des umbauten Raumes, zu ermitteln.5.Werden auf einem Flurstück gleichzeitig mehrere Gebäude oder bauliche Veränderungen eingemessen, ist bei der Gebührenberechnung die Summe der Herstellungskosten zugrunde zu legen. Dies gilt auch für Nebengebäude bis zu Herstellungskosten von insgesamt 25.000,00 EUR, die auf einem eigenen Flurstück errichtet wurden, wenn sie zusammen mit dem entsprechenden Hauptgebäude eingemessen werden. Wenn mehr als fünf Nebengebäude auf einem Flurstück eingemessen werden, sind Haupt- und Nebengebäude jeweils als eigene Gebäudegruppe nach lfd. Nr. 11 abzurechnen.6.Die Gebühr nach lfd. Nr. 11.2 ist auch bei mehreren unter einem Dach errichteten Gebäuden anzusetzen, wenn zwischen den Gebäuden eine Trennwand erkennbar ist (z. B. Reihenhäuser, Reihengaragen, Gebäudeteile mit eigener Hausnummer).7.Werden nach der Einmessung eines Hauptgebäudes ein oder mehrere Nebengebäude im Sinne der Anmerkung 5 mit Herstellungskosten von insgesamt bis zu 25.000,00 EUR errichtet und wird innerhalb einer Frist von zwei Jahren nach der Einmessung des Hauptgebäudes ein Antrag auf Einmessung des Nebengebäudes gestellt, so werden 50 v. H. der Gebühren nach lfd. Nr. 11 erhoben.8.Ab einem Gebäudealter von zehn Jahren sind 90 v. H. der Gebühr nach lfd. Nr. 11.1 zu erheben. Die Gebühr vermindert sich je weitere vollendete fünf Jahre um 10 v. H. Das Jahr der Fertigstellung ist bei der Ermittlung des Gebäudealters voll zu berücksichtigen. Bei der Einmessung mehrerer Gebäude ist das nach den Herstellungskosten gewogene durchschnittliche Alter der Gebäude maßgebend; es ist mindestens die Gebühr für das höchstwertige Gebäude zu erheben.9.Anmerkung 1 zu lfd. Nr. 10 gilt entsprechend. 12 Mehrarbeit bei Liegenschaftsvermessungen und Abmarkungen 12.1Mehrarbeit aufgrund von örtlichen Behinderungenbis zu 20 v. H.der jeweiligen Gebühren nachlfd. Nr. 10 und 1112.2Mehrarbeit für die Berücksichtigung von örtlichen Zwangsbedingungenbis zu 30 v. H.der Gebühr nachlfd. Nr. 10.412.3Mehrarbeit für die Bestimmung und Abmarkung von Grenzen, wenn diese aus Gründen, die die Antragstellerin oder der Antragsteller zu vertreten hat, wiederholt werden müssenbis zu 20 v. H.der jeweiligen Gebühren nachlfd. Nr. 10 13 Von den Flurbereinigungsbehörden übertragene Neuvermessungen 13.1Aufmessung der Grenz- und VermessungspunkteGebühr nachGebührenstaffel III13.2Aufmessung topographischer Punkte50 v. H.der Gebühr nachGebührenstaffel III13.3vollständige Aufmessung eines GehöftesGebühr nachGebührenstaffel III Anmerkungen zu lfd. Nr. 13 1.Anmerkung 1 zu lfd. Nr. 10 gilt entsprechend.2.Unter lfd. Nr. 13 fallen geschlossene Neuvermessungen der Flurbereinigungsbehörden, deren Ergebnisse in das Liegenschaftskataster übernommen werden sollen und bei denen eine Grenzermittlung nicht oder nur in geringem Umfang erforderlich ist.3.Unter lfd. Nr. 13 fallen auch terrestrische Ergänzungsmessungen zur Luftbildmessung.4.Die Punktdichte je Hektar der Gebührenstaffel III richtet sich bei den Arbeiten der Anmerkung 2 nach der Neuvermessungsfläche, bei den Arbeiten der Anmerkung 3 nach der Fläche des Gesamtverfahrens.5.Zu einem Gehöft gehören alle auf einem Grundstück stehenden Gebäude, die eine wirtschaftliche Einheit bilden. Stehen auf einem Grundstück mehr als zwei selbstständige Gebäude und erfordert die räumliche Trennung der Gebäude eine Aufnahme von unterschiedlichen Standpunkten aus, so können die Gebäude zu Gebäudegruppen zusammengefasst und jede Gebäudegruppe als Gehöft gezählt werden. 14 Vorbereitung und Durchführung der Umlegung nach dem Baugesetzbuch 14.1je Ordnungsnummer800,00bis1.800,0014.2je neues Flurstück50,0014.3Mehrarbeit, z. B. durch die Änderung eines rechtskräftigen Bebauungsplans während des Umlegungsverfahrens, durch Vorwegmaßnahmen nach den §§ 76 und 77 BauGB, durch Änderungen des Umlegungsplans nach § 73 BauGB oder durch die Rückabwicklung der Umlegung je betroffene Ordnungsnummer bis275,00 Anmerkungen zu lfd. Nr. 14 1.Mit den Gebühren nach lfd. Nr. 14 sind sämtliche Arbeiten zur Regelung der Rechtsverhältnisse innerhalb des Umlegungsverfahrens abgegolten; die Auslagenerstattung bleibt unberührt.2.Eine Eigentümergemeinschaft ist als eine Ordnungsnummer zu zählen.3.Die Gebühr nach lfd. Nr. 14.1 ist für alle Ordnungsnummern eines Umlegungsverfahrens einheitlich festzusetzen.4.Die vermessungstechnischen Arbeiten sind nach lfd. Nr. 2 und 10 bis 12 abzurechnen. 15 Vorbereitung und Durchführung der vereinfachten Umlegung nach dem Baugesetzbuch 15.1Vorbereitung des Beschlusses über die vereinfachte Umlegung je Ordnungsnummer100,00bis450,0015.2Durchführung des Beschlusses über die vereinfachte Umlegung je Ordnungsnummer50,00bis110,0015.3je neues Flurstück50,00 Anmerkungen zu lfd. Nr. 15 1.Die Anmerkungen 1 und 2 zu lfd. Nr. 14 gelten entsprechend.2.Die Gebühren nach lfd. Nr. 15.1 und 15.2 sind jeweils für alle Ordnungsnummern eines vereinfachten Umlegungsverfahrens einheitlich festzusetzen.3.Die vermessungstechnischen Arbeiten sind nach lfd. Nr. 2 und 10 bis 12 abzurechnen. 16 Flurstücksverschmelzung je neues Flurstück33,00 Anmerkungen zu lfd. Nr. 16 1.Mit der Gebühr sind alle Aufwendungen zur Bearbeitung der Flurstücksverschmelzung einschließlich der Zulässigkeits-prüfung abgegolten.2.Ist eine beantragte Flurstücksverschmelzung z. B. wegen ungleicher Belastung der Flurstücke im Grundbuch nicht möglich, sind 50 v. H. der Gebühr nach lfd. Nr. 16 zu erheben.3.Eine von Amts wegen durchgeführte Flurstücksverschmelzung ist kostenfrei, wenn sie nicht zugleich der Reduzierung von Kosten für eine Liegenschaftsvermessung oder eine andere Maßnahme dient. 17 Übernahme von Vermessungsschriften 17.1Bildung von neuen Flurstücken, Grenzbestimmungen und Abmarkungen20 v. H.der jeweiligenGebühren nachlfd. Nr. 1017.2Gebäudeeinmessungen10 v. H.der jeweiligenGebühren nachlfd. Nr. 1117.3Umlegungen nach dem Baugesetzbuch je Flurstück22,0017.4Flurstücksverschmelzungen30 v. II.der Gebühr nachlfd. Nr. 1617.5Mehrarbeit für die Ergänzung unvollständiger VermessungsschriftenGebühren nachlfd. Nr. 1 und 2 Anmerkungen zu lfd. Nr. 17 1.Die jeweilige Gebühr nach lfd. Nr. 17 ist unabhängig davon, ob die Vermessung von einem Vermessungs- und Katasteramt oder einer sonstigen öffentlichen Vermessungsstelle ausgeführt wurde, anzusetzen. Mit dieser Gebühr sind die Aufwendungen für die erforderlichen Mitteilungen über die Aktualisierung des Liegenschaftskatasters abgegolten.2.Die Gebühr nach lfd. Nr. 17.2 entfällt beia)nicht gebührenpflichtigen Gebäudeeinmessungen,b)der Einmessung von Grundrissveränderungen durch teilweisen Abbruch undc)Gebäuden im Erbbaurecht oder auf Grundstücken im Eigentum kommunaler Gebietskörperschaften, die von hierzu befugten behördlichen Vermessungsstellen kommunaler Gebietskörperschaften eingemessen wurden.3.Mit der jeweiligen Gebühr nach lfd. Nr. 17 ist die Nutzung der SAPOS (r)-Dienste HEPS und GPPS abgegolten.4.Die Gebühr nach lfd. Nr. 17.5 schuldet unabhängig von den Gebühren nach lfd. Nr. 17.1 bis 17.4 die einreichende sonstige öffentliche Vermessungsstelle.5.Die Übernahme von Bodenordnungen nach dem Flurbereinigungsgesetz ist kostenfrei. 18 Beglaubigungen, Zeugnisse und Bescheinigungen 18.1Beglaubigungen je Beglaubigungsvermerk3,0018.2Entfernungsbescheinigung über Wegstrecken je Strecke22,0018.3Bescheinigungen zur lastenfreien Abschreibung von Grundstücksteilen außerhalb des Ausübungsbereichs von Grunddienstbarkeiten (§ 1026 des Bürgerlichen Gesetzbuchs) je Grundstück40,00bis100,0018.4Unschädlichkeitszeugnis nach dem Landesgesetz über Unschädlichkeitszeugnisse im Grundstücksverkehr je Unschädlichkeitszeugnis50,00bis300,00Anmerkung zu lfd. Nr. 18 Die Beglaubigung von Anträgen auf Vereinigung oder Teilung von Grundstücken nach § 7 Abs. 1 LGVerm ist mit der Gebühr nach lfd. Nr. 10.2 oder 16 abgegolten. 19 Zertifizierung von Programmen zur automatisierten Bearbeitung von amtlichen Vermessungen je Zertifizierung25,00bis950,00 20 Prüfung und Eichung von Sensoren 20.1Prüfung und Eichung elektrooptischer Distanzmessgeräte auf Eichstrecken mit Inanspruchnahme von bis zu sechs Pfeilern 20.1.1Bestimmung von Nullpunktkorrektion und Gerätemaßstab 20.1.1.1für das erste Gerät130,0020.1.1.2für jedes weitere Gerät am gleichen Tag90,0020.1.2Bestimmung von Nullpunktkorrektion, Gerätemaßstab und zyklischem Phasenfehler 20.1.2.1für das erste Gerät210,0020.1.2.2für jedes weitere Gerät am gleichen Tag120,0020.1.3Bestimmung von Nullpunktkorrektion, Gerätemaßstab und Frequenz 20.1.3.1für das erste Gerät190,0020.1.3.2für jedes weitere Gerät am gleichen Tag130,0020.1.4Bestimmung von Nullpunktkorrektion, Gerätemaßstab, zyklischem Phasenfehler und Frequenz 20.1.4.1für das erste Gerät275,0020.1.4.2für jedes weitere Gerät am gleichen Tag165,0020.2Prüfung und Eichung elektrooptischer Distanzmessgeräte auf Eichstrecken mit Inanspruchnahme von mehr als sechs Pfeilern je GerätGebühr nachlfd. Nr. 20.1zuzüglich 100,0020.3Eichung von satellitengestützten Vermessungssystemen 20.3.1für das erste Gerät75,0020.3.2für jedes weitere Gerät am gleichen Tag45,00 Anmerkungen zu lfd. Nr. 20 1.Mit diesen Gebühren sind die Nutzung der Eicheinrichtungen, die Auswertung der Eichmessungen von elektrooptischen Distanzmessgeräten und GPS-Gerätesystemen, die Erstellung eines Auswerteprotokolls sowie die Zertifizierung abgegolten.2.Werden die Messungen zur Bestimmung von Nullpunktkorrektion, Gerätemaßstab und zyklischem Phasenfehler bei elektrooptischen Distanzmessgeräten sowie zur Eichung von GPS-Gerätesystemen von Bediensteten der Vermessungs- und Katasterbehörden ausgeführt, sind zusätzlich die Gebühren nach lfd. Nr. 1 und 2 zu erheben.3.Die Nutzung der Eichstrecken sowie die Auswertung der Eichmessungen von elektrooptischen Distanzmessgeräten und GPS-Gerätesystemen sind für Vermessungsstellen des Landes gebührenfrei. Von den sonstigen öffentlichen Vermessungsstellen nach § 2 Abs. 2 LGVerm werden 70 v. H. der Gebühren nach lfd. Nr. 20 erhoben. 21 Sonstige technische Arbeiten 21.1VermessungsunterlagenGebühren nachlfd. Nr. 4 bis 721.2örtliche und häusliche ArbeitenGebühren nachlfd. Nr. 1 und 221.3Einsatz von Sensoren und Auswertegeräten, deren Anschaffungswert 15.000,00 EUR übersteigt je angefangene halbe Betriebsstunde0,15 v. T.des Anschaffungswertes Anmerkungen zu lfd. Nr. 21 1.Zu den Arbeiten nach lfd. Nr. 21 zählen insbesondere folgende Leistungen:a)Einmessung von topographischen Gegenständen, soweit in diesem Gebührenverzeichnis nichts anderes bestimmt ist,b)Sicherung von Vermessungs- und Grenzpunkten, die z. B. durch Baumaßnahmen gefährdet sind; für die Übernahme der Vermessungsschriften in das Liegenschaftskataster wird keine Gebühr erhoben,c)vorübergehende Kennzeichnung von Grenzpunkten während einer noch nicht abgeschlossenen Liegenschaftsvermessung,d)Umsetzung von Daten in ein Sonderformat unde)besondere Reproduktionsarbeiten.2.Nicht unter lfd. Nr. 21 fallen Arbeiten, die aufgrund von Sondervereinbarungen durchgeführt werden. 22 Bestellungen, Anerkennungen und Zulassungen 22.1Öffentlich bestellte Vermessungsingenieurinnen und Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure 22.1.1Bestellung und Vereidigung500,0022.1.2Bestellung einer Treuhänderin oder eines Treuhänders215,0022.1.3Qualifizierungsverfahren nach § 22 der Landesverordnung über die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieurinnen und Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure 22.1.3.1praktischer Qualifizierungsteil210,0022.1.3.2schriftlicher Qualifizierungsteil165,0022.1.3.3mündlicher Qualifizierungsteil150,0022.2Sonstige Anerkennungen und Zulassungen50,00bis500,00 Anmerkung zu lfd. Nr. 22 Im Falle der Wiederholung eines Qualifizierungsteils ist die jeweilige Gebühr nach lfd. Nr. 22.1.3 erneut zu erheben. 23 Erstattung von Gutachten (§ 193 BauGB) 23.1für unbebaute Grundstücke und Rechte an unbebauten Grundstücken mit einem Verkehrswert 23.1.1bis zu 250.000,00 EUR3,0 v. T.des ermitteltenVerkehrswertszuzüglich 400,0023.1.2über 250.000,00 EUR bis zu 1 Mio. EUR1,0 v. T.des ermitteltenVerkehrswertszuzüglich 900,0023.1.3über 1 Mio. EUR0,5 v. T.des ermitteltenVerkehrswertszuzüglich 1.400,0023.2für bebaute Grundstücke und Rechte an bebauten Grundstücken mit einem Verkehrswert 23.2.1bis zu 250.000,00 EUR5,0 v. T.des ermitteltenVerkehrswertszuzüglich 500,0023.2.2über 250.000,00 EUR bis zu 500.000,00 EUR2,0 v. T.des ermitteltenVerkehrswertszuzüglich 1.250,0023.2.3über 500.000,00 EUR bis zu 2,5 Mio. EUR1,0 v. T.des ermitteltenVerkehrswertszuzüglich 1.750,0023.2.4über 2,5 Mio. EUR bis zu 10 Mio. EUR0,8 v. T.des ermitteltenVerkehrswertszuzüglich 2.250,0023.2.5über 10 Mio. EUR0,6 v. T.des ermitteltenVerkehrswertszuzüglich 4.250,0023.3über die ortsübliche Pacht (§ 5 Abs. 2 des Bundeskleingartengesetzes vom 28. Februar 1983 - BGBl. I S. 210 - in der jeweils geltenden Fassung)200,00 bis 900,0023.4für über den üblichen Rahmen hinausgehende Mehrarbeiten infolge besonderer Erschwernisse (Bauzustand des Bewertungsobjekts, fehlende oder nicht verwendbare Bauunterlagen und Ähnliches)bis zu 30 v. H.der Gebühr nachlfd. Nr. 23.1 oder 23.2 Anmerkungen zu lfd. Nr. 23 1.Mit den Gebühren nach lfd. Nr. 23.1 bis 23.3 sind auch die Entschädigungen für die Leistungen der ehrenamtlichen Gutachterinnen und Gutachter, die Kosten für je eine Ausfertigung des Gutachtens für die Antragstellerin oder den Antragsteller und die Eigentümerin oder den Eigentümer, die Reisekosten, die Beförderung der Messgeräte und die Benutzung des Dienstkraftwagens und/oder eingesetzten Privatwagens abgegolten.2.Grundstück im Sinne der lfd. Nr. 23 ist die einer Eigentümerin oder einem Eigentümer gehörende, räumlich zusammenhängende Grundfläche, die wirtschaftlich eine Einheit bildet.3.Ist bei der Ermittlung des Verkehrswerts eines Grundstücksteils aus Gründen der Wertermittlungssystematik auch das Reststück einzubeziehen (z. B. Differenz- oder Verschiebemethode), ist für die Gebührenberechnung nur der Wert des Grundstücksteils maßgebend.4.Bei Gutachten über den Bodenwert eines bebauten Grundstücks ist die Gebühr nach lfd. Nr. 23.1 zu bemessen.5.Bei der Berechnung der Gebühr nach lfd. Nr. 23.1 oder 23.2 ist grundsätzlich der Verkehrswert zum Zeitpunkt der Erstattung des Gutachtens maßgebend. Der Gebührenberechnung ist jedoch als Verkehrswert zugrunde zu legen:a)die Summe der Verkehrswerte der Bewertungsobjekte, wenn von einer Antragstellerin oder einem Antragsteller beantragte Gutachten sich auf verschiedene Bewertungsobjekte in etwa gleicher räumlicher Lage und mit weitgehend übereinstimmenden wertbeeinflussenden Merkmalen beziehen,b)die Summe der Verkehrswerte der Rechte, wenn ein Gutachten für mehrere Rechte, die ein und dasselbe Grundstück betreffen, zu erstatten ist,c)die Summe aus dem Verkehrswert für das unbelastete Grundstück und den Verkehrswerten der Rechte, wenn in einem Gutachten auch Rechte Dritter zu bewerten sind, die den zu ermittelnden Verkehrswert des Bewertungsobjekts mindern,d)die Summe der ermittelten Werte, wenn in einem Gutachten zusätzlich zum Verkehrswert des Bewertungsobjekts auch Werte von Teilflächen, Gebäuden, Gebäudeteilen oder von ideellen Anteilen des Grundstücks zu ermitteln sind.6.Sind im Gutachten für ein und dasselbe Bewertungsobjekt mehrere Werte (z. B. für Wertminderungen, Werterhöhungen oder Werte zu mehreren Stichtagen) zu ermitteln, bemisst sich die Gebühr nach der Summe aus dem höchsten Wert und jeweils der Hälfte des zusätzlich ermittelten niedrigeren Werts.7.Ist das Ergebnis des Gutachtens kein Verkehrswert im Sinne des § 194 BauGB, so ist sinngemäß von vergleichbaren Werten, z. B. von der Höhe der Entschädigung für den Rechtsverlust im Enteignungsverfahren, auszugehen.8.Die Gebühren nach lfd. Nr. 23.1 und 23.2 sind für im Vergleich zum üblichen Rahmen erheblich geringere Aufwendungen (z. B. durch vorliegende detaillierte Objektbeschreibungen, Vorleistungen der Antragstellerin oder des Antragstellers) um bis zu 30 v. H. zu ermäßigen.9.Sind vom Gutachterausschuss erstellte Gutachten nachträglich fortzuschreiben, können die Gebühren nach lfd. Nr. 23.1 und 23.2 je nach Arbeitsaufwand bis zu 50 v. H. ermäßigt werden. 24 Erstattung von Obergutachten (§§ 193 und 198 BauGB) das 1- bis 2-facheder Gebühr nachlfd. Nr. 23 25 Auskünfte aus der Kaufpreissammlung (§ 195 Abs. 3 BauGB) für den Bereich eines Gutachterausschusses gedruckt oder als druckaufbereitete Datei30,00bis500,00 26 Auskünfte und Auszüge aus dem Nachweis der Bodenrichtwerte (§ 196 Abs. 3 BauGB) 26.1Schriftliche Auskunft, ohne Auszug aus der Bodenrichtwertkarte, über den Bodenrichtwert eines Grundstücks als Einzelnachweis oder in Listenform je Grundstück20,00bis80,00 Anmerkung zu lfd. Nr. 26.1 Werden schriftliche Bodenrichtwertauskünfte über mehrere Grundstücke einer Eigentümerin oder eines Eigentümers erteilt, sind diese bei der Gebührenberechnung nach der räumlichen Lage und den übereinstimmenden wertbeeinflussenden Merkmalen gruppenweise zusammenzufassen.26.2Auszüge aus der Bodenrichtwertkarte gedruckt oder als druckaufbereitete Datei aus den Bodenrichtwertinformationen für Siedlungsflächen je Auszug im Format bis 26.2.1DIN A325,0026.2.2DIN A240,0026.2.3DIN A155,0026.2.4DIN A070,0026.3Auszüge aus der Bodenrichtwertkarte gedruckt oder als druckaufbereitete Datei aus den Bodenrichtwertinformationen für land- und forstwirtschaftliche Flächen80 v. H. der Gebührnach lfd. Nr. 26.226.4Übersicht über die generalisierten Bodenriclitwerte 26.4.1Gesamtübersicht in Listenform gedruckt oder als druckaufbereitete Datei110,0026.4.2Teilübersichten in Listenform gedruckt oder als druckaufbereitete Datei15,00bis100,0026.5Onlinezugriff auf den Premiumdienst des Bodenrichtwertinformationssystems je Stichtag der Bodenrichtwertermittlung und je nach Fläche des Zugriffbereichs80,00bis1.000,00 27 Sonstige Grundstücksmarktinformationen gedruckt oder als druckaufbereitete Datei 27.1Grundstücksmarktbericht30,00bis70,0027.2Auszüge aus dem Grundstücksmarktbericht oder Grundstücksmarktinformationen der Gutachterausschüsse15,00bis60,00 28 Erlaubnis zur Nutzung oder Weitergabe der Daten und Produkte nach lfd. Nr. 26 und 27 28.1Erlaubnis zur Nutzung der Daten und Produkte nach lfd. Nr. 26.1 bis 26.4 und 27.2 für eigene Zwecke im Rahmen der elektronischen Datenverarbeitung (z. B. Intranet)das 1- bis 5-facheder Gebühren nachlfd. Nr. 26.1 bis 26.4und 27.228.2Erlaubnis zur Weitergabe der Daten und Produkte nach lfd. Nr. 26.1 bis 26.4 und 27.2 an Drittedas 4- bis 10-facheder Gebühren nachlfd. Nr. 26.1 bis 26.4und 27.2 Gebührenstaffel I Berücksichtigung des Bodenwerts der vermessenen und neuen Flurstücke oder der Art der lang gestreckten Anlage Die Gebühren nach lfd. Nr. 10.1 bis 10.8 sind mit dem Wertfaktor zu multiplizieren, der sich nach dem Bodenwert der vermessenen und neuen Flurstücke oder der Art der lang gestreckten Anlage ergibt. Bildung von neuen Flurstücken, Grenzbestimmungen und Abmarkungen Bodenwert der vermessenen und neuen Flurstücke Wertfaktor über bis 0,00 EUR3.000,00 EUR 0,8 3.000,00 EUR10.000,00 EUR 0,9 10.000,00 EUR20.000,00 EUR 1,0 20.000,00 EUR40.000,00 EUR 1,1 40.000,00 EUR100.000,00 EUR 1,2 100.000,00 EUR250.000,00 EUR 1,3 250.000,00 EUR 1,4 Vermessung lang gestreckter Anlagen mit mehr als 100 m Länge aus Anlass der Neuanlage oder baulichen Veränderung Art der Anlage Wertfaktor zweibahnige Straßen mit zwei und mehr Fahrstreifen je Richtung, die durch ein Bauwerk, z. B. Mittelstreifen mit Schutzplankerl, voneinander getrennt sind, Eisenbahnen, Gewässer 1. Ordnung 1,3 einbahnige Straßen mit zwei und mehr Fahrstreifen und mehr als 5 m Fahrbahnbreite, Gewässer 2. Ordnung 1,2 sonstige Straßen, Wege, Gewässer und Anlagen 1,0 Anmerkung zur Gebührenstaffel I Bei der Vermessung mehrerer zusammengehörender lang gestreckter Anlagen innerhalb eines Antrages ist der Wertfaktor der Hauptanlage anzusetzen. Gebührenstaffel II Gebäudeeinmessung Gebäudewert (Herstellungskosten) Gebühr für die Gebäudeeinmessung 12EUREURbis 25.000,00140,00von mehr als 25.000,00 bis 100.000,00240,00von mehr als 100.000,00 bis 250.000,00420,00von mehr als 250.000,00 bis 400.000,00625,00von mehr als 400.000,00 bis 500.000,00750,00von mehr als 500.000,00 bis 5 Mio.je weitere angefangene 500.000,00285,00 mehrvon mehr als 5 Mio. bis 20 Mio.je weitere angefangene 500.000,00175,00 mehrvon mehr als 20 Mio.8.800,00 Anmerkung zur Gebührenstaffel II Für die Einmessung jeder Grundrissveränderung durch teilweisen Abbruch ist eine Gebühr von 50,00 EUR zu erheben. Gebührenstaffel III Aufmessung von Grenz- und Vermessungspunkten sowie Gehöften Gebühr je aufgemessenem Grenz- und Vermessungspunkt oder je Gehöft Behinderungsstufe 12345EUR je Punktbei einer Punktdichteje HektarNeuvermessungsfläche(bis einschließlich) 229,00110 v. H.der Gebühr120 v. H.der Gebühr130 v. H.der Gebührbis 150 v. H.der Gebühr323,00in Behinderungsstufe 1in Behinderungsstufe 1in Behinderungsstufe 1in Behinderungsstufe 1420,00 518,50 617,50 717,00 816,50 916,00 10 und mehr15,00 je Gehöft170,00 Anmerkung zur Gebührenstaffel III Die Einstufung des Neuvermessungsgebietes in die Behinderungsstufen erfolgt nach folgenden Merkmalen:Behinderungsstufe 1:offene Feldlagen, Anteil der Holzflächen bis 10 v. H.Behinderungsstufe 2:Ortslagen-aufgelockert, ruhiger Straßenverkehr Feldlagen-Behinderung durch Bodenbewachsung (z. B. Hecken) und/oder Anteil der Holzflächen über 10 bis 35 v. H.Behinderungsstufe 3:Ortslagen-aufgelockert mit starkem Straßenverkehr oder enge Bebauung mit ruhigem Straßenverkehr Feldlagen-erhebliche Behinderung durch dichte Bodenbewachsung (z. B. Hecken) und/oder Anteil der Holzflächen über 35 bis 70 v. H. und/oder erhebliche HöhenunterschiedeBehinderungsstufe 4:Ortslagen-enge Bebauung mit starkem Straßenverkehr oder sehr enge Bebauung Feldlagen-Anteil der Holzflächen über 70 v. H. und/oder überwiegend steile HanglagenBehinderungsstufe 5:sehr eng bebaute Ortslagen mit starkem Straßenverkehr und/oder erheblichen Sichtbehinderungen und/oder erheblichen Höhenunterschieden bzw. steilen Hanglagen