Source: http://www.jurablogs.com/2011/07/26/wir-zahlen-ihnen-euro-2400-gramm-gold-wettbewerbswidrige-aussage
Timestamp: 2017-03-26 02:21:32
Document Index: 41234792

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 145', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BlogsIT-Recht KanzleiJuli 2011„Wir zahlen Ihnen bis zu Euro 24,00 je Gramm Gold”: Keine wettbewerbswidrige AussageDas Werbeversprechen „Wir zahlen Ihnen bis zu Euro 24,00 je Gramm Gold” verstößt in dieser Form weder gegen den lauteren Wettbewerb noch gegen Vorschriften der Preisangabenverordnung (PAngV). Voraussetzung ist einzig, dass tatsächlich bis zu EUR 24,- je Gramm Gold (abhängig vom Reinheitsgrad) ausbezahlt werden.Pfandhäuser können nach der Rechtsauffassung des LG Kiel mit solchen Angeboten werben, ohne gegen einschlägige Wettbewerbsvorschriften, etwa das Irreführungsverbot oder die Grundsätze der Preiswahrheit, zu verstoßen. Die einzelnen Berührungspunkte mit den verschiedenen Vorschriften werden in einem Urteil von 2010 sehr schön dargestellt, Verstöße jedoch nicht angenommen (vgl. LG Kiel, Urt. v. 28.07.2010, Az. 14 O 32/10; m.w.N.).So soll kein Verstoß gegen die PAngV vorliegen, da der Goldankauf schon nicht in den entsprechenden Anwendungsbereich fällt und auch kein „Anbieten“ im Sinne der PAngV erkennbar ist: „Die Preisangabenverordnung ist schon von ihrem persönlichen Anwendungsbereich her nicht eröffnet. Die darin geregelte Verpflichtung zur Preisangabe trifft nach § 1 Abs. 1 denjenigen, der Letztverbrauchern gewerbs- oder geschäftsmäßig oder regelmäßig in sonstiger Weise Waren oder Leistungen anbietet oder als Anbieter von Waren oder Leistungen gegenüber Letztverbrauchern unter Angabe von Preisen wirbt. Hier bietet die Klägerin aber keine Waren oder Dienstleistungen an, vielmehr fordert sie den Letztverbraucher auf, ihr Gold zum Ankauf anzudienen. Darüber hinaus aber liegt auch kein ‚Anbieten‘ i. S. dieser Vorschrift vor. Der Begriff des Anbietens i. S. d. § 1 Abs. 1 PAngV umfasst zwar nicht nur Vertragsangebote i. S. d. § 145 BGB, sondern darüber hinaus jede Erklärung eines Unternehmers, die im Verkehr in einem rein tatsächlichen Sinne als Angebot verstanden wird. Werbeanzeigen, die nach ihrem Inhalt den Abschluss eines Geschäfts nicht ohne weiteres zulassen, genügen dem jedoch nicht ...Zum vollständigen Artikel13 LeserRechtslupe:Fehlerhafte Preisangabe in Preissuchmaschinen56 LeserLampmann, Haberkamm & Rosenbaum:BGH: Zu den Voraussetzungen einer unzulässigen Werbung mit Selbstverständlichkeiten10 verwandte ArtikelWerbeanzeige für Goldankauf bis zu 24  je Gramm nicht wettbewerbswidrigLG Kiel: Die Werbung „Wir zahlen Ihnen bis zu Euro 24,00 je Gramm Gold” stellt keine Irreführung dar / Gerichtliche Zuständigkeit bei
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