Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=13.08.2015&Aktenzeichen=VII%20ZR%2090/14
Timestamp: 2020-01-18 01:08:13
Document Index: 209227733

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 89', '§ 123', '§ 131', '§ 133', '§ 133', '§ 89', '§ 123', '§ 89', '§ 89', '§ 89', '§ 133', '§ 123', '§ 84', '§ 613', '§ 132', '§ 20', '§ 613', '§ 324', '§ 174', '§ 174', '§ 184', '§ 180', '§ 89', '§ 89', '§ 89', '§ 564', '§ 133', '§ 156', '§ 160', '§ 89', '§ 304', '§ 287', '§ 304', '§ 133', '§ 204', '§ 133', '§ 19', '§ 10', '§ 167', '§ 92', '§ 97', '§ 89', '§ 123', '§ 131', '§ 133', '§ 89', '§ 123', '§ 89', '§ 89', '§ 123', '§ 133', '§ 133', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 89', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 287', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.08.2015 - VII ZR 90/14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,23834
BGH, 13.08.2015 - VII ZR 90/14 (https://dejure.org/2015,23834)
BGH, Entscheidung vom 13.08.2015 - VII ZR 90/14 (https://dejure.org/2015,23834)
BGH, Entscheidung vom 13. August 2015 - VII ZR 90/14 (https://dejure.org/2015,23834)
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HGB § 89b; UmwG § 123 Abs. 3 Nr. 1, § 131 Abs. 1 Nr. 1, § 133
§ 133 Abs. 3 UmwG, § ... 92 Abs. 2, § 89b HGB, §§ 123, 131 UmwG, § 89b Abs. 3 Nr. 1 HGB, § 89b Abs. 3 Nr. 2 HGB, § 89b Abs. 4 HGB, § 133 Abs. 1 UmwG, § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG, §§ 84, 92 HGB, § 613 Satz 2 BGB, § 132 UmwG, § 20 Abs. 1 Nr. 1 UmwG, § 613a Abs. 6 BGB, § 324 UmwG, § 174 Satz 1 BGB, § 174 Satz 2 BGB, § 184 Abs. 1 BGB, § 180 Satz 1 BGB, § 89b Abs. 5 HGB, § 89b Abs. 3 Satz 1 HGB, § 89a Abs. 1 HGB, § 564 Satz 1 ZPO, § 133 Abs. 1 Satz 1 UmwG, § 156 UmwG, § 160 HGB, § 89b Abs. 3 HGB, § 304 Abs. 1 ZPO, § 287 ZPO, § 304 ZPO, § 133 Abs. 4 UmwG, § 204 Abs. 1 Nr. 1 BGB, § 133 Abs. 4 Satz 1 UmwG, § 19 Abs. 3 UmwG, § 10 HGB, § 167 ZPO, § 92 Abs. 1 Satz 1, § 97 Abs. 1 ZPO
§ 89b HGB, § 123 Abs 3 Nr 1 UmwG, § 131 Abs 1 Nr 1 UmwG, § 133 Abs 1 UmwG
HGB § 89b; UmwG §§ 123 Abs. 3 Nr. 1, 131 Abs. 1 Nr. 1, 133 Abs. 1
Haftung des Versicherungsunternehmens als übertragender Rechtsträger nach Ausgliederung für Ansprüche aus Agenturvertrag
Übergang eines Agenturverhältnisses durch eine auf der Seite des Versicherungsunternehmens erfolgte Ausgliederung auf ein anderes Unternehmen; Haftung des Versicherungsunternehmens für eine Verbindlichkeit i.R.d. Beendigung des Agenturverhältnisses nach dem Wirksamwerden ...
Haftung des übertragenden Rechtsträgers für Handelsvertreterausgleich trotz Beendigung des Agenturverhältnisses erst nach der Ausgliederung
Zur Haftung des Versicherungsunternehmens als übertragender Rechtsträger für eine Verbindlichkeit nach § 89b HGB bei einer Ausgliederung, wenn ein durch die Ausgliederung auf ein anderes Unternehmen nach 131 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG übergegangenes ...
Haftung des übertragenden Rechtsträgers für Ausgleichsanspruch bei Beendigung eines Agenturverhältnisses nach Wirksamwerden der Ausgliederung
Das übergegangene Versicherungsagenturverhältnis - und der Ausgleichsanspruch bei seiner Beendigung
Der Ausgleichsanspruch des Versicherungsvertreters - und das Grundurteil
Ausgliederung, Haftung übertragender Rechtsträger, Handelsvertreter
Ausgleichsanspruch des Vertreters gegen Versicherungsunternehmen bei Ausgliederung
Haftung für Ausgleichsanspruch bei Beendigung des Versicherungsvertreterverhältnisses nach Wirksamwerden einer Ausgliederung
Ausgleichsanspruch zahlt Übergeber - Auswirkungen auf mehrstufige Vertriebssysteme möglich
Fortbestehende Haftung des übertragenden Rechtsträgers nach Ausgliederung
HGB § 89b; UmwG §§ 123, 131, 133
Nachhaftung des übertragenden Versicherungsunternehmens gem. § 133 UmwG für den Ausgleichsanspruch des Versicherungsvertreters
Haftung des übertragenden Rechtsträgers für Handelsvertreterausgleichsanspruch trotz Beendigung des Agenturvertrages erst nach Wirksamwerden der Ausgliederung
Kurznachricht zu "Ausgleichsanspruch eines Versicherungsagenten als Verbindlichkeit i.S.d. § 133 Abs. 1 S. 1 UmwG" von Dr. Gunbritt Kammerer-Galahn, original erschienen in: DB 2015, 2438 - 2439.
LG Aachen, 19.07.2013 - 9 O 274/12
BGHZ 206, 332
ZIP 2015, 1823
MDR 2015, 1141
VersR 2015, 1557
WM 2015, 1760
BB 2015, 2253
DB 2015, 2141
NZG 2015, 1277
a) Ein Grundurteil (§ 304 Abs. 1 ZPO) darf nur ergehen, wenn ein Anspruch nach Grund und Höhe streitig ist, grundsätzlich alle Fragen, die zum Grund des Anspruchs gehören, erledigt sind, und wenn nach dem Sach- und Streitstand zumindest wahrscheinlich ist, dass der Anspruch in irgendeiner Höhe besteht (st. Rspr.; vgl. nur BGH…, Urteil vom 25. Oktober 2013 - V ZR 230/12, BGHZ 198, 327 Rn. 26 m.w.N.; Urteil vom 13. August 2015 - VII ZR 90/14, BGHZ 206, 332 Rn. 44).
(1) Nach der Vorschrift des § 89b Abs. 4 Satz 1 HGB kann der Ausgleichsanspruch, der erst mit der rechtlichen Beendigung des Handelsvertreterverhältnisses entsteht (BGH, Urteil vom 13. August 2015 - VII ZR 90/14, BGHZ 206, 332 Rn. 36 m.w.N.), nicht im Voraus ausgeschlossen werden.
Ein Zwischenurteil über den Grund darf ergehen, soweit alle Fragen, die zum Grund des Anspruchs gehören, erledigt sind und es nach dem Sach- und Streitstand zumindest wahrscheinlich ist, dass der Anspruch in irgendeiner Höhe besteht (ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, vgl. z.B. BGH (U.v. 13.08.2015 - VII ZR 90/14), juris, Rn. 44;… BGH (U.v. 08.12. ... - VII ZR 12/09), juris, Rn. 13 m.w.N.).
aa) Ein Grundurteil (§ 304 Abs. 1 ZPO) darf nur ergehen, wenn ein Anspruch nach Grund und Höhe streitig ist, grundsätzlich alle Fragen, die zum Grund des Anspruchs gehören, erledigt sind, und wenn nach dem Sach- und Streitstand zumindest wahrscheinlich ist, dass der Anspruch in irgendeiner Höhe besteht (st. Rspr.; vgl. z.B. BGH…, Urteil vom 8. September 2016 - VII ZR 168/15 Rn. 21, BauR 2017, 136 = NZBau 2016, 759; Urteil vom 13. August 2015 - VII ZR 90/14 Rn. 44, BGHZ 206, 332;… Urteil vom 25. Oktober 2013 - V ZR 230/12 Rn. 26 m.w.N., BGHZ 198, 327).
Anders liegt der Fall nur bei höchstpersönlichen Geschäften, die so eng an bestimmte Personen gebunden sind, dass sie von niemand Anderem ausgeführt werden können (vgl. BGH, Urteil v. 13.08.2015, VII ZR 90/14).
Dies wird von der Rechtsprechung für den Anspruch auf Handelsvertreterausgleich dahin konkretisiert, dass ein Grundurteil dann ergehen darf, wenn sämtliche Voraussetzungen eines Handelsvertreterausgleichs positiv festgestellt sind, insbesondere wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Unternehmer nach Vertragsende erhebliche Vorteile aus der Handelsvertretertätigkeit verbleiben und wenn feststeht, dass ein Anspruch auch der Billigkeit entspricht (vgl. z.B. BGH…, Urteil vom 29.5.1967 - VII ZR 297/64, Rz. 16 ff;… Urteil vom 4.6.1986 - I ZR 161/84, Rz. 11; Urteil vom 13.8.2015 - VII ZR 90/14, Rz. 40).
Außerdem hat der Versicherungsvertreter nach höchstrichterlicher Rechtsprechung die Möglichkeit, die von den Spitzenverbänden der Versicherungswirtschaft und des Versicherungsaußendienstes vereinbarten "Grundsätze zur Errechnung der Höhe des Ausgleichsanspruchs" (…abgedruckt bei Küstner/Thume, Handbuch des gesamten Vertriebsrechts, Band 2, 9. Aufl., Anhang, S. 933 ff.; im Folgenden: "Grundsätze") als Grundlage für die Schätzung (§ 287 ZPO) eines Mindestausgleichsbetrags heranzuziehen (BGH, Urteil vom 13.08.2015, VII ZR 90/14, BGHZ 206, 332-347, Tz. 40; BGH, Urteil vom 23.11.2011, VIII ZR 203/10, juris Tz. 33 ff.).
Ein Zwischenurteil über den Grund darf vergehen, soweit alle Fragen, die zum Grund des Anspruchs gehören, erledigt sind und nach dem Sach- und Streitstand zumindest wahrscheinlich ist, dass der Anspruch in irgendeiner Höhe besteht (ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, vgl. statt aller BGH VII ZR 90/14, Rn. 44;… BGH VII ZR 12/09, Rn. 13 m.w.N. - juris sowie Urteil der Kammer 8 O 90/14 = NZKart. 2017, 86 f. mit Anmerkungen Thiede).