Source: https://www.juracademy.de/baurecht-baden-wuerttemberg/zulaessigkeit-vorhaben.html
Timestamp: 2017-11-18 04:47:14
Document Index: 270795896

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 29', '§ 30', '§ 29', '§ 10', '§ 29', '§ 13']

Baurecht Baden-Württemberg - Bauplanungsrechtliche Zulässigkeit von Vorhaben - Überblick
Kursangebot | Grundkurs Baurecht Baden-Württemberg | Bauplanungsrechtliche Zulässigkeit von Vorhaben - Überblick
In den	§§ 30–37 BauGB	werden jeweils Regelungen für Vorhaben getroffen.
§ 29 Abs. 1 BauGB	stellt eine	Definitionsnorm dar. In regelungstechnischer Hinsicht wurde die Definition des Vorhabens, die in die jeweils einschlägigen Vorschrift der	§§ 30 ff. BauGB	hineinzulesen ist, vor die Klammer der genannten Normen gezogen. Vorhaben im bauplanungsrechtlichen Sinn sind nach § 29 Abs. 1 S. 1 BauGB die Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung von baulichen Anlagen. Von der Einschlägigkeit der Definitionsnorm hängt es also ab, ob das Bauordnungsrecht Anwendung findet.
Dieser Grundsatz wird jedoch durch den Charakter des Bebauungsplanes	eingeschränkt. Der Bebauungsplan wird gem.	§ 10 Abs. 1 BauGB	als Satzung erlassen. Der Bebauungsplan gilt also wegen des Normcharakters von sich heraus. Dies bedeutet, dass sich die Zulässigkeit von Vorhaben, die keine Vorhaben i.S.d.	§ 29 BauGB	darstellen, direkt nach dem Bebauungsplan richtet.
Stollmann Öffentliches Baurecht § 13 Rn. 5.