Source: https://win-win-work.de/covid-19-pandemie-arbeitswelt-info-unterstutzung/
Timestamp: 2020-06-05 20:59:01
Document Index: 99790014

Matched Legal Cases: ['§ 616', 'BGH', 'BGH', '§ 616', 'BGH', '§ 616', '§ 56', '§129']

Covid-19 Pandemie - Infos und Unterstützung für die Arbeitswelt - Müller & Mooseder
Covid-19 Pandemie – Infos und Unterstützung für die Arbeitswelt
Einheitlicher Arbeitsschutz gegen das Coronavirus: SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard
Flexible Arbeitszeiten in der Krise
Webinar der DGFP: Anton Mooseder mit Empfehlungen zu Schichtmodellen bei der stufenweisen Lockerung des Shutdowns
Der „Shutdown“ am 16.3.20
Vorübergehende Auflösung von Kernarbeitszeiten
Erweiterung der Arbeitszeitkonten nach oben oder unten
Vorübergehende Teilzeit
Schichtarbeit: Schichttausch zur Anpassung der Schichtzeiten an die Betreuungssituation:
Videokonferenz mit Microsoft Teams: Anleitung für die EINGELADENEN Teilnehmer*innen
Videokonferenz mit ZOOM: Anleitung für die EINGELADENEN Teilnehmer*innen
Maßnahmen zur Vorbeugung einer Abteilungsschließung / Quarantäne
Habe ich mich infiziert? Die CovApp ermöglicht eine Selbsteinschätzung
Maßnahmen für Betriebe mit Produktionsausfall / Ausfall von Dienstleistungen
Entgeltfortzahlung bei Quarantänemaßnahmen
Betriebsrat digital
Wie geht es weiter? Ausgewälte Veröffentlichungen & Informationen
Epidemiologie und Maßnahmen: The Hammer and the Dance
Wie geht es mit der Pandemie weiter und was ist nach Corona? Mögliche Szenarien
Diese Webseite zum Thema „Corona | Covid-19“ wird laufend aktualisiert und erweitert. Wir haben auch eine zweite Seite mit Informationen und Unterstützungsangeboten für Krankenhäuser veröffentlicht.
16.4.2020: Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard veröffentlicht. Was bedeutet das für Unternehmen?
Abstandsregeln (1,5 m) müssen im Betrieb durchgängig eingehalten werden. Das bedeutet u.U. umständlicher Prozesse, längere Wege, eine geringere Anlagenbesetzung etc. .
Möglicherweise ist hierzu auch eine Ausweitung der Betriebszeiten unvermeidbar, wenn dabei eine bestimmte Produktionsmenge erreicht werden soll. Auch in Büros und im Dienstleistungsbereich müssen Arbeitszeiten ggf. erweitert werden, um eine zu hohe Personendichte zu vermeiden.
Als Spezialisten für Arbeitszeitmanagement unterstützen wir Sie gerne bei der Planung und Organisation von Arbeitszeiten.
Home Office hat – wo immer Sie möglich ist – weiterhin Vorrang. Dies wird auch auf absehbare Zeit so bleiben. Es lohnt sich also, in eine gute Praxis für das Home Office zu investieren: mit Ideen, Schulungen für Mitarbeiter*innen und Führungskräfte, Beratung und Technik.
Es müssen neue Hygienestandards realisiert werden – und es braucht „Kümmerer“ für deren durchgehende und dauerhafte Einhaltung. Gesundheits- und Hygieneexperten werden jetzt in allen Betrieben benötigt. Auch hier kann externe Unterstützung helfen, das benötigte Know How in den Betrieb zu holen. Siehe hierzu auch die Empfehlungen der BAUA (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin).
Auch wenn dies im Arbeitsschutzstandard nicht als verpflichtend gilt, empfehlen wir aus unserer Sicht ganz klar das durchgängige Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Betrieb.
Detaillierte Informationen zu Arbeitsschutzmaßnahmen finden Sie auf der Corona-Seite der DGUV, sowie speziell für einzelne Branchen bei der BG ETEM.
Detaillierte Informationen zu den möglichen Ansteckungswegen bei Corona finden Sie bei Worldometer: SARS-CoV-2 Transmission (engl.).
Fehlzeitenmanagement neu gedacht: Wer sich krank fühlt, Schnupfen oder Heiserkeit hat, soll DAHEIM BLEIBEN – damit die Belegschaft gesund bleibt. Ist das nun eine Einladung, möglichst oft zu fehlen? Das wird von der Führungspraxis und der Betriebskultur abhängen.
Hierzu eine Zusammenfassung der COVID-19 Symptome (engl).
Die neuen Regelungen werden sich zwar zunächst negativ auf die Produktivität auswirken – aber sie sind zugleich die Voraussetzung dafür, überhaupt wieder produktiv werden und bleiben zu können. Wie es aussieht, wenn man nicht extrem umsichtig handelt, kann man gerade in den USA beobachten. Es lohnt sich also in jeder Hinsicht, die Regelungen aktiv aufzugreifen und umzusetzen.
Zeit-Abonnenten finden hier eine wissenschaftlich orientierte Bewertung der Maßnahmen, die im Hinblick auf eine schrittweise Öffnung des Shutdowns getroffen werden.
Was nicht in den Arbeitsschutzstandards steht: Flexibilität wird in jeder Hinsicht wichtig werden. Für die Betriebe, die nun mit unsicheren Lieferketten und schwankenden Absätzen rechnen müssen. Aber auch für die Beschäftigten, deren Partner*innen und Familien ja ebenfalls mit Einschränkungen und Flexibilitätsanforderungen umgehen müssen. Dafür gibt es keine einfachen Rezepte. Gute Führung und der Dialog mit den Mitarbeitenden sind jetzt gefragt.
Wenn Sie mit Ihren Führungskräfte die neue Situation gestalten wollen, gute Kommunikation etablieren und kreative Lösungen finden möchten, bieten wir Ihnen gerne unseren Workshop „Produktiv und motiviert arbeiten in Pandemiezeiten“ an.
Nächster Termin: 27.4.2020, 11.00 Uhr
Webinar der DGFP Deutsche Gesellschaft für Personalführung in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskanzlei Bird & Bird LLP: „Und danach? Erste Gedanken zum Wiederhochfahren: Arbeitsschichtmodelle – Arbeitssicherheit – Arbeitsrecht“
In dem ca. einstündigem DGFP // Netzwerktreffen.digital werden drei Aspekte behandelt:
„Das richtige Schichtmodell während der stufenweisen Lockerung des Shutdowns“ mit dem Experten Anton Mooseder von Müller & Mooseder Arbeitszeitberatung.
„Betriebsärztliche Regeln und Hinweise für Betriebe und Unternehmen bei der Rückkehr in den Betrieb“ mit dem Experten Dipl.-Biol. Gerd Schneider von der Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
„Arbeitsrechtliche Fragen bei der stufenweisen Zurückführung zum Normalbetrieb“ mit den Experten Dr. Martin Nebeling und Thomas Hey von der Wirtschaftskanzlei Bird & Bird
Zur Eindämmung des Coronavirus (bzw. Covid-19) wurden eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, die in den betrieblichen Ablauf eingreifen. Vom 16. März 2020 an blieben die Schulen für mehrere Wochen geschlossen. Erst Ende April wird eine schrittweise Wiederaufnahme des Unterrichts erfolgen.
Unternehmen, bei denen Lieferkette und Nachfrage derzeit (noch) erhalten ist, stehen damit vor der Situation, dass sie zwar produzieren könnten, Ihnen nun aber die Mitarbeiter*innen fehlen, weil diese keine Betreuungsmöglichkeiten mehr für ihre Kinder haben.
Eine zunehmende Anzahl an Mitarbeiter*innen wird demnächst auch an Covid-19 erkranken und/oder in häuslicher Quarantäne stehen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass Mitarbeitergruppen, die Kontakt zu einer/m Infizierten gehabt haben könnten, häusliche Quarantäne aufsuchen. Dies wird in vielen Betrieben mindestens zur Schließung von Bereichen oder Abteilungen führen.
Eine zweite Gruppe von Betrieben, ist aufgrund von Unterbrechungen der Lieferkette, aber auch aufgrund von Nachfrageeinbrüchen, nicht mehr in der Lage, den Arbeitsprozess für ihre Mitarbeiter aufrechterhalten.
Wir haben eine Reihe von Maßnahmen zusammengestellt, aus denen jeder Betrieb die auswählen kann, die für die jeweils spezifische Situation passen.
Mit folgenden Maßnahmen kann im Betrieb auf die Schulschließung und die damit verbundenen Vereinbarkeitsprobleme für Väter und Mütter reagiert werden.
Bitte prüfen Sie regelmäßig die Seiten der zuständigen Regierungsbehörde. Aktuell werden angesichts von Corona | Covid-19, Teile des Arbeitszeigesetztes per Verfügung gelockert, wie z. B. hier in Niederbayern (und parallel der Oberpfalz, Oberbayern):
Wenn ihr Betrieb zu den aufgezählten Betrieben ( „…zur Produktion von existentiellen Gütern und für Dienstleistungen zur Gewährleistung der Daseinsvorsorge, die im Zusammenhang mit den Folgen der Ausbreitung des Corona-Virus anfallen…“) zählt, dürfen vorübergehend:
Vorübergehende Auflösung von Kernarbeitszeiten, um es Eltern zu ermöglichen abwechselnd zu arbeiten. Wenn zum Beispiel die Kernarbeitszeiten auf eine Zeitspanne von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr ausgedehnt werden, können beide Elternteile Arbeitszeit in dem ihnen möglichen Umfang einbringen. Mit Wegezeiten käme man auf eine Arbeitszeit von etwa 6,5 bis 7 Stunden pro Elternteil.
Da bislang keine Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz zugelassen werden, müssen dessen Regelungen weiterhin befolgt werden, weshalb die 11 Stunden Ruhezeit weiterhin einzuhalten sind (Ausnahmeregelung gelten in Einrichtungen des Gesundheitswesens, hier kann die Ruhezeit auf 10 Stunden verkürzt werden).
Da es ggf. für manche Eltern nicht möglich sein wird, alle vereinbarten Wochenarbeitsstunden einzubringen, sollten die Arbeitszeitkonten erweitert werden. So können in den nächsten Wochen Minusstunden aufgebaut werden, die bei normaler Betreuungssituation über einen längeren Zeitraum wieder abgebaut werden. Außerdem ist es möglich, bei Arbeitsverdichtung (kranke Kollegen/innen), Auftragsspitzen in einzelnen Branchen), den anwesenden Mitarbeitern die Gelegenheit zu geben, Stunden aufzubauen um diese später wieder abfallen zu können. Bei dieser Maßnahme sollte sehr auf die „sinnvolle“ Entwicklung der Salden geachtet werden. Bei starken Ausreißern sollte das Gespräch mit den Mitarbeitern gesucht werden, um zu prüfen ob diese Lösung mittelfristig sinnvoll ist.
Viele Mitarbeiter sind schon mit Notebooks oder mobilen Geräten ausgestattet, mit denen es möglich ist Arbeit von überall zu erledigen. Durch die Kombination von mobile Work und aufgelösten Kernarbeitszeiten, werden zum einen Zeiten für den Arbeitsweg gespart, zum anderen kann bei älteren Kindern Betreuung und Arbeit zum Teil kombiniert werden.
Außerdem verringert sich das Risiko für die Ansteckung für alle Mitarbeiter immens. Nutzen Sie hier konsequent Videokonferenzen und Telefonate für die Kommunikation mit Kollegen und Teams.
Falls die Betreuungssituation nicht zulässt, dass ein*e Mitarbeiter*in arbeitet, kann man den Mitarbeitern anbieten Urlaub vorzuziehen. Hier sollte darauf geachtet werden, dass die Fairness im Team erhalten bleibt. Alternativ kann den Mitarbeitern angeboten werden, unbezahlten Urlaub zu nehmen. Ggf. kann sich der Arbeitgeber mit ein bis zwei Sonderurlaubstagen daran beteiligen.
Wenn es die Betriebsituation zulässt und die Mitarbeiter*innen dem zustimmen, kann man einen Teil der Belegschaft in Teilzeit beschäftigen und dadurch bestimmte Schichten ausdünnen oder ausfallen lassen.
Gerade in Zeiten, die von allen Beteiligten schnelle und tiefgreifende Verhaltensänderungen erfordern und in denen sehr viel Unsicherheit herrscht, ist die Qualität der Führung entscheidend. Jetzt zeigt sich für die Mitarbeitenden, ob sie sich auf Ihre Führungskräfte verlassen können – und umgekehrt.
Einige Leitfragen für Führungskräfte könnten sein:
Was brauchen die Mitarbeiter*innen jetzt, damit sie bestmöglich arbeiten können?
Was kann ich als Führungskraft dazu beitragen?
Wie kann ich Mitarbeiter*innen unterstützen, Ressourcen zu erkennen und zu nutzen?
Außerdem sollten Maßnahmen nach Möglichkeit im Team abgestimmt werden. Damit lässt sich das Auftreten von Gefühlen von Kontrollverlust oder Ungerechtigkeit verringern.
Für manche Eltern kann es passend sein, für die nächsten Wochen vermehrt Nacht- oder Spätschichten zu übernehmen, da man sich so oft mit dem Partner in der Betreuung abwechseln kann. Hier sollte Mitarbeitern mit Kindern der Vorrang in der Planung eingeräumt werden. Ggf. kann der Arbeitgeber die verlorenen Schichtzulagen der Nicht-Eltern ausgleichen.
Bei Bedarf entwickeln wir für Sie Schichtmodelle bei Kurzarbeit, unter Berücksichtigung der Verfügbarkeitseinschränkungen. Die Kommunikation erfolgt via Telefon / E-Mail oder Videoschaltung. Wir erfassen schnell und pragmatisch die konkreten Rahmenbedingungen Ihres Betriebes.
Mit einer einfachen Matrix werden folgende Fragen beantwortet:
In welchen Unternehmensbereichen / Betriebsteilen kann gearbeitet werden, in welchen nicht? Wie viele Betriebsstunden im Vergleich zum Normalbetrieb?
In einer anonymisierten Liste der Mitarbeiter*innen: Welche Mitarbeiter*innen fehlen aufgrund a) Erkrankung b) Quarantäne c) Betreuungsengpässen.
Wir entwickeln dann in kürzester Zeit mögliche Schichtmodelle und Regelungen und stimmen diese mit Ihnen per Videokonferenz ab.
Wenn Sie Unterstützung benötigen oder Fragen haben, können Sie sich direkt an uns wenden
(Telefon 08131 / 320 68 72, E-Mail, Kontaktformular).
Die Anleitung für Videokonferenzen mit WebEx wird in Kürze zur Verfügung gestellt.
Da es wahrscheinlich ist, dass sich in den nächsten Wochen noch mehr Menschen mit dem Virus infizieren, sollte vorab schon geklärt werden, welche Menschen im Falle eines Ausbruchs zusätzlich in Quarantäne müssen, da sie im Betrieb mit dem/der infizierten in Kontakt waren.
Wenn es betrieblich möglich ist, können Abteilungen oder Schichtgruppen so voneinander getrennt werden, dass diese nicht direkt in Kontakt kommen.
Dazu kann es sinnvoll sein, ab sofort wichtige Abteilungen konsequent räumlich zu trennen. D.h. dass die Abteilung in 2 Gruppen getrennt wird, oder Spezialisten getrennt voneinander sitzen (z.B. auch im abwechselnden Mobile Work)
Die Schichtübergabe so zu organisieren, dass kein oder nur bei bestimmten Personen ein direkter Kontakt zustande kommt.
Vermeiden Sie Meetings die abteilungsübergreifend sind, oder verlagern sie diese auf Video-/Telefonkonferenzen
Eine Analyse der Symptome bei 80.000 Covid-19 Patienten zeigte folgende Häufigkeiten:
88 Prozent hatten Fieber
68 Prozent hatten einen trockenen Husten
38 Prozent klagten über Müdigkeit
33 Prozent waren verschleimt
19 Prozent klagten über Kurzatmigkeit
15 Prozent hatten Gelenk- oder Muskelschmerzen
14 Prozent hatten Halsschmerzen
14 Prozent hatten Kopfschmerzen
11 Prozent hatten Schüttelfrost
5 Prozent litten an Übelkeit oder Erbrechen
5 Prozent hatten eine verstopfte Nase
4 Prozent hatten Durchfall
Weniger als ein Prozent hustete Blut
Quelle: HealthRise
Quelle: Deutsche Welle DW
Seit dem 19.3. steht die CovApp der Charité zur Verfügung. Damit können besorgte Bürger*innen selbst eine erste Einschätzung vornehmen, ob sie sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben. Die App generiert einen Barcode, der in Kliniken oder Praxen ausgelesen kann. Wenn eine*r Ihrer Mitarbeiter*innen nicht sicher ist, ob Sie sich infiziert haben könnte (und demnach zwingend zuhause bleiben muss), kann die CovApp eine Orientierung geben.
Für Betriebe, die die Beschäftigung ihrer Mitarbeiter*innen z. B. wegen Covid-19 nicht mehr aufrecht erhalten können, besteht die Möglichkeit eines vereinfachten Bezugs von Kurzarbeitergeld. Hier der Link zu den Informationen des Ministeriums für Arbeit und Soziales rund um das Thema Kurzarbeit in der Corona-Krise.
„Das Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld sieht folgende Maßnahmen vor:
Die Sozialversicherungsbeiträge, die Arbeitgeber normalerweise für ihre Beschäftigten zahlen müssen, soll die Bundesagentur für Arbeit künftig vollständig erstatten. Damit soll ein Anreiz geschaffen werden, Zeiten der Kurzarbeit stärker für die Weiterbildung der Beschäftigten zu nutzen.“
Quelle: Webseite der Bundesregierung, am 14.3.2020
Wichtig: Betriebe, die aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie | Covid-19 Kurzarbeitergeld beantragen möchten, müssen die Kurzarbeit zuvor bei der zuständigen Agentur für Arbeit melden. Diese prüft dann, ob die Voraussetzungen für die Leistung erfüllt sind.
Arbeitsagentur: Kurzarbeit wegen Corona
Arbeitsagentur: Kurzarbeitergeld | Übersicht Kurzarbeitergeldformen
(von hier aus geht es direkt zum Antragsformular für Kurzarbeit)
Tabelle zur Berechnung des Kurzarbeitergeldes (Kug) der Bundesagentur für Arbeit
Für den Fall, dass Behörden Beschäftigungsverbote erteilen und z.B. bei Ansteckungsverdacht (z.B. mit Corona | Covid-19) die Quarantäne einzelner Arbeitnehmer anordnen, stellt dies grundsätzlich einen vorübergehenden und persönlichen Verhinderungsgrund dar, der nach § 616 BGB den Arbeitgeber zur Entgeltfortzahlung verpflichtet (BGH, Urteil vom 30. November 1978 – III ZR 43/77).
„Ist der Arbeitnehmer selbst als Betroffener Adressat einer behördlichen Maßnahme, wie z.B. Tätigkeitsverbot oder Quarantäne, kann er zum einen einen Entgeltanspruch gegen seinen Arbeitgeber haben. Aus Sicht des BGH kann in einem solchen Fall ein vorübergehender, in der Person des Arbeitnehmers liegender Verhinderungsgrund bestehen, der den Arbeitgeber trotz Wegfalls der Pflicht zur Arbeitsleistung zur Entgeltfortzahlung verpflichtet (§ 616 BGB). Die Dauer der Entgeltfortzahlung hängt von den Umständen des Einzelfalles ab (vgl. BGH, Urteil vom 30. November 1978, III ZR 43/77 – nach dieser Entscheidung für höchstens 6 Wochen).
In Fällen, in denen § 616 BGB durch Einzel- oder Tarifvertrag eingeschränkt oder ausgeschlossen ist oder aus anderen Gründen nicht greift, besteht in vielen Konstellationen ein öffentlich-rechtlicher Entschädigungsanspruch. Personen, die als Ansteckungsverdächtige auf Anordnung des zuständigen Gesundheitsamts isoliert werden und deshalb einen Verdienstausfall erleiden, erhalten eine Entschädigung nach § 56 des Infektionsschutzgesetzes. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt. Vom Beginn der siebten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes gewährt. Arbeitnehmer erhalten von ihrem Arbeitgeber für die Dauer der Isolierung, längstens für sechs Wochen, eine Entschädigung in Höhe des Nettolohns. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag erstattet. Nach sechs Wochen zahlt der Staat in Höhe des Krankengeldes weiter. Erkrankte fallen nicht unter diese Entschädigungsregelung, weil diese bereits Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Krankengeld erhalten.“
Quelle: FAQ-Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 14.3.2020
Stand 21.4.2020: Die Ausstellung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen nach telefonischer Arztkonsultation ist weiterhin möglich.
(Wie) Kann die Erlaubnis zur Arbeit im Home Office wiederrufen werden? Home Office bedeutet auch eine Mitverantwortung des Arbeitgebers (im Unterschied zum mobilen Arbeiten ist hier die Arbeitsstättenverordnung relevant). Mobiles Arbeiten kann nur dann gegeben sein, wenn ein Büroarbeitsplatz vorhanden ist.
a) Es gibt eine zeitlich definierte Befristung – dann ist die Rücknahme eher unschwierig.
b) Sachliche Befristung – z.B. geknüpft an behördliche Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung. Hier kann eine Rücknahme der Home Office Erlaubnis schwierig sein, wenn nicht genau definiert ist, wann die Pandemie vorbei ist.
c) Beendigungsvereinbarung – setzt Dialog mit den Mitarbeiter*innen voraus.
Unabhängig davon sollte geprüft werden, inwieweit eine Ermöglichung von (phasenweiser) Arbeit im Home Office im Einvernehmen mit dem Arbeitnehmer im beiderseitigen Interesse geregelt werden kann.
Wichtig: Auch im Home Office gilt die Aufzeichnungspflicht für Arbeitszeiten (mindestens die Zeit > 8 Stunden). Die Form ist nicht vorgeschrieben, die Aufzeichnung muss plausibel und nachvollziehbar sein.
Derzeit wird ein Gesetzentwurf beraten (neuer Paragraf BetrVG §129), nach dem bis Ende des Jahres 2020 Betriebsratssitzungen auch per Telefon und Videokonferenzen durchgeführt werden können, sofern ein entsprechender Datenschutz gewährleistet werden kann.
Es wird derzeit eine Gesetzesvorlage diskutiert, nach der die Frist für Kündigungsschutzklagen von 3 auf 5 Wochen heraufgesetzt werden soll.
Stand 31.3.2020: Die aktuelle Entwicklung der Fallzahlen in Deutschland deutet auf eine Abnahme der Neuinfektionen hin. Jetzt geht es darum, diese Entwicklung nicht durch eine vorschnelle Beendigung der öffentlichen Restriktionen zu gefährden. Erst dann, wenn eine systematische Testung von Verdachtsfällen und die Rückverfolgung aller Kontakte voll etabliert ist, kann das bekannte Risiko der zweiten Epidemiewelle eingedämmt werden.
Stand 27. März 2020 ist der Anstieg der Fallzahlen jedoch sehr hoch. Dem Gesundheitssystem droht eine massive Überlastung, die in der gesamten Gesellschaft zu einer tiefen emotionalen Erschütterung führen könnte. Ärzte und Kliniken bereiten sich aktiv auf ein solches Szenario vor. Daher könnte es nach unserer Einschätzung noch mehrere Wochen dauern, bis es möglich ist, die gegenwärtigen Restriktionen zu lockern.
Information über die Entwicklung der Fallzahlen weltweit:
Fallzahlen in Deutschland:
Risikogebiete – Corona | Covid-19 – nach Bewertung des Robert-Koch-Instituts
die Ansteckungsrate R0 unter 1 bringen (d.h. jede*r Infizierte steckt weniger als einen weiteren Menschen an), indem wir sämtliche Verdachtsfälle testen, Infizierte und deren Kontaktpersonen systematisch und frühzeitig erfassen und in Quarantäne bringen (was in Südkorea als die wirksame Maßnahme zur Eindämmung angesehen wird)
Die Szenario Management International AG hat 6 Szenarien entwickelt, wie sich die wirtschaftliche Entwicklung nach der Corona-Krise weiter gestaltet.
Davon ausgehend können wir folgende Fragen formulieren:
Wie schwer werden die gesundheitlichen Konsequenzen für die Bevölkerung sein? D.h. wie viele Menschen erkranken schwer, wie viele Menschen können nicht adäquat medizinisch versorgt werden, wie viele Menschen sterben?
Wie lange wird die Phase der akuten Belastung des Gesundheitssystems dauern? In wie vielen und welchen Regionen wird das Gesundheitssystem überlastet werden?
Wie lange und wie umfassend muss direkter Kontakt zwischen Menschen vermieden werden? Wie lange wird es (in den westlichen Ländern) dauern, bis es aufgrund schnelle Identifikation und tracing der Kontaktpersonen möglich wird, die Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens insgesamt wieder zu reduzieren?
Welche Rolle spielt die Kreativität der Menschen? Werden sich im Verlauf der Pandemie Innovationen und neue Formen der wirtschaftlichen Kooperation, aber auch neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln, an die bislang niemand denkt?
Modell für die Entwicklung von Szenarien zum Fortgang der Corona Krise
Es ist zwar unsere Hoffnung, dass durch die (aufgrund der Erfahrungen in Italien und in Spanien) nunmehr getroffenen Maßnahmen die gesundheitlichen Auswirkungen im weiteren Verlauf eher gering und kurzdauernd sein werden und die physische Kontaktvermeidung mäßig, wenn auch für längere Zeit. Dennoch wäre es naiv, anzunehmen, dass Länder wie Großbritannien oder die USA nicht mit schweren gesundheitlichen Folgen rechnen müssen. Doch auch für die übrigen Länder Europas kann es noch keine Entwarnung geben. Sorgen bereiten nicht zuletzt die vielfach desolaten Gesundheitssysteme in Afrika und Lateinamerika. Hier bleibt nur zu hoffen, dass der dort jüngeren Bevölkerung das Schlimmste erspart bleibt.
Die nachfolgenden Absätze, die wir noch zu Beginn der Kontaktbeschränkungen verfasst haben, verlieren immer mehr an Aktualität. Zu offensichtlich wird die Notwendigkeit, die Verbreitung des Virus auch mit den massivsten Mitteln aufzuhalten. Wie man aus früheren Epidemien weiß, könnte jedoch eine zweite Phase kommen, in der das Virus quasi „in Schach gehalten wird“ und im Verlauf die Bereitschaft der Menschen, Restriktionen zu befolgen, wieder abnimmt – was eine zweite Infektionswelle zur Folge haben kann.
Manche Menschen tun sich sehr schwer damit, zu verstehen, warum die einschneidenden Beschränkungen des persönlichen und öffentlichen Lebens notwendig sind. Wenn derartige Diskussionen in Ihrem Betrieb aufkommen, können Sie folgendermaßen vorgehen.
Zunächst gilt es, den Unmut und Ärger der Menschen empathisch anzuerkennen. Ja, es ist einschneidend, es ist schwer und viele Menschen geraten in einen Engpass, v.a. in finanzieller Hinsicht.
Wenn die Mitarbeiter bereit sind, Ihnen zuzuhören, können Sie folgende Informationen geben:
Die Sterblichkeitsrate bei Covid-19 kann noch nicht abschließend ermittelt werden, weil es eine hohe Dunkelziffer bzgl. der Anzahl infizierter Personen gibt. Erste Schätzungen sagen: „Die Gesamt-Sterblichkeitsrate für COVID-19 hat sich während des Ausbruchs um 2 bis 3 Prozent bewegt.“ Diese Zahl ist ein Mittelwert über alle Altersgruppen. Die Sterblichkeit ist bei jungen Menschen „gering“ und steigt mit dem Alter deutlich an. Prof. Christopher Mores von der George Washington University, schätzt „die durchschnittliche 10-Jahres-Sterblichkeitsrate für die Grippe in den USA auf der Grundlage von CDC-Daten auf 0,1 Prozent.“ (Quelle: HealthRise). Das bedeutet: Nach allem, was wir wissen, ist die Sterblichkeitsrate bei Covid-19 um ein vielfaches höher, als bei der saisonalen Grippe.
Der Anteil der Patienten mit Covid-19, der eine intensivmedizinische Behandlung mit künstlicher Beatmung benötigt, ist mit großer Sicherheit weitaus höher, als bei der Grippe. Dies führt dazu, dass bei einer großen Anzahl Covid-19 Infizierter das Gesundheitsystem schnell überlastet wird. Vor allem die Beatmungsplätze werden dann u.U. so knapp, dass nicht mehr alle Patienten adäquat versorgt werden können. Es gibt Berichte, nach denen diese Situation in Italien mancherorts bereits eingetreten ist.
Wegen der im Vergleich zur Grippe längeren Inkubationszeit verbreitet sich das Corona-Virus wesentlich schneller und weiter, da auch Personen, die noch keine oder nur geringe Symptome zeigen, das Virus übertragen. Ohne Eindämmungsmaßnahmen (= Verzicht auf soziale Kontakte) verbreitet sich das Virus in geradezu rasender Geschwindigkeit. Dies würde zu einem Massenanfall von Infizierten führen, den kein Gesundheitssystem der Welt bewältigen könnte.
Für die meisten Menschen ist dies sehr abstrakt. Aber zugleich ist es auch real. So real, dass wir handeln müssen. Wenn wir die Notwendigkeit verstehen, können wir die Einschränkungen leichter und mit weniger Ärger akzeptieren. Deshalb zum Schluss noch ein aktuelles Video von Harald Lesch, ergänzt durch ein eigenes Video:
Wer sich noch weiter für die medizinischen Hintergründe und die Situation in Krankenhäusern interessiert, findet auf unserer speziellen Pandemie-Webseite für Krankenhäuser umfangreiche Informationen.