Source: http://www.servat.unibe.ch/dfr/bger/190621_1B_303-2019.html
Timestamp: 2020-02-23 05:42:54
Document Index: 106214998

Matched Legal Cases: ['BGer', 'BGer', 'Art. 318', 'Art. 318', 'Art. 108', 'Art. 64', 'Art. 66']

DFR - BGer 1B_303/2019 vom 21.06.2019
BGer 1B_303/2019 vom 21.06.2019
Nordring 8, Postfach 6250, 3001 Bern.
vom 3. Mai 2019 (BK 19 203).
1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Oberland führt gegen B.________ und C.________ ein Strafverfahren wegen Betrugs. Mit Verfügung vom 29. April 2019 stellte sie den Parteien in Aussicht, dass sie das Verfahren einstellen werde und setzte ihnen Frist, um Beweisanträge zu stellen. Der Straf- und Zivilkläger A.________ erhob dagegen mit Schreiben vom 1. Mai 2019 Beschwerde und stellte gleichzeitig ein Ausstandsgesuch gegen Oberrichterin Schnell. Die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern trat mit Beschluss vom 3. Mai 2019 auf die Beschwerde und auf das Ausstandsgesuch nicht ein. Zur Begründung führte sie zusammenfassend aus, dass die abgelehnte Oberrichterin am Beschluss nicht mitwirke. Die Mitteilung der Staatsanwaltschaft nach Art. 318 Abs. 1 StPO sei gemäss Art. 318 Abs. 3 StPO nicht anfechtbar, worauf der Beschwerdeführer hingewiesen worden sei.
2. A.________ führt mit Eingabe vom 17. Juni 2019 Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
Der Beschwerdeführer setzt sich nicht mit den wesentlichen Ausführungen der Beschwerdekammer auseinander. Er vermag nicht ansatzweise aufzuzeigen, inwiefern die Begründung der Beschwerdekammer bzw. deren Beschluss selbst rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Formerfordernissen offensichtlich nicht, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist.
4. Angesichts der Aussichtslosigkeit des Verfahrens ist dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht zu entsprechen (Art. 64 BGG). Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind daher die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
4. Dieses Urteil wird den Parteien, der Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.