Source: https://digital.zlb.de/viewer/fulltext/15690534/1/
Timestamp: 2020-02-28 23:00:37
Document Index: 51850742

Matched Legal Cases: ['§34', '§172', '§ 34', '§34', '§ 172', '§ 34']

URN: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-201338
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-201338
Staatliche Ballettschule Berlin und Schule für Artistik Erweiterung und Umbau
Begrenzt offener Realisierungswettbewerb Staatliche Ballettschule Berlin und Schule für Artistik Erweiterung und Umbau Berlin-Pankow Ergebnisprotokoll
Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Behrenstraße 42 10117 Berlin-Mitte Koordination Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Vorprüfung Ulrike Lickert Jutta Kalepky Magdalena Vesely Petr Barth Bernd Reimers (Kostenprüfung) Mitarbeit bei der Vorprüfung Wolfgang Große-Berg Lars Krokowski Digitale Bearbeitung Björn Steinhagen Modellphotos Hans-Joachim Wuthenow Druck copyhaus, Berlin Berlin, März 2006
1. Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung am 23. Februar 2006 .7 1.1 Begrüßung / Feststellung der Anwesenheit ....................................7 1.2 Konstituierung des Preisgerichts.....................................................7 1.3 Eröffnung der Preisgerichtssitzung .................................................8 1.4 Bericht der Vorprüfung ....................................................................8 1.5 Informationsrundgang ....................................................................9 1.6 Erster Wertungsrundgang ...............................................................9 1.7 Zweiter Wertungsrundgang ..........................................................10 1.8 Engere Wahl..................................................................................10 1.9 Einzelbeurteilungen....................................................................... 11 1.10 Festlegung der Rangfolge und Preise...........................................14 1.11 Empfehlung des Preisgerichtes ....................................................15 1.12 Öffnung der Verfasserumschläge..................................................15 1.13 Abschluss der Sitzung...................................................................16 1.14 Protokollfreigabe der Preisrichter ..................................................17 1.15 Anwesenheitsliste .........................................................................18 1.16 Teilnehmer des Wettbewerbs ........................................................22 Preisträger ..................................................................................22 Ankäufe.......................................................................................23 Engere Wahl ...............................................................................23 2. Rundgang ...............................................................................24 1. Rundgang ...............................................................................25 2. Bericht der Vorprüfung .....................................................................27 2.1 Einlieferung der Arbeiten ...............................................................27 2.2 Anonymisierung ............................................................................27 2.3 Vollständigkeit der Arbeiten ...........................................................28 2.4 Vorprüfung.....................................................................................28 2.5 Balkendiagramme .........................................................................30 2.6 Zusammenstellung der Daten .......................................................32 2.7 Einzelberichte der Arbeiten 1001 bis 1017 ...................................35
Staatliche Ballettschule Berlin und Schule für Artistik - Erweiterung und Umbau / Ergebnisprotokoll
1. Ergebnisprotokoll der Preisgerichtssitzung am 23. Februar 2006
Beginn der Sitzung : 10.00 Uhr
Herr Ostendorff, Referatsleiter bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, begrüßt die Sitzungsteilnehmer und stellt die Anwesenheit (s. Anwesenheitsliste) und die Vollzähligkeit des Preisgerichts fest.
Auf Vorschlag aus dem Kreis der stimmberechtigten Preisrichter wird der Architekt Andreas Hild, München, einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Herr Dr. Stimmann, Senatsbaudirektor, wird von Herrn Zander, Abteilungsleiter VI, vertreten. Ab 13.45 Uhr ist Herr Dr. Stimmann anwesend, er verlässt das Preisgericht um 18.30 Uhr.
Stimmberechtigte Fachpreisrichter/-innen Jórunn Ragnarsdóttir Architektin, Stuttgart Isabell Feest Architektin, Hamburg Andreas Hild Architekt, München Jan Kleihues Architekt, Berlin Stimmberechtigte Sachpreisrichter/-innen Konrad Zander Abteilungsleiter Projektvorbereitung und -prüfung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Ludger Pieper Abteilungsleiter Planung und Recht im Schulbereich, Unterrichtsorganisation Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Sabine Schmidt Unterrichtsversorgung, Koordination der zentralverwalteten und berufsbildenden Schulen Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport
Bettina Georg und Jost Haberland werden zu ständig anwesenden stellvertretenden Fachpreisrichtern berufen.
Der Vorsitzende übernimmt die Leitung der Sitzung und lässt sich von den Mitgliedern des Preisgerichts versichern, dass - sie keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung seit dem Rückfragenkolloquium geführt haben und während der Dauer der Preisgerichtssitzung führen werden, - sie bis zum Preisgericht keine Kenntnis von Wettbewerbsarbeiten erhalten haben, soweit sie nicht als Vorprüfer oder Sachverständiger bei der Vorprüfung mitgewirkt haben, - sie die Beratung des Preisgerichts vertraulich behandeln werden, - die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist, - sie es unterlassen werden, Vermutungen über die Verfasser anzustellen. Der Vorsitzende weist auf die persönliche Verantwortlichkeit der Preisrichter und Preisrichterinnen gegenüber Auslober, Wettbewerbsteilnehmern und Öffentlichkeit hin. Er bittet darum, die große Leistung aller Teilnehmer durch entsprechend intensive und konzentrierte Bewertung aller vorhandenen Arbeiten zu honorieren.
Die Vorprüfung stellt dann die Ergebnisse ihrer Arbeit, die in einem vorliegenden schriftlichen Bericht zusammengefasst sind, dar. Die Vorprüfung legt dar, dass die eingereichten Arbeiten nach folgenden Kriterien geprüft wurden: 1. Kontrolle der fristgemäßen Ablieferung der Wettbewerbsarbeiten und Modelle 2. Öffnung der Wettbewerbsarbeiten, Überkleben der Kennzahlen durch Tarnzahlen und Anlegen einer Sammelliste 3. Überprüfung der formalen Anforderungen, Feststellen der Vollständigkeit der geforderten Leistung 4. Quantitative Vorprüfung 5. Qualitative Vorprüfung Herr Reimers erläutert zusammenfassend die Ergebnisse der Kostenprüfung. Das Preisgericht beschließt, alle 17 eingereichten Arbeiten zur weiteren Beurteilung zuzulassen. Die Fassadenprobe der Arbeit 1017 sowie die zusätzlichen Broschüren der Arbeit 1004 werden von der weiteren Beurteilung ausgeschlossen. Bevor die Vorprüfer/-innen die Arbeiten im Einzelnen vorstellen, beschreibt Frau Sellin-Eysholdt die städtebauliche Situation, die Grundzüge der Aufgabenstellung und fasst den Vorlauf des Verfahrens zusammen.
Ab 11.00 Uhr stellen die Vorprüfer/-innen die Arbeiten in der Reihenfolge der Tarnzahlen ohne jede Wertung anhand der Planunterlagen, Modelle und den Erläuterungsberichten vor. Insgesamt 7 Arbeiten verstoßen gegen die Vorgabe der Auslobung, eine Überbauung des Abwasserkanals aus Kostengründen auszuschließen. Preisgericht und Auslober beschließen gemeinsam, dass diese Arbeiten im Verfahren verbleiben. Dem Kostengesichtspunkt ist dabei weiter großen Wert beizumessen. Der Informationsrundgang endet um 13.45 Uhr. Nach einer Mittagspause von 13.45 Uhr bis 14.30 Uhr diskutiert das Preisgericht die gewonnenen Eindrücke.
Der erste Wertungsrundgang beginnt um 14.45 Uhr. Der Vorsitzende weist darauf hin, dass im ersten Wertungsrundgang Arbeiten nur einstimmig ausgeschieden werden können. Stimmenthaltungen sind nicht zugelassen. Bereits im ersten Wertungsrundgang werden alle Arbeiten eingehend betrachtet und diskutiert. Wegen gestalterischer und funktionaler Mängel, ohne dass diese durch besondere konzeptionelle Ansätze aufgewogen werden, werden folgende Arbeiten einstimmig im ersten Wertungsrundgang aus dem Verfahren ausgeschieden: Arbeit 1003 Arbeit 1005 Arbeit 1008 Arbeit 1010 Arbeit 1015 Arbeit 1016 Für die Arbeit 1003 wird ein Rückholantrag gestellt. Stimmenverhältnis: Arbeit 1003 (für Rückholen : gegen Rückholen): 5 : 2
Somit wird die Arbeit 1003 ins Verfahren zurückgeholt und es verbleiben 12 Arbeiten im Verfahren: Arbeit 1001, Arbeit 1007, Arbeit 1014, Arbeit 1002, Arbeit 1009, Arbeit 1017 Arbeit 1003, Arbeit 1011, Arbeit 1004, Arbeit 1012, Arbeit 1006, Arbeit 1013,
Der erste Wertungsrundgang endet um 16.15 Uhr.
Nach einer Kaffeepause von 16.15 Uhr bis 16.30 Uhr wird die Sitzung mit dem zweiten Wertungsrundgang fortgesetzt.
Im zweiten Wertungsrundgang werden die im Verfahren verbliebenen 12 Wettbewerbsarbeiten weiter vertiefend betrachtet und die besonderen funktionalen und gestalterischen Aspekte der Entwürfe erläutert und diskutiert. Es scheiden folgende 5 Arbeiten im zweiten Wertungsrundgang aus dem weiteren Verfahren aus: Stimmenverhältnis Arbeit 1001 Arbeit 1002 Arbeit 1003 Arbeit 1007 Arbeit 1011 (für Verbleib : gegen Verbleib): 3 0 1 1 0 : : : : : 4 7 6 6 7
Für die Arbeit 1001 wird ein Rückholantrag gestellt. Stimmenverhältnis: Arbeit 1001 (für Rückholen : gegen Rückholen): 4 : 3
Somit wird die Arbeit 1001 ins Verfahren zurückgeholt und es verbleiben 8 Arbeiten im Verfahren: Arbeit 1001, Arbeit 1013, Arbeit 1004, Arbeit 1014, Arbeit 1006, Arbeit 1017 Arbeit 1009, Arbeit 1012,
Der zweite Wertungsrundgang endet um 18.30.
Das Preisgericht beschließt, die Arbeiten der engeren Wahl schriftlich nach den Kriterien der Auslobung zu besprechen. Die Arbeiten werden Gruppen aus Fach-, Sachpreisrichter und Sachverständigen zugeteilt. Ab 19.30 Uhr werden die Einzelbeurteilungen vor den Arbeiten vorgetragen, diskutiert, ergänzt und verabschiedet.
Arbeit 1001 Die Verfasser spielen in ihrem Entwurf mit der Dualität von Öffnen und Schließen. Sie thematisieren die neue Staatliche Ballettschule städtebaulich überzeugend durch klare, durchläufige Einfassungen des Quartiers mit Mauern unterschiedlicher Höhe und Qualität, bzw. mit Gebäuden, als kontemplativen Ort, zum einen als Schutzraum für die Schüler, zum anderen als aktiven, kreativen, funktional perfekt organisierten Arbeitsraum, bis hin zur Oase der Regeneration im Inneren mit direkter Anbindung der Cafeteria. Eine als Allee ausgebildete Traverse definiert die mögliche Verbindung der Öffentlichkeit durch das Gelände hindurch und bettet damit überzeugend und selbstverständlich die bereits vorhandenen Hallen der Artistik in das Gesamtensemble ein. Die Verfasser des Entwurfs verzichten auf den Grünbereich mit dem zu erhaltenden Baumbestand und belegen den neuen Raum als bebaute Kante mit den linear angeordneten Ballettsälen. Die damit durchlaufend, direkt den Gehweg begleitende 160 m lange Mauer aus hochwertigen Steinen, die lediglich im oberen Bereich die Ballettsäle mit Tageslicht versorgt, wird kontrovers diskutiert; außerdem wird sie in ihrem Anforderungscharakter in Bezug zu Graffiti als auch in Bezug auf eine zu introvertierte Ausprägung der Tanzsäle als problematisch erachtet. Der signifikante Eingangsbereich Ecke Erich-Weinert / Hosemannstraße überzeugt in Lage und seiner großzügigen Foyerzone, die unmittelbar den für die Öffentlichkeit zugänglichen großen Ballettsaal souverän anbindet. Die das Foyer direkt flankierenden Verwaltungsräume sind in ihrer Lage und Kleinteiligkeit nicht überzeugend. Kritisch wird angemerkt, dass die Ausrichtung der Blickrichtung im Internatsbereich bei der Entwurfsentscheidung in Richtung des Parks gehen müsste. Die Hausmeisterwohnung ist als baukörperliche Setzung überzeugend, als Wohnhaus für den Hausmeister allerdings überzogen. Grundsätzlich wird der Entwurf von der Schule als zu geschlossen beurteilt. Die Arbeit liegt hinsichtlich des vorgegebenen Kostenrahmens im günstigen Bereich.
Arbeit 1004 Das städtebauliche Konzept des Entwurfs erhält die derzeitige Situation weitgehend. Die Anordnung des neuen, hinzugefügten Baukörpers führt zu einer Konzentration der Baumassen auf dem Gelände. Die äußere Erschließung wird zentral und über vier weitere Zugänge günstig gelöst. Das Internat und die Mensa sind gesondert erschlossen. Die innere Erschließung erfolgt im EG über ein großzügiges Foyer und ist auch in den OGs horizontal gut gelöst. Die vertikale Erschließung ist im EG ungünstig erreichbar. Die Aufweitung des Hauses 1 zu einer doppelhüftigen Anlage verbessert die Raum- und Wegebeziehung. Die Anordnung der Ballettsäle, der Umkleiden und der Duschbereiche ist funktional günstig gelöst. Die Raumorganisation ist sowohl im Wohnbereich als auch im Unterrichtsbereich und in den Ballettsälen funktional sehr zufrieden stellend. Durch Fassadengestaltung und dynamische Grundform gewinnt der hin-
zugefügte Baukörper eine eigenständige Formaussage. Die Arbeit liegt mit den Gesamtbaukosten im vorgegebenen Kostenrahmen.
Arbeit 1006 Auf eine verblüffende Weise verwandelt der Teilnehmer den vorhandenen Plattenbau Typ SK Berlin in ein schlossähnliches Gebilde. Der axial-symmetrische Baukörper negiert das gesamte städtebauliche Umfeld. Weder die neue Sporthalle der Artisten, noch das Mensagebäude auf dem Grundstück werden baulich ergänzt, noch mit ins Konzept einbezogen. Dadurch sind die Freiräume eher durch Zufälligkeit als durch Planung geprägt. Das neue Gebäudeensemble bezieht seine Kraft aus den stark introvertierten und gut durchdachten Grundrissen. Der zentrale Eingang des viergeschossigen Kopfbaus wird eindeutig als solcher erkannt. Sowohl die Lage, als auch die Ausformung des Baukörpers, garantieren intensive Fernwirkung und klare Adressenbildung der Schule. Die Qualitäten des zentral gelegenen Lichthofes sind unbestritten. Der lichtdurchflutete Raum verbindet gekonnt alle Funktionsbereiche und verspricht als allzeit beliebter Treffpunkt zu funktionieren. Die Anlage ist durch den kompakten Baukörper und die kurzen Wege sehr wirtschaftlich. Auch die vorgeschlagenen Materialien versprechen große Nachhaltigkeit und zeitlose Atmosphäre des gesamten Gebäudeensembles.
Arbeit 1009 Mit der baulichen Neuorganisation der Schule soll diese einen neuen Charakter erhalten. Dabei wird ein mäanderförmiger Baukörper so auf dem Grundstück positioniert, dass dieser im Norden – beim Haus 4 – anfangend, im Bereich der Mensa in Richtung West/ Ost einknickend, entlang des Hauses 1 laufend, die Lücke des Hauses 1 und 2 durchstoßend, mit einem kopfförmigen Ende den Eingang markiert. Dabei wird eine klare Trennung der Nutzungen Schule und Internat definiert. Der Eingang wird durch das Hineinragen in den vorgelagerten Grünbereich akzentuiert. Zwischen dem Haus 1 und dem neuen Baukörper entsteht ein Raum, der als Erschließungs- und Bewegungsfläche mit einläufigen Treppen großzügig bemessen ist. Die Fassaden der Altbauten werden komplett erneuert, wobei die horizontale Gliederung erhalten bleiben soll. Der Neubau erhält eine Fassade aus schalungsrauhen Betonfertigteilen und im Bereich der Ballettsäle eine zweischalige Fassade mit einer Außenhaut aus Bauglas-Paneelen. Aus diesen Paneelen wird in der Bewegungsebene ein frei geformtes Fensterband herausgeschnitten. Die räumliche Trennung des Internatsgebäudes ohne internen Zugang zu den Ballettsälen und Schulungsräumen, wird von der Schulleitung nicht gewünscht. Ebenso wird die großartige Eingangsgeste durch eine beengte Eingangshalle kontakariert. Gleichzeitig wird der Durchstoß des Kopfbaus
durch die Lücke der beiden Plattenbauten mit dem Wegfall von zwei Achsen erkauft. Die stark abstrahierte Darstellung der Fassade lässt großen Interpretationsspielraum zu und legt die Vermutung nahe, dass das gewünschte Fassadenbild in dieser Konsequenz nicht erreicht werden kann. Die Arbeit liegt mit den Gesamtbaukosten über dem vorgegebenen Kostenrahmen.
Arbeit 1012 Städtebau: Der Entwurfsverfasser konzentriert das gesamte Raumprogramm auf die Südost-Ecke des Grundstücks. Er schafft hiermit eine städtebauliche Kante und eine signifikante Betonung der Schule. Die Anordnung der Ballettsäle zur Strasse erlaubt den Schwerpunkt der Schule – das Tanzen – nach Außen sichtbar/ ablesbar zu machen. Durch die Konzentration auf die Grundstücksecke schafft es der Entwurfsverfasser, den gesamten Innenbereich des Grundstücks für die Gestaltung des Freiraums offen zu halten. Funktion: Der Verfasser schafft mit der Eckbebauung zwei Eingänge, wobei der Veranstaltungsraum direkt sehr günstig von der Strasse zugänglich gemacht wird. Der eigentliche Hauptzugang erfolgt auf der Innenseite der geplanten Eckbebauung, ermöglicht aber kein großzügiges Foyer. Der Verfasser versäumt dadurch, die Ballettsäle und die Schule übersichtlich und erkennbar zu erschließen. Der Eingang ist schwer ablesbar, die geforderte eindeutige Zugänglichkeit ist hier nicht gelöst. Auf der eigentlichen Eingangsebene gibt es keine Zugänglichkeit zu den Ballettsälen. Diese werden auf umständliche Weise im Untergeschoß und 2. OG erschlossen. Die Fluchtwegesituation im geplanten Anbau ist nicht gelöst. Weitere funktionale Nachteile liegen in der extremen Anbindung der Mensa, die über die gesamte Gebäudelänge von Schule und Internat erschlossen werden muss. Kosten: Der Gesamtkostenrahmen wird eingehalten. Die Forderung, den Abwasserkanal nicht zu überbauen, wurde bei dem Entwurf nicht berücksichtigt. Die Überbauung beträgt ca. 4 m und ist bei Beibehaltung nur mit erheblichem Kostenaufwand korrigierbar.
Arbeit 1013 Die Arbeit lagert auf der Nordseite der Plattenbauten eine 2-geschossige Spange vor. Mit Garderobe im Keller wird ein 3-geschossiger Zwischenraum gebildet, der artriumartig eine große Kommunikationszone formuliert. Das Internat wird im 3. und 4. Geschoss über der Verwaltung und Schule angeordnet. Eine zweigeschossige Lamellenfassade bildet eine Art Sockel zur Erich-Weinert-Straße aus. Dies wird kritisch gesehen. Die Funktionen sind gut geordnet. Auch der öffentliche Zugang zur Mensa und großem Saal ist überzeugend gelöst. Die Freilichtbühne ist nur eingeschränkt nutzbar. Ob die zentrale Halle in der vorgestellten Form realisierbar ist, wird kontrovers diskutiert. Wirtschaftlich liegt das Gebäude im günstigen Bereich.
Arbeit 1014 Städtebau: Städtebaulich ist der Entwurf in seiner Lage und Kompaktheit überzeugend in das Gesamtensemble eingegliedert. Er schafft auf einfache Weise, eine neue Adresse und den davor befindlichen Platz. Die Räume fügen sich zu einem Gebäudekörper, der an das Haus 2 angegliedert wird. Hierbei wird der neue Eingang Richtung Naugarder Str. formuliert. Vier Eingänge werden als zuviel betrachtet. Das Haus 1 und 2 bleiben in ihrem Erscheinungsbild zur Erich-Weinert-Str. erhalten. Nachteilig ist die Anbindung der Mensa alleine über Haus 1 über das Internat. Die Konzentration der Duschen und Umkleideräume innen liegend – ohne natürliche Belüftung – im Souterrain, ist Nutzerseitig nicht akzeptabel. Die Zugänglichkeit des Internats ist nicht behindertengerecht. Die Erschließungshalle verbindet die Tanzsäle und lockert die Kompaktheit des Baukörpers auf. Der geplante Bauablauf erlaubt einen Umbau im Unterrichtsbetrieb. Der Abwasserkanal wird um 2 m überbaut. Die Kosten liegen knapp unter dem Soll.
Arbeit 1017 Die städtebauliche Konzeption, durch die Einbindung der Mensa und im Zusammenhang mit der Artistenhalle, einen städtebaulichen Raum zu fassen ist nachvollziehbar und gliedert das Gelände sinnvoll in einen äußeren und inneren Bereich. Kritisch und unangemessen wird die große Geste eines Hofes zur Gubitzstraße gesehen, der lediglich der Erschließung von Neben- und Notausgängen dient. Die Nutzungsbereiche sind klar voneinander abgegrenzt und definieren ihre eigenen Identitäten. Die Länge der Erschließungswege wird dabei kritisch beurteilt. Insbesondere der lange Weg von der Mensa zum Internat wird problematisch gesehen. Es wird bezweifelt, ob der Betrieb der Mensa während der Aufstockung mit den Ballettsälen aufrechterhalten werden kann. Im geplanten Bauablauf steht während des Neubaus des großen Saales und Abriss von Haus 4 kein adäquater Raum zu Verfügung. Während der Bauzeit werden also Provisorien nötig. Die Fassade mit grünlichen Schmelzglasplatten in Kombination mit bronzefarbenen Fensterprofilen erscheint vor dem Hintergrund des städtebaulichen Umfeldes nicht nachvollziehbar. Die Arbeit liegt über dem vorgegebenen Kostenrahmen.
Nach Verabschiedung der schriftlichen Beurteilungen werden die Arbeiten der engeren Wahl erneut vergleichend diskutiert und bewertet. Zunächst wird ein Meinungsbild über die Einteilung der Arbeiten in die Nachrücker-, Ankauf- und Preisgruppe gemäß der in der Ausschreibung vorgesehenen Anzahl von Preisen und Ankäufen erstellt. Zur Rangfolge der verbliebenen 8 Wettbewerbsarbeiten gibt jeder Preis-
richter ein Votum ab. Nach eingehender, ausführlicher Diskussion wird über die Rangfolge und die Verteilung der Preise abgestimmt: Einstimmig wird folgende Rangfolge festgelegt: 1. Rang 2. Rang 3. Rang 4. Rang Arbeit 1004 Arbeit 1006 Arbeit 1014 Arbeit 1013
dann gleichrangig: 5. -7. Rang Arbeit 1001 Arbeit 1009 Arbeit 1012 Als Nachrücker wird einstimmig bestimmt: Arbeit 1017 Über die Verteilung der Preissummen wird wie folgt abgestimmt: (für 6 5 5 6 : : : : : gegen) 1 2 2 1
1. Preis 2. Preis 3. Preis 4. Preis
Arbeit 1004 Arbeit 1006 Arbeit 1014 Arbeit 1013
23.000,00 € 16.500,00 € 11.000,00 € 7.500,00 €
Einstimmig werden 3 Arbeiten als gleichwertige Ankäufe ausgezeichnet: Ankauf Ankauf Ankauf Arbeit 1001 Arbeit 1009 Arbeit 1012 4.000,00 € 4.000,00 € 4.000,00 €
Die Jury empfiehlt dem Auslober einstimmig, die mit dem 1. Preis ausgezeichnete Arbeit zur Grundlage der weiteren Bearbeitung zu machen. Das Preisgericht gibt folgende Überarbeitungsempfehlungen: Die profil- und höhengleiche Anbindung des Neubaus an den Bestand wird als ungünstig angesehen. Außerdem muss die Außenanlage mit Freiluftbühne hinsichtlich des Abwasserkanals überprüft werden. Weiterhin sind die Hinweise und die Kritik des Preisgerichtes, wie sie in der schriftlichen Beurteilung der Arbeit zusammengefasst wurden, zu berücksichtigen.
Öffnung der Verfasserumschläge
Die Umschläge mit den Verfassererklärungen werden zum Abschluss der Sitzung geöffnet. Die Namen der 17 Wettbewerbsteilnehmer werden verlesen.
Der Vorsitzende entlastet die Vorprüfung und bedankt sich für die sorgfältige Vorbereitung und bei allen Mitarbeitern für die gute Durchführung des Verfahrens. Er dankt dem Auslober im Namen der Architektenschaft, für diese nicht einfache Aufgabe einen Wettbewerb ausgelobt zu haben. Er dankt allen Mitgliedern des Preisgerichtes für die engagierte und konstruktive Mitarbeit und gibt mit dem Wunsch nach einer guten Verwirklichung des Projektes den Vorsitz an Herrn Ostendorff zurück. Dieser bedankt sich ebenfalls für die geleistete Arbeit und schließt die Sitzung. Ende der Sitzung Die Sitzung endet um 21.30 Uhr. Das Protokoll wurde von dem Vorsitzenden des Preisgerichts gelesen und genehmigt. Die Wettbewerbsarbeiten werden vom 16.03.06 bis 29.03.06 in den Räumen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße 6, Raum 560 (Alte Kantine), Montag bis Freitag von 12.00 bis 18.00 Uhr ausgestellt. Die Ausstellung wird am 15.03.06 um 19.00 Uhr durch den Senatsbaudirektor in Anwesenheit der Preisträger eröffnet.
Arbeit 1004 1. Preis gmp - von Gerkan, Marg und Partner Architekten, Berlin Dipl.-Ing. Hubert Nienhoff Kristian Uthe-Spencker, Helge Lezius, Thomas Kühn, Andrea Jobski, Robert Hormes, Rüdiger von Helmolt, Martin Krebes Büro W33, Berlin, Roland Burdack
Arbeit 1006 2. Preis Mitarbeiter: Baukosten: Haustechnik: Tragwerksplanung:
Stephan Höhne Architekten BDA, Berlin Michael Cordes, Tina Smolarek, Holger Schickert Schimke-Kant & Partner, Berlin Brendel Ingenieure, Berlin Frankenstein Consult GmbH, Berlin
Arbeit 1014 3. Preis
ASP Schweger Assoziierte Gesamtplanung GmbH, Berlin Prof. Peter P. Schweger
Mitarbeiter: Jens-Peter Frahm, Mark Schüler Landschaftsarchitektur: Prof. Gustav Lange, Hamburg
Arbeit 1013 4. Preis
hks Architekten + Gesamtplaner GmbH, Aachen Jochen König, Architekt und Stadtplaner, Prof. Gregor Rutrecht, Architekt und Innenarchitekt
Mitarbeiter: Petra Kuckelmann, Mireia Sos Torres Landschaftsarchitektur: Cornelia Müller, Jan Wehberg, Berlin Haustechnik: Ingenieurbüro für Haustechnik INCO, Aachen, Peter Boshe-Plois Tragwerksplanung: Ing.-Büro B. Walter, Aachen
Arbeit 1001 Ankauf agn Paul Niederberghaus & Partner GmbH, München Axel Schwinde
Mitarbeiter: Haustechnik:
Robert Kürz, Barbara Kellers agn Paul Niederberghaus & Partner GmbH, Ibbenbüren+Potsdam, Bernhard Bergjan Tragwerksplanung: ahw Ingenieure GmbH, Münster, Christoph Piotti Landschaftsarchitektur: agn Paul Niederberghaus & Partner GmbH, Ibbenbüren+Potsdam, Uwe Wild
Arbeit 1009 Ankauf
Augustin und Frank Architekten, Berlin Georg Augustin, Ute Frank Julia Lorenz, Marius Mensing Ingenieurgesellschaft Pichler mbH, Berlin, Andreas Schulz Rentschler und Riedesser
Mitarbeiter: Tragwerksplanung: TGA:
Arbeit 1012 Ankauf
Prof. Bernhard Winking Architekten BDA mit Martin Froh, Berlin Martin Froh
Mitarbeiter: Peter Seufert, Stefan Gutmann, Robert Walker Landschaftsarchitektur: ARBOS, Peter Köster, Hamburg Akustik: Ingenieurbüro Dahms, Potsdam TGA: EST-Ingenieurbüro, Berlin Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Krone, Berlin
Arbeit 1017 Engere Wahl Architekturbüro Prof. Baumewerd, Münster Prof. Dieter G. Baumewerd Ines Grusz, Peter Zipp, Volker Tillar, Sabine Gädicke, Manuel Böwing, Marion Wolke Gantert + Wiemeler Ingenieurplanung, Münster IGF Ingenieurgesellschaft Feldmeier mbH, Münster
Arbeit 1002 2. Rundgang MGF Architekten GmbH, Stuttgart Armin Günster, Hartmut Fuchs, Josef Hämmerl, Jan Kliebe Jochen Schmelz, Daniel Berger, (CAD)
Arbeit 1003 2. Rundgang
Architekten Krischanitz & Frank ZT GmbH, Berlin Birgit Frank, Adolf Krischanitz
Mitarbeiter: Ulrike Tillmann, Anna Pflückiger, Christian Kahl Tragwerksplanung: Dr. Ing. Christian Müller, Berlin Landschaftsarchitektur: Weidinger Landschaftsarchitekten, Berlin Bauablauf, Kosten: Norbert Rolf AIB Architekten, Ingenieure
Arbeit 1007 2. Rundgang
Kahlfeldt Architekten, Berlin Petra und Paul Kahlfeldt, Dipl.-Ing. Architekten
Pascal Dworak (Projektleitung), Rüdiger Semang, Maurizio de Rosa, Karin Regli, Kathrin Hashimoto Landschaftsarchitektur: Kamel Louafi, Landschaftsarchitektur, Berlin Modellbau: Monath + Menzel, Architekturmodellbau, Berlin Tragwerksplanung: Jockwer + Partner, Berlin Baukosten: KONDIUS AG, Baukosten, Baumanagement, Berlin
Arbeit 1011 2. Rundgang
Heinle, Wischer und Partner, Freie Architekten, Berlin Edzard Schultz
Mitarbeiter: Christian Wischalla, Sara Piccialli, Simon Breth Landschaftsarchitektur: RMP Landschaftsarchitekten, Bonn Tragwerksplanung: Schlaich, Bergermann und Partner, Berlin Bauphysik: Bauphysik@integrierte Planung, Berlin
Arbeit 1005 1. Rundgang Mitarbeiter: Petzinka Pink GmbH & Co.KG, Düsseldorf Asta Naujokaite-Hermanspahn, Michael Walter, Monika Heliosch
Arbeit 1008 1. Rundgang
Gerber Architekten, Dortmund Prof. Eckhard Gerber
Alexandra Kranert, Joachim Lütke-Dörhoff, Ulrich Scheinhardt, Benjamin Sieber, Siegbert Hennecke, Marius Puppendahl, Lilian Panek, Christian Jocheim (Modell) Landschaftsarchitektur: Gerber Architekten
Arbeit 1010 1. Rundgang
Abelmann Vielain Pock Architekten, Berlin Prof. Renate Abelmann, Walter Vielain
Landschaftsarchitektur: Projektbüro Stadtlandschaft, Kassel
Arbeit 1015 1. Rundgang
farwick + grote, Ahaus Dipl.-Ing. Heiner Farwick Dipl.-Ing. Dagmar Grote
Alexander Siassi, Nina Schaffernoth, Carsten Kathmann Tragwerksplanung HEG beratende Ingenieure GmbH, Dr.-Ing. Martin Gersiek, Dortmund Landschaftsarchitektur: Freiraumplanung Wolf, Dipl.-Ing. Matthias Wolf, Berlin Modellbau: Modellbau Ahlemann, Dortmund
Arbeit 1016 1. Rundgang
SEHW, Berlin Architekt Dipl.-Ing. Xaver Egger
Mitarbeiter: Tragwerksplanung:
Anja Stachelscheid, Lea Berger, Ruth Schroers GTB Ingenieure für Tragwerksplanung und gebäudetechnische Ausrüstung Berlin, Steffen Händler und Wolfgang Krause Landschaftsarchitektur: ag.u Lange Landschaftsarchitekten, Berlin, Eckhard Lange
Der Abgabetermin für die Pläne war der 17. Januar 2006; das Modell und der Liberoplan konnten bis zum 24. Januar 2006 abgegeben werden. Es wurden insgesamt 17 Arbeiten eingereicht. Hiervon wurden 3 Arbeiten persönlich bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, in der Behrenstraße 42 abgegeben. 14 Arbeiten wurden per Post bzw. Kurierdienst eingereicht. 2 Modelle wurden persönlich, 15 Modelle mit Post, bzw. Kurierdienst eingereicht. Insgesamt wurden 13 Liberopläne mit den Modellen abgeben, 4 gingen bereits mit den Planunterlagen ein. Die Arbeiten wurden bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in der Behrenstraße 42 entgegengenommen, quittiert und Datum und Uhrzeit sowie Art der Unterlagen in einer Sammelliste notiert. Die Wettbewerbsarbeiten wurden ungeöffnet in die Räume der Vorprüfung, Alte Kantine der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße, transportiert. 16 Wettbewerbsarbeiten gingen in allen Teilen erkennbar termingerecht ein. Zwei Präsentationspläne der Arbeit 1002 gingen verspätet am 24.01.06 mit dem Modell ein, die Prüfpläne gingen fristgerecht ein und stimmen mit den nachgelieferten Präsentationsplänen überein.
Die eingegangenen Arbeiten sowie die dazugehörigen Verfassererklärungen und alle sonstigen abgegebenen Unterlagen wurden nach dem Zufallsprinzip mit einer 4-stelligen Tarnzahl von 1001 bis 1017 gekennzeichnet. Die Reihenfolge des Eingangs ist aus der Reihenfolge der vergebenen Tarnzahlen nicht erkennbar. In einer angelegten Sammelliste ist die Zuordnung zwischen den Kennzahlen der Verfasser und den Tarnzahlen notiert. Eingangsdatum sowie Art und Zustand der Verpackung wurden erfasst und die Verfassererklärungen unter Verschluss genommen. Beschädigte Modelle wurden, soweit dies möglich war, repariert.
Prüfpläne Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 Angabe Raumbeschreibung Angabe Maßketten Verzeichnis Unterlagen Darstellung Bauablauf Grundrisse M 1:200 Berechnung Gebäudekennwerte Erläuterungsbericht Verfassererklärung
Berechnung Programmfläche
Modell M 1:500 X X X X X X X X X X X X X X X X 8
Berechnung Kostenprüfung
1001 1002 1003 1004 1005 1006 1007 1008 1009 1010 1011 1012 1013 1014 1015 1016 1017 1 2 3 4 5 6 7 8
X 1 X X X X X X X X X X X X X X X
X X X X 2 X X X X X X X X 3 X 2 X
X X X fehlt X fehlt X X X fehlt X X X X X X X X X fehlt 4 fehlt X fehlt X X X fehlt X X M 1:500 X X
X X X X fehlt X X X X X X X X X X X X
X X X 6 X X X X X X X X 3 X X X X
5 X X X X X 5 X X X X X X 5 X X X
X X X X X X X 7 X X X X X X X X X
zwei Präsentationspläne gingen verspätet am 24.01.05 mit dem Modell ein, die übereinstimmenden Prüfpläne gingen fristgerecht ein Grundrisse 3.OG und UG nur in M 1:500 kein EG-Grundriss M 1:200 mit Außenanlagen Grundriss UG nicht dargestellt lediglich eine Textseite zur Konstruktion zusätzlich werden 12 Broschüren zum Entwurf abgegeben, zum Teil nicht identisch mit Wettbewerbsunterlagen Verfassererklärung war nicht verschlossen Fassdenmaterialprobe zusätzlich zum Modell
Verfahren Die Vorprüfung wurde vom 20. Januar 2006 bis zum 15. Februar 2006 in der Alten Kantine der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Württembergische Straße 4, durchgeführt. Die Prüfung der Wettbewerbsarbeiten erfolgte durch 4 VorprüferInnen, 1 Kostenprüfer und 2 Mitarbeiter der Vorprüfung. Prüfung der quantitativen Daten Die in der Ausschreibung geforderten quantitativen Nachweise wurden von der Vorprüfung berechnet bzw. anhand der Verfasserangaben auf Plausibilität geprüft.
Sofern eine nachweisliche Diskrepanz zwischen Verfasserangaben und geprüften Werten vorhanden war, wurden die ermittelten Werte der Vorprüfung dargestellt. Folgende Nachweise wurden berechnet: Nutzfläche NF Ist - Gesamt Nutzfläche NF Ist ohne Wirtschafts- und WC-Räume Bruttogrundfläche BGF Neubau Bruttogrundfläche BGF Gesamt o. und m. Mensa Bruttorauminhalt BRI Altbau Bruttorauminhalt BRI Neubau Bruttorauminhalt BRI Gesamt o. und m. Mensa Geschossflächenzahl GFZ Überbaute Fläche GRZ Verhältnis BGF/NF Ist Verhältnis BGF/NF Soll Hüllfläche zu Volumen A/V Gesamtkosten
Darstellung der quantitativen Daten Die Ergebnisse der quantitativen Prüfung sind in der vorangestellten Tabelle und auszugsweise in den Einzelberichten zu den Arbeiten gesondert ausgewiesen. Die den Einzelberichten vorangestellten Balkendiagramme zeigen die Ergebnisse der Gesamtkosten, NF und BGF, BGF/NF Ist u. BGF/NF Soll, BRI, GRZ und GFZ im vergleichenden Überblick. Prüfung der qualitativen Daten Die für die Vorprüfung angelegten Prüfkriterien sind aus den in der Auslobung unter 3.10 benannten Kriterien zur Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten abgeleitet und durch die VorprüferInnen in Zusammenarbeit mit den Sachverständigen überprüft worden. Folgende Kriterienbereiche wurden im Rahmen der Vorprüfung bearbeitet und finden sich entsprechend als Gliederung in den Einzelberichten wieder: Leitidee Städtebau und Gestaltung - Städtebau / stadträumliche Gestaltung - Gebäudekonzept, Baukörper, Gestaltung - Freiraumkonzept Funktionen - Erschließung - Funktionale Zuordnung - Räumliche Qualität - Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung - Außenraumnutzung Realisierbarkeit - Konstruktion - Programmerfüllung - Planungsrecht, Baurecht
Nachhaltigkeit Bauphasen
Wirtschaftlichkeit - Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Maßnahmen für den Bauablauf Zusammenfassend ist vorab zu sagen, dass insgesamt 7 Arbeiten (1005, 1008, 1010, 1012, 1013, 1014 und 1016) den Abwasserkanal, bzw. die vorgegebenen Abstandsflächen überbauen. Insgesamt 5 Arbeiten erhalten bzw. erneuern das Haus 4 (1002, 1007, 1009, 1010, 1016) 2 Arbeiten überbauen die „weiche“ Wettbewerbsgrenze im Bereich des Sportplatzes (1006, 1010)
Einbeziehung der Sachverständigen Im Rahmen der Vorprüfung hatten die Sachverständigen die Gelegenheit die Wettbewerbsarbeiten zu begutachten. Die verschiedenen inhaltlichen Aspekte wurden in die Einzelberichte aufgenommen. Folgende Sachverständige haben die Arbeiten im Rahmen der Vorprüfung begutachtet: Frank Müller, Stellvertretender Schulleiter Susanne Otto-Günther, Internatsleiterin Gregor Seyffert, Künstlerischer Leiter Bühnentanz Prof. Dr. Ralf Stabel, Stellvertretender künstlerischer Leiter Bühnentanz Bernd Puhlemann, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Wolfgang Lampe, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Heinz Krause, Stadtplanungsamt Pankow Marianne Bohn-Decker, Oberste Bauaufsicht Stephan Strauss, Stadt- und Freiraumplanung Brigitte Reichmann, Ökologisches Bauen Ulrich Herrmann, Koordinierungsstelle für barrierefreies Bauen Birgitt Kalthöner, Objektmanagement Ulrich Bergner, Projektvorbereitung und Prüfung Inge Schmidt-Rathert, Auswahlverfahren und Wettbewerbe Peter Ostendorff, Auswahlverfahren und Wettbewerbe
Zum Quervergleich wurden 3 Balkendiagramme erstellt. NF Ist und BGF Ist BRI Ist Gesamtbaukosten
BGF Ist
14.000 13.000 12.000 11.000
10.000 9.000 8.000 7.000 6.000 5.000
BRI Ist
NF Ist BGF Ist
66.702 66.337 63.215
70.000 60.000 50.000 40.000 30.000 20.000
1001 1002 1003 1004 1005 Gesamtkosten KGr.200-700 Ist
34.860.462
24.527.717
21.155.910 20.162.289
18.645.314
19.212.740
19.734.388
17.237.810
20.000.000 15.000.000 10.000.000 5.000.000
17.198.761
17.192.635
17.916.596
Verhältnis zum Soll in %
Soll 18.500.000,- €
20.368.553
23.166.890
Gesamtbaukosten KG 200-700
30.744.451
28.042.052
32.183.953
Ø BRI 71.341 m³
NF Ist - Gesamt NF Ist o. Wirtschafts- / WC-Räume NF Soll o. Wirtschafts- / WC-Räume BGF - Neu BGF - Gesamt ohne Mensa BGF - Gesamt BRI - Altbau BRI - Neubau BRI - Gesamt ohne Mensa BRI - Gesamt BGF Ist / NF Ist BGF Ist / NF Soll A/V m² m² m² m² m² m² m³ m³ m³ m³ Ankauf 9.238 7.544 6.982 5.578 13.173 14.393 26.194 28.684 54.878 64.677 1,56 2,06 0,38
2. Rundgang 8.795 7.565 6.982 5.686 13.339 14.559 26.052 30.486 56.538 66.337 1,66 2,09 0,32
2. Rundgang 8.648 7.671 6.982 4.915 12.510 13.730 26.120 23.510 49.630 59.429 1,59 1,97 0,27
1. Preis 8.900 7.862 6.982 5,802 12,980 14.200 24.413 32.490 56.903 66.702 1,60 2,03 0,23
1. Rundgang 9.040 8.293 6.982 8.484 15.765 16.985 24.599 68.879 93.478 103.277 1,88 2,43 0,19
2. Preis 9.105 8.093 6.982 5.894 12.674 13.894 23.063 30.353 53.416 63.215 1,53 1,99 0,34
2. Rundgang 9.232 8.402 6.982 8.050 13.829 15.049 19.630 45.792 65.422 75.221 1,63 2,16 0,4
Gesamtkosten KG 200-700 Ist Gesamtkosten KG 200-700 Soll Verhältnis zum Soll=100% Gesamtkosten Altbau KG 200-700 Ist Gesamtkosten Altbau KG 300-400 Ist Gesamtkosten Abriß KG 200-700 Ist Gesamtkosten Neubau KG 200-700 Ist Gesamtkosten Neubau KG 300-400 Ist Sonderkosten aus Bauablauf Nutzungskosten Verhältnis zum Günstigsten=100% € € € € 20.162.289 18.500.000 21.155.910 18.500.000 17.198.761 18.500.000 18.645.314 18.500.000 30.744.451* 18.500.000 19.212.740 18.500.000 28.042.052 18.500.000
5.247.412 3.848.102
3.946.055 2.893.773
4.626.099 3.392.473
3.678.591 2.697.634
5.026.473 3.686.080
4.926.966 3.613.108
873.814
1.195.215
14.145.675 10.104.054
15.931.874 11.548.392
11.330.888 8.093.492
13.765.430 9.832.450
24.527.618* 17.903.548*
13.221.837 9.915.011
26.464.265 17.493.907
472.572
382.572
KG 200-700 Gesamt Gesamtbaukosten / BGF KG 200-700 / BGF Ist Gesamtbaukosten / NF KG 200-700 / NF Ist Gesamtbaukosten / BRI a KG 200-700 / BRI IST €/m² 1.531 1.586 1.375 1.436 1.950 1.516 2.028
1. Rundgang 11.228 9.148 6.982 9.797 16.064 17.284 21.309 68.305 89.614 99.413 1,54 2,48 0,23
Ankauf 8.420 7.456 6.982 6.215 13.887 15.107 29.377 34.935 64.312 74.111 1,79 2,16 0,24
1. Rundgang 8.717 7.446 6.982 3.864 12.952 14.172 34.031 22.732 56.763 66.562 1,63 2,03 0,31
2. Rundgang 8.747 8.122 6.982 9.125 13.737 14.957 15.679 61.612 77.291 87.090 1,71 2,14 0,27
Ankauf 9.508 7.982 6.982 6.438 14.030 15.250 27.501 27.920 55.421 65.220 1,60 2,18 0,26
4. Preis 9.064 8.050 6.982 6.174 13.764 14.984 25.806 33.956 59.762 69.561 1,65 2,15 0,25
3. Preis 8.265 7.412 6.982 5.177 12.193 13.413 23.724 29.748 53.472 63.271 1,62 1,92 0,24
1. Rundgang 8.216 7.489 6.982 5.285 12.314 13.534 24.245 25.184 49.429 59.228 1,65 1,94 0,34
1. Rundgang 8.913 7.918 6.982 6.663 14.231 15.451 25.731 29.254 54.985 64.784 1,73 2,21 0,33
Engere Wahl 8.694 7.217 6.982 7.739 13.940 15.160 21.074 33.825 54.899 64.698 1,74 2,17 0,34
34.860.462* 18.500.000
24.527.717 18.500.000
17.237.810* 18.500.000
32.183.953 18.500.000
17.192.635* 18.500.000
19,734,388* 18.500.000
17,916,596* 18.500.000
19,860,876 18.500.000
20,368,553* 18.500.000
23.166.890 18.500.000
5.722.415 4.196.437
8.180.367 5.998.936
6.107.296 4.478.683
3.894.061 2.855.645
3.981.447 2.919.728
5.328.417 3.907.506
6.675.984 4.895.721
4.007.062 2.938.512
4.540.840 3.329.949
865.239
570.139
811.218
764.343
27.700.113* 18.864.355*
15.344.639 9.932.466
10.097.632* 7.212.595*
30.988.738 22.163.959
12.529.372* 8.949.551*
14.742.453* 10.530.324*
11.776,961* 8.412.115*
12.183.550 8.702.536
15.024.453* 10.731.752*
17.390.244 12.421.603
558.780
* Kosten, die durch die Überbauung des Abwasserkanals entstehen, sind nicht berücksichtigt!
2.7 Einzelberichte der Arbeiten 1001 bis 1017
Jede Wettbewerbsarbeit wird auf zwei Seiten (4 Abbildungen, Kenndaten und Einzelbericht) dargestellt. Die Abbildungen umfassen: Modellfoto, Grundrissplan EG, 2 Ansichten (bzw. Schnitt)
agn Paul Niederberghaus & Partner GmbH, München / Ankauf
Planungsdaten NF Ist (ohne WR und WC) NF Ist Gesamt BGFA Gesamt BGFA/NF Soll BRI Gesamt A/V GRZ GFZ
Vorgabe 6.982 m²
Entwurf 7.544 m² 9.238 m² 14.393 m² 2,06 64.677 m³ 0,38 0,33 0,54
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 20.162.289,KG 200-700
Leitidee „Das neue Gebäudeensemble spielt mit der Dualität von Öffnen und Schließen. ... - Heimat auf Zeit als Organismus und Oase, eingebettet in die Struktur der Metropole.“ Städtebau und Gestaltung - introvertierte Gebäudeanlage - Grundstücksgrenzen mit Gebäuden und Mauerscheiben gefasst - Hauptzugang an Ecke Erich-Weinert Str./ Hosemannstr. mit „repräsentativer“ Treppenanlage und auskragendem Dach akzentuiert - 8,5 m hohe, eingeschossige Neubebauung entlang Erich-Weinert Str.; nach Außen geringer Öffnungsanteil, nach Innen hoher Glasflächenanteil; Material Außenflächen: Torfbrandklinker Tönung: sand/ocker - Gliederung des großen flachen Baukörpers über differenzierte Dachlandschaft mit Höhenversprüngen; Dachaufsicht mit großer Anzahl Oberlichtern und Tonbruch/Granulat - Haus 1 und Haus 2 zu einem Baukörper mit horizontaler Fassadengliederung zusammengefasst; Fensterbänder und „geschuppte Fassadenbänder“ aus Faserzementplatten, Farbe gelb/ocker, und hellem außenliegendem Sonnenschutz - Neu- und Bestandsgebäude über verglaste Treppen- oder Rampenanlagen verbunden - kleiner eigenständiger Baukörper mit Hausmeisterwohnung und Garage an Gubitzstraße - großer zusammenhängender Freiflächenbereich, durch ergänzte Baumreihen und Rampenanlagen orthogonal gegliedert - Sportflächen im nördlichen, Pausenfläche, Freilufttheater, Außentanzfläche und Spielplatz im südlichen Teilbereich Funktionen - Neubau und Bestandsgebäude über zwei „ringförmige“ Erschließungssysteme im EG zusammengebunden - Eingangshalle mit Eingangsvorplatz ca. 2 m über Bürgersteigniveau, unmittelbar angelagert Leitungsfunktionen Verwaltung, Bibliothek und Ballettsaal mit Publikumsverkehr - Neubebauung ebenengleich mit Eingangsniveau Haus 2 - Aufzug und Treppenanlage in Fuge zwischen Haus 1 und 2 verbindet die Höhenniveaus auf allen Etagen behindertengerecht - alle Ballettsäle erdgeschossig entlang „mäandrierender Magistrale“ aufgereiht, lichte Höhe 5,00 m; Belichtung über seitliche „Oberlichtbänder“ und
Lichtdecke, Beleuchtungssystem als Kombination von Tages- und Kunstlicht; Lamellenfenster zur Belüftung Umkleiden, Sanitärräume und Physiotherapie in unmittelbarer Nähe zu den Ballettsälen mit natürlicher Belichtung und Belüftung, Erreichbarkeit der Sanitärzellen von Umkleiden nur über öffentlichen Flur Schränke für Umkleiden und Schule innerhalb eines Raumes angeordnet Fundus, Näherei und Archiv in Haus 1+2, UG, mit Aufzug angebunden, über terrassierte Höfe belichtet Internatsnutzung in Haus 1, EG -3.OG zusammengefasst, Ganztagsbetreuung im EG Klassenräume in Haus 2, 1.-3.OG Haus 2 zusammengefasst Mensa über eingehauste Rampenanlage aus Haus 1 behindertengerecht erschlossen. Separater Zugang von Außenraum über Treppenanlage Außenraumnutzung: Freiflächen über „strahlenförmige“ Rampenanlagen erschlossen, dadurch Zonierung einzelner Nutzungsbereiche; Freilufttheater als vertiefte Fläche
Realisierbarkeit - Stahlbetonkonstruktion mit vorgesetzten Torfbrandklinkern und Stahlbetonfertigteilen im Sockelbereich; Dachkonstruktion Neubau aus weiß lasierten Leimbindern mit dunkelgrauen Faserzementplatten verkleidet - Raumprogramm erfüllt, ein kleiner Ballettsaal zusätzlich angeboten - Abwasserkanal mit Mauerscheiben überbaut - zulässige Fluchtweglänge teilweise weit überschritten; bis zu 55 m Länge. Rettungswege führen im EG durch den offenen Flurbereich; Stichflure zu lang - komplette Überbauung der vorgelagerten Freifläche entlang Erich-Weinert Str. nach §34 und §172 problematisch - Bauphasen: Umbau im Betrieb möglich - Baumbestand im Süden entfällt vollständig, im Norden ist er teilweise erhalten und ergänzt Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten über Kostenrahmen - Altbaukosten über dem Wettbewerbsdurchschnitt, aufwändige Fassadenkonstruktion - Bauablauf ohne Zusatzkosten möglich - Nutzungskosten unter Wettbewerbsdurchschnitt, jedoch graffitiempfindliche Fassadenteile - BGF/NF Ist und BGF/NF Soll unter Wettbewerbsdurchschnitt
MGF Architekten GmbH, Stuttgart / 2. Rundgang
Entwurf 7.565 m² 8.795 m² 14.559 m² 2,09 66.337 m³ 0,32 0,27 0,61
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 21.155.910,KG 200-700
Leitidee „... Neubau ... eine skulpturale Figur, die gleichsam als abstrakte Transformation einer Tanzchoreografie in ein gebautes Volumen interpretiert werden kann.“ Städtebau und Gestaltung - Neubau eines turmartigen 4-geschossigen Ballettsaalhauses im Blockinnenbereich als neues Zentrum der Anlage - Ausbildung eines skulptural erscheinenden Baukörpers durch horizontales Versetzen der Geschosse - daraus resultierende Vor- und Rücksprünge, sowie der Wechsel zwischen transluzenten und geschlossenen Fassadenflächen und die sich um das Gebäude wickelnde, einläufige Treppe prägen das Gebäude - einheitliche Bekleidung des Baukörpers mit Aluminium-Paneelen mit gestanztem Ornamentmuster - Hauptzugang im Haus 1 über das UG - Schule Haus 1 - Internat und Verwaltung Haus 2 - Haus 4 ohne Nutzung, Abriss optional - Gestaltung der Außenflächen durch Höhenmodulation, zum einen in abgesenkte, intime Bereiche und angehobene Aufenthaltsflächen Funktionen - großzügige Rampe im Süden führt in die Haupterschließungsebene im UG des Hauses 1, von hier aus sind alle Bereiche erschlossen - den großen Ballettsaal im EG erreicht man über eine breite, von der Seite her belichtete Rampe aus dem Foyer heraus - separate Erschließung des großen Ballettsaals über Eingang im Osten im EG - großzügige Öffnung des Ballettsaals zur Umgebung möglich - die weiteren Ballettsäle befinden sich in den 3 oberen Geschossen, die über eine einläufige Treppe an der Fassade erschlossen sind - Ballettsäle unterschiedlich ausgerichtet und großzügig belichtet über Verglasung einer Außenwandfläche, Sonnenschutz über außenliegende perforierte Aluminiumbleche sowie textile Vorhänge im Innern - Umkleiden und Waschräume befinden sich konzentriert angeordnet im UG (größtenteils innenliegend) - Physiotherapie liegt im Bereich der Ballettsäle im 1. OG, einzelne Räume innenliegend - Fundus befindet sich im UG der Ballettsäle zum
Pausenhof hin orientiert und mit Anbindung an einen Aufzug Schulbereich: Unterrichtsräume Haus 1, EG bis 2. OG, Zugang zu den Ballettsälen über UG Bibliothek im UG Haus 1 mit Anbindung an Pausenhof Archiv und Lagerräume Haus 1, 3.OG Internatsbereich Haus 2, im 1. bis 3.OG, Ganztagsbetreuung Haus 2 im EG Verwaltung Haus 2, UG/EG Hausmeisterwohnung Haus 1, 3.OG (Westen) Anbindung des UG der Mensa über Rampe von Haus 1 Außenraumnutzung: über Foyer erschlossener, intimer, abgesenkter Pausenhof auf UG-Ebene zwischen Mensa und Neubau, ein weiterer angehobener Pausenhof befindet sich im Osten vor dem großen Ballettsaal, tiefergelegte Freilichtbühne ebenfalls im Osten, Gymnastikwiese im Norden
Realisierbarkeit - Stahlbetonwände mit Kerndämmung, Stahlbetonflachdecken auf Wandschotten bzw. Stützen (Tragkonstruktion im EG nicht dargestellt), vorwiegende Materialien sind Beton, Holz, Glas und Naturstein; Geschosshöhe Ballettsäle mit 5,50 m problematisch - Aussagen zum passiven Energiekonzept - Raumprogramm: einem zusätzlichen Flächenangebot von ca. 350 m² stehen ca. 86 m² nicht nachgewiesene Nutzflächen gegenüber, Überschreitung der Nutzfläche Verwaltung um + 70 % - Fluchtwege Neubau problematisch, nur ein Fluchttreppenhaus - Mensa nicht behindertengerecht erschlossen, Verbindung zwischen Haus 1 und 2 nicht behindertengerecht - Bauhöhe mit 22,00 m nach § 34 BauGB problematisch - Bauphasen: Interimslösung für Ballettsäle von Haus 5 und 6 sowie Schulbetrieb in Haus 2 erforderlich. - 5 erhaltenswerte Bäume entfallen Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten über Kostenrahmen; Altbaukosten unter dem Wettbewerbsdurchschnitt - Nutzungskosten im Wettbewerbsdurchschnitt - zusätzliche Bauablaufkosten für Herrichtung Haus 2 für Ballettsäle und Schulbetrieb - BGF/NF Ist und BGF/NF Soll im Wettbewerbsdurchschnitt
Architekten Krischanitz & Frank ZT GmbH, Berlin / 2. Rundgang
Entwurf 7.671 m² 8.648 m² 13.730 m² 1,97 59.429 m³ 0,27 0,17 0,53
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 17.198.761,KG 200-700
Leitidee „Größtmögliche Konzentration und Vereinheitlichung durch das Besetzen bereits bebauter Flächen.“ Städtebau und Gestaltung - Überformung der Mensa zu einem 25,20 m hohen Gebäudekubus, 5 Geschosse mit vergrößerter Grundfläche für Foyer, Mensa und Mensaterrasse - Gebäudezugang von der Erich-Weinert-Str., Ecke Gubitzstr. über Vorplatz mit Wasserbecken - Erschließung des Schulgeländes von der Gubitzstr. - Abriß Haus 4 - Bestandsbauten für Schule und Verwaltung in Haus 1 und Internat in Haus 2 bleiben in Kubatur und Struktur erhalten - Verbindungsbau mit neuem Aufzug als gemeinsamer Eingang über Außenrampen erschlossen - 2-geschossiger Verbindungsgang zwischen Bestandsbauten und Foyer - Betonung des Kubus durch vorgehängte Fassade aus glasfaserverstärktem weißen Beton, Oberflächenveredlung im Sandstrahlverfahren mit Ornamenten, Thema ‘Dornröschen’ - Abbildung der Funktionsbereiche wie öffentlicher Sockelzone und Ballettsälen in darüberliegenden Geschossen durch große Fensterflächen in der Fassade, dadurch Proportionsveränderung des Kubus - parkartiger Freibereich als Fortsetzung des gebauten Raumes, Gliederung durch 5m hohe Heckenkörper für geschützte, unterschiedliche Tanzsäle, Vermittlung zwischen öffentlichem Auftritt und ‚privatem introvertiertem Kosmos‘ Funktionen - Haupteingang vom Vorplatzniveau in das Foyer, offene Treppe zur Mensaebene, weitere Zugänge auf 1,50 m hohen Sockel von Gubitzstraße und über Garteneingang mit Treppen östlich des Gebäudes - Verbindung der öffentlichen Bereiche Mensa und großer Ballettsaal im 4.OG über Treppenhaus und Aufzug unabhängig von Ballettschulbetrieb möglich, zweites Treppenhaus als Schul interne Erschließung - alle Umkleideräume und Schulschrankbereiche im 1.OG, Geschoßhöhe 3,50 m, direkte Anbindung über Gang zur Schule - alle Ballettsäle im 2. und 3. OG, großer Ballettsaal und Physiotherapie im 4.OG, Belichtung über großes Dachoberlicht - Trennwände zum Treppenhaus als Schrankwände
für den Schallschutz Fenster im Gang- und Treppenhausbereich ermöglichen Einblicke in die Ballettsäle Fundus und Nähräume im UG Haus 1 Archive, Bibliothek, Medienzentrale UG Haus 2, Heizräume in beiden UG’s Ganztagsbetreuung im EG Haus 2 Hausmeisterwohnung EG Haus 2 am Eingang Außenraumnutzung: Tanz- und Bühnensaal mit Sitzstufen als Freilichtbühne, U-förmiger Gartensaal mit Stufenanlage, Schulhof in Verbindung mit Sonnenwiese, östlich daran anschließend Klassen- und Schulgartensaal Stellplätze und Schuppen am Schulgartensaal, Parkplätze einschließlich behindertengerechter Stellplatz und Fahrradständer in der Nähe Haupteingang entlang Gubitzstr.
Realisierbarkeit - Stahlbetonverbundkonstruktion, Lastabtragung auf neuer Gründung, ringförmig um das bestehende Gebäude angelegt - Aussagen zu ökologischen Einzelmaßnahmen - zusätzliche Räume ZBV von ca. 260 m² vor allem im EG Haus 2 und im UG der Mensa - 2.Treppenhaus innenliegend - barrierefreier Zugang über Aufzug - Gebäudehöhe nach §34 und § 172 problematisch - 5 Bauphasen: Einhausung Haus 3 für Neubau Ballettschule im 2.BA bei laufendem Mensabetrieb unwahrscheinlich, Provisorium im Haus 2 bis Schule im 2. BA ausgebaut ist Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten deutlich unter dem Kostenrahmen, wirtschaftlicher Umgang mit der Altbausubstanz Haus 1 und Haus 2 - zusätzliche Bauablaufkosten für die Herrichtung Haus 2 und den Betriebsausfall der Mensa - Nutzungskosten unter Wettbewerbsdurchschnitt - BGF/NF Ist und BGF/NF Soll deutlich unter Wettbewerbsdurchschnitt
gmp - von Gerkan, Marg und Partner Architekten, Berlin / 1. Preis
Entwurf 7.862 m² 8.900 m² 14.200 m² 2,03 66.702 m³ 0,23 0,24 0,55
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 18.645.314,KG 200-700
Leitidee „Der Vergänglichkeit in der Bewegung eines tanzenden Menschen wird mit einer dynamischen architektonischen Geste entgegnet.“ Städtebau und Gestaltung - ineinander geschwungenes, höhengleiches Neubauensemble, bestehend aus 4-geschoss., längen- und höhengleichen Anbau an Nordfassade Haus 1, einem Foyerbaukörper und einem Saaltrakt, entwickelt sich ins Blockinnere und bindet eingeschossig an Mensa an; nördlicher Treppenvorbau Haus 1 entfällt - Schließung der Bestandsfuge durch Neubau/ Neugestaltung des Haupteingangs an der ErichWeinert-Straße - Abriss von Haus 4 - Foyerbaukörper in Ost-West-Richtung durchgesteckt, gewährleistet getrennte Erschließung großer Ballettsaal über Hosemannstr. und öffentl. Zugang von Gubitzstr. mit Weiterleitung in Mensa - Anlieferung Mensa mit Rampe ins UG im Norden - Bestandsfassaden bleiben in ihrer Gliederung und den Bestandsfenstern erhalten, Bekleidung der Brüstungsbänder mit Wärmedämmplatten und Kratzputz, Ornamentik aus Tanznotationen auf südl. Putzflächen, außenliegende Jalousien - Verbindungsbau Bestand markiert in Materialität/ Gestaltung den Auftakt zum rückwärtigen Neubau - Neubau-Fassade aus eingefärbten, großformatigen Betonplatten variierender Abmessungen und offenen Fugen, zum Blockinnern und an den Stirnseiten gegliedert durch unterschiedlich große, „schaufensterähnliche“, zum Teil schräg eingeschnittenen, tiefe Fassadenöffnungen, innen- und außenbündig verglast; Fassaden und Dach des Foyers großflächig verglast - einheitlicher Neubau-Sockel auf EG-Niveau Haus 1, schwingt sich längs- und stirnseitig als Außenstufen in die Freiflächen, vermittelt als prägendes Gestaltungselement der Außenanlage die Niveauunterschiede Funktionen - Haupteingang mit Pforte/ Aufzug/Wartebereich und axialer Weiterleitung in das zentrale, gebäudehohe Foyer sowie in die kreuzenden Bestandsflure - Internat Haus 2, mit zusätzlichem Eingang an der Erich-Weinert-Straße - Flur Haus 1 erschließt zweihüftig EG-3.OG die Schulnutzung und den Anbau/Umkleidetrakt, verbunden mit Foyer durch Stichflure - Foyer, den Ballettsälen vorgelagert, mit direkter Anbindung Mensa
- Ballettsaaltrakt deckungsgleich gestapelt, lichte Höhe 5 m; ein kleiner Ballettsaal im Anbau EG - zweiläufige Treppe zwischen Schulflur und Foyer zur vertikalen Erschließung der Ballettsäle im 2.OG, Schulflur 2.OG nicht an Treppenlauf angeschlossen - den Ballettsälen vorgelagerte, geschwungene Galerie zum Foyer, bindet im 2.OG über zwei Brücken an Umkleiden und Bestandsflure an - Einblicke in Ballettsäle mit Wandnischen zum sitzen, Gestaltung analog zu Fassadenöffnungen - Schülerschränke integriert in Flurtrennwänden (1.3.OG) gegenüber den Umkleiden - Verwaltung Haus 1 EG; Bibliothek Haus 1 UG, Ganztagesbetreuung Haus 2 EG; Fundus Haus 2 KG, Erschließung über Aufzug/Haupteingang; Physiotherapie 2.OG Umkleidetrakt - Hausmeisterwohnung mit Garten in der östl. Gebäuedeecke Haus 2 - Säle teilklimatisiert, natürl. Belüftung über Glaslamellen im oberen Bereich der inneren Verglasung - Umkleidetrakt z. Teil belichtet über verglastes Foyer, mechanische Belüftung - Außenraumnutzung: eingegrabene Freilichtbühne mit Sitzstufen, östlich dem Neubau vorgelagert; Schulgarten an der Hosemannstr.; Garage und Außentanzfläche im Bereich des ehem. Haus 4 Realisierbarkeit - Stahlbetonkonstruktion mit vorgehängten, Betonplatten, großflächige Verglasung durch MetallFenster, außen und innen fassadenbündig, Wärmeschutzverglasung innen mit öffenbaren Glaslamellen im oberen Bereich, belüfteter Fensterzwischenraum mit Sonnenschutz, zur Wartung begehbar, schräge Verkleidung der Leibungen durch gelochte Aluminiumbleche - Energiekonzept Fassade und Haustechnik - Hausmeister-Dienstraum fehlt, alle weiteren Programmflächen erfüllt; zusätzliches Raumangebot von ca. 360 m² - problematische Fluchtwege und Fluchtweglängen - Rampe Foyer/Mensa nicht behindertengerecht - Bauphasen: Interimslösung für Schulbetrieb in Haus 2 erforderlich - 9 erhaltenswerte Bäume entfallen Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten im Kostenrahmen; Altbaukosten unter Wettbewerbsdurchschnitt - Nutzungskosten unter Wettbewerbsdurchschnitt - zusätzl. Bauablaufkosten für Herrichtung Haus 2 - BGF/NF Ist und BGF/NF Soll unter Wettbewerbsdurchschnitt
Petzinka Pink GmbH & Co. KG, Düsseldorf / 1. Rundgang
Entwurf 8.293 m² 9.040 m² 16.985 m² 2,43 103.277 m³ 0,19 0,31 0,59
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 30.744.451,KG 200-700
Leitidee „Der Entwurf unterliegt dem Gestaltungsprinzip der Bänderung, welche in mehreren Streifen alte und neue Bauteile wie selbstverständlich zusammenführt. Die gefalteten Bänder erinnern (im Schnitt) an die Bewegungsamplitude von verbildlichter Musik.“ Städtebau und Gestaltung - Zonierung des gesamten Areals durch parallele „Bänder“ in Ost-West Richtung - 22 m breite öffentliche Grünfläche entlang ErichWeinert-Str. - axiale Rampenanlage erschließt Eingangsniveau auf Erdgeschossniveau Gesamtkomplex - Haupteingang in Fuge zwischen Haus 1 und 2 - Neubauten und Bestandsgebäude über einen langgestreckten (155 m lang, 15 m hoch) Hallenraum zu einem Baukörper zusammengefasst - Haus 1 wird um 15 m nach Westen verlängert und um ca. 1,50 m aufgestockt - Haus 2 wird über die gesamte Länge um 2,50 m (Technikgeschoss) aufgestockt - Überformung der Bestandsgebäude mit neuer Fassadenkonstruktion aus geschosshohen Holzfenstern mit Glasbrüstung und Fassadenpaneelen aus Aluminium (Internat) und Sonnenschutz (Schule); vertikale Fassadengliederung - Ballettsäle und angelagerte Nutzungen als freie dreigeschossige Bauvolumen in Halle („Allraum“) eingestellt. - eingestellte Kuben mit „halbtransparenten Vorhängen“ umhüllt und durch farbliche Gestaltung der Betonwände differenziert - Galerien und Stege als Stahlbetonkonstruktionen mit Ganzglasbrüstung, Hallenfußboden aus dunklen Holzdielen - Freiflächen im Norden des Schulbaukörpers in zwei Nutzungsbändern organisiert und über große Freitreppenanlage erschlossen Funktionen - Hauptzugang über mittige viergeschossige Eingangshalle, von dort direkter Zugang zum Hallenraum, ebenengleich mit Erdgeschossniveau Haus 1 - Halle als Verteiler und Aufenthaltsraum; großzügige Möglichkeit zum Einblick in die Ballettsäle - Vorhandene Treppenhäuser Haus 1+2 als vertikale Haupterschließungsknoten, von dort horizontale Verteilung über offene Galerieebenen - Aufzug und Treppenanlage in Fuge zwischen Haus 1 und Haus 2 verbinden die unterschiedlichen Höhenniveaus behindertengerecht
- Ballettsäle im EG und 2.OG gestapelt, lichte Höhe ca. 5,40 m, natürliche Belichtung erscheint problematisch; mechanische Lüftung erforderlich - Umkleiden, Sanitär- und Physiotherapieräume sowie Näherei/Fundus liegen zwischen den Sälen im 1.OG, sind über Galerien verbunden, teilweise weite Wege zu einzelnen Ballettsälen - Schulnutzungen in Haus 1 zusammengefasst; Schulverwaltung und Bibliothek im EG; Gruppenräume in den Geschossen; innenliegende Räume zur Halle mit Belichtungs- und Belüftungsproblematik - Internatsnutzung im Haus 2 zusammengefasst; EG mit Gästewohnungen und Ganztagsbetreuung; Zweibettzimmer in den Geschossen; Flurbereiche sind zur Halle geöffnet. - Mensa über Aufzug und Treppe direkt von Halle erschlossen - Hausmeisterwohnung im EG Haus 2 - Außenraumnutzung: differenzierte Freiflächengestaltung, Freilufttheater mit großzügiger Freitreppe; Lager- und Geräteraum im Freibereich angeboten Realisierbarkeit - Stahlbetonkonstruktion und „konventionelle Flachdachkonstruktion“ im Neubaubereich, Tragkonstruktion im Hallenbereich nicht nachgewiesen - Raumprogramm erfüllt, 610 m² zusätzliche Lager-/ Archivräume im UG, 306 m² zusätzliche Aufenthaltsräume in den Obergeschossen - Abwasserkanal mit Baukörper EG bis zu 6 m überbaut - zulässige Fluchtweglänge teilweise weit überschritten, bis zu 55 m Länge; Rettungswege führen im EG teilweise durch offenen Innenraum; Stichflure zu lang - topographische Gegebenheiten bleiben unbeachtet - Bauphasen: Interimslösung für Schulbetrieb erforderlich - Baumbestand im Süden weitgehend erhalten, im Norden weitgehend entfernt Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten weit über Kostenrahmen - zusätzliche Aufstockung Haus 1 und 2. - Altbaukosten über dem Wettbewerbsdurchschnitt, hoher Installationsaufwand im Internat, - zusätzliche Bauablaufkosten für die Herrichtung Haus 2 - Nutzungskosten weit überdurchschnittlich - BGF/NF Ist und BGF/NF Soll erheblich über Wettbewerbsdurchschnitt
Stephan Höhne Architekten BDA, Berlin / 2. Preis
Entwurf 8.093 m² 9.105 m² 13.894 m² 1,99 63.215 m³ 0,34 0,28 0,54
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 19.212.740,KG 200-700
Leitidee „Neubau und Bestandsgebäude der staatlichen Ballett- und Artistikschule werden nicht additiv nebeneinander gestellt, sondern zu einem ganzheitlichen Gebäudeensemble mit klarer Erschließungsstruktur und kurzen Wegen zusammengefasst.“ Städtebau und Gestaltung - axial-symmetrisch angelegter 1-geschossiger, kompakter Baukörper für die neuen Ballettsäle im Blockinnenbereich, der in der Verlängerung der Achse nach Süden zur Straße hin, zwischen Haus 1 und 2, einen 4-geschossigen Kopfbau ausbildet und damit den neuen Eingang demonstriert - streng gegliederte, weiße Glattputzfassade mit großen Fensterflächen und Ausbildung eines Natursteinsockels aus hellgrauem Kalkstein, Hervorhebung der Fenster durch Fensterfaschen aus Naturstein - Bekleidung von Haus 1 und 2 mit einem Wärmedämmverbundsystem mit außenbündiger Fensterebene und die Horizontalstruktur unterstreichenden Profilen, textile Sonnenschutzmarkisen außen - Schulbetrieb und Verwaltung in Haus 2 - Internat Haus 1 - Abriss Haus 4 - Außenflächen durch Gebäudeanordnung in Einzelflächen im Norden, Osten und Süden mit unterschiedlicher Nutzung gegliedert Funktionen - Haupterschließung aller Bereiche über 1-geschossiges Foyer im EG des sog. Kopfbaus zwischen Haus 1 und 2 - geräumiger Lichthof als Verbindung zwischen Foyer und den Ballettsälen mit multifunktionaler Nutzungsmöglichkeit, von hier aus großzügiger Zugang zu den Außenflächen im Osten und Westen - gegenüber dem Terrain leicht abgesenkter, großer Ballettsaal am Ende der Erschließungsachse - die weiteren Ballettsäle sind ebenerdig über einen Querflur zum Lichthof erschlossen - alle Ballettsäle sind großflächig belichtet und belüftet und sind von den Fluren aus einsehbar, Sonnenschutz über innenliegende Vorhänge - zwei kleine Ballettsäle befinden sich im 1.OG im Kopfbau nach Süden zur Straße hin orientiert - Schulschränke im 1.OG (Lichthofgalerie) als Schleuse zwischen den im 1.OG und EG am Lichthof gelegenen Umkleide- und Waschräumen (teilweise innenliegend) und den Ballettsälen im EG
- Physiotherapieräume befinden sich in der Nähe der kleinen Ballettsäle im Haus 2 im 1.OG - Beibehaltung der Erschließungsstruktur Haus 1 und 2 - Fundus Haus 1 im UG mit Anbindung an Aufzug - Schulbereich Haus 2, 2.-3.OG, sowohl über 1.OG als auch über EG an Ballettsäle angebunden; Aufenthaltsräume teilweise im UG - Bibliothek im sog. Kopfbau zwischen Haus 1 und 2 im 3.OG - Internat Haus 1, EG -3.OG, Ganztagsbetreuung im EG - Verwaltung Haus 2, EG - Hausmeisterwohnung Haus 1 EG (Westen) - Mensa über offenen Verbindungsgang im EG von Haus 1 aus zugänglich - Außenraumnutzung: Pausenhöfe im Osten und Westen über Lichthof zugänglich, Freilufttheater im Bereich des ehem. Haus 4, Einfriedung des gesamten Grundstücks sowie des Vorgartens, Nutzung des Vorgartens als Liegewiese und Freizeitbereich der Schule, großer interner Vorplatz vor dem Eingang, durch Überbauung der Sportfläche Laufbahnverlegung nach Norden Realisierbarkeit - Stahlbeton mit Spannbetonhohldecken, Wärmedämmung mit Glattputz, Sockel mit Naturstein - Angaben sowohl zum passiven Energiekonzept, als auch zu einzelnen ökologischen Maßnahmen - Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt, 1 Ballettsaal zusätzlich sowie ca. 300 m² zusätzliche Fläche - Überbauung der Sportflächen um ca. 4,50 m - Bauphasen: Interimslösung für Ballettsäle im UG Haus 2 erforderlich - 4 erhaltenswerte Bäume entfallen Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten geringfügig über Kostenrahmen; Altbaukosten über Wettbewerbsdurchschnitt - zusätzliche Bauablaufkosten für Herrichtung Haus 2 mit Ballettsälen - Nutzungskosten durchschnittlich - BGF/NF Ist und BGF/NF Soll deutlich unter Wettbewerbsdurchschnitt
Kahlfeldt Architekten, Berlin / 2. Rundgang
Entwurf 8.402 m² 9.232 m² 15.049 m² 2,16 75.221 m³ 0,40 0,37 0,58
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 28.042.052,-
Leitidee Integration des Blockes in das heterogene Umfeld mit „signifikanter Eigenständigkeit.“ Städtebau und Gestaltung - L-förmiges Gebäudeensemble mit Hauptzugang von der Gubitzstr. in 2-geschossige Eingangshalle der zusammengefaßten Gebäudestruktur von Mensa und dem erneuerten Haus 4 - bauliche Verbindung der Häuser 1 und 2, Zugang über Freitreppen und Rampe - Betonung der westlichen und südlichen Blockkanten durch Verlängerung des Bestandes jeweils bis zu den Baufluchten der Gubitz- und der Hosemannstr. - Hervorhebung des östlichen Gebäudeabschlusses Haus 2 durch gerundeten Baukörper und Stufenanlage als Nebeneingang - Richtungsaufnahme der Naugarder Str. mit eingeschossigem Versorgungsgebäude, eingefaßt mit Stützmauer - 2-geschossiger Baukörper als Übergang zur westlichen, ca. 10 m hohen Randbebauung - Ausgleich der Höhenunterschiede auf dem Grundstück durch ein System von außen- und innenliegenden Rampen, Treppen und Aufzügen - Fassaden der Häuser 1 und 2 aus gelbem Braunkohleklinker, Rhythmisierung der verschiedenen Gebäudeteile und Nutzungen durch Wechsel innerhalb der Gliederung und Verlegung der Steine - Tragstruktur der Neubauten mit außenliegenden Stahlträgern, Zwischenräume verglast, ebenso die Hofseiten von Internats- und Schulgebäude - zur Erich-Weinert-Str. orientierte, parkähnliche Grünanlage sowie der Mensa vorgelagerter Patio als ruhige Außenbereiche, Schulhof mit neuer großzügiger Treppen- und Erschließungszone Funktionen - Verbindung aller Nutzungseinheiten mit überdachtem, teilweise verglastem Arkadengang entlang des Schulhofes - unterschiedliche Eingangssituationen mit Eingangshalle für Öffentlichkeit und zentralem, gemeinsamem Eingang für den Schul- und Internatsbetrieb - Erweiterung der vorhandenen Flurzone von Haus 1 und 2 mit einer offenen Treppenhausanlage über alle Geschosse - Schule in Haus 1 mit westlichem Anbau für die Schulverwaltung, Internat in Haus 2 - Je 4 Ballettsäle mit unterschiedlichen Geschoßhöhen werden vom zentralen Eingang erschlossen, Tageslichtbeleuchtung der Ballettsäle durch
Wandoberlichter Umkleideräume zwischen Ballettsälen und Treppenhausanlage und im östlich gelegenen Versorgungsgebäude mit Dachoberlichtern versehen Mensa und 2 Ballettsäle in Haus 4 über Eingangshalle auch vom Schulbetrieb getrennt zugänglich, Einblicke vom Straßenraum Tanzleiter und Physiotherapie im EG Haus 4, Hausmeisterwohnung im 1.OG Anlieferung Mensa von der Gubitzstr. über hausinterne Rampe Außenraumnutzung: Freilufttheater und Außentanzflächen als Bestandteile der Hofanlage, Schulhof nördlich der Arkaden auch als Tanzfläche nutzbar, lineare Sitzblöcke begrenzen die Sportflächen, östlich gelegener Garten als grünes Klassenzimmer, Grünanlage zum Straßenraum der Erich-Weinert-Str. hin eingefaßt mit einer Stabzaunanlage aus Klinkerpfeilern und -sockel; überdachte Fahrradständer südlich des Patio, Gerätehaus östlich der Vorgartenzone Hosemannstr.
Realisierbarkeit - Stahlbetonkonstruktion mit vorgefertigten Fassadenelementen, großflächiger Verglasung zwischen Stahlträgern - Aussagen zu ökologischen Einzelmaßnahmen - zusätzliches Flächenangebot von 596,30 m² in UG, EG und 3.OG Haus 1 ist dem Raumprogramm überwiegend nicht zuzuordnen, davon 196 m² für Wirtschaftsräume - 200 m² für Mediothek, Musikübung und - sammlung, Leiter Fundus sind nicht ausgewiesen - öffentliche Bereiche sind für Rollstuhlfahrer zugänglich - 4 Bauphasen: provisorische Klassenräume bis Fertigstellung der Schule in Haus 1 (2.BA) auf dem Gelände, Überbauung Haus 3 bei laufendem Mensabetrieb unwahrscheinlich, grundlegende Erneuerung der Ballettsäle in Haus 4, keine Angaben zu notwendigem Saalersatz - 11 erhaltenswerte Bäume entfallen Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten deutlich über Kostenrahmen, aufwendige Überformung der Altbauten einschließlich der Mensa - zusätzliche Bauablaufkosten durch Herrichten von Haus 2 - Nutzungskosten über Wettbewerbsdurchschnitt - BGF/NF Ist im Wettbewerbsdurchschnitt, BGF/NF Soll über Wettbewerbsdurchschnitt
Gerber Architekten, Dortmund / 1. Rundgang
Entwurf 9.148 m² 11.228 m² 17.284 m² 2,48 99.413 m³ 0,23 0,31 0,66
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 34.860.462,KG 200-700
Leitidee „Die in das Gesamtkonzept einzubindende vorhandene Bausubstanz, insbesondere die beiden Gebäuderiegel, aber auch die Cafeteria waren entwurfsbestimmend für das Konzept.“ Städtebau und Gestaltung - lineare Baukörperanordnung höhengleich an der Nordfassade Haus 1 u. 2 angebunden, bestehend aus schmalem, unterkellertem Funktionsriegel, nach Norden kammförmigen Saalbaukörper und parallel zwischengeschalteten Erschließungsschienen; Abriss der Nordfassaden mit Treppenhausanbauten Bestand - Integration der Mensa in Baukörperanordnung - Abriss Haus 4 - zwei Achsen von Haus 1 entfallen und schaffen zusammen mit der ehem. Bestandsfuge einen repräsentativen, straßenseitigen Eingangsbereich mit gebäudehoher, vorgelagerter Überdachung - separater Eingang Internat östlich neben Haupteingang; Nebeneingang großer Ballettsaal von der Hosemannstraße über Blockinnenraum - Verlängerung von Haus 2 nach Osten um ein Treppenhaus - Anlieferung Mensa und Fundus über Wirtschaftshof südl. der Mensa auf UG-Niveau mit Rampe zur Erich-Weinert-Straße bildet süd-westl. Abschluss - einheitliche Gestaltung der Fassaden Bestand und Neu als vorgehängte Holztafelkonstruktion, geschosshohe lackierte Sperrholzplatten wechseln in unterschiedlicher Rhythmik mit geschosshohen Holzfenstern ab, außenliegende Metalljalousien als Sonnenschutz bündig zur Vertäfelung - Außenraum gliedert sich in Teilbereiche mit unterschiedlicher Nutzung Funktionen - zentraler Haupteingang mit gebäudehoher Foyer-Halle mit Pforte/Aufzug/Wartebereich und querenden Verbindungsbrücken, Anschluss an Bestandsflure - linearer Funktionsriegel mit Umkleiden im EG und 2.OG, im 1. und 3.OG Nutzung durch Technikräume - nördlich und südlich linear angelagerte gebäudehohe, glasüberdeckte Erschließungsschienen entlang des Schul- bzw. Saaltraktes, mit Stichfluren miteinander verbunden - großer Ballettsaal gebäudehoch mit Tribüne, alle weiteren Ballettsäle deckungsgleich gestapelt, Lichte Höhe 5 m, Baukörpereinschnitte ermöglichen zusätzlich zur Nordorientierung Verglasung nach Westen bzw. Osten
- Erschließung der Ballettsäle im 2.OG durch vorgelagerte Galerie, über einläufige Treppe erschlossen, durch Brücken mit Erschließungsgalerie (geöffnete ehem. Bestandsflure) an Schul und Internatsnutzung angebunden - Schule Haus 1, Verwaltung EG Haus 1 und 2 - Internat in Haus 2, 1.-3. OG - zusätzliches Angebot einer Artistikhalle mit ca. 754 m² im nord-östlichen Baukörper - Anordnung der Schulschränke auf allen Geschossen in Flur-Trennwänden Schule - Fundus im UG Bestand/Anbau mit direkter Anbindung an Wirtschafshof und Lastenaufzug - Ganztagsbetreuung im EG, Haus 1 mit großer räumlicher Entfernung zum Internat - Bibliothek im EG, Haus 1 - Ballettsäle natürlich belichtet und belüftet - alle Umkleiden künstlich belichtet und belüftet - Außenraumnutzung: differenzierte Außenflächen mit Pausenhof östlich an der Hosemannstraße, Freilichtbühne im Bereich des ehem. Haus 4, verästeltes Wegesystem als straßenseitige Erschließung über Grünfläche an der Erich-WeinertStraße Realisierbarkeit - Mauerwerksbau mit Betondecken, vorgehängte Furniersperrholzplatten, Holzfenster mit Drehflügeln - Programmfläche weit überschritten, zusätzliches Raumangebot von ca. 1.000 m², das bereits in Haus 8 untergebracht ist, überdurchschnittliches Angebot von Wirtschafts- und WC-Räumen von ca. 2.000 m² - Hausmeisterwohnung im UG, Grundriss nicht nachgewiesen - vorhandene Höhenniveaus Gelände / EG Bestand werden nicht berücksichtigt - Überbauung des Abwasserkanals mit EG nord-östlicher Gebäudeecke um ca. 1 m - problematische Fluchwege und Fluchtweglängen - Erschließung Mensa nicht behindertengerecht - Bauablauf: Interimslösung für Schulbetrieb in Haus 2 und Provisorium Haus 5 erforderlich - 9 erhaltenswerte Bäume entfallen Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten weit über dem Kostenrahmen; Altbaukosten über Wettbewerbsdurchschnitt - zusätzliche Bauablaufkosten für die Herrichtung Haus 2 und Provisorium Haus 5 - Nutzungskosten über Wettbewerbsdurchschnitt - BGF/NF Ist unter Wettbewerbsdurchschnitt; BGF/NF Soll weit über Wettbewerbsdurchschnitt
Augustin und Frank Architekten, Berlin / Ankauf
Entwurf 7.456 m² 8.420 m² 15.107 m² 2,16 74.111 m³ 0,24 0,25 0,58
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 24.527.717,KG 200-700
Leitidee „Mit der baulichen Neuorganisation des Schulgeländes soll eine städtebauliche Neuarrondierung geschaffen werden. Die Schule soll gleichzeitig eine ihrer Bedeutung angemessene Performance im Stadtraum erhalten.“ Städtebau und Gestaltung - klare Trennung zwischen Schulnutzungen und Internat in baulich und gestalterisch eigenständigen Baukörpern - Haupteingang über dynamisch akzentuiertes Eingangsgebäude das in vorgelagerten Grünbereich hineinragt; von Erich-Weinert Str. erreichbar - bauliche Verdichtung im Blockinnenbereich um Haus 1, Neubau mit Erschließungshalle und Ballettsälen, mit gleichzeitiger Anbindung von Mensa und Haus 4 - Neubaufassade aus schalungsrauhen Betonfertigteilen an Eingangsgebäude und Ostfassade, andere Fassadenbereiche mit Profilbauglaspaneelen; als verbindendes Element ist ein „pulsierendes rhythmisches Fensterband“ außenbündig eingeschnitten - Haus 1 mit horizontaler Fassadengliederung; Betonfertigteile mit glatter Oberfläche/seriell bedruckt - Haus 2 an Westseite um 2 Gebäudeachsen verkürzt, mit horizontaler Fassadengliederung; Betonfertigteile mit rauer Oberfläche/Vegetationsmuster - Öffentlichkeitsorientierte Nutzungen entlang Gubitzstraße, großer Ballettsaal in Haus 4 über eigenes Foyer erschlossen - Haus 4 mit neuer Fassade zur Gubitzstraße und neuer Gebäudehülle vor alter Fassade zum Gelände - Pausenfreifläche auf Niveau UG -3.30 m über Rasenrampe und Freilufttheater an Umgebung angebunden - Besucherachse im nördlichen Grundstücksbereich quert das Gelände, verbindet halböffentliche Bereiche Funktionen - Eingangsfoyer am östlichen Kopfende von Haus 1 ebenengleich mit Erdgeschossniveau Haus 1; von dort erschließt große Wendeltreppe das UG mit Zugang zu den Freiflächen - dem Foyer angelagerte Halle mit einläufigen Treppen als vertikaler Verteiler und Aufenthaltsraum, horizontale Erschließung über Galerien; Einblick in die Ballettsäle möglich - 10 Ballettsäle im UG und 2.OG gestapelt, lichte Höhe 5 m, natürlich belichtet und belüftet; zwei-
schalige Fassadenfunktion; raumseitige Isolierverglasung mit Lüftungsflügeln, davor transluzente Fensterkonstruktion aus Profilbauglas auf Fuge gesetzt großer Ballettsaal mit 6,00 m lichter Raumhöhe und Hinterbühne Umkleiden, Sanitärräume im 1.OG des Neubaus zwischen den Ballettsälen gelegen; mechanische Belichtung und Belüftung notwendig Physiotherapieräume im 1.OG des Verbindungsbaukörpers zum öffentlichen Ballettsaal in Haus 4 Näherei/Fundus im UG gegenüber Ballettsälen Schule in Haus 1; Schulverwaltung im EG; Gruppenräume in den Geschossen. Internatsnutzung im Haus 2. EG mit Gäste- und Hausmeisterwohnung. Ganztagsbetreuung im UG und EG; Zweibettzimmer in den Geschossen. Schulgebäude und Internatsgebäude mit Verbindungsgang im UG erschlossen, jedoch nicht behindertengerecht Mensa direkt über verschiedene Geschosse der Halle angebunden, jedoch nicht behindertengerecht Außenraumnutzung: Freilufttheater mit großzügiger Freitreppe im nordöstlichen Bereich; Fahrräder und PKW-Stellplätze an Hosemannstr.
Realisierbarkeit - Stahlbetonkonstruktion, Fassade Neubau teils mit Profilbauglas, teils mit hinterlüfteten Stahlbetonfertigteilen; Fassade Altbau mit eingefärbten Stahlbetonfertigteilen, Fenster als Holzglaskonstruktionen mit Dreifachverglasung - Raumprogramm erfüllt, zusätzliches Raumangebot von 160 m² in Haus 4 - zulässige Fluchtweglänge aus Ballettsälen teilweise überschritten; bis zu 55 m Länge - im Internatsgebäude fehlt 1 notwendiges Treppenhaus - Bauphasen: Sanierung und Anbau Haus 1 durch Provisorium in Haus 2; Neubau Ballettsäle unter Beibehaltung von Haus 4-7 möglich - Baumbestand im Süden weitestgehend erhalten, im Norden nicht dargestellt Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten über Kostenrahmen - Altbaukosten über Wettbewerbsdurchschnitt, aufwändige Fassadenerneuerung - Nutzungskosten über Wettbewerbsdurchschnitt - zusätzliche Bauablaufkosten durch Herrichtung Haus 2 und für prov. Beheizung Haus 2, 4 und 7 - BGF/NF Ist und BGF/NF Soll über Wettbewerbsdurchschnitt
ABELMANN VIELAIN POCK - Architekten, Berlin / 1. Rundgang
Entwurf 7.446 m² 8.717 m² 14.172 m² 2,03 66.562 m³ 0,31 0,31 0,60
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 17.237.810,KG 200-700
Leitidee „Der Neubau der Ballettsäle schlägt eine Brücke vom Süden des Grundstücks ... zum Norden ... und verbindet somit das Schulgebäude (im Süden) mit dem neuen Besuchereingang (im Norden).“ Städtebau und Gestaltung - Nord/Süd ausgerichteter 1-geschossiger, vom Bestand abgerückter, kompakter Baukörper, als Verbindungsglied der bestehenden Gebäude im Blockinnenbereich - durch großflächige Verglasung gekennzeichneter, neuer Zugang in der Verlängerung der Achse des neuen Baukörpers im EG des Hauses 1 - Besuchereingang im Norden - großflächig gestaltete, wellenförmig bewegte Außenhülle zum Hof verdeutlicht die großflächige Nutzung (Ballettsäle) im Innern - Umbau Haus 4 - Bekleidung des neuen Baukörpers mit farblich beschichteten und teilweise feinperforierten Metallpaneelen - Verbindung der Häuser 1 und 2 durch einen der Erschließung dienenden Glaskörper - Schule und Verwaltung Haus 1 - Internat Haus 2 - Außenraum als zusammenhängende höhenmodulierte Grünfläche mit Schwerpunkt im Osten, kleinere Nutzungsbereiche im Süden und Westen Funktionen - Erschließung aller Bereiche über weitläufiges 1-geschossiges Foyer im EG Haus 1 - hieran anschließende, breit angelegte, von oben belichtete sog. Straße in Nord/Südrichtung führt zur Mensa und den parallel zur Straße angeordneten Ballettsälen sowie zum Haus 4 - durch die in einer sanften Kurve verlaufende Innenwand sowie durch die Auf- und Abbewegung der Rampen entsteht ein bewegter Innenraum - großer Ballettsaal am Ende dieser Straße mit separatem Besucherzugang von Norden - Öffnungen zu den Ballettsälen ermöglichen Sichtbeziehungen - die teils polygonalen Raumzuschnitte der Ballettsäle bzw. die bewegte Außenfassade geben jedem Raum einen eigenen Charakter - natürliche Belichtung und Belüftung der Säle Sonnenschutz durch Sonnenschutzverglasung und innenliegende doppelte Vorhänge - natürlich belichtete und belüftete Umkleiden etwa in der Mitte der Straße im EG und 1.OG (Galerie) um einen kleinen Hof angeordnet - Physiotherapie befindet sich ebenfalls im Galerie-
geschoss in der Nähe der Ballettsäle breit angelegte Treppenrampe führt von der sog. Straße aus in die Mensa und das Galeriegeschoss Schulschränke befinden sich im EG am Übergang zwischen Haus 1 und den Ballettsälen Fundus in Haus 1, UG in der Nähe des Aufzugs Schule im Haus 1 im 1. - 3. OG, Zugang zu den Ballettsälen über EG, Bibliothek im Haus 1 UG Internat im Haus 2 im 1. bis 3. OG mit separatem Zugang, Ganztagsbetreuung Haus 2 EG Verwaltung im Haus 1 und 2 im EG Hausmeisterwohnung im Haus 2 im EG im Osten Außenraumnutzung: großer Zugang von sog. Straße im Osten mit kleinen und großen Pausenflächen, die mit unterschiedlichen Materialien gestaltet sind; Sportflächen und Bühne liegen auf der Ebene der bestehenden Sportflächen; Rasenstufen umfassen die für den Freitanz vorgesehene Tribüne; kleinere, den Gebäuden zugeordnete Freiflächen wie Rasengärten vor den Ballettsälen; durch großflächige Überbauung der bestehenden Sportflächen Neuordnung dieser Flächen im Osten; Vorgarten teilweise für Internatsnutzung im Osten bzw. Schulgarten im Westen mit Hecken abgetrennt; ansteigende Wegeführung zum Haupteingang innerhalb dieses Vorgartens
Realisierbarkeit - Stahlbetonkonstruktion mit aussteifenden Scheiben, Sonnenschutzverglasung, Metallpaneel außen, Haus 1 und 2 Wärmedämmverbundsystem, Fenster mit Alurahmen gefasst - Aussagen zum passiven Wärmeschutz als auch zu einzelnen ökologischen Maßnahmen - Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt, Überschreitung im Internatsbereich um + 15 % - Fluchtweg Physiotherapie 1.OG problematisch, Fluchtweg aus Umkleide 1.OG führt in Innenhof - Überbauung des Abwasserkanals im Norden um ca. 2,50 m - großflächige Überbauung der bestehenden Sportflächen - Bauphasen: Interimslösung für Ballettsäle von Haus 5 + 6 sowie für Schule in Haus 2 erforderlich - 3 erhaltenswerte Bäume entfallen Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten leicht unter Kostenrahmen; Altbaukosten unter Wettbewerbsdurchschnitt - zusätzliche Bauablaufkosten für die Herrichtung von Haus 2 für Schulbetrieb und Ballettsäle - Nutzungskosten durchschnittlich - BGF/NF Ist und BGF/NF Soll leicht unter Wettbewerbsdurchschnitt
Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, Berlin / 2. Rundgang
Entwurf 8.122 m² 8.747 m² 14.957 m² 2,14 87.090 m³ 0,27 0,33 0,54
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 32.183.953,KG 200-700
Leitidee „Der Entwurf als der städtische Großblock, dessen Maßstab das Selbstverständnis der Schule definieren soll.“ Städtebau und Gestaltung - großvolumiger 4-geschossiger Hallenbau markiert Stadtkante parallel zur Erich-Weinert-Str. - Ausgleich des Topographieunterschiedes von 2,20 m mit Gebäudesockel - Haupteingang über Freitreppe an der Ecke Erich-Weinert-Str./Hosemannstr. auf den Sockel, Bezug zur Naugarder Str. und zum S-Bahnhof Greifswalder Str. - großer Dachüberstand nach Westen über auf der Grundstücksecke gelegenem Wasserbecken - Abriß Haus 4 - Baukörper als 14,90 m hoher Großblock, Integration der vorhandenen Häuser 1 und 2 in das Gebäudevolumen mit leichtem, alles überspannendem Dach aus opaken und transparenten Blech- und Glaspaneelen - Kernfunktion der Ballettschule im öffentlichen Raum sichtbar durch Anordnung der Tanzsäle mit transluzenten Fassaden entlang der Straße - Raumvolumen des großen Ballettsaals tritt vor die Fassade und betont den Haupteingang zusätzlich - östlicher Abschluß der Bebauung durch kurzen Querriegel als monolithischer Solitär für die Verwaltung, Fassade aus dunklem Naturstein und Metalllamellen - Erschließungsraum zwischen Neubau und vorhandene Häusern als ‘Lebensader’ mit Treppen, Rampen, Galerien und Querstegen - vorhandene Erschließung der Häuser 1 und 2, einschließlich Treppenhäuser, wird rückgebaut, zukünftige Erschließung als integrierter Bestandteil des Bewegungsraums in der Halle - Umkleideboxen als grafisch unterschiedlich gestaltete Kuben sollen die räumliche Komposition in der Halle unterstützen - parkartiger Garten mit unterschiedlichen Flächenund Raumtypen, intensiv bepflanzte Streifen begleiten und strukturieren die gebäudenahen Bereiche Funktionen - zentraler, gebäudehoher Kommunikations- und Bewegungsraum mit einläufigen Treppen, flachen Rampen, Galerien, Podesten als Verweilzonen und Querstegen als Verbindungen zwischen Balletträumen, Internat in Haus 1, Schule und Verwaltung in Haus 2 - daran angelagert notwendige Treppenhäuser und
Aufzüge alle Ballettsäle jeweils 2-geschossig, der große Ballettsaal ist auch Probebühne, zugänglich über die Eingangshalle und direkt von Außen Tanzgarten liegt im EG zwischen den Ballettsälen Umkleideboxen zwischen Ballettsälen und Schule im EG bis 3. OG, Aufwärmbereiche in den Vorzonen der Säle im 3.OG Physiotherapie und Fundus im 2.OG, Internetcafé und Mediothek im 3. OG Bibliothek 1.OG Archiv- und Wirtschaftsräume in den beiden UGs von Haus 1 und 2, Anlieferung von Westen an Lastenaufzug Verbindung Halle mit Mensa über verglasten Gang, Terrassenhof mit Holzdeck, südlich vorgelagerte Hausmeisterwohnung Wirtschaftshof Mensa mit nördlicher Anlieferung Internat und Schule mit Orientierung zum Gartenbereich, natürliche Belichtung und Belüftung von Norden Außenraumnutzung: modellierte Rasenflächen mit Solitärsträuchern als Filter zwischen Gebäude und Sporthof, Freilufttheater mit Sitzstufen, Schulhof und Baumpflanzungen, behindertengerechte Stellplätze
Realisierbarkeit - Tragwerk unterteilt in Primärkonstruktion aus geschweißten Kragträgern (9,60 m Raster) auf Längsachse der Umkleidemodule und Sekundärtragwerk als Stahlrahmenkonstruktion für stützenfreie Ballettsäle - ausführliches passives Energiekonzept - zusätzliche Flächen insgesamt 857 m², davon 298 m² in EG, 1.-3.OG, überwiegend in Haus 1 und 2, Flächenangaben im UG nicht nachprüfbar, da Geschoß nicht dargestellt - Brandschutz- und Fluchtwegekonzept dargestellt - außenliegende Rampenanlage an der Hosemannstr. - Bauflucht nach § 34 nicht eingehalten - 4 Bauphasen: keine Provisorien notwendig Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten deutlich über Kostenrahmen, aufwändiger Umbau der Gebäude Haus 1 und 2 - hoher Fassadenaufwand durch Südorientierung der Ballettsäle, Nordorientierung der Aufenthaltsräume erfordert hohe Heizkosten - Bauablauf ohne Zusatzkosten möglich - Nutzungskosten über Wettbewerbsdurchschnitt - BGF/NF Ist und BGF/NF Soll über Wettbewerbsdurchschnitt
Prof. Bernhard Winking Architekten BDA mit Martin Froh, Berlin / Ankauf
Entwurf 7.982 m² 9.508 m² 15.250 m² 2,18 65.220 m³ 0,26 0,23 0,56
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 17.192.635,KG 200-700
Leitidee „im Übergang zwischen der Tautschen Zeilenbebauung und den Hobrechtschen Gründerzeitquartieren bildet der Neubau den Auftakt in den breiten, westlichen Grünstreifen und den räumlichen Abschluss der dreieckförmigen Platzanlage im Osten.“ Städtebau und Gestaltung - L-förmiger Kopfbau auf der Ecke Erich-WeinertStr./Hosemannstr., süd-östlich Haus 2 mit ca. -1 m Höhendifferenz vorgelagert, verbunden mit Bestand durch verglasten Erschließungsbaukörper, bildet stadträumliche Blockecke - Kubatur und Struktur der Bestandsgebäude bleiben erhalten - abgeschrägter Gebäuderücksprung auf der Ecke Erich-Weinert-/Hosemannstr. markiert den ebenerdigen, öffentlichen Eingang zum großen Ballettsaal (auf -2.50 m unter EG-Niveau Haus 2) - separater Haupteingang Schule in Gebäudetasche zwischen Neu/Alt, von der Erich-Weinert-Str. über Rampen auf Bestandsniveau EG Haus 2 gebracht - Eingang Internat und Mensa über Freitreppe von Gubitzstr. - Anbindung Mensa an Haus 1 durch 1-geschossigen, verglasten Gang - höhengleiche Schließung der Bestandsfuge Haus 1 u. 2, Fassadengestaltung in Anlehnung an Neubau - Anlieferung Fundus nördlich des Neubaus mit Rampe und Stellfläche vor UG - Konstruktion Haus 4, z. T. auch Dachflächen, werden zur Freiluftbühne umgenutzt - Neubau mit sandfarbener Sichtmauerwerksfassade durch unregelmäßig angeordnete, stehende, messingfarbene Aluminiumfenster gegliedert - Bestand mit wärmegedämmten Fassadenbänder aus hellem Putz, Fensterpfosten als „Lisenen“, verkleidet mit Sichtmauerwerk in Anlehnung an Gestaltung Neubau, Nord-Fassade Bestand im EG mit bodentiefen Holzfenster - Gestaltung der nördlichen Bestandstreppenhäuser analog zur Neubaufassade - parallel zum Bestand linear angeordnete, terrassierte Rasenfläche; straßenbegleitende Grünfläche durch Rampen und Stufen mit Orientierung zum Eingang-Schule gegliedert Funktionen - Öffentliche Erschließung großer Ballettsaal mit Garderobe und direktem Zugang Tribüne (-2,50 m), Saalebene auf UG-Niveau Bestand von -3,30 m, lichte Höhe ca. 5,60 m
- zwei mittlere Ballettsäle auf UG-Bestandsniveau, Anbindung an Bestandsflur UG - angelagerter Fundus mit direkter Anlieferung - Eingang Schule auf EG-Niveau Haus 2 mit Pförtner/ Aufzug/Foyer/Luftraum, Einblicke in tieferliegende Ballettsäle, Anbindung an Bestandsflur sowie an einläufige Treppe zur vertikalen Erschließung des Ballettsaaltraktes und Anbindung an Bestandsflur Haus 2, 1. und 2.OG - Schule in Haus 2 mit Verwaltung im EG und Lehrerzimmer im 1.OG - Internat Haus 1, 1.-3.OG, Ganztagsbetreuung EG - EG-Bestandsflur angebunden an Mensa - 6 Ballettsäle in Neubau 2.OG mit verglasten Flurwänden, lichte Höhe 5 m - Umkleiden mit vorgelagerter Schulschrankschleuse zusammengefasst im 1.OG Neubau, kleiner Ballettsaal und Physiotherapie in Gebäudeecke 1.OG - Bibliothek im UG, Haus 2 - Hausmeisterwohnung EG, westliche Gebäudeecke Haus 1 mit separatem Zugang - Ballettsäle und Umkleiden natürlich belichtet u. belüftet, zusätzliche mechanische Lüftung - Außenraumnutzung: lineare, terrassierte Außenanlage mit unterschiedlichen Niveaus als Pausenfläche bzw. Gymnastikwiese, orthogonal von Rampen, bzw. Stegen begleitet Realisierbarkeit - Mischbauweise Stahlbeton/Mauerwerk, Stahlbetonrippendecken im Bereich der Säle, Aluminiumfenster, teilweise mit Dreh-Kipp-Beschlag, außenliegende in Verblendschale integrierte messingfarbene Lamellenraffstores, auch für Südfassade Bestand - Überbauung Abwasserkanal durch nord-östl. Neubaukante mit Untergeschoss um ca. 4 m - Programmflächen erfüllt; überdurchschnittliches Angebot Wirtschafts- und WC-Räumen von ca. 1.400 m²,zusätzl. Raumangebot von ca. 370 m² - Anbindung Mensa mit zu kurzer Rampe nicht behindertengerecht - Aufzug dezentral gelegen - Fluchtweglängen zum Teil problematisch - Bauablauf: bei laufendem Schulbetrieb möglich - 4 erhaltenswerte Bäume entfallen Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten unter dem Kostenrahmen; Altbaukosten unter Wettbewerbsdurchschnitt - Bauablauf ohne Zusatzkosten möglich - Nutzungskosten unter Wettbewerbsdurchschnitt - BGF/NF Ist unter, BGF/NF Soll über Wettbewerbsdurchschnitt
hks ARCHITEKTEN + GESAMTPLANER GmbH, Aachen / 4. Preis
Entwurf 8.050 m² 9.064 m² 14.984 m² 2,15 69.561 m³ 0,25 0,29 0,58
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 19.734.388,KG 200-700
Leitidee „Nach Außen soll ... die Einheit der Gebäude und Prägnanz der Baugestalt als ein „HAUS“ – deutlich werden – im Inneren soll Gemeinschaft, Bewegung und Begegnung in einem RAUM – der Halle, spürbar sein.“ Städtebau und Gestaltung - Zusammenfassung aller Nutzungen in einem 25-geschossigen, Ost-West orientierten Gebäudekörper - Bereich zwischen Gebäude und Erich-Weinert Str. als öffentlicher Park gestaltet; Grundstücksfassung durch Sitzmauer, 45 cm hoch - Nord-Süd orientierte Erschließungsachse gliedert Freiraum und quert das Gebäude - Haus 1 und Haus 2 zu einem Baukörper verbunden; - horizontale Nutzungstrennung in Schule und Internat, mit jeweils eigenem Fassadenbild - Schule und Ballett mit vertikaler Fassadengliederung über „frei verstellbare Sonnenschutzlamellen“ in gelb/orange/rot und dahinterliegender grauer Putzfassade - Internat mit horizontaler Fassadengliederung; Fensterbänder mit Putzfassade in orange-rot, aussenliegender Sonnenschutz (Solarscreens) - Hauptzugang Schule über Treppenanlage von Erich-Weinert-Str.; Eingangsniveau ebenengleich mit EG Haus 1 - Besucherzugang über öffentlichen Vorplatz an Gubitzstraße - Freiflächen im Norden über parallele Bänder gegliedert. - Bäume in südlicher Parkfläche bis auf 6 m Höhe von Ästen befreit, „Ballett der Bäume“ inszeniert Durchblick auf Gebäudekomplex - Arrondierung des Grundstücks im Nordwesten über Pappelreihe Funktionen - Hauptzugang über mittig gelegenes Eingangsfoyer, ebenengleich mit Eingangsgeschossniveau Haus 1, von dort direkter Zugang zur inneren Halle und Blickbezug zum nördlichen Freibereich - dreigeschossige, im UG begrünte Halle als horizontale Erschließung und Aufenthaltsraum - vorhandene Treppenhäuser Haus 1+2 als vertikale Erschließungsknoten, von dort horizontale Verteilung über offene Galerieebenen - Aufzug und Treppenanlage in Fuge zwischen Haus 1 und Haus 2 verbinden die unterschiedlichen Höhenniveaus behindertengerecht - Ballettsäle im EG natürlich belichtet und belüftet,
lichte Höhe 5,00 m Umkleiden, Sanitär- und Physiotherapieräume sowie Näherei/Fundus im UG/Tiefhof mit natürlicher Belichtung und Belüftung; mit Lastenaufzug an EG angebunden Schulnutzungen im UG-1.OG von Haus 1+2 zusammengefasst; Schulverwaltung im EG Haus 1; Gruppenräume in den Geschossen; Flurbereiche sind zur Halle geöffnet Bibliothek und Internetcafe im UG; Internetcafe im Flurbereich ausgewiesen Internatsnutzung im 2.- 3.OG Haus 1+2, mit eigener Erschließung und Zugänglichkeit EG mit Gästewohnungen; Ganztagsbetreuung geteilt im UG und 1.OG, Zweibettzimmer in den Geschossen Mensa direkt über die Halle angebunden, nicht behindertengerecht erschlossen Hausmeisterwohnung im 3.OG von Haus 1 im Internatsbereich Außenraumnutzung: differenzierte Freiflächengestaltung, Schulgarten am südöstlichen Grundstücksrand, Freilufttheater und Außentanzfläche in „Tiefhof“ auf UG-Niveau
Realisierbarkeit - Stahlbetonkonstruktion mit Betonkerntemperierung, Fassaden mit durchgefärbtem mineralischen Putz - Raumprogramm erfüllt, 355 m² Reserveflächen im Bestand angeboten, z.B. 5 Zweibettzimmer zusätzlich - Tiefhof überlagert Abwasserkanalbereich bis zu 3m - Hauptzugang nicht behindertengerecht erschlossen - ausführliches energetisches Hauskonzept mit Sonnenenergie- und Regenwassernutzung - Bauphasen: Während Sanierung Haus 1 müssen für die Hälfe des Raumprogramms Schule alternative Räume angemietet werden. - Baumbestand im Süden erhalten, im Norden entfällt ein Großteil Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten gering über Kostenrahmen - Altbaukosten unter dem Wettbewerbsdurchschnitt, hoher Installationsaufwand im Internat, - Nutzungskosten im Wettbewerbsdurchschnitt - zusätzliche Bauablaufkosten durch teilweisen Ersatzraum für Schulbetrieb und teilweiser Herrichtung von Haus 2 - BGF/NF Ist im Wettbewerbsdurchschnitt; BGF/NF Soll leicht über Wettbewerbsdurchschnitt
ASP Schweger Assoziierte Gesamtplanung GmbH, Berlin / 3. Preis
Entwurf 7.412 m² 8.265 m² 13.413 m² 1,92 63.271 m³ 0,24 0,22 0,53
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 17.916.596,KG 200-700
Leitidee - „... kompakte Gesamtkonzeption der kurzen Wege.“ Städtebau und Gestaltung - 2-geschossiger, kompakter Baukörper, über einen gemeinsamen Lichthof mit Haus 2 im Nordosten verbunden - die Aufnahme der Höhe und der stirnseitigen Gebäudeflucht von Haus 2 lässt die Baukörper zu einem Gebäude verschmelzen - einheitliche Bekleidung des Neubaus mit Gussglaselementen - in der Verlängerung der Naugarder Str. entsteht ein neuer Haupteingang im Osten mit vorgelagerter großer Freitreppenanlage und Stützmauer zum Gehweg - Abriss Haus 4 - Schulbetrieb und Verwaltung Haus 2 mit separatem Zugang von Süden - Internat Haus 1 mit Anbindung an Mensa - zusammenhängende Freifläche im Nordwesten des Grundstücks mit dem Schwerpunkt einer linear gegliederten Fläche zwischen Mensa und Neubau Funktionen - gebäudehohes Eingangsfoyer im Osten für Besucher mit direktem Zugang zum großen Ballettsaal - separater Eingang im Süden für Schule und Verwaltung führt über ein 1-geschossiges Foyer in den zwischen Neubau und Haus 1 gelegenen Lichthof, der zur besseren Belichtung zusätzlich mit einem Tageslichtlenksystem ausgestattet ist - einläufige offene Treppe im Lichthof zur Erschließung der Ballettsäle und des Souterrain - Ballettsäle natürlich belichtet und über Quelllüftsystem belüftet, mit Blickbeziehung zum Lichthof - innenliegende Umkleide- und Waschräume sowie Schulschränke befinden sich komplett im UG - Physiotherapie ebenfalls im UG gelegen - Fundus in Neubau, UG - Schulbetrieb in Haus 2, 1. bis 3. OG - Bibliothek Haus 2 UG am Lichthof gelegen - Internat im Haus 1 mit separatem Zugang von Süden , Ganztagsbetreuung in Haus 1 im EG - Verwaltung in Haus 2 im UG und EG - Hausmeisterwohnung Haus 1 EG im Westen - Verbindung von Haus 1 und 2 nur im EG und UG - Mensa mit Haus 1 über Gang im EG erschlossen - Außenraumnutzung: Pausenfläche zwischen Mensa und Neubau durch linear angeordnete
Hecken strukturiert, Freitanzfläche im Norden der Ballettsäle, Aufwertung der Mensa durch eine öffentliche Terrasse im Süden, sowie eine überdachte Loggia zur Pausenfläche orientiert, Schulgarten im Bereich des ehem. Hauses 4 Realisierbarkeit - Stahlbeton, Gussglas außen - Aussagen zu ökologischen Einzelmaßnahmen - Überschreitung der Nutzfläche in einzelnen Bereichen wie Verwaltung um 14 % , Internat um 11 % sowie Näherei und Fundus um 29 % - Fluchtwege: Treppenhäuser Haus 2 führen nicht unmittelbar ins Freie (über Foyer bzw. Lichthof), Fluchtwege im UG (Fundus) teilweise zu lang - Behindertenzugänglichkeit nicht dargestellt, Verbindungsrampe zwischen Haus 1 und 2 nicht behindertengerecht - Überbauung des Abwasserkanals um ca. 2,00 m im Nordosten - Bauphasen: keine Interimslösungen erforderlich - 6 erhaltenswerte Bäume entfallen Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten leicht unter Kostenrahmen; Altbaukosten überdurchschnittlich - Bauablauf ohne Zusatzkosten möglich - Nutzungskosten unterdurchschnittlich - BGF/NF Ist und BGF/NF Soll unter Wettbewerbsdurchschnitt
farwick + grote - Architekten BDA/stadtplaner, Ahaus / 1. Rundgang
Entwurf 7.489 m² 8.216 m² 13.534 m² 1,94 59.228 m³ 0,34 0,24 0,53
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 19.860.876,KG 200-700
Leitidee Restrukturierung der Gebäude durch kompakte Zusammenfassung der Nutzungen ‚Galerie des Tanzes‘- „O Mensch lerne Tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit Dir nichts anzufangen (Hl. Augustinus, 354 - 430).“ Städtebau und Gestaltung - Haus 1 und Haus 2 werden über den gemeinsamen Haupteingang miteinander verbunden, gestalterische Überformung mit jeweils einem Staffelgeschoss an den Westköpfen, nördlich davon der Neubau für die Ballettsäle - Mensa und ein gleichhoher Baukörper bilden westlich und östlich den Abschluß des 3-geschossigen Gebäudekomplexes - Verbindung der Neu- und Altbauten über zwei 2-geschoßige Gänge, Begrenzung des offenen Innenhof zwischen dem Neubau und den Bestandsgebäuden - Ausgleich der Niveauunterschiede mit Treppen und Rampen innerhalb der Gebäude - Abriß Haus 4, Rückbau Treppenanlage Haus 1 - zentraler Haupteingang mit 2-geschoßigem Foyer als Adresse für den gesamten Gebäudekomplex - gebäudehohes Atrium des Neubaus als ‘Galerie des Tanzes’ mit Oberlichtband - straßenseitig regelmäßige Lochfassaden mit Wechsel von glatten und gebürsteten Oberflächen, Trag- und Ausfachungsebenen sind versetzt angeordnet, dadurch Tiefe in der Fassade, Licht und Schattenwirkung - Nordfassaden von Schule und Internat werden mit hochstehenden Fensterformaten in den quadratischen Ausfachungsebenen der Fassaden variiert - Betonung der Ballettsäle mit geschoßhohen, doppelflügeligen Türen und vorgelagerter Loggia im 2.OG, zum Außenraum orientiert - südlich den Gebäuden vorgelagerte Grünanlage als Hain, Kontrast zwischen der aufgelockerten Baumbepflanzung und den stringenten Fassaden der Gebäuderiegel; orthogonale Wegesysteme verbinden verschiedene Nutzungsbereiche, Baumgruppen und Baumreihen gliedern die Freiflächen Funktionen - Verbindung zur Ballettschule über die EG-Flure von Haus 1 und Haus 2 und die beiden Verteilergänge - ‘Galerie des Tanzes’ als Haupterschließung im Neubau mit einläufigen, offenen Treppen, Querstegen und Rampen als Ort der Begegnung und des Aufenthaltes, Verbindung von Ballettsälen und Umkleideräume untereinander - Haus 1: Internat mit Wohnküche und Loggia im
Staffelgeschoß, westlicher Nebeneingang mit Hausmeisterwohnung für das Internat, Bibliothek, Mediothek, Ganztagsbetreuung Haus 2: Schule mit Musikraum und -sammlung im obersten Geschoß, im EG Verwaltung ‘Galerie des Tanzes’ verbindet Mensa im Westen, großen Ballettsaal und die östlich gelegenen kleineren Ballettsäle miteinander Orientierung der Ballettsäle nach Norden dadurch Blendfreiheit, Verbesserung der Raumakustik durch schallabsorbierende Holzbekleidungen Umkleiden mit Schulschrankbereichen den Sälen vorgelagert, Orientierung nach Süden zum offenen Innenhof der Anlage Anlieferung Mensa über Rampe von der Gubitzstr., öffentlicher Zugang über Rampe und Stufenanlage, Haustechnik im Untergeschoß der Mensa Außenraumnutzung: Pausenhof östlich der Ballettsäle, daran anschließend Freilufttheater mit Sitzstufen alsAußentanzfläche, Pausengarten westlich der Sportflächen von der Gubitzstr. erschlossen; gebäudenahe Flächen mit offenporigem, versickerungsfähigem Belag, Aufenthaltsflächen mit wassergebundener Oberfläche
Realisierbarkeit Stahlbetonrahmenkonstruktion mit Stahlbetonwandausfachungen, mehrschichtiger Aufbau der Fassade, eingefärbte Sichtbetontafeln, Kalksteinsplittzuschlag - Einsatz weniger Materialien, helle Farbgebung - Aussagen zu ökologischen Einzelmaßnahmen für Hochbau und Außenraum - zusätzliches Raumangebot von 246,50 m² für Nebennutzflächen wie Lager im EG und UG Haus 1 sowie zwei 2-Bettzimmer im 2. und 3.OG - barrierefreier Zugang über Aufzug, Mensa über Rampe erschlossen - Gerätehaus nordwestlich auf Abwasserkanal - 3 Bauphasen: 1. BA provisorische Ballettsäle zweimal im UG Haus 1, dreimal im UG Haus 2, 2. BA provisorische Unterrichtsräume in freiwerdenden Ballettsälen in UGs - Auslichtung des Baumbestandes vor straßenseitiger Bebauung Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten über dem Wettbewerbsdurchschnitt, hoher Aufwand im Altbaubereich - zusätzliche Bauablaufkosten durch Ersatzflächen für die Ballettsäle aus den Häusern 5, 6 und 7 - Nutzungskosten unter Wettbewerbsdurchschnitt - BGF/NF Ist im Wettbewerbsdurchschnitt; BGF/NF Soll unter Wettbewerbsdurchschnitt
SEHW, Berlin / 1. Rundgang
Entwurf 7.918 m² 8.913 m² 15.451 m² 2,21 64.784 m³ 0,33 0,29 0,51
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 20.368.553,KG 200-700
Ansicht Süd (Neubau)
Leitidee „Die Bewegung des Baukörpers zeigt die Verbindungen auf zwischen Alt und Neu... . Was bisher lange überdachte Wege quer über das Grundstück waren, sind nun Rampen, Brücken, Übergänge, spannende Wegbeziehungen mit einem zentralen Verteiler, der die Längen der Wege überschaubar hält.“ Städtebau und Gestaltung - großer solitärer Baukörper im Blockinnenbereich, parallel zu Haus 1 und Haus 2 gelegen, über Rampen an Bestandsgebäude angebunden - auskragendes Bauteil als „Schaufenster der Ballettschule“ in Blickachse Naugarder Straße, über gesamte Stirnseite verglast; großzügiges Foyer über Vorplatz an Hosemannstraße angebunden - Fassade Neubau als monolithische Gebäudehülle mit „großflächig angeordneten Paneelen“, ohne Angabe zu Material und Farbe - Haus 1 und Haus 2 in äußerer Gestalt belassen, über gläsernes Verbindungsbauwerk zu einem Baukörper zusammengefasst - Hauptzugang Schule in Haus 1 von Erich-WeinertStr. über Rampenanlage und vorgelagerten Vorplatz auf Erdgeschossniveau Haus 1 erschlossen - große Anzahl runder, fassadenbündiger Fenster über Fassade verteilt, kleine Fenster festverglast, größere Fenster als Öffnungsflügel - öffentliche Grünfläche entlang Erich-Weinert-Str., durch Rampenanlage gegliedert - Freiflächen im Norden des Neubaues über Rampen topographisch gestaltet Funktionen - alle Ballettsäle im 2-3 geschoss. Neubau zusammengefasst, lichte Höhe 5,00 m, Ballettsaal mit Probebühne über eigenes Foyer erschlossen - Zugang von Schule über Rampenbauwerk von 1.OG Haus 1 mit ca. 10 % Gefälle, Erschließung nördliche Freiflächen über EG Neubau - interne Erschließung Neubau über großzügige Erschließungshalle mit einläufigen Treppen und Oberlicht, - Verkehrsflächen durch Aufweitungen als Bewegungs- und Aufenthaltsflächen gestaltet - Umkleiden im EG und 1.OG mit jeweils innenliegenden Sanitärbereichen - Physiotherapieräume sowie Aufenthaltsräume Näherei/Fundus im EG, Lagerflächen Fundus im UG mit Aufzug erschlossen - Schulnutzungen in Haus 1, Erschließung über vorh. Foyer und vorh. Treppenhaus
- Bibliothek im UG natürlich belichtet - Internat in Haus 2, Erschließung über vorh. Foyer und vorh. Treppenhaus - Ganztagsbetreuung im UG und EG; Zweibettzimmer in den Geschossen - Aufzug und Treppenanlage in Fuge zwischen Haus 1+2 verbindet unterschiedliche Höhenniveaus behindertengerecht - Hausmeisterwohnung im EG Haus 2, Grundriss nicht nachgewiesen - Mensa über Rampenanlage direkt an Neubau angebunden, ohne eigenen Zugang, Rampenanlage durch große Steigung nicht behindertengerecht - Außenraumnutzung: Freilichtbühne nördlich von Neubau in Gelände eingeschnitten, Sportflächen auch als Außentanzflächen ausgewiesen, Pausenflächen auf beiden Seiten des Neubaues vorgesehen Realisierbarkeit - Neubau als Ortbetonkonstruktion, Fassade mit runden, überwiegend festverglasten Fensteröffnungen und „großformatigen Fassadentafeln“ - Ökologisches Konzept erläutert, extensive Dachbegrünung auf Neubau - Raumprogramm nahezu erfüllt; Internetcafe nicht nachgewiesen, ein zusätzlicher kleiner Ballettsaal, insgesamt ca. 800 m² zusätzliche Flächen auf alle Bereiche verteilt - Fluchtweglänge für einige Ballettsäle bis zu 50 m Länge - Abwasserkanal mit Baukörper vollständig überbaut - Bauphasen: Sanierung Haus 1 durch Provisorium in Haus 2, Provisorium für 6 Ballettsäle in Neubauphase erforderlich - Baumbestand im Süden und Norden weitgehend erhalten Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten über Kostenrahmen - Nutzungskosten im Wettbewerbsdurchschnitt - Altbaukosten im Wettbewerbsdurchschnitt, - zusätzliche Bauablaufkosten durch Herrichten Haus 2 und für eine provisorische Bereitstellung von Ballettsälen für Haus 5, 6 und 7 - BGF/NF Ist und BGF/NF Soll über Wettbewerbsdurchschnitt
ARCHITEKTURBÜRO PROF. BAUMEWERD, Münster / Engere Wahl
Entwurf 7.217 m² 8.694 m² 15.160 m² 2,17 64.698 m³ 0,34 0,23 0,57
Gesamtbaukosten € 18.500.000,- 23.166.890,KG 200-700
Leitidee „Durch die Einbindung der bestehenden Mensa in den Ballettsäle-Neubau entstehen zwei aufeinander bezogene, den städtischen Raum fassende Gebäude.“ Städtebau und Gestaltung - 2-geschossiger, mit Haus 1 höhengleicher Riegel in Nord/Südrichtung, schließt den Block nach Westen zur Straße hin ab und bindet die Mensa durch Überbauung ein - Verlängerung von Haus 1 nach Westen und Ausbildung eines Hauptzugangs im Südwesten, im EG mit vorgelagerter Freitreppenanlage - Abriss Haus 4 - einheitliche Bekleidung der Fassaden des Neubaus und der Mensa mit jadefarbenen Schmelzglaselementen lassen die Gebäude an der Gubitzstr. zu einem Baukörper verschmelzen; unterbrochen werden diese Flächen durch wenige, farblich abgesetzte, vertikale Elemente aus bronzefarbenem Metall - großflächige Fassadengestaltung nach Westen spiegelt großflächige Nutzung im Innern wieder; zum Hof hin weitgehend geschlossene Fassade mit horizontalen Oberlicht-Fensterbändern der Umkleideräume - Verbindung von Haus 1 und 2 durch Schließung der Lücke - die Bebauung lässt einen großflächigen parkähnlichen Innenhof entstehen, in dem alle Nutzungen im Außenraum miteinander kommunizieren können. Funktionen - 2-geschossiges Foyer im Südwesten im Kreuzungspunkt der Gebäude ist neuer Hauptzugang - Ballettsäle im EG und 1.OG sind über einen sich am Ende zu einem Lichthof aufweitenden Flur mit Rampen mit dem Foyer verbunden - Öffnungen ermöglichen Sichtbeziehungen zum Lichthof - der große Ballettsaal befindet sich unmittelbar an diesem Lichthof mit einem separaten Zugang von Norden - 4 Ballettsäle befinden sich in einer Überbauung der Mensa - alle Ballettsäle sind natürlich belichtet und belüftet über großflächige Verglasung einer Außenwand, im unteren Bereich der Verglasung befinden sich bewegliche Sichtschutzelemente, Sonnenschutz im oberen Bereich der Verglasung über innenliegende Rollos - natürlich belichtete und belüftete Umkleide-/
und Waschräume befinden sich in einhüftiger Anordnung 3-geschossig übereinander liegend an dem Flur zu den Ballettsälen Physiotherapie ist im EG im Norden hinter dem großen Ballettsaal angeordnet Fundus befindet sich im Haus 1 im UG mit Anbindung an Aufzug Schulbetrieb im Haus 1 im 1. bis 3. OG, über Flure im EG bis 2.OG an Ballettsäle angebunden Bibliothek im Haus 1 im UG Internat mit separatem Zugang im Haus 2 im EG bis 3.OG , Ganztagsbetreuung Haus 2 im EG Verwaltung im Haus 1 und 2 im EG Hausmeisterwohnung im Haus 2, im EG im Osten Außenraumnutzung: großzügig angelegtes Freilufttheater mit Außentanzfläche als Zentrum der Grünfläche, Pausenhof im Osten mit parkähnlicher Gestaltung mit Rasenflächen und Bäumen, Schulgarten zwischen Mensa und neuem Foyer
Realisierbarkeit - Stahlbeton bzw. Stahlbetonverbundkonstruktion bzw. Mauerwerk, Vorhangfassade aus Glaskeramikplatten, innenliegender Sonnenschutz - Haus 1 und 2 mit außenliegendem Sonnenschutz als Aluminium-Vordachkonstruktion mit Lamellen, - Aussagen zu ökologisch wirksamen Einzelmaßnahmen - Raumprogramm im Wesentlichen erfüllt, Verwaltung +18 % - 2. Fluchtweg der Ballettsäle über der Mensa problematisch, Weg führt über andere Ballettsäle, Stichflur Haus 1 als Fluchtweg zu lang, neues Treppenhaus zwischen Haus 1 und 2 als Fluchttreppe problematisch - Bauablauf: Interimslösung für Schulbetrieb in Haus 2 erforderlich, Überbauung der Mensa bei laufendem Betrieb, Errichtung der Umkleide- und Toilettenräume teilweise in der Ferienzeit Wirtschaftlichkeit - Gesamtbaukosten über Kostenrahmen; Altbaukosten durchschnittlich - zusätzliche Bauablaufkosten durch Herrichten von Haus 2 für Schulbetrieb - Nutzungskosten im Wettbewerbsdurchschnitt - BGF/NF Ist und BGF/NF Soll über Wettbewerbsdurchschnitt