Source: http://team-lebensglueck.de/ihre-ansprueche-im-ueberblick/weiterfuehrende-informationen/
Timestamp: 2020-07-12 05:51:55
Document Index: 150176971

Matched Legal Cases: ['§37', '§36', '§ 38', '§ 39', '§ 42', '§ 45', '§ 40', '§ 40', '§ 40']

weiterführende Informationen – Team-Lebensglück
Was ist Pflegegeld nach §37 SGB XI?
Pflegebedürftige Menschen die zu Hause von einer Pflegeperson (meist ein Familienangehöriger) gepflegt werden, erhalten Pflegegeld. Das Pflegegeld dient dazu der Pflegeperson einen finanziellen Ausgleich für ihre pflegerische Leistung zu bezahlen.
Was sind Pflegesachleistungen nach §36 SGB XI
Prinzipiell gibt es bei der Pflegekasse Geldleistungen und Sachleistungen.
Wer von einem ambulanten Pflegedienst betreut wird, erhält Pflegesachleistungen. Pflegesachleistungen sind keine Dinge oder Sachen sondern Dienstleistungen, die z.B. von einem Pflegedienst erbracht werden. Mit den ambulanten Pflegesachleistungen werden demzufolge die Leistungen eines Pflegedienstes bis zu einem festgesetzten Höchstbetrag bezahlt. Dieser Höchstbetrag ist abhängig vom Pflegegrad.
Was bedeutet Kombinationspflege nach § 38 SGB XI?
Je nach Einstufung in den Pflegegrad, erhalten Sie unterschiedliche Beträge Pflegegeld bzw. Pflegesachleistung.
Der Pflegedienst rechnet seine Leistungen monatlich mit der Pflegeversicherung ab. Wenn Sie bereits eine Kombipflege haben, prüft die Pflegekasse, ob die Pflegesachleistungen voll ausgeschöpft wurden.
Haben Sie weniger finanzielle Leistungen für den Pflegedienst benötigt, als Ihnen zusteht, wird der offene Betrag prozentual als Pflegegeld ausbezahlt.
Was ist Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI?
Verhinderungspflege gibt es in der häuslichen Pflege. Ein pflegebedürftiger Mensch wird von Angehörigen, Verwandten oder Freunden gepflegt. Doch die Pflegepersonen haben nicht immer Zeit, müssen selbst einmal zum Arzt oder machen auch mal einen Urlaub. Für diese Zeit muss eine Ersatzpflegeperson die Pflege übernehmen.
Von Verhinderungspflege spricht man:
Was können sie mit Verhinderungspflege alles abdecken?
Grundpflege (Baden/Duschen, Körperpflege am Waschbecken)
Was ist Kurzzeitpflege nach § 42 SGB XI?
Man spricht von Kurzzeitpflege, wenn eine pflegebedürftige Person für eine begrenzte Zeit einer vollstationären Pflege bedarf. Häufig ist das nach einem Krankenhausaufenthalt der Fall oder wenn die häusliche Pflege für eine bestimmte Zeit ausgesetzt werden muss oder soll. (Angehörige sind in Urlaub oder Entlasstung der Pflegeperson)
Wichtig: Erst nach sechs Monaten der Pflegebedürftigkeit kann die Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden.
Die Kurzzeitpflege ist auf eine Dauer von 56 Tage im Jahr beschränkt, für diese Zeit übernehmen die Pflegekassen die Kosten bis zum Höchstbetrag einer stationären Unterbringung. Die Kurzzeitpflege kann zusätzlich mit der Verhinderungspflege kombiniert werden. Kurzzeitpflege kann laut Definition nur in einer entsprechenden Pflegeeinrichtung wie einem Pflegeheim durchgeführt werden und ist zu Hause nicht möglich.
Was sind Entlastungsleistungen § 45 b SGB XI?
Bei Entlastungs- und Betreuungsangeboten handelt es sich um zusätzliche Unterstützungsleistungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Geschulte Ehrenamtliche oder professionelle Pflege übernehmen für einige Stunden pro Woche verschiedene Aufgaben. So sind die Pflegebedürftigen gut versorgt und die Angehörigen können neue Kraft tanken.
Tages- und Nachtpflege, auch die Kosten für Unterkunft, Mahlzeiten und Investitionskosten
Personen mit Pflegegrad 1 können sämtliche körperbezogenen Pflegemaßnahmen eines Pflegedienstes mitfinanzieren. In den Pflegegraden 2 bis 5 sind körperbezogene Pflegemaßnahmen, wie das Waschen und Anziehen, ausgenommen. Diese dürfen ausschließlich mit den Pflegesachleistungen finanziert werden. Der Entlastungsbetrag steht lediglich für zusätzliche Unterstützung zur Verfügung, wie etwa Hilfe im Haushalt.
Wer Verhinderungspflege in Anspruch nimmt, kann die Mittel dafür mit dem Entlastungsbetrag aufstocken.
Sie müssen die Rechnungen sammeln und bei der Pflegekasse einreichen, oder eine Abtretungserklärung ausfüllen.
Hilfsmittel § 40 Abs.2 SGB XI:
Pflegebedürftige erhalten einmal monatlich einen Betrag von 40 € welchen sie für Hilfsmittel bei einem entsprechenden Sanitätshaus einsetzen können.
Zu diesen Hilfsmitteln gehören:
Schuhüberzeiher
Einmal Bettschutzeinlagen
Zusätzlich erhält man von der Pflegekasse 40 € für Inkontinenzmaterial. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass ihnen der Hausarzt mit dementsprechender Diagnose rezeptiert hat.
Wohnraumanpassung bei pflegebedürftigen Menschen:
Sofortmaßnahmen für mehr Barrierefreiheit:
Rollator oder Gehhilfen abends an das Bett stellen. Häufig fällt das Gehen nachts schwieriger wie am Tag. Es besteht eine erhöhte Sturzgefahr.
Pro Umbaumaßnahme kann der Pflegebedürftige einen Betrag von bis zu 4000€ erhalten nach § 40 Abs. 4 SGB XI. Diese Umbaumaßnahmen müssen vor der Durchführung von der Krankenkasse genehmigt werden.
Welche Pflegehilfsmittel gibt es und wie bekommen Sie diese nach § 40 Abs. 1 SGB XI?
Die gängigsten Pflegehilfsmittel sind:
Rollatoren, Gehstöcke
Rollstühle, Schiebehilfen, Elektrische Rollstühle
Lift zum Transfer aus und in das Bett
Pflegebetten und spezielle Matratzen
Während eines Pflegegutachtens kann der medizinische Dienst Hilfsmittel beantragen. Haben sie bereits einen Pflegegrad wenden sie sich an ihren Hausarzt dieser kann ihnen die Pflegehilfsmittel rezeptieren. Erhalten sie das Rezept können sie dies beim Sanitätshaus Ihres Vertrauens einlösen und müssen lediglich die Rezeptgebühr bezahlen.
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