Source: https://gesetze-in-app.de/StPO/148
Timestamp: 2019-05-23 09:19:53
Document Index: 64351612

Matched Legal Cases: ['§ 148', 'BGH', '§ 43', '§ 148', 'BGH', '§ 115', '§ 148', '§ 148', '§ 148']

§ 148 StPO: Kommunikation des Beschuldigten mit dem Verteidiger
BGH, BESCHLUSS vom 1.6.1992, Az. Es ist auch nicht zweifelhaft, daß ein Rechtsanwalt seine Berufspflichten nach den §§ 43, 113 Abs. 1 BRAO verletzt, wenn er die Rechte des § 148 Abs. 1 StPO für ein von dieser Vorschrift ersichtlich nicht erfaßtes Verhalten in Anspruch nimmt (vgl. die Senatsentscheidung in BGHSt 26, 304 und § 115 OWiG).
LG Bonn, Beschluss vom 5.8.2010, Az. 27 Qs 21/10 Folgerichtig kann der Schutz des freien Verteidigerverkehrs im Sinne des § 148 Abs. 1 StPO auch nur in diesem Umfang eingreifen, da anderenfalls eine im Interesse der Strafverfolgung stehende, abgrenzbare Zuordnung der eigentlichen, privilegierten Verteidigungsvorbereitung kaum mehr durchführbar wäre (vgl. auch BVerfG NJW 2010, 1740, 1741).
BVerfG, , Az. 2 BvR 1013/77 Wie das Bundesverfassungsgericht durch Beschluß vom 4. Oktober 1977 (BVerfGE 46, 1 (12)) entschieden hat, sind Verteidigerbesuche bei inhaftierten Mandanten nach § 148 StPO nur zu Zwecken der Verteidigung zulässig.
BVerfG, vom 3.1.2007, Az. 1 BvR 620/07 Ebenso kann die Aufzeichnung des Geschehens am Rande der Verhandlung den Angeklagten in seinem von § 148 Abs. 1 StPO verbürgten Recht auf ungehinderten Verkehr mit seinem Verteidiger beeinträchtigen und damit gegebenenfalls den Anspruch auf ein faires Verfahren tangieren (vgl. BVerfGE 49, 24 <55>).