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Timestamp: 2016-10-26 23:17:09
Document Index: 111141243

Matched Legal Cases: ['Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 108', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_567/2014 (12.06.2014)
2C_567/2014 � � Urteil vom 12. Juni 2014
Widerruf Niederlassungsbewilligung,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 4. Abteilung, 4. Kammer, vom 2. Mai 2014.
1.1.�A.________ (geb. 1980) stammt aus der T�rkei. Er kam mit seinen Eltern und Geschwistern 1988 in die Schweiz, wo sie am 27. Juli 1989 Asyl erhielten. A.________ wurde ab 1999 wiederholt straff�llig. Unter anderem verurteilte das Obergericht des Kantons Z�rich ihn am 17. September 2003 zu einer Gef�ngnisstrafe von eineinhalb Jahren wegen mehrfachen Diebstahls und Ausn�tzung einer Notlage; das Bezirksgericht Bremgarten sanktionierte ihn seinerseits am 28. Oktober 2004 (best�tigt durch das Obergericht des Kantons Aargau am 24. Januar 2006) mit zweieinhalb Jahren Zuchthaus unter anderem wegen Raubes. Trotz der entsprechenden Strafen delinquierte A.________ weiter: So wurde er etwa am 12. August 2013 zu f�nf Monaten Freiheitsstrafe wegen mehrfachen Diebstahls, mehrfachen Hausfriedensbruchs und betr�gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage verurteilt. Zurzeit befindet er sich im vorzeitigen Strafvollzug im Zusammenhang mit einem Strafverfahren unter anderem wegen mehrfacher Vergewaltigung, Drohung, Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz, mehrfachen Hausfriedensbruchs, gewerbsm�ssigen Diebstahls und gewerbsm�ssigen betr�gerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage.
1.2.�Am 19. Februar 2004 hatte das Migrationsamt des Kantons Z�rich A.________ verwarnt; das Bundesamt f�r Migration widerrief am 27. Februar 2007 sein Asyl. Mit Verf�gung vom 14. Juni 2013 widerrief das Migrationsamt des Kantons Z�rich seinerseits die Niederlassungsbewilligung von A.________; gleichzeitig wies es ihn auf den Zeitpunkt seiner Entlassung aus dem Strafvollzug hin aus der Schweiz weg. Die kantonalen Rechtsmittel hiergegen blieben ohne Erfolg. Das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich unterstrich in seinem Urteil vom 2. Mai 2014 die Unverbesserlichkeit von A.________ und den Umstand, dass aufgrund verschiedener psychiatrischer Fachgutachten von einer relativ hoch einzustufenden R�ckfallgefahr auszugehen sei, wobei aufgrund der Pers�nlichkeitsstruktur von A.________ auch (weitere) Gewaltdelikte nicht ausgeschlossen werden k�nnten. Insgesamt sei er bisher bereits neun Mal zu Freiheitsstrafen von total sechs Jahren und rund zwei Monaten verurteilt worden.
1.3.�A.________ beantragt vor Bundesgericht in verschiedenen Eingaben sinngem�ss, vom Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung abzusehen.
2.1.�Das Bundesgericht legt seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann diesen bloss berichtigen oder erg�nzen, wenn er offensichtlich unrichtig oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensrechte ermittelt worden ist (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die beschwerdef�hrende Person muss rechtsgen�gend dartun, dass und inwiefern der festgestellte Sachverhalt bzw. die beanstandete Beweisw�rdigung�
klar�und
eindeutig�mangelhaft, mit anderen Worten�
willk�rlich, erscheint (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3). Willk�r liegt nicht bereits dann vor, wenn eine andere Sicht ebenfalls vertretbar oder sogar zutreffender erschiene, sondern nur, wenn sich die vorinstanzliche Beurteilung als offensichtlich unhaltbar erweist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt bzw. in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 134 I 140 E. 5.4 S. 148 mit Hinweisen). Auf rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung und an der Beweisw�rdigung geht das Bundesgericht nicht ein (BGE 136 II 101 E. 3 S. 104 f.). In rechtlicher Hinsicht m�ssen sich die Beschwerdef�hrenden mit den Ausf�hrungen zu ihren Vorbringen im angefochtenen Entscheid sachbezogen auseinandersetzen und zumindest ansatzweise darlegen, inwiefern diese Bundesrecht verletzen.
2.2.�Die vorliegenden Eingaben gen�gen, soweit sie �berhaupt innerhalb der Beschwerdefrist eingegangen sind, diesen Anforderungen nicht: Der Beschwerdef�hrer relativiert in erster Linie seine Straftaten und unterstreicht, dass er Opfer von richterlichen Fehlentscheiden geworden sei, was die psychiatrische Einsch�tzung best�rkt, dass bei ihm keine Bereitschaft zur kritischen Selbstreflektion besteht und es ihm an Tateinsicht fehlt. Soweit er das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht beanstandet, �bersieht er, dass er dort anwaltlich vertreten war und die von ihm ger�gten angeblich verletzten Rechte von seinem Anwalt wahrgenommen wurden. Mit den Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid bez�glich des Bestehens von Wegweisungshindernissen setzt er sich nicht auseinander; er beschr�nkt sich darauf, diesbez�glich allgemein die Situation von Aleviten in der T�rkei zu schildern; er nimmt jedoch keinerlei Bezug darauf, dass seine Familienangeh�rigen bereits am 1. Februar 2006 auf den Fl�chtlingsstatus und das ihnen gew�hrte Asyl verzichtet haben. Schliesslich �ussert er sich nicht dazu, dass und inwiefern die Annahme der Vorinstanz, das �ffentliche Interesse an seiner Fernhaltung �berwiege sein privates, in der Schweiz zu verbleiben, wo er nicht als integriert gelten k�nne und er kein wesentliches Beziehungsnetz aufgebaut habe, Bundesrecht verletzen w�rde. Dies ist auch nicht ersichtlich.
3.1.�Auf die Beschwerde ist ohne Weiterungen mangels rechtsgen�gender Begr�ndung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten; dies kann durch den Pr�sidenten als Instruktionsrichter geschehen.
3.2.�Dem Verfahrensausgang entsprechend hat der Beschwerdef�hrer die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 4. Abteilung, 4. Kammer, und dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. Juni 2014