Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IVb%20ZB%20103/84
Timestamp: 2019-07-17 03:38:05
Document Index: 246077787

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 233', '§ 233', 'BGH', 'BGH', '§ 519', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 233', '§ 233', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 519', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 233', '§ 233', '§ 233', '§ 233', '§ 233', 'BGH', '§ 233', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 181']

BGH, 12.12.1984 - IVb ZB 103/84 - dejure.org
BGH, 12.12.1984 - IVb ZB 103/84
https://dejure.org/1984,753
BGH, 12.12.1984 - IVb ZB 103/84 (https://dejure.org/1984,753)
BGH, Entscheidung vom 12.12.1984 - IVb ZB 103/84 (https://dejure.org/1984,753)
BGH, Entscheidung vom 12. Dezember 1984 - IVb ZB 103/84 (https://dejure.org/1984,753)
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Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei fehlerhafter "technischer" Schriftsatzkontrolle durch Büropersonal (fehlende Anwaltsunterschrift)
Berufungsbegründung - Unterschrift - Prozeßbevollmächtigter - Rechtsmittelbegründungsfrist - Säumnis - Wiedereinsetzung in denvorigen Stand - Büropersonal - Anweisung - Überprüfung
NJW 1985, 1226
ZIP 1985, 640
MDR 1985, 830
VersR 1985, 285
BB 1985, 363
cc) Mitursächliches Verschulden der Partei oder ihres Vertreters steht der Wiedereinsetzung nur dann nicht entgegen, wenn es hinter eine wesentliche andere Ursache zurücktritt, und damit bei wertender Würdigung des Ursachenverlaufs die rechtliche Erheblichkeit des Verschuldens von Partei oder Anwalt zu verneinen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 12. Dezember 1984 - IVb ZB 103/84, ZIP 1985, 640, 641 f;… vom 18. Juli 2007 - XII ZB 32/07, NJW 2007, 2778 Rn. 11;… vom 27. Januar 2016, aaO Rn. 25;… BeckOK-ZPO/Wendtland, 2018, § 233 Rn. 13;… Stein/Jonas/Roth, ZPO, 23. Aufl., § 233 Rn. 31).
Das ist etwa angenommen worden, wenn der Rechtsanwalt zwar schuldhaft einen Schriftsatz zu unterschreiben vergisst, dies aber rechtzeitig bemerkt worden wäre, wenn der Bürovorsteher es nicht unterlassen hätte, die ausgehende Post weisungsgemäß in dieser Hinsicht zu prüfen (BGH, Beschluss vom 12. Dezember 1984, aaO).
BVerfG, 14.12.2001 - 1 BvR 1009/01
Verletzung des Anspruchs auf wirkungsvollen Rechtsschutz durch Versagung der …
Eine besondere Gefahrensituation, die einen technischen Vorgang aus der routinemäßigen Behandlung im büroorganisatorischen Ablauf heraushebt und nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ein Verschulden des Rechtsanwalts begründen könnte (vgl. BGH, Beschluss vom 12. Dezember 1984 - IVb ZB 103/84 -, NJW 1985, S. 1226 f. m. w. N.), wird damit noch nicht geschaffen.
Versäumung der Berufungsfrist durch Einreichung eines nicht unterzeichneten …
Da auch die Beglaubigungsvermerke auf den beigefügten Abschriften nicht unterschrieben waren, kommt eine Ersetzung der fehlenden Unterschrift auf der Urschrift nicht in Betracht (vgl. Senatsbeschluss vom 5. März 1954 - VI ZB 21/53, LM § 519 ZPO Nr. 14; BGH, Beschluss vom 12. Dezember 1984 - IVb ZB 103/84, VersR 1985, 285, 286).
In der Rechtsprechung ist deshalb anerkannt, dass bei fehlender Unterzeichnung der bei Gericht fristgerecht eingereichten Rechtsmittel-(Begründungs-)schrift Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt werden kann, wenn der Prozessbevollmächtigte sein Büropersonal allgemein angewiesen hatte, sämtliche ausgehenden Schriftsätze vor der Absendung auf das Vorhandensein der Unterschrift zu überprüfen (…vgl. Senatsbeschluss vom 14. Oktober 2008 - VI ZB 37/08, VersR 2009, 699 Rn. 7; BGH, Urteil vom 6. Dezember 1995 - VIII ZR 12/95, VersR 1996, 910, 911; BGH, Beschlüsse vom 30. Oktober 1974 - VIII ZR 30/74 = VersR 1975, 135 unter II 1; vom 12. Dezember 1984 - IVb ZB 103/84, VersR 1985, 285, 286; vom 23. Oktober 1986 - VII ZB 8/86, VersR 1987, 383, 384; vom 27. September 1994 - XI ZB 9/94, VersR 1995, 479, 480;… vom 15. Februar 2006 - XII ZB 215/05, VersR 2007, 375 Rn. 9 und vom 1. Juni 2006 - III ZB 134/05, VersR 2007, 1101; BAG, NJW 1966, 799; BAG, AP, § 233 ZPO Nr. 66;… siehe auch Zöller/Greger, ZPO, 30. Aufl., § 233 Rn. 22).
BGH, 15.02.2006 - XII ZB 215/05
Zurechnung des Verschuldens einer Kanzleiangestellten des Prozessbevollmächtigten
b) Ein solches Verschulden steht einer Wiedereinsetzung aber ausnahmsweise dann nicht entgegen, wenn im Rahmen der Büroorganisation durch eine allgemeine Arbeitsanweisung (hier: Kontrolle der Unterzeichnung ausgehender Schriftsätze vor deren Absendung) Vorsorge dafür getroffen wurde, dass bei normalem Verlauf der Dinge die Frist - trotz des Versehens des Rechtsanwalts - mit Sicherheit gewahrt worden wäre (vgl. Senatsbeschluss vom 12. Dezember 1984 - IVb ZB 103/84 - NJW 1985, 1226).
BGH, 14.10.2008 - VI ZB 37/08
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand mangels Hinweises des Berufungsgerichts auf …
Eine besondere Gefahrensituation, die einen technischen Vorgang aus der routinemäßigen Behandlung im büroorganisatorischen Ablauf heraushebt und deswegen ein Verschulden des Rechtsanwalts begründen könnte (vgl. Senatsbeschluss vom 9. September 2008 - VI ZB 8/08 - z.V.b.; BGH, Beschluss vom 12. Dezember 1984 - IVb ZB 103/84 - VersR 1985, 285; BVerfG, NJW-RR 2002, 1004), wird damit allein noch nicht geschaffen.
BGH, 06.12.1995 - VIII ZR 12/95
Wiedereinsetzung bei Versäumung der Rechtsmittelbegründungsfrist wegen fehlender …
Da auch der Beglaubigungsvermerk auf den gleichzeitig eingereichten Abschriften der Berufungsbegründungsschrift vom 9. März 1994 nicht unterschrieben worden war, kommt eine Ersetzung der fehlenden Unterschrift auf der Urschrift ebenfalls nicht in Betracht (BGH, Beschlüsse vom 5. März 1954 - VI ZB 21/53 = LM § 519 ZPO Nr. 14; vom 12. Dezember 1984 - IVb ZB 103/84 = VersR 1985, 285 unter 1).
In der Rechtsprechung ist deshalb anerkannt, daß bei fehlender Unterzeichnung der bei Gericht fristgerecht eingereichten Rechtsmittel-(Begründungs-)schrift Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt werden kann, wenn der Prozeßbevollmächtigte sein Büropersonal allgemein angewiesen hatte, sämtliche ausgehenden Schriftsätze vor der Absendung auf das Vorhandensein der Unterschrift zu überprüfen (vgl. Senatsurteil vom 30. Oktober 1974 - VIII ZR 30/74 = VersR 1975, 135 unter II 1; BGH, Beschluß vom 12. Dezember 1984 - IVb ZB 103/84 aaO. unter 2; BGH, Beschluß vom 23. Oktober 1986 - VII ZB 8/86 = VersR 1987, 383, 384; BGH…, Beschluß vom 27. September 1994 - XI ZB 9/94 = NJW 1994, 3235 unter II 2 = BGHR ZPO § 233 Ausgangskontrolle 4; BAG AP § 233 ZPO Nr. 44 m.Anm. von Zeuner; BAG AP § 233 ZPO Nr. 66;… siehe auch Zöller/Greger ZPO, 19. Aufl., § 233 Rdnr. 22;… Stein/Jonas/Roth, ZPO, 21. Aufl., § 233 Rdnr. 54).
BVerfG, 27.09.1995 - 1 BvR 414/95
Verletzung des Anspruchs auf wirkungsvollen Rechtsschutz durch Überspannung der …
Der Anwalt muß allerdings durch eine allgemeine Anweisung Vorsorge dafür getroffen haben, daß bei normalem Lauf der Dinge Fristversäumnisse wegen fehlender Unterschrift vermieden werden (BGH, NJW 1985, S. 1226 m.w.N.; BAG, AP Nr. 44 und 66 zu § 233 ZPO).
Daß in einem solchen Fall ein der Partei zurechenbares Verschulden des Rechtsanwalts vorliegt, entspricht ebenfalls höchstrichterlicher Rechtsprechung (BGH, NJW 1985, S. 1226 [1227]).
BGH, 19.02.2009 - V ZB 168/08
Jedoch steht - worauf die Rechtsbeschwerde zu Recht hinweist - anwaltliches Verschulden durch das Vergessen einer Unterschriftsleistung einer Wiedereinsetzung dann nicht entgegen, wenn im Rahmen einer Büroorganisation durch eine allgemeine Arbeitsanweisung (wie die Kontrolle der Unterzeichnung der ausgehenden Schriftsätze vor ihrer Absendung) Vorsorge dafür getroffen worden ist, dass bei normalem Verlauf der Dinge die Frist - trotz des Versehens des Rechtsanwalts - mit Sicherheit gewahrt worden wäre (BGH, Beschl. v. 12. Dezember 1984, IVb ZB 103/84, NJW 1985, 1226; v. 6. Dezember 1995, VIII ZR 12/95, NJW 1996, 998, 999; v. 15. Februar 2006, XII ZB 215/05, NJW 2006, 1205, 1206; v. 1. Juni 2006, III ZB 134/05, NJW 2006, 2414 - std.
Das genügt den Anforderungen zur Vermeidung eines nicht gänzlich auszuschließenden Anwaltsversehens bei der Unterschriftsleistung; denn die Kontrolle der Unterschriftsleistung vor Absendung darf einer zuverlässigen Bürokraft übertragen werden (BGH, Beschl. v. 12. Dezember 1984, IVb ZB 103/84, aaO;… v. 6. Dezember 1995, VIII ZR 12/95, aaO).
Einen solchen Fall hat der IVb Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in einem Beschluß vom 12. Dezember 1984 (IVb ZB 103/84, NJW 1984, 1226) in einem Fall angenommen, in dem der Prozeßbevollmächtigte durch eine allgemeine Anweisung an seine Angestellten, die Unterzeichnung sämtlicher ausgehenden Schriftsätze zu kontrollieren, Vorsorge dafür getroffen hatte, daß bei normalem Verlauf der Dinge die Berufungsbegründungsfrist trotz versehentlicher Nichtunterzeichnung der Berufungsbegründung "mit Sicherheit" gewahrt worden wäre.
OLG München, 17.01.1995 - 25 U 3798/94
BGH, 23.11.1988 - VIII ZB 31/88
Einreichung einer korrigierten Berufungsbegründungsschrift ohne Unterschrift des …
BGH, 27.09.1994 - XI ZB 9/94
Anforderungen an die Ausgangskontrolle in einer Anwaltskanzlei
BGH, 01.04.1992 - XII ZB 21/92
Gewährung von Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach Versäumnis der …
BGH, 14.10.1987 - VIII ZB 19/87
Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumnis der …
OLG Düsseldorf, 14.11.2007 - 8 UF 247/07
Wiedereinsetzung bei fehlender Unterzeichnung der Berufungsschrift
BGH, 22.02.1995 - XII ZB 26/95
Sorgfaltspflichten des Rechtsanwalts bei Mitteilung einer Rechtsmittelfrist in …
VGH Hessen, 30.04.1996 - 9 UE 119/95
Ausbildungsförderung - Schadensersatz durch Leistungsbescheid; zur Verjährung des …
OLG Hamm, 20.04.1988 - 15 W 84/87
Verschmelzung von Schwestergesellschaften
BGH, 23.10.1986 - VII ZB 8/86
Rechtsanwalt - Anwaltsbüro - Fristversäumnis - Ausgangskontrolle - Fehlende …
OLG Koblenz, 28.01.2003 - 9 UF 602/02
Haftung des Rechtsanwalts: Fristversäumnisse wegen fehlender Unterschrift
Nachträgliche Zulassung der Kündigungsschutzklage; Antragstellung nach Behebung …
LAG Hessen, 18.03.1988 - 13 Sa 927/87
Organisationspflicht des Rechtsanwalts um Fristen zu wahren; Wiedereinsetzung in …
OLG München, 05.12.1995 - 25 U 2434/95
Vertretung des ersten Bürgermeisters nach BayGO - Automatenaufstellervertrag: …
OLG Köln, 08.08.1988 - 2 Wx 31/88
Stellung des Grundbuchberichtigungsantrages als maßgeblicher Zeitpunkt für die …
LG Düsseldorf, 07.06.1988 - 36 T 9/88
Eintragungsfähigkeit der Befreiung des Komplementärs einer KG von § 181 BGB