Source: https://www.flugrechte.eu/5307/condor-stunden-flugversp%C3%A4tung-m%C3%BCnchen-entsch%C3%A4digung-zahlen
Timestamp: 2020-06-05 04:21:48
Document Index: 318399998

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'Art. 3', 'Art.9', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 7', 'Art. 5', 'Art. 7', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5']

Muss Condor nach 17 Stunden Flugverspätung von Flug DE 6599 von Kreta (Chania) nach München Entschädigung zahlen? - FLUGGASTRECHTE
Condor Flug DE6599 CHQ (Chania Kreta) nach MUC (München)
Eigentlich sollte der Flug um 10:45 Uhr losfliegen. Es gab aber irgendwie Probleme am Flugzeug (technischer Defekt nach Aussage von den Condor leuten). Losgeflogen sind wir dann schlussendlich am nächsten Tag (nachts) um 3:15 Uhr !!!! Insgesamt beträgt die Flugverspätung über 17 Stunden.
Condor antwortet mir auf meinen Brief
wir bedauern sehr, dass lhr Flug nicht planmäßg durchgeführt werden konnte Für die Unannehmlichkeiten, die Sie dadurch hatten, möchten uns in aller Form bei lhnen entschuldigen. Unerwartete Flugänderungen sind für alle Beteiligten eine organisatorische Herausforderung. Wir versuchen daher grundsätzlich alles, den Reiseablauf für Sie so gut und sicher wie möglich zu gestalten. Obwohl nach lnformationen unserer Fachabteilungen alle vertretbaren Maßnahmen ergriffen wurden, konnte lhr Flug nicht planmäßig stattfinden. Als Entschädigung senden wir lhnen, aus Kulanz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, einen Reisegutschein über € 800,- für zwei Personen.
Der für Sie hinterlegte Gutschein-Code 65GF32OP5HUWWAYR ist drei Jahre gültig und übertragbar. Er gilt für die Buchung eines Condor-Fluges mit DE-Flugnummer. Sie können den Gutschein bei lhrer nächsten Buchung auf unserer lnternetseite www.condor.com online eingeben oder in lhrem Reisebüro vorlegen.
Unser Vorgang : CON-15/00-00000
http: //www.condor.com
Sitz: Kelsterbach, Registergericht und Handelsregister Nr: Amtsgericht Darmstadt Nr 00000.
Registered Office: Kelsterbach/Germany, register court and number: Amtsgericht Darmstadt Nr. 000005.
Ich habe Condor zurückgeschrieben, dass ich mein Recht auf Geld will und nicht einen nutzlosen Fluggutschein von Condor. Condor antwortet jetzt letzte Woche:
wir kommen zurück auf lhre Zuschrift. Mit Bedauern haben wir dieser entnommen, dass Sie mit unserer Antwort nicht einverstanden sind. Wir sind lhrem Anliegen sorgfältig nachgegangen und haben aufurund der uns daraufhin vorliegenden lnformationen unsere Entscheidung getroffen. Auch unter Einbeziehung lhres erneuten Schreibens ergeben sich keine neuen Gesichtspunkte, die es ermöglichen, weiteren Forderungen zu entsprechen.
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Gefragt 28, Dez 2015 in Flugverspätung von Anonym
Ihr Flug von Chania Kreta nach München hatte eine Verspätung von über 17 Stunden. Da Ihr Flug erst am nächsten Tag gestartet ist, kann man wohl bereits von einer Annullierung Ihres ursprünglichen Fluges ausgehen.
Das ist hier der Fall. Jedoch muss die Fluggesellschaft keine Ausgleichszahlung leisten, wenn außergewöhnliche Umstände im Sinne des Artikel 5 Abs. 3 der Verordnung Nr. 261/2004/EG Ursache der Verspätung waren. Sie schildern, dass die Mitarbeiter von Condor einen technischen Defekt als Grund für die Verspätung geannt haben. Ein technischer Defekt ist aber in der Regel kein außergewöhnlicher Umstand, der die Fluggesellschaft von Ausgleichszahlungen freistellt. Dies gilt selbst dann, wenn die Fluggesellschaft alle Wartungsarbeiten am Flugzeug frist- und ordnungsgemäß durchgeführt hat. Dazu die folgenden Urteile:
EuGH vom 22.12.2008 - Az.: C 549/07 -(einfach zu finden bei Google unter "reise-recht-wiki")
LG Darmstadt vom 01.08.2007 - Az.: 21 S 263/06 - (einfach zu finden bei Google unter "reise-recht-wiki")
Damit kann sich Condor in Ihrem Fall nicht von den Ausgleichszahlungen befreien. Dass Condor Ihnen einen Fluggutschein anbietet, ist in meinen Augen bereits so zu sehen, dass Condor bereits eingesteht, dass Ihnen AUsgleichszahlungen zustehen. Jedoch darf Condor Sie nicht dazu zwingen, einen Fluggutschein zu akzeptieren. In der europäischen Fluggastrechte Verordnung ist ausdrücklich geregelt, dass die Fluggesellschaft nur mit einem schriftlichen Einverständnis einen Fluggutschein ausstellen dar. Ansonsten hat die Zahlung in bar zu erfolgen.
Oftmals versuchen die Fluggesellschaften mit dem pauschalen Hinweis auf außergewöhnliche Umstände oder einen "unerwartet aufgetretenen Flugsicherheitsmangel" die berechtigten Ansprüche der Fluggäste abzuwehren. Diese Aussagen sind jedoch meist als inhaltsleere Floskeln zu werten.
Im vorliegenden Fall haben Sie eindeutig einen Anspruch auf Ausgleichszahlungen. Sie sollten sich nochmals unter Bezugnahme auf die europäische Fluggastrechte Verordnung an Condor wenden und Ihren Anspruch geltend machen. Sollte dies erfolglos bleiben, so sollten Sie einen Anwalt der auf Flugrechte spezialisiert ist, kontaktieren.
Eine Annullierung liegt immer dann vor, wenn ein Flug nicht so durchgeführt werden kann wie geplant und der Start daher aufgegeben wird. Wird ein Flug auf einen anderen Tag verlegt, ist darin ebenfalls eine Annullierung zu sehen. Es ergeben sich somit auch Ansprüche aus der EU-Fluggastrechteverordnung (EuGH, Urteil vom 13.10.2011, Az C-83/10).
Dazu muss allerdings auch der Anwendungsbereich der Verordnung eröffnet sein. Dies ist gemäß Art. 3 I VO der Fall, wenn der Flug auf einem Flughafen eines Mitgliedsstaat startet oder der Flug in ein Mitgliedsstaat zurück kehrt und von einer Airline der Gemeinschaft ausgeführt wird. Bei der Strecke Kreta – München liegt dies vor.
Allerdings müssen diese Zahlungen nicht geleistet werden, wenn außergewöhnliche Umstände vorlagen. Ob ein technischer Defekt einen solchen begründet, ist allerdings fraglich.
Die Airline muss allerdings beweisen, dass Sie alle möglichen Maßnahmen zur Verhinderung dieser Umstände ergriffen haben. In den meisten Fällen ist ein technischer Defekt kein Ausschlussgrund für Ausgleichszahlungen.
Dementsprechend könnten Sie die entsprechenden Ausgleichsleistungen von Condor verlangen. Nur in einigen Ausnahmen kann ein technischer Defekt einen solchen Umstand begründen. Dazu gehört allerdings der Beleg, dass ein technischer Defekt selbst vorlag, und wie oben schon beschrieben, dass dieser außergewöhnlich und nicht beherrschbar gewesen sein soll.
Auch haben Sie einen Anspruch auf Betreuungsleistungen gem. Art.9 VO:
Falls Sie solche Leistungen in Anspruch genommen haben, könnten Sie diese zurückverlangen.
Beantwortet 5, Jan 2016 von Bugrad (24,540 Punkte)
Bearbeitet 4, Jan 2016 von Bugrad
Ihr Flug von Chania Kreta nach München hatte über 17 Stunden Verspätung. Bei einer Verspätung in diesem Umfang stellt die Verspätung Ihres Fluges eine Annullierung Ihres ursprünglich gebuchten Fluges dar.
Sie könnten also einen Anspruch auf Ausgleichszahlungen aus der europäischen Fluggastrechte Verordnung haben. Die Höhe ergibt sich aus Artikel 7 der Verordnung.
Die Entfernung zwischen Chania Kreta und München beträgt ca. 1.736 km. Damit würden Ihnen 400 Euro pro Fluggast zustehen.
Sie geben als Grund für die Verspätung einen technischen Defekt an. Tatsächlich kann eine Fluggesellschaft in bestimmten Fällen davon befreit werden, Ausgleichszahlungen leisten zu müssen. Das ist immer dann der Fall, wenn ein außergewöhnlicher Umstand vorliegt. Ein außergewöhnlicher Umstand kann schlechtes Wetter sein oder ein Streik des Bodenpersonals. Ein technischer Defekt ist in der Regel jedoch kein außergewöhnlicher Umstand im Sinne der europäischen Fluggastrechte Verordnung.
Damit kann sich Condor im folgenden Fall nicht auf einen außergewöhnlichen Umstand berufen.
Condor möchte Ihnen einen Reisegutschein zukommen lassen. Diese Handlung deutet darauf hin, dass der Fluggesellschaft durchaus bewusst ist, dass Sie verpflichtet sind Ihnen die Ausgleichszahlungen zu leisten. Wenn Sie jedoch keinen Gutschein möchten, müssen Sie diesen auch nicht annnehmen. Denn in Artikel 7 Absatz 3 der europäischen Fluggastrechte Verordnung ist folgendes geregelt:
3) Die Ausgleichszahlungen nach Absatz 1 erfolgen durch Barzahlung, durch elektronische oder gewöhnliche Überweisung, durch Scheck oder, mit schriftlichem Einverständnis des Fluggasts, in Form von Reisegutscheinen und/oder anderen Dienstleistungen
Sie müssen demnach Ihr schriftliches Einverständnis dafür geben, Ihre Ausgleichszahlungen in Form eines Reisegutscheines zu erhalten. Solange Sie diese nicht erteilt haben, kann Condor Ihnen keine Reisegutschein zu kommen lassen.
Beantwortet 29, Jan 2016 von Stevie (19,030 Punkte)
du hast mit der Fluggesellschaft Condor Flugdienst GmbH einen Flug der Flugnummer DE6599 von CHQ nach MUC gebucht. Die geplante Abflugzeit sollte 10:45 Uhr betragen. Leider konnte Condor dieser Abflugzeit nicht entsprechen, sodass das Flugzeug erst um 3:15 nachts am nächsten Tag startete. Dies hatte zur Folge, dass du mit einer Verspätung von ca. 17 Stunden in München gelandet bist. Grund für die Verzögerung war, laut Aussage eines Condor Mitarbeiters, ein technischer Defekt am Flugzeug. Du fragst dich nun welche Ansprüche aus der erheblichen Verspätung entstanden sein könnten.
Ansprüche könnten sich aus der Fluggastrechte Verordnung ergeben. Je nachdem ob die Verzögerung von 17 Stunden eine Annullierung gemäß Art. 5 VO oder eine Verspätung gemäß 6 VO darstellt, kommt zunächst eine Ausgleichszahlung aufgrund der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Februar 2004 direkt oder analog in Betracht.
I. Annullierung, Art. 5 VO
Eine Annullierung liegt vor, wenn das Luftfahrtunternehmen seine ursprüngliche Flugplanung für die vorgesehene Strecke aufgibt. Eine solche kennzeichnet sich meist durch Änderungen bezüglich der Flugdaten, der Flugroute, der Flugnummer oder der Fluggesellschaft.
Wenn der Flug annulliert wurde, könntest du direkt Ansprüche auf eine Ausgleichszahlung (Art. 7 VO) geltend machen, da Art. 5 Abs. 3 VO auf Art. 7 VO verweist.
II. Verspätung, Art. 6 VO
Eine Verspätung kann angenommen werden, wenn der Flug entsprechend der geplanten Flugroute durchgeführt wird und sich die tatsächliche Abflugzeit von der geplanten Abflugzeit verzögert.
Bei einer Verspätung wäre eine analoge Anwendung von Art. 7 VO denkbar, da Art. 6 VO keinen Verweis auf die Ausgleichszahlungen enthält.
Folgende Urteile behandeln die Abgrenzung von Annullierung und Verspätung:
Landgericht Darmstadt, Urteil vom 12. 07. 2006 Az: 21 S 82/06 (ganz einfach zu finden, wenn Du bei Google eingibst “LG Darmstadt 21-S 82/06 reise-recht-wiki.de“)
Auch in diesem Urteil hat das Gericht entschieden, dass ein Abflug am nächsten Tag keine Annullierung, sondern ein Verspätung darstelle.
Dein Flug hat einen Tag später als geplant begonnen; die Voraussetzungen des Art. 6 Abs. 1 VO, für die Annahme einer von der Verordnung erfassten (großen) Verspätung, lagen daher ohne weiteres vor. In einem solchen Fall steht dem Fluggast, sofern auch die weiteren Voraussetzungen für eine Ausgleichsleistung erfüllt sind, der in Art. 7 VO vorgesehene Ausgleichsanspruch zu, wenn er wegen des verspäteten Fluges sein Endziel nicht früher als drei Stunden nach der ursprünglich geplanten Ankunftszeit erreicht
Du hast den Ankunftsflughafen erst 17 Stunden später erreicht, sodass meiner Ansicht nach grundsätzlich ein Anspruch auf Ausgleichszahlung gemäß Art. 7 VO besteht.
Folgende Preistabelle dürfte dich interessieren:
IV. Haftungsausschluss nach Art. 5 Abs. 3 VO
Der Anspruch entfällt jedoch dann, wenn die Fluggesellschaft nachweisen kann, dass die große Verspätung auf außergewöhnliche Umstände zurückgeht, die sich auch dann nicht hätte vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Maßnahmen ergriffen worden wären.
Beachtenswert ist dabei vor allem, dass die Nachweispflicht bei der Fluggesellschaft liegt.
Folgende Urteile könnten dich auch interessieren:
AG Frankfurt, Urteil vom 24.06.2011, Az: 31 C 961/11 (16)(ganz einfach zu finden, wenn Du bei Google eingibst“ AG Frankfurt 31 C 961/11 (16) reise-recht-wiki.de“)
Im diesem Fall hat das Gericht den Kläger entsprochen und festgestellt, dass ein Ausgleichsanspruch entstanden ist. In seinen Ausführungen erklärt es, dass ein technischer Defekt sei auch dann kein außergewöhnlicher Umstand im Sinne des Art. 5 VO sei, wenn er eintritt, trotz dass das Luftfahrtunternehmen die gesetzlich vorgeschriebenen Wartungsmaßnahmen vorgenommen hat. Ein außergewöhnlicher Umstand ist erst dann gegeben, wenn dem Luftfahrtunternehmen keine zumutbaren Maßnahmen zu dessen Abwendung möglich sind.
AG Rüsselsheim, Urteil vom 20.07.2011, Az. 3 C 739/11 (36)(ganz einfach zu finden, wenn Du bei Google eingibst“ AG Rüsselsheim 3 C 739/11 (36) reise-recht-wiki.de“)
Bearbeitet 27, Mär 2016 von Addie
Da ihr Flug annuliert wurde, ergibt sich Folgendes:
a) vom ausführenden Luftfahrtunternehmen Unterstützungs-
b) vom ausführenden Luftfahrtunternehmen Unterstützungs-
werden, erhalten sie Angaben zu einer möglichen anderweitigen Beförderung.
(3)Ein ausführendes Luftfahrtunternehmen ist nicht
Ihr Flug mit Condor von Kreta nach München hatte eine Flugverspätung von 17 Stunden. Condor möchte Ihnen aus Kulanz, wie diese es nennen, einen Reisegutschein über 800 Euro zusenden. Ihrer Forderung nach Geld will Condor nicht nachkommen.
Erst einmal sei festzustellen, ob Sie grundsätzlich möglicherweise einen Anspruch auf Ausgleichszahlungen haben.
Nach Artikel 5 der EU-Fluggastrechteverordnung könnte Ihnen ein Anspruch im Falle einer Annulierung zustehen.
Dazu müsste es sich bei Ihrem Flug zunächst um eine Annulierung handeln.
Von einer Annulierung ist, bei einer Verschiebung um 17 Stunden, wahrscheinlich auszugehen.
Ihre möglichen Ausgleichsleistungen stellen sich dann, gemäß Artikel 7 EU-VO, wie folgt dar:
Ob der Entfernung von Kreta und München und der Verschiebung von etwa 17 Stunden könnten Ihnen 400 Euro pro Fluggast als Entschädigung zustehen.
Condor schreibt, dass sie Ihnen 800 Euro als Reisegutschein geben würden. Allerdings nur aus Kulanz. Fraglich ist also, wieso Condor der Meinung ist, dass Sie keinen Anspruch haben. Fluggesellschaften können sich von einem Anspruch auf Ausgleichsleistungen nämlich exkulpieren, und zwar wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen, die zu einer Verspätung oder Annulierung geführt haben, siehe Art. 5, Abs. 3, VO 261/2004 der EU-VO.
In Ihrem Fall wurde Ihnen als Grund für die Annulierung ein technischer Defekt genannt.
3. Reisegutschein
Darüber hinaus müssen Sie keinen Reisegutschein annehmen. Dieser kann durch die Fluggesellschaft nur dann ausgestellt werden, wenn Sie dazu Ihr schriftliches Einverständnis geben, siehe siehe Artikel 7 Absatz 3 EU-VO. Sie können stattdessen, wie von Ihnen bereits richtig vorgenommen, auf die Auszahlung Ihrer Ausgleichszahlungen bestehen.
Abschließend ist deshalb zu sagen: Der durch Condor angegebene technische Defekt ist vermutlich nicht als außergewöhnlicher Umstand einzustufen, und befähigt die Fluggesellschaft wahrscheinlich nicht dazu sich von Ihrer Zahlungspflicht Ihnen gegenüber zu exkulpieren.
Ihnen könnte deshalb ein Anspruch auf Ausgleichszahlungen in Höhe von 400 Euro pro Fluggast zustehen. Sollte Condor Ihnen diese Entschädigung weiterhin nicht zahlen wollen, oder auf einen Reisegutschein beharren, dann ist Ihnen zu raten sich in letzter Instanz an einen Anwalt zu wenden.
Beantwortet 29, Mär 2016 von KatjaG (11,820 Punkte)
Condor hat unseren Rückflug einfach um einen Tag verschoben. Was mich sehr ärgert ist die Informationspolitik von Condor oder besser gesagt die ÜBERHAUPT NICHT VORHANDENEN Infos. Wir wurden normal mit Bussen zum Flughafen gekarrt als schon längste klar war, dass Condor den Flug nicht pünktlich durchführt, weil das Flugzeug gar nicht erst pünktlich gestartet war. Dann rumhängen am Flughafen und nach 4 Stunden Flugabsage und Fahrt zum Hotel. Das Hotel war nicht akzeptabel, aber egal. Am nächsten Tag dann wieder warten, warten, warten.
Wir mussten uns zuhause erstmal 2 Tage von den Strapazen erholen, bevor ich überhaupt in der Lage war, einen vernünftigen Brief an Condor zu schreiben. Ich habe dann einen guten Musterbrief für Flugverspätung gefunden und an Condor geschickt.
Als erste Antwort von Condor kam das wohl übliche Verzögerungsschreiben:
Meine Flugreklamation
Ihr Anliegen wurde zur Bearbeitung an die Kundenbetreuung weitergeleitet.
Unsere Servicezeiten sind Montag bis Freitag von 09.00 bis 21.00 Uhr und Samstag von 09.00 bis 18.00 Uhr.
Hxxxxxx Sxxxxxxxxxx
Fon: +49 (0) 1 80 6 400 290 (0,20 €/Anruf)*
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Dann musste ich wieder die Flugentschädigung anmahnen und ein drittes Mahnschreiben raussenden. Erst dann kamm die endgültige Absage von Condor:
wir bedauern sehr, dass Ihr Flug nicht planmäßig durchgeführt werden konnte. Für die Unannehmlichkeiten, die Sie dadurch hatten, möchten wir uns in aller Form bei Ihnen entschuldigen.
Unerwartete Flugänderungen sind für alle Beteiligten eine organisatorische Herausforderung. Wir versuchen daher grundsätzlich alles, den Reiseablauf für Sie so gut und sicher wie möglich zu gestalten.
Wenn der Flug komplett neu geplant werden muss, kann die Flugleitung nicht sofort eine verbindliche neue Abflugzeit nennen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass deshalb Informationen nur nach und nach gegeben werden konnten. Selbstverständlich prüfen wir unsere Abläufe kontinuierlich, um weitere Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten.
Ihr Flug konnte leider aufgrund eines Vogelschlags nicht wie geplant stattfinden, obwohl nach Informationen unserer Fachabteilungen alle vertretbaren Maßnahmen ergriffen wurden. Deshalb müssen wir Ihre Forderung leider ablehnen.
Wir bitten um Ihr Verständnis und hoffen, Sie trotz allem bald wieder an Bord der Condor begrüßen zu dürfen.
F. Sxxxxxxxxx
E-Mail: kundenbetreuung@condor.com
Unser Vorgang: CON-16/xx-xxxxx
OK Condor, ihr wolltet es nicht anders. Bin dann zum Anwalt. Habe zum glück einen richtig guten Anwalt gefunden und nach 2 Monaten hat Condor uns dann die 1600 € doch gezahlt. Das ganze hat ja offensichtlich System. Wer nicht schlagkräftig genug sein Recht in die Hand nimmt, wird von den Fluggesellschaften an der Nase herumgeführt.
Ich kann euch die Rechtsanwälte Bartholi aus Berlin empfehlen.
Beantwortet 11, Jan 2017 von LuckyWolf (3,320 Punkte)