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Timestamp: 2020-02-29 10:10:03
Document Index: 36656919

Matched Legal Cases: ['EuG', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 53', 'Art. 14', 'Art. 53', 'Art. 14', 'Art 49', 'Art. 49', 'Art. 14']

VGH Bayern, 02.05.2005 - 19 B 03.1726 - dejure.org
VGH Bayern, 02.05.2005 - 19 B 03.1726
https://dejure.org/2005,27335
VGH Bayern, 02.05.2005 - 19 B 03.1726 (https://dejure.org/2005,27335)
VGH Bayern, Entscheidung vom 02.05.2005 - 19 B 03.1726 (https://dejure.org/2005,27335)
VGH Bayern, Entscheidung vom 02. Mai 2005 - 19 B 03.1726 (https://dejure.org/2005,27335)
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nomos.de , S. 95
Ausschluss der Rückzahlung von Ausgleichszahlungen für benachteiligte Gebiete wegen Irrtums der gewährenden Behörde
Denn die im nationalen Recht vorgesehen Modalitäten dürfen nicht dazu führen, dass die Verwirklichung der Gemeinschaftsregelung praktisch unmöglich gemacht oder übermäßig erschwert wird, und das nationale Recht muss ohne Diskriminierung im Vergleich zu den Verfahren, in denen über gleichartige rein nationale Streitigkeiten entschieden wird, angewandt werden vgl. hierzu EuGH, Urt. v. 19.9.2002 - Rs C-336/00 - Urt. v. 16.7.1998, Rs C - 298/96 - siehe ferner BVerwG, Urteil vom 10. Dezember 2003 - 3 C 22.02 -, RdL 2004, 132 = NVwZ-RR 2004, 413 = AUR 2004, 263; ebenso BayVGH, Urteil vom 02. Mai 2005 - 19 B 03.1726 -, AUR 2005, 363 = BayVBl 2006, 283.
vgl. BayVGH, Urteil vom 02. Mai 2005 - 19 B 03.1726 - a.a.O.
BayVGH, Urteil vom 02. Mai 2005 - 19 B 03.1726 - a.a.O.
So BayVGH, Urteil vom 02. Mai 2005 a.a.O..
Er betrifft wie schon der Rechtsprechung (Bay. VGH, Urt. v. 2.5. 2005 - 19 B 03.1726 -, RdL 2006, 25 ff., hier zitiert nach juris, Langtext Rn.33) zu einer Vorgängervorschrift (Art. 14 Abs. 4 UAbs. 1 VO [EWG] Nr. 3887/92) entnommen werden kann, auch dort die Redlichkeit des Betriebsinhabers bei der Antragstellung (…vgl. insoweit die Bedeutung der in der englischen Textfassung verwendeten Wendung "acted in good faith" = in guter Absicht handeln, wobei die Worte "in good faith" auch als "redlich" übersetzt werden können [Pons, Fachwörterbuch Recht, Englisch-Deutsch/Deutsch-Englisch, 2. Aufl. 1998, Schlagwort: "good faith"]).
Ergänzend weist der Senat ausdrücklich darauf hin, dass die Beklagte im Falle einer erneuten Entscheidung über die Rücknahme des fraglichen Bewilligungsbescheides und die Rückforderung des bewilligten Betrages einerseits zu berücksichtigen hätte, ob dem Kläger Vertrauensschutz zu gewähren ist, weil er möglicherweise nach Art. 14 Abs. 4 VO (EWG) Nr. 3887/92 i.d.F. der Verordnung (EG) Nr. 1678/98 alle Bestimmungen der geltenden Verordnung eingehalten hat (vgl. dazu BayVGH, Urt. v. 2. Mai 2005 - 19 B 03.1726 - (91/05) -, AUR 2005, 363).
Das gilt auch für Selbstverwaltungskörperschaften, die ungeachtet ihrer Autonomie dem Staat eingegliedert sind (vgl. BVerwG, Urteil vom 27. April 2006 - 3 C 23.05 - BVerwGE 126, 7 ; BayVGH, Urteil vom 2. Mai 2005 - 19 B 03.1726 - juris Rn. 28).
Für Körperschaften des öffentlichen Rechts, die zu Unrecht öffentliche Mittel erhalten und verbraucht haben, besteht nicht das gleiche schutzwürdige Interesse wie für eine Privatperson, sich mit schuldbefreiender Wirkung auf den Wegfall der Bereicherung berufen zu dürfen (vgl. BVerwG, Urteil vom 17. September 1970 - II C 48.68 - BVerwGE 36, 108 ; Urteil vom 29. Mai 1980 - 5 C 11.78 - BVerwGE 60, 208 ; BayVGH, Urteil vom 2. Mai 2005 - 19 B 03.1726 - juris Rn. 29;… Urteil vom 17. November 2010 - 4 ZB 10.1689 - juris Rn. 14).
Da auf die zum Zeitpunkt des Erlasses des Bescheides vom 15. August 2006 über Art. 53 Abs. 1 Satz 2 Verordnung (EG) Nr. 2419/2001 für Beihilfeanträge, die sich auf vor dem 1. Januar 2002 auslaufende Wirtschaftsjahre oder Prämienzeiträume beziehen, geltende Fassung der Verordnung (EWG) Nr. 3887/92 abzustellen ist, kommt der durch Verordnung (EG) Nr. 1678/98 eingefügte Abs. 4 des Art. 14 Verordnung (EWG) Nr. 3887/92 auch für den hier zugrunde liegenden Prämienzeitraum des Jahres 1995 in Fällen der Rücknahme und Rückforderung zur Anwendung (vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 22. Juni 2004 - 10 S 557/04 -, AUR 2005, 204; Bay. VGH, Urteil vom 2. Mai 2005 - 19 B 03.1726 -, RdL 2006, 26).
Insoweit ist auf das jeweils geltende nationale Verwaltungsverfahrensrecht abzustellen (BVerwG vom 10.12.2003, NVwZ-RR 2004, 413; BayVGH vom 2.5.2005, 19 B 03.1726).
Insbesondere sollte nach den Erwägungsgründen zur Verordnung (EG) Nr. 1678/98 vom 29. Juli 1998 zur Änderung der VO 3887/92 gerade festgelegt werden, wie der Grundsatz des Vertrauensschutzes in der Gemeinschaft einheitlich zu handhaben sei (vgl. BayVGH vom 2.5.2005, 19 B 03.1726).
Da auf die zum Zeitpunkt des Erlasses des Bescheides vom 15. August 2006 über Art. 53 Abs. 1 Satz 2 Verordnung (EG) Nr. 2419/2001 für Beihilfeanträge, die sich auf vor dem 1. Januar 2002 beginnende Wirtschaftsjahre oder Prämienzeiträume beziehen, geltende Fassung der Verordnung (EWG) Nr. 3887/92 abzustellen ist, kommt der durch Verordnung (EG) Nr. 1678/98 eingefügte Abs. 4 des Art. 14 Verordnung (EWG) Nr. 3887/92 auch für den hier zugrunde liegenden Prämienzeitraum des Jahres 1995 in Fällen der Rücknahme und Rückforderung zur Anwendung (vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 22. Juni 2004 - 10 S 557/04 -, AUR 2005, 204 [VGH Baden-Württemberg 22.06.2004 - 10 S 557/04]; Bay. VGH, Urteil vom 2. Mai 2005 - 19 B 03.1726 -, RdL 2006, 26).
OVG Niedersachsen, 01.08.2011 - 10 LA 139/10
Begriff der Gutgläubigkeit i.S.d. EGV 2419/2001 Art 49 Abs 5 Unterabs 2
Insbesondere trifft es zu, dass das Kriterium der Gutgläubigkeit i.S.d. Art. 49 Abs. 5 UAbs. 2 VO (EG) Nr. 2419/2001 an die Redlichkeit bei der Antragstellung geknüpft ist (Senatsurteile vom 5. Juli 2011 - 10 LB 229/07, 10 LB 162/10 und 10 LB 172/10 -, jeweils veröffentlicht in juris; BayVGH, Urteil vom 2. Mai 2005 - 19 B 03.1726 -, RdL 2006, 25 zur Vorgängervorschrift des Art. 14 Abs. 4 UAbs. 1 VO (EWG) Nr. 3887/92).
VG München, 28.07.2010 - M 18 K 09.722
Widerruf eines Bewilligungsbescheides und Rückforderung einer Subvention wegen …