Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%20250,%20132
Timestamp: 2020-01-23 16:14:11
Document Index: 331123165

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 1', '§ 1', '§ 118', '§ 96', '§ 118', '§ 1', '§ 51', '§ 118']

BFH, 18.06.2015 - VI R 77/12 - dejure.org
https://dejure.org/2015,24668
BFH, 18.06.2015 - VI R 77/12 (https://dejure.org/2015,24668)
BFH, Entscheidung vom 18.06.2015 - VI R 77/12 (https://dejure.org/2015,24668)
BFH, Entscheidung vom 18. Juni 2015 - VI R 77/12 (https://dejure.org/2015,24668)
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§ 19 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 1997, § 1 Abs 2 S 1 LStDV 1990, § 1 Abs 2 S 2 LStDV 1990, § 118 Abs 2 FGO, § 96 Abs 1 S 1 FGO
Sind Telefoninterviewer als Arbeitnehmer einzustufen?
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Zur Beurteilung eines Telefoninterviewers als Arbeitnehmer
Lohnsteuerhaftung: Sind Telefoninterviewer als Arbeitnehmer tätig?
Kurznachricht zu "Rechtsbehelfsempfehlung - Telefoninterviewer = Arbeitnehmer?" von Dr. Herbert Olgemöller, original erschienen in: Stbg 2015, 456 - 456.
BFH, 19.12.2012 - VI B 114/12
DB 2015, 2185
BStBl II 2015, 903
NZA-RR 2015, 592
Da die Revision in der Sache Erfolg hat, kann offenbleiben, ob dem FG die von der Revision gerügten Verfahrensfehler unterlaufen sind (dazu Senatsurteil vom 18. Juni 2015 VI R 77/12, BFHE 250, 132, BStBl II 2015, 903, m.w.N.).
Eine solche Gesamtwürdigung des FG ist rechtsfehlerhaft; sie bindet den Senat dementsprechend auch nicht gemäß § 118 Abs. 2 FGO (s. Senatsurteil vom 18. Juni 2015 VI R 77/12, BFHE 250, 132, BStBl II 2015, 903, m.w.N.).
Im Übrigen werde auf das Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH) vom 18.6.2015 (VI R 77/12) hingewiesen.
Aus ihrer Bezugnahme auf das Urteil des BFH v. 18.6.2015 (VI R 77/12, juris) folgt nichts anders.
Das Verfahren ruhte zunächst im Hinblick auf das bei dem unter dem Az.: VI R 77/12 bei BFH anhängige Revisionsverfahren.
Nachdem der BFH darüber mit Urteil vom 18. Juni 2015 - VI R 77/12 -, BFHE 250, 132, BStBl. II 2015, 903 entschieden hatte und das vorliegende Verfahren unter dem Az: 4 K 1709/15 wiederaufgenommen wurde, hat der Beklagte ergänzend vorgetragen, dass die Vereinbarung eines Stundenhonorars vorliegend für die Arbeitnehmereigenschaft spreche.
Dies ist der Fall, wenn die tätige Person in der Betätigung ihres geschäftlichen Willens unter der Leitung des Arbeitgebers steht oder im geschäftlichen Organismus des Arbeitgebers dessen Weisungen zu folgen verpflichtet ist (BFH-Urteile vom 14. Juni 1985 VI R 150-152/82, BFHE 144, 225, BStBl. II 1985, 661; vom 20. November 2008 VI R 4/06, BFHE 223, 425, BStBl. II 2009, 374; vom 18. Juni 2015 VI R 77/12, BFHE 250, 132, BStBl II 2015, 903; jeweils m.w.N.).
In Fortführung dieser Rechtsprechung hat der BFH in seinem Urteil vom 18. Juni 2015 VI R 77/12, BFHE 250, 132, BStBl II 2015, 903 ausgeführt,.
Gemäß § 1 Abs. 2 Sätze 1 und 2 der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung (LStDV) i.V.m. § 51 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a EStG, die nach ständiger Rechtsprechung des BFH den Arbeitnehmerbegriff zutreffend auslegen, liegt ein Dienstverhältnis vor, wenn der Angestellte (Beschäftigte) dem Arbeitgeber seine Arbeitskraft schuldet (BFH-Urteil vom 18.06.2015 - VI R 77/12, BFHE 250, 132, BStBl II 2015, 903, Rz 11).
Denn wird ein Steuerpflichtiger auf der Basis von Erfolgshonoraren tätig, ist dies ein wesentliches Indiz dafür, dass kein lohnsteuerrechtlich erhebliches Beschäftigungsverhältnis vorliegt, sofern diese Vereinbarung den tatsächlichen Verhältnissen nicht widerspricht (vgl. BFH in BFHE 250, 132, BStBl II 2015, 903, Rz 16).
Dies stellt einen materiell-rechtlichen Fehler der Vorentscheidung dar (s. Senatsurteil vom 18. Juni 2015 VI R 77/12, BFHE 250, 132, BStBl II 2015, 903, m.w.N.).
Das ist der Fall, wenn die Person in der Betätigung ihres geschäftlichen Willens unter der Leitung des Arbeitgebers steht oder im geschäftlichen Organismus des Arbeitgebers dessen Weisungen zu folgen verpflichtet ist (BFH-Urteile vom 14. Juni 1985 VI R 150-152/82, BStBl II 1985, 661; vom 23. Oktober 1992 VI R 59/91, BStBl II 1993, 303; vom 2. Dezember 1998 X R 83/96, BStBl II 1999, 534; vom 18. Juni 2015 VI R 77/12, BStBl II 2015, 903).
BFH, 09.05.2019 - VI R 43/16
Eine solche Gesamtwürdigung des FG ist rechtsfehlerhaft; sie bindet den Senat dementsprechend auch nicht gemäß § 118 Abs. 2 FGO (z.B. Senatsurteile vom 04.10.2017 - VI R 5/16, Rz 12, und vom 18.06.2015 - VI R 77/12, BFHE 250, 132, BStBl II 2015, 903, Rz 14, m.w.N.).
FG Niedersachsen, 31.08.2017 - 14 K 49/16
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