Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=3%20StR%20115/91
Timestamp: 2019-12-07 18:50:25
Document Index: 102997219

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 244', '§ 244', 'BGH', 'BGH', '§ 337', 'BGH', 'BGH']

BGH, 10.07.1991 - 3 StR 115/91 - dejure.org
https://dejure.org/1991,3308
BGH, 10.07.1991 - 3 StR 115/91 (https://dejure.org/1991,3308)
BGH, Entscheidung vom 10.07.1991 - 3 StR 115/91 (https://dejure.org/1991,3308)
BGH, Entscheidung vom 10. Juli 1991 - 3 StR 115/91 (https://dejure.org/1991,3308)
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Bestimmung der Strafe - Schuldausgleich - Funktion der Strafe - Einschlägige Vorstrafe - Hohe Freiheitsstrafe
NStZ 1991, 547
Hilfsbeweisanträge, die für den Fall eines bestimmten Urteilsausspruchs gestellt worden sind, brauchen erst in den Gründen des Urteils beschieden zu werden (st. Rspr., vgl. BGH NJW 1951, 120 f; BGHSt 32, 10, 13; BGHR StPO § 244 Abs. 6 Beweisantrag 20).
Die fehlerhafte Ablehnung des Hilfsbeweisantrages führt nicht stets zur Aufhebung des Urteils, denn das Revisionsgericht kann unter Heranziehung der Urteilsgründe selbst prüfen, ob ein anderer Ablehnungsgrund nach § 244 Abs. 3 StPO durchgreift und gegebenenfalls nachbessern (vgl. BGH NStZ 1991, 547, 548 [BGH 10.07.1991 - 3 StR 115/91] J. Dementsprechend beruht das Urteil auf diesem Fehler nicht (§ 337 Abs. 1 StPO), wenn der Tatrichter den Hilfsbeweisantrag mit anderer Begründung im Urteil rechtsfehlerfrei hätte ablehnen können (vgl. BGH NStZ 1993, 229 [BGH 17.12.1991 - 1 StR 714/92]).