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Timestamp: 2016-10-27 22:55:25
Document Index: 292565344

Matched Legal Cases: ['Art. 169', 'Art. 180', 'Art. 169', 'Art. 180', 'Art. 29', 'Art. 32', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 32', 'Art. 6', 'Art. 29', 'Art. 32', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 32', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 32', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 169', 'Art. 169', 'Art. 169', 'Art. 277', 'Art. 84', 'Art. 269', 'Art. 169', 'Art. 1', 'Art. 163', 'Art. 169', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 169', 'Art. 169', 'BGE', 'Art. 289', 'BGE', 'Art. 169', 'Art. 169', 'Art. 169', 'Art. 169', 'BGE', 'Art. 169', 'BGE', 'Art. 169', 'BGE', 'BGE', 'Art. 163', 'Art. 169', 'Art. 169', 'Art. 169', 'Art. 169', 'Art. 169', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 169', 'Art. 169', 'BGE', 'BGE', 'Art. 98', 'Art. 98', 'Art. 169', 'BGE', 'BGE', 'Art. 96', 'Art. 180', 'Art. 177', 'Art. 180', 'Art. 180', 'Art. 177', 'Art. 180', 'Art. 180', 'Art. 181', 'Art. 180', 'BGE', 'Art. 180', 'Art. 180', 'Art. 180', 'BGE', 'Art. 180', 'Art 181', 'Art. 13', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 33', 'Art. 33', 'BGE', 'Art. 152', 'Art. 156', 'Art. 152', 'Art. 276']

Bundesrichter Schneider, Pr�sident
Postfach 4875, 8022 Z�rich,
Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Raffael J. Weidmann, Weidmann & Partner,
Obergericht, I. Strafkammer, des Kantons Z�rich, Postfach, 8023 Z�rich.
6S.103/2003: Verf�gung �ber mit Beschlag belegte Verm�genswerte (Art. 169 StGB), mehrfache Drohung (Art. 180 StGB)
Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Beschluss des Kassationsgerichtes des Kantons Z�rich vom 27. September 2003 sowie Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichtes, I. Strafkammer, des Kantons Z�rich vom 5. Dezember 2002.
Mit Urteil vom 19. Dezember 2001 sprach das Bezirksgericht Horgen (Einzelrichterin) X.________ von der Anklage des Verstrickungsbruches (bzw. der Verf�gung �ber mit Beschlag belegte Verm�genswerte, Art. 169 StGB) und der mehrfachen Drohung (Art. 180 StGB) sowie von weiteren Anklagepunkten frei. Auf Berufung hin verurteilte das Obergericht (I. Strafkammer) des Kantons Z�rich X.________ am 5. Dezember 2002 wegen Verstrickungsbruches und mehrfacher Drohung zu einem Monat Gef�ngnis mit bedingtem Strafvollzug. In den �brigen Anklagepunkten erfolgte ein Freispruch.
Gegen das Urteil des Obergerichtes erhob X.________ kantonale sowie (am 27. M�rz 2003) eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde. Mit Beschluss vom 27. September 2003 wies das Kassationsgericht des Kantons Z�rich die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde ab, soweit es darauf eintrat.
Gegen den Beschluss des Kassationsgerichtes gelangte X.________ mit staatsrechtlicher Beschwerde vom 13. November 2003 an das Bundesgericht. Sie r�gt eine Verletzung von Art. 29 Abs. 3 i.V.m. Art. 32 Abs. 2 BV sowie von Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK, und sie beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheides. Das Kassationsgericht hat auf eine Vernehmlassung ausdr�cklich verzichtet.
In ihrer eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde vom 27. M�rz 2003 beantragt X.________ die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils vom 5. Dezember 2002 sowohl im Schuldpunkt als auch hinsichtlich der ausgef�llten Gef�ngnisstrafe. Das Obergericht hat auf eine Stellungnahme ausdr�cklich verzichtet.
Von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen, ist die staatsrechtliche Beschwerde rein kassatorischer Natur (vgl. BGE 125 I 104 E. 1b S. 107; 125 II 86 E. 5a S. 96, je mit Hinweisen). Soweit die Beschwerdef�hrerin neben der Aufhebung des angefochtenen Entscheides und dessen R�ckweisung an das Kassationsgericht besondere Anweisungen durch das Bundesgericht beantragt, ist die Beschwerde unzul�ssig.
Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, sie sei "im Verfahren der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde offensichtlich nicht wirksam vertreten" worden. Angesichts prozessualer Vers�umnisse ihres Offizialverteidigers habe sie ein Gesuch um dessen Auswechslung gestellt, welches vom Kassationsgericht jedoch (in Verletzung von Art. 29 Abs. 3 i.V.m. Art. 32 Abs. 2 BV sowie Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK) abgewiesen worden sei.
2.1 Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 29 Abs. 3 und Art. 32 Abs. 2 BV sowie Art. 6 Ziff. 3 EMRK hat der amtliche Verteidiger die Interessen der angeschuldigten Person in ausreichender und wirksamer Weise wahrzunehmen und dabei die Notwendigkeit von prozessualen Vorkehrungen im Interesse des Klienten sachgerecht und kritisch abzuw�gen. Der Angeschuldigte hat Anspruch auf eine sachkundige, engagierte und effektive Wahrnehmung seiner Parteiinteressen. Ein Begehren um Auswechslung des amtlichen Verteidigers ist daher zu bewilligen, wenn aus objektiven Gr�nden eine sachgem�sse Vertretung der Interessen des Angeschuldigten durch den bisherigen Anwalt nicht mehr gew�hrleistet ist (BGE 124 I 185 E. 3b S. 189 f.; 120 Ia 48 E. 2b/bb S. 51 f. mit Hinweisen). Wird von den Beh�rden unt�tig geduldet, dass der Offizialverteidiger seine anwaltlichen Berufs- und Standespflichten zum Nachteil des Angeschuldigten in schwerwiegender Weise vernachl�ssigt, kann darin eine Verletzung der in Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 3 EMRK gew�hrleisteten Verteidigungsrechte liegen. Pflichtverletzungen des Offizialanwalts k�nnen namentlich in krassen Frist- und Terminvers�umnissen, mangelnder Sorgfalt bei der Vorbereitung von Einvernahmen und anderen Prozesshandlungen oder mangelnder Vorsorge f�r Stellvertretungen liegen. Dem amtlichen Verteidiger steht bei der Erf�llung seiner Aufgabe allerdings ein erheblicher Ermessensspielraum zu. So entscheidet grunds�tzlich er (nach R�cksprache mit dem Mandanten), welche Verteidigungsstrategie verfolgt wird. Als Pflichtverletzung, welche seine Abberufung rechtfertigen w�rde, kann nur sachlich nicht vertretbares bzw. offensichtlich fehlerhaftes Prozessverhalten in Frage kommen. Dabei muss der Angeschuldigte in seinen Verteidigungsrechten substanziell eingeschr�nkt worden sein (vgl. BGE 126 I 194 E. 3d S. 198-200 mit Hinweisen).
Dass der Angeschuldigte seinem Offizialanwalt lediglich aus subjektiven Motiven das Vertrauen abspricht, reicht hingegen f�r einen grundrechtlichen Anspruch auf Auswechslung des amtlichen Verteidigers nicht aus. Es darf insbesondere der gute Wille des Angeschuldigten vorausgesetzt werden, mit seinem Rechtsvertreter konstruktiv zusammenzuarbeiten, zumal - wie bereits ausgef�hrt - grunds�tzlich dieser die Art und Weise der Verteidigung bestimmt und jedenfalls nicht bloss unkritisches Sprachrohr seines Mandanten ist (BGE 116 Ia 102 E. 4b/bb S. 105). Nach dem Gesagten besteht kein grundrechtlicher Anspruch des Angeschuldigten auf beliebige Auswechslung des amtlichen Verteidigers etwa aus prozesstaktischen Gr�nden oder weil der Angeschuldigte - aus subjektiver Sicht - den Einsatz seines Rechtsvertreters als ungen�gend kritisiert. Anders zu entscheiden hiesse, dem Rechtsmissbrauch bzw. tr�lerischer Prozessf�hrung Vorschub zu leisten. Dies gilt besonders bei einem relativ umfangreichen Strafverfahren wie im vorliegenden Fall.
2.2 Die Beschwerdef�hrerin stellt sich auf den Standpunkt, das Vertrauensverh�ltnis zwischen ihr und ihrem amtlichen Verteidiger sei im kantonalen Verfahren "zutiefst zerst�rt" worden, so dass sie nur noch schriftlich miteinander kommuniziert h�tten. Zwar erw�hnt sie "sexuelle Vorw�rfe", die sie gegen den Offizialverteidiger erhoben habe. Sie konkretisiert solche Vorw�rfe jedoch nicht n�her und l�sst auch ausdr�cklich dahingestellt, ob diese "nun berechtigt" seien "oder nicht". Die blosse Weigerung der Beschwerdef�hrerin, mit ihrem amtlichen Verteidiger konstruktiv zusammenzuarbeiten und dabei auch m�ndlich zu kommunizieren, oder haltlose bzw. vage Unterstellungen begr�nden keinen grundrechtlichen Anspruch auf Wechsel des amtlichen Verteidigers. Daran �ndert auch ihr Vorbringen nichts, der Offizialverteidiger habe in einem Brief vom 17. M�rz 2003 ge�ussert, er sei "alles andere als begeistert", die Beschwerdef�hrerin "auch vor Bundesgericht zu vertreten".
Gegenstand des angefochtenen Entscheides ist die Frage, ob im kantonalen Verfahren eine Auswechslung des amtlichen Verteidigers geboten war. Die genannte �usserung des Offizialanwalts betraf das anstehende Rechtsmittelverfahren vor Bundesgericht. Angesichts des drohenden Ablaufes der Rechtsmittelfrist bot der (f�r das kantonale Strafverfahren ernannte) amtliche Verteidiger der Beschwerdef�hrerin an, auch noch eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde f�r sie einzureichen. Er stellte der Beschwerdef�hrerin jedoch ausdr�cklich frei, daf�r ihn oder einen anderen Anwalt neu zu bevollm�chtigen. Gleichzeitig �usserte er, dass er von einem solchen Auftrag an ihn "alles andere als begeistert" w�re und er sein Mandat ohne entsprechende Bevollm�chtigung "als beendet" betrachte. In der Folge liess sich die Beschwerdef�hrerin im Nichtigkeitsbeschwerdeverfahren vor Bundesgericht (6S.103/2003) durch einen anderen Anwalt (ihrer Wahl) vertreten. Aus der genannten �usserung des Offizialverteidigers l�sst sich nicht ableiten, dass dieser im kantonalen Verfahren seine Pflichten vernachl�ssigt h�tte.
Die Beschwerdef�hrerin wirft dem amtlichen Verteidiger auch noch prozessuale "Vers�umnisse" vor. Ihre Kritik beschr�nkt sich allerdings auf die Wiedergabe von Erw�gungen des angefochtenen Entscheides. Der blosse Umstand, dass das Kassationsgericht dem Parteistandpunkt der anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrerin nicht gefolgt bzw. auf einzelne Vorbringen nicht eingetreten ist, vermag kein prozessuales Vers�umnis des Rechtsvertreters zu begr�nden.
2.3 Die Beschwerdef�hrerin macht schliesslich einen grundrechtlichen Anspruch darauf geltend, ihren Offizialverteidiger durch den Rechtsvertreter ihrer Wahl (n�mlich Rechtsanwalt Raffael J. Weidmann) zu ersetzen. Die Ablehnung ihres entsprechenden Gesuches durch das Kassationsgericht verletze Art. 6 Ziff. 3 lit. c EMRK sowie Art. 32 Abs. 2 BV i.V.m. Art. 29 Abs. 3 BV.
Wie bereits dargelegt, bestand kein Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf Wechsel ihres amtlichen Verteidigers. Es kann daher offen bleiben, ob es sich (im Falle einer Auswechslung) von Grundrechts wegen aufgedr�ngt h�tte, den von der Beschwerdef�hrerin gew�nschten Anwalt als neuen Offizialverteidiger einzusetzen. Weder aus der Bundesverfassung noch aus der EMRK erg�be sich im �brigen ein Anspruch der angeschuldigten Person auf freie Bestimmung ihres amtlichen Verteidigers (vgl. BGE 113 Ia 69 E. 5b S. 70). Das in Art. 6 Ziff. 3 lit. c (erster Satzteil) EMRK gew�hrleistete Recht auf freie Anwaltswahl bezieht sich nicht auf die Offizialverteidigung, sondern auf privat gew�hlte Verteidigungsmandate. F�r amtliche Mandate wird in der gleichen Bestimmung (zweiter Satzteil) lediglich der Beizug "eines Offizialverteidigers" ("par un avocat d'office") gew�hrleistet. Nach der kantonalen Praxis wird der angeschuldigten Person zwar regelm�ssig eine gewisse Auswahl unter denjenigen Anw�lt(inn)en einger�umt, die sich zur �bernahme von strafrechtlichen Offizialmandaten im betreffenden Kanton bereit erkl�rt haben. Hingegen hat die angeschuldigte Person keinen grundrechtlichen Anspruch darauf, den gew�nschten amtlichen Verteidiger frei unter s�mtlichen zugelassenen Anw�lt(inn)en zu bestimmen.
Zum Anklagepunkt des Verstrickungsbruches (Art. 169 StGB) geht das Obergericht von folgenden (f�r das Bundesgericht verbindlichen) tats�chlichen Feststellungen aus:
4.1 Am 11. April 1997 wurde bei der Beschwerdef�hrerin als Schuldnerin ein Personenwagen Marke Range Rover betreibungsamtlich gepf�ndet. Die Beschwerdef�hrerin machte bei der Pf�ndung geltend, das Fahrzeug stehe im Eigentum von B.________. Dieser kam jedoch weder der Aufforderung nach, entsprechende Beweismittel vorzulegen, noch hat er betreibungsrechtliche Widerspruchsklage erhoben. Daher wurde der Pf�ndungsbeschlag aufrecht erhalten. Gem�ss den Feststellungen des Obergerichtes wusste die Beschwerdef�hrern, was der Pf�ndungsbeschlag bedeutete, zumal sie mit dem Betreibungs- und Pf�ndungsverfahren "vertraut" war, und die strafrechtlichen Konsequenzen einer Verf�gung �ber gepf�ndete Gegenst�nde in der Pf�ndungsurkunde ausdr�cklich erw�hnt wurden. Nach Eingang des Verwertungsbegehrens einer Gl�ubigerin am 7. November 1997 konnte der Betreibungsbeamte das gepf�ndete Fahrzeug bei der Beschwerdef�hrerin jedoch nicht mehr auffinden.
4.2 In der polizeilichen Befragung vom 9. Januar 1998 gab die Beschwerdef�hrerin zu Protokoll, das Fahrzeug befinde sich in �sterreich im Besitze ihrer Mutter. Es sei mit �sterreichischen Kontrollschildern versehen worden. Der Personenwagen sei zwar von ihr, der Beschwerdef�hrerin, gekauft, aber von ihrer Mutter finanziert worden. Nach Ansicht der Beschwerdef�hrerin geh�re der Range Rover ihrer Mutter. Zwar habe sie, die Beschwerdef�hrerin, ihn einmal dem B.________ zum Kauf angeboten. Dieser habe das Fahrzeug jedoch nicht gewollt, worauf sie es nach �sterreich gebracht habe.
4.3 Weiter stellt die Vorinstanz in tats�chlicher Hinsicht verbindlich fest, dass die Beschwerdef�hrerin das Fahrzeug in �sterreich strassenverkehrsamtlich angemeldet bzw. selbst den betreffenden Zulassungsantrag ausgef�llt und unterzeichnet hat. Am 19. Februar 1998 wurde der Range Rover anl�sslich einer (urspr�nglich f�r einen anderen strafprozessualen Zweck angeordneten) Hausdurchsuchung auf der Liegenschaft der Beschwerdef�hrerin durch die Kantonspolizei beschlagnahmt und anschliessend betreibungsamtlich verwertet. Anl�sslich weiterer Befragungen vom 24. Januar bzw. 21. M�rz 2001 stellte sich die Beschwerdef�hrerin wieder auf den Standpunkt, der Wagen habe immer B.________ geh�rt. Anl�sslich der Berufungsverhandlung gab sie zu Protokoll, sie habe das Fahrzeug urspr�nglich zusammen mit ihrer Mutter erworben. Sp�ter habe die Beschwerdef�hrerin das Eigentum am Wagen an B.________ �bertragen. Dieser habe ihr den Range Rover jedoch weiterhin zum Gebrauch �berlassen.
In rechtlicher Hinsicht wird im angefochtenen Urteil erwogen, die objektiven und subjektiven Tatbestandsmerkmale von Art. 169 StGB seien erf�llt. Das fragliche Fahrzeug sei ab 11. April 1997 amtlich gepf�ndet gewesen. "Die zumindest vor�bergehende Verbringung des Wagens nach �sterreich" stelle eine tats�chliche Verf�gung �ber das Pfandobjekt dar. Es k�nne offen bleiben, "ob auch der Besitz tats�chlich auf die Mutter der Angeklagten �bergegangen ist". Der Tatbestand des Verstrickungsbruches verlange kein Verf�gungsgesch�ft im Sinne des Sachenrechtes. Es gen�ge, wenn der Schuldner das Pf�ndungsobjekt beiseite schafft oder verheimlicht. Da die Verf�gung ohne Bewilligung des Betreibungsamtes erfolgte, sei sie als eigenm�chtig zu qualifizieren. Auch ein Schaden der Gl�ubiger im Sinne von Art. 169 al. 1 StGB liege vor, da der Vollzug der Verwertung (vor�bergehend) "vereitelt" worden sei.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt zun�chst die tats�chliche Annahme der Vorinstanz als "aktenwidrig", wonach das gepf�ndete Fahrzeug "sich im Zeitraum von anfangs November 1997 bis mindestens Mitte Januar 1998 in �sterreich befunden" habe. Entgegen den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz sei die Beschwerdef�hrerin "bereits am 13. November 1997 samt dem Fahrzeug wieder in die Schweiz zur�ck" gekehrt. "Aktenwidrig und nachweislich falsch" sei auch die tats�chliche Erw�gung, wonach "das Betreibungsamt" im November 1997 "den Wagen nicht" habe "verwerten k�nnen".
Auf diese und �hnliche Vorbringen kann im Rahmen der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde nicht eingetreten werden. Der Kassationshof ist an die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz gebunden (Art. 277bis Abs. 1 Satz 1 BStP). Die R�ge der aktenwidrigen bzw. willk�rlichen Beweisw�rdigung w�re mit staatsrechtlicher Beschwerde vorzubringen gewesen (Art. 84 Abs. 2 OG i.V.m. Art. 269 BStP). In der von der Beschwerdef�hrerin eingereichten staatsrechtlichen Beschwerde wurden keine entsprechenden R�gen erhoben (vgl. oben, E. 2).
Weiter macht die Beschwerdef�hrerin geltend, die Verurteilung wegen Verstrickungsbruches sei bundesrechtswidrig und verstosse gegen Art. 169 i.V.m. Art. 1 StGB. "Die scheinbare Verm�gensverminderung durch Verheimlichen eines Verm�genswertes" sei "im Unterschied zu Art. 163 StGB nicht eo ipso eine tatbestandsm�ssige Handlung, sondern nur, wenn sie im Sinne von Art. 169 StGB auf dem Wege einer rechtlichen oder tats�chlichen Verf�gung �ber den Verm�genswert geschieht". "Das Verstecken eines Verm�genswerts" k�nne dabei "als eine tats�chliche Verf�gung betrachtet werden". Hingegen sei "die blosse wahrheitswidrige Angabe gegen�ber dem Betreibungsbeamten, der Verm�genswert sei ver�ussert worden und daher nicht mehr beim Ver�usserer vorhanden, nicht eine Verf�gung �ber den Verm�genswert". Die Beschwerdef�hrerin sei gest�tzt auf Art. 98 Abs. 2 SchKG "berechtigt" gewesen, den Range Rover "weiterhin zu benutzen". "Der faktische Zugriff der Zwangsvollstreckungsbeh�rden auf das Fahrzeug" sei "durch das Vorgehen der Beschwerdef�hrerin in keiner Art und Weise erschwert oder gar verhindert" worden. Auch das Tatbestandsmerkmal der Gl�ubigersch�digung sei nicht erf�llt. Die Forderungen der Gl�ubiger seien nach erfolgter Verwertung des gepf�ndeten Fahrzeuges "hinreichend gedeckt" worden. Schliesslich fehle es auch am subjektiven Tatbestand, zumal die Beschwerdef�hrerin "unm�glich" habe wissen und vermuten k�nnen, dass die Gl�ubigerin am 7. November 1997 das Verwertungsbegehren stellte.
Der Straftatbestand des Verstrickungsbruches verfolgt ein doppeltes Ziel. Erstens soll er ein gesetzm�ssiges (namentlich z�giges) Zwangsvollstreckungsverfahren sicherstellen, und zweitens dient er gleichzeitig dem Schutz der involvierten Verm�gensinteressen der Gl�ubiger (BGE 129 IV 68 E. 2.1 S. 69; 121 IV 353 E. 2b S. 356 f.; 99 IV 146 f.; 75 IV 174; vgl. Alexander Brunner, in: Basler Kommentar StGB, Bd. 2, Basel 2003, Art. 169 StGB N. 7; J�rg Rehberg/Niklaus Schmid/Andreas Donatsch, Strafrecht III, Delikte gegen den Einzelnen, 8. Aufl., Z�rich 2003, S. 313; G�nter Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil I, Straftaten gegen Individualinteressen, 6. Aufl., Bern 2003, � 23 Rz. 30, 44). Gem�ss Art. 169 al. 1 und 2 StGB soll den Gl�ubigerinteressen w�hrend des h�ngigen Betreibungsverfahrens nicht dadurch geschadet werden, dass gepf�ndete Verm�genswerte eigenm�chtig dem betreibungsamtlichen Beschlag entzogen werden (BGE 129 IV 68 E. 2.1 S. 69; vgl. Stratenwerth, a.a.O., � 23 Rz. 44). Mangels einer Sch�digung von Gl�ubigerinteressen w�re der Tatbestand von Art. 289 StGB zu pr�fen (BGE 119 IV 134 E. 2a S. 135; vgl. Brunner, a.a.O., Art. 169 StGB N. 15).
8.1 Zwar liess Art. 169 aStGB (vor der Teilrevision des Verm�gensstrafrechts von 1994) noch das Tatbestandsmerkmal des "Nachteils" f�r die Gl�ubiger gen�gen, w�hrend die revidierte Fassung von Art. 169 al. 1 StGB nun von einem "Schaden" der Gl�ubiger spricht. Der oben genannte (zweifache) Sinn und Zweck der Strafnorm wurde durch die Revision jedoch nicht ge�ndert (vgl. Brunner, a.a.O., Art. 169 StGB N. 7). Auch hinsichtlich Tatbestandsm�ssigkeit erfolgte keine �nderung bzw. Strafbarkeitseinschr�nkung (BGE 121 IV 353 E. 2a S. 355). Schon unter der Geltung des Art. 169 aStGB verlangte die Rechtsprechung des Bundesgerichtes denn auch in subjektiver Hinsicht, "dass der T�ter zumindest in Kauf genommen hat, durch die eigenm�chtige Verf�gung werde ein Gl�ubiger gesch�digt" (BGE 119 IV 134 E. 2b S. 136). Analoges gilt nun auch f�r Art. 169 al. 1 StGB (BGE 121 IV 353 E. 2c S. 357; vgl. Rehberg/Schmid/Donatsch, a.a.O., S. 315; Stratenwerth, a.a.O., � 23 Rz. 45). Der objektive Tatbestand des Verstrickungsbruches setzt nach herrschender Lehre und Praxis hingegen keinen konkreten Verm�gensschaden bzw. Verlusteintritt beim Gl�ubiger voraus (vgl. BGE 129 IV 68 E. 2.1-2.2 S. 70 f.; 121 IV 353 E. 2b S. 356; 119 IV 134 E. 2b S. 135; Peter Albrecht/Martin Schubarth, Kommentar zum schweizerischen Strafrecht, Besonderer Teil II: Delikte gegen das Verm�gen, Art. 163-172 StGB, Bern 1990, Art. 169 N. 29 ff.; Brunner, a.a.O., Art. 169 StGB N. 16; Stratenwerth, a.a.O., � 23 Rz. 44 f.; Rehberg/Schmid/Donatsch, a.a.O., S. 314; a.M. Stefan Trechsel, Kurzkommentar StGB, 2. Aufl., Z�rich 1997, Art. 169 StGB N. 9).
An dieser Praxis ist (entgegen der Ansicht von Trechsel und in �bereinstimmung mit der herrschenden Lehre) festzuhalten. Falls der Eintritt eines konkreten Verm�gensschadens bzw. Gl�ubigerverlustes (als objektives Tatbestandsmerkmal) verlangt w�rde, k�nnte dem Ziel des Gesetzes, ein ordnungsgem�sses, z�giges Zwangsvollstreckungsverfahren sicherzustellen, nicht Rechnung getragen werden. Dies zeigt sich besonders deutlich im vorliegenden Fall (vgl. E. 8.2). Zu verlangen ist aber, dass der T�ter das Betreibungsverfahren zum Nachteil der Gl�ubiger erheblich beeintr�chtigt bzw. deutlich verz�gert.
Der objektive Tatbestand von Art. 169 al. 1 und 2 StGB verlangt auch keinen Nachweis, dass der mit amtlichem Beschlag belegte Gegenstand zum Zeitpunkt der Pf�ndung im zivilrechtlichen Eigentum einer bestimmten Person stand (etwa des Schuldners oder eines anderen in der Pf�ndungsurkunde aufgef�hrten mutmasslichen Berechtigten). Nach dem Wortlaut sowie dem Sinn und Zweck des Gesetzes gen�gt es, dass der (zivilrechtlich allenfalls streitige) Gegenstand amtlich gepf�ndet wurde und der T�ter dennoch eigenm�chtig und zum Schaden der Gl�ubiger dar�ber verf�gt. Eine das Betreibungsverfahren und die Gl�ubigerinteressen sch�digende eigenm�chtige Verf�gung im Sinne von Art. 169 al. 1 und 2 StGB setzt ebenso wenig voraus, dass der Schuldner einem Dritten das Eigentum oder den sachenrechtlichen Besitz am Pf�ndungsobjekt �bertr�gt (BGE 129 IV 68 E. 2.1 S. 69; 121 IV 353 E. 2b S. 356; 75 IV 62 E. 3 S. 64, je mit Hinweisen). Eine eigenm�chtige sch�digende Verf�gung kann namentlich darin bestehen, dass der T�ter das Pf�ndungsobjekt beiseite schafft oder (aktiv) verheimlicht (BGE 129 IV 68 E. 2.1 und E. 2.2 S. 70 mit Hinweisen). Auch ein nur vor�bergehendes Verbergen oder Beiseiteschaffen kann das Tatbestandsmerkmal der Gl�ubigersch�digung grunds�tzlich erf�llen, sofern dadurch das Betreibungsverfahren zum Nachteil der Gl�ubiger erheblich beeintr�chtigt bzw. deutlich verz�gert wird (BGE 129 IV 68 E. 2.1 S. 70; 119 IV 134 E. 2b S. 135; 75 IV 62 E. 3 S. 64; vgl. Albrecht/Schubarth, a.a.O., Art. 169 N. 29 ff.; Brunner, a.a.O., Art. 169 StGB N. 16; Rehberg/Schmid/Donatsch, a.a.O., S. 314; Stratenwerth, a.a.O., � 23 Rz. 42). Keine sch�digende Verf�gung liegt hingegen vor, wenn der Schuldner lediglich wahrheitswidrige Angaben �ber den Verbleib des gepf�ndeten Gegenstandes macht, diesen aber weder versteckt noch beiseite schafft (BGE 129 IV 68 E. 2.2 S. 70 f.; vgl. Rehberg/Schmid/Donatsch, a.a.O., S. 314). Auch Verstrickungsbruch durch blosses Unterlassen ist nicht strafbar (BGE 121 IV 353 E. 2b S. 356 f.; vgl. Rehberg/Schmid/Donatsch, a.a.O., S. 314).
8.2 Im vorliegenden Fall sind die objektiven Tatbestandsmerkmale des Verstrickungsbruches erf�llt. Gem�ss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz konnte das Betreibungsamt dem Verwertungsbegehren einer Gl�ubigerin (vom 7. November 1997) keine Folge leisten, da die Beschwerdef�hrerin das gepf�ndete Fahrzeug inzwischen eigenm�chtig, ohne Bewilligung des Betreibungsamtes, zu ihrer Mutter nach �sterreich verbracht und dort strassenverkehrsamtlich angemeldet hatte. Noch am 9. Januar 1998 gab die Beschwerdef�hrerin polizeilich zu Protokoll, der Wagen befinde sich in �sterreich im Besitze ihrer Mutter. Er sei mit �sterreichischen Kontrollschildern versehen worden. Am 19. Februar 1998 wurde der Range Rover eher zuf�llig (n�mlich anl�sslich einer f�r einen anderen Zweck angeordneten Hausdurchsuchung) auf der Liegenschaft der Beschwerdef�hrerin vorgefunden und durch die Kantonspolizei beschlagnahmt. Erst anschliessend konnte er betreibungsamtlich verwertet werden. Durch dieses Verhalten hat die Beschwerdef�hrerin das Zwangsvollstreckungsverfahren erheblich behindert bzw. deutlich verz�gert und damit den Gl�ubigerinteressen geschadet. Ihr Einwand, sie sei gest�tzt auf Art. 98 Abs. 2 SchKG zu diesem Verhalten berechtigt gewesen, geht fehl. Zwar k�nnen Fahrzeuge nach dieser Bestimmung einstweilen in den H�nden des Schuldners oder eines dritten Besitzers gelassen werden. Dieser hat jedoch die Verpflichtung, dem Betreibungsamt den gepf�ndeten Gegenstand "jederzeit zur Verf�gung zu halten" (Art. 98 Abs. 2 SchKG). Dies hat die Beschwerdef�hrerin nicht getan. Ihr Verhalten ging �ber eine blosse (allenfalls straflose) einstweilige Weiterbenutzung des Fahrzeuges bzw. �ber blosse wahrheitswidrige Angaben gegen�ber dem Betreibungsbeamten deutlich hinaus.
F�r den subjektiven Tatbestand von Art. 169 StGB gen�gt Eventualvorsatz (BGE 119 IV 134 E. 2b S. 136; vgl. Rehberg/Schmid/Donatsch, a.a.O., S. 315). Dieser liegt vor, wenn der T�ter den Eintritt des Verletzungs- oder Gef�hrdungserfolges f�r m�glich h�lt und ihn f�r den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt (BGE 125 IV 242 E. 3c S. 251; 121 IV 249 E. 3a S. 253, je mit Hinweisen). Nach den Feststellungen der Vorinstanz wusste die Beschwerdef�hrerin, was der Pf�ndungsbeschlag bedeutete. Sie war mit dem Betreibungs- und Pf�ndungsverfahren "vertraut", und die strafrechtlichen Konsequenzen einer Verf�gung �ber gepf�ndete Gegenst�nde wurden auch in der Pf�ndungsurkunde ausdr�cklich erw�hnt (vgl. auch Art. 96 Abs. 1 SchKG). Als Schuldnerin und Besitzerin des gepf�ndeten Fahrzeuges konnte und musste sie auch jederzeit damit rechnen, dass ein Gl�ubiger das Verwertungsbegehren stellen k�nnte. Bei dieser Sachlage kann das Verhalten der Beschwerdef�hrerin nicht anders interpretiert werden, als dass sie zumindest in Kauf nahm, eigenm�chtig und zum Schaden der Gl�ubiger �ber einen amtlich gepf�ndeten Verm�genswert zu verf�gen. Im Sinne der dargelegten Lehre und Praxis nahm es die Beschwerdef�hrerin auch zumindest in Kauf, die Gl�ubiger an deren Verm�gen zu sch�digen, zumal sie darauf abzielte, den Gl�ubigern das gepf�ndete Haftungssubstrat zu entziehen.
Die Verurteilung wegen mehrfacher Drohung (Art. 180 StGB) wird im angefochtenen Entscheid wie folgt begr�ndet:
9.1 Gem�ss den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz hat die Beschwerdef�hrerin bei einem Telefongespr�ch vom 11. Januar 1998 gegen�ber der privaten Beschwerdegegnerin, einer Journalistin, namentlich Folgendes ge�ussert: "Ich k�nnte dir eine in die Fresse hauen". "Du perverses Dreckschwein, dich mache ich fertig". "F�r dich gehe ich 10 Jahre ins Gef�ngnis, aber du wirst kein Wort �ber die Lippen bringen". "Totpr�geln m�sste man dich". "Aber dir haue ich die Fresse voll". "Dich haue ich eigenh�ndig runter in den Dreck". "Ich lasse dir auch noch die Fresse einhauen". "Das wirst du noch bereuen, das wirst du bitter bereuen". Einen Tag zuvor hat die Beschwerdef�hrerin einer Mitarbeiterin der privaten Beschwerdegegnerin unter anderem Folgendes gesagt: "Soll ich dir die Fresse polieren lassen?"
9.2 In rechtlicher Hinsicht erw�gt das Obergericht namentlich Folgendes. Zwar sei die Beschwerdef�hrerin bereits im Privatstrafklageverfahren wegen Beschimpfung (Art. 177 StGB) zu 30 Tagen Gef�ngnis verurteilt worden. Der Grundsatz "ne bis in idem" verbiete dem Strafrichter jedoch nicht, das inkriminierte Verhalten auch noch separat unter dem Gesichtspunkt von Art. 180 StGB (Drohung) zu pr�fen und gegebenenfalls mit einer Zusatzstrafe zu ahnden. Dies um so weniger, als Art. 180 StGB in echter Gesetzeskonkurrenz zu Art. 177 StGB stehe, und Ehrverletzungsdelikte (nicht aber Drohungen) im Kanton Z�rich auf dem besonderen Verfahrensweg der Privatstrafklage zu beurteilen seien. In tatbest�ndlicher Hinsicht wird im angefochtenen Entscheid das Vorliegen schwerer Drohungen im Sinne von Art. 180 StGB bejaht. Auch seien die Gesch�digten durch die Drohungen in Schrecken oder Angst versetzt worden. Es sei nicht erforderlich, dass der Betroffene "vor Angst oder Schrecken gel�hmt" w�re. Vielmehr gen�ge der "Verlust des Sicherungsgef�hls". W�rden "massive Drohungen von den Gesch�digten unbekannten Dritten ausgesprochen", d�rfe "dieser Verlust des Sicherungsgef�hls bereits dann als gegeben erachtet werden, wenn sich die Gesch�digten veranlasst f�hlen, Strafanzeige zu erstatten".
9.3 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, das Obergericht habe Bundesrecht verletzt, indem es den Tatbestand von Art. 180 StGB als erf�llt erachtete, anstatt auf versuchte N�tigung (Art. 181 StGB) zu erkennen. Insbesondere sei der subjektive Tatbestand von Art. 180 StGB nicht erf�llt. "Ziel des Handelns" der Beschwerdef�hrerin sei es "nicht" gewesen, die Gesch�digten "in Angst und Schrecken zu versetzen", sondern diese "unter Druck zu setzen", damit ein (von den Gesch�digten geplanter) journalistischer Bericht nicht erschien.
9.4 Bei der Pr�fung, ob eine Drohung im Sinne des Gesetzes schwer und geeignet sei, den Gesch�digten in Schrecken oder Angst zu versetzen, ist nach der Praxis des Bundesgerichtes grunds�tzlich ein "objektiver" Massstab anzulegen. In der Regel ist dabei auf das Empfinden eines vern�nftigen Menschen mit einigermassen normaler psychischer Belastbarkeit abzustellen (vgl. BGE 99 IV 212 E. 1a S. 215 f. mit Hinweisen). Einzelne Autoren vertreten allerdings die Auffassung, dass bei gezielter Bedrohung von besonders schutzbed�rftigen Personen auch objektiv minder schwere Drohungen strafbar sein k�nnten bzw. dass der Massstab in solchen F�llen zu "subjektivieren" sei (vgl. die �bersicht �ber den aktuellen Meinungsstand bei Vera Delnon/ Bernhard R�dy, in: Basler Kommentar StGB, Bd. 2, Basel 2003, Art. 180 StGB N. 19 f.).
Die Frage braucht im vorliegenden Fall nicht vertieft zu werden, zumal die Vorinstanz (mit Recht) nicht annimmt, die Gesch�digten erschienen besonders schutzbed�rftig bzw. es l�gen hier minder schwere (und dennoch tatbestandsm�ssige) Drohungen vor. Der subjektive Tatbestand von Art. 180 StGB verlangt Vorsatz, wobei Eventualvorsatz gen�gt (vgl. Delnon/R�dy, a.a.O., Art. 180 N. 32).
9.5 Die von der Beschwerdef�hrerin ausgestossenen Androhungen der massiven K�rperverletzung ("die Fresse einhauen") bzw. sogar der T�tung ("totpr�geln") sind offensichtlich schwerer Natur (vgl. BGE 99 IV 216 E. 1a ["casser la gueule"]). Ausserdem waren die Drohungen objektiv geeignet, auch nicht �bertrieben �ngstliche Personen in Schrecken oder Angst zu versetzen. Die Vorinstanz stellt sodann fest, dass die Gesch�digten (auch subjektiv) tats�chlich Angst empfanden. Somit sind die mehrfachen Drohungen vollendet und nicht bloss versucht (vgl. Trechsel, a.a.O., Art. 180 N. 3).
In diesem Zusammenhang ist zun�chst auf die objektive Schwere der angedrohten Nachteile hinzuweisen. Sodann hatten die Bedrohten die Beschwerdef�hrerin nicht n�her gekannt, und diese drohte den weiblichen Gesch�digten unter anderem mit K�rperverletzungen durch unbekannte dritte Schl�ger ("ich lasse dir auch noch die Fresse einhauen"). Und schliesslich ist noch zu ber�cksichtigen, dass die Gesch�digten nicht nur die Polizei einschalteten bzw. Strafantrag stellten; zudem hat die private Beschwerdegegnerin (nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz) ausdr�cklich ausgesagt, die von ihr empfundene Angst habe noch Tage und Wochen nachgewirkt. Auch der subjektive Tatbestand (Eventualvorsatz) wurde mehrfach erf�llt. Das Verhalten der Beschwerdef�hrerin kann nicht anders gedeutet werden, als dass sie zumindest in Kauf nahm, die von ihr schwer Bedrohten in Schrecken oder Angst zu versetzen. Schon das insistente Vorgehen gegen�ber zwei verschiedenen Personen an zwei aufeinander folgenden Tagen schliesst ein nicht beabsichtigtes "Versehen" aus.
9.6 Dass die Vorinstanz auf mehrfache vollendete Drohung erkannt hat und nicht auf versuchte N�tigung (Art 181 StGB), verletzt das Bundesrecht nicht. Wie erw�hnt, ist der Kassationshof im Rahmen der Nichtigkeitsbeschwerde an die Sachverhaltsannahmen der Vorinstanz gebunden. Das Obergericht hat festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin gegen�ber den Gesch�digten diverse Drohungen ausstiess (vgl. oben, E. 9.1). Hingegen ging die Vorinstanz (in Anwendung des strafprozessualen Anklageprinzips bzw. des Grundsatzes der Immutabilit�t) nicht davon aus, dass die Beschwerdef�hrerin gleichzeitig von den Bedrohten verlangt habe, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden. Soweit die Beschwerdef�hrerin in diesem Zusammenhang eine fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung oder eine unrichtige Anwendung des strafprozessualen Anklagegrundsatzes kritisiert, w�ren entsprechende R�gen mit staatsrechtlicher Beschwerde zu erheben gewesen (vgl. dazu oben, E. 6).
Weiter beanstandet die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung von Art. 13 Abs. 1 StGB, da trotz sich aufdr�ngenden Zweifeln an ihrer Zurechnungsf�higkeit kein psychiatrisches Gutachten eingeholt worden sei.
Das Gericht ordnet eine psychiatrische Untersuchung des Angeschuldigten an, wenn es Zweifel an dessen Zurechnungsf�higkeit hat (Art. 13 Abs. 1 StGB). Ein bundesrechtlicher Anspruch auf Begutachtung ist auch gegeben, wenn sich nach den objektiven Umst�nden ernsthafte Zweifel an der Zurechnungsf�higkeit aufdr�ngen (BGE 119 IV 120 E. 2a S. 123; 118 IV 6 E. 2 S. 7; 116 IV 273 E. 4a S. 274; vgl. Felix Bommer, in: Basler Kommentar StGB, Bd. 1, Basel 2003, Art. 13 N. 7). Anl�sslich der Berufungsverhandlung vom 5. Dezember 2002 wurde die Beschwerdef�hrerin vom Obergericht ausf�hrlich befragt. Die Richter erhielten von der Pers�nlichkeit, vom Auftreten und vom Aussageverhalten der Beschwerdef�hrerin einen unmittelbaren pers�nlichen Eindruck. Im angefochtenen Entscheid wird erwogen, das Tatvorgehen der Beschwerdef�hrerin erscheine "durchwegs �berlegt und zielgerichtet". Zweifel �ber ihren Geisteszustand best�nden nicht. Daran �ndere auch der Umstand nichts, dass die Beschwerdef�hrerin vor ihren massiven Drohungen "angesichts des bevorstehenden Artikels w�tend" gewesen und nach eigener Darlegung "explodiert" sei. Die Beschwerdef�hrerin weist darauf hin, dass sie "schon im November 2001" erfolglos einen Wechsel des Offizialanwaltes verlangt habe, "da sie glaubte, ungen�gend vertreten zu sein". Daraufhin, im Juni bzw. Juli 2002, habe sie ihren damaligen Offizialanwalt angeblicher sexueller �bergriffe bezichtigt. Die Beschwerdef�hrerin stellt sich (mit Recht) auf den Standpunkt, den Bestreitungen des amtlichen Verteidigers sei "viel eher Glauben zu schenken" als ihren eigenen "doch sehr phantasievollen Anschuldigungen". Ausserdem habe sie 1998 prozessgegnerische Anw�lte beschimpft. Wenn die Vorinstanz in diesem Kontext keine ausreichende Veranlassung f�r die Anordnung eines psychiatrischen Gutachtens erkannte, hat sie das dem erkennenden Strafgericht zustehende Ermessen nicht �berschritten und das Bundesrecht nicht verletzt.
Schliesslich r�gt die Beschwerdef�hrerin, das Obergericht habe zu Unrecht Art. 33 Abs. 2 StGB (Notwehrexzess) nicht angewendet. Sie habe sich "zur Zeit der Telefonanrufe in einer Notsituation" befunden, "drohte doch, ein Artikel �ber sie und ihre Hundehaltung zu erscheinen". Der Zeitschriftenartikel sei "im Nachgang" zu einem "Beitrag in Tele Z�ri" geplant gewesen, und die Journalistinnen h�tten sich zuvor "nie" bei der Beschwerdef�hrerin "gemeldet".
Die R�ge der Verletzung von Bundesrecht erweist sich als offensichtlich unbegr�ndet. Art. 33 Abs. 2 StGB setzt eine Notwehrsituation voraus, n�mlich einen rechtswidrigen Angriff, der vom Angeschuldigten mit unverh�ltnism�ssigen Mitteln abgewehrt worden w�re (vgl. BGE 115 IV 167 ff.; 109 IV 5 E. 3 S. 7). Ein rechtswidriger Angriff der Gesch�digten ist hier nicht ersichtlich und wird auch von der Beschwerdef�hrerin nicht dargetan. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz planten die Gesch�digten, �ber eine veterin�ramtliche Inspektion journalistisch zu berichten, die am 2. September 1997 bei der Beschwerdef�hrerin als Hundehalterin durchgef�hrt worden war und in deren Verlauf 66 Hunde polizeilich beschlagnahmt wurden. Als die Beschwerdef�hrerin vom geplanten Zeitschriftenartikel erfuhr, kontaktierte sie am 10. bzw. 11. Januar 1998 telefonisch die Gesch�digten, worauf die inkriminierten �usserungen fielen. Die Beschwerdef�hrerin macht zwar geltend, sie habe sich "in ihrer Pers�nlichkeit verletzt und in ihrer beruflichen Existenz bedroht" gef�hlt. Sie legt jedoch nicht dar, inwiefern die journalistischen Recherchen der Gesch�digten als rechtswidriger Angriff qualifiziert werden k�nnten. Der blosse Umstand, dass die Beschwerdef�hrerin am Telefon (und in Unkenntnis des Inhalts des geplanten Artikels) stark �berreagiert hat und ausf�llig wurde, f�hrt nicht zur Annahme einer Notwehrsituation bzw. eines Notwehrexzesses.
Nach dem Gesagten ist auch die Nichtigkeitsbeschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung hinf�llig.
Die Beschwerdef�hrerin stellt (je f�r beide Beschwerdeverfahren) ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren war sie nicht anwaltlich vertreten, so dass diesbez�glich nur �ber die unentgeltliche Prozessf�hrung (Verzicht auf die Erhebung von Gerichtskosten) zu entscheiden ist. F�r das Nichtigkeitsbeschwerdeverfahren ist zus�tzlich das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeist�ndung zu pr�fen.
Die erhobene staatsrechtliche Beschwerde erweist sich als zum vornherein aussichtslos, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Prozessf�hrung abzuweisen ist (Art. 152 Abs. 1 OG). Die betreffenden Gerichtskosten sind der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Unter Ber�cksichtigung ihrer Verm�gensverh�ltnisse wird die Gerichtsgeb�hr auf Fr. 800.-- festgelegt.
F�r die Nichtigkeitsbeschwerde kann dem Ersuchen um unentgeltliche Prozessf�hrung und Rechtsverbeist�ndung stattgegeben werden. Die gesetzlichen Voraussetzungen sind erf�llt, insbesondere erscheint die Bed�rftigkeit der Gesuchstellerin ausreichend dargetan (Art. 152 OG).
Da kein Schriftenwechsel der privaten Parteien angeordnet wurde (vgl. Art. 276 Abs. 1 BStP), sind bei der privaten Beschwerdegegnerin keine entsch�digungspflichtigen Parteikosten angefallen.
Die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde (6S.103/2003) wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten werden kann.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege f�r die staatsrechtliche Beschwerde wird abgewiesen, dasjenige f�r die Nichtigkeitsbeschwerde wird gutgeheissen.
4. Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 800.-- (f�r das staatsrechtliche Beschwerdeverfahren) wird der Beschwerdef�hrerin auferlegt.
5. Rechtsanwalt Raffael J. Weidmann wird f�r das Nichtigkeitsbeschwerdeverfahren als amtlicher Rechtsvertreter ernannt und aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 3'000.-- entsch�digt.
Dieses Urteil wird den Parteien sowie der Staatsanwaltschaft, dem Kassationsgericht und dem Obergericht, I. Strafkammer, des Kantons Z�rich schriftlich mitgeteilt.