Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Hamm&Datum=20.09.2005&Aktenzeichen=15%20W%20188/05
Timestamp: 2019-06-16 11:42:53
Document Index: 211372955

Matched Legal Cases: ['§ 119', '§ 2306', '§ 119', '§ 2306', '§ 28', '§ 28', '§ 2306']

OLG Hamm, 20.09.2005 - 15 W 188/05 - dejure.org
https://dejure.org/2005,1221
OLG Hamm, 20.09.2005 - 15 W 188/05 (https://dejure.org/2005,1221)
OLG Hamm, Entscheidung vom 20.09.2005 - 15 W 188/05 (https://dejure.org/2005,1221)
OLG Hamm, Entscheidung vom 20. September 2005 - 15 W 188/05 (https://dejure.org/2005,1221)
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BGB § 119 § 2306 Abs. 1 S. 2 Halbsatz 2
Fehlvorstellung über die rechtlichen Auswirkungen der Erbschaftsannahme auf das Pflichtteilsrecht als Inhaltsirrtum i.S.d § 119 Abs. 1 1. Alt. BGB; Maßgeblichkeit der durch die Vorschrift des § 2306 Abs. 1 S. 2 BGB hergestellten rechtlichen Verknüpfung zwischen der Ausschlagung und dem Pflichtteilsrecht für die Abgrenzung eines Inhaltsirrtums von einem Motivirrtum; Ursächlichkeit eines Inhaltsirrtums für die Erbschaftsannahme durch Verstreichenlassen der Ausschlagungsfrist; Irrtum über eine verkehrswesentliche Eigenschaft des Nachlasses; Voraussetzungen der Vorlagepflicht nach § 28 Abs. 2 Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FGG)
Anfechtung - In welchen Fällen kann die Annahme der Erbschaft angefochten werden?
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des OLG Hamm vom 20.09.2005, Az.: 15 W 188/05 (Anfechtbarkeit der Versäumung der Ausschlagungsfrist)" von Prof. Dr. Ulrich Haas und WissMit. Isabell Jeske, original erschienen in: ZEV 2006, 172 - 173.
AG Arnsberg - 24 VI 26/04
LG Arnsberg, 13.04.2005 - 6 T 1/05
NJW 2005, 3808 (Ls.)
FGPrax 2006, 24
FamRZ 2006, 578
Auf ihre weitere Beschwerde hat das Oberlandesgericht die Sache gemäß § 28 Abs. 2 FGG dem Bundesgerichtshof zur Entscheidung vorgelegt (vgl. FamRZ 2006, 578 = ZEV 2006, 168).
ee) Keiner Entscheidung bedarf die Frage, ob der Klägerin ein Recht zur Anfechtung wegen Rechtsfolgenirrtums zustünde, soweit sie die Annahme in der irrigen Rechtsansicht erklärt haben sollte, sie könne auch im Falle des § 2306 Abs. 1 Satz 2 BGB den Pflichtteil trotz Annahme der Erbschaft verlangen (str., vgl. einerseits BayObLG NJW-RR 1995, 904 ; andererseits OLG Hamm, FamRZ 2006, 578 m.w.N.).