Source: https://www.colin-kuehn.de/
Timestamp: 2018-05-26 13:29:58
Document Index: 328933888

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 15', '§ 82', '§ 82']

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Bundesverfassungsgericht vom 11.7.2017: Tarifeinheitsgesetz ist verfassungsgemäß
Das BVerfG hat heute entschieden, dass das umstrittene Tarifeinheitsgesetz mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Das Gericht hat allerdings dem Gesetzgeber aufgegeben, das Gesetz in einigen Teilbereichen nachzubessern, um kleinere Gewerkschaften in ihrem Bestand und Ausübung ihrer Grundrechte zu schützen.
Warum Arbeitgeber Bewerbungsabsagen nicht begründen müssen
http://www.zeit.de/karriere/bewerbung/2017-04/bewerbungsabsagen-bewerbung-personalmanager-begruendung-klage
BAG vom 24.8.2016 - 7 AZR 342/14: sachgrundlose Befristung an ein Heimarbeitsverhältnis (PM)
Mit dem Urteil hat das BAG entschieden, dass ein Heimarbeitsverhältnis keine Zuvor-Beschäftigung i.S.v. § 14 Abs.2 TzBfG ist. Die Mitarbeiterin des Unternehmens war zunächst für ein Jahr als Heimarbeiterin tätig, ehe sie vom 1.9.2010 bis 31.8.2012 einen befristeten Arbeitsvertrag erhielt. Nachdem dieser nicht verlängert wurde, machte sie geltend, dass die Befristung unwirksam sei. Grundsätzlich kann ein Arbeitsverhältnis bis zu 2 Jahren befristet werden, ohne dass ein Sachgrund vorliegen muss. Dies gilt gemäß § 14 Abs.2 S.2 TzBfG jedoch nicht, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein Arbeitsverhältnis bestanden hat. Als ein solches Arbeitsverhältnis sei das Heimarbeitsverhältnis allerdings nicht anzusehen.
Nachdem das BAG geklärt hat, dass Ausbildungsverhältnisse keine Arbeitsverhältnisse sind, hat es den Geltungsbereich des § 14 Abs.2 S.2 bei anderen Beschäftigungsformen weiter abgegrenzt und für Rechtsklarheit gesorgt. Für eine genaue Begründung bleibt das vollständige Urteil abzuwarten.
BAG vom 11.8.2016 - 8 AZR 375/15: Benachteiligung wegen Schwerbehinderung bei Stellenbewerbung (PM)
Das BAG hat in letzter Instanz einen öffentlichen Arbeitgeber dazu verurteilt, einem schwerbehinderten Bewerber eine Entschädigung gemäß § 15 Abs.2 AGG in Höhe von einem Monatsgehalt zu zahlen. Die beklagte Stadt schrieb eine Stelle für einen "technischen Angestellten", auf die sich der Kläger bewarb. In seiner Bewerbung wies er auf seine Schwerbehinderung mit einem GdB 50 hin. Die Stadt lud ihn nicht zu einem Vorstellungsgespräch ein. Dies begründet, so das BAG, die Vermutung, dass eine Benachteiligung wegen der Schwerbehinderung vorliegt. Denn gemäß § 82 SGB IX müssen öffentliche Arbeitgeber einen Bewerber zu einem Gespräch einladen, es sei denn, dass dieser offensichtlich fachlich nicht geeignet ist (§ 82 S.3 SGB IX). Dies konnte der Arbeitgeber nicht nachweisen.