Source: http://sportverein-fargau.de.tl/Waffenrecht.htm
Timestamp: 2018-02-25 19:33:34
Document Index: 178303373

Matched Legal Cases: ['§ 36', '§ 36', '§ 36', '§ 13', '§ 10', '§ 34', '§ 5']

www.sportverein-fargau.de.tl - Waffenrecht
=> Waffenrecht
Auszug vom Kreis Plön Index http://www.kreis-ploen.de/k_verwaltung/index.htm
Öffnungszeiten der Waffenbehörde:
Hinweis der Waffenbehörde: Personen, die Schusswaffen mit sich führen, dürfen das Kreishaus ausschließlich durch den Haupteingang betreten und haben sich unverzüglich an der Information zu melden.
Auf dieser Seite sind einige Informationen zum Waffengesetz für Sie zusammengestellt. Für weitergehende Fragen wenden Sie sich bitte direkt an uns.
Im Waffenrecht werden für den Umgang mit Waffen folgende Begriffe verwendet:
§ Erwerb und Besitz (durch Kauf, Erbe, Schenkung, Leihen)
§ Führen (in der Öffentlichkeit bei sich tragen)
Je nach Art der Waffe unterscheidet man in
§ verbotene Waffen, die man nicht besitzen darf
§ Waffen, die man ohne Erlaubnis erwerben, besitzen und führen darf, z.B.
§ Hieb- und Stichwaffen (sofern sie nicht zu den verbotenen Waffen gehören)
§ unbrauchbar gemachte Schusswaffen
§ Elektroschockgeräte / Reizstoffsprühgeräte mit amtlichem Prüfzeichen
§ Waffen, die man ohne Erlaubnis erwerben und besitzen, aber nur mit Erlaubnis führen darf, z.B.
§ Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen mit PTB-Zeichen (kurz: SRS-Waffen, Erlaubnis ist der kleine Waffenschein)
§ Luftdruck-, Federdruck- und Co2-Waffen (Erlaubnis ist der Waffenschein)
§ Waffen, die man nur mit Waffenbesitzkarte erwerben/besitzen und ggf. nur mit Waffenschein führen darf
§ scharfe Schusswaffen
§ SRS-Waffen sowie Luftdruck-, Federdruck- und Co2-Waffen ohne amtliches Prüfzeichen
§ wesentliche Teile dieser Schusswaffen
Für alle Waffen gelten die Vorschriften zur sicheren Aufbewahrung (§ 36 WaffG)!
„Wer Waffen oder Munition besitzt, hat die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, dass diese Gegenstände abhanden kommen oder Dritte sie unbefugt an sich nehmen.“ (§ 36 Abs. 1 Satz 1 WaffG)
Dies gilt auch für Besitzer von SRS-, Hieb- oder Stoßwaffen!
In § 36 WaffG und in §§ 13, 14 AWaffV werden die gewerblichen wie auch die privaten Waffenbesitzer im besonderen Maße verpflichtet, die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, damit Unbefugte nicht in den Besitz von Waffen gelangen. Die Erfüllung dieser gesetzlichen Sicherungspflicht muss im eigenen Interesse eines jeden Waffenbesitzers liegen. Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, so kann dieser Umstand die persönliche Zuverlässigkeit in Frage stellen und zum Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnis führen. Verstöße gegen die Sicherungspflichten sind zudem bußgeldbewehrt.
v Erlaubnispflichtige Schusswaffen dürfen grds. nur getrennt von Munition und in geeigneten Sicherheitsschränken aufbewahrt werden.
Ø Merkblatt "Sichere Aufbewahrung Waffen und Munition"
v Waffentransport: Schusswaffen und Munition müssen getrennt und für Dritte nicht sichtbar verwahrt werden. Waffen dürfen in einem öffentlich abgestellten und nicht beaufsichtigten Kraftfahrzeug nicht zurückgelassen werden.
Der Erwerb und das Überlassen einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe ist der zuständigen Behörde innerhalb von zwei Wochen anzuzeigen (§ 10 Abs. 1 Satz 4, § 34 Abs. 2 Satz 2 WaffG)! Ein Verstoß hiergegen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, welche mit einer Geldbuße geahndet wird.
Die Anzeige über einen Waffenkauf/-verkauf kann auch per Post getätigt werden, eine persönliche Vorsprache ist nicht erforderlich! Bitte senden Sie hierzu eines der nachstehenden Formulare ausgefüllt und unterschrieben zusammen mit Ihrer Waffenbesitzkarte an den Kreis Plön, Waffenbehörde, Hamburger Str. 17/18, 24306 Plön.
Ø Formular „Erwerbsanzeige“
Ø Formular „Überlassungsanzeige“
Verbotene Waffen darf man weder erwerben noch besitzen. Verstöße stellen eine Straftat dar, die mit Geld- oder Gefängnisstrafen bis zu fünf Jahren geahndet werden.
Die komplette Liste verbotener Waffen finden Sie im Waffengesetz (Anlage 2 Abschnitt 1). Dazu gehören u.a.:
v Totschläger, Schlagringe, Stahlruten
v Wurfsterne
v Würgegeräte (z.B. Nun-Chakus)
v Butterfly-, Faust- und bestimmte Spring- und Fallmesser
v verdeckte Hieb- und Stoßwaffen (z.B. Stockdegen, Feuerzeugmesser)
Alle Personen, die eine SRS-Waffe mit PTB-Zulassungszeichen in der Öffentlichkeit bei sich tragen, müssen einen so genannten „kleinen Waffenschein“ besitzen. Erteilungsvoraussetzungen für einen solchen Waffenschein sind außer dem Alterserfordernis von 18 Jahren die Zuverlässigkeit und persönliche Eignung (§§ 5, 6 WaffG).
Der bloße Besitz von SRS-Waffen in den eigenen Räumen oder auf dem eigenen Grundstück ist erlaubt. Wird jemand beim Führen einer SRS-Waffe ohne kleinen Waffenschein angetroffen, begeht er eine Straftat, für die Geld- oder Gefängnisstrafe bis zu drei Jahren und die Einziehung der Waffe droht.
Luftdruck-, Federdruck- und Co2-Waffen
v die Geschossenergie nicht über 7,5 Joule liegt und
v die Waffe mit einem „F“ im Fünfeck gekennzeichnet ist oder
v die Waffe vor dem 01.01.1970 in der Bundesrepublik Deutschland bzw. vor dem 02.04.1991 im Beitrittsgebiet in den Handel gebracht wurde.
Ø Antragsformular „Erlaubnis nach dem Waffengesetz“
Ø Antragsformular „WBK Segler“
Der Waffenschein ist die Erlaubnis zum Führen einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe außerhalb befriedeten Besitztums. Er wird auf höchstens drei Jahre beschränkt. Die Gebühr beträgt 102,26 Euro.
Der kleine Waffenschein ist die Erlaubnis zum Führen von SRS-Waffen außerhalb befriedeten Besitztums. Die Erlaubnis wird unbefristet erteilt und gilt allgemein für das Führen von Gas- und Schreckschusswaffen. Die Gebühr beträgt 50,00 Euro.
Ø Antragsformular „kleiner Waffenschein“
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/waffg_2002/gesamt.pdf
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/awaffv/gesamt.pdf