Source: https://www.flegl-rechtsanwaelte.de/welche-kuendigungsschutzklage-frist-sie-einhalten-muessen
Timestamp: 2016-10-26 19:09:23
Document Index: 384962558

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 623', '§ 5', '§ 5', '§ 5']

Welche Kündigungsschutzklage Frist Sie einhalten müssen - Arbeitsrecht
Startseite » Arbeitsrecht » Welche Kündigungsschutzklage Frist Sie einhalten müssen	Welche Kündigungsschutzklage Frist Sie einhalten müssen
Um eine Kündigungsschutzklage einzureichen, bleibt Arbeitnehmern nur ein kleines Zeitfenster. Innerhalb von drei Wochen muss die Kündigung beim Arbeitsgericht liegen, sonst ist die Chance vertan. In der Praxis gibt es jedoch auch Ausnahmen, in denen die Kündigungsschutzklage Frist verlängert werden kann.
Die Dauer der Kündigungsschutzklage Frist ist in § 4 S. 1 KSchG festgeschrieben. Hier heißt es:
„[…] so muss er innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung Klage beim Arbeitsgericht auf Feststellung erheben, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist.“
Wenn Sie eine Kündigungsschutzklage einreichen möchten, müssen Sie dies also innerhalb von drei Wochen ab dem Zeitpunkt tun, an dem Sie die schriftliche Kündigung bekommen haben. Vorsicht: Wenn Sie die Kündigungsschutzklage Frist ohne triftigen Grund verstreichen lassen, haben Sie Ihre Chance vertan. Die Kündigung wird dann automatisch als von Anfang an als wirksam angesehen.
Ausnahmen von der gesetzlichen Kündigungsschutzklage Frist
Es geht jedoch zwei Ausnahmen, in denen die Kündigungsschutzklage Frist länger ausfallen kann:
Diese Ausnahmeregelung ergibt sich aus § 4 S. 4 KSchG, der da lautet:
„Soweit die Kündigung der Zustimmung einer Behörde bedarf, läuft die Frist zur Anrufung des Arbeitsgerichts erst von der Bekanntgabe der Entscheidung der Behörde an den Arbeitnehmer ab.“
Diese Ausnahme betrifft beispielsweise die Kündigung von schwerbehinderten Arbeitnehmern, bei denen das Integrationsamt der Kündigung zustimmen muss. Erst wenn die jeweilige Behörde ihre Entscheidung mitgeteilt hat, beginnt die gesetzliche Kündigungsschutzklage Frist von drei Wochen zu laufen.
Verstoß gegen das Schriftformerfordernis
Da § 4 S. 1 KSchG ausdrücklich vom Zugang der „schriftlichen Kündigung“ spricht, sind Kündigungen von dieser Regelung ausgenommen, die gegen das Schriftformerfordernis gemäß § 623 BGB verstoßen. Wenn Ihnen die Kündigung also beispielsweise per Email oder mündlich ausgesprochen wurde, können Sie sich mit der Einreichung der Klage mehr Zeit lassen.
Wenn Sie die Kündigungsschutzklage Frist aus einem Grund haben verstreichen lassen, den Sie nicht zu vertreten haben, räumt Ihnen § 5 KSchG die Möglichkeit ein, einen Antrag auf die nachträgliche Zulassung der Kündigungsschutzklage zu stellen. Diesen Antrag müssen Sie dann gemeinsam mit der Kündigungsschutzklage einreichen (§ 5 Abs. 2 KSchG).
Ein typischer Fall, in dem die Kündigungsschutzklage Frist regelmäßig verlängert wird, ist, wenn Sie sich über den gesamten Zeitraum der Ihnen zur Verfügung stehenden Frist in Urlaub befunden haben und Sie somit keine Kenntnis von der Kündigung erlangt haben.
§ 5 Abs. 3 KSchG schreibt eine neue Kündigungsschutzklage Frist vor, innerhalb derer der Antrag gestellt werden kann. Sobald das Hindernis, das Sie an der Einreichung der Klage gehindert hat, weggefallen ist, besteht nur noch für zwei Wochen die Möglichkeit, die Klage einzureichen. In dem genannten Urlaubsbeispiel läuft diese Zweiwochenfrist ab dem Ende des Urlaubs und der Kenntnisnahme von der Kündigung.
Kündigungsschutzklage (11.3) Tagtäglich kommt es vor: Arbeitnehmer erhalten die Kündigung und haben das Gefühl, vom Arbeitgeber zu, Antrag auf Elternzeit – Müssen Sie sich festlegen? (10.4) Wenn es an den Antrag auf Elternzeit geht, sind viele Eltern ratlos. Wie lange man, Arbeitsunfall – was Sie als Arbeitgeber tun müssen (8.9) Als Arbeitgeber gilt für Sie, dass jeder Beschäftigte des Unternehmens, ob sozialversicherungspflichtig oder ehrenamtlich, durch, Kosten einer Kündigungsschutzklage (8.1) Arbeitnehmer, die eine Kündigung erhalten haben, trauen sich oft nicht, dagegen vorzugehen, weil sie die, Arbeitsunfall – was Sie als Arbeitnehmer tun müssen (7.5) Kommt es zu einem Arbeitsunfall, sind Sie als Arbeitnehmer berechtigt, solche Leistungen in Anspruch zu