Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4187.htm
Timestamp: 2018-11-21 08:50:55
Document Index: 9055128

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 22', '§ 2', 'Art;\n15', '§ 4', '§ 6', '§ 7', '§ 63']

4.187 Lauchhalde (2 Teilgebiete)
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet »Lauchhalde« vom 14. März 1991 (GBl. v. 28.06.1991, S. 369).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz -NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBI. S. 199), und von § 22 Abs. 2 Landesjagdgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBI. 1979 S. 12) wird verordnet:
(1) Die in § 2 Abs. 1 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Hechingen, Gemarkung Stein, Landkreis Zollernalbkreis, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(3) Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung »Lauchhalde«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 18,25 ha. Es umfaßt nach dem Stand vom 28.Februar 1991 auf Gemarkung Stein die Flurstücke Nr. 1037, 1038, 1042, 1044, 1095 teilweise, 1119 bis 1123 teilweise, 1126 teilweise, 1128 teilweise, 1130, 1133, 1134 teilweise, 1135, 1136, 1138 bis 1141 teilweise und 1247 sowie die ganz oder teilweise innerhalb der Abgrenzung liegenden Feldwege Nr. 1131, 1129 und 1094 teilweise.
(2) Das dienende Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 10,81 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Stein die Flurstücke Nr. 995/1, 995/3, 996 bis 999, 1001, 1004, 1005, 1006, 1008 bis 1013, 1014/1, 1014/2, 1015 bis 1021, 1024/1, 1024/2, 1028 bis 1036, 1048 bis 1052, 1054, 1057 bis 1065, 1067, 1069, 1072, 1073, 1076 bis 1087, 1089 bis 1092, 1099, 1100, Ettenbach teilweise sowie die ganz oder teilweise innerhalb der Abgrenzung liegenden Feldwege Nr. 1002 und 1093 und 1094 teilweise.
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen, Stand 28. Februar 1991 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet. Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind rot, die des Landschaftsschutzgebietes grün angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen, beim Landratsamt Zollernalbkreis in Balingen und beim Bürgermeisteramt der Stadt Hechingen in Hechingen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
(1) Wesentlicher Schutzzweck des Naturschutzgebiets ist die Erhaltung eines vielfältig strukturierten Landschaftsteiles des unteren Starzeltales mit der daran gebundenen extensiven Weidenutzung als Lebensraum für gefährdete und geschützte Tier- und Pflanzenarten sowie die Bewahrung nachstehender ökologischer Räume als kulturhistorische Relikte.
1. die extensiv genutzten Weideflächen,
2. die Magerrasen,
3. die Gebüschsukzessionen und
4. die Gehölzstreifen.
Von besonderer ökologischer landschaftsästhetischer Bedeutung sind hierbei:
1. die Hochstaudenfluren
2. die extensiv genutzten Wiesen auf trockenen und feuchten Standorten
3. die Wiesenbrachen
4. die extensiv genutzten Äcker mit ihrer Segetalflora
5. die Ackerbrachen
6. die Ruderalflächen
1. bauliche Anlagen im Sinne der Landesbauordnung (in der jeweils geltenden Fassung) zu errichten oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen durchzuführen, Sport-, Spiel- oder Erholungseinrichtungen zu schaffen sowie Einfriedigungen jeder Art zu errichten;
2. weitere Straßen, Wege, Plätze oder sonstige Verkehrsanlagen anzulegen, weitere Leitungen zu verlegen oder Anlagen dieser Art zu verändern;
9. zu zelten, zu grillen, zu lagern, Wohnwagen, sonstige Fahrzeuge oder Verkaufsstände aufzustellen;
10. das Schutzgebiet außerhalb der Wege in der Zeit vom 15. Mai bis 30. September zu betreten;
13. auf landes- und gemeindeeigenen Wiesen- und Weidegrundstücken Düngemittel oder Chemikalien einzubringen;
14. das Landen und Starten von Luftfahrzeugen aller Art;
15. auf den Wiesen- und Weidegrundstücken Weidezäune, Koppeln oder Pferche einzurichten.
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß jagdliche Einrichtungen nur dort aufgestellt werden, wo sie weder wertvolle Pflanzenstandorte noch das Landschaftsbild beeinträchtigen. Es sind nur einfache Ansitzleitern aus naturbelassenen Hölzern zulässig. Futterstellen sind hinsichtlich Anzahl und Umfang auf das zur Hegepflicht erforderliche Ausmaß zu begrenzen;
2. für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Grünlandnutzung;
§ 4 (2), Ziffer 13 bleibt unberührt.
5. der Naturschutz oder der besondere Erholungswert der Landschaft beeinträchtigt wird.
9. Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen oder das mehrtägige Zelten
oder Aufstellen von Kraftfahrzeugen;
(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 6 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkung der Handlung dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke. § 7 Abs. 2 Nr. 11, 12 und 13 bleiben unberührt;
Von den Vorschriften dieser Verordnung kann nach § 63 NatSchG vorn Regierungspräsidium Befreiung erteilt werden.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamts Hechingen zum Schutze von Landschaftsteilen um die Mittlere Starzel im Bereich des Landkreises Hechingen (Landschaftsschutzgebiet »Mittleres Starzeltal«) vom 10. Oktober 1963, verkündet im Schwarzwälder Boten vom 16. Oktober 1963, soweit sie sich auf den Geltungsbereich dieser Verordnung bezieht, außer Kraft.