Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202016,%202089
Timestamp: 2019-07-23 23:34:43
Document Index: 245522347

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249', '§ 562', '§ 563', '§ 328', '§ 675', '§ 249', '§ 675', '§ 675', '§ 249', '§ 249', '§ 675', 'BGH', '§ 249', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 15', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 675', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 18.02.2016 - IX ZR 191/13 - dejure.org
https://dejure.org/2016,6077
BGH, 18.02.2016 - IX ZR 191/13 (https://dejure.org/2016,6077)
BGH, Entscheidung vom 18.02.2016 - IX ZR 191/13 (https://dejure.org/2016,6077)
BGH, Entscheidung vom 18. Februar 2016 - IX ZR 191/13 (https://dejure.org/2016,6077)
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§§ 249 ff BGB, § 562 Abs. 1 ZPO, § 563 Abs. 1 ZPO, § 328 BGB
§§ 675 Abs. 1, 249 Abs. 1 BGB
§ 249 Abs 1 BGB, § 675 Abs 1 BGB
Vertragliche Verpflichtung eines Steuerberaters zur Beachtung der Interessen mehrerer von seinem Mandanten beherrschten Gesellschaften; Schadensberechnung unter Einbeziehung der Vermögenslage dieser Unternehmen im Falle der Pflichtverletzung; Berücksichtigung der Belastung mit Grunderwerbsteuer als Schaden im Rahmen einer konsolidierten Schadensberechnung; Einbeziehung der Vermögensinteressen eines Dritten nach dem Inhalt des Beratungsvertrages
Steuerberaterhaftung - Schadensberechnung bei Einbeziehung mehrerer Gesellschaften in den Schutzbereich des Mandatsverhältnisses
Zur Schadensberechnung, wenn der steuerliche Berater nach dem Inhalt des Vertrages die Interessen mehrerer von seinem Mandanten beherrschter Gesellschaften zu beachten hat
BGB § 675 Abs. 1; BGB § 249 Abs. 1 He
BGB § 249 Abs. 1 ; BGB § 675 Abs. 1
Steuerberaterhaftung: Konsolidierte Schadensberechnung bei Beratung im Interesse mehrerer Unternehmen
Mandat mit mehreren Gesellschaften - und die Haftung des Steuerberaters
Differenzhypothese, Haftung Steuerberater
Anwendung einer konsolidierten Schadensbetrachtung bei der Steuerberaterhaftung
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Vermögensverschiebung innerhalb verbundener Gesellschaften
Ersatzfähiger Schaden infolge fehlerhafter steuerlicher Beratung - Ergänzung zu RÜ 2015, 282
LG Frankfurt/Main, 17.04.2012 - 14 O 161/11
OLG Frankfurt, 16.07.2013 - 10 U 121/12
NJW-RR 2017, 52
ZIP 2016, 1541
MDR 2016, 884
BB 2016, 916
DB 2016, 887
NZG 2016, 878
Hat die steuerliche Beratung einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts nach dem Inhalt des Vertrages auch die Interessen der Gesellschafter zum Gegenstand, ist der Schaden unter Einbeziehung der Vermögenslagen der Gesellschafter zu berechnen (Fortführung von BGH, Urteil vom 18. Februar 2016, IX ZR 191/13, ZIP 2016, 1541).
Ob und inwieweit ein nach §§ 249 ff BGB zu ersetzender Vermögensschaden vorliegt, beurteilt sich regelmäßig nach einem Vergleich der infolge des haftungsbegründenden Ereignisses eingetretenen Vermögenslage mit derjenigen, die ohne jenes Ereignis eingetreten wäre (BGH…, Urteil vom 14. Juni 2012 - IX ZR 145/11, BGHZ 193, 297 Rn. 42;… vom 6. Juni 2013 - IX ZR 204/12, WM 2013, 1323 Rn. 20;… vom 5. Februar 2015 - IX ZR 167/13, WM 2015, 790 Rn. 7;… vom 10. Dezember 2015 - IX ZR 56/15, ZIP 2016, 371 Rn. 12; vom 18. Februar 2016 - IX ZR 191/13, ZIP 2016, 1541 Rn. 9).
Dieser erfordert nicht lediglich eine Berücksichtigung von Einzelpositionen, sondern eine Gegenüberstellung der hypothetischen und der tatsächlichen Vermögenslage (vgl. BGH, Urteil vom 20. November 1997 - IX ZR 286/96, WM 1998, 142 f; vom 20. Januar 2005 - IX ZR 416/00, WM 2005, 999, 1000;… vom 7. Februar 2008 - IX ZR 149/04, WM 2008, 946 Rn. 24;… vom 5. Februar 2015, aaO;… vom 10. Dezember 2015, aaO; vom 18. Februar 2016, aaO).
b) Bezugspunkt des Gesamtvermögensvergleichs ist grundsätzlich das Vermögen des Geschädigten, nicht aber dasjenige Dritter (vgl. BGH…, Urteil vom 5. Februar 2015, aaO Rn. 8;… vom 10. Dezember 2015, aaO Rn. 13; vom 18. Februar 2016, aaO Rn. 10).
Wenn der Mandant im Rahmen einer Gestaltungsberatung die Berücksichtigung der Interessen eines Dritten zum Gegenstand der Beratungsleistung gemacht hat, ist die Schadensberechnung auch unter Einbeziehung dieser Drittinteressen vorzunehmen (vgl. BGH…, Urteil vom 5. Februar 2015, aaO Rn. 11 f;… vom 10. Dezember 2015, aaO Rn. 15; vom 18. Februar 2016, aaO Rn. 12).
Diese Einnahmen sind wirtschaftlich den Gesellschafterinnen zuzurechnen und wären diesen als Einnahmen einer neu zu gründenden Gesellschaft weiterhin zuzuordnen gewesen, ohne dass für die Einnahmen aus physiotherapeutischen Heilbehandlungen gemäß § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG Gewerbesteuer angefallen wäre (vgl. BGH, Urteil vom 18. Februar 2016 - IX ZR 191/13, ZIP 2016, 1541 Rn. 16).
BGH, 06.06.2019 - IX ZR 115/18
Schadensersatzanspruch wegen der Falschberatung eines Steuerberaters aufgrund …
Ob, wie die Beklagten meinen, das höhere Gehalt des Geschäftsführers im Wege der konsolidierten Schadensberechnung (vgl. BGH, Urteil vom 18. Februar 2016 - IX ZR 191/13, WM 2016, 2089) schadensmindernd zu berücksichtigen ist, richtet sich nach dem Auftrag, welchen die Klägerin den Beklagten erteilt hat.
(a) Bei dem für die Schadensermittlung gebotenen Vergleich der Vermögenslagen der Klägerin mit und ohne die ordnungsgemäße Hinweiserteilung (vgl. BGH, Urt. v. 18.02.2016 - IX ZR 191/13 = MDR 2016, 884 Rz. 9) ergibt sich zunächst ein zu Lasten der aktuellen Vermögenslage der Klägerin bestehender Saldo in Gesamthöhe von 427.731,77 EUR.
Es geht bei dem Gesamtvermögensvergleich nicht um Einzelpositionen, sondern um eine Gegenüberstellung der hypothetischen und der tatsächlichen Vermögenslage (BGH WM 2006, 927 [928]; 2008, 946 RN 24; DB 2011, 1633 RN 16; WM 2015, 1622 RN 32; 2016, 2089 RN 9; BeckOK BGB/Detlev Fischer, 48. Ed. 1.11.2018, BGB § 675 RN 30).
Hierbei sind nicht nur Einzelpositionen zu berücksichtigen, sondern es ist eine Gegenüberstellung der gesamten hypothetischen und der tatsächlichen Vermögenslage vorzunehmen (BGH, Urteil vom 18. Februar 2016 - IX ZR 191/13, NJW-RR 2017, 52 Rn. 9 mwN).
Dieser erfordert hierbei nicht lediglich eine Berücksichtigung von Einzelpositionen, sondern eine Gegenüberstellung der hypothetischen und der tatsächlichen Vermögenslage (BGH, Urt. v. 18.02.2016 - IX ZR 191/13, ZIP 2016, 1541, Rn. 9 m.w.N.).
Im Verhältnis von Frau ... zur ... wird dies vor allem dadurch deutlich, dass eine Großzahl der steuerlichen Risiken einer Umwandlung nicht (nur) eine Besteuerung auf Ebene der Gesellschaft, sondern (auch) des Gesellschafters mit sich bringt (vgl. BGH WM 2000, 199 [BGH 02.12.1999 - IX ZR 415/98] ; BGH BB 2016, 916 [BGH 18.02.2016 - IX ZR 191/13] ).