Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=11.10.2007&Aktenzeichen=III%20ZR%20298%2F06
Timestamp: 2019-02-21 07:01:48
Document Index: 66930165

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 24', '§ 28', '§ 93', '§ 95', '§ 96', '§ 194', 'Art. 14', 'BGH', 'BGH', '§ 28', '§ 87', 'BGH', 'BGH', '§ 28', '§ 28', '§ 28', 'BGH', 'BGH', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 28', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.10.2007 - III ZR 298/06 - dejure.org
Zahlung einer Entschädigung an einen Grundstückseigentümer durch die Gemeinde bei Ausübung ihres gesetzlichen Vorkaufsrechts; Berücksichtigung von nicht wertsteigernden Aufwendungen des Eigentümers auf sein Grundstück bei Bemessung der Entschädigung; Entschädigung von Folgeschäden über die Substanzentschädigung
BauGB § 24 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 28 Abs. 4 Satz 1, § 93 Abs. 2 Nr. 1 und 2, § 95 Abs. 1 Satz 1, § 96 Abs. 1 Satz 1, § 194; GG Art. 14 Ea
Keine Berücksichtigung nicht wertsteigernder Aufhebung bei Kaufpreisbemessung für gemeindliches Vorkaufsrecht nach Entschädigungsgrundsätzen
Bemessung der Entschädigung bei Ausübung des Vorkaufsrechts durch die Gemeinde; Berücksichtigung nicht wertsteigender Aufwendungen
Entschädigung bei gesetzlichem Vorkaufsrecht
Keine Entschädigung für nicht wertsteigernde Aufwendungen! (IMR 2007, 401)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 11.10.2007, Az.: III ZR 298/06 (Keine Entschädigung für Kosten einer Baufreimachung bei Ausübung eines gemeindlichen Vorkaufsrechts)" von Notar Dr. Alfons Hueber, original erschienen in: NotBZ 2008, 66 - 67.
LG Berlin, 25.05.2005 - 1 HKO 1/05
KG, 27.10.2006 - 9 U 3/05
BGHZ 174, 25
NJW 2008, 515
MDR 2008, 72
DNotZ 2008, 433
NZM 2007, 933
BauR 2008, 491
ZfBR 2008, 173
Während nach einer in der Literatur vertretenen Ansicht für die Erfüllung des Tatbestands des § 28 Abs. 4 Satz 1 BauGB insofern entscheidend sei, ob das Grundstück bereits im Zeitpunkt der Ausübung des Vorkaufsrechts gemäß § 87 Abs. 1 BauGB hätte enteignet werden können (Grziwotz, KommJur 2013, 53/55), lässt die Gegenansicht eine Enteignungsmöglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt genügen (so BGH, U.v. 11.10.2007 - III ZR 298/06 - BGHZ 174, 25 = juris Rn. 7;… Hanseat. OLG, U.v. 11.7.2012 - 1 U 1/11 Baul - juris Rn. 31;… Paetow in Berliner Kommentar zum BauGB, Stand: Februar 2018, § 28 Rn. 39;… Stock in Ernst/Zinkahn/Bielenberg/ Krautzberger, BauGB, Stand: Oktober 2017, § 28 Rn. 81;… Spieß in Jäde/Dirnberger u.a., BauGB/BauNVO, 8. Aufl. 2017, § 28 Rn.28).
Das Berufungsgericht schließt sich vielmehr der herrschenden Meinung an, wonach es ausreicht, wenn feststeht, dass das Grundstück zu irgendeinem späteren Zeitpunkt entsprechend den Festsetzungen des Bebauungsplans enteignet werden könnte (so BGH, Urt. v. 11.10.2007, BGHZ 174, 25, 26 f.;… v. 20.4.1989, III ZR 237/87, juris Rn. 8;… Stock, a.a.O., § 28 Rn. 81;… Paetow, a.a.O., § 28 Rn. 39;… Roos, a.a.O., § 28 Rn. 77;… W. Schrödter in: Schrödter, BauGB, 7. Aufl. 2006, § 28 Rn. 37a;… May in: Rixner/Biedermann/Steger, PK-BauGB/Bau-NVO, 2010, § 28 BauGB Rn. 22).
Diese Frage ist vielmehr mit dem oben angeführten Urteil des Bundesgerichtshofs vom 11. Oktober 2007 (BGHZ 174, 25) zu verneinen, ohne dass die Beteiligten zu 1. und 2. insoweit neuen Klärungsbedarf aufgezeigt hätten.
Die individuellen Nachteile, die nicht allgemein jeden betreffen, müssen als Folge der Enteignung in Erscheinung treten (Senatsurteil vom 11. Oktober 2007 - III ZR 298/06, BGHZ 174, 25, Rn. 19 mwN).
Die individuellen Nachteile, die nicht allgemein jeden treffen, müssen als Folge der Enteignung in Erscheinung treten (vgl. Senatsurteil vom 11. Oktober 2007 - III ZR 298/06, BGHZ 174, 25 Rn. 19 mwN).
Baurechtlicher Entschädigungsanspruch in Sachsen-Anhalt: Ausweisung eines …
Chancen oder Aussichten begründen einen Entschädigungsanspruch nur dann, wenn sie im Zeitpunkt der Enteignung unmittelbar und so sicher bevorstehen, dass sie sich bereits als wertbildende Faktoren des genommenen Rechts auswirkten, der allgemeine Grundstücksverkehr ihnen also schon Rechnung trug (BGH, Urteil vom 11.10.2007, III ZR 298/06, BGHZ 174, 25 = NJW 2008, 515).
Denn sie hat dem Kläger Bedenken gegen die vorgesehene Art der Ausführung der Abdichtung nicht mitgeteilt (vgl. BGH, Urteil vom 08.11.2007, VII ZR 183/05, NJW 2008, 515).