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Timestamp: 2016-10-20 21:36:32
Document Index: 305394568

Matched Legal Cases: ['Art. 108', 'Art. 110', 'Art. 106', 'Art. 137', 'BGE', 'Art. 132', 'Art. 132', 'Art. 104', 'Art. 132', 'Art. 132', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 152', 'BGE', 'Art. 152']

I 838/05 (04.09.2006)
I 838/05
Urteil vom 4. September 2006
Pr�sident Ferrari, Bundesrichter Meyer und nebenamtlicher Richter Maeschi; Gerichtsschreiberin Fleischanderl
G.________, 1966, Beschwerdef�hrer, vertreten
durch Rechtsanwalt Johann Burri, Burgerstrasse 22, 6003 Luzern,
IV-Stelle Luzern, Landenbergstrasse 35, 6005 Luzern, Beschwerdegegnerin
Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Luzern
(Entscheid vom 13. Oktober 2005)
A.a G.________, geboren 1966, war seit 1. M�rz 1994 als Arbeiter im Landwirtschaftsbetrieb des Q.________ t�tig und bei der Konkordia, Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung, (seit 1. Januar 2000: Concordia, Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung; nachfolgend: Concordia) obligatorisch f�r die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 19. April 1994 st�rzte er bei der Arbeit und zog sich dabei eine Distorsion des linken Kniegelenks zu. Eine diagnostische Arthroskopie im Spital X.________ vom 9. Mai 1994 zeigte keine wesentlichen Befunde. Bei einer Untersuchung im Spital Y.________ vom 23. Dezember 1994 stellte Dr. med. S.________, Chefarzt der Klinik f�r Orthop�die, indessen zwei bewegliche Gelenksfragmente bei wahrscheinlichem Status nach Flake fracture (Absch�lungsfraktur) an der medialen Patellafacette des linken Kniegelenks fest. Am 28. Februar 1995 wurde im Spital Y.________ eines der beiden Fragmente entfernt, w�hrend das andere unauffindbar blieb. Wegen fortbestehender Beschwerden wurden weitere physiotherapeutische Massnahmen und in der Zeit vom 21. September bis 19. Oktober 1995 eine station�re Behandlung in der Rehaklinik D._________ durchgef�hrt. Die Concordia holte bei Dr. med. P.________, Spezialarzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, einen gutachtlichen Bericht vom 21. Februar 1996 ein und stellte die Heilkosten- und Taggeldleistungen mit Verf�gung vom 21. M�rz 1996 und Einspracheentscheid vom 29. Mai 1996 per Ende Februar 1996 ein. Auf die hiegegen erhobene Beschwerde beauftragte das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern Dr. med. B.________, Spezialarzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie und Leitender Arzt Sporttraumatologie an der Sportschule A.________, mit der Erstellung eines Gutachtens, welches am 26. November 1997 erstattet wurde. Mit Entscheid vom 20. Mai 1998 hiess es die Beschwerde gut und verpflichtete die Concordia, G.________ ab 1. M�rz 1996 weiterhin die gesetzlichen Leistungen in Zusammenhang mit dem Unfall vom 19. April 1994 zu erbringen. Die von der Concordia eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde wies das Eidgen�ssische Versicherungsgericht mit Urteil vom 1. Juni 1999 ab (U 189/98).
A.b Mit Verf�gung vom 5. Juni 1997 sprach die IV-Stelle Luzern G.________ ab 1. April 1995 eine ganze Rente zu, welche sie auf den 30. Juni 1997 befristete, nachdem die Abkl�rung in einer beruflichen Abkl�rungsstelle (BEFAS) ergeben hatte, dass dem Versicherten eine k�rperlich leichte, vorwiegend sitzend zu verrichtende T�tigkeit ganztags zumutbar war. Am 9. August 2001 meldete sich G.________ erneut zum Bezug einer Rente an. Die IV-Stelle zog die Akten des Unfallversicherers bei, holte Arztberichte ein und beauftragte das Institut f�r Medizinische Begutachtung (IMB) mit einer rheumatologischen und psychiatrischen Beurteilung. Am 27. Februar 2003 erstattete Dr. med. W.________, Facharzt f�r Chirurgie, eine somatisch-medizinische Expertise und am 4. Juni 2003 Dr. med. M.________, FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Teilgutachten. Auf Zuweisung des behandelnden Arztes Dr. med. C.________, FMH Innere Medizin, hielt sich G.________ vom 25. Juni bis 23. Juli 2003 in der Rehaklinik Z.________ auf, wo auch ein psychosomatisches Konsilium durchgef�hrt wurde. Mit Verf�gung vom 15. Oktober 2003 lehnte die IV-Stelle die Ausrichtung einer Rente mit der Feststellung ab, dass der Invalidit�tsgrad lediglich 25 % betrage. Dabei ging sie auf Grund der medizinischen Abkl�rungen davon aus, dass der Versicherte im angestammten Beruf als landwirtschaftlicher Arbeitnehmer zu 50 % eingeschr�nkt sei, eine k�rperlich leichte, vorwiegend sitzend zu verrichtende T�tigkeit dagegen ganztags auszu�ben verm�chte. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 26. Juli 2004 fest.
Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher G.________ die Aufhebung des Einspracheentscheids, die Anordnung erg�nzender medizinischer und beruflicher Abkl�rungen sowie die Neufestsetzung des Invalidit�tsgrades beantragte, wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 13. Oktober 2005 ab.
G.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und das erstinstanzliche Beschwerdebegehren sowie dessen Begr�ndung erneuern; ferner wird um unentgeltliche Verbeist�ndung ersucht.
W�hrend das kantonale Gericht und die IV-Stelle auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen, verzichtet das Bundesamt f�r Sozialversicherungen auf Vernehmlassung.
Mit nachtr�glicher Eingabe vom 3. Februar 2006 reicht der Beschwerdef�hrer einen Bericht des Dr. med. O.________, Facharzt FMH f�r Orthop�die und Unfallchirurgie, vom 4. Januar 2006 ein.
Nach der Rechtsprechung ist es im Rahmen von Art. 108 Abs. 2 OG grunds�tzlich unzul�ssig, nach Ablauf der Beschwerdefrist neue Beweismittel beizubringen, es sei denn, dass ausnahmsweise ein zweiter Schriftenwechsel (Art. 110 Abs. 4 OG) angeordnet wurde. Zu ber�cksichtigen sind in der Regel nur Eingaben, welche dem Gericht innert der gesetzlichen Frist (Art. 106 Abs. 1 OG) vorliegen. Anders verh�lt es sich lediglich dann, wenn nach Ablauf der Beschwerdefrist oder nach Abschluss des Schriftenwechsels unaufgefordert eingereichte Schriftst�cke neue erhebliche Tatsachen oder schl�ssige Beweise enthalten, welche eine Revision im Sinne von Art. 137 lit. b OG zu rechtfertigen verm�chten (BGE 127 V 353 ff.). Vorzubehalten ist ferner der Fall, dass sich die vorinstanzliche Feststellung des entscheidrelevanten Sachverhalts als mangelhaft erweist (Art. 132 lit. b OG). Nur unter diesen Aspekten ist der vom Beschwerdef�hrer nachgereichte Arztbericht vom 4. Januar 2006 ins Recht zu nehmen.
Der angefochtene Entscheid betrifft Leistungen der Invalidenversicherung. Nach Art. 132 Abs. 1 OG in der Fassung gem�ss Ziff. III des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die �nderung des IVG (in Kraft seit 1. Juli 2006) kann das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen in Abweichung von den Art. 104 und 105 OG auch die Unangemessenheit der angefochtenen Verf�gung beurteilen und ist an die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts nicht gebunden. Gem�ss Art. 132 Abs. 2 OG gelten diese Abweichungen nicht, wenn der angefochtene Entscheid Leistungen der Invalidenversicherung betrifft. Nach Ziff. II lit. c des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 ist indessen auf die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der �nderung beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht h�ngigen Beschwerden bisheriges Recht anwendbar. Da die hier zu beurteilende Verwaltungsgerichtsbeschwerde am 1. Juli 2006 beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht h�ngig war, richtet sich dessen Kognition nach der bis Ende Juni 2006 g�ltigen Fassung von Art. 132 OG, welche dem neuen Abs. 1 entspricht (Urteil O. vom 14. Juli 2006, I 337/06, Erw. 1).
3.1 Das kantonale Gericht hat die Regeln zur Anwendbarkeit des auf den 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG) und der zugeh�rigen Verordnung vom 11. September 2002 (ATSV) sowie der am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen �nderungen des IVG vom 21. M�rz 2003 (4. IV-Revision) und der IVV vom 21. Mai 2003 auf den vorliegenden Fall zutreffend dargelegt (BGE 130 V 445 ff.). Das Gleiche gilt hinsichtlich der Erw�gungen zur Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit, zur Invalidit�t und zur Invalidit�tsbemessung nach der Methode des Einkommensvergleichs, wobei die im ATSG enthaltenen Formulierungen (Art. 6, 7, 8 und 16) den bisherigen gesetzlichen Bestimmungen und den von der Rechtsprechung entwickelten Begriffen entsprechen (BGE 130 V 343 ff.), sowie zur Bedeutung �rztlicher Arbeitsf�higkeitssch�tzungen f�r die Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2002 S. 70 Erw. 4b/cc mit Hinweisen [Urteil D. vom 27. November 2001, I 82/01]). Darauf wird verwiesen.
3.2 In beweisrechtlicher Hinsicht ist erg�nzend festzustellen, dass f�r den Beweiswert �rztlicher Berichte und Gutachten entscheidend ist, ob der Bericht f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begr�ndet sind. Ausschlaggebend ist grunds�tzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen).
4.1 Verwaltung und Vorinstanz st�tzen sich im Wesentlichen auf das Gutachten des IMB vom 27. Februar/4. Juni 2003. Im somatisch-medizinischen Bericht f�hrt Dr. med. W.________ aus, weder die fr�heren fach�rztlichen Abkl�rungen noch die heutigen Befunde verm�chten die geltend gemachte Behinderung zu erkl�ren. Dass der Versicherte eine massive Verschm�chtigung der Oberschenkelmuskulatur links aufweise, erstaune nach 9-j�hriger Gebrauchsminderung nicht. F�r das Gehen an zwei Amerikaner-St�cken lasse sich biomechanisch keine Begr�ndung finden. Allein auf Grund der gesicherten organischen Sch�den k�nne - mehrheitlich aus prophylaktischen Erw�gungen - eine Einschr�nkung in der Arbeitsf�higkeit als landwirtschaftlicher Hilfsarbeiter angenommen werden, weil die beidseitig anlagebedingten Ver�nderungen des Kniescheiben-Gleitweges zu spontanen Verrenkungen (Patellaluxation) pr�destinierten, wobei eine solche m�glicherweise auch beim Ereignis vom 19. April 1994 stattgefunden habe. Reduziert auf die objektivierbaren Befunde k�nne arbitr�r von einer Arbeitsunf�higkeit im bisherigen Beruf von 50 % ausgegangen werden. Die Einschr�nkungen betr�fen vorwiegend das Gehen auf unebenem Gel�nde und Verrichtungen in kniender Position. In einer behinderungsgerechten T�tigkeit verm�ge der Versicherte ein Vollpensum zu erbringen und es bestehe keine verminderte Leistungsf�higkeit. Des Weiteren wird festgestellt, die seit einigen Monaten zus�tzlich geklagten Kreuzschmerzen (Lumbago) liessen sich nicht auf eine plausible krankheitswertige Ver�nderung der Lendenwirbels�ule (LWS) zur�ckf�hren. Die klinisch festgestellte linksbetonte muskul�re Verspannung im LWS-Bereich sei eine reversible Erscheinung und k�nne durch das (unbegr�ndete) Gehen an St�cken mitverursacht sein. Die mehrfach diskutierte operative Intervention mit autologem Aufbau des lateralen Femurkondyls und allenfalls Zentrierung des Kniescheiben-Gleitweges sei ausschliesslich pathologisch-anatomisch indiziert. Mit den orthop�dischen Fach�rzten bestehe Einigkeit darin, dass sich der Versicherte wegen seiner Pers�nlichkeit und des bisherigen Krankheitsverlaufs f�r eine solche Massnahme nicht eigne. Ob er einem konservativen rehabilitativen Vorgehen zug�nglich sei, m�sse ebenfalls bezweifelt werden. Die Prognose bez�glich der Wiederaufnahme einer Erwerbst�tigkeit sei schlecht, obschon sich dies somatisch-medizinisch durch objektivierte Befunde nicht begr�nden lasse. Ferner wird ausgef�hrt, pathologisch-anatomisch lasse sich die geltend gemachte Behinderung nicht begr�nden und wenn aus psychiatrischer Sicht keine krankheitswertige Diagnose (beispielsweise eine somatoforme Schmerzst�rung) gestellt werden k�nne, so m�sse von einer bewusstseinsnahen oder bewusstseinsf�higen Symptomproduktion (ICD-10: Z76.5) ausgegangen werden. Im psychiatrischen Teilgutachten gelangt Dr. med. M.________ zum Schluss, eine eigentliche psychiatrisch relevante St�rung k�nne nicht festgestellt werden und es st�nden psychosoziale Probleme im Vordergrund. Der Versicherte lasse in hohem Mass eine maladaptive Selbstlimitierung erkennen. F�r eine dissoziative Konversionsst�rung erg�ben sich keinerlei Verdachtsmomente, ebenso wenig best�nden Hinweise auf eine hypochondrische Konfliktverarbeitung. Die Frage, inwieweit Beschwerden vorget�uscht w�rden, sei umso berechtigter, als der Versicherte sich bei der Selbsteinsch�tzung der k�rperlichen F�higkeiten (PACT-Test) auf eine geradezu grotesk anmutende Art und Weise als eingeschr�nkt bzw. unf�hig dargestellt habe. Als ostentativ habe auch die Handhabung der St�cke gewirkt, indem der Versicherte vorgegeben habe, keinen einzigen Schritt ohne diese machen zu k�nnen, ja nicht einmal ohne St�cke aufrecht stehen zu k�nnen. Der Verdacht des Vorgutachters, wonach der Gebrauch der St�cke vor allem der Visualisierung der geltend gemachten Behinderung diene und eher von einer bewusstseinsnahen oder bewusstseinsf�higen Symptomproduktion auszugehen sei, k�nne aus psychiatrischer Sicht best�tigt werden. Die Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit habe sich daher nach den Angaben im Gutachten des Dr. med. W.________ zu richten. Zur beruflichen Eingliederung wird ausgef�hrt, es scheine sich vorwiegend um ein Motivationsproblem zu handeln; dar�ber hinaus sei vermutlich von einem erheblichen sekund�ren Krankheitsgewinn auszugehen.
4.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, auf das Gutachten des Dr. med. W.________ k�nne nicht abgestellt werden, weil die Angaben zur Arbeitsf�higkeit mangelhaft seien. Zum einen werde eine Arbeitsf�higkeit von 50 % in der bisherigen T�tigkeit als landwirtschaftlicher Arbeitnehmer angenommen, obschon es keine landwirtschaftlichen T�tigkeiten gebe, welche dem angegebenen Zumutbarkeitsprofil (T�tigkeiten ohne Gehen in unebenem Gel�nde und ohne das Erfordernis von Kniebeugen) entspr�chen. Zum andern habe er mit der Feststellung, wonach er eine k�rperlich leichte, vorwiegend sitzend zu verrichtende T�tigkeit ganztags auszu�ben verm�chte, die Frage, welchen Anforderungen der Arbeitsplatz aus medizinischer Sicht zu gen�gen habe, nicht schl�ssig beantwortet. Die Vorinstanz habe sich mit der Frage nach der Arbeitsf�higkeit in einer anderen T�tigkeit nicht auseinandergesetzt und sich auf ein Schreiben der Rehaklinik Z.________ vom 3. Oktober 2003 gest�tzt, worin sich die dortigen �rzte mit der Beurteilung der Arbeitsf�higkeit durch Dr. med. W.________ einverstanden erkl�rten. Damit bleibe unbeachtet, dass er von der Rehaklinik am 6. August 2003 bis auf weiteres als vollst�ndig arbeitsunf�hig bezeichnet worden sei. Eine volle Arbeitsunf�higkeit h�tten ferner Dr. med. H.________, Chefarzt Orthop�die des Spitals X.________ (Bericht vom 18. Juli 2001) und sinngem�ss auch Dr. med. J.________, Spezialarzt FMH f�r Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, (Bericht vom 23. August 2002) sowie Prof. Dr. med. I.________, Leitender Arzt der Orthop�disch-Traumatologischen Abteilung, Orthop�dische Universit�tsklinik, Spital F.________, (Bericht vom 26. Mai 2003) angenommen. Nachdem sowohl Dr. med. H.________ als auch Dr. med. C.________ zum Schluss gelangt seien, dass er nicht ohne St�cke gehen k�nne, bed�rfe es diesbez�glich einer fach�rztlichen Abkl�rung. Das Gutachten des Dr. med. M.________, worin er als "intrapsychisch einfach strukturierter und emotional k�mmerentwickelter Immigrant aus dem Kosovo" bezeichnet werde, sei von einer vorgefassten Meinung gepr�gt und lasse die erforderliche Unbefangenheit bei der Erstellung des Gutachtens vermissen. Es sei daher eine erneute psychiatrische Beurteilung durch einen neutralen Gutachter anzuordnen. Zudem sei zur Frage der Arbeitsf�higkeit ausserhalb der angestammten T�tigkeit eine berufliche Abkl�rung vorzunehmen. Der Abkl�rungsbericht der BEFAS vom 27. M�rz 1997 sei nicht mehr aktuell. Er sei in den letzten Jahren von s�mtlichen �rzten zu 100 % arbeitsunf�hig geschrieben worden, weshalb es ihm nicht m�glich und zumutbar gewesen sei, eine Erwerbst�tigkeit aufzunehmen.
5.1 Was der Beschwerdef�hrer gegen den Beweiswert der Gutachten des IMB vorbringt, ist unbegr�ndet. Diese erf�llen die nach der Rechtsprechung f�r den Beweiswert �rztlicher Berichte und Gutachten geltenden Anforderungen (Erw. 3.2 hievor) und verm�gen in den Schlussfolgerungen zu �berzeugen. Entgegen den Ausf�hrungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird die Frage nach der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen von den Gutachtern klar und widerspruchsfrei beantwortet. Dass die Arbeitsf�higkeit im bisherigen Beruf auf 50 % und in einer angepassten anderen T�tigkeit auf 100 % gesch�tzt wird, ist auch unter Ber�cksichtigung der �rztlich genannten Einschr�nkungen in der Leistungsf�higkeit nicht widerspr�chlich. Bei der f�r die angestammte T�tigkeit angegebenen Arbeitsf�higkeit von 50 % handelt es sich zudem um eine medizinisch-theoretische Sch�tzung, welcher nicht entscheidende Bedeutung zukommt, weil bei der Invalidit�tsbemessung nicht auf die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit in der bisherigen T�tigkeit, sondern auf die zumutbare Verwertung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit auf dem gesamten in Betracht fallenden (ausgeglichenen) Arbeitsmarkt abzustellen ist (Art. 28 Abs. 2 IVG, Art. 16 ATSG). Mit der gutachterlichen Feststellung, wonach dem Beschwerdef�hrer eine T�tigkeit ohne Gehen auf unebenem Gel�nde und ohne Kniebeugung vollzeitlich und ohne verminderte Leistungsf�higkeit m�glich ist, wird die Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen konkret umschrieben. Darauf ist abzustellen, zumal die �rzte der Rehaklinik Z.________ im Begleitschreiben vom 3. Oktober 2003 zum Austrittsbericht vom 6. August 2003 die Arbeitsf�higkeitssch�tzung im Gutachten des Dr. med. W.________ ausdr�cklich best�tigt haben. Im Austrittsbericht selbst wird zwar eine Arbeitsunf�higkeit von weiterhin 100 % angegeben. Dabei wird jedoch darauf hingewiesen, dass die geklagten Beschwerden und insbesondere die massive Schonung medizinisch in ihrer Lokalisation zwar nachvollziehbar, in ihrem Ausmass aber nicht erkl�rbar seien, ebenso wenig wie eine derart lang anhaltende Invalidisierung. Aus dem in den Akten beschriebenen "psychosomatischen Symptomenkomplex bei Invalidit�t", welcher als eine psychosoziale Belastungssituation und m�gliche Somatisierung mit verst�rkter Schmerzempfindlichkeit n�her umschrieben werden k�nne, ergebe sich keine Arbeitsunf�higkeit. Es sei vielmehr anzunehmen, dass der Versicherte es nicht wage, sein krankes Bein zu belasten, dadurch in eine Schonhaltung gerate und sich im Laufe der Jahre an eine Fehlbelastung und Fixierung der falschen Haltung gew�hnt habe, womit wiederum neu entstehende Beschwerden, wie beispielsweise R�ckenschmerzen, wahrscheinlicher w�rden. Bei fehlender Psychopathologie mit Krankheitswert sei unter diesen Umst�nden auch eine deutliche Symptomausweitung durchaus m�glich. Diese Ausf�hrungen best�tigen im Ergebnis die von Dr. med. M.________ im psychiatrischen Teilgutachten enthaltene Beurteilung, wonach keine psychische Beeintr�chtigung mit Krankheitswert vorliegt, psychosoziale Probleme im Vordergrund stehen und aus psychiatrischer Sicht keine Arbeitsf�higkeit besteht. Der bereits im Einsprache- und im kantonalen Beschwerdeverfahren vorgebrachte Einwand der Befangenheit dieses Arztes ist nicht gerechtfertigt. Die beanstandete Feststellung im psychiatrischen Teilgutachten vom 4. Juni 2003 mag zwar als unn�tig oder gar als stossend erscheinen, h�lt sich jedoch im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung und vermag objektiv den Vorwurf einer Befangenheit oder mangelnden Unabh�ngigkeit des Gutachters nicht zu begr�nden (BGE 120 V 364 f. Erw. 3a mit Hinweisen).
5.2 Zur Anordnung zus�tzlicher Abkl�rungen besteht kein Anlass. Der medizinische Sachverhalt ist hinreichend gekl�rt und bedarf keiner weiteren Erhebungen. Dies gilt auch hinsichtlich der von Prof. Dr. med. I.________ als Verdacht ge�usserten und von Dr. med. C.________ als eindeutig bezeichneten Diagnose eines Morbus Sudeck. Abgesehen davon, dass der von Dr. med. C.________ beauftragte Dr. med. L.________, Facharzt FMH Angiologie, eine Symptomatik fand, welche "nicht ganz zur klassischen Erscheinungsform einer Algodystrophie resp. eines M. Sudeck passt" (Bericht vom 8. M�rz 2003), und die Diagnose von der Rehaklinik Z.________ klinisch nicht best�tigt werden konnte, ist nicht die Diagnosestellung, sondern die aus der bestehenden Gesundheitssch�digung resultierende Beeintr�chtigung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit ausschlaggebend (vgl. BGE 127 V 298 Erw. 4c). Dass die Dres. med. H.________ (Bericht vom 18. Juli 2001) und C.________ (Bericht vom 22. Juni 2002) eine volle Arbeitsunf�higkeit auch in anderen T�tigkeiten angenommen haben, ist insofern nicht entscheidend, als es sich um �ltere Beurteilungen handelt und davon ausgegangen wird, dass der Versicherte ohne St�cke nicht gehf�hig und ihm eine Arbeit mit Kr�cken nicht m�glich ist. Diesbez�glich besteht indessen kein Grund, von der Beurteilung in den Gutachten des IMB abzugehen, wonach sich der anhaltende Stockgebrauch objektiv nicht begr�nden l�sst und psychische bzw. bewusstseinsnahe Faktoren hief�r ausschlaggebend sind. Dem steht nicht entgegen, dass die �rzte der Rehaklinik Z.________ im Bericht vom 6. August 2003 ausgef�hrt haben, ein stockfreies Gehen sei nicht m�glich. Die Feststellung erfolgte im Rahmen der Anamnese ("Aktuelle Probleme") und nicht der medizinischen Beurteilung. Aus dieser geht vielmehr hervor, dass der Stockgebrauch in Zusammenhang mit einer objektiv nicht begr�ndeten Schonhaltung steht. Im �brigen nimmt auch Dr. med. O.________ im Bericht vom 4. Januar 2006 an, dass die vom Versicherten eingenommene Schonhaltung und die Entlastung durch St�cke objektiv nicht gerechtfertigt sind. Zu weiteren Abkl�rungen besteht schliesslich auch in beruflicher Hinsicht kein Anlass. Vom 18. Februar bis 14. M�rz 1997 hatte eine station�re Abkl�rung in der BEFAS stattgefunden mit dem Ergebnis, dass der Versicherte bei Produktions-, Montage- und Verpackungsarbeiten einsetzbar w�re, Eingliederungsbem�hungen jedoch nicht zu bef�rworten seien, weil er zu einem beruflichen Wiedereinstieg nicht bereit sei und sich als arbeitsunf�hig erachte. Dass sich diesbez�glich nachtr�glich etwas ge�ndert h�tte, was zu einer anderen Beurteilung zu f�hren verm�chte, ist nicht anzunehmen. Die medizinischen Akten lassen vielmehr darauf schliessen, dass es dem Beschwerdef�hrer nach wie vor objektiv zumutbar w�re, einer angepassten leichteren Erwerbst�tigkeit nachzugehen, es ihm jedoch am erforderlichen Eingliederungswillen fehlt.
6.1 Bei der Invalidit�tsbemessung ist die Beschwerdegegnerin von einem Valideneinkommen des Versicherten als landwirtschaftlicher Arbeitnehmer von Fr. 32'157.- ausgegangen und hat das hypothetische Invalideneinkommen auf Fr. 24'117.- festgesetzt, was einen Invalidit�tsgrad von 25 % ergibt. Das kantonale Gericht hat bez�glich des Invalideneinkommens vergleichsweise Tabellenl�hne gem�ss der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen. Ausgehend vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert einschliesslich 13. Monatslohn bei einer standardisierten w�chentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) f�r die im privaten Sektor mit einfachen und repetitiven T�tigkeiten besch�ftigten Arbeitnehmer von Fr. 4557.- im Jahr 2002 (LSE 2002, S. 43, Tabelle TA1) ermittelte es unter Ber�cksichtigung der berufs�blichen Arbeitszeit im Jahr 2003 von 41,7 Stunden (vgl. Die Volkswirtschaft, 7/8-2006, S. 90, Tabelle B9.2, Total) sowie der Nominallohnerh�hung f�r das Jahr 2003 von 1,4 % (Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 91, Tabelle B10.2, Total) ein Jahreseinkommen von Fr. 57'806.20 und stellte fest, dass selbst bei einem leidensbedingten Abzug von 25 % (BGE 126 V 75 ff.) mit Fr. 43'356.15 ein Invalideneinkommen resultiere, welches keinen Rentenanspruch begr�nde. Der Beschwerdef�hrer bringt hiegegen nichts Konkretes vor. Dass es ihm m�glich w�re, mit einer angepassten T�tigkeit ein Einkommen zu erzielen, welches den fr�heren Lohn erreichen oder gar �berschreiten w�rde, w�re selbst dann anzunehmen, wenn beim Valideneinkommen von den vom Unfallversicherer eingeholten Angaben des Luzerner Bauernverbandes vom 23. Mai 2001, wonach der Versicherte im Jahr 2001 h�chstens Fr. 2950.- monatlich, im Jahr somit - einschliesslich 13. Monatslohn - Fr. 38'350.- verdient h�tte, ausgegangen und dieses Einkommen um die massgebliche Nominallohnentwicklung (2002; 2,3 %, 2003: 1,4 %; Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 91, Tabelle B10.2, Noga-Abschnitt A [Gartenbau, Forstwirtschaft]) hochgerechnet w�rde (Fr. 39'781.30). Es muss daher bei der Feststellung bleiben, dass keine rentenbegr�ndende Invalidit�t besteht.
6.2 Wie die IV-Stelle im Einspracheentscheid vom 26. Juli 2004 festgehalten hat, bleibt es dem Beschwerdef�hrer unbenommen, sich mit dem Begehren um Arbeitsvermittlung (allenfalls auch Einarbeitung in eine andere T�tigkeit) bei der Invalidenversicherung zu melden. Erforderlich ist, dass er seine ablehnende Haltung gegen�ber den Eingliederungsbem�hungen aufgibt und an dem von Dr. med. O.________ vorgeschlagenen erneuten Mobilisationsversuch aktiv mitwirkt.
Dem Begehren um unentgeltliche Verbeist�ndung (Art. 152 Abs. 2 OG) kann entsprochen werden, weil die Bed�rftigkeit auf Grund der eingereichten Unterlagen zu bejahen ist, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht als aussichtslos bezeichnet werden kann und die Vertretung durch einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanw�ltin geboten war (BGE 125 V 372 Erw. 5b mit Hinweisen). Der Beschwerdef�hrer wird indessen darauf aufmerksam gemacht, dass er gem�ss Art. 152 Abs. 3 OG der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn er sp�ter dazu im Stande ist.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanwalt Johann Burri, Luzern, aus der Gerichtskosten eine Parteientsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) bezahlt.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 4. September 2006
Der Pr�sident der III. Kammer: Die Gerichtsschreiberin: