Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202008,%201238
Timestamp: 2019-10-22 05:05:24
Document Index: 104757491

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 281', 'BGH', '§ 11', '§ 103', 'BGH', '§ 36', '§ 36', '§ 36']

OLG Naumburg, 22.01.2008 - 1 AR 19/07 (Zust) - dejure.org
OLG Naumburg, 22.01.2008 - 1 AR 19/07 (Zust)
https://dejure.org/2008,13600
OLG Naumburg, 22.01.2008 - 1 AR 19/07 (Zust) (https://dejure.org/2008,13600)
OLG Naumburg, Entscheidung vom 22.01.2008 - 1 AR 19/07 (Zust) (https://dejure.org/2008,13600)
OLG Naumburg, Entscheidung vom 22. Januar 2008 - 1 AR 19/07 (Zust) (https://dejure.org/2008,13600)
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Zuständiges Gericht für die Festsetzung der anwaltlichen Kosten im Mahnverfahren; Mahngericht als "Gericht des ersten Rechtszuges"
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des OLG Naumburg vom 22.01.2008, Az.: 1 AR 19/07 (Zuständigkeit für die Vergütungsfestsetzung)" von H. Hansens, original erschienen in: RVGreport 2008, 215 - 216.
AG Aschersleben, 22.05.2007 - 7-2302733-09-N
LG Halle, 02.07.2007 - 3 O 167/07
NJW 2008, 1238
Dafür sprechen die dem Gedanken der Prozessökonomie Rechnung tragenden Regelungen in § 17b Abs. 2 S. 1 GVG, §§ 281 Abs. 3 S. 1, 796 Abs. 3 ZPO (vgl. zum unselbständigen Mahnverfahren: OLG Hamm…, Beschluss vom 9. Juli 2014 - 32 SA 46/14 -, juris Rn. 12; BGH…, Beschluss vom 11. April 1991 - I ARZ 136/91 -, juris Rn. 4, 5;… Beschluss vom 8. Oktober 1987 - I ARZ 482/87 -, juris Rn. 4; a. A. OLG Naumburg, Beschluss vom 22. Januar 2008 - 1 AR 19/07 -, juris).
Soweit vertreten wird, das Mahngericht sei das nach § 11 RVG für das vereinfachte Kostenfestsetzungsverfahren zuständige Gericht des ersten Rechtszugs (vgl. OLG Naumburg NJW 2008, 1238 f.) oder zuständiges Kostenfestsetzungsgericht sei nach Rücknahme eines Mahnbescheidsantrages immer das Gericht, welches die Kostengrundentscheidung getroffen habe (…so BeckOK ZPO/Jaspersen, Stand 15.03.2014, § 103, Rn. 38), vermag der Senat dem nicht zu folgen.
Zwar mag es zutreffen, dass das Kostenfestsetzungsverfahren aufwendiger wird, wenn allein zur Kostenfestsetzung ein bislang mit der Sache nicht befasstes Gericht als zuständiges Gericht festgelegt wird und von diesem nach Akteneingang ein neues Verfahren eingeleitet werden muss (insoweit zutreffend OLG Naumburg NJW 2008, 1238, 1239), so dass Gründe der Prozessökonomie für eine Kostenfestsetzung durch das Mahngericht sprechen.
Auch das vom Amtsgericht (Zivilabteilung) hier vorliegend zur Begründung seiner Vorlage herangezogene Entscheidung des OLG Naumburg (1 AR 19/07 (Zust) - BeckRS 2008 03535) betrifft eine andere - besonders gelagerte - Konstellation und gibt der Kammer deshalb keine Veranlassung zu einer anderen Beurteilung als in dem Beschluss des BGH vom 11.04.1991:.
Sie kommt nur bei einer Bestimmungszuständigkeit des Oberlandesgerichts nach § 36 Abs. 2 ZPO, d.h. wenn das Oberlandesgericht anstelle des Bundesgerichtshofs entscheidet, in Betracht, nicht jedoch bei einer - wie hier - originären Bestimmungszuständigkeit nach § 36 Abs. 1 ZPO (OLG Braunschweig, NJW-RR 2012, 586, 587; OLG Naumburg, NJW 2008, 1238;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 31. Aufl., § 36 Rn. 4 a).