Source: https://www.forum-institut.de/seminar/1909314-kyc-know-your-customer
Timestamp: 2019-08-21 13:34:47
Document Index: 162448839

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 5', '§ 17', '§ 8', '§10', '§24', '§10']

Seminar KYC Know your Customer
2019-09-30 2019-09-30 Steigenberger Metropolitan Poststr. 6 60329 Frankfurt metropolitan@steigenberger.de +49 69 506070-0 +49 69 506070-555
Themen des Seminars: KYC - Know your Customer
Update zu nationalen und internationalen KYC-Vorgaben
KYC-Vorgaben aus der Risikoanalyse revisionssicher herleiten
Gesetzlich vorgegebene KYC-Maßnahmen: Alles, was Sie wissen müssen
Nicht explizit vorgegebene KYC-Maßnahmen
Dritte bei der Ausführung von KYC-Maßnahmen einbinden
Gruppenweite KYC-Maßnahmen umsetzen
Ziel des Seminars: KYC - Know your Customer
Sie erarbeiten sich eine umfassende Darstellung der regulatorischen Vorgaben aus dem Bereich "Know your Customer" (KYC) mit klarem Fokus auf die Finanzbranche. Sie klären den gesamten Kundenannahmeprozess von Vorprüfen, Identifizieren, wB abklären, Geschäftszweck klären, PEP-Check, Risk Rating bis zur Genehmigung. In kniffligen Fällen tauchen Sie in Exkursen immer wieder tiefer in die Materie ein und erarbeiten sich so ein wirklich praxisorientiertes Wissen. Nach dem Besuch des Seminars können Sie die KYC-Vorgaben revisionssicher herleiten und erfüllen durch die Teilnahme Ihre Schulungsverpflichtung nach § 6 Abs 2 Nr. 6 GwG und den entsprechenden internen Fortbildungsvorgaben. Damit sind Sie in der Lage, Institut und Mitarbeiter vor aufsichtsrechtlichen Sanktionen und Schäden zu schützen.
Geldwäschebeauftragte und Ihre Mitarbeiter, die schon über Praxiserfahrung verfügen. Insbesondere aus der Zentralen Stelle, aus Compliance, dem Beauftragtenwesen; aus der Abteilung Wirtschaftskriminalität/ Financial Crime, Revision, Recht, Zahlungsverkehr, Organisation sowie Mitarbeiter der verantwortlichen Marktbereiche.
Dr. Asmerom Ogbamichael
Rechtsanwalt und Unternehmensberater spezialisiert insbesondere auf die regulatorischen Vorgaben im Bereich Geldwäsche- und Wertpapier-Compliance
Simone Weis-Schmitt
Head Business Line Anti-Financial Crime Wealth Management Germany, Deutsche Bank AG
Update zu den nationalen und internationalen KYC-Vorgaben ationalen und internationalen KYC-Vorgaben
KYC - Herkunft und Begriffsbedeutung
Vorgaben aus dem GwG, KWG und der Aufsichtspraxis der BaFin
Leitlinien und Empfehlungen des Basler Ausschuss für Bankenaufsicht, der ESAs und sonstiger relevanter Stellen
Revisionssichere Herleitung der KYC-Vorgaben
Risikobasierte Ausgestaltung der KYC-Maßnahmen (Vorgehensmodell, Risikomethodologie, wichtige Risikotreiber (Sitzland, Rechtsform, Branche, etc.))
Geeignete Anknüpfungspunkte für die Ableitung von KYC-Maßnahmen aus der Risikoanalyse (Umfang der Informationserhebung, geeignete Verifizierungsunterlagen, Prüfungsintervalle, etc.)
Regulatorische Voraussetzungen für den Rückgriff auf vereinfachte Sorgfaltspflichten (Anlage 1 zu den §§ 5, 10, 14, 15 GwG, die Risk Faktors Guidelines der ESAs, etc.)
Typische Revisionsfeststellungen im Zusammenhang mit der Abteilung von KYC-Vorgaben aus der Risikoanalyse
Gesetzlich vorgegebenen KYC-Maßnahmen
Identifizierung des Kunden und der auftretenden Person (geeignete Nachweise insbesondere in Sonderfällen, risikobasierte Ausgestaltung, etc.)
Einholung und Bewertung von Informationen über Zweck und Art der Geschäftsbeziehung
Abklärung und Identifizierung des wirtschaftlich Berechtigten (mehrstufige Beteiligungsstrukturen, risikobasierte Ausgestaltung durch Festlegung unterschiedlicher Schwellenwerte, Transparenzregister, etc.)
Exkurs: Legimitation des Kunden nach AO (einschließlich der Neuerungen aus dem Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz)
Die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung (einschließlich des EDV-basierten Monitoring und der verstärkten Überwachung)
PEP-Prüfung (neue PEP-Definition, Hinweise zur effizienten und risikoadjustierten Trefferbereitung, etc.)
Abklärung der Vermögens- und Mittelherkunft (SoW/SoF) - geeignete Nachweise und revisionsfeste Dokumentation
Einbindung eines Mitglieds der Führungsebene (Eskalation)
Korrespondenzbank spezifische KYC-Maßnahmen (Wolfsberg Questionaire, KYCC - Know your Customer's Customers - Erläuterung der FATF-Empfehlung hierzu, etc.)
Nicht explizit vorgegebene (selbst festgelegte) KYC-Maßnahmen
Background Checks (Internet, etc.)
Abgleich gegen Negative News und sonstige Datenbanken
Anforderungen von Bescheinigungen und sonstigen Nachweisen von zuverlässigen Stellen
Einsatz von Dienstleistern (Wirtschaftsauskunfteien, etc.)
Einbindung Dritter bei der Ausführung von KYC-Maßnahmen
Die Ausführung von KYC-Maßnahmen durch einen Dritten (per se zuverlässige Dritte, zuverlässige Dritte nach § 17 Abs. 5 GwG)
Group Introductory Certificate (GCI) - Funktionsweise und Voraussetzungen
Gruppenweite KYC-Maßnahmen
Überblick zu den regulatorischen Vorgaben und konkrete Umsetzungsvorschläge
Typische Revisionsfeststellungen im Bereich der Gruppensorgfaltspflichten
Dr. Asmerom Ogbamichael https://www.forum-institut.de/seminar/1909314-kyc-know-your-customer/referenten/19/19_09/1909314-seminar-kyc-know-your-customer_ogbamichael-asmerom.jpg
Herr Dr. Asmerom Ogbamichael ist selbstständiger Rechtsanwalt und Unternehmensberater. Er ist spezialisiert auf den Bereich des Bankaufsichtsrechts und hier insbesondere auf die regulatorischen Vorgaben im Bereich der Geldwäsche- und Wertpapier-Compliance. Dr. Ogbamichael berät unter anderem Kreditinstitute und Vermögensverwalter. Herr Dr. Ogbamichael arbeitete knapp 10 Jahre für verschiedene international agierende Kreditinstitute. Zu seinen Aufgaben gehörte u.a. die Übernahme der Funktion des (Gruppen-)Geldwäschebeauftragten, der Zentrale Stelle und des Compliance Beauftragten (MaRisk und MaComp). Zuletzt verantwortete Dr. Ogbamichael als Abteilungsleiter der Deutschland Zweigstelle eines großen ausländischen Bankkonzerns die Bereiche Recht, Compliance und Financial Crime.
Sie ist heute schwerpunktmäßig mit allen Fragestellungen der Geldwäscheprävention im Bereich Wealth Management betraut und verfügt über umfängliche Erfahrungen durch ihre frühere Chief Compliance Rolle in einer Privatbank in der Implementierung und anschließenden Steuerung der Anforderungen der MaRisk und MaComp an eine Compliance-Funktion.
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Checkliste: AML-Kundenannahmeprozess
Vorprüfung: Erhebung aller fur die Durchfuhrung der Sorgfaltspflichten relevanten Daten anhand von KYCFormularen und/oder KYC-Systemen; Prüfung, ob Rückgriff auf SDD moglich ist.
Identifizierung des Vertragspartners und der auftretenden Person; Legitimierung aller Verfügungsberechtigten nach der AO und Erfüllung aller sonstigen Pflichten nach der AO.
Abklärung des wirtschaftlich Berechtigten des Vertragspartners und Identifizierung auf risikobasierter Grundlage (einschlieslich in Erfahrung bringen der Eigentümer- und Kontrollstruktur. Achtung: Ordnungsgemäße Aufzeichnung, § 8 GwG neue Vorgabe: vollständige Kopien!
Geschäftszweck: Abklärung Art und Zweck Geschäftsbeziehung, sofern sich die Informationen sich nicht zweifelsfrei
aus der Geschäftsbeziehung ergeben
SoW/ SoF: Risikobasierte Abklärung der Herkunft der vom Kunden eingesetzten Vermögensverwerte (SoF) und der Herkunft des Kundenvermögens (SoW)
PEP-Check: Überprufung, ob es sich beim Vertragspartner oder dem wirtschaftlich Berechtigten um einen PEP handelt (einschlieslich Familienmitglied oder nahestehende Person)
Recherche: Prüfung der Geschaftsbeziehung auf ein erhöhtes Risiko (Zweck/Art der Geschaftsbeziehung, Mediensuche, Hochrisikoland/ -branche, Rechtsform/Gesellschaftszweck, sonstige Risiken)
Risk Rating: Festlegen der Risikoklassifizierung für die Geschaftsbeziehung entsprechend den Ergebnissen der KYC-Prufung und den Vorgaben aus den Richtlinien und der Risikoanalyse des Unternehmens.
Genehmigung: Vier-Augen-Prinzip; Einholung der Zustimmung eines Mitglieds der Führungsebene vor Eingehung einer Geschaftsbeziehung mit einem Hochrisikokunden (PEP, etc.)
Fiktiver wB
Erleichterung durch die AuA?s für Sie: Die AuA?s konkretisieren: die Feststellung einer einzigen Person als fiktiver wB reicht grundsätzlich zur Erfüllung der Rechtspflicht aus, wenn mehrere Personen den Tatbestand des fiktiven wB erfüllen. Ausnahmen? Risikobasiert! Verpflichtete müssen Konstellationen risikobasiert definieren, in denen die 1-Personen-Regel keine Anwendung finden darf. Fiktive wB sind wie reguläre wirtschaftlich Berechtigte zu behandeln, so dass die Kundensorgfaltspflichten nach §10 Abs.1 Nr. 2 GwG und auch die Meldepflicht nach §24c KWG auf diese anzuwenden sind.. Die AuAs stellen klar, dass die Feststellung fiktiver wirtschaftlicher Berechtigung dennoch einer sorgfältigen Durchschau der Beteiligungsstrukturen erfordert und diese angemessen dokuemntiert werden muss - eigentlich wie immer:
Kundensorgfaltspflichten - Neues durch die AuA?s.
Die für den Vertragspartner auftretende Person ist im Rahmen der allgemeinen Sorgfaltspflichten zu identifizieren. Geprüft werden muss, ob sie zu diesem Auftreten berechtigt ist. Die Ausführungen der BaFin zur auftretenden Person bringen Klarheit zu dieser besonderen Rechtsfigur.
Es handelt sich bei der auftretenden Person um diejenige Person, die vorgibt im Namen des Vertragspartners zu handeln. Auftreten ist nicht wörtlich zu verstehen, sondern kann sowohl physisch als auch anders ausgeprägt sein, z.B. Online-Aktivitäten (z. B. Kontoeröffnung im Rahmen des Online Banking). Die AuAs stellen klar, dass die auftretende Person nur bei Begründung einer Geschäftsbeziehung, nicht auch noch innerhalb einer bestehenden Geschäftsbeziehung zu identifizieren ist.
Auftretende Personen sind also diejenigen Personen, die in rechtsgeschäftlicher Vertretung (gem. BaFin z. B. als bevollmächtigter Stellvertreter) handeln, ebenso wie gesetzliche Vertreter sowie Boten. Die AuA enthalten einen Katalog, welche auftretende Person zu identifizieren ist und welche Personen nicht hierunter fallen.
Neu ist auch die Vorgabe, dass der Verpflichtete weiterhin durch Befragung des Vertragspartners abklären darf, ob ein wB existiert, sich auf das Ergebnis der Befragung jedoch nicht mehr verlassen darf. Bei juristischen Personen ist laut BaFin nun stets vom Vorliegen mehrerer wirtschaftlich Berechtigter auszugehen.
Maßnahmen zur Risikomitigierung
§10 GwG: AllgemeineSorgfaltspflichten: Es gilt das Know-Your-Customer-Prinzip. Je nach Risiko der Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung sind in Bezug auf Korrespondenzbankgeschäfte allgemeine, vereinfachte und verstärkte Sorgfaltspflichten zu beachten:
? Bestimmung der Identität der Vertragspartner und der für ihn auftretenden Person (Einzelpersonen oder juristische Personen).
? Klärung und Identifizierung / Verifizierung des wirtschaftlich Berechtigten.
? Prüfung und Dokumentation der Kontroll- und Eigentümerstrukturen juristischer Personen.
? Einholung und Bewertung von Art und Zweck der angestrebten Geschäftsbeziehung.
? Klärung der PEP-Eigenschaft des Vertragspartners / wirtschaftlich Berechtigten.
? Kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung einschließlich der Transaktionen und Aktualisierung der GeschäftspartnerDaten.
Klärung der Herkunft sämtlicher Gelder und Vermögenswerte.
? Prüfung auf evtl. bestehende Einschränkungen aufgrund von Finanzsanktionen und Embargos.
? Risikobasierte Entscheidung über die Geschäftsbeziehung unter Einhaltung von Eskalations- und Genehmigungsprozessen.
? Pflicht zur Beendigung oder Ablehnung von Geschäftsbeziehungen mit Partnern, die mehrfach ihre Kunden-Sorgfaltspflichten nicht erfüllen.
So urteilen Ihre Kollegen: (Stand 11-2018)
Gute und praxisorientierte Umsetzung des Themas
Aufbereitung der Unterlagen und hoher Praxisbezug. War eine super Veranstaltung!
Dozenten sind gut auf alle Fragen eingegangen
Klare Struktur und Aufbau!
Hohes Fachwissen der Dozenten
Gute Mischung aus Basis und Expertenwissen. Fragen der Teilnehmer wurden detailreich beantwortet.
Fachbegriffe und Beispiele rund um die Ermittlung des wirtschaftlich Berechtigten
Interessante Info zu Fachbegriffen und Beispielen rund um die Ermittlung des wirtschaftlich Berechtigten: (Leider) auf Englisch: Creating clarity around ownership structures Freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Bureau van Dijk.
Nummer: 1909314
Customer Onboarding: Alles, was Sie brauchen
Neuregelungen und Brennpunkte
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