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Timestamp: 2020-04-09 10:48:37
Document Index: 270396461

Matched Legal Cases: ['§19', '§19', '§ 20', '§ 21', '§19', '§19', '§ 19', '§ 19', '§ 21', '§ 19']

Beurteilung von Rad-/Reifenkombinationen an Krafträdern (Reifenfreigaben) - Mein FahrzeugblogMein Fahrzeugblog
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Publiziert am 11. Februar 2020 von ich war`s
Bisher reichte es aus, vom Reifenhersteller eine gültige Freigabe (Unbedenklichkeitsbescheinigung) für das jeweilige Motorradmodell zu besitzen, um andere Reifengrößen zu fahren, als die in der Zulassungsbescheinigung eingetragenen. Laut einer neuen Regelung des Bundesverkehrsministeriums sollen jedoch in Zukunft diese Neubereifungen nicht mehr zulässig sein, falls sie nicht von einer Prüforganisation wie TÜV, Dekra oder GTÜ begutachtet wurden.
Quelle: BMVI, Vkbl 15-2019
Die nachstehend beschriebene Vorgehensweise hinsichtlich der Beurteilung von Rad-/Reifenkombinationen an Krafträdern ist anzuwenden
In der Übereinstimmungsbescheinigung (engl. Certificate of Conformity, COC) bzw. in der Zulassungsbescheinigung (ZB) Teil I ist ein Reifen von Hersteller A eingetragen. Verwendet wird ein typgenehmigter Reifen des Herstellers B der gleichen Reifenbauart mit gleicher Größenbezeichnung, alle übrigen Parameter z.B. Tragfähigkeitskennzahl, Geschwindigkeitskategorie sind gleich oder höherwertig.
dessen Abrollumfang gemäß Herstellerangabe (z.B. Reifenkatalog) nicht geringer als der Abrollumfang des im COC bzw. in der ZB Teil I genannten zulässigen Reifen mit dem geringsten Abrollumfang und nicht größer als der Abrollumfang des im COC bzw. in der ZB Teil I genannten zulässigen Reifen mit dem größten Abrollumfang ist und
dessen übrige Reifenparameter z.B. Tragfähigkeitskennzahl, Geschwindigkeitskategorie gleich oder höherwertig sind.
dessen Abrollumfang geringer als der Abrollumfang des im
COC bzw. in der ZB Teil I genannten zulässigen Reifens mit dem geringsten Abrollumfang oder größer als der Abrollumfang des im
COC bzw. in der ZB genannten zulässigen Reifens mit dem größten Abrollumfang ist.
Dies ist nicht zulässig. Gemäß §19 Abs. 2 Nr. 2 StVZO erlischt die Betriebserlaubnis des Kraftrads, sofern kein Nachweis über die Zulässigkeit der Änderung gemäß §19 Abs. 3 Nr. 1 bis 4 StVZO vorliegt oder die in den vorgenannten Nachweisen eventuell aufgeführten Auflagen und Hinweise nicht beachtet wurden (siehe weiter zu beachtende Erläuterungen unter dem Punkt Schlussfolgerung).
Bei Fahrzeugen, die nicht EU-typgenehmigt sind (z.B. Genehmigung nach § 20 o. § 21 StVZO) oder an denen relevante Veränderungen, die Einfluss auf die Rad-/Reifen- Eigenschaften bzw. ihren notwendigen Freiraum haben, vorgenommen wurden, wird ein Reifen verwendet, der nicht in der ZB Teil I genannt ist.
Dies ist nicht zulässig. Die Betriebserlaubnis des Kraftrads erlischt gemäß §19 Abs. 2 Nr. 2 StVZO, sofern kein Nachweis über die Zulässigkeit der Änderung gemäß §19 Abs. 3 Nr. 1 bis 4 StVZO vorliegt oder die in den vorgenannten Nachweisen eventuell genannten Auflagen und Hinweise nicht beachtet wurden (weiter zu beachtende Erläuterungen siehe Punkt Schlussfolgerung).
Erlischt gemäß Fall 1c oder Fall 2 durch die Verwendung abweichender Rad-/Reifenkombinationen die Betriebserlaubnis eines Kraftrads, so ist ein entsprechender Nachweis nach § 19 Abs. 3 Nr. 1 bis 4 StVZO bzw. eine Begutachtung gemäß § 19 i. V. m. § 21 StVZO erforderlich. In diesem Zusammenhang muss die Einhaltung aller betroffenen Vorschriften (z. B. bezgl. des Reifenfreiraums, der Genauigkeit der Anzeige des Geschwindigkeitsmessers) bestätigt werden. Da solche Prüfungen (z. B. auf Freigängigkeit) im Rahmen der Genehmigung des Reifens nach der UN-Regelung Nr. 75 auf Grund der zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorhandenen Fahrzeugzuordnung nicht vorgesehen sind, stellt die alleinige Genehmigung eines Reifens nach der UN-Regelung Nr. 75 in einem solchen Fall keinen ausreichenden Nachweis im Rahmen einer Änderung nach § 19 Abs. 3 StVZO dar. Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, z. B. durch den Reifenhersteller, ist kein Nachweis
Da es aus der bisherigen Praxis der Unbedenklichkeitsbescheinigungen (UBB) der Reifenhersteller keine Sicherheitsbedenken gibt, ist natürlich fraglich, warum jetzt die UBB nicht mehr gelten soll oder plötzlich ein Risiko darstellt.
Daher dieser offene Brief der Industrieverbände an das BMVI:
b) 150/70 – 17 69R TL M+S
3. Exakte, bundeseinheitliche Prüfvorschriften müssen erstellt werden (TÜV-Merkblatt/Verfahrensanweisung). Welche Art der Abnahme soll/muss durchgeführt werden? Kostenlimitierung im Sinne des Verbrauchers.
4. wdk-Leitlinie zur Umrechnung Zoll zu Metrisch als offizielle Grundlage (BMVI) für die Umtragung von Zoll-Dimension auf metrische Dimension einführen/umsetzen.“
mopedreifen.de Startseite runter rollen bis zum Video „TÜV-Änderungen 2020“.
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