Source: http://theoriealspraxis.blogsport.de/2009/12/25/zum-verhaeltnis-von-rechtswissenschaft-und-rechtspolitik/
Timestamp: 2018-09-21 04:02:17
Document Index: 199904727

Matched Legal Cases: ['Art. 20', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', '§ 138', '§ 139', '§ 140']

Zum Verhältnis von RechtsWISSENSCHAFT und RechtsPOLITIK « Theorie als Praxis
« Warum der ‚negative‘ Freiheits-Begriff auch für KommunistInnen wichtig ist
Eine realistische Analyse der Lage ist Voraussetzung der Entwicklung einer erfolgreichen Strategie! »
Christian Rolfs, Engels, Erhard Denninger, Foucault, Kautsky, Raimund Waltermann
► zur Kri­tik der pater­na­lis­ti­schen Umdeu­tung von Bür­ge­rIn­nen­rech­ten gegen den Staat in Schutz­pflich­ten des Staa­tes:
Erhard Den­nin­ger: Frei­heits­ord­nung – Wert­ord­nung – Pflich­t­ord­nung. Zur Ent­wick­lung der Grund­rechts­ju­di­ka­tur des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts, in: Juris­ten­zei­tung 1975, 546 – 550.
► zum Unter­schied zwi­schen Recht erken­nen und Recht schaf­fen:
mei­nen Auf­satz: ‚Remo­ving some rub­bish’. Radi­kale Phi­lo­so­phie und die Kon­sti­tu­ie­rung einer Wis­sen­schaft vom Juri­di­schen, in: Pia Paust Las­sen /​ Jörg Nowak /​ Urs Lind­ner (Hg.), Phi­lo­so­phie­ren unter ande­ren. Bei­träge zum Pala­ver der Mensch­heit (Fest­schrift für Frie­der Otto Wolf), West­fä­li­sches Dampf­boot: Müns­ter, 2008, 332 – 352.
Vgl. auch einige Auf­sätze in dem von mir mit her­aus­ge­ge­be­nen Sam­mel­band Rechts­staat statt Revo­lu­tion, Ver­recht­li­chung statt Demo­kra­tie?
► zur Kri­tik der JuristInnen-​​Ideologie:
Fried­rich Engels /​ Karl Kau­tsky, Juristen-​​Sozialismus, in: Karl Marx /​ Fried­rich Engels, Werke. Bd. 21, Dietz: Ber­lin, 8. Aufl.: 1984 (1. Aufl. 1962), 491 – 509.
► zum Ver­hält­nis von Rechts­po­li­tik und Kapitalismus-​​Kritik:
mei­nen Text: Warum Glo­bale Soziale Rechte nicht anti­ka­pi­ta­lis­tisch sind, aber linke Poli­tik trotz­dem Rechts­for­de­run­gen braucht.
„Die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ist ein demo­kra­ti­scher und sozia­ler Bun­des­staat.“ (Art. 20 I GG). [zurück]
„Die nach­fol­gen­den Grund­rechte bin­den Gesetz­ge­bung, voll­zie­hende Gewalt und Recht­spre­chung als unmit­tel­bar gel­ten­des Recht.“ (Art. 1 III GG). Von ‚Schutz‘ ist dort aller­dings nicht die Rede, son­dern schlicht von ‚Bin­dung‘. Von ‚Schüt­zen‘ ist dage­gen spe­zi­ell in Bezug auf die Men­schen­würde (aber nicht die Grund­rechte im all­ge­mei­nen) in Art. 1 I 2 GG („Die Würde des Men­schen ist unan­tast­bar. Sie zu ach­ten und zu schüt­zen ist Ver­pflich­tung aller staat­li­chen Gewalt.“) die Rede. Art. 1 I 2 GG gehört aller­dings nicht zu den Art. 1 III GG nachfol­gen­den Grund­rech­ten, sodaß das Schutz­ge­bot des Art. 1 I 2 GG gerade nicht unmit­tel­bar gel­ten­des Recht ist. [zurück]
„(1) Ein Rechts­ge­schäft, das gegen die guten Sit­ten ver­stößt, ist nich­tig. (2) Nich­tig ist ins­be­son­dere ein Rechts­ge­schäft, durch das jemand unter Aus­beu­tung der Zwangs­lage, der Uner­fah­ren­heit, des Man­gels an Urteils­ver­mö­gen oder der erheb­li­chen Wil­lens­schwä­che eines ande­ren sich oder einem Drit­ten für eine Leis­tung Ver­mö­gens­vor­teile ver­spre­chen oder gewäh­ren lässt, die in einem auf­fäl­li­gen Miss­ver­hält­nis zu der Leis­tung ste­hen.“ (§ 138 BGB). [zurück]
Dem Käu­fer der Arbeits­kraft kann nicht ohne näh­rere Anhalts­punkte – ein­fach ins Blaue hin­ein – unter­stellt wer­den, er hätte den Ver­trag auch mit ande­rer Lohn­höhe geschlos­sen.
Vgl. § 139 BGB („Ist ein Teil eines Rechts­ge­schäfts nich­tig, so ist das ganze Rechts­ge­schäft nich­tig, wenn nicht anzu­neh­men ist, dass es auch ohne den nich­ti­gen Teil vor­ge­nom­men sein würde.“) und § 140 BGB („Ent­spricht ein nich­ti­ges Rechts­ge­schäft den Erfor­der­nis­sen eines ande­ren Rechts­ge­schäfts, so gilt das letz­tere, wenn anzu­neh­men ist, dass des­sen Gel­tung bei Kennt­nis der Nich­tig­keit gewollt sein würde.“). [zurück]
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