Source: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2019_II_191/BGBLA_2019_II_191.html
Timestamp: 2019-08-21 20:26:07
Document Index: 226155574

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 13', '§ 4', '§ 22', '§ 8', '§ 8', '§ 14', '§ 15', '§ 1', '§ 5']

191. Verordnung:
Betonbauspezialist/Betonbauspezialistin-Ausbildungsordnung
191. Verordnung der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort über die Berufsausbildung im Lehrberuf Betonbauspezialist/Betonbauspezialistin (Betonbauspezialist/Betonbauspezialistin-Ausbildungsordnung)
Lehrberuf Betonbauspezialist/Betonbauspezialistin
§ 1. (1) Der Lehrberuf Betonbauspezialist/Betonbauspezialistin ist als Schwerpunktlehrberuf mit einer Lehrzeit von vier Jahren und folgenden Schwerpunkten als Ausbildungsversuch eingerichtet.
Konstruktiver Betonbau,
Stahlbetonhochbau.
(2) In die Ausbildung im Lehrberuf Betonbauspezialist/Betonbauspezialistin kann bis zum Ablauf des 31. August 2026 eingetreten werden.
(3) Der Lehrbetrieb hat neben dem Allgemeinen Teil zumindest einen Schwerpunkt zu vermitteln.
(4) Eine Kombination mit anderen Schwerpunkten ist nicht möglich, es können aber einzelne Fertigkeiten und Kenntnisse anderer Schwerpunkte zusätzlich ausgebildet werden.
(5) Die in dieser Verordnung gewählten Begriffe schließen jeweils die männliche und weibliche Form ein. Im Lehrvertrag, Lehrzeugnis, Lehrbrief und im Lehrabschlussprüfungszeugnis ist der Lehrberuf in der dem Geschlecht des Lehrlings entsprechenden Form (Betonbauspezialist oder Betonbauspezialistin) zu bezeichnen.
(6) Die Schwerpunktausbildung ist jedenfalls im Lehrvertrag durch einen entsprechenden Hinweis neben der Bezeichnung des Lehrberufs zu vermerken.
§ 2. Das Arbeitsgebiet des/der Betonbauspezialisten/Betonbauspezialistin umfasst insbesondere:
Fachkräftebezogene Tätigkeiten in Bauunternehmen, wobei das Schaffen von bleibenden Werten durch Mitwirken bei Bauarbeiten im Stahlbetonhochbau bzw. im Konstruktiven Betonbau der Mittelpunkt des Aufgabenfeldes ist.
§ 3. Durch die Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule soll der im Lehrberuf Betonbauspezialist/Betonbauspezialistin ausgebildete Lehrling befähigt werden, die nachfolgenden Tätigkeiten fachgerecht, selbständig und eigenverantwortlich ausführen zu können:
Betonbauspezialist/Betonbauspezialistin – Schwerpunkt Konstruktiver Betonbau:
Herstellen und Instandhalten von Schalungen (zB konventionelle Schalungen, Systemschalungen, Sichtbetonschalungen) aus verschiedenen Materialien (zB Holz, Metall, Kunststoff) für Bauteile aus Beton und Stahlbeton,
Versetzen von Brückenübergangskonstruktionen und Hinterfüllen von Bauwerken (zB Brückenwiderlager),
Betonbauspezialist/Betonbauspezialistin – Schwerpunkt Stahlbetonhochbau:
§ 4. (1) Für die Ausbildung im Lehrberuf Betonbauspezialist/Betonbauspezialistin wird folgender allgemeiner Teil festgelegt. Die angeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sind spätestens in dem jeweils angeführten Lehrjahr beginnend derart zu vermitteln, dass der Lehrling zur Ausübung qualifizierter Tätigkeiten im Sinne des Berufsprofils befähigt wird, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen, Kontrollieren und Optimieren einschließt.
Kenntnis des organisatorischen Aufbaus und der Aufgaben sowie Zuständigkeiten der einzelnen Betriebsbereiche
Kommunikation, Organisation und Baubetriebswirtschaft
Kommunizieren mit den Baubeteiligten auch unter Zuhilfenahme moderner Kommunikationsmittel (zB Building Information Modeling – BIM)
Kenntnis und Durchführen der Baudokumentation auch mittels elektronischem Datenmanagement – EDM usw.
Durchführen der Baudokumentation sowie Führen von Bautageberichten inklusive Beweissicherung auch mittels elektronischem Datenmanagement – EDM usw.
Mitwirken bei der Durchführung des Baumanagements sowie Planen des Personaleinsatzes
Grundkenntnisse der Arbeitsabläufe, Zusammenhänge und Zuständigkeiten bei der Herstellung eines Bauwerkes
Kenntnis der Kalkulation
Berechnen des Lohn-, Geräte- und Materialeinsatzes
Grundlagen des Beton- und Tiefbaus
Kenntnis von bautechnischen Leistungsbeschreibungen (LBH, LBVI)
Lesen und Interpretieren von Leistungsverzeichnissen (LBH, LBVI)
Kenntnisse der Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen (RVS)
Kenntnis des Herstellens (Aufstellen, Prüfen, Instandhalten, Abtragen) von Gerüsten und Lehrgerüsten aller Art
Herstellen von Gerüsten und Lehrgerüsten
Messen, Abstecken und Anlegen mit verschiedenen digitalen Vermessungsgeräten
Vermessen von einfachem Gelände und Dokumentieren der Vermessungsarbeiten
Aufmessen von Bauteilen sowie Erstellen von Aufmaßskizzen zur Massenermittlung (zB für die Abrechnung)
Kenntnis von Sonder- und Spezialbeton
Grundkenntnisse des Unterwasserbetons
Kenntnis des Unterwasserbetons
Grundkenntnisse über die Prüfung von Frisch- und Festbeton
Mitarbeiten bei der Herstellung von Proben für die Betonprüfung
Prüfen von Vorleistungen
Selbstständiges Dokumentieren von geprüften Vorleistungen
Grundkenntnisse der Zusammenarbeit und Abstimmung der einzelnen Handwerke sowie der Schnittstellen zu diesen auf der Baustelle
Kenntnis der Zusammenarbeit und Abstimmung der einzelnen Handwerke sowie der Schnittstellen zu diesen auf der Baustelle
Kenntnis der Baustellenlogistik (zB der Zusammenarbeit mit Lieferanten und Subunternehmern)
Beton- und Tiefbautechnische Arbeiten
Kenntnis der Wirkung von inneren und äußeren Kräften in und an Bauwerken
Herstellen von Schalungen aus verschiedenen Materialien (zB Holz, Metall, Kunststoff) wie konventionelle Schalungen und Systemschalungen
Kenntnis der Herstellung von Sonderschalungen wie zB Kletter- oder Gleitschalungen
Herstellen von Sonderschalungen wie zB Kletter- oder Gleitschalungen
Reinigen und Warten von Schalungen
Herstellen von Sichtbetonschalungen
Grundkenntnisse über die Herstellung von Spannbeton
Kenntnis über die Herstellung von Spannbeton
Verlegen von Spanngliedern unter Beachtung des Korrosionsschutzes
Herstellen von Spannbetonbauteilen, Vorspannen und Verpressen von Spanngliedern
Grundkenntnisse der Wasserhaltung und -ableitung
Kenntnis der Wasserhaltung und -ableitung
Ausführen von offener Wasserhaltung und deren Ableitung
Kenntnis des Sanierens von Beton, Asphalt und Leitungen
(4) Bei der Vermittlung sämtlicher Berufsbildpositionen ist den Bestimmungen des Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetzes 1987 (KJBG), BGBl. Nr. 599/1987, und der KJBG-VO, BGBl. II Nr. 436/1998, zu entsprechen.
Schwerpunkt Konstruktiver Betonbau:
Herstellen von Baugruben und Künetten mit Künettenverbau
Grundkenntnisse der Bodenarten, des Erdbaus und des Landschaftsbaus
Kenntnis der Bodenarten, des Erdbaus und des Landschaftsbaus
Aufbauen, Umsetzen und Abbauen von Rüstungen im konstruktiven Betonbau auch unter Einsatz von Schalwagen
Grundkenntnisse von Baumethoden im Spezial-Tiefbau
Grundkenntnisse des Bauens im Wasser
Kenntnis des Bauens im Wasser
Grundkenntnisse des konstruktiven Wasserbaus (zB Wasserkraftanlagen)
Kenntnisse des konstruktiven Wasserbaus (zB Wasserkraftanlagen)
Mitarbeiten bei Arbeiten im konstruktiven Wasserbau (zB Bachverbauung)
Grundkenntnisse über den Brückenbau
Kenntnis über den Brückenbau (wie Brückentragwerk, Brückenwiderlager und Schleppplatten usw.)
Grundkenntnisse über Brückenabdichtungen
Grundkenntnisse über Brückenübergangskonstruktionen
Kenntnis über Brückenübergangskonstruktionen
Versetzen von Brückenübergangskonstruktionen
Hinterfüllen von Bauwerken (zB Brückenwiderlager)
Kenntnis der Herstellung von Schleppplatten
Grundkenntnisse des Herstellens und der Sicherung von Böschungen, insbesondere der Sicherung durch Stützwände
Kenntnis des Herstellens und der Sicherung von Böschungen, insbesondere der Sicherung durch Stützwände
Mitarbeiten beim Herstellen von Böschungen und zugehörigen Böschungssicherungen
Schwerpunkt Stahlbetonhochbau:
Montieren sowie Versetzen von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton (zB Fassadenelemente, Verblendungen)
Kenntnisse über den Bau von Rauchfängen, Abgasfängen und Lüftungen
§ 5. (1) Die Lehrabschlussprüfung gliedert sich in eine theoretische und in eine praktische Prüfung.
(2) Die theoretische Prüfung umfasst die Gegenstände Bautechnik, Angewandte Mathematik und Bauzeichnen.
§ 6. (1) Die theoretische Prüfung hat schriftlich zu erfolgen. Sie kann für eine größere Anzahl von Prüfungskandidaten/Prüfungskandidatinnen gemeinsam durchgeführt werden, wenn dies ohne Beeinträchtigung des Prüfungsablaufes möglich ist. Die theoretische Prüfung kann auch in rechnergestützter Form erfolgen, wobei jedoch alle wesentlichen Schritte für die Prüfungskommission nachvollziehbar sein müssen.
§ 7. (1) Die Prüfung hat die stichwortartige Beantwortung von Aufgaben aus sämtlichen nachstehenden Bereichen zu umfassen:
Baugesetze, Baunormen, Leistungsbeschreibungen und einschlägige Richtlinien,
Arbeitsverfahren und Arbeitsabläufe, sowie Zusammenhänge und Zuständigkeiten bei der Herstellung eines Bauwerkes,
Bau- und Hilfsstoffe,
Betontechnologie und Betonprüfung,
Werkzeuge, Baumaschinen, Vorrichtungen, Einrichtungen und Geräte,
Baukonstruktion, Bauphysik und Tragwerkslehre,
Messen und Vermessen,
Gerüste, Lehrgerüste, Pölzungen sowie Baugruben- und Künettensicherungen,
konventionelle Schalungen, Systemschalungen und Sonderschalungen,
Abdichten von Bauwerken gegen Feuchtigkeit,
Grundlagen des Stahlbetonhochbaus (zB Instandhalten und Sanieren von Beton- und Stahlbetonbauteilen),
Grundlagen des konstruktiven Betonbaus (zB Spezial-Tiefbau, konstruktiven Wasserbau und Brückenbau).
§ 8. (1) Die Prüfung hat die Beantwortung von Aufgaben aus sämtlichen nachstehenden Bereichen zu umfassen:
Längen-, Flächen- und Volumsberechnung,
Masse- und Materialbedarfsberechnung,
Berechnung von Mörtel- und Betonrezepturen,
Kalkulieren von einfachen Baumaßnahmen.
§ 9. (1) Die Prüfung hat folgende Aufgaben zu umfassen:
Bearbeiten einer CAD-Zeichnung oder Anfertigen einer Skizze eines einfachen Bauteiles,
Darstellung eines Ausführungsdetails in der Form einer Handskizze.
§ 10. (1) Die Prüfung ist nach Angabe der Prüfungskommission in Form der Bearbeitung von betrieblichen Arbeitsaufträgen durchzuführen.
(2) Die Prüfarbeit für den Schwerpunkt konstruktiver Betonbau hat sechs der folgenden Aufgabenstellungen gem. Abs. 2 Z 1 bis Z 8 unter Einschluss von Arbeitsplanung sowie Maßnahmen zur Sicherheit, zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und zur Qualitätskontrolle zu umfassen, wobei jedenfalls die Aufgabenstellungen Z 1 bis Z 2 und Z 6 bis Z 8 enthalten sein müssen:
Durchführen einer einfachen Aufgabe im Bereich des Baumanagements zB Planen des Personaleinsatzes oder Berechnen des Lohn-, Geräte- und Materialeinsatzes,
Durchführen von Arbeiten zur Herstellung eines Bauteiles aus Stahlbeton aus dem Bereich Brückenbau (zB Tragwerk, Widerlager, Schleppplatte):
Lesen von Plänen und Skizzen und Umsetzen der erfassten Informationen,
Feststellen des Materialbedarfs,
Messen, Abstecken und Anlegen mit digitalen Vermessungsgeräten,
Aufmessen und Erstellen einer Aufmaßskizze zur Massenermittlung,
Herstellen einer konventionellen, einer System- oder einer Sonderschalung (zB Sichtbetonschalungen),
Verlegen von Baustahl nach Bewehrungsplänen,
Transportieren, Einbringen und Verdichten von Beton,
Bearbeiten (Glätten, Abziehen) von Beton,
Ausgleichen und Nachbehandeln einer Betonoberfläche,
Herstellen von Durchbrüchen, Öffnungen und Aussparungen.
Durchführen von Arbeiten zur Herstellung einer Flachgründung:
Herstellen einer konventionellen oder einer Systemschalung,
Durchführen von Arbeiten zur Herstellung eines Bauteiles aus Stahlbeton im konstruktiven Betonbau (zB Stützwand, Überplattung):
Aufbauen, Umsetzen und Abbauen von Rüstungen,
Herstellen einer konventionellen Schalung, Systemschalung oder einer Schalung mit einem Schalwagen,
Herstellen einer Probe für die Betonprüfung.
Durchführen von Arbeiten an Spannbetonbauteilen im Hochbau zB Verlegen von Spanngliedern unter Beachtung des Korrosionsschutzes oder Vorspannen oder Verpressen von Spanngliedern.
Durchführen einer Aufgabe im Bereich der Baudokumentation zB Führen eines Bautageberichts inklusive Beweissicherung oder Durchführen einer einfachen Baudokumentation mittels elektronischem Datenmanagement – EDM.
(3) Die Prüfungskommission hat unter Bedachtnahme auf den Zweck der Lehrabschlussprüfung, die Anforderungen der Berufspraxis und des Schwerpunkts konstruktiver Betonbau jedem Prüfungskandidaten/jeder Prüfungskandidatin Aufgaben zu stellen, die in der Regel in zehn Stunden ausgeführt werden können. Hierbei ist den Aufgabenstellungen gemäß Abs. 2 Z 1 bis Z 2 und Z 7 bis Z 8 eine Dauer von vier Stunden zugrunde zu legen.
(4) Die Prüfarbeit für den Schwerpunkt Stahlbetonhochbau hat sechs der folgenden Aufgabenstellungen gem. Abs. 4 Z 1 bis Z 8 unter Einschluss von Arbeitsplanung sowie Maßnahmen zur Sicherheit, zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und zur Qualitätskontrolle zu umfassen, wobei jedenfalls die Aufgabenstellungen Z 1 und Z 5 bis Z 8 enthalten sein müssen:
Durchführen von Arbeiten zur Herstellung eines Bauteiles aus Stahlbeton aus dem Bereich mehrgeschoßiger Hochbau oder Hallenbau:
Herstellen einer konventionellen, einer System- oder Sonderschalung (zB Sichtbetonschalungen),
Ausgleichen und Nachbehandeln einer Betonoberfläche.
Durchführen von Arbeiten zur Herstellung von Treppen:
Aufreißen der Treppe,
Herstellen einer Probe für die Betonprüfung,
Durchführen von Arbeiten an Spannbetonbauteilen zB Verlegen von Spanngliedern unter Beachtung des Korrosionsschutzes oder Vorspannen oder Verpressen von Spanngliedern,
Verlegen oder Einbauen von Fertigteilen (zB Fassadenelemente, Verblendungen),
(5) Die Prüfungskommission hat unter Bedachtnahme auf den Zweck der Lehrabschlussprüfung, die Anforderungen der Berufspraxis und des Schwerpunkts Stahlbetonhochbau jedem Prüfungskandidaten/jeder Prüfungskandidatin Aufgaben zu stellen, die in der Regel in zehn Stunden ausgeführt werden können. Hierbei ist den Aufgabenstellungen gemäß Abs. 4 Z 1 und Z 6 bis Z 8 eine Dauer von vier Stunden zugrunde zu legen.
(6) Die Ausführung der Aufgaben ist händisch oder rechnergestützt zu dokumentieren. Die Prüfungskommission kann dem Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin anlässlich der Aufgabenstellung entsprechende Unterlagen zur Verfügung stellen.
(7) Die Prüfung ist nach zwölf Stunden zu beenden.
(8) Für die Bewertung sind folgende Kriterien maßgebend:
Genauigkeit, Ebenheit und Sauberkeit,
Funktionalität und Wirtschaftlichkeit der Umsetzung,
fachgerechtes Anwenden von Umweltschutz- und Arbeitsschutzmaßnahmen.
(3) Die Themenstellung hat dem Zweck der Lehrabschlussprüfung, den Anforderungen der Berufspraxis und der Schwerpunktausbildung zu entsprechen. Hierbei können Prüfstücke, Materialproben, Demonstrationsobjekte, Apparate, Geräte, Werkzeuge oder Schautafeln herangezogen werden. Fragen über die fachgerechte Entsorgung sowie über einschlägige Sicherheitsvorschriften, Schutzmaßnahmen und Unfallverhütung sind mit einzubeziehen. Die Prüfung ist in Form eines möglichst lebendigen Gesprächs mit Gesprächsvorgabe durch Schilderung von Situationen oder Problemen durchzuführen.
§ 13. (1) Gemäß § 4 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Berufsreifeprüfung, BGBl. I Nr. 68/1997, in der geltenden Fassung, in Verbindung mit § 22a Abs. 1 des Berufsausbildungsgesetzes kann anlässlich der erfolgreichen Ablegung der Lehrabschlussprüfung für einen Lehrberuf mit vierjähriger Ausbildungszeit zur Teilprüfung über den Fachbereich der Berufsreifeprüfung angetreten werden.
(3) Die Klausurarbeit ist fünfstündig. Das Thema muss aus dem Berufsfeld, einschließlich des fachlichen Umfelds, des Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin stammen.
(5) Die Prüfungskommission für die Teilprüfung über den Fachbereich der Berufsreifeprüfung anlässlich der Lehrabschlussprüfung eines Lehrberufes mit vierjähriger Ausbildungszeit besteht aus einem/einer fachkundigen Experten/Expertin gemäß § 8a des Bundesgesetzes über die Berufsreifeprüfung als Vorsitzenden/er und zwei Beisitzern der Lehrabschlussprüfungskommission, die für die Durchführung der Prüfung und die Beurteilung der Leistungen als Prüfer im Sinne des § 8a des Bundesgesetzes über die Berufsreifeprüfung fungieren.
(7) Gleichzeitig mit dem Vorschlag des/der für die Vorsitzführung in Aussicht genommenen fachkundigen Experten/Expertin sind dem Landesschulrat die Aufgabenstellungen der schriftlichen Klausurarbeiten zu übermitteln. Die Aufgabenstellungen der mündlichen Prüfung sind dem/der Vorsitzenden spätestens am Prüfungstag vor Beginn der Prüfung zur Genehmigung vorzulegen.
§ 14. Die Zweckmäßigkeit der Ausbildung im Lehrberuf Betonbauspezialist/Betonbauspezialistin ist mit wissenschaftlicher Begleitung zu evaluieren. Der Bundes-Berufsausbildungsbeirat hat bis zum 31. Dezember 2025 ein Gutachten (Befund, Motivenbericht und Schlussfolgerungen) über die Überführung in die Regelausbildung an die Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort zu erstatten.
§ 15. (1) Die Bestimmungen der §§ 1 bis 4 betreffend die Ausbildungsordnung für den Lehrberuf Betonbauspezialist/Betonbauspezialistin treten mit 1. Januar 2020 in Kraft.
(2) Die Bestimmungen der §§ 5 bis 14 betreffend die Lehrabschlussprüfung und die Ablegung der Teilprüfung über den Fachbereich der Berufsreifeprüfung anlässlich der Lehrabschlussprüfung für den Lehrberuf Betonbauspezialist/Betonbauspezialistin treten mit 1. Oktober 2020 in Kraft.