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Timestamp: 2020-04-08 05:26:16
Document Index: 194306448

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 93', '§ 5', '§ 5', '§ 5', 'Art. 28', 'Art. 50', '§ 5', '§ 113', '§ 113']

BVerwG, 03.09.1963 - I C 113.61 - dejure.org
https://dejure.org/1963,148
BVerwG, 03.09.1963 - I C 113.61 (https://dejure.org/1963,148)
BVerwG, Entscheidung vom 03.09.1963 - I C 113.61 (https://dejure.org/1963,148)
BVerwG, Entscheidung vom 03. September 1963 - I C 113.61 (https://dejure.org/1963,148)
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VGH Hessen, 02.08.1961 - OS II 148/59
BVerwGE 16, 312
DVBl 1963, 920
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts lässt § 5 IHKG, der anders als § 93 Abs. 4 HwO keine ausdrückliche Regelung zur Kooptation enthält, diese dennoch zu (so BVerwGE 16, 312;… anders noch Bremer, Kammerrecht der Wirtschaft, 1960, S. 112;… Frentzel/Jäkel, IHKG, 2. Aufl. 1961, § 5 Bem. 2 m.w.N. zur unveröffentlichten Rechtsprechung), wenn diese den für die Gruppenwahl in § 5 Abs. 3 IHKG vorgegebenen Prinzipien folgt (vgl. BVerwGE 152, 204 ).
Sie verstoße gegen die Grundsätze zur Zulässigkeit der Wahl von kooptierten Mitgliedern der Vollversammlung einer Industrie- und Handelskammer, wie sie das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 3. September 1963 - I C 113.61 - aufgestellt habe.
vgl. BVerwG, Urteil vom 3. September 1963, a. a. O. Rdnr. 19; OVG NRW, Urteil vom 12. März 2003, a. a. O. Rdnr. 23 und 46;Rickert, a. a. O. Rdnr. 44; Groß, a. a. O. S. 70 f.
vgl. BVerwG, Urteil vom 3. September 1963, a. a. O. Rdnr. 19.
vgl. BVerwG, Urteil vom 3. September 1963, a. a. O. Rdnr. 20.
Das Bundesverwaltungsgericht hat im Übrigen in dem Urteil vom 3. September 1963, a. a. O. Rdnr. 1 und 19, einen vergleichbaren Zuwahlanteil von sieben Personen bei insgesamt 75 Vollversammlungsmitgliedern ausdrücklich als geringfügig gebilligt.
Die Wahl verstoße insoweit gegen elementare Wahlgrundsätze, die bereits das Bundesverwaltungsgericht in einem grundlegenden Urteil vom 3. September 1963 - 1 C 113.61 - näher bezeichnet und konkretisiert habe.
Denn nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts gewährleistet allein die unmittelbare Wahl der Vollversammlung nicht in jedem Fall ein zutreffendes Bild von der Struktur des Kammerbezirks, weshalb es jedenfalls nicht als im Widerspruch zu dem Gesetz stehend angesehen werden könne, wenn die Wahlordnung die Wahl einer geringen Anzahl von Mitgliedern der Vollversammlung durch Wahlmänner vorsieht, um auf diese Weise die Ergänzung dieses Organs durch Vertreter solcher für das Bild des Kammerbezirks bedeutsamer Wirtschaftszweige zu ermöglichen, die über das Wahlgruppenverfahren keinen Sitz in der Vollversammlung erreichen können; vgl. BVerwG, Urteil vom 3. September 1963 - I C 113.61 -, juris, Rdnr. 19.
BVerwG, Urteil vom 3. September 1963 - I C 113.61 -, juris, Rdnr. 16.
BVerwG, Urteil vom 3. September 1963 - I C 113.61 -, juris, Rdnr. 19.
Das Bundesverwaltungsgericht habe in seiner Entscheidung vom 3. September 1963 - 1 C 113.61 - (BVerwGE 16, 312) die Zulässigkeit des Wahlgruppenverfahrens und der mittelbaren Wahl durch Wahlmänner zwar ausdrücklich bestätigt, eine Kooptation aber nur anhand objektiver Kriterien für gerechtfertigt gehalten.
Vielmehr hat der Gesetzgeber gemäß § 5 Abs. 3 Satz 1 IHKG die Regelung des Näheren über die Ausübung des aktiven und passiven Wahlrechts und die Durchführung der Wahl der Wahlordnung und damit der autonomen Rechtsetzung der Industrie- und Handelskammer überlassen (BVerwG, Urteil vom 3. September 1963 - 1 C 113.61 - BVerwGE 16, 312 ).
Die zwingend vorgesehene Einteilung der Kammerzugehörigen in Wahlgruppen dient dazu, eine Zusammensetzung der Vollversammlung zu erreichen, die die wirtschaftliche Struktur des Kammerbezirks möglichst weitgehend widerspiegelt (BVerwG, Urteil vom 3. September 1963 - 1 C 113.61 - BVerwGE 16, 312 ).
Der Grundsatz der unmittelbaren Wahl (vgl. Art. 28 Abs. 1 Satz 2, 38 GG, Art. 50, 76 Abs. 1 LV) beansprucht im Bereich der funktionalen Selbstverwaltung keine Geltung (vgl. BVerwG, Urteil vom 3. September 1963 - I C 113.61 -, BVerwGE 16, 312).
Die Kläger berufen sich zwar in ihrer Beschwerdeschrift auf das Senatsurteil vom 3. September 1963 - BVerwG 1 C 113.61 - BVerwGE 16, 312.
BVerwG, Urteil vom 3.9.1963, a.a.O., Frentzel/Jäkel/Junge, a.a.O.
Auch zu der dem gleichen Legitimations- und Repräsentationsgedanken folgenden Vorschrift des § 5 Abs. 3 S. 2 IHK-Gesetz, die lediglich eine satzungsrechtliche Wahlgruppenbildung unter Berücksichtigung der "wirtschaftlichen Besonderheiten des Kammerbezirks sowie der gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der Gewerbegruppen" vorschreibt, im Übrigen jedoch eine Aufgliederung und die Wahl einzelner Aufteilungskriterien dem Satzungsgeber selbst überlässt, wird in der Literatur und Rechtsprechung einhellig die Auffassung vertreten, diese Vorschrift lasse auch eine regionale Wahlgruppenbildung nach Bezirken zu (vgl. Möllering, WiVerw 2001, 25 ;… Frentzel/Jäkel/Junge, IHK-Gesetz, 5. Aufl., 1991, S. 240 bis 244 m.w.N.;… OVG Niedersachsen, Urt. v. 15.06.1992 - 8 L 43/90 -, GewArch 1992, 420 ; generell zur weitgehenden Gestaltungsfreiheit der IHK bei der Bestimmung der konkreten Zusammensetzung der Vollversammlung und der Auswahl der Kriterien, nach denen die Sitzverteilung die aus Legitimations- und Repräsentationsgründen gebotene spiegelbildliche Abbildung der Struktur des Kammerbezirks erreicht: BVerwG, Urt. v. 03.09.1963 - 1 C 113.61 -, GewArch 1964, 70; Hess. VGH, Beschl. v. 02.08.1961 - OS II 148/59 -, ESVGH 14, 16).
Bei einer solchen Fallgestaltung kann ein berechtigtes Interesse daran, von welcher Rechtsauffassung die Behörde auszugehen haben wird, nicht verneint werden (so mit Recht Eyermann/Fröhler, Verwaltungsgerichtsordnung, 7. Aufl. 1977, § 113 Rn 41 im Anschluß an Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. September 1963 - BVerwG 1 C 113.61 - in DVBl. 1963, 920 [922] - BVerwGE 16, 312 [316]).
Ein solches Interesse wird insbesondere bei Wiederholungsgefahr bejaht (vgl. BVerwGE 16, 312 (316); Eyermann- Fröhler, a.a.O., § 113 Rdnr. 41 m. weit.
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