Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=03.02.1982&Aktenzeichen=IVb%20ZR%20601/80
Timestamp: 2019-12-14 16:32:45
Document Index: 2767339

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 323', '§ 767', 'BGH', '§ 323', '§ 323', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 03.02.1982 - IVb ZR 601/80 - dejure.org
https://dejure.org/1982,2225
BGH, 03.02.1982 - IVb ZR 601/80 (https://dejure.org/1982,2225)
BGH, Entscheidung vom 03.02.1982 - IVb ZR 601/80 (https://dejure.org/1982,2225)
BGH, Entscheidung vom 03. Februar 1982 - IVb ZR 601/80 (https://dejure.org/1982,2225)
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Erneute Klageerhebung nach rechtskräftiger Abweisung einer Unterhaltsklage - Anrechenbares eigenes Einkommen geschiedener Ehegatten auf den Unterhalt - Antrag auf Zubilligung nachehelichen Unterhalts - Abweisung einer Unterhaltsklage wegen fehlender Bedürftigkeit - ...
NJW 1982, 1284
FamRZ 1982, 479
Bis zur Höhe dieses Betrages ist der Unterhaltsanspruch aber nicht Streitgegenstand des Verfahrens (so schon Senatsurteil vom 3. Februar 1982 - IVb ZR 601/80 - FamRZ 1982, 479, 480), sondern nur ein für die zu treffende Entscheidung vorgreifliches Rechtsverhältnis, das als bloßes Urteilselement an der Rechtskraft nicht teilnimmt (vgl. dazu auch BGHZ GSZ 13, 265, 278; BGHZ 42, 340, 350; 83, 391, 394 f.).
Unter Berufung auf die Senatsentscheidung vom 3. Februar 1982 (IVb ZR 601/80 - FamRZ 1982, 479) hat das Oberlandesgericht weiter dargelegt, daß das Urteil des Landgerichts keine in die Zukunft reichende Rechtskraftwirkung habe entfalten können, weil keine sachliche Beurteilung nach den voraussichtlich in der Zukunft bestehenden Verhältnissen erfolgt sei.
Unter diesen Umständen konnte das Berufungsgericht die Geltendmachung des betrügerischen Verhaltens ohne Rechtsirrtum als Vorbringen ansehen, das durch § 323 Abs. 2 ZPO nicht präkludiert ist (vgl. zur gleichliegenden Frage einer Präklusion nach § 767 Abs. 2 ZPO Senatsurteil vom 12. Oktober 1983 - IVb ZR 357/81 - FamRZ 1984, 32 sowie auch Senatsurteil vom 3. Februar 1982 - IVb ZR 601/80 - NJW 1982, 1284, 1285 und BGHZ 49, 45, 49 f.).
Lediglich in dieser Höhe ist auch über den Unterhaltsanspruch der Beklagten rechtskräftig entschieden (ebenso OLG Zweibrücken FamRZ 1981, 1064; s.a. Senatsurteil vom 3. Februar 1982 - IVb ZR 601/80 - FamRZ 1982, 479, 480).
Dann liegt der Abweisung für die Zukunft keine sachliche Beurteilung nach den voraussichtlich in der Zukunft bestehenden Verhältnissen zugrunde; deshalb kann ein solches klagabweisendes Urteil keine in die Zukunft reichende Rechtskraftwirkung entfalten (Senatsurteil vom 3. Februar 1982 - IVb ZR 601/80 - FamRZ 1982, 479, 480).
An dieser Rechtsprechung, die im Schrifttum teilweise Widerspruch (vgl. Wax FamRZ 1982, 347; Hahne FamRZ 1983, 1189, 1190), überwiegend aber Zustimmung gefunden hat (vgl. Haase JR 1982, 246;… Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO 42. Aufl. § 323 Anm. 2 I A;… Jauernig, ZPR 20. Aufl. S. 225;… Thomas/Putzo ZPO 12. Aufl. § 323 Anm. 2 g; ebenso - nach Ergehen der vorgenannten Entscheidung, aber ohne Stellungnahme dazu - Schellhammer, ZPR 1982 S. 141), und der der Senat auch in späteren Entscheidungen gefolgt ist (vgl.Urteile vom 3. Februar 1982 - IVb ZR 601/80 - FamRZ 1982, 479;17. März 1982 - IVb ZR 663/80 - nicht veröffentlicht undvom 26. Januar 1983 - IVb ZR 347/81 - FamRZ 1984, 353, 354 f.), hält er auch unter Berücksichtigung der von der Revision erhobenen Einwände fest.
Die Frage, ob und inwieweit dieser neuerlichen Geltendmachung des Klageanspruchs das frühere, klageabweisende Urteil entgegensteht, beurteilt sich nach den allgemeinen Grundsätzen der Rechtskraftwirkung (BGH, FamRZ 1982, 479 ff.).
Da bereits ein Prozeßvergleich und ein Urteil des Landgerichts Memmingen über den Unterhaltsanspruch der Klägerin vorliegen, sind Bindungswirkungen daraus zu beachten und zwar von Amts wegen (vgl. BGH, FamRZ 1982, 259 und FamRZ 1982, 479; 1984, 772).
Durch die zeitliche Begrenzung des Klageantrages war klargestellt, daß Unterhaltsforderungen für die Folgezeit nicht Streitgegenstand waren (zur Maßgeblichkeit des Streitgegenstandes vgl. BGH, FamRZ 1982, 479,480 und BGH, FamRZ 1985, 371 ff.).