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Timestamp: 2020-01-23 18:19:56
Document Index: 167899474

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 38', '§ 38', '§ 434']

BSG Urteil vom 30.09.2010 - B 10 EG 19/09 R | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
BSG Urteil vom 30.09.2010 - B 10 EG 19/09 R
Elterngeld. Bemessung. im Bemessungszeitraum erarbeitetes und erst nach dessen Ablauf infolge nachträglicher Vertragserfüllung gezahltes Arbeitsentgelt. Anwendung des modifizierten Zuflussprinzips
Die Regelung des § 2 Abs 7 S 4 BEEG soll lediglich der Erleichterung der Sachverhaltsaufklärung dienen, sie begründet jedoch keine rechtliche Bindung an die Feststellungen des Arbeitgebers (vgl BSG Urteil vom 3.12.2009 - B 10 EG 3/09 R = BSGE 105, 84 = SozR 4-7837 § 2 Nr 4).
BEEG § 1 Fassung: 2006-12-05, § 2 Abs. 1 S. 1 Fassung: 2006-12-05, Abs. 2 S. 1 Fassung: 2006-12-05, Abs. 7 S. 1 Fassung: 2006-12-05, S. 4 Fassung: 2006-12-05; EStG § 38a Abs. 1 S. 3
LSG Nordrhein-Westfalen (Urteil vom 26.08.2009; Aktenzeichen L 13 EG 5/09)
SG Aachen (Urteil vom 16.12.2008; Aktenzeichen S 13 EG 30/07)
Da der Senat bereits mit herkömmlichen Auslegungsmitteln dazu gelangt, das modifizierte Zuflussprinzip auch im Bereich des BEEG anzuwenden, bedarf es keiner Erwägungen dazu, ob dieses Ergebnis auch verfassungsrechtlich geboten ist. Auch wenn der Gesetzgeber sonstige Bezüge iS des § 38a Abs 1 Satz 3 EStG (also im Wesentlichen sog Einmalzahlungen) außer Betracht lassen konnte (vgl dazu allgemein BVerfG ≪Kammer≫ SozR 4-4300 § 434c Nr 6), folgt daraus nicht zwingend, dass dies auch für Gehaltsnachzahlungen der hier streitigen Art gilt. Jedenfalls ist nicht ersichtlich, dass die vom Senat vertretene Rechtsauslegung mit dem GG unvereinbar sein könnte.
Haufe-Index 2589684
BSGE 2011, 18
DB 2011, 538