Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=27.02.1996&Aktenzeichen=XI%20ZR%20133%2F95
Timestamp: 2019-03-22 07:05:43
Document Index: 270472426

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 31', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 31', '§ 23', '§ 28']

BGH, 27.02.1996 - XI ZR 133/95 - dejure.org
Anlageberatung durch eine Bank
Keine allgemeine Aufklärungspflicht der Bank bei Betreuung des Anlegers durch einen Vermögensberater
Riskante Spekulationsgeschäfte
Bankrecht; Bankenhaftung bei Anlageberatung
Rahmen der Beratungspflichten einer Bank bei Anlagegeschäften; Einschaltung eines Drittberaters; gefestigte Vorstellung vom Anlagegeschäft
Wann muß die Bank bei riskanten Geschäften warnen? (IBR 1996, 260)
NJW 1996, 1744
ZIP 1996, 667
MDR 1996, 703
VersR 1996, 758
WM 1996, 664
BB 1996, 923
DB 1996, 2275
Dabei ist unter anderem maßgeblich zu berücksichtigen, welches Anlageziel der Kunde verfolgt (…Senat aaO, S. 128; Senatsurteil vom 27. Februar 1996 - XI ZR 133/95, WM 1996, 664, 665).
Hier genügt die Bank ihren Beratungspflichten, wenn sie den Kunden über die von ihm in Betracht gezogenen Anlagemöglichkeiten richtig und vollständig informiert und auf sich etwa daraus ergebende Gefahren und Risiken hinweist (Senatsurteil vom 27. Februar 1996 - XI ZR 133/95, WM 1996, 664, 665).
Dafür spricht vor allem, daß es im Falle einer Vertretung des Anlegers nicht auf seine Kenntnisse und Erfahrungen in Wertpapiergeschäften ankommt, sondern auf die seines Bevollmächtigten als Entscheidungsträger (Senatsurteil vom 27. Februar 1996 - XI ZR 133/95, WM 1996, 664, 665;… Koller aaO. § 31 Rdn. 86; Gaßner/Escher WM 1997, 93, 104).
Hat der Kunde bereits deutliche Vorstellungen von dem gewünschten Anlagegeschäft, darf die Bank davon ausgehen, dass er nur insoweit noch der Beratung bedarf, als er dies ausdrücklich verlangt oder als dies aus sonstigen Umständen für sie erkennbar wird (vgl. BGH, Urteil vom 27.02.1996, NJW 1996, 1744).
War der Kläger aus ihrer Sicht nach vorausgegangener Beratung durch den Beklagten zu 2) bereits fest zu dem Geschäft entschlossen und ging es bei dem Besuch auf seinem Hof lediglich um den Kauf der dazu erforderlichen Wertpapiere sowie den Abschluß des Darlehensvertrages, so wären die in dem Senatsurteil vom 27. Februar 1996 (XI ZR 133/95, WM 1996, 664) niedergelegten Grundsätze anwendbar.
Dafür spricht vor allem, dass es im Falle einer Vertretung des Anlegers nicht auf seine Kenntnisse und Erfahrungen in Wertpapiergeschäften ankommt, sondern auf die seines Bevollmächtigten als Entscheidungsträgers (…BGH Urt. v. 08. Mai 2001, XI ZR 192/00, BGHZ 147, 343, 353 = NJW 2002, 62 ff.; Urt. v. 27. Februar 1996, XI ZR 133/95, WM 1996, 664, 665;… OLG Düsseldorf, I-16 U 186/05, Urt. v. 27. Oktober 2006, juris Rz. 51).
Dabei ist unter anderem maßgeblich zu berücksichtigen, welches Anlageziel der Kunde verfolgt (…BGH, a.a.O., S. 128; Urteil vom 27. Februar 1996 - XI ZR 133/95).
Hier genügt die Bank ihren Beratungspflichten, wenn sie den Kunden über die von ihm in Betracht gezogenen Anlagemöglichkeiten richtig und vollständig informiert und auf sich etwa daraus ergebende Gefahren und Risiken hinweist (BGH, Urteil vom 27. Februar 1996 - XI ZR 133/95;… Urteil vom 20. Januar 2015, XI ZR 316/13, Rn. 18 f.).
Die sodann empfohlene Anlage muss unter Berücksichtigung dieses Ziels auf die persönlichen Verhältnisse des Kunden zugeschnitten, also "anlegergerecht" sein (BGH, Urteil vom 06.07.1993 - XI ZR 12/93, BGHZ 123, 126, 128; BGH, Urteil vom 27.02.1996 - XI ZR 133/95, WM 1996, 664, 665).
Dann würde die Bank ihren Beratungspflichten genügen, wenn sie den Kunden über die von ihm in Betracht gezogenen Anlagemöglichkeiten richtig und vollständig informiert und auf sich etwa daraus ergebende Gefahren und Risiken hinweist (BGH, Urteil vom 27.02.1996 - XI ZR 133/95, WM 1996, 664, 665).
Hat der Kunde bereits deutliche Vorstellungen von dem gewünschten Anlagegeschäft, darf die Bank davon ausgehen, dass er nur insoweit noch der Beratung bedarf, als er dies ausdrücklich verlangt oder als dies aus sonstigen Umständen für sie erkennbar wird (BGH, Urteil vom 27.02.1996, NJW 1996, 1744).
Eine Beratungsleistung der Beklagten, d. h. eine Bewertung und Beurteilung von Tatsachen als Grundlage für eine noch zu treffende Kapitalanlageentscheidung, wurde danach weder von der Klägerin zu 2) noch von ihrem für sie handelnden Großvater erwartet, so dass ein Beratungsvertrag weder ausdrücklich noch stillschweigend zustande gekommen ist (vgl. hierzu BGH, Beschluss vom 12.03.1996, NJW 1996, 1744; BGH, Urteil vom 19.05.1998, NJW 1998, 2673; OLG Braunschweig, Urteil vom 12.06.1996, WM 1996, 1484).
Hier genügt die Bank ihren Beratungspflichten, wenn sie den Kunden über die von ihm in Betracht gezogenen Anlagemöglichkeiten richtig und vollständig informiert und auf sich etwa daraus ergebende Gefahren und Risiken hinweist (Senatsurteil vom 27. Februar 1996 - XI ZR 133/95, WM 1996, 664, 665)" (BGH…, Urteil vom 10.02.2015, XI ZR 316/13, zitiert nach juris Rn. 18 f.).
Dies entspricht dem allgemeinen Grundsatz, dass nicht Kenntnisse und Erfahrungen des vertretenen Anlegers, sondern des Bevollmächtigten als Entscheidungsträgers Bedeutung haben (BGH WM 96, 664, 665;… Assmann/Schütze-Koller, WPHG, § 31, Rn. 86; Gassner/Escher WM 97, 93, 104;… Lang, Informationspflichten bei Wertpapierdienstleistungen, § 23, Rn. 15;… Assmann/Schütze-Schäfer, Kapitalanlagerecht, § 28, Rn. 16).
OLG Köln, 25.11.1999 - 12 U 27/99
OLG Hamm, 03.02.1999 - 31 U 201/98
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