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Timestamp: 2016-10-26 00:31:59
Document Index: 226898456

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 4', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 28', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 27', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 113', 'Art. 28', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 5', 'Art. 27', 'Art. 27', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 27', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 113', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 27', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 20', 'BGE', 'BGE', 'Art. 15', 'Art. 22', 'Art. 28', 'Art. 27', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 163', 'Art. 27', 'Art. 28', 'BGE', 'de lege ferenda', 'Art. 163', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 27', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 5', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 48', 'Art. 28', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 1', 'Art. 20', 'Art. 22', 'Art. 163', 'Art. 27', 'Art. 48']

125 V 14622. Urteil vom 26. April 1999 i.S. IV-Stelle des Kantons Thurgau gegen E. und AHV/IV-Rekurskommission des Kantons Thurgau
Art. 28 al. 2 et 3 LAI; art. 27 et 27bis RAI: M�thode mixte d'�valuation de l'invalidit�. La m�thode d'�valuation de l'invalidit� pr�vue � l'art. 27bis RAI pour les assur�s qui n'exercent une activit� lucrative qu'� temps partiel et consacrent le reste de leur temps � l'accomplissement de leurs travaux habituels au sens de l'art. 5 al. 1 LAI est conforme � la loi. Faits � partir de page 146
A.- Die 1958 geborene E., verheiratet und Mutter zweier Kinder (Jahrgang 1985 und 1988), erlitt am 30. Januar 1992 einen Verkehrsunfall. Dabei zog sie sich unter anderem ein Hyperflexionstrauma der Halswirbels�ule (mit Abbruch der vorderen unteren Kante von C5 und mit Distorsion im Abschnitt C4-C6) zu, in dessen Folge sich Konzentrationsst�rungen bei Mehrfachbelastung bemerkbar machten. Im Rahmen der (unfall-)medizinischen Untersuchungen wurde �berdies eine m�glicherweise auf den Unfall zur�ckzuf�hrende diskrete sensorineurale H�rst�rung im Hochtonbereich links festgestellt. Ab 9. August 1993 arbeitete E. teilzeitlich, ab 1. Januar 1995 durchschnittlich 4 1/3 Stunden pro Tag bei einem vollen Arbeitspensum im Betrieb von 41 Stunden in der Woche, als BGE 125 V 146 S. 147Schaltersekret�rin/Sachbearbeiterin in der Schule X, nachdem sie - nach ihren eigenen Angaben - seit ihrer Heirat 1984 nicht mehr erwerbst�tig gewesen war. Daneben f�hrte sie wie bis anhin den 4-Personen-Haushalt, wobei sie anf�nglich wegen Beschwerden im Nackenbereich mit eingeschr�nkter Beweglichkeit, insbesondere f�r Putzarbeiten, auf eine Haushalthilfe angewiesen war.
Am 29. M�rz 1995 meldete sich E. bei der Invalidenversicherung unter anderem zum Bezug einer Rente an. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau kl�rte die gesundheitlichen und erwerblichen Verh�ltnisse sowie die Behinderung im Haushaltbereich ab, wozu sie auch die f�r die (privat-)unfallversicherungsrechtliche Schadensabwicklung erstellten medizinischen Akten beizog. Nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens lehnte die IV-Stelle mit Verf�gung vom 14. Mai 1996 das Leistungsbegehren ab. Zur Begr�ndung f�hrte sie an, auf Grund der Akten sei davon auszugehen, dass die Versicherte im Gesundheitsfall als Personalberaterin im Umfang von 80% einer Vollzeitstelle bei ihrer fr�heren Arbeitgeberin (Y AG) erwerbst�tig w�re. Dabei w�rde sie ein Einkommen (ohne Behinderung) von Fr. 55'200.-- erzielen. Im Weitern �be die Versicherte trotz der gesundheitlichen Beeintr�chtigung und der Haushaltarbeit eine Erwerbst�tigkeit im Rahmen eines 60%-Arbeitspensums aus, wobei sie einen Lohn von Fr. 28'925.-- im Jahr verdiene. Da ihr auf Grund der medizinischen Angaben eine 80%-Stelle als Sekretariatsangestellte zumutbar sei, k�nnte sie (mit Behinderung) ein Erwerbseinkommen von Fr. 38'566.-- erreichen. Daraus resultiere eine Erwerbseinbusse von Fr. 16'634.-- oder ein Invalidit�tsgrad von 30%. Werde die 40%ige Einschr�nkung in der Haushaltt�tigkeit mitber�cksichtigt, ergebe sich eine (rentenausschliessende) Gesamtinvalidit�t von 38% (30% + 0,2 x 40%).
B.- E. liess hiegegen Beschwerde erheben und beantragen, die Verf�gung vom 14. Mai 1996 sei aufzuheben und es sei ihr eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Die IV-Stelle nahm in der Vernehmlassung eine Neuberechnung des Invalidit�tsgrades vor, indem sie das Erwerbseinkommen mit Behinderung auf Fr. 28'925.-- reduzierte und die entsprechend h�here erwerbsbezogene Invalidit�t von 47,5% mit 0,8 gewichtete. Dies ergab, bei im �brigen unver�nderten Bemessungsfaktoren, eine Gesamtinvalidit�t von 46% (0,8 x 47,5% + 0,2 x 40%). Dementsprechend stellte sie sinngem�ss Antrag auf teilweise Gutheissung der Beschwerde mit der Feststellung, dass die Versicherte Anspruch auf eine Viertelsrente habe. Gegen die neue Invalidit�tssch�tzung der Verwaltung wurde in der Replik vorgebracht, als Erwerbseinkommen ohne BGE 125 V 146 S. 148Behinderung habe nicht das hypothetische Einkommen bei einer Teilerwerbst�tigkeit von 80%, sondern dasjenige bei Vollzeitarbeit zu gelten. Dieses belaufe sich (bei einer Agenturleiterin der Firma Y AG) auf Fr. 80'000.-- im Jahr und nicht bloss Fr. 69'000.--, wie von der Verwaltung angenommen. Die Gesamtinvalidit�t betrage somit 59,1% (0,8 x 63,8% + 0,2 x 40%). In der Duplik hielt die IV-Stelle an ihrem Antrag gem�ss Vernehmlassung fest.
Mit Entscheid vom 17. Dezember 1996 hiess die AHV/IV-Rekurskommission des Kantons Thurgau die Beschwerde gut und hob die angefochtene Verf�gung auf, sinngem�ss mit der Feststellung, dass E. bei einem Invalidit�tsgrad von 58,8% (50,8% + 0,2 x 40%) Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung habe.
C.- Die IV-Stelle f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit den Rechtsbegehren, es sei der Entscheid der kantonalen Rekurskommission aufzuheben und festzustellen, dass der Versicherten eine Viertelsrente auf Grund einer Invalidit�t von 48,6% (0,8 x 50,8% + 0,2 x 40%) zustehe.
W�hrend E. auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen l�sst, beantragt das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) deren Gutheissung.
1. Im Streite liegt der Anspruch auf eine (halbe) Rente der Invalidenversicherung ab 1. M�rz 1994.
2. a) Nach Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG hat der Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn er zu mindestens 66 2/3 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn er zu mindestens 50 und in H�rtef�llen zu mindestens 40 Prozent und auf eine Viertelsrente, wenn er zu mindestens 40 Prozent invalid ist. Invalidit�t im Sinne dieser Bestimmung ist die durch einen k�rperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall verursachte, voraussichtlich bleibende oder l�ngere Zeit dauernde Erwerbsunf�higkeit (Art. 4 Abs. 1 IVG). War ein Versicherter mit vollendetem 20. Altersjahr vor Eintritt der Invalidit�t nicht erwerbst�tig und kann ihm die Aufnahme einer Erwerbst�tigkeit nicht zugemutet werden, so wird die Unm�glichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu bet�tigen, der Erwerbsunf�higkeit gleichgestellt (Art. 5 Abs. 1 IVG).
F�r die Bemessung der Invalidit�t bei einem erwerbst�tigen Versicherten wird das Erwerbseinkommen, das er nach Eintritt der Invalidit�t und nach Durchf�hrung allf�lliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare T�tigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen k�nnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er erzielen k�nnte, wenn er nicht invalid geworden w�re (Valideneinkommen; Art. 28 Abs. 2 IVG). F�r Versicherte, die vor Eintritt der Invalidit�t nicht erwerbst�tig waren, erl�sst der Bundesrat erg�nzende Vorschriften �ber die Bemessung der Invalidit�t (Art. 28 Abs. 3 IVG). Gest�tzt auf diese Delegationsnorm hat der Verordnungsgeber Art. 27 und 27bis IVV geschaffen.
Gem�ss Art. 27 IVV wird bei nichterwerbst�tigen Versicherten im Sinne von Artikel 5 Absatz 1 IVG f�r die Bemessung der Invalidit�t darauf abgestellt, in welchem Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu bet�tigen (spezifische Methode; Abs. 1). Als Aufgabenbereich der im Haushalt t�tigen Versicherten gilt die �bliche T�tigkeit im Haushalt und allenfalls im Betrieb des Ehepartners sowie die Erziehung der Kinder (Abs. 2). Bei einem Versicherten, der nur zum Teil erwerbst�tig ist, wird laut Art. 27bis IVV f�r diesen Teil die Invalidit�t nach Artikel 28 Absatz 2 IVG festgelegt. War er daneben in einem Aufgabenbereich nach Artikel 5 Absatz 1 IVG t�tig, so wird die Invalidit�t f�r diese T�tigkeit nach Artikel 27 IVV festgelegt. In diesem Falle ist der Anteil der Erwerbst�tigkeit und der T�tigkeit im andern Aufgabenbereich festzulegen und der Invalidit�tsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Abs. 1; gemischte Methode). Ist anzunehmen, dass der Versicherte im Zeitpunkt der Pr�fung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganzt�gig erwerbst�tig w�re, so ist die Invalidit�t ausschliesslich nach den Grunds�tzen f�r Erwerbst�tige zu bemessen (Abs. 2).
b) Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis zu Art. 27bis IVV entspricht der Anteil der Erwerbst�tigkeit dem zeitlichen Umfang der vom Versicherten ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung ausge�bten Besch�ftigung im Verh�ltnis zu der im betreffenden Beruf �blichen (Normal-)Arbeitszeit. Wird der so erhaltene Wert mit 'a' bezeichnet, ergibt sich der Anteil des Aufgabenbereichs nach Art. 5 Abs. 1 IVG aus der Differenz 1-a (vgl. ZAK 1992 S. 127, 1980 S. 598). Bei einem hypothetischen Arbeitspensum von 20 Stunden in der Woche beispielsweise resultiert bei einer w�chentlichen Normalarbeitszeit von 42 Stunden ein Anteil der Erwerbst�tigkeit von rund BGE 125 V 146 S. 1500,48 (20 Stunden/42 Stunden) und ein solcher von 0,52 f�r den nichterwerblichen Bereich (vgl. Rz. 2139 f. der Wegleitung des BSV �ber Invalidit�t und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [WIH] in der ab 1. Januar 1990 g�ltigen Fassung). Die Gesamtinvalidit�t entspricht der Summe der mit den jeweiligen Anteilen gewichteten (erwerbs- und nicht erwerbsbezogenen) Invalidit�tsgrade.
Im Weitern sind bei der Bemessung der Invalidit�t im erwerblichen Bereich die Vergleichsgr�ssen Validen- und Invalideneinkommen im zeitlichen Rahmen der ohne Gesundheitsschaden (voraussichtlich dauernd) ausge�bten Teilerwerbst�tigkeit zu bestimmen (ZAK 1992 S. 132 Erw. 3, in SVR 1996 IV Nr. 76 S. 221 f. nicht publizierte Erw. 3 des Urteils C. vom 19. Juli 1995, unver�ffentlichte Urteile C. vom 22. Juli 1993 und D. vom 11. Mai 1983; vgl. auch ZAK 1978 S. 401 oben).
c) Ob ein Versicherter als ganzt�gig oder zeitweilig Erwerbst�tiger oder als Nichterwerbst�tiger einzustufen ist - was je zur Anwendung einer andern Methode der Invalidit�tsbemessung (Einkommensvergleich, Bet�tigungsvergleich, gemischte Methode) f�hrt -, ergibt sich aus der Pr�fung, was der Versicherte bei im �brigen unver�nderten Umst�nden t�te, wenn keine gesundheitliche Beeintr�chtigung best�nde. Bei im Haushalt t�tigen Versicherten im Besonderen sind die pers�nlichen, famili�ren, sozialen und erwerblichen Verh�ltnisse ebenso wie allf�llige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegen�ber Kindern, das Alter, die beruflichen F�higkeiten und die Ausbildung sowie die pers�nlichen Neigungen und Begabungen zu ber�cksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgem�ss nach den Verh�ltnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverf�gung entwickelt haben, wobei f�r die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausge�bten (Teil-)Erwerbst�tigkeit der im Sozialversicherungsrecht �bliche Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 117 V 194 f. Erw. 3b mit Hinweisen; AHI 1997 S. 288 ff. Erw. 2b, 1996 S. 197 Erw. 1c, je mit Hinweisen).
3. Die kantonale Rekurskommission hat einen Invalidit�tsgrad von 58,8% ermittelt. Zu diesem Ergebnis ist sie im Wesentlichen auf Grund der �berlegung gelangt, nach Lage der Akten ginge die Versicherte ohne Gesundheitsschaden neben der Besorgung des Haushalts zu 80% einer Erwerbst�tigkeit nach. Dies werde auch seitens der IV-Stelle anerkannt. Es komme daher die gemischte Methode (bei einem Anteil der Erwerbst�tigkeit von BGE 125 V 146 S. 1510,8) zur Anwendung. Hinsichtlich des Valideneinkommens k�nne als erstellt gelten, dass die Versicherte "mit grosser Wahrscheinlichkeit" seit ca. Fr�hjahr/Sommer 1993 wieder bei ihrer fr�heren Arbeitgeberin (Y AG) arbeiten w�rde. Gem�ss dem Best�tigungsschreiben der Firma vom 8. September 1995 h�tten entsprechende Verhandlungen �ber eine Wiederanstellung in der fr�heren Funktion als Personalberaterin (Sal�rannahme bei 100%, ca. Fr. 66'000.-- bis Fr. 72'000.--) oder als Agenturleiterin (Sal�rannahme bei 100%, ca. Fr. 75'000.-- bis Fr. 85'000.--) im Herbst 1991 stattgefunden. Bei einer m�glichen Anstellung als Personalberaterin k�nne auf Grund der Erfahrung der Versicherten vom oberen Lohnniveau f�r diese T�tigkeit ausgegangen werden. Demgegen�ber h�tte sie f�r die Position als Agenturleiterin nach ihrer Familienphase offensichtlich weniger Erfahrung einbringen k�nnen und daher mit einem Gehalt im unteren Bereich des Lohnrahmens beginnen m�ssen. Unter Ber�cksichtigung der gesamten Umst�nde rechtfertige es sich, von einem durchschnittlichen Einkommen von Fr. 73'500.-- auszugehen. In Bezug auf das Invalideneinkommen sei unbestritten, dass die Versicherte an ihrem jetzigen Arbeitsplatz mit einem Pensum von rund 60% optimal eingegliedert sei und dass eine Erh�hung des Arbeitspensums auf Grund der gesundheitlichen Situation ausser Betracht falle. Als Invalideneinkommen habe daher der (im ersten Halbjahr 1995 erzielte und auf ein Jahr aufgerechnete) Lohn von Fr. 28'925.-- zu gelten. Daraus ergebe sich f�r den erwerblichen Bereich eine Erwerbseinbusse von Fr. 29'875.-- ([Fr. 73'500.--/100% x 80%] - Fr. 28'925.--) und somit ein Invalidit�tsgrad von 50,8% (Fr. 29'875.--/Fr. 58'800.-- x 100%). Da dieser Wert bereits den vollen Bereich der 80%igen ausserh�uslichen Erwerbst�tigkeit umfasse, habe nicht nochmals eine Umrechnung auf den Anteil der Erwerbst�tigkeit von 0,8 zu erfolgen, sodass f�r den erwerblichen Bereich von einer Invalidit�t von 50,8% auszugehen sei. Bei einer unbestrittenen Behinderung im Haushaltbereich von 40% resultiere somit eine Gesamtinvalidit�t von 58,8% (50,8% + 0,2 x 40%), was Anspruch auf eine halbe Rente gebe.
Die beschwerdef�hrende IV-Stelle bestreitet die Richtigkeit der vorinstanzlichen Invalidit�tssch�tzung insofern, als die im zeitlichen Rahmen des ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung geleisteten Arbeitspensums von 80% ermittelte Einschr�nkung im erwerblichen Bereich nicht "ebenso wie im Bereich der Haushaltt�tigkeit" mit dem Anteil der Erwerbst�tigkeit von 0,8 gewichtet BGE 125 V 146 S. 152werde. Die Berechnungsweise der kantonalen Rekurskommission h�tte zur Folge, dass immer dann, wenn im erwerblichen Bereich eine 100%ige Erwerbsunf�higkeit ausgewiesen sei, nach Hinzuz�hlen des Invalidit�tsgrades im Bereich der Haushaltt�tigkeit die Gesamtinvalidit�t �ber 100% liegen w�rde. Im vorliegenden Fall sei somit der Invalidit�tsgrad nach der Formel 0,8 x 50,8% + 0,2 x 40% zu berechnen, betrage also 48,6%, sodass lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente bestehe.
4. Die vorinstanzliche Invalidit�tsbemessung widerspricht der geltenden Praxis (und Art. 27bis IVV, vgl. nachstehende Erw. 5b) zur Anwendung der gemischten Methode. Danach ist die vorliegend insoweit richtig auf der Grundlage der ohne Behinderung ausge�bten Teilerwerbst�tigkeit ermittelte Einschr�nkung im erwerblichen Bereich bei der Festsetzung der Gesamtinvalidit�t nicht voll in Anschlag zu bringen, sondern gewichtet mit dem dem hypothetischen Teilarbeitspensum entsprechenden Anteil (hier: 0,8) mitzuber�cksichtigen (vgl. Erw. 2b hievor). Die kantonale Rekurskommission hat "ihre" modifizierte Anwendung der gemischten Methode nicht n�her begr�ndet. Gleichwohl rechtfertigt sich hier eine �berpr�fung der geltenden Praxis im Lichte der im j�ngeren Schrifttum daran ge�usserten Kritik (SUSANNE LEUZINGER-NAEF, Sozialversicherungsrechtliche Probleme flexibilisierter Arbeitsverh�ltnisse, und ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Ausgew�hlte Gerichtsentscheide aus dem Sozialversicherungsrecht im Zusammenhang mit Teilzeitarbeitsverh�ltnissen, je in: Freiburger Sozialrechtstag 1996, Neue Erwerbsformen - veraltetes Arbeits- und Sozialversicherungsrecht? [Hrsg. Erwin Murer], S. 91 ff. und S. 187 ff.).
Die genannten beiden Autorinnen begr�nden ihren Standpunkt zusammengefasst wie folgt: Gem�ss Art. 4 IVG sei die Einbusse der Erwerbsf�higkeit und nicht die Einbusse des Erwerbs versichertes Risiko. Damit stimme der Wortlaut von Art. 28 Abs. 2 IVG �berein, wonach die Erwerbseinkommen, die die versicherte Person vor bzw. nach Eintritt der Invalidit�t zumutbarerweise erzielen k�nnte, zueinander in Beziehung zu setzen sind. Dabei beurteile sich der Begriff der Zumutbarkeit im Sinne dieser Bestimmung einzig nach der h�chstpers�nlichen Leistungsf�higkeit. F�r die Sch�tzung der Erwerbsf�higkeit vor Eintritt des Gesundheitsschadens sei deshalb nicht von Belang, ob die versicherte Person ihre Erwerbsf�higkeit im damaligen Zeitpunkt im Rahmen eines Vollzeitpensums ausgen�tzt hatte (a.a.O., S. 129 f.). Die geltende BGE 125 V 146 S. 153Praxis, wonach bei Teilerwerbst�tigen (mit oder ohne Aufgabenbereich im Sinne von Art. 5 Abs. 1 IVG) die Invalidit�t auf der Grundlage der betreffenden Teilzeitbesch�ftigung zu bestimmen ist, widerspreche sodann der Rechtsprechung zu dem mit Art. 28 Abs. 2 IVG praktisch wortgleichen Art. 18 Abs. 2 zweiter Satz UVG. In BGE 119 V 481 f. Erw. 2b habe das Eidg. Versicherungsgericht im Wesentlichen gest�tzt auf den Wortlaut dieser Bestimmung entschieden, dass die Invalidit�t bei teilzeitlich erwerbst�tigen Versicherten bezogen auf eine Vollzeitt�tigkeit zu ermitteln sei. Diese Regel habe auch in der Invalidenversicherung zu gelten, da der Invalidit�tsbegriff in diesem Bereich mit demjenigen in der obligatorischen Unfallversicherung grunds�tzlich �bereinstimme (a.a.O., S. 130 und S. 196 f., je mit Hinweis auf BGE 119 V 470 Erw. 2b). Im Weitern kann nach Auffassung beider Autorinnen Art. 27bis Abs. 1 IVV, richtig ausgelegt, nur in dem Sinne verstanden werden, dass die Invalidit�t im erwerblichen Bereich entsprechend der Erwerbsf�higkeit bei voller Erwerbst�tigkeit zu bestimmen ist. Danach seien in einem ersten Schritt die Invalidit�t im erwerblichen Bereich gem�ss Art. 28 Abs. 2 IVG festzulegen, danach die Behinderung im andern Aufgabenbereich gem�ss Art. 27 IVV zu bestimmen und schliesslich die beiden T�tigkeitsbereiche zu gewichten (a.a.O., S. 131 und S. 210 f.). Schliesslich weist LEUZINGER-NAEF darauf hin, dass die Anwendung der gemischten Methode nach der geltenden Praxis dem Umstand nicht oder zumindest zu wenig Rechnung trage, dass die Belastung durch die T�tigkeit im andern Aufgabenbereich nach Art. 5 Abs. 1 IVG die Erwerbsarbeit beeinflussen k�nne und umgekehrt. Dabei w�rden erfahrungsgem�ss teilerwerbst�tige Hausfrauen bei einer gesundheitlichen Beeintr�chtigung ihre Erwerbst�tigkeit vollst�ndig einstellen, um wenigstens den Haushalt noch besorgen zu k�nnen (a.a.O., S. 126 mit Hinweis auf PETER STEIN, Die Invalidit�t, Weg oder Irrweg von Gesetzgebung und Praxis, in: Festschrift 75 Jahre EVG, Bern 1992, S. 431 ff., S. 441 f. sowie S. 208 f.).
5. a) Die Frage der von LEUZINGER-NAEF und RUMO-JUNGO vorgeschlagenen modifizierten Anwendung der gemischten Methode in dem Sinne, dass die Einschr�nkung im erwerblichen Bereich bezogen auf eine Vollerwerbst�tigkeit zu ermitteln sei, stand schon einmal, im unver�ffentlichten Urteil B. vom 19. Mai 1993, zur Diskussion. In jenem Fall ging die Verwaltung davon aus, bei einer medizinisch-theoretischen Arbeitsunf�higkeit von 50% w�re der Versicherten die ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung ausge�bte BGE 125 V 146 S. 154Teilerwerbst�tigkeit im Rahmen eines 40%-Arbeitspensums ohne nennenswerte Einschr�nkung zumutbar. Dementsprechend setzte sie den Invalidit�tsgrad im erwerblichen Bereich auf 0% fest. Dagegen stellte sich die kantonale Rekurskommission auf den Standpunkt, diese (praxiskonforme) Bemessung der Invalidit�t lasse die Tatsache ausser Acht, dass sich die im streitigen Fall festgestellte Arbeitsunf�higkeit von 50% auch bei einer zu 40% ausge�bten Berufst�tigkeit auswirke. Bestehe im beruflichen Bereich eine zumutbare Restarbeitsf�higkeit von 50%, so habe die Versicherte mit der Aussch�pfung derselben zu 40% ihre Kr�fte gr�sstenteils verausgabt. Die restliche Zeit stehe nicht mehr vollumf�nglich f�r den zu verrichtenden Anteil an Haushaltarbeit zur Verf�gung, sondern m�sse f�r die Regenerierung verwendet werden. Die Invalidit�tsbemessung der Verwaltung, welche im beruflichen Bereich von einem Invalidit�tsgrad von 0% ausgehe, trage diesem Umstand keine Rechnung. Mit dieser Begr�ndung setzte die damalige Vorinstanz die Invalidit�t im erwerblichen Bereich auf "20% (50% von 40%)" fest.
Das Eidg. Versicherungsgericht hat diese Betrachtungsweise und damit eine �nderung der Praxis abgelehnt. Es hat im Wesentlichen erwogen, nach der gesetzlichen Regelung (Art. 4 f. IVG) bemesse sich die Invalidit�t bei Versicherten, welchen die Aufnahme einer (vollen) Erwerbst�tigkeit zugemutet werden k�nne, allein auf Grund der Erwerbsunf�higkeit. Die Bet�tigung im bisherigen Aufgabenbereich sei unbeachtlich; weder werde eine (invalidit�tsbedingte) Behinderung kumulativ mitber�cksichtigt noch falle eine dadurch bewirkte Leistungseinbusse ins Gewicht. Umgekehrt sei bei einem Versicherten, welchem die Aufnahme einer Erwerbst�tigkeit nicht zumutbar sei, allein die (durch einen Bet�tigungsvergleich ermittelte) Unm�glichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu bet�tigen, massgebend, ohne Ber�cksichtigung einer (hypothetischen) Erwerbsunf�higkeit. Diese f�r das Gericht verbindliche Normierung (Art. 113 Abs. 3/114bis Abs. 3 BV) habe der Verordnungsgeber im Rahmen der ihm in Art. 28 Abs. 3 IVG einger�umten Regelungsbefugnis in analoger Weise auf den Fall der Teilerwerbst�tigkeit (Art. 27bis IVV sowie ZAK 1977 S. 16 f. und 1978 S. 401 oben) �bertragen. Mit anderen Worten sei bei der Invalidit�tsbemessung im erwerblichen Bereich die T�tigkeit im andern Aufgabenbereich, namentlich eine dadurch bewirkte Leistungseinbusse, unerheblich. Entsprechend werde die Behinderung im andern Aufgabenbereich unabh�ngig von einer erwerblich bedingten Leistungseinbusse ermittelt. Im BGE 125 V 146 S. 155Weitern ergebe sich aus der Bestimmung des Anteils der Erwerbst�tigkeit und damit der T�tigkeit im andern Aufgabenbereich mittels eines erwerbsbezogenen Zeitvergleichs, dass die beiden Bereiche Teil eines Ganzen bilden und in dem Sinne nicht getrennt voneinander behandelt werden k�nnen, dass die Unm�glichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu bet�tigen, der Erwerbsunf�higkeit (eben) nur insoweit gleichgestellt sei, als dem Versicherten die Aufnahme einer Erwerbst�tigkeit nicht zugemutet werden k�nne (vgl. Art. 5 Abs. 1 IVG). Damit nicht vertr�glich sei die Sichtweise des kantonalen Gerichts, welches sinngem�ss teilerwerbst�tige Versicherte gleichzeitig als Vollerwerbst�tige und Nichterwerbst�tige behandle (vgl. EVGE 1964 S. 261 Erw. 2 sowie BGE 99 V 43). Soweit im �brigen mit der vorinstanzlich verfochtenen modifizierten Anwendung der gemischten Methode ein - im konkreten Fall um 20% - h�herer Invalidit�tsgrad resultiere, erscheine fraglich, ob damit der erwerblich (durch Aussch�pfung der Restarbeitsf�higkeit) bedingten Leistungseinbusse im andern Aufgabenbereich angemessen Rechnung getragen werde. Denn es sei nicht ersichtlich, inwiefern die erwerbliche Invalidit�t bezogen auf eine Ganztagest�tigkeit, soweit gr�sser als die auf Grund der (hypothetischen) Teilerwerbst�tigkeit ermittelte Einschr�nkung, hief�r die "richtige" Messgr�sse sein sollte. Es sei daher nicht auszuschliessen, dass mit dieser Berechnungsweise unter den Teilerwerbst�tigen Ungleichheiten geschaffen w�rden. An diesen Ausf�hrungen ist im Sinne der nachstehenden Erw�gungen festzuhalten.
b) Die geltende Praxis zur Bemessung der Invalidit�t bei teilerwerbst�tigen Versicherten mit einem anderen Aufgabenbereich nach Art. 5 Abs. 1 IVG entspricht dem klaren Willen des Verordnungsgebers (vgl. ZAK 1977 S. 16 f. und 1978 S. 401 oben), wie er auch im Wortlaut des Art. 27bis Abs. 1 IVV zum Ausdruck kommt. Der erste Satz dieser Vorschrift h�lt in allen drei Amtssprachen ausdr�cklich fest, dass bei einem Versicherten, der nur zum Teil, ("qu'� temps partiel" bzw. "solo parzialmente") erwerbst�tig ist, f�r diesen Teil ("pour cette part" resp. "per questa parte") die Invalidit�t nach Art. 28 Abs. 2 IVG festgelegt wird. Eine solche repetitive Formulierung kann nur in dem Sinne verstanden werden, dass die Invalidit�t bei Teilerwerbst�tigen ungeachtet, ob sie daneben in einem andern Aufgabenbereich nach Art. 5 Abs. 1 IVG t�tig sind, bezogen auf die tats�chlich oder hypothetisch ausge�bte Teilerwerbst�tigkeit zu ermitteln ist. Diese einzig BGE 125 V 146 S. 156m�gliche Auslegung wird auch insofern best�tigt, als im dritten Satz von Art. 27bis Abs. 1 IVV in der franz�sischen und italienischen Fassung von der Behinderung in den in Frage stehenden Aktivit�ten ("dans les deux activit�s en question" bzw. "nelle due attivit� in questione") die Rede ist. Der Wortlaut von Art. 27bis IVV ist lediglich insoweit unklar, als er offen l�sst, wie der Anteil der Erwerbst�tigkeit und der T�tigkeit im andern Aufgabenbereich festzulegen ist. Auf die vorab aus dem Gesetz gesch�pften Argumente gegen die geltende Praxis der Invalidit�tsbemessung bei Teilerwerbst�tigen mit einem andern Aufgabenbereich gem�ss Art. 5 Abs. 1 IVG ist somit zun�chst unter dem Gesichtspunkt der Gesetzm�ssigkeit dieser Verordnungsbestimmung einzugehen. Dagegen stellt sich die Frage einer Praxis�nderung (vgl. dazu BGE 123 V 157 Erw. 3b, BGE 107 V 82 Erw. 5, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 122 I 59 Erw. 3c/aa) erst, wenn, und w�re eine solche �berhaupt nur und soweit zul�ssig, als Art. 27bis IVV offensichtlich aus dem Rahmen der dem Bundesrat in Art. 28 Abs. 3 IVG einger�umten Regelungsbefugnisse herausfiele oder sich aus andern Gr�nden als verfassungs- oder gesetzwidrig erwiese (vgl. BGE 124 II 245 Erw. 3, BGE 123 V 84 f. Erw. 4a, je mit Hinweisen). Die gegenteilige Auffassung liesse sich mit dem Gewaltenteilungsprinzip nicht vereinbaren (vgl. BGE 124 V 10 f. Erw. 5b/cc sowie BGE 112 Ib 310 f. Erw. 2 und BGE 112 V 58 f. Erw. 2a).
c) aa) Zun�chst ist festzustellen, dass der Bundesrat auf Grund von Art. 28 Abs. 3 IVG grunds�tzlich zu allen durch das Gesetz nicht geregelten Fragen im Zusammenhang mit der Bemessung der Invalidit�t bei Versicherten, die vor Eintritt des Gesundheitsschadens nicht erwerbst�tig waren, Vorschriften erlassen kann (Botschaft zum Entwurf eines Bundesgesetzes �ber die Invalidenversicherung [...] vom 24. Oktober 1958, BBl 1958 II 1137ff., 1197 und 1263). Diese weite Kompetenz umfasst insbesondere auch die Befugnis zur Regelung der vom Gesetz nicht beantworteten Frage der Invalidit�tsbemessung bei teilerwerbst�tigen Versicherten mit daneben einem Aufgabenbereich nach Art. 5 Abs. 1 IVG, was der Verordnungsgeber mit Art. 27 IVV und dem auf den 1. Januar 1977 in Kraft getretenen und seit 1. Januar 1983 geschlechterneutral formulierten Art. 27bis IVV denn auch tat (vgl. ZAK 1977 S. 16 und 1982 S. 335). Bis zu jenem Zeitpunkt galt eine versicherte Person, namentlich eine Hausfrau, entweder als nicht erwerbst�tig oder als (voll) erwerbst�tig, wobei sich die Statusfrage im Einzelfall nach den von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien beurteilte (vgl. BGE 99 V 43, BGE 98 V 259
BGE 125 V 146 S. 157und 265 sowie EVGE 1964 S. 258). Dass sich Art. 27bis IVV im Rahmen der weiten Delegationsnorm des Art. 28 Abs. 3 IVG h�lt, hat das Eidg. Versicherungsgericht im �brigen bereits in ZAK 1979 S. 271 Erw. 1b entschieden und wird auch in der Lehre anerkannt (MEYER-BLASER, Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz �ber die Invalidenversicherung, Z�rich 1997, S. 220 f.; RUMO-JUNGO, a.a.O., S. 211).
bb) Im Weitern verst�sst die Regelung des Art. 27bis IVV nicht gegen den gesetzlichen Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG) und deren Bemessung bei Erwerbst�tigen ohne anderen Aufgabenbereich nach Art. 5 Abs. 1 IVG unter dem Gesichtspunkt des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG). Versichertes Risiko ist die voraussichtlich bleibende oder l�ngere Zeit dauernde Erwerbsunf�higkeit, indessen lediglich wenn und soweit die Einschr�nkung in der Erwerbst�tigkeit auf eine gesundheitliche Beeintr�chtigung (Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall) zur�ckzuf�hren ist (BBl 1958 II 1160 f.; MEYER-BLASER, a.a.O., S. 8 f.). W�re eine versicherte Person gesundheitlich in der Lage, voll erwerbst�tig zu sein, reduziert sie aber ihr Arbeitspensum aus freien St�cken, sei es um mehr Freizeit zu haben, sei es um einer (Weiter-)Ausbildung nachzugehen, oder ist die Aus�bung einer Ganztagest�tigkeit aus Gr�nden des Arbeitsmarktes nicht m�glich, hat daf�r nicht die Invalidenversicherung einzustehen (BBl 1958 II 1162; LEUZINGER-NAEF, a.a.O., S. 124 f. sowie RUMO-JUNGO, a.a.O., S. 195 unten f.; zur Kausalit�t und Finalit�t des Invalidit�tsbegriffes im Allgemeinen und zur Bedeutung der sogenannten invalidit�tsfremden Faktoren im Besonderen vgl. MEYER-BLASER, a.a.O., S. 14 f. und dortige Hinweise). Folgerichtig hat die Rechtsprechung entschieden, dass unter dem Erwerbseinkommen, das der Versicherte erzielen k�nnte, wenn er nicht invalid geworden w�re, nach Art. 28 Abs. 2 IVG jenes Einkommen zu verstehen ist, welches er als Gesunder tats�chlich erzielen w�rde. Ist auf Grund der Umst�nde des Einzelfalles anzunehmen, dass der Versicherte sich ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung voraussichtlich dauernd mit einer bescheidenen Erwerbst�tigkeit begn�gte, so ist darauf abzustellen, auch wenn er an sich besser entl�hnte Erwerbsm�glichkeiten h�tte (ZAK 1992 S. 92 Erw. 4a mit Hinweisen; erw�hntes Urteil B. vom 19. Mai 1993; vgl. auch RKUV 1993 Nr. U 168 S. 97). An dieser Konzeption �ndert der Sonderfall des Art. 5 Abs. 1 IVG nichts, zumal sich diese Gesetzesnorm direkt und in f�r den Richter verbindlicher Weise BGE 125 V 146 S. 158(Art. 113 Abs. 3/114bis Abs. 3 BV) auf den (finalen) Invalidit�tsbegriff als solchen bezieht.
cc) Sodann l�sst auch BGE 119 V 481 Erw. 2b, wonach sich im Bereich der Unfallversicherung die Invalidit�t bei teilerwerbst�tigen Versicherten, insbesondere auch das Valideneinkommen, dem Wortlaut von Art. 18 Abs. 2 zweiter Satz UVG entsprechend auf der Grundlage der erwerblichen M�glichkeiten bemisst, Art. 27bis IVV nicht als gesetzwidrig erscheinen. Dabei ist an dieser Stelle weder auf die Kritik von DUC (Les assurances sociales en Suisse, Lausanne 1995, S. 434 ff. Fn. 683) an diesem Entscheid n�her einzugehen noch zu dieser Rechtsprechung, insbesondere im Lichte von RKUV 1993 Nr. U 168 S. 97, Stellung zu nehmen. Zwar gilt der Grundsatz der Einheitlichkeit des Invalidit�tsbegriffs in der Invaliden- und in der Unfallversicherung. Danach hat die Sch�tzung der Invalidit�t mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden in beiden Bereichen praxisgem�ss den gleichen Invalidit�tsgrad zu ergeben (BGE 119 V 470 Erw. 2b mit Hinweisen; LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, Bern 1997, 2. Aufl., S. 80 Rz. 5 und S. 263 Rz. 12). Diese Koordinationsregel findet indessen ihre Schranke dort, wo die unterschiedliche gesetzliche Regelung oder Rechtspraxis in den einzelnen Versicherungszweigen ungeachtet des �bereinstimmenden Invalidit�tsbegriffes zu einer abweichenden Invalidit�tsbemessung f�hren kann (vgl. dazu die in BGE 119 V 470 f. Erw. 2b angef�hrten Beispiele; ferner RUMO-JUNGO, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz �ber die Unfallversicherung, 2. Aufl., S. 97).
Ein wesentlicher Unterschied zwischen der Invalidenversicherung und der obligatorischen Unfallversicherung besteht nun darin, dass in jenem Bereich auch gesundheitlich bedingte Behinderungen in nicht unter den Begriff der Erwerbst�tigkeit im engeren Sinne (vgl. dazu Art. 1 ff. IVG und BGE 106 V 131 Erw. 3a mit Hinweisen) fallenden Besch�ftigungen, wie insbesondere die Hausarbeit, versichert sind. Dies beruht auf der �berlegung, dass die Invalidit�t der haushaltf�hrenden Ehefrau (oder des Hausmannes) schwerwiegende wirtschaftliche Folgen f�r die Familie haben kann (Anhang zum Protokoll der ersten Sitzung der Eidg. Expertenkommission f�r die Einf�hrung der Invalidenversicherung vom 3.-7. Oktober 1955 [Referat Dr. Binswanger] S. 100). Hinzu kommt, dass der Rentenanspruch in der Unfallversicherung eine feinere Abstufung kennt als in der Invalidenversicherung (Art. 20 Abs. 1 UVG; vgl. auch BGE 122 V 336 Erw. 4b) und dass das UVG im Bemessungsfaktor des BGE 125 V 146 S. 159versicherten Verdienstes ein (starkes) Korrektiv in Bezug auf die Rentenh�he besitzt (Art. 15 UVG und Art. 22 ff. UVV). Wenn der Verordnungsgeber im Rahmen der ihm in Art. 28 Abs. 3 IVG einger�umten weiten Regelungsbefugnis in Art. 27bis Abs. 1 erster Satz IVV festgelegt hat, dass sich bei teilerwerbst�tigen Versicherten die Invalidit�t auf Grund des tats�chlichen oder allenfalls hypothetisch geleisteten Arbeitspensums bemisst, kann in dieser Vorschrift zumindest dort, wo der oder die betreffende Versicherte daneben auch in einem Aufgabenbereich nach Art. 5 Abs. 1 IVG t�tig ist oder war, (allein) keine Gesetzwidrigkeit im Sinne einer Verletzung des Grundsatzes der Einheitlichkeit des Invalidit�tsbegriffes erblickt werden.
dd) Zum letzten Kritikpunkt der Nichtber�cksichtigung einer allf�lligen verminderten Leistungsf�higkeit im erwerblichen Bereich oder im Aufgabenbereich nach Art. 5 Abs. 1 IVG infolge der Beanspruchung im jeweils anderen T�tigkeitsfeld hat das Eidg. Versicherungsgericht im erw�hnten Urteil B. vom 19. Mai 1993 ausf�hrlich Stellung genommen (vgl. Erw. 5a hievor). Ob die Ber�cksichtigung solcher Wechselwirkungen bei Teilerwerbst�tigen mit einem andern Aufgabenbereich grunds�tzlich zul�ssig ist, wovon das Eidg. Versicherungsgericht im nicht ver�ffentlichten Urteil N. vom 15. November 1996 ausgegangen ist, allerdings ohne sich dabei mit seinen Erw�gungen im Urteil B. vom 19. Mai 1993 auseinanderzusetzen, erscheint fraglich. Dagegen spricht der hier zentrale Begriff der (Un)Zumutbarkeit der Erwerbsaufnahme im Sinne von Art. 5 Abs. 1 IVG, so wie ihn der Gesetzgeber verstand (vgl. BBl 1958 II 1162 sowie Bericht der Subkommission II der Eidg. Expertenkommission f�r die Einf�hrung der Invalidenversicherung vom 30. April 1956, S. 52 f.) und die Rechtsprechung (geltungszeitlich offen) konkretisierte (vgl. Erw. 2c hievor und MEYER-BLASER, a.a.O., S. 26 ff.; ferner LEUZINGER-NAEF, a.a.O., S. 124 ff., S. 126). Danach sind f�r die Beurteilung der Frage, ob und allenfalls in welchem Umfang einer oder einem haushaltf�hrenden nicht oder teilerwerbst�tigen Versicherten die Aufnahme oder Erweiterung einer Erwerbst�tigkeit zumutbar ist oder nicht, haushaltsbezogene, sich in diesem Bereich nicht auswirkende Leistungseinbussen grunds�tzlich unbeachtlich. Sonst m�sste konsequenterweise auch bei voll erwerbst�tigen Versicherten eine die Leistungsf�higkeit im erwerblichen Bereich vermindernde Hausarbeit ber�cksichtigt werden, was die Rechtsprechung bisher abgelehnt hat (vgl. BGE 99 V 43 und ZAK 1988 S. 476, 1980 S. 600 oben). Hierin besteht denn auch, BGE 125 V 146 S. 160nebenbei bemerkt, ein wesentlicher Unterschied zu Versicherten, welche mehrere Teilerwerbst�tigkeiten aus�ben.
Selbst wenn (wechselseitige) auf die T�tigkeit im jeweils anderen Bereich zur�ckzuf�hrende Leistungseinbussen bei der Invalidit�tsbemessung zu ber�cksichtigen w�ren, d�rfte, insbesondere auf Grund der unterschiedlichen Bemessungsgrundlagen im erwerblichen Bereich und im Aufgabenbereich nach Art. 5 Abs. 1 IVG (Einkommensvergleich, Bet�tigungsvergleich), eine zuverl�ssige (medizinische und berufskundliche) Quantifizierung solcher Interaktionen praktisch schwierig sein. Beim Hauptanwendungsfall der gemischten Methode (Teilerwerbst�tigkeit und F�hrung eines Mehrpersonenhaushalts) kommt insoweit erschwerend dazu, dass der Ehemann oder die Ehefrau von Gesetzes wegen verpflichtet ist, "ein jeder nach seinen Kr�ften" den haushaltf�hrenden Ehepartner in dieser Arbeit zu entlasten (Art. 163 Abs. 1 und 2 ZGB und ZAK 1992 S. 132 vor Erw. 3; vgl. auch ZAK 1984 S. 135). Davon abgesehen hat nun aber der Bundesrat, gerade auch aus Gr�nden der Praktikabilit�t (vgl. ZAK 1977 S. 16 f.), mit Art. 27bis IVV eine andere Regelung getroffen, welche vor dem Gesetz ebenfalls standh�lt. Es ist daher dem Richter verwehrt, eine davon abweichende Ordnung zu schaffen, zumal dem Verordnungsgeber in Art. 28 Abs. 3 IVG ein sehr weiter Bereich des Ermessens einger�umt worden ist (vgl. BGE 124 II 245 Erw. 3, 123 V 84 f. Erw. 4a). Er kann lediglich allenfalls de lege ferenda auf andere L�sungsm�glichkeiten hinweisen. An dieser Stelle ist festzuhalten, dass das Eidg. Versicherungsgericht alle bisher beurteilten Varianten einer modifizierten Anwendung der gemischten Methode bei teilerwerbst�tigen Hausfrauen mit zum Teil einl�sslicher Begr�ndung, insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Rechtsgleichheitsgebots und des in Art. 163 ZGB konkretisierten Grundsatzes der Gleichheit der Geschlechter nach Art. 4 Abs. 2 BV, verworfen hat (vgl. ZAK 1980 S. 598, 1992 S. 127 sowie Urteil B. vom 19. Mai 1993; ferner ZAK 1989 S. 118 Erw. 4c). Es erscheint denn auch nicht einfach, eine allen denkbaren Fallgruppen oder gar F�llen (hypothetisch) teilerwerbst�tiger Versicherter, welche daneben in einem Aufgabenbereich gem�ss Art. 5 Abs. 1 IVG t�tig sind, gerecht werdende generell-abstrakte Regelung zu finden. Immerhin ist nicht zu verkennen, dass vielfach der Hauptgrund f�r die Kritik an der gemischten Methode gem�ss Art. 27bis IVV und der Praxis im Umstand zu suchen ist, dass bei der Ermittlung der Behinderung im Aufgabenbereich gem�ss Art. 5 Abs. 1 IVG BGE 125 V 146 S. 161auf Grund eines Bet�tigungsvergleichs (Art. 27 Abs. 1 IVV; vgl. AHI 1997 S. 291 Erw. 4a) in der Regel ein tieferer Invalidit�tsgrad resultiert, verglichen mit der Invalidit�tsbemessung im Rahmen eines Einkommensvergleichs im erwerblichen Bereich (vgl. LEUZINGER-NAEF, a.a.O., S. 127 oben mit Hinweis auf das Forschungsprojekt im Rahmen von NFP Nr. 29 "Wandel der Lebensformen und soziale Sicherheit", Muri 1994). Dies kann dazu f�hren, dass in Bezug auf die Erwerbst�tigkeit zwar eine rentenbegr�ndende Einschr�nkung besteht, die Gesamtinvalidit�t wegen der tieferen Invalidit�t im Aufgabenbereich gem�ss Art. 5 Abs. 1 IVG unter die rentenerhebliche Grenze von 40% zu liegen kommt (vgl. ZAK 1992 S. 131 unten Erw. 2c). Dass die Grundlagen der Invalidit�tssch�tzung f�r Erwerbst�tige und Nichterwerbst�tige "g�nzlich verschieden" sind (EVGE 1964 S. 261 Erw. 2), entspricht indessen dem gesetzgeberischen Willen, welcher in Art. 4 Abs. 1, Art. 5 Abs. 1 und Art. 28 Abs. 2 IVG seinen Niederschlag gefunden hat (BBl 1958 II 1161 f. sowie Bericht der Subkommission II der Eidg. Expertenkommission f�r die Einf�hrung der Invalidenversicherung vom 30. April 1956, S. 53). Daran etwas zu �ndern, kann nicht Aufgabe des Richters sein (zur �berpr�fung von Bundesgesetzen auf ihre Verfassungsm�ssigkeit vgl. BGE 123 V 322 Erw. 6b/bb mit Hinweisen).
d) Ist nach dem Gesagten Art. 27bis IVV gesetzm�ssig, stellt sich die Frage einer Praxis�nderung nicht (vgl. Erw. 5b hievor).
6. Vorliegend ist von den Bemessungsfaktoren (Anteile Erwerbst�tigkeit und Haushaltf�hrung, Validen- und Invalideneinkommen, Behinderung im Haushaltbereich) einzig das Valideneinkommen von Fr. 58'800.-- streitig, dies allerdings zu Recht. Zwar ist entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz bei der Bestimmung dieser hypothetischen Einkommensgr�sse auf Grund der Angaben der ehemaligen und vor dem Unfall vom 30. Januar 1992 potentiellen neuen Arbeitgeberin vom Mittelwert des bei einem Vollzeitpensum als Personalleiterin maximal und als Agenturleiterin im Minimum in Aussicht gestellten Gehalts von Fr. 73'500.-- ausgegangen ist (vgl. Erw. 3 hievor). Der auf ein 80%-Teilzeitpensum umgerechnete Betrag von Fr. 58'800.-- entspricht indessen dem Lohn bei Antritt der Stelle im Fr�hjahr/Sommer 1993, kann somit nicht direkt dem auf den tats�chlichen Verdienstverh�ltnissen 1995 beruhenden Invalideneinkommen von Fr. 28'925.-- gegen�bergestellt werden. Vielmehr ist diese Summe entsprechend der Lohnentwicklung (1,3% [1993/94], 1,4% [1994/95]; vgl. Die BGE 125 V 146 S. 162Volkswirtschaft, 6/97, Aktuelle Wirtschaftsdaten, S. 27 Tabelle B10.2 [Dienstleistungen]) aufzurechnen, was zu einem Valideneinkommen von Fr. 60'399.-- f�hrt. Daraus resultiert ein Invalidit�tsgrad im erwerblichen Bereich von 52,1% und eine Gesamtinvalidit�t von aufgerundet 50% (0,8 x 52,1% + 0,2 x 40%). Damit besteht Anspruch auf eine halbe Rente, �ber deren Beginn die Verwaltung, in Beachtung von Art. 48 Abs. 2 IVG, noch zu befinden haben wird. Der angefochtene Entscheid erweist sich somit im Ergebnis als rechtens.
7. (Kosten und Parteientsch�digung)
119 V 470,
99 V 43,
119 V 481,
124 II 245 suite... ,
117 V 194,
107 V 82,
122 I 59,
123 V 84,
124 V 10,
112 IB 310,
98 V 259,
106 V 131,
122 V 336,
123 V 322
art. 5 al. 1 LAI,
Art. 28 Abs. 3 IVG suite... ,
Art. 27 IVV,
Art. 27bis Abs. 1 IVV,
Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG,
Art. 1 ff. IVG,
Art. 20 Abs. 1 UVG,
Art. 22 ff. UVV,
Art. 163 Abs. 1 und 2 ZGB,
Art. 27 Abs. 1 IVV,
Art. 48 Abs. 2 IVG