Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%2084,%201171
Timestamp: 2019-07-20 17:05:24
Document Index: 168041364

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 611', '§ 810', 'BGH', '§ 259', 'BGH', '§ 60', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 328', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 02.10.1984 - VI ZR 311/82 - dejure.org
https://dejure.org/1984,1422
BGH, 02.10.1984 - VI ZR 311/82 (https://dejure.org/1984,1422)
BGH, Entscheidung vom 02.10.1984 - VI ZR 311/82 (https://dejure.org/1984,1422)
BGH, Entscheidung vom 02. Januar 1984 - VI ZR 311/82 (https://dejure.org/1984,1422)
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Zum Einsichtsrecht des Patienten in die Krankenunterlagen nach psychiatrischer Behandlung
Zahnärztekammer Nordrhein , S. 364 (Leitsatz / Kurzmitteilung)
Behandlungsunterlagen - Einsichtnahme und Aushändigung
BGB § 611, § 810
NJW 1985, 674
MDR 1985, 309
VersR 1984, 1171
Vielmehr wäre die Verpflichtung des Arztes, die Authentizität seiner Behandlungsunterlagen zu beeiden, weder generell angemessen noch mit dem Verhältnis zwischen Arzt und Patienten, das in besonderem Maße auf Vertrauen gegründet ist, vereinbar (vgl. dazu auch BGH, Urteil vom 02.10.1984 - VI ZR 311/82; OLG München, Beschluss vom 16.11.2006 - 1 W 2713/06).
Ging es mithin nicht, wie das Berufungsgericht gemeint hat, um die Abwendung einer wirtschaftlichen Notlage für die Klägerin, dann darf auch nicht angenommen werden, daß die Bewahrung vor den belastenden Unterhaltsaufwendungen, die freilich nach einem erfolgreichen Schwangerschaftsabbruch aus medizinischer Indikation zwangsläufig ebenfalls entfallen wären, zum Schutzumfang des Arztvertrages gehörte (…ebenso Staudinger/Medicus, BGB, 12. Aufl., § 259 Rdn. 17; a.A. Deutsch NJW 1985, 674).
LG München I, 19.11.2008 - 9 O 5324/08
Einsicht von Urkunden: Angemessene Vergütung für Fertigung der Kopie einer …
Grundsätzlich ist anerkannt und zwischen den Parteien nicht streitig, dass einem Patienten als Ausfluss seines Persönlichkeitsrechts ein Anspruch auf Einsicht in die ihn betreffenden Krankenaufzeichnungen zukommt (vgl. nur BGH NJW 1985/674, Laufs/Uhlenbruck, Handbuch des Arztrechts, § 60 Rn. 1 ff.).
Erstrebt der Patient über die Kenntnis objektiver Befunde hinaus Einsicht in die Krankenunterlagen über seine psychiatrische Behandlung, so sind entgegenstehende therapeutische Gründe vom Arzt nach Art und Richtung näher zu kennzeichnen, allerdings ohne Verpflichtung, dabei ins Detail zu gehen (i. A. an die Senatsurteile vom 23.11.1982 - VI ZR 177/81 BGHZ 85, 339 = VersR 83, 267 = NJW 83, 330 und vom 2.10.1984 - VI ZR 311/82 = VersR 84, 1171 = NJW 85, 674).
Das Berufungsgericht hat unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des erkennenden Senats (vgl. Senatsurteile vom 23. November 1982 BGHZ 85, 339 f. und BGHZ 85, 327 f. sowie vom 2. Oktober 1984 - VI ZR 311/82 = NJW 1985, 674 f.) ein Recht des Klägers auf die volle Einsichtnahme in die Krankenunterlagen verneint.
Daß dieser seine Entscheidung dem Patienten und dem Gericht gegenüber nicht im einzelnen begründen muß, folgt aus denselben Erwägungen, aus denen die Zurückhaltung der Krankenaufzeichnungen gegenüber dem Patienten gerechtfertigt ist (…vgl. Senatsurteile vom 23. November 1982 - VI ZR 177/81 aaO und vom 2. Oktober 1984 aaO).
Soweit ein Behandlungsvertrag zu Gunsten des Beklagten (§ 328 BGB ) geschlossen worden sein sollte (vgl. BGH VersR 84, 1171), entstünde daraus keine unmittelbare Verpflichtung des Beklagten selbst.
Der Grund für diese Beschränkung liegt in der Natur des psychiatrischen Behandlungsvertrages, der jedenfalls in seiner klassischen Form die Zurückhaltung ärztlicher Aufzeichnungen gegenüber dem Patienten gebietet, und zwar im Interesse des Arztes, des Patienten und dritter Personen, deren Angaben der Patienten der Krankengeschichte untrennbar dazugehören (BGH NJW 1985, 675 [BGH 02.10.1984 - VI ZR 311/82] ).
Läßt aber das Vorbringen des Arztes gegenüber dem Einsichtsbegehren des Patienten nur den Schluß zu, daß keine nennenswerten Gründe gegen die Vorenthaltung der Krankenunterlagen sprechen, dann muß auch dem psychiatrisch behandelten Patienten volle Einsicht gewährt werden (BGH NJW 1985, 675 [BGH 02.10.1984 - VI ZR 311/82] ).
AG Hamm, 15.06.2004 - 16 C 105/04
Anspruch auf Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung bezüglich der …
In seiner Entscheidung vom 2.10.1984 (NJW 1985, 674) hat der BGH ausgeführt, es.
Dies hat der BGH in seiner Entscheidung vom2.10.1984 (NJW 1985, 674) ausdrücklich bestätigt (so auch OLG Köln NJW 1982,704 mit ausführlicher Begründung; LG Köln NJW-RR 1994, 1539; AG Essen NJW-RR 1998, 262,AG Hagen NJW-RR 1998, 262).