Source: https://www.buzer.de/Bild-_und_Ton-Mediengestalter-Ausbildungsverordnung.htm?setmobile=1
Timestamp: 2020-06-02 21:33:26
Document Index: 204878046

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 15', '§ 16', '§ 18', '§ 19', '§ 3', '§ 4', '§ 19', '§ 20', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

BuTMedAusbV Bild- und Ton-Mediengestalter-Ausbildungsverordnung
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Verordnung über die Berufsausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton und zur Mediengestalterin Bild und Ton (Bild- und Ton-Mediengestalter-Ausbildungsverordnung - BuTMedAusbV)
§ 8 Prüfungsbereiche
§ 9 Prüfungsbereich Audiovisuelle Medienprodukte vorbereiten und herstellen
§ 10 Prüfungsbereich Produktionssysteme in Betrieb nehmen und bedienen
§ 11 Zeitpunkt
§ 12 Inhalt
§ 13 Prüfungsbereiche
§ 15 Prüfungsbereich Wahlqualifikationen
§ 16 Prüfungsbereich Bild- und Tonproduktion
§ 18 Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Abschlussprüfung
§ 19 Mündliche Ergänzungsprüfung
Anlage (zu § 3 Absatz 1) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton und zur Mediengestalterin Bild und Ton
Der Ausbildungsberuf des Mediengestalters Bild und Ton und der Mediengestalterin Bild und Ton wird nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.
wahlqualifikationsübergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten,
in einer ersten Wahlqualifikation, die zwanzig Wochen dauern soll, und
in einer zweiten Wahlqualifikation, die zwölf Wochen dauern soll, sowie
wahlqualifikationsübergreifende, integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten.
2Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind in Berufsbildpositionen und Wahlqualifikationen als Teil des Ausbildungsberufsbildes gebündelt.
(2) Die Berufsbildpositionen der wahlqualifikationsübergreifenden berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:
Bild- und Tonaufnahmen ohne Regieeinrichtungen herstellen,
audiovisuelle Medienprodukte mit Hilfe von Regieeinrichtungen herstellen,
Bild- und Tonmaterial nachbearbeiten,
Tonaufnahmen herstellen und bearbeiten und
Inhalte für Bild- und Tonproduktionen ausarbeiten und umsetzen.
(3) Als erste Wahlqualifikation ist eine der folgenden Wahlqualifikationen auszuwählen:
Kameraproduktionen,
Studio-, Außenübertragungs- und Bühnenproduktionen,
Postproduktion und
(4) Als zweite Wahlqualifikation ist eine der folgenden Wahlqualifikationen auszuwählen:
Bild- und Tonaufnahmen unter Einsatz von erweiterter Produktionstechnik durchführen,
Kamerasysteme bei Studioproduktionen oder Außenübertragungen einrichten und einsetzen,
Regie-Serversysteme einsetzen,
Bildmischungen durchführen,
Medienpräsentationen bei Veranstaltungen durchführen,
Montageformen anwenden,
Farbkorrekturen gestalterisch einsetzen,
visuelle Effekte herstellen und gestalten,
Hörfunkproduktionen und -sendungen durchführen,
Sounddesign durchführen,
Musikproduktionen durchführen,
Audioproduktionen unter Livebedingungen durchführen,
redaktionell arbeiten,
eigenständig Beiträge herstellen,
fiktionale Formate produzieren und gestalten,
Inhalte für soziale Netzwerke entwickeln,
Produktionen organisieren und koordinieren und
produktionsbezogenes Datenmanagement unterstützen.
(5) Die Berufsbildpositionen der wahlqualifikationsübergreifenden, integrativ zu vermittelnden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:
kommunizieren und Kooperation fördern,
Projekte planen, durchführen und abschließen,
Gefährdungen bei Produktionen vermeiden und
rechtliche Grundlagen der Medienproduktion einhalten.
1Die Zwischenprüfung findet im vierten Ausbildungshalbjahr statt. 2Den Zeitpunkt legt die zuständige Stelle fest.
Audiovisuelle Medienprodukte vorbereiten und herstellen und
Produktionssysteme in Betrieb nehmen und bedienen.
(1) Im Prüfungsbereich Audiovisuelle Medienprodukte vorbereiten und herstellen hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Produktionsmittel zur Herstellung und Bearbeitung von Bild- und Tonaufnahmen auszuwählen, einzurichten und unter Beachtung von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie Umweltschutz einzusetzen,
redaktionelle, technische und gestalterische Vorgaben bei der Herstellung und Bearbeitung von Bild- und Tonaufnahmen zu beachten und umzusetzen,
Informationen zu beschaffen und auszuwerten, auch in englischer Sprache,
Produktionskomponenten zu verbinden und zu vernetzen,
Bild- und Tonaufnahmen herzustellen,
Lichtsituationen nach gestalterischen und technischen Vorgaben einzurichten,
Audiosignale in Mono und Stereo zu übertragen, aufzuzeichnen und zu verarbeiten,
Daten zu organisieren und zu sichern und
rechtliche Regelungen bei der Medienproduktion zu beachten.
(1) Im Prüfungsbereich Produktionssysteme in Betrieb nehmen und bedienen hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Arbeitsaufträge auszuwerten und Arbeitsschritte unter Beachtung von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit festzulegen,
medientechnische Systeme und Produktionsmittel
zur Herstellung von Bild- und Tonaufnahmen ohne Regieeinrichtungen in Betrieb zu nehmen und zu bedienen,
zur Herstellung von Bild- und Tonaufnahmen mit Regieeinrichtungen in Betrieb zu nehmen und zu bedienen,
zur Bearbeitung von Bild- und Tonmaterial einzurichten und zu bedienen oder
zur Herstellung und Bearbeitung von Tonaufnahmen einzusetzen und zu bedienen sowie
die eigene Vorgehensweise zu erklären.
(2) 1Der Prüfling hat eine Arbeitsprobe durchzuführen. 2Während der Durchführung wird mit ihm ein situatives Fachgespräch über die Arbeitsprobe geführt.
(3) 1Die Prüfungszeit beträgt insgesamt 30 Minuten. 2Das situative Fachgespräch dauert höchstens fünf Minuten.
1Die Abschlussprüfung findet am Ende der Berufsausbildung statt. 2Den Zeitpunkt legt die zuständige Stelle fest.
Realisieren eines Bild- und Tonproduktes,
Wahlqualifikationen,
Bild- und Tonproduktion sowie
(1) 1Im Prüfungsbereich Wahlqualifikationen hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Aufgabenstellungen zu erfassen, zu analysieren und Arbeitsschritte daraus abzuleiten,
Produktionsmittel gemäß Aufgabenstellung auszuwählen oder vorzubereiten,
Produktionsmittel gemäß Aufgabenstellung einzusetzen und
2Für den Nachweis ist die erste im Ausbildungsvertrag festgelegte Wahlqualifikation zugrunde zu legen.
(2) 1Der Prüfling hat eine Arbeitsprobe durchzuführen. 2Während der Durchführung ist mit ihm ein situatives Fachgespräch über die Arbeitsprobe zu führen. 3Gegenstand des situativen Fachgesprächs ist zudem die zweite im Ausbildungsvertrag festgelegte Wahlqualifikation.
(3) 1Die Prüfungszeit beträgt insgesamt 50 Minuten. 2Das situative Fachgespräch darf höchstens zehn Minuten dauern.
(1) Im Prüfungsbereich Bild- und Tonproduktion hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Aufträge für Bild- und Tonaufnahmen auszuwerten und die Umsetzung dieser Aufträge zu planen,
Produktionsabläufe und -mittel nach technischen, inhaltlichen, gestalterischen und zeitlichen Gesichtspunkten zu planen und zu organisieren,
Produktionskomponenten zu konfigurieren und miteinander zu verbinden,
rechtliche Vorgaben einzuhalten und wirtschaftliche Grundlagen und die Rolle der Medien in der Gesellschaft zu berücksichtigen,
Gefährdungen zu beurteilen und Sicherheitsvorkehrungen zu beschreiben,
Lichtsituationen nach technischen und gestalterischen Vorgaben zu planen und darzustellen,
Bild- und Tonmaterial sowie Bildeffekte, Grafiken und Schriften unter technischen und gestalterischen Gesichtspunkten zu beurteilen, zu prüfen und auszuwerten,
Möglichkeiten der Bild- und Tongestaltung zu benennen und anzuwenden,
Montageformen zu erkennen, zu beschreiben und anzuwenden und
(3) Die Prüfungszeit beträgt 210 Minuten.
Realisieren eines Bild- und Tonproduktes mit 30 Prozent,
Wahlqualifikationen mit 30 Prozent,
Bild- und Tonproduktion mit 30 Prozent sowie
(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen - auch unter Berücksichtigung einer mündlichen Ergänzungsprüfung nach § 19 - wie folgt bewertet worden sind:
Bild- und Tonproduktion oder
§ 20 ändert mWv. 1. August 2020 MedienGBildTonAusbV offen, VideoedAusbV offen
1Diese Verordnung tritt am 1. August 2020 in Kraft. 2Gleichzeitig treten außer Kraft
die Verordnung über die Berufsausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton/zur Mediengestalterin Bild und Ton vom 26. Mai 2006 (BGBl. I S. 1271) und
die Verordnung über die Berufsausbildung zum Film- und Videoeditor/zur Film- und Videoeditorin vom 29. Januar 1996 (BGBl. I S. 125).
Abschnitt A: wahlqualifikationsübergreifende berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
1 Bild- und Tonaufnahmen
ohne Regieeinrichtungen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 1) a) redaktionelle Arbeitsaufträge auswerten und eigene
Handlungsschritte ableiten und dabei auch optionale
Vertriebswege und Zielgruppen berücksichtigen
b) Informationen recherchieren und auswerten und
c) organisatorische Bedingungen und zeitliche Res-
sourcen berücksichtigen und Zeitvorgaben einhalten 4
d) Produktionsmittel nach Auftragsanforderungen und
wirtschaftlichen Gesichtspunkten auswählen
e) medienspezifische Produktionssysteme entspre-
chend dem Arbeitsauftrag einrichten, Funktionalität
prüfen und Produktionsmittel und -systeme in Be-
f) im Arbeitsprozess Absprachen mit Beteiligten tref-
fen, auch in englischer Sprache
g) mögliche Gefährdungen vor Ort erkennen und Maß-
nahmen zur Vermeidung ergreifen
h) Licht unter Berücksichtigung der technischen, ge-
stalterischen und redaktionellen Anforderungen ein-
richten und nutzen
i) Bild und Ton unter Berücksichtigung der techni-
schen, gestalterischen und redaktionellen Anforde-
rungen aufnehmen
j) Daten sichern und Medienprodukte kontrollieren und
k) Begleitdaten auftragsbezogen erstellen, ergänzen
l) mit Produktionsmitteln verantwortungsvoll umgehen
und diese sicher transportieren
m) Funktionsfähigkeit der Produktionsmittel für erneu-
ten Einsatz gewährleisten 20
2 Audiovisuelle Medien-
produkte mit Hilfe von
Regieeinrichtungen herstellen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 2) a) vorgegebene redaktionelle Konzepte auswerten, da-
raus eigene Handlungsschritte und Arbeitsprozesse
ableiten und eigene Produktionsunterlagen nach
produktionstechnischen und gestalterischen Ge-
sichtspunkten erstellen
b) Produktionsmittel nach technischen, gestalterischen
und wirtschaftlichen Anforderungen auswählen und
dabei auch optionale Vertriebs- und Verbreitungs-
wege berücksichtigen
c) zeitliche Ressourcen berücksichtigen und Zeitvor-
gaben einhalten 10
d) mögliche Gefährdungen vor Ort erkennen und Maß-
e) produktionsspezifische Kommunikationseinrichtun-
gen konfigurieren und nutzen
f) Bild- und Tonmischung mittels Regieeinrichtungen
unter gestalterischen und redaktionellen Gesichts-
punkten durchführen
g) im Arbeitsprozess Absprachen mit Beteiligten tref-
h) technische Produktionskomponenten vorbereiten,
konfigurieren, miteinander verbinden und vernetzen
und Systeme in Betrieb nehmen und auf Funktio-
nalität prüfen
i) beleuchtungstechnische Geräte unter Berücksichti-
gung der technischen, gestalterischen und redaktio-
nellen Anforderungen einrichten und nutzen
j) Bild und Ton unter Berücksichtigung der techni-
rungen aufnehmen und zuspielen
k) Daten sichern und Medienprodukte kontrollieren und
l) Begleitdaten auftragsbezogen erstellen, ergänzen
m) mit Produktionsmitteln verantwortungsvoll umgehen
n) Funktionsfähigkeit der Produktionsmittel für erneu-
ten Einsatz gewährleisten 10
3 Bild- und Tonmaterial
(§ 4 Absatz 2 Nummer 3) a) Konzepte auswerten und daraus eigene Handlungs-
schritte und Arbeitsprozesse ableiten
b) zeitliche Ressourcen berücksichtigen und Zeitvor-
gaben einhalten
c) Bildeffekte, Grafiken und Schriften nach technischen
und gestalterischen Vorgaben anfertigen
d) Montageformen und Schnittrhythmus für Produktio-
nen genrebezogen anwenden
e) Bildmaterial nach Vorgaben unter Berücksichtigung
technischer und farbgestalterischer Kriterien bear-
f) optionale Vertriebs- und Verbreitungswege berück-
h) Produktionsmittel nach technischen, gestalterischen
und wirtschaftlichen Anforderungen auswählen
i) Schnittsysteme und die für die Produktion notwen-
dige Geräteinfrastruktur einrichten und in Betrieb
j) Bild- und Tonmaterial importieren, konvertieren, prü-
fen, aufbereiten und organisieren 18
k) Bild und Ton nach technischen, gestalterischen und
dramaturgischen Vorgaben für das jeweilige Genre
und Format entsprechend dem Konzept bearbeiten
l) Tonebenen nach gestalterischen und technischen
Aspekten auswählen, bearbeiten und mischen
m) Sprachaufnahmen durchführen
n) Bild- und Tonmaterial für verschiedene Verwen-
dungs- und Verbreitungswege exportieren
o) Projekt- und Mediendaten sichern und archivieren
4 Tonaufnahmen herstellen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 4) a) Konzepte auswerten und daraus eigene Handlungs-
c) Tonmischungen anfertigen und dabei Audiomaterial
mittels Hard- und Software bearbeiten
d) optionale Vertriebs- und Verbreitungswege berück-
sichtigen 6
e) im Arbeitsprozess Absprachen mit Beteiligten tref-
f) Produktionsmittel nach technischen, gestalterischen
g) Produktionskomponenten aufbauen, verbinden und
als System in Betrieb nehmen und einrichten
h) Aufnahmepositionen festlegen und Aufnahmetechni-
ken auswählen
i) produktionsspezifische Kommunikationseinrichtun-
j) Mono- und Stereoaufnahmen nach Vorgaben durch-
führen, überwachen, auswerten und protokollieren
k) Audiosignale drahtlos übertragen und einen stö-
rungsfreien Betrieb sicherstellen
l) Audiomaterial von verschiedenen Datenträgern kon-
vertieren, importieren und organisieren
m) Audiomaterial nach technischen und gestalterischen
Anforderungen bearbeiten und montieren
n) Tonprodukte prüfen sowie weitere Medienformate
o) Begleitdaten auftragsbezogen erstellen, ergänzen
p) Projekt- und Mediendaten sichern und archivieren 16
5 Inhalte für Bild- und
Tonproduktionen ausarbeiten
(§ 4 Absatz 2 Nummer 5) a) inhaltliche Ideen auf Grundlage von thematischen
Vorgaben entwickeln und abstimmen
b) Inhalte recherchieren und auswerten
c) Produktionsunterlagen, insbesondere als Exposé,
als Script oder als Auftrags- und Realisierungsskiz-
ze, entsprechend der Verwendung und der Verbrei-
tung erstellen
d) Inhalte in ein Produkt für unterschiedliche Verwen-
dungszwecke auch eigenständig umsetzen 6
Abschnitt B: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der ersten Wahlqualifikation
Wahlqualifikation Zu vermittelnde
1 Kameraproduktionen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 1) a) Vorgaben auswerten und daraus formatgerecht bild-,
ton- und lichtgestalterische Konzepte ableiten und
b) marktübliche, genretypische Kamerasysteme vorbe-
reiten und in Produktionen einsetzen
c) Mehrkameraproduktionen planen und durchführen
d) Kamera- und Tonsysteme synchronisieren
e) Funkübertragung von Videosignalen planen, vorbe-
reiten, überprüfen und einsetzen
f) Lichtkonzepte gestalterisch planen und umsetzen
g) Kamerabewegungs- und -stabilisierungssysteme aus-
wählen, aufbauen und einsetzen
h) produziertes Material beurteilen und bewerten 20
2 Studio-, Außenübertragungs-
und Bühnenproduktionen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2) a) auf Basis redaktioneller Konzepte technische Vorbe-
sichtigungen durchführen und Rahmenbedingungen
dokumentieren, daraus Handlungsschritte und Ar-
beitsprozesse ableiten und detaillierte Produktions-
unterlagen nach produktionstechnischen und gestal-
terischen Gesichtspunkten erstellen
b) Signalinfrastruktur planen und realisieren
c) Regiesysteme auf Basis technischer Konzepte instal-
lieren, vernetzen, konfigurieren, in Betrieb nehmen
d) Signale überprüfen und Fehler erkennen und behe-
e) Medienzuspielungen und Aufzeichnungen formatge-
recht konfigurieren und zeitgerecht bereitstellen
f) Präsentationstechnik auswählen und in Betrieb neh-
(§ 4 Absatz 3 Nummer 3) a) Arbeitsabläufe den Anforderungen entsprechend de-
finieren und vorbereiten
b) Montageformen genregerecht anwenden
c) dramaturgische Bögen unter Beachtung der Wirkung
von Sprache, Musik und Geräuschen in Bild und Ton
d) visuelle Effekte format- und genregerecht anwenden
e) 2D- und 3D-Animationen von Schriften und Titeln
f) Bildsequenzen unter Einhaltung technischer Richt-
linien in Helligkeit, Kontrast und Farbe bearbeiten
g) Synchronisationen und Mischungen vorbereiten und
unter Berücksichtigung der technischen und gestal-
terischen Anforderungen durchführen 20
(§ 5 Absatz 3 Nummer 4) a) Schallquellen und Aufnahmesituationen analysieren
und Aufnahmetechniken und -verfahren für unter-
schiedliche Schallereignisse auswählen und einset-
b) Audiomaterial in Mono und Stereo unter Berücksich-
tigung von dramaturgischen Anforderungen für das
jeweilige Genre und Format aufzeichnen, mischen
c) Klangräume durch Montage und Mischung von
Audiomaterial auf verschiedenen Ebenen schaffen
d) Audiomaterial klangästhetisch und technisch analy-
sieren sowie mittels Hard- und Software optimieren
e) Mehrspur- und Mehrkanal-Produktionen planen und
f) Audiomaterial adressatengerecht präsentieren 20
Abschnitt C: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der zweiten Wahlqualifikation
unter Einsatz von erweiterter
(§ 4 Absatz 4 Nummer 1) a) Vorgaben auswerten und daraus Bild-, Ton- und
Lichtequipment planen und disponieren und alter-
native Produktionsmethoden vorschlagen
b) Spezialkamerasysteme und Zusatzequipment aus-
wählen, vorbereiten und im Produktionsprozess ein-
binden und einsetzen
c) Kamerasysteme und Tonequipment verkoppeln und
d) mehrkanalige Tonaufnahmen auch mit Hochfre-
quenztechnik planen, vorbereiten, überprüfen, mi-
schen und aufzeichnen 12
2 Kamerasysteme bei
Studioproduktionen oder
(§ 4 Absatz 4 Nummer 2) a) Studio- und Außenübertragungskameras mit anwen-
dungsbezogenen Optiken auf verschiedenen Stativ-
systemen aufbauen, in Betrieb nehmen und auf Funk-
tionalität prüfen
b) Zusatzsysteme vorbereiten, konfigurieren, aufbauen,
in Betrieb nehmen und auf Funktionalität prüfen
c) Kamerazüge inklusive Steuereinheit vorbereiten, kon-
figurieren, miteinander verbinden und vernetzen, in
Betrieb nehmen und auf Funktionalität prüfen
d) unter Beachtung von technischen Richtlinien Neu-
tralabgleich, Aussteuerung und Angleich der Kamera-
systeme unter Nutzung von Messgeräten und Mo-
nitoren durchführen und während der Produktion
situativ korrigieren 12
3 Regie-Serversysteme
(§ 4 Absatz 4 Nummer 3) a) Serversysteme für Aufzeichnungen und Wiederga-
ben, auch mehrkanalig, vorbereiten, konfigurieren, in
b) Serversysteme in Regiesysteme integrieren und ver-
netzen und Signalverteilungen herstellen
c) Aufzeichnungen und Zuspielungen vorbereiten und
d) produktionsrelevante Programmanteile bereitstellen 12
4 Bildmischungen durchführen
(§ 4 Absatz 4 Nummer 4) a) inhaltliche Produktionskonzepte auswerten und aus
den Anforderungen von Redaktion und Regie Hand-
lungsschritte ableiten und Produktionsunterlagen,
insbesondere Ablaufpläne, erstellen
b) Bildmischeinheiten und ihre Geräteinfrastruktur an-
forderungsgerecht auswählen, vorbereiten und auf
c) Sendungsablauf planerisch und gestalterisch mit
Kamerapositionen und Bildgrößen auflösen
d) Redaktionssysteme oder Automationsanwendungen
e) Bildmischungen bei Studioproduktionen oder Außen-
übertragungen selbständig und unter Regieanwei-
sung durchführen
f) Kommunikation mit allen am Sendeablauf Beteiligten
5 Medienpräsentationen bei
(§ 4 Absatz 4 Nummer 5) a) technische Vorbesichtigungen durchführen und do-
kumentieren, daraus Handlungsschritte und Arbeits-
prozesse ableiten und Produktionsunterlagen nach
technischen und gestalterischen Gesichtspunkten er-
b) Medien- und Präsentationstechnik unter Berücksich-
tigung der Gegebenheiten auswählen
c) Medien- und Präsentationstechnik positionieren, in-
stallieren, in Betrieb nehmen und Produktionsbereit-
d) Medieneinspielungen formatgerecht konfigurieren
e) Präsentationen mittels geeigneter Bild- und Tonregie-
einrichtungen durchführen 12
6 Montageformen anwenden
(§ 4 Absatz 4 Nummer 6) a) Drehbücher auswerten und daraus Gestaltungs- und
Montageformen ableiten
b) Montagekonzepte unter Verwendung verschiedener
Montageformen entwickeln
c) Bildrhythmen entwickeln sowie dramaturgische Bö-
gen in Bild und Ton aufbauen und ausführen
d) Montagen unter Beachtung von dramaturgischen Re-
geln sowie der Wirkung und Bedeutung von Sprache,
Musik, Geräuschen und Atmosphären ausführen 12
7 Farbkorrekturen gestalterisch
(§ 4 Absatz 4 Nummer 7) a) Arbeitsplatz und Peripheriegeräte für Farbkorrekturen
einrichten und in Betrieb nehmen
b) Farbkorrekturen in den jeweiligen Farbräumen nach
technischen und gestalterischen Prinzipien durchfüh-
c) selektive Farbkorrekturen durchführen
d) Farbstimmungen unter wahrnehmungspsychologi-
schen Aspekten entwickeln und anwenden 12
8 Visuelle Effekte herstellen
(§ 4 Absatz 4 Nummer 8) a) Bilder und Bildbereiche mit Hilfe von Retuschen be-
b) Bilder und Bildsequenzen mit Hilfe von Rotoskopie
c) Bildebenen verknüpfen
d) Animationen nach inhaltlichen Vorgaben herstellen
e) Bilder und Bildbereiche unter inhaltlichen und redak-
tionellen Vorgaben verfremden 12
9 Hörfunkproduktionen und
-sendungen durchführen
(§ 4 Absatz 4 Nummer 9) a) Sprache, Musik, Mehrspurproduktionen von Pro-
grammelementen und -beiträgen, Podcasts und Sen-
dungen aufnehmen
b) Qualitätskontrolle und Optimierung von Audiomate-
rial durchführen und unterschiedliche Zuspielwege
c) nach Vorgaben Sendepläne erstellen und Sende-
pläne aktualisieren und modifizieren
d) Sendungen fahren
e) Audiomaterial konfektionieren und für unterschied-
liche Verbreitungswege bereitstellen
f) Redaktionen bei mobilen und stationären Produktio-
nen unterstützen und beraten 12
10 Sounddesign durchführen
(§ 4 Absatz 4 Nummer 10) a) dramaturgische Konzepte auswerten und Konzeptio-
nen für mögliche Klangsynthesen entwickeln
b) Audiomaterial nach technischen, gestalterischen und
dramaturgischen Vorgaben analysieren
c) Geräusche, Atmosphären und Nachvertonungen pro-
duzieren, für Bildaufnahmen synchron zum Bild
d) Mehrspurprojekte anlegen, arrangieren und eine Mi-
schung erstellen
e) Abnahmen vorbereiten, durchführen, protokollieren
und Produkte für den weiteren Herstellungsprozess
zur Verfügung stellen 12
(§ 4 Absatz 4 Nummer 11) a) Tonabnahmen von Musikinstrumenten unter Berück-
sichtigung der klanglichen Eigenschaften planen und
b) Tonaufnahmen, auch unter Berücksichtigung der
Notation, durchführen
c) Audiomaterial unter Beachtung von Harmonik und
Rhythmik montieren
d) Mehrspuraufnahmen genregerecht mischen und be-
e) Mehrspuraufnahmen und -projekte organisieren und
archivieren 12
12 Audioproduktionen unter
Livebedingungen durchführen
(§ 4 Absatz 4 Nummer 12) a) Studio-, Set- oder Bühnenmikrofonie, insbesondere
mit drahtlosen Mehrkanalsystemen, vorbereiten, auf-
bauen, in Betrieb nehmen und prüfen
b) Tonmischpulte für Live-Tonmischungen vorbereiten,
konfigurieren, aufbauen, in Betrieb nehmen und prü-
c) Live-Tonmischungen durchführen
d) Live-Tonmischungen für eine spätere Weiterverarbei-
tung als Mehrspuraufzeichnung sichern 12
13 Redaktionell arbeiten
(§ 4 Absatz 4 Nummer 13) a) thematische Vorgaben im Redaktionsteam bespre-
chen und ausarbeiten und inhaltliche Ideen zur
Umsetzung eigenständig entwickeln
b) Exposé, Treatment, filmische Umsetzung oder
Realisierungsskizze entwickeln, Sprechertexte for-
mulieren, Aufnahmen und die Nutzung vorhandenen
Materials planen sowie erforderliche Produktions-
c) Archivmaterial auswählen
d) Stil- und Gestaltungsmittel wie Texte, Grafiken und
Effekte für unterschiedliche Formate und Vertriebs-
wege planen und entwickeln
e) Änderungswünsche nach Abnahmestadien durch die
Redaktion oder den Kunden oder die Kundin aufneh-
men und umsetzen
f) fertige Produkte für unterschiedliche Distributions-
wege aufbereiten und veröffentlichen 12
14 Eigenständig Beiträge
(§ 4 Absatz 4 Nummer 14) a) beauftragte Themen recherchieren
b) Ideen für die Umsetzung ausarbeiten und Produk-
tionsabläufe planen
c) Bild- und Tonaufnahmen mit Hilfe von speziellen Pro-
duktionsmitteln und -techniken sowie Nachbearbei-
tungsphasen durchführen
d) Abnahme mit Auftraggebern und Auftraggeberinnen
durchführen und Änderungen umsetzen 12
15 Fiktionale Formate
(§ 4 Absatz 4 Nummer 15) a) Vorlagen auswerten, genrespezifische Umsetzungs-
konzepte entwickeln, szenische Auflösungen planen
und Stilmittel auswählen
b) technische, koordinierende sowie gestalterische Ab-
sprachen mit beteiligten Gewerken treffen und deren
c) Herstellungsphasen gemäß der gestalterischen Kon-
zeption durchführen
d) Änderungen aus den Abnahmestadien umsetzen 12
16 Inhalte für soziale
(§ 4 Absatz 4 Nummer 16) a) Ideen für plattformgerechte Umsetzung von Inhalten
entsprechend den Zielgruppen und Vorgaben im
b) Inhalte in geeigneter Erzählweise herstellen und da-
bei grafische Gestaltungselemente einsetzen
c) vorhandene Inhalte für unterschiedliche Plattformen
d) Endprodukte entsprechend den technischen Anfor-
derungen der Plattform konvertieren und veröffent-
lichen 12
17 Produktionen organisieren
und koordinieren
(§ 4 Absatz 4 Nummer 17) a) Vorgaben für die produktionstechnische Realisierung
auswerten und Umsetzungskonzepte formatgerecht
b) zeitliche, organisatorische und finanzielle Rahmen
festlegen, für die Einhaltung sorgen sowie bei Abwei-
chungen korrigierende Maßnahmen ergreifen
c) Produktionsplanung und Disposition erstellen und
Einsatz von Produktionsmitteln und der beteiligten
Gewerke planen
d) organisatorische Absprachen mit Agenturen, mit Dar-
stellern und Darstellerinnen und mit künstlerischen
Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen treffen
e) entsprechend den Absprachen in der Abnahme mit
den Auftraggebern und Auftraggeberinnen Änderun-
gen planen und veranlassen 12
18 Produktionsbezogenes
(§ 4 Absatz 4 Nummer 18) a) produktionsbezogene Daten verwalten und Daten-
b) Datenstrukturen abstimmen und Daten für die Ver-
wendung in produktionstechnischen Systemen be-
c) Daten für Schnittstellen von technischen Produk-
tionssystemen konvertieren
d) Arbeitsabläufe für den Umgang mit Daten entwickeln,
umsetzen und dokumentieren, insbesondere bei ser-
verbasierten Systemen und Netzwerken für Bild- und
e) bei der Benutzung von serverbasierten Systemen
f) Datensicherheit bei der Übertragung von Medien-
daten sicherstellen 12
(§ 4 Absatz 5 Nummer 1) a) Bedeutung des Ausbildungsvertrages erklären, ins-
(§ 4 Absatz 5 Nummer 2) a) Aufbau und Aufgaben des Ausbildungsbetriebes er-
schaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung erklä-
5 Kommunizieren und
(§ 4 Absatz 5 Nummer 5) a) Gespräche situations- und adressatengerecht führen
sowie Ergebnisse dokumentieren
b) Adressaten und Adressatinnen problemorientiert be-
lage kundenorientierten Verhaltens und erfolgreicher
Zusammenarbeit sowie kulturelle Identitäten berück-
d) mit dem Ziel, sachbezogene Ergebnisse zu erreichen,
e) Fachliteratur nutzen und Fachinformationen einholen,
f) Arbeitsdurchführung reflektieren, bewerten und do-
g) Verbesserungsvorschläge kommunizieren
h) eigenen Qualifikationsbedarf feststellen, Qualifizie-
rungsmöglichkeiten nutzen und unterschiedliche
Lerntechniken anwenden 6
6 Projekte planen, durchführen
(§ 4 Absatz 5 Nummer 6) a) Produktionsverfahren nach inhaltlichen, gestalteri-
schen, rechtlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunk-
ten mit den Beteiligten auswählen und Arbeitsabläufe
festlegen und dabei Lösungsvarianten aufzeigen
b) Produktionsteams organisieren und Produktionsab-
läufe gewerkübergreifend abstimmen 10
c) Produktionsabläufe im übertragenen Verantwor-
tungsbereich steuern, Havariekonzepte entwickeln
und bei Störungen Lösungen realisieren
d) Ergebnis bewerten, Ablauf und Aufwand ermitteln
und dokumentieren und Verbesserungsvorschläge
7 Gefährdungen bei
Produktionen vermeiden
(§ 4 Absatz 5 Nummer 7) a) Maßnahmen aus Gefährdungsbeurteilungen und Si-
cherheitsunterweisungen im eigenen Verantwor-
tungsbereich berücksichtigen und umsetzen
b) Gefährdungen von Publikum und an der Produktion
Beteiligten durch Schutzmaßnahmen im eigenen Ver-
antwortungsbereich verhindern
c) aus Produktionsanforderungen abgeleitete Maßnah-
men zur Sicherheit von Arbeitsmitteln und Einrichtun-
gen im eigenen Verantwortungsbereich umsetzen
d) aus Produktionsanforderungen erforderliche persön-
liche Schutzausrüstung ermitteln und nutzen
e) Regelungen, welcher Arbeitsbereich bei öffentlichen
Veranstaltungen für den jeweiligen Arbeits- und Ge-
sundheitsschutz verantwortlich ist, einhalten
f) Vorschriften für den Einsatz maschinentechnischer
und elektrischer Betriebsmittel und Anlagen einhalten
g) Vorschriften für den Einsatz ortsveränderlicher elek-
trischer Musik- und Tonanlagen einhalten 4
8 Rechtliche Grundlagen der
Medienproduktion einhalten
(§ 4 Absatz 5 Nummer 8) a) rechtliche Vorschriften im gesamten Herstellungspro-
zess einhalten, insbesondere
aa) Urheberrechte und verwandte Schutzrechte
bb) Persönlichkeitsrechte
cc) Datenschutz und Datensicherheit
dd) Nutzungs- und Verwertungsrechte
ee) Jugendschutz
gg) Arbeitsschutz
hh) Vertragsrecht
b) Richtlinien des deutschen Presserates bei redaktio-
nellen Tätigkeiten einhalten und praxisorientiert um-
c) Genehmigungen für Medienproduktionen einholen
d) bei mobilen Produktionen die einschlägigen Bestim-
mungen der jeweiligen Versammlungsstättenverord-
nung berücksichtigen 4
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