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Timestamp: 2019-12-12 14:15:21
Document Index: 22786563

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 2', '§ 11', '§ 873', '§ 14', 'BGH', '§ 5', '§ 2', '§ 13', '§ 2', '§ 2', '§ 5', '§ 11', '§ 873', '§ 14', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 4', '§ 11', '§ 14', 'BGH']

BGH, 28.09.1984 - V ZR 135/83 - dejure.org
https://dejure.org/1984,1115
BGH, 28.09.1984 - V ZR 135/83 (https://dejure.org/1984,1115)
BGH, Entscheidung vom 28.09.1984 - V ZR 135/83 (https://dejure.org/1984,1115)
BGH, Entscheidung vom 28. September 1984 - V ZR 135/83 (https://dejure.org/1984,1115)
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ErbbauVO § 2
Geltendmachung eines erbbaurechtlichen Heimfallanspruchs - Ordnungsgemäße Beurkundung eines Erbbaurechtsvertrages - Eintragung des Erbbaurechts in das Erbbaugrundbuch
ErbbauVO § 2 Nr. 1, Nr. 4
NJW 1985, 1464
MDR 1985, 308
WM 1984, 1514
Rpfleger 1985, 60
Diese ist durch die Eintragung des Erbbaurechts in das Erbbaugrundbuch (§ 11 ErbbauVO, § 873 BGB) und durch die Bezugnahme auf die Eintragungsbewilligung (§ 14 Abs. 1 Satz 3 ErbbauVO) eingetreten, weil die Heimfallregelung von der Bewilligung umfasst war (vgl. BGH, Urt. v. 28. September 1984 - V ZR 135/83, WM 1984, 1514, 1515).
§ 5 Nr. 1 ErbbV enthält eine Vereinbarung über die Verwendung des Bauwerks gemäß § 2 Nr. 1 Fall 3 ErbbauRG, § 13 Nr. 1 d ErbbV ein Heimfallrecht nach § 2 Nr. 4 ErbbauRG mit der erforderlichen Benennung des Heimfallgrunds (vgl. Senat, Urteil vom 28. September 1984 - V ZR 135/83, NJW 1985, 1464, 1465).
Die Verletzung einer Pflicht nach § 2 Nr. 1 ErbbauRG als Heimfallgrund zu bestimmen (vgl. Senat, Urteil vom 24. Februar 1984 - V ZR 187/82, NJW 1984, 2213, 2214; Urteil vom 28. September 1984 - V ZR 135/83, aaO), ist unbedenklich, weil nach dem Erbbaurechtsgesetz grundsätzlich jedes Ereignis als den Heimfallanspruch auslösend vereinbart werden kann (Senat, Urteil vom 11. Juli 2003 - V ZR 56/02, NJW-RR 2003, 1524).
Die Verjährung kann daher nicht eintreten, solange der Beklagte gegen § 5 Nr. 1 ErbbV verstößt (vgl. Senat, Urteil vom 28. September 1984 - V ZR 135/83, NJW 1985, 1464, 1465;… Urteil vom 8. Mai 2015 - V ZR 178/14, juris Rn. 9).
Durch die Eintragung des Erbbaurechts in das Erbbaugrundbuch (§ 11 ErbbauRG, § 873 BGB) und durch die Bezugnahme auf die Eintragungsbewilligung (§ 14 Abs. 1 Satz 3 ErbbauRG) erlangt eine von der Bewilligung umfasste Heimfallregelung dingliche Wirkung gegenüber dem jeweiligen Erbbauberechtigten (vgl. Senat, Urteil vom 28. September 1984 - V ZR 135/83, NJW 1985, 1464 f.).
Bei der Auslegung ist auf den Wortlaut der die Einigung und die Eintragungsbewilligung enthaltenden Urkunde und den Sinn abzustellen, wie er sich aus unbefangener Sicht als nächstliegende Bedeutung ergibt (Senatsurt. v. 28. Februar 1984, V ZR 185/83, WM 1984, 1514, 1515).
Die Verwendung unbestimmter Rechtsbegriffe als Voraussetzung des Heimfalls ist daher in Rechtsprechung und Literatur anerkannt (vgl. Senatsurt. v. 28. Februar 1984, V ZR 135/83, WM 1984, 1514, 1516, Nutzung des Erbbaugrundstücks in "aus gesundheitlichen oder sittlichen Gründen zu beanstandender Weise"; LG Oldenburg, Rpfleger 1979, 383, 384, Heimfall, sofern "die Fortsetzung des Erbbaurechtsverhältnisses aus einem in der Person des Erbbauberechtigten liegenden Grund eine unbillige Härte bedeuten würde"; LG Düsseldorf, MittRhNotK 1989, 218, 219, Heimfall, sofern ein "wichtiger Grund gegeben ist, der in der Person des Erbbauberechtigten liegt, der die Fortsetzung des Erbbaurechts für den Grundstückseigentümer unzumutbar macht";… ferner Bamberger/Roth/Maaß, BGB, § 2 ErbbauVO Rdn. 16;… RGRK/Räfle, BGB, 12. Aufl., § 2 ErbbauVO Rdn. 24;… Ingenstau/Hustedt, aaO, § 2 Rdn. 44 f., von Oefele/Winkler, aaO, Rdn. 4.79;… zweifelnd MünchKomm-BGB/von Oefele, 3. Aufl., § 2 ErbbauVO Rdn. 27).
Diese Anordnung kann auch das Revisionsgericht treffen, weil das Berufungsgericht in gleicher Weise hätte verfahren können (vgl. BGHZ 16, 71, 82; Senatsurt. v. 28. September 1984, V ZR 135/83, NJW 1985, 1464, 1465 a. E.).
Die Verjährungseinrede kann ohnehin nur durchgreifen, wenn es sich bei dem zum Heimfall berechtigenden Verhalten um eine abgeschlossene und nicht um eine in unverjährter Zeit noch fortdauernde Handlung handelt (BGH, NJW 1985, S. 1464 f.;… vgl. auch Rapp in: Staudinger, a. a. O., § 4 Rn. 2;… v. Oefele/Heinemann in: Münchener Kommentar zum BGB, a. a. O., § 4 ErbbauRG Rn. 1).
Es legt jedoch, was uneingeschränkter revisionsgerichtlicher Prüfung unterliegt (Senatsurt. v. 28. September 1984, V ZR 135/83, NJW 1985, 1464, 1465 m.w.N.), an das Erfordernis der Bestimmbarkeit einen zu engen Maßstab an.
OLG Karlsruhe, 31.05.2000 - 19 U 232/98
Erbbaurecht - Heimfallgrund - Zahlungsunfähigkeit des Erbbauberechtigten - …
Jedoch ist anerkannt, daß durch die Eintragung des Erbbaurechts in das Erbbaugrundbuch (§§ 11 ErbbauVO, 873 BGB) und durch die nach § 14 Abs. 1 S.3 ErbbauVO zulässige Bezugnahme auf die Eintragungsbewilligung wegen des Inhalts des Erbbaurechts die von der Eintragungsbewilligung umfaßte Heimfallregelung dingliche Wirkung gegenüber dem jeweiligen Erbbauberechtigten erlangt (BGH NJW 1985, 1464).
OLG Karlsruhe, 30.03.2000 - 19 U 232/98
Heimfall des Erbbaurechts wegen Verletzungen des Vertrages; Geltendmachung des …