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Timestamp: 2016-10-28 04:39:45
Document Index: 332295687

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 66']

8C_24/2013 (18.06.2013)
8C_24/2013 � � Urteil vom 18. Juni 2013
A.a.�Der 1964 geborene P.________, gelernter Maurer und Gesch�ftsf�hrer der B.________ GmbH, ist bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend SUVA) gegen Unfallfolgen versichert. Am 15. August 2009 erlitt er einen Motorradunfall, bei welchem er sich eine distale Radiusfraktur links, eine Kontusion der Leiste rechts sowie Sch�rfwunden am Unterarm pr�patell�r links zuzog. Die SUVA richtete Taggeldleistungen aus und �bernahm die Behandlungskosten, insbesondere die Kosten der Operation des Handgelenksbruchs, der Operation der linken Schulter aufgrund einer Ruptur der Supraspinatussehne sowie des operativen Eingriffs wegen eines Carpaltunnelsyndroms links.
A.b.�Nach einer Operation an der rechten Schulter am 29. August 2011 lehnte die SUVA ihre Leistungspflicht bez�glich der rechtsseitigen Schulterbeschwerden mit Verf�gung vom 11. Oktober 2011 ab mit der Begr�ndung, diese Beschwerden seien nicht unfallkausal. An ihrem Standpunkt hielt sie mit Einspracheentscheid vom 3. Januar 2012 fest.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst P.________ beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die SUVA zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen, namentlich Taggeldleistungen und �bernahme der Heilungskosten, f�r die Schulterbeschwerden rechts zu erbringen, eventualiter sei die Angelegenheit zur Erstellung eines gerichtlichen Gutachtens zur Frage der Unfallkausalit�t an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (BGE 134 V 250 E. 1.2 S. 252 mit Hinweisen). Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG).
Streitig und zu pr�fen ist, ob die Beschwerdegegnerin aus dem versicherten Unfallereignis vom 15. August 2009 f�r die rechtsseitigen Schulterbeschwerden leistungspflichtig ist.
2.1.�Im kantonalen Entscheid sind die nach der Rechtsprechung f�r den Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 UVG) geltenden Voraussetzungen des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1. S. 181), insbesondere bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296) zutreffend dargelegt worden. Darauf wird verwiesen. Ebenfalls richtig sind die vorinstanzlichen Ausf�hrungen zum Nachweis des Vorliegens eines nat�rlichen Kausalzusammenhangs mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125) sowie zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232, BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff., je mit Hinweisen).
2.2.�Bei der Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung gem�ss Art. 11 UVV f�r R�ckf�lle und Sp�tfolgen kann der Unfallversicherer - wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat - nicht auf der Anerkennung des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhanges beim Grundfall oder bei fr�heren R�ckf�llen behaftet werden, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen k�nnen. Es obliegt dem Leistungsansprecher, das Vorliegen eines nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhanges zwischen dem als R�ckfall oder Sp�tfolge geltend gemachten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalit�t mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers; dabei sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis umso strengere Anforderungen zu stellen, je gr�sser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeintr�chtigung ist (SVR 2005 MV Nr. 1 S. 1, M 1/02 E. 1.2; RKUV 1997 Nr. U 275 S. 188, U 93/96 E. 1c am Ende; Urteil 8C_669/2011 vom 22. Februar 2012 E. 2.2).
3.1.�Das kantonale Gericht hat die Auffassung der SUVA best�tigt, wonach ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 15. August 2009 und den �ber ein Jahr sp�ter erstmals erw�hnten Schmerzen an der rechten Schulter nicht rechtsgen�glich nachgewiesen ist. Diese Beurteilung beruht auf einer sorgf�ltigen W�rdigung der Sach- und Rechtslage und ist nicht zu beanstanden.
3.2.�Daran verm�gen die Ausf�hrungen in der Beschwerde, die sich weitgehend auf eine Wiederholung des bereits vorinstanzlich Vorgetragenen beschr�nken, nichts zu �ndern. SUVA und Vorinstanz haben bez�glich der Frage der nat�rlichen Kausalit�t zwischen Unfallereignis vom 15. August 2009 und den Beschwerden an der rechten Schulter im Wesentlichen auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. S._________ vom 3. Juni 2011 abgestellt, welche - wie das kantonale Gericht festgehalten hat - die Anforderungen der Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352) erf�llt. Die Einsch�tzung des Dr. med. S._________, wonach die rechtsseitige Schulterproblematik nicht �berwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 15. August 2009 zur�ckzuf�hren sei, wird denn auch von Kreisarzt Dr. med. R.________ best�tigt. Er �usserte in der Stellungnahme vom 16. August 2011, die Schulterbeschwerden rechts seien nicht unfallkausal und hielt daran - nach Einsichtnahme in den Operationsbericht vom 29. August 2011 - am 6. September 2011 fest. Weder mit den Berichten des Dr. med. G.________, Innere Medizin FMH, vom 20. Oktober 2010, 20. Januar 2011 und 7. November 2011 noch mit dem Operationsbericht des Dr. med. C.________, Spezialarzt FMH f�r Orthop�die, vom 29. August 2011, auf welche sich der Beschwerdef�hrer beruft, l�sst sich ein �berwiegend wahrscheinlicher Kausalzusammenhang nachweisen. So geht Dr. med. G.________ von einer wahrscheinlichen �berbelastung der rechten Schulter aus und h�lt fest, der Versicherte sei vor dem Unfall diesbez�glich beschwerdefrei gewesen. Diese Argumentation l�uft jedoch - wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat - auf einen unzul�ssigen "post hoc ergo propter hoc"-Schluss hinaus und vermag nicht einen rechtsgen�glichen Kausalzusammenhang zu begr�nden. Dr. med. C.________ sodann erachtet einen nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und Schulterbeschwerden rechts bloss als m�glich, nicht als �berwiegend wahrscheinlich. Der in seiner Diagnosestellung verwendete Begriff "posttraumatisch" schliesslich impliziert entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers keinen rechtsgen�glichen Kausalzusammenhang.
3.3.�Wenn die SUVA und die Vorinstanz zusammenfassend bei dieser medizinischen Aktenlage zum Ergebnis gelangt sind, ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 15. August 2009 und den Beschwerden an der rechten Schulter sei nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, ist dies nicht zu beanstanden. Das kantonale Gericht hat die streitigen Leistungsanspr�che mithin zu Recht verneint.
Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten vom Beschwerdef�hrer als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).