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Timestamp: 2019-08-18 03:53:10
Document Index: 351754230

Matched Legal Cases: ['§ 92', 'Art. 3', '§ 92', 'Art. 3', '§ 92', '§ 92', '§ 92', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 3', '§ 2']

BVerfG, 23.05.2006 - 1 BvR 1484/99 - dejure.org
https://dejure.org/2006,267
BVerfG, 23.05.2006 - 1 BvR 1484/99 (https://dejure.org/2006,267)
BVerfG, Entscheidung vom 23.05.2006 - 1 BvR 1484/99 (https://dejure.org/2006,267)
BVerfG, Entscheidung vom 23. Mai 2006 - 1 BvR 1484/99 (https://dejure.org/2006,267)
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Verfassungswidrigkeit der Gleichbehandlung von Gerichtsgebühren für Dauerpflegschaften mit alleinigem Bezug auf die Personensorge und solchen mit Vermögensbezug - Neuregelung bis zum 30.06.2007
Verhältnismäßigkeit staatlicher Gebührenerhebung im Rahmen von Fürsorgemaßnahmen und Abhängigkeit von den Kosten der entsprechenden gebührenpflichtigen Staatsleistung; Vereinbarkeit von § 92 Kostenordnung (KostO) mit dem Gleichheitssatz aus Art. 3 Abs. 1 GG hinsichtlich der Gebührenberechnung für auf die Personensorge beschränkten Fürsorgemaßnahmen auf Grundlage des gesamten Vermögens des Kostenpflichtigen; Möglichkeit einer verfassungskonformen Auslegung des § 92 KostO hinsichtlich der Gebührenerhebung; Grundsätzliche rechtliche Folgen der vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) festgestellten Verfassungswidrigkeit einer gesetzlichen Regelung
notare-wuerttemberg.de , S. 19 (Volltext und Entscheidungsanmerkung)
Art. 3 Abs. 1 GG; § 92 Abs. 2 KostO
Vereinbarkeit des § 92 Absatz 2 KostO mit dem Grundgesetz
KostO § 92; GG Art. 3 Abs. 1
Neue Regelung zur Personenpflegschaft nötig - Gerichtsgebühr darf sich nicht unbegrenzt am Vermögen orientieren
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BVerfG vom 23.05.2006, Az.: 1 BvR 1484/99 (Kostenansatz bei Dauerpflegschaften)" von Notariatsvorsteher Martin Filzek, original erschienen in: Rpfleger 2006, 567 - 570.
Zusammenfassung von "Der gegenwärtige Stand des "Gebührenverfassungsrechts"" von RA und PrivDoz Dr. Christian Winterhoff, original erschienen in: DÖV 2007, 321 - 328.
AG Fulda - 8 XVII 5350 vom 26.03
AG Fulda, 26.03.1996 - 8 XVII 5350
LG Fulda, 30.06.1998 - 5 T 156/97
OLG Frankfurt, 22.07.1999 - 20 W 39/99
BVerfG, 28.09.2006 - 1 BvR 1484/99
BVerfGE 115, 381
NJW 2006, 2246
FamRZ 2006, 997
Rpfleger 2006, 565
Diese Auswahl muss er jedoch sachgerecht treffen (BVerfGE 75, 108 ; 107, 218 ; 115, 381 ; 141, 1 ).
Diese Auswahl muss er jedoch sachgerecht treffen (vgl. BVerfGE 75, 108 ; 107, 218 ; 115, 381 ).
Diese Auswahl muss er jedoch sachgerecht treffen (BVerfGE 75, 108, 157; 107, 218, 244; 115, 381, 389;… 141, 1, 38 Rn. 93).
Für die gleiche Behandlung verschiedener Sachverhalte bedarf es eines vernünftigen, einleuchtenden Grundes (BVerfGE 108, 52, 67 f.; 109, 96, 123; 110, 141, 167 f.; 115, 381, 389; 118, 1, 27 f.).
Das Willkürverbot ist verletzt, wenn für die (un)gleiche Behandlung zweier Sachverhalte durch den Gesetzgeber bezogen auf den jeweils in Rede stehenden Sachbereich und seine Eigenart ein vernünftiger, einleuchtender Grund fehlt (vgl. BVerfGE 76, 256 ; 85, 176 ; 90, 145 ; 101, 275 ; 115, 381 ).
Für die gleiche Behandlung verschiedener Sachverhalte bedarf es eines vernünftigen, einleuchtenden Grundes (vgl. BVerfGE 108, 52 ; 109, 96 ; 110, 141 ; 115, 381 ).
Der mit der Abgabenerhebung verbundene Eingriff in das Grundrecht aus Art. 2 Abs. 1 GG (vgl. BVerfGE 20, 257 ; 20, 271 ; 28, 66 ) ist in einem solchen Fall unverhältnismäßig(vgl. BVerfGE 83, 363 ) und läuft der Begrenzungs- und Schutzfunktion der grundgesetzlichen Finanzverfassung (vgl. BVerfGE 108, 1 ; 124, 235 , m.w.N.) sowie dem Gleichheitsgrundsatz (vgl. BVerfGE 50, 217 ; 97, 332 ; 115, 381 ) zuwider.
3 Abs. 1 GG gebietet es, Gleiches gleich und Ungleiches seiner Art entsprechend verschieden zu behandeln (vgl BVerfGE 84, 348, 359; 115, 381, 383).
Insoweit erschiene ein Ausgleich von Vorteilen in einem Sachbereich mit Leistungen in anderen Sachbereichen als nicht geeignet, die ungleiche Behandlung der Betroffenen auszugleichen; vielmehr wäre der Gesetzgeber ggf gehalten, die jeweiligen Sachbereiche ihrer Eigenart nach sachgerecht auszugestalten (vgl BVerfGE 115, 381, 389).
(3) Der Gleichbehandlungsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG schreibt dabei unter stetiger Orientierung am Gerechtigkeitsgedanken vor, wesentlich Gleiches gleich und wesentlich Ungleiches dementsprechend unterschiedlich zu behandeln (vgl hierzu zB BVerfG Beschluss vom 2.5.2006 - 1 BvR 1275/97 - NJW 2006, 2175, 2177; BVerfGE 115, 381, 389 mwN) .
Der Gleichbehandlungsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG schreibt dabei unter stetiger Orientierung am Gerechtigkeitsgedanken vor, wesentlich Gleiches gleich und wesentlich Ungleiches entsprechend unterschiedlich zu behandeln (vgl hierzu zB BVerfG , Beschluss vom 2.5.2006 - 1 BvR 1275/97 - NJW 2006, 2175, 2177; BVerfGE 115, 381, 389 mwN).
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