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Timestamp: 2016-10-27 21:01:19
Document Index: 222056319

Matched Legal Cases: ['Art. 90', 'Art. 132', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 90', 'Art. 49', 'Art. 49', 'BGE', 'Art. 49', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 52', 'Art. 56', 'Art. 57', 'Art. 59', 'Art. 56', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 80', 'Art. 51', 'Art. 49', 'Art. 51', 'Art. 56', 'Art. 59', 'Art. 56', 'Art. 59', 'Art. 56', 'BGE', 'Art. 59', 'Art. 103', 'BGE', 'Art. 59', 'Art. 103', 'Art. 48', 'Art. 6', 'Art. 34', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 25', 'BGE', 'Art. 103', 'Art. 59', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 103', 'Art. 48', 'Art. 59', 'Art. 59', 'Art. 103', 'Art. 59', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'in casu', 'Art. 20', 'Art. 67', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 90', 'Art. 64', 'Art. 90', 'Art. 90', 'Art. 90', 'Art. 59', 'Art. 56', 'BGE', 'Art. 51', 'Art. 49', 'Art. 90', 'Art. 90', 'Art. 49', 'Art. 57', 'Art. 80', 'Art. 34', 'Art. 20', 'Art. 67', 'Art. 90', 'Art. 64', 'Art. 90']

133 V 18825. Auszug aus dem Urteil der II. sozialrechtlichen Abteilung i.S. Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung gegen Stadt X., betreffend K., sowie Versicherungsgericht des Kantons Solothurn (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Art. 90 al. 4 OAMal (dans sa teneur en vigueur du 1er janvier 2003 au 31 d�cembre 2005); art. 59 en corr�lation avec l'art. 56 al. 2 LPGA et art. 103 let. a OJ; art. 51 al. 2 en corr�lation avec l'art. 49 al. 1 LPGA: Suspension des prestations; d�ni de justice formel et qualit� pour recourir d'un tiers (collectivit� publique). Lorsque l'assureur refuse de rendre une d�cision sur la suspension de la prise en charge des prestations jusqu'au paiement int�gral des frais de poursuite, la collectivit� publique peut exiger qu'une d�cision susceptible de recours soit rendue. Elle a qualit� pour former un recours pour d�ni de justice (consid. 2-5). Consid�rants � partir de page 189
1. Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz �ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 S. 1205, 1243). Da der angefochtene Entscheid vorher ergangen ist, richtet sich das Verfahren noch nach dem bis Ende 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (Art. 132 Abs. 1 BGG; BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
2. Materiell-rechtlicher Ausgangspunkt der Streitigkeit bildet die Frage, ob die beschwerdef�hrende Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung (nachfolgend: Concordia) den gegen�ber ihrem Versicherten K. verh�ngten Leistungsaufschub gest�tzt auf Art. 90 Abs. 4 KVV in der seit 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2005 g�ltig gewesenen Fassung (ab 1. Januar 2006 vgl. Art. 90 Abs. 6 KVV) fortzusetzen befugt ist, bis die den Versicherten unterst�tzenden Sozialen Dienste der Stadt X. die Betreibungskosten beglichen haben, welche im Zusammenhang mit der fruchtlosen, durch Verlustschein dokumentierten Betreibung von - inzwischen beglichenen - Pr�mienforderungen gegen�ber K. f�r die Monate M�rz bis Dezember 2001 entstanden sind. In dieser KVG-rechtlichen Streitigkeit hat sich die Concordia entgegen dem ausdr�cklichen Begehren der Sozialen Dienste der Stadt X. bisher geweigert, eine beschwerdef�hige Verf�gung zu erlassen. Gegenstand des Verfahrens ist die prozessuale Frage, ob die Vorinstanz zu Recht auf die von der Stadt X. - ohne Bevollm�chtigung durch den Versicherten - gegen das Unt�tigbleiben des Krankenversicherers erhobene Rechtsverweigerungsbeschwerde eingetreten ist und die Beschwerdef�hrerin verpflichtet hat, gegen�ber den Sozialen Diensten der Stadt X. in der Streitsache eine anfechtbare Verf�gung zu erlassen.
3. 3.1 Gem�ss Art. 49 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungstr�ger �ber Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, schriftlich Verf�gungen zu erlassen. Erl�sst er eine Verf�gung, welche die Leistungspflicht eines andern Versicherungstr�gers ber�hrt, so hat er auch ihm die Verf�gung zu er�ffnen, und dieser kann die gleichen Rechtsmittel ergreifen wie die versicherte Person (Art. 49 Abs. 4 ATSG). BGE 133 V 188 S. 190
3.2 Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die nicht unter Art. 49 Abs. 1 ATSG fallen, k�nnen in einem formlosen Verfahren behandelt werden (Art. 51 Abs. 1 ATSG), doch kann die betroffene Person den Erlass einer Verf�gung verlangen (Art. 51 Abs. 2 ATSG). Erl�sst der Versicherungstr�ger entgegen dem Begehren der betroffenen Person keine Verf�gung oder keinen Einspracheentscheid (vgl. Art. 52 ATSG), steht dieser gem�ss Art. 56 Abs. 2 ATSG dagegen die Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht (Art. 57 ATSG) offen, sofern sie die Legitimationsvoraussetzungen im Sinne von Art. 59 ATSG erf�llt. Das Beschwerderecht gem�ss Art. 56 Abs. 2 ATSG dient der Durchsetzung des auf Verfassungsstufe als Teilgehalt von Art. 29 Abs. 1 BV anerkannten Verbots der formellen Rechtsverweigerung, die eine Beh�rde namentlich dann begeht, wenn sie pflichtwidrig v�llig unt�tig bleibt (BGE 113 Ib 376 E. 6b S. 389 = Pra 78/1989 Nr. 9 S. 48; Urteil des Bundesgerichts 1A.63/2005 vom 22. August 2005, E. 3.1; J�RG PAUL M�LLER, Grundrechte in der Schweiz, 3. Aufl., Bern 1999, S. 497 f.).
3.3 In der Krankenversicherung werden gem�ss Art. 80 Abs. 1 KVG auch erhebliche Leistungen grunds�tzlich im formlosen Verfahren nach Art. 51 Abs. 1 ATSG gew�hrt. Die Bestimmung tangiert indessen weder die in Art. 49 Abs. 1 ATSG verankerte Verpflichtung des Versicherungstr�gers, bei fehlendem Einverst�ndnis der betroffenen Person schriftlich zu verf�gen (vgl. E. 3.1 hievor), noch deren Befugnis, gest�tzt auf Art. 51 Abs. 2 ATSG den Erlass einer Verf�gung zu verlangen und vom Beschwerderecht nach Massgabe von Art. 56 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 59 ATSG (vgl. E. 3.2 hievor) Gebrauch zu machen.
4. 4.1 Die Parteien sind sich einig, dass sich die umstrittene Legitimation der Stadt X., in eigenem Namen Rechtsverweigerungsbeschwerde (Art. 56 Abs. 2 ATSG; vgl. E. 3.2 hievor) zu erheben, nach Art. 59 ATSG richtet. Gem�ss dem - auf das Beschwerderecht nach Art. 56 Abs. 1 ATSG zugeschnittenen - Wortlaut dieser Bestimmung ist zur Beschwerde berechtigt, wer durch die angefochtene Verf�gung ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an deren Aufhebung oder �nderung hat. Bezogen auf die Rechtsverweigerungsbeschwerde bedeutet dies, dass zu deren Erhebung legitimiert ist, wer durch das Fehlen einer anfechtbaren Verf�gung ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an deren Erlass hat. Die Begriffe des "Ber�hrtseins" und des "schutzw�rdigen BGE 133 V 188 S. 191Interesses" gem�ss Art. 59 ATSG sind dabei praxisgem�ss in gleicher Weise auszulegen wie f�r das bundesrechtliche Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gem�ss Art. 103 lit. a OG (BGE 132 V 74 E. 3.1 S. 77 mit Hinweisen; vgl. E. 4.3 hernach).
4.2 Entgegen dem in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vertretenen Standpunkt verlaufen die Beschwerdelegitimation gem�ss Art. 59 ATSG und Art. 103 lit. a OG (sowie gleichlautendem Art. 48 lit. a VwVG) und die Berechtigung, den Erlass einer anfechtbaren Verf�gung zu verlangen, mit Blick auf die Einheit des Prozesses grunds�tzlich parallel: Dies ergibt sich aus dem Parteibegriff gem�ss Art. 6 VwVG und - f�r das Sozialversicherungsverfahren - gem�ss Art. 34 ATSG. Danach kommt nebst Verf�gungsadressaten allen Personen, Organisationen oder Beh�rden Parteistellung zu, denen ein Rechtsmittel gegen die Verf�gung - im Sozialversicherungsverfahren: eines Versicherungstr�gers oder eines ihm gleichgestellten Durchf�hrungsorgans - zusteht. Die Vorschriften �ber die Beschwerdelegitimation sind demnach massgebend f�r die Parteistellung (auch bereits) im erstinstanzlichen Verwaltungsverfahren (vgl. etwa BGE 127 II 323 E. 3b/bb S. 329; BGE 124 V 393 E. 2a S. 397; BGE 123 II 376 E. 2 S. 378; Urteil des Bundesgerichts 2A.96/2000 vom 25. Juli 2001, E. 1a, publ. in: Pra 90/2001 Nr. 190 S. 1155) und somit gegebenenfalls f�r den Anspruch auf Erlass einer Verf�gung als Voraussetzung daf�r, die Parteistellung �berhaupt wirksam geltend machen zu k�nnen (vgl. BGE 129 II 286 E. 4.3.3 S. 293 f.); dies gilt nicht nur f�r Feststellungsverf�gungen im Sinne von Art. 25 VwVG (siehe etwa BGE 114 V 201 ff.), sondern auch f�r Leistungs- oder Gestaltungsverf�gungen (so ausdr�cklich Urteil des Bundesgerichts 2A.185/1997 vom 11. Februar 1998, E. 2b, publ. in: Pra 87/1998 Nr. 70 S. 438 mit Hinweisen auf Rechtsprechung und Lehre).
4.3 4.3.1 Nach der zu Art. 103 lit. a OG ergangenen, auch f�r die Auslegung von Art. 59 ATSG massgebenden Rechtsprechung (vgl. E. 4.1 hievor in fine) gilt als schutzw�rdiges Interesse im legitimationsrechtlichen Sinne jedes praktische oder rechtliche Interesse, welches eine von einer Verf�gung betroffene Person an deren �nderung oder Aufhebung geltend machen kann. Das schutzw�rdige Interesse besteht somit im praktischen Nutzen, den die Gutheissung der Beschwerde dem Verf�gungsadressaten verschaffen w�rde, oder - anders ausgedr�ckt - im Umstand, einen Nachteil BGE 133 V 188 S. 192wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur zu vermeiden, welchen die angefochtene Verf�gung mit sich bringen w�rde. Das rechtliche oder auch bloss tats�chliche Interesse braucht somit mit dem Interesse, das durch die von der beschwerdef�hrenden Person als verletzt bezeichnete Norm gesch�tzt wird, nicht �bereinzustimmen. Immerhin wird verlangt, dass die Person durch die angefochtene Verf�gung st�rker als jedermann betroffen sei und in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache stehe (BGE 131 II 361 E. 1.2 S. 365, BGE 127 V 587 E. 2.1 S. 588 f., 649 E. 3.1 S. 651; BGE 131 V 298 E. 3 S. 300; BGE 130 V 196 E. 3 S. 202 f., BGE 127 V 514 E. 3.1 S. 515; BGE 127 V 1 E. 1b S. 3, BGE 127 V 80 E. 3a/aa S. 82).
Das in Art. 103 lit. a OG, Art. 48 lit. a VwVG und Art. 59 ATSG zus�tzlich erw�hnte "Ber�hrtsein" stellt nicht eine selbstst�ndige und damit kumulativ zum schutzw�rdigen Interesse zu erf�llende Legitimationsvoraussetzung, sondern letztlich eine Pr�zisierung desselben dar (vgl. Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 215/03 vom 7. September 2004, E. 2.2; in diesem Sinne auch FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. �berarbeitete Aufl., Bern 1983, S. 156; K�LZ/H�NER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Z�rich 1998, S. 193, N. 536; ZIMMERLI/ K�LIN/KIENER, Grundlagen des �ffentlichen Verfahrensrechts, Bern 2004, S. 102; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Z�rich/Basel/Genf 2003, N. 4 zu Art. 59). Ob es sich unter dem ab 1. Januar 2007 in Kraft stehenden BGG noch so verh�lt, ist damit nicht pr�judiziert.
4.3.2 Die Beschwerdelegitimation gem�ss Art. 103 lit. a OG (und Art. 59 ATSG) ist in erster Linie auf Privatpersonen zugeschnitten. Nach der Rechtsprechung schliesst dies indessen nicht aus, dass sich auch eine Beh�rde zur Begr�ndung ihrer Beschwerdebefugnis auf diese Bestimmung berufen kann, sofern sie mit der Beschwerdef�hrung nicht nur ein �ffentliches Interesse an der richtigen Durchf�hrung des Bundesrechts, sondern wie ein Privater ein bestimmtes, eigenes finanzielles Interesse verfolgt (BGE 114 V 94 E. 2 S. 95; BGE 113 Ib 30 E. 2 S. 32; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 147/92 vom 10. Juni 1994, E. 3a, publ. in: AHI 1995 S. 95) oder aber in schutzw�rdigen eigenen hoheitlichen Interessen ber�hrt ist (BGE 131 II 753 E. 4.3.1 S. 757 mit Hinweisen).
4.3.3 Besondere Bedeutung kommt dem Legitimationserfordernis zu, wenn nicht der Verf�gungsadressat im materiellen Sinn, sondern ein Dritter (Drittbeschwerdef�hrer) den Entscheid anficht (BGE 127 V 80 E. 3a/aa S. 82 mit Hinweisen). Hier haben die BGE 133 V 188 S. 193Legitimationsanforderungen die Funktion, die Popularbeschwerde auszuschliessen, weshalb bei der Bejahung der Beschwerdelegitimation von Drittbeschwerdef�hrern Zur�ckhaltung geboten ist. Erforderlich ist ein spezifisches Rechtsschutzinteresse, welches nur bejaht wird, wenn der Dritte ein unmittelbares und konkretes Interesse an der Aufhebung oder �nderung der Verf�gung (BGE 114 V 94 E. 3b S. 97; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 147/92 vom 10. Juni 1994, E. 3a in fine, publ. in: AHI 1995 S. 95) - hier: am Erlass einer Verf�gung - hat oder eine spezifische, besonders nahe Beziehung zur Streitsache f�r sich in Anspruch nehmen kann. Das allgemeine Interesse an der richtigen Auslegung und Durchsetzung des Bundesrechts gen�gt nicht (BGE 127 V 80 E. 3a/bb S. 83; zum Ganzen statt vieler: Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts C 12/04 vom 14. Oktober 2004, E. 1.4 und 1.5, publ. in: ARV 2005 Nr. 14 S. 147 f. mit Hinweisen).
4.4 Unter dem Blickwinkel der unter E. 4.3 dargelegten Rechtsprechung hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht die Legitimation von Sozialhilfebeh�rden zur Erhebung einer Drittbeschwerde konkret unterschiedlich beurteilt.
4.4.1 Im Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 113/05 vom 8. Juni 2005 erachtete das Gericht die Sozialhilfebeh�rde, die einen Versicherten regelm�ssig (in casu: seit f�nf Jahren) unterst�tzt, als legitimiert, die den Rentenanspruch ablehnende Verf�gung der IV-Stelle in eigenem Namen mit Einsprache anzufechten und gegen den Einspracheentscheid Beschwerde zu f�hren. In einem weiteren Fall entschied es, dass das Sozialamt, welches Unterhaltsbeitr�ge zu Gunsten des Kindes eines EL-Bez�gers bevorschusst, aufgrund besonderer Betroffenheit legitimiert ist, gegen eine EL-Verf�gung, welche die Alimentenbevorschussung bei der Berechnung des EL-rechtlich anrechenbaren Einkommens ber�cksichtigt, (Dritt-)Beschwerde zu erheben (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts P 37/04 vom 26. November 2004, publ. in: SVR 2005 EL Nr. 7 S. 15). Im Urteil P 27/01 vom 31. Januar 2003 leitete das Eidg. Versicherungsgericht die Beschwerdelegitimation einer Sozialhilfebeh�rde zur Anfechtung der einen von ihr unterst�tzten Versicherten betreffenden Verf�gung �ber Erg�nzungsleistungen aus der gesetzlich verankerten Befugnis der Sozialbeh�rde ab, aus eigenem Recht den EL-Anspruch im Anmeldeverfahren geltend zu machen (Art. 20 Abs. 1 ELV in Verbindung mit Art. 67 Abs. 1 AHVV [in der bis 31. Dezember 2002 g�ltig gewesenen Fassung]). BGE 133 V 188 S. 194
4.4.2 Verneint hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht die Beschwerdelegitimation der einen Arbeitslosen unterst�tzenden Sozialhilfebeh�rde, welche beim kantonalen Versicherungsgericht eine dem Unterst�tzten er�ffnete Verf�gung der Arbeitslosenkasse betreffend Anrechnung einer T�tigkeit als Zwischenverdienst angefochten hatte. Das Gericht erwog, einerseits fehle es an einer spezialgesetzlichen oder aus dem ATSG ableitbaren Befugnis der unterst�tzenden F�rsorgebeh�rde, aus eigenem Recht ALV-rechtliche Leistungen im Anmeldeverfahren geltend zu machen; die Konnexit�t zwischen einer solchen Befugnis und der Beschwerdelegitimation sei hier mithin - anders als in den Bereichen AHV, IV und EL - nicht gegeben. Andererseits sei angesichts der im Falle von Drittbeschwerden erh�hten Anforderungen an das Rechtsschutzinteresse das unmittelbare und konkrete Interesse der Sozialbeh�rde zu verneinen (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts C 12/04 vom 14. Oktober 2004, E. 4 und 5, publ. in: ARV 2005 Nr. 14 S. 150 ff., mit Rechtsprechungs�bersicht). Mangels eines unmittelbaren und konkreten Interesses ist die Sozialhilfebeh�rde gem�ss einem weiteren Urteil auch nicht legitimiert, gegen eine die Vermittlungsf�higkeit eines von ihr unterst�tzten Asylbewerbers verneinende Verf�gung der Arbeitslosenkasse Beschwerde zu erheben (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts C 170/96 vom 18. Juni 1997, E. 2, publ. in: ARV 1999 Nr. 14 S. 78 ff.). An der Legitimation zur Drittbeschwerde fehlt es der Sozialhilfebeh�rde schliesslich auch bez�glich einer nach dem Tod des von ihr unterst�tzten Versicherten erlassenen Rentenverf�gung; das finanzielle Interesse der Beh�rde allein bedeutet nicht, dass diese unmittelbar und st�rker als jedermann betroffen ist oder in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache steht (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 147/02 vom 10. Juni 1994, E. 3b, publ. in: AHI 1995 S. 95 f.).
4.5 Die Sozialhilfebeh�rden sind somit nicht allein aufgrund des Umstands, dass sie einen Versicherten unterst�tzen, generell zur Anfechtung leistungsablehnender Verf�gungen der Sozialversicherungstr�ger berechtigt, auch wenn in allen diesen F�llen ein mittelbares finanzielles Interesse daran besteht, dass der Lebensunterhalt durch die Sozialversicherung und nicht durch die - subsidi�re - �ffentliche Sozialhilfe sichergestellt ist (vgl. auch BGE 123 V 113 E. 5b S. 116; Urteil des Bundesgerichts 1A.260/2000 vom 27. Februar 2001, E. 2c). Die Legitimation zur Drittbeschwerde verlangt BGE 133 V 188 S. 195vielmehr auch hier eine unmittelbare und konkrete Betroffenheit oder qualifizierte Beziehungsn�he zur Streitsache (vgl. E. 4.3.3 hievor).
5. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin ist das vorangehend umschriebene Legitimationserfordernis im hier zu beurteilenden Sachzusammenhang erf�llt. Zu bejahen ist es nicht aufgrund des (bloss mittelbaren) finanziellen Interesses der Beschwerdegegnerin, das sich aus der allgemeinen sozialhilferechtlichen Unterst�tzungspflicht ergibt, welche die Stadt X. nach kantonalem Recht gegen�ber K. trifft, sondern aus den spezifischen bundesrechtlichen Vorschriften �ber die Pr�mienerhebung und die Folgen des Zahlungsverzugs, wie sie seit 1. Januar 2003 in Art. 90 KVV verankert sind und zuvor in Art. 9 KVV geregelt waren (zur Auslegung dieser Bestimmungen: BGE 129 V 455) und welche das Verh�ltnis Versicherer - Sozialhilfebeh�rde ausdr�cklich normieren: Die Befugnis des Krankenversicherers, die Leistungen bis zur vollst�ndigen Bezahlung der ausstehenden Pr�mien und Kostenbeteiligungen (so altArt. 9 Abs. 2 KVV) sowie ab 1. Januar 2003 (auch) der hier umstrittenen Betreibungskosten aufzuschieben (Art. 90 Abs. 4 KVV in der vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2005 g�ltig gewesenen Fassung) bzw. die Forderungen mit Leistungen zu verrechnen (vgl. nunmehr ab 1. Januar 2006 Art. 64a Abs. 2 KVG; Art. 90 Abs. 6 KVV), ist gebunden an die vorg�ngig erfolgte Meldung an die Sozialhilfebeh�rde (Art. 90 Abs. 3 und 4 KVV in der Fassung vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2005) bzw. an die zust�ndige kantonale Stelle, welche die Kosten allenfalls �bernimmt (Art. 90 Abs. 6 KVV in der ab 1. Januar 2006 geltenden Fassung). In der Praxis f�hrt dies dazu, dass die Krankenversicherer die entsprechenden Leistungen direkt bei der zust�ndigen Sozialhilfebeh�rde einfordern, um den Aufschub der Leistungen zu vermeiden; so ist die Beschwerdef�hrerin auch im vorliegenden Fall vorgegangen (...). Die Sozialhilfebeh�rde hat dadurch eine besondere Stellung, welche sich von anderen F�llen unterscheidet, in denen eine Sozialversicherungsleistung verweigert wird, was bloss mittelbar zu einer Leistungspflicht der Sozialhilfe f�hren kann.
Bei dieser Sach- und Rechtslage hat die Stadt X. als das die unterst�tzende Sozialhilfebeh�rde tragende Gemeinwesen ein sch�tzenswertes Interesse an einem f�rmlichen Entscheid �ber die unter E. 2 dargelegte Rechtsfrage. Die Beschwerdelegitimation im Sinne von Art. 59 ATSG in Verbindung mit Art. 56 Abs. 2 ATSG und damit BGE 133 V 188 S. 196auch der Anspruch auf eine beschwerdef�hige Verf�gung gem�ss Art. 51 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 49 Abs. 1 ATSG (vgl. E. 3.2 hievor) ist daher zu bejahen und der vorinstanzliche Entscheid im Ergebnis zu best�tigen.
114 V 94,
113 IB 376 suite... ,
132 V 74,
124 V 393,
129 II 286,
127 V 1,
123 V 113,
art. 56 al. 2 LPGA,
art. 49 al. 1 LPGA suite... ,
Art. 90 al. 4 OAMal,
Art. 90 Abs. 6 KVV,
Art. 49 Abs. 4 ATSG,
Art. 57 ATSG,
Art. 80 Abs. 1 KVG,
Art. 34 ATSG,
Art. 20 Abs. 1 ELV,
Art. 67 Abs. 1 AHVV,
Art. 90 KVV,
Art. 64a Abs. 2 KVG,
Art. 90 Abs. 3 und 4 KVV