Source: https://www.ferner-alsdorf.de/verdeckungsabsicht-beim-mord/
Timestamp: 2020-07-10 09:26:26
Document Index: 255287877

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211']

Verdeckungsabsicht beim Mord > Strafrecht (Strafverteidiger Ferner)
Veröffentlicht am 3. März 2005 21. Mai 2020 von Rechtsanwalt Jens Ferner | ☎ Strafverteidiger-Notruf: 02404-95998727
1. In Verdeckungsabsicht handelt, wer als Täter ein Opfer deswegen tötet, um dadurch eine vorangegangene Straftat als solche oder auch Spuren zu verdecken, die bei einer näheren Untersuchung Aufschluß über bedeutsame Tatumstände geben könnten (BGHSt 15, 291, 295 ff.; BGH NJW 1999, 1039, 1041; BGHSt 41, 358, 360; Schneider in MünchKomm StGB § 211 Rdn. 71). Allerdings scheidet begrifflich eine Tötung zur Verdeckung einer Straftat dann aus, wenn diese bereits aufgedeckt ist (vgl. BGH GA 1979, 108). Das kann etwa in Betracht kommen, wenn eine Überführung des Täters durch die Beseitigung eines Belastungszeugen nur erschwert wird (BGH GA aaO; BGHR StGB § 211 Abs. 2 Verdeckung 6: für den Sachverhalt, daß wegen der “zu verdeckenden Straftat” bereits Anklage erhoben worden war).
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KategorienStrafrecht Schlagwörterermittlungsverfahren, mord und totschlag, sexualstrafrecht, vergewaltigung
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