Source: http://www.docstoc.com/docs/537010/Verzicht-und-Verwirkung
Timestamp: 2014-12-25 13:25:32
Document Index: 122540072

Matched Legal Cases: ['Art. 16', 'Art. 9', 'Art. 18', 'Art. 9', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 20', 'Art. 19', 'Art. 100', 'Art. 93', 'Art. 93', 'Art. 19', 'Art. 2', 'Art. 5', 'Art. 19', 'Art. 93', 'Art. 19', 'Art.13', 'Art. 5', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 5']

Verzicht und Verwirkung
c) Verzicht und Verwirkung  Verzicht o Teils m&#246;glich (Art. 16 I 2), teils nicht (Art. 9 III 2) o Regel: H&#246;chstpers&#246;nliche GR (W&#252;rde, Leben) sind nicht verzichtbar o Bei verzichtbaren GR muss Verzicht freiwillig sein o Folge des Verzichts: Es fehlt an einem Eingriff  Verwirkung (Art. 18 GG): o Element der sog. streitbaren Demokratie (s. auch Art. 9 II, 20 IV, 21 II GG) o Verfahren: Urteil des BVerfG n&#246;tig o keine praktische Bedeutung
&#167; 3-2 Pflicht zur Beachtung der GR durch die &#246;ffentliche Gewalt (Art. 1 III GG) a) Beh&#246;rden:  Durch Art. 1 III GG unm. gebunden  Grundrechtsbindung durch Gesetzesbindung (Art. 20 III GG) b) Gerichte  Vorrangig: Schutz durch die Fachgerichte (Art. 19 IV GG)  Bei Zweifeln an der Verfassungsm&#228;&#223;igkeit von Gesetzen: Vorlage an das BVerfG (Art. 100 I GG) c) Verfassungsgerichte  Erst wenn Schutz vor Fachgerichten versagt o Grundrechtsbeschwerde beim Hess. Staatsgerichtshof (wg. Verletzung der Hess. Verf.) o BVerfG f&#252;r GG (gilt auch, wenn Landesrecht GR verletzt)
&#167; 3-2 Die Verfassungsbeschwerde Eine VB hat Erfolg, wenn sie zul&#228;ssig und begr&#252;ndet ist. Zul&#228;ssigkeit: Voraussetzungen, die erf&#252;llt sein m&#252;ssen, damit sich das Gericht mit der Beschwerde in der Sache befasst. Begr&#252;ndetheit: Voraussetzungen f&#252;r den Erfolg der Beschwerde in der Sache (Verletzung von Grundrechten)
&#167; 3-2 Die Verfassungsbeschwerde I. Zul&#228;ssigkeitsvoraussetzungen einer Verfassungsbeschwerde gem. Art. 93 I Nr. 4 a GG, &#167;&#167; 13 Nr. 8 a, 90 ff. BVerfGG
1. Beschwerdef&#252;hrer a) Beschwerdef&#228;higkeit  „Jedermann“, (Art. 93 I Nr. 4 a GG, &#167; 90 I BVerfGG) = jeder, der grundrechtsf&#228;hig ist  Problematisch, wenn ein GR dem Bf. nicht zustehen kann (Bsp.: Art. 19 III GG) b) Prozessf&#228;higkeit  Kriterium: Grundrechtsm&#252;ndigkeit  I.d.R.: Gesch&#228;ftsf&#228;higkeit Vrs.
2. Beschwerdegegenstand: „&#246;ffentlichen Gewalt“  Gesetz, Gerichtsurteil
Verwaltungsma&#223;nahme,
3. Beschwerdebefugnis a) M&#246;glichkeit einer Grundrechtsverletzung (&#167; 90 I BVerfGG) b) Selbst-Betroffenheit Rechten) (in eigenen
c) Gegenw&#228;rtige Betroffenheit (Akt muss schon und noch wirksam sein) d) Unmittelbare Betroffenheit (Akt muss aus sich heraus wirken)
4. Rechtsschutzbed&#252;rfnis a) Rechtswegersch&#246;pfung BVerfGG) (&#167; 90 II
b) Subsidiarit&#228;t (auch sonst darf kein anderes Mittel als VB zur Verf&#252;gung stehen) 5. Hindernis der Rechtskraft (vgl. &#167; 41 BVerfGG) 6. Form (schriftlich m. Begr&#252;ndung, &#167;&#167; 23, 92 BVerfGG) 7. Frist  1 Monat (&#167; 93 I 1 BVerfGG)  1 Jahr, wenn Rechtsweg nicht offen steht (&#167; 93 III BVerfGG), vor allem bei VB gegen Gesetze
II.Begr&#252;ndetheit einer Verfassungsbeschwerde Jedes GR einzeln zu pr&#252;fen: 1. Schutzbereich 2. Eingriff 3. Rechtfertigung des Eingriffs a) Ermitteln des f&#252;r das GR geltenden Ma&#223;stabs (Frage nach den GR-Schranken)  Gesetzesvorbehalt o einfacher Gesetzesvorbehalt (Bsp. Art. 2 II 3 GG) o qualifizierter Gesetzesvorbehalt (Bsp. Art. 5 II GG)  Bei vorbehaltlos gew&#228;hrten GR: andere Verfassungsg&#252;ter (sog. verfassungsimmanente Schranken): Auch hier ist ein Gesetz zu verlangen
b) Anwenden des Ma&#223;stabs  Beruht der Grundrechtseingriff auf einem Gesetz (Vorbehalt des Gesetzes)?  Steht das Gesetz, auf dem die Ma&#223;nahme beruht, mit dem GG in Einklang? o formelle Verfassungsm&#228;&#223;igkeit des Gesetzes (Kompetenz, Verfahren) o allgemeine formale Voraussetzungen f&#252;r Grundrechtseingriffe (Bestimmtheit, Zitiergebot, Art. 19 I GG) o materielle Verfassungsm&#228;&#223;igkeit (sog. Schranken-Schranken), insbesondere: Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit  Hat die (auf das Gesetz gest&#252;tzte) Einzelma&#223;nahme bei Anwendung des Gesetzes das GG beachtet?
VB am Beispiel Fall 5 I. Zul&#228;ssigkeit 1. Beschwerdef&#252;hrer a) Beschwerdef&#228;higkeit („Jedermann“), Art. 93 I Nr. 4 a GG: Grundrechtsf&#228;higkeit (Art. 19 III GG)  KG als juristische Person  Anwendbarkeit Art.13, Art. 5 GG „seinem Wesen nach“ auf KG b) Prozessf&#228;higkeit: Handeln des Vertretungsberechtigten 2. Beschwerdegegenstand:  Ermittlungsverf&#252;gung Staatsanwaltschaft
 Gerichtsentscheidung(en), die Rechtsmittel zur&#252;ckgewiesen hat/haben
3.Beschwerdebefugnis a) M&#246;glichkeit einer Verletzung (+) b) Selbst-Betroffenheit (+) c) Gegenw&#228;rtige Betroffenheit:  Durchsuchung zwar beendet  Aber: Rehabilitationsinteresse d) Unmittelbare Betroffenheit (+) 4.Rechtsschutzbed&#252;rfnis a) Rechtswegersch&#246;pfung (&#167; 90 II 1 BVerfGG) b) Subsidiarit&#228;t 5.Beschwerdefrist &#167; 93 I 1 BVerfGG: 1 Monat
II. Begr&#252;ndetheit 1. Art. 13 GG a) Schutzbereich:  „Wohnung“ (Art. 13 I GG)?  Gesch&#228;ftsr&#228;ume, wenn nicht &#246;ffentlich zug&#228;nglich (+) b)Eingriff: Durchsuchung (Art. 13 II GG) c) Rechtfertigung  Schranke: Anordnung auf gesetzlicher Grundlage  Voraussetzungen o Gesetz: StPO sieht Anordnung vor o Aber:  Richterliche Anordnung (-)  Gefahr im Verzuge (-)
2. Art. 5 I 1 (Pressefreiheit) a) Schutzbereich  Presse: Herstellung Zeitschriften b) Eingriff c) Rechtfertigung  Schranke: Allgemeine Gesetze  Voraussetzungen o StPO als allgemeines Gesetz o Aber:  Schutz des Informanten als Teil der Pressefreiheit bei Anwendung zu ber&#252;cksichtigen  Abw&#228;gung gegen Ermittlungsinteressen, einzelfallabh&#228;ngig
Ergebnis: VB zul&#228;ssig und begr&#252;ndet
Erklärung zum Verzicht auf die Versicherungsfreiheit
Betriebs-und Wartungsvorschrift
Raumordnung und Planungshoheit - Download Now PowerPoint