Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=7%20C%2025/89
Timestamp: 2019-10-17 16:54:16
Document Index: 334019712

Matched Legal Cases: ['§ 127', 'Art. 33', '§ 127', '§ 137', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', '§ 61', 'Art. 33', 'Art. 33', '§ 95', 'Art. 33', 'Art. 33', '§ 110', 'Art. 33']

BVerwG, 15.12.1989 - 7 C 25.89 - dejure.org
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BVerwG, 15.12.1989 - 7 C 25.89 (https://dejure.org/1989,889)
BVerwG, Entscheidung vom 15.12.1989 - 7 C 25.89 (https://dejure.org/1989,889)
BVerwG, Entscheidung vom 15. Dezember 1989 - 7 C 25.89 (https://dejure.org/1989,889)
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Beendigungsgründe eines Beamtenverhältnisses
NVwZ 1990, 772
Vorschriften des Kommunalwahlrechts, die die Wahl kommunaler Wahlbeamter regeln, gehören nicht dem nach § 127 Nr. 2 BRRG revisiblen Landesbeamtenrecht, sondern dem irrevisiblen Kommunalverfassungsrecht des Landes an (vgl. Urteil vom 15. Dezember 1989 - BVerwG 7 C 25.89 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 5 GG Nr. 68 S. 16 f.; Beschlüsse vom 4. Februar 1993 - BVerwG 7 B 93.92 - Buchholz 415.1 AllgKommR Nr. 122 S. 117 und vom 18. Juli 1996 - BVerwG 8 B 85.96 - SächsVBl 1996, 281).
Vorschriften des Kommunalwahlgesetzes, die die Wahl kommunaler Wahlbeamter regeln, gehören nicht dem nach § 127 Nr. 2 BRRG revisiblen Landesbeamtenrecht, sondern dem irrevisiblen (§ 137 Abs. 1 VwGO) Kommunalverfassungsrecht des Landes an (vgl. Urteil vom 15. Dezember 1989 - BVerwG 7 C 25.89 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 5 GG Nr. 68 S. 16 f.; Beschluß vom 4. Februar 1993 - BVerwG 7 B 93.92 - Buchholz 415.1 AllgKommR Nr. 122 S. 117 (118)).
Zum anderen ergibt sich die Einschränkung aus der Stellung und Funktion des Wahlbeamten, dessen Tätigkeit durch eine enge Verzahnung mit dem kommunalen politischen Raum gekennzeichnet ist, ferner durch das Agieren auf der Grundlage eines Vertrauensvorschusses, durch das Überzeugen und Gewinnen von Mehrheiten (vgl. bereits grundlegend: BVerfG, Beschluss vom 17. Oktober 1957 - 1 BvL 1/57 -, BVerfGE 7, 155; BVerwG, Urteil vom 15. Dezember 1989 - 7 C 25.89 -, Juris Rz. 8).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. zuletzt Urteil vom 15. Dezember 1989 - BVerwG 7 C 25.89 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 5 GG Nr. 68 m.w.N.) steht weder Art. 33 Abs. 5 GG noch sonstiges Bundesrecht einer kommunalverfassungsrechtlichen Bestimmung entgegen, die - wie die hier einschlägige Vorschrift des § 61 Abs. 2 der niedersächsischen Gemeindeordnung - dem Gemeinderat die Möglichkeit einräumt, einen kommunalen Wahlbeamten vorzeitig aus seinem Amt abzuberufen, wenn er das Vertrauen in dessen Amtsführung verloren hat.
So hat etwa das Bundesverwaltungsgericht - trotz unveränderten Sachverhaltes - das Vorliegen einer Klageänderung angenommen, weil ein bestimmtes Begehren nicht mehr (allein) auf kommunalverfassungsrechtlicher, sondern auf auch beamtenrechtlicher Rechtsgrundlage verfolgt wurde (vgl.: BVerwG, Urteil vom 15. Dezember 1989 - Az.: 7 C 25.89 -, Buchholz 11 Art. 33 Abs. 5 GG Nr. 68).
Ferner erfordert das Agieren auf der Grundlage eines Vertrauensvorschusses, durch das Überzeugen und Gewinnen von Mehrheiten, dass dem Wahlbeamten durch den (qualifizierten) Wahlvorgang selbst bereits seine Akzeptanz und damit die für künftige Entscheidungen notwendige Unterstützung des Wahlgremiums signalisiert wird ( vgl. auch: BVerfG Beschluss vom 17. Oktober 1957 - Az.: 1 BvL 1/57 -, BVerfGE 7, 155; BVerwG, Urteil vom 15. Dezember 1989 - Az.: 7 C 25.89 -, Buchholz 11 Art. 33 Abs. 5 GG Nr. 68 ).
Folglich wird in der Spruchpraxis die grundsätzlich gegebene Abberufungsmöglichkeit von Wahlbeamten in Kommunalvertretungen einhellig gebilligt (vgl. nur BVerfG, Beschluss vom 17. Oktober 1957 - 1 BvL 1/57 - BVerfGE 7, 155; Kammerbeschluss vom 20. Dezember 1993 - 2 BvR 1327/87, 2 BvR 420/90, 2 BvR 1544/90 - NVwZ 1994, 473; BVerwG, Beschlüsse vom 26. Juli 1985 - 2 B 102/84 - Buchholz 230 § 95 BBRG Nr. 1, vom 28. November 1989 - 7 B 161/89 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 5 GG Nr. 67 und vom 22. September 1992 - 7 B 49/92 - DVBl 2003, 209; Urteile vom 15. März 1989 - 7 C 7/88 - BVerwGE 81, 318 und vom 15. Dezember 1989 - 7 C 25/89 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 5 GG Nr. 68; vgl. auch zur Abberufung der Inhaber von Spitzenämtern einer Körperschaft oder einer rechtsfähigen Anstalt im Rahmen funktionaler Selbstverwaltung: OVG Lüneburg, Urteil vom 12. November 2009 - 8 LC 58/08 - GewArch 2010, 74).
VG Meiningen, 24.07.2006 - 1 E 401/06
Recht der Landesbeamten; Zum vorbeugenden einstweiligen Rechtsschutz gegen die …
Ergänzend dazu bestimmt § 110 Abs. 5 Satz 1 ThürKO dass hauptamtliche Beigeordnete vom Kreistag vorzeitig abberufen werden können (zu diesem so genannten Grundsatz politischer Gleichgestimmtheit vgl. grundlegend: BVerwG, U. v. 15.12.1989, - 7 C 25/89 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 5 GG Nr. 68, m.w.N.).
Hinzu kommt, dass die Beklagte ohne Beteiligung ihres Senats für die Zwecke der Kapazitätsberechnung den Wert von g = 180 für Vorlesungen unter Verstoß gegen das Gebot der Systemgerechtigkeit herangezogen hat (zur Systemgerechtigkeit vgl. BVerwG, Urteil vom 15.12.1989 - 7 C 25.89 - mit Bezug zum Kapazitätsrecht: VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 16.03.1979 - IX 910/78 - Beschluss vom 17.12.1979 - IX 1236/78 -, KMK-HSchR 1980, 531, 542f.; Beschluss vom 14.12.1992 - NC 9 S 26/92 - Beschluss vom 04.03.1994 - NC 9 S 70/93 - Beschluss vom 16.10.1996 - NC 9 S 36/95 - Beschluss vom 25.06.1998 - NC 9 S 1/98 - OVG Berlin, Beschluss vom 09.10.1992 - 7 S 198.92 -).
VG Dessau, 25.10.2004 - 4 B 545/04