Source: https://www.lecturio.de/jura/actio-libera-in-causa-formen.vortrag
Timestamp: 2019-12-15 17:58:52
Document Index: 109070152

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 20', '§ 25', '§ 16', 'Art. 103', '§ 323']

„Actio libera in causa": Verschiedene Formen – Online Video
Schuld: Die verschiedenen Formen der sogenannten „Actio libera in causa"
Schuld: Die verschiedenen Formen der sogenannten „Actio libera in causa" von RA Stefan Koslowski
Der Vortrag „Schuld: Die verschiedenen Formen der sogenannten „Actio libera in causa"“ von RA Stefan Koslowski ist Bestandteil des Kurses „Das vollendete Begehungsdelikt“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Die verschiedenen Formen der sogenannten „Actio libera in causa"
Das Simultanitätsprinzip
Problem der “Actio libera in causa”
Das Ausdehnungsmodell
Actio libera in causa bei verminderter Schuldfähigkeit gem. § 21 StGB?
Omission libera in causa
Fallbeispiel: Die Leiden des jungen W
Falllösung: Die Leiden des jungen W
Was ist die Actio libera in causa?
Die Actio libera in causa ist eine Rechtsfigur, die schuldlose Tatbegehung nach vorsätzlicher oder fahrlässiger Herbeiführung dieses Zustandes beschreibt.
Die Actio libera in causa ist eine andere Bezeichnung für die Schuldunfähigkeit gemäß § 20 StGB.
Die Actio libera in causa beschreibt das Ausbleiben der schuldhaften Tatbegehung nach vorsätzlichen oder fahrlässigen Herbeiführen des Zustands der Schuldunfähigkeit.
Das strafrechtliche Unrecht kann nicht mehr verwirklicht werden.
Was beschreibt der Doppelvorsatz?
Der Vorsatz muss sich auf die Tat und das Herbeiführen des Rauschzustandes beziehen.
Der Vorsatz muss sich auf die Schuld beziehen.
Der Vorsatz wird doppelt gewertet.
Der Vorsatz wird ausnahmsweise in der Schuld geprüft.
Welches Beschreibungsmodell will an die eigentliche Tathandlung anknüpfen und damit eine Ausnahme vom Simultanitätsprinzip machen?
das Tatbestandsmodell
das Unvereinbarkeitsmodell
Welche Formen der Actio libera in causa sind denkbar?
Actio libera in causa durch vorsätzliches Unterlassen
tatbestandslose Actio libera in causa
unbegründete Actio libera in causa
Welches Argument spricht gegen das Modell der mittelbaren Täterschaft?
§ 25 I Var. 2 StGB legt fest, dass mittelbarer Täter nur sein kann, wer einen anderen zum Werkzeug macht. Es wird daher für den Täter, der sich selbst zum Werkzeug macht, eine unzulässige Analogie gebildet.
Das Modell der mittelbaren Täterschaft berücksichtigt den Vorsatz des Täters bezüglich der eigentlichen Tathandlung nicht, was zu dazu führt, dass § 16 StGB, und damit Art. 103 II GG verletzt wird.
Mit dem Modell der mittelbaren Täterschaft wird über das kriminalpolitische Strafbedürfnis hinausschießend § 323a StGB gegenstandslos.
Der klare Wortlautfordert ein Handeln durch einen anderen. Die Vorschrift passt konzeptionell nicht auf die A.l.i.c.
Dozent des Vortrages Schuld: Die verschiedenen Formen der sogenannten „Actio libera in causa"