Source: http://www.elternunterhalt.org/Beitrag/3708_elterngeld_auf_24_monate_auszahlen_lassen.html
Timestamp: 2018-10-23 08:16:25
Document Index: 351011647

Matched Legal Cases: ['Art 6', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Forum Elternunterhalt: Elterngeld auf 24 Monate auszahlen lassen?
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Thema: Elterngeld auf 24 Monate auszahlen lassen?
wir zahlen freundliche 750€ pro Monat an das SA.
Meine Frau erwartet in Kürze unser erstes Kind (Unterhaltspflichtige) und wird Elterngeld in voller Höhe von 1.800€ beziehen können. Mein Einkommen bleibt unverändert hoch.
Beim Elterngeld besteht die Möglichkeit sich dieses über 24 Monate auszahlen zu lassen. Dadurch halbiert sich der Mittelzufluss meiner Frau im 50% gegenüber den möglichen 1.800€ und damit auch unsere Leistungsfähigkeit.
Wird dies vom SA anerkannt?
Wurde von einem sachkundigen überprüft, ob diese Höhe gerechtfertigt ist?
Meine Frau erwartet in Kürze unser erstes Kind.
Das rechtzeitig dem SA mitteilen. Allein der Unterhaltsanspruch des Kindes dürfte den EU um rund 150 EUR vermindern.
Beim Elterngeld besteht die Möglichkeit sich dieses über 24 Monate auszahlen zu lassen
D.h. aber auch, dass die Frau während der 24 Monate zu Hause bleibt, um das Kind zu versorgen. richtig?
Die Höhe geht in Ordnung! Darüber beschweren wir uns nicht. Wir sind beide Akademiker in guten Positionen... Ja, meine Frau bleibt für zwei Jahre Zuhause. Eigentlich würde ich der Elterngeldstelle kein zinsloses Darlehen einräumen und den vollen Betrag für 12 Monate fordern. In unserem Fall frage ich mich ob die Verteilung auf 24 Monate Sinn macht?
Dann würde ich sagen, der SHT muss das anerkennen.
Kinder haben Vorrang vor Eltern.
Falls der SHT nicht mitspielen möchte sollte ein Hinweis auf Art 6 GG genügen:
In unserem Fall frage ich mich ob die Verteilung auf 24 Monate Sinn macht?
Könnte Sinn machen:
Angenommen sind die bereits bereinigten Einkommen:
UHP: Einkommen: 1800 €
Ehegatte Einkommen 3000 €
Unterhaltanspruch des Kindes angenommen 500 € abzgl. Kindergeld 190 € = 310 €
quotiert nach Einkommen
UHP (1800 €) = - 116 €
Ehegatte ( 3000 €) = - 194 €
Leistungsfähigkeit: 258 €
UHP: Einkommen: 900 €
UHP (1800 €) = - 71 €
Ehegatte ( 3000 €) = - 238 €
Leistungsfähigkeit: 44 €
Die Berechnung hatte mir den Vorteil auch bestätigt. Deshalb kam mir die Frage, ob das SA die Zahlung von 900€ über zwei Jahre akzeptiert. Uns stehen ja 1.800€ zu...
Ich denke wir machen es einfach! Der Fall scheint nicht so alltäglich zu sein.
Die Höhe geht in Ordnung! Darüber beschweren wir uns nicht. Wir sind beide Akademiker in guten Positionen...
bei so einer Aussage frage ich mich, warum denn vom Unterhaltspflichtigen die ungedeckten Heimkosten nicht direkt bezahlt werden, anstatt das Sozialamt einzuschalten
warum wird denn der Versuch gestartet, die Leistungsfähigkeit zu mindern?
anscheinend ist dem Beitragsersteller der Widerspruch nicht bewusst
Da muss gar kein Widerspruch sein.
750 EUR ist die augenblickliche Leistungsfähigkeit, die ja durch das Kind erheblich reduziert wird.
Vielleicht ist ja der ungedeckte Betrag doppelt so hoch oder höher..
die Rechnung des Sozialamts bezüglich ungedeckter Heimkosten wird klaglos hingenommen, aber bei unterhaltsmindernden Positionen wird um jeden Cent gerungen, ein merkwürdiges Verhalten
für mich sehr widersprüchlich
wenn der Unterhaltspflichtige sich in seinem Leben immer so verhält, jede Rechnung, egal von wem sie kommt, ungeprüft zu akzeptieren, dann scheint mir die Person zu viel Geld zu haben, einfach so Geld zum Fenster herauszuschmeissen
ich pflege jede Rechnung genauestens zu überprüfen, nach Grund und Höhe
die Rechnung des Sozialamts bezüglich ungedeckter Heimkosten wird klaglos hingenommen
Das wissen wir doch gar nicht. Darüber wird nichts ausgesagt. Vielleicht wurde das ja geprüft.
Es ging doch lediglich um die Frage, ob das Elterngeld auf 24 Monate ausgedehnt werden kann bei gleichzeitiger Reduzierung des Elterngelds.
Ich bin der Meinung Ja, da
1. gesetzlich die Möglichkeit besteht und
2. das Kind Vorrang vor den Eltern hat.
was verstehst du denn unter "geprüft"?
Was ich darunter verstehe ist hier völlig nebensächlich.
Ich könnte eine Berechnung auf Plausibilität und Rechtmäßigkeit überprüfen.
Vielleicht kann der Fragesteller das auch.
Ich weiß es nicht, es spielt ja hier auch keine Rolle.
Er ist zumindest der Meinung, dass zur Zeit unter Berücksichtigung der Einkommensverhältnisse 750 EUR angemessen sind, aber er bringt ja unmissverständlich zum Ausdruck, dass er keinesfalls mehr zahlen möchte als unbedingt möglich.
Es wurde eine gezielte Frage gestellt.
Ich habe sie nach bestem Wissen beantwortet.
Wie würdest Du sie beantworten?
"Beim Elterngeld besteht die Möglichkeit sich dieses über 24 Monate auszahlen zu lassen. Dadurch halbiert sich der Mittelzufluss meiner Frau im 50% gegenüber den möglichen 1.800€ und damit auch unsere Leistungsfähigkeit.
Wird dies vom SA anerkannt?"
wieso Spekulation?
selbstverständlich spielt es eine Rolle, ob ein Sozialamt 700 € oder eventuell nur 200 €, oder überhaupt nichts fordern kann
meine Empfehlung an dieser Stelle, mal die Rechtsprechung beachten
siehe als Beispiele
folgende Urteile
BGH, Urteil vom 17.06.2015, AZ: XII ZB 458/14
BGH, Urteil vom 21.11.2012, AZ: XII ZR 150/10
BGH, Urteil vom 07.07.2004, AZ: XII ZR 272/02
BGH, Urteil vom 17.12.2003, AZ: XII ZR 224/00
BGH, Urteil vom 08.07.2015, AZ: XII ZB 56/14
Also ich danke Ihnen für die Diskussion! Ich weiß zwar nicht womit ich diese ausgelöst habe, aber das muss ich auch nicht. Wir haben uns sehr wohl überlegt das SA zur Übernahme der ungedeckten Heizkosten hinzu zu ziehen! Es sind vier Kinder da und da soll schließlich jeder die Chance bekommen sich zu beteiligen. Leider ist es wie so oft, die beiden Geschwister die leistungsfähig sind, sind auch die die sich mehrmals pro Woche im Pflegeheim sehen lassen und sich um alles kümmern.