Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=29.06.1989&Aktenzeichen=VII%20ZR%20211/88
Timestamp: 2020-02-18 21:33:46
Document Index: 260123947

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 399', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 399', 'BGH', '§ 399', 'BGH', 'BGH', '§ 399', 'BGH', '§ 399', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 399', 'BGH', '§ 399', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 399', '§ 399', 'BGH', 'BGH', '§ 354']

BGH, 29.06.1989 - VII ZR 211/88 - dejure.org
https://dejure.org/1989,339
BGH, 29.06.1989 - VII ZR 211/88 (https://dejure.org/1989,339)
BGH, Entscheidung vom 29.06.1989 - VII ZR 211/88 (https://dejure.org/1989,339)
BGH, Entscheidung vom 29. Juni 1989 - VII ZR 211/88 (https://dejure.org/1989,339)
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Ausschluß der Abtretung - Unwirksamkeit - Nachträgliches Einverständnis - Heilungswirkung - Rückwirkung
Keine Rückwirkung der nachträglichen, vereinbarungsgemäß erforderlichen Zustimmung des Schuldners zur Forderungsabtretung
BGB §§ 399, 184
Wirksamkeit der Forderungsabtretung
BGHZ 108, 172
NJW 1990, 109
NJW-RR 1990, 116 (Ls.)
ZIP 1989, 1137
MDR 1989, 1092
WM 1989, 1470
BB 1989, 1584
DB 1989, 2018
BauR 1989, 616
BGH, 13.07.2006 - VII ZR 51/05
Formularmäßige Vereinbarung eines abgeschwächten und eines uneingeschränkten …
a) Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass sowohl die Vereinbarung eines abgeschwächten wie auch, wie hier, eines uneingeschränkten Abtretungsausschlusses in Allgemeinen Geschäftsbedingungen grundsätzlich unbedenklich ist (vgl. BGH, Urteile vom 15. Juni 1989 - VII ZR 205/88, BGHZ 108, 52, 54 f., vom 29. Juni 1989 - VII ZR 211/88, BGHZ 108, 172, 174 f., vom 30. Oktober 1990 - IX ZR 239/89, NJW-RR 1991, 763 und vom 25. November 1999 - VII ZR 22/99, BauR 2000, 569, 570 = ZfBR 2000, 175 = NZBau 2000, 245).
Dass die formularmäßige Vereinbarung eines Abtretungsverbots grundsätzlich auch dann unbedenklich ist, wenn die Klausel in einem Werkvertrag enthalten ist, hat der Senat bereits entschieden (Senat, Urteile vom 28. November 1968 - VII ZR 157/66, BGHZ 51, 113, 116 f. (zur Rechtslage vor Inkrafttreten des AGB-Gesetzes), vom 29. Juni 1989 - VII ZR 211/88, BGHZ 108, 172, 174 f. und vom 25. November 1999 - VII ZR 22/99, BauR 2000, 569, 570 = ZfBR 2000, 175 = NZBau 2000, 245).
Eine entgegen einem Abtretungsverbot vorgenommene Abtretung wird ab dem Zeitpunkt wirksam, in dem der Schuldner der Abtretung - auch konkludent - zustimmt (BGHZ 70, 299, 303; 108, 172, 176;… BGH, Urt. v. 30. Oktober 1990 - IX ZR 239/89, WM 1991, 554, 556; v. 11. März 1997 - X ZR 146/94, WM 1997, 1258, 1259;… MünchKomm-BGB/Roth, 4. Aufl. § 399 Rn. 37).
Auf eben diese Weise wird nicht selten das Zustimmungserfordernis mit dem Anzeigeerfordernis z.B. in Vergabebedingungen der Deutschen Bundespost oder von Gemeinden gekoppelt (vgl. die Fälle, die den Urteilen des BGH vom 4.5.1977 - VIII ZR 230/76 - WM 1977, 819 = LM BGB § 399 Nr. 16 und BGHZ 108, 172 [BGH 29.06.1989 - VII ZR 211/88] zugrunde lagen).
a) Diese schon vom Reichsgericht (RGZ 136, 395, 399) begründete Auffassung zur Rechtsfolge des § 399 Fall 2 BGB wird vom Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung vertreten (vgl. z.B. BGHZ 40, 156, 160; 56, 173, 176 und 228, 230; 70, 299, 301; 102, 293, 301; 108, 172, 176).
Auch ein solcher abgeschwächter Abtretungsausschluß (…MünchKomm/Roth, 2. Aufl. § 399 Rdn. 25) hat absolute Wirksamkeit (RGZ 136, 395, 399; BGH Urteile vom 4.5.1977 und 11.5.1989 - VIII ZR 230/76 und VII ZR 150/88 - WM 1977, 819 und 1989, 1227 unter II. 2. bzw. unter 2. und 3.; BGHZ 108, 172, 174ff.) [BGH 29.06.1989 - VII ZR 211/88].
BGH, 25.11.1999 - VII ZR 22/99
Es entspricht der Rechtsprechung der Bundesgerichtshofs, daß ein Abtretungsausschluß mit Zustimmungsvorbehalt möglich ist und grundsätzliche Bedenken gegen seine Zulässigkeit in Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht bestehen (z.B. für Bauverträge: Senatsurteil vom 29. Juni 1989 - VII ZR 211/88, BGHZ 108, 172, 174 f.; vgl. auch: BGH, Urteil vom 11. März 1997 - X ZR 146/94, NJW 1997, 3434).
a) Eine Vereinbarung, wonach die Abtretung einer Forderung von der Zustimmung des Schuldners abhängig gemacht wird, ist grundsätzlich auch in Allgemeinen Geschäftsbedingungen zulässig (BGHZ 77, 274, 275 [BGH 18.06.1980 - VIII ZR 119/79]; 102, 293, 300;… BGH Urt. v. 11. Mai 1989, VII ZR 150/88, BGHR BGB § 399 - Abtretungsausschluß 1; Urt. v. 29. Juni 1989, VII ZR 211/88, BGHR BGB § 399 - Abtretungsausschluß 2).
Mit einem Abtretungsausschluß oder einer Beschränkung der Abtretung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen will ein Verwender verhindern, daß sein Gläubiger völlig uneingeschränkt über die Forderung verfügen kann (BGHZ 108, 172, 177).
Da auch dann, wenn ein Zustimmungsvorbehalt fehlt, die Zustimmung des Schuldners die abredewidrige Abtretung wirksam sein läßt, kann der Vereinbarung eines solchen Vorbehalts eigenständige materielle Bedeutung nicht zukommen (BGHZ 108, 172, 177 m. w. N.).
Sie besteht darin, daß die Forderung von vornherein als unveräußerliches Recht entsteht oder, wenn die Abrede später getroffen wird, nachträglich in ein solches unveräußerliches Recht umgewandelt wird (BGHZ 40, 156, 160) mit der Folge, daß jede der Vereinbarung zuwiderlaufende Abtretung schlechthin gegenüber jedem Dritten unwirksam ist und keinerlei Gläubigerrechte übertragen kann (BGHZ 112, 387, 389 f.; 108, 172, 176, jeweils m. w. N.).
Dies entspricht der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu dem damals geltenden Recht (vgl. BGHZ 102, 293, 300; BGHZ 108, 172, 175).
OLG Hamm, 01.03.2017 - 15 W 22/17
Übertragung eines subjektiv-dinglichen Vorkaufsrechts
Danach lässt eine Abrede über den Ausschluss der Abtretbarkeit einer Forderung diese von vornherein als ein unveräußerliches Recht entstehen mit der Folge, dass eine der Vereinbarung zuwiderlaufende Abtretung schlechthin gegenüber jedem Dritten unwirksam ist und keine Gläubigerrechte übertragen kann (BGHZ 40, 156 = NJW 1964, 243; BGHZ 70, 299 = NJW 1978, 813; BGHZ 108, 172 = NJW 1990, 109).
Die Zustimmung des Schuldners hat lediglich die rechtliche Bedeutung seines Einverständnisses mit der Aufhebung des vertraglichen Abtretungsverbotes (so insbes. BGHZ 108, 172;… ebenso Staudinger/Busche, BGB (2012), § 399, Rdnr. 63;… Palandt/Grüneberg, BGB, 76. Aufl., § 399, Rdnr. 12).
Ein materiellrechtlich wirksamer Forderungsübergang (sei es mittels eines Vertrags über die Aufhebung des Abtretungsverbots, so der VII. Zivilsenat des BGH in NJW 1990, 109, sei es über eine einseitige Zustimmungserklärung, so der IX. Zivilsenat des BGH in NJW-RR 1991, 763) erst während des Verfahrens - das wäre die Konsequenz, wenn der Rechtsauffassung des Landgerichts Ravensburg gefolgt würde - führt nämlich nicht dazu, dass die nunmehr neu aktivlegitimierte Partei prozessführungsbefugt wird.
OLG Hamm, 13.10.2009 - 15 Wx 43/09
Abtretungsausschluss bei einer Grundschuld
OLG Karlsruhe, 01.06.2006 - 12 U 21/06
Lebensversicherung: Abtretung der Rechte des widerruflich Bezugsberechtigten an …
LG Koblenz, 25.11.2004 - 3 O 496/03
Abtretbarkeitsanspruch einer Bank auf Rückzahlung eines Darlehens
OLG Hamm, 25.06.2014 - 20 U 41/14
Wirksamkeit der Abtretung von Ansprüchen aus einer Direktversicherung durch den …
OLG Bremen, 20.10.2005 - 2 U 9/05
OLG München, 26.10.2004 - 9 U 1957/04
Teilabtretung einer Werklohnforderung und § 354a HGB