Source: https://bravors.brandenburg.de/verordnungen/nsg_streganzsee_dahme
Timestamp: 2020-02-26 14:04:13
Document Index: 184088772

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 20', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 29']

(GVBl.II/99, [Nr. 24], S.499)
geändert durch Artikel 14 der Verordnung vom 10. November 2016
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche in den Gemeinden Halbe, Löpten, Groß Köris (Gemarkung Klein Köris), Märkisch Buchholz und Münchehofe (Ortsteil Hermsdorf), Prieros, Streganz und Gräbendorf im Landkreis Dahme-Spreewald wird als Naturschutzgebiet festgesetzt. Das Naturschutzgebiet trägt die Bezeichnung "Streganzsee-Dahme".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 433 Hektar. Es umfaßt die folgenden Flure der Gemarkungen
Halbe Flur 6;
Klein Köris Flure 9, 10, 11;
Löpten Flure 6, 7;
Märkisch Buchholz Flure 1, 3, 4, 6;
Hermsdorf Flure 3, 6, 7, 8;
Prieros Flur 4;
Streganz Flur 6;
Gräbendorf Flure 9, 10.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den in Anlage 2 dieser Verordnung aufgeführten Karten mit ununterbrochener roter Linie eingezeichnet; als Grenze gilt der innere Rand dieser Linie. Die in Anlage 2 Nummer 1 aufgeführten drei topografischen Karten im Maßstab 1 : 10 000 ermöglichen die Verortung im Gelände. Maßgeblich für den Grenzverlauf ist die Einzeichnung in den in Anlage 2 Nummer 2 aufgeführten 18 Flurkarten.
die Erhaltung und Entwicklung in ihrem Bestand bedrohter wild wachsender Pflanzengesellschaften, insbesondere weitgehend intakter Uferpflanzengesellschaften wie Röhrichte und Schilfpartien, weidenbuschreicher Seggenriede sowie wechselfeuchter Wiesengesellschaften;
die Erhaltung und Entwicklung als Lebensraum von nach § 20 Abs. 1 Nr. 7 und 8 des Bundesnaturschutzgesetzes besonders und streng geschützten Tierarten, insbesondere für Amphibien, Reptilien, Weichtiere und für die Insekten- und Krebsfauna sowie als Brut- und Nahrungsgebiet für zahlreiche Vogelarten;
die Erhaltung des Gebietes wegen seiner besonderen Eigenart als Abschnitt eines ökologisch funktionstüchtigen Niederungsflusses und als Biotopverbund zur Spree und zu den Teupitzern Gewässern.
(2) Die Unterschutzstellung dient der Erhaltung und Entwicklung eines Teils des Gebietes von gemeinschaftlicher Bedeutung „Streganzsee-Dahme und Bürgerheide“ (§ 7 Absatz 1 Nummer 6 des Bundesnaturschutzgesetzes) mit seinen Vorkommen von
Natürlichen eutrophen Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions, Flüssen der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion, Pfeifengraswiesen auf kalkreichem Boden, torfigen und tonig-schluffigen Böden (Molinion caeruleae) und Feuchten Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe, Übergangs- und Schwingrasenmooren als natürlichen Lebensraumtypen von gemeinschaftlichem Interesse im Sinne von § 7 Absatz 1 Nummer 4 des Bundesnaturschutzgesetzes;
Trockenen, kalkreichen Sandrasen, Moorwäldern und Auenwäldern mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) als prioritären natürlichen Lebensraumtypen im Sinne von § 7 Absatz 1 Nummer 5 des Bundesnaturschutzgesetzes;
Biber (Castor fiber), Fischotter (Lutra lutra), Rotbauchunke (Bombina bombina), Kammmolch (Triturus cristatus), Rapfen (Aspius aspius), Großer Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis), Grüner Keiljungfer (Ophiogomphus cecilia) und Großem Feuerfalter (Lycaena dispar) als Arten von gemeinschaftlichem Interesse im Sinne von § 7 Absatz 2 Nummer 10 des Bundesnaturschutzgesetzes, einschließlich ihrer für Fortpflanzung, Ernährung, Wanderung und Überwinterung wichtigen Lebensräume.
schiffbare Landesgewässer mit motorbetriebenen Wasserfahrzeugen mit einer Geschwindigkeit von mehr als 6 Kilometern pro Stunde zu befahren;
außerhalb der schiffbaren Landesgewässer Wasserfahrzeuge aller Art zu benutzen;
außerhalb der in der Kartenskizze und den topografischen Karten zu dieser Verordnung gekennzeichneten Steganlagen am Ufer anzulegen;
Modellsport oder ferngesteuerte Geräte zu betreiben oder feste Einrichtungen dafür bereit zu halten;
außerhalb der bisher üblichen Badestellen von der Landseite aus zu baden;
für die Angelfischerei vorgesehene Flächen, soweit sie nicht bereits in den topografischen Karten zu dieser Verordnung gekennzeichnet sind, nur im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde festgelegt werden,
die Fanggeräte und Fangmittel so einzusetzen oder auszustatten sind, daß ein Einschwimmen und eine Gefährdung des Fischotters weitgehend ausgeschlossen ist,
die ordnungsgemäße Unterhaltung der Gewässer und rechtmäßig bestehender Anlagen, einschließlich der dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen und Wege, im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde;
Maßnahmen, die der Abwendung einer unmittelbar drohenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung dienen, soweit die untere Naturschutzbehörde unverzüglich durch den Träger der Maßnahme unterrichtet wird; die untere Naturschutzbehörde kann nachträglich Anordnungen zur Vereinbarkeit der Maßnahme mit dem Schutzzweck treffen.
(1) Die Aufstellung einer Behandlungsrichtlinie zur Verwirklichung des Schutzzweckes sowie die Duldung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege richten sich nach den §§ 29 und 68 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes.
Potsdam, den 29. Juli 1999
Anm.: Die Kartenskizze wurde nicht aufgenommen.
Titel: Übersichtskarte zur Verordnung über das Naturschutzgebiet „Streganzsee-Dahme“
3848- SO unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung (MUNR)
3848- NO unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
3748- SO unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Titel: Flurkarten zur Verordnung über das Naturschutzgebiet „Streganzsee-Dahme“
Märkisch-Buchholz 1 2 500 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Märkisch-Buchholz 3 2 500 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Märkisch-Buchholz 4 2 500 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Märkisch-Buchholz 6 2 500 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Gräbendorf 9 5 000 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Gräbendorf 10 5 000 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Halbe 6 5 000 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Hermsdorf 3 3 000 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Hermsdorf 6 2 500 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Hermsdorf 7 5 000 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Hermsdorf 8 2 500 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Klein Köris 9 5 000 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Klein Köris 10 2 500 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Klein Köris 11 2 500 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Löpten 7 5 000 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Löpten 6 5 000 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Prieros 4 2 500 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Streganz 6 2 500 unterzeichnet am 2. Oktober 1999 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR