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Timestamp: 2019-11-17 07:15:50
Document Index: 237174784

Matched Legal Cases: ['§ 42', 'Art. 3', '§ 36', '§ 5', '§ 27', '§ 6', 'Art 6', '§ 36', '§ 22', '§ 36', '§ 31', 'Art. 6', '§ 22', '§ 36', '§ 22', '§ 36']

Rechtsprechung: 2 B 2.07 - dejure.org
https://dejure.org/2007,8830
BVerwG, 31.07.2007 - 2 B 2.07 (https://dejure.org/2007,8830)
BVerwG, Entscheidung vom 31.07.2007 - 2 B 2.07 (https://dejure.org/2007,8830)
BVerwG, Entscheidung vom 31. Juli 2007 - 2 B 2.07 (https://dejure.org/2007,8830)
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Polizeivollzugsdienst; Polizeizulage; Zoll; Zollfahndung; Zollverwaltung; Zulage; Zulagenberechtigung
Vollzugspolizeiliche Prägung eines in der Zollverwaltung übertragenen Dienstpostens eines lokalen Informationsbeauftragten und Systemverwalters; Rechtmäßigkeit der Abhängigkeit der Zulagenberechtigung der Beamten der Zollverwaltung von einer vollzugspolizeilichen ...
VGH Bayern, 16.10.2006 - 14 B 03.2951
Die für die Zulageberechtigung erforderliche Prägung des Dienstpostens durch eine bestimmte Funktion (vgl. BVerwG, Beschluss vom 31.07.2007 - BVerwG 2 B 2.07 - zitiert nach juris) ist schon dann anzunehmen, wenn der Beamte der vom Tatbestand erfassten Beamtengruppe - im vorliegenden Fall also einen vom Bundesministerium der Finanzen typisierten Bereich der Zollverwaltung - zugehört und materielle Aufgaben dieses Dienstes (BVerwG…, Urteil vom 26.03.2009, a.a.O.) und eben nicht überwiegend allgemeine Aufgaben eines Zollbeamten erfüllt.
Die für die Zulageberechtigung erforderliche Prägung des Dienstpostens durch eine bestimmte Funktion (vgl. Beschluss vom 31. Juli 2007 - BVerwG 2 B 2.07 -, juris, Rn. 6) ist schon dann anzunehmen, wenn der Beamte der vom Tatbestand erfassten Beamtengruppe - im vorliegenden Fall also dem Steuerfahndungsdienst - zugehört und materielle Aufgaben dieses Dienstes erfüllt (…Urteil vom 26. März 2009, a.a.O. Rn. 11).
vgl. BVerwG, Urteil vom 26. März 2009 - 2 C 1.08 -, ZBR 2009, 305 f. = juris, Rn. 11, 12 und 14, sowie Beschluss vom 22. Februar 2011 - 2 B 72.10 -, IÖD 2011, 100 = juris, Rn. 6 f. (jeweils in Abgrenzung von den durch die Entscheidungen betroffenen Beamten des Steuerfahndungsdienstes); ferner Beschluss vom 31. Juli 2007 - 2 B 2.07 -, juris, Rn. 5 f. (zu einem Zollbeamten).
vgl. BVerfG, Beschluss vom 19. Dezember 2008 - 2 BvR 380/08 -, NVwZ 2009, 447; BVerwG, Beschluss vom 31. Juli 2007 - 2 B 2.07 -, juris, Rn. 8 ff.; Bayerischer VGH, Urteile vom 11. Oktober 2006 - 14 B 03.2952 -, IÖD 2007, 165 ff. = juris, Rn. 30 ff., und vom 3. März 2011 - 14 B 10.361 -, juris, Rn. 19; ferner Senatsbeschluss vom 29. Januar 2008 - 1 A 2886/06 -, n.v.
Denn die Gewährung einer Stellenzulage erfordert im Hinblick auf die gesetzliche Regelung des § 42 Abs. 1 BBesG grundsätzlich, dass der Dienstposten des Beamten durch die zulageberechtigende Funktion, hier durch die Zugehörigkeit zu der angeführten Beamtengruppe, geprägt ist (zum Erfordernis der Prägung vgl. BVerwG, Beschluss vom 31. Juli 2007 - 2 B 2.07 -, juris Rn. 6; ferner BVerwGE 98, 192, 194;… Urteil vom 27. November 2003 - 2 C 55.02 -, ZBR 2004, 173, zitiert nach juris Rn. 10 f.;… Urteil vom 24. Januar 1985 - 2 C 9.84 -, ZBR 1985, 197, zitiert nach juris, Rn. 14 m.w.N.).
vgl. BVerwG, Urteil vom 26. März 2009 - 2 C 1.08 -, ZBR 2009, 305 f. = juris, Rn. 11, 12 und 14, sowie Beschluss vom 22. Februar 2011 - 2 B 72.10 -, IÖD 2011, 100 = juris, Rn. 6 f. (jeweils in Abgrenzung von den durch die Entscheidung betroffenen Beamten des Steuerfahndungsdienstes); ferner Beschluss vom 31. Juli 2007 - 2 B 2.07 -, juris, Rn 5 f.
Die vom Kläger zitierten Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 31.07.2007 (2 B 2/07) und vom 07.04.2005 (2 C 23.04) seien nicht einschlägig, da die dort in Rede stehende Vollzugs- bzw. Marinezulage unterschiedslos Soldaten und Beamten gewährt werde.
Der Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 31.07.2007 - 2 B 2/07 - befasst sich nicht mit der Frage, ob der Gesetzgeber die Zulagenberechtigung vom Status der Betroffenen abhängig machen darf.
Diese Differenzierung ist - weil innerhalb der Zollverwaltung nicht ohne Weiteres von der Wahrnehmung vollzugspolizeilicher Aufgaben auszugehen ist - sachlich begründet und mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar (BayVGH vom 16.10.2006 Az. 14 B 03.2951 â?¹jurisâ?º; BVerwG vom 31.7.2007 Az. 2 B 2.07 â?¹jurisâ?º; BVerfG vom 19.12.2008, NVwZ 2009, 447).
https://dejure.org/2007,20019
OVG Berlin-Brandenburg, 30.03.2007 - 2 B 2.07 (https://dejure.org/2007,20019)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 30.03.2007 - 2 B 2.07 (https://dejure.org/2007,20019)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 30. März 2007 - 2 B 2.07 (https://dejure.org/2007,20019)
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§ 36 S 1 AufenthG, § 5 Abs 1 Nr 1 AufenthG, § 27 Abs 1 AufenthG, § 6 Abs 4 AufenthG, Art 6 Abs 1 GG
Voraussetzungen einer außergewöhnlichen Härte im Falle des Begehrens des Familiennachzugs eines geistig behinderten volljährigen Angehörigen
Visum zum Zwecke des Familiennachzugs im Rahmen der Härtefallregelung; Vaterschaftsanerkennung eines Ausländers durch den deutschstämmigen Stiefvater; Herstellung einer familiären Lebensgemeinschaft durch den Nachzug Volljähriger; Vorliegen einer außergewöhnliche Härte ...
VG Berlin, 09.11.2005 - 7 V 51.04
17 Die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis an einen Volljährigen ist zur Vermeidung einer außergewöhnlichen Härte erforderlich i. S. d. § 36 Abs. 2 AufenthG, wenn Lebensverhältnisse bestehen, die einen über eine Begegnungsgemeinschaft hinausgehenden familiären Schutz erfordern, weil ein Familienmitglied auf die Lebenshilfe eines anderen Familienmitglieds angewiesen ist und die benötige tatsächlich und regelmäßig zu erbringende wesentliche familiäre Lebenshilfe zumutbarer Weise nur in der Bundesrepublik Deutschland erbracht werden kann (OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 30. März 2007 - OVG 2 B 2.07 -, zit. nach juris, m. w. Nw. zur Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur früheren Regelung des § 22 AuslG).
20 Der unbestimmte Rechtsbegriff der "außergewöhnlichen Härte" in § 36 Abs. 2 Satz 1 AufenthG weist gegenüber der in § 31 Abs. 2 AufenthG geforderten "besonderen Härte" erhöhte Anforderungen auf (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 30. März 2007 - OVG 2 B 2.07 -, Rn. 23; OVG Saarland…, Beschluss vom 23. Juli 2009 - OVG 2 B 377/09 -, Rn. 6; beide zit. nach juris).
Die individuellen Besonderheiten des konkreten Einzelfalls müssen deshalb nach ihrer Art und Schwere so ungewöhnlich und groß sein, dass die Folgen der Versagung des Aufenthaltstitels unter Berücksichtigung des Zwecks der Nachzugsvorschriften, die Herstellung und Wahrung der Familieneinheit zu schützen, sowie des Schutzgebots aus Art. 6 Abs. 1 und 2 GG schlechthin unvertretbar sind (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 30. März 2007, a.a.O.;… ferner OVG Lüneburg, Beschlüsse vom 19. Mai 2010 - OVG 8 ME 88/10 -, Rn. 3, …und vom 2. November 2006 - OVG 11 ME 197/06 -, Rn. 10; OVG Saarland…, Beschluss vom 23. Juli 2009 - OVG 2 B 377/09 -, Rn. 6; alle zit. nach juris).
Etwas anderes ist nur dann anzunehmen, wenn Lebensverhältnisse bestehen, die einen über eine Begegnungsgemeinschaft hinausgehenden familiären Schutz erfordern, weil ein Familienmitglied auf die Lebenshilfe eines anderen Familienmitglieds angewiesen ist (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 30. März 2007, a.a.O.).
Das setzt grundsätzlich voraus, dass das betreffende Familienmitglied kein eigenständiges Leben mehr führen und die von ihm benötigte, tatsächlich und regelmäßig zu erbringende wesentliche familiäre Lebenshilfe in zumutbarer Weise nur in Deutschland erbracht werden kann (vgl. BVerwG…, Urteil vom 10. März 2010 - BVerwG 1 C 7/10 -, Rn. 10; BayVGH…, Beschluss vom 29. November 2010 - VGH 19 CS 10.2209 -, Rn. 4; VG Berlin…, Urteil vom 16. November 2009 - 10 V 7.08 -, Rn. 17;… alle zit. nach juris, Rn. 4; ferner OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 30. März 2007, a.a.O.; OVG Lüneburg…, Beschluss vom 19. Mai 2010, a.a.O.).
In einem solchen Fall erfüllt die Familie im Kern die Funktion einer Beistands- und Betreuungsgemeinschaft, die die gleichzeitige Anwesenheit der Familienangehörigen in Deutschland erfordert (OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 30. März 2007, a.a.O.).
Auf diese, noch zu § 22 AuslG ergangene Rechtsprechung kann bei der Anwendung des inhaltsgleichen § 36 Abs. 2 Satz 1 AufenthG zurückgegriffen werden (Oberverwaltungsgericht Lüneburg, Beschluss vom 2. November 2006 - 11 ME 197/06 -, InfAuslR 2007, 67; ebenso Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Urteile vom 30. März 2007 - OVG 2 B 2.07 -, juris Rn. 23, …und vom 18. Dezember 2009 - OVG 3 B 22.09 - juris Rn. 32).
Dies setzt grundsätzlich voraus, dass der im Bundesgebiet oder der im Ausland lebende Familienangehörige allein ein eigenständiges Leben nicht führen kann (1.), sondern auf die Gewährung von familiärer Lebenshilfe angewiesen ist und dass diese Hilfe zumutbarerweise nur im Bundesgebiet erbracht werden kann (2.) (BVerwG…, Beschluss vom 25. Juni 1997, a.a.O.; BVerwG…, Urteil vom 17. März 2004 - BVerwG 1 C 11.03 - juris, Rdnr. 9; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 30. März 2007 - OVG 2 B 2.07 - juris, Rdnr. 23).
Umgekehrt liegt keine außergewöhnliche Härte vor, wenn die benötigte Lebenshilfe auch im Heimatstaat des Ausländers erbracht werden kann (vgl. zu allem BVerfG, Beschluss vom 14. Dezember 1989 - 2 BvR 377/88 -, NJW 1990, 895 = juris Abschnitt B.I.3.b;… Beschluss vom 25. Oktober 1995 - 2 BvR 901/95 -, NVwZ 1996, 1099 = juris Rn. 8; BVerwG…, Beschluss vom 25. Juni 1997, a.a.O., juris Rn. 8; OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 30. März 2007 - 2 B 2.07 -, juris Rn. 23;… Beschluss vom 23. August 2005 - OVG 12 N 10.05 -, juris Rn. 5; OVG Saarlouis…, Beschluss vom 23. Juli 2009 - 2 B 377.09 -, juris Rn. 6; OVG Münster, Urteil vom 12. Februar 1992 - 17 A 134.91 -, InfAuslR 1993, 24, 25).
Auf diese, noch zu § 22 AuslG ergangene Rechtsprechung kann bei der Anwendung des inhaltsgleichen § 36 Abs. 2 Satz 1 AufenthG zurückgegriffen werden (OVG Lüneburg, Beschluss vom 2. November 2006 - 11 ME 197/06 -, InfAuslR 2007, 67; ebenso der Sache nach OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 30. März 2007 - OVG 2 B 2.07 -, juris, Rz. 23).
VG Berlin, 24.05.2007 - 4 V 22.06
Erteilung eines Aufenthaltstitels zum Familiennachzug eines Elternteils eines …
Mit diesen Überlegungen setzt sich das Gericht nicht in Widerspruch zum bereits genannten Urteil der 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Berlin vom 9. November 2005 - VG 7 V 51.04 -, gegen das jene Kammer die Berufung wegen grundsätzlicher Bedeutung zuließ (jetzt OVG 2 B 2.07).
25. Juni 1997, a.a.O., Juris, Rn. 8; OVG Berlin-Brandenburg, Urteile vom 25. Januar 2012 -OVG 2 B 10.11-, Juris, Rn. 20, und vom 19. Dezember 2011 -OVG 3 B 17.10-, Juris, Rn. 23, sowie vom 30. März 2007 -OVG 2 B 2.07-, Juris, Rn. 23 jeweils m.w.Nachw.).
Eine derartige Härte kann allenfalls gegeben sein, wenn der ausländische Familienangehörige allein kein eigenständiges Leben mehr führen kann und die von ihm benötigte, tatsächlich und regelmäßig zu erbringende wesentliche familiäre Lebenshilfe zumutbarer Weise nur in der Bundesrepublik Deutschland erbracht werden kann (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil v. 30. März 2007 - 2 B 2.07 - juris, m.w.N.).
VG Hamburg, 28.03.2012 - 4 K 147/12
Versagung der Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis