Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F26-08-2003-I_207-2003
Timestamp: 2016-10-28 06:34:20
Document Index: 353373284

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'BGE', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

I 207/03 (26.08.2003)
P.________, 1950, Beschwerdef�hrer, vertreten durch die Beratungsstelle f�r Ausl�nder, Weinbergstrasse 147, 8006 Z�rich,
Der 1950 geborene P.________ war seit Juli 1998 bei der X.________ AG als Plattenleger angestellt. Ab 21. September 2000 setzte er die Arbeit aus gesundheitlichen Gr�nden aus. Am 17. August 2001 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf R�ckenbeschwerden und Beckenschmerzen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Rente) an. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich zog Angaben der Arbeitgeberin vom 29. August 2001 sowie Berichte des Dr. med. S.________, Innere Medizin und Rheumatologie FMH, vom 23. August und 8. September 2001 (letzterer mit beigelegten Berichten des Spitals Z._________, Rheumaklinik und Institut f�r Physikalische Medizin, vom 4. Januar 2001, und des Medizinisch-Radiodiagnostischen Instituts an der Klinik B._________ vom 5. November 2000 [�ber ein MRI der LWS vom 4. November 2000]) bei. Zudem holte sie Gutachten des Dr. med. M.________, phys. Medizin, speziell Rheumaerkrankungen FMH, vom 19. November 2001 und des Dr. med. L.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 20. M�rz 2002 ein. Anschliessend lehnte es die Verwaltung - nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens - mit Verf�gung vom 28. Mai 2002 ab, dem Versicherten eine Rente auszurichten.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich ab (Entscheid vom 19. Februar 2003).
P.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, es sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen; eventuell sei ein zus�tzliches medizinisches Gutachten einzuholen. Mit der Beschwerdeschrift wurden Zeugnisse (Bescheinigung der Arbeitsunf�higkeit) des Dr. med. S.________ und des Dr. med. R.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, eingereicht.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG), insbesondere bei geistigen Gesundheitssch�den unter Einschluss psychischer St�rungen mit Krankheitswert (BGE 127 V 298 Erw. 4c, 102 V 165), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG), die Ermittlung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (BGE 104 V 136 Erw. 2a und b) sowie die Aufgabe des Arztes oder der �rztin im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 261 Erw. 4, 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1) zutreffend dargelegt. Richtig ist auch, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) nach den von der Rechtsprechung entwickelten intertemporalrechtlichen Regeln (BGE 127 V 467 Erw. 1, 121 V 366 Erw. 1b) auf den vorliegenden Sachverhalt nicht anwendbar ist.
In medizinischer Hinsicht gelangte das kantonale Gericht zum Ergebnis, der Versicherte leide an einem Lumbovertebralsyndrom mit spondylogener Ausstrahlung bei einer medialen Diskushernie L3/4, an degenerativen Ver�nderungen der Wirbels�ule, an einem Status nach lumbalem Morbus Scheuermann und an einer Fehlhaltung/Fehlform der Lendenwirbels�ule. Im angestammten Beruf als Plattenleger sei er zu 100 % arbeitsunf�hig. Dagegen sei eine wechselbelastende T�tigkeit ohne Heben und Tragen von Lasten �ber 10 kg, ohne Bet�tigung in halbgeb�ckter Position oder stereotypes �berkopfarbeiten mit Reklinationsposition der Lendenwirbels�ule zu 100 % zumutbar. Die Vorinstanz st�tzte sich dabei auf das Gutachten des Dr. med. M.________ vom 19. November 2001. Dieses wird den von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an eine beweiskr�ftige medizinische Stellungnahme (BGE 125 V 352 Erw. 3a) gerecht. Wie die Vorinstanz mit ausf�hrlicher und zutreffender Begr�ndung erkannt hat, sind die Ergebnisse des Gutachtens mit dem Bericht des Spitals Z.________, Rheumaklinik und Institut f�r Physikalische Medizin, vom 4. Januar 2001 vereinbar, w�hrend die anders lautende Stellungnahme des Dr. med. C.________ (Berichte vom 23. August und 8. September 2001 sowie mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereichte Zeugnisse) nicht geeignet ist, die Zuverl�ssigkeit des Gutachtens in Frage zu stellen. Zur Kl�rung des durch Dr. med. M.________ ge�usserten Verdachts auf eine funktionelle �berlagerung holte die IV-Stelle auch ein spezial�rztliches psychiatrisches Gutachten ein. Dr. med. L.________ gelangte zum Ergebnis, es liege keine psychische Symptomatik von relevantem Krankheitswert vor. Er f�hrt in seinem Gutachten vom 20. M�rz 2002 aus, aus rein psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsf�higkeit des Patienten nach seiner Beurteilung nie beeintr�chtigt gewesen. Auch diesem Gutachten kann volle Beweiskraft zugesprochen werden. Das letztinstanzlich aufgelegte Zeugnis des Dr. med. R.________, welches dem Beschwerdef�hrer ohne Begr�ndung eine 100 %ige Arbeitsunf�higkeit seit 2. Mai 2002 attestiert, vermag die im Gutachten enthaltenen Aussagen nicht in Zweifel zu ziehen. Bei dieser medizinischen Aktenlage ist mit der Vorinstanz von einer vollen Arbeitsf�higkeit in Bezug auf eine leidensangepasste, den erw�hnten Anforderungen gerecht werdende T�tigkeit auszugehen.
3.1 Den Verdienst, welchen der Beschwerdef�hrer ohne die gesundheitliche Beeintr�chtigung mutmasslich erzielen k�nnte (Valideneinkommen), bezifferte das kantonale Gericht gest�tzt auf die Angaben der fr�heren Arbeitgeberin vom 29. August 2001 auf Fr. 54'470.-. Diese Vorgehensweise ist korrekt.
3.2 Da der Beschwerdef�hrer keine Erwerbst�tigkeit aus�bt, hat die Vorinstanz das Einkommen, welches er trotz der Behinderung durch eine zumutbare Arbeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen k�nnte (Invalideneinkommen), zu Recht gest�tzt auf die Ergebnisse der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) festgesetzt (zu den Grundlagen dieses Vorgehens BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb mit Hinweisen). Ausgehend vom Zentralwert des standardisierten Monatslohns der im privaten Sektor mit einfachen und repetitiven Arbeiten besch�ftigten M�nner im Jahr 2000 von Fr. 4437.- (LSE 2000, Tabelle A1, S. 31) sowie unter Ber�cksichtigung der Lohnentwicklung von 2000 auf 2001 und nach Hochrechnung des 40 Wochenstunden entsprechenden Tabellenwertes auf die durchschnittliche w�chentliche Arbeitszeit 2001 von 41,7 Stunden resultierte ein Betrag von Fr. 56'895.-. Rechtsprechungsgem�ss kann einer zu erwartenden behinderungsbedingten Lohneinbusse sowie weiteren einkommensmindernden Faktoren durch einen gesamthaft zu bemessenden, prozentualen Abzug vom Tabellenlohn Rechnung getragen werden (BGE 126 V 79 f. Erw. 5b mit Hinweisen). Wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat, kann offen bleiben, wie dieser Abzug im vorliegenden Fall zu bemessen w�re, ergibt doch selbst das bei Vornahme des maximal m�glichen Abzugs von 25 % (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc; AHI 2002 S. 62) resultierende Invalideneinkommen von Fr. 42'671.- in Gegen�berstellung zum Valideneinkommen von Fr. 54'470.- einen Invalidit�tsgrad, der keinen Rentenanspruch begr�ndet.