Source: https://digi.bib.uni-mannheim.de/periodika/reichsanzeiger/ocr/film/tesseract-4.0.0-20181201/022-9429/0207.hocr
Timestamp: 2020-02-27 06:25:33
Document Index: 299150316

Matched Legal Cases: ['§ 70', '§ 75', '§ 9', 'Art. 347', '§ 19', '§ 867']

1900 / 51 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger)
1900 / 51 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
J S N E R E I E C — E sa S ‘is: "E T T m Ee p z f
c R RO Ü i S6 R uet
E I E E E E e
e nur Bhi lte
Ss S 9 G I E IT P I
Der Unternehmer hat, soweit es seinen Arbeitern niht selbst mögli ist, angemessene Unterkunft oder Verpflzgung zu entsprehenden Di zu finden, die bazu erforderlihen Einrichtungen auf eigene
often zu treffen. Er hat den in dieser Beziehung an ihn gestellten Anforderungen der bauleitenden Beamten zu genügen. Auch im übrigen bat er denjenigen Anordnungen zu entsprehen, welche zur Sicherung der Gesundheit feiner Arbeiter und zur Wahrung der Reinlichkeit von den bauleitenden B:amten getreffen werden. Abtritte find an den ihm von den leßteren angewiesenen Pläßen herzustellen, regelmäßig 1u desinfizieren und demnächst wieder zu beseitigen. — Der Unternebmer ift ferner verkflihtet, auf ten Baustellen die zur ersten Hilfeleistung vor Ankunf des Arztes erforderliYen Verbandsmittel und Arzneien nach den Weisungen der bauleitenden Behörde bereit zu balten. Die bauleitenden Beamten sind berehtigt, die ordnungs- mäßiae Ausführung der auf Grund der Bestimmungen dieses Absatzes getroffenen Anordnungen zu überwachen.
Mitbenugung von Rüftungen.
Die von dem Unternehmer hergestellten Rüstungen sind während ihres Bestehens auch anderen Bauhanbwerkern unentgeltlich zur Be- nußung zu überlassen. Aenderungen an den Rüîtungen im Interesse der bequemeren Benußzung seitens der übrigen Baubhbandwerker vor- zunehmen, is der Unternehmer nit verpflichtet.
Beobachtung polizeilicher Vorschriften. Haftung des Unternehmers für seine Angestellten x.
Für die Befolgung der für Bauausführungen bestehenden polizei- lien Vorschriften und dec etwa besonders ergehenden polizeilihen Anordnungen ift der Untecnehmer für den ganzen Umfang seiner ver- tragsmäßigen Verpflichtungen verantwortlich. Kosten, welhe ihm dadur erwachsen, können der Staaisfkasse gegenüber nicht in Rechnung gestellt werden, : E
Der Unternehmer trägt insbesondere die Verantwortung für die ebôrige Stärke und sonstige Tüchtigkeit der Nüstungen, Transport- rücken 2c. Dieser Verantwortung unbeschadet, ift er aber au ver-
pflichtet, eine von dem bauleitendena Beamten angeordnete Ergänzung und Verstärkung der Nüstungen, Transportbrüken 2c. unverzüglich und auf eigene Kosten zu bewirken. : i
Für alle Ansprüche, die wegen einer ihm felbst oder seinen B2- volmätigten, Gehilfen oder Arbeitern zur Last fallenden Vernach- lässigung polizeilicher Vorschriften an dir Verwaltung erhoben werden, hat der Unternehmer in jeder Hinsicht aufzukommen.
Vekerkauvt haftet er in Ausführung des Vertrages für alle Handlungen seiner Bevollmächtigten, Gehilfen und Arbeiter persönlich. Er hat insbesondere jeden Schaden an Person oder Eigenthum zu vertreten, welher durch ihn oder seine Organe Dritten oder der Staatskasse zugefügt wird.
Der Unternehmer is verpflichtet, unter Beachtung der Vor- schriften des Krankenversihherunaëgeseßes vom 15. Juni 1883/10. April 1892 (R.-G.-Bl. 1892 S. 417 ff.) die Versicherung der von ihm fe der Bauausführung beschäftigten Personen gegen Krankheit zu erwirken.
Auf Verlangen der bauleitezden Behörde bat der Unternehmer gegen Bestellung ausreihender Sicherheit eine den Vorschriften der SS 69 bis 72 des Krarkenversicherung8gefeßes unterliezende Bau- Krankenkafie entweder für seine versiherungepflihtigen Arbeiter uad Angestellten allein oder mit anderen Unternehmern, welchen die Aus- führung von Arbeiten auf eigene R-@nung übertragen wird, gemein- fam zu errichten. Eine für den ständigen B.trieb des Unternebmers * bereits bestehende Betriebt-Krankenkafse kann unter den in § 70 des Krankenversicherungtgesetes vorgeschenen Bedingungen für das von dem Unternehmer bei der. staatlien Bauazuéführung verwendete Perfonal, als Bau- Krankenkasse anerkannt werden. : -
Errichtet die bauleitende Behörde selbs eine Bau-Krankenkasses so gehören die von dem- Unternehmer bei der Bauausführung be- \chäâftigten versiherungépflidtigen Personen mit dem Tage des Eintritt in die Beschäftigung der Bau-Krankenkafse als Mitglieder an. Be freit von dieser Zugebörigkeit sind nur diejenigen Personen, welch einer gemäß Absay 6 als Bau- Krankenkasse anerkannten Krankenkafs? oder einer den Anforderungen des § 75 des Krankenverficherungsgesetzes entsprehenden Hilfskasse als Mitgiieder angehören. Der Unternehmer erkennt das Statut der von dec bauleitenden Behörde errichteten Bau- Krankenkasse als für ihn verbindlich an. Zu ten Kost-n der Rechnungs- und Kassenführung hat er auf Verlangen der bauleitenden Bebörde einen von dieser antheilig festzuseßenden Beitrag zu leisten.
Unterläßt es der Unternehmer, die Krankeaversiherung der von ibm beschäftigten versiherungépflihtigen Personen ¿1 bewirken, fo ist er verpflitet, alle Äufroendungen zu erstatten, welhe etwa der bau- leitenden Behörde binsihtlih der von ihm lescwästigten Personen durch Erfüllung der aus dem Krankenversiherung8geseze sich ergebenden Verpflichtungen erwachsen.
Etwaige in diesem Falle von der Bau-Krankenkasse statutenmäßig geleistete Unterstüßungen sind von dem Unternehmer gleichfalls zu ersetzen. :
T Unternehmer erklärt hiermit ausdrückli die ron ihm gestellte Kaution au für die Erfüllung der sämmtlichen vorstehend bezeichneten Verpflichtungen in Bezug auf die Kraukenversicherung haftbar.
8 11a. Haftpflicht des Unternehmers bei Eingriffen desselben in die Rechte Dritter.
Für Beschädigung angrenzender Ländereien, insbesondere durch Entnahme, durch Auflagerung von Erd- und anderen Materialien außerhalb der schrifilich dazu angewiesenen Flähen oder dur un- befugtes Betreten, ingleiten für die Folgen eigenmächhtiger Ver- fpzrrungen von Wegen und Wosserläufen haftet auss{licßlich der Unternehmer, mögen diese Handlungen von ihm oder von seinem Be- vollmächtigten, Gehilfen oder Arbeitern vorgenommen sein.
Für den Fall ciner folzen widerrechtlichen und nah pflihimäßiger Ueberzeugung der Verwaltung dem Unternehmer zur Last fallenden Beschädigung erklärt sich derselbe damit einverstanden, daß die bau- leiteade Behörde auf Verlangen des Beschädizten vurch einen nach Anhörung des Unternehmers von ihr zu wählenden Sachverständigen auf feine Kosten den Betrag des Schadens ermittelt und für seine Rehnung an den Beschädigten auszablt, im Falle eines rehtlihen Zaßlungshindernisses aber binterlegt, sofern die Zahlung oder Hinter- legung mit der Maßgabe erfolgt, daß dem Unternehmer die Rück- forderung für den Fall vorbehalten bleibt, daß auf setne gerihtlihe Klage d:m Beschädigten der Ersaßzanspruh ganz oder theilweise ab- erkannt werden follte.
Aufmessungen wäbrend des Baues und Abnahme.
Der bauleitende Beamte if bcrechtigt, zu verlangen, daß über aïe später nicht mehr na&zumessenden Arbeiten von den beiderseits zu bezeihnenden Beauftragten wäbr:ud der Ausführung gegenseitig an» zuerkeinende Notizen geführt werden, welchze demnähst der Berehnung zu Grunde zu legen find.
Von der Vollendung der Arbeiten oder Lieferungen hat der Unternehmer dem bauleitenden Beamten durch eingeshriebcnen Brief Anzeige zu machen, worauf der Termin für die Abnahme mit than- lihster Beschleunigung anberaumt und dem Unternehmer \{riftlich gegen Behändigungsschein oder mittels eingeschriebenea Briefes bekannt gegeben wird.
U?ber die Abnahme wird in der Regel eine Verhandlung auf- genommen; auf Verlangen des Unternehmers muß dies ge\{ehen.
Die Verhandlung ist von dem Unternehmer bezw. dem für den- selben ctwa erscheinenden Stellvertreter rit zu voilziehen,
Ven ter über die Abnahme aufgenommenen Verhandlung wird dem Unternehmer auf Verlangen beglaubigte Abschrift mitgetheilt.
Erscheint in dem zur Abnazme anberaumten Termin, geböriger
bauleitenden Behörden bewirkten Aufnahmen, Notierungen 2c. als
tannt. it Auf die Festitelung des von dem Unternehmer Geleisteten im
Falle der Arbeitsentziehung (§ 9) finden diese Bestimmungen gleich- mäßige Anwendung. / Müssen Theillieferungen sofort nach ihrer Anlieferung abge- nommen werden, so bedarf es einer besonderen Benachrihtigung des Unternebmers hiervon nit, vielmehr ift es Sache desselben, für seine Anwesenheit oder Vertretung bei der Abnahme Sorge zu tragen. 8 13. RNRechnungsaufstellung. Bezüglich der formellen Aufstellung der Rehnung, welhe in der Form, Ausdrucksweis?, Bezeichnung der Bautheile resp. Räume und Reibenfolge der Positionsnummern genau nach dem Verdingungs- anschlag einzurichten ist, hat der Unternehmer den von der bauleitenden Behörde bezw. dem bauleitenden Beamten gestellten Anforderungen u entsprechen. / f Etwaige Mehrarbeiten sind in besonderer Rehnung nachzuweifen unter deutlihem Hinweis auf die schriftlichen Vereinbarungen, welche bezüglih derselben getroffen worden sind. ‘ ' Tagelohnrechnungen. : Werden im Auftrage des bauleitenden Beamten seitens des Unter- nehmers Arbeiten im Tagelohn ausgeführt, fo ift die Liste der hierbei beschäftigten Arbeiter dem bauleitenden Beamten oder dessen Vertreter behufs Prüfung ihrer Richtigkeit täglich vorzulegen. Etwaige Aus- stellungen dagegen sind dem Unternehmer binnen längstens aht Tagen mitzutheilen. 5 : Die Tacaelohnrechnungen sind längstens von zwei zu zwei Wochen dem bauleitenden Beamten einzureichen. 8 14. Zahlungen. Die Schlußzablung erfolgt auf die vom“ Unternehmer eins zureihende Kostenrechnung alsbald na vollendetec Prüfung und Fest-
itellung derselben. i Abschlagszahlungen werden dem Unternehmer in angemessenen
risten auf Antrag na Maßgabe des jeweilig Gelkeisteten bis zu der N dem bauleit:nden Beamten mii Sicherheit vertretbaren Höhe
währt. i Y Blciben bei der Schlußabrehnung Meinungéverschiedenheiten
zwishen dem bauleitenden Beamten oder der bauleitenden Behörde und dem Unternehmer bestehen, so foll das dem leßteren unbestritten zustehende Guthaben demselben gleih wohl nit vorenthalten werden. Verzicht auf spätere Geltendmachung aller niht aus- O drücklih vorbehaltenen Ansprüche.
Vor Empfangnahme des von dem baulcitenden Beamten oder der bauleitenden Bekörde als Reftguthaben ¿ur Auszahlung angebotenen Betrags muß der Unternehmer alle Ansprüce, welche er aus dem Vertragsverhältniß über die behördliherseits anerkannten hinaus etwa noch zu haben vermeint, bestimmt bezeichnen und sih vorbehalten, widrigenfalls die Geltendmachung dieser Ansprüche später aus-
ist. geschlossen if Zahlende Kasse.
Alle Zahlungen erfolgen, sofern nit in den besonderen Be- dingungen etwas Anderes festgeseßt ist, aus der Kasse der bauleitenden
Behörde. Rud 8 15.
Gewährleistung. Die in den besonderen Bedingungen des Vertrags vorgesehene, in Ermangelung solher nah den allgemeinen geseßlihen Vorschriften sih bestimmende Frist für die dem Unternehmer obliegende Gewährleistung für die Güte der Arbeit oder der Materialien beginnt mit dem Zeit» punkt der Abnahme der Arbeit oder Lieferung.
Waaren (Art. 347 des Handel8gesepbuchs) ift nicht statthaft.
8 16. Sicherheitsstellung. Bürgen.
Kautionen. : Kautionen können in baarem Gelde oder guten Werthpapieren
Kurswérthe als Kaution angt:nowmen.
leidbaren Bruchtheil des Xurswerths als Kaution angenommen,
giht mehr Deckung bietet.
Wertbpapieren sind die Talons und Ziréscheine, soweit bezüglich de lezteren in den besonderen Bedingungen nicht etwas Anderes be stimmt wird, beizufügen. Die Zinéscheine werden so lange, als nich eine Veräußerung der Werthpapiere zur Deckung entstandener Ver bindlichkeiten in Aussicht genommen werden muß, an den Fällig feitsterminen dem Unternehmer auégehändigt. Für den Umtausch de
Werthpyapi?-re und Wechiel veräußern bezw. cinkassieren.
hat, und infoweit die Kaution zur Sicherung der Garantieverpflichtun
Höhe zur Deckung der Garantieverbindlichkeit einzubehalten ift. D T Nebertragbarfteit des Vertrags.
tragen. der Konkurseröffnuug aufzuheben.
8 9 sinngemäße Anwendung. der Vertrag vollständig erfüllt ist, hat die bauleitende Behörde d
Wakhl, ob fie das Vertragsverhältniß mit den Ecben desselben for seßen oder dasselbe als aufgelöst betrahten will.
8 18, Gerichtsstand. hat der Unternehmer — unbeschadet der im § 19 vorgefehen-n auéführung zuständigen Geriht Necht zu nehmen.
8 19. ‘ Schiedsgericht.
der vertrac.\chließenden Behörde zur Entscheidung vorzulegen.
Benacthricötigung ungeachtet, weder der Unt-:raehmer felbff| noch ein
Bevollmächtigter deéselben, so gelten die durch die Organe der * Unternehmer nit binnen vier Wochen vom Tage der Zustellung der-
Di? Entscheidung dieser Behörde gilt als anerkannt, falls d
Der Einwand nicht rechtzeitiger Anzeige von Mängeln gelieferter
oder sicheren — gezogenen — Wechseln oder Syparkassenbüchern bestellt
® e , Die S@&uldverschreibungen, welhe von dem Deutshen Reich oder von einem deutshen Bundesstaat auszestellt oder garantiert sind, sowte die Stamm- und die Stamm - Prioritäts - Aîtien und die Prioritäts-Obligationen derjenigen Eisenbahnen, deren Erwerb durŸ den preußischen Staat geseßlih genehmigt ist, werden zum vollen Die übrigen bei der Deutschen Reichsbank beleibbaren Effekten werden zu dem daselbft be-
Die Ergänzung einer in Wertbpapieren bestellten Kaution kann gefordert werden, falls infolge cines Kursrückgangs der Kurswerth bezw. der zulässige Bruchtheil desselben für den Betrag der Kaution
Baar binterlegte Kautionen werden nicht verzinst, Zinstragenden
Talons, die Einlösuag und den Ersay ausgelooster Werthpapiere, fo- wie den Ersatz abgelaufener Wechsel hat der Unternehmer zu \sorg?zn.
Falls der Unternehmer in irgend einer Beziehung feinen Ver- bindlihkeiten niht nachkommt, kann die Behörde zu ihrer Schadlos- baltung auf dem einfachsten, geseßlich zuläfsigen Wege die hinterlegten
Die Rückgabe der Kaution, soweit dieselbe für Verbindlichkeiten des Unternehmers nicht in Anfpruch zu nebmen ift, erfolgt, nachdem der Unternebmer die ihm obliegenden Verpflichtungen vollständig erfüllt
dient, nahdem die Garantiezeit abgelaufen ist. In Ermangelung anderweiter Verabredung gilt als bedungen, daß die Kaution in ganzer
Oßne Genehmigung der bauleitenden Behörde darf der Unter- nehmer seine vertragemäßigen Verpflihtungen niht auf Andere über-
Verfällt der Unternehmer vor Erfüllung des Vertrags in Konkurs, so ist die bauleitende Behörde berehtigt, den Vertrag mit dem Tage
Bezüglich der in diesem Fall zu gewährenden Vergütung fowie der Gewährung von Abschlagszahlungen finden die Bestimmungen des
Für den Fall, daß der Unternehmer mit Tode abgehen sollte, bevor
Für die aus diesem Vertrage entspringenden E C)
ständigkeit eines Schied8gerihts — bei dem für den Ort der Bau-
j Streitigkeiten über die durch den Vertrag begründeten Rechte und Pflichten sowie über die Auéführung des Vertrags sind zunächst
selben der Behörde anz:igt, daß er auf shiedsrihterliche Entscheidunz
antrage. Die Fortführung der Bauarbeiten nad Maßgabe der von der
Verwaltung getroffenen ‘Anordnungen darf hierdurch nit aufgehalten
werden. / Auf das \chiedörichterlichße Verfahren finden die Vorsrift-n der Dae Zivilprozeßordnung vom 30. Januar 1877 §S 851 bis 872 nwendung. ; ; Falls über die Bildung des Shiedsgerihts dur die besonderen Vertragsbedingungen abweichende Vorschriften niht getroffen find ernennen die Verwaltung und der Unternehmer je einen Schiedsrichter. Dieselben sollen niht gewählt werden aus der Zahl der unmittelbar Betheiligten oder derj-nigen Beamten, zu deren Geschäftskreis die Angelegenheit gehört hat. ; : Falls die Shiedsrichter si über einen gemeinsamen Stieds\pruh niht einigen können, wird das Schiedsgericht dur® einen Obmann ergänzt. Derselbe wird von den Schiedörichtern gewählt oder, wenn diese sih nicht einigen können, von dem Präsidenten derjenigen benahbarten Provinzialbehörde deéselben Verwaltungszweigs ernannt padáo Sih dem Sitze der vertrag|{ließenden Behörde am nägsten elegen ist. O Der Obmann hat die weiteren Verhandlungen zu leiten und darüber zu befinden, ob und inwieweit eine Ergänzung der bisherigen Verhandlungen (Beweisaufnahme u. \#. w.) ftattzufinden bat. Die Eng über den Streitgegenstand erfolgt dagegea nah Stim:nen- mehrheit. Bestehen in Beziehung auf Summea, über welLe zu entscheiden ist, mehr als zwei Meinungen, so wird die für die größte Summe E Stimme der füc die zunächst geringere abgegebenen hinzu» gerechnet. : Ueber die Tragung der Kosten des schiedsrihterlien Verfahrenz entscheidet das Schiedsgericht nah billigem Ecmefsen. Wird der Schiedsspruch in den im § 867 der Zivilprozeßordnung bezeichneten Fällen aufgehoben, so hat die Entsheidung des Streitfallz im ordentlihzn Rehtêwege zu erfolgen. 8 20.
Kosten und Stemvel. Briefe und Depeschen, welhe den Abshluß und die Ausführung des Bertrages betreffen, werden beiderseits franfiert. Die Portokosten für solche Geld- und sonstige Sendungen, welhe im ausschließlihen Jateresse des Unternehmers erfolgen, trägt der
leßtere. s Die Kosten des Vertragsstempels trägt der Unternehmer nah
Maßaabe der gescßlichen Bestimmungen. Die übrigen Kosten des Vertragsabshlusses fallen jedem Theile zur Hälfte zur Last.
Vorstehende Bedingungen werden hiermit öffentlich bekannt gemacht. Berlin, den 18. Februar 1899. Königliche Ministerial-Baukommission. Kayser.
Deutscher Reichstag. 154. Sigung vom 24. Februar 1900, 1 Uhr.
Die zweite Berathung des Reichshaushalts-Etats für 1900 wird zunächst bei dem Extraordinarium des
Reichsamts des Jn nern fortgeseßt. Den verhinderten Referenten Abg. Singer (Soz ) vertritt Abg. Dr. Graf Udo zu Stolberg-Wernigerode (d. kons.).
An Kosten aus Anlaß der Betheiligung des Reichs an der Weltausstellung zu Paris im Jahre 1900 is 1 Million Mark als leßte Rate des Gesammtbetrags von 5 Millionen Mark ausgeworfen.
Reichskommissar für die Pariser Weltausstellung, G:heimer Ober- Regierungsrath Dr. Richter: Meine Herren! Radem ich die Ghre gehabt habe, in den beiden Teßtvergangenen Fahren dem hohen Haufe ausführliche Mittbeilungea übe: den P!an und das System der Pariser Weltausftelung zu maten, glaube ih, beute Ihre G?- duld nit allzu lange in Anspru nehmen zu brauen, darf mih vielmehr auf einige fnappe Dariegungen über den Stand des Unter! nehmens und über die derzeitige Lage der deutschzn Ausftellung?- vorbereitungen beshränfen. Die erste Frage, wel? hier zunächst von allen Seiten an mich geriht2t wird, ift immer die, ob die Auéstellung zu dem festgesetzten Termin eröffnet werden, ob sie rechtzeitig fertig jein wird. Diese Frage ist im wesentlichen zu bejaben. Es unterliegt vor allem keinem Zwœeifel, daß die Ausftelung am 15. April, d. h. am Ostersonntage dieses Jahres eröffnet werden wird; und es find alle hier und da in die Ocffentli&hkeit gebrachten Nachrichten, wona tin?, wenn auch nur kurze, Verschiebung d2s Sröffnungstermins in Autsiht g?2nommen sei, ohne jede Begründung. Zu einer folhen_ Ver- \chiebung würde meines Erachtens auch kein zwingenter Anlaß vor- liegen. Es versteht sh ron selbst, daß cin Unternehmen von so riesenhaften Dimensionen und von einer so weil! reichenden Verzweiaung über die verschiedenartigsten Gebicte der Kanst, der Jadustrie, des Gewerbes und der Landwirthschaft nicht immer in allen seien Theilen eine gleichartige Entwickelung zetgen kann ; es ift vielmehr nur natürli, daß hie und da einzelne Parteien gegenüber anderen etwas zurückbleiben. Schon die Notbwendigkeit, eine so große Zahl mehr oder minder bedeutungsvoller Bauten ju gleicher Zeit auf demselben Terrain zu errihten, bringt Stôrungea im Betriebe mit si, tas rasche Fortschreiten des cinen Gebäudes hindert bäufiz die Entwickelung des anderen, und selbst wo derartige Schwierigkeiten niht vorliegen, wird oft die gebotene Beschleunigung dur die RüFsiŸt auf die Lage des Arbeit3markts, infolge des Feblens aeshulter Kräfte und hävfiz auß dur Wiiterungeeirflüsse gehemmt. Gerade die Witterung hat au den Pariser Auz stellungsgebäuden im legten Jahre ganz erbeblih geschadet. Gl-eihwohl sizd es nur zwei Bauwerke, binsihtlich deren rechtzeitiger Fertigstellung man einige Besorgnisse begen kan». Eiamal das Gebäude für Heer un? Marine uad zweitens das Wassersloß. Das Gebäude Tür Heer und Marine hat mannigfahe Wandlungen durchzumaen gz2habt. Die Pläne sind häufig verworfen worden, das Gebäude wurde immer mebr und mehr eingeschräzkt, und als {ließli der Plan endgültig festgestellt und mit der Autfühcung des Baues be- gonnen war, zerstörte ein o:Tanartiger Sturm die ganze Holzkonstruktior, und man mußte wit den Bauarbeiten von neuem beginnen. Troß dem ist zu hoffen, daß das Gebäude an si, in welchem aub Deutsch
räumen der Ausftellungégegenstände, wrden aber dann o
sodaß nit zu ecwarten fleht, daß diefes Gebäude voc Anfang, Z Mitt: Mai dem Publikum wird eröffnet werden können.
Veranstaltung weniger interessieren, wenn nicht von
der fogenaante „Ehceuhof der Efektrizität“ Unterk fell, abbängig wäre. In diesem Ehrenhof werden
bedeutendsten elektrishen Firmen mit hervorragenden :
dea Ausftellern wird übergeben werden können, und da dit.
gesagt, sehr umfangreichen Aufbauten unserer Aussteller 3 bis 4 W
land hervorrazende Ausstellungen zeigen wird, bis zur Eröffnung S, gefähr fertiggestellt sein wird. Die Installaiionsarbeiten, das G15
eine geraume Zeit, 3 bis 4 Wochen, in Anspru nehmen,
Wassershloß, meine Herren, ist eine große, mähtige Wassermafsen führende und schr kunstvoll angelegte Fontaine, welWze den wir E vollen Abschluß der gärtnerishen Zieranlagen des Champ do viele bildet. Als cine rein dekorative Anlage würde uns diesem Wafsershloß der dahinter liegende Gebäudetheil, in wte 1 unsere Nusftellungen
vertreten sein. Die gegenwärtige Lage der Bauarbeiten läßt indeß annehmen, daß auch dieses Gebäude niht vor Anfang E
in Auspruh nehmen dürften, fo ist au hier niht anzunehmen,. da vor Anfang Mai das Gebäude dem Publikum wird ershlofsen L fönnen. ‘Im übrigen, meine Herren, — ich lege besonderes Gewicht darauf, dies gegentheiligen Preßterihten gegenüber zu betoaen — find alle Gebäude für die Jnangriffnahme der inneren Installationsarbeiten und für die Aufnahme der Auéstellung2gegenstände volftändig her- gus E E De That En allen Ländern und in allen ruppen schoa sehr rührig gearbeitet, und au s j seine Znllaltäktonvardeiten Jer i n A s freue mi, Tonstatieren zu können, daß in der kunstgewerblichen und in der Gruppe der großen Kraftinaschinen DeutsGlere e E übrigen Nationen einen nicht unerheblihzn Vorsprung gewonnen hat. J habe mir erlaubt, auf den Tisch des hoben Hauses einige H:ftchen niederzulegen, welde vershiedene Abbildungen von Bauten und einige Pläne ter deutschen Abtheilung der Weitausst:llung in Paris ent: halten, und ih darf Sie bitten, mir geitatten zu wollen, diefe Blätter mit einigen kurzen Erläuterungen zu begleiten. Das erste Blatt zeigt Ihnen dea Sefammtplan der Ausftellung. Die deutszn Plätze sind in rother Farbe fkenntlih gemaht, und zwar so, daß die glatt roth angelegten Partien die deutschen Pläße im Erdgeschoß bedeuten, während. die schraffiertez Flähen die Räume be- zeihnen, welche Deutschland auf den Galerien zugewiesen sind. Gin BliX auf diesen Plan zeigt Jhnen, daß Deutschland {oa in der Hauptausftellung an ungefähr 23 verschiedenen Stellen vertreten ift. Wenn Sie noÿ die fechs bis sieLen Plätze hinzurehnen, mit welchen Deutschland in Vincennes an der Ausft-llung von Lokomotiven Eisenbahnwagen, Automobilen, Velocipeden, Motoren, Feuerlös{- geräthschaften 2c. betheiligt ist, so kommen wir zu einer Vertheilung der deutschzn Ausstellung auf ungefähr 39 verschiedene, von einander völlig getrennte Räume. Es liegt auf der Hand, daß eine fo weit- aetende Verzweigung und Vertheilung der deutshen Abtheilung die Organisationsarbeiten sehr wesentlich erschwert und daß die Nothwendigkeit, diese vielen Räume wirksam und ges{chmackvoll zu dekorieren, sehr erheblige Mittel in Anspruchß nimmt. Meine Herren, der Haupteingang der Ausstellung befindet si an der Place de la Concorde Ec ift am linfen Rande des Plans in kalb- kreisförm*ger Shraffierung kenntlih gem2cht. Betritt man von bier ans das Auéstellungêterrain, so stößt man zunächst auf dem reten Seine-Ufer auf die beiden aroßen Paläste, welche den abgebroŸenen Jadustriepalaft erseßen und zwischen ih die neue breite Promenade frei lassen, wele über den Pont Alexandre IIL. zwishen den beiden Paläften der Esplanade des Invalides hbindurch bis zum Jnvalivendom führt. In diesen beiden großen PValästen werden die Erzeugnisse der bildenden Künste Unterkunft finden Deutschland hat einen Play in der Südwestecke des größeren Palast-3 erhalten, auf welhem etwa 309 deutshe Künstler ihre Erzeugnisse zur Schau bringen werden. Ueberschreitet man die Seine auf dem Pont Alexandre IIL, fo gelangt man zur Esplanade des Invalides, welhe zwei parallel laufende {male Paläste trägt, von denen der linfe ganz und außerdem der vordere Theil des r:chten für die französishe Tunstgewerblihe Ausstellung bestimmt ist, während ves verbleibende Theil des rechten Palastes die kunstgewerblihen Ausftellungen aller übrigen betheiligten Nationen in ih aufnehmen sol. Deutschland hat, wie Sie auf dem Plane sehen, in diefer Gruppe einen fehr großen und günftig gelegenen Play erhalten. Es werden ih ungefähr 600 Ausfteller an der deuts{en fkunstgewerblihen Ausstellung be- theilizen. Verfolgt man wiederum vom Eingang aus das rechte Seineufer, fo gelangt man vorbei an dem Pavillon der Statt Paris zum Gartenbaugebäude, in welchem ebenfalls ein kleiner Play für Deutsch- lard auf dem Plane verzeichnet ift. Dieses Gebäude trägt den Charakter eines Treibhauses. Es haben kürzli Verhandlungen darüber stattgefunden, die todte Gartenbau - Ausftellung, das heißt also die Ausstellung der Gartenpläne 2c. aus diesem Gebäude herauszunehmen und in dem nebengelegenen G-bäude unterzubringen. Dies ift acceptiert worden und es werden nunmehr in den beiden großen Gewächsh2u8 ähnlihen Hallen nur die temporär:n Ausftellungen lebender Blumzn veranstaltet werden, an denen Deutschland evenfalls nah Maßg1b- seiner Leistangsfähigkeit auf den vershiedznen Blumenzuchtgebteten sich betheiligen wird. Anschließznd an das Gartznba4z2bäude erblickza wir den Kongreßpalast, in welchem die mit der Parifer Ausftellung verbundenen sehr zahlreihen Kongresse abgehalten wozrden follen, Gleichzeitig findet in diesem Palast eine Auést-llung der auf die Sözialpolitik bezüglihen Schaustücke (Modelle, Pläne, Statistiken 2c.) tatt; der Herr Präsident des Neichs-Bersicherungsamts organisiert die deutsche Abtheilung dieser Ausstellung, welhe 13 Theilnchmec aufrozist.. Beim Weiterschreiten auf dem reten Seineufer gelangt man zum Trocadero, auf dessen Abbängen die Kolonialausftelung Plaß finden soll, an welcher De :tshland, wie Sie wissen, nicht betheiligt ijt. Ucberschreitet man vom Trocadero aus auf dem Pont d’Iéna dte Seine, fo gelanat man auf das große rcchteckige Champ de Mars, ten Hauptsiß der Jadustrieabtheilung der Pariser Ausftellzng. Sie sehen aub hier wieder zwei rechteckige Paläste, welhe sh vom Eiff-lthurm bis zur ancienne galerie des machines der 1889er Ausstellung auêdehnen. Der rehte Palast enthält die Ausftellungen für Erziehung und Unterricht, für Ingenieurwesen, chemishe Indaftrie und für Maschinenwesen; der linke Palast die Textilindustrie und die Bergbaus- und Hütten-Judustrie. D-utshland wird in allen diesen Gruppen in würdiger, zum tbeil sogar in h-tvorragender Weise vertreten lein. JŸ erwähne bauptsählih die bedeutende Kollektivausstellung der deutschen Feinmechanik und Chirurgie mit zusammen 430 Arsëstellern, die sehr interessante Kollektivautstelung des deutshen Jngenicurwesens, die be:vorragende Kollektivausstellung der ch?:mischen Industriz mit 106 Ausstellern, ferner die Kollektivausftellung der Krefelder Seiden- und Sammet-Industrie, der Plauener Sp'ien- und Spachtel-Industrie, der Rhetnishen Tu-Industrie, der Zanella-Fndustrie, endlich die Sonderausftelungen der Bernsteinproduktion und -Verarbeitung sowie der Bronzefarben- und Blattgcld-Industcie. Die großz2 Maschinen- Mlerle der 1889er Ausstellung ift zu einem Autfstzllung#gebände für zandwirtbschaft und Nahrungsmittel hergerihtet worden. In die Mitte ist ein Festsaal eingebaut, d:r das Gebäude in zwi gleiche Hâlften theilt, deren eine die einschlagenden französishzn Erzeugnisse anfnehmen wird, während die andere für die Ausftellung der übrigen “ationen bestimmt ist. Deutschland hat auch in diesem Gebäude zinen s'emlich großen Play erbalten; die Raumansprüche, welhe ron [elen der deutschen Landwirthschaft erhoben wurden, waren indeß fo Ce end, daß ich mi hate cutshließen müssen, den Plat durch einen Lr kostspieligen Einbau wesertlih zu erweitern. Es wird nunmehr Ne sehr umfangreiche Kollektivaus|tellung für LandwirthsHaft und f rung8mittel veranstaltet werden; wir ¿äblen allein 312 landwirth- Ne Ausfteller und 157 Ausfteller der NRahrungsmittel- Fmdutrie. Die garz: Gruppe enthält m-:hr als 500 Aus- cu er. Jh bemerke, baß die bevorst2¿hende Pariser Ausstellung lib ne E, auf welher deutschecseits eine einheit- Koll e,Helhlossene , nah wissenshaftlihen Grundsäßen geordnete s elitvauést-llung der landwiitbschaftlißen Erzeugnisse veranstaltet wird, Folgt man wieder vom Eingange aus dem linken Ufer dec „eine, fo aclangt taan in die „Straße der Nationen*, d. h. in ben- R Theil des Geländes, iu welch-m die an dec Ausstellung be- bec ngten fremden Staaten ihre Nationalpaläste im Stile ihrer “im {en Architektur errihten. Diese „Straße der Natioacn" mit S en reizvollen und piitoresken Bauwerken verspricht sehr anziehend benn L sie würde dies indeß in noch viel höherem Grade fein, ftände e Gebäude nicht gar zu eng auf einander gedrängt S Tei und wenn von vornherein für sämmtlihe Gebäude 16 De e gradlinige rontentwick-:lung vorgesehen worden wäre. ¡eigt eut de Haus, welches Ihnen die zweite Abbildung des Heftchens were ist, wie Sie wissen, von dem Post-Bauinspektor Radke ent- D wird von der Unternehmerfirma Holzmann & Co. in Beifalle a. V. ausgeführt. Das Haus erfreut sih allgemeinzn 5 A insbesondere au in den französisGen Blättern, welche des [i fast darüber voll find. Das Haus ist gegenwärtig äußer- aue Zeit ganz fertig gestellt, der Kunstmaler Boeland ift G mit der bei den jetzigen Witterungsverhältnissen keines-
eits in allen Gruppen begonnen. Ih“
die eig2athümlide Wahraehmung, daß von den 5 000 009 M nit mehr_ als 100 009 M auf die deutshe Landwirthschaft entfalien, für die Shwcinezucht 6000, für die Rindviehzuht 10 000 A Glauben
wird, daß man mit folch:n Summen die Entwickelung der deuts Viehzucht den fremden Nationen wirksam demonftrieren Rado See auf diefem G-biet können wir mit der ganzen Welt konkurrieren, nur mit England hatten wir die Konkurrenz einigermaßen zu fürchten. Unsere Shweineausst-ller sind hart davon betroffen, daß im Dezember eine zehntägige Quaratäne angeordnet ift, während England von der- Leon R eblieben ift. Es beißt, England ift seuchzznfrei, Deutsch- and nicÿt; {haf durchgeführt wie Deutschland. Ich ersuhe den Reichskan;zl für die Aufhebung der Quarantäne zu wirken oder, wenn g nicht mögli sein follte, die Aussteller für Unkosten, die daraus erwachsen. zu entschädigen, und bitte ferner um höhere Dotierung der Landwirth-
Gebäudes wird bis zur Eröffnung der Ausftellung siherlih völli fertigefstellt sein. Die Mehrzahl der Nationalpaläste fiver As tativen Zwecken; einzelne Nationen haben daneben auch Ausst-llung3- gegenstände in ihre Gebäude aufgenommen. Das Deutsche Haus wird vorwiegend, wo nit aus\cchließlich, Ausftellungsiwecken dienen. Das
welcher eine Eisenbahn durchführt. Fn dem von der Eisenbahn frei- gelassenen Raum unter der Plattform wird eine Ausstellung der Erzeugnisse des deutshen Weinbaues Plaß finden, welche von 78 Ausstellern beschickt werden wird, Neben dieser Weinbau- ausftellung foll ein Weinrestaurant eingerihtet werden, “u:n dem Ae Gelegenbeit zu geben, die deutihen Weine zu fost-n. Die eiden oberen Geschosse des Deutschen Hauses sind von der bug- gewerblihen Kollektivausst-llung mit 160 Auést-llern und von der Kollektivausstelung der Photographie mit 60 Ausstellern besetzt. In der ez:sten Etage is außerdem ein großer Raum für eine von der Zentralstelle für Arbeiter - Wohlfahrtsein: iHtungen organisterte Kollektivausftellung reserviert, an welcher 136 Aussteller betheiligt sind. Auf dem linken Sein Ufer errihtet Deutshland aber noch ein anderes Gebäude, welches als ein sehr glückliher Wurf des Architekten Thielen in Hamburg zu bezeiWnen ift, den Schiffahrtspavillon. Dieser wird allerdings nicht auf NReichskoften erbaut, jondexn von den betheiligten Rhedereien und Werften auf eigene Kosten zur Ausführung gebracht. Es find 107 Sóiffahrtsausfteller an der Ecbauung dieses Gebäudes und an der Auéstattung im Innern desselben betheiligt. Ja der kunst- gewerblichen Abtheilung auf der Esplanade des Invalides ift DeutsŸ- land ein Tag im Freien neben dem Hauptgebäude zugewiesen worden. Es empfahl \#ich, entsprehend dem Vorgehen der übrigen Länder, auf diesem unter den Baumreihen der Esplanade des Invalides belegenen Plaß einen Annexbau zur kunstgewerblihen Abtbeilung zu errihten, einerseits um den febr umfangreihen Playansprüchen der deutschen kunstgewerblihen Aussteller B-fri-digung zu hafen, andererseits um die mehr industriellen Erzeugnisse, welhe nah dem französishen Ausftellungs-Programm der kunfstgewerblißen Gruppe angegliedert worden sind, von den rein kunstaewerblihzn Erzeugnissen zu trennen. Sie fehen aus der ganzen Konfiguration des Bauwerks, wie siz Ihnen die Abbildung zeigt, welhe Mühe der Architekt sich hat geben müssen, um seine Dachkonstruktion den meist sehr tief an- feßenden Kronen der Bäume anzubequemen. Auch in der Maschinen- abtheilung erwies sich der Deut!chland zugewiesene Raum als weitaus zu klin, und es war daher erforderlich, auf cinem voa der französischen Ausestellungsleitung nah langen Verhandlungen zur Ver- fügung gestellten Plaß im Freien eine besondere, große Maschinen- halle zu errihten, Auch diese finden Sie in dem Heftchen ver- zeichnet. Die Grundfläche dieser Maschinenhalle umfaßt über 1000 gm; das Gebäude ift in fo starker Eisenkonstcuktion her- geftellt, baß auch im Obergeshoß Maschinen arbeiten können, soweit. ihr Gewicht niht 1000 kg pro Quadratmeter übersteigt. Gin s{on jeßt tz Betrieb befindliches, sehr interessantes Ausstellungs- sttück bildet der deutscherseits für die deutshe Maschinen-Auéstellung gelieferte Montagekrahn. Es ift eine Berliner Firma, welche diesen Krahn in verbältnißmäßig kurzer Zeit gefertigt hat. Derselbe weist sehr gefällige Konstruktionsformen auf und vermag bei einer Spann- weite bon 26 m und bei einer Hubhöbße von 13,5 m Lasten bis zu 30 000 kg zu heben. Die Belaftungsprobe if zur vollsten Zufri-den- heit verlaufen, und es haben si die französishen Ingenieure ebenso wie die deutshen shc anerkennend über die geshickte und sahzemäße Ausführung diefes Hebeapparates ausgesprohen. Meine Herren, fonst enthält das Jhnen vorliegende Hefthen nur noch einzelne Grundrifse für die kunftgewerblihe Abtheilung. Ih brauche das hohe Haus um so mene mit einer Aufzählung der Firmen zu ermüden, welche an der kunstgewerblihen Ausstellung theilnehmen, als {hon in den G'undrissen selbst die wesentlihfte Eintheilung der Plätze ersihht- lih gemacht is. Diesen thatsählihen Aus|ührungen glaube ih noch einige kurze Bemerkungen allgemeinerer Art beifügen zu folen Mein Verhältniß zu den französiscken Ausst:llungs- beböôcven und zu den Herren Kommissaren der übrigen Nationea ift fortdauernd ein durhaus günstiges. Fnsbesoadere sind der Generalkommifsar der Ausstellung, der Präsident Picard, und der hauptfählich mit den Ausstellungen der fremden Nationen befaßte General-Direktor Delqgunay-Bellevill-, eim Mann, welcher mit be- deutendem organifatorishen Talent großen Takt und feinste Umgangs- formen verbindet, mir stets sehr freundlich entgegengekommen und ebenso wenig laffen au meine Beziehungen zu den übrigen, hohe Stellungen befleidenden, franzöfisch:n Ausftellungsbeamten zu wünschen übrig. Auf den deutshen Bauplägen und auf den Meontagepläten für die deutschen Maschinen ift ein fehr großer Theil aus Deutschland entsandter Arbeiter zusammen mit französischen Arbeitern thätig, und ih freue mi, konstatieren zu konnen, daß diese Arbeiter \tcts in bester Weise zusammen gearbeitet haben, und daß bisher auch nicht ' der leiseste Mißklang dieses ebenfo friedlih: wie erfolgreihe Zuasammen- arbeiten gestört hat. Meine Herren, zum Schlufse noch ein furzes Wort übec die Finanzlage. ‘Die Finanzierung eines ?o großen und weitangelegten Unternehmens, wie es die Betheiligung des MNeiches an der Pariser Weltausitellung darstellt, ift an und für sich überaus heikel und s{chwierig und erfordert eine fehr sorafältize Abwäzung aller für die V-rausgabung der Mitt-l in Betract kommenden Momente. Die Schwierigkeiten werden noŸH sehr efentlih dadur erhöht, daß man bei der Aufft:lung der Etat8- positionzn sich der Natur der Sah: nah vielfah ganz unge- wissen Verhältnissen gegenübersieht, und daß im Verlauf der Vor- vereitungen häufig bie Nothwendigkeit zu Aufwendungen für Zwecke sih ergiebt, welhe bei der Aufstellung de3 Budgets [{chlehterdings niht vorausgefehen werden konnten. Diese Erscheinung ift denn auch bei den fehr langwierigen Vorbereitungen für die Pariser Ausftellung wieder zu Tage getreten. Jch konnte selbstyer- ständlih niht wissen, daß ih es nöthig haben würdz, eine so kost- ipielige Maschinenhalle für die deuiscen Aussteller zu bauen, eine so kostspielige Erweiterung des Platzes für die landwirth\chaftlihe Aus- stellung vorzunebm-n, eine so kostspielige Anlage unter den Baum- reihen der Esplanade des Invalides zu errihten, und ebensowenig konnte ih wissen, daß ich in Vincennes fo beträchtliche Aufwendung?n erfordernde Baut?n auszu!ühren und so hohe Beiträze zu den französisherseits daselbst errihteten Bauten zu zahlen haben würde. Gleichwohl, meine Herren, kann ich der Versihzrung Ausdruck geben, daß, falls nicht ganz unerwartete Ereignisse eintreten, die zudem noch unerwartet hohe Mittel erfordern, ih mit den mir bewilligten Summen sicherliÞh aus- kommen werde. Ih hege die zuversihtlihe Hoffnung, daß es mit Hilfe ter Reichsfubvention gelingen wird, die deatshe Fadustrie in allen Grupven würdig und eindrucksvoll zu vertreten, und es bleibt tes ci Ma N g e e en hoben gesetzgebenden Körperschaften des Reichs für ihre iiberale Bewilligur as de deutschen Aussteller wärmftens zu danken. Ie A R A R Abg. Dr. Roesficke- Kaiserslautern (d. k. F.): Der Reichskanzler hat uns hier erklärt, es gelhehe füc die deutshe Landwirthschaft alles, was geschehen könne. Ich habe dem nähzr nahzeforscht und soße auf
Sie, daß mit diesen Summen die deutsche Viehzucht wirksam verteeten
üigland hat aber die Absperrung8maßregeln feineswegs
‘88 angenehmen Aufgabe beschäftigt, die Façaden mit dem
schaft aus dem Fünf-Misllionen-Fonds.
erforderlihen malerishen SHmuck zu versehen. Au tas Innere des
Haus ift, wie Sie sehen, auf einer Plattform gebaut, unter
Geheimer Ober-Regierungsrath Dr. R ichter: Meine Herren! Der verehrte Hzrr Vorredner hat, wenn ih ihn ritig verftanden have, behauptet, daß ih der Landwirthschaft in dem kurzen Vortrag, welchen ich die Ehre hatte, Ihnen zu halten, niht Erwähnung gethan hätte. Meine Herren, diese Behauptung i irrig und kann wohl nur darauf beruhen, daß der geehrte Herr Vorredner meinem Vortrage niht vollftänd'g zugehört hat. Jch habe mir im Gegentheil erlaubt, auzzuführzn, und zwar wörtlich, daß die Pariser Weltauéëftellung die erste Ausstellung sein wird, auf wel{er eine einheitlihe, geshlofsene, nah wissenschaftlihen Grundfägen geordnete Kollektivzusftellunz der deutshen Landæœirthshaft veranstaltet werden wird. Ferner hat der verehrte Herr Vorredner be- hauptet, daß die Mittel, welche aus der Reichssubvention für die Zwecke der landwirthshaftlichen Ausftellung zur Verfügung gestellt worden seien, nit im richtigen Verhältniß ständen einerseits zu der Größe der Reihsfutvzntion und andererseits zu den Summen, welhe den an der Ausstellung betheiligten Irdustriegruppen reihs- seitig zugewiesen worden seien. Dieser Behauptung muß ih auf das Entschiedenste und Bestimmteste widersprehen. So kann man über- haupt nit rechnen, daß man sagt: das Reich hat fünf Millionen Mark bewilligt, 109 000 M bekommt die Landroirthsaft, folglich ist alles übrige den industriellen Ausstellern zugekommen. Jch habe die Ehre gehabt, Ihnen bei meinem Bortrage auseinanderzusezen, welhe sehr großen Summen auf diejenigea Aufæwzndungen entfallen, welhe dec All- gemeinbeit der deut!chen Auësteller, also ebenso sehr den landwirth- schaftlihen, wie den industriellen, zu gute kommen. Es sind das in erster Reihe die Summen für die verschiedenen großen Bauten, und ih habe dabei wiederum nit unterlassen zu erwähnen, daß bei dem Intereffe, welches die deutsche Landwirthschaft. an der Ausftellung nahm, und bei der Fürsorge, die ih gerade diesem Theile der Aus- stellung angedeihen lafsen zu follen glaubte — daß gerade da es nothwendig geworden is, mit sehr bedeutenden Kosten — ih fann übrigens die Summe nennen, es werden unaefähr 120 000 A fein — eine Erweiterung des teutshen Plages in der Landwirthschaftsgruppe durch Einbau einer Galerie hecbei- zuführen. Neben den Ausgaben für Bauten ist noch eine andere, be- sonders ins Gewicht fazllende zu erwähnen, welche gleihfalls allen Ausstelern ohne Unterschied zu gute kommt; die französishz Aus- stellung8leitung hat sfi nämlich programmgemäß das Ret vorbe- balten, die Planchers, Velums, Treanungswände der verschiedenen Sektionen 2c. in eigener Entreprise auszuführen und die Kosten von den an der Ausstellung betheiligten Fremdstaaten nah Maßgabe der be- seßten Flä? einzuziehen. Ih bin gegenwärtig noch nicht genau darüber unterrihtet, wie hoh sich der Betrag belaufen wird, den Deutsch- land für seine sehr großen Pläge an die französishe Ausstelluagsleitung zu zahlen baben wird. Ste werden sih aber ein Bild von der Größe dieses Betr2gs machen können, wenn ih Ihnen sagz, daß ih mit einer Differenz von etwa Plus oder Minus 100 000 Francs rehne. Jch würde über diefen Punkt sehr gern bald Klarheit haben, da es für mein Budget natürl:ch niht gleihgültig sein kann, ob ih mii 100000 Fr. mehr oder weniger zu rechnen habe. Was nun speziel die der Landwirthschaft bewilligte Reichs- fubvention anlangt, so fann die Landwirthschaft bei einer solchen Ausftellung natürli nicht nah Maßgabe der Bedeutung be- dat werden, welche ihr innerhalb der deutihen wirthshaftlihen Pro- duktion beizumessen ist, sondern zweifellos nur nah der Stellung, welhe ihr das franzôfishe Programm innerhalb der Ausftellung zuerkennt. Das französishe Programm entbält 18 geshlofsene, einander völlig gleihftehende Gruppen. An 16 dieser Gruppen ift Deutsbland in ziemlich glei bedeutendem Umfange betheiligt, und es würde daber gerechter Weise die Landwirthschaft nur auf etwa den sehzebnten Theil desjenigen Betrags des Ausftellungsfonds Anspruch erbeben Tönnen, welher überhaupt für Subventionen an einzelne Aus- steller und Ausftellergcuppen zur Verfügung fteht, Meine Herren, das Verhältniß fieht aber so, taß die Landwirthschaft dee {he gewährien Baarsubzention von ungefähr 123000 G — wobei ich also die Kosten für die Erweiterung des Plaßes nicht einrechne — ungefähr vier- bis achtmal fo viel erhält. als icgend eine andere Gruppe. Ih möhte dabei nicht unerwähnt lassen, daß von seiten unserer Industrie
nz enorme Opfer für d25 Unternehmen gebracht werden.
enn Sie bedenken, meine Herren, daß z. B. in unserer elektrischen Gruppe Maschinen stehen, füc deren Aufstelung jede der betheiligten Firmen ungefähr eine halbe Million hat aufwenden müßen, so werden Siz erkennen, mit welch beträhtlißhen Summen die deutshe In- dustrie zu Gunsten des Unternehmens eingetreten ift und eintreten muß. Der landwirthschaftlihen Ausstellung, meine Herren, sind — das glaube ih behaupten zu können — die Installierungs- kosten im wesentlihen erspart geblieben. Es sind die Kosten für die sehr hübsche und boffentlih sehr erfolgreihz landwirthschaftliche Ausstellung in der Hauptsache durch die zur Verfügung gestellten Reichsmittel gedeckt, und es wäre mir interessant zu erfahren — ih weiß es selbst niht mit Bestimmtheit — ob von den einzelnen an der Ausstellung betbeiligten Landwirthen überhaupt irgend welche Beiträge und Zuschüsse zu den Ausstellungskosten erfordert worden sind; ih glaube es kaum. Weine Herren, mehr als Alles kann man aus der Reichssubvention doh wirklih au nicht bezahlen. Was dann die Viehausftellung betrifft, so beklage ih es gewiß, daß die Quarantänemaßregel unsere Vieb-Ausstelung zu gefährden droht. Die Pferde - Ausftellung ist gefihert. Die
Pferde - Aussteller sind mit den zur Verfügunz gestellten Bei- trägen volllommen zufriedengestellt, sie haben sogar “anerkennen müssen — das ift mir von verschiedenen Seiten gesagt worden —, daß die gewährten Mittel ißre Erwartungen übertroffen hätten. Die Mittel find größer, als die bei der Chicagoer Ausstellung zur Verfügung ge- stellten, obwoßl damals die Thiere eine sehr lange Quarantäne aus- zustehen hatten. Die Zuwendungen für dic Vieh-Avsftellung hätten ja immerhin nohetwas erweitert werden könnes, wenn es dringend erforderlih gewesen wäre, und ih kann dem Hzrra Vorredner erklären, daß ih auf eine folhe Erweiterung durhaus gefaßt war, uno zu einer, natürli in angemessenen Grenzen zu haltenden Echöbhung der Subventtonen au noch bereit sein würde, wenn di: Auéftellung troß der Quarantäne beshickt werden sollte. Die Quarantäne richtet si niht etwa, wie es nah den Ausführungen des geehrten H:rrn Vocredners angenommen werden könnte, gegen Deutschland allzin; die anderen Länover sind in ganz gleichen, zum theil noch in viel shwierigeren Verhältnissen. Die Vieh- produktionen von Rußland, von dea Vereinigten Staaten von Amerika und von der Ausstellung gänzlih auszeshloss:n, es darf aus diesen Ländern überhaupt kein Stück Vieh in die Ausstellung. Nur das Vieh aus der Shweiz und Deutschland hat etn zehntägige Quarantäne durch¡umahen. Meine Herr:n ih bin sahverständig nit genügend vorgebildet, um entscheiden zu können, ob die Auf- erlegung dieser zehntägigen Quarantäne, die ih sebr beklaze, eine un- gere!fectigte Behandlung Deutschlands im Verhältniß zu England darstellt. Jch glaube, wir werden uns mit den Lindern, die mit uns in gleiher Lage sind, trösten müfsea, uad werden, wie es geschehen ift im Verein mir diesen Ländern versuh-:n müssen, den fcan- zösischen Herrn Landwirthshafts - Minister zur Aufhebunz dirfér Quarantänemaßregel zu bestimmen. Jh weiß nicht, ob “das er- reihbar sein wird, ih kann aber versihern, daß ih alles, was in mein-n {wachen Kräften ftebt, thun werde, um dieses Ziel herbei- zufühcen, Jh würde das Zustandekommen der Viehausstellung mit großer Freude begrüßen, zumal ih von Anfang an alle Kraft daran gefeßt habe, um eine würdige und eindruckëvolle Repräsentation der deutshen ViehzuŸt auf der Pariser Ausftellung sier zu stellen.
Oesterreih - Ungarn sind von
Abg. Dr. Noesicke» Kaiserslautern: Wir müssen uns do ganz
energisch dagegen verwahren, daß man die gesammte dz - wirtschaft gegenüberftellt einer einzigen Pa Gruppe R Umforsfst ift das gute Zuchtvieh nit jo theuer ; das kostet eine Unfumme Geld und Jatekligenz, Man sicht auh hier wieder, wie die Land- wirthshait als Stiefkind behandelt wird; und wenn die Ausfteller
iht pveriana o s L E mene Be ngt haben, fo zeugt das von der Bescheidenheit der
Geheimer Ober - Regierungsrath Dr. Richter: Meine Herren,
R I F M Ee) 7 T
E S Ses E O C erei
E REGZ