Source: https://www.strafverteidiger-berlin.info/strafbefehl-eine-kurze-erlaeuterung/
Timestamp: 2019-09-23 18:26:18
Document Index: 54816351

Matched Legal Cases: ['§ 153', '§170', '§ 153', '§ 154', '§ 154', '§ 263', '§ 263', '§ 185']

Strafbefehl - Eine kurze Erläuterung - Strafverteidiger Berlin
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Strafbefehl – Eine kurze Erläuterung
5. Juni 2010 | Von Rechtsanwalt Albrecht Popken LL.M. | Kategorie: Informationen zum Strafbefehl, Strafverfahren
Sie haben einen Strafbefehl erhalten? Das kann eine gute oder eine schlechte Nachricht sein. Die gute Nachricht: Es hätte schlimmer kommen können. Mit dem Strafbefehl können nämlich höchstens Bewährungsstrafen bis zu einem Jahr verhängt werden, in den allermeisten Fällen werden Geldstrafen auferlegt. Wenn Sie einen Strafbefehl bekommen haben, ist es also ganz so schlimm nicht gekommen.
Die schlechte Nachricht: Die Strafjustiz hat gegen Sie wegen einer Straftat ermittelt, am Ende des Ermittlungsverfahren ist man zu dem Ergebnis gekommen, das Sie eine Straftat begangen haben und dass man Ihnen diese Straftat auch nachweisen kann. Mit anderen Worten: Man hat Sie erwischt. Deshalb will man Sie bestrafen, wie hoch Ihre Strafe sein soll, können Sie im Strafbefehl nachlesen. Der Strafbefehl ist also vergleichbar mit einem Urteil.
Im Strafbefehlsverfahren verzichtet man auf die mündliche Hauptverhandlung, also auf den eigentlichen Prozess. Entschieden wird allein nach Aktenlage. Das kann ein Vorteil sein: Sie müssen nicht als Angeklagter vor Gericht erscheinen, die Sache kann mit dem Strafbefehl erledigt sein. Das kann aber auch ein erheblicher Nachteil sein, vor allem dann, wenn Sie der Meinung sind, dass Sie nichts Falsches getan haben.
Das Gesetz gleicht den Nachteil allerdings aus: Wenn Sie Einspruch gegen den Strafbefehl einlegen, wird der Strafbefehl nicht rechtskräftig und es wird eine Hauptverhandlung geben. Sie haben dann Gelegenheit, in der mündlichen Verhandlung dem Richter Ihre Sichtweise der Dinge darzulegen. Können Sie ihn überzeugen, wird er Sie womöglich freisprechen oder die Strafe mildern. Gelingt Ihnen das allerdings nicht, kann es auch sein, dass der Richter Sie zu einer höheren Strafe verurteilt. Es kann also schlimmer kommen. Deshalb sollte man vor einem Einspruch gegen einen Strafbefehl sehr sorgfältig die Risiken und die Chancen abwägen.
Unser Rat: Sprechen Sie mit einem Rechtsanwalt bzw. einem Strafverteidiger, bevor Sie sich für einen Einspruch entscheiden. Es kann nämlich schlimmer kommen, als es schon ist. Die Telefonnummer Ihrer Rechtsanwälte für Strafrecht in Berlin: 330 999 990.
Tags: Informationen zum Strafbefehl
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