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Timestamp: 2018-04-21 02:15:08
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Pressemitteilung - BGH: Fehler bei der Anlageberatung verjaehren gesondert
BGH: Fehler bei der Anlageberatung verjaehren gesondert
Pressemitteilung ver�ffentlicht am: 29.07.2015 08:16 Uhr
BGH: Fehler bei der Anlageberatung verj�hren gesondert
http://www.grprainer.com/Kapitalmarktrecht.html Bei einer fehlerhaften Anlageberatung verj�hrt jeder Beratungsfehler einzeln. Diese Rechtsprechung hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 2. Juli 2015 (III ZR 149/14) bekr�ftigt.
GRP Rainer Rechtsanw�lte Steuerberater, K�ln, Berlin, Bonn, D�sseldorf, Frankfurt, Hamburg, M�nchen und Stuttgart f�hren aus: Eine fehlerhafte Anlageberatung bei Kaitalanlagen kann zu Schadensersatzanspr�chen der Anleger f�hren. Dabei k�nnen dem Anlageberater mehrere Fehler unterlaufen. Jeder dieser Fehler verj�hrt gesondert, entschied der BGH mit Urteil vom 2. Juli und st�rkte damit auch die Chancen der Anleger, Schadensersatzanspr�che durchzusetzen.
Wird der Schadensersatzanspruch eines Anlegers auf verschiedene Aufkl�rungs- oder Beratungsfehler gest�tzt, beginne die Verj�hrung nicht einheitlich, wenn bez�glich eines Fehlers bzw. Umstands Kenntnis oder grob fahrl�ssige Unkenntnis vorliegt. Vielmehr sei jede Pflichtverletzung in Fragen der Verj�hrung eigenst�ndig zu behandeln, stellten die Karlsruher Richter klar.
Konkret machte der BGH deutlich, dass die erschwerte Fungibilit�t einer Kommanditbeteiligung, also die erschwerte Handelsbarkeit von Fondsanteilen, und die fehlende Eignung einer Beteiligung zur Altersvorsorge voneinander abgrenzbare Gesichtspunkte seien, die Gegenstand eigenst�ndiger Aufkl�rungs- und Beratungspflichten sein k�nnen und verj�hrungsrechtlich einzeln zu behandeln seien.
Ein Anleger hatte sich 1994 an einem geschlossenen Immobilienfonds beteiligt. Dabei habe er erkl�rt, dass er grunds�tzlich nur an einer zur Altersvorsorge geeigneten Kapitalanlage interessiert sei. Daraufhin sei ihm die Beteiligung an dem geschlossenen Immobilienfonds als lukrativ und sicher empfohlen worden. �ber die Risiken wie fehlende Fungibilit�t und Totalverlust der Einlage sei er nicht aufgekl�rt worden. Die Aussch�ttungen des Fonds blieben schnell hinter den prospektierten Erwartungen zur�ck und 2006 fast ganz aus. 2011 klagte der Anleger daher auf Schadensersatz wegen Falschberatung. Das Landgericht Berlin wies die Klage jedoch ab, da die Schadensersatzanspr�che sp�testens Ende 2010 verj�hrt seien.
Der BGH hob die Entscheidung auf. Zwar h�tte dem Anleger auf Grund der negativen Entwicklung und drohenden Insolvenz des Fonds sp�testens 2007 klar sein m�ssen, dass die Beteiligung keineswegs risikolos und nicht zum Aufbau einer Altersvorsorge geeignet ist. Allerdings seien die Anspr�che wegen der fehlenden Aufkl�rung �ber die mangelnde Fungibilit�t noch nicht verj�hrt. Denn dies habe der Anleger nicht aus der negativen Entwicklung schlie�en k�nnen.
Gesch�digte Anleger k�nnen sich an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht kompetenten Rechtsanwalt wenden.
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