Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GE%202006,1034
Timestamp: 2020-01-23 16:14:08
Document Index: 356931347

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 566', '§ 535', '§ 320', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 535', 'BGH', '§ 566', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 566', '§ 566', '§ 566', '§ 566', '§ 566', '§ 566', 'BGH', '§ 566', 'BGH', 'BGH', '§ 535', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 281', '§ 281', 'BGH', '§ 119', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 261', 'BGH']

Rechtsprechung: GE 2006, 1034 - dejure.org
https://dejure.org/2006,607
BGH, 19.06.2006 - VIII ZR 284/05 (https://dejure.org/2006,607)
BGH, Entscheidung vom 19.06.2006 - VIII ZR 284/05 (https://dejure.org/2006,607)
BGH, Entscheidung vom 19. Juni 2006 - VIII ZR 284/05 (https://dejure.org/2006,607)
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BGB §§ 566 Abs. 1, 535 Abs. 1 Satz 2, 320 Abs. 1 Satz 1
Auswirkungen der Veräußerung vermieteten Wohnraums durch den Vermieter an einen Dritten auf das Zurückbehaltungsrecht des Mieters an der rückständigen Miete wegen eines vor der Veräußerung entstandenen Mangels der Mietsache; Maßgeblicher Zeitpunkt für die Verpflichtung ...
Zurückbehaltungsrecht wegen Mietmangels
Zurückbehaltungsrecht des Vermieters bei Veräußerung an Dritten
Rechtsfolgen der Veräußerung vermieteten Wohnraums nach der Überlassung an den Mieter
Wohnraummietrecht - Zurückbehaltungsrecht an Miete bei Veräußerung der Mietsache
Kauf bricht nicht Miete - aber das Zurückbehaltungsrecht!
Mietrecht - Zurückbehaltungsrecht und Wohnungsveräußerung
Zurückbehaltungsrecht wegen Mängeln bei Vermieterwechsel
Eigentümerwechsel und Wohnungsmängel
Mieter darf Miete bei Wohnungsmängeln nur gegenüber dem jeweiligen Eigentümer zurückbehalten - Vermieterwechsel kann dem Mieter Nachteile bringen
Mangel der Mietsache: Kann nach einem Vermieterwechsel gegenüber dem Altvermieter noch ein Zurückbehaltungsrecht ausgeübt werden?
Veräußerung der Mietsache: Mieter verliert Zurückbehaltungsrecht gegenüber Alt-Vermieter! (IMR 2006, 69)
AG Berlin-Schöneberg, 07.12.2004 - 3 C 182/04
LG Berlin, 21.10.2005 - 63 S 37/05
MDR 2007, 141
NZM 2006, 696
ZMR 2006, 761
Der aus § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB folgende Erfüllungsanspruch des Mieters kann dem Vermieter - neben der Minderung - grundsätzlich gemäß § 320 BGB entgegengehalten werden (BGH, Urteile vom 7. Mai 1982 - V ZR 90/81, BGHZ 84, 42, 45 f.; vom 19. Juni 2006 - VIII ZR 284/05, NZM 2006, 696 Rn. 9; Senatsbeschluss [Rechtsentscheid] vom 26. Oktober 1994 - VIII ARZ 3/94, BGHZ 127, 245, 250; jeweils mwN).
Wie das Berufungsgericht richtig gesehen hat, handelt es sich bei der Hauptleistungspflicht des Vermieters aus § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB um eine in die Zukunft gerichtete Dauerverpflichtung (Senatsurteil vom 19. Juni 2006 - VIII ZR 284/05, NZM 2006, 696, Tz. 11).
Im Falle der Beendigung des Mietverhältnisses hingegen kommt ein Zurückbehaltungsrecht wegen eines Mangelbeseitigungsanspruchs ohnehin nicht mehr in Betracht, denn es handelt sich dabei um einen in die Zukunft gerichteten Erfüllungsanspruch, der nur während der Dauer des Mietverhältnisses besteht (vgl. Senatsurteil vom 19. Juni 2006 - VIII ZR 284/05, NZM 2006, 696 Rn. 12 f.).
Durch den Eigentumsübergang tritt hinsichtlich der vertraglichen Ansprüche eine Zäsur ein: alle schon vorher entstandenen und fällig gewordenen Ansprüche bleiben bei dem bisherigen Vermieter und nur die nach dem Zeitpunkt des Eigentumswechsels fällig werdenden Forderungen stehen dem Grundstückserwerber zu (…BGH, Urt. v. 9.2.2005, DWW 2005, 103 = GE 2005, 362 = NJW 2005, 1187 = NZM 2005, 253 = WuM 2005, 201 = ZMR 2005, 354 - VIII ZR 22/04; Urt. v. 19.6.2006, GE 2006, 1034 = NZM 2006, 696 = WuM 2006, 435 = ZMR 2006, 761 - VIII ZR 284/05;… Palandt/Weidenkaff, BGB, 69. Aufl. 2010, § 566, RdNr. 17).
Die Beklagte kann dem Anspruch des Klägers auf Zahlung des rückständigen Mietzinses kein Zurückbehaltungsrecht wegen etwa einmal vorhandener Mängel mehr entgegen halten, dies schon deshalb nicht, weil entsprechende Gegenrechte mit dem Eigentumsübergang und der damit eingetretenen Rechtsnachfolge auf Seiten des Vermieters erlöschen (vgl. BGH, NZM 2006, 696), dem früheren Vermieter im Übrigen auch nicht mehr als Druckmittel entgegengesetzt werden können (vgl. BGH NJW 1982, 874).
Hierfür haftet nur der Veräußerer und bisherige Vermieter (vgl. BGH, Urt. v. 19.06.2006, VIII ZR 284/05, juris Rn. 10, NZM 2006, 696;… Weidenkaff, in: Palandt, 72. Aufl. 2013, § 566 Rn. 21;… Streyl, in: Schmidt-Futterer, Mietrecht, 10. Aufl. 2011, § 566 Rn. 86;… Blank, in: Blank/Börstinghaus, Miete, 3. Aufl. 2008, § 566 Rn. 40;… Häublein, in: MüKo-BGB, 6. Aufl. 2012, § 566 Rn. 30, 34;… Herrmann, in: Bamberger/Roth, Beck'scher Online-Kommentar BGB, 01.02.2013, § 566 Rn. 25;… Emmerich, in: Staudinger-BGB 2011, § 566 Rn. 48 ff.) .
So ist der bereits entstandene Anspruch aus der Schriftformvorsorgeklausel nicht entsprechend dem Anspruch auf Erhaltung der Mietsache als eine Art Dauerverpflichtung anzusehen, bei der der Anspruch als Gegenleistung für die laufend geschuldete Miete stets neu entsteht und damit dem Erwerber entgegenzuhalten ist (vgl. BGH, Urt. v. 19.06.2006, VIII ZR 284/05, juris Rn. 11, NZM 2006, 696) .
OLG Rostock, 14.11.2019 - 3 U 28/18
Zum einen ist ein Zurückbehaltungsrecht nur gegenüber demjenigen wirksam ausgeübt, den der Vorwurf einer Vertragspflichtverletzung trifft und kann somit nicht gemäß § 566 BGB übergehen (BGH, Urt. v. 19.06.2006, VIII ZR 284/05, NZM 2006, 696 = GE 2006, 1034).
Bei der Hauptleistungspflicht des Mieters auf Gebrauchsgewährung und Gebrauchserhaltung handelt es sich um eine Dauerverpflichtung des Vermieters (BGH Urteil vom 19.06.2006 - VIII ZR 284/05, GE 2006, 1034, Tz. 11).
Denn es handelt sich bei der Hauptleistungspflicht des Vermieters aus § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB um eine in die Zukunft gerichtete Dauerverpflichtung (BGH, Urt. v. 19. Juni 2006 - VIII ZR 284/05, NZM 2006, 696, Tz. 11).
LG Berlin, 31.10.2006 - 63 S 194/06
Erheblichkeit der Mängel einer Mietsache
https://dejure.org/2006,1304
BGH, 03.05.2006 - VIII ZB 88/05 (https://dejure.org/2006,1304)
BGH, Entscheidung vom 03.05.2006 - VIII ZB 88/05 (https://dejure.org/2006,1304)
BGH, Entscheidung vom 03. Mai 2006 - VIII ZB 88/05 (https://dejure.org/2006,1304)
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Auch eine Verweisung des Rechtsstreits in entsprechender Anwendung des § 281 ZPO (nach einem vom Kläger noch zu stellenden Antrag mit verbundenem Wiedereinsetzungsantrag) scheidet nach der ständigen Rechtssprechung des Bundesgerichtshofs aus, weil die Vorschrift des § 281 ZPO für die funktionelle Zuständigkeit nicht gilt ( BGH FamRZ 1996, 1544 ; NJW 2006, 2782).
Auch eine formlose Abgabe des Verfahrens an das funktionell zuständige Gericht entsprechend den für das Kartellverfahren geltenden Sonderregeln kommt nicht in Betracht, weil die Bestimmung des § 119 Abs. 1 Nr. 1b GVG nicht mit vergleichbaren Unsicherheiten wie das Kartellverfahren belastet ist (siehe BGH NJW 2006, 2782 [BGH 03.05.2006 - VIII ZB 88/05] ).
Das aus dem Grundsatz der Rechtssicherheit abgeleitete Gebot der Rechtsmittelklarheit gebiete es, dem Rechtsuchenden den Weg zur Überprüfung gerichtlicher Entscheidungen klar vorzuzeichnen (BGH, Beschluss vom 3. Mai 2006, NJW 2006, 2782-2784 BGH, Beschluss vom 28. Januar 2004, NJW-RR 2004, 1073; BGH, Beschluss vom 1. März 2006, Juris; BGH, Beschluss vom 28. März 2006; Juris, BGH, Urteil vom 15. Februar2005, NJW-RR 2005, 780).
(BGH, Beschluss vom 3. Mai 2006, NJW 2006, 2782-2784), Der Bundesgerichtshof zieht ausdrücklich eine Parallele zu der Regelung des § 261 Abs. 3 Nr. 2 ZPO, wonach die einmal begründete Zuständigkeit des Prozessgerichts durch eine Veränderung der sie begründenden Umstände nach Rechtshängigkeit nicht berührt wird (…BGH, aaO).