Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WRP%202009,%20432
Timestamp: 2019-09-17 01:28:10
Document Index: 45480357

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Umfang der Befugnis rechtsfähiger Verbände zur Förderung gewerblicher Interessen im Rahmen der Geltendmachung von Abwehransprüchen wegen gezielter Mitbewerberbehinderung; Geltendmachung eines Unterlassungsanspruchs unter dem Gesichtspunkt einer gezielten Behinderung von ...
WRP 2009, 432
Das Gericht berücksichtigt auch, dass das Ausspannen und Abfangen von Kunden nur dann wettbewerbswidrig ist, wenn auf Kunden, die bereits dem Mitbewerber zuzurechnen sind, in unangemessener Weise eingewirkt wird, um sie als eigene Kunden zu gewinnen oder zu erhalten (BGH GRUR 2001, 1061 [BGH 17.05.2001 - I ZR 216/99] - Mitwohnzentrale.de; GRUR 2007, 987 [BGH 29.03.2007 - I ZR 164/04] - Änderung der Voreinstellungen; GRUR 2009, 416 [BGH 02.10.2008 - I ZR 48/06] ; GRUR 2007, 987 [BGH 29.03.2007 - I ZR 164/04] ; GRUR 2009, 500 [BGH 22.01.2009 - I ZR 30/07] ).
Dementsprechend sind Maßnahmen, die dem Anlocken von Kunden dienen, nicht schon deshalb als unlauter anzusehen, weil sie sich auf den Absatz des Mitbewerbers nachteilig auswirken können, sondern erst dann, wenn sie auf die Verdrängung des Mitbewerbers abzielen und den Kunden unzumutbar belästigen oder unangemessen unsachlich beeinflussen (BGH GRUR 2009, 416 [BGH 02.10.2008 - I ZR 48/06] ).