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Timestamp: 2019-04-24 14:03:03
Document Index: 340516693

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 57', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 7', '§ 4', '§ 4', '§ 2']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein NordSelSeeNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Nordteil des Selenter Sees und Umgebung" vom 15. November 1978 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Nordteil des...
juris-Abkürzung: NordSelSeeNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 15.11.1978
Fundstelle: GVOBl. 1978, 334
Gliederungs-Nr: 791-4-22
"Nordteil des Selenter Sees und Umgebung"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Nordteil des Selenter Sees und Umgebung" vom 15. November 1978 01.01.2003
Aufgrund des § 14 und des § 57 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes vom 16. April 1973 (GVOBl. Schl.-H. S. 122), zuletzt geändert durch Gesetz vom 20. Dezember 1977 (GVOBl. Schl.-H. S. 507), wird verordnet:
(1) Der nördliche Teil des Selenter Sees mit Teilen seiner Umgebung, Kreis Plön, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet "Nordteil des Selenter Sees und Umgebung" wird unter Nummer 93 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 705 ha groß und umfaßt in den Gemarkungen
Fargau, Flur 2, das Flurstück 1/9 tlw.,
Wittenberger Passau, Flur 1, das Flurstück 5/1 tlw.,
Lammershagen, Flur 1, die Flurstücke 3/1 tlw., 2/1 tlw.,
Pratjau, Flur 3, das Flurstück 24 tlw.,
Pülsen, Flur 2,die Flurstücke 105/4, 106, 107, 108, 109, 116, 117, 185/115 tlw.,
Pülsen, Flur 3, die Flurstücke 55 tlw., 92/64, 93/64, 94/64, 95/64, 96/58, 97/58, 98/58, 99/58, 57, 90/56, 91/56, 65, 66, 67/1, 67/2, 68,69,
Warderhof, Flur 1, die Flurstücke 2/2, 27/1, 27/2, 26/1, 26/2, 25/1 tlw., 25/2, 24/1 tlw., 24/2 tlw., 23/1 tlw., 22, 21/1 tlw., 20/1, 18/1, 18/2,
Dransau, Flur 3, die Flurstücke 227/81, 226/80, 225/79, 224/75, 223/74, 222/73, 221/71, 220/70, 219/69, 72,
Niehaus-Giekau, Flur 3, die Flurstücke 75/6 tlw., 72, 82/2 tlw., 68/69 tlw.,
Niehaus-Giekau, Flur 11, die Flurstücke 27/1, 27/11, 22/3, 22/8 tlw.,
Niehaus-Giekau, Flur 12, die Flurstücke 29, 28/1,
Niehaus-Giekau, Flur 13, die Flurstücke 1, 2, 47/1 tlw., 37, 36 tlw., 35, 34, 33/1 tlw., 30 tlw., 27/3 tlw.,
Niehaus-Giekau, Flur 14, die Flurstücke 2/2 tlw., 2/3 tlw.
Unterschutz gestellt wird auch in der Gemarkung Pülsen, Flur 2, das Flurstück 102/4.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in der topographischen Karte im Maßstab 1:25.000 und der Katasterkarte im Maßstab 1:2.000 rot eingetragen. Die Karten sind beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde, beim Landrat des Kreises Plön als unterer Landschaftspflegebehörde und zusätzlich bei den Amtsvorstehern der Ämter Lütjenburg-Land, Selent, Schlesen und Probstei sowie bei den Bürgermeistern der Gemeinden Fargau-Pratjau, Martensrade, Lammershagen, Köhn und Giekau niedergelegt und können dort während der Dienststunden von jedermann eingesehen werden.
Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung eines großflächigen Binnenseegebietes mit angrenzenden Uferzonen, insbesondere als bedeutsamer Brut- und Rastplatz verschiedener Vogelarten. In ihm ist die Natur in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit erforderlich, zu entwickeln und wiederherzustellen.
das Naturschutzgebiet außerhalb von Wegen zu betreten,
die Wasserfläche mit Wasserfahrzeugen einschließlich Surfbrettern zu befahren,
Bodenbestandteile abzubauen oder die Bodengestalt oder die Wasserflächen auf andere Weise zu verändern oder zu beschädigen oder Gebilde von wissenschaftlicher, ökologischer, naturgeschichtlicher oder landeskundlicher Bedeutung zu beschädigen, zu sammeln oder zu verunstalten,
Bild- oder Schrifttafeln anzubringen, ausgenommen amtliche Hinweis- und Warntafeln,
Erstaufforstungen vorzunehmen und nicht heimische Gehölzarten außerhalb des Waldes zu pflanzen,
zu zelten; dem Zelten nach dieser Verordnung steht das ein- oder zweimalige Übernachten in einem Zelt gleich und
Unberührt von den Verboten des § 4 bleiben:
die ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche Bodennutzung sowie die Reetnutzung,
die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei durch den Fischerei-Ausübungsberechtigten,
die ordnungsgemäße Gewässerunterhaltung einschließlich der Errichtung von Pegeln,
das Betreten des Naturschutzgebietes und das Befahren der Wasserfläche im Naturschutzgebiet durch die Eigentümer und Nutzungsberechtigten sowie die Vertreter und Beauftragten der zuständigen Behörden und
die Ausübung des Eissports.
§ 4 Nr. 1 das Naturschutzgebiet außerhalb von Wegen betritt,
§ 4 Nr. 2 die Wasserfläche mit Wasserfahrzeugen einschließlich Surfbrettern befährt,
§ 4 Nr. 3 Pflanzen einbringt, entnimmt, beschädigt oder vernichtet,
§ 4 Nr. 4 Tiere aussetzt, wildlebenden Tieren nachstellt, sie durch Lärm oder anderweitig mutwillig beunruhig(, sie fängt, verletzt oder tötet oder Puppen, Larven, Eier oder Nester oder sonstige Brut-, Wohn- oder Zufluchtstätten dieser Tiere fortnimmt oder beschädigt,
§ 4 Nr. 5 Bodenbestandteile abbaut oder die Bodengestalt oder die Wasserflächen auf andere Weise verändert oder beschädigt oder Gebilde von wissenschaftlicher, ökologischer, naturgeschichtlicher oder landeskundlicher Bedeutung beschädigt, sammelt oder verunstaltet,
§ 4 Nr. 6 Sprengungen oder Bohrungen vornimmt,
§ 4 Nr. 7 Bild- oder Schrifttafeln anbringt, ausgenommen amtliche Hinweis- und Warntafeln,
§ 4 Nr. 8 bauliche Anlagen, Wege oder Einfriedigungen errichtet, Leitungen frei verlegt oder Lager oder Plätze jeder Art einrichtet,
§ 4 Nr. 9 Erstaufforstungen vornimmt und nicht heimische Gehölzarten außerhalb des Waldes pflanzt,
§ 4 Nr. 10 sonstige Eingriffe im Sinne des § 7 des Landschaftspflegegesetzes vornimmt,
§ 4 Nr. 11 zeltet oder in Zelten übernachtet oder
§ 4 Nr. 12 Feuer macht.
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Kreisverordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Bereich des Selenter Sees und Umgebung vom 15. Februar 1972 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 65), soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft, außer Kraft.