Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/vertraege-ueberpruefung-auslegungsbeduerftigkeit-3115598?pk_campaign=feed&pk_kwd=vertraege-ueberpruefung-auslegungsbeduerftigkeit
Timestamp: 2020-07-08 22:35:18
Document Index: 11690962

Matched Legal Cases: ['§ 133', '§ 546', '§ 133', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', 'BGH']

Verträge - und die Überprüfung ihrer Auslegungsbedürftigkeit | Rechtslupe
Verträge - und die Überprüfung ihrer Auslegungsbedürftigkeit
Ver­trä­ge – und die Über­prü­fung ihrer Aus­le­gungs­be­dürf­tig­keit
Ob eine ver­trag­li­che Rege­lung schon wegen ihres ein­deu­ti­gen Wort­lauts nicht aus­le­gungs­be­dürf­tig ist, ist eine Rechts­fra­ge (§§ 133, 157 BGB), die der Prü­fung des Revi­si­ons­ge­richts (§ 546 ZPO) unter­liegt [1].
In die­sem Zusam­men­hang kann die grund­sätz­li­che Fra­ge offen­blei­ben, ob eine ver­trag­li­che Rege­lung nach Wort­laut und Zweck einen der­art ein­deu­ti­gen und zwei­fels­frei­en Inhalt haben kann, dass für eine Aus­le­gung kein Raum bleibt [2], oder sich die Fest­stel­lung, ob eine Erklä­rung ein­deu­tig ist oder nicht, gera­de erst durch eine alle Umstän­de berück­sich­ti­gen­de Aus­le­gung tref­fen lässt [3].
Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs trägt die Par­tei, die sich auf außer­halb der Urkun­de lie­gen­de Umstän­de – sei es zum Nach­weis eines vom Urkun­den­text abwei­chen­den über­ein­stim­men­den Wil­lens der Betei­lig­ten, sei es zum Zwe­cke der Deu­tung des Inhalts des Beur­kun­de­ten aus der Sicht des Erklä­rungs­emp­fän­gers (§§ 133, 157 BGB) – beruft, die Dar­le­gungs- und Beweis­last für deren Vor­lie­gen [4].
Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 13. Mai 2016 – V ZR 225/​15
BGH, Urteil vom 10.02.1960 – V ZR 39/​58, BGHZ 32, 60, 63; BGH, Urteil vom 08.12 1982 – IVa ZR 94/​81, BGHZ 86, 41, 47[↩]
vgl. hier­zu BGH, Urteil vom 05.07.2002 – V ZR 143/​01, NJW 2002, 3164, 3165; BGH, Urteil vom 10.10.1957 – VII ZR 419/​56, BGHZ 25, 318, 319; Beschluss vom 13.12 2006 – XII ZB 71/​04, NJW 2007, 1460 Rn. 10[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 19.12 2001 – XII ZR 281/​99, NJW 2002, 1260, 1261; BGH, Beschluss vom 09.04.1981 – IVa ZB 6/​80, BGHZ 80, 246, 249 f.; Münch­Komm-BGB/­Bu­sche, BGB, 7. Aufl., § 133 Rn. 53[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 05.07.2002 – V ZR 143/​01, NJW 2002, 3164, 3165 mwN[↩]
Die teil­wei­se Ent­schei­dung durch Ver­säum­nis­ur­teil Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs darf ein Teil­ur­teil auch bei grund­sätz­li­cher Teil­bar­keit eines Streit­ge­gen­stands nur erge­hen, wenn die Gefahr ein­an­der wider­spre­chen­der Ent­schei­dun­gen auch infol­ge…
Der PKH-Antrag des Rechts­mit­tel­geg­ners vor Ein­rei­chung der… Einem in der Vor­in­stanz anwalt­lich ver­tre­te­nen Rechts­mit­tel­geg­ner kann im All­ge­mei­nen Pro­zess­kos­ten­hil­fe erst gewährt wer­den, wenn das Rechts­mit­tel begrün­det wor­den ist und die Vor­aus­set­zun­gen für eine…
VertragVertragsauslegung