Source: https://anwalt-kg.de/gesellschaftsrecht/gesellschaftsgruendung-gesellschaft-gruenden/
Timestamp: 2018-06-25 04:32:00
Document Index: 284006267

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 18', '§ 13', '§ 35', '§ 4', '§ 2', '§ 7', '§ 7', '§ 705', '§ 105', '§ 105']

Gesellschaftsgründung: So gründen Sie eine Gesellschaft | Anwalt-KG
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Gesellschaft gründen: Bundesweite Gesellschaftsgründung
Wir gründen Ihre Gesellschaft – Sie konzentrieren sich alleine auf Ihr Geschäft
Ziele der Gesellschaftsgründung
Ermittlung der passenden Rechtsform
Unsere Gründungsberatung zielt auf eine rechtssichere und durchdachte Gesellschaftsgründung ab. Um dies zu gewährleisten, muss im Beratungsgespräch die passende Rechtsform ermittelt werden. Einer unserer Fachanwälte berät Sie und erfragt Ihre Präferenzen und Wünsche. Nach einer Analyse Ihres Geschäftsmodells und Ihrer Angaben, kann eine erste Angabe bezüglich der Rechtsform gemacht werden. Die angemessene Vorbereitung ist verpflichtend, wenn Sie eine Gesellschaft gründen möchten.
Wird die Gründung in die Wege geleitet, erfolgt ein intensives Beratungsgespräch mit einem individuellen Anwalt. Es erfolgt eine detaillierte Bestandsaufnahme, die der Ausarbeitung aller Details der Gründung dient. Der Gesellschaftsvertrag ist das Herzstück jeder Gründung und setzt Ihre Anforderungen in ein juristisches Fundament um.
Häufige Beratungsfelder betreffen die Haftung der Gesellschafter, die steuerrechtlichen und buchhalterischen Anforderungen, die Möglichkeiten zur Beteiligung von Investoren, die Rechtspersönlichkeit der Gesellschaft sowie die Entnahmemöglichkeiten. Die Art der Rechtsform ist zudem stark von dem Geschäftsmodell abhängig. Ein Freiberufler, der sich allerdings an der Grenze zum Gewerbebetrieb bewegt, sollte beispielsweise eine Kapitalgesellschaft gründen, um durch eine spätere Aberkennung des Status keine Steuernachzahlung leisten zu müssen.
Vermeidung der privaten Haftung
Eines der wichtigsten Themen behandelt die private Haftung. Jeder Unternehmer sollte sich intensiv mit den Gesamtrisiken seiner Unternehmung beschäftigen. Um den wirtschaftlichen Totalverlust, sprich die Privatinsolvenz zu vermeiden, sollte eine Kapitalgesellschaft gegründet werden. Dank der Schaffung der Regelung zur Unternehmergesellschaft, lässt sich diese private Enthaftung ohne Anforderungen an das Stammkapital, wie bei der GmbH, realisieren. Bei bestimmten Konstellationen hingegen, kann auf die Kapitalgesellschaft verzichtet und eine Versicherung für die wichtigsten Risiken abgeschlossen werden. In jedem Fall ist eine umfassende Beratung hilfreich, um den gewünschten Zustand schnellstmöglich zu erreichen.
Eine Gründung auf eigene Faust kann unangenehme Spätfolgen haben. Auch mit den besten Absichten passiert es schnell, dass ein bestimmter juristischer Aspekt übersehen wird. So neigen Menschen generell dazu, sich ihre eigene Position passend zu denken. Eine falsche Bewertung im Bereich des Unternehmensrechts führt zu unnötigen Kosten. Schätzt ein Gründer sein Unternehmen etwa als freiberuflich ein, obwohl ein gewerblicher Betrieb vorliegt, kann das Finanzamt eine hohe Steuernachzahlung der Gewerbesteuer verlangen. Zudem wäre es passender gewesen eine Kapitalgesellschaft zu gründen.
Wenn Sie auf eine anwaltliche Durchführung der Gründung vertrauen, eliminieren Sie das persönliche rechtliche Risiko. Wir führen Ihre Gesellschaftsgründung mit anwaltlicher Gewähr durch und können auf etliche erfolgreiche Gründungen zurückblicken.
Minimaler Formalaufwand
Eine Gesellschaftsgründung geht mit einem nicht unerheblichen formalen Aufwand einher. Neben der Erstellung des Gesellschaftsvertrags, muss die Buchführung eingerichtet, das Gewerbe angemeldet, die IHK-Prüfung organisiert und die Gründung notariell beurkundet werden. Verlassen Sie sich auf ein spezialisiertes Anwaltsteam und fokussieren Sie sich auf den erfolgreichen Start Ihres geschäftlichen Vorhabens.
Eine Gesellschaft zu gründen, dient der Schaffung eines juristischen Rahmens zur rechtssicheren Führung von Geschäften. Im deutschen Sprachgebrauch versteht man unter der Gesellschaft eine Rechtsform, die eine gesetzliche Grundlage hat. Sie ist ein Zusammenschluss mehrerer Einzelpersonen oder juristischer Personen (Gesellschafter), die unter gemeinsamer Absprache in Form eines Vertrages (Gesellschaftsvertrag) einen gemeinsamen Zweck verfolgen (Gesellschaftszweck). Eine Gesellschaft kann dabei profitorientierter oder gemeinnütziger Natur sein.
Die Bündelung der gesetzlichen Grundlage in Deutschland für die Gründung einer Gesellschaft, wird als Gesellschaftsrecht bezeichnet. Es umfasst eine Bündelung von Normen aus verschiedenen Teilen des Rechts. Die meisten Vorschriften finden sich im Aktiengesetz (AktG), Genossenschaftsgesetz (GenG), Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG), Gesetz über Partnergesellschaften angehöriger freier Berufe (PartGG) und dem Handelsgesetzbuch (HGB).
Grob werden Gesellschaften in Personengesellschaften, Kapitalgesellschaften und Einzelunternehmen unterteilt. Die Personengesellschaften zeichnen sich durch eine vergleichsweise einfache Gründung aus, während es an Möglichkeiten zur Haftungsbeschränkung mangelt. Der formale Aufwand während des laufenden Betriebes ist unkomplizierter. Die Kapitalgesellschaften unterliegen strengeren Anforderungen und sind etwas aufwendiger zu betreiben, wegen höheren Anforderungen an die Buchhaltung und steuerlichen Pflichten. Sie gehen jedoch meist mit beschränkter Haftung der Gesellschafter einher. Das Einzelunternehmen ähnelt in seiner Beschaffenheit eher den Personengesellschaften. Es ist allerdings auf eine Person ausgelegt.
Die wichtigsten privatrechtlichen Gesellschaften sind die Folgenden:
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
Offene Handelsgesellschaft (OHG) GmbH & Co. KG (Mischform)
Kommanditgesellschaft (KG) Unternehmergesellschaft (UG)
Partnergesellschaft (PartG) UG & Co. KG (Mischform)
Die Vorbereitung Ihrer Gesellschaftsgründung
Gesellschaft gründen – Schritt für Schritt
Der erste Schritt der Gründung ist die Erstellung eines Businessplans. Dieser hilft Ihnen, Ihr Vorhaben realistisch und unter vielen Gesichtspunkten einzuschätzen und kann auch zur Vorlage bei Investoren eingesetzt werden.
Sichern Sie schon früh die Finanzierung und das Marketing Ihres Gründungsvorhabens ab. Ihr Start-UP benötigt von Beginn an Geld.
Lassen Sie die juristischen Grundpunkte wie Rechtsform oder Genehmigungen klären.
Finden Sie einen passenden und rechtlich zulässigen Firmennamen.
Bevor Sie sich als Gründer auf die eigentliche Gründung Ihrer Gesellschaft einlassen, sollten Sie sich ausreichend Zeit für die detaillierte Vorbereitung und sorgfältige Planung Ihrer Gründung nehmen.
Vier grundlegende Schritte zur Vorbereitung der Gesellschaftsgründung
Der Gründungsvorgang ist natürlich kein schematischer Vorgang, der sich auf viele kleine Schritte reduzieren lässt. Allerdings gibt es einige wichtige Schritte, die sich immer wieder ähneln und die Sie deshalb bereits bei der Vorbereitung der eigentlichen Gründung beachten sollten.
Schritt 1: Einen Businessplan erstellen
Um Ihr Vorhaben realistisch und umfänglich einschätzen zu können, sollten Sie zunächst einen ausführlichen Businessplan erstellen. So können Sie sich eine genaue Vorstellung über Ihr Unternehmen verschaffen und dieses auch nach außen hin vermarkten. Der Businessplan ist quasi wie die Visitenkarte Ihres Unternehmens. Anhand des Businessplans können Banken, Investoren und Fördergeber die Tragfähigkeit Ihrer Unternehmung in Erfahrung bringen. Zudem wird ersichtlich wie gut Sie Ihr Unternehmen durchdacht haben.
Ihr Businessplan sollte klar strukturiert, mit einem sachlichen Ton geführt und für jeden Leser verständlich sein. Begründen Sie die aufgeführten Argumente und Einschätzungen stets gut. Wenn Sie Schwächen entdecken, sollten Sie gleichzeitig auch Pläne zu möglichen Lösungsansätzen aufführen. Verlieren Sie sich vor allem nicht in Worten. Halten Sie Ihren Businessplan kurz, aber dennoch inhaltsreich. So sollten Sie den Businessplan auf das Wesentliche beschränken und mit Zahlen und Fakten untermauern.
Wie umfangreich ein Businessplan sein sollte, hängt von Ihrem Vorhaben ab. Der Businessplan sollte vor allem die Qualifikationen, Stärken und Schwächen der Gründerpersonen hervorheben. Zudem sollte Ihre Idee unter Berücksichtigung der Produkte / Dienstleistungen, der rechtlichen Voraussetzungen, der Ziele Ihres Unternehmens und der Vermarktung detailliert beschrieben werden. Schätzen Sie die Chancen und Risiken Ihrer Unternehmung ein. Es ist empfehlenswert Ihre Marktsituation in Relation zum vorhandenen Wettbewerb anhand der potenziellen Zielgruppe und den Bedürfnissen der dort vorhandenen Kunden einzuschätzen. Ihre Organisation sollte zudem mit dem Sitz und der Ausstattung als auch mit den Mitarbeitern in ihrer Anzahl und Qualifikation Berücksichtigung finden. Arbeiten Sie im Rahmen Ihres Businessplans einen detaillierten Finanz- und Liquiditätsplan sowie auch eine Rentabilitätsvorschau aus.
Stellen Sie beispielsweise durch die gängigen Finanzierungsformen wie etwa das Darlehen, Ihre Ersparnisse, Investoren oder auch Förderungen sicher, dass Ihre Finanzierung steht.
Überlebenswichtig ist daneben, dass Sie alsbald eine Marketingstrategie ausarbeiten, um unmittelbar nach der Gründung Ihres Unternehmens mit der Akquise von Kunden beginnen zu können.
Schritt 3: Befassen Sie sich mit den juristischen Grundfragen Ihrer Unternehmung
Stellen Sie sicher, dass Ihre Unternehmung tatsächlich in der Form ausgeübt werden kann, die Sie sich vorstellen, indem Sie sich vorab Gedanken zu den rechtlichen Grundfragen Ihrer Gründung machen. Sie können hier im Vorfeld eine Aufstellung über Fragen zu der Haftung, der Rechtsform, der Gewinnverteilung, den Einlagen, der Geschäftsführung, den Gesellschaftern und der Nachfolge als auch der Erbschaft anfertigen. Diese Aufstellung kann dann im Rahmen der Gründungsberatung erfasst und beantwortet werden.
Schritt 4: Firmennamen aussuchen
Schließlich sollten Sie sich unmittelbar vor der Gründung für einen Namen entscheiden, der nicht bereits durch eine andere Firma verwendet wird (§ 30 Abs. 1 HGB), nicht irreführend ist und auch genug Unterscheidungskraft hat (§ 18 Abs. 1 HGB).
Der Name sollte Ihre Zielgruppe ansprechen. Zum Glück haben Sie hierbei viel Platz für Kreativität. Phantasie- oder Gesellschafternamen sowie Leistungsbeschreibungen – all das kann in Betracht gezogen und kombiniert werden.
Des Weiteren sollten Sie den zukünftigen Absatzmarkt im Blick haben. Für einen ausländischen Absatzmarkt sollte der Name in jeder Sprache leicht auszusprechen sein. Bei regionalen Produkten hingegen, kann ein englischer Name den Eindruck erwecken, dass die Mentalität der Kunden nicht verstanden wird.
Sorgfältige Vorbereitung Ihrer Gesellschaftsgründung unabdingbar
Gründen Sie unter keinen Umständen unbedacht ein Unternehmen. Denn jeder Fehler und jede nachträgliche Änderung Ihres Gesellschaftsvertrages und/oder der Gründungsunterlagen kostet Sie Zeit und Geld. Gegebenenfalls benötigen Sie hierfür einen Gesellschaftsbeschluss, dessen Ausfertigung und Beurkundung weitere anwaltliche und notarielle Kosten verursachen wird. Zudem kann es das Ende einer Unternehmung bedeuten, wenn beispielsweise zwischen mehreren Gründungspartnern Unstimmigkeiten herrschen und keine entsprechenden vertraglichen Regelungen dazu bestehen.
Eine vorausschauende und sorgfältige Planung kann dies verhindern. Im Nachgang zu der Vorbereitung können Sie Ihre Vorstellungen und offenen Fragen im Rahmen der Gründungsberatung mit einem spezialisierten Anwalt besprechen und überprüfen lassen.
Ablauf einer Gesellschaftsgründung – Schritt für Schritt
Vor der eigentlichen ausführlichen Anwaltsberatung können Sie bei Interesse unsere kostenlose Erstberatung in Anspruch nehmen. Schon hier steht Ihnen ein erfahrener Fachjurist zur Seite. Die gängigen und grundlegenden Fragen zum Start in die Selbstständigkeit werden Ihnen direkt beantwortet. Im Anschluss an die kostenlose Beratung sollten Sie wissen, welche Rechtsform am besten passt und welcher formaler Aufwand Ihnen mit der Gesellschaftsgründung verbunden ist. Durch die Wahl der Rechtsform wissen Sie auch, wie Ihre persönliche Haftung, die Außenwirkung, den Verwaltungsaufwand, die steuerlichen Anforderungen und die Beteiligungsmöglichkeiten gestaltet sind. Die detaillierte Ausarbeitung und Umsetzung bedarf jedoch der anwaltlichen Intensivberatung nach Mandatserstellung.
Wenn Sie sich dazu entschieden haben Ihre Gesellschaft mit uns zu gründen, fahren wir mit der intensiven Gründungsberatung fort.
Hierbei wir Ihr unternehmerisches Vorhaben in seiner Gesamtheit erfasst. Im Anschluss sollen allen juristischen Themen erfasst und mit einer passenden Lösung beantwortet werden. Wünschen Sie etwa eine gewisse Verteilung der Pflichten der Gesellschafter in Ihrem Unternehmen? So wird der Gesellschaftsvertrag entsprechend angepasst.
Die Intensivberatung nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch, da sie mit der erforderlichen Vorsicht durchgeführt werden muss. Ihr persönlicher Anwalt nimmt sich ausreichend Zeit, um das komplette Vorhaben aus juristischer Perspektive analysieren. Nur so können Gründungsfehler vermieden werden, die im späteren Verlauf zu nicht unerheblichen Kosten führen könnten.
Sind die Themen erfasst, wird das Gründungskonzept erarbeitet, dass einen Plan zur Umsetzung des Vorhabens enthält. Die zeitliche Planung verschafft Ihnen einen Überblick, welche Schritte an welcher Stelle anfallen. Zudem wissen Sie wann Sie gebraucht werden, um den Prozess voranzutreiben. Etwa beim Notartermin, wenn er notwendig ist.
3 PROZESS DER GRÜNDUNG
Ist der Prozess fachlich und formal können Sie beginnen, die Gesellschaft zu gründen. Wir übernehmen den gesamten Prozess für Sie. Dadurch entfallen für Sie folgende Aufgaben:
Sie werden somit von allen Formalitäten des Gründungsprozesses entbunden und können sich auf den erfolgreichen Unternehmensstart konzentrieren.
Dauer einer Gesellschaftsgründung
Die Unternehmergesellschaft ist eine Abwandlung der GmbH. Die Gründung ist mit einem Stammkapital von 1 € möglich.
Inhaber einer UG haften nicht mir ihrem Privatvermögen für die Schulden der Gesellschaft. Es ist eine haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft.
Da die UG über eine eigenständige Rechtspersönlichkeit verfügt, kann sie selbst als Vertragspartner auftreten. Die Gründung einer „Ein-Mann-UG“ ist möglich.
Mittlerweile genießt die UG große Beliebtheit bei deutschen Unternehmen. Gründe dafür sind der Haftungsausschluss bei geringem Gründungsaufwand.
Nachteilhaft sind die mangelnden Beteiligungsmöglichkeiten für Investoren. Ist dies geplant, ist die UG & Co. KG vorzuziehen.
Oder umgangssprachlich „Mini-GmbH“, „1-Euro-GmbH“ oder „kleine GmbH“
Ist per se keine eigene Rechtsform, sondern eine abgewandelte Variante der klassischen GmbH. Der Gesetzgeber hat die Regelung im Jahr 2008 geschaffen, um auch Existenzgründern die Möglichkeit zur Gründung einer haftungsbeschränkten Kapitalgesellschaft zu bieten. Mittlerweile ist die UG häufig in der deutschen Unternehmenslandschaft anzutreffen.
Die Gründung einer Unternehmergesellschaft führ zur beschränkten Haftung
Mit der Gründung einer UG schützen Unternehmer sich vor der Haftung mit ihrem Privatvermögen. Das Gesamtrisiko des Vorhabens wird dadurch drastisch reduziert.
Gesellschaftsgründung bereits ab 1 € Stammkapital möglich
Eine Gesellschaft gründen, ohne Stammkapital zu zahlen, ist dank den abstinenten Anforderungen der UG möglich. Für die Gründung der klassischen GmbH ist eine Stammeinlage von 12.500 € / 25.000 € notwendig. Die UG kann mit 1 € gegründet werden. In der Praxis ist jeweils eine höhere Stammeinlage notwendig, doch es existieren keine Anforderungen.
Die UG hat eine eigene Rechtspersönlichkeit
Die UG ist eine juristische Person und kann somit eigenständig Geschäfte schließen. Wenn Sie als Geschäftsführer und Inhaber einer UG Geschäfte abschließen, tritt die UG als Vertragspartner auf (§§ 13, 5a GmbHG).
Die Firmierung einer UG
Unter der Firmierung wird allgemein die Namensbezeichnung eines Unternehmens verstanden. Wer eine Gesellschaft gründet, ist zur Firmierung verpflichtet. Der Name darf dabei nicht irreführend oder von einem anderen Unternehmen verwendet werden. Zudem muss das Kürzel „UG (haftungsbeschränkt)“ oder „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“ hinzugefügt werden.
Einstellung von Fremdgeschäftsführer möglich
Wie auch die GmbH, wird die UG von einem Geschäftsführer geleitet (§§ 35 und 5a GmbHG). Als Inhaber der UG müssen Sie allerdings nicht zwangsläufig auch Geschäftsführer sein. Durch die Einstellung eines Fremdgeschäftsführers können Sie das persönliche Haftungsrisiko minimieren.
Die geringen Anforderungen an die Gründung der UG machen sie zur perfekten Rechtsform für den Betrieb einer „Ein-Mann-Gesellschaft“. Es ist kein zweiter Gesellschafter erforderlich, um die Gesellschaftsgründung vorzunehmen.
Die Unternehmergesellschaft wird aufgrund ihrer einfachen und kostengünstigen Gründung mit gleichzeitiger Beschränkung der Haftung von vielen Unternehmern favorisiert. Bereits ab einem theoretischen Stammkapital von 1 € kann die UG gegründet werden. Auch wenn in der Praxis meist ein höherer Einlagebetrag erforderlich ist, um das geschäftliche Vorhaben umzusetzen, ist die geringe Anforderung für viele Gründer eine Erleichterung. Gleichzeitig muss der Inhaber für die Schulden der Gesellschaft nicht mit seinem Privatvermögen haften.
Außerdem können mit der Gründung einer UG nicht zu verachtende Steuervorteile erzielt werden. Während der Einzelunternehmer seine Betriebsgewinne vollständig zum Einkommensteuersatz versteuern muss, der im Höchstfall 45 % betragen kann, unterliegt die Gewinnbesteuerung der UG lediglich 15,6 % in Höhe der Körperschaftsteuer. Die Gewinne können im Betrieb gehalten, um im nächsten Jahr investiert zu werden.
Zudem erlaubt die Bilanzerstellung die Bildung stiller Reserven. Wird ein Vermögenswert zum Buchwert gehalten, während der aktuelle Marktwert deutlich höher ist, existiert ein nicht zu versteuernder Wert.
Nachteilhaft ist bei der UG lediglich der Zwang zur Bilanzerstellung. Allerdings kann dies bereits bei einer OHG oder Firma des e.K. notwendig sein und ist daher für bestimmte Geschäftsmodelle nicht zu vermeiden.
Für größere unternehmerische Vorhaben kann die UG leicht an die Grenzen stoßen. Es mangelt nämlich an einer Möglichkeit Investoren zu beteiligen. In diesem Fall ist die Gründung einer UG & Co. KG empfehlenswert, da diese Mischform die Beteiligung stiller Investoren unter steuerlicher Bevorteilung zulässt.
Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist die klassische Kapitalgesellschaft. Ab einer Stammeinlage von 12.500 / 25.000 € kann sie gegründet werden
Den Inhaber stattet sie mit umfangreichen Rechtsbefugnissen aus. So operiert die GmbH als eigenständige Rechtspersönlichkeit und tritt selber als Vertragspartner auf.
Die Haftung beschränkt sich auf das Unternehmensvermögen, sodass keine private Haftung besteht. Zudem genießt sie einen hervorragenden Ruf.
Auch ein einziger Gesellschafter kann die GmbH gründen. Die Gründung und Leitung einer „Ein-Mann-GmbH“ ist gestattet
Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist eine juristische Person und besitzt eine eigene Rechtspersönlichkeit. Als Gesellschaft existiert sie seit Jahrzehnten und genießt aufgrund der gefestigten rechtlichen Grundlage ein hohes Ansehen.
Private Enthaftung für den Inhaber
Durch die Gründung einer GmbH unterbindet der Inhaber das wirtschaftliche Haftungsrisiko für sein Privatvermögen. Für die Schulden der Gesellschaft haftet ausschließlich das Betriebsvermögen. Die beschränkte Haftung trägt ihren Teil zum guten Image der GmbH bei. So haftet der Inhaber nur noch privat, wenn er als Geschäftsführer seine persönlichen Pflichten verletzt hat.
Die Gründung mit Stammeinlage von 12.500 € möglich
Auch wenn das gesetzliche Stammkapital 25.000 € beträgt, ist die Gründung der GmbH schon ab 12.500 € möglich. In diesem Fall besteht keine komplette private Enthaftung. Der Inhaber muss für Unternehmensschulden maximal in Höhe des Restbetrages bis zu 25.000 € haften. Bei der Mindesteinlage von 12.500 € besteht also eine Resthaftung des Privatvermögens in selber Höhe.
Unter der Firmierung wird die offizielle Bezeichnung eines Unternehmens verstanden. Die GmbH bedarf ebenfalls einer Firmierung. Der Name kann kreativer Natur sein, jedoch muss eines der Kürzel „GmbH“ „Gesellschaft mit begrenzter Haftung“ oder „Ges. m. b. H.“ hinzugefügt werden (§ 4 GmbHG).
Leitung durch Fremdgeschäftsführer möglich
Das einzige persönliche Haftungsrisiko eines Inhabers der GmbH besteht dann, wenn er auch die Geschäftsführung übernimmt. Er kann jedoch einen Geschäftsführer von außen einsetzen, um die Gefahr der Pflichtverletzung als Geschäftsführer zu minimieren.
Gesellschaftsvertrag und Handelsregistereintrag
Wird für die Gesellschaftsgründung die GmbH gewählt, ist die Erstellung eines Gesellschaftsvertrags verpflichtend (§§ 2 ff. GmbhG). Basierend auf unseren Erfahrungen empfehlen wir für jedes unternehmerische Vorhaben die Erstellung eines Vertrags. Schon von Beginn sollten individuellen Wünsche im Gesellschaftsvertrag eingebracht werden. Daher ist eine intensive Beratung mit einem Fachanwalt empfehlenswert, um später keine Korrekturen benötigen zu müssen.
Die Eintragung einer GmbH ins Handelsregister ist ebenfalls vorgesehen (§ 7 GmbHG).
Ein bemerkenswerter Vorteil der GmbH ist die beschränkte Haftung, welche ursächlich für das gute Image der GmbH ist.
Gleichzeitig kommen Unternehmer mit der GmbH in den Genuss steuerlicher Vorteile. Der Betriebsgewinn wird lediglich in Höhe der Körperschaftssteuer, also 15,6 Prozent, versteuert. Ein Einzelunternehmer unterliegt der Einkommenssteuer in voller Höhe und muss bei einem persönlichen Spitzsteuersatz 45% Steuern auf die Gewinne zahlen. Gewinne können daher leichter im Betriebsvermögen gehalten und im nächsten Geschäftsjahr investiert werden. Weitere Vorteile ergeben sich durch die Bildung stiller Reserven im Rahmen einer fachmännischen Bilanzierung.
Als Nachteilhaft kann bei der GmbH lediglich die mangelnde Möglichkeit zur Beteiligung stiller Investoren gezählt werden. Wenn Sie in naher Zukunft derartige Vorhaben planen, ist die Gründung der GmbH & Co. KG empfehlenswert. Hier können auch inaktive Gesellschafter unter steuerlichen Vorteilen am Gewinn beteiligt werden.
Existenzgründer empfinden den formalen Aufwand und die laufende Verwaltung der GmbH als zu groß. Verlassen Sie sich daher auf unseren erproben Gründungsprozess. Wir helfen Ihnen beim erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit und erklären Ihnen alle wichtigen Anliegen ausführlich.
Die GmbH & Co. KG kann als Mischform aus einer Personen- und Kapitalgesellschaft empfunden werden. Unter Unternehmern ist sie beliebt, da sie die Vorteile der Kommanditgesellschaft und der GmbH vereint. Die Gründung ist, ebenso wie die GmbH, ab 12.500 € oder 25.000 € möglich. Nach außen kommuniziert die GmbH & Co. KG eine fortgeschrittene Unternehmensstruktur und erzeugt ein gutes Image.
Die Gesellschafter der GmbH & Co. KG haften für die Unternehmensschulden nicht mit ihrem Privatvermögen.
Stille Investoren können sich als Kommanditisten der KG an der Gesellschaft beteiligen. Sie versteuern ihren Gewinn lediglich in der Höhe des persönlichen Einkommenssteuersatzes.
Als Gesellschaft besitzt die GmbH & Co. KG eine eigene Rechtspersönlichkeit. Sie kann daher selbstständig Verträge schließen.
Sowohl die Haftungsbeschränkung der GmbH, als auch die stillen Beteiligungsmöglichkeiten der KG werden hier vereint.
Nachteilhaft ist der doppelte Verwaltungsaufwand, da es sich faktisch um zwei verschmolzene Unternehmen handelt, die einzeln verwaltet werden.
Vor wenigen Jahrzehnten wurde die GmbH & Co. KG eher als exotisch zu betrachten. Mittlerweile haben mehrere Gerichte die Existenzberechtigung dieser Mischform durch Rechtsprechung betätigt. Da die Gesellschaftsform die positiven Aspekte der GmbH und der KG miteinander vereint, genießt sie mittlerweile enorme Beliebtheit unter Unternehmern. Sie zeugt von einer fortgeschrittenen Unternehmensstruktur und genießt daher einen ausgezeichneten Ruf.
GmbH & Co. KG als juristisches Konstrukt aus GmbH und KG
Die GmbH & Co. KG ist de facto keine eigene Rechtsform, sondern vielmehr ein geschicktes juristisches Konstrukt. Durch wiederholte bestätigende Rechtsprechung kann ihr jedoch eine feste juristische Grundlage zugesprochen werden. Sie besteht aus:
Der GmbH als Kapitalgesellschaft und
Der KG als Personengesellschaft
Durch die Erstellung und Anpassung der Gesellschaftsverträge beider Unternehmen werden sie miteinander verschmolzen. Anstelle eines natürlichen vollhaftenden Komplementärs tritt die GmbH. Der vollhaftende Teil der Kommanditgesellschaft wird somit in die beschränkte Haftung der GmbH umgewandelt. Somit haftet kein Teilhaber mit seinem Privatvermögen.
Gesellschaftsgründung auch ab 12.500 € möglich
Normalerweise wird die GmbH und somit auch die GmbH & Co. KG erst mit einer erforderlichen Stammeinlage von 25.000 € gegründet. Durch eine Ausnahmeregelung aus § 7 Abs. 2 GmbHG besteht die Möglichkeit, mit bereits 12.500 € zu gründen. Dabei haftet der Gesellschafter der GmbH jedoch für den Restbetrag zu den erforderlichen 12.500 € privat.
Firmierung einer GmbH & Co. KG
Bevor Sie eine Gesellschaft gründen, benötigen sie einen einzigartigen Firmennamen. Der Name einer GmbH & Co. KG darf kreativ, muss jedoch einzigartig und nicht irreführend sein. Zudem ist ein entsprechendes Kürzel, „GmbH & Co. KG“, „Gesellschaft mit begrenzter Haftung & Co. KG“ oder „Ges. m. b. H. & Co. KG“ hinzuzufügen.
Leitung durch Geschäftsführer von außen möglich
Um die private Haftung zu minimieren, kann ein Geschäftsführer von außen eingestellt werden. Das angemessene Geschäftsführergehalt der GmbH & Co. KG wird als höher eingestuft, als das der reinen GmbH.
Ein-Mann-GmbH & Co. KG möglich
Die Gründung der GmbH & Co. KG für eine Einzelperson möglich.
Gesellschaftsvertrag und Handelsregistereintrag notwendig
Die Erstellung der Gesellschaftsverträge fällt für jede Teilgesellschaft einzeln an. Beide Gesellschaften müssen auch in das Handelsregister eingetragen werden.
Die Vorteile der GmbH liegen in der Kombination der positiven Aspekte beider Rechtsformen. Einerseits wird das Privatvermögen der operativen Gesellschafter durch die GmbH geschützt, andererseits können stille Teilhaber steuerlich vorteilhaft beteiligt werden.
Erreichen die Umsätze einen gewissen Umfang, ist ein höheres Geschäftsführergehalt angemessen. Eine reine GmbH kann bei derartiger Betriebsgröße bereits die Grenzen des angemessenen Geschäftsführergehalts stoßen.
Da es sich faktisch um zwei Gesellschaften handelt, müssen auch zwei Gesellschaften gegründet und geführt werden. Die GmbH & Co. KG ist daher etwas teurer.
Für größere Unternehmen empfehlenswert
Für gewisse Konstellationen ist die GmbH & Co. KG die beste Wahl:
Das Geschäftsmodell ist erprobt und wird schnell hohe Umsätze erreichen. Die Beteiligung von Familienmitgliedern oder außenstehenden Investoren erscheint realistisch und wahrscheinlich.
Nicht empfehlenswert ist diese Mischform für inhabergeführte, kleinere Unternehmen.
Die UG & CO. KG ist eine Mischform zweier Arten von Gesellschaften. Der UG als Kapitalgesellschaft und der KG als Personengesellschaft. Durch ein durchdachtes juristisches Konstrukt können die positiven Aspekte beider Rechtsformen vereint werden.
Gesellschafter der UG & Co. KG haften nie mit ihrem Privatvermögen. An Stelle des vollhaftenden Komplementärs der KG tritt die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft. Gleichzeitig werden die Beteiligungsmöglichkeiten stiller Teilhaber als Kommanditisten sowie die steuerlichen Vorteile
Die UG & Co. KG ist eine juristische Person und besitzt daher Rechtspersönlichkeit. Sie kann selber als Vertragspartner auftreten.
Im B2B-Bereich erzeugt die UG & Co. KG ein gutes Image.
Die Gesellschaftsgründung mit Stammeinlage von 12.500 € möglich
Überblick Gesellschaft bürgerlichen Rechts
Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts wird nach wie vor recht häufig gegründet. Sie ist die einfachste Form eines wirtschaftlichen Zusammenschlusses und kann formlos gegründet werden. Juristische als auch natürliche Personen können per Handschlag eine GbR gründen (§ 705 BGB).
Für unternehmerische Vorhaben ist ein Gesellschaftsvertrag in jedem Fall empfehlenswert. Da die Gewinne einer GbR von dem Gesellschafter selber erfasst und versteuert werden, ist der laufende Verwaltungsaufwand minimal.
Auch wenn sie keine eigene Rechtspersönlichkeit hat, kann sie mit gewissen Vertretungsbefugnissen ausgestattet werden.
Die Gesellschafter einer GbR haften für die Unternehmensschulden im vollen Umfang. Ist einer der Gesellschafter eine haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft, so erfolgt ein voller Zugriff auf das Betriebsvermögen. Unternehmer, die eine Gesellschaft gründen möchten, um ihre private Haftung zu minimieren, sollten eine andere Rechtsform wählen.
Mit 0 € Stammkapital möglich
Es existieren keine Anforderungen bezüglich eines Stammkapitals. Die GbR wird mit Privat- oder Gesellschaftsvermögen betrieben.
Leitungszwang der Gesellschafter
Im Gegensatz zur UG mangelt es der GbR an der Möglichkeit, einen Geschäftsführer zu bestellen.
Minimale formale Anforderungen
Die formalen Anforderungen an die GbR sind gering. Es kann formlos gegründet werden. Die Buchführung kann anhand einer Einnahmenüberschussrechnung dokumentiert werden. Hier liegt nicht zuletzt der Grund für die Beliebtheit der GbR.
Für viele erscheint die GbR als vorteilhaft, da der Gründungs- und Verwaltungsaufwand minimal ist. Es kann formlos gegründet werden, auch wenn ein Gesellschaftsvertrag empfehlenswert ist. Durch die minimalen Anforderungen an die Buchführung ist die Verwaltung nicht besonders aufwendig. Wenn Sie eine Gesellschaft gründen möchten, die einen möglichst geringen Verwaltungsaufwand verursacht, ist die GbR eine richtige Wahl.
Nachteilhaft wird die mangelnde Haftungsbeschränkung gesehen, die etwa bei einer UG gegeben ist. Dadurch entstehen nicht unerhebliche Risiken für die Gesellschafter, die mit der Gründung einer Kapitalgesellschaft ausgehoben wären.
Überblick Offene Handelsgesellschaft - OHG
Die offene Handelsgesellschaft ist eine Personengesellschaft, die der GbR recht ähnlich ist. Der Gesellschaftszweck ist jedoch an das Handelsgewerbe gebunden (§§ 105 ff. HGB). Die OHG ist zwar einfach zu gründen, erfordert jedoch eine umfangreichere Buchführung als das Einzelunternehmen oder die GbR.
Durch eine doppelte Buchführung und Bilanzerstellung ist die Verwaltung ähnlich umfangreich wie bei der GmbH, doch der Gesellschafter kommt nicht in den Genuss beschränkten Haftung.
Die OHG enthaftet die Gesellschafter des Unternehmens nicht. Eine natürliche Person hat somit immer für die Schulden der Gesellschaft zu haften. Ist einer der Gesellschafter eine juristische Person, so ist seinerseits die Haftung beschränkt, greift jedoch auf das komplette Betriebsvermögen.
Kein Fremdgeschäftsführer
Die OHG bietet keine Möglichkeit zur Einstellung eines Fremdgeschäftsführers. Die Geschäfte müssen von den Gesellschaftern selbst geleitet werden.
Das Argument des geringfügigen Verwaltungsaufwands greift bei der OHG leider nicht. Da es sich um einen kaufmännischen Betrieb handelt, ist die Erstellung einer ordnungsgemäßen Buchführung erforderlich, inklusive Bilanzerstellung (§ 105 Abs 2 HGB).
Die Firmierung einer OHG bezeichnet die Namensgebung des Unternehmens. Hier kann ein kreativer Name gewählt werden. Es besteht keine Pflicht zur Bezeichnung der Gesellschafter. Jedoch muss das Kürzel „OHG“ oder „Offene Handelsgesellschaft“ angefügt werden. Vorteile der OHG
Vorteilshaft ist bei der OHG der geringe Gründungsaufwand. Es ist kein schriftlicher Gesellschaftsvertrag notwendig, um eine Gesellschaft zu gründen. Im Gegensatz zur GbR genießt die OHG ein besseres Ansehen für Handelsbetriebe. Zudem kann durch die Möglichkeit zur kreativeren Bezeichnung ein besserer Name gefunden werden.
Als Nachteil empfinden Gründer bei der OHG die steuerliche Behandlung. Die Gewinne müssen vollständig zum persönlichen Steuersatz der Gesellschafter versteuert werden. Sind die Gesellschafter natürliche Personen, so kann der Höchststeuersatz von 45% angesetzt werden. Eine UG hingegen wird lediglich mit 15,6 % auf die Betriebsgewinne versteuert und ist für viele Geschäftsmodelle die bessere Variante.
Die Kommanditgesellschaft ist eine Personengesellschaft, welche die Gesellschafter in zwei Kategorien unterteilt: Die Komplementäre und die Kommanditisten. Der Komplementär haftet voll mit seinem Privatvermögen und leitet die Geschä Der Kommanditist ist ein stiller Teilhaber und haftet in Höhe seines Privatvermögens.
Der Verwaltungsaufwand ist mit dem einer GmbH, UG oder OHG gleichzusetzen. Es muss eine doppelte Buchführung gehalten und eine Jahresabschlussbilanz erstellt werden.
Lediglich 0,8 Prozent aller Unternehmer, die eine Gesellschaft gründen, entscheiden sich für die Kommanditgesellschaft. Deutlich häufiger sind relevante Mischformen, wie die GmbH & Co. KG oder UG & Co. KG anzutreffen.
Volle Haftung für den Komplementär
Der Komplementär ist der vollhaftende Teil der Kommanditgesellschaft. Er kann entweder eine natürliche oder juristische Person sein. Als angedachter geschäftsführende Teil obliegt ihm die Hauptverantwortung für den Geschäftserfolg. Ist er eine natürliche Person, haftet er mit seinem Privatvermögen für die Unternehmensschulden.
Die Kommanditgesellschaft muss ihre Geschäfte mit einer doppelten Buchführung und Bilanzerstellung dokumentieren. Die Anforderungen an die Verwaltung sind somit denen der GmbH oder UG gleichzusetzen. Dennoch gibt es keine Haftungsbeschränkung für den geschäftsführenden Komplementär.
Die Namensbezeichnung unterliegt keinen Zwang der Nennung der Gesellschafter. Ein kreativer Phantasiename kann verwendet werden. Lediglich das entsprechende Kürzel „KG“ oder „Kommanditgesellschaft“ muss ans Ende des Firmennamens angehängt werden.
Besteuerung nach Steuersatz der Gesellschafter
Die Besteuerung der KG erfolgt nach Bilanzerstellung und Betriebsgewinnermittlung. Aus der Differenz der aktuellen und der Jahresbilanz des Vorjahres wird der Gewinn ermittelt. Je nach Festlegung im Gesellschaftsvertrag wird der Gewinn verteilt. Die Komplementäre und die Kommanditisten zahlen Steuern jeweils in Höhe ihres individuellen Steuersatzes.
Mischform gründen häufig sinnvoller
Lediglich 0,8 Prozent aller deutschen Unternehmen haben die KG als Rechtsform gewählt. Deutlich häufiger ist die UG & Co. KG oder GmbH & Co. KG anzutreffen, welche die positiven Aspekte beider Rechtsformen vereint: Die beschränkte Haftung der UG für den Komplementär und die Beteiligungsmöglichkeiten für die Kommanditisten.
Der stärkste Vorteil der KG ist die Möglichkeit zur Beteiligung stiller Investoren. Als Kommanditist einer KG kann man am Geschäftserfolg teilhaben, ohne zu einer Beteiligung des operativen Geschäfts verpflichtet zu werden.
Als Nachteilhaft wird häufig der umfangreiche Verwaltungsaufwand bezeichnet, während keine beschränkte Haftung für die Kommanditisten besteht. Bei einem ähnlichen Verwaltungsaufwand ließe sich eine GmbH oder UG führen, die ein Schutz des Privatvermögens der Gesellschafter verspricht. Aus diesem Gründen ist die reine KG selten anzutreffen. Deutlich häufiger entscheiden sich Unternehmer für die Gründung einer GmbH & Co. KG, welche die positiven Aspekte beider Rechtsformen miteinander vereint.
Mit einem Einzelunternehmen starten viele Kleingewerbetreibende in die Selbstständigkeit.
Durch die Gründung eines Einzelunternehmens entsteht eine private Haftung des Gründers für die im Betrieb entstehenden Schulden des Unternehmens. Entgegen einer „Einmann-Kapitalgesellschaft“ wie der „Ein-Mann-GmbH“ der „Ein-Mann-UG“ der „Ein-Mann-GmbH & Co. KG“ oder der „Ein-Mann-UG & Co. KG“ erfolgt keine Enthaftung.
Der einzige Vorteil des Einzelunternehmens ist die verhältnismäßig einfache Gründung
Der wichtigste Nachteil des Einzelunternehmens ist die private Haftung mit dem vollen Vermögen des Gründers
Wenn Sie als Gründer eine Geschäftsidee haben mit der Sie sich „alleine“ in die Selbstständigkeit begeben möchten, gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Zum einen können Sie von der sogenannten „Ein-Mann-Kapitalgesellschaft“ Gebrauch machen, wie beispielweise eine
Zum anderen können Sie aber auch mit dem sogenannten „Einzelunternehmen“ in Ihre Selbstständigkeit starten.
Das Einzelunternehmen als beliebteste Unternehmensform!
In Deutschland stellt das Einzelunternehmen die beliebteste Rechtsform dar. Etwa 79 % aller Gründer beginnen ihre selbstständige Tätigkeit mit dieser Rechtsform – insbesondere weil Unternehmungen oft zunächst als Kleingewerbe beginnen. Zurückzuführen ist das darauf, dass viele Gründer als Einsteiger sich keine besonders großen Gedanken um den rechtlichen Status Ihrer Selbstständigkeit machen. Häufig wird ein Gewerbe angemeldet, anschließend beispielsweise ein Geschäft eröffnet und somit automatisch der Weg zum Einzelunternehmen geebnet. Erst dann kommt der Schritt zur UG oder GmbH.
Die drei Arten des Einzelunternehmens:
Es gibt drei Arten von Einzelunternehmen: die Kaufleute, die Freiberufler und die Landwirte. Welchem der einzelne Selbständige letztendlich zuzuordnen ist, hängt davon ab, welches Geschäft betrieben wird.
Grundsätzlich kann jeder Gewerbetreibende ein Kaufmann sein. Ein Gewerbe liegt somit vor, wenn der Zweck der Tätigkeit darin liegt, Waren herzustellen, Produkte zu verkaufen oder Dienstleistungen nicht selbst zu erbringen, sondern hauptsächlich zu vermitteln. Dazu gehören z. B. Einzelhändler, Handwerksbetriebe und Makler.
Gewerbetreibende werden in erster Linie danach unterschieden, ob das Gewerbe eine kaufmännische Organisation erfordert oder nicht. Falls ja, wird von dem sogenannten „Ist- bzw. Voll-Kaufmann“ gesprochen, falls nicht, von dem „Kleingewerbetreibenden“. In der Praxis beginnen die meisten Einzelunternehmer als Kleingewerbetreibende, da hierzu weder eine nennenswerte Organisation, noch eine umfangreiche Buchhaltung, strukturelle Personalplanung und auch keine Handelsregistereintragung erforderlich ist.
Durch eine Eintragung in das Handelsregister erhält Ihr Geschäft den vor allem aus repräsentativen Zwecken gern gesehenen Namenszusatz des „eingetragenen Kaufmanns (e.K.)“. Mit dieser Eintragung gehen allerdings auch Pflichten wie etwa die der kaufmännischen Buchhaltung einher.
Erreicht Ihr Geschäftsbetrieb dann einen Umfang, der eine kaufmännische Organisation erfordert, werden Sie automatisch zum Voll-Kaufmann. Damit gehen dann einige Pflichten wie etwa die Handelsregistereintragung und Bilanzen nach den Vorgaben des Handelsgesetzbuchs zu führen einher.
Freiberufler haben klare Vorteile gegenüber gewerbetreibenden Kaufleuten. Zu diesen Vorteilen zählt unter anderem, dass Sie als Freiberufler kein Gewerbe anzumelden brauchen und somit auch keine Gewerbesteuer zahlen müssen. Zudem wird Ihnen als Freiberufler die Möglichkeit eines Zusammenschlusses mit anderen Freiberuflern durch die Gründung einer Partnerschaftsgesellschaft eröffnet. Wer zu den Freiberuflern zählt bestimmt sich anhand verschiedener Gesetze, wobei der Kreis der Freiberufler nicht abschließend geregelt ist. Vielmehr dienen besondere berufliche Qualifikationen oder Begabungen künstlerischer Art und ein eigenverantwortliches und fachlich unabhängiges Erbringen von Dienstleistungen höherer Art (wie etwa Rechtsanwälte und Architekten) als Grundlage eines freiberuflichen Daseins.
Als Landwirt betreiben Sie kein Gewerbe im Sinne der Gewerbeordnung und sind auch kein Kaufmann. Der Beruf des Landwirts ist ein anerkannter Ausbildungsberuf der sich mit der Herstellung pflanzlicher oder tierischer Erzeugnisse auf einer bewirtschafteten Fläche beschäftigt (beispielsweise eine Tierzucht, Garten- und Weinbau oder die Land- und Forstwirtschaft). Diese Art des Betriebs darf Erzeugnisse verkaufen ohne ein Gewerbe anzumelden.
Ein Einzelunternehmen führt zur privaten Haftung
Durch die Gründung eines Einzelunternehmens entsteht eine private Haftung des Gründers für die im Betrieb entstehenden Schulden des Unternehmens. Entgegen einer UG oder GmbH besteht beim Einzelunternehmen keine persönliche Enthaftung und Risikoverringerung des Gründers.
Die Gründung eines Einzelunternehmens ohne Stammeinlage
Das Einzelunternehmen benötigt keine Stammeinlage – Sie betreiben es mit Ihrem privaten Kapital.
Das Einzelunternehmen ist keine juristische Person
Das Einzelunternehmen ist mit Ihnen „personenidentisch“ – Sie haften voll mit Ihrem privaten Vermögen.
Die Leitung des Einzelunternehmens durch Sie
Das Einzelunternehmen wird von Ihnen verantwortlich geleitet. Es ist nicht möglich, sich wie die GmbH oder UG praktisch zu enthaften, indem ein Fremdgeschäftsführer eingesetzt wird.
Welche Vorteile bietet die Rechtsform des Einzelunternehmens?
Ein Vorteil des Einzelunternehmens gegenüber den juristischen Personen liegt darin, dass die Gründung verhältnismäßig einfach abzuwickeln ist. So kann jeder ein Einzelunternehmen ohne große Hürden und besondere Formalien durch eine Gewerbeanmeldung und anschließende Steueranmeldung gründen. Die Gründungskosten sind gering – dies gilt insbesondere für Kleingewerbetreibende.
Das Einzelunternehmen ist eine risikoträchtige Unternehmensform – Welche Nachteile birgt diese Rechtsform?
Die Gründung eines Einzelunternehmens ist allerdings auch mit erheblichen Risiken verbunden. Der größte Nachteil gegenüber einer GmbH und einer UG besteht insbesondere in der persönlichen Haftung des Einzelunternehmers. So haben Sie als Einzelunternehmer für die Schulden des Einzelunternehmens persönlich und zwar mit Ihrem gesamten Vermögen zu haften.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass eingetragene Kaufleute trotz der vollen Haftung der Bilanzierungspflicht unterstehen.
Nach der Gesellschaftsgründung
Das erwartet Sie nach der Gesellschaftsgründung:
Das erwartet Sie nach der Gesellschaftsgründung – im Detail:
Ihre Fragen und unsere Antworten zur Gesellschaftsgründung:
Wenn Sie eine günstige Gründung wünschen und Ihnen eine Einlage von 25.000 € bzw. zunächst 12.500 € zunächst nicht möglich ist, sollten Sie eine UG gründen.
Sollten Sie allerdings die Einlage erbringen können, rate ich zu einer GmbH. Sie hat den besseren Ruf.
Allerdings fällt mir hier auf, dass Sie einen nicht an der Geschäftsführung beteiligten Gesellschafter haben. In solchen Fällen empfehle ich meist die Gründung einer GmbH & Co. KG – oder auch einer UG & Co. KG.
20. Oktober 2016 um 17:29
Eine GmbH & Co. KG ist grundsätzlich zu empfehlen, wenn Sie beabsichtigen, mehrere Gesellschafter aufzunehmen, die sich ihrerseits aber nicht an den täglichen Geschäften der Gesellschaft betätigen. Auf Ebene der KG fällt keine Körperschaftsteuer an; die Komplementär-GmbH kann so gestaltet werden, dass sie nur geringe Gewinne erwirtschaftet. Somit fällt die Steuerersparnis der GmbH & Co. KG gegenüber einer GmbH besonders ins Gewicht, wenn erwirtschaftete Gewinne an die Gesellschafter ausgeschüttet werden sollen. Jedoch ist besteht ein erhöhter Gründungsaufwand, da zwei Gesellschaften, eine GmbH und eine KG, gegründet werden müssen.
Eine GmbH ist stets empfehlenswert, wenn der Gründer die Stammeinlage aufbringen kann. Dadurch haften Sie grundsätzlich nicht mit ihrem Privatvermögen. Auch genießt die GmbH im Rechtsverkehr besondere Anerkennung. Gewinne einer GmbH können Sie über das Geschäftsführergehalt ausschütten, sodass keine Körperschafts- und Kapitalertragssteuer anfallen.
Eine UG ist ratsam, wenn Sie eine Haftung Ihres Privatvermögens ausschließen möchten, aber die Stammeinlage einer GmbH in Höhe von 12.500,- / 25.000,- € nicht erbringen können.
die Entscheidung, ob Sie eine UG oder GmbH gründen ist aus meiner Sicht eine rein finanzielle.
Haben Sie beide genügend Kapital, um hälftig die Einlage von 25.000 oder zumindest 12.500 zu leisten, rate ich Ihnen zur GmbH. Die Stammeinlage wird über die Zeit als Geschäftsführergehalt an Sie beide wieder „zurückfließen“.
Besteht alleine die Möglichkeit einer geringeren Einlage, gründen Sie eine UG. Stellen Sie bitte sicher, dass genügend Einlage eingebracht wird, bis sich die UG selbst trägt – niemals alleine mit 1€ gründen.