Source: https://www.arbeitsinspektion.gv.at/inspektorat/Bauarbeiten_Bergbau/Bauarbeiten/Arbeitsmittel
Timestamp: 2019-05-23 10:45:05
Document Index: 83626546

Matched Legal Cases: ['§ 141', '§ 55', '§ 82', '§ 83', '§ 84', '§ 98', '§ 98', '§ 98']

Arbeitsmittel mit besonderen Bestimmungen in der BauV
Dokumente zur Prüfung von Arbeitsmitteln
Für die Benutzung von Arbeitsmittel auf Baustellen gelten die gleichen Bestimmungen, wie in einem Betrieb.
Diese Regelungen finden sich unter der Rubrik Maschinen und Werkzeuge.
Bauaufzüge mit/ohne Personenbeförderung sind Hebezeuge mit einer Hubhöhe von mehr als 2,00 m, die ausschließlich der Beförderung von Lasten oder von Personen und Lasten auf Baustellen dienen, nach Beendigung der Bauarbeiten wieder abgebaut werden und bei denen die Lastaufnahmemittel während des Betriebes die Führungskonstruktionen nicht verlassen.
139 BauV u. § 141 BauV
Gerüste müssen in dem für die Ausführung der Arbeiten und dem Schutz der ArbeitnehmerInnen notwendigen Umfang nach fachmännischen Grundsätzen errichtet werden. Gerüste müssen entsprechend den auftretenden Beanspruchungen unter Zugrundelegung ausreichender Sicherheit gemäß den anerkannten Regeln der Technik bemessen sein.
§§ 55 – 73 BauV
Besondere Bestimmungen gibt es zu Straßenfräsen, Explosionsstampfer, Walzen mit Deichsel, Mischmaschinen für Beton oder Mörtel, Betonspritzmaschinen, Glättmaschinen und Eisenbiegemaschinen.
149 BauV
Heizgeräte müssen so aufgestellt sein und betrieben werden, dass ArbeitnehmerInnen durch Abgase und Strahlungswärme nicht gefährdet werden und keine Brände entstehen können.
148 BauV
Betonpumpen, Verteilermasten
Verteilermaste müssen standsicher aufgestellt sein. Der Standsicherheit dienende Abstützeinrichtungen müssen während des Betriebes von der Bedienungsperson des Gerätes überprüft und erforderlichenfalls nachgerichtet werden. Soweit dies erforderlich ist, sind ausreichend bemessene lastverteilende Unterlagen zu verwenden. Von Baugruben, Gräben und anderen Vertiefungen ist ein ausreichender Sicherheitsabstand einzuhalten.
147 BauV
Rammen dürfen nur unter Anleitung einer fachkundigen Person auf-, um- oder abgebaut sowie betrieben werden.
146 BauV
Erdbaumaschinen müssen von Baugruben, Schächten, Gräben, Bruch-, Gruben-, Halden- und Böschungsrändern so weit entfernt bleiben, dass keine Absturzgefahr besteht. Die Aufsichtsperson hat entsprechend der Tragfähigkeit des Untergrundes den erforderlichen Abstand von der Absturzkante festzulegen. An ortsfesten Kippstellen dürfen Erdbaumaschinen nur betrieben werden, wenn fest eingebaute Einrichtungen an der Kippstelle das Abrollen oder Abstürzen der Maschine verhindern.
144 BauV
Vor der Verwendung des Baggers zu Hebearbeiten hat der/die BaggerfahrerIn die Sicherheitseinrichtungen, insbesondere die Funktion der Bremsen, der Notendhalteinrichtungen und der Warneinrichtungen, zu prüfen.
145 BauV
Schalungen und Lehrgerüste müssen standfest und so hergestellt sein, dass die auftretenden Belastungen und Beanspruchungen in allen Bauphasen sicher aufgenommen und direkt auf tragfähigen Boden oder auf sichere oder gesicherte Bauteile übertragen werden können.
Lehrgerüste, die auch als Arbeits- oder Schutzgerüste verwendet werden
§ 82 BauV, § 83 BauV u. § 84 BauV
Dieselmotore bei Untertagebauarbeiten
Ausnahmeanträgen von der Partikelreduktionspflicht für Dieselmotoren bei Untertagebauarbeiten (§ 98 Abs. 1 BauV) ist für folgende Arbeitsmittel und Einsatzbedingungen möglich:
Maschinen, deren Arbeitsgeräte ausschließlich elektrisch betrieben werden, d.h. der Dieselmotor wird nur kurzfristig zur Fortbewegung eingesetzt,
Geräte mit weniger als 37 kW Nennleistung und einer Einsatzdauer von weniger als zwei Stunden pro Schicht,
Geräte für nicht regelmäßige Transportarbeiten und einer Einsatzdauer von weniger als einer Stunde pro Schicht.
Diese Ausnahmen bedürfen eines Ausnahmeverfahrens nach ASchG, es sind dabei bestimmte Voraussetzungen nachzuweisen. Nähere Informationen dazu enthält der Erlass Arbeitsgeräte mit Dieselmotoren, Ausnahmen § 98 Abs. 1 BauV.
§ 98 BauV
Für Druckgeräte sind die Prüfungen im Kesselgesetz und für Aufzüge in der Aufzugssicherheitsverordnung und den landesrechtlichen Aufzugsvorschriften geregelt.
Die erforderliche Qualifikation der PrüferInnen ergibt sich aus der Komplexität des Arbeitsmittels, der Prüfung und der Gefährlichkeit des Arbeitsmittels. Für alle Arten von Prüfungen sind die Mindestanforderungen für den Inhalt festgelegt. Prüfungen sind bis auf wenige Ausnahmen zu dokumentieren (Prüfbefunde).
Prüfpflichtige Arbeitsmittel auf Baustellen