Source: https://karrensteinglaser.com/insolvenzanfechtung-berlin/
Timestamp: 2020-08-09 16:56:40
Document Index: 386882889

Matched Legal Cases: ['§ 130', '§ 131', '§ 133', '§ 133', '§ 134', '§ 135', '§ 135']

Insolvenzanfechtung | Insolvenzrecht | Rechtsanwalt Berlin
Rückgewähr von Geld für ordnungsgemäß erbrachte Leistungen? Eine solche Aufforderung des Insolvenzverwalters stößt zunächst auf Unverständnis.
Der Insolvenzverwalter hat die Aufgabe, das Vermögen des Schuldners bestmöglich zu verwerten. Er ist daher berechtigt und verpflichtet, Rückgewähransprüche aus Insolvenzanfechtung bzw. Anfechtungsansprüche geltend zu machen. Dabei ist die Gleichbehandlung der Gläubiger das oberste Gebot des Insolvenzverfahrens.
Unser Schwerpunkt ist die Insolvenzanfechtung.
Wir beraten und vertreten Mandanten außergerichtlich und gerichtlich bei derAbwehr von Anfechtungsansprüchen jeder Größenordnung.
Unser Team von Experten kann auf umfangreiche Ressourcen zurückgreifen. Dazu gehört etwa die softwarebasierte Ermittlung der Zahlungsunfähigkeit bzw. Zahlungsfähigkeit auf Grundlage der sogenannten GDPdU- bzw. GoBD-Daten, die Ihnen Ihr Steuerberater zur Verfügung stellen kann.
Unsere Expertise auf dem Gebiet der Insolvenzanfechtung verdanken wir der Übernahme zahlreicher komplexer Mandate für namhafte Mandanten. Zu unseren Auftraggebern zählen vor allem Unternehmer und Unternehmen, Sozialversicherungsträger und Finanzämter.
Unsere Rechtsanwälte und Spezialisten verfügen über viele Jahre Erfahrung auf dem Gebiet der Insolvenzanfechtung. Im Bewusstsein der wirtschaftlichen Tragweite, der von uns vertretenen Angelegenheiten, setzen wir unser ganzes Können und Engagement in Ihrem Interesse ein. Wirtschaftlich vernünftige Lösungen verlieren wir nie aus dem Blick.
Eine Internetseite kann Ihnen nur einen ersten Überblick verschaffen. Kontaktieren Sie uns und wir bringen Ihnen in einem ersten Beratungsgespräch unsere Fähigkeiten näher und zeigen Ihnen erste Lösungsansätze auf.
Insolvenzanfechtungsansprüche können auf unterschiedlichen Anspruchsnormen bzw. Anfechtungsgründen beruhen. Nachfolgend möchten wir Ihnen einen kleinen Überblick über die wichtigsten Vorschriften aus dem Bereich der Insolvenzanfechtung verschaffen:
Anfechtung kongruenter Deckungen (§ 130 InsO)
Sie haben von Ihrem Schuldner eine Sicherung oder Befriedigung Ihrer Ansprüche innerhalb der letzten drei Monate vor dem Insolvenzantrag oder danach erhalten? Der Insolvenzverwalter behauptet, dass Sie zu diesem Zeitpunkt bereits Kenntnis von der Zahlungsunfähigkeit oder dem Insolvenzantrag hatten und fordert Sie zur Rückgewähr auf? Unsere Rechtsanwälte prüfen für Sie diesen Anfechtungsanspruch.
Anfechtung inkongruenter Deckungen (§ 131 InsO)
Der Insolvenzverwalter behauptet, dass Sie das Zurückverlangte (Sicherung oder Befriedigung) nicht oder nicht in der Art oder nicht zu der Zeit zu beanspruchen hatten? Das kann etwa der Fall sein, wenn Ihnen der Schuldner den geschuldeten Betrag nicht überwiesen, sondern in Erfüllung seiner Verbindlichkeit eine Forderung abgetreten hat. Wir prüfen für Sie diesen Anspruch.
Vorsätzliche Benachteiligung (sog. „Vorsatzanfechtung“, § 133 InsO)
Die Vorsatzanfechtung kann enorme wirtschaftliche Auswirkungen entfalten. Auch nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Verbesserung der Rechtssicherheit bei Anfechtungen nach der Insolvenzordnung bestehen weiterhin erhebliche Risiken. Zahlreiche Rechtshandlungen, die bislang anfechtbar waren, sind es auch unter Geltung des neuen Rechts. Worum geht es bei der Vorsatzanfechtung? Nach § 133 Abs. 1 InsO sind Rechtshandlungen des Schuldners anfechtbar, die dieser mit dem Vorsatz seine Gläubiger zu benachteiligen vorgenommen hat, wenn der andere Teil (i.d.R. der Zahlungsempfänger) zur Zeit der Handlung den Vorsatz des Schuldners kannte. Nach der für alle ab dem 05.04.2017 eröffneten Insolvenzverfahren geltenden Rechtslage, wird der Anfechtungszeitraum häufig auf vier Jahre begrenzt sein.
Anfechtung unentgeltlicher Leistungen (sog. „Schenkungsanfechtung“, § 134 InsO)
Der Insolvenzverwalter legt einen besonderen Fokus auf Vermögensverschiebungen, für die der Schuldner keine Gegenleistung erhalten hat. Nicht jede Leistung des Schuldners, für welche keine sofort erkennbare Gegenleistung vorliegt, ist auch anfechtbar. Die Gegenleistung kann auch darin bestehen, dass eine werthaltige Forderung durch Bezahlung des Insolvenzschuldners verloren geht. Als erfahrene Rechtsanwälte prüfen wir für Sie diesen Anfechtungsanspruch.
Gesellschafterdarlehen (§ 135 InsO)
Die Bestimmung des § 135 InsO wurde im Rahmen des Gesetzes zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) erheblich modifiziert und ersetzt in weiten Teilen das von der Rechtsprechung geprägte Eigenkapitalersatzrecht. Die Haftungsmaßstäbe wurden dadurch verschoben. Ob tatsächlich die Tilgung eines Gesellschafterdarlehens oder einer wirtschaftlich gleichgestellten Forderung vorliegt, bedarf einer genauen Kenntnis des Sachverhaltes und der Rechtsprechung. Kontaktieren Sie uns.