Source: http://www.recht-niedersachsen.de/2840001/nabfg.htm
Timestamp: 2016-07-27 19:08:07
Document Index: 383153489

Matched Legal Cases: ['§25', 'Art.9', 'Art.1', 'Art.1', 'Art. 8', 'Art.1', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 20', '§ 16', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 34', '§ 35', '§ 36', '§ 37', '§ 38', '§ 39', '§ 40', '§ 41', '§ 42', '§ 43', '§ 44', '§ 45', '§ 46', '§ 47', '§ 48', '§ 49', '§34', '§34', '§12', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§2', '§ 4', '§ 7', '§ 5', '§ 6', '§ 17', '§ 141', '§ 3', '§ 141', '§3', '§5', '§ 7', '§ 3', '§ 20', '§ 8', '§11', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 17', '§ 17', '§ 7', '§ 25', '§ 20', '§\n20', '§10', '§ 47', '§ 12', '§\n7', '§8', '§10', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 44', '§ 7', '§ 13', '§ 3', '§ 14', '§ 15', '§ 20', '§ 20', '§ 46', '§ 16', '§ 17', '§ 16', '§ 7', '§ 8', '§\n17', '§ 52', '§ 18', '§ 5', '§ 5', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 33', '§ 22', '§ 23', '§ 22', '§ 3', '§ 29', '§ 24', '§ 16', '§ 25', '§ 26', '§ 35', '§ 27', '§ 28', '§ 35', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§32', '§32', '§ 32', '§ 33', '§37', '§\n34', '§ 35', '§37', '§38', '§ 36', '§11', '§ 37', '§ 5', '§ 1', '§ 35', '§52', '§33', '§45', '§35', '§ 38', '§ 35', '§ 3', '§39', '§39', '§ 39', '§35', '§ 40', '§ 41', '§ 17', '§ 42', '§ 43', '§ 72', '§ 44', '§ 47', '§ 45', '§ 46', '§ 23', '§ 24', '§16', '§16', '§35', '§37', '§37', '§37', '§38', '§38', '§38', '§ 47', '§ 48', '§12', '§ 72', '§ 4', '§ 7', '§ 49', '§4', '§25', '§21', '§ 34', '§ 34']

Abfallgesetz (NAbfG) *) in der
Fassung vom 14.Juli 2003 (Nds.GVBl. Nr.17/2003 S.273), geändert durch
§25 des Gesetzes v. 19.2.2004 (Nds.GVBl. Nr.5/2004 S,63),
Art.9 des Gesetzes v. 5.11.2004
(Nds.GVBl. Nr.31/2004 S.417), Art.1 des Gesetzes v. 23.3.2006 (Nds.GVBl.
Nr.10/2006 S.175), Art.1 des Gesetzes v. 9.5.2008 (Nds.GVBl. Nr.9/2008 S.127),
des Gesetzes v. 28.10.2009 (Nds.GVBl. Nr.22/2009 S.366), Gesetz v.
25.11.2009 (Nds.GVBl. Nr.26/2009 S.436),
Art. 8 des
Gesetzes v. 13.10.2011 (Nds.GVBl. Nr.24/2011 S.353) und
Art.1 des Gesetzes v. 31.10.2013
(Nds.GVBl. Nr.20/2013 S.254) - VORIS 28400 01 - I n h a l t s ü b e r s i c h t E r s t e r T e i l Allgemeine Vorschriften über die Vermeidung und
Bewirtschaftung von Abfällen (Abfallwirtschaft) § 1 Förderung der Abfallvermeidung und Abfallverwertung durch
das Land § 2 Allgemeine Pflicht § 3 Pflichten öffentlicher Stellen § 4 Abfallbilanz § 5 Abfallwirtschaftskonzept Z w e i t e r T e i l Abfallbewirtschaftung durch
öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger § 6 Öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger
§ 7 Trennung und Verwertung von Abfällen § 8 Abfallberatung § 9 - aufgehoben - § 10 Verbotswidrig lagernde Abfälle § 11 Satzungen zur Regelung der kommunalen
Abfallbewirtschaftung § 12 Gebühren D r i t t e r T e i l Bewirtschaftung und Überwachung von
Sonderabfällen § 13 Sonderabfälle § 14 - aufgehoben - § 15 Organisation der Entsorgung der Sonderabfälle
und der nach § 20 Abs. 2 Satz 2 KrWG ausgeschlossenen Abfälle § 16 Andienung § 16a Zuweisung und Zuführung § 17 Verordnungsermächtigung § 18 Kosten der Sonderabfallentsorgung § 19 - aufgehoben - § 20 - aufgehoben - V i e r t e r T e i l Abfallwirtschaftsplanung und
Abfallvermeidungsprogramm § 21 Abfallwirtschaftsplanung § 22 Verbindlichkeit von Festlegungen in den
Abfallwirtschaftsplänen § 23 Verbringen von Abfällen in Einzugsgebiete von
Abfallbeseitigungsanlagen § 24 Verbringung von Abfällen in
Abfallbeseitigungsanlagen außerhalb Niedersachsens F ü n f t e r T e i l Abfallentsorgungsanlagen § 25 - aufgehoben - § 26 Veränderungssperre § 27 - aufgehoben - § 28 Enteignung § 29 - aufgehoben - § 30 Eigenüberwachung S e c h s t e r T e i l Entladung von Schiffsabfällen und
Ladungsrückständen in Seehäfen § 31 Anwendungsbereich § 32 Begriffsbestimmungen § 33 Hafenauffangeinrichtungen § 34 Schiffsabfallbewirtschaftungspläne,
Informationen § 35 Entladung von Schiffsabfällen § 36 Entladung von Ladungsrückständen § 37 Meldung, Überwachung § 38 Entgeltordnung § 39 Sonderregelung für Schiffe im hoheitlichen
Einsatz S i e b e n t e r T e i l Gefahrenabwehr, Zuständigkeiten,
Ordnungswidrigkeiten, Kosten § 40 - aufgehoben - § 41 Behörden § 42 Sachliche Zuständigkeit § 43 Örtliche Zuständigkeit § 44 Staatlich anerkannte Untersuchungsstellen § 45 Datenverarbeitung, Überwachung § 46 Ordnungswidrigkeiten A c h t e r T e i l Übergangs- und Schlussvorschriften § 47 Außer-Kraft-Treten bisherigen Rechts § 48 Übergangsregelung § 49 In-Kraft-Treten Anlage 1 (zu §34 Abs.1) Anlage 2 (zu §34 Abs.5) ______________________________ *) §12 dieses Gesetzes dient auch der Umsetzung des
Artikels 10 der Richtlinie 1999/31/EG des Rates vom 26.April 1999 über
Abfalldeponien (ABl. EG Nr. L 182 S.1), geändert durch Verordnung (EG)
Nr.1882/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29.September
2003 (ABl. EU Nr. L 284 S.1), der Sechste Teil dient der Umsetzung der
Richtlinie 2000/59/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom
27.November 2000 über Hafenauffangeinrichtungen für
Schiffsabfälle und Ladungsrückstände (ABl. EG Nr. L 332 S.81),
zuletzt geändert durch Richtlinie 2007/71/EG der Kommission vom
13.Dezember 2007 (ABl. EU Nr. L 329 S.33). E r s t e r T e i l Allgemeine Vorschriften über die Vermeidung und
Abfallbewirtschaftung von Abfällen (Abfallwirtschaft) § 1 Förderung der
Abfallvermeidung und Abfallverwertung durch das Land Das Land Niedersachsen wirkt im Rahmen seiner Zuständigkeit
insbesondere hin auf das abfallarme Herstellen, Be- und Verarbeiten und Inverkehrbringen
von Erzeugnissen, die Erhöhung der Gebrauchsdauer und Haltbarkeit von
Erzeugnissen, die Steigerung der Wiederverwendbarkeit von Erzeugnissen, die Entwicklung und Anwendung von Verfahren zur Verminderung des
Schadstoffgehalts und zur Verwertung von Abfällen. § 2 Allgemeine Pflicht Jede Person hat sich so zu verhalten, dass nicht unnötig
Abfälle entstehen und dass die umweltverträgliche
Abfallbewirtschaftung nicht unnötig erschwert wird. § 3 Pflichten öffentlicher
Stellen (1) Das Land, die Gemeinden, die Landkreise und die sonstigen
juristischen Personen des öffentlichen Rechts unter der Aufsicht des
Landes haben die Pflicht nach §2 vorbildhaft zu erfüllen. (2) Die in Absatz 1 genannten juristischen
Personen sind, wenn dies nicht zu unverhältnismäßigen
Mehrkosten führt, verpflichtet, bei der Erfüllung ihrer Aufgaben Erzeugnisse zu bevorzugen, die
a) längerfristig genutzt, wirtschaftlich repariert und als
Abfälle stofflich verwertet werden können, b) im Vergleich zu anderen Erzeugnissen zu weniger Abfällen
führen oder sich eher zur umweltverträglichen Abfallbewirtschaftung
eignen, c) aus Abfällen hergestellt worden sind, bei der Ausschreibung und Vergabe von Bauleistungen und sonstigen
Lieferungen und Leistungen darauf hinzuwirken, dass Erzeugnisse im Sinne der
Nummer 1 verwendet werden, und entsprechende Angebote zu bevorzugen. (3) 1Die in Absatz 1 genannten juristischen Personen haben
ferner Dritte, denen sie ihre Einrichtungen oder Grundstücke zur Benutzung
überlassen, zu verpflichten, dabei entsprechend Absatz 2 zu verfahren.
2Sie wirken darauf hin, dass Gesellschaften und Vereine des privaten
Rechts, an denen sie beteiligt sind, die Verpflichtungen des Absatzes 2
beachten. § 4Abfallbilanz (1) 1Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger
erstellen für jedes Jahr bis zum 1. April des folgenden Jahres eine Bilanz
über Art, Herkunft und Menge der Abfälle, die in ihrem Gebiet
angefallen sind und ihnen überlassen wurden, sowie über deren
Verwertung, insbesondere der Vorbereitung zur Wiederverwendung und des
Recyclings, oder deren Beseitigung (Abfallbilanz). 2Ist eine
technisch mögliche Verwertung von getrennt überlassenen Abfällen
unterblieben, so ist dies in der Abfallbilanz zu begründen; dies gilt
nicht für Abfälle nach § 7. (2) 1Die Abfallbilanz ist öffentlich bekannt zu machen
und der obersten Abfallbehörde sowie der Landesstatistikbehörde
mitzuteilen. 2Die Landesstatistikbehörde erstellt die
Abfallbilanz für Siedlungsabfälle. § 5Abfallwirtschaftskonzept
(1) 1Der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger
stellt unter Berücksichtigung der Abfallwirtschaftspläne für
sein Gebiet ein Abfallwirtschaftskonzept auf. 2Dieses enthält
in Bezug auf die Abfälle, die in seinem Gebiet anfallen und ihm zu
überlassen sind, die notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung, zur
Recyclings, und zur Beseitigung mindestens für einen Zeitraum von
fünf Jahren im Voraus. 3Das Abfallwirtschaftskonzept ist
regelmäßig fortzuschreiben. 4Die oberste
Abfallbehörde wird ermächtigt, durch Verordnung die Darstellung des
Abfallwirtschaftskonzepts zu regeln. (2) Bei der Aufstellung, wesentlichen Änderung und Fortschreibung
des Abfallwirtschaftskonzepts sind die kreisangehörigen Gemeinden sowie
die Behörden und Stellen, die als Träger öffentlicher Belange
von dem Abfallwirtschaftskonzept berührt werden können,
möglichst frühzeitig zu beteiligen. Die Entwürfe sind auf die
Dauer von zwei Wochen öffentlich auszulegen. Ort und Dauer der Auslegung
sind mindestens eine Woche vorher öffentlich bekannt zu machen mit dem
Hinweis darauf, dass Bedenken und Anregungen während der Auslegungsfrist
vorgebracht werden können. Denjenigen, die rechtzeitig Anregungen und
Bedenken vorgebracht haben, ist Gelegenheit zur Erörterung zu geben. (3) Das Abfallwirtschaftskonzept wird von der Vertretung des
öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers beschlossen. Es ist der
für die Abfallwirtschaftsplanung zuständigen Behörde
mitzuteilen. Z w e i t e r T e i l Abfallbewirtschaftung durch
öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger § 6 Öffentlich-rechtliche
Entsorgungsträger (1) 1Die Landkreise, die kreisfreien Städte sowie die
Städte Celle, Cuxhaven, Göttingen, Hildesheim und Lüneburg sind
öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger im Sinne des § 17 Abs. 1
Satz 1 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG). 2An deren Stelle
treten die Zweckverbände, die von diesen Körperschaften zum Zweck der
Abfallbewirtschaftung gegründet werden, wenn die Verbandsordnung dies
vorsieht. 3Satz 2 gilt für kommunale Anstalten im Sinne des
§ 141 Abs. 1 Satz 1 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes
und für gemeinsame kommunale Anstalten im Sinne des § 3 des
Niedersächsischen Gesetzes über die kommunale Zusammenarbeit
entsprechend. 4Die Aufgaben, die die öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträger zu erfüllen haben, gehören zum eigenen
Wirkungskreis. 5Die kreisangehörigen Gemeinden leisten dabei
ihrem Landkreis oder einer anderen Körperschaft, der ihr Landkreis im Weg
einer Zweckvereinbarung oder durch Mitgliedschaft in einem Zweckverband solche
Aufgaben übertragen hat, Verwaltungshilfe gegen Erstattung der Kosten.
6Satz 5 gilt entsprechend für die Fälle einer
Aufgabenübertragung des Landkreises auf eine kommunale Anstalt oder
gemeinsame kommunale Anstalt. (2) Die oberste Abfallbehörde kann einem
öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger nach Absatz 1 Satz 1 den
Abschluss einer Zweckvereinbarung oder die Beteiligung an einem Zweckverband
aufgeben, wenn andernfalls die ordnungsgemäße Abfallentsorgung
gefährdet wäre. (3) Zweckverbände, kommunale Anstalten im Sinne des § 141 Abs.
1 Satz 1 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes und gemeinsame
kommunale Anstalten im Sinne des §3 des Niedersächsischen Gesetzes
über die kommunale Zusammenarbeit, die nach Absatz 1 Satz 2 oder 3
öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger sind, können mit anderen
öffentlich-rechtliche Entsorgungsträgern unabhängig von deren
Rechtsform Zweckvereinbarungen im Sinne des §5 des Niedersächsischen
Gesetzes über die kommunale Zusammenarbeit abschließen, wenn die
Verbandsordnung oder die Unternehmenssatzung dies vorsieht. § 7 Einrichtungen für
gefährliche Abfälle 1Die öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträger haben die Einrichtungen zu schaffen oder durch Dritte
schaffen zu lassen, die erforderlich sind, um Abfälle aus privaten Haushaltungen, die gefährlich im
Sinne des § 3 Abs. 5 Satz 1 KrWG sind, sowie gefährliche Abfälle zur Beseitigung aus anderen
Herkunftsbereichen, die bei der Abfallerzeugung in geringen Mengen (nicht mehr
als insgesamt 2 000 kg Gesamtmenge gefährliche Abfälle je Jahr)
angefallen sind, entsorgen zu können. 2Satz 1 Nr.
2 gilt auch, soweit diese Abfälle aufgrund des § 20 Abs. 2 Satz 2
KrWG von der Entsorgung durch den öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträger ausgeschlossen worden sind. § 8Abfallberatung Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger wirken im Rahmen
ihrer Aufgaben auch darauf hin, dass möglichst wenig Abfall entsteht. Sie
beraten zu diesem Zweck die Abfallbesitzerinnen und Abfallbesitzer sowie die
Anschluss- und Benutzungspflichtigen (§11 Abs.1 Satz 1) und informieren
sie regelmäßig über die Möglichkeiten zur Vermeidung und
Verwertung von Abfällen sowie über die Verwendung abfallarmer
Produkte und Verfahren. Sie können sich bei der Wahrnehmung dieser Aufgabe
Dritter bedienen. § 9- aufgehoben - § 10Verbotswidrig lagernde
Abfälle (1) Abfälle, die im Wald oder in der
übrigen freien Landschaft verbotswidrig lagern, sind von dem
öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger zum Zweck der weiteren
Entsorgung auf eigene Kosten aufzusammeln oder unentgeltlich zu
übernehmen, wenn Maßnahmen gegen die verursachende Person nicht hinreichend
erfolgversprechend erscheinen, keine andere Person aufgrund eines bestehenden
Rechtsverhältnisses verpflichtet ist und die Abfälle wegen ihrer Art oder Menge das Wohl der
Allgemeinheit beeinträchtigen. (2) Gesetzliche oder aufgrund eines Gesetzes oder einer anderen
Rechtsvorschrift begründete Unterhaltungs-, Verkehrssicherungs- und
Reinigungspflichten bleiben unberührt. § 11Satzungen zur Regelung der
kommunalen Abfallbewirtschaftung (1) 1Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger
regeln nach Maßgabe des § 17 KrWG durch Satzung den Anschluss an die
Einrichtungen der kommunalen Abfallentsorgung und die Benutzung dieser
Einrichtungen. 2Ein überwiegendes öffentliches Interesse
im Sinne des § 17 Abs. 1 Satz 3 KrWG liegt vor, wenn ohne die
Überlassung eine geordnete Beseitigung nicht sichergestellt wäre oder
der Bestand, die Funktionsfähigkeit oder die wirtschaftliche Auslastung
der vorhandenen oder in Abfallwirtschaftskonzepten vorgesehenen Einrichtungen
der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger gefährdet
wäre. 3In der Satzung legen die öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträger insbesondere fest, in welcher Weise, an welchem Ort und
zu welcher Zeit ihnen die Abfälle zu überlassen sind.
4Dabei ist zu bestimmen, dass die Abfälle getrennt zu
überlassen sind, wenn dies zum Zwecke der Abfallentsorgung geboten ist,
der gesonderten Entsorgung von Abfällen im Sinne des § 7 Satz 1 dient
oder in einer Verordnung nach § 25 Abs. 2 Nr. 3 KrWG vorgeschrieben ist.
5Die Satzung kann bestimmen, dass Abfälle an Sammelstellen oder
Behandlungsanlagen zu überlassen sind, soweit das Einsammeln am Anfallort
nur mit erheblichem Aufwand möglich und das Verbringen zur Sammelstelle
oder Behandlungsanlage für den Pflichtigen zumutbar ist. (2) 1Unter den Voraussetzungen des § 20 Abs. 2 Satz 1
oder 2 KrWG kann der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger
Abfälle allgemein durch Satzung oder im Einzelfall durch schriftlichen
Verwaltungsakt von der Entsorgung ausschließen. 2Weist ein
Abfallerzeuger durch eine Bescheinigung der zuständigen Behörde nach,
dass Abfälle zur Beseitigung, die der öffentlich-rechtliche
Entsorgungsträger wegen ihrer Beschaffenheit durch Satzung ausgeschlossen
hat, in einer Anlage dieses Entsorgungsträgers entsorgt werden
können, so hat dieser, wenn er den Ausschluss nicht allgemein nach §
20 Abs. 2 Satz 3 KrWG widerruft, den Ausschluss im Einzelfall aufzuheben. (3) Abfälle, die auf Grundstücken verbotswidrig lagern, die
nicht unter §10 Abs.1 fallen, sind dem öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträger, zu dessen Gebiet das Grundstück gehört, nach
Maßgabe der Satzung (Absatz 1) von der Besitzerin oder dem Besitzer des
Grundstücks zur Entsorgung zu überlassen, wenn Maßnahmen gegen
die verursachende Person nicht hinreichend Erfolg versprechend sind und keine
andere Person aufgrund eines bestehenden Rechtsverhältnisses zur
Überlassung verpflichtet ist. (4) 1Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger
können Anordnungen im Einzelfall erlassen, um die Einhaltung der
Verpflichtungen, die bei der Nutzung ihrer im Absatz 1 Satz 1 genannten
Einrichtungen gelten, zu überprüfen und sicherzustellen.
2Dabei gilt § 47 Abs. 3 KrWG entsprechend. 3Aufgrund
dieser Bestimmung kann das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung
(Artikel 13 des Grundgesetzes) eingeschränkt werden. § 12Gebühren (1) Der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger erhebt, soweit
nicht ein privatrechtliches Entgelt gefordert wird, für die
Abfallbewirtschaftung Gebühren nach den Vorschriften des
Niedersächsischen Kommunalabgabengesetzes (NKAG) mit den Maßgaben
der Absätze 2 bis 8. (2) 1Das Aufkommen aus den Gebühren soll alle
Aufwendungen des öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers für
die Wahrnehmung seiner abfallwirtschaftlichen Aufgaben decken. 2Die
Gebühren sollen so gestaltet werden, dass die Vermeidung und die
Verwertung von Abfällen gefördert werden. 3Das
veranschlagte Gebührenaufkommen darf die Aufwendungen um bis zu 10 vom
Hundert übersteigen. 4Alle abfallwirtschaftlichen Anlagen des
öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers, einschließlich der
stillgelegten Anlagen, solange diese der Nachsorge bedürfen, bilden
gebührenrechtlich eine Einrichtung, soweit durch Satzung nicht
Abweichendes bestimmt ist. (3) Zu den Aufwendungen im Sinne des Absatzes
2 Satz 1 gehören insbesondere Aufwendungen für das Einsammeln und Befördern von Abfällen, die Entgelte für die Entsorgung von Abfällen nach §
7, die Vermarktung von verwertbaren Stoffen aus Abfällen, die Beratung nach §8 Abs.1, die Stilllegung von Entsorgungsanlagen und die Nachsorge
hierfür; jedoch nur insoweit, als für diese Aufwendungen keine oder
keine ausreichenden Rücklagen gebildet wurden, das Aufsammeln oder die Übernahme, das Einsammeln und
Befördern sowie die weitere Entsorgung von Abfällen nach §10
Abs.1, soweit der Abfall nach Art und Menge den in privaten Haushaltungen
anfallenden Abfällen entspricht, Maßnahmen der Planung, Entwicklung und Untersuchung für
nicht verwirklichte Abfallentsorgungsanlagen, soweit a) die Höhe der entstandenen Aufwendungen nicht außer
Verhältnis zum üblichen Planungsaufwand steht, b) das Scheitern der Maßnahme von dem
öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger nicht zu vertreten ist und
c) mit der Errichtung der geplanten Abfallentsorgungsanlage noch
nicht begonnen wurde. (4) 1Durch die Gebühren sind
mindestens die Aufwendungen zu decken für die Errichtung der Entsorgungsanlagen, einschließlich der
dafür notwendigen Maßnahmen der Planung, Entwicklung und
Untersuchung sowie der Maßnahmen, durch die Eingriffe in Natur und
Landschaft vermieden oder ausgeglichen werden oder durch die für einen
solchen Eingriff Ersatz geschaffen wird, den Betrieb der Entsorgungsanlagen und Rücklagen, die für die voraussichtlichen späteren
Aufwendungen für die Stilllegung von Anlagen der Abfallentsorgung und
für die mindestens 30 Jahre umfassende Nachsorge zu bilden sind; die
Aufwendungen für die Rücklage sind auf die gesamte mutmaßliche
Nutzungszeit der Anlage zu verteilen, die Höhe der Rücklage ist
fortzuschreiben. 2Zu den Aufwendungen nach Satz 1
Nrn.1 und 2 gehören auch die Kosten einer zu leistenden Sicherheit oder
eines gleichwertigen Sicherungsmittels. 3Hat die zuständige
Behörde für die Anlage eine weniger als 30 Jahre dauernde Nachsorge
angeordnet, so verkürzt sich die nach Satz 1 Nr.3 zugrunde zu legende
Dauer der Nachsorge entsprechend. 4§ 5 Abs. 1 Satz 3 NKAG
findet für die Aufwendungen im Sinne der Sätze 1 und 2 keine
Anwendung. 5Wird eine Entsorgungsanlage vorzeitig stillgelegt, so
können über § 5 Abs. 2 Satz 4 NKAG hinaus die weiteren
Abschreibungen für Aufwendungen für die Errichtung der Anlage (Satz 1
Nr.1) auch auf den Zeitraum bis zur Entlassung der Anlage aus der Nachsorge
verteilt werden. 6Auf diesen Zeitraum können auch
Abschreibungen von Aufwendungen verteilt werden, die bei der Stilllegung der
Anlage oder der Nachsorge entstehen. (5) Bei der Ermittlung der Aufwendungen für die Bewirtschaftung
ungetrennt überlassener Abfälle dürfen die Aufwendungen für
die Bewirtschaftung getrennt überlassener Abfälle einbezogen werden.
(6) 1Die Gebühren sind nach § 5 Abs. 3 NKAG zu
bemessen. 2Sie können auch progressiv gestaffelt sein, soweit
die Gebührenhöhe nicht außer Verhältnis zur Leistung der
kommunalen Abfallbewirtschaftung steht. 3Die Erhebung von
Grundgebühren neben den Gebühren nach den Sätzen 1 und 2 sowie
von Mindestgebühren ist zulässig; der Anteil der Grundgebühren
kann in begründeten Fällen 50 vom Hundert des gesamten
Gebührenaufkommens übersteigen. 4Die Gebühren
dürfen jedoch nicht ausschließlich nach personenbezogenen
Maßstäben bemessen werden. (7) 1Der Überschuss nach Absatz 2 Satz 3 ist für
die Erkundung, Gefährdungsabschätzung, Sicherung, Sanierung und
Überwachung von Altablagerungen und der durch diese verursachten
nachteiligen und nachhaltigen Veränderungen des Wassers, des Bodens und
der Luft zu verwenden. 2Dies gilt nicht für Altablagerungen,
die sich noch in der Nachsorge befinden. (8) 1Wer für die Abfallbewirtschaftung Gebühren
oder privat-rechtliche Entgelte zu entrichten hat, kann die Informationen
über die Aufwendungen für eine Deponie (Absatz 4 Satz 1) einsehen.
2Der Anspruch richtet sich gegen den öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträger, an den die Gebühren oder Entgelte zu zahlen sind.
3Sind die Gebühren oder Entgelte an andere Stellen zu zahlen
oder liegen dem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger die
Informationen nach Satz 1 nicht vor, so können bei der zuständigen
Behörde die Informationen eingesehen werden, die dieser nach § 44
Abs. 2 KrWG durch den Betreiber der Deponie zur Verfügung zu stellen sind.
14Die §§ 7 und 8 des Umweltinformationsgesetzes gelten
entsprechend. D r i t t e r T e i l Bewirtschaftung und Überwachung von
Sonderabfällen § 13Sonderabfälle Sonderabfälle im Sinne dieses Gesetzes sind gefährliche
Abfälle (§ 3 Abs. 5 Satz 1 KrWG), die in Niedersachsen angefallen
sind oder entsorgt werden sollen. § 14- aufgehoben - § 15Organisation der Entsorgung
der Sonderabfälle und der nach § 20 Abs. 2 Satz 2 KrWG
ausgeschlossenen Abfälle (1) Der Zentralen Stelle für Sonderabfälle obliegt in
Niedersachsen die Organisation der Entsorgung von Sonderabfällen sowie der
nach § 20 Abs. 2 Satz 2 KrWG von der Entsorgung durch den
öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger ausgeschlossenen
Abfälle. (2) 1Die oberste
Abfallbehörde bestimmt die Zentrale Stelle für Sonderabfälle
durch Verordnung. 2Es darf nur ein Unternehmen bestimmt werden, das
durch seine Kapitalausstattung, innere Organisation sowie Fach- und
Sachkunde der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Gewähr für eine
ordnungsgemäße Aufgabenwahrnehmung bietet und dem Land Niedersachsen durch eine Beteiligung von mindestens 51 vom
Hundert einen bestimmenden Einfluss auf den Geschäftsbetrieb
eingeräumt hat. (3) Die Zentrale Stelle für Sonderabfälle unterliegt bei der
Wahrnehmung ihrer Aufgaben der Fachaufsicht der obersten Abfallbehörde.
(4) Die Zentrale Stelle für Sonderabfälle kann eigene
Abfallentsorgungsanlagen errichten und betreiben sowie Beteiligungen an
derartigen Anlagen erwerben. (5) Die Zentrale Stelle für Sonderabfälle hat neben den nach
§ 46 KrWG Verpflichteten im Rahmen ihrer Aufgaben über
Möglichkeiten der Vermeidung, Verwertung und Beseitigung zu informieren
und Auskunft zu erteilen. § 16Andienung (1) 1Sonderabfälle zur Beseitigung, die in Niedersachsen
anfallen, sind von ihren Besitzern der Zentralen Stelle für
Sonderabfälle anzudienen, soweit nicht durch Verordnung nach § 17 Nr.
1 etwas anderes bestimmt ist. 2Dazu ist auch verpflichtet, wer
außerhalb Niedersachsens angefallene Sonderabfälle zur Beseitigung
in Niedersachsen entsorgen lassen will. (2) 1Soweit Erzeuger von Sonderabfällen im Sinne des
Absatzes 1 diese in eigenen, in einem engen räumlichen und betrieblichen
Zusammenhang stehenden Anlagen entsorgen, sind sie nicht zur Andienung
verpflichtet. 2Die Zentrale Stelle für Sonderabfälle kann
im Einzelfall von der Andienungspflicht freistellen. § 16a Zuweisung und
Zuführung (1) 1Die Zentrale Stelle für Sonderabfälle hat
andienungspflichtige Sonderabfälle einer dafür zugelassenen und
aufnahmebereiten Abfallentsorgungsanlage zuzuweisen. 2Die
Abfallentsorgungsanlage muss dem jeweiligen Stand der Technik entsprechen und
eine dauerhafte Entsorgungssicherheit gewährleisten. 3Sind
mehrere Abfallentsorgungsanlagen, die die vorstehenden Voraussetzungen
erfüllen, zur Aufnahme bereit, so ist die Abfallentsorgungsanlage nach den
Grundsätzen der Nähe, des Vorrangs für die Abfallverwertung nach
Maßgabe des § 7 KrWG, der Rangfolge und der Hochwertigkeit der
Verwertungsmaßnahmen nach § 8 KrWG und der Entsorgungsautarkie
auszuwählen. 4Stehen Abfallentsorgungsanlagen, die nach den
vorstehenden Grundsätzen gleichermaßen zur Aufnahme bereit sind,
innerhalb und außerhalb des Landes zur Verfügung, so sollen die
Sonderabfälle einer Abfallentsorgungsanlage in Niedersachsen zugewiesen
werden, wenn für die Entsorgungspflichtigen hierdurch keine
unverhältnismäßigen Kosten entstehen. (2) Die Andienungspflichtigen haben die Sonderabfälle der
Abfallentsorgungsanlage zuzuführen, der sie von der Zentralen Stelle
für Sonderabfälle zugewiesen worden sind. (3) 1Die Zentrale Stelle für Sonderabfälle hat die
Zuweisung von gefährlichen Abfällen, die außerhalb
Niedersachsens angefallen sind, abzulehnen, wenn die Zuweisung das Wohl der
Allgemeinheit, insbesondere die Ziele und Erfordernisse der
Abfallwirtschaftsplanung, beeinträchtigt. 2Die Zuweisung kann
auch abgelehnt werden, wenn das Land, aus dem die Abfälle stammen, die
Gegenseitigkeit nicht gewährleistet. (4) Die Zentrale Stelle für
Sonderabfälle ist befugt, den Sonderabfällen Proben zu entnehmen oder entnehmen zu lassen
und Analysen zur Beurteilung der Sonderabfälle von den
Andienungspflichtigen zu verlangen oder durch Dritte anfertigen zu lassen,
den Andienungspflichtigen aufzugeben, wie die Sonderabfälle der
Abfallentsorgungsanlage zuzuführen sind, insbesondere eine Vorbehandlung
der Sonderabfälle zu fordern. §
17Verordnungsermächtigung Die oberste Abfallbehörde wird
ermächtigt, durch Verordnung Sonderabfälle, deren Entsorgung insbesondere wegen ihrer Art,
geringen Menge oder Beschaffenheit einer Organisation durch die Zentrale Stelle
für Sonderabfälle nicht bedarf, von der Andienungspflicht
auszunehmen, für Sonderabfälle, die bei Abfallbesitzerinnen und
Abfallbesitzern nur in kleineren Mengen anfallen, zu bestimmen, dass die
Andienungspflicht auf das Unternehmen übergeht, das die Abfälle
einsammelt und befördert, zu bestimmen, wie Sonderabfälle der Zentralen Stelle für
Sonderabfälle anzudienen und der zugewiesenen Abfallentsorgungsanlage
zuzuführen sind; dabei kann insbesondere das einzuhaltende Verfahren und
eine Vorbehandlung der Sonderabfälle vorgeschrieben werden, der Zentralen Stelle für Sonderabfälle weitere Aufgaben im
Zusammenhang mit den Verordnungen nach § 52 KrWG, der Verordnung (EG) Nr.
850/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004
über persistente organische Schadstoffe und zur Änderung der
Richtlinie 79/117/EWG (ABl. EU Nr. L 158 S.7, Nr. L 229 S.5; 2007 Nr. L 204
S.28), zuletzt geändert durch Verordnung (EU) Nr. 519/ 2012 der Kommission
vom 19. Juni 2012 (ABl. EU Nr. L 159 S.1), und der Abfallverbringung zu
übertragen. § 18Kosten der
Sonderabfallentsorgung (1) 1Die Zentrale Stelle für Sonderabfälle erhebt
von den Andienungspflichtigen für die ihr entstehenden Aufwendungen und
die Behandlung, Lagerung oder Ablagerung der Sonderabfälle in der
Abfallentsorgungsanlage, der sie zugewiesen worden sind, Kosten (Gebühren
und Auslagen). 2Für die Erhebung der Kosten gelten die
§§ 5 bis 8 und 13 des Niedersächsischen
Verwaltungskostengesetzes entsprechend, soweit nicht in der Verordnung nach
Absatz 2 Abweichendes bestimmt wird. 3Das Aufkommen an Kosten steht
der Zentralen Stelle für Sonderabfälle zu. (2) 1Die oberste Abfallbehörde wird ermächtigt,
durch Verordnung die kostenpflichtigen Tatbestände nach Absatz 1
näher zu bestimmen. 2Bei der Berechnung der
Gebührensätze gilt § 5 Abs. 2 Sätze 1 und 4 Halbsatz 1 NKAG
entsprechend. 3Die Gebühr ist nach dem im Einzelfall
entstandenen tatsächlichen Aufwand bei der Entsorgungsanlage
zuzüglich eines Zuschlags zur Abgeltung der Aufwendungen der Zentralen
Stelle, der in der Verordnung festgelegt wird, zu berechnen. 4Ist
ein tatsächlicher Aufwand im Sinne des Satzes 3 bei einer
Entsorgungsanlage nicht entstanden, so bestimmt sich die Gebühr nach Art
und Umfang der jeweiligen Inanspruchnahme der Zentralen Stelle. § 19- aufgehoben - § 20- aufgehoben - V i e r t e r T e i l Abfallwirtschaftsplanung und
Abfallvermeidungsprogramm § 21Abfallwirtschaftsplanung
und Abfallvermeidungsprogramm (1) Die oberste Abfallbehörde stellt für den Bereich des
Landes den Abfallwirtschaftsplan auf. Dieser kann in sachlichen und
räumlichen Teilabschnitten aufgestellt werden.
(2) Für die Beteiligung an der Erstellung des
Abfallvermeidungsprogramms des Bundes und für die Erstellung eines eigenen
Abfallvermeidungsprogramms (§ 33 KrWG) ist die oberste Abfallbehörde
zuständig. § 22Verbindlichkeit von
Festlegungen in den Abfallwirtschaftsplänen (1) 1Die oberste Abfallbehörde wird ermächtigt,
durch Verordnung die Festlegungen über Standorte und Einzugsgebiete von
Abfallbeseitigungsanlagen in den von ihnen aufgestellten
Abfallwirtschaftsplänen ganz oder teilweise für die
Beseitigungspflichtigen für verbindlich zu erklären. 2Die
oberste Abfallbehörde erlässt die Verordnung im Einvernehmen mit der
für die Bergaufsicht zuständigen obersten Landesbehörde, soweit
sich die Verbindlicherklärung auf Abfälle erstreckt, die in einer der
Bergaufsicht unterstehenden Abfallbeseitigungsanlage beseitigt werden sollen.
3Die Verordnung kann hinsichtlich bestimmter Abfallarten oder
für einzelne Gruppen von Beseitigungspflichtigen Ausnahmen von der
Verpflichtung zulassen, sich einer in dem Plan ausgewiesenen
Abfallbeseitigungsanlage zu bedienen. (2) 1Die Verordnungen können Standorte und
Einzugsgebiete zeichnerisch in Karten bestimmen. 2Werden die Karten
nicht im Verkündungsblatt abgedruckt, so ist nach den folgenden
Sätzen 3 bis 5 zu verfahren. 3Die oberste Abfallbehörde
und die Gemeinden und Landkreise, deren Gebiet betroffen ist, haben
Ausfertigungen der Karten aufzubewahren und jedem kostenlos Einsicht zu
gewähren. 4Hierauf ist in der Verordnung hinzuweisen.
5Außerdem sind die in Satz 1 genannten Örtlichkeiten im
Text der Verordnung grob zu umschreiben. § 23Verbringen von
Abfällen in Einzugsgebiete von Abfallbeseitigungsanlagen (1) 1Soweit durch Verordnung nach § 22 das Einzugsgebiet
einer Abfallbeseitigungsanlage festgelegt worden ist, dürfen Abfälle,
die außerhalb dieses Gebietes angefallen sind, nur mit Genehmigung der
obersten Abfallbehörde zum Zweck der Beseitigung in das Einzugsgebiet
verbracht werden. 2Die Verordnung kann festlegen, dass für
bestimmte Maßnahmen im Sinne des § 3 Abs. 14 KrWG oder für
bestimmte Abfälle eine Genehmigung nicht erforderlich ist. 3Im
Fall einer Anordnung nach § 29 Abs. 1 Satz 1 KrWG bedarf es der
Genehmigung nicht. (2) Die Genehmigung nach Absatz 1 Satz 1 darf nur erteilt werden, wenn
die Beseitigung der Abfälle im festgelegten Einzugsgebiet das Wohl der
Allgemeinheit, insbesondere die Ziele und Erfordernisse der Abfallwirtschaft,
nicht beeinträchtigt. § 24Verbringung von
Abfällen in Abfallbeseitigungsanlagen außerhalb Niedersachsens (1) Wer Abfälle zur Beseitigung aus Niedersachsen verbringt, hat
dies unter Angabe der Abfallschlüssel, der Mengen und der aufnehmenden
Abfallbeseitigungsanlagen der obersten Abfallbehörde mindestens eine Woche
vor Beginn anzuzeigen, wenn die Menge 100 Megagramm Abfall je
Abfallschlüssel und Kalenderjahr übersteigt oder übersteigen
wird. (2) Absatz 1 gilt nicht für Abfälle
zur Beseitigung, die nach § 16 andienungspflichtig sind oder für die in einem für verbindlich erklärten
Abfallwirtschaftsplan der Entsorgungsweg mit Abfallschlüssel und
Mengenangabe in eine konkret benannte Entsorgungsanlage aufgeführt
ist. F ü n f t e r T e i l Abfallentsorgungsanlagen § 25- aufgehoben - § 26Veränderungssperre
(1) 1Vom Beginn der Auslegung der Pläne im
Planfeststellungsverfahren für eine Deponie nach § 35 Abs. 2 KrWG
oder von dem Zeitpunkt an, zu dem den Betroffenen Gelegenheit gegeben wird, den
Plan einzusehen, dürfen auf den vom Plan betroffenen Flächen
wesentlich wertsteigernde oder die Errichtung der geplanten Deponie erheblich
erschwerende Veränderungen nicht vorgenommen werden
(Veränderungssperre). 2Veränderungen, die in rechtlich
zulässiger Weise vorher begonnen worden sind, Unterhaltungsarbeiten und
die Fortführung einer bisher rechtmäßig ausgeübten Nutzung
werden hiervon nicht berührt. (2) 1Dauert die Veränderungssperre länger als vier
Jahre, so können die Eigentümerin und der Eigentümer sowie die
sonstige Nutzungsberechtigte und der sonstige Nutzungsberechtigte für
dadurch entstehende Vermögensnachteile vom Träger des Vorhabens eine
angemessene Entschädigung in Geld verlangen. 2Die Person, der
das Grundstück gehört, kann ferner die Übernahme der vom Plan
betroffenen Flächen verlangen, wenn es ihr wegen der
Veränderungssperre wirtschaftlich nicht mehr zuzumuten ist, sie in der
bisherigen oder einer anderen zulässigen Art zu nutzen. 3Kommt
eine Einigung über die Übernahme nicht zustande, kann die Person, der
das Grundstück gehört, die Entziehung des Eigentums verlangen.
4Im Übrigen gelten die Vorschriften des Niedersächsischen
Enteignungsgesetzes entsprechend. (3) Die Planfeststellungsbehörde kann auf Antrag Ausnahmen von der
Veränderungssperre zulassen, wenn überwiegende öffentliche
Belange nicht entgegenstehen und die Einhaltung der Veränderungssperre im
Einzelfall zu einer offenbar nicht beabsichtigten Härte führen
würde. § 27- aufgehoben - § 28Enteignung (1) Die Enteignung ist zulässig, soweit sie zur Ausführung
eines nach § 35 Abs. 2 KrWG festgestellten Plans notwendig ist. (2) Der festgestellte Plan ist dein Enteignungsverfahren zugrunde zu
legen und für die Enteignungsbehörde bindend. (3) Im Übrigen gilt das Niedersächsische Enteignungsgesetz.
§ 29- aufgehoben - § 30Eigenüberwachung (1) Die Personen, die Abfallentsorgungsanlagen betreiben, haben
sachkundiges und zuverlässiges Personal zu beschäftigen, das
insbesondere in der Lage ist, die Anlieferung von Abfällen wirksam zu
kontrollieren. (2) Die Person, die die Anlage betreibt, hat den Zustand und den Betrieb
der Abfallentsorgungsanlage sowie ihre Auswirkungen auf die Umgebung, soweit
hierfür nicht das Bundes-Immissionsschutzgesetz gilt, auf eigene Kosten
fortlaufend zu überwachen (Eigenüberwachung). Sie kann sich dabei
Dritter bedienen. Sie hat die Anlage nach näherer Bestimmung durch die
zuständige Behörde mit den dafür erforderlichen Einrichtungen
und Geräten auszurüsten, Untersuchungen durchzuführen und ihre
Ergebnisse aufzuzeichnen. Die Aufzeichnungen sind der zuständigen
Behörde auf Verlangen vorzulegen. Die zuständige Behörde kann
die Hinzuziehung von Sachverständigen bei der Eigenüberwachung
vorschreiben. (3) Die Eigentümerinnen, Eigentümer und Nutzungsberechtigten
von Grundstücken im Einwirkungsbereich einer Abfallentsorgungsanlage sind
verpflichtet, jederzeit den Zugang und die Zufahrt zu den Grundstücken zu
ermöglichen und Untersuchungen nach Absatz 2 zu dulden. Die Absicht,
Grundstücke zu diesem Zweck zu betreten und solche Arbeiten
auszuführen, ist den Duldungspflichtigen nach Satz 1 rechtzeitig vorher
bekannt zu geben. Die Person, die die Entsorgungsanlage betreibt, hat nach
Abschluss der Arbeiten den früheren Zustand der Grundstücke auf ihre
Kosten unverzüglich wiederherzustellen. Die zuständige Behörde
kann anordnen, dass die für die Untersuchung geschaffenen Einrichtungen
aufrecht zu erhalten sind. Entstehen durch eine nach Satz 1 oder 4
zulässige Maßnahme den Duldungspflichtigen unmittelbare
Vermögensnachteile, so hat die Person, die die Entsorgungsanlage betreibt,
dafür eine angemessene Entschädigung in Geld zu leisten. Kommt eine
Einigung über die Höhe des Entschädigungsanspruchs nicht
zustande, so wird sie auf Antrag des Betroffenen von der zuständigen
Behörde festgesetzt. Im Übrigen gilt das Niedersächsische
Enteignungsgesetz entsprechend. S e c h s t e r T e i l Entladung von Schiffsabfällen und
Ladungsrückständen in Seehäfen § 31Anwendungsbereich (1) Die §§32 bis 39 gelten für die Entladung von
Schiffsabfällen und Ladungsrückständen von Schiffen in den
nieder-sächsischen Seehäfen. (2) Die diesem Teil des Gesetzes unterliegenden niedersächsischen
Seehäfen werden durch Verordnung des für das Hafenwesen
zuständigen Ministeriums bestimmt. Als Seehäfen sind die Orte und
geographischen Gebiete zu bestimmen, die so angelegt und ausgestattet sind,
dass sie Schiffe im Sinne des §32 Nr.1 aufnehmen können. § 32 Begriffsbestimmungen Im Sinne der Vorschriften dieses Gesetzes
sind Schiffe: seegehende Fahrzeuge jeder Art, die in Seegebieten
eingesetzt werden, einschließlich Fischereifahrzeugen, Sportbooten,
Tragflügelbooten, Luftkissenfahrzeugen, Tauchfahrzeugen und schwimmender
Geräte; Fischereifahrzeuge: Schiffe, die für den Fang von Fischen oder
anderen lebenden Meeresorganismen ausgerüstet sind oder hierzu gewerblich
genutzt werden; Sportboote: Schiffe, die für Sport- oder Freizeitzwecke
bestimmt sind; Hafenbetreiber: die für den Betrieb des Hafens in seiner
Gesamtheit verantwortliche natürliche oder juristische Person; Hafenauffangeinrichtungen: ortsfeste, schwimmende oder mobile
Vorrichtungen, die dazu bestimmt und geeignet sind, im Hafen
Schiffsabfälle oder Ladungsrückstände zum Zweck der
ordnungsgemäßen Entsorgung vom Schiff aufzunehmen; Schiffsabfälle: a) alle Abfälle (einschließlich Abwasser und
Rückständen außer Ladungsrückständen), die im
Zusammenhang mit dem Schiffsbetrieb anfallen und in den Anwendungsbereich der
Anlagen I, IV und V des Internationalen Übereinkommens von 1973 zur
Übersetzung vom 12.März 1996 (BGBl. II S.399, Anlagenband), zuletzt
geändert durch die Entschließung MEPC.89(45) (BGBl. 2002 II S.304),
in der jeweils geltenden Fassung (MARPOL) fallen, sowie b) ladungsbezogene Abfälle im Sinne der Nummer 1.7.5 der
Richtlinien für die Durchführung des MARPOL, Anlage V, vom 20.Mai
1991 (VkBl. 1991 S.504), geändert durch Bekanntmachung vom 25.Oktober 2001
(VkBl. 2001 S.485); Ladungsrückstände: die nach Abschluss der Lösch- und
Reinigungsverfahren an Bord in Laderäumen oder Tanks befindlichen Reste
von Ladungen sowie die beim Laden oder Löschen verursachten Überreste
und Überläufe. § 33Hafenauffangeinrichtungen
(1) Der Hafenbetreiber hat dafür Sorge zu tragen, dass den in den
Hafen einlaufenden Schiffen ausreichende Hafenauffangeinrichtungen für
Schiffsabfälle und Ladungsrückstände zur Verfügung stehen.
Die Hafenauffangeinrichtungen müssen der technischen Ausstattung der
üblicherweise den Hafen anlaufenden Schiffstypen angepasst und geeignet
sein, die übliche Art und Menge von Schiffsabfällen und
Ladungsrückständen der Schiffe aufzunehmen, ohne dass diese durch das
Aufnehmen unangemessen aufgehalten werden. (2) Das für das Hafenwesen
zuständige Ministerium wird ermächtigt, durch Verordnung ein Verfahren zur Meldung von Unzulänglichkeiten der
Hafenauffangeinrichtungen an die zuständige Behörde zu regeln, den Hafenbetreiber zu verpflichten, Aufzeichnungen darüber zu
führen, a) in welchen Fällen von einer Entladung abgesehen wurde,
b) welche Arten und Mengen von Schiffsabfällen und
Ladungsrückständen entladen wurden, c) in welche Hafenauffangeinrichtungen entladen wurde, den Hafenbetreiber zu verpflichten, die eingegangenen Meldungen
(§37 Abs.1) und die Aufzeichnungen nach Nummer 2 aufzubewahren. §
34Schiffsabfallbewirtschaftungspläne, Informationen (1) 1Der Hafenbetreiber ist verpflichtet, einen Plan
über die Entladung und Entsorgung der Schiffsabfälle und
Ladungsrückstände (Schiffsabfallbewirtschaftungsplan) aufzustellen
und diesen Plan durchzuführen. 2Bei der Aufstellung des Plans
sind der öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger, die am Hafenort
niedergelassenen Beauftragten der regelmäßigen gewerblichen Nutzer
und die Betreiber der Hafenauffangeinrichtungen zu beteiligen.
3Wollen Beteiligte eine Stellungnahme abgeben, so haben sie dies
innerhalb eines Monats zu tun. 4Für den
Schiffsabfallbewirtschaftungsplan gelten die Anforderungen der
5Das für das Hafenwesen zuständige Ministerium kann durch
Verordnung zusätzliche Anforderungen an den
Schiffsabfallbewirtschaftungsplan hinsichtlich der Angaben über die
Verfahrensweise bei der Entladung und Entsorgung stellen. (2) Der Schiffsabfallbewirtschaftungsplan ist zumindest alle drei Jahre
fortzuschreiben. Er ist nach wesentlichen Änderungen des Hafenbetriebs
anzupassen. (3) Der Schiffsabfallbewirtschaftungsplan kann für mehrere
Häfen gemeinsam aufgestellt werden (gemeinsamer
Schiffsabfallbewirtschaftungsplan). Darin müssen die Angaben nach Anlage 1
Abs.1 Satz 2 Nrn.1 und 2 für jeden Hafen gesondert ausgewiesen werden.
Absatz 2 gilt entsprechend. (4) Der Schiffsabfallbewirtschaftungsplan und seine Änderungen
bedürfen der Genehmigung durch die zuständige Behörde. (5) Der Hafenbetreiber hat sicherzustellen, dass allen Hafenbenutzern
die Informationen zugänglich sind, die in der
aufgeführt sind. § 35Entladung von
Schiffsabfällen (1) Die Schiffsführerin oder der Schiffsführer ist
verpflichtet, alle an Bord befindlichen Schiffsabfälle vor dem Auslaufen
aus dem Hafen in eine Hafenauffangeinrichtung zu entladen. Dies gilt für
Schiffsführerinnen und Schiffsführer von Fischereifahrzeugen und von
Sportbooten mit einer Zulassung für bis zu zwölf Personen nur
insoweit, als auf dem Fischereifahrzeug oder Sportboot nicht genügend
geeigneter Lagerplatz oder Stauraum für die an Bord verbleibenden und auf
der Fahrt zum nächsten Anlaufhafen voraussichtlich anfallenden
Schiffsabfälle vorhanden ist. (2) Abweichend von Absatz 1 Satz 1 darf die Schiffsführerin oder
der Schiffsführer die Fahrt zum nächsten Anlaufhafen fortsetzen, ohne
die Schiffsabfälle zu entladen, wenn aus der Meldung nach §37 Abs.1
hervorgeht, dass genügend geeigneter Lagerplatz oder Stauraum für die
an Bord verbleibenden und für die auf der Fahrt zum nächsten
Entladehafen voraussichtlich anfallenden Schiffsabfälle vorhanden und dort
die Entladung der Schiffsabfälle gewährleistet ist. Die Entladung
gilt als gewährleistet, wenn der nächste Entladehafen im
Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats der Europäischen Gemeinschaft liegt.
Der Hafenbetreiber verständigt im Fall der Fortsetzung der Fahrt ohne
Entladung der an Bord befindlichen Schiffsabfälle unverzüglich die
für den nächsten Anlaufhafen zuständige Hafenbehörde. (3) Die Hafenbehörde kann auf Antrag
für Schiffe, die im Liniendienst eingesetzt sind, oder für Schiffe, denen ein ständiger Liegeplatz an mehr als 60
Tagen im Kalenderjahr in einem deutschen Nordseehafen zugewiesen ist, eine Ausnahme von der Entladepflicht nach Absatz
1 Satz 1 zulassen, wenn nachgewiesen ist, dass die ordnungsgemäße
Entladung der Schiffsabfälle und die Bezahlung eines Entsorgungsentgelts,
das demjenigen nach §38 vergleichbar ist, in einem regelmäßig
angelaufenen Hafen durch eine Regelung gewährleistet ist. In den
Fällen des Satzes 1 Nr.1 muss der Entladehafen ein im Linienverkehr
anzulaufender Hafen sein. § 36Entladung von
Ladungsrückständen (1) Die Schiffsführerin oder der
Schiffsführer ist verpflichtet, Ladungsrückstände vor dem
Auslaufen aus dem Hafen in eine Hafenauffangeinrichtung zu entladen. Satz 1
gilt nicht in Bezug auf Schiffe, die regelmäßig die gleichen oder ähnliche
Ladungen befördern und bei denen eine Reinigung oder ein Entgasen der
Laderäume und Tanks nicht erforderlich ist, und Tankschiffe, die auf der Grundlage des §11 Abs.1 Sätze 2
und 3 der Verordnung zur Begrenzung der Emissionen flüchtiger organischer
Verbindungen beim Umfüllen und Lagern von Ottokraftstoffen vom 27.Mai 1998
(BGBl. I S.1174), zuletzt geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom
24.Juni 2002 (BGBl. I S.2247), ventiliert werden. Weitergehende Anforderungen an die Entladung von
Ladungsrückständen in Hafenauffangeinrichtungen (Anlage 1 Regel 2
Abs.2 und Regel 9 Abs.6 sowie Anlage II Regel 8 MARPOL) bleiben unberührt.
(2) Das die Ladung empfangende Hafenumschlagsunternehmen ist
verpflichtet, die bei den Lösch- und Reinigungsarbeiten anfallenden
Ladungsrückstände zu übernehmen. § 37Meldung, Überwachung
(1) Die Meldepflicht der Schiffsführerin oder des
Schiffsführers richtet sich nach den jeweils geltenden Fassungen des
§ 5 Abs. 1 des Schiffssicherheitsgesetzes vom 9.September 1998 (BGBl. I
S.2860), zuletzt geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 27.August
2007 (BGBl. I S.2193), in Verbindung mit Abschnitt D Nr.16 der Anlage dazu
sowie des § 1 Abs. 1 der Anlaufbedingungsverordnung vom 18.Februar 2004
(BGBl. I S.300), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom
27.August 2007 (BGBl. I S.2193), in Verbindung mit Nr.2.7 der Anlage dazu. Die
Meldepflicht nach dem Schiffssicherheitsgesetz gilt nicht für Schiffe, die
gemäß § 35 Abs. 3 von der Entladepflicht befreit sind. (2) Die zuständige Behörde überwacht die
Durchführung der Vorschriften über Hafenauffangeinrichtungen und die
Entladung von Schiffsabfällen und Ladungsrückständen sowie die
Erhebung des Entgelts durch den Hafenbetreiber. Im Rahmen der Überwachung
sind auch Überprüfungen auf den Schiffen in ausreichender Zahl
durchzuführen. Die zuständigen Behörden können die
Durchführung der Überprüfungen nach Satz 2 durch
öffentlich-rechtlichen Vertrag auf andere öffentlich-rechtliche
Körperschaften oder auf privatrechtliche Unternehmen übertragen, wenn
diese sich ihrer fachlichen Aufsicht unterstellen. Ihnen stehen bei
Ausübung der Überwachungstätigkeit die Befugnisse der
zuständigen Behörden zu; sie können ferner aufgrund
entsprechender vertraglicher Regelung die für eine Überprüfung
vorgesehenen Verwaltungskosten festsetzen und erheben. (3) Bedienstete und Beauftragte der zuständigen Behörde sind
berechtigt, in Ausübung ihrer Überwachungstätigkeit nach Absatz
2 Grundstücke, bauliche Anlagen und Schiffe auch gegen den Willen der
Betroffenen zu betreten. Wohnungen sowie Geschäfts- und Betriebsräume
außerhalb der üblichen Geschäfts- oder Betriebszeiten
dürfen nach Satz 1 nur zur Abwehr einer erheblichen Gefahr für die
öffentliche Sicherheit betreten werden. Das Grundrecht auf
eingeschränkt. (4) Die Schiffsführerin oder der Schiffsführer sowie der
Hafenbetreiber haben der zuständigen Behörde zum Zweck der
Prüfung, ob sie ihre Verpflichtungen nach diesem Gesetz erfüllt
haben, auf Verlangen Auskünfte zu erteilen, Nachweise vorzulegen und
Einsicht in Unterlagen zu gewähren. Wer zur Erteilung einer Auskunft
verpflichtet ist, kann die Auskunft auf solche Fragen verweigern, deren
Beantwortung ihn selbst oder eine in §52 Abs.1 der Strafprozessordnung
bezeichnete Person der Gefahr strafgerichtlicher Verfolgung oder eines
Verfahrens nach dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten aussetzen würde.
(5) Die zuständige Behörde trifft nach
pflichtgemäßem Ermessen die Maßnahmen, die im Einzelfall
erforderlich sind, um die Einhaltung der Absätze 2 bis 4 sowie der
§§33 bis 36 und 38 sicherzustellen. Sie kann insbesondere anordnen,
dass ein Schiff den Hafen nicht verlässt, bevor die Schiffsabfälle
und Ladungsrückstände ordnungsgemäß in eine
Hafenauffangeinrichtung entladen worden sind. §45 Abs.2 Satz 2 gilt
entsprechend. (6) Hat ein Schiff den Hafen verlassen, ohne dass die
Schiffsführerin oder der Schiffsführer der Entladungspflicht nach den
§§35 und 36 nachgekommen ist, so hat die zuständige Behörde
die für den nächsten Anlaufhafen zuständige Hafenbehörde
hierüber zu verständigen. § 38Entgeltordnung (1) 1Der Hafenbetreiber erhebt für jedes in den Hafen
einlaufende Schiff vom Reeder, Eigner oder Charterer ein pauschaliertes Entgelt
als wesentlichen Beitrag zur Deckung der Kosten für die Entladung und
Entsorgung derjenigen Schiffsabfälle, die den nach der Art und der Menge
üblichen Entsorgungsumfang nicht überschreiten. 2Satz 1
gilt nicht für Fischereifahrzeuge und Sportboote mit einer Zulassung
für bis zu zwölf Personen sowie für andere Schiffe in dem
Umfang, in welchem sie gemäß § 35 Abs. 3 von der Entladepflicht
befreit sind. (2) 1Das pauschalierte Entgelt
wird vom Hafenbetreiber auf der Grundlage einer von ihm zu erlassenden
Entgeltordnung erhoben. 2Die Entgeltsätze sind in der
Entgeltordnung nach Art und Menge der üblicherweise anfallenden
Schiffsabfälle zu staffeln; dabei können insbesondere Schiffstyp,
Schiffsgröße, Ladungskapazität, Fahrtgebiet sowie die
Umweltauswirkungen des Schiffsbetriebs (abhängig von Bauart,
Ausrüstung und Betrieb des Schiffes) berücksichtigt werden.
3Das Aufkommen aus den pauschalierten Entgelten soll die
Verwaltungskosten des Hafenbetreibers nach Satz 5 Nr.3 vollständig und die
anderen Kosten nach Satz 5 zu einem Anteil von 70 vom Hundert decken.
4Das für das Hafenwesen zuständige Ministerium wird
ermächtigt, den Anteil nach Satz 3 durch Verordnung anders zu bestimmen,
um nachteiligen Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der
niedersächsischen Häfen, auf die Vermeidung und Verwertung von
Abfällen oder auf deren ordnungsgemäße Entsorgung
entgegenzuwirken. 5Zu den Kosten gehören insbesondere
Aufwendungen für das Vorhalten von Hafenauffangeinrichtungen, die Abfallbewirtschaftung (§ 3 Abs. 14 KrWG) a) der Schiffsabfälle und b) der Kleinmaterialien, die Schiffe im hoheitlichen Einsatz
(§39 Abs.1) gemäß §39 Abs.2 Satz 2 unentgeltlich entladen,
die Verwaltungskosten des Hafenbetreibers für die Abwicklung
der Entladung und Entsorgung der Schiffsabfälle und Entgelte und Gebühren für die Entsorgung von
Schiffsabfällen. Die Entgeltordnung kann vorsehen, dass das Entgelt nur zum Teil erhoben wird, wenn nachgewiesen wird,
dass Bauart, Ausrüstung und Betrieb des Schiffes sowie die zur Begrenzung
von Umweltauswirkungen getroffenen Vorkehrungen zur Vermeidung von
Schiffsabfällen beitragen, und dass ein Entgelt nicht oder nur zum Teil erhoben wird, wenn die
Erhebung aus einem anderen Grund zu einer unbilligen Härte führen
würde. Der Hafenbetreiber hat Entscheidungen nach Satz 6 mit den
maßgeblichen Gründen unverzüglich der Hafenbehörde
mitzuteilen. (3) Berechnungszeitraum ist das Kalenderjahr oder das Wirtschaftsjahr
des Hafenbetreibers. Stellt sich am Ende eines Berechnungszeitraums heraus,
dass das Aufkommen der pauschalierten Entgelte von den nach Absatz 2 Sätze
3 bis 5 zu berücksichtigenden Kosten abweicht, so ist der
Unterschiedsbetrag spätestens im übernächsten
Berechnungszeitraum durch entsprechend höhere oder niedrigere
pauschalierte Entgeltsätze auszugleichen. (4) Das pauschalierte Entgelt wird privatrechtlich erhoben. Ist das Land
Hafenbetreiber, so kann das für das Hafenwesen zuständige Ministerium
durch Verordnung eine Abgabe nach Maßgabe der Absätze 1 und 2
Sätze 2 bis 6 erheben; ergänzend ist das Niedersächsische
Verwaltungskostengesetz anzuwenden. Ist eine kommunale Körperschaft
Hafenbetreiber, so kann sie eine Abgabe nach Maßgabe der Absätze 1
und 2 Sätze 2 bis 6 durch eine Satzung erheben; ergänzend ist das
Niedersächsische Kommunalabgabengesetz anzuwenden. In den Entgelten, auch
soweit sie hoheitlich erhoben werden, ist eine gesetzlich geschuldete
Umsatzsteuer nicht enthalten; ein entsprechender Betrag wird zusätzlich
erhoben. (5) Die Entgeltordnung und die Berechnung der Entgeltsätze sind den
Hafenbenutzern zugänglich zu machen und auf Verlangen zu erläutern.
(6) Der Entgeltpflichtige nach Absatz 1 Satz 1 erwirbt gegen den
Hafenbetreiber einen Anspruch auf die anteilige Erstattung seiner an Dritte
gezahlten Entgelte für die Entladung und Entsorgung der
Schiffsabfälle im üblichen Umfang. Der zu erstattende Anteil
beträgt 70 vom Hundert. Er kann von dem für das Hafenwesen
zuständigen Ministerium durch Verordnung anders bestimmt werden; Absatz 2
Satz 4 gilt entsprechend. § 39Sonderregelung für
Schiffe im hoheitlichen Einsatz (1) Die §§35 bis 38 gelten nicht für Kriegsschiffe,
Flottenhilfsschiffe, Lotsenschiffe und andere Schiffe, die zur Wahrnehmung
hoheitlicher Aufgaben im Einsatz sind. (2) Die Hafenauffangeinrichtungen stehen den Schiffen nach Absatz 1 zur
Entladung von Schiffsabfällen und Ladungsrückständen sowie
für die Entladung von Materialien, die diese Schiffe auf See aufgenommen
haben, gegen Entgelt zur Verfügung. Für die Entladung von Kleinmengen
der auf See aufgenommenen Materialien nach Satz 1 in die
Hafenauffangeinrichtungen darf ein Entgelt nicht verlangt werden. S i e b e n t e r T e i l Gefahrenabwehr, Zuständigkeiten,
Ordnungswidrigkeiten, Kosten § 40 - aufgehoben - § 41 Behörden (1) Oberste Abfallbehörde ist das für die Abfallwirtschaft
zuständige Ministerium. (2) Untere Abfallbehörden sind die Landkreise und die kreisfreien
Städte sowie die Städte Celle, Cuxhaven, Göttingen, Hildesheim
und Lüneburg. Die Zuständigkeit der großen selbständigen
Städte im Übrigen und der selbständigen Gemeinden wird
ausgeschlossen (§ 17 Satz 1 des Niedersächsischen
Kommunalverfassungsgesetzes). (3) Hafenbehörden im Sinne dieses Gesetzes sind die in den
Seehäfen für die Gefahrenabwehr in Hafen-, Fähr- und
Schifffahrtsangelegenheiten zuständigen Behörden. § 42Sachliche
Zuständigkeit (1) Für Entscheidungen und andere Maßnahmen aufgrund des
Kreislaufwirtschaftsgesetzes, des Abfallverbringungsgesetzes, des
Batteriegesetzes, des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes, der
Rechtsvorschriften der Europäischen Union zum Abfallrecht, dieses Gesetzes
und der aufgrund dieser Gesetze erlassenen Verordnungen sind die unteren
Abfallbehörden zuständig, soweit nichts anderes bestimmt ist. (2) Die Aufgaben der unteren Abfallbehörden gehören zum
übertragenen Wirkungskreis. Die Kosten, die den kommunalen
Körperschaften hierdurch entstehen, werden im Rahmen der Finanzausstattung
der kommunalen Körperschaften durch Finanzausgleichszuweisungen und
sonstige Einnahmen gedeckt. (3) - aufgehoben - (4) Ist eine Körperschaft als öffentlich-rechtlicher
Entsorgungsträger Antragstellerin oder Adressatin eines Verwaltungsaktes
in einem Verwaltungsverfahren, für das sie als untere Abfallbehörde
zuständig wäre, so ist stattdessen die oberste Abfallbehörde
zuständig, soweit nicht durch Verordnung nach Absatz 5 etwas anderes
bestimmt ist. (5) Die oberste Abfallbehörde kann durch Verordnung die
Landesbehörde übertragen, wenn dies zur sachgerechten Erfüllung
der Aufgaben erforderlich ist. (6) Soweit im Sechsten Teil dieses Gesetzes nichts anderes bestimmt ist,
ist für die Entscheidungen nach diesem Teil die Hafenbehörde
zuständig. § 43Örtliche
Zuständigkeit (1) 1Örtlich zuständig ist die Behörde, in
deren Gebiet die Anlage zur Entsorgung von Abfällen ihren Standort hat
oder, wenn eine Anlage nicht Gegenstand der Entscheidung oder anderen
Maßnahme ist, die Abfallbewirtschaftung durchgeführt wird oder
durchgeführt werden soll. 2Für Entscheidungen und andere
Maßnahmen im Zusammenhang mit den nach § 72 Abs. 1 KrWG
fortgeltenden Pflichtenübertragungen ist die Behörde örtlich
zuständig, in deren Gebiet die zu entsorgenden Abfälle anfallen.
3Im Übrigen ist für Entscheidungen und andere
Maßnahmen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz und den aufgrund des
Kreislaufwirtschaftsgesetzes ergangenen Verordnungen die Behörde
örtlich zuständig, in deren Gebiet sich der Betriebssitz der Antrag
stellenden Person befindet. 4Für die Ausführung des
Elektro- und Elektronikgerätegesetzes ist die Behörde örtlich
zuständig, in deren Gebiet sich die jeweilige Betriebsstätte des
Vertreibers oder Herstellers befindet. (2) 1Sind in derselben Sache mehrere Behörden
Angelegenheit in benachbarten Gebieten einheitlich zu regeln, so bestimmt die
gemeinsame nächsthöhere Behörde die örtlich zuständige
Behörde. 2Die nächsthöhere Behörde kann sich
auch selbst für zuständig erklären. (3) Ist für dieselbe Sache auch eine Behörde eines anderen
Landes zuständig, so kann die oberste Abfallbehörde die
Zuständigkeit mit der zuständigen Behörde dieses Landes
vereinbaren. § 44Staatlich anerkannte
Untersuchungsstellen (1) Das zuständige Ministerium wird ermächtigt, durch
Verordnung zu bestimmen, dass bestimmte Abfall-, Wasser-, Boden- oder
Klärschlammuntersuchungen, einschließlich der fachlichen Betreuung
der Abnehmer von Klärschlamm, im Rahmen der abfallrechtlichen
Überwachung auch durch staatlich anerkannte Stellen durchgeführt
werden können. In der Verordnung können auch die Anforderungen an die
Fachkunde, Zuverlässigkeit und die betriebliche Ausstattung der Stellen
sowie an ihre Unabhängigkeit von den zu überwachenden, das Verfahren
zur Anerkennung, die Befristung und das Erlöschen der Anerkennung, der
Ausschluss von Interessenkollisionen, die Vergütung und
Auslagenerstattung, die Fachaufsicht über die Stellen einschließlich
der Pflicht zur Teilnahme an Ringversuchen und anderen Maßnahmen zur
Qualitätssicherung der Untersuchungen sowie die Begrenzung der Zahl der
staatlich anerkannten Untersuchungsstellen entsprechend dem Bedarf der
Überwachungsbehörden geregelt werden. (2) Die Verpflichtung nach § 47 Abs. 3 bis 5 KrWG besteht auch
gegenüber den aufgrund des Absatzes 1 staatlich anerkannten
Untersuchungsstellen. § 45Datenverarbeitung,
Überwachung (1) Zur Ausführung der abfallrechtlichen Vorschriften der
Europäischen Gemeinschaft, des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, des
Abfallverbringungsgesetzes, des Batteriegesetzes, des Elektro- und
Elektronikgerätegesetzes, dieses Gesetzes und der aufgrund dieser Gesetze
erlassenen Rechtsvorschriften dürfen die öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträger, die zuständigen Behörden und die Zentrale
Stelle für Sonderabfälle die erforderlichen personenbezogenen Daten
verarbeiten. (2) Um die Einhaltung der abfallrechtlichen Vorschriften der
Elektronikgerätegesetzes und dieses Gesetzes sowie der aufgrund der
genannten Rechtsvorschriften erlassenen Verordnungen sicherzustellen, kann die
zuständige Behörde die im Einzelfall erforderlichen Maßnahmen
treffen, soweit eine solche Befugnis nicht in anderen abfallrechtlichen
Vorschriften enthalten ist. Für die Maßnahmen nach Satz 1 finden die
Vorschriften des Niedersächsischen Gesetzes über die öffentliche
Sicherheit und Ordnung ergänzend Anwendung. § 46 Ordnungswidrigkeiten (1) Ordnungswidrig handelt, wer
vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 23 Abs. 1 Satz 1 Abfälle, die außerhalb
des Geltungsbereichs eines verbindlichen Abfallwirtschaftsplans entstanden
sind, zum Zwecke der Beseitigung ohne die erforderliche Genehmigung in das
Plangebiet verbringt, entgegen § 24 die Verbringung von Abfällen zur Beseitigung
aus Niedersachsen nicht, nicht rechtzeitig oder nicht vollständig
anzeigt. (2) Ordnungswidrig handelt auch, wer
vorsätzlich oder fahrlässig einer aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Verordnung zuwiderhandelt,
soweit diese für einen bestimmten Tatbestand auf diese
Bußgeldvorschrift verweist, einer vollziehbaren schriftlichen Anordnung einer Abfallbehörde
oder Hafenbehörde zuwiderhandelt, die nach diesem Gesetz erlassen worden
ist und auf diese Bußgeldvorschrift verweist, entgegen §16 Abs.1 Sonderabfall nicht der Zentralen Stelle
für Sonderabfälle andient, entgegen §16a Abs.2 Sonderabfall nicht der
Abfallentsorgungsanlage zuführt, der der Sonderabfall von der Zentralen
Stelle für Sonderabfälle zugewiesen worden ist, entgegen §35 nicht alle an Bord befindlichen
Schiffsabfälle vor dem Auslaufen aus dem Hafen in eine
Hafenauffangeinrichtung entlädt, entgegen §37 Abs.3 das Betreten des Grundstücks, der
baulichen Anlage oder des Schiffes nicht duldet, entgegen §37 Abs.4 die erforderlichen Auskünfte nicht oder
nicht vollständig erteilt oder unrichtige Angaben macht, entgegen §37 Abs.4 einen Nachweis nicht vorlegt oder eine
Einsicht in Unterlagen nicht gewährt, entgegen §38 Abs.1 ein Entgelt nicht oder nicht in der
erforderlichen Höhe erhebt, entgegen §38 Abs.2 Satz 7 Entscheidungen nach §38 Abs.2
Satz 6 nicht unverzüglich der Hafenbehörde mitteilt. (3) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1 mit
einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro und in den Fällen des Absatzes 2
mit einer Geldbuße bis zu 500.000 Euro geahndet werden. A c h t e r T e i l Übergangs- und Schlussvorschriften § 47Außer-Kraft-Treten
bisherigen Rechts Es treten außer Kraft: das Niedersächsische Ausführungsgesetz zum
Abfallbeseitigungsgesetz (Nds.AG AbfG) vom 9.April 1973 (Nds.GVBl. S.109),
geändert durch Artikel II Abs.2 des Gesetzes vom 19.Dezember 1980
(Nds.GVBl. S.499), das Vorschaltgesetz für ein Niedersächsisches Abfallgesetz
vom 21.Dezember 1988 (Nds.GVBl. S.239). § 48Übergangsregelung **)
(1) Soweit Entsorgungsanlagen bei In-Kraft-Treten dieses Gesetzes
bereits genutzt werden, können die öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträger die Rücklagenbildung nach §12 Abs.4 Satz 1
Nr.3 auf den der verbleibenden Nutzungsdauer entsprechenden Anteil
beschränken. (2) Soweit nach § 72 Abs. 1 KrWG Übertragungen von Pflichten
der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger auf einen Dritten
fortgelten oder Pflichtenübertragungen verlängert werden, gelten
für die Dritten § 4 Abs. 1 und § 7 entsprechend. § 49In-Kraft-Treten ***) Dieses Gesetz tritt am 1.Mai 1990 in Kraft.
Abweichend von Satz 1 treten §4 Abs.2 und §25 Abs.3 Nrn.3 und 5 am 1.Oktober 1990,
§21 am 1.Mai 1991 in Kraft. **) Die Vorschrift bezieht sich auf das In-Kraft-Treten
des Gesetzes vom 12.Dezember 2002 (Nds.GVBl. S.802) am 1.Januar 2003. ***) Die Vorschrift betrifft das In-Kraft-Treten und die
Paragrafenfolge des Gesetzes in der ursprünglichen Fassung vom
21.März 1990 (Nds.GVBl. S.91). Der Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens der
14.Oktober 1994 (Nds.GVBl. S.467) sowie den in der vorangestellten
Bekanntmachung näher bezeichneten Gesetzen. Anlage 1 (zu § 34 Abs. 1)
Schiffsabfallbewirtschaftungspläne (1) In den Plänen sind alle Arten von
Schiffsabfällen und Ladungsrückständen von Schiffen, die den
Hafen üblicherweise anlaufen, die Größe des Hafens und die
Arten der einlaufenden Schiffe zu berücksichtigen. Die Pläne
müssen enthalten eine Bewertung der Notwendigkeit einer Hafenauffangeinrichtung unter
Berücksichtigung der Bedürfnisse der Schiffe, die den Hafen
üblicherweise anlaufen, eine Beschreibung der Art und Kapazität der
Hafenauffangeinrichtung, eine detaillierte Beschreibung der Verfahren für das Aufnehmen
und Sammeln von Schiffsabfällen und Ladungsrückständen, eine Beschreibung des Entgeltsystems, eine Beschreibung des Verfahrens für die Meldung etwaiger
Unzulänglichkeiten der Hafenauffangeinrichtung, eine Beschreibung des Verfahrens für den Austausch von
Informationen zwischen den Hafenbenutzern, den mit der Abfallbehandlung
beauftragten Unternehmen, den Hafenbetreibern und anderen Beteiligten und Angaben zur Art und Menge der aufgenommenen und behandelten
Schiffsabfälle und Ladungsrückstände. (2) Die Pläne sollen enthalten eine Zusammenfassung der einschlägigen Rechtsvorschriften und
der bei der Entladung von Schiffsabfällen und Ladungsrückständen
einzuhaltenden Formalitäten, die Angabe des Namens und der Anschrift der für die
Durchführung des Plans verantwortlichen Person, eine Beschreibung im Hafen vorhandener Ausrüstungen und von
Verfahren für eine Vorbehandlung des Abfalls, eine Beschreibung der Verfahren für die Aufzeichnung der
tatsächlichen Benutzungen der Hafenauffangeinrichtung, eine Beschreibung der Verfahren für die Aufzeichnung der
gesammelten Menge an Schiffsabfällen und Ladungsrückständen und
eine Beschreibung des Verfahrens der Entsorgung von
Schiffsabfällen und Ladungsrückständen. (3) In einem Umweltmanagementplan, der Bestandteil des Plans ist, ist
darzulegen, in welchen Schritten die Auswirkungen auf die Umwelt, die durch die
Aufnahme, Sammlung, Lagerung, Behandlung und Entsorgung von
Schiffsabfällen und Ladungsrückständen entstehen, abgebaut
werden. Ein Umweltmanagementplan ist nicht erforderlich, wenn der
Hafenbetreiber an einem Verfahren der freiwilligen Beteiligung an einem
Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die
Umweltbetriebsprüfung nach der Verordnung (EG) Nr.761/2001 des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 19.März 2001 über die
freiwillige Beteiligung von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem
für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (ABl. EG Nr. L
114 S.1), zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr.1791/2006 des Rates
vom 20.November 2006 (ABl. EU Nr. L 363 S.1), teilnimmt und im Rahmen dieses
Verfahrens die Inhalte eines Umweltmanagementplans nach Satz 1 bereits
festgelegt sind. Anlage 2(zu § 34 Abs. 5)
Informationen, die allen
Hafenbenutzern zugänglich sein müssen Der Hafenbetreiber hat sicherzustellen, dass
den Hafenbenutzern Informationen zugänglich sind über die grundlegende Bedeutung einer ordnungsgemäßen
Entladung von Schiffsabfällen und Ladungsrückständen (kurz
gefasst), den Standort der Hafenauffangeinrichtung für jeden Anlegeplatz
mit einer entsprechenden Karte, die Schiffsabfälle und Ladungsrückstände, die
üblicherweise entladen oder entsorgt werden, die Ansprechstellen der Hafenbehörde, des Hafenbetreibers und
der Dienstleister einschließlich der angebotenen Dienstleistungen, das Entladungsverfahren, das Entgeltsystem und die Meldung etwaiger Unzulänglichkeiten der
Hafenauffangeinrichtung. Recht und Gesetz in Niedersachsen (www.recht-niedersachsen.de)