Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20151118_OGH0002_0030OB00167_15B0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-01-25 08:08:26
Document Index: 324523421

Matched Legal Cases: ['OGH', '§ 528', '§ 37', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 502', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§502', 'Art 14', '§ 39', 'Art 14', 'OGH', '§ 54', 'EuG', '§ 32', '§ 3', '§ 3', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 35', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 41', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 3Ob167/15b - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 5Ob99/00w 5Ob166/00y 5O...
RS0113455
5Ob99/00w; 5Ob166/00y; 5Ob261/00v; 6ob194/05f; 9ObA145/07z; 2Ob115/07m; 3Ob214/08d; 2Ob228/08f; 6Ob69/08b; 6Ob236/09p; 9Ob59/12k; 10ObS188/13i; 4Ob186/15d; 4Ob207/15t; 3Ob167/15b; 4Ob193/15h; 5Ob48/18x
Mangels einer Leitfunktion in Steuersachen gemäß § 528 Abs 1 ZPO (hier in Verbindung mit § 37 Abs 3 Z 16 MRG) ist der Oberste Gerichtshof nur zur Korrektur grober Beurteilungsfehler der Vorinstanzen aus Gründen der Rechtseinheit und Rechtssicherheit berufen.
5 Ob 99/00w
Entscheidungstext OGH 27.04.2000 5 Ob 99/00w
5 Ob 166/00y
Entscheidungstext OGH 27.06.2000 5 Ob 166/00y
5 Ob 261/00v
Entscheidungstext OGH 11.10.2000 5 Ob 261/00v
Beisatz: Die Auslegung des Steuerrechts wirft daher, solange die Vorinstanzen die Rechtslage nicht grob verkannt haben, keine Rechtsfragen von erheblicher Bedeutung auf. (T1)
9 ObA 145/07z
Entscheidungstext OGH 22.10.2007 9 ObA 145/07z
Vgl auch; Beisatz: Die Auslegung einer bereits aufgehobenen Bestimmung des Verwaltungsrechts durch den Obersten Gerichtshof kann aber regelmäßig keinen Beitrag zur Rechtseinheit oder Rechtsentwicklung im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO leisten. (T2)
2 Ob 115/07m
Entscheidungstext OGH 28.04.2008 2 Ob 115/07m
3 Ob 214/08d
Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 214/08d
6 Ob 69/08b
Entscheidungstext OGH 02.07.2009 6 Ob 69/08b
Vgl; Beisatz: Der Oberste Gerichtshof ist zur Fällung grundlegender Entscheidungen auf dem Gebiet des Verwaltungsrechts nicht berufen. (T3)
6 Ob 236/09p
Entscheidungstext OGH 15.04.2010 6 Ob 236/09p
Veröff: SZ 2013/73
10 ObS 188/13i
Entscheidungstext OGH 28.01.2014 10 ObS 188/13i
4 Ob 186/15d
Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 186/15d
3 Ob 167/15b
Entscheidungstext OGH 18.11.2015 3 Ob 167/15b
Auch; Beisatz: Hier: KEST aus Verzugszinsen. (T4)
5 Ob 48/18x
Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 48/18x
Auch; Beisatz: Hier: Grundverkehrsrecht. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113455
JJR_20000427_OGH0002_0050OB00099_00W0000_002
Rechtssatz für 1Ob62/02b 1Ob86/10v 1Ob...
RS0116438
1Ob62/02b; 1Ob86/10v; 1Ob136/14b; 1Ob105/15w; 1Ob164/15x; 4Ob186/15d; 4Ob207/15t; 3Ob167/15b; 4Ob193/15h; 1Ob236/16m; 1Ob237/16h; 3Ob20/17p; 1Ob43/17f; 1Ob239/16b; 1Ob125/17i; 1Ob5/18v; 5Ob48/18x; 1Ob239/17d; 1Ob14/18t; 8Ob59/18m
ZPO §502 Abs1 Hl1
Bei der Auslegung von nicht in die Kompetenz der ordentlichen Gerichte fallenden Rechtsmaterien kommt dem Obersten Gerichtshof keine Leitfunktion zu. (Hier: Auslegung einer Bestimmung des österreichischen Verwaltungsverfahrensrechts.)
nur: Bei der Auslegung von nicht in die Kompetenz der ordentlichen Gerichte fallenden Rechtsmaterien kommt dem Obersten Gerichtshof keine Leitfunktion zu. (T1)
Beisatz: Ist im Amtshaftungsverfahren die Vertretbarkeit des Verhaltens von Verwaltungsorganen zu beurteilen, so mangelt es an einer erheblichen Rechtsfrage, soweit das Berufungsgericht diese Frage nicht im Widerspruch zur Rechtsprechung der Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts löste. (T2)
Beisatz: Hier: Anwendung der „Chargenvermutung“ gemäß Art 14 Abs 6 EG‑BasisVO und des „Abstellungsauftrags“ gemäß § 39 Abs 2 LMSVG einerseits sowie Bewertung der Gesundheitsschädlichkeit iSd Art 14 Abs 2 lit a EG‑BasisVO und des Österreichischen Lebensmittelhandbuchs andererseits durch die Lebensmittelaufsicht. (T3)
1 Ob 136/14b
Entscheidungstext OGH 18.09.2014 1 Ob 136/14b
nur T1; Bem: Zum Aufenthaltsrecht nach den §§ 54, 57 NAG (idF BGBl I 2009/122); Erkenntnis des VwGH (2009/21/0386), Entscheidung des VfGH (VfSlg 18.968), Urteil des EuGH (Rs C‑212/06). (T4)
Beisatz: § 32 Abs 3 GuK‑AV. (T5)
nur T1; Beisatz: Hier: §§ 3, 4 TRG 2009. (T6)
nur T1; Beisatz: Hier: Qualifikation von Altkleidern als Abfall iSd Stmk AWG 2004. (T7)
Auch; Beisatz: Hier: Staatshaftungsanspruch; verwaltungsrechtliche Materie; FSG; Führerschein-Richtlinien. (T8)
Vgl; nur T1; Beisatz: Hier: Beglaubigungen durch österreichische Vertretungsbehörden gemäß § 3 Abs 1 Z 2 lit b sublit bb KbeglG. (T9)
1 Ob 43/17f
Entscheidungstext OGH 26.04.2017 1 Ob 43/17f
Beisatz: Hier: Grundverkehrsrecht. (T10)
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116438
JJR_20020430_OGH0002_0010OB00062_02B0000_002
Entscheidungstext 3Ob167/15b
ZFR 2016/94 S 241 - ZFR 2016,241
3Ob167/15b
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Hofrat Dr. Jensik als Vorsitzenden, die Vizepräsidentin Dr. Lovrek, die Hofrätin Dr. Grohmann, den Hofrat Dr. Roch und die Hofrätin Dr. Kodek als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei M***** AG, *****, vertreten durch Kunz Schima Wallentin Rechtsanwälte OG in Wien, gegen die beklagte Partei H*****, vertreten durch Poduschka Anwaltsgesellschaft mbH in Perg, wegen Einwendungen gegen den Anspruch (§ 35 EO), über die Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Landesgerichts für Zivilrechtssachen Wien als Berufungsgericht vom 21. Mai 2015, GZ 47 R 38/15h-12, womit das Urteil des Bezirksgerichts Innere Stadt Wien vom 22. November 2014, GZ 53 C 5/14z-5, bestätigt wurde, den
Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei die mit 447,98 EUR bestimmten Kosten der Revisionsbeantwortung (darin enthalten 74,66 EUR an USt) binnen 14 Tagen zu ersetzen.
Das Berufungsgericht erklärte die ordentliche Revision für zulässig, weil Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs fehle, ob gesetzliche Verzugszinsen dem Tatbestand des § 27 Abs 2 Z 2 EStG zu unterstellen sind.
Die Revision der Beklagten ist ungeachtet dieses den Obersten Gerichtshof nicht bindenden Zulässigkeitsausspruchs nicht zulässig.
Nach ständiger Rechtsprechung kommt dem Obersten Gerichtshof bei der Auslegung von nicht in die Kompetenz der ordentlichen Gerichte fallenden Rechtsmaterien keine Leitfunktion zu (RIS-Justiz RS0116438). Auch in Fragen des Abgabenrechts ist der Oberste Gerichtshof nur zur Korrektur grober Beurteilungsfehler der Vorinstanzen aus Gründen der Rechtseinheit und Rechtssicherheit berufen (RIS-Justiz RS0113455).
Ein derartiger Beurteilungsfehler ist dem Berufungsgericht nicht unterlaufen:
Mit dem Titelurteil wurde die Klägerin verpflichtet, der Beklagten 67.239,99 EUR samt 4 % Zinsen Zug um Zug gegen Rückstellung näher beschriebener Finanzprodukte zu zahlen. Die Auffassung der Vorinstanzen, dass die der Beklagten mit diesem Urteil zugesprochenen Verzugszinsen kapitalertragssteuerpflichtig sind und daher von der abzugsverpflichteten Klägerin zu Recht für die Abfuhr an das Finanzamt einbehalten wurden, steht im Einklang mit der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofs (96/14/0087 VwSlg 7693 F/2002) und des Bundesfinanzgerichts (RV/1100305/2014). Die herrschende Lehre teilt diese Meinung (Bachl, ecolex 2002/180; Aigner/Kofler, Steuerpflichtige Verzugszinsen und nicht abzugsfähige Refinanzierungskosten, SWK 2002/29 759 ff mwN; Doralt/Kirchmayr/Mayr/Zorn, EstG16 [Stand 1. Juli 2014] § 27 Rz 70; Jakom/Marschner EstG8 [2015] § 27 Rz 61).
Der in der Revision erhobene Einwand, im Anlassfall seien nicht „klassische“ Verzugszinsen, sondern zumindest teilweise bereicherungsrechtliche Zinsen zugesprochen worden, ist schon deshalb nicht beachtlich, weil die Beklagte in erster Instanz selbst ausdrücklich davon ausging, dass ihr gesetzliche Verzugszinsen zugesprochen wurden. Entgegen der in der Revision vertretenen Auffassung wurde der Beklagten mit dem Titelurteil auch nicht „Schadenersatz wegen der Wertminderung der Wertpapiere“ zuerkannt. Vielmehr resultiert die titulierte Zahlungsverpflichtung aus der Berechtigung der von der Beklagten erklärten Irrtumsanfechtung, die zur Rückabwicklung des Wertpapiergeschäfts führte. Aus der Entscheidung VwGH 89/14/0107, die nicht den Tatbestand des § 27 Abs 2 Z 2 EStG, sondern den gänzlich anders gelagerten Fall der Besteuerung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung in Zusammenhang ua mit gewährtem Schadenersatz für die Wertminderung eines Bestandobjekts betraf, lässt sich daher für den Standpunkt der Beklagten nichts gewinnen.
Die Klägerin hat auf die Unzulässigkeit der Revision hingewiesen und deshalb Anspruch auf Ersatz der Kosten der Revisionsbeantwortung (§§ 41, 50 ZPO).
E112908
ECLI:AT:OGH0002:2015:0030OB00167.15B.1118.000
JJT_20151118_OGH0002_0030OB00167_15B0000_000