Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81180000054.htm
Timestamp: 2018-12-15 02:52:42
Document Index: 240091172

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 64', '§ 2', '§ 5', '§ 1', '§ 2']

1.18.054 Neckartal mit Randgebieten zwischen Ludwigsburg-Hoheneck und der Neckarschleuse Marbach
Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Neckartal mit Randgebieten zwischen Ludwigsburg-Hoheneck und der Neckarschleuse Marbach" vom 02.09.1988 (Ludwigsburger Kreiszeitung vom 16.09.1988).
Aufgrund von §§ 22 und58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz-NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654) geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Städte Ludwigsburg, Freiberg und Marbach, sowie der Gemeinde Benningen, wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Neckartal mit Randgebieten zwischen Ludwigsburg-Hoheneck und der Neckarschleuse Marbach".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 281 ha und umfaßt das Neckartal zwischen Ludwigsburg-Hoheneck und der Neckarschleuse Marbach mit seiner weiteren Umgebung.
Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Kugelberg, Spitzäcker, Hörnle, Waldstückle, Tal, Am Schloßberg, Bangert, Obere Weingärten, Weiherfeld, Höheäcker, Grillenberg, Schleifmühle, Hochstämmer, Rommler, Wallen, Oberer Berg, Unterer Berg und Ramm.
Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Gschnait, Ruhstatt, Mühlwiesen, Lehenwiesen, Hofwiesen, Spitzäcker, Gänsäcker, Brünnlesäcker, Wiesenäcker, Amselwiesen, Krautwiesen, Pfollern, Scholzenäcker, Steinäcker und Hörnle, Hörnlesrain, Hinter der Reute, Reute, Taläcker und Hörnlesberg.
Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Hochstämmer, Alte Hochstämmer und Hinter der Straße.
Auf dem Gebiet der Stadt Marbach a.N.
Teile des Gewannes Krautwiesen.
Auf dem Gebiet der Gemeinde Benningen
· Markung Benningen:
Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Königsrain, Hintere Weingärten, Äußeres Tal, Hinten im Feld und Hinterer Weingarten.
Schutzzweck ist die Erhaltung und Sicherung des Charakters einer vielgestaltigen Kulturlandschaft, die geprägt ist durch wechselnde Bewirtschaftungsformen von der Tallage bis zu den Steilhängen. Die ökologische Verflechtung der einzelnen Teilräume mit ihrer Umgebung, sowie deren Funktion für den gesamten Naturhaushalt, sollen für die wildlebende Tier- und Pflanzenwelt langfristig erhalten bleiben. Insbesondere soll das Gebiet in seiner Bedeutung für die Naherholung erhalten und die naturnahe Kulturlandschaft vor störenden und beeinträchtigenden Veränderungen bewahrt werden. Dazu gehört auch die Aufrechterhaltung der bestehenden Nutzungsstrukturen sowie das Verhindern von Kleinbauten und Einfriedigungen. Die Erhaltung der historischen Terrassenweinberge mit ihren Natursteinmauern und -treppen, der grundwasserbeeinflußten Wiesen, des auwaldähnlichen Uferbewuchses am Neckar sowie der feuchtschattigen Hangwälder (Klebwälder) soll angestrebt werden. Die Wiesenaue des Neckartales sowie die Obstbaumbestände des Schutzgebietes sind als landschaftlich und ökologisch wertvolle Landschaftsbestandteile besonders schutzwürdig.
3. Verlegen oder Ändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art, mit Ausnahme von Verlegen oder Ändern von unterirdischen Leitungen in öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen;
4. Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen oder die Veränderung der Bodengestalt auf andere Weise (ausgenommen die Zwischenlagerung von Neckarschlamm auf der Neckarinsel);
10. 1Verankern von Wohnbooten (ausgenommen an den bereits bei Inkrafttreten dieser Verordnung vorhandenen Verankerungsplätzen, Anländen usw.), Bojen und anderen schwimmenden Anlagen und die Errichtung von Stegen;
12. .Aufstellen oder Anbringen von Plakaten, Bild- oder Schrifttafeln;
15. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Hecken, Gebüschen, Feld- und Ufergehölzen, Schilf- und Röhrichtbeständen, Natursteinmauern und -treppen, Felsen und ähnlichen Naturerscheinungen sowie die Beseitigung von Obstbäumen und der Umbruch von Wiesen in der Talaue des Neckars.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke, mit der Ausnahme von Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 15 (ausgenommen die Beseitigung von Obstbäumen, wenn anstelle des alten Baumes auf demselben Grundstück ein junger Obstbaum [Hochstamm] gepflanzt wird);
7. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der vorhandenen Wassergewinnungsanlagen.
· § 1 Abs. 1 Ziff. 1 der Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg über geschützte Landschaftsteile im Landkreis Ludwigsburg vom 21.07.1967;
· § 2 Abs. 3 Ziff. 1 der Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg über die einstweilige Sicherstellung von Schutzgebieten im Landkreis Ludwigsburg vom 25.03.1985.
Ludwigsburg, den 02.09.1988