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Timestamp: 2020-07-08 04:44:17
Document Index: 307058606

Matched Legal Cases: ['Art. 18', 'Art. 652', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 14', 'Art. 18', 'Art. 43', 'Art. 80']

Lawbrary | FusG - Bundesgesetz über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung
Gegenstand und Begriffe (1 - 2)
Fusion von Gesellschaften
Allgemeine Bestimmungen (3 - 6)
Anteils- und Mitgliedschaftsrechte (7 - 8)
Kapitalerhöhung, Neugründung und Zwischenbilanz (9 - 11)
Fusionsvertrag, Fusionsbericht und Prüfung (12 - 17)
Fusionsbeschluss und Eintragung ins Handelsregister (18 - 22)
Erleichterte Fusion von Kapitalgesellschaften (23 - 24)
Gläubiger- und Arbeitnehmerschutz (25 - 28)
Allgemeine Bestimmungen (29 - 30)
Anteils- und Mitgliedschaftsrechte (31 - 31)
Kapitalherabsetzung, Kapitalerhöhung, Neugründung und Zwischenbilanz (32 - 35)
Spaltungsvertrag, Spaltungsplan, Spaltungsbericht und Prüfung (36 - 42)
Spaltungsbeschluss und öffentliche Beurkundung (43 - 44)
Gläubiger- und Arbeitnehmerschutz (45 - 50)
Eintragung ins Handelsregister und Rechtswirksamkeit (51 - 52)
Allgemeine Bestimmungen (53 - 55)
Anteils- und Mitgliedschaftsrechte (56 - 56)
Gründung und Zwischenbilanz (57 - 58)
Umwandlungsplan, Umwandlungsbericht und Prüfung (59 - 63)
Umwandlungsbeschluss und Eintragung ins Handelsregister (64 - 67)
Gläubiger- und Arbeitnehmerschutz (68 - 68)
Allgemeine Bestimmungen (69 - 69)
Übertragungsvertrag (70 - 72)
Eintragung ins Handelsregister und Rechtswirksamkeit (73 - 73)
Information der Gesellschafterinnen und Gesellschafter (74 - 74)
Gläubiger- und Arbeitnehmerschutz (75 - 77)
Fusion und Vermögensübertragung von Stiftungen
Fusion (78 - 85)
Vermögensübertragung (86 - 87)
Fusion (88 - 96)
Umwandlung (97 - 97)
Vermögensübertragung (98 - 98)
Fusion, Umwandlung und Vermögensübertragung unter Beteiligung von Instituten des öffentlichen Rechts (99 - 101)
Ausführungsbestimmungen (102 - 102)
Handänderungsabgaben (103 - 103)
Anmeldung beim Grundbuchamt (104 - 104)
Überprüfung der Anteils- und Mitgliedschaftsrechte (105 - 105)
Anfechtung von Fusionen, Spaltungen, Umwandlungen und Vermögensübertragungen durch Gesellschafterinnen und Gesellschafter (106 - 107)
Verantwortlichkeit (108 - 108)
Schlussbestimmungen (109 - 111)
1Die­ses Ge­setz re­gelt die An­pas­sung der recht­li­chen Struk­tu­ren von Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten, Ge­nos­sen­schaf­ten, Ver­ei­nen, Stif­tun­gen und Ein­zel­un­ter­neh­men im Zu­sam­men­hang mit Fu­si­on, Spal­tung, Um­wand­lung und Ver­mö­gens­über­tra­gung.1
2Es ge­währ­leis­tet da­bei die Rechts­si­cher­heit und Trans­pa­renz und schützt Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger, Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer so­wie Per­so­nen mit Min­der­heits­be­tei­li­gun­gen.
3Fer­ner legt es die pri­vat­recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen fest, un­ter wel­chen In­sti­tu­te des öf­fent­li­chen Rechts mit pri­vat­recht­li­chen Rechts­trä­gern fu­sio­nie­ren, sich in pri­vat­recht­li­che Rechts­trä­ger um­wan­deln oder sich an Ver­mö­gens­über­tra­gun­gen be­tei­li­gen kön­nen.
4Die Vor­schrif­ten des Kar­tell­ge­set­zes vom 6. Ok­to­ber 19952 be­tref­fend die Be­ur­tei­lung von Un­ter­neh­mens­zu­sam­menschlüs­sen blei­ben vor­be­hal­ten.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).
In die­sem Ge­setz gel­ten als:
Rechts­trä­ger: Ge­sell­schaf­ten, Stif­tun­gen, im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne Ein­zel­un­ter­neh­men, Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten mit va­ria­blem Ka­pi­tal und In­sti­tu­te des öf­fent­li­chen Rechts;
Ge­sell­schaf­ten: Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten, Ver­ei­ne und Ge­nos­sen­schaf­ten, so­fern es sich nicht um Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen ge­mä­ss Buch­sta­be i han­delt;
Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten: Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten und Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung;
In­sti­tu­te des öf­fent­li­chen Rechts: im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne, or­ga­ni­sa­to­risch ver­selb­stän­dig­te Ein­rich­tun­gen des öf­fent­li­chen Rechts des Bun­des, der Kan­to­ne und der Ge­mein­den, un­ab­hän­gig da­von, ob sie als ju­ris­ti­sche Per­son aus­ge­stal­tet sind oder nicht;
klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men: Ge­sell­schaf­ten, die kei­ne An­lei­hen­sob­li­ga­tio­nen aus­ste­hend ha­ben, de­ren An­tei­le nicht an der Bör­se ko­tiert sind und die über­dies zwei der nach­fol­gen­den Grös­sen nicht in den zwei letz­ten dem Fu­si­ons-, dem Spal­tungs- oder dem Um­wand­lungs­be­schluss vor­an­ge­gan­ge­nen Ge­schäfts­jah­ren über­schrei­ten:
Bi­lanz­sum­me von 20 Mil­lio­nen Fran­ken,
Um­sat­z­er­lös von 40 Mil­lio­nen Fran­ken,
250 Voll­zeit­stel­len im Jah­res­durch­schnitt;
Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter: An­teils­in­ha­be­rin­nen und -in­ha­ber, Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter in der Kol­lek­tiv- und der Kom­man­dit­ge­sell­schaft, Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen und Ge­nos­sen­schaf­ter oh­ne An­teil­schei­ne, Mit­glie­der im Ver­ein;
An­teils­in­ha­be­rin­nen und -in­ha­ber: In­ha­be­rin­nen und In­ha­ber von Ak­ti­en, Par­ti­zi­pa­ti­ons­schei­nen oder Ge­nuss­schei­nen, Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter von Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung, Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen und Ge­nos­sen­schaf­ter mit An­teil­schei­nen;
Ge­ne­ral­ver­samm­lung: die Ge­ne­ral­ver­samm­lung in der Ak­ti­en­ge­sell­schaft, der Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft und in der Ge­nos­sen­schaft; die Ge­sell­schaf­ter­ver­samm­lung in der Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung; die Ver­samm­lung der Mit­glie­der im Ver­ein; die De­le­gier­ten­ver­samm­lung, so­weit die­se in der Ge­nos­sen­schaft oder im Ver­ein nach den Sta­tu­ten zu­stän­dig ist;
Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen: Ein­rich­tun­gen, die der Auf­sicht ge­mä­ss Ar­ti­kel 61 ff. des Bun­des­ge­set­zes vom 25. Ju­ni 19823 über die be­ruf­li­che Al­ters-, Hin­ter­blie­be­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge (BVG) un­ter­stellt sind und die als ju­ris­ti­sche Per­son aus­ge­stal­tet sind.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. II 1 des Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 5379; BBl 2005 6395).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 23. Dez. 2011 (Rech­nungs­le­gungs­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 6679; BBl 2008 1589).
1Ge­sell­schaf­ten kön­nen fu­sio­nie­ren, in­dem:
die ei­ne die an­de­re über­nimmt (Ab­sorp­ti­ons­fu­si­on);
sie sich zu ei­ner neu­en Ge­sell­schaft zu­sam­mensch­lies­sen (Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on).
2Mit der Fu­si­on wird die über­tra­gen­de Ge­sell­schaft auf­ge­löst und im Han­dels­re­gis­ter ge­löscht.
1Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten kön­nen fu­sio­nie­ren:
mit Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten;
mit Ge­nos­sen­schaf­ten;
als über­neh­men­de Ge­sell­schaf­ten mit Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten;
als über­neh­men­de Ge­sell­schaf­ten mit Ver­ei­nen, die im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen sind.
2Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten kön­nen fu­sio­nie­ren:
mit Kol­lek­tiv- und Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten;
als über­tra­gen­de Ge­sell­schaf­ten mit Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten;
als über­tra­gen­de Ge­sell­schaf­ten mit Ge­nos­sen­schaf­ten.
3Ge­nos­sen­schaf­ten kön­nen fu­sio­nie­ren:
als über­neh­men­de Ge­sell­schaf­ten mit Ver­ei­nen, die im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen sind;
falls kei­ne An­teil­schei­ne be­ste­hen, als über­tra­gen­de Ge­sell­schaf­ten mit Ver­ei­nen, die im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen sind.
4Ver­ei­ne kön­nen mit Ver­ei­nen fu­sio­nie­ren. Im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne Ver­ei­ne kön­nen über­dies fu­sio­nie­ren:
als über­tra­gen­de Ge­sell­schaf­ten mit Ge­nos­sen­schaf­ten;
als über­neh­men­de Ge­sell­schaf­ten mit Ge­nos­sen­schaf­ten oh­ne An­teil­schei­ne.
1Ei­ne Ge­sell­schaft in Li­qui­da­ti­on kann sich als über­tra­gen­de Ge­sell­schaft an ei­ner Fu­si­on be­tei­li­gen, wenn mit der Ver­mö­gens­ver­tei­lung noch nicht be­gon­nen wur­de.
2Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan muss ge­gen­über dem Han­dels­re­gis­ter­amt be­stä­ti­gen, dass die Vor­aus­set­zung nach Ab­satz 1 er­füllt ist.
1Ei­ne Ge­sell­schaft, de­ren Ak­ti­en-, Stamm- oder Ge­nos­sen­schafts­ka­pi­tal und de­ren ge­setz­li­che Re­ser­ven zur Hälf­te nicht mehr ge­deckt sind oder die über­schul­det ist, kann mit ei­ner an­de­ren Ge­sell­schaft nur fu­sio­nie­ren, wenn die­se über frei ver­wend­ba­res Ei­gen­ka­pi­tal im Um­fang der Un­ter­de­ckung und ge­ge­be­nen­falls der Über­schul­dung ver­fügt. Die­se Vor­aus­set­zung ent­fällt, so­weit Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten im Rang hin­ter al­le an­de­ren Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger zu­rück­tre­ten.
2Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan muss dem Han­dels­re­gis­ter­amt ei­ne Be­stä­ti­gung ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ei­nes zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten ein­rei­chen, wo­nach die Vor­aus­set­zun­gen nach Ab­satz 1 er­füllt sind.1
1Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft ha­ben An­spruch auf An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te an der über­neh­men­den Ge­sell­schaft, die un­ter Be­rück­sich­ti­gung des Ver­mö­gens der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten, der Ver­tei­lung der Stimm­rech­te so­wie al­ler an­de­ren re­le­van­ten Um­stän­de ih­ren bis­he­ri­gen An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­ten ent­spre­chen.
2Bei der Fest­le­gung des Um­tausch­ver­hält­nis­ses für An­tei­le kann ei­ne Aus­gleichs­zah­lung vor­ge­se­hen wer­den, die den zehn­ten Teil des wirk­li­chen Werts der ge­währ­ten An­tei­le nicht über­stei­gen darf.
3Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter oh­ne An­teil­schei­ne ha­ben bei der Über­nah­me ih­rer Ge­sell­schaft durch ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft An­spruch auf min­des­tens einen An­teil.
4Für An­tei­le oh­ne Stimm­recht an der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft muss die über­neh­men­de Ge­sell­schaft gleich­wer­ti­ge An­tei­le oder An­tei­le mit Stimm­recht ge­wäh­ren.
5Für Son­der­rech­te an der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft, die mit An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­ten ver­bun­den sind, muss die über­neh­men­de Ge­sell­schaft gleich­wer­ti­ge Rech­te oder ei­ne an­ge­mes­se­ne Ab­gel­tung ge­wäh­ren.
6Die über­neh­men­de Ge­sell­schaft muss den In­ha­be­rin­nen und In­ha­bern von Ge­nuss­schei­nen der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft gleich­wer­ti­ge Rech­te ge­wäh­ren oder ih­re Ge­nuss­schei­ne zum wirk­li­chen Wert im Zeit­punkt des Ab­schlus­ses des Fu­si­ons­ver­trags zu­rück­kau­fen.
1Die an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten kön­nen im Fu­si­ons­ver­trag vor­se­hen, dass die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter zwi­schen An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­ten und ei­ner Ab­fin­dung wäh­len kön­nen.
2Die an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten kön­nen im Fu­si­ons­ver­trag auch vor­se­hen, dass nur ei­ne Ab­fin­dung aus­ge­rich­tet wird.
1Bei der Ab­sorp­ti­ons­fu­si­on muss die über­neh­men­de Ge­sell­schaft das Ka­pi­tal er­hö­hen, so­weit es zur Wah­rung der Rech­te der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft er­for­der­lich ist.
2Die Vor­schrif­ten des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 (OR) über die Sachein­la­gen so­wie Ar­ti­kel 651 Ab­satz 2 des OR fin­den bei der Fu­si­on kei­ne An­wen­dung.
Für die Neu­grün­dung ei­ner Ge­sell­schaft im Rah­men ei­ner Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on gel­ten die Be­stim­mun­gen des Zi­vil­ge­setz­bu­ches1 (ZGB) und des OR2 über die Grün­dung ei­ner Ge­sell­schaft. Kei­ne An­wen­dung fin­den die Vor­schrif­ten über die An­zahl der Grün­de­rin­nen und Grün­der bei Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten so­wie die Vor­schrif­ten über die Sachein­la­gen.
1Liegt der Bi­lanz­stich­tag bei Ab­schluss des Fu­si­ons­ver­trags mehr als sechs Mo­na­te zu­rück oder sind seit Ab­schluss der letz­ten Bi­lanz wich­ti­ge Än­de­run­gen in der Ver­mö­gens­la­ge der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten ein­ge­tre­ten, so müs­sen die­se ei­ne Zwi­schen­bi­lanz er­stel­len.
2Die Er­stel­lung der Zwi­schen­bi­lanz er­folgt ge­mä­ss den Vor­schrif­ten und Grund­sät­zen für den Jah­res­ab­schluss un­ter Vor­be­halt fol­gen­der Vor­schrif­ten:
Ei­ne kör­per­li­che Be­stan­des­auf­nah­me ist nicht not­wen­dig.
Die in der letz­ten Bi­lanz vor­ge­nom­me­nen Be­wer­tun­gen brau­chen nur nach Mass­ga­be der Be­we­gun­gen in den Ge­schäfts­bü­chern ver­än­dert zu wer­den; Ab­schrei­bun­gen, Wert­be­rich­ti­gun­gen und Rück­stel­lun­gen für die Zwi­schen­zeit so­wie we­sent­li­che, aus den Bü­chern nicht er­sicht­li­che Ver­än­de­run­gen der Wer­te müs­sen je­doch be­rück­sich­tigt wer­den.
1Der Fu­si­ons­ver­trag muss von den obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­nen der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten ab­ge­schlos­sen wer­den.
2Er be­darf der schrift­li­chen Form und der Zu­stim­mung der Ge­ne­ral­ver­samm­lung be­zie­hungs­wei­se der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten (Art. 18).
1 Der Fu­si­ons­ver­trag ent­hält:
den Na­men oder die Fir­ma, den Sitz und die Rechts­form der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten, im Fall der Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on auch den Na­men oder die Fir­ma, den Sitz und die Rechts­form der neu­en Ge­sell­schaft;
das Um­tausch­ver­hält­nis für An­tei­le und ge­ge­be­nen­falls die Hö­he der Aus­gleichs­zah­lung be­zie­hungs­wei­se An­ga­ben über die Mit­glied­schaft der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft bei der über­neh­men­den Ge­sell­schaft;
die Rech­te, wel­che die über­neh­men­de Ge­sell­schaft den In­ha­be­rin­nen und In­ha­bern von Son­der­rech­ten, von An­tei­len oh­ne Stimm­recht oder von Ge­nuss­schei­nen ge­währt;
die Mo­da­li­tä­ten für den Um­tausch der An­tei­le;
den Zeit­punkt, von dem an die An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te An­spruch auf einen An­teil am Bi­lanz­ge­winn ge­wäh­ren, so­wie al­le Be­son­der­hei­ten die­ses An­spruchs;
ge­ge­be­nen­falls die Hö­he der Ab­fin­dung nach Ar­ti­kel 8;
den Zeit­punkt, von dem an die Hand­lun­gen der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft als für Rech­nung der über­neh­men­den Ge­sell­schaft vor­ge­nom­men gel­ten;
je­den be­son­de­ren Vor­teil, der Mit­glie­dern ei­nes Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gans oder ge­schäfts­füh­ren­den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern ge­währt wird;
ge­ge­be­nen­falls die Be­zeich­nung der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter mit un­be­schränk­ter Haf­tung.
2Bei der Fu­si­on zwi­schen Ver­ei­nen fin­den Ab­satz 1 Buch­sta­ben c-f kei­ne An­wen­dung.
1Die obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten müs­sen einen schrift­li­chen Be­richt über die Fu­si­on er­stel­len. Sie kön­nen den Be­richt auch ge­mein­sam ver­fas­sen.
2Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men kön­nen auf die Er­stel­lung ei­nes Fu­si­ons­be­richts ver­zich­ten, so­fern al­le Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter zu­stim­men.
3Im Be­richt sind recht­lich und wirt­schaft­lich zu er­läu­tern und zu be­grün­den:
der Zweck und die Fol­gen der Fu­si­on;
der Fu­si­ons­ver­trag;
das Um­tausch­ver­hält­nis für An­tei­le und ge­ge­be­nen­falls die Hö­he der Aus­gleichs­zah­lung be­zie­hungs­wei­se die Mit­glied­schaft der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft bei der über­neh­men­den Ge­sell­schaft;
ge­ge­be­nen­falls die Hö­he der Ab­fin­dung und die Grün­de, wes­halb an Stel­le von An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­ten nur ei­ne Ab­fin­dung ge­währt wer­den soll;
Be­son­der­hei­ten bei der Be­wer­tung der An­tei­le im Hin­blick auf die Fest­set­zung des Um­tausch­ver­hält­nis­ses;
ge­ge­be­nen­falls der Um­fang der Ka­pi­tal­er­hö­hung der über­neh­men­den Ge­sell­schaft;
ge­ge­be­nen­falls die Nach­schuss­pflicht, an­de­re per­sön­li­che Leis­tungs­pflich­ten und die per­sön­li­che Haf­tung, die sich für die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft aus der Fu­si­on er­ge­ben;
bei der Fu­si­on von Ge­sell­schaf­ten mit un­ter­schied­li­chen Rechts­for­men die Pflich­ten, die den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern in der neu­en Rechts­form auf­er­legt wer­den kön­nen;
die Aus­wir­kun­gen der Fu­si­on auf die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten so­wie Hin­wei­se auf den In­halt ei­nes all­fäl­li­gen So­zi­al­plans;
die Aus­wir­kun­gen der Fu­si­on auf die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten;
ge­ge­be­nen­falls Hin­wei­se auf er­teil­te und aus­ste­hen­de be­hörd­li­che Be­wil­li­gun­gen.
4Bei der Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on ist dem Fu­si­ons­be­richt der Ent­wurf der Sta­tu­ten der neu­en Ge­sell­schaft bei­zu­fü­gen.
5Bei der Fu­si­on zwi­schen Ver­ei­nen fin­det die­se Be­stim­mung kei­ne An­wen­dung.
1Die an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten müs­sen den Fu­si­ons­ver­trag, den Fu­si­ons­be­richt und die der Fu­si­on zu Grun­de lie­gen­de Bi­lanz von ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ei­nem zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten prü­fen las­sen, falls die über­neh­men­de Ge­sell­schaft ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft oder ei­ne Ge­nos­sen­schaft mit An­teil­schei­nen ist. Sie kön­nen ei­ne ge­mein­sa­me Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder einen ge­mein­sa­men Re­vi­si­ons­ex­per­ten be­stim­men.1
2Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men kön­nen auf die Prü­fung ver­zich­ten, so­fern al­le Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter zu­stim­men.
3Die be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten müs­sen der Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder dem Re­vi­si­ons­ex­per­ten al­le zweck­dien­li­chen Aus­künf­te und Un­ter­la­gen ge­ben.2
4Die Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder der Re­vi­si­ons­ex­per­te legt in ei­nem schrift­li­chen Prü­fungs­be­richt dar:3
ob die vor­ge­se­he­ne Ka­pi­tal­er­hö­hung der über­neh­men­den Ge­sell­schaft zur Wah­rung der Rech­te der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft ge­nügt;
ob das Um­tausch­ver­hält­nis für An­tei­le be­zie­hungs­wei­se die Ab­fin­dung ver­tret­bar ist;
nach wel­cher Me­tho­de das Um­tausch­ver­hält­nis be­stimmt wor­den ist und aus wel­chen Grün­den die an­ge­wand­te Me­tho­de an­ge­mes­sen ist;
wel­che re­la­ti­ve Be­deu­tung ge­ge­be­nen­falls ver­schie­de­nen an­ge­wen­de­ten Me­tho­den für die Be­stim­mung des Um­tausch­ver­hält­nis­ses bei­ge­mes­sen wur­de;
wel­che Be­son­der­hei­ten bei der Be­wer­tung der An­tei­le im Hin­blick auf die Fest­set­zung des Um­tausch­ver­hält­nis­ses zu be­ach­ten wa­ren.
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).
1Je­de der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten muss an ih­rem Sitz den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern wäh­rend der 30 Ta­ge vor der Be­schluss­fas­sung Ein­sicht in fol­gen­de Un­ter­la­gen al­ler an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten ge­wäh­ren:
den Fu­si­ons­ver­trag;
den Fu­si­ons­be­richt;
den Prü­fungs­be­richt;
die Jah­res­rech­nun­gen und Jah­res­be­rich­te der letz­ten drei Ge­schäfts­jah­re so­wie ge­ge­be­nen­falls die Zwi­schen­bi­lanz.
2Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men kön­nen auf das Ein­sichts­ver­fah­ren nach Ab­satz 1 ver­zich­ten, so­fern al­le Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter zu­stim­men.
3Die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter kön­nen von den be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten Ko­pi­en der Un­ter­la­gen nach Ab­satz 1 ver­lan­gen. Die­se müs­sen ih­nen un­ent­gelt­lich zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den.
4Je­de der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten muss die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter in ge­eig­ne­ter Form auf die Mög­lich­keit zur Ein­sicht­nah­me hin­wei­sen.
1Tre­ten bei ei­ner der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten zwi­schen dem Ab­schluss des Fu­si­ons­ver­trags und der Be­schluss­fas­sung durch die Ge­ne­ral­ver­samm­lung we­sent­li­che Än­de­run­gen im Ak­tiv- oder im Pas­siv­ver­mö­gen ein, so muss de­ren obers­tes Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan die obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne der an­de­ren be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten dar­über in­for­mie­ren.
2Die obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne al­ler be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten prü­fen, ob der Fu­si­ons­ver­trag ab­ge­än­dert wer­den muss oder ob auf die Fu­si­on zu ver­zich­ten ist; trifft dies zu, so müs­sen sie den An­trag auf Ge­neh­mi­gung zu­rück­zie­hen. An­dern­falls müs­sen sie in der Ge­ne­ral­ver­samm­lung be­grün­den, warum der Fu­si­ons­ver­trag kei­ner An­pas­sung be­darf.
1Bei den Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, den Ge­nos­sen­schaf­ten und den Ver­ei­nen muss das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan den Fu­si­ons­ver­trag der Ge­ne­ral­ver­samm­lung zur Be­schluss­fas­sung un­ter­brei­ten. Fol­gen­de Mehr­hei­ten sind er­for­der­lich:
bei Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten und Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten min­des­tens zwei Drit­tel der an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung ver­tre­te­nen Ak­ti­en­stim­men und die ab­so­lu­te Mehr­heit des von ih­nen ver­tre­te­nen Ak­ti­en­nenn­werts;
bei ei­ner Ka­pi­tal­ge­sell­schaft, die von ei­ner Ge­nos­sen­schaft über­nom­men wird, die Zu­stim­mung al­ler Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre oder, im Fall der Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung, al­ler Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter;
bei Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung min­des­tens zwei Drit­tel der an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung ver­tre­te­nen Stim­men so­wie die ab­so­lu­te Mehr­heit des ge­sam­ten Stamm­ka­pi­tals, mit dem ein aus­üb­ba­res Stimm­recht ver­bun­den ist;
bei Ge­nos­sen­schaf­ten min­des­tens zwei Drit­tel der ab­ge­ge­be­nen Stim­men oder, wenn ei­ne Nach­schuss­pflicht, an­de­re per­sön­li­che Leis­tungs­pflich­ten oder die per­sön­li­che Haf­tung ein­ge­führt oder er­wei­tert wer­den, min­des­tens drei Vier­tel al­ler Ge­nos­sen­schaf­te­rin­nen und Ge­nos­sen­schaf­ter;
bei Ver­ei­nen min­des­tens drei Vier­tel der an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung an­we­sen­den Mit­glie­der.
2Bei Kol­lek­tiv- und bei Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten be­darf der Fu­si­ons­ver­trag der Zu­stim­mung al­ler Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter. Der Ge­sell­schafts­ver­trag kann je­doch vor­se­hen, dass die Zu­stim­mung von min­des­tens drei Vier­teln der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter ge­nügt.
3Über­nimmt ei­ne Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft ei­ne an­de­re Ge­sell­schaft, so be­darf es zu­sätz­lich zu den Mehr­hei­ten nach Ab­satz 1 Buch­sta­be a der schrift­li­chen Zu­stim­mung al­ler Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter, die un­be­schränkt haf­ten.
4Bei Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten oder Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten, die von ei­ner Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung über­nom­men wer­den und bei de­nen durch die­se Über­nah­me ei­ne Nach­schuss­pflicht oder ei­ne an­de­re per­sön­li­che Leis­tungs­pflicht ein­ge­führt wird, be­darf es der Zu­stim­mung al­ler Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre, die da­von be­trof­fen wer­den.
5Sieht der Fu­si­ons­ver­trag nur ei­ne Ab­fin­dung vor, so be­darf der Fu­si­ons­be­schluss der Zu­stim­mung von min­des­tens 90 Pro­zent der stimm­be­rech­tig­ten Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft.
6Er­gibt sich für die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft aus der Fu­si­on ei­ne än­de­rung des Zwecks der Ge­sell­schaft und ist da­für auf Grund ge­setz­li­cher oder sta­tu­ta­ri­scher Vor­schrif­ten ei­ne an­de­re Mehr­heit er­for­der­lich als für den Fu­si­ons­be­schluss, so gel­ten für die­sen bei­de Mehr­heits­er­for­der­nis­se.
1Ver­eins­mit­glie­der kön­nen in­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach dem Fu­si­ons­be­schluss frei aus dem Ver­ein aus­tre­ten.
2Der Aus­tritt gilt rück­wir­kend auf das Da­tum des Fu­si­ons­be­schlus­ses.
1Der Fu­si­ons­be­schluss be­darf der öf­fent­li­chen Be­ur­kun­dung.
2Bei der Fu­si­on zwi­schen Ver­ei­nen fin­det die­se Be­stim­mung kei­ne An­wen­dung.
1So­bald der Fu­si­ons­be­schluss al­ler an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten vor­liegt, müs­sen de­ren obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne dem Han­dels­re­gis­ter­amt die Fu­si­on zur Ein­tra­gung an­mel­den.
2Muss die über­neh­men­de Ge­sell­schaft in­fol­ge der Fu­si­on ihr Ka­pi­tal er­hö­hen, so sind dem Han­dels­re­gis­ter­amt zu­sätz­lich die ge­än­der­ten Sta­tu­ten und die er­for­der­li­chen Fest­stel­lun­gen über die Ka­pi­tal­er­hö­hung (Art. 652g OR1) zu un­ter­brei­ten.
3Die über­tra­gen­de Ge­sell­schaft wird mit der Ein­tra­gung der Fu­si­on im Han­dels­re­gis­ter ge­löscht.
4Die­se Be­stim­mung fin­det kei­ne An­wen­dung auf Ver­ei­ne, die im Han­dels­re­gis­ter nicht ein­ge­tra­gen sind.
1Die Fu­si­on wird mit der Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter rechts­wirk­sam. In die­sem Zeit­punkt ge­hen al­le Ak­ti­ven und Pas­si­ven der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft von Ge­set­zes we­gen auf die über­neh­men­de Ge­sell­schaft über. Ar­ti­kel 34 des Kar­tell­ge­set­zes vom 6. Ok­to­ber 19951 bleibt vor­be­hal­ten.
2Die Fu­si­on von Ver­ei­nen, die im Han­dels­re­gis­ter nicht ein­ge­tra­gen sind, wird mit dem Vor­lie­gen des Fu­si­ons­be­schlus­ses al­ler be­tei­lig­ten Ver­ei­ne rechts­wirk­sam.
1Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten kön­nen un­ter er­leich­ter­ten Vor­aus­set­zun­gen fu­sio­nie­ren, wenn:
die über­neh­men­de Ka­pi­tal­ge­sell­schaft al­le An­tei­le der über­tra­gen­den Ka­pi­tal­ge­sell­schaft be­sitzt, die ein Stimm­recht ge­wäh­ren; oder
ein Rechts­trä­ger, ei­ne na­tür­li­che Per­son oder ei­ne ge­setz­lich oder ver­trag­lich ver­bun­de­ne Per­so­nen­grup­pe, al­le An­tei­le der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten be­sitzt, die ein Stimm­recht ge­wäh­ren.
2Be­sitzt die über­neh­men­de Ka­pi­tal­ge­sell­schaft nicht al­le, je­doch min­des­tens 90 Pro­zent der An­tei­le der über­tra­gen­den Ka­pi­tal­ge­sell­schaft, die ein Stimm­recht ge­wäh­ren, so kann die Fu­si­on un­ter er­leich­ter­ten Vor­aus­set­zun­gen er­fol­gen, wenn den In­ha­be­rin­nen und In­ha­bern von Min­der­heits­an­tei­len:
ne­ben An­teils­rech­ten an der über­neh­men­den Ka­pi­tal­ge­sell­schaft ei­ne Ab­fin­dung nach Ar­ti­kel 8 an­ge­bo­ten wird, die dem wirk­li­chen Wert der An­tei­le ent­spricht; und
aus der Fu­si­on we­der ei­ne Nach­schuss­pflicht, ei­ne an­de­re per­sön­li­che Leis­tungs­pflicht noch ei­ne per­sön­li­che Haf­tung er­wächst.
1Die an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, wel­che die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 23 Ab­satz 1 er­fül­len, müs­sen im Fu­si­ons­ver­trag nur die An­ga­ben nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und f-i ma­chen. Sie müs­sen we­der einen Fu­si­ons­be­richt (Art. 14) er­stel­len noch den Fu­si­ons­ver­trag prü­fen las­sen (Art. 15) noch das Ein­sichts­recht ge­wäh­ren (Art. 16) noch den Ver­trag der Ge­ne­ral­ver­samm­lung zur Be­schluss­fas­sung un­ter­brei­ten (Art. 18).
2Die an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, die die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 23 Ab­satz 2 er­fül­len, müs­sen im Fu­si­ons­ver­trag nur die An­ga­ben nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a, b und f-i ma­chen. Sie müs­sen we­der einen Fu­si­ons­be­richt (Art. 14) er­stel­len noch den Fu­si­ons­ver­trag der Ge­ne­ral­ver­samm­lung zur Be­schluss­fas­sung un­ter­brei­ten (Art. 18). Das Ein­sichts­recht nach Ar­ti­kel 16 muss min­des­tens 30 Ta­ge vor der An­mel­dung der Fu­si­on zur Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter ge­währt wer­den.
1Die über­neh­men­de Ge­sell­schaft muss die For­de­run­gen der Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten si­cher­stel­len, wenn die­se es in­ner­halb von drei Mo­na­ten nach der Rechts­wirk­sam­keit der Fu­si­on ver­lan­gen.
2Die an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten müs­sen ih­re Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt drei­mal auf ih­re Rech­te hin­wei­sen. Sie kön­nen von ei­ner Pu­bli­ka­ti­on ab­se­hen, wenn ei­ne zu­ge­las­se­ne Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ein zu­ge­las­se­ner Re­vi­si­ons­ex­per­te be­stä­tigt, dass kei­ne For­de­run­gen be­kannt oder zu er­war­ten sind, zu de­ren Be­frie­di­gung das freie Ver­mö­gen der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten nicht aus­reicht.1
3Die Pflicht zur Si­cher­stel­lung ent­fällt, wenn die Ge­sell­schaft nach­weist, dass die Er­fül­lung der For­de­rung durch die Fu­si­on nicht ge­fähr­det wird.
4An­statt ei­ne Si­cher­heit zu leis­ten, kann die Ge­sell­schaft die For­de­rung er­fül­len, so­fern die an­de­ren Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger nicht ge­schä­digt wer­den.
1 Fas­sung des zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).
1Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft, die vor der Fu­si­on für de­ren Ver­bind­lich­kei­ten haf­te­ten, blei­ben da­für haft­bar, so­weit die Ver­bind­lich­kei­ten vor der Ver­öf­fent­li­chung des Fu­si­ons­be­schlus­ses be­grün­det wur­den oder de­ren Ent­ste­hungs­grund vor die­sem Zeit­punkt liegt.
2Die An­sprü­che aus per­sön­li­cher Haf­tung der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter für die Ver­bind­lich­kei­ten der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft ver­jäh­ren spä­tes­tens drei Jah­re nach Ein­tritt der Rechts­wirk­sam­keit der Fu­si­on. Wird die For­de­rung erst nach der Ver­öf­fent­li­chung des Fu­si­ons­be­schlus­ses fäl­lig, so be­ginnt die Ver­jäh­rung mit der Fäl­lig­keit. Die Be­gren­zung der per­sön­li­chen Haf­tung gilt nicht für Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter, die auch für die Ver­bind­lich­kei­ten der über­neh­men­den Ge­sell­schaft per­sön­lich haf­ten.
3Bei An­lei­hen­sob­li­ga­tio­nen und an­de­ren Schuld­ver­schrei­bun­gen, die öf­fent­lich aus­ge­ge­ben wur­den, be­steht die Haf­tung bis zur Rück­zah­lung, es sei denn, der Pro­spekt se­he et­was an­de­res vor. Vor­be­hal­ten blei­ben die Be­stim­mun­gen über die Gläu­bi­ger­ge­mein­schaft bei An­lei­hen­sob­li­ga­tio­nen nach den Ar­ti­keln 1157 ff. des OR1.
1Für den Über­gang der Ar­beits­ver­hält­nis­se auf die über­neh­men­de Ge­sell­schaft fin­det Ar­ti­kel 333 des OR1 An­wen­dung.
2Die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten kön­nen ge­mä­ss Ar­ti­kel 25 die Si­cher­stel­lung ih­rer For­de­run­gen aus Ar­beits­ver­trag ver­lan­gen, die bis zum Zeit­punkt fäl­lig wer­den, auf den das Ar­beits­ver­hält­nis or­dent­li­cher­wei­se be­en­digt wer­den könn­te oder, bei Ab­leh­nung des Über­gangs, von der Ar­beit­neh­me­rin oder dem Ar­beit­neh­mer be­en­digt wird.
3Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft, die vor der Fu­si­on für de­ren Ver­bind­lich­kei­ten haf­te­ten, blei­ben für al­le Ver­bind­lich­kei­ten aus Ar­beits­ver­trag haft­bar, die bis zum Zeit­punkt fäl­lig wer­den, auf den das Ar­beits­ver­hält­nis or­dent­li­cher­wei­se be­en­digt wer­den könn­te oder, bei Ab­leh­nung des Über­gangs, von der Ar­beit­neh­me­rin oder dem Ar­beit­neh­mer be­en­digt wird.
1Für die Kon­sul­ta­ti­on der Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung fin­det für die über­tra­gen­de wie auch für die über­neh­men­de Ge­sell­schaft Ar­ti­kel 333a des OR1 An­wen­dung.
2Die Kon­sul­ta­ti­on muss vor der Be­schluss­fas­sung ge­mä­ss Ar­ti­kel 18 er­fol­gen. Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan muss die Ge­ne­ral­ver­samm­lung an­läss­lich der Be­schluss­fas­sung über das Er­geb­nis der Kon­sul­ta­ti­on in­for­mie­ren.
3Wer­den die Vor­schrif­ten der Ab­sät­ze 1 und 2 nicht ein­ge­hal­ten, so kann die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung vom Ge­richt ver­lan­gen, dass es die Ein­tra­gung der Fu­si­on ins Han­dels­re­gis­ter un­ter­sagt.
4Die­se Be­stim­mung fin­det auch An­wen­dung auf über­neh­men­de Ge­sell­schaf­ten mit Sitz im Aus­land.
Ei­ne Ge­sell­schaft kann sich spal­ten, in­dem sie:
ihr gan­zes Ver­mö­gen auf­teilt und auf an­de­re Ge­sell­schaf­ten über­trägt. Ih­re Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter er­hal­ten An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te der über­neh­men­den Ge­sell­schaf­ten. Die über­tra­gen­de Ge­sell­schaft wird auf­ge­löst und im Han­dels­re­gis­ter ge­löscht (Auf­spal­tung); oder
einen oder meh­re­re Tei­le ih­res Ver­mö­gens auf an­de­re Ge­sell­schaf­ten über­trägt. Ih­re Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter er­hal­ten da­für An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te der über­neh­men­den Ge­sell­schaf­ten (Ab­spal­tung).
Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten und Ge­nos­sen­schaf­ten kön­nen sich in Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten und in Ge­nos­sen­schaf­ten spal­ten.
1Bei der Spal­tung müs­sen die An­teils- und Mit­glied­schafts­rech­te ge­mä­ss Ar­ti­kel 7 ge­wahrt wer­den.
2Den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft kön­nen:
An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te an al­len an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten im Ver­hält­nis ih­rer bis­he­ri­gen Be­tei­li­gung zu­ge­wie­sen wer­den (sym­me­tri­sche Spal­tung);
An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te an ein­zel­nen oder al­len an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten un­ter Ab­än­de­rung der Be­tei­li­gungs­ver­hält­nis­se zu­ge­wie­sen wer­den (asym­me­tri­sche Spal­tung).
Wird im Zu­sam­men­hang mit der Ab­spal­tung das Ka­pi­tal der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft her­ab­ge­setzt, so fin­den die Ar­ti­kel 733, 734, 788 Ab­satz 2 und 874 Ab­satz 2 des OR1 kei­ne An­wen­dung.
1Die über­neh­men­de Ge­sell­schaft muss das Ka­pi­tal er­hö­hen, so­weit es zur Wah­rung der Rech­te der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft er­for­der­lich ist.
2Die Vor­schrif­ten des OR1 über die Sachein­la­gen so­wie Ar­ti­kel 651 Ab­satz 2 des OR fin­den bei der Spal­tung kei­ne An­wen­dung.
Für die Neu­grün­dung ei­ner Ge­sell­schaft im Rah­men ei­ner Spal­tung gel­ten die Be­stim­mun­gen des OR1 über die Grün­dung ei­ner Ge­sell­schaft. Kei­ne An­wen­dung fin­den die Vor­schrif­ten über die An­zahl der Grün­de­rin­nen und Grün­der bei Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten so­wie die Vor­schrif­ten über die Sachein­la­gen.
1Liegt der Bi­lanz­stich­tag beim Ab­schluss des Spal­tungs­ver­trags oder bei der Er­stel­lung des Spal­tungs­plans mehr als sechs Mo­na­te zu­rück oder sind seit Ab­schluss der letz­ten Bi­lanz wich­ti­ge Än­de­run­gen in der Ver­mö­gens­la­ge der an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten ein­ge­tre­ten, so müs­sen die­se ei­ne Zwi­schen­bi­lanz er­stel­len.
1Über­trägt ei­ne Ge­sell­schaft durch Spal­tung Ver­mö­gens­tei­le auf be­ste­hen­de Ge­sell­schaf­ten, so schlies­sen die obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten einen Spal­tungs­ver­trag ab.
2Will ei­ne Ge­sell­schaft durch Spal­tung Ver­mö­gens­tei­le auf neu zu grün­den­de Ge­sell­schaf­ten über­tra­gen, so er­stellt ihr obers­tes Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan einen Spal­tungs­plan.
3Der Spal­tungs­ver­trag und der Spal­tungs­plan be­dür­fen der schrift­li­chen Form und der Zu­stim­mung der Ge­ne­ral­ver­samm­lung (Art. 43).
Der Spal­tungs­ver­trag oder der Spal­tungs­plan ent­hält:
die Fir­ma, den Sitz und die Rechts­form der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten;
ein In­ven­tar mit der ein­deu­ti­gen Be­zeich­nung, der Auf­tei­lung und der Zu­ord­nung der Ge­gen­stän­de des Ak­tiv- und des Pas­siv­ver­mö­gens so­wie der Zu­ord­nung der Be­triebs­tei­le; Grund­stücke, Wert­pa­pie­re und im­ma­te­ri­el­le Wer­te sind ein­zeln auf­zu­füh­ren;
ei­ne Lis­te der Ar­beits­ver­hält­nis­se, die mit der Spal­tung über­ge­hen.
1Ein Ge­gen­stand des Ak­tiv­ver­mö­gens, der sich auf Grund des Spal­tungs­ver­trags oder des Spal­tungs­plans nicht zu­ord­nen lässt:
ge­hört bei der Auf­spal­tung al­len über­neh­men­den Ge­sell­schaf­ten zu Mit­ei­gen­tum, und zwar im Ver­hält­nis, in dem das Rein­ver­mö­gen nach Spal­tungs­ver­trag oder Spal­tungs­plan auf sie über­geht;
ver­bleibt bei der Ab­spal­tung bei der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft.
2Ab­satz 1 gilt sinn­ge­mä­ss für For­de­run­gen und im­ma­te­ri­el­le Rech­te.
3Die an ei­ner Auf­spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten haf­ten so­li­da­risch für Ver­bind­lich­kei­ten, die sich auf Grund des Spal­tungs­ver­trags oder des Spal­tungs­plans nicht zu­ord­nen las­sen.
1Die obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten müs­sen einen schrift­li­chen Be­richt über die Spal­tung er­stel­len. Sie kön­nen den Be­richt auch ge­mein­sam ver­fas­sen.
2Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men kön­nen auf die Er­stel­lung ei­nes Spal­tungs­be­richts ver­zich­ten, so­fern al­le Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter zu­stim­men.
der Zweck und die Fol­gen der Spal­tung;
der Spal­tungs­ver­trag oder der Spal­tungs­plan;
ge­ge­be­nen­falls die Nach­schuss­pflicht, an­de­re per­sön­li­che Leis­tungs­pflich­ten und die per­sön­li­che Haf­tung, die sich für die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter aus der Spal­tung er­ge­ben;
die Pflich­ten, die den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern in der neu­en Rechts­form auf­er­legt wer­den kön­nen, so­fern Ge­sell­schaf­ten ver­schie­de­ner Rechts­for­men an der Spal­tung be­tei­ligt sind;
die Aus­wir­kun­gen der Spal­tung auf die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer der an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten so­wie Hin­wei­se auf den In­halt ei­nes all­fäl­li­gen So­zi­al­plans;
die Aus­wir­kun­gen der Spal­tung auf die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger der an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten.
4Bei der Neu­grün­dung ei­ner Ge­sell­schaft im Rah­men ei­ner Spal­tung ist dem Spal­tungs­be­richt der Ent­wurf der Sta­tu­ten der neu­en Ge­sell­schaft bei­zu­fü­gen.
Für die Prü­fung des Spal­tungs­ver­trags oder des Spal­tungs­plans und des Spal­tungs­be­richts gilt Ar­ti­kel 15 sinn­ge­mä­ss.
1Je­de der an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten muss an ih­rem Sitz den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern wäh­rend zwei­er Mo­na­te vor der Be­schluss­fas­sung Ein­sicht in fol­gen­de Un­ter­la­gen al­ler an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten ge­wäh­ren:
den Spal­tungs­ver­trag oder den Spal­tungs­plan;
den Spal­tungs­be­richt;
die Jah­res­rech­nun­gen und die Jah­res­be­rich­te der letz­ten drei Ge­schäfts­jah­re so­wie ge­ge­be­nen­falls die Zwi­schen­bi­lanz.
4Je­de der an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten muss im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt auf die Mög­lich­keit zur Ein­sicht­nah­me hin­wei­sen.
Für die In­for­ma­ti­on über Ver­än­de­run­gen im Ver­mö­gen gilt Ar­ti­kel 17 sinn­ge­mä­ss.
1Die obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­ne der be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten dür­fen den Spal­tungs­ver­trag oder den Spal­tungs­plan erst der Ge­ne­ral­ver­samm­lung zur Be­schluss­fas­sung un­ter­brei­ten, wenn die Si­cher­stel­lung nach Ar­ti­kel 46 er­folgt ist.
2Für die Be­schluss­fas­sung gel­ten die er­for­der­li­chen Mehr­hei­ten nach Ar­ti­kel 18 Ab­sät­ze 1, 3, 4 und 6.
3Bei der asym­me­tri­schen Spal­tung müs­sen min­des­tens 90 Pro­zent al­ler Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft, die über ein Stimm­recht ver­fü­gen, zu­stim­men.
Der Spal­tungs­be­schluss be­darf der öf­fent­li­chen Be­ur­kun­dung.
Die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger al­ler an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten müs­sen im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt drei­mal dar­auf hin­ge­wie­sen wer­den, dass sie un­ter An­mel­dung ih­rer For­de­run­gen Si­cher­stel­lung ver­lan­gen kön­nen.
1Die an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten müs­sen die For­de­run­gen der Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger si­cher­stel­len, wenn die­se es in­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach der Auf­for­de­rung an die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger ver­lan­gen.
2Die Pflicht zur Si­cher­stel­lung ent­fällt, wenn die Ge­sell­schaft nach­weist, dass die Er­fül­lung der For­de­rung durch die Spal­tung nicht ge­fähr­det wird.
3An­statt ei­ne Si­cher­heit zu leis­ten, kann die Ge­sell­schaft die For­de­rung er­fül­len, so­fern die an­de­ren Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger nicht ge­schä­digt wer­den.
1Wer­den die For­de­run­gen ei­ner Gläu­bi­ge­rin oder ei­nes Gläu­bi­gers von der Ge­sell­schaft, der die Ver­bind­lich­kei­ten durch den Spal­tungs­ver­trag oder den Spal­tungs­plan zu­ge­ord­net wur­den (pri­mär haf­ten­de Ge­sell­schaft), nicht be­frie­digt, so haf­ten die üb­ri­gen an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten (sub­si­di­är haf­ten­de Ge­sell­schaf­ten) so­li­da­risch.
2Sub­si­di­är haf­ten­de Ge­sell­schaf­ten kön­nen nur be­langt wer­den, wenn ei­ne For­de­rung nicht si­cher­ge­stellt ist und die pri­mär haf­ten­de Ge­sell­schaft:
in Kon­kurs ge­ra­ten ist;
Nach­lass­stun­dung oder Kon­kursauf­schub er­hal­ten hat;
bis zur Aus­stel­lung ei­nes de­fi­ni­ti­ven Ver­lust­scheins be­trie­ben wor­den ist;
den Sitz ins Aus­land ver­legt hat und in der Schweiz nicht mehr be­langt wer­den kann;
den Sitz im Aus­land ver­legt hat und da­durch ei­ne er­heb­li­che Er­schwe­rung der Rechts­ver­fol­gung ein­ge­tre­ten ist.
Für die per­sön­li­che Haf­tung von Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern gilt Ar­ti­kel 26 sinn­ge­mä­ss.
1Für den Über­gang der Ar­beits­ver­hält­nis­se fin­det Ar­ti­kel 333 des OR1 An­wen­dung.
2Die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer der an der Spal­tung be­tei­lig­ten Ge­sell­schaf­ten kön­nen ge­mä­ss Ar­ti­kel 46 die Si­cher­stel­lung ih­rer For­de­run­gen aus Ar­beits­ver­trag ver­lan­gen, die bis zum Zeit­punkt fäl­lig wer­den, auf den das Ar­beits­ver­hält­nis or­dent­li­cher­wei­se be­en­digt wer­den könn­te oder, bei Ab­leh­nung des Über­gangs, durch die Ar­beit­neh­me­rin oder den Ar­beit­neh­mer be­en­digt wird.
3Ar­ti­kel 27 Ab­satz 3 fin­det ent­spre­chen­de An­wen­dung.
Die Kon­sul­ta­ti­on der Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung rich­tet sich nach Ar­ti­kel 28.
1So­bald der Spal­tungs­be­schluss vor­liegt, muss das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan dem Han­dels­re­gis­ter­amt die Spal­tung zur Ein­tra­gung an­mel­den.
2Muss die über­tra­gen­de Ge­sell­schaft in­fol­ge der Ab­spal­tung ihr Ka­pi­tal her­ab­set­zen, so sind dem Han­dels­re­gis­ter­amt zu­sätz­lich die ge­än­der­ten Sta­tu­ten zu un­ter­brei­ten.
3Im Fal­le der Auf­spal­tung wird die über­tra­gen­de Ge­sell­schaft mit der Ein­tra­gung der Spal­tung im Han­dels­re­gis­ter ge­löscht.
Die Spal­tung wird mit der Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter rechts­wirk­sam. In die­sem Zeit­punkt ge­hen al­le im In­ven­tar auf­ge­führ­ten Ak­ti­ven und Pas­si­ven von Ge­set­zes we­gen auf die über­neh­men­den Ge­sell­schaf­ten über. Ar­ti­kel 34 des Kar­tell­ge­set­zes vom 6. Ok­to­ber 19951 bleibt vor­be­hal­ten.
Ei­ne Ge­sell­schaft kann ih­re Rechts­form än­dern (Um­wand­lung). Ih­re Rechts­ver­hält­nis­se wer­den da­durch nicht ver­än­dert.
1Ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft kann sich um­wan­deln:
in ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft mit ei­ner an­de­ren Rechts­form;
in ei­ne Ge­nos­sen­schaft.
2Ei­ne Kol­lek­tiv­ge­sell­schaft kann sich um­wan­deln:
in ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft;
in ei­ne Ge­nos­sen­schaft;
in ei­ne Kom­man­dit­ge­sell­schaft.
3Ei­ne Kom­man­dit­ge­sell­schaft kann sich um­wan­deln:
in ei­ne Kol­lek­tiv­ge­sell­schaft.
4Ei­ne Ge­nos­sen­schaft kann sich um­wan­deln:
in einen Ver­ein, falls sie über kei­ne An­teil­schei­ne ver­fügt und der Ver­ein ins Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wird.
5Ein Ver­ein kann sich in ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft oder in ei­ne Ge­nos­sen­schaft um­wan­deln, falls er im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen ist.
1Ei­ne Kol­lek­tiv­ge­sell­schaft kann sich in ei­ne Kom­man­dit­ge­sell­schaft um­wan­deln, in­dem:
ei­ne Kom­man­di­tä­rin oder ein Kom­man­di­tär in die Kol­lek­tiv­ge­sell­schaft ein­tritt;
ei­ne Ge­sell­schaf­te­rin oder ein Ge­sell­schaf­ter zur Kom­man­di­tä­rin oder zum Kom­man­di­tär wird.
2Ei­ne Kom­man­dit­ge­sell­schaft kann sich in ei­ne Kol­lek­tiv­ge­sell­schaft um­wan­deln, in­dem:
al­le Kom­man­di­tä­rin­nen und Kom­man­di­täre aus­tre­ten;
al­le Kom­man­di­tä­rin­nen und Kom­man­di­täre zu un­be­schränkt haf­ten­den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern wer­den.
3Die Fort­füh­rung ei­ner Kol­lek­tiv- oder Kom­man­dit­ge­sell­schaft als Ein­zel­un­ter­neh­men nach Ar­ti­kel 579 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts 1 bleibt vor­be­hal­ten.2
4Auf die Um­wand­lung ge­mä­ss die­sem Ar­ti­kel fin­den die Be­stim­mun­gen die­ses Ka­pi­tels kei­ne An­wen­dung.
1Die An­teils- und Mit­glied­schafts­rech­te der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter sind bei der Um­wand­lung zu wah­ren.
2Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter oh­ne An­teil­schei­ne ha­ben bei der Um­wand­lung ih­rer Ge­sell­schaft in ei­ne Ka­pi­tal­ge­sell­schaft An­spruch auf min­des­tens einen An­teil.
3Für An­tei­le oh­ne Stimm­recht müs­sen gleich­wer­ti­ge An­tei­le oder An­tei­le mit Stimm­recht ge­währt wer­den.
4Für Son­der­rech­te, die mit An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­ten ver­bun­den sind, müs­sen gleich­wer­ti­ge Rech­te oder ei­ne an­ge­mes­se­ne Ab­gel­tung ge­währt wer­den.
5Für Ge­nuss­schei­ne sind gleich­wer­ti­ge Rech­te zu ge­wäh­ren, oder sie sind zum wirk­li­chen Wert im Zeit­punkt der Er­stel­lung des Um­wand­lungs­plans zu­rück­zu­kau­fen.
Bei der Um­wand­lung fin­den die Be­stim­mun­gen des ZGB1 und des OR2 über die Grün­dung ei­ner ent­spre­chen­den Ge­sell­schaft An­wen­dung. Kei­ne An­wen­dung fin­den die Vor­schrif­ten über die An­zahl der Grün­de­rin­nen und Grün­der bei Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten und die Vor­schrif­ten über die Sachein­la­gen.
1Liegt der Bi­lanz­stich­tag zum Zeit­punkt der Er­stat­tung des Um­wand­lungs­be­richts mehr als sechs Mo­na­te zu­rück oder sind seit Ab­schluss der letz­ten Bi­lanz wich­ti­ge Än­de­run­gen in der Ver­mö­gens­la­ge der Ge­sell­schaft ein­ge­tre­ten, so muss die­se ei­ne Zwi­schen­bi­lanz er­stel­len.
1Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan er­stellt einen Um­wand­lungs­plan.
2Der Um­wand­lungs­plan be­darf der schrift­li­chen Form und der Zu­stim­mung der Ge­ne­ral­ver­samm­lung be­zie­hungs­wei­se der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter ge­mä­ss Ar­ti­kel 64.
Der Um­wand­lungs­plan ent­hält:
den Na­men oder die Fir­ma, den Sitz und die Rechts­form vor und nach der Um­wand­lung;
die neu­en Sta­tu­ten;
die Zahl, die Art und die Hö­he der An­tei­le, wel­che die An­teils­in­ha­be­rin­nen und -in­ha­ber nach der Um­wand­lung er­hal­ten, oder An­ga­ben über die Mit­glied­schaft der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter nach der Um­wand­lung.
1Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan muss einen schrift­li­chen Be­richt über die Um­wand­lung er­stel­len.
2Klei­ne und mitt­le­re Un­ter­neh­men kön­nen auf die Er­stel­lung ei­nes Um­wand­lungs­be­richts ver­zich­ten, so­fern al­le Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter zu­stim­men.
der Zweck und die Fol­gen der Um­wand­lung;
die Er­fül­lung der Grün­dungs­vor­schrif­ten für die neue Rechts­form;
das Um­tausch­ver­hält­nis für An­tei­le be­zie­hungs­wei­se die Mit­glied­schaft der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter nach der Um­wand­lung;
ge­ge­be­nen­falls die Nach­schuss­pflicht, an­de­re per­sön­li­che Leis­tungs­pflich­ten und die per­sön­li­che Haf­tung, die sich für die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter aus der Um­wand­lung er­ge­ben;
die Pflich­ten, die den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern in der neu­en Rechts­form auf­er­legt wer­den kön­nen.
1Die Ge­sell­schaft muss den Um­wand­lungs­plan, den Um­wand­lungs­be­richt und die der Um­wand­lung zu Grun­de lie­gen­de Bi­lanz von ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ei­nem zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten prü­fen las­sen.1
3Die Ge­sell­schaft muss der Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder dem Re­vi­si­ons­ex­per­ten al­le zweck­dien­li­chen Aus­künf­te und Un­ter­la­gen ge­ben.2
4Die Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder der Re­vi­si­ons­ex­per­te muss prü­fen, ob die Vor­aus­set­zun­gen für die Um­wand­lung er­füllt sind, ins­be­son­de­re, ob die Rechts­stel­lung der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter nach der Um­wand­lung ge­wahrt bleibt.3
1Die Ge­sell­schaft muss an ih­rem Sitz den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern wäh­rend der 30 Ta­ge vor der Be­schluss­fas­sung Ein­sicht in fol­gen­de Un­ter­la­gen ge­wäh­ren:
den Um­wand­lungs­plan;
den Um­wand­lungs­be­richt;
3Die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter kön­nen von der Ge­sell­schaft Ko­pi­en der Un­ter­la­gen nach Ab­satz 1 ver­lan­gen. Die­se müs­sen ih­nen un­ent­gelt­lich zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den.
4Die Ge­sell­schaft muss die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter in ge­eig­ne­ter Form auf die Mög­lich­keit zur Ein­sicht­nah­me hin­wei­sen.
1Bei den Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, den Ge­nos­sen­schaf­ten und den Ver­ei­nen muss das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan den Um­wand­lungs­plan der Ge­ne­ral­ver­samm­lung zur Be­schluss­fas­sung un­ter­brei­ten. Fol­gen­de Mehr­hei­ten sind er­for­der­lich:
bei Ak­ti­en­ge­sell­schaf­ten und Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaf­ten min­des­tens zwei Drit­tel der an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung ver­tre­te­nen Ak­ti­en­stim­men und die ab­so­lu­te Mehr­heit des von ih­nen ver­tre­te­nen Ak­ti­en­nenn­werts; wer­den bei der Um­wand­lung in ei­ne Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung ei­ne Nach­schuss­pflicht oder an­de­re per­sön­li­che Leis­tungs­pflich­ten ein­ge­führt, die Zu­stim­mung al­ler Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre, die da­von be­trof­fen wer­den;
bei der Um­wand­lung ei­ner Ka­pi­tal­ge­sell­schaft in ei­ne Ge­nos­sen­schaft die Zu­stim­mung al­ler Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter;
bei Ge­sell­schaf­ten mit be­schränk­ter Haf­tung min­des­tens zwei Drit­tel der an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung ver­tre­te­nen Stim­men so­wie die ab­so­lu­te Mehr­heit des ge­sam­ten Ka­pi­tals, mit dem ein aus­üb­ba­res Stimm­recht ver­bun­den ist;
2Bei Kol­lek­tiv- und bei Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten be­darf der Um­wand­lungs­plan der Zu­stim­mung al­ler Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter. Der Ge­sell­schafts­ver­trag kann je­doch vor­se­hen, dass die Zu­stim­mung von drei Vier­teln der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter ge­nügt.
Der Um­wand­lungs­be­schluss be­darf der öf­fent­li­chen Be­ur­kun­dung.
Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan muss dem Han­dels­re­gis­ter­amt die Um­wand­lung zur Ein­tra­gung an­mel­den.
Die Um­wand­lung wird mit der Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter rechts­wirk­sam.
1Für die per­sön­li­che Haf­tung der Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter fin­det Ar­ti­kel 26 ent­spre­chen­de An­wen­dung.
2Für die Haf­tung für Ver­bind­lich­kei­ten aus Ar­beits­ver­trag fin­det Ar­ti­kel 27 Ab­satz 3 ent­spre­chen­de An­wen­dung.
1Im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne Ge­sell­schaf­ten, Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten mit va­ria­blem Ka­pi­tal und im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne Ein­zel­un­ter­neh­men kön­nen ihr Ver­mö­gen oder Tei­le da­von mit Ak­ti­ven und Pas­si­ven auf an­de­re Rechts­trä­ger des Pri­vat­rechts über­tra­gen.1 Wenn die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te der über­neh­men­den Ge­sell­schaft er­hal­ten, gilt Ka­pi­tel 3.
2Vor­be­hal­ten blei­ben die ge­setz­li­chen und sta­tu­ta­ri­schen Be­stim­mun­gen über den Ka­pi­tal­schutz und die Li­qui­da­ti­on.
1Der Über­tra­gungs­ver­trag muss von den obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­ga­nen der an der Ver­mö­gens­über­tra­gung be­tei­lig­ten Rechts­trä­ger ab­ge­schlos­sen wer­den.
2Der Über­tra­gungs­ver­trag be­darf der schrift­li­chen Form. Wer­den Grund­stücke über­tra­gen, so be­dür­fen die ent­spre­chen­den Tei­le des Ver­tra­ges der öf­fent­li­chen Be­ur­kun­dung. Ei­ne ein­zi­ge öf­fent­li­che Ur­kun­de ge­nügt auch dann, wenn Grund­stücke in ver­schie­de­nen Kan­to­nen lie­gen. Die Ur­kun­de muss durch ei­ne Ur­kunds­per­son am Sitz des über­tra­gen­den Rechts­trä­gers er­rich­tet wer­den.
1Der Über­tra­gungs­ver­trag ent­hält:
die Fir­ma oder den Na­men, den Sitz und die Rechts­form der be­tei­lig­ten Rechts­trä­ger;
ein In­ven­tar mit der ein­deu­ti­gen Be­zeich­nung der zu über­tra­gen­den Ge­gen­stän­de des Ak­tiv- und des Pas­siv­ver­mö­gens; Grund­stücke, Wert­pa­pie­re und im­ma­te­ri­el­le Wer­te sind ein­zeln auf­zu­füh­ren;
den ge­sam­ten Wert der zu über­tra­gen­den Ak­ti­ven und Pas­si­ven;
die all­fäl­li­ge Ge­gen­leis­tung;
ei­ne Lis­te der Ar­beits­ver­hält­nis­se, die mit der Ver­mö­gens­über­tra­gung über­ge­hen.
2Die Ver­mö­gens­über­tra­gung ist nur zu­läs­sig, wenn das In­ven­tar einen Ak­ti­ven­über­schuss aus­weist.
Ge­gen­stän­de des Ak­tiv­ver­mö­gens so­wie For­de­run­gen und im­ma­te­ri­el­le Rech­te, die sich auf Grund des In­ven­tars nicht zu­ord­nen las­sen, ver­blei­ben beim über­tra­gen­den Rechts­trä­ger.
1Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan des über­tra­gen­den Rechts­trä­gers muss dem Han­dels­re­gis­ter­amt die Ver­mö­gens­über­tra­gung zur Ein­tra­gung an­mel­den.
2Die Ver­mö­gens­über­tra­gung wird mit der Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter rechts­wirk­sam. In die­sem Zeit­punkt ge­hen al­le im In­ven­tar auf­ge­führ­ten Ak­ti­ven und Pas­si­ven von Ge­set­zes we­gen auf den über­neh­men­den Rechts­trä­ger über. Ar­ti­kel 34 des Kar­tell­ge­set­zes vom 6. Ok­to­ber 19951 bleibt vor­be­hal­ten.
1Das obers­te Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft muss die Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter über die Ver­mö­gens­über­tra­gung im An­hang zur Jah­res­rech­nung in­for­mie­ren. Ist kei­ne Jah­res­rech­nung zu er­stel­len, so muss über die Ver­mö­gens­über­tra­gung an der nächs­ten Ge­ne­ral­ver­samm­lung in­for­miert wer­den.
2Im An­hang be­zie­hungs­wei­se an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung sind recht­lich und wirt­schaft­lich zu er­läu­tern und zu be­grün­den:
der Zweck und die Fol­gen der Ver­mö­gens­über­tra­gung;
der Über­tra­gungs­ver­trag;
die Ge­gen­leis­tung für die Über­tra­gung;
die Fol­gen für die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer und Hin­wei­se auf den In­halt ei­nes all­fäl­li­gen So­zi­al­plans.
3Die In­for­ma­ti­ons­pflicht ent­fällt, falls die über­tra­ge­nen Ak­ti­ven we­ni­ger als 5 Pro­zent der Bi­lanz­sum­me der über­tra­gen­den Ge­sell­schaft aus­ma­chen.
1Die bis­he­ri­gen Schuld­ner haf­ten für die vor der Ver­mö­gens­über­tra­gung be­grün­de­ten Schul­den wäh­rend drei­er Jah­re so­li­da­risch mit dem neu­en Schuld­ner.
2Die An­sprü­che ge­gen den über­tra­gen­den Rechts­trä­ger ver­jäh­ren spä­tes­tens drei Jah­re nach der Ver­öf­fent­li­chung der Ver­mö­gens­über­tra­gung. Wird die For­de­rung erst nach der Ver­öf­fent­li­chung fäl­lig, so be­ginnt die Ver­jäh­rung mit der Fäl­lig­keit.
3Die an der Ver­mö­gens­über­tra­gung be­tei­lig­ten Rechts­trä­ger müs­sen die For­de­run­gen si­cher­stel­len, wenn:
die so­li­da­ri­sche Haf­tung vor Ab­lauf der Frist von drei Jah­ren ent­fällt; oder
die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger glaub­haft ma­chen, dass die so­li­da­ri­sche Haf­tung kei­nen aus­rei­chen­den Schutz bie­tet.
4An­statt ei­ne Si­cher­heit zu leis­ten, kön­nen an der Ver­mö­gens­über­tra­gung be­tei­lig­te Rechts­trä­ger die For­de­rung er­fül­len, so­fern die an­de­ren Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger nicht ge­schä­digt wer­den.
1Für den Über­gang der Ar­beits­ver­hält­nis­se auf den über­neh­men­den Rechts­trä­ger fin­det Ar­ti­kel 333 des OR1 An­wen­dung.
2Ar­ti­kel 75 fin­det An­wen­dung auf al­le Ver­bind­lich­kei­ten aus Ar­beits­ver­trag, die bis zum Zeit­punkt fäl­lig wer­den, auf den das Ar­beits­ver­hält­nis or­dent­li­cher­wei­se be­en­digt wer­den könn­te oder, bei Ab­leh­nung des Über­gangs, von der Ar­beit­neh­me­rin oder dem Ar­beit­neh­mer be­en­digt wird.
1Für die Kon­sul­ta­ti­on der Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung fin­det für den über­tra­gen­den wie auch für den über­neh­men­den Rechts­trä­ger Ar­ti­kel 333a des OR1 An­wen­dung.
2Wer­den die Vor­schrif­ten von Ab­satz 1 nicht ein­ge­hal­ten, so kann die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung vom Ge­richt ver­lan­gen, dass es die Ein­tra­gung der Ver­mö­gens­über­tra­gung im Han­dels­re­gis­ter un­ter­sagt.
3Die­se Be­stim­mung fin­det auch An­wen­dung auf über­neh­men­de Rechts­trä­ger mit Sitz im Aus­land.
1Stif­tun­gen kön­nen mit­ein­an­der fu­sio­nie­ren.
2Die Fu­si­on ist nur zu­läs­sig, wenn sie sach­lich ge­recht­fer­tigt ist und ins­be­son­de­re der Wah­rung und Durch­füh­rung des Stif­tungs­zwecks dient. All­fäl­li­ge Rechts­an­sprü­che der Des­ti­na­tä­re der be­tei­lig­ten Stif­tun­gen müs­sen ge­wahrt wer­den. Ist im Hin­blick auf ei­ne Fu­si­on ei­ne Zweck­än­de­rung er­for­der­lich, so fin­det Ar­ti­kel 86 des ZGB1 An­wen­dung.
1Der Fu­si­ons­ver­trag muss von den obers­ten Or­ga­nen der Stif­tun­gen ab­ge­schlos­sen wer­den.
2Der Ver­trag ent­hält:
den Na­men, den Sitz und den Zweck der be­tei­lig­ten Stif­tun­gen, im Fall der Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on auch den Na­men, den Sitz und den Zweck der neu­en Stif­tung;
An­ga­ben über die Stel­lung der Des­ti­na­tä­re mit Rechts­an­sprü­chen in der über­neh­men­den Stif­tung;
den Zeit­punkt, ab dem die Hand­lun­gen der über­tra­gen­den Stif­tung als für Rech­nung der über­neh­men­den Stif­tung vor­ge­nom­men gel­ten.
3Der Fu­si­ons­ver­trag be­darf der schrift­li­chen Form. Bei Fa­mi­li­en­stif­tun­gen und kirch­li­chen Stif­tun­gen be­darf der Fu­si­ons­ver­trag der öf­fent­li­chen Be­ur­kun­dung.
Die Stif­tun­gen müs­sen ei­ne Bi­lanz und un­ter den Vor­aus­set­zun­gen von Ar­ti­kel 11 ei­ne Zwi­schen­bi­lanz er­stel­len.
1Die Stif­tun­gen müs­sen den Fu­si­ons­ver­trag so­wie die Bi­lan­zen von ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­so­rin oder ei­nem zu­ge­las­se­nen Re­vi­sor prü­fen las­sen.1
2Sie müs­sen der Re­vi­so­rin oder dem Re­vi­sor al­le zweck­dien­li­chen Aus­künf­te und Un­ter­la­gen ge­ben.
3Die Re­vi­so­rin oder der Re­vi­sor er­stellt einen Be­richt, in dem ins­be­son­de­re dar­zu­le­gen ist, ob die all­fäl­li­gen Rechts­an­sprü­che der Des­ti­na­tä­re ge­wahrt sind und ob For­de­run­gen von Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­gern be­kannt oder zu er­war­ten sind, zu de­ren Be­frie­di­gung das Ver­mö­gen der be­tei­lig­ten Stif­tun­gen nicht aus­reicht.
Das obers­te Or­gan der über­tra­gen­den Stif­tung in­for­miert die Des­ti­na­tä­re mit Rechts­an­sprü­chen vor dem An­trag an die Auf­sichts­be­hör­de über die ge­plan­te Fu­si­on und de­ren Aus­wir­kun­gen auf ih­re Rechts­stel­lung. Bei Fa­mi­li­en­stif­tun­gen und kirch­li­chen Stif­tun­gen er­folgt die In­for­ma­ti­on vor dem Fu­si­ons­be­schluss.
1Bei Stif­tun­gen, die der Auf­sicht des Ge­mein­we­sens un­ter­ste­hen, be­an­tra­gen die obers­ten Stif­tungs­or­ga­ne bei der zu­stän­di­gen Auf­sichts­be­hör­de die Ge­neh­mi­gung der Fu­si­on. Im An­trag ist schrift­lich dar­zu­le­gen, dass die Vor­aus­set­zun­gen für die Fu­si­on er­füllt sind. Mit dem An­trag sind der Auf­sichts­be­hör­de die von der zu­ge­las­se­nen Re­vi­so­rin oder dem zu­ge­las­se­nen Re­vi­sor ge­prüf­ten Bi­lan­zen der be­tei­lig­ten Stif­tun­gen so­wie der Re­vi­si­ons­be­richt ein­zu­rei­chen.1
2Zu­stän­dig ist die Auf­sichts­be­hör­de der über­tra­gen­den Stif­tung. Bei meh­re­ren über­tra­gen­den Stif­tun­gen muss je­de Auf­sichts­be­hör­de der Fu­si­on zu­stim­men.
3Die Auf­sichts­be­hör­de er­lässt nach Prü­fung des Be­geh­rens die ent­spre­chen­de Ver­fü­gung und mel­det im Fall der Zu­stim­mung die Fu­si­on zur Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter an.
4Für die Rechts­wirk­sam­keit der Fu­si­on gilt Ar­ti­kel 22 Ab­satz 1.
1 Fas­sung des drit­ten Sat­zes ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).
1Bei Fa­mi­li­en­stif­tun­gen und kirch­li­chen Stif­tun­gen wird die Fu­si­on mit der Zu­stim­mung der obers­ten Stif­tungs­or­ga­ne der be­tei­lig­ten Stif­tun­gen zum Fu­si­ons­ver­trag rechts­wirk­sam. Bei kirch­li­chen Stif­tun­gen, die nach öf­fent­li­chem Recht der Auf­sicht ei­nes Ge­mein­we­sens un­ter­ste­hen, gilt Ar­ti­kel 83 sinn­ge­mä­ss.
2Je­der Des­ti­na­tär mit Rechts­an­spruch und je­des Mit­glied des obers­ten Stif­tungs­or­gans, das dem Be­schluss nicht zu­ge­stimmt hat, kann den Fu­si­ons­be­schluss we­gen Feh­lens der Vor­aus­set­zun­gen in­nert drei­er Mo­na­te nach Be­schluss ge­richt­lich an­fech­ten.
1Die Auf­sichts­be­hör­de oder, bei Fa­mi­li­en­stif­tun­gen und kirch­li­chen Stif­tun­gen, das obers­te Stif­tungs­or­gan der über­tra­gen­den Stif­tung hat vor Er­lass der Ver­fü­gung be­zie­hungs­wei­se vor dem Be­schluss die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Stif­tun­gen im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt drei­mal dar­auf hin­zu­wei­sen, dass sie un­ter An­mel­dung ih­rer For­de­run­gen Si­cher­stel­lung ver­lan­gen kön­nen. Die Des­ti­na­tä­re mit Rechts­an­sprü­chen ha­ben kei­nen An­spruch auf Si­cher­stel­lung.
2Die Auf­sichts­be­hör­de oder, bei Fa­mi­li­en­stif­tun­gen und kirch­li­chen Stif­tun­gen, das obers­te Stif­tungs­or­gan kann von ei­ner Auf­for­de­rung an die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger ab­se­hen, wenn auf Grund des Be­richts der zu­ge­las­se­nen Re­vi­so­rin oder des zu­ge­las­se­nen Re­vi­sors kei­ne For­de­run­gen be­kannt oder zu er­war­ten sind, zu de­ren Be­frie­di­gung das Stif­tungs­ver­mö­gen der be­tei­lig­ten Stif­tun­gen nicht aus­reicht.1
3Im Fal­le ei­ner Auf­for­de­rung an die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger fin­det Ar­ti­kel 25 An­wen­dung.
4Der Ar­beit­neh­mer­schutz rich­tet sich nach den Ar­ti­keln 27 und 28.
1Die im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­nen Stif­tun­gen kön­nen ihr Ver­mö­gen oder Tei­le da­von mit Ak­ti­ven und Pas­si­ven auf an­de­re Rechts­trä­ger über­tra­gen.
2Ar­ti­kel 78 Ab­satz 2 fin­det sinn­ge­mä­ss An­wen­dung. Der Über­gangs­ver­trag rich­tet sich nach den Ar­ti­keln 70-72, der Gläu­bi­ger- und Ar­beit­neh­mer­schutz nach den Ar­ti­keln 75-77.
1Bei Stif­tun­gen, die der Auf­sicht des Ge­mein­we­sens un­ter­ste­hen, be­an­tra­gen die obers­ten Stif­tungs­or­ga­ne bei der zu­stän­di­gen Auf­sichts­be­hör­de die Ge­neh­mi­gung der Ver­mö­gens­über­tra­gung. Im An­trag ist schrift­lich dar­zu­le­gen, dass die Vor­aus­set­zun­gen für die Ver­mö­gens­über­tra­gung er­füllt sind.
2Zu­stän­dig ist die Auf­sichts­be­hör­de der über­tra­gen­den Stif­tung.
3Die Auf­sichts­be­hör­de er­lässt nach Prü­fung des Be­geh­rens die ent­spre­chen­de Ver­fü­gung. Nach Ein­tritt der Rechts­kraft der zu­stim­men­den Ver­fü­gung mel­det sie die Ver­mö­gens­über­tra­gung zur Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter an.
4Die Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter und die Rechts­wirk­sam­keit rich­ten sich nach Ar­ti­kel 73.
1Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen kön­nen mit­ein­an­der fu­sio­nie­ren.
2Die Fu­si­on von Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen ist nur zu­läs­sig, wenn der Vor­sor­ge­zweck und die Rech­te und An­sprü­che der Ver­si­cher­ten ge­wahrt blei­ben.
3Die Be­stim­mun­gen des Stif­tungs­rechts (Art. 80 ff. ZGB1) und des BVG2 blei­ben vor­be­hal­ten.
Die be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen müs­sen ei­ne Bi­lanz und un­ter den Vor­aus­set­zun­gen von Ar­ti­kel 11 ei­ne Zwi­schen­bi­lanz er­stel­len.
1Der Fu­si­ons­ver­trag muss von den obers­ten Lei­tungs­or­ga­nen der be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen ab­ge­schlos­sen wer­den.
2Der Fu­si­ons­ver­trag ent­hält:
den Na­men oder die Fir­ma, den Sitz und die Rechts­form der be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen, im Fall der Kom­bi­na­ti­ons­fu­si­on auch den Na­men oder die Fir­ma, den Sitz und die Rechts­form der neu­en Vor­sor­ge­ein­rich­tung;
An­ga­ben über die Rech­te und An­sprü­che der Ver­si­cher­ten bei der über­neh­men­den Vor­sor­ge­ein­rich­tung;
den Zeit­punkt, von dem an die Hand­lun­gen der über­tra­gen­den Vor­sor­ge­ein­rich­tung als für Rech­nung der über­neh­men­den Vor­sor­ge­ein­rich­tung vor­ge­nom­men gel­ten.
3Der Fu­si­ons­ver­trag be­darf der schrift­li­chen Form.
1Die obers­ten Lei­tungs­or­ga­ne der Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen müs­sen einen schrift­li­chen Be­richt über die Fu­si­on er­stel­len. Sie kön­nen den Be­richt auch ge­mein­sam ver­fas­sen.
2Im Be­richt sind zu er­läu­tern und zu be­grün­den:
die Aus­wir­kun­gen der Fu­si­on auf die Rech­te und An­sprü­che der Ver­si­cher­ten.
1Die be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen müs­sen den Fu­si­ons­ver­trag, den Fu­si­ons­be­richt und die Bi­lanz von ih­ren Kon­troll­stel­len so­wie von ei­ner an­er­kann­ten Ex­per­tin oder ei­nem an­er­kann­ten Ex­per­ten für die be­ruf­li­che Vor­sor­ge prü­fen las­sen. Sie kön­nen ei­ne ge­mein­sa­me Ex­per­tin oder einen ge­mein­sa­men Ex­per­ten be­stim­men.
2Die be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen müs­sen den mit der Prü­fung be­trau­ten Per­so­nen al­le zweck­dien­li­chen Aus­künf­te und Un­ter­la­gen ge­ben.
3Die Re­vi­si­ons­stel­le und die Ex­per­tin oder der Ex­per­te für die be­ruf­li­che Vor­sor­ge er­stel­len einen Be­richt, in dem dar­zu­le­gen ist, ob die Rech­te und An­sprü­che der Ver­si­cher­ten ge­wahrt sind.
1Die zu­stän­di­gen Or­ga­ne der Vor­sor­ge­ein­rich­tung ha­ben spä­tes­tens bis zum Zeit­punkt der Ge­wäh­rung des Ein­sichts­rechts ge­mä­ss Ab­satz 2 die Ver­si­cher­ten über die ge­plan­te Fu­si­on und de­ren Aus­wir­kun­gen zu in­for­mie­ren. Sie ha­ben die Ver­si­cher­ten in ge­eig­ne­ter Form auf die Mög­lich­keit der Ein­sicht­nah­me hin­zu­wei­sen.
2Die be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen müs­sen an ih­rem Sitz wäh­rend der 30 Ta­ge vor dem An­trag an die Auf­sichts­be­hör­de den Ver­si­cher­ten Ein­sicht in den Fu­si­ons­ver­trag und in den Fu­si­ons­be­richt ge­wäh­ren.
1Die Fu­si­on be­darf der Zu­stim­mung des obers­ten Lei­tungs­or­gans und, bei ei­ner Ge­nos­sen­schaft, über­dies der Ge­ne­ral­ver­samm­lung. Für die er­for­der­li­chen Mehr­hei­ten gilt Ar­ti­kel 18 Ab­satz 1 Buch­sta­be d.
2Bei Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen des öf­fent­li­chen Rechts bleibt Ar­ti­kel 100 Ab­satz 3 vor­be­hal­ten.
1Die obers­ten Lei­tungs­or­ga­ne der Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen be­an­tra­gen bei der zu­stän­di­gen Auf­sichts­be­hör­de die Ge­neh­mi­gung der Fu­si­on.
2Zu­stän­dig ist die Auf­sichts­be­hör­de der über­tra­gen­den Vor­sor­ge­ein­rich­tung.
3Die Auf­sichts­be­hör­de prüft, ob die Vor­aus­set­zun­gen ei­ner Fu­si­on ge­ge­ben sind, und er­lässt ei­ne Ver­fü­gung. Die Auf­sichts­be­hör­de kann wei­te­re für die Prü­fung der Vor­aus­set­zun­gen er­for­der­li­che Be­le­ge ver­lan­gen.
4Nach Ein­tritt der Rechts­kraft der zu­stim­men­den Ver­fü­gung mel­det die Auf­sichts­be­hör­de die Fu­si­on zur Ein­tra­gung in das Han­dels­re­gis­ter an.
5Für die Rechts­wirk­sam­keit der Fu­si­on gilt Ar­ti­kel 22 Ab­satz 1.
1Die Auf­sichts­be­hör­de hat vor Er­lass der Ver­fü­gung die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger der an der Fu­si­on be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt drei­mal dar­auf hin­zu­wei­sen, dass sie un­ter An­mel­dung ih­rer For­de­run­gen Si­cher­stel­lung ver­lan­gen kön­nen.
2Die Auf­sichts­be­hör­de kann von ei­ner Auf­for­de­rung an die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger ab­se­hen, wenn kei­ne For­de­run­gen be­kannt oder zu er­war­ten sind, zu de­ren Be­frie­di­gung das freie Ver­mö­gen der be­tei­lig­ten Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen nicht aus­reicht.
3Im Fal­le ei­ner Auf­for­de­rung an die Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger kön­nen die­se in­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach der Ver­öf­fent­li­chung im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt von der über­neh­men­den Vor­sor­ge­ein­rich­tung die Si­cher­stel­lung ih­rer For­de­run­gen ver­lan­gen. Die Ver­si­cher­ten ha­ben kei­nen An­spruch auf Si­cher­stel­lung.
4Die Pflicht zur Si­cher­stel­lung ent­fällt, wenn die Vor­sor­ge­ein­rich­tung nach­weist, dass die Er­fül­lung der an­ge­mel­de­ten For­de­rung durch die Fu­si­on nicht ge­fähr­det ist. Ar­ti­kel 25 Ab­satz 4 fin­det An­wen­dung. Im Streit­fall ent­schei­det die Auf­sichts­be­hör­de.
5Der Ar­beit­neh­mer­schutz rich­tet sich nach den Ar­ti­keln 27 und 28.
1Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen kön­nen sich in ei­ne Stif­tung um­wan­deln.1
2Die Um­wand­lung von Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen ist nur zu­läs­sig, wenn der Vor­sor­ge­zweck und die Rech­te und An­sprü­che der Ver­si­cher­ten ge­wahrt blei­ben.
3Die Ar­ti­kel 89-95 fin­den sinn­ge­mä­ss An­wen­dung.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 2 des BG vom 17. Dez. 2010 (Fi­nan­zie­rung von Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen öf­fent­lich-recht­li­cher Kör­per­schaf­ten), in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2011 3385; BBl 2008 8411).
1Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen kön­nen ihr Ver­mö­gen oder Tei­le da­von mit Ak­ti­ven und Pas­si­ven auf an­de­re Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen oder Rechts­trä­ger über­tra­gen.
2Ar­ti­kel 88 Ab­satz 2 fin­det sinn­ge­mä­ss An­wen­dung. Die Ar­ti­kel 70-77 fin­den An­wen­dung.
3Ver­mö­gens­über­tra­gun­gen im Rah­men ei­ner Teil- oder Ge­samt­li­qui­da­ti­on be­dür­fen der Ge­neh­mi­gung der Auf­sichts­be­hör­de, wenn dies im Recht der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge vor­ge­se­hen ist.
1In­sti­tu­te des öf­fent­li­chen Rechts kön­nen:
ihr Ver­mö­gen durch Fu­si­on auf Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, Ge­nos­sen­schaf­ten, Ver­ei­ne oder Stif­tun­gen über­tra­gen;
sich in Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten, Ge­nos­sen­schaf­ten, Ver­ei­ne oder Stif­tun­gen um­wan­deln.
2In­sti­tu­te des öf­fent­li­chen Rechts kön­nen durch Ver­mö­gens­über­tra­gung ihr Ver­mö­gen oder Tei­le da­von auf an­de­re Rechts­trä­ger über­tra­gen oder das Ver­mö­gen oder Tei­le da­von von an­de­ren Rechts­trä­gern über­neh­men.
1Auf die Fu­si­on von pri­vat­recht­li­chen Rechts­trä­gern mit In­sti­tu­ten des öf­fent­li­chen Rechts, auf die Um­wand­lung sol­cher In­sti­tu­te in Rechts­trä­ger des Pri­vat­rechts und auf die Ver­mö­gens­über­tra­gung un­ter Be­tei­li­gung ei­nes Rechts­trä­gers des öf­fent­li­chen Rechts fin­den die Vor­schrif­ten die­ses Ge­set­zes sinn­ge­mä­ss An­wen­dung. Bei der Fu­si­on und der Um­wand­lung nach Ar­ti­kel 99 Ab­satz 1 kann das öf­fent­li­che Recht für den be­tei­lig­ten Rechts­trä­ger des öf­fent­li­chen Rechts ab­wei­chen­de Vor­schrif­ten vor­se­hen. Die Ar­ti­kel 99-101 fin­den je­doch in je­dem Fall An­wen­dung, aus­ge­nom­men für kon­zes­sio­nier­te Ver­kehrs- und In­fra­struk­tur­un­ter­neh­men, so­weit das öf­fent­li­che Recht ei­ne ab­wei­chen­de Re­ge­lung vor­sieht.1
2In­sti­tu­te des öf­fent­li­chen Rechts müs­sen in ei­nem In­ven­tar die Ge­gen­stän­de des Ak­tiv- und des Pas­siv­ver­mö­gens, die von der Fu­si­on, der Um­wand­lung oder der Ver­mö­gens­über­tra­gung er­fasst wer­den, ein­deu­tig be­zeich­nen und be­wer­ten. Grund­stücke, Wert­pa­pie­re und im­ma­te­ri­el­le Wer­te sind ein­zeln auf­zu­füh­ren. Das In­ven­tar muss von ei­ner zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder ei­nem zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten ge­prüft wer­den, so­fern nicht in an­de­rer Wei­se si­cher­ge­stellt ist, dass die Er­stel­lung und die Be­wer­tung des In­ven­tars den an­er­kann­ten Rech­nungs­le­gungs­grund­sät­zen ent­spre­chen.2
3Die Be­schluss­fas­sung des Rechts­trä­gers des öf­fent­li­chen Rechts zur Fu­si­on, Um­wand­lung oder Ver­mö­gens­über­tra­gung rich­tet sich nach den öf­fent­lich-recht­li­chen Vor­schrif­ten und Grund­sät­zen des Bun­des, der Kan­to­ne und der Ge­mein­den.
1 Fas­sung des Sat­zes ge­mä­ss Ziff. II 4 des BG über die Bahn­re­form 2 vom 20. März 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5597; BBl 2005 2415, 2007 2681).
2 Fas­sung des Sat­zes ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2005 (GmbH-Recht so­wie An­pas­sun­gen im Ak­ti­en-, Ge­nos­sen­schafts-, Han­dels­re­gis­ter- und Fir­men­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 4791; BBl 2002 3148, 2004 3969).
1Durch Fu­sio­nen, Um­wand­lun­gen und Ver­mö­gens­über­tra­gun­gen von In­sti­tu­ten des öf­fent­li­chen Rechts dür­fen kei­ne Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger ge­schä­digt wer­den. Der Bund, die Kan­to­ne und die Ge­mein­den müs­sen Vor­keh­run­gen tref­fen, da­mit An­sprü­che im Sin­ne der Ar­ti­kel 26, 68 Ab­satz 1 und 75 er­füllt wer­den kön­nen.
2Für Schä­den, wel­che auf man­gel­haf­te Vor­keh­run­gen zu­rück­zu­füh­ren sind, haf­ten Bund, Kan­to­ne und Ge­mein­den nach den für sie mass­ge­ben­den Vor­schrif­ten.
Der Bun­des­rat er­lässt Vor­schrif­ten über:
die Ein­zel­hei­ten der Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter und die ein­zu­rei­chen­den Be­le­ge;
die Ein­zel­hei­ten der Ein­tra­gung ins Grund­buch und die ein­zu­rei­chen­den Be­le­ge.
Die Er­he­bung von kan­to­na­len und kom­mu­na­len Hand­än­de­rungs­ab­ga­ben ist bei Um­struk­tu­rie­run­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 8 Ab­satz 3 und Ar­ti­kel 24 Ab­sät­ze 3 und 3qua­ter des Bun­des­ge­set­zes vom 14. De­zem­ber 19901 über die Har­mo­ni­sie­rung der di­rek­ten Steu­ern der Kan­to­ne und Ge­mein­den aus­ge­schlos­sen. Kos­ten­de­cken­de Ge­büh­ren blei­ben vor­be­hal­ten.
1Der über­neh­men­de Rechts­trä­ger oder, im Fal­le der Um­wand­lung, der Rechts­trä­ger, der sei­ne Rechts­form än­dert, muss al­le Än­de­run­gen, die sich für das Grund­buch aus der Fu­si­on, der Spal­tung oder der Um­wand­lung er­ge­ben, in­nert drei­er Mo­na­te vom Ein­tritt der Rechts­wirk­sam­keit an beim Grund­buchamt an­mel­den, so­fern nicht die kür­ze­re Frist nach Ab­satz 2 gilt.
2Der über­neh­men­de Rechts­trä­ger muss den Über­gang des Ei­gen­tums an ei­nem Grund­stück um­ge­hend nach Ein­tritt der Rechts­wirk­sam­keit beim Grund­buchamt an­mel­den, wenn:
bei ei­ner Fu­si­on von Ver­ei­nen oder von Stif­tun­gen der über­tra­gen­de Rechts­trä­ger nicht im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen ist;
das Grund­stück durch Ab­spal­tung auf ihn über­ge­gan­gen ist;
das Grund­stück durch Ver­mö­gens­über­tra­gung auf ihn über­ge­gan­gen ist.
3In den Fäl­len nach Ab­satz 2 Buch­sta­ben a und b be­darf es als Aus­weis für die Ei­gen­tums­über­tra­gung für das Grund­buch ei­ner öf­fent­li­chen Ur­kun­de über die Tat­sa­che, dass das Ei­gen­tum an den Grund­stücken auf den über­neh­men­den Rechts­trä­ger über­ge­gan­gen ist.
4Die Ur­kunds­per­son, wel­che ei­ne Fest­stel­lungs­ur­kun­de nach Ab­satz 3 oder ei­ne öf­fent­li­che Ur­kun­de nach Ar­ti­kel 70 Ab­satz 2 er­rich­tet, ist na­mens des über­neh­men­den Rechts­trä­gers zur An­mel­dung bei den Grund­buchäm­tern be­fugt.
1Wenn bei ei­ner Fu­si­on, ei­ner Spal­tung oder ei­ner Um­wand­lung die An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te nicht an­ge­mes­sen ge­wahrt sind oder die Ab­fin­dung nicht an­ge­mes­sen ist, kann je­de Ge­sell­schaf­te­rin und je­der Ge­sell­schaf­ter in­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach der Ver­öf­fent­li­chung des Fu­si­ons-, des Spal­tungs- oder des Um­wand­lungs­be­schlus­ses ver­lan­gen, dass das Ge­richt ei­ne an­ge­mes­se­ne Aus­gleichs­zah­lung fest­setzt. Für die Fest­set­zung der Aus­gleichs­zah­lung gilt Ar­ti­kel 7 Ab­satz 2 nicht.
2Das Ur­teil hat Wir­kung für al­le Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter des be­tei­lig­ten Rechts­trä­gers, so­fern sie sich in der glei­chen Rechts­stel­lung wie die Klä­ge­rin oder der Klä­ger be­fin­den.
3Die Kos­ten des Ver­fah­rens trägt der über­neh­men­de Rechts­trä­ger. Wenn be­son­de­re Um­stän­de es recht­fer­ti­gen, kann das Ge­richt die Kos­ten ganz oder teil­wei­se den Klä­ge­rin­nen und Klä­gern auf­er­le­gen.
4Die Kla­ge auf Über­prü­fung der Wah­rung der An­teils- oder Mit­glied­schafts­rech­te hin­dert die Rechts­wirk­sam­keit des Fu­si­ons-, des Spal­tungs- oder des Um­wand­lungs­be­schlus­ses nicht.
1Sind die Vor­schrif­ten die­ses Ge­set­zes ver­letzt, so kön­nen Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter der be­tei­lig­ten Rechts­trä­ger, die dem Be­schluss über die Fu­si­on, die Spal­tung oder die Um­wand­lung nicht zu­ge­stimmt ha­ben, den Be­schluss in­ner­halb von zwei Mo­na­ten nach der Ver­öf­fent­li­chung im Schwei­ze­ri­schen Han­delsamts­blatt an­fech­ten. Wenn kei­ne Ver­öf­fent­li­chung er­for­der­lich ist, be­ginnt die Frist mit der Be­schluss­fas­sung.
2Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter kön­nen den Be­schluss auch an­fech­ten, wenn er vom obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gan ge­fasst wur­de.
1Kann ein Man­gel be­ho­ben wer­den, so räumt das Ge­richt den be­trof­fe­nen Rechts­trä­gern da­zu ei­ne Frist ein.
2Wird ein Man­gel in­ner­halb der an­ge­setz­ten Frist nicht be­ho­ben oder kann er nicht be­ho­ben wer­den, so hebt das Ge­richt den Be­schluss auf und ord­net die er­for­der­li­chen Mass­nah­men an.
1Al­le mit der Fu­si­on, der Spal­tung, der Um­wand­lung oder der Ver­mö­gens­über­tra­gung be­fass­ten Per­so­nen sind so­wohl den Rechts­trä­gern als auch den ein­zel­nen Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern so­wie den Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­gern für den Scha­den ver­ant­wort­lich, den sie durch ab­sicht­li­che oder fahr­läs­si­ge Ver­let­zung ih­rer Pflich­ten ver­ur­sa­chen. Die Ver­ant­wor­tung der Grün­de­rin­nen und Grün­der bleibt vor­be­hal­ten.
2Al­le mit der Prü­fung der Fu­si­on, der Spal­tung oder der Um­wand­lung be­fass­ten Per­so­nen sind so­wohl den Rechts­trä­gern als auch den ein­zel­nen Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­tern so­wie Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­gern für den Scha­den ver­ant­wort­lich, den sie durch ab­sicht­li­che oder fahr­läs­si­ge Ver­let­zung ih­rer Pflich­ten ver­ur­sa­chen.
3Die Ar­ti­kel 756, 759 und 760 des OR1 fin­den An­wen­dung. Im Fall des Kon­kur­ses ei­ner Ka­pi­tal­ge­sell­schaft oder ei­ner Ge­nos­sen­schaft gel­ten die Ar­ti­kel 757, 764 Ab­satz 2, 827 und 920 des OR sinn­ge­mä­ss.
4Die Ver­ant­wort­lich­keit der Per­so­nen, die für ein In­sti­tut des öf­fent­li­chen Rechts tä­tig sind, rich­tet sich nach dem öf­fent­li­chen Recht.
Die­ses Ge­setz fin­det An­wen­dung auf Fu­sio­nen, Spal­tun­gen, Um­wand­lun­gen und Ver­mö­gens­über­tra­gun­gen, die nach sei­nem In­kraft­tre­ten beim Han­dels­re­gis­ter zur Ein­tra­gung an­ge­mel­det wer­den.
3Ar­ti­kel 103 tritt fünf Jah­re nach den üb­ri­gen Be­stim­mun­gen die­ses Ge­set­zes in Kraft.