Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=26.02.2003&Aktenzeichen=VIII%20ZR%20270/01
Timestamp: 2019-05-27 02:30:23
Document Index: 27643753

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.02.2003 - VIII ZR 270/01 - dejure.org
https://dejure.org/2003,1267
BGH, 26.02.2003 - VIII ZR 270/01 (https://dejure.org/2003,1267)
BGH, Entscheidung vom 26.02.2003 - VIII ZR 270/01 (https://dejure.org/2003,1267)
BGH, Entscheidung vom 26. Februar 2003 - VIII ZR 270/01 (https://dejure.org/2003,1267)
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Sittenwidrigkeit einer Globalzession ; Kaufmännischer Verkehr ; Wirtschaftliche Bewegungsfreiheit des Zedenten; Gefährdung der Interessen zukünftiger Gläubiger ; Zahlungsansprüche aus Leasingvertrag ; Schuldbefreiende Wirkung der Einmalzahlung von 60 Prozent des Bruttokaufpreises; Überprüfbarkeit der Auslegung von Vertragsvereinbarungen ; So genanntes "Flens-Modell"
Zur Auslegung einer Vereinbarung, nach welcher der Leasingnehmer durch eine Einmalzahlung in Höhe eines Teils der Leasingraten, die an einen Dritten zu leisten ist, sämtliche Verpflichtungen aus dem Leasingvertrag erfüllen soll (sog. "Flens-Modell")
Leasing - "Flens-Modell"
Schneeballsystem beim Kfz-Leasing
Auslegung der Vereinbarung der Einmalzahlung von 60 % des Neuwagenpreises an einen Dritten als Leasingentgelt als schuldbefreiende Erfüllungsvereinbarung ("Flens-Modell")
Leistung des Leasingnehmers an einen Dritten im Rahmen des sog. Flens-Modells
NJW 2003, 2382
MDR 2003, 800
NZV 2003, 375
ZMR 2003, 563
WM 2003, 1089
DB 2003, 1218
Ein Verstoß gegen anerkannte Auslegungsgrundsätze ist u.a. dann gegeben, wenn nicht alle für die Auslegung wesentlichen Tatsachen berücksichtigt worden sind (…vgl. Senatsurteil vom 20. Dezember 1983, aaO; BGH, Urteil vom 26. Februar 2003 - VIII ZR 270/01 - NJW 2003, 2382, 2383).
Der Senat kann die Auslegung deshalb nur daraufhin überprüfen, ob sie unter Verletzung der gesetzlichen Auslegungsregeln und der aus ihnen entwickelten allgemeinen Auslegungsgrundsätze vorgenommen worden ist, gegen die Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungssätze verstößt oder den unterbreiteten Sachverhalt nicht erschöpfend gewürdigt hat (ständige Rechtsprechung, Senatsurteil vom 26. Februar 2003 - VIII ZR 270/01, NJW 2003, 2382, unter II 2 a, m. w. Nachw.).
Ein Verstoß gegen anerkannte Auslegungsgrundsätze ist unter anderem dann gegeben, wenn nicht alle für die Auslegung wesentlichen Tatsachen berücksichtigt worden sind (…vgl. Senatsurteil vom 20. Dezember 1983 aaO; BGH, Urteil vom 26. Februar 2003 - VIII ZR 270/01 - NJW 2003, 2382, 2383).
Die Auslegung von Vertragsbestimmungen ist Sache des Tatrichters und unterliegt daher nur einer eingeschränkten Überprüfung durch das Revisionsgericht (Senat, Urteil vom 26. Februar 2003 - VIII ZR 270/01, NJW 2003, 2382 unter II 2 a).
Sie beruht auf der tatrichterlichen Auslegung einer Individualerklärung, die nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs revisionsrechtlich nur beschränkt darauf überprüfbar ist, ob gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt worden sind (BGHZ 135, 269, 273; Senatsurteil vom 26. Februar 2003 - VIII ZR 270/01, WM 2003, 1089 unter II 2 a; jew. m.w.Nachw.).
Die Auslegung der Vereinbarung der Parteien hat hierbei in erster Linie den von den Parteien gewählten Wortlaut der Vereinbarung und den diesem zu entnehmenden objektiv erklärten Willen der Parteien zu berücksichtigen (BGH, NJW 2003, Seiten 2382 f.; BGH, NJW 1993, Seite 721).
Zwar ist die Auslegung von Vertragsvereinbarungen - auch bei Allgemeinen Geschäftsbedingungen (…vgl. Senatsurteil vom 21. Januar 2004, aaO, unter II 2) - grundsätzlich dem Tatrichter vorbehalten und vom Revisionsgericht nur eingeschränkt überprüfbar (ständige Rechtsprechung des Senats, vgl. nur Senatsurteil vom 26. Februar 2003 - VIII ZR 270/01, NJW 2003, 2382, unter II 2 a m.w.N.).
An die Auslegung durch das Berufungsgericht ist das Revisionsgericht daher gebunden, soweit sie Rechtsfehler nicht aufweist (BGH, Urteil vom 25. Februar 1992 - X ZR 88/90, NJW 1992, 1967; Senat, Urteil vom 26. Februar 2003 - VIII ZR 270/01, NJW 2003, 2382 unter II, 2 a).