Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=05.05.1998&Aktenzeichen=1%20C%2017.97
Timestamp: 2019-07-18 22:35:09
Document Index: 153802326

Matched Legal Cases: ['§ 51', '§ 64', '§ 55', '§ 114', '§ 114', '§ 114', '§ 114', '§ 45', 'Art. 33', '§ 114', '§ 51', '§ 45', '§ 46', '§ 80', '§ 45']

BVerwG, 05.05.1998 - 1 C 17.97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,43
BVerwG, 05.05.1998 - 1 C 17.97 (https://dejure.org/1998,43)
BVerwG, Entscheidung vom 05.05.1998 - 1 C 17.97 (https://dejure.org/1998,43)
BVerwG, Entscheidung vom 05. Mai 1998 - 1 C 17.97 (https://dejure.org/1998,43)
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Abschiebung, Abschiebung in den Heimatstaat, Ausweisungszwecke, Ausweisung, Asylberechtigter, Einvernehmen der Staatsanwaltschaft, Ergänzung von Ermessenserwägungen, Ermessensentscheidung, Duldungsgründe, Gefahr für die Bundesrepublik Deutschland, schwerwiegende Gründe.
Abschiebung - Abschiebung in den Heimatstaat - Ausweisungszwecke - Ausweisung - Asylberechtigter - Einvernehmen der Staatsanwaltschaft - Ergänzung von Ermessenserwägungen - Ermessensentscheidung - Duldungsgründe - Gefahr für die Bundesrepublik Deutschland - Schwerwiegende Gründe
AuslG § 51 Abs. 3; AuslG § 64 Abs. 3; AuslG § 55 Abs. 2; VwGO § 114 S. 2
D (A), Türken, Asylberechtigte, Straftäter, Ausweisung, Abschiebung, Ermessen, Duldungsgründe
VG München, 17.07.1996 - M 7 K 94.2957
Zum einen handelt es sich insoweit nicht um ein nach § 114 Satz 2 VwGO im gerichtlichen Verfahren zulässiges Ergänzen der Ermessenserwägungen, sondern angesichts dessen, dass der im vorliegenden Fall allein relevante Billigkeitsaspekt des behördlichen Verschuldens an der Überzahlung zuvor keine Rolle in der Billigkeitsentscheidung der Beklagten gespielt hat, um eine von § 114 Satz 2 VwGO nicht gedeckte Auswechselung der die Billigkeitsentscheidung tragenden Gründe (grundlegend zu § 114 Satz 2 VwGO Urteil vom 5. Mai 1998 - BVerwG 1 C 17.97 - BVerwGE 106, 351 = Buchholz 402.240 § 45 AuslG 1990 Nr. 13;… Urteil vom 21. Juni 2007 - BVerwG 2 A 6.06 - Buchholz 11 Art. 33 Abs. 2 GG Nr. 35 Rn. 29).
§ 114 Satz 2 VwGO schafft die prozessualen Voraussetzungen lediglich für eine Ergänzung defizitärer Ermessenserwägungen im Verwaltungsprozess, nicht aber für die erstmalige Ausübung des Ermessens (Urteil vom 5. Mai 1998 - BVerwG 1 C 17.97 - BVerwGE 106, 351 ).
An dieser verfassungsrechtlichen Beurteilung hat der 1. Senat des Bundesverwaltungsgerichts auch für § 51 Abs. 3 (bis 1992 Abs. 4) AuslG 1990 festgehalten (Urteil vom 5. Mai 1998 BVerwG 1 C 17.97 Buchholz 402.240 § 45 AuslG 1990 Nr. 13 = DVBl 1998, 1023).
Zur Auslegung dieser Bestimmung schließt sich der erkennende Senat der Rechtsprechung des 1. Senats des Bundesverwaltungsgerichts an (zuletzt Urteil vom 5. Mai 1998 a.a.O.).
Unter Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland im Sinne dieser Bestimmung ist nicht der weitere Begriff der öffentlichen Sicherheit im Sinne des allgemeinen Polizeirechts zu verstehen, sondern die innere und äußere Sicherheit des Staates (BVerwG, Urteil vom 5. Mai 1998 a.a.O.).
Auch Gewaltanschläge und Gewaltandrohungen ausländischer Terrororganisationen im Bundesgebiet richten sich gegen die innere Sicherheit des Staates (BVerwG, Urteil vom 5. Mai 1998 a.a.O. und Urteil vom 31. Mai 1994 - BVerwG 1 C 5.93 - BVerwGE 96, 86 zu § 46 AuslG 1990).
Eine Gefahr für die innere Sicherheit kann der Ausländer dadurch bedeuten, daß er selbst beispielsweise Straftaten im Sinne der §§ 80 ff. StGB oder andere Straftaten von entsprechendem Gewicht und ähnlicher Zielsetzung begeht (BVerwG, Urteil vom 5. Mai 1998 a.a.O.).
Denn diese prozessrechtliche Vorschrift stellt lediglich klar, dass ein nach materiellem Recht zulässiges Nachholen von Ermessenserwägungen nicht an prozessualen Hindernissen scheitert (Urteil vom 5. Mai 1998 - BVerwG 1 C 17.97 - BVerwGE 106, 351 ).
Die bisherige Rechtsprechung des Senats, wonach Ermessenserwägungen bei Ausweisungsentscheidungen nur insoweit ergänzt werden können, als die nachträglich von der Behörde angegebenen Gründe schon bei Erlass des Verwaltungsaktes vorlagen (vgl. Urteil vom 5. Mai 1998 - BVerwG 1 C 17.97 - BVerwGE 106, 351 ), bezieht sich nicht auf Sachverhalte, in denen es aus Gründen des materiellen Rechts erforderlich ist, in eine Ermessensentscheidung auch Umstände einzubeziehen, die erst nach Erlass der Ausweisungsverfügung entstanden sind.
Ihr Zweck ist es, klarzustellen, dass ein materiell- und verwaltungsverfahrensrechtlich zulässiges Nachholen von Ermessenserwägungen nicht an prozessualen Hindernissen scheitert (Urteile vom 5. Mai 1998 - BVerwG 1 C 17.97 - BVerwGE 106, 351 = Buchholz 402.240 § 45 AuslG 1990 Nr. 13 …und vom 13. Dezember 2011 a.a.O. ).
OVG Bremen, 20.06.2005 - 1 B 128/05
Aufenthalt, Ägypten
BVerwG, 06.09.2012 - 4 B 28.12
Zur Zulässigkeit der Ergänzung von Ermessenserwägungen
OVG Bremen, 20.06.2005 - 1 B 119/05
Weiterhin Einreiseverbot für Imam aus Ägypten - Aufenthaltserlaubnis; Ausweisung; …
Altes Wasserrecht; Widerruf; intendiertes Ermessen; Begründungspflicht; Nachholen …
OVG Sachsen, 01.09.2008 - 2 B 461/07
OLG Düsseldorf, 25.01.2001 - 26 Wx 6/01
BVerwG, 09.12.2005 - 3 B 29.05
Rechtswidrigkeit einer Verteilung der Dorschfangquote im Bereich der Ostsee - …
OVG Niedersachsen, 28.09.2011 - 11 PA 298/11
Abschiebungsandrohung; Einvernehmen der Staatsanwaltschaft
FG Hamburg, 25.11.2008 - 4 K 112/07
Zollrecht: Ausübung des Auswahlermessens
VG Köln, 15.11.2006 - 5 L 1606/06
D (A), Anhörung, Verfahrensmangel, Heilung, Ausweisung, Regelausweisung, …
VG Augsburg, 13.12.2018 - Au 3 S 18.1808
Widerruf der Zuteilung eines roten Dauerkennzeichens
VG Stade, 26.09.2013 - 3 A 1523/10
Beschäftigungserlaubnis, Arbeitsgenehmigung, Nebenbestimmung, unbefristete …