Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/174
Timestamp: 2019-09-15 10:34:47
Document Index: 228355174

Matched Legal Cases: ['§ 174', 'BGH', '§ 174', '§ 175', '§ 176', '§ 189', 'BGH', '§ 174', '§ 174', 'BGH', '§ 212', 'BGH', '§ 174', 'BGH', '§ 174', 'BGH', '§ 174', 'BGH', 'BGH', '§ 174', 'BGH', '§ 174', 'BGH', '§ 174', 'BGH', 'BGH', '§ 174', 'BGH', '§ 174', 'BGH', '§ 174', 'BGH', 'BGH', '§ 174', 'BGH', 'BGH', '§ 174', '§ 174', '§ 174', 'BGH', '§ 174', 'BGH', 'BGH', '§ 174', 'BGH']

§ 174 ZPO: Zustellung gegen Empfangsbekenntnis oder automatisierte Eingangsbestätigung
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2015, Az. I-ZB 3/14 Bei einer Zustellung gegen Empfangsbekenntnis (§ 174 ZPO) kann zwar - anders als bei einer Zustellung durch Einschreiben mit Rückschein (§ 175 ZPO) oder einer Zustellung gegen Zustellungsurkunde (§§ 176 bis 182 ZPO) -die erforderliche Empfangsbereitschaft nicht durch den Nachweis des tatsächlichen Zugangs nach § 189 ZPO ersetzt und die Zustellung daher nicht durch fehlende Empfangsbereitschaft vereitelt werden (vgl. BGH, Urteil vom 7. Dezember 2009 - II ZR 139/08, juris Rn. 12).
VG Ansbach, Urteil vom 4.3.2013, Az. 14 K 12.01412 Dem vom Klägerbevollmächtigten ausgefüllten Empfangsbekenntnis, welches sich als Kopie in der Widerspruchsakte befindet, kommt im vorliegenden Fall keine Beweiswirkung nach § 174 Abs.4 Satz 1 ZPO zu, da hier die Beweiswirkung des § 174 ZPO vollständig entkräftet ist und jede Möglichkeit ausgeschlossen ist, dass die Angaben des Empfangsbekenntnisses richtig sein können (BGH vom 16.01.2006 NJW 2006, 1206 ff.; OVG Lüneburg vom 28.9.2005 NJW 2005, 3802 f.; BAG vom 11.1.1995 NJW 1995, 2125 f. zu § 212a ZPO a. F.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2012, Az. IX ZB 303/11 Er setzt voraus, dass die Beweiswirkung des § 174 ZPO vollständig entkräftet und jede Möglichkeit ausgeschlossen ist, dass die Angaben des Empfangsbekenntnisses richtig sein können; hingegen ist dieser Gegenbeweis nicht schon dann geführt, wenn lediglich die Möglichkeit der Unrichtigkeit besteht, die Richtigkeit der Angaben also nur erschüttert ist (BVerfG, NJW 2001, 1563, 1564; BGH, Beschluss vom 13. Juni 1996 - VII ZB 12/96, NJW 1996, 2514, 2515; Urteil vom 18. Januar 2006, aaO, Rn. 9; Zöller/Stöber, ZPO, 29. Aufl., § 174 Rn. 20 mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2011, Az. VII ZB 35/11 Dieser Gegenbeweis setzt allerdings voraus, dass die Beweiswirkung des § 174 ZPO vollständig entkräftet und jede Möglichkeit ausgeschlossen ist, dass die Datumsangaben im Empfangsbekenntnis richtig sein können; hingegen ist der Gegenbeweis nicht schon dann geführt, wenn lediglich die Möglichkeit der Unrichtigkeit besteht, die Richtigkeit der Angaben also nur erschüttert ist (BGH, Urteil vom 18. Januar 2006 -VIII ZR 114/05, NJW 2006, 1206; Urteil vom 18. Juni 2002 -VIZR 448/01, NJW 2002, 3027).
BGH, URTEIL vom 3.8.2011, Az. XII ZR 168/09 Für eine wirksame Zustellung nach § 174 Abs. 1 ZPO ist daher regelmäßig erforderlich, dass der Zustellungsempfänger seinen Willen zur Entgegennahme der Zustellung durch die Unterzeichnung des Empfangsbekenntnisses bekundet (BGH Urteil vom 18. Januar 2006 -VIII ZR 114/05 - NJW 2006, 1206, 1207) und dieses, versehen mit dem Datum des Eingangs des Schriftstücks, an das Gericht zurückreicht (vgl. § 174 Abs.4 Satz 1 ZPO).
BGH, URTEIL vom 3.8.2011, Az. XII ZR 168/09 Verweigert der Zustellungsempfänger die Unterzeichnung des Empfangsbekenntnisses und reicht er die ihm übersandten Dokumente an das Gericht zurück, ist die Zustellung nach § 174 Abs. 1 ZPO unwirksam (BGH Urteil vom 16. Mai 1975 -1 ZB 6/75 - VersR 1975, 906).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2009, Az. III ZR 110/08 Dieser setzt jedoch voraus, dass die Beweiswirkung des § 174 ZPO vollständig entkräftet und jede Möglichkeit ausgeschlossen ist, dass die Angaben des Empfangsbekenntnisses richtig sein können; hingegen ist dieser Gegenbeweis nicht schon dann geführt, wenn lediglich die Möglichkeit der Unrichtigkeit besteht, die Richtigkeit der Angaben also nur erschüttert ist (BGH, Beschluss vom 17. April 2007 aaO Rn. 7 und Urteil vom 18. Januar 2006 aaO).
LG Düsseldorf, Urteil vom 3.11.2008, Az. 12 O 393/07 Das OLG Düsseldorf hat nach nochmaliger Überprüfung an der in den Beschlüssen vom 13.07.2000 (GRUR-RR 2001, 286) und vom 19.04.1989 (NJWE-WettbR 1999, 263) vertretenen Auffassung festgehalten (Urteil vom 21.11.2006 – Az: I-20 U 22/06), dass die wettbewerbsrechtliche Abmahnung ebenso wie die Mahnung eine einseitige rechtsgeschäftsähnliche Handlung ist, auf die § 174 ZPO entsprechend Anwendung findet. (vgl. zu den dargelegten Überlegungen des OLG Düsseldorf die Begründung im letztgenannten Urteil).
BGH, URTEIL vom 3.0.2006, Az. VIII ZR 114/05 Dieser setzt voraus, dass die Beweiswirkung des § 174 ZPO vollständig entkräftet und jede Möglichkeit ausgeschlossen ist, dass die Angaben des Empfangsbekenntnisses richtig sein können; hingegen ist dieser Gegenbeweis nicht schon dann geführt, wenn lediglich die Möglichkeit der Unrichtigkeit besteht, die Richtigkeit der Angaben also nur erschüttert ist (vgl. BGH, Urteil vom 24. April 2001 aaO, unter II 2).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2005, Az. I ZR 45/04 aa) Da es für den Fristbeginn im Falle einer Zustellung gegen Empfangsbekenntnis darauf ankommt, wann der Rechtsanwalt das Empfangsbekenntnis unterzeichnet hat (vgl. § 174 Abs.4 Satz 1 ZPO), bedarf es darüber eines besonderen Vermerks (BGH, Beschl. v. 17.9.2002 -VIZR419/01, NJW 2002, 3782 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 2.10.1998, Az. VI ZR 243/97 bb) Aus dieser unterschiedlichen Behandlung von im Inland wohnhaften Parteien (§ 174 Abs. 1 ZPO) auf der einen und im Ausland wohnhaften Parteien (§ 174 Abs. 2 ZPO) auf der anderen Seite lassen sich auch keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die §§ 174 Abs. 2 und 175 ZPO herleiten (vgl. BVerfG NJW 1997, 1772).
BGH, URTEIL vom 2.10.1998, Az. VI ZR 243/97 Die diesen Besonderheiten Rechnung tragende Hinweispflicht, daß ein Zustellungsbevollmächtigter zu benennen sei, findet sich in § 174 Abs. 2 ZPO nicht (siehe auch BGHZ 98, 263, 268).
BGH, URTEIL vom 4.1.1978, Az. IX ZR 11/77 nach § 174 Abs. 2 ZPO bestellt hatte (BGH RzW 1970, 559).