Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20118/84
Timestamp: 2019-09-20 02:15:44
Document Index: 291935571

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 854', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 09.07.1985 - VI ZR 118/84 - dejure.org
https://dejure.org/1985,717
BGH, 09.07.1985 - VI ZR 118/84 (https://dejure.org/1985,717)
BGH, Entscheidung vom 09.07.1985 - VI ZR 118/84 (https://dejure.org/1985,717)
BGH, Entscheidung vom 09. Juli 1985 - VI ZR 118/84 (https://dejure.org/1985,717)
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BGB § 823 Abs. 1, § 854
Unterirdische Versorgungsleitungen
Pflicht von Tiefbauunternehmern - Einsatz von Baggern - Explosion - Lage unterirdischer Versorgungsleitungen - Vergewisserung - Unfall - Gasanschlußleitung - Mitverantwortlichkeit - Mitverschulden - Gasversorgungsunternehmens - Explosionsschaden - Rohrnetzmeister
VersR 1985, 1147
BauR 1985, 706
Solche Bestimmungen können jedoch regelmäßig zur Feststellung von Inhalt und Umfang bestehender Verkehrssicherungspflichten herangezogen werden (Senatsurteile vom 9. Juli 1985 - VI ZR 118/84 - VersR 1985, 1147 f. …und vom 13. März 2001 - VI ZR 142/00 - aaO, jeweils m.w.N.).
Namentlich die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaft stellen den von der zuständigen Stelle kraft öffentlicher Gewalt festgelegten Niederschlag der in einem Gewerbe gemachten Berufserfahrungen dar und sind von dem Unternehmer zu beachten (vgl. Senatsurteile vom 11. Februar 1953 - VI ZR 58/52 - VersR 1953, 196 und vom 9. Juli 1985 - VI ZR 118/84 - VersR 1985, 1147 f., jeweils m.w.N.).
Sie können aber regelmäßig zur Feststellung von Inhalt und Umfang bestehender allgemeiner Verkehrssicherungspflichten herangezogen werden (BGH VersR 1985, 1147 f und VersR 2001, 1040, jeweils m.w.N.).
Insbesondere die Unfallverhütungsvorschriften (UVV) der Berufsgenossenschaft stellen den von der zuständigen Stelle kraft öffentlicher Gewalt festgelegten Niederschlag der in einem Gewerbe gemachten Berufserfahrungen dar und sind von dem Unternehmer nicht nur gegenüber den Arbeitnehmern, sondern allgemein gegenüber jedermann zu beachten, der mit dem Gefahrenherd bestimmungsgemäß oder voraussehbar in Berührung kommt (vgl. BGH VersR 1953, 196; VersR 1985, 1147 f, jeweils m.w.N.).
Da ihr bekannt war, daß in dem von ihr zu bearbeitenden Bereich Versorgungsleitungen, insbesondere auch Fernmeldekabel verliefen, hätte sie sich über deren genaue Lage und Tiefe Gewißheit verschaffen müssen (vgl. dazu BGH VersR 1985, 1147; VersR 1983, 152; VersR 1971, 741; OLG Köln VersR 1987, 513).
Er ist nur dann anzunehmen, wenn Anhaltspunkte für die Möglichkeit bestehen, daß unterirdisch verlegte Versorgungsleitungen vorhanden sind (BGH VersR 85, 1147; OLG Köln, NJW-RR 92, 983 (984).
OLG Düsseldorf, 20.11.2001 - 21 U 66/01
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