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Timestamp: 2016-10-26 11:39:00
Document Index: 212759292

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'Art. 40', 'Art. 19', 'Art. 95', 'Art. 113', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter R�edi und nebenamtlicher Richter Meyer; Gerichtsschreiberin Polla
M.________, 1961, Beschwerdef�hrer, vertreten
Der 1961 geborene M.________ war seit M�rz 1987 als Bauarbeiter bei der Q.________ & Co. t�tig und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unf�lle versichert. Am 11. April 1990 zog er sich beim L�sen einer Krangurte eine ca. 4 cm lange Rissquetschwunde im Bereich der linken Augenbraue mit L�sion des Nervus supraorbitalis zu, und war zur neurologischen �berwachung vom 11. bis 13. April 1990 im Spital X.________ hospitalisiert. Der Versicherte nahm die Arbeit am 11. Mai 1990 im Umfang von 50 % und am 2. Juli 1990 zu 100 % wieder auf, worauf die SUVA den Fall abschloss.
Am 10. Februar 2000 informierte Frau Dr. med. B.________, Fach�rztin f�r Neurologie, die SUVA mit einer Kopie eines an den Hausarzt Dr. med. A.________ gerichteten Schreibens dahingehend, dass M.________ an einer L�sion eines sensiblen Hautastes mit Hyperalgesie sowie an einer subokzipitalen Funktionsst�rung nach Kopftrauma leide; die dadurch verursachten Beschwerden seien auf den Unfall vom 11. April 1990 zur�ckzuf�hren.
Die SUVA zog zur Abkl�rung der medizinischen Situation verschiedene �rztliche Berichte bei und holte eine Beurteilung ihres Kreisarztes Dr. med. J.________ vom 7. April 2000 ein. Mit Verf�gung vom 18. September 2000 verneinte der Unfallversicherer seine Leistungspflicht, weil ein Zusammenhang zwischen dem Unfall und den heute bestehenden Beschwerden (im Sinne eines R�ckfalls) nicht mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden k�nne. Auf Einsprache hin zog die SUVA einen weiteren Bericht von Frau Dr. med. B.________ vom 7. November 2000 bei und liess von Dr. med. H.________ vom anstaltsinternen �rzteteam Unfallmedizin ein Aktengutachten (vom 24. September 2001), erstellen. Gest�tzt darauf best�tigte sie mit Einspracheentscheid vom 16. Oktober 2001 ihre leistungsverweigernde Verf�gung vom 18. September 2000.
M.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit den sinngem�ssen Rechtsbegehren, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und des Einspracheentscheids sei die SUVA zur Leistungserbringung zu verpflichten; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung der Leistungspflicht an die Beschwerdegegnerin zur�ckzuweisen.
1.1 Die Vorinstanz hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers zun�chst vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) zutreffend dargelegt (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen. Zu betonen ist, dass diese Beweisgrunds�tze auch bei Unf�llen mit einem Schleudertrauma der HWS, einem �quivalenten Verletzungsmechanismus oder einem Sch�del-Hirntrauma mit jenen eines Schleudertraumas vergleichbaren Folgen, gelten (BGE 119 V 338; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317 Erw. 3, 1997 Nr. U 272 S. 170, Nr. U 275 S. 192). Auch hier bilden zuallererst die medizinischen Fakten, wie die fach�rztlichen Erhebungen �ber Anamnese, objektiven Befund, Diagnose, Verletzungsfolgen, unfallfremde Faktoren, Vorzustand usw., die massgeblichen Grundlagen f�r die Kausalit�tsbeurteilung durch Verwaltung und Gerichtsinstanzen. Das Vorliegen solcher Verletzungen und ihrer Folgen muss somit durch zuverl�ssige �rztliche Angaben gesichert sein. Auch in F�llen ohne organisch nachweisbare Beschwerden bedarf es f�r die Leistungsberechtigung gegen�ber dem Unfallversicherer, dass die geklagten Beschwerden medizinisch einer fassbaren gesundheitlichen Beeintr�chtigung zugeschrieben werden k�nnen und dass diese Gesundheitssch�digung mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit in einem urs�chlichen Zusammenhang mit dem versicherten Unfall steht. Der Umstand, dass der im Zusammenhang mit solchen Verletzungen sich manifestierende Beschwerdekomplex mitunter noch andere Ursachen haben kann, darf nicht von vornherein zur Verneinung der nat�rlichen Kausalit�t f�hren, da der Unfall als eine Teilursache f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs gen�gt (BGE 119 V 338 und 340 Erw. 2b/aa; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317 Erw. 3). Korrekt wiedergegeben wurden sodann die Bestimmungen und Grunds�tze zur Leistungspflicht des Unfallversicherers bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen, namentlich zum Erfordernis des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhanges zwischen Unfall und R�ckfall (Art. 11 UVV; BGE 118 V 296 f. Erw. 2c mit Hinweisen; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 2, 1994 Nr. U 206 S. 327 f.). Darauf wird ebenfalls verwiesen.
1.2 Zu erg�nzen ist, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheides (hier: 16. Oktober 2001) eingetretene Rechts- und Sachverhalts�nderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht ber�cksichtigt werden (BGE 129 V 4, 127 V 467 Erw. 1, 121 V 366 Erw. 1b).
2.1 Streitig ist vorab, ob ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 11. April 1990 und dem geltend gemachten Gesundheitsschaden mit Beeintr�chtigung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit vorliegt.
Die Vorinstanz erwog, einzig Frau Dr. med. B.________ vertrete die Auffassung, die beim Beschwerdef�hrer vorhandenen Leiden seien unfallurs�chlich, w�hrend die weiteren behandelnden �rzte - Hausarzt Dr. med. A.________, Dr. med. K.________, Facharzt f�r Innere Medizin, Rheumatologie, und Dr. med. S.________, Chefarzt an der Klinik Z.________ - sowie die SUVA-�rzte Dr. med. J.________ und Dr. med. H.________, den nat�rlichen Kausalzusammenhang verneinten oder nicht f�r einsichtig hielten. Der Beschwerdef�hrer bringt dagegen vor, die Beurteilung durch Frau Dr. med. B.________ sei schl�ssig und werde von Dr. med. C.________, Facharzt f�r allgemeine Medizin, Nachfolger des altershalber zur�ckgetretenen Hausarztes Dr. med. A.________, geteilt; zudem best�tigten weitere �rzte, insbesondere der Neurologe Dr. med. G.________ und Dr. med. U.________, Chefarzt f�r Neurologie am Spital Y.________, die Diagnosen von Frau Dr. med. B.________. Die Aktengutachten der SUVA-�rzte seien hingegen beweisuntauglich, da sie nicht auf einer pers�nlichen Untersuchung des Beschwerdef�hrers beruhten, weshalb, sofern nicht auf die Beurteilung von Frau Dr. med. B.________ abgestellt werden k�nne, weitere Abkl�rungen n�tig seien.
2.2 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu w�rdigen sind. F�r das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweisw�rdigung (Art. 40 BZP in Verbindung mit Art. 19 VwVG; Art. 95 Abs. 2 OG in Verbindung mit Art. 113 und 132 OG). Danach haben Versicherungstr�ger und Sozialversicherungsrichter die Beweise frei - d.h. ohne Bindung an f�rmliche Beweisregeln - sowie umfassend und pflichtgem�ss zu w�rdigen. F�r das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabh�ngig davon, von wem sie stammen, objektiv zu pr�fen und zu entscheiden hat, ob die verf�gbaren Unterlagen eine zuverl�ssige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu w�rdigen und die Gr�nde anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begr�ndet sind. Ausschlaggebend f�r den Beweiswert ist grunds�tzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a, AHI 2001 S. 113 Erw. 3a, je mit Hinweis).
2.3 Ein Aktengutachten ist nicht an sich als unzuverl�ssig zu betrachten; entscheidend ist, ob schon gen�gend Unterlagen auf Grund anderer pers�nlicher Untersuchungen vorliegen. Aktengutachten sind praxisgem�ss nicht zu beanstanden, wenn die Akten ein vollst�ndiges Bild �ber Anamnese, Verlauf und gegenw�rtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Ferner ist erforderlich, dass der Untersuchungsbefund l�ckenlos vorliegt und der Experte sich auf Grund vorhandener Unterlagen ein gesamthaft l�ckenloses Bild machen kann (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 370 Erw. 5b mit Hinweisen auf die Literatur, best�tigt in den nicht ver�ffentlichten Urteilen S. vom 2. April 1993, U 9/92, sowie K. vom 20. Januar 1995, U 100/94). Diese Rechtsprechung wurde im Urteil A. vom 17. September 2001, U 129/00, insoweit pr�zisiert, als ein sich "beinahe ausschliesslich" auf Literatur und statistische Angaben st�tzendes Gutachten den vom Unfallversicherer zu erbringenden Beweis des Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung unfallbedingter Ursachen nicht zu erbringen verm�ge. Eine weitere Relativierung betreffend reiner Aktengutachten erfolgte in RKUV 2001 Nr. U 438 S. 346 (mit Hinweis auf BGE 127 I 57 ff. Erw. 2e-g), wo festgehalten wurde, dass sich psychiatrische Gutachten grunds�tzlich auf eine pers�nliche Untersuchung abzust�tzen h�tten.
2.4 Dr. med. H.________ erstattete sein Gutachten vom 24. September 2001 auf Grund des SUVA-Dossiers, wobei er als neuestes medizinisches Dokument den Bericht von Frau Dr. med. B.________ vom 7. November 2000 ber�cksichtigte. Er kam zum Schluss, beim Versicherten bestehe als unfallbedingte andauernde St�rung wahrscheinlich eine geringe Sensibilit�tsst�rung und Druckschmerzempfindlichkeit im Bereich der Narbe, die jedoch angesichts der fast 10 Jahre dauernden vollen Erwerbsf�higkeit nach dem Unfall im Jahre 1990 diesbez�glich irrelevant sei. Die abweichende Meinung von Frau Dr. med. B.________ �berzeuge nicht und basiere auf falschen Annahmen. Bei seiner erg�nzenden Stellungnahme vom 20. Februar 2002 st�tzte sich Dr. med. H.________ auf die nachgef�hrten anstaltsinternen Akten, wobei er insbesondere weitere Berichte von Frau Dr. med. B.________ (vom 15. Mai 2001 und 20. Januar 2002) in die Begutachtung miteinbezog. Im Ergebnis vermochten ihn die neuen Berichte nicht davon zu �berzeugen, dass der erlittene Unfall Verletzungen verursacht haben sollte, deren Folgen den heutigen Zustand des Versicherten erkl�ren k�nnten.
Dr. med. H.________ untersuchte den Versicherten nicht pers�nlich und war nicht in Kenntnis aller medizinischen Akten. So hatte Frau Dr. med. B.________ im Bericht vom 15. Mai 2001 unter anderem auf eine im Auftrag der Invalidenversicherung am 18. August 2000 erfolgte Untersuchung durch den Neurologen Dr. med. G.________, der den Kausalzusammenhang f�r eindeutig halte, sowie auf weitere Untersuchungen durch Dr. med. S.________ (vom 29. Februar 2000 und 20. M�rz 2001) hingewiesen. Frau Dr. med. B.________ erw�hnte in ihrer Stellungnahme vom 20. Januar 2002 zum Aktengutachten von Dr. med. H.________ (vom 24. September 2001) zudem Berichte vom 8. und 11. Dezember 2001 des Dr. med. U.________, Chefarzt f�r Neurologie am Spital Y.________, der ihre Einsch�tzung teile. Diese verschiedenen Berichte befinden sich nicht im SUVA-Dossier und standen Dr. med. H.________ bei der Erstellung seiner Gutachten nicht zur Verf�gung; er hat sie auch nicht beigezogen, obwohl er diese Berichte in Zusammenhang mit der Kommentierung der Einsch�tzung durch Frau Dr. med. B.________ teilweise erw�hnt. Damit erweisen sich seine Gutachten als mangelhaft, weil sie weder auf einer pers�nlichen Untersuchung beruhen noch in Kenntnis aller Akten abgegeben wurden und sich nicht unmittelbar mit den (offenbar abweichenden) Meinungen von Dr. med. G.________ und Dr. med. U.________ auseinander setzen, weshalb nicht darauf abzustellen ist.
2.5 Gleiches gilt jedoch hinsichtlich der Berichte von Frau Dr. med. B.________. Sie hat zwar den Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallerereignis und den gesundheitlichen St�rungen des Versicherten immer bejaht, doch sind ihre w�hrend des Behandlungsverlaufs wechselnden Beurteilungen nicht ohne weiteres schl�ssig und nachvollziehbar, insbesondere weil sie ungen�gend auf die �beraus lange Latenzzeit zwischen Unfall und Auftreten der Beschwerden eingeht. Ihre Schlussfolgerungen werden zudem von den anderen �rzten, jedenfalls soweit sich deren Stellungnahmen bei den (unvollst�ndigen) Akten befinden, nicht geteilt, und sie geht zumindest teilweise von unzutreffenden oder nicht dokumentierten Annahmen aus. So stellte Frau Dr. med. B.________ am 10. Februar 2000 neben der L�sion eines sensiblen Hautastes mit Hyperalgesie eine subokzipitale Funktionsst�rung nach Kopftrauma fest, um am 7. November 2000 zu berichten, nach gezielter physiotherapeutischer Behandlung bestehe keine subokzipitale Funktionsst�rung mehr, hingegen habe sich eine Ersch�pfungsdepression eingestellt. Sodann diagnostizierte die �rztin am 15. Mai 2001 unter anderem neu eine sp�te Dekompensation eines lange gut kompensierten HWS-Syndroms nach Arbeitsunfall am 11. April 1990, Blockierung der Kopfgelenke auf beiden Seiten mit linksseitiger Mobilit�tsst�rung der HWS im Bereich C2-4. Abgesehen davon, dass die Unfallakten keine Hinweise auf eine HWS-Problematik enthalten, was Frau Dr. med. B.________ nicht diskutierte, und der Versicherte unterschiedliche Angaben �ber Beginn, Art und das Ausmass der Beschwerden machte, womit sich Frau Dr. med. B.________ ebenfalls nicht kritisch auseinander setzte, stellte Dr. med. S.________ demgegen�ber im Bericht vom 29. August 2000 fest, die linksseitig betonten Kopfschmerzen k�nnten weder in der klinischen noch in der radiologischen Untersuchung auf eine Halswirbels�ulenproblematik zur�ckgef�hrt werden. Bez�glich der Kausalit�t der angeblichen HWS-Problematik kann deshalb nicht abschliessend auf die Berichte von Frau Dr. med. B.________ abgestellt werden. Die Hyperalgesie im Bereich der Narbe an der linken Stirn f�hrte die �rztin zun�chst auf eine unvollst�ndige Erholung des Nervs zur�ck, ohne auf die M�glichkeit eines Narbenneuroms einzugehen. Erst nachdem offenbar Dr. med. G.________ auf eine m�gliche Neurombildung hingewiesen hatte - wobei sich die Kausalit�t bez�glich der Kopfschmerzen nicht eindeutig beantworten lasse (vgl. Zitat im Bericht vom 15. Mai 2001, S. 7) -, erw�hnte Frau Dr. med. B.________ im Bericht vom 20. Januar 2002 erstmals ein Neurom in der Narbe der linken Augenbraue und beschrieb die Schmerzen des Versicherten als unverwechselbare Neuromschmerzen. Dr. med. C.________ hingegen, auf den sich der Beschwerdef�hrer in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beruft, �ussert lediglich den Verdacht eines bestehenden Neuroms. Auch diesbez�glich kann deshalb dem Entscheid nicht ohne weiteres die medizinische Beurteilung von Frau Dr. med. B.________ zu Grunde gelegt werden.
2.6 Die anderen im Recht liegenden medizinischen Berichte lassen ebenfalls keine abschliessende Beurteilung der Kausalit�tsfrage zu. Die behandelnden �rzte Dr. med. A.________, Dr. med. K.________ und Dr. med. S.________ verneinen bez�glich der von ihnen beurteilten Bereiche - wie die Vorinstanz zutreffend ausgef�hrt hat - den nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem Geschehnis im Jahre 1990 oder halten einen solchen zumindest nicht f�r ohne weiteres einsichtig. Die kurz gehaltene medizinische Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. J.________ (vom 7. April 2000) erfolgte - wie jene durch Dr. med. H.________ - ohne pers�nliche Untersuchung und auf Grund eines unvollst�ndigen medizinischen Dossiers. Die im letztinstanzlichen Verfahren eingereichte Stellungnahme des Dr. med. C.________ vom 3. Oktober 2002, der die gesundheitlichen St�rungen des Beschwerdef�hrers auf den Unfall von 1990 zur�ckf�hrt, tr�gt mangels Begr�ndung ebenfalls nicht zur Kl�rung bei.
2.7 Damit steht fest, dass der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht nicht gen�gend abgekl�rt ist und auf Grund der im Recht liegenden Akten nicht abschliessend �ber die Frage der Unfallkausalit�t entschieden werden kann. Die Beschwerdegegnerin wird in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes (BGE 125 V 195 Erw. 2 mit Hinweisen) zun�chst die medizinischen Akten zu vervollst�ndigen haben - insbesondere sind die von Frau Dr. med. B.________ verschiedentlich erw�hnten Berichte von Dr. med. G.________ und Dr. med. U.________ beizuziehen - und danach gegebenenfalls, unter Beachtung der Mitwirkungsrechte des Beschwerdef�hrers, ein Gutachten zur Frage der Kausalit�t und der Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit einzuholen haben.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 4. September 2002 und der Einspracheentscheid der SUVA vom 16. Oktober 2001 aufgehoben werden und die Sache an die Beschwerdegegnerin zur�ckgewiesen wird, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber den Leistungsanspruch neu entscheide.