Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VG%20Osnabr%C3%BCck&Datum=10.05.2006&Aktenzeichen=5%20B%2082/06
Timestamp: 2019-08-25 06:32:04
Document Index: 54732952

Matched Legal Cases: ['§ 71', '§ 123', '§ 71', '§ 60', '§ 28', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 71']

VG Osnabrück, 10.05.2006 - 5 B 82/06 - dejure.org
https://dejure.org/2006,13701
VG Osnabrück, 10.05.2006 - 5 B 82/06 (https://dejure.org/2006,13701)
VG Osnabrück, Entscheidung vom 10.05.2006 - 5 B 82/06 (https://dejure.org/2006,13701)
VG Osnabrück, Entscheidung vom 10. Mai 2006 - 5 B 82/06 (https://dejure.org/2006,13701)
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(Folgeantrag wegen exilpolitischer Betätigung für die Arbeiterkommunistische Partei Irans und die Hambastegi (IFIR)).
AsylVfG § 71 Abs. 5 S. 1; VwGO § 123; AsylVfG § 71 Abs. 1; AufenthG § 60 Abs. 1; AsylVfG § 28 Abs. 2; AufenthG § 60 Abs. 2, AufenthG § 60 Abs. 3; AufenthG § 60 Abs. 5; AufenthG § 60 Abs. 7
Iran, subjektive Nachfluchtgründe, atypischer Ausnahmefall, Folgeantrag, exilpolitische Betätigung, Rückwirkung, Zuwanderungsgesetz, Arbeiterkommunistische Partei Iran, AKPI, Mitglieder, Demonstrationen, Parteitag, Rede, Kandidaten, zielstaatsbezogene Abschiebungshindernisse, Hambastegi - Internationale Föderation Iranischer Flüchtlinge, IFIF, Internet, Überwachung im Aufnahmeland, vorläufiger Rechtsschutz (Eilverfahren)
Auch im Iran löst nicht jede kritische Äußerung zwangsläufig staatliche Zwangsmaßnahmen aus (vgl. VG Augsburg, U.v. 18.06.2007, Az: AU 7 K 07.30054 und vom 24.02.2006, Az: AU 7 K 04.30688; VG Osnabrück, B.v. 10.05.2006, Az: 5 B 82/06).
Eine besondere Dringlichkeit für eine einstweilige Anordnung ist daher nicht gegeben (ebenso VG Osnabrück, Beschl. v. 10.5.2006 - 5 B 82/06 -, juris;… vgl. auch Marx, aaO., § 71 Rn. 405, 408).
Zuvor wurde bereits durch Beschluss der Kammer vom 10.05.2006 - 5 B 82/06 - der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung unanfechtbar abgelehnt.
Auch dies ist jedoch ausweislich des Beschlusses vom 10. Mai 2006 - 5 B 82/06 - nicht geschehen.
Eine Ausnahme von der Regel kommt dann in Betracht, wenn die Nachfluchtaktivitäten sich als Ausdruck und Fortführung einer schon während des Aufenthalts im Heimatland vorhandenen und erkennbar betätigten Überzeugung darstellen oder wenn der Ausländer sich aufgrund seines Alters und seines Entwicklungsstandes im Herkunftsland noch keine feste Überzeugung bilden konnte (vgl. VG Osnabrück, Urteil vom 10.05.2006, AZ. 5 B 82/06, zitiert nach Juris).