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Timestamp: 2018-10-21 04:22:33
Document Index: 241357067

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 20', 'Art. 53', 'Art. 27', 'Art. 53']

UWPAKTUELL. 6. Partneranlass der UWPSAMMELSTIFTUNG. Basel, 17. März PDF
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Holger Roland Kappel
1 UWPAKTUELL 6. Partneranlass der UWPSAMMELSTIFTUNG Basel, 17. März 2015
2 Programm Uhr Begrüssung Herr Dieter Sutter, Vizepräsident des Stiftungsrats Uhr Aktuelles zur UWPSAMMELSTIFTUNG Herr Philipp Sutter, CEO Beratungsgesellschaft für die zweite Säule AG Uhr Anlagestrategische Herausforderungen 2015 nach SNB-Entscheid Herr Philipp Weber, c-alm AG Uhr Herausforderungen der Langlebigkeit in einer Gesellschaft aktiven Alterns Herr Prof. Dr. Francois Höpflinger ab ca Uhr Stehlunch 2
3 Themen 1. Kennzahlen und Entwicklung der UWP 2. Organisatorisches der UWP 3. Leistungen an Lebenspartner 4. Teilliquidationsbestimmungen 5. Rentnerschicksal 6. Einschränkung WEF und Kapitaloption 7. Agenda
4 E E2015 Anzahl Versicherte Bilanzsumme in Mio. CHF Kennzahlen und Entwicklung der UWP Stetiges Bestandeswachstum Bilanzsumme 2015 über CHF 800 Mio
5 Deckungsgrad Kennzahlen und Entwicklung der UWP In allen offenen Pools der UWP Mehrverzinsungen im % 115.0% 110.0% 105.0% 100.0% 8.8% 7.2% 7.6% 9.1% 6.3% 1.75% 1 3.0% 3.0% 3.0% 2.25% 115.0% 111.0% 112.0% 107.1% 106.5% 105.0% 107.8% 106.0% 103.0% 100.2% 95.0% 90.0% Pool 1 Pool 3 Pool 9 Pool 10 Pool x% Performance 2014 x% Verzinsung 2014 (gemäss Raster des SR) 1) Vorsorgewerke mit Deckungsgraden > 108% mit 3.0% verzinst 5
6 Organisatorisches der UWP Organisation der Kundenbetreuung Verarbeitungsgeschwindigkeiten Versicherte Personen Personalmutationen 1-2 Tage 1) HR / Vorsorgekommission Kunde Individuelle Versicherungsausweise Auszahlung FZL 1-2 Tage 1-14 Tage 2) Broker WEF-Abwicklung 7-10 Tage Geschäftsstelle Vermögensverwalter/ Bank Abwicklung AUF Abwicklung IV Monatsreporting 2 Tage 14 Tage 10 Tage IV-Stelle Rückversicherer KTG- Versicherer 1) Online-Zugriff via Xplan 2) Schnittstelle zu Lohnsystemen 6
7 Organisatorisches der UWP Problemstellung Retrozessionsproblematik auch bei Courtagen auf AGHs und/oder Deckungskapitalien (obwohl das Bundesgericht dies nie bestätigt hat!) Branche hat weitgehend umgestellt auf Courtagierung der Risiko-und Kostenbeiträge Gerichtsurteil Basel vom 30. Oktober 2014 betreffend Courtagen Broker muss Mandanten Prozentsatz und Berechnungsbasis der Courtagierung offen legen Brokervereinbarungen sind grundsätzlich fristlos kündbar Anstrengungen des SIBA im Zusammenhang mit dem FIDLEG Einführung der neuen Regelung in der UWP ist bereits erfolgt 7
8 Organisatorisches der UWP Separate Accounts 8
9 Organisatorisches der UWP Die UWP Sammelstiftung mit einem breiten Angebot 5 offene Pools Pool 1 Pool 3 Pool 9 Pool 10 Pool 15 Baumann/ Pictet/ Credit Suisse Trafina Swisscanto Swisscanto Safra J. Sarasin "aktiv gemanagt" 1) "aktiv gemanagt" Fonds "BVG 25" Fonds "BVG 40" "Nachhaltigkeit" 40% Aktien 35% Obligationen 25% Immobilien 0% Liquidität 0% Alternative 40% Aktien 45% Obligationen 15% Immobilien 0% Liquidität 0% Alternative 26% Aktien 59% Obligationen 15% Immobilien 0% Liquidität 0% Alternative 45% Aktien 40% Obligationen 15% Immobilien 0% Liquidität 0% Alternative 30% Aktien 40% Obligationen 25% Immobilien 0% Liquidität 5% Alternative Anmerkung: Kleinere Anlagekategorien sind nicht explizit aufgeführt 1) ca. 20% der Anlagen im Pool 1 ab passiv bewirtschaftet 9
10 Organisatorisches der UWP Für alle offenen Pools sind die neuen Factsheets unter verfügbar Logo Vermögensverwalter Beschreibung der Anlagestrategie Einfache Risiko/Rendite-Beurteilung Asset-Allokation inkl. Bandbreiten gemäss gültigem Anlagereglement Währungsanteile in der Strategie Track record und Verzinsung der Altersguthaben Kennzahlen zum Anlagepool wie - Deckungsgrad - Bilanzsumme - Anzahl Versicherte - etc. 10
11 Organisatorisches der UWP Geschäftsstelle der UWP Beratungsgesellschaft für die zweite Säule AG Dornacherstrasse Basel Urs Jäggi, Geschäftsführung Olivia Neukomm, PK-Verwaltung Manfred Portmann, Finanzbuchhaltung Karl-Heinz Wilsch, Brokerbetreuung Tel Simone Robert, PK-Verwaltung Philipp Sutter, Beratung 11
12 Leistungen an Lebenspartner Wichtig zu wissen Die Pensionskasse kann in ihrem Reglement einen Leistungsanspruch von einer offiziellen Meldung zu Lebzeiten des Versicherten und vor Eintreten eines Versicherungsfalles (auch Pensionierung) abhängig machen Erheblich ist eine Unterstützung, wenn in zeitlicher Hinsicht eine Unterstützungsdauer von mindestens zwei Jahren vorliegt. (BGE 140 V 50 E ) Damit eine finanzielle Unterstützung als erheblich gilt, ist von mindestens 20% Unterstützungsleistung auszugehen (BGE 138 V 98, 6.3.1). Hinweis: das Gericht hat diese 20% aber nicht als offiziellen Grenzwert festgelegt! Ein gemeinsamer Haushalt ist nicht zwingende Voraussetzung für eine Lebenspartnerschaft, aber es muss ein belegbarer Wille für eine solche vorhanden sein, damit das Gericht eine Lebenspartnerschaft anerkennt die Ansprüche der Hinterlassenen nach Vorsorgerecht gehen den erbrechtlichen Bestimmungen vor Die Beweislast im Leistungsfall liegt beim Lebenspartner! Die Pensionskassen verweigern im Zweifelsfall Leistungsansprüche immer, um kein Doppelzahlungsrisiko einzugehen. Hinweis: Gesetzesbestimmung im BVG Art. 20a 12
13 Leistungen an Lebenspartner Beispiel Nervzehrende Auseinandersetzungen vermeiden Meldung Lebenspartnerschaft (Urteil des Versicherungsgerichts Basel-Landschaft vom 14. August 2014) Ein verstorbener Versicherter hinterliess als gesetzliche Erben einen Bruder und eine Schwester sowie seine Lebenspartnerin als eingesetzte Alleinerbin. Zur Begründung eines Anspruchs der Lebenspartnerin auf das Todesfallkapital sieht das Reglement eine schriftliche Meldung der Lebenspartnerschaft vor. Diese Anmeldung ist nicht erfolgt. Der verstorbene Versicherte nannte aber in seinem Testament seine Lebenspartnerin als Anspruchsberechtigte auf Todesfallansprüche aus der Pensionskasse. Die Lebenspartnerin klagte die Pensionskasse auf Auszahlung des Todesfallkapitals ein. Das Versicherungsgericht Basel-Landschaft hat die Klage abgewiesen mit der Begründung, dass keine Anmeldung der Lebenspartnerschaft erfolgt ist. Empfehlung: raten Sie Ihren Kunden zu klaren Regelungen und Aufklärung 13
14 Teilliquidationsbestimmungen Idee Gleichbehandlung von abgehenden und verbleibenden Destinatären Schutz der Kassen vor Verschlechterung der Risikostruktur aufgrund von Bestandesveränderung (Bestandesabnahme oder Zunahme des Rentneranteils) Hinweis: Gesetzesbestimmung im BVG Art. 53b und BVV2 Art. 27h 14
15 Teilliquidationsbestimmungen Definitionsspielraum Kasse kann in ihrem Teilliquidationsreglement weitere Bedingungen aufnehmen, die für eine Teilliquidation bei Vertragsauflösung gelten sollen. Beispiele von Zusatzbedingungen für einen Teilliquidationstatbestand bei Vertragsauflösung: Mindestvertragsdauer Mindest-Prozentsatz für die Abnahme der Versichertenzahl Mindest-Prozentsatz für die Abnahme des Vorsorgekapitals Mindest-Anzahl aktive Versicherte im abgehenden Vertrag/Vorsorgewerk 15
16 Teilliquidationsbestimmungen Konkrete Beispiele Eine Teilliquidation liegt vor, wenn eine Mitgliedfirma mit einem Bestand an aktiven Versicherten von mindestens 4 Promille des Gesamtbestandes an aktiven Versicherten und mit einem Anteil von mindestens 4 Promille am gesamten Altersguthaben der Pensionskasse austritt und der Vertrag mindestens fünf volle Jahre gedauert hat. Die Auflösung eines Anschlussvertrages führt nur zu einer Teilliquidation, sofern dadurch mindestens 1% der aktiv Versicherten aus der Stiftung ausscheiden und die Ausscheidenden mindestens 5% der Summe der Austrittsleistungen der Stiftung ausmachen. Bei einer Vertragsdauer des Anschlussvertrages von weniger als 5 Jahren ist bei dessen Auflösung der Tatbestand einer Teilliquidation nicht erfüllt. 16
17 Teilliquidationsbestimmungen Konkrete Beispiele PK PK PK Das sind goldene Fesseln Schönwetterprogramme! 17
18 Rentnerschicksal Funktionsweise einer Pensionskasse FZL Eingänge FZL Ausgänge Beiträge Risikoleistungen Altersleistungen 18
19 Rentnerschicksal Falsche Anreize Kasse behält Rentner Rentner sind an Aktive gebunden Kapitalertrag der Kasse Kapitalertrag der Kasse Für Rentner verwendeter Kapitalertrag Für Aktive verwendeter Kapitalertrag Für Rentner verwendeter Kapitalertrag Für Aktive verwendeter Kapitalertrag 19
20 Rentnerschicksal Deckungskapitalien dürfen gekürzt werden Teilliquidation/Kürzung des Rentendeckungskapitals (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Dezember 2013, 9C_135/2013) Das BG hält fest, dass zwar eine Altersrente ein wohlerworbenes Recht darstellt und nicht geschmälert werden darf, dass dies aber für das Rentendeckungskapital nicht gilt. Eine Teilliquidation muss unter Berücksichtigung des Gleichbehandlungsgrundsatzes erfolgen, d.h. der Deckungsgrad der Kasse muss vor und nach der Durchführung der Teilliquidation der gleiche sein. macht bei Unterdeckung Kürzung der zu übertragenden Rentendeckungskapitalien zwingend erforderlich. Der Gesetzgeber nimmt in Kauf, dass ein Arbeitgeber, auch wenn er die Bedingungen der bisherigen Vorsorgeeinrichtung als unbefriedigend betrachtet, unter Umständen bei dieser verbleiben muss (BBI ). 20
21 Rentnerschicksal Fazit Konstruktionsfehler im BVG (Art. 53e Verbleib resp. Mitgabe von Rentnern bei Auflösung von Verträgen) Trennung von aktiven Versicherten und Rentnern sollte verboten sein (ausser Einkauf der Renten bei einem Lebensversicherer) 21
22 Einschränkung WEF und Kapitaloption Problematik Mit der Möglichkeit, das angesparte Altersguthaben vorzeitig, d.h. vor der Pensionierung, zu beziehen, steigt das Risiko, dass die betreffende Person im Alter nicht über die notwendigen Mittel verfügt, den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Als Konsequenz davon landet der Betroffene bei der sozialen Wohlfahrt und bezieht Ergänzungsleistungen (EL). 22
23 Einschränkung WEF und Kapitaloption Faktenlage Erste Überlegungen im Zusammenhang mit der Reform der Ergänzungsleistungen (Bundesratsbeschluss vom ) Stossrichtung: Einschränkung der Kapitaloption im obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge für Wohneigentumsförderung Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit Pensionierung (Kapitaloption) 23
24 Einschränkung WEF und Kapitaloption Ausblick Es werden zusätzliche Daten erhoben, um die vermuteten negativen Auswirkungen auf die EL zu belegen; Einschränkungen für den Kapitalbezug bei Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit denkbar; Eine Einschränkung im Bereich des BVG-Obligatoriums ist denkbar und unter Umständen zielführend; die Politik wird in dieser Frage aber zurückhaltend agieren; der Grat zwischen Schutz des Destinatärs und Bevormundung ist schmal. 24
25 Agenda 2015 Was Wann UWPTHEMEN Ende März Revision Jahresrechnung 2014 April Informationsschreiben an die Vorsorgewerke Mai Auszahlung Vermittlerentschädigungen 2014 Mai Jahresgespräche mit den Separate Accounts Mai Delegiertenversammlung Juni 25
26 Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und freuen uns auf eine weiter gute Zusammenarbeit! 26