Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=12.10.2017&Aktenzeichen=B%2011%20AL%2020%2F16%20R
Timestamp: 2019-02-18 05:13:58
Document Index: 144988089

Matched Legal Cases: ['§ 56', '§ 67', '§ 41', '§ 104', '§ 22', '§ 10', '§ 22', '§ 10']

BSG, 12.10.2017 - B 11 AL 20/16 R - dejure.org
§ 56 Abs 1 SGB 3, § 67 Abs 1 SGB 3, § 41 Abs 1 SGB 8, § 104 SGB 10
Berufsausbildungsbeihilfe - Einkommensanrechnung - Ausbildungsvergütung - Jugendhilfeleistung - Erstattung der Kosten durch Jugendhilfeträger - gleichartige Leistung
Berufsausbildungsbeihilfe; Sozialleistungen im Sinne der Vorrang-Nachrang-Regelung; Erstattungsanspruch zwischen Leistungsträgern; Gerichtlich nicht voll überprüfbarer Beurteilungsspielraum; Kongruenz von Leistungen; Berücksichtigung von Ausbildungsvergütungen
SG Trier, 30.06.2015 - S 6 AL 25/15
LSG Rheinland-Pfalz, 09.06.2016 - L 1 AL 53/15
NZS 2018, 117
Wenn Leistungen eines anderen Sozialleistungsträgers nicht deshalb versagt werden dürfen, weil es im SGB VIII entsprechende Leistungen gibt, zeigt dies, dass im Sinne der weiteren Nachrangregelung des § 22 Abs. 1 und 2 SGB III eine Leistungspflicht des Jugendhilfeträgers in Fallgestaltungen gleichartiger Leistungen gerade nicht bestehen soll und die Jugendhilfe als nachrangig angesehen werden muss (BSG, Urteil vom 12.10.2017, B 11 AL 20/16 R, zitiert nach juris;… Luthe in Schlegel/ Voelzke, jurisPK-SGB VIII, § 10 Rn. 27, Stand Februar 2017).
Wie das BSG zur Kongruenz von Leistungen bei der Sicherstellung des Lebensunterhalts durch Jugendhilfeleistungen einerseits und die Berufsausbildungsbeihilfe andererseits mit Urteil vom 12.10.2017 (B 11 AL 20/16 R, zitiert nach juris) jüngst festgestellt hat, ergibt sich aus dem Zusammenwirken der Subsidiaritätsregelungen in § 22 Abs. 1 SGB III und § 10 Abs. 1 SGB VIII, dass die Leistungen der Beklagten vorrangig sind.