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Timestamp: 2019-07-18 00:47:36
Document Index: 260293549

Matched Legal Cases: ['§ 40', '§ 3', '§ 1', '§ 1', '§ 40', '§ 40', '§ 1', '§ 100', '§ 1', '§ 8', '§19', '§ 8']

Personalmarketing Archive - Seite 5 von 7 - Blog bAV-Versorgung - betriebliche Altersversorgung
Die betriebliche Altersversorgung wird in vielen Personalabteilungen oft stiefmütterlich behandelt. Durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz – und auch dem Fachkräftemangel in vielen Unternehmen – steigt auch das Interesse an der betrieblichen Altersversorgung in den Unternehmen.
Bewerber und auch vorhandene Mitarbeiter wünschen sich neben der gesetzlichen Rentenversorgung auch eine betriebliche Altersversorgung. Für Arbeitgeber bedeutet dies proaktiv die bAV einzusetzen. Personalabteilungen können hier einen bedeutenden Service bieten.
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Allerdings müssen Personalabteilungen wichtige Grundsätze beachten.
Neben der vollständigen Information der Arbeitnehmer – zu der ein Unternehmen dann verpflichtet ist, wenn ein Arbeitnehmer Interesse bekundet – sind auch die Unterlagen vollständig aufzubewahren.
Meist werden diese Unterlagen in der Personalabteilung oder Gehaltsbuchhaltung aufbewahrt.
Hierbei sind eine Reihe von Gegebenheiten zu beachten. Viele Betriebe sind jedoch mit der Verwaltung überfordert. Gerade in Klein- und Mittelbetrieben sind die Unterlagen unvollständig, wodurch den Betriebsprüfern der Finanzämter und der Sozialversicherung „Tür und Tor“ geöffnet sind.
betriebliche Altersversorgung Grundsätze
Wichtigste Grundsätze:
Grundsatz 1: Zusammensetzung der betrieblichen Altersversorgung
In der betrieblichen Altersversorgung – z. B. bei der Direktversicherung – gibt es zwei Dokumente, die als Einheit anzusehen sind:
Arbeitsrechtliche Zusage
Direktversicherung und Arbeitsrechtliche Zusage bilden eine Einheit!
Die Versicherungspolice ist hierbei das Finanzierungsinstrument. Durch die arbeitsrechtlichen Zusage wird zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Ergänzung des Arbeitsvertrages vorgenommen. Dort wird dann auch neben dem Durchführungsweg (z. B. Direktversicherung) die steuerrechtliche Behandlung festgelegt.
Ist bei einer Steuerprüfung die arbeitsrechtliche Vereinbarung nicht mehr vorhanden, dann fehlt auch ggf. die Grundlage für eine Pauschalversteuerung (§ 40 b EStG a.F.) bzw. die Steuerfreistellung (§ 3 Nr. 63 EStG).
Daraus folgt dann auch ggf. eine Verbeitragung in der Sozialversicherung, denn
alte Direktversicherungszusagen (§ 1 Abs. 1 Nr. 4 / 4a SvEV)
neue Direktversicherungen (§ 1 Abs. 1 Nr. 9 SvEV)
sind nur in bestimmten Fällen von der Sozialversicherung in der Ansparphase befreit.
Fehlt die arbeitsrechtliche Vereinbarung gibt es ggf. Probleme mit den Betriebsprüfern.
Grundsatz 2: Bei bestehenden alten Direktversicherungen (§ 40 b EStG a. F.) bei einer Durchschnittsbildung
Sofern ältere Direktversicherungen (Pauschalbesteuerung) mit unterschiedlichen Beiträgen bestehen, dann wird auch öfters die sogenannte Durchschnittsbildung genutzt. Hierbei kann der einzelne Direktversicherungsbeitrag jährlich bis zu 2.148 Euro betragen, wenn
ein sogenannter Rahmenvertrag besteht
und der Durchschnittsbeitrag 1.752 Euro nicht überschreitet.
Wurde die Durchschnittsbildung vor einigen Jahren eingehalten, dann können sich die Bedingungen inzwischen verändert haben. Dies ist dann der Fall, wenn Arbeitnehmer mit einem niedrigen Jahresbeitrag (z. B. 600 Euro) ausgeschieden sind und die Arbeitnehmer mit einem Beitrag über 1.752 Euro (z. B. 2.100 Euro) noch beschäftigt sind. Als Konsequenz könnte der Jahres-Durchschnittsbeitrag heute vielleicht über 1.752 Euro liegen.
bAV-Experte sollte umfangreiches Knowhow in der betrieblichen Altersversorgung haben
Grundsatz 3: Gruppen-Unfallversicherung
Bei der Anwendung der Pauschalbesteuerung bei Gruppen-Unfallversicherung (§ 40 Abs. 3 EStG)
Auch hier sollte die Einhaltung der 62 Euro-Grenze unbedingt überprüft werden, denn auch in der Gruppen-Unfallversicherung sind die Beiträge je Arbeitnehmer oft unterschiedlich (z. B. wenn objektiv abgrenzbare Gruppen einen höheren Versicherungsschutz erhalten).
Gruppen-Unfallversicherung-bAV-Leitfaden www.bAV-Leitfaden.de
Grundsatz 4: Erhöhung der betrieblichen Altersversorgung
Aufgrund des neu verpflichtenden Arbeitgeber-Zuschusses (§ 1a Abs. 1a BetrAVG) sowie des BAV-Förderbeitrages (§ 100 EStG) ergeben sich komplexe Varianten, die in der Einkommensteuer und der Sozialversicherung völlig unterschiedlich zu bewerten sind.
Die Fülle der Kombinationsmöglichkeiten – insbesondere, wenn dann noch pauschal besteuerte Direktversicherungen bestehen – würde den Umfang dieses Artikels sprengen.
Grundsatz 5: Personelle Veränderung oder Veränderung der persönlichen Verhältnisse bei den Arbeitnehmern immer im Blickfeld behalten
Personelle Veränderungen, z. B.:
Gehaltsanpassung, Beförderung
Umstellung der Arbeitszeit
oder auch die Veränderung der persönlichen Verhältnisse, z. B.
Änderung des Familienstandes
Wechsel des Lebensgefährten
Änderung der Kinderzahl
wirken sich auf die betriebliche Altersversorgung aus.
Auch in diesen Fällen müssen verschiedene Abteilungen in Unternehmen aktiv werden. Hierbei geht es nicht nur um die Sicherstellung einer positiven Betriebsprüfung, sondern auch um die richtige arbeitsrechtliche Untermauerung.
Grundsatz 6: Versorgungsordnung
So gibt es in vielen Unternehmen zwar eine ordentliche Führung der Versicherungsdokumente und auch hoffentlich der arbeitsrechtlichen Zusagen, allerdings fehlen sehr oft eine Versorgungsordnung. Hintergrund: In den arbeitsrechtlichen Zusagen, die in der Direktversicherung von den Versicherungsunternehmen zur Verfügung gestellt werden, fehlen oft allgemein gültige Punkte.
Wer bezahlt den Vertrag, wenn der Mitarbeiter länger krank ist, Elternzeit nimmt oder die Familienpflege in Anspruch nimmt?
Welche Unterschiede gibt es beim arbeitnehmer- und arbeitgeberfinanzierten Beitrag?
Muss bei Krankheit der AG-Zuschuss (§ 1a Abs. 1a BetrAVG bzw. bei pauschalen AG-Beitrag von z. B. 20 %) weiter gezahlt werden, wenn der Arbeitnehmer Krankengeld bezieht?
In einer Versorgungsordnung können alle diese offenen Punkte zusammengefasst werden.
bAV-Leitfaden.de Der betriebswirtschaftliche Leitfaden über die betriebliche Altersversorgung für Arbeitgeber, HR-, Steuer-, und Rentenberater – sowie Personalabteilung, Gehaltsbuchhaltung und bAV-Profis https://bav-leitfaden.de/content/bestellung/
Hilfreich für Arbeitgeber sind hier neben dem Steuerberater, Payroll-Unternehmen besonders auch bAV-Spezialisten mit entsprechendem Know-How in den Bereichen
allen Durchführungswegen
betriebs- und personalwirtschaftliche Abläufe
Besonders geeignet sind die rund 420
„Betriebswirte für betriebliche Altersversorgung (FH),
die es bundesweit gibt.
bAV-Experte – bAV-Spezialist – Betriebswirt für betriebliche Altersversorgung (FH)
Danke für das Lesen und eine Weiterempfehlung dieses Artikels.
Veröffentlicht am 17. Oktober 2018 18. Oktober 2018 Kategorien Arbeitsrecht, bAV-Allgemein, BetrAVG, Betriebliche Altersversorgung, Betriebliche Gruppen-Unfallversicherung, Betriebsprüfung Sozialversicherung, Betriebsprüfung-Steuern, Direktversicherung, Diverses, Einkommensteuer, Entgeltumwandlung, Entgeltunterlagen, Gehaltsbuchhaltung, GGF-Versorgung, Lohnsteuer, LStDV, Payroll-Unternehmen, Pensionskasse, Personal, Personalbindung, Personalmarketing, Personalsuche, SGB, Sozialversicherung, Steuerberater, Steuern, SvEVSchreibe einen Kommentar zu Direktversicherung – Unterlagen im Griff? – Hoffentlich!
Fortbildung, Weiterbildung, Berufliche Förderung
Innovative Arbeitgeber helfen bei der Auswahl von Fördermöglichkeiten aktiv
Bildung lohnt – Und es gibt viele Zuschussformen
Europa Zuschuss aus ESF
Veröffentlicht am 5. Oktober 2018 31. Oktober 2018 Kategorien bAV-Allgemein, Betriebliche Altersversorgung, Betriebliche Gesundheitsförderung, Betriebliche Gruppen-Unfallversicherung, Betriebliche Krankenversicherung, Diverses, Einkommensteuer, Human Resources - HR, Körperschaftsteuer, Mitarbeiterförderung, Nicht bAV-Förderungen, Personal, Personalbindung, Personalmarketing, Personalsuche, Seminar, Steuern, VortragSchlagwörter ESF, Europäischer Sozialfonds, WeiterbildungSchreibe einen Kommentar zu Bildungschance-Fortbildung-Weiterbildung MIT ZUSCHUSS
Berechnungstools in der betrieblichen Altersversorgung
bAV-toolbox – bAV-Leitfaden- betriebliche Altersversorgung Ordner-Der Leitfaden über die betriebliche Altersversorgung für Arbeitgeber, Personalabteilungen, HR und bAV-Berater
In vielen unterschiedlichen Bereichen in der betrieblichen Altersversorgung sind Berechnungstools und auch workflow-Programme sinnvoll.
Die bAV-toolbox.de bietet bereits in der Standard-Version einige Programme an, die man ansonsten nicht im Internet findet. Ebenso gibt es ein Linkverzeichnis mit Links zu verschiedenen Programmen.
bAV-toolbox – Das Berechnungstool für die betriebliche Altersversorgung
Für den Anwender in der betrieblichen Altersversorgung unverzichtbar.
Beantragt wird der kostenfreie Zugang zur Standard-Version durch Zusendung des ausgefüllten Blatts, das im bAV-Leitfaden vorhanden ist. Zugang zur Standardversion erhalten alle Erwerber des bAV-Leitfaden.de ca. 15 Tage nach Auslieferung.
bAV-Leitfaden- betriebliche Altersversorgung Ordner-Der Leitfaden über die betriebliche Altersversorgung für Arbeitgeber, Personalabteilungen, HR und bAV-Berater
Neue tools in der Pipeline für die betriebliche Altersversorgung
Derzeit entstehen weitere Berechnungstools, damit beispielsweise die Personalabteilung bei Personalveränderungen (Einstellung, Beförderung, Beendigung des Arbeitsverhältnisses) oder auch bei Veränderung der persönlichen Verhältnisse des Arbeitnehmers (z. B. Umstellung Arbeitsvertrag, Privatinsolvenz) alle wichtigen Prozesse beachtet, die auf die betriebliche Altersversorgung einwirken.
bAV-toolbox bAV-Leitfaden- betriebliche Altersversorgung Ordner-Der Leitfaden über die betriebliche Altersversorgung für Arbeitgeber, Personalabteilungen, HR und bAV-Berater
Veröffentlicht am 23. September 2018 Kategorien Arbeitgeberzuschuss Entgeltumwandlung, Arbeitsrecht, bAV-Allgemein, bAV-toolbox, Berechnungsprogramme, Betriebliche Altersversorgung, Direktversicherung, Diverses, Entgeltumwandlung, Human Resources - HR, Lohnsteuer, Mitarbeiterförderung, Personalbindung, Personalmarketing, Personalsuche, Sozialversicherung, SteuernSchlagwörter bAV-Tool, bAV-Toolbox, workflow, workflow in der bAVSchreibe einen Kommentar zu Berechnungstools in der betrieblichen Altersversorgung
Berechnungstool bAV -Arbeitgeberabgaben
Veröffentlicht am 22. September 2018 22. September 2018 Kategorien bAV-Allgemein, Berechnungsprogramme, Betriebliche Altersversorgung, Human Resources - HR, Personal, PersonalmarketingSchlagwörter Arbeitgeberabgabe, bav Berechnungstool, bAV-Berater, bAV-Experte, bAV-Leitfaden, bAV-Spezialist, bAV-Tool, bAV-Toolbox, Berufsgenossenschaft, Gesetzliche Unfallversicherung, Insolvenzsicherungsbeitrag, Umlage 1, Umlage 2Schreibe einen Kommentar zu Berechnungstool bAV -Arbeitgeberabgaben
Fehlzeiten können durch intelligente betriebliche Systeme reduziert werden
Schaden von 75 Milliarden Euro. Zahl der Krankmeldungen steigt deutlich.
Gesundheitsvorsorge und Präventivmaßnahmen durch betriebliche Krankenversicherung wird immer wichtiger.
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die auch im bAV-Leitfaden.de aufgezeigt werden.
Ein interessanten Artikel wurde auf n-TV veröffentlicht:
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Zahl-der-Krankmeldungen-steigt-deutlich-article20634313.html
Veröffentlicht am 21. September 2018 21. September 2018 Kategorien bAV-Allgemein, Betriebliche Gesundheitsförderung, Betriebliche Gruppen-Unfallversicherung, Betriebliche Krankenversicherung, Human Resources - HR, Mitarbeiterförderung, Personalbindung, PersonalmarketingSchlagwörter Fehlzeiten, KrankmeldungSchreibe einen Kommentar zu Fehlzeiten können durch intelligente betriebliche Systeme reduziert werden
Veröffentlicht am 16. September 2018 16. September 2018 Kategorien Arbeitsrecht, bAV-Allgemein, Betriebliche Altersversorgung, Betriebliche Gruppen-Unfallversicherung, Diverses, Einkommensteuer, Human Resources - HR, Lohnsteuer, LStDV, Mitarbeiterförderung, Nicht bAV-Förderungen, Personalbindung, Personalmarketing, Personalsuche, SGBSchlagwörter Gruppen-Unfallversicherung, UnfallversicherungSchreibe einen Kommentar zu Betriebliche Gruppen-Unfallversicherung
Betriebliche Krankenversicherung für Arbeitnehmer – Sachbezug jetzt im Rahmen der 44 Euro-Grenze möglich
Die betriebliche Krankenversicherung ist für Arbeitgeber im Rahmen der Gesundheitsvorsorge eine Möglichkeit, die Arbeitnehmer stärker an den sich zu binden.
Betriebliche Krankenversicherung bAV-Experte.de
Für den Arbeitgeber bedeutet dies, dass seine Mitarbeiter schneller einen Termin beim Arzt erhalten und durch Check-Up-Pakete auch die Vorsorge des Mitarbeiters zu verbessern.
Letztendlich sinken oder verkürzen sich die Zeiten von Arbeitsunfähigkeit und nebenbei hat der Arbeitgeber ein weiteres soziales Instrument, seinen Mitarbeitern eine Besonderheit zu bieten.
Hierfür bieten die Anbieter spezielle Leistungspakete an, die der Arbeitgeber entweder zusätzlich zum Gehalt bezahlt oder der Arbeitnehmer selbst übernimmt.
Mitversicheurng von Familienangehörigen
Einzelne Anbieter berücksichtigen sogar auch die Mitversicherung der Familie und machen zu einem festgelegten Stichtag keine Risikoprüfung.
Betriebliche Krankenversicherung auch für die Familienangehörigen
Beispiele Leistungspakete:
Sonderkonditionen beim Fitness-Studio, Kauf von Sportgeräten und Buchung eines Hotels
Termin-Service beim Facharzt
Einholung einer Zweitmeinung
Hilfe bei der Suche des passenden Facharztes
Check-Up für Mitarbeiter
Der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber profitiert hierdurch von einem modernen Gesundheitsmanagement zu Sonderkonditionen, wenn dies ein Betrieb für seine Mitarbeiter anbietet.
Auswahl von Programm der Mitarbeiterförderung
Durch dieses Angebot sind die Mitarbeiter um 23 Prozent weniger erschöpft und das gesamte Unternehmen die Fehlzeiten verringern sich um 14 Prozent. Dies wirkt sich auch positiv auf die Leistung aus (Quelle: i.FPM ‑ Studie „Mitarbeiterführung zwischen Hochleistung und Erschöpfung“ (Dezember 2013, S. 4) / Autoren: Prof. Dr. Heike Bruch und Sandra Kowalevsk).
Der Arbeitgeber unterstreicht hierdurch, wie er sich für die Gesundheit seiner Mitarbeiter einsetzt. Durch gezielte Qualitätskontrolle, die durch einzelne Anbieter ebenso angeboten werden, werden beispielsweise die Krankenhäuser ausgewählt.
Je nach Leistungspaket werden die Sonderkonditionen bereits ab 20 Mitarbeiter gewährt, wobei die Beiträge vom Leistungsumfang abhängig sind. Die Angebote beginnen bereits ab 5 Euro im Monat.
Beitragszahlung durch Arbeitnehmer oder Arbeitgeber –
Beitragszahlung vom Netto oder vom Bruttogehalt?
Lange Zeit war unklar,
ob der Beitrag für eine betriebliche Krankenzusatzversicherung als Betriebsausgaben, anerkannt wird
der Beitrag im Rahmen der 44 Euro-Freigrenze pauschal versteuert werden kann
oder der Beitrag vom Nettogehalt finanziert werden muss.
Firmen mit Innovation und Mitarbeiterförderung auch in der Föerdung der betrieblichen Gesundheitsvorsorge
BFH-Entscheidung am 12.09.2018
Am 12.9.2018 hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass die Beiträge Sachlohn sein können.
Leitsatz des Urteiles: „Die Gewährung von Krankenversicherungsschutz ist in Höhe der geleisteten Beiträge Sachbezug, wenn der Arbeitnehmer ausschließlich Versicherungsschutz und keine Geldzahlung verlangen kann. Für den Sachbezug gilt die Freigrenze von 44 EUR/Monat.“
Rechtliche Entscheidung
Dies war bereits vor dem 10.10.2013 der Fall. Am 10.10.2013 hatte das Bundesfinanzministeriums ( Bundesfinanzministerium, Schreiben vom 10. Oktober 2013, Aktenzeichen IV C 5 – S 2334/13/10001) jedoch eine ablehnende Haltung zu der steuerlichen Anerkennung der betrieblichen Krankenversicherung, obwohl zuvor ein einem anderen Urteil (BFH Urteil vom 14.04.2011 – VI R 24/10 (veröffentlicht am 22.06.2011)) die Anerkennung von Sachbezug anerkannt wurde.
seit dem 10.10.2013, war deshalb offen, ob die betriebliche Krankenversicherung im Rahmen der 44-Euro-Grenze genutzt werden kann.
Durch das BFH Urteil (BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.6.2018, VI R 13/16 wurde dies unter bestimmten Bedingungen jetzt zugelassen (vgl. Internetlink: https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/druckvorschau.py?Gericht=bfh&Art=pm&nr=37684 )
Im genannten Gerichtsentscheid hatte der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer für die Mitarbeiter seines Unternehmens bei zwei Versicherungsgesellschaften eine Zusatzkrankenversicherung abgeschlossen. Als Leistungen waren Vorsorgeuntersuchungen, stationäre Zusatzleistungen sowie Zahnersatz versichert.
Die monatlichen Beiträge für den Versicherungsschutz des Arbeitnehmers A haben monatlichen Beiträge (36,42 EUR) betragen und sind somit unter der Freigrenze von 44 EUR nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG gelegen.
Das Finanzamt wollte den Beitrag als regulären Arbeitslohn versteuern (§19 EStG).
Im Urteil wurde klargestellt, dass nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG Sachbezüge – nicht Barlohn – nicht berücksichtigt werden, wenn die 44 Euo-Grenze nicht überschritten wird.
Allerdings: Bar- und Sachlohn sind nach dem Rechtsgrund des Zuflusses zu unterscheiden. Wenn der Arbeitnehmer die Sache selbst nur nutzen kann, liegen Sachbezüge vor, die unter die Freigrenzen-Regelung fallen.
für Arbeitgeber herrscht endlich Klarheit und somit auch die Möglichkeit, den Arbeitnehmern eine Zusatzleistung anzubieten.
Bei der Einrichtung einer betrieblichen Krankenversicherung sind jedoch einige arbeitsrechtliche und betriebswirtschaftliche Regelungen zu beachten, damit die Einhaltung weiterer gesetzlicher Regelungen berücksichtigt wird.
Hierzu zählen beispielsweise der Gleichbehandlungsgrundsatz und betriebswirtschaftlich passende Ablaufprozesse vor, während und nach der Einrichtung der betrieblichen Krankenversicherung.
Wichtig ist auch, dass es sich um eine Freigrenze handelt.
Veröffentlicht am 16. September 2018 16. September 2018 Kategorien Arbeitgeberzuschuss Entgeltumwandlung, Arbeitsrecht, bAV-Allgemein, Betriebliche Gesundheitsförderung, Betriebliche Krankenversicherung, BFH-Urteil, BMF-Schreiben, Diverses, Human Resources - HR, Mitarbeiterförderung, Personalbindung, Personalmarketing, Personalsuche, Sozialversicherung, SteuernSchlagwörter 44-Euro-Grenze, betriebliche Krankenversicherung, Mitarbeiterbindung, Sachbezug1 Kommentar zu Betriebliche Krankenversicherung für Arbeitnehmer – Sachbezug jetzt im Rahmen der 44 Euro-Grenze möglich