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Timestamp: 2013-05-23 10:39:49
Document Index: 54599792

Matched Legal Cases: ['Art 17', 'Art 17', 'BGH', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 23', 'BGH', 'BGH', 'Art. 17', 'Art. 17', 'BGH', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'BGH', 'BGH', 'OGH', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 3', 'Art. 17', 'Art. 17', 'BGH', 'BGH', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'BGH', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 51', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'BGH', 'Art. 17', 'Art. 28', 'BGH', 'Art. 17', 'Art. 17']

Ist Haftung des Frachtfuehrers fuer auf fehlerhaftes Verladen zurueckzufuehrende Beschaedigung des Gutes Art 17 I CMR nach Art 17 IV lit c CMR ausgeschlossen Verlader entscheidet I ZR 43 04 BGH Urteil 135676
Do, 23. Mai 2013, 12:39 | Login: User Passwort Anmelden
I ZR 43/04;
Rechtskr�ftig: unbekannt!Ist Haftung des Frachtf�hrers f�r auf fehlerhaftes Verladen zur�ckzuf�hrende Besch�digung des Gutes (Art. 17 I CMR) nach Art. 17 IV lit. c CMR ausgeschlossen? Verlader entscheidet!Titelauswahl: Franz-Anton Plitt, LeipzigLeitsatz des Gerichts:CMR Art. 17 Abs. 1, 2, 4 lit. c und Abs. 5
F�r die Frage, ob die Haftung des Frachtf�hrers f�r eine auf fehlerhaftes Verladen zur�ckzuf�hrende Besch�digung des Gutes (Art. 17 Abs. 1 CMR) nach Art. 17 Abs. 4 lit. c CMR ausgeschlossen ist, kommt es darauf an, wer das Transportgut tats�chlich verladen hat. Liegen danach die Voraussetzungen eines Haftungsausschlusses nicht vor, ist ein vom Versender verschuldeter Schadensbeitrag - hier: Nichteinschreiten des an sich zur Verladung verpflichteten Versenders bei einer vom Fahrer vorgenommenen unzureichenden Verzurrung des Gutes auf einem Auflieger - im Rahmen der Haftungsabw�gung nach Art. 17 Abs. 2 i.V. mit Abs. 5 CMR zu ber�cksichtigen.Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die m�ndliche Verhandlung vom 25. Januar 2007 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bornkamm und die Richter Dr. v. Ungern-Sternberg, Pokrant, Dr. B�scher und Dr. Bergmann
Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des 2. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Bremen vom 26. Februar 2004 aufgehoben.
Die Kl�gerin ist Transportversicherer der U. Incorporated, Roosevelt, New Jersey/USA (im Weiteren: U. ). Sie nimmt die Beklagte aus abgetretenem Recht der I. Corporation aus Hoboken, New Jersey/USA (im Weiteren: I. ) wegen der Besch�digung von Transportgut auf Schadensersatz in Anspruch.
Die I. , die ihrerseits von der U. beauftragt wurde, erteilte der Beklagten zu festen Kosten den Auftrag, einen Vakuumtrockner von der Niederlassung der U. in Bitterfeld nach Litvinov in Tschechien zu bef�rdern. Die Beklagte �bertrug die Durchf�hrung des Transports einem in Prag ans�ssigen Unternehmen, das schlie�lich die M. in Podleska/Tschechien mit der Bef�rderung beauftragte. Der Fahrer der M. �bernahm das Gut am 2. August 1999 in Bitterfeld. Der Vakuumtrockner, der auf einem Holzger�st stand, wurde zun�chst von Mitarbeitern der U. auf den offenen Auflieger gestellt und anschlie�end von dem Fahrer mit von der Frachtf�hrerin gestellten Gurten auf der Ladefl�che verzurrt.
In der N�he von Dresden st�rzte der Vakuumtrockner w�hrend der Fahrt von der Ladefl�che des Aufliegers. Dadurch entstand ein Gesamtschaden von 49.000 US-Dollar. Die Kl�gerin hat an ihre Versicherungsnehmerin Ersatz in H�he von insgesamt 57.000 US-Dollar geleistet. Die I. hat ihre Anspr�che gegen die Beklagte wegen des streitgegenst�ndlichen Schadensereignisses am 15. September 1999 an die Kl�gerin abgetreten.
Die Kl�gerin hat behauptet, die Ursache f�r den Schadensfall liege darin, dass der Vakuumtrockner auf der Ladefl�che mit von der Frachtf�hrerin gestellten technisch unzul�nglichen Befestigungsgurten gesichert worden sei. Die Verzurrung sei nicht von Mitarbeitern der U. , sondern allein und eigenverantwortlich durch den von der Frachtf�hrerin eingesetzten Fahrer vorgenommen worden.
die Beklagte zu verurteilen, an sie 49.000 US-Dollar, hilfsweise den Gegenwert in Euro zum Kurs zum Zeitpunkt der Urteilsverk�ndung, nebst Zinsen zu zahlen.
Die Beklagte ist der Klage entgegengetreten. Sie hat geltend gemacht, der eingetretene Schaden habe auf einem Verladefehler beruht, weil der f�r den Transport des Vakuumtrockners verwendete Holzschlitten auf dem Auflieger weder durch Vernagelung noch durch Verkeilung gegen ein Verrutschen gesichert gewesen sei. Das Holzger�st habe auch den Transportbelastungen nicht standgehalten. Die f�r das Verzurren der Ladung verwendeten Gurte h�tten zudem nicht die erforderliche Zugkraft gehabt. Das sei f�r das Verladepersonal der U. aufgrund einer entsprechenden Aufschrift auf den Gurten klar erkenn- bar gewesen. Die Versenderin habe es unterlassen, die Eignung der Gurte f�r die Sicherung des Transportgutes zu �berpr�fen.
Das Landgericht hat die Beklagte unter Abweisung der weitergehenden Klage verurteilt, an die Kl�gerin 44.663,20 � nebst Zinsen zu zahlen. Die dagegen gerichtete Berufung der Beklagten ist erfolglos geblieben.
Mit der vom Senat zugelassenen Revision, deren Zur�ckweisung die Kl�gerin beantragt, verfolgt die Beklagte ihr Begehren auf Abweisung der Klage weiter.
I. Das Berufungsgericht hat einen Schadensersatzanspruch der Kl�gerin gem�� Art. 17 Abs. 1, Art. 23 Abs. 1 CMR i.V. mit � 398 BGB f�r begr�ndet erachtet. Dazu hat es ausgef�hrt:
Das Holzger�st, auf dem der Vakuumtrockner gestanden habe, sei zwar in seiner Beschaffenheit und auch in der Art der Befestigung f�r den Transport des Trockners weitgehend ungeeignet gewesen. Diese M�ngel h�tten sich jedoch nicht schadensurs�chlich ausgewirkt. Die entscheidende Ursache f�r den Unfall habe vielmehr in der Verwendung offensichtlich unzureichender Gurte bestanden, die zudem noch mangelhaft verzurrt worden seien. Die Beklagte k�nne sich nicht mit Erfolg darauf berufen, U. sei zur Verladung des Gutes verpflichtet gewesen mit der Folge, dass der Fahrer der Frachtf�hrerin als deren Erf�llungsgehilfe gehandelt habe. Die Verantwortung f�r die mangelhafte Beschaffenheit und Verzurrung der Gurte treffe vielmehr die Beklagte. Es komme entscheidend darauf an, wer die Verladung und Verstauung des Gutes im konkreten Einzelfall tats�chlich �bernommen habe. Im vorliegenden Fall habe der Fahrer der Frachtf�hrerin das Transportgut mit den Gurten befestigt. Er habe dabei selbst�ndig gehandelt und eine verantwortliche Verladet�tigkeit f�r die Beklagte ausge�bt. Unter diesen Umst�nden komme ein Mitverschulden von U. , das sich die Kl�gerin zurechnen lassen m�sse, nicht in Betracht.
II. Die Revision hat Erfolg. Sie f�hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur�ckverweisung der Sache an das Berufungsgericht.
1. Die Vorinstanzen sind zutreffend davon ausgegangen, dass die Kl�gerin aus abgetretenem Recht der I. anspruchsberechtigt ist. Der versendende Spediteur (im Streitfall die I. ) ist nach den Grunds�tzen der Drittschadensliquidation zur Geltendmachung sowohl von Sch�den des Absenders (U. ) als auch des Empf�ngers aus einer Besch�digung des Frachtgutes gegen�ber dem Frachtf�hrer berechtigt (BGH, Urt. v. 20.4.1989 - I ZR 154/87, TranspR 1989, 413, 414 = VersR 1989, 1168). Die Revision erhebt insoweit auch keine Beanstandungen.
2. Die Vorinstanzen haben des weiteren rechtsfehlerfrei und von der Revision ebenfalls unbeanstandet angenommen, dass sich eine Verantwortlichkeit der Beklagten f�r das streitgegenst�ndliche Schadensereignis grunds�tzlich nach den Vorschriften des �bereinkommens �ber den Bef�rderungsvertrag im internationalen Stra�eng�terverkehr (CMR) beurteilt. Die I. , die ihrerseits von der U. beauftragt wurde, hat die Beklagte zu festen Kosten mit der Besorgung der Bef�rderung des Vakuumtrockners von der Niederlassung der U. in Bitterfeld nach Litvinov in Tschechien betraut. Als Fixkostenspediteurin i.S. von � 459 Satz 1 HGB hat die Beklagte hinsichtlich der Bef�rderung die Rechte und Pflichten eines Frachtf�hrers und unterliegt damit der Haftung nach der CMR (st. Rspr.; BGH, Urt. v. 20.1.2005 - I ZR 95/01, TranspR 2005, 311, 312 = VersR 2006, 814). Schadensersatz f�r die Besch�digung des Gutes kann die Kl�gerin daher unter den Voraussetzungen des Art. 17 CMR beanspruchen.
3. Ohne Erfolg wendet sich die Revision dagegen, dass das Berufungsgericht eine Haftung der Beklagten dem Grunde nach bejaht hat.
a) Nach Art. 17 Abs. 1 CMR schuldet der Frachtf�hrer grunds�tzlich Schadensersatz f�r eine w�hrend seiner Obhutszeit eingetretene Besch�digung des Transportgutes. Dem steht nicht entgegen, dass die Schadensursache bereits zuvor, das hei�t vor der �bernahme des Gutes gesetzt wurde (vgl. BGH, Urt. v. 27.10.1978 - I ZR 86/76, VersR 1979, 417, 418; Koller, Transportrecht, 5. Aufl., Art. 17 CMR Rdn. 39; M�nchKomm.HGB/Basedow, Art. 17 CMR Rdn. 66; Helm, Frachtrecht II: CMR, 2. Aufl. 2002, Art. 17 Rdn. 135; a.A. Herber/Piper, CMR, Art. 17 Rdn. 119). Von dieser Haftung ist der Frachtf�hrer gem�� Art. 17 Abs. 4 lit. c CMR unter anderem dann befreit, wenn die Besch�digung des Gutes auf einen Verlade- und/oder Verstaufehler des Absenders zur�ckzuf�hren ist. Dabei umfasst das Verladen nicht nur das Verbringen des Gutes auf das Transportfahrzeug, sondern auch dessen Befestigung und Sicherung auf dem Fahrzeug (vgl. Helm aaO Art. 17 Rdn. 152; Koller aaO Art. 17 CMR Rdn. 39; M�nchKomm.HGB/Basedow, Art. 17 CMR Rdn. 68).
b) Das Berufungsgericht hat die Voraussetzungen f�r eine Haftungsbefreiung der Beklagten gem�� Art. 17 Abs. 4 lit. c CMR im Ergebnis zu Recht verneint.
aa) F�r die Anwendung des besonderen Haftungsausschlusstatbestandes gem�� Art. 17 Abs. 4 lit. c CMR kommt es ma�geblich darauf an, wer die Verladung tats�chlich ausgef�hrt hat (BGH VersR 1979, 417, 418; BGH, Urt. v. 28.3.1985 - I ZR 194/82, TranspR 1985, 261, 263 = VersR 1985, 754; �stOGH TranspR 1991, 424; TranspR 2003, 311, 313; Koller aaO Art. 17 CMR Rdn. 41; Helm aaO Art. 17 Rdn. 160 f.; Huther in: Ebenroth/Boujong/Joost, HGB, Art. 17 CMR Rdn. 58). Welche Partei vertraglich zur Verladung verpflichtet ist, ist danach zwar grunds�tzlich unma�geblich, kann aber als Indiz ber�cksichtigt werden. Wirken bei der Verladung Leute des Frachtf�hrers ohne dessen Kenntnis und Billigung mit, steht dies der Anwendung von Art. 17 Abs. 4 lit. c CMR nicht ohne weiteres entgegen. Hilfst�tigkeiten des Fahrers sind nicht in jedem Fall dem Frachtf�hrer zuzurechnen. Der Fahrer kann, wie sich aus der Formulierung "oder Dritte, die f�r den Absender � handeln" in Art. 17 Abs. 4 lit. c CMR ergibt, auch f�r den Versender handeln. Entscheidend ist, ob der Fahrer unter der Oberaufsicht und Verantwortung des Absenders t�tig geworden ist. Denn in einem solchen Fall handelt der Fahrer im Pflichtenkreis des Versenders (Koller aaO Art. 17 CMR Rdn. 41 f.; Helm aaO Art. 17 Rdn. 160 f.; M�nch-Komm.HGB/Basedow, Art. 17 Rdn. 67; Neufang/Valder, TranspR 2002, 325, 331).
bb) Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts ist die von dem Fahrer der Frachtf�hrerin vorgenommene mangelhafte Befestigung des Vakuumtrockners mit unzureichenden Gurten, die f�r den streitgegenst�ndlichen Schaden urs�chlich war, nicht der Versenderin I. zuzurechnen.
Das Berufungsgericht hat unangegriffen festgestellt, dass der Fahrer der Frachtf�hrerin nicht nur Hilfestellung im Rahmen einer m�glicherweise f�r die U. ausge�bten Gef�lligkeit gegeben hat, wobei die U. nicht als Absenderin des Gutes i.S. von Art. 17 Abs 4 lit. c CMR, sondern als Erf�llungsgehilfe der Versandspediteurin I. t�tig geworden ist (siehe dazu nachfolgend unter 4 b) aa)). Er hat vielmehr das Festgurten und Verzurren des Vakuumtrockners v�llig selbst�ndig vorgenommen und bei dieser T�tigkeit auch Hinweise und Vorschl�ge von Mitarbeitern der U. nicht beachtet. Unter diesen Umst�nden kann nicht angenommen werden, dass der Fahrer unter der Oberaufsicht und Verantwortung der Mitarbeiter der U. gehandelt hat. Der Fahrer hat sich bei seiner T�tigkeit nicht in die Organisationssph�re des Versenders (I. ) integrieren lassen. Es ist auch zu ber�cksichtigen, dass den Fahrer gem�� � 412 Abs. 1 Satz 2 HGB eine eigene Verpflichtung zur Sicherung des Transportgutes getroffen hat. Denn nach dieser Vorschrift hat der Frachtf�hrer f�r die betriebssichere Verladung zu sorgen. In Anbetracht der Tatsache, dass der Fahrer bei der Befestigung des Vakuumtrockners v�llig selbst�ndig gehandelt und Hinweise und Vorschl�ge von Mitarbeitern der U. unbeachtet gelassen hat, ist seine T�tigkeit dem Bereich der Herbeif�hrung einer betriebssicheren Verladung zuzuordnen.
c) Die Beklagte ist auch nicht nach Art. 17 Abs. 2 CMR von der Haftung f�r den streitgegenst�ndlichen Schaden in vollem Umfang befreit. Das gilt selbst dann, wenn die Besch�digung des Transportgutes (auch) durch ein Verschulden des Verf�gungsberechtigten (Art. 17 Abs. 2 CMR) verursacht worden ist. Die Beklagte muss sich die von dem Fahrer der Frachtf�hrerin vorgenommene unzureichende Befestigung des Transportgutes, die f�r das Herabst�rzen des Vakuumtrockners von dem Transportfahrzeug urs�chlich war, gem�� Art. 3 CMR zurechnen lassen mit der Folge, dass keine Unvermeidbarkeit der Besch�digung i.S. von Art. 17 Abs. 2 CMR gegeben ist. Ein Verschulden des Verf�gungsberechtigten, das ebenfalls zur Entstehung des Schadens beigetragen hat, ist dann bei der nach Art. 17 Abs. 5 CMR vorzunehmenden Abw�gung der beiderseitigen Verursachungsbeitr�ge und Verschuldensanteile zu ber�cksichtigen (vgl. BGH TranspR 1985, 261, 264; BGH, Urt. v. 24.9.1987 - I ZR 197/85, VersR 1988, 244, 245; Koller aaO Art. 17 CMR Rdn. 54; Herber/Piper aaO Art. 17 Rdn. 56).
4. Die Revision wendet sich aber mit Erfolg gegen die Annahme des Berufungsgerichts, die Kl�gerin m�sse sich kein Mitverschulden der Versenderin zurechnen lassen.
a) Auch wenn die Besch�digung des Vakuumtrockners - wie das Berufungsgericht unangefochten festgestellt hat - auf die von dem Fahrer der Frachtf�hrerin allein und eigenverantwortlich vorgenommene mangelhafte Befestigung des Gutes zur�ckzuf�hren ist, ist die Versenderin I. , deren Verhalten sich die Kl�gerin gem�� �� 398, 404 BGB zurechnen lassen muss, jedenfalls nicht vollst�ndig von der Haftung aus dem mit der Beklagten geschlossenen Bef�rderungsvertrag frei. Aus Art. 17 Abs. 5 CMR ergibt sich, dass die CMR die Ber�cksichtigung weiterer vom Verf�gungsberechtigten (Art. 17 Abs. 2 CMR) verschuldeter Schadensursachen nicht ausschlie�t. Die Vorschrift sieht eine anteilige Haftung des Frachtf�hrers f�r den Fall vor, dass der Schaden sowohl auf Umst�nden beruht, die einen Haftungsausschluss nach Art. 17 Abs. 2 und Abs. 4 CMR begr�nden, als auch auf Umst�nden, f�r die der Frachtf�hrer gem�� Art. 17 Abs. 1 und Abs. 3 CMR einzustehen hat (vgl. BGH VersR 1988, 244, 245; Herber/Piper aaO Art. 17 Rdn. 143).
b) Die Revision wendet sich mit Recht gegen die Annahme des Berufungsgerichts, der Versenderin habe angesichts der eigenverantwortlichen T�tigkeit des Fahrers, die dieser allein f�r die Beklagte ausge�bt habe, keine �berwachungspflicht oblegen.
aa) Bei der nach Art. 17 Abs. 5 CMR vorzunehmenden Abw�gung der Verschuldensanteile ist das Verschulden des Verf�gungsberechtigten i.S. von Art. 17 Abs. 2 CMR zu ber�cksichtigen. Mit dem Verf�gungsberechtigten meint die CMR - wie sich den ma�geblichen englischen und franz�sischen Texten (Art. 51 CMR) entnehmen l�sst - den Anspruchsteller ("the claimant") oder Anspruchsinhaber ("l'ayant droit"); das sind der Absender und der Empf�nger, die beide als Gl�ubiger des Ersatzanspruchs in Betracht kommen (vgl. Herber/ Piper, CMR, Art. 17 Rdn. 56; M�nchKomm.HGB/Basedow, Art. 17 CMR Rdn. 29; Koller aaO Art. 17 CMR Rdn. 31; Thume, CMR, Art. 17 Rdn. 81), hier also der Absender. Absender war im Streitfall nicht U. , sondern die I. , da sie der Beklagten den Auftrag zur Bef�rderung des Vakuumtrockners von Bitterfeld nach Litvinov erteilt hat (vgl. BGH VersR 1988, 244, 245). Die U. hat bei der Verladung des Gutes als Erf�llungsgehilfe der I. gehandelt mit der Folge, dass deren Verhalten der I. gem�� � 278 BGB zuzurechnen ist.
bb) Die CMR enth�lt keine Bestimmung, wen die Pflicht zur betriebs- und bef�rderungssicheren Verladung und Verstauung des Transportgutes trifft. In Art. 17 Abs. 4 lit. c CMR ist nur geregelt, wer das Risiko einer fehlerhaften Be- oder Entladung bzw. Verstauung zu tragen hat. Hinsichtlich der Beladungsverpflichtung ist daher erg�nzend das nach den Regeln des Internationalen Privatrechts zu ermittelnde nationale Recht heranzuziehen. Kommt - wie hier - gem�� Art. 28 Abs. 1 und Abs. 4 Satz 1 EGBGB deutsches Recht zur Anwendung, ist f�r die Frage, welche Partei des Frachtvertrages zur Verladung des Transportgutes verpflichtet ist, die dispositive Vorschrift des � 412 Abs. 1 Satz 1 HGB ma�geblich. Danach war die I. als Versenderin des Vakuumtrockners verladungspflichtig. Hiervon ist auch nicht durch Parteivereinbarung abgewichen worden.
Eine von � 412 Abs. 1 Satz 1 HGB abweichende Vereinbarung kann regelm��ig nur mit dem Frachtf�hrer selbst und nicht mit dessen Fahrer getroffen werden. Entgegen der Auffassung der Revisionserwiderung ergibt sich eine �bernahme der Ladeverpflichtung durch die Beklagte nicht aus deren an die I. gerichteten Angebotsschreiben vom 28. Juli 1999 (Anlage K 3). Die Kl�gerin hat nicht schl�ssig dargelegt, dass es sich bei der in dem Schreiben verwendeten Abk�rzung "fot" um eine allgemein �bliche Handelsklausel mit der Bedeutung "�bernahme der Verladung des Transportgutes durch den Frachtf�hrer" handelt, was die Beklagte auch in Abrede gestellt hat. Dass der Fahrer der Frachtf�hrerin von der Beklagten bevollm�chtigt war, f�r diese die Verladepflicht zu �bernehmen, hat das Berufungsgericht nicht festgestellt. F�r eine solche Annahme ergeben sich aus dem Sachverhalt auch keine Anhaltspunkte.
cc) Da die Versenderin I. zur bef�rderungssicheren Verladung des Vakuumtrockners verpflichtet war, oblag ihr die Sicherung, Befestigung und Verzurrung des Gutes auf dem Transportfahrzeug. Diese Verpflichtung hat sie nicht erf�llt. Die Mitarbeiter der U. , die als Erf�llungsgehilfen der I. t�tig geworden sind, haben den Vakuumtrockner lediglich auf den offenen Auflieger gestellt und die Befestigung und Verzurrung des Ger�tes allein und eigenverantwortlich dem Fahrer der Frachtf�hrerin �berlassen.
Die Revision weist mit Recht darauf hin, dass derjenige, der das ihm obliegende bef�rderungssichere Verladen eines Spezialger�tes (teilweise) einem Dritten �berl�sst, sich Gewissheit dar�ber verschaffen muss, dass das Gut von dem Dritten ordnungsgem�� befestigt und verzurrt wurde. Ein - wie hier - wegen der Nichtbefolgung von Weisungen und Ratschl�gen erkennbar mangelhaftes Befestigen des Gutes darf nicht tatenlos hingenommen werden. Der verf�gungsberechtigte Versender muss in einem solchen Fall durch eigene T�tigkeiten vor Beginn des Transportes selbst f�r eine bef�rderungssichere Befestigung und Verzurrung des Transportgutes sorgen. Das gilt in besonderem Ma�e - ebenso wie f�r den Frachtf�hrer - f�r den Versandspediteur, der die allgemeine Rechtspflicht hat, das ihm zur Bef�rderung anvertraute fremde Gut vor Schaden zu bewahren (vgl. BGH VersR 1988, 244, 246). Unterl�sst er die gebotenen Sicherheitsma�nahmen, liegt darin ein pflichtwidriges Verschulden, auf das sich auch der Frachtf�hrer im Rahmen der gem�� Art. 17 Abs. 5 CMR vorzunehmenden Haftungsabw�gung berufen kann.
5. Die Schadensabw�gung gem�� Art. 17 Abs. 5 CMR obliegt dem Tatrichter. Das Berufungsgericht hat dazu - aus seiner Sicht folgerichtig - bislang keine Stellung genommen. Das wird im wiederer�ffneten Berufungsverfahren nachzuholen sein.
III. Danach ist das Berufungsurteil auf die Revision der Beklagten aufzuheben und die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch �ber die Kosten der Revision, an das Berufungsgericht zur�ckzuverweisen.
Bornkamm v. Ungern-Sternberg Pokrant B�scher Bergmann