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Timestamp: 2019-12-06 22:35:02
Document Index: 374887221

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', '§ 53', '§ 180', 'BGH', '§ 180', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: BFH/NV 2005, 229 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BFH, 15.09.2004
https://dejure.org/2004,1925
BFH, 15.09.2004 - I R 83/04 (https://dejure.org/2004,1925)
BFH, Entscheidung vom 15.09.2004 - I R 83/04 (https://dejure.org/2004,1925)
BFH, Entscheidung vom 15. September 2004 - I R 83/04 (https://dejure.org/2004,1925)
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Emmott'sche Fristenhemmung berührt nicht den Lauf der Revisionseinlegungsfrist bei Geltendmachung eines Gemeinschaftsrechtsverstoßes
Zusammenfassung von "Anrechnung ausländischer Steuern nach dem EuGH-Urteil in der Rechtssache "Manninen" trotz Bestandskraft?" von RiBFH Dr. Dietmar Gosch, original erschienen in: DStR 2004, 1988 - 1992.
Zusammenfassung von "Bricht EU-Recht die Bestandskraft nach nationalem Verfahrensrecht? - Anmerkung zum BFH-Beschluss I R 83/04 (DStR 2004, 2005) und zum Beitrag von Gosch (DStR 2004, 1988)" von WP/StB Katja Friedrich und RA/StB Jürgen Nagler, original erschienen in: DStR 2005, 403 - ...
BFH/NV 2005, 229
Eine derartige Fallgestaltung ist im Streitfall nicht gegeben, da die Klägerin nicht daran gehindert war, innerhalb der allgemeinen Fristen ihre Umsatzsteuerfestsetzungen anzufechten (vgl. BFH-Entscheidungen vom 23. November 2006 V R 67/05, BFHE 216, 357, BStBl II 2007, 436; vom 23. November 2006 V R 51/05, BFHE 216, 350, BStBl II 2007, 433;… vom 9. Oktober 2008 V R 45/06, BFH/NV 2009, 39; BFH-Urteile in BFHE 179, 563, BStBl II 1996, 399; vom 15. September 2004 I R 83/04, BFH/NV 2005, 229).
Die Klägerin hat --wie sie selbst einräumt-- gegen die bestandskräftigen Umsatzsteuerfestsetzungen nicht die ihr zur Verfügung stehenden Rechtsbehelfe (vgl. EuGH-Urteil I-21 Germany und Arcor in Slg. 2006, I-8559, unter Rdnrn. 53 f.) ausgeschöpft (vgl. zu diesem Erfordernis BFH-Urteil in BFH/NV 2005, 229; Kanitz/Wendel, Europäische Zeitschrift für Wirtschaftsrecht 2008, 231, 232; Ludwigs, DVBl 2008, 1164, 1170; Müller/Seer, Internationale Wirtschaftsbriefe Fach 11, Gruppe 2, 865, 875; Rennert, DVBl 2007, 400, 408; Ruffert, Juristenzeitung 2007, 407, 409).
bb) Entgegen der Auffassung der Klägerin ist diese Entscheidung des EuGH nicht überholt (ebenso Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 15. September 2004 I R 83/04, BFH/NV 2005, 229).
Daraus folgt, dass der EuGH den im Verfahren Emmott entwickelten Rechtsgrundsatz auf Fallkonstellationen der dort gegebenen Art beschränkt wissen will (vgl. BFH-Urteil vom 21. März 1996 XI R 36/95, BFHE 197, 563, BStBl II 1996, 399, unter II. 3. a; BFH-Beschluss in BFH/NV 2005, 229, unter II.1.).
Daraus folgt, dass der EuGH den im Verfahren Emmott in Slg. 1991, I-4269, HFR 1993, 137, UR 1993, 315 entwickelten Rechtsgrundsatz auf Fallkonstellationen der dort gegebenen Art beschränkt wissen will (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 21. März 1996 XI R 36/95, BFHE 197, 563, BStBl II 1996, 399, unter II. 3. a; BFH-Beschluss vom 15. September 2004 I R 83/04, BFH/NV 2005, 229, unter II.1.).
Die Klägerin hat --wie sie selbst einräumt-- gegen die bestandskräftigen Umsatzsteuerfestsetzungen nicht die ihr zur Verfügung stehenden Rechtsbehelfe (vgl. EuGH-Urteil I-21 Germany und Arcor in Slg. 2006, I-8559, unter Rdnrn. 53 f.) ausgeschöpft (vgl. zu diesem Erfordernis BFH-Urteil in BFH/NV 2005, 229; Kanitz/Wendel, EuZW 2008, 231, 232; Ludwigs, DVBl 2008, 1164, 1170; Müller/Seer, Internationale Wirtschaftsbriefe Fach 11, Gruppe 2, 865, 875; Rennert, DVBl 2007, 400, 408; Ruffert, Juristenzeitung 2007, 407, 409).
Eine derartige Fallgestaltung ist im Streitfall nicht gegeben, da der Kläger nicht daran gehindert war, innerhalb der allgemeinen Fristen seine Umsatzsteuerfestsetzungen anzufechten (vgl. BFH-Entscheidungen vom 23. November 2006 V R 67/05, BFHE 216, 357, BStBl II 2007, 436; vom 23. November 2006 V R 51/05, BFHE 216, 350, BStBl II 2007, 433;… vom 9. Oktober 2008 V R 45/06, BFH/NV 2009, 39; BFH-Urteile in BFHE 179, 563, BStBl II 1996, 399; vom 15. September 2004 I R 83/04, BFH/NV 2005, 229).
Der Kläger hat --wie er selbst einräumt-- gegen die bestandskräftigen Umsatzsteuerfestsetzungen nicht die ihm zur Verfügung stehenden Rechtsbehelfe (vgl. EuGH-Urteil I-21 Germany und Arcor in Slg. 2006, I-8559, unter Rdnrn. 53 f.) ausgeschöpft (vgl. zu diesem Erfordernis BFH-Urteil in BFH/NV 2005, 229; Kanitz/Wendel, EuZW 2008, 231, 232; Ludwigs, DVBl 2008, 1164, 1170; Müller/Seer, Internationale Wirtschaftsbriefe Fach 11, Gruppe 2, 865, 875; Rennert, DVBl 2007, 400, 408; Ruffert, Juristenzeitung 2007, 407, 409).
Diese Entscheidung des EuGH ist auch nicht überholt (ebenso Beschluss des Bundesfinanzhofs -BFH- vom 15. September 2004 I R 83/04, BFH/NV 2005, 229).
BFH, 15.09.2004 - I B 173/03
https://dejure.org/2004,14048
BFH, 15.09.2004 - I B 173/03 (https://dejure.org/2004,14048)
BFH, Entscheidung vom 15.09.2004 - I B 173/03 (https://dejure.org/2004,14048)
BFH, Entscheidung vom 15. September 2004 - I B 173/03 (https://dejure.org/2004,14048)
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FGO § 53 Abs. 1, 2; ZPO § 180 S. 1
Ersatzzustellung durch Einwurf in das Postfach des Adressaten
FG Rheinland-Pfalz, 25.07.2003 - 4 K 1579/00
Mit dem Wortlaut der Vorschrift vereinbar ist aber auch die Annahme, eine ähnliche Vorrichtung könne ein von dem Empfänger eingerichtetes Postfach sein (so BFH/NV 2005, 229; 2008, 1860, 1861; vgl. auch BGH…, Beschluss vom 21. Januar 2010 - IX ZB 83/06, ZIP 2010, 395, 396 Rn.10 sowie MünchKomm-ZPO/Häublein, 3. Aufl., § 180 Rn. 4).
Eine solche ähnliche Vorrichtung kann auch das Postfach des Adressaten sein (BFH-Beschluss vom 15. September 2004 I B 173/03, BFH/NV 2005, 229).
(BFH, Beschluss vom 15.09.2004, I B 173/03, Rn. 7; nicht eindeutig BGH…, Beschluss vom 21.01.2010, IX ZB 83/06, Rn. 10.).
Daher kann entgegen der Entscheidung des LSG Rheinland-Pfalz vom 28.5.2014 im einstweiligen Rechtschutzverfahren und der in diesem Beschluss zitierten Rechtsprechung verschiedener oberster Gerichtshöfe (BGH, Beschluss vom 14.6.2012, V ZB 182/11; BFH, Beschluss vom 15.9.2004, I B 173/03) eine ordnungsgemäße Zustellung von Anhörungen, Ladungen und Entscheidungen mittels Postzustellungsurkunde an das Postfach der Klägerin nicht erfolgen.