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Timestamp: 2020-08-08 20:30:22
Document Index: 259527976

Matched Legal Cases: ['§ 66', '§ 42', '§ 66', '§ 42', '§ 66', '§ 42']

Erstausbildungen nach § 66 BBiG / § 42r HwO / Fachpraktikerberufe | REHADAT-Bildung
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Erstausbildungen nach § 66 BBiG / § 42r HwO / Fachpraktikerberufe
(kn) Die Erstausbildung ist die Ausbildung, die zum ersten Berufsabschluss führt. Bei den meisten Ausbildungen handelt es sich um Regelausbildungen in staatlich anerkannten Berufen.
Erstausbildung mit besonderer Ausbildungsregelung / Fachpraktikerberuf
Manchmal ist wegen einer Behinderung eine Regelausbildung nicht möglich. Dann kann ein sogenannter Fachpraktikerberuf erlernt werden, für den besondere Ausbildungsregelungen gelten.
Für die Erstausbildung in einem Fachpraktikerberuf müssen spezielle Ausbildungsregelungen für Menschen mit Behinderung mit der für den Beruf zuständigen Kammer (Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Landwirtschaftskammer usw.) vereinbart werden.
Die Erstausbildungen können in normalen Betrieben oder in speziellen Ausbildungsstätten gemacht werden. Wenn der Leistungsstand und die Behinderung es erlauben, kann man während oder nach einer Fachpraktikerausbildung in die Regelausbildung wechseln und den entsprechend höheren Berufsabschluss machen.
Rechtliche Grundlage der besonderen Ausbildungsregelungen für Fachpraktikerberufe sind das Berufsbildungsgesetz (BBiG) und die Handwerksordnung (HwO): § 66 BBiG und § 42r Hwo.
Außerbetriebliche Erstausbildung mit besonderer Ausbildungsregelung
Manchmal ist wegen einer Behinderung eine Erstausbildung für einen Fachpraktikerberuf in einem normalen Betrieb nicht möglich, weil besondere Unterstützung oder Hilfen gebraucht werden. In solchen Fällen kann die Ausbildung in einer Einrichtung gemacht werden, die auf die speziellen Bedürfnisse Jugendlicher mit Behinderung eingerichtet ist, z. B. in einem Berufsbildungswerk.
Spezialisierte Anbieter und Einrichtungen findet man rechts oben in der Infobox "Schnell finden".
Wie kommt man in eine außerbetriebliche Erstausbildung für Fachpraktikerberufe?
Die Entscheidung darüber, ob die Ausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung gemacht werden soll, trifft der Rehaträger, der für die Auszubildenden in ihrer jeweiligen Situation zuständig ist. Bei jugendlichen Schulabgängerinnen und Schulabgängern ist das meistens die Arbeitsagentur. Ansprechpersonen dort sind die Reha-Berufsberater und -beraterinnen. Weitere Rehaträger können z. B. die Unfallversicherungen, Berufsgenossenschaften und Rentenversicherungen sein.
Wer bezahlt eine außerbetriebliche Erstausbildung für Fachpraktikerberufe?
Erstausbildung für Fachpraktikerberufe in spezialisierten Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation werden meistens von der Arbeitsagentur finanziert. Je nach Einzelfall können auch andere Rehaträger für die Bewilligung zuständig sein, z. B. die Unfallversicherungen, Berufsgenossenschaften und Rentenversicherungen. Mehr zur Finanzierung findet man hier: mehr zu Wer bezahlt eine außerbetriebliche Erstausbildung für Fachpraktikerberufe?
Anbieter von Erstausbildungen für Fachpraktikerberufe mit speziellem Unterstützungs- angebot:
Anbieter Erstausbildung - Fachpraktikerberuf
In der Datenbank KURSNET der Bundesagentur für Arbeit findet man Ausbildungsberufe (einschließlich Fachpraktikerausbildungen), die man in Einrichtungen mit besonderem Unterstützungsangebot erlernen kann. Der Link führt direkt zum Suchergebnis: