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Timestamp: 2013-06-20 11:20:32
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hrr-strafrecht.de - BGH 1 StR 126/08 - 5. Juni 2008 (LG Mannheim) [ = HRRS 2008 Nr. 730 = NStZ-RR 2008, 282 ]
Rechtsprechung > BGH 1 StR 126/08 - 5. Juni 2008 (LG Mannheim) [= HRRS 2008 Nr. 730]
EntscheidungBGH 1 StR 126/08:
HRRS-Nummer: HRRS 2008 Nr. 730 Bearbeiter: Karsten Gaede
Zitiervorschlag: BGH, 1 StR 126/08, Beschluss v. 05.06.2008, HRRS 2008 Nr. 730
BGH 1 StR 126/08 - Beschluss vom 5. Juni 2008 (LG Mannheim)
Gewerbsm��iges Handeln beim Betrug.
� 263 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 StGB
F�r Gewerbsm��igkeit reicht es aus, wenn der T�ter sich mittelbare Vorteile aus den Tathandlungen verspricht, insbesondere wenn die Verm�gensvorteile an eine von ihm beherrschte Gesellschaft flie�en (vgl. BGH NStZ 1998, 622). Insoweit ist erforderlich, dass der T�ter ohne weiteres auf diese Vorteile zugreifen kann (vgl. BGH, Beschl. vom 16. April 2008 - 5 StR 615/07), was bei einem faktischer Gesch�ftsf�hrer der Fall ist.
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Mannheim vom 14. September 2007 wird als unbegr�ndet verworfen, da die Nachpr�fung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (� 349 Abs. 2 StPO).
Erg�nzend zum Vorbringen des Generalbundesanwalts in seiner Antragsschrift vom 15. April 2008 bemerkt der Senat:
Die Annahme gewerbsm��igen Handelns (� 263 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 StGB) in den F�llen 11 bis 51 der Feststellungen ist rechtlich nicht zu beanstanden. Nach diesen wollte der Angeklagte durch die Betrugstaten zwar der "V. Bautr�gergesellschaft mbH" und der "G. Hausverwaltungs- und Vermietungsgesellschaft mbH" eine nicht nur vor�bergehende Einnahmequelle von einigem Umfang verschaffen. F�r Gewerbsm��igkeit reicht es aber aus, wenn der T�ter sich mittelbare Vorteile aus den Tathandlungen verspricht, insbesondere wenn die Verm�gensvorteile an eine von ihm beherrschte Gesellschaft flie�en (vgl. BGH NStZ 1998, 622).
Insoweit ist erforderlich, dass der T�ter ohne weiteres auf diese Vorteile zugreifen kann (vgl. BGH, Beschl. vom 16. April 2008 - 5 StR 615/07). Dies versteht sich f�r den Angeklagten, der nach den Feststellungen beide Gesellschaften als faktischer Gesch�ftsf�hrer allein beherrschte, von selbst.
HRRS-Nummer: HRRS 2008 Nr. 730
Externe Fundstellen: NStZ-RR 2008, 282