Source: https://www.diebewertung.de/memue-grundstuecks-verwaltungsgesellschaft-mbh-co-kg-insolvent/
Timestamp: 2018-06-19 12:26:36
Document Index: 43949597

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 22', '§ 22', '§ 23', '§ 8', '§ 23']

MEMÜ Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co.KG-Insolvent - Diebewertung
MEMÜ Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co.KG-Insolvent
In dem Verfahren über den Antrag d. MEMÜ Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co.KG, vertreten durch die Vertreterin MEFO Verwaltungs GmbH, diese vertreten durch den Geschäftsführer Jürgen Metzger, Moltkestraße 77, 79336 Herbolzheim
Registergericht: Amtsgericht Freiburg Registergericht Register-Nr.: HRA 270366
– Schuldnerin -8 IN 550/178 IN 550/17erfahrensbevollmächtigter:
Rechtsanwalt Cornelius Nickert, Rammersweier Straße 120, 77654 Offenburg, Gz.: 05277-17/MK/CF
Zur Verhinderung nachteiliger Veränderungen in der Vermögenslage der Schuldnerin bis zur Entscheidung über den Antrag wird am 09.10.2017 um 15:20 Uhr angeordnet (§§ 21, 22 InsO):
Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung eines Arrestes oder einer einstweiligen Verfügung gegen die Schuldnerin werden untersagt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind; bereits begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3 InsO).
Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wird
Rechtsanwältin Dr. Gesa Pantaleon, gen. Stemberg
Rotlaubstraße 5, 79106 Freiburg
Telefon: 0761 7088950, Fax: 0761 70889520
Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände des schuldnerischen Vermögens sind nur noch mit Zustimmung der vorläufigen Insolvenzverwalterin wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 InsO).
Die vorläufige Insolvenzverwalterin ist nicht die allgemeine Vertreterin der Schuldnerin. Sie hat die Aufgabe, durch Überwachung der Schuldnerin deren Vermögen zu sichern und zu erhalten (§ 22 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 InsO). Die vorläufige Insolvenzverwalterin hat zu prüfen, ob das Vermögen der Schuldnerin die Kosten des Verfahrens decken wird (§ 22 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 InsO).
Der Schuldnerin wird verboten, über Bankkonten und über Außenstände der Schuldnerin ganz oder teilweise zu verfügen. Hinsichtlich der Bankkonten und der Außenstände der Schuldnerin geht die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis auf die vorläufige Insolvenzverwalterin über. Die vorläufige Insolvenzverwalterin wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen.
Die Konten der Schuldnerin führenden Kreditinstitute werden der vorläufigen Insolvenzverwalterin gegenüber zur Auskunftserteilung verpflichtet.
Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Sie werden aufgefordert, Leistungen unter Beachtung dieser Anordnung nur noch an die vorläufige Insolvenzverwalterin zu leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).
Gem. § 8 Abs. 3 InsO wird die vorläufige Insolvenzverwalterin beauftragt, die Zustellungen des Beschlusses an die Schuldner der Schuldnerin vorzunehmen (§ 23 Abs. 1 Satz 2 InsO) und hierüber Nachweis zu führen.
Die vorläufige Insolvenzverwalterin ist berechtigt, die Geschäftsräume und betrieblichen Einrichtungen der Schuldnerin einschließlich der Nebenräume zu betreten und dort Nachforschungen anzustellen. Die Schuldnerin hat ihr Einsicht in die Bücher und Geschäftspapiere zu gestatten und sie dieser auf Verlangen bis zur Entscheidung über die Eröffnung des Verfahrens herauszugeben. Sie hat ihr alle Auskünfte zu erteilen, die zur Sicherung der künftigen Insolvenzmasse und zur Aufklärung der schuldnerischen Vermögensverhältnisse erforderlich sind.
Amtsgericht Freiburg im Breisgau – Insolvenzgericht – 09.10.2017