Source: http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Mitbestimmung_Wirtschaftliche_Angelegenheiten.html
Timestamp: 2017-06-24 03:23:12
Document Index: 265418051

Matched Legal Cases: ['§ 43', '§ 110', '§ 106', '§ 111', '§ 106', '§ 107', '§ 108', '§ 108', '§ 106', '§ 106', '§ 106', '§ 79', '§ 106', '§ 109']

Wel­che Rech­te hat der Be­triebs­rat in wirt­schaft­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten? Was ist ein Wirt­schafts­aus­schuss und wie wird er er­rich­tet? Wel­che Auf­ga­ben und Be­fug­nis­se hat der Wirt­schafts­aus­schuss? Wel­che In­for­ma­tio­nen und Un­ter­la­gen muss der Ar­beit­ge­ber dem Wirt­schafts­aus­schuss an die Hand ge­ben? Wie wer­den Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten über den Um­fang der In­for­ma­ti­ons­pflicht bei­ge­legt? Wel­che Be­tei­li­gungs­recht hat der Be­triebs­rat bei Be­triebsände­run­gen? Wo fin­den Sie mehr zum The­ma Mit­be­stim­mung in wirt­schaft­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten? Was kön­nen wir für Sie tun?
Wel­che Rech­te hat der Be­triebs­rat in wirt­schaft­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten? In wirt­schaft­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten hat der Be­triebs­rat nach dem Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz (Be­trVG) je nach­dem, um wel­che An­ge­le­gen­heit es geht, un­ter­schied­lich star­ke Mit­wir­kungs­rech­te. Vie­le Rech­te des Be­triebs­rats sind oft „nur“ auf ei­ne In­for­ma­ti­on durch den Ar­beit­ge­ber ge­rich­tet. So hat der Ar­beit­ge­ber oder sein Ver­tre­ter gemäß § 43 Abs. 2 Satz 3 Be­trVG min­des­tens ein­mal in je­dem Ka­len­der­jahr in ei­ner Be­triebs­ver­samm­lung un­ter an­de­rem über die wirt­schaft­li­che La­ge und Ent­wick­lung des Be­triebs zu be­rich­ten, so­weit da­durch nicht Be­triebs- oder Geschäfts­ge­heim­nis­se gefähr­det wer­den. Ei­ne ähn­li­che In­for­ma­ti­ons­pflicht be­steht auch gemäß § 110 Be­trVG, al­ler­dings be­zo­gen auf die wirt­schaft­li­che La­ge und Ent­wick­lung des Un­ter­neh­mens. Ei­ne wei­ter­ge­hen­des In­for­ma­ti­ons­recht hat der Be­triebs­rat in Be­trie­ben mit mehr als 100 Ar­beit­neh­mern, da hier ei­ne Wirt­schafts­aus­schuss zu bil­den ist. Der Ar­beit­ge­ber hat den Wirt­schafts­aus­schuss gemäß § 106 Abs. 2 Be­trVG recht­zei­tig und um­fas­send über die wirt­schaft­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten des Un­ter­neh­mens un­ter Vor­la­ge der er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen zu un­ter­rich­ten, so­weit da­durch nicht die Be­triebs- und Geschäfts­ge­heim­nis­se des Un­ter­neh­mens gefähr­det wer­den, so­wie die sich dar­aus er­ge­ben­den Aus­wir­kun­gen auf die Per­so­nal­pla­nung dar­zu­stel­len. Außer­dem muss der Ar­beit­ge­ber die sei­ner In­for­ma­ti­ons­pflicht un­ter­lie­gen­den wirt­schaft­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten mit dem Wirt­schafts­aus­schuss be­ra­ten. We­sent­lich stärke­re Mit­wir­kungsmöglich­kei­ten hat der Be­triebs­rat in Un­ter­neh­men mit in der Re­gel zwan­zig wahl­be­rech­tig­ten Ar­beit­neh­mern, wenn der Ar­beit­ge­ber ei­ne Be­triebsände­rung plant. In ei­nem sol­chen Fall hat der Ar­beit­ge­ber nicht nur die Pflicht, den Be­triebs­rat über ei­ne Be­triebsände­rung recht­zei­tig und um­fas­send zu un­ter­rich­ten und mit ihm zu be­ra­ten (§ 111 Satz 1 Be­trVG), son­dern er muss darüber hin­aus ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich mit dem Be­triebs­rat ver­su­chen und ist in je­dem Fall zum Ab­schluss ei­nes So­zi­al­plans ver­pflich­tet, wenn die Be­triebsände­rung wirt­schaft­li­che Nach­tei­le für die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer zur Fol­ge hat. An­ders als dies bei so­zia­len und bei per­so­nel­len An­ge­le­gen­hei­ten teil­wei­se der Fall ist, hat der Be­triebs­rat in wirt­schaft­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten kei­ne Möglich­keit, die Pla­nun­gen des Ar­beit­ge­bers im Er­geb­nis zu ver­hin­dern, d.h. er kann die­se Pla­nun­gen letzt­lich nur be­ra­tend be­glei­ten und im Fal­le ei­ner Be­triebsände­rung ei­nen So­zi­al­plan er­zwin­gen. Auf­grund der vom Be­trVG re­spek­tier­ten un­ter­neh­me­ri­schen Frei­heit sind die ei­gent­li­chen Mit­be­stim­mungs­rech­te des Be­triebs­rats in wirt­schaft­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten schwächer aus­ge­stal­tet als in so­zia­len und per­so­nel­len Fra­gen. Was ist ein Wirt­schafts­aus­schuss und wie wird er er­rich­tet? Ein Wirt­schafts­aus­schuss ist ein Hilfs­or­gan des Be­triebs­rats. Er soll die Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Be­triebs­rat und Ar­beit­ge­ber in wirt­schaft­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten un­terstützen. Ein Wirt­schafts­aus­schuss ist in al­len Un­ter­neh­men mit in der Re­gel mehr als 100 ständig beschäftig­ten Ar­beit­neh­mern zu er­rich­ten (§ 106 Abs. 1 Be­trVG). Da es hier auf die Wahl­be­rech­ti­gung nicht an­kommt, zählen auch lei­ten­de An­ge­stell­te mit. Der Wirt­schafts­aus­schuss be­steht aus min­des­tens drei bis höchs­tens sie­ben Mit­glie­dern, die dem Un­ter­neh­men an­gehören müssen und wirt­schaft­li­chen Sach­ver­stand be­sit­zen soll­ten. Min­des­tens ei­nes der Aus­schuss­mit­glie­der muss ein Be­triebs­rats­mit­glied sein. Aus­drück­lich vom Ge­setz er­laubt ist die Möglich­keit, dass der Be­triebs­rat lei­ten­de An­ge­stell­te zu Aus­schuss­mit­glie­dern be­stimmt (§ 107 Abs. 1 Satz 2 Be­trVG). Der Be­triebs­rat be­stimmt die Aus­schuss­mit­glie­der für die Dau­er sei­ner ei­ge­nen Amts­zeit. Da es der Be­triebs­rat oh­ne­hin in der Hand hat, die per­so­nel­le Zu­sam­men­set­zung des Wirt­schafts­aus­schus­ses fest­zu­le­gen, sieht das Ge­setz auch die Möglich­keit vor, dass der Be­triebs­rat die Auf­ga­ben des Wirt­schafts­aus­schus­ses ei­nem Aus­schuss des Be­triebs­rats überträgt. In die­sem Fall sind al­le Mit­glie­der des Wirt­schafts­aus­schus­ses zu­gleich Be­triebs­rats­mit­glie­der. Wel­che Auf­ga­ben und Be­fug­nis­se hat der Wirt­schafts­aus­schuss? Der Wirt­schafts­aus­schuss hat zum ei­nen die Auf­ga­be, die In­for­ma­tio­nen, die ihm der Ar­beit­ge­ber er­tei­len muss, ent­ge­gen­zu­neh­men und wirt­schaft­li­che An­ge­le­gen­hei­ten mit ihm zu be­ra­ten. Zum an­de­ren hat er den Be­triebs­rat hierüber zu un­ter­rich­ten, d.h. er hat ihm über je­de Aus­schus­sit­zung un­verzüglich und um­fas­send zu be­rich­ten (§ 108 Abs. 4 Be­trVG). Der Wirt­schafts­aus­schuss soll ein­mal pro Mo­nat zu ei­ner Sit­zung zu­sam­men­tre­ten (§ 108 Abs. 1 Be­trVG). Wel­che In­for­ma­tio­nen und Un­ter­la­gen muss der Ar­beit­ge­ber dem Wirt­schafts­aus­schuss an die Hand ge­ben? Wie be­reits erwähnt, hat der Ar­beit­ge­ber den Wirt­schafts­aus­schuss recht­zei­tig und um­fas­send über die wirt­schaft­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten des Un­ter­neh­mens un­ter Vor­la­ge der er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen zu un­ter­rich­ten, so­weit da­durch nicht die Be­triebs- und Geschäfts­ge­heim­nis­se des Un­ter­neh­mens gefähr­det wer­den, so­wie die sich dar­aus er­ge­ben­den Aus­wir­kun­gen auf die Per­so­nal­pla­nung dar­zu­stel­len (§ 106 Abs. 2 Be­trVG). Zu den der In­for­ma­ti­ons­pflicht un­ter­lie­gen­den An­ge­le­gen­hei­ten gehören gemäß § 106 Abs. 3 Be­trVG ins­be­son­de­re die fol­gen­den Din­ge:
Da die In­for­ma­ti­ons­pflicht des Ar­beit­ge­bers von vorn­her­ein mit der Maßga­be be­steht, dass die er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen vor­zu­le­gen sind, kann der Aus­schuss bei al­len Ge­genständen der Un­ter­rich­tung Un­ter­la­gen ver­lan­gen, d.h. ei­ne rein münd­li­che In­for­ma­ti­on wäre un­genügend. Zu den in der Pra­xis wich­tigs­ten Un­ter­la­gen gehören Jah­res­ab­schlüsse, Bi­lan­zen, Ge­winn- und Ver­lust­rech­nun­gen, Ver­kaufs­sta­tis­ti­ken, Or­ga­ni­gram­me, Aus­wer­tun­gen von Kos­ten­stel­len, Verträge mit ex­ter­nen Be­ra­tern usw. Die­se Un­ter­la­gen sind dem Wirt­schafts­aus­schuss bzw. sei­nen Mit­glie­dern nach der Recht­spre­chung nur vor­zu­le­gen und zu erläutern, d.h. nicht in Ko­pie zu über­las­sen. Der Wirt­schafts­aus­schuss kann zwar zur bes­se­ren Vor­be­rei­tung sei­ner Sit­zun­gen ver­lan­gen, dass ihm Un­ter­la­gen be­reits vor­ab zur Verfügung ge­stellt wer­den, doch kann er die­se we­der über das En­de der Sit­zung hin­aus be­hal­ten noch ko­pie­ren. Die Pflicht des Ar­beit­ge­bers zur In­for­ma­ti­on und zur Vor­la­ge von Un­ter­la­gen be­steht zwar mit der Ein­schränkung, dass da­durch Be­triebs- oder Geschäfts­ge­heim­nis­se nicht gefähr­det wer­den sol­len (§ 106 Abs. 2 Be­trVG), doch be­rech­tigt dies den Ar­beit­ge­ber nur im Aus­nah­me­fall da­zu, In­for­ma­tio­nen oder Un­ter­la­gen zurück­zu­hal­ten, da die Mit­glie­der des Wirt­schafts­aus­schuss gemäß § 79 Abs.2 Be­trVG zur Ge­heim­hal­tung ver­pflich­tet sind und hier oh­ne­hin nur ei­ne klei­ne Zahl von Ge­heim­nis­trägern exis­tiert. Wie wer­den Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten über den Um­fang der In­for­ma­ti­ons­pflicht bei­ge­legt? Da das Ge­setz dem Ar­beit­ge­ber ei­ner­seits ei­ne In­for­ma­ti­ons­pflicht ge­genüber dem Wirt­schafts­aus­schuss auf­er­legt, ihm aber an­de­rer­seits aus­drück­lich ein Recht zur Wah­rung sei­ner Be­triebs- und Geschäfts­ge­heim­nis­sen zu­ge­steht, kommt es im­mer wie­der zu Strei­tig­kei­ten darüber, ob der Wirt­schafts­aus­schuss aus­rei­chend in­for­miert wur­de oder nicht. In sol­chen Fällen ist die Ei­ni­gungs­stel­le an­zu­ru­fen: Wird ei­ne Aus­kunft über wirt­schaft­li­che An­ge­le­gen­hei­ten des Un­ter­neh­mens im Sinn von § 106 Be­trVG ent­ge­gen dem Ver­lan­gen des Wirt­schafts­aus­schus­ses nicht, nicht recht­zei­tig oder nur un­genügend er­teilt und kommt hierüber zwi­schen Un­ter­neh­mer und Be­triebs­rat ei­ne Ei­ni­gung nicht zu­stan­de, so ent­schei­det gemäß § 109 Be­trVG die Ei­ni­gungs­stel­le. Der Spruch der Ei­ni­gungs­stel­le er­setzt die Ei­ni­gung zwi­schen Ar­beit­ge­ber und Be­triebs­rat. Zu den Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten im Sin­ne die­ser Vor­schrift gehört auch der Streit darüber, wel­che Un­ter­la­gen vor­zu­le­gen sind bzw. zurück­ge­hal­ten wer­den können. Der Sinn des Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­rens be­steht dar­in, dass der Streit über den Um­fang der vom Aus­schuss zu be­an­spru­chen­den, aus Ar­beit­ge­ber­sicht streng ge­hei­men In­for­ma­tio­nen und/oder Un­ter­la­gen nicht vor Ge­richt aus­tra­gen müssen. Nähe­re In­for­ma­tio­nen hier­zu fin­den Sie un­ter dem Stich­wort "Ei­ni­gungs­stel­le". Wel­che Be­tei­li­gungs­recht hat der Be­triebs­rat bei Be­triebsände­run­gen? Wie be­reits erwähnt, hat der Be­triebs­rat im Fal­le ei­ner Be­triebsände­rung viel wei­ter­ge­hen­de Mit­wir­kungsmöglich­kei­ten. Vor­aus­set­zung für die­se Rech­te ist, dass in dem Un­ter­neh­men in der Re­gel mehr als zwan­zig wahl­be­rech­tig­te Ar­beit­neh­mer beschäftigt sind. Ei­ne Be­triebsände­rung, ist ei­ne grund­le­gen­de Neu­aus­rich­tung oder Ein­schränkung des Be­triebs, die bis hin zur Sch­ließung des ge­sam­ten Be­triebs oder we­sent­li­cher Be­triebs­tei­le ge­hen kann. Sie kann da­her er­heb­li­che Nach­tei­le für die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer ha­ben. Bis­her wich­ti­ge be­ruf­li­che Kennt­nis­se und Fähig­kei­ten können durch Ände­run­gen der Ar­beits­or­ga­ni­sa­ti­on ih­re Be­deu­tung ver­lie­ren, und mögli­cher­wei­se ste­hen so­gar Ent­las­sun­gen und da­mit der Ver­lust der wirt­schaft­li­chen Exis­tenz­grund­la­ge an. Ein­zel­hei­ten zu der Fra­ge, wann ei­ne Be­triebsände­rung vor­liegt, fin­den Sie un­ter dem Stich­wort „Be­triebsände­rung“. Plant der Ar­beit­ge­ber ei­ne Be­triebsände­rung, muss er in ei­nem ers­ten Schritt den Be­triebs­rat um­fas­send in­for­mie­ren und in sei­ne Pla­nun­gen mit­ein­be­zie­hen. Der Be­triebs­rat hat auf die­se Wei­se die (theo­re­ti­sche) Möglich­keit, den Ar­beit­ge­ber von sei­nen Pla­nun­gen ab­zu­brin­gen oder ihn da­von zu über­zeu­gen, sie we­sent­lich ein­zu­schränken oder zeit­lich zu ver­schie­ben. Kommt ei­ne sol­che Ver­ein­ba­rung zu­stan­de, stellt sie ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich dar. Die­sen kann der Be­triebs­rat al­ler­dings recht­lich nicht er­zwin­gen, wes­halb der In­ter­es­sen­aus­gleich oft nur den Um­fang der be­vor­ste­hen­den Be­triebsände­rung fest­schreibt. Ein­zel­hei­ten zu der Fra­ge, was der Ar­beit­ge­ber bei den Ver­hand­lun­gen über ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich be­ach­ten muss, fin­den Sie dem Stich­wort „In­ter­es­sen­aus­gleich“. Ver­han­delt der Ar­beit­ge­ber nicht oder nicht genügend ernst­haft bzw. aus­rei­chend über ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich, steht den von der Be­triebsände­rung be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mern ein ge­setz­li­cher fi­nan­zi­el­ler Aus­gleich zu. Ein­zel­hei­ten hier­zu fin­den Sie un­ter dem Stich­wort „Nach­teils­aus­gleich“. In der Re­gel führen die Ver­hand­lun­gen der Be­triebs­par­tei­en über ei­ne vom Ar­beit­ge­ber ge­plan­te Be­triebsände­rung zum Ab­schluss ei­nes So­zi­al­plans. Ein So­zi­al­plan dient dem Aus­gleich oder der Mil­de­rung der wirt­schaft­li­chen Nach­tei­le, die den Ar­beit­neh­men in­fol­ge der ge­plan­ten Be­triebsände­rung ent­ste­hen. Er ist schrift­lich fest­zu­hal­ten und hat die Wir­kun­gen ei­ner Be­triebs­ver­ein­ba­rung, d.h. er be­gründet klag­ba­re fi­nan­zi­el­le Ansprüche der Ar­beit­neh­mer, auf die er an­zu­wen­den ist. Ist der Ar­beit­ge­ber nicht frei­wil­lig zum Ab­schluss ei­nes So­zi­al­plans be­reit, kann ein sol­cher vom Be­triebs­rat im We­ge des Ver­fah­rens vor der Ei­ni­gungs­stel­le er­zwun­gen wer­den. Ein­zel­hei­ten hier­zu fin­den Sie un­ter dem Stich­wort „So­zi­al­plan“.
Wo fin­den Sie mehr zum The­ma Mit­be­stim­mung in wirt­schaft­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten? Wei­te­re In­for­ma­tio­nen, die Sie im Zu­sam­men­hang mit dem The­ma Mit­be­stim­mung in wirt­schaft­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten in­ter­es­sie­ren könn­ten, fin­den Sie hier:
Was können wir für Sie tun? Wenn Sie als Be­triebs­rat Fra­gen im Zu­sam­men­hang mit der Mit­be­stim­mung in wirt­schaft­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten ha­ben oder vor der Ent­schei­dung ste­hen, die Ei­ni­gungs­stel­le an­zu­ru­fen oder ge­richt­li­che Schrit­te ein­zu­lei­ten, be­ra­ten wir Sie je­der­zeit ger­ne. Wir un­ter­stüt­zen Be­triebs­rä­te auch mit dem Ziel, oh­ne ein Ver­fah­ren vor der Ei­ni­gungs­stel­le bzw. oh­ne Ge­richts­ver­fah­ren zu ei­ner güt­li­chen Ver­stän­di­gung mit dem Ar­beit­ge­ber zu ge­lan­gen.
Je nach La­ge des Fal­les bzw. ent­spre­chend den Wün­schen des Gre­mi­ums tre­ten wir nach au­ßen bei Ver­hand­lun­gen in Er­schei­nung oder aber sind nur be­ra­tend tä­tig. Für ei­ne mög­lichst ra­sche und ef­fek­ti­ve Be­ra­tung be­nö­ti­gen wir vor Auf­nah­me un­se­rer Tä­tig­keit fol­gen­de Un­ter­la­gen. De­ren Vor­be­rei­tung bzw. Er­stel­lung soll­ten Sie zur Ver­mei­dung von Pro­ble­men mög­lichst früh­zei­tig mit uns ab­stim­men:
Be­schluss des Be­triebs­rats dar­über, dass un­se­re an­walt­li­che Un­ter­stüt­zung in ei­ner be­stimm­ten be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen An­ge­le­gen­heit nach An­sicht des Be­triebs­rats er­for­der­lich ist und da­her in An­spruch ge­nom­men wer­den soll und dass der Ar­beit­ge­ber ei­ne Er­klä­rung der Kos­ten­über­nah­me ab­ge­ben mö­ge
Kos­ten­über­nah­me­er­klä­rung des Ar­beit­ge­bers
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13/220 Re­form des Per­so­nal­ver­tre­tungs­rechts in Ba­den-Würt­tem­berg
31.07.2013. Die grün-ro­te Lan­des­re­gie­rung Ba­den-Würt­tem­bergs hat ei­ne Re­form der Per­so­nal­ver­tre­tung auf den Weg ge­bracht. Das aus dem Jahr 1996 stam­men­de Per­so­nal­ver­tre­tungs­ge­setz für das Land ...
10/042 Na­mens­lis­te in der In­sol­venz
02.03.2010. Die vor­lie­gen­de Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Nie­der­sach­sen be­fasst sich mit der Fra­ge, ob ein In­ter­es­sen­aus­gleich mit Na­mens­lis­te in der In­sol­venz auch in kirch­li­chen ...
10/011 Ei­ni­gungs­stel­le für Aus­kunft von Kon­zern­mut­ter
18.01.2010. In ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Nie­der­sach­sen geht es dar­um, ob der Wirt­schafts­aus­schuss ei­nes Be­trie­bes In­for­ma­tio­nen in wirt­schaft­li­chen ...
09/233 Kei­ne Ver­hand­lung über In­ter­es­sen­aus­gleich
16.12.2009. Ei­ne ak­tu­el­le Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Nürn­berg be­fasst sich mit der um­strit­te­nen Fra­ge, ob dem Be­triebs­rat ein An­spruch dar­auf zu­steht, dass der Ar­beit­ge­ber ...