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Timestamp: 2016-10-27 03:08:28
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Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 152', 'BGE', 'Art. 152']

U 297/06 (24.08.2007)
vertreten durch Rechtsanw�ltin Karin Caviezel, Reichsgasse 65, 7000 Chur.
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 17. M�rz 2006.
A.________, geboren 1975, hatte zun�chst eine Lehre als Maurer und anschliessend als Hochbauzeichner absolviert, war als Hilfsbauleiter besch�ftigt und befand sich in Ausbildung zum Bauleiter, als er am 15. November 2000 bei einem Auffahrunfall eine Distorsion der Halswirbels�ule (HWS) erlitt. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nach Aufenthalten in der Rehaklinik X.________ vom 26. Februar bis zum 29. M�rz 2001 und in der Rehaklinik H.________ vom 10. April bis zum 8. Mai 2002 hielten die Beschwerden noch an, als es am 23. April 2003 zu einem weiteren Unfall mit Heckaufprall kam. Im September 2003 wurde A.________ im Auftrag der Invalidenversicherung durch die Medizinische Abkl�rungsstelle (MEDAS) untersucht (Gutachten vom 16. Januar 2004). Gest�tzt darauf stellte die SUVA ihre Leistungen mit Verf�gung vom 20. Februar 2004 ab 1. M�rz 2004 ein. Daran hielt sie auch auf Einsprache hin fest. Zur Begr�ndung f�hrte sie an, aus den medizinischen Akten - einschliesslich der vom Versicherten veranlassten interdisziplin�ren Expertise der Medizinischen Abkl�rungsstelle U.________ vom 14. Juni 2005 - gehe �bereinstimmend hervor, dass zwar das typische Beschwerdebild nach HWS-Distorsionstrauma bzw. einer �quivalenten Verletzung vorliege, dieses indessen schon kurz nach dem ersten Unfall und bis anhin durch die massiven psychischen Beschwerden vollst�ndig in den Hintergrund gedr�ngt worden sei. Die ad�quate Kausalit�t zwischen der psychischen Fehlentwicklung und den erlittenen Unf�llen sei zu verneinen (Einspracheentscheid vom 1. September 2005).
Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden mit Entscheid vom 17. M�rz 2006 gut. Zufolge widerspr�chlicher Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit in den beiden Gutachten k�nne die nat�rliche Kausalit�t der geklagten Beschwerden nicht beurteilt werden und es bestehe daher weiterer Abkl�rungsbedarf. Es hob den angefochtenen Entscheid auf, wies die Angelegenheit an die SUVA zur�ck und ordnete die Einholung eines Obergutachtens durch die IV-Stelle an.
Die SUVA f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheides.
A.________ l�sst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen und ersucht um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers gem�ss Art. 6 Abs. 1 UVG vorausgesetzten nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Bei medizinischer Diagnose eines Schleudertraumas der HWS oder einer �quivalenten Verletzung sowie eines Sch�del-Hirntraumas und Vorliegen des f�r diese Verletzungen typischen Beschwerdebildes mit einer H�ufung von Beschwerden wie diffusen Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen, �belkeit, rascher Erm�dbarkeit, Visusst�rungen, Reizbarkeit, Affektlabilit�t, Depression, Wesensver�nderung usw. ist ein nat�rlicher Kausalzusammenhang mit dem Unfall in der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 E. 4 S. 360 f., 369 E. 3 S. 376 ff.). Voraussetzung f�r diese Annahme ist, dass innerhalb von 72 Stunden nach dem Unfall Nacken- bzw. Beschwerden an der Halswirbels�ule aufgetreten sind (Urteil T. vom 30. Januar 2007, U 215/05, E. 5 mit Hinweisen; RKUV 2000 Nr. U S. 29). Es ist unbestritten, dass sich der Versicherte nach beiden Unf�llen unverz�glich in �rztliche Behandlung begeben hat. Auch geht sowohl aus dem MEDAS- als auch aus dem vom Beschwerdegegner veranlassten Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle U.______ hervor, dass bei ihm die genannten Leiden aufgetreten sind und damit das typische bunte Beschwerdebild bei Schleudertrauma vorliegt. Die nat�rliche Kausalit�t der geklagten Beschwerden ist daher zu bejahen, ohne dass diesbez�glich weiterer Abkl�rungsbedarf best�nde.
Zu pr�fen ist im Weiteren die Ad�quanz.
4.1 Dabei ist nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen und in analoger Anwendung auch bei Unf�llen mit Schleudertrauma ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle f�r die Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall f�r die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht f�llt. F�r die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzukn�pfen, wobei ausgehend vom augenf�lligen Geschehensablauf eine Einteilung von banalen bzw. leichten, mittleren und schweren Unf�llen vorzunehmen ist (BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 ff., 117 V 359 E. 6 S. 366 ff.).
4.2 Einfache Auffahrunf�lle werden rechtsprechungsgem�ss in der Regel als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen qualifiziert (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04, E. 5.1.2 mit Hinweisen).
Was den ersten zu beurteilenden Unfall betrifft, bestehen unter Ber�cksichtigung insbesondere des Unfallhergangs, der Fahrzeugsch�den und der erlittenen Verletzungen keine Umst�nde, welche zu einer anderen Beurteilung Anlass zu geben verm�chten. Die kollisionsbedingte Geschwindigkeits�nderung (delta-v) des damaligen Unfallautos Fiat Uno lag gem�ss Biomechanischer Kurzbeurteilung der Arbeitsgruppe f�r Unfallmechanik, innerhalb eines Bereiches von 10 bis 15 km/h; ein von der Haftpflichtversicherung des mit dem Beschwerdegegner kollidierenden Fahrzeugf�hrers eines VW Golf erstelltes Gutachten ging von einer kollisionsbedingten Geschwindigkeits�nderung von 14,5 bis 18,5 km/h aus.
Die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs w�re daher zu bejahen, wenn ein einzelnes der f�r die Beurteilung massgebenden Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt w�re oder die zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben w�ren (BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 140 f., 117 V 359 E. 6b S. 367), wobei die Beurteilung f�r jeden Unfall gesondert vorzunehmen ist (RKUV 1996 Nr. U 248 S. 176 [U 213/95] E. 4b; SVR 2007 UV Nr. 1 S. 1 [U 39/04] E. 3.3.2). Nach der Rechtsprechung wird bei Folgen eines Unfalles mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle (BGE 117 V 359) im Gegensatz zu der bei psychischen Unfallfolgen geltenden Praxis (BGE 115 V 133) bei den unfallbezogenen Kriterien, welche in die Beurteilung miteinzubeziehen sind, auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, weil nicht entscheidend ist, ob die Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden. Des Weiteren ist die Ad�quanzbeurteilung in F�llen, in welchen die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur ausgepr�gten psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten, praxisgem�ss unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall vorzunehmen (BGE 123 V 98 E. 2a S. 99).
F�r den zweiten Unfall liegt nur ein privates Unfallprotokoll vor. Die Auffahrkollision ereignete sich auf einer Kreuzung, als der Beschwerdegegner als Lenker eines BMW 728 bei Rotlicht wartete; beim Unfallverursacher handelte es sich um den Fahrzeugf�hrer eines Alfa Romeo. �ber die H�he des Sachschadens ist nichts bekannt.
Es stellt sich die Frage, ob dieses Unfallereignis noch als mittel, oder ob es nicht als leicht bezeichnet werden muss. In diesem Fall w�re es nicht geeignet, einen invalidisierenden Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 115 V 133 E. 6a S. 139, 117 V 359 E. 6a S. 366).
4.3 Zun�chst stellt sich somit - vorerst in Bezug auf den ersten Auffahrunfall vom 15. November 2000 - die Frage der Bedeutung der psychischen Problematik.
4.3.1 Die SUVA hat in ihrem Einspracheentscheid angenommen, dass die psychische Problematik im Vergleich zum sogenannten typischen Beschwerdebild bei Schleudertrauma bzw. �quivalenten Verletzungen im Vordergrund stehe, und hat die Ad�quanzbeurteilung daher nach den Kriterien bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall gem�ss BGE 115 V 133 vorgenommen. Dies ist nicht zu beanstanden. Den Akten l�sst sich entnehmen, dass sich zun�chst bereits zwei Wochen nach dem Unfall eine Besserung der k�rperlichen Beschwerden abgezeichnet und der Versicherte seine T�tigkeit wieder zu 25 % aufgenommen hatte. Einzig im Sinne einer Schonung - um die Fortf�hrung der Ausbildung zu erm�glichen - beliess es der SUVA-Kreisarzt bei diesem reduzierten Pensum. Vom 26. Februar bis zum 29. M�rz 2001 hielt sich der Beschwerdegegner in der Rehabilitationsklinik X.________ auf, wo erstmals eine depressive Verstimmung festgestellt und eine Anpassungsst�rung bei ausgesprochen leistungsorientierter, narzisstisch strukturierter Pers�nlichkeit mit inad�quatem Coping und teils projektiven Verarbeitungstendenzen diagnostiziert wurde. In der Folge fand sich der Versicherte zu einigen wenigen psychotherapeutischen Sitzungen ein bei Dr. med. R.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie, psychosomatischer Dienst der Klinik S.________. Gem�ss Bericht der Rehaklink H.________, wo er vom 10. April bis zum 8. Mai 2002 hospitalisiert war, diagnostizierten die �rzte eine somatoforme Schmerzst�rung. In der psychologischen Einzeltherapie sei deutlich geworden, dass eine Verarbeitung des Unfalls bis anhin nicht stattgefunden habe. Die ausgepr�gte Schmerzsymptomatik werde zunehmend depressiv verarbeitet. Daraufhin liess sich der Versicherte w�hrend knapp vier Monaten - von Juli bis Oktober 2002 - bei Prof. lic. phil. I.________, Psychologe FSP, behandeln, bis dieser die Therapie abbrach. Zudem erfolgte eine medikament�se Behandlung mit Antidepressiva durch den Hausarzt.
Damit ist die Ad�quanz unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall vorzunehmen, wobei bei den unfallbezogenen Kriterien die psychisch bedingten Beschwerden nicht einzubeziehen sind.
4.3.2 Der Unfall vom 15. November 2000 hat sich nicht unter besonders dramatischen Begleitumst�nden ereignet noch war er - objektiv betrachtet (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207, U 287/97, E. 3b/cc; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313, U 248/98) - von besonderer Eindr�cklichkeit.
Der Beschwerdef�hrer hat sich dabei keine schweren Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art zugezogen. Die Diagnose eines Schleudertraumas oder einer schleudertrauma�hnlichen Verletzung der Halswirbels�ule vermag die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung f�r sich allein nicht zu begr�nden. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der f�r das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umst�nde, welche das Beschwerdebild beeinflussen k�nnen (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04, E. 5.2.3), welche hier nicht ausgewiesen sind. Es liegt auch keine besondere Schwere der f�r das Schleudertrauma typischen Beschwerden vor.
Nicht erf�llt ist sodann das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung der somatischen Beschwerden. Vom Hausarzt wurden Physiotherapien verordnet, und es fanden die genannten Rehabilitationsaufenthalte in X.________ und in H.________ statt.
Der Versicherte litt zwar tats�chlich unter betr�chtlichen Dauerbeschwerden. Indessen sind diese auf psychische Gr�nde zur�ckzuf�hren, welche in diesem Zusammenhang ausser Acht zu lassen sind.
Von einer �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, kann ebenso wenig gesprochen werden, wie von einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen. Es bedarf hiezu besonderer Gr�nde, welche die Heilung beeintr�chtigt haben (Urteile S. vom 10. Februar 2006, U 79/05, F. vom 10. September 2003, U 343/02, und B. vom 7. August 2002, U 313/01). Solche Gr�nde sind hier nicht gegeben.
Das Kriterium der langen Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit ist ebenfalls nicht erf�llt. Wie bereits ausgef�hrt, hatte sich schon zwei Wochen nach dem Unfall eine Besserung abgezeichnet. Dann setzte eine psychische �berlagerung ein.
Die ad�quate Kausalit�t der psychischen Fehlentwicklung ist damit bez�glich des ersten Unfalls zu verneinen.
4.4 Zu pr�fen bleibt, wie es sich mit dem zweiten Unfall vom 23. April 2003 verh�lt. Wie bereits ausgef�hrt (E. 4.2 i.f.), ist fraglich, ob dieses Ereignis nicht als leicht bezeichnet werden muss und damit �berhaupt geeignet war, einen invalidisierenden Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 115 V 133 E. 6a S. 139, 117 V 359 E. 6a S. 366). Selbst wenn der Unfall als mittelschwer zu qualifizieren w�re, m�sste die Ad�quanz indessen verneint werden.
4.4.1 Wie die SUVA in ihrem Einspracheentscheid richtig ausgef�hrt hat, besteht zwischen dem MEDAS- und dem vom Versicherten in Auftrag gegebenen Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle U.________ Einigkeit, dass nach dem zweiten Unfall die psychischen Beschwerden im Vordergrund standen. Im MEDAS-Gutachten wurden die Diagnosen von unklaren Restbeschwerden nach HWS-Distorsionstraumata nach zwei Auffahrkollisionen sowie einer undifferenzierten Somatisierungsst�rung gestellt. Das aktuelle Beschwerdebild konnte orthop�disch nicht objektiviert werden, wobei eine Diskrepanz zwischen der eingeschr�nkten Beweglichkeit in der Untersuchungssituation, welche auch bei ausgesprochener Verdeutlichtungstendenz nicht in diesem Ausmass angetroffen werde, sowie den pr�sentierten Spontanbewegungen bestand. In der neuropsychologischen Untersuchung, die eine schwere Antriebsst�rung, Passivit�t und kognitive Verlangsamung zeigte, ergab sich eine Diskrepanz zur spontanen, uneingeschr�nkten Gespr�chsf�hrung; das Resultat war nicht vereinbar mit einem Bild, wie man es nach einem Distorsionstrauma der HWS und/oder einem leichten Sch�delhirntrauma antreffen kann. Die �rzte der Medizinischen Abkl�rungsstelle U.________ diagnostizierten ebenfalls eine Somatisierungsst�rung, der Rheumatologe interpretierte die beschriebenen Symptome als Fibromyalgie. Eine eigentliche klinische Untersuchung war aufgrund der Schmerzangaben des Versicherten nicht m�glich. Gem�ss Auffassung der begutachtenden Neuropsychologin entsprach das manifestierte Bild einer allgemeinen Reduktion der kognitiven Leistungsf�higkeit in fast allen Bereichen nicht den typischen kognitiven Leistungsst�rungen nach HWS-Traumata. Damit ist davon auszugehen, dass bereits anl�sslich der Begutachtung durch die MEDAS im September 2003, viereinhalb Monate nach dem zweiten Unfall, die psychische Problematik im Vordergrund stand (vgl. zum invalidisierenden Charakter der Fibromyalgie BGE 132 V 65, zu Schmerzst�rungen im Allgemeinen 131 V 49).
4.4.2 Bez�glich des Kriteriums der Schwere oder Art der Verletzung ist zu ber�cksichtigen, dass pathologische Zust�nde der Halswirbels�ule bei erneuter Traumatisierung ausserordentlich stark exazerbieren k�nnen (SVR 2007 UV Nr. 1 [U 39/04] E. 3.4.2). Daf�r bestehen nach Lage der medizinischen Akten im vorliegenden Fall jedoch keine Anhaltspunkte. S�mtliche �brigen in Betracht zu ziehenden Kriterien sind ebenfalls nicht erf�llt, zumal die psychisch bedingten Beschwerden nicht zu ber�cksichtigen sind, weshalb die Ad�quanz auch bez�glich des zweiten Unfalls zu verneinen ist. Zu erg�nzen ist, dass es sich dabei um eine Rechtsfrage handelt (BGE 117 V 369 E. 4a S. 382), deren Beantwortung nicht dem Arzt, sondern ausschliesslich dem Gericht obliegt, weshalb diesbez�glich nicht auf die Auffassung der �rzte im Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle U.________ abzustellen ist. Auf die Kritik der SUVA an der Diagnosestellung der �rzte der Medizinischen Abkl�rungsstelle U.________ in somatischer Hinsicht ist bei diesem Ergebnis nicht weiter einzugehen.
Die SUVA hat ihre Leistungen somit zu Recht eingestellt, weshalb ihr Einspracheentscheid vom 1. September 2005 zu best�tigen ist.
Dem Begehren des Beschwerdegegners auf unentgeltliche Verbeist�ndung (Art. 152 Abs. 2 OG) kann entsprochen werden, weil die Bed�rftigkeit aktenkundig ist und die Vertretung durch einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanw�ltin geboten war (BGE 125 V 371 E. 5b S. 372 mit Hinweisen). Der Beschwerdegegner wird indessen darauf aufmerksam gemacht, dass er gem�ss Art. 152 Abs. 3 OG der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn er sp�ter dazu im Stande ist.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird gutgeheissen und der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 17. M�rz 2006 aufgehoben.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird Rechtsanw�ltin Karin Caviezel f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden wird �ber den Anspruch auf unentgeltliche Verbeist�ndung im kantonalen Verfahren entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses zu befinden haben.