Source: https://issuu.com/ekz_/docs/gb_2010-11
Timestamp: 2017-01-25 00:59:47
Document Index: 233133596

Matched Legal Cases: ['§\u202f5', '§\u202f11', '§10', '§\u20099', '§2', '§\u20096', 'Art.\u202f728']

EKZ Geschäftsbericht 2010-11 by EKZ_ - issuu
103. Gesch채ftsbericht 2010/11
Elektrizit채tswerke des Kantons Z체rich
Berichtsperiode vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011
EKZ auf einen Blick	3
Vorwort des Präsidenten: Strom zwischen Technik, Markt und Politik	4
Kommentar des CEO: Die EKZ – ein verlässlicher Energiepartner	5
Sichere Stromversorgung: Die Qualität der Netze langfristig sichern	7
Engagement für die Umwelt: Wind- und Sonnenenergie im Fokus	11
Am Puls der Kunden: Bereit für den offenen Markt	17
Fortschritte durch Innovation: Mit Fachwissen die Zukunft sichern	21
Verantwortung als Arbeitgeber: Menschen – das wichtigste Kapital der EKZ	24
Im Dienst der Öffentlichkeit: Energiewissen für alle	26
Corporate Governance: Transparenz im Fokus	28
Finanzteil	35
Kenngrössen	63
EKZ auf einen Blick
Betriebsertrag (Gesamtleistung)
Nettoinvestitionen in Sachanlagen
14 019,4
Einzelabschluss EKZ
davon Freileitungen (Streckenlänge)
davon Kabel (Stranglänge)
12 975,6
12 800,3
Thermische Anzahl
Thermische GWh
Direkt versorgte Endkunden
(Haushalt, Gewerbe, Grosskunden)
Direkt versorgte Gemeinden
Contractinganlagen in Betrieb
Abgabe Wärme-Energie
Abgabe Kälte-Energie
Nebenberufliche/Praktikanten
Strom zwischen Technik, Markt und Politik
Für tragfähige Lösungen der Stromversorgung wird es auch künftig keinen Königsweg
geben. Nicht nur hinsichtlich Technologien und Wirtschaftlichkeit, sondern auch auf Bedarfsseite muss von einer dynamischen Entwicklung ausgegangen werden.
Die Auswirkungen der Ereignisse in Fukushima und der Bundesratsentscheid über den Atomausstieg bedeuten eine
Zäsur für die Energiepolitik der Schweiz. Diesbezüglich geht
oft vergessen, dass die Stromwirtschaft ohnehin einem starken Wandel unterliegt, sowohl infolge der Marktliberalisierung wie auch aufgrund von technologischen Innovationen
auf allen Stufen. Dabei kommt den EKZ zugute, dass sie ihre
Aktivitäten seit einigen Jahren markant erweitert haben.
Diese neueren Anwendungen und Beratungsdienstleistungen, die immer auch höhere Energieeffi­zienz zum Ziel
haben, nehmen sich im Vergleich zu Netzbetrieb und Stromverteilung – dem Kerngeschäft der EKZ – wohl noch relativ
bescheiden aus. Sie sind jedoch von hohem Wert in einer
Zeit, da sich der Strommarkt radikal verändert. Sie schaffen
neben einem betrieblichen Beitrag einen Gewinn an Kompetenz und Marktpräsenz. Damit garantieren sie letztlich die
Fähigkeit der EKZ zu höherer Selbstbestimmung; eine notwendige Voraussetzung zur Zukunftstauglichkeit, selbst
wenn die Erfüllung des Versorgungsauftrages auch künftig
nur im Verbund mit der Axpo sinnvoll möglich sein wird.
Eine Erkenntnis bleibt: Es wird für Lösungen der künftigen Stromversorgung keinen Königsweg geben; zu kompliziert sind die Zusammenhänge und von zu vielen Faktoren ist
die Entwicklung abhängig. Dies muss auch die Politik berücksichtigen. Nur so können grosse Würfe und die viel zitierte
«Energiewende» gelingen. Trotz der Intensität an Vorschlägen aus Politik, Medien und Fachwelt existiert ein diffuses
Bild von der längerfristigen Stromversorgung. Damit kommt
nicht zuletzt ihre Komplexität zum Ausdruck.
Politik und Strombranche müssen zwingend die gleiche
Sprache sprechen. Bei den meisten neuen politischen Vorstössen fällt auf, wie sehr diese auf technische Lösungen
und finanzielle Anreize fokussieren. Sie tangieren die schwerfälligen Bewilligungsverfahren kaum und gehen bedarfsseitig von einem praktisch konstanten Strombedarf aus. Gemäss einer aktuellen Studie des Bundesamtes für Statistik
(BFS) wird die Schweiz bis 2035 eine Million mehr Einwohner haben, verbunden mit einer jährlichen Zunahme von bis
zu 60 000 neuen Wohneinheiten und diversen Nutzbauten.
Die Mobilität auf Schiene und Strasse wird mehr Strom benötigen. Will man schliesslich die gesteckten CO2-Ziele erreichen, geht dies nur über einen Mehrkonsum an elektrischem
Strom anstelle fossiler Energie. Kurz: Wir haben es auch bedarfsseitig mit einer dynamischen Entwicklung zu tun. Nur
vergleichbare und realistische Annahmen bilden die Voraussetzung für eine glaubwürdige Diskussion über die Bewältigung des Wachstums und der Versorgungssicherheit im
Lichte neuerer Produktions- und Anwendungsformen.
Trotz einiger Unwägbarkeiten haben die EKZ ein gutes
operatives Ergebnis erzielt und erneut aufgezeigt, dass sie
sowohl ihr Kerngeschäft den Bedürfnissen anpassen als auch
neue Themen in die betriebliche Normalität umsetzen können. Für diese Leistung möchte ich den Mitgliedern der Geschäftsleitung und den Mitarbeitenden der EKZ meinen Dank
aussprechen. Auch der Kollegin und den Kollegen im Verwaltungsrat danke ich für die konstruktive Zusammenarbeit.
Rolf Sägesser, Verwaltungsratspräsident
Die EKZ – ein verlässlicher Energiepartner
Die EKZ nutzen ihre regionale Stärke und haben sich auf den Energiemarkt
von morgen ausgerichtet. Die Jahresrechnung konnte dank gutem operativem
Geschäftsgang stabil und wie budgetiert abgeschlossen werden.
Der Fokus der schweizerischen Energiepolitik liegt heute
noch stärker als bisher auf dem Faktor Umweltverträglichkeit. Es gilt mehr denn je, die Energie einerseits nachhaltig
zu erzeugen, andererseits aber auch den CO2-Ausstoss zu
verringern. Dabei ist ein gesundes Augenmass zu wahren:
Photovoltaik ist zwar eine interessante Technologie, die
laufend günstiger wird; die grosse Herausforderung liegt
allerdings darin, genügend Strom für den neblig-kalten Januartag bereitstellen zu können. Denn Strom lässt sich nicht
im Sommer speichern und im Winter verbrauchen. Ohne
fossile Energieträger wird es bei einem Atomausstieg 2035
kaum gehen.
Die EKZ fördern die Produktion erneuerbarer Energien
und unterstützen ihre Kunden tatkräftig in ihren Bestrebungen zu mehr Energieeffizienz. Auch den Ausbau des umweltschonenden und dezentralen Wärmecontractings werden
wir weiter vorantreiben. Wärmepumpen statt Ölheizungen,
Haushaltsgeräte, die bei gleicher Leistung immer weniger
Energie verbrauchen, Elektroantriebe in Autos statt Benzinmotoren: Strom ist nicht das Problem, sondern ein wesentlicher Teil der nachhaltigen Lösung des Energie- und Klimaproblems.
Dass das Geschäftsergebnis 2010/11 für die EKZ erneut ausgeglichen ist und auf Kurs liegt, ist in erster Linie einem
guten operativen Geschäftsgang zu verdanken. Demgegenüber lagen die Finanzerträge, beeinflusst durch die Turbulenzen an den Finanzmärkten, unter den budgetierten Erwartungen. Das Geschäft war gekennzeichnet durch sehr stabile
Verhältnisse im Netz- und im Energiebereich, durch schlechte Margen im Bereich Elektroinstallation und Fachgeschäfte
sowie ein erfreuliches Wachstum im Wärmecontracting.
Die EKZ nutzen ihre regionale Stärke und haben sich auf
den Energiemarkt von morgen ausgerichtet. Für den engagierten Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
bedanke ich mich an dieser Stelle herzlich – im Bewusstsein,
dass wir nur so unserer Verantwortung gerecht werden können: der Versorgung einer wichtigen Schweizer Wirtschaftsund Wohnregion mit sicherer, günstiger und umweltgerechter Energie.
Dr. Urs Rengel, CEO
«Strom ist nicht das Problem,
sondern ein wesentlicher Teil der
nachhaltigen Lösung des Energieund Klimaproblems.»
Bruno VĂśllmin, Leiter NetzqualitĂ¤t,
misst die Energieeinspeisung
der Referenzanlage in Dietikon.
Die Qualität der Netze langfristig sichern
Die Verteilung und Lieferung elektrischer Energie muss gewähr­leistet sein.
Darum investieren die EKZ vorausschauend in modernste Technologien sowie
in den Erhalt und Ausbau der Netze.
Die Kunden der EKZ können sich 24 Stunden pro Tag,
während 365 Tagen im Jahr, auf die Versorgung mit Strom
verlassen. Ein Stromausfall tritt pro Anschluss statistisch nur
alle drei Jahre auf und dauert durchschnittlich 30 Minuten.
Dies entspricht einer extrem hohen Verfügbarkeit von
99,994 Prozent.
Um die bestehende Qualität der Versorgung sicherzustellen, investierten die EKZ im Berichtsjahr rund 60 Millionen Franken in den Erhalt und Ausbau der Netzinfrastruktur.
In diesen Kosten ist auch der Aufwand für neue Netzteile
enthalten, denn bedingt durch den Neubau von Wohnungen
und Gewerbegebäuden wachsen auch die Anschlussnetze.
Alle zwei Jahre liegen die Netzerweiterungen und Neuanschlüsse im Versorgungsgebiet der EKZ in der Grössenordnung einer Stadt wie Kloten.
Knotenpunkte und Steuerung
Der stetig steigende Bedarf an elektrischer Energie im
Kanton Zürich, akzentuiert durch den Bau neuer, grosser
Rechenzentren, belastet das Netz zunehmend und macht
zusätzliche Unterwerke notwendig. Zudem müssen die aus
den 60er und 70er Jahren stammenden Verteilanlagen ersetzt werden. In diesem Geschäftsjahr wurden die Anlagenerneuerungen in den Unterwerken Herrliberg und Horgen
abgeschlossen und in Aathal und Saland begonnen. Im
Zusammenhang mit der Spannungsumstellung des Hochspannungsnetzes von 50 kV auf 110 kV durch die Axpo AG
mussten auch die Transformationen in den Unterwerken
Dürnten und Hinwil verstärkt werden. Obwohl es immer
schwieriger wird, passende Grundstücke und Baubewilligungen für solche Infrastrukturbauten zu erhalten, konnte
die Projektierung für das neue Unterwerk Rümlang inzwischen so weit vorangetrieben werden, dass mit dem Bau
der Anlage voraussichtlich im Frühling 2012 begonnen werden kann.
Das in die Jahre gekommene Leitsystem für die Netzsteuerung der zentralen Betriebsführungsstelle in Dietikon wurde
ebenfalls an die heutigen Anforderungen angepasst. In einem umfangreichen Prozess wurde ein neues System definiert, öffentlich ausgeschrieben und schliesslich im ersten
Halbjahr 2011 installiert. Bis im Herbst 2012 wird das alte
Leitsystem vollständig abgelöst.
Herausforderung dezentrale Netzeinspeisung
Die künftige, vermehrt dezentrale Einspeisung von Strom
aus erneuerbaren Energien macht einen zusätzlichen Netzausbau notwendig. Steuerung und Regelung zur Sicherstellung der Netzqualität und zum Schutz der Anlagen werden
aufwendiger. Ein intelligentes Stromnetz, ein so genanntes
Smart Grid, könnte diese wechselseitigen Stromtransporte
in den Verteilnetzen optimieren. Mit dem Ziel, die Einfüh­rung dieser Technologie auf Basis internationaler und herstellerunabhängiger Standards umzusetzen, gründeten die
EKZ mit zehn anderen Schweizer Elektrizitätsunternehmen
per Ende August 2011 den Verein Smart Grid Schweiz.
«Die künftige, vermehrt dezentrale
Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien macht einen zu­
sätzlichen Netzausbau notwendig.»
Alexander Milkau von der Betriebsführungsstelle in Dietikon.
Das Netz der EKZ wird von hier aus im 24-Stunden-Betrieb
Im Geschäftsjahr 2010/11 erstellten die EKZ im Auftrag der
Gemeinden und des Kantons 1286 Leuchtstellen. Der
grössere Anteil davon wurde im Rahmen von Sanierungen
erneuert, 317 Leuchtstellen kamen neu hinzu. Zudem wurden in den vier Netzregionen insgesamt 198 Kandelaber
durch Unfälle in Mitleidenschaft gezogen und von den EKZ
Spezialisten ersetzt. Dank einem nun abgeschlossenen
Optimierungsprojekt bei den Ein- und Ausschaltzeiten
konnte der Energieverbrauch der öffentlichen Beleuchtung
um einmalig 8 Prozent auf 18,9 GWh gesenkt werden.
Versuche mit LED-Strassenleuchten
Aktuelle Studien und die über 30 Feldversuche mit verschiedenen LED-Leuchten zeigen, wie der Energieverbrauch pro Leuchtstelle gesenkt werden kann. So wurde
zum Beispiel an der Birchstrasse in Niederhasli eine der
wenigen im Netz der EKZ noch verbliebenen alten Quecksilberbeleuchtungen ersetzt, um dort zukünftig rund
50 Prozent Energie einzusparen. Eine Pilotanlage in Hinwil
zeigt, dass sich die Beleuchtung durch den Ersatz von
alten Pilzleuchten durch moderne Leuchtentechnik wesentlich verbessern lässt. Der Streulichtanteil in der Umgebung konnte fast vollständig reduziert und die Beleuchtung der Strasse deutlich verbessert werden. Die neue
Beleuchtung an der Schmittestrasse in Effretikon zeigt,
dass man mit LED-Leuchten nicht nur energieeffiziente,
sondern auch dekorative Lösungen realisieren kann. In
den letzten 30 Jahren wurde die gesamte Beleuchtungsinfrastruktur im Netz der EKZ laufend optimiert. Dadurch
blieb der Energieverbrauch in den letzten drei Jahrzehnten
konstant, obwohl die Anzahl Leuchten im gleichen Zeit-
raum um 70 Prozent zugenommen hat. Dementsprechend
ist das Energieeinsparpotenzial mit LED im EKZ Versorgungsgebiet kleiner als in vielen anderen Gebieten. Allerdings ergeben sich mit der neuen Technologie zusätzliche
Möglichkeiten, das Licht optimal dorthin zu lenken, wo es
gebraucht wird, und die Lichtstärke zu regulieren.
Drittgeschäfte nehmen zu
Das Kompetenzzentrum der EKZ für Netzdienstleistungen
konnte die angestrebten Wachstumsziele erneut erreichen
und inner- und ausserhalb des Versorgungsgebiets seine
Leistungen erbringen. Der Schwerpunkt der Aufgaben lag
im Bereich des Trafoservice. So wurden mehrere Reguliertransformatoren revidiert und rund 200 Verteiltransformatoren ausgetauscht, revidiert und geprüft. Im eigenen
Hochspannungslabor wurden neben Trafos auch Spannungsprüfer normgerecht geprüft. Eine wachsende Nachfrage zeigte sich bei den Occasionstransformatoren. Auch
der Schalter-Service war mit über 600 Mittelspannungsund Niederspannungsschalter-Revisionen stark ausgelastet. Die Spezialisten der technischen Beratung führten
diverse Berechnungsprojekte im Bereich NISV und Netzsimulation durch, und das Schutz-Know-how war für die
Prüfung und Parametrierung von Relais gefragt. Als neue
Dienstleistung bieten die EKZ die Kabelfehlerortung an.
Die Ende 2011 auslaufende wasserrechtliche Konzession
für das Kraftwerk Dietikon soll erneuert und das bestehende Ausleitkraftwerk bis 2016 komplett ersetzt werden.
Zudem planen die EKZ, das Wasser der Restwasserstrecke
mit einer neuen Dotieranlage beim Stauwehr zu nutzen.
Da die nötigen Abklärungen und die Konzessionsverhandlungen mit den Behörden sowie weiteren Interessen­
gruppen noch einige Zeit in Anspruch nehmen, beantrag-
Weniger störungsanfällig als Freileitungen: Im Boden verlegte
Kabel erhöhen die Versorgungssicherheit.
ten die EKZ beim Kanton eine Verlängerung der beste­
henden Betriebsbewilligung um maximal fünf Jahre. Dem
Gesuch wurde unter anderem mit der Auflage, mehr
Rest­wasser zu dotieren, stattgegeben. Im Zusammenhang
mit der Erneuerung des Kraftwerks wurden im Frühjahr
beim ersten von vier Wehrfeldern der Korrosionsschutz
erneuert und die Antriebe revidiert.
Die Stromabgabe blieb gegenüber dem letzten Geschäftsjahr praktisch gleich. Sie belief sich auf 6139,3 GWh
(Vorjahr 6140,0 GWh; 0,0 Prozent), hauptsächlich aufgrund
der milden Temperaturen gegenüber dem Vorjahr. Wäh­rend
der Verbrauch der Grosskunden um 2,6 Prozent und jener
der festen Endverbraucher um 0,3 Prozent anstieg, nahm
der Verbrauch der Endverteiler um 1,4 Prozent leicht ab.
Zertifizierter Strom aus EKZ Wasserkraftwerken
Die EKZ verfolgen das Ziel, in den nächsten Jahren den
Strom aus den eigenen Wasserkraftwerken nach dem
höchsten schweizerischen Umweltstandard «naturemade
star» zu produzieren. Um die elektrische Energie aus
dem KW Waldhalde und dem KW Pfungen zertifizieren zu
können, wurden erste Abklärungen vorgenommen. Die
Untersuchungen zeigen nun, dass bis zur Zertifizierungsreife noch diverse bauliche Anpassungen vorgenommen
Nach einem Winterhalbjahr mit überdurchschnittlichen
Wasserabflüssen folgte im Frühjahr eine sehr trockene Witterung, was zu einer leicht unterdurchschnittlichen Pro­duktion der EKZ eigenen Kraftwerke führte (–3,7 Prozent).
Das Kraftwerk Dietikon erreichte im Berichtsjahr mit
18,3 GWh trotz Revisionsarbeiten eine durchschnitt­liche
Produktion. Beim KW Waldhalde resultierte eine deut­lich unterdurchschnittliche Produktion von 12,7 GWh. Das
KW Pfungen stand von Mitte April bis Ende Juni 2011
wegen der trockenen Witterung still. Die Wehrlager des
rund 20-jährigen Töss-Kraftwerks wurden revidiert.
Ab Mitte August wurde es für die Kompletterneuerung
der Steuerung ausser Betrieb genommen. Trotzdem konnte der langjährige Produktionsdurchschnitt mit 0,9 GWh
beinahe gehalten werden.
Axpo als Hauptlieferantin
Die EKZ beziehen 98,7 Prozent ihres Stroms zu attraktiven
Konditionen von der Lieferantin Axpo. 0,5 Prozent werden
in den EKZ eigenen Wasserkraftwerken produ­ziert, und
0,8 Prozent beträgt der Anteil Dritter, vorwiegend unabhängiger Produzenten.
Die Herkunft des EKZ Stroms hat sich zugunsten der erneuerbaren Energien verschoben. Im Vergleich zum Vorjahr
besteht er aus 32,1 Prozent Wasserkraft (25,3), 66,9 Prozent Kernenergie (73,9) und 0,2 Prozent Übrige (0,1) sowie
aus 0,9 Prozent (0,7) gefördertem Strom (Kostendeckende
Einspeisevergütung KEV).
Strom von unabhängigen Produzenten
Die bei den EKZ verbleibende Rückliefermenge hat sich
auf 0,8 Prozent erhöht (Vorjahr 0,4). Im Berichtsjahr haben
9 Wasserkraftanlagen (Vorjahr 9) mit einer Leistung von
3530 kW (3530), ausserdem 14 Biomasseanlagen mit einer
Leistung von 5018 kW (5018) und 374 Photovoltaikanlagen
(286) mit einer Leistung von 5338 kW (4082) ihre Energie
an die EKZ verkauft.
Manuel Pezzotti, Leiter Contracting
Netzdienstleistungen, nimmt
Messungen an Photovoltaikpanels
der EKZ Referenzanlage
in Dietikon vor.
Wind- und Sonnenenergie im Fokus
Die EKZ verstärken ihr Engagement für eine ökologische Stromproduktion.
Dazu gehören der Aufbau eigener Produktionsanlagen ebenso wie Investitionen
in Erzeugungskapazitäten aus Wind- und Sonnenenergie im In- und Ausland.
Die EKZ engagieren sich bereits heute mit verschiedenen
Projekten im Bereich erneuerbare Energien – etwa mit der
zurzeit grössten Photovoltaikanlage im Kanton Zürich, die
Ende 2010 auf dem Dach des Coop Megastores in Dietikon
in Betrieb ging. Weiter bieten die EKZ eine breite Naturstrom-Produktpalette an, die aus regional produziertem,
«naturemade»-zertifiziertem Naturstrom besteht. Die EKZ
betreiben unter anderem auch verschiedene Pilot- und
Demonstrationsanlagen im Bereich Biomasse sowie eine
Referenzanlage für Photovoltaikmodule in Dietikon. In
Sattel-Hochstuckli wurde eine Pilotanlage im Bereich Kleinwindkraft mit H-Rotoren installiert.
Um rechtzeitig die geforderten Mengen an erneuerbarer
Energie bereitstellen zu können, haben die EKZ ihr Engagement in diesem Bereich intensiviert und erweitert. Vorgesehen sind dabei einerseits der Aufbau eigener Produktionsanlagen sowie Beteiligungen an Anlagen im Inland,
andererseits investieren die EKZ im Rahmen eines sorgfältig
diversifizierten Portfolios auch in Erzeugungskapazitäten mit
ausgewählten Technologien im Ausland. Im Vordergrund
steht dabei die Erschliessung guter Standorte, um die benötigten Strommengen zu kalkulierbaren, günstigen Preisen
langfristig sicherzustellen. Insgesamt planen die EKZ, in den
nächsten Jahren rund 400 Millionen Franken in die Produktion von erneuerbarer Energie zu investieren.
«Die EKZ haben ihr Engagement
für erneuerbare Energien deutlich
intensiviert und erweitert.»
Europäischer Wind, spanische Sonne
Vom deutschen Windenergieerzeugungsunternehmen Enertrag haben die EKZ einen Anteil von 70 Prozent am OnshoreWindpark Ternois Sud in Frankreich erworben. Von den sechs
am windstarken Standort im Departement Pas-de-Calais installierten Windkraftanlagen erwarten die EKZ eine Stromproduktion von jährlich 33 GWh.
Am solarthermischen Kraftwerk Puerto Errado 2 in der
südspanischen Region Murcia, das durch die Mehrheitsaktionärin EBL (Elektra Baselland) erstellt wird, beteiligen
sich die EKZ mit sechs Prozent der Anteilsrechte. Puerto
Errado 2 ist weltweit das erste kommerziell betriebene solarthermische Kraftwerk, das auf der Linear-Fresnel-Technologie basiert.
Gemeinsam mit vier weiteren Schweizer Energiever­
sorgern und der Energiehändlerin EGL haben die EKZ Anfang Juli 2011 die Beteiligungsgesellschaft Terravent AG gegründet. Diese wird in Onshore-Windparks in Deutschland,
Spanien, Frankreich und Italien investieren. Die EKZ beteiligen sich mit 14,3 Prozent an der Gesellschaft. Die Auslandengagements der EKZ im Bereich erneuerbare Energien
werden über die neu gegründete schweizerische Beteiligungsgesellschaft EKZ Renewables AG gesteuert. Diese hat
ihren Sitz im Kanton Zürich und ist zu 100 Prozent im Besitz
der EKZ.
Energieeffizientes Fahren: Die EKZ
fĂśrdern die ElektromobilitĂ¤t und
bauen ihr Know-how gezielt aus.
Erfolgreiche EKZ Umwelt-Initiative
Im Rahmen ihrer im Berichtsjahr abgeschlossenen Umwelt-Initiative haben die EKZ
von 2007 bis 2011 ihren Kunden rund 30 Millionen Franken in Form von
Beratungsleistungen, Förderbeiträgen und Vergünstigungen zur Verfügung gestellt.
«Informieren, sensibilisieren, zum Handeln motivieren» –
nach diesem Grundsatz haben die EKZ während der Umwelt-Initiative ihre Kunden angeregt, im effizienten Umgang
mit Energie selber aktiv zu werden. Für die «EKZ UmweltInitiative» stellte das Unternehmen deshalb von 2007 bis
2011 rund 30 Millionen Franken bereit. Diese kamen in Form
von Beratungsleistungen, Förderbeiträgen und Vergünstigungen den EKZ Stromkunden – Privaten, Unternehmen
und Organisationen der öffentlichen Hand – im Versorgungsgebiet zugute.
Im Mittelpunkt der «EKZ Umwelt-Initiative» stand der Ausbau der Energieberatung. Ab Herbst 2007 bis heute konnten
rund 2000 Energieberatungen für private Hauseigentümer
vor Ort durchgeführt werden. Die EKZ Energieberater zeigten dabei auf, wie mit einem effizienten Heizsystem und der
Nutzung von erneuerbaren Energien Kosten gespart und die
Umwelt geschont werden kann. Dazu kamen über 5500 Beratungen am Telefon sowie 4000 beantwortete Energieberatungsfragen per E-Mail. Weiter wurden 42 EKZ Energiechecks und 14 EKZ Energiewochen bei Geschäftskunden
Mit dem EKZ Umwelt-Förderprogramm unterstützten
die EKZ die Installation von über 8000 Quadratmetern thermischen Solaranlagen sowie die Umrüstung von 800 bestehenden Elektro-, Öl- und Erdgasheizungen auf Wärmepumpentechnologie, wodurch jährlich etwa 5800 Tonnen CO2
Mit dem im April 2010 lancierten Förderprogramm
«Stromeffizienz im Mehrfamilienhaus» haben die EKZ die
Eigentümer von über 350 Mehrfamilienhäusern dazu motiviert, ineffiziente Geräte, Beleuchtungsanlagen sowie Kühlund Gefrierschränke in ihren Liegenschaften zu erneuern.
Darüber hinaus wurde der Kauf von besonders energieeffi-
zienten Haushaltsgeräten vergünstigt. Pro Geschäftsjahr
gab es zwei Kundenaktionen mit Schwerpunkt auf jeweils
unterschiedlichen Gerätekategorien: Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen und Trockner, Kaffeemaschinen, Staubsauger und Luftbefeuchter. So sparen EKZ Kunden nicht nur
beim Betrieb, sondern bereits beim Kauf.
Seit Februar 2008 unterstützten die EKZ Forschungs- und
Entwicklungsprojekte im Bereich der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz mit dem Zweck, Innovationen
von Unternehmen und Hochschulen zu fördern. Von den Beiträgen profitierten sieben Forschungsteams und Unternehmen, die nach wissenschaftlichen Grundsätzen arbeiten.
Energieeffizienz weiterhin im Zentrum
Auch nach Abschluss der Umwelt-Initiative nehmen die Anstrengungen um Energieeffizienz und den sorgsamen Umgang mit der Ressource Strom bei den EKZ weiterhin eine
zentrale Stelle ein. So wurde beispielsweise das Angebot
Energieberatung für Geschäftskunden ausgebaut. Das Programm Stromeffizienz im Mehrfamilienhaus kann dank der
Unterstützung von Bundesgeldern weitergeführt werden.
Privatkunden werden weiterhin von Förderaktionen profitieren können.
«Auch nach Abschluss der UmweltInitiative nehmen die Anstrengungen um Energieeffizienz eine
zentrale Stelle ein.»
Effiziente Erdwärmenutzung mit Energiecontracting:
Andreas Krieg prüft die Installationen beim Sanierungsprojekt
Bruggächer in Mönchaltorf.
EKZ Solarstrombörse
Die EKZ Solarstrombörse übernimmt eine wichtige Rolle
als Marktplatz zwischen Solarstromproduzenten und den
Endkunden der EKZ. Im Berichtsjahr wurden so 1,2 Millionen kWh Solarstrom über die Börse beschafft und am
Markt abgesetzt. Um diese abgesetzte Menge bereitstellen zu können, wurden zu den 150 bestehenden weitere
21 Solarstromanlagen als Produzenten in die EKZ Solarstrombörse aufgenommen.
Grösstes Energiecontracting-Sanierungsprojekt
auf Basis von Erdwärme
Die EKZ haben im Spätsommer 2011 in Mönchaltorf das
bisher grösste Sanierungsprojekt und zugleich die grösste
Anlage auf Basis von Erdwärmenutzung gebaut und in
Betrieb genommen – unter anderem dank Fördergeldern
aus der EKZ CO2-Kompensationsplattform. Die Liegenschaft Bruggächer in Mönchaltorf beinhaltet 238 Wohnungen in 12 Mehrfamilienhäusern, die künftig mit sauberer Umweltwärme versorgt werden. 600 Tonnen CO2
können dadurch jährlich eingespart werden.
EKZ CO2-Kompensationsplattform
Grösste Photovoltaikanlage im Kanton
Im Dezember 2010 haben die EKZ auf dem Dach des
Coop Megastores in Dietikon die grösste Photovoltaik­
anlage im Kanton in Betrieb genommen. Auf einer
Fläche von 2600 Quadratmetern produzieren 1584 poly­
kristal­line Solarpanels im Jahr rund 330 MWh Strom.
Das entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Strom­verbrauch von etwa 75 Vier-Personen-Haushalten.
Die EKZ investieren rund 1,7 Millionen Franken in die
Photovol­taikanlage auf dem Coop Megastore. Für den
produzierten Solarstrom aus dieser Anlage erhalten
die EKZ Fördergelder aus der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV).
Wachstum Energiecontracting
Vermehrt werden die EKZ aus allen Regionen der Schweiz
für die Realisierung von Contractinganlagen angefragt
und beauftragt. Um eine optimale Betreuung dieser Kunden sicherzustellen, haben die EKZ je einen Standort
in Sargans (SG) und in Châtel-Saint-Denis (VD) eröffnet.
Gesamthaft konnten die EKZ im Berichtsjahr weitere
75 Neuanlagen in Betrieb nehmen.
Im Berichtsjahr konnten insgesamt 9372 Tonnen CO2 zur
Kompensation akquiriert werden. Davon entfallen 7074
Tonnen auf die Zürcher Kantonalbank, 11 Tonnen auf
Prosperis Wealth Management sowie 2287 Tonnen auf
die EKZ selbst. Die gesamte Menge wurde über Förderprojekte in Contractingverträgen gesichert. Die EKZ
haben damit nahezu ihren gesamten Ausstoss an fossilen
Brenn- und Treibstoffen im Berichtsjahr kompensiert.
Dies umfasst alle fossilen Brennstoffe der von den EKZ
und EKZ Eltop genutzten Liegenschaften sowie den Verbrauch sämtlicher fossilen Treibstoffe für Geschäftsfahrten.
Aktiv für Elektromobilität
Elektroautos sind wesentlich energieeffizienter als benzinbetriebene Fahrzeuge. Aus diesem Grund engagieren
sich die EKZ für Elektromobilität. Mit ihren 15 Elektroautos,
die täglich im Einsatz stehen, sammeln die Mitarbeitenden
der EKZ Erfahrungen, die sie als kompetente Ansprechpartner ihren Kunden weitergeben. Auch wenn es um die
Ladeinfrastruktur geht, helfen die EKZ als neutraler Beratungspartner weiter: Sie unterstützen Besitzer von Elektroautos bei Fragen rund um den Auto-Stromanschluss zu
Wärme aus Biomasse im Rahmen des EKZ Energiecontracting:
Heizen mit Holzschnitzeln ist CO2-neutral.
Hause oder im Büro. Die EKZ helfen bei der Wahl und Installation der richtigen Stromtankstelle und fördern diese
bis Ende 2011 mit 500 Franken. An den 17 öffentlichen EKZ
Stromtankstellen können Fahrer von Elektroautos ihre
Fahrzeuge einfach und bequem aufladen. Ausserdem haben die EKZ als erstes Schweizer Energieversorgungs­
unternehmen einen Gleichstrom-Schnelllader installiert.
In weniger als 30 Minuten kann so ein Elektroauto auf
80 Prozent geladen werden. Die EKZ untersuchen, welche
Auswirkungen Schnellladungen auf das elektrische Netz
und auf Elektroautobatterien haben.
Kontrollierter Energieverbrauch
Für die Reduktion des Primärenergieverbrauchs wurden
im Berichtsjahr Investitionen in energieoptimierte Gebäudehüllen getätigt. Bei der Fahrzeugbeschaffung ist das
Augenmerk auf die Effizienzklasse gerichtet. Die im Geschäftsjahr 2010/11 beschafften 72 Motorfahrzeuge sind
alle Effizienzklasse A oder B oder sind mit Euro-5-Motoren
(Transporter und LKW) ausgerüstet. Um den Treibstoffverbrauch zu senken, wurden Mitarbeiter zu einer EcoDrive-Schulung aufgefordert.
Umgang mit Ressourcen und Werkstoffen
Elektromobilität im Gespräch
Bereits zum dritten Mal haben die EKZ eine Fachtagung
zum Thema Elektromobilität durchgeführt. Unternehmen,
die bereits im Bereich Elektromobilität aktiv sind, berich­
teten über ihre Erfahrungen. Über 150 Besucher nahmen
an der Tagung teil. Als Mitglied von Arbeitsgruppen tauschen sich die EKZ zudem auf nationaler Ebene über ihre
Erfahrungen mit Elektroautos und Ladeinfrastruktur aus
und erarbeiten Empfehlungen. Ziel ist es, auf die Gestaltung zukünftiger Ladesysteme so Einfluss zu nehmen,
dass die Kosten für Elektroautofahrer tragbar sind.
Basierend auf einer eingehenden Analyse im Unternehmen haben die EKZ den Umfang ihrer Nachhaltigkeitsbemühungen überprüft. Dieses Projekt «Integrierte Nachhaltigkeit» mündete in ein Betriebs­konzept, das Umfang,
Prozesse und Organisation regelt. Die Schwerpunkte
liegen zunächst auf dem Produktmanagement und der
Beschaffung. Das Nachhaltigkeitsmanagement wird
nun jährlich und systematisch auf Geschäftsleitungsstufe
beurteilt. Diese Beurteilung dient zur laufenden Verbesserung und Priorisierung der Nachhaltigkeitsmassnahmen.
Nicht nur die Energieverbräuche, auch andere Ressourcen
werden von Mitarbeitern bewusst geschont. Trotz Zunahme an Mitarbeitern bleibt beispielsweise der Wasserverbrauch bei den EKZ seit Jahren konstant und liegt bei rund
9937 m3 (9700). Die erheblichen Mengen an entsorgtem
Kupfer und Alu sowie sonstigen Buntmetallen werden zu
Recyclingstellen gebracht. Sonderabfälle werden soweit
möglich wieder in den Wertstoffkreislauf gebracht. Ziel ist
es, die Abfallmenge, die den Kehrichtverbrennungsanlagen
zugeführt wird, laufend zu minimieren. In einem Versuch
wird jetzt getestet, ob auch der verbleibende Kunststoffanteil im Abfall rezykliert werden kann.
Beratung steht im Mittelpunkt:
Helen Studer (l.), Leiterin
des EKZ Eltop Fachgesch채fts
Mettmenstetten.
Bereit für den offenen Markt
Aktive Kundenorientierung, attraktive Produkte und fundierte Beratung:
Die EKZ haben viel unternommen, um für die vollständige Öffnung des
Strommarkts gerüstet zu sein.
In Partnerschaft mit dem Kunden ein Klima des Vertrauens
schaffen – dieses zentrale Ziel erreichen die EKZ nicht zuletzt
dank fairer Preispolitik und transparenter Kommunikation.
Nach dem Kernkraftwerk-Unfall in Japan kamen die Energieversorger in der Schweiz und damit auch die EKZ vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit. Daraufhin stieg die
Kundennachfrage nach ökologisch produziertem Strom kurzfristig an. Ab Mitte 2011 sorgte der starke Schweizer Franken
für Unruhe im Markt. Vorwiegend exportorientierte Unternehmen sahen sich zusehends unter Druck, was zu einer
erhöhten Preissensibilität führte.
Preisstabilität ist ein zentrales Bedürfnis für viele Geschäftskunden. Deshalb haben die EKZ ein spezielles Angebot entwickelt, das schnell Anklang fand: Das Energieprodukt «EKZ Mixstrom 2000 fix» garantiert über die Laufzeit
von 36 beziehungsweise 60 Monaten einen festen Strompreis. Dadurch müssen sich Geschäftskunden nicht mehr
auf den Stromeinkauf konzentrieren, sondern finden dafür
vermehrt Zeit, zusammen mit den EKZ ihren Stromverbrauch zu analysieren und den Fokus auf Energieeffizienzmassnahmen zu richten. Mehr als 10 Prozent des Stroms für
Geschäftskunden werden in den kommenden Jahren über
«EKZ Mixstrom 2000 fix» verkauft.
Wichtige Voraussetzungen für einen erfolgreichen EKZ Kundendienst stellen die Weiterbildung und die Zusammenarbeit der Teammitglieder dar. Deshalb wurden im Berichtsjahr
die Schulungen in Branchenwissen und Verkauf sowie in
der telefonischen Kundenbetreuung intensiviert. Um den
Wissensstand über Produkte, EKZ Dienstleistungen und die
Energiebranche zu vertiefen und zu messen, ist ein E-Learning-Programm in regelmässigem Einsatz. Mit diesen personellen Entwicklungsmassnahmen in Verbindung mit den
Erfahrungen aus dem Geschäftskundenmarkt sehen sich die
EKZ im Hinblick auf den vollständig geöffneten Markt gut
gerüstet. Wie aus regelmässig durchgeführten Kundenumfragen hervorgeht, resultierte aus den Anstrengungen erneut eine höhere Serviceeffizienz und Kundenzufriedenheit.
Mit ihrer Marke EKZ Eltop setzen die EKZ mit der eingeschlagenen Neuorientierung auf verstärkte Beratungsdienstleistungen und weiterhin auf das Planen, Erstellen und Unterhalten von Installationen und Anlagen in den Bereichen
Gebäudeautomation, Licht und Telekommunikation. In den
Elektrofachgeschäften erhalten die Kunden kompetente Beratung zu energieeffizienten Haushaltgeräten sowie zum
richtigen Licht für den Arbeitsplatz oder zu Hause.
«Die Schulungen in Branchenwissen
und Verkauf sowie in der tele­
fonischen Kundenbetreuung wurden
intensiviert.»
Einladend, übersichtlich und zeitgemäss: das umgebaute
EKZ Eltop Fachgeschäft an der Dreikönigstrasse in Zürich.
Kundendienstleiter ausgezeichnet
An der Call Center World in Berlin hat eine Fachjury von CallCenter-Experten den EKZ Kundendienstleiter Francesco
Canzano als Call Center Manager Schweiz für das Jahr 2011
ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erhielt Canzano für
das Projekt Qualitätsoffensive, mit dem er den EKZ Kundendienst in den vergangenen vier Jahren auf die bevorstehende Strommarktliberalisierung vorbereitete. Im
Zuge dieses Projektes gelang es Canzano zusammen mit
seinem Team, wesentliche Verbesserungen in der tele­
fonischen und schriftlichen Kundenbetreuung zu erzielen.
Stabile Kundenkontakte
Die Kundenanfragen haben sich auf hohem Niveau stabilisiert. Sämtliche Kontakte wurden dank effizienteren Systemen und Prozessen mit weniger Personal als im Vorjahr
abgearbeitet. Es wurden 87 600 Kundenanrufe behandelt,
was einem leichten Rückgang von 1,25 Prozent gegen­über dem letzten Jahr entspricht. Der schriftliche Verkehr
verzeichnet mit 43 700 (Vorjahr 38 800) bearbeiteten
Mails, Faxen und Briefen eine Zunahme von 12 Prozent.
Die Umzugsmeldungen beliefen sich auf 89 300 und
sind somit um 4 Prozent gestiegen (Vorjahr 85 700).
Kunden wählen ihren Strommix
Die Ereignisse in Japan im März 2011 führten dazu, dass
sich im gleichen Monat mehr als 700 Privatkunden für
die Naturstrom-Produkte basic, star und solar sowie über
600 Privatkunden für EKZ Aquastrom entschieden haben.
Die Naturstrom-Kampagne im Sommer stärkte diesen Effekt. Dadurch stieg der Anteil der Kunden mit NaturstromProdukten im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent und der
Anteil an Aquastrom-Kunden um 13 Prozent. So stieg im
Berichtsjahr der Absatz von EKZ Naturstrom auf 34,1 GWh
und von EKZ Aquastrom auf 103,9 GWh. Fast 10 Prozent
der Kunden bezogen ein erneuerbares Stromprodukt. Auch
bei Gemeinden und Wiederverkäufern zeigt sich der Trend
zu mehr Naturstrom. Die EKZ Wiederverkaufsprodukte
sind beliebt, im Berichtsjahr konnten die EKZ zwei neue
EW dazugewinnen, die ihren Einwohnern Naturstrom anbieten, und mehr als 6 Gemeinden setzen neu auf Naturstrom, indem sie ihre Betriebe mit Naturstrom versorgen.
Solarstrom bei Mercedes Schweiz
Vom Dach der Mercedes-Schweiz-Liegenschaft in Schlieren fliesst ab Anfang 2012 Solarstrom ins Netz der EKZ.
Die EKZ mieten die Dachfläche von rund 100 m2, auf der
Solarmodule montiert werden. Sie realisieren die gesamte
Anlage und investieren rund 80 000 Franken. Während
15 Jahren verpflichtet sich Mercedes, zwei Drittel des jährlich produzierten Stroms abzunehmen. Die rund 8000 kWh
fliessen in die zwei EKZ Elektrotankstellen vor dem Ge­
bäude. Damit kann Mercedes, der Schweizer Importeur
von Elektro-Smarts, ihre Elektrofahrzeugflotte mit Solarstrom tanken.
EKZ Energiewochen
Die Mitarbeitenden des Versicherungsunternehmens
Generali in Adliswil führten Anfang 2011 die EKZ Energiewochen durch. Die Generali Gruppe Schweiz verfolgt
das Ziel, innerhalb von 5 Jahren ihren Energieverbrauch um
22 Prozent zu senken. Während zweier Wochen wurden
die 900 Mitarbeitenden von den EKZ für den bewussten
Umgang mit Energie sensibilisiert – und das Unternehmen konnte seinen Energieverbrauch um 4,7 Prozent
senken. Anfang April 2011 konnten die EKZ auch bei CocaCola in Brüttisellen die EKZ Energiewochen durchführen.
EKZ Eltop installierte im Recyclingcenter Birmensdorf
die Anlage mit 1,1 MW Leistung.
Die 500 Mitarbeitenden haben die Mass­nahmen erfolgreich im Geschäftsalltag umgesetzt. Während der zwei­
wöchigen Aktion wurden 6,4 Prozent des Energieverbrauchs eingespart.
Die Nachfrage nach dem Bau von Photovoltaikanlagen
steigt. Das dafür neu geschaffene Team Engineering
Erneuerbare Energien realisierte diverse bewilligte KEVProjekte für die EKZ und für Kunden in diesem Bereich.
Zudem war das mobile Solarlabor europaweit im Einsatz,
um Photovoltaikpanels zu testen.
zu einem raschen Überblick und unterstützt das Verkaufspersonal bei der Beratung.
EKZ Eltop lanciert E-Shop
Im März 2011 konnte der EKZ Eltop E-Shop erfolgreich
lanciert werden. Kundinnen und Kunden finden nun auch
online ein grosses Sortiment an energieeffizienten Haushaltgeräten und Leuchten und haben die Möglichkeit, rund
um die Uhr bei EKZ Eltop einzukaufen. Alle Geräte werden
auf Wunsch nach Hause geliefert und installiert und die
alten Geräte gleichzeitig kostenlos entsorgt.
EKZ Eltop installiert leistungsstarke Verbraucher
Anspruchsvolle Marktsituation bei EKZ Eltop
Die Neuorganisation des Installationsbereichs von EKZ
Eltop konnte per Ende des Geschäftsjahres 2010/11 abgeschlossen werden. Die Marktgebietsleiter in den Regionen
sind eingesetzt und etabliert, sie können den Ressourcenausgleich und die Kundennähe nun in direkter Verantwortung zusammen mit den Filialleitern noch besser pflegen.
Die Margensituation des Bereichs Installation und der
Fachgeschäfte lässt allerdings noch Verbesserungspoten­
zial erkennen, und es werden weitere grosse Anstren­
gungen notwendig sein, um solide Margen langfristig
Umbauten der EKZ Eltop Fachgeschäfte
Die Optimierung der Standorte konnte mit dem Umbau
des EKZ Eltop Fachgeschäftes an der Dreikönigstrasse
in Zürich abgeschlossen werden. Das Fachgeschäft präsentiert sich nach rund fünf Monaten Umbauzeit hell, übersichtlich und in zeitgemässem Design. Die einzigartige Präsentation der Leuchten verhilft Kundinnen und Kunden
EKZ Eltop übernahm im neuen Recyclingcenter Birmensdorf neben den herkömmlichen Elektroinstallationen
auch die Gebäudeautomation der über 2000 m2 grossen
Recyclinghalle und des benachbarten Chemikalienlagers.
Das Herzstück der Anlage ist eine gigantische Schrott­
schere, die mit einer Leistung von 1,1 MW etwa gleich viel
Strom verbraucht wie fünfzig Einfamilienhäuser. Die
Messdaten der Waage sowie die Beleuchtung, Beschattung und Videoüberwachung werden im Büro des
Centers via KNX-Touchscreens gesteuert und kontrolliert.
Jörg Haller, Leiter öffentliche
Beleuchtung, misst die Lichtstärke von LED-Leuchten.
Fortschritte durch Innovation
Mit Fachwissen die Zukunft sichern
Gezielte Investitionen in die Aus- und Weiterbildung junger Fachkräfte sind für die EKZ das
beste Mittel, um die Herausforderungen der Energiezukunft zu meistern. Über einen Hochschulfonds unterstützt das Unternehmen verschiedene akademische Ausbildungsstätten.
Die EKZ investieren in erstklassige technische Ausbildung,
insbesondere im Kanton Zürich. So wurde bereits 2008
der EKZ Hochschulfonds ins Leben gerufen, um den Ausbildungsstandort im Grossraum Zürich zu stärken und den
Mangel an jungen Ingenieuren zu beheben. Denn für die
EKZ ist klar: Fachwissen ist die wichtigste Ressource der
Schweiz. Wer Ausbildungsstätten unterstützt, tätigt Investitionen, die sich in Zukunft bezahlt machen.
Neue Elektrotechnikprofessuren
Dank der Förderung der EKZ und anderer Sponsoren wur­den beispielsweise drei neue Professuren im Bereich der
Elektrotechnik an der ETH Zürich geschaffen. Im Rahmen
weiterer ausgewählter Projekte pflegen die EKZ den Austausch mit etablierten und angehenden Wissenschaftlern,
etwa der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften Winterthur (ZHAW). Zusammengearbeitet wird unter
anderem bei der Untersuchung verschiedener Photovoltaiktechnologien in Bezug auf ihren Wirkungsgrad und ihr Langzeitverhalten. Die Pilot- und Referenzanlage in Dietikon sowie ein mobiles Solarlabor sind mit Geldern aus dem EKZ
Hochschulfonds finanziert.
Ein Beispiel, wie Wissen und Praxis verbunden werden
können, ist die Realisierung des «SunCar» im Rahmen eines
Fokusprojektes der ETH Zürich. Der «SunCar» ist ein auf
Elektroantrieb umgebauter Sportwagen mit anspruchsvollen Leistungen und der Vision, die gesamte für das Fahren
«Dank der Förderung der EKZ und
anderer Sponsoren wurden drei
neue Professuren für Elektrotechnik
an der ETH Zürich geschaffen.»
benötigte Energie aus erneuerbaren Energiequellen zu
gewinnen. Insgesamt sind etwa 70 Studenten und akademische Mitarbeiter der ETH sowie von verschiedenen Schweizer Fachhochschulen in dieses anspruchsvolle und interdis­
ziplinäre Projekt einbezogen.
Entwicklung der Tiefengeothermie
Besonderes Potenzial bei der alternativen Energiegewinnung sehen die EKZ in der Tiefengeothermie. In Zusammenarbeit mit der Axpo engagieren sich die EKZ für die Erforschung des tiefen Untergrunds im Hinblick auf die
Stromproduktion mit Geothermiekraftwerken. Das Engagement umfasst verschiedene Aktivitäten, darunter die Unterstützung der ETH Zürich beim Aufbau neuer Geothermieprofessuren. Ziel der Bemühungen ist es, das mittel- und
langfristige Potenzial der Tiefengeothermie für Strom- und
Wärmeenergie in der Schweiz bis 2020 schlüssig zu evaluieren sowie die technische und wirtschaftliche Machbarkeit
von Geothermiekraftwerken zu klären.
Kleinwindanlage mit vertikal fixierten Flügeln:
H-Rotor in Sattel-Hochstuckli.
Woodpower-Betrieb eingestellt, Technologie
Die Woodpower AG in Wila produzierte als Pilot- und
Demonstrationsanlage CO2-neutralen Strom. Gleichzeitig
sollte die durch den Produktionsprozess entstehende
Abwärme kommerziell genutzt werden, um hochwertige
Holzschnitzel für Heizungen zu trocknen. Der Vorteil dieser
Technologie liegt darin, dass bei relativ kleinen Einheiten
mit 400 Kilowatt ein überdurchschnittlich hoher Anlagenwirkungsgrad erzielt wird. Mit diesem System kann die
Abwärme auch in kleinen Wärmeverbünden vollständig
verwertet und damit die Wirtschaftlichkeit sichergestellt
werden. Massgebliche Ziele wurden mit der Pilotanlage
erreicht, und die Technologie konnte während der Pilotphase entscheidend weiterentwickelt werden. Nach fast fünf
Jahren wurde der Betrieb der Pilotanlage eingestellt, da
ein wirtschaftlicher Betrieb an diesem Standort nicht möglich war. Mit den Betriebserfahrungen und Erkenntnissen
realisieren die EKZ mit der Holzvergasungstechnik ein Projekt bei der Empa und Eawag in Dübendorf im Energiecontracting. Die EKZ planen, die Holzvergasungsanlage mit
Wärme-Kraft-Kopplung Ende 2013 in Betrieb zu nehmen.
Einfach sichtbar – so wird Strom gespart
Erste Auswertungen aus dem Pilotprojekt Smart Metering
der EKZ zeigen, dass mit intelligenten Stromzählern Strom
gespart wird – jedoch nur, wenn der Stromverbrauch über
Visualisierungshilfen sichtbar gemacht wird. Kunden, die
ein Anzeigegerät in der Wohnung haben, sehen sofort, ob
ihr Stromverbrauch im grünen Bereich liegt, und sparen
am meisten Strom: Sie verbrauchen im Durchschnitt bis zu
drei Prozent weniger als die Kontrollgruppe. Auch Kunden,
die das Internetportal nutzen, sparen Strom. Die durchschnittliche Einsparung liegt bei 2,6 Prozent. Der Kunde
sieht seinen Stromverbrauch um einen Tag verzögert,
kann aber eigene Vergleiche über frei wählbare Zeiträume
durchführen. Bei Kunden, die keine der beiden Visualisierungsmöglichkeiten nutzen, verhielt sich der Stromverbrauch vergleichbar mit dem der Kontrollgruppe. Die Untersuchung der EKZ belegt, dass Smart-Meter-Systeme mit
Feedback-Instrumenten einen Beitrag zum effizienten
Umgang mit Strom leisten können. Voraussetzungen sind
eine einfache Bedienung und ein schneller Zugriff auf den
ak­tuellen Energieverbrauch. Es zeigt sich aber auch, dass
der Stromspareffekt nicht überragend ist. Aufgrund auslän­
discher Studien haben die EKZ mehr erwartet. Betrachtet
man neben der Visualisierung des Verbrauchs auch die
wirtschaftlichen Aspekte von Smart Metering, hat vor allem
die Optimierung von Prozessen, wie Umzug und Abrechnung, Potenzial.
Versuche mit Windenergie
In Zusammenarbeit mit dem Elektrizitätswerk des Bezirks
Schwyz AG und der Sattel-Hochstuckli AG planen die EKZ
im Skigebiet Sattel-Hochstuckli ein Pilotprojekt mit H-Rotoren, um künftig die Beschneiungsanlagen mit Naturstrom
zu betreiben. Die EKZ führten an 5 Standorten während
rund 3 Monaten Windmessungen für Kleinwindanlagen mit
H-Rotoren durch. Daraus resultierte der Entscheid für eine
Pilotanlage, die per Ende Oktober 2011 in Betrieb gegangen ist. Sofern die erwar­teten Erträge erreicht werden, soll
die Pilotanlage um vier weitere Rotoren zu einem Windpark mit total 200 kW ergänzt werden.
Referenzanlage Photovoltaik
Die EKZ sammeln mit ihrer Photovoltaik-Referenzanlage in
Dietikon Erfahrungen, um ihre Kunden von der Potenzial-
Laden mit einem Klick: Elektroautos könnten wahlweise
auch via Smartphone mit Strom «betankt» werden.
analyse bis zur Abnahme des Stroms zu unterstützen. Die
Auswertungen nach über einem Jahr Betrieb zeigen, dass
pauschale Aussagen – wie «diese Technologie ist die bessere als die andere» – nicht möglich sind. Jede Technologie hat bestimmte Vor- und Nachteile, die individuell berücksichtigt werden müssen. Es kommt nicht allein auf die
Wahl der richtigen Solarmodule an. Das Zusammenspiel
von der Einstrahlung bis zur Netzeinspeisung muss optimal abgestimmt sein. Die EKZ haben die einzelnen Einflussfaktoren zur Minderung oder Steigerung des Jahresertrags in der Region Zürich untersucht und typische
Richtwerte publiziert. Um die Investition in eine grössere
Solaranlage abzusichern, sind die EKZ in der Lage, mit
ihrem mobilen Solarlabor unabhängige Referenzmessungen auszuführen.
Am EKZ Standort in Dietikon entsteht ein Batteriespeicher
mit einer maximalen Leistung von einem Megawatt, der
in das Mittelspannungsnetz der EKZ eingebunden wird.
Die Anlage wird Energie bis 500 Kilowattstunden speichern
und diese ins Netz einspeisen respektive von dort beziehen. Damit ist sie die schweizweit grösste Anlage dieser
Art. ABB wird die Pilot- und Demonstrationsanlage liefern,
erstellen und vor Ort weiterentwickeln. Die EKZ werden
sie betreiben, ihr Know-how bezüglich Einbindung und Verhalten von Batteriespeichern im Netz aufbauen sowie
Kenntnisse über den wirtschaftlichen Einsatz von solchen
Anlagen erhalten. Im Rahmen des Pilotprojektes wird
untersucht, ob sich ein Batteriespeicher zur Beeinflussung
und Abfederung von Spitzenlasten im Verteilnetz eignet.
Ausserdem wird analysiert, ob sich ein Batteriespeicher als
Alternative zu einem Netzausbau im Zusammenhang mit
der Zunahme von dezentralen Stromerzeugern wie Sonne
oder Wind einsetzen lässt.
Smartphone-App für das Laden von Elektroautos
In Zukunft könnten Elektroautos bequem vom Handy aus
geladen werden. IBM Research in Rüschlikon und die EKZ
testen in einem Pilotprojekt, wie der Ladevorgang über
Smartphones gesteuert werden kann. Um die Versorgungs­sicherheit dauerhaft zu gewährleisten, werden nebst den
Bedürfnissen des Autofahrers auch die von Energielieferanten berücksichtigt. Für Energieunternehmen wird das
gesteuerte Laden von Elektroautos wichtig, sobald mehr
Elektroautos auf den Strassen unterwegs sind. In Zukunft
könnten Elektroautos eingesetzt werden, um die unre­
gelmässige Stromproduktion aus neuen erneuerbaren Ener­gien abzufedern und die Netzstabilität zu unterstützen.
EKZ installieren erste Schnellladestation
Als erster Energieversorger in der Schweiz testen die EKZ
auf ihrem Areal in Dietikon einen serienreifen Schnell­la­der von ABB mit 50 Kilowatt Leistung. Die Leistungs­
elektronik im Schnelllader liefert den Strom in der von
der Elektroautobatterie gewünschten Spannungslage und
Strom­­stärke. Die EKZ untersuchen, ob unterschiedliche
Ladegeschwindigkeiten die Batteriekapazitäten von Elektro­autos beeinflussen. Ebenfalls untersucht wird, wie sich
die Schnellladung auf das Stromnetz auswirkt, das hierfür
in kurzer Zeit eine relativ hohe elektrische Leistung bereitstellen muss. Mit der Schnellladestation lässt sich die
Batterie eines Elektroautos von 20 Kilowattstunden in weniger als einer halben Stunde auf 80 Prozent laden.
Menschen – das wichtigste Kapital der EKZ
Die EKZ beschreiten neue Wege bei der Rekrutierung qualifizierter Fachkräfte.
Auf der Grundlage einer nachhaltigen Personalentwicklung fördert das Unternehmen
seine Mitarbeitenden auf fachlicher und sozialer Ebene.
Nicht nur im Hoch- und Fachhochschulbereich suchen die
EKZ qualifiziertes Personal, es besteht auch ein erhöhter Bedarf an gut ausgebildeten Leuten aus technischen und handwerklichen Berufen. In Zeiten, in denen fachlich gut qualifiziertes Personal aller Sparten schwer zu finden ist,
versuchen die EKZ, Mitarbeitende mit neuen Massnahmen
zu rekrutieren. Zusätzlich zu den konventionellen Print- und
Online-Inseraten werden für mehrere Berufsgruppen neu
spezifische Jobvideos erstellt, welche den Interessenten
ein realistisches Bild vom Arbeitsumfeld bei den EKZ vermitteln.
Um den Fortbestand qualifizierter Berufsleute zu sichern, investieren die EKZ auch in die Ausbildung junger
Menschen. In mittlerweile neun Berufen bildet das Unternehmen derzeit rund 200 Lernende aus. Damit tragen die
EKZ wesentlich zur Nachwuchsförderung in der Berufsbildung bei und gewährleisten so auch langfristig Spezialisten
für die Versorgungssicherheit: Elektroinstallateure, Netzelektriker, Montageelektriker, Elektroplaner, Telematiker,
Kaufleute, Detailhandelsfachleute, Köche und Logistiker
werden bei den EKZ ausgebildet. Nach Möglichkeit werden
sie nach Abschluss der Lehre bei den EKZ weiterbeschäftigt.
Ein besonderes Merkmal des Arbeitgebers EKZ ist die gelungene Umsetzung des Projekts «EKZ Kulturentwicklung».
Die definierten Kulturwerte und die daraus abgeleiteten
Massnahmen werden konsequent fortgeführt. So gewinnt
der Kulturwert «Unternehmertum» im dynamischen Umfeld
der Elektrizitätsbranche zunehmend an Wichtigkeit, und der
Wert «gegenseitiges Vertrauen und Respekt» fördert ein
produktives und kollegiales Arbeitsklima.
Auch auf den Kulturwert «bereichsübergreifendes Denken» wird bei den EKZ grosser Wert gelegt. Die Führungskräfte aller Organisationseinheiten sind bestrebt, gemein-
sam die Unternehmensziele optimal umzusetzen und die
Weitergabe von fachlichem Know-how sicherzustellen. Der
Unterstützung und engen Begleitung von Mitarbeitenden,
die neu zu den EKZ stossen, wird besondere Bedeutung beigemessen. Es sind diese im Arbeitsalltag gelebten Werte,
welche die Mitarbeitenden für ihren Arbeitgeber begeistern.
Nicht zuletzt stehen die EKZ auch für eine weitsichtige
Personalpolitik mit fortschrittlichen Anstellungsbedingungen. In kontinuierlichen Aufbauprozessen werden interne
und externe Weiterbildungsmöglichkeiten geboten, um die
Mitarbeitenden in ihrer Entwicklung individuell zu unterstützen. Das Unternehmen zeigt sich somit sowohl gegenüber
den Beschäftigten als auch in der Öffentlichkeit als verantwortungsbewusster und moderner Arbeitgeber.
«Um den Fortbestand qualifizierter
Berufsleute zu sichern, investieren
die EKZ gezielt in die Ausbildung
junger Menschen.»
Grund zum Feiern: 47 Lernende konnten im August 2011
ihre Lehre bei den EKZ erfolgreich abschliessen.
Erneut mehr Personal
Der Personalbestand (inkl. Lernende) ist um 3,2 Prozent
auf 1570 (Vorjahr 1521) gewachsen, was wie bereits in
den Vorjahren auf die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen
im Zusammenhang mit der Marktliberalisierung zurückzu­
führen ist. Das Durchschnittsalter der EKZ Mitarbeitenden
beträgt 41 Jahre und ist im Vergleich zum Vorjahr so gut
wie unverändert (41,3). Der Frauenanteil ist mit 19,8 Prozent (20,6) in der Gesamtbelegschaft leicht gesunken. Der
Kaderanteil beträgt 22,9 Prozent, davon rund 11,0 Prozent
Frauen (11,9). Die Personalfluktuation exklusive Pensionierungen ist auf 9,9 Prozent (7,1) gestiegen. 151 Eintritten
(157) standen 146 Austritte (107) inklusive Pensio­nierungen
gegenüber. Die durchschnittliche Anzahl Weiterbildungstage pro Mitarbeitenden beträgt im Berichtsjahr insgesamt
3,7 Tage (2,2).
Die EKZ konnten Ende Juli 2011 47 Lernenden aus 9 verschiedenen Berufen zu ihrem erfolgreich bestandenen
Lehrabschluss gratulieren. Fast die Hälfte haben mit einer
Gesamtnote von 5,0 oder höher abgeschlossen, vier von
ihnen gehörten zu den jeweils besten Kandidaten im Kanton Zürich. Von den frisch ausgebildeten Berufs­leuten
konnten rund 70 Prozent weiterhin bei den EKZ beschäftigt
werden. Im August 2011 begannen 67 junge Menschen
ihre Lehre bei den EKZ. Die EKZ bieten zurzeit 201 Jugendlichen einen vielseitigen Ausbildungsplatz.
Absenzenrate bleibt auf tiefem Niveau
Die Ausfallrate durch Berufsunfälle ist leicht gestiegen,
dabei aber auf tiefem Niveau geblieben. Sie liegt bei
0,25 Prozent (Vorjahr 0,17) pro Mitarbeitenden. Die Ausfallrate durch Krankheit blieb mit 2,33 Prozent auf dem Niveau
des Vorjahres, dieje­nige durch Nichtberufsunfälle ist jedoch
leicht auf 0,50 Prozent gesunken.
Obwohl gemäss Kriterien der Chauffeurzulassungsverordnung (CZV) nicht obligatorisch, bilden die EKZ ihre LKWFahrer in CZV-zertifizierten Kursen weiter. Schulungen und
Instruktionen im Bereich Arbeitssicherheit sind für die
EKZ ein entscheidender Pfeiler für niedrige Unfallraten.
Gezielt werden die Mitarbeiter generell für sicheres
Arbeiten im Bereich elektrischer Anlagen und allgemein
bei erhöhten Gefahren ausgebildet. Auch dieses Jahr
sind zahlreiche Kurse bei den EKZ oder extern im Angebot.
EKZ vital für Mitarbeitende
Die Projektgruppe EKZ vital hat nach einer längeren Pause
ihr Engagement für die Gesundheit und das Wohlbefin­den der EKZ Mitarbeitenden wieder aufgenommen. Das
Ziel von EKZ vital ist es, die Mitarbeitenden sowohl am
Arbeitsplatz als auch in der Freizeit für Gesundheitsthemen
zu sensibilisieren, zum Beispiel mit «Bike to work», einem
Vortrag über Sonnenschutz oder einer Blutspendeaktion.
Ein selbständiger und bewusster Umgang mit Energie setzt spezifische Kenntnisse voraus.
Die EKZ tun viel dafür, um der Bevölkerung jeden Alters die physikalischen Grundlagen der
Elektrizität und die Besonderheiten der Stromwirtschaft nahezubringen.
Als öffentlich-rechtliches Unternehmen sehen sich die EKZ
in der Verantwortung, ihr Energiewissen zu teilen, um der
Bevölkerung einen selbständigen und bewussten Umgang
mit Energie zu ermöglichen. Nicht erst seit den Ereignissen
in Japan legen die EKZ in diesem Bereich einen Schwerpunkt. Schon seit den 80er Jahren kann das stillgelegte Wasserkraftwerk «Burenwisen» bei Glattfelden besucht werden. Dort, im modernen Besucherzentrum der EKZ, erfahren
Interessierte alles rund um die Stromversorgung sowie packende Geschichten aus der Welt der Energie. Fachleute der
EKZ führen die Besuchergruppen durch die Ausstellung und
vermitteln praxisnahe Informationen. Das Programm und
die Themenschwerpunkte werden auf die Wünsche der angemeldeten Gruppen abgestimmt. So können zum Beispiel
Jugendliche mithilfe anschaulicher Experimente die physikalischen Grundlagen der Elektrizität fernab des Schulzimmers
praktisch erfahren. Seit der Neueröffnung 2010 haben rund
3740 Besucher an einer Führung im Stromhaus teilgenommen, davon 1392 Jugendliche.
Stufengerecht für jedes Alter Energie zum Anfassen erleben Schülerinnen und Schüler
auch dank des EKZ Schulangebots. Seit mehr als fünf Jahren
stellen die EKZ den Schulen im Kanton Zürich ihr Energiewissen in Form kostenloser Unterrichtseinheiten zur Verfügung.
In Abstimmung mit dem kantonalen Lehrplan ist das Programm an alle Schulstufen angepasst. Anhand von praxis-
«Energie zum Anfassen erleben
Schülerinnen und Schüler seit
mehr als fünf Jahren auch dank
des EKZ Schulangebots.»
nahen Experimenten und spannendem Anschauungsmaterial führen die Moderatoren der EKZ die Kinder und
Jugendlichen in die Welt der Energie ein.
Während sich die jüngsten Schüler in der 1. und 2. Klas­se
mit dem Erkennen von Gefahren im Umgang mit Strom beschäftigen, lernen ältere die Grundsätze des Stromkrei­ses
kennen. In der Mittelstufe erfahren sie anhand von Experimenten und beim Bau von Kraftwerksmodellen die Allgegenwärtigkeit von Energie und das Prinzip der Energieumwandlung. In der Oberstufe lernen die Jugendlichen, wie sie
selbst energieeffizient handeln können. Das EKZ Schulangebot stösst bei den Schulen im Kanton auf reges Interesse.
So profitierten im Geschäftsjahr 2010/11 274 Schulklassen
(Vorjahr 209) vom EKZ Schulangebot. Zudem konnten die
Moderatoren der EKZ mehrere Projektwochen in Schulen
und Ferienkurse unterstützen.
Energie zum Anfassen: das Besucherzentrum im stillgelegten
Wasserkraftwerk «Burenwisen» bei Glattfelden.
Tag der offenen Tür in Dietikon
Rund 1000 Besucherinnen und Besucher folgten im Juli
2011 der Einladung zum Tag der offenen Tür. Auf dem
Werkareal der EKZ in Dietikon konnten sie einen Blick hinter die Kulissen einer sicheren und zuverlässigen Stromversorgung werfen und von den EKZ Mitarbeitenden erfahren, was es braucht, damit immer Strom aus der Steckdose kommt. Auf dem EKZ Stromparcours stiessen vor
allem das Wasserkraftwerk und die Betriebsführungsstelle
jungen Radrennfahrern, sich in einem professionellen Umfeld sportlich weiterzuentwickeln. Das Team bestreitet
hauptsächlich Strassenrennen, einzelne Fahrer vertreten
das EKZ Racing Team auch in den Disziplinen Quer und
Bahn. 2011 wurden bereits mehrere Siege und Podestplätze errungen.
Beliebte Radrennen
Seit 2010 Jahr ermöglichen die EKZ Menschen mit Behinderung kostenlose Ausfahrten mit strombetriebenen Spezialvelos. Das Angebot wurde an rund 200 Tagen genutzt
und deshalb mit den drei weiteren Standorten Grüningen,
Ossingen und Ebertswil ausgebaut. Sämtliche Kosten
für Anschaffung, Ausleihe und Unterhalt der mittlerweile
28 Spezialvelos werden von den EKZ getragen.
Mehr als 3000 Mountainbiker haben in dieser Saison an
den acht Rennen des EKZ Cup teilgenommen. Speziell die
Kategorien für den Nachwuchs verzeichnen immer grös­
seren Zuwachs. 1000 Radrennfahrer nahmen am bekanntesten Schweizer Eintagesrennen «EKZ Züri Metzgete»
teil. Auch dieses Jahr wurde dabei die EKZ Volksmetz­gete ausgetragen, die es Hobbysportlern erlaubt, sich auf
einer anspruchsvollen Strecke zu messen. Die 53 Kilo­
meter lange Strecke mit Start und Ziel in Buchs bei Zürich
führt durch das Zürcher Unterland. Das Iron Bike Race
in Einsiedeln zählt zu den beliebtesten Mountainbike-Rennen der Schweiz. Mehr als 2000 Fahrerinnen und Fahrer
haben in diesem Jahr teilgenommen.
Rollstuhl mit e-fix
Nach Operationen, Unfällen oder Erkrankungen sind Menschen manchmal vorübergehend auf einen Rollstuhl an­
gewiesen – insbesondere wenn die Betroffenen körperlich
stark eingeschränkt, sehr schwach oder schwer sind.
Hier kann ein Rollstuhl mit dem elektrischen Zusatzantrieb
e-fix Hilfe bieten. Der Rollstuhl mit e-fix kann seit 2011
bei 17 Spitex-Standorten im Kanton Zürich gemietet werden, die EKZ übernehmen die Anschaffungskosten.
Um Kindern die nötige Sicherheit auf dem Velo und das
richtige Verhalten im Strassenverkehr zu vermitteln, bietet
Pro Velo Kanton Zürich mit Unterstützung der EKZ Velofahrkurse für Kinder an. Diese finden von Anfang Mai bis
Ende September in fast allen grösseren Ortschaften
des Kantons statt. Das Angebot wird laufend ausgebaut.
Strombetriebene Spezialvelos
EKZ Racing Team fördert junge Talente
Die EKZ unterstützen im neu gegründeten EKZ Racing
Team junge Radsporttalente. Das Team ermöglicht es
Die EKZ verpflichten sich zur verantwortungsvollen und langfristig orientierten Führung
und Kontrolle des Unternehmens. Entsprechend arbeiten die Geschäftsleitung,
der Verwaltungsrat sowie die kantonsrätliche Kommission kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Corporate Governance.
Ziel der Corporate Governance ist eine möglichst effiziente,
effektive und transparente Unternehmensführung im Interesse aller Stakeholder. Dazu gehört auch die Überwachung
des Managements. Folgende Dokumente bilden die rechtliche Grundlage für die Corporate Governance der EKZ:
■■ 
Das Gesetz betreffend die Elektrizitätswerke
des Kantons Zürich (EKZ Gesetz)
Die Verordnung über die Organisation und Verwaltung
der EKZ (EKZ Verordnung)
Das Geschäftsreglement für die Organe
der EKZ (GRO) mit Anhängen
Die Führung des Unternehmens orientiert sich an privatwirtschaftlichen Massstäben.
Die EKZ sind eine selbständige Anstalt des kantonalen öffentlichen Rechts. Der Kanton Zürich ist alleiniger Eigentümer der EKZ und stellt den EKZ ein zu verzinsendes Grundkapital zur Verfügung (§ 5 EKZ Gesetz), das zurzeit nicht
beansprucht wird. Über Beteiligungen an Gesellschaften gemäss § 11 EKZ Gesetz gibt die Erläuterung 17 im Anhang zur
Jahresrechnung Auskunft.
Der Verwaltungsrat (VR) setzt sich aus 15 Mitgliedern zusammen. Zwei Mitglieder delegiert der Regierungsrat direkt
in den VR, 13 werden durch den Kantonsrat gewählt. Die
Amtsdauer beträgt vier Jahre und deckt sich mit derjenigen
des Kantonsrats. Die VR-Mitglieder nehmen innerhalb der
EKZ keine Exekutivfunktionen wahr. Ihre Aufgaben orientieren sich an den Bestimmungen des Aktienrechts sowie den
Bestimmungen in Gesetz und Verordnung der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich. Dem VR obliegen die Festsetzung der Strategie und die Oberleitung des Unternehmens
sowie die Überwachung der Geschäftsführung in Analogie
zu Artikel 716a OR.
Der Verwaltungsrat konstituiert sich selbst und wählt seinen
Präsidenten, den Vizepräsidenten und den Sekretär. Der Verwaltungsrat kann Ausschüsse bilden und diesen besondere
Aufgaben und Kompetenzen übertragen. Zurzeit bestehen
drei Ausschüsse:
Der Leitende Ausschuss bereitet zur Hauptaufgabe
sämtliche Geschäfte des Verwaltungsrates vor und stellt
diesem Antrag. Weiter erlässt er Richtlinien zur Budgetierung, Rechnungslegung und Finanzierung. Er überwacht zudem die Geschäftsführung der Geschäftsleitung.
Der Prüfungsausschuss hat zur Hauptaufgabe, ein
umfassendes und effizientes Konzept für die externe
und interne Revision sicherzustellen. Er legt mit den
Revisionsstellen die Revisionspläne fest und bildet sich
ein eigenständiges Urteil über die durchgeführten
Revisionen, die internen Kontrollsysteme sowie den
Der Nominierungs- und Entschädigungsausschuss
begutachtet und beantragt zuhanden des Verwaltungsrats die Bezüge seiner Mitglieder und der Ausschüsse,
die Anstellung beziehungsweise Entlassung von
Geschäftsleitungsmitgliedern sowie das Salärsystem
für die Mitglieder der Geschäftsleitung.
Kantonsrätliche Kommission
Die Oberaufsicht über die EKZ wird vom Kantonsrat ausgeübt. Für die Wahrnehmung dieser Oberaufsicht ist die Aufsichtskommission über die wirtschaftlichen Unternehmen
(AWU) zuständig. Sie ist jeweils für vier Jahre gewählt. Die
Kommission hat Einsicht in die VR-Protokolle und lässt sich
durch die Organe der EKZ über den Geschäftsverlauf informieren. Für die Amtsdauer 2011 bis 2015 setzt sich die AWU
per 30. September 2011 aus folgenden Mitgliedern zusammen: Präsident Benedikt Gschwind, Zürich, SP; Vizepräsidentin Katharina Weibel, Seuzach, FDP; Franco Albanese,
Winterthur, CVP; Bruno Fenner, Dübendorf, BDP; René Gutknecht, Urdorf, GLP; Beat Huber, Buchs, SVP; Ruth KleiberSchenkel, Winterthur, EVP; Ruedi Menzi, Rüti, SVP; Roland
Munz, Zürich, SP; Maria Rohweder-Lischer, Uetikon am See,
Grüne; Peter Uhlmann, Dinhard, SVP.
Auf Antrag des Prüfungsausschusses wurde vom Verwaltungsrat die PricewaterhouseCoopers AG für ein weiteres
Jahr gewählt.
J ährliche Genehmigung des Budgets
Hochrechnungen des laufenden Geschäftsjahres
Berichte und Managementletter der externen Revisionsstelle
Durch die Veränderungen im konjunkturellen, politischen
und gesellschaftlichen Umfeld sind die EKZ im Rahmen ihrer
Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von möglichen Risiken ausgesetzt.
Unter Risikomanagement verstehen die EKZ einen standardisierten, pragmatischen Prozess für eine umfassende
Sicht der Geschäftsleitung auf die wesentlichen Risiken und
das Management derselben auf den relevanten Stufen des
Die interne Revision beurteilt in Abstimmung mit der externen Revisionsstelle und im Auftrag des Prüfungsausschusses die Steuerungs- und Kontrollprozesse. Sie hilft so, diese
Prozesse zu verbessern und einen Mehrwert für die EKZ zu
schaffen. Im Berichtsjahr führte das Unternehmen Ernst &
Young eine Prüfung zu einem vom Prüfungsausschuss ausgewählten Thema durch. Anschliessend wurde darüber
Der Verwaltungsrat bzw. seine Ausschüsse werden regelmässig durch die Geschäftsleitung über den Geschäftsverlauf und wichtige Ereignisse informiert. Sie verfügen über
folgende Instrumente zur Überwachung und Kontrolle der
Quartals-, Halbjahres- und Jahresbericht
Jährliche Genehmigung der strategischen Planung
Jährliche Genehmigung der Mittelfristplanung (5 Jahre)
Die EKZ Geschäftsleitung führt im Auftrag des Prüfungsausschusses einmal jährlich unter Beizug von internen und externen Experten eine unternehmensweite Risikobeurteilung
(Risk Assessment) durch. Die wesentlichen Geschäftsrisiken und deren Treiber werden im Rahmen eines formalisierten Prozesses definiert. Die daraus entwickelten Risikoszenarien werden nach dem möglichen Schadenausmass und
der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Geschäftsleitung beurteilt diese Szenarien anschliessend und leitet die
entsprechenden Massnahmen ab. Über die Resultate des
Risk Assessments wird dem Prüfungsausschuss Bericht erstattet. Anlässlich des Strategie-Reviews werden die Ergebnisse im Verwaltungsrat besprochen.
Die interne Kontrolle ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung. Die Kontrollprozesse werden laufend
überprüft und an veränderte Anforderungen angepasst. Die
interne Kontrolle wirkt unterstützend bei:
der Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften
dem Schutz des Geschäftsvermögens
der Verhinderung, Verminderung und Aufdeckung
von Fehlern und Unregelmässigkeiten
der Sicherstellung der Zuverlässigkeit und Vollständigkeit
der Buchführung
der zeitgerechten und verlässlichen finanziellen
Um den steigenden Anforderungen nach einem dokumentierten beziehungsweise formalisierten internen Kontrollsystem Rechnung zu tragen, haben die EKZ umfassende
und systematische Geschäftsprozesse dokumentiert.
Risikosituation im Geschäftsjahr 2010/11
Seit 1. Januar 2009 können Kunden mit einem jährlichen
Energieverbrauch von mehr als 100 000 kWh ihren Energielieferanten wechseln. Mit dieser teilweisen Marktöffnung
stiegen die Marktrisiken für die EKZ gegenüber der Vergangenheit. Die EKZ hatten nur ein sehr kleines Absatzrisiko, da
sich die Kundenverluste auf einem sehr tiefen Niveau bewegten. Die Energiebeschaffung erfolgte aufgrund der Beteiligung an der Axpo entsprechend den Bedingungen des
Kantonswerksvertrags risikoarm. Das für den vollständig
geöffneten Markt notwendige Know-how und die erforderlichen Instrumente werden auf- und ausgebaut. Dadurch
sind die EKZ im Rahmen der gewählten Beschaffungs- und
Absatzstrategie auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereitet. Die EKZ bewegen sich in den übrigen Geschäfts-
feldern im offenen Markt. Die Risiken entsprechen den im
Markt üblichen Umständen.
Die EKZ sind bedingt durch ihr Absatzgebiet nur in sehr geringem Ausmass Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Fremdwährungsrisiken bestehen für die EKZ vor allem auf Grund
ihrer Investitionen in neue erneuerbare Energien im EuroRaum. Diese Positionen werden, sofern als notwendig erachtet, durch Devisenkontrakte (Termingeschäfte, Optionen)
Der Möglichkeit, dass eine Gegenpartei nicht in der Lage
oder nicht willens ist, ihrer finanziellen Verpflichtung nachzukommen, wird durch einen hohen Anteil an Akontozahlungen Rechnung getragen. Weitere Massnahmen zur Reduktion des Kreditrisikos sind eine aktive Inkassobewirtschaftung
sowie Bonitätsprüfungen, wo diese nach bestimmten Regeln für notwendig erachtet werden. Im Weiteren besteht
eine angemessene Bewertung der ausstehenden Forderungen über ein periodisch überprüftes Delkredere.
Die Anlage der finanziellen Mittel erfolgt gemäss einer
vom Verwaltungsrat genehmigten Vermögensverwaltungs­
strategie, die mit einer breiten Diversifikation die Risiken
Um allfällige kurz- und mittelfristige Liquiditätsengpässe zu
vermeiden, betreiben die EKZ ein aktives Cash-Management. Durch die gesunde Bilanz mit einem hohen Anteil an
flüssigen Mitteln bzw. Wertschriften kann das Liquiditätsrisiko als äusserst gering eingestuft werden.
Bei der Energieverteilung werden technisch komplexe Anlagen und Verteilnetze eingesetzt. Betriebsstörungen und
Umwelteinflüsse können zu Unterbrechungen führen. Die
EKZ begegnen diesen Risiken unter anderem mit den folgenden Massnahmen und gewährleisten damit die Versorgungssicherheit:
Langfristige Planung (Richtplan)
Sicherstellung eines redundanten Netzes (n-1)
bis Netzebene 4 (Unterwerke)
Regelmässige Wartung und Erneuerung der Anlagen
Ersatz störungsanfälliger Freileitungen durch
Kabelleitungen im Mittelspannungsnetz
Kontinuierliche Ausbildung der Mitarbeitenden
Durch die Beteiligungen des Kantons Zürich und der EKZ von
total 36,75 Prozent an der Axpo Holding AG sind die Risiken
in Bezug auf die Energiebeschaffung reduziert.
Es ist die Pflicht eines Unternehmens, sämtliche Stake­
holder aktiv, umfassend, zeitgerecht und kontinuierlich zu
informieren. Die EKZ publizieren die jährlichen Unternehmensergebnisse ausführlich mittels Geschäftsbericht und
Medieninformationen. Im Laufe des Geschäftsjahres berichten die EKZ über ihre Innovationen und Dienstleistungen,
wichtige Aktivitäten wie Netzausbauten und Engagements
für die Region, aber auch über aktuelle Ereignisse wie grössere Stromausfälle. Der EKZ Internetauftritt www.ekz.ch
bietet jederzeit eine aktuelle Übersicht über die Geschäftstätigkeiten des Unternehmens.
Die Rechnungslegung erfolgt in Übereinstimmung mit dem
EKZ Gesetz sowie den Fachempfehlungen zur Rechnungslegung Swiss GAAP FER und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild (True and Fair View)
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Die Gesamtentschädigung an den VR belief sich im Berichtsjahr auf 395 700 Franken. Die höchste Entschädigung an ein
VR-Mitglied betrug 64 500 Franken. Die Entschädigungen an
die Mitglieder der Geschäftsleitung beliefen sich auf insgesamt 1,950 Millionen Franken.
Die Berichterstattung zur Nachhaltigkeit im EKZ Geschäftsbericht folgt den Richtlinien der Global Reporting Initiative
(GRI). Ziel der GRI ist die Schaffung eines internationalen
Standards zur freiwilligen Berichterstattung über die ökonomischen, ökologischen und sozialen Aktivitäten von Unternehmen.
Mitglieder des Verwaltungsrats	Sägesser Rolf, Präsident*	1943, dipl. Bauingenieur ETH/SIA/USIC, Mitglied seit 1999, Präsident seit 2007
Schibli Ernst, Vizepräsident*
1952, eidg. dipl. Landwirt, Mitglied seit 1999
Balmer Christoph*	1960, dipl. El.-Ing. HTL, Mitglied seit 2002
Bäumle Martin	1964, dipl. Chem. ETH, Nationalrat, Mitglied seit 2007
Betschart Ueli*	1950, Dr. sc. techn., dipl. El.-Ing. ETH, Mitglied seit 2006
1955, dipl. Bauführer, Mitglied seit 2010
Kägi Markus*	1954, Regierungsrat, Mitglied seit 2007
Kübler Ueli	1952, dipl. Arch. HTL, Mitglied seit 2008
Mossdorf Martin	1947, dipl. Arch. FH/SIA, Mitglied seit 2000
Nipkow Jürg	1946, dipl. El.-Ing. ETH/SIA, Mitglied seit 1989
Ramer Urs	1944, Dr., dipl. El.-Ing. ETH, Mitglied seit 2003
Reinhard Peter	1954, Kantonsrat, Mitglied seit 1997
Stocker Ernst	1955, Regierungsrat, Mitglied seit 2010
Wettler Peter	1946, Publizist, Mitglied seit 2003
1965, dipl. Umwelt-Natw. ETH, Kantonsrätin, Mitglied seit 2010
Egloff Swen
1967, lic. iur., Rechtsanwalt, Sekretär des Verwaltungsrats
* Mitglieder des Leitenden Ausschusses. Detaillierte Angaben zu den Mitgliedern des Verwaltungsrats
und der Geschäftsleitung unter www.ekz.ch/cg
Die EKZ Geschäftsleitung: Stefan Meyre, Riccardo Wahlenmayer, Urs Rengel (CEO), Peter Eugster, Peter Franken (v.l.).
Nicht auf dem Bild: Walter Meyer.
Rengel Urs
1962, Dr. sc. techn., dipl. El.-Ing. ETH, EMBA HSG, CEO, bei den EKZ seit 2000
1958, Betriebsökonom HWV, EMBA, CFO, bei den EKZ seit 2004
1955, dipl. El.-Ing. HTL, NDS Unternehmensführung und Informatik,
Leiter Geschäftsbereich Energieverteilung, bei den EKZ seit 2008
1960, eidg. dipl. Elektroinst., MBA und Betriebswirtschafter NDS,
Leiter Geschäftsbereich EKZ Eltop, bei den EKZ seit 2005
Meyre Stefan
1960, dipl. El.-Ing. FH, EMBA,
Leiter Geschäftsbereich Marketing & Verkauf, bei den EKZ seit 2005
Wahlenmayer Riccardo
1955, lic. iur., Leiter Geschäftsbereich Services, bei den EKZ seit 1990
EKZ Finanzbericht
Finanzbericht 2010/11
Finanzkommentar	36
Erfolgsrechnung	37
Bilanz	38
Geldflussrechnung	39
Eigenkapitalnachweis	40
Anhang zur Jahresrechnung	41
Beschluss des Verwaltungsrates 端ber die Gewinnverwendung	59
Bericht und Empfehlung der Revisionsstelle	60
EKZ Finanzbericht Finanzkommentar
Guter operativer Geschäftsgang kompensiert
rückläufige Finanzerträge
Eine positive Wirtschaftsentwicklung, Turbulenzen an den Finanzmärkten
sowie namhafte Investitionen in neue erneuerbare Energien prägten
das Berichtsjahr für die EKZ. Die Rechnungslegung erfolgt neu nach dem
zeitgemässen Standard Swiss GAAP FER.
Die EKZ befinden sich in einem wirtschaftlichen Umfeld, das
Der Geldfluss aus der Betriebstätigkeit in der Höhe von
weiterhin von einer hohen Dynamik geprägt ist. Die rege Bau-
88,2 Millionen Franken konnte wie in den Vorjahren die ver-
tätigkeit im Kanton Zürich und die erfolgreiche Entwicklung
schiedenen Investitionsbereiche nicht voll abdecken. So
vieler Grosskunden prägten das vergangene Geschäftsjahr.
mussten im Berichtsjahr Devestitionen von Finanzanlagen in
Die Anzahl der Neuanschlüsse blieb konstant hoch. Damit
der Höhe von 73,8 Millionen Franken vorgenommen werden.
wurde der Minderverbrauch der mehrheitlich warmen Heizperiode kompensiert. Neben dem Kerngeschäft konnten auch
Neuer Standard für die Rechnungslegung
die Eltop Installationen und das Energiecontracting von der
Die EKZ haben die Rechnungslegung im laufenden Jahr auf
guten Konjunktur profitieren.
Swiss GAAP FER umgestellt. Die Umstellung erfolgte auf
Im Zuge der Umstellung des Produktionsmixes haben die
Wunsch des EKZ Verwaltungsrates nach einer modernen
EKZ erste namhafte Investitionen in neue erneuerbare Ener-
Rechnungslegung mit mehr Transparenz nach aussen. Weiter
gien getätigt. Diese sind Teil der Quotenstrategie neue er-
ist mit der zu erwartenden Marktöffnung und der damit ver-
neuerbare Energie, die durch den Verwaltungsrat im Jahr
bundenen Regulierung der Monopolbereiche eine Rech-
2009 verabschiedet wurde.
nungslegung erstrebenswert, die auf anerkannten Grundsät-
Das vergangene Geschäftsjahr konnte operativ an die
zen basiert. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst, so dass
Vorjahreswerte anschliessen. Der EBIT lag mit 90,6 Millionen
nun auch diese Swiss GAAP FER entsprechen; es wurde nur
Franken praktisch auf dem gleichen Wert wie letztes Jahr.
die Eingangsbilanz einer eingehenden Prüfung durch unsere
Das Finanzergebnis litt wegen der Turbulenzen an den Fi-
Wirtschaftsprüfer unterzogen.
nanzmärkten, so dass das Unternehmensergebnis mit
37,2 Millionen Franken um 16,5 Millionen Franken unter dem
Weiterhin hoher Investitionsbedarf
Vorjahr zu liegen kam.
Für das kommende Geschäftsjahr erwarten die EKZ eine sta-
Der Betriebsertrag stieg um 9,0 Prozent auf 918,3 Millio-
bile Situation. Die Gestehungskosten im Energiegeschäft
nen Franken. Neben den Absatzsteigerungen im Energie-
werden wohl aufgrund der sich abzeichnenden wirtschaftli-
contracting und bei Eltop lag der Grund dafür bei den
chen Abkühlung in Europa nicht ansteigen. Die Tarife der EKZ
Preiserhöhungen der Axpo (51,2 Millionen Franken), die im
werden auch im nächsten Jahr im Vergleich zum gesamt-
Energiegeschäft den Kunden weitergegeben wurden. Als
schweizerischen Markt zu den günstigsten zählen. Entspre-
direkte Folge der höheren Umsätze stiegen auch Material-
chend kann davon ausgegangen werden, dass nur wenige
aufwand und Fremdleistungen sowie die Personalkosten und
marktberechtigte Kunden einen Lieferantenwechsel anstre-
der übrige Betriebsaufwand deutlich an. Das Finanzergebnis
ben. Der Investitionsbedarf der EKZ in den verschiedenen
lag bei 6,1 Millionen Franken und war somit um 23,8 Mil-
Sparten und die damit verbundenen Mittelabflüsse bleiben
lionen Franken tiefer als im Vorjahr. Neben einer tieferen
Axpo Dividende (minus 4,1 Millionen Franken) musste aufgrund der unerfreulichen Situation an den Aktienmärkten
auch ein Finanzaufwand in der Höhe von 10,6 Millionen Franken verbucht werden.
EKZ Finanzbericht Erfolgsrechnung
Erläuterungen	2010/11	2009/10
1	844’351	777’499
Nettoerlöse aus Stromgeschäft, Energiecontracting und Eltop	Übrige Betriebserträge	2	45’092	34’097
Aktivierte Eigenleistungen	3	29’382	29’395
Bestandesänderungen Kundenaufträge	4	-518	1’788
Total Betriebsertrag (Gesamtleistung)	918’307	842’779
Strombeschaffung	5	-511’666	Materialaufwand und Fremdleistungen	6	-51’399	-452’507
-46’298
Personalaufwand	7	-128’405	-121’712
Übriger Betriebsaufwand	8	-70’997	-65’576
Total Betriebsaufwand	-762’467	-686’093
Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA)	155’840	156’686
Abschreibungen	9	-65’198	-63’871
Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)	90’642	92’815
Kundenbonus	10	-52’629	-57’725
Förderungs- und Unterstützungsbeiträge	11	2’122	–
Freiwillige Ausgleichsvergütungen an Gemeinden	12	-11’294	-11’035
Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und nach freiwilligen Sonderposten	28’841	24’055
Finanzertrag	13	16’660	35’987
Finanzaufwand	14	-10’551	-6’090
Total Finanzergebnis	6’109	29’897
Unternehmensergebnis vor Steuern (EBT)	34’950	53’952
Ertragssteuern	15	2’204	-250
Unternehmensergebnis	*)
37’154	53’702
Die Jahresrechnung 2010/11 wurde erstmals nach den Vorschriften von Swiss GAAP FER erstellt. Die Erfolgsrechnung des
Vorjahres wurde ebenfalls umgestellt, jedoch durch die Revisionsstelle nicht geprüft.
EKZ Finanzbericht Bilanz
Erläuterungen	30. 9. 2011	30. 9. 2010
Aktiven	Sachanlagen	16	1’098’537	1’106’338
Finanzanlagen 17	122’106	75’432
Immaterielle Anlagen	18	23’548	15’690
Anlagevermögen	1’244’191	1’197’460
Flüssige Mittel	19	97’269	56’568
Wertschriften des Umlaufvermögens	20	209’744	292’970
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen	21	111’718	98’021
Sonstige kurzfristige Forderungen	22	5’206	4’536
Vorräte und Aufträge in Arbeit	23	22’959	23’034
Aktive Rechnungsabgrenzungen	24	9’712	14’924
Umlaufvermögen	456’608	490’053
Total Aktiven	1’700’799	1’687’513
Passiven	Grundkapital	120’000	120’000
Grundkapital nicht beansprucht	-120’000	-105’000
Gewinnreserven	1’461’388	1’424’526
Eigenkapital	1’461’388	1’439’526
Langfristige Finanzverbindlichkeiten	25	300	300
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten	26	12’731	9’501
Langfristige Rückstellungen	27	21’494	21’721
Langfristiges Fremdkapital	34’525	31’522
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen	28	57’635	51’027
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten	29	35’454	36’554
Kurzfristige Rückstellungen	27	58’825	78’132
Passive Rechnungsabgrenzungen	30	52’972	50’752
Kurzfristiges Fremdkapital	204’886	216’465
Total Fremdkapital	239’411	247’987
Total Passiven	1’700’799	1’687’513
Die Jahresrechnung 2010/11 wurde erstmals nach den Vorschriften von Swiss GAAP FER erstellt. Die Bilanz des Vorjahres wurde
durch die Revisionsstelle geprüft.
EKZ Finanzbericht Geldflussrechnung
Unternehmensgewinn	37’154	53’702
63’871
Abschreibungen	65’198	Wertbeeinträchtigungen	1’532	3’857
Veränderung Rückstellungen	-18’183	-16’481
Erfolg aus Anlagenabgängen	-7’289	2’597
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen	-13‘831	-10’293
Veränderung Vorräte und Aufträge in Arbeit	-236	-693
Veränderung sonstige Forderungen und Aktive Rechnungsabgrenzungen	4’542	6’232
Veränderung Wertschriften	7’792	-600
Veränderung sonstige langfristige Verbindlichkeiten	3’755	–
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen	6’608	-4’807
Veränderung sonstige Verbindlichkeiten und Passive Rechnungsabgrenzungen	1’120	3’821
Geldfluss aus Betriebstätigkeit	88’162	101’206
Investitionen in Sachanlagen	-103’730	-116’033
Devestitionen von Sachanlagen	22’951	115
Investitionen in Finanzanlagen	-24’926	-2’881
Devestitionen von Finanzanlagen	357	786
Devestitionen von Wertschriften	73’455	33’807
Investitionen in immaterielle Anlagen	-276	-4’247
Devestitionen von immateriellen Anlagen	–	–
Geldfluss aus Investitionstätigkeit	-32’169	-88’453
Rückzahlung von Grundkapital	-15’000	–
Gewinnausschüttung	-292	-619
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit	-15’292	-619
40’701	12’134
Flüssige Mittel zu Beginn der Periode	56’568	44’434
Veränderung Flüssige Mittel	40’701	12’134
97’269	56’568
Veränderung Flüssige Mittel	Flüssige Mittel am Ende der Periode	*)
Die Jahresrechnung 2010/11 wurde erstmals nach den Vorschriften von Swiss GAAP FER erstellt. Die Geldflussrechnung des
Die nichtliquiditätswirksame Aktivierung von Sachanlagen (Leitungen) und gleichzeitige Bildung einer Rückstellung für Sanierungs- und Rückbauverpflichtungen von 4’243 TCHF ist in dieser Position für das Geschäftsjahr 2009/10 nicht enthalten.
Im Zusammenhang mit der Gründung der EKZ Einsiedeln AG, Dietikon im Geschäftsjahr 2010/11 stehen den nichtliquiditätswirksamen Devestitionen von Sachanlagen von 29’855 TCHF und von immateriellen Anlagen von 182 TCHF nichtliquiditätswirksame Investitionen in Finanzanlagen von 23’000 TCHF und in immaterielle Anlagen von 7’037 TCHF gegenüber. Diese
Werte sind in der vorliegenden Geldflussrechnung nicht enthalten.
EKZ Finanzbericht Eigenkapitalnachweis
Grundkapital 1)	Gewinnreserven	Total
gesprochen	nicht	netto	Gesetzliche	Freie	beansprucht	Reserven 2)	Reserven 3)	Stand per 1.10. 2009 120’000 -105’000 15’000 137’064 1’191’978	Jahresgewinn	Verzinsung Grundkapital	Zuweisung an Reserven	Stand per 30. 9. 2010	120’000 -105’000 –	15’000 137’064 1’199’359 -15’000 Zuweisung an Reserven	120’000 53’702 53’702
-619	-619
-8’000 88’103 1’424’526 1’439’526
37’154 37’154 -15’000 Verzinsung Grundkapital	Stand per 30. 9. 2011	Total
42’401 1’371’443 1’386’443
53’702 -619 8’000 Jahresgewinn	Rückzahlung Grundkapital	Bilanz-	gewinn
-120’000 –	-292 50’000	0 137’064 1’249’067 37’154
-50’000	75’257 1’461’388	1’461’388
Die Jahresrechnung 2010/11 wurde erstmals nach den Vorschriften von Swiss GAAP FER erstellt. Der Eigenkapitalnachweis
des Vorjahres wurde ebenfalls umgestellt, jedoch durch die Revisionsstelle nicht geprüft. Die Bewertungsdifferenzen aus der
Umstellung von total 36’543 TCHF wurden den Gewinnreserven gutgeschrieben und setzen sich wie folgt zusammen:
Bewertungsdifferenzen per 1.10. 2009	50’726 TCHF
Auswirkungen der Bewertungsdifferenzen Vorjahresgewinn	-14’183 TCHF
Die Verzinsung des Grundkapitals als Teil der Gewinnverwendung wurde über die Freien Reserven abgewickelt.
Der Kanton Zürich als Eigentümer der EKZ stellt der Organisation ein verzinsliches Grundkapital zu Selbstkosten zur Verfügung.
Die maximale Höhe des Grundkapitals wurde durch den Kantonsrat auf 120 MCHF festgesetzt. Das Grundkapital ist rückzahlbar. Per Bilanzstichtag ist das ganze Grundkapital zurückbezahlt.
Gemäss EKZ Verordnung §10 ist ein allfälliger Reingewinn den allgemeinen Reserven zuzuweisen. Diese Reserven sollen in
der Regel einen Achtel des Anlagewertes nicht übersteigen.
Die Freien Reserven umfassen die zweckgebundenen Reserven gemäss § 9 der EKZ Verordnung und die Freien Reserven.
Der Verwaltungsrat bestimmt die maximal zulässigen Höchstwerte der zweckgebundenen Reserven.
EKZ Finanzbericht Anhang zur Jahresrechnung
Änderungen von Grundsätzen
EKZ Gesetz sowie den Fachempfehlungen zur Rechnungsle-
Die Jahresrechnung 2010/11 wurde erstmals nach den Fach-
gung Swiss GAAP FER und vermittelt ein den tatsächlichen
empfehlungen zur Rechnungslegung Swiss GAAP FER er-
Verhältnissen entsprechendes Bild (True and Fair View) der
stellt. Gemäss den Fachempfehlungen ist bei einer erst-
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die EKZ wenden das
ma­ligen Anwendung der Swiss GAAP FER lediglich die
gesamte Regelwerk der Swiss GAAP FER an.
Vor­jahresbilanz in Übereinstimmung mit dem neuen Regelwerk offenzulegen. Im vorliegenden Finanzbericht wurden
Der vorliegende Finanzbericht umfasst ausschliesslich die Ge-
jedoch sämtliche Vorjahreswerte in Übereinstimmung mit
schäftstätigkeiten der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich.
Swiss GAAP FER umgestellt. Die Bewertungsdifferenz wurde
Auf die Erstellung einer Konzernrechnung wurde aus Gründen
den Gewinnreserven gutgeschrieben.
der Wesentlichkeit verzichtet.
Die Revisionsstelle hat von den Vorjahreswerten nur diejeniDas Rechnungsjahr bei den EKZ entspricht dem hydrologi-
gen der Vorjahresbilanz geprüft und bestätigt.
schen Jahr und dauert vom 1.10. bis zum 30. 9. des Folgejahres. Als funktionale Währung und Darstellungswährung dient
der Schweizer Franken (CHF). Die EKZ sind als Organisation
Der Fonds Flüssige Mittel bildet die Grundlage für den
des öffentlichen Rechts von den Steuern des Kantons Zürich
Ausweis der Geldflussrechnung. Der Geldfluss aus der
und des Bundes befreit. Die EKZ beanspruchen die unter eini-
Geschäftstätigkeit wird aufgrund der indirekten Methode
gen Kantonen bestehenden Gegenrechtsvereinbarungen.
Die EKZ haben per 1. Oktober 2010 ihre Rechnungslegung auf
Swiss GAAP FER umgestellt. Die Jahresrechnung wird unter
der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
Fremdwährungstransaktionen werden zum jeweiligen Tageskurs umgerechnet, Fremdwährungssalden werden am Jahresende erfolgswirksam zum Kurs per Bilanzstichtag umgerechnet. Die daraus entstehenden Kursdifferenzen sind in der
Erfolgsrechnung ausgewiesen.
Fremdwährungskurs EUR per 30. 9. 2011: CHF 1.22
Fremdwährungskurs EUR per 30. 9. 2010: CHF 1.34
Beteiligungen, Wertschriften des Anlagevermögens und üb-
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs-
rige Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter
resp. Herstellkosten, vermindert um die betriebswirtschaft-
Abzug allfälliger Wertbeeinträchtigungen bilanziert.
lich notwendigen Abschreibungen. Die Abschreibungen werden linear über die Nutzungsdauer vorgenommen. Die
Nutzungsdauer wurde wie folgt festgelegt:
Immaterielle Anlagen sind nicht-monetäre Werte ohne physische Substanz. Die EKZ bewerten erworbene immaterielle
Unbebaute Grundstücke	keine Abschreibung
Werte zu Anschaffungskosten, vermindert um die betriebswirtschaftlich notwendigen Abschreibungen. Selbst erarbei-
tete immaterielle Werte werden nicht aktiviert.
– bebaute Grundstücke	keine Abschreibung
– Innenausbau (Liegenschaften)	10 bis 25 Jahre
Bau- und Nutzungsrechte	gemäss Vertrag,
– Liegenschaften, Strassen, Brücken	30 bis 50 Jahre
max. 35 Jahre
Goodwill	fallspezifisch,
aktuell 10 Jahre
Kraftwerke, Unterwerke,
Betriebsführungsstelle (BFS)
EDV-Software	3 Jahre
– Wasserkraftwerke	80 Jahre
Konzession	gemäss Vertrag
– übrige Kraftwerke	10 bis 35 Jahre
bis 30. 9. 2015
– Unterwerke, Hoch- und Mittel35 Jahre
Sofern die Nutzungsdauer nicht eindeutig bestimmt werden
– Unterwerke, Sekundäranlagen	spannungsanlagen	15 Jahre
kann, erfolgt die Abschreibung in der Regel über einen Zeit-
– Technik (BFS)	10 Jahre
raum von 5 Jahren, in begründeten Fällen über höchstens
10 Jahre.
Trafostationen, Leitungen
– Trafostationen	20 bis 35 Jahre
Wertbeeinträchtigungen (Impairment)
– Steuerleitungen, Freileitungen NS	15 bis 25 Jahre
Die Werthaltigkeit der Vermögenswerte wird an jedem Bilanz-
– Kabel- und Freileitungen
(ohne Freileitungen NS)	stichtag einer Beurteilung unterzogen. Liegen Hinweise einer
Wertminderung vor, wird eine Berechnung des realisierba-
– Verteilkabinen	35 Jahre
ren Werts durchgeführt (Impairment-Test). Als realisierba­-
Contractinganlagen	10 bis 30 Jahre
oder Nutzwert. Übersteigt der Buchwert den realisierbaren
(gemäss Vertrag)
Wert, wird durch ausserplanmässige Abschreibungen eine
rer Wert gilt der höhere der beiden Werte Netto-Marktwert
erfolgswirksame Anpassung vorgenommen. Wenn sich die
bei der Ermittlung des erzielbaren Wertes berücksichtigten
– EDV-Hardware	3 Jahre
Faktoren massgeblich verbessert haben, wird eine in frü-
– Kommunikationsanlagen	5 bis 15 Jahre
heren Berichtsperioden erfasste Wertbeeinträchtigung teil-
– Fahrzeuge	7 bis 15 Jahre
weise oder ganz erfolgswirksam aufgehoben, mit Ausnahme
des Goodwills.
– Maschinen und Mobilien	7 bis 20 Jahre
– Messeinrichtungen	15 bis 25 Jahre
Sachanlagen im Bau	keine Abschreibung
Die Flüssigen Mittel umfassen Kassenbestände, Post-, Bankguthaben und kurzfristige Festgeldanlagen (mit einer Restlaufzeit von unter 90 Tagen). Sie werden zu Nominalwerten bilanziert. Bestände in Fremdwährung werden zum Kurs des
Bilanzstichtags in Schweizer Franken umgerechnet.
Wertschriften des Umlaufvermögens
gen, Dienstleistungen, Mietverhältnissen etc. Die Bilanzie-
Die Wertschriften umfassen marktgängige Aktien und Obliga-
rung erfolgt zu Nominalwerten.
tionen. Die Bewertung erfolgt zum Kurswert am Bilanzstichtag. Liegt kein aktueller Kurs vor, werden die Wertschriften
des Umlaufvermögens zum Anschaffungswert abzüglich all-
Diese Position beinhaltet alle übrigen kurzfristigen Verbind-
fälliger Wertbeeinträchtigungen bewertet.
lichkeiten, welche nicht den Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen zugeordnet werden können. Die Bilanzierung
erfolgt zu Nominalwerten.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind kurzfristige Forderungen mit einer Restlaufzeit von weniger als
12 Monaten aus der ordentlichen Geschäftstätigkeit. Die Bi-
Eine Rückstellung ist eine auf einem Ereignis vor dem Bilanz-
lanzierung erfolgt zu Nominalwerten. Betriebswirtschaftlich
stichtag begründete wahrscheinliche Verpflichtung, deren
notwendige Wertberichtigungen werden berücksichtigt.
Höhe und/oder Fälligkeit ungewiss, aber schätzbar ist. Für faktische und gesetzliche Verpflichtungen sowie für drohende
Risiken und Verluste werden Rückstellungen gebildet. Beste-
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf
hende Rückstellungen werden an jedem Bilanzstichtag neu
Wertbeeinträchtigungen geprüft und allfällige Wertbeein-
bewertet. Die Rückstellungen werden in kurzfristige (fällig in-
trächtigungen mittels eines Delkredere erfasst. Grössere Po-
nerhalb von 12 Monaten) und langfristige (fällig nach 12 Mo-
sitionen werden einer Einzelbetrachtung unterzogen. Für die
naten) unterteilt. Übt der Faktor Zeit einen wesentlichen
Summe der übrigen Einzelforderungen wird eine pauschale
Einfluss aus, wird der Rückstellungsbetrag diskontiert.
Wertberichtigung auf der Basis von Erfahrungswerten vorgenommen, abgestuft nach der Dauer des Zahlungsverzugs.
Die EKZ haben diversen Partnern des Axpo-Verbunds Bau-
und Nutzungsrechte an Unterwerken abgetreten. Diese gel-
Diese Position beinhaltet alle übrigen kurzfristigen Forderun-
ten in der Regel für einen längeren Zeitraum und wurden
gen, welche nicht den Forderungen aus Lieferungen und Leis-
durch eine Vorauszahlung entschädigt. Die jährlichen Raten
tungen zugeordnet werden können. Die Bilanzierung erfolgt
werden über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam realisiert.
zu Nominalwerten. Betriebswirtschaftlich notwendige Wertberichtigungen werden berücksichtigt.
Die jährliche Abgrenzung der latenten Ertragssteuer berück-
sichtigt grundsätzlich alle zukünftigen ertragssteuerlichen
Vorräte sind materielle Güter zur Veräusserung oder Güter zur
Auswirkungen und basiert auf einer bilanzorientierten Sicht-
Herstellung von Gütern oder die zur Erbringung von Dienst-
leistungen verbraucht werden. Handelswaren werden zum
aktuellen Beschaffungswert bewertet. Zugekaufte Vorräte
werden mehrheitlich zum gleitenden Durchschnittspreis be-
Eventualverpflichtungen und -forderungen werden am Bilanz-
wertet. Selbst hergestellte Vorräte werden zu Herstellkosten
stichtag bewertet. Falls ein Mittelabfluss ohne nutzbaren Mit-
telzufluss wahrscheinlich ist, wird eine Rückstellung gebildet.
Die Bilanzierung erfolgt zu Herstellkosten.
Derivate zu Handelszwecken werden zu dem am Bilanzstichtag gültigen aktuellen Wert bilanziert. Derivate zu Absiche-
rungszwecken unterliegen den gleichen Bewertungsgrund-
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind kurz-
sätzen wie das abgesicherte Grundgeschäft. Derivate, die zu
fristige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger
anderen Zwecken gehalten werden als zum Handel oder zur
als 12 Monaten und entstehen aus Lieferungen, Werkleistun-
Absicherung, werden gemäss Niederstwertprinzip erfasst.
Nahe stehende Personen:	Beziehung:
Die EKZ sind der PKE Vorsorgestiftung Energie angeschlossen. Der Versicherungsplan ist nach dem Beitragsprimat auf-
Kanton Zürich, ohne die Anstalten
gebaut. Die Beiträge werden laufend geleistet. Die Erfolgs-
des öffentlichen Rechts	Eigentümer
rechnung enthält die in einer Periode geschuldeten Zahlungen
Verwaltungsrat der EKZ	Organ
an die Träger der Vorsorge sowie den laufenden Aufwand für
Geschäftsleitung der EKZ	Organ
die Erfüllung der übrigen Vorsorgepläne.
EKZ Einsiedeln AG, Dietikon	Tochtergesellschaft
EKZ Contracting AG	Tochtergesellschaft
Die Bewertung und der Ausweis erfolgen gemäss Swiss
EKZ Renewables AG	Tochtergesellschaft
GAAP FER 16. Tatsächliche wirtschaftliche Auswirkungen von
SECE Ternois Sud SAS	Tochtergesellschaft der
Vorsorgeplänen auf das Unternehmen werden auf den Bilanz-
stichtag berechnet. Die Aktivierung eines wirtschaftlichen
Certum Sicherheit AG	Tochtergesellschaft
Nutzens erfolgt dann, wenn dieser für den künftigen Vorsor-
EKZ GETEC AG	assoziierte Gesellschaft
geaufwand der Gesellschaft verwendet wird. Eine wirtschaft-
Woodpower AG	assoziierte Gesellschaft
liche Verpflichtung wird passiviert, wenn die Voraussetzungen
HHKW Aubrugg AG	assoziierte Gesellschaft
für die Bildung einer Rückstellung erfüllt sind. Frei verfügbare
Enera AG	assoziierte Gesellschaft
Arbeitgeberbeitragsreserven sind als Aktivum erfasst, wenn
toesStrom AG	assoziierte Gesellschaft
solche bestehen. Die Differenz zwischen den jährlich ermittel-
Litecom AG	assoziierte Gesellschaft
ten wirtschaftlichen Nutzen und Verpflichtungen sowie die
PKE Vorsorgestiftung Energie	Vorsorgestiftung
Veränderung der Arbeitgeberbeitragsreserve werden über
die Erfolgsrechnung erfasst.
Als nahe stehende Person wird betrachtet, wer direkt oder indirekt einen bedeutenden Einfluss auf finanzielle oder operative Entscheide der Organisation ausüben kann. Organisationen, welche direkt oder indirekt ihrerseits von nahe
stehenden Personen beherrscht werden, gelten ebenfalls als
nahe stehend.
Per 1. Juli 2011 wurden das Verteilnetz im Bezirk Einsiedeln
sowie sämtliche weiteren Geschäftstätigkeiten im Kanton
Schwyz in die neu gegründete EKZ Einsiedeln AG, Dietikon
ausgelagert. Die Gründung der Gesellschaft durch die EKZ
erfolgte mittels eines Sacheinlage- und Sachübernahme­
1 Nettoerlöse aus Stromgeschäft, Energiecontracting und Eltop	844’351	777’499
Nettoerlös aus Stromgeschäft	754’752	698’021
Nettoerlös Energiecontracting	19’042	14’433
Nettoerlös Eltop	70’557	65’045
Endverteiler	253’547	231’902
Grosskunden	141’137	123’644
Tarifkunden	328’740	306’526
Übrige	31’328	35’949
Der gegenüber dem Vorjahr höhere Nettoerlös aus dem Stromgeschäft resultiert aus Preissteigerungen sowie gestiegenen Abgaben. Die Zunahme des Nettoerlöses im Bereich Energiecontracting ist auf neu in Betrieb genommene Anlagen zurückzuführen.
2 Übrige Betriebserträge	45’092	34’097
Andere Erträge 1)	29’099	28’089
Anschlussbeiträge	278	550
Gewinn aus Abgängen von Sachanlagen	10’271	219
Liegenschaftenerträge	5’444	5’239
Die anderen Erträge setzen sich hauptsächlich zusammen aus Erlösen des Trafostationenbaus, Arbeiten an Tarifapparaten,
Unterhalt Strassenbeleuchtung, Arbeiten an Leitungen, Altmetallverkäufen, Netzdienstleistungen, Erlösen der Personalrestaurants und den übrigen Mieterlösen.
Der Gewinn aus Anlagenabgängen stammt hauptsächlich aus dem Verkauf einer Liegenschaft.
3 Aktivierte Eigenleistungen	29’382	29’395
Aktivierte Eigenleistungen	28’919	28’985
Eigenherstellung Material / Eigenleistungen	463	410
-518	1’788
Aufträge in Arbeit Eltop	-1’089	1’453
Aufträge in Arbeit Energieverteilanlagen	571	335
5 Strombeschaffung	511’666	452’507
Hauptlieferanten (Axpo, KEV, Swissgrid)	505’210	447’874
Andere	6’456	4’633
Strombeschaffung	511’666	452’507
Strom (Netz und Energie)	475’902	425’090
KEV (Abgaben für kostendeckende Einspeisevergütung)	14’220	14’479
SDL (Abgaben für Systemdienstleistungen)	21’544	12’938
4 Bestandesänderungen Kundenaufträge	Die gestiegenen Beschaffungskosten sind auf Preissteigerungen sowie auf gestiegene Abgaben zurückzuführen.
6 Materialaufwand und Fremdleistungen	51’399	46’298
Anlagen- und Installationsmaterial	31’629	30’376
Werkzeuge und Verbrauchsmaterial	2’348	2’443
Handelswaren	11’210	9’238
Energie und Unterhalt Contractinganlagen	5’338	3’551
Übriger Materialaufwand und Fremdleistungen	874	690
Die gestiegenen Materialkosten begründen sich hauptsächlich mit den höheren Nettoerlösen der Bereiche Eltop und Energiecontracting.
7 Personalaufwand	128’405	121’712
Gehälter inkl. Zulagen	106’455	100’345
Sozialleistungen	18’885	19’166
Übriger Personalaufwand inkl. externes Personal	6’317	5’065
Vergütungen von Sozialversicherungen	-1’656	-1’388
Verrechnete Eigenleistungen 1)	-1’596	-1’476
Dabei handelt es sich hauptsächlich um eine Verwendung der Rückstellungen für Umweltprojekte.
Infolge des gestiegenen Personalbedarfs und der Lohnkostenentwicklung erhöhte sich auch der Personalaufwand.
8 Übriger Betriebsaufwand	70’997	65’576
Bau und Installationen	5’897	Unterhalt und Reparatur von Sachanlagen	5’049	3’164
Verlust aus Abgängen von Sachanlagen	2’979	3’189
Mieten, Energie und Entsorgung	9’811	6’771
Reise- und Verpflegungsspesen, VR-Entschädigungen	5’127	4’705
Marketing, Sponsoring, Beratungen, Dienstleistungen	15’498	15’311
EDV-Dienstleistungen	16’600	16’148
Büro- und Verwaltungsaufwand	10’036	9’893
9 Abschreibungen 65’198	63’871
Abschreibungen Sachanlagen	63’672	63’323
Abschreibungen immaterielle Anlagen	1’526	548
Planmässige Abschreibungen Sachanlagen	64’602	65’357
Ausserplanmässige Abschreibungen Sachanlagen	146	–
Ausserplanmässige Zuschreibungen Sachanlagen	–	-11
Auflösung abgegrenzter Abschreibungen Sachanlagen –	-350
Verwendung von Rückstellungen für NISV -1’076	-1’673
Abschreibungen von Sachanlagen, die aufgrund der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) getätigt wurden, werden als Verwendung von Rückstellungen gebucht. Die baulichen Anpassungen in diesem Zusammenhang
sollten per 30. 9. 2012 abgeschlossen sein.
Planmässige Abschreibungen immaterielle Anlagen	1’526	548
52’629	57’725
Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr erklärt sich aus dem höheren Bestand an immateriellen Anlagen.
10 Kundenbonus	Der Kundenbonus reduzierte sich per 1.1. 2011 von 10.0% auf 8.0%, während die Zuweisung an die Rückstellung, als Folge der
Bonusanpassung per 1.1. 2012 auf 6.0%, gekürzt wurde.
11 Förderungs- und Unterstützungsbeiträge	2010/11	2009/10
-2’122	–
11’294	11’035
Auflösung von nicht verwendeten Rückstellungen für Förderungs- und Unterstützungsmassnahmen.
12 Freiwillige Ausgleichsvergütungen an Gemeinden	Die EKZ richten den Gemeinden, in denen sie Endkunden direkt beliefern, jährlich eine Ausgleichsvergütung aus. Es wird
zwischen freiwilligen und vertraglichen Ausgleichsvergütungen unterschieden. Die vertraglichen Ausgleichsvergütungen im
Betrag von 696 TCHF (Vorjahr 770 TCHF) sind im übrigen Betriebsaufwand enthalten.
13 Finanzertrag 16’660	35’987
Wertschriftenertrag	15’893	35’547
Zinsertrag 697	365
Fremdwährungsgewinne	–	5
Beteiligungsertrag	70	70
Darin sind Skonti auf Lieferantenrechnungen von 313 TCHF (Vorjahr 271 TCHF) enthalten.
Der geringere Wertschriftenertrag ist auf die gesunkene Dividende der Axpo Holding AG sowie auf die negative Ertragslage an
den Finanzmärkten zurückzuführen.
14 Finanzaufwand	10’551	6’090
Wertschriftenaufwand	9’468	5’227
Zinsaufwand	5	10
Fremdwährungsverluste	828	163
Beteiligungsaufwand 1)	250	690
Der Aufwand begründet sich in beiden Jahren durch die Abschreibung der Beteiligung Litecom AG.
Der Wertschriftenaufwand erklärt sich ebenfalls mit der Entwicklung der Finanzmärkte.
15 Ertragssteuern	-2’204	250
Gewinnsteuern 1)	-847	247
Veränderung latente Steuern	-57	3
Auflösung Steuerrückstellung -1’300	–
Aufgrund eines Gerichtsurteils konnte die in den Vorjahren gebildete Steuerrückstellung grösstenteils aufgelöst werden.
Zudem erfolgte eine Rückvergütung von geleisteten Ertragssteuern aus den Jahren 2002 – 2004.
30. 9. 2011	30. 9. 2010
16 Sachanlagen	1’098’537	1’106’338
in MCHF	Unbebaute	Grund- Anlagen und Einrichtungen	Übrige	Grund-	stücke	Anlagen	stücke	und	ConTrafoKraft	Bauten	tractingwerke, stationen,
UW, Leitungen
Anschaffungswerte und Herstellkosten	0.5	414.9	279.0	1’069.3	80.5	248.9	106.2	2’199.3
Zugänge	Stand per 1.10. 2009	–	8.1	4.3	39.1	8.2	14.8	45.7	120.2
Abgänge	–	-4.9	-0.7	-4.2	-0.3	-6.4	–	-16.5
Reklassifikationen	Stand per 30. 9. 2010	–	41.4	17.9	6.3	14.9	0.9	-81.4	0.0
0.5	459.5	300.5	1’110.5	103.3	258.2	70.5	2’303.0
Kumulierte Abschreibungen	Stand per 1.10. 2009	Planmässige Abschreibungen	Ausserplanmässige Zuschreibungen	Abgänge	Reklassifikationen	0.0	-227.6	-151.1	-561.2	-15.7	-188.5	0.0	-1‘144.1
–	-11.3	-9.3	-27.9	-4.4	-12.4	–	0.0	–	–	–	–	–	–	0.0
–	2.8	0.4	3.3	0.0	6.3	–	12.8
–	0.0	0.0	0.0	–	–	0.0	0.0
Stand per 30. 9. 2010	0.0	-236.1	-160.0	-585.8	-20.1	-194.6	0.0	-1’196.6
Nettobuchwert per 30. 9. 2010	0.5	223.4	140.5	524.7	83.2	63.6	70.5	1’106.3
Anschaffungswerte und Herstellkosten	0.5	459.5	300.5	1’110.5	103.3	258.2	70.5	Zugänge	Stand per 1.10. 2010	–	9.7	5.2	35.3	14.4	12.8	26.4	103.8
Abgänge	–	-16.5	-19.0	-54.1	-1.4	-13.9	0.0	-104.9
Reklassifikationen	–	21.2	6.9	0.2	15.2	0.0	-45.8	-2.3
0.5	473.9	293.6	1’091.9	131.5	257.1	51.1	2’299.6
Stand per 30. 9. 2011	2‘303.0
Kumulierte Abschreibungen	Stand per 1.10. 2010	–	-236.1	-160.0	-585.8	-20.1	-194.6	–	-1’196.6
Planmässige Abschreibungen	–	-11.8	-9.1	-27.8	-5.4	-10.5	–	Ausserplanmässige Abschreibungen	–	-0.2	–	–	0.0	–	–	-0.2
Abgänge	–	6.0	12.0	29.4	0.7	12.2	–	60.3
–	-242.1	-157.1	-584.2	-24.8	-192.9	–	-1’201.1
0.5	231.8	136.5	507.7	106.7	64.2	51.1	1’098.5
Stand per 30. 9. 2011	Nettobuchwert per 30. 9. 2011	1)
Umklassierung von Bau- und Nutzungsrechten an einem Unterwerk zu den immateriellen Anlagen.
In der Kategorie Unterwerke (UW) sind Aktiven enthalten, für welche die EKZ Bau- und Nutzungsrechte an Dritte vergeben
haben. Dadurch entstehen für die EKZ Verpflichtungen. Diese sind unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten bilanziert.
Die Abgänge der Sachanlagen im Geschäftsjahr 2010/11 sind hauptsächlich auf die Gründung der EKZ Einsiedeln AG, Dietikon
zurückzuführen. Diese Gründung mittels Sacheinlage- und Sachübernahmevertrag führte zu Abgängen an Anschaffungs- und
Herstellkosten von 74’896 TCHF und an kumulierten Abschreibungen von 38’317 TCHF.
Anzahlungen:	30. 9. 2011: 2.4 MCHF (Vorjahr 0.2 MCHF)
Brandversicherungswerte:	30. 9. 2011: 1’048.1 MCHF (Vorjahr 1’006.6 MCHF)
17 Finanzanlagen	30. 9. 2011	30. 9. 2010
122’106	75’432
Wertschriften des Anlagevermögens	79’167	70’184
Beteiligungen	27’050	4’300
Übrige Finanzanlagen	15’889	948
Axpo Holding AG	69’924	69’924
Axpo Informatik AG	19	19
Terravent AG	143	–
Sustainable Funds 9’323	–
Wertberichtigung Sustainable Funds	-483	–
Übrige	247	247
Wertberichtigung Übrige	-6	-6
Der Fonds investiert innerhalb der EU in Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Die Fondsanteile werden im Zuge der Quotenstrategie neue erneuerbare Energie gehalten und sichern den EKZ das Recht zu, bei der Fondsauflösung einzelne Anlagen aus
dem Anlagenportfolio zu erwerben.
Anteile am Grundkapital per 30. 9.:
Gesellschaft	Axpo Holding AG	Axpo Informatik AG	Terravent AG	Sitz	Grundkapital
Baden	370’000	18.4%	18.4%
Baden	100	18.9%	18.9%
Dietikon	1’000	14.3%	–
Beteiligungen (nahe stehende Personen)	27’050	4’300
EKZ Einsiedeln AG, Dietikon	15’000	–
EKZ Contracting AG	3’000	–
EKZ Renewables AG	5’000	–
Certum Sicherheit AG	70	70
EKZ GETEC AG	1’100	1’100
Woodpower AG	300	300
Wertberichtigung Woodpower AG	-300	-300
HHKW Aubrugg AG	2’000	2’000
Enera AG	90	90
toesStrom AG	790	790
Litecom AG	940	940
Wertberichtigung Litecom AG	-940	-690
Gesellschaft	Sitz	Grundkapital
EKZ Einsiedeln AG, Dietikon	Dietikon	15’000	100.0%	–
EKZ Contracting AG 1)	Dietikon	15’000	100.0%	–
Zürich	5’000	100.0%	–
EKZ Renewables AG	Certum Sicherheit AG	Dietikon	100	70.0%	70.0%
EKZ GETEC AG	Dietikon	2’200	50.0%	50.0%
Woodpower AG	HHKW Aubrugg AG	Enera AG	toesStrom AG	Litecom AG	1)
Wila	609	49.3%	49.3%
Wallisellen	5’000	40.0%	40.0%
Zürich	200	30.0%	30.0%
Embrach	2’550	31.0%	31.0%
Aarau	1’250	20.0%	20.0%
Das Aktienkapital der EKZ Contracting AG von 15’000 TCHF ist zu 20% liberiert.
Im laufenden Geschäftsjahr wurden die Tochtergesellschaften EKZ Einsiedeln AG, Dietikon, EKZ Contracting AG sowie
EKZ Renewables AG von den EKZ gegründet.
Darlehen gegenüber nahe stehenden Personen	20’398	4’784
Wertberichtigung Darlehen gegenüber nahe stehenden Personen	-4’900	-4’584
Darlehen gegenüber Dritten	391	748
Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden Darlehen von 8’000 TCHF an die EKZ Einsiedeln AG, Dietikon sowie von 7’100 TCHF an die
EKZ Renewables AG gewährt.
23’548	15’690
18 Immaterielles Anlagevermögen	Bau- Good-	EDV-	Kon-	und	will	Software	zession
Nutzungs-	rechte	Total	Anschaffungswerte	Stand per 1.10. 2009	15’174	1’360	3’585	–	20’119
Zugänge	161	4’086	–	–	4’247
Abgänge	-18	–	–	–	-18
Stand per 30. 9. 2010	15’317	5’446	3’585	–	24’348
Kumulierte Abschreibungen	Stand per 1.10. 2009	-4’581	-136	-3’401	–	-8’118
Planmässige Abschreibungen	-240	-204	-104	–	-548
Abgänge	8	–	–	–	8
Stand per 30. 9. 2010	-4’813	-340	-3’505	–	-8’658
Nettobuchwert per 30. 9. 2010	10’504	5’106	80	–	15’690
3’585	–	24’348
Anschaffungswerte	Stand per 1.10. 2010	15’317	5’446	Zugänge	141	–	135	7’037	7’313
Abgänge	-271	–	-273	–	-544
Reklassifikationen	2’253	–	–	–	2’253
Stand per 30. 9. 2011	17’440	5’446	3’447	7’037	33’370
Kumulierte Abschreibungen	Stand per 1.10. 2010	-4’813	-340	-3’505	–	-8’658
Planmässige Abschreibungen	-449	-545	-118	-414	-1’526
Abgänge	89	–	273	–	362
Stand per 30. 9. 2011	-5’173	-885	-3’350	-414	-9’822
Nettobuchwert per 30. 9. 2011	12’267	4’561	97	6’623	23’548
Die Zunahme des immateriellen Anlagevermögens resultiert aus der Vergabe der Konzession an die EKZ Einsiedeln AG, Dietikon.
Der Goodwill entstand durch den Kauf von EW.
19 Flüssige Mittel	97’269	56’568
Kasse, Post, Banken	78’621	42’406
Vermögensverwaltungsmandate	18’648	14’162
20 Wertschriften des Umlaufvermögens	209’744	292’970
Vermögensverwaltungsmandate 209’744	292’970
Für die Offenlegung von Fremdwährungsoptionen (EUR-CHF) wird auf die Darstellung unter den offenen derivativen Finanz­
instrumenten unter den weiteren Angaben verwiesen.
Wertschriftenverkäufe zur Finanzierung von Investitionen und Umschichtungen in die Flüssigen Mittel führten zur Reduktion der
Wertschriften.
21 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen	111’718	98’021
Gegenüber nahe stehenden Personen	2’268	1’471
Gegenüber Dritten	110’001	96’967
Delkredere	-551	-417
22 Sonstige kurzfristige Forderungen	5’206	4’536
Guthaben Verrechnungssteuer	3’237	3’356
Gegenüber nahe stehenden Personen	1’112	–
Gegenüber Dritten	857	1’180
23 Vorräte und Aufträge in Arbeit	22’959	23’034
Vorräte	18’526	18’092
Aufträge in Arbeit	4’433	4’942
Netz- und Installationsmaterial	11’384	10’410
Halb- und Fertigfabrikate	1’009	1’199
Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beruht auf der Erhöhung der Stromtarife.
Handelswaren	5’665	6’149
Übriges Material	2’643	2’198
Wertminderung von Vorräten	-2’175	-1’864
24 Aktive Rechnungsabgrenzungen	9’712	14’924
Gegenüber nahe stehenden Personen	1’243	130
Gegenüber Dritten	8’469	14’794
25 Langfristige Finanzverbindlichkeiten	300	300
Darlehen Gemeinde Regensdorf	300	300
26 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten	12’731	9’501
Vergebene Bau- und Nutzungsrechte	21’280	17’525
Amortisation	-8’549	-8’024
Kunden-	Sozial-	Vorsorge-	bonus	pläne	verpflich-	tungen	Buchwert per 1.10. 2009	72’243 1’167 Bildung 57’724 814 Verwendung	-71’638 -466 Auflösung	Buchwert per 30. 9. 2010	– 58’329 Bildung 55’005 Verwendung	-60’704 Auflösung	-2’375
Abgang infolge Abspaltung	-1’257	Buchwert per 30. 9. 2011	48’998 – 1’515 – -429 -477	4’905 Sanie-	rungs-/	Rückbau-	verpflich-	tungen	8’825 – 10’493 – -2’193 – 4’905 – -4’905	– – 17’125 Förde-	Latente	Übrige	rungs-/ Steuern	Rück-	Unter-	stellungen	stützungsbeiträge
16’951 – -6’440 – 10’511 Total
54 5’923 110’068
3	3’974 73’008
– -2’303 -83‘040
– -183 -183
7’411 99’853
57 2’000 – – 6’322 63’327
-1’724 -4’618 – -2’417 -74’797
–	-2’122 -57 -1’656 -6’687
–	–	-100	609 –	17’301 –	3’771 –	-20	-1’377
–	9’640 80’319
langfristige Rückstellungen	Buchwert per 30. 9. 2010	– 1’179 – 14’285 3’500 57 2’700 21’721
Buchwert per 30. 9. 2011	– 360 – 13’470 3’000 –	4’664 21’494
kurzfristige Rückstellungen	Buchwert per 30. 9. 2010	58’329 336 4’905 2’840 7’011 – 4’711 78’132
Buchwert per 30. 9. 2011	48’998 249 –	3’831 771 – 4’976 58’825
Die Rückstellungen für Bonuszahlungen an Kunden entsprechen den zu erwartenden Kundenboni für das nächste Geschäftsjahr, welche ab 1.1. 2012 neu 6 % (Vorjahr 8 %) betragen.
Die Rückstellungen für Sanierungen und Rückbau umfassen hauptsächlich Verpflichtungen für die Entsorgung von Altlasten im
Bereich des Kabelbaus und der Liegenschaften.
Die Abnahme der Rückstellungen für Förderungs- und Unterstützungsbeiträge begründet sich durch die Auflösung von nicht
verwendeten Mitteln.
Die Auflösung der übrigen Rückstellungen betrifft hauptsächlich die Steuerrückstellung. Diese konnte aufgrund eines Gerichtsurteils zugunsten der EKZ grösstenteils aufgelöst werden.
In allen Fällen wird die Eintretenswahrscheinlichkeit als deutlich über 50% eingeschätzt.
Da der überwiegende Anteil der Rückstellungen in den nächsten 36 Monaten verwendet wird, wird aus Gründen der Wesentlichkeit auf eine Diskontierung verzichtet.
28 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen	30. 9. 2011	30. 9. 2010
57’635	51’027
Gegenüber nahe stehenden Personen	2’381	331
Gegenüber Dritten	55’254	50’696
29 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten	35’454	36’554
Gegenüber nahe stehenden Personen	Negativer Wiederbeschaffungswert aus offenen Derivaten mit nahe stehenden Personen 397	288
Gegenüber Gemeinden (Ausgleichsvergütungen)	12’105	12’054
Gegenüber Dritten	22’915	24’212
Für die Offenlegung der offenen derivativen Finanzinstrumente wird auf die Darstellung unter den weiteren Angaben verwiesen.
30 Passive Rechnungsabgrenzungen	52’972	50’752
Gegenüber nahe stehenden Personen	17	–
Strombeschaffung	34’693	32’005
Materialaufwand und Fremdleistungen	1’324	192
Personalbereich	10’407	9’775
Sozialversicherungen und Quellensteuer	1’128	689
Übrige gegenüber Dritten	5’403	8’091
Eventualverpflichtungen	Bürgschaft zu Gunsten Banken für nahe stehende Personen	8’000	8’000
Patronatserklärung gegenüber Banken für nahe stehende Personen	25’000	–
Investitionsverpflichtungen	7’433	12’400
Unwiderrufliche Kreditzusagen gegenüber nahe stehenden Personen	500	500
Abnahmeverpflichtungen	25’608	1’720
fällig innerhalb von 12 Monaten 3’416	268
fällig innerhalb von 1 bis 5 Jahren 8’937	823
fällig nach über 5 Jahren	13’255	629
Leasing- und Mietverbindlichkeiten	17’118	14’536
fällig innerhalb von 12 Monaten	2’084	1’764
fällig innerhalb von 1 bis 5 Jahren 7’027	5’734
fällig nach über 5 Jahren	8’007	7’038
Die EDV-Infrastruktur wird von der Axpo Informatik AG gemietet. Die Kündigungsfristen liegen in der Regel bei einem Jahr.
Die Eltop Fachgeschäfte geben Garantiescheine für ihr Verkaufssortiment aus. Diese Garantien sind jedoch in der Regel durch
Herstellergarantien gedeckt. Beim Eltop Installationsgeschäft sowie allen übrigen Drittgeschäften gelten die gesetzlichen
Gewährleistungspflichten für Werkverträge.
Abnahme- und Lieferverpflichtungen Strom
Gemäss EKZ Gesetz §2 sind die EKZ dazu verpflichtet, den Kanton Zürich (ohne Stadt Zürich) wirtschaftlich, sicher und umweltgerecht mit elektrischer Energie zu versorgen. Im Zusammenhang mit der Strommarktliberalisierung wurden mit Grosskunden
langfristige Lieferverträge abgeschlossen. Der benötigte Strom wird mehrheitlich bei der Axpo bezogen. Die Abnahmeverpflichtung gegenüber der Axpo beschränkt sich auf ein Kalenderjahr.
Lieferverpflichtungen gegenüber Grosskunden	27’855	–
fällig innerhalb von 12 Monaten	6’832	–
fällig innerhalb von 1 bis 5 Jahren 21’023	–
fällig nach über 5 Jahren	–	–
Übrige vertragliche Verpflichtungen
Die EKZ richten den Gemeinden, in denen sie Endkunden direkt beliefern, jährlich eine Ausgleichsvergütung aus. Es wird zwischen freiwilligen und vertraglichen Ausgleichsvergütungen unterschieden. Die vertraglichen Verpflichtungen wurden für einen
unbefristeten Zeitraum abgeschlossen.
Es existieren keine wesentlichen, offenlegungspflichtigen Prozesse.
Arbeitgeberbeitragsreserve	Nominal- Verwen-	Andere	Diskont	Bilanz	Bilanz	(AGBR)	wert	dungs-	Wert-	verzicht	berichti-	gungen
30. 9. 2011	30. 9. 2011	30. 9. 2011	30. 9. 2011	30. 9. 2011	30. 9. 2010	Ergebnis aus AGBR im	Personalaufwand
2010 /11	2010 /11
2009 /10	Vorsorgeeinrichtungen	218 – – – 218 – – – 218
Total	218	–	–	–	218	–	–	–	218
Wirtschaftlicher Nutzen / Über- /	Wirtschaftlicher	wirtschaftliche Verpflichtung Unterdeckung	Anteil	und Vorsorgeaufwand	der Organisation	Verände-	Auf die	Vorsorgeaufwand
rung zum	Periode im Personalaufwand
VJ bzw. abge-	erfolgs-	grenzte
wirksam	Beiträge 1)
30. 9. 2011	30. 9. 2011	30. 9. 2010	2010 /11	2009 /10
Vorsorgeeinrichtungen ohne
Über- / Unterdeckungen	– – –	–	–	–	Vorsorgeeinrichtungen mit Überdeckung	– –	–	– – – 9’038
Vorsorgeeinrichtungen mit Unterdeckung	-4’879 –	–	– 14’437 9’532	–
Total	-4’879 – – – 14’437 9’532 9’038
Unter den Beiträgen ist eine Einzahlung von 4’905 TCHF als Zuschuss infolge der Anpassung des technischen Zinssatzes
enthalten. Der Zuschuss erfolgte zulasten der Rückstellung.
Per Bilanzstichtag 30. 9. 2011 wurde der Deckungsgrad der PKE Vorsorgestiftung Energie auf 99.1% geschätzt. Da ein künftiger
Mittelabfluss aufgrund der Unterdeckung unwahrscheinlich ist, wurde keine Rückstellung erfasst.
Im Vorjahr wurde der Deckungsgrad der PKE Vorsorgestiftung Energie per Bilanzstichtag 30. 9. 2010 auf 104.5 % geschätzt. Der
Sollwert der Wertschwankungsreserve war jedoch noch nicht bis zu ihrem Sollbetrag geäufnet. Somit lagen zu diesem Zeitpunkt
keine freien Mittel vor.
Kontraktwert	Aktiver	Wert	Passiver	Wert	Aktiver	Wert	Passiver	Wert
30. 9. 2011	30. 9. 2010	30. 9. 2011	30. 9. 2011	30. 9. 2010	30. 9. 2010
Devisenoptionen EUR/CHF	Termingeschäfte 1)	Total	1)
23’493	– 266 – – – Absicherung
–	–	–	397	–	288	23’493	–	266	397	–	288
Mit der HHKW Aubrugg AG wurden derivative Finanzinstrumente abgeschlossen. Mit den derivativen Finanzinstrumenten bezweckt die HHKW Aubrugg AG die Absicherung der Preise für ihre Holzeinkäufe gegenüber dem Heizölpreis. Die EKZ haben
diese Kontrakte aus anderen Motiven als zu Handels- oder Absicherungszwecken abgeschlossen. Als Basispreis für die
Bewertung per Bilanzstichtag werden Heizöl-Forwards verwendet.
Nettoerlös aus Stromgeschäft 1)	5’284	2’989
Transaktionen mit nahe stehenden Personen	Übrige Nettoerlöse 6’755	4’982
Betriebsaufwand 3)	6’879	5’077
Beteiligungserträge 4)	197	70
Käufe von Sachanlagen –	1’450
Hauptsächlich Stromlieferungen an den Kanton Zürich und die EKZ Einsiedeln AG, Dietikon.
Hauptsächlich Erlös aus Bau und Unterhalt der öffentlichen Beleuchtung für den Kanton Zürich,
Erlöse aus Service Level Agreements und Bauleistungen für die EKZ Einsiedeln AG, Dietikon.
Hauptsächlich Sicherheitsprüfungen durch die Certum Sicherheit AG.
Dividende der Certum Sicherheit AG und Darlehenszinsen der EKZ Einsiedeln AG, Dietikon und der EKZ Renewables AG.
Kauf des Kleinwasserkraftwerks Pfungen, Verkäufer war der Kanton Zürich.
Die Transaktionen mit nahe stehenden Personen werden zu marktüblichen Preisen abgewickelt. Dienstleistungen der EKZ für
nahe stehende Personen und deren Entschädigung sind in Service Level Agreements näher beschrieben. Zudem bestehen
Darlehensverträge für Aktionärsdarlehen zwischen den EKZ und nahe stehenden Personen.
Die Verwaltungsräte und die Mitglieder der Geschäftsleitung erhielten lediglich ordentliche Entschädigungen, welche im Kapitel
Corporate Governance im Geschäftsbericht ausgewiesen sind.
Im Auftrag des Prüfungsausschusses führt die Geschäftsleitung einmal jährlich in Zusammenarbeit mit internen und externen
Experten eine unternehmensweite Risikobeurteilung (Risk Assessment) durch. In einem formalisierten Prozess werden die wesentlichen Geschäftsrisiken und deren Treiber definiert. In Einzelinterviews auf Stufe Geschäftsleitung werden Risikoszenarien
entwickelt, welche nach möglichem Schadenausmass und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet werden. Anschliessend konsolidiert und beurteilt die Geschäftsleitung diese Szenarien und leitet die entsprechenden Massnahmen ab. Daraus resultiert ein
Riskbericht zuhanden der Geschäftsleitung und des Prüfungsausschusses. Im Verwaltungsrat werden anlässlich des StrategieReviews die Ergebnisse besprochen.
Nach Bilanzstichtag und bis zur Verabschiedung der Jahresrechnung durch den Verwaltungsrat am 23.1. 2012 sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, welche die Aussagekraft der Jahresrechnung 2010/11 beeinträchtigen bzw. an dieser Stelle offengelegt werden müssten.
EKZ Finanzbericht Beschluss des Verwaltungsrates über die Gewinnverwendung
Beschluss des Verwaltungsrates über
Bilanzgewinn Unternehmensergebnis	37’154	53’702
Gewinnvortrag aus Vorjahr	38’103	34’401
Total Bilanzgewinn	75’257	88’103
Gewinnverwendung Einlage in die Freien Reserven	40’000	50’000
Verzinsung des Grundkapitals	138	(619)
Gewinnvortrag auf neue Rechnung	35’119	38’103
Die Verzinsung des Grundkapitals des Vorjahres wurde über das Restatement gebucht.
EKZ Finanzbericht Bericht und Empfehlung der Revisionsstelle
Bericht und Empfehlung der Revisionsstelle
an den Kantonsrat des Eidg. Standes Zürich
Zürich, 23. Januar 2012
Als Revisionsstelle gemäss § 6 der Verordnung über die Organisation und Verwaltung der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich
(«EKZ-Verordnung») haben wir die Jahresrechnung der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung, Eigenkapitalnachweis, Geldflussrechnung und Anhang (Seiten 37 bis 59), für das am 30. September 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Die Prüfungsarbeiten wurden am 28. November 2011 beendet.
Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den Swiss GAAP FER, dem Gesetz
betreffend die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich («EKZ-Gesetz») und der EKZ-Verordnung verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die
Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist.
Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie
Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit der EKZ-Verordnung und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen
Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen
Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als
Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Existenz und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden,
der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind
der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser
Prüfungsurteil bilden.
Nach unserer Beurteilung vermittelt die Jahresrechnung für das am 30. September 2011 abgeschlossene Geschäftsjahr ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den Swiss
GAAP FER und entspricht dem EKZ-Gesetz und der EKZ-Verordnung.
Ohne unser Prüfungsurteil einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass wir die Vorjahresinformationen, mit Ausnahme der
Vorjahresbilanz, nicht geprüft haben.
Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher und anderer rechtlicher Vorschriften
Unabhängigkeit (Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte vorliegen.
Ferner bestätigen wir, dass die Buchführung und der Beschluss des Verwaltungsrates über die Gewinnverwendung dem EKZGesetz und der EKZ-Verordnung entsprechen und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.
Willy Wenger	Roger Roth
Kenngrössen Energie
Stromabsatz EKZ
2010/11	2009/10	Veränderung	Veränderung
GWh	GWh	in GWh	in %
6’259,5	6’260,4	-0,9	-0,0
Feste Endverbraucher	1’958,3	1’953,2	+ 5,1	+ 0,3
Geschäftskunden >100 MWh	1’191,3	1’161,0	+ 30,3	+ 2,6
Endverteiler	2’815,2	2’855,7	-40,5	-1,4
Strombeschaffung	Stromabgabe an
übrige	Subtotal Stromabsatz	Eigenverbrauch	156,7	154,3	+ 2,4	6’121,5 6’124,3	-2,8	-0,0
17,8 15,7	+ 2,1	+13,4
Übertragungsverluste und
Abgrenzungen	Total Stromabsatz	120,3 120,4	-0,1	0
Stromabsatz EKZ (GWh)
Rücklieferung im EKZ Gebiet
aus / von	Anzahl Anlagen *	GWh	Anteil %
32	1,3	2,7
385	46,8	97,3
photovoltaische Anlagen	374	6,3	13,5
Total	417	48,1	100,0
2010/11	2009/10	Veränderung
nicht erneuerbaren Energien	erneuerbaren Energien	darin eingeschlossen	* unabhängige Produzenten
EKZ Produkte exkl. Mixstrom
Produkt	GWh	Aquastrom	GWh	103,9	91,2	+13,9
Total Naturstrom	44,9	30,9	+ 45,4
davon basic	34,1	20,9	+ 63,0
davon star	9,8	8,8	+10,6
davon solar	1,0	1,1	-10,2
Nettoinvestitionen EKZ im Mehrjahresvergleich (MCHF)
Höchstleistung (MW)
Gebrauchsdauer EKZ (h)
Höchstleistung und Gebrauchsdauer
Die Höchstleistung ist die grösste elektrische Leistung, die während einer bestimmten Zeitspanne bezogen wurde. Die Jahreshöchstleistung der EKZ für das Geschäftsjahr 2010/11 betrug 1’105,3 MW. Sie ist gegenüber dem vor zehn Jahren ermittelten
Wert um 20,4 Prozent gestiegen. Dividiert man die während eines Jahres gelieferte Energie durch die Höchstleistung, ergibt
sich die sogenannte Gebrauchsdauer. Es handelt sich um einen rechnerischen Wert, der angibt, während wie vieler Stunden die
Belastungsverlauf EKZ im Sommer (MW)
Belastungsverlauf EKZ im Winter (MW)
Höchstleistung hätte geliefert werden müssen, um die Jahres-Energieabgabe zu erreichen.
Belastungsverlauf Winter/Sommer
Ähnlich wie beim Verkehr gibt es auch bei der benötigten elektrischen Leistung Stosszeiten und Flauten. Morgens, mittags und
abends erreicht die Belastung Spitzenwerte. In der zweiten Nachthälfte ist sie dagegen besonders niedrig. Im Wochenverlauf
dominieren die Werktage, denn an den Wochenenden wird deutlich weniger Strom nachgefragt. Auch übers Jahr gesehen gibt
es erhebliche Leistungsschwankungen. Im Winter ist es nicht nur kälter, auch die langen und dunklen Nächte sorgen zusätzlich
für höhere Nachfrage nach Strom.
Dieser Bericht integriert die Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) zum Nachhaltigkeitsreporting. GRI hat sich zum Ziel gesetzt, die Unternehmensberichterstattung weltweit transparenter und vergleichbarer zu machen (www.globalreporting.org). Die EKZ
möchten durch die Umsetzung dieses Berichtsstandards die Transparenz für alle Stakeholder
zu ihren Zielen und Leistungen in Bezug auf Nachhaltigkeit fördern.
Der vorliegende Bericht erfüllt gemeinsam mit dem ausführlichen GRI-Inhaltsindex im
Internet (www.ekz.ch/gri) den C-Level der neusten GRI-G3-Richtlinien. Dies wurde von GRI
Herausgeber	Elektrizitätswerke des Kantons Zürich
Redaktion	Annabel Ott (EKZ)
Realisation und Konzept	Andreas Turner (Infel AG, Zürich)
Beratung Nachhaltigkeit	sustainserv, Zürich
Fotos	Daniel Boschung, Andreas Eggenberger, Frank Schwarzbach, Druck	Druckerei Feldegg AG, Schwerzenbach
Dieser Geschäftsbericht wurde klimaneutral auf FSC-zertifiziertem Papier gedruckt.
Katharina Wernli, Cover: Andreas Eggenberger, Foto Geschäftsleitung: Katharina Wernli
SQS-COC-22349
Dreikönigstrasse 18, Postfach 2254, 8022 Zürich
Telefon 058 359 11 11
www.ekz.ch, info@ekz.ch
EKZ Geschäftsbericht 2010-11
Der Bericht zum EKZ Geschäftsjahr 2010-11.