Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NotZ%208/05
Timestamp: 2019-02-20 00:15:23
Document Index: 254537893

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 12', '§ 2', '§ 92', '§ 93', 'Art. 12', '§ 2', '§ 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 12', 'BGH', 'BGH', 'Art. 12', 'BGH', 'Art. 103', '§ 29']

Rechtsprechung: NotZ 8/05 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 11.10.2005
Anwalts-Notariat
Bezeichnung "Notariat" in der Internetadresse
Notar darf die Bezeichnung "Notariat" nicht in einer Internetdomain verwenden
Berufsrechtliche und dienstrechtliche Streitigkeiten gegen einen Notar; Aufforderung zur Abgabe einer Unterlassungserklärung hinsichtlich der Nutzung der Domain "www.anwaltskanzleinotariat.de"; Aufnahme des Begriffs "Notariat" in die Internetadresse; Ablehnung von Richtern im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit; Aufsicht über die Notarinnen und Notare
(Anwalts-)Notar darf keine Internetadresse mit der Bezeichnung "Notariat" führen
Werbung - Bezeichnung "Notariat" in Internetadresse eines Anwaltsnotars
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GG Art. 12 Abs. 1; BNotO § 2 § 92 § 93
"Begriff "Notariat" in einer Internet-Domain"
Notarrecht - Überwachung der Amtsführung: Unzulässige Internetadresse
Art. 12 Abs. 1 GG; §§ 2, 92, 93 BNotO
Bezeichnung "Notariat" in der Domain; Internetrecht, Recht der freien Berufe
Zulässigkeit Internetadresse "Anwaltskanzlei-notariat.de"
123recht.net (Kurzinformation und -anmerkung, 25.8.2005)
§ 2 BNotO
OLG Frankfurt, 24.04.2003 - 1 Not 11/02
BGH, 11.10.2005 - NotZ 8/05
NJW 2005, 2693
MDR 2005, 1380 (Ls.)
DNotZ 2006, 72
FamRZ 2005, 1741
MMR 2005, 759
BB 2005, 1928
AnwBl 2006, 138
b) Soweit dem Kläger aufgegeben wurde, den Begriff Notariat im Sinne einer Bezeichnung für sein Amt und seinen Amtssitz auf seinem Briefkopf oder in seinem Internetauftritt nicht mehr zu gebrauchen, entspricht dies der ständigen Rechtsprechung des Senats (Beschlüsse vom 26. September 1983 - NotZ 7/83, DNotZ 1984, 246 ff.; vom 8. Juli 2002 - NotZ 28/01, DNotZ 2003, 376; vom 11. Juli 2005 - NotZ 8/05, DNotZ 2006, 72 ff.;… vom 20. November 2006 - NotZ 30/06, VersR 2007, 714 Rn. 5 mwN).
Danach ist ein Notar nicht befugt, sein Amt oder seinen Amtssitz nach außen hin - weder auf seinem Praxisschild (…Beschlüsse vom 26. September 1983 und 8. Juli 2002, aaO), noch auf dem Briefbogen (…Beschlüsse vom 26. September 1983 und 20. November 2006, aaO Rn. 2) oder in seiner Internetadresse (Beschluss vom 11. Juli 2005, aaO) als Notariat zu bezeichnen.
Zum anderen kann es das dem Notar übertragene konkrete Amt bezeichnen (Senat, Beschlüsse vom 29. Juni 1983 - NotZ 7/83, DNotZ 1984, 246, 247; vom 11. Juli 2005 - NotZ 8/05, DNotZ 2006, 72, 73).
Er hält sich dabei im Rahmen seines Ermessens, wenn seine Maßnahme dem das gesamte Notarrecht beherrschenden Grundsatz einer geordneten Rechtspflege entspricht (s. Senat, BGHZ 135, 354, 357 f.; Beschlüsse vom 26. September 1983 - NotZ 7/83 = DNotZ 1984, 246, 247; vom 11. Juli 2005 - NotZ 8/05 = NJW 2005, 2693).
Die hierfür tragenden Erwägungen hat der Senat zuletzt in seinem Beschluss vom 11. Juli 2005 (NotZ 8/05 = NJW 2005, 2693 f.) erneut dargelegt.
Die von den Beschwerdeführern mit Schriftsatz vom 02.02.2006 vorgelegten Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts vom 08.03.2005 (NJW 2005, 1483 = AnwBl 2005, 427 = DNotZ 2005, 931) und des BGH vom 11.07.2005 (NJW 2005, 2693) führen zu keinem anderen Ergebnis.
In der jüngeren Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts wird zwar hervorgehoben, dass zu den durch Art. 12 Abs. 1 GG geschützten berufsbezogenen Handlungen auch die berufliche Außendarstellung des Notars einschließlich der Werbung für die Inanspruchnahme seiner Dienste zählt (zuletzt BVerfG DNotZ 2005, 931 ff.; BVerfG NJW 2006, 359 f.; ebenso BGH DNotZ 2006, 72).
Damit sei die Unparteilichkeit oder Gewissenhaftigkeit auch des Anwaltsnotars angesprochen (BVerfG DNotZ 2005, 931, 932; vgl. auch BVerfG NJW 2006, 359 f. und BGH DNotZ 2006, 72).
In der jüngeren Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts wird zwar hervorgehoben, dass zu den durch Art. 12 Abs. 1 GG geschützten berufsbezogenen Handlungen auch die berufliche Außendarstellung des Notars einschließlich der Werbung für die Inanspruchnahme seiner Dienste zählt (zuletzt BVerfG DNotZ 2005, 931 ff.; BVerfG NJW 2006, 359 f.; ebenso BGH DNotZ 2006, 72 ).
Vorliegen einer entscheidungserheblichen Gehörsverletzung
GG Art. 103 Abs. 1; FGG § 29a