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Timestamp: 2020-08-10 15:26:01
Document Index: 145160030

Matched Legal Cases: ['§ 84', '§ 67', '§ 22', '§ 30', '§ 69', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 28', '§ 27', '§ 2', '§ 1', '§ 14', 'EuG', 'EuG', '§ 7']

Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Tacheles Rechtsprechungsticker KW 16/2018
Eingetragen oder aktualisiert am 16.04.2018
1.1 - Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss v. 08.03.2018- L 18 AS 2312/17
Kein Anspruch der Klägerin auf Löschung der Daten im Wege der Entfernung der Kontoauszüge aus den Leistungsakten des Beklagten nach § 84 Abs. 2 SGB X.
1. Das Aufbewahren von schriftlichen Datenträgern in der Verwaltungsakte ist eine Form der Datenspeicherung nach § 67 Abs. 6 Satz 2 Nr. 1 SGB X (vgl. BayLSG, Urteil vom 31.03.2011, L 15 SB 80/06 und BayLSG, Beschluss vom 14.11.2013, L 7 AS 579/13 B ER und BayLSG, Beschluss v. 21.05.2014 – L 7 AS 347/14 B ER).
2. Zur Erfüllung der Aufgaben des JobCenters genügt die Einsichtnahme in die Kontoauszüge und "ein entsprechender Vermerk" nicht, da für die korrekte und zügige Erledigung der Aufgaben die vollständige, sichere und schnelle Verfügbarkeit der in den Kontoauszügen enthaltenen Daten unerlässlich ist (vgl LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 19. März 2015 - L 31 AS 2974/14).
1.2 - Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss v. 23.03.2018 - L 29 AS 428/18 B ER - rechtskräftig
Im Rahmen der Ermessensentscheidung nach § 22 Abs. 8 S. 1 SGB II sind alle Selbsthilfemöglichkeiten, insbesondere ein Anbieterwechsel, auszuschöpfen (vergleiche hierzu auch LSG NRW, Beschluss vom 23. Dezember 2015, L 2 AS 2028/15 B ER).
1.3 - LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 31. Januar 2018 (Az.: L 32 AS 1223/15):
1.4 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 25.01.208 - L 19 AS 1706/17
2.1 - Sozialgericht Kassel, Urt. v. 19.02.2018 - S 3 AS 236/15 - Berufung anhängig LSG Hessen L 6 AS 185/18
Das von dem Beklagten verwendete Konzept zur Feststellung der Angemessenheit von Unterkunftskosten im Werra-Meißner-Kreis, Endbericht vom März 2014 entspricht nicht den durch das Bundessozialgericht aufgestellten Vorgaben für die Festlegung einer Mietobergrenze (entgegen Sozialgerichts Kassel vom 17.03.2016 (S 8 AS 447/14) und SG Kassel vom 07.09.2017 (S 11 SO 169/16).
Hinweis zum SGB XII:
Sozialgericht Kassel – Az.: S 12 SO 112/16 vom 21.03.2018 - Das Konzept der Firma Analyse & Konzepte stellt kein vom BSG in ständiger Rechtsprechung gefordertes schlüssiges Konzept zur Ermittlung der angemessenen Unterkunftskosten dar.
3.1 - Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urt. v. 07.02.208 - L 2 SO 4444/17
Zur Gewährung eines Mehrbedarfs gemäß § 30 Abs. 1 Nr. 2 SGB XII auf Grund rückwirkender Feststellung des Merkzeichens G durch das Versorgungsamt (hier verneinend).
1. Es muss ein entsprechender Bescheid der nach § 69 Abs. 4 SGB IX zuständigen Stelle ergangen sein oder der Ausweis vorliegen, um den Mehrbedarf zu begründen (so nun eindeutig Adolph in Linhart/Adolph, SGB II, SGB XII, AsylbLG, Stand Mai 2013, § 30 Rn. 13). Dem Ausweis steht jetzt der Feststellungsbescheid gleich, da beide denselben Beweiswert haben. Damit wird der Zugang zu den Leistungen erleichtert. Nicht ausreichend ist es also, wenn nur ein Antrag gestellt worden ist, aber noch kein Bescheid oder Ausweis vorliegt. Eine rückwirkende Gewährung kommt auch in diesen Fällen nicht in Betracht (Dauber in Mergler/Zink, SGB XII, 19. Lfg, Stand September 2011, § 30 Rn. 12; ebenso Wenzel in Fichtner/Wenzel, SGB XII, 4. Aufl., § 30 Rn. 7; Scheider in Schellhorn/Schellhorn/Hohm, SGB XII, 18. Aufl., § 30 Rn. 9; Schwengers in Kruse/Reinhard/Winkler SGB XII, 3. Aufl. 2012, § 30 Rn. 3; a.A. Grube in Grube/Wahrendorf SGB XII, 4. Aufl. § 30 Rn. 8, Münder in LPK SGB XII 9. Aufl., § 30 Rn. 6 unter Bezugnahme auf Grube/Wahrendorf).
2. Das BSG (10.11.2011 - B 8 SO 12/10 R -, Rn. 28) hat in seiner Entscheidung aufgezeigt, wie bei einer längeren Wartezeit auf die Entscheidung des Versorgungsamts oder bis zum Ende eines über das Merkzeichen G geführten Rechtsstreits der erhöhte finanzielle Aufwand zum Ausgleich der Behinderung durch Nachweis des Bedarfs im einzelnen ggf. gem. § 28 Abs. 1 Satz 2 SGB XII (in der bis 31. Dezember 2010 geltenden Fassung) bzw. § 27a Abs. 4 Satz 1 SGB XII (in der ab 1. Januar 2011 gültigen Fassung) geltend gemacht werden kann und das Existenzminimum gesichert wird.
3.2 - Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urt. v. 21.06.2017 - L 2 SO 4759/16
4.1 - SG Hildesheim, Beschluss vom 15.09.2016 - S 44 SO 4014/16 ER
5.1 - Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss v. 19.03.2018 - L 18 AY 7/18 B ER
Grundsätzlich ist für eine Einschränkung der Leistungsansprüche nach den §§ 2, 3 und 6 AsylbLG aufgrund des § 1a AsylbLG Voraussetzung, dass eine solche Anspruchseinschränkung durch Verwaltungsakt festgestellt wird (hier zwar geschehen, aber der Bescheid war rechtswidrig nach § 14 Abs. 1 AsylbLG).
weiter: www.lsg.bayern.de
6.1 - Sozialgericht Kiel bestätigt neue Kieler Mietobergrenzen, ein Beitrag von RA Helge Hildebrandt
mehr hier: sozialberatung-kiel.de
6.2 - Familiennachzug bei noch minderjährig eingereisten Flüchtlingen - Az. C-550/16 A und S
Quelle: Pressemitteilung des EuGH Nr. 40/2018 v. 12.04.2018: www.juris.de
S.a. EuGH stellt deutsche Regelung bei Familiennachzug in Frage
6.3 - BVerfG: Eilantrag gegen Meldetermin der Arbeitsagentur ohne formlosen Verlegungsversuch kann negative Kostenentscheidung zur Folge haben
zu BVerfG, Beschluss vom 14.03.2018 - 1 BvR 300/18: dejure.org
Pressemitteilung Nr. 22/2018 vom 13. April 2018: www.bundesverfassungsgericht.de
6.4 - Kinder- und Vielehen werden bei Hartz IV nicht mehr anerkannt
weiter: www.welt.de
S.a. Fachliche Weisungen § 7 SGB II, Rz. 7.64a : Ehen Minderjähriger
weiter: harald-thome.de