Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?highlight_docid=aza%3A%2F%2F29-01-2014-9C_725-2013&lang=de&type=show_document
Timestamp: 2017-10-21 05:22:45
Document Index: 350232957

Matched Legal Cases: ['Art. 88', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 68', 'BGE']

9C_725/2013 29.01.2014
9C_725/2013
K.________ (geboren 1964) wurde am 30. Januar 2006 Opfer eines Raubüberfalles an ihrem Arbeitsort in der Bank X.________. Med. prakt. R.________, Assistenzarzt, und Dr. med. U.________, Oberärztin der Klinik Y.________, diagnostizierten am 18. April 2006 eine posttraumatische Belastungsstörung. Dr. med. N.________, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, der im Auftrag der Arbeitgeberin eine ärztliche Beurteilung vornahm, betrachtete am 20. August 2007 eine 100%ige Invalidisierung als angemessen und bestätigte dies am 29. Februar 2008.
K.________ hat am 1. Februar 2012 beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich Beschwerde erhoben mit dem Rechtsbegehren, die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Zürich vom 23. Dezember 2011 sei aufzuheben. Die IV-Stelle des Kantons Zürich sei zu verpflichten, ihr weiterhin über den 31. Januar 2012 hinaus die Leistungen aus der Invalidenversicherung, mithin mindestens eine Dreiviertelsrente, zu entrichten. Im Weiteren sei die IV-Stelle des Kantons Zürich zu verpflichten, eine Rentenerhöhung zu prüfen und es seien durch die IV-Stelle des Kantons Zürich Abklärungen betreffend der Statusfrage zu tätigen. Eventuell sei durch das Gericht ein interdisziplinäres Gutachten unter Einbezug einer neuropsychologischen Abklärung anzuordnen. Im Verlauf des Beschwerdeverfahrens reichte K.________ am 15. November 2012 eine Stellungnahme von Dr. med. H.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 7. September 2012 ein, bei welchem sie seit 29. Februar 2012 in Behandlung steht.
K.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen mit dem Begehren, das Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 14. August 2013 sei aufzuheben und die IV-Stelle des Kantons Zürich zu verpflichten, ihr über den 23. Dezember 2011 hinaus Leistungen auszurichten.
Die Beschwerdeführerin beantragt, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr über den 23. Dezember 2011 hinaus Leistungen auszurichten. Die Leistungseinstellung fand jedoch erst per 31. Januar 2012 statt (vgl. auch Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV). Die gegenteilige Behauptung, dies sei bereits per 23. November 2011 hin erfolgt, ist klar aktenwidrig. Die Beschwerdeführerin hat kein Rechtsschutzinteresse, für den Zeitraum 23. Dezember 2011 bis 31. Januar 2012 Leistungen der Beschwerdegegnerin zugesprochen zu erhalten. Überdies geht sie mit diesem Antrag auch über das Rechtsbegehren hinaus, das sie im Rahmen ihrer Beschwerdeerhebung bei der Vorinstanz stellte, was gemäss Art. 99 Abs. 2 BGG nicht zulässig ist. Soweit sie somit vom 23. Dezember 2011 bis 31. Januar 2012 die Beschwerdegegnerin zu Leistungen verpflichten will, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Die Beschwerdeführerin erhielt mit Verfügung vom 8. Oktober 2009 rückwirkend ab 1. Januar 2007 eine ganze Invalidenrente zugesprochen. Nach der Rechtsprechung ist bei der Rentenrevision zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 108 und das Urteil 9C_63/2011 vom 16. September 2011 E. 2.3.1). Die Vorinstanz hat in ihrem Urteil als massgebenden Referenzzeitpunkt zutreffend jenen des Erlasses der Verfügung vom 8. Oktober 2009 festgelegt und den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin damals mit jenem im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 23. Dezember 2011 verglichen.
Die Vorinstanz hat zur Invaliditätsbemessung auf das polydisziplinäre Gutachten des medizinischen Abklärungsinstituts Z.________ abgestellt. Die Beschwerdeführerin übt daran weitgehend appellatorische Kritik, ohne damit aufzuzeigen, dass eine Bundesrechtsverletzung im Sinne von Art. 95 lit. a BGG vorliegen würde. Ebenso ist keine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG erkennbar:
Aufgrund des Ausgangs des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin die Kosten desselben zu tragen. Eine Parteientschädigung ist dementsprechend an die Beschwerdeführerin nicht auszurichten. Die Beschwerdegegnerin hat, obwohl sie aufgrund des Prozessergebnisses als obsiegend zu betrachten ist (vgl. BGE 132 V 215 E. 6.1 S. 235 mit Hinweisen), keinen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 68 Abs. 3 BGG; BGE 132 V 215 E. 6.1 S. 235, 128 V 124 E. 5b S. 133 f., 126 V 143 E. 4a und b S. 150 f.)