Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Hamm&Datum=05.08.2010&Aktenzeichen=28%20U%2022/10
Timestamp: 2019-12-13 12:43:22
Document Index: 284449416

Matched Legal Cases: ['§ 284', '§ 346', '§ 347', '§ 359', '§ 437', '§ 813', '§ 437', '§ 280']

OLG Hamm, 05.08.2010 - I-28 U 22/10 - dejure.org
OLG Hamm, 05.08.2010 - I-28 U 22/10
https://dejure.org/2010,5544
OLG Hamm, 05.08.2010 - I-28 U 22/10 (https://dejure.org/2010,5544)
OLG Hamm, Entscheidung vom 05.08.2010 - I-28 U 22/10 (https://dejure.org/2010,5544)
OLG Hamm, Entscheidung vom 05. August 2010 - I-28 U 22/10 (https://dejure.org/2010,5544)
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Finanzierter Fahrzeugkauf, Kapitalnutzung, Aufwendungsersatz, Nutzungsentschädigung
BGB § 284, § 346, § 347, § 359, § 437
Rückabwicklung zieht Zinszahlungen nach sich - Verkäufer muss für Finanzierungskosten aufkommen
LG Paderborn, 08.12.2009 - 4 O 16/09
Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts handelt es sich vorliegend nicht um einen gemischten Vertrag, sondern um einen Kaufvertrag (vgl. LG Osnabrück…, Urteil vom 27. September 2010 - 2 O 2244/09, juris Rn. 16 ff.; OLG Hamm, Urteil vom 5. August 2010 - 28 U 22/10, juris Rn. 21; LG Itzehoe…, Urteil vom 13. August 2012 - 6 O 118/11, juris Rn. 29 ff.; LG Leipzig, DAR 2011, 532;… Reinking/Eggert, Der Autokauf, 11. Aufl., Rn. 2553, 2557 ff.).
Das spätere Urteil des OLG Hamm vom 05.08.2010 (28 U 22/10, ZGS 2011, 54, hier zitiert nach juris), welches jene Rechtsprechung nochmals bestätigt, betrifft ebenfalls lediglich die Abwicklung zwischen Verkäufer und Käufer und ist damit für einen Anspruch aus § 813 Abs. 1 S. 1 BGB gegenüber der finanzierenden Bank nicht einschlägig.
So betreffen auch die beiden von der Klägerin für die Begründung ihres Anspruchs herangezogenen Entscheidungen des Oberlandesgerichts Hamm (Urteil vom 5. August 2010, 28 U 22/10, I-28 U 22/10, zitiert nach juris) und des Oberlandesgerichts Frankfurt (Urteil vom 14. Januar 2009, 17 U 223/08, zitiert nach juris) einen erklärten Rücktritt und die mit diesem verbundenen Rechtsfolgen.
Dass die Beklagte die in der Übereignung des mangelhaften Fahrzeugs liegende Pflichtverletzung zu vertreten hat, was Voraussetzung für einen Aufwendungsersatzanspruch gemäß §§ 437 Nr. 3, 284 BGB ist, wird vermutet (§ 280 Abs. 1 Satz 2 BGB; vgl. auch Senat, Urteil vom 05.08.2010, Az.: I-28 U 22/10).
Weil der Fahrradträger von der Klägerin von seiner Anschaffung am 16.04.2011 an bis zur Rückgabe des Fahrzeugs im Juli 2013 bestimmungsgemäß verwendet werden konnte - sich sein Wert also für sie teilweise amortisiert hat (vgl. Senat, Urteil vom 05.10.2010, Az.:28 U 22/10) - , ist es allerdings gerechtfertigt, den Anspruch auf Aufwendungsersatz zu kürzen(… Senat, a.a.O. m.w.N.).