Source: https://www.ihk-muenchen.de/de/Service/Recht-und-Steuern/Gewerbeerlaubnisse-der-IHK/Wohnimmobilienverwalter/
Timestamp: 2019-02-19 07:23:41
Document Index: 119790374

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 34', '§ 32', '§ 53', '§ 34', '§ 1', '§ 549', '§ 34', '§ 11', '§ 11', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 15', '§ 34']

Wohnimmobilienverwalter | IHK München
Wohnimmobilienverwalter /-in
Wenn Sie eine gewerbliche Tätigkeit als Wohnimmobilienverwalter aufnehmen möchten, benötigen Sie seit dem 1. August 2018 eine gewerberechtliche Erlaubnis nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 Gewerbeordnung (GewO).
Wichtig für bereits vor dem 1. August 2018 tätige Wohnimmobilienverwalter:
Für Sie gibt es eine Übergangsfrist zur Beantragung der Erlaubnis bis zum 1. März 2019. Stellen Sie daher bitte Ihren Antrag so bald wie möglich. Eine ggf. bestehende Erlaubnis nach § 34c GewO als Immobilienmakler, Darlehensvermittler, Bauträger und/oder Baubetreuer reicht für die Tätigkeit als Wohnimmobilienverwalter nicht aus.
Achtung: Internet-Impressum überprüfen
Die Anschrift der IHK für München und Oberbayern hat sich geändert: Max-Joseph-Straße 2, 80333 München. Bitte überprüfen Sie daher Ihre Angaben im Impressum. Näheres finden Sie auf dieser Seite in unserem Merkblatt „Internet-Impressum“
Welche Wohnimmobilienverwalter (Hausverwalter) sind von der Erlaubnispflicht betroffen?
Welche Formulare gibt es für Wohnimmobilienverwalter?
Was bedeutet die Weiterbildungspflicht für Sie?
Auf welchen Rechtsgrundlagen beruht die Erlaubnispflicht für Wohnimmobilienverwalter?
Welche Tätigkeiten fallen unter die neue Erlaubnispflicht als Wohnimmobilienverwalter?
Gewerbsmäßige Wohnungseigentumsverwaltung (WEG-Verwaltung)
Gewerbsmäßige Verwaltung von Mietwohnungen für Dritte
Welche Tätigkeiten sind von der neuen Erlaubnispflicht nicht erfasst?
Verwaltung eigener Wohnungen (= Verwaltung eigenen Vermögens)
Verwaltung von Gewerbeimmobilien und Grundstücken
nicht gewerbsmäßige Wohnimmobilienverwaltung
Kreditinstitute, für die eine Erlaubnis nach § 32 Absatz 1 des Kreditwesengesetzes (KWG) erteilt wurde und Zweigstellen von Unternehmen im Sinne des § 53b Absatzes 1 Satz 1 KWG sind von der Erlaubnispflicht für Wohnimmobilienverwalter ausgenommen.
Was gilt für Angestellte von selbständigen Wohnimmobilienverwaltern?
Angestellte selbständiger Wohnimmobilienverwalter benötigen keine eigene Erlaubnis. Beachten Sie aber bitte die Hinweise zur Weiterbildungspflicht.
Erlaubnistatbestand für Wohnimmobilienverwalter nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 GewO:
Wenn Sie gewerbsmäßig das gemeinschaftliche Eigentum von Wohnungseigentümern im Sinne des § 1 Absatz 2, 3, 5 und 6 des Wohnungseigentumsgesetzes oder für Dritte Mietverhältnisse über Wohnräume im Sinne des § 549 des Bürgerlichen Gesetzbuchs verwalten (Wohnimmobilienverwalter) wollen, benötigen Sie eine Erlaubnis als Wohnimmobilienverwalter nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 GewO.
Zunächst müssen Sie die Erlaubnis beantragen. Die Antragsformulare finden Sie hier.
Bitte reichen Sie nach Möglichkeit Ihren ausgefüllten und unterschriebenen Erlaubnisantrag samt der zugehörigen Nachweise direkt über unser Upload Tool ein.
Die Erlaubnis kann erst erteilt werden, wenn sämtliche Erlaubnisvoraussetzungen erfüllt sind. Eine Entscheidung über den Antrag ist erst dann möglich, wenn sämtliche erforderlichen Unterlagen vorliegen (z. B. das Führungszeugnis und der Gewerbezentralregisterauszug zur Vorlage bei einer Behörde, die direkt vom Bundesamt für Justiz an die zuständige Erlaubnisstelle versandt werden). Bitte planen Sie daher ausreichend Zeit für Ihr Erlaubnisverfahren ein.Im Einzelnen müssen nachgewiesen sein:
Eine Checkliste der erforderlichen Nachweise finden Sie hier.
Keine Registrierungspflicht im Vermittlerregister nach § 11a GewO:
Für Wohnimmobilienverwalter /-innen besteht, anders als beispielsweise für Versicherungsvermittler /-innen, keine Pflicht zur Eintragung in das Vermittlerregister nach § 11a Absatz 1 GewO.
Die Erlaubnis- und Aufsichtszuständigkeit für Wohnimmobilienverwalter /-innen liegt für bayerische Gewerbetreibende (mit Ausnahme des Zuständigkeitsbereichs der IHK Aschaffenburg) bei der IHK für München und Oberbayern.
Für Immobilienmakler, Darlehensvermittler, Bauträger und Baubetreuer gemäß § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 GewO sind bis zum 31. Dezember 2019 noch die Kreisverwaltungsbehörden (= Landratsämter und kreisfreie Städte) zuständig. Ab dem 1. Januar 2020 übernimmt die IHK für München und Oberbayern auch die Erlaubniszuständigkeit für diese Gewerbetreibenden.
In unserem Merkblatt "Erlaubnispflicht für Wohnimmobilienverwalter /-innen" finden Sie weitergehende Informationen zum Erlaubnisverfahren.
Merkblatt für Wohnimmobilienverwalter /-innen
Welche Formulare gibt es für Wohnimmobilienverwalter/-innen?
Um ein Erlaubnisverfahren nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 GewO (Wohnimmobilienverwalter) zu durchlaufen, müssen Sie als Antragsteller/-in einen entsprechenden Antrag bei der IHK für München und Oberbayern einreichen. Bei den Antragsformularen wird zwischen dem Antrag einer natürlichen Person und dem Antrag einer juristischen Person mit eigener Rechtspersönlichkeit (z. B. GmbH, UG (haftungsbeschränkt), AG) unterschieden. Bei Personengesellschaften ohne eigene Rechtspersönlichkeit (z. B. BGB-Gesellschaft, OHG, KG) muss jede/r geschäftsführungsberechtigte Gesellschafter/-in die Erlaubnis, auf seinen/ihren Namen beantragen.
Formulare für den Antrag auf Erlaubnis
Checklisten: Welche Unterlagen müssen Sie einreichen?
Zur Online-Antragstellung:
Sie können Ihren ausgefüllten und unterschriebenen Erlaubnisantrag hier online (pdf-Format) einreichen.
Sie erhalten von uns nach Antragseingang eine Eingangsbestätigung.
ohne Personenhandelsgesellschaft
mit Personenhandelsgesellschaft
Beiblatt zur Angabe weiterer gesetzlicher Vertreter juristischer Personen
Sofern sich nach Erlaubniserteilung Änderungen ergeben wie z. B. Adressänderungen, Namens- oder Firmenänderungen, ein Wechsel in der Geschäftsführung oder im Vorstand bei juristischen Personen, ein Eintritt oder Wechsel von Leitunspersonal (Betriebsleiter oder Zweigniederlassungsleiter) verwenden Sie für die Änderungsmitteilung bitte folgende Formulare:
Mitteilung von Änderungen bei natürlichen Personen
Mitteilung von Änderung bei juristischen Personen
Sofern Sie als Wohnimmobilienverwalter /-in auf Ihre Erlaubnis nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 GewO verzichten möchten, können Sie dies der IHK für München und Oberbayern mit diesen Formularen mitteilen:
Pflicht zur regelmäßigen Weiterbildung ab 1. August 2018:
für Wohnimmobilienverwalter und
Detaillierte Einzelheiten zur Weiterbildungsverpflichtung finden Sie in unserem Merkblatt "Gewerberechtliche Berufspflichten für Wohnimmobilienverwalter/-innen." Hier sind auch weitere Pflichten für Wohnimmobilienverwalter, die sich aus der MaBV ergeben, näher erläutert.
Sowohl Wohnimmobilienverwalter nach § 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 GewO als auch ihre unmittelbar bei der erlaubnispflichtigen Tätigkeit mitwirkenden Beschäftigten unterliegen der Weiterbildungspflicht. Angestellte hingegen, deren Tätigkeit nichts mit der Wohnimmobilienverwaltung zu tun hat (z.B. Mitarbeiter in der Buchhaltung, Personalabteilung), sind nicht weiterbildungspflichtig.
Auch Inhaber einer sog. "Schubladenerlaubnis", die von ihrer Erlaubnis als Wohnimmobilienverwalter kein Gebrauch machen, unterliegen der Weiterbildungspflicht.
Der Erwerb eines Ausbildungsabschlusses als Immobilienkaufmann/-frau oder eines Weiterbildungsabschlusses als Geprüfte/-r Immobilienfachwirt gilt als Weiterbildung.
Für Gewerbetreibende und ihre zur Weiterbildung verpflichteten Beschäftigten mit einem bereits vorhandenen Abschluss als Immobilienkaufmann oder Immobilienkauffrau sowie als Geprüfter Immobilienfachwirt oder Geprüfte Immobilienfachwirtin beginnt die Weiterbildungspflicht erst drei Jahre nach dem Erwerb dieses Abschlusses.
Für den Gewerbetreibenden selbst, nicht jedoch für seine bei der erlaubnispflichtigen Tätigkeit unmittelbar mitwirkenden Angestellten, besteht grundsätzlich die Möglichkeit der Weiterbildungsdelegation.
Die inhaltlichen Anforderungen an die Weiterbildungsverpflichtung sind in § 15 Anlage 1B MaBV geregelt. Zu den Sachgebieten in Anlage 1B gehören: Grundlagen der Immobilienwirtschaft, rechtliche Grundlagen, kaufmännische Grundlagen, Verwaltung von Wohnungseigentumsobjekten, Verwaltung von Mietobjekten, technische Grundlagen der Immobilienverwaltung, Wettbewerbsrecht und Verbraucherschutz.
Form der Weiterbildung:
Die Weiterbildung kann in Präsenzform, in einem begleiteten Selbststudium mit nachweisbarer Lernerfolgskontrolle durch den Anbieter der Weiterbildungsmaßnahme, durch betriebsinterne Maßnahmen des Gewerbetreibenden oder in anderer geeigneter Form erfolgen.
Weiterbildungsanbieter bzw. Qualitätsanforderungen an die Weiterbildungsmaßnahme:
Als Wohnimmobilienverwalter /-in sind Sie verpflichtet, Nachweise und Unterlagen über Ihre durchgefürten Weiterbildungsmaßnahmen mit bestimmten Mindestangaben zu sammeln und diese fünf Jahre aufzubewahren. Dasselbe gilt für die Weiterbildungsmaßnahmen ihrer weiterbildungspflichtigen Mitarbeiter.
Hier finden Sie die Rechtsgrundlagen für das Erlaubnisverfahren von Wohnimmobilienverwalter/-innen (§ 34c Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 GewO).
Hier können Sie Ihren unterschriebenen Erlaubnisantrag als Wohnimmobilienverwalter hochladen.
Checkliste für juristische Personen (z. B. GmbH, AG)
Merkblatt für Wohnimmobilienverwalter/-innen
Merkblatt "Gewerberechtliche Berufspflichten für Wohnimmobilienverwalter/-innen"
Alles zur Erlaubnis als Wohnimmobilienverwalter
Das Erlaubnisverfahren - ein kurzer Überblick