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Timestamp: 2019-06-18 20:06:39
Document Index: 29835975

Matched Legal Cases: ['§ 64', '§ 163', '§ 64', '§ 163', '§ 163', '§ 163', '§ 64']

BFH, 14.05.2002 - VIII R 64/00 - dejure.org
https://dejure.org/2002,2105
BFH, 14.05.2002 - VIII R 64/00 (https://dejure.org/2002,2105)
BFH, Entscheidung vom 14.05.2002 - VIII R 64/00 (https://dejure.org/2002,2105)
BFH, Entscheidung vom 14. Mai 2002 - VIII R 64/00 (https://dejure.org/2002,2105)
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Kindergeld - Rückforderung - Getrenntleben - Haushalt - Berechtigter - Kindergeldberechtigung - Weiterleitung - Unterhalt - Obhutsprinzip - Weiterleitungsverfahren
Durch zivilrechtliche Vereinbarungen, auch wenn sie durch gerichtlichen Vergleich bestätigt werden, kann § 64 Abs. 2 Satz 1 EStG nicht außer Kraft gesetzt werden (BFH-Urteil vom 14. Mai 2002 VIII R 64/00, BFH/NV 2002, 1425, unter II.3.).
Wie der Senat bereits mit Urteil vom 14. Mai 2002 VIII R 64/00 (BFH/NV 2002, 1425) dargelegt hat, kann bei dieser Sachlage offen bleiben, ob es sich bei einer auf 64.4 Abs. 3 ff. DA-FamEStG gestützten Entscheidung der Familienkassen um eine erlassähnliche Billigkeitsentscheidung der Verwaltung gemäß §§ 163, 227 AO 1977 handelt, die nur einer eingeschränkten gerichtlichen Kontrolle unterliegt und die grundsätzlich nur auf Ermessensfehler überprüft werden kann, oder ob Gegenstand der Bestimmungen in 64.4 Abs. 3 ff. DA-FamEStG nicht der Erlass einer Billigkeitsmaßnahme, sondern der Abschluss eines sog. Verrechnungsvertrages ist.
c) Im Übrigen hat der Senat bereits mit Urteil in BFH/NV 2002, 1425 dargelegt, dass es im sog. Weiterleitungsverfahren nicht Aufgabe der Familienkasse sein kann, Unterhaltsvereinbarungen bzw. -zahlungen unter verschiedenen Kindergeldberechtigten (Ehegatten) zu berücksichtigen, zu überprüfen und zivilrechtlich zu beurteilen (…vgl. auch BFH-Beschluss vom 12. Januar 2000 VI B 206/99, BFH/NV 2000, 835; ebenso Niedersächsisches FG, Urteil vom 1. Juli 1998 II 672/97 Ki, Entscheidungen der Finanzgerichte 1998, 1525).
Denn ohne eine derartige Erklärung würde sich der Beklagte dem Risiko einer doppelten Inanspruchnahme aussetzen (vgl. BFH-Beschluss vom 19. Mai 1999 VI B 39/99, juris; Senatsurteil in BFH/NV 2002, 1425).
Einen Entscheidungsspielraum besitzt die Verwaltung insoweit nicht (BFH vom 10. November 1998 VI B 125/98, BStBl II 1999, 231; BFH vom 14. Mai 2002 VIII R 64/00, BFH/NV 2002, 1425).
Denn durch zivilrechtliche Vereinbarungen, auch wenn sie durch gerichtlichen Vergleich bestätigt werden, kann § 64 Abs. 2 Satz 1 EStG nicht außer Kraft gesetzt werden (vgl. BFH vom 14. Mai 2002 VIII R 64/00, BFH/NV 2002, 1425).
Unabhängig davon, welchen Charakter man der Anerkennung einer solchen Erklärung zuweist (dazu BFH vom 14. Mai 2002 VIII R 64/00, BFH/NV 2002, 1425), hat die Mutter von M unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass sie eine solche Weiterleitungserklärung nicht abgibt.
Insgesamt schließt sich der Senat auch der Auffassung des BFH an, wonach es im sog. Weiterleitungsverfahren nicht Aufgabe der Familienkasse (und damit auch der Finanzgerichte) ist, Unterhaltsvereinbarungen bzw. -zahlungen unter verschiedenen Kindergeldberechtigten (Ehegatten) zu berücksichtigen, zu überprüfen und zivilrechtlich zu beurteilen (vgl. BFH vom 14. Mai 2002 VIII R 64/00, BFH/NV 2002, 1425).
Denn wie der Senat bereits mit Urteil vom 14. Mai 2002 VIII R 64/00 (BFH/NV 2002, 1425) dargelegt hat, kann es im sog. Weiterleitungsverfahren nicht Aufgabe der Familienkasse sein, Unterhaltsvereinbarungen bzw. -zahlungen unter verschiedenen Kindergeldberechtigten (Ehegatten) zu berücksichtigen, zu überprüfen und zivilrechtlich zu beurteilen (…BFH-Beschluss vom 12. Januar 2000 VI B 206/99, BFH/NV 2000, 835; vgl. auch Niedersächsisches FG, Urteil vom 1. Juli 1998 II 662/97 Ki, EFG 1998, 1525).
c) Wie der Senat bereits mit Urteil in BFH/NV 2002, 1425 dargelegt hat, kann bei dieser Sachlage offen bleiben, ob es sich bei einer auf 64.4 Abs. 3 ff. DA-FamEStG gestützten Entscheidung der Familienkassen um eine erlassähnliche Billigkeitsentscheidung der Verwaltung gemäß §§ 163, 227 AO 1977 handelt, die nur einer eingeschränkten gerichtlichen Kontrolle unterliegt und die grundsätzlich nur auf Ermessensfehler überprüft werden kann, oder ob Gegenstand der Bestimmungen in 64.4 Abs. 3 ff. DA-FamEStG nicht der Erlass einer Billigkeitsmaßnahme, sondern der Abschluss eines sog. Verrechnungsvertrages ist.
Wie der Senat bereits mit Urteil vom 14. Mai 2002 VIII R 64/00 (BFH/NV 2002, 1425) dargelegt hat, kann bei dieser Sachlage offen bleiben, ob es sich bei einer auf 64.4 Abs. 3 ff. DA-FamEStG gestützten Entscheidung der Familienkasse um eine erlassähnliche Billigkeitsentscheidung der Verwaltung gemäß §§ 163, 227 AO 1977 handelt, die nur einer eingeschränkten gerichtlichen Kontrolle unterliegt und die grundsätzlich nur auf Ermessensfehler überprüft werden kann, oder ob Gegenstand der Bestimmungen in 64.4 Abs. 3 ff. DA-FamEStG nicht der Erlass einer Billigkeitsmaßnahme, sondern der Abschluss eines sog. Verrechnungsvertrages ist.
Zum anderen hat der Senat bereits mit Urteil in BFH/NV 2002, 1425 dargelegt, dass es im sog. Weiterleitungsverfahren nicht Aufgabe der Familienkasse sein kann, Unterhaltsvereinbarungen bzw. -zahlungen unter verschiedenen Kindergeldberechtigten (Ehegatten) zu berücksichtigen, zu überprüfen und zivilrechtlich zu beurteilen (…BFH-Beschluss vom 12. Januar 2000 VI B 206/99, BFH/NV 2000, 835; vgl. auch Niedersächsisches FG, Urteil vom 1. Juli 1998 II 672/97 Ki, Entscheidungen der Finanzgerichte 1998, 1525).
Das FG ist daher zutreffend davon ausgegangen, dass dieses Schreiben dem Beklagten nicht zugegangen ist, sodass sich der Kläger gegenüber dem Rückforderungsanspruch des Beklagten auf den Gesichtspunkt des Vertrauensschutzes nicht berufen kann (vgl. Senatsurteil vom 14. Mai 2002 VIII R 64/00, BFH/NV 2002, 1425).
Wie der Senat bereits mit Urteil in BFH/NV 2002, 1425 dargelegt hat, kann bei dieser Sachlage offen bleiben, ob es sich bei einer auf 64.4 Abs. 3 ff. DA-FamEStG gestützten Entscheidung der Familienkasse um eine erlassähnliche Billigkeitsentscheidung der Verwaltung gemäß §§ 163, 227 AO 1977 handelt, die nur einer eingeschränkten gerichtlichen Kontrolle unterliegt und die grundsätzlich nur auf Ermessensfehler überprüft werden kann, oder ob Gegenstand der Bestimmungen in 64.4 Abs. 3 ff. DA-FamEStG nicht der Erlass einer Billigkeitsmaßnahme, sondern der Abschluss eines sog. Verrechnungsvertrages ist.
Das Verfahren vermeidet die mehrfache Zahlung und Rückforderung von Beträgen, die wirtschaftlich bereits bei dem vorrangig Berechtigten verblieben sind (…vgl. BFH-Beschluss vom 22. Juli 1999 VI B 344/98, BFH/NV 2000, 36;… BFH-Beschluss vom 24. August 2001 VI S 1/01, BFH/NV 2002, 184; BFH-Urteil vom 14. Mai 2002 VIII R 64/00, BFH/NV 2002, 1425;… BFH-Beschluss vom 11. Oktober 2002 VIII B 172/01, BFH/NV 2003, 306;… BFH-Urteil vom 9. Dezember 2002 VIII R 80/01, BFH/NV 2003, 606;… BFH-Urteil vom 11. Februar 2003 VIII R 102/01, BFH/NV 2003, 1154;… BFH-Urteil vom 11. März 2003 VIII R 77/01, BFH/NV 2004, 14;… BFH-Urteil vom 1. Juli 2003 VIII R 94/01, BFH/NV 2004, 25;… BFH-Urteil vom 1. Juli 2003 VIII R 80/00, BFH/NV 2004, 23;… BFH-Urteil vom 16. März 2004 VIII R 48/03, BFH/NV 2004, 1218;… BFH- Beschluss vom 12. August 2010 III B 94/09, BFH/NV 2010, 2062).
Insoweit unterscheidet die Beklagte aber nicht hinreichend zwischen dem nur im Verhältnis zwischen YY und der Beigeladenen relevanten Erlassverfahren (vgl. dazu: BFH-Urteil vom 14. Mai 2002 VIII R 64/00, BFH/NV 2002, 1425;… BFH-Beschluss vom 11. Oktober 2002 VIII B 172/01, BFH/NV 2003, 306;… BFH- Urteil vom 11. Februar 2003 VIII R 102/01, BFH/NV 2003, 1154;… BFH-Urteil vom 11. März 2003 VIII R 77/01, BFH/NV 2004, 14) und dem im Verhältnis zwischen der beklagten Familienkasse und dem Kläger maßgeblichen - und hier im Streit befindlichen - Abrechnungsverfahren.
Außerdem ist das Verfahren nach Tz. 64.4 Abs. 3 Satz 2 ff. der DA-FamEStG eingeführt worden, um bei einer eindeutigen Erfüllung der rechtlichen Voraussetzungen ein vereinfachtes Verfahren zur Verfügung zu stellen (vgl. BFH-Urteil vom 14. Mai 2002 VIII R 64/00, BFH/NV 2002, 1425;… BFH-Beschluss vom 11. Oktober 2002 VIII B 172/01, BFH/NV 2003, 306;… BFH-Urteil vom 11. Februar 2003 VIII R 102/01, BFH/NV 2003, 1154;… BFH- Urteil vom 11. März 2003 VIII R 77/01, BFH/NV 2004, 14;… BFH-Urteil vom 1. Juli 2003 VIII R 80/00, BFH/NV 2004, 23;… BFH-Urteil vom 16. März 2004 VIII R 48/03, BFH/NV 2004, 1218;… BFH-Beschluss vom 12. August 2010 III B 94/09, BFH/NV 2010, 2062).
Zum anderen hat der Senat bereits mit dem Urteil in BFH/NV 2002, 1425 dargelegt, dass es im sog. Weiterleitungsverfahren nicht Aufgabe der Familienkasse sein kann, Unterhaltsvereinbarungen bzw. -zahlungen unter verschiedenen Kindergeldberechtigten (Ehegatten) zu berücksichtigen, zu überprüfen und zivilrechtlich zu beurteilen (…BFH-Beschluss vom 12. Januar 2000 VI B 206/99, BFH/NV 2000, 835; vgl. auch Niedersächsisches FG, Urteil vom 1. Juli 1998 II 672/97 Ki, Entscheidungen der Finanzgerichte 1998, 1525).
Denn eine Weiterleitung schließt die Rückforderung nicht von Gesetzes wegen aus (ständige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile vom 14. Mai 2002 VIII R 64/00, BFH/NV 2002, 1425;… vom 9. Dezember 2002 VIII R 80/01, BFH/NV 2003, 606;… vom 11. März 2003 VIII R 77/01, BFH/NV 2004, 14;… vom 16. März 2004 VIII R 48/03, BFH/NV 2004, 1218).
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FG München, 15.02.2006 - 9 K 1525/05
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FG München, 11.12.2002 - 9 K 1989/00
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