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Timestamp: 2016-10-23 14:34:36
Document Index: 299624479

Matched Legal Cases: ['Art. 19', 'Art. 83', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 14', 'Art. 8', 'Art. 89', 'Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 14', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 43', 'Art. 62', 'Art. 51', 'Art. 62', 'Art. 62', 'Art. 49', 'Art. 97', 'Art. 62', 'Art. 96', 'Art. 5', 'Art. 8', 'Art. 8', 'EGMR', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'EGMR', 'BGE', 'EGMR', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 13', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'EGMR', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_631/2014 (22.06.2015)
2C_631/2014 � � Urteil vom 22. Juni 2015
A.________ (Jahrgang 1976) ist kosovarischer Staatsb�rger. Im April 1999 heiratete er die in der Schweiz niederlassungsberechtigte, aus Bangladesh stammende B.________ (Jahrgang 1976), worauf ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. Das Ehepaar hat einen gemeinsamen Sohn C.________ (Jahrgang 2002).
�Mit Urteil vom 19. Mai 2011 verurteilte das Kantonsgericht des Kantons Luzern A.________ in zweiter Instanz wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz, begangen als schwerer Fall nach Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG, zu zwei Jahren und zwei Monaten Freiheitsstrafe, davon sechs Monate unbedingt.
�Mit Verf�gung vom 31. Oktober 2012 stellte das Amt f�r Migration des Kantons Luzern fest, dass die Aufenthaltsbewilligung von A.________ erloschen sei. Die Wiedererteilung seiner Aufenthaltsbewilligung wurde verweigert und seine Wegweisung angeordnet.
Das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern wies eine von A.________ dagegen erhobene Verwaltungsbeschwerde ab. Mit Urteil vom 30. Juni 2014 best�tigte das Kantonsgericht des Kantons Luzern diesen Entscheid.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 3. Juli 2014 beantragt A.________, das angefochtene Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Luzern vom 30. Juni 2014 sei kostenf�llig aufzuheben. Des Weiteren beantragt er im Wesentlichen die Wiedererteilung seiner Aufenthaltsbewilligung und eventualiter die R�ckweisung an die Vorinstanz zur erneuten Pr�fung. Zudem sei ihm f�r das vorinstanzliche Verfahren und f�r das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndigung zu gew�hren.
�Die Vorinstanz hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Das Staatssekretariat f�r Migration SEM (vormals Bundesamt f�r Migration BFM) schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Mit Pr�sidialverf�gung vom 8. Juli 2014 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt.
1.2.�Nach Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide �ber ausl�nderrechtliche Bewilligungen ausgeschlossen, auf deren Erteilung weder das Bundes- noch das V�lkerrecht einen Rechtsanspruch einr�umen. Einzutreten ist auf Beschwerden, die sich gegen eine Nichtverl�ngerung einer Aufenthaltsbewilligung richten, sofern in vertretbarer Weise ein Anspruch auf eine Verl�ngerung geltend gemacht wird; ob der Anspruch besteht, ist Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f.; Urteil 2C_575/2013 vom 7. Februar 2014 E. 1.1). Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er verf�ge gest�tzt auf das Zusammenwohnen mit seiner niederlassungsberechtigten Ehefrau �ber einen Rechtsanspruch auf Verl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung (Art. 43 AuG; Art. 14 BV; Art. 8 EMRK). Die Beschwerde ist zul�ssig und der Beschwerdef�hrer dazu legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf die Beschwerde ist, vorbeh�ltlich der Erf�llung der R�ge- und Begr�ndungspflicht, einzutreten.
1.3.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und Art. 96 BGG ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), doch pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten Vorbringen, sofern allf�llige weitere rechtliche M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 138 I 274 E. 1.6 S. 280 mit Hinweis). Die Verletzung von Grundrechten sowie von kantonalem und interkantonalem Recht untersucht es in jedem Fall nur insoweit, als eine solche R�ge in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232; 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
1.4.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zu Grunde (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, dieser sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 105 Abs. 2 BGG). Offensichtlich unrichtig festgestellt ist ein Sachverhalt, wenn er willk�rliche Feststellungen beinhaltet (BGE 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62). Die dem Bundesgericht durch Art. 105 Abs. 2 BGG einger�umte Befugnis, die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz zu berichtigen oder zu erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung von Art. 95 BGG beruht, entbindet den Beschwerdef�hrer nicht von seiner R�ge- und Substanziierungspflicht (BGE 133 IV 286 E. 6.2 S. 288). Die betroffene Person muss rechtsgen�gend dartun, dass und inwiefern der festgestellte Sachverhalt in diesem Sinne mangelhaft erscheint und die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG). Rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung und an der Beweisw�rdigung gen�gt den Begr�ndungs- bzw. R�geanforderungen nicht (vgl. BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445 mit Hinweisen). Das Bundesgericht greift in die Beweisw�rdigung des Sachgerichts ein, wenn diese willk�rlich ist (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; Urteil 4A_56/2013 vom 4. Juni 2013 E. 2). Willk�r liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls in Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen w�re, sondern nur, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 138 IV 13 E. 5.1 S. 22; 134 II 124 E. 4.1 S. 133; 132 III 209 E. 2.1 S. 211). Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Sachgericht offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (vgl. BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Inwiefern die vorinstanzliche Beweisw�rdigung willk�rlich sein soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 130 I 258 E. 1.3 S. 262). Insbesondere ist im Einzelnen darzulegen, dass und weshalb die im angefochtenen Entscheid enthaltene Beweisw�rdigung unter gar keinen Umst�nden zutreffen kann ( M�NCH/LUCZAK, Prozessieren vor Bundesgericht, 3. Aufl. 2011, N. 2.69). Namentlich gen�gt es nicht, einzelne Beweise anzuf�hren, die anders als im angefochtenen Entscheid gewichtet werden sollen, und dem Bundesgericht in appellatorischer Kritik die eigene Auffassung zu unterbreiten, als ob diesem freie Sachverhaltspr�fung zuk�me (vgl. BGE 116 Ia 85 E. 2b S. 88).
Der Beschwerdef�hrer r�gt, er habe bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemacht, mit seiner Ehefrau zusammenzuwohnen, weshalb ihm gest�tzt auf Art. 43 AuG, Art. 14 BV und Art. 8 EMRK ein Anspruch auf Verl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung zustehe. Er pflege zudem im Rahmen der Aus�bung eines Besuchsrechts eine sehr enge Beziehung zu seinem in einer Pflegefamilie aufwachsenden Sohn, weshalb er sich in jedem Fall auf Art. 8 EMRK berufen k�nne. Die Vorinstanz habe dadurch, dass sie sein durch das Menschenrecht auf Schutz des Privatlebens und der Familie begr�ndetes Privatinteresse an einem Verbleib in der Schweiz in Anbetracht des langen Zeitraums seit der begangenen Straftat, seiner Integration in die hiesigen Verh�ltnisse und die g�nstige Prognose nicht h�her gewichtet habe als das �ffentliche Interesse an seiner Fernhaltung, Bundesrecht und Art. 8 Ziff. 2 EMRK verletzt. Auch die Gesundheitssituation der Ehefrau (Schizophrenie), welche nicht f�r den gemeinsamen Sohn sorgen k�nne, h�tte durch die Vorinstanz in die Interessenabw�gung einbezogen werden m�ssen.
2.1.�Gem�ss Art. 43 AuG hat der ausl�ndische Ehegatte einer niederlassungsberechtigten Person Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung einer Aufenthaltsbewilligung, wenn er mit ihr zusammen wohnt. Dieser Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung erl�scht, wenn ein Widerrufsgrund im Sinne von Art. 62 AuG vorliegt (Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG). Die zust�ndige Beh�rde kann die Aufenthaltsbewilligung insbesondere bei einer Verurteilung zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe (Art. 62 lit. b AuG) oder einem Verstoss gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung bzw. deren Gef�hrdung (Art. 62 lit. c AuG) widerrufen.
�Die Ehegatten haben �ber l�ngere Zeit nicht zusammen gewohnt. Ob die Ehegatten kurz vor Erlass des angefochtenen Urteils ihr Zusammenleben wieder aufgenommen haben und f�r das Getrenntleben wichtige Gr�nde (Art. 49 AuG) vorliegen, ist f�r den Verfahrensausgang unbeachtlich (Art. 97 Abs. 1 BGG), wenn sich - wie vorliegend - die Nichtverl�ngerung einer Aufenthaltsbewilligung als rechtm�ssig erweist. Mit seiner Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten hat der Beschwerdef�hrer den Widerrufsgrund von Art. 62 lit. b AuG gesetzt, was er in der Beschwerdeschrift nicht bestreitet.
2.2.�Die Beendigung des Aufenthalts muss jedoch auch verh�ltnism�ssig sein (Art. 96 AuG; Art. 5 Abs. 2 BV). Die zur Pr�fung der Verh�ltnism�ssigkeit nach innerstaatlichem Recht anzuwendenden Kriterien stimmen grunds�tzlich mit denjenigen �berein, welche gem�ss der Menschenrechtskonvention (Art. 8 Ziff. 2 EMRK) zur Anwendung gelangen (Urteile 2C_718/2013 vom 27. Februar 2014 E. 3.1; 2C_445/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 2.3). Die Pr�fung der Verh�ltnism�ssigkeit der aufenthaltsbeendenden Massnahme kann nachfolgend in einem Schritt durchgef�hrt werden.
3.1.�Art. 8 Ziff. 1 EMRK garantiert nach st�ndiger Rechtsprechung grunds�tzlich keinen Aufenthalt in einem bestimmten Konventionsstaat (Urteil des EGMR�
M.P.E.V. gegen Schweiz�vom 8. Juli 2014 � 51; BGE 140 I 145 E. 3.1 S. 146 f.; 139 I 330 E. 2.1 S. 335 f.; 137 I 247 E. 4.1.1 S. 249). Wird eine Aufenthaltsbewilligung nicht verl�ngert und ist die Ausreise f�r die Familienangeh�rigen nicht ohne Weiteres zumutbar, muss eine Interessenabw�gung (Art. 8 Ziff. 2 EMRK) durchgef�hrt werden. Die aufenthaltsbeendende Massnahme hat einem "herausragenden sozialen Bed�rfnis" bzw. einer "fairen Interessenabw�gung" zu entsprechen (BGE 140 I 145 E. 3.1; 139 I 330 E. 2.2; Urteil 2C_387/2014 vom 3. M�rz 2015 E. 4.4.1).
3.2.�Neben der Dauer des Aufenthalts und dem Alter bei der Einreise ist bei der Interessenabw�gung aber auch der�
bisherige, nach dem nationalen Recht mehr oder weniger gefestigte�
Aufenthaltsstatus�von Bedeutung (Urteile 2C_387/2014 vom 3. M�rz 2015 E. 3.2.2; 2C_573/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 3.3; beide mit Hinweis auf das Urteil des EGMR�
Jeunesse gegen Niederlande�vom 3. Oktober 2014 [Nr. 12738/10] � 108). Bei der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung�
der Beendigung eines gefestigten Aufenthaltsstatus�zu ber�cksichtigende Kriterien sind namentlich die Schwere des Delikts und des Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des Ausl�nders w�hrend diesem, der Grad seiner Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile (BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381 f.; vgl. auch das Urteil des EGMR i.S.�
Trabelsi gegen Deutschland�vom 13. Oktober 2011 [Nr. 41548/06], Ziff. 53 ff.). Praxisgem�ss �berwiegt bei Bet�ubungsmitteldelikten ohne Konsum das �ffentliche Interesse am Widerruf einer�
Niederlassungsbewilligung, wenn keine besonderen pers�nlichen oder famili�ren Bindungen im Aufenthaltsstaat bestehen; ist die niederlassungsberechtigte Person ledig und kinderlos, setzt sich tendenziell das �ffentliche Fernhalteinteresse durch, wenn das Strafmass drei Jahre Freiheitsstrafe erreicht oder weitere erhebliche Delikte dazu kommen. Massgeblich bleiben stets die Umst�nde des Einzelfalles (BGE 139 I 31 E. 2.3.3 S. 35).
3.3.�Die Schranken der Verh�ltnism�ssigkeit sind bei der�
Nichtverl�ngerung einer Aufenthaltsbewilligung�in der Regel weniger hoch als beim Widerruf einer Niederlassungsbewilligung (vgl. die Urteile 2C_387/2014 vom 3. M�rz 2015 E. 3.2.2; 2C_573/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 3.3). In den F�llen, in welchen eine Aufenthaltsbewilligung trotz famili�rer Bindungen zu in der Schweiz aufenthaltsberechtigten Personen nicht verl�ngert wird, stellen sich regelm�ssig auch immigrationsrechtliche Fragen; namentlich ob die Verl�ngerung des Aufenthaltsrechts erforderlich ist, um ein Familien- und Privatleben im Aufenthaltsstaat zu erm�glichen (zit. Urteil�
Jeunesse, � 105). Unter diesem Gesichtspunkt ist die Situation eines Gesuchstellers, dessen Aufenthaltsbewilligung nicht verl�ngert wird, ansatzweise mit derjenigen vergleichbar, in welcher erstmals um eine Aufenthaltsbewilligung nachgesucht wird ("umgekehrter Familiennachzug", BGE 137 I 247 E. 4.1 S. 249 f.). Ins Gewicht fallen die Bindungen zum Aufenthaltsstaat sowie ein allf�lliges, ein �ffentliches Interesse an einer Ausreise begr�ndendes (deliktisches oder immigrationsrechtlich relevantes) Verhalten eines Gesuchstellers. Massgeblich zu ber�cksichtigen ist bei der Interessenabw�gung aber insbesondere, in welchem Ausmass das bis anhin gepflegte Familienleben durch die aufenthaltsbeendende Massnahme tats�chlich beeintr�chtigt wird und inwiefern es auch im Ausland gelebt werden k�nnte (zit. Urteil�
Jeunesse, � 107). Zu ber�cksichtigen sind hinsichtlich der famili�ren Verh�ltnisse neben der Dauer der ehelichen Beziehung alle Gesichtspunkte, die R�ckschl�sse auf die Intensit�t der Ehe zulassen, namentlich die Geburt und das Alter allf�lliger Kinder sowie die Kenntnis der Tatsache, dass die Beziehung wegen der Straftaten unter Umst�nden nicht in der Schweiz w�rde gelebt werden k�nnen (BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381 f.; Urteil 2C_685/2014 vom 13. Februar 2015 E. 5.3). Besonders ins Gewicht fallen die Interessen allf�llig betroffener Kinder. Das Kindesinteresse, wenn m�glich mit beiden Elternteilen in der Schweiz aufwachsen zu k�nnen, vermag in der Interessenabw�gung jedoch nur dann zu �berwiegen, wenn im Wesentlichen ausschliesslich Gr�nde der Zuwanderungssteuerung den privaten Interessen bereits anwesenheitsberechtigter Personen gegen�ber stehen, nicht indessen, wenn es zus�tzlich darum geht, die �ffentliche Sicherheit und Ordnung vor der Gefahr weiterer (gewichtiger) Straftaten zu sch�tzen (zu den Elementen der besonders engen Eltern-Kind-Beziehung in affektiver und wirtschaftlicher Hinsicht und des Erfordernisses des tadellosen Verhaltens des Gesuchstellers vgl. BGE 140 I 145 E. 4.3 S. 151 f.; Urteil 2C_387/2014 vom 3. M�rz 2015 E. 4.3.3, E. 4.4.1).
4.1.�Auszugehen ist davon, dass das bis anhin gepflegte�
Familienleben�des Beschwerdef�hrers durch die Nichtverl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung nicht wesentlich beeintr�chtigt wird.
4.1.1.�Nach der unbestritten gebliebenen und f�r das Bundesgericht verbindlichen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung (Art. 105 Abs. 1 BGG) wohnte der Beschwerdef�hrer zumindest bis kurz vor Erlass des angefochtenen vorinstanzlichen Urteils nicht mehr mit seiner niederlassungsberechtigten Ehegattin zusammen. Er k�mmerte sich jedoch w�hrend des Getrenntlebens um seine psychisch kranke Ehefrau und nahm ihr gegen�ber faktisch die Rolle des Beistandes oder Vormundes ein, dessen sie ohne ihn bedurft h�tte.
�Das Bundesgericht verkennt keineswegs, dass der Beschwerdef�hrer f�r seine Ehefrau eine gewichtige Bezugsperson darstellt. Personen, welche anderen hilfsbed�rftigen Personen eine wichtige Unterst�tzung bieten - wie der Beschwerdef�hrer vorliegend als faktischer Beistand oder Vormund - kommt jedoch unter dem�
Aspekt des Familienlebens,�dessen Garantie (Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 Ziff. 1 EMRK) vorliegend angerufen wird, nicht die Bedeutung eines eigentlichen Ehepartners zu; die eheliche Beziehung charakterisiert sich nach der Rechtsprechung nicht �ber eine faktische Beistand- oder Vormundschaft, sondern �ber eine�
Lebens- und Schicksalsgemeinschaft, die nicht bloss punktuell gelebt wird (Urteil 2C_48/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 3.2.5; Hugi Yar, Von Trennungen, H�rtef�llen und Delikten - Ausl�nderrechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, in: Alberto Achermann et al. [Hrsg.], Jahrbuch f�r Migrationsrecht 2012/2013, 2013, S. 31 ff., dort insbesondere 54 f.). Selbst falls sich der Beschwerdef�hrer mit Bezug auf seine Ehefrau auf Art. 8 EMRK berufen k�nnte - was vorliegend angesichts der Ausf�hrungen in E. 4.1.2 nicht weiter zu pr�fen ist - w�rde sich eine Ausreise des Beschwerdef�hrers demnach mit Bezug auf seine Ehefrau nicht auf eine eigentlich gelebte Lebens- und Schicksalsgemeinschaft, sondern bloss auf eine faktische Beistand- oder Vormundschaft auswirken.
4.1.2.�Berufen kann sich der Beschwerdef�hrer auf Art. 13 Abs. 1 BV und Art. 8 Ziff. 1 EMRK als Vater von C.________. Anders als bei partnerschaftlichen Beziehungen ist bei der Beziehung zwischen Kindern und Eltern nicht auf die tats�chlich gelebte Gemeinschaft abzustellen; die famili�re Beziehung besteht bereits auf Grund der Geburt und kann nur unter aussergew�hnlichen Umst�nden als nicht mehr existent bezeichnet werden (zum Schutzbereich von Art. 8 EMRK BGE 133 II 6 E. 6.2.1 S. 25, unter Verweis auf das Urteil des EGMR�
Sen gegen Niederlande�vom 21. Dezember 2001 � 28; Grabenwarter, Commentary to the European Convention on Human Rights, 2014, N. 20 zu Art. 8 EMRK, und zu Art. 13 BV Breitenmoser, in: St. Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014, N. 38 zu Art. 13 BV).
�C.________ leidet an einer Autismus-Spektrum-St�rung (Asperger-Syndrom) und wurde deswegen in die Obhut einer Pflegefamilie gegeben. Diese Fremdplatzierung wird wohl auch in Zukunft aufrecht erhalten, kann sich doch, gem�ss den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen, die Mutter angesichts ihrer psychischen St�rung und der Beschwerdef�hrer wegen Arbeitsbelastung und aus Zeitmangel nicht ad�quat um das Kind k�mmern. Im Rahmen seiner verf�gbaren Zeit widmet sich der Beschwerdef�hrer jedoch sehr seinem Sohn. Der Beschwerdef�hrer nimmt gem�ss der Vorinstanz eine aktive Rolle in der Entwicklung des Kindes ein, weshalb seine Anwesenheit daf�r wichtig sei.
�Auch f�r seinen Sohn stellt der Beschwerdef�hrer demnach eine wichtige Bezugsperson dar. Die eigentliche allt�gliche Erziehungsarbeit wird jedoch nicht vom sorgeberechtigten Beschwerdef�hrer, sondern von einer Pflegefamilie geleistet; der Beschwerdef�hrer widmet sich seinem Sohn lediglich in seiner arbeitsfreien Zeit. Die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung und Ausreise des Beschwerdef�hrers f�hrt somit nicht zu einer grundlegenden Ver�nderung des bis anhin gelebten Familienlebens. Der Beschwerdef�hrer kann seine wichtige Rolle, welche ihm f�r die Entwicklung seines Sohnes zweifelsohne zukommt, auch im Rahmen von Besuchen aus seinem Heimatstaat (Kosovo) her und �ber moderne Kommunikationsmittel wahrnehmen. Die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ist daf�r nicht zwingend erforderlich.
4.2.�Zu ber�cksichtigen in der Interessenabw�gung sind weiter die Beziehungen, die der Beschwerdef�hrer zum Aufnahmestaat bzw. zu seinem Heimatstaat unterh�lt. Er ist im Alter von 21 Jahren in die Schweiz eingereist und hat hier zweimal einen sechsmonatigen Kurs als Automechaniker absolviert sowie eine Anlehre als Koch abgeschlossen. Zeitweilig musste er durch wirtschaftliche Sozialhilfe unterst�tzt werden. Per Dezember 2008 lagen gegen ihn Betreibungen f�r ausstehende Forderungen in der H�he von Fr. 56'422.60 und 42 Verlustscheine im Betrag von Fr. 57'174.60 vor. Eine besondere gesellschaftliche Integration in die hiesigen Verh�ltnisse wurde nicht geltend gemacht. Im Kosovo hat der Beschwerdef�hrer hingegen w�hrend acht Jahren die Grundschule und vier Jahren ein Gymnasium besucht und dabei sehr gute Noten erzielt.
�Der Beschwerdef�hrer h�lt sich somit seit dem Jahr 1999 in der Schweiz auf, was die Vorinstanz zu Recht als eine lange Zeit bezeichnet hat. Aus den dem Gericht vorliegenden Akten geht jedoch nicht hervor, dass er in die hiesigen Verh�ltnisse besonders verwurzelt w�re und sich im Falle einer Ausreise in seinen Heimatstaat Kosovo mit un�berwindlichen Schwierigkeiten konfrontiert sehen w�rde. Seine dort absolvierte Schulbildung und die in der Zwischenzeit erworbenen Berufskenntnisse werden ihm eine berufliche Integration vielmehr erleichtern, zumal er mit den dortigen Verh�ltnissen nach wie vor vertraut ist.
4.3.�Negativ ins Gewicht f�llt insbesondere das deliktische Verhalten des Beschwerdef�hrers. Er hat sich zwischen Juni und August 2007 w�hrend rund drei Wochen aus rein finanziellen Motiven am Drogenhandel beteiligt; im August 2007 bef�rderte er zudem 4.5 kg Heroin. F�r diese Delikte wurde der Beschwerdef�hrer im Jahr 2011 zu zwei Jahren und zwei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Das Bundesgericht stuft - in �bereinstimmung mit der in Europa vorherrschenden Auffassung - das �ffentliche Interesse an der Wegweisung und Fernhaltung eines Drogenh�ndlers als hoch ein (BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34, mit zahlreichen Hinweisen). Sein Verhalten kann nicht als tadellos im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gewertet werden (BGE 140 I 145 E. 4.3 S. 151 f.; Urteil 2C_387/2014 vom 3. M�rz 2015 E. 4.3.3, E. 4.4.1).
4.4.�Im Ergebnis entspricht die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdef�hrers einem fairen Ausgleich zwischen den �ffentlichen und seinen privaten Interessen. Die begangenen Drogendelikte begr�nden ein gewichtiges Interesse an seiner Ausreise. Der weitere Aufenthalt der Ehefrau und des Sohnes in der Schweiz wird durch die aufenthaltsbeendende Massnahme nicht in Frage gestellt: Der Beschwerdef�hrer lebte und lebt weiterhin zumindest von seinem Sohn getrennt; seine Ausreise f�hrt demnach auch nicht zu einer grundlegenden Ver�nderung in seinen bis anhin gelebten Familienverh�ltnissen. Er ist zudem weder in beruflicher noch in gesellschaftlicher Hinsicht besonders stark mit der Schweiz verbunden, hat jedoch im Kosovo eine gute Schulbildung absolviert, was ihm eine erneute Integration in seinen Heimatstaat erleichtern wird. Die Nichtverl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung erweist sich damit als mit Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV vereinbar.
Die Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet und ist abzuweisen. F�r diesen Fall ersucht der Beschwerdef�hrer um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndigung. Dem Gesuch kann wegen Aussichtslosigkeit der Eingabe nicht entsprochen werden. Nach der detaillierten Begr�ndung, insbesondere der Interessenabw�gung, im vorinstanzlichen Entscheid hatte die Beschwerde an das Bundesgericht keine ernsthafte Aussichten auf Erfolg. Der unterliegende Beschwerdef�hrer hat die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es werden keine Parteientsch�digungen gesprochen (Art. 68 Abs. 1 BGG). Dieser Verfahrensausgang rechtfertigt keine vom angefochtenen Urteil abweichende Neuverlegung der Kosten und insbesondere nicht die Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege f�r das vorinstanzliche Verfahren, weshalb auch dieser Beschwerdeantrag abzuweisen ist.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Kantonsgericht Luzern und dem Staatssekretariat f�r Migration schriftlich mitgeteilt.