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Timestamp: 2016-09-25 20:49:26
Document Index: 248449882

Matched Legal Cases: ['EuG', '§ 179', 'EuG', '§ 179', '§ 9', '§ 8', 'EuG', 'Art. 7', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

Rechtslupe » Steuerrecht » Einkommensteuer » Gewerbesteuer » Auslandsbetriebsstätten – und die Währungsverluste
Auslandsbetriebsstätten – und die Währungsverluste	14. April 2016 | GewerbesteuerGeschätzte Lesezeit: 9 Minuten	Ist eine deutsche Personengesellschaft (Oberpersonengesellschaft) an einer ausländischen Personengesellschaft beteiligt, mindert ein Währungsverlust aus der Liquidation der ausländischen Unterpersonengesellschaft nicht den im Inland steuerpflichtigen Gewerbeertrag.
Entsprechend dieser aus den Verfahrenszwecken des Feststellungsverfahrens6 abgeleiteten Kompetenzzuweisung kommt es nicht darauf an, ob ein Währungsverlust aus der Rückzahlung von Einlagen (bzw. Dotationskapital) im Anschluss an das Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union “Deutsche Shell” vom 28.02.20087 -und aus unionsrechtlichen Gründen insoweit abweichend von der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs8– dem inländischen Stammhaus zuzuordnen ist. Denn ungeachtet der – nachfolgend zu erörternden materiell-rechtlichen – Beurteilung dieser Streitfrage ist ein Währungsverlust aus der Rückzahlung von Einlagen in eine ausländische (Unter-)Personengesellschaft jedenfalls derart mit den aus dieser Gesellschaft erzielten – steuerpflichtigen oder steuerfreien – Einkünften verknüpft, dass es sowohl im Hinblick auf die Höhe der Einlagen und Rückzahlungen als auch mit Rücksicht auf die zu den jeweiligen Einlage- und Rückzahlungszeitpunkten maßgeblichen Wechselkurse jedenfalls verfahrensrechtlich -d.h. gemessen an den Geboten der Verfahrensökonomie und Verfahrenskonzentration als auch mit Blick auf eine einheitliche Entscheidung gegenüber allen betroffenen Gesellschaftern der (Unter-)- Personengesellschaft- geboten ist, hierüber in dem bei der Unterpersonengesellschaft durchzuführenden Feststellungsverfahren zu entscheiden.
FG Düsseldorf, Urteil vom 12.02.2014 – 7 K 1135/12 G, F, EFG 2014, 712↩
EuGH, Urteil “X” – C-686/13↩
BFH, Urteil vom 20.05.2015 – I R 75/14, BFH/NV 2015, 1687↩
BFH, Urteil vom 24.07.2013 – I R 57/11, BFHE 243, 102, m.w.N.↩
BT-Drs. 12/5630, S. 100↩
vgl. hierzu allgemein Söhn in Hübschmann/Hepp/Spitaler, § 179 AO Rz 50 ff.↩
EuGH, Urteil vom 28.02.2008 – C-293/06, EU:C:2008:129, BStBl II 2009, 976↩
BFH, Urteile vom 16.02.1996 – I R 43/95, BFHE 180, 286, BStBl II 1997, 128; vom 16.02.1996 – I R 46/95, BFHE 180, 576, BStBl II 1996, 588↩
vgl. hierzu allgemein Brandis in Tipke/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, § 179 AO Rz 20 ff.↩
Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft i.d.F. des Vertrags von Nizza zur Änderung des Vertrags über die Europäische Union, der Verträge zur Gründung der Europäischen Gemeinschaften sowie einiger damit zusammenhängender Rechtsakte -EG-, ABl.EG 2002, Nr. C 325, 1↩
Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union i.d.F. des Vertrags von Lissabon zur Änderung des Vertrags über die Europäische Union und des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft -AEUV-, ABl.EU 2008, Nr. C-115, 47↩
vgl. BFH, Urteil vom 29.11.2006 – I R 16/05, BFHE 216, 144; jüngst Gosch/Schönfeld, Internationales Steuerrecht -IStR- 2015, 755, m.w.N.↩
vgl. z.B. BFH, Urteile vom 11.03.2015 – I R 10/14, BFHE 249, 241, BStBl II 2015, 1049; vom 17.09.2014 – I R 30/13, BFHE 247, 260↩
vgl. hierzu -einschl. der Rechtsentwicklung- Blümich/Gosch, § 9 GewStG Rz 132↩
BFH, Urteil vom 23.10.1986 – IV R 319/84, BFHE 148, 67, BStBl II 1987, 64↩
BFH, Beschluss vom 24.11.1983 – I B 84/82, nicht veröffentlicht; Blümich/Hofmeister, § 8 GewStG Rz 652↩
BFH, Urteil in BFHE 180, 286, BStBl II 1997, 128; in BFHE 180, 576, BStBl II 1996, 588↩
EuGH, EU:C:2008:129, BStBl II 2009, 976↩
vgl. zum allgemeinen Diskussionsstand Ditz in Schönfeld/Ditz, DBA, Art. 7 (2008) Rz 183↩
zur Kritik s. EuGH, Schlussantrag der Generalanwältin Kokott vom 22.01.2015 – C-686/13 EU:C:2015:31↩
EuGH, Urteil vom 10.06.2015 – C-686/13, EuGH, EU:C:2015:375, IStR 2015, 557↩
EuGH, EU:C:2015:375, IStR 2015, 557↩
vgl. EuGH, Urteil C.I.L.F.I.T. vom 06.10.1982 – C-283/81, EU:C:1982:335, Slg. 1982, 3415↩
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