Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=3%20StR%2089/14
Timestamp: 2020-01-29 14:06:50
Document Index: 129149005

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 243', 'BGH', 'BGH', '§ 238', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 15.04.2014 - 3 StR 89/14 - dejure.org
https://dejure.org/2014,11554
BGH, 15.04.2014 - 3 StR 89/14 (https://dejure.org/2014,11554)
BGH, Entscheidung vom 15.04.2014 - 3 StR 89/14 (https://dejure.org/2014,11554)
BGH, Entscheidung vom 15. April 2014 - 3 StR 89/14 (https://dejure.org/2014,11554)
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Hauptverhandlung: Mitteilungspflichten über Erörterungen außerhalb der Hauptverhandlung; Verletzung der Verteidigungsposition des Angeklagten
Umfang der Mitteilungspflichten nach § 243 Abs. 4 Satz 2 StPO und zu den Folgen eines Verstoßes
LG Mönchengladbach, 17.09.2013 - 22 KLs 5/13
NJW 2014, 2665
NStZ 2014, 418
Ein "Fehlen der Protokollierung' liegt gerade nicht vor (BGH, Beschluss vom 15. April 2014 - 3 StR 89/14, NStZ 2014, 418 f.).
Eine Beanstandung der fehlerhaften Protokollierung lässt sich der Rüge nicht entnehmen (vgl. hierzu BGH, Beschlüsse vom 29. April 2015 - 1 StR 235/14, NStZ-RR 2015, 278 und vom 15. April 2014 - 3 StR 89/14, NStZ 2014, 418).
Kommt der Vorsitzende ungeachtet eines ihm zustehenden Beurteilungs- und Ermessensspielraum seinen Mitteilungs- und Dokumentationspflichten nur unzureichend nach, muss dies - entgegen der Ansicht des Generalbundesanwalts - von dem Verteidiger nicht entsprechend § 238 Abs. 2 StPO beanstandet werden (so im Ergebnis auch Schneider, NStZ 2014, 252; a.A. Altvater, StraFo 2014, 221, 226; offengelassen von BGH, Beschluss vom 15. April 2014 - 3 StR 89/14).
Das Transparenzgebot soll sicherstellen, dass derartige Erörterungen stets in der öffentlichen Hauptverhandlung zur Sprache kommen und durch die Möglichkeit, Gespräche außerhalb der Hauptverhandlung zu führen, kein informelles und unkontrolliertes Verfahren betrieben wird (vgl. BVerfG, Urteil vom 19. März 2013 - 2 BvR 2628/10 u.a., BVerfGE 133, 168, 215 ff.; BGH, Beschluss vom 15. April 2014 - 3 StR 89/14, NStZ 2014, 418 mwN).
Hierdurch soll sichergestellt werden, dass Gespräche, welche die Möglichkeit einer Verständigung zum Gegenstand hatten, stets in der Hauptverhandlung zur Sprache kommen (Transparenzgebot; vgl. BVerfG, Urteil vom 19. März 2013 - 2 BvR 2628/10 u.a., BVerfGE 133, 168, 215; BGH, Beschluss vom 15. April 2014 - 3 StR 89/14, NStZ 2014, 418).
BGH, 12.07.2016 - 2 StR 440/15
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