Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20171/06
Timestamp: 2019-05-19 09:54:43
Document Index: 378694658

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 433', '§ 13', '§ 48', '§ 13', '§ 433', '§ 372', '§ 13', '§ 48', '§ 13', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 378', '§ 372', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 372', 'BGH', 'BGH', '§ 372', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 25', '§ 412', 'BGH', '§ 13', '§ 372', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: VIII ZR 171/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,953
BGH, 17.01.2007 - VIII ZR 171/06 (https://dejure.org/2007,953)
BGH, Entscheidung vom 17.01.2007 - VIII ZR 171/06 (https://dejure.org/2007,953)
BGH, Entscheidung vom 17. Januar 2007 - VIII ZR 171/06 (https://dejure.org/2007,953)
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BGB §§ 433 Abs. 2, 372 Satz 2 Alt. 2; UStG §§ 13b, 13c; EStG § 48
Erfüllungswirkung bei Hinterlegung des bei Inanspruchnahme eines Factors geforderten Geldbetrags für abgetretene Forderungen; Anspruch des Finanzamts auf Zahlung der in abgetretenen Forderungen enthaltenen Umsatzsteuer; Planwidrige Unvollständigkeit eines Factoringvertrags bei fehlender Regelung der Auswirkungen einer Inanspruchnahme des Factors durch die Finanzbehörden; Berechtigung zur fehlenden Hinterlegung von Geld bei Zweifel über das Bestehen mehrerer Verbindlichkeiten; Ordnungsgemäße Erhebung einer Revisionsrüge
Zur Erfüllungswirkung der Hinterlegung bei Inanspruchnahme eines Factors durch Kunden auf Kaufpreiszahlung und Finanzamt auf Zahlung der Umsatzsteuer
Zur Frage, ob sich der Factor gegenüber dem Anspruch seines Kunden auf Zahlung des Kaufpreises für die abgetretene Forderung und dem Anspruch des Finanzamts nach § 13c UStG auf Zahlung von Umsatzsteuerrückständen des Kunden durch Hinterlegung befreien kann
factoringrecht.de
Voraussetzungen der Befreiungswirkung der Hinterlegung eines Geldbetrages des Factors zu Gunsten des abtretenden Kunden und des Finanzamts
Zvilirecht - Factoring: Erfüllungswirkung durch Geldhinterlegung?
BGB § 433 Abs. 2, § 372 Satz 2 Alt. 2; UStG §§ 13b, 13c; EStG § 48
Factoring - Hinterlegung eines Kundenguthabens befreit nicht von der Zahlungspflicht
Haftung bei Abtretung, Verpfändung oder Pfändung von Forderungen gem. § 13c UStG
Vereinnahmung der Forderung
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 17.01.2007, Az.: VIII ZR 171/06 (Keine planwidrige Unvollständigkeit eines Factoringvertrages bei fehlender Regelung der Auswirkung einer Inanspruchnahme des Factors)" von Dipl-Volksw. Klaus D. Hahne, original erschienen in: UR 2007, 509 - 511.
Kurznachricht zu "Verdeckte Sacheinlage bei der Einpersonengesellschaft und Verjährung von Einlageforderungen" von Dr. Andreas Pentz, original erschienen in: DB Beilage 2008, 124 - 125.
LG Hamburg, 17.02.2005 - 403 O 147/04
OLG Hamburg, 19.05.2006 - 5 U 42/05
BGH, 27.02.2007 - VIII ZR 171/06
BGHZ 170, 311
BGHZ 170, 312
Die in § 378 BGB geregelte schuldbefreiende Wirkung der Hinterlegung tritt nur ein, wenn die Hinterlegung rechtmäßig ist, also die Voraussetzungen des § 372 BGB erfüllt sind (BGH, Urteile vom 30. Oktober 1984 - IX ZR 92/83, BGHZ 92, 374, 385; vom 10. Dezember 2004 - V ZR 340/03, NJW-RR 2005, 712 unter II; Senatsurteil vom 17. Januar 2007 - VIII ZR 171/06, BGHZ 170, 311 Rn. 15).
Verlangen mehrere Gläubiger aus verschiedenen Rechtsgründen vom Schuldner dieselbe Leistung, ist der Schuldner hingegen selbst dann nicht hinterlegungsberechtigt, wenn er sich schuldlos darüber im Unklaren ist, welcher der beiden Ansprüche begründet ist (…BGH, Urteile vom 30. Oktober 1984 - IX ZR 92/83, aaO S. 385 f.; vom 12. Februar 2003 - XII ZR 23/00, NJW 2003, 1809 unter 2 a mwN; Senatsurteil vom 17. Januar 2007 - VIII ZR 171/06, aaO mwN; BAG, NZA 2009, 105, 107).
Von einer planwidrigen Unvollständigkeit kann aber nur dann gesprochen werden, wenn die Gemeinschaftsordnung eine Bestimmung vermissen lässt, die erforderlich ist, um den ihr zugrunde liegenden Regelungsplan der Parteien zu verwirklichen, mithin ohne deren Ergänzung eine angemessene, interessengerechte Lösung nicht zu erzielen wäre (vgl. BGHZ 170, 311, 322).
§ 372 Satz 2 Alt. 2 BGB ist hingegen nicht einschlägig, wenn mehrere Verbindlichkeiten in Frage stehen, deren Erfüllung mehrere Gläubiger aus verschiedenen Rechtsgründen vom Schuldner verlangen (…BGH, Urteile vom 1. Februar 2012 - VIII ZR 307/10, NJW 2012, 1718 Rn. 44; vom 17. Januar 2007 - VIII ZR 171/06, BGHZ 170, 311 Rn. 15; vom 22. Oktober 1980 - VIII ZR 334/79, WM 1980, 1383, 1384;… MüKoBGB/Fetzer, 7. Aufl., BGB § 372 Rn. 11; jeweils mwN).
Nicht hinreichend ist hingegen, wenn zwei verschiedene Gläubiger aus verschiedenen, einander nicht berührenden Rechtsgründen gegenüber dem Schuldner Anspruch auf den identischen Gegenstand seiner Leistungspflicht erheben (RG a.a.O., BGHZ 170, 311-324; WM 1980, 1385-1386; - irgendwelchen anderen Ansprüchen von dritter Seite-, vergl. BGH NJW 2003, 1809 [BGH 12.02.2003 - XII ZR 23/00] ).
Die gesetzestechnische Gestaltung, auch wegen der Kürzungsvorschrift des § 25 V VersAusglG, ähnelt dabei dem Fall einer Abtretung von Gesetzes wegen im Sinne der §§ 412, 398 BGB; er weist zumindest einen nach der Rechtsprechung (BGHZ 170, 311ff. für den Fall von § 13c UStG) für die Anwendbarkeit des § 372 BGB geforderten unmittelbaren inneren und wechselwirkenden Zusammenhang der Forderungen auf.
OLG Köln, 04.08.2016 - 7 U 177/15
Die eine ergänzende Vertragsauslegung veranlassende Regelungslücke ist danach gegeben, wenn der Vertrag eine Bestimmung vermissen lässt, die erforderlich ist, um den dem Vertrag zu Grunde liegenden Regelungsplan zu verwirklichen; ohne die Vervollständigung des Vertrages muss eine angemessene, interessengerechte Lösung nicht zu erzielen sein (BGH ZIP 2007, 774).
Eine planwidrige Unvollständigkeit liegt dann vor, wenn der Vertrag eine Bestimmung vermissen lässt, die erforderlich ist, um den ihm zugrunde liegenden Regelungsplan der Parteien zu verwirklichen, mithin ohne Vervollständigung des Vertrages eine angemessene, interessengerechte Lösung nicht zu erzielen wäre (…vgl. BAG 9. Dezember 2008 - 3 AZR 431/07 - Rn. 26; BGH 17. Januar 2007 - VIII ZR 171/06 - zu II 6 der Gründe, BGHZ 170, 311).
Hingegen darf die ergänzende Vertragsauslegung nicht herangezogen werden, um einem Vertrag aus Billigkeitsgründen einen zusätzlichen Regelungsgehalt zu verschaffen, den die Parteien objektiv nicht vereinbaren wollten (BGH, Urteil vom 15.11.2012 - VII ZR 99/10, NJW 2013, 678; Urteil vom 17.01.2007 - VIII ZR 171/06, BGHZ 170, 311; Urteil vom 02.07.2004 - V ZR 209/03, NJW-RR 2005, 205; Urteil vom 13.02.2004 - V ZR 225/03, NJW 2004, 1873; Urteil vom 17.04.2002 - VIII ZR 297/01, NJW 2002, 2310; Urteil vom 21.09.1994 - XII ZR 77/93, BGHZ 127, 138).
Von einer planwidrigen Unvollständigkeit kann nur gesprochen werden, wenn der Vertrag eine Bestimmung vermissen lässt, die erforderlich ist, um den ihm zugrunde liegenden Regelungsplan der Parteien zu verwirklichen, mithin ohne Vervollständigung des Vertrages eine angemessene, interessengerechte Lösung nicht zu erzielen wäre (vgl. BGHZ 170, 311 = NJW-RR 2007, 687 Rn. 28; BGH Urteile vom 2. Juli 2004 - V ZR 209/03 - NJW-RR 2005, 205, 206; vom 13. Februar 2004 - V ZR 225/03 - WM 2004, 2125, 2126 und vom 1. Juli 1999 - I ZR 181/96 - WM 1999, 2553, 2555).
VGH Bayern, 10.02.2010 - 12 ZB 08.3290
OLG Hamm, 09.11.2009 - 8 U 46/09
Verpflichtung des ausgeschiedenen Gesellschafters einer in der Form einer BGB …
LAG Niedersachsen, 20.03.2012 - 3 Sa 384/11
Betriebsrente - Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze - gespaltene Rentenformel
AG Halle/Saale, 30.11.2010 - 122 C 1716/10
Wohnungseigentum: Anspruch des ausscheidenden Verwalters auf Erstattung …
https://dejure.org/2007,28039
BGH, 27.02.2007 - VIII ZR 171/06 (https://dejure.org/2007,28039)
BGH, Entscheidung vom 27.02.2007 - VIII ZR 171/06 (https://dejure.org/2007,28039)
BGH, Entscheidung vom 27. Februar 2007 - VIII ZR 171/06 (https://dejure.org/2007,28039)
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Berichtigung eines Urteilstenors wegen offenbaren Unrichtigkeit