Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NVwZ-RR%201997,%20204
Timestamp: 2019-04-25 02:53:37
Document Index: 391956668

Matched Legal Cases: ['Art 52', '§ 45', '§ 45', 'Art. 52', '§ 45', '§ 45', '§ 90', '§ 1', 'BGH', '§ 7', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'Art. 9', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 42', 'BGH']

Rechtsprechung: NVwZ-RR 1997, 204 - dejure.org
Art 52 Abs 3 Verf BB, § 45 Abs 2 S 1 VerfGG BB, § 45 Abs 2 S 2 VerfGG BB
Mangels Rechtswegerschöpfung unzulässige Verfassungsbeschwerde gegen Versagung einstweiligen Rechtsschutzes durch die Arbeitsgerichte hinsichtlich vorläufiger Weiterbeschäftigung als Hochschullehrer
LV Art. 52 Abs. 3; VerfGGBbg § 45 Abs. 2 Satz 2
Arbeitsrecht; Beschwerdebefugnis; rechtliches Gehör; Subsidiarität; Vorabentscheidung
NVwZ-RR 1997, 204 (Ls.)
Er muß vor Anrufung des Verfassungsgerichts in rechtsanaloger Anwendung des § 45 Abs. 2 Satz 1 VerfGGBbg alle nach Lage der Dinge ihm gegebenenfalls zur Verfügung stehenden prozessualen Möglichkeiten zur Korrektur der geltend gemachten Grundrechtsverletzung ergreifen (vgl. zu alledem Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 18. Juli 1996 - VfGBbg 20/95 - S. 7 des Umdrucks m.w.N., zur Veröffentlichung in LVerfGE 4 Nr. 12 vorgesehen).
Eine Verfassungsbeschwerde ist nach der ständigen Rechtsprechung des Gerichts nach Maßgabe dieser Grundsätze unter dem Gesichtspunkt der Subsidiarität regelmäßig auch dann unzulässig, wenn trotz Erschöpfung des Rechtsweges im einstweiligen fachgerichtlichen Verfahren in zumutbarer Weise Rechtsschutz auch noch im fachgerichtlichen Hauptsacheverfahren erlangt werden kann (vgl. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 17. März 1994 - VfGBbg 11/93 - LVerfGE 2, 85, 87; Beschluß vom 18. Juli 1996 a.a.O. S. 8 des Umdrucks; vgl. auch BVerfGE 86, 15, 22).
Der Anspruch auf rechtliches Gehör wäre dann verletzt, wenn der Beschwerdeführerin keine Gelegenheit zur Äußerung über entscheidungserhebliche Tatsachen gegeben worden wäre und ihre Argumente vom Gericht nicht zur Kenntnis genommen und nicht in Erwägung gezogen worden wären (vgl. dazu Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 18. Juni 1996 - VfGBbg 20/95 -, LVerfGE 4, 201, 205; BVerfGE 42, 364, 367 f.).
Eine Verfassungsbeschwerde ist nach der ständigen Rechtsprechung des Gerichts - nach Maßgabe dieser Grundsätze - unter dem Gesichtspunkt der Subsidiarität regelmäßig auch dann unzulässig, wenn trotz Erschöpfung des Rechtswegs im einstweiligen fachgerichtlichen Verfahren in zumutbarer Weise Rechtsschutz auch noch im fachgerichtlichen Hauptsacheverfahren erlangt werden kann (Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschlüsse vom 18. Juli 1996 - VfGBbg 20/95 -, LVerfGE 4, 201, 205 und vom 21. November 1996 - VfGBbg 17/96, 18/96, 19/96 -, LVerfGE 5, 112, 119).
Er muß deshalb vor Anrufung des Verfassungsgerichts alle nach Lage der Dinge ihm gegebenenfalls zur Verfügung stehenden prozessualen Möglichkeiten zur Korrektur der geltend gemachten Verfassungsverletzung ergreifen (Verfassungsgericht des Landes Brandenburg in ständiger Rechtsprechung, vgl. etwa Beschluß vom 18. Juni 1996 - VfGBbg 20/95 -, LVerfGE 4, 201, 205 m.w.N.).
Bd. 11, 198, 201 f. m.w.N.; vom 16. Juli 1999 - VfGBbg 20/99 - vom 18. Juli 1996 - VfGBbg 20/95-, LVerfGE 4, 201 und vom 15. September 1994 - VfGBbg 5/94-, LVerfGE 2, 170; vgl. auch BVerfG, Beschluß vom 20. Dezember 2002 - 1 BvR 2305/02 -, www.BVerfG.de, Abschnitt 7; BVerfGE 104, 65, 70 f.; 86, 15, 22; 79, 275, 278 f.; 78, 290, 301 f.; 77, 381, 400 f.).
Er muß deshalb vor Anrufung des Verfassungsgerichts alle nach Lage der Dinge ihm gegebenenfalls zur Verfügung stehenden prozessualen Möglichkeiten zur Korrektur der geltend gemachten Verfassungsverletzung ergreifen (Verfassungsgericht des Landes Brandenburg in ständiger Rechtsprechung, vgl. etwa Beschluß vom 18. Juni 1996 - VfGBbg 20/95 -, LVerfGE 4, 201, 205 m. w. N.).
Der Beschwerdeführer mußte deshalb alle nach Lage der Dinge ihm gegebenenfalls zur Verfügung stehenden prozessualen Möglichkeiten zur Korrektur der geltend gemachten Grundrechtsverletzung ergreifen (Verfassungsgericht des Landes Brandenburg in ständiger Rechtsprechung, vgl. etwa Beschluß vom 18. Juni 1996 - VfGBbg 20/95 -, LVerfGE 4, 201, 205 m.w.N.).
VerfG Brandenburg, 17.02.2017 - VfGBbg 59/16
Willkürverbot; familiengerichtliches Verfahren; Darlegungslast im einstweiligen …
Die Nichtsicherung des Existenzminimums kann zwar während der Durchführung des Hauptsacheverfahrens unstreitig einen derartigen Nachteil darstellen (vgl. Beschluss vom 18. Juni 1996 - VfGBbg 20/95 -, LVerfGE 4, 201, 207; BVerfGK 5, 237, 241;… Henke, in: Burkiczak/Dollinger/Schorkopf, BVerfGG, 2015, § 90 Rn. 239).
VerfG Brandenburg, 15.05.1997 - VfGBbg 4/97
Subsidiarität; Vorabentscheidung; Auslagenerstattung; Gegenstandswert
VerfG Brandenburg, 24.06.2004 - VfGBbg 28/04
Subsidiarität; Vorabentscheidung; Begründungserfordernis
VerfG Brandenburg, 15.06.2006 - VfGBbg 14/06
Strafprozeßrecht; Subsidiarität; Verteidiger; Vorabentscheidung
VerfG Brandenburg, 09.02.2006 - VfGBbg 72/05
Subsidiarität; zügiges Verfahren
VerfG Brandenburg, 21.04.2005 - VfGBbg 20/05
Strafprozeßrecht; Strafvollstreckungsrecht; Rechtswegerschöpfung; Subsidiarität
VerfG Brandenburg, 15.07.1999 - VfGBbg 20/99
Sozialrecht; Subsidiarität; Vorabentscheidung; Bundesgericht; Zuständigkeit des …
VerfG Brandenburg, 14.02.2002 - VfGBbg 65/01
Rechtswegerschöpfung; Subsidiarität; Zivilprozeßrecht; Bundesrecht; Zuständigkeit …
VerfG Brandenburg, 15.05.1997 - VfGBbg 6/97
Schadensersatzanspruch aus Amtshaftung - Grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache als Revisionsgrund
Begriff des anderweitigen Ersatzpflichtigen bei Amtspflichtverletzung; Konkurrenz zwischen Ansprüchen nach dem Staatshaftungsgesetzes der DDR und solchen aus enteignungsgleichem Eingriff
LG Rostock, 08.12.1993 - 1 O 10/93
OLG Rostock, 15.09.1994 - 1 U 29/94
NVwZ-RR 1997, 204
Amtshaftungsansprüche wegen der Festsetzung von kommunalen Beiträgen auf Grund …
Die in § 1 StHG verankerte verschuldensunabhängige staatliche Unrechtshaftung geht in ihrem Anwendungsbereich als spezialgesetzliche Konkretisierung den allgemeinen, auf Richterrecht beruhenden Grundsätzen über den enteignungsgleichen Eingriff vor (vgl. BGH, Urteil vom 12.12.1995 - III ZR 190/94).
Auf dieses Gesetz kann das Auskunftsbegehren des Klägers aber schon deshalb nicht gestützt werden, weil das nach § 7 Abs. 1, § 9 Abs. 3 IZG LSA vorgeschriebene Verwaltungsverfahren nicht durchgeführt worden ist (vgl. BGH, Beschl. v. 19. Dezember 1995 - III ZR 190/94, NVwZ-RR 1997, 204, 205;… Urt. v. 16. November 2001 - III ZR 1/00, NJW 2001, 1067, 1068).
Daraus, daß der Senat in seinem nach Erlaß des Berufungsurteils ergangenen Urteil vom 13. Juli 1995 - III ZR 190/94 - NJW 1995, 2918 (für BGHZ bestimmt) die Rechtsbeziehungen zwischen der Einweisungsbehörde und dem betroffenen Eigentümer als "eine Art öffentlich-rechtliches Verwahrungsverhältnis" bezeichnet hat, läßt sich insoweit für die hier zu treffende Entscheidung nichts herleiten.
Ob im Hinblick darauf, daß der Kläger nach Ablauf der in der Einweisungsverfügung festgelegten Einweisungszeit Anspruch gegen die Ordnungsbehörde auf Beendigung der Wohnungsnutzung durch die Eingewiesenen und auf Herausgabe der geräumten (und gereinigten) Wohnung hatte (Senatsurteil vom 13. Juli 1995 aaO.), für diesen Schadensposten zusätzliche Anspruchsgrundlagen - etwa aus Amtspflichtverletzung (vgl. Senatsurteil vom 13. Juli 1995 aaO.) - in Betracht gezogen werden könnten, kann dahinstehen.
Zwar ist das nach Art. 9 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 des Einigungsvertrages in Verbindung mit Anl. II B Kap. III Sachgeb. B Abschn. III mit den dort genannten Maßgaben im Beitrittsgebiet fortgeltende Staatshaftungsgesetz der DDR vom 12. Mai 1969 (GBl. I S. 34) - das eine verschuldensunabhängige, das allgemeine (richterrechtliche) Anspruchsinstitut des enteignungsgleichen Eingriffs verdrängende staatliche Unrechtshaftung statuiert - ungeachtet seiner Einstufung als Landesrecht - weil auf derselben "länderübergreifenden" Rechtsquelle (Einigungsvertrag) beruhend - revisibel (Senat, (Nichtannahme-)Beschluß vom 19. Dezember 1995 - III ZR 190/94 - NVwZ-RR 1997, 204, 205).
BGH, 16.11.2000 - III ZR 1/00
Der Senat ist daher - wie in anderen Fällen eines fehlenden behördlichen Vorverfahrens (vgl. Senatsbeschl. v. 19. Dezember 1995 - III ZR 190/94 - NVwZ-RR 1997, 204, 205 zum Vorverfahren nach §§ 5, 6 DDR-StHG) - mangels Vorliegens einer Sachurteilsvoraussetzung insoweit an einer Sachentscheidung gehindert.
Haftung des Trägers der Feuerwehr bei Beschädigung eines in der Nähe eines …
Diese verschuldensunabhängige staatliche Unrechtshaftung geht als spezialgesetzliche Konkretisierung den allgemeinen, auf Richterrecht beruhenden Grundsätzen über den enteignungsgleichen Eingriff vor (BGH, Urt.v.19.12.1985, III ZR 190/94, NVwZ-RR 1997, 204, 205).
Für diesen bestehe kein Anwendungsraum bei rechtswidrigen Eingriffen (BGH, NVwZ-RR 1997, 204 ;… ebenso Ossenbühl, 14. Teil, Kapitel III, aaO.).
Es ist auch unschädlich, dass die Haftung nach dem Staatshaftungsgesetz für den Geschädigten gewisse Nachteile, wie etwa eine kürzere Verjährungsfrist mit sich bringt (BGH, NVwZ-RR 1997, 204 ; ebenso BGHZ 72, 273 zu § 42 OBG Nordrhein-Westfalen).
c) Entschädigungsansprüche unter dem Gesichtspunkt der Haftung wegen enteignungsgleichen Eingriffs werden im Geltungsbereich des Staatshaftungsgesetzes von diesem verdrängt (vgl. BGH NVwZ-RR 1997, 204) und scheiden deshalb hier ebenfalls aus.