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Timestamp: 2017-12-11 10:35:32
Document Index: 239328173

Matched Legal Cases: ['§ 117', '§ 125', '§ 125', '§ 125', '§ 125', '§ 126', '§ 125']

Hilfe, von der Krankenkasse ausgesteuert - Kein ALG - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Post #1019111 (2)
28.01.2011, 17:48 #1
Schorschy->Emailproblem
Hilfe, von der Krankenkasse ausgesteuert - Kein ALG
Bin in einem Unternehmen seit 20 Jahren beschäftigt, ungekündigt und hatte vor ca. 1 1/2 Jahren eine OP und wurde nach 72 Wochen von der KK. ausgesteuert. Soweit so gut.
Meldete mich sofort bei der AA und bekam auch einen Bewilligungsbescheid durch die AA und bekam ALG nach § 117 SGB III , der auf ein Jahr befristet ist.
Durch die Begutachtung nach Aktenlage durch den Ärztlichen Dienst wurde mir mitgeteilt das ich vollschichtig einsetzbar wäre.
Gegen diesen Bescheid legte ich Widerspruch ein, der natürlich abgelehnt wurde.
Weil das OP Ergebnis nicht zufriedenstellend verlaufen ist , kam es erneut zu einer OP in der letzten Woche.
Gestern bekam ich Bescheid das die Zahlung der AU eingestellt wurde. Die Begründung lautet , bei einer AU ist eine Leistungsfortzahlung nur bis zu 6 Wochen möglich und die sind durch den Zugang der Entscheidung durch den Sozialmedizinischen Dienst erreicht. Habe mich an meine Krankenkasse gewandt ,der Mitarbeiter schüttelte nur den Kopf und ließ verlauten was für (wörtlich) Idioten bei der AA beschäftigt sind, aber die KK können auch nichts machen, außer mir den Rat geben Widerspruch einzulegen . Aber da weiß man ja schon im Voraus wie das ausgeht. Ergo, bekomme kein Geld und habe zusätzlich noch nicht einmal einen Versicherungsschutz .Ist das wirklich so alles richtig oder habt Ihr einen Rat was ich noch machen kann.?? Vielen Dank vorab.
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28.01.2011, 21:45 #2
AW: Hilfe, von der Krankenkasse ausgesteuert - Kein ALG
Schorschy, du brauchst dringend einen Anwalt, der dich aufgrund der Kenntnis der Aktenlage berät. Du hast durch dein bestehendes Arbeitsverhältnis eine gesicherte Rechtsposition, die du dir keinesfalls durch irgendwelche Manöver in Unkenntnis kaputt machen solltest. Ich denke, dass bei dir schon einiges schief gelaufen ist.
28.01.2011, 22:01 #3
Gestern bekam ich Bescheid das die Zahlung der AU eingestellt wurde. Die Begründung lautet , bei einer AU ist eine Leistungsfortzahlung nur bis zu 6 Wochen möglich und die sind durch den Zugang der Entscheidung durch den Sozialmedizinischen Dienst erreicht.
Also ich verstehe diesen Satz nicht, geht es um Krankengeld oder Arbeitslosengeld, sind seit Beginn der erneuten AU 6 Wochen vorbei?
Falls sich der Gesundheitszustand seit der AA-ärztlichen Untersuchung langfristig verschlechtert hat, könnte die Nahtlosigkeitsregelung anwendbar sein SGB 3 - Einzelnorm
07.01.2012, 05:39 #4
Hallo, habe ähnliches Problem. Nach Aussteuerung der KK und Abgabe des Antrages ALG I, keine Beratung sondern der Hinweis des Bearbeiters mich gesund schreiben zu lassen was mein Arzt jedoch strickt ablehnt. Gestern angehängtes Dokument erhalten. Was ist zu tun?
Ablehnung.pdf (581,3 KB, 323x aufgerufen)
07.01.2012, 10:05 #5
ist dieser ablehnende Bescheid überhaupt ein Verwaltungsakt?
07.01.2012, 10:22 #6
Ja, ein Ablehnungsbescheid von Arbeitslosengeld ist ein Verwaltungsakt. Du erkennst es an der Rechtsfolgenbelehrung.
Du kannst hiergegen Widerspruch einlegen.
07.01.2012, 10:43 #7
Hmmm, hoffentlich läufts bei mir gut,
werde am 19.1.12 ausgesteuert, Antrag gebe ich nächsten Wochen ab.
Sollte doch bei mir weil die Krankmeldung weiterläuft eigentlich nach § 125
laufen dann mit dem Arbeitslosengeld?
Bei dir doch dann auch Panikaxel?
07.01.2012, 10:49 #8
sollte, aber siehe oben
07.01.2012, 10:54 #9
dann stelle dich im Rahmen deines Restleistungsvermögens zur Verfügung, wenn § 125 nicht geht.
07.01.2012, 19:44 #10
Man MUSS sich IMMER im Rahmen des Restleistungsvermögens zur Verfügung stellen, auch bei Anwendung des § 125 SGB III.
Ist aber im Moment allgemeine Abwimmel-Praxis der AfA, die mögen die Ausgesteuerten langsam AUCH NICHT mehr finanzieren.
Nützt aber NIX, die MÜSSEN, Widerspruch einlegen unbedingt und Beschwerde an Nürnberg wegen Ablehnung der Nahtlosigkeit nach Aussteuerung aus dem Krankengeld, die Bescheide und Widersprüche im Anhang mitschicken.
Verweis auf die KK nach Aussteuerung... man könnte drüber lachen wenn es nicht so traurig wäre, ebenso ist die Feststellung der vollen "Arbeitsfähigkeit" (vom Amtsarzt) KEIN Grund das ALG I aufzuheben.
Alle Beschwerden bitte umgehend an diese Adresse, DIE BRAUCHEN DAS...
Die 1,5 Jahre problemlos ALGI nach Aussteuerung bekommen hat, OHNE Probleme, DAS waren noch Zeiten...
07.01.2012, 21:37 #11
Hmmm wie soll das gehen dann mit der Restleistung die man hat hat sich zur Verfügung zu stellen wenn man weiterhin AU ist??
Na dann bin ich mal bei mir gespannt , denke gegen Ende Jan. weiss ich mehr wennse schnell sind.
08.01.2012, 00:43 #12
Du MUSST dich auch nach der Aussteuerung "fiktiv" der Vermittlung zur Verfügung stellen, das beinhaltet (leider) auch die Regelung nach § 125 SGB III.
Die AU-Bescheinigung darfst du dann zukünftig nicht mehr bei der AfA abgeben (trotzdem aber weiterführen !!!) sonst passiert dir das, was dem TE passiert ist, nach 6 Wochen will man dich an die KK abgeben.
Was natürlich NICHT geht wegen der Aussteuerung...
Der TE sollte sich aber trotzdem wehren, denn das machen die in letzter Zeit öfter so, um die Leute loszuwerden, gegen ein Gutachten KANN man KEINEN Widerspruch einlegen, aber DAS nur nebenbei...NUR gegen Bescheide, die das ALG wieder aufheben sollen !!!
Schau dir mal DAS hier an, vielleicht verstehst du das dann besser was da auf dich zukommen wird, bitte ALLES lesen, notfalls mehrfach !!!
Wenn WER schnell ist weißt du dann mehr ???
Die AU gilt ja NICHT FÜR ALLE denkbaren Tätigkeiten und was da (eventuell /rein fiktiv) noch übrig bliebe zum Arbeiten "vermitteln", das soll der Amtsarzt dann feststellen und mit dieser "Restleistungs-Fähigkeit" stellst du dich (trotz AU) dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.
"Verrückt" JAAA, aber so sind nun mal die Regeln nach der Aussteuerung, wenn man dann sein ALGI wenigstens bekommen will, denn wer anders zahlt AUCH NICHT, solange man bei der AfA einen Anspruch hat.
Mein "Restleistungsvermögen" wurde übrigens mit "NIX GEHT MEHR" vom Amtsarzt begutachtet und ich bekam ungestört (OHNE Vermittlung und Vermittler) 1,5 Jahre lang mein ALGI pünktlich überwiesen.
Einzige Vorbedingung war ein Antrag auf EM-Rente, den ich in Folge des Gutachtens stellen mußte, die DRV sieht das allerdings ALLES GANZ ANDERS und verweist mich zur Vermittlung in einen anderen Job (als ich noch habe!) an die AfA...
Es geht also NOCH "verrückter", als Dauer-KRANK und MIT JOB Arbeitslosengeld zu bekommen, inzwischen bekomme ich (immer noch MIT JOB) H4 und immer noch KEINE EM-Rente...
Meine AU-Bescheinigung läuft Anfang Februar seit 4 JAHREN, darum kenne ich mich mit dem ganzen Kram auch langsam "im Schlaf aus", denn bei meinem Männe wurde das gleiche makabere Spiel über insgesamt 5 Jahre durchgezogen...
Er hat sogar ein komplettes Gerichts-Verfahren wegen seiner EM-Rente hinter sich gebracht, im 2. Antrags-Anlauf (nach Klage-Rücknahme) hat er letztes Jahr dann endlich die EM-Rente bekommen, NUN sogar zeitlich unbegrenzt bis zur regulären Altersrente, "ein Schelm wer Böses dabei denkt"...
Ist also ALLES bereits (mindestens) doppelt "getestet", was ich hier so von mir gebe und vor Gesundheitsfragebögen und Schweigepflichtentbindungen (der AfA) KANN ich nur eindringlich warnen, denn die führen GENAU zu dem, womit der TE sich jetzt herumschlagen darf, zu einem Gutachten "nach Aktenlage"...
08.01.2012, 10:16 #13
Hmmm wenn ich mich dann nach den 6 Wochen zur "Verfügung" stelle können die mir ja auch gleich mit Bewerbungstraining und solche Scherze kommen richtig? Diese kann ich ja dann durch erneute Krankmeldung aushebeln?
Ginge das auch so quasi, nach 6 Wochen ein tag "gesund" dann wieder Krankmeldung?Oder schieben die einem gleich ab.
Brauche nur Zeit bis ca Mai/Juni da ich dann die Möglichkeit habe als Bürokraft bei meiner Bekannten (selbstständig) einzusteigen weil altersbedingt einer aufhört.
Deinen Link werd eich mal durchlesen :-)
Bis <ende Januar meinte ich damit dass ich die papiere fertighabe und abgegeben habe und dann mal schauen wegen der Genehmigung und ärztliche Kram, Gesundheitsbogen war ja gleich dabei :-) , welchen ich auch ausfülle weil ich kein Problem damit habe.
08.01.2012, 17:32 #14
ich fürchte du hast NICHT verstanden, dass es nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld um eine andere Art des ALGI geht, als bei der "üblichen" Meldung/Anspruch wegen Arbeitslosigkeit.
Du MUSST dich von Beginn an "fiktiv" zur Verfügung stellen, NICHT erst nach 6 Wochen und die erste Aktion ist KEIN "Bewerbungstraining" sondern die Feststellung deiner "Restleistungsfähigkeit" durch den Amtsarzt.
GENAU zu diesem Zweck hast du die Unterlagen zusammen mit deinem Antrag auf ALGI bekommen, es ist NICHT üblich, dass JEDER Arbeitslose erst zum Amtsarzt geschickt wird.
Das ergibt sich in deinem Falle aus der langdauernden AU und der Aussteuerung aus dem Krankengeld, da ist das so vorgeschrieben.
Was DEINE AfA machen wird kann dir keiner sagen, im Allgemeinen WOLLEN die von den Ausgesteuerten überhaupt KEINE AU-Bescheinigung mehr SEHEN /VORGELEGT HABEN, das mit dem § 126 SGB III GILT NICHT in diesem Falle...
WIE du DAS hinbekommst ist (leider) DEIN Problem, die AfA spult ihre Vorgehensweisen (nach § 125 SGB III) ab (oder auch nicht, um dich möglichst DIREKT loszuwerden!), wie es konkret FÜR DICH dort weitergeht, entscheidet das Gutachten vom Amtsarzt.
Kann ich dir NUR wärmstens empfehlen, auch die Hinweise zur ärztlichen Untersuchung solltest du dabei nicht außer Acht lassen.
Bis <ende Januar meinte ich damit dass ich die papiere fertighabe und abgegeben habe und dann mal schauen wegen der Genehmigung und ärztliche Kram
Ende Januar gibst du also den Antrag auf ALGI ab, wenn ich das jetzt richtig orte, da geht es nicht um irgendeine (unwesentliche ???) "Genehmigung" sondern um deinen Leistungsbescheid, also um deinen zukünftigen Lebensunterhalt.
, Gesundheitsbogen war ja gleich dabei :-) , welchen ich auch ausfülle weil ich kein Problem damit habe.
Schön, wenn du damit kein Problem hast, die Probleme DAMIT kommen dann hinterher, wenn man denen ALLES auf dem "silbernen Tablett" serviert und sie (der Med. Dienst) sich selber aussuchen können, wie erwerbsfähig /arbeitsfähig du noch bist (ohne dich je gesehen und gesprochen zu haben!).
Da wird man sich eine Einladung zum Arzt und eine Untersuchung SEHR wahrscheinlich auch bei dir sparen, mal sehen wie zufrieden du dann mit DEINEM Gutachten nach "Aktenlage" bist.
Dann steht natürlich auch deiner Vollzeit-Vermittlung (vermutlich) NIX mehr im Wege, ob du auch eine sonstige "Fördermaßnahme" brauchst wird dann dein Vermittler entscheiden, es ist immer gut, die Leute irgendwie aus der ALO-Statistik zu bekommen...
Schließlich möchte Frau v.d.L. auch im neuen Jahr GUTE Nachrichten vom Arbeitsmarkt verkünden!
Mit einer AU-Bescheinigung kommst du auch DANN nicht mehr weit, weil die KK NICHT "vergißt", dass du ausgesteuert bist und KEIN Krankengeld mehr bekommst.
09.01.2012, 15:55 #15
Na alles bekommen die ned von mir was den Gesundheitsbogen betrifft, zum Beisiel die wundersame Heilung bei einer komplett falsche Reha bekommen die ned, die bekommen nur was von einem Ortophäden und dieser weiss Bescheid und die Diagnosen sind eindeutig und gut ist.
Mit dem Rest habe ich mich gedanklich abgefunden, ist eh noch was am Laufen bei der DRV wegen der neuen Reha.
11.01.2012, 10:34 #16
nach fast einem Jahr sieht der Stand der Dinge bei mir nun so aus;
habe mich zuerst einmal freiwillig bei meiner Krankenkasse versichern müssen, da kein Versicherungsschutz durch die AfA bestand.
Bin seit mehr als 35 Jahren Arbeitnehmer, zahle regelmässig unter anderem ALV-Beiträge und die ganzen anderen Sozialabgaben, aber wenn es darauf ankommt, dass man selber wegen der Aussteuerung der KK , ALGI beantragen muss, zahlt die AfA nur für 6 Wochen ALG I und lässt einem dann im Regen stehen.
Bin seit September 2011 wieder arbeitsfähig und zurück in meinem Job
Den Vorgang habe ich an einem Anwalt für Arbeitsrecht übergeben und Klage gegen den Bescheid der AfA eingereicht.
Streite mich mit der AfA wegen 6 Monaten Arbeitslosengeld I herum.
Das Schreibenvon letzter Woche vom Sozialgericht war auch nicht sehr zufriedenstellend für mich.
Mit einer Klageabweisung muss gerechnet werden.
In welchem Rechtsstaat leben wir eigentlich ?
Gruß Schorschy
ausgesteuert, hilfe, krankenkasse
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