Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=8%20C%2037.88
Timestamp: 2019-09-17 03:28:15
Document Index: 273499297

Matched Legal Cases: ['§ 28', '§ 30', '§ 47', '§ 50', '§ 8', '§ 31', '§ 48', 'BGH', '§ 40', '§ 40', '§ 52', '§ 20', '§ 43', '§ 31', '§ 23', '§ 39', '§ 812', '§ 51', '§ 50', 'BGH', '§ 145', '§ 50', '§ 40', '§ 812', '§ 51', '§ 50', 'BGH']

BVerwG, 23.01.1990 - 8 C 37.88 - dejure.org
https://dejure.org/1990,741
BVerwG, 23.01.1990 - 8 C 37.88 (https://dejure.org/1990,741)
BVerwG, Entscheidung vom 23.01.1990 - 8 C 37.88 (https://dejure.org/1990,741)
BVerwG, Entscheidung vom 23. Januar 1990 - 8 C 37.88 (https://dejure.org/1990,741)
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Wohngeldzahlung - Tod eines Antragsberechtigten - Bewilligungsbescheid - Erbe eines Antragsberechtigten - Erstattung einer Wohngeldzahlung
Zur Rückgewähr rechtsgrundlos erlangter Sozialleistungen
WoGG (1977) § 28 Abs. 1 S. 5, Abs. 2, § 30 Abs. 4
VG Saarlouis, 17.05.1985 - 4 K 315/82
BVerwGE 84, 274
NJW 1990, 2482
NVwZ 1990, 1078 (Ls.)
ZMR 1990, 311
DÖV 1990, 521
Dies hat das SG nicht berücksichtigt, wenn es darauf abgestellt hat, dass die Nachlassverbindlichkeit nicht von der Erblasserin herrühren könne (…wie hier vgl BVerwGE 37, 314, 316 f unter Hinweis auf BSGE 24, 190, 193 = SozR Nr. 18 zu § 47 VerwVG; anders beim überzahlten Wohngeld vgl BVerwGE 84, 274).
In dieser Fallgestaltung stellt sich der öffentlich-rechtliche Erstattungsanspruch als Kehrseite des vermeintlichen Leistungsanspruchs dar (BVerwGE 84, 274 [276]; Urteil vom 30. April 1992 - BVerwG 5 C 29.88 - Buchholz 435.12 § 50 SGB X Nr. 5).
Auf Rückabwicklung gerichtete Ansprüche kehren die vermeintlichen Leistungsansprüche gleichsam um; dementsprechend teilen sie die Rechtsqualität des Anspruchs, den sie umkehren (…BSGE 54, 286, 288 = SozR 3870 § 8 Nr. 1;… BSG, SozR 1200 § 31 Nr. 1;… BSGE 85, 92, 94 = SozR 3-1300 § 48 Nr. 68; BVerwGE 84, 274, 276; BGHZ 71, 180, 182).
Wendet sich der Betroffene hiergegen, ist der Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten selbst dann nicht gegeben, wenn die Regelung nicht durch Verwaltungsakt hätte erfolgen dürfen, weil das Rechtsverhältnis privatrechtlich ausgestaltet ist (BVerwGE 84, 274, 275;… Rennert in Eyermann/Fröhler, VwGO 11. Aufl. § 40 Rn. 61;… Kopp/Schenke, VwGO 14. Aufl. § 40 Rn. 15a).
c) Der Lizenzurkunde vom 19. Dezember 2002 kommt eine Nachweisfunktion nach § 52 VwVfG für das besagte Wegerecht indes deshalb nicht mehr zu, weil dieses Recht zwar im Zuge der Umwandlungen vom Oktober 2003 und vom April 2004 durch Gesamtrechtsnachfolge auf die Rechtsnachfolgerinnen der C. GmbH (HRB ..., AG Frankfurt/Main) und Rechtsvorgängerinnen der Klägerin übergegangen ist, jedoch im Rahmen der Umwandlung vom Oktober 2008 unwirksam geworden ist, weil es zu diesem Zeitpunkt einer Rechtsnachfolge nicht mehr zugänglich war, deshalb nicht auf die Klägerin übergehen konnte und sich mit dem Erlöschen der C. T. GmbH (HRB ..., AG Frankfurt/Main) als letzter Rechtsinhaberin nach § 20 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 UmwG im Sinne des § 43 Abs. 2 a.E. VwVfG auf andere Weise erledigt hat (vgl. zu dieser Erledigungskonstellation allgemein: BVerwG, Urteil vom 23. Januar 1990 - 8 C 37.88 - BVerwGE 84, 274 ).
Er ist die Kehrseite des Leistungsanspruchs (BVerwG, Urteil vom 23.01.1990 - 8 C 37.88 -, BVerwGE 84, 274) und setzt eine ohne Rechtsgrund erfolgte Vermögensverschiebung zwischen zwei Rechtssubjekten voraus.
Rechtsgrundlage für die angefochtene parteienrechtliche "Spendensanktion" ist nicht der mit dem Achten Gesetz zur Änderung des Parteiengesetzes vom 28. Juni 2002 (BGBl. I S. 2268) - im Folgenden: PartG 2002 - eingeführte und nach Artikel 6 Abs. 2 dieses Gesetzes am 1. Januar 2003 in Kraft getretene § 31 c Abs. 1 PartG 2002, sondern der gewohnheitsrechtlich anerkannte allgemeine öffentlich-rechtliche Erstattungsanspruch (vgl. hierzu BVerwGE 71, 85 [88]), der den Beklagten berechtigt, eine ohne Rechtsgrund gewährte Leistung mittels Verwaltungsakt zurückzufordern (vgl. BVerwGE 84, 274 ff.), in Verbindung mit § 23 a Abs. 1 des Parteiengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Januar 1994 (BGBl. I S. 149), zuletzt geändert mit dem Siebten Gesetz zur Änderung des Parteiengesetzes vom 17. Februar 1999 (BGBl. I S. 146) - im Folgenden: PartG 1994 -.
Da die Beklagte dies in der vermeintlichen Annahme getan hat, nach § 39 PartG 1994 hierzu verpflichtet zu sein, also in der Annahme eines vermeintlichen öffentlich-rechtlichen Leistungsverhältnisses, ist sie berechtigt, diese Leistung mittels Verwaltungsakt zurückzufordern (vgl. BVerwGE 84, 274 ff.).
Nach insoweit einheitlicher Rechtsprechung des BSG, des Bundesverwaltungsgerichts und des Bundesgerichtshofes hätte er zivilrechtlich nach § 812 BGB gegen die Klägerin vorgehen müssen (…vgl zB BSGE 32, 145 = SozR Nr. 49 zu § 51 SGG;… BSGE 61, 11 = SozR 1300 § 50 Nr. 13; BVerwGE 84, 274 ff; BGHZ 71, 180, 183; 73, 202, 203).
Die Natur des Rechtsverhältnisses, aus dem der mit der Anfechtungsklage geltend gemachte Anspruch auf Aufhebung eines Verwaltungsaktes hergeleitet wird, ist daher immer öffentlich-rechtlich, und zwar unabhängig davon, ob die mit dem Verwaltungsakt geregelte Rechtsbeziehung öffentlich-rechtlicher Art ist und, wenn das der Fall ist, durch Verwaltungsakt geregelt werden darf (…BSGE 49, 291, 292 = SozR 4100 § 145 Nr. 1 m.w.N.;… BSGE 61, 11 f = SozR 1300 § 50 Nr. 13; BVerwG DÖV 1990, 521 ;… vgl. Kopp, Verwaltungsgerichtsordnung , 7. Aufl. 1986, § 40 Rz 8).
Nach insoweit einheitlicher Rechtsprechung des BSG, des Bundesverwaltungsgerichts und des Bundesgerichtshofes hätte er zivilrechtlich nach § 812 Bürgerliches Gesetzbuch gegen den Kläger vorgehen müssen (…vgl zB BSGE 32, 145 = SozR Nr. 49 zu § 51 SGG;… BSGE 61, 11 = SozR 1300 § 50 Nr. 13; BVerwGE 84, 274 ff; BGHZ 71, 180, 183; 73, 202, 203).
OVG Niedersachsen, 24.09.1997 - 4 L 7340/95
Wohngeldrecht;; Erstattung; Haushaltsvorstand; Wohngeld
Zu Unrecht erbrachte Leistung zwischen Leistungsträger und Empfänger aufgrund …
VG Leipzig, 04.02.2002 - 6 K 2230/01