Source: https://bgh-anwalt.de/schwerpunkte/rechte-spalte/xi-zivilsenat
Timestamp: 2019-11-21 12:05:39
Document Index: 115368116

Matched Legal Cases: ['§ 85', '§ 238', '§ 522', '§ 574', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 305', 'BGH', 'BGH', 'Art. 103', '§ 138', '§ 522', '§ 531', '§ 305', 'Art. 103', 'BGH', '§ 242', '§ 355', '§ 495', '§ 26', '§ 3', '§ 355', '§ 495']

ZPO § 85 Abs. 2; § 238 Abs. 2 Satz 1; § 522 Abs. 1 Satz 4; § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Abs. 2
Beschluss vom 18. Juni 2019 – XI ZB 28/18
Der Anleger, der aufgrund einer Verletzung der Aufklärungspflicht oder einer fehlerhaften Beratung eine für ihn nachteilige Kapitalanlage erworben hat, ist bei der gebotenen wertenden Betrachtung ohne Rücksicht auf die objektive Werthaltigkeit von Leistung und Gegenleistung bereits durch den schuldrechtlichen Erwerb der Kapitalanlage geschädigt, weil der ohne die erforderliche Aufklärung gefasste Anlageentschluss von den Mängeln der fehlerhaften Aufklärung beeinflusst ist, so dass der Schadensersatzanspruch wegen fehlerhafter Anlageberatung mit dem Abschluss des Beteiligungsvertrags entsteht (Bestätigung Senatsurteile vom 8. März 2005 - XI ZR 170/04, BGHZ 162, 306, 309 f., vom 26. Februar 2013 - XI ZR 498/11, BGHZ 196, 233 Rn. 25, vom 8. April 2014 - XI ZR 341/12, WM 2014, 1036 Rn. 25, vom 24. März 2015 - XI ZR 278/14, WM 2015, 1181 Rn. 19 ff. und vom 16. Mai 2017 - XI ZR 430/16, WM 2017, 1155 Rn. 18; BGH, Urteile vom 30. Oktober 2014 - III ZR 493/13, WM 2014, 2310 Rn. 30 und vom 18. Oktober 2018 - III ZR 497/16, WM 2018, 2179 Rn. 26). Darauf, ob der Geschädigte seine Vertragserklärung noch widerrufen kann, kommt es für die Entstehung des Schadensersatzanspruchs nicht an (Abgrenzung BGH, Urteil vom 8. November 2018 - III ZR 628/16, WM 2018, 2317 Rn. 20).
BGB §§ 305c, 355 (Fassung bis zum 10. Juni 2010)
Eine Widerrufsbelehrung, die erteilt wird, obwohl ein gesetzliches Widerrufsrecht nicht besteht, ist aus der maßgeblichen Sicht eines durchschnittlichen Kunden bei der gebotenen objektiven Auslegung nicht als Angebot auf Vereinbarung eines voraussetzungslosen vertraglichen Widerrufsrechts zu verstehen (Bestätigung Senatsurteile vom 12. Juli 2016 - XI ZR 501/15, BGHZ 211, 105 Rn. 43 und vom 23. Januar 2018 - XI ZR 359/16, WM 2018, 664 Rn. 20 sowie - XI ZR 397/16, juris Rn. 14; Abgrenzung BGH, Urteil vom 8. November 2018 - III ZR 628/16, WM 2018, 2317 Rn. 19).
Beschluss vom 26. März 2019 - XI ZR 372/18
GG Art. 103 Abs. 1; ZPO § 138 Abs. 2, § 522 Abs. 2 Satz 2, § 531 Abs. 2; BGB § 305 Abs. 1 Satz 3 BGB
1. Überspannt das Gericht offenkundig Anforderungen an die Substantiierung und versäumt es deshalb, entscheidungserheblichen Sachvortrag in der nach Art. 103 Abs. 1 GG gebotenen Weise zur Kenntnis zu nehmen, ist der verfassungsrechtlich verbürgte Anspruch auf Gewährung rechtlichen Gehörs evident verletzt (vgl. BGH, Beschlüsse vom 28. Februar 2012 – VIII ZR 124/11, WuM 2012, 311 Rn. 5 und vom 22. Januar 2013 – XI ZR 471/11, NJW-RR 2013, 948 Rn. 7).
2. Zur Frage des Anspruchs auf Rückzahlung einer im Rahmen eines Darlehensvertrags entrichteten Bearbeitungsgebühr.
Beschluss vom 19. März 2019 – XI ZR 9/18
Beschluss vom 19. März 2019 - XI ZR 44/18
BGB § 242; § 355 Abs. 1 und 2; § 495 Abs. 1
1. Zur Unzulässigkeit eines Feststellungsbegehrens.
2. Zur Frage der Wirksamkeit eines Widerrufs einer auf den Abschluss eines Verbraucherdarlehensvertrags gerichteten Willenserklärung.
Urteil vom 19. Februar 2019 – XI ZR 225/17
EGZPO § 26 Nr. 8 Satz 1; ZPO § 3, 4 Abs. 1 Satz 1
Zum Wert der Rechtsmittelbeschwer bei Rückabwicklung eines Darlehensvertrages.
Beschluss vom 18. September 2018 – XI ZR 703/17
BGB § 355 Abs.1 und 2, § 495 Abs. 1
Zur Frage der Wirksamkeit des Widerrufs der auf den Abschluss eines Verbraucherdarlehensvertrags gerichteten Willenserklärungen.
Urteil vom 18. September 2018 – XI ZR 750/16