Source: http://www.kkhconsulting.de/dienstleistungen/55.html
Timestamp: 2014-07-23 09:42:18
Document Index: 140670252

Matched Legal Cases: ['§ 54', '§ 54', '§ 26', '§ 53', '§ 58', '§ 31', '§ 13', '§ 21', '§ 19', '§ 1', '§ 1', '§ 11', '§ 16', '§ 32', '§ 38', '§ 41', '§ 1', '§ 1', '§ 3', '§ 1']

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Abfall ist die summarische Bezeichnung für Gegenstände, Stoffe, Rückstände oder Reste, deren sich der Besitzer entledigen will. Der häufig sinnverwandte Begriff Müll wurde ursprünglich für Kehricht und trockene Abfälle verwandt. Das neue Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz unterscheidet nach Abfällen zur Verwertung und Abfällen zur Beseitigung (jene, die nicht verwertet werden können).
Das Gesetz ist seit 28. Juli 2007 in Kraft und regelt die Verbringung von Abfällen und die damit verbundene Verwertung oder Beseitigung.
Akkreditierung ist gemäß ISO/IEC 17011:2004 die Bestätigung durch eine dritte Stelle, die formal darlegt, dass eine Konformitätsbewertungsstelle die Kompetenz besitzt, bestimmte Konformitätsbewertungsaufgaben durchzuführen. Konformitätsbewertungsstellen sind Organisationen, die folgende Dienstleistungen zur Konformitätsbewertung bereitstellen: Prüfung, Inspektion, Zertifizierung von Managementsystemen, Personen (im Sinne von Qualifikationsnachweis) und Produkten
Als Audit (von lat. „Anhörung“) werden allgemein Untersuchungsverfahren bezeichnet, die dazu dienen, Prozesse hinsichtlich der Erfüllung von Anforderungen und Richtlinien zu bewerten. Dies erfolgt häufig im Rahmen eines Qualitätsmanagements. Die Audits werden von einem speziell hierfür geschulten Auditor durchgeführt.
Heute werden in fast allen Bereichen von Unternehmen oder Organisationen von Zeit zu Zeit Audits durchgeführt: Finanzwesen, Informationsmanagement, Datenschutz, Produktionsabläufe, Kundenmanagement, Qualitätsmanagement, Umweltmanagement etc.
Beim Einrichten, Zertifizieren und Aufrechterhalten von Managementsystemen spielen Audits eine wichtige Rolle.
Die Audittypen werden nach verschiedenen Kriterien unterschieden.
Unterscheidung nach dem Auditgegenstand:
Systemaudit (betrachtet das Managementsystem)
Verfahrensaudit (beurteilt die Einhaltung und Zweckmäßigkeit des betrachteten Verfahrens)
Prozessaudit (betrachtet einzelne Prozesse)
Complianceaudit (Überprüfung der Übereinstimmung mit einem Regelwerk, Fragenkatalog)
Produktaudit (betrachtet das Produkt anhand der Kundenerwartungen)
Unterscheidung nach dem Status des Auditors:
Internes Audit (1st Party; der Auditor ist Mitarbeiter der Organisation, in der das Audit durchgeführt wird)
Lieferantenaudit (2nd Party; üblicherweise von dem Managementbeauftragten eines Kunden bei seinem Lieferanten)
Zertifizierungsaudit (3rd Party; von einem unabhängigen Auditor einer Zertifizierungsstelle)
Audits im Zusammenhang mit der Zertifizierung von Managementsystemen:
Voraudit zur Feststellung der Zertifizierungsfähigkeit, auch friendly Audit genannt
Zertifizierungsaudit mit Prüfung der Dokumente und der Erfüllung des zu zertifizierenden Regelwerks anhand eines Fragenkatalogs
Überwachungsaudit (wird üblicherweise jährlich durchgeführt) zur Überwachung der weiteren Entwicklung des Managementsystems
Wiederholungsaudit oder Rezertifizierung wird bei den meisten Managementsystemen alle drei Jahre durchgeführt
Zur Durchführung von Audits qualifizierte Person. Für das Qualitäts- und Umweltmanagement gilt jedoch der in der ISO 19011 festgelegte Standard, der von vielen anderen Systemen mit übernommen wird. Für die verschiedenen Managementsysteme und Audittypen, zum Beispiel Lieferanten-, Compliance- , System- und Prozessaudit gibt es zahlreiche Anbieter für die Ausbildung von internen und externen Auditoren. Interne und externe Auditoren unterscheiden sich dadurch, dass interne Auditoren nur innerhalb Ihres eigenen Unternehmens eingesetzt werden, während externe Auditoren in jedem Unternehmen eingesetzt werden können.
Abwasser ist sowohl das durch Gebrauch verunreinigte (bzw. in seinen Eigenschaften oder seiner Zusammensetzung veränderte) Wasser, als auch das von befestigten Flächen abfließende Niederschlagswasser sowie das anfallende Fremdwasser, welches in die Kanalisation durch bauliche Schäden eintritt. Abwässer werden in der Kanalisation gesammelt und transportiert, in Deutschland praktisch immer in Kläranlagen behandelt und danach in als Vorfluter dienende Gewässer eingeleitet.
Grüne Dächer...
Besonders die Speicherung von Sonnenwärme in nicht isolierten Hauswänden trägt zur Belastung des Klimas im Wohnumfeld bei. Fassaden- und Dachbegrünung isolieren die Häuser zusätzlich, speichern kaum Sonnenenergie und bieten außerdem vielen Arten Lebensräume. Grün am Haus kann sowohl beim Neubau eingeplant als auch am Altbau nachträglich installiert werden. Grüne Dächer und Wände tragen zusätzlich zum Schutz der Baumaterialien vor Verwitterung und zum Regenwasserrückhalt bei.
...und grüne Wände isolieren und bieten Tieren einen Lebensraum.
Betriebe müssen je nach Tätigkeit verschiedene Beauftragte benennen. Wer welche Beauftragte benennen muss, ist in den jeweiligen Rechtsgebieten festgelegt.
Es gibt folgende gesetzlich geforderten Beauftragten:
Betriebs-beauftragter für Abfall
§ 54 f. KrW-/AbfG(AbfBetrBV)
Betreiben bestimmter Anlagen nach § 54 KrW-/AbfG oder Besitzer im Sinne nach § 26 KrW-/AbfG
Immissions-schutzbeauf-tragter
§ 53 f. BImSchG5. BImSchV
Betreiben genehmigungs-bedürftiger Anlagen nach Anhang I der 5. BImSchV
Störfall-beauftragter
§§ 58 a ff. BImSchG5. BImSchV12. BImSchV
Betreiben genehmigungs-bedürftiger Anlagen nach Anhang I der 5. BImSchV, bei Erreichen bzw. Überschreiten der in Spalte 5 des Anhang I 12. BImSchV genannten Mengenschwellen
Strahlenschutz-beauftragter
§ 31 ff. StrSchV§ 13 ff. RöV
bei Umgang mit radioaktiven Substanzen, ionisierenden Strahlen, Röntgenstrahlen
Gewässerschutz-beauftragter
§ 21 a WHG§ 19 i Abs. 3 WHG
bei Direkteinleitung von mehr als 750 m3 Abwasser pro Tag; auf Anordnung der Behörde
Gefahrgut-beauftragter
§§ 1 ff. GbV
bei Beförderung gefährlicher Güter mit Eisenbahn-, Straßen-, Wasser- oder Luftfahrzeugen; Befreiungen nach § 1 b sind möglich
§ 11 GenTG§ 16 GenTSV
Betreiben gentechnischer Anlagen
Zweck dieses Gesetzes ist es, Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen und dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorzubeugen.
Die Vorschriften dieses Gesetzes gelten für
die Errichtung und den Betrieb von Anlagen, dabei sowohl für (nach BImSchG) genehmigungs- als auch für nicht genehmigungsbedürftige Anlagen
das Herstellen, Inverkehrbringen und Einführen von Anlagen, Brennstoffen und Treibstoffen, Stoffen und Erzeugnissen aus Stoffen nach Maßgabe der §§ 32 bis 37,
die Beschaffenheit, die Ausrüstung, den Betrieb und die Prüfung von Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern und von Schienen-, Luft- und Wasserfahrzeugen sowie von Schwimmkörpern und schwimmenden Anlagen nach Maßgabe der §§ 38 bis 40 und den Bau öffentlicher Straßen sowie von Eisenbahnen, Magnetschwebebahnen und Straßenbahnen nach Maßgabe der §§ 41 bis 43.
Zweck des Gesetzes ist es, den Menschen und die Umwelt vor schädlichen Einwirkungen gefährlicher Stoffe und Zubereitungen zu schützen, insbesondere sie erkennbar zu machen, sie abzuwenden und ihrem Entstehen vorzubeugen.
Das Gesetz nennt Kriterien für gefährliche Stoffe und Zubereitungen und regelt u.a. folgende Bereiche:
Anmeldung neuer Stoffe (= Stoffe, die nicht im EG-Altstoffverzeichnis bezeichnet sind)
Zulassung von Biozid-Produkten
Einstufung, Verpackung, Kennzeichnung von Stoffen
Mitteilungspflichten zu Stoffen
Ermächtigung zu Verboten/Beschränkungen sowie Maßnahmen zum Schutz von Beschäftigten
Durchführung von Stoffprüfungen nach den Grundsätzen der Guten Laborpraxis (GLP)
Das DIN Deutsches Institut für Normung e. V. (kurz DIN) ist die nationale Normungsorganisation der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Berlin.
DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagementsystem nach der Norm der International Organization for Standardization)
Mit der Normenreihe EN ISO 9000 ff. sind Normen geschaffen worden, die die Grundsätze für Maßnahmen zum Qualitätsmanagement dokumentieren. Gemeinsam bilden sie einen zusammenhängenden Satz von Normen für Qualitätsmanagementsysteme, die das gegenseitige Verständnis auf nationaler und internationaler Ebene erleichtern sollen.
DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagementsystem nach der Norm der International Organization for Standardization)
Die internationale Umweltmanagementnorm ISO 14001 legt weltweit anerkannte Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem fest und ist Teil einer Normenfamilie. Diese Normenfamilie beinhaltet zahlreiche weitere Normen zu verschiedenen Bereichen des Umweltmanagements, unter anderem zu Ökobilanzen, zu Umweltkennzahlen bzw. zur Umweltleistungsbewertung. Sie kann sowohl auf produzierende als auch auf dienstleistende Unternehmen angewendet werden.
Im Gegensatz zu EMAS basiert ISO 14001 nicht auf einer EG-Verordnung sondern ist das Ergebnis privatwirtschaftlicher Normung.
Im Vergleich zu EMAS legt ISO 14001 weniger Wert auf Kommunikation und Dialog mit der Öffentlichkeit.
Demnach ist es besonders für Betriebe geeignet, die weniger Interesse an Außendarstellung und - dem mit der Einführung eines Umweltmanagementsystems verbundenen - Imagegewinn haben und z.B. auf die Veröffentlichung einer Umwelterklärung verzichten möchten.
Interessant ist es somit bspw. für weltweit agierende Zulieferbetriebe, deren Kunden ein extern zertifiziertes Umweltmanagementsystem verlangen.
Aufgrund der Kompatibilität der Normen ist ISO 14001 darüber hinaus besonders interessant für Betriebe, die bereits ein Qualitätsmanagementsystem gemäß ISO 9001 eingerichtet haben und dieses erweitern möchten.
EM („Effektive Mikroorganismen“) ist die Bezeichnung für eine Mischung von ca. 80 verschiedenen nützlichen Mikroorganismen, die traditionell für die Herstellung von Lebensmitteln verwendet werden. Anfang der achtziger Jahre ist es dem japanischen Professor für Gartenbau Teruo Higa gelungen, durch eine einzigartige Kombination dieser aufbauenden Mikrobenstämme eine nachhaltig stabile Lösung herzustellen.
Die Anwendung von Effektiven Mikroorganismen findet sowohl in der konventionellen Landwirtschaft als auch bei Biobauern äußerst großen Anklang. Durch den Einsatz von EM können Düngerkosten gesenkt und kann mit der Zeit Verunkrautung vermindert werden. Da die Effektiven Mikroorganismen vor allem im anaeroben Bereich arbeiten, sind sie besonders dort einsetzbar, wo Probleme mit Fäulnis, Gestank und Verschlammung auftreten. Weiterhin finden die Effektiven Mikroorganismen Einsatz im Gemüseanbau, Obstbau und Weinbau. Darüber hinaus tragen sie in Teichen, Biotopen und Fischgewässern sehr zur Verbesserung der Wasserqualität sowie zum Abbau von Schlamm bei.
Es handelt sich dabei um das europäische Umweltmanagementsystem, dessen Anforderungen in der EG-Verordnung 761/2001 geregelt sind.
Geregelt wird die freiwillige Beteiligung am europäischen Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (EMAS). Die EMAS-VO steht für einen neuen Typus umweltpolitischer Instrumente, welche die Verantwortung der Unternehmen für ihre Tätigkeiten und Umweltauswirkungen stärken.
Das Ziel von EMAS ist die Förderung einer kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung von Organisationen durch:
die Schaffung und Anwendung von Umweltmanagementsystemen durch die Organisationen,
eine systematische, objektive und regelmäßige Bewertung der Leistung dieser Umweltmanagementsysteme und
die Information der Öffentlichkeit (Umwelterklärung) über die Umweltleitstung.
Die Ziele dieser Verordnung sollen auf Basis freiwilliger und eigenverantwortlicher Anreizmodelle verwirklicht werden. Die Teilnahme für das Unternehmen ist freiwillig, im Falle der Teilnahme werden die Anforderungen der Verordnung aber verpflichtende Systembestandteile.
Die EMAS-Verordnung stellt die gesetzlich geregelte Alternative zur privatwirtschaftlichen Norm DIN EN ISO 14001 dar.
Sind die von einer Anlage ausgehenden Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnliche Erscheinungen.
Als Energiesparlampen bezeichnet man künstliche Lichtquellen, die Glühlampen ähnlich sind, jedoch bei gleicher Helligkeit weniger Energie umsetzen. Häufig werden Kompaktleuchtstofflampen als Energiesparlampen bezeichnet.
Am 18. März 2009 schuf die Europäische Kommission die Verordnung (EG) Nr. 244/2009, welche einen 6-Stufen-Plan zum Ersatz der Glühlampe durch Energiesparlampen enthält.
Zweck dieser Verordnung ist es, durch Regelungen über die Einstufung, über die Kennzeichnung und Verpackung von gefährlichen Stoffen, Zubereitungen und bestimmten Erzeugnissen sowie über den Umgang mit Gefahrstoffen den Menschen vor arbeitsbedingten und sonstigen Gesundheitsgefahren und die Umwelt vor stoffbedingten Schädigungen zu schützen, insbesondere sie erkennbar zu machen, sie abzuwenden und ihrer Entstehung vorzubeugen, soweit nicht in anderen Rechtsvorschriften besondere Regelungen getroffen sind.
Sind auf Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur und sonstige Sachgüter einwirkenden Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen, Licht, Wärme, Strahlen und ähnliche Umwelteinwirkungen.
Das KrW-/AbfG regelt die Entsorgung von Abfällen auf der Grundlage des Prinzips Vermeidung vor Verwertung, Verwertung vor Beseitigung. Hier sind insbesondere Anforderungen an eine ordnungsgemäße Abfallentsorgung, Pflichten der Abfallerzeuger und Abfallbesitzer, Zulassungsverfahren und die Überwachung festgelegt.
KVP steht für „Kontinuierlicher Verbesserungsprozess“ und bedeutet im speziellen Fall des Umweltmanagements die stetige Verbesserung der betrieblichen Umweltleistung. Sowohl die europäische EMAS-Verordnung als auch die Umweltmanagementnorm ISO 14001 fordern diese kontinuierliche Verbesserung als Zertifizierungskriterium.
Als Landschaftspflege wird die landschaftsbauliche Umsetzung der im Rahmen der Landschaftsplanung festgelegten Ziele zu Bewahrung und Gestaltung von Natur und Landschaft bezeichnet. Als wichtiger Teilbereich der Landespflege ist sie neben dem Naturschutz und der Erholungsvorsorge ein Aspekt der Landschaftsplanung.
Sie hat die Aufgabe, in speziellen Bereichen einer Gemeinde die ökologische und landschaftliche Vielfalt zu erhalten, zu sanieren oder auch neu zu entwickeln und damit bedeutende, auch zum Teil großräumige Landschaftstypen (z.B. Heideflächen, Riedflächen, Streuobstwiesen) zu erhalten. Im Gegensatz zum Naturschutz ist Landschaftspflege nicht konservativ-bewahrend, in ihrem Rahmen greift der Mensch aktiv in Natur und Landschaft ein, um deren Gesamtzustand zu verbessern.
Systeme des Management, die dessen Aufgaben umfassend beschreiben und verknüpfte Methoden zur erfolgreichen Bewältigung (Zielsetzung, Steuerung, Kontrolle) beinhalten.
Ein Managementsystem hat in erster Linie die Aufgabe, das Unternehmen bei der Erreichung seiner Zielsetzungen zu unterstützen und damit zum Unternehmenserfolg, zum Umweltschutz und zur Arbeitssicherheit beizutragen. Zur Zielerreichung kann ein Managementsystem in mehrfacher Hinsicht Hilfestellung leisten, nämlich als Steuerungs- und Optimierungsinstrument, als Kommunikationsmittel, bei der Zuordnung von Verantwortungen und Befugnissen sowie durch Übernahme einer Sicherungsfunktion.
Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren Systems in einer Weise, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise nachwachsen kann.
Im allgemeinen Verständnis setzt sich der Begriff der Nachhaltigkeit aus drei Komponenten zusammen, die auch als Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit bezeichnet werden.
Die ökologische Nachhaltigkeit umschreibt die Zieldimension, Natur und Umwelt für die nachfolgenden Generationen zu erhalten. Dies umfasst den Erhalt der Artenvielfalt, den Klimaschutz, die Pflege von Kultur- und Landschaftsräumen in ihrer ursprünglichen Gestalt sowie generell einen schonenden Umgang mit der natürlichen Umgebung.
Die ökonomische Nachhaltigkeit stellt das Postulat auf, dass die Wirtschaftsweise so angelegt ist, dass sie dauerhaft eine tragfähige Grundlage für Erwerb und Wohlstand bietet. Von besonderer Bedeutung ist hier der Schutz wirtschaftlicher Ressourcen vor Ausbeutung.
Die soziale Nachhaltigkeit versteht die Entwicklung der Gesellschaft als einen Weg, der Partizipation für alle Mitglieder einer Gemeinschaft ermöglicht. Dies umfasst einen Ausgleich sozialer Kräfte mit dem Ziel, eine auf Dauer zukunftsfähige, lebenswerte Gesellschaft zu erreichen.
Nachhaltigkeit betrifft alle Betrachtungsebenen, kann also lokal, regional, national oder global verwirklicht werden. Während aus ökologischer Perspektive zunehmend ein globaler Ansatz verfolgt wird, steht hinsichtlich der wirtschaftlichen und sozialen Nachhaltigkeit oft der nationale Blickwinkel im Vordergrund. Desgleichen wird für immer mehr Bereiche eine nachhaltige Entwicklung postuliert, sei es für den individuellen Lebensstil oder für ganze Sektoren wie Mobilität oder Energieversorgung.
Ziel des Naturschutzes in Deutschland ist es, Natur und Landschaft auf Grund ihres eigenen Wertes und als Lebensgrundlagen des Menschen zu erhalten (§ 1 Bundesnaturschutzgesetz). Er ist somit öffentliche Aufgabe und dient dem in Artikel 20a Grundgesetz verankerten Staatsziel.
Ist ein Arbeitsschutzmanagementsystem mit dem Ziel der Senkung der Zahl der Arbeitsunfälle und die Verbesserung der Gesundheit der Beschäftigten am Arbeitsplatz.
OHSAS 18001 (Occupational Health and Safety Assessment Series) lehnt sich sehr eng an die ISO 9001 und 14001 an. In Deutschland haben bis jetzt circa eintausend Betriebe ein Zertifikat nach OHSAS 18001 erhalten.
Öko-Audit (EMAS)
Öko-Audit bedeutet Umweltbetriebsprüfung. Es ist eine systematische, objektive dokumentierte und regelmäßig wiederholte Überprüfung des umweltrelevanten Zustandes der Behörde. Das Ergebnis der Umweltbetriebsprüfung ist, Schwachstellen zu erkennen und zu beseitigen, Umweltziele festzulegen und fortzuschreiben, strategische und operative Chancen der Behörde zu nutzen, um somit die kontinuierliche Verbesserung des Umweltschutzes zu gewährleisten.
Eine Ökobilanz ist das Umweltprotokoll eines Produktes, eines Prozesses, einer Dienstleistung oder eines gesamten Unternehmens. Sie fasst die jeweiligen Auswirkungen auf die Umwelt zusammen und bewertet sie.
Der Handelsrat für nachhaltige Entwicklung definiert Ökoeffizienz über die Formel:
Ökoeffizienz = (Wirtschaftlicher Wert eines Produktes)/(Einfluss bzw. Auswirkungen auf die Umwelt)
Ökoeffizienz ist eine Kennzahl, mit der Produktionsprozesse und Produkte wirtschaftlicher gestaltet werden sollen. Die Steigerung der Umweltverträglichkeit ist dabei ein positiver Nebeneffekt.
ÖKOPROFIT (ÖKOlogisches PROjekt Für Integrierte Umwelt-Technik) ÖKOPROFIT ist ein Umweltberatungsprogramm, das 1991 in Graz entwickelt wurde und seit dem auch von vielen Kommunen in Bayern für örtlich ansässige Unternehmen angeboten wird.
Die teilnehmenden Firmen werden bei der Umsetzung mit Workshops, Erfahrungsaustausch, Beratung vor Ort, sowie praxisgerechten Arbeitsmaterialien unterstützt. Am Ende steht eine Prüfung und Auszeichnung. Ist ein Umweltmanagementansatz für kleine Betriebe.
Der PDCA-Zyklus beschreibt die Phasen im kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) und besteht aus vier Elementen:
Strategieentwicklung und Planung (plan),
Umsetzung und Koordination von Maßnahmen (do),
Kontrolle von Maßnahmen (check),
Korrektur der Strategie und Pläne (act).
Ist die direkte Umwandlung von Strahlungsenergie, vornehmlich Sonnenenergie, in elektrische Energie mittels Solarzellen.
Prozessorientierung schafft Transparenz bezüglich der in einer Organisation ablaufenden Prozesse. Zusätzlich forciert sie die Ausrichtung der Prozesse auf den Kunden.
QuB (Qualitätsverbund umweltbewusster Betriebe)
ist ein eigenständiges Umweltmanagementsystem für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus Handwerk, Industrie und Handel. Das Konzept des QuB ging aus dem des QuH – Qualitätsverbund umweltbewusster Handwerksbetriebe – hervor, das speziell auf die Anforderungen und Strukturen von Handwerksbetrieben ausgerichtet war. Mit dem QuB wurde das System nun auf alle KMU angepasst und somit auch für Nicht-Handwerksbetriebe geöffnet.
Unter Renaturierung versteht man die Wiederherstellung von naturnahen Lebensräumen aus z. B. landwirtschaftlichen Bodenflächen oder begradigten Flüssen. Bei der Renaturierung von Bächen und Flüssen wird versucht, das ursprüngliche nichtbegradigte Flussbett wiederherzustellen, die Strömungsgeschwindigkeit und damit die Überschwemmungsgefahr zu reduzieren, sowie ursprüngliche Tier- und Pflanzenarten wiederanzusiedeln. Zu den zeitaufwendigsten Renaturierungsprojekten zählen Moorrenaturierungen.
ist die Nutzbarmachung der solaren Einstrahlung unserer Sonne mittels technischer Hilfsmittel und Einrichtungen.
Aus der Sonnenstrahlung kann Wärme / Hitze / Prozesswärme oder auch elektrische Energie gewonnen werden.
Da das Energieangebot der Sonne tages- und jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt, ist die Speicherung der Energie ein unverzichtbarer Bestandteil der Solartechnik.
Mit dem stetigen technischen Fortschritt werden Solarzellen heutzutage nicht nur effektiver, sondern auch immer kleiner. Mittlerweile haben viele Hersteller in der Industrie eigene solarbetriebene Produkte entwickelt, zu denen Ladegerät, Mobiltelefone und kleinere Spielereien zählen.
Dienen der Erwärmung von Wasser oder anderen Wärmeträgern (Solaranlagen). Ein Sonnenkollektor ist eine Vorrichtung zur Sammlung der im Sonnenlicht enthaltenen Energie. Traditionell steht die Bezeichnung für einen thermischen Solarkollektor, der mit der „eingefangenen“ Sonnenenergie ein Übertragungsmedium (Heizwasser) aufheizt, wobei nahezu das gesamte Strahlungsspektrum des Sonnenlichtes in thermischen Solaranlagen mit relativ hohem Wirkungsgrad ausgenutzt wird. Vorrichtungen zur Gewinnung von elektrischer Energie in Photovoltaikanlagen werden dagegen als Solarmodule bezeichnet.
Unter dem Begriff Stadtklima wird heute die menschengemachte Veränderung des Klimas und der Luftqualität in städtischen Ballungsräumen zusammengefasst. Diese Veränderungen basieren hauptsächlich auf dem Einfluss von Versiegelung und Bebauung sowie Industrie und Verkehr. Typische Phänomene des Stadtklimas sind neben der Luftverschmutzung erhöhte Luft- und Oberflächentemperaturen sowie veränderte Wind- und Niederschlagsverhältnisse. Zum Problem für unsere Lebensqualität wird das vor allem an heißen Sommertagen, in denen nur noch der Aufenthalt im Grünen Entlastung bringen kann.
Eine Technische Anleitung ist eine allgemeine Verwaltungsvorschrift, in der die gesetzlichen Anforderungen im Bereich des Umweltrechts konkretisiert werden. Sie bildet die Grundlage für Genehmigungen und Anordnungen zuständiger Verwaltungen.
Es gibt folgende Technische Anleitungen:
TA Abfall
TA Siedlungsabfall
Technische Regeln sind Empfehlungen und technische Vorschläge, die einen Weg zur Einhaltung eines Gesetzes, einer Verordnung, eines technischen Ablaufes usw. empfehlen. Sie sind keine Rechtsnormen und haben damit auch nicht zwangsläufig den Charakter von gesetzlichen Vorschriften. Technische Regeln können jedoch Gesetzeskraft erhalten, z.B. durch bauaufsichtliche Einführung.
Einige Technische Regeln sind z.B.:
TRBA Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe
TRGS Technische Regeln für Gefahrstoffe
Zweck dieses Gesetzes ist es, eine wirksame Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 761/2001 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. März 2001 über die freiwillige Beteiligung von Organisationen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (EMAS) (ABl. EG Nr. L 114 S. 1) in der jeweils geltenden Fassung sicherzustellen, insbesondere dadurch, dass
unabhängige, zuverlässige und fachkundige Umweltgutachter und Umweltgutachterorganisationen zugelassen werden,
eine wirksame Aufsicht über zugelassene Umweltgutachter und Umweltgutachterorganisationen ausgeübt wird und
Register über die geprüften Organisationen geführt werden.
Beim Umweltmanagement geht es darum, die Umweltauswirkungen einer Organisation zu verbessern, also negative Umweltauswirkungen zu reduzieren und positive Umweltauswirkungen zu steigern. Dazu müssen diejenigen Bestandteile von Tätigkeiten, Produkten oder Dienstleistungen ermittelt werden, die Umweltauswirkungen haben: die sogenannten Umweltaspekte einer Organisation.
die Reaktion der Umwelt auf verursacherbezogene Umwelteinwirkungen. Je nach Art und Eigenschaften können Umweltauswirkungen
kurz-, mittel- bzw. langfristig auftreten, ständig bzw. nur vorübergehend vorhanden sein, aufhebbar (reversibel) bzw. nicht aufhebbar (irreversibel) sein,
kumulativ (aufgrund von Anreicherung zunehmend) wirken,
synergetisch (sich gegenseitig ver-stärkend) bzw. antagonistisch (sich gegenseitig abschwächend)
positiv bzw. negativ (d.h. ökosystem-fördernd oder –beeinträchtigend)
Umweltbetriebsprüfung
EMAS legt für die Umweltbetriebsprüfungen verschiedene Anforderungen fest. Dabei ist die Umweltbetriebsprüfung ein Managementinstrument, das eine systematische, dokumentierte, regelmäßige Bewertung der Leistung der Organisation zum Schutz der Umwelt umfast und der Überprüfung der Wirksamkeit eines Umweltmanagementsystems dient.
Umweltbetriebsprüfungen sind vom Wesen her den internen Audits nach DIN EN ISO 14001 gleich.
Umweltbilanzierung
Umweltbilanzen sind die Grundlage für die systematische Bewertung und Reduzierung der Umweltauswirkungen Ihres Unternehmens.
Sie stellen dazu die Stoff- und Energiemengen, die Sie zur Erstellung Ihrer Produkte einbringen (Inputs), den Stoff- und Energiemengen gegenüber, die Ihr Unternehmen wieder verlassen (Outputs). Stoffe im Sinne der Umweltbilanz umfassen Ausgangsmaterialien, Zwischenprodukte, Produkte, Emissionen und Abfall. Damit Ihre Bilanz ausgeglichen ist, erfassen Sie darüber hinaus die Bestandsdaten. Die Angaben machen Sie in physikalischen Einheiten. Um Ihre weitere Arbeit mit der Umweltbilanz zu erleichtern, erfassen Sie idealerweise auch die dazugehörigen monetären Werte der Stoff- und Energiemengen.
Die Daten Ihrer Umweltbilanz können Sie z.B. als Basis für die Umweltprüfung nach EMAS oder ISO 14001 oder für das Umweltcontrolling nutzen.
Das Umweltcontrolling überträgt den Gedanken des klassischen Finanzcontrolling auf die betrieblichen Umweltaspekte. Anders als im betriebswirtschaftlichen Controlling erfassen Sie mit dem Umweltcontrolling
Stoff- und Energieflüsse, deren Umweltauswirkungen, die damit zusammenhängenden Kosten und Erlöse, die rechtliche und gesellschaftliche Bewertung der Umweltauswirkungen sowie umweltrelevante Chancen und Risiken.
Genau wie beim klassischen Controlling verankern Sie den Soll-Ist-Vergleich in Ihrer Organisation. Die Zahlen für den Soll-Ist-Vergleich erhalten Sie z.B. über die Umweltkostenrechnung bzw. das Umweltkostenmanagement. Dazu bilden Sie aussagekräftige Kennzahlen, wie z.B. Energieverbrauch pro Produkteinheit.
Wer sich an EMAS beteiligen will, muss in festgelegten Abständen eine aktualisierte Umwelterklärung eröffentlichen. Dabei kann das Medium frei gewählt werden.
Die Umwelterklärung dient der Umweltberichterstattung. Über dieses Medium sollen alle interessierten Kreise regelmäßig zu die Organisation betreffenden Umweltfragen informiert werden.
Durch die Bildung von betrieblichen Umweltkennzahlen werden umweltbezogene Leistungen des Unternehmens mess- und nachvollziehbar. Betriebliche Umweltkennzahlen liefern Informationen über umweltrelevante betriebswirtschaftliche Tatbestände in konzentrierter Form.
Die Kennzahlen ermöglichen ein effizientes Umweltcontrolling, bei dem Soll-Ist-Vergleiche sowohl zwischen verschiedenen Standorten als auch mit anderen Unternehmen der Branche möglich werden.
Umweltkostenmanagement
Das Umweltkostenmanagement ist eine Weiterentwicklung der Umweltkostenrechnung. Sie konzentrieren sich damit auf Effizienzsteigerungen beim Ressourceneinsatz. Die Umwelt entlasten Sie - anders als bei der Umweltkostenrechnung - nicht durch Einzelmaßnahmen und -investitionen sondern durch geringeren Ressourcen-Verbrauch und durch Reduzierung des Abfalls. Den Erfolg des Umweltkostenmanagements macht deswegen die permanente Optimierung im Detail aus.
Das Umweltmanagement ist der Teilbereich des Managements einer Organisation (Unternehmen, Behörde, etc.), der sich mit den betrieblichen und behördlichen Umwelt(schutz)belangen der Organisation beschäftigt. Es dient zur Sicherung einer nachhaltigen Umweltverträglichkeit der betrieblichen Produkte und Prozesse einerseits sowie der Verhaltensweisen der Mitarbeiter und Stakeholder andererseits. Hierzu gehören u. a.
die Umweltpolitik der Organisation, z. B. eine Identifizierung und Aktivierung der Schnittmengen aus ökologisch und ökonomisch vorteilhaften Maßnahmen
der Umweltschutz, z. B. technische Maßnahmen zur Verringerung der Umwelteinwirkungen, Vermeidung von nicht vertretbaren Umweltschädigungen und -inanspruchnahmen, Beiträge zur Vorsorge und Sanierung
die Umweltleistung (die messbaren Ergebnisse bzgl. der Umweltauswirkung(en), also z. B. Emissionen, Abwasser, Bodenverunreinigungen, etc.)
die Einhaltung der behördlichen Auflagen bzw. der gesetzlichen Grenzwerte
die Normierungsverantwortung, das heißt eine Unterstützung einer Ökologie gerechten Verhaltensnormierung der Stakeholder
Umweltleistung (Indikatoren)
Umweltleistungen sind messbare Ergebnisse einer Organisation im Hinblick auf die Bestandteile ihrer Tätigkeiten und Produkte, die auf die Umwelt einwirken können (Umweltaspekte). EMAS II und ISO 14031 grenzen Umweltleistung in ähnlicher Weise ab wie die ISO 14001, allerdings werden auch nichtmessbare Ergebnisse miteinbezogen. Umweltleistung wird nach DIN EN ISO 14031 definiert als die „Ergebnisse, die aus dem Management der Umweltaspekte einer Organisation resultieren“. Im Zusammenhang mit Umweltmanagementsystemen können Ergebnisse sowohl anhand der Umweltpolitik als auch anhand der allgemeinen und spezifischen Umweltziele gemessen und beurteilt werden.
In der ISO 14031 werden zwei grundlegende Kategorien von Kennzahlen für die Umweltleistungsbewertung unterschieden. Die erste Kategorie bilden die Umweltzustandsindikatoren. Sie stellen Informationen über den Zustand der Umwelt dar. Diese Informationen können einer Organisation helfen, die tatsächlichen oder potentiellen Auswirkungen ihrer Umweltaspekte besser zu verstehen. Die zweite Kategorie stellen die Umweltleistungskennzahlen dar. Diese Kategorie kann in zwei Arten von Umweltleistungskennzahlen differenziert werden.
Managementleistungskennzahlen beziehen sich auf Informationen über die Aktivitäten des Managements zur Beeinflussung der Umweltleistung. Diese Kennzahlen konzentrieren sich meist auf die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, Allokation und effiziente Nutzung von Ressourcen, Umweltkostenmanagement, Einkauf, Produktentwicklung, Dokumentation und korrigierende Maßnahmen, die einen Einfluss auf die Umweltleistung der Organisation haben oder haben können.
Operative Leistungskennzahlen beziehen sich auf Informationen über die Umweltleistung einer Organisation im operativen Bereich. Diese Kennzahlen umfassen allem auf die Verwendung von Materialien, Rohstoffen und Energie. Auch die Abgabe von Emissionen und innerbetriebliche Abfallwirtschaft sind Schwerpunkte.
Die betriebliche Umweltpolitik ist die zentrale schriftliche Erklärung über die Absichten und Grundsätze einer Organisation (Betrieb, Behörde etc.) im Umweltschutz, meist durch die Unternehmensführung. Die Erstellung einer schriftlichen Umweltpolitik ist für Organisationen, die ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 oder EMAS-Verordnung einführen, verbindlich vorgeschrieben. Als strategisches Dokument muss die Umweltpolitik von der obersten Leitung der Organisation (z. B. der Geschäftsführung) festgelegt werden. In den Vorgaben ISO 14001 und EMAS-Verordnung werden Mindestanforderungen an eine Umweltpolitik festgelegt, beispielsweise muss die Organisation sich zur Einhaltung der Anforderungen aus dem Umweltrecht, zur ständigen Verbesserung der Umweltleistung, zur Vermeidung von Umweltbelastungen und zur Einbindung der Mitarbeiter verpflichten.
Generell sind im Umweltprogramm Ziele und Maßnahmen zu finden, die zum einen die Langzeitziele der Umweltpolitik konkretisieren und damit Schritte zu deren Realisierung darstellen und zum anderen den in der Umweltprüfung oder Umweltbetriebsprüfung festgestellten Handlungsbedarf umsetzen.
Damit stellt das Umweltprogramm die Arbeitsgrundlage der Organisation für den Umweltschutz dar.
ist eine erste umfassende Untersuchung der Tätigkeiten am Standort und deren Auswirkungen auf die Umwelt, der ökologischen Fragestellungen und der vorhandenen Leistung und Organisation des betrieblichen Umweltschutzes. Sie ist in der EMAS-Verordnung vorgeschrieben.
Es markiert Produkte und Dienstleistungen, die innerhalb einer Produktgruppe bezüglich einzelner Merkmale umweltfreundlicher sind als andere; z. B. der Blaue Engel, die Euroblume. Umweltzeichen sind freiwillig und werden von verschiedenen Institutionen, Verbänden oder unabhängigen Prüfinstituten vergeben.
Dokumentierter Nachweis, dass ein Prozess oder Verfahren mit hoher Sicherheit geeignet ist, eine spezifische Aufgabe zu erfüllen.
Festlegung der technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen und Prozesse, die zur Erreichung des angestrebten Qualitätszieles erforderlich sind. Sie beschreibt die Mindestanforderungen an das Managementsystem.
Verordnung für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (VAwS)
Wassergefährdende Stoffe sind grundsätzlich alle festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffe, die geeignet sind, nachhaltig die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Wassers nachteilig zu verändern. Hierzu zählen insbesondere Säuren, Laugen, Halogene, wasserlösliche Kohlenwasserstoffe, Alkohole.
Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sind z.B. Anlagen zum Lagern, Abfüllen, Umschlagen, Herstellen und Behandeln sowie Anlagen zum Verwenden wassergefährdender Stoffe. Anlagen sind selbständige und ortsfeste oder ortsfest benutzte Funktionseinheiten.
Der Begriff Umgang beinhaltet:
- LAU-Anlagen (Lagern, Abfüllen, Umschlagen),
- HBV-Anlagen (Herstellen, Behandeln, Verwenden) und
- das Befördern in Rohrleitungen.
Aus der Wassergefährdungsklasse eines Stoffes und der Menge der Stoffe bestimmt sich die Gefährdungsstufe (Stufe A, B, C, D) der Anlage. In der Anlagenverordnung (VAwS) ist für die Gefährdungsstufen und Tätigkeiten festgelegt, welche Anforderungen an die Anlage gestellt werden.
Durch eine ausreichende Wärmedämmung von Außenwänden kann der unnötige Energieverbrauch für die Heizung – aber auch für die Kühlung im Sommer reduziert werden. Städte wie München, Münster oder Stuttgart haben dies erkannt und unterstützen finanziell die Altbausanierung. Und die Steigerung der Energieeffizienz hilft dabei nicht nur bei der Entlastung des Klimas und der Anpassung an die negativen Folgen des Klimawandels, sondern schont auch den eigenen Geldbeutel. So verzeichneten die Heizkosten eine massive Preissteigerung von 38 Prozent zwischen 2001 und 2006.
Wassergefährdungsklasse (WGK)
Chemikalien werden auf ihre Gefährlichkeit hin untersucht und eingestuft. Ein wichtiges Kriterium ist die Einstufung nach ihrer Wassergefährdung; unterschieden werden drei Wassergefährdungsklassen (WGK).
Hierbei werden drei Wassergefährdungsklassen (WGK) unterschieden:
WGK 1: schwach wassergefährdend (z.B. Kohlenstoffmonoxid, Schwefeldioxid, Natriumhydroxid, Heizöl (schwer))
WGK 2: wassergefährdend (z.B. Ammoniak, Chlor, Dieselkraftstoff, Heizöl)
WGK 3: stark wassergefährdend (z.B. Blausäure, Quecksilberverbindungen, Altöle unbekannter Zusammensetzung)
Das Wasserhaushaltsgesetz ist in Deutschland ein Rahmengesetz des Bundes, das zusammen mit den Wassergesetzen der Länder den Hauptteil des deutschen Wasserrechts bildet.
Hierbei handelt es sich nicht um ein reines Schutzgesetz. Der Begriff Haushalt weist darauf hin, dass das Gesetz die Bewirtschaftung regelt und dabei den haushälterischen Umgang mit der Ressource Wasser sicherstellen soll. Nutzung und Schutz sind also aufeinander bezogene Ziele des Gesetzes, ohne dass damit eine Rangfolge festgelegt wäre (vgl. § 1a WHG). Der Begriff Schutz hat im Zusammenhang mit dem Wasser zudem zwei Seiten: Ein Anliegen ist der Schutz des Wassers in seiner Funktion als Trink- und Brauchwasser und als Lebensraum für Flora und Fauna (Wasser als Schutzobjekt). Ein weiteres Anliegen ist der Schutz vor dem Wasser bei Hochwasserereignissen (Siedlungs- und Landwirtschaftsflächen als Schutzobjekt).
Das WHG zählt in § 3 abschließend auf, welche Tätigkeiten Benutzungen im Sinne des Gesetzes sind. Entsprechend der Aufteilung in § 1 Absatz 1 werden den Gewässern unterschiedliche Benutzungsarten zugewiesen:
Aufstauen und Absenken
Entnehmen und Ableiten von Wasser
Entnehmen von festen Stoffen, soweit dies auf den Zustand des Gewässers oder auf den Wasserabfluss einwirkt
Einbringen und Einleiten von Stoffen
Entnehmen, Zutagefördern, Zutageleiten und Ableiten
Aufstauen, Absenken und Umleiten durch Anlagen, die hierzu bestimmt oder hierfür geeignet sind
wandelt die kinetische Energie des Windes in elektrische Energie um und speist sie in das Stromnetz ein.
Als Zertifizierung bezeichnet man ein Verfahren, mit dessen Hilfe die Einhaltung bestimmter Standards für Produkte / Dienstleistungen und ihrer jeweiligen Herstellungsverfahren einschließlich der Handelsbeziehungen nachgewiesen werden kann. Im Gegensatz zur Akkreditierung besteht die Zertifizierung im Allgemeinen in der Ausstellung eines Zertifikats.
Zertifikate werden oft zeitlich befristet vergeben und hinsichtlich der Standards unabhängig oder proprietär kontrolliert.
Wichtige Arten der Zertifizierung sind z.B.:
Zertifizierung als Fundament des Qualitätsmanagements in der Industrie, zur Garantie der Qualität (z.B. ISO 9001).
Zertifizierung zum Nachweis der Einhaltung von Anforderungen an den Arbeits- und Umweltschutz gem. OHSAS bzw. ISO 14001 oder EMAS-Verordnung
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