Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=27.11.2009&Aktenzeichen=LwZR%2012%2F08
Timestamp: 2018-10-21 11:24:03
Document Index: 9015864

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 1056', 'BGH', 'BGH', '§ 1056', 'BGH', '§ 1056', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 27.11.2009 - LwZR 12/08 - dejure.org
Übergang des Kündigungsrechts eines nach der Beendigung eines Nießbrauchs in einen von dem Nießbraucher abgeschlossenen Pachtvertrag als Verpächter eingetretenen Eigentümers auf einen Erwerber; Auslegung des § 1056 BGB
Grundsätzlich kein Übergang des Kündigungsrechts des Eigentümers, der nach Beendigung des Nießbrauchs in Pachtvertrag eingetreten ist
Pachtrecht - Kündigung durch Erwerber
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 27.11.2009, Az.: LwZR 12/08 (Kündigung eines Pachtvertrags nach Beendigung des Nießbrauchs)" von Notar Dr. Oliver Gehse, original erschienen in: DNotZ 2010, 946 - 949.
AG Plön, 20.03.2008 - 20 Lw 111/07
OLG Schleswig, 04.11.2008 - 3 U 29/08
BGH, 28.01.2010 - LwZR 12/08
NJW-RR 2010, 815
DNotZ 2010, 941
NZM 2010, 474
Diese Auslegung hält der eingeschränkten revisionsrechtlichen Nachprüfung (vgl. dazu nur Senat, Urteil vom 27. November 2009 - LwZR 12/08, NJW-RR 2010, 815 Rn. 28) stand.
OLG Frankfurt, 19.05.2011 - 12 U 115/09
Kündigungsrecht des Nacherben
54 Das Kündigungsrecht des § 1056 Abs. 2 BGB besteht nach der herrschenden Meinung während der gesamten Mietzeit (BGH, LwZR 12/08, MDR 2010, 260, Juris Rn. 26; KG, OLGE 18, 150).
Eine bloße Vertragsfortführung aufgrund des gesetzlichen Vertragsübergangs reicht in diesem Fall nicht, denn das Kündigungsrecht des § 1056 BGB besteht während der gesamten Vertragsdauer (BGH, LwZR 12/08, MDR 2010, 260, Juris Rn. 26; KG, OLGE 18, 150, 152).
9 bb) Hier ist aber die Auslegung des Berufungsgerichts, bei der Bezeichnung des Pachtgegenstands in dem Pachtvertrag als Ackerland habe es sich um eine bloße Falschbezeichnung gehandelt, auch unter Berücksichtigung der im Rahmen der revisionsrechtlich nur begrenzt möglichen Überprüfung einer tatrichterlichen Auslegung von Willenserklärungen (vgl. dazu nur Senat, Urteil vom 27. November 2009 - LwZR 12/08, NJW-RR 2010, 815 Rn. 28; BGH…, Urteil vom 27. Juni 2014 - V ZR 51/13, NJW-RR 2014, 1423 Rn. 14 mwN) rechtsfehlerhaft.
Tritt im Laufe des Rechtsstreits Fälligkeit ein, ergeht das Urteil ohne Rücksicht auf diese Vorschriften (vgl. BGH 27. November 2009 - LwZR 12/08 - zu II 1 a der Gründe, MDR 2010, 260).