Source: http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Gesetze_AUEG.html
Timestamp: 2016-12-10 01:05:35
Document Index: 176990190

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 9', '§ 10', '§ 9', '§ 9', '§ 2', '§ 14']

HENSCHE Arbeitsrecht: Arbeitnehmerüberlassungsgesetz
Das Ar­beit­neh­mer­über­las­sungs­ge­setz (kurz: „AÜG“) re­gelt die sog. Ar­beit­neh­mer­über­las­sung, d.h. das - in der Re­gel zeit­lich be­grenz­te -Aus­lei­hen ei­nes Ar­beit­neh­mers zur Ar­beit in dem Be­trieb ei­nes Drit­ten, des "Ent­lei­hers". Statt von Ar­beit­neh­mer­über­las­sung spricht man auch von Zeit­ar­beit oder von Leih­ar­beit. Bei Ar­beit­neh­mer­über­las­sung fal­len Ar­beits­ver­trag und Ar­beits­leis­tung aus­ein­an­der: Der Ar­beits­ver­trag des Leih­ar­beit­neh­mers be­steht mit dem Ver­lei­her, die Ar­beits­leis­tung er­folgt bei dem Ent­lei­her. Das AÜG schreibt vor, dass Zeit­ar­beits­fir­men, die als Ver­lei­her ge­werbs­mä­ßig Ar­beit­neh­mer Drit­ten zur Ar­beits­leis­tung über­las­sen wol­len, da­zu ei­ne be­hörd­li­che Er­laub­nis be­nö­ti­gen (§ 1 Abs.1 Satz 1 AÜG). Wer das nicht be­ach­tet, wird durch die Un­wirk­sam­keit der Ver­trä­ge zwi­schen Ver­lei­her und Ent­lei­her so­wie zwi­schen Ver­lei­her und Leih­ar­beit­neh­mer be­straft (§ 9 Nr.1 AÜG). Die Un­wirk­sam­keit die­ser Ver­trä­ge hat zur Fol­ge, dass das Ge­setz das Be­ste­hen ei­nes Ar­beits­ver­hält­nis­ses zwi­schen dem Ent­lei­her und dem Leih­ar­beit­neh­mer an­ord­net (§ 10 Abs.1 Satz 1 AÜG). Wer sich da­her als Ent­lei­her mit un­se­riö­sen Zeit­ar­beits­fir­men ein­läßt, ris­kiert da­her, dass die ver­meint­li­chen Zeit­ar­beits­kräf­te zur ei­ge­nen Be­leg­schaft ge­hö­ren. Das AÜG ent­hält auch den Grund­satz der Lohn­gleich­heit („equal pay“) im Ver­hält­nis von Leih­ar­beit­neh­mer und ver­gleich­ba­ren Ar­beits­kräf­ten im Ent­lei­her-Be­trieb (§ 9 Nr.2 AÜG). Da­von kann aber ab­ge­wi­chen wer­den, wenn die Be­zah­lung des Leih­ar­beit­neh­mers durch An­wen­dung ei­nes Ta­rif­ver­trags er­folgt (§ 9 Nr.2, 3. Halb­satz AÜG). Die zur Aus­he­be­lung des Equal-Pay-Grund­sat­zes ver­ein­bar­ten Leih­ar­beits-Ta­rif­ver­trä­ge der Ta­rif­ge­mein­schaft Christ­li­cher Ge­werk­schaf­ten für Zeit­ar­beit und Per­so­nalSer­vice-Agen­tu­ren (CG­ZP) sind al­ler­dings un­wirk­sam und kön­nen die An­sprü­che von Leih­ar­beit­neh­mern auf glei­che Be­zah­lung wie die Stamm­be­leg­schaft nicht be­sei­ti­gen, wie das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) En­de 2010 ent­schie­den hat.
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§ 2a Kosten
§ 14 Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrecht