Source: https://www.kreis-oh.de/index.php?ModID=7&FID=335.4913.1&object=tx%7C335.4913.1
Timestamp: 2017-12-17 02:11:56
Document Index: 34033921

Matched Legal Cases: ['§ 6', 'Art. 1', '§ 1', '§ 72', '§ 4', '§ 25', '§ 1', '§ 35', '§ 6', '§ 3', '§ 38', '§ 30', '§ 30', '§ 38', '§ 34', '§ 11', '§ 34', '§ 34', '§ 9', '§ 16', '§ 11', '§ 9', '§ 11', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 45', '§ 24', '§ 9', '§ 3', '§ 31', '§ 32', '§ 3', '§ 23', '§ 13', '§ 26', '§ 17', '§ 9', '§ 34', '§ 28', '§ 1', '§ 21', '§ 1', '§ 35', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§1', '§ 21', '§ 262', '§ 28', '§ 5', '§ 5', '§ 25', '§ 68', '§ 235', '§ 75']

Satzung des Wasser- und Bodenverbandes Redingsdorf / Kreis OH
Wasser- und Bodenverbandes REDINGSDORF
Aufgrund des § 6 des Gesetzes über Wasser- und Bodenverbände (Wasserverbandsgesetz – WVG) – vom 12. Februar 1991 (BGBl. I S. 405), geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 15. Mai 2002 (BGBl. I S. 1578) und des Ausführungsgesetzes zum Gesetz über Wasser- und Bodenverbände (Landeswasserverbandsgesetz – LWVG) in der Fassung der Bekanntma-chung vom 11. Februar 2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 86) wird folgende Satzung erlassen:
Aus Gründen der sprachlichen Verständlichkeit wird die nachstehende Satzung in der männli-chen Form abgefasst. Durch die hier gewählte Formulierung sind jedoch weibliche und männ-liche Betroffene in gleicher Weise gemeint.
(1) Der Verband führt den Namen „Wasser- und Bodenverband (Kurzfassung: WBV) RE-DINGSDORF“ und hat seinen Sitz in Eutin im Kreis Ostholstein. Er ist als Wasser- und Bodenverband eine Körperschaft des öffentlichen Rechts gemäß § 1 WVG.
(2) Der Verband führt als Dienstsiegel das kleine Landessiegel mit der Inschrift „Wasser- und Bodenverband REDINGSDORF.“ Er ist Rechtsnachfolger der 1928 kraft Gesetzes gebildeten „Wassergenossenschaft Redingsdorf“.
(4) Der Verband ist gemäß § 72 Abs. 2 des Wasserverbandsgesetzes vom 12. Februar 1991 Mitglied (Unterverband) des Wasser- und Bodenverbandes OSTHOLSTEIN (O-berverband) in Eutin.
(zu §§ 4, 6, 9, 22 WVG)
1. die jeweiligen Eigentümer und Erbbauberechtigten der im Mitgliederverzeichnis aufge-führten Grundstücke und Anlagen (dingliche Mitglieder),
3. die im Mitgliederverzeichnis aufgeführten Personen, denen der Verband im Rahmen seiner Aufgaben Pflichten abnimmt oder erleichtert.
(2) Das Mitgliederverzeichnis wird vom Oberverband fortgeschrieben und aufbewahrt. Bei den dinglichen Mitgliedern erfolgt die Fortschreibung auf der Grundlage von Auszügen aus dem Grundbuch und/oder gültigen Katasterunterlagen. Die Mitglieder sind zur Mittei-lung gem. § 25 Abs. 2 dieser Satzung verpflichtet.
1. Ausbau einschließlich naturnahem Rückbau und Unterhaltung von offenen und verrohrten Gewässern;
5. Unterhaltung und Rückbau von Anlagen, die keine oberirdischen Gewässer im Sinne des § 1 Abs. 1 des Gesetzes zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetz - WHG) und keine Anlagen nach § 35 des Landeswassergesetzes in der Fassung vom 11. Februar 2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 91) sind, soweit sie der Vorflut von Grundstücken meh-rerer Eigentümer dienen und ein Einzugsgebiet von mehr als 20 ha entwässern;
6. Erwerb, Herrichtung, Erhaltung und Pflege von Flächen - einschließlich des Verfügungs-streifens gem. § 6 Abs. 2 der Satzung -, Anlagen und Gewässern zum Schutz und zur Verbesserung des Naturhaushalts, der Gewässergüte, des Bodens und für die Land-schaftspflege. Soweit die Maßnahme dies erfordert, kann der Verband zur Durchführung der Aufgabe Grundflächen erwerben oder anderweitig langfristig sicherstellen.
7. Verbesserung landwirtschaftlicher Flächen sowie sonstiger Flächen einschließlich der Re-gelung des Bodenwasser- und Bodenlufthaushalts;
1. die erforderlichen Arbeiten an seinen Gewässern, Anlagen und Rohrleitungen durchzu-führen;
4. alle weiteren, sich aus den Verbandsaufgaben ( § 3 ) ergebenden Maßnahmen durch-zuführen.
(2) Grundlage für die Unterhaltung und den Ausbau der Gewässer einschließlich ihrer natur-nahen Umgestaltung sind die von der Wasserbehörde festgestellten oder genehmigten
- Gewässer- und Anlagenverzeichnisse sowie Gewässerpflegepläne nach § 38 Landes-wassergesetz
Je eine Ausfertigung wird beim Verband und bei der Aufsichtsbehörde / Wasserbehörde hinterlegt.
(1) Zur Durchführung seines Unternehmens kann der Verband zweckentsprechende Ma-schinen einsetzen. Die Grundstückseigentümer oder -besitzer sind verpflichtet, diese Ma-schinen auf ihren Grundstücken aufzunehmen und das Befahren ihrer Grundstücke so-wie deren Überquerung durch Personal des Verbandes und beauftragte Dritte zu dulden.
(2) Die Anlieger an den Gewässern und Rohrleitungen, bei ungenügender Breite der Anlie-gergrundstücke auch die Hinterlieger, haben jederzeit unentgeltlich die Inanspruchnahme ihrer Grundstücke für die Ausführung der Unterhaltungs- und Wiederherstellungsarbeiten an den Gewässern, Anlagen und Rohrleitungen von Hand oder mit Maschinen zu dulden. Anlieger und Hinterlieger von offenen Gewässern haben den Aushub bis 0,2 cbm pro lfd. Meter Uferlänge unentgeltlich auf ihren Grundstücken aufzunehmen und innerhalb von 6 Monaten einzuebnen oder zu beseitigen (§ 30 Abs. 2 der Satzung). Die Inanspruchnahme der Grundstücke und die Lagerung des Aushubs haben, wenn die Verhältnisse es ohne wesentlichen Mehraufwand gestatten, unter Berücksichtigung der Zumutbarkeit für den Eigentümer abwechselnd rechts- und linksseitig des Gewässers zu erfolgen (§ 30 Abs. 3 der Satzung).
(1) Grundstücke im Verbandsgebiet dürfen nur so bewirtschaftet werden, dass die Unterhal-tung und Erhaltung der Gewässer in einem ordnungsgemäßen Zustand gemäß § 38 LWG nicht beeinträchtigt wird; insbesondere muss bei der Nutzung und Bebauung von Ufergrundstücken die Möglichkeit der maschinellen Gewässerunterhaltung gewährleistet bleiben. Dies gilt auch für Grundstücke an verrohrten Gewässern und Rohrleitungen. Kontrollschächte müssen jederzeit zugänglich sein.
(2) Neben den offenen Gewässern gilt ein Geländestreifen von 5,00 m Breite ab der oberen Böschungskante, bei verrohrten Gewässern und Rohrleitungen von 6,00 m Breite nach jeder Seite der Rohrleitungsachse als Verfügungsstreifen. Innerhalb dieser Verfügungs-streifen dürfen bauliche Anlagen (z. B. Gebäude, Garten- und Gerätehäuser, feste Ein-friedigungen) nur in besonders begründeten Fällen und nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verbandes und Bäume, Sträucher und Hecken nur so gepflanzt werden, dass Unterhaltungsarbeiten nicht unverhältnismäßig erschwert werden. Sind solche bau-lichen Anlagen, Anpflanzungen oder Ver-/Entsorgungsleitungen, die für den Verband mit Mehraufwand - im Vergleich zu einem Gewässer, dessen Unterhaltung unerschwert in kostengünstiger Weise möglich ist - verbunden sind, vorhanden, fällt dieser Mehraufwand dem Grundstückseigentümer oder -besitzer zur Last, auf dessen Grundstück sich die baulichen Anlagen oder Anpflanzungen befinden. Durch Ver-/Entsorgungsleitungen ver-ursachter Mehraufwand fällt dem jeweiligen Träger dieser Leitungen zur Last. Die Anlieger haben zu dulden, dass der Verband die Böschungen und die Ufer bepflanzt, soweit dies für die Unterhaltung erforderlich ist. Sie können verpflichtet werden, die Ufergrundstücke in erforderlicher Breite so zu bewirtschaften, dass die Unterhaltung nicht beeinträchtigt wird. Die Erfordernisse des Uferschutzes sind bei der Nutzung zu beachten.
(3) Die Eigentümer, Erbbauberechtigten und Nutzungsberechtigten der an ein Gewässer des Verbandes grenzenden, als Weide genutzten Grundstücke sind zur wehrhaften Einzäu-nung und deren Unterhaltung verpflichtet.
Der Zaun muss mindestens 0,80 m Abstand von der oberen Böschungskante haben, darf eine Höhe von 1,50 m nicht überschreiten und die Gewässerunterhaltung nicht erschwe-ren. Die Grabenendverrohrungen sind in der durchgehenden Flucht des einmündenden Gewässers einzuzäunen und mit einer Hecköffnung von mind. 4,0 m Durchfahrtsbreite zu versehen, deren Verschluss so eingerichtet sein muss, dass eine zügige Durchführung der Gewässerunterhaltung gewährleistet ist. Die Heckpfähle
Der Verbandsvorstand ist ermächtigt, im Einzelfall andere Abstände und Abmessungen anzuordnen.
(4) Das an ein Gewässer des Verbandes grenzende Ackerland darf nur in einem Abstand von 0,80 m ab der oberen Böschungskante und außerhalb dieser Entfernung nur so bewirt-schaftet werden, dass die Ufer des Gewässers nicht beschädigt werden. Der Verbands-vorstand kann im Einzelfall andere Abstände anordnen.
(5) Viehtränken, Übergänge, Wasserentnahmestellen, Drainanschlüsse an den Kontroll-schächten und ähnliche Anlagen in und an den Verbandsanlagen sind nach Angabe des Verbandes so anzulegen und zu unterhalten, dass sie die Verbandsunternehmen nicht erschweren. Sie bedürfen vor ihrer Erstellung der Genehmigung des Verbandes unbe-schadet erforderlicher Genehmigungen nach Wasserrecht.
(6) Die Eigentümer der zum Verband gehörenden Grundstücke haben zugunsten des Ver-bandsunternehmens ein unterirdisches Durchleiten von Wasser in dichten Rohrleitungen und die Unterhaltung und Erhaltung dieser Leitungen einschließlich der Kontrollschächte zu dulden.
(7) Dränausläufe, die in die vom Verband zu unterhaltenden Gewässer einmünden, sind so anzulegen und zu markieren, dass sie bei den Unterhaltungsarbeiten nicht beschädigt werden und diese nicht hemmen. Die Dränausläufe und die Markierungen sind von den Grundstückseigentümern zu unterhalten. Eine Haftung des Verbandes für Schäden an den Dränausläufen und den Markierungen erfolgt nur bei deren ordnungsgemäßen Unter-haltung. Art und Umfang der Markierung können durch den Verbandsvorstand besonders vorgeschrieben werden.
(10)Auf den im Einvernehmen mit den Grundstückseigentümern angelegten oder erworbenen und im Anlagenverzeichnis aufgeführten Gewässerrandstreifen ist die landwirtschaftliche Nutzung ausgeschlossen. Abs. 5 bleibt davon unberührt. Im Einzelfall kann zur Pflege ei-ne extensive Beweidung zugelassen werden.
(1) Es ist jährlich mindestens eine Schau der Gewässer, Anlagen und Rohrleitungen des Verbandes durchzuführen. Bei der Schau ist der Zustand der Gewässer, der Anlagen und der Rohrleitungen festzustellen, insbesondere, ob sie ordnungsgemäß unterhalten sind. Die Rohrleitungen werden stichpunktartig geschaut. Die Schau dient gleichzeitig der Ab-nahme der jährlichen Unterhaltungsarbeiten.
(2) Der Vorstand teilt nach Anhörung des Ausschusses das Verbandsgebiet in Schaubezirke ein. Die Schaukommission für jeden Schaubezirk besteht aus zwei Personen (Schaufüh-rer und Schaubeauftragter). Schauführer ist der Verbandsvorsteher oder ein vom Vor-stand bestimmtes Vorstands- oder Ausschussmitglied. Schaubeauftragter ist ein vom Ausschuss zu wählendes Verbandsmitglied. In Ausnahmefällen kann auf Weisung des Verbandsvorstehers der Schauführer durch einen hauptamtlichen Mitarbeiter der Ge-schäftsstelle des WBV OSTHOLSTEIN vertreten werden.
(3) Der Verbandsvorsteher macht Zeit und Ort der Schau nach § 34 bekannt und lädt die Schaukommission, die Aufsichtsbehörde und sonstige Beteiligte mit mindestens einwö-chiger Frist zur Schau. Die Mitglieder sind berechtigt, an der Schau teilzunehmen.
(5) Die Schauführer und Schaubeauftragten erhalten für ihre Tätigkeit Schaugeld und Ausla-genersatz (z. B. Fahrtkostenersatz). Das Schaugeld wird gemäß § 11 Ziffer 8 dieser Sat-zung festgesetzt, der Fahrtkostenersatz erfolgt in Anlehnung an das Bundesreisekosten-gesetz.
(1) Der Verbandsausschuss besteht aus 3 Mitgliedern. Sie sind ehrenamtlich tätig. Eine Stellvertretung findet nicht statt. Die Ausschussmitglieder werden von den Verbandsmit-gliedern gewählt.
Wiederwahl ist möglich. Vorstandsmitglieder sind nicht wählbar, es sei denn, sie erklären vor der Wahl, dass sie im Falle einer Wahl als Vorstandsmitglieder zurücktreten werden.
(3) Durch Bekanntmachung nach § 34 ruft der Verbandsvorsteher die Verbandsmitglieder mit mindestens zweiwöchiger Frist zur Abgabe von Wahlvorschlägen auf. Dies kann gemein-sam mit der Ladung zur Wahl erfolgen. Um zur Wahl zugelassen zu werden, muss jeder Wahlvorschlag mit mindestens 20 Beitragseinheiten (BE) unterstützt werden, wobei dies durch einen oder mehrere Verbandsmitglieder erfolgen kann. Jedes Verbandsmitglied kann nur einen Kandidaten unterstützen, ein Aufteilen der BE ist
20 BE erreicht werden. Die Wahlvorschläge sind unter Angabe des Namens, Berufs und Wohnorts des für die Wahl vorgeschlagenen Verbandsmitgliedes und im übrigen wie be-kannt gemacht einzureichen. Dem Wahlvorschlag ist eine Erklärung des Vorgeschlage-nen beizufügen, dass dieser zur Übernahme des Amtes eines Ausschussmitgliedes be-reit ist.
(4) Durch Bekanntmachung nach § 34 lädt der Verbandsvorsteher die Verbandsmitglieder mit mindestens einwöchiger Frist zur Ausschusswahl. Dies kann gemeinsam mit dem Aufruf zur Abgabe der Wahlvorschläge erfolgen. Weiterhin sind die Aufsichtsbehörde und der Oberverband einzuladen.
(5) Wahlberechtigt ist jedes Verbandsmitglied. Das Mitglied kann sein Stimmrecht durch ei-nen Vertreter ausüben lassen. Die Übertragung mehrerer Stimmrechte auf denselben Vertreter ist nicht zulässig. Der Wahlleiter (Abs. 6) kann vom Vertreter eine schriftliche Vollmacht fordern.
(6) Der Verbandsvorsteher leitet die Wahl (Wahlleiter). Er kann einen Vertreter bestimmen.
(7) Das Stimmenverhältnis verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder im Verhältnis der ermittel-ten Beitragseinheiten (Grundbeitrag und Flächenbeitrag) für die Gewässerunterhaltung, wobei eine Beitragseinheit einer Stimme entspricht und kein Mitglied mehr als zwei Fünftel aller Stimmen hat. Ein Aufteilen der Beitragseinheiten auf mehrere Bewerber ist nicht möglich.
Um das Grundeigentum streitende Personen sowie gemeinsame Eigentümer oder Erbbau-berechtigte haben gemeinsam eine Stimme. Nehmen an der Wahl nicht alle der um das Grundeigentum streitende Personen oder nicht alle gemeinsamen Eigentümer oder Erb-bauberechtigten teil, so haben die Teilnehmenden gemeinsam eine Stimme, wenn sie ein-heitlich stimmen; anderenfalls sind ihre Stimmen ungültig.
Gewählt wird unter Leitung des Wahlleiters (Abs. 6), wenn niemand widerspricht, durch Zuruf, sonst mit Stimmzettel. Gewählt sind die drei vorgeschlagenen Ausschussmit- glie-der, die die meisten Stimmen erhalten haben. Bei Stimmengleichheit entscheidet das vom Wahlleiter zu ziehende Los. Die Vorgeschlagenen, die nicht in den Ausschuss
(8) Über die Wahl ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Wahlleiter sowie dem Protokoll-führer zu unterzeichnen ist. Eine Abschrift ist der Aufsichtsbehörde zu übersenden.
(1) Die Mitglieder des Verbandsausschusses werden für sechs Jahre gewählt. Ihre Amtszeit endet erstmalig am 31. Dezember 2011.
(2) Wenn ein Mitglied des Verbandsausschusses vor dem Ablauf der Amtszeit ausscheidet, wird für den Rest der Amtszeit das Verbandsmitglied berufen, das bei der Wahl zum Ausschuss nach § 9 die nächst meisten Stimmen erhalten hat. Ausscheidende Mitglieder des Verbandsausschusses bleiben bis zur Wahl des Nachfolgers im Amt. Mitglieder, die in den Vorstand gewählt werden, scheiden mit der Wahlannahme aus.
Der Verbandsausschuss hat die ihm durch das Wasserverbandsgesetz, das Landeswasser-verbandsgesetz und diese Satzung zugewiesenen Aufgaben. Insbesondere hat er folgende Aufgaben:
3. Beschlussfassung über die Umgestaltung (Verbandserweiterung, Flächenumgliederung) oder Auflösung des Verbandes,
8. Festsetzung der Aufwandsentschädigung des Verbandsvorstehers und des Sitzungsgel-des der sonstigen Vorstands- und Ausschussmitglieder sowie des Schaugeldes,
9. Beschlussfassung über Rechtsgeschäfte zwischen Vorstandsmitgliedern und dem Ver-band,
11. Wahl der Vertreter und deren Stellvertreter für die Mitgliederversammlung des Oberver-bandes und zwar für die Dauer der Amtszeit des jeweiligen Vorstandes nach § 16 der Satzung,
(1) Der Verbandsvorsteher lädt die Ausschussmitglieder schriftlich mit mindestens einwöchi-ger Frist zu den Sitzungen und teilt die Tagesordnung mit. In dringenden Fällen kann die Frist unterschritten werden. Hierauf ist in der Ladung hinzuweisen. Der Verbandsvorste-her unterrichtet ferner die Vorstandsmitglieder und lädt die Aufsichtsbehörde und bei Be-darf weitere Personen/ Dienststellen.
(3) Der Verbandsvorsteher leitet die Sitzungen des Verbandsausschusses. Er und die übri-gen Vorstandsmitglieder nehmen mit beratender Stimme teil.
(5) Die Mitglieder des Ausschusses sind ehrenamtlich tätig und erhalten bei Wahrnehmung ihres Amtes Sitzungsgeld und Auslagenersatz (z. B. Fahrtkosten). Die Höhe des Sit-zungsgeldes wird gemäß § 11 Nr. 8 dieser Satzung festgesetzt, der Fahrtkostenersatz er-folgt in Anlehnung an das Bundesreisekostengesetz.
(6) Die Geschäftsführung nimmt beratend an der Sitzung teil und darf jederzeit das Wort ver-langen.
(1) Der Verbandsausschuss fasst seine Beschlüsse mit der Mehrheit der Stimmen der an-wesenden Mitglieder. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Bei Stimmengleichheit gilt ein An-trag als abgelehnt.
Der Verbandsausschuss ist beschlussfähig, wenn mindestens ein Zehntel der satzungs-gemäßen Mitglieder (§ 9 Abs.1) anwesend und alle rechtzeitig geladen sind. Ohne Rück-sicht auf die Anzahl der Erschienenen ist er beschlussfähig, wenn bei erneuter Ladung darauf hingewiesen worden ist, dass ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienenen beschlossen werden wird.
(2) Auf schriftlichem Wege erzielte Beschlüsse sind gültig, wenn sie einstimmig von allen Mitgliedern gefasst sind. Auf schriftlichem Wege sollen Beschlüsse nur herbeigeführt werden, wenn die Beschlussfassung keinen Aufschub duldet und eine besondere Aus-schusssitzung nicht vertretbar erscheint.
(3) Die Beschlüsse sind in einer Niederschrift festzuhalten. Diese ist vom Verbandsvorsteher und dem Protokollführer zu unterschreiben. Die Niederschrift ist allen Ausschussmitglie-dern, der Aufsichtsbehörde sowie dem Oberverband zu übersenden.
(1) Dem Vorstand gehören ein Vorsteher und zwei weitere Mitglieder (Beisitzer) an. Ein Bei-sitzer ist Stellvertreter des Vorstehers. Der Vorsteher führt die Bezeichnung Verbandsvor-steher.
Die Mitglieder des Vorstandes sind ehrenamtlich tätig. Der Verbandsvorsteher erhält eine jährliche Aufwandsentschädigung und Fahrtkostenersatz, die übrigen Vorstandsmitglieder erhalten für die Teilnahme an Vorstandssitzungen und anderen mit dem Verbandsvorste-her abgestimmten verbandlichen Anlässen Sitzungsgeld und Auslagenersatz (z. B. Fahrt-kosten). Die Aufwandsentschädigung sowie das Sitzungsgeld werden gemäß § 11 Nr. 8 dieser Satzung festgesetzt. Die Höhe des Fahrtkostenersatzes erfolgt in Anlehnung an das Bundesreisekostengesetz.
(1) Der Verbandsausschuss wählt den Vorstand. Weiterhin wählt er aus den Reihen des ge-wählten Vorstandes den Vorstandsvorsitzenden und seinen Stellvertreter. Das Ergebnis der Wahl ist der Aufsichtsbehörde unverzüglich anzuzeigen.
- jeder Landwirt eines überwiegend im Verbandsgebiet gelegenen landwirtschaftlichen Betriebes, der im Verbandsgebiet wohnt und nicht Eigentümer des Betriebes ist.
(4) Gewählt wird unter Leitung des ältesten Mitgliedes des Verbandsausschusses (Wahllei-ter). Die Wahlen erfolgen, wenn niemand widerspricht durch Handzeichen, sonst mit Stimmzettel. Gewählt ist, wer im ersten Wahlgang mehr als die Hälfte der abgegebenen Stimmen erhält. Wird diese Mehrheit nicht erreicht, findet zwischen den Bewerbern mit der höchsten Stimmenzahl eine Stichwahl statt. Hier entscheidet die einfache Mehrheit, bei Stimmengleichheit das vom Wahlleiter zu ziehende Los.
Der Vorstand leitet den Verband nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften, insbesondere des Wasserverbandsgesetzes, Landeswasserverbandsgesetzes und dieser Satzung. Zu sei-nen Aufgaben gehört es,
6. über Anordnungen nach § 6 Abs. 3 und 4, Genehmigungsfragen nach § 6 Abs. 5 und Vor-schriften nach § 6 Abs. 8 zu entscheiden,
8. Ort und Zeit der Verbandsschau zu bestimmen und die Schaukommission, die Aufsichts-behörde und sonstige Beteiligte zu laden (§ 45 Abs. 1 WVG),
13. über einen Antrag auf Aufhebung der Mitgliedschaft nach § 24 Abs. 2 WVG zu entschei-den,
(1) Der Verbandsvorsteher lädt die Vorstandsmitglieder schriftlich mit mindestens einwöchi-ger Frist zu den Sitzungen und teilt die Tagesordnung mit. In dringenden Fällen bedarf es keiner Frist. Hierauf ist in der Ladung hinzuweisen. Wer am Erscheinen verhindert ist, teilt dies dem Verbandsvorsteher oder der Geschäftsstelle unverzüglich mit. Die Aufsichtsbe-hörde und der Oberverband sind einzuladen, weitere Personen/ Dienststellen können bei Bedarf geladen werden.
Die Geschäftsführung nimmt beratend an der Sitzung teil und darf jederzeit das Wort ver-langen.
(3) Ist eine mündliche Beratung wegen der geringen Bedeutung des Beratungsgegen-standes nicht erforderlich oder wegen der Eilbedürftigkeit nicht möglich, kann die Zustim-mung der Vorstandsmitglieder auf schriftlichem Wege eingeholt werden (Umlaufverfah-ren). Beschlüsse im Umlaufverfahren bedürfen der Zustimmung aller.
(1) Der Vorstand ist gesetzlicher Vertreter des Verbandes. Als Ausweis dient dem Verbands-vorsteher bzw. seinem Stellvertreter eine Bestätigung der Aufsichtsbehörde.
(2) Erklärungen, durch die der Verband verpflichtet werden soll, bedürfen der Schriftform. Sie sind vom Verbandsvorsteher handschriftlich zu unterzeichnen. Durch Vorstandsbe-schluss können bestimmte Vertretungsbefugnisse dem Geschäftsführer zugewiesen wer-den.
(3) Wird für ein Geschäft oder einen Kreis von Geschäften ein Bevollmächtigter bestellt, so bedarf die Vollmacht der Form des Absatzes 2 Satz 1. Ist eine Erklärung gegenüber dem Verband abzugeben, genügt es, wenn sie einem Vorstandsmitglied oder dem vertretungs-befugten Geschäftsführer gegenüber abgegeben wird.
(4) Der Verbandsvorsteher führt den Vorsitz im Vorstand und im Ausschuss, in letzterem ohne Stimmrecht. Er bereitet die Beschlüsse des Vorstandes und des Ausschusses vor und führt die Beschlüsse des Vorstandes und des Ausschusses aus. Er hat auf die Ein-heitlichkeit der Verbandsführung hinzuwirken, er leitet und beaufsichtigt den Geschäfts-gang und ist für die sachdienliche Erledigung der Aufgaben verantwortlich. Die Wahr-nehmung von Geschäften der laufenden Verwaltung obliegt bis zu einem Wert von 5.000,00 € dem Verbandsvorsteher.
(5) Der Verbandsvorsteher unterrichtet in angemessenen Zeitabständen die Verbandsmitglie-der über die Angelegenheiten des Verbandes. Diese Unterrichtung kann zeitlich mit der Wahlversammlung nach § 9 Abs. 4 dieser Satzung erfolgen.
- die verwaltungsmäßige und technische Abwicklung der nach § 3 dieser Satzung wahr-zunehmenden Aufgaben,
- die Vornahme von Anordnungen gemäß § 31 sowie die Festsetzung von Zwangsgeld gemäß § 32 dieser Satzung.
(2) Die Dienstkräfte des Oberverbandes erfüllen die Aufgaben des Verbandes, wobei der Ge-schäftsführer und der Kassenverwalter des Oberverbandes gleichzeitig diese Funktionen für den Verband haben. Bei Geschäften der laufenden Verwaltung und bei Gefahr im Ver-zuge, vertritt der Geschäftsführer den Vorstand sowie den Verbandsvorsteher. Geschäfte der laufenden Verwaltung sind insbesondere Verpflichtungserklärungen im Rahmen des Haushaltsplanes bis zu einer Höhe von 5.000,00 €.
Abs. 3 WVG dürfen vom Verband erhoben und verarbeitet werden, soweit es zur Erfül-lung der Aufgaben gemäß § 3, insbesondere zur Ermittlung der Beitragspflichtigen und zur Festsetzung der Beiträge nach den §§ 23-25, erforderlich ist.
(2) Der Verband ist außerdem berechtigt, für die Zahlung von Entschädigungen und um Gra-tulationen auszusprechen, Namen, Anschrift, Funktion, Kontoverbindung, Tätigkeitsdauer und Geburtsdatum der Mitglieder der Verbandsgremien des Verbandes bei den Betroffe-nen gemäß §§ 13 Abs. 1 Satz 1, 26 Landesdatenschutzgesetz zu erheben und in einer Überweisungs- und Mitgliederdatei zu speichern.
(3) Die betroffenen Mitglieder und Nutznießer sind umgehend, spätestens mit dem nächsten Beitragsbescheid, über die im vorstehenden Ermächtigungsrahmen durchgeführte Erhe-bung und Verarbeitung personenbezogener Daten, die Rechtsgrundlage und den Zweck der Erhebung sowie bei (anschließender) Übermittlung auch über den Empfängerkreis der Daten aufzuklären (§ 26 LDSG). Dies gilt nicht, wenn die Betroffenen auf andere Weise Kenntnis von der Verarbeitung ihrer Daten erlangt haben. Bei der Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag (§ 17 LDSG) ist die Weitergabe von Daten an Auf-tragnehmer nicht als Übermittlung an Dritte anzusehen. Der Wasser- und Bodenverband bleibt verantwortlich.
(1) Das Haushaltswesen des Verbandes richtet sich nach dem Zweiten Abschnitt des LWVG. Die Haushaltswirtschaft ist nach den Grundsätzen der kameralen Buchführung zu führen. Das Haushaltsjahr ist das Kalenderjahr.
(2) Die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan sind vom Vorstand so rechtzeitig aufzustel-len, dass der Verbandsausschuss bis zum 31. Dezember eines Jahres die Haushaltssat-zung und den Haushaltsplan beschließen, der Beschluss gemäß § 9 LWVG und § 34 öf-fentlich bekannt gemacht und die Haushaltssatzung in Kraft treten kann.
(1) Die Mitglieder und die Nutznießer nach § 28 Abs. 3 WVG haben dem Verband die Beiträ-ge zu leisten, die zur Erfüllung seiner Aufgaben und Verbindlichkeiten und zu einer or-dentlichen Haushaltsführung erforderlich sind.
(4) Verbandsbeiträge sind öffentliche Abgaben. Die Beitragspflicht ruht als öffentliche Last auf den Grundstücken und Anlagen der Verbandsmitglieder, mit denen diese am Ver-bandsunternehmen teilnehmen.
(1) Die Beitragslast verteilt sich auf die Eigentümer und Nutznießer, die Vorteile aus dem je-weiligen Verbandsunternehmen haben oder dieses erschweren und Vorteile aus der Tä-tigkeit des Verbandes (§ 1 Abs. 4, § 21) haben.
(2) Beitragspflichtig ist, wer dem Verband am 01. Januar eines jeden Jahres als Eigentümer oder Erbbauberechtigter bekannt ist. Eigentumsänderungen sind dem Verband schriftlich durch Vorlage eines Auszuges aus dem Grundbuch oder Liegenschaftskataster nachzu-weisen.
1 Gewässerunterhaltung einschließlich naturnaher Umgestaltung alle Grundstücke und er-schwerenden Anlagen Beitragssatz je Mitglied (Grundbeitrag) und Bei-tragseinheit/ha (Flä-chenbeitrag) gemäß Ab-satz 4
2 Ausbau einschließlich naturnaher Um-gestaltung der Gewässer alle Grundstücke Beitragseinheit je Hektar
3 Bau, Unterhaltung und Rückbau von Anlagen in und an Gewässern alle Grundstücke Beitragseinheit je Hektar
4 Schutz von Grundstücken vor Hoch-wasser alle vorteilhabenden und erschwerenden Grundstücke lt. Plan Beitragseinheit je Hektar gem. Abs. 4
5 Herstellung, Beschaffung, Betrieb, Un-terhaltung und Beseitigung von Anlagen zur Be- und Entwässerung alle vorteilhabenden und erschwerenden Grundstücke lt. Plan Beitragseinheit je Hektar gem. Abs. 4 oder Li-ter/Sekunde gem. Abs. 4
6 Unterhaltung und Rückbau von Anla-gen, die keine oberirdischen Gewässer im Sinne des § 1 Abs. 1 WHG und kei-ne Anlagen nach § 35 LWG sind, so-weit sie der Vorflut von Grundstücken mehrerer Eigentümer dienen und ein Einzugsgebiet von mehr als 20 ha ent-wässern alle Grundstücke Beitragseinheit je Hektar gem. § 21 (2) LWVG
7 Erwerb, Herrichtung, Erhaltung und Pflege von Flächen, Anlagen und Ge-wässern zum Schutz des Naturhaus-halts a) alle Grundstücke bzw. b) bei ausdrücklicher An-forderung Dritter auf diese Dritten (Vorteilha-benden) a) Beitragseinheit je Hektar gem. § 21 Abs. 2 LWVG bzw. b) tatsächlich anfallende Kosten
9 Maßnahmen zur Bewirtschaftung und zum Schutz des Grundwassers und der oberirdischen Gewässer a) alle Grundstücke bzw. b) bei ausdrücklicher An-forderung Dritter auf diese Dritten (Vorteilha-benden) a) Beitragseinheit je Hektar gem. § 21 Abs. 2 LWVG bzw. b) tatsächlich anfallende Kosten
10 Förderung der Zusammenarbeit alle Grundstücke Beitragseinheit je Hektar gem. § 21 Abs. 2 LWVG
11 Förderung und Überwachung der vor-stehenden Aufgaben alle Grundstücke Beitragseinheit je Hektar gem. § 21 Abs. 2 LWVG
12 Sämtliche im Zusammenhang mit der EU-WRRL anfallenden Kosten werden – außer den Selbstverwaltungskosten – vom Land Schleswig-Holstein getragen
(4) Der Beitragsmaßstab nach Absatz 3 Ziffer 1 mit Ausnahme des Grundbeitrages, der in der Haushaltssatzung festgelegt wird, wird von einem Gutachterausschuss im Rahmen der Bestimmungen des § 21 Abs. 1 LWVG ermittelt. Weiterhin ermittelt der Gutachteraus-schuss den Maßstab für die Umlage der Beiträge zur Erfüllung der Aufgaben nach Abs. 3 Ziffer 4 und 5. Dem Gutachterausschuss gehören zwei vom Vorstand mit Zustimmung der Aufsichtsbehörde zu benennende, dem Verband nicht angehörende Sachverständige und der Verbandsvorsteher an. Der Gutachterausschuss entscheidet mit Stimmenmehrheit. Handelt es sich um Grundstücke des Verbandsvorstehers, tritt an seine Stelle der Stellver-treter.
(5) Die jeweiligen Hebesätze sind jährlich in Euro je Beitragseinheit in der Haushaltssatzung festzusetzen.
(1) Der Verband hebt jährlich die Verbandsbeiträge auf der Grundlage des Mitgliederver-zeichnisses, des für ihn geltenden Beitragsmaßstabes und des Beitragssatzes durch Be-scheid. Jeder einzelne Bescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. Mit-tels elektronischer Datenverarbeitung erstellte Bescheide sind auch ohne Unterschrift gül-tig.
(2) Kann die endgültige Höhe des Verbandsbeitrages nicht festgesetzt werden und ist es für die Durchführung des Unternehmens und die Verwaltung des Verbandes erforderlich, kann der Vorstand Vorausleistungen auf die Verbandsbeiträge festsetzen, die nur in be-gründeten Fällen den Vorjahressatz überschreiten sollen.
(4) Die Hebung der Beiträge erfolgt durch den Oberverband (§1 Abs. 4, § 21 dieser Satzung).
1. Die Einziehung eines rückständigen Beitrages ist nach den landesrechtlichen Vorschriften (VVKO) kostenpflichtig. Die Mahngebühr wird wie ein Beitrag behandelt und ist mit dem rückständigen Beitrag zu entrichten.
Für das Betreiben der öffentlich rechtlichen Forderungen des Verbandes (Beiträge) durch Zwangsvollstreckung gelten die Vorschriften der §§ 262. ff des Landesverwaltungsgesetzes und der weiteren hierzu ergangenen landesrechtlichen Vorschriften. Die Erhebung von Ge-bühren und Auslagen in Vollstreckungsverfahren richtet sich nach der Vollzugs- und Vollstre-ckungskostenverordung vom 11.09.2007 (GVOBL Schl.-H. S. 443).
( zu § 28 Abs. 6 WVG )
1. Über eine Stundung von Beitragsforderungen entscheidet die Geschäftsführung. Die Stundung richtet sich nach den Vorschriften der Abgabenordnung. Stundungen sind mit 0,5 % pro Monat zu verzinsen. Zinsforderungen unter 20,00 € werden nicht erhoben.
2. Über eine Niederschlagung und einen Erlass von Beitragsforderungen bis 5.000,00 € ent-scheidet der Vorstand, darüber hinaus der Verbandsausschuss.
(1) Der Verband kann die Mitglieder zu Hand- und Spanndiensten und zu Sachleistungen für das Verbandsunternehmen heranziehen. Die Verteilung dieser Sachbeiträge richtet sich nach dem Beitragsverhältnis für die Gewässerunterhaltung oder für Anlagen zur Entwäs-serung bzw. für Hochwasserschutzanlagen in Abhängigkeit davon, welche dieser Ver-bandsaufgaben die Heranziehung zu Sachbeiträgen erforderlich macht. Bei Gefahr im Verzuge genügt die Anordnung des Verbandsvorstehers. Die Zustimmung des Aus-schusses ist unverzüglich nachträglich einzuholen.
(2) Anlieger und Hinterlieger haben den bei der Unterhaltung der Gewässer und Anlagen an-fallenden Aushub unentgeltlich aufzunehmen und ihn innerhalb von 6 Monaten einzueb-nen oder zu beseitigen. Größere Räumgutmengen als im Mittel 0,2 cbm je lfd. Meter Ufer-länge werden vom Verband eingeebnet (siehe § 5 Abs. 2 dieser Satzung).
(3) Ist die gemäß § 5 Abs. 2 festgeschriebene wechselseitige Räumung nicht möglich, haben einseitig betroffene Anlieger Anspruch auf anteilige Vergütung ihres Sachbeitrages. Die Höhe des Kostenanteils für die erschwerenden Anliegergrundstücke wird vom Gutachter-ausschuss gemäß § 25 Abs. 4 festgesetzt.
(1) Die nach § 68 WVG dem Vorstand des Verbandes zustehenden Anordnungsbefugnisse können auch von dem Verbandsvorsteher oder dem Geschäftsführer wahrgenommen werden.
(2) Auf die Durchsetzung der Anordnungen finden die §§ 235 ff. Landesverwaltungsgesetz in der jeweils geltenden Fassung Anwendung.
(1) Vorstands- und Ausschussmitglieder sowie die Dienstkräfte des Verbandes und andere Beauftragte des Verbandes sind verpflichtet, über alle ihnen bei der Durchführung ihrer Aufgaben bekannt werdenden Tatsachen und Rechtsverhältnisse Verschwiegenheit zu bewahren.
(1) Bekanntmachungen des Verbandes sind unter Angabe der Bezeichnung des Verbandes von dem Verbandsvorsteher zu unterschreiben. Für die Bekanntmachung längerer Ur-kunden genügt die Bekanntmachung des Ortes, an dem diese Urkunden eingesehen werden können.
(2) Bekannt gemacht wird durch Abdruck in den „Lübecker Nachrichten - Ausgabe Osthol-stein - Süd“. Die Veröffentlichung ist mit Ablauf des Tages bewirkt, an dem die Zeitung den zu veröffentlichenden Text bekannt gemacht hat.
(3) Ausschließlich an die Mitglieder gerichtete Bekanntmachungen können in Form eines ge-schlossenen einfachen Briefes erfolgen.
(1) Beschlüsse zur Änderung der Satzung bedürfen der Mehrheit der satzungsgemäßen Stimmen des Ausschusses. Beschlüsse über die Änderung der Verbandsaufgaben be-dürfen einer Mehrheit von 2/3 der satzungsgemäßen Stimmen.
(2) Satzungsänderungen werden von der Aufsichtsbehörde nach deren Vorschrift bekannt gemacht.
(2) Eine Zustimmung der Aufsichtsbehörde gem. § 75 Abs. 1 Nr. 2 WVG ist nicht erforder-lich zur Aufnahme von Darlehen bis zu einem Betrag von 25.000,00 € sowie für Kassen-kredite bis zum Höchstbetrag von 100.000,00 €.
Verbandsausschuss am 19.11.2008
Eutin, den 19.11.2008
gez. Wolfgang Goertz (L. S.)
WBV REDINGSDORF
Eutin, den 20.11.2008
Diese Bekanntmachung ist unter dem ID-Code 335.4913 archiviert.