Source: https://www.encadi.de/de/news/
Timestamp: 2019-10-18 03:32:08
Document Index: 94702453

Matched Legal Cases: ['EuG', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§62']

News | encadi GmbH - Energie. Individuell. Effizient.
Encadi-News | 18.09.2019
Sie haben noch nicht gehandelt? Wir bereiten gern die Anträge zeitnah für Sie vor und lassen Ihnen die notwendigen Unterlagen zukommen. Sofern Ihr BHKW bislang nicht von der encadi betreut wird und Sie Unterstützung benötigen, stehen wir Ihnen als Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung.
Für den Antrag der förmlichen Erlaubnis ist unter anderem ein Messkonzept zur Abgrenzung des Stromverbrauchs von Dritten erforderlich (sofern Dritte mit Strom beliefert werden). Wenn Sie Strom an Dritte liefern und noch kein Messkonzept für Ihre Liegenschaft erstellt haben, sollte dies zeitnah erfolgen, um die Frist 31.12.2019 nicht zu gefährden. Auch zu dieser Thematik beraten wir Sie gern und unterstützen Sie bei Bedarf bei der sinnvollen Entwicklung eines Messkonzepts. Kommen Sie gern auf uns zu.
Encadi-News | 16.08.2019
Encadi-News | 29.07.2019
Beschlussempfehlung und Bericht - Drucksache 19/11186 (neu)
Als Konsequenz des EuGH-Urteils zur beihilferechtlichen Einordnung des EEG 2012 vom 28.03.2019 befasst sich die nationale Gesetzgebung erneut mit der EEG-Umlagebelastung auf Eigenstromnutzung. Gemäß des Urteils stellt das EEG keinen beihilferechtlichen Tatbestand dar. Der Gesetzgeber überträgt diese Einstufung in Teilen auf das KWKG und beschließt eine gesetzestechnische Anpassung im Bundestag in der Nacht vom 26. auf 27. Juni 2019 in zweiter und dritter Lesung. Die erforderliche Zustimmung zu den Änderungen durch den Bundesrat wird in der Sitzung am 20.09.2019 erwartet.
Nach Zustimmung durch den Bundestag werden unter anderem nachfolgende Veränderungen rechtskräftig:
Die Betriebsstunden-bezogene Anpassung („3.500-Stunden-Restriktion“) der EEG-Umlagebelastung für KWK-Anlagen mit einer elektrischer Leistung zwischen 1 MW und 10 MW wird (mit wenigen Ausnahmen) aufgehoben.
Der Genehmigungsvorbehalt zur Verlängerung des KWKG wird aufgehoben.
Die offiziellen Dokumente (Bundestagsdrucksachen) finden Sie zum Nachlesen hier:
clearingstelle-eeg-kwkg
Encadi-News | 12.07.2019
Darstellung zur Anwendung der Bagatellgrenze im Gesetztentwurf des EDL-G
Am Morgen des 28. Juni dieses Jahres verabschiedete der Bundestag den Gesetzentwurf der Bundesregierung vom 30. April mit nur kleinen Anpassungen und lockerte mit der bevorstehenden Bagatellgrenze die EnAudit-Pflicht für Nicht-KMUs mit verhältnismäßig geringen Gesamtenergieverbräuchen. Demnach entscheidet nach in Kraft treten des Gesetzes (der Bundesrat tagt diesbezüglich voraussichtlich am 20. September 2019) der reine Status KMU oder Nicht-KMU nicht länger alleine über die Pflicht zur Durchführung eines Energieaudits nach DIN EN 16247-1. Die Bundesregierung entschied sich für die Berücksichtigung einer Bagatellgrenze von 500.000 kWh/Jahr, die ein Unternehmen nicht überschreiten dürfe, um ebenfalls der EnAudit-Pflicht zu entgehen. Wichtig ist in diesem Fall, dass es sich dabei nicht um Standorte, sondern um Unternehmen handelt. Gemäß der Empfehlung der Kommission vom 6. Mai 2003 (veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Union am 20. Mai 2003), auf die sich das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) bezieht, handelt es sich bei einem Unternehmen um die kleinste rechtlich selbstständige Einheit, die aus handels- und/oder steuerrechtlichen Gründen Bücher führt und bilanziert, einschließlich ihrer Zweigniederlassungen, Filialen und Betriebe.
Status des Nicht-KMU (§ 8 Abs. 2):
Unternehmen sind innerhalb von zwanzig Monaten nach dem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen erstmals den Satus des NICHT-KMU erlangt hat, zur Durchführung eines Energieaudits verpflichtet.
Einführung einer Bagatellgrenze (§ 8 Abs. 3 Nr. 4):
Nicht-KMUs, die weniger als 500.000 kWh/Jahr Gesamtenergieverbrauch vorweisen können, sollen von der Durchführung eines Energieaudits ausgenommen werden und stattdessen proaktiv eine Meldung über den Gesamtenergieverbrauch an das BAFA abgeben.
Anforderungen an Energieaudits (§ 8a):
In einem Energieaudit aufzuführende Analysen werden konkretisiert und die Bilanzgrenzen der 90%-Regel werden auf alle Standorte in Mischsystemen (mehrere Standorte mit und ohne EMAS-, bzw. DIN EN ISO 50001-Zertifizierung) erweitert.
Fortbildungsnachweise für Energieauditoren (§ 8b Abs. 1 Nr. 3):
Energieauditoren (intern oder extern) sollen regelmäßige fachbezogene Fortbildungen nachweisen. Der Nachweis hat erstmals bis spätestens drei Jahre nach Inkrafttreten des geänderten EDL-G zu erfolgen.
Registrierungspflicht für Energieauditoren (§ 8b Abs. 2):
Alle Energieauditoren, die nach Inkrafttreten des geänderten EDL-G ein Energieaudit durchführen, sollen sich vor diesem Energieaudit beim BAFA (inkl. beizubringender Qualifikationsnachweise) registrieren.
Proaktive Nachweisführung (§ 8c Abs.1):
Alle Unternehmen sollen innerhalb von zwei Monaten nach Fertigstellung des Energieaudits über ein elektronisches Portal eine entsprechende Meldung ggü. dem BAFA abgeben. Für Unternehmen, die ihr Energieaudit zwischen Inkrafttreten des EDL-G in geänderter Form und dem 31. Dezember 2019 abschließen, gilt abweichend eine Frist bis zum 31. März 2020. Die Meldung umfasst:
Die Punkte 1, 3 und 4 sind auch von solchen Unternehmen zu erklären, die aufgrund der Bagatellgrenze von der Energieauditpflicht befreit sind innerhalb von zwei Monaten nach dem gemäß § 8 Absatz 1 und 2 maßgeblichen Zeitpunkt (4 Jahre nach Erstaudit) dem BAFA zu melden.
Encadi-News | 11.07.2019
Encadi-News | 28.05.2019
Wir möchten Sie auf die zeitnah ablaufende Frist (31.05.2019) zur Meldung versorgter Dritte für BHKW-Strom an den Übertragungsnetzbetreiber aufmerksam machen.
Nach §62 b Absatz 3 EEG ist es zunächst für die Jahre 2018 und 2019 zulässig, „die jeweiligen [an Dritte gelieferten] Strommengen durch eine Schätzung abzugrenzen." Diese Schätzung hat in sachgerechter und in einer für einen nicht sachverständigen Dritten jederzeit nachvollziehbaren und nachprüfbaren Weise zu erfolgen.
Ab 01.01.2020 muss der Verbrauch Dritter (bzw. der Eigenverbrauch) messtechnisch in ¼-stündiger, geeichter Weise nachgewiesen werden. Die Beschreibung des realisierten Messkonzeptes ist der Meldung der Drittlieferungen für das Jahr 2019 (Frist: 31.05.2020) beizulegen.
Encadi-News | 24.05.2019
Höchstmenge (%) für das Inverkehrbringen teilfluorierter Kohlenwasserstoffe (HHFKW) Jahre 2015-2030
Maßgeblich für die Entwicklung des europäischen Kältemittelmarkts ist die F-Gas-Verordnung (EU) Nr. 517/2014 (über fluorierte Treibhausgase) aus 2015. Diese Verordnung bietet die Chance, sich mit der eigenen Kälteerzeugung am Standort langfristig nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch wirtschaftlicher zu positionieren, wenn Sie rechtzeitig den Handlungsbedarf erkennen. Folgende Ziele, Instrumente und Auswirkungen stecken hinter der F-Gas Verordnung:
Umsetzung der EU-Klimaziele im Hinblick auf fluorierte Treibhausgase
Ambitionierte Klimaziele: 80-95 % Minderung in 2050
Anreiz zum Einsatz klimafreundlicher Alternativen zu F-Gasen
Regelung der Verfügbarkeit und Nachfrage von Kältemitteln und Kontrolle von Emissionen
Erweiterung von bekannten Instrumenten
Dichtheitsanforderungen (Leckagekontrollen, Zertifizierung)
Verbote des Inverkehrbringens für bestimmte Anwendungen
Beschränkung des Inverkehrbringens von Gasen / Quotierung
Beschränkungen für vorbefüllte Produkte und Einrichtungen ab 2017
Stufenweise Beschränkung der Verwendung von F-Gasen bei Instandhaltung und Wartung bestimmter Anlagen ab 2020 („Nachfüllverbot“)
„Phase down“, GWP
Über den sogenannten GWP-Faktor („Global Warming Potential“) soll der Kältemittelmarkt reguliert werden. Der GWP-Faktor stellt ein CO2-Äquivalent dar. Kältemittelhersteller dürfen in Summe pro Jahr nur bestimmte „GWP-Mengen“ produzieren. Durch die stufenweise Beschränkung des „Phase down“ werden diese Mengen für bestimmte Jahre weiter beschränkt.
In Artikel 13 der F-Gas Verordnung wird das Verbot bestimmter Anwendungen diverser Kältemittel erläutert. So gilt beispielsweise ab dem kommenden Jahr 2020 ein Nachfüllverbot für Kältemittel mit einem GWP ≥ 2.500 und Füllmenge von 40 Tonnen CO2-Äquivalenten. Bis 2030 gelten indes Übergangsregelungen für recycelte oder aufgearbeitete Kältemittel.
5t CO2-Äquivalent (kg)
40t CO2-Äquivalent (kg)
Auch gibt es geänderte Dichtheitsanforderungen. Geregelt sind:
Bemessungsgrenzen Füllmengen in CO2-Äquivalenten
Leckagekontrollen
Rückgewinnungspflichten
Zertifizierung von Unternehmen und Personal
Das hat natürlich zahlreiche Auswirkungen zur Folge. Die Verfügbarkeit von HFKW als Kältemittel nimmt ab, was zu Preissteigerungen der herkömmlichen Kältemitteln führt. Denkbar sind zudem zusätzliche Wartungskosten aufgrund geforderter Dichtheitskontrollen. Positiv ist definitiv die sich bereits jetzt abzeichnende bessere Verfügbarkeit alternativer, umweltfreundlicherer Kältemittel sowie die Preissenkung der Alternativen. Wie sich die neuen Kältemittelgemische langfristig in den Markt etablieren, sich die technischen Eigenschaften in der Praxis schlagen und sich die Preise für Recycling-Kältemittel entwickeln bleibt abzuwarten.
Definitiv lohnt es sich schon jetzt, sich Gedanken über die zukünftige Kältebereitstellung am eigenen Standort zu machen. Kommen Sie gern auf uns zu und wir entwickeln gemeinsam einen für Sie maximal sinnvollen Weg für eine langfristig wirtschaftliche und umweltfreundliche Lösung!