Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20070712_OGH0002_0020OB00047_07M0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-12-12 13:43:02
Document Index: 278412192

Matched Legal Cases: ['OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1311', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 7', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§1315', '§93', '§ 1315', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1313', '§ 1315', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 1315', 'OGH', '§ 1313', '§ 1315', 'OGH', 'OGH', '§1295', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1319', 'OGH', '§ 1319', '§ 1319', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1096', 'OGH', '§ 93', '§ 1313', '§ 1315', '§ 93', '§ 1096', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 93', '§ 1319', '§ 1319', '§ 93', 'OGH', 'OGH', '§ 93', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 2Ob47/07m - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 1Ob12/59 7Ob174/71 3Ob5...
RS0023235
1Ob12/59; 7Ob174/71; 3Ob569/81; 2Ob47/07m; 2Ob60/08z; 2Ob137/11b; 2Ob70/12a; 2Ob43/14h
Die Streupflicht des Bestandgebers wird aus ihrem Wesen als Nebenverpflichtung eines Bestandvertrages heraus durch die Verkehrsbedürfnisse einerseits und durch die Zumutbarkeit von Streumaßnahmen anderseits abgrenzt.
1 Ob 12/59
Entscheidungstext OGH 21.01.1959 1 Ob 12/59
Veröff: ZVR 1959/93 S 95
7 Ob 174/71
Entscheidungstext OGH 24.11.1971 7 Ob 174/71
Beisatz: Diese Beschränkung gilt naturgemäß allgemein, also nicht nur für die Häufigkeit des Streuens, sondern auch für die Aufwendigkeit der Streumittel. Nun ist die Verwendung von Asche als Streugut durchaus üblich und angemessen. Dass dies erst recht auf einen nur von wenigen Menschen begangenen Haushof in ländlicher Gegend zutrifft, versteht sich von selbst. Vom Vermieter zu verlangen, dass er den fraglichen Verbindungsweg mit Salz zu bestreuen hätte, so wie dies seit einiger Zeit auf öffentlichen Verkehrsflächen immer häufiger zu geschehen pflegt, wäre daher nicht nur wegen der Unüblichkeit einer solchen Maßnahme, sondern auch wegen der Kostspieligkeit eine über das Zumutbare erheblich hinausgehende Anforderung an die Sorgfaltspflicht eines Vermieters. (T1) Veröff: ImmZ 1972,43 = MietSlg 23205 = ZVR 1973/6 S 8 = ZVR 1982/261 S 231
3 Ob 569/81
Entscheidungstext OGH 25.11.1981 3 Ob 569/81
Veröff: RZ 1982/58 S 220 = ZVR 1982/261 S 231
Vgl; nur: Die Streupflicht des Bestandgebers ist Nebenverpflichtung eines Bestandvertrages. (T2)
Auch; nur T2; Vgl Beis wie T1; Veröff: SZ 2008/46
Auch; nur T2; Veröff: SZ 2012/134
2 Ob 43/14h
Entscheidungstext OGH 28.03.2014 2 Ob 43/14h
ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0023235
JJR_19590121_OGH0002_0010OB00012_5900000_001
Rechtssatz für 4Ob108/64 2Ob282/65 2Ob...
RS0026351
4Ob108/64; 2Ob282/65; 2Ob62/68; 2Ob25/70; 6Ob309/70; 8Ob3/71; 1Ob208/71; 2Ob179/71 (2Ob180/71); 8Ob221/72; 1Ob246/72; 8Ob150/74; 2Ob283/75; 1Ob541/77; 2Ob14/77; 6Ob760/77; 2Ob15/78; 2Ob5/78 (2Ob6/78); 2Ob112/78; 8Ob225/78; 8Ob35/79 (8Ob36/79); 8Ob63/70; 2Ob194/79; 8Ob273/79 (8Ob274/79); 8Ob195/80; 8Ob216/80 (2Ob274/80); 7Ob555/81 (7Ob556/81); 5Ob611/81; 8Ob268/81; 2Ob55/82; 7Ob568/82; 8Ob224/82; 2Ob189/82; 8Ob249/82; 2Ob121/83; 1Ob42/83; 4Ob571/83; 6Ob662/84; 8Ob58/84; 8Ob49/85; 1Ob25/86; 2Ob20/86; 8Ob12/87; 2Ob8/89; 2Ob4/89 (2Ob5/89); 7Ob540/90; 1Ob22/92; 1Ob25/93; 4Ob578/95; 2Ob2030/96k; 1Ob27/95 (1Ob28/95); 2Ob2423/96d; 2Ob45/97z; 2Ob355/97p; 1Ob306/99b; 2Ob175/03d; 2Ob211/06b; 2Ob47/07m; 3Ob11/12g; 4Ob46/12m
Auch § 1311 ABGB setzt ein Verschulden dessen, der die Schutzvorschrift übertreten hat, voraus.
4 Ob 108/64
Entscheidungstext OGH 10.11.1964 4 Ob 108/64
Veröff: SZ 37/159 = Arb 8006 = ZVR 1965/195 S 210
2 Ob 282/65
Entscheidungstext OGH 30.09.1965 2 Ob 282/65
Veröff: ZVR 1966/157 S 157
2 Ob 62/68
Entscheidungstext OGH 04.04.1968 2 Ob 62/68
2 Ob 25/70
Entscheidungstext OGH 05.03.1970 2 Ob 25/70
Beisatz: Die Beweislast, dass das Schutzgesetz unverschuldet übertreten worden sei, trifft den Schädiger - grundsätzliche Ausführungen. (T1) Veröff: ZVR 1970/232 S 296 = RZ 1970,168 = EvBl 1970/310 S 545
6 Ob 309/70
Entscheidungstext OGH 27.01.1971 6 Ob 309/70
Veröff: LwBetr 1972,77
8 Ob 3/71
Entscheidungstext OGH 16.02.1971 8 Ob 3/71
2 Ob 179/71
Entscheidungstext OGH 09.12.1971 2 Ob 179/71
Beis wie T1; Veröff: SZ 44/187 = RZ 1972,169
8 Ob 150/74
Entscheidungstext OGH 17.09.1974 8 Ob 150/74
Veröff: ZVR 1975/111 S 174
2 Ob 283/75
Entscheidungstext OGH 29.01.1976 2 Ob 283/75
2 Ob 14/77
Entscheidungstext OGH 10.03.1977 2 Ob 14/77
Beis wie T1; Beisatz: Maßstab für das Verschulden sind die Vorschriften des ABGB. (T2) Veröff: ZVR 1978/242 S 278
Beisatz: Verschulden in bezug auf die Übertretung der Schutznorm genügt. (T3)
2 Ob 5/78
Entscheidungstext OGH 06.07.1978 2 Ob 5/78
Beis wie T1; Beisatz: Mit Darstellung der bisherigen Lehre und Rechtsprechung. (T4) Veröff: SZ 51/109 = RZ 1979/67 S 232
2 Ob 112/78
Entscheidungstext OGH 12.10.1978 2 Ob 112/78
8 Ob 225/78
Entscheidungstext OGH 15.12.1979 8 Ob 225/78
Beis wie T1; Veröff: ZVR 1980/33 S 40
8 Ob 35/79
Entscheidungstext OGH 29.03.1979 8 Ob 35/79
Entscheidungstext OGH 25.05.1979 8 Ob 63/70
Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: ZVR 1980/344 S 373
8 Ob 195/80
Entscheidungstext OGH 20.11.1980 8 Ob 195/80
8 Ob 216/80
Entscheidungstext OGH 18.12.1980 8 Ob 216/80
Beis wie T1; Veröff: SZ 54/92 = ZVR 1982/146 S 133
Beis wie T1; Veröff: ZVR 1983/206 S 262
2 Ob 55/82
Entscheidungstext OGH 27.04.1982 2 Ob 55/82
8 Ob 224/82
Entscheidungstext OGH 04.11.1982 8 Ob 224/82
2 Ob 189/82
Entscheidungstext OGH 09.11.1982 2 Ob 189/82
Beis wie T1; Beisatz: § 7 StVO (T5)
8 Ob 249/82
Entscheidungstext OGH 02.12.1982 8 Ob 249/82
Beis wie T1 nur: Die Beweislast, dass das Schutzgesetz unverschuldet übertreten worden sei, trifft den Schädiger. (T6)
2 Ob 121/83
Entscheidungstext OGH 17.05.1983 2 Ob 121/83
Auch; Beis wie T1; Veröff: ZVR 1984/153 S 174
Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 57/16 = ZVR 1985/68 S 121 = EvBl 1984/130 S 515
6 Ob 662/84
Entscheidungstext OGH 24.10.1984 6 Ob 662/84
Beis wie T1; Veröff: SZ 57/162
Beis wie T1; Veröff: ZVR 1985/153 S 296
Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 58/154 = ZVR 1987/8 S 12
1 Ob 25/86
Entscheidungstext OGH 28.05.1986 1 Ob 25/86
Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 59/92
2 Ob 20/86
Entscheidungstext OGH 07.04.1987 2 Ob 20/86
Beis wie T1; Veröff: EvBl 1988/68 S 146
Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Bei Schutzgesetzverletzung tritt Beweislastumkehr ein. (T7) Veröff: SZ 66/77 = JBl 1993,788
1 Ob 25/93
Entscheidungstext OGH 19.10.1993 1 Ob 25/93
Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Amtshaftung (T8) Veröff: SZ 66/130
2 Ob 2030/96k
Entscheidungstext OGH 30.05.1996 2 Ob 2030/96k
Vgl auch; Beis wie T6, Beis wie T7
Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 69/132
2 Ob 2423/96d
Entscheidungstext OGH 12.12.1996 2 Ob 2423/96d
2 Ob 355/97p
Entscheidungstext OGH 24.09.1999 2 Ob 355/97p
Beis wie T1; Veröff: SZ 73/118
2 Ob 211/06b
Entscheidungstext OGH 12.04.2007 2 Ob 211/06b
Vgl; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Hier: Beweislast des Impugnationsklägers dafür, dass ihn am Titelverstoß kein Verschulden trifft. (T9)
Vgl auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Veröff: SZ 2012/78
ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0026351
JJR_19641110_OGH0002_0040OB00108_6400000_002
Rechtssatz für 2Ob120/69 1Ob37/75 2Ob6...
RS0023377
2Ob120/69; 1Ob37/75; 2Ob67/87; 7Ob561/90; 1Ob277/97k; 2Ob64/98w; 5Ob173/02f; 2Ob47/07m; 2Ob127/08b; 2Ob231/12b; 2Ob33/13m; 9Ob69/17p
ABGB §1315 IId
StVO §93
Schadenersatzansprüche gegen den Hauseigentümer können nur im Fall eigenen Verschuldens seinerseits oder bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 1315 ABGB geltend gemacht werden (JBl 1933,367).
2 Ob 120/69
Entscheidungstext OGH 12.06.1969 2 Ob 120/69
Veröff: ZVR 1970/70 S 101 = MietSlg 21254
1 Ob 37/75
Entscheidungstext OGH 09.04.1975 1 Ob 37/75
Veröff: MietSlg 27224
2 Ob 67/87
Entscheidungstext OGH 26.01.1988 2 Ob 67/87
Vgl auch; Veröff: ZVR 1988/101 S 224
7 Ob 561/90
Entscheidungstext OGH 25.04.1990 7 Ob 561/90
Beisatz: Verschulden durch mangelhafte Instruktion oder bei Verletzung der gebotenen Überwachungspflicht. (T1)
1 Ob 277/97k
Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 277/97k
Auch; Beisatz: Für das Verschulden eines Gehilfen wird nicht nach § 1313a ABGB, sondern lediglich im Rahmen des § 1315 ABGB gehaftet. Das gilt nicht nur für den primär Verkehrssicherungspflichtigen, sondern auch für denjenigen, der gemäß § 93 Abs 5 StVO - durch vertragliche Übernahme der Pflicht - an dessen Stelle getreten ist. (T2); Veröff: SZ 2002/116
Auch; Beisatz: Der Liegenschaftseigentümer, der seine aus § 93 Abs 1 StVO entspringenden Pflichten durch Rechtsgeschäft gemäß § 93 Abs 5 Satz 2 StVO auf einen anderen übertragen hat, muss für diesen als seinen Besorgungsgehilfen gemäß § 1315 ABGB einstehen. (T3)
Beisatz: Dies gilt jedenfalls dann, wenn es sich beim Beauftragten um keinen selbständigen, weisungsfreien Unternehmer handelt. (T4)
2 Ob 231/12b
Entscheidungstext OGH 21.02.2013 2 Ob 231/12b
Vgl; Beis wie T2 nur: Für das Verschulden eines Gehilfen wird nicht nach § 1313a ABGB, sondern lediglich im Rahmen des § 1315 ABGB gehaftet. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0023377
JJR_19690612_OGH0002_0020OB00120_6900000_001
Rechtssatz für 2Ob179/71 (2Ob180/71) 8O...
RS0023138
2Ob179/71 (2Ob180/71); 8Ob229/78; 8Ob66/86; 2Ob47/07m; 2Ob36/12a
ABGB §1295 IIb2
Eine Gemeinde haftet für eigenes Verschulden ihrer leitenden Funktionäre, wenn ihre Organisation unzureichend ist, um einen entsprechenden Schneeräumdienst und Streudienst sicherzustellen (zB Einsatz ungeeigneter Maschinen, mangelhafte Instruktion oder Beaufsichtigung des Besorgungsgehilfen).
Veröff: SZ 44/187 = RZ 1972,169
Beisatz: Grobes Organisationsverschulden. (T1)
8 Ob 66/86
Entscheidungstext OGH 12.03.1987 8 Ob 66/86
Beisatz: Hier: Eindeutiges Organisationsverschulden. (T2) Veröff: ZVR 1988/50 S 113
Beisatz: Auch andere Rechtsträger, seien sie juristische, seien sie natürliche Personen, sind bei unzureichender Organisation des Winterdienstes so zu behandeln wie politische Gemeinden. (T3); Beisatz: Die Beweislast für die gehörige Organisation des Schneeräumungsdienstes und Streudienstes sowie dessen Überwachung trifft den Schädiger. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0023138
JJR_19711209_OGH0002_0020OB00179_7100000_003
Rechtssatz für 7Ob738/80 8Ob611/89 9Ob...
RS0030061
7Ob738/80; 8Ob611/89; 9ObA83/97i; 8Ob164/00a; 6Ob21/01h; 8Ob93/04s; 5Ob117/07b; 2Ob47/07m; 1Ob236/07y; 2Ob38/08i; 2Ob217/08p; 2Ob79/11y; 5Ob76/12f; 2Ob70/12a; 7Ob214/13s; 2Ob43/14h; 2Ob16/16s; 7Ob218/16h
Die in einem abgezäunten Grundstück befindlichen Wege, wie etwa die in einem Fabriksgelände, Krankenhausgelände oder Eisenbahngelände angelegten Verkehrsflächen, fallen ebenso aus dem Anwendungsbereich der Bestimmung heraus wie die der Öffentlichkeit nicht, auch nicht gegen Zahlung einer Eintrittsgebühr, zugänglichen Wege in einem privaten Garten, Park oder Wald. Bei solchen Verkehrsflächen fehlt die sachliche Rechtfertigung einer haftpflichtrechtlichen Sonderbehandlung, nämlich das den Verantwortlichen besonders belastende Merkmal der "Zulässigkeit der allgemeinen Benützung" des Weges; es muss daher bei den allgemeinen Grundsätzen über den Schadenersatz bleiben (hier: Zugang zum Flugzeug auf Flugplatz).
9 ObA 83/97i
Entscheidungstext OGH 27.08.1997 9 ObA 83/97i
nur: Die in einem abgezäunten Grundstück befindlichen Wege, wie etwa die in einem Fabriksgelände, Krankenhausgelände oder Eisenbahngelände angelegten Verkehrsflächen, fallen ebenso aus dem Anwendungsbereich der Bestimmung heraus wie die der Öffentlichkeit nicht, auch nicht gegen Zahlung einer Eintrittsgebühr, zugänglichen Wege in einem privaten Garten, Park oder Wald. Bei solchen Verkehrsflächen fehlt die sachliche Rechtfertigung einer haftpflichtrechtlichen Sonderbehandlung, nämlich das den Verantwortlichen besonders belastende Merkmal der "Zulässigkeit der allgemeinen Benützung" des Weges; es muss daher bei den allgemeinen Grundsätzen über den Schadenersatz bleiben. (T1)
Vgl auch; Beisatz: Unter den Begriff "Wege" fallen nach dem weiten Begriffsinhalt des § 1319a Abs 2 ABGB auch alle öffentlichen Verkehrsflächen und die von jedermann benutzbaren Privatstraßen. (T2)
Auch; nur: Die in einem abgezäunten Grundstück befindlichen Wege, fallen aus dem Anwendungsbereich der Bestimmung heraus. Bei solchen Verkehrsflächen fehlt die sachliche Rechtfertigung einer haftpflichtrechtlichen Sonderbehandlung, nämlich das den Verantwortlichen besonders belastende Merkmal der "Zulässigkeit der allgemeinen Benützung" des Weges. (T3)
5 Ob 117/07b
Entscheidungstext OGH 03.07.2007 5 Ob 117/07b
Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Bei einer auf einem Privatgrund liegenden Fläche ist, wenn sich nicht aus besonderen Umständen das Gegenteil ergibt, davon auszugehen, dass kein „Weg" im Sinn der Bestimmung des § 1319a ABGB vorliegt. (T4)
Beisatz: Hier: Bis auf Widerruf gestattetem Durchgang gewidmete Hoffläche. (T5)
Vgl auch; Beisatz: Keine Anwendung des § 1319a ABGB bei Schulliegenschaften, bei denen Fremden der freie Zutritt versagt ist. (T6)
2 Ob 38/08i
Entscheidungstext OGH 29.05.2008 2 Ob 38/08i
Vgl auch; Veröff: SZ 2008/75
Auch; Veröff: SZ 2009/57
Auch; nur T3; Auch Beis wie T4
Auch; nur ähnlich T3
Vgl; nur T3; Beisatz: In solchen Fällen bleibt zu prüfen, ob der Beklagte für den Schaden des Klägers wegen einer Verletzung allgemeiner Verkehrssicherungspflichten einzustehen hat. (T7)
Vgl; nur T3, Beis wie T4; Beisatz: Hier Benützung „von jedermann ohne jede Einschränkung“ nicht festgestellt. (T8)
Vgl; Beisatz: Hier: Absperrung eines Zufahrtsweges durch Schranken. (T9)
7 Ob 218/16h
Entscheidungstext OGH 15.02.2017 7 Ob 218/16h
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0030061
JJR_19801211_OGH0002_0070OB00738_8000000_001
Rechtssatz für 3Ob569/81 6Ob722/81 1Ob...
RS0021318
3Ob569/81; 6Ob722/81; 1Ob684/83; 2Ob64/98w; 5Ob173/02f; 2Ob47/07m; 2Ob60/08z; 2Ob75/11k; 2Ob173/11x; 2Ob70/12a; 9Ob69/17p
Die Säuberungspflicht und Streupflicht ist eine gegenüber der Allgemeinheit bestehende (gesetzliche) Obliegenheit zur Verkehrssicherung. Im Verhältnis des Bestandgebers zum Bestandnehmer ist sie Vertragspflicht aus dem Grunde des § 1096 ABGB und besteht als solche nicht bloß gegenüber dem unmittelbaren Vertragspartner, sondern nach Lehre und Rechtsprechung auch gegenüber den der Vertragsleistung nahestehenden dritten Personen, denen gegenüber dem Vertragspartner als vertragliche Nebenpflicht eine Schutzpflicht und Sorgfaltspflicht obliegt.
1 Ob 684/83
Entscheidungstext OGH 09.11.1983 1 Ob 684/83
Veröff: ZVR 1984/315 S 336
nur: Die Säuberungspflicht und Streupflicht ist eine gegenüber der Allgemeinheit bestehende (gesetzliche) Obliegenheit zur Verkehrssicherung. (T1); Beisatz: Diese Verkehrssicherungspflicht trifft den gemäß § 93 Abs 5 StVO für die Gehsteigbetreuung verantwortlichen Reinigungsunternehmer, und nicht dessen unselbständige Hilfspersonen. (T2)
nur T1; Beisatz: Für das Verschulden eines Gehilfen wird nicht nach § 1313a ABGB, sondern lediglich im Rahmen des § 1315 ABGB gehaftet. Das gilt nicht nur für den primär Verkehrssicherungspflichtigen, sondern auch für denjenigen, der gemäß § 93 Abs 5 StVO - durch vertragliche Übernahme der Pflicht - an dessen Stelle getreten ist. (T3); Veröff: SZ 2002/116
nur: Die Säuberungspflicht und Streupflicht ist im Verhältnis des Bestandgebers zum Bestandnehmer Vertragspflicht aus dem Grunde des § 1096 ABGB. (T4)
Auch; nur T4; Veröff: SZ 2008/46
2 Ob 173/11x
Entscheidungstext OGH 14.02.2012 2 Ob 173/11x
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0021318
JJR_19811125_OGH0002_0030OB00569_8100000_001
1Ob600/87; 2Ob523/91; 1Ob600/93; 10Ob529/94; 2Ob513/96; 2Ob335/97x; 6Ob103/99m; 3Ob44/99p; 2Ob202/00w; 2Ob216/01f; 7Ob24/02h; 6Ob42/02y; 2Ob216/03h; 7Ob281/04f; 6Ob70/06x; 2Ob47/07m; 2Ob60/08z; 1Ob39/08d; 2Ob206/08w; 4Ob223/10p; 2Ob70/12a; 8Ob106/12i; 6Ob163/18s
Rechtssatz für 2Ob335/97x 2Ob202/00w 8...
RS0109222
2Ob335/97x; 2Ob202/00w; 8Ob93/04s; 5Ob117/07b; 2Ob47/07m; 2Ob217/08p; 2Ob79/11y; 2Ob70/12a; 7Ob214/13s; 2Ob43/14h
Bei einer in einem Hof liegenden Fläche ist jedenfalls im Allgemeinen davon auszugehen, dass kein Weg im Sinne der angeführten Bestimmung gegeben ist, und dass höchstens auf Grund von besonderen Umständen das Gegenteil angenommen werden darf.
Vgl auch; Beisatz: Keine Streupflicht für Innenhöfe nach § 93 StVO. (T1)
Auch; Beisatz: Innerhalb eines Grundstückes befindliche Wege sind vom Anwendungsbereich des § 1319a ABGB ausgenommen. (T2)
Vgl aber; Beis wie T2; Beisatz: Bei einer auf einem Privatgrund liegenden Fläche ist, wenn sich nicht aus besonderen Umständen das Gegenteil ergibt, davon auszugehen, dass kein „Weg" im Sinn der Bestimmung des § 1319a ABGB vorliegt. (T3); Beisatz: Hier: Bis auf Widerruf gestattetem Durchgang gewidmete Hoffläche. (T4)
Vgl; Beisatz: Schon nach dem Wortlaut des § 93 Abs 1 StVO setzt diese Bestimmung voraus, dass die zu betreuenden Gehsteige und Gehwege dem öffentlichen Verkehr dienen, sondern auch, dass sie „entlang der Liegenschaft" gelegen sind. Ihre Anwendung auf Wege, die nicht „entlang" sondern innerhalb der Liegenschaft gelegen sind. (T5); Beisatz: Hier: Innerhalb einer Wohnanlage einer Eigentümergemeinschaft angebrachte Gehwege. (T6); Veröff: SZ 2009/57
Auch; Auch Beis wie T1; Veröff: SZ 2012/134
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0109222
JJR_19971120_OGH0002_0020OB00335_97X0000_001
Rechtssatz für 2Ob156/05p 2Ob47/07m
RS0121972
2Ob156/05p; 2Ob47/07m
Bei der Beurteilung, ob es sich um einen „dem öffentlichen Verkehr dienenden Gehweg" iSd § 93 Abs1 StVO handelt und ob daher den Grundeigentümer die Pflichten im Sinn dieser Gesetzesbestimmung treffen, kommt es auf das Grundeigentum nicht an (vergleiche VwGH85/02/0073).
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0121972
JJR_20070323_OGH0002_0020OB00156_05P0000_001