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Timestamp: 2019-11-14 21:44:26
Document Index: 265282023

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 29', '§ 33', '§ 10', '§ 12', '§ 10', '§ 10', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', '§ 33', '§ 21', '§ 10', '§ 10', '§ 35', '§ 1', '§ 24', '§ 10', 'Art. 3', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 10', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 1', '§ 5', '§ 2', '§ 22', '§ 17', '§ 20', 'Art. 8', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 62', 'Art. 3', '§ 1', '§ 62', 'Art. 3', '§ 1', '§ 62', 'Art. 3', '§ 1', '§ 62', '§ 78', '§ 49', '§ 62', '§ 15', '§ 13', '§ 119', '§ 13', '§ 15', '§ 3']

Rechtsprechung: BFH/NV 1995, 27 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BFH, 19.10.1994 | BFH, 14.09.1994 | BFH, 14.09.1994 | BFH, 09.11.1994 | BFH, 12.10.1994 | BFH, 04.08.1994
https://dejure.org/1994,666
BFH, 07.12.1994 - I K 1/93 (https://dejure.org/1994,666)
BFH, Entscheidung vom 07.12.1994 - I K 1/93 (https://dejure.org/1994,666)
BFH, Entscheidung vom 07. Dezember 1994 - I K 1/93 (https://dejure.org/1994,666)
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ZerlG § 1 Abs. 3, § 2 Abs. 1, § 3; GewStG § 29 Abs. 1 Nr. 1, § 33 Abs. 1; AO 1977 § 10, § 12 Satz 2 Nr. 1
Zerlegung bei Gewerbesteuern - Geschäftliche Oberleitung - Tagesgeschäfte
§§ 10, 12 AO
Abgabenordnung; Geschäftsleitungsbetriebsstätte einer Kapitalgesellschaft
BFH/NV 1995, 27
Der Mittelpunkt der geschäftlichen Oberleitung nach § 10 AO ist dort anzunehmen, wo sich die nach dem Gesamtbild der Verhältnisse in organisatorischer und wirtschaftlicher Hinsicht bedeutsamste Stelle befindet (…vgl. BFH-Urteile vom 21. September 1989 V R 55/84, BFH/NV 1990, 353; vom 23. Januar 1991 I R 22/90, BFHE 164, 164, BStBl II 1991, 554; vom 7. Dezember 1994 I K 1/93, BFHE 176, 253, BStBl II 1995, 175, und vom 3. Juli 1997 IV R 58/95, BFHE 184, 185, BStBl II 1998, 86).
Zur Geschäftsführung gehörten die tatsächlichen rechtsgeschäftlichen Handlungen, die zur laufenden Verwaltung einschließlich des Tagesgeschäfts zählten (BFH-Entscheidung vom 7.12.1994 I K 1/93).
Die Verwaltung einer einzigen Beteiligung ohne sonstige unternehmerische Tätigkeit beinhalte kein Tagesgeschäft, das als geschäftsleitende Tätigkeit gelten könnte (BMF-Schreiben vom 16. April 2010, BStBl I 354, Text 2.2.3 unter Hinweis auf die BFH-Urteile vom 9. Dezember 1980, BStBl II 1981, 339 und 7. Dezember 1994, BStBl II 1995, 175 ).
Auch nach dem von dem Beklagten zitierten Urteil des BFH vom 7. Dezember 1994 ( I K 1/93) könne bei vermögensverwaltenden Kapitalgesellschaften Mittelpunkt der Oberleitung der Ort sein, "... wo die Gesellschaft die laufende Kontrolle über ihr Vermögen ausübt, wo sie ihre Wertpapiere verwahrt oder wo sie ihre Steuererklärung anfertigt bzw. unterschreibt, wenn sie nur an keinem anderen Ort gewichtigere Entscheidungen trifft.".
Nicht zu diesen Tagesgeschäften gehört neben der Festlegung der Grundsätze der Unternehmenspolitik die Mitwirkung der Gesellschafter an ungewöhnlichen Maßnahmen bzw. Entscheidungen von besonderer Bedeutung (vgl. BFH-Urteil vom 7. Dezember 1994 I K 1/93, BFHE 176, 253 , BStBl II 1995, 175 ).
Für Personengesellschaften ist dementsprechend in der Regel der Ort entscheidend, an dem die zur Vertretung befugten Personen die ihnen obliegenden Geschäftsführertätigkeiten entfalten (vgl. BFH-Urteil vom 3. Juli 1997 IV R 58/95; BFHE 184, 185 ; BStBl II 1998, 86 ; vom 7. Dezember 1994 I K 1/93, BFHE 176, 253 , BStBl II 1995, 175 ).
Bei einer Körperschaft ist das regelmäßig der Ort, an dem die zur Vertretung befugten Personen die ihnen obliegende laufende Geschäftsführertätigkeit entfalten, d.h. an dem sie die tatsächlichen, organisatorischen und rechtsgeschäftlichen Handlungen vornehmen, die der gewöhnliche Betrieb der Gesellschaft mit sich bringt (sog. Tagesgeschäfte; vgl. z.B. BFH-Urteile vom 3. Juli 1997 IV R 58/95, BFHE 184, 185, BStBl II 1998, 86; vom 23. Januar 1991 I R 22/90, BFHE 164, 164, BStBl II 1991, 554; vom 7. Dezember 1994 I K 1/93, BFHE 176, 253, BStBl II 1995, 175;… vom 15. Oktober 1997 I R 76/95, BFH/NV 1998, 434).
Maßgebend sind die tatsächlichen Umstände des Einzelfalls (einhellige Auffassung seit RFH-Urteil vom 16. Juni 1931 I A 462/30, RFHE 29, 78, RStBl 1931, 848; zuletzt BFH-Urteil vom 7. Dezember 1994 I K 1/93, BFHE 176, 253, BStBl II 1995, 175;… Birk in Hübschmann/Hepp/ Spitaler, a.a.O.;… Tipke/Kruse, a.a.O.).
Zu ihnen gehören nicht die Festlegung der Grundsätze der Unternehmenspolitik und die Mitwirkung der Gesellschafter an ungewöhnlichen Maßnahmen bzw. an Entscheidungen von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung (BFH-Urteil in BFHE 176, 253, BStBl 1995, 175).
Ohnehin widerspreche die vorgenommene Zerlegung der höchstrichterlichen Rechtsprechung, denn es seien nur in einer Betriebsstätte, nämlich in Q, Arbeitslöhne gezahlt worden, nicht hingegen in X. Bei einer solchen Sachlage sei von einer Zerlegung abzusehen (Hinweis auf das BFH-Urteil vom 07.12.1994 I R 1/93, BFHE 176, 253, BStBl II 1995, 175).
Betätigt sich z.B. ein Unternehmen nur vermögensverwaltend, so kann der Mittelpunkt seiner geschäftlichen Oberleitung auch dort liegen, wo es die laufende Kontrolle über sein Vermögen ausübt, wo es seine Wertpapiere verwahrt oder wo es seine Steuererklärungen anfertigt bzw. unterschreibt, wenn nur an keinem anderen Ort gewichtigere Entscheidungen getroffen werden (vgl. BFH-Urteil vom 07.12.1994 I R 1/93, BFHE 176, 253, BStBl II 1995, 175).
Die in diesem Sinne wesentlichen Maßnahmen von einiger Wichtigkeit lassen sich danach nicht abstrakt oder absolut umschreiben; sie können nur für den Einzelfall bestimmt werden (vgl. BFH-Urteil vom 07.12.1994 I E 1/93, BFHE 176, 253, BStBl II 1995, 175).
Dieser Maßstab ist nur dann von vornherein ungeeignet, wenn --was vorliegend nicht der Fall ist-- die Zerlegung wegen des Fehlens jeglicher Arbeitslöhne (in allen Betriebsstätten) nicht vorgenommen werden kann (Senatsurteil vom 7. Dezember 1994 I K 1/93, BFHE 176, 253, BStBl II 1995, 175).
Bei einer Körperschaft ist das regelmäßig der Ort, an dem die zur Vertretung befugten Personen die ihnen obliegende laufende Geschäftsführertätigkeit entfalten, d.h. an dem sie die tatsächlichen, organisatorischen und rechtsgeschäftlichen Handlungen vornehmen, die der gewöhnliche Betrieb der Gesellschaft mit sich bringt (sog. Tagesgeschäfte;… vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 15. Juli 1998 I B 134/97, BFH/NV 1999, 372, sowie BFH-Urteile vom 3. Juli 1997 IV R 58/95, BFHE 184, 185, BStBl II 1998, 86; vom 23. Januar 1991 I R 22/90, BFHE 164, 164, BStBl II 1991, 554; vom 7. Dezember 1994 I K 1/93, BFHE 176, 253, BStBl II 1995, 175;… vom 15. Oktober 1997 I R 76/95, BFH/NV 1998, 434).
Ob es sich deshalb bei beiden Geschäftseinrichtungen um Orte der Leitung i.S. des Art. 5 Abs. 2 Buchst. a DBA-Schweiz handelte (vgl. dazu Scherer in Debatin/Wassermeyer, a.a.O., Art. 5 DBA-Schweiz Rz. 19, unter Verweis auf BFH vom 7. Dezember 1994 I K 1/93, BFHE 176, 253, BStBl II 1995, 175;… Wassermeyer, a.a.O., Art. 5 MA Rz. 66), ist letztlich entscheidungsunerheblich.
BFH, 15.10.1997 - I R 76/95
BFH, 30.01.2002 - I R 12/01
FG Baden-Württemberg, 22.06.2006 - 6 K 420/02
Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrags nach § 33 GewStG bei Entstehung des …
FG Köln, 18.07.2002 - 2 K 4593/00
FG Berlin, 20.12.1999 - 8 K 8281/98
Ort der Geschäftsleitung im Sinne des§ 21 Abs. 2 Berlinförderungsgesetzes; …
https://dejure.org/1994,2100
BFH, 14.09.1994 - I R 78/94 (https://dejure.org/1994,2100)
BFH, Entscheidung vom 14.09.1994 - I R 78/94 (https://dejure.org/1994,2100)
BFH, Entscheidung vom 14. September 1994 - I R 78/94 (https://dejure.org/1994,2100)
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KStG 1984 § 10 Nr. 2; EStG § 10 Abs. 1 Nr. 1a, § 35; ErbStG § 1 Abs. 1 Nr. 4, § 24
Steuerermäßigung - Erbschaftsteuer - Körperschaftsteuer - Verdeckte Gewinnausschüttung
§ 10 Nr. 2 KStG 1984
Körperschaftsteuer; Erbschaftsteuer als nichtabziehbare Betriebsausgabe
BFHE 176, 122
NJW-RR 1995, 898
BB 1995, 389
DB 1995, 509
BStBl II 1995, 207
b) Das Zusammentreffen von Erbschaft- und Körperschaftsteuer verstößt ferner nicht deshalb gegen Art. 3 Abs. 1 GG, weil bei einem Erbanfall, der bei einer natürlichen Person neben der Erbschaftsteuer auch der Einkommensteuer unterliegt (dazu BFH-Urteil in BFHE 212, 535, BStBl II 2006, 650), letztere Steuerbelastung durch die Tarifvorschrift des § 35b EStG gemildert wird, während eine solche Entlastung im Rahmen der Körperschaftsteuerfestsetzung nicht gewährt wird (dazu Senatsurteil vom 14. September 1994 I R 78/94, BFHE 176, 122, BStBl II 1995, 207;… Schmidt/Kulosa, a.a.O., § 35b Rz 3, m.w.N.; Blümich/Schallmoser, § 35b EStG Rz 7).
An dieser Auffassung werde jedoch seit langem in Rechtsprechung und Schrifttum nicht mehr festgehalten (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 14. September 1994 I R 78/94, BFHE 176, 122, BStBl II 1995, 207).
In der Entscheidung vom 14.09.1994 I R 78/94 (BStBl. II 1995, 207) hat der BFH die Nichtabziehbarkeit der Erbschaftsteuer als sonstige Personensteuer bei der Körperschaftsteuerveranlagung gemäß § 10 Nr. 2 KStG erörtert.
An dieser Rechtsauffassung wird jedoch seit langem nicht mehr in Rechtsprechung und Schrifttum festgehalten (…s. BFH-Urt. v. 9. August 1983 VIII R 35/80, BStBl II 1984, 27;… Urt. v. 7. Dezember 1990 X R 72/89, BStBl II 1991, 350;… Urt. v. 23. Februar 1994 X R 123/92, BStBl II 1994, 690;Urt. v. 14. September 1994 I R 78/94, BStBl II 1995, 207 m.w.Nachw. aus dem Schrifttum).
Zu den "sonstigen Personensteuern" im Sinne des § 12 Nr. 3 EStG zählt nach ganz einheitlicher Meinung im Schrifttum und in der Rechtsprechung auch die Erbschaftsteuer (…BFH-Urt. v. 9. August 1983 VIII R 35/80, BStBl. II 1984, 27;… Urt. v. 7. Dezember 1990 X R 72/89, BStBl II 1991, 350;… Urt. v. 23. Februar 1994 X R 123/92, BStBl II 1994, 690; Urt. v. 4. September 1994 I R 78/94, BStBl. II 1995, 207;… Hess. FG Urt. v. 18. März 1981 I 333/76, EFG 1981, 624; Nolde in Herrmann/Heuer/Raupach, Einkommensteuer- und Körperschaftsteuergesetz, Kommentar (Loseblatt), § 12 EStG Anm. 100;… Schuster in Littmann/Bitz/Pust, EStG, Kommentar (Loseblatt), § 12 Rz. 19;… Schmidt/Drenseck, Einkommensteuergesetz, Kommentar, 20. Aufl. 2002, § 12 Rz. 52;… Arndt in Kirchhof/Söhn, Einkommensteuergesetz, Kommentar (Loseblatt), § 12 Rdnr. D 8).
BFH, 14.09.1994 - I R 40/94
https://dejure.org/1994,1681
BFH, 14.09.1994 - I R 40/94 (https://dejure.org/1994,1681)
BFH, Entscheidung vom 14.09.1994 - I R 40/94 (https://dejure.org/1994,1681)
BFH, Entscheidung vom 14. September 1994 - I R 40/94 (https://dejure.org/1994,1681)
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KöStG-DDR § 1; StÄndG-DDR § 5 Abs. 2; GewStG-DDR § 2 Abs. 1, Abs. 3, § 22 Abs. 1; PGH-Steuergesetz § 17 Abs. 3; StAnpG-DDR § 20 Abs. 3
36%iger Steuersatz - Ausschüttung - Produktionsgenossenschaft des Handwerks - Gewerbesteuerpflicht
Körperschaftsteuer; Ausschüttungen einer Produktionsgenossenschaft des Handwerks
BFH, 16.09.1994 - I R 40/94
BFHE 176, 235
BB 1995, 808
DB 1995, 1259
BStBl II 1995, 209
a) Im Beitrittsgebiet war für den gesamten Erhebungszeitraum 1990 nach Art. 8 und Anl. I Kap. IV Sachgeb. B Abschn. II Nr. 14 des Einigungsvertrages noch das Gewerbesteuerrecht der Deutschen Demokratischen Republik anzuwenden (vgl. auch BFHE 176, 235, 237 = BStBl. II 1995, 209; BFHE 189, 179, 181 = BStBl. II 1999, 674;… BFH/NV 1996, 550).
Entgegen der vom Prozeßbevollmächtigten in der mündlichen Verhandlung vorgetragenen Auffassung ist dem BFH-Urteil vom 14. September 1994 I R 40/94 (BFHE 176, 235, BStBl II 1995, 209) nichts Gegenteiliges zu entnehmen.
Wie der BFH (Urteil vom 22. Dezember 1993 I R 75/93, BFHE 174, 122 [BFH 22.12.1993 - I R 75/93], BStBl II 1994, 578, 579; bestätigt durch Urteil vom 14. September 1994 I R 40/94, BFHE 176, 235, BStBl II 1995, 209) bereits erkannt hat, galt für Ausschüttungen des Gewinns durch PGHen nicht der Steuersatz in Höhe von 36 v. H. gemäß § 5 Abs. 2 StÄndG DDR, sondern nach § 5 Abs. 1 Satz 1 StÄndG DDR i. V. m. dem Steuergrundtarif B derjenige von 50 v. H. Das in § 6 StÄndG DDR erstmals eingeführte Teil-Anrechnungsverfahren (vgl. Dötsch, DB, DDR- Report 1990, 3126) galt -- wie der ermäßigte Steuersatz -- ebenfalls nur für Ausschüttungen für die Körperschaftsteuer auf von Kapitalgesellschaften ausgeschüttete Gewinne, denen PGHen nach der zitierten Rechtsprechung des I. Senats des BFH weder unmittelbar noch entsprechend gleichgestellt werden können.
Wie der BFH (BFH in BFHE 174, 122, BStBl II 1994, 578, 579; bestätigt durch Urteil vom 14. September 1994 I R 40/94, BStBl II 1995, 209) bereits erkannt hat, galt für Ausschüttungen des Gewinns durch PGHen nicht der Steuersatz von 36 % gemäß § 5 Abs. 2 StÄndG, sondern nach § 5 Abs. 1 Satz 1 StÄndG i. V. m. dem Steuergrundtarif B derjenige von 50 v. H. Das in § 6 StÄndG erstmals eingeführte Teil-Anrechnungsverfahren (vgl. Dötsch, Der Betrieb, DDR-Report 1990, 3126) galt - wie der ermäßigte Steuersatz - ebenfalls nur für Ausschüttungen für die Körperschaftsteuer auf von Kapitalgesellschaften ausgeschüttete Gewinne, denen PGHen nach der zitierten Rechtsprechung des I. Senats des BFH weder unmittelbar noch entsprechend gleichgestellt werden können.
Wie der BFH (Urteil vom 22. Dezember 1993 I R 75/93, BFHE 174, 122, BStBl II 1994, 578, 579; bestätigt durch Urteil vom 14. September 1994 I R 40/94, BFHE 176, 235, BStBl II 1995, 209) bereits erkannt hat, galt für Ausschüttungen des Gewinns durch PGHen nicht der Steuersatz in Höhe von 36 v. H. gemäß § 5 Abs. 2 StÄndG DDR, sondern nach § 5 Abs. 1 Satz 1 StÄndG DDR i. V. m. dem Steuergrundtarif B derjenige von 50 v. H. Das in § 6 StÄndG DDR erstmals eingeführte Teil-Anrechnungsverfahren (vgl. Dötsch, Der Betrieb - DB -, DDR-Report 1990, 3126) galt - wie der ermäßigte Steuersatz - ebenfalls nur für Ausschüttungen für die Körperschaftsteuer auf von Kapitalgesellschaften ausgeschüttete Gewinne, denen PGHen nach der zitierten Rechtsprechung des I. Senats des BFH weder unmittelbar noch entsprechend gleichgestellt werden können.
Wie der BFH (Urteil vom 22. Dezember 1993 I R 75/93, BFHE 174, 122 [BFH 22.12.1993 - I R 75/93], BStBl II 1994, 578, 579; bestätigt durch Urteil vom 14. September 1994 I R 40/94, BFHE 176, 235, BStBl II 1995, 209) bereits erkannt hat, galt für Ausschüttungen des Gewinns durch PGHen nicht der Steuersatz in Höhe von 36 v. H. gemäß § 5 Abs. 2 StÄndG DDR, sondern nach § 5 Abs. 1 Satz 1 StÄndG DDR i. V. m. dem Steuergrundtarif B derjenige von 50 v. H. Das in § 6 StÄndG DDR erstmals eingeführte Teil-Anrechnungsverfahren (vgl. Dötsch, Der Betrieb -- DB --, DDR-Report 1990, 3126) galt -- wie der ermäßigte Steuersatz -- ebenfalls nur für Ausschüttungen für die Körperschaftsteuer auf von Kapitalgesellschaften ausgeschüttete Gewinne, denen PGHen nach der zitierten Rechtsprechung des I. Senats des BFH weder unmittelbar noch entsprechend gleichgestellt werden können.
Der erkennende Senat hat sich mittlerweile dieser Rechtsprechung angeschlossen (so zur Produktionsgenossenschaft des Handwerks Urteil vom 14. September 1994 I R 40/94, BFHE 176, 235, BStBl II 1995, 209).
BFH, 09.11.1994 - XI R 11/94
https://dejure.org/1994,1828
BFH, 09.11.1994 - XI R 11/94 (https://dejure.org/1994,1828)
BFH, Entscheidung vom 09.11.1994 - XI R 11/94 (https://dejure.org/1994,1828)
BFH, Entscheidung vom 09. November 1994 - XI R 11/94 (https://dejure.org/1994,1828)
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FGO a. F. § 62 Abs. 3; VGFGEntlG Art. 3 § 1
Ausschlußfrist bei Finanzgerichtsverfahren
FGO (a.F.) § 62 Abs. 3; VGFGEntlG Art. 3 § 1
§ 62 Abs. 3 FGO a. F.
Finanzgerichtsordnung; keine Ausschlußfrist nach Art. 3 § 1 VGFG-EntlG zum Nachweis der gesetzlichen Vertretungsbefugnis
BFHE 176, 219
BB 1995, 558
DB 1995, 412
BStBl II 1995, 267
Danach besteht keine Vermutung mehr für das Vorliegen eines entgeltlichen Anschaffungsgeschäfts (vgl. BFH-Urteil XI R 11/94 a. a. O.).
Denn die sachlich-rechtliche Vertretungsmacht ist keine Vollmacht, die unter Fristsetzung nach § 62 Abs. 3 Satz 3 FGO angefordert werden dürfte (vgl. BFH-Urteil vom 09.11.1994 XI R 11/94, BFHE 176, 219 , BStBl II 1995, 267 ), wie es der Vorsitzende mit der Verfügung vom 16. September 1999 irrtümlich getan hat.
FG Niedersachsen, 14.11.2001 - 2 K 138/98
Prokurist einer Zweigniederlassung kann keine Vollmacht für die Klage einer …
Denn die sachlich-rechtliche Vertretungsmacht des Vollmachtgebers, wie beispielsweise die gesetzliche Vertretungsmacht des Vorstandes gemäß § 78 AktG oder eine tatsächlich erteilte Prokura gemäß § 49 HGB, ist nicht innerhalb der Ausschlussfrist des § 62 FGO nachzuweisen (BFH-Urteil vom 9. November 1994, XI R 11/94, BStBl. II 1995, 267).
https://dejure.org/1994,3008
BFH, 12.10.1994 - II R 63/93 (https://dejure.org/1994,3008)
BFH, Entscheidung vom 12.10.1994 - II R 63/93 (https://dejure.org/1994,3008)
BFH, Entscheidung vom 12. Januar 1994 - II R 63/93 (https://dejure.org/1994,3008)
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GrEStG-DDR § 15 Nr. 1 (= GrEStG 1983 § 13 Nr. 1); AO 1977 § 119 Abs. 1
Grunstückserwerb bei Ehegatten
§ 13 GrEStG 1983; § 15 GrEStG-DDR
Grunderwerbsteuer; zu gemeinschaftlichem Eigentum erworbenes Grundstück
BFHE 176, 1
BB 1995, 342
BStBl II 1995, 174
Etwas anderes ergibt sich auch nicht daraus, dass für jeden Ehegatten ein getrennter Steuerfall und damit zwei Erwerbe angenommen werden, wenn in Gütergemeinschaft lebende Ehegatten ein Grundstück erwerben (vgl. BFH-Urteile vom 04.04.1967, in BFHE 88, 388, vom 12.10.1994 II R 63/93, BStBl. II 1995, 174 …und vom 31.08.1994 II R 82/94, BFH/NV 1995, 437;… Pahlke/Franz, a.a.O., Hofmann, § 3 Rn. 5 a.E.).
https://dejure.org/1994,8361
BFH, 04.08.1994 - VI R 92/93 (https://dejure.org/1994,8361)
BFH, Entscheidung vom 04.08.1994 - VI R 92/93 (https://dejure.org/1994,8361)
BFH, Entscheidung vom 04. August 1994 - VI R 92/93 (https://dejure.org/1994,8361)
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Pauschbetrag für Verpflegungsmehraufwendungen eines Arbeitnehmers bei Ausübung von Einsatzwechseltätigkeit
b) Diese Wertung hat der Senat - allerdings, worauf das FA zutreffend hinweist, zunächst in einem obiter dictum, und außerdem im Zusammenhang mit dem Abzug von Fahrtkosten - auch auf das Gebiet des Hamburger Hafens übertragen (vgl. Urteile in BFHE 173, 179, BStBl II 1994, 422; vom 4. August 1994 VI R 92/93, BFH/NV 1995, 27).
Ein derart weiträumiges Gebiet aber kann auch bei Anlegung der bisher geltenden Maßstäbe nicht mehr als einheitliche großräumige Arbeitsstätte beurteilt werden (vgl. Senatsurteile in BFHE 174, 169, BStBl II 1994, 534; vom 4. August 1994 VI R 92/93, BFH/NV 1995, 27; vom 7. Februar 1997 VI R 61/96, BFHE 182, 562, BStBl II 1997, 333).
Auch dieser Bereich erfüllt daher, wie das FG zu Recht ausführt, nicht die Voraussetzungen für die Annahme einer großräumigen Beschäftigungsstelle als zwar größerer, aber räumlich zusammenhängender Bereich (BFH-Urteile vom 5. Mai 1994 VI R 6/92, BFHE 174, 169, BStBl II 1994, 534, [BFH 05.05.1994 - VI R 6/92] und vom 4. August 1994 VI R 92/93, BFH/NV 1995, 27).
Von einer solchen großräumigen Arbeits- bzw. Betriebsstätte ist danach nicht auszugehen, wenn der Einsatzbereich ein weiträumiges Gebiet wie etwa den Bereich eines Stadtgebiets oder einen nicht unmittelbar zusammenhängenden größeren ländlichen Bereich umfasst (BFH-Urteile vom 5. Mai 1994 VI R 6/92, BFHE 174, 169, BStBl II 1994, 534, und vom 4. August 1994 VI R 92/93, BFH/NV 1995, 27).
Hiervon ist nicht auszugehen, wenn der Einsatzbereich ein weiträumiges Gebiet wie etwa den Bereich eines Stadtgebiets oder einen nicht unmittelbar zusammenhängenden größeren ländlichen Bereich umfasst (BFH-Urteile vom 5. Mai 1994 VI R 6/92, BFHE 174, 169, BStBl II 1994, 534, und vom 4. August 1994 VI R 92/93, BFH/NV 1995, 27).
So hat der BFH zum Verpflegungsmehraufwand bei Einsatzwechseltätigkeiten mit Urteilenvom 05.05.1994 VI R 6/92 (BStBl. II 1994, 534), 04.08.1994 VI R 92/93 (BFH/NV 1995, 27) und07.02.1997, VI R 61/96 (BStBl. II 1997, 333 m.w.N.) entschieden, dass als einheitliche großräumige Arbeitsstätte nur ein größeres zusammenhängendes Gelände des Arbeitgebers, nicht aber ein gesamter Stadtbereich, ein Ballungsgebiet oder der Raum um den Betriebsort oder um die Wohnung im Radius des üblichen Einzugsbereichs angesehen werden kann.