Source: http://www.juraforum.de/rechtsanwalt/anwalt-jugendstrafrecht/
Timestamp: 2017-08-22 01:47:27
Document Index: 295656730

Matched Legal Cases: ['§ 105', '§ 5', '§ 1', '§ 38', '§ 9', '§ 13', '§ 17', '§ 179']

Rechtsanwalt für Jugendstrafrecht | Rechtsanwälte - Empfehlung
Rechtsanwalt für Jugendstrafrecht nach Orten
Informationen zum Rechtsgebiet Jugendstrafrecht
Das Jugendstrafrecht soll die Täter erfassen, die sich bei der Begehung der Tat gerade im Übergangsstadium vom Kind zum Erwachsenen befinden.
Die Strafmündigkeit setzt in Deutschland mit dem 14. Lebensjahr ein. Kinder unter 14 Jahren bleiben demnach straffrei. Bei Straftaten von Erwachsenen wird generell das normale Strafrecht angewandt. Ist der Täter bei Begehung der Tat zwischen 14 und 17 Jahre alt, kommt das Jugendgerichtsgesetz zum Einsatz. Entscheidend ist hierbei allein das Alter zum Tatzeitpunkt. Das heißt, dass auch bei jugendlichen Tätern, die erst viele Jahre später als Erwachsene der Tat überführt werden, noch das Jugendstrafrecht angewandt werden kann.
Wer zwischen 18 und 20 Jahre alt ist, für den kann sowohl das Erwachsenenstrafrecht als auch das Jugendgerichtsgesetz herangezogen werden. § 105 Jugendgerichtsgesetz regelt dazu die Anwendung des Jugendstrafrechts auf Heranwachsende mit folgendem Wortlaut: „Begeht ein Heranwachsender eine Verfehlung, die nach den allgemeinen Vorschriften mit Strafe bedroht ist, so wendet der Richter dir für einen Jugendlichen geltenden Vorschriften […] entsprechend an, wenn die Gesamtwürdigung der Persönlichkeit des Täters […] ergibt, dass er zur Zeit der Tat nach seiner sittlichen und geistigen Entwicklung noch einem Jugendlichen gleichstand.“
Es muss also individuell geprüft werden, ob der Täter einem Heranwachsenden oder einem Jugendlichen gleichzustellen ist. Dementsprechend wird dann die Strafe gewählt.
Jugendliche Täter sollen noch nicht die volle Härte des Strafrechts erfahren, da ihre Taten meist relativ harmlos sind und einen Ausdruck des Selbstfindungsprozesses hinein in die Welt der Erwachsenen darstellen. Zudem werden Straftaten Jugendlicher oft als lediglich vorübergehende oder sogar einmalige Entgleisungen angesehen.
Härtere Strafen, wie sie das Erwachsenenstrafrecht vorsieht, werden dagegen als entwicklungsschädigend angesehen, da die jungen Täter sich gerade in einem wichtigen und prägenden Lebensabschnitt befinden. Ihr Leben soll daher möglichst weder gesellschaftlich noch psychisch aus dem Gleichgewicht gebracht werden.
Mögliche Sanktionen des Jugendstrafrechts sind in § 5 Jugendgerichtsgesetz geregelt. Demnach kann der Richter zwischen Erziehungsmaßregeln, Zuchtmitteln und Jugendstrafe wählen. Bei der Wahl der passenden Sanktion steht dabei stets der Gedanke der bestmöglichen Resozialisierung im Vordergrund. In der Praxis sehr häufig werden unentgeltliche Arbeitsstunden verhängt.
Wer sich als jugendlicher oder heranwachsender Täter Sanktionen gegenübersieht, kann sich an einen Rechtsanwalt für Jugendstrafrecht wenden um sich anwaltlich umfassend beraten zu lassen. Ein Rechtsanwalt für Jugendstrafrecht wird die Interessen seines Mandanten bestmöglich vertreten und dessen Rechte, wenn nötig, auch vor Gericht durchsetzen.
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Im Jugendgerichtsgesetz ist das Gesetz des Jugendstrafrechts geregelt. Dieses Gesetz kann auf alle strafmündigen Personen angewendet werden. Strafmündig sind in Deutschland Jugendliche ab dem 14. Lebensjahr. Es besteht ferne die Möglichkeit, das Jugendgerichtsgesetz auch auf Heranwachsende zwischen dem 18. Und 21. Lebensjahr anzuwenden. Dafür müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt
Die Jugendgerichtshilfe ( JGH ) unterstützen im Strafverfahren die beteiligten Behörden durch Erforschung der Persönlichkeit, der Entwicklung und der Umwelt des Beschuldigten und äußern sich zu den Maßnahmen, die zu ergreifen sind. (§ 38 Jugendgerichtsgesetz) Die Vertreter bringen die erzieherischen, sozialen und fürsorgerischen Gesichtspunkte vor den Jugendgerichten
Das Jugendschöffengericht ist ein beim Amtsgericht ansässiger Spruchkörper , bestehend aus einem hauptamtlichen Richter als Vorsitzenden und zwei Jugendschöffen, der über Verfehlungen Jugendlicher und Heranwachsender entscheidet. Regelungen zu den Jugendgerichten finden sich in den §§
Jugendliche Straftäter müssen mit drei verschiedenen Arten von Sanktionen rechnen: Erziehungsmaßregeln, welche in den §§ 9 - 12 JGG definiert werden, Erziehungsstrafen, denen gesetzliche Regelung sich aus den §§ 13 - 16 JGG ergibt, sowie Jugendstrafen, die gemäß § 17 - 26a JGG definiert werden.
Kinder und Jugendliche erfolgreich machen – Kriminalprävention mit vielen Partnern (13.04.2011, 16:00)
Erfolgreiche Kinder und Jugendliche sind erheblich weniger gefährdet, später kriminell zu werden. Auf dieser in Forschung und Praxis inzwischen unstrittigen Meinung basiert ein Präventionsprojekt, das in diesem Sommersemester an der Hochschule...
Prof. Dr. Frank Neubacher ist neuer Lehrstuhlinhaber für Kriminologie an der Universität Jena Jena (13.02.07) Wenn es um Unruhen in Gefängnissen oder Gewalt im Strafvollzug geht, liest Prof. Dr. Frank Neubacher, M.A. seine Zeitungen umso...
Unfall mit fremdem Moped (14.08.2007, 00:09)
Vorab: Tut mir leid das ich es hier reinschreibe, habe aber kein besseres unterforum gefunden... A bekommt von B angeboten mit dessen Moped zu fahren, obwohl sich B im klaren ist, das A keine prüfsbescheinigung besitzt. A hat auch noch einen beifahrer und baut einen Unfall. Dem Beifahrer passiert nichts und A hat ...
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