Source: https://www.hensche.de/arbeitsrecht_aktuell_2009_Europarecht.html
Timestamp: 2020-03-30 16:34:17
Document Index: 307980751

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

HENSCHE Arbeitsrecht: Aktuelles Arbeitsrecht 2009: Europarecht, EuGH-Urteile, EU-Richtlinien
ARBEITSRECHT AKTUELL // Europarecht
Ak­tu­el­les Ar­beits­recht 2009: Eu­ro­pa­recht, EuGH-Ur­tei­le, EU-Richt­li­ni­en
Auf die­ser Sei­te fin­den Sie ak­tu­el­le Kom­men­ta­re zum eu­ro­päi­schen Ar­beits­recht 2009, ins­be­son­de­re zur Recht­spre­chung des Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hofs (EuGH).
Ju­ris­ti­sche Be­wer­tun­gen ar­beits­recht­li­cher Ent­schei­dun­gen deut­scher Ge­rich­te fin­den Sie in der Ru­brik "Recht­spre­chung", Kom­men­ta­re zu ar­beits- und so­zi­al­recht­li­chen Ge­set­zes­vor­ha­ben und Ge­set­zes­än­de­run­gen un­ter "Ge­setz­ge­bung" und Nach­rich­ten aus der Ar­beits­welt un­ter "Ar­beit und So­zia­les".
Bei­trä­ge zum The­ma "Eu­ro­pa­recht" aus an­de­ren Jah­ren fin­den Sie un­ter Ar­beits­recht 2019, Ar­beits­recht 2018, Ar­beits­recht 2017, Ar­beits­recht 2016, Ar­beits­recht 2015, Ar­beits­recht 2014, Ar­beits­recht 2013, Ar­beits­recht 2012, Ar­beits­recht 2011, Ar­beits­recht 2010, Ar­beits­recht 2008, Ar­beits­recht 2007, Ar­beits­recht 2006, Ar­beits­recht 2005, Ar­beits­recht 2004, Ar­beits­recht 2003, Ar­beits­recht 2002 und un­ter Ar­beits­recht 2001.
09/205 Ausschlussfrist im AGG könnte unzulässig sein
06.11.2009. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Ham­burg hält die zwei­mo­na­ti­ge Aus­schluss­frist im All­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­ge­setz für eu­ro­pa­rechts­wid­rig und leg­te die Fra­ge der Zulässig­keit des­halb dem Eu­ropäischen Ge­richts­hof (EuGH) vor, LAG Ham­burg, Be­schluss vom 03.06.2009, 5 Sa 3/09.
09/204 Muss das Kündigungsschutzrecht geändert werden?
05.11.2009. Mit ih­rer „mit Gründen ver­se­he­nen Stel­lung­nah­me“ lei­tet die EU-Kom­mis­si­on in Brüssel die zwei­te Stu­fe ei­nes so ge­nann­ten Ver­trags­ver­let­zungs­ver­fah­rens ge­gen Deutsch­land ein. Sie mahn­te Deutsch­land An­fang Ok­to­ber 2009 for­mell, das Kündi­gungs­schutz­recht zu verschärfen, da die­ses nicht das eu­ro­pa­recht­lich er­for­der­li­che Ni­veau an Dis­kri­mi­nie­rungs­schutz gewähr­leis­te. EU-Kom­mis­si­on, Pres­se­mit­tei­lung vom 08.10.2009, IP/09/1447
09/186 Höchstalter von 30 bei der Einstellung von Feuerwehrleuten
12.10.2009. In sei­nen Schluss­anträgen hat der Ge­ne­ral­an­walt beim Eu­ropäischen Ge­richts­hof (EuGH) Yves Bot ein Ein­stel­lungshöchst­al­ter von 30 Jah­ren bei Be­wer­bern um ei­nen Aus­bil­dungs­platz bei der Feu­er­wehr für den mitt­le­ren feu­er­wehr­tech­ni­schen Dienst für zulässig erklärt. Auf­grund der ex­trem ho­hen körper­li­chen An­for­de­run­gen sah der Ge­ne­ral­an­walt die Un­gleich­be­hand­lung auf­grund des Al­ters als ge­recht­fer­tigt an: Schluss­anträge des Ge­ne­ral­an­walts Yves Bot vom 03.09.2009, Rs. C-229/08 (Co­lin Wolf).
09/138 Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel
05.08.2009. Nach ei­ner Ent­schei­dung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs (EuGH) stellt es ei­ne Al­ters­dis­kri­mi­nie­rung dar, wenn bei der Er­mitt­lung von vergütungs­re­le­van­ten Dienst­jah­ren nur die nach dem 18. Le­bens­jahr zurück­ge­leg­te Beschäfti­gungs­zeit berück­sich­tigt wird: EuGH, Ur­teil vom 18.06.2009, C-88/08
09/118 Ist die Zwangsverrentung von Piloten mit 60 Jahren doch europarechtswidrig?
08.07.2009. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat of­fen­bar Zwei­fel, ob ei­ne ta­rif­li­che Re­ge­lung, nach der das Ar­beits­verhält­nis von Pi­lo­ten bei Er­rei­chen des 60. Le­bens­jah­res au­to­ma­tisch en­det, mit dem Eu­ro­pa­recht und dem dar­auf zurück­ge­hen­den All­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­ge­setz (AGG) ver­ein­bar ist. Es hat die­se Fra­ge des­halb dem Eu­ropäischen Ge­richts­hof (EuGH) vor­ge­legt: BAG, Be­schluss vom 17.06.2009, 7 AZR 112/08 (A).
09/094 Sind Zwangspensionierungen doch europarechtswidrig?
04.06.2009. Nach­dem der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) in den letz­ten Jah­ren mehr­fach zu dem The­ma der Zwangs­pen­sio­nie­rung Stel­lung neh­men muss­te und da­bei in kaum ei­nem Fall ernst­haf­te recht­li­che Be­den­ken äußer­te, hat das Ar­beits­ge­richt Ham­burg in ei­ner um­strit­te­nen Ent­schei­dung vom Ja­nu­ar 2009 dem EuGH noch­mals die Fra­ge vor­ge­legt, ob die in Ta­rif- und Ar­beits­erträgen oft vor­ge­se­he­ne au­to­ma­ti­sche Be­en­di­gung von Ar­beits­verhält­nis­sen mit dem Er­rei­chen des Ren­ten­al­ters eu­ro­pa­recht­lich zulässig ist: Ar­beits­ge­richt Ham­burg, Be­schluss vom 20.01.2009, 21 Ca 235/08.
09/074 Die Reform der Arbeitszeitrichtlinie ist gescheitert
05.05.2009. Die Re­form der Ar­beits­zeit­richt­li­nie ist auf­grund nicht zu über­brücken­der Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten zwi­schen Eu­ro­pa­par­la­ment und Kom­mis­si­on vor­erst ge­schei­tert. Da­mit bleibt die Ar­beits­zeit­richt­li­nie in ih­rer der­zei­ti­gen Ge­stalt wei­ter in Gel­tung. Auch die Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs (EuGH), dass Be­reit­schafts­dienst­zei­ten in vol­lem Um­fang als Ar­beits­zeit zu be­wer­ten sind, ist für die EU-Mit­glieds­staa­ten auch in Zu­kunft wei­ter maßgeb­lich: Eu­ropäisches Par­la­ment, Pres­se­mit­tei­lung vom 01.05.2009: No­vel­lie­rung der Ar­beits­zeit­richt­li­nie ge­schei­tert.
09/071: Die deutsche Unfallversicherung verstößt nicht gegen das Europarecht.
29.04.2009. In ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung hat der Eu­ropäische Ge­richts­hofs (EuGH) bestätigt, dass das deut­sche Sys­tem der ge­setz­li­chen Un­fall­ver­si­che­rung, d.h. die für Ar­beit­ge­ber zwin­gen­de Mit­glied­schaft bei den Be­rufs­ge­nos­sen­schaf­ten als den Trägern der Un­fall­ver­si­che­rung, mit dem Eu­ro­pa­recht ver­ein­bar ist: EuGH, Ur­teil vom 05.03.2009, C-350/07 - Katt­ner gg. Me­tall-Be­rufs­ge­nos­sen­schaft.
09/057 Auslegung des Bundesurlaubsgesetzes entsprechend dem Schultz-Hoff-Urteil des EuGH
07.04.2009. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat ent­schie­den, dass auch pri­va­te Ar­beit­ge­ber die Kon­se­quen­zen aus dem Schultz-Hoff-Ur­teil des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs (EuGH) zu tra­gen ha­ben, d.h. den we­gen Krank­heit nicht ge­nom­me­nen Ur­laub ver­gan­ge­ner Jah­re gewähren oder ab­gel­ten müssen, oh­ne sich auf den Ver­fall die­ser Rest­ur­laubs­ansprüche zum 31. März be­ru­fen zu können. Nach An­sicht des BAG ist da­zu ei­ne Ände­rung des Bun­des­ur­laubs­ge­set­zes (BUrlG) nicht er­for­der­lich: BAG, Ur­teil vom 24.03.2009, 9 AZR 983/07.
09/051: Freizeitausgleich für Berliner Feuerwehrbeamte wegen unzureichender Umsetzung der Arbeitszeitrichtlinie
30.03.2009. Das Ver­wal­tungs­ge­richt (VG) Ber­lin hat am 26.03.2009 in acht von der­zeit über 140 anhängi­gen Kla­ge­ver­fah­ren ent­schie­den, dass die Ber­li­ner Feu­er­wehr da­zu ver­pflich­tet ist, den Feu­er­wehr­be­am­ten we­gen jah­re­lan­ger übermäßiger und eu­ro­pa­rechts­wid­ri­ger Her­an­zie­hung zu Diens­ten ei­nen Frei­zeit­aus­gleich für zu­viel ge­leis­te­te Ar­beit zu gewähren.
09/038 Ist die Entlassung in die Rente diskriminierend?
11.03.2009. Seit ei­ni­gen Jah­ren wird darüber dis­ku­tiert, un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen die Be­en­di­gung von Ar­beits­verhält­nis­sen bei Er­rei­chen des Ren­ten­al­ters kei­ne ver­bo­te­ne Dis­kri­mi­nie­rung we­gen des Al­ters ist. Klar ist, dass kei­ne all­zu stren­gen An­for­de­run­gen an die Plau­si­bi­lität der sach­li­chen Gründe für ge­setz­li­che, ta­rif­li­che oder ar­beits­ver­trag­li­che "Zwangs­pen­sio­nie­run­gen" zu stel­len sind. Wie der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) in ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung klar­ge­stellt hat, müssen die Rechts­vor­schrif­ten, die ei­ne sol­che al­ters­be­ding­te Be­en­di­gung von Ar­beits­verhält­nis­sen zur Fol­ge ha­ben, nicht im Ein­zel­nen die Gründe aufführen, die ei­ne sol­che Un­gleich­be­hand­lung auf­grund des Al­ters recht­fer­ti­gen können: EuGH, Ur­teil vom 05.03.2009, C-388/07 (Age Con­cern).
09/034 Betriebsteilübergang auch bei Verlust der organisatorischen Selbständigkeit
05.03.2009. Der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) hat mit in ei­nem ak­tu­el­len Grund­satz­ur­teil ent­schie­den, dass ein Be­triebs­teilüber­gang im Sin­ne der Richt­li­nie 2001/23/EG auch vor­lie­gen kann, wenn ein über­nom­me­ner Be­triebs­teil beim Er­wer­ber sei­ne bis­he­ri­ge or­ga­ni­sa­to­ri­sche Selbständig­keit ver­liert. Mit die­ser Ent­schei­dung hat der EuGH den An­wen­dungs­be­reich des Ar­beit­neh­mer­schut­zes beim Er­werb von Be­triebs­tei­len er­wei­tert: EuGH, Ur­teil vom 12.02.2009 (Rs. C-466/07 - Kla­ren­berg ge­gen Fer­ro­tron).
09/023 Bei dauerhafter Krankheit kein Verfall von Resturlaubsansprüchen
18.02.2009. In Übe­rein­stim­mung mit den Schluss­anträgen der Ge­ne­ral­anwältin Trs­ten­jak vom 24.01.2008 hat der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) ent­schie­den, dass der Ver­fall von Ur­laubs­ansprüchen, den lan­ge er­krank­te Ar­beit­neh­mer auf­grund deut­scher ur­laubs­recht­li­cher Grundsätze hin­neh­men müssen, ge­gen die Richt­li­nie 2003/88/EG des Eu­ropäischen Par­la­ments und des Ra­tes vom 04.11.2003 verstößt. Auf­grund die­ses EuGH-Ur­teils können länger er­krank­te Ar­beit­neh­mer künf­tig er­heb­li­che Rest­ur­laubs­ansprüche gel­tend ma­chen: EuGH, Ur­teil vom 20.01.2009, C-350/06 (Schultz-Hoff).
09/018 Keine Hinterbliebenenrente für gleichgeschlechtliche Partner?
11.02.2009. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat un­ter Be­ru­fung auf die Ent­schei­dung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs (EuGH) in der Rechts­sa­che Ta­dao Ma­ru­ko (EuGH, Ur­teil vom 01.04.2008, C-267/06) ent­schie­den, dass gleich­ge­schlecht­li­che Le­bens­part­ner im all­ge­mei­nen ei­nen An­spruch auf be­trieb­li­che Hin­ter­blie­be­nen­ren­te ha­ben, falls das Be­triebs­ren­ten­ver­spre­chen des Ar­beit­ge­bers ei­nen sol­chen Ver­sor­gungs­an­spruch ver­wit­we­ten Ehe­leu­ten zu­ge­steht: BAG, Ur­teil vom 14.01.2009, 3 AZR 20/07.
09/011 Europaparlament stoppt Reform der Arbeitszeitrichtlinie
02.02.2009. Nach­dem sich die EU-Ar­beits­mi­nis­ter am 10.06.2008 auf die Schaf­fung ei­ner Zeit­ar­beits­richt­li­nie und zu­gleich auf ei­ne Entschärfung der Ar­beits­zeit­richt­li­nie verständigt hat­ten, hat nun­mehr das Eu­ropäische Par­la­ment dem Mi­nis­ter­rat ei­nen Strich durch die Rech­nung ge­macht. Denn das Eu­ro­pa­par­la­ment hat am 17.12.2008 den Neu­ent­wurf der Ar­beits­zeit­richt­li­nie ab­ge­lehnt. Es sprach sich dafür aus, auch „in­ak­ti­ve“ Be­reit­schafts­dienst­zei­ten wie bis­her als Ar­beits­zeit an­zu­se­hen. Außer­dem soll nach den Vor­stel­lun­gen des Par­la­ments die der­zeit gel­ten­de Opt-Out-Re­ge­lung nach ei­ner Rei­he von Jah­ren aus­lau­fen: Eu­ropäisches Par­la­ment: 48 St­un­den wöchent­li­che Höchst­ar­beits­zeit in EU, Pres­se­mel­dung vom 17.12.2008.
09/003 Schlussanträge der Generalanwältin Juliane Kokott
16.01.2009. Das Eu­ro­pa­recht ver­langt ei­nen Min­dest­schutz vor Ket­ten­be­fris­tun­gen von Ar­beits­verhält­nis­sen, lässt aber den Staa­ten weit­ge­hend freie Hand bei der Um­set­zung des Schut­zes. Die Ge­ne­ral­anwältin beim Eu­ropäischen Ge­richts­hof (EuGH) Ju­lia­ne Ko­kott hat sich in ih­ren Schluss­anträgen vom 04.12.2008 mit der Fra­ge be­fasst, un­ter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen ein recht­li­cher Schutz vor Ket­ten­be­fris­tun­gen als "gleich­wer­tig" ge­genüber den in der ein­schlägi­gen EU-Richt­li­nie vor­ge­schla­ge­nen Schutz­maßnah­men an­zu­se­hen ist: Schluss­anträge der Ge­ne­ral­anwältin Ju­lia­ne Ko­kott vom 04.12.2008, Ver­bun­de­ne Rechts­sa­chen C‑378/07 bis C‑380/07 (Ky­ria­ki An­gel­i­da­ki u.a.).