Source: https://gmbhg.kommentar.de/Abschnitt-3/Vertretung-der-Gesellschaft/Definitionen?search=62
Timestamp: 2020-07-05 20:23:15
Document Index: 3823091

Matched Legal Cases: ['§ 35', '§ 45', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 54', '§ 48', '§ 35', '§ 164', '§ 35', '§ 35', '§ 8', '§ 37', '§ 37', '§ 35', 'BGH', '§ 35', 'Art. 15', '§ 29', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', 'EuG', '§ 52', 'Art. 5', '§ 52', '§ 35', '§ 29', '§ 48', '§ 45', '§ 45', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 164', '§ 35', '§ 133', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 164', '§ 35', '§ 35', '§ 10', '§ 10', '§ 15', '§ 10', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 78', '§ 35', '§ 35', '§ 10', '§ 10', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 181', '§ 181', '§ 35', '§ 35', '§ 181', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', 'BGH', '§ 1', '§ 1', '§ 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Stand: 04.07.2020 (Gesetz) ; 08.05.2019 (Kommentierung)
Die Gesellschafterversammlung kann sich Geschäftsführungsangelegenheiten vorbehalten oder nach Belieben an sich ziehen.Altmeppen, in: Roth/Altmeppen, GmbHG, 7. Aufl. (2012), § 35 Rn. 2 Die gesetzliche Kompetenzverteilung steht weitgehend zur Disposition der Gesellschafter, die durch den Gesellschaftsvertrag abweichende Regelungen treffen können, vgl. § 45 GmbHGAltmeppen, in: Roth/Altmeppen, GmbHG, 7. Aufl. (2012), § 35 Rn. 3 . Dies ist einer der Gründe, aus denen diese Gesellschaftsform interessant ist. So besteht neben der freien Wahl des Geschäftsführers – was die Unternehmensnachfolge z.B. durch Bestellung eines Fremdgeschäftsführers in dem Fall erleichtert, dass keiner der Gesellschafter die Geschäftsführung übernehmen will – die Möglichkeit, zusätzliche Organe (z.B. Verwaltungsrat, Beirat) in dem Gesellschaftsvertrag zu kreieren und mit weitreichenden Überwachungs-, Beratungs- und Entscheidungskompetenzen auszustatten.Altmeppen, in: Roth/Altmeppen, GmbHG, 7. Aufl. (2012), § 35 Rn. 3 „Dies ist Ausdruck der Flexibilität in der Ausgestaltung der GmbH. Die Rechtsform soll sich einerseits für den Kaufmann eignen, der unter einem beherrschbaren Haftungsrisiko unternehmerisch tätig sein will. Zum anderen soll sie auch dem Investor zur Verfügung stehen, der bei der Leitung des operativen Geschäfts auf fremde Expertise angewiesen ist.“Jaeger/Stephan/Tieves, Münchener Kommentar zum GmbHG, 1. Aufl. (2012), § 35 Rn. 14
Die GmbH, vertreten durch den/die Geschäftsführer, kann selbstverständlich auch rechtsgeschäftlich Vertretungsmacht erteilen, so zum Beispiel durch Erteilung einer Handlungsvollmacht (§ 54 HGB), Erteilung von Prokura (§§ 48 bis 53 HGB)Oetker, in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, 2. Aufl. (2014), § 35 Rn. 35 oder sonstige Vollmacht (§ 164 BGB)Lücke/Simon, in: Saenger/Inhester, GmbHG, 2. Aufl. (2013), § 35 Rn. 8 . Zu den Einzelheiten vgl. U. Grooterhorst, Vollmachten in Unternehmen, 6. Aufl. (2014), S. 159. Dort finden sich auch Musterformulierungen für denkbare Vollmachten in deutscher und englischer Sprache.
Hat eine GmbH mehrere Geschäftsführer, müssen diese laut Gesetz gemeinsam handeln. Da dies nicht selten praktische Schwierigkeiten bereitet, beispielsweise wenn einer der Geschäftsführer verhindert ist, wird oftmals bereits im Gesellschaftsvertrag vereinbart, dass z.B. bereits zwei Geschäftsführer die Gesellschaft vertreten können oder dass eine Einzelvertretungsbefugnis erteilt wird. Die Einzel- (auch „Alleinvertretungsmacht“) oder Gesamtvertretung wird im Handelsregister eingetragenZöllner/Noack, in: Baumbach/Hueck, GmbHG, 20 Aufl. (2013), § 35 Rn. 115 , so dass die Geschäftspartner darüber informiert sind.vgl. § 8 Abs. 4 Nr. 2 GmbHG
Die Vertretungsbefugnis – und auch die Geschäftsführungsbefugnis – kann im Hinblick auf ihren Umfang durch den Gesellschaftsvertrag oder durch Beschluss der Gesellschafter eingeschränkt werden (§ 37 Abs. 1 GmbHG). Eine solche Beschränkung gilt allerdings nur im Innenverhältnis (d.h. gegenüber der Gesellschaft), während die Beschränkung im Außenverhältnis (gegenüber Lieferanten, Vertragspartnern etc.) keine rechtliche Wirkung entfaltet, vgl. § 37 Abs. 2 Satz 1 GmbHG, der den Umfang der Vertretungsmacht regeltAltmeppen, in: Roth/Altmeppen, GmbHG, 7. Aufl. (2012), § 35 Rn. 4 . Dies entlastet die Geschäftspartner der GmbH (z.B. den Lieferanten) davon, sich mit Details der Organisationsverfassung der GmbH zu befassen, was ihnen auch kaum zumutbar wäre. Die Grenze bildet indes der evidente Missbrauch der Vertretungsmacht, wenn also der Dritte die im Innenverhältnis bestehende Beschränkung der Vertretungsmacht erkennen konnte.BGH, Beschluss vom 19.06.2006 – II ZR 337/05-, DB 2006, 1722 = ZIP 2006, 1391= Bb 2006, 1587 = WM 2006, 1524
§ 35 GmbHG ist die erste Norm des Abschnitts 3 „Vertretung und Geschäftsführung“ des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. April 1898RGBl. S. 846; BGBl. III/FNA 4123-1 , zuletzt geändert durch Art. 15 G des Gesetzes vom 24. April 2015BGBl. I S. 642 , der einerseits die Vertretung und anderseits die Geschäftsführung der Gesellschaft regelt. Dieser Abschnitt bildet die wesentliche Grundlage der Verfassung der GmbHPaefgen, in: Ulmer/Habersack/Winter, GmbHG, Großkommentar, Band II, §§ 29 – 52, (2006), § 35 Rn. 1; Wisskirchen/Kuhn, in: Ziemons/Jaeger, Beck’scher Online-Kommentar GmbHG, 22. Edition (Stand 15.03.2015), § 35 Rn. 1 .
10§ 35 GmbHG ist die Grundnorm zur Vertretung der Gesellschaft durch die GeschäftsführerAltmeppen, in: Roth/Altmeppen, GmbHG, 7. Aufl. (2012), § 35 Rn. 4 . Sie wurde mehrfach geändert, zuletzt durch das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) vom 23. Oktober 2008.BGBl. I S. 2026 Ziele des MoMiG waren neben dem Gläubigerschutz vor allem auch die Erleichterung und Beschleunigung von Unternehmensgründungen, um den diesbezüglichen Wettbewerbsnachteil der GmbH gegenüber ausländischen RechtsformenBT-Drs. 16/6140, S. 1; BT-Drs. 16/9737, S. 1 , insbesondere gegenüber der englischen „private company limited by shares“ (im Folgenden: Limited; abgekürzt Ltd.), auszugleichen, die sich in Folge der Rechtsprechung des EuGH, Urteil vom 30.09.2003 - Rs. C-167/01 („Inspire Art“) auch in Deutschland vorübergehender Beliebtheit erfreute.vgl. Servatius, in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, 2. Aufl. (2014), Internationales Gesellschaftsrecht, B. I. 1 Rn. 41 ff., 43
11Als lediglich fakultatives Organ kann die Gesellschaft auch einen Aufsichtsrat haben (§ 52 GmbHG). Ist allerdings der Anwendungsbereich eines der Gesetze zur Unternehmensmitbestimmung, z.B. das Gesetz über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat (DrittelbG) vom 18. Mai 2004BGBl. I S. 974 , zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetztes vom 24. April 2015BGBl. I. S. 642 , das Gesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer (MitbestG) vom 04. Mai 1976BGBl. I S. 1153 , zuletzt geändert durch Artikel 7 des Gesetzes vom 24. April 2015BGBl. I S. 642 , das Gesetz über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer in den Aufsichtsräten und Vorständen der Unternehmen des Bergbaus und der Eisen und Stahl erzeugenden Industrie (MontanMitbestG) vom 21. Mai 1951BGBl. I. S. 347 , zuletzt geändert durch Art. 5 G des Gesetzes vom 24. April 2015BGBl. I. S. 642 oder das Gesetz zur Ergänzung des Gesetzes über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer in den Aufsichtsräten und Vorständen der Unternehmen des Bergbaus und der Eisen und Stahl erzeugenden Industrie (MitbestErgG) vom 07. August 1956BGBl. I S. 707 , zuletzt geändert durch Artikel 6 Gesetzes vom 24. April 2015BGBl. I. S. 642 eröffnet, ist die Bildung eines Aufsichtsrats zwingend.vgl. Jaeger, in: Ziemons/Jaeger, Beck’scher Online-Kommentar GmbHG, 22. Edition (Stand 15.03.2015), § 52 Rn. 18 ff. und 26 ff.
Notwendige Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlungso: Stephan/Tieves, Münchener Kommentar zum GmbHG, 2. Aufl. (2016), § 35 Rn. 13; Hüffer, in: Ulmer/Habersack/Löbbe, Großkommentar, GmbHG, 2. Aufl. (2014), Band II, §§ 29 - 52, § 48 Rn. 3; Zöllner, in: Baumbach/Hueck, GmbHG, 20. Aufl. (2013), § 45 Rn. 4; wohl auch Schindler, in: Ziemons/Jaeger, Beck’scher Online-Kommentar zum GmbHG, 27. Edition (01.06.2016), § 45 Rn. 33
Die praktischen Bedürfnisse der Gesellschaft erfordern neben organschaftlicher auch rechtsgeschäftliche Vertretungsmacht, die zahlreich Prokuristen und/oder mit Handlungsvollmacht ausgestatteten Bediensteten erteilt wird.Zöllner/Noack, in: Baumbach/Hueck, GmbHG, 20. Aufl. (2013), § 35 Rn. 70 Die rechtsgeschäftliche Vertretung steht dabei nicht in einem Subordinationsverhältnis zur organschaftlichen Vertretung, sondern unterscheidet sich vor allem durch die Art und Weise ihrer EinräumungLenz, in: Michalski, GmbHG, 2. Aufl. (2010), § 35 Rn. 7 und im Hinblick auf ihre ÜbertragbarkeitZöllner/Noack, in: Baumbach/Hueck, GmbHG, 20. Aufl. (2013), § 35 Rn. 77; Lenz, in: Michalski, GmbHG, 2. Aufl. (2010), § 35 Rn. 8 . Der Geschäftsführer kann seine organschaftliche Vertretungsmacht nur auf einen anderen Geschäftsführer, nicht aber auf einen Dritten, übertragen.Zöllner/Noack, in: Baumbach/Hueck, GmbHG, 20. Aufl. (2013), § 35 Rn. 77 m. w. N.; Lenz, in: Michalski, GmbHG, 2. Aufl. (2010), § 35 Rn. 8
Der Geschäftsführer muss wie jeder Stellvertreter im Namen der GmbH auftreten, um die Vertretungswirkung auszulösen (§ 164 BGB).Lenz, in: Michalski, GmbHG, 2. Aufl. (2010), § 35 Rn. 70) Für die Vertretungswirkung kommt es nach dem allgemeinen Vertretungsrecht (sog. Offenkundigkeitsprinzip) allein darauf an, dass der Wille, die GmbH zu berechtigen und zu verpflichten, irgendwie (nach den für die Auslegung von Willenserklärungen maßgeblichen Grundsätzen, §§ 133, 157 BGB) zutage tritt,Zöllner/Noack, in: Baumbach/Hueck, GmbHG, 20. Aufl. (2013), § 35 Rn 123; Stephan/Tieves, in: Münchener Kommentar zum GmbHG, 2. Aufl. (2016), § 35 Rn. 146 etwa durch Verwendung des GmbH-BriefkopfesWisskirchen/Kuhn, in: Ziemons/Jaeger, Beck’scher Online-Kommentar zum BGB, 27. Edition (01.06.2016), § 35 Rn. 43 . Ist dies nicht der Fall, gilt § 164 Abs. 2 BGB, mit der Folge, dass der Geschäftsführer in eigenem Namen gehandelt hat.Wisskirchen/Kuhn, in: Ziemons/Jaeger, Beck’scher Online-Kommentar zum BGB, 27. Edition (01.06.2016), § 35 Rn. 45
Keine Führungslosigkeit liegt bei nur vorübergehenden Verhinderungen, wie eines Auslands- oder Krankenhausaufenthalts oder wegen einer Inhaftierung vor.Stephan/Tieves, in: Münchener Kommentar zum GmbHG, 2. Aufl. (2016), § 35 Rn. 240 Auch kein Fall der Führungslosigkeit ist, wenn der Geschäftsführer sich nur passiv verhält (unwilliger Geschäftsführer)vgl. Ganter/Lohmann, in: Münchener Kommentar zur Insolvenzordnung, 3. Aufl. (2013), § 10 Rn. 21 oder sich sein Aufenthaltsort nicht ermitteln lässtGanter/Lohmann, in: Münchener Kommentar zur Insolvenzordnung, 3. Aufl. (2013), § 10 Rn. 14 . Das Agieren eines sog. „faktischen Geschäftsführers“ lässt die Führungslosigkeit der Gesellschaft nicht entfallen,Klöhn, in: Münchener Kommentar zur Insolvenzordnung, 3. Aufl. (2013), § 15a Rn. 88 m. w. N. gleichwohl sollte er angehört werdenGanter/Lohmann, in: Münchener Kommentar zur Insolvenzordnung, 3. Aufl. (2013), § 10 Rn. 21 .
Eine Gesellschaft kann durch einen oder mehrere Geschäftsführer vertreten werden.Wisskirchen/Kuhn, in: Ziemons/Jaeger, Beck’scher Online-Kommentar zum BGB, 27. Edition (01.06.2016), § 35 Rn. 49 Wie viele Geschäftsführer die Gesellschaft hat, bestimmt der Gesellschaftsvertrag.vgl. Stephan/Tieves, in: Münchener Kommentar zum GmbHG, 2. Aufl. (2016), § 35 Rn. 119; Oetker, in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, 3. Aufl. (2016), GmbHG, § 35 Rn. 53 Hat eine Gesellschaft mehrere Geschäftsführer, bestimmt der durch das MoMiG neu gefasste § 35 Abs. 2 Satz 1 GmbHG, dass diese grundsätzlich nur zur „gemeinschaftlichen Vertretung“ (Gesamtvertretung) befugt sein sollen,Stephan/Tieves, in: Münchener Kommentar zum GmbHG, 2. Aufl. (2016), § 35 Rn. 119 es sei denn, dass der Gesellschaftsvertrag etwas anderes bestimmtLenz, in: Michalski, GmbHG, 2. Aufl. (2010), § 35 Rn. 41; Stephan/Tieves, in: Münchener Kommentar zum GmbHG, 2. Aufl. (2016), § 35 Rn. 119 oder das Bestellungsorgan (Gesellschafterversammlung, Aufsichts- oder Beirat) dazu ermächtigt (Ermächtigungslösung), jeweils eine von der gesetzlichen Regelung abweichende und praktikablere Vertretungsregelung (Einzelvertretungsmacht) vorzusehenStephan/Tieves, in: Münchener Kommentar zum GmbHG, 2. Aufl. (2016), § 35 Rn. 134 . Die Ermächtigungslösung ist außerordentlich flexibel. Für die AG ist sie zugunsten des Bestellungsorgans Aufsichtsrat ausdrücklich geregelt (§ 78 Abs. 3 S. 2 AktG). Ein Formulierungsbeispiel könnte lauten:
Gemäß § 35 Abs. 2 Satz 4 GmbHG treten die in § 35 Abs. 2 Satz 3 GmbHG festgelegten Rechtswirkungen auch bei der Zustellung an den in § 10 Abs. 2 GmbHG benannten Zustellungsempfänger ein. Nach § 10 Abs. 2 Satz 2 kann die Gesellschaft einen weiteren Zustellungsempfänger – eine natürliche Person – benennen.Wisskirchen/Kuhn, in: Ziemons/Jaeger, Beck’scher Online-Kommentar zum BGB, 27. Edition (01.06.2016), § 35 Rn. 75 Auch in diesem Fall gilt also die Erklärung mit Zustellung an den Zustellungsempfänger als bei der Gesellschaft zugegangen.Oetker, in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, 3. Aufl. (2016), GmbHG, § 35 Rn. 68 Damit werden die Möglichkeiten erweitert, den Zugang einer Erklärung zu bewirken. Die Zustellung an einen Zustellungsempfänger kommt insbesondere dann in Betracht, wenn eine Zustellung unter der Geschäftsanschrift scheitert,Oetker, in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, 3. Aufl. (2016), GmbHG, § 35 Rn. 68 wobei jedoch kein Rangverhältnis zwischen den Alternativen besteht und Dritte, die den Zugang einer Erklärung bewirken wollen, frei zwischen den verschiedenen Möglichkeiten wählen könnenAltmeppen, in: Roth/Altmeppen, GmbHG, 8. Aufl. (2015), § 35 Rn. 68 .
Der Geschäftsführer kann die Gesellschaft weder bei Geschäften mit sich selbst (Selbstkontrahierung, In-Sich-Geschäft) noch bei Geschäften, die er als gesetzlicher, rechtsgeschäftlich bestellter oder organschaftlicher Vertreterso Schramm, in: Münchener Kommentar zum BGB, Band I, 6. Aufl. (2012), § 181 Rn. 36; vgl. zum Möglichkeit einer satzungsmäßigen Befreiung vom Verbot der Selbstkontrahierung: Schubert, in: Münchener Kommentar zum BGB, Band I, 7. Aufl. (2015), § 181 Rn. 76 eines Dritten abschließt (Mehrfachvertretung), wirksam vertretenZöllner/Noack, in: Baumbach/Hueck, GmbHG, 20. Aufl. (2013), § 35 Rn. 125; Altmeppen, in: Roth/Altmeppen, GmbHG, 8. Aufl. (2015), § 35 Rn. 77 . Nichts anderes gilt für Geschäfte zwischen zwei Gesellschaften (auch Mutter- und Tochtergesellschaft),Ellenberger, in: Palandt, BGB, 75. Aufl. (2016), § 181 Rn. 10; Schneider/H. Schneider, in: Scholz, GmbHG, 11. Aufl. (2012-2015), Band II, §§ 35 – 52, § 35 Rn. 175; Zöllner/Noack, in: Baumbach/Hueck, GmbHG, 20. Aufl. (2013), § 35 Rn. 137; a. A. Stephan/Tieves, in: Münchener Kommentar zum GmbHG, 2. Aufl. (2016), § 35 Rn. 189 die ein und denselben Geschäftsführer habenLenz, in: Michalski, GmbHG, 2. Aufl. (2010), § 35 Rn. 84); vgl. zur Verlängerung des Geschäftsführeranstellungsvertrags zwischen GmbH & Co. KG und der Geschäftsführerder Komplementär-GmbH jüngst BGH, Urteil vom 19.04.2016 - II ZR 123/15 -, ZIP 2016, 1332 .
Das GmbHG geht von der Mehrpersonen-Gründung als Regelfall aus.Jaeger, in: Ziemons/Jaeger, Beck’scher Online-Kommentar GmbHG, 27. Edition (01.06.2016), § 1 Rn. 18 Die GmbH kann aber durch mindestens eine (natürliche oder juristische) Personvgl. Schäfer, in: Henssler/Strohn, Gesellschaftsrecht, 3. Aufl. (2016), § 1 Rn. 30; § 2 Rn. 29 f., 40
BGH, 04.11.1968 – II ZR 63/67https://www.jurion.de/Urteile/BGH/1968-11-04/II-ZR-63_67 –, NJW 1969, 131
BGH, Urteil vom 04.10.1973 – II ZR 31/71http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=04.10.1973&Aktenzeichen=II%20ZR%2031/71