Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/78327,90.html
Timestamp: 2019-08-24 08:27:23
Document Index: 213350683

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 222', '§ 212', '§ 123', '§ 263', '§ 222', '§ 222', '§ 306']

Verfasst am: 15 Sep 2006 - 17:56:26 Titel:
ok...ich hoffe das schaffst du mit dem tippen Viel Erfolg schon mal!
Ich bin ja auch noch nicht ganz fertig. Habe bis eben den Hausfriedensbruch ignoriert, wobei er schon reinmüsste. Ich weiß auch nicht warum ich nicht daran gedacht habe. Aber er ist einschlägig...es ist sogar strittig wie es sich auswirkt, dass A und E in der Wohngemeinschaft ein Hausrecht haben...und E hätte der ganzen Aktion niemals zugestimmt...das bedeutet B hatte kein Einverständis von der E...
Verfasst am: 15 Sep 2006 - 18:07:08 Titel:
ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob bei § 123 nicht sogar die einwilligung EINER person ausreicht. hast du da was zu?
dran gedacht hab ich auch schon - einschlägig ist der auf jeden fall - muss also geprüft werden.
genauso sollte man nicht vergessen, die 212 und 222 anzuprüfen. der 222 geht meiner meinung nach auch durch.
Verfasst am: 15 Sep 2006 - 18:23:09 Titel:
ok, das mit 212 und 222 ist klar, ich glaube viele wollten nur 222 machen, das sehe ich aber nicht so, denn in erster linie könnte es totschalg mit bedingtem Vorsatz sein (dazu z.B. der Fall des "molotowcocktails auf asylheim") aber letztenendes muss man auf die sicht des täters abstellen und dann 222 bejahen, aber alles sehr wischiwaschi bei mir im gutachten, muss ich nochmal überarbeiten, wie hast dus??
und 123: z.B.: LacknerKühl sagt: "bei ehegatten in der ehelichen Wohnung muss die von einem mitberechtigten gestattete Anwesenheit Dritter von dem anderen nur im Rahmen des Zumutbaren geduldet werden" im vorliegenden fall ist die begehung ins haus mit der brandstiftung ganz sicher nicht zumutbar.
bei joecks ne kleine zusammenfassung unter rn. 26...
Verfasst am: 15 Sep 2006 - 18:26:34 Titel:
tröndle schreibt, dass grundsätzlich eine alleinige ausübung des hausrechts "ok" ist, aber nur im rahmen der zumutbarkeit...
also das alles tendiert schon sehr zu hausfriedensbruch (+) bezüglich des hauses...was ist mit der scheune? gehört das zum befriedeten besitztum? und warum verlangt man dann eine art tabuzone? das ist hier nicht der fall, wenn irgendwelche landstreicher da schlafen können...scheune eher (-) ?????
Verfasst am: 15 Sep 2006 - 18:41:04 Titel:
also § 222 geht bei mir durch. § 212 prüfe ich nur wenn ich noch platz habe, das ist alles so viel.
den § 123 hab ich total übersehen, grrr....
Verfasst am: 16 Sep 2006 - 00:05:22 Titel:
ich bin erstaunt wie viel ihr in eure prüfung reinbekommt!
Habe leider definitiv kein platz für 123, erst recht nicht für 212.
also ich habe bzgl. des A erst den 263, 22 geprüft, der geht nicht durch, weil es am unmittelbaren ansetzen fehlt
und dann den versicherungsmissbrauch in mittäterschaft, der durchgeht.
was sagt ihr dazu?den 263 beim A in mittäterschaft zu prüfen hab ich überlegt, aber dann doch nur 263, 22 geprüft, habt ihr das alle anders?
ich lese auch, dass manche 263 III 2 Nr. 5, 22 prüfen, aber hierzu müsste doch erst der 263, 22 durchgehen oder sehe ich das falsch??????
Verfasst am: 16 Sep 2006 - 13:32:10 Titel:
habt ihr daran gedacht, dass 263 Nr. 5 vielleicht im Versuch vorliegen könnte...? denn ich sehe hier ein unmittelbares Ansetzten darin, dass mit einer tatbestandlichen ausführungshandlung (brandstiftung zur täuschung der versicherung) begonnen wurde...
Grüsse und noch frohes schaffen.
Verfasst am: 16 Sep 2006 - 15:39:58 Titel:
ja das mit § 263 III Nr.5 sehe ich auch so. ich denke der versuch geht durch.
aber mal ne andere frage: habt bei A den § 222 angeprüft? weil zur fahrlässigkeit kann man ja nicht anstiften?
Verfasst am: 16 Sep 2006 - 16:08:40 Titel:
Ne, § 222 hab ich bei A nicht geprüft, denn Anstiftung zur Fahrlässigkeit gibts wohl nicht.
Verfasst am: 16 Sep 2006 - 16:16:08 Titel:
gut, so hab ich mir das auch gedacht...
noch eine frage: bist dubei der prüfung von B mit § 306b II Nr. 1 durchgekommen? hab nämlich gelesen dass auch bezüglich der todesgefahr vorsatz vorliegen muß.
aber bei tröndle/fischer stand auch irgendwas von fahrlässigkeit in diesem zusammenhang?