Source: http://sl.juris.de/sl/gesamt/NatGBreitV_SL_2015.htm
Timestamp: 2019-10-21 17:54:10
Document Index: 88255516

Matched Legal Cases: ['§ 31', '§ 3', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 3', '§ 20', 'Art 1060', '§ 3', '§ 28', '§ 1']

(1) Das im Folgenden näher bestimmte Gebiet mit einer Größe von ca. 39 ha wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Es trägt die Bezeichnung Naturschutzgebiet „Breitborner Floß“ (N 6706-304) und ist Teil des Netzes Natura 2000 ( § 31 Bundesnaturschutzgesetz ) als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung gemäß der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen (ABl. L 206 vom 22.07.1992 S. 7) in der jeweils geltenden Fassung.
Das Schutzgebiet liegt in den Gemeinden Bous und Schwalbach, Gemarkungen Schwalbach, Knausholz und Derlen zwischen Dillmannsbornstraße, Papiermühle und Hermesberg.
(2) Das Schutzgebiet ist in der anliegenden Übersichtskarte ,[2] die Bestandteil dieser Verordnung ist, durch schwarze Umrandung gekennzeichnet. Die flurstückgenaue Abgrenzung ist in einer Detailkarte 1:2.000 mit Flurstücknummern und Randsignatur, die ebenfalls Bestandteil dieser Verordnung ist, wiedergegeben. Diese Karten und der Verordnungstext werden im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz - Oberste Naturschutzbehörde -, Saarbrücken, verwahrt. Eine weitere Ausfertigung befindet sich bei den Gemeinden Bous und Schwalbach. Verordnungstext und Karten können bei den genannten Stellen eingesehen werden.
6230 Artenreiche montane Borstgrasrasen (und submontan auf dem europäischen Festland) auf Silikatböden,
6430 Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe,
Schutzzweck ist zudem die Erhaltung und Entwicklung eines gut strukturierten und kleinräumlich stark differenzierten Biotopkomplexes im Bachtal des Breitborner Floßes und des Bommersbaches.
landwirtschaftliche Bodennutzung unter Beachtung des § 3 Absatz 2 und des § 4 Absätze 1 und 2 und zu diesem Zweck auch das Ausbringen von Pflanzen oder Tieren unter der Maßgabe, dass
keine Düngemittel (inklusive Kalk) eingebracht werden,
eine Mahd auf Flächen ohne Lebensraumtypen erst nach dem 15. Juni erfolgt,
auf Flächen ohne Lebensraumtypen mit Vorkommen der Art Großer Feuerfalter (Lycaena dispar) der § 3 Absatz 2 Nr. 5 a) bis e) beachtet wird,
Anpflanzungen mit Obstbäumen, ausgenommen auf Flächen mit dem Lebensraumtyp 6230 Artenreiche montane Borstgrasrasen; auf Flächen mit dem Lebensraumtyp 6510 Flachland-Mähwiesen (Erhaltungszustand B und C) ist bei Neuanpflanzungen ein Pflanzabstand von mindestens 15 x 15 m einzuhalten,
forstwirtschaftliche Bodennutzung unter der Maßgabe, dass
die Bestände kleinflächig unter Förderung der natürlich vorkommenden Baumarten durch Naturverjüngung genutzt werden,
ein Totholzanteil von mindestens sechs alten Bäumen möglichst verschiedener Baumarten pro Hektar verbleibt,
keine Düngemittel eingebracht werden und
der § 3 Absätze 2 und 3 und der § 4 Absätze 1 und 2 beachtet werden.
Jagd, ausgenommen Maßnahmen mit dem Ziel, jagdbare Wildtiere anzulocken bzw. innerhalb des Schutzgebietes zu binden, sowie auf Flächen mit Lebensraumtypen die Anlage und Unterhaltung von Jagdschneisen und Wildäckern; zulässig ist die Errichtung von an die Landschaft angepassten Hochsitzen in einfacher Holzbauweise,
Freilauf von Hunden, sofern es sich um Jagdhunde zum Zwecke der Nachsuche oder bei Bewegungsjagden um Hütehunde im Rahmen der Weideführung oder um Diensthunde im Einsatz, soweit erforderlich, handelt,
fischereiliche Nutzung der Gewässer im bisherigen Umfang im Rahmen bestehender Nutzungsrechte und Pachtverträge und, soweit erforderlich, die zweckgebundene Beschilderung, jeweils unter Beachtung des § 3 Absatz 2 Nr. 1,
Verkehrssicherungsmaßnahmen und Arbeiten zur Unterhaltung und Instandsetzung rechtmäßig bestehender Anlagen, Wege, Leitungen (einschließlich Leitungstrassen) und Einrichtungen im Rahmen des jeweils aufgrund fachspezifischer Vorgaben erforderlichen Umfangs in der Zeit vom 1. Oktober bis 28. Februar,
Erdarbeiten zur Sicherung, wissenschaftlichen Dokumentation und Bergung von Bodendenkmälern nach § 20 des Saarländischen Denkmalschutzgesetzes vom 19. Mai 2004 (Amtsbl. S. 1498) in der jeweils geltenden Fassung[3] im Einvernehmen mit der Obersten Naturschutzbehörde,
auf Flächen mit dem Lebensraumtyp 6510 Magere Flachland-Mähwiesen, Erhaltungszustand B
auf Flächen mit dem Lebensraumtyp 6510 Magere Flachland-Mähwiesen, Erhaltungszustand C
auf Flächen mit dem Lebensraumtyp 6510 und Vorkommen der Art 1060 Großer Feuerfalter (Lycaena dispar)
(3) Über die Regelungen des § 3 Absatz 1 Nr. 5 hinaus ist im Rahmen der forstwirtschaftlichen Bodennutzung unter Beachtung der Grundsätze der guten fachlichen Praxis zulässig:
auf Flächen mit dem Lebensraumtyp 91E0 Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alnio-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) die Bewirtschaftung nach den Regeln der naturnahen Dauerwaldwirtschaft im Sinne des § 28 Absätze 1 und 2 des Gesetzes Nr. 1069 - Waldgesetz für das Saarland (Landeswaldgesetz - LWaldG) vom 26. Oktober 1977 in der derzeit geltenden Fassung, sowie unter Beachtung folgender Maßgaben:
Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung im Amtsblatt des Saarlandes in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über das Naturschutzgebiet „Breitborner Floß“ vom 28. November 1995 (Amtsbl. 1996, S. 193) in der derzeit geltenden Fassung außer Kraft. Auf den in § 1 dieser Verordnung bezeichneten Flächen im Landschaftsschutzgebiet L 3.09.34 tritt gleichzeitig die Verordnung über die Landschaftsschutzgebiete im Landkreis Saarlouis vom 31. März 1977 (Amtsbl. S. 405) in der derzeit geltenden Fassung außer Kraft.