Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VerfGH%20Nordrhein-Westfalen&Datum=13.06.2000&Aktenzeichen=VerfGH%203/98
Timestamp: 2020-04-06 22:16:31
Document Index: 159613211

Matched Legal Cases: ['Art. 78', '§ 50', '§ 52', '§ 2', '§ 40', '§ 50', '§ 91', '§ 91', '§ 4', '§ 3', '§ 2']

VerfGH Nordrhein-Westfalen, 13.06.2000 - VerfGH 3/98, VerfGH 4/98,... - dejure.org
VerfGH Nordrhein-Westfalen, 13.06.2000 - VerfGH 3/98, VerfGH 4/98, VerfGH 5/98
https://dejure.org/2000,5582
VerfGH Nordrhein-Westfalen, 13.06.2000 - VerfGH 3/98, VerfGH 4/98, VerfGH 5/98 (https://dejure.org/2000,5582)
VerfGH Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 13.06.2000 - VerfGH 3/98, VerfGH 4/98, VerfGH 5/98 (https://dejure.org/2000,5582)
VerfGH Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 13. Juni 2000 - VerfGH 3/98, VerfGH 4/98, VerfGH 5/98 (https://dejure.org/2000,5582)
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Art. 78 Abs. 3 LV NRW, § 50 VerfGHG NRW 1952, § 52 VerfGHG NRW 1989, §§ 2, 3, 4, 6 FlüAG NRW, Art. I, II 5.FlüAGÄndG
Statthaftigkeit einer Kommunalverfassungsbeschwerde zur Überprüfung einer Untätigkeit des Gesetzgebers
Zulässigkeit einer Kommunalverfassungsbeschwerde gegen die Untätigkeit des Gesetzgebers nach dem nordrhein-westfälischen Recht; Rechtmäßigkeit der Fristregelungen des Flüchtlingsaufnahmegesetzes (FlüAG)
Verfassungsbeschwerdeschrift - Flüchtlingsaufnahmegesetz; kommunale Selbstverwaltung; Kostenerstattung
NVwZ-RR 2001, 74
DVBl 2000, 1283
DVBl 2000, 1520
Tätigwerden des untergesetzlichen Normgebers durchgesetzt werden (vgl. BVerwGE 80, 355, 358;… Rennert, in: Eyermann, VwGO, 14. Aufl. 2014, § 40 Rn. 27, m. w. N.; Sodan, NVwZ 2000, 601, 607 f.; Ehlers, DVBl. 2000, 1520, 1522).
Vielmehr stehe den Gemeinden "die Möglichkeit offen, den Rechtsweg zu den Verwaltungsgerichten zu beschreiten und dort auf eine Vorlage an den Verfassungsgerichtshof nach § 50 VGHG zu dringen." vgl. VerfGH NRW, Urteil vom 13. Juni 2000 - VerfGH 3/98 u.a. -, NWVBl.
vgl. VerfGH NRW, Urteil vom 13. Juni 2000, a.a.O..
Ob dies Gegenstand einer kommunalen Verfassungsbeschwerde sein kann, ist schon im Ansatz zweifelhaft (verneinend etwa Verfassungsgerichtshof für das Land Nordrhein-Westfalen, NVwZ-RR 2001, 74 mit Anm. Ehlers, DVBl 2000, 1520;… Schmidt-Bleibtreu, in: Maunz/Schmidt-Bleibtreu/Klein/Ulsamer, Bundesverfassungsgerichtsgesetz, § 91 Rn. 24;… Clemens, in: Umbach/Clemens, Bundesverfassungsgerichtsgesetz, § 91 Rn. 35).
Soweit der Verfassungsgerichtshof in den Entscheidungen vom 9. Dezember 1996 zu dem Ergebnis gelangt ist, daß § 4 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 3 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und § 2 Nr. 1 FlüAG in der Fassung des Vierten Änderungsgesetzes, d.h. des Artikelgesetzes, hinsichtlich der zeitlichen Beschränkung der Kostenerstattung für Asylbewerber auf vier Monate nach der unanfechtbaren Asylablehnung seinerzeit u.a. mit Rücksicht auf die vorhandene Realitätsnähe der zugrundeliegenden Prognosebasis mit dem Landesverfassungsrecht zu vereinbaren war, und daher die entsprechenden Verfassungsbeschwerden (auch) in Bezug auf diese Rüge zurückgewiesen hat, ist das Gericht im vorliegenden Verfahren, in dem es um die Verfassungsmäßigkeit derselben - durch das bis zum Jahre 2000 noch erlassene Fünfte Änderungsgesetz nicht berührten - Vgl. VerfGH, Urteil vom 13. Juni 2000 - VerfGH 3/98 u.a. -, NWVBl 2000, 335 (338 f).
So VerfGH, Urteil vom 13. Juni 2000 - VerfGH 3/98 u.a. -, NWVBl 2000, 335 (339).
Soweit der Kläger mit dem nach Schluss der mündlichen Verhandlung eingegangenen Schriftsatz vom 7. Juni 2004 darauf verweist, dass nach der Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes des Landes Nordrhein-Westfalen unzureichende Kostenerstattungsregeln nicht mit einer Kommunalverfassungsbeschwerde angegriffen werden könnten (NWVerfGH, Urteil vom 13. Juni 2000 - VerfGH 3/98 und 5/98 -, NVwZ-RR 2001, 74 ff.), kommt es nach dem Vorstehenden hierauf für den vorliegenden Fall nicht an.