Source: http://www.servat.unibe.ch/dfr/bger/160902_5A_22-2016.html
Timestamp: 2019-02-24 01:23:25
Document Index: 14323824

Matched Legal Cases: ['BGer', 'BGer', 'Art. 298', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 67']

DFR - BGer 5A_22/2016 vom 02.09.2016
BGer 5A_22/2016 vom 02.09.2016
Bearbeitung, zuletzt am 28. Sep. 2016, durch: DFR-Server (automatisch)
A. A.________ (geb. 1976; norwegischer Staatsangehöriger) und B.________ (geb. 1979; US-amerikanische Staatsangehörige) sind die nicht miteinander verheirateten Eltern der Tochter C.________ (geb. 2007). Die Eltern zogen im Juli 2009 von T.________ (Niederlande) nach U.________ (GE). Im Herbst 2009 trat die Mutter eine Stelle in V.________ (Vereinigtes Königreich) an. Sie kehrte ein Jahr später in die Schweiz zurück und mietete in W.________ (GE) eine Wohnung. C.________ lebte von Oktober 2009 bis zu den Sommerferien 2011 bei ihrem Vater in U.________ und danach bei ihrer Mutter in W.________. Im Jahr 2012 vermählten sich beide Eltern mit je einem neuen Partner; aus der neuen Verbindung der Mutter ging C.________s Halbbruder F.________ (geb. 2012) hervor.
D. D.a. Am 18. Juli 2014 beantragte A.________ die gemeinsame elterliche Sorge für C.________, evtl. das alleinige Sorgerecht. Am 5. November 2014 ersuchte der Beistand um Erteilung der Prozessvollmacht für die klageweise Geltendmachung von Kinderunterhaltsbeiträgen für C.________. Darauf reagierte A.________ mit dem Antrag, einen anderen Beistand einzusetzen.
E. E.a. Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 13. Januar 2016 wendet sich A.________ (Beschwerdeführer) an das Bundesgericht. Er beantragt, die elterliche Sorge über die gemeinsame Tochter C.________ den Parteien gemeinsam zu erteilen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das Kantonsgericht zurückzuweisen, damit dieses die gemeinsame elterliche Sorge für C.________ den Parteien gemeinsam erteilt. Zudem verlangt der Beschwerdeführer, die Verfahrenskosten der KESB Z.________ und des vorinstanzlichen Beschwerdeverfahrens B.________ (Beschwerdegegnerin) aufzuerlegen.
6. Die Beschwerde ist also gutzuheissen. Entsprechend dem Rechtsbegehren des Beschwerdeführers verfügt das Bundesgericht gestützt auf Art. 298b Abs. 2 ZGB die gemeinsame elterliche Sorge über C.________. Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt die Beschwerdegegnerin. Sie hat deshalb für die Verfahrenskosten aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG) und den Beschwerdeführer zu entschädigen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Über die Kosten und Entschädigungen des kantonalen Verfahrens wird das Kantonsgericht neu zu befinden haben (Art. 67 und 68 Abs. 5 BGG).