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Timestamp: 2016-10-26 23:04:49
Document Index: 97044973

Matched Legal Cases: ['Art. 725', 'Art. 760', 'Art. 135', 'Art. 57', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 64', 'Art. 55', 'BGE', 'BGE', 'Art. 760', 'Art. 760', 'Art. 752', 'Art. 760', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 135', 'Art. 135', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 757', 'BGE', 'Art. 756', 'BGE', 'Art. 760', 'Art. 754', 'BGE', 'Art. 757', 'BGE', 'Art. 260', 'Art. 757', 'Art. 64', 'Art. 156', 'Art. 159']

aktienrechtliche Verantwortlichkeit; Verj�hrung,
Berufung gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden, Zivilkammer, vom 3. Juli 2006.
Die A.________ AG (Kl�gerin) ist in F.________/GR domiziliert und verf�gt �ber ein Aktienkapital von Fr. 1'800'000.-- Sie ist Teil der weltweit t�tigen A.________-Gruppe.
Die Kl�gerin unterhielt seit 1979 regelm�ssige Gesch�ftsbeziehungen zu Gesellschaften der G.________-Gruppe. Dazu geh�rten unter anderen die in D�nemark domizilierte Muttergesellschaft G.W.________ A/S (im Folgenden G.________ DK), die in Grossbritannien domizilierte G.X.________ Ltd. (im Folgenden G.________ UK) sowie die in der Schweiz domizilierte G.Y.________ AG (im Folgenden G.________ CH).
B.________, C.________, D.________ und E.________ (Beklagte) waren Direktoren bzw. Verwaltungsr�te der G.________ CH.
A.a Die Kl�gerin stellte der G.________ CH f�r Warenlieferungen im Zeitraum vom 18. Februar bis 19. Mai 1988 Rechnungen �ber insgesamt Fr. 923'081.61, die unbezahlt blieben. Als die Kl�gerin im Mai 1988 erfuhr, dass die G.________-Gruppe in Italien ein Konkurrenzunternehmen (G.Z.________ s.r.l.; im Folgenden G.________ I) aufbaute, weigerte sie sich, Bestellungen f�r Lieferungen an die G.________ UK auszuf�hren, worauf die G.________ CH Ersatz f�r den ihr durch die verweigerte Lieferung entstandenen Schaden beanspruchte.
A.b Am 26. Oktober 1988 forderte die Kl�gerin beim Bezirksgericht Val M�stair von der G.________ CH die Bezahlung der ausstehenden Rechnungsbetr�ge von Fr. 923'081.61. Die G.________ CH stellte Schadenersatzforderungen von �ber Fr. 4,8 Millionen zur Verrechnung. Mit Urteil vom 16. Dezember 1998 hiess das Bezirksgericht M�stair die Klage im Umfang von Fr. 717'489.61 gut. Das Gericht hielt die Klage grunds�tzlich f�r berechtigt, sch�tzte jedoch die Verrechnungsforderung im Umfang von Fr. 205'600.--.
A.c Am 24. M�rz 1999 wurde �ber die G.________ CH der Konkurs er�ffnet. Die Kl�gerin meldete eine Forderung von insgesamt Fr. 1'187'447.40 (Kapital nebst Zinsen und Kosten) an, die kolloziert wurde. Nach Abzug einer Konkursdividende von Fr. 12'880.34 blieb ein Betrag von Fr. 1'174'567.-- ungedeckt, wof�r der Kl�gerin am 21. Dezember 1999 ein Verlustschein ausgestellt wurde.
A.d Am 8. November 1999 erm�chtigte die Konkursverwaltung die Kl�gerin, die Verantwortlichkeitsanspr�che gegen die Gr�nder und Organe der Konkursitin anstelle der Masse in eigenem Namen und auf eigene Rechnung und Gefahr geltend zu machen. Die Frist daf�r wurde der Kl�gerin letztmals bis 7. September 2001 erstreckt.
Am 3. September 2001 meldete die Kl�gerin beim Kreisamt Val M�stair einen Forderungsstreit gegen die Beklagten zur Vermittlung an und prosequierte die Klage mit Prozesseingabe vom 21. Mai 2002 an das Bezirksgericht Inn. Sie stellte das Rechtsbegehren, die Beklagten seien unter solidarischer Haftung zur Bezahlung von Fr. 1'174'567.06 zuz�glich Zins zu verurteilen.
Die Kl�gerin warf den Beklagten insbesondere vor, sie h�tten als Organe der G.________ CH pflichtwidrig anderen Konzerngesellschaften (insbesondere der G.________ I) Mittel zukommen lassen, sie h�tten pflichtwidrig beschlossen, die operative T�tigkeit der G.________ CH per 30. Juni 1992 einzustellen, sie h�tten in Verletzung von Art. 725 OR vers�umt, per 30. Juni 1991 die Bilanz zu deponieren, und sie h�tten nicht daf�r gesorgt, dass die G.________ CH eine unabh�ngige Revisionsstelle gehabt habe.
Nach Durchf�hrung des Schriftenwechsels vereinbarten die Parteien am 3./5. Oktober 2003, den h�ngigen Zivilprozess an das Kantonsgericht Graub�nden zu prorogieren. Das Kantonsgericht f�hrte einen zweiten Schriftenwechsel durch und ordnete eine Expertise an.
Mit Urteil vom 3. Juli 2006 wies das Kantonsgericht Graub�nden die Klage ab. Das Gericht folgte zun�chst den Beklagten, dass die Verj�hrung f�r Pflichtverletzungen eingetreten sei, die die Beklagten als Organe der G.________ CH vor dem 3. September 1991 begangen h�tten, da insbesondere die Betreibung gegen den Beklagten D.________ vom 29. September 1998 (vor der Gutheissung der Forderungsklage der Beschwerdef�hrerin gegen die G.________ CH am 16. Dezember 1998 und vor der Konkurser�ffnung �ber die G.________ CH am 24. M�rz 1999) die - absolute - Verj�hrungsfrist f�r Forderungen der Gl�ubigergesamtheit der konkursiten G.________ CH aus Organhaftung nicht unterbrochen habe. Das Gericht hielt sodann fest, dass die G.________ CH ihrer Tochtergesellschaft G.________ I per Ende des Gesch�ftsjahres 1988/89 Mittel von insgesamt Fr. 1'801'504.-- gew�hrt hatte und dass sie zudem weitere Darlehen an andere Konzerngesellschaften gew�hrte, weshalb sie im September 1991 massiv �berschuldet war. Das Gericht liess offen, ob die finanzielle Unterst�tzung von anderen Konzerngesellschaften gesch�ftspolitisch motiviert war oder als pflichtwidrig zu qualifizieren w�re. Denn die Behauptung der Beschwerdef�hrerin, die Organe der G.________ CH h�tten nach dem 3. September 1991 pflichtwidrig einen Betrag von Fr. 1,8 Millionen f�r die Abdeckung von Verlusten der G.________ I und f�r die Abschreibung des Restdarlehens eingesetzt, verwarf es mit der Begr�ndung, die G.________ CH sei ab Mitte 1991 schon �berschuldet gewesen und im Anwachsen der �berschuldung sei keine Ursache des Gl�ubigerschadens mehr zu sehen. Ausserdem seien die nach diesem Zeitpunkt der G.________ I zur Verf�gung gestellten Mittel von anderen Konzerngesellschaften, insbesondere von der Muttergesellschaft G.________ DK zur Verf�gung gestellt worden; zwar seien der G.________ CH entsprechende Darlehen gew�hrt und die Verluste in der Erfolgsrechnung der G.________ CH verbucht worden, aber die Muttergesellschaft G.________ DK habe darauf Rangr�cktrittserkl�rungen abgegeben. Beim abgeschriebenen Restbetrag von Fr. 99'389.-- habe es sich sodann um ein Nonvaleur gehandelt. Die von der Beschwerdef�hrerin behauptete Pflicht der Organe zur Weiterf�hrung der operativen T�tigkeit der G.________ CH ab Mitte 1992 verneinte das Gericht im Wesentlichen mit der Begr�ndung, es sei v�llig offen gewesen, ob jemand bereit gewesen w�re, die zur Sanierung notwendigen Mittel einzuschiessen, und bei der Betriebseinstellung habe es sich um einen unternehmerischen Entscheid gehandelt, der nicht als sorgfaltswidrig qualifiziert werden k�nne. Der Vorwurf, die Beklagten h�tten die Bilanz nicht rechtzeitig deponiert bzw. Sanierungsmassnahmen unterlassen, verwarf das Kantonsgericht mit der Begr�ndung, der in der Expertise angenommene Fortsetzungsschaden beruhe auf unzutreffenden Annahmen und aufgrund der unzureichenden Aktenlage k�nne nicht gesagt werden, ob das Ausbleiben zus�tzlicher finanzieller Hilfe seitens der Muttergesellschaft G.________ DK auf mangelnde Pflichterf�llung der Beklagten zur�ckzuf�hren sei. Mit Bezug auf den Vorwurf, die Revisionsstelle sei nicht unabh�ngig gewesen und habe die �berschuldung der G.________ CH zu sp�t erkannt, da E.________ gleichzeitig Verwaltungsrat der G.________ CH und Verwaltungsrat der Revisionsstelle gewesen sei, verneinte das Gericht eine Pflichtverletzung von E.________ mit der Begr�ndung, dieser sei Beklagter in seiner Eigenschaft als Mitglied des Verwaltungsrates der G.________ CH und nicht als Organ der Revisionsstelle.
Die Kl�gerin hat gegen das Urteil des Kantonsgerichts Graub�nden vom 3. Juli 2006 sowohl staatsrechtliche Beschwerde wie Berufung eingereicht. In der Berufung stellt die Kl�gerin das Rechtsbegehren, das Urteil des Kantonsgerichts Graub�nden vom 3. Juli 2006 sei aufzuheben und es seien die Beklagten unter solidarischer Haftung zur Bezahlung von Fr. 1'174'567.06 zuz�glich Zins zu 5 % seit 1. M�rz 1999 auf Fr. 717'489.61 und von Zins zu 5 % seit 17. Februar 1999 auf Fr. 85'130.-- an die Kl�gerin zu verurteilen. Eventuell sei die Streitsache an die Vorinstanz zur Neuentscheidung zur�ckzuweisen. Die Kl�gerin r�gt, die Vorinstanz habe Art. 760 und Art. 135 Ziffer 2 OR verletzt, indem sie angenommen habe, behauptete Pflichtwidrigkeiten der Beklagten vor dem 3. September 1991 seien verj�hrt. Sie macht geltend, die Beklagten h�tten der Gl�ubigergesamtheit der Konkursitin den eingeklagten Schaden verursacht, indem sie dieser durch "Verlustabdeckungen" sowohl vor dem 3. September 1991 wie nach dem 3. September 1991 s�mtliches Eigenkapital entzogen, Mitte 1992 die operative T�tigkeit der Konkursitin eingestellt, ein Restdarlehen abgeschrieben, den Konkurs verschleppt, Sanierungsmassnahmen unterlassen, keine Finanzmittel beschafft und Gl�ubiger beg�nstigt h�tten.
Ist ein kantonales Urteil gleichzeitig mit staatsrechtlicher Beschwerde und mit Berufung angefochten, wird in der Regel der Entscheid �ber letztere bis zur Erledigung der staatsrechtlichen Beschwerde ausgesetzt (Art. 57 Abs. 5 OG). Von dieser Regel �ber die Reihenfolge der Behandlung l�sst die Rechtsprechung verschiedene Ausnahmen zu (BGE 117 II 630 E. 1a S. 631). So vorzugehen ist namentlich dort nicht n�tig, wo die Berufung unabh�ngig vom Ausgang des Beschwerdeverfahrens gutgeheissen werden kann (BGE 114 II 239 E. 1b S. 240 mit Hinweisen). Diese Voraussetzung ist vorliegend erf�llt.
Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tats�chlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, wenn sie nicht offensichtlich auf Versehen beruhen, unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen (Art. 63 Abs. 2 OG) oder im Hinblick auf den Tatbestand einer anwendbaren Sachnorm erg�nzungsbed�rftig sind (Art. 64 OG). Werden solche Ausnahmen geltend gemacht, so hat die Partei, welche den Sachverhalt berichtigt oder erg�nzt wissen will, dar�ber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs. 1 lit. c und d OG; BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106 mit Hinweisen). Blosse Kritik an der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung ist im Berufungsverfahren unzul�ssig (BGE 127 III 73 E. 6a; 126 III 10 E. 2b S. 13; 120 II 97 E. 2b S. 99; 119 II 84 E. 3, je mit Hinweisen). Soweit die R�gen der Kl�gerin diese Anforderungen nicht erf�llen, kann darauf nicht eingetreten werden.
Die Vorinstanz hat erkannt, f�r allf�llige pflichtwidrige Handlungen der Beklagten als Organe der konkursiten G.________ CH vor dem 3. September 1991 sei die Verj�hrung eingetreten. Sie ist davon ausgegangen, dass die vorliegende Klage am 3. September 2001 eingereicht worden ist, w�hrend die Kl�gerin zuvor keine Handlungen vorgenommen habe, welche die Verj�hrung unterbrochen h�tten. Sie hat insbesondere verneint, dass die Betreibung der Kl�gerin vom 29. September 1998 gegen�ber einem der Beklagten den Lauf der hier massgebenden Verj�hrungsfrist zu unterbrechen vermochte. Die Kl�gerin r�gt, die Vorinstanz habe Art. 760 und 135 Ziff. 2 OR verletzt.
4.1 Nach Art. 760 Abs. 1 OR verj�hrt der Anspruch auf Schadenersatz gegen die nach den vorstehenden Bestimmungen (Art. 752 ff. OR) verantwortlichen Personen in f�nf Jahren vom Tage an, an dem der Gesch�digte Kenntnis vom Schaden und von der Person des Ersatzpflichtigen erlangt hat, jedenfalls aber mit dem Ablauf von zehn Jahren, vom Tage der sch�digenden Handlung an gerechnet. Da diese Bestimmung unver�ndert aus dem alten Recht �bernommen worden ist, stellen sich keine intertemporalrechtlichen Fragen (vgl. Widmer/Banz, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2002, N. 1 zu Art. 760 OR). Die hier zur Diskussion stehende zehnj�hrige Verj�hrungsfrist beginnt mit dem Tag, an dem die sch�digende Handlung erfolgt (BGE 102 II 353 E. 2a S. 357; vgl. auch Urteil 4C.298/2000 vom 21. Dezember 2000, E. 4). Entgegen der Ansicht der Kl�gerin finden sich in den Feststellungen des angefochtenen Entscheides keinerlei Anhaltspunkte daf�r, dass die angeblich rechtswidrigen finanziellen Zuwendungen der Konkursitin an ihre Tochter G.________ I aufgrund eines einheitlichen Willensentschlusses erfolgt w�ren. Es erscheint im �brigen fraglich, ob f�r den Beginn der zivilrechtlichen Verj�hrung bei einheitlichem Willensentschluss noch ein Fortsetzungszusammenhang anzunehmen w�re, nachdem strafrechtlich die Rechtsfigur der Verj�hrungseinheit aufgegeben worden ist (BGE 132 IV 49 E. 3.1 S. 53). Die Frage stellt sich jedoch hier nicht, nachdem die Vorinstanz einen einheitlichen Willensentschluss f�r die unter mehreren Malen erfolgten finanziellen Unterst�tzungen der G.________ I tats�chlich verneint hat. Die Vorinstanz hat bei dieser Sachlage zutreffend erkannt, dass die zehnj�hrige Verj�hrungsfrist f�r jede von den Organen der G.________ CH ausgerichtete, angeblich pflichtwidrige Unterst�tzung der G.________ I gesondert zu beurteilen ist. Die zehnj�hrige Frist kann unterbrochen werden, insbesondere durch eine Betreibung (BGE 112 II 231 E. 3e/aa S. 232 f.; vgl. auch Urteil 4C.298/2000 vom 21. Dezember 2000, E. 4). Es ist daher allein zu pr�fen, ob die Vorinstanz Art. 135 Ziff. 2 OR verletzt hat, indem sie verneinte, dass der Betreibung der Kl�gerin vom 29. September 1998 verj�hrungsunterbrechende Wirkung zukam.
4.2 Damit die in Art. 135 Ziff. 2 OR aufgez�hlten Handlungen die Verj�hrung unterbrechen, m�ssen sie, wie namentlich die franz�sische Version der Bestimmung deutlich macht, grunds�tzlich vom Forderungsgl�ubiger ausgehen (BGE 111 II 358 E. 4a S. 364 f.). Das Bundesgericht hat im Falle einer unzutreffenden Parteibezeichnung die Frage offen gelassen, ob die Verj�hrung bei Gewissheit des Schuldners �ber Forderung und Ansprecher regelm�ssig selbst durch Prozesshandlungen eines nicht aktivlegitimierten Dritten unterbrochen wird (BGE 114 II 335 E. 3c S. 339). In einem nicht publizierten Urteil hat es k�rzlich entschieden, dass es sich rechtfertigt, die Unterbrechungswirkung ebenfalls eintreten zu lassen, wenn die Betreibung von einem nicht berechtigten Dritten ausgeht, sofern der Schuldner nach dem Vertrauensprinzip erkennen kann, um welche Forderung es geht (Urteil 4C.185/2005 vom 19. Oktober 2006, E. 3 mit Verweis auf Gauch/Schluep/Schmid/Rey, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 8. Aufl. 2003, Rz. 3540; in diese Richtung bereits das in BGE 114 II 335 E. 3c S. 339 zitierte Urteil C.77/1980 vom 24. Juni 1980, E. 4c; �hnlich auch Eugen Bucher, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 2. Aufl. 1988, S. 464, Fn 98). Beim im erw�hnten Urteil 4C.185/2005 behandelten Fall wurde die Betreibung von der Stockwerkeigent�mergemeinschaft statt von den aktivlegitimierten Stockwerkeigent�mern eingeleitet, nachdem die Beklagten zuvor gegen�ber den Stockwerkeigent�mern zweimal auf die Einrede der Verj�hrung verzichtet hatten. Bei der in C.77/1980 vom 24. Juni 1980 beurteilten Streitsache reichten lediglich drei von einundzwanzig Hauseigent�mern ein Begehren um Ladung zum S�hneversuch ein, mit dem Antrag, alle einundzwanzig H�user seien zu sanieren. Die entsprechenden Anspr�che der �brigen achtzehn Eigent�mer wurden ihnen allerdings erst sp�ter abgetreten. S�mtliche Hauseigent�mer hatten sich im Hinblick auf die Geltendmachung von Baum�ngeln bereits vor Einreichen des Begehrens zu einer Interessengemeinschaft in Form einer einfachen Gesellschaft zusammen geschlossen und so gemeinsam mit den Unternehmern verhandelt. In beiden F�llen war ausschlaggebend, dass die Personen, die die Unterbrechungshandlungen vornahmen, mit den (�brigen) Gl�ubigern durch ein Gemeinschaftsverh�ltnis verbunden waren und mit diesen gemeinsam f�r die Schuldner erkennbar Schritte zur Durchsetzung bestimmter Anspr�che unternahmen. Die Schuldner konnten deshalb nicht dar�ber im Zweifel sein, um welche Forderungen es ging.
4.3 Der vorliegende Fall ist, wie die Vorinstanz zutreffend festh�lt, mit den erw�hnten Pr�judizien nicht vergleichbar. Die Kl�gerin begr�ndete die am 29. September 1998 (und damit vor der Konkurser�ffnung �ber die G.________ CH am 24. M�rz 1999) in Betreibung gesetzte Forderung allgemein mit der Haftung aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit. Eingeklagt hat sie in der Folge nicht einen direkten Schaden, sondern gest�tzt auf Art. 757 OR ausschliesslich den der Gl�ubigergesamtheit durch den Konkurs der G.________ CH entstandenen Reflexschaden. Dieser ist deckungsgleich mit dem aus der Pflichtverletzung der Organe resultierenden Schaden der Gesellschaft (BGE 117 II 432 E. 1b/cc S. 438 und E. 1b/gg S. 440; 132 III 342 E. 2.3.3 S. 348). Vor dem Konkurs war jedoch allein die G.________ CH Gl�ubigerin allf�lliger Forderungen gegen�ber ihren Organen aus Verantwortlichkeit. Sie selbst oder ihre Aktion�re konnten gest�tzt auf Art. 756 OR allf�llige Forderungen aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit gegen�ber den Beklagten geltend machen und entsprechende Leistung an die G.________ CH verlangen. Die Kl�gerin, welche als "Gl�ubigerin" eine Forderungssumme von 2 Millionen Franken in eigenem Namen in Betreibung setzte, war dazu - wie die Vorinstanz zutreffend darlegt - vor dem Konkurs der G.________ CH unter keinem Titel aktivlegitimiert. Sie wurde zur Geltendmachung allf�lliger, im vorliegenden Verfahren umstrittener Forderungen aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit der Beklagten erst aufgrund der Kollokation ihrer (im Zeitpunkt der Betreibung noch nicht einmal rechtskr�ftig zugesprochenen) Forderung im Konkurs der G.________ CH und nach Verzicht der Konkursmasse legitimiert (vgl. BGE 132 III 564 E. 3.1.2 S. 568 f. und E. 3.2.2 S. 570; 131 III 306 E. 3.1.1 S. 310 f.; 128 III 180 E. 2c S. 183). Ob eine vor Konkurser�ffnung unternommene, die Verj�hrung unterbrechende Handlung der Gesellschaft oder deren Aktion�re gegen�ber den Beklagten auch zugunsten der Gesamtheit der Gl�ubiger wirken w�rde, deren Schaden die Kl�gerin in Prozessstandschaft einklagt, kann offen bleiben.
4.4 Die Kl�gerin behauptet selbst nicht, dass sie gemeinsam mit der im Moment des Betreibungsbegehrens allein legitimierten G.________ CH Schritte unternommen h�tte, um gegen�ber den Beklagten allf�llige Forderungen aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit durchzusetzen. Dar�ber hinaus ergab sich aus dem Betreibungsbegehren nicht, ob die Kl�gerin einen eigenen direkten oder indirekten Schaden bzw. einen indirekten Schaden der Gl�ubigergesamtheit geltend machen wollte, als sie allgemein als Grund der Forderung "Haftung aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit f�r die T�tigkeit des Schuldners als Verwaltungsrat" der G.________ CH angab. Es kann daher keine Rede davon sein, dass die Beklagten nach Treu und Glauben erkennen konnten, um welche Forderung es sich handelte.
4.5 Die Vorinstanz hat zutreffend geschlossen, dass die Kl�gerin mit dem Betreibungsbegehren vom 29. September 1998 die Verj�hrung allf�lliger Forderungen der Gesellschaft bzw. der Gl�ubigergesamtheit gegen�ber den Organen der Konkursitin aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit nicht unterbrechen konnte. Da nach den Feststellungen im angefochtenen Urteil die erste verj�hrungsunterbrechende Handlung gegen�ber den Beklagten nach der Er�ffnung des Konkurses der Gesellschaft mit Einreichung der vorliegenden Klage am 3. September 2001 erfolgte, hat die Vorinstanz zutreffend angenommen, dass allf�llige pflichtwidrigen Handlungen, welche die Beklagten als Organe der G.________ CH vor dem 3. September 1991 begangen haben sollten, gem�ss Art. 760 OR verj�hrt sind.
Die Vorinstanz kam zum Schluss, die T�tigkeiten und Unterlassungen der Beklagten seit dem f�r die Verj�hrung massgebenden Stichtag seien f�r den von der Kl�gerin erlittenen Schaden nicht kausal, da die G.________ CH bereits seit Mitte 1991 �berschuldet gewesen sei. Das Anwachsen der �berschuldung k�nne dann keine Rolle mehr spielen, wenn - wie im vorliegenden Fall - bereits eine massive Verschuldung vorliege, die M�glichkeit, dass sich die finanzielle Situation des Schuldners je wieder grundlegend �ndern k�nnte, in weite Ferne ger�ckt sei und die Gl�ubiger realistisch betrachtet keine Aussichten mehr h�tten, je befriedigt zu werden. Die Kl�gerin macht sinngem�ss geltend, das Kantonsgericht habe den massgebenden Schadensbegriff verkannt, indem es das Anwachsen der �berschuldung der G.________ CH nicht als Schaden qualifizierte.
5.1 Gem�ss Art. 754 Abs. 1 OR sind die Mitglieder des Verwaltungsrates und alle mit der Gesch�ftsf�hrung oder mit der Liquidation befassten Personen sowohl der Gesellschaft als den einzelnen Aktion�ren und Gesellschaftsgl�ubigern f�r den Schaden verantwortlich, den sie durch absichtliche oder fahrl�ssige Verletzung ihrer Pflichten verursachen. F�r die Gesellschaftsgl�ubiger, die einen mittelbaren Schaden erlitten haben, gibt es keine M�glichkeit, diesen Schaden mittels Individualklage geltend zu machen (BGE 132 III 564 E. 3.2.2 S. 570; 131 III 306 E. 3.1.1 S. 310). Nach der Konkurser�ffnung k�nnen sie jedoch wie erw�hnt gem�ss Art. 757 OR den Reflexschaden der Gl�ubigergesamtheit gegen�ber den verantwortlichen Organen einklagen, sofern der Konkursverwalter auf die Geltendmachung von Verantwortlichkeitsanspr�chen verzichtet. Da dieser Schaden nach dem Gesagten deckungsgleich ist mit dem Schaden der Gesellschaft, geht es hierbei um die unfreiwillige Verm�genseinbusse, die die Gesellschaft durch die pflichtwidrigen Handlungen oder Unterlassungen ihrer Organe erlitten hat; diese kann insbesondere in einer Vergr�sserung der Verschuldung der Gesellschaft bestehen (BGE 132 III 342 E. 2.3.3 S. 348).
5.2 Die Kl�gerin verlangt gest�tzt auf eine Abtretung gem�ss Art. 260 SchKG von den Beklagten Ersatz des Reflexschadens der Gl�ubigergesamtheit. Massgebend ist die unfreiwillige Verm�gensverminderung der Gesellschaft. Die Vorinstanz hat in ihren Erw�gungen statt dessen auf den Schaden der Kl�gerin abgestellt und damit den Schadensbegriff im Sinn von Art. 757 OR verkannt. Dem Urteil lassen sich die tats�chlichen Feststellungen nicht entnehmen, die f�r die Beurteilung der Frage erforderlich sind, ob bzw. inwiefern das Anwachsen der �berschuldung der Gesellschaft auf pflichtwidriges Verhalten der Beklagten nach dem 3. September 1991 zur�ckzuf�hren ist. Das Urteil ist deshalb gest�tzt auf Art. 64 Abs. 1 OG aufzuheben und zur Aktenerg�nzung und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Aus den genannten Gr�nden erweisen sich die in der Berufung erhobenen R�gen teilweise als begr�ndet, soweit darauf eingetreten werden kann. Das Urteil des Kantonsgerichts Graub�nden vom 3. Juli 2006 ist aufzuheben und die Sache im Sinn des Eventualantrags der Kl�gerin zur Erg�nzung des Sachverhalts und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beklagten kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 und 7 sowie Art. 159 Abs. 2 und 5 OG).
Die Berufung wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist. Das Urteil des Kantonsgerichts Graub�nden vom 3. Juli 2006 wird aufgehoben und die Sache zur Sachverhaltserg�nzung und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 13'000.-- wird den Beklagten unter solidarischer Haftbarkeit und intern zu gleichen Teilen auferlegt.
Die Beklagten haben die Kl�gerin unter solidarischer Haftbarkeit und intern zu gleichen Teilen f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 15'000.-- zu entsch�digen.