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Timestamp: 2016-07-26 19:54:40
Document Index: 38759182

Matched Legal Cases: ['§ 28', '§ 16', '§ 16', '§ 28', '§ 16', '§ 1', '§ 2', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 22', '§ 40', '§ 28', '§ 16', '§ 16', '§ 28', '§ 16', 'EGMR', 'Art. 8', '§ 20']

VGH-BADEN-WUERTTEMBERG - 13.05.2004, 1 S 2052/03 - JuraForum.de
JuraForum.de > Urteile > Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg > Urteil vom 13.05.2004, Aktenzeichen: 1 S 2052/03 VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Aktenzeichen: 1 S 2052/03Urteil vom 13.05.2004
Leitsatz:1. Es entspricht einem allgemeinen Rechtsgrundsatz, dass dem Gericht eines jeden Gerichtszweigs grundsätzlich die Inzidentprüfungskompetenz auch in Bezug auf rechtswegfremde Vorfragen zusteht, sofern die an sich zuständigen Gerichte über diese Frage noch nicht rechtskräftig entschieden haben.
2. Der Beschluss des Amtsgerichts über die Anordnung des polizeilichen Gewahrsams gemäß § 28 Abs. 3 Satz 3 PolG muss, um Wirksamkeit zu erlangen, durch Zustellung nach den für die Zustellung von Amts wegen geltenden Vorschriften der Zivilprozessordnung (§ 16 Abs. 2 Satz 1 FGG) oder - gegenüber Anwesenden - in der Form des § 16 Abs. 3 FGG bekannt gemacht werden (vgl. § 28 Abs. 4 Satz 2 PolG i.V.m. § 16 FGG).Rechtsgebiete:LGebG, PolG, FGG, VwGOVorschriften:§ 1 LGebG, § 2 LGebG, § 28 Abs. 1 Nr. 1 PolG BW, § 28 Abs. 1 Nr. 2 PolG BW, § 28 Abs. 3 PolG BW, § 28 Abs. 4 PolG BW, § 16 Abs. 1 FGG, § 16 Abs. 2 FGG, § 16 Abs. 3 FGG, § 22 Abs. 1 FGG, § 40 Abs. 1 Satz 2 VwGOStichworte:Gebührenbescheid, Inzidentprüfungskompetenz, Rechtswegfremde Vorfrage, Gewahrsam, Rechtmäßigkeit, Beschluss, Amtsgericht, Wirksamkeit, Bekanntmachung, Sofortige Beschwerde, Zweiwochenfrist, Rechtskraft, Beseitigungsgewahrsam, Präventivgewahrsam, Schutzgewahrsam, VerwirkungVerfahrensgang:VG Stuttgart 3 K 5408/00 vom 26.02.2002
VolltextUm den Volltext vom VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil vom 13.05.2004, Aktenzeichen: 1 S 2052/03 anzusehen, müssen Sie die Einzelentscheidung kaufen.Volltext der Entscheidung kaufen
2. Der Beschluss des Amtsgerichts über die Anordnung des polizeilichen Gewahrsams gemäß § 28 Abs. 3 Satz 3 PolG muss, um Wirksamkeit zu erlangen, durch Zustellung nach den für die Zustellung von Amts wegen geltenden Vorschriften der Zivilprozessordnung (§ 16 Abs. 2 Satz 1 FGG) oder - gegenüber Anwesenden - in der Form des § 16 Abs. 3 FGG bekannt gemacht werden (vgl. § 28 Abs. 4 Satz 2 PolG i.V.m. § 16 FGG).VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, 11 S 1080/04 vom 13.05.2004Die Feststellung, dass ein Ausländer faktisch zum Inländer geworden ist, bedeutet auch nach der Rechtsprechung des EGMR noch nicht, dass eine Ausweisung nicht in Betracht kommt. Vielmehr hängt die Zulässigkeit der Ausweisung unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismäßigkeit nach Art. 8 Abs. 2 EMRK auch dann von den besonderen Umständen des jeweiligen Einzelfalls ab.VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 13 S 2833/02 vom 12.05.2004§ 20 Abs. 4 Nr. 2 AuslG ist auch auf in der Bundesrepublik Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern anwendbar.
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