Source: https://www.cpm-steuerberater.de/news/categories/6-einkommensteuer
Timestamp: 2020-07-13 23:57:03
Document Index: 150581746

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 7', '§ 8', '§ 6', '§ 9', '§ 9', '§ 19']

Einkommensteuer - Claas Peter Müller - CPM- HAWIT - CPM Steuerberater Blog
Sonstige Steuern Einkommensteuer Körperschaftsteuer
Steuer Steuerbelastung Steuervergleich GbR GmbH
Das Finanzgericht Thüringen hatte sich im Urteil vom 10.04.2019 (4 K 442/17) zur möglichen Auflösung des gebildeten Investitionsabzugsbetrages bei Betriebsaufgabe geäußert.
In dem Urteil stellten die Richter dar, wenn in den Fällen des § 7g Abs. 2 EStG ein begünstigtes Wirtschaftsgut nicht bis zum Ende des dem Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung folgenden Wirtschaftsjahrs in einer inländischen Betriebsstätte des Betriebs ausschließlich oder fast ausschließlich betrieblich genutzt wird, die Herabsetzung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die Verringerung der Bemessungsgrundlage und die Hinzurechnung rückgängig zu machen sind (§ 7g Abs. 4 S. 1 EStG).
Weiterhin kamen die Richter zu der Ansicht, dass für die Erfüllung der Verbleibens- und Nutzungsvoraussetzungen ein Rumpfwirtschaftsjahr ausreichend sei.
Zur Zeit ist das Revisionsverfahren beim BFH anhängig (BFH, X R 30/19).
Wie die Entscheidung beim BFH ausfallen wird, bleibt also abzu warten. Alle entsprechenden Fälle, sollten daher offen gehalten werden, wenn das Finanzamt anders entscheiden sollte.
IAB Investitionsabzugsbetrag Rumpfwirtschaftsjahr
Oft stellt sich die Frage, unabhängig von Haftungsfragen, wie Personengesellschaften gegenüber Kapitalgesellschaften im Vergleich hinsichtlich der entstehenden Gesamtsteuern abschneiden.
angenommener Gewinn ohne Unternehmerlohn bzw. Geschäftsführer-Gehalt € 400.000
beide Gesellschaften bilanzieren
beide Gesellschaften haben 2 Gesellschafter bzw. 2 Geschäftsführer
beide Gesellschaften sind ansässig in Hamburg
jeder Gesellschafter/Geschäftsführer entnimmt 120.000 € bzw. erhält ein Gehalt von 120.000 €
jeder Gesellschafter ist zu 50% beteiligt
die GbR ist gewerblich
einfache Personengesellschaft - GbR
abzgl. GewSt FB 24.500 €
Personengesellschaft GbR Kapitalgesellschaft GmbH
Die wichtigsten aktuellen Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen
Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen nun stehts fest.
konkrete Konjunkturmaßnahmen für KMU
Die im neuen Konkunkturpaket vom 03.06.2020 für kleine und mittelständische Unternehmen beschlossenen Eckpunkte konkret auf den Punkt gebraucht:
Umsatzsteuer: Senkung der Umsatzsteuersätze von 19% auf 16% und 7% auf 5% befristet für die Zeit vom 01.07.2020 bis 31.12.2020.
Einfuhrumsatzsteuer: Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer wird verschoben auf den 26. des Folgemonats.
Verlustrücktrag: Der steuerliche Verlustrücktrag wird ausgedeckt von 1 Mio € auf 5 Mio € (bei Zusammenveranlagung von 2 Mio € auf 10 Mio €).
Degressive Abschreibung: Die degressive Abschreibung wird wieder eingeführt. Mit dem Faktor 2,5 gegenüber der linearen Abschreibung; maximal 25% pro Jahr für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens für die Jahre 2020 und 2021.
Anrechnung der Gewerbesteuer: Die Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommensteuer erfolgt nicht mehr mit dem Faktor 3,8 sondern mit 4,0.
Optionsmodell für Personengesellschaften: Einführung eines Optionsmodells für Personengesellschaften zur Besteuerung nach dem System für Kapitalgesellschaften.
Freibetrag für gewerbesteuerliche Hinzurechnung: Der Freibetrag für die Hinzurechnungen gemäß § 8 Nr. 1 GewStG wird angehoben von 100.000€ auf 200.000€.
Firmenwagenbesteuerung: Die Privatanteilsbesteuerung gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 4 S. 2 Nr. 3 EStG wird festgelegt mit 0,25%. Für diese Anwendung gilt eine Kaufpreisobergrenze von nunmehr 60.000€ (vorher 40.000€).
Kfz-Steuer: Die Kfz-Steuer-Befreiung für reine Elektrofahjrzeuge wird bis 2030 verlängtert.
Konjunkturpaket KMU Förderung
Bei Berufssoldaten kann der Posten der Reisekosten und Verpflegungsmehraufwendungen wegen durchgeführter Auswärtseinsätze umfangreich sein. Er sollte daher immer Beachtung finden.
Ein im Rahmen einer möglicher Weise doppelten Haushaltsführung anzusetzender Verpflegungsmehrsaufwand ist gemäß § 9 Abs. 4a S. 8 EStG zu kürzen, wenn und soweit einem Berufssoldaten in der Kaserne eine Gemeinschaftsverpflegung unentgeltlich zur Verfügung steht.
Das soll auch dann gelten, wenn der Berufssoldat nicht an allen Mahlzeiten tatsächlich teilnimmt.
Grundsätzlich sind Mehraufwendungen für die Verpflegung durch Ansatz der Verpflegungspauschalen zu berücksichtigen.
Gemäß § 9 Abs. 4a S. 8 EStG sind die Verpflegungspauschalen zu kürzen, wenn dem Berufssoldaten anlässlich oder während einer Auswärtstätigkeit vom Dienstherren oder auf dessen Veranlassung von einem Dritten eine Mahlzeit zur Verfügung gestellt wird.
Verpflegungsmehraufwand Verpflegungsmehraufwendungen Reisekosten Soldat Berufssoldat
Sonstige Steuern Einkommensteuer
Gewerbesteuer Einkommensteuer Anrechnung
Einkommensteuererklärung für Soldaten
Auch Soldatinnen und Soldaten müssen Steuererklärungen abgeben.
Das ist nicht zwingend logisch, da nicht alle Berufstätigen in Deutschland verpflichtet sind, Steuererklärungen abzugeben.
Wenn z.B. bei einem unverheiratetem oder getrennt lebenden Arbeitnehmer der Arbeitgeber monatlich die Lohnsteuer ohne weitere Berücksichtigung von Abzugsbeträgen einbehält und ordnungsgemäß an das Finanzamt abführt, ist dessen Lohn richtig berechnet - er braucht daher grundsätzlich erst einmal keine Einkommensteuererklärung einzureichen.
Selbst wenn er höheren Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnlichen Belastungen oder haushaltsnahe Dienstleistungen ansetzen könnte, die zu einer Steuererstattung führen würden, ist er nicht verpflichtet, diese zu erklären.
Dieser Grundsatz hat natürlich auch für Soldaten seine Gültigkeit.
Einkommensteuer Einkommensteuererklärung Einkommensteuererstattung Soldat Soldatin
Widerlegung des Anscheinbeweises für die Privatnutzung
FG Niedersachsen vom 19.02.2020 (9 K 104/19) Widerlegung des Anscheinsbeweises für die Privatnutzung eines Betriebs-Kfz durch den einzigen Kommanditisten einer GmbH & Co. KG.
In dem Urteil kamen die Richter zu folgender Ansicht: Die allgemeine Lebenserfahrung spricht auch dann für eine private Nutzung eines betrieblichen Fahrzeugs, wenn dem Steuerpflichtigen zwar für private Fahrten ein Fahrzeug zur Verfügung steht, aber dieses Fahrzeug dem betrieblichen Fahrzeug in Status und Gebrauchswert nicht vergleichbar ist.
Allerdings ist unter diesen Umständen der für eine private Nutzung sprechende Anscheinsbeweis umso leichter zu erschüttern, je geringer die Unterschiede zwischen den Fahrzeugen ausfallen.
Unter Gebrauchswert ist - nach dem Wortsinn - der Wert einer Sache hinsichtlich ihrer Brauchbarkeit, ihrer Eignung für bestimmte Funktionen und Zwecke, mit anderen Worten der Nutzwert zu verstehen.
Privatanteil Privatnutzung Anscheinbeweis
Besonderheit bei der Steuererklärung für Soldatinnen und Soldaten
Soldat Soldatin Einkommensteuererklärung Vorsorgepauschale
Steuererklärung-Abgabepflicht - oft rettet sie Steuererstattungen
Steuererklärung Abgabepflicht Einkommensteuererklärung
Kapitalertragsteueranmeldung - praktischer Ablauf - so gehts richtig
Kapitalertragsteuer Kapitalertragsteueranmeldung Kapitalertragsteuerfestsetzung Kapitalertragsteuerabzug
Bei der Einkommensteuererklärung für Soldatinnen und Soldaten gibt es viele Besonderheiten zu beachten.
Bei der Berechnung des laufenden Lohnsteuerabzugs wird z.B. eine Mindestvorsorgepauschale für Kranken- und Pflegeversicherungsbeträge in Höhe von 12 % des Arbeitslohns, höchstens jedoch 1.900,- € berücksichtigt. Dieser Höchstbetrag gilt bei den Lohnsteuerklassen I, II, IV und V. Bei der Lohnsteuerklasse III werden maximal 3.000,- € berücksichtigt.
Diese Pauschale wird immer angesetzt, unabhängig, ob überhaupt Vorsorgeaufwendungen angefallen sind. Die laufende monatliche Lohnsteuerberechnung findet also immer mit dieser Pauschale statt.
Dies führt jedoch dazu, dass diese Pauschalierung sich später in der Einkommensteuererklärung nachteilig auswirken kann.
Denn Soldatinnen und Soldaten haben einen Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung und sind daher nicht zwingend gesetzliche oder privat Krankenversichert.
Sie können daher grundsätzlich geringe Vorsorgeaufwendungen haben. Die im Lohnsteuerabzugsverfahren zu berücksichtigende Mindestvorsorgepauschale kann daher regelmäßig höher sein als die tatsächlich im Rahmen Einkommensteuerveranlagung nachgewiesenen Ausgaben.
Vorsorgepauschale Soldat Soldatin
Für die Einreichung der Einkommensteuererklärung gibt es 2 Gruppen von Steuerpflichtigen.
diejenigen, die abgeben müssen, und
diejenigen, die nicht abgeben müssen, sondern freiwillig dürfen.
Die freiwillige Abgabe einer Steuererklärung lohnt sich immer dann, wenn neben den sowieso in der Lohnsteuerberechnung berücksichtigten Pauschbeträgen, weitere Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen vorhanden sind. Oder Aufwendungen für Handwerkerleistungen bzw. haushaltsnahe Dienstleistungen angefallen sind.
Bei einer Abgabepflicht müssen Sie Ihre Steuererklärung bis zum 31. Juli des folgenden Jahres oder wenn Sie einen Steuerberater beauftragt haben, bis zum 29.02. des überfolgenden Jahres abgeben.
Für die freiwilligen Abgabe gilt eine sogenannte Festsetzungsfrist. Diese beträgt 4 Jahre. Das heißt, spätestens vier Jahre nach Entstehen der Steuer (Ablauf des entsprechenden Steuerjahres) muss die Einkommensteuererklärung beim Finanzamt abgegeben worden sein. Wir dieser Termin verpasst, muss das Finanzamt nicht mehr veranlagen.
Erklärung Einkommensteuererklärung Abgabefrist
Betriebsveranstaltungen - optimal steuerlich ausnutzen
Betriebsveranstaltungen sind betrieblich veranlasste Veranstaltungen mit gesellschaftlichem Charakter, bei denen die Teilnahme allen Betriebsangehörigen offen steht.
Diese Zuwendungen stellen steuerpflichtigen Arbeitslohn dar, wenn die Zuwendungen unüblich sind und einen Freibetrag von jeweils 110 € übersteigen (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1a EStG).
Diese Zuwendungen bei Betriebsveranstaltungen stellen jedoch keinen steuerpflichtigen Arbeitslohn dar, wenn die folgende Voraussetzungen gegeben sind:
Es handelt sich um eine betriebliche Veranstaltung mit gesellschaftlichem Charakter,
die Teilnahme steht allen Beschäftigten des Betriebs, zumindest jedoch allen Beschäftigten in einer einzelnen Organisationseinheit (Abteilung, Filiale etc.) offen,
der Veranstalter ist der Arbeitgeber oder der Betriebs- bzw. Personalrat
Musical- Kino- oder Theaterbesuch,
Jubiläumsfeier für mehrere Arbeitnehmer mit rundem Arbeitnehmerjubiläum,
Filialfeiern, Abteilungsfeiern,
Pensionärstreffen, für ehemalige Arbeitnehmer im Ruhestand.
Keine Betriebsveranstaltungen liegen hingegen vor, wenn die allgemeine Zugänglichkeit nicht gegeben ist.
Rabattfreibetrag - BFH, 26.09.2019, VI R 23/17
BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.09.2019, VI R 23/17
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