Source: https://rewi.uni-graz.at/de/studieren/waehrend-des-studiums/stipendien-foerderungen/foerderungsstipendien/
Timestamp: 2020-06-04 08:38:06
Document Index: 308393128

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 18', '§ 63', '§ 4', '§ 2', '§ 18', '§ 19', '§ 19', '§ 2', '§ 18']

Förderungsstipendien - Studieren an der REWI-Fakultät
Rechtliche Grundlagen / Ausschreibungsbedingungen
Die Ausschreibung erfolgt gemäß den Vorgaben des StudFG idgF (§§ 2 bis 4, §§ 18 und 19, §§ 63 bis 67) und der aktuellen Ausschreibung im Mitteilungsblatt der Karl-Franzens-Universität Graz vom 29.04.2020 (50. Sondernummer, 27.a Stück 2019/20).
In Ergänzung zu den im Mitteilungsblatt kundgemachten generellen Ausschreibungsbedingungen werden für die Rechtswissenschaftliche Fakultät die Ausschreibungsbedingungen wie folgt geregelt.
27. April 2020 bis 01. Juni 2020
21. September 2020 bis 30. Oktober 2020
Förderungsstipendien dienen der Förderung nicht abgeschlossener wissenschaftlicher Arbeiten (Diplomarbeiten und Dissertationen) von Studierenden ordentlicher Studien an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, die besondere Kosten verursachen (z.B. Forschungsaufenthalt an einer ausländischen Forschungseinrichtung, Teilnahme an themenspezifischen Fachtagungen und Kongressen, aufwendige Literatursuche, empirische Untersuchungen – im Folgenden: förderungswürdige Aktivität). Sowohl das Thema der Arbeit als auch die förderungswürdige Aktivität muss inhaltlich klar im Bereich der rechtswissenschaftlichen Forschung liegen.
Die förderungswürdigen Aktivitäten haben zeitlich zur Gänze nach Ablauf der jeweiligen Bewerbungsfrist (siehe oben) zu erfolgen. Es ist nicht zulässig, rückwirkend (d.h. erst nach oder während Absolvierung einer förderungswürdigen Aktivität) einen Antrag auf ein Förderungsstipendium zu stellen.
Gemäß den beiden Satzungsteilen Frauenförderungsplan sowie Gleichstellungsplan sind Frauen zur Bewerbung besonders aufgefordert.
2. Höhe der Förderungsstipendien
Förderungsstipendien werden in Abhängigkeit von den im Vorhinein glaubhaft gemachten berücksichtigungswürdigen Kosten der förderungswürdigen Aktivitäten in der Höhe von € 750.- bis € 3.600.- vergeben. Die Zuerkennung erfolgt im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung. Ein Rechtsanspruch auf ein Förderungsstipendium besteht nicht. Die Vergabe ist von der sozialen Bedürftigkeit der Bewerberin/des Bewerbers unabhängig.
Antragsberechtigt sind ordentliche Studierende ordentlicher Studien an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät mit österreichischer Staatsbürgerschaft und gemäß § 4 StudFG gleichgestellte AusländerInnen und Staatenlose (begünstigter Personenkreis iSd §§ 2 bis 4 StudFG idgF).
Die Antragstellerin/der Antragsteller muss im jeweiligen Studium die Anspruchsdauer nach dem StudFG (§ 18 idgF) erfüllen. Die Anspruchsdauer ist unter den Voraussetzungen des § 19 StudFG idgF entsprechend zu verlängern. Den Nachweis für das Vorliegen eines Verlängerungstatbestandes iSd § 19 StudFG idgF hat der/die Studierende zu erbringen.
4. Form und Inhalt der Bewerbung
das vollständig ausgefüllte und eigenhändig unterfertigte Antragsformular;
aktuelle Meldebescheinigung in Kopie;
gültiger Reisepass oder anderer Staatsbürgerschaftsnachweis in Kopie (sowie gegebenenfalls weitere Nachweise über die Antragsberechtigung iSd §§ 2 bis 4 StudFG idgF);
Kopien sämtlicher Bachelor-, Master-, Diplomprüfungs- bzw. Rigorosenzeugnisse und gegebenenfalls Studienerfolgsnachweis über Leistungen, die in keinem Abschlusszeugnis aufscheinen;
aktuelles Studienblatt (Ausdruck aus UNIGRAZonline);
inhaltliche Darstellung (Beschreibung) der geplanten Arbeit und der damit zusammenhängenden zu fördernden Aktivität(en);
detaillierte Kostenaufstellung und Finanzierungsplan unter Verwendung der Vorlage;
Belege zur Glaubhaftmachung der in der Kostenaufstellung bzw Finanzierungsplan veranschlagten Kosten;
Mitteilung, bei welchen Stellen gleichzeitig um finanzielle Mittel angesucht wurde (siehe Antragsformular und Finanzierungsplan) bzw in welcher Höhe ein Zuschuss gewährt wird samt entsprechenden Nachweisen;
zwei Gutachten von im Bereich der Rechtswissenschaften habilitierten Personen – in der Regel der Betreuerin/des Betreuers – zur Kostenaufstellung und darüber, ob die/der Studierende aufgrund der bisherigen Studienleistungen und ihrer/seiner Vorschläge für die Durchführung der Arbeit voraussichtlich in der Lage sein wird, die Arbeit mit überdurchschnittlichem Erfolg durchzuführen;
bei Überschreitung der Anspruchsdauer (§§ 18, 19 StudFG idgF, z.B. wegen Karenz, Krankheit, Präsenzdienst, Auslandsaufenthalt) sind entsprechende Nachweise zu erbringen.
Der Antrag samt erforderlichen Beilagen ist innerhalb der Bewerbungsfrist im Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät vollständig einzureichen. Wenn physischer Parteienverkehr stattfindet, sind alle Unterlagen grundsätzlich in Papierform einzureichen. Solange der physische Parteienverkehr (COVID-19-Krise) eingestellt ist, sind alle Unterlagen ausschließlich per E-Mail – ausschließlich von Ihrem Studierenden-Account der Universität Graz – an rewi.studium(at)uni-graz.at einzureichen. Nach Eingang der Unterlagen erhalten Sie per E-Mail eine Bestätigung an Ihren Studierenden-Account der Universität Graz, dass die Unterlagen eingelangt sind. Eine formale und inhaltliche Prüfung des Antrags und der Unterlagen erfolgt zeitnah.
Im Einzelfall können weitere Unterlagen und Belege erforderlich sein. Diese sind auf entsprechendes Ersuchen unverzüglich vorzulegen (z.B. Bestätigung der Betreuerin/des Betreuers, dass in der Kostenaufstellung angeführte Bücher/Literatur für die Arbeit notwendig sind).
Alle zu verwendenden Formulare und Vorlagen sind am PC (und nicht handschriftlich) auszufüllen.
5. Förderungswürdige Aufwendungen
Forschungsaufenthalte an einer ausländischen Forschungseinrichtung/Universität,
Teilnahme an themenspezifischen Fachtagungen und Kongressen,
aufwendige Literatursuche in Bibliotheken/Archiven - nicht am Studienort,
empirische Untersuchungen.
6. Aufwendungen, die keinesfalls gefördert werden
Anschaffungskosten für Gegenstände mit einer mehrjährigen Nutzungsdauer (z.B. Laptop, Computer, Drucker, Reisegepäck);
Anschaffung von Büchern, die an einer Grazer Bibliothek oder an einem Institut vorhanden sind bzw im Österreichischen Bibliothekenverbund verfügbar sind;
pauschale Nächtigungskosten sowie ein Verpflegungs(mehr)aufwand;
Reisekosten mit Ausnahme der Kosten für eine Bahnfahrt 2. Klasse, Flüge in der Economy Class (Wochenendtarif, red ticket);
Kosten für die Teilnahme am Abendprogramm von Kongressen/Tagungen oder Kongressausflügen;
weiterlaufende (aliquote) Fixkosten am Studienort und/oder Wohnsitz während einer forschungsbedingten Abwesenheit;
Druckkosten und Bindekosten von Diplomarbeiten und Dissertationen;
Druckkostenbeiträge für eine Publikation der Arbeit.
7. Verständigung der Bewerber_innen
Die Bewerber_innen werden von der Entscheidung über ihre Bewerbung durch das Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (Referat für Studium und Lehre) unverzüglich verständigt.
8. Stipendienvertrag
Im Falle der Zuerkennung eines Förderungsstipendiums schließt die Stipendiatin/der Stipendiat mit dem für die Vergabe der Förderungsstipendien zuständigen Organ der Rechtswissenschaftlichen Fakultät einen Stipendienvertrag, in dem ua Berichtslegung, Frist zur Berichtslegung und allfällige Konsequenzen bei nicht- bzw. nicht ausreichend belegter widmungsgemäßer Verwendung der Mittel näher geregelt werden.
Wird innerhalb des im Stipendienvertrag zu regelnden Zeitrahmens kein Bericht (siehe Punkt 10.) gelegt, ist dies einer gänzlichen nicht widmungsgemäßen Verwendung der Mittel gleichzusetzen (siehe Punkt 11.).
Nach Abschluss des Stipendienvertrages kommen 75% des zugesagten Stipendienbetrages zur Auszahlung. Restliche Teilbeträge können keinesfalls vor Genehmigung der Berichtslegung (siehe Punkt 10.) zur Auszahlung gelangen.
10. Pflicht zur Berichtslegung
Im Stipendienvertrag verpflichtet sich die Stipendiatin/der Stipendiat, binnen der im Stipendienvertrag festgesetzten Frist (siehe Punkt 12.) einen Bericht über die widmungsgemäße Verwendung der Mittel (Mittelverwendung gemäß Aufstellung im Stipendienvertrag) vorzulegen.
Die widmungsgemäße Verwendung der Mittel ist durch geeignete Original-Nachweise, lautend auf die Stipendiatin/den Stipendiaten, zu belegen. Diese Nachweise sind in angemessener und wohlgeordneter Form dem Bericht unter Verwendung der Übersicht (Auflistung der Belege) als Beilagen anzuschließen.
Der Bericht ist innerhalb der im Stipendienvertrag festgelegten Frist vollständig und in angemessener Form im Dekanat der Rechtswissenschaftichen Fakultät einzureichen.
Wird innerhalb der festgelegten Frist kein Bericht über die widmungsgemäße Verwendung der Mittel gelegt, wird die bereits ausbezahlte Fördersumme zur Gänze rückgefordert und noch nicht ausbezahlte Teilbeträge werden einbehalten.
Bei nicht widmungsgemäßer Verwendung der Mittel bzw. soweit keine oder keine ausreichenden Belege für die widmungsgemäße Verwendung der Mittel fristgerecht beigebracht werden, wird die bereits ausbezahlte nicht widmungsgemäß verwendete Fördersumme rückgefordert und zugesagte noch nicht ausbezahlte Teilbeträge werden einbehalten.
12. Frist zur Berichtslegung
Der Bericht über die widmungsgemäße Verwendung der Mittel ist innerhalb der im Stipendienvertrag festgesetzten Frist zu legen.
Auf einen begründeten rechtzeitigen schriftlichen Antrag der Stipendiatin/des Stipendiaten hin kann die Frist durch das für die Vergabe der Förderungsstipendien zuständige Organ der Rechtswissenschaftlichen Fakultät verlängert werden. Der Antrag muss von der Stipendiatin/dem Stipendiaten jedenfalls vor Ablauf der im Stipendienvertag festgesetzten Frist im Dekanat der Rechtswissenschaftlichen Fakultät eingebracht worden sein.