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Timestamp: 2017-07-25 04:48:26
Document Index: 28869104

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 7', '§ 1', '§ 5', '§ 2', '§ 1', '§ 3', '§ 4', '§ 1', '§ 5', '§ 15', '§ 10', '§ 12', '§ 14', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 5', '§ 10', '§ 8', '§ 11', '§ 6', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 3', '§ 10', '§ 15', '§ 16']

555a Studien- und Prüfungsordnung Diakon in Hephata (SPODiakFS) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
555a Studien- und Prüfungsordnung Diakon in Hephata (SPODiakFS)
§ 2 Rahmenbedingungen der berufsbegleitenden Ausbildung
§ 7 Umfang und Zeitpunkt der Prüfung
.Studien- und Prüfungsordnung der Ausbildung zum Diakon in Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V. im Rahmen einer berufsbegleitenden Ausbildung im Rahmen der Tätigkeit in einem staatlich anerkannten Sozial- oder Pflegeberuf (SPODiakFS)vom 27. Oktober 2009KABl. S. 208ÄnderungenLfd. Nr.Änderndes RechtDatumFundstelle11. Ordnung zur Änderung12. August 2011KABl. S. 159 Das Landeskirchenamt hat in seiner Sitzung am 27. Oktober 2009 gemäß Artikel 139 Absatz 1 g) der Grundordnung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vom 22. Mai 1967 (KABl. S. 19) die folgende Ordnung erlassen:#Präambel 1 Diakone und Gemeindepädagogen gestalten die Lebens- und Sozialräume in unserer Gesellschaft mit. 2 Sie haben Teil am Auftrag der Kirche zu Verkündigung, Seelsorge und Bildungsarbeit und sind in evangelischen Kirchengemeinden, Kirchenkreisen, Einrichtungen und Diensten der Kirche und ihrer Diakonie oder bei anderen freien und öffentlichen Trägern der Sozialen Arbeit tätig.####§ 1Wege in das Diakonenamt
1 Die Ausbildung zum Diakon in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vermittelt eine Doppelqualifikation. 2 Sie verbinden eine mindestens dreijährige Ausbildung in einem staatlich anerkannten Sozial- oder Pflegeberuf oder ein Studium eines staatlich anerkannten Sozialberufs und eine diakonisch-theologische Ausbildung mit kirchlicher Abschlussprüfung.
Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hat das Hessische Diakoniezentrum Hephata e.V. (Schwalmstadt) beauftragt, auf zwei Wegen für das Amt des Diakons auszubilden: 1 die auf einen staatlich anerkannten Sozial- oder Pflegeberuf aufbauende Ausbildung. 2 Sie geschieht berufsbegleitend. 3 Sie kann auch parallel zum Berufspraktikum der Erzieher- und Heilerziehungspflegeausbildung absolviert werden,durch das integrierte Studium der Sozialen Arbeit in Verbindung mit der gemeindepädagogisch-diakonischen Qualifikation an der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, Studienstandort Hephata (vgl. Prüfungsordnung im Rahmen der Gemeindepädagogisch-diakonischen Qualifikation des Studiums der Sozialen Arbeit (SPODiakFH)).
1 Die Ausbildungsinhalte und die Prüfungen orientieren sich an der Kompetenzmatrix des Verbandes der Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften in Deutschland (VEDD) für die Ausbildung zum Diakon/zur Diakonin. 2 Diese Matrix umfasst 4 Makromodule:Das Evangelium und die christliche Religion kommunizieren (Makromodul 1),Menschen in existenziellen Lebensfragen unterstützen (Makromodul 2),In Organisationen von Kirche und Diakonie handeln (Makromodul 3),Das Soziale gestalten (Makromodul 4).
Auf dieser Grundlage können andere Qualifizierungen angerechnet werden (s. § 5 Absatz 3).
1 Der erfolgreiche Abschluss dieser Ausbildungen einschließlich der erbrachten Prüfungsleistungen führt zu einem kirchlich anerkannten Abschluss. 2 Dieser Abschluss ist Voraussetzung für die Einsegnung in das Amt des Diakons.#§ 2Rahmenbedingungen der berufsbegleitenden Ausbildung
Die berufsbegleitende Ausbildung setzt die Ausbildungsinhalte der Kompetenzmatrix (§ 1 Absatz 3) eigenständig um.
Sie reflektiert Erfahrungen der beruflichen Erstausbildungen bzw. Qualifikationen.
Zur Ausbildung gehört auch die Planung, Konzipierung, Durchführung und Evaluation von Projekten in der eigenen Berufspraxis.
Die Ausbildung bezieht sich auf das jeweilige Qualifikationsniveau der sozialberuflichen bzw. pflegerischen Erstausbildung, sowie die im Laufe der Berufstätigkeit erworbenen Kompetenzen und Qualifikationen.#§ 3Gliederung, Dauer und Abschluss der Qualifikation
1 Die sozialberufliche bzw. pflegerische Erstausbildung dauert mindestens drei Jahre. 2 Gleichwertige Ausbildungen, Qualifikationen und Kompetenzen können durch das Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck anerkannt werden.
Die berufsbegleitende Ausbildung umfasst Module im Umfang von 60 ECTS-Anrechnungspunkten (European Credit Transfer System, entsprechend 1800 Stunden workload).
Zur Ausbildung gehören auch Praxisbesuche und ein Mentoringprogramm.
Die Prüfungsvorleistungen während der Ausbildung beziehen sich auf die Kompetenzmatrix und sind wie folgt festgelegt:Makromodul I: Projektarbeit (15-20 Textseiten)Makromodul II Kolloquium mit Fallbeispiel (15 Min.)Makromodul III: mediengestützte Präsentation (10 Min. und 5 Seiten Erläuterung)Makromodul IV: Thesenpapier (5 Textseiten)
Die Ausbildung wird mit einer kirchlichen Prüfung abgeschlossen.
Sie ist in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck eine Voraussetzung für die Einsegnung in das Amt des Diakons.#§ 4Zweck der PrüfungDurch die kirchliche Prüfung wird jeweils nachgewiesen, dass Kandidaten die notwendigen Kenntnisse und berufspraktischen Fähigkeiten erworben haben, um am „diakonischen Auftrag der Kirche in Sozial- und Bildungsarbeit, in pflegerischen und erzieherischen Tätigkeiten sowie in Verkündigung, Seelsorge und Unterricht“ (§ 1 des Kirchengesetzes zur Ordnung des Amtes und der Berufung von Diakonen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vom 27. April 1988, in der Fassung vom 5. Juni 2000) mitzuarbeiten.#§ 5Prüfungsausschuss
Den Prüfungsausschuss beruft der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.
Der Prüfungsausschuss besteht aus:dem Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck oder eine von ihm beauftragte Person als Prüfungsvorsitz,dem Präsidenten der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt oder eine von ihm beauftragte Person,der Leitung der Hephata Akademie für soziale Berufe in Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V. oder eine von ihr beauftragte Person,einem Mitglied des Vorstandes von Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V. oder einer von ihm beauftragten Person,einem weiteren Vertreter des Landeskirchenamtes.
Dem Prüfungsausschuss obliegen folgende Aufgaben:Zulassung zu der Prüfung,Genehmigung des Themas der Hausarbeit,Bestimmung einer Fachvertretung zur Begleitung und Bewertung der Hausarbeit; sie besteht aus zwei Personen in der Regel aus dem Kreis der haupt- und nebenberuflich Lehrenden in der Diakonenausbildung,Festlegung der Angaben zur Anfertigung und Abgabe der Hausarbeit,Festlegungen zu weiteren Leistungen und deren jeweilige Anerkennung,Bestimmung der Prüfungskommission oder -kommissionen für die mündliche Prüfung,Entscheidung von Beschwerden und Zweifelsfällen (§ 15).
Der Prüfungsausschuss gibt sich eine Geschäftsordnung.
1 Der Prüfungsausschuss setzt eine Geschäftsstelle für den Prüfungsausschuss ein. 2 Zu ihren Aufgaben gehören:die Führung der Prüfungsakten,die Überwachung der Fristen,die Zusammenführung der Prüfungsergebnisse (§ 10, § 12),die Berechnung der Endnote und die Vorbereitung der Zeugnisse (§ 14).#§ 6Prüfungskommission 1 Eine Prüfungskommission setzt sich zusammen aus haupt- und nebenberuflich in der Diakonenausbildung Lehrenden. 2 Den Prüfungsvorsitz führt der Bischof oder eine von ihm beauftragte Person. 3 Eine Kommission besteht aus einem Prüfungsvorsitzenden, einem Prüfer und einem sachkundigen Beisitzer, der auch das Protokoll führt; ein Kommissionsmitglied soll hauptberufliche Hochschullehrkraft der Ev. Fachhochschule Darmstadt sein.#§ 7Umfang und Zeitpunkt der Prüfung 1 Die Prüfung besteht aus zwei Teilen:einer Hausarbeit undeiner mündlichen Prüfung. 2 Die Prüfung findet am Ende der Ausbildung statt. #§ 8Bewertung der Prüfungsleistungen und Gesamtnote
1 Die einzelnen Prüfungsvorleistungen und Prüfungsleistungen werden benotet. 2 Der Prüfungsausschuss legt die jeweilige Frist für die Bewertung schriftlicher Prüfungsleistungen fest.
Die Notenstufen und die Umrechnung in eine ECTS-Bewertung entsprechen der Studien- und Prüfungsordnung Soziale Arbeit an der Ev. Fachhochschule Darmstadt vom 20.11.2006 in der jeweils gültigen Fassung.
Aufgrund der internationalen Ausrichtung des Studiengangs werden die Noten durch einen internationalen Umrechnungswert entsprechend dem ECTS-Handbuch ergänzt.NotenstufenDefinitionErläuterungECTS-Umrechnung1,00 – 1,50hervorragendausgezeichnete LeistungenA1,51 – 2,00sehr gutüberdurchschnittliche LeistungB2,01 – 2,50gutinsgesamt gute und solide ArbeitC2,51 – 3,50befriedigendMittelmäßigD3,51 – 4,00ausreichenddie gezeigten Leistungen entsprechen den MindestanforderungenE4,01 – 4,50nicht bestanden (Verbesserung möglich)es sind Verbesserungen erforderlich, bevor die Leistungen anerkannt werdenFXÜber 4,50nicht bestandendie Wiederholung der Prüfungsleistung ist erforderlichF
1 Derzeit sind folgende Einzelnoten möglich: 1,0; 1,3; 1,7; 2,0; 2,3; 2,7; 3,0; 3,3; 3,7; 4,0; 4,3; 5,0. 2 Die Noten 0,7; 4,7 und 5,3 sind ausgeschlossen. 3 Die errechneten Noten sind nach oben auf die nächste Einzelnote aufzurunden.
1 Liegt die errechnete Note zwischen 4,01 und 4,5, sind Verbesserungen erforderlich, bevor die Leistung mit höchstens ausreichend (4,0) anerkannt werden kann. 2 Eine mit über 4,5 bewertete Prüfung oder ein solcher Prüfungsteil kann einmal wiederholt werden.
1 Die kirchliche Abschlussprüfung gilt als bestanden, wenn sie mit mindestens 4,0 („ausreichend“) bewertet wird. 2 Die Note der bestandenen Prüfung errechnet sich als arithmetisches Mittel aus den von den Prüfenden festgesetzten Einzelnoten beider Prüfungsteile.
Die Wiederholung einer bestandenen Prüfung ist nicht möglich.#§ 9Hausarbeit
1 Die Hausarbeit umfasst 25-30 Textseiten. 2 Sie besteht aus einem Erfahrungsbericht und einer Praxisreflexion. 3 Das Thema muss so beschaffen sein, dass es innerhalb von drei Monaten bearbeitet werden kann.
1 Die Hausarbeit kann auch in Form einer Gruppenarbeit mit maximal drei Studierenden angefertigt werden, wobei sich der Umfang entsprechend vergrößert. 2 Dabei muss die individuelle Leistung eines einzelnen Bearbeitenden einen wesentlichen Anteil darstellen, sowie aufgrund der Angabe von Abschnitten, Seitenzahlen oder anderen objektiven Kriterien deutlich unterscheidbar und in sich bewertbar sein. 3 Es sollen bei einer Gruppenarbeit Teile von allen Gruppenmitgliedern gemeinsam erarbeitet werden.
1 Der Kandidat wählt ein Thema in Vereinbarung mit einem Dozenten aus dem Kreis der haupt- und nebenberuflich Lehrenden (§ 5 Abs. 3). 2 Zu dem festgesetzten Meldetermin meldet er sein Thema sowie den Vorschlag einer erstgutachtenden Person der Fachvertretung schriftlich bei der Geschäftsstelle des Prüfungsausschusses an.
Die endgültige Festlegung des Themas und die Festlegung der Fachvertretung erfolgt durch den Prüfungsausschuss.
1 Der Prüfungsausschuss legt den Termin für den Beginn der Anfertigung der Hausarbeit fest. 2 Der Zeitraum für die Bearbeitung beträgt drei Monate. 3 Liegen Gründe vor, welche der Kandidat nicht zu vertreten hat, kann die Bearbeitungszeit durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses angemessen, jedoch nicht länger als weitere drei Monate, verlängert werden. 4 Der Kandidat hat die Gründe nachzuweisen.
Bei der Abgabe der Arbeit versichert der Kandidat schriftlich, dass er die Arbeit bzw. den von ihm zu verantwortenden Teil der Gruppenarbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat.
Die Hausarbeit ist fristgerecht in drei Exemplaren bei der Geschäftsstelle des Prüfungsausschusses einzureichen.#§ 10Bewertung, Nichtbestehen und Nichtbeendigung der schriftlichen Arbeit
Die Hausarbeit wird von der Fachvertretung binnen sechs Wochen unabhängig voneinander benotet.
1 Stimmen die Noten nicht überein, so ergibt das arithmetische Mittel die Note. 2 Ab einem Notenunterschied von einer ganzen Note oder mehr wird dies den beiden Personen der Fachvertretungen mitgeteilt. 3 Erhebt eine der beiden Einspruch gegen diese Note, so wird von dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses von einer weiteren Person als Mitglied der Fachvertretung ein Dritt-Gutachten bestellt. 4 Die Hausarbeit ist von dieser innerhalb von drei Wochen zu benoten. 5 Das arithmetische Mittel aller drei Gutachten ergibt sodann die Note.
Spätestens zehn Wochen nach Abgabe der Arbeiten wird die Note dem Kandidaten von der Geschäftsstelle mitgeteilt.
1 Wenn der Kandidat aus Gründen, die er zu vertreten hat, von der Arbeit zurücktritt, die Bearbeitungszeit nicht einhält oder wenn sie endgültig nicht mit mindestens „ausreichend" (4,0) bewertet worden ist, kann der Kandidat einmal eine weitere Arbeit mit einem anderen Thema anfertigen. 2 Wenn die Bewertung zwischen 4,01 und 4,5 liegt, sind Verbesserungen der Hausarbeit erforderlich (§ 8 Absatz 5 S. 1).
Wird auch die Wiederholungsarbeit aus Gründen, welche der Kandidat zu vertreten hat, nicht fristgerecht abgegeben oder nicht mit mindestens „ausreichend" bewertet, ist die Prüfung endgültig nicht bestanden.#§ 11Die mündliche Prüfung
1 Die mündliche Prüfung ist von der Anfertigung der Hausarbeit unabhängig. 2 Gegenstand der Prüfung ist die Hausarbeit oder ein anderes Thema aus der Ausbildung.
1 Die mündliche Prüfung ist in der Regel eine Einzelprüfung. 2 Sie dauert 30 Minuten. 3 Sie findet vor einer Prüfungskommission statt (§ 6).
1 Gruppenprüfungen sind möglich. 2 Es können dazu auf übereinstimmenden Antrag eine gemeinsame Prüfung mit maximal drei Kandidaten zugelassen werden. 3 Sie dauert je Kandidat 20 Minuten. 4 Dies gilt nicht für Wiederholungsprüfungen.
1 Lehrenden sowie Studierenden desselben Ausbildungsganges wird nach Maßgabe der vorhandenen Plätze gestattet, als Zuhörende an der mündlichen Prüfung teilzunehmen, sofern die Kandidaten keine Einwände erheben. 2 Ausgenommen von diesem Recht sind die zu diesem Prüfungsdurchgang zugelassenen Studierenden. 3 Die Teilnahme gilt nicht für die Beratung des Prüfungsergebnisses und seine Bekanntgabe.
1 Der Kandidat meldet sich zu einem bekannt gegebenen Meldetermin zur mündlichen Prüfung. 2 Dabei benennt er sein Fachgebiet und schlägt zwei Lehrende als Prüfer vor. 3 Der Prüfungsausschuss bestimmt die Prüfer. 4 Dabei ist er nicht an den Vorschlag der Kandidaten gebunden. 5 Das Prüfungsthema wird von dem jeweiligen Prüfer nach Rücksprache mit dem Kandidaten bestimmt.
1 Über den Verlauf und das Ergebnis der Prüfung wird ein Protokoll angefertigt. 2 Es muss insbesondere die Namen der Prüfungskommission, des Kandidaten, Angaben über die Prüfungsgebiete und -themen, die Prüfungsdauer und die Bewertung enthalten.#§ 12Ergebnisse der mündlichen Prüfung
Das Ergebnis ist den Kandidaten im Anschluss an die mündliche Prüfung bekannt zu geben.
Die mündliche Prüfung ist bestanden, wenn die Leistung mindestens mit der Note 4,0 („ausreichend") bewertet wurde.
1 Wenn die mündliche Prüfung nicht bestanden wird, kann sie einmal zum nächsten Prüfungstermin wiederholt werden. 2 Wird sie auch dann nicht bestanden, ist die ganze Prüfung endgültig nicht bestanden.#§ 13Versäumnis, Rücktritt, Wiederholung, Täuschung, Ordnungsverstoß
Ein Prüfungsteil gilt als nicht bestanden, wenn der Kandidat zu einem Prüfungstermin ohne wichtige Gründe nicht erscheint oder wenn er nach Beginn der Prüfung ohne wichtige Gründe von der Prüfung zurücktritt.
1 Die für den Rücktritt geltend gemachten Gründe müssen unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. 2 Bei Krankheit ist ein ärztliches Attest vorzulegen. 3 Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bzw. der Prüfungskommission entscheidet, ob die geltend gemachten Gründe anerkannt werden.
1 Die nicht beendete Prüfung muss innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. 2 Anderenfalls gilt sie als nicht bestanden.
Ein Prüfungsteil kann bei Nichtbestehen einmal wiederholt werden.
Versucht der Kandidat, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, wird die Prüfung als nicht bestanden bewertet.#§ 14Zeugnis
Nach bestandener Prüfung wird ein Zeugnis ausgestellt mit Angaben zu den einzelnen Prüfungsleistungen und Prüfungsvorleistungen und der Gesamtnote; dazu gehörenThema und Note der Hausarbeit,Thema oder Bereich und Note der mündlichen Prüfung, 1 die 4 Modulprüfungen als Prüfungsvorleistungen (§ 3 Absatz 4). 2 Aus ihren Einzelnoten wird eine arithmetische Durchschnittsnote gebildet, die mit 50 % in die Gesamtnote eingeht.Die Gesamtnote nach Notenstufe und Dezimalnote wird im Verhältnis 25 (a) : 25 (b) : 50 (c) gebildet.
1 Das Zeugnis wird von dem Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und dem Leiter der Hephata Akademie für soziale Berufe in Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V. unterzeichnet. 2 Als Ausstellungsdatum ist der Tag anzugeben, an dem die Prüfung abgeschlossen bzw. die Note festgesetzt (§ 10 Absatz 3) wurde.
Das Zeugnis vermerkt auch die zur Doppelqualifikation gehörende sozialberufliche bzw. pflegerische Ausbildung mit staatlicher Anerkennung.#§ 15Beschwerde
1 Gegen das Ergebnis der Prüfung oder einzelner Teile desselben kann der Kandidat Beschwerde einlegen. 2 Die Beschwerde kann nur darauf gestützt sein, dass das Prüfungsverfahren nicht ordnungsgemäß durchgeführt worden ist.
1 Die Beschwerde ist innerhalb einer Woche nach Bekanntgabe des Ergebnisses der Prüfung schriftlich vor dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses einzulegen. 2 Dieser holt die Stellungnahme der Prüfungskommission ein.
Der Prüfungsausschuss entscheidet über die Beschwerde.
Gegen die Entscheidung des Prüfungsausschusses kann innerhalb einer Frist von vier Wochen weitere Beschwerde beim Rat der Landeskirche eingelegt werden.
Solange über eine Beschwerde nicht endgültig entschieden ist, gilt die Prüfung als nicht abgeschlossen.
Die Prüfung ist in dem Umfang zu wiederholen, in dem der Beschwerde stattgegeben wurde.#§ 16Inkrafttreten 1 Die Prüfungsordnung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung im Kirchlichen Amtsblatt in Kraft. 2 Mit Inkrafttreten wird die Studien- und Ausbildungsordnung zum Diakon / zur Diakonin in Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V. vom 24. August 2001 und die Prüfungsordnung für die diakonisch-theologische Ausbildung an der Fachschule für Diakonie und Sozialpädagogik am Hessischen Diakoniezentrum Hephata vom 8. Dezember 1993 aufgehoben.