Source: https://www.peterlang.com/view/9783653950533/chapter1.xhtml
Timestamp: 2018-07-20 01:35:27
Document Index: 194021499

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 278', '§ 278', '§ 278', '§ 278', '§ 278', '§ 278']

§ 1 Einleitung : Die mitunternehmerische Besteuerung der Komplementäre der Kommanditgesellschaft auf Aktien
§ 1 Einleitung : Die m...
Nach § 278 Abs. 1 AktG ist die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, bei der mindestens ein Gesellschafter den Gesellschaftsgläubigern unbeschränkt haftet (persönlich haftender Gesellschafter) und die übrigen Gesellschafter an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt sind, ohne persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu haften (Kommanditaktionäre). Das Rechtsverhältnis der persönlich haftenden Gesellschafter untereinander und gegenüber der Gesamtheit der Kommanditaktionäre sowie gegenüber Dritten, namentlich die Befugnis der persönlich haftenden Gesellschafter zur Geschäftsführung und zur Vertretung der Gesellschaft, bestimmt sich nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs über die Kommanditgesellschaft (§ 278 Abs. 2 AktG). Im Übrigen gelten für die Kommanditgesellschaft auf Aktien, soweit sich aus den §§ 278 ff. AktG oder aus dem Fehlen eines Vorstands nichts anderes ergibt, die Vorschriften des Ersten Buchs des Aktiengesetzes über die Aktiengesellschaft sinngemäß (§ 278 Abs. 3 AktG).
Heute, fast 300 Jahre1 nach der Gründung der ersten Gesellschaft, deren Struktur im Wesentlichen der einer heutigen KGaA entsprach, ist die gesetzliche Formulierung des § 278 AktG Ausgangspunkt einer unermüdlich geführten Diskussion um die „richtige“ rechtliche Einordnung der KGaA. Denn obwohl § 278 Abs. 1 AktG klarstellt, dass die KGaA eine juristische Person ist2, bringt der partielle Verweis auf die Regelungen des HGB über die KG das Zwei-Welten-Gefüge des Unternehmensrechtlers ein Stück weit aus dem Lot. Die KGaA vereint innerhalb...