Source: http://www.biologie.uni-ulm.de/sk/dpo.html
Timestamp: 2017-09-21 16:04:33
Document Index: 230165055

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 51', '§ 51', '§ 3', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 20', '§ 21', '§ 24', '§ 13', '§ 50', '§ 50', '§ 4', '§ 7', '§ 8', '§ 22', '§ 11', '§ 3', '§ 3', '§ 6', '§ 13', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 15', '§ 17', '§ 9', '§ 12', '§ 14', '§ 15', '§ 24', '§ 17', '§ 21', '§ 19', '§ 19', '§ 1']

Studien- und Prüfungsordnung der Universität Ulm für den
Aufgrund von § 19 Absatz 1 Satz 2 Nr. 10 in Verbindung mit § 51 Absatz 1 des Uni­versitätsgesetzes (UG) hat der Senat der Universität Ulm auf Vorschlag der Fakultät für Naturwissenschaften in seiner Sitzung am 22. November 2001 die nachstehende Studien- und Prüfungsordnung beschlossen. Der Rektor der Universität Ulm hat am 12. Dezember 2001 gemäß § 51 Absatz 1 Satz 2 UG seine Zustimmung erteilt.
§ 3 Regelstudienzeit, Umfang des erforderlichen Lehrangebots, Gliederung des Studiums, Prüfungsaufbau, Prüfungsfristen, Leistungspunkte (Credits)
§ 9 Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen
§ 10 Versäumnisse, Rücktritt, Täuschung, Ordnungsverstoß
§ 11 Prüfungsfristüberschreitungen bei Krankheit, Behinderung und bei Studieren­den mit Kind
§ 12 Berufsbezogene Tätigkeit
II. Orientierungsprüfung
§ 13 Zweck, Prüfungstermine, Wiederholung
§ 16 Ziel, Umfang und Art der Diplomvorprüfung
§ 17 Bewertung der Prüfungsleistungen, Bildung der Noten und Bestehen der Dip­lomvorprüfung
§ 18 Wiederholung der Diplomvorprüfung
§ 20 Zulassungsvoraussetzungen und Zulassungsverfahren
§ 21 Art und Umfang der Diplomprüfung
§ 24 Bewertung der Prüfungsleistungen, Bildung der Noten und Bestehen der Dip­lomprüfung
Alle Amts-, Status-, Funktions- und Berufsbezeichnungen, die in dieser Ordnung in männlicher Form erscheinen, betreffen gleichermaßen Frauen und Männer und kön­nen auch in der entsprechenden weiblichen Sprachform geführt werden. Dies gilt auch für die Führung von Hochschulgraden, akademischen Bezeichnungen und Ti­teln.
Die Diplomprüfung bildet den ersten berufsqualifizierenden Abschluss des Studiums der Biologie. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob der Kandidat die Zusammenhänge seines Faches überblickt, die Fähigkeit besitzt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden und die für den Übergang in die Berufspra­xis notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben hat.
Ist die Diplomprüfung bestanden, verleiht die Universität Ulm den akademischen Grad "Diplom-Biologe" bzw. "Diplom-Biologin" (abgekürzt "Dipl.-Biol.").
(1) Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der Diplomprüfung neun Semester. Das Lehrangebot erstreckt sich über acht Semester. Der zeitliche Gesamtumfang der für den erfolgreichen Abschluss notwendigen Lehrveranstaltungen beträgt im Pflicht- und Wahlpflichtbereich 186 Semesterwochenstunden bzw. 240 Leistungspunkte. Für die Diplomarbeit werden weitere 30 Leistungspunkte vergeben.
(2) Der Studiengang orientiert sich an einem Studienplan (Anlage zu der Studien- und Prüfungsordnung) und umfasst die in der Anlage aufgeführten Lehrveranstaltun­gen des Pflichtbereichs (Vordiplom) und des Wahlpflichtbereichs (Diplom). Der Pflichtbereich (Vordiplom) setzt sich aus 9 Pflichtmodulen zusammen. Jedes Modul besteht aus Lehrveranstaltungen und abhängig vom Modul aus Übungen, Praktika und Seminaren. Der Wahlpflichtbereich umfasst Hauptfächer, die aus Modulen bzw. Wahllehrveranstaltungen bestehen, sowie aus Nebenfächern.
(3) Die Diplomvorprüfung besteht aus Fachprüfungen und die Diplomprüfung aus Fachprüfungen und der Diplomarbeit. Eine Fachprüfung kann aus mehreren Prü­fungsleistungen (Teilfachprüfungen) in einem Prüfungsfach bestehen.
(4) In jedem Modul ist eine Prüfung abzulegen, die studienbegleitend, in der Regel im Anschluss an die Lehrveranstaltungen eines jeden Moduls, abgenommen wird. Die Termine für die Prüfungen und die Wiederholungsprüfungen bestimmt der Prüfungs­ausschuss im Benehmen mit dem für die Lehrveranstaltung des Moduls verantwortli­chen Prüfers zu Beginn eines jeden Semesters. Setzt sich ein Modul aus mehreren Lehrveranstaltungen zusammen, für die mehrere Prüfer verantwortlich sind, be­stimmt der Prüfungsausschuss die verantwortliche Person. Zu den Fachprüfungen hat sich der Kandidat schriftlich beim Studiensekretariat anzumelden; das gleiche gilt für Wiederholungsprüfungen.
(5) Abhängig vom Modul sind vor dem Abschluss der in Absatz 4 genannten Fach­prüfungen bestimmte fachspezifische Leistungsnachweise zu erbringen.
(6) Der Diplomprüfung geht die Diplomvorprüfung voraus. Der Diplomvorprüfung geht die Orientierungsprüfung (§ 13) voraus.
(7) Die Orientierungsprüfung ist einschließlich einer etwaigen Wiederholungsprüfung spätestens bis zum Ende des dritten Semesters zu erbringen. Wer diese Prüfungs­leistung bis dahin nicht erbracht hat, verliert den Prüfungsanspruch, es sei denn die Fristüberschreitung ist vom Studierenden nicht zu vertreten. Hierüber entscheidet der Prüfungsausschuss auf Antrag des Studierenden.
(8) Die Fachprüfungen der Diplomvorprüfung sollen spätestens innerhalb der ersten drei Wochen der Vorlesungszeit des fünften Semesters abgeschlossen sein. Werden die Fachprüfungen der Diplomvorprüfung einschließlich etwaiger Wiederholungsprü­fungen nicht spätestens innerhalb der ersten Woche der Vorlesungszeit des siebten Semesters abgelegt, geht der Prüfungsanspruch verloren, es sei denn, der Kandidat hat das Versäumnis nicht zu vertreten. Die Entscheidung darüber, ob der Kandidat die Fristüberschreitung zu vertreten hat, trifft der Prüfungsausschuss auf Antrag des Kandidaten.
(9) Die Fachprüfungen der Diplomprüfung sind so zu terminieren, dass sie innerhalb der in Absatz 1 festgesetzten Regelstudienzeit vollständig abgelegt werden können.
(10) Die Zuordnung der Leistungspunkte (Credits) zu den Lehrveranstaltungen, Fachprüfungen, Leistungsnachweisen und der Diplomarbeit sind im Studienplan an­gegeben. Die Ergebnisse der Fachprüfungen und die erworbenen Leistungspunkte (Credits) des Moduls werden beim Studiensekretariat erfasst.
(1) Für die Organisation der Prüfungen und die durch die Studien- und Prüfungsord­nung zugewiesenen Aufgaben wird ein Prüfungsausschuss gebildet.
(2) Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Professoren und einem Mitarbeiter des wissenschaftlichen Dienstes als stimmberechtigte Mitglieder, sowie aus zwei Stu­dierenden mit beratender Stimme. Der Vorsitzende, sein Stellvertreter, die weiteren Mitglieder des Prüfungsausschusses sowie deren Stellvertreter werden von der Fa­kultät für Naturwissenschaften bestellt.
(3) Der Vorsitzende und sein Stellvertreter müssen Professoren sein.
(4) Die Amtszeit der stimmberechtigten Mitglieder beträgt zwei Jahre, die der stu­dentischen Mitglieder ein Jahr. Wiederwahl ist zulässig.
(5) Der Prüfungsausschuss
1. achtet darauf, dass die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnungen eingehalten werden,
2. sorgt im Benehmen mit dem Studiensekretariat für die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen,
3. berichtet regelmäßig der zuständigen Studienkommission bzw. der Fakultät über die Entwicklung der Prüfungs- und Studienzeiten einschließlich der tat­sächlichen Bearbeitungszeiten für die Diplomarbeit sowie über die Verteilung der Fach- und Gesamtnoten, wobei der Bericht in geeigneter Weise durch die Hochschule offen zulegen ist,
4. gibt Anregungen zur Reform der Studien- und Prüfungsordnung und der Stu­dienpläne,
5. entscheidet auf Vorschlag der Studienkommission Biologie über die Zuordnung von Leistungspunkten zu Lehrveranstaltungen
6. entscheidet über die Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen, und Prüfungsleistungen,
7. entscheidet über die Zulassung von Prüfungen,
8. entscheidet in Streitfragen über die Auslegung dieser Studien- und Prüfungs­ordnung,
9. entscheidet in allen weiteren, ihm durch die Studien- und Prüfungsordnung zugewiesenen Aufgaben.
Der Prüfungsausschuss kann bestimmte Aufgaben an den Vorsitzenden oder seinen Stellvertreter widerruflich delegieren. Er kann die Erledigung einzelner Aufgaben an das Studiensekretariat übertragen.
(6) Die stimmberechtigten Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, der Abnahme der Prüfungen beizuwohnen.
(7) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses unterliegen der Amtverschwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch den Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten.
(8) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder mit ange­messener Frist vorher geladen sind und die Mehrheit der Mitglieder anwesend und stimmberechtigt ist. Der Prüfungsausschuss beschließt mit der Mehrheit der abgege­benen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Aus­schlag.
(9) Der Vorsitzende beruft die Sitzungen des Prüfungsausschusses ein. Bei Eilbe­dürftigkeit kann er eine Abstimmung im Umlaufverfahren durchführen. Unaufschieb­bare Entscheidungen kann er anstelle des Prüfungsausschusses treffen; hiervon hat er dem Prüfungsausschuss unverzüglich Kenntnis zu geben; dieser kann die Ent­scheidung aufheben; bereits entstandene Rechte Dritter bleiben unberührt.
(10) Über jede Sitzung des Prüfungsausschusses ist eine Niederschrift anzufertigen und dem Studiensekretariat bekannt zu geben. Diese muss Tag und Ort der Sitzung, die Namen der anwesenden Personen, die behandelten Gegenstände sowie An­träge, Beschlüsse und Abstimmungsergebnisse enthalten.
(11) Entscheidungen in Prüfungsangelegenheiten, durch die jemand in seinen Rechten beeinträchtigt werden kann, sind dem Betroffenen durch das Studiensekre­tariat schriftlich mitzuteilen; sie sind zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbeleh­rung zu versehen. Widerspruchsentscheidungen werden vom Rektor im Benehmen mit dem Prüfungsausschuss erlassen; in Fragen fachlich-prüfungsrechtlicher Beur­teilung ist die einvernehmliche Beteiligung des Prüfungsausschusses notwendig.
(1) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestellt die Prüfer. Zu Prüfern dürfen gemäß § 50 Absatz 4 Satz 1 UG in der Regel nur Professoren, Hochschul- und Pri­vatdozenten bestellt werden. Oberassistenten, wissenschaftliche Assistenten, wis­senschaftliche Mitarbeiter, Lehrbeauftragte und Lehrkräfte für besondere Aufgaben können nur dann ausnahmsweise zu Prüfern bestellt werden, wenn Professoren, Privat- und Hochschuldozenten nicht in genügendem Ausmaß zur Verfügung stehen. Darüber hinaus können wissenschaftliche Mitarbeiter mit langjähriger erfolgreicher Lehrtätigkeit als Prüfer bestellt werden, wenn ihnen die Fakultät nach § 50 Absatz 4 Satz 3 UG die Prüfungsbefugnis übertragen hat. Zum Beisitzer darf nur bestellt wer­den, wer die Diplomprüfung im Diplomstudiengang Biologie oder eine vergleichbare Prüfung abgelegt hat.
(2) Der Kandidat kann für die mündlichen Prüfungen und für die Diplomarbeit den Prüfer vorschlagen. Der Vorschlag begründet keinen Anspruch.
(3) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sorgt dafür, dass dem Kandidaten die Namen der Prüfer rechtzeitig bekannt gegeben werden.
(4) Für die Prüfer und Beisitzer gilt § 4 Absatz 7 entsprechend.
1. die mündlichen Prüfungen (§ 7)
2. schriftliche Klausuren (§ 8)
3. Diplomarbeit (§ 22).
(2) Macht ein Prüfungskandidat durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, dass er we­gen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage ist, die Prüfung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, hat der Prüfungsausschuss zu gestatten, gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form zu erbringen. Entsprechendes gilt für Studienleistungen.
(1) In den mündlichen Prüfungen soll der Kandidat nachweisen, dass er die Zusam­menhänge des Prüfungsgebietes erkennt und spezielle Fragestellungen in diese Zu­sammenhänge einzuordnen vermag. Durch die mündlichen Prüfungen soll ferner festgestellt werden, ob der Kandidat über breites Grundlagenwissen im Prüfungsge­biet sowie über Vertiefungswissen in Themen des Prüfungsgebiets verfügt.
(2) Mündliche Prüfungen werden vor mehreren (Kollegialprüfung) oder vor einem Prüfer in Gegenwart eines sachkundigen Beisitzers als Gruppenprüfungen oder Ein­zelprüfungen abgelegt. Umfasst ein Modul Gebiete, die von mehreren Prüfenden vertreten werden, so soll bei mündlichen Prüfungen eine Kollegialprüfung durchge­führt werden. In diesem Fall wird die Note in einer gemeinsamen Abschlussbespre­chung festgelegt.
(3) Die wesentlichen Gegenstände und die Ergebnisse der mündlichen Prüfungen sind in einem Protokoll festzuhalten und vom Prüfer und Beisitzer zu unterzeichnen. Das Ergebnis ist dem Kandidaten jeweils im Anschluss an die mündlichen Prüfungen bekannt zugeben.
(4) Studierende, die sich in einem späteren Prüfungstermin der gleichen Prüfung unterziehen wollen, sollen nach Maßgabe der räumlichen Verhältnisse als Zuhörer zugelassen werden, es sei denn, der Kandidat widerspricht. Die Zulassung erstreckt sich jedoch nicht auf die Beratung und Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses an den Kandidaten.
(1) Schriftliche Prüfungen sind Klausurarbeiten. Sie sind von mindestens einem Prü­fer zu bewerten, der Professor sein muss.
(2) In den schriftlichen Prüfungen soll der Kandidat nachweisen, dass er die Zusam­menhänge des Prüfungsgebietes erkennt und spezielle Fragestellungen in diese Zu­sammenhänge einzuordnen vermag. Dabei soll der Kandidat in den Klausurarbeiten nachweisen, dass er über Grundlagenwissen im Prüfungsgebiet verfügt und in be­grenzter Zeit und mit begrenzten Hilfsmitteln mit den gängigen Methoden seines Fa­ches Aufgaben lösen oder Themen bearbeiten kann.
(3) Die Dauer einer Klausurarbeit beträgt in der Regel 120 Minuten. Die zulässigen Hilfsmittel und die Namen der Prüfer werden durch Aushang bekannt gegeben. Über den Verlauf der Klausurarbeit ist ein Protokoll anzufertigen, in dem besondere Vor­kommnisse, insbesondere Versuche eines Kandidaten, das Ergebnis durch Täu­schung oder Benutzung nicht zulässiger Hilfsmittel zu beeinflussen, einzutragen sind. Das Protokoll ist von den Aufsichtspersonen zu unterschreiben und mit den benote­ten Klausurarbeiten an das Studiensekretariat weiterzugeben.
(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen im Studiengang Biolo­gie an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt. Dasselbe gilt für Diplomvorprüfungen. Soweit eine auswärts abgelegte Diplomvor­prüfung Fächer nicht enthält, die an der Universität Ulm Gegenstand der Diplomvor­prüfung, nicht aber der Diplomprüfung sind, ist eine Anerkennung mit Auflagen mög­lich. Die Anerkennung von Teilen der Diplomprüfung kann versagt werden, wenn mehr als die Hälfte der Fachprüfungen oder die Diplomarbeit anerkannt werden soll.
(2) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in anderen Studiengän­gen werden anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt ist. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in In­halt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen des entsprechenden Studiums an der Universität Ulm im wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung vorzunehmen. Bei der Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die außerhalb des Geltungsbereiches des Hochschulrahmengesetzes erbracht wur­den, sind die von Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz gebillig­ten Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulpartner­schaften zu beachten.
(3) Für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in staatlich aner­kannten Fernstudien gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend.
(4) Werden Studien- und Prüfungsleistungen anerkannt, sind die Noten - soweit die Notensysteme vergleichbar sind - zu übernehmen und nach Maßgabe der Prüfungsordnung in die Berechnung der Gesamtnote einzubeziehen. Bei nicht vergleichbaren Notensystemen wird der Vermerk "bestanden" aufgenommen. Eine Kennzeichnung der Anerkennung im Zeugnis ist zulässig.
(5) Bei Vorliegen der Voraussetzungen der Absätze 1 bis 3 besteht Rechtsanspruch auf Anerkennung. Die Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prü­fungsleistungen, die im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, erfolgt von Amts wegen. Der Studierende hat die für die Anerkennung er­forderlichen Unterlagen vorzulegen.
(1) Eine Prüfungsleistung gilt als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, wenn der Kandidat zu einem Prüfungstermin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn er nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe von der Prüfung zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bear­beitungszeit erbracht wird.
(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit des Kandidaten kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes und in Zweifelsfällen ein Attest eines von der Hochschule be­nannten Arztes verlangt werden. Die für einen Rücktritt während eines Prüfungster­mins geltend gemachten Gründe sind darüber hinaus unverzüglich gegenüber dem jeweiligen Prüfer oder Aufsichtführenden zu erklären und glaubhaft zu machen. So­weit die Einhaltung von Fristen für die erstmalige Meldung zur Prüfung, die Wieder­holung von Prüfungen, die Gründe für das Versäumnis von Prüfungen und die Ein­haltung von Bearbeitungszeiten für Prüfungsarbeiten betroffen sind, steht der Krank­heit des Prüfungskandidaten die Krankheit eines von ihm überwiegend allein zu ver­sorgenden Kindes gleich. Werden die Gründe anerkannt, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzu­rechnen.
(3) Versucht der Kandidat das Ergebnis seiner Prüfungsleistungen durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. Der Prüfungsverstoß wird vom jeweiligen Prüfer oder vom Aufsichtführenden festgestellt und im Prüfungspro­tokoll vermerkt.
(4) Ein Kandidat, der den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer von der Fortsetzung der Prüfungsleistungen ausgeschlossen wer­den; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss den Kandi­daten von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausschließen.
(5) Über die Anerkennung der Gründe für das Versäumnis oder Rücktritt entscheidet der Prüfungsausschuss. Der Kandidat kann innerhalb von zwei Wochen verlangen, dass die Entscheidungen nach Absatz 3 und 4 vom Prüfungsausschuss überprüft werden. Die Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind dem Prüfungskandida­ten vom Studiensekretariat unverzüglich mitzuteilen. Ablehnende Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind vom Studiensekretariat zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
§ 11 Prüfungsfristüberschreitungen bei Studierenden mit Kind bzw. Krankheit bzw. Behinderung
(1) Kandidaten, die mit einem Kind unter drei Jahren, für das ihnen die Personen­sorge zusteht, im selben Haushalt leben und es überwiegend allein versorgen, sind berechtigt, einzelne Prüfungsleistungen nach Ablauf der in den Prüfungsordnungen hierfür vorgesehenen Fristen abzulegen; entsprechendes gilt für die Fristen zur Erbringung von Studienleistungen. Fristen für Wiederholungs- und Orientierungs­prüfungen können nur um bis zu zwei Semester verlängert werden. Die Berechtigung erlischt mit dem Ablauf des Semesters, in dem die in Satz 1 genannten Vorausset­zungen entfallen; die Frist für das Erlöschen des Prüfungsanspruchs gemäß § 3 Ab­satz 7 und 8 beginnt mit dem Erlöschen der Berechtigung. Im übrigen erlischt die Berechtigung spätestens mit Ablauf des Semesters, in dem das Kind sein drittes Le­bensjahr vollendet hat. Der Kandidat hat die entsprechenden Nachweise zu führen; er ist verpflichtet, Änderungen in den Voraussetzungen unverzüglich mitzuteilen.
(2) Wer, ohne studierunfähig zu sein, wegen länger andauernder Krankheit oder we­gen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage ist, die Lehrveranstaltungen regelmäßig zu besuchen oder die erwarteten Studien­leistungen zu erbringen, ist berechtigt, einzelne Prüfungsleistungen nach Ablauf der in den Prüfungsordnungen hierfür vorgesehenen Fristen abzulegen; Entsprechendes gilt für die Fristen zur Erbringung von Studienleistungen. Fristen für Wiederholungs- und Orientierungsprüfungen können nur um bis zu zwei Semester verlängert wer­den; im übrigen beträgt die Verlängerungsfrist höchstens drei Jahre. Der Kandidat hat die entsprechenden Nachweise zu führen, insbesondere ärztliche Atteste vorzu­legen; der Prüfungsausschuss kann in Zweifelsfällen die Vorlage eines Attestes eines von ihm benannten Arztes oder eines Amtsarztes verlangen. Der Kandidat ist verpflichtet, Änderungen in den Voraussetzungen unverzüglich mitzuteilen.
(3) Absatz 1 gilt entsprechend für Prüfungskandidatinnen, die die Schutzfristen des
§ 3 Absatz 2 und § 6 Absatz 1 Mutterschutzgesetz in Anspruch nehmen.
Die berufsbezogene Tätigkeit hat einen Umfang von mindestens zwei Monaten und muss während der vorlesungsfreien Zeit des Grund- bzw. Hauptstudiums abgeleistet werden. Diese Tätigkeit kann bei allen privaten und öffentlichen Einrichtungen im In- und Ausland absolviert werden, die geeignet sind, den Studierenden eine Anschau­ung von berufspraktischer Tätigkeit im Studiengang Biologie zu vermitteln. Der Prüfungsausschuss stellt die ordnungsgemäß absolvierte berufsbezogene Tätigkeit fest. Auf Antrag wird die Anrechenbarkeit der berufsbezogenen Tätigkeit vor ihrer Auf­nahme vom Prüfungsausschussvorsitzenden festgestellt. Entsprechende Berufsaus­bildungen und Tätigkeiten, die vor dem Studienbeginn erbracht wurden, können auf Antrag des Studierenden durch den Prüfungsausschuss anerkannt werden.
§ 13 Zweck, Prüfungstermine und Wiederholung
(1) Mit der Orientierungsprüfung soll die Studienwahlentscheidung überprüft werden, um eventuelle Fehlentscheidungen ohne großen Zeitverlust korrigieren zu können.
(2) Bis zum Ende des zweiten Semesters ist im Modul "Grundlagen der Biologie" eine schriftliche Fachprüfung zu erbringen (Orientierungsprüfung).
(3) Die Orientierungsprüfung ist bestanden, wenn die Fachprüfung mindestens mit der Note "ausreichend" (4,0) bewertet wurden.Die nicht mindestens mit der Fachnote "ausreichend" (4,0) bewertete Prüfung kann einmal wiederholt werden.
Zu den Fachprüfungen der Diplomvorprüfung kann nur zugelassen werden, wer
1. das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife, einer einschlägigen fachgebunde­nen Hochschulreife oder eine durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkannte Zugangsberechtigung besitzt;
2. je nach Modul Leistungsnachweise als Voraussetzung für die Zulassung zu den Fachprüfungen der Diplomvorprüfung:
a) im Modul Systematik und Evolution (1 Leistungsnachweis)
b) im Modul Chemie: chemisches Praktikum für Biologen (2 Leistungsnach­weise),
c) im Modul Physik und Mathematik: Ein physikalisches Praktikum für Biologen und zwei Übungen in Mathematik für Biologen (drei Leistungsnachweise)
3. seinen Prüfungsanspruch nach Maßgabe des jeweiligen Landesrechts mit dem Überschreiten der Fristen für die Meldung zur Orientierungsprüfung oder Diplom-Vorprüfung oder deren Ablegung nicht verloren hat.
(1) Der Antrag auf Zulassung zu den Fach- bzw. Teilfachprüfungen der Diplomvor­prüfung ist beim Studiensekretariat zu stellen. Dem Antrag sind beizufügen:
1. Die Nachweise über das Vorliegen der in § 14 genannten Zulassungsvoraus­set­zungen,
2. das Studienbuch oder die an der jeweiligen Hochschule an seine Stelle treten­den Unterlagen,
3. eine Immatrikulationsbescheinigung,
4. eine Erklärung darüber, ob der Kandidat bereits eine Orientierungsprüfung oder Diplomvorprüfung oder eine Diplomprüfung im Studiengang Biologie oder in einem verwandten Studiengang nicht bestanden hat oder ob er sich in einem Prüfungsverfahren befindet,
(2) Ist es dem Kandidaten nicht möglich, eine der nach § 14 erforderlichen Unterla­gen in der vorgeschriebenen Weise beizufügen, kann der Prüfungsausschuss gestat­ten, den Nachweis auf andere Art zu führen.
(3) Über die Zulassung entscheidet das Studiensekretariat.
1. die in § 14 genannten Voraussetzungen nicht erfüllt sind oder
2. die Unterlagen gemäß § 15 Absatz 1 unvollständig sind oder
3. der Kandidat die Orientierungsprüfung oder die Diplomvorprüfung oder Dip­lomprüfung im Studiengang Biologie oder in einem verwandten Studiengang endgültig nicht bestanden hat oder
4. der Kandidat sich im Studiengang Biologie oder in einem verwandten Studiengang in einem Prüfungsverfahren befindet.
(1) Durch die Diplomvorprüfung soll der Kandidat nachweisen, dass er das Ziel des Grundstudiums erreicht hat und dass er insbesondere die inhaltlichen Grundlagen seines Faches, ein methodisches Instrumentarium und eine systematische Orientie­rung erworben hat, die erforderlich sind, um das weitere Studium mit Erfolg fortzu­setzen.
(2) Die Diplomvorprüfung besteht aus jeweils einer Fachprüfung in den im Studien­plan vorgegebenen Modulen:
1. Grundlagen der Biologie (Orientierungsprüfung)
2. Systematik und Evolution
3. Tierphysiologie
4. Genetik und Mol. Biologie
6. Pflanzenphysiologie und Mol. Botanik
9. Physik und Mathematik
(3) Die Fachprüfungen können sowohl mündlich als auch schriftlich durchgeführt werden. Die Dauer der mündlichen Prüfungen beträgt mindestens dreißig Minuten, höchstens vierzig Minuten je zu prüfender Person und Modul.
§ 17 Bewertung der Prüfungsleistungen, Bildung der Noten und Bestehen der Diplomvorprüfung
(1) Die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen werden von dem jeweiligen Prü­fer festgesetzt. Für die Bewertung der Leistungen sind folgende Noten zu verwen­den:
2 = gut eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderun­gen liegt
3 = befriedigend eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen ent­spricht
5 = nicht ausreichend eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anfor­derungen nicht mehr genügt
Zur differenzierten Bewertung der Prüfungsleistungen können Zwischenwerte durch Erniedrigen oder Erhöhen der einzelnen Noten um 0,3 gebildet werden; die Noten 0,7; 4,3; 4,7 und 5,3 sind dabei ausgeschlossen.
(2) Die Diplomvorprüfung ist bestanden, wenn in allen Fachprüfungen mindestens die Note "ausreichend" (4,0) erreicht wurde.
Die Fachnote ist identisch mit der Note der Prüfungsleistung. Besteht eine Fachprü­fung aus mehreren Teilfachprüfungen, so ist die Fachprüfung bestanden, wenn in allen erforderlichen Teilfachprüfungen der Fachprüfung mindestens die Note "ausrei­chend" (4,0) erzielt wurde. In diesen Fällen ist die Fachnote das auf eine Dezimal­stelle abgeschnittene arithmetische Mittel der mit Leistungspunkten (Credits) ge­wichteten Noten der einzelnen schriftlichen und/oder mündlichen Teilfachprüfungen. Die Gesamtnote errechnet sich aus dem Durchschnitt der Fachnoten in den einzelnen Prüfungsfächern. Die Gesamtnote einer bestandenen Prüfung lautet:
(3) Die Gesamtnote der Diplomvorprüfung ist das auf eine Dezimalstelle abge­schnittene arithmetische Mittel aus den mit Leistungspunkten (Credits) gewichteten Fach- bzw. Teilfachnoten.
(1) Die Fach- bzw. Teilfachprüfungen der Diplomvorprüfung können jeweils in den Fächern, in denen sie nicht bestanden sind oder als nicht bestanden gelten, zweimal wiederholt werden. Gleiches gilt für alle Leistungsnachweise.
(2) Die Wiederholungsprüfung ist innerhalb von vier Monaten nach Bekanntgabe des Nichtbestehens abzulegen. Wird diese Frist versäumt, gilt die Prüfung als endgültig nicht bestanden, es sei denn, der Kandidat hat das Versäumnis nicht zu vertreten.
(3) Fehlversuche im Biologiestudiengang oder in dazu verwandten Studiengängenan anderen deutschen Universitäten und ihnen gleichgestellten wissenschaftlichen Hochschulen im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes sind bei Prüfungen anzurechnen. Gleiches gilt auch für Fehlversuche bei einem Wechsel zwischen den Studiengängen Diplom/Lehramt bzw. Lehramt/Diplom der Universität Ulm.
(1) Über die bestandene Diplomvorprüfung ist innerhalb von vier Wochen ein Zeugnis auszustellen, das die Fachnoten und die Gesamtnote enthält. Das Zeugnis ist vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.
(2) Der Bescheid über die nicht bestandene Diplomvorprüfung ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(3) Hat der Kandidat die Diplomvorprüfung nicht bestanden, wird ihm auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise sowie der Exmatrikulationsbescheinigung vom Studiensekretariat eine schriftliche Bescheinigung ausgestellt. Diese enthält die erbrachten Prüfungsleistungen und deren Noten sowie die zur Diplomvorprüfung noch fehlenden Prüfungsleistungen und lässt erkennen, dass die Diplomvorprüfung nicht bestanden ist. Dasselbe gilt, wenn der Prüfungsanspruch erloschen ist.
(1) Der Zulassungsantrag ist schriftlich an das Studiensekretariat zu richten.
(2) Zu den Fach- bzw. Teilfachprüfungen der Diplomprüfung kann nur zugelassen werden, wer
1. das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife, einer einschlägigen fachgebun­denen Hochschulreife oder ein durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkannte Zugangsberechtigung besitzt,
2. die Diplomvorprüfung im Studiengang Biologie oder in einem verwandten Studiengang bestanden oder eine gemäß § 9 Absatz 2 als gleichwertig anerkannte Prüfungsleistung erbracht hat,
3. das Studienbuch oder die an seine Stelle tretenden Unterlagen vorlegt,
4. eine Immatrikulationsbescheinigung im Studiengang Biologie Diplom vorlegt,
5. je nach Modul/Wahllehrveranstaltungen Leistungsnachweise als Voraussetzung für die Zulassung zu den Fachprüfungen der Diplomprüfung gemäß Studienplan vorlegt,
Bei der Anmeldung zur letzten Fach- bzw. Teilfachprüfung sind weitere Nachweise der erfolgreichen Teilnahme an folgenden Lehrveranstaltungen bzw. Praktika vorzuweisen:
7. den Nachweis von sprach- oder geisteswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen im Umfang von mindestens 2 Semesterwochenstunden,
8. den Nachweis über eine mindestens dreitägige biologische Exkursion für Fortge­schrittene
9. berufsbezogene Tätigkeit gemäß § 12.
(3) Im übrigen gelten für die Zulassung zur Diplomprüfung § 14 sowie § 15 Absatz 2 bis 4 entsprechend.
(1) Die Diplomprüfung besteht aus einem zu wählenden Hauptfach, unterteilt in Pflichtmodule bzw. Wahllehrveranstaltungen, aus denen pro Pflichtmodul bzw. Wahllehrveranstaltung jeweils eine Fachprüfung zu absolvieren ist und drei Nebenfächern, aus den jeweils eine Fach- bzw. Teilfachprüfung zu absolvieren ist, wie der im Anschluss daran anzufertigenden Diplomarbeit. Jedes Modul/Wahllehrveranstaltung bzw. Nebenfach bestimmt die Art und Zahl der Prüfungsvorleistungen für die Zulassung zu den Fachprüfungen anhand des Studienplan.
(2) Als Hauptfächer sind zugelassen:
· Molekulare Botanik
· Systematische Botanik und Ökologie
· Tierphysiologie
(3) Als Nebenfächer sind zugelassen:
· Entwicklungsbiologie der Tiere
· Molekulare Pflanzenphysiologie
· Phytochemie
· Systematische Botanik
· Systematische Zoologie
· Tropenökologie
Medizinische Mikrobiologie (Virologie, Immunologie, Bakteriologie)
Bioinformatik (nur in Verbindung mit Nebenfach Informatik aus dem Block C)
(4) Es ist aus jedem Block ein mit dem Hauptfach nicht gleichlautendes Nebenfach zu wählen. Das zweite Nebenfach kann statt aus Block B auch aus Block A gewählt werden. In diesem Fall dürfen die beiden Nebenfächer aus Block A nicht ausschließ­lich dem Bereich Zoologie (Systematische Zoologie, Stoffwechselphysiologie der Tiere, Neurobiologie, Entwicklungsbiologie) oder Botanik (Systematische Botanik, Pflanzenphysiologie, Phytochemie) zugehören. Im übrigen müssen die Haupt- und Nebenfach-Kombinationen Genetik mit Humangenetik und Mikrobiologie mit Medizi­nischer Mikrobiologie beim Prüfungsausschuss beantragt und von ihm genehmigt werden.
(5) Bei der Hauptfachprüfung sind die Inhalte der gewählten Nebenfächer weitge­hend auszuklammern.
(6) Die Dauer von mündlichen Modulprüfung (Hauptleistungsprüfungen) im Haupt­studium beträgt je dreißig Minuten und höchstens je fünfundvierzig Minuten.
(7) Ein Prüfer darf einen Kandidaten nur in einem Fach prüfen.
(1) Die Diplomarbeit ist eine Prüfungsarbeit, die die wissenschaftliche Ausbildung abschließt. Sie soll zeigen, dass der Kandidat in der Lage ist, ein biologisches Prob­lem innerhalb einer vorgegebenen Frist selbständig nach wissenschaftlichen Metho­den zu bearbeiten. Reine Literaturarbeiten sind nicht zulässig.
(2) Das Thema für die Diplomarbeit wird nach Bestehen der mündlichen Prüfung ausgegeben. Dem Kandidaten ist Gelegenheit zu geben, für das Thema der Diplom­arbeit Vorschläge zu unterbreiten. Die Ausgabe erfolgt über den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Auf Antrag sorgt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dafür, dass ein Kandidat das Thema einer Diplomarbeit erhält.
(3) Der Kandidat hat die Ausgabe eines Themas für die Diplomarbeit spätestens drei Monate nach Bestehen der letzten Fachprüfung unter Vorschlag der beiden Prüfer (Gutachter) beim Prüfungsausschuss zu beantragen. Wird diese Frist versäumt, so gilt die Diplomarbeit als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, es sei denn, der Kan­didat hat das Versäumnis nicht zu vertreten. Das Thema der Diplomarbeit soll spä­testens zwei Wochen nach Stellung des Antrags ausgegeben werden.
(4) Die Diplomarbeit kann von jedem Professor, Hochschul- oder Privatdozenten der Abteilungen/Sektion des Faches Biologie an der Universität Ulm ausgegeben, be­treut und bewertet werden. Die Anfertigung der Diplomarbeit in einer anderen Fakul­tät der Universität Ulm oder einer wissenschaftlichen Einrichtung außerhalb der Uni­versität Ulm (z.B. andere Universitäten oder staatliche Forschungsinstitute) ist nur in begründeten Ausnahmefällen möglich und bedarf der vorherigen Genehmigung des Prüfungsausschusses. Vom Studierenden ist in diesem Fall mindestens 4 Monate vor Beginn der geplanten Diplomarbeit dem Prüfungsausschuss ein schriftlicher An­trag auf Zulassung zu einer externen Diplomarbeit vorzulegen. Die Entscheidung des Prüfungsausschusses wird dem Antragsteller schriftlich mitgeteilt wird die Diplomar­beit außerhalb der Abteilungen/Sektion Biologie der Universität Ulm angefertigt, muss ihre Betreuung zusätzlich durch einen Professor, Hochschul- oder Privatdo­zenten einer Abteilung/Sektion Biologie der Universität Ulm sichergestellt sein.
(5) Die Zeit von der Themenstellung bis zur Abgabe der Diplomarbeit beträgt sechs Monate. Thema, Aufgabenstellung und Umfang der Diplomarbeit sind vom Betreuer so zu begrenzen, dass die Frist zur Bearbeitung der Diplomarbeit eingehalten wer­den kann. Für experimentelle Arbeiten kann der Prüfungsausschuss eine Bearbei­tungszeit von höchstens acht Monaten festsetzen. In Ausnahmefällen kann auf be­gründeten Antrag die Bearbeitungszeit um einen Monat verlängert werden. Das Thema kann nur einmal und nur innerhalb der ersten zwei Monate der Bearbeitungs­zeit zurückgegeben werden.
(6) Bei der Abgabe der Diplomarbeit hat der Kandidat schriftlich zu versichern, dass er seine Arbeit selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat.
(1) Die Diplomarbeit ist fristgemäß beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses in zwei Exemplaren einzureichen. Je ein weiteres Exemplar erhalten die zwei Prüfer. Der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Wird die Diplomarbeit nicht frist­gerecht abgeliefert, gilt sie als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet.
(2) Die Diplomarbeit ist von zwei Prüfern möglichst innerhalb von vier Wochen zu bewerten. Einer der Prüfer ist der Professor, Hochschul- oder Privatdozent, der als Angehöriger einer Abteilung/Sektion Biologie die Arbeit betreut hat. Der zweite Prüfer wird vom Prüfungsausschuss bestimmt. Die Note der Diplomarbeit ergibt sich aus dem Durchschnitt der Bewertungen entsprechend § 24, sofern die Differenz nicht mehr als eine ganze Note beträgt.
(3) Weichen die Bewertungen der beiden Prüfer um mehr als eine ganze Note von­einander ab, wird ein dritter Prüfer zur Bewertung der Diplomarbeit vom Prüfungs­ausschuss bestimmt. In diesem Fall wird die Note der Diplomarbeit aus dem arithme­tischen Mittel der drei Bewertungen gebildet.
(1) Die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen werden von dem jeweiligen Prü­fer festgesetzt. Für die Bewertung der Leistungen sind folgende Noten zu verwenden:
(2) Die Diplomprüfung ist bestanden, wenn die Fachprüfungen und die Diplomarbeit mindestens mit der Note "ausreichend" (4,0) bewertet worden sind.
(3) Die Gesamtnote der Diplomprüfung ist das auf eine Dezimalstelle abgeschnittene arithmetische Mittel aus den mit Credits gewichteten Fachnoten und der mit Credits gewichteten Note der Diplomarbeit. Für die Gesamtnote gilt § 17 Absatz 2 entspre­chend.
(4) Werden sowohl alle Prüfungen als auch die Diplomarbeit mit "sehr gut" (1,0) be­wertet, so wird das Prädikat "mit Auszeichnung bestanden" erteilt.
Die Fächerprüfungen können bei "nicht ausreichenden" (5,0) Leistungen zweimal wiederholt werden. Die Diplomarbeit kann nur einmal wiederholt werden. Eine Rück­gabe des Themas der Diplomarbeit in der in § 21 Absatz 5 Satz 4 genannten Frist ist jedoch nur zulässig, wenn der Kandidat bei der Anfertigung seiner ersten Diplomar­beit von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht hat.
(1) Hat ein Kandidat die Diplomprüfung bestanden, so erhält er über die Ergebnisse ein Zeugnis. § 19 gilt entsprechend. Das Zeugnis enthält die Noten der Fachprüfun­gen, das Thema und die Gesamtnote der Diplomarbeit sowie die Gesamtnote der Diplomprüfung.
(2) Das Zeugnis trägt das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfungsleistung er­bracht worden ist. Das Zeugnis ist vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und vom Dekan der Fakultät für Naturwissenschaften zu unterzeichnen.
(3) Der Bescheid über eine nicht bestandene Prüfung ist mit einer Rechtsbehelfsbe­lehrung zu versehen. § 19 Absatz 4 gilt entsprechend.
(1) Gleichzeitig mit dem Zeugnis wird dem Kandidaten eine Diplomurkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung des akademischen Grades "Diplom-Biologe" bzw. "Diplom-Biologin" beurkundet.
(2) Das Diplom ist vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und vom Dekan der Fakultät für Naturwissenschaften zu unterzeichnen und mit dem Siegel der Universi­tät zu versehen.
(1) Hat der Kandidat bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so kann der Prüfungsausschuss nach­träglich die Noten für diejenigen Prüfungsleistungen, bei deren Erbringung der Kan­didat getäuscht hat, entsprechend berichtigen und die Prüfung ganz oder teilweise für nicht bestanden erklären.
(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne dass der Kandidat hierüber täuschen wollte und wird diese Tatsache erst nach Aus­händigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung geheilt. Hat der Kandidat die Zulassung vorsätzlich zu Unrecht erwirkt, dass er die Fachprüfung ablegen konnte, so kann die Fachprüfung für „nicht ausreichend“ und die Diplomvorprüfung und die Diplomprüfung für nicht bestanden erklärt werden.
(4) Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls ein neues zu erteilen. Mit dem unrichtigen Zeugnis ist auch die Diplomurkunde einzuziehen, wenn die Diplomprüfung aufgrund einer Täuschung für „nicht bestanden“ erklärt wurde. Eine Entscheidung nach Absatz 1 und Absatz 2 Satz 2 ist nach einer Frist von fünf Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.
Innerhalb eines Jahres nach Abschluss des Prüfungsverfahrens ist dem Kandidaten auf Antrag Einsicht in die ihn betreffenden Prüfungsakten zu gewähren. Der Vorsit­zende des Prüfungsausschusses bestimmt Ort und Zeit der Einsichtnahme.
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung tritt einen Tag nach Bekanntgabe in den Amtlichen Bekanntmachungen der Universität Ulm in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung für den Diplomstudiengang Biologie vom 16. September 2000 (W., F., und K. 2000. Nr. 9, S. 706 ff) vorbehaltlich des Absat­zes 3 und 5 außer Kraft.
(3) Studierende, die vor dem Inkrafttreten der Prüfungsordnung im Diplomstu­dien­gang Biologie vom 16. September 2000 an der Universität Ulm immatrikuliert waren, sind von der Orientierungsprüfung im Diplomstudiengang Biologie und vom Nach­weis der sprach- oder geisteswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen befreit. Studie­rende, die vor Inkrafttreten der Prüfungsordnung vom 16. September 2000 im Haupt­studium an der Universität Ulm immatrikuliert waren, sind von der Berufsbezognen Tätigkeit befreit. Die Orientierungsprüfung und die sprach- oder geisteswissenschaft­lichen Lehrveranstaltungen sind nur von denjenigen Studierenden abzulegen, die nach dem Inkrafttreten der Prüfungsordnung vom 16. September 2000 ihr Studium begonnen haben.
(4) Bei Wechsel des Hochschulorts und/oder Wechsel des Studiengangs mit An­rechnung bisheriger Studienleistungen ist die Orientierungsprüfung nur abzulegen, wenn entsprechende Studienleistungen nicht als gleichwertig anerkannt werden kön­nen oder die Diplomvorprüfung noch nicht abgelegt worden ist oder nicht als gleich­wertig anerkannt worden ist. Dies gilt für alle in § 1 Absatz 1 genannten Studien­gänge.
(5) Studierende,
a) die sich im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Prüfungsordnung im Grundstudium befinden, können auf unwiderruflichen, schriftlichen Antrag bis spätestens zum 31. Januar 2002 ihr Grundstudium (Vordiplom) nach der bisher gültigen Prü­fungsordnung vom 16. September 2000 (W., F., und K. 2000. Nr. 9 S. 706 ff,) fortsetzen.
b) Studierende, die sich nach Inkrafttreten dieser Satzung zur Vordiplomprüfung anmelden, studieren im Hauptstudium entsprechend der vorliegenden Prüfungs­ordnung.
c) Studierende, die die Vordiplomprüfung mit Inkrafttreten dieser Satzung bereits abgelegt haben, können auf unwiderruflichen, schriftlichen Antrag bis spätestens zum 31. Januar 2002 ihr Studium nach der bisher gültigen Prüfungsordnung vom 16. September 2000 (W., F., und K. 2000. Nr. 9 S. 706 ff) fortsetzten.
d) Der Anspruch auf Prüfungen und Diplomzeugnis entsprechend der bisher gülti­gen Prüfungsordnung erlischt mit dem 31. Oktober 2005.
Der vorstehenden Studien- und Prüfungsordnung wird zugestimmt. Sie wird hiermit ausgefertigt und ist bekannt zugeben.
Ulm, den 12. Dezember 2001
( Professor Dr. Hans Wolff )