Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Hamm&Datum=20.09.2000&Aktenzeichen=3%20U%20211/99
Timestamp: 2019-05-24 04:27:31
Document Index: 333360671

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 6', '§ 823', '§ 93', '§ 93']

OLG Hamm, 20.09.2000 - 3 U 211/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,3731
OLG Hamm, 20.09.2000 - 3 U 211/99 (https://dejure.org/2000,3731)
OLG Hamm, Entscheidung vom 20.09.2000 - 3 U 211/99 (https://dejure.org/2000,3731)
OLG Hamm, Entscheidung vom 20. September 2000 - 3 U 211/99 (https://dejure.org/2000,3731)
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Veröffentlichung eines Buches in Satireform über ein real existierendes Gymnasium; "Pestalozzis Erben"
Veröffentlichung eines Buches; Satireform; Real existierend; Gymnasium; Pestalozzis Erben; Werturteil
Persönlichkeitsrecht; Rechtsverletzung durch Satire (,,Pestalozzis Erben'')
BGH, 18.12.2001 - VI ZR 401/00
ZUM 2002, 387
afp 2002, 224
Dabei ist zu beachten, dass auch die "entkleidete" Aussage die Eigenart einer satirischen Inszenierung behält (BVerfG, NJW 1987, 2661; BGH, NJW 2000, 1036, 1039f; OLG Hamm, OLGReport 2002, 201, 203;… Löffler/ Steffen, Presserecht, 4. Aufl., § 6 LPG Rn. 78c;… Palandt/ Sprau, a. a. O., § 823 Rn. 107).
In dem Verfahren über die Verfassungsbeschwerden 1. des Herrn H ..., gegen a) den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 18. Dezember 2001 - VI ZR 401/00 -, b) das Urteil des Oberlandesgerichts Hamm vom 20. September 2000 - 3 U 211/99 - 1 BvR 350/02 -, 2. des Herrn L ... gegen a) den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 18. Dezember 2001 - VI ZR 401/00 -, b) das Urteil des Oberlandesgerichts Hamm vom 20. September 2000 - 3 U 211/99 - 1 BvR 402/02 - hat die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch den Präsidenten Papier, die Richterin Hohmann-Dennhardt und den Richter Hoffmann-Riem gemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 12. Dezember 2007 einstimmig beschlossen:.
Auch wenn der Grad der Verfremdung der handelnden Personen vergleichsweise gering ist, wie sich insbesondere an den oben dargestellten Parallelen der Figur "Irene" zu der Verfügungsklägerin zeigt, ist doch jedenfalls das Bemühen um einen schöpferischen Prozess zu erkennen, Dasein von und in der Realität zu klären, indem der Autor seine subjektiven Erfahrungen aus der Realität in den Roman einbringt (vgl. OLG Hamm OLGR 2002, 201, 204).
Bei Vertragsverhandlungen, in denen die Parteien entgegengesetzte Interessen verfolgen, besteht dennoch für jeden Vertragspartner die Pflicht, den anderen über solche Umstände aufzuklären, die für dessen Entschluss von wesentlicher Bedeutung sind und über die sie nach der Verkehrsauffassung redlicherweise Aufklärung erwarten durfte (vgl. OLG Düsseldorf OLGR 2002, 201 f.).