Source: https://aba-fachverband.info/offene-arbeit-mit-kindern-und-jugendlichen-positionen-des-aba-fachverbandes/
Timestamp: 2019-07-21 03:13:45
Document Index: 365322385

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 11', '§ 1', '§ 11', '§ 12', '§ 11', '§ 2', '§ 9', '§ 4', '§ 1', '§ 2', '§ 7', '§ 1', '§ 2', '§ 6', '§ 1', '§ 2', '§ 11', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 11', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 12']

ABA FACHVERBAND » Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (Positionen des ABA Fachverbandes)
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen steht konzeptionell für
● Bildung in einem ganzheitlichen Sinne (6)
● Gesundheitsförderung im Sinne von Salutogenese (7)
● Familienunterstützung im Sinne von „Hilfe zur Selbsthilfe“ (8) (9)
Hauptmerkmal der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist die Freiwilligkeit der Teilnahme. Sie findet in der Regel als Freizeitgestaltung statt. Genau dieser Aspekt verhilft der Offenen Arbeit zu einer besonderen Qualität: Was ich gern und freiwillig tue, wirkt in besonderem Maße erfolgreich.
Die Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist durch das Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII), auch Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) genannt, gestärkt worden (10). In Nordrhein-Westfalen erfuhr sie eine weitere Aufwertung durch das Kinder- und Jugendförderungsgesetz NRW (KJFöG) und durch den Kinder- und Jugendförderplan des Landes (KJFöP). Dies betrifft sowohl ihre Verortung in der Bildungslandschaft als auch die Übereinstimmung in Grundsatz- und Querschnittsaufgaben. Fachlichkeit und Engagement sind dabei wichtige Komponenten der Organisation des Handlungsfeldes und dienen ausschließlich der qualifizierten Förderung und den vielfältigen Interessen junger Menschen.
Das KJFöG erfasst in der Handlungsfeldbeschreibung (11) ein breites, konzeptionell stark differenziertes Förderangebot: Kinder- und Jugendhäuser, Abenteuerspielplätze, erlebnispädagogische Maßnahmen, mobile Formen, gemeinwesenorientierte Angebote und vieles mehr. In ihnen stehen hauptberufliche pädagogische Fachkräfte sowie qualifizierte nebenberufliche und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als personale Ressource zur Verfügung.
Die unterschiedlichen Angebote bieten Orte der Freizeitgestaltung, der pädagogischen Arbeit und der eigenständigen jugendkulturellen Entfaltung. Sie verstehen sich als lebenswelt- und stadtteilorientierte Basisstationen und dienen als Anlaufstelle, zweites Zuhause und Ausgangsort für junge Menschen. (12) Dies gelingt in enger Zusammenarbeit mit benachbarten Jugendhilfeeinrichtungen, Betrieben, Schulen, Jugendverbänden und örtlichen Initiativgruppen.
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen trägt dazu bei, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien zu schaffen. Im Fokus steht hierbei die Aufgabe für das professionelle Personal, aktivierende Rahmenbedingungen zu organisieren. Dazu gehört, sich den Herausforderungen zu stellen, die sich aus der Lebenssituation und den Erfahrungen junger Menschen ergeben, und diese anzuerkennen, aufzugreifen und im Sinne der jungen Leute umzusetzen. Die persönlichen und sozialen Gegebenheiten der Besucherinnen und Besucher bestimmen entscheidend die Inhalte, Methoden und Angebote der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie fördert deren Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Sie leistet jungen Menschen gegenüber Hilfestellung und Unterstützung bei der eigenständigen Gestaltung ihrer Lebenswirklichkeit. (13)
Im Sinne des gesetzlichen Anspruchs von Kindern und Jugendlichen fördert die Offene Arbeit zielgruppenspezifisch und im Sinne einer Querschnittsaufgabe die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen. (14)
Sie ermöglicht jungen Menschen soziale Integration, interkulturelle Bildung und schafft Möglichkeiten zur Partizipation. (15)
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist offen für alle Anliegen ihrer Besucherinnen und Besucher. Sie berücksichtigt deren persönliche, familiäre und berufliche Bezüge. Insbesondere fühlt sie sich mitverantwortlich für alle schulischen Bildungsaspekte junger Menschen, sucht die Zusammenarbeit mit Schulen im Umfeld und setzt sich für eine gelingende Schule ein. (16)
All diese Ziele finden Eingang in einen Leistungskatalog, den die jeweiligen Einrichtungen, Maßnahmen und Angebote – entsprechend den spezifisch sozialräumlichen Gegebenheiten – mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen konzeptionell umsetzen. Dazu gehören insbesondere:
Offene Treffpunkte und selbstgestaltbare Räume
Kinder und Jugendliche brauchen heute mehr denn je nahe gelegene Orte, an denen sie Möglichkeiten für weitgehende Selbstentfaltungs-, Erprobungs- und Lernprozesse vorfinden. Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen stellt diese Räume bzw. Treffpunkte zur Aneignung und Selbstgestaltung zur Verfügung; Räume im territorialen wie im sozialen Sinn, in denen sich junge Menschen einrichten und sozial wie emotional entwickeln können. Dabei gilt für die jüngeren Besucherinnen und Besucher (Grundschulalter), dass insbesondere Abenteuerspielplätze bzw. vergleichbare Einrichtungen vonnöten sind. Hierzu führte der 10. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung (1998) aus, es gebe „bemerkenswerte kinderbezogene Angebote, z.B. Abenteuer-, Bau- und Aktivspielplätze sowie Kinderbauernhöfe. (…) Bei … Abenteuerspielplätzen scheinen sich am ehesten originäre kinderspezifische Ansätze entwickelt zu haben.“ (17) In der Stellungnahme zum Bericht führte die Bundesregierung aus, sie teile die Auffassung, „dass es eine sehr große Differenzierung und unterschiedliche Intensität bei den Angeboten und Wahrnehmungsmöglichkeiten für Kinder in der Kinder- und Jugendarbeit gibt. (…) Die Bundesregierung sieht als wünschenswert an, die kinderbezogenen Angebote wie unter anderem Abenteuer-, Bau- und Aktivspielplätze, musikalische Früherziehung, Kinder- und Jugendkunstschulen, Kinder- und Jugendtheater, Kinderkinos, Kindermuseen (und) Spielmobile flächendeckend zu verstärken.“ (18)
Zentraler Ansatz und wesentliches Ziel Offener Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist das eigeninitiative, selbstbestimmte und ideenreiche Engagement junger Menschen und ihre mit- und eigenverantwortliche Beteiligung. Unter anderem der Anspruch, Freizeit unter Berücksichtigung des örtlichen Umfeldes und seiner spezifischen Herausforderungen zu gestalten, hat in der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mehr und mehr dazu geführt, dass Sozialarbeiter(innen) und/oder Sozialpädagog(inn)en sowie Erzieher(innen) hauptberuflich in den Einrichtungen arbeiten. Hinzu kommen nebenberufliche Fachkräfte, die das sportliche, künstlerische und kulturelle Programmangebot erweitern. Allen Fachkräften gemeinsam ist, dass sie beziehungsorientiert handeln: Sie stehen in unmittelbarem Kontakt mit ihren Besucher(inne)n, erfahren von ihren Fragen, Sorgen und Interessen. So haben sie die Möglichkeit, deren Anliegen direkt aufzugreifen, ihnen Wege zur Verwirklichung ihrer Interessen aufzuzeigen, ihnen Lernbereiche und Bildungschancen zu eröffnen, ihnen Hilfe anzubieten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Pädagog(inn)en die „Weisheit nicht mit Löffeln gefressen haben“; die Rolle der Fachkräfte liegt nicht darin, „kluge Ratschläge“ zu erteilen („Ratschläge sind auch Schläge!“), sondern gemeinsam mit den jungen Leuten nach viablen Lösungen zu suchen. An diesem Beispiel wird deutlich, dass Partizipation ein allseits wirksames Leitmotiv professioneller Arbeit ist.
Das personale Angebot der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geht über ein programm- und projektspezifisches Angebot hinaus: Die Mitarbeiter(innen) treten als Team den Alltagsinteressen und Alltagsproblemen von Kindern und Jugendlichen gegenüber, nicht durch ein starres System festgelegter Termine, nicht durch ein streng organisiertes, allein auf Sachkompetenz ausgerichtetes Spezialangebot. Vielmehr ermöglichen sie ein breites Spektrum von Selbstlernprozessen, erweitern die Möglichkeiten zu individuellen und gemeinschaftlichen Erfolgserlebnissen bzw. fördern Beteiligung und Selbstverantwortung. „Freiheit ist immer Freiheit der anders Denkenden.“ Dieses Zitat von Rosa Luxemburg mag dabei in Konfliktsituationen leitend sein. So gesehen kann es erforderlich werden, dass pädagogische Fachkräfte bisweilen die Rolle eines „Sparringspartners“ einnehmen müssen.
Die hauptberuflichen pädagogischen Fachkräfte bieten durch ihre methodische und konzeptionelle Kompetenz Qualitätsentwicklung und -sicherung einer Einrichtung, Verlässlichkeit und Beständigkeit der Rahmenbedingungen sowie Zusammenhalt und Reflexion im gesamten Team. Die regelmäßige Teilnahme an weiterqualifizierenden Maßnahmen (Supervision und Fortbildung) sind wichtige Voraussetzungen, auf die vielfältigen alltäglichen und besonderen Herausforderungen flexibel reagieren zu können.
Interessenorientierung handlungsleitend und gesetzlich verbrieft – Förderung jugendkultureller Entfaltung
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen schafft Rahmenbedingungen, die den Bedürfnissen der Besucherinnen und Besucher nach Selbstverwirklichung, Anerkennung, Geselligkeit, Geborgenheit, Erlebnis, Entspannung usw. entgegenkommen. Auch gilt es, das Unterscheidungsbedürfnis der jungen Leute angemessen zu berücksichtigen. Jugendliche fallen auf durch zwei für sie typische Manifestationen, nämlich eine „imaginäre Audienz“ (19), das Gefühl, ständig durch andere beobachtet und bewertet zu werden, und den „personal faible“ (20), die von ihnen erlebte Einzigartigkeit, kombiniert mit dem Gefühl, von niemandem verstanden zu werden. Die Offene Arbeit darf nicht den Fehler begehen, diese Phänomene als unerwünscht einzustufen; vielmehr sind sie als Fakten auf dem Wege zur Emanzipation und zum Selbstständigwerden zu akzeptieren. Die Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat den jungen Leuten die Freiheit zu geben, sich von anderen zu distanzieren, um die eigene Rolle zu finden und zu festigen sowie Erfahrungen außerhalb der Erwachsenenwelt zu fördern; sie muss die Freiheit gewähren, sich Räume anzueignen.
Das bedeutet, dass Kinder und Jugendliche, Mädchen und Jungen mit ihren jugendkulturellen Ausdrucksformen, mit ihren wechselnden Interessen und Bezügen zu bestimmten Szenen und Gruppen ernst genommen werden. Dem kommt heute eine besondere Bedeutung zu, da Selbstorganisierungsprozesse in altersgleichen Gruppen immer wichtiger werden und die Entfaltung von Jugendkulturen in einer Phase gesellschaftlicher Umbrüche den wohl deutlichsten Versuch darstellt, sich gesellschaftliche Wirklichkeit anzueignen.
Persönlichkeitsbildung und Hilfen zur Lebensbewältigung
Gerade in Zeiten schwer zu überschauender gesellschaftlicher Zustände ist es von Bedeutung, dass sich pädagogische Profis darüber im Klaren sind, dass junge Menschen ein verbrieftes Recht auf Förderung ihrer Entwicklung haben (21). Dieses hat den Zweck, Möglichkeiten zur zufriedenstellenden Lebensbewältigung und Identitätsfindung zu entfalten. Die Herausforderung besteht darin, mit Vielfalt umgehen zu können.
Vielfalt, Auswahlmöglichkeiten, Lebenserfahrung
Die alltäglichen Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen in Schule, Beruf, Familie, Wohnumfeld usw. und ihre konkrete Lebenslage prägen die Arbeit in den Einrichtungen.
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hilft jungen Menschen dabei, mit ihrer konkreten Lebenswirklichkeit besser klarzukommen und auch in schwierigen Lebenslagen handlungsfähig zu bleiben. Kinder und Jugendliche machen in den Einrichtungen die Erfahrung, dass sie geachtet und wertgeschätzt werden. Dadurch können sie ihre Selbstachtung steigern und das Selbstkonzept einer gelingenden Persönlichkeit entwickeln. (Selbst-)Achtung und Wertschätzung ermöglichen eine konstruktive Persönlichkeitsbildung und verbessern das soziale Miteinander.
Charakteristikum der Offenen Arbeit ist vor diesem Hintergrund der ihr integrierte Qualitätsindikator: Da die jungen Menschen die Angebote freiwillig wahrnehmen, müssen diese auf einem hohen und bedarfsgerechten Niveau organisiert sein. Aufgrund der Freiwilligkeit der Teilnahme blieben die Besucher(innen) nämlich ansonsten weg. Das unterscheidet die Offene Arbeit hinsichtlich ihrer Qualität deutlich von verpflichtenden (Zwangs-)Einrichtungen wie etwa Schulen.
Zur Persönlichkeitsbildung gehört zweifelsfrei auch der Umgang mit Risiken. Das Setzen auf „Nummer Sicher“ verhindert lebenswichtige Erfahrungen. Profis sind sich des Spiel- und Erfahrungswerts von Risiken bewusst. Deutlich wird dies etwa beim Konzept des Abenteuerspielplatzes. Die Arbeit dieser Einrichtungen belegt diese These: Obwohl wir es dort an vielen Stellen mit riskanten Aktivitäten zu tun haben, tendiert die Unfallquote gegen Null. Nicht die Eliminierung gefährlichen Spiels ist vonnöten, sondern vielmehr ihr gezielter und bewusster Einsatz, um durch Erlebnisse und Erfahrungen ein angemessenes Bewusstsein für den Umgang mit Gefahren entwickeln zu können.
Manche Kinder und Jugendliche sind zunehmend Gefährdungen – wie Vernachlässigung, Misshandlung oder sexueller Gewalt – ausgesetzt. In den Einrichtungen der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind diese Gefahren häufig bekannt. Durch die Beziehung zu den Besucher(inne)n können diese Gefahren ausfindig gemacht werden. Aufgrund der Vernetzung und Eingebundenheit in die örtliche Kinder- und Jugendhilfe bestehen gewachsene Strukturen, die es der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ermöglichen, kurzfristig Hilfsangebote zu machen, zum Beispiel in Form von Vermittlung und Begleitung zu einer Beratungsstelle. Laut § 8a SGB VIII geschieht ein solches Handeln auch im Kontext einer gesetzlichen Verpflichtung. (22) Demzufolge haben die Mitarbeiter(innen) den Besuchern(inne)n gegenüber einen formalen Schutzauftrag. Auch hierbei ist ein Höchstmaß an professionellem Handeln erforderlich, um einerseits nicht vorschnellen Fehlinterpretationen zu erliegen und andererseits die Gefahr zu vermeiden, sich aufgrund uneinlösbarer Allzuständigkeit in der Arbeit zu verzetteln.
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind nicht nur Konsumenten in der Offenen Arbeit, sondern sie gestalten und verantworten dieses Arbeitsfeld entscheidend mit. Dies ist einer der wichtigsten Aufträge bezogen auf den Einsatz hauptberuflicher Fachkräfte in der Arbeit. Ermöglichung und Befähigung zum bürgerschaftlichen Engagement ist ein wesentliches Ziel Offener Arbeit. Sie fordert junge Menschen zu Engagement und Partizipation auf und eröffnet ihnen Möglichkeiten, Verantwortung und Leitung zu übernehmen, Meinungen und Auffassungen zu artikulieren und zu diskutieren, Einfluss zu nehmen und mit zu entscheiden.
Die Einübung demokratischen Handelns – Mitgestaltung, Mitbestimmung und Mitverantwortung – ist gesetzlich verankertes Ziel Offener Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie hat damit den Auftrag, das jungen Menschen weitgehend verweigerte Recht auf politische Artikulation und Mitentscheidung einzuräumen.
Im Rahmen ihrer Lobbyfunktion gehört es darüber hinaus zu den Aufträgen der Offenen Arbeit, Kinder- und Jugendinteressen in die kommunale und der Landespolitik einzubringen und vehement zu vertreten, z.B. gegen Kopfnoten. Dieser hochgradig politischen Funktion müssen sich die Mitarbeiter(innen) wieder stärker bewusst werden: Partizipation ist kein „Sandkasten“ im Inneren der Einrichtung. Es gehört zum Auftrag der Offenen Arbeit, einen Rahmen zu schaffen, in dem die Durchsetzung von Interessen und Rechten verwirklicht werden kann. Offene Arbeit hat davon auszugehen, dass junge Leute selbst in der Lage sind, zu entscheiden, was für sie wichtig und daher unerlässlich ist, sie an möglichst vielen Entscheidungen teilhaben zu lassen, z.B. auch, was das Budget usw. betrifft. Nur wer selbstverantwortlich handelt, kann die Kompetenzen erwerben, die in der Gesellschaft vorausgesetzt werden (demokratische Bürger, Engagement, Konfliktfähigkeit, Resilienz usw.).
Die Einrichtung ist eingebettet in ein soziales Umfeld, auf das sie Einfluss hat und unter dessen Einfluss sie steht. Sie sucht Bündnisse mit anderen Partnern, um auf diese Weise vor Ort bessere Bedingungen zu erreichen. Bürgerschaftliches Engagement betrifft jedoch nicht nur die Kinder und Jugendlichen, sondern auch deren Lebensumfeld – Eltern, Lehrer(innen), Trainer(innen) u.a. Darüber hinaus ist auch das Umfeld der Jugendeinrichtung Adressat. Transparentes Arbeiten, offene Kommunikation und die Gelegenheit zum Austausch sind Teil einer gemeinwesenorientierten Arbeit, die das Wirken der Einrichtung, ihre Themen und ihre Anliegen öffentlich macht.
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen als Bildungsort
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen orientiert sich an einem Bildungsbegriff, der über eine reine Wissens- und Informationsvermittlung hinausgeht:
● Anregung aller Kräfte von Kinder und Jugendlichen, d.h. der kognitiven, sozialen, emotionalen und ästhetischen Kräfte (Entfaltung der Persönlichkeit)
● Aneignung von Welt – indem Fremdes erkannt und in Eigenes verwandelt wird (Aneignungslernen) (23)
● Kritische Auseinandersetzung mit inneren und äußeren Anregungen bzw. Befreiung von inneren und äußeren Zwängen (Emanzipation)
● Befähigung zu selbstbestimmter Lebensführung und Aneignung der hierfür nötigen Kompetenzen. Dazu gehört auch, „die Welt“ als veränderbar zu begreifen, die Dinge des Lebens nicht unhinterfragt zu akzeptieren sowie die Entwicklung lebensförderlicher Kritikfähigkeit
Jugendliche Selbstbildung
Ziel jugendarbeiterischer Assistenz in der Offenen Arbeit ist vor allem die Unterstützung der Entwicklung von
● personalen Kompetenzen wie Selbstbewusstsein, Fähigkeit zum Umgang mit Gefühlen, Ausdrucksfähigkeit, Umgang mit Wissen, Neugier, kritischer Auseinandersetzung, Urteilsvermögen, Engagement und anderes mehr;
● sozialen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Solidarität, Einfühlungsvermögen, Rücksichtnahme, Fairness usw.
● Kompetenzen für aktuelle Herausforderungen, die sich u.a. aus dem gesellschaftlichen Wandel ergeben, wie z.B. Medien- oder interkulturelle Kompetenz;
● Kompetenzen der Mitgestaltung, Mitbestimmung und Mitverantwortung. Hierbei geht es darum, demokratische Rechte zu realisieren; Bildung geschieht quasi en passant, beim Handeln. (24)
In diesem Sinne bietet die Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Bildungsgelegenheiten und Bildungsassistenz für Subjektwerdung und Bürger(innen)status und ermöglicht eine umfassende soziale Bildung.
Ihre Bedeutung als Bildungsort steigt sowohl mit zunehmender Veränderung familiärer Zusammenhänge (25) als auch infolge der Nichtakzeptanz junger Menschen in öffentlichen Räumen, in denen sie Erfahrungen miteinander machen könnten.
Junge Menschen sind von Natur aus eigeninitiativ und neugierig. Diese Eigenschaften werden nicht selten bereits in der Familie – bisweilen später auch in Kindertageseinrichtungen – behindert und unterbunden. Eine massive Fortsetzung erfahren diese Behinderungen in der Persönlichkeitsentwicklung spätestens beim Eintritt in die Schule. Aufgrund der an den Interessen der jungen Leute orientierten Konzepte der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unterscheiden sich diese markant von denen, die durch Lehrpläne, Gleichmacherei und uneinlösbare „Curricula“ bestimmt sind. Im Grunde müssen nur absurd organisierte Institutionen motivieren, da sie eben nicht an den Interessen von Kinder und Jugendlichen ansetzen.
Ein besonderes Beispiel für das Gelingen der Offenen Arbeit zeigt sich auch in dem breiten Spektrum ehrenamtlicher Tätigkeiten; diese fördern Zusammenarbeit, Kommunikation und soziale Kompetenz. Sie ermöglichen die Übernahme von Verantwortung und ermutigen ausdrücklich zu selbständigem Urteilen und Handeln, Qualifikationen, die zur demokratischen Gestaltung der Gesellschaft notwendig sind. Erwiesen ist ferner, dass junge Menschen mit derartigen Erfahrungen eine günstigere berufliche Perspektive haben. (26)
In der Alltagswelt der Offenen Kinder- und Jugendarbeit spiegeln sich die gesellschaftlichen Realitäten von Mädchen und Jungen wider. Aufgrund ihrer spezifischen Sozialisationsvoraussetzungen zeigt sich bei den Besucherinnen und Besuchern eine Vielfalt unterschiedlicher Rollenverständnisse. Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen berücksichtigt in der Ausgestaltung ihrer Freizeit- und Bildungsangebote die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen.
Zuwanderung als Bereicherung der Gesellschaft
Eine Zielgruppe der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bilden junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte (27).
In den Einrichtungen der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erleben die Heranwachsenden Interesse an unterschiedlichen Kulturen. In einem von Akzeptanz geprägten Umfeld können sie unterschiedliche Interessen – auch kultureller Natur – entwickeln und diesen nachgehen. Die Förderung bestehender Gemeinsamkeiten der Kinder und Jugendlichen führt dazu, dass diese Unterschiede im Zusammenleben an Bedeutung verlieren.
In diesem Sinne werden in den Einrichtungen der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowohl Integration (28) als auch soziale Inklusion (29) gezielt verfolgt und gefördert.
Die Verknüpfung von Angeboten in den Einrichtungen mit der Lebenswirklichkeit im Stadtteil unterstützt wesentlich die Entwicklung von Nachbarschaften und die Überwindung von Vereinzelung und milieuhafter Abschottung.
Engagement für junge Menschen in besonderen Lebenslagen
Einen ausdrücklichen Auftrag hat die Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen für junge Menschen, die aufgrund ihrer Lebenslagen in besonderer Weise in ihrer Entfaltung beeinträchtigt werden, die in Problemlagen leben, in Notsituationen geraten sind, Minderheitengruppen angehören oder von Ausgrenzung bedroht sind. Ansetzend bei den vorhandenen persönlichen und sozialen Ressourcen bietet sie ihnen Räume, Zeit, Atmosphäre und Angebote zu personaler, sozialer und kultureller Entwicklung.
Medienkompetenz entwickelt sich zu einer unumgänglichen Anforderung. Die Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen befähigt Jungen und Mädchen, die technische Entwicklung und die erschaffene Realität der Medien zu hinterfragen, zu durchschauen, zu begreifen und zu nutzen – Fähigkeiten, die für Heranwachsende in der multimedialen Gesellschaft von eminenter Wichtigkeit sind.
Wohlbefinden, Ausgeglichenheit sowie Wissensdurst und Tatendrang hängen bei jungen Menschen unweigerlich zusammen. Da immer mehr Kinder und Jugendliche nur unzureichend ernährt und auch über gesundheitliche Zusammenhänge wenig informiert sind, ist die Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sensibel für die körperliche und seelische Gesundheit ihrer Besucherinnen und Besucher. Sie fördert gezielt die bewusste, gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung und Entspannung und vermittelt entsprechendes Wissen. Hierzu kooperiert sie mit Fach- und Beratungsstellen bzw. orientiert sich an deren Projekten. (30)
Lebensgemeinschaft mit Kindern, Familienunterstützung
Kinder und Jugendliche wachsen heute in unterschiedlichen familiären Bezügen auf. Die Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unterstützt durch ihre zeitlichen, personellen und auch inhaltlichen Angebote die unterschiedlichsten Formen von Lebensgemeinschaften. Dazu werden die Eltern oder auch andere in einer Lebensgemeinschaft mit dem Kind stehende Personen von der Offenen Arbeit angesprochen und bei Bedarf in die Arbeit integriert.
Jugendpolitisches Mandat, Außenvertretung und Mitwirkung
In der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen lernen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel über die Formen der Lebensbewältigung und aktuellen Lebensgestaltung ihrer Besucherinnen und Besucher. Sie erfahren deren Vorlieben, Wünsche, Interessen, Perspektiven, aber auch Ängste und Nöte. Von daher sind sie kompetente Gesprächspartnerinnen und -partner bei allen Belangen junger Menschen im Wohnumfeld, aber auch in Grundsatzfragen auf Landesebene und bei jugendhilfeplanerischen Vorgängen vor Ort. Absprache und Kooperation unter benachbarten Einrichtungen und Maßnahmen sind hierzu unabdingbare Voraussetzung. Die Mitarbeiter(innen) sind somit verpflichtet, sich für die Belange Jugendlicher stark zu machen und ihre Interessen zu vertreten, z.B. in verschiedenen Gremien wie den Jugendhilfeausschüssen oder dem Wirksamkeitsdialog.
Offene Arbeit hat sich als Sprachrohr der Kinder und Jugendlichen zu begreifen. Dazu gehört auch, etwa Aktionen zu unterstützen bzw. diese auch zu initiieren, um die Interessen der jungen Menschen durchzusetzen. Minimalziel ist, in der Öffentlichkeit Achtsamkeit gegenüber kindlichen und jugendlichen Interessen herzustellen.
In den Einrichtungen der Offenen Arbeit dürfen die Kinder und Jugendlichen Erfahrungen sammeln. Neben dem Ermöglichen von speziellen Erfahrungen, wie diese z.B. in erlebnispädagogischen Angeboten stattfinden, findet in der alltäglichen Arbeit ein bewusster Umgang mit der sie umgebenden Umwelt (Natur, Urelemente) statt.
In Einrichtungen, in denen eine artgerechte Tierhaltung gegeben ist, wird den Kindern und Jugendlichen ermöglicht, den Umgang mit Tieren zu erleben. (31)
Grundlage dieses Positionspapiers war der Beitrag „Offene Kinder- und Jugendarbeit – Programm und Positionen“ der Arbeitsgemeinschaft „Haus der Offenen Tür“ Nordrhein-Westfalen (AGOT-NRW) Düsseldorf, November 2007. Diese überarbeitete Version entstand in gemeinsamer Arbeit des Sprecherrats des ABA Fachverbandes. Darüber hinaus engagierten sich bei dieser Arbeit in besonderer Weise: Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker (ABA-Fachbeirat), Eva Jostarndt (ABA-Vorstand), Ulrike Boecker (ABA-Vorstand), Margarete Germaine (ABA-Sprecherrat) und Rainer Deimel (Mitarbeiter des ABA Fachverbandes). Herzlichen Dank! Verabschiedet wurde das Papier vom ABA-Vorstand am 15. August 2009.
(1) vgl. § 11 SGB VIII
(2) vgl. Anhang „Rechtliche Grundlagen“
(3) vgl. § 1 SGB VIII
(4) vgl. § 11 SGB VIII
(5) vgl. u.a. Benedikt Sturzenhecker: Jugendarbeit ist keine Prävention
(6) vgl. Bildungseiten im ABA-Netz sowie Benedikt Sturzenhecker: Jugendarbeit ist Bildung
(7) vgl. hierzu Gesundheitsseiten im ABA-Netz sowie Eckhard Schiffer: Lerngesundheit durch Ressoucenorientierung und Rainer Deimel: Kinder, Jugendliche und Gesundheit
(8) Die Einrichtungen der Offenen Arbeit bieten sich auf freiwilliger Basis als Kommunikations- und Begegnungsort an.
(9) vgl. hierzu die Familienseiten im ABA-Netz
(10) Gesetzestexte siehe hier im Anhang
(11) vgl. § 12 KJFöG
(12) vgl. hierzu auch Der Raum als Pädagoge
(13) vgl. Anhang § 11 SGB VIII, §§ 2, 3 KJFöG
(14) vgl. Anhang § 9 SGB VIII, § 4 KJFöG
(15) vgl. Anhang §§ 1, 8, 9 und 11 SGB VIII, §§ 2 Abs. 1, 5 und 6 KJFöG
(16) vgl. Anhang § 7 KJFöG
(17) 10. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung, Bonn 1998, S. 223
(18) ebenda, Seite IX
(19) vgl. Inge Seiffge-Krenke: Gesundheitspsychologie des Jugendalters, Göttingen 1994, S. 32
(21) vgl. § 1 SGB VIII
(22) vgl. Anhang
(23) vgl. Bundesjugendkuratorium: Streitschrift „Zukunftsfähigkeit sichern! Für ein neues Verhältnis von Bildung und Jugendhilfe“, 2002
(24) vgl. Anhang § 2 Abs. 1 Satz 3 und § 6 Abs. 4 KJFöG
(25) Zum Beispiel Einkindfamilien, Familien mit Zuwanderungsgeschichte, „Patchwork“-Familien, Hartz IV usw.
(26) vgl. Wiebken Düx/Erich Sass: Informelle Lernprozesse im Jugendalter in Settings des freiwilligen Engagements, DJI 2006
(27) In NRW durchschnittlicher Besuchsanteil von ca. 40 Prozent
(28) Integration = Herstellung eines Ganzen, vgl. Wikipedia)
(29) Inklusion = Jeder Mensch wird in seiner Individualität akzeptiert und hat die Möglichkeit, in vollem Umfang an der Gesellschaft teilzuhaben, vgl. Wikipedia)
(30) Zum Beispiel Aktion „GUT DRAUF“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
(31) Umfangreiches Material zum Thema Tierhaltung gibt es im ABA-Netz. Verwiesen sei in diesem Zusammenhang vor allem auf den fünfteiligen Beitrag zum Thema Tierhaltung in der Offenen Arbeit – Beiträge zu einer Konzeption.
§ 1 Recht auf Erziehung, Elternverantwortung, Jugendhilfe (SGB VIII)
(1) Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen unnd gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.
2. Eltern und andere Erziehungberechtigte bei der Erziehung beraten und unterstützen,
§ 2 Aufgaben der Jugendhilfe (SGB VIII)
1. Angebote der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes (§§ 11 bis 14)
§ 3 Freie und öffentliche Jugendhilfe (SGB VIII)
§ 4 Zusammenarbeit der öffentlichen Jugendhilfe mit der freien Jugendhilfe (SGB VIII)
§ 5 Wunsch- und Wahlrecht (SGB VIII)
§ 7 Begriffsbestimmungen (SGB VIII)
§ 8 Beteiligung von Kindern und Jugendlichen (SGB VIII)
§ 8a Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung (SGB VIII)
§ 9 Grundrichtung der Erziehung, Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen (SGB VIII)
2. die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes oder des Jugendlichen zu selbstständigem, verantwortungsbewusstem Handeln sowie die jeweiligen besonderen sozialen und kulturellen Bedürfnisse und Eigenarten junger Menschen und ihrer Familien zu berücksichtigen,
§ 11 Jugendarbeit (SGB VIII)
§ 2 Grundsätze (KJFöG NRW)
§ 3 Zielgruppen, Berücksichtigung besonderer Lebenslagen (KJFöG NRW)
§ 4 Förderung von Mädchen und Jungen/Geschlechterdifferenzierte Kinder- und Jugendarbeit (KJFöG NRW)
– die geschlechtsspezifischen Belange von Mädchen und Jungen berücksichtigen,
– zur Verbesserung ihrer Lebenslagen und zum Abbau geschlechtsspezifischer Benachteiligungen und Rollenzuschreibungen beitragen,
– die gleichberechtigte Teilhabe und Ansprache von Mädchen und Jungen ermöglichen und sie zu einer konstruktiven Konfliktbearbeitung befähigen,
– unterschiedliche Lebensentwürfe und sexuelle Identitäten als gleichberechtigt anerkennen.
§ 5 Interkulturelle Bildung (KJFöG NRW)
Die Kinder- und Jugendarbeit … soll in ihrer inhaltlichen Ausrichtung den fachlichen und gesellschaftlichen Ansprüchen einer auf Toleranz, gegenseitiger Achtung, Demokratie und Gewaltfreiheit orientierten Erziehung und Bildung entsprechen. Sie soll die Fähigkeit junger Menschen zur Akzeptanz anderer Kulturen und zu gegenseitiger Achtung fördern.
§ 6 Beteiligung von Kindern und Jugendlichen (KJFöG NRW)
(3) Das Land soll im Rahmen seiner Planungen, soweit Belange von Kindern und Jugendlichen berührt sind, insbesondere bei der Gestaltung des Kinder- und Jugendförderplans, Kinder und Jugendliche im Rahmen seiner Möglichkeiten hören.
§ 7 Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule (KJFöG NRW)
§ 8 Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit sowie erzieherischer Kinder- und Jugendschutz in der Jugendhilfeplanung (KJFöG NRW)
§ 9 Kinder – und Jugendförderplan des Landes (KJFöG NRW)
§ 10 Schwerpunkte der Kinder- und Jugendarbeit (KJFöG NRW)
§ 12 Offene Jugendarbeit (KJFöG NRW)
Seite eingestellt am 1. September 2009
Aktualisierung: 14. Dezember 2009