Source: https://www.vergabeblog.de/author/pfarr/page/2/
Timestamp: 2020-02-21 15:47:26
Document Index: 185561590

Matched Legal Cases: ['EuG', '§ 9', '§ 9', '§ 101', '§ 3', '§ 1', '§ 99', '§ 99', '§ 120', '§ 13', '§ 128', 'BGH', 'BGH', '§ 241', '§ 107', '§ 3', '§ 101', '§ 97', '§ 97', '§ 101', '§ 138', 'Art. 2', '§ 101']

Dr. Valeska Pfarr, MLE, Author at Vergabeblog - Seite 2 von 2
Neues zu Höchstmengen in Rahmenvereinbarungen – Anhängiges Vorabentscheidungsverfahren von Dr. Alexander Csaki
Neue Fesseln für Inhouse-Vergaben? (EuGH, Urt. v. 03.10.2019 – C-285/18 – Irgi... von Holger Schröder
Rettung vor dem Vollst(r)ecker: Die Bewertung einer mündlichen Präsentation als Zuschlagsk... von Julia Gielen
Vergabefehler in Beschäftigungsverhältnissen und ihre Folgen für den Mitarbeiter von Michael Pilarski
Der Fisch an der Angel – oder: der Decoy-Effekt – lassen Sie sich (nicht) täuschen! (Teil... von Wolfgang Bartsch
Autor wählen Redaktion pbammes Martin Adams, Mag. rer. publ. Dr. Ralf Averhaus Wolfgang Bartsch Henrik Baumann Ina Bellmann Dr. Jens Biemann Dr. Andreas Bock Robin Bonsack Guido Brand Steffen Braun Dr. Christian Braun Jan Buchholz Daniel Förster / Carsten Klipstein Peter Cornelius Dr. Alexander Csaki Dr. Jana Dahlendorf Jan-Michael Dierkes Dr. Alexander Dörr Marc Eichenseher Prof. Dr. Matthias Einmahl John Richard Eydner Dr. Beatrice Fabry Alexander Falk Dr. Alexander Fandrey Henning Feldmann Markus Figgen Thomas H. Fischer M.B.L.-HSG Christian Frhr. v. Ulmenstein Carlos Frischmuth Dr. Pascal Friton, LL.M. Aline Fritz Jochen Fürmann, Ass. iur. Gastbeitrag Dr. Oskar Maria Geitel Julia Gielen Bastian Gierling Martin Götte Dr. Klaus Greb Martin Hahn Dr. Andreas Harms Annett Hartwecker Elisa Haseloff Dr. Rut Herten-Koch Dr. Lotte Herwig Dr. Lars Hettich Christian Heuking Claudia Hielscher Constanze Hildebrandt Dr. Henning Holz Till Horst, LL.M. Áron Horváth Marco Junk Anes Kafedzic Michael Kaul Elisabeth Keller-Stoltenhoff Dr. Hannes Kern René Kieselmann Dr. Benjamin Klein Tobias Kröger Florian Krumenaker, LL.M. André Kühl Tobias Kühn Tim Kuhn Dr. Martin Kunde Judith Kutschera Dirk Martin Kutzscher Prof. Dr. Ralf Leinemann Dr. Eva-Dorothee Leinemann, LL.M. Dr. Karsten Lisch Dr. Dominik R. Lück Dr. Mathias Mantler Áron Horváth / Max Stanko Christina Meincke Dr. Martin Menner Dr. Susanne Mertens, LL.M. Ina Bellmann / Michael Kaul Hans-Peter Müller Mark Münch Martin Mündlein Alexander Nette, LL.M. Dr. Peter Neusüß Dr. Isabel Niedergöker, Mag. rer. publ. Dr. Rainer Noch Rudolf Oechtering Sascha Opheys Dr. Roderic Ortner Tobias Osseforth Dr. Martin Ott Dr. Evelyn Paetsch Dr. Mathias Pajunk Dr. Valeska Pfarr, MLE Michael Pilarski Dr. Konstantin Pohlmann Anette Prasser Monika Prell Peter Michael Probst, M.B.L.-HSG Henner-Matthias Puppel Dr. Georg Queisner Dr. Ingrid Reichling Anna Rieder, LL.M. Dr. Marc Röbke Prof. Jan Dirk Roggenkamp Maria Rosenke Dr. Frank Roth Prof. Franz-Josef Schlapka Dr. Tobias Schneider Eric Schneider Dr. Volker Schnepel Sebastian Schnitzler, LL.M. Holger Schröder Torben Schustereit Dr. Christof Schwabe, LL.M. Marieke Schwarz Dr. Jan Seidel Dr. Anne-Carolin Seidler, LL.M. Dr. Felix Siebler, LL.M. André Siedenberg Michael Singer Dr. Michael Sitsen Dr. Daniel Soudry, LL.M. Anna Specht-Schampera Jochen Spindler Max Stanko Matthias Steck Sonja Stenzel Dr. Jörg Stoye Hermann Summa Mag.a Alexandra Terzaki Patrick Thomas Brigitta Trutzel Henrik Baumann und Daniel Heinzler André Siedenberg und Judith Kutschera Karsten Voigt Dr. Christian-David Wagner Johanna Walliczek Michael Wankmüller Oliver Weihrauch Michael Werner Dr. Torben Westerhoff Julie Wiehler, LL.M. Thomas Willert Roman P. Willweber, LL.M. Dipl.Ing.(FH) Monika Winkelman Fin Winkelmann, LL.M. Fabian Winters Dr. Piotr Wittmann Dr. Florian Wolf Dr. Thomas Würtenberger, LL.M. Julia Zerwell Tobias Zimpel
VK Bund: Ohne Lesebestätigung kein Zugangsnachweis bei E-Mails? (VK Bund, Beschluss v. 03.02.2014 – VK 2-1/14)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 01/04/2014, Nr. 18719
Viele Auftraggeber stehen der vollständig elektronischen Vergabe noch mit Vorbehalten gegenüber. Dennoch nutzen sie gern den oft schnelleren und einfacheren elektronischen Weg, um Vergabeunterlagen oder Bieterauskünfte zu versenden. Ähnlich wie bei der Übermittlung per Fax stellt sich dabei natürlich die Frage, wer im Zweifel den Zugang beweisen muss und welche Anforderungen gelten. Aufschlussreich ist hier eine aktuelle Entscheidung der VK Bund (VK Bund, Beschluss vom 03.02.2014 , AZ.: VK 2-1/14)
OLG München: Mehr Wettbewerb kann schädlich sein – das Bewerberlimit gilt! (Beschluss vom 21.11.2013 – Verg 9/13)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 20/02/2014, Nr. 18302
Bei zweistufigen Verfahren begrenzen Auftraggeber oft die Zahl der Unternehmen, die zur Abgabe eines Angebots aufgefordert werden sollen in der europaweiten Bekanntmachung. Schwierig wird es, wenn sich diese Obergrenze im Nachhinein als zu niedrig herausstellt. Nach einer jüngeren Entscheidung des OLG München bleibt kaum ein Weg, nachträglich mehr Wettbewerber zuzulassen (OLG München vom 21.11.2013 – Verg 9/13).
OLG Düsseldorf: Auch ohne Liste gemäß § 9 Abs. 4 VOL/A-EG ist Ausschluss möglich (Beschluss v. 17.07.2013 – Verg 10/13
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 12/01/2014, Nr. 17847
Das OLG Düsseldorf hatte für Aufsehen gesorgt, als es entschied, dass Nachweise ohne abschließende Liste gemäß § 9 Abs. 4 VOL/A-EG nicht wirksam gefordert sind und Bieter dann nicht wegen fehlender Nachweise ausgeschlossen werden dürfen. Doch nun scheint das OLG Düsseldorf seine Rechtsprechung zu relativieren. Zugleich zeigt es Auftraggebern mögliche Vorgehensweisen im laufenden Vergabeverfahren auf, wenn konkrete Nachweise nicht wirksam gefordert wurden (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 17.07.2013, Az.:Verg 10/13).
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 04/01/2014, Nr. 17857
Zuschlagskriterien lenken die Vergabeentscheidung des Auftraggebers. Es ist daher für Bieter wichtig, diese so genau wie möglich zu kennen, um ihr Angebot danach ausrichten zu können. Grundsätzlich sind Kriterien und Unterkriterien sowie deren Gewichtung daher spätestens mit Übersendung der Vergabeunterlagen mitzuteilen. Das OLG Celle hat jedoch für den wettbewerblichen Dialog einen weiteren Spielraum des Auftraggebers anerkannt (OLG Celle, Beschluss vom 16.05.2013 Az.: 13 Verg 13/12).
Auftraggeber muss in Verhandlungen nicht auf Optimierung der Angebote hinwirken! (VK Sachsen, Beschluss v. 28.08.2013 – Az.: 1 /SVK/026)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 08/12/2013, Nr. 17677
Das Verhandlungsverfahren ist weitgehend formfrei. Vorgaben ergeben sich im Wesentlichen aus den vergaberechtlichen Grundsätzen, insbesondere dem Grundsatz der Gleichbehandlung und des Wettbewerbs. Die in der Praxis wichtigen, konkreten Rechte und Pflichten der Verfahrensbeteiligten ergeben sich daher vorwiegend aus Einzelfallentscheidungen. Mehrfach stand dabei schon in unterschiedlicher Ausprägung die Frage im Raum, in welchem Umfang ein Auftraggeber nicht nur berechtigt , sondern sogar verpflichtet ist, zu verhandeln. Die Vergabekammer Sachsen begrenzt seine Pflichten in einer aktuellen Entscheidung in begrüßenswerter Weise (VK Sachsen, Beschluss vom 28.08.2013 – Az.: 1 /SVK/026)
VK Bund: Keine Rücknahme bietereigener AGB! (Beschluss v. 24.06.2013 – AZ.: VK 3-44/13).
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 29/09/2013, Nr. 17198
Ein Bieter, der seine allgemeinen Vertragsbedingungen (AGB) beifügt, ist in einem Vergabeverfahren zwingend auszuschließen – das hat sich inzwischen allgemein herumgesprochen. Die Vergabekammer des Bundes hat nun – vergaberechtlich konsequent – klargestellt, dass die Einbeziehung eigener AGB nachträglich auch nicht mehr rückgängig gemacht werden kann (VK Bund, Beschluss vom 24.06.2013, AZ.: VK 3-44/13).
OLG München: Kenntnis des Vergaberechtsverstoßes auch bei neuer Rechtsprechung? (Beschluss v. 13.06.2013 – Verg 1/13)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 18/08/2013, Nr. 16773
Ab Kenntnis des Vergaberechtsverstoßes bleiben einem Unternehmen gemäß § 101 b Abs. 2 GWB nur 30 Kalendertage, um eine unzulässige „de facto“-Vergabe mit einem Nachprüfungsverfahren anzugreifen und die Unwirksamkeit des Vertrags feststellen zu lassen. Danach ist ein entsprechender Antrag unzulässig. Die Frist beginnt aber grundsätzlich nicht schon bei Kenntnis allein der tatsächlichen Umstände, erforderlich ist auch eine laienhafte Wertung als Vergaberechtsverstoß. Das OLG München hat diese Anforderung der rechtlichen Wertung nun offenbar eingrenzend ausgelegt (OLG München, Beschluss vom 13.06.2013, AZ.: Verg 1/13).
Kein Angebotsausschluss trotz ungültiger elektronischer Signatur? (VK Südbayern, Beschluss v. 17.04.2013 – Z3-3-3194-1-07-03/13)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 03/07/2013, Nr. 16146
Zur Angebotsabgabe mit elektronischer Signatur gibt es bislang kaum Entscheidungen, obwohl die elektronische Vergabe als Zukunftsmodell in aller Munde ist. Dementsprechend groß ist oft die Verunsicherung der Vergabestellen. Nun hatte die Vergabekammer Südbayern einen Fall zu entscheiden, in dem es um die Gültigkeit einer fortgeschrittenen elektronischen Signatur ging. In den Entscheidungsgründen erörterte sie eingehend technische Details und die rechtlichen Unterschiede gegenüber der qualifizierten elektronischen Signatur. Vergabestellen sah sie ausdrücklich in der Pflicht, in jedem Problemfall den Sachverhalt genau zu untersuchen und eine eigene wertende Entscheidung zur Signatur zu treffen und diese zu dokumentieren (VK Südbayern, Beschluss vom 17.04.2013, Az.: Z3-3-3194-1-07-03/13).
OLG Düsseldorf: Bewertung des Preises mit 90 % vergaberechtswidrig? (09.01.2013 – Verg 33/12)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 10/05/2013, Nr. 15182
Zuschlagskriterien lenken die Auswahlentscheidung und sind damit zentral für jede Ausschreibung. Der Auftraggeber hat insoweit einen „Festlegungsspielraum“, den das OLG Düsseldorf allerdings einer Vertretbarkeitskontrolle unterworfen sieht (vgl. Beitrag Pfarr vom 19.08.2012: OLG Düsseldorf: Darf es ein bisschen mehr Preis sein?). Im Rahmen dieser Kontrolle hat das OLG Düsseldorf nun die Gewichtung des Preises mit 90% für vergaberechtswidrig erklärt und scheint damit neue Maßstäbe zu setzen (OLG Düsseldorf, 09.01.2013, Az.: Verg 33/12).
OLG Düsseldorf: Die Anforderung, nur sozialversicherungspflichtiges Personal einzusetzen, ist vergaberechtswidrig (Beschluss v. 17.01.2013, VII – Verg 35/12)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 24/03/2013, Nr. 14907
Auf Märkten mit einem harten Preiswettbewerb – wie insbesondere der Reinigungsbranche – suchen Auftraggeber oft nach Möglichkeiten, ein bestimmtes Qualitätsniveau der Leistung zu sichern. Die personelle Ausstattung wird dabei zunehmend als Anknüpfungspunkt gesehen (vgl. Beitrag Pfarr vom 6.12.2011: „OLG Düsseldorf: Härtere Zeiten für Dumping-Angebote? (Beschluss v. 08.09.2011 – Verg 80/11“) Das OLG Düsseldorf hat jedoch dem pauschalen Verbot des Einsatzes geringfügig Beschäftigter einen Riegel vorgeschoben (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 17.01.2013, Az.: VII – Verg 35/12).
OLG München: Bei vergaberechtswidrigen Produktvorgaben sind abweichende Angebote erlaubt (Beschluss v. 06.12.2012, Az.: Verg 25/12)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 17/02/2013, Nr. 14729
Produktspezifische Ausschreibungen sind in der Praxis verbreitet – können aber für Auftraggeber zu unerfreulichen Ergebnissen führen. Das OLG München (Beschluss vom 06.12.2012, Az.: Verg 25/12) bezieht in einer jüngeren Entscheidung eine erstaunlich bieterfreundliche Position.
OLG Naumburg: Einvernehmliche Kündigungsrücknahme ist vergaberechtlich unwirksam (Beschluss v. 26.07.2012 – 2 Verg 2/12)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 09/12/2012, Nr. 14236
Wie steht das Vergaberecht zur Kündigung von Verträgen? Im Spannungsverhältnis zwischen Zivil- und Vergaberecht ist hier noch Vieles offen. Das OLG Naumburg hatte nun den Fall einer Kündigungsrücknahme zu entscheiden und dabei vergaberechtlichen Wertungen Vorrang eingeräumt (OLG Naumburg, Beschluss vom 26.07.2012, Az.: 2 Verg 2/12).
KG Berlin zu Maßstäben und Indizien einer unzulässigen Mischkalkulation (Beschluss v. 14.08.2012 – Verg 8/12)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 21/10/2012, Nr. 13846
Lukrativ werden Aufträge für Bieter oft erst durch fragwürdige Angebots- und Kalkulationsstrategien: Spekulationsangebote, undurchsichtige Preisstrukturen und Dumpingpreise können unerwünschte Begleiterscheinungen des Wettbewerbs sein. Aber welche Instrumente gibt das Vergaberecht dem Auftraggeber im Verfahren an die Hand? Das Kammergericht Berlin hat in einer jüngeren Entscheidung Maßstäbe in Bezug auf so genannte „Mischkalkulationen“ verdeutlicht (KG Berlin, Beschluss vom 14. August 2012, Az.: Verg 8/12).
OLG Düsseldorf: Darf es ein bisschen mehr Preis sein?
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 19/08/2012, Nr. 13384
Zu den grundlegenden Weichenstellungen bei der Konzeption eines Vergabeverfahrens gehört die Bestimmung der Zuschlagskriterien. Auftraggeber formulieren dabei die aus ihrer Sicht wesentlichen Gesichtspunkte für die Bewertung der Angebote. Die Frage, wie weit hier ihr Bestimmungsrecht reicht, liegt nahe. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat die bestehende Rechtsprechung um weitere Aspekte ergänzt, die es aus dem Wirtschaftlichkeitsprinzip ableitet (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 21. Mai 2012, Az.: VII Verg 3/12).
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 28/05/2012, Nr. 12861
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 20/05/2012, Nr. 12833
§§ 3 Abs. 3, 8 EG VOL/A, § 1 VOF
Ist ein Auftraggeber mit der Wahl eines Offenen Verfahrens immer auf der sicheren Seite oder kann ein Bieter im Einzelfall auch auf Durchführung eines Verhandlungsverfahrens pochen? Das OLG Brandenburg (Beschluss vom 27.03.2012, Az: Verg W 13/11) beantwortete diese Frage – und differenzierte hierbei.
Das Ende der Schonzeit: Rückblick Expertenpanel zu sicherheitsrelevanten Beschaffungen beim 15. Polizeikongress in Berlin
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 04/03/2012, Nr. 12347
Aufbruch sieht anders aus: die Umsetzungsfrist der Richtlinie für sicherheitsrelevante Beschaffungen aus dem Jahr 2009 (RL 2009/81/EG) ist seit über einem halben Jahr verstrichen und noch immer zeichnet sich keine lückenlose Umsetzung in deutsches Recht ab. Vielmehr ist wohl auf längere Sicht – zumindest im Bereich der Liefer- und Dienstleistungen – mit einer „Hybridlösung“ zu rechnen: einer Gemengelage aus nationalen Normen, die Richtlinie umsetzen, und einer ergänzenden Anwendung der unmittelbar anwendbaren Bestimmungen der Richtlinie (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss v. 8.6.2011 – Verg 49/11). Was genau aber bedeutet dies für die Beschaffungspraxis? Dies diskutierte das Expertenpanel “Europäische Beschaffungsregularien im Sicherheitsbereich” beim 15. Polizeikongresses am 14. und 15. Februar in Berlin unter der Leitung von Klaus-Peter Tiedtke (Direktor Beschaffungsamt des BMI).
OLG München: Eine exklusive Schanklizenz ist keine Dienstleistungskonzession! § 99 Abs. 1 GWB (Beschluss v. 22.01.2012 – Verg 17/11)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 26/02/2012, Nr. 12146
§ 99 Abs. 1 GWB
Kein Heimatfestbier auf der Spessartfestwoche? Darauf hätte es hinauslaufen können, wenn das OLG München (OLG München, Beschluss v. 22.01.2012, Az.: Verg 17/11) dem Nachprüfungsantrag eines Bierlieferanten stattgegeben hätte und die exklusive Ausschanklizenz der Stadt Lohr für einen Konkurrenten für nichtig erklärt hätte. Zumindest hätte die Einordnung als Dienstleistungskonzession zur Durchführung eines transparenten Bietverfahrens zwingen können. Das Gericht verwarf jedoch den Antrag und konkretisierte zugleich die Grenze zwischen allgemeiner Wirtschaftsförderung einerseits und Dienstleistungskonzession andererseits.
OLG Brandenburg: Übereinstimmende Erledigung in zweiter Instanz – wer zahlt? (Beschluss v. 08.11.2011 – Az.: Verg W 3/11)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 14/02/2012, Nr. 12065
§§ 120 Abs. 2,128 Abs. 1,3 GWB; § 13 VwKostG
Einigen sich die Beteiligten eines Nachprüfungsverfahrens in der Sache, so steht immer noch die Kostenfrage im Raum. Die Kosten vor der Vergabekammer regelt § 128 GWB – wie sich gerade am Beispiel der Erledigung zeigt – lückenhaft. Im Hinblick auf die Erledigungserklärung in erster Instanz ist deswegen auch bereits eine Divergenzvorlage des OLG Naumburg (OLG Naumburg, Beschluss vom 14. April 2011, Az. 2 Verg 2/11) beim BGH anhängig. Nicht zufriedenstellend geregelt ist aber auch der Fall, in dem sich die Beteiligten erst in der zweiten Instanz einigen. Das zeigt eine jüngere Entscheidung des OLG Brandenburg (OLG Brandenburg, Beschluss vom 08.11.2011, Az.: Verg W 3/11).
Neues zu Nebenangeboten im Preiswettbewerb: Das OLG Düsseldorf lässt den BGH entscheiden!
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 11/12/2011, Nr. 11517
Im Gespräch mit dem Vergabeblog hatte der Vorsitzende des Vergabesenats und des 2. Kartellsenats des OLG Düsseldorf, Heinz-Peter Dicks, es bereits angekündigt: wenn sein Senat erneut mit der Frage der umstrittenen Rechtsfrage der Zulässigkeit von Nebenangeboten im reinen Preiswettbewerb konfrontiert werden sollte, wird er auf eine höchstrichterliche Klärung hinwirken. Nun ist es offensichtlich soweit und dieser Ankündigung folgen Taten!
OLG Düsseldorf: Härtere Zeiten für Dumping-Angebote? (Beschluss v. 08.09.2011 – Verg 80/11)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 06/12/2011, Nr. 11489
Billig ist nicht immer gut! Auftraggeber, die dieser Erkenntnis folgen und qualitativ zweifelhafte Dumpingangebote schon im Vergabeverfahren „aussieben“ wollen, haben es vor allem bei standardisierten Dienstleistungen nicht leicht. Wie soll hier im Vorfeld Qualität geprüft werden? Kann zumindest eine hinreichende personelle Ausstattung vorgegeben werden? Eine jüngere Entscheidung des OLG Düsseldorf gibt Denkanstöße (Beschluss vom 08.09.2011, Az.: Verg 80/11).
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 30/10/2011, Nr. 11212
§§ 241 Abs. 2, 311 Abs. 2 Nr. 1, 280 Abs. 1 S. 1 BGB
Vergabeverfahren kosten auch den Bieter Geld. Das ist immer so. Wenn der Auftraggeber aber gegen Vergabebestimmungen verstoßen hat – kann der Bieter diese Kosten dann als Schadensersatz von dem Auftraggeber zurück beanspruchen? In einer aktuellen Entscheidung hat der Bundesgerichtshofs (Urteil vom 09.06.2011, Az.: X ZR 143/2010) seine Entscheidungspraxis teilweise zugunsten der Bieter geändert.
Übergang in das Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb: bis wann kann ein Bieter erkennbare Mängel rügen? (OLG Naumburg, Beschluss v. 18.08.2011, AZ: 2 Verg 3/11)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 14/09/2011, Nr. 10828
§ 107 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 GWB, § 3 Abs. 4 lit. a) EG VOL/A
Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb sind etwas Besonderes: anders als in „strengen“ Verfahren macht der öffentliche Auftraggeber hier die Einzelheiten des Verfahrens – insbesondere die Angebotsfrist – nicht europaweit bekannt sondern fragt die Angebote direkt ab. Trotzdem besteht hier kein vergaberechtsfreier Raum – das gilt auch für die Rüge von Mängeln, die schon in den Angebotsunterlagen erkennbar sind. Das OLG Naumburg hat in einer lesenswerten Entscheidung (OLG Naumburg, Beschluss vom 18.08.2011, AZ: 2 Verg 3/11) wichtige Einzelheiten geklärt.
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 25/07/2011, Nr. 10419
Seit der Vergaberechtsreform 2009 kennt das deutsche GWB auch die elektronische Auktion als „Art der Vergabe“. Das Problem: § 101 Abs. 6 Satz 1 nennt diese zwar, an verfahrensgestaltenden Regelungen fehlt es aber. Anders als bei dem in Satz 2 der Vorschrift genannten „dynamischen elektronischen Verfahren“ treffen auch die Vergabe- und Vertragsordnungen keine Bestimmungen hierzu, so dass sich die Frage stellte, ob und ggf. wie das Verfahren genutzt werden kann und darf.
Die Vergabekammer Lüneburg (Beschluss vom 10.05.2011, Az.: VgK-11/11) hat sich nun in einer aktuellen Entscheidung als erste Vergabekammer hierzu positioniert.
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 22/06/2011, Nr. 10163
Auftraggeber, die Nebenangebote zulassen, ermöglichen so innovative Angebote, die in bestimmten Punkten von der Leistungsbeschreibung abweichen. Gegenwärtig ist umstritten, wie dann diese Leistung zu bewerten ist. Die Frage betrifft die Wahl der Zuschlagskriterien. Hier lohnt es sich, Inhalt und Konsequenzen der vertretenen Ansichten zu kennen und bei der Konzeption zu berücksichtigen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick.
Mittelstandsförderung: OLG Karlsruhe konkretisiert Grenzen der Losvergabe (Beschluss v. 6.04.2011 – 15 Verg 3/11)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 25/04/2011, Nr. 9652
§ 97 Abs. 3 Satz 1 und 2 GWB
Öffentliche Auftraggeber müssen möglichst mittelstandsfreundlich und insbesondere losweise ausschreiben (vgl. § 97 Abs. 3 Satz 1 und 2 GWB). Dieses Gebot hat auch Bedeutung für den Zuschnitt der Lose. Sie müssen so groß bzw. klein sein, dass dem Mittelstand eine Chance bleibt, ein Angebot abzugeben – und zwar auch ohne eine Bietergemeinschaft zu bilden. Das OLG Karlsruhe hat nun in einer aktuellen Entscheidung die Grenzen dieser Pflicht verdeutlicht (OLG Karlsruhe, Beschluss vom 6.04.2011, 15 Verg 3/11).
OLG München: Keine Hemmung der Rechtsmittelfrist bei de facto-Vergaben oder: Neues zu Ausschlussfristen nach dem neuen GWB (Beschluss v. 10.03.2011, Verg 1/11)
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 03/04/2011, Nr. 9448
§ 101b Abs. 2 GWB, § 138 BGB, Art. 2 f Richtlinie 2007/66/EG
Seit der Vergaberechtsnovelle 2009 bleibt Wettbewerbern nur ein begrenzter Zeitraum zur Einleitung von Nachprüfungsverfahren gegen unzulässige Direktvergaben. Wie das OLG München (Beschluss v. 10.03.2011, Verg 1/11) nun klargestellt hat, sind die Fristen des § 101 b Abs. 2 GWB starr und werden nicht dadurch gehemmt, dass die Vergabestelle zum Schein ankündigt, ein ordnungsgemäßes Vergabeverfahren durchführen zu wollen. Wettbewerbern droht hier also der vollständige Rechtsverlust!
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 03/02/2011, Nr. 8821
Auch wenn die Entscheidung bereits ein paar Tage zurück liegt, so ist sie doch überaus interessant: In der Frage, zu welchem Zeitpunkt im Vergabeverfahren ein Auftraggeber frühestens die Benennung der Nachunternehmer verlangen kann, hat das OLG Naumburg in einer jüngeren Entscheidung überraschende Akzente gesetzt.
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 31/10/2010, Nr. 7767
Gesundheitsreform und Arzneimittelrabattverträge – Gleiches (Vergabe-)Recht für alle!
Von Dr. Valeska Pfarr, MLE | Zitierangaben: Vergabeblog.de vom 13/07/2010, Nr. 6891
Der aktuelle Gesetzesentwurf vom 29.06.2010 zur Reform der Arzneimittelversorgung („Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarkts in der gesetzlichen Krankenversicherung“, AMNOG) überträgt den Zivilgerichten die vergaberechtliche Kontrolle über den Abschluss von Arzneimittelrabattverträgen auch in der zweiten Instanz. Strenge vergaberechtliche Regeln sollten daher schon im Vorfeld beachtet werden, das gilt insbesondere bei Verträgen über denselben Wirkstoff, die mit mehreren Herstellern geschlossen werden.