Source: https://www.bghw.de/die-bghw/bghw-in-zahlen/jahresbilanz-2018
Timestamp: 2020-04-06 02:16:59
Document Index: 105352763

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Jahresbilanz 2018 — BGHW-Website
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Wofür die BGHW Geld ausgibt (Stand 2018)
Ausgaben 2018 in Euro
Prävention 75.266.065,53
(davon Ausgleichslast 154.591.999,75 €) 1.041.215.050,98
Verwaltungskosten 120.696.444,96
Sonstige Kosten* 129.911.135,86
Gesamt 1.367.088.697,33
Diese setzten sich 2018 wie folgt zusammen:
Rehabilitation 368.601.795
Verletztengeld 79.132.632
Renten 425.719.402
Sonstige Leistungen 13.169.222
Gesamt 886.623.051
Die Rentenzahlungen an Versicherte der BGHW bilden mit einem Anteil von 48 Prozent den größten Posten bei den Entschädigungsleistungen. An zweiter Stelle folgen die Rehabilitationskosten, die mit 42 Prozent einen großen Teil der Gesamtausgaben im Entschädigungsbereich ausmachen.
Versicherte oder deren Hinterbliebene erhalten eine Rente bzw. Sterbegeld, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. 2018 zahlte die BGHW an insgesamt 65.991 Rentenempfänger Renten in Höhe von 425,7 Millionen Euro.
Zahl der Renten 2018 nach Empfängergruppen
Versicherte 58.813
Witwen, Witwer 6.380
Waisen 797
GESAMT 65.991
Bei der BGHW sind rund 380 700 Mitgliedsunternehmen mit rund 4,6 Millionen Beschäftigten* versichert. Dabei überwiegen mit einem Anteil von 85 Prozent kleine Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten. In diesen Unternehmen sind aber „nur“ 16 Prozent der Versicherten beschäftigt. Lediglich 3,2 Prozent der Mitgliedsunternehmen haben 50 und mehr Beschäftigte; sie stellen aber fast zwei Drittel der Versicherten.
weniger als 10 Beschäftigte 325.193 85,4 85,4
10 bis 49 Beschäftigte 43.356 11,4 96,8
50 bis 249 Beschäftigte 10.013 2,6 99,4
250 und mehr Beschäftigte 2.104 0,6 100,0
Gesamt 380.666 100,0
weniger als 10 Beschäftigte 734.103 16,5 16,0
10 bis 49 Beschäftigte 911.819 19,8 35,8
50 bis 249 Beschäftigte 994.538 21,6 57,5
250 und mehr Beschäftigte 1.955.250 42,5 100,0
Gesamt 4.595.710 100,0
Im Jahr 2018 wurden der BGHW 265.696 Unfälle angezeigt. 129.400 dieser Unfälle hatten eine mehr als dreitägige Arbeitsunfähigkeit zur Folge und waren damit anzeigepflichtig. In 1901 Fällen waren die Verletzungsfolgen so schwerwiegend, dass es im Berichtsjahr erstmals zu einer Entschädigung in Form einer Rente bzw. Abfindung oder zur Zahlung von Sterbegeld gekommen ist (neue Unfallrente). Tödlich verletzt wurden 73 Menschen, die Mehrzahl davon (56 Unfälle) bei Straßenverkehrsunfällen.
Angezeigte Unfälle 224.657 41.039 265.696
Anzeigepflichtige Unfälle 107.040 22.360 129.400
Neue Unfallrenten 1.409 492 1.901
Tödliche Unfälle 33 40 73
Ein empirisches Maß zur Beschreibung des Unfallrisikos ist die Unfallhäufigkeit. Hierbei wird, wie bereits erwähnt, die Zahl der Unfälle zu der Beschäftigtenzahl in Beziehung gesetzt. Man erhält dann eine Angabe „Unfälle je 1000 Beschäftigte“ – häufig als „Tausend-Mann-Quote“ bezeichnet. Diese Größe beträgt bei der BGHW bei den anzeigepflichtigen Unfällen 28,2.
Angezeigte Unfälle 48,9 8,9 57,8
Anzeigepflichtige Unfälle 23,1 4,9 28,2
Neue Unfallrenten 0,307 0,107 0,414
Tödliche Unfälle 0,007 0,009 0,016
Im Jahr 2018 sind bei der BGHW 4.017 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit eingegangen. Als Berufskrankheit im juristischen Sinne anerkannt wurden 649 Fälle, 212 Betroffene erhalten eine ab 2018 laufende Rentenzahlung. In weiteren 1.452 Fällen wurde die berufliche Verursachung der Erkrankung festgestellt; eine Berufskrankheit im juristischen Sinne lag jedoch nicht vor, weil besondere versicherungsrechtliche Voraussetzungen nicht erfüllt waren – etwa die Aufgabe der gefährdenden Tätigkeit. Die Berufsgenossenschaft übernimmt in diesen Fällen die medizinische Rehabilitation und berät die Erkrankten über mögliche Schutzmaßnahmen. In 2.116 Fällen ist der Verdacht auf eine Berufskrankheit nicht bestätigt worden. In Folge einer Berufskrankheit sind im Berichtsjahr 101 Versicherte verstorben. In der überwiegenden Zahl der Fälle handelte es sich dabei um asbestverursachte Erkrankungen, deren Ursachen in der Regel bereits Jahrzehnte zurückliegen.