Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202005,%201219
Timestamp: 2019-07-17 11:41:33
Document Index: 381611349

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 280', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Grundlagen für das Zustandekommen eines Auskunftsvertrages; Wirksamkeit einer Abtretungsvereinbarung; Auskunftspflichten eines Anlagevermittlers; Schadensersatz wegen schuldhafter Verletzung eines Auskunftsvertrages; Pflicht eines Anlageberaters zur Plausibilitätsprüfung seines empfohlenen Anlagekonzeptes; Pflichten bei der Anlagevermittlung durch einen Kraftfahrer ohne besondere Ausbildung im Finanzdienstleistungssektor
Ein stillschweigender Abschluss eines Beratungsvertrages ist zu bejahen, wenn ein Anlageinteressent bei einer konkreten Anlageentscheidung die Hilfe eines Anlageberaters in Anspruch nimmt, dieser sich auf eine Beratung einlässt und erkennt, daß der Kunde das Ergebnis der Beratung zur Grundlage der Anlageentscheidung machen will ( vgl. BGH NJW-RR 2005, 1120 ff. -1121-; NJW 2000, 3275; NJW 1982, 1095 ff. -1096;… Palandt-Heinrichs, BGB, 67. Aufl., § 280 Rdnr. 47, 52 ).
Ein solcher Vertrag verpflichtet den Vermittler zu vollständiger und richtiger Information über diejenigen tatsächlichen Umstände, die für den Anlageentschluß des Interessenten der Kapitalanlage von besonderer Bedeutung sind ( BGH Urteil vom 12.05.2005, III ZR 413/04 ).
Unternimmt der Berater bzw. Vermittler diese Prüfung nicht, hat er dies dem Kunden offenzulegen ( BGH NJW-RR 2005, 1120 ff. -1121-; NJW 2004, 1732 ff. -1733- ).
Die Beklagte hat ihre Pflicht, als Anlageberaterin (vgl. hierzu BGH NJW-RR 2000, 998), das Kapitalkonzept anhand der ihr zur Verfügung stehenden Prospekte auf Plausibilität zu prüfen, verletzt (BGH NJW-RR 2005, 1120, 1121).