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Timestamp: 2016-10-22 21:41:35
Document Index: 316969926

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 6', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art. 6', 'Art. 111', 'Art. 91', 'Art. 43', 'Art. 112', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 277', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 132', 'e contrario', 'Art. 84', 'Art. 268', 'Art. 269', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 277', 'Art. 43', 'Art. 277', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 64', 'Art. 43', 'Art. 64', 'Art. 9', 'Art. 6', 'Art. 59', 'Art. 64', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 29', 'Art. 30', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 43', 'BGE', 'Art. 43', 'in dubio', 'BGE', 'Art. 43', 'BGE', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 43', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 43', 'BGE', 'BGE', 'Art. 277', 'Art. 43', 'Art. 56', 'Art. 43', 'Art. 42', 'Art. 43', 'Art. 59', 'Art. 43']

Strafverfahren; Anordnung der Verwahrung; Willk�r (Art. 9 BV); Anspruch auf ein faires Verfahren (Art. 6 EMRK); Anspruch auf einen unabh�ngigen und unparteilichen Sachverst�ndigen (Art. 29 BV i.V.m. Art. 30 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK)
X.________ (geboren 1954) geriet am Abend des 3. Februar 2002 mit seiner dritten Ehefrau, mit welcher er seit dem 5. Oktober 2001 verheiratet war, in der gemeinsamen Wohnung, in der auch seine beiden S�hne (geboren 1988 respektive 1991) aus zweiter Ehe anwesend waren, in einen heftigen Streit. Dabei misshandelte er seine Ehefrau, die sich v�llig passiv verhielt, in einem Aggressionsdurchbruch unter Alkoholeinfluss �ber mehrere Stunden hinweg durch unz�hlige massive Faustschl�ge auf Kopf, Hals und Oberk�rper sowie durch starkes Stossen derart, dass sie am 4. Februar 2002, zwischen 00.30 Uhr und 01.30 Uhr, in der Wohnung an den erlittenen Verletzungen verstarb.
B.a Aufgrund dieses Sachverhalts sowie eines weiteren Vorkommnisses sprach das Bezirksgericht Kulm X.________ am 13. Januar 2004 der vors�tzlichen T�tung (Art. 111 StGB) und des F�hrens eines Motorfahrzeugs in angetrunkenem Zustand (Art. 91 Abs. 1 SVG) schuldig und verurteilte ihn zu 13 Jahren Zuchthaus, unter Anrechnung von 709 Tagen Untersuchungshaft. Es ordnete gest�tzt auf Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB eine vollzugsbegleitende ambulante psychotherapeutische Behandlung der beim Angeklagten diagnostizierten emotional instabilen Pers�nlichkeitsst�rung vom erregbaren Typus und des diagnostizierten Alkoholabh�ngigkeitssyndroms an.
B.b Gegen dieses Urteil erhob die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau Berufung mit den Antr�gen, der Angeklagte sei des Mordes (Art. 112 StGB) schuldig zu erkl�ren, zu 15 Jahren Zuchthaus zu verurteilen und gest�tzt auf Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB auf unbestimmte Zeit zu verwahren.
Das Obergericht des Kantons Aargau hiess am 11. Mai 2005 die Berufung teilweise gut, ordnete gest�tzt auf Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB die Verwahrung des Verurteilten an und schob zu diesem Zweck gem�ss Art. 43 Ziff. 2 Abs. 1 StGB den Vollzug der Freiheitsstrafe auf. Im �brigen wies es die Berufung der Staatsanwaltschaft ab.
B.c X.________ erhob eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde mit dem Antrag, das Urteil des Obergerichts sei in Bezug auf die Anordnung der Verwahrung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Mit Entscheid des Bundesgerichts vom 24. September 2005 (6S.258/2005) wurde die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde gem�ss Art. 277 BStP gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts vom 11. Mai 2005 aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Das Obergericht des Kantons Aargau hiess am 30. November 2006 die Berufung der Staatsanwaltschaft erneut teilweise gut, ordnete wiederum gest�tzt auf Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB die Verwahrung des Beurteilten an und schob zu diesem Zweck gem�ss Art. 43 Ziff. 2 Abs. 1 StGB den Strafvollzug auf.
X.________ erhebt staatsrechtliche Beschwerde und eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde mit den Antr�gen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 30. November 2006 sei aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Er ersucht in beiden Verfahren um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Das Obergericht des Kantons Aargau hat unter Hinweis auf die Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid auf Vernehmlassung verzichtet.
Das angefochtene Urteil ist vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR.173.110) am 1. Januar 2007 ergangen. Auf die dagegen erhobenen Rechtsmittel ist deshalb noch das bisherige Verfahrensrecht anwendbar (Art. 132 Abs. 1 BGG e contrario), hier somit dasjenige der staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 84 ff. OG) und der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde (Art. 268 ff. BStP).
Am 1. Januar 2007 ist auch der revidierte Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches in Kraft getreten. Die neuen Bestimmungen sind hier aber noch nicht von Bedeutung, da das Bundesgericht im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde nur pr�ft, ob das kantonale Gericht das eidgen�ssische Recht richtig angewendet hat (Art. 269 Abs. 1 BStP), mithin das Recht, welches im Zeitpunkt der Ausf�llung des angefochtenen Entscheids noch gegolten hat (BGE 129 IV 49 E. 5.3 S. 51, mit Hinweisen).
2.1 Die Vorinstanz hat in ihrem ersten Urteil vom 11. Mai 2005 in teilweiser Gutheissung der von der Staatsanwaltschaft erhobenen Berufung unter anderem gest�tzt auf das Gutachten der Psychiatrischen Klinik K�nigsfelden vom 16. Mai 2003 die Verwahrung des Verurteilten gem�ss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB angeordnet. Das Bundesgericht hat in seinem Urteil vom 24. September 2005 (6S.258/2005) die vom Verurteilten gegen die Anordnung der Verwahrung erhobene Nichtigkeitsbeschwerde gem�ss Art. 277 BStP gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts vom 11. Mai 2005 aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Zur Begr�ndung wird im Bundesgerichtsentscheid ausgef�hrt, das psychiatrische Gutachten vom 16. Mai 2003 reiche als Grundlage f�r die Anordnung einer Verwahrung nach Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB nicht aus. Denn mangels entsprechender Fragestellung seitens der Untersuchungsbeh�rden �ussere sich das Gutachten nicht explizit zur Frage, ob die Verwahrung im Sinne der genannten Gesetzesbestimmung notwendig sei, um den Verurteilten von weiterer Gef�hrdung anderer abzuhalten. Auch f�r die Beurteilung der vom Verurteilten ausgehenden Gef�hrdung f�r die Allgemeinheit gen�ge das Gutachten den Anforderungen nicht. Das Bundesgericht hielt in seinem Entscheid vom 24. September 2005 fest, dass die tats�chlichen Verh�ltnisse im konkreten Fall nicht gen�gend abgekl�rt seien, so dass die Rechtsanwendung der Vorinstanz nicht �berpr�ft werden k�nne, weshalb die Sache gem�ss Art. 277 BStP zur weiteren Abkl�rung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen sei. Das Bundesgericht wies darauf hin, dass die Verwahrung gem�ss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB als "ultima ratio" nicht angeordnet werden darf, wenn die bestehende Gef�hrlichkeit auf andere Weise behoben werden kann. Die Vorinstanz werde in ihrem neuen Entscheid im Sinne einer vergleichenden Wirkungsprognose gegebenenfalls auch zu pr�fen haben, ob nicht schon die Verb�ssung der langj�hrigen schuldangemessenen Freiheitsstrafe (von 13 Jahren) - unter Ber�cksichtigung allf�lliger zus�tzlicher Behandlungen w�hrend des Strafvollzugs - ausreiche, um das Sicherungsbed�rfnis der Allgemeinheit zu befriedigen, so dass die Notwendigkeit einer Verwahrung entfallen w�rde (Urteil 6S.258/2005 vom 24. September 2005, E. 2.3).
2.2 In Anbetracht der Erw�gungen im Bundesgerichtsentscheid vom 24. September 2005 holte die Vorinstanz im neuen Berufungsverfahren mit Beschluss vom 20. Oktober 2005 bei der Psychiatrischen Klinik K�nigsfelden ein Erg�nzungsgutachten zum Gutachten vom 16. Mai 2003 ein, das sich zu verschiedenen Fragen betreffend die Verwahrung gem�ss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB zu �ussern hatte. Mit Beschluss der Vorinstanz vom 10. November 2005 wurde der Fragenkatalog entsprechend den Antr�gen des Verurteilten in dessen Eingabe vom 7. November 2005 teilweise abge�ndert und erg�nzt. Mit Beschluss vom gleichen Tag lehnte die Vorinstanz das Ablehnungsbegehren des Verurteilten gegen die Psychiatrische Klinik K�nigsfelden ab.
Das Erg�nzungsgutachten der Psychiatrischen Klinik K�nigsfelden wurde am 31. Juli 2006 erstattet.
Mit Eingaben vom 26. und 31. August 2006 beantragte der Verurteilte, das Erg�nzungsgutachten sei aus den Akten zu weisen, und es sei bei einer unabh�ngigen, unparteilichen und qualifizierten Fachstelle ein psychiatrisches Gutachten �ber die gem�ss dem Bundesgerichtsentscheid vom 24. September 2005 f�r die Anordnung der Verwahrung im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB relevanten Fragen einzuholen. Gleichzeitig stellte der Verurteilte ein Ausstandsbegehren gegen die drei Richter und den Gerichtsschreiber, die mit dem Fall befasst waren.
Mit Verf�gung vom 22. September 2006 ersuchte die Instruktionsrichterin die Gutachterin der Psychiatrischen Klinik K�nigsfelden, die Fragen im Sinne des durch den Beschluss vom 10. November 2005 modifizierten und pr�zisierten Fragenkatalogs zu beantworten. Die Gutachterin beantwortete diese Fragen mit Schreiben vom 2. Oktober 2006.
Mit Instruktionsverf�gung vom 2. November 2006 wurde das Gesuch des Verurteilten um Sistierung des Verfahrens abgewiesen und ihm eine letzte Frist gesetzt, um zum Schreiben der Psychiatrischen Klinik K�nigsfelden vom 2. Oktober 2006 Stellung zu nehmen.
Mit Eingabe vom 10. November 2006 stellte der Verurteilte die Antr�ge, das Erg�nzungsgutachten vom 31. Juli 2006 und das Schreiben der Psychiatrischen Klinik K�nigsfelden vom 2. Oktober 2006 seien aus den Akten zu weisen; es sei ein psychiatrisches Gutachten bei einer unabh�ngigen, unparteilichen und qualifizierten Fachstelle �ber die gem�ss dem Bundesgerichtsentscheid vom 24. September 2005 relevanten Fragen betreffend die Anordnung einer Verwahrung nach Art. 43 StGB beziehungsweise nach Art. 64 nStGB einzuholen; der Berufungsentscheid sei bis zum Inkrafttreten der neuen Allgemeinen Bestimmungen des Strafgesetzbuches am 1. Januar 2007 auszusetzen.
Mit Urteil vom 30. November 2006 ordnete die Vorinstanz wie schon in ihrem ersten Entscheid vom 11. Mai 2005 in teilweiser Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft die Verwahrung des Verurteilten gem�ss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB an.
3.1 Das Obergericht kommt zum Schluss, dass beim Beschwerdef�hrer "auch l�ngerfristig keine Heilungschance" besteht (angefochtenes Urteil S. 43, 45).
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, diese "Annahme der g�nzlich fehlenden Heilungschance" sei willk�rlich. Sie stehe sowohl zum psychiatrischen Erg�nzungsgutachten als auch zur eigenen Beweisw�rdigung des Obergerichts im Widerspruch. Das Obergericht habe abweichend vom ersten Urteil vom 11. Mai 2005 erstmals im hier angefochtenen Entscheid vom 30. November 2006 angenommen, dass er nicht therapierbar und damit unheilbar sei. Damit habe offenbar die Anordnung der Verwahrung mit einer Begr�ndung gerechtfertigt werden sollen, die auch nach dem neuen Recht (Art. 64 Abs.1 lit. b nStGB) Bestand habe, das entgegen der Auffassung des Obergerichts strengere Anforderungen an die Verwahrung von psychisch gest�rten T�tern stelle und daher milder als das alte Recht sei. Die Annahme der fehlenden Heilungschance wie auch die Ablehnung des Gesuchs um Sistierung des Berufungsentscheids bis zum Inkrafttreten des neuen Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches am 1. Januar 2007 verstosse daher gegen das Willk�rverbot im Sinne von Art. 9 BV und verletze �berdies den Anspruch des Beschwerdef�hrers auf ein faires Verfahren gem�ss Art. 6 EMRK.
3.2 Mit der Schlussfolgerung, dass "auch l�ngerfristig keine Heilungschance" besteht, hat das Obergericht entgegen der Behauptung des Beschwerdef�hrers nicht zum Ausdruck gebracht, dass dieser nicht therapierbar sei. Ob solches Voraussetzung daf�r ist, dass nach dem neuen, am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Recht ein psychisch schwer gest�rter T�ter nicht gem�ss Art. 59 nStGB station�r behandelt, sondern nach Art. 64 Abs. 1 lit. b nStGB verwahrt wird, kann hier offen bleiben. Das Obergericht hatte unabh�ngig von der Frage des milderen Rechts �ber die Anordnung der Verwahrung nach Massgabe des im Zeitpunkt seines Entscheids geltenden Rechts, mithin gem�ss Art. 43 StGB, zu befinden. Auch wenn das neue Recht insoweit milder beziehungsweise nach diesem die Anordnung einer Verwahrung im vorliegenden Fall unzul�ssig sein sollte, war das Obergericht nicht verpflichtet, seinen Entscheid entsprechend den Antr�gen des Beschwerdef�hrers bis zum Inkrafttreten des neuen Rechts zu sistieren. Indem das Obergericht seinen Entscheid unter Abweisung der Sistierungsbegehren noch vor diesem Zeitpunkt f�llte, hat es weder das Willk�rverbot noch den Anspruch des Beschwerdef�hrers auf ein faires Verfahren verletzt.
3.3.1 Gem�ss dem Erg�nzungsgutachten, das im angefochtenen Entscheid ausf�hrlich wiedergegeben wird, ist die Einsichtsf�higkeit des Beschwerdef�hrers sehr gering, da er kaum �ber Introspektions- und Empathief�higkeit verf�ge, was auch die M�glichkeit weiterer Entwicklungsschritte als wenig wahrscheinlich erscheinen lasse. Ein Testvergleich zeige, dass die sachlich n�chterne Wahrnehmung und die Selbstkontrolle des Beschwerdef�hrers im Jahre 2006 weniger gut gel�ngen als in den Jahren 2002 oder 2003. Dies bedeute, dass die Frustrationstoleranz und die Impulskontrolle in komplexen oder emotional belastenden Situationen mit grosser Wahrscheinlichkeit noch unzuverl�ssiger geworden seien. Dies best�tige sich auch in den unver�ndert deutlichen Hinweisen auf eine starke Aggressionsbereitschaft (siehe angefochtenes Urteil S. 43). Zwar sei beim Beschwerdef�hrer eine Besserung eingetreten, wohl nicht zuletzt aufgrund der intensiven Bem�hungen der ihn betreuenden Personen und des stabilisierenden �usseren Rahmens im vorzeitigen Strafvollzug. Diese Besserung sei aber noch lange nicht ausgepr�gt genug, um von einer deutlichen Reduktion der R�ckfallgefahr oder der Gef�hrlichkeit sprechen zu k�nnen. Auch in fr�heren Gutachten und Berichten seien immer wieder vor�bergehende Besserungen und Zeiten der Hoffnung beschrieben worden (siehe angefochtenes Urteil S. 44). Gem�ss dem Erg�nzungsgutachten verm�chten weder eine ambulante vollzugsbegleitende Behandlung noch eine station�re Therapie in einer Heil- oder Pflegeanstalt allein den Beschwerdef�hrer vor schweren Delikten zu bewahren. Dazu sei die Unterbringung in einem eng strukturierten, sicheren Regime einer geschlossenen Anstalt n�tig. Aus psychiatrischer Sicht sei eine Verwahrung nach Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB notwendig, um den Beschwerdef�hrer von weiterer Gef�hrdung anderer abzuhalten (siehe angefochtenes Urteil S. 31). Der Vollzug der Freiheitsstrafe von 13 Jahren in Verbindung mit vollzugsbegleitenden Behandlungen reiche hief�r nicht aus. Zwar sei in den vergangenen Jahren eine gewisse Besserung festgestellt worden, doch habe in erneuten gutachterlichen Untersuchungen keine ins Gewicht fallende Reduktion des pers�nlichkeitsbedingten R�ckfallrisikos festgestellt werden k�nnen. Es sei nicht zu erwarten, dass eine Behandlung in den kommenden Jahren zu einer deutlichen Verminderung des R�ckfallrisikos f�hren w�rden. M�glicherweise k�nnte eine intensive Psychotherapie mit einer medikament�sen stimmungsstabilisierenden und antiaggressiven Behandlung eine zus�tzliche leichte Reduktion des R�ckfallrisikos bewirken, aber nicht in so ausreichendem Mass, dass sich an der Prognose grunds�tzlich etwas �ndern w�rde (siehe angefochtenes Urteil S. 32).
3.3.2 In Anbetracht dieser Ausf�hrungen im Erg�nzungsgutachten steht die Schlussfolgerung des Obergerichts, dass beim Beschwerdef�hrer "auch l�ngerfristig keine Heilungschance" besteht (angefochtenes Urteil S. 43, 45), nicht im Widerspruch zur Einsch�tzung der Expertin. Die Schlussfolgerung steht entgegen einem weiteren Einwand des Beschwerdef�hrers auch nicht im Widerspruch zu der mit der Einsch�tzung der Expertin �bereinstimmenden Feststellung des Obergerichts, dass der Beschwerdef�hrer nur - aber immerhin - in eingeschr�nktem Masse therapief�hig ist.
Aufgrund des Erg�nzungsgutachtens ist davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer zwar therapiewillig, aber in Anbetracht seiner Pers�nlichkeitsstruktur nur in eingeschr�nktem Masse therapief�hig ist und daher auch von einer langfristigen, intensiven Behandlung w�hrend des Strafvollzugs keine wesentliche Reduktion des erheblichen Risikos von schwerwiegenden Gewaltdelikten erwartet werden kann.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Obergericht habe seinen Anspruch auf einen unabh�ngigen, unbefangenen und unvoreingenommenen gerichtlichen Experten und damit Art. 29 und Art. 30 BV verletzt, indem es den Entscheid auf das Erg�nzungsgutachten der Psychiatrischen Klinik K�nigsfelden vom 31. Juli 2006 samt Nachtrag vom 2. Oktober 2006 abgest�tzt habe. Das Obergericht habe den Anschein der Befangenheit zu Unrecht verneint.
4.1 Der Angeschuldigte hat einen verfassungs- und konventionsm�ssigen Anspruch auf einen unabh�ngigen und unparteiischen gerichtlichen Sachverst�ndigen. Es darf niemand als gerichtlicher Experte beigezogen werden, der als Richter abgelehnt werden k�nnte (BGE 127 I 73 E. 3f/bb S. 81; 118 Ia 144 E. 1c S. 146, je mit Hinweisen). Ein gerichtlicher Experte kann von einer Partei abgelehnt werden, wenn Umst�nde vorliegen, welche nach objektiven Gesichtspunkten geeignet sind, den Anschein der Befangenheit beziehungsweise die Gefahr der Voreingenommenheit zu erwecken (BGE 125 II 541 E. 4a S. 544; 124 I 121 E. 3a S. 123, je mit Hinweisen; Urteil 1P.787/2005 vom 6. Juni 2006, E. 3.1.2).
4.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Expertin habe in ihrem ersten Gutachten vom 16. Mai 2003 die Frage betreffend die Anordnung einer Verwahrung gem�ss Art. 42 StGB (Verwahrung von Gewohnheitsverbrechern) auff�llig ausweichend beantwortet, weil sie sich offensichtlich weder f�r noch gegen eine solche Verwahrung aussprechen konnte.
Der Beschwerdef�hrer legt indessen nicht dar, aus welchen Passagen des Gutachtens vom 16. Mai 2003 er diese Einsch�tzung gewinnt. Auf die Beschwerde ist daher insoweit mangels rechtsgen�glicher Begr�ndung nicht einzutreten.
4.3 Der Beschwerdef�hrer meint, das Obergericht habe durch Zustellung der Verf�gung vom 10. November 2005 auch an die Psychiatrische Klinik K�nigsfelden ungl�cklicherweise daf�r gesorgt, dass die Expertin von den Einw�nden gegen ihre Person als Gutachterin erfahren habe, welche er in seiner Eingabe vom 7. November 2005 vorgetragen hatte. Es liege auf der Hand, dass sich diese Vorbehalte gegen die Expertin nicht positiv auf den Ausgang der Exploration auswirken konnten.
Der Einwand ist unbegr�ndet. Der Anschein der Befangenheit eines Sachverst�ndigen gegen�ber einer Partei kann nicht damit begr�ndet werden, dass der Sachverst�ndige vom - erfolglosen - Ablehnungsbegehren dieser Partei Kenntnis erhalten hat. Wollte man anders entscheiden, k�nnten die Parteien gegen Sachverst�ndige - sowie gegen Gerichtspersonen - Ablehnungsgr�nde wegen des Anscheins der Befangenheit quasi beliebig dadurch schaffen, dass sie gegen diese Personen Ablehnungsbegehren einreichen.
4.4 Der Beschwerdef�hrer behauptet, auf eine Voreingenommenheit der Gutachterin lasse sich auch daraus schliessen, dass im Erg�nzungsgutachten vom 31. Juli 2006 in pflichtwidriger Weise ausgerechnet diejenigen Fragen nicht beantwortet worden seien, die seine Verteidigung gestellt und welche das Obergericht mit Beschluss vom 10. November 2005 bewilligt habe.
Der Einwand ist unbegr�ndet. Die Gutachterin hat die genannten Fragen aus Versehen nicht beantwortet, weil sie �bersehen hatte, dass der Fragenkatalog gem�ss Beschluss des Obergerichts vom 20. Oktober 2005 entsprechend den Antr�gen des Beschwerdef�hrers in dessen Eingabe vom 7. November 2005 mit Beschluss des Obergerichts vom 10. November 2005 teilweise abge�ndert und erg�nzt worden war. Diese Fragen hat die Expertin in einem Nachtrag zum Erg�nzungsgutachten mit Schreiben vom 2. Oktober 2006 beantwortet.
4.5 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Erg�nzungsgutachten beruhe auf einer schwerwiegenden falschen Sachverhaltsannahme der Expertin, indem darin behauptet werde, er sei im Jahre 1994 wegen Gewalt gegen seine damalige (zweite) Ehefrau verurteilt worden. In Tat und Wahrheit seien weder im Urteil vom 11. M�rz 1994 noch im Entscheid vom 23. Mai 1995 irgendwelche Gewalthandlungen des Beschwerdef�hrers gegen die Ehefrau beurteilt worden. Die falsche Annahme der Expertin habe sich massgeblich zu seinem Nachteil auf die Beurteilung der R�ckfallgefahr ausgewirkt.
Es trifft zu, dass der Beschwerdef�hrer entgegen der Bemerkung im Erg�nzungsgutachten im Jahre 1994 nicht wegen Gewalthandlungen zum Nachteil seiner damaligen Ehefrau verurteilt worden ist. Er wurde durch den Entscheid des Gerichtspr�sidenten I von Interlaken vom 11. M�rz 1994 aber unter anderem wegen einfacher K�rperverletzung zum Nachteil eines Polizeibeamten verurteilt. Zudem ergibt sich gem�ss den unangefochtenen Feststellungen des Obergerichts aus den Akten, dass der Beschwerdef�hrer am 3. Mai 1994 gegen seine damalige Ehefrau gewaltt�tig geworden war und diese dabei K�perverletzungen erlitten hatte (siehe angefochtenes Urteil S. 23 unten). In Anbetracht der vielfachen Gewaltt�tigkeiten des Beschwerdef�hrers unter anderem gegen seine Ehefrauen, die teilweise auch Verurteilungen wegen versuchter schwerer K�rperverletzung sowie wegen einfacher K�rperverletzung zur Folge hatten (siehe im Einzelnen angefochtenes Urteil S. 33-37), ist es auszuschliessen, dass die ger�gte unrichtige Annahme der Expertin irgendeinen Einfluss auf deren Beurteilung der R�ckfallgefahr haben konnte. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die unzutreffende Bemerkung im Erg�nzungsgutachten, die offensichtlich auf einem Versehen beruht, welches in Anbetracht der vielfachen Verurteilungen des Beschwerdef�hrers wegen Gewaltt�tigkeiten leicht erkl�rbar ist, den Anschein der Befangenheit der Expertin begr�nden k�nnte.
4.6 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, auf unzul�ssige Vorbefassung und Voreingenommenheit lasse auch die Art und Weise der Durchf�hrung der erg�nzenden Begutachtung schliessen. Die Expertin habe lediglich ein einziges Gespr�ch mit ihm gef�hrt. Das Erg�nzungsgutachten st�tze sich praktisch nur auf einige testpsychologische Abkl�rungen. Dabei sei lediglich ein Teil der im Jahre 2003 durchgef�hrten Tests wiederholt worden. Dem Erg�nzungsgutachten k�nne nicht entnommen werden, nach welchen Kriterien diese Auswahl getroffen worden sei und auf welcher Grundlage die Expertin die nicht von ihr selbst vorgenommenen testpsychologischen Abkl�rungen schlussendlich ausgewertet habe. Das Erg�nzungsgutachten stehe in einem auff�lligen Widerspruch zu einem Gutachten des IFPD der Universit�t Bern vom 12. Juli 2001, wonach sich aus psychiatrischer Sicht jedenfalls keine naheliegenden Gr�nde f�r eine Verwahrung ergeben h�tten.
Inwiefern die vom Beschwerdef�hrer behaupteten M�ngel den Anschein der Befangenheit der Expertin begr�nden k�nnten, ist nicht ersichtlich. Die behaupteten M�ngel ber�hren die Frage nach der Qualit�t und der Schl�ssigkeit des Erg�nzungsgutachtens.
4.7 Der Beschwerdef�hrer hat seine Einw�nde gegen die Vorgehensweise der Expertin bereits im Berufungsverfahren vorgetragen. Das Obergericht hat sich damit befasst und ist zum Schluss gekommen, es bestehe kein Anlass, an der Art und Weise der Durchf�hrung sowie an den Ergebnissen der testpsychologischen Abkl�rungen zu zweifeln (angefochtenes Urteil S. 24 f.). Das Obergericht durfte ohne Willk�r das Erg�nzungsgutachten samt Nachtrag als schl�ssig werten und auf die Schlussfolgerungen der Expertin abstellen, d.h. mit anderen Worten ohne Willk�r triftige Gr�nde f�r ein Abweichen von diesen Schlussfolgerungen verneinen. Was der Beschwerdef�hrer vorbringt, ersch�pft sich in unzul�ssiger appellatorischer Kritik.
Erfordert der Geisteszustand des T�ters, der eine vom Gesetz mit Zuchthaus oder Gef�ngnis bedrohte Tat begangen hat, die damit im Zusammenhang steht, �rztliche Behandlung oder besondere Pflege und ist anzunehmen, dadurch lasse sich die Gefahr weiterer mit Strafe bedrohter Taten verhindern oder vermindern, so kann der Richter Einweisung in eine Heil- oder Pflegeanstalt anordnen. Es kann ambulante Behandlung anordnen, sofern der T�ter f�r Dritte nicht gef�hrlich ist (Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB). Gef�hrdet der T�ter infolge seines Geisteszustandes die �ffentliche Sicherheit in schwerwiegender Weise, so wird vom Richter seine Verwahrung angeordnet, wenn diese Massnahme notwendig ist, um ihn vor weiterer Gef�hrung anderer abzuhalten. Die Verwahrung wird in einer geeigneten Anstalt vollzogen (Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB). Der Richter trifft seinen Entscheid auf Grund von Gutachten �ber den k�rperlichen und geistigen Zustand des T�ters und �ber die Verwahrungs-, Behandlungs- oder Pflegebed�rftigkeit (Art. 43 Ziff. 1 Abs. 3 StGB).
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, dass er erstens die �ffentliche Sicherheit nicht im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB in schwerwiegender Weise gef�hrde und dass zweitens die Verwahrung nicht im Sinne dieser Bestimmung notwendig sei.
6.1 Die Verwahrung nach Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB erfasst zum einen hochgef�hrliche T�ter, die keiner Behandlung zug�nglich sind. Sie erfasst zum andern T�ter, die zwar behandlungsbed�rftig und behandlungsf�hig sind, von denen aber auch w�hrend einer Behandlung schwere Delikte zu bef�rchten w�ren, wenn sie im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 1 StGB ambulant w�hrend des Strafvollzugs oder in einer Heil- oder Pflegeanstalt behandelt w�rden. Es handelt sich hierbei um T�ter, bei denen trotz �rztlicher Behandlung oder Pflege ernstlich die Gefahr schwerer Straftaten und vor allem von Gewaltdelikten innerhalb oder ausserhalb der Anstalt bestehen bleibt. Die Heilungschancen sind bei dieser T�terkategorie kurz- oder mittelfristig derart ungewiss, dass in diesem Zeitraum schwere Delikte zu bef�rchten w�ren (BGE 127 IV 1 E. 2a S. 4 f.; 125 IV 118 E. 5b/bb S. 120 f.; 123 IV 100 E. 2 S. 102 f.; 121 IV 297 E. 2b S. 301 f.). Unter welchen Voraussetzungen eine Gef�hrdung der �ffentlichen Sicherheit "in schwerwiegender Weise" im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB anzunehmen ist, ist eine Rechtsfrage. Die schwerwiegende Gef�hrdung bezieht sich nicht nur auf die N�he und das Ausmass der Gefahr, sondern auch auf die Art und die Bedeutung des gef�hrdeten Rechtsgutes. Bei der Gef�hrdung hochwertiger Rechtsg�ter wie Leib und Leben sind an N�he und Ausmass der Gefahr weniger hohe Anforderungen zu stellen als bei der Gef�hrdung weniger bedeutender Rechtsg�ter wie Eigentum und Verm�gen. Dabei ist zu ber�cksichtigen, dass Gef�hrlichkeitsprognosen naturgem�ss unsicher und schwierig sind. H�lt der Richter aufgrund der Ausf�hrungen des psychiatrischen Gutachters ein Fortbestehen der Fremdgef�hrlichkeit trotz �rztlicher Behandlung in der Zukunft f�r m�glich, darf er die Gef�hrlichkeit als Voraussetzung f�r die Anordnung einer bestimmten Massnahme bejahen. Der Grundsatz "in dubio pro reo" gilt bei der Prognoseentscheidung nicht (BGE 127 IV 1 E. 2a S. 4 f.; 118 IV 108 E. 2a S. 112 ff. mit Hinweisen).
Die Verwahrung ist angesichts der Schwere des Eingriffs in die pers�nliche Freiheit "ultima ratio". Sie darf daher nicht schon angeordnet werden, wenn der T�ter infolge seines Geisteszustandes die �ffentliche Sicherheit in schwerwiegender Weise gef�hrdet, sondern nur unter der weiteren Voraussetzung, dass die Verwahrung notwendig ist, um den T�ter vor weiterer Gef�hrdung anderer abzuhalten. Die Verwahrung gem�ss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB darf nicht angeordnet werden, wenn die bestehende Gef�hrlichkeit auf andere Weise behoben werden kann (BGE 127 IV 1 E. 2a S. 4 f.; 118 IV 108 E. 2a S. 112 ff., je mit Hinweisen). Der Richter muss auch bei der Kategorie der therapiewilligen und therapief�higen T�ter pr�fen, ob eine Verwahrung notwendig ist. Er darf nicht allein wegen einer vorhandenen Therapiewilligkeit und -f�higkeit von einer Verwahrung absehen (BGE 121 IV 297 E. 2c S. 302). Der Umstand, dass der T�ter zu einer langj�hrigen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist, schliesst eine Verwahrung nach Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB nicht aus. In einem solchen Fall muss der Richter aber im Sinne einer vergleichenden Wirkungsprognose pr�fen, ob nicht schon die Verb�ssung der langj�hrigen Freiheitsstrafe unter Ber�cksichtigung allf�lliger Behandlungen w�hrend des Strafvollzugs und allenfalls dar�ber hinaus ausreicht, um das Sicherungsbed�rfnis der Allgemeinheit zu befriedigen, so dass die Notwendigkeit einer Verwahrung entfiele (Urteil 6S.492/1999 vom 2. November 1999, E. 5; Urteil 6S.258/2005 vom 24. September 2005, E. 2, in Sachen des Beschwerdef�hrers).
Das gem�ss Art. 43 Ziff. 1 Abs. 3 StGB obligatorische Gutachten muss sich unter anderem sowohl zur Frage der Gef�hrlichkeit des T�ters als auch zur Notwendigkeit einer Verwahrung aus psychiatrischer Sicht �ussern. Der Richter darf von den Schlussfolgerungen des Experten in Fachfragen nicht ohne triftige Gr�nde abweichen (BGE 129 I 49 E. 4 S. 57 f.; 118 Ia 144 E. 1c S 145 f.; 101 IV 129 E. 3a S. 130).
6.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, in Anbetracht der mit der Anordnung einer Verwahrung verbundenen extremen Schwere des Eingriffs in die pers�nliche Freiheit des Betroffenen seien an die Qualit�t eines in diesem Zusammenhang stehenden psychiatrischen Gutachtens sehr hohe Anforderungen zu stellen. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz erf�lle das Erg�nzungsgutachten vom 31. Juli 2006 samt Nachtrag vom 2. Oktober 2006 die Anforderungen von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB nicht. Soweit sich die Vorinstanz �berhaupt mit den von ihm im Berufungsverfahren erhobenen Einw�nden befasst habe, seien diese zu Unrecht als unbegr�ndet abgewiesen worden. Zur Begr�ndung seiner Kritik am Erg�nzungsgutachten bringt er im Wesentlichen dieselben Einw�nde vor, die er in der staatsrechtlichen Beschwerde zur Begr�ndung des gegen die Gutachterin erhobenen Vorwurfs der Befangenheit und Voreingenommenheit vortr�gt (siehe E. 4 hievor). Zusammenfassend macht der Beschwerdef�hrer insoweit geltend, das Erg�nzungsgutachten vom 31. Juli 2006 samt Nachtrag vom 2. Oktober 2006 sei als unscharf, unvollst�ndig, nicht schl�ssig, auf veraltete Explorationen abgest�tzt, teilweise auf falscher Sachverhaltsannahme beruhend und methodisch mangelhaft zu qualifizieren. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz erf�lle es daher nicht die Voraussetzungen von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 3 StGB an eine psychiatrische Begutachtung. Insbesondere verunm�gliche es eine vertiefte Abkl�rung der Gef�hrlichkeit des Beschwerdef�hrers durch das Gericht. Erg�nzend bringt der Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang vor, das qualitative Ungen�gen ergebe sich auch bei einer gesamtheitlichen Betrachtung des Erg�nzungsgutachtens. Die eigentliche psychiatrische Beurteilung (ohne Beantwortung der Fragen) werde beispielsweise auf bloss drei Seiten abgehandelt. Allein schon darin unterscheide sich das vorliegende Erg�nzungsgutachten von psychiatrischen Gutachten anderer Institute. Zudem h�tten offenbar auch die aktuell in der Psychiatrie verwendeten R�ckfallprognose-Instrumente keinen Eingang in die Begutachtung gefunden. Insofern k�nnten die Schlussfolgerungen der Expertin wohl nicht einem differenzierten und dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand der Psychiatrie entsprechenden Analyseprozedere standhalten.
6.3 Die Expertin kommt in ihrem Erg�nzungsgutachten samt Nachtrag zum Schluss, dass weder eine ambulante noch eine station�re Behandlung in der Pflegeanstalt ausreichend sei, um die Gefahr weiterer Straftaten zu verhindern oder zu vermindern. Auch wenn eine erfolgreich verlaufende bessernde Massnahme die Gefahr weiterer Delikte allenfalls etwas zu vermindern verm�chte, k�nnte dies den Beschwerdef�hrer nicht vor weiteren schweren Delikten bewahren, da er nur in eingeschr�nktem Mass therapief�hig sei. Die vom Beschwerdef�hrer ausgehende schwerwiegende Gef�hrdung der �ffentlichen Sicherheit k�nne auch nicht durch eine lange Freiheitsstrafe, allenfalls verbunden mit einer ambulanten Massnahme, gebannt werden. Daher sei eine Verwahrung im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB aus psychiatrischer Sicht notwendig (siehe im Einzelnen auch E. 3.3.1 hievor).
Mit diesen Ausf�hrungen werden die Fachfragen beantwortet, die im ersten Gutachten vom 16. Mai 2003 - teilweise mangels einer entsprechenden Fragestellung seitens der Untersuchungsbeh�rden - offen geblieben waren. Das Erg�nzungsgutachten gen�gt den bundesrechtlichen Anforderungen, weil darin die f�r den richterlichen Entscheid betreffend die Verwahrung im Sinne von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB relevanten Fragen aus psychiatrischer Sicht klar beantwortet werden. Aus dem Bundesrecht ergibt sich nicht, in welcher Art und Weise und nach welchen Methoden der Experte das Gutachten zu erstellen hat, wie viele Gespr�che er etwa mit dem Probanden f�hren muss, welche Tests er vorzunehmen hat, ob er diese an andere Fachkr�fte delegieren darf etc.
6.4 Ob ein Gericht die im psychiatrischen Gutachten enthaltenen Er�rterungen f�r �berzeugend h�lt oder nicht und ob es dementsprechend den Schlussfolgerungen des Experten folgen oder ein Erg�nzungsgutachten beziehungsweise eine Oberexpertise einholen soll, ist eine Frage der Beweisw�rdigung, die nur mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung des Willk�rverbots aufgeworfen werden kann. Dasselbe gilt f�r die Frage, ob ein psychiatrisches Gutachten in sich schl�ssig ist (BGE 106 IV 236 E. 2a S. 238; Urteil 6S.492/1999 vom 2. November 1999, E. 3a). Das Abstellen auf eine nicht schl�ssige Expertise im Rahmen der richterlichen Beweisw�rdigung kann gegen das Willk�rverbot und gegen Verfahrensrechte der Parteien verstossen (BGE 129 I 49 E. 4 S. 57; 118 Ia 144 E. 1b S. 146).
Soweit der Beschwerdef�hrer mit seinen Ausf�hrungen Kritik an Qualit�t und Inhalt des Erg�nzungsgutachtens �bt und geltend macht, die Vorinstanz h�tte wegen der angeblichen M�ngel auf das Erg�nzungsgutachten nicht abstellen d�rfen, ist daher auf die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde nicht einzutreten. Gem�ss den vorstehenden Erw�gungen zur staatsrechtlichen Beschwerde (siehe E. 4.7) durfte die Vorinstanz ohne Willk�r das Erg�nzungsgutachten samt Nachtrag als schl�ssig werten und darauf abstellen und ersch�pfen sich die dagegen erhobenen Einw�nde des Beschwerdef�hrers in einer unzul�ssigen appellatorischen Kritik.
7.1 Die Vorinstanz ist zum Schluss gekommen, dass beim Beschwerdef�hrer "auch l�ngerfristig keine Heilungschance" besteht (angefochtenes Urteil S. 43, 45). Der Beschwerdef�hrer macht geltend, diese Schlussfolgerung sei ein offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 277bis BStP, da die Vorinstanz in �bereinstimmung mit der Expertin festgestellt habe, dass er in beschr�nktem Masse therapief�hig sei.
Der Einwand ist unbegr�ndet. Die genannte Schlussfolgerung beruht nicht auf einem offensichtlichen Versehen, sondern auf einer willk�rfreien W�rdigung der Ausf�hrungen der Expertin. Zur Begr�ndung kann auf die vorstehenden Erw�gungen zur staatsrechtlichen Beschwerde (siehe E. 3 hievor) verwiesen werden.
7.2 Die Vorinstanz h�lt gest�tzt auf die Ausf�hrungen im Erg�nzungsgutachten sowie auf Berichte des Anstaltspsychologen und der Anstaltsleitung fest, dass in den letzten Jahren im Rahmen des vorzeitigen Strafvollzugs mit vollzugsbegleitender ambulanter Behandlung beim Beschwerdef�hrer eine gewisse Besserung und Stabilisierung zu verzeichnen ist. Daraus folgt indessen entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers nicht, dass nunmehr auf die Anordnung der Verwahrung zu verzichten ist. Die genannten Berichte vermitteln nach den zutreffenden Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid (S. 43) ein verzerrtes Bild, da die klaren Strukturen und die engmaschige Betreuung im Strafvollzug nicht dem Umfeld entsprechen, in dem sich der Beschwerdef�hrer in Freiheit bew�hren m�sste. Es ist bekannt, dass es in den klar strukturierten Abl�ufen von Kliniken und Strafanstalten jeweils zu einer gewissen Stabilisierung kommen kann. Solche Verbesserungen und Stabilisierungen waren denn auch beim Beschwerdef�hrer anl�sslich von Behandlungen innerhalb und ausserhalb des Strafvollzugs in den vergangenen Jahrzehnten gelegentlich festgestellt worden. Sie waren indessen stets nur von kurzer Dauer.
Der im Jahre 1954 geborene Beschwerdef�hrer weist seit 1974 zahlreiche Vorstrafen auf. Er wurde zum einen mehrfach wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand und anderer Verkehrsdelikte und zum andern mehrfach wegen Straftaten gegen Leib und Leben sowie auch wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte verurteilt (siehe angefochtenes Urteil S. 33 f.). Die schwerwiegendsten Verurteilungen betreffen versuchte Notzucht und N�tigung zu einer andern unz�chtigen Handlung im Jahre 1980; versuchte schwere K�rperverletzung und einfache K�perverletzung zum Nachteil seiner (ersten) Ehefrau und seines Sohnes 1985; versuchte schwere K�rperverletzung und einfache K�rperverletzung zum Nachteil seiner (zweiten) Ehefrau im Jahre 2001. Gewaltausbr�che, vor allem nach Alkoholkonsum, ziehen sich wie ein roter Faden durch das Leben des Beschwerdef�hrers (siehe im Einzelnen angefochtenes Urteil S. 35 ff.). Der Beschwerdef�hrer verb�sste in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Freiheitsstrafen. Dabei wurde er mehrmals ambulant behandelt. Zudem wurde er mehrmals mittels f�rsorgerischer Freiheitsentz�ge in psychiatrische Kliniken eingewiesen, dies jeweils nach Alkoholmissbrauch und damit zusammenh�ngenden Aggressionsdurchbr�chen (siehe im Einzelnen angefochtenes Urteil S. 37 f.). Zwischen den einzelnen station�ren psychiatrischen Behandlungen wurde der Beschwerdef�hrer auch mehrfach insbesondere in Bezug auf sein Alkoholproblem ambulant behandelt. Die zahlreichen Gef�ngnisstrafen, F�hrerausweisentz�ge, alkoholf�rsorgerischen Betreuungen und psychotherapeutischen Behandlungen vermochten, wie im angefochtenen Entscheid (S. 38) zutreffend festgehalten wird, das Verhalten des Beschwerdef�hrers nicht l�ngerfristig zu beeinflussen, und s�mtlichen Massnahmen war kein durchschlagender Erfolg beschieden. Im Gegenteil hat der Beschwerdef�hrer in der Nacht vom 3. auf den 4. Februar 2002 seine (dritte) Ehefrau in alkoholisiertem Zustand in der gemeinsamen Wohnung, in welcher auch seine beiden S�hne aus zweiter Ehe anwesend waren, �ber mehrere Stunden durch zahllose Faustschl�ge und Fusstritte derart misshandelt, dass sie an ihren Verletzungen starb.
Unter diesen Umst�nden ist die Verwahrung verh�ltnism�ssig.
8.1 Der Beschwerdef�hrer meint, dass er bei Anwendung des am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen neuen Rechts in Anbetracht seiner grunds�tzlichen Behandelbarkeit nicht verwahrt werden d�rfte. Es sei wohl kein Zufall, dass die Vorinstanz nach dem Eingang des Erg�nzungsgutachtens eine �beraus grosse Eile beim Abschluss des wieder aufgenommenen Berufungsverfahrens vor dem Inkrafttreten des neuen Rechts an den Tag gelegt und seine Sistierungsbegehren abgewiesen habe. Auch wenn die Vorinstanz bereits am 30. November 2006 in der Sache entschieden habe, h�tte sie das neue Recht zumindest bei der Auslegung von Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB mitber�cksichtigen und daher die therapeutische Komponente ins Zentrum ihrer �berlegungen stellen m�ssen.
Die Einw�nde sind unbegr�ndet. Die Vorinstanz hat Bundesrecht nicht verletzt, indem sie ihr Urteil am 30. November 2006 gef�llt und dabei ausschliesslich nach Massgabe des damals geltenden Rechts und der diesbez�glichen Rechtsprechung des Bundesgerichts entschieden hat. Ob das neue Recht in Bezug auf die Voraussetzungen f�r die Anordung einer Verwahrung (siehe Art. 56 und 64 nStGB) im Vergleich zu Art. 43 StGB milder ist beziehungsweise ob der Beschwerdef�hrer - wie die Vorinstanz annimmt (siehe angefochtenes Urteil S. 19/20) - unter den gegebenen Umst�nden auch nach dem neuen Recht verwahrt werden m�sste, ist vorliegend nicht zu pr�fen. Mit der Vorinstanz ist allerdings auf die Schlussbestimmungen der �nderung des Strafgesetzbuches vom 13. Dezember 2002 hinzuweisen. Nach deren Ziff. 1 Abs. 2 �berpr�ft das Gericht bis sp�testens 12 Monate nach Inkrafttreten des neuen Rechts, ob bei Personen, die nach Art. 42 oder Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 des bisherigen Rechts verwahrt sind, die Voraussetzungen f�r eine therapeutische Massnahme (Art. 59-61 oder 63) erf�llt sind. Trifft dies zu, so ordnet das Gericht die entsprechende Massnahme an; andernfalls wird die Verwahrung nach neuem Recht weitergef�hrt.
8.2 Der Beschwerdef�hrer macht schliesslich geltend, eine Verwahrung m�sse auch angesichts der unbefriedigenden Vollzugssituation in der Schweiz ausser Betracht fallen, wo sich verwahrte Straft�ter weder in einer geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Klinik noch in einer besonderen psychiatrisch begleiteten Vollzugsabteilung einer geschlossenen Strafanstalt, sondern weiterhin im gew�hnlichen Vollzug einer Strafanstalt wieder f�nden. Unter dem Gesichtspunkt der �ffentlichen Sicherheit mache es keinen Unterschied, ob er verwahrt oder im Rahmen des Vollzugs der langj�hrigen Freiheitsstrafe ambulant psychotherapeutisch behandelt werde. In beiden F�llen sei die Allgemeinheit vollst�ndig vor ihm gesch�tzt. Daran w�rde auch ein Misserfolg der vollzugsbegleitenden Behandlung nichts �ndern, da in diesem Fall sowohl nach dem alten als auch nach dem neuen Recht nachtr�glich eine station�re therapeutische Massnahme oder aber die Verwahrung angeordnet werden k�nnte.
Mit diesen Hinweisen auf die Vollzugssituation in der Schweiz und auf die Flexibilit�t des Massnahmenrechts ist indessen nicht dargetan, dass die Anordnung der Verwahrung im konkreten Fall Bundesrecht, n�mlich den vorliegend einzig anwendbaren Art. 43 StGB, verletzt.
Der Beschwerdef�hrer ersucht in beiden Verfahren um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege. Die Gesuche sind gutzuheissen, da die Beschwerden nicht von vornherein aussichtslos waren und die finanzielle Bed�rftigkeit des Beschwerdef�hrers ausgewiesen ist. Somit sind keine Kosten zu erheben und ist dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Markus Weber, Aarau, in beiden Verfahren eine Entsch�digung aus der Bundesgerichtskasse auszurichten.
Die Gesuche um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege werden gutgeheissen.
Dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Markus Weber wird f�r beide Verfahren eine Entsch�digung von insgesamt Fr. 6'000.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.