Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%20191/04
Timestamp: 2020-02-20 07:29:11
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 264', 'BGH', '§ 531', 'BGH', '§ 264', '§ 533', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 264', '§ 533', 'BGH', '§ 533', '§ 264', '§ 533', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 531', 'BGH', 'BGH', '§ 264', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 531', 'BGH', 'BGH']

BGH, 08.12.2005 - VII ZR 191/04 - dejure.org
BGH, 08.12.2005 - VII ZR 191/04
https://dejure.org/2005,1573
BGH, 08.12.2005 - VII ZR 191/04 (https://dejure.org/2005,1573)
BGH, Entscheidung vom 08.12.2005 - VII ZR 191/04 (https://dejure.org/2005,1573)
BGH, Entscheidung vom 08. Dezember 2005 - VII ZR 191/04 (https://dejure.org/2005,1573)
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ZPO § 264 Nr. 1
Klageänderung bei hilfsweiser Geltendmachung eines Schlussrechnungsbetrages erst in Berufung; Beschränkung der Revisionszulassung auf bestimmte Rechtsfragen; Übergang von der Abschlagsklage auf die Schlusszahlungsklage
Geltendmachung von Abschlagszahlungen und der Schlusszahlung im Bauprozess
Verfahrensrecht - Schlussrechnungsbetrag: Hilfsweise Forderung = Klägeänderung?
Ist eine Umstellung der Klage auf Schlusszahlung in der Berufungsinstanz noch möglich? (IBR 2006, 119)
LG Düsseldorf, 29.12.2003 - 13 O 215/03
OLG Düsseldorf, 16.07.2004 - 23 U 38/04
NJW-RR 2006, 390
MDR 2006, 646
NZBau 2006, 175
BauR 2006, 414
ZfBR 2006, 237
Die Zulassung der Revision kann auf einen tatsächlich und rechtlich selbständigen Streitpunkt beschränkt werden, der Gegenstand eines Teilurteils sein könnte oder auf den der Revisionskläger selbst seine Revision beschränken könnte (BGH, Urteile vom 22. Januar 2004 - VII ZR 68/03, BauR 2004, 830 = NZBau 2004, 261; vom 17. Juni 2004 - VII ZR 226/03, BauR 2004, 1650 = NJW 2004, 3264 = ZfBR 2004, 775 und vom 8. Dezember 2007 - VII ZR 191/04, BauR 2006, 414 = NZBau 2006, 175 = ZfBR 2006, 237).
Neuer Tatsachenvortrag in der Berufungsinstanz ist zwar, auch soweit er zur Begründung einer Klageerweiterung dient, nur unter den Voraussetzungen des § 531 Abs. 2 ZPO zuzulassen (vgl. BGH, Urt. v. 8.12.2005 - VII ZR 191/04, NJW-RR 2006, 390).
Änderungen des Klageantrags nach § 264 ZPO sind auch in der Berufungsinstanz nicht als Klageänderung anzusehen, so dass § 533 ZPO auf sie keine Anwendung findet (BGH, Urteil vom 8. Dezember 2005 - VII ZR 191/04, BauR 2006, 414, 415 = NZBau 2006, 175).
Eine Änderung des Klagegrundes liegt nicht vor, da der Anspruch auf Abschlagszahlung lediglich eine modifizierte Form des einheitlichen Anspruchs auf Vergütung ist (BGH, Urteil vom 8. Dezember 2005 - VII ZR 191/04, BauR 2006, 414, 415 = NZBau 2006, 175; Urteil vom 11. November 2004 - VII ZR 128/03, BauR 2005, 400, 405 = NZBau 2005, 158).
Keine Sekundärhaftung bei Jahresabschlussprüfung
Eine Beschränkung auf bestimmte Rechtsfragen ist dagegen unzulässig (BGH, Urteil vom 8. Dezember 2005 - VII ZR 191/04, BauR 2006, 414 = NZBau 2006, 175 = ZfBR 2006, 237; Urteil vom 17. Juni 2004 - VII ZR 226/03, Tz. 29, BauR 2004, 1650 = ZfBR 2004, 775 m. w. N.; Urteil vom 22. Januar 2004 - VII ZR 68/03, BauR 2004, 830 = NZBau 2004, 261).
OLG Frankfurt, 17.09.2013 - 14 U 129/12
Bauvertrag: unzureichende Qualität eines Walzbetonbodens
In einem weiteren Urteil vom 8. Dezember 2005 (NJW-RR 2006, S. 390 f., juris Rn. 16) hat der Bundesgerichtshof betont, der - hilfsweise - Übergang von einer Abschlags- zu einer Schlusszahlungsklage sei keine Änderung des Klagegrundes, weil der Anspruch auf Abschlagszahlung nur eine modifizierte Form des einheitlichen Anspruchs auf Werklohn sei.
Erbrecht: Vermächtnis an den gesetzlichen Erben bei nicht eindeutigem Testament
Es handelt sich insoweit um eine sachdienliche Erweiterung des Klagantrags gemäß § 264 Nr. 2 ZPO, die auch in zweiter Instanz zulässig ist, ohne dass die Voraussetzungen des § 533 ZPO vorliegen müssen (BGH NJW 2004, 2152; NJW-RR 2006, 390).
§ 533 ZPO steht dem nicht entgegen, weil es sich bei einer Klageumstellung und -erweiterung aufgrund - wie hier - zwischenzeitlich eingetretener Schlussrechnungsreife mit einer die bisherige Abschlagsforderung übersteigenden Schlussforderung um eine Antragsänderung handelt, die § 264 Nr. 2 und Nr. 3 ZPO unterfällt und daher nicht als Klageänderung im Sinne von §§ 533, 263 ZPO anzusehen ist (vgl. BGH NJW 2004, 2152, juris Tz. 25 ff.; NJW-RR 2005, 318, juris Tz. 47; BauR 2006, 701, juris Tz. 24 f.; NJW-RR 2006, 390, juris Tz. 15 ff.; BauR 2009, 1724, juris Tz. 47 f.).
Das ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs aber jedenfalls insoweit nicht der Fall, als der neue Vortrag den unbeschränkt zulässigen neuen Schlussrechnungsantrag betrifft (vgl. BGH NJW 2004, 2152, juris Tz. 34; BauR 2006, 701, juris Tz. 26; NJW-RR 2006, 390, juris Tz. 19).
BGH, 08.12.2009 - VIII ZR 92/07
Umstellung eines Klageantrags von der Feststellungsklage auf eine Leistungsklage …
In diesem Zusammenhang ist zu prüfen, ob neuer Vortrag der Parteien im ersten Rechtszug nicht geltend gemacht worden ist, ohne dass dies auf einer Nachlässigkeit beruht (§ 531 Abs. 2 ZPO; vgl. BGH, Urteile vom 8. Dezember 2005 - VII ZR 138/04, VersR 2006, 1361, Tz. 26, und VII ZR 191/04, NJW-RR 2006, 390, Tz. 19; BGHZ 158, 295, 308).
OLG Brandenburg, 10.10.2019 - 12 U 21/13
Ansprüche wegen der Erbringung von Ingenieurleistungen im Rahmen der Sanierung …
Soweit die Klägerin im Laufe des Rechtsstreits Schlussrechnung gelegt hat und von der ursprünglich geltend gemachten Forderung auf Abschlagszahlung zur Klage auf Schlusszahlung übergegangen ist, ist dies ohne weiteres zulässig, da ein Fall des § 264 Nr. 3 ZPO und damit keine Klageänderung vorliegt (vgl. BGH NJW-RR 2005, 318; BGH NJW-RR 2006, 390; BGH NJW 2015, 2812).
Neuer Tatsachenvortrag in der Berufungsinstanz wiederum ist - auch soweit er zur Begründung einer Klageerweiterung dient - nur unter den Voraussetzungen des § 531 Abs. 2 ZPO zuzulassen (vgl. BGH, Urteil vom 08.12.2005 - VII ZR 191/04, NJW-RR 2006, 390, 391; Urteil vom 14.05.2009 - I ZR 98/06, BGHZ 181, 98, 105, Tz. 18).
OLG Dresden, 25.07.2008 - 12 U 137/08
Mahnbescheid über Abschlagszahlungen hemmt auch Werklohnverjährung!
OLG Stuttgart, 04.10.2011 - 10 W 43/11
Kostenentscheidung: Sofortiges Anerkenntnis nach Übergang von einer Klage auf …
OLG Frankfurt, 12.12.2012 - 9 U 141/11
Mangelnde Fälligkeit von Abschlagszahlungen wegen fehlender …
OLG Celle, 09.05.2012 - 14 U 147/10
VOB-Vertrag: Vergütungsanspruch für Reparaturleistungen wegen Beschädigung …
FG Hamburg, 11.07.2014 - 3 K 206/11
Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG): Wiedereinsetzung in die …
Werbung mit einer kostenlosen Deckungsanfrage bei der Rechtsschutzversicherung …
OLG Frankfurt, 21.05.2008 - 19 U 190/07
Ingenieurvertrag: Zeithonorarvereinbarung bei vereinbarter Verfügbarkeit des …
OLG Köln, 26.01.2015 - 19 U 113/14
Geltendmachung von Ansprüchen aufgrund von Abschlagsrechnungen nach Erteilung der …
FG Hamburg, 11.07.2014 - 3 K 207/11
FG Hamburg, 11.07.2014 - 3 K 205/11
LAG München, 01.02.2012 - 10 Sa 837/11
Zulage für Mitglied der Krankenhausbetriebsleitung als Pflegedienstleiter in …
OLG München, 01.12.2015 - 28 U 2481/15
Kein Einbehalt wegen Mängeln an anderem Gewerk!
KG, 22.12.2008 - 26 U 123/05
Beweisführung bei Ersatzvornahme