Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%20269/87
Timestamp: 2019-12-11 08:25:58
Document Index: 45176058

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 276', '§ 195', '§ 609', '§ 676', 'BGH', '§ 44', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 09.03.1989 - III ZR 269/87 - dejure.org
https://dejure.org/1989,144
BGH, 09.03.1989 - III ZR 269/87 (https://dejure.org/1989,144)
BGH, Entscheidung vom 09.03.1989 - III ZR 269/87 (https://dejure.org/1989,144)
BGH, Entscheidung vom 09. März 1989 - III ZR 269/87 (https://dejure.org/1989,144)
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Aufklärungspflicht der Bank beim Abschluss eines mit einer Kapitallebensversicherung zur Endfälligkeitstilgung verbundenen Kreditvertrages
Pflicht der Bank zur Aufklärung über die Nachteile eines mit einer Kapitallebensversicherung verbundenen Konsumentenkredits
Aufklärungspflicht der Bank beim Abschluß eines mit einer Kapitallebensversicherung zur Endfälligkeitstilgung verbundenen Kreditvertrages
finanzierungsrisiko-lebensversicherung.de
BGB §§ 276, 607, § 195, § 609a, § 676
Kapitallebensversicherung - Kreditvertrag - Aufklärungspflicht
NJW 1989, 1667
NJW-RR 1989, 815 (Ls.)
ZIP 1989, 558
ZIP 1989, 632
MDR 1989, 718
WM 1989, 665
BB 1989, 938
DB 1989, 1230
Bei intransparenten Finanzierungskonstruktionen soll der Kunde durch ausreichende Aufklärung über deren spezifische Besonderheiten in die Lage versetzt werden, selbst darüber zu entscheiden, ob der Abschluss dieser Finanzierungsform seinen wirtschaftlichen Verhältnissen und Vorstellungen entspricht (vgl. BGH, Urteil vom 9. März 1989 - III ZR 269/87, WM 1989, 665, 667; Mayen WM 1995, 913, 916;… Siol, in: Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch 2. Aufl. § 44 Rdn. 41).
Es ist vielmehr umgekehrt Sache des Leasingnehmers, soweit ihm die für die Beurteilung notwendigen Kenntnisse fehlen, sich durch Rückfragen bei dem Leasinggeber die Grundlage für eine sachgerechte Entscheidung und das dafür erforderliche Verständnis der vertragstypischen Regelungen zu verschaffen (vgl. BGH, Urteil vom 9. März 1989 - III ZR 269/87, NJW 1989, 1667 unter II 2 a).
a) Dabei kann allerdings offen bleiben, ob die Beklagte Aufklärungspflichten in bezug auf die mit der konkreten Art der Finanzierung verbundenen Risiken und Nachteile (vgl. BGH, Urt. v. 9. März 1989 - III ZR 269/87, NJW 1989, 1667 = ZIP 1989, 558; BGHZ 146, 235, 239) verletzt hat, etwa im Hinblick auf die erhöhten Risiken infolge des für den Kläger nicht erkennbaren Abschlusses einheitlicher, jeweils zahlreiche Fondsanleger betreffender Darlehensverträge mit einer Kündigungsmöglichkeit der Beklagten schon bei dem Verzug nur eines der Anleger.
Zu Recht hat das Berufungsgericht daher angenommen, daß der Kläger allenfalls die durch die ungünstige Finanzierung entstandenen Mehrkosten ersetzt verlangen könnte (BGH, Urteil vom 9. März 1989 - III ZR 269/87, WM 1989, 665, 667;… Senatsurteile vom 29. April 2003 - XI ZR 201/02 aaO…, vom 20. Mai 2003 - XI ZR 248/02 aaO und vom 18. November 2003 - XI ZR 322/01, Umdruck S. 15).
Der Kläger könnte danach allenfalls die durch eine ungünstige Finanzierung entstandenen Mehrkosten ersetzt verlangen (BGH, Urteil vom 9. März 1989 - III ZR 269/87, aaO S. 667).
Wer aufgrund eines Beratungsvertrags zu richtiger und vollständiger Information hinsichtlich der für eine Finanzierung wesentlichen tatsächlichen Umstände verpflichtet ist, muß den anderen Teil über die mit der Kombination von Festkredit und als Tilgungsersatz dienender Kapitallebensversicherung verbundenen spezifischen Nachteile und Risiken aufklären, wenn sie sich für den Kreditnehmer ungünstiger darstellt als ein marktübliches Tilgungsdarlehen (BGHZ 111, 117; BGH, Urt. v. 9. März 1989, III ZR 269/87, WM 1989, 665).
OLG Köln, 02.01.2002 - 13 W 59/01
OLG Düsseldorf, 10.05.1990 - 6 U 103/89