Source: http://www.enev-energieeinsparverordnung.de/enev-2014/enev-online/anlagen/
Timestamp: 2020-02-21 08:40:36
Document Index: 52057582

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 2', '§ 2', '§ 9', '§ 3', '§ 3', '§ 28', '§ 9', '§ 8', '§ 6', '§ 13']

EneV 2014 Anlagen | EneV 2014 - EneV 2009 - Energieeinsparverordnung
2016-02-27 02:40:40
Anlage 1: Anforderungen an Wohngebäude
Anlage 2: Anforderungen an Nichtwohngebäude
Anlage: Anforderungen bei Änderung von Außenbauteilen und bei Errichtung kleiner Gebäude; Randbedingungen und Maßgaben für die Bewertung bestehender Wohngebäude
Anlage 4: Anforderungen an die Dichtheit des gesamten Gebäudes
Anlage 5: Anforderungen an die Wärmedämmung von Rohrleitungen und Armaturen
Anlage 6-9: Diverse Muster vom Energieausweis
Anlage 10: Einteilung in Energieeffizienzklassen
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 960 – 964;
EneV Anlagen Tabelle 1
1.1 Außenwand (einschließlich Einbauten, wie Rollladenkästen), Geschossdecke gegen Außenluft Wärmedurchgangskoeffizient U = 0,28 W/(m2·K)
1.2 Außenwand gegen Erdreich, Bodenplatte, Wände und Decken zu unbeheizten Räumen Wärmedurchgangskoeffizient U = 0,35 W/(m2·K)
1.3 Dach, oberste Geschossdecke, Wände zu Abseiten Wärmedurchgangskoeffizient U = 0,20 W/(m2·K)
1.4 Fenster, Fenstertüren Wärmedurchgangskoeffizient UW = 1,3 W/(m2·K)
1.5 Dachflächenfenster Wärmedurchgangskoeffizient UW = 1,4 W/(m2·K)
1.6 Lichtkuppeln Wärmedurchgangskoeffizient UW = 2,7 W/(m2·K)
1.7 Außentüren Wärmedurchgangskoeffizient U = 1,8 W/(m2·K)
2 Bauteile nach den Zeilen 1.1 bis 1.7 Wärmebrückenzuschlag ΔUWB = 0,05 W/(m2·K)
DIN V 4108-6 : 2003-06: mit Dichtheitsprüfung
DIN V 18599-2 : 2011-12: nach Kategorie I*
4 Sonnenschutzvorrich-tung keine im Rahmen der Nachweise nach Nummer 2.1.1 oder 2.1.2 anzurechnende Sonnenschutzvorrichtung
Wärmeerzeugung durch Brennwertkessel (verbessert), Heizöl EL, Aufstellung:
– für Gebäude bis zu 500 m2 Gebäudenutzfläche innerhalb der thermischen Hülle
– für Gebäude mit mehr als 500 m2 Gebäudenutzfläche außerhalb der thermischen Hülle
Auslegungstemperatur 55/45 °C, zentrales Verteilsystem innerhalb der wärmeübertragenden Umfassungsfläche, innen liegende Stränge und Anbindeleitungen, Standard-Leitungslängen nach DIN V 4701-10 : 2003-08 Tabelle 5.3-2, Pumpe auf Bedarf ausgelegt (geregelt, Δp konstant), Rohrnetz hydraulisch abgeglichen
Wärmeübergabe mit freien statischen Heizflächen, Anordnung an normaler Außenwand, Thermostatventile mit Proportionalbereich 1 K
bei Berechnung nach Nummer 2.1.1: Solaranlage mit Flachkollektor sowie Speicher ausgelegt gemäß DIN V 18599-8 : 2011-12 Tabelle 15
bei Berechnung nach Nummer 2.1.2: Solaranlage mit Flachkollektor zur ausschließlichen Trinkwassererwärmung entsprechend den Vorgaben nach DIN V 4701-10 : 2003-08 Tabelle 5.1-10 mit Speicher, indirekt beheizt (stehend), gleiche Aufstellung wie Wärmeerzeuger,
– kleine Solaranlage bei AN≤ 500 m2 (bivalenter Solarspeicher)
– große Solaranlage bei AN> 500 m2
Verteilsystem innerhalb der wärmeübertragenden Umfassungsfläche, innen liegende Stränge, gemeinsame Installationswand, Standard-Leitungslängen nach DIN V 4701-10 : 2003-08 Tabelle 5.1-2 mit Zirkulation
8 Lüftung zentrale Abluftanlage, bedarfsgeführt mit geregeltem DC-Ventilator
EneV Anlagen Tabelle 2
Zeile Gebäudetyp Höchstwert des spezifischen Transmissionswärmeverlusts
1 Freistehendes Wohngebäude mit AN≤ 350 m2 H´T = 0,40 W/(m2·K)
4 Erweiterungen und Ausbauten von Wohngebäuden gemäß § 9 Absatz 5 H´T = 0,65 W/(m2·K)
1.3.1 Die wärmeübertragende Umfassungsfläche A eines Wohngebäudes in m2 ist nach den in DIN V 18599-1 : 2011-12 Abschnitt 8 angegebenen Bemaßungsregeln so festzulegen, dass sie alle beheizten und gekühlten Räume einschließt. Für alle umschlossenen Räume sind dabei gleiche, den Vorgaben der Nummer 2.1.1 oder 2.1.2 entsprechende Nutzungsrandbedingungen anzunehmen (Ein-Zonen-Modell).
1.3.3 Die Gebäudenutzfläche AN in m2 wird bei Wohngebäuden wie folgt ermittelt:
AN = (1/hG – 0,04 m–1) · Ve
Ve beheiztes Gebäudevolumen in m3.
2.1.1 Der Jahres-Primärenergiebedarf Qp ist nach DIN V 18599 : 2011-12, berichtigt durch DIN V 18599-5 Berichtigung 1 : 2013-05 und durch DIN V 18599-8 Berichtigung 1 : 2013-05, für Wohngebäude zu ermitteln. Als Primärenergiefaktoren sind die Werte für den nicht erneuerbaren Anteil nach DIN V 18599-1 : 2011-12 zu verwenden. Dabei sind für flüssige Biomasse der Wert für den nicht erneuerbaren Anteil „Heizöl EL“ und für gasförmige Biomasse der Wert für den nicht erneuerbaren Anteil „Erdgas H“ zu verwenden. Für flüssige oder gasförmige Biomasse im Sinne des § 2 Absatz 1 Nummer 4 des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes kann für den nicht erneuerbaren Anteil der Wert 0,5 verwendet werden, wenn die flüssige oder gasförmige Biomasse im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit dem Gebäude erzeugt wird. Satz 4 ist entsprechend auf Gebäude anzuwenden, die im räumlichen Zusammenhang zueinander stehen und unmittelbar gemeinsam mit flüssiger oder gasförmiger Biomasse im Sinne des § 2 Absatz 1 Nummer 4 des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes versorgt werden. Für elektrischen Strom ist abweichend von Satz 2 als Primärenergiefaktor für den nicht erneuerbaren Anteil ab dem 1. Januar 2016 der Wert 1,8 zu verwenden; für den durch Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung erzeugten und nach Abzug des Eigenbedarfs in das Verbundnetz eingespeisten Strom gilt unbeschadet des ersten Halbsatzes der dafür in DIN V 18599-1 : 2011-12 angegebene Wert von 2,8. Wird als Wärmeerzeuger eine zum Gebäude gehörige Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung genutzt, so ist für deren Berechnung DIN V 18599-9 : 2011-12 Abschnitt 5.1.7 Verfahren B zu verwenden. Bei der Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs des Referenzwohngebäudes und des Wohngebäudes sind die in Tabelle 3 genannten Randbedingungen zu verwenden. Abweichend von DIN V 18599-1 : 2011-12 sind bei der Berechnung des Endenergiebedarfs diejenigen Anteile gleich „Null“ zu setzen, die durch in unmittelbarem räumlichen Zusammenhang zum Gebäude gewonnene solare Strahlungsenergie sowie Umgebungswärme und Umgebungskälte gedeckt werden.
EneV Anlagen Tabelle 3
2 Solare Wärmegewinne über opake Bauteile – Emissionsgrad der Außenfläche für Wärmestrahlung:– Strahlungsabsorptionsgrad an opaken Oberflächen:für dunkle Dächer kann abweichend
angenommen werden. ε = 0,8α = 0,5α = 0,8
3 Gebäudeautomation – Summand ΔθEMS: Klasse C– Faktor adaptiver Betrieb fadapt: Klasse C jeweils nach DIN V 18599-11 : 2011-12
2.1.2 Alternativ zu Nummer 2.1.1 kann der Jahres-Primärenergiebedarf Qp für Wohngebäude, die nicht gekühlt werden, nach DIN V 4108-6 : 2003-06* und DIN V 4701-10: 2003-08, geändert durch A1 : 2012-07, ermittelt werden. Nummer 2.1.1 Satz 2 bis 6 ist entsprechend anzuwenden. Der in diesem Rechengang zu bestimmende Jahres-Heizwärmebedarf Qh ist nach dem Monatsbilanzverfahren nach DIN V 4108-6 : 2003-06* mit den dort in Anhang D.3 genannten Randbedingungen zu ermitteln. Als Referenzklima ist abweichend von DIN V 4108-6 : 2003-06* das Klima nach DIN V 18599-10 : 2011-12 Abschnitt 7.1 (Region Potsdam) zu verwenden. Zur Berücksichtigung von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sind die methodischen Hinweise in Abschnitt 4.1 der DIN V 4701-10 : 2003-08 zu beachten.
2.1.3 Werden in Wohngebäude bauliche oder anlagentechnische Komponenten eingesetzt, für deren energetische Bewertung weder anerkannte Regeln der Technik noch gemäß § 9 Absatz 2 Satz 2 dritter Teilsatz bekannt gemachte gesicherte Erfahrungswerte vorliegen, so dürfen die energetischen Eigenschaften dieser Komponenten unter Verwendung derselben Randbedingungen wie in den Berechnungsverfahren nach Nummer 2.1.1 beziehungsweise Nummer 2.1.2 durch dynamischthermische Simulationsrechnungen ermittelt werden.
2.2 Berücksichtigung der Warmwasserbereitung Bei Wohngebäuden ist der Energiebedarf für Warmwasser in der Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs wie folgt zu berücksichtigen:
Bei der Berechnung gemäß Nr. 2.1.2 ist der Nutzwärmebedarf für die Warmwasserbereitung QW im Sinne von DIN V 4701-10 : 2003-08 mit 12,5 kWh/(m2a) anzusetzen.
H´T = HT/A in W/(m2·K)
HT nach DIN V 4108-6 : 2003-06* mit den in Anhang D.3 genannten Randbedingungen berechneter Transmissionswärmeverlust in W/K;
A wärmeübertragende Umfassungsfläche nach Nr. 1.3.1 in m2. Die in Nummer 2.1.1 Tabelle 3 angegebenen Randbedingungen sind anzuwenden.
2.5 Ermittlung der solaren Wärmegewinne bei Fertighäusern und vergleichbaren Gebäuden Werden Gebäude nach Plänen errichtet, die für mehrere Gebäude an verschiedenen Standorten erstellt worden sind, dürfen bei der Berechnung die solaren Gewinne so ermittelt werden, als wären alle Fenster dieser Gebäude nach Osten oder Westen orientiert.
3.1.1 Zum Zweck eines ausreichenden baulichen sommerlichen Wärmeschutzes sind die Anforderungen nach DIN 4108-2 : 2013-02 Abschnitt 8 einzuhalten. Dazu sind entweder die Sonneneintragskennwerte nach Abschnitt 8.3 oder die Übertemperatur-Gradstunden nach Abschnitt 8.4 zu begrenzen; es reicht aus, die Berechnungen gemäß Abschnitt 8 Satz 1 der DIN 4108-2 : 2013-02 auf die Räume oder Raumbereiche zu beschränken, für welche die Berechnung nach Abschnitt 8.3 zu den höchsten Anforderungen führen würde. Auf eine Berechnung darf unter den Voraussetzungen des Abschnitts 8.2.2 der DIN 4108-2 : 2013-02 verzichtet werden.
3.1.2 Wird bei Wohngebäuden mit Anlagen zur Kühlung die Berechnung nach Abschnitt 8.4 durchgeführt, sind bauliche Maßnahmen zum sommerlichen Wärmeschutz gemäß DIN 4108-2 : 2013-02 Abschnitt 4.3 insoweit vorzusehen, wie sich die Investitionen für diese baulichen Maßnahmen innerhalb deren üblicher Nutzungsdauer durch die Einsparung von Energie zur Kühlung erwirtschaften lassen.
3.2.1 Als höchstzulässige Sonneneintragskennwerte nach § 3 Absatz 4 sind die in DIN 4108-2 : 2013-02 Abschnitt 8.3.3 festgelegten Werte einzuhalten.
3.2.2 Der Sonneneintragskennwert des zu errichtenden Wohngebäudes ist nach dem in DIN 4108-2 : 2013-02 Abschnitt 8.3.2 genannten Verfahren zu bestimmen.
3.3 Begrenzung der Übertemperatur-Gradstunden Ein ausreichender sommerlicher Wärmeschutz nach § 3 Absatz 4 liegt auch vor, wenn mit einem Verfahren (Simulationsrechnung) nach DIN 4108-2 : 2013-02 Abschnitt 8.4 gezeigt werden kann, dass unter den dort genannten Randbedingungen die für den Standort des Wohngebäudes in Tabelle 9 dieser Norm angegebenen Übertemperatur-Gradstunden nicht überschritten werden.
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 965 – 973;
1.1.2 Die Ausführungen zu den Zeilen 1.13 bis 8 der Tabelle 1 sind beim Referenzgebäude nur insoweit und in der Art zu berücksichtigen, wie beim Gebäude ausgeführt. Die dezentrale Ausführung des Warmwassersystems (Zeile 4.2 der Tabelle 1) darf darüber hinaus nur für solche Gebäudezonen berücksichtigt werden, die einen Warmwasserbedarf von höchstens 200 Wh/(m2·d) aufweisen. Auf Gebäudezonen mit mehr als 4 m Raumhöhe, die durch dezentrale Gebläse- oder Strahlungsheizungen beheizt werden, ist Zeile 1.0 der Tabelle 1 nicht anzuwenden.
Raum-Soll-temperaturen
≥ 19 °C Raum-Soll-temperaturen im Heizfall
von 12 bis
< 19 °C
1.1 Außenwand (einschließlich Einbauten, wie Rollladenkästen), Geschossdecke gegen Außenluft Wärmedurchgangskoeffizient U = 0,28 W/(m2·K) U = 0,35 W/
(m2·K)
1.2 Vorhangfassade (siehe auch Zeile 1.14) Wärmedurchgangskoeffizient U = 1,4 W/
(m2·K) U = 1,9 W/
1.3 Wand gegen Erdreich, Bodenplatte, Wände und Decken zu unbeheizten Räumen (außer Abseitenwänden nach Zeile 1.4) Wärmedurchgangskoeffizient U = 0,35 W/(m2·K) U = 0,35 W/
1.4 Dach (soweit nicht unter Zeile 1.5), oberste Geschossdecke, Wände zu Abseiten Wärmedurchgangskoeffizient U = 0,20 W/(m2·K) U = 0,35 W/
1.5 Glasdächer Wärmedurchgangskoeffizient UW = 2,7 W/(m2·K) UW = 2,7 W/
1.6 Lichtbänder Wärmedurchgangskoeffizient UW = 2,4 W/(m2·K) UW = 2,4 W/
Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung g⊥ = 0,55 g⊥ = 0,55
1.7 Lichtkuppeln Wärmedurchgangskoeffizient UW = 2,7 W/(m2·K) UW = 2,7 W/
Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung g⊥ = 0,64 g⊥ = 0,64
1.8 Fenster, Fenstertüren (siehe auch Zeile 1.14) Wärmedurchgangskoeffizient UW = 1,3 W/(m2·K) UW = 1,9 W/
Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung g⊥ = 0,60 g⊥ = 0,60
1.9 Dachflächenfenster (siehe auch Zeile 1.14) Wärmedurchgangskoeffizient UW = 1,4 W/(m2·K) UW = 1,9 W/
1.10 Außentüren Wärmedurchgangskoeffizient Wärmedurchgangskoeffizient U = 1,8 W/(m2·K) U = 2,9 W/(m2·K)
1.11 Bauteile in Zeilen 1.1 und 1.3 bis 1.10 Wärmebrückenzuschlag ΔUWB = 0,05 W/
(m2·K) ΔUWB = 0,1 W/
1.12 Gebäudedichtheit Kategorie nach DIN V 18599-2 : 2011-12 Tabelle 6 Kategorie I*
1.13 Tageslichtversorgung bei Sonnen- oder Blendschutz oder bei Sonnen- und Blendschutz Tageslichtversorgungsfaktor CTL,Vers,SA nach DIN V 18599-4 : 2011-12
kein Sonnen- oder Blendschutz vorhanden: 0,70
Blendschutz vorhanden: 0,15
1.14 Sonnenschutzvorrichtung Für das Referenzgebäude ist die tatsächliche Sonnenschutzvorrichtung des zu errichtenden Gebäudes anzunehmen; sie ergibt sich gegebenenfalls aus den Anforderungen zum sommerlichen Wärmeschutz nach Nummer 4 oder aus Erfordernissen des Blendschutzes.Soweit hierfür Sonnenschutzverglasung zum Einsatz kommt, sind für diese Verglasung folgende Kennwerte anzusetzen:
anstelle der Werte der Zeile 1.2
– Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung g⊥ g⊥ = 0,35
– Lichttransmissionsgrad der Verglasung tD65 = 0,58
anstelle der Werte der Zeilen 1.8 und 1.9:
– Lichttransmissionsgrad der Verglasung tD65 tD65 = 0,62
2.1 Beleuchtungsart – in Zonen der Nutzungen 6 und 7** : wie beim ausgeführten Gebäude– im Übrigen: direkt/indirektjeweils mit elektronischem Vorschaltgerät und stabförmiger Leuchtstofflampe
2.2 Regelung der Beleuchtung Präsenzkontrolle:
Konstantlichtkontrolle/tageslichtabhängige Kontrolle– in Zonen der Nutzungen 5, 9, 10, 14, 22.1 bis 22.3, 29, 37 bis 40**:Konstantlichtkontrolle gemäß
DIN V 18599-4 : 2011-12 Abschnitt 5.4.6– in Zonen der Nutzungen 1 bis 4, 8, 12, 28, 31 und 36**:tageslichtabhängige Kontrolle, Kontrollart „gedimmt, nicht ausschaltend“ gemäß DIN V 18599-4 : 2011-12 Abschnitt 5.5.4 (einschließlich Konstantlichtkontrolle)– im Übrigen: manuell
3.1 Heizung (Raumhöhen ≤ 4 m)– Wärme-erzeuger Brennwertkessel „verbessert“ nach DIN V 18599-5 : 2011-12 Tabelle 47 Fußnote a, Gebläsebrenner, Heizöl EL, Aufstellung außerhalb der thermischen Hülle, Wasserinhalt > 0,15 l/kW
3.2 Heizung (Raumhöhen ≤ 4 m)– Wärme-verteilung – bei statischer Heizung und Umluftheizung (dezentrale Nachheizung in RLT-Anlage):Zweirohrnetz, außen liegende Verteilleitungen im unbeheizten Bereich, innen liegende Steigstränge, innen liegende Anbindeleitungen, Systemtemperatur 55/45 °C, hydraulisch abgeglichen, Δp konstant, Pumpe auf Bedarf ausgelegt, Pumpe mit intermittierendem Betrieb, keine Überströmventile, für den Referenzfall sind die Rohrleitungslängen und die Umgebungstemperaturen gemäß den Standardwerten nach DIN V 18599-5 : 2011-12 zu ermitteln.– bei zentralem RLT-Gerät:Zweirohrnetz, Systemtemperatur 70/55 °C, hydraulisch abgeglichen, Δp konstant, Pumpe auf Bedarf ausgelegt, für den Referenzfall sind die Rohrleitungslängen und die Lage der Rohrleitungen wie beim zu errichtenden Gebäude anzunehmen.
3.3 Heizung (Raumhöhen ≤ 4 m)– Wärme-übergabe – bei statischer Heizung:freie Heizflächen an der Außenwand (bei Anordnung vor Glasflächen mit Strahlungsschutz); P-Regler (1K), keine Hilfsenergie– bei Umluftheizung (dezentrale Nachheizung in RLT-Anlage):Regelgröße Raumtemperatur, hohe Regelgüte.
3.4 Heizung (Raumhöhen > 4 m) Dezentrales Heizsystem:Wärmeerzeuger gemäß DIN V 18599-5 : 2011-12 Tabelle 50:– Dezentraler Warmlufterzeuger– nicht kondensierender Betrieb– Leistung 25 bis 50 kW– Energieträger Erdgas– Leistungsregelung 1 (einstufig oder mehrstufig/modulierend ohne Anpassung der Verbrennungsluftmenge)Wärmeübergabe gemäß DIN V 18599-5 : 2011-12 Tabelle 13:– Radialventilator, seitlicher Luftauslass, ohne Warmluftrückführung Raumtemperaturregelung P-Regler
4.1 Warmwasser– zentrales System Wärmeerzeuger:Solaranlage mit Flachkollektor in Standardausführung nach DIN V 18599-8 : 2011-12, berichtigt durch DIN V 18599-8 Berichtigung 1 : 2013-05, jedoch abweichend auch für zentral warmwasserversorgte Nettogrundflächen über 3 000 m2 Restbedarf über Wärmeerzeuger der HeizungWärmespeicherung:bivalenter, außerhalb der thermischen Hülle aufgestellter Speicher nach DIN V 18599-8 : 2011-12 Abschnitt 6.3.1, berichtigt durch DIN V 18599-8 Berichtigung 1 : 2013-05Wärmeverteilung:mit Zirkulation, für den Referenzfall sind die Rohrleitungslänge und die Lage der Rohrleitungen wie beim zu errichtenden Gebäude anzunehmen.
4.2 Warmwasser– dezentrales System elektrischer Durchlauferhitzer, eine Zapfstelle und 6 m Leitungslänge pro Gerät
5.1 Raumlufttechnik– Abluft-anlage spezifische Leistungsaufnahme Ventilator PSFP = 1,0 kW/(m3/s)
5.2 Raumlufttechnik– Zu- und Abluft-anlage ohne Nachheiz- und Kühlfunk-tion Soweit für Zonen der Nutzungen 4, 8, 9, 12, 13, 23, 24, 35, 37 und 40** eine Zu- und Abluftanlage vorgesehen wird, ist diese mit bedarfsabhängiger Luftvolumenstromregelung gemäß DIN V 18599-7 : 2011-12 Abschnitt 5.8.1 auszulegen.Spezifische Leistungsaufnahme
Zuschläge nach DIN EN 13779 : 2007-09 Abschnitt 6.5.2 können nur für den Fall von HEPA-Filtern, Gasfiltern oder Wärmerückführungsklassen H2 oder H1 angerechnet werden.– Wärmerückgewinnung über Plattenwärmeübertrager (Kreuzgegenstrom)
5.3 Raumlufttechnik– Zu- und Abluftanlage mit geregelter Luftkonditionierung Soweit für Zonen der Nutzungen 4, 8, 9, 12, 13, 23, 24, 35, 37 und 40** eine Zu- und Abluftanlage vorgesehen wird, ist diese mit bedarfsabhängiger Luftvolumenstromregelung gemäß DIN V 18599-7 : 2011-12 Abschnitt 5.8.1 auszulegen.Spezifische Leistungsaufnahme
DruckverhältniszahlLuftkanalführung: innerhalb des Gebäudes fP = 0,4
5.4 Raumlufttechnik– Luftbe-feuchtung für den Referenzfall ist die Einrichtung zur Luftbefeuchtung wie beim zu errichtenden Gebäude anzunehmen
5.5 Raumlufttechnik– Nur-Luft-Klimaanlagen als Variabel-Volumenstrom-System ausgeführt:Druckverhältniszahl fP = 0,4Luftkanalführung: innerhalb des Gebäudes
6 Raumkühlung – Kältesystem:Kaltwasser-Ventilatorkonvektor, BrüstungsgerätKaltwassertemperatur 14/18 °C– Kaltwasserkreis Raumkühlung:Überströmung 10 %
spezifische elektrische Leistung der Verteilung hydraulisch abgeglichen,geregelte Pumpe, Pumpe hydraulisch entkoppelt, saisonale sowie Nacht- und Wochenendabschaltung Pd,spez = 30 Wel/
kWKälte
7 Kälteerzeugung Erzeuger:Kolben/Scrollverdichter mehrstufig schaltbar, R134a, luftgekühltKaltwassertemperatur:
– bei mehr als 5 000 m2 mittels Raumkühlung konditionierter Nettogrundfläche, für diesen Konditionierungsanteil 14/18 °C
spezifische elektrische Leistung der Verteilunghydraulisch abgeglichen, ungeregelte Pumpe, Pumpe hydraulisch entkoppelt, saisonale sowie Nacht- und Wochenendabschaltung, Verteilung außerhalb der konditionierten Zone. Pd,spez = 20 Wel/
Der Primärenergiebedarf für das Kühlsystem und die Kühlfunktion der raumlufttechnischen Anlage darf für Zonen der Nutzungen 1 bis 3, 8, 10, 16 bis 20 und 31** nur zu 50 % angerechnet werden.
8 Gebäudeautomation – Summand ΔθEMS: gemäß Klasse C– Faktor adaptiver Betrieb fadapt: Klasse Cjeweils nach DIN V 18599-11 : 2011-12
**Nutzungen nach Tabelle 5 der DIN V 18599-10 : 2011-12.
Zeile Bauteile Anforderungsniveau Höchstwerte der nach Nummer 2.3 bestimmten Mittelwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten
Zonen mit Raum-Solltemperaturen im Heizfall ≥ 19 °C Zonen mit Raum-Solltemperaturen im Heizfall von 12 bis < 19 °C
1a Opake Außenbauteile, soweit nicht in Bauteilen der Zeilen 3 und 4 enthalten nach EnEV 2009* -U = 0,35 W/(m2·K) -U = 0,50 W/(m2·K)
1b für Neubauvorhaben bis zum 31. Dezember 2015** -U = 0,35 W/(m2·K)
1c für Neubauvorhaben ab dem 1. Januar 2016** -U= 0,28 W/(m2·K)
2a Transparente Außenbauteile, soweit nicht in Bauteilen der Zeilen 3 und 4 enthalten nach EnEV 2009* -U = 1,9 W/(m2·K) -U = 2,8 W/(m2·K)
2b für Neubauvorhaben bis zum 31. Dezember 2015** -U = 1,9 W/(m2·K)
2c für Neubauvorhaben ab dem 1. Januar 2016** -U = 1,5 W/(m2·K)
3a Vorhangfassade nach EnEV 2009* -U = 1,9 W/(m2·K) -U = 3,0 W/(m2·K)
3b für Neubauvorhaben bis zum 31. Dezember 2015** -U = 1,9 W/(m2·K)
3c für Neubauvorhaben ab dem 1. Januar 2016** -U = 1,5 W/(m2·K)
4a Glasdächer, Lichtbänder, Lichtkuppeln nach EnEV 2009* -U = 3,1 W/(m2·K) -U = 3,1 W/(m2·K)
4b für Neubauvorhaben bis zum 31. Dezember 2015** -U = 3,1 W/(m2·K)
4c für Neubauvorhaben ab dem 1. Januar 2016** -U = 2,5 W/(m2·K)
* Energieeinsparverordnung vom 24. Juli 2007 (BGBl. I S. 1519), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 29. April 2009 (BGBl. I S. 954) geändert worden ist.
** § 28 bleibt unberührt.
2.1.1 Der Jahres-Primärenergiebedarf Qp für Nichtwohngebäude ist nach DIN V 18599:2011-12, berichtigt durch DIN V 18599-5 Berichtigung 1 : 2013-05 und durch DIN V 18599-8 Berichtigung 1 : 2013-05, zu ermitteln. Als Primärenergiefaktoren sind die Werte für den nicht erneuerbaren Anteil nach DIN V 18599-1 : 2011-12 anzusetzen. Anlage 1 Nr. 2.1.1 Satz 3 bis 8 ist entsprechend anzuwenden.
2.1.2 Unbeschadet der Regelungen in den Nummern 2.1.3 und 2.1.6 sind als Randbedingungen zur Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs die in den Tabellen 5 bis 9 der DIN V 18599-10 : 2011-12 aufgeführten Nutzungsrandbedingungen und Klimadaten zu verwenden; bei der Berechnung des Referenzgebäudes müssen die in Tabelle 5 der DIN V 18599-10 : 2011-12 als Mindest- oder Maximalwerte enthaltenen Angaben unverändert angesetzt werden. Die Nutzungen 1 und 2 nach Tabelle 5 der DIN V 18599-10 : 2011-12 dürfen zur Nutzung 1 zusammengefasst werden. Darüber hinaus brauchen Energiebedarfsanteile nur unter folgenden Voraussetzungen in die Ermittlung des Jahres-Primärenergiebedarfs einer Zone einbezogen zu werden:
2.1.3 Abweichend von DIN V 18599-10 : 2011-12 Tabelle 5 darf bei Zonen der Nutzungen 6 und 7 die tatsächlich auszuführende Beleuchtungsstärke angesetzt werden, jedoch für die Nutzung 6 mit nicht mehr als 1 500 lx und für die Nutzung 7 mit nicht mehr als 1 000 lx. Beim Referenzgebäude ist der Primärenergiebedarf für Beleuchtung mit dem Tabellenverfahren nach DIN V 18599-4 : 2011-12 zu berechnen.
2.1.4 Die Vereinfachungen zur Zonierung, zur pauschalierten Zuweisung der Eigenschaften der Hüllfläche und zur Ermittlung von tageslichtversorgten Bereichen gemäß DIN V 18599-1 : 2011-12 Anhang D dürfen nach Maßgabe der dort angegebenen Bedingungen auch für zu errichtende Nichtwohngebäude verwendet werden.
2.1.5 Werden in Nichtwohngebäuden bauliche oder anlagentechnische Komponenten eingesetzt, für deren energetische Bewertung keine anerkannten Regeln der Technik oder keine gemäß § 9 Absatz 2 Satz 2 dritter Teilsatz bekannt gemachten gesicherten Erfahrungswerte vorliegen, so dürfen die energetischen Eigenschaften dieser Komponenten unter Verwendung derselben Randbedingungen wie in den Berechnungsverfahren nach DIN V 18599 : 2011-12 durch dynamisch-thermische Simulationsrechnungen ermittelt werden.
3 Heizunterbrechung – Heizsysteme in Raumhöhen ≤ 4 m:Absenkbetrieb gemäß DIN V 18599-2 : 2011-12 Gleichung (28)– Heizsysteme in Raumhöhen > 4 m:Abschaltbetrieb gemäß DIN V 18599-2 : 2011-12 Gleichung (29) jeweils mit Dauer gemäß den Nutzungsrandbedingungen in Tabelle 5 der DIN V 18599-10 : 2011-12
4 Solare Wärmegewinne über opake Bauteile – Emissionsgrad der Außenfläche für Wärmestrahlung:– Strahlungsabsorptionsgrad an opaken Oberflächen:für dunkle Dächer kann abweichend angenommen werden. ε = 0,8α = 0,5α = 0,8
5 Wartungsfaktor der Beleuchtung Der Wartungsfaktor WF ist wie folgt anzusetzen:– in Zonen der Nutzungen 14, 15 und 22*– im ÜbrigenDementsprechend ist der Energiebedarf für einen Berechnungsbereich im Tabellenverfahren nach DIN V 18599-4 : 2011-12 Abschnitt 5.4.2 Gleichung (10) mit dem folgenden Faktor zu multiplizieren:– für die Nutzungen 14, 15 und 22*– im Übrigen mit 0,6mit 0,8.mit 1,12mit 0,84.
6 Gebäudeautomation – Klasse C– Klasse A oder B bei entsprechendem Ausstattungsniveau jeweils nach DIN V 18599-11 : 2011-12
* Nutzungen nach Tabelle 5 der DIN V 18599-10 : 2011-12.
2.1.8 Abweichend von DIN V 18599-10 : 2011-12 darf bei Zonen der Nutzungen 5 bis 7, 18 bis 20 und 24 von einer „Raum-Solltemperatur Heizung“ von 17 Grad Celsius ausgegangen werden, soweit die tatsächlichen Nutzungsbedingungen dies nahelegen. Zonen der Nutzungen 32 und 33 (Parkhäuser) sind als unbeheizt und ungekühlt anzunehmen.
2.2.1 Soweit sich bei einem Gebäude Flächen hinsichtlich ihrer Nutzung, ihrer technischen Ausstattung, ihrer inneren Lasten oder ihrer Versorgung mit Tageslicht wesentlich unterscheiden, ist das Gebäude nach Maßgabe der DIN V 18599-1 : 2011-12 in Verbindung mit DIN V 18599-10 : 2011-12 und den Vorgaben in Nr. 1 dieser Anlage in Zonen zu unterteilen. Die Nutzungen 1 und 2 nach Tabelle 5 der DIN V 18599-10 : 2011-12 dürfen zur Nutzung 1 zusammengefasst werden.
2.2.2 Für Nutzungen, die nicht in DIN V 18599-10 : 2011-12 aufgeführt sind, kann
EneV Anlagen Tabelle 4
Zeile Gebäudetyp Hauptnutzung Nutzung
(Nummer gemäß
DIN V 18599-10 :
2011-12 Tabelle 5) Nutzenergiebedarf Warmwasser*)
1 Bürogebäude Einzelbüro (Nr. 1)Gruppenbüro (Nr. 2)Großraumbüro (Nr. 3)Besprechung, Sitzung,Seminar (Nr. 4) Einzelbüro (Nr. 1) 0
1.1 Bürogebäude mit Verkaufs-einrichtung oder Gewerbebetrieb wie Zeile 1 Einzelbüro (Nr. 1) 0
1.2 Bürogebäude mit Gaststätte wie Zeile 1 Einzelbüro (Nr. 1) 1,5 kWh je Sitz-platz in der Gasts-tätte und Tag
2 Gebäude des Groß- und Einzelhandels bis 1 000 m2 NGF Groß-, Einzel-handel/Kaufhaus Einzelhandel/Kaufhaus (Nr. 6) 0
3 Gewerbebetriebe bis 1 000 m2 NGF Gewerbe Gewerbliche und industrielle Hallen– leichte Arbeit, überwiegend sitzende Tätigkeit (Nummer 22.3) 1,5 kWh je Beschäftigten und Tag
4 Schule, Kindergarten und -tagesstätte, ähnliche Einrichtungen Klassenzimmer, Gruppenraum Klassenzimmer/Gruppenraum (Nr. 8) ohne Duschen: 85 Wh/(m2·d)
6 Beherbergungsstätte ohne Schwimmhalle, Sauna oder Wellnessbereich Hotelzimmer Hotelzimmer (Nr. 11) 250 Wh/(m2·d)
7 Bibliothek Lesesaal, Freihandbereich Bibliothek, Lesesaal (Nr. 28) 30 Wh/(m2·d)
3.2.2 Bei Anwendung des vereinfachten Verfahrens sind der Höchstwert und der Referenzwert des Jahres-Primärenergiebedarfs in Fällen der Nummer 3.1.3 Satz 3 pauschal um 50 kWh/(m2·a) je m2 gekühlte Nettogrundfläche der Verkaufseinrichtung, des Gewerbebetriebes oder der Gaststätte zu erhöhen; dieser Betrag ist im Energieausweis als elektrische Energie für Kühlung auszuweisen.
Anlage 3 (zu den §§ 8 und 9) Anforderungen bei Änderung von Außenbauteilen und bei Errichtung kleiner Gebäude; Randbedingungen und Maßgaben für die Bewertung bestehender Wohngebäude
(Fundstelle: BGBl. I 2007, 1544 – 1548;
sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 2 einzuhalten. Werden Maßnahmen gemäß Buchstabe a an Fenstertüren mit Klapp-, Falt-, Schiebe- oder Hebemechanismus durchgeführt, sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 2f einzuhalten. Bei Maßnahmen gemäß Buchstabe c gilt Satz 1 nicht, wenn der vorhandene Rahmen zur Aufnahme der vorgeschriebenen Verglasung ungeeignet ist. Werden Maßnahmen nach Buchstabe c ausgeführt und ist die Glasdicke im Rahmen dieser Maßnahmen aus technischen Gründen begrenzt, so gelten die Anforderungen als erfüllt, wenn eine Verglasung mit einem
Wärmedurchgangskoeffizienten von höchstens 1,3 W/(m2·K) eingebaut wird. Werden Maßnahmen nach Buchstabe c an Kasten- oder Verbundfenstern durchgeführt, so gelten die Anforderungen als erfüllt, wenn eine Glastafel mit einer infrarotreflektierenden Beschichtung mit einer Emissivität Epsilon(tief)n <= 0,2 eingebaut wird. Werden bei Maßnahmen nach Satz 1
Bei der Erneuerung von Außentüren dürfen nur Außentüren eingebaut werden, deren Türfläche einen
Wärmedurchgangskoeffizienten von 1,8 W/(m2·K) nicht überschreitet. Satz 1 ist auf rahmenlose Türanlagen aus Glas, Karusselltüren und kraftbetätigte Türen nicht anzuwenden.
Zeile Bauteil Maßnahme nach Wohngebäude
und Zonen von Nichtwohngebäuden mit Innentemperaturen
≥ 19 °C Zonen von Nicht-wohngebäuden mit Innentemperaturen von 12 bis < 19 °C
2a Fenster, Fenstertüren Nummer 2 Buchstabe a und b 1,3 W/(m2·K)2 1,9 W/(m2·K)2
2b Dachflächenfenster Nummer 2 Buchstabe a und b 1,4 W/(m2·K)2 1,9 W/(m2·K)2
2c Verglasungen Nummer 2 Buchstabe c 1,1 W/(m2·K)3 keine Anforderung
2d Vorhangfassaden Nummer 6 Satz 1 1,5 W/(m2·K)4 1,9 W/(m2·K)4
2e Glasdächer Nummer 2 Buchstabe a und c 2,0 W/(m2·K)3 2,7 W/(m2·K)3
2f Fenstertüren mit Klapp-, Falt-, Schiebe- oder Hebemechanismus Nummer 2 Buchstabe a 1,6 W/(m2·K)2 1,9 W/(m2·K)2
3a Fenster, Fenstertüren, Dachflächenfenster mit Sonderverglasungen Nummer 2 Buchstabe a und b 2,0 W/(m2·K)2 2,8 W/(m2·K)2
3b Sonderverglasungen Nummer 2 Buchstabe c 1,6 W/(m2·K)3 keine Anforderung
3c Vorhangfassaden mit Sonderverglasungen Nummer 6 Satz 2 2,3 W/(m2·K)4 3,0 W/(m2·K)4
4a Dachflächen einschließlich Dachgauben, Wände gegen unbeheizten Dachraum (einschließlich Abseitenwänden), oberste Geschossdecken Nummer 4 Satz 1 und 2 Buchstabe a, c und d 0,24 W/(m2·K) 0,35 W/(m2·K)
4b Dachflächen mit Abdichtung Nummer 4 Satz 2 Buchstabe b 0,20 W/(m2·K) 0,35 W/(m2·K)
5a Wände gegen Erdreich oder unbeheizte Räume (mit Ausnahme von Dachräumen) sowie Decken nach unten gegen Erdreich oder unbeheizte Räume Nummer 5 Satz 1 und 2 Buchstabe a und c 0,30 W/(m2·K) keine Anforderung
5b Fußbodenaufbauten Nummer 5 Satz 2 Buchstabe b 0,50 W/(m2·K) keine Anforderung
1 Wärmedurchgangskoeffizient des Bauteils unter Berücksichtigung der neuen und der vorhandenen Bauteilschichten; für die Berechnung der Bauteile nach den Zeilen 5a und b ist DIN V 4108-6 : 2003-06 Anhang E und für die Berechnung sonstiger opaker Bauteile ist DIN EN ISO 6946 : 2008-04 zu verwenden.
4 Wärmedurchgangskoeffizient der Vorhangfassade; er ist nach DIN EN 13947 : 2007-07 zu ermitteln.
8.1 Wärmebrücken sind in dem Falle, dass mehr als 50 vom Hundert der Außenwand mit einer innen liegenden Dämmschicht und einbindender Massivdecke versehen sind, durch Erhöhung der
Wärmedurchgangskoeffizienten um ΔUWB = 0,15 W/(m2·K) für die gesamte wärmeübertragende Umfassungsfläche zu berücksichtigen.
8.2 Die Luftwechselrate ist bei der Berechnung abweichend von DIN V 4108-6 : 2003-06*) Tabelle D.3 Zeile 8 bei offensichtlichen Undichtheiten, wie bei Fenstern ohne funktionstüchtige Lippendichtung oder bei beheizten Dachgeschossen mit Dachflächen ohne luftdichte Ebene, mit 1,0 h-1 anzusetzen.
8.3 Bei der Ermittlung der solaren Gewinne nach DIN V 18599 : 2011-12 oder DIN V 4108-6 : 2003-06*) Abschnitt 6.4.3 ist der Minderungsfaktor für den Rahmenanteil von Fenstern mit FF = 0,6 anzusetzen.
2) Bemessungswert des Wärmedurchgangskoeffizienten des Fensters; der Bemessungswert des Wärmedurchgangskoeffizienten des Fensters ist technischen Produkt-Spezifikationen zu entnehmen oder gemäß den nach den Landesbauordnungen bekannt gemachten energetischen Kennwerten für Bauprodukte zu bestimmen. Hierunter fallen insbesondere energetische Kennwerte aus Europäischen Technischen Bewertungen sowie energetische Kennwerte der Regelungen nach der Bauregelliste A Teil 1 und auf Grund von Festlegungen in allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen.
3) Bemessungswert des Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung; der Bemessungswert des Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung ist technischen Produkt-Spezifikationen zu entnehmen oder gemäß den nach den Landesbauordnungen bekannt gemachten energetischen Kennwerten für Bauprodukte zu bestimmen. Hierunter fallen insbesondere energetische Kennwerte aus Europäischen Technischen Bewertungen sowie energetische Kennwerte der Regelungen nach der Bauregelliste A Teil 1 und auf Grund von Festlegungen in allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen.
Anlage 4 (zu § 6 Absatz 1) Anforderungen an die Dichtheit des gesamten Gebäudes
Anlage 4a (zu § 13 Absatz 2) Anforderungen an die Inbetriebnahme von Heizkesseln
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 975 – 976;
Zeile Art der Leitungen/Armaturen Mindestdicke der
Dämmschicht, bezogen auf eine Wärmeleitfähigkeit von 0,035 W/(m·K)
5 Leitungen und Armaturen nach den Zeilen 1 bis 4 in Wand- und Deckendurchbrüchen, im Kreuzungsbereich von Leitungen, an Leitungsverbindungsstellen, bei zentralen Leitungsnetzverteilern 1/2 der Anforderungen
6 Wärmeverteilungsleitungen nach den Zeilen 1 bis 4, die nach dem 31. Januar 2002 in Bauteilen zwischen beheizten Räumen verschiedener Nutzer verlegt werden 1/2 der Anforderungen
(Fundstelle: BGBl. I 2013, 3977 – 3981)
(Fundstelle: BGBl. I 2013, 3982 – 3986)
(Fundstelle: BGBl. I 2007, 1562 – 1563;
2.1 Bestandsaufnahme und Dokumentation des Gebäudes, der Baukonstruktion und der technischen Anlagen Ermittlung, Bewertung und Dokumentation des Einflusses der geometrischen und energetischen Kennwerte der Gebäudehülle einschließlich aller Einbauteile und Wärmebrücken, der Luftdichtheit und Erkennen von Leckagen, der bauphysikalischen Eigenschaften von Baustoffen und Bauprodukten einschließlich der damit verbundenen konstruktiv-statischen Aspekte, der energetischen Kennwerte von anlagentechnischen Komponenten einschließlich deren Betriebseinstellung und Wartung, der Auswirkungen des Nutzerverhaltens und von Leerstand und von Klimarandbedingungen und Witterungseinflüssen auf den Energieverbrauch.
3.1 Bestandsaufnahme und Dokumentation des Gebäudes, der Baukonstruktion und der technischen Anlagen Energetische Modellierung eines Gebäudes (beheiztes/gekühltes Volumen, konditionierte/nicht konditionierte Räume, Versorgungsbereich der Anlagentechnik), Ermittlung der Systemgrenze und Einteilung des Gebäudes in Zonen nach entsprechenden Nutzungsrandbedingungen, Zuordnung von geometrischen und energetischen Kenngrößen zu den Zonen und Versorgungsbereichen, Zusammenwirken von Gebäude und Anlagentechnik (Verrechnung von Bilanzanteilen), Anwendung vereinfachter Verfahren (z. B. Ein-Zonen-Modell), Bestimmung von Wärmequellen und -senken und des Nutzenergiebedarfs von Zonen, Ermittlung, Bewertung und Dokumentation der energetischen Kennwerte von raumlufttechnischen Anlagen, insbesondere von Klimaanlagen, und Beleuchtungssystemen.