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Timestamp: 2016-10-24 20:26:05
Document Index: 220855757

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 59', 'Art. 46', 'Art. 211', 'Art. 63', 'Art. 209', 'Art. 196', 'Art. 209', 'Art. 214', 'Art. 214', 'Art. 211', 'Art. 214', 'BGE', 'Art. 204', 'Art. 207', 'BGE', 'Art. 206', 'Art. 206', 'Art. 206', 'Art. 206', 'Art. 214', 'Art. 206', 'Art. 206', 'Art. 206', 'Art. 206', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 55', 'Art. 55', 'Art. 63', 'Art. 206', 'Art. 197', 'Art. 206', 'Art. 209', 'Art. 206', 'Art. 209', 'Art. 206', 'BGE', 'Art. 209', 'Art. 210', 'Art. 215', 'BGE', 'Art. 210', 'Art. 55', 'Art. 210', 'Art. 210', 'Art. 54', 'Art. 148', 'BGE', 'Art. 210', 'Art. 215', 'Art. 139', 'Art. 43', 'Art. 152', 'Art. 156', 'Art. 9', 'Art. 152', 'Art. 157']

5C.81/2001 (14.01.2002)
5C.81/2001/bnm
Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Meyer und Gerichtsschreiber Schneeberger.
A.K.________, Kl�ger, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Speck, Z�rcher Strasse 53, 9000 St. Gallen,
B.K.________, Beklagte, vertreten durch F�rsprecher LuigiR. Rossi, Oberer Graben 3, 9000 St. Gallen,
Nebenfolgen der Ehescheidung (G�terrecht), hat sich ergeben:
A.- Im Sommer 1996 leitete A.K.________ gegen B.K.________ das Scheidungsverfahren ein. Die Parteien wurden durch das Kantonsgericht von Appenzell Ausserrhoden mit Urteil vom 18. August 1999 geschieden. Das Gericht regelte die Nebenfolgen und traf in g�terrechtlicher Hinsicht f�nf Anordnungen (Dispositivziff. 7b bis 7e); bez�glich einer w�hrend des Scheidungsverfahrens zwangsverwerteten Liegenschaft der Parteien verpflichtete es die Beklagte, dem Kl�ger Fr. 221'838.-- zu bezahlen (Dispositivziff. 7a).
Auf Appellation beider Parteien und Anschlussappellation des Kl�gers, die sich (von hier nicht weiter interessierenden Punkten) gegen Dispositivziff. 7 des erstinstanzlichen Urteils richteten, �nderte das Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden mit Urteil vom 12. Dezember 2000 im Bereich der g�terrechtlichen Auseinandersetzung einzig Dispositivziff.
7a des erstinstanzlichen Urteils ab: Bez�glich der zwangsverwerteten Liegenschaft verpflichtete es die Beklagte, ihrem geschiedenen Mann Fr. 70'000.-- zu bezahlen. Die Verfahrenskosten regelte es auf der Basis der beiden Parteien gew�hrten unentgeltlichen Rechtspflege.
B.- Der Kl�ger beantragt dem Bundesgericht mit Berufung, das obergerichtliche Urteil aufzuheben, soweit B.K.________ verpflichtet werde, ihm Fr. 70'000.-- zu bezahlen, und die Angelegenheit sei zu neuer Entscheidung an das Obergericht zur�ckzuweisen; eventualiter sei B.K.________ zu verpflichten, ihm Fr. 161'838.--, subeventualiter Fr. 137'500.-- zu bezahlen. Er ersucht um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Die Beklagte schliesst in ihrer Berufungsantwort/Anschlussberufung auf Abweisung der Berufung und stellt die Begehren, die strittige Forderung aus G�terrecht sei auf Fr. 16'100.-- zu reduzieren und ihr sei die Verfahrenshilfe zu gew�hren.
Der Kl�ger h�lt in seiner Anschlussberufungsantwort an seinen Berufungsantr�gen fest und schliesst auf Abweisung der Anschlussberufung.
C.- Mit Urteilen vom heutigen Tag hat das Bundesgericht zwei staatsrechtlichen Beschwerden von A.K.________ keinen Erfolg beschieden. Zun�chst ist eine Beschwerde nicht durchgedrungen, die sich gegen den Beschluss des Obergerichts Appenzell Ausserrhoden vom 26. Juni 2001 gerichtet hat, auf das Revisionsgesuch von A.K.________ gegen das obergerichtliche Urteil vom 12. Dezember 2000 nicht einzutreten (5P. 304/2001). Sodann ist das Bundesgericht auf die Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts vom 12. Dezember 2000 nicht eingetreten (5P. 107/2001).
1.- Es schadet dem Kl�ger nicht, dass der Aufhebungs- und der R�ckweisungsantrag hier nicht gen�gen w�rden, weil die rechtserheblichen Feststellungen getroffen sind und das Bundesgericht somit selber entscheiden k�nnte (BGE 106 II 201 E. 1 S. 203; 104 II 209 E. 1 S. 211). Denn er stellt bezifferte Eventualantr�ge, weshalb auf die Berufung einzutreten ist (Art. 55 Abs. 1 lit. b OG; BGE 125 III 412 E. 1b S. 414).
Demgegen�ber enth�lt die Anschlussberufung einen rechtsgen�glichen Hauptantrag (Art. 59 Abs. 3 OG). Die Streitwertgrenze ist f�r beide Rechtsmittel �berschritten (Art. 46 OG).
2.- Anf�nglich bewohnten die Parteien das Haus Z.________ in Y.________, das in ihrem h�lftigen Miteigentum stand und sie ausgebaut hatten. Am 26. Oktober 1988 verkauften sie dieses Haus und liessen sich in X.________ nieder.
Dort hatten sie am 14. Dezember 1987 Bauland zu je 1/2 Miteigentum erworben und erstellten darauf ein Wohnhaus. Der Erl�s f�r das Wohnhaus in Y.________ ist in die Liegenschaft in X._______ investiert worden. Die Vorinstanz ist f�r die Vornahme der g�terrechtlichen Auseinandersetzung bez�glich dieses Wohnhauses vom Erl�s aus der Zwangsverwertung der Liegenschaft ausgegangen, die w�hrend des Scheidungsverfahrens durchgef�hrt wurde. Bei einem durch das Betreibungsamt gesch�tzten Wert von Fr. 958'000.-- wurde in der Versteigerung ein Erl�s von Fr. 1'170'000.-- erzielt. Die Vorinstanz erblickt in diesem Betrag mit R�cksicht auf Art. 211 und 214 Abs. 1 ZGB den Verkehrswert und hat davon den Errungenschaften beider Parteien die H�lfte, n�mlich Fr. 585'000.-- zugerechnet.
Von der beanspruchten Hypothek in der H�he von Fr. 1'580'000.--, f�r die nur der Kl�ger pers�nlich haftete, hat es diesem gegen�ber der Beklagten die H�lfte (Fr. 790'000.--) gutgeschrieben und diese Summe um den Betrag von Fr. 135'000.-- vermindert, den die Beklagte aus ihrem Eigengut (Fr. 35'000.--) und mittels Aufnahme eines Darlehens von Fr. 100'000.-- bei ihrer Mutter f�r die Finanzierung des Wohnhauses in X.________ beigesteuert hatte. Von den so errechneten Fr. 655'000.-- hat es die H�lfte des Erl�ses aus der Zwangsverwertung, Fr. 585'000.-- ausmachend, abgezogen und dem Kl�ger die Differenz, n�mlich Fr. 70'000.-- als g�terrechtlichen Ersatzanspruch gegen die Beklagte zugesprochen.
Die Parteien legen Berechnungen vor, nach denen der g�terrechtliche Anspruch des Kl�gers gegen die Beklagte zwischen Fr. 16'100.-- (Standpunkt der Beklagten) und Fr. 161'838.--, beziehungsweise Fr. 137'500.-- (Forderungen des Kl�gers) liegt.
Das Bundesgericht wendet das Recht unabh�ngig von den Begr�ndungen der Parteien im Rahmen des festgestellten Sachverhalts von Amtes wegen an (Art. 63 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 f. OG). Infolgedessen d�rfen alle von den Parteien und dem Obergericht vorgenommenen Qualifikationen und Berechnungen frei �berpr�ft werden, selbst wenn sie nicht mit einschl�gigen Gesetzesbestimmungen begr�ndet werden.
3.- Zun�chst sind die festgestellten Verm�gensgegenst�nde und Schulden den jeweiligen G�termassen der Parteien zuzuordnen. Soweit erforderlich, sind sodann die Werte der eingesetzten Positionen festzulegen:
a) Nicht beanstandet wird, dass die Liegenschaft in X.________ entsprechend den Miteigentumsquoten h�lftig den Errungenschaften der Parteien zuzuordnen ist. Der Zwangsversteigerungserl�s tritt an die Stelle der Liegenschaft (lit. b hiernach). Unumstritten ist weiter auch, dass die Hypothekarschuld g�terrechtlich mit der Errungenschaft des Kl�gers verbunden worden ist, weil er das Bankdarlehen allein schuldet und die Zinslast trug; auch ist das aufgenommene Geld f�r den Erwerb und den Ausbau der Liegenschaft in X.________ verwendet worden. Gest�tzt auf die Vermutung von Art. 209 Abs. 2 ZGB ist schliesslich auch das Darlehen von Fr. 100'000.--, das die Beklagte von ihrer Mutter erhalten und in die Liegenschaft in X.________ investiert hat, der Errungenschaft der Beklagten zuzuordnen (zu all dem Hausheer/Reusser/Geiser, N. 27, 29 ff. und 54 f. zu Art. 196 ZGB und N. 20 zu Art. 209 ZGB; nach einem anderen System zuordnend Paul Piotet, Dette hypoth�caire et plus-value ou moins-value dans la participation aux acqu�ts, ZSR 117/1998 I, S. 49 Ziff. 6 und S. 51 f.).
b) Der Kl�ger vertritt die Ansicht, f�r die Berechnung der Errungenschaften m�sse von �ber Fr. 1'900'000.-- ausgegangen werden; dieser Betrag sei auch nach den Angaben der Beklagten f�r den Landkauf und den Bau des Wohnhauses in X.________ aufgewendet worden. Auf diese Summe st�tzt er denn auch seine Berechnung.
Das Scheidungsverfahren ist im Sommer 1996 eingeleitet worden, die Zwangsversteigerung hat am 18. M�rz 1999 stattgefunden und das Obergericht hat die Parteien g�terrechtlich mit dem angefochtenen Urteil vom 12. Dezember 2000 auseinandergesetzt.
Wird ein Verm�gensgegenstand nach der Einleitung des Scheidungsverfahrens und vor der g�terrechtlichen Auseinandersetzung zwangsversteigert, ist in analoger Anwendung von Art. 214 Abs. 2 ZGB in die Berechnung der Errungenschaft der Wert im Zeitpunkt der Zwangsversteigerung einzusetzen.
Wenn kein h�herer Wert festgestellt ist, muss auf den Erl�s aus der Zwangsversteigerung abgestellt werden (unver�ffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 20. Juli 1995 i.S. B., E. 3; 5C.48/1995). Diese Praxis hat zur Folge, dass der Zwangsversteigerungserl�s nicht anders als der Verkaufserl�s nach Art. 214 Abs. 2 ZGB in die Errungenschaften einzusetzen ist, obwohl nach Art. 211 und Art. 214 Abs. 1 ZGB der Verkehrswert zum Zeitpunkt der g�terrechtlichen Auseinandersetzung, d.h. am Tag der Urteilsf�llung massgebend w�re (BGE 121 III 152 E. 3a a.E.).
Nach dem Dargelegten muss der Zwangsversteigerungserl�s f�r die Liegenschaft in X.________ den Errungenschaften der Parteien zugeordnet werden, und er gilt zugleich als Verkehrswert.
Die Investitionskosten k�nnen aber auch deshalb nicht den Errungenschaften zugerechnet werden, weil sie f�r deren Ermittlung nicht in Betracht kommen. Denn nach Art. 204 Abs. 2 und Art. 207 Abs. 1 ZGB werden in die g�terrechtliche Auseinandersetzung nur im Zeitpunkt der Klageeinleitung vorhandene Werte einbezogen und den jeweiligen G�termassen zugeordnet (BGE 123 III 289 E. 3a; 121 III 152 E. 3a). Die Investitionen wurden offensichtlich im Zusammenhang mit der �berbauung der Liegenschaft in X.________ get�tigt und waren im Zeitpunkt der Klageeinleitung nur noch als Wertsubstanz in der Liegenschaft vorhanden, die ja zu den Errungenschaften geh�ren w�rde (E. 3a hiervor). Die Investitionskosten spielen nur f�r die Berechnung der Forderungen unter den G�termassen eine Rolle (dazu E. 4 und 5b hiernach).
4.- Art. 206 Abs. 1 ZGB gilt auch unter Ehegatten, wenn sie Miteigent�mer eines Verm�gensgegenstandes sind und wenn der eine dem anderen f�r dessen Anteil einen unentgeltlichen Beitrag geleistet hat. Gem�ss Art. 206 Abs. 1 Halbsatz 1 ZGB wird die Forderung nach dem "Beitrag" errechnet, den "ein Ehegatte zum Erwerb, zur Verbesserung oder zur Erhaltung des Verm�gensgegenstandes des anderen ohne entsprechende Gegenleistung beigetragen" hat (zu all dem Hausheer/Reusser/Gei-ser, N. 9 f., 13, 18 und 20 zu Art. 206 ZGB).
Der Anschaffungswert ist f�r die Beantwortung der Frage entscheidend, ob ein (konjunktureller) Mehrwert im Sinne von Art. 206 Abs. 1 Halbsatz 1 ZGB eingetreten ist.
Dies ist der Fall, wenn der Investitionswert (Anfangswert) unter dem Wert im Zeitpunkt der g�terrechtlichen Auseinandersetzung (Endwert) liegt. Der Endwert ist nach der Regel von Art. 214 ZGB zu ermitteln. Somit ist f�r die Mehrwertberechnung grunds�tzlich ebenfalls vom Verkehrswert im Zeitpunkt der g�terrechtlichen Auseinandersetzung auszugehen (Tuor/ Schnyder/Schmid, Das Schweizerische Zivilgesetzbuch, 11.
Aufl. 1995, S. 230 f. und 245 unten; Hausheer, in: Basler Kommentar, ZGB Bd. I, N. 17 bis 19 zu Art. 206 ZGB; Haus-heer/Reusser/Geiser, N. 36 f. zu Art. 206 ZGB).
a) Nach dem Dargelegten bildet der Zwangsversteigerungserl�s den Endwert (s. auch E. 3b hiervor). Dieser liegt unter den von den Parteien �bereinstimmend angegebenen Investitionskosten (dazu E. 5b hiernach), weshalb kein konjunkturell bedingter Mehrwert entstanden sein kann. Diesfalls entspricht die H�he der Forderung gem�ss Art. 206 Abs. 1 Halbsatz 2 ZGB dem "urspr�nglichen Beitrag" (dazu Hausheer/Reus-ser/Geiser, N. 9 bis 11, 29 und 41 f. zu Art. 206 ZGB; vgl. BGE 123 III 152 E. 6b S. 160). Mit anderen Worten kann der Kl�ger von der Beklagten nur denjenigen Betrag fordern, den er in ihren Miteigentumsanteil investiert hat. Die Vorinstanz hat verbindlich festgestellt (Art. 63 Abs. 2 OG), f�r den Erwerb und die �berbauung der Liegenschaft in X.________ seien auch Bankdarlehen in der H�he von Fr. 1'580'000.-- verwendet worden; der Kl�ger hat die beim Kauf der Liegenschaft in X.________ bestehende Solidarschuld im Interesse beider Parteien erneuert und allein �bernommen. Das im Zuge der �berbauung dieses Grundst�ckes aufgestockte Hypothekardarlehen wurde in beide Miteigentumsh�lften gleichermassen investiert.
Diese wurden beide grundpfandbelastet. All dies wird von den Parteien nicht in Frage gestellt (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG).
Es rechtfertigt sich daher, dem Kl�ger die H�lfte der eingegangenen Schuld, mithin Fr. 790'000.-- als Forderung gegen die Beklagte anzurechnen. Insoweit hat die Vorinstanz bundesrechtskonform gehandelt.
b) Das Darlehen von Fr. 100'000.--, das die Beklagte von ihrer Mutter erhalten hat, muss ebenso behandelt werden.
Die H�lfte davon hat die Beklagte in den Miteigentumsanteil des Kl�gers investiert, weshalb ihr eine Forderung von Fr. 50'000.-- gegen�ber dem Kl�ger zusteht. Indem das Obergericht insoweit von den ganzen Fr. 100'000.-- ausgeht und hier (ohne Begr�ndung) keine Halbierung vornimmt, verletzt es Bundesrecht.
5.- Die Vorinstanz hat verbindlich festgestellt, dass die Beklagte f�r den Kauf des Hauses in Y.________ Fr. 35'000.-- aus dem Eigengut geleistet hat. Diese Summe sei in unver�nderter H�he auch in die Liegenschaft in X.________ investiert worden. Der (Netto-)Erl�s aus dem Verkauf der Liegenschaft in Y.________, der nach der Grundst�ckgewinnsteuererkl�rung Fr. 5'764.-- betragen habe, sei ebenfalls f�r den Kauf des Wohnhauses in X.________ verwendet worden.
a) Die Beklagte macht ein Versehen (Art. 55 Abs. 1 lit. d und Art. 63 Abs. 2 Satz 2 OG) geltend mit der Begr�ndung, der Betrag von Fr. 5'764.-- entspreche der Grundst�ckgewinnsteuer.
Sodann sei das Wohnhaus Z.________ mit ihren Fr. 35'000.-- und einem Hypothekardarlehen von Fr. 250'000.-- zum Preis von Fr. 285'000.-- gekauft worden. Weil die Liegenschaft am 26. Oktober 1988 f�r den Betrag von Fr. 725'000.-- verkauft worden sei, m�sse von einem Wertsteigerungsfaktor von 2,54 ausgegangen werden mit der Folge, dass der urspr�ngliche Betrag von Fr. 35'000.-- um den Gewinn zu erh�hen sei und ihr in diesem Punkt somit Fr. 88'900.-- angerechnet werden m�ssten.
Darauf ist nicht einzutreten, weil ein allf�lliger Mehrwert ohnehin nicht ber�cksichtigt werden k�nnte. Das Haus Z.________, das ebenfalls in h�lftigem Miteigentum stand und zu den Errungenschaften der Parteien geh�rte, ist in mehreren Schritten durch das Wohnhaus in X.________ ersetzt worden.
Werden die Forderungen der Ehegatten in solchen F�llen bei der Ver�usserung des ersetzten Gutes nicht geregelt, so richtet sich die Berechnung der Forderung von Art. 206 ZGB nach dem Wert des zuletzt erworbenen Gegenstandes (Botschaft vom 11. Juli 1979, BBl. 1979 II 1191 ff. Ziff. 222. 522 S. 1315 Abs. 3; Deschenaux/Steinauer/Baddeley, Les effets du mariage, Rz. 1311 S. 531; vgl. unter Verweis auf Art. 197 Abs. 2 Ziff. ZGB Hausheer/Reusser/Geiser, N. 59 zu Art. 206 ZGB). Daher ist die Forderung der Beklagten nach dem Wert des Wohnhauses in X.________ zu berechnen.
b) Bundesrechtswidrig geht das Obergericht vor, indem es die Fr. 35'000.--, die die Beklagte aus ihrem Eigengut in die Liegenschaften investiert hat, g�terrechtlich gleich wie die darlehensweise erhaltenen Fr. 100'000.-- behandelt.
Denn bez�glich des Betrages von Fr. 35'000.-- hat das Eigengut der Beklagten Ersatzanspr�che.
Zun�chst ist entsprechend dem bereits Dargelegten davon auszugehen, dass die Fr. 35'000.-- zur H�lfte f�r den Erwerb und die �berbauung der Miteigentumsh�lfte des Kl�gers an der Liegenschaft in X.________ verwendet worden sind, hat doch diese Summe Eigenkapital gebildet, ohne das schon die Liegenschaft in Y.________ nicht h�tte erworben werden k�nnen.
Somit steht dem Eigengut der Beklagten zun�chst eine Forderung von Fr. 17'500.-- gegen�ber der Errungenschaft des Kl�gers zu, die zum Nennwert einzusetzen ist (E. 4 hiervor).
Die andere H�lfte hat die Beklagte aus ihrem Eigengut in ihre eigene Miteigentumsh�lfte investiert. Insoweit ist eine Ersatzforderung des Eigenguts der Beklagten gegen�ber ihrer eigenen Errungenschaft entstanden. Diese H�lfte der Forderung ist aber nicht im vollen Umfang von Fr. 17'500.-- einzusetzen, weil nach Art. 209 Abs. 3 ZGB ein Minderwertabzug angebracht werden muss. Dieser wird - wie der Mehrwert nach Art. 206 Abs. 1 ZGB - durch Vergleich des Anfangswertes mit dem Endwert errechnet (System der variablen Ersatzforderung; Hausheer/Reusser/Geiser, N. 47 ff. und 51 zu Art. 209 ZGB i.V.m. N. 31 und 33 zu Art. 206 ZGB; H. Hausheer, La participation aux plus-values et aux moins-values selon les articles 206 und 209 CC, in: Le nouveau droit du mariage, CEDIDAC, 2. unver�nd. Aufl. 1987, S. 63 f.). Da die Parteien �bereinstimmend davon ausgehen, in die Liegenschaft X.________ seien gem�ss Baukostenabrechnung insgesamt Fr. 1'974'012.-- investiert worden, d�rfen sie darauf behaftet werden (z.B. BGE 125 III 193 E. 2b S. 208; 123 III 246 E. 4b a.E. S. 252; 119 II 333 E. 5b S. 336). Infolgedessen ist die Ersatzforderung des Eigenguts der Beklagten gegen�ber ihrer Errungenschaft gem�ss Art. 209 Abs. 3 ZGB im Verh�ltnis zwischen dem Zwangsverwertungserl�s und dem Investitionswert zu k�rzen und wie folgt festzusetzen:
Fr. 1'170'000.--
---------------- x Fr. 17'500.-- = Fr. 10'372. 30
Fr. 1'974'012.--
6.- Das Obergericht hat dem Kl�ger die H�lfte des aufgenommenen Hypothekardarlehens (Fr. 790'000.--) als Ersatzforderung zugesprochen und davon den halben Zwangsversteigerungserl�s (Fr. 585'000.--) abgezogen. Damit verrechnet es einzelne Positionen der kl�gerischen Errungenschaft und verunm�glicht somit die Berechnung der Vorschl�ge (Art. 210 ZGB) und deren Liquidation (Art. 215 ZGB), weil es die Passiven ausser Acht l�sst. Das gleiche gilt bez�glich des Darlehens, das die Beklagte von ihrer Mutter erhalten hat, weil die Vorinstanz dieses (ohne Vorschlagsermittlung) direkt und erst noch im ganzen Betrag mit der Ersatzforderung des Kl�gers verrechnet. Schliesslich ist der von der Beklagten aus ihrem Eigengut beigesteuerte Betrag von Fr. 35'000.-- g�terrechtlich falsch erfasst und nicht richtig abgerechnet worden. Es empfiehlt sich, zun�chst die Errungenschaften und danach die Vor- oder R�ckschl�ge zu ermitteln (lit. a hiernach). Erst am Schluss ist der g�terrechtliche Ausgleichsanspruch zu errechnen (lit. b hiernach).
a) Der Wert der Errungenschaft ergibt sich aus der Gegen�berstellung von Aktiven und Passiven (BGE 121 III 152 E. 3b). Zu Letzteren geh�ren Ersatzschulden gegen�ber anderen G�termassen der Ehegatten und Schulden gegen�ber Dritten (Hausheer/Reusser/Geiser, N. 8, 10 und 14 zu Art. 210 ZGB; Tuor/Schnyder/Schmid, a.a.O. S. 233 f.).
aa) Zu den Aktiven der Errungenschaft des Kl�gers geh�rt seine Forderung gegen�ber der Errungenschaft der Beklagten in der H�he von Fr. 790'000.-- (E. 4a hiervor). Ebenfalls bei den Aktiven ist der Zwangsversteigerungserl�s einzusetzen, wobei angesichts des Umstandes, dass die Liegenschaft in X.________ den Ehegatten je h�lftig zu Miteigentum geh�rte, nur der halbe Erl�s, mithin Fr. 585'000.-- in Anschlag gebracht werden kann (E. 3b hiervor). Infolgedessen sind Aktiven im Gesamtbetrag von Fr. 1'375'000.-- vorhanden.
Den Passiven der Errungenschaft des Kl�gers muss als Schuld zun�chst der Pfandausfall von Fr. 593'676.-- zugerechnet werden, der ihm zufolge der Betreibung durch die Bank im Rahmen der Zwangsversteigerung entstanden war. Denn diese Summe schuldete der Kl�ger in diesem Zeitpunkt der Bank. Nach der Zwangsversteigerung ist der Erl�s an die hypothezierende Bank geflossen und hat insoweit den Hypothekarkredit reduziert.
Weil sich der Zwangsversteigerungserl�s im massgeblichen Zeitpunkt nicht mehr in den Errungenschaften befindet und trotzdem zu ihnen geh�rt (E. 3b hiervor), muss auch der entsprechende und abgetragene Teil der Bankschuld zur Errungenschaft des Kl�gers geschlagen werden. Andernfalls st�nde dem real ebenfalls nicht mehr vorhandenen Zwangsversteigerungserl�s kein entsprechendes Passivum gegen�ber. Da von den Parteien nicht in Frage gestellt wird (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG), dass das urspr�nglich aufgenommene Darlehen nur zwecks Erhaltung der Liegenschaft aufgestockt worden ist, muss der gesamte der Bank geschuldete Betrag, der sich vor der Zwangsverwertung auf Fr. 1'763'676.-- belief (= Fr. 593'676.-- Pfandausfall plus Fr. 1'170'000.-- Zwangsverwertungserl�s), den Passiven der kl�gerischen Errungenschaft zugerechnet werden.
Zu dieser Position von Fr. 1'763'676.-- sind die Ersatzschulden von Fr. 50'000.-- an die Errungenschaft (E. 4b hiervor) und von Fr. 17'500.-- an das Eigengut der Beklagten (E. 5b hiervor) hinzuzurechnen. Die Passiven betragen demnach insgesamt Fr. 1'831'176.--.
Aus der Subtraktion der Passiven von den Aktiven resultiert f�r die Errungenschaft des Kl�gers ein R�ckschlag, der nicht berechnet werden muss, weil er ohnehin nicht ber�cksichtigt werden kann (Art. 210 Abs. 2 ZGB).
bb) Die Aktiven der Errungenschaft der Beklagten setzen sich aus dem halben Zwangsversteigerungserl�s (Fr. 585'000.--) und der Forderung von Fr. 50'000.-- gegen�ber der kl�gerischen Errungenschaft (dazu E. 3b und 4b hiervor) zusammen. Zur Ersatzschuld von Fr. 790'000.-- gegen�ber der Errungenschaft des Kl�gers, der mit dem halben Bankdarlehen den Erwerb des Miteigentums der Beklagten finanziert hat (E. 4a hiervor), sind als weitere Passiven die nicht grundpfandlich gesicherte Schuld gegen�ber der Mutter von Fr. 100'000.-- (E. 4b hiervor) und schliesslich die Ersatzschuld an ihr Eigengut von Fr. 10'372. 30 (E. 5b hiervor) hinzuzurechnen (Hausheer/Reusser/Geiser, N. 8 zu Art. 210 ZGB). Aus dem Vergleich beider Summen (Aktiven:
Fr. 635'000.--; Passiven: Fr. 900'372. 30) resultiert ein R�ckschlag.
b) Da die Parteien ihre R�ckschl�ge selber zu tra-gen haben, bleibt im noch umstrittenen Bereich der g�terrechtlichen Auseinandersetzung bloss noch die Ersatzforderung zu liquidieren, die dem Eigengut der Beklagten gegen die Errungenschaft des Kl�gers zusteht. Der entsprechende Betrag von Fr. 17'500.-- (dazu E. 5b hiervor) steht der Beklagten als g�terrechtliche Ausgleichszahlung gegen�ber dem Kl�ger zu, sofern dieser Anspruch nicht an einer prozessrechtlichen Schranke scheitert.
c) Weil kantonal letztinstanzliche Urteile insoweit rechtskr�ftig werden, als sie vor Bundesgericht nicht angefochten werden (Art. 54 Abs. 2 Satz 2 OG), durften die vom Obergericht als rechtskr�ftig erkl�rten g�terrechtlichen Anordnungen im erstinstanzlichen Urteil (Dispositivziffer 7b bis e) nicht mehr �berpr�ft werden (Art. 148 Abs. 1 ZGB; BGE 126 III 261 E. 3b S. 264 ab Mitte). Da alle Aktiven und Passiven, soweit sie die Berechnung des Vor- oder R�ckschlages beeinflussen, einbezogen werden m�ssen (Hausheer/Reus-ser/Geiser, N. 13 zu Art. 210 ZGB und N. 5 ff. und 8 ff. zu Art. 215 ZGB), stellt sich die Frage, ob die rechtskr�ftig entschiedenen Werte f�r die Vorschlagsberechnung ber�cksichtigt werden m�ssen. Im vorliegenden Fall braucht dieser Frage nicht nachgegangen zu werden. Denn die entschiedenen Positionen sind betragsm�ssig so klein, dass sie an beiden R�ckschl�gen nichts zu �ndern verm�chten.
d) Bundesrecht schr�nkt die Dispositionsmaxime im Bereich des Eheg�terrechts nicht ein (Leuenberger, in: Praxiskommentar Scheidungsrecht [Herausg. I. Schwenzer], N. 13 zu Art. 139 ZGB und ebenda Liatowitsch, N. 7 f. zu Anhang K); auch kann im Berufungsverfahren kantonales Prozessrecht nicht er�rtert werden (Art. 43 und 55 Abs. 1 lit. c a.E. OG). Aus diesen Gr�nden darf das obergerichtliche Urteil nur insoweit korrigiert werden, als dies die Beklagte mit Anschlussberufung verlangt. Sie hat beantragt, die ihr auferlegte Ausgleichszahlung auf Fr. 16'100.-- zu reduzieren. Infolgedessen ist dem Kl�ger bloss diese Summe zuzusprechen.
7.- Beide Parteien haben f�r das vorliegende Verfahren um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht. Der Kl�ger macht seine Bed�rftigkeit glaubhaft; seine Antr�ge erscheinen angesichts der Begr�ndung des angefochtenen Urteils nicht als aussichtslos. Daher ist seinem Gesuch stattzugeben (Art. 152 OG). Dies gilt ebenfalls f�r die Beklagte, soweit ihr Gesuch nicht gegenstandslos geworden ist. Die Gerichtsgeb�hr ist dem unterliegenden Kl�ger (Art. 156 Abs. 1 OG) aufzuerlegen, aber einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Die den amtlichen Rechtsvertretern der Parteien zu entrichtenden Honorare werden entsprechend Art. 9 des Tarifs f�r die Entsch�digung an die Gegenpartei f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht vom 9. November 1978 (SR 173. 119.1) gek�rzt.
Bez�glich des Rechtsvertreters der obsiegenden Beklagten gilt dies nur f�r den Fall der Uneinbringlichkeit der Parteientsch�digung.
Denn die gew�hrte Verfahrenshilfe entbindet den Kl�ger nicht von der Parteientsch�digungspflicht (Poudret, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire, Bd. V, Bern 1992, N. 6 zu Art. 152 OG, S. 124 Mitte). F�r die Kostenfolgen des kantonalen Verfahrens gilt Art. 157 OG ungeachtet der gew�hrten unentgeltlichen Rechtspflege. Denn es ist nicht auszuschliessen, dass die Parteien dereinst in der Lage sein werden, dem Staat die Verfahrenskosten zur�ckzuerstatten.
1.- a) Die Anschlussberufung wird gutgeheissen und die Berufung abgewiesen. Dispositivziff. 4 des Urteils des Obergerichts (1. Abteilung) des Kantons Appenzell Ausserrhoden wird aufgehoben und wie folgt neu gefasst:
B.K.________ hat A.K.________ den Betrag von Fr. 16'100.-- zu bezahlen.
b) Im �brigen wird das angefochtene Urteil best�tigt.
2.- a) Das Gesuch des Kl�gers um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird gutgeheissen, und es wird ihm Rechtsanwalt Daniel Speck, St. Gallen, als amtlicher Rechtsbeistand bestellt.
b) Das Gesuch der Beklagten um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird gutgeheissen, und es wird ihr F�rsprecher Luigi R. Rossi, St. Gallen, als amtlicher Rechtsbeistand bestellt.
3.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 3'000.-- wird dem Kl�ger auferlegt, einstweilen aber auf die Bundesgerichtskasse genommen.
4.- Der Kl�ger hat die Beklagte f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 4'500.-- zu entsch�digen
5.- F�rsprecher Luigi R. Rossi, St. Gallen, wird aus der Bundesgerichtskasse ein Honorar von Fr. 3'000.-- ausgerichtet.
F�r den Fall der Uneinbringlichkeit der Parteientsch�digung wird Rechtsanwalt Daniel Speck, St. Gallen, aus der Bundesgerichtskasse ein Honorar von Fr. 3'000.-- ausgerichtet.
6.- Die Akten werden zur Neuverlegung der Kosten des kantonalen Verfahrens an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
7.- Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht (1. Abteilung) des Kantons Appenzell Ausserrhoden schriftlich mitgeteilt.