Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=12.01.2006&Aktenzeichen=C-504/04
Timestamp: 2019-08-25 02:12:55
Document Index: 230360056

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 31', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

EuGH, 12.01.2006 - C-504/04 - dejure.org
https://dejure.org/2006,5392
EuGH, 12.01.2006 - C-504/04 (https://dejure.org/2006,5392)
EuGH, Entscheidung vom 12.01.2006 - C-504/04 (https://dejure.org/2006,5392)
EuGH, Entscheidung vom 12. Januar 2006 - C-504/04 (https://dejure.org/2006,5392)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2006,5392) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Agrarproduktion Staebelow
Gesundheitsschutz , Landwirtschaft , Rindfleisch
Wahrung der Verhältnismäßigkeit bei Vorschriften zur Verhütung, Kontrolle und Tilgung bestimmter transmissibler spongiformer Enzephalopathien (TSE); Bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) bei einem Rind und Verpflichtung zu Tötung der Kohorte; Begriff der Kohorte
Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt aufgrund des Beschlusses des Verwaltungsgerichts Schwerin vom 9. Januar 2004 in Sachen Agrarproduktion Staebelow GmbH gegen Landrat des Landkreises Bad Doberan.
Gültigkeit von Artikel 13 Absatz 1 Buchstabe c der Verordnung (EG) Nr. 999/2001 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2001 mit Vorschriften zur Verhütung, Kontrolle und Tilgung bestimmter transmissibler spongiformer Enzephalopathien (ABl. L 147, S. 1) - Tötung aller Tiere, die aus der Herde des bestätigten BSE-Falles bei einem Rind stammen und/oder in seiner Herde aufgezogen wurden (Tötung der Geburtskohorten) - Grundsatz der Verhältnismäßigkeit
VG Schwerin, 09.01.2004 - 6 A 630/02
DVBl 2006, 501
Außerdem muss er bei der Beurteilung der mit verschiedenen möglichen Maßnahmen verbundenen Belastungen prüfen, ob die mit der gewählten Maßnahme angestrebten Ziele sogar beträchtliche negative wirtschaftliche Folgen für bestimmte Wirtschaftsteilnehmer rechtfertigen können (vgl. in diesem Sinne Urteile vom 10. März 2005, Tempelman und van Schaijk, C-96/03 und C-97/03, Slg. 2005, I-1895, Randnr. 48, vom 15. Dezember 2005, Griechenland/Kommission, C-86/03, Slg. 2005, I-10979, Randnr. 96, und vom 12. Januar 2006, Agrarproduktion Staebelow, C-504/04, Slg. 2006, I-679, Randnr. 37).
Bei der Ausübung seiner Beurteilungsbefugnis muss der Gemeinschaftsgesetzgeber neben dem Hauptzweck des Umweltschutzes den betroffenen Interessen in vollem Umfang Rechnung tragen (vgl. in Bezug auf Maßnahmen im Bereich der Landwirtschaft Urteile vom 10. März 2005, Tempelman und Van Schaijk, C-96/03 und C-97/03, Slg. 2005, I-1895, Randnr. 48, sowie vom 12. Januar 2006, Agrarproduktion Staebelow, C-504/04, Slg. 2006, I-679, Randnr. 37).
55 - Urteil vom 12. Januar 2006, Agrarproduktion Staebelow (C-504/04, EU:C:2006:30, Rn. 39).
95 - Vgl. in diesem Sinne Urteil Agrarproduktion Staebelow (C-504/04, EU:C:2006:30, Rn. 40).
Wenn der Unionsgesetzgeber künftige Auswirkungen einer zu erlassenden Regelung zu beurteilen hat, die nicht mit Bestimmtheit vorausgesagt werden können, kann seine Beurteilung nur beanstandet werden, wenn sie sich im Licht der Informationen, über die er zum Zeitpunkt des Erlasses der betreffenden Regelung verfügte, als offensichtlich fehlerhaft erweist (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 12. Januar 2006, Agrarproduktion Staebelow, C-504/04, Slg. 2006, I-679, Randnr. 38, und vom 28. Juli 2011, Agrana Zucker, C-309/10, Slg. 2011, I-7333, Randnr. 45).
Zwar kann die Bedeutung der angestrebten Ziele Einschränkungen rechtfertigen, die sogar beträchtliche negative Folgen für bestimmte Wirtschaftsteilnehmer haben können (Urteil vom 17. Juli 1997, Affish, C-183/95, Slg. 1997, I-4315, Randnr. 42), doch ist zu ermitteln, ob der Unionsgesetzgeber bei der Prüfung der mit verschiedenen möglichen Maßnahmen verbundenen Belastungen neben dem verfolgten Hauptziel den betroffenen Interessen in vollem Umfang Rechnung getragen hat (Urteil vom 12. Januar 2006, Agrarproduktion Staebelow, C-504/04, Slg. 2006, I-679, Randnr. 37).
45 Vgl. in diesem Sinne auch Urteil vom 12. Januar 2006, Agrarproduktion Staebelow (C-504/04, EU:C:2006:30, Rn. 40).
Wenn daher das Vorliegen oder der Umfang von Gefahren für die menschliche Gesundheit ungewiss ist, können die Organe in Anwendung des Vorsorgeprinzips Schutzmaßnahmen treffen, ohne abwarten zu müssen, dass das Vorliegen und die Größe dieser Gefahren klar dargelegt sind (vgl. in diesem Sinne Urteile des Gerichtshofs vom 5. Mai 1998, Vereinigtes Königreich/Kommission, C-180/96, Slg. 1998, I-2265, Randnr. 99; vom 9. September 2003, Monsanto Agricoltura Italia u. a., C-236/01, Slg. 2003, I-8105, Randnr. 111, und vom 12. Januar 2006, Agrarproduktion Staebelow, C-504/04, Slg. 2006, I-679, Randnr. 39, und des Gerichts vom 10. März 2004, Malagutti-Vezinhet/Kommission, T-177/02, Slg. 2004, II-827, Randnr. 54) oder die abträglichen Wirkungen tatsächlich eintreten (vgl. in diesem Sinne Urteile des Gerichts vom 11. September 2002, Pfizer Animal Health/Rat, T-13/99, Slg. 2002, II-3305, Randnrn. 139 und 141, und Alpharma/Rat, T-70/99, Slg. 2002, II-3495, Randnr. 154).
So ist entschieden worden, dass, wenn neue Informationen die Einstufung eines Risikos ändern oder zeigen, dass diesem Risiko durch Maßnahmen begegnet werden kann, die weniger einschränkend sind als die bestehenden, es den Organen obliegt, insbesondere der Kommission, die das Initiativrecht hat, für eine Anpassung der Regelung an die neuen Gegebenheiten zu sorgen (Urteil Agrarproduktion Staebelow, oben in Randnr. 68 angeführt, Randnr. 40).
59 Bei der Ausübung seiner Beurteilungsbefugnis muss der Gemeinschaftsgesetzgeber neben dem Hauptzweck des Umweltschutzes den betroffenen Interessen in vollem Umfang Rechnung tragen (vgl. in Bezug auf Maßnahmen im Bereich der Landwirtschaft Urteile [des Gerichtshofs] vom 10. März 2005, Tempelman und Van Schaijk, C-96/03 und C-97/03, Slg. 2005, I-1895, Randnr. 48, sowie vom 12. Januar 2006, Agrarproduktion Staebelow, C-504/04, Slg. 2006, I-679, Randnr. 37).
EuGH, 25.11.2010 - C-213/09
Chabo - Zollunion - Verordnung (EG) Nr. 1719/2005 - Gemeinsamer Zolltarif - …
August Wolff und Remedia / Kommission - Humanarzneimittel - Art. 31 der …
PP Nature-Balance Lizenz / Kommission - Rechtsmittel - Humanarzneimittel - …
Generalanwalt beim EuGH, 22.03.2011 - C-58/10
Monsanto u.a. - Genetisch veränderte Lebensmittel- und Futtermittelarten - …
EuGH, 17.12.2015 - C-580/14
Bitter - Vorlage zur Vorabentscheidung - Richtlinie 2003/87/EG - System für den …
VG Berlin, 21.11.2014 - 10 K 357.13
Vorlage an den EuGH bezüglich der Verhängung einer Sanktionszahlung wegen …
Generalanwalt beim EuGH, 22.03.2011 - C-63/10
Syndicat des établissements de semences agréés pour les semences de maïs - …
Generalanwalt beim EuGH, 22.03.2011 - C-62/10
Pioneer Génétique und Pioneer Semences - Genetisch veränderte Lebensmittel- und …
Generalanwalt beim EuGH, 22.03.2011 - C-61/10
Malaprade u.a. - Genetisch veränderte Lebensmittel- und Futtermittelarten - …
Generalanwalt beim EuGH, 22.03.2011 - C-64/10
Caussade Semences - Genetisch veränderte Lebensmittel- und Futtermittelarten - …
Generalanwalt beim EuGH, 22.03.2011 - C-65/10
Limagrain Verneuil - Genetisch veränderte Lebensmittel- und Futtermittelarten - …
Generalanwalt beim EuGH, 22.03.2011 - C-66/10
Maisadour Semences - Genetisch veränderte Lebensmittel- und Futtermittelarten - …
Generalanwalt beim EuGH, 22.03.2011 - C-60/10
Association générale des producteurs de maïs - Genetisch veränderte Lebensmittel- …
Generalanwalt beim EuGH, 22.03.2011 - C-59/10
Generalanwalt beim EuGH, 22.03.2011 - C-67/10
Ragt Semences - Genetisch veränderte Lebensmittel- und Futtermittelarten - …