Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%201,%20383
Timestamp: 2019-12-11 22:14:44
Document Index: 247297364

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 831', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 278', '§ 1357', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1357', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.04.1951 - II ZR 68/50 - dejure.org
BGH, 11.04.1951 - II ZR 68/50
https://dejure.org/1951,135
BGH, 11.04.1951 - II ZR 68/50 (https://dejure.org/1951,135)
BGH, Entscheidung vom 11.04.1951 - II ZR 68/50 (https://dejure.org/1951,135)
BGH, Entscheidung vom 11. April 1951 - II ZR 68/50 (https://dejure.org/1951,135)
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BGHZ 1, 383
NJW 1951, 798
Der Bundesgerichtshof hat diese Rechtsprechung fortgesetzt und ebenfalls im Wege der ergänzenden Vertragsauslegung Schutzpflichten zugunsten Dritter begründet (…für Personenbeförderung s. BGH, Urt. v. 28.05.1957 - VI ZR 136/56, VersR 1957, 455;… BGH, Urt. v. 27.11.1959 - VI ZR 112/59, VersR 1960, 153, 155 f.; für den Mietvertrag s. BGHZ 5, 378, 384;… für Dienst- und Werkvertrag etwa BGH, Urt. v. 24.02.1954 - VI ZR 315/52, NJW 1954, 874; für die Krankenbehandlung BGHZ 1, 383, 386).
Aber auch im anderen Falle (vgl. RGZ 99, 265) wäre das Ergebnis kein anderes, da es sich bei dem operierenden Arzt, Professor Dr. Jehn, um einen Operateur handelt, gegen den die Klägerin ebensowenig wie gegen die gemäß dem Schriftsatz der Beklagten vom 18. März 1949 jahrzehntelang tätigen Operationsschwestern irgend etwas hinsichtlich ihrer Geeignetheit vorbringt, so daß ein weiterer Entlastungsbeweis von der Beklagten nach § 831 BGB nicht zu verlangen wäre (BGHZ 1, 383 [388]).
Die erstbeklagte Stadt ist dem Kläger als dem Begünstigten des von seiner Krankenkasse mit dem Krankenhaus abgeschlossenen "totalen Krankenhausvertrag" (BGHZ 1, 386 [BGH 11.04.1951 - II ZR 68/50]; 4, 138, 149; Daniels NJW 1972, 305) zum Schadensersatz verpflichtet, wenn der Viertbeklagte als ihr Erfüllungsgehilfe (§ 278 BGB) den Krankenhausvertrag dadurch verletzt haben sollte, daß er den Kläger pflichtwidrig nicht über Art und Umfang der Operation sowie deren Risiken vollständig aufgeklärt hat, so daß dessen Einwilligung in die Operation unwirksam war.
Damit braucht nicht entschieden zu werden, ob dem BerGer. gefolgt werden könnte, soweit es aus § 1357 BGB - einer Vorschrift, die übrigens bei Einschaltung eines Sozialversicherungsträgers bei der ärztlichen Behandlung nicht unmittelbar eingreift (vgl. BGHZ 1, 383 (385, 386) = NJW 1951, 798 L) - offenbar entnehmen will, daß der andere Ehegatte allgemein vertragliche Schadensersatzansprüche aus einem Fehlschlag bei der Behandlung seines Partners herleiten könne; dies müßte zu einer bedenklichen Ausweitung des ärztlichen Haftungsrisikos führen - dies gar anhand einer Vorschrift, die in erster Linie die Vertragspartner der Eheleute und nicht diese schützen soll.
Nach der ständigen Rechtsprechung des Reichsgerichts, der der Bundesgerichtshof gefolgt ist (BGHZ 1, 383) begründet die Einweisung eines Kassenpatienten in ein Krankenhaus einen Vertrag zu Gunsten des Patienten mit dem Inhaber des Krankenhauses, so dass der Patient einen unmittelbaren Anspruch auf sachgemässe Behandlung erwirbt.
Für die öffentlichen Krankenhäuser hat der Bundesgerichtshof in zwei Entscheidungen im Falle fehlerhafter Behandlung durch den Arzt dessen persönliche Haftung und damit die privatrechtliche Natur des Verhältnisses zwischen Arzt und Patient bejaht (BGHZ 1, 383; 4, 138), [BGH 03.12.1951 - III ZR 119/51]dies allerdings nicht näher begründet.
BGH, 07.06.1951 - III ZR 85/50
KG, 05.04.1984 - 20 U 3829/82
Rechtliche Einordnung eines Krankenhausbehandlungsvertrages; Anwendung des § 1357 …
BGH, 20.10.1959 - VI ZR 183/58
BGH, 08.03.1960 - VI ZR 45/59
BGH, 27.02.1952 - II ZR 139/51