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Timestamp: 2019-11-19 03:29:57
Document Index: 210241388

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 2', '§ 38', 'Art. 1', '§ 2', '§ 88', '§ 2', '§ 4']

Anhang II 33
Verwaltungsvereinbarung über die Ausbildung von Beamten für die Laufbahn des
gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes an der Fachhochschule für Rechtspflege Bad Münstereifel
Vom 1. September bis 17. Oktober 1979
Fundstelle: GMBl. 1980, S. 110
Das Land Nordrhein-Westfalen - einerseits
- andererseits
Das Land Nordrhein-Westfalen lässt Beamte (Anwärter für den gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienst und Aufstiegsbeamte) der anderen vertragschließenden Länder (im Folgenden: Länder) nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen zur Ausbildung für die Laufbahn des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes an der Fachhochschule für Rechtspflege Bad Münstereifel. (im Folgenden: Fachhochschule) zu.
(1) Die Fachhochschule führt Anwärter der Länder im Rahmen des Vorbereitungsdienstes zur Laufbahnprüfung und Aufstiegsbeamte der Länder im Rahmen der Einführungszeit zur Aufstiegsprüfung, sofern für diese Beamten eine Fachhochschulausbildung vorgeschrieben ist und die Ausbildungsvorschriften der Länder den im Land Nordrhein-Westfalen geltenden Ausbildungsvorschriften, insbesondere den §§ 5 bis 15 [2] der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Laufbahn des gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienstes (AV d. JM v. 8.7.1976 -2421 - IV A. 6 - MBl.[3] NW S. 1466)[4] in ihrer jeweiligen Fassung, vergleichbar sind.
(2) Soweit die Voraussetzungen des Absatzes 1 nicht vorliegen, übernimmt die Fachhochschule lediglich die theoretische Ausbildung der Beamten.
Vgl. jetzt §§ 2, 7 bis 15 VAPgVVD.
Auch veröffentlicht im JMBl. NRW S. 170.
Aufgehoben durch § 38 Abs. 1 Satz 2 VAPgVVD vom 8. November 1985 (GVBl. NRW S. 650) und durch diese Verordnung ersetzt, die durch Art. 1 der Verordnung vom 14. Oktober 1998 (GVBl. NRW S. 594) geändert wurde.
Die Fachhochschulausbildung richtet sich nach dem Gesetz über die Fachhochschulen im Lande Nordrhein-Westfalen (Fachhochschulgesetz - FHG) in der jeweils geltenden Fassung (zurzeit Fassung der Bekanntmachung vom 25. März 1975 - GV. NW S. 312, ber. S. 442 -, geändert durch Gesetz vom 25. April 1978 - GV. NW S. 18)[5], nach den Ordnungen und Satzungen der Fachhochschule sowie nach den Ausbildungsvorschriften der Länder,[6] soweit sie den im Land Nordrhein-Westfalen geltenden vergleichbar sind (§ 2 Abs. 1).
Aufgehoben durch § 88 Abs. 2 Nr. 1 des Gesetzes vom 20. November 1979 (GVBl. NRW S. 964) und durch dieses Gesetz ersetzt; Gesetz jetzt in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. August 1993 (GVBl. NRW S. 564), geändert durch Art. II des Gesetzes vom 22. November 1994 (GVBl. NRW S. 1056).
Vgl. AOJVollz.g.D. BS-Nr. 2030-31.
(1) Die Fachhochschulausbildung besteht in einem die Dauer des Vorbereitungsdienstes bzw. der Einführungszeit umfassenden Studiengang; dieser gliedert sich in
eine praktische Einführung in die Arbeit einer Justizvollzugsanstalt,
fachwissenschaftliche Lehrveranstaltungen an der Fachhochschule,
eine fachpraktische Ausbildung bei Justizvollzugsanstalten, die durch begleitende Lehrveranstaltungen ergänzt wird.
(2) Die in Absatz 1 Buchstaben a) und c) genannten Abschnitte leisten die Beamten im Geschäftsbereich ihrer Dienstherren ab. Die Länder stellen sicher, dass als Ausbilder und Lehrperson nur herangezogen wird, wer die dafür erforderliche fachliche und persönliche Eignung besitzt.
(1) Die fachwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen an der Fachhochschule sowie die theoretische Ausbildung (§ 2 Abs. 2) bestimmen sich nach der Studienordnung und den Studienplänen der Fachhochschule.
(2) Die einzelnen Länder regeln die Gestaltung der in § 4 Abs. 1 Buchstaben a) und c) bezeichneten Studienabschnitte im Rahmen ihrer Ausbildungsvorschriften. Sie stimmen ihre Ausbildungspläne im Benehmen mit der Fachhochschule mit deren Studienordnung und deren Studienplänen ab.
(3) Im Übrigen geben die Länder der Fachhochschule Gelegenheit, zu Entwürfen von Vorschriften, welche die Ausbildung und Prüfung für den gehobenen Vollzugs- und Verwaltungsdienst regeln, Stellung zu nehmen.
(1) Die hochschulrechtliche Stellung der Anwärter und Aufstiegsbeamten der Länder bestimmt sich nach dem Fachhochschulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen sowie nach der Grundordnung und den Satzungen der Fachhochschule.
(2) Die Länder leiten die Bewerbungsunterlagen der Bewerber, deren Einstellung in den Vorbereitungsdienst oder deren Zulassung zur Einführungszeit sie in Aussicht genommen haben, der Fachhochschule zur Feststellung der fachhochschulrechtlichen Zugangsvoraussetzungen zu.
(1) Die Länder tragen die Reisekosten ihrer Beamten aus Anlass der Teilnahme an den fachwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen oder an der theoretischen Ausbildung an der Fachhochschule.
(2) Im Übrigen tragen die Länder anteilmäßig entsprechend der Zahl der von ihnen der Fachhochschule zugewiesenen Beamten zu den Kosten der Fachhochschule bei. Kosten in diesem Sinne sind:
Bezüge, Trennungsentschädigungen und Reisekostenvergütungen der hauptamtlichen Lehrkräfte im Fachbereich Strafvollzug,
Lehrvergütungen und. Reisekostenvergütungen der nicht hauptamtlichen Lehrkräfte im Fachbereich Strafvollzug,
Sachkosten von Lehrveranstaltungen im Fachbereich Strafvollzug,
Kosten der Geschäftsbedürfnisse,
Kosten für die Beschaffung von Büchern und Zeitschriften für den Fachbereich Strafvollzug,
Unterbringung und Verpflegung der zugewiesenen Beamten. Soweit die Unterbringung außerhalb der Fachhochschule erfolgt, sind die im Einzelfall tatsächlich entstandenen Kosten zu erstatten.
(3) Die Kostenrechnung wird jährlich vom Präsidenten des Oberlandesgerichts Köln erstellt, der die Rechnungsbeträge jeweils zum Schluss des Haushaltsjahres zur Erstattung anfordert.
(1) Die Länder sagen zu, im Bedarfsfall Lehrbeauftragte als nicht hauptamtliche Lehrkräfte zu stellen.
(2) Die Vergütungen werden vom Land Nordrhein-Westfalen gezahlt und in die Kostenverteilung einbezogen.
Die Vereinbarung wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Sie kann mit einer Frist von einem halben Jahr zum Ende des Haushaltsjahres gekündigt werden.
Diese Vereinbarung tritt mit Wirkung vom 1. August 1979 in Kraft.
Düsseldorf, den 1. September 1979
Donnepp
Bremen, den 12. September 1979
Der Senator für Rechtspflege und Strafvollzug
Wiesbaden, den 27. September 1979
Für das Land Hessen,
dieses gesetzlich vertreten durch den Ministerpräsidenten,
Hannover, den 3. Oktober 1979
Prof. Dr. Schwind
Mainz, den 17. Oktober 1979
Saarbrücken, den 10. September 1979
der Minister für Rechtspflege und Bundesangelegenheiten [7]
Dr. Wicklmayr
Kiel, den 17. Oktober 1979
Jetzt: Minister der Justiz.