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Timestamp: 2016-10-21 14:54:29
Document Index: 294398747

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'in dubio', 'Art. 187', 'Art. 189', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 6', 'Art. 32', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 32', 'Art. 6', 'in dubio', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 64', 'Art. 64', 'Art. 70', 'BGE', 'BGE', 'Art. 70', 'Art. 70', 'Art. 70', 'Art. 187', 'Art. 188', 'Art. 70', 'Art. 64', 'Art. 278']

6P.20/2006 (15.05.2006)
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Advokatin Dr. Sabine Herrmann,
Art. 9, 29 Abs. 2 und 32 Abs. 1 BV (Strafverfahren; willk�rliche Beweisw�rdigung, rechtliches Geh�r, Grundsatz "in dubio pro reo"),
Das Strafgericht Basel-Stadt sprach X.________ am 15. Juli 2004 der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind (Art. 187 StGB), der mehrfachen sexuellen N�tigung (Art. 189 StGB) und der mehrfachen Vergewaltigung (Art. 190 StGB) schuldig und verurteilte ihn zu viereinhalb Jahren Zuchthaus. Ferner entschied das Gericht �ber die adh�sionsweise geltend gemachten Zivilforderungen des Opfers.
Mit Urteil vom 2. November 2005 best�tigte das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt das erstinstanzliche Urteil.
X.________ f�hrt staatsrechtliche Beschwerde mit dem Antrag, das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 2. November 2005 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung und zu seiner Freisprechung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Er erhebt �berdies eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde mit dem Antrag, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Dem Beschwerdef�hrer wird vorgeworfen, im Zeitraum von 1993 bis Juli 1996, eventuell auch bis Juli 1997, die damals minderj�hrige Y.________ (geboren 25. Juli 1984), f�r welche er eine Art Vaterfigur war, wiederholt sexuell missbraucht zu haben. Im Jahr 1993 habe der Beschwerdef�hrer sich eines Abends von hinten an das schlafende M�dchen gen�hert, es an der Scheide ber�hrt und sein erigiertes Glied gegen seinen R�cken gedr�ckt. Als Y.________ aufgewacht sei, habe er ihr einen Zungenkuss gegeben. In der Folgezeit habe er sie meist abends, w�hrend sich ihre Mutter bei der Arbeit befand, ausgezogen und ihr Zungenk�sse gegeben. Anschliessend habe er sie jeweils gestreichelt, ihr die Br�ste geleckt sowie in die Scheide gegriffen. Die �bergriffe h�tten sich fortlaufend gesteigert, bis er Y.________ etwa jeden zweiten oder dritten Tag, manchmal auch t�glich, gezwungen habe, sein erigiertes Glied in die Hand zu nehmen und ihn bis zum Samenerguss zu befriedigen. Im Jahre 1993 oder 1994 habe der Beschwerdef�hrer Y.________ erstmals zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Obwohl sie sich ihm verbal und k�rperlich widersetzt habe, habe sie den vaginalen Geschlechtsverkehr erdulden m�ssen. Dies habe ihr derart grosse Schmerzen verursacht, dass sie geschrien habe. Von da an bis ungef�hr Juli 1996 (eventuell Juli 1997) habe der Beschwerdef�hrer ihr regelm�ssig den Geschlechtsverkehr aufgezwungen. Mehrmals habe er sie angewiesen, niemandem etwas davon zu erz�hlen, weil sie sonst Probleme bek�me und ihre Mutter nur ihm vertraue. Aufgrund der sexuellen �bergriffe des Beschwerdef�hrers habe Y.________ im Alter von 11 Jahren zweimal aus der Scheide geblutet und mit rund 12 Jahren an einer Scheidenentz�ndung gelitten.
2.1 Die staatsrechtliche Beschwerde ist grunds�tzlich kassatorischer Natur. Das Bundesgericht kann eine als verfassungswidrig erkannte Verf�gung oder Bestimmung mit hier nicht gegebenen Ausnahmen lediglich ganz oder teilweise aufheben, nicht aber ab�ndern oder ersetzen (vgl. nur BGE 118 Ia 64 E. 1e; 119 Ia 28 E. 1; 122 I 120 E. 2a). Soweit der Beschwerdef�hrer mehr als die Aufhebung des Urteils des Appellationsgerichts verlangt, ist auf die Beschwerde daher nicht einzutreten.
2.2 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde pr�ft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und bloss allgemein gehaltene, rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein. Den gesetzlichen Begr�ndungsanforderungen wird nicht Gen�ge getan, wenn der Beschwerdef�hrer im Rahmen pauschaler Vorbringen einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei verfassungswidrig, und er seine Sicht der Dinge derjenigen der letzten kantonalen Instanz bloss gegen�berstellt. Vielmehr muss in Auseinandersetzung mit der Begr�ndung des angefochtenen Entscheids dargetan werden, inwiefern dieser gegen ein konkretes verfassungsm�ssiges Recht verstossen soll (grundlegend: BGE 110 Ia 1 E. 2a; 125 I 492 E. 1b S. 495, mit Hinweisen; vgl. ferner BGE 127 I 38 E. 3c und 4 S. 43 mit weiteren Hinweisen). Dabei gen�gt es nicht, wenn der angefochtene Entscheid sich nur in der Begr�ndung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 124 IV 86 E. 2a).
Der Beschwerdef�hrer r�gt in verschiedener Hinsicht eine Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo als Beweisw�rdigungsregel. Er macht geltend, das Appellationsgericht habe in Best�tigung der ersten Instanz die Aussagen von Y.________ zu Unrecht als widerspruchsfrei und absolut glaubhaft bewertet. Die Aussagen von Y.________ seien in mehreren wesentlichen Punkten widerspr�chlich, unwahr oder nicht nachvollziehbar. Zudem h�tten die kantonalen Beh�rden eine Drittt�terschaft in Betracht ziehen und pr�fen m�ssen. Indem sie un�berwindbare Zweifel an seiner Schuld verneinten, h�tten sie Art. 6 Ziff. 2 EMRK und Art. 32 Abs. 1 BV verletzt (Beschwerde, S. 6-10). Schliesslich wendet der Beschwerdef�hrer ein, dass das Glaubw�rdigkeitsgutachten in methodischer Hinsicht nicht dem aktuellen wissenschaftlichen Standard entspreche und aufgrund der mangelhaften Dokumentationsform der Aussagen von Y.________ eine Reihe von wissenschaftlich etablierten Aussagekriterien nicht anwendbar seien. Damit w�rden die Aussagen gem�ss Gutachten im Rahmen der gerichtlichen Beweisw�rdigung zwar nicht g�nzlich unbrauchbar, doch sei der Realit�tsgehalt der von Y.________ geschilderten Aussagen nicht alleine durch das Gutachten bewiesen (Beschwerde, S. 10-16).
3.1 Gem�ss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willk�r behandelt zu werden. Willk�rlich ist ein Entscheid nicht schon, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, sondern erst, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Willk�r liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56; 123 I 1 E. 4a S. 5, je mit Hinweisen).
Als Beweisw�rdigungsregel besagt der in Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK verankerte Grundsatz "in dubio pro reo", dass sich der Sachrichter nicht von der Existenz eines f�r den Angeklagten ung�nstigen Sachverhalts �berzeugt erkl�ren darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdr�ckende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Inwiefern dieser Grundsatz verletzt ist, pr�ft das Bundesgericht unter dem Gesichtspunkt der Willk�r, d.h. es greift nur ein, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver W�rdigung des Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche bzw. schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an dessen Schuld fortbestanden (BGE 127 I 38 E. 2 und 4 mit Hinweisen).
3.2 Die R�gen des Beschwerdef�hrers ersch�pfen sich in unzul�ssiger appellatorischer Kritik am angefochtenen Urteil. Darauf ist nicht einzutreten. Nachfolgend ist nur auf einzelne der R�gen n�her einzugehen.
3.2.1 Der Einwand, wonach der Beschwerdef�hrer nachweislich im Herbst 1989 f�r mehrere Wochen im Krankenhaus gewesen sei und danach bei seiner Ex-Frau gewohnt habe, weshalb er von einem Anklagepunkt freigesprochen worden sei, ist nicht stichhaltig. Der Beschwerdef�hrer wurde nicht deshalb freigesprochen, sondern weil das Strafgericht Basel-Stadt und anschliessend auch das Appellationsgericht den geschlechtlichen Bezug der vorgeworfenen Handlungen verneinten (vgl. Urteil Strafgericht Basel-Stadt, S. 11). Das Appellationsgericht hat nicht festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer im Jahre 1989 unfallbedingt gar nicht mit der Familie Y.________ Urlaub habe machen k�nnen, weshalb die entsprechenden Aussagen von Y.________ nachweislich falsch seien (vgl. Urteil Appellationsgericht, S. 7). Auf die appellatorisch begr�ndete R�ge des Beschwerdef�hrers ist nicht einzutreten.
3.2.2 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, Y.________ habe �bereinstimmend mit ihrer Mutter ausgesagt, diese habe mit dem Beschwerdef�hrer nie Geschlechtsverkehr gehabt. Diese Aussage sei von Verwandten und Bekannten des Beschwerdef�hrers widerlegt worden. Die erste Instanz habe es denn auch f�r m�glich erachtet, dass zwischen dem Beschwerdef�hrer und der Mutter von Y.________ eine intime Beziehung bestanden habe.
Inwiefern der Umstand, dass Y.________ die Beziehung des Beschwerdef�hrers zu ihrer Mutter ebenso wie diese geschildert hat, die Glaubw�rdigkeit ihrer Aussagen zu den sexuellen �bergriffen des Beschwerdef�hrers in Zweifel ziehen k�nnten, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdef�hrer auch nicht n�her begr�ndet.
3.2.3 Auch soweit der Beschwerdef�hrer sich gegen das Glaubw�rdigkeitsgutachten richtet, gen�gt die Beschwerdeschrift den minimalen Begr�ndungsanforderungen gem�ss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht. Der Beschwerdef�hrer hat seine R�gen bereits im Verfahren vor dem Appellationsgericht Basel-Stadt erhoben. Dieses hat die R�gen einzeln gepr�ft und mit einl�sslicher Begr�ndung f�r unbegr�ndet erachtet. So weist es unter anderem darauf hin, dass das Glaubw�rdigkeitsgutachten auf Befragungen beruhe, die den heutigen Kriterien einer Einvernahme durch Minderj�hrige nicht gen�gten, was auch im Gutachten selbst festgestellt werde. Es nimmt mit dem Gutachter jedoch an, auch wenn das vorliegende Aussagematerial keine idealen Voraussetzungen f�r eine aussagepsychologische Analyse bieten w�rde, k�nne es im Rahmen der gesamten richterlichen Beweisw�rdigung, welche eine Reihe weiterer belastender Indizien umfasse, verwendet werden (Urteil Appellationsgericht, S. 5 ff.). Der Beschwerdef�hrer setzt sich mit der Begr�ndung des angefochtenen Entscheids, insbesondere mit der W�rdigung der �brigen Indizien und der Relativierung der Beweiskraft des Glaubw�rdigkeitsgutachtens, nicht auseinander und legt nicht dar, weshalb die Beweisw�rdigung auch im Ergebnis willk�rlich sein soll. Vielmehr beschr�nkt er sich weitgehend darauf, seine bereits im kantonalen Verfahren vorgebrachten R�gen zu erneuern.
Der Beschwerdef�hrer r�gt, das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt habe seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r in mehrfacher Hinsicht verletzt (Beschwerde, S. 16 ff.). So habe es die Tonbandaufnahme des Telefongespr�chs vom 6. Oktober 1999 zwischen ihm und A.________ (Mutter von Y.________) nicht als Beweismittel zugelassen, obschon sich daraus ergebe, dass zwischen ihm und A.________ eine jahrelange sexuelle Beziehung bestanden habe sowie sie an seiner T�terschaft zweifle und als wahren T�ter den leiblichen Vater ihrer Tochter in Erw�gung ziehe. Ferner habe es seinen Antrag auf Befragung von A.________ unter anderem dazu, ob er beim Sexualverkehr jeweils Kondome benutze und ob er �berhaupt Kondome besessen habe, willk�rlich abgewiesen. Schliesslich habe das Appellationsgericht festgestellt, dass er auch eventualiter keine Einwendungen gegen das erstinstanzliche Urteil erhoben habe, obschon seine Anw�ltin an der m�ndlichen Verhandlung ausdr�cklich Ausf�hrungen zur Strafzumessung gemacht und dargelegt habe, dass die vom Strafgericht ausgesprochene Strafe insbesondere angesichts der �berlangen Verfahrensdauer im Falle einer Verurteilung herabzusetzen sei. Indem das Appellationsgericht die Strafzumessung nicht wie beantragt �berpr�ft habe, sei der Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt worden.
4.1 Art. 29 Abs. 2 BV gew�hrleistet den Anspruch auf rechtliches Geh�r. Daraus ergibt sich der Anspruch der Parteien, mit rechtzeitig und formg�ltig angebotenen Beweisantr�gen und Vorbringen geh�rt zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (BGE 120 Ib 379 E. 3b S. 383; 106 Ia 161 E. 2b S. 162, je mit Hinweisen). Keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt vor, wenn ein Gericht darauf verzichtet, beantragte Beweise abzunehmen, weil es auf Grund der bereits abgenommenen Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, seine �berzeugung w�rde durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert (BGE 119 Ib 492 E. 5b/bb S. 505 f.; 115 Ia 97 E. 5b S. 101; je mit Hinweisen).
Das rechtliche Geh�r verlangt, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt (BGE 124 I 241 E. 2 und 49 E. 3a, je mit Hinweisen). Die Begr�ndungspflicht und der Anspruch auf Begr�ndung sind nicht bereits dadurch verletzt, dass sich die urteilende Beh�rde nicht mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken (vgl. BGE 126 I 97 E. 2b S. 102; 124 II 146 E. 2a; 124 V 180 E. 1a; 123 I 31 E. 2c; 121 I 54 E. 2c; je mit Hinweisen).
Die Frage, ob die verfassungsrechtlichen Minimalgarantien zur Wahrung des rechtlichen Geh�rs im Einzelfall eingehalten sind, pr�ft das Bundesgericht mit freier Kognition (BGE 125 I 417 E. 7a S. 430; 124 I 241 E. 2 S. 242 f.). Auf Grund der formellen Natur des rechtlichen Geh�rs f�hrt eine Verletzung - unabh�ngig von den Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst - zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 126 I 19 E. 2d/bb S. 24; 125 I 113 E. 3 S. 118).
Der Umfang des Geh�ranspruchs bestimmt sich zun�chst nach den kantonalen Verfahrensvorschriften, deren Auslegung und Handhabung das Bundesgericht unter dem Gesichtswinkel der Willk�r pr�ft. �berdies greifen die unmittelbar aus Art. 29 Abs. 2 BV fliessenden bundesrechtlichen Minimalgarantien zur Sicherung des rechtlichen Geh�rs Platz; ob diese verletzt sind, beurteilt das Bundesgericht mit freier Kognition (BGE 126 I 19 E. 2a S. 21 f.; 116 Ia 94 E. 3a S. 98).
4.2.1 Das Appellationsgericht legt im angefochtenen Urteil dar, weshalb der Antrag des Beschwerdef�hrers auf Anh�rung von A.________ als Auskunftsperson zur Frage, ob der Beschwerdef�hrer Kondome benutzt bzw. besessen habe, keinerlei Einfluss auf das Beweisergebnis haben k�nnte. Auf diese nachvollziehbaren Erw�gungen kann verwiesen werden. Das Appellationsgericht hat den Beweisantrag ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung abgewiesen.
4.2.2 Das Appellationsgericht hat den Antrag auf Anh�rung einer Tonbandaufnahme unter anderem mit der Begr�ndung abgewiesen, selbst wenn A.________ und Y.________ gelogen haben sollten, indem sie das Bestehen einer sexuellen Beziehung zwischen A.________ und dem Beschwerdef�hrer verneinten, lasse sich daraus nicht ableiten, dass beide in Bezug auf den sexuellen Missbrauch an Y.________ nicht glaubw�rdig w�ren. Ob A.________ selber den Aussagen ihrer Tochter glaube, sei unerheblich. Angesprochen auf das fragliche Telefongespr�ch habe sie zudem zu Protokoll gegeben, dass sie bei dieser Gelegenheit dem Beschwerdef�hrer tats�chlich gesagt habe, sie traue ihrer Tochter nicht mehr, weil diese dauernd l�ge. Das habe sich jedoch nicht auf die Geschichte mit dem sexuellen Missbrauch bezogen (Urteil Appellationsgericht, S. 3).
Das Appellationsgericht hat eingehend gepr�ft, ob Hinweise auf einen anderen T�ter vorliegen w�rden, eine Drittt�terschaft aber ausgeschlossen (Urteil Appellationsgericht, S. 6). Es hat auf die Ausf�hrungen des Strafgerichts verwiesen, welches die denkbaren Gr�nde f�r eine m�gliche Falschaussage von Mutter und Tochter zur Frage der sexuellen Beziehung zwischen der Mutter und dem Beschwerdef�hrer dargelegt hat, und sich diese zu eigen gemacht. Diese nachvollziehbaren m�glichen Gr�nde, gegen die der Beschwerdef�hrer nichts vorbringt und die hier nicht weiter zu vertiefen sind, haben keinerlei Bezug zu den Tatvorw�rfen und verm�gen die Glaubw�rdigkeit von Y.________ und A.________ in Bezug auf die dem Beschwerdef�hrer vorgeworfenen Taten nicht zu ersch�ttern. Was die Aussage von A.________ �ber ihre Tochter betrifft, so ist zu beachten, dass das Strafverfahren gegen den Beschwerdef�hrer sowohl f�r die Tochter als auch f�r die Mutter ausserordentlich belastend war und dazu beitrug, dass das Zusammenleben von Mutter und Tochter schliesslich nicht mehr m�glich war (Urteil Appellationsgericht, S. 7). Ausgehend davon durfte das Appellationsgericht in antizipierter Beweisw�rdigung annehmen, die Anh�rung der Tonbandaufnahme verm�chte an seiner �berzeugung nichts zu �ndern.
4.2.3 Das Appellationsgericht stellt fest, dass der Beschwerdef�hrer auch eventualiter keine Einwendungen gegen das erstinstanzliche Urteil erhoben habe, weshalb es diesbez�glich auf die in allen Teilen als zutreffend beurteilten Erw�gungen der Vorinstanz verweist. Erg�nzend f�hrt es aus, das Strafgericht habe s�mtliche Umst�nde, insbesondere die durch Vers�umnisse der PUK bei der Erstellung des Glaubw�rdigkeitsgutachtens verursachte �berm�ssige Verfahrensdauer, geb�hrend ber�cksichtigt. Die ausgesprochene Strafe von viereinhalb Jahren Zuchthaus sei dem Verschulden und den pers�nlichen Verh�ltnissen des Beschwerdef�hrers angemessen und deshalb zu best�tigen (Urteil Appellationsgericht, S. 10).
Diese Ausf�hrungen sind insoweit unzutreffend, als der Beschwerdef�hrer in seiner schriftlichen Appellationsbegr�ndung sich ausdr�cklich m�ndliche Ausf�hrungen zur Strafzumessung vorbehielt (act. Bd. 3 S. 512). An der m�ndlichen Verhandlung vor Appellationsgericht erhob der Beschwerdef�hrer eventualiter Einw�nde gegen die Strafzumessung. Er brachte zusammengefasst vor, die erste Instanz habe dem �berlangen Verfahren und der damit verbundenen besonderen sozialen und psychischen Belastung, der fehlenden Vorstrafen, des Wohlverhaltens seit Beginn der Strafuntersuchung sowie dem fortgeschrittenen Alter zu wenig Rechnung getragen (act. Bd. 3 S. 587). Darin liegt jedoch f�r sich genommen keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs.
Das Appellationsgericht hat die einzelnen Vorbringen des Beschwerdef�hrers sinngem�ss verworfen, indem es annahm, die erste Vorinstanz habe alle Strafzumessungsfaktoren ber�cksichtigt und zutreffend gewertet sowie eine dem Verschulden und den pers�nlichen Verh�ltnissen des Beschwerdef�hrers angemessene Strafe ausgesprochen. Damit hat es den Vorbringen des Beschwerdef�hrers in der Entscheidung sachlich hinreichend Rechnung getragen und die verfassungsrechtlichen Minimalgarantien zur Wahrung des rechtlichen Geh�rs beachtet. Die Beschwerde erweist sich auch in diesem Punkt als unbegr�ndet.
Die Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Dementsprechend tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten des Verfahrens vor Bundesgericht (Art. 156 Abs. 1 OG).
Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die Strafzumessung.
6.1 Gem�ss Art. 63 StGB misst der Richter die Strafe innerhalb des anzuwendenden Strafrahmens nach dem Verschulden des T�ters zu und ber�cksichtigt dabei die Beweggr�nde, das Vorleben und die pers�nlichen Verh�ltnisse des Schuldigen.
Das Bundesgericht hat die Anforderungen an die Begr�ndung der Strafzumessung wiederholt dargelegt. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. nur BGE 129 IV 6 E. 6.1 S. 20 f.; 127 IV 101 E. 2c S. 105, je mit Hinweisen).
6.2 Die Vorinstanz verweist f�r die Strafzumessung im Wesentlichen auf die Erw�gungen des Strafgerichts Basel-Stadt und best�tigt die ausgesprochene Strafe (angefochtenes Urteil, S. 10; zur genauen Begr�ndung der Vorinstanz vgl. oben E. 4.2.2). Sie macht sich dadurch die Begr�ndung der ersten Instanz zu eigen.
6.2.1 Die erste Instanz nimmt an, der Beschwerdef�hrer habe Y.________ zwischen 1993 oder 1994 und Juli 1996 oder 1997 mindestens 50 Mal zum Geschlechtsverkehr gezwungen, wie dies die Anklageschrift umschrieb (vgl. Urteil Strafgericht, S. 10 unten). Die Vorinstanz legt sich demgegen�ber nicht auf eine Zahl fest, sondern erw�gt, dass im erw�hnten ungef�hren Zeitrahmen h�ufig sexuelle �bergriffe mit einer stufenweisen Eskalation bis zum regelm�ssigen Geschlechtsverkehr vorgekommen seien (angefochtenes Urteil, S. 9). Auch wenn die Vorinstanz damit weniger Einzeltaten als die erste Instanz bejaht haben sollte, stuft sie das Tatverschulden deswegen nicht als geringer ein. Das ergibt sich sinngem�ss aus dem Hinweis, wonach die vom Strafgericht ausgesprochene Strafe dem Verschulden und den pers�nlichen Verh�ltnissen des Beschwerdef�hrers angemessen und deshalb zu best�tigen sei (angefochtenes Urteil, S. 10). Ausgehend von dieser hier nicht in Frage gestellten Wertung des Tatverschuldens verletzt es kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz die Strafe wegen der m�glicherweise geringeren Anzahl Einzelhandlungen nicht herabsetzt.
6.2.2 Soweit der Beschwerdef�hrer vorbringt, die Vorinstanz habe ihre Begr�ndungspflicht nach Art. 63 StGB verletzt, indem sie auf seine Einwendungen gegen die Strafzumessung (vgl. oben E. 4.2.3) nicht eingegangen sei, erweist sich die Beschwerde ebenfalls als unbegr�ndet. Der Beschwerdef�hrer hat vor der Vorinstanz in Bezug auf die Strafzumessung keine Vorbringen erhoben (vgl. oben E. 4.2.3), die von der ersten Instanz nicht bereits eingehend er�rtert worden w�ren (vgl. Urteil Strafgericht, S. 12 ff.). Unter diesen Umst�nden ist es bundesrechtlich nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz f�r die Strafzumessung auf die nach ihrer Einsch�tzung in allen Teilen zutreffenden Erw�gungen der ersten Instanz verweist und auf diese Weise dem Beschwerdef�hrer antwortet.
6.2.3 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, dass die Vorinstanz den Strafmilderungsgrund des Art. 64 Abs. 5 StGB mit Ablauf von 9/10 der Verj�hrungsfrist im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils h�tte zur Anwendung bringen m�ssen.
6.2.3.1 Ist seit der Tat verh�ltnism�ssig lange Zeit verstrichen und hat sich der T�ter w�hrend dieser Zeit wohl verhalten, kann der Richter die Strafe mildern (Art. 64 Abs. 5 StGB). Nach der Rechtsprechung zum alten Verj�hrungsrecht galt eine lange Zeit in genannten Sinne als verstrichen, wenn die Strafverfolgung der ordentlichen Verj�hrung gem�ss Art. 70 StGB a.F. nahe war (BGE 102 IV 198 E. 5). Gem�ss der neuesten Rechtsprechung ist der Strafmilderungsgrund unter dem geltenden Verj�hrungsrecht in jedem Fall zu beachten, wenn zwei Drittel der Verj�hrungsfrist verstrichen ist. Der Richter kann diese Zeitspanne unterschreiten, um Art und Schwere der Tat Rechnung zu tragen (BGE 132 IV 1 E. 6.2).
6.2.3.2 Gem�ss geltendem Art. 70 Abs. 1 StGB verj�hrt die Strafverfolgung in: a. 30 Jahren, wenn die Tat mit lebensl�nglichem Zuchthaus bedroht ist; b. 15 Jahren, wenn die Tat mit Gef�ngnis von mehr als drei Jahren oder mit Zuchthaus bedroht ist; c. sieben Jahren, wenn die Tat mit einer anderen Strafe bedroht ist.
F�r alle Straftaten des Beschwerdef�hrers sind die Voraussetzungen von Art. 70 Abs. 1 lit. b StGB erf�llt. Diese Verj�hrungsbestimmung ist gem�ss Art. 70 Abs. 4 StGB im vorliegenden Fall anwendbar. Nach dieser Bestimmung bemisst sich n�mlich die Verj�hrung der Strafverfolgung von sexuellen Handlungen mit Kindern (Art. 187) und unm�ndigen Abh�ngigen (Art. 188), sowie von Straftaten nach den Artikeln 111-113, 122, 189-191, 195 und 196, die sich gegen ein Kind unter 16 Jahren richten, nach den Abs�tzen 1-3 von Art. 70 StGB, wenn die Straftat vor dem Inkrafttreten der �nderung vom 5. Oktober 2001 begangen worden ist und die Verfolgungsverj�hrung zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingetreten ist.
6.2.3.3 Der Beschwerdef�hrer hat die letzten ihm vorgeworfenen Tathandlungen im Juli 1996 begangen. Bis zum Urteil der Vorinstanz waren rund neun Jahre und drei Monate vergangen. Somit waren im genannten Zeitpunkt weniger als zwei Drittel der Verj�hrungsfrist verstrichen. Die Vorinstanz war deshalb nicht gehalten, den Strafmilderungsgrund von Art. 64 Abs. 5 StGB zur Anwendung zu bringen.
6.2.4 Im �brigen hat die Vorinstanz, welche vollst�ndig die Ausf�hrungen im erstinstanzlichen Urteil �bernimmt, die f�r die Strafzumessung massgeblichen Gesichtspunkte ber�cksichtigt und sie plausibel und nachvollziehbar gew�rdigt. Von einer zu starken oder zu geringen Gewichtung einzelner Faktoren kann keine Rede sein. Selbst wenn man mit dem Beschwerdef�hrer annehmen wollte, die Vorinstanz habe die seit den Taten verstrichene Zeitdauer st�rker zu seinen Gunsten werten m�ssen, erwiese sich die ausgesprochene Strafe nicht als unhaltbar hart. Sie bewegt sich im Bereich des dem Sachrichter zustehenden Ermessens und h�lt vor Bundesrecht stand, auch wenn die Begr�ndungsdichte der Strafzumessung an der unteren Grenze des bundesrechtlich Zul�ssigen liegt.
Die Beschwerde ist daher abzuweisen. Der Beschwerdef�hrer tr�gt damit die Kosten des Verfahrens (Art. 278 Abs. 1 BStP).