Source: http://www.verfassungen.de/de/bw/bw-richtergesetz00.htm
Timestamp: 2017-12-16 05:31:37
Document Index: 199722218

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 61', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 14', 'Art. 2', 'Art. 7', '§ 3', '§ 5', '§ 5', '§ 26', '§ 116', '§ 1', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 84', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 1', '§ 6', '§ 76', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 9', '§ 122', '§ 127', '§ 10', '§ 22', '§ 13', '§ 45', '§ 14', '§ 102', '§ 102', '§ 102', '§ 20', '§ 17', '§ 19', '§ 68', '§ 80', '§ 83', '§ 68', '§ 80', '§ 83', '§ 21', '§ 66', '§ 83', '§ 22', '§ 23', '§ 25', '§ 26', '§ 25', '§ 27', '§ 28', '§ 20', '§ 15', '§ 29', '§ 71', '§ 28', '§ 31', '§ 22', '§ 16', '§ 32', '§ 34', '§ 21', '§ 22', '§ 32', '§ 34', '§ 38', '§ 42', '§ 32', '§ 31', '§ 32', '§ 44', '§ 46', '§ 48', '§ 50', '§ 50', '§ 51', '§ 52', '§ 41', '§ 53', '§ 54', '§ 56', '§ 57', '§ 58', '§ 43', '§ 59', '§ 59', '§ 58', '§ 62', '§ 7', '§ 65', '§ 65', '§ 66', '§ 66', '§ 67', '§ 5', '§ 67', '§ 67', '§ 77', '§ 62', '§ 68', '§ 66', '§ 66', '§ 69', '§ 68', '§ 68', '§ 70', '§ 35', '§ 70', '§ 150', '§ 71', '§ 71', '§ 70', '§ 72', '§ 63', '§ 72', '§ 72', '§ 73', '§ 74', '§ 76', '§ 78', '§ 123', '§ 77', '§ 79', '§ 63', '§ 63', '§ 79', '§ 72', '§ 80', '§ 35', '§ 123', '§ 83', '§ 83', '§ 83', '§ 84', '§ 63', '§ 63', '§ 85', '§ 26', '§ 87', '§ 5', '§ 91', '§ 91', '§ 92', '§ 93', '§ 95', '§ 95', '§ 95', '§ 96', '§ 91', '§ 92', '§ 96', '§ 96', '§ 95', '§ 97', '§ 98', '§ 94', '§ 98', '§ 98', '§ 96', '§ 99', '§ 100', '§ 37', '§ 89', '§ 101', '§ 101', '§ 102', 'Art. 2', '§ 2']

Landesrichtergesetz (LRiG, 2000)
Bekanntmachung der Neufassung des Landesrichtergesetzes
Auf Grund von Artikel 5 des Gesetzes zur Änderung des Landesbeamtengesetzes, des Landesrichtergesetzes, des Ernennungsgesetzes und des Gesetzes über den kommunalen Versorgungsverband Baden-Württemberg vom 4. April 2000 (GBl. S. 364) wird nachstehend der Wortlaut des Landesrichtergesetzes in der sich aus
1. der Bekanntmachung der Neufassung des Landesrichtergesetzes vom 19. Juli 1972 (GBl. S. 432),
2. dem Dritten Gesetz zur Änderung des Landesbeamtengesetzes vom 2. April 1974 (GBl. S.153),
3. dem Gesetz zur Anpassung des Landesrechts an das Zweite Gesetz zur Reform des Strafrechts und des Einführungsgesetzes zum Strafgesetzbuch vom 26. November 1974 (GBl. S. 508),
4. dem Gesetz zur Änderung des Personalvertretungsgesetzes für das Land Baden-Württemberg vom 8. Juli 1975 (GBl. S. 525),
5. dem Haushaltsanpassungsgesetz vom 16. Dezember 1975 (GBl. S.851),
6. dem Anpassungsgesetz zum Zweiten Gesetz zur Vereinheitlichung und Neuregelung des Besoldungsrechts in Bund und Ländern und zum Beamtenversorgungsgesetz vom 3. April 1979 (GBl. S.134),
7. dem Gesetz zur Änderung des Abgeordnetengesetzes, des Gesetzes über die Entschädigung der Abgeordneten und des Landesrichtergesetzes vom 14. November 1979 (GBl. S. 483),
8. dem Fünften Gesetz zur Änderung des Landesbeamtengesetzes vom 11. Dezember 1979 (GBl. S. 529),
9. dem Sechsten Gesetz zur Änderung des Landesbeamtengesetzes vom 9. Dezember 1980 (GBl. S. 595),
10. dem Siebten Gesetz zur Änderung des Landesbeamtengesetzes vom 10. Dezember 1984 (GBl. S. 666),
11. dem Gesetz zur Änderung des Landesbeamtengesetzes vom 9. Juni 1986 (GBl. S.181),
12. dem Gesetz zur Änderung des Landesbeamtengesetzes vom 16. Juli 1990 (GBl. S. 225),
13. dem Gesetz zur Neufassung der Landesdisziplinarordnung vom 25. April 1991 (GBl. S. 227),
14. dem Gesetz zur Änderung des Betreuungsgesetzes und zur Anpassung des Landesrechts vom 19. November 1991 (GBl. S.681),
15. dem Gesetz zur Änderung des Landesbeamtengesetzes, des Landesrichtergesetzes und des Landesreisekostengesetzes vom 12. Dezember 1991 (GBl. S.854),
16. dem Gesetz zur Änderung des Landesbeamtengesetzes und des Landesrichtergesetzes vom 7. Februar 1994 (GBl. S. 85),
17. dem Gesetz zur Änderung des Landesbeamtengesetzes und des Landesrichtergesetzes vom 6. Juli 1994 (GBl. S.349),
18. dem Gesetz zur Änderung des Landespersonalvertretungsgesetzes vom 21. Dezember 1995 (GBl. S.879),
19. dem Gesetz zur Änderung des Landesbeamtengesetzes und anderer Vorschriften vom 18. Dezember 1995 (GBl. 1996 S.21),
20. dem Gesetz zur Änderung des Landesbeamtengesetzes und anderer Vorschriften vom 15. Dezember 1997 (GBl. S. 522) und
21. dem Gesetz zur Änderung des Landesbeamtengesetzes, des Landesrichtergesetzes, des Ernennungsgesetzes und des Gesetzes über den kommunalen Versorgungsverband Baden-Württemberg vom 4. April 2000 (GBl. S. 364)
STUTTGART, den 22. Mai 2000
in der Fassung vom 22. Mai 2000
Gesetz vom 19. Dezember 2000 (GBl. S. 750), Art. 3;
Gesetz vom 1. Juli 2004 (GBl. S. 469), Art. 61;
Gesetz vom 3. Mai 2005 (GBl. S. 321), Art. 3;
Gesetz vom 14. Februar 2006 (GBl. S. 21), Art. 1
Gesetz vom 11. Dezember 2007 (GBl. S. 579),
Gesetz vom 14. Oktober 2008 (GBl. S. 343), Art. 14
Gesetz vom 17. Dezember 2009 (GBl. S. 801), Art. 2
Gesetz vom 29. Juli 2010 (GBl. S. 555), Art. 7.
§ 3. Ausschreibung von Stellen. Bewerber um freie Planstellen für Richter und Staatsanwälte werden durch Ausschreibung ermittelt.
Durch Gesetz vom 11. Dezember 2007 erhielt der § 5 mit Wirkung vom 15. Dezember 2007 folgende Fassung:
"§ 5. Dienstliche Beurteilung. (1) Richter auf Lebenszeit sind alle vier Jahre vom unmittelbaren Dienstvorgesetzten dienstlich zu beurteilen (Regelbeurteilung). Das Justizministerium kann bestimmen, dass die Regelbeurteilung zu festen Stichtagen erfolgt. Richter auf Lebenszeit sind ferner zu beurteilen, wenn dies aus konkretem Anlass erforderlich ist. Dies ist der Fall
1. anlässlich einer Bewerbung,
2. bei einem Wechsel des Gerichts oder der Dienstbehörde für die Dauer von mindestens sechs Monaten,
3. wenn sonstige dienstliche oder persönliche Verhältnisse es erfordern.
(2) Richter auf Probe und Richter kraft Auftrags sind bis zum Ablauf von 18 Monaten seit ihrer Ernennung vom unmittelbaren Dienstvorgesetzten dienstlich zu beurteilen, wenn sie seit sechs Monaten nicht mehr beurteilt worden sind. Nach diesem Zeitpunkt sind sie dienstlich zu beurteilen, wenn sie seit zwölf Monaten nicht mehr beurteilt worden sind. Absatz 1 Sätze 3 und 4 gelten entsprechend.
(3) Beurteilt werden Eignung, Befähigung und fachliche Leistungen der Richter. Bei der Beurteilung richterlicher Amtsgeschäfte sind die sich aus § 26 Abs. 1 und 2 des Deutschen Richtergesetzes ergebenden Beschränkungen zu beachten. Eine Stellungnahme zum Inhalt richterlicher Entscheidungen ist unzulässig.
(4) Die Beurteilung ist dem Richter bekannt zu geben, auf Verlangen mit ihm zu besprechen und mit einer etwaigen Äußerung des Richters zu dessen Personalakten zu nehmen.
(5) Von der Regelbeurteilung nach Absatz 1 Satz 1 sind ausgenommen
1. Richter im Nebenamt,
2. Richter, die das 50. Lebensjahr vollendet haben und
3. Richter, die am Beurteilungstermin länger als ein Jahr beurlaubt sind.
Auf Antrag werden Richter nach Vollendung des 50. Lebensjahres weiterhin in die Regelbeurteilung einbezogen.
(6) Absatz 3 Sätze 2 und 3 gelten auch bei der Erteilung eines Dienstzeugnisses auf Antrag (§ 116 des Landesbeamtengesetzes)."
1. das dreiundsechzigste Lebensjahr vollendet hat oder
2. schwer behindert im Sinne des § 1 des Schwerbehindertengesetzes ist und das sechzigste Lebensjahr vollendet hat.
§ 7. Teilzeitbeschäftigung und Beurlaubung aus familiären Gründen. (1) Einem Richter ist auf Antrag
tatsächlich betreut oder pflegt. Der Wegfall der Gründe ist der Bewilligungsbehörde unverzüglich mitzuteilen.
(2) Die Dauer des Urlaubs im Sinne des Absatzes 1 darf auch in Verbindung mit Urlaub nach § 7 a Abs. l zwölf Jahre nicht überschreiten. Der Antrag auf Verlängerung einer Teilzeitbeschäftigung oder eines Urlaubs ist spätestens sechs Monate vor Ablauf der genehmigten Freistellung zu stellen.
(3) Anträge nach Absatz 1 Satz 1 Nr. l sind nur zu genehmigen, wenn der Richter zugleich zustimmt, mit Beginn oder bei Änderung der Teilzeitbeschäftigung und beim Übergang zur Vollzeitbeschäftigung auch in einem anderen Gericht desselben Gerichtszweiges verwendet zu werden. Anträge nach Absatz 1 Nr. 2 sind nur dann zu genehmigen, wenn der Richter zugleich einer Verwendung auch in einem anderen Richteramt desselben Gerichtszweiges zustimmt.
(4) Während einer Freistellung vom Dienst nach Absatz 1 dürfen nur solche Nebentätigkeiten genehmigt werden, die dem Zweck der Freistellung nicht zuwiderlaufen. (5) Über eine Änderung des Umfangs der Teilzeitbeschäftigung oder den Übergang zur Vollzeitbeschäftigung während der Dauer des Bewilligungszeitraumes entscheidet auf Antrag die Bewilligungsbehörde. Sie soll in besonderen Härtefällen eine Änderung des Umfangs der Teilzeitbeschäftigung oder den Übergang zur Vollzeitbeschäftigung zulassen, wenn dem Richter die Teilzeitbeschäftigung im bisherigen Umfang nicht zugemutet werden kann. Die Bewilligungsbehörde kann in besonderen Härtefällen eine Rückkehr aus dem Urlaub zulassen, wenn dem Richter eine Fortsetzung des Urlaubs nicht zugemutet werden kann. Absatz 2 Satz 2 gilt entsprechend.
§ 7a. Beurlaubung aus Arbeitsmarktgründen. (1) Richtern ist wegen einer Arbeitsmarktsituation, in der ein außergewöhnlicher Bewerberüberhang besteht und deshalb ein dringendes öffentliches Interesse daran gegeben ist, verstärkt Bewerber im öffentlichen Dienst zu beschäftigen,
3. der Richter erklärt, während der Dauer des Bewilligungszeitraumes auf die Ausübung genehmigungspflichtiger, entgeltlicher Nebentätigkeiten zu verzichten und nicht genehmigungspflichtige, entgeltliche Nebentätigkeiten nach § 84 Abs. l Nr. 2 bis 5 des Landesbeamtengesetzes nur in dem Umfang auszuüben, wie er sie bei Vollzeitbeschäftigung ohne Verletzung dienstlicher Pflichten ausüben könnte.
§ 7b. Teilzeitbeschäftigung. (1) Einem Richter ist auf Antrag Teilzeitbeschäftigung bis zur Hälfte des regelmäßigen Dienstes und bis zur jeweils beantragten Dauer zu bewilligen.
4. der Richter sich verpflichtet, während der Dauer des Bewilligungszeitraumes außerhalb des Richterverhältnisses Nebentätigkeiten nur in dem Umfang auszuüben, in dem nach den nebentätigkeitsrechtlichen Bestimmungen Richtern die Ausübung von Nebentätigkeiten gestattet ist.
Durch Gesetz vom 19. Dezember 2000 wurde an dieser Stelle folgender § 7c eingefügt:
"§ 7c. Altersteilzeit. (1) Einem Richter mit Dienstbezügen, bei dem zum Zeitpunkt der Antragstellung die Schwerbehinderteneigenschaft des § 1 des Schwerbehindertengesetzes festgestellt ist, kann auf Antrag, der sich auf die Zeit bis zum Beginn des Ruhestands erstrecken muss, Teilzeitbeschäftigung mit der Hälfte des regelmäßigen Dienstes bewilligt werden, wenn
2. der Richter das 55. Lebensjahr vollendet hat,
3. er in den letzten fünf Jahren vor Beginn der Teilzeitbeschäftigung insgesamt mindestens drei Jahre vollzeitbeschäftigt war,
4. die Teilzeitbeschäftigung vor dem 1. August 2004 beginnt und
5. dienstliche Belange nicht entgegenstehen.
(Altersteilzeit). Bei Satz 1 Nr. 3 bleiben Teilzeitbeschäftigungen mit geringfügig verringertem Dienst außer Betracht.
1. während der ersten Hälfte des Bewilligungszeitraumes Teilzeitarbeit mit der Hälfte des regelmäßigen Dienstes geleistet wird (Teilzeitmodell)
2. während der ersten Hälfte des Bewilligungszeitraumes der Dienst auf den regelmäßigen Dienst erhöht und diese Dienstzeiterhöhung in der zweiten Hälfte des Bewilligungszeitraums durch eien volle Freistellung vom Dienst ausgeglichen wird (Blockmodell). Bei Beantragung der Altersteilzeit im Blockmodell muss der Richter unwiderruflich erklären, ob er bei Bewilligung der Altersteilzeit mit Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze in den Ruhestand treten oder ob er einen Antrag nach § 6 Abs. 3 Nr. 2 stellen wird.
(3) Wenn der Bundesgesetzgeber durch Änderung der Altersteilzeitregelung für Richter in § 76e des Deutschen Richtergesetzes auch Teilzeitbeschäftigte einbezieht oder durch Verlängerung der Geltungsdauer den Beginn der Altersteilzeitbeschäftigung bis zum 31. Dezember 2009 ermöglicht, treten diese Regelungen mit ihren näheren Maßgaben zum Zeitpunkt ihres Inkrafttretens an die Stelle der Regelungen in Absatz 1 Satz 1 Nr. 3 und 4 und Satz 2.
(4) § 7b Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 und Sätze 2 bis 4 gilt entsprechend."
Durch Gesetz vom 17. Dezember 2009 wurde der § 7c mit Wirkung vom 1. Januar 2010 wie folgt geändert:
- im Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 wurden die Worte "mindestens drei Jahre vollzeitbeschäftigt" ersetzt durch: "drei Jahre mindestens teilzeitbeschäftigt", außerdem wurde das Komma ersetzt durch das Wort "und".
- der Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 wurde gestrichen
- der bisherige Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 wurde Nr. 4.
- Abs. 3 wurde aufgehoben.
- der bisherige Abs. 4 wurde Abs. 3.
§ 7c. Freistellungen und berufliches Fortkommen. Teilzeitbeschäftigung und Beurlaubung nach § 7 oder § 7 b dürfen das berufliche Fortkommen nicht beeinträchtigen; eine unterschiedliche Behandlung von Richtern mit Teilzeitbeschäftigung gegenüber Richtern mit Vollzeitbeschäftigung ist nur zulässig, wenn zwingende sachliche Gründe sie rechtfertigen.
Durch Gesetz vom 19. Dezember 2000 wurde der bisherige § 7c zum § 7d.
§ 9. Landespersonalausschuss in Angelegenheiten der Richter und Staatsanwälte. (1) In Angelegenheiten der Richter und Staatsanwälte wirkt im Landespersonalausschuss (§ 122 des Landesbeamtengesetzes) als weiteres ständiges ordentliches Mitglied der Leiter der Personalabteilung des Justizministeriums, im Verhinderungsfalle sein jeweiliger Vertreter mit.
(3) In Angelegenheiten der Staatsanwälte tritt an Stelle des lebensjüngsten Richters als fünftes nichtständiges ordentliches Mitglied ein auf Lebenszeit ernannter Staatsanwalt. Der Staatsanwalt und sein Stellvertreter werden auf Antrag des Justizministeriums vom Ministerpräsidenten berufen. Absatz 2 Sätze 2 und 3 gelten entsprechend.
(4) Zur Beschlussfähigkeit (§ 127 Abs. 4 Satz 1 des Landesbeamtengesetzes) müssen mindestens sechs Mitglieder anwesend sein.
§ 10. Mitgliedschaft in Volksvertretungen und Regierungen anderer Länder. Wird ein Richter mit seiner Zustimmung zum Mitglied der Regierung eines anderen Landes im Geltungsbereich des Deutschen Richtergesetzes ernannt, so gelten die §§ 22, 23 Abs. l und 3 des Gesetzes über die Rechtsverhältnisse der Mitglieder der Regierung entsprechend.
§ 13. Eid der ehrenamtlichen Richter. (1) Die von den ehrenamtlichen Richtern nach § 45 Abs. 3 des Deutschen Richtergesetzes zu sprechende Eidesformel hat folgenden Wortlaut:
»Ich schwöre, die Pflichten eines ehrenamtlichen Richters getreu dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, getreu der Verfassung des Landes Baden-Württemberg und getreu dem Gesetz zu erfüllen, nach bestem Wissen und Gewissen ohne Ansehen der Person zu urteilen und nur der Wahrheit und Gerechtigkeit zu dienen, so wahr mit Gott helfe.«
»Ich gelobe, die Pflichten eines ehrenamtlichen Richters getreu dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, getreu der Verfassung des Landes Baden-Württemberg und getreu dem Gesetz zu erfüllen, nach bestem Wissen und Gewissen ohne Ansehen der Person zu urteilen und nur der Wahrheit und Gerechtigkeit zu dienen. «
§ 14. Unfallfürsorge für ehrenamtliche Richter. Bei ehrenamtlichen Richtern gilt § 102 des Landesbeamtengesetzes mit der Maßgabe entsprechend, dass auch ein von dem Richter erlittener Körperschaden die Ersatzleistung nach § 102 Abs. l des Landesbeamtengesetzes nicht ausschließt. An die Stelle des Dienstvorgesetzten (§ 102 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 des Landesbeamtengesetzes) tritt der Präsident des Gerichts. Über die Ersatzleistung entscheidet die oberste Dienstbehörde. Sie kann die Befugnis durch Rechtsverordnung auf nachgeordnete Gerichte oder Behörden übertragen. Die zur Durchführung erforderliche Verwaltungsvorschrift erlässt das Finanzministerium.
1. Richterräte für die Beteiligung der Richter an allgemeinen und sozialen Angelegenheiten nach Maßgabe der §§ 20 und 21,
§ 17. Amtszeit. Die Amtszeit der Richtervertretungen dauert vier Jahre.
§ 19. Rechtsweg. (1) Für Rechtsstreitigkeiten aus der Bildung und Tätigkeit der Richtervertretungen steht der Rechtsweg zu den Verwaltungsgerichten offen. Für das Verfahren gelten die Vorschriften des Arbeitsgerichtsgesetzes über das Beschlussverfahren entsprechend.
1. an den in §§ 68, 78, 79 Abs. l, 2, 3 Nr. l bis 14, Abs. 4, § 80 Abs. l Nr. l, 2 und 10, § 83 des Landespersonalvertretungsgesetzes bezeichneten allgemeinen und sozialen Angelegenheiten der Richter,
2. gemeinsam mit dem Personalrat an den in §§ 68, 78, 79 Abs. l, 2, 3 Nr. l bis 14, Abs. 4, § 80 Abs. l Nr. l, 2 und 10, § 83 des Landespersonalvertretungsgesetzes bezeichneten allgemeinen und sozialen Angelegenheiten, die sowohl Richter als auch Bedienstete des Gerichts betreffen (gemeinsame Angelegenheiten).
§ 21. Anwendung des Landespersonalvertretungsgesetzes. Soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt, finden auf die Richterräte und ihre Mitglieder die Vorschriften des Landespersonalvertretungsgesetzes entsprechende Anwendung. Insbesondere gelten für die Befugnisse und Pflichten der Richterräte in allgemeinen und sozialen Angelegenheiten die §§ 66 bis 74, 78, 80 Abs. 3 Nr. 3 bis 5 und 7 bis 9 und §§ 83 bis 85 des Landespersonalvertretungsgesetzes entsprechend.
§ 22. Bildung von Richterräten, Zahl der Mitglieder. (1) Richterräte werden bei allen Gerichten gebildet, bei denen in der Regel mindestens drei Richter beschäftigt sind.
§ 23. Wahlrecht. (1) Wahlberechtigt und wählbar sind alle Richter, die am Wahltag bei einem Gericht beschäftigt sind, für das der Richterrat gebildet wird. Der Präsident, sein ständiger Vertreter und der Aufsicht führende Richter eines Gerichts sind nicht wählbar.
§ 25. Wahlverfahren. (1) Zur Vorbereitung der Wahl beruft der Präsident oder der Aufsicht führende Richter des Gerichts, bei dem der Richterrat gebildet wird, eine Versammlung der wahlberechtigten Richter ein. Die Versammlung wird von dem lebensältesten Richter geleitet. Sie bestellt einen Wahlvorstand. Der Wahlvorstand besteht aus drei Richtern, wenn dem Richterrat mindestens drei Mitglieder angehören; er führt die Wahl durch.
§ 26. Anfechtung der Wahl. Unter den Voraussetzungen und innerhalb der Frist des § 25 Abs. l des Landespersonalvertretungsgesetzes können drei wahlberechtigte Richter sowie der Präsident und der Aufsicht führende Richter des Gerichts, bei dem der Richterrat gebildet ist, die Wahl anfechten. Gehören einem Gericht weniger als fünf wahlberechtigte Richter an, so sind zwei Wahlberechtigte zur Anfechtung berechtigt.
§ 27. Vorsitzender des Richterrats. Besteht der Richterrat aus mehreren Mitgliedern, so wählen sie aus ihrer Mitte mit einfacher Stimmenmehrheit einen Vorsitzenden und seinen Stellvertreter. Der Vorsitzende führt die laufenden Geschäfte und vertritt den Richterrat im Rahmen der von diesem gefassten Beschlüsse.
§ 28. Gemeinsame Aufgaben von Richterrat und Personalrat. (1) Sind an einer Angelegenheit sowohl der Richterrat als auch der Personalrat beteiligt (§ 20 Nr. 2), so entsendet der Richterrat für die gemeinsame Beschlussfassung Mitglieder in den Personalrat.
(2) Die Zahl der entsandten Mitglieder des Richterrats muss zur Zahl der Richter im gleichen Verhältnis stehen wie die Zahl der Mitglieder des Personalrats zu der Zahl der wahlberechtigten Beamten, Angestellten und Arbeiter des Gerichts. Jedoch entsendet der Richterrat mindestens die in § 15 Abs. 3 und Abs. 5 Satz 1 des Landespersonalvertretungsgesetzes bestimmte Zahl von Mitgliedern. Ist die Zahl der nach Satz 1 zu entsendenden Richter größer als die Zahl der Mitglieder des Richterrats, so sind, soweit vorhanden, Ersatzmitglieder im erforderlichen Umfang heranzuziehen:
§ 29. Einigungsstelle (§ 71 des Landespersonalvertretungsgesetzes). In gemeinsamen Angelegenheiten werden die vom Personalrat zu bestellenden Beisitzer der Einigungsstelle auf Grund gemeinsamer Beschlussfassung bestellt (§ 28); ein Beisitzer muss ein auf Lebenszeit ernannter Richter sein.
§ 31. Gesamtrichterrat. (1) In den Fällen des § 22 Abs. 3 Satz 2 kann durch Beschluss der einzelnen Richterräte neben diesen ein Gesamtrichterrat errichtet werden. Die Errichtung bedarf der Zustimmung der Richterräte der Teile des Gerichts, bei denen mindestens 75 vom Hundert der Richter beschäftigt sind.
(3) Die Vorschriften der §§ 16 bis 30 finden auf den Gesamtrichterrat und seine Mitglieder entsprechende Anwendung. Eine Versammlung der Richter zur Bestellung des Wahlvorstandes findet nicht statt. Für die Wahl gelten mit Ausnahme der Vorschriften über die Gruppenwahl die Vorschriften der Wahlordnung zum Landespersonalvertretungsgesetz entsprechend. Der Wahlvorstand wird vom Präsidenten oder Aufsicht führenden Richter des Gerichts, für den der Gesamtrichterrat gebildet wird, bestellt. In gemeinsamen, zu seiner Zuständigkeit gehörenden Angelegenheiten ist der Gesamtrichterrat für die Entsendung der Mitglieder in den Personalrat oder Gesamtpersonalrat zuständig.
§ 32. Aufgaben des Präsdialrats. (1) Der Präsidialrat ist zu beteiligen bei
5. Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit oder eingeschränkter Verwendung wegen begrenzter Dienstfähigkeit (§ 34 des Deutschen Richtergesetzes),
7. Entlassung eines Richters auf Grund von § 21 Abs. l Nr. 3 in Verbindung mit Satz 2 und Abs. 2, §§ 22 und 23 des Deutschen Richtergesetzes, sofern der Richter seiner Entlassung nicht schriftlich zugestimmt hat,
8. Verhängung von Disziplinarmaßnahmen durch Disziplinarverfügung und Einleitung des förmlichen Disziplinarverfahrens gegen Richter, sofern der Richter die Beteiligung beantragt.
Durch Gesetz vom 11. Dezember 2007 wurde im § 32 Abs. 1 Nr. 2 die Angabe "18 Monaten" mit Wirkung vom 15. Dezember 2007 ersetzt durch: "24 Monaten".
§ 34. Zusammensetzung der Präsidialräte. (1) Der Präsidialrat der ordentlichen Gerichtsbarkeit besteht aus einem Vorsitzenden und acht weiteren Mitgliedern, die Präsidialräte der anderen Gerichtsbarkeiten bestehen jeweils aus einem Vorsitzenden und vier weiteren Mitgliedern. Der Vorsitzende und die weiteren Mitglieder des Präsidialrats werden von den Richtern der betreffenden Gerichtsbarkeit gewählt. Es werden außerdem jeweils ein Stellvertreter des Vorsitzenden und außer den weiteren Mitgliedern die gleiche Anzahl Ersatzmitglieder gewählt.
§ 38. Anfechtung der Wahl. (1) Sind bei der Wahl eines Mitglieds der Präsidialrats wesentliche Vorschriften über das Wahlrecht, die Wählbarkeit oder das Wahlverfahren verletzt worden, so kann die Wahl dieses Mitglieds binnen zwei Wochen vom Tage der Bekanntgabe des Wahlergebnisses an gerechnet, durch Antrag auf gerichtliche Entscheidung angefochten werden, wenn der Verstoß das Wahlergebnis ändern oder beeinflussen konnte.
(2) Ein gewähltes Mitglied scheidet ferner aus dem Präsidialrat aus; wenn es sein Amt niederlegt oder seine Wählbarkeit zu diesem Präsidialrat verliert.
§ 42. Geschäftsordnung, Kosten. (1) Der Präsidialrat regelt seine Beschlussfassung und Geschäftsführung in einer Geschäftsordnung.
(3) In den Fällen des § 32 Abs. l Nr. l bis 3 sind dem Präsidialrat die Bewerbungen aller Bewerber, mit deren Zustimmung auch die Personalakten, ferner die vom Ministerium etwa eingeholten Besetzungsvorschläge mitzuteilen. Der Präsidialrat gibt eine schriftlich begründete Stellungnahme über die persönliche und fachliche Eignung des Bewerbers ab, den die oberste Dienstbehörde ernennen oder zur Ernennung vorschlagen will. Er kann auch zu anderen Bewerbern Stellung nehmen und im Rahmen der Bewerbungen Gegenvorschläge machen.
(5) Führt die mündliche Erörterung nach Absatz 4 zu keiner Einigung, so entscheidet über die Berufung in ein Richteramt (Anstellung, Übertragung eines Richteramts mit höherem Endgrundgehalt als dem eines Eingangsamts) sowie über eine Versetzung, mit Ausnahme der Versetzung im Interesse der Rechtspflege (§ 31 des Deutschen Richtergesetzes) und der Versetzung wegen Veränderung der Gerichtsorganisation (§ 32 des Deutschen Richtergesetzes) der zuständige Minister gemeinsam mit einem Richterwahlausschuss. Die Entscheidung des Richterwahlausschusses ist unverzüglich herbeizuführen.
§ 44. Beschlussfassung. (1) Der Präsidialrat fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
§ 46. Zusammensetzung des Richterwahlausschusses. (1) Der Richterwahlausschuss besteht aus fünfzehn Mitgliedern, und zwar
2. zwei Richtern des Gerichtszweiges, für den die Wahl stattfindet, als nichtständige Mitglieder,
Durch Gesetz vom 11. Dezember 2007 wurden im § 48 Abs. 1 die Worte "für die Dauer von vier Jahren" mit Wirkung vom 15. Dezember 2007 ersetzt durch: "zu Beginn jeder Wahlperiode des Landtags".
§ 50. Wahl des Vertreters der Rechtsanwaltschaft. Der Vertreter der Rechtsanwaltschaft und sein Vertreter werden auf Grund von Vorschlägen der Rechtsanwaltskammer auf die Dauer von vier Jahren vom Landtag gewählt. Wählbar sind nur Rechtsanwälte, die bei einem Gericht des Landes zugelassen sind. Jede Rechtsanwaltskammer des Landes kann eine Vorschlagsliste einreichen; sie muss mindestens die Namen von zwei wählbaren Rechtsanwälten enthalten.
Durch Gesetz vom 11. Dezember 2007 wurden im § 50 Abs. 1 die Worte "auf die Dauer von vier Jahren" mit Wirkung vom 15. Dezember 2007 ersetzt durch: "zu Beginn jeder Wahlperiode".
§ 51. Fortführung der Geschäfte. Der Richterwahlausschuss führt seine Geschäfte nach Ablauf der Amtszeit weiter, bis der neue Richterwahlausschuss gebildet ist.
§ 52. Ausschließungsgründe. Ein Mitglied des Richterwahlausschusses ist von der Mitwirkung ausgeschlossen, wenn die Voraussetzungen des § 41 Nr. 2 oder 3 der Zivilprozessordnung vorliegen oder die Besorgnis der Befangenheit besteht. Ob die Besorgnis der Befangenheit besteht, entscheidet auf Antrag eines Mitgliedes des Richterwahlausschusses, des Vorsitzenden oder eines Bewerbers der Richterwahlausschuss ohne die Stimme des Betroffenen und seines Vertreters.
§ 53. Ende und Ruhen der, Mitgliedschaft. (1) Die Mitgliedschaft im Richterwahlausschuss endet
3. durch Verlust der Wählbarkeit zum Richterwahlausschuss.
§ 54. Vorzeitiges Ausscheiden eines Mitglieds, Vertretungsfälle. (1) Scheidet ein richterliches Mitglied des Richterwahlausschusses vorzeitig aus, so wird der in der Reihenfolge erste Vertreter für den Rest der Amtszeit Mitglied. Scheidet ein Abgeordneter aus dem Richterwahlausschuss vorzeitig aus, so rückt der Nachfolger aus der Vorschlagsliste nach, aus der der Ausscheidende gewählt worden ist. Der Vertreter der Rechtsanwaltschaft und sein Vertreter werden bei vorzeitigem Ausscheiden für den Rest der Amtszeit neu gewählt.
§ 56. Einberufung. (1) Der Vorsitzende beruft den Richterwahlausschuss unter Mitteilung der Tagesordnung mindestens zwei Wochen vor der Sitzung schriftlich ein.
§ 57. Geschäftsordnung. Der Richterwahlausschuss gibt sich eine Geschäftsordnung, in der insbesondere zu bestimmen ist, wie die Berichterstatter ausgewählt werden und inwieweit Bewerber oder andere Personen anzuhören sind. Einer der Berichterstatter muss Richter sein.
§ 58. Beschlussfassung. (1) Für die nach § 43 Abs. 5 zu treffende Entscheidung hat der zuständige Minister das Vorschlagsrecht. Er legt dem Ausschuss die Personalunterlagen des Vorgeschlagenen und die weiteren Unterlagen, die zu seinem Vorschlag geführt haben, einschließlich der Personalunterlagen der Mitbewerber und der zu allen Bewerbungen abgegebenen Stellungnahmen sowie etwaige Gegenvorschläge des Präsidialrats mit einem Bericht vor. Personalakten dürfen nur mit Zustimmung des Bewerbers vorgelegt werden.
(3) Der Richterwahlausschuss entscheidet in den Fällen des Absatzes 2 in geheimer Abstimmung mit der Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen; das Gleiche gilt für Beschlüsse nach § 59 Abs. l. Im Übrigen beschließt der Ausschuss mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
§ 59. Richter auf Probe und Richter kraft Auftrags. (1) Wird ein Richter auf Probe oder ein Richter kraft Auftrags, den der zuständige Minister für ein Richteramt vorgeschlagen hat, nach § 58 Abs. 2 nicht gewählt, so hat der Richterwahlausschuss auf Antrag des zuständigen Ministers auch darüber zu beschließen, ob er die Übernahme in das Richterverhältnis auf Lebenszeit ablehnt.
§ 62. Errichtung. (1) Richterdienstgerichte sind das Dienstgericht für Richter (Dienstgericht) und der Dienstgerichtshof für Richter (Dienstgerichtshof).
e) eingeschränkte Verwendung wegen begrenzter Dienstfähigkeit,
g) einer Verfügung über die Ermäßigung des Dienstes oder Beurlaubung nach den §§ 7 bis 7b.
Durch Gesetz vom 14. Februar 2006 erhielt der § 65 mit Wirkung vom 14. Februar 2006 folgende Fassung:
"§ 65. Dienstaufsicht. Die unmittelbare Dienstaufsicht führen der Präsident des Landgerichts Karlsruhe über das Dienstgericht und der Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart über den Dienstgerichtshof. Die weitere Dienstaufsicht führt das Justizministerium."
Durch Gesetz vom 14. Februar 2006 erhielt der § 66 mit Wirkung vom 14. Februar 2006 folgende Fassung:
"§ 66. Mitglieder der Richterdienstgerichte. (1) Bei den Richterdienstgerichten wirken ehrenamtliche Richter aus der Rechtsanwaltschaft als ständige Beisitzer mit.
(3) Die richterlichen und anwaltlichen Mitglieder der Richterdienstgerichte werden für fünf Geschäftsjahre von dem Präsidium des Gerichts bestimmt, bei dem Dienstgericht errichtet ist. Das Präsidium ist bei der Bestimmung der richterlichen Mitglieder an Vorschlagslisten nach Maßgabe des § 67 Abs. 2 gebunden. Wiederholte Bestimmung ist zulässig.
(4) Wird während der Amtszeit die Bestimmung eines neuen Mitglied erforderlich, so wird dieses nur für den Rest der Amtszeit bestimmt.
(5) Die anwaltlichen Mitglieder erhalten Tage- und Übernachtungsgelder in entsprechender Anwendung des Landesreisekostengesetzes, wenn sie weder ihren Wohnsitz noch ihren Kanzleisitz am Sitz des Richterdienstgerichts haben. Fahrtkosten werden ihnen in entsprechender Anwendung von § 5 des Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetzes ersetzt."
Durch Gesetz vom 14. Februar 2006 erhielt der § 67 mit Wirkung vom 14. Februar 2006 folgende Fassung:
"§ 67. Bestimmung der Mitglieder der Richterdienstgerichte. (1) Die Auswahl und Berufung der anwaltlichen Mitglieder erfolgt nach Maßgabe von § 77 Abs. 4 Satz 2 bis 8 des Deutschen Richtergesetzes sowie den nachfolgenden ergänzenden Bestimmungen. Das Amt des anwaltlichen Mitglieds können nur Deutsche ausüben. Die von dem Vorstand der Rechtsanwaltskammer aufgestellten Vorschlagslisten müssen mindestens das Doppelte der erforderlichen Anzahl von Rechtsanwälten enthalten. Das Präsidium des Gerichts, bei dem das Richterdienstgericht errichtet ist, kann eine Ergänzung der Voranschlagslisten verlangen.
(2) Die ständigen und nichtständigen richterlichen Mitglieder der Richterdienstgerichte werden aus Vorschlagslisten, welche die Präsidien der Oberlandesgerichte Karlsruhe und Stuttgart, des Verwaltungsgerichtshofs, des Landessozialgerichts, des Landesarbeitsgerichts und des Finanzgerichts aufstellen, vom Präsidium des Gerichts, bei dem das Richterdienstgericht errichtet wird (§ 62 Abs. 2), in der erforderlichen Anzahl bestimmt. Das Präsidium ist an die Vorschlagslisten gebunden; die richterlichen Beisitzer aus der ordentlichen Gerichtsbarkeit sind abwechselnd den Vorschlagslisten der beiden Oberlandesgerichte zu entnehmen."
Durch Gesetz vom 14. Februar 2006 wurde der § 68 mit Wirkung vom 14. Februar 2006 wie folgt geändert:
"(1) Das Dienstgericht entscheidet in der Besetzung mit einem Vorsitzenden, einem ständigen anwaltlichen und einem nichtständigen richterlichen Beisitzer."
- im Abs. 2 Satz 1 wurde nach dem Wort "ständigen" das Wort "richterlichen" eingefügt.
- im Abs. 2 Satz 3 wurde die Angabe "§ 66 Abs. 3" ersetzt durch: "§ 66 Abs. 4".
"(3) Der richterliche Beisitzer muss dem Gerichtszweig angehören, zu dem der betroffene Richter zur Zeit der Einleitung des Verfahrens gehört. Dies gilt nicht, wenn bereits der Vorsitzende diesem Gerichtszweig angehört. In diesem Fall ist der richterliche Beisitzer ein Richter der in Absatz 2 Satz 2 genannten Gerichtsbarkeit, welcher der Vorsitzende nicht angehört."
- der bisherige Abs. 5 wurde Abs. 4 und in deren Satz 2 wurde nach dem Wort "alle" das Wort "richterlichen" eingefügt.
Durch Gesetz vom 14. Februar 2006 wurde der § 69 mit Wirkung vom 14. Februar 2006 wie folgt geändert:
"(1) Der Dienstgerichtshof entscheidet in der Besetzung mit einem Vorsitzenden, einem ständigen richterlichen Beisitzer, einem ständigen anwaltlichen Beisitzer und zwei nichtständigen richterlichen Beisitzern."
"(3) Der ständige richterliche Beisitzer ist jeweils ein Richter der in Absatz 2 Satz 2 genannten Gerichtsbarkeit, welcher der Vorsitzende nicht angehört. Ein nichtständiger richterlicher Beisitzer gehört der Arbeitsgerichtsbarkeit, der Finanzgerichtsbarkeit oder der Sozialgerichtsbarkeit an. Der andere nichtständige richterliche Besitzer gehört dem Gerichtszweig an, zu dem der betroffene Richter zur Zeit der Einleitung des Verfahrens gehört."
- der bisherige Abs. 5 wurde Abs. 4 und dort wurde die Angabe "§ 68 Abs. 5" ersetzt durch: "§ 68 Abs. 4".
§ 70. Verbot der Amtsausübung. Das Mitglied eines Richterdienstgerichts, gegen das ein förmliches Disziplinarverfahren oder wegen einer vorsätzlichen Straftat ein Strafverfahren eingeleitet oder dem die Führung seiner Amtsgeschäfte nach § 35 des Deutschen Richtergesetzes vorläufig untersagt ist, kann während dieses Verfahrens und der Dauer der Untersagung sein Amt nicht ausüben.
Durch Gesetz vom 14. Februar 2006 wurde der § 70 mit Wirkung vom 14. Februar 2006 wie folgt geändert:
- der bisherige Wortlaut erhielt die Kennzeichnung (1) und dort wurde nach dem Wort "Das" das Wort "richterliche" eingefügt.
"(2) Das anwaltliche Mitglied eines Richterdienstgerichts, gegen das ein anwaltsgerichtliches Verfahren oder wegen einer vorsätzlichen Straftat ein Strafverfahren eingeleitet oder ein Berufs- oder Vertretungsverbot (§§ 150, 161a der Bundesrechtsanwaltsordnung) verhängt worden ist, kann während dieses Verfahrens und der Dauer des Verbotes sein Amt nicht ausüben. Werden dem Vorstand der Rechtsanwaltskammer solche Tatbestände bekannt, so unterrichtet er unverzüglich das Präsidium des Gerichts, bei dem das Richterdienstgericht errichtet ist."
3. der Richter im Strafverfahren zu einer Freiheitsstrafe oder im förmlichen Disziplinarverfahren zu Geldbuße oder einer schwereren Strafe rechtskräftig verurteilt wird,
Durch Gesetz vom 14. Februar 2006 erhielt der § 71 mit Wirkung vom 14. Februar 2006 folgende Fassung:
"§ 71. Erlöschen und Ruhen des Amtes. (1) Das Amt des richterlichen Mitglieds eines Richterdienstgerichts erlischt, wenn
3. der Richter im Strafverfahren zu einer Freiheitsstrafe rechtskräftig verurteilt oder gegen ihn im Disziplinarverfahren mindestens eine Geldbuße rechtskräftig verhängt wird oder
1. eine Voraussetzung für die Berufung des Rechtsanwalts in das Amt wegfällt,
2. der Rechtsanwalt aus der Rechtsanwaltskammer, für die er als Mitglied benannt ist, ausscheidet,
3. der Rechtsanwalt im Strafverfahren zu einer Freiheitsstrafe rechtskräftig verurteilt oder eggen ihn im anwaltsgerichtlichen Verfahren mindestens eine Geldbuße rechtskräftig verhängt wird.
§ 70 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend."
§ 72. Anwendung der Landesdisziplinarordnung. In Disziplinarsachen (§ 63 Nr. 1) gelten die Vorschriften der Landesdisziplinarordnung entsprechend, soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt.
Durch Gesetz vom 14. Februar 2006 wurde dem § 72 mit Wirkung vom 14. Februar 2006 folgender Satz angefügt:
"Die ehrenamtlichen Richter wirken an sämtlichen Entscheidungen mit; sie können nicht zu Berichterstattern bestimmt werden."
Durch Gesetz vom 14. Oktober 2008 wurden im § 72 mit Wirkung vom 22. Oktober 2008 nach dem Wort "Landesdisziplinarordnung" die Worte "in der Fassung vom 25. April 1991 (GBl. S. 227), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 15. Dezember 1997 (GBl. S. 522)", eingefügt.
§ 73. Disziplinarmaßnahmen. (1) Durch Disziplinarverfügung kann nur ein Verweis ausgesprochen werden.
§ 74. Entscheidungen des Dienstgerichts an Stelle der Einleitungsbehörde. (1) Das Dienstgericht entscheidet auf Antrag der Einleitungsbehörde durch Beschluss über
3. die Aufhebung der in Nummer 2 genannten Maßnahmen.
(3) Der Richter kann die Aufhebung der Maßnahmen nach Absatz 1 Nr. 2 sechs Monate nach der Entscheidung des Dienstgerichts beantragen. Absatz 2 gilt entsprechend. (4) In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 2 und 3 entscheidet an Stelle des Dienstgerichts der Dienstgerichtshof, wenn schon ein noch nicht rechtskräftiges Urteil des Dienstgerichts vorliegt.
§ 76. Vertreter der Einleitungsbehörde und der obersten Dienstbehörde. Zum Vertreter der Einleitungsbehörde und zum Vertreter der obersten Dienstbehörde kann nur bestellt werden, wer die Befähigung zum Richteramt nach dem Deutschen Richtergesetz besitzt.
§ 78. Richter auf Probe und Richter kraft Auftrags. (1) Gegen einen Richter auf Probe und einen Richter kraft Auftrags findet ein förmliches Disziplinarverfahren nicht statt. § 123 der Landesdisziplinarordnung ist entsprechend mit der Maßgabe anzuwenden, dass ein auf Lebenszeit ernannter Richter mit der Untersuchung zu beauftragen ist und an die Stelle der Disziplinargerichte die Richterdienstgerichte treten.
(2) Das Dienstgericht kann auf Antrag der obersten Dienstbehörde gegen Richter auf Probe und Richterkraft Auftrags Geldbußen bis zum zulässigen Höchstbetrag verhängen. ' Das Dienstgericht entscheidet durch Beschluss, der mit Zustimmung des Richters ohne mündliche Verhandlung ergehen kann. Gegen die Entscheidung des Dienstgerichts ist die Beschwerde an den Dienstgerichtshof zulässig. § 77 der Landesdisziplinarordnung gilt entsprechend.
§ 79. Allgemeine Verfahrensvorschriften. (1) Für das Verfahren nach § 63 Nr. 2 (Versetzungsverfahren) und § 63 Nr. 3 und 4 (Prüfungsverfahren) gelten die Vorschriften der Verwaltungsgerichtsordnung entsprechend, soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt. Ein Vertreter des öffentlichen Interesses wirkt nicht mit.
Durch Gesetz vom 14. Februar 2006 wurde dem § 79 Abs. 1 mit Wirkung vom 14. Februar 2006 folgender Satz angefügt:
"§ 72 Satz 2 gilt entsprechend."
§ 80. Vorläufige Untersagung der Führung der Amtsgeschäfte. Für das Verfahren bei der vorläufigen Untersagung der Führung der Amtsgeschäfte (§ 35 des Deutschen Richtergesetzes) gilt § 123 der Verwaltungsgerichtsordnung entsprechend. Die Anordnung des Dienstgerichts tritt außer Kraft, wenn nicht bis zum Ablauf von drei Monaten das Versetzungs- oder das Prüfungsverfahren gegen den Richter eingeleitet ist.
§ 83. Versetzung in den Ruhestand ohne Antrag. (1) Hält die oberste Dienstbehörde einen Richter auf Lebenszeit oder auf Zeit für dienstunfähig und stellt dieser keinen schriftlichen Antrag auf Versetzung in den Ruhestand, so teilt die oberste Dienstbehörde dem Richter mit, dass seine Versetzung in den Ruhestand beabsichtigt sei; dabei sind die Gründe für die Versetzung in den Ruhestand anzugeben.
Durch Gesetz vom 3. Mai 2005 erhielt der § 83 mit Wirkung vom 13. Mai 2005 folgende Fassung:
"§ 83. Versetzung in den Ruhestand ohne Antrag. (1) Liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass ein Richter auf Lebenszeit oder auf Zeit dienstunfähig ist, und stellt er keinen schriftlichen Antrag auf Versetzung in den Ruhestand, leitet die oberste Dienstbehörde das Zurruhesetzungsverfahren ein.
(4) Mit Ablauf des Monats, in dem der Antrag nach Absatz 2 Satz 1 festgestellt worden ist, wird der Teil der Dienstbezüge einbehalten, der die Versorgungsbezüger übersteigt. Wird der Richter zur Ruhe gesetzt, werden die einbehaltenen Bezüge nicht nachgezahlt. Wird das Zurruhesetzungsverfahren nach Absatz 3 Satz 3 eingestellt, sind die einbehaltenen Bezüge nachzuzahlen."
§ 84. Urteilsformel im Prüfungsverfahren. (1) In dem Falle des § 63 Nr. 3 Buchst. a stellt das Gericht die Nichtigkeit fest oder weist den Antrag zurück. In den Fällen des § 63 Nr. 3 Buchst. b bis e stellt das Gericht die Zulässigkeit der Maßnahme oder die Entlassung fest oder weist den Antrag zurück.
§ 85. Aussetzung von Prüfungsverfahren. (1) Ist eine Maßnahme der Dienstaufsicht aus den Gründen des § 26 Abs. 3 des Deutschen Richtergesetzes angefochten und hängt die Entscheidung hierüber von dem Bestehen oder Nichtbestehen eines Rechtsverhältnisses ab, das den Gegenstand eines anderen Verfahrens bildet oder bilden kann, so hat das Dienstgericht die Verhandlung bis zur Erledigung des anderen Verfahrens auszusetzen. Der Aussetzungsbeschluss ist zu begründen.
§ 87. Für Staatsanwälte gilt § 5 entsprechend.
§ 91. Bestellung der nichtständigen Beisitzer. (1) Als nichtständige Beisitzer wirken in den Richterdienstgerichten Staatsanwälte mit, die auf Lebenszeit ernannt sind und das 35. Lebensjahr vollendet haben. Sie werden für vier Geschäftsjahre vom Justizministerium bestellt. Die Spitzenorganisationen der Berufsverbände der Staatsanwälte im Lande können Vorschläge für die Bestellung machen.
Durch Gesetz vom 14. Februar 2006 wurde im § 91 Abs. 1 Satz 2 die Angabe "vier" mit Wirkung vom 14. Februar 2006 ersetzt durch: "fünf".
§ 92. Reihenfolge der Mitwirkung. Das Präsidium des Gerichts, bei dem das Richterdienstgericht errichtet ist, bestimmt vor Beginn des Geschäftsjahrs die Reihenfolge, in der die nichtständigen Beisitzer herangezogen werden.
§ 93. Disziplinarmaßnahmen. Durch Disziplinarverfügung kann nur ein Verweis ausgesprochen werden.
§ 95. Zuständigkeit der Richterdienstgerichte. In Disziplinarverfahren gegen Notare mit Richteramtsbefähigung im Landesdienst, auch gegen Notare im Ruhestand, entscheiden die Richterdienstgerichte.
Durch Gesetz vom 29. Juli 2010 erhielt der § 95 mit Wirkung vom 1. Januar 2018 folgende Fassung:
"§ 95. Zuständigkeit der Richterdienstgerichte. In Disziplinarverfahren gegen Notare mit Richteramtsbefähigung im Ruhestand entscheiden die Richterdienstgerichte."
§ 96. Bestellung und Mitwirkung der nichtständigen Beisitzer. Als nichtständige Beisitzer wirken in den Richterdienstgerichten Notare mit Richteramtsbefähigung mit, die auf Lebenszeit ernannt sind und das 35. Lebensjahr vollendet haben. § 91 Abs. l Sätze 2 und 3, Abs. 2 und § 92 gelten entsprechend.
Durch Gesetz vom 29. Juli 2010 erhielt der § 96 mit Wirkung vom 1. Januar 2018 folgende Fassung:
"§ 96. Besetzung der Richterdienstgerichte. In den Fällen des § 95 entscheiden die Richterdienstgerichte in der für Richter der ordentlichen Gerichtsbarkeit vorgesehenen Besetzung."
§ 97. Disziplinarmaßnahmen. Durch Disziplinarverfügung kann nur ein Verweis ausgesprochen werden.
§ 98. Verfahren. Für das Verfahren gilt § 94 entsprechend.
Durch Gesetz vom 29. Juli 2010 erhielt der § 98 mit Wirkung vom 1. Januar 2018 folgende Fassung:
"§ 98. Übergangsvorschrift. (1) Die Bestellung der nichtständigen Beisitzer nach § 96 Satz 1 in der bis zum 31. Dezember 2017 geltenden Fassung endet mit Ablauf des 31. Dezember 2017.
(3) Die am 1. Januar 2018 anhängigen Disziplinarverfahren gegen Notare mit Richteramtsbefähigung, die aus dem Landesdienst ausscheiden, sind einzustellen. Soweit ein früherer Notar im Landesdienst, gegen den ein Disziplinarverfahren anhängig ist, weiter im Landesdienst tätig ist, gilt Absatz 2 entsprechend."
§ 99. Übertragene Aufgaben. (1) Die Aufgaben des Leiters eines Gerichtsgefängnisses und einer Jugendarrestanstalt können durch Anordnung des Justizministeriums einem Richter des Amtsgerichts übertragen werden.
§ 100. Erlass einer Wahlordnung. Die Landesregierung erlässt zur Regelung der Wahl der richterlichen Mitglieder des Richterwahlausschusses, zur Regelung der Wahl der von den Richtern zu wählenden Mitglieder (Ersatzmitglieder) des Präsidialrats (§ 37) sowie der Mitglieder (Ersatzmitglieder) des Hauptstaatsanwaltsrats (§ 89 Abs. 3) durch Rechtsverordnungen Vorschriften über
§ 101. Verwaltungsvorschriften. Die zur Durchführung dieses Gesetzes erforderlichen Verwaltungsvorschriften erlässt das Justizministerium im Einvernehmen mit den für die einzelnen Gerichtszweige zuständigen Ministerien.
Durch Gesetz vom 1. Juli 2004 wurden im § 101 nach den Worten "das Justizministerium" mit Wirkung vom 1. Januar 2005 die Worte "im Einvernehmen mit den für die einzelnen Gerichtszweige zuständigen Ministerien" gestrichen.
§ 102. Inkrafttreten. Dieses Gesetz tritt am 1. April 1964 in Kraft.
Durch Gesetz vom 14. Februar 2006 wurde zu den Änderungen dieses Gesetzes mit Wirkung vom 14. Februar 2006 folgende Übergangsvorschriften erlassen:
"Art. 2, § 2. Übergangsvorschriften. Die Besetzung der Richterdienstgerichte richtet sich bis zum ersten Tage des neunten auf die Verkündung folgenden Monats nach den bis zum Inkrafttreten dieses Gesetzes geltenden Vorschriften. Die Amtszeit der im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bestimmten Mitglieder der Richterdienstgerichte endet zu diesem Zeitpunkt. Sie verlängert sich bis zu diesem Zeitpunkt, wenn ihr reguläres Ende in den in Satz 1 bestimmten Zeitraum fallen würden."
Quelle: Gesetzblatt für Baden-Württemberg 2000 S. 504
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