Source: https://www.lippequalitaet.de/produkte/molkereiprodukte/milch-in-lippequalitaet/produktrichtlinienmilch.html
Timestamp: 2019-01-20 22:25:04
Document Index: 291881960

Matched Legal Cases: ['§3', '§3', '§4', '§3', '§4', '§ 3', '§ 4']

Produktrichtlinie Molkereiprodukte: Lippequalität e.V.
⇐Milch in Lippequalität
Milch, Joghurt, Schmand, Sahne, Käse
Produktrichtlinie Molkereiprodukte (Kurzfassung)
1. Verwendung von Milch (Kuh, Schaf, Ziege) aus Lippequalität-Betrieben: Tierhaltung auf Stroh, Fütterung überwiegend vom eigenen Betrieb (kein Glyphosateinsatz), Zufütterung ohne Gentechnik, Auslauf ins Freie.
2. Produktion von Milch, Sahne, Schmand, Joghurt, Frischkäse und Schnittkäse in einem Lippequalität-Betrieb.
3. Fruchtzusatz beim Fruchtjoghurt 100% aus Lippequalität-Betrieb ohne Geschmacksverstärker oder weitere Zusätze.
4. Lippequalität-Kennzeichnung des Betriebes und der Produkte.
1. Die Tiere für die Erzeugung von Lippequalität-Molkereiprodukten werden im Kreis Lippe oder den angrenzenden Landkreisen geboren und aufgezogen. Zugekaufte Tiere sind möglichst von Mitgliedsbetrieben zu beziehen. Sollte dies nicht möglich sein, ist der Zukauf von anderen Betrieben unter Einhaltung §3 gestattet.
2. Eigenerzeugnisse und Handelsware außerhalb der Lippequalität-Produktschiene sind davon ausgenommen. Eine Deklaration unter Lippequalität ist hier ausgeschlossen.
1. Die Nutzung des Herkunftszeichen Lippequalität wird auf Antrag den landwirtschaftlichen Betrieben, Erzeugerzusammenschlüssen und milchverarbeitenden Betrieben übertragen, wenn sämtliche Kriterien nach §3 u. §4 für diese eingehalten und nachweislich in dokumentierter Form dem Vorstand vorgelegt worden sind.
2. Die Zertifizierung nach EU-Bio-Verordnung erfüllt die Anforderungen nach §3 u. §4 gleichermaßen.
3. Erzeugerbetriebe, Anbau- und Weideflächen, wo es im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit sinnvoll ist, Produkte und soweit möglich Verkaufsgeschäfte, sofern sie Lippequalität-Mitglied sind, sind mit dem Lippequalität-Logo zu kennzeichnen.
4. Über die Zeichennutzungsberechtigung entscheidet der Vorstand des Lippequalität e.V..
§ 3 Erzeugungskriterien
1. Der landwirtschaftliche Betrieb mit der Nutzungsberechtigung Lippequalität hat nachzuweisen, dass die Versorgung der betreffenden Tierbestände auf der Basis überwiegend eigen erzeugter Futterflächen oder auf von Lippequalität anerkannten Betrieben/Flächen gegeben ist. Mindestens 60% der Futtermittel zur Versorgung der Tiere müssen aus hofeigner Erzeugung bzw. anderen Lippequalität-Mitgliedsbetrieben stammen.
2. Alle Futterkomponenten müssen hinsichtlich möglicher gentechnischer Veränderungen deklarationsfrei sein.
3. Klärschlamm kommt auf den Feldern nicht zum Einsatz. Der Einsatz von Biogas-Gärsubstraten ist nur dann erlaubt, wenn diese nicht durch GVO-Pflanzenbestandteile belastet sind.
4. Die Tierhaltung ist artgerecht. Strohhaltung, Weidegang und/oder ausreichende Außenauslaufflächen sind vorzuhalten.
5. Der Tierbesatz ist der betrieblich bewirtschafteten Fläche anzupassen und darf die Grenzwerte des Schemas „zur Beurteilung von Tierhaltungsbetrieben mit Gülle" - MURL Blatt in der jeweils aktuellen Fassung - nicht überschreiten. Als bewirtschaftete Betriebsfläche gilt die im Flächenverzeichnis des jeweiligen Antragsjahres bewirtschaftete landwirtschaftlich genutzte Fläche sowie zur Nutzung überlassene Flächen, die sich entweder im Flächenverzeichnis anderer Landwirte bzw. außerhalb jeglicher Flächennachweise in privater Hand befinden. Gülle-/Mistabnahmeverträge werden bei der Berechnung der betrieblich bewirtschafteten Fläche berücksichtigt.
§ 4 Verarbeitungskriterien
1. Die Molkereiprodukte werden auf kürzestem Weg im Kreis Lippe in Lippequalität-Betrieben, oder falls dies nicht möglich ist, angrenzend verarbeitet.
2. Pflanzliche Fette und Konservierungsstoffe sowie Fungizide bei der Käsereifung/Rindenbehandlung sind nicht erlaubt.
Molkereiprodukte: Dr. Albrecht Flake (Lemgo)