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Timestamp: 2016-10-24 14:09:21
Document Index: 313896273

Matched Legal Cases: ['Art. 42', 'Art. 64', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 106', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 371', 'Art. 137', 'Art. 132', 'Art. 29', 'Art. 130', 'Art. 126', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 368', 'Art. 368', 'BGE', 'Art. 368', 'BGE', 'Art. 66', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 366', 'Art. 366', 'Art. 107', 'Art. 107', 'Art. 377', 'Art. 126', 'Art. 128', 'Art. 130', 'Art. 252', 'Art. 252', 'BGE', 'Art. 252', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_512/2009 (26.01.2010)
4A_512/2009
alle drei vertreten durch Rechtsanwalt Andr� Sieber.
Am 11. September 2002 schloss die X.________ AG (Beschwerdef�hrerin) mit den Ehegatten A.________ und B.________ und deren Tochter C.________ (Beschwerdegegner) einen Werkvertrag betreffend die Holzarbeiten eines Zweifamilien-Systemhauses in Minergiestandard ab. Als Verg�tung vereinbarten die Parteien Fr. 310'000.-- inkl. 7.6 % Mehrwertsteuer pauschal "nach Massgabe dieses Vertrages zu den Preisen und Mengen des Leistungsverzeichnisses vom 31.07.2002". Dieses Angebot umfasste folgende Leistungen: Element-Systembau/Tragkonstruktion (Fr. 205'670.--), Dachschalung und -eindeckung samt Gesimsen und Verkleidung (Fr. 40'500.--), Baumeisterarbeiten (Fr. 37'500.--), Ger�stearbeiten (Fr. 6'000--), was einschliesslich Mehrwertsteuer von Fr. 22'014.90 Fr. 311'684.90 ergab, die auf Fr. 310'000.-- abgerundet wurden. Nicht darin enthalten war die Position "�berzug mit Kunststofffasern + KS Rapid = 70 mm m� = 42.-- / inkl. MwSt". Die Parteien erkl�rten ferner die Eingabepl�ne vom 28. August 2002 sowie die SIA-Norm 118, allgemeine Bedingungen f�r Bauarbeiten (1977), zum Vertragsbestandteil, wobei aber f�r M�ngelr�gen und M�ngelbehebungsrechte die Vorschriften des Obligationenrechts gelten sollten. Gem�ss Vertrag sollten die Arbeiten bis zum 30. November 2002 ausgef�hrt sein. Die Beschwerdegegner leisteten Akontozahlungen von insgesamt Fr. 278'550.--. Wegen nicht behobener M�ngel, Versp�tung und Minderwert des Werks verweigerten sie Mehrleistungen.
Auf gemeinsames dem Bezirksgericht Leuk eingereichtes Gesuch der Parteien um vorsorgliche Beweisaufnahme vom 30. April 2003 erstattete ein ebenfalls gemeinsam vorgeschlagener Experte am 7. August 2003 seinen Bericht, den er in der Folge erg�nzte. Das Verfahren wurde am 10. Dezember 2003 erledigt, wobei die Kosten von insgesamt Fr. 10'934.60 den Parteien je zur H�lfte auferlegt wurden.
Mit Klage vom 26. August 2004 beantragte die Beschwerdef�hrerin dem Bezirksgericht Brig, die Beschwerdegegner solidarisch zu verpflichten, ihr Fr. 47'553.30 nebst Zins zu bezahlen und ihr die f�r das Beweisaufnahmeverfahren aufgewendeten Kosten zu verg�ten. Die Beschwerdegegner schlossen auf Abweisung der Klage und verlangten ihrerseits, die Kosten des Verfahrens betreffend vorsorgliche Beweisaufnahme der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen. Sie erhoben Widerklage auf Zusprechung von Schadenersatz, der ermessensweise nach Art. 42 Abs. 2 OR festzusetzen sei, und sie behielten sich vor, das Widerklagebegehren bez�glich Schadenersatz nach Abschluss des Beweisverfahrens in Kenntnis der get�tigten Sanierungsarbeiten zu beziffern. Sie beriefen sich auf mangelhafte Ausf�hrung diverser Arbeiten (fehlende Estrichtreppe, Fenster s�d- und nordseitig, Montageschaum, Gel�nder, Dachender, K�che, Reduit, Wohnzimmer, Schlafzimmer 1 und 2 S�d, Notwendigkeit der Sanierung der Fassade sowie �sthetischer M�ngel im Erd- und Obergeschoss). Ferner behaupteten sie, das Werk weise aufgrund der M�ngel einen Minderwert auf, der eine allenfalls berechtigte Restforderung der Beschwerdef�hrerin �bersteige, und sie verlangten widerklageweise Schadenersatz f�r Mangelfolgesch�den und f�r Versp�tung der Vollendung des Werks. In Replik und Duplik hielten die Parteien im Wesentlichen an ihren Antr�gen fest, und in der Widerklageantwort beantragte die Beschwerdef�hrerin, auf die Widerklage nicht einzutreten. In der Schlussdenkschrift reduzierte die Beschwerdef�hrerin ihr Hauptbegehren auf Fr. 46'015.70 nebst Zins, w�hrend die Beschwerdegegner die ihrigen dahin bezifferten, dass der Werkpreis um Fr. 65'361.-- zu mindern, ihnen Fr. 19'800.-- Schadenersatz zuzusprechen und die Beschwerdef�hrerin zur �bernahme der Sanierungskosten von Fr. 11'485.-- zu verpflichten sei. Die Beschwerdef�hrerin erhielt Gelegenheit, zu den pr�zisierten und abge�nderten Widerklagebegehren Stellung zu nehmen, wovon sie am 20. August 2009 Gebrauch machte.
Das Kantonsgericht des Kantons Wallis verpflichtete die Beschwerdef�hrerin am 16. September 2009, den Beschwerdegegnern Fr. 12'666.70 zu bezahlen und wies alle �brigen bzw. weitergehenden Begehren ab. Die Gerichtskosten wurden zu 3/5 der Beschwerdef�hrerin und zu 2/5 den Beschwerdegegnern auferlegt, die Kosten des Beweisaufnahmeverfahrens g�nzlich der Beschwerdef�hrerin, welche daf�r auch entsch�digungspflichtig erkl�rt wurde. Sodann hatte die Beschwerdef�hrerin den Beschwerdegegnern eine Parteientsch�digung von Fr. 7'740.-- zu bezahlen, die Beschwerdegegner der Beschwerdef�hrerin eine solche von Fr. 5'160.--. Den Beschwerdegegnern wurde ein unentgeltlicher Rechtsbeistand, ab 15. Januar 2005 ein Offizialanwalt zur Seite gestellt.
Die Beschwerdef�hrerin beantragt dem Bundesgericht mit Beschwerde in Zivilsachen, das Urteil des Kantonsgerichts aufzuheben, ihre Hauptklage im Betrage von Fr. 40'987.30 gutzuheissen und auf die Widerklage nicht einzutreten. Eventualiter sei die Klage im Betrage von Fr. 31'488.-- (Fr. 12'588.-- + Fr. 18'900.--) abzuweisen, und im Betrage von Fr. 19'166.-- (Fr. 1'312.-- + Fr. 16'815.-- + Fr. 1'039.--) sei auf die Klage nicht einzutreten. Die Beschwerdegegner schliessen auf kostenf�llige Abweisung der Beschwerde, und sie verlangen auch f�r das Verfahren vor Bundesgericht die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 64 BGG. Das Kantonsgericht hat unter Hinweis auf das angefochtene Urteil auf Gegenbemerkungen verzichtet.
Nach Art. 105 BGG legt das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Abs. 1). Es kann diese Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Abs. 2). Die Voraussetzungen f�r eine Sachverhaltsr�ge nach Art. 97 Abs. 1 BGG und f�r eine Berichtigung des Sachverhalts von Amtes wegen nach Art. 105 Abs. 2 BGG stimmen im Wesentlichen �berein. Soweit es um die Frage geht, ob der Sachverhalt willk�rlich oder unter verfassungswidriger Verletzung einer kantonalen Verfahrensregel ermittelt worden ist, sind strenge Anforderungen an die Begr�ndungspflicht der Beschwerde gerechtfertigt. Entsprechende Beanstandungen sind nach Massgabe von Art. 106 Abs. 2 BGG zu begr�nden. Demzufolge gen�gt es nicht, einen von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten. Vielmehr ist in der Beschwerdeschrift nach den erw�hnten gesetzlichen Erfordernissen darzulegen, inwiefern diese Feststellungen willk�rlich bzw. unter Verletzung einer verfahrensrechtlichen Verfassungsvorschrift zustande gekommen sind. Andernfalls k�nnen Vorbringen mit Bezug auf einen Sachverhalt, der von den Feststellungen im angefochtenen Entscheid abweicht, nicht ber�cksichtigt werden. Vorbehalten bleiben offensichtliche Sachverhaltsm�ngel im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG, die dem Richter geradezu in die Augen springen (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f. mit Hinweisen).
Nach dem angefochtenen Urteil hat die Beschwerdef�hrerin erst im Rahmen der Stellungnahme zu den bezifferten Rechtsbegehren die Verj�hrungseinrede erhoben. Sie wurde damit nicht geh�rt, da sie sich nach dem kantonalen Prozessrecht sp�testens in der Schlussdenkschrift auf Verj�hrung h�tte berufen m�ssen. Darin erblickt die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung von Art. 371 OR und der allgemeinen Verj�hrungsvorschriften des OR sowie von Art. 137 der Zivilprozessordnung vom 24. M�rz 1998 (ZPO/VS), wonach die materielle Einrede ein Prozessmittel in der Sache selbst ist, welches es erlaubt, sich dem Anspruch momentan oder definitiv zu widersetzen (Abs. 1), und die der Zul�ssigkeit der Klage nicht entgegengehalten werden kann, sondern mit der Sache selber geltend zu machen ist. Daraus ergibt sich das Erfordernis, im Rahmen des Schriftenwechsels zur Widerklage (Art. 132 Abs. 2 ZPO/VS) gegen�ber den - zwar nicht bezifferten, aber materiell umschriebenen - Widerklagebegehren die im materiellen Bundesrecht begr�ndete Verj�hrungseinrede zu erheben, auch wenn die Widerklagebegehren noch nicht beziffert werden konnten, ist doch einer Partei nicht zuzumuten, den unter Umst�nden aufwendigen Beweis f�r Anspr�che zu f�hren, wenn sie damit rechnen muss, dass der Schuldner den an sich bewiesenen Anspr�chen noch die Verj�hrungseinrede entgegenhalten kann. Von einer willk�rlichen Anwendung des kantonalen Prozessrechts kann keine Rede sein. Weshalb die Verwirklichung von Bundesrecht vereitelt sein soll, wenn das kantonale Prozessrecht, soweit die Verj�hrung bereits eingetreten ist, die Erhebung der Verj�hrungseinrede ungeachtet der Bezifferung des Anspruchs nur bis zu einem bestimmten Verfahrensstadium zul�sst, zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht rechtsgen�gend auf. Vielmehr r�gt sie, dass ihr das kantonale Prozessrecht verwehrt, ihren Entscheid �ber die Erhebung der Verj�hrungseinrede von der H�he der Widerklagebegehren abh�ngig zu machen. Auf derartige prozesstaktische �berlegungen des Schuldners braucht indes das kantonale Prozessrecht keine R�cksicht zu nehmen. Wenn die Vorinstanz der Beschwerdef�hrerin nach Abschluss des Beweisverfahrens und erfolgter Bezifferung der Widerklagebegehren die Gelegenheit gab, hierzu, n�mlich zur Bezifferung, Stellung zu nehmen, ist auch nicht ersichtlich, weshalb insoweit eine neuerliche umfassende materielle Stellungnahme erlaubt sein soll, wie die Beschwerdef�hrerin offenbar unter Anrufung von Art. 29 Abs. 2 BV meint. Der Vorwurf, die Vorinstanz entt�usche das berechtigte Vertrauen der Beschwerdef�hrerin, indem sie trotz der mit Verf�gung vom 9. Juli 2009 erfolgten Einladung zur Stellungnahme zu den pr�zisierten und abge�nderten Begehren die Verj�hrungseinrede nicht ber�cksichtigte, verkennt, dass die Einrede mit der Schlussdenkschrift im Juni 2009 h�tte erhoben werden m�ssen. Die im Juli 2009 ergangene Verf�gung kann bez�glich dieses Vers�umnisses kein berechtigtes Vertrauen der Beschwerdef�hrerin begr�nden. Die R�ge ist nicht stichhaltig, soweit darauf einzutreten ist.
Die Vorinstanz erwog, unbezifferte Rechtsbegehren auf Geldzahlung seien zul�ssig, wo erst das Beweisverfahren die Grundlage f�r die Bezifferung der Forderung abgibt. Sie hielt fest, die Beschwerdegegner h�tten sich ausdr�cklich vorbehalten, nach Abschluss des Beweisverfahrens die Widerklagebegehren zu beziffern, was sie in der Widerklagedenkschrift zul�ssigerweise getan h�tten und wozu sich die Beschwerdef�hrerin habe �ussern k�nnen. Ebenso habe diese zu den in den Rechtsschriften erhobenen Tatsachenbehauptungen Stellung nehmen k�nnen. Die Beschwerdegegner h�tten neben Schadenersatzforderungen ausdr�cklich M�ngel geltend gemacht und daraus die Berechtigung des Werkpreisr�ckbehalts abgeleitet. Dar�ber hinaus h�tten sie vorgebracht, das Objekt weise einen Minderwert auf, der die Werklohnforderung �bersteige, und es h�tten wegen nicht ausgef�hrter Sanierungsarbeiten Drittfirmen beigezogen werden m�ssen, was mit Kosten verbunden gewesen sei. Daraus habe die Beschwerdef�hrerin ersehen k�nnen, dass die Beschwerdegegner entgegen dem Wortlaut der Rechtsbegehren, die in der Klageantwort auf Schadenersatz und in der Schlussdenkschrift zus�tzlich auf Minderung des Werkpreises und �bernahme der Sanierungskosten gelautet h�tten, nicht lediglich Schadenersatzanspr�che im engeren Sinne geltend gemacht h�tten. Aus diesen Gr�nden trat die Vorinstanz auf die Widerklagebegehren ein.
3.1 Die Beschwerdef�hrerin beantragt erneut, auf die Widerklage nicht einzutreten. Nach der einschl�gigen kantonalen Rechtsprechung seien Geldforderungen zu Beginn des Prozesses zu beziffern, es sei denn, erst das Beweisverfahren gebe die Grundlage f�r die Konkretisierung der Forderung ab. Die Beschwerdef�hrerin behauptet, diese Voraussetzung sei nicht gegeben und r�gt eine willk�rliche Anwendung des kantonalen Prozessrechts. Sie zeigt aber nicht rechtsgen�glich auf, dass in tats�chlicher Hinsicht die Voraussetzungen f�r die Zul�ssigkeit einer Bezifferung nach Abschluss des Beweisverfahrens nicht gegeben waren. Dies w�re aber notwendig, um das unbezifferte Begehren vor dem Hintergrund der von der Beschwerdef�hrerin zitierten Rechtsprechung als unzul�ssig auszuweisen. Eine willk�rliche Anwendung von Art. 130 lit. g ZPO/VS in Verbindung mit Art. 126 Abs. 1 lit. b und c ZPO/VS ist mithin auch vor dem Hintergrund von BGE 131 III 243, auf den die Beschwerdef�hrerin verweist, nicht auszumachen.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin r�gt einen Verstoss gegen Art. 66 Abs. 2 ZPO/VS und macht geltend, die Beschwerdegegner h�tten die Herabsetzungsbetr�ge wegen Minderwerts sp�testens 10 Tage nach Abschluss der Untersuchung geltend machen m�ssen und nicht bis zur Einreichung der Schlussdenkschrift zuwarten d�rfen. Mit dem Beweisverfahren werden indessen zwischen den Parteien strittige Behauptungen gekl�rt. Wenn die Vorinstanz das Ergebnis des Beweisverfahrens nicht als Tatsache behandelt, die den Parteien erst w�hrend des Verfahrens bekannt geworden ist (Art. 66 Abs. 2 ZPO/VS), ist dies nicht zu beanstanden.
Die Vorinstanz stellte fest, die Fassade sei abgesehen von den Sanierungskosten bzw. den diesen in �bereinstimmung mit dem Experten gleichgesetzten Minderwerten nunmehr fachgerecht saniert. Sie gestand den Beschwerdegegnern das Recht zu, von der vereinbarten Pauschale Fr. 18'900.-- (Fr. 2'200.-- , Fr. 2'500.-- und Fr. 14'200.--) die ihnen aufgrund der anerkannten M�ngel der Fassade und deren Behebung entstandenen Folgekosten abzuziehen. Zwar h�tten die Beschwerdegegner unter diesem Titel nur Fr. 11'485.-- verlangt. Dennoch k�nne der Betrag von Fr. 18'900.-- zugesprochen werden, da er die Rechtsbegehren insgesamt nicht �bersteige.
4.1 Die Beschwerdef�hrerin ist der Ansicht, die Vorinstanz habe Art. 368 Abs. 2 OR verletzt. Zun�chst r�gt sie, die Beschwerdegegner h�tten "f�r die Positionen der Folgekosten von insgesamt Fr. 18'900.00 Minderung geltend" gemacht, nicht Fr. 11'485.--, wie die Vorinstanz irrt�mlich angenommen habe. Den Verstoss gegen Art. 368 Abs. 2 OR leitet sie offenbar aus BGE 116 II 305 E. 4a S. 314 ab, wonach der Herabsetzungsbetrag dem Minderwert des Werks und nicht den Verbesserungskosten zu entsprechen hat, weshalb �ber dem Minderungsbetrag liegende Verbesserungskosten nicht unter den Begriff der Minderung fallen und dem Besteller auch nicht unter dem Titel eines Schadenersatzes zu verg�ten sind. �ber den Herabsetzungsbetrag nach Art. 368 Abs. 2 OR hinausgehende Nachbesserungskosten k�nne der Besteller auch nicht als Mangelfolgeschaden geltend machen.
4.2 Die Beschwerdef�hrerin verkennt, dass aufgrund einer tats�chlichen Vermutung davon ausgegangen werden darf, der Minderwert des Werkes entspreche den Kosten der M�ngelbehebung (BGE 116 II 305 E. 4a S. 313 f. mit Hinweis). Dass sie diese tats�chliche Vermutung umgestossen h�tte, macht die Beschwerdef�hrerin nicht geltend. Sie legt auch nicht dar, inwiefern die von der Vorinstanz als "Folgekosten" bezeichneten Aufwendungen nicht zu den Sanierungskosten geh�ren. Auch diese R�ge ist unbegr�ndet. Dass nach Art. 66 Abs. 5 ZPO/VS, der die Bindung des Richters an die Parteibegehren vorsieht, das Vorgehen der Vorinstanz unzul�ssig w�re, innerhalb der insgesamt gestellten Begehren f�r ein Schadenselement mehr und f�r ein anderes weniger zuzusprechen (BGE 119 II 396 E. 2 S. 397), zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht rechtsgen�gend auf. Ebenso zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht hinreichend auf, inwiefern es sich im Ergebnis zu ihrem Nachteil auswirkt, sollte die Vorinstanz den Beschwerdegegnern den Betrag unter dem falschen Titel (Schadenersatz statt der ebenfalls beantragten Minderung des Werklohns) zugesprochen haben. Mangels hinreichender Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 BGG) ist auf diese Frage nicht n�her einzugehen.
Umstritten ist ferner die Frage, zu welchem Abzug die Beschwerdegegner berechtigt sind, weil die Beschwerdef�hrerin die Estrichtreppe und die Treppe EG/OG nicht geliefert hat.
5.1 Was die ausgebliebene Lieferung der Estrichtreppe anbelangt, f�hrte die Vorinstanz aus, die Beschwerdef�hrerin sei mit deren Montage in Verzug geraten, was ihr mit Schreiben vom 19. Dezember 2002 angezeigt worden sei. Betreffend die Treppe EG/OG hielt die Vorinstanz der Beschwerdef�hrerin zwar zugute, dass sie deren Masse erst nach Einbringung des Unterlagsbodens habe aufnehmen k�nnen. Sie habe aber die Beschwerdegegner erst mit Schreiben vom 20. Dezember 2002 dar�ber informiert, dass die Treppen im Februar 2003 geliefert w�rden, mithin nach dem vertraglichen Liefertermin vom 30. November 2002. Die Beschwerdegegner h�tten mit Schreiben vom 3. Januar 2003 dagegen remonstriert und die Montage der Estrichtreppe in der Woche ab 6. Januar 2003, jene der Treppe EG/OG in der Woche ab 13. Januar 2003 verlangt. Nachdem die Arbeiter der Beschwerdef�hrerin am 27. Januar 2003 erschienen seien, um die Treppe EG/OG zu vermessen, h�tten die Beschwerdegegner gleichentags der Beschwerdef�hrerin mitgeteilt, sie w�rden die Arbeiten f�r die Treppen anderweitig vergeben und vom Werklohn der Beschwerdef�hrerin in Abzug bringen. Am 11. Februar 2003 habe der Rechtsvertreter der Beschwerdegegner geschrieben, seine Mandanten seien nach Art. 366 OR zum R�cktritt vom Vertrag berechtigt. Die Beschwerdef�hrerin d�rfe vorerst keine weiteren Arbeiten am Objekt in F.________ ausf�hren. Falls dies dennoch geschehe, habe dies unter Beizug eines Baufachmannes zu erfolgen.
5.2 Bei dieser Sachlage hielt die Vorinstanz daf�r, die Beschwerdef�hrerin h�tte sich in Verzug befunden und auch innert Nachfrist nicht geliefert. Daher beurteile sich der R�cktritt ungeachtet der Anrufung von Art. 366 OR durch den Rechtsvertreter der Beschwerdegegner nach Art. 107 OR. Die Vorinstanz legte entsprechend dem Gutachten den Minderwert des Werks zufolge der fehlenden Treppen auf Fr. 16'800.-- fest, wovon sie die von der Beschwerdef�hrerin in ihrer Rechnung f�r die Nichtleistung bereits ber�cksichtigten Betr�ge abzog und auf diese Weise f�r die nicht ausgef�hrten Arbeiten Fr. 12'588.-- errechnete.
5.3 Die Beschwerdef�hrerin beanstandet, die Vorinstanz habe den Beschwerdegegnern den Minderwert zugesprochen, obwohl bei R�cktritt lediglich das negative Interesse geschuldet sei. Richtigerweise h�tten die Beschwerdegegner beweisen m�ssen, welches die f�r die beiden Treppen vereinbarte bzw. versprochene Gegenleistung gewesen sei, welche sie h�tten verweigern d�rfen.
5.4 Nachdem die Parteien einen Pauschalpreis vereinbart haben, durfte die Vorinstanz im Ergebnis ohne Verletzung von Bundesrecht auch bei einer Berechnung des negativen Interesses den auf die nicht ausgef�hrten Treppen entfallenden Anteil aufgrund des im Gutachten daf�r angegebenen Werts bestimmen. Inwiefern die Vorinstanz dabei in Willk�r verfallen sein soll, zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht auf. Unter diesen Umst�nden kann offen bleiben, ob die Vorinstanz die Erkl�rungen der Beschwerdegegner zu Recht als erfolgten Vertragsr�cktritt ausgelegt hat. Zu beachten ist immerhin, dass die Beschwerdegegner eindeutig auf nachtr�gliche Leistung verzichteten und anf�gten, sie w�rden die Arbeiten unter Abzug vom Werklohn anderweitig vergeben, was eher auf Verzicht auf nachtr�gliche Erf�llung unter gleichzeitiger Forderung des aus der Nichterf�llung entstandenen Schadens schliessen l�sst (Art. 107 Abs. 2 OR). Daran �ndert nichts, dass der Rechtsvertreter der Beschwerdegegner deren Berechtigung zu einem Vertragsr�cktritt erw�hnte, schloss er doch die Erledigung weiterer Arbeiten durch die Beschwerdef�hrerin nicht grunds�tzlich aus, sofern sie unter Beizug eines Baufachmanns erfolgten. Die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin zu Art. 377 OR gehen daher an der Sache vorbei.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt auch in diesem Zusammenhang eine Verletzung von Art. 126 Abs. 1 lit. d, Art. 128, Art. 130 Abs. 1 lit. c, d und g ZPO/VS. Die Beschwerdegegner h�tten weder behauptet, sie h�tten die Montage der Estrichtreppe in der zweiten Woche und die Montage der Treppe im EG/OG in der dritten Januarwoche verlangt, noch, sie h�tten unverz�glich erkl�rt, vom Vertrag zur�ckzutreten. Inwiefern es allerdings unter der Herrschaft der Verhandlungsmaxime geradezu stossend sein soll, auf nicht explizit umschriebene Tatsachen abzustellen, die sich aus den eingereichten Akten ergeben, solange die Feststellung als solche sich nicht als willk�rlich erweist, legt die Beschwerdef�hrerin nicht rechtsgen�glich dar.
Nach Art. 252 ZPO/VS werden die Prozesskosten den Parteien in der Regel gem�ss dem Ausgang des Verfahrens auferlegt. Obsiegt keine Partei vollst�ndig, werden sie verh�ltnism�ssig verteilt (Abs. 1). Von dieser Regel kann insbesondere abgewichen werden, wenn die unterliegende Partei sich in guten Treuen zur Prozessf�hrung veranlasst sah oder wenn dem Kl�ger die genaue Bezifferung seines Anspruchs nicht zumutbar war und seine Klage grunds�tzlich gutgeheissen wurde (Abs. 2).
6.1 Die Beschwerdef�hrerin wirft der Vorinstanz vor, mit der Aufteilung der Verfahrenskosten unter den Parteien (3/5 zu Lasten der Beschwerdef�hrerin und 2/5 zu Lasten der Beschwerdegegner) diese Bestimmung willk�rlich angewendet zu haben. Sie macht geltend, aufgrund des Streitwerts, entsprechend der Summe von Klage- und Widerklagebegehren insgesamt Fr. 142'661.70 (Fr. 46'015.70 + Fr. 96'646.--), ergebe sich, dass die Beschwerdef�hrerin mit Fr. 58'682.40, mithin zu 41.14 % unterlegen sei, die Beschwerdegegner dagegen mit Fr. 83'979.30, mithin zu 58.86 %. Mit ihrer Kostenverteilung habe die Vorinstanz den von ihr wiedergegebenen Grundsatz ins Gegenteil verkehrt. Dar�ber hinaus setzt sich die Beschwerdef�hrerin auch mit Art. 252 Abs. 2 ZPO/VS auseinander und f�hrt an, diese Bestimmung, auf welche sich die Vorinstanz nicht berufen habe, sei mit Blick darauf, dass die Beschwerdegegner ihre Forderungen erst in der Schlussdenkschrift beziffert h�tten, nicht einschl�gig. Die Widerklage werde auch nicht grunds�tzlich, sondern nur im Umfang von 55 % gutgeheissen. Schliesslich k�nne jede Partei f�r sich in Anspruch nehmen, sich in guten Treuen zur Prozessf�hrung veranlasst gesehen zu haben. Aus denselben Gr�nden sei auch der vorinstanzliche Entscheid �ber die Parteientsch�digung willk�rlich, da er nach denselben Kriterien zu erfolgen habe.
6.2 Die Vorinstanz f�hrt einzig den Grundsatz des Obsiegens und Unterliegens an und kommt "insgesamt betrachtet" zum Ergebnis, es rechtfertige sich, Prozesskosten und Parteientsch�digung zu 3/5 der Beschwerdef�hrerin und zu 2/5 den Beschwerdegegnern aufzuerlegen. Diese Begr�ndung gen�gte im Hinblick auf den von der Vorinstanz angegebenen Streitwert und angesichts der besonderen Situation, Klage und Widerklage, welche teilweise auf Minderung des eingeklagten Restwerklohns zielt, offensichtlich nicht, um die Kostenverteilung der Vorinstanz nachzuvollziehen. Es ist nicht Sache des Bundesgerichts zu pr�fen, ob die vorgenommene Verteilung vertretbar ist und die Begr�ndung nachzuliefern. Vielmehr hat die Vorinstanz die Kostenverteilung so einl�sslich zu begr�nden, dass sie von den Parteien nachvollzogen und gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden kann (BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88 mit Hinweisen). Die Beschwerde ist in diesem Punkte begr�ndet. Der angefochtene Entscheid ist diesbez�glich aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Diese wird die Kostenverteilung zu �berpr�fen und hinreichend zu begr�nden haben, damit eine sachgerechte Anfechtung durch die Parteien und eine �berpr�fung durch das Bundesgericht m�glich wird.
Was die Kosten des Beweisaufnahmeverfahrens betrifft, erl�utert die Vorinstanz, dieses Verfahren sei notwendig geworden, weil die Beschwerdef�hrerin unzureichende Arbeit geleistet habe. Die M�ngel am Werk seien offensichtlich und das Verfahren zur Beweissicherung daher angezeigt gewesen. Wenn die Vorinstanz unter diesen Umst�nden s�mtliche Kosten im Zusammenhang mit dem betreffenden Verfahren der Beschwerdef�hrerin auferlegt, l�sst sich dies entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin ohne Weiteres mit Art. 252 Abs. 1 und 2 ZPO/VS vereinbaren. Da unstreitig nicht unerhebliche M�ngel festgestellt wurden, f�r welche die Beschwerdef�hrerin die Verantwortung tr�gt, erscheint nicht willk�rlich, diese gleich wie eine "unterliegende Partei" zu behandeln mit entsprechenden Kosten- und Entsch�digungsfolgen. Insoweit ist die Beschwerde unbegr�ndet.
8.1 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde teilweise als begr�ndet und ist im �brigen abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist. Da die Beschwerdef�hrerin lediglich mit ihrer R�ge betreffend die Nebenfolgen des angefochtenen Urteils durchdringt, nicht aber in der Sache selbst, wobei sie beantragt lediglich zu 40 % statt zu 60 % kosten- und entsch�digungspflichtig zu werden, bleibt dies ohne Wirkung auf die Regelung der Nebenfolgen des bundesgerichtlichen Verfahrens. Vielmehr entspricht diesem Verfahrensausgang, die Gerichtsgeb�hr der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG), die zudem die Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen hat (Art. 68 Abs. 2 BGG).
8.2 Die Beschwerdegegner haben f�r das bundesgerichtliche Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung ersucht, welchem Begehren im Hinblick darauf, dass die Vorinstanz ihre Bed�rftigkeit bejaht hat und ihr vor Bundesgericht vertretener Standpunkt offensichtlich nicht aussichtslos war, ohne Weiteres entsprochen werden kann. Im Falle der Uneinbringlichkeit der Prozessentsch�digung ist daher Rechtsanwalt Andr� Sieber mit Fr. 3'000.-- aus der Gerichtskasse zu entsch�digen.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden Ziff. 3 und 5 des angefochtenen Urteils betreffend die Regelung der vorinstanzlichen Kosten- und Entsch�digungsfolgen aufgehoben, und die Sache wird diesbez�glich zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Beschwerdef�hrerin hat die Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit insgesamt Fr. 3'000.-- zu entsch�digen. Im Falle der Uneinbringlichkeit wird dem Rechtsvertreter der Beschwerdegegner zufolge der Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege die Parteientsch�digung aus der Bundesgerichtskasse entrichtet.