Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=5%20AZR%2095/10
Timestamp: 2019-07-21 10:14:55
Document Index: 78290417

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 401', '§ 412', '§ 183', '§ 187', '§ 1', '§ 187', '§ 1', '§ 14', '§ 401', '§ 401', '§ 133', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 187', '§ 1', '§ 14', '§ 401']

BAG, 08.12.2010 - 5 AZR 95/10 - dejure.org
https://dejure.org/2010,3352
BAG, 08.12.2010 - 5 AZR 95/10 (https://dejure.org/2010,3352)
BAG, Entscheidung vom 08.12.2010 - 5 AZR 95/10 (https://dejure.org/2010,3352)
BAG, Entscheidung vom 08. Dezember 2010 - 5 AZR 95/10 (https://dejure.org/2010,3352)
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Haftung nach dem AEntG; Insolvenz des Nachunternehmers
§ 1a AEntG vom 19.12.1998, § 401 Abs 1 BGB, § 412 BGB, § 183 SGB 3, § 187 S 1 SGB 3
Haftung des Hauptunternehmers nach § 1a AEntG a.F. erlischt in der Insolvenz des Nachunternehmers mit und im Umfang der Zahlung von Insolvenzgeld durch die Bundesagentur für Arbeit; Erlöschen der Haftung des Hauptunternehmers bei Insolvenz des Nachunternehmers mit und im Umfang der Zahlung von Insolvenzgeld durch die Bundesagentur für Arbeit; Absicherung des Arbeitsentgelts des Arbeitnehmers bei Zahlungsunfähigkeit seines Arbeitgebers als Zielsetzung des Insolvenzgeldes
Kein Anspruch der BA gegen den Hauptunternehmer wegen der Leistung von Insolvenzgeld in der Insolvenz des Nachunternehmers
Insolvenz des Nachunternehmers
SGB III §§ 187, 183; AEntG § 1a a. F., § 14; BGB §§ 401, 412
ArbG Stuttgart, 20.02.2009 - 28 Ca 10029/07
BAGE 136, 263
ZIP 2011, 785
NZA 2011, 514
NZI 2011, 334
NZI 2011, 362
BB 2011, 1012
DB 2011, 939
den neuen Gläubiger über, die zwar nicht in § 401 Abs. 1 BGB ausdrücklich genannt sind, aber gleichwohl der Verwirklichung und Sicherung der Hauptforderung dienen (BAG 08.12.2010 - 5 AZR 95/10, juris Rn. 14).
Entscheidend ist, ob es sich um ein bloßes Hilfsrecht handelt, oder dieses, d.h. hier die gesamtschuldnerische Haftung aus § 133 Abs. 1 Satz 1 UmwG, über den Zweck eines Hilfsrechts hinausgeht (vgl. insoweit zu § 1a AEntG BAG 08.12.2010 a.a.O.).
Außerdem wollte der Gesetzgeber Schwarzarbeit in der Bauwirtschaft verhindern, mehr Arbeitsplätze schaffen und Schmutzkonkurrenz unterbinden, die kleinere und mittlere Betriebe in der Vergangenheit vom Markt gedrängt hatte (BAG 08.12.2010 a.a.O. Rn. 15).
Das Insolvenzgeld dient nach seiner Zielsetzung der Absicherung des Arbeitsentgelts des Arbeitnehmers bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers und stellt materiell eine eigenständige Sozialversicherung dar (BAG 8. Dezember 2010 - 5 AZR 95/10 - Rn. 19, BAGE 136, 263) .
Der präventive Zweck des § 1a AEntG aF, nämlich den Hauptunternehmer zu veranlassen, bei der Vergabe von Aufträgen an Nachunternehmer auf deren Zuverlässigkeit zu achten (vgl. BAG 8. Dezember 2010 - 5 AZR 95/10 - Rn. 20, AP AEntG § 1a Nr. 4 = EzA AEntG § 1a Nr. 7) , greift auch bei Bauträgerunternehmen ein.
Die Kammer schließt sich zur Frage des Umfangs des Forderungsübergangs des § 187 S. 1 SGB III der Auffassung der 4. Kammer des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg, wie sie im Urteil vom 18.01.2010 zum Ausdruck kommt, an (Aktenzeichen 4 Sa 14/09, Revision eingelegt unter dem Aktenzeichen 5 AZR 95/10, EzA-SD 2010, Nr. 2, 13 [Leitsatz]).
SG Speyer, 25.04.2018 - S 1 AL 181/16
Insolvenzgeldanspruch des Hauptunternehmers bei Insolvenz des Nachunternehmers
So hat das BAG in seinem Urteil vom 8.12.2010 (5 AZR 95/10) entschieden, dass die Haftung nach § 1 a AEntG alter Fassung, nunmehr § 14 AentG, keine im Sinne des § 401 Abs. 1 BGB bestellte Bürgschaft sondern eine gesetzlich angeordnete Bürgenhaftung darstellt.