Source: http://sbk-rlp-dev.wp1.rdts.de/faq/
Timestamp: 2020-07-16 04:16:07
Document Index: 83869093

Matched Legal Cases: ['§ 45', '§ 34', '§ 11', '§ 2', '§ 34', '§ 11', '§ 2', '§ 67', '§ 58', '§ 38', '§ 39', '§ 40', '§ 49', '§ 51', '§ 2', '§ 50', '§ 55', '§ 50', '§ 50', '§ 51', '§ 32', '§ 50', '§ 40', '§ 50', '§ 49', '§ 50', '§ 50', '§ 50', '§ 49', '§ 53', '§ 24', '§ 2', '§ 53', '§ 9', '§ 24', '§ 43', '§ 57', '§ 57', '§ 72', '§ 49', '§ 40', '§ 8', '§ 51', '§ 2', '§ 51', '§ 164', '§ 49', '§ 74']

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Ich möchte auf die Bestellung als Steuerberater verzichten
Die Bestellung als Steuerberater oder Steuerbevollmächtigter erlischt u. a. durch Erklärung des Verzichts gegenüber der zuständigen Steuerberaterkammer (s. § 45 Abs. 1 Nr. 2 StBerG). Dieser ist der Steuerberaterkammer gegenüber schriftlich zu erklären und wird wirksam mit Eingang der Erklärung bzw. kann auf die Zukunft gesehen erklärt werden. Ein rückwirkender Verzicht ist nicht möglich. Mit dem Verzicht enden die Mitgliedschaft sowie die Beitragspflicht bei der Steuerberaterkammer. Damit verbunden ist die Aufhebung der Befugnis, die Berufsbezeichnung „Steuerberater/Steuerbevollmächtigter“ zu führen.
Ich möchte meine Ausnahmegenehmigung vom Leitererfordernis für eine weitere Beratungsstelle/Zweigniederlassung gem. § 34 Abs. 2 Satz 4 StBerG i. V. m. § 11 Abs. 3 BOStB verlängern
Zur Antragstellung auf Verlängerung der Ausnahmegenehmigung vom Leitererfordernis lassen wir Ihnen auf Wunsch gerne einen Fragebogen zukommen. Für die Bearbeitung des Antrags wird eine Gebühr von 50 Euro erhoben § 2 Nr. 1 h) der Gebührenordnung i. V. mit Ziff. I 9 des Gebührenverzeichnisses der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz).
Ich benötige eine Ausnahmegenehmigung vom Leitererfordernis für eine weitere Beratungsstelle/Zweigniederlassung gem. § 34 Abs. 2 Satz 4 StBerG i. V. m. § 11 Abs. 3 BOStB
Zur Antragstellung auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung vom Leitererfordernis lassen wir Ihnen auf Wunsch gerne einen Fragebogen zukommen. Für die Bearbeitung des Antrags wird eine Gebühr von 100 Euro erhoben (§ 2 Nr. 1 g) der Gebührenordnung i. V. mit Ziff. I 8 des Gebührenverzeichnisses der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz).
Ich möchte eine weitere Beratungsstelle/Zweigniederlassung gründen
Bitte teilen Sie uns die Adresse sowie die Kommunikationsdaten der weiteren Beratungsstelle/Zweigniederlassung mit; dies kann in einem formlosen Schreiben geschehen.
Ich verlege meine berufliche Niederlassung in einen anderen Kammerbezirk
Die Verlegung der beruflichen Niederlassung in einen anderen Kammerbezirk muss der zuständigen Kammer zeitnah angezeigt werden. Bitte teilen Sie uns hierzu den Zeitpunkt der Verlegung, die neue Adresse der beruflichen Niederlassung oder den neuen Arbeitgeber mit. Die Mitteilung kann in einem formlosen Schreiben geschehen.
Ich möchte eine selbstständige Tätigkeit nebenberuflich aufnehmen
Bitte teilen Sie und die Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit schriftlich unter Angabe der Adresse der beruflichen Niederlassung sowie der Kommunikationsdaten mit. Hierzu ist auch die Vorlage des Nachweises über den Abschluss einer angemessenen Vermögensschadenhaftpflichtversicherung gem. § 67 StBerG erforderlich. Die Mitteilung kann in einem formlosen Schreiben geschehen.
Ich habe den Arbeitgeber gewechselt (ausschließlich als Angestellte(r) nach § 58 StBerG)
Bitte teilen Sie uns den Beginn (Datum), den Namen und die Adresse des neuen Arbeitgebers schriftlich mit; dies kann in einem formlosen Schreiben geschehen. Denken Sie bitte auch daran, uns sodann einen neuen Versicherungsnachweis vorzulegen.
Die Adresse meiner berufliche Niederlassung bzw. Privatadresse hat sich geändert
Bitte teilen Sie uns die neue Adresse schriftlich mit; dies kann in einem formlosen Schreiben geschehen.
Bereits nach der erfolgreich abgelegten schriftlichen Prüfung kann der Antrag gestellt werden, unter gleichzeitiger Mitteilung des Termins für die mündliche Prüfung. Die Bescheinigung über die erfolgreich abgelegte Steuerberaterprüfung ist dann bei der Bestellung abzugeben.
Wer ist für die Bestellung zum Steuerberater zuständig?
Zuständig ist die Steuerberaterkammer, in deren Kammerbezirk sich die beabsichtigte berufliche Niederlassung des zu bestellenden Steuerberaters befinden wird. Dort ist auch der amtliche Antragsvordruck zur Bestellung zum Steuerberater erhältlich. Weitere Informationen zur Bestellung als Steuerberater finden Sie unter Themen A-Z „Bestellung“
Die Bestellung findet in der Geschäftsstelle der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz, durch Aushändigung der Bestellungsurkunde statt. Sobald der Antrag auf Bestellung sowie alle dazugehörigen Unterlagen und Erklärungen vollständig vorliegen, wird mit dem/der Bewerber/in einen individueller Termin zur Bestellung vereinbart.
Ein Syndikus-Steuerberater ist ein Steuerberater, der bei einem nicht berufsständischen Arbeitgeber (z. B. Unternehmen, Verband) angestellt ist.
Bisher war dem Steuerberater eine Angestelltentätigkeit im Wesentlichen nur bei anderen Berufs-angehörigen erlaubt. Durch das Achte Steuerberatungsänderungsgesetz – in Kraft getreten am 12. April 2008 – ist es Steuerberatern nunmehr möglich, unter näher bestimmten Voraus-setzungen auch als Angestellter von nicht berufsständischen Arbeitgebern tätig zu werden (z. B. als Angestellter in der Steuerabteilung eines Unternehmens). Weitere Informationen zum Syndikus-Steuerberater finden Sie unter Themen A-Z „Syndikus“
Kann ich auch ausschließlich als angestellter Syndikus tätig sein?
Der Syndikus-Steuerberater muss den Beruf des Steuerberaters zwar nicht sofort nach der Bestellung tatsächlich ausüben. Es muss hierzu aber die Möglichkeit bestehen und der grundsätzliche Wille vorhanden sein. Wer die Möglichkeit aus-schließt, als selbstständiger oder angestellter Steuerberater (neben der Syndikus-tätigkeit) tätig zu sein, und allein die Absicht hat, ausschließlich als angestellter Syndikus tätig zu werden, kann nicht zum Steuerberater bestellt werden. Erforderlich ist daher eine unwiderrufliche Erklärung des Arbeitgebers, dass der Syndikus-Steuerberater das Recht hat, selbstständig als Steuerberater neben seinem Hauptberuf tätig zu sein. Eine solche Erklärung ist in dem bei den Steuerberaterkammern erhältlichen Muster einer Arbeitgeberbescheinigung enthalten.
Eine verbindliche Auskunft über die Erfüllung einzelner Voraussetzungen für die Zulassung zur Fortbildungsprüfung kann auf Antrag erteilt werden. Für die Erteilung einer verbindlichen Auskunft ist eine Bearbeitungsgebühr von 35,00 Euro zu entrichten sowie das entsprechende Antragsformular auszufüllen und mit den dort geforderten Unterlagen an die SBK zu senden.
Auf Antrag kann eine Rechnung über den geforderten Betrag ausgestellt werden. Bei einer Zulassung zur Fortbildungsprüfung kann die Bearbeitungsgebühr von 35,00 Euro auf die Anmelde- und Prüfungsgebühr angerechnet werden.
Die schriftliche Fortbildungsprüfung findet jeweils Mitte Oktober eines Jahres statt. Die genauen Termine werden rechtzeitig in der KammerInfo der SBK und im Staatsanzeiger bekanntgegeben. Auf der Website der SBK findet sich eine Übersicht über die Termine der schriftlichen Fortbildungsprüfung der nächsten Jahre.
Die Termine der mündlichen Fortbildungsprüfung werden den Prüflingen rechtzeitig bekanntgegeben.
Für die Teilnahme an der Fortbildungsprüfung „Fachassistent/in Lohn und Gehalt“ berechnet die SBK einen Gesamtbetrag von 350,00 Euro, der sich aus der Anmeldegebühr (100,00 Euro) und der Prüfungsgebühr (250,00 Euro) ergibt.
Bei einem Rücktritt von der Fortbildungsprüfung kann die Prüfungsgebühr erstattet werden, sofern innerhalb eines Monats nach dem Rücktritt von der Prüfung ein entsprechender schriftlicher Antrag bei der Kammer eingegangen ist.
Die Anmeldung erfolgt per Anmeldebogen bei der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz (SBK). Der Anmeldebogen kann bei der SBK angefordert oder über die Website der SBK heruntergeladen werden.
Die Anmeldung hat schriftlich auf dem Anmeldebogen der SBK im Original zu erfolgen. Entsprechende Unterlagen zum Nachweis der Zulassungsvoraussetzungen sind der Anmeldung ebenfalls im Original beizufügen.
Nähere Informationen finden Sie unter Themen A-Z „Praktische Tätigkeit“.
Es besteht die Möglichkeit einen Antrag auf verbindliche Auskunft zu stellen (§ 38a StBerG). Das Antragsformular finden Sie unter „Aus- und Weiterbildung/Steuerberater/Formulare und Merkblätter“
Für die Bearbeitung des Antrages wird ebenfalls eine Gebühr von 200 EUR erhoben (§ 39 Abs. 1 StBerG). Die Auskunft wird schriftlich erteilt. Die Gebühr ist wie beim Antrag auf Zulassung zur Steuerberaterprüfung bei Antragstellung auf das Konto der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz zu überweisen.
Steuerberatersuchdienst
Die korrekten Adress-/Kommunikationsdaten (Telefon, Fax, E-Mail, Internet-Adresse) sind der jeweiligen Steuerberaterkammer zu melden. Es werden im Internet die Adressdaten angezeigt, die bei der Steuerberaterkammer im Berufsregister zu der jeweiligen Steuerberatungspraxis hinterlegt sind.
Aus der Menge aller Treffer einer Suchanfrage werden zehn Treffer durch eine Zufallsfunktion ermittelt. Wird die gleiche Suchanfrage nochmals wiederholt, werden wieder zehn Treffer aus der Gesamttreffermenge zufällig ausgewählt.
Angezeigt werden die Adress- und Kommunikationsdaten, die für diesen Steuerberater bei der regionalen Steuerberaterkammer hinterlegt sind, sowie – wenn vorhanden – Kenntnisangaben in den Bereichen „Arbeitsgebiete“, „Branchen“, „Fremdsprachen“.
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Eintragungen sowohl im regionalen Steuerberater – Suchdienst als auch im bundesweiten Steuerberater – Suchdienst auf Selbstauskünften der Kammermitglieder beruhen. Eine Prüfung oder Empfehlung durch die Steuerberaterkammer ist damit nicht verbunden.
Wer ist für die Anerkennung einer Steuerberatungsgesellschaft zuständig?
Für die Anerkennung einer Steuerberatungsgesellschaft ist die Steuerberaterkammer zuständig, in deren Kammerbezirk sich der Sitz der Gesellschaft befindet.
Welche Unterlagen sind für die Anerkennung einer Steuerberatungsgesellschaft erforderlich?
Es ist ein schriftlicher Antrag auf Anerkennung als Steuerberatungsgesellschaft einzureichen (§ 40 Abs. 1 Satz 1 DVStB) und folgende Unterlagen beizufügen:
Die für die abschließende Anerkennung erforderliche Ausfertigung/ öffentlich beglaubigte Abschrift des Gesellschaftsvertrages/ der Satzung (§ 49 Abs. 3 Satz 2 StBerG).
Der Nachweis über die Zahlung der für die Bearbeitung des Antrags auf Anerkennung als Steuerberatungsgesellschaft zu zahlenden Gebühr (in Höhe von aktuell 550 €; §§ 51 Abs. 1, 79 Abs. 2, 164 b Abs. 1 StBerG i.V.m. § 2 Nr. 1 d GebO i.V. mit Ziffer I 4 des Gebührenverzeichnisses der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz).
Die vorläufige Deckungszusage auf den Antrag zum Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung (§ 50 Abs. 6 StBerG, § 55 Abs. 2 DVStB).
Achtung, nur bei Bedarf, d.h. wenn die vertretungsberechtigten Organe nicht bereits eine berufliche Qualifikation gemäß § 50 Abs. 1 oder Abs. 2 StBerG als Steuerberater, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer etc. haben (vgl. Merkblatt zur Geschäftsführung VI. 2.4.): Den Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für besonders befähigte Personen nach § 50 Abs. 3 StBerG.
In diesem Fall: Den Nachweis über die Zahlung der Gebühr für die Erteilung der Ausnahmegenehmigung in Höhe von € 150,00 (§§ 51 Abs. 2, 79 Abs. 2, 164 b Abs. 1 StBerG).
Name, Beruf und berufliche Niederlassung der Personen, die die Gesellschaft gemäß § 32 Abs. 3 Satz 2 StBerG verantwortlich führen, sowie Name, Beruf und berufliche Niederlassung der sonst zur Vertretung gemäß § 50 Abs. 2 StBerG berechtigten Personen (§ 40 Abs. 1 Satz 2 DVStB); bei Kammerfremden (d.h. Mitgliedern einer anderen Kammer als der Steuerberaterkammer RLP) zudem eine Bestätigung der zuständigen Kammer über die aktuell bestehende Bestellung/Zulassung.
Die schriftliche Bestätigung der Gesellschafter, dass sie die Anteile an der Gesellschaft nicht für Rechnung eines Dritten halten (§ 50 a Abs. 1 Nr. 2 StBerG); bei Kammerfremden (d.h. Mitgliedern einer anderen Kammer als der Steuerberaterkammer RLP) zudem eine Bestätigung der zuständigen Kammer über die aktuell bestehende Bestellung/Zulassung.
Der Nachweis der Eintragung der Gesellschaft in das Handels- bzw. Partnerschaftsregister in geeigneter Form (im Regelfall einfacher Ausdruck der Eintragung oder Kopie des Ausdrucks ausreichend, ansonsten amtlicher Ausdruck oder beglaubigter Registerauszug).
Als Hilfestellung stellen wir Ihnen ein Antragsformular nebst Merkblatt zur Verfügung.
Bietet die SBK eine Vorabprüfung (der Vertragsentwürfe etc.) an?
Wir bieten Ihnen im Anerkennungsverfahren einer Steuerberatungsgesellschaft an, den Entwurf Ihres Gesellschaftsvertrages/Ihrer Satzung vor der notariellen Beurkundung und damit vor der Eintragung in das Handelsregister zusammen mit Ihrem Antrag und den sonstigen Antragsunterlagen berufsrechtlich zu prüfen, um Ihnen bei etwaigen notwendigen Änderungen zusätzliche Beurkundungs- bzw. Eintragungskosten zu ersparen.
Wir weisen darauf hin, dass wir derartige Verträge ausschließlich unter berufsrechtlichen Gesichtspunkten betrachten, also lediglich die Vereinbarkeit einzelner Regelungen des Vertragsentwurfs mit den Vorschriften des Steuerberatungsgesetzes, der Berufsordnung und der Durchführungsverordnung prüfen; die Vereinbarkeit mit sonstigen rechtlichen Vorschriften, namentlich solchen des Zivil- und Handelsrechts wird von der Steuerberaterkammer nicht abschließend geprüft.
Welche Rechtsformen sind bei Steuerberatungsgesellschaften möglich?
Mögliche Rechtsformen für eine Steuerberatungsgesellschaft sind gemäß § 49 Abs. 1 StBerG:
Aktiengesellschaft, Kommanditgesellschaft auf Aktien: Die Aktien müssen auf Namen lauten (§ 50 Abs. 5 S. 1 StBerG). Die Übertragung muss an die Zustimmung der Gesellschaft gebunden sein (§ 50 Abs. 5 Satz 2 StBerG).
Gesellschaft mit beschränkter Haftung: Die Übertragung von Geschäftsanteilen muss an die Zustimmung der Gesellschaft gebunden sein (§ 50 Abs. 5 Satz 3 StBerG).
Offene Handelsgesellschaft, Kommanditgesellschaft: Die Gesellschaften müssen wegen ihrer Treuhandtätigkeit als Handelsgesellschaf­ten in das Handelsregister eingetragen worden sein (§ 49 Abs. 2 StBerG).
Partnerschaftsgesellschaft: Die Gesellschaften Nr. 1 bis 3 müssen für eine unbeschränkte Hilfe in Steuersachen und Partnerschaftsgesellschaften (Nr. 4) können von der Kammer als Steuerberatungsgesellschaft anerkannt werden.
Was ist bei der Bildung der Firma einer Steuerberatungsgesellschaft zu beachten?
Die Gesellschaft ist verpflichtet, die Bezeichnung „Steuerberatungsgesellschaft“ ungekürzt und ungebrochen in die Firma oder den Namen aufzunehmen (§ 53 Satz 1 StBerG, § 24 Abs. 2 Satz 1 BOStB).
Eine Partnerschaftsgesellschaft darf entgegen § 2 Abs. 1 PartGG die Berufsbezeich­nungen aller in der Partnerschaft vertretenen Berufe nicht in den Namen aufnehmen (§ 53 Satz 2 StBerG).
Unter Beachtung der Regelungen hinsichtlich der zulässigen und berufswidrigen Werbung (§ 9 BOStB) können als Firmenbestandteile Namen von Gesell­schaftern, Tätigkeitsbezeichnungen, geographische oder freigestaltete Bezeichnungen geführt werden, soweit sich aus § 24 Abs. 2 – 4 BOStB nichts anderes ergibt. Es ist unzulässig, zum Hinweis auf eine steuerberatende Tätigkeit andere Bezeichnungen zu verwenden (§ 43 Abs. 4 Satz 2, § 57 Abs. 1, § 57 a, § 72 StBerG).
Ist eine sog. Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Eintragung in das Handel-/Partnerschaftsregister erforderlich?
Da nach § 49 Abs. 1 und 2 StBerG nur bestehende Gesellschaften als Steuerberatungsgesellschaften anerkannt werden können, setzt die Ausstel­lung der Anerkennungsurkunde den Nachweis der Eintragung in das Handels- oder Partnerschaftsregister und damit der Existenz der Gesellschaft voraus. Daher kann die zuständige Steuerberaterkammer bereits vorab bestätigen, dass bis auf die Eintragung in das Handels- oder Partnerschaftsregister alle Voraussetzungen für die Anerkennung vorliegen (§ 40 Abs. 3 Satz 3 DVStB).
Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ist seit dem 1. November 2008, d.h. dem Inkrafttreten des Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) und Streichung des § 8 Abs. 1 Nr. 6 GmbHG (6. in dem Fall, dass der Gegenstand des Unternehmens der staatlichen Genehmigung bedarf, die Genehmigungsurkunde) auch für GmbHs nicht mehr erforderlich.
Damit entfällt für diese die Notwendigkeit, bei der Anmeldung zur Eintragung eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Kammer beim Registergericht einzureichen.
Welche Kosten entstehen für die Anerkennung als Steuerberatungsgesellschaft?
Für die Bearbeitung des Antrages auf Anerkennung als Steuerberatungsgesellschaft hat die Gesellschaft eine Gebühr gemäß §§ 51 Abs. 1, 79 Abs. 2, 164 b Abs. 1 StBerG i.V.m. § 2 Nr. 1 d GebO i.V. mit Ziffer I 4 des Gebührenverzeichnisses der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz von aktuell 550 € an die Steuerberaterkammer RLP (Bankverbindung: Konto IBAN DE25 5505 0120 0000 0800 77, BIC MALADE51MNZ, Sparkasse Mainz) zu zahlen (§§ 51 Abs. 1, 79 Abs. 2 StBerG). Sie ist bei der Antragstellung zu entrichten (§ 164 b Abs. 1 StBerG).
Welche Mitgliedschaften/Kammerbeiträge ergeben sich für Steuerberatungsgesellschaften?
Nach §§ 49 ff. StBerG als Steuerberatungsgesellschaft anerkannte Gesellschaften werden gemäß § 74 Abs. 1 S. 1 StBerG u.a. Mitglied der für ihren Sitz zuständigen Steuerberaterkammer und damit beitragspflichtig.
Etwaige Beitragspflichten anderer Institutionen (wie z.B. IHK) oder natürlicher Personen (wie z.B. des Geschäftsführers etc.) werden davon nicht berührt, d.h. bestehen parallel fort.
Der Ausbildende muss dem Auszubildenden bei Beendigung des Berufsausbildungsverhältnisses ein Zeugnis ausstellen.
Auch bei vorzeitiger Beendigung des Ausbildungsverhältnisses hat der Auszubildende Anspruch auf ein Zeugnis.
Das Zeugnis muss Angaben enthalten über Art, Dauer und Ziel der Berufsausbildung sowie über die erworbenen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten des Auszubildenden. Auf Verlangen des Auszubildenden sind auch Angaben über Verhalten und Leistung aufzunehmen (so genanntes qualifiziertes Zeugnis). Das Zeugnis darf keine Schreibfehler, Streichungen, Flecken oder Ähnliches enthalten.
Auf Antrag kann die SBK die Ausbildungszeit (z.B. wegen längerer Krankheit) verlängern, wenn dies erforderlich ist, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Entsprechende Formulare können bei der SBK angefordert werden.
Der gesetzliche Mindesturlaub für bei Beginn des Kalenderjahres volljährige Auszubildende beträgt 24 Werktage. Dies sind alle Tage, die nicht Sonn- und Feiertage sind, also auch Samstage. Da in den Ausbildungspraxen regelmäßig samstags nicht gearbeitet wird, sind dies 20 Arbeitstage.
Bei einer Fünf-Tage-Woche hat man also mindestens 20 Tage Urlaub pro Jahr. Für minderjährige Auszubildende bestimmt das Jugendarbeitsschutzgesetz einen Mindesturlaub.
Genauere Angaben zum Urlaub finden Sie in unserem Merkblatt für den Abschluss von Berufsausbildungs- und Umschulungsverträgen.
Untersuchungen nach dem Jugendarbeitschutzgesetz
Ein Jugendlicher, der noch nicht 18 Jahre alt ist und der in das Berufsleben eintritt, darf nur beschäftigt werden, wenn er innerhalb der letzten 14 Monate von einem Arzt hinsichtlich Gesundheits- und Entwicklungsstand untersucht worden ist und dem Arbeitgeber eine von diesem Arzt ausgestellte Bescheinigung vorlegt (so genannte Erstuntersuchung).
Auszubildenden dürfen nur Aufgaben übertragen werden, die dem Ausbildungszweck dienen.
Tägliche Arbeitszeit während der Ausbildung
Jugendliche dürfen grundsätzlich nicht mehr als 8 Stunden täglich und nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich beschäftigt werden. Auf die höchstzulässigen Beschäftigungszeiten werden die Ruhezeiten nicht angerechnet.
Wenn an einzelnen Werktagen die Arbeitszeit auf weniger als 8 Stunden verkürzt ist, können Jugendliche an den übrigen Werktagen derselben Woche 8 ½ Stunden beschäftigt werden.
Jugendliche dürfen nur an 5 Tagen in der Woche beschäftigt werden. An Samstagen dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden.
Sobald die Auszubildende von ihrer Schwangerschaft erfährt, sollte sie den Ausbildenden hiervon unterrichten. Es findet das Mutterschutzgesetz Anwendung, das u. a. Mutterschutzfristen von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung regelt.
Während der Berufsausbildung wird zur Ermittlung des Ausbildungsstandes am Ende des zweiten Ausbildungsjahres eine Zwischenprüfung durchgeführt. Die Teilnahme an der Zwischenprüfung ist Zulassungsvoraussetzung für die Abschlussprüfung. Über die Teilnahme wird von der SBK eine Bescheinigung mit der von dem Prüfling erzielten Note ausgestellt.
Die SBK führt jährlich eine Abschlussprüfung durch. Der Ausbildende hat den Auszubildenden zur Prüfung anzumelden, der Prüfungsbewerber kann sich jedoch auch selbst
anmelden. Die Prüfungstermine und Anmeldefristen (Ausschlussfristen) werden in den Kammermitteilungen bekannt gegeben. Regelmäßig ist die Anmeldefrist der 15. Februar eines Jahres. Anmeldungen, die nach dem Anmeldeschluss eingehen, werden nicht mehr berücksichtigt.
Der Prüfling hat das Recht, eine nicht bestandene Abschlussprüfung zwei Mal zu wiederholen. Um zur Wiederholungsprüfung zugelassen zu werden, ist es nicht notwendig, dass der Auszubildende die Ausbildungszeit verlängert bzw. in einem Ausbildungsverhältnis steht.
Auszubildende sind für die Teilnahme an Prüfungen (Zwischen-, Abschluss- und ggf. Wiederholungsprüfungen) freizustellen. Dies betrifft nicht nur die reine Prüfungszeit, sondern auch die Zeit, die für die Wegstrecke benötigt wird. Für Auszubildende unter 18 Jahren wird diese Regelung noch erweitert. Der Arbeitgeber hat den Jugendlichen auch an dem Arbeitstag freizustellen, der der schriftlichen Abschlussprüfung unmittelbar vorangeht.
Die Statistik über die Abschlussprüfung der SBK wird in der KammerInfo veröffentlicht.
Jedes Berufsausbildungsverhältnis beginnt mit der Probezeit. Sie muss mindestens einen Monat und darf höchstens vier Monate betragen. Die SBK empfiehlt grundsätzlich eine Probezeit von vier Monaten.
In der Probezeit sollen beide Vertragspartner prüfen, ob der Auszubildende den richtigen Beruf gewählt hat. Die Kündigungsmöglichkeiten sind während der Probezeit stark erleichtert.
Wird die Ausbildung während der Probezeit um mehr als ein Viertel dieser Zeit unterbrochen, so verlängert sich nach dem Berufsausbildungsvertrag die Probezeit um den Zeitraum der Unterbrechung. Eine Verlängerung der Probezeit ist hingegen selbst durch einvernehmliche Vereinbarung zwischen Ausbildendem und Auszubildendem nicht zulässig.
Das Berufsausbildungsverhältnis kann während der Probezeit von beiden Vertragsparteien jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist und ohne Angabe eines Kündigungsgrundes gekündigt werden. Bereits abgeschlossene Ausbildungsverhältnisse können auch schon vor Ausbildungsbeginn gekündigt werden.
Nach Ablauf der Probezeit können beide Vertragspartner das Berufsausbildungsverhältnis aus einem wichtigen Grund ohne Einhalten einer Kündigungsfrist kündigen. Eine Kündigung aus wichtigem Grund ist unwirksam, wenn die ihr zu Grunde liegenden Tatsachen dem zur Kündigung Berechtigten länger als 2 Wochen bekannt sind.
Krankheit während der Ausbildung
Der Auszubildende ist verpflichtet, dem Ausbildenden die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Tage, hat der Auszubildende eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit spätestens an dem darauf folgenden Arbeitstag vorzulegen.
Nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz wird die Elternzeit nicht auf die Berufsausbildungszeit angerechnet. Die Ausbildungsdauer verlängert sich automatisch um die Dauer der Elternzeit. Einen entsprechenden Antrag auf Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses erhalten Sie auf Anfrage bei der SBK.
Die Zeit des Mutterschutzes verlängert grundsätzlich nicht die Ausbildungszeit.
Die Regelausbildungsdauer beträgt 3 Jahre. Die Ausbildungsdauer kann unter bestimmten Voraussetzungen verkürzt oder verlängert werden, siehe hierzu unser Merkblatt für den Abschluss von Berufsausbildungs- und Umschulungsverträgen.
Das Ausbildungsverhältnis endet mit Bestehen der mündlichen Abschlussprüfung.
Hat der Auszubildende die Abschlussprüfung nicht bestanden, endet das Ausbildungsverhältnis mit dem im Ausbildungsvertrag genannten Datum. Die Ausbildung wird also nicht automatisch über die Dauer der Ausbildungszeit hinaus fortgesetzt. Auf Verlangen des Auszubildenden hin verlängert sich das Berufsausbildungsverhältnis jedoch bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung.
Die Verlängerung ist mit einem Formular, das Ihnen von der SBK zugesandt wird, bei der SBK zu beantragen.
Alle Auszubildenden sind für die Dauer der Berufsausbildung zum Besuch der Berufsschule berechtigt.
Der Ausbildende hat den Auszubildenden bei der Berufsschule an- und abzumelden und ihm zum Schulbesuch anzuhalten.
Ein Wechsel der Berufsbildenden Schule sollte auch der SBK gemeldet werden, damit der Auszubildende zur Abschlussprüfung in seiner tatsächlichen Berufsbildenden Schule geladen werden kann.
Es besteht kein Anspruch des Auszubildenden gegenüber dem Ausbildenden auf Erstattung der Fahrtkosten zur Berufsschule.
Bei Fernbleiben vom Berufsschulunterricht ist der Ausbildende unverzüglich zu informieren.
Die SBK empfiehlt grundsätzlich den Besuch der Berufsbildenden Schule, da es sich bei der Ausbildung zur/zum Steuerfachangestellten um eine sehr anspruchsvolle Ausbildung handelt, die sowohl auf Praxis als auch Theorie basiert.
Ausbildungsnachweis (= Berichtsheft)
Der Auszubildende hat während der Ausbildungszeit im Betrieb ein Berichtsheft in Form
eines Ausbildungsnachweises zu führen. Ein richtig geführter Ausbildungsnachweis ermöglicht den Partnern des Berufsausbildungsvertrages, sich jederzeit über den Stand der Ausbildung zu informieren. Die Führung des Ausbildungsnachweises ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung.
Eine Kopiervorlage für das Berichtsheft erhalten Sie zusammen mit dem eingetragenen Ausbildungsvertrag. Die Kopiervorlage kann auch von unserer Website heruntergeladen werden.
Eine verbindliche Auskunft über die Erfüllung einzelner Voraussetzungen für die Zulassung zur Steuerfachwirtprüfung kann auf Antrag erteilt werden. Für die Erteilung einer verbindlichen Auskunft ist eine Bearbeitungsgebühr von 35,00 Euro zu entrichten sowie das entsprechende Antragsformular auszufüllen und mit den dort geforderten Unterlagen an die SBK zu senden.
Auf Antrag kann eine Rechnung über den geforderten Betrag ausgestellt werden. Bei einer Zulassung zur Steuerfachwirtprüfung kann die Bearbeitungsgebühr von 35,00 Euro auf die Anmelde- und Prüfungsgebühr angerechnet werden.
Die schriftliche Fortbildungsprüfung findet jeweils Anfang/Mitte Dezember eines Jahres statt. Die genauen Termine werden rechtzeitig in der KammerInfo der SBK und im Staatsanzeiger bekanntgegeben. Auf der Website der SBK findet sich eine Übersicht über die Termine der schriftlichen Fortbildungsprüfung der nächsten Jahre.
Für die Teilnahme an der Fortbildungsprüfung „Steuerfachwirt/in“ berechnet die SBK einen Gesamtbetrag von 350,00 Euro, der sich aus der Anmeldegebühr (100,00 Euro) und der Prüfungsgebühr (250,00 Euro) ergibt.