Source: https://anwalt-kg.de/insolvenzrecht/vergleich/?s=
Timestamp: 2019-07-16 00:14:02
Document Index: 23756012

Matched Legal Cases: ['§ 309', '§ 305', '§ 305', '§ 305', '§ 309', '§ 14']

Schuldenvergleich | Tipps & Ablauf Außergerichtlicher Vergleich 2019 | KG
Schuldenvergleich: Bundesweite Entschuldung vom Fachanwalt
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SCHULDENVERGLEICH: Bundesweit vom fachanwalt
Insolvenz vermeiden ✓ Sofort schuldenfrei bei Einmalzahlung ✓ In 3 oder 5 Jahren schuldenfrei bei Ratenzahlung ✓
Keine Wartezeit ✓ Fachanwalt für Insolvenzrecht ✓
Der außergerichtliche Vergleich – oder Schuldenvergleich – entschuldet Sie sofort, in 3 oder in 5 Jahren. Er gibt Ihnen die Möglichkeit, sich aus eigener Kraft von Ihren Schulden zu befreien. Durch einen Schuldenvergleich erlangen Sie Ihre finanzielle Handlungsfähigkeit in der Regel deutlich schneller wieder, als durch eine Insolvenz.
Schuldenbefreiung ohne Insolvenz
Die wichtigsten Ziele des außergerichtlichen Schuldenvergleichs sind:
So vermeiden Sie die Privatinsolvenz
Um das Insolvenzverfahren zu vermeiden, handeln wir mit Ihren Gläubigern eine Einmalzahlung oder eine Ratenzahlung als Rückzahlung der Verbindlichkeiten aus. Dies geschieht dann zu deutlich verbesserten Bedingungen, in der Regel werden nur noch 20 – 30 % der ursprünglichen Forderung fällig.
Kurzfristiges Ziel: Stopp weiterer Zinszahlungen
Unser kurzfristiges Ziel ist es, für Sie einen sofortigen Stopp weiterer Zinszahlungen zu erreichen
Die Gläubiger verzichten oft auf 70 – 80 % ihrer Forderungen
Ablauf Schuldenvergleich
Ein Schuldenvergleich besteht im Wesentlichen aus 4 Abschnitten: die Vorbereitung, die Erstellung Ihres Entschuldungsplans, die Ermittlung des Schuldenstands, die Vergleichsverhandlungen und eventuell die Nachverhandlungen.
Zunächst besprechen wir Ihren Fall und schätzen Ihre Aussichten auf einen erfolgreichen Schuldenvergleich ein. Dabei gilt es, vor allem wirtschaftlich zu denken und Emotionen außen vor zu lassen. Vor allem sollten Sie eine Zahlung tragen können und die Gläubiger besser stellen können, als in einem Insolvenzverfahren. Wir sehen unsere Hauptaufgabe als Kanzlei, Ihre Gläubiger gerade davon zu überzeugen.
Wenn Ihre Aussichten auf einen Schuldenvergleich gut sind, erstellen wir gemeinsam Ihren individuellen Entschuldungsplan.
2. Abschnitt: Schuldenstand ermitteln
Als Erstes schreiben wir Ihre Gläubiger an. Sie erfahren nun, dass Sie von einem Anwalt vertreten werden und es ernst meinen. Wir bringen Ihren derzeitigen Schuldenstand in Erfahrung und kündigen einen baldigen Vergleichsvorschlag an.
3. Abschnitt: Vergleichsverhandlungen
Nach der Rückmeldung der Gläubiger arbeiten wir mit Ihnen gemeinsam Ihren individuellen außergerichtlichen Vergleichsvorschlag aus. Dazu erstellen wir ein Verlockendes Angebot aus, das die Gläubiger gleichzeitig unter Druck setzt. Ihr Angebot wird den Gläubigern unterbreitet und danach ausgewertet.
4. Abschnitt: Nachverhandlungen
Sollten einzelne Gläubiger das erste Angebot abgelehnt haben, verhandeln wir für Sie nach.
Die Entschuldung durch einen außergerichtlichen Vergleich kann unter den folgenden Voraussetzungen durchgeführt werden:
Voraussetzungen eines außergerichtlichen Vergelichs
Die Voraussetzungen eines außergerichtlichen Vergleichs sind:
Sie sind zahlungsunfähig – Es bestehen Schulden, die nicht mehr weiter vollständig bezahlt werden können. Dabei sollte es kein Vermögen mehr geben, welches zum vollständigen Ausgleich der Schulden eingesetzt werden könnte – wie beispielsweise eine unbelastete Immobilie
Sie können Ihren Gläubigern ein aussichtsreiches Zahlungsangebot machen – Es ist Ihnen möglich, Ihren Gläubigern eine Einmalzahlung oder Ratenzahlung anzubieten. Sie sollten die Gläubiger dabei besser stellen können, als sie in der Insolvenz stehen würden – wir unterstützen Sie bei der Kalkulation und erstellen einen individuellen Entschuldungsplan:
Ist eine solche Zahlung möglich, hat der außergerichtliche Vergleich eine gute Aussicht auf Erfolg
Ist eine solche Zahlung nicht möglich – weil Sie beispielsweise ein zu geringes oder unstetiges Einkommen haben – ist eine Privatinsolvenz in der Regel die bessere Alternative
Es besteht Vergleichsreife – Die Schulden sollten endgültig feststehen. Befinden Sie sich beispielsweise mitten in der Zwangsversteigerung einer unrentablen Immobilie, stehen sie erst fest, wenn die Versteigerung abgeschlossen ist. In diesem Fall sollte sie zu Ende geführt werden – oder besser ein Insolvenzplan durchgeführt oder ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Die Immobilie wird dann zunächst im Insolvenzverfahren versteigert. Später wird eine Einigung mit den Gläubigern durch Insolvenzplan stattfinden bzw. die Restschuldbefreiung Sie von allen Schulden befreien – in beiden Fällen verlieren Sie keine Zeit durch das Abwarten der Zwangsversteigerung. Dasselbe gilt, wenn größere Gläubiger vergessen wurden und nicht mehr auffindbar sind. Auch hier werden Sie beim Insolvenzplan und der Insolvenz von solchen Schulden befreit
Erfolgsaussicht Vergleich: Wann ist ein außergerichtlicher Schuldenvergleich erfolgversprechend?
Dies sind aus unserer Sicht als Fachanwaltskanzlei für Insolvenzrecht die Faktoren, die den größten Einfluss auf die Erfolgsaussichten des Vergleichs haben. Je mehr dieser Faktoren auf Sie zutreffen, desto besser sind die Erfolgsaussichten.
Faktoren eines erfolgversprechenden Schuldenvergleichs
Sie können Ihren Gläubigern eine Einmalzahlung anbieten
Sie können den Gläubigern eine regelmäßige Ratenzahlung anbieten
Die Zahlung stellt die Gläubiger besser, als sie in der Insolvenz stehen würden
Je höher die von Ihnen angebotene Rückzahlungsquote, desto besser
Je weniger Gläubiger, desto besser
Je älter die Schulden, desto besser
Je höher Ihr Alter, desto besser
Die Gläubiger verstehen die Ernsthaftigkeit Ihrer Absichten – durch die Vertretung durch eine auf Insolvenzrecht spezialisierte Anwaltskanzlei und einen Fachanwalt für Insolvenzrecht
Sie sind Verbraucher oder ehemals Selbstständiger mit weniger als 19 Gläubigern – es besteht die Möglichkeit der Zustimmungsersetzung im gerichlichen Vergleich (§ 309 InsO)
Sie werden qualifiziert vertreten – unsere Hauptaufgabe als Fachanwaltskanzlei für Insolvenzrecht ist es, gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Entschuldungsplan herauszuarbeiten und die Gläubiger von der Vorteilhaftigkeit Ihres Angebots zu überzeugen
Vorteile Schuldenvergleich
Durch einen Schuldenvergleich erreichen Sie Ihre Restschuldbefreiung, ohne ein Insolvenzverfahren durchlaufen zu müssen. Sie vermeiden damit die Nachteile einer Insolvenz wie die Bestellung des Insolvenzverwalters, die Verwertung des pfändbaren Vermögens oder den sogenannten Insolvenzbeschlag, der es Ihnen nicht ermöglicht, vor der Wohnlverhaltensperiode einen „Neuerwerb“ zu haben und Vermögen anzusparen. Der Vergleich eignet sich damit vor allem für Schuldner mit einem hohen wirtschaftlichen Freiheitsbedürfnis und der Möglichkeit einer Rückzahlung.
Der Schuldenvergleich ist diskreter, weil er nicht offenbart wird. Die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wird hingegen in den sogenannten „Insolvenzbekanntmachungen“ bekannt gemacht.
„Böse Briefe“ Ihrer Gläubiger werden stark eingeschränkt: meistens mit dem ersten Anschreiben durch uns und spätestens mit einem erfolgreichen Vergleich. Sie müssen nicht mehr mit Ihren Gläubigern kommunizieren – wir schreiben alle Gläubiger an und bestellen uns als Anwaltskanzlei zum Verfahrensbevollmächtigten. Ab diesem Zeitpunkt wenden sich die meisten Gläubiger an uns.
Bei einer Einmalzahlung werden Ihre Schufa Einträge bereits 3 Jahre nach dem erfolgreichen Vergleich gelöscht. Im Fall einer Insolvenz muss zunächst der Eintritt der Restschuldbefreiung abgewartet werden, bis die 3-jahres-Frist überhaupt beginnt.
In unserem weiterführenden Artikel beschreiben wir noch einmal detailliert, welche Vorteile gegenüber einem Insolvenzverfahren der außergerichtliche Vergleich hat.
Nachteile eines Schuldenvergleichs
Ein außergerichtlicher Vergleich birgt aber auch Nachteile und Risiken, deren ein Schuldner sich Bewusst sein sollte. Bevor Sie sich also für den außergerichtlichen Vergleich entscheiden, beziehen Sie auch diese Kriterien in Ihre Überlegung ein. Um das Ziel der Schuldenbefreiung zu erreichen, sind diese Nachteile in Kauf zu nehmen. Sie können aber abgemildert oder vermieden werden indem eine andere Entschuldungsmöglichkeit gewählt wird. Die Alternative finden Sie jeweils hinter dem Zeichen ➤.
Keine sichere Schuldenbefreiung ➤ Privat- oder Regelinsolvenz
Alternativen: Eine sichere Schuldenbefreiung erreichen Sie mit einer Privatinsolvenz oder Regelinsolvenz. Sollte es aufgrund einer veränderten Einkommenssituation, z.B. durch Jobverlust, unmöglich werden, Beträge wie vereinbart zurückzuzahlen, wirkt sich das bei der Privat- oder Regelinsolvenz nicht auf die Restschuldbefreiung aus. Diese erfolgt sicher nach 3, 5 oder 6 Jahren. Nur Obliegenheitsverletzungen können zu einer Versagung der Restschuldbefreiung führen.
Zustimmung der Gläubiger erforderlich ➤ Privat- oder Regelinsolvenz
Der außergerichtliche Vergleich kann nur mit Zustimmung der Gläubiger durchgeführt werden. Daher wird er nur erfolgreich sein, wenn den Gläubigern ein Angebot gemacht wird, welches attraktiv ist und somit an der Grenze der finanziellen Leistungsfähigkeit liegt. Dieser „Preis“ des Schuldenvergleichs liegt unter Umständen über den Betrag, der bei einer Privatinsolvenz gepfändet würde. Vor allem, wenn den Gläubigern gar nichts angeboten wird (Nullplan), ist eine Zustimmung nahezu ausgeschlossen.
Alternativen: Eine Entschuldung durch Privat- oder Regelinsolvenz ist unabhängig von der Zustimmung der Gläubiger. Der Erfolg hängt also nicht davon ab, wie viel Geld zurückgezahlt wird. Die pfändbare Summe bestimmt sich dann anhand der gesetzlichen Regelungen und nicht danach, ob Ihre Gläubiger damit zufrieden sind oder nicht. Auch bei einem Einkommen unterhalb des Pfändungsfreibetrags wird die Restschuldbefreiung erteilt.
Zwangsvollstreckung weiterhin möglich ➤ Privat- oder Regelinsolvenz
Alternativen: Sicheren Pfändungsschutz entfalten dagegen die Privat- und die Regelinsolvenz. Eine Zwangsvollstreckung eines einzelnen Gläubigers ist hier ausgeschlossen, da sie gegen das Gebot verstoßen würde, dass alle Gläubiger gleich behandelt werden müssen.
Gibt es Alternativen zum außergerichtlichen Vergleich?
Mit unserem Fragebogen können Sie einfach herausfinden, welcher Entschuldungsweg für Sie der richtige ist. Wenn Sie unsere Fragen beantworten, wird automatisch das Ergebnis ermittelt und Sie erfahren, ob ein außergerichtlicher Vergleich für Sie in Frage kommt, oder ob ein anderes Mittel zu empfehlen ist, damit Sie Ihre finanzielle Handlungsfähigkeit wieder erlangen können.
Vorbereitung außergerichtlicher Vergleich
Bevor wir mit den Vergleichsverhandlungen beginnen, sollten Sie zu gegebener Zeit mit der Vorbereitung beginnen.
Zunächst besprechen wir Ihren Fall und schätzen Ihre Aussichten auf einen erfolgreichen Schuldenvergleich ein. Seien Sie vor allem offen und ehrlich zu sich selbst. Entscheidend ist erstens, ob Sie Ihren Gläubigern eine ausreichende Quote anbieten können. Allgemein wird davon bei einer Rückzahlquote von 20 – 30 % ausgegangen, je nach Schuldenstruktur. Außerdem sollten die Gläubiger besser gestellt werden, als bei einem Insolvenzverfahren. Dazu wird den Gläubigern ein Betrag aus dem unpfändbaren Einkommen angeboten.
Ein außergerichlicher Vergleich wird auf zwei Weisen gestaltet:
Bei einer Eimalzahlung wird den Gläubigern eine einmalige Zahlung angeboten. Stimmen sie dem Angebot zu, erhält jeder Gläubiger eine Zahlung. Sie sind ab diesem Augenblick sofort schuldenfrei.
Bei einer Ratenzahlung wird den Gläubigern eine Rückzahlung in meist monatlichen Raten angeboten. Die Laufzeit richtet sich meistens nach der Länge eines Insolvenzverfahrens – also 3 oder 5 Jahre. Die Gläubiger erhalten eine feste Rate. Nach Abzahlung sind Sie schuldenfrei.
Wir werden Ihre Gläubiger davon überzeugen, dass sie ohne einen Vergleich schlechter dastehen werden. Das wird im Grunde genommen unsere Hauptaufgabe als Fachanwaltskanzlei für Insolvenzrecht bei der Durchführung eines außergerichtlichen Vergleichs sein.
Eröffnen Sie ein neues Konto bei einer anderen Bank. Dieses Konto sollte schnellstmöglich für den Empfang Ihrer Einkommenseingänge verwendet werden. Dies schützt Sie vor Pfändungen Ihrer Gläubiger. Die Änderung Ihres Kontos ist ein bewährter taktischer Schritt. Erst wenn die Gläubiger merken, dass es Ihnen mit Ihrer Entschuldung ernst ist, werden sie bereit sein, auf einen Teil ihrer Forderungen zu verzichten. Mehr zum Zweck eines neuen Kontos und Ihrem Vorgehen.
Verschaffen Sie sich gleichzeitig einen vollständigen Überblick über Ihre Schulden. Sammeln Sie die Gläubigerkorrespondenz und bringen Sie diese in die richtige Ordnung. Dies wird Ihnen die Handhabung Ihres eigenen Falles stark erleichtern. Lesen Sie mehr dazu, welche Briefe zur Gläubigerkorrespondenz zählen und wie Sie richtige Ordnung in Ihren Unterlagen schaffen.
Rein theoretisch kann ein außergerichtlicher Schuldenvergleich von Ihnen selbst durchgeführt werden, wenn Sie sich an unser dargestelltes Vorgehen halten. Erfahrungsgemäß verbessert es Ihre Verhandlungsposition allerdings ungemein, wenn dies ein qualifizierter Rechtsanwalt übernimmt.
Bei Begleitung durch Fachanwalt für Insolvenzrecht verhandeln Gläubiger
Erst wenn die Gläubiger erfahren, dass Sie von einem Rechtsanwalt – konkret von einem spezialisierten Fachanwalt für Insolvenzrecht – vertreten werden, werden sie bereit sein nachzugeben. Ihnen wird bewusst, dass Sie Ihre Zahlungen absichtlich und nach eingehender juristischen Beratung eingestellt haben. Außerdem wird deutlich, dass die Konsequenz gescheiterter Verhandlungen ohne weiteres ein Insolvenzantrag sein kann.
Anwaltlicher Druck zur Überzeugung Ihrer Gläubiger
Es ist nun mal eine Tatsache, dass wir es für Sie übernehmen, auf ihre Gläubiger einen gewissen Druck auszuüben. Dies ist das notwendige Übel eines außergerichtlichen Schuldenvergleichs. Und bei den Vergleichsverhandlungen wissen wir, worauf es im Grunde ankommt: Ihre Gläubiger zu überzeugen, dass ein Vergleich ihre einzige finanziell annehmbare Entscheidung ist und sie sonst bei einer Insolvenz komplett leer ausgehen. Dabei gehen wir wie folgt vor:
Als Erstes schreiben wir Ihre Gläubiger an. Diese erfahren nun, dass anwaltliche Vertretung durch einen Fachanwalt für Insolvenzrecht gegeben ist und Sie es ernst meinen. Wir bringen Ihren derzeitigen Schuldenstand in Erfahrung und kündigen einen baldigen Vergleichsvorschlag an. Bereits zu diesem Zeitpunkt beenden viele Gläubiger ihre Maßnahmen gegen Sie, weil ihnen klar wird, dass eine Zwangsvollstreckung keinen Zweck hat und nur unnötige Kosten verursacht.
2. Wir entwerfen und unterbreiten Ihren Vergleichsvorschlag
Wenn uns alle Gläubiger geantwortet haben, arbeiten wir mit Ihnen gemeinsam Ihren individuellen Schuldenvergleich aus. Wir setzen Ihre finanzielle Situation in Relation zum Spielraum Ihrer Gläubiger. So sollte Ihnen genug übrig bleiben, um im Einklang mit Ihren Bedürfnissen weiterleben zu können. Ihr Angebot muss den Gläubigern aber dennoch verlockend erscheinen. Durchaus realistisch sind Quoten von 20 %. Bei einer Quote von 30 % wird der Vergleich oft angenommen. Oder vielleicht ist eine nahestehende Person bereit, Ihnen einen Betrag zu überlassen, der eine höhere Einmalzahlung erlaubt. Diese erhöht die Erfolgsaussichten eines Vergleiches ungemein. Es gibt zahlreiche Strategien, und wir werden die in Ihrem Fall optimale Vorgehensweise anwenden.
Wenn einzelne Gläubiger das erste Angebot ablehnen sollten, führen wir für Sie Nachverhandlungen durch. Die Nachverhandlungen bilden einen fließenden Prozess und wir begleiten Sie dabei auf der Grundlage unseres Erstangebots.
Ihr Team für den Bereich außergerichtlicher Schuldenvergleich:
Mögliche Ergebnisse des Schuldenvergleichs
Der Abschluss des außergerichtlichen Schuldenvergleichs ist Ihre Einigung mit den Gläubigern. Sie beginnen nun die vereinbarten Zahlungen. Entweder leisten Sie eine Einmalzahlung und sind sofort von Ihren Schulden befreit. Oder sie zahlen die Vergleichssumme in Ratenzahlung. Die Ratenzahlung orientiert sich an der Laufzeit eines Insolvenzverfahrens und wird in den meisten Fällen auf 3 oder 5 Jahre angesetzt – in Einzelfällen sind abweichende Laufzeiten denkbar.
Für den außergerichtlichen Schuldenvergleich entstehen ausschließlich anwaltliche Gebühren. Gerichtskosten fallen nicht an.
Unser anwaltliches Honorar richtet sich dabei nach dem Arbeitsaufwand. Wir teilen Ihnen unser Honorar vorab mit.
Dies unterscheidet unsere Kanzlei von zahlreichen unseriösen Schuldnerberatungen. Unseriöse Anbieter nennen Ihnen zwar auch eine monatliche Rate, jedoch geht nicht daraus hervor, wie hoch die Rückzahlung an die Gläubiger sein soll. Wir erläutern dagegen genau, welcher Betrag an die Gläubiger fließt und wie hoch unser Honorar ist.
Unseriöse Anbieter haben ein Interesse daran, die Entschuldung möglichst lange hinauszuzögern, bis der Schuldner schließlich aufgibt und doch eine Insolvenz durchführt.
Auf Merkmale unseriöser Schuldnerberatung achten
Besonders beim Vergleich sollten Sie sehr stark auf Merkmale unseriöser Schuldnerberatung achten. Sehr oft nutzen „scharze Schafe“ die besondere Drucksituation von Schuldnern aus. Sie spielen mit der Hoffnung auf eine vermeintlich leichte und sichere Entschuldung „ohne Insolvenz“. Die Konsequenz ist ein oftmals sehr kostenaufwändiger Beratatervertrag mit einer beständig hohen monatlichen Rate (ohne definiertes Mandatsende) oder eine Einmalzahlung im mehrfachen-tausend-Euro-Bereich. Eine Entschuldung wird oft nicht erreicht.
Aus unserer Sicht sollte ein Schuldnerberater entweder als Anwalt eine „geeignete Person“ nach § 305 InsO sein oder ein Zertifikat mit der Befugnis als „geeignete Stelle“ nach § 305 InsO haben. Für eine erhöhte Qualifikation und fortlaufende Fortbildung (15 Stunden im Jahr nach FAO) spricht zudem der Titel „Fachanwalt für Insolvenzrecht“.
Kann ein Schuldnerberater selbst keine Bescheinigung nach § 305 InsO ausstellen und verweist auf einen anderen Rechtsanwalt, entstehen zusätzliche Kosten, die direkt oder indirekt auf den Schuldner umgelegt werden. Außerdem übernimmt der Schuldnerberater keinerlei Verantwortung. Achten Sie auf eine Formulierung wie: „Die (…) GmbH übt keinerlei Rechtsberatung aus und erbringt ausschließlich Dienstleistungen kaufmännischer und wirtschaftlicher Art.“ Ein seriöser Schuldnerberater kann aus unserer Sicht alle Entschudungsschritte selbst durchführen.
Die Insolvenz ist oftmals der einzige Ausweg für Schuldner, die finanziell keine Möglichkeit haben, ihren Gläubigern jegliche Rückzahlung anzubieten. Oftmals ist eine Insolvenz auch trotz Leistungsfähigkeit aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten die bessere Alternative. Falls Sie merken, dass diese Punkte kaum angesprochen werden und Ihnen ein Vergleich ohne reelle Aufzeigung von Alternativen empfohlen wird, sollten Sie stutzig werden. Wird die Insolvenz ausschließlich negativ dargestellt, ist eine Schuldnerberatung aus unserer Sicht gänzlich unseriös. Es ist optimal, dass ein Schuldnerberater alle Entschuldungswege selbstständig und aus einer Hand anbietet – von der Insolvenz über den Vergleich bis hin zum Insolvenzplan.
Vor dem ersten Gespräch kennen Sie Ihre Schuldnerberatung nicht. Die Erstberatung sollte aus unserer Sicht deshalb unverbindlich und kostenfrei sein. Besprochen werden sollten nicht nur die Kosten des Schuldnerberaters, sondern Ihre Schuldensituation, die Entschuldungsalternative und Ihre ersten Fragen.
Der Wunsch zu einem Vertragsschluss bei Ihnen Zuhause sollte Sie stutzig machen. Falls sie merken, dass Sie zu einem schnellen Abschluss eines Beratervertrags unter Druck gesetzt werden, sollten Sie sich Zeit einräumen lassen. Ein seriöser Schuldnerberater lässt seine Mandanten in Ruhe alle Unterlagen sichten und eine bedachte Entscheidung treffen.
Ein seriöser Berater wird Ihnen von Anfang an sagen, wie viel seine Dienstleistung kostet und woraus sich der Preis ergibt. Lassen Sie sich nicht mit vagen Aussagen hierzu abspeisen – vor allem bei einer unklaren Dauer der Dienstleistung sollten Sie stutzig werden. Insbesondere sollten aus unserer Sicht während der Dauer der Schuldnerberatung keine monatlich fälligen Raten trotz ungewisser Zeitdauer der Schuldnerberatung bestehen. Angemessen ist ein Festpreis, der sich anhand von feststehenden Faktoren wie Gläubigerzahl, Schuldenstruktur oder dem Erfolg des Vergleiches bestimmt.
Ein gängiges Modell ist es, eine „monatliche Gesamtrate“ von meistens 300 – 600 € in den Vertrag zu schreiben. Ein Ende der Vergleichsverhandlungen wird in den Vertrag natürlich nicht aufgenommen. Auf diese Weise lohnt es sich für den Schuldnerberater, die Vergleichsverhandlungen sehr lange zu betreiben. Oft kommt es zu keinerlei Verhandlungen oder Einigung. Ein solcher Schuldnerberater wird so lange sein Honorar bekommen, bis ein Schuldner entnervt aufgibt und einen Insolvenzantrag anstrebt.
Mehr zum Thema seriöse Schuldnerberatung finden Sie hier.
Neuerungen des außergerichtlichen Schuldenvergleiches 2019
Die wichtigsten Neuerungen des außergerichtlichen Schuldenvergleiches im Jahr 2019 ergeben sich aus den bisherigen Reformen des Insolvenzrechtes. Nachfolgend stellen wir Ihnen die wichtigsten Reformen vor:
Neuerungen durch die Reform der Insolvenz 2014
Die stärksten Veränderungen der Herangehensweise bei Vergleichen fanden durch die Reform der Verbraucherinsolvenz 2014 statt. Sie trat als sogenannte 2. Stufe der Insolvenzrechtsreform am 01.07.2014 in Kraft und bot Schuldnern einige wichtige Vorteile, die sich auch auf Vergleiche Auswirkten:
Verkürzung des Insolvenzverfahrens auf 3 oder 5 Jahre. Vor der Verkürzung sind die meisten Ratenzahlungsvergleiche auf einen Zeitraum von 6 Jahren ausgelegt gewesen. Nach der Reform können sich Schuldner auch innerhalb von 3 oder 5 Jahren im Insolvenzverfahren entschulden. Dadurch werden Ratenzahlungsvergleiche nun auch meistens auf 3 oder 5 Jahre ausgelegt.
Möglichkeit des Insolvenzplans im Insolvenzverfahren. Scheitert ein Vergleich und besteht keine Möglichkeit eines gerichtlichen Vergleiches nach § 309 InsO, bleibt die Alternative eines Insolvenzplans. Dies ist vor allem für ehemals Selbstständige interessant.
Mieterschutz bei Genossenschaftsanteilen – Grundsätzliches Vollstreckungsverbot bei Genossenschaftsanteilen. Genossenschaftsanteile bleiben nun auch bei einem Vergleich geschützt.
Unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit hat die Europäische Kommission am 8. März 2016 einen Fahrplan eines einheitlichen europäischen Insolvenzrechts vorgelegt. Vom 23.03.2016 bis zum 14.06.2016 fanden daraufhin Konsultationen zu einem neuen europäischen Insolvenzrecht statt. Dabei wurde eine in allen EU-Mitgliedstaaten gültige einheitliche Regelung zur Schuldentilgung nach drei Jahren diskutiert. Dadurch würde sich auch die grundsätzliche Laufzeit von Ratenvergleichen stark reduzieren.
Reform des Insolvenzrechtes 2017
Am 05.04.2017 trat das „Gesetz zur Verbesserung der Rechtssicherheit bei Anfechtungen nach der Insolvenzordnung und nach dem Anfechtungsgesetz“ in Kraft – die Reform des Insolvenzrechtes 2017. Sie hatte eine wichtige Neuerung auf dem Gebiet des Vergleiches bei einem sogenannten Gläubigerantrag nach § 14 Abs. 1 InsO. Falls ein Gläubiger einen Insolvenzantrag stellt, wird er nicht mehr automatisch durch die Zahlung der Forderung unzulässig. Diese Bestimmung ist sehr Zweiseitig. Auf der einen Seite schränkt Sie die Handlungsmöglichkeiten von Schuldnern ein. Ein Vergleich mit einem Gläubiger hat unter Umständen keine Wirkung. Auf der anderen Seite wird verhindert, dass „gutes Geld schlechtem Geld hinterher geworfen“ wird.
Die 11 wichtigsten Tipps zum außergerichtlichen Vergleich
Der außergerichtliche Vergleich gibt Ihnen die Möglichkeit, sich von Ihren Schulden zu befreien und dabei die Insolvenz zu vermeiden. Sie beenden die belastende Situation der Überschuldung und stoppen Zinszahlungen und Gebühren. Damit diese Ziele erreicht werden können, sollten Sie unsere 11 Tipps zum Schuldenvergleich beachten.
Prüfen Sie, ob der außergerichtliche Vergleich vorteilhaft ist
Verhandeln Sie geschickt, um einen tragbaren Vergleich auszuhandeln
Lassen Sie sich nicht von den Reaktionen der Gläubiger verunsichern
Bereiten Sie Ihren Vergleich gründlich vor
Stellen Sie Zahlungen an die Gläubiger ein und lassen Sie Darlehen „platzen“
Verhandeln Sie erst bei Vergleichsreife und dann mit allen Gläubigern
Bieten Sie eine realistische Quote an
Lassen Sie sich bei den Verhandlungen von einer Insolvenzkanzlei betreuen
Handeln Sie auch nach Abschluss des Vergleichs richtig
Alle Schritte und die Kosten des Vergleichs sollten von Anfang an bekannt sein und feststehen
Lesen Sie hier die detaillierten Beschreibungen zu unseren 11 wichtigsten Tipps für den außergerichtlichen Vergleich.
Ihre Fragen und unsere Antworten zum außergerichtlichen Vergleich
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