Source: https://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/2013/01/
Timestamp: 2017-10-21 19:29:50
Document Index: 200663357

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Januar | 2013 | Die-aktuelle-Antimobbingrundschau
Mobbing-Opfer erkämpft vor dem BGH eine Krankentagegeld in Höhe von 117,37 € pro Tag.
Ein „Projektleiter für Brandschutzanlagen“ war längere Zeit „ an seinem Arbeitsplatz einem so genannten Mobbingverhalten ausgesetzt“ und löste deswegen zum 31. August 2008 sein Arbeitsverhältnis auf.(1)
Bis zum 22. Juni 2008 hat der Brandschutzexperte wegen „ Rückenbeschwerden, Depressionen und Panikreaktionen, die auf eine Mobbingsituation an seinem Arbeitsplatz zurückzuführen waren“ nach erfolgter Krankschreibung von seiner Krankentagegeldversicherung „ 117,37 € pro Kalendertag“ bekommen, dann wurde die Zahlung eingestellt, zu Unrecht wie das BGH nun per Urteil entschied.(2)
Nach „MB/KT 94 § 1 (3)“ liegt eine „Arbeitsunfähigkeit i.S. von § 1 (3) MB/KT 94 … auch dann vor, wenn sich der Versicherte an seinem Arbeitsplatz einer tatsächlichen oder von ihm als solcher empfunden Mobbingsituation ausgesetzt sieht, hierdurch psychisch oder physisch erkrankt und infolgedessen seinem bisher ausgeübten Beruf in seiner konkreten Ausprägung nicht nachgehen kann“. (2)
Der Projektleiter erhält nun für den Zeitraum vom 22.06.2008 bis 31.08.2008 pro Kalendertag 117,37 Euro Krankentagegeld und der Beklagte, die Versicherung muss die Prozesskosten bezahlen. Leider hat das BGH unter der Richterin Harsdorf-Gebhardt und Dr. Brockmöller, den Richtern Dr. Karczewski, Wendt und Felsch nicht von Mobbing als Ursache geurteilt, sondern beruft sich auf Mobbingverhalten und empfundener Mobbingsituation als Krankenverursacher.
Das Urteil: (BGH, 9. März 2011, Az. IV ZR 137/10).
„Letzte Änderung am 07.01.2015“
1) http://www.test.de/Krankentagegeldversicherung-Auch-bei-Mobbing-4489873-0/
2)http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=55539&pos=0&anz=1
Schlagwörter:(BGH, 9. März 2011, Arbeitsunfähigkeit, Az. IV ZR 137/10)., Depressionen und Panikreaktionen, empfundener Mobbingsituation, Mobbing als Ursache, Mobbingsituation am Arbeitsplatz, Projektleiter für Brandschutzanlagen, Rückenbeschwerden
Mobbing-Opfer klagt 53 000 Euro Schmerzensgeld ein.
Immer wieder kommt es doch noch zu Überraschungen in unserer Justiz. So hat ein Oberarzt gegen die Mobbingattacken seines Chefarztes geklagt und gewonnen.
Statt Operationen durchzuführen wurde der Oberarzt in der „Ausbildung“ verheizt, man hat ihm sogar nahegelegt, sich einen „anderen Arbeitsplatz zu suchen. Denn die vom Oberarzt durchgeführten Operationen seien schlecht verlaufen“. (1)
Der Arzt klagte vor dem Arbeitsgericht Leipzig und erstritt 53 000 Euro Schmerzensgeld, das sind mehr als die obligatorischen 30 000 Euro die uns als Ergebnis in Verhandlungen sehr oft angedroht werden. Aber eben nur wenn wir einem Vergleich zustimmen, so spart sich der Richter eine Urteilsbegründung und das Opfer ist seinen Job los und der Mobber hat gewonnen. Das konkrete Urteil lautet Az.: 9 Ca 3854/11 und sollte sehr genau gelesen werden. Letztendlich bleibt uns die wage Hoffnung, dass das Urteil eine Wende im Arbeitsrecht darstellt, man wird sehen.
„Letzte Änderung 03.01.2015“
1) http://www.freiepresse.de/RATGEBER/JOB-KARRIERE/Arbeitnehmer-koennen-bei-Mobbing-Schmerzensgeld-verlangen-artikel8221306.php
2)http://www.stern.de/wirtschaft/job/arbeitnehmer-koennen-bei-mobbing-schmerzensgeld-verlangen-1954260.html
3)http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/arbeit-arbeitnehmer-koennen-bei-mobbing-schmerzensgeld-verlangen_aid_897427.html
Schlagwörter:53 000 Euro Schmerzensgeld, Arbeitsplatz, Az.: 9 Ca 3854/11, Oberarzt
You are currently browsing the Die-aktuelle-Antimobbingrundschau blog archives for Januar 2013.