Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Bayern&Datum=28.04.2009&Aktenzeichen=11%20CS%2009.350
Timestamp: 2019-05-27 14:29:29
Document Index: 171781627

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 80', '§ 123', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', '§ 80', 'Art. 15', 'Art. 15', '§ 80', '§ 123', '§ 39', '§ 28']

VGH Bayern, 28.04.2009 - 11 CS 09.350, 11 C 09.355 - dejure.org
VGH Bayern, 28.04.2009 - 11 CS 09.350, 11 C 09.355
https://dejure.org/2009,45701
VGH Bayern, 28.04.2009 - 11 CS 09.350, 11 C 09.355 (https://dejure.org/2009,45701)
VGH Bayern, Entscheidung vom 28.04.2009 - 11 CS 09.350, 11 C 09.355 (https://dejure.org/2009,45701)
VGH Bayern, Entscheidung vom 28. April 2009 - 11 CS 09.350, 11 C 09.355 (https://dejure.org/2009,45701)
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Fehlende Auseinandersetzung der Beschwerdebegründung mit allen tragenden Teilen der angefochtenen Entscheidung;Antrag nach § 123 VwGO auf Feststellung des Rechts, von einer ausländischen EU-Fahrerlaubnis vorläufig in Deutschland Gebrauch machen zu dürfen;Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO, betreffen
Einstweiliger gerichtlicher Rechtsschutz kann daher beim vorliegenden Sachverhalt nach Auffassung der Kammer nur mit einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung nach § 123 VwGO, gerichtet z.B. auf Entfernung des Sperrvermerks, begehrt werden (vgl. auch BayVGH vom 22.6.2009 Az. 11 CE 09.1089 und vom 28.4.2009 Az. 11 CS 09.350).
Hinsichtlich des in der Nummer 1 des streitgegenständlichen Bescheids enthaltenen feststellenden Ausspruchs ist jedenfalls bei isolierter Betrachtung ein Vorverfahren gemäß Art. 15 Abs. 2 AGVwGO unstatthaft, da insoweit keine "personenbezogene Prüfungsentscheidung" im Sinn von Art. 15 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1 Nr. 6 AGVwGO vorliegt (vgl. BayVGH vom 19.3.2009 Az. 11 CE 08.3100 RdNr. 17; vom 24.3.2009 Az. 11 CS 08.3273 RdNr. 12; vom 28.4.2009 Az. 11 CS 09.350/11 C 09.355 RdNr. 20; vom 27.5.2010 Az. 11 CE 10.318 RdNr. 7).
Die allein in Betracht kommende Bestimmung des Art. 15 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1 Nr. 6 AGVwGO ist nicht anwendbar, da keiner der im Bescheid vom 8. September 2008 enthaltenen Verwaltungsakte als personenbezogene Prüfungsentscheidung angesehen werden kann (vgl. BayVGH vom 28.4.2009, 11 CS 09.350, 11 C 09.355).
Auch ist die aufschiebende Wirkung nicht kraft Gesetzes im Sinn des § 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 VwGO entfallen (vgl. BayVGH vom 28.4.2009, 11 CS 09.350, 11 C 09.355).
Verwaltungsakte, durch die die Inlandsungültigkeit einer ausländischen Fahrerlaubnis festgestellt wird, unterfallen keiner der in Art. 15 Abs. 1 Satz 1 AGVwGO aufgeführten Ausnahmetatbestände; insbesondere handelt es sich nicht um "personenbezogene Prüfungsentscheidungen" im Sinn von Art. 15 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1 Nr. 6 AGVwGO, da aus solchen Anlass nicht über die Fahreignung oder die Fahrbefähigung des Betroffenen zu befinden ist (vgl. BayVGH vom 19.3.2009 Az. 11 CE 08.3100 RdNr. 17; vom 24.3.2009 Az. 11 CS 08.3273 RdNr. 12; vom 28.4.2009 Az. 11 CS 09.350/11 C 09.355 RdNr. 20; vom 27.5.2010 Az. 11 CE 10.318 RdNr. 7).
Liegt ein solcher Verwaltungsakt zwar vor, scheidet ein Vorgehen nach § 80 Abs. 5 VwGO jedoch mangels sofortiger Vollziehbarkeit dieses Bescheids aus, ist ein Antrag nach § 123 VwGO, mit dem der Betroffene die vorläufige Feststellung seiner Fahrberechtigung im Bundesgebiet erreichen will, demgegenüber zulässig (BayVGH vom 28.4.2009 Az. 11 CS 09.350/11 C 09.355).
Der Antragsgegner beantragt unter Hinweis auf die Entscheidungen des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 28. April 2009 (Az. 11 CS 09.350) und vom 8. Mai 2009 (Az. 11 CS 09.408), die Beschwerde zurückzuweisen.
Werden in einem Verfahren mehrere Anträge mit besonderer Bedeutung anhängig gemacht, sind für sie nach § 39 Abs. 1 GKG jeweils gesonderte Streitwerte anzusetzen, die ihrerseits zu addieren sind (so auch die Empfehlungen in Abschn. II.1.1 des Streitwertkataloges für die Verwaltungsgerichtsbarkeit vom 7.8.2004 und auch BayVGH vom 28.4.2009, Az. 11 CS 09.350).
Aus § 28 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 FeV ergibt sich nach ständiger Rechtsprechung unmittelbar, dass die dem Antragsteller in Tschechien erteilte Fahrerlaubnis im Bundesgebiet nicht gilt (vgl. u.a. BVerwG vom 11.12.2008 Az. 3 C 26.07 in NJW 2009, 1689 und Az. 3 C 38.07 in BayVBl 2009, 374; BayVGH vom 18.1.2010 Az. 11 CS 09.2079, vom 21.12.2009 Az. 11 CS 09.1791, vom 27.11.2009 Az. II ZB 09.1699, vom 13.8.2009 Az. 11 CS 09.1379, vom 6.8.2009 Az. 11 CS 09.1622, vom 28.7.2009 Az. 11 CS 09.1579, vom 9.7.2009 Az. 11 CE 09.1425, vom 22.6.2009 Az. 11 CE 09.1089, vom 7.5.2009 Az. 11 CE 09.426 und vom 28.4.2009 Az. 11 CS 09.350; VGH Baden-Württemberg vom 27.10.2009 in DAR 2010, 38 und vom 2.2.2009 Az. 10 S 3323/08 in NZV 2009, 359 = VRS 116, 288; OVG Rheinland-Pfalz vom 1.7.2009 Az. 10 B 10450/09 in DVBl 2009, 1118).
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