Source: https://rd.springer.com/chapter/10.1007/978-3-322-82150-8_4
Timestamp: 2019-10-14 07:42:41
Document Index: 345040358

Matched Legal Cases: ['§ 103', '§ 125', '§ 113', '§ 123', '§ 129', '§ 113', '§ 123']

Sanierung in der Insolvenz pp 201-288 | Cite as
Die vorhergehenden Ausführungen zum theoretischen Bezugsrahmen haben deutlich gemacht, dass aus der Gesamtheit der in den Kapiteln B und C behandelten Themen zur Unternehmenskrise und -Sanierung sowie zur deutschen Insolvenzordnung v.a. drei Themenblöcke im Rahmen des wertorientierten Einsatzes des Insolvenzverfahrens als besonders relevant eingestuft werden. Dies sind das Vorgehen bzw. der Ablauf einer Sanierung in der Insolvenz, die Insolvenzeignungsprüfung und die Parameter der Verwertungsentscheidung. Aufgrund der Bedeutung dieser Themenblöcke für den Erfolg einer Sanierung in der Insolvenz sowie aufgrund ihrer hohen Praxisrelevanz stehen sie im Mittelpunkt der folgenden empirischen Untersuchung. Die empirische Untersuchung versucht somit die Frage zu beantworten, wie eine Sanierung in der Insolvenz aus Sicht der Anteilseigner effizient durchzuführen ist. Dabei sollen sowohl Ergebnisse über die Insolvenzeignung der betrachteten Unternehmen als auch über die Parameter der Verwertungsentscheidung generiert werden. Die Ausweitung der bestehenden Erkenntnisse erfolgt dabei im Rahmen von zwei detaillierten Fallstudien, die um die Ergebnisse zusätzlicher Experteninterviews ergänzt werden. Die der Untersuchung zugrunde liegenden Fragebögen1390 orientieren sich dabei an den drei identifizierten Themenschwerpunkten und sind in drei Blöcke unterteilt.
Vgl. Kidder/Judd (1986), S. 26–29Google Scholar
Vgl. Yin (1999), S. 36Google Scholar
Vgl. Eisenhardt (1989), S. 544f.Google Scholar
Vgl. Yin (1999), S. 102Google Scholar
Vgl. Yin (1999), S. 36ff.Google Scholar
Diese Fallstudie basiert auf drei protokollierten Interviews mit Dr. Helmut Schmitz (Insolvenzverwalter der Babcock Borsig AG sowie weiterer 24 Gesellschaften), Dr. Helmut Balthasar (Mitglied des Vorstandes der Babcock Borsig AG — Ressort Finanzen, Rechtsanwalt bei Görg Rechtsanwälte), Nils von Kuhlwein (Partner von Roland Berger Strategy Consultants). Sämtliche Interviewpartner waren maßgeblich an der Durchführung der Sanierung in der Insolvenz beteiligt. In Ergänzung zu den geführten Interviews wurden die Jahresabschlüsse, Presseveröffentlichungen und die von der involvierten Unternehmensberatung erstellten, nicht vertraulichen Bestandteile aus Präsentationen dieser Fallstudie zugrunde gelegt.Google Scholar
Quelle: Börsenzulassungsprospekt, Geschäftsberichte Babcock Borsig AGGoogle Scholar
Stand März 2002.Google Scholar
Vgl. Müller (1986), S. 55f.Google Scholar
Vgl. Schmahl (2002), S. 1637Google Scholar
Vgl. Babcock Borsig (2003)Google Scholar
Dabei machen die folgenden Ausführungen deutlich, dass vereinzelte vorbereitende Maßnahmen getroffen worden sind.Google Scholar
In den Interviews wurde dieses Vorgehen als “von hinten durch die Brust wieder rein” bezeichnet.Google Scholar
Vgl. hierzu Schmahl (2002), S. 1637Google Scholar
Vgl. Schmahl (2002), S. 1638Google Scholar
Vgl. Uhlenbruck (1997), S. 895Google Scholar
Vgl. Abschnitt C2.2.1Google Scholar
Vgl. Abschnitt C3.4Google Scholar
Vgl. Wutzke (1999), S. 1Google Scholar
Vgl. Schmahl (2002), S. 1640Google Scholar
Es wurde der Schreibgeräteproduzent Hermann Böhler GmbH (1984) und die Glückwunschkartenfirma Susy Card GmbH & Co KG (1987) gekauft.Google Scholar
Reduzierung der Anteile an der HIT AG auf unter 50% (1997), Verkauf der Mc Paper AG (1998), Veräußerung der Falkenhöh AG (1999) und mehrheitlicher Verkauf der Herlitz Merchandising GmbH (1999).Google Scholar
Erwerb des Papierwarenherstellers Landré GmbH (1996), Übernahme des Schreibgeräteherstellers Diplomat/Imco (1997), Akquisition des österreichischen PBS-Herstellers Format Werk GmbH & Co. KG (1997) und Kauf der restlichen 50% der Anteile der Becker Falken GmbH (1998).Google Scholar
Vgl. http://www.herlitz.de/pilotprojekt/website/herlitz_ag/html/unternehmen/geschichte vom 13.10.2003
Quelle: Geschäftsberichte der Herlitz AG.Google Scholar
Vgl. Reppert/Ronke (2003), S. 5Google Scholar
Vgl. §§ 103 ff. InsOGoogle Scholar
Vgl. § 125 Abs. 1 Nr. 2 InsOGoogle Scholar
Vgl. § 113 InsOGoogle Scholar
Vgl. § 123 InsOGoogle Scholar
Vgl. Bauer (2000), S. 36Google Scholar
Vgl. §§ 129 ff. InsOGoogle Scholar
In Anlehnung an Porter (1992), S. 25ff.Google Scholar
Vgl. Kaltmeyer (1999), S. 323Google Scholar
Vgl. Herr (2003), S. 100Google Scholar
Vgl. Herr (2003), S. 98Google Scholar
Vgl. Smid (2002), S. 285 f.Google Scholar
In einem Interview gab der Geschäftsführer von Premiere zu verstehen, dass die Sanierung ohne Insolvenz “sicher nicht” möglich gewesen wäre. “Nur durch die Insolvenzsituation war es uns möglich, bestehende Verträge brutal runter zu verhandeln und zu sagen: Entweder ihr gebt euch mit der Hälfte zufrieden oder ihr bekommt gar nichts”. Clark (2003), S. 6Google Scholar
Vgl. Smid (2002), S. 284Google Scholar
Dodd(1938),S.254f.Google Scholar
§ 113 InsO legt fest, dass das Dienstverhältnis ohne Rücksicht auf eine vereinbarte Vertragsdauer oder einen vereinbarten Ausschluss des Rechts zur ordentlichen Kündigung gekündigt werden kann. Darunter fallen auch tarifvertragliche Unkündbarkeitsklauseln.Google Scholar
Die genannten Erleichterungen der §§ 123–127 InsO finden auch dann Anwendung, wenn die Betriebsänderung erst nach einer Betriebsveräußerung durchgeführt wird.Google Scholar
Vgl. Brandstätter (1993), S. 262Google Scholar
Vgl. Groß (1988), S. 111Google Scholar
Vgl. Brandstätter (1993), S. 266Google Scholar
Vgl. Smid (2002), S. 369Google Scholar
In diesem Zusammenhang (“oktroyierte Masseschulden”) sind die durch den Insolvenzverwalter begründeten Kreditverbindlichkeiten besonders hervorzuheben, da die damit verbundene Gewinnung notwendiger Liquidität auf Grund der Vorabbefriedigungsmöglichkeit der Fremdkapitalgeber deutlich erleichtert wird. Vgl. Brüchner (1999), S. 71Google Scholar
Vgl. Feess-Dörr (1992), S. 292Google Scholar
Vgl. Terhart(1995), S. 34f.Google Scholar
Zirener J. (2005) Empirische Untersuchung. In: Sanierung in der Insolvenz. Schriften zum europäischen Management. Deutscher Universitätsverlag
DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-82150-8_4