Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=26.01.2006&Aktenzeichen=9%20B%2022.05
Timestamp: 2019-12-08 06:20:56
Document Index: 75831253

Matched Legal Cases: ['§ 86', '§ 108', 'Art. 103', '§ 132', '§ 108', '§ 132', '§ 108', '§ 124', '§ 132']

BVerwG, 26.01.2006 - 9 B 22.05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,14079
BVerwG, 26.01.2006 - 9 B 22.05 (https://dejure.org/2006,14079)
BVerwG, Entscheidung vom 26.01.2006 - 9 B 22.05 (https://dejure.org/2006,14079)
BVerwG, Entscheidung vom 26. Januar 2006 - 9 B 22.05 (https://dejure.org/2006,14079)
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Aufklärungspflicht; Beweiswürdigung; Sachverhaltswürdigung; Sachverständigengutachten; Verfahrensfehler; Verfahrensmangel
Tatbestandliche Voraussetzungen eines Folgenbeseitigungsanspruchs; Ausschließliche Kausalität zwischen Amtshandlung und eingetretenem Schaden; Beweislastumkehr bei Rechtswidrigkeit des hoheitlichen Eingriffs; Verfahrensfehler durch die Nichteinholung eines weiteren ...
VG Hannover, 24.04.2002 - 11 A 1204/99
22 3.4 Die Rüge einer Verletzung der gerichtlichen Aufklärungspflicht (§ 86 Abs. 1 VwGO), des Grundsatzes der freien Beweiswürdigung (§ 108 Abs. 1 Satz 1 VwGO) sowie des Grundsatzes der Gewährung rechtlichen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 GG) in Bezug auf die Frage, welche der Wohnungen im geförderten Objekt fertiggestellt waren (Abschnitt 1 lit. d) der Beschwerdeschrift), vernachlässigt, dass etwaige Fehler in der Sachverhalts- und Beweiswürdigung revisionsrechtlich regelmäßig nicht dem Verfahrensrecht, sondern dem materiellen Recht zuzuordnen sind und deswegen einen Verfahrensmangel im Sinne von § 132 Abs. 2 Nr. 3 VwGO nicht begründen können (s. etwa BVerwG, Beschluss vom 26. Januar 2006 BVerwG 9 B 22.05 juris; stRspr).
Soweit das Verwaltungsgericht dabei der Bewertung des Klägers in Bezug auf das besondere Gewicht der für unwahr erachteten Behauptungen des Administrators des Forums nicht gefolgt ist, ist der vom Kläger angenommene Mangel in der Sachverhaltswürdigung nicht dem Verfahrensrecht, sondern dem materiellen Recht zuzuordnen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 26. Januar 2006 - BVerwG 9 B 22.05 -, juris und Beschluss vom 2. November 1995 - BVerwG 9 B 710.94 -, Buchholz 310 § 108 VwGO Nr. 266).
Etwaige Fehler in der Sachverhalts- und Beweiswürdigung sind aber revisionsrechtlich regelmäßig nicht dem Verfahrensrecht, sondern dem materiellen Recht zuzuordnen und können deswegen einen Verfahrensmangel im Sinne von § 132 Abs. 2 Nr. 3 VwGO nicht begründen (vgl. z.B. BVerwG, Beschlüsse vom 2. November 1995 - 9 B 710.94 - Buchholz 310 § 108 VwGO Nr. 266 S. 19, vom 26. Januar 2006 - 9 B 22.05 - juris Rn. 7 …und vom 27. März 2013 - 6 B 50.12 - NVwZ-RR 2013, 491 Rn. 5).
Nicht zum Verfahrensrecht i.d.S. gehören demnach die Regeln und die Grundsätze, die nicht den äußeren Verfahrensablauf, sondern den inneren Vorgang der richterlichen Rechtsfindung bestimmen (vgl. hierzu: BVerwG, Beschluss vom 02.11.1995 - 9 B 710.94 -, DVBl. 1996, 108 = NVwZ-RR 1996, 359; Beschluss vom 10.10.2001 - 9 BN 2.01 -, DVBl. 2002, 67 = NVwZ-RR 2002, 140; Beschluss vom 26.01.2006 - 9 B 22.05 -, juris;… Meyer-Ladewig/Rudisile, in: Schoch/ Schmidt-Assmann/Pietzner, VwGO, § 124, Rn. 50;… P. Schmidt, in: Eyermann, VwGO, § 132, Rn. 15).
vgl. BayVGH, Urteil vom 2. Februar 2004 - 22 B 02.3084 -, BayVBl. 2005, 411 und juris Rn. 20; siehe zur Pflicht zur Einholung eines weiteren Sachverständigengutachtens für den vorliegenden Zusammenhang auch BVerwG, Beschluss vom 26. Januar 2006 - 9 B 22.05 -, juris.
VGH Bayern, 27.02.2017 - 20 ZB 17.30078
Fehlende Darlegung eines Zulassungsgrundes
Denn ein Fehler bei der Sachverhalts- und Beweiswürdigung betrifft - ebenso wie etwa eine unrichtige Gesetzesauslegung - den inneren Vorgang der richterlichen Rechtsfindung, nicht den äußeren Verfahrensgang (…BVerwG, B.v. 2.11.1995 - 9 B 710.94 - NVwZ-RR 1996, 359, juris Rn. 4 ff.; B.v. 26.1.2006 - 9 B 22.05 - juris).