Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=JurB%C3%BCro%202007,%20415
Timestamp: 2020-03-30 04:40:45
Document Index: 312551193

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 48', '§ 97', '§ 58', '§ 101', '§ 42']

OLG Oldenburg, 10.05.2007 - 1 Ws 220/07 - dejure.org
OLG Oldenburg, 10.05.2007 - 1 Ws 220/07
https://dejure.org/2007,4508
OLG Oldenburg, 10.05.2007 - 1 Ws 220/07 (https://dejure.org/2007,4508)
OLG Oldenburg, Entscheidung vom 10.05.2007 - 1 Ws 220/07 (https://dejure.org/2007,4508)
OLG Oldenburg, Entscheidung vom 10. Mai 2007 - 1 Ws 220/07 (https://dejure.org/2007,4508)
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Pflichtverteidigergebühren: Anrechnung von Zahlungen Dritter
Pflichtverteidigergebühr, Anrechnung, Verfahrensabschnitt
Rechtsanwaltsvergütung: Anrechnung von auf bestimmte Verfahrensabschnitte geleistete Vorschüsse auf die Pflichtverteidigergebühren
Anrechenbarkeit von Zahlungen eines Dritten an den Pflichtverteidiger für dessen Tätigkeit im Ermittlungsverfahren; Pflichtverteidigergebühren für die erste Instanz
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des OLG Oldenburg vom 10.05.2007, Az.: 1 Ws 220/07 (Pflichtverteidiger, Anrechnung von Vorschüssen nach Verfahrensabschnitten)" von Dipl.-Rpfl. Joachim Volpert, original erschienen in: StRR 2007, 159 - 160.
LG Osnabrück, 15.06.2006 - 10 KLs 10/06
LG Osnabrück, 20.12.2006 - 10 KLs 10/06
LG Osnabrück, 21.03.2007 - 10 KLs 10/06
LG Osnabrück, 01.09.2007 - 10 KLs 10/06
OLG Oldenburg, 16.10.2007 - 1 Ws 549/07
BGH, 13.12.2007 - 3 StR 347/07
StV 2007, 477
JurBüro 2007, 415
OLG Stuttgart, 13.07.2007 - 2 Ws 161/07
Verteidigergebühren: Anrechnung von Vorschusszahlungen im Ermittlungsverfahren …
Nach § 48 Abs. 5 Satz 1 RVG hat der in der ersten Instanz bestellte Pflichtverteidiger - wie auch zuvor nach der inhaltsgleichen Regelung des § 97 Abs. 3 BRAGO - einen Gebührenanspruch gegenüber der Staatskasse auch für seine Tätigkeit im Ermittlungsverfahren vor Erhebung der öffentlichen Klage (OLG Oldenburg, Beschluss vom 10. Mai 2007, 1 Ws 220/07 - zitiert nach juris -).
Rechtsanwaltsvergütung: Anrechnung von Zahlungen des Mandanten bzw. eines …
Teilweise wird § 58 Abs. 3 RVG dahin verstanden, dass Vorschüsse auf in der gleichen Instanz entstandene Gebühren anzurechnen sind; das soll ausdrücklich auch für die Tätigkeit des Verteidigers im Ermittlungsverfahren gelten (OLG Oldenburg Beschl. v. 10.05.2007 - 1 Ws 220/07- ; OLG Stuttgart Beschl. v. 13.07.2007 - 2 Ws 161/07 -).
KG, 15.07.2008 - 1 Ws 124/08
Dies galt für Zahlungen für das Vorverfahren auch dann, wenn die Bestellung des Verteidigers erst später erfolgt war, weil sich die gesetzliche Anrechnungsregelung ausdrücklich auch auf Zahlungen vor der Bestellung bezog (vgl. OLG Oldenburg StraFo 2007, 347).
OLG Hamm, 20.11.2007 - 3 Ws 320/07
Verfahrensabschnitt; Begriff; Instanzenzug; Vorschuss; Anrechnung
Der Wille des Gesetzgebers ist insoweit deutlich; eine Änderung der bisherigen Rechtslage war danach nicht beabsichtigt (vgl. OLG Oldenburg, Beschluss vom 10.05.2001 - 1 Ws 220/01 - = BeckRS 2007, 09717; OLG Stuttgart, Beschluss vom 13.07.2007 - 2 Ws 161/07 - = BeckRS 2007, 15755; OLG Dresden, Beschluss vom 18.07.2007 - 3 Ws 37/07 - LG Berlin, Beschluss vom 20.08.2007 (515) 68 Js 29104 KLs (22105); LG Osnabrück, Beschluss vom 21.03.2007, 10 KLs 1 140 Js 37324103 - 101/06; letztere drei Entscheidungen veröffentlicht unter www.burhoff.de).
OLG Dresden, 18.07.2007 - 3 Ws 37/07
Rechtsanwaltsvergütung: Anrechnung von Vorschüssen auf die …
Einer zusätzlichen, zweiten Vergütung des schon anderweitig honorierten Pflichtverteidigers durch die Staatskasse ist insoweit nach wie vor durch die gesetzliche Anrechnungsregelung entgegenzutreten (so auch OLG Oldenburg, Beschluss vom 10. Mai 2007, 1 Ws 220/07, zitiert nach Juris; anderer Ansicht: OLG Frankfurt, Beschluss vom 14. Dezember 2006, 2 Ws 164/06, welcher jedoch angesichts des eindeutigen Willens des Gesetzgebers nicht zu überzeugen vermag).
Dabei kann -je nach Sachlage - bereits eine vermeidbare Verfahrensverzögerung von rund zwei Monaten mit dem Beschleunigungsgebot in Haftsachen unvereinbar sein (…vgl. BVerfG a.a.O.; OLG Schleswig, Beschluss vom 02.04.1992 - 1 HEs 14/92 - Hans OLG Hamburg, Beschluss vom 07.03.1985 - 2 Ws 90/85 H - OLG Köln, Beschluss vom 18.08.1992 - HEs 136/92 - OLG Koblenz, Beschluss vom 28.04.2000 StV 2000, 515; Senat, Beschlüsse vom 08. Juli 2005 - 1 Ws 374/05 - und 08. Mai 2007 - 1 Ws 220/07 -).
KG, 16.10.2007 - 1 Ws 151/07
Pflichtverteidigervergütung: Anrechenbarkeit einer pauschalen Vorschusszahlung …
In der Rechtsprechung ist umstritten, ob mit "Verfahrensabschnitt" weiterhin - wie von der herrschenden Meinung beim alten Gebührenrecht (§ 101 Abs. 1 und 2 BRAGO) angenommen wurde (vgl. OLG Düsseldorf JurBüro 1993, 537) - das gesamte Verfahren im ersten Rechtszug einschließlich des Ermittlungsverfahrens gemeint ist (vgl. OLG Oldenburg StraFO 2007, 347 unter Berufung auf BT-Drucksache 15/1971 S. 203; OLG Stuttgart, Beschluß vom 13. Juli 2007 - 2 Ws 161/07 - zitiert nach juris) oder ob darunter jede anwaltliche Tätigkeit zu verstehen ist, für die nach Teil 4 VV RVG besondere Gebühren vorgesehen sind (vgl. OLG Frankfurt AGS 2007, 193 m. zust. Anmerkung Volpert unter Berufung auf BT-Drucksache 15/1971 S. 248 zu § 42 RVG).
BVerfG, 20.09.2007 - 2 BvR 1278/07
Anrechnung, Vorschuss, Verfassungsbeschwerde
gegen a) den Beschluss des Oberlandesgerichts Oldenburg vom 10. Mai 2007 - 1 Ws 220/07 -,.