Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%202011,%2026
Timestamp: 2020-01-27 07:29:52
Document Index: 178707942

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10']

BFH, 14.07.2009 - IX R 52/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,1710
BFH, 14.07.2009 - IX R 52/08 (https://dejure.org/2009,1710)
BFH, Entscheidung vom 14.07.2009 - IX R 52/08 (https://dejure.org/2009,1710)
BFH, Entscheidung vom 14. Juli 2009 - IX R 52/08 (https://dejure.org/2009,1710)
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Verlustfeststellungsbescheid eines Verlustentstehungsjahres als Bezugspunkt für eine Änderung der bei einer Ermittlung des Gesamtbetrags von Einkünften nicht ausgeglichenen Verluste; Regelungen zur Bestimmung von bei einer Ermittlung des Gesamtbetrags von Einkünften ...
Verlustfeststellungsverfahren bei negativem Gesamtbetrag der Einkünfte
Einschränkung der Möglichkeit eines Erlasses eines Verlustfeststellungsbescheides
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BFH v. 14.7.2009 - IX R 52/08 (Feststellung des Verlustvortrags)" von ViRFG Anton Siebenhüter, original erschienen in: EStB 2009, 340.
BFHE 225, 453
DB 2009, 2128
BStBl II 2011, 26
Zwischen dem Einkommensteuerbescheid und dem Verlustfeststellungsbescheid besteht aber kein Abhängigkeitsverhältnis (…vgl. z.B.: BFH-Beschluss vom 26. August 2010 X B 219/09, BFH/NV 2011 Seite 50 m. w. N.); vielmehr ist das Verfahren der gesonderten Feststellung nach § 10d Abs. 3 EStG gegenüber dem Festsetzungsverfahren selbständig (vgl. z. B.: BFH-Urteil vom 14. Juli 2009 IX R 52/08, BStBl II 2011 Seite 26 m. w. N.).
Das Verfahren der gesonderten Verlustfeststellung ist ein selbständiges Verfahren (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 14. Juli 2009 IX R 52/08, BFHE 225, 453, BStBl II 2011, 26).
Die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags gemäß § 10d Abs. 4 EStG stellt im Verhältnis zur Einkommensteuerfestsetzung für das Verlustentstehungsjahrs ein selbständiges, und damit selbständig überprüfbares, Verfahren dar (vgl. BFH-Urteil vom 14. Juli 2009 IX R 52/08, DStR 2009, 1999).
Insoweit schließt sich der Senat der geänderten Rechtsauffassung des Bundesfinanzhofs an (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs vom 17.09.2008 IX R 70/06, BStBl II 2009, 897 unter II.2.; vom 14.07.2009, IX R 52/08, BFH/NV 2009, 1885 unter II.2.).
Zwar handelt es sich bei der von der Klägerin genannten Norm in der im Streitjahr geltenden Fassung um eine Korrekturvorschrift (vgl. BFH-Urteil vom 14. Juli 2009 IX R 52/08, BStBl II 2011, 26); denn nach § 10d Abs. 4 Satz 4 EStG sind Feststellungsbescheide zu erlassen, aufzuheben oder zu ändern, soweit sich die nach Satz 2 zu berücksichtigenden Beträge ändern und deshalb der entsprechende Steuerbescheid zu erlassen, aufzuheben oder zu ändern ist.
Denn trotz der grundsätzlichen Unabhängigkeit des Steuerfestsetzungsverfahrens und des Verlustfeststellungsverfahrens (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 14. Juli 2009 IX R 52/08, BStBl II 2011, 26 und BFH-Beschluss vom 26. August 2010 IX B 219/09, BFH/NV 2011, 50) gewährleistet die Korrekturnorm des § 10d Abs. 4 Satz 4 EStG einen Gleichlauf von Feststellung und Festsetzung.
Ist der verbleibende Verlustabzug erstmals gesondert festzustellen, ist der bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte nicht ausgeglichene Verlust nach den einschlägigen materiell-rechtlichen Regelungen in § 10d EStG zu bestimmen (BFH-Urteil vom 14. Juli 2009 IX R 52/08, BFHE 225, 453, BFH/NV 2009, 1885); das Verfahren der gesonderten Feststellung nach § 10d Abs. 3 EStG ist gegenüber dem Festsetzungsverfahren selbständig.