Source: http://www.german-rugby.de/th-drj2003.html
Timestamp: 2018-01-23 01:49:24
Document Index: 7835570

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 7', '§ 10', '§ 12', '§ 13', '§ 6', '§ 7', '§ 10', '§ 12', '§ 13', '§ 23', '§13', '§13']

Die Anträge zum DRJ-Tag 2003 in Hannover
Die Tagesordnung des DRJ-Tag 2003
Antrag des DRJ-Vorstandes auf Äbschaffung der DM der C- und B-Schüler
Antrag des DRJ-Vorstandes auf Änderung des Spielmodus zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften der Altersklassen Schüler A und Jugend.
Anlage 1 Zum Antrag des Vorstandes zur Vollversammlung der DRJ.
Antrag des DRJ - Vorstandes auf Änderung der DRJ - Spielordnung (zur Anpassung an die Umsetzung des Antrages 2)
Anlage 2 Zum Antrag des Vorstandes zur Vollversammlung der DRJ.
Titel: Änderung der Spielordnung
Anlage 2a / 2b Spielordnung
Antrag des DRJ - Vorstandes auf Einführung einer Satzungskommission zur Harmonisierung / Angleichung der DRJ- an die DRV -Satzung.
Einladung zur 34. (außerordentlichen) Vollversammlung der DEUTSCHEN RUGBY-JUGEND
am Samstag 28. Juni 2003 um 11.00 Uhr beim SV 1908 Ricklingen, Mühlenholzweg 6, 30459 Hannover.
2. Richtlinien für die Arbeit der DRJ
Die beiliegenden Anträge werden an die VV gestellt.
4. Jahresabrechnung 2002 und Haushaltsplan 2003 (liegt in der integrierten Form im DRV-Haushalt vor)
6. Nachwahlen des Vorstandes
Wir bitten Sie, Ihre Delegierten mit einer schriftlichen Vollmacht für die DRJ – Vollversammlung auszustatten. Vertreter ohne Vollmacht für die DRJ - Vollversammlung haben kein Stimmrecht.
Entstehende Kosten gehen zu Lasten der teilnehmenden Mitglieder.
der Vorstand der Deutschen Rugby-Jugend beantragt die Durchführung der DM der C- und B-Schüler mit Wirkung ab der Spielzeit 2003/2004 ganz abzuschaffen.
Die sportliche Ausbildung sollte in diesen Altersklassen die freie Entfaltung der Schüler gestatten. Es ist ein Alter, in dem Vielseitigkeit und Entwicklungsgemäßheit vor der Frühspezialisierung stehen muss. Deshalb steht im Vordergrund das Schaffen der Voraussetzungen für die weitere Entwicklung, die vielseitige körperliche Ausbildung, das Schaffen der Grundlagen für eine spätere hohe Belastbarkeit sowie die Förderung einer harmonischen Körperentwicklung durch ein abwechslungsreiches und spielerisches Training.
All diese Ziele stehen im Gegensatz zum Einstudieren gewinnbringender Spielzüge, die dem Kind den Freiraum nehmen, um sich selbst zu entfalten, so wie sie in der Regel zur Vorbereitung für die Deutschen Meisterschaften stattfinden.
Stattdessen schlagen wir das Austragen regelmäßiger lokaler und regionaler Turniere in diesen Altersklassen vor.
Klingt unheimlich fürsorglich und gut. Nur die übereifrigen Betreuer, Eltern und Kinder, die anscheinend angesprochen sind, werden dadurch kaum gemäßigt. Der „falsche“ Ehrgeiz wird auf andere Veranstaltungen verlagert.
Was ist eigentlich der Anlass für diesen Antrag? Sind in den letzten Jahren nur sportliche und menschliche Wracks aus den Teilnehmern der C und B Schülermeisterschaften erwachsen? Wenn ja, dann sollten Fakten auf den Tisch oder der Antrag sollte gleich abgelehnt werden.
Gerade für Verein aus der Rugbyprovinz und / oder solchen, die endlich mit der Schülerarbeit loslegen wollen, ist die Teilnahme an der DM ein gesunder sportlicher Anreiz. Etwaiges Fehlverhalten sollte durch geeignete Methoden korrigiert werden.
der Vorstand der Deutschen Rugby-Jugend beantragt die Austragung der Deutschen Meisterschaften in den Altersklassen Schüler A und Jugend entsprechend der Anlage 1 mit Wirkung ab der Spielzeit 2003/2004zu ändern.
Der derzeitige Trend der Forcierung von Aktivitäten zur Förderung des Breitensports "Rugby" ist lobenswert und auch richtig. Eine Aktivierung von Sponsoren und eine damit einhergehende deutliche Verbesserung der Attraktivität, ist nur möglich, wenn gute sportliche Leistungen erbracht werden.
Aufbauend auf dem letzen Gedanken erscheint es notwendig den Spielbetrieb im Schüler- und Jugendbereich zu überprüfen und alternative Wettkampfmodelle zu entwickeln, auszuprobieren und letztlich flächendeckend einzuführen.
- Schaffung eines höheren Leistungsniveaus durch Einrichtung von zusätzlichen Spieleinheiten.
- Qualitative Anhebung der Deutschen Meisterschaften durch Teilnahme der besten 6 Mannschaften des Landes.
- Schaffung von zusätzlichen Sichtungsmöglichkeiten für die Auswahltrainer im Jugendbereich.
Titel: Änderung des Spielmodus zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften der Altersklassen Schüler A und Jugend
1. Qualifikationsrunde 1
Die Landesverbände ermitteln in eigener Regie nachweislich Ihre Teilnehmer zur nächsten Qualifikationsrunde im Rahmen eines Turniers oder einer Spielrunde im Modus ,jeder gegen jeden".
Es qualifizieren sich die beiden bestplatzierten Mannschaften Zeitpunkt: bis Dezember des Jahres
2. Qualifikationsrunde 2
Auf regionaler Ebene (Nord, Ost, West, Süd) nehmen aus jeweils 3 Landesverbänden die Qualifikanten teil. Kann die Teilnehmerzahl von 6 Mannschaften nicht erreicht werden, ist entsprechend der nominellen Stärke einzelner Landesverbände (Quotenregelung) die Aufstockung
In einer 2-tägigen Veranstaltung wird im Modus ,“jeder gegen jeden" gespielt. Es qualifizieren sich die 3 bestplatzierten Mannschaften für die nächste Runde.
Zeitpunkt: März der laufenden Spielzeit
3. Qualifikationsrunde 3
Auf überregionaler Ebene (Nord-Ost, Süd-West) nehmen die 3 Qualifikanten der 2. Runde teil.
Kann die Teilnehmerzahl von 6 Mannschaften nicht erreicht werden, ist entsprechend der entsprechend der Platzierungen der Qualifikationsrunde 2 aufzustocken. In einer 2-tägigen Veranstaltung wird im Modus ,“jeder gegen jeden" gespielt. Es qualifizieren sich die 3 bestplatzierten Mannschaften für die Endrunde.
Zeitpunkt: April/Mai der laufenden Spielzeit
4. Endrunde Deutsche Meisterschaft
An der Endrunde nehmen die 3 bestplatzierten Mannschaften der beiden
Qualifikationsrunden 3 teil. Kann die Teilnehmerzahl von 6 Mannschaften nicht erreicht werden, ist entsprechend der entsprechend der Platzierungen der Qualifikationsrunde 3 aufzustocken. In einer 2-tägigen Veranstaltung wird im Modus , “jeder gegen jeden" gespielt.
5. Grafische Darstellung
Fazit: Was bei den C- und B-Schülern abgeschafft wird, wird bei den A-Schülern und Jugend zum positiven Mittel?
Der Antrag nutzt nur den starken Verbänden und Vereinen, die vorher die schwächeren gnadenlos aussieben, damit nur „ihre“ Teams bei der eigentlichen Meisterschaft teilnehmen können.
Wie sollen dann die schwächeren entsprechende Erfahrungen sammeln, damit sie auch so stark werden, wie die dann „geschlossene Gesellschaft“
der Vorstand der Deutschen Rugby-Jugend beantragt die Spielordnung mit Wirkung ab der Spielzeit 2003/2004 wie beiliegend zu ändern (Anlage 2, 2a u. 2b, abhängig von der Abschaffung der DM der C- und B-Schüler).
Die Umsetzung des Antrages 2 erfordert auch die damit einhergehende Umformulierung der DRJ - Spielordnung.
Der Vorstand der DRJ beantragt die Spielordnung in folgenden Paragraphen zu ändern:
a) § 6 Schiedsrichter
b) § 7 Sperren
c) § 10 Altersklassen
d) § 12 Vereinswechsel
e) § 13 Meisterschaften
a) § 6 letzter Absatz
Wichtig ist die Aushändigung vor Spielantritt.
b) § 7.2 2. Absatz
Die Regelungen in der Disziplinarordnung (hier: Anlage1) sind umfassend und ausreichend, so dass auf die IRB-Regelung, die kaum einem bekannt ist, verzichtet werden kann.
c) § 10
Die Regelungen über Mädchenrugby sind bisher nicht erfasst und bedurften einer einheitlichen Regelung für den Bereich der DRJ (10.1). Die weiteren Veränderungen sind präventive Maßnahmen zur Sicherstellung der Gesundheit unserer Spieler, sowie zur rechtlichen Absicherung.
d) § 12
Die Ergänzung um das Passwesen dient zur Ermittlung von Daten zur langfristigen Steuerung und Planung von Maßnahmen der DRJ. Es können weiterhin aufwendige Prüfverfahren bei den Meisterschaften reduziert werden.
e) § 13
Die Veränderungen dienen der deutlichen Definition von Meldefristen und sind teilweise notwendige Korrekturen auf den Antrag 2.
Rugby kann nur gespielt werden, wenn alle Beteiligten - Spieler, Trainer, Betreuer und Zuschauer - den "Geist des Rugby" respektieren. Dies bedeutet in erster Linie Respekt vor den Regeln des Spiels und dem Schiedsrichter, in gleicher Weise aber auch Respekt vor der persönlichen Würde und der körperlichen Unversehrtheit des Gegners. Wir spielen Rugby aus Freude am Spiel, auch aus Freude an der körperlichen Konfrontation, am Wettkampf und am Gemeinschaftserlebnis mit unseren Sportfreunden. Das großartige Erlebnis eines Rugbyspiels wird aber erst durch den Gegner ermöglicht, der sich uns zum Wettkampf stellt. Wir sind daher verpflichtet, ihn zu achten, ihn nicht durch Schimpfworte herabzuwürdigen, ihn nicht vorsätzlich zu verletzen und seine Leistung anzuerkennen, wenn er uns
besiegt haben sollte.
Alle Sportfreunde, die an der Ausbildung von Nachwuchsspielern beteiligt sind, sind verpflichtet, neben den sportlichen Fähigkeiten in Technik, Taktik, Kraft und Ausdauer auch und besonders die oben beschriebene Haltung zu fördern und zu entwickeln. Dabei ist es selbstverständlich, dass jede Mannschaft, die ein Rugbyfeld betritt, das Spiel gewinnen will. Trainer, Betreuer, Eltern und Zuschauer sind jedoch aufgerufen, die Leistungen der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen nicht allein an Sieg oder Niederlage zu messen. Das Auftreten der Mannschaft, Kampfgeist, Spielverständnis und der Stand der individuellen Fähigkeiten sowie der sportlich faire Umgang miteinander sind genauso wichtig zu beurteilen.
Mit diesen grundsätzlichen Hinweisen ist keine Abkehr vom Streben nach Höchstleistung verbunden. Harter Wettkampf und unbedingter Siegeswille wird immer ein grundlegender Charakterzug des Rugbyspiels bleiben. Wir sind aber genauso verpflichtet, die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen zur Fairness zu erziehen und sie nicht durch äußeren Erfolgsdruck zu überfordern.
Alle Rugby-Spiele im Bereich der Deutschen Rugby-Jugend werden
- nach den Vorschriften für die Mitglieder des International Board (IRB),
- nach den Vorschriften für die Mitglieder der Federation Internationale de Rugby Amateur
- Association Europeenne Rugby (FIRA-AER),
- nach den vom DRV herausgegebenen Spielregeln,
- und nach der nachfolgenden Spielordnung
Diese Ordnungen und Regeln sind für alle Landesverbände der DRJ bindend.
Alle Mannschaften haben in einheitlicher, sauberer Kleidung anzutreten. Falls zwei Mannschaften die gleiche oder ähnliche Spielkleidung tragen, muss der platzstellende Verein (bei Spielen auf neutralem Platz der Ver-
ein, in dessen Landesverbandsbezirk gespielt wird) seine Kleidung wechseln.
Alle Vereine sind verpflichtet, ihre Plätze ordnungsgemäß herzurichten und für sportliches Verhalten ihrer Spieler, Mitglieder und Anhänger während des Spiels sowie vor und nach dem Spiel zu sorgen. Gegebenen-
falls ist die nötige Anzahl von Ordnern zu stellen.
Weiterhin sind sie für die Bereitstellung und Vorsorge für die erste Hilfe bei Unfällen verantwortlich.
Bei allen Spielen müssen die Mannschaften zur festgesetzten Zeit antreten. Bei Spielen, bei denen eine Mannschaft von auswärts anreist, hat das Spiel spätestens 45 Minuten nach der festgesetzten Zeit zu beginnen.
Tritt bei Pflichtspielen eine Mannschaft mit weniger als in den Regeln festgelegten Spielern an, so wird das Spiel dem Gegner als gewonnen erklärt. Die Vereine können das Spiel als Privatspiel durchführen lassen.
5. Sportgruß
Nach Ende eines jeden Spiels hat jede Mannschaft dem Gegner den Sportgruß auszubringen.
Schiedsrichter sind für Pflichtspiele von der Schiedsrichtervereinigung des zuständigen Verbandes einzuteilen und zu benachrichtigen. Der für ein Spiel eingeteilte Schiedsrichter kann nicht abgelehnt werden. Jeder Verein hat einen geeigneten Seitenrichter zu stellen.
Erscheint der eingeteilte Schiedsrichter nicht zu dem Spiel, ist ein anwesender neutraler geprüfter Schiedsrichter zu akzeptieren. Können sich die Mannschaften bei mehreren anwesenden Schiedsrichtern nicht auf einen einigen, entscheidet das Los.
Ist kein neutraler Schiedsrichter anwesend, so ist ein von der Gastmannschaft gestellter, geprüfter Schiedsrichter zu akzeptieren. Sollte dies nicht möglich sein, ist ein geprüfter Schiedsrichter des Platzvereins zu akzeptieren.
Steht kein geprüfter Schiedsrichter zur Verfügung, so haben sich die beteiligten Vereine auf eine anwesende Person zu einigen, die das Spiel leiten kann; notfalls hat bei mehreren infragekommenden Personen das Los
Über alle Pflichtspiele ist ein Spielbericht auf dem vorgeschriebenen Formular anzufertigen und dem Schiedsrichter vor Beginn des Spiels auszuhändigen. Der Spielbericht ist an die zuständige spielleitende Stelle, spätestens 24 Stunden nach beendetem Spiel, zuzusenden. In dem Bericht sind die Namen der beiden Mannschaften und der beteiligten Spieler mit deren Spielerpassnummern vollständig anzugeben. Für das ordnungsgemäße Ausfüllen und für die Zusendung zur spielleitenden Stelle ist ausschließlich die Heimmannschaft verantwortlich.
7.1 Ein wegen Unsportlichkeit vom Schiedsrichter des Feldes verwiesener Spieler erhält automatisch eine 15tägige Spielsperre für alle Spiele im Bereich des DRV und der DRJ. Er ist in jedem Fall für die folgenden
zwei Pflichtspiele seiner Altersklasse nicht spielberechtigt.
Im Wiederholungsfall in der gleichen Saison wird diese Strafe verdoppelt. Berufungen gegen die automatische Sperre gibt es nicht.
Bei Herausstellung von Spielern in Wettkämpfen von Juniorennationalmannschaften oder von Juniorenauswahlen tritt die automatische Sperre nicht in Kraft. Der Disziplinarausschuss hat in solchen Fällen eine Entscheidung zu treffen.
Wird ein Spieler wegen einer Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter vom Platz gestellt, muss innerhalb der 15tägigen automatischen Sperre eine Verhandlung mit Anhörung der Beteiligten, d.h. Schiedsrichter, Spieler,
Vereinsvertreter und von jeder Partei benannten Zeugen vor dem Disziplinarausschuss (Sportwart, Fachwart für die Organisation des Spielbetriebes und DRV - Schiedsrichterobmann) stattfinden.
7.2 Über die Einleitung eines Verfahrens zur Verhängung einer weitergehenden Strafe entscheidet nach Auswertung des Spielberichtsbogens innerhalb einer Woche der jeweilige Staffelleiter. Bei nachgewiesenem unsportlichem Verhalten gilt die Anlage 1 zur Disziplinarordnung des DRV.
Gegen eine über die Mindestsperre hinausgehende Strafe kann Berufung nach den Bestimmungen der Rechts- und Strafordnung des DRV oder des zuständigen Landesverbandes eingelegt werden. Diese Berufungsverfahren haben keine aufschiebende Wirkung.
7.3 Des Dopings überführte Sportler werden entsprechend den Rahmenrichtlinien zur Bekämpfung des Dopings" des DSB und den Bestimmungen des IRB bestraft.
7.4 Gesperrte Spieler dürfen während der Sperre nicht das Amt als Schiedsrichter oder Seitenrichter ausüben.
8. Abstellen von Spielern
Jeder Verein ist verpflichtet, auf Anforderung seine Spieler für Länderspiele, repräsentative Spiele und für Lehrgänge zur Verfügung zu stellen.
Stellen Vereine mehr als zwei Spieler ab, sind eventuelle Punkt- oder Meisterschaftsspiele in der betreffenden Altersklasse auf Antrag des betroffenen Vereins abzusetzen.
Wollen die Vereine trotz Spielerabstellung ein angesetztes Punktspiel austragen, ist jeder Vorbehalt ausgeschlossen.
Wenn ein Spieler für ein Länder- oder Auswahlspiel oder einen Lehrgang oder einen Test der DRJ nominiert ist, darf er bis zu drei Tagen vor dieser Veranstaltung nur mit Zustimmung des DJ-Leistungsausschusses in
einer Vereins-, Regional-, oder sonstigen Mannschaft eingesetzt werden.
Sollen Spieler der Junioren in einer Seniorenauswahlmannschaft eingesetzt werden, ist die Genehmigung der DRJ erforderlich. Sind zum gleichen Termin Jugendrepräsentativveranstaltungen, so sind diese vorrangig.
Für alle Rechtsfragen gilt die Schiedsordnung des DRV. Alle Strafen sind so zu bemessen, daß die Existenz der Rugby-Jugendabteilungen der Vereine nicht gefährdet wird.
10. Altersklassen
10.1. Alle Meisterschaftsspiele auf Landesverbands- oder Bundesebene werden getrennt nach Altersspielklassen durchgeführt, wobei bis zur Altersklasse Schüler A gemischte Mädchen- und Jungenmannschaften zulässig
Die Eingruppierung der Spieler in ihre Altersklassen erfolgt jährlich, zu Saisonbeginn, nach Geburtsjahrgängen:
Junioren: Der älteste zugelassene Geburtsjahrgang wird im Jahr des Saisonbeginns 18 Jahre alt.
Jugend: Der älteste zugelassene Geburtsjahrgang wird im Jahr des Saisonbeginns 16 Jahre alt.
Schüler A: Der älteste zugelassene Geburtsjahrgang wird im Jahr des Saisonbeginns 14 Jahre alt.
Schüler B: Der älteste zugelassene Geburtsjahrgang wird im Jahr des Saisonbeginns 12 Jahre alt.
Schüler C: Der älteste zugelassene Geburtsjahrgang wird im Jahr des Saisonbeginns 10 Jahre alt.
Schüler D: Der älteste zugelassene Geburtsjahrgang wird im Jahr des Saisonbeginns 8 Jahre alt.
Abweichend von der Altersklassenregelung können Mädchen bis zur Vollendung des 15 Lebensjahres in der Altersklasse Schüler A in gemischten Mannschaften eingesetzt werden.
10.2. Spieler der Altersklasse Schüler 0 bis Jugend können nur in ihrer eigenen und in der jeweils nächsthöheren Altersklasse eingesetzt werden, jedoch nicht in der 1. u. 2. Sturmreihe.
10.3. Spieler der Altersklasse Junioren können mit dem Vollenden des 18. Lebensjahres (ab dem 18. Geburtstag, d.h. auch mitten in der Saison) in Seniorenmannschaften eingesetzt werden, jedoch nicht in der 1. u. 2.
Sturmreihe.
10.4. Spieler die in der nächsthöheren Altersklasse eingesetzt werden sollen, benötigen hierzu die Freigabe des entsprechenden Landesverbandes. Die Freigabe darf nur erteilt werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt
- Schriftliche Einverständniserklärung der Eltern / Sorgeberechtigten
- Sportärztliches Attest über die Unbedenklichkeit des Einsatzes
Ein Spieler, der in einer höheren Altersklasse eingesetzt wird, darf maximal die für seine Altersklasse in den Spielregeln vorgesehene Spielzeit eingesetzt werden.
11. Spielberechtigung
11.1. Am Spielbetrieb der Deutschen Rugby-Jugend und ihrer Landesverbände dürfen Vereine, Schulen und Spielgemeinschaften aus diesen teilnehmen.
Am Punktspielbetrieb der Deutschen Rugby-Jugend und ihrer Landesverbände dürfen nur Spieler teilnehmen, die dem Schiedsrichter einen gültigen, von der DRJ oder einem Landesverband ausgestellten Spielerpass vorlegen können.
Die Prüfung der Gültigkeit und Richtigkeit der Spielerpässe obliegt den beteiligten Vereinen und ist durch Unterschrift auf dem Spielberichtsbogen zu bestätigen. Der von den beteiligten Vereinen anerkannte und unterschriebene Spielberichtsbogen ist dem Schiedsrichter vor Spielbeginn auszuhändigen.
Unregelmäßigkeiten sind vom Schiedsrichter auf dem Spielberichtsbogen zu protokollieren. Die spielleitende Stelle muß daraufhin eine weitere Prüfung vornehmen und ggf. ein Verfahren nach § 23 der DRV-Satzung einleiten.
11.3. Die Ausstellung sämtlicher Spielerpässe obliegt den Landesverbänden. Die Verlängerung sämtlicher Spielerpässe obliegt den Landesverbänden.
11.4. Mitgliedschaft in mehreren Vereinen ist zulässig. Spielberechtigung für Punktspiele kann jedoch nur für einen Verein / eine Spielgemeinschaft erteilt werden.
12. Vereinswechsel / Passwesen
12.1. Die Ausstellung von Spielerpässen und deren Überprüfung obliegt dem jeweiligen Landesverband.
12.2. Die Landesverbände melden bis zum 31.12. eines Jahres alle ausgestellten Pässe an die DRJ Geschäftsstelle unter Angabe folgender Daten:
12.3. Bei Vereinswechsel beträgt die Sperrfrist innerhalb der Saison
- zur Teilnahme an Punktspielen im Bereich der DRJ sechs Wochen
- zur Teilnahme an Endrunden zu deutschen Meisterschaften der DRJ sechs Monate.
Wechselt ein Spieler seinen Verein nach einem Wohnortwechsel von mehr als 50 km, so ist er für alle Spiele seines neuen Vereins sofort spielberechtigt.
In besonderen Fällen (keine Teilnahme an Spielen des bisherigen Vereins, Auflösung einer Mannschaft oder eines Vereins) kann die DRJ auf schriftlich begründetem Antrag die Sperre reduzieren.
12.4. Der Antrag auf Spielberechtigung für einen anderen Verein gilt ab Eingangsdatum beim Landesverband und/oder bei der DRJ-Geschäftsstelle. Die Meldung muss durch den wechselnden Spieler vorgenommen wer-
Vereinsinterne Kündigungsfristen werden nicht berücksichtigt.
Der Spielerpass des Wechselnden ist dem Spielausschuss des Landesverbandes zuzustellen, der die Freigabe erteilt oder den Pass dem neuen Verband zur Freigabe zuleitet.
12.5. Spätestens zwei Wochen vor Beginn der Spiele um die Deutschen Rugby-Jugend-Meisterschaften haben die Landesverbände der DRJ unaufgefordert alle Spielerwechsel der laufenden Spielzeit unter Angabe der Personalien und Vereine schriftlich mitzuteilen.
13. Meisterschaften
13.1. Deutsche Meisterschaften werden von der DRJ durchgeführt. Es werden die Meister auf Bundesebene in den Altersklassen Schüler C bis Junioren ausgespielt.
13.2. Die Landesverbände ermitteln in eigener Regie ihre Meister. Der Austragungsmodus und die Namen der an den Meisterschaftsspielen teilnehmenden Vereine sind bis zum 30.10. eines Jahres der DRJ - Geschäftsstelle schriftlich mitzuteilen.
13.3. Die Zahl der an den DM-Endrunden teilnehmenden Mannschaften hängt von der Stärke des jeweiligen Landesverbandes ab. Innerhalb jeder Altersgruppe wird nach der Anzahl der an den Meisterschaftsspielen teil-
nehmenden Mannschaften (siehe §13.2.) kontingentiert.
13.4. Die Landesverbände haben bis zum 31.01. eines Jahres ihre Teilnehmer an den Qualifikationsturnieren zur Endrunde um die deutschen Schüler und Jugendmeisterschaften der DRJ Geschäftsstelle schriftlich zu melden.
Bei Meisterschaftsendrunden für die keine Qualifikationsspiele erforderlich sind, sind die durch die DRJ ermittelten Startplätze (siehe §13.2.) innerhalb von 4 Wochen nach Bekanntgabe, spätestens zum 31.03. eines
Jahres durch die Landesverbände schriftlich zu bestätigen.
Die namentliche Meldung der teilnehmenden Vereine hat schriftlich bis spätestens 2 Wochen vor dem jeweiligen Qualifikations- oder Endrundenturnier zu erfolgen.
Weiterhin sind die im Laufe der Saison gegen Spieler der Mannschaften verhängten Platzverweise zu melden.
14.1. Die Wertung der im Bereich der DRJ ausgetragenen Punktspiele erfolgt nach folgendem Muster:
- für ein gewonnenes Spiel erhält eine Mannschaft 3 (drei) Punkte
- für ein unentschiedenes Spiel erhalten die Mannschaften 2 (zwei) Punkte
- für ein verlorenes Spiel erhält die Mannschaft 1 (einen) Punkt
- im Falle von Nicht-Antreten erhält die nichtantretende Mannschaft 0 (Null) Punkte und das Spiel wird bei 15-er - Spielen mit 0:50 und bei reduzierter Spieleranzahl mit 0:25 als verloren gewertet.
b) ein gewonnenes oder ein unentschiedenes Spiel wird einem Verein als verloren, dem Gegner als gewonnen gewertet, wenn er ein Spiel abbricht, den Abbruch verschuldet oder einen Spieler mitspielen läßt, der nicht spielberechtigt ist.
Die Wertpunkte werden durch die spielleitende Stelle zuerkannt.
14.2. Bei Qualifikationsentscheidungen zu deutschen Meisterschaften und bei Meisterschaftsendturnieren gelten für die Platzierung wertpunktgleicher Mannschaften folgende Kriterien:
a) Wertpunkte aus dem direkten Vergleich der wertpunktgleichen Mannschaften
b) geringere Anzahl der Platzverweise aus dem gesamten Turnier
c) Spielpunkte - Differenz aus dem direkten Vergleich der wertpunktgleichen Mannschaften
d) Anzahl der Spielpunkte aus dem direkten Vergleich der wertpunktgleichen Mannschaften
e) Anzahl der Versuche im direkten Vergleich der wertpunktgleichen Mannschaften
f) Anzahl der Straftritte im direkten Vergleich der wertpunktgleichen Mannschaften
g) Anzahl der Sprungtritte im direkten Vergleich der wertpunktgleichen Mannschaften.
14.3. Ist bei Endturnieren oder Endspielen um deutsche Meisterschaften nach den Kriterien von Absatz 14.2. keine Entscheidung gefallen, werden die gleichplatzierten Mannschaften gemeinsam zum Meister erklärt.
Hannover, 28.06.2003
der Vorstand der Deutschen Rugby-Jugend beantragt die Einführung einer Satzungskommission zur Überarbeitung / Harmonisierung / Angleichung der DRJ-Jugendordnung an die DRV-Satzung.
Die derzeitig gültige Fassung der Jugendordnung der DRJ stammt noch aus dem Jahre 1994. Der DRV hat im letzten Jahr eine neue Satzung installiert. Um hier eine moderne, der DRV-Satzung nicht widersprechende; neue Jugendordnung zu erreichen, ist es unbedingt erforderlich eine zuständige Instanz zu installieren.