Source: http://www.mattil.de/de/aktuelle-faelle/medienfonds-filmfonds.html
Timestamp: 2017-08-22 14:46:24
Document Index: 348710562

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Mattil & Kollegen - anlegergewerkschaft.de: Medienfonds/ Filmfonds
DeutschMedienfonds/ Filmfonds
EnglishMedienfonds/ Filmfonds
Francaisfonds des medias/ fonds du film
Die Filmfondsbeteiligung an der BAF KG wurde Anlegern von der Dresdner Bank AG im Jahre 1999 und 2000 als abgesicherte Anlage verkauft. Als Absicherung smechanismus sollte u.a. eine Erlösausfallversicherung dienen . Der Filmfonds läuft zum 30.06.2009 aus, die Anleger können kaum mehr mit Ausschüttungen rechnen. Nach Ansicht der Kanzlei Mattil & Kollegen ist der Verkaufsprospekt fehlerhaft, da das Verlustrisiko v.a. im worst-case-Szenario unzutreffend dargestellt ist ; es fehlt ein Hinweis auf ein Totalverlustrisiko. Hierauf hätten die Anleger von der Dresdner Bank hingewiesen werden müssen. Die Kanzlei Mattil & Kollegen konnte in einem ähnlichen Filmfonds (Vif Dritte KG) vor dem Bundesgerichtshof am 14.06.2007 (III ZR 300/05) ein für zahlreiche Anleger bedeutendes Urteil erstreiten, wonach ein Verkaufsprospekt fehlerhaft ist, wenn das Verlustrisiko, insbesondere im worst-case Szenario, falsch dargestellt wird. Dieses Urteil ist nach Auffassung der Kanzlei Mattil & Kollegen auf den Prospekt der BAF KG übertragbar. Es besteht die Möglichkeit, die beratende Bank (Dresdner Bank AG) aus Falschberatung zu verklagen, wenn dem Anleger die Beteiligung mit unzutreffenden Angaben über das Verlustrisiko verkauft wurde. Die Kanzlei Mattil & Kollegen empfiehlt daher dringend , durch einen Rechtsanwalt die Möglichkeit, Schadensersatzansprüche geltend zu machen, überprüfen zu lassen. Verjährung dürfte nach Ansicht der Kanzlei Mattil & Kollegen bislang noch nicht eingetreten sein.
Seit 1999 hat Uwe Boll mit seiner Firma BOLU GmbH bereits 10 Medienfonds (Boll 1.–10. KG) mit dem Schwerpunkt Horror- und Videospielverfilmungen aufgelegt. Wer in Boll-Beteiligungen investiert, muss allerdings mit erheblichen Kapitalverlusten rechnen. Die Fondsgesellschaften spielen die prospektierten Einnahmen nicht ein und die Ausschüttungen bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Die Emissionsprospekte leiden nach Ansicht der Kanzlei Mattil & Kollegen an vielfältigen Fehlern, die zur Rückabwicklung der Beteiligung berechtigen können. Die Boll 7. KG soll zum 30. Juni 2009 liquidiert werden. Bei der Boll 8. KG müssen noch 17 Mio. Euro Lieferantenkredite bedient werden. Im „worst case“ droht daher die Überschuldung und die Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft. Bei der Verleihung der „Goldenen Himbeere“ im Jahre 2009, dem Anti-Oscar, erhielt Boll die zweifelhafte Auszeichnung als schlechtester Regisseur! Zudem bekam er eine Sonder-Himbeere für das „Schlechteste bisherige Lebenswerk“.
Neuerdings sucht der Horror-Filmer knapp 400.000 Anleger, die für 33 Euro Mitproduzenten an seinem neuen Werk „Black-out“ werden können. Aufgrund der bisherigen Leistungsbilanz der Boll-Fonds ist ein Engagement kritisch zu bewerten. Zumal das Projekt nur zustande kommt, wenn mindestens 43 % der angestrebten Summe bis zum 31.03.2009 einbezahlt werden. Wird der budgetierte Betrag innerhalb der genannten Frist nicht erreicht, soll pro Einzahlung nur ein Betrag von mindestens 27 Euro zurücküberwiesen werden.
Mit Beschluss vom 20.01.2009, Az. XI ZR 510/07, hat der BGH einem Anleger des CFB Medienfonds 140 (IWP KG I) wegen fehlerhafter Anlageberatung gegen die Commerzbank AG Schadensersatz zugesprochen. Der Schadensersatzanspruch des Anlegers liegt darin begründet, dass die Commerzbank AG Rückvergütungen (Kick-backs), die sie vom Fondsinitiator erhalten hat, nicht offengelegt hat. Der BGH hat am 20.01.2009 klargestellt, dass Banken ihren Kunden nicht verschweigen dürfen, wie viel Provision sie selbst für die Vermittlung von geschlossenen Fonds kassieren. Andernfalls machen sie sich schadensersatzpflichtig. Anleger sollten daher etwaige Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung (hier: der Commerzbank AG) von einem spezialisierten Rechtsanwalt prüfen lassen. Dies gilt auch dann, wenn sie das Vergleichsangebot der AVANCIA bereits angenommen haben, da sie zumindest in Höhe des Differenzbetrags einen Schaden erlitten haben. Es wird darauf hingewiesen, dass Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung innerhalb von drei Jahren ab Kenntnis der Falschberatung verjähren. Es kommt damit entscheidend darauf an, wann der einzelne Anleger Kenntnis von den Kick-back-Zahlungen an die Commerzbank AG erhalten hat und ob im Rahmen des Beratungsgesprächs hierüber aufgeklärt wurde. Auch bei anderen geschlossenen Fonds, die über die Commerzbank verkauft wurden, sollten Anleger die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen prüfen lassen, da die Entscheidung des BGH vom 20.1.09 auch auf alle anderen Beteiligungsmodelle (z. B. Medienfonds, Schiffsfonds, Immobilienfonds, Windkraftfonds), bei denen versteckte Kick-backs bezahlt wurden, übertragbar ist.
Hier finden Sie Informationen zur aktuellen BGH-Entscheidung zu Provisionszahlungen (kick-back) an Commerzbank.
Vgl. auchJuve-Handbuch 2005/2006 (Anwalts-Ranking): Hier ist die Kanzlei Mattil & Kollegen als häufig empfohlene Kanzlei im Anlegerschutz erwähnt und u. a. wie folgt beschrieben: "... laut Auskunft von Mitbewerbern 'wohl führend im Bereich Medienfonds' ..."
Hier finden Sie aktuelle Informationen zu "Super-Gau für Cinerenta-Anleger: Fiskus kippt bei allen Cinerenta-Filmfonds Verlustzuweisungen"
Die Hannover Leasing GmbH & Co. KG hat zahlreiche Filmfonds aufgelegt, die von der Entscheidung der bayerischen Finanzverwaltung betroffen sind, die steuerliche Konzeption rückwirkend abzuerkennen. Die Finanzverwaltung ist der Ansicht, dass die im letzten Jahr der Fondslaufzeit zu zahlenden Garantien als Vermögenswert zu aktivieren sind. Zahlreiche Anleger haben sich an die Kanzlei mit dem Auftrag gewandt, Schadensersatzansprüche gegen Berater, Banken und Prospektherausgeber zu prüfen und gegebenenfalls geltend zu machen.
Die Fondsgesellschaften führen eine Abstimmung durch, wonach auf Kosten der Fondsgesellschaft Einsprüche gegen die zu erwartenden Steuerbescheide eingelegt und Klagen zum Finanzgericht erhoben werden sollen. Viele Anleger stellen sich die Frage, ob diese Klagen von denselben Kanzleien geführt werden, die die Fehler bei der Gestaltung der Prospekte gemacht haben.
Auch der Münchner Medienfondsanbieter MBP war ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten: Gegen den Initiator R. M., der mit seinen Filmfonds MBP I, MBP II und MBP NY 121 in den letzten Jahren insgesamt etwa 109 Mio. € von knapp 2000 Anlegern eingeworben hatte, und gegen zwei Mitarbeiter des Mittelverwendungskontrolleurs, einem renommierten, international tätigen Wirtschaftsprüfungsunternehmen, wurde wegen des Verdachts der Untreue u. a. ermittelt. Herr M. wurde 17.07.2009 wegen Untreue zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, das Strafverfahren gegen die Mitarbeiter des Wirtschaftsprüfungsunternehmens wurde nur nach Auflagenzahlung im Jahr 2010 eingestellt. Durch Akteneinsichten bei der Geschäftsführung der Fonds und der Staatsanwaltschaft München I konnte unsere Kanzlei in Erfahrung bringen, dass die als Mittelverwendungskontrolleur eingesetzte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft spätestens ab Oktober 2000 Anlegergelder regelmäßig freigegeben hat, obwohl die Geschäftsführung nicht die vertraglich vorgesehenen vertraglichen Sicherheiten vollständig vorlegen konnte. Wir sehen ausreichende Ansatzpunkte, um zivilrechtliche Ansprüche gegen den Mittelverwendungskontrolleur geltend zu machen und haben bereits für eine Vielzahl unserer Mandanten Klage gegen dieses Unternehmen eingereicht. Da bezüglich der Schadenersatzansprüche Verjährung droht, sollten sich betroffene Anleger umgehend anwaltlich beraten lassen.
Über das Vermögen des Fonds MBP II wurde bereits das Insolvenzverfahren eröffnet, auch bei den beiden anderen Fonds können die Anleger keine erheblichen Rückflüsse mehr erwarten.
Vgl. auch Süddeutsche Zeitung vom 19./20.11.2005, S. 36, sowie "Der Spiegel" 43/2005, S. 66 ff.
Die Kanzlei verfügt über umfassende Sachkenntnis zu den Vorgängen und alle relevanten Unterlagen. Anleger können sich an den sachbearbeitenden Rechtsanwalt A. Rathgeber wenden.
Auch die Anleger der Mediastream Fonds I bis III des Düsseldorfer Anbieters Ideenkapital haben nun mit einer Aberkennung ihrer Verlustzuweisungen zu rechnen, da auch sie nach Ansicht der Betriebsprüfer unter die geänderte steuerrechtliche Einschätzung der Medienfonds mit Schuldübernahmestruktur fallen. Deswegen sei die Betriebsprüfung bei den Fonds Mediastream I bis III wieder aufgenommen worden. Die Anleger dieser Fonds müssen daher mit erheblichen Steuernachzahlungen zzgl. Verzinsung (6 % p. a.) rechnen. Sie sollten daher dringend anwaltlichen Rat einholen. Nach Ansicht von Mattil & Kollegen haben die beratenden Banken den Anlegern das Verlustrisiko und die steuerlichen Risiken unzureichend dargestellt und die obligatorische Fremdfinanzierung und die damit verbundenen Risiken nicht hinreichend erläutert. Daher empfiehlt es sich dringend, Schadensersatzansprüche aus Falschberatung und anderweitige Schadensersatzansprüche anwaltlich überprüfen zu lassen. Außerdem ist nach Ansicht von Mattil & Kollegen die Widerrufsbelehrung in den mit der Sparkasse geschlossenen Darlehens-/Begebungsverträgen unzureichend, sodass diese widerrufen werden könnten. Dies hätte zur Folge, dass die Sparkasse die gesamte Fondsbeteiligung rückabzuwickeln hätte, also auch das eingesetzte Eigenkapital an den Anleger zurückbezahlt werden müsste. Das OLG Koblenz hat die Sparkasse, die einem Anleger die Beteiligung an der Mediastream IV empfohlen hatte, bereits zum Schadensersatz wegen Aufklärungspflichtverletzung verurteilt. Das Gericht weist in seiner Urteilsbegründung darauf hin, dass es sich bei Mediastream IV – entgegen üblicher Medienfondskonzepte – nicht um einen Produktions-, sondern um einen Vertriebsfonds handelt. Insoweit hätten die Initiatoren von Mediastream IV hinsichtlich der zu erzielenden Verlustzuweisungen steuerliches Neuland betreten. Auf die Neuartigkeit des Konzepts und die hiermit einhergehende Unsicherheit hinsichtlich der steuerlichen Anerkennung durch die Finanzverwaltung – mangels Anwendungspraxis – hätte seitens der vermittelnden Sparkasse hingewiesen werden müssen. Anfragen hierzu bitte an RA'in Fohrer: fohrer(@)mattil.de
Die Kanzlei Mattil & Kollegen vertritt zahlreiche Anleger der Vif Dritten KG sowie des "Schwesterfonds" bzw. Private Placement VIP KG (Potsdam-Babelsberg), bei denen derzeit erhebliche Probleme bestehen: Im Prospekt der Vif Dritten KG war den Anlegern, versprochen worden, dass produktionsbezogene Erlösausfallversicherungen bestünden und ein Verlustrisiko auf max. 21,6 % begrenzt sei, bei der VIP KG sollte das Verlustrisiko hierdurch sogar auf maximal ca. 9 % beschränkt sein. Offensichtlich wurden jedoch solche produktionsbezogenen Erlösausfallversicherungen gar nie abgeschlossen, es bestand allenfalls für einzelne Filme der VIP KG eine bloße Rahmenvereinbarung ("cover note"). Die Kanzlei Mattil & Kollegen hat daher die Tochtergesellschaft einer niederländischen Großbank als Initiatorin auf Schadensersatz verklagt, ebenso eine international agierende Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die den Prospekt geprüft und keinerlei Beanstandungen festgestellt hatte. Auch die beratenden Banken wurden wegen fehlerhafter Anlageberatung auf Schadensersatz in Anspruch genommen. Die Kanzlei Mattil & Kollegen hat hierzu etwa 150 Klageverfahren vor den Münchner Land- und Oberlandesgerichten betrieben. Lediglich die Klagen gegen die Banken aus fehlerhafter Anlageberatung waren größtenteils erfolgreich, die Klagen gegen die Initiatorin und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scheiterten zunächst daran, dass in mehr als 80 Klageverfahren vor dem Landgericht München I und von mehr als 12 Senaten vor dem Oberlandesgericht München einheitlich die Auffassung vertreten wurde, der Prospekt sei nicht zu beanstanden: Für einen Anleger, der den Prospekt ordnungsgemäß lese, würde sich das Totalverlustrisiko hinreichend ergeben. Mit dem klägerischen Argument, dass das Kapitel „Risiken der Beteiligung“ keinerlei Hinweis auf ein etwaiges Totalverlustrisiko enthielt, stattdessen ein sog. orst-case Szenario abgedruckt war, wonach man lediglich 21,6 % verlieren könnte, ließen die Münchner Richter (Ausnahme: 22. Zivilkammer) nicht gelten. Die Hartnäckigkeit der Kanzlei Mattil & Kollegen, wonach in jedem Verfahren Nichtzulassungsbeschwerde zum Bundesgerichthof eingelegt wurde, hat sich für die Anleger der Vif Dritten KG nun ausgezahlt: Der Bundesgerichtshof hat am 14.06.2007 in drei Musterverfahren der dort anhängigen etwa 30 Nichtzulassungsbeschwerden entschieden, dass der Prospekt der Vif Dritten KG fehlerhaft ist (Az: III ZR 125/06, III ZR 300/05, III ZR 185/05; vgl. hierzu auch: " Hoffnung für geschädigte Filmfondsanleger: Kanzlei Mattil & Kollegen erstreitet BGH-Urteil"). Der Bundesgerichtshof ist der Auffassung, dass in dem Prospekt nicht ausreichend auf das Totalverlustrisiko hingewiesen wird. Aus diesem Grunde wurden mittlerweile über ein Dutzend Urteile des OLG München aufgehoben und zur weiteren Verhandlung an das Oberlandesgericht München zurückverwiesen, was die Haftung der als Initiatorin in Anspruch genommenen Tochtergesellschaft einer niederländischen Großbank anbelangt. Hier käme neben der Prospekthaftung möglicherweise auch eine Haftung aus Delikt in Frage. Hierzu müsse das Oberlandesgericht München jedoch noch weitere Feststellungen treffen. Eine Haftung der Prospektprüferin komme jedenfalls dann in Betracht, wenn der Anleger das Prospektprüfungsgutachten selbst kannte oder wenn er das Gutachten innerhalb der zweiwöchigen Widerrufsfrist erhalten habe und aufgrund des Prospektgutachtens von einem Widerruf der Beteiligung absieht. Wenn der Anleger das Prospektprüfungsgutachten nicht kannte und der Anlageberater in dem Beratungsgespräch auch hierüber nicht gesprochen habe, scheide eine Haftung der Prospektprüferin gegenüber dem Anleger jedoch aus. Außerdem hat der BGH am 6.3.08 entschieden, dass auch Anleger mit grundlegenden Kenntnissen, die eine „chancenorientierte“ Anlagestrategie verfolgen, über die Risiken einer ihnen bislang nicht bekannten Anlageform zutreffend informiert werden müssen (III ZR 298/05) und damit dem Anleger gegenüber der beratenden C-Bank Recht gegeben.
Veröffentlichungen zu Vif:
Hoffnung für geschädigte Filmfondsanleger: Kanzlei Mattil & Kollegen erstreitet BGH-Urteil
Die von der Kanzlei erstrittenen Urteile BGH III ZR 125/06 und BGH III ZR 300/05 sind in der Zeitschrift "Wertpapiermitteilungen Nr. 32/2007" abgedruckt.
Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat im März 2008 Anklage gegen den Fondsinitiator und ehemaligen Vorstand der Victory Media AG erhoben. Ihm wird Untreue, Betrug und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Die Kanzlei Mattil & Kollegen hatte bereits im Oktober 2005 Strafanzeige wegen der offenkundigen Unregelmäßigkeiten erstattet. Im Sommer 2007 saß der Initiator über mehrere Monate in Untersuchungshaft. Über das Vermögen der Victory Media AG als Dachgesellschaft der insgesamt 24 Victory-Media Fonds war im Januar 2007 das Insolvenzverfahren eröffnet und ein Insolvenzverwalter bestellt worden. Zuvor hatten mehrere Aufsichtsräte und Geschäftsführer der Gesellschaften wegen der Turbulenzen in dem Unternehmens-Verbund ihre Posten niedergelegt, die daraufhin mit Familienmitgliedern des Initiators besetzt wurden. Ebenso gerieten weitere Victory-Firmen in die Insolvenz. In den Prospekten der Fondsgesellschaften war massiv mit Sicherheiten in Form von Vorabverträgen und/oder Distributionsgarantien geworben worden. Diese waren insgesamt nie in der prospektierten Höhe werthaltig vorhanden. Auf den Gesellschafterversammlungen der Fonds 11, 12, 16, 18, 19, 20 (Jubiläumsfonds), 21, 22 und Millennium I + II zeigte sich seit Längerem, dass der Fondsinitiator mit ausländischen Partnern ein Firmengeflecht aufgebaut hatte, in dem man sich anscheinend großzügig Vertriebsprovisionen zuschanzte. Im besonderen Blickpunkt steht hierbei die holländische Firma Global Entertainment B.V mit Sitz in Amsterdam, deren "Besitzerin" eine Firma Global Production B.V. mit Sitz auf Curacao, niederländische Antillen (mittlerweile Kanalinseln) ist. Dem mit der Jahresabschlussprüfung beauftragten Wirtschaftsprüfer war aufgefallen, dass die Jahresabschlüsse fast ausschließlich aus Forderungen gegen diese Firma Global Entertainment Production Holland B.V. bestanden. Zahlreiche Vertriebs- und Produktionsverträge wurden seitens der Victory-Fonds über die Firma Global abgeschlossen. Wozu die Zwischenschaltung der Firma Global erforderlich war, ist nicht ersichtlich. Stattdessen hätte man sich ohne die Zwischenschaltung der Firma Global enorme Vertriebsprovisionen sparen und ggf. für die Fondsgesellschaften bessere Verträge aushandeln können. Der Wirtschaftsprüfer äußerte in einer Gesellschafterversammlung, dass sämtliche Victory-Fonds vermutlich mehr als 30 Mio. Euro an Forderungen gegen die Firma Global hätten. Die Betriebsprüfung bei den Fonds dauert schon seit Jahren an. Laut Auskunft der Staatsanwaltschaft sollen die eingesammelten Anlegergelder nicht in vollem Umfang in die Produktionen geflossen und falsche Angaben gegenüber den Finanzbehörden gemacht worden sein. Steuernachzahlungen für die Anleger wegen unberechtigt erhaltener Verlustzuweisungen sind zu befürchten. Für die Fonds 2-6 hatte das Betriebsstättenfinanzamt Kaufbeuren schon vor einiger Zeit die steuerlichen Vorteile aberkannt, nachdem im Rahmen der Betriebsprüfung festgestellt wurde, dass die gesetzlichen Vorgaben nicht voll erfüllt worden waren. Im Februar 2008 wurden auch die Anleger der Fonds 5, 6, 8 und 9 von der Fondsgeschäftsführung zur Rückzahlung von Ausschüttungen aufgefordert, die mangels entsprechender tatsächlicher Einnahmen unberechtigterweise ausgezahlt worden waren. Auch die Ausschüttungen des Fonds 21 sollen größtenteils aus Einnahmen anderer Fonds stammen, so dass hier mit einer Rückerstattung gerechnet werden muss. Geschädigte Anleger sollten die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen umgehend prüfen lassen. Rechtsschutzversicherungen sind grundsätzlich zur Übernahme der hierfür anfallenden Kosten eintrittspflichtig. In die insgesamt 24 Victory-Mediafonds mit einem Gesamtvolumen von ca. 350 Millionen EURO haben etwa 8500 Anleger ihr Kapital investiert. (Vgl. zum Erfolg der Kanzlei Mattil & Kollegen auch vor dem BGH zum Filmfonds Vif 3. KG: „Hoffnung für geschädigte Filmfondsanleger - Kanzlei Mattil & Kollegen erstreitet BGH-Urteil: BGH hebt Münchner Rechtsprechung auf und sieht Verkaufsprospekt als falsch an“.)
Fondszeitung v. 29.3.2007: Geschäftsführung und Banken unter Druck - Anleger monieren Intransparenz"
Die Beteiligung am VIP Medienfonds 2 wurde im Allgemeinen mit falschen Argumenten an die Anleger verkauft: das Verlustrisiko wurde verharmlost, insbesondere wurden die meisten Anleger nicht darauf hingewiesen, dass für den Fall, dass es nicht gelingt, die prospektierten Erlöseinnahmen zu erzielen, der Anleger möglicherweise noch die weiteren 45 % auf seine Zeichnungssumme nachzahlen muss. Es wurde einigen Anlegern sogar empfohlen, einen höheren Betrag zu zeichnen, da ja lediglich 55 % einbezahlt werden müssten. Den Anlegern drohen außerdem erhebliche Steuernachzahlungen. VIP 2-Anleger sollten die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen aus fehlerhafter Anlageberatung von einem Rechtsanwalt prüfen lassen. Wir konnten bereits zahlreiche Urteile gegen die Commerzbank im Zusammenhang mit den Medienfonds VIP 3 und 4 erstreiten. Es besteht außerdem die Möglichkeit, die beratende Bank auf Schadensersatz zu verklagen, weil sie den Anleger nicht darüber informiert hat, dass und in welcher Höhe sie Vermittlungsprovisionen vom Initiator für den Verkauf der Fondsbeteiligung erhält (Kick-back-Rechtsprechung des BGH). Bereits dieses Argument für sich genommen berechtigt den Anleger, vollen Schadensersatz von der beratenden Bank zu fordern. Da die Verjährung von Schadensersatzansprüchen aus Falschberatung drei Jahre nach Bekanntwerden der Falschberatung eintritt, empfehlen wir dringend, möglichst zeitnah die Verjährung individuell prüfen zu lassen und gegebenenfalls verjährungshemmende Maßnahmen für Sie ergreifen zu lassen.
Die Kanzlei Mattil & Kollegen hat bereits zahlreiche Klagen aus Falschberatung für VIP 2-Anleger eingereicht.
Die Frankfurter Medienfonds sind durch die Insolvenz der garantiegebenden In-motion AG in Schieflage geraten: hierdurch sollten etwa 75 % der Nettoproduktionskosten der Fonds abgesichert werden. Zunächst hatten die Anleger lediglich eine anfängliche Bareinlage von z.B. 48 % (beim Fonds WMF V) zu leisten. Der Rest der Einlage sollte durch erwirtschaftete Gewinne aufgefüllt werden, so dass dem Anleger der Eindruck vermittelt wurde, er müsse die restlichen 52 % seiner Einlage nicht erbringen. Nun droht den Anlegern eine Nachzahlung der restlichen Hafteinlage. Nach Auffassung der Kanzlei liegt in dieser fehlerhaften Verlustrisikodarstellung ein grober Prospektfehler. Die Beteiligungen am World Media Fonds V wurden zum Großteil von der VIP Vermögensberatung München GmbH vertrieben. Deren Geschäftsführer Andreas Schmid, der z.Zt. inhaftierte Initiator der VIP-Medienfonds, fungiert im World Media Fonds V sogar als Beirat. Wegen der laufenden Verjährungsfristen, insbesondere auch gegenüber der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die den jeweiligen Verkaufsprospekt geprüft hat, sollten Anleger schnellstmöglich anwaltlichen Rat einholen. Rechtsschutzversicherungen sind hierfür grundsätzlich eintrittspflichtig. Die Deckungsanfrage sollte man allerdings einem hierin versierten Rechtsanwalt überlassen. Die Kanzlei verfügt über umfassende Sachkenntnis zu den Vorgängen und alle relevanten Unterlagen. Anleger können sich an den sachbearbeitenden Rechtsanwalt J. Kleefeld wenden.