Source: https://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/wahl-zum-ersten-rat-der-pfarrei/?L=0
Timestamp: 2019-11-22 13:56:01
Document Index: 336108900

Matched Legal Cases: ['§17', '§ 5', '§ 5', '§ 16', '§ 16', '§ 5', '§ 16', '§ 5', '§ 5']

Wahlordnung - Materialien - Häufig gestellte Fragen - Videos
Informationen zur Wahl zum ersten Rat der Pfarrei
Trier - Am 21. November hat Bischof Dr. Stephan Ackermann die Nachricht erhalten, dass die römische Kleruskongregation entschieden hat, den Vollzug des „Gesetzes zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013-2016“ auszusetzen, damit der Päpstliche Rat für die Interpretation der Gesetzestexte eine sorgfältige Durchsicht und Prüfung des Gesetzes durchführen kann. Auslöser war die Beschwerde einer Priestergemeinschaft bei der Kleruskongregation. Zudem liegt dem Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte der Antrag einiger Gläubiger aus dem Bistum vor, die Übereinstimmung des Umsetzungsgesetzes mit dem universalen Kirchenrecht zu prüfen. (mehr)
Als erste Maßnahme auf das Schreiben der Kleruskongregation vom 21. November hat Bischof Ackermann verfügt, dass die geplanten Wahlen zum ersten Rat der Pfarrei ausgesetzt werden, weil deren Durchführung gegen die verfügte Aussetzung verstoßen würde. Zu allen weiteren Konsequenzen und Maßnahmen läuft die Prüfung; Informationen dazu erfolgen Anfang der kommenden Woche.
Dekret Wahlaussetzung
Brief von Bischof Dr. Stephan Ackermann
An die Mitglieder der Gremien bzw. Organe der Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften, Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände sowie der Dekanate
heute wende ich mich an Sie als die amtierenden Räte in der Wahlperiode 2015-2019. Wir befinden uns im Übergang auf dem Weg in die „Pfarreien der Zukunft“, und mir ist sehr bewusst, dass dies für uns alle eine herausfordernde Zeit ist. Daher ist es mir wichtig, Ihnen persönlich zu schreiben.
Mein erstes Anliegen ist es, Ihnen für Ihr bisheriges Engagement, insbesondere in der laufenden Wahlperiode, herzlich zu danken! Sie haben Ihr Mandat in einer Zeit übernommen, in der die Diözesansynode um neue Wege gerungen hat und sich Veränderungen schon deutlich abzeichneten. Jetzt stehen wir kurz vor der Gründung der ersten neuen Pfarreien, und Ihnen und uns allen wird abverlangt, mit vielen „Unfertigkeiten“ zu leben.
Auch wenn ich an dieser Stelle nicht verschweigen möchte, dass es in den vergangenen Jahren zunehmend schwieriger geworden ist, Frauen und Männer zu finden, die bereit waren, sich als Kandidatinnen und Kandidaten für Wahlen aufzustellen zu lassen, stehen für mich die grundlegenden Beteiligungsrechte der Kirchenmitglieder und die daraus folgenden synodalen Entscheidungswege nicht in Frage, weder langfristig noch in dieser Übergangszeit: „Es wird in unserem Bistum keine Zeit ohne Gremien geben.“ Zu dieser Aussage von Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg in seinem Brief vom 11. Februar 2019 stehe ich und will sie bekräftigen.
Beteiligungsrechte weiter erhalten und stärken
Die bisherige fünfzigjährige Geschichte der kirchlichen Räte im Bistum Trier seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) und der Würzburger Synode (1971-1975) ist für mich eine Erfolgsgeschichte. Eine beeindruckend große Zahl von Christinnen und Christen hat in den vergangenen Jahrzehnten in unserem Bistum die Möglichkeit, ja das Recht wahrgenommen, als gewählte Vertreterinnen und Vertreter die Entscheidungsprozesse in den Kirchengemeinden mitzuprägen. Sie gehören zu diesen Menschen, und Ihnen gilt heute mein besonderer Dank! Es steht für mich außer Frage, dass diese Beteiligungsrechte weiterhin Geltung haben; dass wir sie an vielen Stellen sogar stärken wollen – und deshalb ist eine neue Gremienstruktur wichtiger Bestandteil der neu zu gründenden Pfarreien. Wir wollen anknüpfen an die Erfolgsgeschichte. Wir wollen die Gremien aber auch weiterentwickeln und an die heutigen Rahmenbedingungen anpassen.
Durch die Gründungen von großen Pfarreien verändert sich die Beteiligungsmöglichkeit, das will ich nicht verhehlen. Es wird nicht mehr so viele Gremien geben wie vorher. Die Beteiligungsqualität wollen wir aber deutlich verbessern. So haben wir als neues Gremium einen starken Rat der Pfarrei vorgesehen, dessen Vorsitzende bzw. Vorsitzender Laie ist. Dieser Rat der Pfarrei setzt sich überwiegend aus ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen und hat großen Einfluss auf die pastoralen Schwerpunkte. Die Vermögenskammer dieses Rates hat einen ausdrücklichen Auftrag, das Leitungsteam in Vermögensfragen zu beaufsichtigen. Darüber hinaus stellen wir uns ehrenamtliche Beteiligung bis hin zur Mitgliedschaft im Leitungsteam vor.
Wenn wir in der neuen Gestalt der Pfarreien stark auf die Orte von Kirche setzen und Verwaltungsteams in die lokale Vermögensverwaltung einbeziehen, dann tun wir dies, um ehrenamtlich Engagierten in Zukunft größere Freiheit bei der Gestaltung ihres Engagements zu geben, etwa was den Umfang und die Zeit angeht, die sie investieren wollen. Damit reagieren wir auf die Entwicklungen der vergangenen Jahre und die Bedürfnisse nach flexiblen Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement.
Die Errichtung der neuen Pfarreien erfolgt in zwei Stufen: Die Amtszeit der noch amtierenden Gremien endet im November 2019. In den Gebieten der neuen Pfarreien, die zum 1. Januar 2020 errichtet werden, steht im Herbst eine Wahlversammlung zum ersten Rat der Pfarrei an. Ich bitte Sie herzlich zu prüfen, ob für Sie eine Kandidatur für die Pastoral- oder die Vermögenskammer des Rates der Pfarrei in Frage kommt. Das Wissen und die Fachkompetenz der amtierenden Verwaltungsräte soll, wenn möglich, in die ersten Verwaltungsteams überführt werden. Dazu informiert Sie in einem beiliegenden Schreiben Generalvikar von Plettenberg ausführlich. Und diejenigen von Ihnen, die in den Pfarrgemeinderäten für eine gute Gestaltung des kirchlichen Lebens im Laufe des Kirchenjahres Sorge getragen haben, bitte ich, nun die konkreten Orte von Kirche in unseren neuen Pfarreien mitzugestalten.
Bei den Pfarreien, die noch nicht zum 1. Januar 2020 errichtet werden, steht eine Übergangszeit an. Damit wir auch in dieser Zeit nicht ohne Räte sind, habe ich mich nach intensiven Beratungen entschieden, durch das Umsetzungsgesetz Übergangsmandate vorzusehen. Ich hoffe sehr, dass Sie sich mit Ihrer Erfahrung und Ihrem wertvollen Engagement auch in dieser Übergangszeit einbringen und das Mandat annehmen. Für die Details verweise ich ebenfalls auf den Brief des Generalvikars. Auch wenn Sie sich entscheiden, das Übergangsmandat nicht anzunehmen, wäre ich dankbar, wenn Sie sich auf die für Sie passende Art und Weise einbringen.
Dank für die überragende Beteiligung an der Anhörung
Dass es Ihnen alles andere als gleichgültig ist, welchen Weg unsere Kirche im Bistum Trier nach der Diözesansynode einschlägt, hat mir die überragend hohe Beteiligung an der Anhörung zur territorialen Gliederung des gesamten Bistums, zu Struktur und Arbeitsweise der Gremien und Organe und zum Vermögensübergang und zur Vermögensverwaltung gezeigt. Über 95 Prozent der amtierenden Räte haben sich eingebracht! Dabei ging es ja nicht einfach nur um das Ankreuzen eines Fragebogens. Vielmehr haben Sie sich intensiv mit den einzelnen Themen auseinandergesetzt und haben mir und den übrigen Mitgliedern der Bistumsleitung detailliert konstruktive Rückmeldungen gegeben, darunter auch nicht wenige kritische und besorgte Hinweise. Auch dafür möchte ich Ihnen ausdrücklich danken!
Vielleicht wundert Sie es ein wenig, wenn ich nach wie vor der Meinung bin, dass wir uns mit der Umsetzung der Ergebnisse unserer Synode auf dem richtigen Weg befinden. Bitte glauben Sie mir, dass wir Ihre Kritikpunkte sehr ernst nehmen. An manchen Stellen haben wir Korrekturen an unseren Plänen vorgenommen, etwa was die Gremienstruktur in der Pfarrei angeht. An vielen Stellen scheint es eher ein Informations- oder Kommunikationsproblem zu geben – auch das nehmen wir uns zu Herzen und wollen Sie auch künftig umfassend und detailliert informieren. Ich nenne als „brennende Themen“ stellvertretend die Aufgaben und Anforderungen an die Ehrenamtlichen im Rat der Pfarrei, im Leitungsteam, den Verwaltungsteams oder an den Orten von Kirche. Die Fragen der Übergangsregelungen habe ich schon angesprochen. Manche Pläne werden wir aber auch beibehalten, so etwa die spärlicheren Festlegungen bei den „Orten von Kirche“. Ich glaube, dass wir vieles miteinander im Tun lernen werden.
Besonders gefreut haben mich die vielen, manchmal handschriftlichen, Notizen auf den Anhörungsbögen oder in Briefen an mich, durch die ich erfahren haben, wie viele Gremien anlässlich der Anhörung intensiv darüber diskutiert haben, wozu sie an ihren jeweiligen Orten Kirche sein wollen. Das lässt mich darauf vertrauen, dass wir miteinander und geführt vom Heiligen Geist auf dem richtigen Weg sind. Die Perspektivwechsel, die die Synode angestoßen hat, verlangen sehr viel mehr von uns als uns nur ein wenig Veränderung. An vielen Stellen unterbrechen sie regelrecht unsere gewohnten Bilder und Vorstellungen.
Sie haben der Kirche ein Gesicht gegeben!
Noch einmal will ich Ihnen herzlich danken für all das, was Sie an Zeit, an Mühe, an Herzblut in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten für unser Bistum investiert haben. So wurde die Frohe Botschaft bezeugt und hatte ein Gesicht: Ihr Gesicht.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie sich auch weiterhin einbringen in unseren Pfarreien – die Möglichkeiten sind vielfältig. Ich wünsche Ihnen, dass Sie die für sich passende Form finden und sage Ihnen heute schon vielen Dank für Ihr Engagement.
Gleichzeitig möchte ich Sie auch bitten, sich zu informieren über die Veränderungsprozesse im Bistum. Auf dem neusten Stand ist immer www.herausgerufen.bistum-trier.de, unsere Homepage zur Synodenumsetzung. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode Mitte Oktober kommt zusätzlich die Zeitung „EinBlicke 3“ heraus, die unter anderem darstellt, was sich seit der Anhörung am Gesetzesentwurf verändert hat und welche Regelungen für die Übergangszeit gelten. Die Zeitung wird sowohl an die Pfarreien verschickt als auch unserer Bistumszeitung „Paulinus“ am 20. Oktober beigelegt. Bitte sprechen Sie bei Fragen aber auch die Seelsorgerinnen und Seelsorger in Ihrer Umgebung an oder die Personen, die in den Steuerungsgruppen mitarbeiten, die sich für jede Pfarrei der Zukunft gebildet haben.
+ Stephan Ackermann
Trier, im September 2019
Bischofsbrief zum Download
Den Brief von Bischof Dr. Stephan Ackermann an die Mitglieder der Gremien bzw. Organe der Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften, Kirchengemeinden und Kirchengemeindeverbände sowie der Dekanate können Sie hier als PDF downloaden.
Regelungen für die Pfarreien der Zukunft, die im Januar 2020 starten
Der Generalvikar informiert über die nächsten Schritte Switch
dreieinhalb Jahre nach Abschluss der Diözesansynode stehen wir nun kurz vor der Errichtung der Pfarreien der Zukunft. Damit wird uns allen sehr bewusst, dass die Synode eine Kirchenentwicklung angeregt hat. Vor uns liegt eine pastorale Herausforderung. Die bisherigen Muster der Pastoral sind unterbrochen; wir haben die Chance gemeinsam zu lernen. Dazu möchte ich Sie herzlich einladen.
Sie stehen in einer besonderen Situation angesichts der neuen Pfarreien, die wir „Pfarreien der Zukunft“ nennen. Für Sie wird diese Zukunft bald Gegenwart. Die meisten von Ihnen, nämlich diejenigen, die in Pfarrgemeinderäten, Pfarreienräten Direkt, Verwaltungsräten oder Kirchengemeinderäten engagiert sind, werden bald zu einer Wahlversammlung für die beiden Kammern des ersten Rats der Pfarrei eingeladen.
Als wir uns ab Januar intensiv mit den neuen Gremien und den Übergangssituationen auseinandergesetzt haben, ist für mich eine Aussage zur Orientierung geworden: Es soll im Bistum Trier keine Zeit ohne ehrenamtliche Gremien geben.
Wahlversammlung für den ersten Rat der Pfarrei Switch
Der erste Rat der Pfarrei kommt auf eine andere Weise zustande als die späteren, weil es bei der Errichtung der neuen Pfarrei noch keine Synodalversammlung gibt und keine direkte Wahl durchgeführt werden kann. Durch eine Wahlversammlung wollen wir sicherstellen, dass bereits mit der Gründung der neuen Pfarreien ein erster Rat der Pfarrei besteht. Die Wahlversammlung findet zwischen dem 13. November und 16. Dezember statt. Die Mitglieder der Gremien werden von der Steuerungsgruppe bzw. einem Wahlausschuss über den konkreten Wahltermin für die jeweilige neue Pfarrei informiert. Der Wahlausschuss besteht aus fünf Mitgliedern, die von den Steuerungsgruppen für den Übergang zur Pfarrei der Zukunft vorgeschlagen und vom Bischof bestimmt werden. Zum Teil haben die Steuerungsgruppen bereits über den Wahltermin informiert. Der erste Rat der Pfarrei wird sich mit seinen beiden Kammern spätestens drei Wochen nach Errichtung der neuen Pfarrei konstituieren.
Wahlversammlung als Vollversammlung Switch
Auf die wichtigsten Rahmenbedingungen für die Wahlversammlung will ich gerne heute schon hinweisen. Wir haben uns entschlossen - und damit ein Votum der Steuerungsgruppen aufgegriffen -, dass es eine Vollversammlung der Mitglieder der oben genannten Gremien gibt. Das heißt: Es werden nicht nur einzelne Delegierte entsendet, sondern alle Ratsmitglieder sind Mitglieder der Wahlversammlung. In der Wahlversammlung kommen Mitglieder aus Pfarreien mit Kirchengemeinderäten und Mitglieder aus Pfarreien mit Pfarrgemeinderäten und Verwaltungsräten zusammen.
Außerdem sind die Pfarreien unterschiedlich groß. Vor allem die Gremien der fusionierten Pfarreien unterscheiden sich in ihrer Größe deutlich von denen in Pfarreien, die eine Pfarreiengemeinschaft bilden. Um die Stimmen angemessen zu verteilen, erhalten die Wahlberechtigten der Wahlversammlung einer nach Erlass des Strukturplans 2020 fusionierten Pfarrei sowie eines Kirchengemeinderates für die Stimmabgabe zur Wahl der Mitglieder der beiden Kammern jeweils einen zusätzlichen Stimmzettel, also die doppelte Stimmanzahl.
Einladung zum Engagement Switch
Ich möchte gerne dafür werben, dass Sie sich Gedanken machen, ob für Sie eine Mitgliedschaft in der Vermögenskammer oder der Pastoralkammer in Frage kommt. Da der Rat der Pfarrei sich aus diesen beiden Kammern zusammen setzt, wird man nicht für den Rat der Pfarrei, sondern für eine der beiden Kammern gewählt, und engagiert sich in der Vermögenskammer schwerpunktmäßig in Vermögens- und Verwaltungsthemen oder in der Pastoralkammer eher in pastoral-inhaltlichen Fragen.
Der Rat der Pfarrei kommt zusammen, um gemeinsame Entscheidungen zu Schwerpunkten und deren Finanzierung (Haushaltsplan, Jahresabschluss, Ressourcenplanung) zu treffen und um die ehrenamtlichen Mitglieder im Leitungsteam zu wählen. Wir werden Ihnen in der Zeitschrift EinBlicke3 (ab 15. Oktober) die neue Gremienstruktur genauer erklären.
Verwaltungsräte, die zu Verwaltungsteams werden können Switch
Gerne will ich noch auf den Aspekt der Vermögensverwaltung eingehen: Neben dem Rat der Pfarrei und seiner Vermögenskammer mit strategischen Aufgaben in der Vermögensverwaltung steht das Leitungsteam, das die Umsetzung dieser Strategien verantwortet sowie die Haushalte und Jahresabrechnungen aufzustellen hat. Viele wichtige Aufgaben in der lokalen Vermögensverwaltung sind damit aber noch nicht abgedeckt. Daher haben wir bereits in den ersten Entwürfen des neuen Kirchenvermögensverwaltungsgesetzes (KVVG 2020) ein neues Organ vorgesehen: das Verwaltungsteam.
Für den Übergang ist es uns wichtig, an den Aufgaben und an den Erfahrungen der jetzigen Verwaltungsräte und Kirchengemeinderäte anzudocken. Wir sind uns bewusst, dass wir ohne die Expertise und das Engagement der Ehrenamtlichen vor Ort, also ohne Sie, nicht in die neuen Pfarreien starten können. Daher haben wir vorgesehen, dass sich die ersten Verwaltungsteams in den neuen Pfarreien aus den jetzigen Verwaltungsräten bzw. Kirchengemeinderäten bilden. Wir werden Ihnen zeitnah weitere Informationen dazu zur Verfügung stellen, damit der Übergang unkompliziert und mit für Sie vertretbarem Aufwand gelingen kann.
Mit den Verwaltungsteams wollen wir auf Dauer eine größere Flexibilität in der Vermögensverwaltung ermöglichen. Das Aufgabengebiet der bisherigen Verwaltungsräte kann aufgeteilt werden; so können etwa größere Bauprojekte an ein Verwaltungsteam übertragen werden. Im Gegensatz zum jetzigen dauerhaften Mandat in einem Verwaltungsrat kann der Auftrag eines Verwaltungsteams mit speziellen Aufgaben auch nach deren Abschluss enden. Es ist auch denkbar, dass zukünftig immer wichtiger werdende Aufgaben wie z.B. Fundraising einem Verwaltungsteam übertragen werden. Wir glauben, dass wir mit diesem Instrument dem veränderten Engagementverhalten in Zukunft besser entgegenkommen können und dennoch viel Verantwortung vor Ort lassen können.
Das kirchliche Leben erneuern Switch
Sehr geehrte Damen und Herren, mit der Synode haben wir uns dazu entschieden, das kirchliche Leben im Bistum zu erneuern. Damit begeben wir uns auf einen langen Weg. Wir stehen erst am Anfang und gehen jetzt einen wichtigen Schritt. Das Bistum Trier gründet Pfarreien der Zukunft mit dem klaren Ziel: Es entsteht eine vielfältig vernetzte Kirche, die für die Menschen verlässlich erreichbar ist. Das ist ein Prozess, den möglichst viele im Bistum gemeinsam gestalten und weiter vorantreiben sollen. Ich lade Sie herzlich ein, mitzuwirken, danke Ihnen allen von Herzen für Ihr bisheriges Engagement, und freue mich über jede Fortsetzung, in welcher Form auch immer.
Brief des Generalvikars als PDF-Dokument zum Download Switch
Hier finden Sie den Brief des Generalvikars an die Pfarreien, die zum 1. Januar 2020 starten, als PDF-Dokument zum Download.
Informationen des Generalvikars für die 20 Pfarreien, die nicht zum 1. Januar 2020 starten
Was ist der "erste Rat der Pfarrei"? - Wie wird er gewählt?
Der erste Rat der Pfarrei wird von einer Wahlversammlung gewählt, die aus folgenden derzeit amtierenden Gremien besteht: Pfarrgemeinderäte, Verwaltungsräte, "Pfarreienräte Direkt" und Kirchengemeinderäte. Die Amtszeit dauert maximal drei Jahre. Wenn alle Pfarreien der Zukunft errichtet sind, wählen auch diese zunächst den "ersten Rat der Pfarrei" in der Wahlversammlung. Dessen Amtszeit dauert dann ein Jahr. Da diese Pfarreien am 1. Januar 2021 errichtet werden, amtieren sie bis 31. Dezember 2021. Damit endet die Amtszeit des ersten Rates der Pfarrei für alle 35 geplanten Pfarreien einheitlich ein Jahr nach Errichtung der letzten Pfarrei. Damit kann dann die darauf folgende reguläre Wahl des "Rates der Pfarrei" mit Urwahl für das ganze Bistum geordnet und vorbereitet werden.
Aufgaben und Zusammensetzung des Rates der Pfarrei Switch
beschließt einen Haushaltsplan für jedes Haushaltsjahr und stellt den Jahresabschluss fest.
verwaltet mit dem Leitungsteam und der Vermögenskammer das Vermögen der Kirchengemeinde.
beschließt auf der Grundlage des Synodendokuments die Schwerpunktsetzung für das kirchliche Handeln in der Pfarrei.
Hier fließen die Beratung und Vorgaben der Pastoralkammer (Synodalversammlung, Rahmenleitbild) und die mittelfristigen Ressourcenplanungen der Vermögenskammer ein.
wählt die ehrenamtlichen Mitglieder des Leitungsteams.
Der Rat der Pfarrei besteht aus den Mitgliedern der Pastoralkammer und den Mitgliedern der Vermögenskammer. Der Vorstand besteht aus dem Vorstand der Pastoralkammer (ohne Beisitzer/innen) und dem Vorstand der Vermögenskammer. Den Vorsitz des Rates hat der/die Vorsitzende der Pastoralkammer; stellvertretender Vorsitzender des Rates ist der Vorsitzende der Vermögenskammer.
Aufgaben und Zusammensetzung der Pastoralkammer Switch
Die Pastoralkammer
ist der Förderung vielfältiger Orte von Kirche verpflichtet.
Sie nimmt die Registrierung von Orten von Kirche entgegen.
...wirkt mit bei der Umsetzung des Rahmenleitbilds.
...berät die von der Synodalversammlung vorgeschlagenen pastoralen Schwerpunktthemen und jene aus der pastoralen Planung gemäß dem Rahmenleitbild.
...macht strategische Vorgaben zum Einsatz von Ressourcen, zur Gestaltung des Stellenplans sowie zur Gestaltung von Entwicklungszielen.
Die Pastoralkammer setzt sich zusammen aus
20 gewählten Mitgliedern, davon: 10 in Urwahl gewählte Mitglieder und 10 durch die Synodalversammlung gewählte Mitglieder
den Mitgliedern des Leitungsteams
zwei berufenen Mitgliedern.
Der Vorstand besteht aus der/dem Vorsitzenden, der/dem stellvertretenden Vorsitzenden, einer Schriftführerin oder einem Schriftführer, dem Pfarrer/Mitglied des Leitungsteams. Es sind bis zu zwei Beisitzer/innen möglich. Der oder die Vorsitzende ist Laie.
Aufgaben und Zusammensetzung der Vermögenskammer Switch
Die Vermögenskammer
verwaltet mit dem Leitungsteam und dem Rat der Pfarrei das Vermögen der Kirchengemeinde.
beaufsichtigt das Leitungsteam.
stimmt Rechtsgeschäften und Rechtsakten nach §17 KVVG zu.
berät das Leitungsteam und den Rat der Pfarrei in Ressourcen-Fragen.
stellt eine mittelfristige Ressourcenplanung auf.
Die Kammer setzt sich zusammen aus
10 gewählten Mitgliedern
5 in Urwahl gewählten Mitgliedern
5 durch die Synodalversammlung gewählten Mitgliedern
dem Pfarrer als Vorsitzenden ohne Stimmrecht in Aufsichtsangelegenheiten
Die anderen Mitglieder des Leitungsteams haben Gaststatus.
Der Vorstand besteht aus dem Pfarrer als Vorsitzenden (ohne Stimmrecht in Aufsichtsangelegenheiten), der oder dem stellvertretenden Vorsitzenden sowie der Schriftführerin oder dem Schriftührer. Den Vorsitz der Vermögenskammer hat der Pfarrer (ohne Stimmrecht in Aufsichtsangelegenheiten); der oder die stellvertretende Vorsitzende ist Laie.
Bischof ermutigt zum Mitmachen
Ehrenamtliche entscheidend in den Pfarreien der Zukunft
In den Leitungsteams der Pfarreien der Zukunft können auch bis zu zwei Ehrenamtliche mitwirken. Diese werden vom ersten Rat der Pfarrei gewählt. Bischof Dr. Stephan Ackermann ermutigt zum Mitmachen!
Welche Aufgaben können Ehrenamtliche in den Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier übernehmen? Welche Voraussetzungen gibt es, um im Rat der Pfarrei mitzuarbeiten? Interessierte konnten sich bei drei Veranstaltungen informieren. Wir haben nachgefragt, wie sich drei Ehrenamtliche in Zukunft einbringen möchten.
Wahlordnung, Formulare und mehr
Hier können Sie sich informieren, wie die Wahl ablaufen wird! Auf dieser Seite finden Sie Materialien als PDF zum Download: Die Wahlordnung, Formulare für die Vorbereitung der Wahlen zum ersten Rat der Pfarrei, Grafiken für die Öffentlichkeitsarbeit Ihrer Pfarrei im Pfarrbrief und online - und noch mehr. Die Steuerungsgruppen, die die Wahlen bis zur Benennung der Wahlausschüsse vorbereiten, erhalten die Informationen und Formulare über die eigens dafür eingerichtete Cloud.
Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013-2016 tritt auch die Wahlordnung für die Wahlen zum ersten Rat der Pfarrei in Kraft. Erläuterungen zur Wahlordnung finden Sie auf dieser Seite.
Wahlausschuss und Wahltermin
Wann wird der Wahlausschuss vom Bischof bestimmt und wie? Switch
Der Bischof bestätigt aufgrund eines Vorschlags der Steuerungsgruppe fünf Mitglieder für den Wahlausschuss. Der Wahlausschuss kann ab dem 15. Oktober festgelegt werden. Die Steuerungsgruppen können sich bereits vorher über ihren Vorschlag für den Wahlausschuss verständigen und diesen im BGV einreichen. Die Steuerungsgruppe ist durch den Generalvikar mandatiert, vorbereitende Aufgaben für die Wahl anzugehen.
Wie früh kann der Wahltermin kommuniziert und können die Kandidatenvorschläge für die Liste angefordert werden? Switch
Der Wahltermin kann ab sofort kommuniziert werden. Die Aufforderung, Kandidaten zu benennen, kann erfolgen, sobald der Wahlausschuss bestätigt ist.
Wie werden Kandidat(inn)en gewonnen? Switch
Zur Wahlvorbereitung durch den Wahlausschuss gehört es, im Bereich der zukünftigen Pfarrei, für die der Rat zu wählen ist, angemessen dazu aufzufordern, dass Kandidat(inn)en für den ersten Rat der Pfarrei vorgeschlagen werden können. Darüber hinaus gehört es auch zur Aufgabe der jetzt amtierenden Gremien, geeignete Kandidat(inn)en anzusprechen.
Ergänzung (8. November 2019): Das Formular zur Kandidatur muss nicht geändert werden hinsichtlich näherer Angaben zur vorschlagenden Person. Die Kandidatenvorschläge werden vom Wahlausschuss geprüft. Dort, wo Zweifel bestehen, ob der / die Vorschlagende vorschlagsberechtigt ist, soll der Kandidatenvorschlag von einer zweifelsfrei vorschlagsberechtigten Person wiederholt werden.
Dürfen Personen des Wahlausschusses auf die Kandidatenliste? Switch
Ja, wenn sie passiv wahlberechtigt sind.
Aufnahme in Kandidatenliste: Wann und wie? Switch
Konkret: Die Kandidaten müssen zuvor schriftlich eingewilligt haben. Kann dies bereits durch die Person erfolgen, die den Kandidaten vorschlägt oder muss dies nach dem Vorschlag vom Wahlausschuss eingebracht werden?
Das Vorschlagsblatt zur Kandidatur steht online allen zur Verfügung und beinhaltet die Unterschrift des / der Vorschlagenden und der Kandidatin / des Kandidaten. Die vorschlagende Person kann die Unterschrift der Vorgeschlagenen entgegen nehmen und an den Wahlausschuss weitergeben.
Wie erfolgt der Nachweis zum Empfang der Firmung? Switch
Der Nachweis der Firmung wird von den Kandidatinnen und Kandidaten über eine Selbstauskunft erbracht. Hier gibt es dafür ein Formular für eine Erklärung an Eides statt.
Wie werden Kandidat(inn)en vorgestellt? Switch
Die Kandidat(inn)en können sich schriftlich vorstellen (im Pfarrbrief, online). Den Mitgliedern der Wahlversammlung können diese Vorstellungen im Rahmen der vorgesehenen Bekanntmachung der Kandidat(inn)en (eine Woche vor der Wahl) und bei der Wahlversammlung selbst zugänglich gemacht werden.
Wie sind die Kandidatenlisten spätestens eine Woche vor Wahltermin der Wahlversammlung bekannt zu machen? Switch
Den für die Wahlversammlung aktiv Wahlberechtigten sind die Kandidatenlisten zuzuschicken.
Kommen die Kandidat(in)en zur Wahl des ersten Rates der Pfarrei nur aus der Wahlversammlung? Switch
Das kann sein, muss aber nicht sein. Wählbar sind alle Katholik(inn)en ab 16 Jahren, die in der Pfarrei wohnen bzw. Dienste in ihr wahrnehmen. 18 Jahre ist das Mindestalter, wenn sie Mitglied in der Vermögenskammer werden wollen (Geschäftsfähigkeit).
Und wenn sich keine 30 finden…? Switch
Zunächst sollte davon ausgegangen werden, dass sich mindestens 30 Personen finden, die die beiden Kammern des Rates bilden wollen. Für den Fall, dass dies nicht gelingt, steht es laut Wahlordnung dem Bischof zu, Ausnahmeregelungen zu treffen.
Ergänzung 8. November 2019:
In manchen Pfarreien zeigt sich, dass die erforderliche Anzahl der Kandidatinnen und Kandidaten für die beiden Kammern des ersten Rates der Pfarrei möglicherweise nicht erreicht wird. Es gilt:
§ 5 Absatz 2 Buchstabe b Sätze 2 und 3 der Ordnung für die Wahl der ehrenamtlichen Mitglieder der Kammern des ersten Rates der Pfarrei (Artikel 5 UG) legen für die Kandidatenlisten eine Mindestzahl fest.
§ 5 Absatz 3 der Ordnung für die Wahl der ehrenamtlichen Mitglieder der Kammern des ersten Rates der Pfarrei lautet: „Wird die in Absatz 2 Buchstabe b erforderliche Mindestzahl für die jeweilige Kandidatenliste nicht erreicht, gilt § 16 Absatz 6 PGO entsprechend.“
Dies bedeutet, dass der Bischof ab dem Zeitpunkt der Feststellung des Nichterreichens der Mindestzahl für eine Kandidatenliste über das weitere Vorgehen unter Berücksichtigung der pastoralen Notwendigkeit …. entscheidet (§ 16 Absatz 6 PGO). Die Befreiung von der Mindestzahl bei den Kandidatenlisten (Dispens), müsste spätestens vor Beginn der Wochenfrist nach § 5 Absatz 2 Buchstabe c erfolgt sein, damit diese Entscheidung des Bischofs mit der „unvollständigen“ Kandidatenliste an die Mitglieder der Wahlversammlung versandt werden kann.
Kommt es bei der Wahl trotz ausreichender Kandidatenzahl nicht zur gesetzlich festgelegten Zahl der Mitglieder eines Gremiums, müsste der Bischof eine Entscheidung unmittelbar nach § 16 Absatz 6 PGO treffen. Die Wahlausschüsse können eine entsprechende Bitte um Dispens an den Bischof richten.
Kann der Wahlvorstand auch auf die Kandidatenliste (wenn sie die Kriterien erfüllen), um sich in den Rat der Pfarrei wählen zu lassen? Switch
Grundsätzlich ja. Es gibt keinen Ausschlussgrund - besser wäre es allerdings, wenn es Personen sind, die selbst nicht antreten. Ein Wahlvorstand hat immer etwas Neutrales.
Wie wird der Wahlvorstand gebildet, der am Tag der Wahl von den Wahlberechtigten gewählt wird? Sind bereits vorher ‚Freiwillige’ für den Wahlvorstand anzufragen? Müssen sie Kriterien erfüllen (selbst wahlberechtigt sein o.ä.)? Switch
Es spricht nichts dagegen, vorher Freiwillige zu suchen. Es kommen nur Personen in Frage, die bei der Wahlversammlung anwesend sind. Die Wahlversammlung ist nicht öffentlich, es kommen also nur aktiv Wahlberechtigte in Frage - und die Mitglieder des Wahlausschusses, die bei der Versammlung anwesend sind.
Der Wahlausschuss eröffnet am Wahltermin die Wahlversammlung und leitet die Wahl des Wahlvorstands - Wahl per Handzeichen? Switch
Die Wahl kann öffentlich erfolgen, wenn keine geheime Abstimmung gewünscht wird.
Kann der Wahlausschuss sich auch für die Wahl in den Wahlvorstand zur Verfügung stellen? Switch
Geht Stimmrecht-Weitergabe und ist Briefwahl möglich? Switch
Das Stimmrecht gilt nur für die Mitglieder der Räte, die die Wahlversammlung bilden. Das Stimmrecht kann nicht delegiert werden. Eine Briefwahl zum ersten Rat der Pfarrei ist nicht zulässig. Die Form der Wahl ist die Wahlversammlung.
Ist die Wahlversammlung öffentlich? Switch
Nein, die Wahlversammlung ist durch ihre Definition in der Besetzung festgelegt. Eine weitere Öffnung kann sich allenfalls dadurch ergeben, dass Mitglieder des Wahlausschusses in ihrer Funktion tätig werden.
Können zusätzlich auch noch Wahlhelfer dazu stoßen? Switch
Nein, nicht von außen. Mitglieder des Wahlausschusses sind als Wahlhelfer denkbar.
Sind Hauptamtliche im PGR bzw. Priester im KGR wahlberechtigte Mitglieder der Wahlversammlung? Switch
Wenn sie stimmberechtigtes Mitglied in einem Gremium sind, dann sind sie auch wahlberechtigt in der Wahlversammlung (mit einer Stimme für die Pastoralkammer und Vermögenskammer – auch bei Mitgliedschaft in mehreren Gremien).
Gibt es eine ‚Mindestwählerzahl’ bei der Wahlversammlung? Switch
Der Name der neu zu gründenden Pfarrei soll auf die Stimmzettel! Ist das eine provisorische Namensgebung? Switch
Mit dem Namen, wie er im Gesetz genannt wird, ist die Pfarrei eindeutig beschrieben. Selbst wenn diese Namensgebung vorbehaltlich der Anhörung zu den Dekreten ist, ist sie für die Wahlhandlung voll gültig.
Wird während der Wahlversammlung ausgezählt oder später? Switch
Das Auszählen der Stimmen gehört zur Wahldurchführung und findet damit innerhalb der Wahlversammlung statt.
Können Menschen, die in einem Dienstverhältnis zur Kirchengemeinde stehen, in den Rat der Pfarrei berufen werden? Switch
Der Ausschluss, der im Gesetz für die gewählten Mitglieder des Rates vorgesehen ist, gilt auch für die berufenen Mitglieder. Das heißt, dass keine im Dienstverhältnis zur Kirchengemeinde stehenden Personen in die Pastoralkammer berufen werden.
Ist eine Mitgliedschaft in der Vermögenskammer des Rates der Pfarrei und im Verwaltungsteam möglich? Switch
Zu einer möglichen Doppelmitgliedschaft in einer der beiden Kammern des Rates der Pfarrei und gleichzeitig in einem Verwaltungsteam lässt das Gesetz über die erste, vom Generalvikariat weitergegebene Einschätzung hinaus eine weiter gefasste Interpretation zu: Nach Beratungen und Rückmeldungen zur ersten Einschätzung gilt in einer geänderten Vorgehensweise jetzt (Stand 8. November 2019): Doppelmitgliedschaften sind möglich. Die Geschäftsordnung des Rates der Pfarrei regelt den Umgang mit Interessenskonflikten und Befangenheitssituationen bei Beratung und Beschlussfassung.
Dort, wo zum Stichtag 8. November 2019 Wahllisten bereits fristgerecht geschlossen waren, entbindet der Bischof
von der Regelung nach § 5 Absatz 2 Buchstabe a der Ordnung für die Wahl der ehrenamtlichen Mitglieder der Kammern des ersten Rates der Pfarrei, wonach Wahlvorschläge innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach Bekanntgabe der Aufforderung zur Einreichung vorliegen müssen und
von der Regelung nach § 5 Absatz 2 Buchstabe c, nach der spätestens eine Woche vor dem Wahltermin der Wahlversammlung die Kandidatenlisten bekannt zu machen sind.
Weshalb gibt es verschieden große Kammern im Rat der Pfarrei? Switch
Die Pastoralkammer besteht aus 20 gewählten Mitglieder, zwei Berufenen und den Mitgliedern des Leitungsteams. Die Vermögenskammer besteht aus 10 gewählten Mitgliedern und dem Pfarrer als Vorsitzendem. Die unterschiedliche Größe der Kammern soll zum Ausdruck bringen, dass zur Gestaltung der pastoralen Aufgaben der Pfarrei eine größere Anzahl von direkt an Entscheidungen beteiligten Ehrenamtlichen vorgesehen ist. Die Vermögenskammer hat einen starken Anteil an Aufsichtsaufgaben. Hierfür sind weniger Personen vorgesehen.
Aus welchem Grund muss der Pfarrer Vorsitzender der Vermögenskammer sein? Switch
Im Vorsitz der Vermögenskammer durch den Pfarrer kommt zum Ausdruck, dass es hier um eine Verantwortung für das Ganze der Pfarrei geht, die das Kirchenrecht beim Pfarrer sieht. Daher kann hier kein anderes Mitglied des Leitungsteams eingesetzt werden. Bei dieser Aufgabe ist der Pfarrer nicht in seiner Fachkompetenz, sondern in seiner Leitungskompetenz angesprochen.
Was ist, wenn der erste Rat der Pfarrei nicht zustande kommt? Switch
Wenn der erste Rat der Pfarrei nicht zustande kommt, können auch keine Ehrenamtliche ins Leitungsteam gewählt und keine Synodalversammlung vorbereitet werden. Das würde bedeuten, dass bis zur nächsten Wahlmöglichkeit alles am Leitungsteam „hängen“ bliebe.
Warum lohnt es sich (neben anderen Gründen) für Gremienmitglieder der Pfarreien, die 2021 starten, das Übergangsmandat anzunehmen? Switch
Für die Pfarreien, die 2021 gegründet werden und deren Räte jetzt in eine Zeit mit Übergangsmandaten gehen: Wenn Räte geschlossen zurücktreten, gehören sie im kommenden Jahr auch nicht zur Wahlversammlung, wenn der erste Rat der Pfarrei gewählt wird. Das sollte zu bedenken gegeben werden bei der Diskussion um die Übernahme des Übergangsmandates.
Übersicht: Wie sind die Übergangsregelungen?
Eine tabellarische Übersicht zu den Übergangsregelungen in der Amtszeit für Gremien und Organe der Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften, Kirchengemeinden, Kirchengemeindeverbände und Dekanate finden Sie hier zum Download als PDF. (Stand September 2019).
Für die Gremien in den Pfarreien, die noch nicht zum 1. Januar 2020 errichtet werden, gibt es die Möglichkeit der Übergangsmandate. Das entsprechende Formular finden Sie hier.
Informationen für die Steuerungsgruppen
Die Steuerungsgruppen werden über den jeweils aktuellen Stand der Vorbereitungen durch Rundschreiben aus dem Synodenbüro informiert. Die zugehörigen Dateien finden Sie in der Cloud, die Sie über diesen Link erreichen. Die Zugangsdaten erhalten die Mitglieder der Steuerungsgruppen vom Synodenbüro.