Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=30.11.1964&Aktenzeichen=III%20ZR%20117/63
Timestamp: 2019-05-24 16:07:10
Document Index: 274807713

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 301', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 30.11.1964 - III ZR 117/63 - dejure.org
https://dejure.org/1964,1088
BGH, 30.11.1964 - III ZR 117/63 (https://dejure.org/1964,1088)
BGH, Entscheidung vom 30.11.1964 - III ZR 117/63 (https://dejure.org/1964,1088)
BGH, Entscheidung vom 30. November 1964 - III ZR 117/63 (https://dejure.org/1964,1088)
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Vorwurf des Mitverschuldens - Fahrer mit körperlichem Mangel - Blindheit auf Auge - Erteilung der Fahrerlaubnis
VersR 1965, 138
Eine Entscheidung durch Grundurteil scheidet nach dem genannten Maßstab aus, weil der Feststellungsantrag auf eine Ersatzpflicht gerichtet ist, deren Umfang von einer zukünftigen ungewissen Entwicklung abhängig ist, so dass der Antrag unbeziffert ist (vgl. BGH, Urteil vom 30. November 1964 - III ZR 117/63, DRiZ 1965, 97;… vom 19. Februar 1991, aaO;… vom 27. Januar 2000, aaO Rn. 16; jeweils mwN).
Auch ein derartiger Antrag bleibt der Höhe nach unbestimmt und damit unbeziffert; wie auch sonst ein unbeziffertes Feststellungsverlangen (vgl. dazu BGHZ 7, 331, 333 [BGH 21.10.1952 - V ZB 15/52]; BGH, Urt. v. 30.11.1964 - III ZR 117/63, DRiZ 1965, 97;… Urt. v. 20.12.1974 - II ZR 33/73, VersR 1975, 253, 254; OLG Celle, MDR 1965, 919 [OLG Celle 28.06.1965 - 5 U 37/64]; OLG Düsseldorf, MDR 1985, 61 [OLG Düsseldorf 19.01.1984 - 18 U 3/84];… Stein/Jonas/Leipold, ZPO 20. Aufl., § 304 ZPO, Rdnrn. 4, 5;… Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO 48. Aufl., § 304 ZPO, Anm. 3 B) kann er nicht Gegenstand eines Grundurteils sein.
Von einer wertneutralen Fahrt kann man vielleicht bei einer Dienstfahrt mit dem eigenen Wagen oder öffentlichen Verkehrsmitteln sprechen, wenn es dem Dienstherrn gleichgültig ist, wie sich der Beamte an den Ort seiner auswärtigen Diensttätigkeit begibt (vgl. BGH Urt. v. 30. November 1964 - III ZR 117/63 = DRiZ 1965, 135).
In solchen Fallgestaltungen ist daher die Richtigstellung der erstinstanzlichen Urteilsformel möglich und geboten (BGH DRiZ 1965, 97 = VersR 1965, 138).
Von einer wertneutralen Fahrt kann man vielleicht bei einer Dienstfahrt mit einem Privatfahrzeug oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln sprechen, wenn es dem Dienstherrn gleichgültig ist, wie sich der Beamte an den Ort seiner auswärtigen Diensttätigkeit begibt (vgl. BGH Urt. v. 30. November 1964 - III ZR 117/63 = DRiZ 1965, 135 = VersR 1965, 138).
Dieser Voraussetzung genügt eine positive Feststellungsklage dann, wenn der Anspruch, dessen Feststellung begehrt wird, auf die Leistung von Geld oder anderen vertretbaren Sachen gerichtet und beziffert ist, während ein Grundurteil über eine unbezifferte Feststellungsklage unzulässig ist (Senatsurteil in BGHZ 7, 331, 334; BGH DRiZ 1965, 97; BAG NJW 1971, 774 L.).
Demgemäß muß das Urteil des Landgerichts dahingehend ausgelegt werden, daß es sich bezüglich der Entscheidung über den Feststellungsantrag um ein nach § 301 ZPO zulässiges Teilurteil handelt (BGH DRiZ 1965, 97; OLG Frankfurt VersR 1984, 168).
Vielmehr muß nach Lage der Dinge angenommen werden, daß hier die Benutzung des privateigenen Kraftwagens zu dem - in einem Vorort von D. selbst wahrzunehmenden - Ortstermin von der sachgerechten Erledigung des Dienstgeschäfts weder gefordert noch geboten, vielmehr die Art und Weise, wie die Richterin von D. nach D. gelangte, in diesem Zusammenhang "wertneutral" war (vgl. dazu im einzelnen die einen unter den hier entscheidenden Gesichtspunkten gleichgelagerten Fall behandelnde Entscheidung des Senats vom 30. November 1964 III ZR 117/63 = VersR 1965, 138 = VRS 28, 86 = ZBR 1965, 54).
Die Antragstellerin hat keine "unbezifferte", ein Grundurteil ausschließende (BGH Urteil vom 30. November 1964 - V ZR 117/63, DRiZ 1965, 97) Feststellungsklage erhoben.
Von einer wertneutralen Fahrt kann man vielleicht bei einer Dienstfahrt mit einem privaten Fahrzeug oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln sprechen, wenn es dem Dienstherrn gleichgültig ist, wie sich der Beamte an den Ort seiner auswärtigen Diensttätigkeit begibt (vgl. BGH Urt. v. 30. November 1964 - III ZR 117/63 = DRiZ 1965, 135 = VersR 1965, 238 [BGH 25.11.1964 - V ZR 159/62] ).