Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=19.09.2007&Aktenzeichen=XII%20ZR%20121/05
Timestamp: 2020-02-24 05:58:44
Document Index: 248543561

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 550', '§ 126', '§ 550', '§ 126', '§ 550', '§ 126', '§ 550', '§ 550', 'BGH', '§ 550', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 550', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 19.09.2007 - XII ZR 121/05 - dejure.org
https://dejure.org/2007,233
BGH, 19.09.2007 - XII ZR 121/05 (https://dejure.org/2007,233)
BGH, Entscheidung vom 19.09.2007 - XII ZR 121/05 (https://dejure.org/2007,233)
BGH, Entscheidung vom 19. September 2007 - XII ZR 121/05 (https://dejure.org/2007,233)
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BGB §§ 550, 126 Abs. 2 Satz 1
BGB §§ 126 Abs. 2 Satz 1, 550
Schriftform erfordert keine Vertretungsangabe bei Unterschrift des Vertreters
Kennzeichnung einer Unterschrift mit einem eine Vertretung kennzeichnenden Zusatz als Wirksamkeitsvoraussetzung eines Mietvertrages; Erfordernis eines eine Vetretung kennzeichnenden Zusatzes zu einer Vertragsunterschrift bei Gesamtvertretung eines Vertragspartners durch ...
Wahrung der Schriftform eines Mietvertrags mit GmbH durch Unterschrift auch ohne die Vertre- tung kennzeichnenden Zusatz
Wahrung der Schriftform eines Mietvertrags mit GmbH durch Unterschrift auch ohne die Vertretung kennzeichnenden Zusatz
Vertretung bei Mietvertragsabschluß durch juristische Person; Schriftform; Bevollmächtigung; vollmachtloser Vertreter
Zur Wahrung der Schriftform kein die Vertretung kennzeichnender Zusatz erforderlich, wenn eine GmbH einen Mietvertrag abschließt
BGB § 550 § 126 Abs. 2 S. 1
Wahrung der Schriftform: Vertreterzusatz erforderlich?
Mietrecht - Schriftform eines Mietvertrages bei Beteiligung einer GmbH
Schriftform eines Mietvertrages bei Beteiligung einer GmbH
Mietvertrag: Wahrung der Schriftform bei Vertrag mit einer GmbH
Schriftform bei Unterschrift für GmbH bei Unterzeichnung durch einen Nichtgeschäftsführer
Zur Währung der Schriftformklausel bei Abschluss eines Mietvertrages durch eine GmbH mit zwei Geschäftsführern
Einhaltung der Form des § 550 BGB bei Vertretung
beck.de , S. 9 (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)
§ 126 Abs. 2 Satz 1 BGB; § 550 BGB
Anforderungen an die Schriftform eines Mietvertrages mit einer GmbH
Schriftform bei Unterzeichnung für eine GmbH (IMR 2007, 347)
Zusammenfassung von "Vertreterzusatz und Schriftform des Mietvertrags" von RA Wiss.Mit. Dr. Arnold Lehmann-Richter, original erschienen in: ZMR 2007, 940 - 943.
Kurznachricht zu "Vertretungsbefugnis versus mietrechtliche Schriftform" von RA Michael Drasdo, original erschienen in: NJW Spezial 2008, 321.
LG Berlin, 16.02.2004 - 25 O 483/03
NJW 2007, 3346
ZIP 2007, 2079
MDR 2007, 1414
DNotZ 2008, 367
NZM 2007, 837
ZMR 2007, 953
WM 2007, 2167
DB 2007, 2531
NZG 2007, 867
Auch für einen möglichen Grundstückserwerber, dessen Informationsbedürfnis das Schriftformerfordernis des § 550 BGB vor allem dient (Senatsurteil vom 4. April 2007 - VIII ZR 223/06, NJW 2007, 1742, Tz. 17; BGH, Urteil vom 19. September 2007 - XII ZR 121/05, WM 2007, 2167, Tz. 13, jeweils m.w.N.), ist eine Vereinbarung dieser Art in der Regel nicht wesentlich.
Denn soweit ein Eintritt des Grundstückserwerbers in den Mietvertrag nicht stattfindet, weil dieser nicht oder nicht mehr besteht, bedarf es auch nicht des Schutzes der Schriftform vor einer langjährigen Bindung an unbekannte Bedingungen (Senatsurteil vom 19. September 2007 - XII ZR 121/05 - NJW 2007, 3346, 3347).
Auch insoweit ist es dem Erwerber zumutbar, sich zuvor bei den Vertragsparteien zu erkundigen (Senatsurteil vom 19. September 2007 - XII ZR 121/05 - NJW 2007, 3346, 3347).
Das Vertretungsverhältnis wird in solchen Fällen deswegen auch ohne ausdrücklichen Vertretungszusatz hinreichend deutlich und die Schriftform ist dann auch ohne ausdrücklichen Vertretervermerk gewahrt (Senatsurteile vom 19. September 2007 - XII ZR 121/05 - NJW 2007, 3346 f. und vom 6. April 2005 - XII ZR 132/03 - NJW 2005, 2225, 2226).
Gleiches gilt, wenn der Vertrag auf Seiten einer als Mietvertragspartei genannten GmbH ohne nähere Kennzeichnung des Vertretungsverhältnisses unterschrieben worden ist (Senatsurteil vom 19. September 2007 - XII ZR 121/05 - NJW 2007, 3346 f.).
Denn wie ausgeführt will § 550 BGB den Erwerber lediglich über den Inhalt eines gesetzlich auf ihn übergehenden Vertrages informieren und nicht darüber, ob überhaupt ein Vertrag besteht (Senatsurteile vom 19. September 2007 - XII ZR 121/05 - NJW 2007, 3346, 3347 und vom 6. April 2005 - XII ZR 132/03 - NJW 2005, 2225, 2226).
Sinn und Zweck der Schriftform ist es hingegen nicht, ihm Gewissheit darüber zu verschaffen, ob der Mietvertrag wirksam zustande gekommen ist oder noch besteht (Senatsurteile BGHZ 176, 301 = NJW 2008, 2178 - Tzn. 13, 14; vom 29. April 2009 - XII ZR 142/07 - NJW 2009, 2195, 2196; vom 19. September 2007 - XII ZR 121/05 - NJW 2007, 3346, 3347 und BGHZ 160, 97, 104).
Ebenso genügt der Schriftform ein Mietvertrag, der vorsieht, dass er nur im Falle des Eintritts einer Bedingung wirksam werden soll, oder der auf Seiten einer Partei von einem als solchen bezeichneten vollmachtlosen Vertreter unterzeichnet ist (Senatsurteile BGHZ 176, 301 = NJW 2008, 2178 - Tz. 15; 160, 97, 105; 154, 171, 179 und vom 19. September 2007 - XII ZR 121/05 - NJW 2007, 3346, 3347).
Denn da K. N. nicht selbst Vertragspartei war, kann seine Unterschrift auf der mit Mieter gekennzeichneten Unterschriftszeile nur bedeuten, dass er die im Rubrum des Vertrags als Mieterin genannte Aktiengesellschaft allein vertreten wollte (…vgl. Senatsurteile vom 6. April 2005 - XII ZR 132/03 - NJW 2005, 2225 Rn. 39 und vom 19. September 2007 - XII ZR 121/05 - NJW 2007, 3346 Rn. 9 ff. - jeweils für eine GmbH - und BGHZ 176, 301 = NJW 2008, 2178 Rn. 27 f.).
Das Vertretungsverhältnis wird in solchen Fällen deswegen sogar ohne ausdrücklichen Vertretungszusatz hinreichend deutlich (BGH, NJW 2008, Seiten 2178 ff.; BGH, NJW 2007, Seiten 3346 f.; BGH, NJW 2005, Seiten 2225 f.).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 176, 301, 308; Urt. v. 19. September 2007, XII ZR 121/05, NJW 2007, 3346, 3347;… Urt. v. 5. November 2003, XII ZR 134/02, NJW 2004, 1103;… Urt. v. 16. Juli 2003, XII ZR 65/02, NJW 2003, 3053, 3054 - jeweils zur Schriftform eines Mietvertrags) ist es für die Einhaltung der Schriftform erforderlich, dass alle Vertragsparteien die Vertragsurkunde unterzeichnen; unterschreibt für eine Vertragspartei ein Vertreter, muss dies in der Urkunde durch einen das Vertretungsverhältnis anzeigenden Zusatz hinreichend deutlich zum Ausdruck kommen; hat - wie hier - für eine GbR nur ein Gesellschafter ohne Beifügung eines die Vertretung des anderen Gesellschafters erläuternden Zusatzes unterschrieben, ist der Urkunde nicht zu entnehmen, dass sie alle erforderlichen Unterschriften enthält.
Sinn und Zweck der Schriftform ist es hingegen nicht, ihm Gewissheit zu verschaffen, ob der Mietvertrag wirksam zustande gekommen ist (Senatsurteil vom 19. September 2007 - XII ZR 121/05 - NJW 2007, 3346, 3347 m.w.N.).
Denn für diesen Fall hält es die höchstrichterliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs mit Blick auf die Wahrung der Schriftform nicht für erforderlich, dass die für eine GmbH geleistete Unterschrift mit einem die Vertretung kennzeichnenden Hinweis, wie z.B. den Zusatz "i.V." versehen wird, und zwar gleichgültig, ob der Unterzeichnende Geschäftsführer und damit gesetzlicher Vertreter, in anderer Weise Bevollmächtigter oder lediglich vollmachtsloser Vertreter war (BGH, Urteil vom 19. September 2007 - XII ZR 121/05 -, juris Rn. 9; BGH…, Urteil vom 7. Mai 2008 - XII ZR 69/06 - juris Rn. 28).
§ 550 BGB will den Erwerber aber nur über den Inhalt eines (möglicherweise) kraft Gesetzes auf ihn übergehenden Vertrages informieren und nicht darüber, ob ein wirksamer Vertrag vorliegt (BGH, NZM 2010, 319, 320; NJW 2009, 2195, 2196; NJW 2008, 2178, 2179; NJW 2007, 3346, 3347; NJW 2005, 2225, 2226).
Das Vertretungsverhältnis wird in solchen Fällen deswegen auch ohne ausdrücklichen Vertretungszusatz hinreichend deutlich und die Schriftform ist dann auch ohne ausdrücklichen Vertretervermerk gewahrt (BGH, NJW 2007, 3346 f.; BGH, NJW 2005, 2225, 2226).
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