Source: http://www.frei-denken.ch/en/category/kruzifixe-aus-den-schulzimmern/
Timestamp: 2013-05-25 02:20:35
Document Index: 264206059

Matched Legal Cases: ['BGE', 'EGMR', 'EGMR', 'BGer', 'BGE', 'BGer', 'BGE', 'BGE', 'Art. 15']

Crosses Out Of Public Schools! | Freethinkers Association of Switzerland
Archive for the ‘Crosses out of public schools!’ Category
“Cave man symbol” instead of crucifix?
The comunity of Triengen had announced last week, that the crucifixes in the classrooms of two children would be removed. Their father, member of FAS, had claimed, that the comunity should respect a sentence of the Federal Court of 1990, saying that a crucifix doesn’t go with the necessary neutrality of a public school.
Yesterday the comunity announced, that there will now be stone crosses in the classrooms.
Lukas Niederberger, theologist in nearby Lucerne, explained to the press, that crosses are not to be perceived as a “christian logo” but as an ancient symbol already used by the cave dwellers.
Details on our page in German.
After the crucifix a cross from a grave…. The strategy to save crosses/crucifxes in classrooms of public schools by giving them an secular meaning must fail: in 2009 the European Court of Human Rights did state: “The Court was unable to grasp how the display, in classrooms in State schools, of a symbol that could reasonably be associated with Catholicism (the majority religion in Italy) could serve the educational pluralism that was essential to the preservation of a „democratic society“ as that was conceived by the Convention, a pluralism that was recognised by the Italian Constitutional Court.”
http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/view.asp?item=10&portal=hbkm&action=html&highlight=30814/06&sessionid=60871787&skin=hudoc-pr-en
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Crucifix in the classroom, the European Court accepts Italy’s appeal
The European Court of Human Rights has upheld a complaint that Italy has brought against the ruling which established that the presence of the crucifix in classrooms was a violation of freedom of religion. The case will now investigated by the Grand Chamber of the Court.
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Jesus hängt nun im Flur
Anfangs Februar beschloss der Gemeinderat von Cadro, einem beschaulichen Ort nahe Lugano, dass das Symbol der Christenheit in die Volksschule gehört. Nicht in die Klassenzimmer, aber zumindest in den Korridor.
Diese Präzisierung ist deshalb von Bedeutung, weil damit der Bundesgerichtsentscheid vom 27.9.1990 (BGE 116 IA 252) umgangen, bzw. frei interpretiert wird. Darin wurde letztinstanzlich entschieden, dass das Kruzifix das Prinzip der konfessionellen Neutralität der öffentlichen Schule verletze.
Vom Korridor sei da aber nicht die Rede, befand die Dorfregierung einhellig. Wie jetzt bekannt wurde, sollen Kirchenvertreter zuvor angekündigt haben, mit einer Unterschriftensammlung für die Rückkehr des Kreuzes in die Schule Druck von unten aufbauen zu wollen. Wollte die Exekutive dem „Volksbegehren“ vorgreifen? Die Verantwortlichen erklären, die Entscheidung sei nach gründlicher Prüfung gefallen – pikanterweise waren weder Eltern noch Lehrkörper darüber informiert.
Die Reaktionen haben nicht auf sich warten lassen. Viel Zustimmung sei in der Bevölkerung auszumachen, berichteten die Lokalmedien. Es tobe ein Krieg unter Christen, titelte Ticino online etwas reisserisch, ganz im Gegensatz zu den Muslimen, die absolut keine Mühe mit dem Kreuz bekunden. Im Interview meinte der Imam Sheikh Samir Jelassi Radouan gar, die Kontroverse sei Ausdruck einer gewissen „Brüchigkeit der modernen Gesellschaft“ und er möchte die Eltern der betroffenen Schüler demokratisch darüber abstimmen lassen. Eine Ablehnung des Kreuzes wäre ein „Zeichen der Schwäche“, so der Imam, der mehr Respekt für die islamische Kultur anmahnt und gleichzeitig die christlichen Wurzeln des Tessins beschwört.
Cadro zum Zweiten
Als offene Provokation bezeichnen die Freidenker Tessin den Vorfall, als Kniefall der Gemeinde vor der Geistlichkeit. Für Roberto Spielhofer, Präsident der regionalen FVS-Sektion, sind Timing und Wahl des „Tatortes“ kein Zufall. Schliesslich geht das Bundesgerichtsurteil auf die Klage eines Lehrers von Cadro zurück. In einem Statement warnen die Freidenker vor den neuen Einmischungsversuchen religiöser Gruppierungen, wie sie sich zum Beispiel im Vorstoss, die Kosten des Schwangerschaftsabbruches zu privatisieren zeigen oder in der geplanten, restriktiven Neureglementierung der liberalen Sterbehilfepraxis in der Schweiz. Damit würden zentralste Selbstbestimmungsrechte beschnitten.
Die Massnahme habe eine Flut von irritierten Mails an die Gemeindekanzlei ausgelöst. Darunter finde sich die Beschwerde eines Betroffenen, der die zuständigen Stellen unter Androhung rechtlicher Schritte auffordere, das „Corpus Delicti“ umgehend zu entfernen. Die dornige Angelegenheit wird die Behörden weiter beschäftigen, auch auf europäischer Ebene. Erst kürzlich hat Italien gegen den Kruzifix-Entscheid des EGMR Rekurs eingelegt.
ZV FVS
Präsidentin FVS-Sektion Zentralschweiz
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Kruzifix-Urteile
3.11.2009 EGMR: Kruzifixe in Italien Die Richter des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte stellten auf Klage einer Italienerin fest, dass das Kreuz ein rein religiöses Symbol sei, das auf Kinder ohne Konfessionen oder anderer Glaubensbekenntnisse „verstörend“ wirken könnte.
12.11.1997 BGer: Kopftuchverbot für Lehrerin
Das Urteil wird 2001 vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg geschützt. (BGE 123 I 296)
27.09.1990 BGer: Kruzifixverbot
Das Schweizerische Bundesgericht weist die Gemeinde Cadro an, die Kruzifixe aus den Klassenzimmern der Grundschule zu entfernen. (BGE 116 IA 252 )
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Die Rechtslage in der Schweiz ist klar. Zur Durchsetzung des Rechtes braucht es mutige Menschen, die an Ort und Stelle die Entfernung des Kruzifixes aus den Schulzimmern verlangen.
Wenn Sie auf Schwierigkeiten stossen, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.
Musterbrief an die Lehrkraft.
mein Kind ……………………………….. besucht an der ………………………………. Schule die Klasse …… .
Mit Bezug auf das Urteil des Bundesgerichtes vom 26. September 1990 (BGE 116 Ia 252) ersuche ich Sie, das Kruzifix aus diesem Klassenzimmer zu entfernen.
Diese Geste ist nicht nur ein Akt der Toleranz gegenüber all jenen weltanschaulichen Minderheiten, die nie das Vorrecht besessen haben, ihre Symbole in staatlichen Räumen aufzuhängen. Sie bringt vor allem zum Ausdruck, dass Staat und Religion in einer demokratischen Gesellschaft getrennt sein müssen.
Ich möchte meinem Kind jedenfalls nicht zumuten, unter dem Kreuz, das auch Zeichen christlicher Missionierung ist, zu lernen.
Kindern muss zudem bestätigt werden, dass sie mit ihrer Weltanschauung frei und gleichberechtigt sind (Art. 15 der Bundesverfassung). Das lässt sich mit einem weltanschaulich neutral gehaltenen Klassenraum am besten bewerkstelligen.
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