Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IBR%201990,%20134
Timestamp: 2019-01-24 05:23:43
Document Index: 114785045

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 2', '§ 305', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 6', '§ 11', '§ 124', '§ 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 09.11.1989 - VII ZR 16/89 - dejure.org
VOB/B-Einbeziehung
§ 2 AGBG (Hinweis: jetzt § 305 BGB <Fassung seit 1.1.02>), §§ 1 ff VOB/B
AGB - VOB/B - Bauvertrag
Wirksame Vereinbarung der VOB/B
Wie wird die VOB/B wirksam vereinbart? (IBR 1990, 134)
BGH, 11.09.1989 - VII ZR 16/89
BGHZ 109, 192
NJW 1990, 715
MDR 1990, 427
WM 1990, 437
BB 1990, 311
DB 1990, 477
BauR 1990, 205
IBR 1990, 134
ZfBR 1990, 69
Sinn und Zweck der Vorschrift ist, dass der Vertragspartner die Gelegenheit erhalten soll, sich bei Vertragsabschluss mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vertraut zu machen, damit er die Rechtsfolgen und Risiken eines Vertragsabschlusses abschätzen kann (BGHZ 109, 192, 196; BGH, Urteil vom 10. Juni 1999 - VII ZR 170/98, NJW-RR 1999, 1246, unter II 2).
Es ist jedoch nicht die andere Vertragspartei, sondern der Verwender, der die Möglichkeit schaffen muss, in zumutbarer Weise die Geschäftsbedingungen zur Kenntnis zu nehmen (BGHZ 109, 192, 196) .
Die VOB/B ist nicht wirksam in den Vertrag einbezogen worden, weil den mit der VOB/B nicht vertrauten Beklagten bei Vertragsschluß keine Gelegenheit gegeben worden war, in zumutbarer Weise von deren Inhalt Kenntnis zu nehmen, § 2 Abs. 1 Nr. 2 AGBG (BGH, Urteil vom 9. November 1989 - VII ZR 16/89 = BGHZ 109, 192, 196; Urteil vom 10. Juni 1999 - VII ZR 170/98).
Gegenüber Vertragsparteien, die im Baurecht nicht bewandert sind, wird die VOB/B nur wirksam einbezogen, wenn der Verwender seinem zukünftigen Vertragspartner die Gelegenheit einräumt, den vollen Text zur Kenntnis zu nehmen (Urteil vom 9. November 1989 - VII ZR 16/89, BGHZ 109, 192, 194 ff; Urteil vom 14. Februar 1991 - VII ZR 132/90 = BauR 1991, 328 = ZfBR 1991, 151; Urteil vom 26. März 1992 - VII ZR 298/90 = BauR 1992, 503 = ZfBR 1992, 206).
Nach den in der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 9. November 1989 - VII ZR 16/89 = BGHZ 109, 192, 196 wiedergegebenen Erwägungen des Gesetzgebers muß der Verwender seine Bedingungen offenlegen und auf die von ihm beabsichtigte Einbeziehung hinweisen.
Entgegen der Ansicht der Revision ist die VDI-Richtlinie 2077 mit der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) Teil B, die allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführungen von Bauleistungen enthält und gegenüber einem weder im Baugewerbe tätigen noch sonst im Baubereich bewanderten Vertragspartner nicht durch bloßen Hinweis auf ihre Geltung in den Vertrag einbezogen werden kann (BGH, Urteile vom 9. November 1989 - VII ZR 16/89, BGHZ 109, 192, 196 f.;… vom 9. Oktober 2008 - VII ZR 80/07, NJW 2009, 354 Rn. 14; jeweils mwN), schon deshalb nicht vergleichbar, weil die VDI-Richtlinie 2077 - anders als die VOB/B - nicht kraft Parteivereinbarung Geltung erlangt.
BFH, 23.09.2009 - II R 20/08
Im Kaufpreis enthaltene Kosten für Erschließung und …
23âEUR? Vgl. dazu bereits Grziwotz, MittBayNot 2003, 200, 203.24âEUR? Driehaus, Erschließungs- und Ausbaubeiträge, 8. Aufl. 2007, § 6 Rdnr. 9; Quaas, BauR 1999, 1113 u. Birk, BauR 1990, 205, 208.25âEUR? Vgl. dazu ausführlich Krautzberger in Ernst/Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, BauGB, § 11 Rdnr. 160 u. Grziwotz in Ernst/ Zinkahn/Bielenberg/Krautzberger, BauGB, § 124 Rdnr. 14. der Abgaben problematisch.
War die Klägerin im Baugewerbe nicht hinreichend bewandert und auch nicht durch eine im Bauwesen tätige Person bei den Vertragsverhandlungen vertreten, konnte die VOB/B dann gemäß § 2 Abs. 1 AGBG nur in der Weise Vertragsbestandteil werden, daß die Klägerin zuvor Gelegenheit erhielt, von dem Inhalt der Regelung Kenntnis zu nehmen (vgl. BGHZ 109, 192, 196;… BGH, Urt. v. 14. Februar 1991 - VII ZR 132/90, BauR 1991, 328; v. 26. März 1992 - VII ZR 258/90, NJW-RR 1992, 913; v. 19. Mai 1994 - VII ZR 26/93, NJW 1994, 2547).
An einer wirksamen Einbeziehung der VOB/B dürfte es hier zwar fehlen, da diese dem Vertrag nicht beilag und die Beklagten auch nicht mit den Gepflogenheiten des Baugewerbes bewandert sind (vgl. BGHZ 86, 135; 109, 192).
Das gilt auch für notariell beurkundete Verträge (im Anschluß anSenatsurteil vom 9. November 1989 - VII ZR 16/89 = NJW 1990, 715 = BauR 1990, 205 = ZfBR 1990, 69).
Gegenüber einem weder im Baugewerbe tätigen noch sonst im Baubereich bewanderten Vertragspartner kann die VOB/B nicht durch bloßen Hinweis auf ihre Geltung in den Vertrag einbezogen werden (Senatsurteil vom 9. November 1989 - VII ZR 16/89 = NJW 1990, 715 = BauR 1990, 205 = ZfBR 1990, 69).
OLG Hamm, 17.06.1992 - 26 U 69/91
Unwirksame Einbeziehung der VOB/B
AG Essen, 09.03.2010 - 11 C 510/09
Zur Einbeziehung der AGB-Klauseln bei Bereitstellen im Internet
OLG Hamm, 20.09.1991 - 12 U 202/90
Werklohnberechnung außerhalb der Grundlage der VOB