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Timestamp: 2019-02-20 06:31:49
Document Index: 34113494

Matched Legal Cases: ['§ 1626', '§ 1626', '§ 1626', '§ 1626', '§ 1671', '§ 1626', '§ 1671', 'Art. 3', '§ 1666']

VAK fordert: Die Vorschriften §§ 1626a bis 1626e, 1671 und 1672 BGB sind ersatzlos aufzuheben! - Familienpolitik - Nachrichten : elterlicheSorge.de
Familienpolitik : VAK fordert: Die Vorschriften §§ 1626a bis 1626e, 1671 und 1672 BGB sind ersatzlos aufzuheben!
on 2011/2/1 12:32:30 (2743 reads)
Verband Anwalt des Kindes. Bundesverband e.V.:
Richter a. D. Hans-Christian Prestien ./. Kooalition
Die sorgerechtliche Verantwortung von Eltern mit und ohne Trauschein darf nicht länger zur freien Disposition der Eltern oder des Staates stehen - Aufhebung der §§ 1626a bis 1626e, 1671 und 1672 BGB. Die Vorschriften §§ 1626a bis 1626e, 1671 und 1672 BGB sind ersatzlos aufzuheben. Die Kinder von Eltern, die miteinander verheiratet waren oder sind, können nicht schlechter gestellt werden, weshalb auch § 1671 BGB ersatzlos aufzuheben ist.
1. Die Vorschriften §§ 1626a bis 1626e, 1671 und 1672 BGB sind ersatzlos aufzuheben.
Die Kinder von Eltern, die miteinander verheiratet waren oder sind, können nicht schlechter gestellt werden, weshalb auch § 1671 BGB ersatzlos aufzuheben ist.
2. Für alle von behördlichen und gerichtlichen Verfahren betroffene Kinder ist ein qualifizierter, unabhängiger Rechtsschutz zu gewährleisten.
Das Kind braucht einen Interessenvertreter, der den Namen Anwalt des Kindes verdient und der konkret in jedem Einzelfall mit den Augen des Kindes sieht und als kompetenter Erwachsener dem Kind oder Jugendlichen sowie seinen Bezugspersonen Beistand leistet; Schulen, Behörden und Gerichte an ihre Pflichten erinnert und die Einhaltung dieser Pflichten notfalls mit Rechtsmitteln durchsetzt.
Ein solcher Anwalt des Kindes muss - das materielle Kindschaftsrecht beherrschen, - die Klaviatur des Verfahrensrechtes spielen können, - über zielführende Gesprächsführungstechniken im Umgang mit erwachsenen Konfliktparteien und deren Anwälte verfügen, - mit den allgemeinen Entwicklungsverläufen von Kindern in den unterschiedlichen Altersstufen vertraut sein, - die Sprache des Kindes verstehen, - bestehende Behinderungen körperlicher wie psychischer Art bei den Kindern wie bei den erwachsenen Verantwortungsträgern erkennen können, - die Kriterien wissenschaftlich haltbarer Begutachtungen kennen und - frei von jeglichen bewussten oder unbewussten Vor-Urteilen und daraus fließenden Projektionen sein.
Zudem muss ein solcher Anwalt des Kindes unabhängig von Jugendbehörden und Gerichten sein.
Bei der jetzt vorgesehenen Regelung ist fast regelmäßig davon auszugehen, dass nicht hinreichend qualifizierte Verfahrensbeistände das „Verfahren zum Schutz des Kindes“ für dieses eher zufallsabhängig positiv in dessen Interesse begleiten. Die fehlende Unabhängigkeit und mangelnde Qualifikation machen den heutigen Verfahrensbeistand zu einem Etikettenschwindel.
3. Die Organisation der für Kinder und Jugendliche zuständigen Gerichtsbarkeit ist zur Erreichung eines effektiven Kinderschutzes neu zu gestalten. Für die Jugendhilfe ist eine besondere Fachaufsicht (vgl. Art. 3 Abs. 3 a. E. der UN-Kinderrechtskonvention) einzurichten und Verbindlichkeit richterlicher Maßnahmen in direkter oder entsprechender Anwendung des § 1666 a BGB anzuordnen.
Der Verband Anwalt des Kindes
Der vor über 20 Jahren von Richter a. D. Hans-Christian Prestien gegründete, bundesweit vertretene Verband Anwalt des Kindes kümmert sich um die Interessen der Kinder, die in irgendeiner Form einen Rechtsbeistand benötigen, so z B. im Familienrecht, Scheidungsrecht, Sorgerecht, Umgangsrecht, aber auch in Jugendstrafverfahren. Der Verband Anwalt des Kindes setzt sich für eine dem Kindeswohl entsprechende Umsetzung der gesetzlichen Vorschriften ein, vor allem des Rechtes eines jeden Kindes auf seine leiblichen Eltern, auf Adoptiv- und Pflegeeltern, aber auch auf die Geschwister, die Großeltern und alle anderen wichtigen Bezugspersonen. Hierzu erarbeitet der Verband auch Gesetzesinitiativen. Die Angebote des Verbandes Anwalt des Kindes (wie Aus- und Fortbildung) richten sich an alle, die diesen Kindern helfen wollen: Eltern, Pflege-/Ursprungseltern, Verfahrensbeistände, Rechtsanwälte, Familienrichter, Jugendamtsmitarbeiter, Sachverständige und weitere Interessierte. Und natürlich auch an die Kinder.