Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/197620,210.html
Timestamp: 2019-07-21 14:36:17
Document Index: 304024033

Matched Legal Cases: ['§ 306', '§ 30', '§ 306', '§30', '§ 24', '§ 306', '§ 306', '§ 11', '§ 306', '§ 306', '§ 306', '§ 30', '§ 30', '§ 24', '§306', '§306', '§306', '§ 306', 'BGH']

Verfasst am: 17 Sep 2008 - 20:15:14 Titel:
Du hast oben geschrieben, dass du §§ 306d I, 22, 23 I prüfen willst.
Nen fahrlässigen Versuch gibt es nicht, weil du für nen Versuch immer den Tatentschluss brauchst und der besteht aus dem Vorsatz bezüglich der objektiven Tatbestandsmerkmale und der fehlt bei Fahrlässigkeitsdelikten immer.
Verfasst am: 17 Sep 2008 - 22:33:58 Titel:
welche Literatur benutzt du, um dich über § 30 II zu informieren.
Was prüfst du ganz genau jetzt für A? Habe ich es richtig verstanden, dass du den Versuch mangel Tatentschlusses scheitern lässt bei § 306 I, 22,23 und dann nimmst du §30 II? Wenn ja wieso nimmst du beim Rücktritt den § 24 und nicht 31; du bist doch bei der Prüfung von 306,22,23 nicht zum unmittelbaren Ansetzen gekommen, oder erwähst du das beim Rücktritt, habe ich was falsch verstanden?
Was prüfst außer Versuch von 306 und 306a für A?
Verfasst am: 17 Sep 2008 - 23:07:43 Titel:
das stimmt zwar grds. aber § 306d I, 2. Var. iVm. § 306a II ist gem. § 11 II ein Vorsatzdelikt. Der Versuch müsste dann ja eigentlich strafbar sein, oder?
Wie hast du den § 306a II für B gelöst?
Verfasst am: 17 Sep 2008 - 23:20:12 Titel:
Für A wollte ich nur den §§ 306, 22, 23 I "ordentlich" prüfen (gleich beim Tatentschluss raus) und dann sagen, dass deshalb auch der §§ 306a I, 22, 23 I rausfliegt.
Ich weiß allerdings nicht, ob ich auch mit A anfange. Es wäre zwar einerseits sinnvoll, da er der Tatnächste ist, andererseits nimmt man dann wenn § 30 II geprüft wird, schon das Ergebnis bzgl. des Problems der Zurechnung bei vermeintlicher Mittäterschaft vorweg, weil wenn man die Zurechnung der Handlung bejaht ins Versuchsstadium vorgedrungen ist und sich der Rücktritt für A hinsichtlich § 30 deshalb nach § 24 bemisst. Glaube auch nicht dass es so schlimm wäre, wenn man das unmittelbare Ansetzen des A vor der Prüfung des B noch nicht erwähnt hat, weil dieses ja unstreitig vorliegt.
Verfasst am: 18 Sep 2008 - 05:23:03 Titel:
@mclaren: An welche Handlung des B knüpfst du seine Strafbarkeit an?? Den gemeinsam mit A geschmiedeten Plan oder etwa das Anwesendsein am vermeintlichen Tatort am 7.März??? Und prüfst du für ihn alle Brandstiftungsdelikte sauber durch???Denn eigentlich langt es ja einmal sauber und dann reicht doch der Verweis auf oben. Wie siehst du/ihr das????gruß
Verfasst am: 18 Sep 2008 - 11:26:34 Titel:
Du meinst man sollte das unmittelbare Ansetzen von A erst bei der Prüfung des Versuchs von B prüfen? wenn ja; kann man den Versuch von B prüfen auch wenn der Versuch von A nicht vorliegt?
Verfasst am: 18 Sep 2008 - 14:38:48 Titel:
sorry das ich jetzt noch mal zum zweiten Abschnitt zurück springe, obwohl ihr gerade so fleißig den dritten diskutiert, aber ich hänge mich an dem Angriff mehrerer in Bezug auf A einfach auf.
Also die Schlägerei hab ich verneint, weil nur zwei Personen.
Jetzt prüfe ich den Angriff mehrerer. Da reichen ja zwei Personen aus und wohl auch nur psychische Beteiligung iSv Anfeuern, etc.
Jetzt ist mein Problem, dass ich einfach nicht sicher bin, ob ich das durchgehen lasse als Angriff von zwei Personen (A+H gegen S) oder ob ich das ablehne.
Wenn ich das aber ablehne, komm ich ja gar nicht mehr in die Verlegenheit, solche Sachen wie ob dem A die schwere Folge noch zurechenbar ist, obwohl er den "Tatort" bereits verlassen hat, anzusprechen. Und eigentlich steht in den Fällen ja immer nur Zeugs drin, das irgendwie wichtig ist.
Ihr scheint euch ja weitestgehend einig zu sein, dass ihr den Angriff verneint; wie habt ihr das begründet? Ich hab mich durch sämtliche Kommentare gefressen, aber ich steh irgendwie auf dem Schlauch!
Verfasst am: 18 Sep 2008 - 18:44:18 Titel:
an Steffi,
ich glaube die Meisten habe das offengelassen und werden sich damit später beschäftigen, um keine Zeitverlüste zu haben. Ich habe die gleich Meinung wie du. Ich glaube man müsste den Angriff bejahen, um auf die andere Punkte zu kommen.
Wie handelt A bezüglich 306a I Nr.1 , vorsätzlich oder fahrlässig. Ich würde zur Fahrlässigkeit tendieren, aber oben im dritten Abschnitt steht, dass A und B das Gebäude bis auf die Grundmauern niederbrennen wollen, also sie nehmen das Inbrandsetzen von der Wohnung auch in Kauf? Oder?
Verfasst am: 18 Sep 2008 - 21:34:35 Titel:
@Jurissa: Danke erst mal für deine Antwort. Ist beruhigend, dass ich nicht die einzige bin, die da hängt.
zum Thema §306aI: Also ich seh das genauso wie du. Im Sachverhalt steht, dass sie nicht glauben, dass das Feuer das Treppenhaus erreicht, was meiner Meinung nach auf Fahrlässigkeit hindeutet. Andererseits ist die Gefahr natürlich so offensichtlich, dass man eigentlich sagen könnte, sie müssten davon ausgehen.
Aber ich denke, das steht mit Absicht so drin und deshalb werde ich von Fahrlässigkeit ausgehen.
Aßußerdem steht im Sachverhalt das sie die Disco niederbrennen lassen wollen; ich denke nicht dass man dann automatisch davon ausgehen muss, dass sie auch das Brennen der Wohnung in Kauf nehmen.
Und Absatz II und der §306b scheitern ja ebenfalls am Vorsatz bezüglich der schweren Folge bzw. der konkreten Gefährdung. Oder wie siehst du das?
Dann würde man doch nur bei §306I auf das unmittelbare Ansetzen und die Zurechnungsproblematik kommen oder?
Verfasst am: 19 Sep 2008 - 09:27:32 Titel:
an JuraMainz-Steffi und Jurissa:
Bzgl. des Vorsatzes bei § 306a I ist bei gemischt genutzten Gebäuden nach BGHSt 34, 115 nicht erforderlich, dass der Täter auch die Wohnung in Brand setzen wollte. Erforderlich ist allein, dass der Täter weiß, dass es sich um ein gemischt genutztes Gebäude handelt. Daher wäre hier der Vorsatz des B zu bejahen.