Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202005,%20437
Timestamp: 2019-06-18 04:17:49
Document Index: 347559652

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 529', '§ 531', '§ 531', 'BGH', '§ 529', '§ 531', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', '§ 533', 'BGH']

BGH, 06.12.2004 - II ZR 394/02 - dejure.org
https://dejure.org/2004,288
BGH, 06.12.2004 - II ZR 394/02 (https://dejure.org/2004,288)
BGH, Entscheidung vom 06.12.2004 - II ZR 394/02 (https://dejure.org/2004,288)
BGH, Entscheidung vom 06. Dezember 2004 - II ZR 394/02 (https://dejure.org/2004,288)
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Zulässigkeit einer erstmals im Berufungsrechtszug erhobenen Widerklage; Einwilligung des Prozessgegners; Beruhen eines Begehrens auf einem unstreitigen Sachvortrag; Wirksamkeit eines Darlehensvertrags; Beitritt zu einer Fondsgesellschaft; Vertrieb von Fondsbeteiligungen einschließlich Finanzierungen in Haustürsituationen; Voraussetzungen einer Haustürsituation; Verbundenes Geschäft aus Gesellschaftsbeitritt und Darlehensvertrag
Anwendbarkeit des HWiG auf Real- und Personalkredite auch bei Ausschluss des Widerrufsrechts nach VerbrKrG
Bei Einwilligung des Gegners Zulässigkeit einer erstmals im Berufungsrechtszug erhobenen Widerklage, die auf unstreitigem Sachvortrag beruht
Verfahrensrecht - Widerklage in Berufungsinstanz möglich?
Widerklage - Im Berufungsverfahren erhobene Widerklage zulässig?
VerbrKrG § 9 Abs. 2 Satz 4; HWiG a. F. § 1 Abs. 1
Fondsbeitritt; Widerrufsrecht; doppelte Widerrufsbelehrung
Wann ist eine erstmals in der Berufung erhobene Widerklage zulässig? (IBR 2005, 1294)
NJW-RR 2005, 437
ZIP 2005, 567
MDR 2005, 588
FamRZ 2005, 436 (Ls.)
WM 2005, 295
Das in der Berufungsbegründung wiederholte Vorbringen zu den Sicherheiten der H. Sparkasse war in zweiter Instanz auch nicht deshalb zu berücksichtigen, weil es als unstreitig hätte gewertet werden müssen (zur Berücksichtigung unstreitiger Noven in der Berufung vgl. BGHZ 161, 138, 142; BGH, Urt. v. 6. Dezember 2004 - II ZR 394/02, WM 2005, 295, 296).
Aus einer die Zwecke des Zivilprozesses und der Präklusionsvorschriften berücksichtigenden Auslegung der § 529 Abs. 1 Nr. 2, § 531 ZPO ergibt sich, dass unter "neue Angriffs- und Verteidigungsmittel" im Sinne des § 531 ZPO lediglich streitiges und beweisbedürftiges Vorbringen fällt (…BGH, Urteile vom 20. Mai 2009 - VIII ZR 247/06, NJW 2009, 2532 Rn. 15; vom 6. Dezember 2004 - II ZR 394/02, NJW-RR 2005, 437 unter II 1 b; jeweils mwN).
Dies gilt ebenso, wenn die Widerklage auf neues unstreitiges Vorbringen gestützt wird (§ 529 Abs. 1 Nr. 2, § 531 Abs. 2 Nr. 3 ZPO; vgl. BGH, Urteil vom 6. Dezember 2004 - II ZR 394/02, NJW-RR 2005, 437).
Sie hat damit eingewilligt (vgl. BGH, Urteil vom 6. Dezember 2004 - II ZR 394/02, NJW-RR 2005, 437) mit der Folge, dass es nicht auf die Sachdienlichkeit ankommt.
Dabei entspricht es allgemeiner Auffassung, dass § 267 BGB auch in der Berufungsinstanz anwendbar ist (BGH v. 6.4.2004 - II ZR 394/02, MDR 2005, 588; Zöller/Heßler, § 533 Rz.9).
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