Source: https://www.uvs-ooe.gv.at/20245_DEU_HTML.htm
Timestamp: 2018-10-20 19:27:13
Document Index: 250668916

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 44', '§ 21', '§ 21', '§ 34', '§ 19']

Unabhängiger Verwaltungssenat des Landes Oberösterreich - VwSen-109277/2/Kei/An
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VwSen-109277/2/Kei/An
VwSen-109277/2/Kei/An	Linz, am 30. Juni 2004
Der Unabhängige Verwaltungssenat des Landes Oberösterreich erkennt durch sein Mitglied Dr. Keinberger über die Berufung des H W, O, O., gegen das Straferkenntnis der Bezirkshauptmannschaft Ried im Innkreis vom 6. August 2003, Zl. VerkR96-2943-2003, zu Recht:
Der Berufung wird keine Folge gegeben und das angefochtene Straferkenntnis wird sowohl hinsichtlich der Schuld als auch hinsichtlich der Strafe bestätigt.
Der Berufungswerber hat als Beitrag zu den Kosten des Berufungsverfahrens 20 % der verhängten Strafe, das sind 6 Euro, zu leisten.
"Sie haben am 05.03.2003 um 09.36 Uhr, den PKW in Ried i.I. auf dem Kirchenplatz geg. Nr. 23, im Bereich des Vorschriftszeichens ‚Halten und Parken verboten' abgestellt.
§ 24 Abs. 1 lit. a StvO 1960
99 Abs. 3 lit. a
3,-- Euro als Beitrag zu den Kosten des Strafverfahrens, d.s. 10 % der Strafe (je ein Tag Freiheitsstrafe wird gleich 15,00 Euro angerechnet);
Der zu zahlende Geldbetrag (Strafe/Kosten/Barauslagen) beträgt daher 33,00 Euro."
Der Berufungswerber (Bw) brachte in der Berufung vor:
"Ihre Meinung teile ich nicht und ich lege hiermit Berufung ein, das war nicht mein Fahrzeug, ansonsten hätte der zuständige Polizist wohl eine andere Farbe als s angeführt".
Der Oö. Verwaltungssenat hat in den Verwaltungsakt der Bezirkshauptmannschaft Ried im Innkreis vom 29. September 2003, Zl. VerkR96-2943-2003, Einsicht genommen.
Im gegenständlichen Zusammenhang wurde der PKW durch das Kennzeichen eindeutig individualisiert und der Oö. Verwaltungssenat zweifelt nach Einsichtnahme in den gegenständlichen Verwaltungsakt nicht am Vorliegen des Sachverhaltes, der durch die im Spruch des gegenständlichen Straferkenntnisses angeführte, als erwiesen angenommene Tat (§ 44a Z1 VStG), zum Ausdruck gebracht wird.
Das Verschulden des Bw wird - ein Rechtfertigungsgrund oder ein Schuldausschließungsgrund liegt nicht vor - als Fahrlässigkeit qualifiziert. Die Schuld des Bw ist nicht geringfügig iSd § 21 Abs.1 erster Satz VStG. Da die Schuld nicht geringfügig ist und somit eines der beiden in § 21 Abs.1 erster Satz VStG genannten Kriterien nicht erfüllt ist, konnte diese Bestimmung nicht angewendet und nicht von der Verhängung einer Strafe abgesehen werden.
Es liegt keine die Person des Bw betreffende Vormerkung in verwaltungsstrafrechtlicher Hinsicht, die zur gegenständlichen Tatzeit in Rechtskraft erwachsen gewesen ist und die noch nicht getilgt ist, vor. Dies hat zur Konsequenz, dass der Milderungsgrund des § 34 Abs.1 Z2 StGB iVm § 19 Abs.2 VStG zum Tragen kommt. Ein weiterer Milderungsgrund liegt nicht vor. Ein Erschwerungsgrund liegt nicht vor.
Der Unrechtsgehalt der gegenständlichen Übertretung ist erheblich.
Die Höhe der durch die belangte Behörde verhängten Strafe ist insgesamt - auch unter Berücksichtigung der aktenkundigen Einkommens-, Vermögens- und Familienverhältnisse des Bw - angemessen.
Da in jeder Entscheidung des Oö. Verwaltungssenates, mit der ein Straferkenntnis bestätigt wird, ein Kostenbeitrag zum Strafverfahren auszusprechen ist, war der Betrag mit 20 % der verhängten Strafe, das sind 6 Euro, gemäß der im Spruch angegebenen Gesetzesstelle zu bemessen.