Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F11-06-2010-2C_72-2010
Timestamp: 2016-10-23 12:00:29
Document Index: 119650848

Matched Legal Cases: ['Art. 109', 'Art. 42', 'Art. 49', 'Art. 50', 'Art. 50', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 49', 'Art. 50', 'Art. 8', 'Art. 42', 'Art. 105', 'Art. 64', 'Art. 66']

2C_72/2010 (11.06.2010)
2C_72/2010
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 4. Abteilung, 4. Kammer, vom 2. Dezember 2009.
1.1 X.________ (geb. 1979) stammt aus Gambia. Er durchlief in der Schweiz unter einer falschen Identit�t erfolglos ein Asylverfahren. Am 17. Juni 2004 heiratete er die Schweizer B�rgerin Y.________ (geb. 1985), worauf ihm eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei dieser erteilt wurde. Aus der Ehe ging der gemeinsame Sohn Z.________ (geb. 2005) hervor. Ab Dezember 2004 trennten sich die Ehegatten wiederholt, da es zwischen ihnen immer wieder zu h�uslichen Gewaltszenen kam. In diesem Zusammenhang musste X.________ mehrmals wegen K�rperverletzung, T�tlichkeit und Hausfriedensbruchs verurteilt werden.
1.2 Am 17. Dezember 2008 lehnte die Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich es ab, die Aufenthaltsbewilligung von X.________ zu verl�ngern, wogegen dieser erfolglos an den Regierungsrat und das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich gelangte. Die Ehe ist seit dem 2. Februar 2010 geschieden. X.________ beantragt vor Bundesgericht sinngem�ss, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 2. Dezember 2009 aufzuheben und den Kanton Z�rich anzuhalten, seine Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern.
Die Eingabe erweist sich als offensichtlich unbegr�ndet und kann mit summarischer Begr�ndung im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 BGG erledigt werden:
2.1 Ausl�ndische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Schweizerinnen und Schweizern haben Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 42 AuG). Vom entsprechenden Erfordernis kann abgesehen werden, wenn wichtige Gr�nde f�r das Getrenntleben bestehen und die Familiengemeinschaft tats�chlich fortdauert (Art. 49 AuG). Nach Aufl�sung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung oder Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung fort, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert und sich der Betroffene hier erfolgreich integriert hat (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG) oder falls wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen, namentlich der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt geworden ist oder seine soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gef�hrdet erscheint (Art. 50 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Abs. 2 AuG; vgl. die Urteile 2C_635/2009 vom 26. M�rz 2010 E. 4 und 5 sowie 2C_618/2009 vom 27. Januar 2010 E. 2 u. 3 sowie BGE 2C_304/2009 vom 9. Dezember 2009 E. 3 sowie BGE 136 II 1 E. 4 und 5).
2.2 Der Beschwerdef�hrer ist illegal in die Schweiz eingereist und hat das Land trotz seiner Wegweisung im Asylverfahren nicht verlassen. Bereits kurz nach seiner Heirat ist es zu ehelichen Spannungen gekommen, die dazu gef�hrt haben, dass sich die Ehegatten im Dezember 2004 trennten. Zwar bem�hten sie sich in der Folge punktuell jeweils darum, wieder zusammenzufinden, doch scheiterten diese Anstrengungen: Der Beschwerdef�hrer schlug seine Frau; er wurde in diesem Zusammenhang zu einer unbedingt vollziehbaren Gesamtstrafe von acht Monaten verurteilt. Zum Zeitpunkt der Nichtverl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung lebte der Beschwerdef�hrer trotz formellen Fortbestehens des Ehebands nicht mehr mit seiner Gattin im Sinne von Art. 42 Abs. 1 AuG zusammen, ohne dass er hierf�r einen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 AuG geltend machen konnte. Die ehelichen Probleme waren nicht nur vor�bergehender Natur und die eheliche Gewalt ging in erster Linie von ihm aus. Selbst wenn angenommen w�rde, dass seine Ehe drei Jahre gedauert hat, kann er nicht als integriert gelten: Er ist in der Schweiz nie einer geregelten Arbeit nachgegangen und spricht nur gebrochen deutsch. In der Zeit vom 1. August 2004 bis zum 30. September 2008 musste er vom Sozialamt mit insgesamt Fr. 102'948.25 unterst�tzt werden. Ein weiterer Aufenthalt gest�tzt auf Art. 50 AuG f�llt damit ausser Betracht, zumal der Beschwerdef�hrer im Heimatland �ber ein intaktes Familiensystem verf�gt und er selber geltend macht, nicht dorthin zur�ckkehren zu wollen, da er f�r seine Angeh�rigen von der Schweiz aus nicht gesorgt habe, wie dies von ihm erwartet worden sei.
2.3 Zwar verf�gt der Beschwerdef�hrer �ber ein Besuchsrecht zu seinem Schweizer Sohn, welcher unter der Obhut der Mutter steht, und d�rfte es ihm schwerfallen, von seiner Heimat aus den Kontakt mit diesem aufrechtzuerhalten, doch kann er hieraus nichts f�r sich gest�tzt auf Art. 8 EMRK ableiten (vgl. das Urteil 2C_335/2009 vom 12. Februar 2010 E. 2.2 mit Hinweisen): Der Beschwerdef�hrer lebt mit seinem Sohn in keiner besonders engen affektiven bzw. wirtschaftlichen Beziehung. Trotz dessen schwerer Krankheit hat er sich nur punktuell um ihn gek�mmert. F�r seinen Unterhalt ist er nie aufgekommen. Sein Besuchsrecht hat er - zumindest teilweise - nur punktuell wahrgenommen. Im �brigen kann mit Blick auf die von ihm ausge�bte h�usliche Gewalt und die fortdauernde schwere F�rsorgeabh�ngigkeit nicht gesagt werden, er habe sich hier "tadellos" verhalten. Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, dies stimme nicht, verkennt er, dass das Bundesgericht an den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt gebunden ist, da nicht dargetan wird bzw. gest�tzt auf die Akten nicht ersichtlich ist, inwiefern der Sachverhalt offensichtlich falsch oder unvollst�ndig sein sollte (vgl. Art. 42 i.V.m. Art. 105 BGG). Die Kritik, der Beschwerdef�hrer werde anders behandelt als seine Ehefrau, die ebenfalls f�rsorgeabh�ngig und f�r die Zerr�ttung der Beziehung verantwortlich sei, geht an der Sache vorbei: Seine Gattin ist Schweizer B�rgerin, weshalb sich f�r sie keine analogen bewilligungsrechtlichen Fragen stellen.
3.1 Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird. F�r alles Weitere kann auf die zutreffenden Ausf�hrungen in den Entscheiden des Verwaltungsgerichts (vom 2. Dezember 2009) und des Regierungsrats (vom 1. September 2009) verwiesen werden.
3.2 Da die vorliegende Eingabe zum Vornherein aussichtslos war, wird der unterliegende Beschwerdef�hrer - trotz seines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege - kostenpflichtig (vgl. Art. 64 BGG). Bei der Festsetzung der H�he der Gerichtskosten kann seiner schwierigen finanziellen Situation Rechnung getragen werden (vgl. Art. 66 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.