Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZB%2011/84
Timestamp: 2019-11-21 23:35:30
Document Index: 164030263

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 120', '§ 518', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.10.1984 - VI ZB 11/84 - dejure.org
https://dejure.org/1984,2309
BGH, 23.10.1984 - VI ZB 11/84 (https://dejure.org/1984,2309)
BGH, Entscheidung vom 23.10.1984 - VI ZB 11/84 (https://dejure.org/1984,2309)
BGH, Entscheidung vom 23. Januar 1984 - VI ZB 11/84 (https://dejure.org/1984,2309)
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Anforderungen an die ordnungsgemäße anwaltliche Unterschrift einer Berufungsschrift - Einordnung einer Unterschrift als bloßes Handzeichen
Ordnungsgemäße Unterzeichnung - Berufungsschrift - Wiederholung derEinlegung - Rechtsmittel
VersR 1985, 59
BGH, 23.10.1984 - VI ZB 12/84
Die den Prozeßbevollmächtigten der Kläger am 29. März 1984 zugestellte Entscheidung i s t vom erkennenden Senat durch Beschluß vom heutigen Tage aufgehoben worden (VI ZB 11/84).
1. Nachdem der erkennende Senat durch Beschluß vom heutigen Tage (VI ZB 11/84) die bei Gericht rechtzeitig eingegangene erste Berufungsschrift der Kläger als anwaltlich unterzeichnet angesehen und deshalb den Verwerfungsbeschluß des Oberlandesgerichts vom 12. März 1984 aufgehoben hat, sind das Wiedereinsetzungsgesuch der Kläger und der Beschluß über seine Zurückweisung gegenstandslos.
Ist gegen dasselbe Urteil mehrfach Revision eingelegt worden, so handelt es sich um das nämliche Rechtsmittel, über das das Revisionsgericht einheitlich zu entscheiden hat (BFH-Beschluß vom 19. Juli 1984 IX R 16/81, BFHE 141, 467, BStBl II 1984, 833; Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 29. Juni 1966 IV ZR 86/65, BGHZ 45, 380; vom 2. Oktober 1967 III ZB 24/67, Neue Juristische Wochenschrift 1968, 49; vom 23. Oktober 1984 VI ZB 11/84, Versicherungsrecht 1985, 59;… Gräber / Ruban, a. a. O., § 120 Rz. 16 m. w. N.).
Darüber hinaus wird verschiedentlich darauf verzichtet, daß einzelne Buchstaben "klar" bzw. "zweifelsfrei" erkennbar sind: Es genüge insoweit, daß ein Dritter, der den Namen des Unterzeichnenden kenne, diesen Namen - und sei es auch als dessen "denkbare Verstümmelung" - aus dem Schriftbild "noch herauslesen könne" (Urteil des Bundesarbeitsgerichts - BAG - vom 29. Juli 1981 4 AZR 632/79, Nachschlagewerk des Bundesarbeitsgerichts - Arbeitsrechtliche Praxis - (AP) Nr. 46 zu § 518 ZPO; vgl. auch BGH-Urteil vom 4. Juni 1975 I ZR 114/74, VersR 1975, 925 = NJW 1975, 1705; BGH-Beschluß vom 23. Oktober 1984 VI ZB 11/84, VersR 1985, 59 = HFR 1985, 532).
Der Schriftzug liegt zwar im Grenzbereich der für den erforderlichen individuellen Charakter gebotenen Einmaligkeit, ist aber insgesamt doch so ausgeführt, daß eine hinreichende Unterscheidungsmöglichkeit gegenüber anderen Unterschriften gegeben und die Nachahmung durch einen Dritten erschwert ist (BGH NJW 1975, 1704; 1982, 1467 [BGH 25.01.1982 - II ZR 154/81] ; 1985, 1227; 1988, 713 [BGH 21.05.1987 - VII ZR 296/86] ; VersR 1984, 142, 873; 1985, 59, 60, 503).