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Timestamp: 2019-12-12 11:28:33
Document Index: 185571628

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 166', '§ 170', '§ 171', '§ 166', '§ 13', 'BGH', '§ 96', '§ 1280', '§ 166', '§ 166', '§ 166', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, Urteil v. 11.07.2002 - IX ZR 262/01 - NWB Urteile
BGH v. 11.07.2002 - IX ZR 262/01
[1] Der Insolvenzverwalter darf eine vom Schuldner vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens sicherungshalber abgetretene Forderung auch dann verwerten, wenn die Abtretung dem Drittschuldner angezeigt worden ist.
Gesetze: InsO § 166 Abs. 2; InsO § 170 Abs. 2; InsO § 171 Abs. 1
Instanzenzug: OLG Hamm vom 20.09.2001 LG Essen vom 11.01.2001
Ob die Beklagte dem Kläger die Feststellungspauschale schulde, hänge entscheidend davon ab, ob ihm nach § 166 Abs. 2 InsO das Recht zugestanden habe, die Rechte aus der an die Beklagte abgetretenen Lebensversicherung geltend zu machen und zu verwerten. In dem hier gegebenen Fall sei eine Verwertung der Lebensversicherung durch den Kläger nicht zweckmäßig gewesen. Dem Kündigungsschreiben der Beklagten an die Versicherungsgesellschaft könne entnommen werden, daß sich der Versicherungsschein in ihrem und nicht im Besitz der Gemeinschuldnerin befunden habe. Dessen Vorlage sei nach den maßgebenden AGB aber regelmäßig erforderlich, um die Versicherungsleistung einzuziehen. Es komme hinzu, daß die Beklagte die Verwertung schon vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens aufgenommen und im wesentlichen umgesetzt habe. Die Rechtslage unterscheide sich nicht von derjenigen eines rechtsgeschäftlich bestellten Pfandrechts, dessen Verwertung das Gesetz dem Insolvenzverwalter vorenthalte. In der Gesamtschau sei dem Kläger deshalb ein Verwertungsrecht zu versagen. Daß der Kläger möglicherweise nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens das Absonderungsrecht der Beklagten geprüft habe, stehe dem nicht entgegen, weil die Feststellungspauschale für eine Prüfung von Absonderungsrechten an Gegenständen außerhalb der Masse nicht zu gewähren sei.
d) Der Argumentation des Berufungsgerichts, dem Verwalter sei "in der Gesamtschau" ein Verwertungsrecht zu versagen, wenn die Sicherungsabtretung infolge der konstitutiven Anzeige der Abtretung (vgl. § 13 Abs. 4 Satz 1 ALB 1986; siehe hierzu BGHZ 112, 387, 390; Ganter aaO § 96 Rn. 157) in die Nähe eines rechtsgeschäftlichen Besitzpfandrechts rücke (vgl. § 1280 BGB), kann der Senat deshalb nicht beitreten (ebenso KG NZI 1999, 500, 501; ZIP 2001, 2012, 2013; LG Limburg NZI 2000, 279; Kübler/Prütting/Kemper, InsO § 166 Rn. 9; MünchKomm-InsO/Lwowski, § 166 Rn. 137; Obermüller, Insolvenzrecht in der Bankpraxis 6. Aufl. Rn. 6.322; a.A. Nerlich/Römermann/Becker, InsO § 166 Rn. 39 f; Mitlehner ZIP 2001, 677, 679 f; Weis ZInsO 2002, 170, 175 f).
BGH 14.11.2019 - IX ZR 50/17
BGH 11.4.2013 - IX ZR 176/11
BGH 16.11.2012 - V ZR 179/11
BGH 26.4.2012 - V ZB 181/11
BGH 26.1.2012 - IX ZR 191/10
LSG Nordrhein-Westfalen 17.11.2010 - L 11 KA 39/08
BGH 23.4.2009 - IX ZR 19/08
BGH 23.4.2009 - IX ZR 65/08
BGH 22.2.2007 - IX ZR 2/06
BGH 24.7.2006 - NotZ 44/05
BGH 17.11.2005 - IX ZR 174/04
BGH 7.4.2005 - IX ZR 138/04
BGH 11.9.2003 - IX ZR 299/01
DB 2003 S. 609 Nr. 11
DStR 2003 S. 558 Nr. 14
HAAAC-00625
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