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Timestamp: 2019-12-14 07:56:40
Document Index: 97661511

Matched Legal Cases: ['Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 13']

FAQ - CO2 emission regulations for light commercial and light articulated vehicles
FAQ - CO2 emission regulations for light commercial and light articulated vehicles (in German)
Kleinimporteure benötigen eine Bescheinigung, dass sie die nötigen Dokumente (insb. Formular 13.20 A, Certificate of Conformity COC) dem ASTRA zur Prüfung eingereicht und eine allfällige Sanktion bezahlt haben. Diese Bescheinigung erfolgt mittels Stempel auf dem Prüfungsbericht 13.20 A. Das Formular für den Antrag auf Bescheinigung beim ASTRA ist auf folgender Seite aufgeschaltet:
FAQ_ID: 498 / FAQ merken
Bei Fahrzeugen ohne Schweizer Typengenehmigung (sogenannter Typenschein "X") müssen das Formular 13.20 A und ein Nachweis der CO2-Emissionen (z. B. mittels COC) vor der Zulassung zum Verkehr dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) zugestellt werden. Das ASTRA prüft die CO2-Emissionen und stellt eine allfällige Sanktion einem Kleinimporteur in Rechnung oder weist das Fahrzeug einem bestimmten Grossimporteur zu. Das Gesuchsformular zur Anmeldung beim ASTRA ist auf folgender Seite aufgeschaltet:
FAQ_ID: 499 / FAQ merken
Wurden in einem Jahr mindestens 6 neue LNF von einem Importeur zum Verkehr zugelassen, gilt er im folgenden Referenzjahr automatisch als Grossimporteur und es müssen dem BFE nur noch die Stammdaten gemeldet werden. Es werden jene LNF berücksichtigt, die in den Geltungsbereich der CO2-Verordnung fallen und die aufgrund der Typengenehmigung oder einer Bescheinigung beim ASTRA dem GI-Konto des entsprechenden Importeurs zugewiesen werden können.
Erreicht ein Grossimporteur in einem Referenzjahr die notwendige Anzahl von 6 LNF nicht, rechnet er zwar in jedem Fall im Mittelwert über die Flotte ab, gilt allerdings im nachfolgenden Jahr als Kleinimporteur. Er kann jedoch erneut einen Antrag auf Behandlung als provisorischer Grossimporteur stellen.
Alle Importeure, welche nicht automatisch als Grossimporteur gelten (s. oben), können sich beim Bundesamt für Energie als provisorischer Grossimporteur registrieren lassen. Dazu ist das "Antragsformular provisorischer Grossimporteur" zu verwenden. Die Anmeldung als provisorischer Grossimporteur kann jederzeit eingereicht werden. Reicht ein Importeur das Antragsformular provisorischer Grossimporteur unterjährig für das aktuelle Referenzjahr ein, so werden lediglich jene LNF an seine Flotte angerechnet, welche gemäss CO2-Verordnung in den Geltungsbereich fallen und ab Genehmigung des Antrags beim BFE zugelassen wurden. LNF, welche vor Genehmigung des Antrags beim BFE zugelassen wurden, werden vom ASTRA einzeln abgerechnet.
Ergibt sich am Ende des Referenzjahres, dass dem Konto eines provisorischen Grossimporteurs weniger als 6 LNF (gemäss Geltungsbereich der CO2-Emissionsvorschriften) angerechnet wurden, so muss der Importeur als Kleinimporteur nachträglich über jedes im Referenzjahr zugelassene Fahrzeug einzeln abrechnen.
Erreicht ein provisorischer Grossimporteur unabhängig des Zeitpunkts der Anmeldung beim BFE die notwendige Anzahl LNF, ist er im nachfolgenden Jahr automatisch als Grossimporteur registriert, muss also keinen Antrag als provisorischer Grossimporteur stellen (s. oben).
FAQ_ID: 497 / FAQ merken
Zu einer Emissionsgemeinschaft können sich alle Importeure (Gross-, Klein- und Privatimporteure) zusammenschliessen. Eine Emissionsgemeinschaft hat die Rechte und Pflichten eines einzelnen Grossimporteurs. Bei Unterstellung des provisorischen Status muss die Emissionsgemeinschaft im Referenzjahr als Kleinimporteur über jedes Fahrzeug einzeln abrechnen, wenn deren Mitglieder gemeinsam weniger als 6 neue LNF erstmals in der Schweiz zum Verkehr zugelassen haben (Art. 19, Abs. 3). Werden durch die Mitglieder der Emissionsgemeinschaft in einem Referenzjahr weniger als 6 LNF zum ersten Mal in der Schweiz zum Verkehr zugelassen, entfällt die Behandlung als Emissionsgemeinschaft ab dem Jahr nach dem Referenzjahr (Art. 20).
FAQ_ID: 496 / FAQ merken
Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit ein Importeur im 2020 als Grossimporteur gilt?
Für das Jahr 2020 gelten jene Importeure als offizielle Grossimporteure, die im Jahr 2019 mindestens 6 LNF zugelassen haben. Das BFE wird frühzeitig auf die Importeure zugehen, welche bis 30.06.2019 mindestens 6 LNF zugelassen haben.
Importeure, die im 2019 nicht sechs Neuzulassungen erreichen, können sich für das Jahr 2020 als provisorische Grossimporteure anmelden.
FAQ_ID: 495 / FAQ merken
Was sind die CO2-Emissionsvorschriften für Lieferwagen und leichte Sattelschlepper?
Das Europäische Parlament hat im Jahr 2011 beschlossen, analog zu den CO2-Zielwerten für Personenwagen auch CO2-Zielwerte für Lieferwagen und leichte Sattelschlepper (Sammelbegriff: leichte Nutzfahrzeuge, LNF) einzuführen. Gemäss geltendem EU-Recht müssen die LNF den Ausstoss bis 2020 auf 147 g CO2/km senken.
Grundsätzlich hat jeder Importeur eine für seine Neuwagenflotte spezifische CO2-Zielvorgabe einzuhalten. Diese Zielvorgabe wird in der Regel auf Basis des durchschnittlichen Zielwerts berechnet, wobei das Leergewicht des Fahrzeugs berücksichtigt wird. Wenn die CO2-Emissionen pro Kilometer die Zielvorgabe überschreiten, wird pro Gramm Überschreitung und Fahrzeug ein Sanktionsbetrag fällig.
FAQ_ID: 482 / FAQ merken
Die Schweiz verpflichtet sich im CO2-Gesetz, ihre CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren. Der Strassenverkehr ist in der Schweiz für einen erheblichen Anteil der CO2-Emissionen verantwortlich und das Potential für Einsparungen ist sowohl bei den Personenwagen als auch bei den leichten Nutzfahrzeugen gross. Die spezifischen CO2-Emissionen der Neuwagen liegen in der Schweiz deutlich über dem europäischen Durchschnitt.
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Welche Fahrzeuge gelten als Lieferwagen resp. leichte Sattelschlepper? Gelten die Vorschriften auch für Wohnmobile?
Der Begriff Lieferwagen resp. leichter Sattelschlepper wird gemäss Artikel 11 Absatz 2 Buchstabe e und i der Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge (VTS) definiert. Seit dem 15. Januar 2017 fallen auch Fahrzeuge mit bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit von unter 50 km/h unter die Bestimmungen. Weiter sind Fahrzeuge mit besonderer Zweckbestimmung von der Verordnung ausgenommen (z. B. beschussgeschützte Fahrzeuge; Fahrzeuge mit bewilligten Plätzen für den Transport von Behindertenfahrstühlen, Wohnmobile).
FAQ_ID: 484 / FAQ merken
Erstmals in Verkehr gesetzt im Sinne des CO2-Gesetzes sind LNF, die erstmals zum Verkehr in der Schweiz zugelassen werden. Fahrzeuge, die vorgängig in der Schweiz zugelassen waren, fallen nicht unter die Vorschriften. Ebenfalls ausgenommen sind LNF, die im Ausland vor mehr als sechs Monaten vor der Zollanmeldung in der Schweiz zugelassen worden sind. Bei vormals im Ausland zugelassenen Fahrzeugen wird nur eine ordentliche Zulassung zum Verkehr mit Fahrzeugausweis anerkannt. Kurzzulassungen, Tageszulassungen und Zulassungen mit Zollschildern gelten nicht als ordentliche Zulassung. Die Zulassung im Ausland muss zwingend auf eine natürliche oder juristische Person erfolgen, mit Sitz aus dem entsprechenden Land. Fahrzeuge, die im Fürstentum Liechtenstein in Verkehr gesetzt werden, sind den Fahrzeugen in der Schweiz gleichgestellt.
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Das CO2-Gesetz sieht in Art. 10 die Anpassung der CO2-Zielwerte bei Personenwagen und die Einführung neuer Zielwerte für Lieferwagen und leichte Sattelschlepper vor. Die Massnahmen berücksichtigen die Regelungen der EU, die Anfang 2014 beschlossen wurden. Bei den Lieferwagen und leichten Sattelschleppern gilt ein Zielwert von 147 g CO2/km ab 2020.
FAQ_ID: 486 / FAQ merken
Wird es mit dem Inkrafttreten der Vorschriften im 2020 einführende Erleichterungen geben?
Im Unterschied zur EU, wo der Zielwert von 147 g CO2/km ab 2020 für die gesamte LNF-Flotte gilt, sind in der Schweiz einführende Erleichterungen vorgesehen. Diese umfassen ein Phasing-In und Supercredits für die Jahre 2020 bis 2022. Die Regelung ab 2021 wird derzeit im Rahmen der Totalrevision des CO2-Gesetzes nochmals beraten.
In den Referenzjahren 2020 – 2022 wird folgender Anteil der Fahrzeuge mit den tiefsten CO2-Emissionen berücksichtigt:
Im Referenzjahr 2020: 85 Prozent
Im Referenzjahr 2021: 90 Prozent
Im Referenzjahr 2022: 95 Prozent
FAQ_ID: 487 / FAQ merken
Die CO2-Vorschriften betreffen alle Importeure von neuen LNF. Dabei wird zwischen Gross- und Kleinimporteuren unterschieden.
Grossimporteure (mindestens 6 LNF)
Grossimporteure sind Importeure, welche mindestens 6 Neufahrzeuge pro Jahr importieren, welche zum Verkehr zugelassen werden. Überschreiten die durchschnittlichen CO2-Emissionen der LNF-Flotte eines Grossimporteurs die individuelle Zielvorgabe, so muss er pro im jeweiligen Kalenderjahr erstmals zugelassenes Fahrzeug eine Sanktion entrichten.
Im Kalenderjahr vor dem Referenzjahr mindestens 6 neue LNF zugelassen haben.
Beim Bundesamt für Energie als provisorischer Grossimporteur oder als Emissionsgemeinschaft angemeldet sind.
Die Anmeldung erfolgt per Formular.
Kleinimporteure (weniger als 6 LNF)
Kleinimporteure sind Importeure, welche weniger als 6 Neufahrzeuge pro Jahr importieren, welche zum Verkehr zugelassen werden. Dazu gehören auch Personen, welche ihr Fahrzeug selber aus dem Ausland importieren und in der Schweiz in Verkehr setzen (Privatimporteure).
Die Zielvorgabe wird bei Kleinimporteuren für jedes Fahrzeug einzeln berechnet. Bei einer allfälligen Überschreitung der Zielvorgabe müssen sie die fällige Sanktion vor der Zulassung begleichen. Dazu müssen sie die relevanten Dokumente (wie insb. Formular 13.20 A, Formular "Antrag auf Bescheinigung" und das Certificate of Conformity COC,) beim Bundesamt für Strassen (ASTRA) per Post einreichen.
FAQ_ID: 488 / FAQ merken
An wen richten sich die Vorschriften im Falle von mehrstufigen Fahrzeugen?
Leichte Nutzfahrzeuge können in unterschiedlichen Fertigungsstufen in die Schweiz gelangen. Beim Import in die Schweiz können die Fahrzeuge bereits vervollständigt sein oder aber als Basisfahrzeug importiert und von einem Aufbauer vor Ort auf Kundenwunsch mit der letzten Stufe versehen werden. In letzterem Fall spricht man von mehrstufigen Fahrzeugen (engl. Multi Stage Vehicles, MSV). Auch bei MSV ist der Importeur des (Basis)Fahrzeuges für die CO2-Abrechnung verantwortlich. Massgebend für die Einhaltung der Zielvorgabe ist dabei das Fahrzeug im vervollständigten Zustand bei der Erstzulassung.
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Wem wird ein LNF angerechnet, welches vor der Schweizer Erstinverkehrsetzung mehrfach importiert wurde?
Gemäss Art. 11 des CO2-Gesetzes legt der Bundesrat für jeden Importeur oder Hersteller von LNF eine Berechnungsmethode für eine individuelle Zielvorgabe für die eingeführten oder in der Schweiz hergestellten LNF fest. Die Berechnung bezieht sich auf die im jeweiligen Jahr erstmals in Verkehr gesetzten LNF des Importeurs oder Herstellers (LNF-Flotte). Demnach ist der Verantwortliche und Berechtigte hinsichtlich der CO2-Emissionsvorschriften für LNF der erstmalige Importeur oder der Hersteller eines LNF, und nicht ein Dritter, der die Fahrzeuge in der Schweiz in einem späteren Zeitpunkt allenfalls immatrikuliert. Es ist festzuhalten, dass wenn sich der für die Zuordnung des Fahrzeuges massgebende Sachverhalt verwirklicht (Import/Herstellung), die entsprechenden rechtlichen Folgen (LNF gehören zur Flotte des Importeurs) ausgelöst werden. Eine Wiederholung des Sachverhalts kann diese rechtlichen Folgen nicht ein zweites Mal auslösen.
FAQ_ID: 491 / FAQ merken
Das BFE übermittelt dem Grossimporteur quartalsweise eine Liste der bis zum 31. März, 30. Juni und 30. September des laufenden Referenzjahres erstmals in Verkehr gesetzten LNF sowie die Zielvorgabe und die massgebenden CO2-Emissionen. Insbesondere falls die Bezahlung einer Sanktion nach Ablauf des Referenzjahres gefährdet scheint, kann das BFE quartalsweise Anzahlungen verlangen. Im darauffolgenden Frühjahr erhält der Grossimporteur eine Schlussabrechnung über alle während dem Referenzjahr zugelassenen Fahrzeuge.
FAQ_ID: 492 / FAQ merken
Die Einnahmen durch die Sanktionen werden seit dem 1. Januar 2018 dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds (NAV) zugewiesen. Vorher flossen die Einnahmen durch die Sanktionen in den Infrastrukturfonds.
FAQ_ID: 493 / FAQ merken
Ab 2020 gilt bis auf Weiteres der NEFZ-Zielwert von 147 Gramm pro Kilometer und es stehen NEFZ-Messwerte für die Umsetzung zur Verfügung (sog NEFZ 2.0-Werte, werden aus WLTP-Messung zurückgerechnet). Ab dem Jahr 2021 stehen nur noch WLTP-Daten zur Verfügung. In der EU wird der Zielwert ab 2021 anhand des Verhältnisses von WLTP- zu NEFZ-Werten der Neuwagenflotte 2020 umgerechnet. In der Schweiz ist es am Parlament, diese Regelung nachzuvollziehen und allenfalls in die laufende Totalrevision des CO2-Gesetzes einzubringen. Der Nationalrat hatte in der Wintersession 2018 bereits über einen entsprechenden Antrag beraten.
Die Einführung des neuen Testverfahrens nach WLTP ist bei den LNF abhängig von der jeweiligen Gewichtskategorie. Die LNF werden in Anlehnung an die Schadstoffgesetzgebung aufgrund des Gewichts in drei Untergruppen eingeteilt. Die Einführungsdaten des WLTP hängt von der jeweiligen Gewichtsgruppe der Fahrzeuge ab.
Bezugsmasse gemäss EU WLTP-Pflicht für neue Modelle WLTP-Pflicht für alle Neufahrzeuge
Gruppe I (N1-I) bis 1'305 kg Seit September 2017 Ab September 2018
Gruppe II (N1-II) 1'306 kg - 1'760 kg Seit September 2018 Ab September 2019
Gruppe III (N1-III) ab 1'761 kg Seit September 2018 Ab September 2019
FAQ_ID: 494 / FAQ merken
Die Zielvorgabe für Kleinimporteure wird anhand der folgenden Formel für jedes Fahrzeug einzeln berechnet:
Zulässige spezifische Emission = 147 + a × (Leergewicht – Mt-2) g CO2/km.
147: Zielwert in Gramm CO2/km
a: 0,096, Steigung der Zielwertgeraden
Mt-2: durchschnittliches Leergewicht der in der Schweiz im vorletzten Kalenderjahr vor dem Referenzjahr erstmals in Verkehr gesetzten LNF in kg.
Für das Jahr 2020 gilt das durchschnittliche Leergewicht aus dem Jahr 2018, welches 2'056 kg betrug.
FAQ_ID: 511 / FAQ merken
Die Zielvorgabe für Grossimporteure wird anhand der folgenden Formel für die gesamte im Referenzjahr neu zugelassene LNF-Flotte eines Grossimporteurs berechnet:
Zulässige spezifische Emission = 147 + a × (Mi,t – Mt-2) g CO2/km.
Mi,t: durchschnittliches Leergewicht der im Referenzjahr erstmals in Verkehr gesetzten LNF des Importeurs in kg.
Für das Jahr 2020 gilt das durchschnittliche Leergewicht aus dem Jahr 2018, welches 2’056 kg betrug.
FAQ_ID: 512 / FAQ merken
Hersteller, welche jährlich weniger als 1‘000 LNF in der EU zulassen, können sich unter der EU-Regelung nachträglich für ein Jahr von der Erfüllung der EU-Zielvorgaben befreien lassen (sog. de-minimis-Klausel). In der Schweiz wird die de-minimis-Klausel bewusst nicht nachvollzogen, während im Gegenzug andere Flexibilitäten gelten, die in der EU nicht verfügbar sind. Folglich werden LNF von Marken, welche in der EU unter die de-minimis Klausel fallen und über kein Spezialziel verfügen, in der Schweiz am durchschnittlichen Ziel von 147 g CO2/km gemessen.
FAQ_ID: 507 / FAQ merken
Welches sind die massgebenden Daten für CO2 und Leergewicht?
Welche Daten für CO2 und Leergewicht in welchem Fall zum Tragen kommen, ist in Artikel 24 und 25 der CO2 -Verordnung geregelt. Dabei unterscheidet man zwischen typengenehmigten Fahrzeugen resp. Fahrzeugen mit einem schweizerischen Datenblatt (Art. 24) und Fahrzeugen ohne Typengenehmigung (Art. 25). Die nachfolgenden Tabellen zeigen die massgebenden Daten in den jeweiligen Fällen. Ein Quellenmix für CO2 und Leergewicht ist nicht zulässig sofern in der verwendeten Datenquelle beide Grössen verfügbar sind.
CO2 Leergewicht
Vollständiges Fahrzeug 1. Typengenehmigung
2. Certificate of Conformity (COC) 1. Typengenehmigung
2. Formular 13.20 A
Mehrstufiges Fahrzeug 1. Typengenehmigung des Basisfahrzeugs
2. COC 1. Typengenehmigung
2. 13.20 A (Quelle: Einzelabnahme oder Waagschein)
3. Falls COC-Daten eingereicht werden: Berechnung nach VO Nr. 143/2013
Tabelle 1 Quelle für CO2- und Gewichtsdaten bei typengenehmigten Fahrzeugen
Vollständiges Fahrzeug 1. COC
2. Konformitätsbewertung- oder Beglaubigung
3. Berechnung nach Anhang 4 der CO2-Verordnung
4. Annahme fester Wert (400 g CO2/km) 1. COC
3. Waagschein
Mehrstufiges Fahrzeug 1. COC
2. Konformitätsbewertung- oder Beglaubigung 1. 13.20 A (Quelle: Einzelabnahme oder Waagschein)
Tabelle 2 Quelle für CO2- und Gewichtsdaten bei nicht typengenehmigten Fahrzeugen
FAQ_ID: 509 / FAQ merken
Welches ist das massgebende Leergewicht von mehrstufigen Fahrzeugen von Kleinimporteuren?
Bei Kleinimporteuren wird jedes Fahrzeug vor der erstmaligen Zulassung einzeln abgerechnet. Massgebend ist der Zustand des vollständigen Fahrzeugs. Das Leergewicht, welches für die Sanktionsberechnung betrachtet wird, kann einerseits mittels Waagschein des vollständigen Fahrzeuges erbracht werden. Andererseits besteht die Möglichkeit, das CoC (Certificate of Conformity) des Basisfahrzeuges dem ASTRA einzureichen, woraus gemäss Verordnung (EG) Nr. 143/2013 das Leergewicht des generisch vervollständigten Fahrzeugs berechnet wird.
FAQ_ID: 506 / FAQ merken
Wie berechnet sich die Sanktion für ein einzelnes Fahrzeug?
Privatimport eines LNF im Jahr 2020:
Leergewicht: 2'382 kg
Referenzleergewicht: 2'056 kg
Sanktionsbetrag: 109 Franken für jedes Gramm, ab einer Zielwertüberschreitung von 0.1 Gramm (provisorischer Sanktionsbetrag)
Zielvorgabe: 147 + 0.096 × (2'382 – 2'056) =178.296 g CO2/km (runden auf drei Dezimalstellen)
Zielverfehlung: 205 – 178.296 = 26.7 g CO2/km (auf das nächste zehntel Gramm CO2/km abrunden)
Sanktion: 26.7 × CHF 109 = CHF 2'910.30 (auf fünf Rappen runden)
FAQ_ID: 510 / FAQ merken
Wie viel muss man künftig bei Überschreitung der Zielvorgabe bezahlen?
Der Hersteller oder Importeur muss dem Bund je Fahrzeug für jedes Gramm CO2/km, ab einer Zielwertüberschreitung von 0.1 Gramm, 109 Franken bezahlen (provisorischer Sanktionsbetrag). Die Beträge werden für jedes Jahr neu festgelegt. Dabei werden die in der Europäischen Union geltenden Beträge und der Wechselkurs berücksichtigt (Art. 13 CO2-Gesetz).
FAQ_ID: 504 / FAQ merken
FAQ_ID: 503 / FAQ merken
Bekommt der Importeur einen Bonus, wenn er Neufahrzeuge mit weniger als 147 g/km CO2-Ausstoss importiert und in Verkehr setzt?
Einen direkten Bonus gibt es nicht. Grossimporteure können aber LNF mit CO2-Emissionen über der flottenspezifischen Zielvorgabe mit LNF mit CO2-Emissionen unter der Zielvorgabe kompensieren.
Privatimporteure haben die Möglichkeit, durch die Abtretung eines effizienten Fahrzeugs an einen Grossimporteur einen Bonus für ein effizientes Fahrzeug zu erhalten. Sog. CO2-Börsen bieten dies gewerblich an.
FAQ_ID: 502 / FAQ merken
Was ist eine Abtretung eines importierten LNF? Wie kann ein Fahrzeug abgetreten werden?
Jeder Importeur von LNF, unabhängig ob Gross- oder Kleinimporteur, hat die Möglichkeit, ein von ihm eingeführtes Fahrzeug für die CO2-Sanktionsberechnung einem anderen Importeur abzutreten. Eine Abtretung muss dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) vor der ersten Immatrikulation des Fahrzeugs in der Schweiz gemeldet werden. Abtretungen nach der Erstzulassung in der Schweiz werden nicht anerkannt. Für die Abtretung eines Fahrzeuges ist das Formular "Antrag auf Bescheinigung" des ASTRA zu verwenden (roter Rahmen "Abtretung").
FAQ_ID: 501 / FAQ merken
Was sind Kleinherstellerziele?
Kleinhersteller, die in der Europäischen Union (EU) weniger als 22‘000 LNF pro Jahr neu zulassen, können in der EU ein Spezialziel beantragen. Dieses muss von der Europäischen Kommission genehmigt werden. Die Schweizer Regelung sieht vor, die Kleinherstellerziele für Gross- und Kleinimporteure zu berücksichtigen.
Will ein Grossimporteur, welcher Marken von Kleinherstellern führt, für diese Marken in einem Referenzjahr die jeweiligen Spezialziele geltend machen, so muss er dies dem BFE vor dem erstmaligen Inverkehrsetzen eines beliebigen LNF in diesem Jahr mitteilen. Massgebend für die Abrechnungsart separater Neuwagenflotten, als Grossimporteur über die Flotte oder als Kleinimporteur nach Einzelfahrzeugen, ist nebst dem Importeurstatus die Gesamtanzahl immatrikulierter Neufahrzeuge des Importeurs, unabhängig von der Anzahl in den einzelnen Flotten. Die Abrechnungsart für jede Neuwagenflotte ist damit für den Grossimporteur in jedem Fall dieselbe.
Spezialziele für Fahrzeuge von Kleinherstellern
FAQ_ID: 500 / FAQ merken
Gibt es CO2-mindernde Faktoren?
Erdgasfahrzeuge (-10%; für den anrechenbaren biogenen Gasanteil. Mit der Revision der Energieeffizienzverordnung EnEV (SR 730.02) per 01.01.2020 soll dieser Wert auf 20% angepasst werden.)
Innovative Technologien (von der EU anerkannte Ökoinnovationen). Der Importeur hat den Nachweis der Verminderung mittels Certificate of Conformity (COC) zu erbringen.
FAQ_ID: 505 / FAQ merken
https://www.bfe.admin.ch/content/bfe/en/home/efficiency/mobility/co2-emission-regulations-for-new-cars-and-light-commercial-vehic/light-commercial-and-light-articulated-vehicles/faq.html