Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%20242/05
Timestamp: 2019-05-26 00:27:07
Document Index: 375587627

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249', '§ 1', '§ 249', '§ 3', 'BGH', 'Art. 229', '§ 22', '§ 32', '§ 38', '§ 497', '§ 492', '§ 357', '§ 346', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 357', '§ 346', 'BGH', 'BGH', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 497', 'BGH', 'BGH']

BGH, 19.09.2006 - XI ZR 242/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,849
BGH, 19.09.2006 - XI ZR 242/05 (https://dejure.org/2006,849)
BGH, Entscheidung vom 19.09.2006 - XI ZR 242/05 (https://dejure.org/2006,849)
BGH, Entscheidung vom 19. September 2006 - XI ZR 242/05 (https://dejure.org/2006,849)
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Schadensersatzanspruch wegen unterlassener Widerrufsbelehrung; Einschränkung des Schutzzwecks der Widerrufsbelehrung
nomos.de , S. 26 (Volltext und Entscheidungsbesprechung)
Kriterien für die Zurechnung einer "Haustürsituation" i.S. des Haustürwiderrufgesetzes (HWiG); Voraussetzungen der Zurechnung einer "Haustürsituation" bei Verhalten eines als Verhandlungsführer tätigen Dritten gegenüber dem Unternehmer; Schutzzweck der Widerrufsbelehrung nach dem Haustürwiderrufsgesetz, insbesondere bei einem nicht über sein Widerrufsrecht belehrten Erwerber einer durch ein Darlehen finanzierten Eigentumswohnung; Folgen eines wirksamen Widerrufs eines Darlehensvertrags
Kein Anspruch des über sein HWiG-Widerrufsrecht nicht belehrten Darlehensnehmers auf Ersatz der Differenz zur Eigenfinanzierung
Kreditfinanzierter Erwerb einer werthaltigen Immobilie: Schutzzweck der Widerrufsbelehrung nach dem HWiG
Kein Schadensersatz nach Widerruf eines Haustürgeschäfts über darlehensfinanzierte und werthaltige Eigentumswohnungen
Zum Schutzzweck der Widerrufsbelehrung nach dem Haustürwiderrufsgesetz, wenn der Erwerb einer werthaltigen Eigentumswohnung durch ein Darlehen finanziert wird
Schutzzweck der Widerrufsbelehrung bei Finanzierungsverträgen
BGB § 249; HWiG §§ 1 ff
BGB § 249; HWiG § 3
Schutzzweck der Widerrufsbelehrung; Umfang des Schadensersatzes
Unterbliebene Widerrufsbelehrung führt nicht zu Schadensersatz! (IMR 2007, 1034)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 19.9.2006, Az.: XI ZR 242/05 (HWiG-Widerrufsrecht und der Ersatz der Differenz zur Eigenfinanzierung)" von Notar Michael Volmer, original erschienen in: ZfIR 2007, 319.
LG Berlin, 14.01.2004 - 4 O 341/03
KG, 11.08.2005 - 23 U 47/04
NJW 2007, 364
ZIP 2006, 2210
NZM 2007, 60
WM 2006, 2303
WM 2006, 476
BB 2006, 2661
BB 2007, 141
Die hier maßgebliche Regelung war nach Art. 229 § 22 Abs. 2, § 32 Abs. 1, § 38 Abs. 1 EGBGB im ausschlaggebenden Zeitpunkt des Vertragsschlusses § 497 Abs. 1 Satz 2 BGB in der zwischen dem 1. August 2002 und dem 10. Juni 2010 geltenden Fassung, da das Berufungsgericht von der Anschlussrevision nicht angegriffen das Zustandekommen eines Immobiliardarlehensvertrags im Sinne des § 492 Abs. 1a Satz 2 Halbsatz 1 BGB in der zwischen dem 1. August 2002 und dem 10. Juni 2010 geltenden Fassung festgestellt hat (vgl. Senatsurteile vom 12. Mai 1998 - XI ZR 79/97, WM 1998, 1325, 1327 und vom 18. Februar 1992 - XI ZR 134/91, WM 1992, 566, 567; außerdem Senatsurteil vom 19. September 2006 - XI ZR 242/05, WM 2006, 2303 Rn. 14; Wallner, BKR 2016, 177, 178).
Vor der Entstehung von Ansprüchen nach § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB a.F. in Verbindung mit §§ 346 ff. BGB soll die Widerrufsbelehrung nicht schützen (Senatsurteil vom 19. September 2006 - XI ZR 242/05, WM 2006, 2303 Rn. 16).
Richtig ist zwar, dass der BGH in der Darstellung der argumentativen Herleitung dieser Rentabilitätsvermutung aus dem Verzugsschaden Bank in der Vergangenheit verschiedentlich sprachlich einschränkend "Realkredite" ausgenommen hat (vgl. etwa BGH NJW 1998, 2529 [BGH 12.05.1998 - XI ZR 79/97] ; NJW 2007, 364 [BGH 19.09.2006 - XI ZR 242/05] ).
Die entgegenstehende Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, wonach bei einem grundpfandgesicherten Darlehen diese Renditevermutung nicht gelte (BGH, Urt. v. 19.9.2006 - XI ZR 242/05, NJW 2007, 364), überzeugt nicht.
Daran fehlt es hier vor der Entstehung von Ansprüchen nach § 357 Absatz 1 Satz 1 BGB a. F. in Verbindung mit den §§ 346 ff. BGB soll die Widerrufsbelehrung nicht schützen (vergleiche BGH vom 19.09.2006 - XI ZR 242/05).
Der Bemessung des Nutzungsersatzes kann deshalb nicht ohne weiteres ein Zinssatz von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz zugrunde gelegt werden (BGH v. 19.9.2006 - XI ZR 242/05 zu § 3 HWiG).
Dieses Urteil hat der XI. Zivilsenat sodann in der Leitsatzentscheidung vom 19.09.2006 in Bezug genommen und festgestellt, dass der widerrufende Darlehensnehmer zwar Anspruch auf Verzinsung der gezahlten Darlehensraten habe, wobei aber, "da es sich hier um ein Realdarlehen handelt, entgegen der Ansicht der Kläger nicht ohne weiteres von einem Zinssatz von 5 % über dem Diskontsatz der Deutschen Bundesbank ausgegangen werden" könne (BGH NJW 2007, 364 = WM 2006, 2303 Rn. 14).
Auch der weitere Hinweis des OLG Karlsruhe auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 19.09.2006 - XI ZR 242/05 - stützt nur scheinbar die Auffassung der Beklagten.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs besteht bei Verbraucherdarlehen eine tatsächliche Vermutung, dass ein Kreditinstitut Nutzungen im Wert des üblichen Verzugszinses in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz gezogen hat (BGH…, Urteil vom 10.03.2009, XI ZR 33/08, = BGHZ 180, 123-134, Juris Rn. 29), was jedoch nicht für Realkredite gilt (BGH, Urteil vom 19.09.2006, XI ZR 242/05, Juris Rn. 14; BGH…, Urteil vom 18.02.1992, XI ZR 134/91, Juris Rn. 14).
Hierfür gilt vielmehr der Zinssatz des § 497 Abs. 1 S. 2 BGB a.F. mit 2, 5%-Punkten über dem Basiszinssatz (…BGH, Urt. v. 12.07.2016, XI ZR 564/15 Rdnr. 58; OLG Nürnberg BKR 2016, 205, 208 f.; angedeutet bereits von BGH BKR 2007, 25, 27; ebenso Schnauder NJW 2015, 2689, 2692; ablehnend Feldhusen BKR 2015, 441, 446).
OLG Jena, 19.10.2010 - 5 U 821/08
Abrechnung nach Haustürwiderruf
LG Köln, 27.02.2018 - 22 O 52/17
Zahlungsanspruch auf die vertraglichen Zinsleistungen und Tilgungsleistungen aus …