Source: https://www.rechtslupe.de/strafrecht/gefaehrliche-koerperverletzung-und-der-beitrag-des-gehilfen-3100628
Timestamp: 2019-07-17 05:10:37
Document Index: 101212984

Matched Legal Cases: ['§ 224', '§ 224', 'BGH', '§ 224', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 224']

Gefährliche Körperverletzung – und der Beitrag des Gehilfen | Rechtslupe
Zwar kann das gemeinsame Wirken eines Täters und eines Gehilfen bei Begehung einer Körperverletzung zur Erfüllung der Qualifikation des § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB ausreichen1. Eine gemeinschaftliche Begehung in dieser Beteiligungsform setzt allerdings voraus, dass der am Tatort anwesende Gehilfe die Wirkung der Körperverletzungshandlung des Täters bewusst in einer Weise verstärkt, welche die Lage des Verletzten zu verschlechtern geeignet ist.
Eine verstärkte Gefährlichkeit der Körperverletzung für das Tatopfer wird vor allem durch eine Schwächung der Abwehrmöglichkeiten verwirklicht, wenn es durch die Präsenz mehrerer Personen auf der gegnerischen Seite insbesondere auch wegen des möglichen Eingreifens des anderen Beteiligten in seinen Chancen beeinträchtigt wird, dem Täter der Körperverletzung Gegenwehr zu leisten, ihm auszuweichen oder zu flüchten2.
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 30. September 2015 – 5 StR 367/15
Gefährliche Körperverletzung – und der Beitrag des Gehilfen Zwar kann das gemeinsame Wirken eines Täters und eines Gehilfen bei Begehung einer Körperverletzung zur Erfüllung der Qualifikation des § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB ausreichen ((BGH, Urteil vom…
Mittäter, Gehilfe – und die Zurechnung späteren fremden Handelns Bei Beteiligung mehrerer Personen, von denen nicht jede sämtliche Tatbestandsmerkmale verwirklicht, ist Mittäter, wer seinen eigenen Tatbeitrag so in die Tat einfügt, dass er als Teil der Handlung eines anderen…
Gefährliche Körperverletzung – und die Beihilfe Den Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung gemäß § 224 Abs. 1 Nr. 4 StGB verwirklicht, wer die Tat mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich begeht. Dabei wird weder Eigenhändigkeit noch Mittäterschaft vorausgesetzt;…
BGH, Urteil vom 03.09.2002 – 5 StR 210/02, BGHSt 47, 383, 386 [↩]
vgl. BGH, Urteile vom 03.09.2002, aaO, S. 387; und vom 22.12 2005 – 4 StR 347/05, NStZ 2006, 572; Beschluss vom 17.07.2012 – 3 StR 158/12, BGHR StGB § 224 Abs. 1 Nr. 4 – Gemeinschaftlich 4 [↩]