Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII%20ZB%2086/94
Timestamp: 2020-01-20 04:15:11
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BGH, 20.09.1995 - XII ZB 86/94 - dejure.org
https://dejure.org/1995,1745
BGH, 20.09.1995 - XII ZB 86/94 (https://dejure.org/1995,1745)
BGH, Entscheidung vom 20.09.1995 - XII ZB 86/94 (https://dejure.org/1995,1745)
BGH, Entscheidung vom 20. September 1995 - XII ZB 86/94 (https://dejure.org/1995,1745)
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Versorgungsausgleich - Rechtanwälte - Anrechte
NJW-RR 1996, 129
MDR 1996, 72
FamRZ 1996, 97
WM 1995, 2037
Allerdings hat er bereits ausgesprochen, daß ein Vergleichszeitraum von fünf Jahren nicht ausreicht (…Senatsbeschluß vom 5. Oktober 94 aaO 92), wohl aber von acht Jahren (…Senatsbeschluß vom 25. September 1996 - XII ZB 226/94 - aaO 163); im übrigen wurden unterschiedlich lange Vergleichszeiträume zugrunde gelegt (vgl. etwa: Senatsbeschlüsse BGHZ 85, 195, 202;… vom 15. Dezember 1982 aaO 266;… vom 22. Juni 1983 aaO 999;… vom 10. Juli 1985 aaO 1121;… vom 18. September 1985 - IVb ZB 184/82 - aaO 1239;… vom 23. September 1987 - IVb ZB 18/85 - aaO 1242;… vom 4. Oktober 1990 aaO 312;… vom 25. März 1992 aaO 1054; vom 20. September 1995 - XII ZB 86/94 - aaO 97;… vom 25. September 1996 - XII ZB 227/94 - aaO 165;… vom 9. Oktober 1996 aaO 168 …und vom 10. Juli 2002 aaO 1555).
Weil nur die Antragstellerin Beschwerde und Rechtsbeschwerde eingelegt hat, kommt eine Herabsetzung des vom Amtsgericht zu ihren Gunsten ausgesprochenen Splittings nicht in Betracht (Senatsbeschlüsse vom 20. September 1995 - XII ZB 86/94 - FamRZ 1996, 97, 98 und BGHZ 85, 180 = FamRZ 1983, 44).
Zum Nachteil der Rechtsbeschwerde der Antragstellerin kann das aber nicht berücksichtigt werden (Senatsbeschlüsse vom 20. September 1995 - XII ZB 86/94 - FamRZ 1996, 97, 98 und BGHZ 85, 180 = FamRZ 1983, 44).
Diese Frage kann hier aber letztlich dahinstehen, weil sich in beiden Fällen eine Änderung des durchzuführenden Versorgungsausgleichs zu Lasten der Antragstellerin ergeben würde, was wegen des Verschlechterungsverbots ausgeschlossen ist (Senatsbeschlüsse vom 20. September 1995 - XII ZB 86/94 - FamRZ 1996, 97, 98 und BGHZ 85, 180 = FamRZ 1983, 44):.
Einer diesbezüglichen Korrektur zu Gunsten des Ehemannes steht indes das Verschlechterungsverbot entgegen, welches Geltung beansprucht, wenn die Entscheidung zum Versorgungsausgleich nur von einem Ehegatten - wie hier von der Ehefrau - angefochten wird (BGH FamRZ 1996, 97; FamRZ 1983, 44; Senatsbeschlüsse vom 25. August 2009 - 9 UF 20/09 - und vom 19. September 2003 - 9 UF 46/03 - 6. Zivilsenat des Saarländischen Oberlandesgerichts, Beschluss vom 25. Oktober 2012 - 6 UF 141/10).
d) Bei seiner Entscheidung wird das Beschwerdegericht allerdings zu beachten haben, dass nur die Ehefrau weitere Beschwerde gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts eingelegt hat und sie deswegen - unabhängig von dem Ergebnis der Ermittlung ehezeitlich erworbener Anwartschaften - gegenüber der angefochtenen Entscheidung nicht schlechter gestellt werden darf (vgl. Senatsbeschluss vom 20. September 1995 - XII ZB 86/94 - FamRZ 1996, 97, 98 m.w.N.;… Johannsen/Henrich/Sedemund-Treiber aaO § 621 i ZPO Rdn. 21;… Wick aaO Rdn. 284).
Auch im Versorgungsausgleichsverfahren gilt das Verbot der Schlechterstellung des Rechtsmittelführers (BGH FamRZ 1983, 44, 46; 1984, 990, 992; 1996, 97, 98).
Anders als im vom BGH durch Beschluss vom 20. September 1995 - XII ZB 86/94 - (FamRZ 1996, 97 ) entschiedenen Fall erfährt hier kein Bemessungmultiplikator als Regulativ eine solche Änderung, dass dadurch eine Anpassung an die allgemeine Einkommensentwicklung erfolgt.
Dass das Verschlechterungsverbot für Beschwerden in Versorgungsausgleichssachen gilt, ist allgemein anerkannt (vgl. u. a. BGH FamRZ 96, 97 f.).
Wegen des - auch im Versorgungsausgleichsverfahren anzuwendenden (BGH, FamRZ 1983, 44, 47; FamRZ 1989, 290, 291; FamRZ 1996, 97, 98, Johannsen/Henrich/Sedemund-Treiber, a.a.O., § 621 e ZPO, Rz. 20) - Verbots der Schlechterstellung des Rechtsmittelführers (reformatio in peius) ist für diesen Zeitraum eine Abänderung zu Gunsten der Ehefrau über den vom Familiengericht titulierten Betrag von (314,26 DM oder) 160, 68 EUR hinaus nicht vorzunehmen.
Eine Abänderung der Ausgleichsentscheidung zu ihren Lasten ist wegen des Verbotes der Schlechterstellung des Beschwerdeführers nicht zulässig (BGH FamRZ 1996, 97 f).
OLG Schleswig, 02.11.2006 - 15 UF 23/05
Unwirksamkeit einer Scheidungsfolgenvereinbarung betreffend des …