Source: https://maedchenmannschaft.net/frauenfakten-das-gleichberechtigungsgesetz/
Timestamp: 2017-11-19 18:04:57
Document Index: 66710331

Matched Legal Cases: ['Art. 6', '§ 175', 'Art. 3', 'Art. 12', 'Art 117', 'Art. 3']

Frauenfakten: Das Gleichberechtigungsgesetz – Mädchenmannschaft
Heute vor 55 Jahren ließen die regierenden Männer eine Frist verstreichen – was große Folgen hatte. Denn bis zum 31. März 1953 hätten die bundesrepublikanischen Parlamentarier Einspruch gegen einen Gesetzesentwurf von Elisabeth Selbert erheben können, in dem sie die Abschaffung all jener Gesetze fordert, durch die Frauen und Männer rechtlich ungleich behandelt werden. Wie gesagt, die Frist verstrich. Das Gleichberechtigungsgesetz trat in Kraft. Eine ganze Reihe anderer Gesetze mussten geändert werden, zum Beispiel, dass das Eigentum der Frau bei einer Heirat in den Besitz des Mannes übergeht.
Doch bei einigen dauerte es noch lange, bis geschlechtsspezifische Ungerechtigkeiten abgeschafft waren: Bis 1977 konnte ein Mann den Job seiner Frau kündigen, wenn er der Meinung war, sie würde Haushalt und Kindererziehung vernachlässigen. Erst ab 1979 hat bei der Kindererziehung nicht mehr per Gesetz der Vater das letzte Wort. Und sogar erst eit 1991 können Frauen ihren eigenen Nachnamen trotz Eheschließung behalten.
Liebe heute, Politik hilft
55 Kommentare zu „Frauenfakten: Das Gleichberechtigungsgesetz“
„(…) Abschaffung all jener Gesetze fordert, durch die Frauen und Männer rechtlich ungleich behandelt werden.“
Och, hätte sie da mal besser gründlicher gearbeitet und sich gleich Art. 6 Absatz 4 und 12 a GG vorgenommen.
Oder § 175 StGB – der wurde erst 1994 aufgehoben.
Ansonsten kämpfte Selbert mit Erfolg dafür, dass es in Art. 3 GG statt „Männer und Frauen haben die gleichen staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten“ „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ heißt.
Rechte ja, Pflichten nein.
31. März 2008 um 09:22 Uhr
Artikel 6, Absatz 4 des Grundgesetzes, „Jede Mutter hat Anspruch uf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft“ sollte tatsächlich in „Jede Mutter und jeder Vater …“ geändert werden – spiegelt es doch überholte Vorstellungen von Elternschaft wider, nämlich dass vor allem die Mutter zum Kinde gehört. Warum nicht heute dafür kämpfen, anstatt die Arbeit von damals abzukanzeln?
Das Thema Wehr- und Dienstpflicht (Art. 12a) hatten wir jetzt auch in diversen Diskussion schon mal. Ich bin für eine Berufsarmee, für die sich jeder freiwillig meldet. Aber die Wehrungerechtigkeit ist kein genuin feministisches Thema, wieso also hätte sich Elisabeth Seibert darum kümmern sollen. Und: Heute ist Wehrungerechtigkeit noch nicht einmal mehr ein geschlechterspezifisches Thema, wenn der eine Mann zum Dienst an der Waffe gebeten wird (unter Androhung einer Gefängnisstrafe) und ein anderer Mann nicht.
Warum kämpfst du nicht dagegen, wenn du die Wehrpflicht ungerecht findest? Neulich hast du einen Text über einen Totalverweigerer verlinkt. Der hat all meinen Respekt, weil er eine Meinung hat und dafür auch was riskiert. Hier nur hinzuschreiben, Elisabeth Seibert habe ihre Arbeit nicht richtig gemacht, ist ein bisschen zu einfach.
31. März 2008 um 10:06 Uhr
„Aber die Wehrungerechtigkeit ist kein genuin feministisches Thema, wieso also hätte sich Elisabeth Seibert darum kümmern sollen.“
Ich dachte, Gleichheit für ALLE in ALLEN Bereichen sei ein genuines feministisches Thema.
Also nicht nur Rechte, sondern auch AUSDRÜCKLICH Pflichten.
„Heute ist Wehrungerechtigkeit noch nicht einmal mehr ein geschlechterspezifisches Thema, wenn der eine Mann zum Dienst an der Waffe gebeten wird (unter Androhung einer Gefängnisstrafe) und ein anderer Mann nicht.“
Doch, weil es nur Männer sind, die entweder gebeten werden oder nicht.
Na, selbst wenn die tollen Männer-Politiker damals die gleichen Rechte und Pflichten für alle vorsahen, so haben sie dennoch Gesetze beschlossen, die dem widersprachen und verfassungswidrig waren. Außerdem heißt für mich „staatsbürgerliche Rechte und Pflichten“ z.B. dass alles was über das Staatsbürgertum hinaus geht, nicht betroffen ist. „Gleichberechtigt“ heißt gleichberechtigt, immer und überall.
Im Endeffekt frag ich mich, warum und wieso hier eigentlich immer die Gleichen mit den gleichen Argumenten auf die verschiedensten Themen einprügeln? Glaubt ihr es ändert sich irgendwas, wenn ihr Feministinnen das wieder und wieder darlegt statt mal den Rest der Bevölkerung aufzurütteln? Erwartet ihr, dass Feministinnen, die noch viele Baustellen haben, aufspringen, um euch und eure zwei, drei Themen vorrangig behandeln? Warum macht ihr nich euren eigenen Blog auf (http://jungsmannschaft.net/ ist noch frei) und versucht mal, neues Publikum zu gewinnen?
Oh, guuude Idee! Bin ich total dafür.
Hm, wird immer komplizierter, das Ganze…
Na, mal sehen, wo Plan B rumliegt…
Zu Elisabeth Selberts Zeiten gab es keine Wehrpflicht. Die wurde erst (soweit ich mich erinnere) 1953 von Konrad Adenauer eingeführt.
Bis 1953 war die in Art 117 GG genannte Frist, Art. 3 GG in den allgemeinen Gesetzen umzusetzen d.h. z.B. das Familienrecht zu ändern. (Das noch von den Nazis stammte und von den Allierten umgemodelt wurde.
Das Letztenscheidungsrecht des Vaters wurde 1959 vom Verassungsgericht kassiert.
Ein Mann konnte bis zum Gleichberechtigungsgesetz 1958 mit Hilfe des Vormundschaftsgerichtes den Arbeitsvertrag seiner Ehefrau kündigen, ab 1977 stand der Passus „Die Frau besorgt den Haushalt“ nicht mehr im Ehegesetz.
Ebenso konnte ab 1977 die Frau ihren Geburtsnahmen behalten.
P.S.: Und, natürlich: Elisabeth Selbert hat den Passus „Männer und Frauen sind Gleichberechtigt“ durchgesetzt. Es sollte „Männer und Frauen haben gleiche staatsbürgerliche Rechte und Pflichten“ aus der Weimarer Verfassung übernommen werden. Übrigens waren die aneren „Mütter des Grundgesetzes“ dagegen.
Dann lügt der WDR? Die sagten in dem Beitrag nämlich, dass das erst seit 1991 möglich ist. Ich hab’s mit eigenen Ohren gehört und nehme mal an, die haben sich diesen Fakt nicht von der Wiese gepflückt.
@ SoE:
„Im Endeffekt frag ich mich, warum und wieso hier eigentlich immer die Gleichen mit den gleichen Argumenten auf die verschiedensten Themen einprügeln?“
Vielleicht, weil die Themen, mit denen ihr auf die Leute einprügelt, im Endeffekt auch immer dieselben sind?
„Glaubt ihr es ändert sich irgendwas, wenn ihr Feministinnen das wieder und wieder darlegt statt mal den Rest der Bevölkerung aufzurütteln?“
Wir hatten gedacht, wir könnten mit euch diskutieren. Na, war wohl ein Irrtum.
„Erwartet ihr, dass Feministinnen, die noch viele Baustellen haben, aufspringen, um euch und eure zwei, drei Themen vorrangig behandeln?“
Feministinnen auf die Baustellen … ich gebe zu, dieser Gedanke hat was ;-)
Im Ernst: Antwort auf die Frage: Nein.
„Warum macht ihr nich euren eigenen Blog auf (http://jungsmannschaft.net/ ist noch frei) und versucht mal, neues Publikum zu gewinnen?“
Weil Meredith Haaf in dem richtungsweisenden „Zeit“-Artikel geschrieben hatte, der „neue“ Feminismus zeichne sich u.a. dadurch aus, dass auch die Männer mitdiskutieren könnten. Na, war wahrscheinlich gar nicht so gemeint.
P.P.S: Und die Eherechtsreform 1977 wurde nicht von Alice Schwarzer erkämpft, sondern von der Sozialiberalen Koalition 1969 in die Wege geleitet.
Susanne, kurz: Ich habe Verwandschaft, die in en 80ern den Namen behalten haben. Glaube niemanden, unsere Journalisten sind Faul wie sau ;)
Uuuuh, die bösen Journalisten…
Jetzt nur mal so als Vermutung: Vielleicht hat sie ihren Namen als Künstlernamen behalten, das geht ja auch.
31. März 2008 um 15:16 Uhr
Nee, mein Onkel hat sogar den Namen seiner Frau angenommen.
Und nicht böse, sondern Recherechefaul.
http://de.wikipedia.org/wiki/Namensrecht#Eheschlie.C3.9Fung_und_Ehescheidung
„Vor der Eherechtsreform 1976 wurde der Name des Mannes stets Ehename der Eheleute. Ab 1957 konnte die Frau ihren Namen an den Ehenamen anhängen. Der Mann konnte der Frau, wenn die Frau schuldig geschieden wurde, die Weiterführung seines Namens untersagen.“
Ja, (nicht nur) der WDR ist stinkfaul, weswegen die sich ihre Fakten offenbar tatsächlich auf der Wiese zusammenpflücken.
Insbesondere wenn’s um Benachteiligungen von Frauen geht. :)
Vielleicht ist das Gesetz dann vorher so formuliert gewesen, dass Ehegatten den gleichen Namen tragen mussten. Was in den allermeisten Fällen (wegen Tradition und so) bedeutete, dass die Frau den Namen des Mannes annahm. Die Gesetzesänderungen war dann vielleicht so, dass seit 1991 jeder seinen eigenen Namen behalten konnte, also vor allem die Frauen ihren.
(Ich hab leider kein GG von vor ’91 hier, sonst könnten wir das leicht klären, aber für eine umfassende Suche hab ich leider keine Zeit.)
@ Mark: Ach Gottchen, ja, die lügenden linken Medien, schlimm ist das.
31. März 2008 um 15:26 Uhr
Das steht nicht im GG, sondern im BGB. 1991 wurde das Familienrecht wieder ins BGB überführt (die Nazis haben es ausgegliedert)
Das ging vorher nicht, weil das Eherecht von den Allierten erlassen wurde. Erst nach der Wiedervereinigung konnte das gemacht werden.
Das steht auch nicht im GG, sondern wenn dann im BGB.
Nicht lügend. Unkundig.
Mist. Zweiter. :)
„(…) aber für eine umfassende Suche hab ich leider keine Zeit.“
Scheint dem WDR ähnlich zu gehen. Nur ist vorherige Recherche Voraussetzung, wenn man was publiziert.
„Vielleicht war’s ja so oder so oder so…“
31. März 2008 um 15:38 Uhr
Naja, ein Blog ist ja kein öffentlich rechtlicher Rundfunk.
Vielleicht sollte man sich mal beim WDR dienstaufsichtsbeschweren. Das bringt zwar nix, kostet denen aber gaanz viel Zeit.
Ui Mark, hübsch aufgeplustert.
Mich würde das tatsächlich interessieren. Ich habe das, was der WDR in dem Beitrag sagte, als richtig angenommen. Wenn ihr schreibt, das ist nicht so, dann kann ich doch wohl nachfragen, wie diese unterschiedlichen Jahreszahlen zustande kommen und VIELLEICHT gibt es dafür eben eine ganz plausible Erklärung (wie z.B. Künstlernamen).
Na klar. „Uuuuh, die bösen Journalisten“ ist aber auch .. naja, polemisch.
Ja, das ist polemisch. Weil mir hier für meinen Geschmack zu viel mit Verschwörungstheorien à la „der öffentlich-rechtliche Rundfunk denkt sich was aus, wenn es um Gleichberechtigungsthemen geht“ hantiert wird.
31. März 2008 um 15:54 Uhr
Ne, hier sind viele verschiedene Themen behandelt worden: Intelligenz und Sex-Appeal, sexistische und unsexistische Gadgets und Werbung, die Situation von Frauen anderswo auf der Welt, Muttiblog-Einträge, Veranstaltungshinweise, etc. Das es dabei immer um Feminismus und Frauen geht, liegt an der Sache an sich ;)
Ich denke ferner, dass es hier auch Diskussionen gibt, auch kritische. Mein Kommentar bezog sich auf jene Kommentare, die man unter jeden Eintrag kleben könnte, weil sie mit den immer gleichen Themen (Unterhalt, Wehrdienst) ankommen und den Bogen schon seeeeeeeeehr weit schlagen. Gleich der erste Kommentar zum Thema „Danke an Fredrik Vahle“ kommt damit an. Anstelle einer Diskussion über Kinderlieder/-bücher gibts gleich wieder Angriffe á la „jetzt habt euch nicht so, euch gehts noch viel zu gut“. Das nenne ich nicht mal mehr Grundsatzdiskussion, das ist Getrolle.
Und wenn Du Dich mal umschaust, wird Dir auffallen, dass hier auch Männer diskutieren. Bei manchen Nicks fällt das nicht gleich auf, aber es gibt sie tatsächlich.
31. März 2008 um 16:07 Uhr
Naja, es kursieren in dem Zusammenhang schon reichlich viele Legenden.
Ich bin bestimmt kein Freund von Eva Herman – Aber die Kampagne, die gegen sie gefahren wurde finde ich schon ziemlich erschreckend (kann man diese Frau nicht mit Argumenten erledigen?) Da finde ich sind unsere Medien in einem erbärmlichen Zustand.
Sowas ist dann Wasser auf die Mühlen der Verschwörungstheorethiker.
Das ist natürlich wieder ein generelles Problem.
31. März 2008 um 16:10 Uhr
.. das war @Susanne
31. März 2008 um 18:20 Uhr
Bevor ich drüber spekuliere, wie was ist und womöglich eine Ente in die Welt setze, schaue ich halt vorher nach, wie was ist. Das wird ein Nicht-Journalist einem Journalisten doch wohl abverlangen dürfen.
Und was die Verschwörungstheorien („Patriarchat“, „Männerbünde“, „Gläserne Decke“, „strukturelle Benachteiligungen“, sonstiges fem. – pardon – Wischi-Waschi…?) angeht:
Ich brauche keine Verschwörungstheorien, ein Blick ins Gesetz oder eine Überprüfung der in den Medien getätigten Behauptungen reicht völlig.
Ada Lovelace hat übrigens keinen Computer erfunden, wie Frau Oberhuber in der FAZ lautstark behauptet. :) Sie hat das erste „Computerprogramm“ für den Erfinder des ersten „Computers“ geschrieben.
We can fact-check your asses.
„Ui Mark, hübsch aufgeplustert.“
Och, du teilst auch ganz nett aus. Wie’s in den Wald hineinruft…
Ada Lovelace.. Es ist wohl für eine Journalistin bei der FAZ offenbar zuviel verlangt, wenigstens schnell mal bei Wikipedia nachzuschauen. Das mit der Hängebrücke habe ich gar nicht recherchiert, ich wette das waren die alten Ägypter oder so.. Nicht erwähnt hat sie dafür Marie Curie, die es als einziger Mensch zwei Nobelpreise in zwei verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen erlangt hat.
Wenn das meine Zeitung wäre – Ich würde sie tatsächlich Akten sortieren lassen.
1. April 2008 um 10:17 Uhr
also, da ich als jahrgang 81 mich noch relativ genau an die namensrechtreform erinnern kann, denke ich, dass der wdr schon ordenlich recherchiert hat :)
mit „frauen konnten ihren namen behalten“ war soweit ich weiß gemeint, dass die eheleute getrennte nachnamen führen konnten, jeder seinen eigenen geburtsnamen. wichtig ist nur, dass alle kinder den gleichen nachnamen tragen.
1. April 2008 um 12:49 Uhr
Lustig ist die Überschrift „Frauenfakten“
1. April 2008 um 13:53 Uhr
@nikal: Stimmt, genauso ist es. 1991 hat das Verfassungsgericht entschieden, daß kein gemeinsamer Ehename mehr gefürt werden muß, was 1994 ins Gesetzbuch gschrieben wurde.
Das macht die Sache nicht besser, denn offenbar wußte der WDR es ja offenbar besser.
Die Behauptung „Nach der Hochzeit darf die Frau ihren Namen behalten. Möglich ist das erst seit 1991“ ist ja halbwahr, da der Name der Frau als Ehename geführt werden durfte. (Sei es als Doppelname)
Woher die Behauptung, der Mann hätte bis 1979 ein letztendscheidungsrecht gehabt ist mir allerdings völlig unklar, da gab es 1959 ein klares Urteil.
Feminisitsche Berichterstattung: Stelle die Fakten nach möglichkeit so dar, das der Eindruck einer möglichst maximalen Unterdrückung der Frau entsteht.
1. April 2008 um 13:54 Uhr
P.S.: Das Eherecht wurde erst 1998 wieder ins BGB überführt, sorry.
1. April 2008 um 14:15 Uhr
schade, dass jetzt auch hier das trollengegrolle und die reaktionen darauf überhand nehmen.
aber abgesehen von den grundsatzdiskussionen finde ich, dass der blogeintrag korrigiert werden sollte. es ist cool, an dieses ereignis zu erinnern, aber die zusammenhänge stimmen einfach nicht.
selbert hat sich für die formulierung von art 3 des gg stark gemacht. im zuge dessen gab es die frist im gg, die besagt, dass bis märz 53 per gesetz das bgb entsprechend art 3 gg geändert werden soll. es passierte aber nix, weshalb ein „rechtloser zustand“ eintrat. der gesetzentwurf zum gleichberechtigungsgesetz der regierung wurde 57 eingebracht. stammt also nicht von selbert, und hat am 1. juli 50. geburtstag, nicht jetzt den 55.
und jetzt muss ich wieder an meine magisterarbeit zur familienpolitik ;)
1. April 2008 um 20:47 Uhr
Immerhin, wir kennen nun den Unterschied zw. GG und BGB.
Sehr erfreulich. Geht ja in die richtige Richtung.
Jetzt musst du nur noch was anderes als Richtung Familienpolitik studieren.
Mark, lass dich mal nicht so schnell provozieren, und sei mal ein bisschen souveräner. Mei hat vorher gar nichts geschrieben, und was sie zum Eherecht schreibt ist absolut korrekt.
Elisabeth Selbert wird nicht ohne Grund allzu oft unter den Teppich gekehrt.
1. April 2008 um 22:17 Uhr
..überleg doch mal, was es für den Mythos der um ihre Privilegien kämpfenden Männer (und für den Mythos „der Feminismus hat die Welt verändert“) bedeutet, wenn eine einzige Frau, mehr oder weniger alleine, die entscheidende Grundlage für die Gleichberechtigung geschaffen hat.
1. April 2008 um 23:09 Uhr
„Mark, lass dich mal nicht so schnell provozieren, und sei mal ein bisschen souveräner.“
– Diese Lässigkeit im Umgang mit patzigen Aussagen würde ich mir von dir auch häufiger gegenüber den weiblichen Postern wünschen.
Gerade in den subtilen Botschaften zeigen sich die Probleme, die die Geschlechter miteinander haben.
Eine kumpelhafte Lässigkeit lässt sich dann doch schneller herstellen, wenn es ein Geschlechtsgenosse ist… sowas regt mich bei Frauen und Männern gleichermaßen auf.
1. April 2008 um 23:17 Uhr
@d. : Beispiele?
1. April 2008 um 23:24 Uhr
..und warum regt dich das auf? Ewartest du, daß ich Mark gegenüber den Moralapostel mache? Ich bin nicht sein Pappi, und deshalb sage ich ihm möglichst auf Augenhöhe, daß ich der Meinung bin, er würde vielleicht mehr erreichen wenn er sich nicht provozieren lässt. Nenn das meinetwegen männerbündlerische Kumpanei.
1. April 2008 um 23:35 Uhr
Nachdenkpädagogik ;-)
..und wenn ich soo unlässig wäre, dann würde ich meis „trollengegrolle“, das sicherlich auch nicht unbedingt nicht in meine Richtung ging, nicht zum Anlass nehmen ihren Kommentar positiv zu bewerten.
Oh mann, warum packen Männer immer Feminismus in die Moraltheologie-Schublade und schämen sich ihres eigentlich wunderbaren Geschlechts..
1. April 2008 um 23:54 Uhr
Jaja, d. ich weiß.. Wie gut das es auch „andere“ Männer gibt.
..und du verwechselst – so interpretiere ich mal die „Nachdenkpädagogik“ – Polemik mit „patzigkeit“
2. April 2008 um 00:12 Uhr
Ah so! Jetzt verstehe ich die „Nachdenkpädagogik“!
d., du bist ein Genie darin, dich von deinen eigenen Aussagen zu distanzieren..
2. April 2008 um 05:32 Uhr
Hallo, lieber d., kommt da noch was? Du hast meine Genderbrille gegenüber „Patzigkeiten“ kritisiert, und behauptet, ich würde es mir einfach machen.
Auf meine Anfrage nach konkretisierenden Beispielen (und ich habe wirklich keine Ahnung was du meinst) hast du nur meinen (ohne Zweifel polemisch gemeinten) Begriff „Nachdenkpädagogik“ rezitiert.
Es ist mir leider nur möglich zu interpretieren warum. Ebenso wie es mir in der Diskussion über den vermeintlichen Sexismus der Häagen Dasz Werbung nur möglich war, zu interpretieren was ich denn nun zu widerlegen hätte, da du erst nach meiner Interpretation der Werbung Ansätze für eine Kritik am Sexismus der Werbung geliefert hast.
Lieber d., ein Kind kann man (da man Macht über das Kind hat) aufs Zimmer schicken mit der Aufforderung nachzudenken, damit es die Gedanken denkt, die es zu denken hat.
In der Erwachsenenwelt ist das leider mehr nicht möglich. Sorry..
2. April 2008 um 13:14 Uhr
Es ehrt mich, dass du so viel von mir verlangst.
Aber es ist zu schwer darauf richtig zu antworten.
@Pädagogik
Sie ist mit mehr Mythen belegt, als vieles andere auf der Welt. Weder beschränkt sie sich auf die Kindheit, noch besteht sie in einem moralischen Machtverhältnis, wo der eine den anderen zum Nachdenken in die Ecke stellt.
2. April 2008 um 13:54 Uhr
@d.: Ja, ich hätte es eigentlich wissen müssen. Zu schwer.
2. April 2008 um 14:27 Uhr
Der Fokus lag eigentlich auf „richtig antworten“.
Egal ob ich jetzt versuche auf dem von dir abgesteckten Rahmen eine Antwort zu schreiben oder lieber ein paar Informationen darüber zu bekommen, was du eigentlich von mir willst,
es würde ein langes Zwiegespräch herauskommen.
Und da kommen wir zu dem Umstand, dass dies nicht mein Blog ist, ich die Leute nicht langweilen und nerven will und eigentlich auch nicht recht sehe, wo das hinführen soll.
Also machen wir es an dieser Stelle eben kurz und knackig :-)
Mark schrieb: „Immerhin, wir kennen nun den Unterschied zw. GG und BGB. Sehr erfreulich. Geht ja in die richtige Richtung. Jetzt musst du nur noch was anderes als Richtung Familienpolitik studieren. Maschinenbau?“
Du schriebst: „Mark, lass dich mal nicht so schnell provozieren, und sei mal ein bisschen souveräner.“
Ich schrieb: „Diese Lässigkeit im Umgang mit patzigen Aussagen würde ich mir von dir auch häufiger gegenüber den weiblichen Postern wünschen.
[…] Eine kumpelhafte Lässigkeit lässt sich dann doch schneller herstellen, wenn es ein Geschlechtsgenosse ist…“
Du antwortest: „..und warum regt dich das auf? Ewartest du, daß ich Mark gegenüber den Moralapostel mache? […] Nenn das meinetwegen männerbündlerische Kumpanei.“
Du bist für „männerbündlerische Kumpanei“, ich nicht.
Ich sehe darin ein anti-gleichberechtigtes Verhalten, du nicht.
Ich weiß gar nicht warum dich das aufregt. Wenn dein Bild von der Welt den Feminismus klar einordnen kann und es dir erlaubt, dein gelebtes Verhalten für konform zu halten, dann dürftest du mit meiner Kritik doch gar kein Problem haben. Ich habe doch nichts anderes als eine andere Meinung als du.
Wenn ich hier bei jeder deiner Aussagen eine Rechtfertigung wöllte, müssten wir unsere e-mail Adressen austauschen.
2. April 2008 um 18:15 Uhr
d, du erlaubst dir nicht nur eine Meinung, sondern ein moralisierendes Werturteil. Eine Begründung dafür kannst oder willst du nicht liefern. Gut, das soll dir ja erlaubt sein, nur wird es mir dann wiederum erlaubt sein deine Haltung eben als Moralinsauer zu bezeichnen.
„anti-gleichberechtigtes Verhalten“ – Das erinnert mich irgendwie an Politbüro.
2. April 2008 um 18:29 Uhr
Och Männers, vielleicht wirklich mal E-Mail-Adressen austauschen? Das wird ja doch recht privat jetzt hier & vor allem öde für alle anderen.
Welche Art von Begründung schwebt dir denn vor?
Ich dachte man kann klar erkennen, dass ich unter gleichberechtigtem Verhalten eben auch gleichberechtigte Formulierung von Kritik verstehe, die nicht geschlechtsspezifisch mal so und mal so ausfallen kann.
Erwartest du jetzt für diese Meinung/Moralvorstellung einen großen theoretischen Überbau?
Ich bin mir nicht sicher, ob im Zuge des Feminismus eine solche Haltung theoretisch beschrieben wird, aber man spricht sich im Zuge des Feminismus ganz klar für geschlechtsneutrale Beurteilungen aus, im Positiven, wie Negativen.
Und falls ich mal dezidiert frauenbündlerische Kumpanei entdecke, in Form von: „Aber meine Liebe, jetzt hack nicht so auf den armen Männern rum, die wollen dir doch gar nichts böses“, obwohl die angesprochene Person gerade einen freundlichen männlichen Post mit blöden Sprüchen abgewertet hat, dann werde ich das genauso kommentieren.
Da bist du nichts besonderes :-)
Es freut mich aber, dass du nicht wutschnaubend von diesem Blog davon stürmst, sondern dich weiter einbringst.
2. April 2008 um 19:30 Uhr
Okay, Susanne, schon Klar. Dann werde ich mir mal lieber nicht d.s letzten Kommentar durchlesen..