Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Dresden&Datum=08.07.2005&Aktenzeichen=Ss%20OWi%20801/04
Timestamp: 2019-05-25 02:14:15
Document Index: 390336763

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 4', '§ 49', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

OLG Dresden, 08.07.2005 - Ss (OWi) 801/04 - dejure.org
OLG Dresden, 08.07.2005 - Ss (OWi) 801/04
https://dejure.org/2005,2862
OLG Dresden, 08.07.2005 - Ss (OWi) 801/04 (https://dejure.org/2005,2862)
OLG Dresden, Entscheidung vom 08.07.2005 - Ss (OWi) 801/04 (https://dejure.org/2005,2862)
OLG Dresden, Entscheidung vom 08. Juli 2005 - Ss (OWi) 801/04 (https://dejure.org/2005,2862)
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StVG § 24; StVO § 4 Abs. 1; StVO § 49 Abs. 1 Nr. 4; BKatV § 1; BKat Nr. 12.5
Abstandsmessung mit dem Verkehrsüberwachungsgerät VKS, Softwareversion 3.01 des Herstellers VIDIT
Abstandsmessung mit dem Verkehrsüberwachungsgerät VKS (Softwareversion 3.01) des Herstellers VIDIT; Merkmal der Ordnungsgemäßheit eines Messverfahrens in der richterlichen Urteilsbegründung; Toleranzabzug bei Geschwindigkeitsmessungen durch standardisierte Messverfahren; Anforderungen an die Tatvideoaufzeichnung zur Abstandsmessung und Geschwindigkeitsmessung
Die Abstandsmessung mit dem Gerät VIDIT VKS 3.01 ist ein standardisiertes Messverfahren
Das Messverfahren mit dem Gerät VIDIT VKS 3.01
Generelle Sicherheitsabschläge von dem festgestellten Abstandswert sind bei Anwendung des Messverfahrens VKS 3.01 nicht veranlasst
AG Riesa, 22.06.2004 - 7 OWi 165 Js 21566/04
Der Hinzuziehung eines Sachverständigen durch den Senat bedurfte es insoweit nicht (ebenso ersichtlich OLG Dresden in VRS 109, 196 ; BayObLG DAR 1998, 360 ).
Nach einer Entscheidung des OLG Dresden (OLG Dresden DAR 2005, 637 f.) stellt das Verkehrsüberwachungsgerät VKS in der Softwareversion 3.01 ein standardisiertes Abstandsmessverfahren im Sinne der Rechtsprechung des BGH (BGHSt 39, 291 ff.; BGHSt 43, 277 ff.) dar.
In seiner Entscheidung hat das OLG Dresden im Zuge der Annahme eines standardisierten Messverfahrens über die genaue Funktionsweise unter anderem das Nachfolgende ausgeführt (nachfolgend Zitat OLG Dresden DAR 2005, 637 f.):.
Als gefährdender Abstand wird, auch und gerade auf Autobahnen, die Strecke verstanden, die innerhalb von 0, 8-0,9 s durchfahren wird (OLG Koblenz v. 10.07.2007, 1 Ss 197/07; OLG Koblenz v. 13.05.2002, 1 Ss 75/02 [jeweils 0, 9]; OLG Dresden, DAR 2005, 637 [0,8];… König , in: Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 39. A. 2007, § 4 StVO Rn. 6, m. w. N.).
Nur bei Vorliegen von Umständen, die abweichend vom Regelfall dem Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Messung entgegen stehen, mithin konkrete Zweifel an der Funktionstüchtigkeit und der sachgerechten Handhabung des eingesetzten Geschwindigkeitsmessgerätes begründen, sind im Urteil über die bereits genannten Angaben hinaus nähere Ausführungen zur Messung erforderlich (OLG Stuttgart NZV 2008, 43 unter Hinweis auf OLG Dresden VRS 109, 196, 199 m.w.N.).
Zu den Voraussetzungen eines Abstandsverstoßes
Bei dem Abstandsmessverfahren VKS (Verkehrskontrollsystem) der Herstellerfirma Vidit Systems GmbH handelt es sich um ein standardisiertes Messverfahren (OLG Dresden, DAR 2005, 637; vgl. auch Krumm DAR 2007, 129, 131).
OLG Hamm, 11.04.2016 - 4 RBs 74/16
Beweiswürdigung, Identifizierung, Fahrer, Lichtbild
Bei der Anwendung eines standardisierten Messverfahrens reicht es grundsätzlich aus, dass im Urteil das angewendete Messverfahren und das Messergebnis mitgeteilt wird (vgl. OLG Bremen DAR 2011, 35; OLG Dresden DAR 2005, 637; NStZ-RR 2005, 117).
Auch die früheren Softwareversionen sind in der obergerichtlichen Rechtsprechung als standardisierte Messverfahren bewertet worden (vgl. OLG Bremen DAR 2011, 35; OLG Dresden DAR 2005, 637).
Wie der Senat bereits mit Beschluss vom 08. Juli 2005 (DAR 2005, 637) ausgeführt hat, stellt sich die Funktionsweise des Systems VKS 3.01 der Firma VIDIT als standardisiertes Abstandsmessverfahren wie folgt dar:.
Nur wenn konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die maßgebenden Bestimmungen nicht eingehalten wurden, sind im Urteil Ausführungen zur Messung notwendig (vgl. OLG Dresden VRS 109, 196 (199) n.w.N.).
Zum einen kann sie bei einer Gesamtzertifizierung sicher davon ausgehen, dass die Gerichte die Anlage als allgemein anerkanntes standardisiertes Messverfahren im Sinne der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkennen werden, wie es etwa das OLG Dresden in seinem Beschluss vom 08.07.2005 - Ss (OWi) 801/04 - DAR 2005, 637, im Hinblick auf die Messanlage der Beigeladenen getan hat.
Das OLG Dresden hat in seinem Urteil vom 08.07.2005, abgedruckt in DAR 2005, 637, ausgeführt, dass das System VKS 3.01 der Firma VIDIT ein standardisiertes Abstandsmessverfahren im Sinne der Rechtsprechung des BGH (BGHSt 39, 291 ff.; BGHSt 43, 277 ff.) sei.
Hierbei handele es sich um das mittlerweile überholte Abstands- und Geschwindigkeitskontrollsys­tems VKS 3.0 der VIDIT Systems GmbH, welches nach einer Entscheidung des OLG Dresden (OLG Dresden DAR 2005, 637 f.) ein standardisiertes Abstandsmessverfahren im Sinne der Rechtsprechung des BGH (BGHSt 39, 291 ff.; BGHSt 43, 277 ff.) sei.
Nur wenn konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die maßgebenden Bestimmungen nicht eingehalten wurden, sind im Urteil Ausführungen zur Messung notwendig (vgl. OLG Dresden VRS 109, 196 (199) m.w.N).
AG Lüdinghausen, 04.02.2013 - 19 OWi 239/12
Herabsetzung einer vorgesehenen Regelgeldbuße von 80,- EUR auf nicht …
OLG Karlsruhe, 03.11.2017 - 3 Rb 6 Ss 681/17
Täteridentifizierung, Urteilsfeststellungen
OLG Bremen, 28.10.2010 - 2 SsBs 70/10
Zur Rechtmäßigkeit der verdachtsabhängigen Abstandsmessung mit VKS 3.0 und zu den …
OLG Köln, 06.11.2006 - 81 Ss OWi 81/06
AG Lüdinghausen, 04.02.2013 - 19 OWi 89 Js 1877/12