Source: https://sgk1933.jimdofree.com/schie%C3%9Fsport/wbk-info/
Timestamp: 2020-02-28 18:46:03
Document Index: 357331276

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§14', '§ 7', '§ 1', '§ 8', '§ 13', '§ 14', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 10', '§ 13', '§ 15', '§ 14', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 17', '§ 18', '§ 17', '§ 18', '§15', '§19', '§13']

WBK Info - sgk1933
Voraussetzungen für die Waffenbesitzkarte
In Deutschland regelt das Waffengesetz streng, wer eine Waffenbesitzkarte erhalten kann. Die allgemeinen Voraussetzungen nach § 4 WaffG hierfür sind:
Zuverlässigkeit nach § 5
Persönliche Eignung nach § 6
Sachkundenachweis (SKN) mit vorausgegangenem Lehrgang § 7 (Erben ausgenommen)
Bewiesene waffenrechtliche Bedürftigkeit nach § 8 und §14
Sachkunde und Bedürfnis
Der Sachkundenachweis (§ 7 WaffG, §§ 1 bis 3 AWaffV) wird nur ausgestellt, wenn an einem entsprechenden Lehrgang teilgenommen wird. Dieser muss bei einer autorisierten Einrichtung erfolgreich abgeschlossen werden. Für Jäger ist der SKN die Jägerprüfung.
Da es in Deutschland kein „Recht auf Waffenbesitz“ gibt, wie es z. B. in den USA der Fall ist, muss hier eine Bedürftigkeit nach § 8 nachgewiesen werden.
Jagdausübung (§ 13)
Sportschießen (§ 14)
Sammeln von Waffen nach kulturhistorisch bedeutsamen Gesichtspunkten (§ 17)
Waffensachverständige (§ 18)
Selbstschutz (§ 19)
Personen, die sich eine Waffe zum Selbstschutz zulegen möchten, haben es sehr schwer und bekommen häufig keine Erlaubnis. Es muss nachvollziehbar sein, dass ihr Leben mehr als das der restlichen Gesellschaft gefährdet ist und der Besitz einer Waffe dazu beiträgt, dieses zu schützen (§ 19 Abs. 1).
Hierbei kann es dann auch dazu kommen, dass das Führen in der Öffentlichkeit, also außerhalb des eigenen Geländes, genehmigt wird, allerdings können meist nur Werttransportunternehmen und Bewachungsunternehmer ihr Bedürfnis von des § 19 geltend machen.
Wird nach § 10 WaffG erteilt
Für Jäger in Verbindung mit § 13 WaffG
Für Sportschützen nach § 15 WaffG anerkannten Verbandes in Verbindung mit § 14 WaffG
Erlaubnis für:
Halbautomatische Langwaffen
(Kleinkaliber)-Revolver
Jede einzelne Waffe muss bei der Behörde beantragt werden. Daraufhin wird ein „Voreintrag“ vorgenommen, der ein Jahr gültig ist. In dieser Zeit muss die Waffe erworben werden, sonst verfällt er. Eine Ausnahme bilden Jäger, welche einen gültigen Jahresjagdschein besitzen. Sie dürfen Langwaffen auch ohne Voreintrag erwerben, haben aber laut § 13 Abs. 3 Waffen-Gesetz die Pflicht, diese innerhalb 14 Tagen anzumelden.
Regelbedürfnis: 2 Mehrschüssige Kurzwaffen + 3 halbautomatische Gewehre.
Pflichten: Es muss regelmäßig an einem Schießtraining teilgenommen werden, wobei hier keine genaue Definition vorliegt. Daher sollte sich zuvor darüber informiert werden. Der Sächsische Schützenbund verlangt 12 Trainingseinheiten, während 24 in den sächsischen BDS-Vereinen vorgeschrieben wird, damit eine Verbandsbescheinigung ausgestellt wird. Generell ist es gut, wenn sich auf 1-2 Einheiten im Monat eingestellt wird. Dies wird vor allem dann Pflicht, wenn der Bundesrat die Verwaltungsvorschrift beschließt.
Schützen des Sports erhalten die Gelbe, wenn sie einem anerkannten Verband nach § 14 Abs. 4 Waffengesetz angehören, wie er in § 15 Waffengesetz definiert wird.
Kauferlaubnis für:
Repetierlangwaffen (mehrschüssig) mit gezogenen Läufen
Regelbedürfnis: 2 Waffen in 6 Monaten, ansonsten keine Einschränkung
Pflichten: Der Kauf muss bei der Waffenbehörde innerhalb von 14 Tagen angemeldet werden. Zudem ist es festgelegt, dass nur Waffen erworben werden dürfen, die in der Disziplin der Sportordnung Schießsportverbandes, welcher entsprechend anerkannt wurde, zugelassen sind.
Für Sammler und Waffensachverständige nach § 17 Waffengesetz und Waffensachverständige nach § 18 Waffengesetz gibt es die Rote.
Bestimmtes Sammelgebiet
„Schusswaffen aller Art“ (besondere Fälle)
Pflichten: Innerhalb von 14 Tagen § 17 und von 3 Monaten nach § 18 muss der Kauf eingetragen werden.
Spezielle Voraussetzungen der einzelnen Bedürfnisgruppen
Die einzelnen Bedürfnisgruppen haben mitunter sehr spezielle Voraussetzungen auferlegt bekommen, um die WBK beantragen zu dürfen. Die wichtigsten Punkte erläutern wir hier.
Mindestalter: 21 Jahre bzw. 18 Jahre für bestimmte Waffen
Unter 25 und erster Antrag: MPU über geistige Eignung
Verbandsbescheinigung
Sportverband muss nach §15 Abs. 2 WaffG anerkannt sein
Regelmäßige Schießsportteilnahme (1x monatlich bzw. 18 Tage im Jahr) mit der beantragten Waffe
Beantragte Waffe muss der Sportordnung unterliegen
Jahresjagdschein entbindet vom Bedürftigkeitsnachweis
Als Jagdwaffen und Jagdmunition gelten solche, die nicht verboten sind (z. B. §19 Abs. 1 BjagdG)
Bedürfnisnachweis durch Bescheinigung des Brauchtumsschützenvereins
Rein die persönliche Gefährdung, die höher als das der Allgemeinheit liegt, muss glaubhaft gemacht werden und konkret vorliegen
Schützenswertes Eigentum, Angstgefühl, Gefährdungsszenarien zählen nicht
Besitz der Waffen und Munition muss geeignet und erforderlich sein
Verteidigung muss gewährleistet werden können, d. h. Verteidigung gegen einen Bombenanschlag ist nicht möglich
Sicherungsgründe vorausgesetzt, darf die Schusswaffe nur im Rahmen eines Auftrages geführt werden
Nach Ende des Auftrages muss die Waffe nach §13 BewachV ordnungsgemäß zurückgegeben und gesichert verwahrt werden
Sollen Waffen in der Öffentlichkeit geführt werden, braucht es einen Waffenschein
Inbesitznahme muss unmittelbar gemeldet werden
Innerhalb eines Monats nach der Erbschaftsannahme muss die Eintragung in die WBK erfolgen
Besitz aus Erbschaft bildet benötigtes Bedürfnis
Erwerb von Munition ist untersagt
Munition kann nicht übernommen werden, es sei denn, der Erbe besitzt eine Munitionserwerbserlaubnis
Ausnahme: Vererbung einer Munitionssammlung
Besteht keine waffenrechtliche Erlaubnis, müssen die Waffen mit einem Blockiersystem ausgestattet werden