Source: https://dejure.org/BGBl/BGBl%20I%201997,%201620
Timestamp: 2019-05-23 22:15:25
Document Index: 394491977

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 9', 'Art. 143', '§ 1', '§ 1']

BGBl. I 1997 S. 1620 - Neufassung des Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes - dejure.org
BGBl. I 1997 S. 1620
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BGBl. I 1997 S. 1620 (https://dejure.org/1997,30116)
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Bundesgesetzblatt Jahrgang 1997 Teil I Nr. 45, ausgegeben am 04.07.1997, Seite 1620
Neufassung des Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes
§ 1 Abs. 1 Satz 3 des Gesetzes über die Aufhebung rechtsstaatswidriger Verwaltungsentscheidungen im Beitrittsgebiet und die daran anknüpfenden Folgeansprüche (Verwaltungsrechtliches Rehabilitierungsgesetz - VwRehaG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Juli 1997 (BGBl I S. 1620).
ob § 1 Abs. 1 Satz 2 und 3 des Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Juli 1997 (BGBl I S. 1620) mit dem Grundgesetz vereinbar ist,.
Die Kläger der Ausgangsverfahren begehren die Rehabilitierung nach dem Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetz (VwRehaG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Juli 1997 (BGBl I S. 1620) im Hinblick darauf, dass ihnen oder ihren Rechtsvorgängern in der sowjetischen Besatzungszone Vermögenswerte im Rahmen der so genannten demokratischen Bodenreform und der Industriereform entschädigungslos entzogen wurden.
Für die Vermögensentziehungen, die durch rechtsstaatswidrige straf-, ordnungsstraf- oder verwaltungsrechtliche Entscheidungen deutscher Stellen erfolgt sind, hat der Gesetzgeber das Zweistufen-Konzept durch das Strafrechtliche Rehabilitierungsgesetz (StrRehaG) vom 29. Oktober 1992 (BGBl I S. 1814), jetzt geltend in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Juli 1997 (BGBl I S. 1613), und das Verwaltungsrechtliche Rehabilitierungsgesetz (VwRehaG) vom 23. Juni 1994 (BGBl I S. 1311), jetzt geltend in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Juli 1997 (BGBl I S. 1620), umgesetzt.
Die mit der Klage geltend gemachten Ansprüche finden entgegen der Auffassung der Kläger keine Grundlage im Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Juli 1997 (BGBl I S. 1620) - VwRehaG -.
Durch gesetzgeberische Tätigkeit wurden auch Rehabilitierungsansprüche nach dem Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz und nach dem Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetz (Gesetz über die Aufhebung rechtsstaatswidriger Verwaltungsentscheidungen im Beitrittsgebiet und die daran anknüpfenden Folgeansprüche vom 23. Juni 1994, neu gefasst am 1. Juli 1997, BGBl I S. 1620 - VwRehaG) geschaffen.
Diesem Vorbringen ist hinzuzufügen, daß die Klägerin sich erstmals im Beschwerdeverfahren auf die Regelungen des Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes (VwRehaG), jetzt geltend in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Juli 1997 (BGBl I S. 1620), berufen und offenbar bis heute keinen Antrag gemäß § 9 VwRehaG gestellt hat und übrigens als juristische Person auch nicht stellen kann.
Vorliegend hat der Gesetzgeber Restitution und Rehabilitierung von Betroffenen der Boden- und Industriereform jedoch umfänglich in Art. 143 Abs. 3 GG, im Einigungsvertragsgesetz (Gesetz zu dem Vertrag vom 31. August 1990 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands vom 23. September 1990, BGBl. II S. 885), im Ausgleichsleistungsgesetz (Gesetz über staatliche Ausgleichsleistungen für Enteignungen auf besatzungsrechtlicher oder besatzungshoheitlicher Grundlage, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können vom 27. September 1994, neu gefasst am 13. Juli 2004, BGBl. I S. 1665) sowie im Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz und im Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetz (vom 23. Juni 1994, neu gefasst am 1. Juli 1997, BGBl. I S. 1620 - VwRehaG) geregelt.
Nach der Rechtsprechung des beschließenden Senats sind die Voraussetzungen des Anspruchs auf verwaltungsrechtliche Rehabilitierung gemäß § 1 Abs. 1 Satz 1 des Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes VwRehaG vom 23. Juni 1994 (BGBl I S. 1311) in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Juli 1997 (BGBl I S. 1620), zuletzt geändert durch Gesetz vom 20. Dezember 2001 (BGBl I S. 3986), soweit geklärt, dass ausreichende Anhaltspunkte zur Beurteilung der hier maßgeblichen Fragen vorliegen.
10 "Der Anspruch auf verwaltungsrechtliche Rehabilitierung beurteilt sich im vorliegenden Falle nach § 1 Abs. 5 i.V.m. Abs. 1 Satz 1 des Verwaltungsrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes VwRehaG vom 23. Juni 1994 (BGBl I S. 1311) in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Juli 1997 (BGBl I S. 1620), zuletzt geändert durch Gesetz vom 20. Dezember 2001 (BGBl I S. 3986).
VG Meiningen, 03.04.2008 - 8 K 222/06