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Timestamp: 2020-08-05 07:07:46
Document Index: 322349898

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 349', 'BGH', 'BGH', '§ 358']

BGH 3 StR 381/13 - 18. Februar 2014 (LG Rostock) · hrr-strafrecht.de
BGH 3 StR 381/13 - 18. Februar 2014 (LG Rostock) [= HRRS 2014 Nr. 319]
BGH 3 StR 381/13:
HRRS-Nummer: HRRS 2014 Nr. 319
Zitiervorschlag: BGH, 3 StR 381/13, Beschluss v. 18.02.2014, HRRS 2014 Nr. 319
BGH 3 StR 381/13 - Beschluss vom 18. Februar 2014 (LG Rostock)
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Rostock vom 6. August 2013 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO). Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
Die Aufhebung eines tatrichterlichen Urteils durch das Revisionsgericht allein im Strafausspruch erfasst grundsätzlich nicht die Frage der Kompensation einer bis zur revisionsgerichtlichen Entscheidung eingetretenen rechtsstaatswidrigen Verfahrensverzögerung (BGH, Urteil vom 27. August 2009 - 3 StR 250/09, BGHSt 54, 135). Die Kompensationsentscheidung des Landgerichts Rostock aus dem Urteil vom 10. Juni 2011 war mithin bereits rechtskräftig, so dass die nunmehr zur Entscheidung berufene Strafkammer schon deshalb und nicht erst mit Blick auf das Verschlechterungsverbot aus § 358 Abs. 2 StPO zu einer abweichenden Entscheidung nicht berufen war.