Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Brandenburg&Datum=20.11.2003&Aktenzeichen=4%20A%20277/02
Timestamp: 2019-08-24 21:15:11
Document Index: 61861291

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 1616', '§ 3', '§ 113', 'Art. 6', '§ 1618', '§ 3']

OVG Brandenburg, 20.11.2003 - 4 A 277/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,6009
OVG Brandenburg, 20.11.2003 - 4 A 277/02 (https://dejure.org/2003,6009)
OVG Brandenburg, Entscheidung vom 20.11.2003 - 4 A 277/02 (https://dejure.org/2003,6009)
OVG Brandenburg, Entscheidung vom 20. November 2003 - 4 A 277/02 (https://dejure.org/2003,6009)
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Namensrecht, Berufung, Isolierte Anfechtungsklage gegen einen Widerspruchsbescheid, Maßgeblicher Entscheidungszeitpunkt für die Beurteilung des Vorliegens eines wichtigen Grundes i. S. v. § 3 Abs. 1 NÄG (offengelassen), Keine Sperrwirkung der §§ 1616 - 1618 BGB für eine öffentlich-rechtliche Namensänderung bei sog. Scheidungshalbwaisen, Erforderlichkeitsmaßstab für die Namensänderung bei sog. Scheidungshalbwaisen, Prinzip der Namenskontinuität
Öffentlich-rechtliche Namensänderung gegen den Willen des nicht sorgeberechtigten Elternteils; Vorliegens eines wichtigen Grundes bei sog. "Scheidungshalbwaisen"; Namenskontinuität als Leitprinzip
VG Cottbus, 07.05.2002 - 2 K 2095/01
FamRZ 2004, 1399
Hierbei bedarf es vorliegend keiner Entscheidung, auf welchen Zeitpunkt bei der Beurteilung eines wichtigen Grundes i.S.d. § 3 Abs. 1 NamÄndG abzustellen ist (vgl. einerseits VGH BW…, Urteil vom 22. Februar 2001 - 1 S 929/00 -, juris, Rn. 26 sowie OVG Brandenburg, Urteil vom 20. November 2003 - 4 A 277/02 -, juris, Rn. 39, für den Zeitpunkt der letzten Behördenentscheidung; andererseits OVG NRW…, Urteil vom 28. Mai 1996 - 10 A 1691/91 -, juris, Rn. 18 ff., für den Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung in der gerichtlichen Tatsacheninstanz; sowie BVerwG…, Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18/01 -, juris, Rn. 41, diese Frage ausdrücklich offen lassend).
OVG Nordrhein-Westfalen, 17.09.2012 - 16 E 1292/11
Änderung von Familiennamen und Vornamen bei Vorliegen eines wichtigen Grundes …
Insoweit offen BVerwG, Urteil vom 20. Februar 2002 6 C 18.01 , juris, Rdnr. 41 (= BVerwGE 116, 28); für den Zeitpunkt der letzten Behördenentscheidung OVG Bbg., Urteil vom 20. November 2003 4 A 277/02 , juris, Rdnr. 39 (= FamRZ 2004, 1399); VGH Bad.-Württ., Urteil vom 22. Februar 2001 1 S 929/00 , juris, Rdnr. 26 (= FamRZ 2001, 1551); OVG Bremen, Beschluss vom 13. April 2000 1 A 51/00 , juris, Rdnr. 3; für den Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz Bay. VGH, Urteil vom 6. Juni 2008 5 B 06.832 , juris, Rdnr. 31.
vgl. OVG Bbg., Urteil vom 20. November 2003 4 A 277/02 , juris, Rdnr. 53 (= FamRZ 2004, 1399); OLG Köln, Beschluss vom 7. August 2002 4 UF 73/02 -, juris, Rdnr. 11 (= OGLR Köln 2003, 10), das in diesem Zusammenhang nach den individuellen Gründen fragt, die zum Verlust des Kontakts geführt haben; eine derartige Sachverhaltskonstellation betreffend auch OVG NRW, Beschluss vom 20. August 2010 16 E 1528/09 .
vgl. BVerwG, Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18.01 -, juris, Rdnr. 41 (= BVerwGE 116, 28); für den Zeitpunkt der letzten Behördenentscheidung OVG Bbg., Urteil vom 20. November 2003 - 4 A 277/02 -, juris, Rdnr. 39 (= FamRZ 2004, 1399); VGH Bad.-Württ., Urteil vom 22. Februar 2001 - 1 S 929/00 -, juris, Rdnr. 26 (= FamRZ 2001, 1551); OVG Bremen, Beschluss vom 13. April 2000 - 1 A 51/00 -, juris, Rdnr. 3; für den Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz Bay. VGH, Urteil vom 6. Juni 2008 - 5 B 06.832 -, juris, Rdnr. 31.
OLG Stuttgart, 11.08.2010 - 16 UF 122/10
Namensänderung: Überwiegen der Kontinuität des Kindesnamens als Kindesbelang
Eine Namensänderung ist allerdings nicht bereits dann gerechtfertigt, wenn sie nur dazu dienen soll, dem Kind Unannehmlichkeiten zu ersparen, die mit der Namensverschiedenheit zum betreuenden Elternteil verbunden sind, etwa durch Nachfragen zu seinem Nachnamen in der Schule oder im sonstigen sozialen Umfeld (vgl. OVG Brandenburg, FamRZ 2004, 1399).
VGH Hessen, 21.11.2008 - 7 A 1017/08
Sog. Scheidungshalbwaise; Namensänderung
Materiellrechtliche Besonderheiten des Namensänderungsrechts, die die Berücksichtigung von nach der letzten Behördenentscheidung eingetretenen Rechts- oder Tatsachenänderungen durch das Gericht im Zeitpunkt seiner Entscheidung gebieten, bestehen nicht (vgl. zu Vorstehendem: OVG Bremen, Beschluss vom 13. April 2000 - 1 A 51/00 - juris; OVG Brandenburg, Urteil vom 20. November 2003 - 4 A 277/02 - FamRZ 2004, 1399; passim BVerwG, Urteil vom 10. März 1983 - BVerwG 7 C 58.82 - BVerwGE 67, 52 [56] sowie OVG Münster, Urteil vom 28. Mai 1996 - 10 A 1691/91 - FamRZ 1997, 448;… vgl. auch Sodan/Ziekow, VwGO, 2. Aufl. 2006, § 113 Rdnr. 97).
VG Bayreuth, 14.11.2014 - B 1 K 13.906
Wichtiger Grund; prognostische Betrachtung
Diese folgt aus dem verfassungsrechtlich geschützten Elternrecht (vgl. Art. 6 Abs. 2 GG) sowie speziell aus dem Rechtsgedanken des § 1618 Satz 3 und 4 BGB, nach dem eine Namensänderung grundsätzlich der Einwilligung des nicht sorgeberechtigten Elternteils bedarf und gegen dessen Willen nur unter qualifizierten Voraussetzungen zulässig ist (vgl. OVG Brandenburg, U.v. 20.11.2003 - 4 A 277/02 - FamRZ 2004, 1399 m.w.N.).
Lehnt ein Kind aufgrund eines Entfremdungsprozesses den Vater nachdrücklich und intensiv ab, kann dies auch Ausdruck einer kindlichen Fehlentwicklung sein, die durch eine Namensänderung nicht verfestigt werden sollte, auch wenn aufgrund des Alters des Kindes bereits eine eigenständige Ausprägung des kindlichen Willens angenommen werden kann (vgl. OVG Brandenburg, U.v. 20.11.2003 - 4 A 277/02 - FamRZ 2004, 1399).
vgl. BVerwG, Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18.01 -, juris, Rdnr. 41 (= BVerwGE 116, 28); offen gelassen auch in OVG NRW, Beschluss vom 30. Oktober 2014 - 16 E 117/14 - juris; für den Zeitpunkt der letzten Behördenentscheidung OVG Bbg., Urteil vom 20. November 2003 - 4 A 277/02 -, juris, Rdnr. 39 (= FamRZ 2004, 1399); VGH Bad.-Württ., Urteil vom 22. Februar 2001 - 1 S 929/00 -, juris, Rdnr. 26 (= FamRZ 2001, 1551); OVG Bremen, Beschluss vom 13. April 2000 - 1 A 51/00 -, juris, Rdnr. 3; für den Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz Bay. VGH, Urteil vom 6. Juni 2008 - 5 B 06.832 -,juris, Rdnr. 31.
Auf die bislang in der Rechtsprechung nicht geklärte Frage, auf welchen Zeitpunkt die gerichtliche Beurteilung, ob ein wichtiger Grund im dargelegten Sinn vorliegt, bei der Anfechtungsklage des bislang namensgebenden Elternteils gegen eine behördlich verfügte Namensänderung abzustellen hat, insoweit offen BVerwG, Urteil vom 20. Februar 2002 - 6 C 18.01 -, juris, Rdnr. 41 (= BVerwGE 116, 28); für den Zeitpunkt der letzten Behördenentscheidung OVG Bbg., Urteil vom 20. November 2003 - 4 A 277/02 -, juris, Rdnr. 39 (= FamRZ 2004, 1399); VGH Bad.-Württ., Urteil vom 22. Februar 2001 - 1 S 929/00 -, juris, Rdnr. 26 (= FamRZ 2001, 1551); OVG Bremen, Beschluss vom 13. April 2000 - 1 A 51/00 -, juris, Rdnr. 3; für den Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz Bay. VGH, Urteil vom 6. Juni 2008 - 5 B 06.832 -, kommt es dann unter Umständen nicht an.
VG Frankfurt/Main, 31.10.2007 - 3 E 1357/06
Einzelfall eines Kindes aus einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, bei dem eine …
Zu berücksichtigen sind dabei das schutzwürdige Interesse desjenigen, der die Namensänderung begehrt, die Belange der Allgemeinheit, die vor allem in der sozialen Ordnungsfunktion des Namens und in dem sicherheitspolitischen Interesse an der Beibehaltung des Namens zum Ausdruck kommen, sowie die Interessen Dritter (vgl. Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 05.09.1985 - Buchholz 402.10, § 3 NÄG Nr. 53; OVG Brandenburg, Urteil vom 20.11.2003 - FamRZ 2004, 1399 (1401)).
VG Köln, 04.06.2014 - 10 K 3802/13
Klagebefugnis des namensgebenden Elternteils bei der öffentlich-rechtlichen …
VG Freiburg, 23.12.2004 - 1 K 411/04
Prozeßkostenhilfe bei Namensänderung von Scheidungshalbwaisen