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Timestamp: 2019-08-23 16:47:58
Document Index: 113388000

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 11', '§ 102', '§ 11', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 4', 'BGH', '§ 4', '§ 4', '§ 611', '§ 851', '§ 399', '§ 4', '§ 260', '§ 4', '§ 4', '§ 256', '§ 139', '§ 4', '§ 4', '§ 260', '§ 4', '§ 4', '§ 256', '§ 4', '§ 4', '§ 256', '§ 4', '§ 256', '§ 4', '§ 4', '§ 256', '§ 4', '§ 256', '§ 4', '§ 256', '§ 7', '§ 256', '§ 256']

BAG, 21.01.1988 - 2 AZR 581/86 - dejure.org
https://dejure.org/1988,88
BAG, 21.01.1988 - 2 AZR 581/86 (https://dejure.org/1988,88)
BAG, Entscheidung vom 21.01.1988 - 2 AZR 581/86 (https://dejure.org/1988,88)
BAG, Entscheidung vom 21. Januar 1988 - 2 AZR 581/86 (https://dejure.org/1988,88)
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Kündigungsschutzklage - Feststellungsantrag - Prozeßvollmacht
Erweiterter Streitgegenstand einer mit der Kündigungsschutzklage (§ 4 KSchG ) verbundenen Feststellungsklage über das Fortbestehen des Arbeitsverhältnisses - dementsprechend Erstreckung des - innerhalb der Frist des § 4 KSchG gestellten - Feststellungsantrags auf weitere im streitbefangenen Zeitraum ausgesprochene Kündigungen
ArbG Freiburg, 10.07.1985 - 8 Ca 126/85
BAGE 57, 231
NJW 1988, 2691
MDR 1988, 890
NZA 1988, 651
BB 1988, 1533
DB 1988, 1758
Das Urlaubsentgelt als Arbeitsentgelt, das während des Urlaubs des Arbeitnehmers gezahlt wird, ist daher ebenso wie dieses und im gleichen Umfang pfändbar (noch offen gelassen in BAG 11. Januar 1990 - 8 AZR 440/88 - AP TVG § 4 Gemeinsame Einrichtungen Nr. 11 = EzA TVG § 4 Bauindustrie Nr. 57;… wie hier Leinemann/Linck Urlaubsrecht § 11 Rn. 102;… Schaub Arbeitsrechts-Handbuch 9. Aufl. § 102 Rn. 110;… ErfK/Dörner § 11 BUrlG Rn. 51;… GK BUrlG Bleistein 5. Aufl. § 1 Rn. 71 ff.;… Heilmann Urlaubsrecht § 1 Rn. 8 f.;… Schütz/Hauck Gesetzliches und tarifliches Urlaubsrecht Rn. 785;… anderer Ansicht Dersch/Neumann BUrlG 8. Aufl. § 1 Rn. 76 ff., 87;… Hohmeister BUrlG § 1 Rn. 11 f.; zur Urlaubsabgeltung BAG 21. Januar 1988 - 2 AZR 581/86 - AP KSchG 1969 § 4 Nr. 19 = EzA KSchG nF § 4 Nr. 33 zu C II 1 der Gründe).
Im gleichen Umfang, wie die Prozeßvollmacht zur Abgabe von Erklärungen befugt, ermächtigt sie auch den Prozeßbevollmächtigten der Gegenseite zu deren Entgegennahme (…MünchKomm-ZPO/v. Mettenheim, aaO Rdnr. 12;… Stein/Jonas/Bork, aaO Rdnr. 13), so beispielsweise zum Empfang einer im Zusammenhang mit einer Räumungsklage oder einer arbeitsrechtlichen Kündigungsschutzklage abgegebenen Folgekündigung (vgl. BGH, Beschluß vom 23. Februar 2000 - XII ZR 77/98, NJW-RR 2000, 745 und BAG, Urteil vom 21. Januar 1988 - 2 AZR 581/86, NJW 1988, 2691 unter II 2 d).
Nach dem Urteil des Zweiten Senats vom 21. Januar 1988 (- 2 AZR 581/86 - AP KSchG 1969 § 4 Nr. 19 = EzA KSchG n.F. § 4 Nr. 33; ebenso 12. Februar 1959 - 1 AZR 43/56 - AP BGB § 611 Urlaubsrecht Nr. 42) ist die Forderung auf Urlaubsabgeltung nach § 851 ZPO unpfändbar, weil sie nicht abtrennbar im Sinne von § 399 BGB sei.
Leitsätze: »Nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (u.a. Urteile vom 27. Januar 1994 - 2 AZR 484/93 - und vom 16. März 1994 - 8 AZR 97/93 - BAGE 76, 148 = AP Nr. 28 und 29 zu § 4 KSchG) ist neben der gegen eine bestimmte Kündigung gerichteten Kündigungsschutzklage die Erhebung einer allgemeinen Feststellungsklage auf Fortbestand des Arbeitsverhältnisses möglich (Bestätigung der ständigen Rechtsprechung seit BAG, Urteil vom 21. Januar 1988 - 2 AZR 581/86 - BAGE 57, 231 = AP Nr. 19, aaO.).
Diese Anträge kann er gemäß § 260 ZPO zulässig in einer Klage verbinden (Senatsurteile vom 21. Januar 1988 - 2 AZR 58l/86 - BAGE 57, 231, 238 f. = AP Nr. 19 zu § 4 KSchG 1969, zu B II 2 a und b der Gründe, m.w.N.;… vom 27. Januar 1994 - 2 AZR 484/93 - AP Nr. 28 aaO. …und Urteil vom 16. März 1994 - 8 AZR 97/93 - BAGE 76, 148 = AP Nr. 29, aaO.;… zur Entstehungsgeschichte dieser Rechtsprechung vgl. KR-Friedrich, 4. Aufl., § 4 KSchG Rdn.243).
a) Wird durch eine zulässige allgemeine Feststellungsklage auf ungekündigten Fortbestand des Arbeitsverhältnisses nach § 256 ZPO eine eventuell später ausgesprochene Kündigung mit erfaßt, ist der beklagte Arbeitgeber gehalten, den ihm günstigen Beendigungstatbestand in den Prozeß einzubringen, weil er sich auf diesen nach rechtskräftiger antragsgemäßer Feststellung nicht mehr berufen könnte (so schon Senatsurteil vom 21. Januar 1988 - BAGE 57, 231, 239 f. = AP Nr. 19, aaO., zu B II 2 b der Gründe).
Bei Unklarheiten, ob nicht nur ein unselbständiges Fortbestandsbegehren vorliegt, ist der Richter zur Aufklärung nach § 139 ZPO verpflichtet (Bestätigung und Fortsetzung der Rechtsprechung im Urteil vom 21. Januar 1988 - 2 AZR 581/86 - BAGE 57, 231 = AP Nr. 19 zu § 4 KSchG 1969).«.
(1) Es ist zwar in der Rechtsprechung des Senats anerkannt, daß sich ein Arbeitnehmer gegen eine Kündigung nicht nur mit einer Klage nach § 4 KSchG zur Wehr setzen kann, sondern mit dieser Klage eine allgemeine Feststellungsklage auf Fortbestand des Arbeitsverhältnisses zu unveränderten Bedingungen über den Kündigungsendtermin hinaus und damit zwei selbständige prozessuale Ansprüche geltend machen und diese gem. § 260 ZPO zulässig zu einer Klage verbinden kann (Senatsurteil vom 21. Januar 1988 - 2 AZR 581/86 - BAGE 57, 231, 238 ff. = AP Nr. 19 zu § 4 KSchG 1969, zu B II 2 a und b der Gründe, m.w.N.).
Das gilt nach der neueren Rechtsprechung des Senats (Urteile vom 21. Januar 1988, aaO.;… vom 16. August 1990, aaO.) auch für weitere Kündigungen, die der Arbeitgeber im streitbefangenen Zeitraum ausspricht, und zwar unabhängig davon, wann sie in den Prozeß eingeführt werden.
Ein innerhalb der Frist des § 4 KSchG erhobener Antrag gemäß § 256 Abs. 1 ZPO, mit dem die Feststellung des Fortbestehens des Arbeitsverhältnisses begehrt wird, wahrt die Klagefrist für die erste und auch für spätere Kündigungen jedenfalls dann, wenn der Arbeitnehmer die Sozialwidrigkeit der Kündigungen noch bis zum Schluß der mündlichen Verhandlung erster Instanz geltend macht (Fortführung der Senatsrechtsprechung, vgl. BAGE 57, 231 = AP Nr. 19 zu § 4 KSchG 1969 und Urteil vom 27. Januar 1994 - 2 AZR 484/93 - AP Nr. 28 zu § 4 KSchG 1969); dies gilt unabhängig davon, ob für den Antrag zunächst ein Feststellungsinteresse im Sinne von § 256 Abs. 1 ZPO bestand.
Es kann danach vorliegend offenbleiben, ob schon der bloße Zusatz "... sondern fortbesteht" zum Kündigungsschutzantrag gemäß § 4 KSchG regelmäßig als Antrag gemäß § 256 ZPO auszulegen ist, weil er meist von Anwälten und Rechtssekretären in Kenntnis des Senatsurteils vom 21. Januar 1988 - 2 AZR 581/86 - (BAGE 57, 231 = AP Nr. 19 zu § 4 KSchG 1969) zur Vermeidung eines möglichen Rechtsverlustes durchaus bewußt und von daher ernstgemeint angefügt wird (…insoweit ablehnend BAG Urteil vom 16. März 1994 - 8 AZR 97/93 - AP, aaO, zu III 2 der Gründe).
Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts seit BAGE 57, 231 = AP, aaO (…vgl. zuletzt Urteil vom 16. März 1994 - 8 AZR 97/93 - AP, aaO, zu III 2 der Gründe, m.w.N.).
Bestätigung von BAG Urteil vom 21.01.1988 2 AZR 581/86 = EzA § 4 nF KSchG Nr. 33 = BB 1988, 1533.
Dagegen ist Streitgegenstand einer Feststellungsklage nach § 256 ZPO, ob ein Arbeitsverhältnis bis zu dem im Klageantrag genannten Termin oder bis zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz fortbesteht (BAG Urteil vom 21. Januar 1988 - 2 AZR 581/86 - EzA § 4 KSchG n.F. Nr. 33, zu B II 2 a der Gründe, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen; Senatsurteil vom 6. September 1979 - 2 AZR 532/77 - zu II der Gründe, nicht veröffentlicht).
Bei diesem gegenüber der Kündigungsschutzklage erweiterten Streitgegenstand geht es also nicht nur um die Wirksamkeit einer Kündigung, sondern um die Fortdauer des Arbeitsverhältnisses im streitbefangenen Zeitraum (Senatsurteil vom 21. Januar 1988, aaO).
Demzufolge kann sich der Arbeitnehmer im Rahmen einer Feststellungsklage nach § 256 ZPO auch auf die Unwirksamkeit weiterer Kündigungen berufen, und zwar unabhängig davon, wann sie in den Prozeß eingeführt werden (Senatsurteil vom 21. Januar 1988, aaO, zu B II 2 a und b der Gründe).
Diese Auswirkungen der allgemeinen Feststellungsklage seien die Konsequenz der herrschenden und zutreffenden Auffassung, nach der auch die Unwirksamkeit einer bestimmten einzelnen Kündigung nicht ausschließlich mit einer Kündigungsschutzklage nach § 4 KSchG geltend zu machen sei, sondern auch eine Feststellungsklage nach § 256 ZPO ausreiche, um die Heilung der Sozialwidrigkeit nach § 7 KSchG zu verhindern (Senatsurteil vom 21. Januar 1988, aaO, zu B II 2 b und c der Gründe, mit weiteren Nachweisen).
Es diene nicht nur dem Schutzbedürfnis des gekündigten Arbeitnehmers, sondern vor allem der Rechtsklarheit im Kündigungsschutzprozeß, den Feststellungsantrag nach § 256 ZPO auf alle Kündigungen zu erstrecken, die seinen jeweiligen Streitgegenstand beträfen (Senatsurteil vom 21. Januar 1988, aaO, zu B II 2 d der Gründe).
Sie sind entgegen der Auslegung der Begründung durch die Beklagte nicht auf die Fälle zu beschränken, mit denen der Senat im Urteil vom 21. Januar 1988 (aaO, zu B II 2 b der Gründe) "insbesondere" die Funktion der Feststellungsklage nach § 256 ZPO beschrieben hat (unerkannte spätere Beendigungsgründe).
BAG, 27.11.1991 - 2 AZR 263/91
LAG Hessen, 18.01.1989 - 10 Ta 392/88
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BAG, 21.03.1991 - 8 AZR 323/89
BAG, 21.03.1991 - 8 AZR 333/89
BAG, 21.03.1991 - 8 AZR 327/89
BAG, 21.03.1991 - 8 AZR 328/89
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