Source: http://www.insofo.de/fordadss.html
Timestamp: 2019-02-18 11:05:11
Document Index: 376952810

Matched Legal Cases: ['§ 210', '§17', '§18', '§ 283', '§ 283', '§ 295']

Forderungen verkaufen - Insolvenzforderungen
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Übersicht und Zusammenfassung zur Werthaltigkeit einer Insolvenzforderung und deren beeinflussende Tatsachen.
Forderungen gegen Kapitalgesellschaften (AG, GmbH, Genossenschaft, Ltd.)
Kapitalgesellschaft, Insolvenzplanverfahren
Geregelt ist das Insolvenzplanverfahren in den § 210 ff. InsO. Es hat im weitesten Sinne die Fortführung des Unternehmens unter der Verantwortung und Führung des Insolvenzverwalters zum Inhalt. Einem Insolvenzplanverfahren müssen die Gläubiger durch Mehrheit zustimmen. Dies geschieht in der Regel nur, wenn die Aussichten bei Fortführung des Unternehmens (und das ist ja ein Planverfahren) eine größere finanzielle Befriedigung versprechen.
Prognose: 10% bis 35%
Kapitalgesellschaft, Regelinsolvenzverfahren
Eine Einschätzung des tatsächlichen Wertes dieser Art von Insolvenzforderungen ist, aus meiner Sicht, nicht möglich. Sollte dennoch eine Prognose gestellt werden müssen wären zumindest die folgenden Indikatoren zur Bewertung heranzuziehen.
Insolvenzverfahren nach der ersten Stufe der Insolvenzrechtsreform?
Das im Dezember 2011 beschlossene Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG), dessen hauptsächlichste Zielsetzung die Förderung der frühzeitige Sanierung, die Förderung der Eigenverwaltung, die Optimierung des Insolvenzplanverfahren sowie die Stärkung des Gläubigereinflusses ist, kann sich nur positiv auf die zu erwartende Insolvenzquote auswirken.
Insolvenzantragsgrund: Zahlungsunfähigkeit (§17 InsO)
Drohende Zahlungsunfähigkeit (§18 InsO)
Ein Insolvenzantrag bei drohender Zahlungsunfähigkeit deutet auf eine sehr verantwortungsvolle Arbeit der Geschäftsführer hin und wäre positiv zu werten.
Ein Insolvenzantrag bei Überschuldung des Unternehmens, vorausgesetzt bei der Überschuldungsrechnung wurde mit realistischen Liquidationswerten gearbeitet, ist am höchsten zu bewerten.
Bankrott (§ 283 ff. StGB)
Bilanzdelikte in der Krise § 283 StGB
Das Vorliegen einer Straftat kann unter Umständen eine persönliche Haftung der Geschäftsführer bedeuten und kann sich positiv auf die Werthaltigkeit auswirken.
Forderungen gegen natürliche Personen
1. Person, Verbraucherinsolvenzverfahren,
Forderungen gegen Personen die sich im Verbraucherinsolvenzverfahren befinden sind regelmäßig einer vollständigen Abschreibung zu unterziehen. Da wir hier auf den tastsächlichen Wert solcher Forderungen eingehen möchten gibt es in dieser Schuldnersituation kaum Hinweise oder Tatsachen die für eine Wertaufhellung sprechen. Dennoch ist so etwas möglich. Denkbar wäre die Kenntnis von neuen pfändbaren Einkommen, außergewöhnliche Vermögenszuflüsse oder außergewöhnlichen Anstrengungen des Schuldners die Situation seiner Gläubiger zu verbessern. Dabei darf man aber nicht vergessen dass sich solche Wertaufhellenden Tatsachen nicht „über Nacht“ einstellen.
Wertprognose: 0,1% bis 0,5%
2. Person, Verbraucherinsolvenz, Forderung aus unerlaubter Handlung
Forderungen aus unerlaubter Handlung, insbesondere aus Straftaten (Eingehungsbetrug, Schadenersatz) nehmen, soweit Sie mit der so genannten Delikteigenschaft beim Insolvenzverwalter angemeldet und auch mit diesem Zusatz anerkannt wurden, nicht am Restschuldbefreiungsverfahren teil. Dies hat zur Folge, dass die Vollstreckung nach Beendigung der Wohlverhaltensphase des Schuldners[nbsp] weiter betrieben werden kann. Die Realisierungsaussichten haben sich nach beendeter Wohlverhaltensphase für den Gläubiger insoweit verbessert da der Schuldner von einem Großteil seiner Schulden befreit hat. Hinzu kommt das sich in nicht wenigen Fällen der „redliche“[nbsp] Schuldner ein neues Leben aufgebaut hat und ein erhöhtes Interesse daran haben wird diese Forderung auszugleichen.
Wertprognose: 5% bis 15%
3. Person, Verbraucherinsolvenz, Erfüllung von Obliegenheitsverletzungen oder Erfüllung von Versagungsgründen
Insolvenzforderungen bei dem der Gläubiger Versagungsründe gemäß 290 InsO vorbringt stehen insoweit Forderungen gleich bei denen dem Schuldner Obliegenheitsverletzungen § 295 InsO urden. Für eine
Wertprognose: 3% bis 10%
Die geschätzten Prognosewerte beruhen auf tatsächlichen Verkaufspreisen solcher Forderungen. Insofo übernimmt keinerlei Haftung.