Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=06.12.1999&Aktenzeichen=II%20ZR%20169/98
Timestamp: 2019-06-26 11:55:50
Document Index: 26022269

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 890', '§ 13']

BGH, 06.12.1999 - II ZR 169/98 - dejure.org
https://dejure.org/1999,1420
BGH, 06.12.1999 - II ZR 169/98 (https://dejure.org/1999,1420)
BGH, Entscheidung vom 06.12.1999 - II ZR 169/98 (https://dejure.org/1999,1420)
BGH, Entscheidung vom 06. Dezember 1999 - II ZR 169/98 (https://dejure.org/1999,1420)
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TierzuchtG § 4 Nr. 2, § 5 Abs. 6 J: 1976
Schadensersatzansprüche - Verweigerte Eintragung - Gekörter Hengst - Zuchtbuch - Züchtervereinigung
TierzuchtG § 4 Nr. 2, § 5 Abs. 6 (1976)
NJW-RR 2000, 758
VersR 2001, 991
Durch den Austritt würde sich der Kläger der Möglichkeit begeben, Deutsche Schäferhunde zu züchten, an Meisterschaften teilzunehmen und mit seinen Hunden Ausstellungen zu besuchen (vgl. Sen.Urt. v. 6. Dezember 1999 - II ZR 169/98, DStR 2000, 289 - "Calvados-Junior";… vgl. ferner Sen.Urt. v. 23. November 1998 - II ZR 54/98, ZIP 1999, 237 m.w.N.).
Entschuldigend kann ein solcher Rechtsirrtum indes nur dann wirken, wenn die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung aufgestellten strengen Voraussetzungen (vgl. BGH…, Urteil vom 18. April 1974 - KZR 6/73, NJW 1974, 1903, zitiert juris Rn. 26;… vom 11. Januar 1984 - VIII ZR 255/82, BGHZ 89, 296, zitiert juris Rn. 22; jeweils mwN) erfüllt sind, dass der Schuldner sich mit Sorgfalt um die Klärung der zweifelhaften Frage bemüht und nicht das Risiko, dass seine eigene Beurteilung unzutreffend ist, dem Gläubiger zugeschoben hat (BGH…, Urteil vom 18. April 1974, aaO; vom 6. Dezember 1999 - II ZR 169/98, NJW-RR 2000, 758, zitiert juris Rn. 17; jeweils mwN).
Für einen Verbotsirrtum gelten strenge Maßstäbe (BGH NJW-RR 2000, 758, 759).
Zusätzliche Voraussetzungen für die Eintragung durfte die zuständige Züchtervereinigung danach nicht aufstellen (vgl. BGH, NJW-RR 2000, 758).
Ob dieser letztgenannte Grundsatz einer generellen Einschränkung dahingehend unterliegt, dass den Schuldner die Pflicht trifft, die Rechtslage eigenständig und besonders sorgfältig zu prüfen, wenn es sich um eine Spezialmaterie handelt, mit der die Gerichte relativ selten befaßt werden, während sie im Mittelpunkt der Tätigkeit des Schuldners steht (so BGH NJW-RR 2000, 758, 759), lässt der Senat offen.
Entschuldigend kann ein solcher Rechtsirrtum nur dann wirken, wenn die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung aufgestellten strengen Voraussetzungen erfüllt sind, dass der Schuldner sich mit Sorgfalt um die Klärung der zweifelhaften Frage bemüht und nicht das Risiko, dass seine eigene Beurteilung unzutreffend ist, dem Gläubiger zugeschoben hat (BGH NJW-RR 2000, 758 [BGH 06.12.1999 - II ZR 169/98] ).
Für einen Verbotsirrtum gelten strenge Maßstäbe (BGH NJW-RR 00, 758, 759;… Schuschke a.a.O. § 890, 27;… Jestaedt a.a.O. Vor § 13, E, 39).