Source: http://laufliebhaber.de/verkehrsregeln-laeufer-jogger/
Timestamp: 2019-05-20 19:04:43
Document Index: 209898124

Matched Legal Cases: ['§ 2', 'BGH', '§ 41', '§ 25', 'BGH', 'BGH']

Verkehrsregeln für Läufer & Jogger | laufliebhaber
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by Laufliebhaber 14 Comments
Es gibt kein Rechtsfahrgebot für Läufer.
Zudem müssen sie damit rechnen, zur Brutzeit von frei lebenden Schwänen attackiert zu werden.
Oh ja, es gibt sie wirklich. Festgeschrieben und im Gesetz verankerte Verkehrsregeln für Läufer & Jogger. Wir haben keinen „Freifahrtschein“ oder genießen gar verkehrsrechtliche Immunität. Es gibt eine Grundordnung an die wir uns zu halten haben und die bei nichtbeachten zu knackigen Strafen führen kann. Vom Prinzip ganz simpel – wie jeder Teilnehmer am öffentlichen Straßenverkehr.
Im Folgenden erfährst du, welche Verkehrsregeln es für uns Läufer & Jogger gibt und auf was wir achten sollten. Licht ins Dunkel bringt die Straßenverkehrsordnung sowie gerichtliche Entscheidungen. Es handelt sich dabei um keinen umfassenden Rechtsrat. Sondern schlicht um meine Interpretationen aus Sicht eines Läufers.
Die drei häufigsten Fragen und ihre Antworten
Beispielszenario Rechtsfahrgebot
Radweg oder Fußweg
Und was ist mit den Schwänen?
Flensburg & Punkte
müssen Läufer auf Waldwegen, Rad – oder Fußwegen Rechts Laufen
Gibt es einen Rad und Fußweg, darf ich dann auf dem Radweg laufen?
Antwort: Nein, hier muss der Fußweg benutzt werden.
Wann muss man hintereinander laufen?
Gruppen von Läufern müssen hintereinander laufen, wenn es dunkel ist, schlechte Sicht herrscht oder die allgemeine Verkehrslage es erfordert.
Diese Themen werden nun ausführlich behandel
Und aus aktuellem Anlass.
Immer wieder sehe ich Läufer bei Dunkelheit in schwarzer Lauflkleidung und ohne Licht auf einem Radweg trainieren. Wird der Läufer nun in einen Unfall mit einem Fahrrand oder z.B. einem gut sichtbaren und beleuchteten Jogger verwickelt, kann ihm ganz schnell grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden. So dass er keinen oder nicht den vollen Schaden von der Haftpflichtversicherung des Gegenübers erhält.
Und meine Meinung am Rande… Unbeleuchtet in vollständig schwarzer Kleidung bei Dunkelheit zu Laufen geht gar nicht!
Ich frage mich schon lange, warum manche Läufer meinen immer Links laufen zu müssen. Egal ob Radweg, Waldweg oder Fußweg. Gibt es nicht ein Rechtsfahrgebot für alle Verkehrsteilnehmer?
Man stelle sich nur den Gedanken verlorenen, mit Musik auf den Ohren links laufenden Träumer und den extrem mies gelaunten (da Montag, Hamsterrad-Job und das Leben ist eh gemein), entgegenkommenden Angestellten vor, der sich sicher ist: „Es ist Gesetz, immer Rechts zu laufen, hier weiche ich nicht auch noch aus. Hier entscheide ich und laufe meinen Weg.“
Nasenbruch, Brille kaputt, Knie mit Beule.
Das Rechtsfahrgebot, welches für Fahrradfahrer (§ 2 StVO Absatz 4), Inliner und andere motorisierte Fahrzeuge auf allen Wegen und Fahrbahnen gilt, findet bei Läufern, die verkehrsrechtlich als Fußgänger durchgehen (Walker übrigens auch), keine Anwendung.
AHA, ich laufe jetzt auch mal Links 🙂
Im oben beschriebenen Szenario kann sich also keine Partei auf das „Rechtsfahrgebot“ berufen. Das Beharren auf (vermeintlichem) Recht wird folglich ausnahmslos immer mindestens zur Mithaftung führen.Vielmehr kommen hier die Grundregeln der StVO. zum Einsatz. So zumindest meine Einschätzung, da ich kein entsprechendes Urteil finden konnte, in dem zwei Jogger zusammengestoßen sind. Ein Hinweis also darauf, dass dies eher nicht alltäglich ist oder es außergerichtlich zur Einigung kommt.
Wie sieht es auf markierten Radwegen aus, auf denen ich laufe?
Gibt es einen Radweg und einen Fußweg, muss der Fußgänger/Jogger grundsätzlich den Fußweg benutzen.
Auf Fußgänger ist Rücksicht zu nehmen. Verursacht der Sportler einen Zusammenstoß mit einem anderen Fußgänger, unterliegt er im Verschuldensfalle der vollen Haftung. So die aktuelle Rechtslage.
Läuft ein Jogger hingegen über einen ausgewiesenen Radweg, weil kein Fußweg vorhanden ist, muss er immer gegenüber Fahrradfahrern Rücksicht walten lassen. DENNOCH, wie aktuelle Urteile zeigen, muss der Radfahrer trotzdem besondere Rücksicht auf Fußgänger/Läufer nehmen, welche auf dem ausgewiesenen Radweg unterwegs sind.
Es ist also dringend anzuraten, auch beim Joggen den „Schulterblick“ nicht zu vergessen und nicht Gedankenverloren die Seite zu wechseln oder einen langsameren Läufer zu überholen, wie folgendes Gerichtsurteil zeigt:
Urteil OLG Hamm, AZ. 13 U 76/98
Ein Fußgänger (rechtlich also auch Läufer) muss nach einer Kollision mit einem Fahrradfahrer auf einem markierten Radweg für den entstandenen Schaden haften.
Geklagt hatte eine Radfahrerin, die auf dem Radweg mit einem unaufmerksamen 80jährigen Rentner zusammengeprallt war. Die Frau hatte sich bei dem Sturz erhebliche Verletzungen zugezogen und verlangte Schadenersatz und Schmerzensgeld.
Die Haftpflichtversicherung des Rentners machte vergeblich geltend, die Frau trage ein Mitverschulden, weil sie mit unvorsichtigen Fußgängern rechnen müsse. Dagegen erklärten die Richter, die Klägerin habe darauf vertrauen können, dass ihr auf dem markierten Radweg Vorfahrt gewährt werde.
Dieses Urteil ist aus dem Jahr 1998. Mittlerweile hat der BGH geurteilt, das auch auf ausgewiesenen Radwegen der Radfahrer besondere Aufmerksamkeit und Rücksicht gegenüber Fußgängern walten lassen muss.
Auf Gehwegen ist auch dann, wenn mit einem Zusatzschild der Radverkehr zugelassen ist, gem. § 41 II Nr. 5e StVO mit Schrittgeschwindigkeit zu fahren (AG Berlin Mitte, Urteil vom 22.03.2004, Az. 113 C 3014/04).
Auch auf getrennten Geh-/Radwegen müssen Radfahrer in gleicher Weise wie bei gemeinsamen Geh-/Radwegen besondere Rücksicht auf Fußgänger nehmen. (Bundesgerichtshof, Urteil vom 04.11.2008, Az. VI ZR 171/07, OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.10.2007, Az. I-1 U 278/06).
Es sieht für mich also danach aus, dass man als Fußgänger/Läufer gegenüber Radfahrern immer leicht im Vorteil ist. Jedoch sollte dies nicht herausgefordert werden, da immer noch jeder Fall separat und Situationsbedingt beurteilt wird.
Urteil OLG Nürnberg, vom 7. 4. 2004, Az. 4 U
644/04, NZV 2004, 358
Ein Radfahrer haftet bei einer Kollision mit einem Fußgänger zu 100 %, wenn er nachts auf einem unbeleuchteten gemeinsamen Fuß- und Radweg mit einer Geschwindigkeit von 20-25 km/h fährt, obwohl seine Fahrradlampe nur 4 m ausleuchtet.
Was ist mit Landstraßen Außerorts, auf denen es keine gesonderten Wege gibt?
Diese Situation stellt sich nicht ganz so einfach dar und die Rechtslage lässt viel Spiel für Auslegungen.
Ein Gerichtsurteil des OLG Köln besagt z.B.:
Jogger, Rollschuhfahrer und Inline-Skater sind Fußgänger im verkehrsrechtlichen Sinn und unterliegen daher grundsätzlich der Verpflichtung des § 25 StVO. Sie verhalten sich verkehrsgerecht, wenn sie Außerorts am linken Fahrbahnrand laufen (OLG Köln VRS 65 169; BGH NZV 02 225).
Allerdings heißt es auch weiter, der linke Fahrbahnrand ist nur zu nutzen, wenn dies zumutbar ist. Und zumutbar ist wieder Auslegungssache. Hier ein weiteres Gerichtsurteil als Beispiel:
Kraftfahrer müssen aufgrund des Linksgehgebots mit Fußgängern auf ihrer Straßenseite rechnen. Der Anschein spricht gegen den Kraftfahrer, der einen am für ihn rechten Fahrbahnrand entgegenkommenden Fußgänger anfährt, es sei denn, er war unvorhersehbar geblendet (BGH VRS 50 15). Allerdings muss ein Kraftfahrer auch darauf gefasst sein, dass Fußgänger am rechten Fahrbahnrand gehen (OLG Koblenz VRS 41 115), weil er oft genug nicht erkennen kann, ob die Fußgänger dazu nicht einen Grund haben (OLG Zweibrücken VRS 44 275).
Anlass zu dieser Frage gab folgender Fall.
Wird eine 40 cm lange muldenförmige und bis zu 8 cm tiefe Absackung in der Asphaltdecke am äußersten Rand eines Uferweges nicht beseitigt, liegt darin keine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht.Nutzer eines derartigen Weges müssen damit rechnen, zur Brutzeit von frei lebenden Schwänen attackiert zu werden.
OLG Koblenz, Urteil vom 30.06.2011 – 5 U 196/11
LG Trier, 01.02.2011 – 11 O 29/09
Am 27. April 2008 gegen 21.00 Uhr trat der Kläger beim Joggen auf dem Moseluferweg in eine Vertiefung der Asphaltdecke. Er stürzte und zog sich eine Handverletzung zu. Dem vorausgegangen war nach der Darstellung des Klägers der Versuch, einem von links attackierenden Schwan nach rechts auszuweichen, wo die Asphaltdecke muldenförmig auf einer Ausdehnung von ca. 40 cm bis zu einer Tiefe von 8 cm abgesackt war. Er lastet der beklagten Gemeinde eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht an.
Nach dem ersten Verfahren, welches zu Gunsten des Klägers entschieden wurde, gab es ein Berufungsverfahren, welches zu Gunsten der beklagten der Gemeinde entschieden wurde. Eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht sei nicht gegeben. Mit einer derartigen, weithin sichtbaren muldenförmigen Vertiefung müssten die Nutzer eines Uferpromenadenweges rechnen.
Damit ist das nun auch endlich geklärt 🙂
Läufer sind rechtlich Fußgänger. Wir haben dennoch keinen Freifahrtschein zu laufen wo wir wollen. Daher lohnt es darauf zu achten, auf welchen Wegen wir laufen und mit wem sie geteilt werden. Sich vorher umzudrehen, bevor der Weg verlassen oder gekreuzt wird, kann vor fiesen Unfällen schützen!
Einfach ein bisschen entspannt das Laufen genießen und die Welt um sich herum nicht komplett zu vergessen, hilft ungemein.
Läufer sind per Rechtslage als Fußgänger einzustufen.
Sind Fußwege vorhanden, sind diese zu benutzen.
Ein „Rechtsfahrgebot“ für Läufer besteht nicht.
Ein Schulterblick beim Wechseln der Straßenseite oder überholen langsamer Verkehrsteilnehmer ist unbedingt anzuraten.
ACH JA, Läufer können übrigens auch Punkte in Flensburg bekommen.
1 Punkt für:
Hast Du kuriose Erfahrungen beim Laufen gemacht, oder Dinge erlebt bei denen du nur den Kopf schütteln konntest?
Oder kennst du aktuelle Fälle aus der Rechtssprechung?
Schreib gerne einen Kommentar.
Wir sehen uns laufend. Vielen Dank für deine Zeit.
Fotos: Tim Reckmann/ Greg McMullin / Traumteufel / Dennis Skley Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
11. Oktober 2015 at 12:33
herzlichen Dank für diese vielen Informationen. Als Läufer gibt es viele Situationen in denen wir selbstverständlich nach geben und Vorsicht walten lassen.
Ich hätte da eine andere juristisch unklare Frage. Ich laufe mit meinem Hunde oft einen sehr schmalen Pfad lang, auf dem ich von Radfahrern mehr oder weniger genötigt werde auf den Baum zu springen und dazu noch beschimpft werde, wenn ich es nicht mache. Es gibt dort Stellen an denen man nicht ausweichen und die Mountainbiker sind dann sauer das ich mich nicht in Luft auflösen oder auf die Autobahn springe. Das Recht als Fußgänger-Lebewesen, wird nicht realisiert.
Warum glauben Radfahrer und besonders Mountainbiker ( fahre ich ebenfalls), das Wort Rücksicht auf Verkehrsteilnehmer gestrichen zu haben. Wie sieht da mein Recht aus, wenn ich angefahren werde? Wäre interessant – ist mit leider schon passiert.
Alex Laufliebhaber
13. Oktober 2015 at 09:47
es freut mich wenn der Artikel dir helfen konnte.
Was deine Frage betrifft, so kann ich dir keine eindeutige juritische Bewertung oder Rechtsberatung geben. Da viele Eventualitäten bei deinem Fall eine Rolle spielen würden und ich zudem kein Jurist bin.
Ich versuche es aber gerne mal einzuschätzen 🙂 Vorher brauche ich bitte noch ein paar Infos.
Um was für eine Art Weg handelt es sich? Ist er vielleicht nur für Radfahrer oder als exta Mountainbike-Strecke ausgewiesen? Gibt es in der Gegenrichtung ebenfalls einen Weg, der genutzt werden könnte?
Läufst du dort oder gehst du spazieren? Ist das Hundeführen dort erlaubt?
4. Oktober 2016 at 21:45
Folgendes Problem stellt sich mir, auf das das Internet mir keine Antwort geben konnte: Ich fahre täglich mit dem Rad zum Job. Ich durchfahre dabei Wirtschaftswege (nur für landwirtschaftlichen Verkehr und Radfahrer freigegeben) sprich Feldwege. Ich fahre immer rechts. Alle anderen Jogger, Radfahrer etc auch. Seit ein paar tagen kommt mir ein militanter Nordic Walker auf der seiner linken/meiner rechten Seite entgegen. Ausweichen tut er nicht. Auch nicht wenn ich dirket vor ihm stehe. Er zwingt mich links auszuweichen. Wer hat Recht? Gilt mein Rechtsfahrgebot als Radler? oder sein Linksfahrgebot?
5. Oktober 2016 at 14:57
vielen Dank für deine Frage. Ich werde versuchen sie dir zu beantworten.
Auf Wirtschaftswegen gilt die StVo. Das heißt wiederum, das Fußgänger, wozu auch Jogger und Nordic Walker gehören, den linken Fahrbahnrand zu nutzen haben. Wenn der Wirtschaftsweg ußerorts gelegen ist und keinen extra Fußweg hat. Wovon ich einfach mal ausgehe.
Zudem sind Fahrradfahrer angehalten gegenüber Fußgängern erhöhte Rücksicht walten zu lassen. Für mich sieht es daher danach aus, ob sinnvoll oder nicht, das der nordic walker die richtige Straßenseite benutzt.
Du jedoch auch mit der Straßenseite richtig liegst und ihr euch arrangieren dürft.
Was der Typ für ein Problem hat, das er auf einem Feldweg nicht einfach rechts geht und sich dir auch noch in den Weg stellt, ist eine andere Frage.
Ich würde ihm bei Zeiten einfach mal diese Frage direkt stellen. Ansonsten fröhlich grüßend an ihm vorbeifahren. Es ist ein Nordic Walker, da lohnt sich Ärgern nicht 😉
Ich hoffe ich konnte dir mit meiner Auslegung weiterhelfen.
Ich wünsch dir dennoch viel Freude beim Radfahren.
Radfahrer haben Rechtsfahrgebot, richtig?
Und dann kommt ein netter Jogger entgegen, da sie laufen können, wo sie wollen.
Wir Radfahrer sind die gearschten.
Ich „dachte“ in Deutschland ist Rechtsfahrgebot und zwar auf jedem Weg!
ich finde deine Frage gar nicht blöd.
Und bei den ganzen Gesetzten und Sonderfällen kommt man leicht durcheinander.
Fakt ist, Radfahrer haben Rechtsfahrgebot. Korrekt.
Fakt ist auch, Fußgänger/Jogger haben dies nicht. Leider 😉
Alles weitere deines beschriebenen Szenarios hängt von den Umständen und Wegen ab.
Denn ein Jogger darf nicht grundsätzlich laufen wo er will. Handelt es sich zum Beispiel um einen ausgewiesenen getrennten Rad- und Gehweg, muss er den Gehweg benutzen (auf dem er gehen darf wo er will).
Ist es ein gemeinsamer Geh- und Radweg, darf der Fußgänger tatsächlich laufen wo er will. Das heißt jedoch nicht, das er keine Mitschuld hat wenn es zum Unfall kommt.
Dennoch haben Radfahrer nach der StVo Rücksicht auf Fußgängern/Jogger zu nehmen.
Ich hoffe das hilft dir ein wenig. Eine einfach immer gültige Regel gibt es leider nicht. Da die Umstände wie welche Art von Weg, Geschwindigkeit, Tag/Nacht, usw. immer eine Rolle spielen werden.
Eine schicke Übersicht für das Radfahrer Verkehrsrecht findest du hier:
https://www.adfc.de/files/2/110/113/Verkehrsrecht_fuer_Radfahrer_Stand_2.2015.pdf
Es ist durchaus sinnvoll für Läufer, die linke Seite eines Radweges zu nutzen – denn er hat ja hinten keine Augen. Läuft er links, so kann er unaufmerksamen Radlern ausweichen, die ihm entgegenkommen. Die Radfahrer, welche in seine Richtung unterwegs sind, stellen keine Gefahr dar. Außerdem ist der Fußgänger wie der Jogger das schwächste Glied im Verkehr. Ich verstehe die Aufregung der Radfahrer nicht. Ich selbst jogge, gehe mit Hund spazieren und laufe täglich. Ärger gibt es sehr selten und dann auch nur mit komischen oder verbohrten Zeitgenossen. Meist Männer mit Trikots und Mountainbike. Aber auch schon mal keifenden Frauen, die nicht gern ausweichen, weil sie irgendwie geistig abgedreht sind.
Lieber Dickbrettbohrer,
Aus meiner Sicht kann ich dir da nur nicht so richtig zustimmen.
Denn Radfahrern entgegenzulaufen bedeutet, das wenn sie schnell unterwegs sind und vlt. doch nicht sehr aufmerksam, ich als Läufer in Bruchteilen von Sekungen Rechts in Richtung Fahrbahn ausweichen muss. Wer da von hinten kommt sehe ich nicht und derjenige wird auch sicher nicht damit rechnen, das ich plötzlich auf die Straße springe. Ich denke hier ist das Risiko eines Unfalls höher, als das mir ein Radfahrer von hinten in die Hacken fährt.
Das die Probleme aber meist duch die komischen Zeitgenossen dieser Zeit entstehen, da gebe ich dir Recht 🙂
Alvershausen
18. Februar 2018 at 17:33
Ach Alex, man kann auch als links laufender Radfahrer oft nach links ausweichen. Es geht auch nicht nur ums Ausweichen, sondern darum zu sehen welche Gefahr auf einen zu kommt. Ich lass mich jedenfalls nicht von den irren Radfahrern mit breiten Lenkern und Helmen von hinten über den Haufen fahren. Es ist immer so, dass das stärkere Verkehrsteilnehmer auf den schwächeren Rücksicht nehmene muss. Und das gilt besonders für gemeinsam gebutzte Wege.
Lieber Alvershausen,
Und was du schreibst, sicher kann man das so machen.
Was ich vorher schrieb war nur anhand meiner Erfarungen und was sich für mich bewährt hat. Und wenn deine Variante gut funktioniert, top!
18. Februar 2019 at 22:20
Wir werden wohl einen Anwalt einschalten, aber vielleicht kannst Du mir trotzdem deine Gedanken zu folgendem Sachverhalt verraten.
Nach einer schicksalhaften Begegnung mit einem Jogger,
ist mein Vater gestürzt und an den Folgen dieses Sturzes
3 Monate später verstorben.
Auch wenn es unseren Vater bzw. den Mann meiner Mutter (die den Unfall miterleben musste) nicht wieder zurückbringt, so halten wir es dennoch für angemessen, eine finanzielle Entschädigung von der Haftpflichtversicherung des Joggers einzufordern!
Nach Auswertung der Schilderungen aller Beteiligten und Zeugen (letztlich nur meine Mutter und eine 84jährige Freundin) kommt die Versicherung zu dem Urteil dass ihr Versicherungsnehmer unschuldig ist und daher keine Entschädigung zugesprochen werden kann!
Ich fasse die Begründung kurz zusammen:
Der Jogger hat meinen Vater nicht berührt, also keine Schuld!
Meine Mutter, die Freundin und mein Vater standen auf einem Bürgersteig (Kleinstadt/kein Verkehr) und der Jogger „musste“ unbedingt durch die 3 hindurchlaufen.
Um einen Zusammenstoß zu verhindern, machte mein Vater einen Schritt zurück und stürzte dann rückwärts über einen kleinen Gartenzaun. Es kam also nur zu keiner Berührung, weil mein Vater das durch den Schritt nach hinten verhindert hat!
20. Februar 2019 at 08:54
deine Nachricht macht mich sehr traurig und mein Beileid zu deinem Verlust.
Es ehrt mich, das du nach meiner Einschätzung fragst. Doch reicht hier meine Fachkenntnis bei weitem nicht aus.
Jede Art von einem Vielleicht, Spekulation oder einer Theorie scheint mir nicht das Richtige zu sein.
Daher kann ich dich nur bestärken, den Weg mit einem Anwalt zu gehen.
Das einizige dessen ich mir sicher bin ist: Nein, es ist sicher nicht so einfach. Ausser für Versicherungen.
Meine Busenfreundin joggt gern. Für sie wären die Hinweise sehr hilfreich. Meinen Dank dafür! Ab und zu bemühe ich auch Zeit dafür zu finden. Aber meistens sage ich mir morgens „Ab morgen ein neues Leben!“
28. März 2019 at 09:15
es freut mich wenn die Informationen weiterhelfen konnten.
Diese Gedanken kenne ich sehr gut und solange aus meistens nicht niemals wird, glaube ich brauchen wir uns da nicht stressen.
Das macht der normale Alltag schon viel zu oft viel zu sehr 😉