Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BAGE%2088,%20151
Timestamp: 2019-05-24 04:26:00
Document Index: 330405473

Matched Legal Cases: ['§ 3', 'Art. 105', '§ 41', '§ 41', '§ 7', '§ 611', '§ 7', 'Art. 70', 'Art. 74', '§ 611', '§ 74', '§ 315', 'BGH', 'BGH']

BAG, 11.03.1998 - 5 AZR 567/96 - dejure.org
https://dejure.org/1998,2114
BAG, 11.03.1998 - 5 AZR 567/96 (https://dejure.org/1998,2114)
BAG, Entscheidung vom 11.03.1998 - 5 AZR 567/96 (https://dejure.org/1998,2114)
BAG, Entscheidung vom 11. März 1998 - 5 AZR 567/96 (https://dejure.org/1998,2114)
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ArbG Minden, 22.05.1995 - 2 Ca 624/95
BAGE 88, 151
NZA 1999, 387
DB 1998, 2326
Umgekehrt lässt § 3 Nr. 51 EStG als nach Art. 105 Abs. 2 GG unter die Gesetzgebungskompetenz des Bundes fallendes Recht der Steuern den polizei- und ordnungsrechtlichen Regelungsbereich des Spielbankengesetzes unberührt (vgl. BAG-Urteil in BAGE 88, 151 zur Frage, inwieweit das Spielbankenrecht zum Wirtschafts- oder Arbeitsrecht gehört).
Dementsprechend hat das Bundesarbeitsgericht in seiner bisherigen Rechtsprechung zu vergleichbaren Bestimmungen in Spielbankgesetzen anderer Bundesländer unter Aufwendungen für das Personal alle Aufwendungen verstanden, die durch die Beschäftigung von Personal verursacht werden (24. Juli 1991 - 7 ABR 76/89 - AP BetrVG 1972 § 41 Nr. 1 = EzA BetrVG 1972 § 41 Nr. 1, zu § 7 SpielbG NW) und die den Arbeitnehmern zugute kommen (11. März 1998 - 5 AZR 69/97 - und - 5 AZR 567/96 - AP BGB § 611 Croupier Nr. 19 und Nr. 20, zu § 7 SpielbG NW).
Das Spielbankrecht fällt gemäß Art. 70 Abs. 1 GG in die Zuständigkeit der Länder, weil es nicht zum Wirtschafts- oder Arbeitsrecht gehört, für die nach Art. 74 Abs. 1 Nr. 11 bzw. 12 GG dem Bund die konkurrierende Gesetzgebungskompetenz zusteht ( BAG, Urteil vom 11.03.1998 - 5 AZR 567/96 - BAGE 88, 151 = AP BGB § 611 Croupier Nr. 20 zu II 1 der Gründe ).
Es läuft dem Zweck des § 74 Abs. 3 Satz 1 SGB VIII nicht zuwider, wenn die Beklagte annimmt, bei Einbeziehung der Ausgleichsabgabe in die Förderung liefe der mit der Abgabe verfolgte Zweck leer, weil der geförderte Träger auf die Beschäftigung der vorgeschriebenen Anzahl schwerbehinderter Menschen verzichten könne, ohne dass er im Ergebnis durch die Abgabe belastet werde (vgl. auch BAG, Urteil vom 11. März 1998 - 5 AZR 567/96 - BAGE 88, 151 zur Entnahme der Ausgleichsabgabe aus dem gesetzlich für den Personalaufwand bestimmten Spielbank-Tronc).
Dementsprechend erwerben die Mitarbeiter der Spielbank kein (Mit-)Eigentum am Tronc (BAG, Urteil vom 11. März 1998 5 AZR 567/96, DB 1998, 2326 ).
Aus der Formulierung des § 315 Abs. 3 S. 1 BGB folgt, dass derjenige, der die Verbindlichkeit einer getroffenen Leistungsbestimmung für sich beansprucht, beweisen muss, dass sie nach billigem Ermessen erfolgt ist (BGHZ 41, 271, 279 [BGH 02.04.1964 - KZR 10/62]; BAG NZA 1999, 387).