Source: https://gesetze-in-app.de/InsO/295
Timestamp: 2019-09-22 08:21:28
Document Index: 21753404

Matched Legal Cases: ['§ 295', 'BGH', '§ 295', '§ 291', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§295', 'BGH', 'BGH', '§ 35', '§ 295', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', '§ 300', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', '§ 121', 'BGH', 'BGH', '§ 295', '§ 295', '§ 97', 'BGH', '§ 295', '§ 295', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', '§ 300', '§ 296', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 1942', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§83', '§129', '§83', '§ 129', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', '§295', '§ 295', '§ 295', '§ 295', '§ 296', 'BGH', '§ 295', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§290', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', '§ 295', '§ 295', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', '§ 295', '§ 35', '§ 203', 'BGH', 'BGH', '§ 295', '§294', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH']

§ 295 InsO: Obliegenheiten des Schuldners
2.Vermögen, das er von Todes wegen oder mit Rücksicht auf ein künftiges Erbrecht erwirbt, zur Hälfte des Wertes an den Treuhänder herauszugeben;
3.jeden Wechsel des Wohnsitzes oder der Beschäftigungsstelle unverzüglich dem Insolvenzgericht und dem Treuhänder anzuzeigen, keine von der Abtretungserklärung erfaßten Bezüge und kein von Nummer 2 erfaßtes Vermögen zu verheimlichen und dem Gericht und dem Treuhänder auf Verlangen Auskunft über seine Erwerbstätigkeit oder seine Bemühungen um eine solche sowie über seine Bezüge und sein Vermögen zu erteilen;
4.Zahlungen zur Befriedigung der Insolvenzgläubiger nur an den Treuhänder zu leisten und keinem Insolvenzgläubiger einen Sondervorteil zu verschaffen.
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2016, Az. IX ZB 72/15 Während des laufenden Insolvenzverfahrens kann der Schuldner die Obliegenheiten nach § 295 InsO nicht verletzen, weil diese erst mit der Ankündigung der Restschuldbefreiung (§ 291 InsO aF) entstehen und von ihm deswegen erst in der Wohlverhaltensperiode zu beachten sind (BGH, Beschluss vom 3. Dezember 2009 - IX ZB 247/08, BGHZ 183, 258 Rn. 19; vom 16. Februar 2012 -IXZB 209/11, NZI2012, 330 Rn. 7; vom 11. April 2013 -IXZB 94/12, NZI2013, 601 Rn. 6).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2016, Az. IX ZB 13/15 10	Im Fall des § 295 Abs. 2 InsO genügt der Gläubiger seiner Pflicht zur Glaubhaftmachung einer Obliegenheitsverletzung und der Beeinträchtigung der Befriedigung der Insolvenzgläubiger bereits dann, wenn er darlegt, dass der Schuldner an den Treuhänder nicht den Betrag abgeführt hat, den er bei Ausübung einer vergleichbaren abhängigen Tätigkeit hätte abführen müssen (BGH, Beschluss vom 7. Mai 2009 -IXZB 133/07, ZlnsO 2009, 1217 Rn. 5; vom 19. Mai 2011 - IX ZB 224/09, ZlnsO 2011, 1301 Rn. 7; vom 10. Oktober 2013 -IX ZB 119/12, ZlnsO 2014, 47 Rn. 8, 11).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2016, Az. IX ZB 13/15 Für die Verletzung der den Schuldner aus § 295 Abs. 2 InsO treffenden Obliegenheit beginnt die Frist grundsätzlich erst mit Abschluss der Treuhandperiode (BGH, Beschluss vom 10. Oktober 2013 -IXZB 119/12, ZlnsO 2014, 47 Rn. 7 mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2016, Az. IX ZB 13/15 27	Hingegen ist es - wie der Senat wiederholt entschieden hat - für eine Obliegenheitsverletzung nach § 295 Abs. 2 InsO unerheblich, ob der Schuldner als selbständig Tätiger einen Gewinn erzielt hat oder ob er einen höheren Gewinn hätte erwirtschaften können (BGH, Beschluss vom 19. Mai 2011 - IX ZB 224/09, ZlnsO 2011, 1301 Rn. 6; vom 17. Januar 2013 - IX ZB 98/11, ZlnsO 2013, 405 Rn. 10; vom 26. Februar 2013 - IX ZB 165/11, ZlnsO 2013, 625 Rn. 7).
BGH, URTEIL vom 4.4.2014, Az. IX ZR 136/13 Sie ist der Höhe nach gemäß dem Maßstab des §295 Abs. 2 InsO beschränkt (BGH, Beschluss vom 13. Juni 2013, aaO Rn. 11 ff).
BGH, URTEIL vom 4.2.2014, Az. IX ZR 43/12 InsO § 35 Abs. 2, § 295 Abs. 2 a)	Der Schuldner ist nach Freigabe seiner selbständigen Tätigkeit im eröffneten Insolvenzverfahren verpflichtet, aus einem tatsächlich erwirtschafteten Gewinn dem Insolvenzverwalter den pfändbaren Betrag nach dem fiktiven Maßstab des § 295 Abs. 2 InsO abzuführen (Fortführung von BGH, Beschluss vom 13. Juni 2013 - IX ZB 38/10, WM 2013, 1612).
BGH, URTEIL vom 4.2.2014, Az. IX ZR 43/12 Maßstab für die Höhe der Abführungspflicht ist das nach § 295 Abs. 2 InsO zu bestimmende pfändbare fiktive Nettoeinkommen (BGH, Beschluss vom 13. Juni 2013, aaO Rn. 16 ff mwN).
BGH, URTEIL vom 4.9.2013, Az. IX ZR 30/13 Von der Aufhebung des Insolvenzverfahrens an (vgl. BGH, Beschluss vom 18. Dezember 2008 - IX ZB 249/07, NZI 2009, 191 Rn. 8 ff) bis zu dem Ende der Laufzeit der Abtretungserklärung treffen ihn zudem die Obliegenheiten des § 295 InsO.
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2013, Az. IX ZB 119/12 Für die Verletzung der den Schuldner gemäß § 295 Abs. 2 InsO treffenden Abführungsobliegenheit beginnt die Frist grundsätzlich erst mit Abschluss der Treuhandperiode zu laufen (BGH, Beschluss vom 19. Mai 2011 -IXZB 224/09, ZlnsO 2011, 1301 Rn. 12f; vom 17. Januar 2013 - IXZB 98/11, ZlnsO 2013, 405 Rn. 20).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2013, Az. IX ZB 119/12 Ein Gläubiger genügt im Fall des § 295 Abs. 2 InsO seiner Pflicht zur Glaubhaftmachung der Obliegenheitsverletzung des Schuldners und der Beeinträchtigung der Befriedigung der Insolvenzgläubiger (§ 300 Abs. 2, § 296 Abs. 1 InsO), wenn er darlegt, dass der Schuldner an den Treuhänder nicht den Betrag abgeführt hat, den er bei Ausübung einer vergleichbaren abhängigen Tätigkeit nach dem üblichen Lohnniveau hätte abführen müssen (BGH, Beschluss vom 19. Mai 2011, aaO Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2013, Az. IX ZB 38/10 Der Schuldner habe deshalb wie im unmittelbaren Anwendungsbereich des § 295 Abs. 2 InsO dem Insolvenzverwalter die hierfür notwendigen Angaben zu machen; über sein tatsächliches Einkommen als Selbständiger müsse er dagegen nicht berichten (vgl. LG Göttingen, NZI 2011, aaO; Ahrens in Ahrens/Gehrlein/Ringstmeier, aaO Rn. 163).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2013, Az. IX ZB 38/10 Vermag der Schuldner hingegen - etwa aufgrund seines Alters oder seines gesundheitlichen Zustandes - nicht, durch ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis pfändbare Bezüge zu erwirtschaften, so obliegen ihm keine Zahlungen an den Treuhänder gemäß § 295 Abs. 2 InsO, wenn die ausgeübte selbständige Beschäftigung ebenfalls keine solchen Erträge hervorbringt (BGH, Beschluss vom 19. Mai 2011, aaO Rn. 8; vom 19. Juli 2012, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2013, Az. IX ZB 272/11 Ein Schuldner kommt der Obliegenheit aus § 295 Abs. 1 Nr. 3 InsO, jeden Wohnsitzwechsel unverzüglich mitzuteilen, nicht dadurch nach, dass er die Erklärungshandlung vornimmt, sondern die Erklärung muss der Treuhänderin oder dem Insolvenzgericht auch zugegangen sein (vgl. für §§ 121, 130 BGB BGH, Urteil vom 11. Oktober 1974 - VZR 25/73, NJW 1975, 39).
BGH, BESCHLUSS vom 2.1.2013, Az. IX ZB 165/11 Verlangen Treuhänder oder Gericht eine solche - nicht durch § 295 Abs. 1 Nr. 3 InsO gedeckte - Auskunft, begründen die Nichterteilung der Auskunft, eine unvollständige oder verspätete Antwort keine Obliegenheitsverletzung nach § 295 Abs. 1 Nr. 3 InsO (zu §§ 97, 290 Abs. 1 Nr. 5 InsO vgl. BGH, Beschluss vom 20. März 2003 - IX ZB 388/02, NJW 2003, 2167, 2169; zu § 295 Abs. 1 Nr. 3 InsO vgl. FK-lnsO/Ahrens, aaO § 295 Rn. 59; Wenzel in Kübler/Prütting/Bork, InsO, 2012, § 295 Rn. 25).
BGH, BESCHLUSS vom 2.1.2013, Az. IX ZB 165/11 Deswegen darf das Gericht - wie bei § 295 Abs. 1 Nr. 3 InsO - den selbständig tätigen Schuldner beispielsweise nach den Umständen befragen, aus denen sich die ihm mögliche abhängige Tätigkeit und das anzunehmende fiktive Nettoeinkommen ableiten lassen (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Mai 2009 - IX ZB 116/08, ZlnsO 2009, 1268 Rn. 9), nicht aber über seine Gewinne aus der selbständigen Tätigkeit.
BGH, BESCHLUSS vom 2.1.2013, Az. IX ZB 165/11 Im Rahmen des § 295 Abs. 2 InsO muss der Gläubiger glaubhaft machen, dass der Schuldner einen Betrag an den Treuhänder hätte abführen müssen (vgl. BGH, Beschluss vom 22. September 2011 - IX ZB 133/08, ZlnsO2011, 2101 Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2013, Az. IX ZB 98/11 10	Auf die tatsächlichen Einkünfte des Schuldners, der während der gesamten Wohlverhaltensphase selbständig tätig war, kommt es für den nach dem Gläubigervorbringen (vgl. BGH, Beschluss vom 21. Januar 2010 - IX ZB 67/09, ZlnsO 2010, 391 Rn. 11) allein einschlägigen Versagungstatbestand des § 295 Abs. 2 InsO auch nicht an.
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2013, Az. IX ZB 98/11 Hierbei hat es übersehen, dass die Obliegenheiten des § 295 InsO den Schuldner erst von der Aufhebung des Insolvenzverfahrens an treffen (BGH, Beschluss vom 14. Januar 2010 - IX ZB 78/09, ZlnsO 2010, 345 Rn. 9).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2013, Az. IX ZB 98/11 Ein Gläubiger genügt im Fall des § 295 Abs. 2 InsO seiner Pflicht zur Glaubhaftmachung der Obliegenheitsverletzung des Schuldners und der Beeinträchtigung der Befriedigung der Insolvenzgläubiger (§ 300 Abs. 2, § 296 Abs. 1 InsO), wenn er darlegt, dass der Schuldner an den Treuhänder nicht den Betrag abgeführt hat, den er bei Ausübung einer vergleichbaren abhängigen Tätigkeit nach dem üblichen Lohnniveau hätte abführen müssen (BGH, Beschluss vom 19. Mai 2011 -IXZB 224/09, NZI 2011,596 Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2013, Az. IX ZB 98/11 Für die Verletzung der den Schuldner aus § 295 Abs. 2 InsO treffenden Obliegenheit beginnt die Frist grundsätzlich erst mit Abschluss der Treuhandperiode (BGH, Beschluss vom 19. Mai 2011 - IXZB 224/09, NZI 2011, 596 Rn. 12 f).
BGH, URTEIL vom 4.11.2012, Az. IX ZR 56/12 Aus den nämlichen Gründen begeht der Erbe auch keine Obliegenheitsverletzung nach § 295 Abs. 1 Nr. 2 InsO, wenn er die ihm in der Wohlverhaltensperiode angefallene Erbschaft ausschlägt (BGH, Beschluss vom 10. März 2011 - IX ZB 168/09, NJW2011, 2291 Rn. 6; MünchKomm-BGB/Leipold, aaO, § 1942 Rn. 14).
BGH, URTEIL vom 4.11.2012, Az. IX ZR 56/12 Auch die Ausschlagung des Vermächtnisses und der Verzicht stellen folgerichtig keine Obliegenheitsverletzung im Sinne von § 295 Abs. 1 Nr. 2 InsO dar (BGH, Beschluss vom 25. Juni 2009 - IX ZB 196/08, NZI 2009, 563 Rn. 13; vom 10. März 2011, aaO; Uhlenbruck, aaO, §83 Rn. 11; Uhlen-bruck/Hirte, aaO, §129 Rn. 100; HK-lnsO/Kayser, §83 Rn. 6; HK-lnsO/Kreft, § 129 Rn. 19; HmbKomm-lnsO/ Streck, aaO, § 295 Rn. 10).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2012, Az. IX ZB 188/09 Vermag der Schuldner hingegen - etwa aufgrund seines Alters oder seines gesundheitlichen Zustandes - nicht, durch ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis pfändbare Bezüge zu erwirtschaften, so obliegen ihm jedenfalls dann keine Zahlungen an den Treuhänder gemäß § 295 Abs. 2 InsO, wenn die ausgeübte selbständige Beschäftigung ebenfalls keine solchen Erträge hervorbringt (BGH, Beschluss vom 5. April 2006 - IX ZB 50/05, WM 2006, 1158 Rn. 12 f; vom 19. Mai 2011, aaO Rn. 8).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2012, Az. IX ZB 270/11 Im Rahmen des § 295 Abs. 2 InsO muss der Gläubiger glaubhaft machen, dass der Schuldner einen Betrag an den Treuhänder hätte abführen müssen (vgl. BGH, Beschluss vom 22. September 2011 - IX ZB 133/08, ZlnsO 2011, 2101 Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2012, Az. IX ZB 270/11 Er muss sich dann aber - ebenso wie ein beschäftigungsloser Schuldner - gemäß § 295 Abs. 1 Nr. 1 InsO nachweisbar um eine angemessene Erwerbstätigkeit bemühen, um den Verschuldensvorwurf zu entkräften (BGH, Beschluss vom 19. Mai 2011, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2012, Az. IX ZB 203/10 Gemäß seiner Erwerbsobliegenheit aus § 295 Abs. 1 Nr. 1 InsO hätte er sich jedoch darum bemühen müssen, eine Erwerbstätigkeit zu finden, mit der er pfändbare Bezüge erzielt (vgl. BGH, Beschluss vom 19. Mai 2011 - IX ZB 224/09, NZI 2011, 596 Rn. 7 mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2012, Az. IX ZB 126/10 Die von der Rechtsbeschwerde aufgeworfene Frage, ob die Aufnahme einer freien Mitarbeit den Anforderungen des § 295 InsO genügen kann, lässt sich nicht allgemein gültig klären, sondern ist unter Berücksichtigung branchenbezogener, regionaler und individueller Umstände einzelfallbezogen zu beurteilen (vgl. BGH, Beschluss vom 27. April 2010 -IXZB 267/08, NZI 2010, 693 Rn. 2).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2012, Az. IX ZB 92/10 Das Landgericht wird - sofern entscheidungserheblich - die grundsätzlichen, bislang vom Senat noch nicht entschiedenen Fragen zu beantworten haben, ob ein Sechsundsechzigjähriger noch gemäß § 295 Abs. 1 Nr. 1 InsO verpflichtet ist, eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben, auf welche Vergleichstätigkeit abzustellen ist, sofern er trotz seines Alters weiter freiwillig selbstständig erwerbstätig ist, und wann er als selbständig Tätiger Zahlungen an den Treuhänder zu erbringen hat (vgl. zu Letzterem BGH, Beschluss vom 19. Mai 2011 - IX ZB 224/09, NZI 2011, 596 Rn. 12 f).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2011, Az. IX ZB 133/08 § 295 Abs. 1 Nr. 3 InsO ist daher insoweit nicht anzuwenden (vgl. BGH, Urteil vom 15. Oktober 2010 - IX ZR 234/08, ZlnsO 2010, 59).
BGH, BESCHLUSS vom 1.6.2011, Az. IX ZB 173/11 Gemäß seiner Erwerbsobliegenheit aus § 295 Abs. 1 Nr. 1 InsO hätte er sich darum bemühen müssen, eine Erwerbstätigkeit zu finden, mit der er pfändbare Bezüge erzielt (vgl. BGH, Beschluss vom 7. Mai 2009 - IX ZB 133/07, ZlnsO 2009, 1217).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2011, Az. IX ZB 224/09 Er muss sich dann aber - ebenso wie ein beschäftigungsloser Schuldner - gemäß § 295 Abs. 1 Nr. 1 InsO nachweisbar um eine angemessene Erwerbstätigkeit bemühen, um den Verschuldensvorwurf zu entkräften (BGH, Beschluss vom 7. Mai 2009 - IX ZB 133/07, ZlnsO 2009, 1217 Rn. 5).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2011, Az. IX ZB 224/09 nach § 295 Abs. 2 InsO entstehe erst zu dem Ende der Treuhandperiode (Münch-Komm-lnsO/Ehricke, 2. Aufl., §295 Rn. 112; wohl auch UhlenbruckA/allender, InsO, 13. Aufl., § 295 Rn. 67; Nerlich/Römermann, InsO, 2011, § 295, Rn. 43 ff; Braun/Lang, InsO, 4. Aufl., § 295 Rn. 18; AG Göttingen, ZlnsO 2009, 934 f; AG Charlottenburg, ZlnsO 2009, 1219; LG Bayreuth, ZlnsO 2009, 1555 f; LG Potsdam, ZlnsO 2010, 252, 254), kann eine Kenntnis der maßgebenden Umstände nicht zuvor begründet werden (vgl. AG Göttingen, NZI 2009, 334, 335; FK-InsO/Ahrens aaO, § 296 Rn. 26 aE).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2011, Az. IX ZB 224/09 13	Aber auch wenn die Zahlungsobliegenheit aus § 295 Abs. 2 InsO schon während der laufenden Treuhandphase bestehen sollte (vgl. HK-lnsO/Landfer-mann, 5. Aufl., § 295 Rn. 11; LG Bochum, Beschluss vom 12. März 2008 - 10 T 26/08, juris Rn. 21 ff), kann oft erst am Ende dieser Periode sicher festgestellt werden, ob ein Obliegenheitsverstoß vorliegt.
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2011, Az. IX ZB 168/09 heitsverletzung im Sinne von § 295 Abs. 1 Nr. 2 InsO ansähe (BGH, Beschluss vom 25. Juni 2009 - IX ZB 196/08, WM 2009, 1517 Rn. 13 bis 15).
AG Köln, Beschluss vom 3.2.2011, Az. 74 IK 7/09 Hier ist eine an den Schuldner gerichtete Aufforderung des Gerichts zur Auskunftserteilung über die Erfüllung seiner Obliegenheiten nach § 295 InsO samt angemessener Fristsetzung und ausdrücklicher Belehrung darüber, dass der Schuldner mit der Versagung der Restschuldbefreiung rechnen muss, falls er auch gegenüber dem Gericht untätig bleibt (vgl. dazu BGH, Beschl. v. 21.01.2010, IX ZB 67/09, ZInsO 2010, 391, Rn. 22), bislang nicht ergangen.
AG Köln, Beschluss vom 3.2.2011, Az. 74 IK 7/09 14Diesen Grundsätzen entsprechend führt der Bundesgerichtshof weiter aus, dass Sinn und Zweck dieser Vorschrift ist, die Gerichte von der weiteren Ermittlungstätigkeit zu den Versagungsgründen des § 295 InsO und ihrem Einfluss auf die Befriedigungschancen der Insolvenzgläubiger in den Fällen zu entlasten, in denen ein zulässiger Versagungsantrag vorliegt und dem Schuldner in dem sich anschließenden gerichtlichen Verfahren ein schuldhafter Verstoß gegen seine Verfahrensobliegenheiten zur Last fällt (BGH, Beschl. v. 14.05.2009, a.a.O., Rn. 15).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2011, Az. IX ZB 235/08 Diese Frage hat der Senat zwischenzeitlich für die Obliegenheit des selbständig tätigen Schuldners gemäß § 295 Abs. 2 InsO dahingehend beantwortet, dass der Gläubiger, der einen Versagungsantrag stellt, die Obliegenheitspflichtverletzung und die Beeinträchtigung der Insolvenzgläubiger glaubhaft zu machen hat; der Schuldner muss sich sodann von dem Vorwurf schuldhaften Verhaltens entlasten (BGH, Beschluss vom 7. Mai 2009 - IX ZB 133/07, ZVI 2009, 388 Rn. 5).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2011, Az. IX ZB 235/08 Gleiches gilt für die in § 295 Abs. 1 InsO geregelten Obliegenheiten des abhängig beschäftigten Schuldners (vgl. BGH, Beschluss vom 27. April 2010 - IX ZB 267/08, NZI 2010, 693 Rn. 2).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2011, Az. IX ZB 99/09 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann eine Obliegenheitsverletzung nach § 295 Abs. 1 Nr. 3 InsO geheilt werden, wenn der Schuldner die Anzeige nachholt und den fehlenden Betrag einzahlt, bevor sein Verhalten aufgedeckt und ein Versagungsantrag gestellt worden ist (BGH, Beschluss vom 17. Juli 2008 -IXZB 183/07, NZI 2008, 623 Rn. 13; vom 22. Oktober 2009 - IXZB 9/09, juris Rn. 8; vom 18. Februar 2010 - IXZB 211/09, NZI 2010, 350 Rn. 6; zu §290 Abs. 1 Nr. 5 InsO: BGH, Beschluss vom 16. Dezember 2010 - IX ZB 63/09, ZIP 2011, 133 Rn. 6).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2011, Az. IX ZB 113/10 4	Vorsorglich weist der Senat darauf hin, dass die Obliegenheiten des § 295 InsO, deren Verletzung das Beschwerdegericht geprüft zu haben scheint, erst von der Aufhebung des Insolvenzverfahrens an gelten (BGH, Beschluss vom 18. Dezember 2008 - IX ZB 249/07, ZVI 2009, 170 Rn. 8 ff).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2010, Az. IX ZA 12/08 In der Rechtsprechung des Senats ist anerkannt, dass die Nichtanzeige von pfändbaren Einkommen als Obliegenheitsverletzung nach § 295 Abs. 1 Nr. 3 InsO jedenfalls dann nicht mehr durch Zahlung des pfändbaren Einkommens geheilt werden kann, wenn ein Gläubiger beantragt hat, dem Schuldner deswegen Restschuldbefreiung zu versagen (BGH, Beschl. v. 17. Juli 2008 -IXZB 183/07, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2010, Az. IX ZB 220/09 2	In der Rechtsprechung des Senats ist geklärt, dass die Obliegenheit des Schuldners, einen Wechsel der Beschäftigungsstelle anzuzeigen (§ 295 Abs. 1 Nr. 3 Fall 2 InsO), auch die Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit aus dem Zustand der Arbeitslosigkeit heraus umfasst (BGH, Beschl. v. 18. Februar 2010 - IX ZB 211/09, ZlnsO 2010, 685 Rn. 6).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2010, Az. IX ZA 37/10 Erkennt der Schuldner in der Wohlverhaltensphase, dass er mit der von ihm ausgeübten selbständigen Tätigkeit nicht genug erwirtschaftet, um seine Gläubiger so zu stellen, als übe er eine entsprechende abhängige Tätigkeit aus, muss er sich - ebenso wie ein beschäftigungsloser Schuldner - gemäß § 295 Abs. 1 Nr. 1 InsO nachweisbar um eine angemessene Erwerbstätigkeit bemühen, um den Verschuldensvorwurf zu entkräften (BGH, BeschI. vom 7. Mai 2009 - IX ZB 133/07, WM 2009, 1291 Rn. 5).
LG Duisburg, Urteil vom 1.9.2010, Az. 4 O 178/09 § 295 Abs. 1 Nr. 3 InsO verpflichtet den Schuldner jedoch nicht, den Treuhänder von sich aus auf eine Erhöhung der an ihn ausgezahlten Bezüge oder darauf hinzuweisen, dass eine nach dem Gesetz unterhaltsberechtigte Person eigne Einkünfte hat (BGH Beschl. V. 22.10.2009 (IX ZB 249/08)).
LG Duisburg, Urteil vom 1.9.2010, Az. 4 O 178/09 Eine Pflicht, den Treuhänder unaufgefordert über höhere Bezüge oder über die Einkünfte eines Unterhaltsberechtigten zu unterrichten, enthält § 295 Abs. 1 Nr. 3 InsO jedoch gerade nicht (BGH Beschl. V. 22.10.2009 (IX ZB 249/08)).
LG Bochum, Beschluss vom 1.9.2010, Az. 7 T 17/10 Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass das Insolvenzgericht die Versagung der Restschuldbefreiung auf Antrag auch nicht auf andere als die vom Antragsteller geltend gemachten Gründe des § 295 Abs. 1 InsO stützen darf (BGH, Beschluss vom 08.02.2007, IX ZB 88/06, zitiert nach Juris).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2010, Az. IX ZB 229/07 Die Obliegenheiten des § 295 InsO treffen den Schuldner erst mit der Aufhebung des Insolvenzverfahrens (BGH, Beschl. v. 18. Dezember 2008 -IXZB 249/07, WM 2009, 361, 362 f Rn. 8, 9 und 12).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2010, Az. IX ZB 148/09 Mit dieser Begrenzung ist es unvereinbar, jede Straftat, die zu einer Inhaftierung geführt hat, gleichsam durch die 'Hintertür' zu einem Versagungsgrund zu erheben, weil der Schuldner infolge der Haft in seinen Möglichkeiten beschränkt ist, die ihn gemäß § 295 Abs. 1 Nr. 1 InsO treffende Erwerbsobliegenheit zu erfüllen (LG Koblenz ZVI 2008, 473 f; Heyer NZI 2010, 81; Riedel ZVI 2002, 131 f; Kohte EWiR 2002, 491, 492; HK-lnsO/Landfermann, aaO § 295 Rn. 7; HambKomm-lnsO/Streck, 3. Aufl. § 295 Rn. 6; Hess, Insolvenzrecht, 2007 § 295 Rn. 8).
BGH, BESCHLUSS vom 2.3.2010, Az. IX ZB 267/08 Klärungsbedarf.In der Senatsrechtsprechung ist anerkannt, dass ein beschäftigungsloser Schuldner gemäß § 295 Abs. 1 Nr. 1 InsO gehalten ist, sich nachweisbar um eine angemessene Erwerbstätigkeit zu bemühen, um den Verschuldensvorwurf zu entkräften (BGH, Beschl. v. 7. Mai 2009 - IX ZB 133/07, WM 2009, 1291 f Rn. 5; v. 14. Januar 2010 - IX ZB 242/06, WM 2010, 426 Rn. 5).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2010, Az. IX ZB 67/09 11	Auf andere als die vom Antragsteller geltend gemachten Gründe des § 295 Abs. 1 InsO darf das Insolvenzgericht die Versagung der Restschuldbefreiung auf Antrag nicht stützen (BGH, Beschl. v. 8. Februar 2007 aaO S. 323 Rn. 6, 8).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2010, Az. IX ZB 67/09 Denn die Obliegenheiten des Schuldners gemäß § 295 InsO beginnen erst ab Ankündigung der Restschuldbefreiung und Aufhebung des Insolvenzverfahrens (BGH, Beschl. v. 18. Dezember 2008 -IXZB 249/07, ZlnsO 2009, 299 Rn. 8 ff.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2010, Az. IX ZB 78/09 9	b) Die Obliegenheiten des Schuldners gemäß § 295 InsO gelten ab Aufhebung des Insolvenzverfahrens und Ankündigung der Restschuldbefreiung (BGH, Beschl. v. 18. Dezember 2008 - IX ZB 249/07, ZlnsO 2009, 299 Rn. 8 ff).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2009, Az. IX ZB 72/09 Hierzu ist zu bemerken: 9	a) Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die Obliegenheiten des Schuldners gemäß § 295 InsO erst ab Aufhebung des Insolvenzverfahrens und Ankündigung der Restschuldbefreiung gelten (BGH, Beschl. v. 18. Dezember 2008 - IX ZB 249/07, ZlnsO 2009, 299 Rn. 8 f).
LG Münster, Beschluss vom 1.6.2009, Az. 5 T 296/09 Die Frage, ob § 295 Abs. 1 Nr. 2 InsO dann eingreift, wenn – wie hier - ein Schuldner einen während des Insolvenzverfahrens erworbenen Pflichtteilsanspruch erst nach dessen Aufhebung geltend macht, ob der Vorschrift des § 295 InsO generell gegenüber der des § 35 InsO der Vorrang einzuräumen ist (so LG Dortmund ZVI 2008, 32-33), ob in diesem Fall eine Nachtragsverteilung nach § 203 InsO zu erfolgen hat, oder ob der Anspruch zugriffsfrei dem Schuldner verbleibt, ist soweit bekannt höchstrichterlich bislang nicht entschieden (ausdrücklich offengelassen in BGH NJW-RR 2009, 632-634).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2008, Az. IX ZB 147/05 gläubigers voraus, sondern mit dem Antrag ist der Versagungsgrund - Verstoß gegen eine der in § 295 InsO aufgeführten Obliegenheiten - sowie eine darauf beruhende Beeinträchtigung der Befriedigung der Insolvenzgläubiger darzulegen und gemäß §294 ZPO glaubhaft zu machen (vgl. BGHZ 156, 139, 141 f; BGH, Beschl. v. 5. April 2006 - IX ZB 50/05, ZVI 2006, 257, 258; Beschl. v. 8. Februar 2007 - IX ZB 88/06, WM 2007, 661, 662).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2006, Az. IX ZB 288/03 Abs. 2 InsO an den Treuhänder abgetreten oder an diesen gemäß § 295 InsO herauszugeben ist, dem Zugriff der Insolvenzgläubiger entzogen sein (BGHZ 163, 391, 396).