Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHR%20StPO%20%C2%A7%20267%20Abs.%203%20Satz%201%20Strafzumessung%209
Timestamp: 2019-12-14 00:37:44
Document Index: 116374079

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', '§ 847', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', '§ 267', 'BGH']

BGH, 26.10.1990 - 2 StR 471/90 - dejure.org
BGH, 26.10.1990 - 2 StR 471/90
https://dejure.org/1990,3000
BGH, 26.10.1990 - 2 StR 471/90 (https://dejure.org/1990,3000)
BGH, Entscheidung vom 26.10.1990 - 2 StR 471/90 (https://dejure.org/1990,3000)
BGH, Entscheidung vom 26. Januar 1990 - 2 StR 471/90 (https://dejure.org/1990,3000)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1990,3000) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Rechtsfolgen der Verlesung ärztlicher Untersuchungsberichte - Änderung des Strafausspruchs mangels hinreichender Feststellungen zur Person des Angeklagten
BGHR StPO § 267 Abs. 3 Satz 1 Strafzumessung 9
StV 1991, 64
StV 1991, 64 LS
Es bedeutet daher grundsätzlich einen Sachmangel, wenn der Tatrichter bei der Strafzumessung die persönlichen Verhältnisse des Täters überhaupt nicht oder nur unzureichend berücksichtigt (ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, vgl. zuletzt Beschlüsse vom 26. Oktober 1990 - 2 StR 471/90, vom 20. November 1990 - 2 StR 44O/90).
Auf die Frage, ob der Anspruch im übrigen hinreichend substantiiert worden ist und ob das Landgericht alle für die Höhe eines zuzubilligenden Schmerzensgeldes maßgeblichen Gesichtspunkte bedacht hat (vgl. dazu BGH, Beschluß vom 26. Oktober 1990 - 2 StR 471/90;… Palandt BGB 49. Aufl. § 847 Anm. 4), kommt es damit nicht mehr an, Durch die Aufhebung des zuerkannten Entschädigungsanspruchs sind der Ausspruch über die vorläufige Vollstreckbarkeit sowie die Verurteilung zur Tragung der Kosten des Adhäsionsverfahrens gegenstandslos.
Es bedeutet daher grundsätzlich einen Sachmangel, wenn der Tatrichter bei der Strafzumessung die persönlichen Verhältnisse des Täters überhaupt nicht oder nur unzureichend berücksichtigt (ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, vgl. zuletzt Beschlüsse vom 26. Oktober 1990 - 2 StR 471/90 , vom 20. November 1990 - 2 StR 440/90).
Eine Aufklärung konnte hier z.B. durch Vernehmung von Verwandten erfolgen (vgl. BGH StV 1986, 287; auch BGHR StPO § 267 Abs. 3 Satz 1 Strafzumessung 9), die den Angeklagten in der Untersuchungshaft besucht haben.
Die Strafkammer war gehalten, auf andere Weise Näheres über seine Person in Erfahrung zu bringen, beispielsweise durch Verlesung früherer Strafurteile oder die Vernehmung nahestehender Personen (BGHR StPO § 267 Abs. 3 Satz 1 Strafzumessung 1, 8, 9, 10 und 12;Beschluß des Senats vom 27. Januar 1995 - 2 StR 753/94).
BGH, 20.11.1990 - 2 StR 440/90
Unterlassen hinreichender Feststellungen zur Person des Angeklagten