Source: https://anwalt-kg.de/newsbeitrag/privatinsolvenz-recht/inkasso-was-darf-ein-inkassounternehmen-und-was-koennen-sie-als-schuldner-dagegen-unternehmen9079/
Timestamp: 2020-07-04 17:59:58
Document Index: 357254021

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 240', '§ 217', '§314', '§ 88', '§ 11', '§ 129', '§ 371', '§ 129', 'BGH', '§ 288']

Inkasso: Was darf ein Inkassounternehmen und was nicht? | KRAUS GHENDLER RUVINSKIJ
Inkasso: Was darf ein Inkassounternehmen und was nicht?
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Das dürfen Inkassounternehmen
So reagieren Sie auf Schreiben von Inkassounternehmen
Selbstständigkeit fortführen ✓ Restschuldbefreiung in 3, 5 oder 6 Jahren ✓ Pfändungsschutz ✓ Fachanwalt für Insolvenzrecht ✓
Inkasso: Was darf ein Inkassounternehmen und was können Sie als Schuldner dagegen unternehmen?
Haben Sie auch ein Schreiben eines Inkassounternehmens erhalten und können die geltend gemachten Inkassokosten nicht nachvollziehen? Vermuten Sie, dass die Kosten überhöht sind oder handelt es sich um ein unseriöses Inkassobüro?
Funktionen der Inkassounternehmen
Reaktion auf einen Inkassobrief
Schritt 1: Schutz vor unseriösen Unternehmen
Schritt 2: Berechtigung der Forderung prüfen
Schritt 3: Angemessenheit der Inkassokosten
Schritt 4: Unzulässige Drohungen meiden
Viele unserer Mandanten erhalten drohende Schreiben von Inkassobüros. Leider ist der Kontakt mit Inkassounternehmen vor allem im Vorfeld der Insolvenzanmeldung der Regelfall. Dabei handelt es sich oft nicht nur um einfache Mahnungen. Vielmals wird direkt mit Zwangsvollstreckung und dem Gerichtsvollzieher gedroht.
Nicht nur verschuldete Personen erhalten Post von Inkassobüros. Oftmals handelt es sich auch um Forderungen, die aus dubiosen Verträgen stammen, die per Internet oder am Telefon geschlossen wurden. Dem Kunden war vielfach nicht bewusst, dass es sich um ein kostenpflichtiges Angebot handelt.
Für den Gläubiger stellt die Beauftragung eines Dritten (Inkasso) den einfacheren Weg dar, um offene Rechnungen einzutreiben. Doch auch ein Inkassobüro darf nicht alles. Zu diesem Thema haben wir daher einige nützliche Informationen zusammengestellt.
Wie funktioniert ein Inkassounternehmen überhaupt – wieso kriege ich Briefe von einem Unternehmen, mit dem ich keinen Vertrag geschlossen habe?
Wenn man das Geschäftsmodell Inkasso nicht genau kennt, ist es schwer zu begreifen, wieso ein Inkassobüro Ihnen gegenüber Forderungen geltend machen kann. Schließlich haben Sie mit dieser Firma bisher nichts zu tun gehabt. Zur Einschaltung des Inkasso kommt es auf diesen zwei Wegen:
1. Beauftragung durch den Gläubiger
Das Inkassounternehmen wird regelmäßig von Ihren Gläubigern beauftragt, um als Vertreter die Forderungen im Namen der Gläubiger einzutreiben. In diesem Fall muss eine gültige Vollmacht vorliegen.
2. Gläubiger verkauft seine Forderung an das Inkassounternehmen
Es besteht auch die Möglichkeit, dass Ihre Gläubiger die Forderungen an ein Inkassobüro verkauft haben. Dann muss wiederum eine wirksame Abtretungserklärung bestehen. In diesem Fall gilt es, sich die Abtretung der Forderung vorzeigen zu lassen.
Inkassobrief in meinem Briefkasten – wie reagiere ich richtig?
Briefe mit Zahlungsaufforderungen sind unangenehm. Trotzdem sind Sie nie schutzlos. Wir haben für Sie eine Checkliste zusammengestellt, die Ihnen hilft, die Situation in Ruhe einzuschätzen und kühlen Kopf zu bewahren.
Schritt 1: Wie schütze ich mich vor unseriösen Unternehmen?
Unser Tipp: Lassen Sie sich die Vollmacht vorlegen
Inkassounternehmen treiben die Forderungen im Namen der Gläubiger ein.
Leider gibt es viele unseriöse Unternehmen, die es durch gekonnte und wiederholte Drohungen schaffen, den Schuldner zu Zahlungen zu bewegen, berechtigter oder unberechtigter Weise. Nehmen Sie sich in Acht vor kriminellen Betrügern.
Verlangen Sie immer als erstes, das Original der Vollmacht bzw. der Abtretungserklärung zu sehen. So können Sie sichergehen, dass Ihre Gläubiger das Unternehmen tatsächlich beauftragt haben.
Schwarze Schafe lassen sich leicht ausmachen
Seit November 2014 gelten gewisse Informationspflichten für das Inkassounternehmen selbst. Achten Sie darauf, dass aus den Schreiben folgende Punkte ersichtlich werden:
Genaue Angaben zu dem Forderungsgrund und dem zugrundeliegenden Vertrag (Datum, Vertragsgegenstand)
Seriöse Inkassounternehmen gewähren Ihnen regelmäßig eine angemessene Frist zur Zahlung
Wenn es schon hier Unstimmigkeiten gibt (etwa weil Sie solche Verbindlichkeiten nie eingegangen sind), empfiehlt es sich, der Sache weiter auf den Grund zu gehen.
Besonders wichtig – Überprüfen Sie die Zulassung des Inkassounternehmens
Jedes Inkassobüro muss registriert sein. Eine Zulassung erteilt der Präsident des zuständigen Amts- oder Landgerichtes (§ 10 RDG).
Ob ein Unternehmen zugelassen ist, können Sie selbst kostenfrei im Rechtsdienstleistungsregister nachprüfen. Das Inkassounternehmen muss seinerseits auf die Registrierung hinweisen (z.Bsp. auf Briefbögen).
Schritt 2: Ist die Forderung überhaupt berechtigt?
Selbstverständlich sind Sie nur zur Zahlung verpflichtet, wenn die Forderung berechtigt ist.
Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie einfach vergessen haben, die Rechnung Ihres Mobiltelefonanbieters zu zahlen, obwohl schon mehrfach gemahnt wurde.
Häufig bedarf es aber auch keiner Mahnung. Bei Zahlungsverpflichtungen, die zu einem festen (z. Bsp. monatlichen) Zeitpunkt erfolgen sollen, ist regelmäßig keine Mahnung erforderlich. Oftmals können Sie in solchen Fällen selbst gut zuordnen, ob die Forderung des Gläubigers tatsächlich berechtigt ist. Sollten Sie Zweifel rechtlicher Art haben, empfehlen wir Ihnen, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Widersprechen Sie unberechtigten Forderungen
Gegen unberechtigte Forderungen sollte Widerspruch eingelegt werden. Aus der Begründung des Widerspruchs sollte ersichtlich sein, warum die Forderung nicht berechtigt ist. Den Widerspruch können Sie schriftlich und per Einschreiben mit Rückschein an das Inkassobüro schicken. Auch wenn Sie bereits der Forderung widersprochen haben, sollten Sie an dieser Stelle zumindest auf den bereits erklärten Widerspruch hinweisen. Das liegt daran, dass die Vorgänge meist automatisiert sind, sodass die Weiterleitung an ein Inkassobüro unabhängig von dem Widerspruch automatisch erfolgt und ein bereits erfolgter Widerspruch nicht berücksichtigt wird.
Schritt 3: Sind die Inkasso-Kosten angemessen?
Zunächst einmal: Wenn Sie einer unberechtigten Forderung bereits widersprochen haben, entstehen für Sie gar keine Inkasso-Kosten, die zu begleichen sind.Anders sieht es bei berechtigten Forderungen aus. Beauftragt der Gläubiger das Inkasso mit der Eintreibung der Forderung, entstehen ihm zusätzliche Kosten. Diese Kosten sind dem Gläubiger zu ersetzen. Wie hoch diese Kosten sein dürfen, ist gesetzlich nicht genau bestimmt. Sie dürfen aber nicht höher sein als die Vergütung, die ein Rechtsanwalt für dieselbe Leistung erhalten hätte. Deshalb darf das Inkassounternehmen nicht astronomisch hohe Summen verlangen. Die Kosten müssen angemessen sein. Als Merksatz gilt: Je höher die Forderung ist, desto höher sind dementsprechend die Kosten für ein Inkasso.
Hinzu können eine sogenannte Kostenpauschale (für Portogebühren und Ähnliches), sowie laufende Zinsen kommen. In jedem Fall ist die Kostenaufstellung seitens Inkasso detailliert und plausibel darzulegen. Verlangt das Inkassounternehmen zusätzlich Zinsen, ist auch hier eine genaue Darlegung erforderlich. Die Erfahrung zeigt, dass es sich lohnt, die Kostenaufstellung genau zu betrachten. Schnell werden in der Aufregung die überhöhten Kosten übersehen.
Wenn Sie Zweifel daran haben, ob die Kostenhöhe oder einzelne Kostenposten berechtigt sind, empfehlen wir Ihnen, sich professionell beraten zu lassen.
Schritt 4: Melden Sie unzulässige Drohungen – nach einem berechtigten Widerspruch haben Sie nichts zu fürchten
Drohung mit SCHUFA-Eintrag trotz Widerspruch ist unzulässig
Ein SCHUFA-Eintrag droht Ihnen nicht, wenn Sie einer unberechtigten Forderung widersprochen haben. Bei berechtigten Einwänden ist der SCHUFA-Eintrag unzulässig. Schon die Drohung seitens des Gläubigers, es werde ein SCHUFA-Eintrag erfolgen, ist in diesem Fall rechtswidrig und stellt strafrechtlich eine versuchte Nötigung (§ 240 StGB) dar.
Betreten der Wohnung und Drohungen sind nicht erlaubt
Mitarbeiter des Inkassounternehmens dürfen Ihnen gegenüber keine Gewalt anwenden.
Bedrängende Anrufe und Befragungen in der Nachbarschaft müssen ebenfalls nicht hingenommen werden. Ein Inkassomitarbeiter darf – im Gegensatz zu dem Gerichtsvollzieher – auch Ihre Wohnung nicht betreten. Wenden Sie sich in solchen Fällen an die Schuldnerberatungsstellen bei dem zuständigen Amts- oder Landgericht. Möglicherweise kommt sogar eine Strafanzeige in Betracht.
Die Forderung ist berechtigt, ich kann aber nicht bezahlen – wie geht es weiter?
In jeder verfahrenen Situation gibt es eine Lösung. Selbst wenn Sie eine berechtigte Forderung nicht mehr bedienen können, kann man den Inkassounternehmen Einhalt gebieten. Häufig empfiehlt sich die Einleitung des Insolvenzverfahrens oder ein außergerichtlicher Schuldenvergleich. Gerne begleiten wir Sie auf diesem Weg, übernehmen die Korrespondenz mit Ihren Gläubigern und schaffen so Entlastung für Sie. Unser Ziel ist, dass Sie Ihre Schulden verlieren. Wir empfehlen Ihnen, die Möglichkeit eines kostenlosen telefonischen Erstberatungsgesprächs mit unseren Mitarbeitern zu nutzen.
Bewahren Sie Ruhe, wenn sie ein Inkasso-Schreiben erhalten, aber reagieren Sie.
Überprüfen Sie die Seriosität des Unternehmens und lassen Sie sich die Vollmacht bzw. Abtretungserklärung im Original vorlegen.
Überprüfen Sie, ob die Forderung berechtigt ist. Gegen unberechtigte Forderungen kann Widerspruch eingelegt werden.
Begutachten Sie die Kostenaufstellung auf eventuelle Auffälligkeiten.
Melden Sie unzulässige Drohungen den zuständigen Schuldnerberatungsstellen.
Sie haben eine allgemeine Frage zum Thema „Inkassounternehmen“? Wir beantworten sie hier kostenlos!
30. Juni 2020 um 21:08
Ich habe in Juli 2018 einen Brief von nicht-registrierten Inkassofirma bekommen, dass es bei mir einen Rücklastbetrag von Nov 2017 gäbe (in Höhe von 21,50 €), und dass ich 51,50 € überweisen sollte (Rücklastschriftgebühr 3€, Adressermittlungskosten 15€, Mahnkosten 12€). Ich habe den Brief damals bei der Polizeiamt weitergegeben, weil die Firma nicht existierte.
Hatte auch keine Rechnungen oder Meldungen vom Gläubiger oder von der Bank.
Nun wohne ich nicht mehr in Deutschland, und hat mein Bekannter mir mitgeteilt dass ich heute wieder einen Brief von anderen (registrierten) Inkassofirma bekommen habe, dass ich 139,67€ bazahlen sollte, und zwar bis 6.7.2020 (Verzugszinsen 1,65€, Nebenforderung der Gläubigerin 15€, Auskunftsgebühren 17,98€, Auslagenpauschale 11,70€, Mehrwertsteuer 13,34€, Inkassogebühren 58,50€). Wenn nicht, wird die Firma gerichtliche Schritte machen und möglicherweise an SCHUFA oder andere Auskunfteien weitergeleitet.
Da mein alte Konto gelöscht wurde, kann ich nicht schnell ausgleichen, ob den Betrag wirklich stimmt. Und ich bin mir nicht sicher ob die zusätzliche Kosten überhaupt berechtigt sind.
Hätte ich eine andere Option, außer den Betrag zu überweisen?
2. Juli 2020 um 12:13
eine Prüfung, ob die Höhe des Betrags rechtlich angreifbar ist, kann ich in diesem Rahmen leider nicht vornehmen.
Die Forderung wäre Ende 2020 verjährt. Gemäß § 217 BGB verjähren damit auch die davon abhängigen Nebenforderungen. Wenn Sie Ihren Wohnsitz außerhalb der EU haben, wird es das Unternehmen schwer haben, bis dahin die Verjährung durch Zustellung eines Mahnbescheides zu hemmen.
Sie scheinen jedoch noch einen Briefkasten in Deutschland zu haben, womöglich könnte das Inkassobüro an diese Anschrift wirksam einen Mahnbescheid zustellen.
Andernfalls bliebe Ihnen die Kontaktaufnahme zum Inkassobüro. Sie könnten einen außergerichtlichen Vergleich vorschlagen, oder die Gesamtforderung bezahlen.
28. Juni 2020 um 08:28
ich hatte eine laufende und immer pünktlich bediente Ratenzahlung mit einem Inkassounternehmen. Nun hat dieses Unternehmen die Forderung an ein anderes Inkassounternehmen verkauft. Die neue Firma stellt nun erneute Geschäftsgebühren in Rechnung (1,3). Dies ist eine immens hohe Summe und frisst meine bisher getätigten Zahlungen so gut wie auf. Ist dies rechtens?
solange Sie sich mit den Raten nicht in Verzug befunden haben, ist meiner Ansicht nach diese Geschäftsgebühr nicht angemessen. Allerdings wäre zur verbindlichen Beantwortung der Frage eine genauere Prüfung des Sachverhaltes erforderlich.
Leider kann unsere Kanzlei aufgrund fehlender Kapazitäten derzeit keine Fälle im Bereich Inkassoabwehr bearbeiten, ich bitte Sie dafür um Verständnis.
22. Juni 2020 um 19:57
folgender Fall: Mehre Forderungen eines Fitnesstudios werden widersprochen. Auf den Widerspruch wird nicht eingegangen trotz mehrmaligen Hinweis. Trotz Hinweis auf die einschlägige Rechtssprechung zum Thema Inkasso bei widersprochenen Forderungen schaltet das Fitnessstudio ein Inkasobüro ein.
Nun meine Frage berechtigt diese Vorgehen zu einer Kündigung aus wichtigem Grund nach §314 BGB? Aus den AGB´s ergibt sich ein Kündigungsrecht für das Fitnessstudio aus wiechtigen Grund weil ich mit 4 Mitgliedsbeiträgen im ausstand bin.
23. Juni 2020 um 12:10
vielen Dank für Interesse an unserer Rechtsdienstleistung. Ob eine Kündigung in Ihrem Fall wirksam ist, kann ich ohne Durchsicht Ihrer Vertragsunterlagen nicht sagen. Daher empfehle ich Ihnen unsere kostenlose Erstberatung. Sie erreichen uns werktäglich unter 0221 67770055.
22. Juni 2020 um 00:40
ich habe einen Bekante bei mir in Wohnung angemeldet und der hat bei mir 5 Monate lang gewohnt. Leider musste er die Wohnung verlassen, da er nicht sauber war. Er hat aber 2 Monate Miete nicht an mich als Hauptmieter bezahlt. Mit uns war noch ein Kumpel der mir schriftlicht bestätigt hat das Schulder die Miete nicht bezahlt hat. Der Schulder wollte das nicht zahlen. Was kann ich dafür machen?
22. Juni 2020 um 14:50
Sie könnten einen Mahnbescheid gegen den Schuldner beantragen. Zunächst sollten Sie ihm jedoch eine schriftliche Mahnung senden.
Ich bitte Sie um Verständnis, dass wir Ihnen in diesem Rahmen dabei keine weitere Unterstützung geben können.
7. Juni 2020 um 21:41
mein ehemaliger Chef hatte mir zu wenig Lohn ausgezahlt, so dass ich mit anwaltlicher Hilfe die Restzahlung einholen konnte.
Anschließend behauptete er das eine Überzahlung stattgefunden hat und forderte ca. 180€ zurück.
Sowohl ich als auch mein Anwalt konnten die Überzahlung nicht erklären.
Jetzt liegt eine Mahnung der Creditreform in Höhe von ca. 280€ vor und es stellt sich mir die Frage wie ich mich dagegen wehren kann.
Ist es der Creditreform möglich Klage einzureichen oder muss dies über den Gläubiger (Ex-Chef) passieren.
Wie weit kann die Creditreform dabei gehen?
wie mir scheint, hat Ihr ehemaliger Arbeitgeber seine behauptete Forderung in Höhe von 180 Euro an die Creditform abgetreten (verkauft). Daher ist die Creditform legitimiert gegen Sie den Prozess zu führen. Damit ist aber noch nicht die Frage beantwortet, ob die geltend gemachte Forderung auch berechtigt ist. Grundsätzlich trägt die anspruchsbegehrende Partei die Beweislast. Für mehr Fragen stehe ich und mein Team Ihnen gerne im Rahmen unserer kostenlosen Erstberatung zur Verfügung. Wir sind werktäglich unter 0221 67770055 für Sie erreichbar.
7. Juni 2020 um 14:11
Ich habe vom Inkasso Unternehmen einen angeblich “ rechtskräftigen Festsetzungsbescheid “ erhalten .
Ist das rechtlich überhaupt möglich?
Ich habe noch nie etwas von diesem Unternehmen gehört noch i-welche Daten beigefügt bekommen,wie der Betrag zwischen 2013-2016 zustande kommt.
Vielen Dank für ihre Hilfe im voraus hinein
8. Juni 2020 um 12:11
einen „Festsetzungsbescheid“ erhält man in der Regel von einer Behörde und nicht von einem privatrechtlichen Unternehmen. Eine Ausnahme hiervon besteht bei sogenannten „Beliehenen“. Diese bekommen Hoheitsbefugnisse übertragen und könnten dann einen Festsetzungsbescheid erlassen. Ob dies in Ihrem Fall zutrifft, kann ich aus Ihren Aussagen nicht schließen. Eine Handlungsempfehlung lässt sich daher erst nach eingehender Prüfung Ihres Falles abgeben. Sie können sich gerne an unsere kostenlose Erstberatung am Telefon wenden, 0221 67770055.
Ralf A. says:
6. Juni 2020 um 13:20
Meine Frau und Ich haben jeweils ein Vollstreckungsbescheid für die
gleiche sache ( Stromanbieter ) dieses ist nun bei einem Inkassounternehmen.Bei mir wurde eine Lohnpfändung eingeleitet worauf die Forderung mit allen Zinsen usw bezahlt wurde.
Nun fordert das Inkassounternehmen die gleiche Forderung bei meiner Frau an
nun meine Frage, durch meine Lohnpfändung hat der geschädigte doch sein Geld bekommen. Ist das rechtens das mann 2 mal bezahlen mus
8. Juni 2020 um 12:20
aus Ihren Schilderungen schließe ich, dass Sie und Ihre Frau gemeinsam Vertragspartei eines Stromlieferungsvertrags sind. Damit haften Sie und Ihre Frau grundsätzlich gesamtschuldnerisch für begründete Verbindlichkeiten aus dem Vertrag. Daher wurden Sie beide vermutlich für die gleiche Forderung in Anspruch genommen. Natürlich brauchen Sie eine Verbindlichkeit nur einmal zu befriedigen. Daher empfehle ich Ihnen, dem Inkassounternehmen einen Nachweis über die Bezahlung zuzusenden und mitzuteilen, dass das in Anspruch nehmen Ihrer Frau damit rechtswidrig ist.
27. Mai 2020 um 00:06
Sehr geehrter Dr. V. Ghendler,
ich erhielt eine Mahnung für ein Parkverstoss von einem privaten Unternehmen. Da ich keinen Zettel an meinem Auto vorfand, legte ich Widerspruch ein und bat um ev. Nachweise. Zusätzlich forderte ich die unberechtigten Mahngebühren zu korrigieren und erklärte bei Nachweis des Verstoßes die umgehende Begleichung. Den Nachweis erhielt ich dann vom Inkassobüro, welches nun zusätzlich eine Inkassogebühr fordert. Die berechtigte Gebühr für den Parkverstoss überwies ich, sowie wohlwollend die Mahngebühr von 2,50€. Der Inkassogebühr widersprach ich mit Hinweis auf Unkenntnis des Verstoßes, Nichterhalt des Gebührenzettels und berief mich auf die Schadenminderungspflicht des Gläubigers. Ist die Inkassogebühr von mir zu zahlen?
27. Mai 2020 um 14:01
hier kommt es darauf an, ob das Schreiben des Unternehmens als Rechnung mit Mahnhinweis war. In diesem Fall könnte eine Geschäftsgebühr unter Umständen berechtigt gewesen sein.
Zu meinem Bedauern besitzt unsere Kanzlei derzeit keine Kapazitäten zur Abwehr unberechtigter Inkassoforderungen.
Andrea Brunstein says:
26. Mai 2020 um 11:01
aufgrund einer in 2009 mit einem Sachbearbeiter der Deutschen Bank verhandelten(mündlich/Aktenvermerk) Zinsaussetzung für den Zeitraum von einem Jahr (Tilgungsraten zu 100% weitergezahlt), wurde uns der Kredit über ein gewerbliches Objekt fristlos gekündigt. Innerhalb eines Zeitraumes von 6 Wochen konnten wir das Objekt weiter veräußern. Die Differenz zu der gesamten Forderung betrug noch 91.000 €. Die Bank trat die Forderung an ein Hamburger Inkassounternehmen ab. Eine Mitarbeiterin teilte uns damals mit, dass das Inkassobüro verhandlungsbereit sei bei einer sofortigen Ablösesumme von 60.000/70.000 €. Das war zum damaligen Zeitpunkt unsererseits nicht möglich. Zwischenzeitlich sind ca. 45.000 € gezahlt worden.
Seit 2018 bin ich geschieden. In der Scheidungsvereinbarung wurde festgehalten, dass mein Exmann für die gesamte Restschuld aufkommt. Das Inkassounternehmen sieht uns weiter als Gesamtschuldner und erwartet weiterhin meine monatliche Rate, akzeptiert nicht, dass mein Exmann diese übernehmen will sondern droht mir für diesen Fall mit Pfändung sowie die sofortige Rückzahlung der Gesamtsumme und das obwohl mein Exmann den Betrag übernehmen will und auch seiner Ratenzahlungsverpflichtung nachkommt.
Nun teilte dieser mir mit, dass er den Kredit ablösen möchte. Allerdings nicht mehr als 20.000/25.000 €. Um einen Verhandlungsvorteil zu bekommen, möchte er die Ratenzahlung aussetzen. Er hat mich nun aufgefordert, die monatliche Rate an das Inkassounternehmen einzustellen.
Ist das der richtige Schritt? Das Unternehmen wird doch sicherlich die ZV einleiten. Einen Kontowechsel zu einer anderen Bank habe ich bereits vorbereit.
Zu meiner Person ü 55, Unterhalt bis 2022, Minijobs
Exmann: Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens
26. Mai 2020 um 18:17
eine Zwangsvollstreckung droht Ihnen erst beim Vorliegen eines Titels. Ein Privatrechtssubjekt – wie das nichtstaatliche Inkassounternehmen – kann einen solchen Titel in der Regel nur durch ein Urteil oder ein gerichtliches Mahnverfahren erwirken. In beiden Fällen haben Sie die Möglichkeit, sich gegen das in Anspruch nehmen zu wehren. Insoweit lässt sich die Sorge vor einer Zwangsvollstreckung zunächst relativieren. Des Weiteren ist es so, dass Sie der gesamtschuldnerischen Haftung aus dem Kreditvertrag nicht durch eine Vereinbarung zwischen Ihnen und Ihrem geschiedenen Mann entkommen können. Das bedeutet, dass Ihnen nur eine grundlegend neue vertragliche Vereinbarung zwischen Ihnen und dem Inkassounternehmen wirklich Rechtssicherheit und „Ruhe“ einbringen wird. Um Ihnen sagen zu können, wie Sie am besten auf das Inkassounternehmen zugehen sollten, müsste man u.a. auch den Gläubiger kennen. Falls Sie weitere Fragen haben, lege ich Ihnen unsere kostenlose Erstberatung nahe. Sie erreichen uns via Mail oder am besten per Telefon unter 0221 67770055.
26. Mai 2020 um 10:55
ein Inkassobüro und ich hatten regen Schriftverkehr, weil mein alter Internetanbieter mir zu viel berechnen möchte, da er meine Kündigung nicht anerkennt. Ich bin mir sicher, dass meine Kündigung stimmt, weshalb mir nach der Rechnung 2-3 Monate zu viel berechnet wurden. Ich möchte ja sogar zahlen, ich möchte nur eine Anpassung des Betrages. Jetzt antwortet das Inkassobüro mir nicht mehr schriftlich und geht nicht mehr ans Telefon. Was sind die nächsten Schritt des Inkassobüros? Und sollte ich mir einen Anwalt holen, da ja ein gewisser Teil zurecht gefordert wird?
Danke:) und Gruß
es ist misslich, wenn Sie in dem Inkassobüro niemanden mehr erreichen. So können Sie natürlich keine Klarheit schaffen. Es kommt nicht selten vor, dass ein Inkassounternehmen eine Forderung nicht mehr verfolgt oder später nochmal auf Sie zukommen wird. Um einschätzen zu können, ob ein Anwalt erforderlich ist, müsste man noch einige Umstände Ihres Falles kennen. Sie können sich gerne an unsere kostenlose Erstberatung wenden. Wir sind telefonisch unter 0221 67770055 oder via E-Mail (info@anwalt-kg.de) für Sie erreichbar.
24. Mai 2020 um 15:17
Ist eine Lohnabtretung rechtens, wenn ich einem vorigem Mahnbescheid fristgerecht widersprochen habe? Ein Inkassounternehmen hat eine Forderung von eines Bank aufgekauft. Die Bank und das Inkassounternehmen nahmen die Lohnabtretung nicht in Anspruch. Dem Mahnbescheid des Inkassobüros habe ich fristgerecht wegen falschen Kosten und Höhe der Schuld im ganzen widersprochen. Jetzt macht das Inkassounternehmen plötzlich gebrauch von der Lohnabtretung und fordert Geld von meinem Arbeitgeber. Ist das zulässig, da ich ja der Forderung widersprochen habe?
nach Ihren Schilderungen stellt sich mir die Frage, ob Sie mit „Lohnabtretung“ nicht eher „Lohnpfändung“ meinen. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann hat das Inkassounternehmen eine Forderung der Bank gegen Sie erworben. Diese Forderung versuchte das Inkassounternehmen durch das gerichtliche Mahnverfahren zu einem Titel erstarken zu lassen, um dann die Zwangsvollstreckung gegen Sie zu betreiben. Da Sie dem Mahnbescheid aber widersprochen haben, versucht das Inkassounternehmen nun die Forderung beim Arbeitgeber geltend zu machen. Das ist so nicht zulässig. Ihr Arbeitgeber darf in diesem Fall nicht an den Unternehmer leisten. Leistet er doch, so können Sie weiterhin Lohnauszahlung von Ihrem Arbeitgeber beanspruchen. Es ist für mich fraglich, wie das Inkassounternehmen auf Ihren Arbeitgeber kommt. Dies könnte sich dadurch erklären lassen, dass Sie der Bank Ihre Lohnforderung gegen Ihren Arbeitgeber verkauft oder verpfändet haben. Falls Sie Ihre Lohnforderung an die Bank verpfändet haben und diese an das Inkassounternehmen abgetreten wurde, kann sich das Inkassounternehmen an den Arbeitgeber wenden, wenn der Sicherungsfall eingetreten ist. Falls Sie weitere Fragen haben, können Sie sich gerne an unsere kostenlose Erstberatung am Telefon (0221 67770055) wenden.
S.Thi says:
21. Mai 2020 um 21:36
Guten Abend Dr.V.Ghendler,
ich habe auch eine Frage und zwar habe ich eine Forderung zwecks überziehen des Bankontos, was soweit auch richtig ist. Ich habe in einem Brief die genannte Forderung von knapp 2400E in jeweils 200 Euro Beträgen abbezahlt. Und war meines Wissens fertig mit der Zahlung. Jetzt kam aber eine Mahnung ich sollte doch die noch fälligen 200 E vom Monat begleichen und mich in Zukunft an meine vereinbarten „zeiten“ halten.Darauf hin habe ich mir eine Kostenaufstellung angefordert, weil ich ja eigtl fertig bin. Und in dem Brief ist irgendwie nichts stimmig. Jetzt soll ich noch über 700E bezahlen und die Forderung ist von 2006. Das ganze war aber 2015 und die eigentliche Forderung war mal 1095Euro. Ich finds bisschen dreist langsam. Soll ich die ausstehenden 750 Euro noch bezahlen oder kann ichs verweigern weil die haben ja eh schon das doppelte bekommen? Oder soll ich mich an einen Anwalt wenden? Was raten Sie mir?
Sie sprechen an einer Stelle davon, dass noch 200 Euro verlangt werden. An einer anderen Stelle schreiben Sie, dass nun 750 Euro verlangt werden. Des Weiteren berichten Sie davon, dass Sie auf eine Forderung von 2015 gezahlt haben, nun aber zugleich eine Forderung von 2006 angegeben wird. Für mich stellt sich das Ganze so dar, dass das Inkassounternehmen vermutlich zwei verschiedene Forderungen gegen Sie verfolgt. Ob diese berechtigt sind oder nicht, kann ich nur nach Einsicht der Unterlagen beurteilen. Außerdem könnten die Ansprüche verjährt sein, sodass für Sie die Einrede der Verjährung in Frage kommt. Ich empfehle Ihnen daher zunächst, die Ratenzahlungsvereinbarung mit dem letztgenannten Brief zu vergleichen. Schauen Sie dabei, ob es sich um die gleiche Hauptforderung handelt. Falls es sich um die gleiche Hauptforderung handelt, dann zählt der Inhalt der letzten Vereinbarung (also die Ratenzahlungsvereinbarung). Anschließend erstellen Sie einen Beleg für die bezahlten Raten und schicken das dem Inkassounternehmen mit der Bitte, die Erledigung der Forderung zu erklären. Falls es sich aber um zwei Forderungen handelt, müssten Sie erstmal klären, ob die Forderung von 2006 berechtigt ist oder nicht, damit Sie nicht einfach eine Zahlung ohne Rechtsgrund leisten oder auf eine bereits verjährte Forderung zahlen.
Sie haben jedoch auch die Möglichkeit, sich im Rahmen unserer kostenlosen Erstberatung am Telefon (0221 67770055) informieren zu lassen. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.
ich werde wohl die nächsten Wochen eine Forderung seitens eines Inkassobüros erhalten. Diese wird wohl berechtigt sein (zumindest wenn das Inkassobüro seriös ist). Ich habe nun folgende Fragen: Wie viel nimmt ein Anwalt ungefähr, damit ich die Unkosten bereits vorab kalkulieren kann? Und: Ich wäre in der Lage die Forderung in Raten zügig zu begleichen, bekomme ich dennoch einen Eintrag in der Schufa? Der Gläubiger ist übrigens eine Kreditkartengesellschaft.
13. Mai 2020 um 13:43
bezüglich Ihrer Frage zum Schufa-Eintrag könnte es sein, dass Sie bereits einen negativen Eintrag haben. Grundsätzlich ist es so, dass die Kreditkartengesellschaft die Kündigung des Kreditvertrags wegen Pflichtverletzung der Schufa zur Eintragung meldet. Ob dies in Ihrem Fall auch so ist, lässt sich anhand Ihrer Angaben nicht sicher sagen.
Hinsichtlich der zweiten Frage bezüglich der Vergütung für eine Rechtsdienstleistung lässt sich keine pauschale Aussage treffen. Dies hängt von der Rechtsdienstleistung ab. Wir informieren Sie jedoch gerne im Rahmen unserer kostenlosen Erstberatung. Sie können uns dafür einfach unverbindlich unter 0221-67770055 anrufen.
8. Mai 2020 um 12:51
ich habe seit 2015 eine RSB vorliegen, da ich mit meiner Firma im Zuge der Pleitewelle 2008/2009 auch auf der Strecke geblieben bin. Nun ist die Firma EOS DID sehr hartnäckig und schreibt mir weiterhin. Nachdem ich mehrfach auf die Insolvenz hingewiesen habe, gehe ich von der „steter-Tropfen“-Taktik aus. Wahrscheinlich gehen die davon aus dass viele trotz Naturalobligation zahlen. Nun habe ich wieder Post, mit einem großzügigen Nachlass. Statt 890,60 soll ich nunmehr 712,50 zahlen. Zum 75. Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation gewährt man mir also 20% Nachlass und verzichtet diesmal sogar auf zahnlose Drohungen. Gibt es eine Möglichkeit, diesen Schwachsinn zu unterbinden? Das kostet Zeit, (deren) Geld und die Umwelt wird es sicherlich auch danken.
mehr als auf die erfolgte Restschuldbefreiung hinzuweisen und die Zahlung zu verweigern können Sie meiner Ansicht nach nicht tun. Der Tatbestand der Nötigung ist wohl noch nicht erfüllt. Leider wenden Inkassobüros die von Ihnen genannte, verwerfliche Taktik oft an.
Sandra Bohr says:
7. Mai 2020 um 09:44
seit 2 Jahren bekomme ich alle paar Monate eine Forderung eines Inkasso-Unternehmens. Ich habe auf jeden Brief direkt Widerspruch eingelegt und gefragt, worum es denn geht. Meine Briefe wurden nie beantwortet, die geforderte Summe änderte sich aber bei jedem Brief. Erst waren es 260 Euro, dann 180 Euro, dann 150 Euro, jetzt sind es wieder 190 Euro. Auf die letzte Forderung habe ich per Einschreiben mit Rückschein geantwortet, so dass mir nun – nach 2 Jahren – mitgeteilt wurde, dass es sich um eine Telefonrechnung aus dem Jahr 2008 in Höhe von 6 Euro handele. Da ein rechtskräftiger Titel existiere müssten sie mir keine weiteren Unterlagen vorlegen. Aber ich kann das doch nicht einfach bezahlen?! Ich habe nie eine Rechnung oder Mahnung oder sonst irgendwas vorher gesehen! Für eine Rückmeldung danke ich Ihnen! Mit freundlichen Grüßen, Sandra Bohr
8. Mai 2020 um 14:31
Sehr geehrte Frau Bohr,
lassen Sie sich vom Inkassobüro eine Kopie des Mahnbescheides oder Vollstreckungsbescheides und einen Nachweis über die Zustellung geben. Möglicherweise handelt es sich um eine Verwechselung.
Beachten Sie, dass Sie bei Erhalt der Kopien fristgerecht Einspruch einlegen sollten.
6. Mai 2020 um 22:18
In Ihrer Einleitung zum Inkassobrief schreiben Sie folgendes:
„Verlangen Sie immer als erstes, das Original der Vollmacht bzw. der Abtretungserklärung zu sehen. So können Sie sichergehen, dass Ihre Gläubiger das Unternehmen tatsächlich beauftragt haben.“
Im vorliegenden Fall verlangte ich gegenüber einem Inkassobüro die Vorlage einer Originalvollmacht gem. § 88 ZPO. Das Inkassobüro erklärte jedoch, dass eine Vorlage einer Originalvollmacht nicht notwendig ist, da es sich bei einer Zahlungsaufforderung nicht um einen Rechtsstreit handelt, sondern, dass hier lediglich § 11a RDG gilt.
Wie ist diese Aussage zu werten?
7. Mai 2020 um 13:45
diese Frage ist nicht genau geklärt. Tatsächlich gibt es aber die Auffassung, dass das Inkassobüro die Originalvollmacht erst bei Antrag auf Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses vorlegen muss. Bei der reinen Zahlungsaufforderung ist aber davon auszugehen, dass zumindest eine Kopie der Vollmacht vorgelegt werden muss. Dies dürfte ausreichen, um dem Informationsinteresse des Schuldners zu genügen.
Darf ein Inkassounternehmen meine Adresse beim Einwohnermeldeamt erfragen und wenn ja warum? Ist die Behörde nicht an die DSGVO gebunden?
Timo Long
30. April 2020 um 14:39
Sehr geehrter Herr Long,
in der Regel gilt das Interesse des Inkassounternehmens an der Adressermittlung als berechtigt und wird daher das Datenschutzinteresse überwiegen. Somit bleibt die Abfrage beim Einwohnermeldeamt weiterhin möglich.
N. MÜLLER says:
28. April 2020 um 13:35
mein Vertragspartner hatte mir, ohne vorherige Info eine Lastschrift in dreistelliger Höhe rein gedrückt. Diese konnte mangels Deckung nicht eingelöst werden. Ich habe den Vertragspartner mehrmals um Klärung gebeten, wieso und weshalb und wie sich das zusammen setzt.
Dabei habe ich ne Mahnung bekommen, weshalb ich weiter den Kontakt mit dem Vertragspartner gesucht habe. Leider erfolglos.
Jetzt kam ein Inkasso Schreiben.
Wie kann man da am besten weiter vorgehen?
Ich bin weiter nicht mit der Höhe des Betrags einverstanden.
29. April 2020 um 15:32
anhand Ihrer Angaben haben Sie noch keinen gerichtlichen Mahnbescheid erhalten. Sobald dies der Fall ist, legen Sie auf dem mitgesendeten Formular Widerspruch ein.
Zudem sollten Sie bereits jetzt dem Inkassobüro Ihre Einwände gegen die Forderung mitteilen.
Frissen says:
27. April 2020 um 08:23
Sehr geehrter Dr. V Ghendler,
ich bin letztes Jahr im Januar in der Stadt Antwerpen gewesen. Anfang dieses Jahrs bekam ich eine Aufforderung zur Zahlung einer Strafe wegen Befahrens einer Umweltzone.
Zu der Zeit war das Auto zulässig auf den Straßen Antwerpens unterwegs. Es wurde mir angeboten eine nachträgliche Registrierung vorzunehmen. Da sich die Regeln aber zum Beginn 2020 verschärft haben, war dies über die Onlinemaske der Stadt Antwerpen nicht mehr möglich.
Ich nahm telefonischen Kontakt mit der weder Deutsch noch Englisch sprechenden Stadt Antwerpen auf. Man nahm sich meiner Sache an und versicherte eine Erledigung bei fristgerechtem Widerspruch durch Einschreiben mit Rückschein. Dem kam ich nach. Ich ging von einer Beendigung des Verfahrens aus.
Dieses Wochenende erreichte mich allerdings ein Schreiben eines deutschen Inkassobüros, welches erneut, nebst entstandener Kosten eine Durchsetzung der Strafe anstrebt.
Ich selbst bin in Antwerpen das Auto gar nicht gefahren, ist meine Verkehrsrechtsschutz dafür zuständig, da das Auto auf mich zugelassen ist und mir die Forderungen in Rechnung gestellt werden?
Welche Möglichkeiten habe ich generell?
28. April 2020 um 16:38
zu meinem Bedauern kann ich ohne weitere Angaben nicht beurteilen, ob die Strafe gerechtfertigt ist oder nicht. Als Halter des Fahrzeugs sind zunächst einmal Sie für die Strafe verantwortlich, somit würde ich davon ausgehen, dass Ihre Rechtsschutzversicherung den Fall übernehmen wird.
Gerne stellen wir kostenlos für Sie eine Deckungsanfrage bei Ihrer Rechtsschutzversicherung. Senden Sie uns einfach eine E-Mail an kontakt@anwalt-kg.de
16. April 2020 um 02:47
Sehr geehrter Herr Dr. Ghendler
Ich erhielt Mitte März ein Schreiben von der Accredis Inkasso, in welchem sie binnen 14 Tagen über 200€ von mir fordert. Sie hätten mich schon mehrfach angeschrieben etc., ich hätte nicht reagiert. Es erreichte mich bis dato weder etwas von einem Inkassobüro noch vom genannten Gläubiger. Es sei eine von der Postbank im Jahr 2010 verkaufte Forderung für ein Konto, das ich wohl im Jahr 2007 eröffnet habe. In einem ersten Schritt habe ich der Forderung widersprochen, denn ich kann mich weder entsinnen, noch habe ich in meinen Unterlagen irgendwelche Belege für die frühere Existenz eines solchen Kontos. Ferner habe ich mich beim zuständigen Gericht darüber informiert, ob seit 2003 ein Tiltel gegen mich erwirkt wurde – dies ist nicht der Fall.
Ich habe heute die im Widerspruch geforderte Kopie des Vertrages per Post bekommen. Auf der Vertragskopie ist zweifellos meine Unterschrift, nur stimmt die angegebene Adresse nicht, denn ich habe erst drei Jahre später an der angegeben Adresse gewohnt. Wie kann das sein- handelt es sich evtl. um eine Fälschung?
Ich frage mich auch, ob das Ganze -zumal ohne Titel- nicht schon längst verjährt ist? Ich habe im Netz bei Recherchen unzählige ähnliche Fälle gefunden und bin wirklich schockiert darüber, mit welchen Methoden man zu Geld kommen kann. Was kann im schlimmsten Fall passieren, wenn ich nun nicht zahle und dem Ganzen mit der Einrede der Verjährung erneut widerspreche?
Für eine Einschätzung bin ich Ihnen sehr dankbar.
Sehr geehrte Frau Vale,
in der Tat versuchen Inkassounternehmen sehr häufig, bereits verjährte Forderungen durchzusetzen und kaufen diese sogar gezielt auf. Dass dabei sogar auf Urkundenfälschung zurückgegriffen wird, ist sicherlich eine Ausnahme.
Wie von Ihnen bereits geschrieben sollten Sie die Einrede der Verjährung geltend machen und die Zahlung verweigern.
Im schlimmsten Fall besitzt das Inkassounternehmen doch bereits einen vollstreckbaren Titel und kann dann unter Umständen eine zusätzliche Mahngebühr fordern.
15. April 2020 um 10:45
ein Inkassounternehme hat gegen mich eine Forderung. Diese wird anwaltlich bestritten, da ich Opfer eines Identitätsdiebstahls geworden bin. Strafanzeige wurde auch gestellt. Bevor ich über diese Forderung Kenntnis erlangte hat dieses Inkassounternehmen eine Schufa-Anfrage gestellt. Dürfen Inkassounternehmen unberechtigt und ohne meiner Zustimmung abfragen durchführen? Wie lange bleibt dieser Eintrag über die Anfrage bestehen und wer bekommt diese Anfrage zu sehen?
ohne Ihre Zustimmung erhält das Inkasso-Unternehmen von der Schufa laut eigener Angaben nur Ihre Adresse. Andere Abfragen sind ohne Ihre Zustimmung nicht zulässig.
Die Ermittlung des Schufa-Scores ist nicht transparent. Daher ist mir nicht bekannt, welche Auswirkungen die Abfrage auf den Schufa-Score haben wird. Grundsätzlich dürften wenn überhaupt nur Banken und Kreditkartengesellschaften eine Auskunft über dieses gespeicherte Merkmal erhalten.
9. April 2020 um 17:15
ein Schuldnerberater hatte meine Gläubiger mit einem Schuldnerbereinigungsplan eine Einigung erzielen können.
Der Gläubiger Santander hatte nach 21 Monaten die Forferung an die Gfkl abgetreten.
Hier stellte sich fest, dass die Forderung nun ca 150 Euro höher ist.
Sofoert hatte ich den Kontakt 11.2019 per Email, Post und telefonisch aufgenommen. Keine Antwort auf nichts.
Vor langer Zeit in diesem Jahr ca. 2 Wochen hatte ich ein weiteres Schreiben per Einschreiben Rückantwort versendet.
Meine Frage: muss das Inkassounternehmen nicht Antworten ?
Wo sind meine Rechte ?
wenn die Santander zuvor dem Schuldenbereinigungsplan zugestimmt hatte und die Raten seitdem pünktlich gezahlt wurden, so darf die Forderung nicht durch Inkassogebühren weiter erhöht werden.
Lüdcke says:
8. April 2020 um 20:10
Habe vom Inkassobüro eine Forderung erhalten angeblich aus 2003 eine Rechnung nicht vollständig bezahlt.( 30,39 ) .
Jetzt wollen sie insgesamt 380,-€
Ohne Nachweis worum es sich handelt. Jetzt nach Aufforderung nannten sie die Firma der ich ang. Geld schuldete, aber die Firma gibt es nicht mehr. Was für Unterlagen muss das Inkassobüro mir vorlegen ?
9. April 2020 um 10:55
aufgrund des hohen Alters dieser Forderung könnte erst einmal eine Verjährung in Betracht kommen. Forderungen verjähren in der Regel nach drei Jahren, sofern kein vollstreckbarer Titel erwirkt wurde. Inkassounternehmen versuchen oft, verjährte Forderungen durchzusetzen. Daher sollten Sie dem Unternehmen mitteilen, dass Sie ohne Nachweis über eine Titulierung davon ausgehen, dass die Forderung verjährt ist und daher nicht bezahlen werden.
Das Inkassounternehmen muss darüber hinaus die Hauptforderung inklusive Forderungsgrund sowie bei Verträgen den Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses mitteilen. Die Inkassokosten müssen aufgeschlüsselt werden.
Wir haben eine Forderung con 527 Euro bekommen, die Kosten sind wohl entstanden durch Rechnungen von 4 Monaten wegen Telekom, Mahngebühren etc. Wir haben allerdings schon insgesamt 300 Euro überwiesen gehabt, letzte Zahlung war im Dezember. Jetzt wird das Konto gepfändet.
In dem letzten Inkassobrief steht außerdem : sie wollen doch nicht, dass wir zwangsvollstreckungsmaßnahmen einleiten und ggf die abgabe der vermögensauskunft für sie erforderlich wird. Ist das so rechtens das zu schreiben ohne kann es auch als Drohung gesehen werden?
8. April 2020 um 12:19
leider bauen Inkassobüros häufig solche Drohkulissen auf, um den Schuldner zur Zahlung zu bewegen.
Grundsätzlich hat das Inkassobüro auch die Möglichkeit, die Abgabe der Vermögensauskunft zu erzwingen. Diese Ankündigung stellt noch keine Drohung dar. Voraussetzung ist allerdings, dass auch klar darauf hingewiesen wird, dass Ihnen die Möglichkeit bleibt, die Forderung zu bestreiten bzw. sich gerichtlich gegen die Forderung zu verteidigen, wenn diese nicht begründet ist.
Falls dieser Hinweis fehlt, handelt es sich vermutlich um eine unzulässige Drohung.
Mit freundlichen Grüßen+
Katharina Friedrich says:
Hallo Herr Dr. Ghendler.
Ich bin seit mehreren Wochen mit einen Inkassobüro meines Stromlieferanten in Konflikt.
Der Stromanbieter hat meiner Ansicht nach unberechtigt eine Forderung an sein Inkasso Unternehmen weitergeben.
Der offenen Betrag ( der für mich vollkommen unklar war ) ist asap an den den Energielieferanten überwiese worden. Das bedeutet, nur noch die Inkasso – Kosten sind offen.
Ich widerspreche seit dem fleißig jeder Art von Drohung des Inkasso Unternehmens. Auch Anrufe nehme ich mittlerweile nicht mehr an.
Das Inkasso Büro droht nur den Auftrag an einen weiteren Dienstleister weiterzugeben und bei nicht erfolgtem Zahlungseingang den Vertrag aufzukündigen ?
Ist diese Drohung trotz Widerspruchs rechtens und wie soll ich mich verhalten ?
8. April 2020 um 13:25
grundsätzlich kann ich ohne nähere Kenntnis des Sachverhaltes nicht beurteilen, ob die Inkassogebühren rechtmäßig waren, oder nicht. Einerseits ist ein Großteil der Inkasso-Forderungen überhöht oder gänzlich unberechtigt, aber andererseits darf das Inkassobüro gewisse Gebühren durchaus verlangen.
Nicht zulässig ist meines Erachtens der Versuch, widersprochene Inkassogebühren durch Drohung mit Vertragskündigung einzutreiben. Allerdings würde Ihnen bei einem hartnäckigen Inkassobüro nur das Einschalten eines Gerichts bleiben, beispielsweise durch eine negative Feststellungsklage.
Sascha Welsch says:
Guten Tag habe ein Artikel bei Amazon bestellt dieser war defekt, es ging zum Inkasso.
Habe den Artikel aber zurück geschickt.
Kann das Inkasso hier einen Anspruch erheben ?
4. April 2020 um 14:51
Sehr geehrter Herr Welsch,
wenn Sie von Ihrem gesetzlichen oder vertraglichen Rücktrittsrecht Gebrauch gemacht haben, hat Amazon bzw. das Inkassobüro keinen Anspruch mehr auf eine Forderung, denn Sie müssen den Vertrag nicht mehr erfüllen. Wenn der Artikel defekt war, haben Sie darüber hinaus weitere Ansprüche, insbesondere erst einmal auf Nacherfüllung, das heißt Umtausch oder Reparatur der Ware, falls die Rückgabefrist schon abgelaufen war.
24. März 2020 um 11:34
Ich hatte vor 3 Jahre ein Fahrzeug , Peugeot , finanziert über PSA Bank. Durch einen Unfall, nicht mit dem Fahrzeug, konnte ich bis jetzt nicht mehr arbeiten und leider ab November 2019 die Raten für den Kredit auch nicht mehr bedienen.
Nach langen Diskutionen mit der PSA, die dann , obwohl sie wussten das ich im Moment die monatliche Raten nicht bedienen konnte weil ich eine Stundung beantragt habe, was natürlich nicht genehmigt wurde, hatten die PSA die Forderungen an 2 Inkasso gegeben, obwohl die PSA Bank Ihr eigenes Inkasso und Rechtsabteilung hat.
Hat die Bank nicht eine Schadensminderungspflicht ?
Zwischendurch, hat die PSA, innerhalb eines Monats mir 2 Rechnungen zukommen lassen, eine über 30000 und die 2te über 14000 . Den Unterschied und wie die auf dieser Summe kommen sind kann ich nicht nachvollziehen und so habe ich um eine detailierte Aufstellung verlang, was natürlich nicht erfolgte.
Ich teilte der PSA auch mit, das ich das Fahrzeug unter diesen Umständen nicht zurück geben kann.
Jetzt hat die PSA wieder ein Inkasso beauftragt und zwar dieses Inkasso soll eine Anzeige bei der Polizei machen und das Inkasso hatte der Polizei eine offene Rechnung von jetzt 24000 Euro und eine Vollmacht zukommen lassen, wohl gemerkt nicht das Original.
Jetzt keine Frage:
Was kann die Polizei in diesem Fall machen ? Darf Sie das Fahrzeug beschlagnahmen oder was kann Sie sonst machen ?
Kann ich von der Polizei die Anzeige verlangen, damit ich sehen kann um was es geht genau geht usw. Ich muss mich ja irgendwie dagegen wehren. Habs versucht, aber die Polizei hat gesagt, das sie im Moment das nicht aus der Hand geben möchten.
Muss die PSA Bank mich nicht verklagen auf Rückgabe des Fahrzeug oder die bedient sich jetzt der Polizei um Kosten zu sparen.
Da die Sache sehr ernst ist, also, so ca 2 Wochen möchte ich Sie bitten wenn möglich, mir so schnell wie möglich eine Antwort geben.
Ich erwäge jetzt auch eine Anzeige bei der Polizei wegen Betrugs oder versuchten Betrugs seitens der PSA Bank , da diese jedesmal eine neue und sehr unterschiedlliche Rechnung schickt.
Müsste die PSA Bank nicht klagen oder so ?
24. März 2020 um 16:50
grundsätzlich kann die Bank bei Nichtzahlung der Raten die Forderung an ein Inkassobüro abtreten und auch das Auto kann eingezogen werden. Dafür kann sich der Eigentümer des Autos, und das ist die Bank bzw. das Inkassobüro, auch der Polizei bedienen.
Ob in Ihrem Fall dabei die notwendigen Schritte korrekt eingehalten worden sind, bedarf einer genaueren Prüfung. Leider kann ich dies in diesem Rahmen nicht beantworten. Ich bitte Sie dafür um Verständnis.
19. März 2020 um 19:51
Sehr geehrter Dr. V.Ghendler,
Ich habe ein Problem ein Inkasso Unternehmen hat einen Titel den ich mehrfach bedient habe. Um endlich von diesem Inkasso los zu kommen. Habe ich es noch einmal bezahlt. Jetzt ist alles ausgeglichen und ich möchte gerne meinen Titel haben und eine schriftliche Bescheinigung das dieses Unternehmen keinerlei Forderungen mehr stellen kann. Jetzt weigert dieses Unternehmen den Titel zu meinem Rechtsanwalt zuschicken. Es würde sich um eine Holschuld handeln ich sollte den Titel in Karlsruhe abholen oder das Unternehmen würde den Titel vernichten. Aber da habe ich so meine Bedenken. Was kann ich meinem Rechtsanwalt raten denn dieser kennt sich überhaupt nicht aus.
B.Sonntag
es ist leider korrekt, dass das Inkassounternehmen nicht verpflichtet ist, Ihnen den Titel zuzusenden. Es reicht aus, Ihnen die Abholung anzubieten.
Wenn das Unternehmen den Titel vernichtet, könnten Sie unter Umständen ein öffentlich beglaubigtes Anerkenntnis nach § 129 BGB verlangen, dass die Schuld aus dem Titel erloschen ist. Allerdings ist fraglich, ob dies auch möglich ist, wenn das Inkassounternehmen vor der Vernichtung die Abholung des Titels angeboten hat. Mehr Auskünfte kann ich hierzu leider nicht geben.
Nach langer Erkrankung konnte ich mich heute, 19.03.2020, wieder kümmern und habe von der am 06.09.2018 erledigten Forderung den Forderungstitel vom Inkassounternehmen telefonisch zurückerbeten. Dort sagte man mir, dass das Inkassounternehmen die Titel nach einem halben Jahr vernichtet, wenn der Schuldner den bis dahin nicht anfordert.
Das kann ich jetzt glauben oder nicht. Die können den ja nicht vernichtet haben und rein theoretisch in 10 Jahren den Titel wieder vorlegen. Dann ist die Zahlung nicht mehr nachweisbar. Die Bank vernichtet die Überweisungsunterlagen nach 10 Jahren gesetzlicher Aufbewahrungsfrist. Und wenn doch hat man zumindest viel Ärger am Hals.
Mit bestem Dank im Voraus und viele Grüße
wenn das Inkassounternehmen den Titel vernichtet hat und somit nicht mehr herausgeben kann, können Sie gemäß § 371 BGB Abs. 2 vom Inkassounternehmen ein öffentlich beglaubigtes Anerkenntnis verlangen, dass die Schuld erloschen ist (§ 129 BGB). Die Kosten hierfür muss das Inkassounternehmen tragen.
Alternativ könnte sich das Inkassounternehmen eine zweite vollstreckbare Ausfertigung des Titels aushändigen lassen. Diese wiederum wird dann entwertet und Ihnen übergeben.
12. März 2020 um 19:27
ich habe eine Forderung beglichen und habe mir eine Datenauskunft zusenden lassen.
Dort habe ich festgestellt, das das Inkassounternehmen meine Bankverbindung aus der
Überweisung heraus gespeichert hat. Kann ich hier eine Löschung verlangen?
13. März 2020 um 11:37
grundsätzlich besteht wohl die Berechtigung, diese Daten zu erheben und zu verarbeiten.
Nach Bezahlung der Forderung darf das Unternehmen aber nur noch solche Daten speichern, die aus steuerrechtlichen Vorschriften aufbewahrungspflichtig sind. Die Kontoverbindung gehört vermutlich nicht dazu. Außerdem darf das Unternehmen diese Daten dann theoretisch nur noch zu diesem Zweck verarbeiten.
9. März 2020 um 10:15
Sehr geehrte Herr Anwalt, ich habe von InfoScore ein schreiben erhalten, in dem gesagt wird, dass ich rund 800 € an vodafone zu uahlen habe. Habe InfoScore angeschrieben und nach eine Vollmacht gebietet. Die vollmacht die ich bekommen habe ist auch dem Jahr 2015 also 3 Jahre bevor ich angeblich eine vertrag bei Vodafone gemacht habe. Ist diese Vollmacht gültig? Ich dachte das jede vollmacht Fallbezogen ist.
11. März 2020 um 12:22
in der Tat muss die Vollmacht fallbezogen sein.
ich habe eine Frage bzgl. eines Postens aus Forderungsaufstellung und zwar
Am 05.02.2010 habe ich ein Mahnbescheid über 550 € erhalten.
Ich vereinbarte darauf hin eine Ratenzahlung mit dem Inkassobüro.
Letzte Zahlung leistete ich am 06.09.2010. Dabei war ich mir sicher alles geleistet zu haben.
Am 01.11.2010 zog ich asiatische Ausland und meldete sich auch bei Einwohnermeldeamt ab. ich kam vor ein paar Monaten zurück.
Es meldete sich darauf hin wieder das Inkassounternehmen mit einer Forderung über 180 €.
Hierbei fielen mir jedoch folg. Pnkt auf bei der Aufstellung
03.08.11 Schufa Anfrage 1,10 €
23.07.12 Pfü Beschluss 1 12,00 €
23.07.12 Pfü 1 – Gerichtskosten 15,00 €
16.10.12 Zwangsvollstr. GV 23,95 €
Muss ich diese trotzt dem entrichten, obwohl ich in guten Glauben bereits im 2010 umgezogen war? Lt. Inkassounternehmen wurde eine Adressermittlung über Schufa gemacht……. Sehe ich es richtig, dass diese eigentlich an Einwohnermeldeamt gerichtet sein müsste?
Kann man hier bei der GV Beauftragung von einem Fehler des Inkassounternehmens sprechen?
Beste Grüße und vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort
ob diese Gebühren gerechtfertigt waren, müsste im Einzelfall geprüft werden. Zu meinem Bedauern können wir derzeit keine Fälle im Bereich ungerechtfertigter Inkasso-Kosten annehmen.
26. Februar 2020 um 21:38
Ihre Antwort ist für mich sehr wichtig!
Ich habe vom Inkassounternehmen eine Rechnung bekommen. Drin wurden so geschrieben: 3 Mahnungen vom Klarna und Kosten von Inkassounternehmen. Ich habe alles sofort bezahlt. Ich hätte früher die Mahnungen bezahlt aber die Mahnungen sind an meine alten Postanschrift gekommen.
Ich möchte klären, ob diese Forderung strafbar ist? Ob ich fürFührungszeugnis Belegart 0 beantragen kann?
ins Führungszeugnis wird dieser Zahlungsrückstand nicht eingetragen, da es sich nicht um eine strafrechtlich relevante Tat handelt. Unter Umständen wird Ihre Bonität bei der Schufa darunter leiden. Aber Sie können sich als nicht vorbestraft bezeichnen und Ihr Führungszeugnis wird unbelastet sein.
H.Razer says:
26. Februar 2020 um 14:51
Guten Tag Dr. V. Ghendler
Ich bin seit Jahren überschuldet und beziehe nunmehr Grundsicherung.
Ich beantragte vor vielen Jahren die Privatinsolvenz beim zuständigem Bürgeramt (Schuldnerberatung).
Antwort, nachdem alle geforderten unterlagen eingereicht wurden: 1 Gläubiger hat der Insolvenz nicht zugestimmt.
Frage: ist dies auch heute noch möglich das wegen 1 Gläubiger der Privatinsolvenz Antrag scheitern kann?
27. Februar 2020 um 16:43
nein, die Zustimmung der Gläubiger ist bei einer Insolvenz nicht erforderlich.
Gerne können wir Ihre Fragen zur Insolvenz auch bei einer kostenlosen telefonischen Erstberatung beantworten. Lassen Sie sich einfach unter 0221 – 6777 0055 einen Termin geben.
20. Februar 2020 um 18:20
darf ein Inkassounternehmen sich weitere persönliche Daten über mich einholen? In meinem Fall hat das Unternehmen bei meinem Arbeitgeber angerufen und nach mir verlangt. Mein Arbeitgeber wurde wohl über Xing herausgefunden. Ich sehe hier ganz klar eine Grenze überschritten.
21. Februar 2020 um 15:36
öffentlich zugängliche Daten darf das Inkassobüro sammeln. Der Anruf bei Ihrem Arbeitgeber war jedoch in der Tat eine Grenzüberschreitung.
Ob Sie eine Löschung der gespeicherten Daten verlangen können, hängt jedoch vom Einzelfall ab.
Ich befinde mich derzeit in Zahlung an 2 verschiedene Gläubiger, die beide von demselben Inkassounternehmen vertreten werden. Aufgrund der derzeitigen Situation ist im Verfahren zwischen dem zweiten Gläubiger bereits ein Versäumnisurteil ergangen. Ich bin nun aber der Meinung, dass die Forderung des ersten Gläubigers eigentlich nicht rechtmäßig besteht. Ist es mir nun möglich, dass bereits auf die nicht bestehende Forderung gezahlte Geld von besagtem Inkassounternehmen auf den verbleibenden Gläubiger umverteilen zu lassen?
19. Februar 2020 um 17:42
es kommt darauf an, ob es eine Tilgungsbestimmung gab. Wenn nicht, gilt die gesetzliche Tilgungsreihenfolge. Eine Aufrechnung mit geleisteten Zahlungen käme nur in Betracht, wenn tatsächlich festgestellt wird, dass die andere Forderung unrechtmäßig war und sich das Inkassobüro somit ungerechtfertigt bereichert hätte.
DerGrosseHase says:
Ich erhielt am 31.12.2019 einen gerichtlichen Mahnbescheid über einen angeblich von mir heruntergeladenen XXX-Film aus dem Netz.Davor die bekannten Drohbriefe (IPPC LAW) auf die ich nicht reagierte. Abgesehen davon dass ich diesen betr. Film NICHT DL habe(!) habe (bin ganz sicher!) ich auf Anraten eines Bekannten trotzdem einen RA über Anwalt.de hinzugezogen, obwohl ich mir im Prinzip keinen RA leisten kann, wegen Armut. Dieser legte dann Widerspruch beim Gericht ein. Nun nach ein paar Wochen erhalte ich aber dennoch ein Schreiben einer Inkassofirma (Inkasso Südbaden) und es geht eindeutig um den selben Sachverhalt, denselben Film und auch die Forderungs-Summe ist die gleiche.(!) Mein RA behauptet aber, es wäre ein anderer Sachverhalt, also ein anderer Film – was aber klar falsch ist. Da ich zutiefst verägert über den RA bin, habe ich ihm nun das Mandat entzogen (Honorar hatte ich schon bezahlt) auch damit er nicht auch noch mehr Geld verlangt für weitere „Hilfe“(…). Meine Frage also – was habe ich jetzt trotz Widerspruchs zu „befürchten“ und auch, warum darf ein RA so „arbeiten“ (nahm auch ein viel zu hohes Honorar wie ich durch Internetrecherche feststellte) und wie gehe ich weiter vor!? Ich denke nicht daran zu bezahlen, auch da ich UNSCHULDIG bin! Und es geht hier um XXX – was ja nach meinem Wissen allein schon strittig ist, ich weiss dass es Urteile gibt in denen es heisst „XXX sei ein nicht schützenswertes Kulturgut“. Was mache ich, wenn hier sogar Geldeintreiber auftauchen, welche Rechte habe ich!? Unfassbar was in Deutschland alles möglich ist! Danke für eine Antwort!
18. Februar 2020 um 17:48
wenn dem Mahnbescheid wirksam widersprochen worden ist, bleibt dem Inkassounternehmen nur der Weg über das Klageverfahren, oder es kommt zu einer außergerichtlichen Einigung. Wenn es sich um eine neue Forderung handelt, müssten Sie einem eventuellen neuen Mahnbescheid erneut widersprechen.
Mitarbeitern des Inkassobüros müssen Sie keinen Zugang zu Ihrer Wohnung gewähren. Dies könnte sogar als Nötigung gewertet werden.
Bezüglich der Honorarforderung des Rechtsanwalts kann ich keine Beurteilung abgeben. Es ist jedoch grundsätzlich möglich, wirksam ein höheres als im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz vorgesehenes Honorar zu vereinbaren.
11. Februar 2020 um 10:53
ich möchte eine Grundforderung von 850 Euro begleichen, die zuzüglich aller Kosten bei 1029€ angekommen ist. Ein Titel liegt vor, der GV kam aber noch nicht auf mi h zu. Ich wollte nichts von diesen dubiosen Ratenzahlungsvereinbarungssachen unterschreiben und habe vor 3 Tagen einfach 150€ überwiesen. Nun bekam ich eine Mail vom Inkassounternehmen, dass die Ratenhöhe nicht angemessen sei, ich ab nächstem Monat mindestens 290€ zahlen muss, sonst ist der Betrag sofort fällig (ist er ja eh seit 08/2018) und das noch Gebühren in Höhe von 81€ hinzukommen. Ich bin mit beidem nicht einverstanden.
Ich besitze ein P-Konto, habe unter 1000 brutto zur Verfügung und besitze nichts Pfändbares.
11. Februar 2020 um 11:58
das Inkassounternehmen muss einer Ratenzahlung nicht zustimmen. Sie könnten aber unter Hinweis auf Ihre finanzielle Situation darlegen, dass eine höhere Rate für Sie nicht tragbar ist.
Die Ratenzahlungsvereinbarung zu unterschreiben ist ein Anerkenntnis der Forderung. Bei fragwürdigen Forderungen sollte man dies also nicht tun. Wenn die Forderung aber berechtigt ist, so ist es empfehlenswert, die Vereinbarung zu unterschreiben.
Leider rechnen Inkassofirmen für die Vereinbarung einer Ratenzahlung noch eine Einigungsgebühr ab. Ob die Höhe angemessen war, kann ich nicht beurteilen. Leider kann unsere Kanzlei aktuell keine Fälle im Bereich Abwehr von Inkassoforderungen übernehmen. Ich hoffe, die Antwort hat Ihnen dennoch geholfen.
9. Februar 2020 um 11:18
Aufgrund einiger persönlicher Umstände habe ich kürzlich eine Forderung eines Inkasso Unternehmens erhalten, die gerechtfertigt ist, von der ich jedoch nicht die Gesamthöhe der Hauptforderung kenne. Ich habe einen Vergleich angeboten, dem das Unternehmen zustimmte. Etwa 4 Wochen nach der Zahlung des Vergleichs erhielt ich erneut eine Forderung (anderer Betrag) vom selben Gläubiger mit einem anderen Aktenzeichen.
Ist es zulässig, dass das Inkassobüro das zweite Aktenzeichen quasi „verschweigt“ und nach der erfolgten Vergleichszahlung weitere Forderungen schickt?
Ich hatte mir extra bestätigen lassen, dass keine weiteren Forderungen geltend gemacht werden können, was das Inkasso Unternehmen nun lediglich auf das erste Aktenzeichen bezieht, nicht auf den Gläubiger. Ist dies zulässig? Für mich grenzt das doch arg an Willkür.
Vielen Dank für Ihre Antwort und ihre Zeit bereits im Voraus!
10. Februar 2020 um 12:31
Inkassobüros wenden oft fragwürdige oder illegale Methoden an, um die abzurechnenden Gebühren zu „maximieren“. Leider kann ich ohne genauere Betrachtung des Schriftwechsels und der Rechnungen nicht beurteilen, ob die Gebühren angreifbar wären. Zu meinem Bedauern besitzt unsere Kanzlei derzeit auch keine Kapazitäten, um Fälle im Bereich Inkasso-Abwehr zu übernehmen.
8. Februar 2020 um 11:33
kann ein Anwalt ( Inkassounternehmen) eine Unterschrift einer angenommenen Postsendung schicken auf Anfrage ?
11. Februar 2020 um 10:31
leider kann ich Ihre Frage ohne nähere Informationen zum Sachverhalt nicht beantworten.
4. Februar 2020 um 12:45
Im Jahr 2019 habe ich durch ein Inkassounternehmen mein Konto gesperrt bekommen. Wir hatten uns dann auf eine Ratenzahlung geeinigt ich musste einen Dauerauftrag einrichten für die Summe die erste Rate sofort bezahlen. Soweit alles gut. Allerdings sollte die Rate immer zum 1.des Monats überwiesen werden. Da ich da aber kein Geld habe habe ich beim Inkasso angerufen und denen das auch so gesagt. Die Dame meinte das wäre ok. Das ganze war im Oktober letzten Jahres, da habe ich die erste Rate geschickt und eine Vereinbarung unterschrieben und den Dauerauftrag mit Datum immer zum 24. eines Monats per Fax an die geschickt. Jetzt im Januar haben die auch wieder am 24 ihre Rate bekommen und 2-3 Tage später mein Konto wieder gesperrt. Ist das erlaubt. Begründung das Geld würde ja nicht zum 1. kommen. Jetzt muss ich wieder eine Vereinbarung unterschreiben wieder eine erste Rate Zahlen und erst dann machen die mein Konto wieder auf. Ich war sogar bei Gericht (Empfehlung meiner Bank) das die mir dort helfen und auch die waren sprachlos genau wie meine Bank. Können sie mir sagen ob das so richtig ist erst 3 Raten zu kassieren und dann trotzdem mein Konto zu schließen. Danke schon mal für eine Antwort
4. Februar 2020 um 15:07
durch die „neue“ Ratenzahlungsvereinbarung wird das Inkassobüro vermutlich auch erneut eine Einigungsgebühr abrechnen. Das dürfte der Hintergrund dieser ganzen Aktion sein.
Bezüglich der Rechtmäßigkeit der Pfändung kommt es darauf an, was in der Ratenzahlungsvereinbarung bzw. in der darauffolgenden Anpassung im Oktober vereinbart war. Sollte das Inkassounternehmen hier einen Verzicht auf Zwangsvollstreckungsmaßnahmen erklärt haben und seitdem die Raten immer pünktlich gezahlt worden sein, wäre die Pfändung unrechtmäßig. Ohne Kenntnis des konkreten Schriftwechsels und der Ratenzahlungsvereinbarung inkl. des Zahlungsverlaufs kann ich an dieser Stelle leider keine abschließende Beurteilung vornehmen, ob das Vorgehen des Inkassobüros zulässig ist.
ich bekam zu einer Bestellung, deren Annahme ich verweigerte von der Firma Klarna eine Mahnung. Ich schrieb die Firma an und habe widersprochen. Die nächste Reaktion war ein Brief eines Inkassounternehmens, dass mich nun ständig anruft und mir SMS schickt. Ich habe auch dort widersprochen und den Sachverhalt dargelegt.
Meine Frage: ist es rechtlich zulässig, dass die Firma Klarna meine Handynummer weiterleitet und ich dann mit Anrufen und SMS belästigt werde?
2. Februar 2020 um 12:54
grundsätzlich ist es datenschutzrechtlich zulässig, dass das Inkassounternehmen Ihre Telefonnummer erhält. Im Einzelfall kann eine Belästigung mit Anrufen und SMS jedoch sogar eine Nötigung darstellen. Ob dies jedoch gegeben ist, kann ich in diesem Rahmen leider nicht beurteilen.
sind Inkassogebühren in Höhe von 53,20 € gerechtfertigt, wenn die Forderung 68,13 € beträgt?
das lässt sich pauschal nicht beantworten, sondern es kommt auf die Rechnung an. Grundsätzlich kann es sein, dass die Kosten auch in dieser Höhe gerechtfertigt sind, allerdings sind in einer großen Zahl der Rechnungen die Inkassokosten zu hoch angesetzt.
Zu meinem Bedauern hat unsere Kanzlei derzeit jedoch keine Kapazitäten zur Prüfung von ungerechtfertigten Inkassokosten frei.
Rechtanwalt, Fachanwalt für Insolvenzrecht
Sehr geehrter Herr Ghendler.
Danke für Ihre freundliche Auskunft.
Ich hatte kein Erbe ausgeschlagen, weil es nichts zu erben gab.
Was da dann auf mich zukommt, konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht ahnen.
Es bestand gegen meinen Mann ein Schuldtitel, aber wie gesagt, lange bevor wir uns kannten, bzw. lange vor unserer Eheschließung.
Diese Schulden hatte er bei der VOBA HN.
und HFI Ikasso versucht diese Schulden, nachdem mein Mann verstorben war (fast nach 2 Jahren später) von mir einzutreiben.
Ich selbst habe nur eine Rente von ca. 860€, und sonst nichts.
Ich habe Angst, daß die HFI irgendwann einen Titel gegen mich bei Gericht beantragen wollen.
Mein Mann ist 2016 verstorben.
Er hatte Schulden bei einer Bank, die er nicht mehr begleichen konnte, und hatte deswegen eine EV abgeben müssen.
Diese Schulden von meinem Mann sind allerdings sehr lange vor unserer Eheschließung entstanden.
Nun schreibt mich die HFI Inkasso an, daß ich diese Schulden begleichen muß.
Die wollen sogar eine Vermögensauskunft von mir. Ich habe nur eine kleine Rente.
Zu erben gab es nichts, mein Mann hatte Grundsicherung. Allein durch die Beerdigung hatte ich mich finanziell übernommen.
Was kann ich gegen HFI Inkasso unternehmen.
Haben die das Recht dazu, von mir die Bezahlung der Schulden und die Vermögensauskunft zu verlangen?
17. Januar 2020 um 10:59
grundsätzlich wäre hierbei erst einmal zu erörtern, inwiefern die Altschulden Ihres verstorbenen Ehemannes im Wege der Erbfolge auf Sie übergegangen sind. Durch die Eheschließung allein „übernimmt“ man Schulden nicht automatisch. Wenn ein Übergang der Altschulden gar nicht in Betracht kommt, etwa weil Sie das Erbe ausgeschlagen haben oder gar nicht erst beerbt wurden, handelt es sich auch nicht um Ihre Schulden. Dann könnten Sie dem Inkassobüro dies aufweisen. Sollten es jedoch „Ihre“ Schulden sein, wäre ein außergerichtlicher Vergleich unter Umständen eine Option. Dies lässt sich jedoch nur in einer ausführlicheren Beratung mit Sicherheit sagen.
Eine Vermögensauskunft darf nur auf gerichtliche Verfügung hin eingeholt werden. Beachten Sie, dass viele Inkassounternehmen den Aufbau einer „Drohkulisse“ zu Ihrem Handwerk machen. Prüfen Sie also zunächst einmal, ob es sich wirklich um „Ihre“ Schulden handeln kann.
8. Januar 2020 um 20:36
Durch die Trennung und spätere Scheidung von meinem Exmann bin ich in die Schuldenfalle gerutscht. Zudem hatten wir eine gemeinsame Firma, die auf meinen Namen lief, so dass nach der Trennung er eine eigene Firma „eröffnete“ und mir die Schulden im sechsstelligen Bereich blieben.
Nach 5 Jahren sind wir jetzt endlich finanziell auseinander und durch den Verkauf des gemeinsamen Eigentums kann ich die noch verbliebenen Schulden/ Verbindlichkeiten abbezahlen und möchte Vergleiche anstreben.
Bis zum meinen letzten Umzug (Ende 2018) wurde ich von einer Schuldnerberatung einer kirchlichen Einrichtung betreut, dies fiel mit dem Wechsel des Wohn-Kreises jedoch weg. Bei einer anderen Beratung hatte ich nicht mehr nachgefragt, da die Wartezeiten sehr lang sind.
Bei der GFKL bestehen noch Verbindichkeiten wegen einem Liquiditäts-Kredites in Höhe von rund 44.000€, bei der Stadt von 12.400€ wegen Steuern. Beide habe ich bereits angeschrieben und einen Vergleich in Höhe von 20 – 25% der Summe angeboten.
Bei dem dritten Gläubiger hatte ich es auch versucht – die Euler Hermes hat die Forderung an eine Rechtsanwalt- Kanzlei übergeben, dort findet man aber die Akten nicht, die einst ringe Kanzlei hat sich in 2 Kanzleien aufgeteilt. Euler Hermes hat gegen mich einen Titel erwirkt. Nach einer telefonischen Anfrage teilte man mir dort mit, dass dieser Vorgang „geschlossen wäre“. Die Höhe lag in 2016 bei Ca 24.000€.
Weitere Gläubiger und deren Forderungen konnte ich durch gerichtlich beschlossene Zahlungen meines Exmanns bereits begleichen.
Von der Stadt habe ich bisher keine Rückmeldung, die GFKL bietet mir einen Vergleich in H. v. 35.200€. Diesen Betrag halte ich jedoch für zu hoch.
1. Darf die GFKL – also ein Inkassounternehmen – meine Kontodaten einsehen, ohne dass ein Titel vorliegt?
Das geht aufs ihrem Schreiben hervor, bzw. könnte man es daraus lesen: „… die angebotene Vergleichshöhe steht nicht im Verhältnis zu Ihren finanziellen Verhältnissen…“ (ich habe derzeit tatsächlich einen unüblich hohen Betrag auf meinen Konto durch den Verkauf des Eigentums)
2. Welcher Prozentsatz bzw. Betrag ist für einen Vergleich annehmbar bzw. vertretbar, wenn ich die GFKL noch mal einen Vergleich anbiete? Wie oft kann man so ‚hin und her‘ schreiben?
3. Kann ich davon ausgehen, dass die Euler Hermes den Fall wirklich geschlossen hat und diesen nicht noch mal aufrollt? Ein Titel ist ja 30 Jahre gültig!
Aufgrund der zahlreichen gerichtlichen Verfahren bin ich auch gezwungen, die Gerichte davon zu unterrichten, dass sich meine finanzielle Situation verbessert hat und ich die VKH (Verfahrens Kosten Hilfe) zurück zahlen kann – was ich auch möchte.
Mein Anwalt hast bereits einen Betrag von rund 12.000€ in Rechnung gestellt. Denselben Betrag erwarte ich mich von den Gerichten als Rechnung. Es kommen also noch einige Zahlung auf mich zu und ich hoffe, dass der Betrag auf meinem Konto für die zahlreichen Verbindlichkeiten ausreichen wird.
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie zumindest meine erste und letzte Frage beantworten könnten. Mich mit meinen Gläubigen selbst zu einigen, traue ich mir zu.
Für Ihre Mühe danke ich Ihnen im voraus ganz herzlich und sende viele Grüße vom Niederrhein,
11. Januar 2020 um 15:48
es ist erfreulich, dass Sie sich selbst so gut aus Ihrer Schuldensituation befreien konnten. Zu Ihren Fragen kann ich grundsätzlich sagen, dass das Inkassounternehmen normalerweise ohne Abgabe einer Vermögensauskunft keine Informationen zu Ihrem Kontostand erhalten dürfte. Woher die Information stammt, kann ich nicht beurteilen.
Der anzubietende Summe für einen Vergleich hängt vom Einzelfall ab, vor allem damit, ob der Gläubiger der Meinung ist, durch Pfändung mehr erhalten zu können.
An Ihrer Stelle würde ich mich auch nicht darauf verlassen, dass eine titulierte Forderung in Höhe von 24.000 Euro einfach als erledigt betrachtet wird. Eine schriftliche Bestätigung wäre hier notwendig.
21. Dezember 2019 um 20:10
aus aktuellem Anlaß habe ich ebenfalls eine Frage und bedanke mich vorab für Ihren tollen Blog.
Ist es den Inkassounternehmen seit Neuestem möglich, über einen Anwalt Klage beim Amtsgericht (Zivilgericht) einzureichen? Mir ist eine Klage zugegangen, die mich etwas überrascht.
Die Hauptforderung ist grundsätzlich berechtigt nur kann ich angefallen Gebühren, etc. nicht akzeptieren zumal meine Vergleichsversuche unbeantwortet blieben.
Wie sollte ich aus ihrer Sicht auf die Klageschrift reagieren und können Sie hierbei unterstützen?
C. Fourney
eine Zusammenarbeit zwischen Inkassobüros und Anwaltskanzleien kommt häufiger vor und ist leider häufig eine Möglichkeit, erhöhte Gebühren zu kassieren, die jedoch nicht immer gerechtfertigt sind.
Zu meinem Bedauern hat unsere Kanzlei derzeit neben Der Bearbeitung von Schuldenvergleichen, Insolvenzen und Insolvenzplänen keine Kapazitäten, um die Verteidigung gegen eine Zivilrechtliche Klage zu übernehmen.
17. Dezember 2019 um 18:52
Guten Tag Herr Dr. V. Ghendler,
ich habe schon seit einiger Zeit Ärger mit der N26 Bank.
Mehrere Versuche, mein Konto auszugleichen, scheiterten. Weder mein Vater, meine Stiefmutter noch ich haben es geschafft, das Konto auszugleichen.
Von unseren Banken kam jeweils die Meldung das Konto sei erloschen, obwohl wir die richtigen Daten benutzt haben. Dabei wollte ich das Konto einfach nur ausgleichen und schließen.
Ich war ja bereit zu zahlen, konnte das aber nicht, da das Konto ja bereits erloschen war und mir trotz mehrmaliger Bitte kein Alternativkonto mitgeteilt wurde.
Jetzt bekam ich Post. Mein Konto sei geschlossen worden. Der ausstehende Betrag von 39,58 € würde jetzt an ein Inkassounternehmen übergeben werden. “… Die künftige Kommunikation bezüglich dieses Verfahrens verläuft ausschließlich über das ausführende Inkassounternehmen.”
1. Ist das alles so Rechtens? Alle Versuche meinerseits sind gescheitert.
2. Ich bin in der Privatinsolvenz. Habe ich jetzt zu befürchten, dass diese jetzt beendet wird, sobald etwas an ein Inkassounternehmen übergeben wird? Ich würde diese Angelengenheit gerne hinter mich bringen, da der Kontakt zu N26 nicht erfolgreich war. Also ggf. eine Zahlung an das Inkassounternehmen leisten?!
18. Dezember 2019 um 14:01
im Rahmen der Schadensminderungspflicht könnte die Geltendmachung von Gebühren für eine Übergabe an das Inkasso-Büro unzulässig sein. Hierzu wäre eine genauere Betrachtung des Einzelfalles erforderlich.
Für Ihre Privatinsolvenz ist kein Problem zu befürchten. Beachten Sie, dass Sie die Zahlung an das Inkassounternehmen aus Ihrem unpfändbaren Einkommen leisten müssten. Leider fiele die Forderung nicht in die Insolvenz, da sie erst nach Eröffnung entstanden ist.
26. November 2019 um 17:21
auch ich bin ins Inkasso gerutscht,und jetzt möchten die gerne meinen ALG ll Bescheid.
1. Dürfen die den Verlangen?
2. Darf ich Vermieter,Stromanbieter, (Kinder Namen )und BG NR schwärzen?
3.Dachte das darf nur der GV verlangen…
Und Sorry bin Konfus
grundsätzlich raten wir von der Abgabe einer Selbstauskunft ab. Sie sind nicht dazu verpflichtet. Die Unterschrift darunter könnte als Schuldanerkenntnis gedeutet werden, was bei einer unberechtigten Forderung negative Auswirkungen hat.
Andererseits ist das Inkassobüro auch nicht verpflichtet, einer Ratenzahlung zuzustimmen und macht diese Zustimmung oftmals von der Abgabe der Selbstauskunft abhängig. In diesem Fall sind weitere Verhandlungen mit dem Inkassobüro notwendig, was unter Umständen weitere Gebühren nach sich zieht.
versehentlich wurde ein EC Kartenbetrag eines Unternehmens von mir Rückgebucht. Darf die Firma einfach ohne eine Mahnung die Angelegenheit an ein Inkassobüro abtreten? Oder hätte das Unternehmen erst eine Mahnung aussprechen müssen? Der Betrag wurde von mir nach Information durch das Inkassobüro gleich überwiesen, jedoch werden 70,57 Euro Inkassogebühren weiterhin verlangt. Wie ist es mit der Schadensminderungspflicht durch das Unternehmen?
26. November 2019 um 13:12
anhand Ihrer Angaben würde ich davon ausgehen, dass die Forderung fällig war, als das Inkasso-Unternehmen beauftragt wurde. In diesem Fall ist es auch ohne vorherige Mahnung möglich, das Inkassobüro zu beauftragen.
Ob die Höhe der Gebühren in Ordnung ist, kann ich ohne genauere Prüfung nicht beurteilen.
Djamila Berger says:
lassen sich Inkassofirmen auf Ratenvereinbarung ein?
ja, Inkassofirmen lassen sich sehr häufig auf Ratenzahlungen ein. Hierfür wird jedoch eine weitere Gebühr fällig. Mit dem Abschluss einer solchen Vereinbarung erkennt man außerdem die Höhe der Forderung grundsätzlich an, selbst wenn die Forderung eigentlich unberechtigt war.
Ich hatte mal einen Studienkredit bei der DKB.
Nachdem ich die Rückzahlungsraten aus finanziellen gründen widerholt zwei Monate nicht begleichen konnte, wurde der Vertrag seitens der Bank gekündigt und ich wurde mit einem Schreiben von der DKB aufgefordert den ganzen Betrag von ca. 25 000 Euro zu einer gewissen Frist zu begleichen, oder mir drohe ansonsten ein Schufaeintrag. Natürlich konnte ich den Betrag nicht auf einmal begleichen und hatte die Bank schriftlich darüber in Kenntnis gesetzt und angefragt ob eine Ratenzahlung möglich wäre. Die Bank hatte erwidert dass es möglich wäre und ich ein Ratenrückzahlungsangebot erstellen sollte.
Das tat ich dann auch. Mein Rückzahlungsangebot wurde von der Bank abgelehnt. Auf meine Anfrage welche Rate für die Bank angemessen wäre, erhielt ich eine Anwort dass sie nicht dafür zuständig sind rückzalhungsratenangebote zu erstellen. Es erfolgte von der Bank ein Schufaeintrag und meine Schulden wurde an ein Inkassounternehmen verkauft.
Dieses Inkassounternehmen hat dann in seinen Namen den Schufaeintrag weitergeführt.
Meiner Ansicht nach hätte die Bank mir eine Möglichkeit geben müssen die Raten zu begleichen. Der Schufaeintrag hat daraufhin mein leben in vieler Hinsicht erschwert.
Meine Frage ist, kann das Inkassounternehmen den Schufaeintrag einfach weiterführen ohne mir ein Rückzahlungsangebot zu unterbreiten. Hat die Bank durch ihr Verhalten rechtswidrig gehandelt? Welche Möglichkeiten bleiben mir mich dagegen zu wehren? Für helfende antworten bin ich Ihnen sehr Verbunden.
16. November 2019 um 17:02
grundsätzlich gibt es keine Verpflichtung dazu, eine Ratenzahlung zu akzeptieren, wenn der gesamte Betrag bereits fällig ist. Ob man grundsätzlich gegen diesen Schufa-Eintrag vorgehen kann, kann ich ohne nähere Betrachtung des Sachverhalts nicht zuverlässig beurteilen, ich bitte Sie diesbezüglich um Verständnis.
Barmbek says:
7. November 2019 um 02:20
Guten Tag Herr Dr. Ghendler,
vor 4 Monaten erhielten wir ein Schreiben von dem Inkassounternehmen coeo, dass uns mitteilte, dass man unsere Adresse ermittelt habe in Bezug zu einer Forderung des Unternehmens Klarna. Worum es konkret ging, wurde uns nicht mitgeteilt.
Heute erhielten wir einen gerichtlichen Mahnbescheid. Gefordert wird eine Summe von 146,68 € für einen vor knapp 2 Jahren angeblichen nicht gezahlten Rechnungsbetrag von 4,85 €! Die enormen Kosten sind aufgeschlüsselt in Rechtsanwalts- und Gerichtskosten, Kosten für Auskünfte über unsere Adresse, Inkassokosten und Auslagen.
Eine Rechnung können wir nicht finden und uns auch nicht an eine Bestellung erinnern. Man nennt uns eine 19-stellige Rechnungsnummer aber keinerlei Information darüber, was gekauft worden sein soll oder wo.
Nun liegt ja bereits ein gerichtlicher Mahnbescheid vor, ohne dass uns zuvor eine Mahnung erreicht hätte. Kann ich noch Auskunft über eine Rechnung fordern, wenn ja, bei wem? Neben Klarna und coeo ist auch noch eine Prozessbevollmächtigte Rechtsanwältin aufgeführt.
Wie gehen wir am besten vor, wenn wir die Berechtigung der Forderung nicht nachvollziehen können?
für den Fall, dass Sie die Forderung nicht zuordnen können, haben Sie das Recht, mittels des beigefügten Formulars Widerspruch gegen den Mahnbescheid einzulegen.
Vom Inkassounternehmen können sie weitere Informationen über die Forderung verlangen, insbesondere über die Umstände bei Vertragsabschluss.
Tahir Eryigit says:
6. November 2019 um 20:32
Hallo ich wollte fragen ob meine bank bei einem Inkasso büro oder Schulden beim Rechtsanwalt nachfragen kann telefonisch danke
7. November 2019 um 15:34
Sehr geehrter Herr Eryigit,
vermutlich wird das Inkassobüro Ihrer Bank keine Auskünfte geben, aber genau kann ich dies nicht einschätzen.
5. November 2019 um 01:22
Hallo, ich bin 16 jahre alt und mir wurde von einer Streamingseite eine Rechnung in Höhe von 400€ gestellt, da ich angeblich mein Konto nicht gekündigt habe und deswegen es zu einem Premiumkonto geworden ist. Sie drohen mir mit Gerichtsverfahren und Inkasso… Was soll ich tun?
8. November 2019 um 12:07
in der Regel sind derartige Forderungen unseriös. Daher belassen diese Firmen es häufig bei Drohungen. Andererseits wissen sie auch, dass sehr viele der vermeintlichen Kunden auf die Drohungen reagieren und zahlen.
Dennoch sollten Sie der Forderung erst einmal widersprechen und Nachweise anfordern, wenn Sie sicher sind, dass die Forderung unberechtigt war.
Buchwald says:
Ich habe eine Inkasso Forderung einer Mautnachzahlung einer von der ungarischen Mautgesellschaft beauftragten GmbH in Deutschland erhalten. Diese treibt zivilrechtlich die wohl verkauften Forderungen aus Ungarn ein. Da ich mir keines Mautvergehens bewusst bin, habe Vignette entsprechend der von Verkäufer bereitgestellten Informationen gekauft, habe ich per Mail Widerspruch eingelegt. Dies ist aber der Inkasso egal. Ich habe 60Tage Frist, dann verdoppelt sich die Gebühr. Kann das Inkasso mich in der BRD verklagen, oder muss das Ungarn in Ungarn tun?
Wie sollte ich mich dem Inkasso bzw der Mautgesellschaft gegenüber verhalten? Mein Anwalt sieht es skeptisch, da die ungarischen Gesetze wohl mich im Überprüfen der Korrektheit der Vignette sehen. Rein juristisch also ich zurecht eine Nachforderung erhielt. Also eine ausländische Forderung innerhalb der EU über ein in Deutschland ansässiges Inkasso beigetrieben werden darf.
Im ersten Schreiben waren Halterermittlungskosten 10€ und Kosten des Inkasso von 50€, bei Forderungshöhe von 50€ angegeben.
Danke Buchwald
4. November 2019 um 12:44
aufgrund der Komplexität der Frage ist eine Beantwortung nur im Rahmen eines kostenpflichtigen Termins möglich, ich bitte Sie um Verständnis.
Ich habe eine Rechnung übersehen dann kam eine Mahnung mit Zahlungsfrist 13 September. Am 16 September habe ich den Betrag beglichen. Am 18 September kann eine Mahnung mit 56€ Kosten von einer Inkasso Firma. Darf die Inkasso die Mahnungskosten geltend machen, wenn ich vor Ihrer Schreiben die Forderung schon bezahlt habe?
2. November 2019 um 11:00
grundsätzlich ist es gestattet, bei einer nicht gezahlten, fälligen Forderung ein Inkassobüro zu beauftragen bzw. Mahngebühren zu erheben, auch wenn die Ankunft der Mahnung sich mit der Zahlung überschneidet. Ob die Gebühren auch der Höhe nach in Ordnung sind, kann ich ohne nähere Informationen nicht beurteilen.
20. Oktober 2019 um 09:20
Sehr geehrte Damen und Herren ich hätte mal eine Frage.. Da ich paar Monate leider meine handyrechnung nicht zahlen konnte 249 Euro an eine Gerichtsvollzieherin bezahlen die ich längst bezahlt habe und jetzt habe ich ein Brief vom Inkasso behalten wo ich darauf 310 Euro nochmal bezahlen sollte obwohl Rechnung längst an die Gerichtsvollzieherin geleistet wurde nach Nachfrage beim Unternehmen wurde mir gesagt soll noch 133 Euro ans Inkasso zahlen ist dies rechtens? Mfg Gast
die meisten Inkasso-Rechnungen sind zumindest überhöht und teilweise sogar komplett unberechtigt.
Ob dies in Ihrem Fall jedoch auch so ist, kann erst nach einer Prüfung der Rechnung beurteilt werden. Zu meinem Bedauern besteht für unsere Kanzlei jedoch aktuell keine Kapazität, um einen derartigen Fall zu bearbeiten.
Hallo, mein Mann hat eine Zahlungsaufforderung von einem inkasso Unternehmen bekommen allerdings nicht an seine Adresse, sondern an an seine Eltern. Uns ist völlig unklar woher sie diese Adresse haben. Wir haben den Brief auch erst kurz vor der Frist bekommen. Jetzt wird es vermutlich zu spät sein noch ein schreiben wegen unberechtigter Forderung oder Anforderung eines Titels zu schicken, oder?
wenn die Rechnung an eine falsche Adresse zugestellt wurde, kann auch nicht davon ausgegangen werden, dass die Rechnung fällig ist, selbst wenn die Rechnung aufgrund des identischen Namens auf dem Briefkasten nicht zurückgewiesen sondern zugestellt wurde.
Sie können dem Inkassobüro den Sachverhalt sowie die aktuelle Adresse mitteilen und darauf hinweisen, dass Sie die Rechnung zwar von den Eltern erhalten haben, allerdings erst einige Tage später.
Heike Meyer says:
17. Oktober 2019 um 17:50
wenn einmal eine Rate nicht bedient wurde, aber im nächsten Monat weiter gezahlt wurde(Dauerauftrag),darf das Inkassobüro eine weiter Einigungsgebühr über eine Ratenzahlung fordern?
18. Oktober 2019 um 10:02
grundsätzlich ist Voraussetzung für eine Einigungsgebühr, dass das Inkassobüro an der Einigung mitgewirkt hat. Wenn es zu keinen erneuten Verhandlungen gekommen ist und nur die alte Vergleichsvereinbarung verzögert fortgesetzt wurde, könnte es sein, dass die Einigungsgebühr nicht erneut verlangt werden durfte.
Allerdings sind die Voraussetzungen für eine rechtmäßige Einigungsgebühr relativ niedrig. Ich bitte um Verständnis, dass eine genaue Prüfung der Inkassokosten nötig wäre, um die Frage genau zu beantworten.
Maickel Lorenz says:
ich habe am 4.10 ein Schreiben eines Inkassounternehmens erhalten mit einer Zahlungsaufforderung von knapp 750€. In dem Schreiben geht ein Gläubiger hervor, den ich bereits über ein anderes Inkassounternehmen begleiche. Ich schrieb dem Inkassounternehmen ein Schreiben mit der Aufforderung zur Zusendung einer Abtretungserklärung, einer Forderungsaufstellung sowie zur Zusendung einer Kopie des Titels. Heute erhielt ich dann ein Schreiben (Ohne die angeforderten Dokumente) mit einem dubiosen Aktenzeichen und der Aussage, dass wenn der Vollstreckungsbescheid nicht in meinem Besitzt ist, ich diesen doch beim Amtsgericht selbst anfordern soll.
Ich bin nicht bereit einer Zahlung nachzukommen bei der ich nicht weis ob sie überhaupt berechtigt ist und ob dieses Unternehmen überhaupt befugt dazu ist.
Nun meine Frage: habe ich mich bisher korrekt verhalten & wie soll ich mich weiterhin verhalten?
18. Oktober 2019 um 15:39
meiner Ansicht nach haben Sie sich bislang genau richtig verhalten.
Auch Ihre Auffassung, dass Sie keine Zahlung leisten werden, ohne die Berechtigung der Forderung prüfen zu können, ist genau richtig. Dies sollten Sie auch dem Inkassounternehmen schreiben. Ohne die Forderungsaufstellung ist es Ihnen nicht möglich, die Forderung zuzuordnen.
Wenn allerdings bereits ein Vollstreckungsbescheid vorliegt, ist die Situation etwas anders. Dann wurde offenbar dem Mahnbescheid nicht widersprochen und das Inkassobüro könnte somit eine Zwangsvollstreckung durchführen. Hiergegen können Sie nicht mehr viel ausrichten. In diesem Fall wäre aber vorher ein Mahnbescheid an Sie zugestellt worden.
9. Oktober 2019 um 23:04
Eine Inkassofirma hat mich angeschrieben und ich habe angeblich eine Rechnung zu zahlen die jetzt 3 Monate lang her ist . Meine Frage ist ob eine inkassofirma nach 3 Monaten immernoch ermittelt obwohl die keine Daten und antworten von mir bekommen (weil ich nie in diese email schaue)
10. Oktober 2019 um 11:59
das Inkassounternehmen wird nicht nach wenigen Monaten aufgeben, nur weil Sie dessen Schreiben ignorieren. Im Gegenteil werden dadurch die Gebühren weiter steigen, dies gilt jedenfalls dann, wenn die Hauptforderung berechtigt ist. Inkassounternehmen verfolgen solche Forderungen jahrelang.
Bei einer berechtigten Forderung ist es auch rechtmäßig, wenn das Inkassobüro weitere Daten wie etwa die Adresse ermittelt.
Handelt es sich um eine unberechtigte Forderung, ist es empfehlenswert, die Forderung zu bestreiten und Belege über die Forderung, die Abtretung der Forderung an das Inkassobüro und eine Vollmacht anzufordern.
darf ein Inkasso Unternehmen ohne richterlichen Beschluss oder amtl. Vollstreckungsbescheid Lohnpfändungen durchführen? Der Fall soll 10 Jahre her sein und jetzt wird gepfändet, der komplette Fall ist zudem fraglich.
7. Oktober 2019 um 17:24
grundsätzlich ist die Voraussetzung für eine Lohnpfändung, dass ein vollstreckbarer Titel vorliegt. Hierüber müssen Sie auch informiert worden sein, beispielsweise indem Sie einen Mahnbescheid erhalten haben. Sollten Sie keinen Mahnbescheid erhalten haben, können Sie die Forderung als verjährt betrachten.
3. Oktober 2019 um 17:31
Ich habe mal ne Frage und zwar geht es darum das ich mal was über PayPal bestellt habe aber die das Geld nicht abbuchen konnten. Naja auf jeden Fall hatte ich nie ne Benachrichtigung bekommen das die Rechnung noch offen sei dies wahr im Jahr 2015.
Seid dem habe ich die Dienste von PayPal nicht mehr benutzt und wusste nicht das noch was offen ist.
Heute 2019 wollte ich mal wieder PayPal wieder benutzen und musste feststellen das mein Konto gesperrt worde drauf hin hätte ich Kontakt mit paypall aufgenommen die meinten zu mir das die forderung bei eine inkassobüro ist und das seit fast 4 Jahren aber ich bis heute weder ein schreiben noch kontopfändung noch ähnliches bekommen habe also ich wusste nicht mal das irgendwas noch zu zahlen ist.
Jetzt zu meiner Frage kann ich die forderung verweigern die jetzt sehr hoch sein muss durch denn zinnzen und denn Gebühren oder muss ich alles zahlen ob wohl ich nicht informiert worde. Da zu habe ich ja immer noch nicht ein schreiben vom inkassobüro das wahr nur ne Information von PayPal das ich da denn offen Betrag von 6 Euro Habe
zahlreiche Mandanten melden sich bei uns, weil sich ein angeblich oder tatsächlich von PayPal beauftragtes Inkassobüro bei ihnen gemeldet hat.
Normalerweise meldet sich PayPal zunächst telefonisch, um den Kunden an den offenen Betrag zu erinnern.
Grundsätzlich hat PayPal aber bei ausbleibender Zahlung das Recht, ein Inkassobüro einzuschalten. Wenn Sie vermuten, dass mittlerweile Inkassogebühren aufgelaufen sind, so sind diese der Höhe und dem Grund nach zu prüfen. SOlange Sie jedoch keine Mitteilung vom Inkassounternehmen erhalten haben, sollten Sie nicht über die Höhe der Gebühren spekulieren.
2. Oktober 2019 um 21:31
Darf ein Inkassounternehmen, das zum selben Konzern gehört wie der Auftraggeber, aus einer Hauptforderung von 7 euro eine gesamtforderung von 79,64 euro bei der 1. Mahnung machen? (verschiedene Gebühren)
Wenn nein, wie gehe ich dagegen rechtlich vor?
4. Oktober 2019 um 15:00
es könnte sein, dass durch die Einschaltung des Inkassobüros gegen die Schadensminderungspflicht verstoßen wurde. Anhand der gemachten Angaben scheinen die Gebühren zumindest der Höhe nach sehr fragwürdig zu sein.
Theoretisch kann man auch selbst einen Brief an das Inkassobüro schreiben, wirksamer ist in der Regel ein anwaltlich verfasster und rechtlich gut begründeter Brief.
Leider kann unsere Kanzlei derzeit aus Kapazitätsgründen keine derartigen Mandate annehmen.
1. Oktober 2019 um 11:05
Guten Tag, ich habe versehentlich eine Rate zuviel überwiesen. Darf das Inkassobüro für eine Rücküberweisung 10,00 € berechnen?
diese Gebühren sind leider nicht unüblich und es ist durchaus zulässig, dass eine Bearbeitungsgebühr hierfür erhoben wird. Die Höhe der Gebühr ist zwar ärgerlich, aber vermutlich lohnt es sich nicht, dagegen vorzugehen.
Büth says:
Meine Frage lautet, darf ein Inkasso Büro eine kontopfändung machen obwohl ich dem Mahnbescheid widersprochen habe?
Da die Forderung unberechtigt ist. Es gab weder die erwartete Gerichtsverhandlung noch kam irgendetwas. Erst jetzt fast ein Jahr später drohen sie mir mit kontopfändung.
Ich denke es ist rechtswidrig, möchte aber zur Sicherheit Ihre Meinung dazu.
Mfg Büth
Sehr geehrte/r Herr/Frau Büth,
wenn dem Mahnbescheid wirksam widersprochen wurde, so bleibt dem Inkassobüro nur die Möglichkeit eines Klageverfahrens. Die Kontopfändung ist vorher nicht möglich.
ich habe eine kontopfändung. das inkassounternehmen nimmt aber die pfändung nicht zurück auch wenn eine ratenzahlung vereinbart ist. erst wenn alles bezahlt ist. ist das rechtens?
dies ist leider die übliche Vorgehensweise. Würde das Inkassounternehmen die Pfändung zurücknehmen und im Falle eines Scheiterns der Ratenzahlung wieder neu beantragen, würde das Unternehmen seinen Platz in der „Warteschlange“, also der Rangfolge der Pfändungen, verlieren.
Nils Bockler says:
10. September 2019 um 05:33
Guten Morgen, ich versuche gerade einen außergerichtlichen Vergleich zu erzielen. Nun fordert eine der Gläubiger eine Auflistung aller Schulden sowie Einkommennachweise. Ich bin H4-Empfänger (alleinstehend) und habe Angst, dass das Inkassobüro sich ans JobCenter wendet und versucht meine H4-Leistung zu kommen
Auch, wenn meine Leistung unterhalb der Pfändungsgrenze liegt. In wie weit darf das JC Auskunft an das Inkassobüro weitergeben, wenn ich keine Kopie meines Bewilligungsbescheids ans Inkassobüro weitergebe? Danke
11. September 2019 um 16:44
grundsätzlich sollten Sie bei den Angaben über Ihre Einkünfte ehrlich sein, sonst droht der Vergleich unwirksam zu werden.
Wenn sich Ihr Einkommen unterhalb der Pfändungsfreigrenze bewegt, haben Sie auch nicht zu befürchten, dass Ihr Einkommen gepfändet wird, sofern Sie ein P-Konto führen.
Das Jobcenter ist nicht verpflichtet, dem Inkassobüro Angaben zu Ihren Einkünften zu machen.
Bianca Meyer says:
Das Inkasso Unternehmen, das einen berechtigten Schuldtitel gegen mich verfolgt, hat meiner Autoversicherung die Kündigung ausgesprochen, weil nicht genug Geld von meiner Seite kommt. Dabei ist zu erwähnen, dass Pfändungen bereits erfolgen und die pfändbaren Teile abgeführt wurden. Ist es dazu berechtigt???
das Inkasso-Unternehmen darf in Ihrem Namen grundsätzlich keine Kündigungen aussprechen, jedenfalls nicht von einer Kfz-Haftpflichtversicherung, denn diese gehört nicht zum pfändbaren Vermögen.
Möglich wäre höchstens die Pfändung von Ansprüchen aus einer Lebensversicherung. Aber durch Zwangsvollstreckung kann eine Haftpflichtversicherung nicht gekündigt werden, zumal dies nicht dazu beiträgt, dass sich Ihr pfändbares Einkommen oder Ihr Vermögen erhöht. Auch Ihr Auto könnte theoretisch pfändbar sein, wenn Sie es nicht zur Ausübung des Berufs brauchen.
Dennoch dürfte die Versicherung die Kündigung nicht gelten lassen, da sie nicht von Ihnen selber kam.
Jäger H. says:
18. August 2019 um 15:22
Vor meiner Privatinsolvenz wurden Bankforderungen an verschiedene. Inkassounternehen verkauft bzw. abgetreten. Die Unternehmen würden im Verzeichnis erfasst und gingen mit in die Insolvenz. Habe keine Ahnung warum das gemacht wird. Sind die Forderungen nicht bei Erteilung der Restschuldbefreiung erledigt?
19. August 2019 um 12:40
häufig halten einzelne Gläubiger keine Inkasso-Abteilungen vor und verfolgen daher die Forderung nicht selbst. Dieser Umstand ändert aber tatsächlich nichts an Ihrer Restschuldbefreiung, sofern die Gläubiger ordnungsgemäß im Insolvenzantrag berücksichtigt wurden.
Henna vom Sofa says:
9. August 2019 um 16:20
Ist eine Schweigepflichtentbindungserklärung rechtens?
Damit möchte die Inkasso Creditreform Auskünfte über meine Rente, Krankenkasse,sowie Bank erhalten.
10. August 2019 um 12:10
Sie müssen dem Inkassounternehmen dies nicht gestatten, allerdings könnte dann eine Vereinbarung einer Ratenzahlung schwieriger werden. Das Inkassounternehmen könnte dann eine Vermögensauskunft verlangen, wo dann auch solche Informationen offengelegt werden müssen.
Christian Rink says:
ich habe ein Verbraucher insolvenz beantragt, die Gläubiger sind angeschrieben und drohen trotzdem mit Pfändung. Dürfen die das, obwohl diese Kenntnisse vom verfahren haben und 2: ich bin beihilfeberechtigt und bekomme meine Krankenrechnung auf das Konto gezahlt, was ich weiter leite. Das darf doch auch nicht pefpaendet werden. Ich bin ja quasi dafür auch nur Treuhänder.
Macht es Sinn, die Bank zu wechseln, eine neue Bankverbindung zu haben? Darf Inkasso diese wird das Finanzamt ermitteln? Bankgeheimnis?
Ich bedanke mich jetzt schon für ihre Antwort und Mühe.
LG Christian Rink
7. August 2019 um 12:07
vielen Dank für Ihre Frage. Grundsätzlich dürfen die Gläubiger bis zur Eröffnung der Insolvenz den Versuch der Pfändung unternehmen. Das so erhaltene Geld muss allerdings aufgrund der Insolvenzanfechtung an den Insolvenzverwalter zurückgezahlt werden, wenn es zur Insolvenz kommt. Dies wissen die Gläubiger in der Regel und stellen daher die Pfändungen ein.
Zahlungen der Beihilfe dürfen nicht gepfändet werden, dies ergibt sich aus dem Beschluss des BGH mit dem Aktenzeichen IXa ZB 17/04.
Ein Wechsel der Bankverbindung wird nur sehr kurzfristig etwas nutzen, zudem ist eine Vereitelung der Zwangsvollstreckung strafbar gemäß § 288 BGB.
Schmitz Fritz says:
Ein Unternehmen beauftragt ein Inkassounternehmen mit dem Einzug der Forderungen. Der Schuldner erfährt von einem Angestellten des Gläubigers, das hier in der Regel keine Vollmacht ausgestellt wird. Der Schuldner fordert nun diese an und bekommet eine Generalvollmacht, die er nicht akzeptiert. Das Inkassounternehmen holt sich nun eine Vollmacht vom Gläubiger.
Datum der Rechnung: 07.01.2019
Zahlung der Rechnung: 28.02.2019
1. Brief vom Inkassobüro: 14.03.2019
Vollmacht mit Datum vom 05.05.2019, erhalten am 08.05.2019
Wie verhält man sich in solch einem Fall? Ist die Vollmacht auch rückwirkend gültig?
7. August 2019 um 17:22
wenn das Inkassobüro eine den Anforderungen entsprechende Vollmacht im Original vorgelegt hat, so ist diese zu akzeptieren.
Wenn die Forderung bereits bezahlt wurde, so sind Inkassogebühren, die nach Zahlung noch entstanden sind, unter Umständen unberechtigt. Wenn der Schuldner mit der Zahlung in Verzug war, können jedoch Inkassogebühren in bestimmter Höhe gefordert werden.
Ingo Hennig says:
1. August 2019 um 15:25
Ich habe seid ca. 2 Jahren eine Vereinbarung mit einem Inkassounternehmen . Jetzt habe ich diesem meine Rentenerhöhung mitgeteilt und frewillig meine Rate erhöht,womit Sie auch einverstanden sind. Jetzt verlangen Sie aber eine Selbstauskunft meiner Einkünfte ,auch die meiner Frau,die aber damit nicht’s zu tun hat.Muss ich diese ausfüllen,obwohl
diese Selbstauskunft freiwillig ist,aber Sie
Im Schreiben darauf bestehen?
2. August 2019 um 12:10
grundsätzlich raten wir davon ab, derartige Auskünfte zu geben und vor allem derartige Schriftstücke zu unterzeichnen, da sie ein unfreiwilliges Schuldanerkenntnis darstellen können.
12. Juli 2019 um 18:54
Ich mache jetzt schon Jahre mit einer Foderung von einer Inkasso Firma mit.
Diese Inkasso Firma ging schon vor Gericht und eröffnete ein Mahnbescheid. Gegen diesen Bescheid würde fristgerecht Einspruch eingelegt. Jetzt sind min. schon 8 Monate vergangen. Das Inkasso Unternehmen hat nicht reagiert und hat somit die 6 Monate verstreichen lassen.
Jetzt war eine Zeit lang Ruhe und man hörte nichts mehr.
Heute bekam ich von einer anderen Inkasso Firma wieder eine Zahlungfoderung mit dem Unterschied das die fast auf die Hälfte verzichten wollen.
Ist das jetzt überhaupt noch rechtlich? Da die andere Inkasso ja schon die Fristen verstreichen ließen.
Es wäre sehr nett wenn Sie nur mal kurz antworten würden.
Eugen Massar
Sehr geehrter Herr Massar,
die im Zwangsvollstreckungsverfahren geltenden Fristen sind nicht relevant für den Bestand einer Forderung.