Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/raeuberischer-diebstahl
Timestamp: 2020-08-14 03:02:25
Document Index: 366120517

Matched Legal Cases: ['§ 252', '§ 249', '§ 252', '§ 249', '§ 252', '§ 252', '§ 252']

Räuberischer Diebstahl | Rechtslupe
Schlagwort: Räuberischer Diebstahl
Räu­be­ri­scher Dieb­stahl – und sei­ne Voll­endung
Der räu­be­ri­sche Dieb­stahl gemäß § 252 StGB ist bereits mit dem auf Gewahr­sams­si­che­rung gerich­te­ten Ein­satz eines Nöti­gungs­mit­tels voll­endet. Für die Fra­ge der Voll­endung kommt es nicht dar­auf an, ob es dem Täter gelingt, sich den Besitz des gestoh­le­nen Guts zu erhal­ten . Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Okto­ber 2016 – 4 StR
Raub oder räu­be­ri­scher Dieb­stahl?
Zwi­schen den Tat­be­stän­den des § 249 StGB und des § 252 StGB besteht zwar Geset­zes­ein­heit in der Wei­se, dass § 249 StGB grund­sätz­lich § 252 StGB ver­drängt. Anders ist es aller­dings, wenn die Nöti­gungs­hand­lung in der Been­di­gungs­pha­se schwe­rer wiegt, weil erst nach der Voll­endung der Weg­nah­me ein Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stand der §§
„Auf fri­scher Tat betrof­fen“ ist der Fall, wenn der Täter noch in unmit­tel­ba­rer Nähe zum Tat­ort und als­bald nach der Tat­aus­füh­rung wahr­ge­nom­men wird, wenn also im Moment der Wahr­neh­mung noch ein enger, sowohl ört­li­cher als auch zeit­li­cher Zusam­men­hang mit der Vor­tat besteht . Danach war die Tat zwar im Moment
Wenn der Dieb auf den Bus war­tet…
Ein Dieb­stahl ist noch nicht been­det, wenn der Dieb nach dem Ver­las­sen des Ladens mit dem Die­bes­gut an einer nahe­ge­le­ge­nen Bus­hal­te­stel­le auf den nächs­ten Bus war­tet und hier­bei vom Laden­in­ha­ber gestellt wird. Denn hier­für hät­te der Dieb den Gewahr­sam an den ent­wen­de­ten Gegen­stän­den bereits gefes­tigt und gesi­chert haben müs­sen ;
Die Voll­endung des Dieb­stahls
Die Weg­nah­me in Zueig­nungs­ab­sicht ist dann voll­endet, wenn frem­der Gewahr­sam gebro­chen und neu­er Gewahr­sam begrün­det ist. Für die Fra­ge des Wech­sels der tat­säch­li­chen Sach­herr­schaft ist ent­schei­dend, dass der Täter die Herr­schaft über die Sache der­art erlangt, dass er sie ohne Behin­de­rung durch den alten Gewahr­sams­in­ha­ber aus­üben und die­ser über die
Mit­tä­ter­schaft beim räu­be­ris­hen Dieb­stahl
Nach all­ge­mei­ner Ansicht kann – bei Unter­schie­den im Ein­zel­nen – Täter des § 252 StGB nicht der­je­ni­ge sein, der weder selbst im Besitz der ent­wen­de­ten Sache ist , noch am Dieb­stahl mit­tä­ter­schaft­lich betei­ligt war. Dies folgt aus der von § 252 StGB ver­lang­ten Besit­zer­hal­tungs­ab­sicht. Die Ein­fü­gung der Dritt­zu­eig­nungs­ab­sicht durch das