Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%205,%20157
Timestamp: 2020-04-02 14:49:51
Document Index: 150113219

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 580', '§ 580', '§ 580', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 580', 'BGH', 'BGH', '§ 236', '§ 234', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 580', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 234', 'BGH', '§ 18', 'BGH', 'BGH', '§ 234', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 14.02.1952 - IV ZR 137/51 - dejure.org
BGH, 14.02.1952 - IV ZR 137/51
https://dejure.org/1952,78
BGH, 14.02.1952 - IV ZR 137/51 (https://dejure.org/1952,78)
BGH, Entscheidung vom 14.02.1952 - IV ZR 137/51 (https://dejure.org/1952,78)
BGH, Entscheidung vom 14. Februar 1952 - IV ZR 137/51 (https://dejure.org/1952,78)
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Zulässigkeit der Restitutonsklage - Unterbrechung des Verfahrens - Voraussetzung für einen Wiedereinsetzungsantrag - Beifügen der Urkunden in der Klage - Rechtliche Stellung eines unehelichen Kindes bei Eheschließung - Beweiskraft eines Beischreibungsvermerks
BGHZ 5, 157
NJW 1952, 666
Einen solchen Restitutionsgrund kann auch ein nachträglicher Beischreibungsvermerk zu einer Geburtsurkunde darstellen, in dem die Legitimation eines Kindes als ehelich festgestellt wird (BGHZ 5, 157, 166).
Auch der Beischreibungsvermerk über die Ehelichkeit des Kindes war später nach Heirat entstanden (BGHZ 5, 157), ebenso der Beischreibungsvermerk über die Nichtehelichkeit eines Kindes nach der Ehelichkeitsanfechtungsklage der Staatsanwaltschaft (…BSG Urteil vom 20. Dezember 1962, aaO), wobei beide Vermerke eine vergangenheitsbezogene Aussage über die Abstammung des Kindes machen.
bb) Gleiches gilt erst recht für das Protokoll über die nachträgliche Vernehmung der Zeugen O. Eine Urkunde, in der die Bekundung eines Zeugen oder Sachverständigen niedergelegt ist, hat in keinem Fall eine höhere, in der Regel eine geringere Beweiskraft als die unmittelbare Zeugenaussage selbst, weshalb die Zulassung derartiger Urkunden als Beweismittel dort nicht in Betracht kommt, wo die unmittelbare Zeugenvernehmung oder der unmittelbare Sachverständigenbeweis nicht zulässig ist, wie etwa bei der Restitutionsklage, die im Falle der Verletzung der Wahrheitspflicht des Zeugen gem. §§ 580 Nr. 3, 581 Abs. 1 ZPO grundsätzlich nur bei dessen rechtskräftiger Verurteilung stattfindet (BAG Urteil vom 19. Oktober 1967 - 5 AZR 203/67 - AP Nr. 7 zu § 580 ZPO; BAG Urteil vom 9. September 1958 - 3 AZR 11/58 - AP Nr. 5 zu § 580 ZPO, zu I der Gründe; BGHZ 1, 218, 220; BGHZ 5, 157, 163; BGHZ 80, 389, 395; BGH Urteil vom 29. Februar 1984 - IV b ZB 28/83 - NJW 1984, 1543, 1544; BVerwG Beschluß vom 12. Mai 1966 - VIII C 125/64 - JZ 1967, 216; BVerwG Beschluß vom 15. September 1995 - 11 PKH 9/95 -, m.w.N., Juris).
Dazu zählt nach der Rechtsprechung z.B. die Geburtsurkunde insofern, als sie nicht nur die Geburt, sondern auch die in der Vergangenheit liegende Tatsache der Empfängniszeit beweist (RG HRR 1933» 1621; BOHZ 2, 245; 46, 300; für Beischreibungsvermerk des Standesamtes vgl. BGHZ 5, 157; BSG Urteil vom 20. Dezember 1962 - 3 RJ 85/55 - AP Nr. 6 zu § 580 ZPO).
Die Natur der Urkunde muß also die mißbräuchliche nachträgliche Errichtung von Urkunden ausschließen, die anstelle eines anderen, keinen Restitutionsgrund bildenden Beweismittels in den Prozeß eingeführt und benutzt werden könnten (BGHZ 5, 157, 163)» Diese Gefahr ist bei Personenstandsurkunden, die gemäß 60, 66 PStG mit formeller Beweiskraft ausgestattet und deshalb besonders geeignet sind, eine im Statusverfahren ergangene Entscheidung als augenfällig unrichtig erscheinen zu lassen (…BGH Urteil vom 6. Juli 1979, aaO, zu III der Gründe) besonders gering.
Zur Angabe der die Wiedereinsetzung begründenden Tatsachen (§ 236 Abs. 2 Satz 1 ZPO) und damit zum notwendigen Inhalt eines Wiedereinsetzungsgesuchs gehört grundsätzlich Sachvortrag, aus dem sich ergibt, daß der Antrag rechtzeitig nach der Behebung des Hindernisses (§ 234 Abs. 2 ZPO) gestellt wurde (st. Rspr. seit BGHZ 5, 157, 160 ).
(OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 24.04.1973 - 4 U 246/72 - unter Hinweis auf RG, Urteil vom 04.02.1932 - VI 337/31 - RGZ 135, 123; BGH, Urteil vom 14.02.1952 - IV ZR 137/51 - BGHZ 5, 157; BGH, Beschluss vom 16.12.1960 - IV ZR 158/60 - BGHZ 34, 77; BGH, Urteil vom 12.12.1962 - IV ZR 127/62 - BGHZ 38, 333; BAG, Urteil vom 19.10.1967 - 5 AZR 203/67 - NJW 1968, 862).
Dasselbe gilt für einen nachträglichen Beischreibungsvermerk zu einer Geburtsurkunde, in dem die Legitimation eines Kindes als ehelich festgestellt wird (BGH, Urteil vom 14.02.1952 - IV ZR 137/51 - BGHZ 5, 157; BSG, Urteil vom 20.12.1962 - 3 RJ 85/55 - BSGE 18, 186; KG Berlin, Urteil vom 27.05.1975 - 18 U 2255/74 - NJW 1976, 245; BGH, Urteil vom 06.07.1979 - I ZR 135/77 - NJW 1980, 1000;… juris Rz. 19; a. A. BGH, Beschluss vom 16.12.1960 - IV ZR 158/60 - BGHZ 34, 77).
BGH, 29.04.1959 - IV ZR 311/58
Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in Ehesachen, § 580 Nr. 7 b ZPO sei über seinen Wortlaut hinaus auf bestimmte nachträglich errichtete Personenstandsurkunden anzuwenden, wie Geburtsurkunden zum Nachweis eines Ehebruchs der Mutter (BGHZ 2, 245 [BGH 28.05.1951 - IV ZR 6/50] ) oder Beischreibungsvermerke zu einer Geburtsurkunde über die Legitimation durch nachfolgende Eheschließung der Eltern zum Nachweis eines Ehebruchs des Vaters (BGHZ 5, 157), beruht auf der Erwägung, daß es sich hierbei um Urkunden handelt, die ihrer Natur nach nicht in zeitlichem Zusammenhang mit den durch sie bezeugten Tatsachen errichtet werden können und die deshalb, wenn sie errichtet werden, Tatsachen beweisen, die einer zurückliegenden Zeit angehören (vgl. RG in HRR 1933, 1621; BGHZ 2, 245, 247 [BGH 28.05.1951 - IV ZR 6/50] ; 5, 157, 162).
Weiter ist darauf hingewiesen worden, daß bei solchen Urkunden die Gefahr einer mißbräuchlichen Beschaffung oder Benutzung zur Beseitigung eines rechtskräftigen Urteils gering sei (vgl. BGHZ 5, 157, 164).
Zu diesen Tatsachen gehören auch diejenigen, die die Einhaltung der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO ergeben (BGHZ 5, 157, 160).
Zur Angabe der die Wiedereinsetzung begründenden Tatsachen (§ 18 Abs. 3 Satz 1 FamFG) und damit zum notwendigen Inhalt eines Wiedereinsetzungsgesuchs gehört grundsätzlich Sachvortrag, aus dem sich ergibt, dass der Antrag rechtzeitig nach der Behebung des Hindernisses gestellt wurde (ständige höchstrichterliche Rechtsprechung seit BGHZ 5, 157/160, vgl. zuletzt BGH NJW 2000, 592 - Rdnr. 3 bei juris).
Hierzu gehört nämlich die Darlegung, daß der Wiedereinsetzungsantrag rechtzeitig nach Behebung des Hindernisses, also innerhalb der Zwei-Wochenfrist des § 234 Abs. 1 und 2 ZPO gestellt worden ist (st. Rspr. seit BGH 5, 157, 160).
BGH, 22.06.1959 - III ZR 52/58
Pflichten des Armenanwalts
BGH, 05.04.1957 - IV ZR 314/56
BGH, 16.12.1960 - IV ZR 158/60
BGH, 29.04.1959 - IV ZR 331/58
BGH, 02.10.1952 - IV ZR 43/52
OLG Koblenz, 25.06.2009 - 5 W 413/09
Wiedereinsetzung: Zeitpunkt des Wegfalls des Hindernisses unbedingt dem Gericht …
BVerwG, 16.03.1965 - III C 122.64
Erbschein als Grund für die Wiederaufnahme des Verfahrens - Ein nach …
BGH, 23.10.1969 - IX ZR 100/67
BGH, 24.09.1959 - VII ZB 9/59
BGH, 12.05.1989 - IVb ZB 22/89
Eigenschaft der Wohnung bei der Zustellung während der Urlaubszeit oder während …
BAG, 01.08.1974 - 3 AZR 335/74
Zwischenurteil - Wiedereinsetzung in vorigen Stand - Versäumung der …
BGH, 06.06.1953 - IV ZR 51/53
BPatG, 18.07.2005 - 30 W (pat) 22/05
BVerwG, 13.07.1972 - II B 29.71
BGH, 25.09.1959 - IV ZB 210/59
BGH, 13.07.1956 - V ZB 26/56
BGH, 15.03.1955 - IV ZB 19/55
BGH, 18.05.1953 - IV ZR 126/52
BPatG, 19.05.2003 - 30 W (pat) 16/03
BGH, 04.07.1974 - VII ZR 31/73
BGH, 27.04.1971 - IX ZB 638/67
BGH, 27.04.1971 - IX ZB 641/67
BGH, 12.11.1962 - VII ZR 13/61
BGH, 12.11.1962 - VII ZR 10/61
BVerwG, 30.01.1961 - VI C 64.58
BPatG, 18.05.1972 - 4 W (pat) 20/72