Source: http://bfr-gbestand.de/BFR_GBestand_100904.htm
Timestamp: 2018-01-18 23:46:17
Document Index: 313753535

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 2', '§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 7']

BFR GBestand 2004
Gebäudebestandsdokumentation
1 Erläuterung und Handhabung der Richtlinien
Die vorliegenden Richtlinien bestehen aus einem Textteil und den dazugehörigen Anlagen.
Im Richtlinientext werden einführende und beschreibende Aussagen zum Inhalt und zum Verfahren der Richtlinien dargestellt.
Die Anlagen sind inhaltlich mit den einzelnen Kapiteln der Richtlinien verbunden, erhalten deshalb eine entsprechende Bezeichnung und werden innerhalb eines Kapitels fortlaufend nummeriert.
Beispiel: „ A-4.3“ bedeutet Anlage zum Kapitel 4, die 3. Anlage.
Die Anlagen A-2.1 und A-2.2 beinhalten Empfehlungen mit Texthinweisen zu den Vertragsmustern der RBBau und der VOL. Diese Empfehlungen haben beispielhaften Charakter und können durch auftraggeberspezifische Vorgaben angepasst bzw. ersetzt werden.
Die Anlagen A-3.1 bis A-4.5 beinhalten vertragsrelevante Beschreibungen und Regelungen und werden Vertragsbestandteil.
Folgende Teile dieser Anlagen müssen vor Vertragsabschluss zwischen der Bauverwaltung und der hausverwaltenden Dienststelle (hausverw. D.) projektspezifisch abgestimmt und schriftlich dokumentiert werden:
- Anlage A-3.2, Teil 1 – zusätzliche Daten der alphanumerischen baulichen
- Anlage A-3.2, Teil 2 – zusätzliche Daten der alphanumerischen technischen
- Anlage A-3.4, Teil 3 – projektspezifische Festlegung der zu liefernden
alphanumerischen Datenformate
- Anlage A-4.1 – Standard- Datenumfang der geometrischen Bestandsdaten
(Eintragen der Anzahl der benötigten Pläne z.B. Schnitte)
- Anlage A-4.2 – zusätzlicher Datenumfang der geometrischen Bestandsdaten
- Anlage A-4.4 – Festlegung der zu liefernden geometrischen Datenformate
Die Anlagen A-4.6 bis A-4.9 beinhalten weitere Empfehlungen zu möglichen vertraglichen Regelungen bezüglich der geometrischen Daten. Diese Empfehlungen haben beispielhaften Charakter und können durch projektspezifische Vorgaben angepasst bzw. ersetzt werden.
Sämtliche Anlagen und Anlagenteile werden als in sich geschlossene digitale Dokumente auf Datenträger (CD oder Diskette) zur Verfügung gestellt und können bei der Bauverwaltung abgefordert werden.
Einige Anlagen werden auf Grund ihres Umfanges nur als digitale Dokumente zur Verfügung gestellt und wurden entsprechend als „nur digital“ gekennzeichnet.
Die Anlage A-4.9 – „Komplettdokumentation Prototypdateien...“ beinhaltet systemspezifische Datenstrukturen der Computer Aided Design (CAD) - Systeme und kann nur mit einem entsprechenden CAD-System geöffnet werden.
Grundlage für die vorliegenden Baufachlichen Richtlinien Gebäudebestandsdokumentation (BFR GBestand) sind die Richtlinien für die Durchführung von Bundesbaumaßnahmen (RBBau).
In Abschnitt H der RBBau wird geregelt, dass Baubestandsdokumentationen der von der Bauverwaltung durchgeführten Baumaßnahmen vorzugsweise in elektronischer Form zu erstellen sind. Zusätzlich dazu sind die sich daraus ergebenden Papierpläne zu übergeben.
Die BFR GBestand sind gemäß RBBau die einheitlichen Grundlagen der digitalen Bestandsdokumentation für neu zu errichtende bzw. umzubauende Hochbauten.
Sie gelten nicht für bauliche Anlagen wie Schornsteine, Türme, u.ä. oder Ingenieurbauten wie Brücken, Schächte, Klärbecken, u.ä..
Bei Beauftragung digitaler Bestandsdatenerfassungen ohne Baumaßnahme unterliegen diese ebenfalls den Regeln der BFR GBestand.
Bestandsdokumentationen von Gebäuden umfassen i.d.R. alphanumerische Beschreibungsdaten in Raum- und Gebäudebüchern und geometrische Bestandsdaten in Bestandsplänen.
Inhaltlich können die Gebäudebestandsdaten unterschieden werden in bauliche und technische Bestandsdaten.
In den BFR GBestand sind die einzuhaltenden Vorgaben und der Mindestumfang einer digitalen Gebäudebestandsdokumentation geregelt.
Die Gebäudebestandsdokumentation beinhaltet damit die CAD-Dokumentation mit den digitalen baulichen und technischen Bestandsplänen und die alphanumerischen Beschreibungsdaten des Raum- und Gebäudebuches mit den baulichen Ausstattungen (Boden-, Decken-, Wandbeläge, Fenster, Türen, Einbauten u.ä.).
Die vermessungstechnischen Anforderungen an die digitale Bestandsdokumentation der Außenanlagen der Liegenschaft werden durch die Baufachlichen Richtlinien Vermessung (BFR Verm) geregelt.
Dadurch ergeben sich vielfältige Möglichkeiten der gegenseitigen Datennutzung.
Wenn z.B. die vermessungstechnischen Koordinaten eines Gebäudes benötigt werden, dann können diese durch den vorhandenen Primärnachweis der BFR Verm bereitgestellt werden. Sie werden dann als Bestandsdaten der BFR Verm übergeben für Dokumentationen, die gemäß BFR GBestand erstellt werden.
Ziel der BFR GBestand ist die Vereinheitlichung der digitalen Gebäudebestandsdokumentation als Arbeitserleichterung der Bauverwaltung bei der Erledigung ihrer Aufgaben.
In der RBBau, Abschnitt H ist dazu zu lesen: „Die digitale Dokumentation der von der Bauverwaltung durchgeführten Baumaßnahmen (Baubestandsdokumentation) ist die einheitliche Grundlage für die Durchführung von zukünftigen Bauaufgaben, Bauunterhaltungsmaßnahmen und von sonstigen baufachlichen Beurteilungen.“
Gleichzeitig bilden die digitalen Gebäudebestandsdaten die Grundlage für den Nachweis und die Bewirtschaftung der Gebäude durch die hausverwaltenden Dienststellen und sind im benötigten Umfang an diese zu übergeben.
Insbesondere für bundesweit tätige hausverwaltende Dienststellen sind durch die Bereitstellung von digitalen Gebäudebestandsdaten wesentliche Effektivitätssteigerungen zu erwarten.
2.4 Verfahrensbeschreibung
Die digitale Baubestandsdokumentation der durchgeführten Baumaßnahmen ist von der Bauverwaltung zu veranlassen.
Die Übergabetermine sind gemäß RBBau, Abschnitt H sicherzustellen.
Der in den Baufachlichen Richtlinien geforderte Standard-Datenumfang beinhaltet bauliche und technische Bestandspläne und die baulichen Bestandsdaten (siehe Anlagen A-4.1 und A-3.1) und kann nach erfolgter Abstimmung mit den hausverwaltenden Dienststellen um zusätzliche projektspezifische Daten erweitert werden.
Insbesondere bei Neubauten empfiehlt sich die zusätzliche Beauftragung der alphanumerischen Beschreibungsdaten der technischen Gebäudeausstattung (TGA).
► (Siehe hierzu Anlage A-3.2, Teil 2: - zusätzliche Daten der alphanumerischen technischen
Bestandsdokumentation)
Das projektspezifische Abstimmungsgespräch zwischen der Bauverwaltung und der hausverwaltenden Dienststelle hat vor der Erstellung bzw. Beauftragung der Gebäudebestandsdokumentation zu erfolgen.
Das Abstimmungsergebnis ist schriftlich zu dokumentieren und wird Teil des Vertrages zur Erstellung der Gebäudebestandsdokumentation.
Empfehlungen zum Vergabefahren
Nach § 5 Vergabeverordnung – VgV – sind Dienstleistungen die im Rahmen einer freiberuflichen Tätigkeit erbracht oder im Wettbewerb mit freiberuflichen Leistungen angeboten werden – soweit der Auftragswert den nach § 2 Nr. 2 VgV festgelegten Schwellenwert erreicht oder überschreitet – nach der Verdingungsordnung für freibe­rufliche Leis­tungen – VOF – auszuschreiben, es sei denn, es handelt sich um „Dienstleistungen, deren Lösung eindeutig und erschöpfend beschrieben werden kann“. In diesem Fall ist die Verdingungsordnung für Leistungen – VOL – anzuwen­den. Entsprechendes geht auch aus § 2 Nr. 2 VOF sowie § 1 VOL hervor. Unter Ziffer 5.4 Einzelgebiet K12 RBBau (17.Austl.) wird ebenfalls darauf hingewiesen. ­­­­­­­
Die VOL ist für entsprechende Leistungen auch dann anzuwenden, wenn der Auf­tragswert unterhalb des Schwellenwertes nach § 2 Nr. 2 VgV liegt.
Bei den Leistungen zur Erstellung der digitalen Gebäudebestandsdokumentation handelt es sich um eindeutig und erschöpfend beschreibbare Leistungen.
Die Vergabe nach der VOL – im Preiswettbewerb – lässt bei einer verbesserten Datenqualität wirtschaftlichere Ergebnisse erwarten.
Die Vergabe in Zusammenhang mit Leistungen nach der HOAI ist i.d.R. nur dann zu wählen, wenn diese >besonderen< Leistungen aus sachlichen Erwägungen in Ver­bindung mit Planungsleistungen nach den Grundleistungsbildern der HOAI ver­ge­ben werden sollten. Bei Vergaben oberhalb der Schwellenwerte (EU-weite Verga­ben) muss allerdings der Auftraganteil der Leistungen, die eindeutig und erschöpfend be­schreibbar sind, geringer (möglichst deutlich geringer) als der Auftraganteil der so­genannten geistig-schöpferischen Leistungen sein.
Die Vergabe in Zusammenhang mit HOAI-Leistungen muss auch im Einklang mit den Vorgaben der §§ 7und 55 BHO erfolgen.
► (Siehe hierzu Anlage A-2.1: - Empfehlungen mit Texthinweisen zu den RBBau- Vertragsmustern und Anlage A-2.2: Empfehlungen mit Texthinweisen zum Vertragsmuster VOL)
Zur Qualitätssicherung der digitalen Gebäudebestandsdokumentation ist von der Bauverwaltung abzusichern, dass die abgebildeten Daten mit den tatsächlich gebauten örtlichen Verhältnissen übereinstimmen.
Die verfahrenstechnische Überprüfung umfasst i.d.R. folgende 3 Ebenen:
1. Die Vollständigkeitsprüfung
Die Bestandsdokumentation ist umfassend auf Vollständigkeit gemäß den vertraglichen Vereinbarungen mit den Gewerkeauftragnehmern zu prüfen.
Diese Prüfung ist im Verantwortungsbereich der Projektleitung durchzuführen.
2. Inhaltliche Prüfung auf Richtigkeit und Übereinstimmung mit der gebauten Realität
Für die Prüfung auf inhaltliche Richtigkeit wird eine stichprobenartige Prüfung je Gewerk empfohlen, so dass die Stückzahl der geprüften Unterlagen repräsentativ ist und einen Rückschluss auf die Qualität der Unterlagen ermöglicht.
Diese Prüfung ist ebenfalls im Verantwortungsbereich der Projektleitung durchzuführen.
3. Form- und Strukturprüfung
Die Überprüfung der digitalen Bestandsdaten in Bezug auf Einhaltung der Form- und Strukturvorgaben ist ebenfalls umfassend durchzuführen.
Sie wird in der Regel durch Mitarbeiter der Bauverwaltung durchgeführt, die mit der baufachlichen Software bzw. der eingesetzten Facility Management (FM) – Software vertraut sind und in einer entsprechenden Organisationseinheit der Bauverwaltung
tätig sind (z.B. CAD-Leitstelle, FM-Leitstelle usw.).
Zur Fortschreibung von digitalen Bestandsdokumentationen fordert die RBBau im Abschnitt H, dass „... alle von der Bauverwaltung während der gesamten Nutzungsphase der Bauwerke... durchgeführten baulichen Veränderungen dauerhaft nachgewiesen“ werden müssen und dass dieser Nachweis der Veränderungen „ ... im Primärnachweis zu führen“ ist.
► (Siehe hierzu Kapitel 5 – Fortführung der digitalen Gebäudebestandsdokumentation.)
3 Alphanumerische Gebäudebestandsdokumentation
Die alphanumerischen Gebäudebestandsdaten beinhalten beschreibende Informationen von Gebäuden und Räumen (Raum- und Gebäudebuch) und dokumentieren deren
Qualitäten und Quantitäten.
Der Umfang der baulichen und der technischen Bestandsdaten ist vom Verwendungszweck der Daten abhängig.
Alphanumerische Bestandsdaten müssen in strukturierter Form erfasst und verwaltet werden. Deshalb sind folgende Festlegungen und Vorgaben notwendig:
3.1 Beschreibungsstrukturen im Raum- und Gebäudebuch (RGB)
In diesem Abschnitt werden die einzuhaltenden Beschreibungsstrukturen der alphanumerischen Gebäudebestandsdokumentation näher erläutert.
3.1.1 Merkmale und Artikel
Artikel und Merkmale sind grundsätzliche Beschreibungsstrukturen im Raumbuch.
Definition von Merkmalen:
Ein Merkmal ist die abstrakte Definition einer Eigenschaft eines Objektes. Ein Merkmal beschreibt einen grundsätzlich möglichen Sachverhalt, wobei die konkrete Erscheinungsform unterschiedlich sein kann und erst im Rahmen einer Merkmal-Aus­prägung festgelegt wird.
Im Raumbuch können Objekte jeweils mit beliebig vielen Merkmalen beschrieben werden:
- Liegenschaft, Gebäude,
- Räumliche Einheiten (Gebäudeabschnitt, Geschoss, Geschossbereich, Raumgruppe,
Raum, Raumzone),
- Artikel, Ausstattungen u.a.
Gleiche Eigenschaften von Liegenschaften, Gebäuden, Räumen, Artikeln, Ausstattungen usw. müssen einheitlich mit dem gleichen Merkmal (= Merkmalcode) beschrieben werden.
Die Gruppierung der Merkmale erfolgt im Katalog durch eine 3-stufige hierarchische Gliederung, welche durch den Merkmals-Code ergänzt wird.
1. Stufe: „ZG3“ Merkmale für „Bauwerk-Baukonstruktion“
2. Stufe: „34“ Merkmale für „Außentüren und -fenster“
3. Stufe: „af1“ Merkmale für „Fenster-allgemeine Merkmale“
Merkmal: „103“ Fensterbreite (m)
Definition von Artikeln:
Artikel sind i.d.R. quantifizierbare (zählbare) Typen von Einrichtungs- bzw. Ausstattungsgegenständen, die mit weiteren Merkmalen beschrieben werden können.
Artikel können interpretiert werden als:
– Fenster(typ), Tür(typ), Heizkörper(typ), ...
– Fußbodenbelags(typ), Wandbelags(typ), ...
Durch die Zuordnung von Artikeln zu “Räumlichen Einheiten“ (Gebäudeabschnitt, Ge­schoss, Geschossbereich, Raumgruppe, Raum, Raumzone) entstehen Ausstattungen.
Gleiche Ausstattungstypen müssen einheitlich immer mit dem gleichen Artikelcode beschrieben werden.
Die Gruppierung der Artikel erfolgt im Katalog durch eine 5-stufige hierarchische Gliederung, welche durch den Artikel-Code ergänzt wird.
1. Stufe: „Z“ Artikel für „Zentraler ISYBau-Katalog“
2. Stufe: „G3“ Artikel für „Bauwerk-Baukonstruktion“
3. Stufe: „52“ Artikel für „Bodenbeläge“
4. Stufe: „7“ Artikel für „Holz“
5. Stufe: „2“ Artikel für „Parkett“
Artikel: „101“ Parkettdielen (m²)
Da bei der Gebäudebestandsdokumentation die Materialarten der Ausstattungen bekannt sind, müssen materialspezifische Artikel dokumentiert werden.
Zur einheitlichen Gebäudebeschreibung wird durch das BBR ein „zentraler Artikelkatalog“ und ein „zentraler Merkmalkatalog“ vorgege­ben, in welchem ein Grundstock der zur Gebäudebeschreibung notwendigen Artikel und Merkmale ent­halten ist.
► (Siehe hierzu Anlagen A-3.5- Merkmal - Katalog und A-3.6- Artikel - Katalog)
Sämtliche in den Katalogen enthaltene Daten (z.B. Maßeinheiten, Vorschlagswerte usw.) dürfen nicht verändert werden. Die Zuordnung von Merkmalen zu Artikeln ist jedoch erlaubt.
Falls Ergänzungen der Kataloge (neue Merkmale bzw. neue Artikel) notwendig werden, müssen diese mit dem Auftraggeber abgestimmt werden und können
anschließend im fachlich zutreffenden Katalogzweig erfasst werden.
Zur Kennzeichnung und Unterscheidung dieser neuen, projektspezifischen Merkmale bzw. Artikel ist es notwendig, eine abweichende Bezeichnung für die Codierung in der „Kurzbezeichnung“ des Merkmals bzw. des Artikels zu verwenden. Deshalb sind die neuen Einträge immer mit einem Buchstaben zu beginnen z.B. „B_010“.
XXXXX . XXXXX . XXXXX . XXXXX . XXXXX . XXXXX
Z . G3 . 34 . 5 . 22 . B_103 Drehkippfenster Holz, Besonderheit xyz
Die zentralen Beschreibungskataloge des BBR werden regelmäßig aktualisiert und fortgeschrieben.
3.2 Festlegung der räumlichen Struktur
In der räumlichen Struktur werden sämtliche Liegenschaften, Gebäude und räumlichen Einheiten entsprechend ihrer örtlichen Lage strukturiert gegliedert und erfasst.
Die Festlegung der Strukturen und die dazugehörigen Codierungen (für Liegenschaften, Gebäude, Gebäudeabschnitte, Geschosse, Räume und gegebenenfalls (ggf.) Identifikations-Nummern an Ausstattungen) definieren für jedes Gebäude die Eindeutigkeit der Bestandsdaten bis zu den einzelnen Räumen und ggf. deren Ausstattungen.
Sie sind in einer gemeinsamen Abstimmung zwischen der Bauverwaltung und der hausverwaltenden Dienststelle vor Auftragsvergabe der Bestandsdokumentation festzulegen.
Durch gegenseitige Abstimmung zwischen der hausverwaltenden Dienststelle und der Bauverwaltung ist abzusichern, dass diese festgelegten Strukturen und Codierungen möglichst dauerhaft erhalten bleiben und nicht verändert werden.
► (Siehe hierzu Kapitel 5 – Fortführung der digitalen Gebäudebestandsdokumentation)
Die Gliederung der räumlichen Struktur erfolgt streng hierarchisch.
Die nachfolgend mit „muss“ gekennzeichneten Strukturierungsebenen müssen zwingend für die beauftragten Gebäude verwendet werden.
muss - für BMVg
ansonsten möglich
Bauwerk (=Gebäude)
Gebäudestruktur mit
Gebäude-Abschnitt
Geschossbereich
Ob die optional möglichen Strukturierungsebenen benutzt werden, hängt von der jeweiligen geometrischen und baulichen Struktur eines Gebäudes ab.
In diesem Zusammenhang gelten folgende Empfehlungen:
- zusätzliche Strukturierungsebenen sollten nur dann gewählt werden, wenn es zwingend notwendig ist.
- Auf die Verwendung der Strukturierungsebene „Baukörper“ sollte weitgehend verzichtet werden, da die Strukturierungsebene „Gebäude-Abschnitt“ häufig den gleichen Zweck erfüllt und im Sinne der Einheitlichkeit von Gebäudestrukturen zu bevorzugen ist.
- Die Strukturierungsebene „Gebäude-Abschnitt“ wird i.d.R. dann verwendet, wenn es eine notwendige vertikale Unterteilung im Gebäude gibt (z.B. Bauteile), die den Geschossen hierarchisch übergeordnet sind.
- Die Strukturierungsebene „Geschossbereich“ wird i.d.R. dann verwendet, wenn es eine notwendige vertikale Unterteilung im Gebäude gibt (z.B. Bauteile), die den Geschossen hierarchisch untergeordnet sind.
- Die Strukturierungsebene „Raumgruppe“ wird häufig in Wohngebäuden verwendet, um baulich abgeschlossene Wohnungen mit ihren Räumen in einer Gruppe abzubilden.
- Die Strukturierungsebene „Raumzone“ wird häufig in Großraumbüros verwendet, in welchen durch flexible Trennwände Teile eines Raumes abgetrennt werden, um unterschiedliche „raumähnliche“ Funktions- bzw. Nutzungseinheiten abzubilden.
Jede Strukturierungsebene muss mit einem eigenen Schlüsselcode identifiziert werden und muss zusätzlich dazu eine Bezeichnung erhalten.
Der Schlüsselcode besteht i.d.R. aus 5 alphanumerischen Zeichen, wobei Sonderzeichen nicht erlaubt sind.
Abweichend davon kann die Codierung der Liegenschaft aus max. 20 und die Codierung der Räume aus max. 12 alphanumerischen Zeichen bestehen.
Das Bezeichnungsfeld besteht immer aus 40 alphanumerischen Zeichen.
Die hierarchische Gliederungsstruktur der räumlichen Ebenen bewirkt eine mehrstufig zusammengesetzte Codierung, bei der sich die fachlich eindeutige Adressierung z.B. eines Raumes aus allen einzelnen Codierungen der übergeordneten Hierarchiestufen zusammensetzt.
Codierungsfelder
Liegenschaft "Julius-Leber-Kaserne Berlin"
Liegenschaftsbereich „TRUKFT JLK“
723001.1904.G16 ist die eindeutige Codierung eines Gebäudes in der Julius-Leber-Kaserne Berlin.
Die eindeutige Adresse eines Raumes im Haus 16 wäre z.B. 723001.1904.G16.EG.R01.
Die nachfolgenden Ausführungen zur Festlegung der räumlichen Struktur tragen allgemeinen Charakter und müssen immer im Rahmen der Abstimmung zwischen der hausverwaltenden Dienststelle und der Bauverwaltung projektspezifisch festgelegt und schriftlich dokumentiert werden.
3.2.1 Bezeichnung der Liegenschaften
Auf die Vorgabe einer bundesweit einheitlichen Regelung zur Bildung von Liegenschafts-Nummern wird bewusst verzichtet.
Siehe hierzu Vorgaben zur Regelung von einheitlichen Liegenschaftsnummern:
- im Bereich des BMF: Bundesliegenschaftsnachweis
- im Bereich des BMVg: UFIS, SAP-Einführung
- im Bereich der einzelnen Bundesländer: länderspezifische Vorgaben
3.2.2 Bezeichnung der Gebäude
Die zu verwendeten Gebäude-Nummern, Gebäude-Bezeichnungen und Gebäudetypen sind mit der hausverwaltenden Dienststelle abzustimmen.
Des Weiteren sind die nachfolgenden Vorgaben zu beachten:
3.2.3 Festlegung der Bezeichnung von Geschossen
Falls es keine anderen projektspezifischen Absprachen gibt, sind für Geschosse folgende Abkürzungen und Bezeichnungen zu verwenden:
Das „O“ ist als Buchstabe zu schreiben
1. Untergeschoss (=Kellergeschoss)
3.2.4 Festlegung zur Definition und der Bezeichnung von Räumen
Die gesamte Nettogrundfläche eines Geschosses muss sich in den definierten Räumen wiederfinden.
Ein Raum wird immer dann definiert, wenn durch die umschließenden raumhohen Wände eine abgeschlossene Einheit vorhanden ist.
Bei miteinander verbundenen Räumen gilt die Regel, dass beim Vorhandensein von einer durchgehenden Tür neue Räume zu definieren sind.
Bsp. Wenn der Vorraum durch eine Tür von dem Toilettenraum getrennt ist, erhält er eine eigene Raumnummer.
Einzelnen WC-Kabinen werden i.d.R. nicht als gesonderte Räume abgebildet.
Bestehende Nummerierungsregeln haben Vorrang vor neuen Regeln.
Bestehende Raumnummern sollen übernommen werden und haben damit ebenfalls Vorrang vor der Neuvergabe.
Falls es noch keine bestehenden Nummerierungsregeln und Raumnummern gibt (z.B. beim Neubau) sind diese zwischen Bauverwaltung und der hausverwaltenden Dienststelle vor Auftragsvergabe abzustimmen.
Die Raumnummern müssen innerhalb eines Geschosses immer eindeutig sein und dürfen maximal aus 12 Zeichen bestehen (möglichst ohne Sonderzeichen).
Vertikal zusammengehörende Treppenhäuser, Aufzugschächte, Versorgungsschächte u.ä. sind innerhalb eines Geschosses als einzelne Räume zu definieren und geschossübergreifend mit identischen Raumnummern zu versehen.
(Bsp. Der durchgehende Personenaufzug hat innerhalb eines Gebäudes im Erdgeschoss die eindeutige Raumnummer „EG.P01“, im 1. Obergeschoss die Raumnummer „O1.P01“ und im 2. Obergeschoss die Raumnummer „O2.P01“ usw.).
3.2.5 Nummerierungsregeln von Ausstattungen
Die Erfassung von Türnummern erfolgt nur nach zusätzlicher Anforderung durch die hausverwaltende Dienststelle und wird projektspezifisch festgelegt.
► (Siehe hierzu Anlage A-3.2, Teil1: zusätzliche Daten der alphanumerischen baulichen Bestandsdokumentation)
Die Erfassung von Türnummern ist immer dann sinnvoll, wenn in der späteren Gebäudeverwaltung eine Schlüsselverwaltung eingesetzt werden soll.
Falls die Erfassung beauftragt wird und noch keine Türnummern existieren, können sie nach folgenden Regeln vergeben werden:
V1: Türnummern wiederholen die Raumnummern
und sind demzufolge i.d.R. identisch mit den Raumnummern. Bei mehreren Türen im Raum wird ab der 2. Tür zunächst ein Trennzeichen und dann eine fortlaufende Zahl (1, 2, 3, ...) in Uhrzeigerrichtung vergeben.
V2: Türnummern wiederholen die Raumnummern und kennzeichnen die Türarten
indem sie immer mit „TF“ für Flurtüren oder „TV“ für Verbindungstüren der Räume untereinander beginnen. Anschließend folgt die Raumnummer und eine fortlaufende Zahl (1, 2, 3, ...), die in Uhrzeigerrichtung vergeben wird. Dabei wird von der Haupttür des Raumes (= die 1. Zugangstür vom Flur aus) ausgegangen. Als Trennzeichen zwischen Raumnummer und der laufenden Nummer der Tür wird „/“ empfohlen (z.B. „TF113/1“ ist die 1. Flurtür im Raum 113).
Fensternummern
Die Erfassung von Fensternummern erfolgt nur nach zusätzlicher Anforderung durch die hausverwaltende Dienststelle und wird projektspezifisch festgelegt.
Falls die Erfassung beauftragt wird und noch keine Fensternummern existieren, können sie nach folgenden Regeln vergeben werden:
V1: Fensternummern orientieren sich an den Gebäudefassaden
und werden innerhalb eines Geschosses und/oder einer Fassade fortlaufend nummeriert.
V2: Fensternummern orientieren sich an den Räumen
und beginnen immer mit „F“ und werden anschließend je Raum, links beginnend mit Zahlen (1, 2, 3, ...) in Uhrzeigerrichtung fortlaufend gezählt (z.B. „F113/2“ ist das 2. Fenster im Raum 113).
Nummern von Dosen
Die Erfassung von Dosennummern (elektrische Dosen und IT/Fernmelde-Dosen)
erfolgt nur nach zusätzlicher Anforderung durch die hausverwaltende Dienststelle und wird projektspezifisch festgelegt.
Falls die Erfassung beauftragt wird, ist sowohl eine Nummerierungsregel für die elektrischen Dosen und eine Nummerierungsregel für die IT/Fernmelde - Dosen festzulegen, welche sich i.d.R. an der bereits vorhandenen Beschriftung der Dosen orientieren.
3.3 Datenumfang der zu übergebenden alphanumerischen Daten
3.3.1 Standard – Datenumfang
Der Standard-Datenumfang der zu übergebenden alphanumerischen Daten des Raum- und Gebäudebuches wird in Anlage A-3.1 dokumentiert und beinhaltet in wesentlichen die baulichen Bestandsdaten eines Gebäudes.
► (Siehe hierzu Anlage A-3.1: Standard-Datenumfang der alphanumerischen baulichen Bestandsdokumentation)
Auf Grundlage dieser Daten werden die nachfolgende Arbeitsprozesse in der Gebäudebewirtschaftung unterstützt :
- Kostenleistungsrechnung
- Ausschreibung und Kontrolle von Reinigungsarbeiten
- Arbeitsprozesse des Bauunterhaltes
3.3.2 Zusätzliche Daten der alphanumerischen Gebäudebestandsdokumentation
Vor Beauftragung der Gebäudebestandsdokumentation hat zwischen der Bauverwaltung, der hausverwaltenden Dienststelle und dem zukünftigen Gebäudenutzer eine projektspezifische Abstimmung zu erfolgen, in der die zusätzlichen Daten für die Gebäudebestandsdokumentation vereinbart werden.
► (Siehe hierzu Anlage A-3.2: zusätzlicher Datenumfang der alphanumerischen Bestandsdokumentation)
Die Erfassung und der Umfang der alphanumerischen technischen Bestandsdaten erfolgt nur nach vorheriger ausdrücklicher Beauftragung.
Der zusätzliche Datenumfang wird in der Regel durch folgende Faktoren bestimmt:
- Typ des Gebäudes,
- Umfang und Bedeutung der technischen Gebäudeausstattung,
- Sicherheitsrelevante Bedeutung des Gebäudes,
- zukünftige Organisation und Arbeitsverteilung der technischen Instandhaltung, des
Ver- und Entsorgungsmanagement und der Vertragsabwicklungen von Serviceaufgaben
3.3.3 Datenumfang der Vorabdatenlieferung
Von der hausverwaltenden Dienststelle werden in der Regel 2 Monate vor Gebäudeübergabe alphanumerische Informationen für die spätere Gebäudebewirtschaftung
Diese Daten sind auf Grundlage der fortgeschriebenen Ausführungspläne und der Vorort-Situation zu ermitteln und in Form einer Excel-Datei zu dokumentieren.
► (Siehe hierzu Anlage A-3.3: Datenumfang der Vorab-Datenlieferung)
3.4 Datenformate der alphanumerischen Gebäudebestandsdokumentation
Die zu liefernden Datenformate sind so zu wählen, dass einerseits die hausverwaltende Dienststelle mit den übergebenen Daten arbeiten kann und andererseits die Fortschreibung der digitalen Bestandsdaten gewährleistet wird.
Deshalb müssen die zu liefernden Datenformate zwischen der Bauverwaltung und der hausverwaltenden Dienststelle projektspezifisch festgelegt werden (siehe Anlage A-3.4, Teil 3 ).
► (Siehe hierzu Anlage A-3.4, Teil3: Festlegung der zu liefernden alphanumerischen Datenformate)
4. Geometrische Gebäudebestandsdokumentation
Diese Vorgaben sollen einen redundanzfreien und geregelten Datenübergang aus dem Bauprozess in den Erhaltungs- und Bewirtschaftungsprozess eines Gebäudes gewährleisten. Es muss dem Auftraggeber [1] jederzeit möglich sein, verlässliche Informationen zum Bauunterhalt, zur Bewirtschaftung, zu einem Umbau oder zu anderen Maßnahmen aus den übergebenen digitalen Unterlagen entnehmen zu können.
Die Übergabe der Daten für fertiggestellte Bauvorhaben wird als einheitliche Dokumentation aller Leistungen des Freiberuflich Tätigen (FbT) bzw. des Auftragnehmers in Form, Aufbau und den Inhalten erwartet. Es ist ein vollständiges, homogenes und aktuelles Abbild des Gebäudes in digitaler Form zu übergeben.
Um das gewährleisten zu können, werden die dafür erforderlichen Rahmenbedingungen in diesen CAD-Vorgaben festgelegt. Mit der folgenden Beschreibung der Anforderungen und durch die Bereitstellung von Prototyp-Dateien (mit geforderten Folienstrukturen) sowie einem positiv bestätigten Pilottest soll dem FbT/ Auftragnehmer die Übergabe der Bestands- und/oder Revisionszeichnungen erleichtert werden.
► (Siehe hierzu Anlage A-4.8, Beispiel Prüfprotokoll)
Für die Übergabe der digitalen Dokumentation ist die Einhaltung des CAD-Standards (Bürostandard) des Auftraggebers verbindlich. Der CAD-Standard des Auftraggebers setzt sich zusammen aus Layerstrukturen, Vorgaben für Stiftdicken, Linienarten, Mustern, Schraffuren, Schriftfont. Diese Vorgaben sind fachliche (zeichentechnische) und spezifische Anforderungen. Insbesondere sind dies die baufachlichen Vorgaben zur normgerechten Erstellung einer Zeichnung, sowie die CAD-spezifischen Anforderungen, die gestellt werden, da fast alle Zeichnungen digital mit CAD-Programmen erstellt werden. Ein verbindlich vorgegebener CAD-Standard (Bürostandard) wird durch den FbT/ Auftragnehmer als Projektstandard in das eigene CAD-System in Form von Prototypdateien oder Beispielprojekten übernommen und es ist mit den übertragenen Vorgaben und Konfigurationen die digitale Dokumentation anzufertigen bzw. zu übergeben.
► (Siehe hierzu Anlage A-4.7: Beispiel: CAD-Standard (Bürostandard) des BBR)
Es werden dem FbT/ Auftragnehmer entsprechend dieser CAD-Vorgaben Prototyp-Dateien zur Verfügung gestellt, die als Formatvorlagen für die Übergabe dienen. Sie sind eine digitale Anlage.
► (Siehe hierzu Anlage A-4.9 in digitaler Form: Dokumentation Prototypdateien
Für eine Weiterverarbeitung der objektspezifischen Daten wird die Übergabe der Abbildungen von Gebäuden, Gebäudeteilen bzw. Abschnitten in Form von Vektordaten mit den dazugehörigen beschreibenden Informationen benötigt. Hierbei werden verschiedene Planinhalte, Darstellungsqualitäten und Datenaustauschformate unterschieden.
In Ergänzung zu diesem Kapitel befinden sich in den Anlagen Erläuterungen, Mustervorlagen und weitere verbindliche Dokumentationen.
4.2 Allgemeine Vorgaben
Diese Vorgaben gelten für die Pläne und Dateien, die dem Auftraggeber durch den FbT/ Auftragnehmer übergeben werden. In die interne CAD-Arbeitsweise des FbT/ Auftragnehmers wird nicht eingegriffen. Das Verwenden eigener CAD-Standards des FbT/ Auftragnehmers ist nur für die interne Bearbeitung erlaubt. Mit Übergabe der Daten müssen die Anforderungen des Auftraggebers umgesetzt sein.
Das Wiederauffinden aktueller Pläne durch den Auftraggeber und die normgerechte sofortige Reproduktion können nur aus einem gepflegten Datenbestand erfolgen. Dieser muss homogen und aktuell sein und ist nur in einem einheitlichen System beim Auftraggeber zu führen (Primärnachweis gem. RBBau 2003 – Teil H 2).
Für (Hoch-)Baumaßnahmen und deren begleitender oder abschließender Dokumentation sind die quantitativen Anforderungen an die Bauunterlagen für die zeichnerische Darstellung eines Gebäudes gemäß RBBau 2003 - Teil F 2 ff. anzuwenden.
► (Siehe hierzu Anlage A-4.1: Standard-Datenumfang der geometrischen Bestandsdokumentation)
Darüber hinaus gehende Vereinbarungen zur Erstellung zusätzlicher baulicher oder technischer Pläne sind projektspezifisch zu klären.
► (Siehe hierzu Anlage A-4.2: zusätzlicher Datenumfang der geometrischen Bestandsdokumentation und Anlage A-4.4: Festlegung der geometrischen Datenformate)
Unberührt davon bleiben qualitative Anforderungen an Zeichnungsdarstellungen nach allgemein gültigen und gewerkespezifischen Richtlinien.
Baubegleitende Dokumentationen sind bezüglich ihres Inhalts und ihrer Aktualisie­rungs-Frequenz mit dem Auftraggeber zu regeln.
Bestandszeichnungen können entweder die fortgeschriebene Ausführungsplanung gem. der Leistungsphase 5 (HOAI) sein oder sie beziehen sich auf die Leistungsphase 9 (HOAI). Gemäß Abschnitt 2.4 ist sicherzustellen, dass die Bestandszeichnungen in jedem Fall ein aktuelles Abbild des Gebäudes beschreiben.
Liegen keine Bestandszeichnungen durch Baumaßnahmen vor, können Bauaufnahmezeichnungen nach VOL ausgeschrieben werden, um die Aufnahme und geometrische Darstellung z.B. eines Gebäudes zu beauftragen. Für den Aufbau einer konsistenten Dokumentation sind Bestandsaufnahmen gem. Leistungsphase 9 zwingend erforderlich.
Erwartet wird in allen Fällen die Übergabe der Abbildung von Gebäuden bzw. Objekten in Form von Vektordaten mit den dazugehörigen beschreibenden Informationen. Hierbei werden verschiedene Planinhalte, Darstellungsqualitäten und Datenaustauschformate unterschieden.
Grundsätzlich sind in den Plänen Rohbaumaße zu verwenden. Ist das nicht möglich, (z.B. bei Bestandsaufnahmen vorhandener Gebäude) sind Fertigmaße zu verwenden.
In jede Zeichnung ist ein entsprechender Hinweis aufzunehmen.
Die Darstellungstiefe der Ausführungsdetails ist dem jeweiligen Planungsfortschritt anzupassen und mit dem Auftraggeber abzustimmen.
Dem FbT/ Auftragnehmer sind bei der Auftragsvergabe Prototyp-Dateien gemäß den CAD-Vorgaben des Auftraggebers in digitaler Form zu übergeben. Die bereitgestellten digitalen Standardvorgaben des Auftraggebers sind als Projektstandard beim FbT/ Auftragnehmer einzuspielen und zu verwenden.
Der Auftraggeber übernimmt keine CAD-Koordination zwischen den projektbeteiligten FbT/ Auftragnehmern.
4.3 Fachliche Vorgaben
Normen und Standards, die bei der Umsetzung von technischen Zeichnungen im Baubereich und deshalb auch für CAD-Systeme ihre Gültigkeit haben, sind in ihren aktuellen Fassungen einzuhalten. Umzusetzen sind insbesondere Regelungen zur zeichnerischen Darstellung in Plänen. Verbindlich sind die folgenden fachlichen Vorgaben.
► (Siehe hierzu Anlage A-4.5: Auszug wichtiger Normen für zeichnerische Gestaltung von Plänen)
4.3.1 Papierformate
Bei der Erstellung der Planunterlagen sind die genormten Blattgrößen nach DIN EN ISO 5457 einzuhalten
Das vorgegebene Verhältnis von Zeichnungsbreite zu Zeichnungshöhe von 1/Ö2 kann bei stark vom Standardmaß abweichenden Darstellungen variiert werden, wobei grundsätzlich die nächstgrößeren Längenmaße zu wählen sind. Die genormten Streifenformate sind im entsprechenden Feld des jeweiligen Plankopfes anzugeben.
Abweichungen von den genormten Blatthöhen sind nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Auftraggebers zulässig.
4.3.2 Planlayout
Alle Pläne sind gewerkeübergreifend mit einheitlichem Layout einzurichten, d.h. Plan­ausschnitte sind über alle Geschosse möglichst jeweils gleich zu wählen, aufzuteilen und darzustellen (Abweichungen bei wechselnden Grundrissausdehnungen sind möglich). Pläne sollten jeweils einheitliche Papierformate haben.
Im rechten Planabschnitt sind der Plankopf des Auftraggebers mit Indexfeld sowie der Übersichtsplan, die Legende und alle weiteren erforderlichen Informationen angeordnet. Wenn kein ausreichender Platz vorhanden ist, kann z.B. die Legende im nächstgelegenen Faltfeld eingefügt werden.
4.3.3 Plankopf
Alle Pläne sind mit einem festgelegten, einheitlichen Format für den Plankopf auszustatten.
► (Siehe hierzu Anlage A-4.6: Beispiel Plankopf BBR)
Die digitale Formatvorlage befindet sich in Anlage A-4.10
► (Weiteres im Anlage A-4.9: Dokumentation Prototypdateien
4.3.4 Übersichtsplan und Nordpfeil
Ein Lage- bzw. Übersichtsplan der Liegenschaft bzw. des Gebäudes ist bei umfangreichen Geschossflächen, Gebäuden und bei der Arbeit mit Ansichtsfenstern in jeden Plan zu integrieren. Der Nordpfeil ist in den Grundrisszeichnungen darzustellen.
Darzustellen sind die wichtigsten objektbezogenen Informationen, wie z.B.:
§ spezifische Bezeichnungen (Bauteil-Nummerierungen),
§ übergeordnete Einteilungen (Achsen),
§ Kennzeichnung des in der Zeichnung dargestellten Bereiches,
§ die straßenmäßige Erschließung,
§ die Grundgrenzen der Liegenschaft.
Die Größe des Übersichtsplanes ist dem auf der Zeichnung zur Verfügung stehenden Platz über dem Plankopf anzupassen.
4.3.5 Legende
Die Darstellung hat entsprechend den gewerkespezifischen Vorschriften und Normen zu erfolgen. Für alle Zeichnungen eines Bauvorhabens ist mit einheitlichen Legenden zu arbeiten, die dem jeweiligen Planungsstand angepasst werden müssen.
4.3.6 Schriftsatz, Schriftfont
Die Bemaßung und Beschriftung der Konstruktion, des Plankopfes, der Legende u. a. textliche Darstellungen, müssen nach den dafür geltenden Zeichennormen (DIN ISO 128) erfolgen. Außerdem sind die Einheitennamen und Einheitenzeichen der DIN 1301-1 anzuwenden.
4.3.7 Stiftdicken und Linienarten
Die Erstellung der Konstruktion, des Planrahmens u. a. geometrischer Darstellungen muss nach den dafür geltenden Normen (DIN ISO 128) erfolgen bzw. übergeben werden. Die nach DIN genormten Stiftdicken und die für die bauliche oder gewerkespezifische Darstellung geforderten Linienarten sind anzuwenden. Dies gilt ebenso für die Wahl der farbigen Darstellung dieser Linien (Abriss, Neubau, Lüftungsleitungen, Warmwasser etc.)
4.3.8 Flächenelemente: Schraffuren, Muster, Füllflächen
Die Darstellung von Flächen durch Schraffuren, Muster, Füllflächen wird in den dafür zuständigen Normen geregelt. Darüber hinaus vom Auftraggeber bereitgestellte Dokumentationen oder Dateien sind zu übernehmen und anzuwenden.
4.4 CAD-Spezifische Vorgaben
4.4.1 Hinweise zu Schnittstellenformaten
Das herstellerabhängige Schnittstellenformat DXF
Das CAD-Austauschformat DXF hat sich als gebräuchliche Form durchgesetzt und es wird ein großer Teil des Datenaustauschs über das DXF-Format abgewickelt, obwohl dies kein neutrales, standardisiertes Übergabeformat ist. Aufgrund der Entwicklung und Verbreitung hat sich dies als Quasi-Standard selbst festgelegt. Versionsvielfalt, Unverträglichkeiten der Versionen untereinander, zusätzlicher Einsatz von Konvertierungs- und Kontrollsoftware und ein immer größer werdender Pflegeaufwand seitens der CAD-Softwarehäuser ermöglichen die Übertragung einer gemeinsamen Teilmenge an geometrischen Informationen. Wann immer es geboten ist, sollten projektspezifisch die folgenden Übertragungsmöglichkeiten geprüft werden und als kostengünstigere Alternative vereinbart werden.
Die hersteller-unabhängigen Schnittstellenformate STEP und IFC
Alternativen zum Schnittstellenformat DXF sind die beiden auf ISO-Standards basierenden Schnittstellenformate STEP (Standard for the Exchange of Product Data) und das Datenformat IFC (Industry Foundation Class). Aufgrund der Dauerhaftigkeit der Festlegungen (mind. 5 Jahre) und der offenen, definierten Qualitätsvorgaben sollten diese als mögliche Schnittstellenformate für den CAD-Datenaustausch in Betracht gezogen werden. Zu beachten ist jedoch, dass viele FbT/ Auftragnehmer, die in einem Fachbereich tätig sind, mit ihren speziellen Branchenlösungen dieses Format nicht bedienen können und somit eine vertragliche Festlegung auf eine dieser beiden Schnittstellenformate zusätzlich Kosten durch Dienstleistung verursachen würde. Auch durch diese Schnittstellenformate können nicht immer 100%ige Übertragungsergebnisse erzielt werden, jedoch wäre die verlustfrei übertragbare Teilmenge größer als bei dem Schnittstellenformat DXF.
Das CAD-Format des Auftraggebers
Die kostengünstigste Variante mit dem besten Übertragungserfolg ist immer noch, wenn das CAD-Format des Auftraggebers durch den FbT/ Auftragnehmer erzeugt und übergeben werden kann. Anders als bei den Schnittstellenformaten können weiterreichende Vorgaben für das eingesetzte CAD-System getroffen, umgesetzt und strukturiert in das Primärsystem des Auftraggebers übergeben werden. Kann die Erstellung der Dokumentation nach den Bestimmungen der VOL ausgeschrieben werden, ist die Forderung zur Lieferung der Daten im CAD-Format des Auftraggebers zulässig.
► (Siehe hierzu Anlage A-4.4: Festlegung der geometrischen Datenformate)
4.4.2 Modellbereich
Die Bauwerke, Bauteile und Einrichtungsgegenstände sind im Modellbereich des CAD-Systems im Maßstab 1:1 lagegerecht zu erstellen. Für die Gebäudebewirtschaftung unter Einsatz eines Facility Managementsystems bilden die Modelldaten die Grundlagen für den Primärnachweis für das Gebäude. Zwischen Bauverwaltung und hausverwaltender Dienststelle ist zu klären, wer diesen Primärnachweis führt. Die im Rechner digital erstellten Gebäudeabbildungen können im Modell- und Papierbereich übertragen werden. Beide Übertragungsmöglichkeiten sind prinzipiell abzufordern. In dem Übergabeformat sind die Zeichnungseinheiten (ZE) in der Regel festgelegt für:
§ Haustechnikzeichnungen: 1 ZE = 1mm (ein physikalischer Millimeter),
§ Architektenzeichnungen: 1 ZE = 1 m (ein physikalischer Meter).
4.4.3 Papierbereich
Unter Papierbereich (Begriffsbezeichnung ist systemabhängig) wird allgemein eine Zusammenstellung von Plänen bezeichnet (z.B. „Planzusammenstellung“, „Layout“).
Das Planlayout mit Zeichnungsrahmen und -kopf, Indexfeld, Legende und den nötigen Ansichtsfenstern wird im Papierbereich eingerichtet. (im M 1:1, ZE = 1mm).
Ansichtsfenster realisieren die Darstellung des Zeichenobjekts in dem gewünschten Maßstab (z.B.: M 1:50).
Aus diesem Papierbereich sind Plot-Dateien als zusätzliche Dateien im programm-unabhängigen hpgl-2 Format mit Plotfaktor 1:1 zu erzeugen und zu übergeben. Abweichungen davon sind mit dem Auftraggeber schriftlich zu vereinbaren. Eine Übersicht der erstellten Plotdateien wird spätestens mit Übergabe der Papierpläne eingereicht.
► (Siehe hierzu Anlage A-4.1und A-4.2: Datenumfang der geometrischen Bestandsdokumentationen
Lassen sich Grundrisse auf Grund ihres Maßstabes nicht in einem Papierformat darstellen, so ist der Grundriss in mehrere Ansichtsfernster (Planschnitte, Planfenster) im Papierbereich aufzuteilen und in dafür angelegten Layouts darzustellen. Es ist dann zusätzlich ein Gesamt-Übersichtsplan in einem geeigneten Maßstab herzustellen, dessen Blattbreite nicht größer als DIN A0 sein darf.
4.4.4 Koordinaten
Der Koordinatenbezugspunkt des Gebäudes hat die Koordinate (x,y,z - 0,0,0). Alle weiteren bauwerksbezogenen (relativen) Koordinaten sind mit dem Koordinatenursprung eindeutig in Bezug zu setzen.
Die einheitliche Festlegung der Bezugskoordinaten soll sicherstellen, dass z.B. die Grundrisse unterschiedlicher Geschosse oder Gebäudeteile ohne Nachformatierung in einer Zeichnungsdatei verwendet werden können.
Die Festlegung der Bezugspunkte gilt sinngemäß auch für alle Ansichten, Schnitte und Lagepläne, wobei bei den Lageplänen der vom Auftraggeber vorgegebene Einfügepunkt als Bezugspunkt zu verwenden ist.
4.4.5 Folienstruktur (Teilbilder, Layer)
Allgemeine Folienstruktur
Um ein einheitliches Format bei der CAD-Datenübergabe sowohl beim FbT/ Auftragnehmer als auch beim Auftraggeber zu gewährleisten, sind Layerstrukturen bei Auftragsvergabe vorgegeben. Änderungen und Ergänzungen der Vorgaben sind immer vom Auftraggeber schriftlich zu bestätigen
In Anlage A-4.3 sind die Layer für die Kostengruppen 300 und 400 dokumentiert. Diese Vorgaben sind vom FbT/ Auftragnehmer einzuhalten. Grundsätzlich ist der zusätzliche Gebrauch von Layern mit dem Auftraggeber abzustimmen. Änderungen bzw. Ergänzungen bedürfen in jedem Fall der schriftlichen Genehmigung des Auftraggebers. Die Layerstruktur wird vom Auftraggeber gepflegt.
► (Siehe hierzu Anlage A-4.9 in digitaler Form: Dokumentation Prototypdateien )
Zeichnungen, Planlayouts und das Verwenden einer Layerstruktur sind vor Beginn der Arbeiten projektspezifisch mit dem Auftraggeber abzustimmen. Die vorgegebene Struktur ist zwingend einzuhalten. Nicht benötigte Folien können übersprungen werden. Es ist jede Folie eindeutig zu beschriften.
► (Siehe hierzu Anlage A-4.3, Teil 3: Auszüge aus den Folienstrukturen für die bauliche und die technische Dokumentation.)
(Hinweis: Die Komplettdokumentation der Layer liegt im Acrobat Reader Format „PDF“ vor und kann durch den FbT/ Auftragnehmer beim Ansprechpartner des Auftraggebers abgerufen werden. In den Prototypdateien ist die vollständige Layerstruktur enthalten.)
Systematik der Layerbezeichnungen für die Kostengruppe 300
Systematik der Layerkurzbezeichnungen für die Kostengruppe 400
Für die Layerkurzbezeichnung stehen 8 Stellen zur Verfügung.
Der Layer 0 ist grundsätzlich frei zu halten.
Die Bezeichnungsstruktur ist nach folgendem Schema realisiert:
§ Zahlencode/Kostengruppe Stelle 1 – 3
§ Schlüssel Stelle 4 – 8
Beispiel für Layerbezeichnungen:
420APLAN Kostengruppe (KGR) 420 Legende Wärmeversorgungsanlagen
460AMASS Kostengruppe (KGR) 460 Bemassung Förderanlagen
4.4.6 Strichstärken und Linientypen
Dem FbT/ Auftragnehmer werden die Formatvorlagen für die Plotkonfigurationsdateien zur Verfügung gestellt.
4.4.7 Festlegungen zur Geometrie und Konstruktion
Alle Grundrisse der Baukonstruktion werden in 2 D bzw. vereinfachtem 3D erstellt. Dies wird projektspezifisch festgelegt.
- Detaillierung wie gängige 1:100 Pläne
- einheitliche Geschosshöhe
- Außenwände übereinanderliegender Geschosse schließen in der perspektivischen Darstellung lückenfrei an
- Ansichten, Schnitte und Fassaden-Darstellungen sind grundsätzlich zweidimensional.
Fluchten der Geschosse
Die vertikale und horizontale Zuordnung eines Gebäudes ist vor Abgabe der Daten durch den FbT/ Auftragnehmer kontrolliert und bestätigt. Bei der Aufteilung in mehreren Abschnitten sind die Anschlüsse ohne Überlappungsbereiche. Es ist ein Übersichtsplan auf einer Folie (Layer) zu liefern.
Maße sind unter Berücksichtigung der geltenden Normen und Vorschriften darzustellen. Es ist auf eine assoziative Vermassung (Referenzpunkt) zu achten. Es wird projektspezifisch festgelegt, ob Fertigmaße bzw. Rohbaumaße verwendet werden. Nischentiefen sind anzugeben. Bei der Angabe der Brüstungshöhe ist der Bezug anzugeben.
Für die geometrische Darstellung von Ausstattungs-Objekten sind standardisierte Symbolkataloge für normgerechte Abbildungen, z.B. in den Bereichen Architektur, Elektrotechnik und Haustechnik zu verwenden. Weitere benötigte Objekte sind als Symbole oder Makros jeweils projektspezifisch zu definieren und deren Verwendung anzugeben.
Blöcke, Makros
Alle verwendeten Blöcke (Makros) werden aufgelöst übergeben. Nur nach Rücksprache oder Anforderung durch den Auftraggeber dürfen Blöcke (Makros) übertragen werden.
Referenzen zu eingebundenen Dateien (z.B. Grundriss des Architekten bei einer technischen Dokumentation) sind aufzulösen und alle Informationen dieser referenzierten Datei auf einer Folie z. B. 421ANULL (Einfügungen, Fremdlayer für Kostengruppe 421 gem. DIN 276) mitzuliefern.
Innerhalb jedes Projekts werden Zeichnungen angelegt. Sie dienen später zur leichteren Auswahl zusammengehöriger Folien. Beim Datenaustausch entspricht eine Zeichnung einer Datei:
Bsp.: 1. Zeichnung: Kellergeschoss(.Endung) = z.B. Kellergeschoss.dxf
2. Zeichnung: Erdgeschoss(.Endung) = z.B. Erdgeschoss.stp
Folien (Teilbilder, Layer)
Innerhalb jeder Zeichnung werden an den jeweils zugrundeliegenden Ausgabemaßstab Folien angelegt. Alle Folien sind eindeutig (zeichnungsübergreifend) innerhalb eines Projektes nummeriert. Die Bezeichnung der einzelnen Folien ist so zu wählen, dass folgende Informationen ablesbar sind:
- Inhalt der Folien
- Maßstab der Darstellung(en)
- ggf. Bauabschnitt (z.B. Bauteil A, Südflügel, ...)
Folienbezeichnungen innerhalb einer Datei:
Konstruktion_EG_100_A, Einbauten_EG_100_A usw.
Sämtliche in den Folienbezeichnungen verwendeten Abkürzungen und Kurzbezeichnungen sind zu dokumentieren.
Das Verwenden von Umlauten wird prinzipiell ausgeschlossen.
Die übergebenen Daten sind in ihren Folien soweit bereinigt, dass nur die für die Darstellung Inhalte übergeben werden. Folien mit „unsichtbaren“ (alphanumerischen) Informationen sind nach Absprache mitzuliefern.
Details u. ä. gehören nicht zum Grundriss. Es werden dem FbT/ Auftragnehmer vordefinierte Folienstrukturen in Form der Prototypdateien zur Verfügung gestellt. Jeweils eine für die bauliche und die technische Bestandsdokumentation.
4.4.8 Flächennachweis/ Raumdefinitionen
Raumdefinitionen (Raumpolygone) sind immer auf der dafür vorgesehenen Folie abzubilden. Die Raumgeometrie ist nach den Regeln der DIN 277 und bei reinen Wohngebäuden nach der 2. BV abzubilden. Daraus ergeben sich die Flächenberechnungen. Raumdefinitionen sind auf Basis der Raumbuchdaten nach folgendem Schema zu beschriften:
Raum-Nummer max. 12-stellig
Raum-Bezeichnung Text
Fläche Format: **.## m²
In den Zeichnungen sind für jeden Raum nur die wichtigsten Informationen mittels Raumstempels einzutragen. Die Struktur und die Inhalte werden in Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber vor Baubeginn definiert und als Muster zur Verfügung gestellt.
Der Raumstempel ist innerhalb des Raumes abzulegen. Ist dies aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht möglich, kann der Raumstempel auch außerhalb der Gebäudedarstellung eingefügt werden. In diesem Fall muss der eindeutige Bezug zwischen Raum und Raumstempel herstellbar sein (z.B. Verbindung mittels Linie).
Vernüpfung zwischen CAD- und Datenbank-Räumen
Wenn die Erfassung alphanumerischer Informationen datenbankgestützt erfolgt, dann ist die Beschriftung der Räume aus den Datenbankinformationen zu erzeugen.
Dies erfordert eine Verknüpfung zwischen geometrischen und alphanumerischen Informationen und wird zusätzlich vertraglich vereinbart.
► (Siehe hierzu Anlage A-4.2: Zusätzlicher Datenumfang der geometrischen Bestandsdokumentation)
5. Fortführung der digitalen Gebäudebestandsdokumentation
Bezüglich der Fortschreibung der digitalen Bestandsdokumentation fordert die RBBau im Abschnitt H, dass „... alle von der Bauverwaltung während der gesamten Nutzungsphase der Bauwerke ... durchgeführten baulichen Veränderungen dauerhaft nachgewiesen“ werden müssen und dass dieser Nachweis der Veränderungen „ ... im Primärnachweis zu führen“ ist.
In Absatz 2.1 heisst es dazu:
Ø „Es ist Aufgabe und Verpflichtung des Bedarfsträgers alle Übrigen, nicht von der Bauverwaltung beauftragten, baulichen Veränderungen in die Baubestandsdokumentation einpflegen zu lassen. Die Veränderungen sind im Primärnachweis zu führen. Bedarfsträger und Bauverwaltung haben sich über den Standort des Primärnachweises zu verständigen.“
Ø „Die den Primärnachweis führende Stelle hat für die Aktualität und die Richtigkeit der digitalen Baubestandsdokumentation zu sorgen. Änderungen sind zeitnah einzupflegen, damit die Baubestandsdokumentation mit den tatsächlichen örtlichen Verhältnissen übereinstimmt. Angaben aus Bauunterlagen dürfen nur nach vorheriger Feststellung ihrer Übereinstimmung mit der Örtlichkeit übernommen werden.“
Aus diesen Vorgaben der RBBau ergibt sich folgende Arbeitsorganisation:
1. Bedarfsträger und Bauverwaltung haben sich über den Standort des Primärnachweises zu verständigen.
2. Sämtliche Änderungen im Gebäudestand sind durch die veranlassenden Stellen an die den Primärdatennachweis führende Stelle bereits nach Gebäudeübergabe mitzuteilen.
3. Die Fortführung der Bestandsdokumentation ist im Einvernehmen zwischen dem Bedarfsträger und der Bauverwaltung zeitnah zu veranlassen.
Für die Gewährleistung der Fortschreibung der digitalen Gebäudebestandsdaten und für den damit verbundenen Datenaustausch ist die Eindeutigkeit der Bestandsdaten (Codierung der Liegenschaften, Gebäude, Geschosse, Räume und ggf. Identifikations-Nummern an Ausstattungen) auf den beteiligten Seiten dauerhaft sicher zu stellen.
Bei Veränderungen des Inhaltes dieser eindeutigen Felder, hat der Verursacher die Veränderungen so zu dokumentieren, dass in einer Listendarstellung sowohl der „alte Wert“ als auch der „neue Wert“ dargestellt werden und an die den Primärnachweis führende Stelle übergeben wird.
Für den Fall dass die Bauverwaltung den Primärdatennachweis der digitalen Gebäudebestandsdaten führt, ergeben sich folgende Zuständigkeiten bei der Fortschreibung der digitalen Gebäudebestandsdaten:
Eindeutig-
keit für Datenübergabe
Bauverw.
Zuarbeit durch die hausverw.D.
Codierung der Liegenschaft
Codierung des Liegenschaftsbereiches
Eind. Schlüssel der Liegenschaft
Gesamtfläche Liegenschaft
tatsächliche GFZ
tatsächliche GRZ
Fläche Flurstück 1
Flurstück 2 usw.
Codierung der Gebäude
Bezeichnung der Gebäude
Datum letzte Instandsetzung
Baujahr (nach Bauübergabe der Errichtung)
Hauptnutzfläche (HNF), (aggregiert aus Raumflächen)
Nebennutzfläche (NNF), (aggregiert aus Raumflächen)
Nutzfläche (NF), (aggregiert aus Raumflächen)
BGF (aggregiert aus Geschossflächen)
Denkmalschutz (ja/ nein)
umweltrelevant (ja/ nein)
Codierung der Geschosse
Bezeichnung der Geschosse
HNF (aggregiert aus Raumflächen)
Deckentragfähigkeit
Raum-Nummer
Evtl. vorhandene zusätzliche Raum-Nummer
Nutzungsart nach DIN 277 (1. Stelle)
Nutzungsart nach DIN 277 (2. Stelle)
Raumlänge (Fertigmaß) (falls rechtwinklig)
Raumbreite (Fertigmaß) (falls rechtwinklig)
Raumfläche (Fertigmaß) (nach DIN 277)
Raumhöhe (Fertigmaß)
(nur, wenn abweichend vom Geschoss)
Identifikations-Nummern von Ausstattungen
alle Angaben zu baulichen Ausstattungen
alle Angaben zu technischen Ausstattungen
6. Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen und Fachbegriffe
Bauverw. - Bauverwaltung
BFR GBestand - Baufachliche Richtlinien Gebäudebestandsdokumentation
BFR Verm - Baufachliche Richtlinien Vermessung
BGF - Brutto-Grundfläche (gemäß DIN 277)
BMVg - Bundesministerium für Verteidigung
BRI - Brutto-Rauminhalt (gemäß DIN 277)
Bürostandard - einheitlicher CAD-Standard des Auftraggebers
BWZ - Bauwerkszuordnungskatalog
FbT - Freiberuflich Tätige
FF - Funktionsfläche (gemäß DIN 277)
hausverw. D. - hausverwaltende Dienststelle
HNF - Hauptnutzfläche (gemäß DIN 277)
i.d.R. - in der Regel
KGR - Kostengruppe (gemäß DIN 276)
ME - Maßeineit
NF - Nutzfläche (gemäß DIN 277)
NNF - Nebennutzfläche (gemäß DIN 277)
Projekt-Standard - übernommener CAD-Standard des Auftraggebers
Prototypdateien - sind leere CAD-Dateien, in denen die Vorgaben für die geometrischen Bestandsdaten umgesetzt wurden, z.B. verwendete Layerstruktur, Strichstärken, Schriftarten, usw.
RBBau - Richtlinien für die Durchführung von Bundesbaumaßnahmen
SAP - Hersteller- und Produktname von Unternehmens-Software
UFIS - Unterbringungs-Fachinformationssystem (des BMVg)
VF - Verkehrsfläche (gemäß DIN 277)
Anlagen zum Kapitel 2
A-2.1: Empfehlungen mit Texthinweisen zu den RBBau-Vertragsmustern
(Gebäude und Technische Ausrüstung)
Textfassung siehe Seite 65 bis 68 (oder wahlweise digitale Fassung)
A-2.2: Empfehlungen mit Texthinweisen zum Vertragsmuster VOL
Textfassung siehe Seite 69 bis 86 (oder wahlweise digitale Fassung)
Anlagen zum Kapitel 3 - Alphanumerische Gebäudebestandsdokumentation
A-3.1: Standard-Datenumfang der alphanumerischen Bestandsdokumentation
Teil 1: Datenumfang der Liegenschaft
Merkmal-Codierung
(gemäß Anlage A-3.5)
Codierung der Liegenschaft *1)
(= Nummer der Liegenschaft)
Eindeutiger Schlüssel der Liegenschaft *2)
(nur wenn abweichend von Zeile 1)
(i.d.R. aus BFR Verm)
ZL008.11.a01.101
ZL008.11.2.101
ZL008.11.2.102
ZL011.11..103
ZL011.11..104
ZL011.11..105
ZL011.11..106
ZL011.11..107
ZL011.11..108
Tabelle A-3.1
Vorgaben durch die Bauverwaltung / hausverwaltenden Dienststelle:
- Codierung der Liegenschaft *1)
- Bezeichnung der Liegenschaft
- Eindeutiger Schlüssel der Liegenschaft *2)
*1) Im Feld „Codierung der Liegenschaft“ wird i.d.R. die Liegenschafts-Codierung der den Primärnachweis führenden Stelle abgebildet (z.B. der Bauverwaltung)
*2) Im Feld „Eindeutiger Schlüssel der Liegenschaft“ wird i.d.R. die Liegenschafts-Codierung der hausverwaltenden Dienststelle abgebildet (z.B. BMVg, BMF)
(falls vorhanden, z.B. BMVg)
Bezeichnung Liegenschaftsbereich
Tabelle A-3.2
- Codierung des Liegenschaftsbereiches
- Bezeichnung des Liegenschaftsbereiches
Teil 2: Datenumfang der Gebäude
Codierung Gebäudetyp (lt. RBBau, Muster 6, Bauwerkszuordnungskatalog (BWZ))
Codierung Gebäudetyp (nach Vorgabe der hausverwaltenden Dienststelle)
ZG001.12..201
ZB001.14..101
ZG001.13..101
ZG004.11..101
NNF (aggregiert aus Raumflächen)
ZG004.11..102
NF (aggregiert aus Raumflächen)
ZG004.11..103
ZG004.11..108
(i.d.R. aus BFR Verm )
ZG004.11..109
ZG004.13..101
ZL003.17..101
Tabelle A-3.3
- Codierung der Gebäude
- Bezeichnung der Gebäude
- Codierung des Gebäudetyps (nach RBBau, Muster 6, BWZ)
- Codierung des Gebäudetyps (nach BMVg-Bauwerkskatalog)
Teil 3: Datenumfang der Geschosse
Codierung des Gebäudes
.....*1)
beheizbare Fläche (=beheizbare Nutzfläche je Geschoss lt. EnEV)
ZG004.12..103
ZA005.11..108
Tabelle A-3.4
*1) Falls für das zu dokumentierende Gebäude zusätzliche Strukturierungsebenen (Baukörper, Gebäude-Abschnitt) notwendig sind, dann sind diese durch entsprechende zusätzliche Spalten in der obigen Tabelle abzubilden.
Teil 4: Datenumfang der Räume
Codierung des Geschosses
.....*2)
(nur wenn abweichend von oberer Zeile)
Tabelle A-3.5
*2) Falls für das zu dokumentierende Gebäude zusätzliche Strukturierungsebenen (Geschossbereich, Raumgruppe) notwendig sind, dann sind diese durch entsprechende zusätzliche Spalten in der obigen Tabelle abzubilden.
Teil 5: Datenumfang der baulichen Ausstattungen
Raumoberflächen
Für Wände, Decken und Fußboden sollen Ausstattungen nach sichtbaren Oberflächen mit kombinierten Schichtaufbau verwendet werden (z.B. „Tapete mit Anstrich“).
Als Menge der Wand- und Deckenbeläge muss in Abhängigkeit von der Materialbeschaffenheit die geometrische Fläche (in m2) reduziert um die geometrischen Öffnungen erfasst werden.
Als Menge der Bodenbelagsflächen ist die tatsächliche Fläche der Bodenbeläge (inklusive Tür- und Fensternischen) vermindert um die Fläche der festen Einbauten zu erfassen.
Fenster sollen als einzelne Ausstattungen im Raum beschrieben werden.
Bei Fenstern zwischen 2 Räumen wird das Fenster dem Raum mit der höherwertigen Nutzflächenart nach DIN 277 zugeordnet, d.h. Räume der HNF haben Vorrang vor Räumen der NNF, FF, VF. Bei Räumen mit gleicher Nutzflächenart (HNF, NNF, FF, VF) entscheidet die Raumnummer darüber, welchem Raum das Fenster zugeordnet wird. Niedrige Raumnummern haben Vorrang vor höheren Raumnummern.
Türen sollen als einzelne Ausstattungen im Raum beschrieben werden.
Die Zuordnung der Türen zu den Räumen muss zunächst in Abhängigkeit von der Nutzflächenart nach DIN 277 erfolgen, d.h. Räume der HNF haben Vorrang vor Räumen der NNF, FF, VF. Bei Räumen mit gleicher Nutzflächenart (HNF, NNF, FF, VF) entscheidet die Anschlagseite (bzw. Türbandseite), welchem Raum die Tür zugeordnet wird.
Oberlichter von Türen werden nicht als einzelne Ausstattung sondern in Form von Merkmalen an der Tür beschrieben.
Einzelne Oberlichter zwischen 2 Räumen werden wie feststehende Fenster dokumentiert.
Heizkörper sind in Abhängigkeit von ihrem Typ zu erfassen.
Sonstige fest eingebaute und sichtbare bauliche Ausstattungen
Als sonstige bauliche Ausstattungen sind alle sichtbaren und fest eingebauten Ausstattungen der Baukonstruktion -Kostengruppe 370- zu erfassen (z.B. Wand-
schränke, Regale usw.).
Geforderte Beschreibungsmerkmale der baulichen Ausstattungen
Artikel zur Beschreibung von ...
Beschreibungseinheit
Merkmale (Mindestvariante)
Deckenbeläge,
(Z.G3.53.*)
Je kombinierte Schicht
- Fläche (im Mengenfeld)
Wandbeläge (Z.G3.45.* )
(z.B. Tapete mit Anstrich)
(Z.G3.46.*, Z.G3.49.*)
- ZR.14.1.106 Glasreinigungsfläche Wand
aufgeständerte Böden
(Z.G3.52.*)
Je oberste Schicht und je Materialart
Z.G3.34.5.* (außen)
Z.G3.44.5.* (innen)
Z.G3.62.*
Je Fenstertyp
- Anzahl (im Mengenfeld)
- ZG3.34.af1.103 Fensterbreite
- ZG3.34.af1.104 Fensterhöhe
- ZR.14.2.102 Glasreinigungsfläche Fenster
- ZA004.11.a01.104 Brandschutzklasse Fenster
Z.G3.34.1.* (außen)
Z.G3.44.1.* (innen)
Je Türtyp
- ZG3.34.at1.104 Türbreite
- ZG3.34.at1.105 Türhöhe
- ZR.14.2.106 Glasreinigungsfläche Tür
- ZR.14.2.114 Glasreinigungsfläche Oberlicht
- ZA004.11.a01.103 Brandschutzklasse Türen
Z.G4.23.*
Je Typ
Z.G3.7*
- ZA008..101 Breite (m)
- ZA008..102 Höhe (m)
- ZA008..104 Tiefe (m)
- ZA002..100 Materialart
Tabelle A-3.6
* bedeutet, dass alle relevanten Artikel unterhalb der angegebenen Gliederungsebene zu erfassen sind.
Definition der zu erfassenden Merkmale
Als „Glasreinigungsfläche Wand“ ist die Summe der tatsächlichen Glasflächen der Wände im jeweiligen Raum (einseitig) zu erfassen.
Als „Fensterbreite“ ist die lichte Öffnungsbreite der Innenleibung zu erfassen.
Als „Fensterhöhe“ ist die lichte Öffnungshöhe der Innenleibung zu erfassen.
Als „Glasreinigungsfläche Fenster“ ist die Summe der tatsächlichen Glasflächen (einseitig) zu erfassen.
Als „Türbreite“ ist die lichte Öffnungsbreite der Tür zu erfassen.
Als „Türhöhe“ ist die lichte Öffnungshöhe der Tür zu erfassen.
Als „Glasreinigungsfläche Tür“ ist die Summe der tatsächlichen Glasflächen (einseitig) zu erfassen.
Als „Glasreinigungsfläche Oberlicht“ ist die Summe der tatsächlichen Glasflächen (einseitig) des jeweiligen Oberlichtes zu erfassen.
Datenumfang der technischen Ausstattungen und Beschreibungsmerkmale
Die Erfassung von technischen Anlagen und deren Ausstattungen erfolgt nur nach zusätzlicher Anforderung durch die hausverwaltende Dienststelle und wird projektspezifisch in Anlage A-3.2, Teil 2 – „zusätzliche Daten der alphanumerischen technischen Gebäudebestandsdokumentation“ festgelegt.
A-3.2: zusätzlicher Datenumfang der alphanumerischen Bestandsdokumentation
Teil 1: Zusätzliche Daten der alphanumerischen baulichen Bestandsdokumentation
Zusätzlicher Umfang der baulichen Gebäudebestandsdokumentation
Festlegung weiterer Raummerkmale
Folgende Raummerkmale sollen zusätzlich für jeden Raum erfasst werden :
n. ..............................................................................
VOB-Anstrichflächen
Die Erfassung der VOB-Anstrichflächen für Malerarbeiten (Fenster, Türen, Wand- und Deckenbeläge) sollen beauftragt werden.
Türen werden dem Raum mit der höherwertigen Nutzungsart zugeordnet.
Zusätzlich dazu soll dem benachbarten Raum (niederwertige Nutzungsart oder Nicht-Bandseite) ein zusätzlicher Artikel „Türfläche“ zugeordnet werden mit dem Zweck, die Anstrichfläche der Tür diesem Raum zuzuordnen.
Fenster zwischen 2 Räumen werden dem Raum mit der höherwertigen Nutzungsart zugeordnet.
Zusätzlich dazu soll dem benachbarten Raum (niederwertige Nutzungsart oder höhere Raumnummer) ein zusätzlicher Artikel „Fensterfläche“ zugeordnet werden mit dem Zweck, die Anstrichfläche des Fensters diesem Raum zuzuordnen.
Die Erfassung von Türnummern wird beauftragt.
Bei der Vergabe der Türnummern sollen:
V1: Die vorhandenen Türnummern verwendet werden.
V2: Die empfohlenen Nummerierungsregeln angewendet werden.
V3: Eigene von der hausverwaltenden Dienststelle entwickelte
Nummerierungsregeln vorgegeben werden.
Die Erfassung von Fensternummern wird beauftragt.
Bei der Vergabe der Fensternummern sollen:
V1: Die vorhandenen Fensternummern verwendet werden.
Festlegung der zu erfassenden Möbilierung
Folgende Möbilierungsgegenstände sollen erfasst werden:
Festlegung der zu erfassender Geräte
Folgende Geräte sollen erfasst werden:
Festlegung zur Erfassung von Schäden
Folgende Informationen sollen erfasst werden:
Erfassung von relevanten Informationen für die Gebäudeabgabe
Tabelle A-3.7
Teil 2: Zusätzliche Daten der alphanumerischen technischen Bestandsdokumentation
Datenumfang von technischen Ausstattungen
Falls die Erfassung von technischen Ausstattungen erfolgen soll, dann sind die in der Spalte "Anlagen und Ausstattungstypen“ aufgeführten technischen Anlagen und deren Ausstattungen mit ihrem Raumbezug zu erfassen.
Mit den in der Spalte „Beschreibungsmerkmale“ aufgeführten Merkmalen müssen i.d.R. die Anlage und die einzelnen technischen Ausstattungen beschrieben werden.
Anlagen und Ausstattungstypen (=Artikel)
(mit Raumbezug).
Wasser (Z.G4.1*)
Wasseraufbereitungsanlagen, Abwasserbehandlungsanlagen, Hebeanlagen, Warmwasseraufbereiter u.ä.
- evtl. allg. Identifikations-Nr(vor Ort)
- evtl. Länge, Breite, Durchmesser
Sanitär (Z.G4.12.*)
Einbauwaschtische, Handwaschbecken, Spültische, Ausgussbecken, Laborbecken, Tiefspülklosetts, Flachspülklosetts, Bidets, Urinale, Badewannen, Sitzbadewannen, Duschwannen u.ä.
Heizung (Z.G4.2*)
Heizanlagen, Heizkessel, Heizungsunterstationen, Wärmetauscher, Radiatoren, Plattenheizkörper , Bodenheizflächen u.ä.
Raumlufttechnik (Z.G4.3*)
Kühl- und Lüftungsanlagen, Aggregate, Klimaanlagen, Luftauslässe, Lufteinlässe u.ä.
- Länge, Breite bei Aus-/ Einlässen
- allg. Identifikations-Nr. (vorort)
Elektrische Anlagen, Starkstrom (Z.G4.4*)
Elektrodosen, Sondersteckdosen, Elektroschalter, Ortsfeste Leuchten für allgemeine Beleuchtung, sonstige Beleuchtungsanlagen, Schaltschränke, elektroakustische Anlagen u.ä.
Meldeanlagen (Z.G4.5*)
Einbruchmeldeanlage, Brandmeldeanlagen und
-zentralen, Brandschutzanlagen, Brandschutzklappen, Sprinkleranlagen , Überfallmeldeanlagen, Videoüberwachungsanlagen, sonstige Gefahrenmeldeanlagen u.ä.
Fernmelde-, Informationstechnik (Z.G4.5*)
Telefon-Anschlüsse, Datenanschlüsse, Antennensteckdosen, Antennenanlagen, Lautsprecher, Brandmelder, Gegensprechanlagen, Zentrale Uhrenanlagen, u.ä.
Förderanlagen (Z.G4.6*)
Aufzüge, Fahrtreppen, Transportrampen, Befahranlagen, Transportanlagen, Förderanlagen, Hebebühnen u.ä.
Nutzungsspezifische Anlagen (Z.G4.7*)
Küchentechnik, Wäscherei- und Reinigungsanlagen, Medienversorgung, Medizintechnik, Labortechnik, Badetechnik, Kälteanlagen, Entsorgungsanlagen, u.ä.
Tabelle A-3.8
Das Merkmal "allg, Identifikations-Nr. vor Ort" (ZG4.a0.100.1) ist immer dann zu erfassen, wenn sich vor Ort auf der Anlage bzw. dem Gerät eine Identifikationsnummer befindet.
Die Merkmale "Länge" (ZA008...103), "Breite" (ZA008...101) und "Durchmesser" (ZA008...106) sind immer dann zu erfassen, wenn die Anlage bzw. das Gerät bodenbündig ist und eine Fläche überdeckt.
Zusätzlicher Umfang der technischen Gebäudebestandsdokumentation
Umfang der technischen Dokumentation (im Raumbuch)
Zusätzlich zur bauliche Bestandsdokumentation wird folgender Umfang der technischen Bestandsdokumentation als Leistungserbringung vereinbart:
V1: Der obige „Datenumfang von technischen Ausstattungen im
Raumbuch“ wird Bestandteil der Beauftragung.
V2: Folgende technische Ausstattungen :
- Dosentypen und Anzahl
V3: Der obige „Datenumfang von technischen Ausstattungen im
Zusätzlich dazu sollen folgende technischen Merkmale an allen
prüf- und wartungspflichtigen Ausstattungen erfasst werden:
- Wartungsfristen
Nummern von elektrischen Dosen
Die Erfassung von Nummern für elektrische Dosen wird beauftragt.
Bei der Vergabe der Dosennummern sollen:
V1: Die vorhandenen Dosennummern verwendet werden.
V2: Eigene von der hausverwaltenden Dienststelle entwickelte
Nummern von IT/Fernmelde - Dosen
Die Erfassung von Nummern für IT/Fernmelde – Dosen wird beauftragt.
Umfang der TGA-Dokumentation (je Anlage)
- Jede vorhandene Anlage bzw. Teilanlage ist zu dokumentieren und nach einem vorgegebenen Anlagen-Kennzeichen-System eindeutig zu nummerieren.
- Für jede vorhandene Anlage bzw. Teilanlage sind folgende Merkmale zu erfassen:
- Anlagenleistung
- Die Verbindung der einzelnen technischen Ausstattungen im Raum zur Anlage bzw. Teilanlage wird durch die Zuordnung eines vorgegebenen eindeutigen Anlagen-Kennzeichen-System an den im Raum erfassten technischen Ausstattungen dokumentiert.
Erfassung und Nummerierung von Leitungen
Für folgende Leitungsnetze sollen die einzelnen Leitungen erfasst werden:
Die Nummerierung der Leitungen erfolgt nach folgenden Vorgaben:
Tabelle A-3.9
A-3.3: Datenumfang der Vorab-Datenlieferung
Zur Datenlieferung der vorab zu erstellenden Bestandsdaten wird eine vorgefertigte Excel-Datei bereitgestellt (siehe Datei A3_3.xls).
Folgende Angaben sind je Raum zu erfassen:
- Raumnummer, Raumbezeichnung, Nutzungsart nach DIN 277,
- Raumlänge, Raumbreite, Raumfläche, Raumhöhe
- Bodenbelagsarten je Raum mit Flächenangaben,
- Fensterarten je Raum mit Anzahl, Breite, Höhe, Glasreinigungsfläche und ggf. Fenster-Nummer
- sonstige Glasflächen und ihre Art je Raum
- Türarten je Raum mit Anzahl, Breite, Höhe, Glasreinigungsfläche, eventuellen Oberlichtglasflächen und ggf. Tür-Nummern
Tabelle A-3.10
Tabelle A-3.11
Tabelle A-3.12
Tabelle A-3.13
Tabelle A-3.14
► (siehe vorbereitete Excel-Datei mit Beispieldaten, A3_3.xls)
A-3.4: Festlegung der zu liefernden alphanumerischen Datenformate
Teil 1: Beschreibung der ASCII - Datenformate
Bei Lieferung der Daten im ASCII-Datenformat müssen bei Feldwerten vom Datentyp „Real“ die Nachkommastellen immer durch Komma getrennt werden. Des Weiteren darf keine Tausender-Notation verwendet werden.
ASCII - Datenübergabeformat der Liegenschaft
Die Liegenschaftsinformationen werden in den zu übergebenden Dateien so abgebildet, dass eine Zeile einem Datensatz (=1 Liegenschaft) entspricht und die einzelnen Felder einheitlich getrennt werden.
Folgende Reihenfolge der Daten muss eingehalten werden:
Evtl. Codierung des Liegenschaftsbereiches
Codierung und Bezeichnung des Merkmal1 in der Spaltenüberschrift
Merkmalswert des Merkmal 1
lt. Merkmalkatalog
Codierung und Bezeichnung des Merkmal2 in der Spaltenüberschrift
Merkmalswert des Merkmal 2
Codierung und Bezeichnung des Merkmal n in der Spaltenüberschrift
Merkmalswert des Merkmal n
Tabelle A-3.15
Demzufolge wird in der Datentabelle nach der Codierung einer Liegenschaft in einer Spalte immer für das gleiche Merkmal der dazugehörige Merkmalswert abgebildet.
ASCII - Datenübergabeformat der Gebäude
Die Gebäudeinformationen werden in den zu übergebenden Dateien so abgebildet, dass eine Zeile einem Datensatz (=1 Gebäude) entspricht und die einzelnen Felder einheitlich getrennt werden.
lt. Lageplan
Bezeichnung des Gebäudes
Codierung Gebäudetyp nach RBBau
lt. BWZ in RBBau
Tabelle A-3.16
Demzufolge wird in der Datentabelle nach der Codierung eines Gebäudes in einer Spalte immer für das gleiche Merkmal der dazugehörige Merkmalswert abgebildet.
Datum letzte Instands
Merkmal n
Tabelle A-3.17
ASCII - Datenübergabeformat der Geschosse
Die Geschossinformationen werden in den zu übergebenden Dateien so abgebildet, dass eine Zeile einem Datensatz (=1 Geschoss) entspricht und die einzelnen Felder einheitlich getrennt werden.
Erläuterung / Datentyp
Bezeichnung des Geschosses
Codierung und Bezeichnung des Merkmal 1 in der Spaltenüberschrift
Codierung und Bezeichnung des Merkmal 2 in der Spaltenüberschrift
Tabelle A-3.18
Demzufolge wird in der Datentabelle in einer Spalte nach der Codierung eines
Geschosses immer für das gleiche Merkmal der dazugehörige Merkmalswert abgebildet.
ASCII - Datenübergabeformat der Räume
Die Rauminformationen werden in den zu übergebenden Dateien so abgebildet, dass eine Zeile einem Datensatz (=1 Raum) entspricht und die einzelnen Felder einheitlich getrennt werden.
Spal-te
falls vorh.
(nur wenn abweichend von Zeile 5)
Tabelle A-3.19
Demzufolge wird in der Datentabelle in einer Spalte nach der Codierung eines Raumes immer für das gleiche Merkmal der dazugehörige Merkmalswert abgebildet.
ASCII - Datenübergabeformat der Ausstattungen
Die Ausstattungsinformationen werden in den zu übergebenden Dateien so abgebildet, dass eine Zeile einem Datensatz (=1 Ausstattung) entspricht und die einzelnen Felder einheitlich getrennt werden.
Codierung des Raumes
Bezeichnung Ausstattungstyp
Codierung Ausstattungstyp (lt. BBR-Artikelkatalog)
Menge der Ausstattung im Raum
i.d.R. in Stück oder in m²
Codierung und Bezeichnung des Merkmal1 in der
Codierung und Bezeichnung des Merkmal 2 in der
Codierung und Bezeichnung des Merkmals n in der
Tabelle A-3.20
Demzufolge wird sich in der Datentabelle nach der Codierung des Raumes und der Codierung und Bezeichnung des Ausstattungstypes in einer Spalte die jeweilige Menge der vorhandenen Ausstattungen und anschließend die Merkmalswerte der Ausstattungsmerkmale befinden.
(siehe Anlage A-3.4, Teil2, Tabellenblätter „Decke_Boden, Wand, Fenster, Türen, Heizung, Einbauten“)