Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%201981,%20208
Timestamp: 2019-07-19 13:53:50
Document Index: 311577480

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 21', '§ 21', 'BGH', '§ 21', 'BGH', '§ 38', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 26', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', '§ 26', 'BGH']

BGH, 07.10.1980 - KZR 25/79 - dejure.org
https://dejure.org/1980,842
BGH, 07.10.1980 - KZR 25/79 (https://dejure.org/1980,842)
BGH, Entscheidung vom 07.10.1980 - KZR 25/79 (https://dejure.org/1980,842)
BGH, Entscheidung vom 07. Januar 1980 - KZR 25/79 (https://dejure.org/1980,842)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1980,842) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Werbung eines Verbandes - Verweigerung der Aufnahme - Werbende Hinweise eines Nichtmitglieds - Rote Liste - Begriff des Zwanges - Ausschluß der Willensbetätigung - Beeinflussung der Willensbetätigung - Unbillige Behinderung - Diskriminierungsverbot
KG, 12.10.1979 - Kart U 540/79
BGH, 11.12.1979 - KZR 25/79
BGHZ 78, 190
NJW 1981, 634
MDR 1981, 205
GRUR 1980, 329
GRUR 1981, 208
DB 1981, 205
§ 21 Abs. 3 GWB erfasst in Abgrenzung zur Druckausübung i.S.d. § 21 Abs. 2 GWB das noch intensivere Mittel der Zwangsausübung, das eine Entscheidung des beeinflussten Unternehmens zwar nicht völlig ausschließt, jedoch allenfalls formelle, nach den Grundsätzen wirtschaftlicher Vernunft mit Rücksicht auf die Schwere der angedrohten oder zugefügten Nachteile unzumutbare Alternativen gegenüber dem geforderten Verhalten belässt (vgl. BGH GRUR 1981, 208, 210 - Rote Liste;… Markert in: Immenga/Mestmäcker, Wettbewerbsrecht, 5. Aufl. 2014, § 21 GWB Rz. 86).
Das ist - was allerdings bei monopolartigen Vereinigungen häufig in Betracht kommen wird - ganz allgemein der Fall, wenn der Verein oder Verband im wirtschaftlichen oder sozialen Bereich eine überragende Machtstellung innehat und ein wesentliches oder grundlegendes Interesse am Erwerb der Mitgliedschaft besteht (so andeutungsweise BGH, Urt. v. 26.6.1979 - KZR 25/79, LM BGB § 38 Nr. 7).
Eine Behinderung, zu deren Rechtfertigung sich eine Genossenschaft darauf beruft, dass der Behinderte ihr nicht als Mitglied angehört, ist aber nur dann unbillig, wenn die Mitgliedschaft an Bedingungen geknüpft ist, deren Einhaltung dem Behinderten unter Berücksichtigung aller Umstände nicht zuzumuten ist (vgl. BGH, Urt. v. 7.10.1980 - KZR 25/79, WuW/E 1740, 1743 f. - Rote Liste).
Es kommt in diesem Zusammenhang lediglich darauf an, dass der Kläger wie die anderen Taxiunternehmen als Anbieter von Beförderungsleistungen auftritt, nicht jedoch auf die besondere Geschäftspraxis der Beklagten, die darin besteht, nur ihren Mitgliedern den Zugang zu gewähren (vgl. BGH GRUR 1981, 208 [209] - Rote Liste m. w. N.).
BGH, 01.12.1981 - KZR 37/80
Feststellung der generellen Unwirksamkeit einer Klausel in den Allgemeinen …
Daß die Bereitschaft zur Belieferung unter einer diskriminierenden Bedingung eine unbillige Behinderung im Sinne des § 26 sein kann, kann nicht zweifelhaft sein und entspricht auch der Rechtsprechung des erkennenden Senats (vgl. Entscheidungen vom 24. Februar 1976 - KVR 3/75, WuW/E BGH 1429 - Asbach - und vom 7. Oktober 1980 - KZR 25/75, BGHZ 78, 190, 197, 198 - Rote Liste).
VG Osnabrück, 01.03.2005 - 1 A 67/04
Untersagung einer Veterinär-Infothek über verschreibungspflichtige Medikamente im …
Zur "Roten Liste" hat der BGH Kartellsenat in seinem Urteil vom 07.10.1980 (- KZR 25/79 - BGHZ 78 S. 190) ausgeführt, dass es sich dabei um "ein für die Verbrauchsdisponenten, also für den Markt bestimmtes Werbemittel" handelt.
OLG München, 30.04.1987 - U (K) 6377/86
Eine Diskriminierung von Vereinsmitgliedern liegt nach allgemeinen Grundsätzen des Vereinsrechts (statt vieler: BGHZ 55, 381, 384/385), nach § 1 UWG (statt vieler BGHZ 56, 327, 335/337) und nach § 26 Abs. 2 GWB (statt vieler: BGHZ 78, 190, 196/197) immer dann vor, wenn sie durch den Verein unbillig behindert oder ohne sachlich gerechtfertigten Grund unterschiedlich behandelt werden.