Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%2050/05
Timestamp: 2020-08-09 00:03:16
Document Index: 385409077

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 20', '§ 20', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 28.03.2006 - VI ZR 50/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,538
BGH, 28.03.2006 - VI ZR 50/05 (https://dejure.org/2006,538)
BGH, Entscheidung vom 28.03.2006 - VI ZR 50/05 (https://dejure.org/2006,538)
BGH, Entscheidung vom 28. März 2006 - VI ZR 50/05 (https://dejure.org/2006,538)
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BGB § 823 Abs. 2; StVO § 20 Abs. 1
Schadensersatz wegen Verletzung eines die Fahrbahn überquerenden Fußgängers; Schutzbereich des § 20 Abs. 1 Straßenverkehrsordnung (StVO); Bewertung der Vorschrift als Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB); Vorsichtiges Vorbeifahren an haltenden ...
Haftungsverteilung bei Kollision mit einem Fußgänger im Bereich einer Bushaltestelle
Schadensersatzrecht - Schmerzensgeld für unachtsamen Fußgänger
Verkehrsrecht - Langsamfahrgebot bei haltenden Omnibussen
An einer Bushaltestelle vom Laster überfahren - Autofahrer müssen an Haltestellen vorsichtig vorbeifahren!
Unfallschadensregulierung - Umfassender Fußgängerschutz an Haltestellen
Einzelne Vorschriften der StVO können allerdings zugleich dem Schutz von Individualinteressen dienen, namentlich der Gesundheit, der körperlichen Unversehrtheit und des Eigentums (Senatsurteile vom 28. März 2006 - VI ZR 50/05, VersR 2006, 944 Rn. 18;… vom 14. Juni 2005 - VI ZR 185/04, aaO;… vom 18. November 2003 - VI ZR 385/02, aaO).
Außerdem muss die Schaffung eines individuellen Schadensersatzanspruchs sinnvoll und im Lichte des haftungsrechtlichen Gesamtsystems tragbar erscheinen, wobei in umfassender Würdigung des gesamten Regelungszusammenhangs, in den die Norm gestellt ist, zu prüfen ist, ob es in der Tendenz des Gesetzgebers liegen konnte, an die Verletzung des geschützten Interesses die deliktische Einstandspflicht des dagegen Verstoßenden mit allen damit zugunsten des Geschädigten gegebenen Haftungs- und Beweiserleichterungen zu knüpfen (BGH…, Urteil vom 23. Juli 2019 - VI ZR 307/18 Rn. 12 f., WM 2019, 1701;… Beschluss vom 9. April 2015 - VII ZR 36/14 Rn. 20, NJW 2015, 2737;… Urteil vom 13. Dezember 2011 - XI ZR 51/10 Rn. 21, BGHZ 192, 90;… Urteil vom 22. Juni 2010 - VI ZR 212/09 Rn. 26, BGHZ 186, 58; Urteil vom 28. März 2006 - VI ZR 50/05 Rn. 17, NJW 2006, 2110; jeweils m.w.N.).
Damit hat es die Zulassung aber in unzulässiger Weise auf eine bestimmte Rechtsfrage beschränkt (vgl. Senatsurteile vom 13. Juli 2004 - VI ZR 273/03, VersR 2004, 1267, 1268; vom 28. März 2006 - VI ZR 50/05, VersR 2006, 944 Rn. 9, jeweils mwN; BGH…, Urteil vom 19. April 2013 - V ZR 113/12, NJW 2013, 1948 Rn. 9).
Schutzgesetzcharakter haben beispielsweise - um nur den Bereich des Straßenverkehrsrechts herauszugreifen - das Rechtsfahrgebot (…BGH, Urt. v. 19. Mai 1981 - VI ZR 8/80, NJW 1981, 2301) und die Gebote, mit einer den Verkehrsverhältnissen angepassten Geschwindigkeit zu fahren (…BGH, Urt. v. 21. Februar 1985 - III ZR 205/83, NJW 1985, 1950), gegenüber Kindern, Hilfsbedürftigen und älteren Menschen Rücksicht zu nehmen (…BGH, Urt. v. 19. April 1994 - VI ZR 219/93, NJW 1994, 2829, 2830), ein Kraftfahrzeug gegen unbefugte Benutzung durch Schwarzfahrer zu sichern (…BGH, Urt. v, 30. September 1980 - VI ZR 38/79, NJW 1981, 113) und nur vorsichtig an Haltestellen vorbeizufahren, an denen gerade Busse oder Straßenbahnen halten (BGH, Urt. v. 28. März 2006 - VI ZR 50/05, NJW 2006, 2110, 2111 f).
Wird die Revision zugelassen, so erfasst die Zulassung den gesamten Streitgegenstand, über den das Berufungsgericht entschieden hat und für den die zur Zulassung führende Rechtsfrage von Bedeutung ist (vgl. Senatsurteile vom 25. März 2003 - VI ZR 131/02 - VersR 2003, 1441, 1442 und vom 28. März 2006 - VI ZR 50/05 - VersR 2006, 944).
Wird eine Revision im Hinblick auf eine Rechtsfrage zugelassen, so erfasst die Zulassung den gesamten Streitgegenstand, über den das Berufungsgericht entschieden hat und für den die zur Zulassung führende Rechtsfrage von Bedeutung ist (vgl. Senatsurteile vom 25. März 2003 - VI ZR 131/02 - VersR 2003, 1441, 1442 und vom 28. März 2006 - VI ZR 50/05 - z.V.b.).
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