Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:105181-2020:TEXT:DE:HTML&rearus=rm64983_hoB6zGhmrg3Sew
Timestamp: 2020-07-12 04:19:51
Document Index: 62507429

Matched Legal Cases: ['§ 52', '§ 27', '§ 123', '§ 124', '§ 125', '§ 1', '§ 1', '§ 62', '§ 1', '§ 1', '§ 55', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 134', '§ 135']

Lieferungen - 105181-2020 - TED Tenders Electronic Daily
Lieferungen - 105181-2020
03/03/2020 S44 Lieferungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren
Deutschland-Leipzig: Straßenbahnpersonenwagen
2020/S 044-105181
Offizielle Bezeichnung: Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH
Postanschrift: Teslastraße 2
NUTS-Code: DED5 Leipzig
Postleitzahl: 04347
Kontaktstelle(n): Einkauf und Logistik
E-Mail: Vergabe.Verkehrsbetriebe@l.de
Telefon: +49 341492-1276
Fax: +49 34149237-1276
Hauptadresse: https://www.l.de/gruppe/einkauf-logistik
Offizielle Bezeichnung: Görlitzer Verkehrsbetriebe GmbH
Postanschrift: Zittauer Straße 71/73
NUTS-Code: DED2D Görlitz
Postleitzahl: 02826
Offizielle Bezeichnung: Städtische Verkehrsbetriebe Zwickau GmbH
Postanschrift: Schlachthofstraße 12
NUTS-Code: DED45 Zwickau
Postleitzahl: 08058
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: www.evergabe.de/unterlagen
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: www.evergabe.de
Städtische Eisenbahn-, Straßenbahn-, Oberleitungsbus- oder Busdienste
Lieferung von Niederflur-Stadtbahnfahrzeugen
Referenznummer der Bekanntmachung: LVB-2020-023-DK
34622100 Straßenbahnpersonenwagen
Lieferung von Niederflurstraßenbahnen der Typen „XXL“ und „L“ im Zeitraum von 2023 bis vrsl. 2030.
Der öffentliche Auftraggeber behält sich das Recht vor, Aufträge unter Zusammenfassung der folgenden Lose oder Losgruppen zu vergeben:
Der Auftraggeber erteilt den Zuschlag nach Maßgabe der §§ 52 Abs. 1 SektVO, 127 GWB auf das wirtschaftlichste Angebot.
Der Auftraggeber behält sich eine Gesamtvergabe (mehrere oder alle Lose) gem. § 27 Abs. 3 SektVO vor.
Los 1 – LVB
Lieferung von 25 Grundfahrzeugen (Typ „XXL“) im Zeitraum von 2023 bis voraussichtlich 2025
Speziell Los 1 – LVB:
— Fahrzeugbreite: 2 400 mm;
— Fahrzeuglänge: ca. 45 000 mm;
— Bodenfreiheit: 65 mm;
— Fahrleitungs-Nennspannung: derzeit 600 V, zukünftig 750 V;
— Kleinster Gleisbogenradius: 19 m;
— Streckenneigung max.: 60 ‰;
— Spurweite: 1 458 mm;
— Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h;
— Radsatzlast: max. 100 kN;
— jährliche Laufleistung: ca. 100 000 km;
— Gesamtfahrgastkapazität:
—— L – Fahrzeuge: mindestens 176 Personen (4 Personen/m2), etwa 60 Sitzplätze;
—— XXL – Fahrzeuge: mindestens 270 Personen (4 Personen/m2), etwa 90 Sitzplätze.
— Einstiegshöhe: ca. 300 mm;
— Fahrgasttüren: Außenschwenkschiebetüren, max. 24 Fahrgäste pro Türspur;
— Hüllkurven: Einhaltung der Lichtraumanforderungen im Leipziger Netz;
— Kuppelbarkeit:
—— L-Fahrzeuge: mit Fahrzeugen gleichen Typs (30 m) mechanisch und elektrisch für vollwertigen Traktionsbetrieb (auch Heck-an-Heck), Kuppelbarkeit mechanisch: für den Schleppfall mit dem Bestandsfuhrpark;
—— XXL-Fahrzeuge: mechanisch für den Schleppfall mit dem Bestandsfuhrpark.
Beginn: 23/02/2021
Ende: 31/12/2030
— 8 weiteren Fahrzeugen (Option 1, Typ „XXL“);
— 12 weiteren Fahrzeugen (Option 2, Typ „L“);
— 12 weiteren Fahrzeugen (Option 3, Typ „L“);
— 12 weiteren Fahrzeugen (Option 4, Typ „L“);
— 12 weiteren Fahrzeugen (Option 5, Typ „L“);
— 56 weiteren Fahrzeugen (Option 6, Typ „XXL“) und
— 18 weiteren Fahrzeugen (Option 7, Typ „L“) im voraussichtlichen Zeitraum 2025 bis 2030.
Los 2 – GVB
Stadtgebiet Görlitz
Lieferung von 8 Grundfahrzeugen (Typ „L“) im Zeitraum 2023 bis voraussichtlich 2025
Speziell Los 2 – GVB:
— Fahrzeugbreite: 2 300 mm;
— Fahrzeuglänge: ca. 30 000 mm;
— Kleinster Gleisbogenradius: 17 m;
— Streckenneigung max.: 72 ‰;
— Spurweite: 1 000 mm;
— jährliche Laufleistung: ca. 75 000 km;
— Gesamtfahrgastkapazität: mind. 170 (4 Personen/m2), etwa 55 Sitzplätze;
— Hüllkurve: Einhaltung der Lichtraumanforderungen im Görlitzer Netz;
— Kuppelbarkeit mechanisch für den Schleppfall mit dem Bestandsfuhrpark.
Ende: 31/12/2028
Lieferung von 6 weiteren Fahrzeugen (Option 1, Typ „L“) im voraussichtlichen Zeitraum 2027 bis 2028
Los 3 – SVZ
Stadtgebiet Zwickau
Lieferung von 6 Grundfahrzeugen (Typ „L“) im Zeitraum von 2023 bis voraussichtlich 2024
Speziell Los 3 – SVZ:
— Fahrzeugbreite: 2 300 mm
— Fahrzeuglänge: max. 30 000 mm
— Bodenfreiheit: 80 mm
— Fahrleitungs-Nennspannung: derzeit DC 600 V, zukünftig DC 750 V
— Kleinster Gleisbogenradius: 20,0 m
— Streckenneigung max.: 70 ‰
— Gesamtfahrgastkapazität: 170, (4 Personen/m2) davon 55 Sitzplätze
— Spurweite: 1 000 mm
— Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h
— Kuppelbarkeit mechanisch: für den Schleppfall mit Albertkupplung
— Hüllkurve: Einhaltung der Lichtraumanforderungen im Zwickauer Netz
— jährliche Laufleistung: ca. 65 000 km
— Einstiegshöhe: ca. 300 mm
— Radsatzlast: max. 100 kN
— Fahrgasttüren: Außenschwenkschiebetüren, max. 24 Fahrgäste pro Türspur.
Ende: 31/12/2026
Lieferung von 6 weiteren Fahrzeugen (Option 1, Typ „L“) und 6 weiteren Fahrzeugen (Option 2, Typ „L“) im voraussichtlichen Zeitraum 2025 bis 2026
Hinweis: Der Auftraggeber stellt für die Erklärungen gemäß Punkt III.1.1) Ziffer a) und b) entsprechende Formblätter zur Verfügung, die zu verwenden sind.
a) Eigenerklärung des Bewerbers zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 123 und § 124 GWB und zur Ergreifung von Selbstreinigungsmaßnahmen gemäß § 125 GWB (Formblatt 1);
(Bei Bewerbergemeinschaft von jedem Mitglied auszufüllen und einzureichen. Im Falle einer Eignungsleihe auch vom Eignungsleihgeber vorzulegen),
b) Eigenerklärung des Bewerbers zur Mitgliedschaft bei der Berufsgenossenschaft bzw. gesetzlichen Unfallversicherung und zur Eintragung im Handels-/ Berufsregister (Formblatt 1a);
(Bei Bewerbergemeinschaft von jedem Mitglied auszufüllen und einzureichen.)
Hinweis: Der Auftraggeber stellt für die Erklärungen gemäß Punkt III.1.2) Ziffer a) bis d) entsprechende Formblätter zur Verfügung, die zu verwenden sind.
a) bei Bildung einer Bewerbergemeinschaft: Abgabe einer Bewerbergemeinschaftserklärung (Formblatt 2); (Im Falle einer Bewerbergemeinschaft für die Gemeinschaft als Ganze vorzulegen),
b) falls einschlägig: Eigenerklärung des Bewerbers zur Eignungsleihe, zur Eignungsleihe-Verpflichtungserklärung (durch Eignungsleihgeber) und zur Eignungsleihe-Haftungserklärung (ebenfalls durch Eignungsleihgeber) (Formblätter 3a-3c); (Im Falle einer Bewerbergemeinschaft für die Gemeinschaft als Ganze vorzulegen),
c) Eigenerklärung des Bewerbers zu verbundenen Unternehmen (Formblatt 4); (Bei Bewerbergemeinschaft von jedem Mitglied auszufüllen und einzureichen),
d) Eigenerklärung des Bewerbers zu Unternehmenskennzahlen wie folgt (Formblatt 5):
Name, Rechtsform, Adresse (Hauptsitz) und Gründungsjahr des Unternehmens
— weitere Standorte/ Niederlassungen inkl. Gründungsjahr;
— Kerngeschäft und weiteres Leistungsspektrum des Unternehmens;
— mögliche Fertigungskapazitäten (Schienenfahrzeuge und ggfs. Teilkomponenten);
— Mitarbeiterzahlen (insgesamt und für besondere Berufsgruppen) der letzten 3 Geschäftsjahre;
— Umsätze (Gesamtumsatz und im Bereich Schienenfahrzeuge) der letzten 3 Geschäftsjahre.
(Bei Bewerbergemeinschaft von jedem Mitglied auszufüllen und einzureichen.),
e) Nachweis des Bestehens einer Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung; (Bei Bewerbergemeinschaft von jedem Mitglied auszufüllen und einzureichen),
f) falls nicht durch Ziffer e) abgedeckt: Eigenerklärung des Bewerbers zur Bereitschaft, Versicherungen im geforderten Umfang/ den geforderten Konditionen entweder bereits zu unterhalten oder im Auftragsfalle abzuschließen; (Im Falle einer Bewerbergemeinschaft für die Gemeinschaft als Ganze vorzulegen),
g) Vorlage einer Bankauskunft, nicht vor dem 1.1.2020 ausgestellt; (Bei Bewerbergemeinschaft von jedem Mitglied auszufüllen und einzureichen).
Hinweis: Der Auftraggeber stellt für die Erklärung gemäß Punkt III.1.3) Ziffer a) bis d) entsprechende Formblätter zur Verfügung, die zu verwenden sind.
a) Darstellung der erfolgten Lieferung von in Summe mindestens 100 Straßenbahnfahrzeugen im Sinne § 1 Abs. 2, Nr. 1 BOStrab im Gebiet der EU, des EWR oder der Türkei seit dem 1.1.2010; hierzu Angabe von Stückzahlen, jeweiliger Niederfluranteil, Auftragswert und Liefer- und Abnahmezeitpunkt erstes Fahrzeug einer Serie, detaillierte Fahrzeugbeschreibung, Einsatzgebiet und Auftraggeber mit Kontaktdaten eines Ansprechpartners; (Formblatt 6a)
(Bei Bewerbergemeinschaft von demjenigen Mitglied auszufüllen und einzureichen, das die Referenz erfüllt.),
b) Darstellung der erfolgten Lieferung mindestens eines Straßenbahnfahrzeugs im Sinne § 1 Abs. 2, Nr. 1 BOStrab, für das seit dem 1.1.2010 eine Abnahme bzw. Inbetriebnahmegenehmigung nach § 62 BOStrab oder eine dazu gleichwertige behördliche Abnahme bzw. Genehmigung erteilt wurde; hierzu kurze Projektbeschreibung sowie Angabe des Zeitpunkts der Erteilung der Abnahme bzw. Inbetriebnahmegenehmigung, Benennung der zuständigen Behörde und des Auftraggebers mit Kontaktdaten eines Ansprechpartners; (Formblatt 6b)
c) Darstellung der erfolgten Lieferung von a) Drehgestellen für im Fahrgastbetrieb eingesetzte Straßenbahnfahrzeuge im Sinne § 1 Abs. 2, Nr. 1 BOStrab und b) geschweißten Stahlwagenkästen für im Fahrgastbetrieb eingesetzte Straßenbahnfahrzeuge im Sinne § 1 Abs. 2, Nr. 1 BOStrab aus Stahl, jeweils seit dem 1.1.2010; hierzu Angabe des Auftraggebers mit Kontaktdaten eines Ansprechpartners und des Projekts, für das die Lieferung jeweils erfolgte; (Formblatt 6c)
d) Nachweis mindestens einer Referenz zu Erfahrungen und Fähigkeiten im Sicherheitsmanagement nach DIN EN 50126 im Rahmen eines behördlichen Fahrzeugabnahme- bzw. Inbetriebnahmegenehmigungsverfahrens seit dem 1.1.2010; hierzu Angabe des Auftraggebers mit Kontaktdaten eines Ansprechpartners und des Projekts, für das die Lieferung jeweils erfolgte; (Formblatt 6d)
Zusätzlich gesonderte Beifügung eines Musters eines Sicherheitsplans und eines Musters einer Risikoanalyse, jeweils gemäß DIN EN 50126;
e) Nachweis der Zertifizierung des Bewerbers nach EN ISO 9001; (Bei Bewerbergemeinschaft von jedem Mitglied auszufüllen und einzureichen.)
Weiterhin Nachweis der Zertifizierung des Bewerbers nach DIN EN 15085-2, DIN 6701-2:2015-12 und EN ISO 14001; (Bei Bewerbergemeinschaft von demjenigen Mitglied auszufüllen und einzureichen, das die Zertifizierung erfüllt.) Erbringung aller Nachweise durch Vorlage der Zertifikate in Kopie mit jeweiliger Angabe zur Gültigkeitsdauer,
f) Eigenerklärung dazu, dass der Bewerber interne Nachhaltigkeitsrichtlinien hat, welche folgende Themen abdecken: Menschenrechte, Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Arbeitsbedingungen, Entlohnung, Nichtdiskriminierung, Versammlungsfreiheit, Recht auf kollektive Verhandlungen, Compliance, Gesundheit und Sicherheit, Umwelt;
Weiterhin Eigenerklärung dazu, dass der Bewerber zur Verankerung der o. g. Nachhaltigkeitsziele regelmäßig Schulungen organisiert;
(Bei Bewerbergemeinschaft von jedem Mitglied auszufüllen und einzureichen.).
Jeder Bewerber muss alle vorstehend genannten Referenzen gemäß Ziffer a) bis d) kumulativ vorweisen können (Mindestbedingung).
Die Zertifikate gemäß Ziffer e) müssen zum Zeitpunkt der Abgabe des Antrags gültig sein (Mindestbedingung). Jeder Bewerber muss diese Zertifizierungen kumulativ vorweisen können (Mindestbedingung).
Die Vergabestelle verweist ergänzend auf das Dokument „A. Informationen zum Verfahren und Bewerbungsbedingungen“ und die dort genannten Erläuterungen im Detail.
Die Vergabestelle verweist auf die Anlage „A. Informationen zum Verfahren und Bewerbungsbedingungen“.
Siehe Vergabeunterlagen (Entwurf Liefervertrag)
Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter
Die Auftraggeber werden Angebote zurückweisen, bei denen der Warenanteil zu mehr als 50 Prozent des Gesamtwertes aus Ländern stammt, die nicht Vertragsparteien des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum sind und mit denen auch keine sonstigen Vereinbarungen über gegenseitigen Marktzugang bestehen (§ 55 Abs. 1 SektVO). Sie werden daher Angaben zur Herkunft der angebotenen Fahrzeuge sowie zum vorgesehenen Fertigungsort verlangen.
Verhandlungsverfahren mit vorherigem Aufruf zum Wettbewerb
Tag: 03/04/2020
Tag: 24/04/2020
Das Angebot muss gültig bleiben bis: 31/03/2021
Interessierte Wirtschaftsteilnehmer müssen für eine Beteiligung am Vergabeverfahren zunächst das von der Vergabestelle zur Verfügung gestellte Dokument „A. Informationen zum Verfahren und Bewerbungsbedingungen“ beachten und sämtliche Teilnahmebedingungen gemäß Ziffer III.1) erfüllen, insbesondere den vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Formularsatz „A.1 Formularsatz_Teilnahmewettbewerb“ und das Deckblatt „A.0_Teilnahmeantrag_Deckblatt“ fristgerecht einreichen.
Offizielle Bezeichnung: 1. Vergabekammer des Freistaates Sachsen bei der Landesdirektion Sachsen, DS Leipzig
Postanschrift: Braustraße 2
Postleitzahl: 04107
Internet-Adresse: https://www.lds.sachsen.de
Erkennt ein Bewerber oder Bieter einen Verstoß gegen Vergabevorschriften im vorliegenden Vergabeverfahren, hat er dies gegenüber dem Auftraggeber gem. § 160 Abs. 1 Nr. 1 GWB innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen zu rügen.
Unabhängig davon müssen Verstöße gegen Vergabevorschriften, die bereits aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden. Außerdem müssen Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden. Verstößt ein Bieter gegen diese Obliegenheiten, ist ein etwaiger Antrag auf Nachprüfung des Vergabeverfahrens gemäß § 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 1-3 GWB unzulässig.
Teilt der Auftraggeber auf eine Rüge eines Bieters mit, der Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann der Rügeführer hiergegen einen Antrag auf Nachprüfung bei der zuständigen Vergabekammer stellen. Der Antrag ist unzulässig, wenn mehr als 15 Kalendertage nach dem Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 GWB).
Bieter, deren Angebote für den Zuschlag nicht berücksichtigt werden sollen, werden vor dem Zuschlag gemäß § 134 GWB darüber informiert. Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung dieser Information durch den Auftraggeber geschlossen werden. Bei Übermittlung per Fax oder auf elektronischem Wege beträgt diese Frist 10 Kalendertage. Sie beginnt am Tag nach Absendung der Information durch den Auftraggeber.
Die Unwirksamkeit einer Beauftragung kann gemäß § 135 Abs. 2 GWB nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen ab Kenntnis des Verstoßes, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.
Letzte Änderung: 10/07/2020