Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=6%20A%2011131/10
Timestamp: 2019-07-24 04:23:57
Document Index: 94408197

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 12', '§ 113', '§ 5', '§ 5', '§ 21', '§ 11', '§ 12', '§ 113', '§ 113', '§ 113', '§ 4', 'EuG', 'EuG', '§ 114', '§ 4', 'EuG', '§ 114', '§ 4', 'EuG', '§ 114', '§ 4', 'EuG']

OVG Rheinland-Pfalz, 13.04.2011 - 6 A 11131/10.OVG - dejure.org
OVG Rheinland-Pfalz, 13.04.2011 - 6 A 11131/10.OVG
https://dejure.org/2011,2663
OVG Rheinland-Pfalz, 13.04.2011 - 6 A 11131/10.OVG (https://dejure.org/2011,2663)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 13.04.2011 - 6 A 11131/10.OVG (https://dejure.org/2011,2663)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 13. April 2011 - 6 A 11131/10.OVG (https://dejure.org/2011,2663)
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§ 5 Abs 1 GlSpielWStVtr, § 12 Abs 2 GlSpielWStVtrAG RP, § 113 Abs 1 S 4 VwGO, § 5 Abs 2 GlSpielWStVtr
Fortsetzungsfeststellungsklage; Glücksspielrecht; Staatsmonopol
GlüStV § 5,GlüStV § 21,LGlüG § 11,LGlüG § 12,VwGO § 113,VwGO § 113 Abs 1,VwGO § 113 Abs 1 S 4
Anfechtung, Anfechtungsklage, Annahmestelle, Aussichtslosigkeit, Begrenzung, Begrenzung der Wettleidenschaft, Bekämpfung der Spielsucht, Bekämpfung, berechtigtes Interesse, Beschränkung, Dauerverwaltungsakt, Dauerwirkung, Dienstleistungsfreiheit, Entschädigung, Entschädigungsanspruch, Erlaubnis, Erlaubnisvorbehalt, Erledigung, Erledigungszeitpunkt, Ersatzanspruch, Fortsetzungsfeststellungsantrag, Fortsetzungsfeststellungsinteresse, Fortsetzungsfeststellungsklage, Gewerberecht, Glücksspiel, Glücksspielmonopol, Glücksspielrecht, Glücksspielstaatsvertrag, Interesse, Kohärenz, Konzession, maßgeblicher Zeitpunkt, Monopol, Oddset, öffentliches Glücksspiel, offensichtlich aussichtsloser Prozess, offensichtliche Aussichtslosigkeit, Prozess, Schadenersatz, Spielsucht, Sportwette, Sportwettmonopol, Sportwettvermittler, staatliches Monopol, Staatshaftungsanspruch, unionsrechtlicher Staatshaftungsanspruch, Untersagung, Untersagungsverfügung, Vermittlung, Vermittlungserlaubnis, Verwaltungsakt, Verwaltungsakt mit Dauerwirkung, Werbung, Wettanbieter, Wette, Wettleidenschaft, Wettmonopol, Wettvermittler, Zeitpunkt, Zulässigkeit
Zeitpunkt des Erledigungseintritts als maßgeblicher Zeitpunkt für ein Feststellungsinteresse der Rechtswidrigkeit bei Erledigung eines belastenden Verwaltungsakt mit Dauerwirkung; Verfassungsrechtliche und unionsrechtliche Voraussetzungen für eine Beibehaltung des Sportwettmonopols in Rheinland-Pfalz am 30. Juni 2008
Ein Interesse an der Feststellung der Rechtswidrigkeit bei Erledigung eines belastenden Verwaltungsakt mit Dauerwirkung kann nur der Zeitpunkt des Erledigungseintritts anerkannt werden; Fehlende Erfüllung der verfassungsrechtlichen und unionsrechtlichen Voraussetzungen für eine Beibehaltung des Sportwettenmonopols in Rheinland-Pfalz am 30 Juni 2008
Pfalz zum Verbot für private Sportwetten
Verbot für private Sportwetten
VG Koblenz, 05.12.2007 - 5 K 1117/07
VG Koblenz, 09.07.2008 - 5 K 1117/07
Dass eine (umfassende) glücksspielrechtliche Untersagungsverfügung bei Unanwendbarkeit der Bestimmungen des staatlichen Sportwettenmonopols nicht mit Blick auf das rein formale Fehlen der nach § 4 Abs. 1 Satz 1 GlüStV weiter erforderlichen Erlaubnis zur Vermittlung von Sportwetten an einen privaten Veranstalter aufrechterhalten werden kann, hat der Senat in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des EuGH und des Bundesverwaltungsgerichts bereits entschieden (vgl. BayVGH vom 21.3.2011 Az. 10 AS 10.2499 RdNr. 34 unter Hinweis auf EuGH vom 8.9.2010 Rs. C-316/07 u.a. - Markus Stoß u.a. - RdNr. 115 und BVerwG vom 24.11.2010 Az. 8 C 13.09 RdNr. 72; vgl. auch OVG Rheinland-Pfalz vom 13.4.2011 Az. 6 A 11131/10 RdNr. 50).
vgl. dazu OVG Rh.-Pf., Urteil vom 13. April 2011 - 6 A 11131/10 -, ZfWG 2011, 260.
Sind die Bestimmungen des staatlichen Sportwettenmonopols im Hinblick auf den Anwendungsvorrang des Unionsrechts unanwendbar, so kann eine umfassende glücksspielrechtliche Untersagungsverfügung, wie sie die Antragsgegnerin getroffen hat, im Hinblick auf den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, dessen Beachtung als gesetzliche Grenze des Ermessens nach § 114 Satz 1 VwGO der gerichtlichen Überprüfung auch bei Ermessensentscheidungen unterliegt, nicht auf das rein formale Fehlen der nach § 4 Abs. 1 Satz 1 GlüStV erforderlichen Erlaubnis zur Vermittlung von Sportwetten an einen privaten Veranstalter gestützt werden (vgl. BayVGH vom 12.01.2012 Az. 10 BV 10.2271 RdNr. 58 und 10 BV 10.2505 RdNr. 66: BayVGH vom 21.03.2011 Az. 10 AS 10.2499 RdNr. 34 unter Hinweis auf EuGH vom 08.09.2010 Rs. C-316/07 u.a. - Markus Stoß u.a. - RdNr. 115 und BVerwG vom 24.11.2010 Az. 8 C 13.09 RdNr. 72; vgl. auch OVG Rheinland-Pfalz vom 13.04.2011 Az. 6 A 11131/10 RdNr. 50).
Sind die Bestimmungen des staatlichen Sportwettenmonopols im Hinblick auf den Anwendungsvorrang des Unionsrechts unanwendbar, so kann eine glücksspielrechtliche Untersagungsverfügung, wie sie der Antragsgegner getroffen hat, im Hinblick auf den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, dessen Beachtung als gesetzliche Grenze des Ermessens nach § 114 Satz 1 VwGO der gerichtlichen Überprüfung auch bei Ermessensentscheidungen unterliegt, nicht auf das rein formale Fehlen der nach § 4 Abs. 1 Satz 1 GlüStV erforderlichen Erlaubnis zur Vermittlung von Sportwetten an einen privaten Veranstalter gestützt werden (vgl. BayVGH vom 12.01.2012 Az. 10 BV 10.2271 und 10 BV 10.2505: BayVGH vom 21.03.2011 Az. 10 AS 10.2499 RdNr. 34 unter Hinweis auf EuGH vom 08.09.2010 Rs. C-316/07 u.a. - Markus Stoß u.a. - RdNr. 115 und BVerwG vom 24.11.2010 Az. 8 C 13.09 RdNr. 72; vgl. auch OVG Rheinland-Pfalz vom 13.04.2011 Az. 6 A 11131/10 RdNr. 50).
Sind die Bestimmungen des staatlichen Sportwettenmonopols im Hinblick auf den Anwendungsvorrang des Unionsrechts unanwendbar, so kann eine umfassende glücksspielrechtliche Untersagungsverfügung, wie sie die Antragsgegnerin getroffen hat, im Hinblick auf den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, dessen Beachtung als gesetzliche Grenze des Ermessens nach § 114 Satz 1 VwGO der gerichtlichen Überprüfung auch bei Ermessensentscheidungen unterliegt, nicht auf das rein formale Fehlen der nach § 4 Abs. 1 Satz 1 GlüStV erforderlichen Erlaubnis zur Vermittlung von Sportwetten an einen privaten Veranstalter gestützt werden (vgl. BayVGH vom 12.01.2012 Az. 10 BV 10.2271 und 10 BV 10.2505, vom 21.03.2011 Az. 10 AS 10.2499 RdNr. 34 unter Hinweis auf EuGH vom 08.09.2010 Rs. C-316/07 u.a. - Markus Stoß u.a. - RdNr. 115 und BVerwG vom 24.11.2010 Az. 8 C 13.09 RdNr. 72; vgl. auch OVG Rheinland-Pfalz vom 13.04.2011 Az. 6 A 11131/10 RdNr. 50).