Source: https://www.ag.ch/de/dvi/gemeindeaufsicht/finanzaufsicht/begriffe___definitionen_2/begriffe_definitionen.jsp
Timestamp: 2014-04-21 02:01:44
Document Index: 347548023

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 17', '§ 13', '§ 7', '§ 8', '§ 18', '§ 155', '§ 15', '§ 16']

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Finanzaufsicht Begriffe & Definitionen
Die wichtigsten Begriffe und Definitionen zur Finanzaufsicht haben wir für Sie in einer alphabetischen Liste zusammengestellt.
Abschreibungen auf FinanzvermögenVerbuchung eines buchmässigen Aufwandes zur Reduktion des Finanzvermögens (z.B. Wertverminderungen von Liegenschaften, Erlass/Verlust von Debitoren).Abschreibungen auf VerwaltungsvermögenVerbuchung eines buchmässigen Aufwandes zur Reduktion des Verwaltungsvermögens. Die Abschreibungen auf Verwaltungsvermögen haben im Gegensatz zu denjenigen auf dem Finanzvermögen in erster Linie den Zweck, der Gemeinde einen Mindestbetrag an Selbstfinanzierung sicherzustellen. Die gesetzlich vorgeschriebenen Abschreibungen betragen 10 % vom Restbuchwert des Verwaltungsvermögens Ende Jahr (Finanzverordnung § 3 Abs. 1 (SAR 617.111), siehe "Rechtliche Grundlagen").Abschreibungen auf BilanzfehlbetragEin durch Fehldeckung in der laufenden Rechnung entstandener Bilanzfehlbetrag ist mit 20 % des Wertes Anfang Jahr vorgeschrieben abzuschreiben (Finanzverordnung § 3 Abs. 1 (SAR 617.111), siehe "Rechtliche Grundlagen").AbschreibungsprioritätenFür die Verbuchung der Abschreibungen gelten folgende Prioritäten:1. Vorgeschriebene Abschreibungena) dem Verwaltungsvermögen (10 % des Wertes Ende Jahr)b) auf dem Bilanzfehlbetrag (20 % des Wertes anfangs Jahr)c) Buchgewinne auf Liegenschaften des Finanzvermögensd) Erlaubte Abschreibungen auf Darlehen und Beteiligungen 2. Zusätzliche Abschreibungen auf dem Bilanzfehlbetrag3. Zusätzliche Abschreibungena) Pflichtabschreibungen gemäss Budgetb) Budgetierte zusätzliche Abschreibungen4. Weitere zusätzliche oder vorausgenommene Abschreibungen auf VerwaltungsvermögenAktiensteuernErtrag- und Kapitalsteuern. Vom Kanton an die Gemeinde abgelieferter Anteil an Gemeindesteuern von Steuerpflichtigen, die dem Aktiensteuergesetz unterstehen.AnnuitätGleichbleibender jährlicher Betrag zur Verzinsung und Tilgung einer Schuld in einer bestimmten Zeitdauer (in Jahren). Die Annuitätsdauer für Gemeinden beträgt in der Regel 20 Jahre. Die Annuitätsquote wird zur Ermittlung des Kapitaldienstbedarfs von Investitionen verwendet.ArtengliederungGliederung der Verwaltungsrechnung nach Arten gemäss schweizerisch harmonisiertem Kontenrahmen; Sortieren der Finanzvorfälle nach volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten.BestandesrechnungRechnung, welche die Bestände von Vermögenswerten und Verpflichtungen, sowie dessen Veränderungen während des Rechnungsjahres enthält. Die Schlussbestände am Ende eines Rechnungsjahres bilden die Bilanz. Die Bestandesrechnung ist wie folgt gegliedert:Kontenklassen: 1 Aktiven, 2 PassivenBilanzabteilungen: 10 Finanzvermögen, 11 Verwaltungsvermögen, 12 Spezialfinanzierungen und Vorschüsse, 13 Bilanzfehlbetrag, 20 Fremdkapital, 22 Spezialfinanzierungen und Verpflichtungen, 23 EigenkapitalBelastbarkeitsquote (BQ)Kennzahl, welche die Selbstfinanzierung und die Nettozinsen im Verhältnis zu den Gemeindesteuern mit ordentlichem Finanzausgleichsbeitrag bzw. abzüglich Beitrag in den horizontalen Finanzausgleich in Prozenten ausdrückt. Die BQ als Summe von Selbstfinanzierung und Nettozinsen sagt aus, wieviele Mittel im betreffenden Rechnungs- oder Budgetjahr maximal für den Schuldendienst zur Verfügung stehen. Unter Anwendung eines Annuitätssatzes kann damit die Verschuldungsgrenze berechnet werden.BilanzBestandesrechnung am Ende der Rechnungsperiode (31. Dezember). Gegenüberstellung der Aktiven und Passiven an einem bestimmten Tag.BilanzfehlbetragDurch Aufwandüberschüsse entstandenes Aktivum zum Ausgleich der Bilanz (Unterbilanz im betriebswirtschaftlichen Sinne). Der Bilanzfehlbetrag ist durch jährlich vorgeschriebene und zusätzliche Abschreibungen oder Ertragsüberschüsse abzutragen.BruttoprinzipAusgaben und Einnahmen sind in ihrer vollen Höhe auszuweisen, gegenseitige Verrechnung ist nicht gestattet. Das Bruttoprinzip gilt für die Verwaltungs- und Bestandesrechnung sowie in der Regel auch für die Bewilligung von Verpflichtungskrediten.BuchgewinnDifferenz zwischen dem Buchwert und dem realisierten Wert von Finanzvermögen. Durch die Veräusserung von Finanzvermögen zu einem höheren Preis in den Aktiven enthalten, entsteht ein Buchgewinn, der als Ertrag in der Laufenden Rechnung verbucht wird.BudgetkrediteDurch Beschluss über den Voranschlag rechtskräftig gewordene Zahlungskredite für laufende und investive Ausgaben. Ausgabenermächtigungen (keine Ausgabenverpflichtungen) (Finanzdekret § 17 (SAR 617.110), siehe "Rechtliche Grundlagen") .EigenkapitalDurch Ertragsüberschuss geäufnetes Passivum zum Ausgleich der Bilanz, welches zur Deckung künftiger Aufwandüberschüsse oder als Vorfinanzierung kommender Investition dient.EigenwirtschaftlichkeitGrundsatz, wonach bei einem Betrieb oder Gemeindeverband die Kosten für Betrieb, Unterhalt, Wartung, Verwaltung sowie Zinsen für das investierte Kapital in die Nettoinvestitionen und die vorgeschriebenen Vorschussabtragungen / Abschreibungen mittelfristig durch die Einnahme zu decken sind.EigenwirtschaftsbetriebGemeindebtrieb, der dem Grundsatz der Eigenwirtschaftlichkeit untersteht: Ver- oder Entsorgungsbetrieb (Finanzdekret § 13 (SAR 617.110), siehe "Rechtliche Grundlagen").Einheit der MaterieGrundsatz, wonach bei der Beschlussfassung über ein Vorhaben das sachlich zusammenhängende Projekt eine Einheit bildet und die Aufteilung in Teilkredite unzulässig ist. Gilt auch für die Beschlussfassung eines Zusatzkredites.FinanzausgleichOrdentliche und zusätzliche Beiträge aus dem Finanzausgleichsfonds an die berechtigten Gemeinden. Beiträge finanzstarker Gemeinden in den Finanzausgleichsfonds zur Mitfinanzierung des direkten Finanzausgleichs (Finanzausgleichsgesetz (SAR 615.100), siehe "Rechtliche Grundlagen").FinanzertragErtrag der Laufenden Rechnung vermindert um die durchlaufenden Beiträge, Entnahmen und internen Verrechnungen sowie ohne die Gemeindebetriebe und Dienststellen von Einzel- und Vertragsrechnungen, ferner ohne Buch- und Erschliessungsgewinne.FinanzkontrolleDie Finanzkontrolle bezweckt die Ordnungsmässigkeit und Richtigkeit der Rechnungslegung zu überprüfen sowie möglichen Unregelmässigkeiten in der Zukunft vorzubeugen. Sie erstreckt sich auf die formelle und materielle Finanzkontrolle, insbesondere auf die Prüfung von Buchhaltung und Jahresrechnung, die Vollständigkeit der Einnahmen und die Zulässigkeit der Ausgaben. Generell: Überprüfung aller Massnahmen, welche die Gemeinde ergreift, um Finanzmittel, die sie für die Erfüllung ihrer Aufgaben benötigt, zu verwenden.FinanzkraftSteuerkraft der Gemeinde geteilt durch den Gemeindesteuerfuss. Die Finanzkraft pro Einwohner wird als Tragfähigkeitsfaktor bezeichnet.FinanzplanungZielgerichtete planerische Steuerung des Finanzhaushaltes. Der Finanzplan basiert auf der Analyse der bisherigen Finanzentwicklung und der Prognose für eine mittelfristige Planungsperiode. Der Finanzplan ist rechtlich nicht verbindlich und dient der Behörde als Entscheidungshilfe und Informationsmittel. Er zeigt auf, ob kommende Investitionen finanziell verkraftet werden können. Als Finanzplangrössen gelten der Gemeindesteuerertrag zuzüglich Finanzausgleich, der Nettoaufwand, die Nettozinsen und die Selbstfinanzierung.FinanzstatistikEine aufgrund der Ergebnisse der Rechnungen von Gemeinden und Gemeindeverbänden erstellte Statistik, die Aufschluss gibt über die Resultate der funktionalen und volkswirtschaftlichen Gliederung, der Bilanzen, unterteilt nach Gemeinden, Bezirken und Kanton. Ferner werden Kennzahlen ermittelt. Die Statistik dient den Behörden als Information über die Strukturen und die Finanzentwicklung sowie als Entscheidungshilfe für ihre Finanzpolitik.FinanzvermögenVermögenswerte, die ohne Beeinträchtigung der öffentlichen Aufgabenerfüllung veräussert werden können. Finanzvermögen hat Tauschwert.Funktionale GliederungGliederung der Verwaltungsrechnung nach Aufgaben (Funktionen) in Abteilungen und Dienststellen.GemeindefinanzstatistikSiehe Statistik Aargau.
Interne VerrechnungenGutschriften und Belastungen innerhalb des gleichen Rechnungskreises. Sie bezwecken die Förderung des Kostendenkens durch eine angemessene Ermittlung des verursachten Aufwands und des erzielten Ertrags. Interne Verrechnungen sind vorzunehmen, wenn sie für die genaue Rechnungsstellung, für die Sicherstellung einer wirtschaftlichen Aufgabenfüllung oder für die Vergleichbarkeit unter den Gemeinden erforderlich oder sinnvoll ist. Innerhalb des gleichen Rechnungskreises müssen Ende des Rechnungsjahres die Belastungen (39) mit den Gutschriften (49) übereinstimmen. Bei Zuschüssen an Gemeindeanstalten innerhalb des eigenen Rechnungskreises werden kontierungsmässig die Betriebe wie Dritte behandelt.Investitionsbegriff für AusgabenDie Ausgaben für bauliche Eigeninvestitionen, Anschaffung von Mobilien, Kosten für Planprojekte und Instandstellungs- und Unterhaltskosten an Sachgütern fallen unter den Investitionsbegriff, sofern die Bruttokosten pro Einzelobjekt Fr. 10'000.– oder 1 % der budgetierten Gemeindesteuererträge bzw. Fr. 100'000.– übersteigen. Die Höchst- und Mindestlimiten entsprechen dem Landesindex der Konsumentenpreise von 100 Punkten im Dezember 1982. Der Indexstand vom Monat Mai gilt für die Festsetzung der Limiten des kommenden Jahres (Aufrundung auf nächste 1000 Franken). Liegen die Ausgaben unter dem Investitionsbegriff, sind sie in der laufenden Rechnung zu verbuchen; liegen sie über dem Investitionsbegriff, sind sie in der Investitionsrechnung zu verbuchen (§ 7 Finanzverordnung (SAR 617.111), siehe "Rechtliche Grundlagen").Investitionsbegriff für EinnahmenZum Investitionsbegriff für Einnahmen gehören:Nutzungsabgaben und Vorteilsentgelte (Anschlussgebühren, Erschliessungsbeiträge) Rückerstattungen für Hoch- und Tiefbauten Rückzahlung früher geleisteter Investitionsbeiträge Subventionen / Finanzhilfen und freiwillige Zuwendungen für Investitionsobjekte Übertragung von Liegenschaften des Verwaltungs- in das FinanzvermögenRückzahlung von Darlehen und Beteiligungen des Verwaltungsvermögens (§ 8 Finanzverordnung (SAR 617.111), siehe "Rechtliche Grundlagen")KapitaldienstDer Kapitaldienst besteht aus den vorgeschriebenen Abschreibungen und den Nettozinsen bzw. der vorgeschriebenen Selbstfinanzierung und den Zinsen.KennzahlenAbsolute oder relativierte Zahlen mit einem bestimmten Aussagewert. Es ist nicht möglich, die öffentlichen Haushalte mit einer einzigen Kennzahl finanzwirtschaftlich zu qualifizieren. Nur eine differenzierte Betrachtungsweise vermag den unterschiedlichen Strukturen der öffentlichen Haushalte Rechnung zu tragen und schützt vor Fehlschlüssen.KostendeckungsprinzipDie Einnahmen (Abgaben, Beiträge usw.) dürfen die sachbezogenen Ausgaben nicht übersteigen.LiquiditätsplanungOrganisation der Zahlungsbereitschaft während des Rechnungsjahres in dem Sinne, dass für die fällig werdenden Verpflichtungen die erforderlichen flüssigen Mittel vorhanden sind.MobilienverzeichnisseDienen der Kontrolle über das Gemeindeinventar, als Grundlage für die Sachversicherungen, als Fundstelle der Herkunft und für die Überprüfung der Notwendigkeit einer Neuanschaffung sowie als Nachweis bei Diebstahl und in Schadenfällen.NachtragskreditErhöhung eines Budgetkredits. (§ 18 Finanzdekret (SAR 617.110), siehe "Rechtliche Grundlagen")NettoaufwandAufwand der laufenden Rechnung vermindert um den Ertrag ohne Steuern und Finanzausgleich.NettoinvestitionBruttoinvestitionsausgaben vermindert um die Einnahmen der Investitionsrechnung.NettoschuldFremdkapital und Verpflichtungen für Spezialfinanzierungen ohne passivierte Abschreibungen vermindert um das Finanzvermögen und die Vorschüsse für Spezialfinanzierungen. Entspricht folgendem Wert: Verwaltungsvermögen und Bilanzfehlbetrag vermindert um das Eigenkapital und die passivierten Abschreibungen.Passivierte AbschreibungenAls Verpflichtungen für Spezialfinanzierungen in den Passiven verbuchte Investitionsbeiträge und indirekte Abschreibungen auf den nicht abgerechneten Sachgütern sowie vorausgenommene Abschreibungen.PflichtabschreibungenIm Rahmen der eigenen Finanzpolitik selbst auferlegten Pflicht (Vorgabe), über die vorgeschriebenen (10 %) hinaus zusätzliche Abschreibungen zu tätigen, um eine zu stark anwachsende Verschuldung abzuwenden. Die Pflichtabschreibungen (inkl. vorgeschriebene Abschreibungen) dürfen 25 % des Restbuchwertes des Verwaltungsvermögens Ende Rechnungsjahr nicht überschreiten.PflichtbedarfAufgaben im übertragenen Wirkungsbereich, soweit sie die Voraussetzungen hinsichtlich Notwendigkeit, Dringlichkeit und Zweckmässigkeit erfüllen und einen den Verhältnissen angepassten Ausstattungsgrad nicht überschreiten.PlanungskreditVerpflichtungskredit für die Durchführung von Nutzungsplänen für Baugebiet und Kulturland sowie Sondernutzungsplanungen für generelle Kanalisations-, Entwässerungs-, Wasserversorgungspläne sowie Wirtschafts-, Zustands-, Erneuerungs-, Investitions- und Finanzplanungen.ProjektierungskreditVerpflichtungskredit für die Durchführung eines Ideenwettbewerbs und/oder die Vorbereitung eines Projekts zur Verwirklichung eines Bauvorhabens.
RahmenkreditDer Kredit umschreibt den Zweck der Ausgabe, indes lässt er Art und Ort der Ausführung offen. Er wird als Budgetkredit in der Investitionsrechnung für Erschliessungsanlagen verwendet.RechnungskreisVerwaltungsrechnung und Bestandesrechnung einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft.SelbstfinanzierungAbschreibungen und Ertragsüberschuss abzüglich Aufwandüberschuss und Buchgewinne auf Liegenschaften des Finanzvermögens (auch Eigenfinanzierungsquote gennant). Die Selbstfinanzierung ist jene Summe, die zur Finanzierung von Investitionen eingesetzt werden kann.SelbstfinanzierungsanteilSelbstfinanzierung in Prozent des Finanzertrags (Kennzahl). Bei steigendem Selbstfinanzierungsanteil nehmen die Möglichkeiten für die Verwirklichung von Investitionen zu. Der Selbstfinanzierungsgrad beschreibt die Selbstfinanzierung in Prozent der Nettoinvestition (Kennzahl). Ein Selbstfinanzierungsgrad von unter 100 führt zu einer Höherverschuldung.SpezialfinanzierungGesetzlich zweckgebundene Mittel für die Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe, insbesondere der gesetzlichen Reserven sowie der Vorschüsse und Verpflichtungen der Gemeindebetriebe.SteuerertragSollbetrag der Gemeindesteuern inklusive der Quellensteuern und des Gemeindeanteils an den Steuern gemäss Aktiensteuergesetz.SteuerfussDie Gemeinden setzen bei der Beschlussfassung über den Voranschlag je für ein Jahr den Steuerfuss in Prozent der einfachen Staatssteuer (§ 155 Steuergesetz StG (SAR 651.100), siehe "Rechtliche Grundlagen").SteuerkraftAuf 100% hochgerechneter Gemeindesteuersollbetrag inklusive Quellensteuern zuzüglich des Gemeindeanteils der Steuern gemäss Aktiensteuergesetz.TragfähigkeitsfaktorFinanzkraft pro EinwohnerTransitorische AktivenAuszahlungen bis 31. Dezember, welche die kommende Rechnungsperiode betreffen und kurzfristige Geldforderungen, die in ihrer Höhe bekannt und im laufenden Rechnungsjahr Ertrag geworden sind, aber erst im neuen Jahr vereinnahmt werden.Transitorische PassivenEinzahlungen bis 31. Dezember, welche die kommende Rechnungsperiode betreffen und kurzfristige Verpflichtungen, die in ihrer Höhe bekannt und im laufenden Rechnungsjahr Aufwand geworden sind, aber erst im neuen Jahr verausgabt werden.ÜberschuldungDie Verschuldungsgrenze überschreitende Schulden. Überschuldet ist eine Gemeinde, wenn sie den Kapitaldienst nicht mehr decken kann.VerpflichtungskreditDie Legislative ermächtigt die Exekutive, für ein bestimmtes Vorhaben bis zum festgesetzten Betrag finanzielle Verpflichtungen einzugehen (§ 15 Finanzdekret (SAR 617.110), siehe "Rechtliche Grundlagen").VerursacherprinzipVerursacher besonderer Vorkehren oder Aufwendungen sowie Nutzniesser besonderer Leistungen des öffentlichen Gemeinwesens haben in der Regel die zumutbaren Kosten zu tragen. Die Kosten werden nur bei tatsächlicher Inanspruchnahme einer öffentlichen Lieferung oder Leistung fällig.VerwaltungsvermögenVermögenswerte, die unmittelbar der öffentlichen Aufgabenerfüllung dienen (Sachgüter, Darlehen und Beteiligungen, Investitionsbeiträge sowie übrige aktiviert Ausgaben). Verwaltungsvermögen hat Nutzwert.Verzinsliche NettoschuldSchuldpositionen (Passiven) abzüglich Vermögenswerte (Aktiven) der Bilanz, Welche einen Zins erfordern bzw. erbringen, der mindestens dem "Mittelwertzins" (zwischen Darlehens- und Sparheftzins) entspricht.Wahlbedarf Aufgaben im eigenen Wirkungsbereich sowie jene Anteile von Aufgaben im übertragenen Wirkungsbereich, die nicht dem Pflichtbedarf zugeordnet werden können.ZahlungskreditIm Voranschlag eingestellter Jahreskredit für eine laufende oder investive Ausgabe, worüber die Exekutive im Budgetjahr verfügen kann.ZusatzkreditErhöhung des Verpflichtungskredites (§ 16 Finanzdekret (SAR 617.110), siehe "Rechtliche Grundlagen").ZuschussbetriebGemeindebetrieb, der dem Kostendeckungsprinzip untersteht und dessen Aufwandüberschuss durch einen Zuschuss aus Steuergeldern gedeckt wird, sofern keine Reserven vorhanden sind.ZuwendungStiftung, Spende, Gabe, Geschenk oder Legat eines Dritten (keine Steuergelder), bei der sowohl das Kapital wie die Erträge für einen öffentlichen Zweck verwendet werden dürfen.
Finanzverordnung (SAR 617.111) (öffnet in einem neuen Fenster)Finanzdekret (SAR 617.110) (öffnet in einem neuen Fenster)Finanzausgleichsgesetz FLAG (SAR 615.100) (öffnet in einem neuen Fenster)Steuergesetz StG (SAR 651.100) (öffnet in einem neuen Fenster)
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Tel.: 062 835 16 50
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