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Timestamp: 2020-05-28 12:42:29
Document Index: 199534332

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5']

Verordnung vom 25. Mai 2011 über Grundsätze und Ordnungsfristen für Bewilligungsverfahren (Ordnungsfristenverordnung, OrFV)
Ordinanza del 25 maggio 2011 concernente i principi e i termini ordinatori delle procedure di autorizzazione (Ordinanza sui termini ordinatori, OTOr)
Art. 2 Principes régissant les procédures de première instan...
Verordnung über Grundsätze und Ordnungsfristen für Bewilligungsverfahren
(Ordnungsfristenverordnung, OrFV)
vom 25. Mai 2011 (Stand am 1. September 2011)
gestützt auf die Artikel 8 und 9 Absatz 1 des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes vom 21. März 19971, in Ausführung der Artikel 11 Buchstabe c und 30 Absatz 1 der Regierungs- und Verwaltungsorganisationsverordnung vom 25. November 19982,
1 Diese Verordnung legt fest:
die Grundsätze, die bei erstinstanzlichen wirtschaftsrechtlichen Verfahren des Bundesrechts beachtet werden müssen;
den zeitlichen Rahmen, in dem ein Gesuch in einem erstinstanzlichen wirtschaftsrechtlichen Verfahren nach Bundesrecht zu behandeln ist.
2 Ein wirtschaftsrechtliches Verfahren nach dieser Verordnung liegt vor, wenn eine Behörde einer gesuchstellenden Person im Zusammenhang mit einer auf Erwerb ausgerichteten Tätigkeit:
eine Zustimmung erteilt;
besondere wirtschaftliche Rechte gewährt;
die Befolgung gewisser staatlicher Regelungen freistellt.
3 Bestimmungen in anderen Erlassen des Bundesrechts über die von den Bundesbehörden zu beachtenden Fristen gehen dieser Verordnung vor.
4 Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe b und Artikel 4 dieser Verordnung sind auf die Verfahren vor dem Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum nicht anwendbar.
Art. 2 Grundsätze für erstinstanzliche wirtschaftsrechtliche Verfahren
1 Bei der Ausarbeitung von Erlassen über erstinstanzliche wirtschaftsrechtliche Verfahren beachten die Bundesbehörden die folgenden Grundsätze:
Sie gestalten die Verfahren für die Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller so einfach und straff wie möglich aus. Insbesondere prüfen sie Alternativen zum normalen Bewilligungsverfahren (wie Widerspruchsverfahren, Meldeverfahren) und E-Government-Lösungen.
Sie bestimmen Ordnungsfristen für die einzelnen Verfahren und geben diese in Tagen an. Für komplexe Gesuche, die voraussichtlich eine Bearbeitungszeit von mehr als einer Woche erfordern, behalten sie die Regelung nach Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe c vor.
Sie legen ausdrücklich fest, welche Gesuchsunterlagen zwingend nötig sind. Falls diese Festlegung im Erlass nicht verhältnismässig ist, macht die für ein Verfahren zuständige Behörde diese Angaben auf andere geeignete Weise bekannt.
2 Formulare und andere Dokumente sind so einfach wie möglich zu gestalten und zugänglich zu machen.
Art. 3 Grundsätze für die Gesuchsbehandlung
1 Die mit der Gesuchsbehandlung betraute Behörde behandelt jedes Gesuch so rasch als möglich.
2 Die Behörde sichtet das Gesuch bei seinem Eingang. Sie bestätigt der gesuchstellenden Person innert Tagen das Datum des Eingangs und teilt ihr bei dieser Gelegenheit offensichtliche Mängel in ihren Gesuchsunterlagen mit.
3 Sind gleichzeitig mehrere Gesuche zu bearbeiten, so kann die Behörde eine Prioritätenordnung aufstellen. Dabei trägt sie den besonderen Verhältnissen der Einzelfälle Rechnung. Sie berücksichtigt namentlich eine besondere Situation bei einzelnen gesuchstellenden Personen, die Dringlichkeit des Anliegens und die Konkurrenzverhältnisse.
Art. 4 Ordnungsfristen
1 Die Behörde trifft ihren Entscheid, gerechnet ab Eingang der vollständigen Unterlagen, in der Regel spätestens innert der folgenden Fristen:
über Gesuche, die in der Mehrzahl der Fälle eine Bearbeitungszeit von höchstens einigen Stunden erfordern: innert 10 Tagen;
über Gesuche, die in der Mehrzahl der Fälle eine Bearbeitungszeit von höchstens einer Woche erfordern: innert 40 Tagen;
über Gesuche, die voraussichtlich eine Bearbeitungszeit von mehr als einer Woche erfordern: innert eines Zeitraums, welchen sie der gesuchstellenden Person möglichst umgehend, spätestens jedoch nach drei Monaten, mitteilt.
2 Sie berücksichtigt bei der Gesuchsbehandlung in jedem Fall Gegebenheiten, die sich aus dem Gegenstand des Gesuches ergeben, wie z.B. Verderblichkeit der Ware, Bindung der Projektausführung an klimatische Voraussetzungen oder Vegetationsperioden.
3 Sie gibt in Fällen, in denen die Fristen im Erlass nicht festgelegt sind, die Ordnungsfristen nach Absatz 1 für die von ihr durchgeführten Verfahren in geeigneter Weise bekannt.
4 Hält die Behörde eine Ordnungsfrist nach Absatz 1 nicht ein, so kann die gesuchstellende Person von ihr verlangen, dass sie die Überschreitung der Frist schriftlich begründet und ihr mitteilt, bis wann der Entscheid voraussichtlich zu erwarten ist. Dies gilt nicht, solange die gesuchstellende Person einer Aufforderung, die Gesuchsunterlagen zu vervollständigen, nicht nachgekommen ist.
Art. 5 Einholen von Stellungnahmen Dritter
1 Muss die Behörde vor dem Entscheid über ein Gesuch Stellungnahmen Dritter einholen, so setzt sie diesen für die Ausarbeitung ihrer Stellungnahme eine angemessene Frist. Diese Fristen kommen zu den Ordnungsfristen hinzu.
2 Lässt eine zur Stellungnahme eingeladene Behörde die gesetzte Frist ohne Fristverlängerungsgesuch verstreichen und nutzt sie auch eine Nachfrist nicht, so entscheidet die zuständige Behörde ohne Vorliegen dieser Stellungnahme, falls ihr der Sachverhalt auch ohne diese Stellungnahme als hinreichend abgeklärt erscheint und die Zustimmung der andern Behörde nicht von Gesetzes wegen erforderlich ist.
3 Lässt eine zur Stellungnahme eingeladene Privatperson die gesetzte Frist verstreichen, so fordert die Behörde sie mit eingeschriebenem Brief auf, ihre Stellungnahme umgehend einzureichen, auf eine Stellungnahme förmlich zu verzichten oder ein Fristverlängerungsgesuch zu stellen. Antwortet die Privatperson nicht innert einer Woche, so entscheidet die Behörde ohne Vorliegen dieser Stellungnahme.
Die Verordnung vom 17. November 19991 über Ordnungsfristen für die Behandlung von Gesuchen in erstinstanzlichen wirtschaftsrechtlichen Verfahren wird aufgehoben.
1 [AS 1999 3472]
Diese Verordnung tritt am 1. September 2011 in Kraft.
AS 2011 2909
Ordinanza concernente i principi e i termini ordinatori delle procedure di autorizzazione
(Ordinanza sui termini ordinatori, OTOr)
del 25 maggio 2011 (Stato 1° settembre 2011)
visti gli articoli 8 e 9 capoverso 1 della legge del 21 marzo 19971 sull’organizzazione del Governo e dell’Amministrazione; in esecuzione degli articoli 11 lettera c e 30 capoverso 1 dell’ordinanza del 25 novembre 19982 sull’organizzazione del Governo e dell’Amministrazione,
1 La presente ordinanza stabilisce:
i principi che devono essere seguiti nelle procedure di prima istanza del diritto federale dell’economia;
i limiti di tempo entro cui deve essere evasa una domanda in una procedura di prima istanza del diritto federale dell’economia.
2 Una procedura è del diritto dell’economia ai sensi della presente ordinanza quando, in relazione a un’attività a scopo di lucro di un richiedente, un’autorità:
gli dà la sua approvazione;
gli accorda diritti particolari di natura economica;
lo dispensa dall’osservanza di determinate normative statali.
3 Le disposizioni previste da altri atti normativi del diritto federale relative al rispetto dei termini da parte delle autorità federali prevalgono su quelle della presente ordinanza.
4 Gli articoli 2 capoverso 1 lettera b e 4 della presente ordinanza non sono applicabili alle procedure dell’Istituto federale della proprietà intellettuale.
Art. 2 Principi relativi alle procedure di prima istanza del diritto dell’economia
1 Nell’elaborazione di atti normativi concernenti procedure di prima istanza del diritto dell’economia, le autorità federali si attengono ai seguenti principi:
rendono le procedure per quanto possibile semplici e funzionali per il richiedente. In particolare prendono in considerazione procedure alternative alla normale procedura di autorizzazione (come procedure di opposizione, procedure di notifica) e le soluzioni offerte dal governo elettronico;
stabiliscono termini ordinatori per le singole procedure, espressi in giorni. Per le domande che richiedono una procedura complessa, di durata presumibilmente superiore a una settimana, sono fatte salve le disposizioni di cui all’articolo 4 capoverso 1 lettera c;
indicano con chiarezza la documentazione da presentare obbligatoriamente con la domanda. Se detta indicazione non può ragionevolmente figurare in un atto normativo, l’autorità preposta alla procedura provvede a comunicarla in un altro modo adeguato.
2 Moduli e altri documenti devono essere per quanto possibile semplici e accessibili ai richiedenti.
Art. 3 Principi relativi all’esame delle richieste
1 L’autorità preposta all’esame della domanda tratta ogni caso nel più breve tempo possibile.
2 L’autorità prende visione delle domande al momento del loro ricevimento. Nel giro di giorni conferma al richiedente la data del ricevimento della domanda e lo informa nel contempo di eventuali mancanze manifeste nella documentazione presentata con la domanda.
3 Se diverse domande devono essere trattate contemporaneamente, l’autorità può stabilire un ordine di priorità. A questo scopo tiene conto delle peculiarità dei singoli casi. Essa considera segnatamente le situazioni particolari di singoli richiedenti, l’urgenza della richiesta e le condizioni concorrenziali.
Art. 4 Termini ordinatori
1 Di regola l’autorità decide entro i termini seguenti a contare dal ricevimento della documentazione completa:
entro 10 giorni, in caso di domande il cui trattamento richiede nella maggior parte dei casi alcune ore al massimo;
entro 40 giorni, in caso di domande il cui trattamento richiede nella maggior parte dei casi una settimana al massimo;
entro un termine che nei limiti del possibile viene comunicato immediatamente al richiedente, tuttavia al massimo tre mesi, in caso di domande il cui trattamento richiede presumibilmente più di una settimana.
2 In ogni caso l’autorità tiene conto della natura dell’oggetto della domanda, come la deperibilità del prodotto oppure la subordinazione del progetto in questione alle condizioni climatiche o ai periodi vegetativi.
3 Se i termini non sono stabiliti in un atto normativo, l’autorità rende noti in modo appropriato i termini ordinatori di cui al capoverso 1 validi per le procedure che essa esegue.
4 Se l’autorità non rispetta un termine ordinatorio di cui al capoverso 1, il richiedente può esigere che il ritardo venga motivato per scritto e che gli sia comunicato entro quando si prevede di evadere la domanda. Tale facoltà non è però data al richiedente che non abbia adempiuto a un’eventuale richiesta di completamento della documentazione.
Art. 5 Consultazione di terzi
1 Se deve consultare terzi prima di decidere in merito a una domanda, l’autorità impartisce loro un termine appropriato per la formulazione del parere. Questo termine si aggiunge ai termini ordinatori.
2 Se un’autorità invitata a esprimere un parere non rispetta il termine impartitole e non chiede una proroga oppure lascia trascorrere inutilizzato il termine supplementare accordatole, l’autorità competente decide anche senza disporre di tale parere, se la fattispecie risulta sufficientemente chiarita e l’approvazione dell’altra autorità non è richiesta dalla legge.
3 Se un privato consultato per un parere non rispetta il termine impartitogli, l’autorità gli ingiunge mediante lettera raccomandata di inviare immediatamente il parere, di rinunciare formalmente a formulare il parere oppure di presentare una domanda di proroga del termine. Se il privato non risponde entro una settimana, l’autorità decide senza disporre del suo parere.
L’ordinanza del 17 novembre 19991 concernente termini ordinatori per l’esame delle domande nelle procedure di prima istanza del diritto dell’economia è abrogata.
1 [RU 1999 3472]
La presente ordinanza entra in vigore il 1° settembre 2011.
RU 2011 2909