Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=21.12.2010&Aktenzeichen=X%20ZR%20122%2F07
Timestamp: 2019-05-22 20:07:39
Document Index: 165104313

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 650', '§ 650', '§ 650', '§ 650', '§ 650', 'BGH', 'BGH', '§ 650', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 322', 'BGH', 'BGH', '§ 319', 'BGH', '§ 319', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 21.12.2010 - X ZR 122/07 - dejure.org
https://dejure.org/2010,1517
BGH, 21.12.2010 - X ZR 122/07 (https://dejure.org/2010,1517)
BGH, Entscheidung vom 21.12.2010 - X ZR 122/07 (https://dejure.org/2010,1517)
BGH, Entscheidung vom 21. Dezember 2010 - X ZR 122/07 (https://dejure.org/2010,1517)
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Werkvertrag: Überschreitung einer Kostenangabe auf Grund unzutreffender Angabe des Auftragsumfangs im Falle einer zu digitalisierenden Bruttogeschossfläche
BGB §§ 650, 313 Abs. 3 S. 2, Abs. 2, 631 Abs. 1
Keine Anwendbarkeit von § 650 BGB bei Überschreitung der Kostenangabe des Unternehmers aufgrund unzutreffender Angaben des Bestellers
Anwendung des § 650 BGB bei Überschreitung einer Kostenangabe des Unternehmers aufgrund unzutreffender Angaben über den Umfang des herzustellenden Werks durch den Besteller
Kostenanschlagüberschreitung
Keine Anwendung von § 650 BGB, wenn die Überschreitung einer Kostenangabe des Unternehmers darauf zurückzuführen ist, dass der Besteller dem Unternehmer unzutreffende Angaben über den Umfang des herzustellenden Werks zur Verfügung gestellt hat
Anwendung des § 650 BGB bei Überschreitung einer Kostenangabe
Kostenanschlag wegen falscher Angaben des Bestellers zu niedrig: Kein Kündigungsrecht! (IBR 2011, 192)
LG Wiesbaden, 08.03.2006 - 11 O 83/04
OLG Frankfurt, 13.07.2007 - 10 U 78/06
BGH, 04.10.2012 - VII ZR 7/12
BGH, 25.09.2013 - VII ZR 7/12
NJW 2011, 989
MDR 2011, 419
NZBau 2011, 290
WM 2011, 1726
BauR 2011, 1034
ZfBR 2011, 343
OLG Saarbrücken, 19.11.2014 - 2 U 172/13
Rechtlich handelt es sich um eine Geschäftsgrundlage des Werkvertrages; § 650 BGB enthält für den Fall, dass der Kostenanschlag unrichtig ist, eine Sonderregelung der Folgen des Wegfalls dieser Geschäftsgrundlage (BGH, NJW 2011, 989; NJW 1973, 140;… jurisPK-BGB/Diep, a.a.O.).
Dieses erfordert bei einem Zug-um-Zug-Verhältnis nicht nur hinsichtlich der Leistung, sondern auch bezüglich der Gegenleistung einen für die Zwangsvollstreckung hinreichend bestimmten Inhalt (vgl. etwa BGH, Urteil vom 21.12.2010, X ZR 122/07, juris).
Es entspricht ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass nicht nur der Umfang einer Verurteilung, sondern auch die Zug-um-Zug-Einschränkung im Titel hinreichend bestimmt sein muss, so dass sie ihrerseits zum Gegenstand einer Leistungsklage gemacht werden kann (BGH, Urteil vom 21. Dezember 2010 - X ZR 122/07, BauR 2011, 1034 Rn. 32 = NZBau 2011, 290; Urteil vom 18. September 1992 - V ZR 86/91, NJW 1993, 324, 325; Urteil vom 2. Juni 1966 - VII ZR 162/64, BGHZ 45, 287 f.).
Zur hinreichenden Bestimmtheit müssen die Zug um Zug herauszugebenden Gegenstände im Tenor so genau bezeichnet sein, dass eine Identifizierung zumindest im Wege der Auslegung möglich ist (BGH, Urteil vom 21. Dezember 2010 - X ZR 122/07, BauR 2011, 1034 Rn. 33 = NZBau 2011, 290).
Die Zug-um-Zug-Einschränkung muss daher so bestimmt sein, dass sie ihrerseits zum Gegenstand einer Leistungsklage gemacht werden könnte (BGH, Urteil vom 21. Dezember 2010 - X ZR 122/07, NJW 2011, 989 Rn. 32).
Die Einschränkung muss indes so bestimmt sein, dass sie ihrerseits Gegenstand einer Leistungsklage sein könnte (BGH v 21.12.2010, X ZR 122/07, NJW 2011, 989;… Staudinger/Schwarze (2015) BGB § 322, Rn. 4).
Auch der Gedanke, dass derjenige, der die entscheidende Änderung der Verhältnisse selbst bewirkt hat, aus dem dadurch herbeigeführten Wegfall der Geschäftsgrundlage keine Rechte herleiten kann (BGH, Urteile vom 21. Dezember 2010 - X ZR 122/07, NJW 2011, 989 Rn. 27;… vom 24. September 2002 - XI ZR 345/01 aaO; vom 4. Juli 1996 - I ZR 101/94, BGHZ 133, 281 unter IV 3 b; jeweils m.w.N.), greift im Streitfall nicht durch.
aa) Das Anerkenntnisurteil wies eine Verwechslung der Parteibezeichnungen auf, welche als Schreibfehler im Sinne des § 319 Abs. 1 ZPO zu qualifizieren ist (vgl. BGH Urteil vom 21. Dezember 2010 - X ZR 122/07 - NJW 2011, 989 Rn. 6, 9 ff.;… BeckOK ZPO/Elzer [Stand: 1. Oktober 2016] § 319 Rn. 20).
Zwar dürfte dies, könnte der Zeuge erneut vernommen werden, nicht ohne eine solche erneute Vernehmung geschehen (BGH…, Urteil vom 12. März 2004 - V ZR 257/03, BGHZ 158, 269 Rn. 13; Urteil vom 21. Dezember 2010 - X ZR 122/07, NJW 2011, 989 Rn. 45;… Urteil vom 29. September 2011 - VII ZR 87/11, NJW 2011, 3780 Rn. 17;… Beschluss vom 14. Juli 2009 - VIII ZR 3/09, NJW-RR 2009, 1291 Rn. 5, 6).
Ferner müssen die herauszugebenden Gegenstände so genau bezeichnet sein, dass eine Identifizierung möglich ist (vgl. BGH, Urteil vom 21. Dezember 2010 - X ZR 122/07 -, Rn. 33, juris).