Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201989,%20287
Timestamp: 2019-09-17 05:27:59
Document Index: 49130844

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 278', 'BGH', '§ 278', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Maßgeblich hierfür ist, ob der arglistig Täuschende mit Wissen und Wollen der Beklagten als deren Repräsentant oder Vertrauensperson aufgetreten ist (BGH, NJW-RR 1987, 59; NJW 1989, 287; NJW 2011, 2874).
Die Voraussetzungen, nach denen sich die Einordnung als Repräsentant oder Vertrauensperson bemisst, entsprechen denjenigen, die für eine Erfüllungsgehilfenstellung nach § 278 BGB gefordert werden (BGH, NJW 1989, 287; NJW 2011, 2874), womit entscheidend ist, ob der arglistig Täuschende nach den tatsächlichen Gegebenheiten des Falles mit dem Willen des Anfechtungsgegners, hier der Beklagten, in dessen Pflichtenkreis als Hilfsperson tätig geworden ist (…vgl. Palandt/Grüneberg, BGB, 76. Aufl., § 278 Rn. 7).
Ob diese Voraussetzungen vorliegen, ist in jedem Einzelfall unter Würdigung der Gesamtumstände und der Interessenlage festzustellen (st. Rspr., z.B. BGHZ 47, 224, 229; BGH Urteile vom 26. September 1962 - VIII ZR 113/62 = NJW 1962, 2195 = WM 1962, 1194 - und vom 8. Februar 1979 - III ZR 2/77 = NJW 1979, 1593 = WM 1979, 429 unter II3; BGH, Urteil vom 28. September 1988 - VIII ZR 160/87 -, Rn. 28, juris).