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Timestamp: 2020-06-03 13:48:14
Document Index: 9699130

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 5', '§ 8', '§ 6', '§ 107', '§ 107', '§ 136']

BFH Urteil vom 21.09.2016 - I R 63/15 (veröffentlicht am 15.02.2017) | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
BFH Urteil vom 21.09.2016 - I R 63/15 (veröffentlicht am 15.02.2017)
InvStG § 8 Abs. 3, § 5 Abs. 2; KStG § 8b Abs. 3 S. 3; EStG § 6 Abs. 1 Nr. 2 S. 2; FGO § 107 Abs. 1
Hessisches FG (Urteil vom 15.07.2015; Aktenzeichen 4 K 2484/13; EFG 2016, 228)
Am 10. Juni 2008 veräußerte die Klägerin sämtliche Anteile an dem Fonds über ihr USD-Konto bei der A Bank und erzielte einen Erlös in Höhe von 2.267.668,08 USD. Unter Berücksichtigung der Anschaffungskosten ergab sich insgesamt ein Gewinn aus der Anschaffung und dem Verkauf der Wertpapiere in Höhe von 139.575,68 USD. Die Anlage des Verkaufserlöses der Anteile erfolgte zunächst auf einem in USD geführten Währungskonto, das zu einem späteren Zeitpunkt in Euro umgerechnet wurde. Da es sich bei der Klägerin um eine deutsche Kapitalgesellschaft handelt, wurde der Verkaufserlös in der Buchhaltung der Klägerin in Euro erfasst, was bei einem Umrechnungskurs am 10. Juni 2008 von 1,55075 einen Verkaufserlös von 1.462.304,10 € ergab. Insgesamt errechnete sich damit aus der Anlage auf Eurobasis ein Verlust in Höhe von 184.426 €.
In den Jahresabschlüssen 2006 bis 2008 hatte die Klägerin Teilwertabschreibungen auf die Anteile mit steuerlicher Wirkung in Höhe von 24.903 € in 2006, 102.686 € in 2007 und 56.837 € in 2008 vorgenommen. Die Abschreibungen ergaben sich durch Vergleich der in Euro umgerechneten Anschaffungskosten mit dem in Euro umgerechneten Kurs zum 31. Dezember des jeweiligen Jahres. Für die Abschreibung in 2008 wurde der in Euro umgerechnete Verkaufserlös mit dem zum 31. Dezember 2007 bilanzierten Buchwert der Anteile verglichen.
4. Die Revision der Klägerin konnte hiernach keinen Erfolg haben. Aufgrund der gebotenen Urteilsberichtigung gemäß § 107 Abs. 1 FGO (s. oben unter II.2.e cc und dd der Gründe dieses Urteils) war die vom FA vorgenommene Hinzurechnung zum Ausgleich der Teilwertabschreibung zum 31. Dezember 2007 lediglich um 1.733,88 € --das entspricht einem steuerlich abzugsfähigen Anteil von 1,36 %-- und die Hinzurechnung zum Ausgleich des Veräußerungsverlusts in 2008 um 409,36 € --das entspricht einem steuerlich abzugsfähigen Anteil von 1,16 %-- zu mindern. Der Tenor des angegriffenen Urteils ist im Hauptsacheausspruch folglich dahin zu berichtigen, dass das zu versteuernde Einkommen der Klägerin und der Gewinn aus Gewerbebetrieb in 2007 um 1.733,88 € und in 2008 um 409,36 € vermindert wird. Die Kostenentscheidung des FG war nicht zu berichtigen, da die Vorinstanz der Klägerin ohnehin sämtliche Kosten wegen der Geringfügigkeit des Klageerfolgs auferlegt hatte (§ 136 Abs. 1 Satz 3 FGO).
Haufe-Index 10245680
BFH/NV 2017, 543
BFH/PR 2017, 167
BStBl II 2017, 357
BFHE 2017, 11
BB 2017, 624
DB 2017, 641
DStR 2017, 381
DStZ 2017, 223
HFR 2017, 426