Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=FG%20K%C3%B6ln&Datum=28.04.2015&Aktenzeichen=10%20K%203803/13
Timestamp: 2020-08-11 16:21:01
Document Index: 226756457

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 14', 'Art. 12', 'Art. 2', 'Art. 20', 'Art. 8']

FG Köln, 28.04.2015 - 10 K 3803/13 - dejure.org
https://dejure.org/2015,19776
FG Köln, 28.04.2015 - 10 K 3803/13 (https://dejure.org/2015,19776)
FG Köln, Entscheidung vom 28.04.2015 - 10 K 3803/13 (https://dejure.org/2015,19776)
FG Köln, Entscheidung vom 28. April 2015 - 10 K 3803/13 (https://dejure.org/2015,19776)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2015,19776) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Anforderungen an die Geltendmachung des Vorsteuerabzug aus Rechnung eines Kraftfahrzeughandels
Umsatzsteuer; Anforderungen an die Angabe der Anschrift in einer Rechnung gem. § 14 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 UStG
Zu den Anforderungen an die geschäftlichen Aktivitäten am Sitz der Firma im Hinblick auf eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung
Vorsteuerabzug: Reicht bei Onlinerechnungen auch eine Briefkastenadresse?
Neues zum Vorsteuerabzug bei Rechnungen i.S.d. § 14 UStG
anwalt.de (Kurzanmerkung)
EFG 2015, 1655
c) Überdies dürfte in Anbetracht der technischen Fortentwicklung und der Änderung von Geschäftsgebaren die Anforderung, dass unter der vom Lieferer angegebenen Anschrift geschäftliche Aktivitäten stattfinden, in vielen Fällen nicht (mehr) der wirtschaftlichen Realität entsprechen (vgl. dazu FG Köln, Urteil vom 28. April 2015 10 K 3803/13, EFG 2015, 1655, Rz 28).
Daher genügt es, wenn die Rechnung den Gesellschaftssitz angibt, der aus allgemein zugänglichen Quellen wie z.B. dem Handelsregister leicht bestimmbar ist und unter der der Leistungsempfänger den leistenden Unternehmen erreichen konnte und tatsächlich erreicht hat, z.B. im Rahmen der Geschäftsanbahnung oder Erteilen von Rechnungen (im Ergebnis ebenso Finanzgericht --FG-- Köln, Urteil vom 28. April 2015 10 K 3803/13, Entscheidungen der Finanzgerichte --EFG-- 2015, 1655, Revision BFH V R 25/15).
In Bezug auf die Frage, ob der gesamte Umsatz im Inland zu versteuern wäre, da in C Stempel etc. aufgefunden wurden, verwies die Klägerin auf das Urteil des FG Köln vom 28. April 2015 (Az. 10 K 3803/13, juris), wonach der Vorsteuerabzug auch aus Rechnungen möglich sei, die eine Anschrift ausweisen, unter der keine geschäftlichen, bzw. zumindest keine büromäßigen, Aktivitäten stattfinden.
Darauf erwiderte die Klägerin u.a., dass auf das Urteil des FG Köln (Az. 10 K 3803/13, juris) verwiesen werde, und dass an Art. 12 , Art. 2 , Art. 20 Abs. 3 GG sowie die EMRK (Art. 8 ) zu denken.
Unbeachtlich ist der Hinweis auf das Urteil des FG Köln vom 28. April 2015 (Az. 10 K 3803/13), da dieser Entscheidung die Frage zugrunde lag, welche Anforderungen an eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung im Hinblick auf die dort benannte Adresse zu stellen sind.