Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202002,%201068
Timestamp: 2019-06-26 19:20:06
Document Index: 316550937

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 15', '§ 839', '§ 19', '§ 839', '§ 15', '§ 19', '§ 839', '§ 16', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 17.01.2002 - IX ZR 434/00 - dejure.org
https://dejure.org/2002,924
BGH, 17.01.2002 - IX ZR 434/00 (https://dejure.org/2002,924)
BGH, Entscheidung vom 17.01.2002 - IX ZR 434/00 (https://dejure.org/2002,924)
BGH, Entscheidung vom 17. Januar 2002 - IX ZR 434/00 (https://dejure.org/2002,924)
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BNotO §§ 15 Abs. 2, 19 Abs. 1 Satz 1 und 3; BGB § 839 H Abs. 3
BNotO §§ 19 Abs. 1, 15 Abs. 2; BGB § 839 Abs. 3
Kosten der Neubeurkundung als Schaden bei Notarhaftung
Schadenersatz - Notarhaftung - Zusätzliche Gebühren - Fehlerhafte notarielle Urkunde - Erinnerung
Zur Frage der Nachbesserungspflicht des Notars an einer inhaltlich fehlerhaften Urkunde; keine Schadensursächlichkeit des Unterlassens einer Erinnerung, wenn feststeht, dass der Notar nicht abgeholfen hätte
Nachbesserungsrecht des Notars bei Mängeln in Urkunde
BNotO § 15 Abs. 2, § 19 Abs. 1 Satz 1 u. 3; BGB § 839 Abs. 3; KostO § 16
Kein Anspruch gegen Erstnotar auf Kostenersatz für Neubeurkundung bei fehlender Nachbesserungsmöglichkeit
Nachbesserungspflicht des Notars an einer inhaltlich fehlerhaften Urkunde; keine Schadensursächlichkeit des Unterlassens einer Erinnerung, wenn feststeht, dass der Notar nicht abgeholfen hätte
NJW 2002, 1655
MDR 2002, 545
DNotZ 2002, 539
VersR 2002, 495
WM 2002, 1068
DB 2002, 2217 (Ls.)
Daß die Klägerin den Beklagten nicht angehalten hat, den Antrag sogleich zurückzunehmen, wäre nur dann als schuldhaft anzusehen, wenn ihre geschäftsführenden Gesellschafter bei Anwendung der nach ihrem Bildungsstand und ihrer Geschäftsgewandtheit gebotenen Sorgfalt hätten erkennen können und müssen, daß die Umschreibungsreife noch nicht gegeben war (zum Verschuldensmaßstab vgl. BGH, Urteil vom 17. Januar 2002 - IX ZR 434/00, WM 2002, 1068, 1070 m.w.N.).
KG, 01.04.2003 - 1 W 260/02
Amtstätigkeit des Notars: Berichtigung einer notariellen Urkunde
Aus der von dem Beteiligten zu 1) angeführten Entscheidung des Bundesgerichtshofs (NJW 2002, 1655 im Anschluss an BGH NJW 1994, 1472) folgt nichts anderes.
Auf dieser Linie liegt, daß der Bundesgerichtshof die Erinnerung eines Beteiligten an den Notar, eine noch ausstehende Beurkundung vorzunehmen (BGH, Urteil vom 13. Mai 1997 - IX ZR 123/96 - NJW 1997, 2327, 2328), ebenso wie die Aufforderung an den Notar, eine fehlerhafte Urkunde nachzubessern (BGH, Urteil vom 17. Januar 2002 - IX ZR 434/00 - NJW 2002, 1655, 1656), als "Rechtsmittel" gewertet hat.
BGH, 27.01.2005 - III ZR 320/04
Mitbeurkundung der Baupläne erforderlich, soweit durch die Pläne Pflichten …
Die Beschwerde beanstandet auch mit Recht, daß die weitere Feststellung des Berufungsgerichts, der Beklagte hätte einer Erinnerung des Klägers zur Nachbesserung der fehlerhaften Urkunde (hierzu BGH, Urteil vom 17. Januar 2002 - IX ZR 434/00 - NJW 2002, 1655, 1656; Senatsurteil vom 8. Januar 2004 - III ZR 39/03 - NJW-RR 2004, 706, 708 = MDR 2004, 446) nicht abgeholfen, mit dem vom Beklagten im Schreiben vom 7. Oktober 1998 selbst unterbreiteten Angebot einer Nachtragsbeurkundung nicht vereinbar ist.
Als Rechtsmittel gelten auch Erinnerungen sowie mündliche Vorhaltungen (…BGH, Urt. v. 9. November 1989 - IX ZR 261/88, WM 1990, 115; v. 13. Mai 1997 - IX ZR 123/96, WM 1997, 1398, 1400; v. 17. Januar 2002 - IX ZR 434/00, WM 2002, 1068, 1070).
Der Bundesgerichtshof hat die Erinnerung eines Beteiligten an den Notar, eine noch ausstehende Beurkundung vorzunehmen (BGH NJW 1997, 2327/2328) ebenso wie die Aufforderung an den Notar, eine fehlerhafte Urkunde nachzubessern (BGH NJW 2002, 1655/1656) als "Rechtsmittel" gewertet.
Der Bundesgerichtshof hat zutreffend entschieden (NJW 2002, 1655), dass dem Notar die Gelegenheit zur kostenfreien Nachbesserung gegeben werden muss, bevor er auf Zahlung der Kosten einer Neubeurkundung in Anspruch genommen werden könne.
KG, 22.07.2005 - 9 W 60/05
Kosten des Urkundsnotars: Kostenerhebung trotz nichtiger Beurkundung bei …
Das Argument (im Beschluss vom 27.2.1970), der Notar dürfe nichts verlangen, was er als Schadensersatz wieder zurückgewähren müsste, geht ins Leere: der Auftraggeber kann die Kosten einer Neubeurkundung durch einen anderen Notar grundsätzlich nicht als Schaden geltend machen, wenn er dem Urkundsnotar keine Gelegenheit zur Nachbesserung gegeben hat (vgl. BGH NJW 2002, 1655).