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Timestamp: 2016-10-28 04:27:46
Document Index: 323071204

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 62', 'Art. 65', 'Art. 66']

Die 1955 geborene Z.________ erf�llte ab 1. April 2005 die Anspruchsvoraussetzungen zum Bezug von Arbeitslosenentsch�digung und war daher bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) f�r die Folgen von Nichtberufsunf�llen versichert (vgl. Schadenmeldung UVG f�r arbeitslose Personen vom 29. Mai 2006). Am 27. Mai 2006 stiess in einem Autobahntunnel ein von hinten herannahendes Fahrzeug in das Heck des von der Versicherten gelenkten, wegen eines Staus zum Stillstand gebrachten Personenwagens, welcher durch die Wucht des Aufpralls in das davor stehende Automobil geschoben wurde (Rapport der Polizei vom 9. Juni 2006). Der am 29. Mai 2006 aufgesuchte Dr. med. M.________, Innere Medizin FMH, hielt im Dokumentationsbogen f�r Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma sofort aufgetretene Kopf-/ Nackenschmerzen, schmerzhaft eingeschr�nkte Beweglichkeit der Hals- (HWS) und Brustwirbels�ule (BWS), Schwindel sowie Ameisenlaufen im Bereich des linken Armes, ohne klinisch feststellbare neurologische Ausf�lle oder radiologisch nachweisbare L�sionen fest. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) und kl�rte den medizinischen Sachverhalt weiter ab. Gem�ss Bericht �ber die �rztliche Abschlussuntersuchung des Dr. med. B.________, FMH Chirurgie, executive MBA Universit�t X.________, Kreisarzt SUVA-Zentralschweiz vom 26. Mai 2008 konnten zwei Jahre nach dem Unfall bei bestehenden degenerativen Ver�nderungen keine strukturellen L�sionen gesichert werden, die auf den Unfall zur�ckzuf�hren waren; trotz ad�quat ausgew�hlter Therapien hatten sich die muskul�ren Verspannungen nicht beeinflussen lassen. Mit Verf�gung vom 14. August 2008 verneinte die SUVA ab 1. September 2008 eine Leistungspflicht mangels ad�quaten Kausalzusammenhangs der geltend gemachten Beschwerden mit dem Unfall vom 27. Mai 2006, woran sie auf Einsprache hin festhielt (Einspracheentscheid vom 7. Oktober 2008).
Mit Beschwerde l�sst Z.________ u.a. einen Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 1. Dezember 2009 betreffend Invalidenversicherung auflegen und beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids seien ihr die gesetzlichen Leistungen nach UVG f�r den Unfall vom 27. Mai 2006 zu gew�hren; die Sache sei mit der Auflage zur�ckzuweisen, das vom kantonalen Gericht im IV-rechtlichen Beschwerdeverfahren angeordnete polydisziplin�re Gutachten nach dessen Erstellung bei der Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs zu ber�cksichtigen; es sei das Vorliegen des ad�quaten Kausalzusammenhangs zu best�tigen und die Sache an die SUVA zur Festlegung der Rente und der Integrit�tsentsch�digung zur�ckzuweisen.
1.1 Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 132 II 257 E. 2.5 S. 262; 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Das Bundesgericht pr�ft grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu pr�fen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen wurden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
Es ist unbestritten, dass die Beschwerdef�hrerin im Zeitpunkt bei Erlass des Einspracheentscheids vom 7. Oktober 2008 an die Arbeitsf�higkeit beeintr�chtigenden, medizinisch nicht objektivierbaren, klinisch aber fassbaren, nat�rlich unfallkausalen Beschwerden nach HWS-Schleudertrauma litt, weshalb zus�tzlich die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs nach den Regeln von BGE 134 V 109 E. 10 S. 126 ff. zu beurteilen ist, welchen das kantonale Gericht verneint hat, die Beschwerdef�hrerin hiegegen bejaht.
3.1 Die Vorinstanz hat in Einklang mit der zutreffend zitierten Kausuistik einl�sslich dargelegt, dass der Heck- und der anschliessende Frontalaufprall vom 27. Mai 2006 als mittelschweres, im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen liegendes Ereignis zu bezeichnen ist. Was die Beschwerdef�hrerin vorbringt, dringt nicht durch. Aus biomechanischer Sicht ist zur Beurteilung der auf die HWS einwirkenden Kr�fte nicht die Geschwindigkeit des auffahrenden Fahrzeugs massgebend, sondern die durch den Aufprall hervorgerufene Geschwindigkeits�nderung (delta-v) des angestossenen Fahrzeugs, die gem�ss unbestrittenen Ausk�nften der Arbeitsgruppe f�r Unfallmechanik, Z�rich vom 14. Dezember 2006 hier inner- oder oberhalb das Bereichs von 10 bis 15 km/h lag; die sekund�re Frontalkollision war von untergeordneter Bedeutung. Mit Urteil 8C_633/2007 vom 7. Mai 2008 hatte das Bundesgericht in Bezug auf den Geschehensablauf, wie weiter vorgebracht wird, zwar einen vergleichbaren Sachverhalt beurteilt, die sich entwickelten Kr�fte auf die K�rper der Insassen waren in jenem Fall aber ungleich wuchtiger, wie aus der E. 6.2.2 ohne weiteres ersichtlich ist. Wie sich aus dem Folgenden ergibt, k�nnte die Ad�quanz auch bei Qualifizierung des Unfalls als mittelschweres Ereignis im mittleren Bereich nicht bejaht werden.
3.2 Zu den weiter zu pr�fenden unfallbezogenen Ad�quanzkriterien macht die Beschwerdef�hrerin zun�chst insgesamt geltend, das kantonale Gericht habe den medizinischen Sachverhalt unvollst�ndig abgekl�rt. Es wird im Einzelnen auf die nachstehenden Erw�gungen verwiesen.
3.2.1 Bez�glich des Vorbringens der Beschwerdef�hrerin, gem�ss Rechtsprechung des Bundesgerichts sei bei Auffahrkollisionen in einem Autobahntunnel stets auf besonders dramatische Begleitumst�nde oder besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls zu schliessen, kann auf den nicht zu beanstandenden angefochtenen Entscheid verwiesen werden.
3.2.2 Das Vorliegen einer besonders schweren oder besonders gearteten Verletzung hat das kantonale Gericht ebenfalls zu Recht verneint. Die f�r die Erf�llung dieses Kriteriums erforderlichen qualifizierenden Merkmale sind nicht gegeben. Entgegen der Beschwerdef�hrerin kann diesbez�glich aus dem Urteil 8C_824/2008 vom 30. Januar 2009 nichts zu ihren Gunsten abgeleitet werden. Wohl wurden nach dessen E. 4.2.1.3 die degenerativen Ver�nderungen an der HWS gest�tzt auf die biomechanische Beurteilung als relevante, die gesundheitlichen Folgen der Kollisionseinwirkung zus�tzlich tangierende Umst�nde im Sinne einer vom "Normalfall" abweichenden Besonderheit gewertet, weshalb besondere Umst�nde im Sinne der Rechtsprechung anzunehmen waren. Hier fehlt es allerdings an einer medizinisch feststellbaren, erheblichen Vorsch�digung der Wirbels�ule (vgl. Urteil 8C_413/2008 vom 5. Januar 2009 E. 6.3.2 mit Hinweisen [publ. in: SVR 2009 UV Nr. 30 S. 105]). Der weitere Einwand, es habe eine Mehrfachkollision stattgefunden, beschl�gt das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder besonderen Eindr�cklichkeit, welches nicht erf�llt ist (vgl. E. 3.2.1 hievor).
3.2.3 Wie die Vorinstanz weiter richtig festgehalten hat, gelten haus�rztliche Verlaufskontrollen und medizinische Abkl�rungen nicht als fortgesetzt spezifische, belastende �rztliche Behandlungen. Die notwendigen medizinischen Massnahmen ersch�pften sich im Wesentlichen in regelm�ssig durchgef�hrter Physiotherapie, der Einnahme von Medikamenten sowie einem einmaligen station�ren Rehabilitationsaufenthalt in der Rehaklinik Bellikon vom 19. September bis 7. November 2006 (Austrittsbericht vom 13. November 2006), welche zudem nicht allein der Behandlung der Unfallfolgen dienten. Unter diesen Umst�nden ist nicht ersichtlich, inwiefern der vorliegende Sachverhalt mit demjenigen, der dem Urteil 8C_674/2008 vom 30. April 2009 zugrunde lag (vgl. E. 6.2), vergleichbar sein soll. Ebensowenig ist nachvollziehbar, dass sich aus der beantragten polydisziplin�ren Begutachtung eine besondere Auspr�gung des vorinstanzlich als erf�llt betrachteten Kriteriums der erheblichen Beschwerden ergeben k�nnte. Weiter ist zum einen zu wiederholen, dass nach der Rechtsprechung die Verabreichung eines Halskragens nach einer HWS-Distorsion ohne strukturell fassbare Verletzungen keine Fehlbehandlung im Sinne des einschl�gigen Ad�quanzkriteriums darstellt (Urteil 8C_1020/2008 vom 8. April 2009 E. 5.6 [publ. in SVR 2009 UV Nr. 41 S. 142]) und zum anderen ein schwieriger Heilverlauf oder erhebliche Komplikationen mit den Folgen des Unfalles vom 22. Dezember 2002, welcher eine g�nzlich andere K�rperregion betraf (Malleolarfraktur am linken Fuss), nicht begr�ndbar ist. Schliesslich ist die Beschwerdef�hrerin darauf hinzuweisen, dass sie wegen der gesundheitlichen Folgen des Verkehrsunfalles vom 27. Mai 2006 in der Arbeitsf�higkeit erheblich eingeschr�nkt sein mag, sie jedoch ausweislich der Akten keine erkennbaren Anstrengungen unternahm, erwerbst�tig zu sein.
3.2.4 Wie schon die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, liegen erhebliche Beschwerden als einziges der massgebenden unfallbezogenen Ad�quanzkriterien vor, weshalb sie den Kausalzusammenhang der geltend gemachten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen mit dem Unfall vom 27. Mai 2006 sowohl bei Annahme eines mittelschweren Ereignisses im Grenzbereich zu den leichten wie auch im mittleren Bereich zu Recht verneint hat.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 62 Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG). Die Gerichtskosten sind der unterliegenden Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).