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Timestamp: 2018-07-16 14:54:17
Document Index: 365450389

Matched Legal Cases: ['Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 132', 'BGE']

U 176/04 09.05.2005
U 176/04
L.________, geboren 1944, arbeitete als Lastwagenchauffeur bei der B.________ AG, als er am 28. Mai 1998 beim Laden eines Camions ausglitt, aus zwei Metern Höhe auf den Boden stürzte und sich dabei die rechte Schulter verletzte. Nach einer ersten Operation (Reinsertion kraniale Subscapularissehne, Bicepstenodese) am 23. September 1998 konnte er seine Erwerbstätigkeit am 15. März 1999 wieder aufnehmen und ab 14. Juni 1999 wieder als Lastwagenchauffeur arbeiten. Am 8. Dezember 1999 wurde er ein zweites Mal operiert (Schulterarthroskopie, ventrale und dorsale Kapsulotomie, subacrominales Debridement, Mobilisation in Narkose). Verschiedene Arbeitsversuche scheiterten in der Folge, da L.________ keine schweren Lasten mehr heben konnte. Die Arbeitgeberin konnte keine Ersatztätigkeit anbieten und kündigte deshalb das Arbeitsverhältnis per Ende November 2000. Auf Mitte Mai 2001 fand L.________ eine neue Stelle bei der Bäckerei-Konditorei R.________, wo er jeweils morgens Backwaren ausfährt.
Nachdem die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) für die Heilungskosten aufgekommen war und Taggelder entrichtet hatte, sprach sie L.________ am 31. Dezember 2001 mit Wirkung ab 1. November 2001 eine Invalidenrente bei einer Erwerbsunfähigkeit von 34 % sowie eine Integritätsentschädigung von 13 % zu. Mit Einspracheentscheid vom 18. September 2002 bestätigte sie diese Verfügung bezüglich der Invalididenrente, erhöhte jedoch die Integritätsentschädigung auf 15 %. Sie ging gestützt auf die kreisärztlichen Untersuchungen vom 30. Mai 2000 durch Dr. med. G.________ und vom 22. November 2000, vom 28. Februar 2001 und vom 31. Juli 2001 durch Dr. med. K.________ sowie die spezialärztliche Untersuchung durch Dr. med. V.________, Chirurgie FMH, vom 9. Juli 2002 (Bericht vom 12. Juli 2002) davon aus, dass der Versicherte mit gewissen Einschränkungen einer ganztätigen Arbeit beziehungsweise der inzwischen bei der Bäckerei angenommenen Tätigkeit auch mit einem 100 %-Pensum nachgehen könnte.
Die gegen die Rentenfestsetzung erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 15. April 2004 ab.
L.________ lässt Verwaltungsgerichtsbeschwerde führen mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheides sowie des Einspracheentscheides vom 18. September 2002 und Rückweisung an die SUVA zur Neubeurteilung.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze über die (Nicht-) Anwendbarkeit des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, die Voraussetzungen des Anspruchs auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung (Art. 18 Abs. 1 UVG), den Begriff der Invalidität (Art. 18 Abs. 2 Satz 1 UVG), die Bemessung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG; vgl. auch BGE 104 V 136 Erw. 2a und b) sowie zum Beweiswert von ärztlichen Berichten (BGE 125 V 352 ff. Erw. 3) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.2 Die Vorinstanz hat hinsichtlich des Beweiswertes von Arztberichten zutreffend ausgeführt, dass die Herkunft des Beweismittels nicht ausschlaggebend ist. Entscheidend ist vielmehr, ob ein Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sowie nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis). Insbesondere kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 122 V 161 f. Erw. 1c).
Zu prüfen bleibt die erwerbliche Seite. Nachdem der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise ausschöpft, sondern lediglich ein Teilpensum versieht, ist bezüglich des Invalideneinkommens mit der Vorinstanz auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Lohnstrukturerhebung abzustellen (BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1, 126 V 76 Erw. 3b/bb). Der vom kantonalen Gericht vorgenommene 20%ige Abzug vom Tabellenlohn ist im Rahmen der Angemessenheitskontrolle und mit Blick auf vergleichbare Fälle nicht zu beanstanden (Art. 132 lit. a OG; BGE 126 V 81 Erw. 5 und 6 mit Hinweisen, 129 V 481 Erw. 4.2.3). Auch im Übrigen hat die Vorinstanz den Invaliditätsgrad korrekt ermittelt.