Source: https://gesetze-in-app.de/FamFG/78
Timestamp: 2019-03-19 08:27:08
Document Index: 224157119

Matched Legal Cases: ['§ 78', '§ 78', '§ 79', 'BGH', '§78', 'BGH', 'BGH', '§ 78', 'BGH', '§ 78', 'BGH', '§ 78', 'Art. 19', 'Art. 3', '§ 78', '§ 80']

§ 78 FamFG: Beiordnung eines Rechtsanwalts
§ 78 FamFG
§ 79 FamFG
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2012, Az. XII ZB 218/11 -7- 14	aa) Der Senat hat sich in seinem Beschluss vom 23. Juni 2010 zur Beiordnung eines Rechtsanwalts in einem Umgangsrechtsverfahren bereits grundlegend zu §78 Abs. 2 FamFG geäußert (Senatsbeschluss BGHZ 186, 70 = FamRZ 2010, 1427).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2010, Az. XII ZB 232/09 Jeder der genannten Umstände, die Schwierigkeit der Sachlage oder die Schwierigkeit der Rechtslage, kann also für sich allein die Beiordnung eines Rechtsanwalts im Rahmen der bewilligten Verfahrenskostenhilfe erforderlich machen (OLG Düsseldorf FamRZ 2010, 580, 581; Schürmann FamRB 2009, 58, 60; Thomas/Putzo/Reichold ZPO 30. Aufl. § 78 FamFG Rdn. 3).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2010, Az. XII ZB 232/09 25	Ob die Beiordnung im Sinne von § 78 Abs. 2 FamFG erforderlich erscheint, hängt also davon ab, ob ein Bemittelter in der Lage des Unbemittelten vernünftigerweise einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt hätte (BVerfG NJW 1997, 2103, 2104; NJW-RR 2007, 1713, 1714 und Beschluss vom 6. Mai 2009 - 1 BvR 439/08 - veröffentlicht bei juris Tz. 17).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2013, Az. rden zu 1/3 Die Auslegung der Vorschrift in § 78 Abs. 2 FamFG hat sich daran zu orientieren, dass die Rechtsschutzgarantie in Art. 19 Abs.4 GG unter Berücksichtigung des allgemeinen Gleichheitssatzes (Art. 3 Abs. 1 GG) und des Sozialstaatsprinzips verlangt, dass die Situation von Bemittelten und von Unbemittelten bei der Verwirklichung des Rechtsschutzes weitgehend angeglichen werden muss (BVerfG, NJW 1997, 2103, 2104; NJW-RR 2007, 1713, 1714).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 4.10.2011, Az. 14 W 1974/11 Eine Orientierungshilfe hierfür bietet § 78 Abs. 2 FamFG, wonach den Beteiligten auf Antrag ein Rechtsanwalt beizuordnen ist, wenn wegen der Schwierigkeit der Sachund Rechtslage die Vertretung durch einen solchen erforderlich erscheint (Zöller/Geimer, ZPO, 28. Aufl. § 80 FamFG Rn. 4).