Source: https://www.bilendo.de/dsgvo
Timestamp: 2020-04-05 08:46:30
Document Index: 328266493

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 12', 'Art. 5', 'Art. 32', 'Art. 25', 'Art. 28']

IT-Sicherheit & Datenschutz - Bilendo.de
Datenschutz-Grundverordnung bei Bilendo
Die Datenschutz-Grundverordnung, kurz DS-GVO, ist eine neue EU-Grundverordnung, die im Jahr 2016 vom europäischen Parlament verabschiedet wurde. Die Implementierung hat eine Übergangsfrist von zwei Jahren und tritt in Deutschland am 25. Mai 2018 in Kraft. Hiermit wird die aus dem Jahr 1995 stammende EU-Datenschutzrichtlinie ersetzt. Ziel der DS-GVO ist der verbesserte Schutz von personenbezogenen Daten aller Bürger/innen in der Europäischen Union. Damit geht einher, dass Unternehmen und öffentliche Stellen an deutlich strengere Regelungen gebunden sind, wenn diese personenbezogene Daten erfassen und verarbeiten. Mit der DS-GVO wurde die ursprüngliche EU-Datenschutzrichtlinie hinsichtlich Datensicherheit und -schutz weiterentwickelt und verbessert. Mit der Grundverordnung sollen zum einen die Sanktionen gegenüber Unternehmen bei einer Rechtsverletzung erhöht und zum anderen die Rechte von betroffenen Personen weiter gestärkt werden.
Einer der wichtigsten Punkte in der DS-GVO ist die Verarbeitung und Speicherung von personenbezogenen Daten von Unternehmen und öffentlichen Stellen. Unter personenbezogenen Daten versteht man im weitesten Sinne alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare Person beziehen.
Eine identifizierbare Person ist gemäß Art. 4 Abs. 1 DSGVO “eine natürliche Person, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen identifiziert werden kann, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind”.
Zum Zeitpunkt der Erhebung müssen die oben genannten Informationen verständlich, transparent, präzise und klar für die betroffenen Personen bereitgestellt werden. Gemäß Art. 12 DSGVO sollte dies in schriftlicher oder elektronischer Form geschehen.
Bilendo stellt in diesem Rahmen eine ausführliche Datenschutzerklärung bereit und kommt damit der Informationspflicht nach. Die oben genannten Punkte können ausführlich in der Datenschutzerklärung nachgelesen werden. Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung unter [email protected]
Neben den strengeren Vorgaben bei der rechtskonformen Einwilligung wurde mit der Einführung der DS-GVO insbesondere die Betroffenenrechte gestärkt. Hierunter fällt das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Einschränkung der Verarbeitung, Löschung, Unterrichtung, Datenübertragbarkeit, Widerspruch, Widerruf der datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärung sowie auf das Recht der Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde. Nachfolgend wird auf die wichtigsten Punkte eingegangen
Die IT-Sicherheit hat in der DS-GVO im Vergleich zum BDSG erheblich an Bedeutung gewonnen. Entsprechend gibt es eine Vielzahl an neuen Regelungen, die den Schutz der Daten durch IT-Sicherheit vorschreiben. Es muss gewährleistet werden, dass sowohl zum Zeitpunkt der Planung als auch bei der Durchführung der Verarbeitung von personenbezogenen Daten geeignete technische und organisatorische Maßnahmen getroffen wurden.
Die Grundlage der technischen und organisatorischen Maßnahmen findet sich in Art. 5 Abs. 1 lit. f DSGVO wieder und wird in Art. 32 DSGVO konkretisiert. Zusätzlich werden in Art. 25 DSGVO die Prinzipien für den Datenschutz durch die Technikgestaltung und durch die datenschutzfreundliche Voreinstellungen festgelegt. Dies bedeutet, dass einerseits der Datenschutz durch Technik (“Data Protection by Design”) gewährleistet und andererseits sämtliche Voreinstellungen als datenschutzfreundlicher Standard (“Data Protection by Default”) vorkonfiguriert sein muss
Mit der DS-GVO wird auch der Auftragsverarbeiter mit in die Verantwortung genommen hinsichtlich der datenschutzkonformen Verarbeitung, Speicherung und Erhebung von personenbezogenen Daten. Bis zum Inkrafttreten der neuen Datenschutz-Grundverordnung lag die rechtlichen Verpflichtung ausschließlich beim Auftraggeber. Um den neuen Bestimmungen gerecht zu werden, muss zukünftig zwischen Auftraggeber und Auftragsverarbeiter ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO abgeschlossen werden. Dieser Vertrag ist die Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung.
Folgende Punkte müssen im Vertrag vereinbart sein: