Source: https://bdia.de/hoai/
Timestamp: 2019-11-17 15:31:04
Document Index: 31178835

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

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bdia.nrw_Aktuell: HOAI – Urteil des EuGH zu Mindest- und Höchstsätzen
Gestern erreichte uns folgende Meldung von Dipl.-Ing. Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen,
„Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat heute, am 4.7.2019, entschieden: Die Verbindlichkeit der Mindest- und Höchstsätze in der HOAI verstößt nach Auffassung des Gerichts gegen EU-Recht. Mit diesem Ergebnis mussten wir leider rechnen. Aber bestätigt hat sich auch: Der EuGH hat weder die deutsche Honorarordnung für Architekten und Ingenieure als solche noch die Höhe der Honorarsätze beanstandet, sondern lediglich das gesetzliche Verbot, diese zu unter- bzw. zu überschreiten.
Jetzt müssen wir mit der Entscheidung umgehen; konstruktiv und zukunftsgerichtet! Urteilsschelte führt zu nichts. Die wichtigsten Fragen und Antworten insbesondere zu den Auswirkungen der EuGH-Entscheidung auf Ihre Vertragsgestaltung haben wir in einem FAQ-Katalog zusammengestellt. Er ist dieser Mail als pdf beigefügt, und Sie können ihn jederzeit auf unserer Internetseite unter www.aknw.de abrufen. Unsere Orientierungshilfen zum Abschluss von Verträgen, mit denen die Regelungen der HOAI 2013 weiterhin wirksam vereinbart werden können, halten wir dort ebenfalls in aktualisierter Form für Sie bereit.
Unsere Akademie hat Seminare für Sie vorbereitet, in denen Sie sich intensiver mit dem Themenfeld „Vertragsverhandlungen und Preiskalkulation“ auseinandersetzen können. Zwei Seminare finden bereits kurzfristig am 09.07.19 in Düsseldorf statt. Bitte informieren Sie sich über die laufend aktualisierten Termine unter https://www.akademie-aknw.de/.
Ihre Architektenkammer Nordrhein-Westfalen wird Sie kontinuierlich über die Website www.aknw.desowie über das Deutsche Architektenblatt und unsere sozialen Medien über die weiteren Folgen und Entwicklungen informieren, die sich aus dem heutigen Urteilsspruch des EuGH ergeben. Falls Sie Fragen haben, können Sie sich gerne an unsere Rechtsberatung unter Tel. 0211 – 49 67 0 bzw. recht@aknw.dewenden.
Die Leistungen der Architektinnen und Architekten, der Innenarchitektinnen und Innenarchitekten, der Landschaftsarchitektinnen und Landschaftsarchitekten sowie der Stadtplanerinnen und Stadtplaner in Deutschland sind gegenwärtig stark nachgefragt. Das ist eine gute Ausgangsbasis, um auch unter veränderten Rahmenbedingungen weiterhin ein faires Miteinander von Auftraggebern und Architektenschaft in Deutschland zu gestalten.“
Statement von Vera Schmitz, Präsidentin des bdia bund deutscher innenarchitekten: