Source: https://www.kyritz.de/seite/356665/Pl%C3%A4ne%20in%20der%20Offenlage.html
Timestamp: 2019-01-24 09:10:34
Document Index: 155982426

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 3', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 2', '§ 3', '§ 44', '§ 44', '§ 44', '§ 13', '§ 13']

Kyritz - Pläne in der Offenlage 6. Änderung und Ergänzung Wohngebiet Alt und Jung
Pläne in der Offenlage 6. Änderung und Ergänzung Wohngebiet Alt und Jung
Ent­wurf der 6. Änderung und Ergänzung
des Bebauungsplans Nr. 001 Wohngebiet „Alt und Jung“
Öf­fent­lich­keits­be­tei­li­gung ge­mäß § 3 Abs. 2 Bau­ge­setz­buch (BauGB)
Die Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung hat in ih­rer öffentlichen Sit­zung am 28.11.2018 den Ent­wurfs- und Aus­legungs­be­schluss zur 6. Änderung und Ergänzung des Be­bau­ungs­plans Nr. 001 Wohngebiet „Alt und Jung“, bestehend aus der Planzeichnung (Teil A) und den textlichen Festsetzungen (Teil B), der Begründung nebst Anlagen (Teil C) gebilligt und die formelle Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 2 BauGB sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 2 BauGB beschlossen.
Der Ent­wurf wird mit der Be­grün­dung ein­schließ­lich dem „Artenschutzfachbeitrag“ und der „Prüfung der Belange von Natur und Landschaft“ und den nach Ein­schät­zung der Stadt Ky­ritz we­sent­li­chen, be­reits vor­lie­gen­den um­welt­be­zo­ge­nen In­for­ma­ti­o­nen ge­mäß § 3 Abs. 2 Bau­ge­setz­buch (BauGB) öf­fent­lich aus­ge­legt.
Der Geltungsbereich der 6. Änderung und Ergänzung mit einer Größe von ca. 3 ha ist in der nachfolgenden Abbildung ersichtlich.
Abb.: Geltungsbereich, ohne Maßstab
Abb.: Lage des Plangebietes, ohne Maßstab
Das Verfahren wird nach § 13b BauGB durchgeführt. Gemäß § 13a Abs. 2 Nr. 1 i.V. mit § 13 Abs. 3 BauGB wird von einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB abgesehen.
Ziel der Änderung und Ergänzung ist die Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Bebauung mit Einfamilienhäusern.
Der Entwurf der 6. Änderung und Ergänzung des Bebauungsplans Nr. 001 Wohngebiet „Alt und Jung“ bestehend aus der Planzeichnung mit den textlichen Festsetzungen, der Begründung mit Erläuterungen liegt gem. § 3 Abs. 2 BauGB im Zeitraum
vom Montag, den 07.01.2019 bis zum Freitag, den 08.02.2019
im Rathaus der Stadt Kyritz, Marktplatz 1, 16866 Kyritz, im Sekretariat des Amtes für Stadtentwicklung und Bauen, Zimmer 306, in der Zeit von:
Montags von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Dienstags von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Mittwochs von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Donnerstags von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr
zu jedermanns Einsicht öffentlich aus. Einsichtnahmen sind nach vorangegangener Terminabsprache auch außerhalb dieser Zeiten möglich.
Der Inhalt dieser öffentlichen Bekanntmachung sowie die o.g. Beteiligungsunterlagen sind ergänzend für die Dauer der öffentlichen Auslegung auch auf der
Internetseite der Stadt Kyritz unter https://www.kyritz.de/seite/820/stadtplanung.html
(Pläne in der Offenlage) sowie im Landesportal http://bauleitplanung.brandenburg.de
Maßgeblich ist dabei das ausgelegte Planexemplar.
Während der Auslegungsfrist können von jedermann Anregungen, Hinweise und Stellungnahmen schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift abgegeben werden.
Nicht frist­ge­recht ab­ge­ge­be­ne Stel­lung­nah­men kön­nen bei der Be­schluss­fas­sung über den Be­bau­ungs­plan un­be­rück­sich­tigt blei­ben, so­fern die Stadt de­ren In­halt nicht kann­te und nicht hät­te ken­nen müs­sen und de­ren In­halt für die Recht­mä­ßig­keit des Be­bau­ungs­pla­nes nicht von Be­deu­tung ist.
Mit dem Entwurf des Bebauungsplanes mit Stand: 10/2018 liegen folgende Arten umweltbezogener Informationen vor und mit ihm aus:
• Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag (AFB) des Ingenieurbüros Ellmann/Schulze GbR, Sieversdorf
• Prüfung der Belange von Natur und Landschaft des Ingenieurbüros Ellmann/Schulze GbR, Sieversdorf
mit Aussagen zu
Schutzgüter Mensch/Landschaftsbild
Eine Wohnnutzung ist im Umfeld bereits vorhanden. Die durch den B-Plan erweiterte Fläche ist als aufgelassene, ruderale Grünfläche zu kartieren.
Die verschiedenen Festsetzungen des B-Planes regeln u.a. eindeutig die Nutzungsbereiche der geplanten Wohnbebauung
Pflanzungen siehe Boden und Biotope
keine Beeinträchtigungen durch Immissionen
Es sind keine geschützten Pflanzenarten betroffen.
Gehölzfällungen erfolgen in geringem Umfang an der Zufahrt zum Gebiet, diese sind gemäß HVE Brandenburg zu kompensieren. Es sind 54 Bäume als Ersatzpflanzung im Baugebiet erforderlich, um den Baumverlust von 16 kompensationspflichtigen Bäumen zu kompensieren.
Pflanzung von 26 Alleebäumen oder Solitären außerhalb des B-Plangebietes
Eine Beseitigung von geschützten Biotoptypen erfolgt nicht.
Ansonsten keine erheblichen Eingriffe in die Biotop- und Nutzungsstruktur des Plangebietes
Auf der Basis mehrerer Begehungen des Geländes wurde
ein Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag erarbeitet.
Folgende Schlussfolgerungen sind daraus zu ziehen:
meist kommunes Arteninventar im Bereich der der randlichen Bebauung und in den Gärten
Bei den Baumfällungen ist der Schutz der jeweiligen (auch potentiellen) Fortpflanzungsstätte nach § 44 (1) BNatSchG wichtig. Demzufolge dürfen diese Bäume nur außerhalb der Brutzeit gefällt werden.
Unter diesen Voraussetzungen wird davon ausgegangen, dass durch die vorliegende Planung kein Verbotstatbestand nach § 44 des BNatSchG ausgelöst wird.
Durch die umgebenden Siedlungsflächen und z.T. bestehenden Habitatpräferenzen für Gebäudeflächen, können Fledermausarten auch im Randbereich der B-Planflächen eine Fortpflanzungs- und Lebensstätte besitzen.
Artenschutzrechtliche Verbotstatbestände nach § 44 Abs. 1 BNatSchG sind damit nicht verbunden.
Bodenversiegelungen sind im vorliegenden Falle nicht zu kompensieren (§ 13 b BauGB), zur Sicherung der Bodenfunktionen erfolgen Pflanzungen einer freiwachsenden Hecke mit Arten der PNV entlang von Grundstücksgrenzen
keine Böden mit besonderem Schutzstatus betroffen
keine Kontamination, Altlasten o.ä. bekannt
keine Beeinträchtigung von Oberflächengewässern
Die geplante Überbauung der Flächen des B-Plans hat keinen Einfluss auf das vorhandene Wasserregime. Das auf die versiegelten Flächen auftretende Niederschlagswasser wird gesammelt und angrenzend versickert
keine erheblichen Auswirkungen
nicht von der Planung betroffen
• Stellungnahme der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Ostprignitz-Ruppin zu folgenden Sachbereichen:
Umweltprüfung und Eingriffsregelung (siehe oben)
naturschutzrechtliche Eingriffsregelung (siehe § 13b BauGB)
Fertigung einer Baumliste, Baumfällung, Kompensation nach Baumschutzverordnung OPR
Besonderer Artenschutz (siehe oben)
Kyritz, 05.12.2018
Anlage 1 - Auswertung frühzeitige Beteiligung
Anlage 2 - städtebauliches Konzept
Anlage 3 - Planzeichnung mit textlichen Festsetzungen
Anlage 5 - artenschutzrechtlicher Fachbetrag
Anlage 6 - Belange Natur Landschaft