Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20III%201967,%20596
Timestamp: 2020-02-21 21:13:21
Document Index: 305038099

Matched Legal Cases: ['§ 10', 'Art. 3', '§ 26', '§ 26', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 77', '§ 121', '§ 118']

Rechtsprechung: BStBl III 1967, 596 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BFH, 19.05.1967
BFH, 22.03.1967 - VI R 300/66
https://dejure.org/1967,211
BFH, 22.03.1967 - VI R 300/66 (https://dejure.org/1967,211)
BFH, Entscheidung vom 22.03.1967 - VI R 300/66 (https://dejure.org/1967,211)
BFH, Entscheidung vom 22. März 1967 - VI R 300/66 (https://dejure.org/1967,211)
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Abzugsfähigkeit als außergewöhnliche Belastung von Aufwendungen für das eigene Studium, die von dem anderen Ehegatten getragen werden
BFHE 69, 69
BFHE 89, 69
NJW 1968, 78
DB 1967, 1441
BStBl II 1967, 596
BStBl III 1967, 596
Nur "außerhalb der Einkünfteermittlung sind zusammen zu veranlagende Eheleute ... als ein Steuerpflichtiger zu behandeln" (BFH in BFHE 139, 69, 71, BStBl II 1983, 674; z.B. beim Abzug von Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen, BFH-Urteil vom 22. März 1967 VI R 300/66, BFHE 89, 69, BStBl III 1967, 596; ferner BTDrucks 7/1470, S. 299).
Nach der Rechtsprechung des BFH (Urteile vom 24. Januar 1958 VI 9/56 S, BFHE 66, 197, BStBl III 1958, 77, und vom 22. März 1967 VI R 300/66, BFHE 89, 69, BStBl III 1967, 596) werden Ehegatten beim Abzug von Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen als Einheit behandelt.
Spenden nur bei endgültiger wirtschaftlicher Belastung des Spenders
Diese "Einheit der Ehegatten beim Sonderausgabenabzug" (Söhn in Kirchhof/Söhn, Kommentar zum Einkommensteuergesetz, § 10 Anm. B 122) bedeutet nicht nur, daß es insoweit gleichgültig ist, wer von beiden Ehegatten den abziehbaren Aufwand schuldet und/oder tatsächlich geleistet hat (vgl. BFH-Urteil vom 22. März 1967 VI R 300/66, BFHE 89, 69, BStBl III 1967, 596;… Söhn, a. a. O.), sondern auch, daß die Frage der wirtschaftlichen Belastung einheitlich zu beurteilen und insoweit zu verneinen ist, als der Wertabgabe bei einem Ehegatten ein entsprechender Zufluß bei dem anderen Ehegatten gegenübersteht.
Die hier zu beurteilende Fallgestaltung unterscheidet sich von anderen Maßnahmen der Denkmalförderung so grundlegend, daß schon aus diesem Grund eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes des Art. 3 Abs. 1 GG nicht in Betracht kommt (BFH-Urteil vom 24. Januar 1958 VI 9/56 S, BFHE 66, 197, BStBl III 1958, 77; BFH in BFHE 89, 69, BStBl III 1967, 596).
BFH, 03.06.1987 - III R 49/86
Vorlage an den Großen Senat: Unterhaltsleistungen eines Gastarbeiters an die im …
d) Auch aus der Erwägung, daß nicht dauernd getrennt lebende, beiderseits unbeschränkt einkommensteuerpflichtige Ehegatten beim Abzug von außergewöhnlichen Belastungen als Einheit behandelt werden (BFHE 128, 236, 240, BStBl II 1979, 660, mit Hinweis auf die BFH-Urteile vom 24. Januar 1958 VI 9/56 S, BFHE 66, 197, BStBl III 1958, 77; vom 22. März 1967 VI R 300/66, BFHE 89, 69, BStBl III 1967, 596; vom 18. April 1972 VIII R 12/66, BFHE 106, 187, BStBl II 1972, 757), lassen sich entgegen der Auffassung des VI. Senats für die Entscheidung der Vorlagefrage keine entscheidenden Gesichtspunkte gewinnen.
Lediglich für beiderseits unbeschränkt steuerpflichtige Ehegatten hat jedoch der BFH entschieden, daß außergewöhnliche Belastungen steuerlich auch beim zweiten Ehegatten nicht berücksichtigt werden könnten, wenn deren Abzug beim ersten Ehegatten - z. B. wegen fehlender Zwangsläufigkeit - nicht in Betracht kommt (BFHE 89, 69, 71, BStBl III 1967, 596, unter Hinweis auf das Urteil in BFHE 66, 197, BStBl III 1958, 77).
Die Tatsache, daß der VI. Senat z. B. in BFHE 89, 69, BStBl III 1967, 596 den Abzug von Studienkosten für den anderen Ehegatten als außergewöhnliche Belastung nicht von vornherein versagt hat, spricht im übrigen eher gegen als für die vom VI. Senat in BFHE 128, 236, BStBl II 1979, 660 vertretene Rechtsauffassung.
Das FA macht im wesentlichen geltend: Ausnahmen von dem Grundsatz, daß Kosten für die eigene Berufsausbildung nicht zwangsläufig seien, habe die Rechtsprechung dann für denkbar gehalten, wenn die Entschließungsfreiheit eines Steuerpflichtigen zur Berufsausbildung tatsächlich nicht bestehe, etwa weil er wegen unfall- oder krankheitsbedingter Behinderung einen erlernten Beruf nicht mehr ausüben könne und so zu einer Umschulung gezwungen sei (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 22. März 1967 VI R 300/66, BFHE 89, 69, BStBl III 1967, 596).
Außerdem ist der Kläger auch nicht etwa wie ein durch Krankheit oder einen Unfall berufsunfähig gewordener Steuerpflichtiger (vgl. dazu BFH-Urteile in BFHE 89, 69, BStBl III 1967, 596, und vom 21. Juli 1982 I R 173/78, nicht veröffentlicht) aus in seiner Person liegenden Gründen an der beruflichen Verwendung seiner in der Erstausbildung erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten gehindert.
Nur bei Ehegatten kommt es nicht darauf an, wer von ihnen zur Beitragsleistung verpflichtet und mit dieser wirtschaftlich belastet ist (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 22. März 1967 VI R 300/66, BFHE 89, 69, BStBl III 1967, 596).
Das Erfordernis der eigenen wirtschaftlichen Belastung des Steuerschuldners wird bestätigt durch die Sonderregelungen für die Ehegattenbesteuerung (§ 26a Abs. 2 Sätze 1 und 2 sowie § 26b EStG): Diese rechtfertigen es, die Abzugsberechtigung beim Sonderausgabenabzug von Ehegatten ausnahmsweise anders zu beurteilen (vgl. BFH in BFHE 89, 69, BStBl III 1967, 596), verdeutlichen zugleich aber auch, daß es nur bei Ehegatten nicht darauf ankommt, wer von ihnen jeweils die Vorsorgeaufwendungen geschuldet und bestritten hat.
Schon in seinem Urteil vom 22.3.1967 VI R 300/66, BStBl III 1967, 596-597- hat der BFH daher die Übernahme der Studienkosten durch den Ehegatten weder als abzugsfähig nach § 33 EStG noch nach § 33 a EStG für möglich gehalten.
Im übrigen ist die Verwendung der Darlehensmittel für den Lebensunterhalt nicht als Werbungskosten, sondern als Kosten der Lebensführung anzusehen (vgl. BFH-Beschluss VI R 11/97 vom 8.9.1997 n.v.) sowie wegen fehlender Zwangsläufigkeit keine außergewöhnliche Belastungen (vgl. BFH-Urteile vom 18.4.1990 III R 126/86, BStBl II 1990, 738 m.w.N.; vom 20.9.1957 VI 7/56 U BStBl III, 1957, 424; vom 6.3.1964 VI 133/63 U BStBl III 1964, 330; vom 22.3.1967 a.a.O.; …sowie Beschluss vom 21.4.1987 III B 165/86, BFH/NV 1987, 501).
Das FA macht im wesentlichen geltend: Ausnahmen von dem Grundsatz, daß Kosten für die eigene Berufsausbildung nicht zwangsläufig seien, habe die Rechtsprechung dann für denkbar gehalten, wenn die Entschließungsfreiheit eines Steuerpflichtigen zur Berufsausbildung tatsächlich nicht bestehe, etwa weil er wegen unfall- oder krankheitsbedingter Behinderung einen erlernten Beruf nicht mehr ausüben könne und so zu einer Umschulung gezwungen sei (Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 22. März 1967 VI R 300/66, BFHE 89, 69, BStBl III 1967, 596).
Der Kläger ist auch nicht etwa wie ein durch Krankheit oder einen Unfall berufsunfähig gewordener Steuerpflichtiger (vgl. dazu BFH- Urteile in BFHE 89, 69, BStBl III 1967, 596, und vom 21. Juli 1982 I R 173/78, nicht veröffentlicht) aus in seiner Person liegenden Gründen an der beruflichen Verwendung seiner in der Erstausbildung erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten gehindert.
Er hat deshalb solche Ausgaben eines Ehegatten auch als die des andern Ehegatten angesehen und daher den Abzug von Aufwendungen nach §§ 33, 33 a EStG bei Ehegatten ausgeschlossen, wenn sie nicht in der Person beider Ehegatten eine außergewöhnliche Belastung darstellen (vgl. BFH-Urteile vom 24. Januar 1958 VI 9/56 S, BFHE 66, 197, BStBl III 1958, 77; vom 22. März 1967 VI R 300/66, BFHE 89, 69, BStBl III 1967, 596; vom 18. April 1972 VIII R 12/66, BFHE 106, 187, BStBl II 1972, 757).
c) Etwas anderes ergibt sich auch nicht im Gegensatz zur Auffassung des Finanzamts aus dem sogen. Einheitsgedanken bei Ehegatten, wonach bei Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen davon auszugehen ist, dass die Ausgaben eines Ehegatten ohne weiteres auch als solche des anderen Ehegatten anzusehen sind (BFH-Urteil vom 22.3.1967 - VI R 300/6, BStBl III 1967, 596).
BFH, 29.05.1996 - III R 86/95
BFH, 06.07.1989 - IV R 116/87
Ausgleich von Verlusten aus gewerblicher Tierzucht des einen Ehegatten mit …
BFH, 27.05.2002 - III B 159/01
Außergewöhnliche Belastung - Prozesskostenvorschuss für Rechtsstreit des …
BFH, 18.04.1972 - VIII R 12/66
Ehefrau eines Gemeinschuldners - Betrieblicher Rechtsnachfolger - Tilgung von …
BFH, 16.05.1975 - VI R 155/72
Zusammenveranlagung von Ehegatten - Tarifvergünstigung - Darlehn - Getrennte …
BFH, 06.12.1968 - VI R 86/67
Schuldzinsen - Bauspardarlehn - Sonderausgaben - Werbungskosten - Vermietung und …
BFH, 19.05.1967 - III 319/63
https://dejure.org/1967,1160
BFH, 19.05.1967 - III 319/63 (https://dejure.org/1967,1160)
BFH, Entscheidung vom 19.05.1967 - III 319/63 (https://dejure.org/1967,1160)
BFH, Entscheidung vom 19. Mai 1967 - III 319/63 (https://dejure.org/1967,1160)
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Abzugsfähigkeit von steuerlichen Verpflichtungen als Schulden vom inländischen Stichtagsvermögen
BFHE 69, 244
BFHE 89, 244
Solch ein wirtschaftlicher Zusammenhang besteht, wenn die Schulden nach Entstehung und Zweckbestimmung mit dem erweiterten Inlandsvermögen verknüpft sind und dieses Vermögen oder Teile davon wirtschaftlich belasten (BFH-Urteile vom 19. Mai 1967 III 319/63, BFHE 89, 244, BStBl III 1967, 596, sowie vom 21. Juli 1972 III R 44/70, BFHE 107, 147, BStBl II 1973, 3).
Er geht im Übrigen davon aus, dass ein wirtschaftlicher Zusammenhang nur vorliegt, wenn die Verbindlichkeit nach Entstehung und Zweckbestimmung mit dem begünstigten Vermögen verknüpft ist (vgl. BFH, Urteil vom 19.05.1967 III 319/63, BStBl III 1967, 596 zum wirtschaftlichen Zusammenhang mit Inlandsvermögen).
Nach Entstehung und Zweckbestimmung der Versorgungsrente liegt damit ein wirtschaftlicher Zusammenhang vor (vgl. BFH, Urteil in BStBl III 1967, 596).
BFH, 21.07.1972 - III R 44/70
Leistung des Pflichtteils - Schuld - Wirtschaftlicher Zusammenhang - Erbschaft - …
Für die Ermittlung des Inlandsvermögens bedeutet dies, daß eine Schuld nur insoweit vom Rohvermögen abgezogen werden kann, als sie Wirtschaftsgüter belastet, die nach § 77 Abs. 2 BewG zum Inlandsvermögen gehören (BFH-Entscheidung III 319/63 vom 19. Mai 1967, BFH 89, 244, BStBl III 1967, 596).
BFH, 19.02.1982 - III R 108/80
Kein wirtschaftlicher Zusammenhang einer Leibrentenverpflichtung mit dem …
a) Bei der Ermittlung des Werts des Inlandsvermögens sind vom (Roh-)Inlandsvermögen nur die Schulden und Lasten abzuziehen, die in wirtschaftlichem Zusammenhang mit dem Inlandsvermögen stehen (§ 121 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 118 Abs. 1 BewG) und dieses wirtschaftlich belasten (vgl. BFH-Urteil vom 19. Mai 1967 III 319/63, BFHE 89, 244, BStBl III 1967, 596).