Source: https://grundrechte-faq.de/glaubensfreiheit-art-4-abs-1-und-2-gg/
Timestamp: 2020-02-22 19:06:12
Document Index: 142510026

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 140', 'Art. 137', 'Art. 4', 'Art. 7', 'Art. 4', 'Art. 4']

Glaubensfreiheit (Art. 4 Abs. 1 und 2 GG) - Grundrechte-FAQ
Die Glaubensfreiheit steht auch den Kirchen als Institutionen zu.
Kirchen sind regelmäßig gemäß Art. 140 GG, Art. 137 WRV Körperschaften des öffentlichen Rechts. Somit sind sie eigentlich Teil des Staates und grundrechtsverpflichtet, nicht aber grundrechtsberechtigt.
Hiervon wird für die Kirchen aber gewohnheitsrechtlich eine Ausnahme gemacht. Sie können sich also auf ihre Grundrechte berufen und sind innerhalb ihres religiösen Kernauftrags nicht an die Grundrechte gebunden.
Kollektive Glaubensfreiheit ist das Recht einzelner Personen, als Gruppe (z.B. Kirchengemeinschaft) von der Glaubensfreiheit Gebrauch zu machen. Eine Kirche kann sich also auf die Glaubensfreiheit ihrer Mitglieder berufen und muss nicht als Organisation eigene Grundrechte haben.
Zur Glaubensfreiheit gehört das Recht, einen Glauben zu bilden, diesen zu haben, ihn zu äußern und dem Glauben entsprechend zu handeln.
Jede Art von Glauben bezüglich des Wesens von Welt und Mensch ist geschützt, egal ob dieser religiös oder areligiös ist.
Nein, Art. 4 ist insoweit als Kollektivgrundrecht konzipiert. Die Glaubensfreiheit der einzelnen Mitglieder wirkt auch für die Glaubensgemeinschaft, ohne dass es auf ihre organisatorische Struktur ankommt.
Der schulische Sexualkundeunterricht kann mit religiösen Überzeugungen der Eltern kollidieren.
Art. 7 Abs. 2 GG sieht vor:
Damit handelt es sich um einen Unterfall der Religionsfreiheit. Kein Kind soll gegen den Willen seiner Eltern über Glaubensinhalte unterrichtet werden. Zulässig ist es aber, stattdessen einen verpflichtenden Ethikunterricht anzubieten.
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anwalt.de: Die Religionsfreiheit in der Verfassungsbeschwerde