Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=23.05.1985&Aktenzeichen=III%20ZR%2057/84
Timestamp: 2020-02-18 03:33:46
Document Index: 208107422

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 280', 'BGH', 'BGH', '§ 280', '§ 280', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 538', '§ 538', 'BGH', 'BGH', '§ 1039', '§ 540', 'BGH']

BGH, 23.05.1985 - III ZR 57/84 - dejure.org
BGH, 23.05.1985 - III ZR 57/84
https://dejure.org/1985,1182
BGH, 23.05.1985 - III ZR 57/84 (https://dejure.org/1985,1182)
BGH, Entscheidung vom 23.05.1985 - III ZR 57/84 (https://dejure.org/1985,1182)
BGH, Entscheidung vom 23. Mai 1985 - III ZR 57/84 (https://dejure.org/1985,1182)
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Abgesonderte Verhandlung über prozeßhindernde Einreden
Bedeutung der Niederlegung eines Schiedsspruchs bei dem zuständigen Gericht - Voraussetzungen für den Schiedsspruch, die Wirkung eines rechtskräftigen Urteils zu erlangen
ZPO §§ 280, 1039
NJW-RR 1986, 61
BauR 1985, 719
Damit hat das Landgericht über eine einzelne Sachurteilsvoraussetzung ausdrücklich befunden (BGHZ 27, 15, 26 ff.; BGH, Urt. v. 23. Mai 1985 - III ZR 57/84, NJW-RR 1986, 61 f.;… MünchKommZPO/Prütting 2. Aufl. § 280 Rdn. 8;… Musielak/Foerste, ZPO 4. Aufl. § 280 Rdn. 7).
Zunächst ist festzustellen, dass das Landgericht kein Zwischenurteil erlassen hat, bei dem der Rechtsstreit nur wegen des Zwischenstreites in der Berufungsinstanz angefallen wäre (BGH Urt. v. 23.5.1985, III ZR 57/84 = juris Rz. 28 = NJW-RR 1986, 61;.
Ein Rechtsmittel gegen ein Zwischenurteil dieses Inhalts führt in der Tat dazu, dass der Rechtsstreit lediglich hinsichtlich der Frage der Zulässigkeit beim Berufungsgericht anfällt und das Verfahren zur Hauptsache beim Ausgangsgericht anhängig bleibt (…vgl. BGHZ 27, S. 15 ff, S. 26/7; BAG…, Urteil vom 28. November 1966 - 5 AZR 190/66, NJW 1967, S. 648; BGH, Urteil vom 23. Mai 1985 - III ZR 57/84, NJW-RR 1986, S. 81/2;… Musielak-Ball, ZPO, 6. Aufl. 2008, § 538 ZPO Rn 20, S. 1369;… HK-ZPO/Wöstmann, 2. Aufl. 2007, § 538 ZPO Rn 14, S. 1061).
Die Sache ist dem Senat zwar nur im Umfang des Zwischenstreits angefallen (BGH, Urteil vom 23.5.1985 - III ZR 57/84, zitiert nach Juris).
Das ist für das alte Schiedsverfahrensrecht einhellig anerkannt (vgl. schon RGZ 77, 315, 316 und BGH, NJW-RR 1986, 61 zur alten Rechtslage, nach der ein Schiedsspruch nur wirksam und bindend war, nachdem er zusätzlich bei Gericht niedergelegt worden war).
Ein wirksamer Schiedsspruch liegt erst vor, wenn der ganze Schiedsspruch, d.h. die Formel und die Gründe, den Parteien des schiedsgerichtlichen Verfahrens zugestellt und alsdann bei dem zuständigen Gericht niedergelegt worden sind (vgl. Senatsurteile vom 11. Oktober 1979 - III ZR 25/77 = LM ZPO § 1039 Nr. 4 - und vom 23. Mai 1985 - III ZR 57/84).
Eine eigene Sachentscheidung des Senats (§ 540 ZPO ) bleibt außer Betracht, da das Landgericht abgesonderte Verhandlung über die Zulässigkeit der Klage angeordnet hatte, so daß die Sache dem Senat nur in diesem Umfang angefallen ist (BGH NJW-RR 1986, 61/62).