Source: http://www.vogl.or.at/ruecktritt-lebensversicherung
Timestamp: 2017-11-24 13:00:55
Document Index: 88783229

Matched Legal Cases: ['BGH', 'OGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 30']

Lebensversicherung Rücktritt (21.08.2017) - Mandanteninformation 6
Wie in der Angelegenheit „Anfechtung – Rücktritt – Lebensversicherung“ bereits mehrfach berichtet, haben wir für unsere Mandanten keinen Rücktritt (in Deutschland Widerruf) erklärt. Der Grund liegt darin, dass vor allem in Deutschland eine Judikatur vorherrscht, welche bei einem Rücktritt / Widerruf praktisch nicht mehr als die einbezahlten Prämien abzüglich Risikoprämie abzüglich Fondsverluste zuspricht.
Wie bereits mehrfach betont, fechten wir die Lebensversicherungsverträge wegen Arglist an. Arglist ist die zivilrechtliche Tochter des strafrechtlichen Betruges. Nach unseren Behauptungen, welche durch zahlreiche Gutachten belegt sind, haben die Versicherer Renditen versprochen, welche unter keinen Bedingungen erzielbar waren.
Wir konnten zwischenzeitlich mit einigen, kleineren Versicherungen in Liechtenstein und Österreich Individualvergleiche abschließen. Die Vergleiche sind jeweils mit einer Stillschweigensklausel belegt.
Der Kampf mit den Versicherern wird sich, falls die Versicherer nicht einlenken, noch über Jahre hindurch ziehen. Vergleichbare Fälle, welche wir in einem effizienten Rechtssystem (Liechtenstein) durchgezogen haben, erforderten eine Verfahrensdauer von nahezu einem Jahrzehnt. Letztlich haben wir jedoch, mit Hilfe mehrerer Prozessfinanzierer, obsiegt.
Wir raten daher all unseren Kunden, die fondsgebundenen Lebensversicherungen zum nächstmöglichen Termin zu kündigen. Das Guthaben aus der Lebensversicherung sollte, falls es für einen Kredit verpfändet ist, an die Bank einbezahlt werden. Beim Lebensversicherungsvertrag vergleichen wir das Versprochene mit dem tatsächlich Ausbezahlten. Die Differenz klagen wir im Regelfall ein.
Häufige Frage: Kann oder soll ich meine Lebensversicherungen kündigen?
Wir erhalten vermehrt Anfragen, ob Lebensversicherungen gekündigt werden können / sollten.
Für die Verfolgung Ihrer Ansprüche macht es keinen Unterschied, ob die Lebensversicherung aufrecht ist oder nicht.
Wenn man jedoch bei der Verfolgung Ihrer Ansprüche nicht durchdringt, muss bei einer Auflösung vor 10 Jahren Laufzeit 7% Versicherungssteuer, welche in den einbezahlten Beträgen enthalten ist, nachbezahlt werden. In € 10.000,00 eingezahlter Prämie, sind € 654,00 Versicherungssteuer enthalten.
Da Lebensversicherer im Regelfall in den letzten 2-3 Jahren der Laufzeit bei der fondsgebundenen Lebensversicherung mehr als 7% vernichten, wird sich eine Aufkündigung bis Ende des 7./8. Jahres der Vertragslaufzeit rechnen.
Bei Verträgen, die ab dem 01.03.2014 abgeschlossen wurden, beträgt die Behaltefrist sogar 15 Jahre. Bei solchen Verträgen wird sich die Kündigung trotz Nachzahlungspflicht von 7% wohl immer rechnen.
Die Angelegenheit ist nunmehr voll am Laufen. Wie sie enden wird, kann bedauerlicherweise nicht vorausgesagt werden. Allerdings sind wir zuversichtlich.
In der Vergangenheit ist es uns immer noch gelungen, für die von uns zahlreich vertretenen Geschädigten einen Vergleich herbeizuführen. Zu bedenken ist jedoch, dass Versicherungen in der Regel „bis zur letzten Patrone“ kämpfen.
Lebensversicherung Rücktritt (31.03.2017) - Mandanteninformation 4
Da Sie in der Angelegenheit „Anfechtung – Rücktritt – Lebensversicherung“ schon länger ohne Nachricht geblieben sind, gestatten wir uns, Sie wie folgt zu informieren.
Uns stehen umfangreiche Gutachten zur Frage des Rücktrittes infolge mangelhafter Belehrung über das Rücktrittsrechtes zur Verfügung. Das Rücktrittsrecht kann aufgrund der Bestimmungen des Versicherungsvertragsgesetzes, Konsumentenschutzgesetzes, Kapitalmarktgesetzes und allenfalls weiteren Gesetzen ausgeübt werden.
Nach unseren Einschätzungen haben die Versicherer Ihren rechtlichen Verpflichtungen nicht Genüge getan. Selbst bei formal richtiger Belehrung kommt es auf den Zeitpunkt der Belehrung an, des Weiteren darf nach unserer Ansicht die Belehrung nicht im Kleingedruckten verschwinden.
Zwischenzeitlich liegen vom BGH (Deutschland), vom OGH (Liechtenstein) sowie von den Gerichten erster Instanz in Österreich zahlreiche Entscheidungen vor. Die Entscheidungen müssen durchaus differenziert betrachtet werden. Dem Rücktrittsbegehren wurde meistens entweder aus materiellen Gründen (falsche Belehrung) oder aus formellen Gründen (keine besondere Hervorhebung etc) Folge gegeben.
Fraglich ist jedoch nach wie vor, was nach der österreichischen Rechtslage im Falle eines berechtigten Rücktrittes gefordert werden kann. Hier spannen sich die Meinungen über einen sehr weiten Bogen.
Nicht alle Versicherer sind untereinander vernetzt. Um den Versicherern die Möglichkeit zu nehmen, mühelos in den Besitz entscheidender Informationen zu gelangen, verzichten wir vorerst auf eine detaillierte Darstellung unseres Standpunktes und des Standpunktes der diversen Versicherer. Jedenfalls kann gesagt werden, dass die Frage, was dem Versicherungsnehmer nach einem erfolgreichen Rücktritt zusteht, derzeit noch nicht endgültig beantwortet werden kann. Nach unseren Erfahrungen im Kampf gegen Lebensversicherungen muss damit gerechnet werden, dass die Aufarbeitung der Problematik noch einige Jahre dauern wird.
Wir haben in Liechtenstein aber auch in Österreich die Erfahrung gemacht, dass Prozesse, insbesondere dann, wenn von Versicherern alles Mögliche und Unmögliche eingewendet wird, bis zu EUR 250.000,00 kosten und bis zu 10 Jahren dauern.
In den Verfahren, welche wir angestrengt haben, steht der Prozess noch zu Beginn. In den meisten Fällen hat das Gericht einen Schriftsatzwechsel aufgetragen. Logischerweise machen es die Versicherer einem Kunden nicht leicht. Die Problematik der Fälle ist auch dadurch geprägt, dass Versicherer sich in der Vergangenheit oft geweigert haben, Unterlagen herauszugeben, Versicherer behaupten, über keine Unterlagen mehr zu verfügen etc. Es muss daher mühsam zunächst einmal die Erlangung der Unterlagen gerichtlich begehrt werden.
Nach unserer Einschätzung kann ein Rücktritt in den meisten Fällen erfolgreich ausgesprochen werden.
Was bei einem solchen Rücktritt für den Versicherungsnehmer herauskommt, lässt sich praktisch nicht prognostizieren. Es liegen zahlreiche Gutachten vor, welche jeweils das Gegenteil behaupten.
Über die Dauer der Auseinandersetzung mit der Versicherungswirtschaft kann seriöserweise kein Zeithorizont abgegeben werden. Falls die Versicherung ein Einsehen hat, unsere Kunden, bzw. der Prozessfinanzierer bereit sind, von Ihren berechtigten Forderungen gewisse Abstriche zu machen, könnte unter Umständen ein Vergleich gelingen. Jedenfalls sind wir in Verhandlungen mit den Anwälten der Versicherungen. Falls die Angelegenheit ausgestritten werden muss, ist mit einem sehr langen Zeitraum bis zur Beendigung der Angelegenheiten zu rechen.
Wir fühlen uns gegenüber unseren derzeitigen Mandanten (1.200), aber auch gegenüber zukünftigen Mandanten verpflichtet, eine realistische Stellungnahme abzugeben, die auf einer Erfahrung von drei Jahrzehnten beruht. Gleichzeitig möchten wir aber auch davor warnen, sich voreiligen Versprechungen hinzugeben. Die Erfahrung in der Vergangenheit hat nämlich gezeigt, dass sich Versicherer praktisch bis zur letzten Patrone wehren, bevor irgendetwas bezahlt wird. Dies gilt Insbesondere bei Massenschäden. Versicherer befürchten ja, wenn sie mit einem Teil der Geschädigten einen Vergleich abschließen, dass dann auch die anderen Geschädigten auf den Geschmack kommen.
Für unsere nächste Mandanteninformation haben wir den 01.06.2017 vorgemerkt. Bis dahin bitten wir Sie um Geduld. Wir bitten auch um Verständnis, dass es uns aus organisatorischen Gründen aufgrund der massenhaft anfallenden Schäden nicht (immer) möglich ist, unsere Mandanten individuell auf dem Laufenden zu halten.
Bitte verfolgen Sie daher die Nachrichten auf unserer Homepage.
Lebensversicherung Rücktritt (20.07.2016) - Mandanteninformation 3
Zwischenzeitlich haben wir einen beträchtlichen Teil der Geschädigtenansprüche evaluiert.
Wir werden die verhandlungsfreie Zeit bei Gericht, welche noch bis 25.8.2016 andauert, dazu nutzen, mit den Versicherern in Kontakt zu treten.
Allerdings gehen wir davon aus, dass die Versicherer im Vergleichswege mit großer Wahrscheinlichkeit nicht bereit sind, irgendwelche Zahlungen zu leisten. Erfahrungen der Vergangenheit haben uns gelehrt, dass Versicherer nur dann bereit sind, irgendwelche Zahlungen zu leisten, wenn die Klage bei Gericht eigebracht worden ist.
Zwischenzeitlich sind hinsichtlich des Rücktrittes bei Lebensversicherungen zahlreiche Entscheidungen, vor allem in der Bundesrepublik Deutschland ergangen. Die Rechtslage in Deutschland und in Österreich ist in etwa ähnlich.
Aufgrund der zahlreichen Entscheidungen, welche in Deutschland ergangen sind, sind wir nunmehr der Ansicht, dass ein Rücktritt von der Lebensversicherung mit einer rückwirkenden Aufhebung der Lebensversicherung nicht das richtige Instrument ist, um den Geschädigten zu ihren Ansprüchen zu verhelfen.
Bei einem Rücktritt treten nämlich folgende Probleme auf:
Wenn die Lebensversicherung als Tilgungsträger verwendet wurde, soll ein Rücktritt gemäß dem BGH (Deutscher Bundesgerichtshof) ausgeschlossen sein.
Uns stehen Lehrmeinungen zur Verfügung, wonach bei einem Rücktritt nicht ab Beginn der Lebensversicherung 4% Zinsen zustehen. Die Zinsen sollen nur für die letzen drei Jahre ab dem Zeitpunkt, in dem der Rücktritt ausgesprochen wurde, zustehen.
Der Wertverlust, welcher sich durch fallende Kurse im Fond ergeben, soll laut BGH ebenfalls zu Lasten des Kunden gehen.
Nach erstinstanzlichen Urteilen soll der Versicherungsnehmer beim Ausspruch des Rücktrittes sämtliche weiteren Rechte, insbesondere Rechte, die aus Arglist, mangelnder Aufklärung beim Vertragsabschluss, etc. resultieren, verlieren.
All dies bedeutet jedoch nicht, dass die Ansprüche der Geschädigten verloren sind. Aufgrund zahlreicher Gerichtsurteile und Sachverständigengutachten sind wir nämlich der Ansicht, dass die Versicherer beim Abschluss der Lebensversicherung über die Renditeerwartungen bewusst getäuscht haben. Hier hat der BGH ausgesprochen, dass Versicherer, quasi als Strafe, das auszahlen müssen, was sie in Täuschungsabsicht versprochen haben.
Darüber hinaus hat bei einer Anfechtung wegen Arglist der Kunde die Möglichkeit, aus dem Titel des Schadenersatzes die Differenz zwischen dem, was in der Lebensversicherung ausbezahlt wird und dem, was der Kunde bei einer anderen, sicheren Anlage gehabt hätte, zu verlangen.
Wir werden vom Fortgang der Angelegenheit auf dem Laufenden halten.
Lebensversicherung Rücktritt (14.06.2016) - Mandanteninformation 2
Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir die erste Gruppe von Geschädigten – wie angekündigt – per 31.05.2016 abgeschlossen haben.
Deshalb werden wir die Zuordnung sämtlicher eingelangter Unterlagen nochmals kontrollieren, prüfen und organisieren. Fehlende Informationen und Unterlagen werden wir eigenständig nachfordern und einholen.
Wenn sich die Versicherungen kooperativ zeigen, rechnen wir damit, dass die Erhebungsphase für die erste Geschädigtengruppe in ca. einem Monat abgeschlossen sein wird.
In diesem Zusammenhang erlauben wir uns darauf hinzuweisen, dass die aktuelle Rechtsprechung in Deutschland unseren Verdacht bestätigt hat: Der Rücktritt von der Lebensversicherung entwickelt sich zum Bumerang, denn es zeigt sich, dass mit dem Rücktritt Ihr Schaden nicht ausgeglichen werden kann. Unser Bestreben, auf sämtliche Rechtsgründe (Irrtum, Arglist, Schadenersatz, etc.) zu setzen, erweist sich demnach als richtige Entscheidung.
Aus dem gegebenen Anlass dürfen wir Sie deshalb bitten, Ihre vorhandenen Versicherungsunterlagen nochmals zu sichten. Sollten Sie darin Informationsunterlagen oder Prospekte finden, ersuchen wir Sie, diese an uns zu übersenden. Denn aus diesen Unterlagen, welche Ihnen im Rahmen des Verkaufsgespräches übergebenen wurden, können Ihre Ansprüche begründet werden.
Feldkirch, am 14.06.2016
el 588/15 ok
Lebensversicherung Rücktritt (17.05.2016) - Mandanteninformation 1
Wir haben in der Vergangenheit zahlreiche Prozesse gegen Lebensversicherer geführt. In Liechtenstein waren es über 200 Auseinandersetzungen. Die Differenzen wurden bislang in nahezu allen Fällen, in denen wir Prozesse angestrengt haben, zur Zufriedenheit der Mandanten verglichen.
In den zahlreichen, von uns geführten Prozessen, wurden diverse Gutachten eingeholt. Die Gutachten belegen, daß die verkauften, fondsgebundenen Lebensversicherungen untauglich waren.
Bislang haben die Versicherer so argumentiert, daß der ausgesprochene Rücktritt den Vertrag rückwirkend vernichtet. Durch den Rücktritt gehen alle Ansprüche, die etwa auf Arglist, Verschulden beim Vertragsabschluss, Falschinformation, etc. beruhen, verloren.
Der BGH hat unlängst ausgesprochen, daß der Kunde den Verlust, welcher im Fonds entstanden ist, sowie die Steuern, welche der Fonds abzuführen hatte, bei einem Rücktritt zu tragen hat.
Nach bundesdeutscher Judikatur hat bei einem Rücktritt jeder das herauszugeben, was er zu Unrecht hatte. Dem Kunden werden daher die Kosten für das Versicherthalten (Risikoprämie) verrechnet. Der Kunde erhält vom Versicherer das, was der Versicherer erhalten und welche Früchte er aus dem angenommenen Geld erhalten hat. Hinsichtlich der Berechnung der Früchte herrscht heftiger Streit. Entscheidungen hiezu existieren nicht.
Nach unserem Wissensstand bemühen sich einige Prozeßfinanzierer, aber auch Konsumentenschutzvereine um Kunden. Angeboten wird die Überprüfung der Rücktrittsbelehrung. Bei falscher Rücktrittsbelehrung ist der Ausspruch der Rücktritte geplant. Wie bereits erwähnt, ist der Ausspruch des Rücktrittes riskant, weil unter Umständen sehr viel verlorengehen kann.
Zu prüfen ist auch, wie die Prozeßfinanzierungsvereinbarung im Konkreten aussieht. Wir warnen ausdrücklich davor, mit Prozeßfinanzierern Vereinbarungen auszugehen, wenn der Prozeßfinanzierer verlangt, daß die Ansprüche aus der Lebensversicherung an den Prozeßfinanzierer abgetreten werden muss.
Bei Insolvenz des Prozeßfinanzierers verliert der Kunde auch den Rückkaufswert.
Wir warnen auch davor, Vereinbarungen zu akzeptieren, in denen kein Gerichtsstand in Österreich existiert. Offenbar existieren auch Prozeßfinanzierer, deren Gesellschafter eine zypriotische Stiftung und deren Geschäftsführer Personen mit ausländisch klingendem Namen sind. Wir glauben, daß insbesondere dann, wenn eine Abtretung der Versicherungsansprüche verlangt wird, äußerste Vorsicht geboten ist.
Wir sind derzeit beschäftigt, die Mandanten, die Ansprüche, die Anspruchsgegner zu erheben. Geplant ist, daß die erste Gruppe der Geschädigten per 31.05.2016 geschlossen wird. Die Erfahrung hat nämlich gezeigt, daß bei Vergleichsverhandlungen mit Versicherern die Vorlage von exakten Listen erforderlich ist. Wenn immer wieder neue Geschädigte hinzu stoßen, werden sinnvolle Vergleichsgespräche nahezu unmöglich.
Anders als die übrigen Anlegerschützer vertreten wir die Ansicht, daß der Rücktritt wegen unzureichender Belehrung nicht nur riskant ist, sondern für den Versicherungsnehmer kaum Vorteile bringt.
Wir erheben daher Ansprüche aufgrund völlig anderer Rechtsgrundlagen. Wir sind nämlich der Ansicht, daß Versicherer ihre Produkte frivol angeboten und bei Vertragsabschluss Renditen in Aussicht gestellt haben, welche nie erzielt werden konnten. Deshalb nutzt auch der Hinweis, daß es sich bei fondsgebundenen Versicherungen um riskante Produkte handelt und der Kunde sogar einen Kapitalverlust hinnimmt, nichts.
Nach dem Closing der ersten Geschädigtengruppe werden wir von den Versicherern sämtliche Vertragsunterlagen einholen. Zwischenzeitlich ist nämlich ein von uns erwirktes Urteil zugunsten der Versicherungskunden ergangen. Solange der Kunde behauptet, Ansprüche gegen den Versicherer zu haben, hat er auch einen Anspruch auf Ausfolgung der maßgeblichen Unterlagen.
Wir rechnen damit, daß die Erhebungsphase hinsichtlich der ersten Geschädigtengruppe noch vor der Urlaubszeit abgeschlossen ist. Wir werden vom Fortgang wiederum informieren.
Feldkirch, am 17.05.2016
Rücktritt Lebensversicherungen - FAQ\'s
Aktuelles: Rücktritt Lebensversicherungen
Nebst den bisher 900 Mandanten haben sich zahlreiche weitere Personen gemeldet, welche von ihren Lebensversicherungen zurücktreten wollen. Aus organisatorischen Gründen ist es uns nicht möglich, sofort Rückantworten zu geben. Wir rechnen jedoch damit, dass die Personen, welche bei uns angefragt haben, in nächster Zeit eine Verständigung erhalten.
Bis dahin, aber auch danach, werden wir laufend über unsere Homepage informieren.
Zu den häufigsten Fragen - FAQ\'s:
Fällt bei einer Kontaktnahme mit unserer Kanzlei ein Honorar an?
Unser Honorar wird von einem Prozessfinanzierer pauschal beglichen. Ein Honorar fällt nicht an.
Ist es erforderlich, eine Vollmacht zu unterschreiben?
Ja. Ohne Vollmacht erhalten wir von den Versicherungen und Banken keine Informationen. Kosten fallen hiebei, obwohl wir beauftragt werden, für Sie keine an.
Ist es erforderlich, eine Erfolgsbeteiligungsvereinbarung zu unterschreiben?
Wie bereits erwähnt, zahlt unser Honorar der Prozessfinanzierer. Als Gegenleistung für die Zahlung unseres Honorars verlangt er die Unterschrift auf einer Erfolgsbeteiligungsvereinbarung. Die Erfolgsbeteiligung des Prozessfinanzierers beträgt 40 %. 60 % verbleiben bei Ihnen. Die Erfolgsbeteiligung bemisst sich von dem Betrag, welcher zusätzlich zum angegebenen Wertstand/Rückkaufswert, gewidmet auf Hauptsache und Zinsen hereingebracht werden kann.
Rückkaufswert € 25.000,00
Hereingebrachter Betrag € 35.000,00
Erfolgswirksam: € 10.000,00
Gewinn für Sie € 6.000,00
Werden von dem Betrag, der hereingebracht wird, noch Anwaltskosten vor Ermittlung der Quote 60/40 abgezogen?
Nein. Aus den 40 %, welche beim Prozessfinanzierer verbleiben, müssen unsere Kosten gezahlt werden. Es bleibt daher dabei: 60 % des Betrages, welcher über den Rückkaufswert/Wertstand hinausgeht, verbleiben bei Ihnen.
Erfahren andere Geschädigte, dass ich in eine Lebensversicherung investiert habe?
Nein. Wir machen die Ansprüche, getrennt pro Versicherungsnehmer, einzeln geltend. Kein Mandant erfährt von der Existenz eines anderen.
Im Unterschied zu anderen Institutionen führen wir keine Prozesse, in denen eine Vielzahl von Klägern angeführt wird. Es ist jedoch bekannt, dass, vor allem bei Klagen, welche von der Arbeiterkammer VKI, etc. initiiert werden, bis zu 150 Kläger zusammengefasst werden.
Was ist der Vorteil von Einzelklagen?
Bei Massenklagen tritt das Problem auf, dass mitunter Individualprobleme auftauchen. In diesem Fall müssen bei jedem einzelnen Kläger die individuellen Tatsachen erhoben werden. Dies führt dazu, dass ein Prozess eigentlich nie zu Ende geht, weil übermäßig viel individueller Sachverhalte erhoben werden müßen.
Welche konkrete Vorgehensweise der Kanzlei Vogl ist geplant?
Wir werden nunmehr, nachdem wir die Unterlagen gesichtet haben, die Verträge wegen Arglist und Schadenersatz anfechten und die einbezahlten Prämien zzgl. 4 % Zinsen ab dem Einzahlungstag einfordern. Hievon ist lediglich die Ablebensrisikoprämie abzuziehen.
Wir rechnen nicht damit, dass die Versicherungswirtschaft ohne Klage zahlen wird.
Nach Ablauf von 14 Tagen ab Fälligstellung werden wir die ersten Klagen einbringen.
Nach Einbringen der ersten Klage werden wir versuchen, mit den Versicherungsgesellschaften ein Arrangement dahingehend zu treffen, dass zunächst abgewartet wird, wie die Prozesse über die eingebrachten Klagen ausgehen. Weiters wollen wir mit den Versicherungen vereinbaren, dass alle Personen, welche wir vertreten, so behandelt werden, wie es den Urteilen hinsichtlich der eingebrachten Klagen entspricht.
Sollte ein solches Arrangement nicht möglich sein, werden wir nach Rücksprache mit dem Prozessfinanzierer weitere Klagen einbringen.
Ansprüche aus Arglist verjähren in 30 Jahren, sonstige Schadenersatzansprüche verjähren in 3 Jahren ab Kenntnis des Versicherungsnehmers, dass er hineingelegt wurde. Ein allfälliger Rücktritt ist zeitlich unbefristet.
Kann ich bei prämienfreigestellten, rückgekauften oder gar schon abgelaufenen Lebensversicherungen auch anfechten?
Ja. Schadenersatzansprüche können grundsätzlich, egal in welchem Stadium der Vertrag ist, bei jedem Vertrag gelten gemacht werden.
Wie viel Prozent hätte die Lebensversicherung pro Jahr erwirtschaften müssen, damit kein Verlust herauskommt?
Uns liegen diverse Gutachten vor. Je nachdem, wie stark die Versicherungen und die Fonds Kosten abgezogen haben, liegt die sogenannte Vorkostenrendite etwa bei 10 - 13 % pro Jahr. Diese Vorkostenrendite ist erforderlich, damit Sie nominell den einbezahlten Betrag zurück erhalten. Wenn Sie aber für einen Einsatz von EUR 30.000,00 in 15 Jahren EUR 30.000,00 zurück erhalten, haben Sie aufgrund der Inflation (Geldwertverdünnung) real einen Verlust von ca. EUR 10.000,00.
Wie wollen Sie die Arglist beweisen?
Versicherungsgesellschaften verfügen über Heerscharen von Versicherungsmathematikern (Aktuaren). Bereits bei Anwendung der einfachsten exponentiellen Rechenmethoden hat unter Berücksichtigung des Gesamtkostenalgorithmus jedem auffallen können und müssen, dass sich eine fondsgebundene Lebensversicherung nie aufgeht.
Warum sind wir gegen einen Rücktritt?
Der Ausspruch des Rücktrittes ist sehr riskant. Im schlimmsten Fall erhält der Versicherungsnehmer lediglich den Rückkaufswert. In der Judikatur herrscht totaler Gegenwind gegen Ansprüche aus Rücktritt. Anders bei Arglist: Die Gerichte haben Verständnis dafür, wenn Versicherungen gutgläubige Kunden systematisch täuschen. Es ist auch schon im Gespräch, dass nebst dem Schaden ein Kränkungsgeld geltend gemacht werden kann. Wir machen selbstverständlich auch ein solches Kränkungsgeld geltend.
Die Frage der Rechtsschutzdeckung hängt von zahlreichen Faktoren ab. Es kann gesagt werden, dass sich Rechtsschutzversicherer natürlich dagegen wehren, Kostendeckungen abzugeben, damit die Versicherungswirtschaft geklagt werden kann. Die Rechtschutzversicherer sind nämlich auch ein Teil der Versicherungswirtschaft. An ihnen sind auch wiederum Lebensversicherungen beteiligt. Wir rechnen daher damit, dass eine Rechtsschutzdeckungszusage nicht zu erlangen ist.
Reduziert sich die Erfolgsprämie des Prozessfinanzierers, wenn Rechtsschutzdeckung besteht?
Der Prozessfinanzierer geht (derzeit) davon aus, dass die Rechtsschutzversicherungen ohnehin nicht decken (müssen). Der Entfall der Deckungspflicht ergibt sich auch daraus, dass die Rechtsschutzversicherer behaupten, dass im Falle einer Prozesskostenfinanzierungsvereinbarung eine Rechtsschutzdeckung wegfällt. Zumindest sieht dies der Oberste Gerichtshof derzeit so.
Der Prozessfinanzierer reduziert seine Quote von 40 % auf 20 % wenn kampflos (ohne Prozess) Rechtsschutzdeckung erlangt wird.
Warum soll ich dem Prozessfinanzierer eine Erfolgsbeteiligung gewähren, wenn ich ohnehin Rechtsschutzdeckung habe?
Der Prozessfinanzierer argumentiert uns gegenüber dahingehend, dass bei Unterschrift auf der Prozessfinanzierungsvereinbarung noch nicht feststeht, ob Rechtsschutzdeckung besteht. Er argumentiert weiters damit, dass eine Rechtsschutzdeckung mitunter hart erkämpft werden muss. Weiters argumentiert er damit, dass er für bisherige Gutachterkosten bereits 6-stellige Summen ausgegeben hat.
Können Sie zwischen mir und dem Prozessfinanzierer vermitteln?
Nein. Da wir das Mandat von Ihnen haben, der Prozessfinanzierer uns jedoch zahlt, stehen wir einer Interessenskollision.
Wie lange wird es dauern, bis die ersten Ergebnisse vorliegen?
Da Ihnen schon viel versprochen, jedoch nichts gehalten wurde, glauben wir, dass Sie das Recht auf eine ehrliche Antwort haben.
Aus Erfahrung kann gesagt werden, dass sich dann, wenn sich Versicherer gegen Wiedergutmachungen wehren, schon sieben bis zehn Jahre vergehen können. Der Grund liegt darin, dass Ihre Frage wahrscheinlich auch nochmals vor dem Europäischen Gerichtshof, allenfalls dem Verwaltungsgerichtshof, dem Verfassungsgerichtshof behandelt werden muss.
Wenn die Versicherungswirtschaft jedoch ein Einsehen hat, ist mit einer raschen, zügigen Abwicklung zu rechnen. Dieses setzt jedoch voraus, dass von der Maximalforderung gewisse Abstriche gemacht werden müssen.
Wir werden Informationen in Abständen von ein bis zwei Monaten oder wenn sich zwischenzeitlich gewichtige Neuerungen ergeben, auf unserer Homepage veröffentlichen.
Wie lange ist Ihre Reaktionszeit auf meine E-Mail?
Derzeit sind wir vom Ansturm der Personen im wahrsten Sinne des Wortes „überrascht“ worden. Sobald sich die Sache eingependelt hat, können Sie mit einer Antwort spätestens in 14 Tagen rechnen.
Sie können uns unter der normalen Telefonnummer +435522/77777 erreichen. Unsere Telefonzentrale wird Sie dann an einen Sachbearbeiter weiterleiten.
Muss ein Versicherungsmakler, ein Finanzberater, ein Versicherungsagent die Provision zurückzahlen?
Aufgrund der Bestimmungen des Maklergesetzes und des Handelsvertretergesetzes ist eine Rückforderung der Provision unserer Meinung nach nicht möglich (§§ 30 i. V .m. 7 Abs. 2 Maklergesetz, 9 HVertrG)
Kann oder soll ich meine Lebensversicherung kündigen?
v 188/11 jb, KI, 14.03.2016