Source: http://www.steuerschroeder.de/steuerlexikon/3874590/Vorsorgepauschale%202010
Timestamp: 2018-05-22 19:29:39
Document Index: 154199702

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 39', '§ 3', '§ 10', '§ 39', '§ 52', '§ 37', '§ 2', '§ 39']

Steuerlexikon von A-Z Vorsorgepauschale 2010
Die durch das Alterseinkünftegesetz ab 2005 eingeführte Übergangsregelung (§ 10c Abs. 2 Satz 4 EStG) bis zur vollständigen Abziehbarkeit der geleisteten Rentenversicherungsbeiträge ab 2025 ist in § 39b Abs. 4 EStG n. F. übernommen worden. 2010 beträgt der zu berücksichtigende Anteil 40 % des Arbeitnehmeranteils. Es werden im Lohnsteuerabzugsverfahren 2010 somit Rentenversicherungsbeiträge in Höhe von insgesamt 70 % steuerfrei gestellt, und zwar 50 % des Gesamtbeitrags über den nach § 3 Nr. 62 EStG steuerfreien Arbeitgeberanteil und 20 % des Gesamtbeitrags = 40 % des Arbeitnehmeranteils über den Teilbetrag der Vorsorgepauschale für die Rentenversicherung (2011 = 44%, 2012 = 48%). Der Teilbetrag der Vorsorgepauschale für die Rentenversicherung steigt künftig somit weiterhin parallel zum Sonderausgabenabzug der Rentenversicherungsbeiträge (Sonderausgabenabzug nach § 10 Abs. 3 Satz 6 EStG jährlich 2 %; Vorsorgepauschale nach § 39b Abs. 4 EStG n. F. jährlich 4 %).
5.1.2 Manuelle Mitteilung durch den Arbeitnehmer
Die ELSTAM-Datenbank befindet sich derzeit noch im Aufbau. Bis die Daten mittels ELSTAM zur Verfügung stehen, können/müssen die Arbeitnehmer daher mit entsprechenden Beitragsrechnungen gegenüber dem Arbeitgeber die als Sonderausgaben abziehbaren privaten Kranken- und Pflegepflichtversicherungsbeiträge mitteilen. Sollten Krankenversicherungen entsprechende Beitragsbescheinigungen nicht erstellen (können), wird es ggf. zunächst eine Vereinfachungsregelung im Verwaltungswege geben (§ 52 Abs. 50f i.V.m. § 37 Abs. 3 EStG n. F. für die Einkommensteuer-Vorauszahlungen). Beiträge für eine private Krankenversicherung und Pflegepflichtversicherung des mitversicherten, nicht erwerbstätigen, nicht dauernd getrennt lebenden, unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen Ehegatten und für mitversicherte Kinder, für die der Arbeitnehmer einen Anspruch auf einen Freibetrag für Kinder oder auf Kindergeld hat, kann der Arbeitnehmer ebenfalls dem Arbeitgeber mitteilen. Über diesen Weg sind auch private Versicherungsbeiträge eines selbst versicherten, nicht dauernd getrennt lebenden, unbeschränkt steuerpflichtigen Ehegatten des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, sofern dieser keine Einkünfte i.S.d. § 2 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 EStG (Einkünfte aus L+F, Gewerbebetrieb, selbstständiger Arbeit und nichtselbstständiger Arbeit) erzielt. Der Arbeitgeber hat nicht zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Berücksichtigung der Versicherungsbeiträge des selbst versicherten Ehegatten bei der Vorsorgepauschale des Arbeitnehmers erfüllt sind.
Der kinderlose, sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer A (Steuerklasse I) hat 2012 einen Bruttoarbeitslohn von 20.000 EUR.
(9,8 % von 20.000 EUR = 1.990 EUR, davon 48 %)
Vorsorgepauschale insgesamt: 2.841EUR
2010 - 2024 zunächst 40 %, jährlich um 4 % steigend (§ 39b Abs. 4 EStG)