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Timestamp: 2020-08-03 20:45:36
Document Index: 228933293

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 14', '§ 13', '§ 14', '§ 12', '§ 19']

Umsatzsteuer, Wechsel der Steuerschuldnerschaft / 8 Abrechnung und Berechnung der Umsatzsteuer | Haufe Finance Office Premium | Finance | Haufe
Bemessungsgrundlage ist der in der Rechnung oder Gutschrift ausgewiesene Betrag ohne Umsatzsteuer. Bei Entgeltvereinbarungen zwischen Unternehmern sollte die Umsatzsteuer bei der Preisvereinbarung nicht einbezogen sein. Bei einem Angebot kann die Preiswiedergabe z. B. wie folgt lauten: "5.000 EUR zuzüglich Umsatzsteuer, falls der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer nicht selbst gemäß § 13b UStG schuldet."
Der leistende Unternehmer ist verpflichtet, eine Rechnung auszustellen, in der die Umsatzsteuer nicht ausgewiesen sein darf. Der leistende Unternehmer muss seine Leistung gegenüber dem Leistungsempfänger netto ohne Umsatzsteuer abrechnen, weil der Leistungsempfänger Schuldner der Umsatzsteuer ist. Neben den übrigen Angaben des § 14 Abs. l UStG hat der leistende Unternehmer in seiner Rechnung auf die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers hinzuweisen. Der Leistungsempfänger ist und bleibt Steuerschuldner, auch wenn dieser Hinweis in der Rechnung fehlen sollte.
Weist der leistende Unternehmer die Umsatzsteuer aus, obwohl der Leistungsempfänger Steuerschuldner ist, schulden beide die Umsatzsteuer in voller Höhe, und zwar
der Leistungsempfänger, weil er gemäß § 13b UStG Schuldner der Umsatzsteuer ist, und
der leistende Unternehmer, weil er die Umsatzsteuer unberechtigt in Rechnung gestellt hat (Hinweis: Wer eine Leistung ausführt ohne Steuerschuldner zu sein, darf die Umsatzsteuer nicht gesondert ausweisen.).
Der leistende Unternehmer kann jedoch seine Rechnung gemäß § 14c Abs. 2 UStG korrigieren. Er braucht die Umsatzsteuer dann nicht zu zahlen bzw. er bekommt sie wieder vom Finanzamt zurück, soweit die Gefährdung des Steueraufkommens beseitigt ist.
Der Leistungsempfänger hat bei der Steuerberechnung den Steuersatz zugrunde zu legen, der sich für diesen Umsatz nach § 12 UStG ergibt.
Hinweis: Ist der Leistungsempfänger ein Kleinunternehmer gemäß § 19 Abs. 1 UStG, findet kein Wechsel der Steuerschuldnerschaft statt.