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Timestamp: 2017-09-21 12:26:50
Document Index: 257121019

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 102', '§ 7', '§ 21', '§ 5', '§ 12', '§ 2', '§ 3', '§ 21', '§ 60', '§ 52', '§ 52']

Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Rechtsprechungsticker von Tacheles KW 16/2015
Eingetragen oder aktualisiert am 20.04.2015
S. a. dazu Beitrag von RA Mathias Klose: sozialrecht-aktuell.blogspot.de
1.2 - BSG, Urteil vom 18.11.2014 - B 4 AS 9/14 R
Methodik des IWU zur Ermittlung der zulässigen Wohnkosten vom Bundessozialgericht als "schlüssiges Konzept" bestätigt.
2.1 - BSG, Urteil vom 17.2.2015, B 14 KG 1/14 R
3. Entscheidungen des Bundessozialgerichts vom 18.11.2014 zur Sozialhilfe (SGB XII)
3.1 - BSG, Urteil vom 18.11.2014 - B 8 SO 9/13 R
4.1 - Landessozialgericht Hamburg, Urteil vom 19.03.2015 - L 4 AS 12/14 - Die Revision wird zugelassen.
4.2 - Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 16.12.2014 - L 3 AS 505/13
S. a. Pressemitteilung des LSG Mainz Nr. 7/2015 v. 15.04.2015: www.mjv.rlp.de
4.3 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 23.03.2015 - L 19 AS 2347/14 B ER / L 19 AS 2348/14 B - rechtskräftig
4.4 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 20.03.2015 - L 19 AS 116/15 B ER - rechtskräftig
2. Nicht gefolgt wird der Auffassung, dass die Vorschrift des § 7 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 SGB II im Wege teleologischer Auslegung neben Unionsbürgern mit einem Aufenthaltsrecht zur Arbeitsuche auch Unionsbürger ohne materielles Aufenthaltsrecht erfasst (LSG Sachsen-Anhalt Beschluss vom 04.02.2015 - L 2 AS 14/15 B ER; LSG NRW Beschlüsse vom 04.02.2015 - L 2 AS 2224/14 B ER).
4. Der Leistungsträger kann seine finanziellen Belange durch die Anmeldung eines Erstattungsanspruchs nach §§ 102 ff. SGB X beim örtlichen Sozialhilfeträger wahren kann. Denn bei einem Eingreifen des Leistungsausschlusses des § 7 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 SGB II kommt ein Anspruch des Antragstellers auf Leistungen nach dem Dritten Kapitel des SGB XII in Betracht. § 21 S. 1 SGB XII greift bei Hilfebedürftigen, die von Leistungen nach dem SGB II ausgeschlossen sind, nicht ein (Beschlüsse des Senats vom 29.06.2012 - L 19 AS 973/12 B ER m.w.N. und 02.10.2012 - L 19 AS 1393/12 B ER m.w.N.; LSG Hamburg Beschluss vom 01.12.2014 - L 4 AS 444/14 B ER m.w.N.; LSG Niedersachen-Bremen Beschluss vom 23.05.2014 - L 8 SO 129/14 B ER mit Zusammenfassung des Meinungstandes in Rechtsprechung und Literatur; so wohl auch BSG Urteil vom 12.12.2013 - B 8 SO 24/12 R, siehe auch BSG, Urteil vom 16.05.2011 - B 4 AS 105/11 R; ablehnend LSG Berlin-Brandenburg Beschluss vom 10.12.2014 - L 20 AS 2697/14 B ER).
4.5 - Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 26.02.2015 - L 7 AS 856/14
4.6 - Sächsisches Landessozialgericht, Urteil vom 04.12.2014 - L 3 AS 430/12
Beruft sich der Betroffene darauf, seinen Mitwirkungspflichten nachgekommen zu sein, z.B. eine Mitteilung über geänderte Tatsachen abgegeben zu haben (hier Zufluss von Einkommen), trägt er die objektive Beweislast des Zugangs der entsprechenden Mitteilung bei der Behörde.
Vgl. zur objektiven Beweislast bezüglich des Zugangs eines Antrages: Sächs. LSG, Urteil vom 21. Juni 2012 - L 3 AS 607/11
5.1 - Sozialgericht Magdeburg, Beschluss vom 08.04.2015 - S 14 AS 766/15 ER -
Quelle und Volltext des Beschlusses: anwaltskanzlei-loewy.de
5.2 - SG Frankfurt/Oder, Beschluss vom 07.04.2015 - S 25 AS 2705/14 ER
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einstweiliger Rechtsschutz - Inanspruchnahme vorrangiger Leistungen - Aufforderung zur Beantragung einer vorzeitigen Altersrente - Anforderungen an die Ermessensausübung -
1. Die Behörde ist verpflichtet, neben den Vorschriften der Unbilligkeitsverordnung auch zu prüfen, welche wirtschaftlichen Auswirkungen der Rentenbezug hat.
S. dazu Beitrag des RA Kay Füßlein - Abermals: Der gescheiterte Zwangsrentenantrag- Beschluss des SG Frankfurt/Oder vom 07.04.2015 - S 25 AS 2705/14 ER: www.ra-fuesslein.de
Im Ergebnis ebenso - LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 10.12.2014 - L 2 AS 520/14 B ER - Prüft das Jobcenter bei der Aufforderung an einen Leistungsberechtigten, vorzeitig einen Rentenantrag zu stellen, nicht, wie sich diese Antragstellung wirtschaftlich für diesen auswirkt, ist dies ermessensfehlerhaft.
Die Rechtsfrage zur Zulässigkeit einer Aufforderung des Grundsicherungsträgers an den Leistungsberechtigten nach § 5 Abs 3 S 1 SGB 2 iVm § 12a S 1 SGB 2, eine vorzeitige Altersrente zu beantragen, ist beim BSG anhängig unter dem Az. B 14 AS 3/15 R.
5.3 - SG Heilbronn, Beschluss vom 18.02.2015 - S 10 AS 3035/13
Vgl. LSG NSB, Beschluss vom 24.07.2014 - L 15 AS 202/14 B ER - Es gibt keine starre Grenze in Bezug auf Einkommen oder Arbeitszeit oberhalb derer die Arbeitnehmereigenschaft (§ 2 Abs 2 Nr 1 FreizügG/EU) bejaht werden muss.
5.4 - Sozialgericht Dortmund, Beschluss vom 08.04.2015 - S 35 AS 594/15 ER
1. Die bloße Wirksamkeit beziehungsweise Vollziehbarkeit eines Eingliederungsverwaltungaktes steht der inzidenten Prüfung seiner Rechtmäßigkeit im Rahmen der Rechtmäßigkeitsprüfung einer Sanktion nicht entgegen (a. A. SG Berlin, Urteil vom 09.07.2014 - S 205 AS 30970/13 - anhängig LSG Berlin unter dem Az. L 26 AS 1921/14).
5.5 - SG Dortmund, Urteil vom 20.03.2015 - S 37 AS 5496/11
1. Ein selbständig tätiger Antragsteller ist bei der Beantragung von Leistungen nach dem SGB II verpflichtet, Angaben zum Einkommen zu machen (BSG, Urteil vom 28.3.2013, B 4 AS 42/12 R).
2. Ist das Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen der Bedürftigkeit nicht nachgewiesen, so geht dies zu Lasten des Antragstellers (vgl. LSG NRW, Urteil v. 12.03.2008 - L 12 AS 70/06).
5.6 - SG Dortmund, Urteil vom 20.03.2015 - S 37 AS 3425/13
Leitsatz Autor:
Ebenso im Ergebnis LSG NRW, Beschluss vom 19.02.2015 - L 7 AS 234/14 B und Beschl. v. 11.02.2015 - L 7 AS 312/14 B - Fordert das Jobcenter den Antragsteller auf, eine Aufstellung der tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben für einen bestimmten Zeitraum sowie diesbezüglich Nachweise vorzulegen, so ist diese Aufforderung, die den Vorgaben des § 3 Alg II-V zur Berechnung der Leistungen Selbständiger entspricht, vom Amtsermittlungsgrundsatz gedeckt (vgl. auch § 21 Abs. 1 Satz 1 SGB X) und der Leistungsempfänger aufgrund seiner Mitwirkungsobliegenheit nach § 60 Abs. 1 S. 1 SGB I dazu verpflichtet, dieser Aufforderung nachzukommen.
6.1 - SG Karlsruhe, Urteil vom 31.03.2015 - S 17 AL 3360/14
7.1 - LSG Nsd.-Bremen, Beschluss vom 14.04.2015 - L 8 SO 54/15 B ER
Der 4. Senat des Bundessozialgerichts wird aufgrund mündlicher Verhandlung am Freitag, dem 24. April 2015, um 12.00 Uhr im Elisabeth-Selbert-Saal in einem Revisionsverfahren zu entscheiden haben, ob der automatisierte Datenabgleich mit dem Bundeszentralamt für Steuern nach § 52 Abs 1 Nr 3 SGB II zulässig ist.
Vorinstanz LSG NRW, Urteil vom 08.05.2014 - L 6 AS 22/14 - Antragsteller hat keinen Anspruch gegen den Grundsicherungsträger, den Datenabgleich gemäß § 52 Abs. 1 Nr. 3 SGB II zu unterlassen.
Gleicher Auffassung: LSG NRW, Beschluss vom 28.03.2013 - L 7 AS 370/13 B ER - und Beschluss vom 25.03.2010 - L 20 AS 39/08 -.