Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%20134/65
Timestamp: 2019-08-18 18:24:30
Document Index: 150722671

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 6', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.02.1967 - III ZR 134/65 - dejure.org
https://dejure.org/1967,239
BGH, 20.02.1967 - III ZR 134/65 (https://dejure.org/1967,239)
BGH, Entscheidung vom 20.02.1967 - III ZR 134/65 (https://dejure.org/1967,239)
BGH, Entscheidung vom 20. Februar 1967 - III ZR 134/65 (https://dejure.org/1967,239)
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Ob eine Formularerklärung dazu tatsächlich überhaupt jemals in der Lage ist, hat der Senat bereits in der Entscheidung BGHZ 83, 301, 309 erheblich skeptischer beurteilt (vgl. Anmerkung Halstenberg LM Nr. 250 zu § 242 BGB a) als noch in dem Urteil BGHZ 47, 207, 212 [BGH 20.02.1967 - III ZR 134/65] (vgl. Pagendarm WM 1967, 438).
Das geht zu Lasten der Beklagten, die das Vertragsformular verwendet hat (BGHZ 5, 111, 115 [BGH 12.02.1952 - I ZR 96/51]; 47, 207, 216 [BGH 20.02.1967 - III ZR 134/65]; 62, 83, 89 [BGH 10.01.1974 - VII ZR 28/72]mit weiteren Nachweisen; vgl. auch § 5 AGBG).
Ob schließlich die Klägerin entsprechend der zum finanzierten Abzahlungskauf entwickelten Rechtsprechung aufgrund des durch die Vertragsverhandlungen begründeten Vertrauensverhältnisses verpflichtet gewesen wäre, den Beklagten mündlich oder durch einen deutlichen schriftlichen Hinweis auf die Verpflichtung aufmerksam zu machen, auch bei Mängeln der Anlage die Mietzinsen weiter zu entrichten (BGHZ 47, 207, 210; 47, 233, 239; BGH Urteile vom 5. Juli 1971 - III ZR 108/68 = WM 1971, 1265 = NJW 1971, 2303 …und vom 18. Januar 1973 - III ZR 69/71 a.a.O.), kann hier auf sich beruhen; denn der Beklagte behauptet selbst nicht, daß er vom Vertragsabschluß Abstand genommen hätte, wenn die Klägerin ihn von dem Ausschluß der mietrechtlichen Gewährleistung unter gleichzeitiger Abtretung ihrer gegen den Lieferanten gerichteten kaufrechtlichen Gewährleistungsansprüche unterrichtet hätte.
Unterläßt der Kreditgeber die gebotene Aufklärung über ein typisches Risiko der Aufspaltung der von allen Beteiligten gewollten wirtschaftlichen Einheit in rechtlich selbständige Verträge, dann verletzt er die ihm bei der Anknüpfung der Vertragsbeziehungen obliegenden Pflichten gegenüber dem Darlehensnehmer und ist ihm zum Schadensersatz verpflichtet, wie der Senat mehrfach entschieden hat (vgl. BGHZ 33, 293, 298; 47, 207, 212) [BGH 20.02.1967 - III ZR 134/65] .
Der Käufer/Darlehensnehmer erhielte einen mangelfreien, den vertraglichen Zusicherungen entsprechenden Kaufgegenstand und wäre verpflichtet, den Kaufpreis in Form von Darlehensraten zu zahlen (vgl. BGHZ 47, 207, 209, 210) [BGH 20.02.1967 - III ZR 134/65] .
Selbst wenn sich zum Zeitpunkt der erneuten Verhandlung vor dem Berufungsgericht nicht mehr im einzelnen klären ließe, ob die gebotene pflichtgemäße Aufklärung den Beklagten vom Vertragsschluß abgehalten hätte, würde diese Unsicherheit zu Lasten der Klägerin gehen (vgl. die Senatsurteile vom 8. Juni 1978 - III ZR 136/76 = BGHZ 72, 92 =NJW 1978, 2145, vom 24. März 1977 - III ZR 198/74 = NJW 1978, 41, und vom 5. Juli 1971 - III ZR 108/68 = LM AbzG § 6 Nr. 14 = NJW 1971, 2303 =WM 1971, 1265; ferner BGHZ 47, 207, 214 [BGH 20.02.1967 - III ZR 134/65] ; 61, 118, 121 ff).
LG Augsburg, 02.03.1973 - 4 S 304/72
Rückzahlung von Darlehensraten bei Teilnahme an einem Fernlehrgang; …
LG Oldenburg, 02.07.1974 - 1 O 102/74
Einlösung von Wechseln; Ansprüche im Zusammenhang mit einem Abzahlungskauf; …