Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20178/13
Timestamp: 2019-05-23 16:14:41
Document Index: 87903870

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 433', '§ 355', '§ 358', '§ 359', '§ 499', '§ 358', '§ 358', '§ 358', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 355', 'BGH', 'BGH']

BGH, 22.01.2014 - VIII ZR 178/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,3450
BGH, 22.01.2014 - VIII ZR 178/13 (https://dejure.org/2014,3450)
BGH, Entscheidung vom 22.01.2014 - VIII ZR 178/13 (https://dejure.org/2014,3450)
BGH, Entscheidung vom 22. Januar 2014 - VIII ZR 178/13 (https://dejure.org/2014,3450)
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Kein Einwendungsdurchgriff beim leasingvertrag­lichen Eintrittsmodell
§ 433 Abs 2 BGB, § 355 BGB vom 02.12.2004, § 358 BGB vom 23.07.2002, § 359 BGB vom 02.01.2002, § 499 BGB vom 02.01.2002
Anwendbarkeit der Vorschriften über verbundene Verträge (§§ 358, 359 BGB) auf das sog. Eintrittsmodell
Kein verbundenes Geschäft beim Kauf- und Leasingvertrag im sog. Eintrittsmodell
Keine Anwendbarkeit der Vorschriften über verbundene Verträge auf sog. Eintrittsmodelle
Zur Unanwendbarkeit der Vorschriften über verbundene Verträge auf das so genannte Eintrittsmodell, bei dem ein Verbraucher zunächst einen Kaufvertrag über die spätere Leasingsache und dann zur Finanzierung einen Leasingvertrag abschließt
Anwendbarkeit der Vorschriften über verbundene Verträge (§§ 358 , 359 BGB ) auf das sog. Eintrittsmodell
Verkehrsrecht - Kfz-Leasing und das Eintrittsmodell
Vorschriften über verbundene Verträge auf "Eintrittsmodell" nicht anwendbar
BGB §§ 358, 359 a. F., 535
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 22.01.2014, Az.: VIII ZR 178/13 (Einwendungsdurchgriff beim leasingvertraglichen Eintrittsmodell)" von Prof. Dr. Simone Harriehausen, LL.M., original erschienen in: NJW 2014, 1519 - 1521.
OLG Düsseldorf, 17.05.2013 - 17 U 187/11
NJW 2014, 1519
ZIP 2014, 828
MDR 2014, 580
VersR 2014, 972
WM 2014, 1048
b) Der Umstand, dass es sich bei den vorliegenden Leasing- und Kaufgeschäften um wirtschaftlich und rechtlich aufeinander bezogene Geschäfte handelte (vgl. dazu BGH, Urteil vom 22. Januar 2014 - VIII ZR 178/13, NJW 2014, 1519), führte hier nicht zu einem niedrigeren Vermögensschaden.
Vielmehr bestand ein Dreiecksverhältnis, bei dem die jeweilige Leasinggesellschaft einen Kaufvertrag mit einem vom Leasingnehmer unterschiedlichen Verkäufer schloss, um den Leasinggegenstand zu erwerben, den sie benötigte, damit sie ihre durch den Leasingvertrag begründete Gebrauchsüberlassungspflicht erfüllen konnte (vgl. BGH, Urteil vom 22. Januar 2014 - VIII ZR 178/13, NJW 2014, 1519).
Auf die hiergegen gerichtete Revision der Klägerin hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 22. Januar 2014 - VIII ZR 178/13 - = NJW 2014, 1519 f. = ZIP 2014, 828 ff. das Senatsurteil aufgehoben und die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung - auch über die Kosten des Revisionsverfahrens - an den Senat zurückverwiesen.
Die zulässige Berufung des Beklagten hat auch unter Berücksichtigung der Rechtsausführungen des Bundesgerichtshofs in dem Revisionsurteil vom 22. Januar 2014 zu der hier maßgeblichen, allerdings nur bis zu der Neufassung der §§ 355 ff. BGB durch das Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie und zur Änderung des Gesetzes zur Regelung der Wohnungsvermittlung vom 20. September 2013 (BGBl. I S. 3642) mit Wirkung ab dem 12. Juni 2014 bestehenden Rechtslage - zum künftigen Recht vgl. z.B. Harriehausen, NJW 2014, 1519, 1520 - nach wie vor Erfolg.
Das Zustandekommen des Leasingvertrags bzw. der Eintritt des Leasingnehmer sei regelmäßig nur Bedingung oder Geschäftsgrundlage des Beschaffungsvertrags (vgl. BGH, Urt. v. 22.01.2014 - VIII ZR 178/13, juris).
Der Umstand, dass es sich bei den vorliegenden Leasing- und Kaufgeschäften um wirtschaftlich und rechtlich aufeinander bezogene Geschäfte handelte, führt zu keiner anderen Bewertung: Zwischen der P., den Leasinggesellschaften und den Kunden bestand durch die jeweiligen Vertragsschlüsse ein Dreiecksverhältnis, bei dem die Leasinggesellschaften mit der P. und damit einem vom Leasingnehmer unterschiedlichen Verkäufer jeweils einen Kaufvertrag schlossen, um den Leasinggegenstand zu erwerben, den sie benötigten, um ihre durch die Leasingverträge mit den Kunden begründeten Gebrauchsüberlassungspflichten erfüllen zu können (vgl. BGH, Urteil vom 22. Januar 2014 - VIII ZR 178/13, NJW 2014, 1519, 1520).