Source: https://www.salzburg.gv.at/themen/natur/naturprojekte/natsch-aktuell
Timestamp: 2020-01-18 15:14:27
Document Index: 182793224

Matched Legal Cases: ['Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 17', 'Art. 12', 'Art. 17', 'Art 12', 'Art. 12']

Land Salzburg - Aktuelle Naturschutzprojekte
Aktuelle Naturschutzprojekte mit FelderhebungenZurzeit ausgewählt
Abt. 5 - Natur- und Umweltschutz, Gewerbe
Ref. Naturschutzgrundlagen und Sachverständigendienst
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mit Felderhebungen
Im Folgenden werden laufende Projekte der Referate 5/05 - Naturschutzrecht und Förderungswesen sowie 5/06 - Naturschutzgrundlagen und Sachverständigendienst gelistet, zu welchen im Auftrag des Amtes der Salzburger Landesregierung Felderhebungen durchgeführt werden.
HINWEIS: Durch das Amt der Salzburger Landesregierung beauftragtes externes Personal verfügt über die erforderlichen naturschutzbehördlichen Ausnahmegenehmigungen und kann ein entsprechendes Schreiben der Landesregierung vorweisen.
Arbeitsbereich: Gemeinden Unken, Lofer, St. Martin, Weißbach, Leogang, Saalfelden, Saalbach, Viehofen, Maishofen, Maria Alm und Zell am See sowie der Lungau Laufzeit: 2015 - 2018
​Kurzbeschreibung: ​ ​ ​
Ziel des grenzüberschreitenden Projektes ist der Aufbau und die Etablierung eines grenzübergreifenden Schutzgebietsmanagements für die Prädikatlandschaften Biosphärenregion Berchtesgadener Land, Biosphärenpark Lungau sowie für weitere Schutzgebiete des Mitterpinzgaus. Neben den Betreuungsstrukturen werden Arten- und Biotopschutzprojekten sowie Maßnahmen der Bewusstseinsbildung umgesetzt. Ein weiterer Schwerpunkt den Projektes widmet sich dem Aufbau einer regionalen Wiesensaatgutproduktion aus Wildbeständen. Dazu werden geeignete Mutterbestände kartiert. Charakteristische Wildbestäuberinsekten der Regionen stehen weiters im Fokus der Artenschutzmaßnahmen. Im Rahmen von Erhebungen auf unterschiedlichen Nutzungstypen erfolgt die quantitative und qualitative Erfassung der Wildbestäubernetzwerke sowie des jeweiligen Nektar- und Polleangebotes. Auf diese Grundlage werden Managementempfehlungen für Wiesen- und Ackerlebensräume abgeleitet.
​Ansprechpartner: Ref. Naturschutzrecht und Förderungswesen ​weitere Informationen
Art. 11 - Monitoring von Lebensräumen und Arten 2016-2018
Arbeitsbereich: ​Landesweit (Bundesweite Erhebung) Laufzeit: 2016 - 2019
Die österreichischen Bundesländer beauftragten die Umweltbundesamt GmbH, in den Jahren 2016-2018 ein österreichweites Monitoring gem. Art. 11 der FFH-Richtlinien für eine Auswahl an Lebensräumen und Arten der Anhänge I, II, IV und V der FFH-Richtlinie durchzuführen.Jeder EU-Mitgliedsstaat ist zur Durchführung dieses Monitorings verpflichtet, über dessen wichtigste Ergebnisse alle 6 Jahre ein Bericht an die Kommission zu legen ist. Im Bereich statistisch ausgewählter Vorkommen der betreffenden Lebensraumtypen und Arten werden österreichweit Erhebungen durchgeführt, unabhängig von vorhandenen Schutzgebieten. Mit den Erhebungen sind für Grundbesitzer und Bewirtschafter keine Konsequenzen verbunden. Weder werden Veränderungen im Gelände bzw. des Pflanzenbestandes vorgenommen, noch sind die Untersuchungsflächen mit baulichen oder technischen Ausstattungen oder Bewirtschaftungseinschränkungen verbunden, sondern werden lediglich über Koordinaten verortet. Auch eine allfällige Änderung der Nutzungsform bleibt davon vollkommen unberührt. Ausdrücklich darf darauf hingewiesen werden, dass es nicht Ziel dieses Monitorings ist, Grundlagen für ev. weitere Schutzgebietsausweisungen zu erheben.
​Ansprechpartner: ​​Ref. Naturschutzgrundlagen und Sachverständigendienst
Biotopkartierung der Alpinzone Salzburg mittels Unterstützung durch Fernerkundung, Pilotgemeinde Fusch
Arbeitsbereich: Gemeinde Fusch Laufzeit: 2017 - 2019
Aktuell sind die Felderhebungen für die Revision der Biotopkartierung im Flachgau, Stadt Salzburg und Tennengau weitgehend abgeschlossen. Mit diesem Projekt sollen für die alpinen und nivalen Hochlagen die Einsatzmöglichkeiten von Methoden der satellitengestützten Fernerkundung getestet werden, wofür ein entsprechendes Pilotprojekt in der Gemeinde Fusch an der Großglocknerstraße gestartet wurde.
Biotopkartierung 2017, Revision Weißbach inkl. Projektbetreuung
Arbeitsbereich: Gemeinde Weißbach bei Lofer Laufzeit: 2017 - 2020
Zur Verbesserung der Transparenz für die Betroffenen und alle Interessierten sowie als fachliche Unterlage für das Kartierungspersonal zur Erleichterung der Ansprache und Abgrenzung von Biotopen bei den Felderhebungen wurden der Biotoptypen-Steckbriefe überarbeitet. Die Biotoptypen-Steckbriefe sind mit prägnanten Kurzkriterien im Internet verfügar. Um diese Steckbriefe und die adaptierte Kartierungsanleitung in der Geländepraxis zu erproben, wurde die Revisionskartierung der Gemeinde Weißbach bei Lofer (Mitterpinzgau) beauftragt und begonnen. Gleichzeitig mit der Erprobung der Biotoptypen-Steckbriefe werden die Biotop-Erhebungen aud den 1990er Jahren überarbeitet und aktualisiert und schlussendlich die Ergebnisse den Grundeigentümern präsentiert und mit ihen diskutiert und gegebenenfalls angepasst.
​Ansprechpartner: ​​Ref. Naturschutzgrundlagen und Sachverständigendienst weitere Informationen​
Art. 17 - Entomologische Untersuchungen in Schutzgebieten und Naturwaldreservaten
Arbeitsbereich: Europaschutzgebiete und Naturwaldreservate Laufzeit: 2018 - 2019
Ziel des Projektes ist die Erhebung der Käferfauna in ausgewählten Schutzgebieten, um Kenntnisse über die qualitativen und quantitativen Veränderungen der Käferfauna in Gebieten, die einem weitgehend natürlich verlaufenden Entwicklungsprozess unterliegen, zu erhalten. In den Salzburger Naturwaldreservaten werden Laufkäfer und totholzgebundene Käfer unter Berücksichtigung besonders geschützter Arten nach dem Sbg. NSchG sowie Arten der FFH-Richtlinie (insb. Alpenbock, Eremit, Scharlachkäfer, Gekörnter Bergwaldbohrkäfer, Gruben-Großlaufkäfer) untersucht. Untersuchungsgebiete sind NWR Ullnwald, NWR Saalach-Altarm, NWR Stoissen, NWR Gaisberg, NWR Mitterkaser, NWR Rosswald, NWR Laubwald beim Kesselfall, NWR Hutterwald, NWR Biederer Alpswald, NWR Prossauwald, NWR Vorderweißtürchlwald. Weiters werden allfällige Vorkommen FFH – relevanter Käferarten an potentiell geeigneten Stellen im Bereich ausgewählter Europaschutzgebiete (ESG Salzachauen, ESG Wenger Moor, ESG Zinkenbach-Karlgraben, ESG Kalkhochalpen, ESG Untersberg-Vorland) untersucht.
Managementplan - Europaschutzgebiet Hundsfeldmoor (Erstellung)
Arbeitsbereich: Europaschutzgebiet Hundsfeldmoor Laufzeit: 2018 - 2020
Das seltene Rotsternige Blaukehlchen findet im ESG Hundsfeldmoor einen geeigneten Brutplatz. Das Hundsfeldmoor beherbergt eine von nur zwei größeren Brutpopulationen dieser Vogelart in Österreich und ist deshalb ein besonderes Juwel. In Zusammenarbeit mit den relevanten Akteuren und Akteurinnen ist daher ein Managementplan für das Gebiet geplant. Das Hundsfeldmoor ist auch „Zuhause" zahlreicher anderer geschützten Tierarten (zB Birkenmaus, Bergmolch, Grasfrosch), welche, genauso wie die FFH-Lebensraumtypen, ebenfalls im Managementplan bedacht werden sollen, um ihren Fortbestand nachhaltig zu ermöglichen.
​Ansprechpartner: ​​​​Ref. Naturschutzrecht und Förderungswesen
Managementplan - Naturschutzgebiet Oichtenriede (Überarbeitung)
Arbeitsbereich: Naturschutzgebiet Oichtenriede Laufzeit: 2018 - 2019
Der 20 Jahre alte Managementplan für das Natur- und Europaschutzgebiet Oichtenriede wird aktualisiert.
Art. 12 - Zwergschnäpper in Salzburg
Arbeitsbereich: Landesweit Laufzeit: 2018 - 2019
Über den Zwergschnäpper, einen seltenen und stark spezialisierten, an montane Laubholzaltbestände gebundenen Singvogel liegen nur sehr wenige Daten vor. Das Projekt soll mit einer bundeslandweiten Modellierung und Erhebung den Kenntnisstand verbessern. Die Ergebnisse sind Grundlage, um zielgerichtete Maßnahmen zum Erhalt von besiedelter Altholzinseln abzuleiten.
Monitoring und Erfolgskontrolle Braunkehlchen im Lungauer Zentralraum
Arbeitsbereich: Lungau Laufzeit: 2018 - 2020
Das Braunkehlchen ist Charakterart der produktiven Wiesen des Lungauer Zentralraumes und Zielart für das regionale Vertragsnaturschutzprojekt. Für die Erfolgskontrolle der regionalen Vertragsnaturschutzmaßnahmen sowie zur Folgenabschätzung des Projektes "Reine Lungau" der Sbg.Milch AG erfolgt aufbauend auf dem Birdlife-Monitoring 2011 ein Folgemonitoring sowie eine Erfolgskontrolle in den Jahre 2018 und 2020.
​​​​Ref. Naturschutzrecht und Förderungswesen
Art. 17 - Schlingnattererhebung, 1. Teil - Schutzgebiete
Arbeitsbereich: Landesweit (ausg. ist die Stadt Salzburg) Laufzeit: 2018 - 2020
Die Schlingnatter ist eine in Salzburg stark gefährdete, vollkommen geschützte Art. Sie braucht strukturreiche Lebensräume mit einem kleinflächigen Wechsel unterschiedlicher Lebensraumtypen. Der bisher bekannte Verbreitungsschwerpunkt liegt um die Stadt Salzburg und im Alpenvorland, einige Funde gibt es in den Gebirgstälern. Insgesamt gibt es zwar einige Nachweise dieser Art, viele davon sind jedoch älter als 15 Jahre (ohne neuerliche Nachweise). Die Erhebungen erfolgen in mehreren Modulen, nämlich Kartierung der Schlingnatter in ausgewählten Schutzgebieten (zB NSG/ESG Oichtenriede, NSG Trumerseen, NSG Egelseen, NSG Obertrumer See, NSG/ESG Wallersee-Wengermoor, NSG Bayrhamer Spitz, NSG Fischtaginger Spitz, NSG Ursprunger Moor, NSG Fuschlsee, NSG Blinklingmoos, NSG Hammerauer Moor, NSG Gerzkopf, NSG Sonntagshorn, NSG/ESG Winklmoos, NSG Zeller See, NSG/ESG Sieben Möser-Gerlosplatte, NSG Rotmoos-Käfertal (Modul 1), Kartierung der Schlingnatter in Gebieten mit alten Nachweisen (Modul 2) und die Kartierung der Schlingnatter in Verbreitungslücken (Modul 3).
Wiesenvogelmonitoring Salzburg
Arbeitsbereich: Landesweit (Lungau eingeschränkt), Kulturlandschaft der Tallagen Laufzeit: 2019
Im Jahr 2019 soll eine Evaluierung der 2012/2013 durchgeführten Wiesenbrütererhebung im Bundesland Salzburg (wichtigste Vorkommen in und außerhalb von Schutzgebieten) durchgeführt werden. Diese bodenbrütenden Vogelarten sind in ganz Europa rückläufig, was bei der Erhebung 2012/2013 auch für Salzburg – ausgenommen für den Großen Brachvogel – bestätigt werden musste. In und außerhalb von Schutzgebieten wurden deshalb vom Land Salzburg diverse Initiativen gestartet, Vertragsnaturschutzmaßnahmen um- und fortgesetzt. Ob es bereits positive Auswirkungen auf die Bestände der einzelnen Arten gibt, soll mit der für 2019 geplanten Evaluierung der Wiesenbrütererhebung 2012/2013 überprüft werden. Zusätzlich zur Bestandserhebung und Evaluierung der Wiesenvögel soll in wichtigen Teilbereichen des Vorkommens eine Bruterfolgskontrolle für den Großen Brachvogel und den Kiebitz durchgeführt werden, um Informationen zur Vitalität der lokalen Populationen zu erhalten. Die Ergebnisse der Erhebung geben Auskunft über den aktuellen Istzustand und den Trend der heimischen Populationen, und stellen eine wichtige Grundlage für die weitere Umsetzung von Artenschutzprojekten und den gezielten Einsatz von Fördermitteln dar. Weiters bietet die Verortung der jeweiligen Reviere eine wichtige aktuelle Information und Hilfestellung im Zuge diverser Naturschutzverfahren. Letztlich können die Daten auch für den nächsten Art 12 Bericht der Vogelschutzrichtlinie verwendet werden.
Ornithologische Revisionserhebung
Arbeitsbereich: NWR Stoissen, NWR Roßwald, NWR Gaisberg, NWR Kesselfall, NWR Hutterwald Laufzeit: 2019
1985 wurde in Salzburg mit dem Aufbau eines Naturwaldreservate Netzwerks begonnen, dessen Ziel ua auch die Erforschung und das Monitoring natürlicher Prozesse in den Waldbeständen ist. Das NWR GLT Stoissen wurde erstmals 1989 ornithologisch kartiert und seither wurde alle 10 Jahre eine Revisionserhebung durchgeführt. Als Erhebungsmethode ist eine Punkttaxierung vorgesehen. Vorkommen wertgebender Arten werden kartografisch verortet und können für weitere Evaluierungen/ Monitoring und EU Berichtspflichten (Art. 12) verwendet werden. Ziel ist auch ein weiterer Erkenntnisgewinn über längerfristige natürliche Entwicklungsprozesse in Wäldern (neu: u.a. auch vor dem Hintergrund des Klimawandels), insbesondere hinsichtlich der Charakteristiken von Vogelgemeinschaften, ua durch die Evaluierung der drei vorangegangenen Erhebungen.
Tagfalterkartierung
Arbeitsbereich: Geschützter Landschaftsteil Adneter Moos Laufzeit: 2019
Kurzbeschreibung: ​
​​ ​Das Adneter Moos beherbergt einige vielerorts bereits selten gewordene Schmetterlingsarten, wie den Hellen und den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling oder den Goldenen Scheckenfalter. Um den Wissensstand zu verbessern, findet im Sommer 2019 eine Kartierung der Tagfalter (inklusive Dickkopffalter und Widderchen) im GLT Adneter Moos sowie im südlich angrenzenden Santner Moos statt. Es ist vorgesehen, die Erhebungen mittels drei Erfassungsterminen im Zeitraum zwischen Mai und August durchzuführen. ​ ​
Ansprechtpartner: ​​Ref. Naturschutzrecht und Förderungswesen
Heuschrecken Maßnahmen Evaluierung
Arbeitsbereich: Natur- und Europaschutzgebiet Tauglgries Laufzeit: 2019 - 2021
​​Der Kiesbankgrashüpfer ist eine äußerst seltene Art, die in Salzburg bereits vom Aussterben bedroht ist. Das größte derzeitige bekannte Vorkommen befindet sich im Natur- und Europaschutzgebiet Tauglgries. Daher wurden in den letzten Jahren Maßnahmen umgesetzt um die Population zu stärken. Diese Maßnahmen sollen nun evaluiert werden.
Biotopkartierung - Nachbesserungs- und Ergänzungserhebungen
Arbeitsbereich: Abtenau; Adnet; Annaberg-Lungötz; Ebenau; Faistenau; Hintersee; Koppl; Krispl; St. Gilgen; Strobl Laufzeit: laufend
​​Zur Qualitätssicherung der Biotopkartierung können auch nach Abschluss der Feldaufnahmen einzelne Nachbegehungen im Zuge der Datenbearbeitung notwendig sein. In den hier gelisteten Gemeinden kann es derzeit zu solchen Nachbegehungen kommen.
Ansprechtpartner: ​​Ref. Naturschutzgrundlagen und Sachverständigendienst