Source: https://markstein.eu/loesungen/firmenversicherungen-einfach-erkl%C3%A4rt
Timestamp: 2019-07-17 16:23:36
Document Index: 348625501

Matched Legal Cases: ['§ 823', 'BGE', '§103', '§ 16', '§ 22', '§ 23']

Versicherungssparten - Welche Versicherungen braucht ein Unternehmen?
„Das Angebot an Versicherungen ist bunt.
Für Ihr Unternehmen gilt es, die richtigen auszuwählen.“
Exzellenter Spezialversicherungsschutz für Ihr Unternehmen.
Eine Betriebs- und Produkthaftpflicht schützt den Unternehmer, das Unternehmen sowie dessen gesetzliche Vertreter vor den finanziellen Folgen der beruflichen Haftung, indem sie eine gegen das Unternehmen bzw. den möglichen Verursacher gestellte Forderung prüft und daraufhin entweder unberechtigte Ansprüche ablehnt oder berechtigte Ansprüche im Rahmen des vereinbarten Versicherungsumfangs reguliert.
Für spezielle Berufsgruppen ist eine reine Vermögensschadenhaftpflicht-Police vorteilhaft. Diese leistet auch unabhängig von einem vorherigen Sach- oder Personenschaden.
Alle Unternehmen - vom Gewerbetreibenden über den Ingenieur und Berater bis hin zum Industrieunternehmen.
Je nach Umfang des bestehenden Vertrages, ist die gesetzliche Haftpflicht versichert, welche aus den Tätigkeiten, Eigenschaften und Rechtsverhältnissen ihres versicherten Betriebes entstehen kann. Auch kann und sollte die gesetzliche Haftpflicht aus Mangelhaftigkeit oder Falschlieferung hergestellter oder gelieferter Produkte mitversichert sein.
Steht die Verpflichtung zum Schadenersatz fest, leistet die Betriebshaftpflicht-Versicherung Entschädigungszahlungen bis zur Höhe des entstandenen Schadens, maximal jedoch bis zur Höhe der vertraglich vereinbarten Deckungssummen.
Für einige Risiken gibt es separat im Vertrag festgelegte Deckungssummen, die als sogenannte Sublimite bezeichnet werden. Auf diese Sublimite ist besonders zu achten, denn eine hohe Deckungssumme von z. Bsp. 10,0 Mio. EUR für Personen- und Sachschäden im Vertrag heißt nicht, dass auch der Produktschaden so versichert gilt. Oft sind solche Sublimite nur mit 50.000 EUR völlig unzureichend versichert.
durch das Fehlen zugesicherter Eigenschaften;
infolge der Mangelhaftigkeit von Sachen, die erst durch Verbindung, Vermischung oder Verarbeitung der gelieferten Erzeugnisse mit anderen Produkten entstehen;
wegen nutzlos aufgewendeter Kosten für die Ver- oder Bearbeitung fehlerhafter Erzeugnisse;
für Kosten für Aus- und Einbau mangelhafter Erzeugnisse;
durch Mängel an be- oder verarbeiteten Sachen;
durch Fehler gelieferter, montierter oder gewarteter Maschinen.
Schäden, die man selbst erleidet (Eigenschäden);
Schäden, die nicht dem betriebsspezifischen Risiko unterliegen, wie z.B. Schäden an Kommissionsware oder Schäden, die nicht dem versicherten Risiko zuzuordnen sind und
reine Vermögensschäden, also Schäden am Vermögen anderer, die nicht durch vorausgehende Personen- oder Sachschäden entstanden sind.
Geltungsbereich der Versicherung?
Die Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung gilt regelmäßig für Betriebsstätten in Deutschland, kann aber auch auf Niederlassungen oder Tochter-/Schwesterunternehmen in Europa und weltweit ausdehnt werden.
Darüber hinaus besteht auch Versicherungsschutz im Ausland für in Deutschland hergestellte Produkte, wenn diese ins Ausland gelangt sind, ohne dass der versicherte Betrieb dorthin geliefert hat oder hat liefern lassen. Dies nennt man indirekte Exporte.
Für Produkte, welche durch direkten Export ins Ausland gelangen, kann der Versicherungsschutz erweitert werden. Spezielle Regelungen gibt es für Betriebe, welche für die Kfz-Industrie produzieren.
Die Höhe der Versicherungssumme ist vom speziellen Risiko des Versicherungsnehmers abhängig und frei wählbar, sollte aber auf das Unternehmen und deren Leistungen angepasst sein.
Viele Unternehmen haben die Deckungssummen nicht auf den Leistungsumfang bzw. die Tätigkeitsbereiche bzw. Tätigkeits-/Exportgebiete angepasst, sodass es zum Beispiel bei Personen-, Sach- oder Vermögensschäden zu Unterdeckungen kommen kann. Solche Unterdeckungen können das jeweilige Unternehmen in die Insolvenz treiben.
Kosten zum Ausgleich berechtigter Ansprüche und;
Kosten zur Abwehr unberechtigter Ansprüche.
Die Schadenzahlung erfolgt immer unter Abzug des vereinbarten Selbstbehaltes. Der Selbstbehalt wird im Vorfeld vertraglich vereinbart und kann individuell für die unterschiedlichen Bereiche geregelt sein.
Jeder Betrieb benötigt individuellen Versicherungsschutz. Daher muss im Vorfeld das genaue Tätigkeits- und Produktprofil ermittelt werden, um sinnvollen Versicherungsschutz herstellen zu können. Wie bei allen Versicherungsverträgen kommt es auch bei den Haftpflichtversicherungen auf die Vertragsdetails im Schadenfall an.
Schadenbeispiel 1 - Unachtsamkeit
Beim Abladen einer Maschine vom LKW des Herstellers wird durch Unachtsamkeit des Kranführers ein Mitarbeiter des Auftraggebers schwer verletzt. Es werden Heilbehandlungskosten, Schmerzensgeld und Entgeltfortzahlung geltend gemacht.
Schadenbeispiel 2 - Montagefehler
Der "Haus-Elektrikermeister" verlegte in der Produktionshalle seines Kunden mehrere neue Elektroleitungen zum Anschluss einer Maschine. Einige Zeit später kommt es aufgrund eines Kurzschlusses zu einem Brand, der die gesamte Produktionshalle erfasst. Die hinzugezogenen Brandinspektoren der Kripo konnten die Schadensursache und den Verursacher eindeutig ermitteln – die Versicherung des Elektrikers musste daraufhin für den Schaden aufkommen. Da der Gesamtschaden (Produktionshalle, Maschinen, Betriebsunterbrechung) die geringe Deckungssumme der Betriebshaftpflicht des Elektrikers deutlich überstieg, melde der Elektriker Insolvenz an.
TIPPS für Ihren Versicherungsschutz
Auftragnehmer/Subunternehmer: Prüfen Sie immer, ob Ihre Auftragnehmer oder Subunternehmer eine ausreichende Betriebshaftpflichtversicherung vorhalten. Lassen Sie sich diese vom Versicherer schriftlich bestätigen. Ihr Versicherer wird im Schadenfall an diesen Regress nehmen. Dies ist für Ihren Versicherungsschutz und Ihre Schadenquote wichtig. Nur mit niedriger Schadenquote können Sie ausgezeichnete Konditionen verhandeln.
Deckungssummen für Personen-, Sach-, Vermögensschäden: Oft werden die Deckungssummen zu niedrig bemessen - ganz besonders die Vermögensschäden. Wählen Sie Ihre Deckungssumme nach einem möglichen Maximalschaden, der bei Ihrem Auftrag entstehen kann. Oft können Sie zum gleichen Preis deutlich höhere Deckungssummen verhandeln. Zu niedrige Deckungssummen können im Schadenfall für Sie und Ihr Unternehmer existenzielle Folgen haben.
Ihre Betriebsbeschreibung: Die genaue Beschreibung Ihres betrieblichen Risikos im Versicherungsvertrag ist elementar wichtig. Melden Sie dem Versicherer alle Details schriftlich. Der kleine Mehraufwand lohnt sich, denn viele Schäden werden von den Versicherern zur Regulierung abgelehnt, weil die Betriebs-/Risikobeschreibungen nicht vollständig waren.
Umweltrisiken: Lassen Sie im Versicherungsvertrag alle Umweltanlagen pauschal versichern. Damit vermeiden Sie, dass sich der Versicherer wegen einer Fehl-/Falschmeldung aus der Regulierung ziehen kann. Es kostet nicht mehr. man muss es nur richtig verhandeln.
Produkthaftpflichtrisiken: Lassen Sie alle Deckungsbausteine der Produkthaftpflicht mitversichern. Oftmals werden aus Unkenntnis nur Baustein I und II versichert. Aber die Bausteine II bis VI können bei der Beschreibung des Schadenfalls elementar wichtig werden. Auch das kostet regelmäßig nicht mehr Beitrag, wird aber aus Unkenntnis oft vergessen.
Serienschäden:: Achten Sie bei der Definition der Serienschäden im Vertrag darauf, dass der Selbstbehalt nur einmal für alle Schäden zur Anwendung kommt. Wird dies nicht vereinbart, kann es je nach Produkt und Schaden sein, dass Sie wegen der vielen Einzelselbstbehalte den Gesamtschaden letztendlich selbst zahlen müssen. Kostet nix, man muss nur wissen wie.
Es gibt neben den benannten sinnvollen Zusatzbausteine viele andere mehr, die Sie für Ihre Betriebshaftpflichtversicherung berücksichtigen sollten, um Ihren Versicherungsschutz zu verbessern. Wenn wir Sie bei der Gestaltung Ihres Versicherungsschutzes unterstützen sollen, kommen Sie einfach auf uns zu.
Unser Fachgebiet ist es, maßgeschneiderten Versicherungsschutz zu schaffen. Die üblicherweise am Markt verkauften Standardverträge beinhalten viele Deckungslücken (sogenannte K.O.-Klauseln) und sind für Produktionsunternehmen nicht geeignet.
Unsere Fachspezialisten beraten Sie gern, wie Sie Ihren Versicherungsschutz kostenneutral aufwerten können bzw. Ihre Unternehmensrisiken sinnvoll absichern.
Für Wirtschaftsprüfer der KPMG steht fest, es gibt nur zwei Gefährdungsgruppen: Die Unternehmen, die bereits betroffen wurden und die Unternehmen, die noch betroffen sein werden.
Die Deutsche Bahn, zahlreiche Krankenhäuser und Banken sowie viele öffentliche Einrichtungen und unzählige Unternehmen sind seit vielen Monaten betroffen.
Cyber-Kriminalität hat sich zu einem Geschäftszweig für zahlreiche Gruppen entwickelt. Kriminelle Kartelle, korrupte Systeme, Staaten, Finanziers von verdeckten Kriegen und unzählige „Hobbyhacker“ treiben ihr Unwesen.
Auch einige unserer Mandanten aus der mittelständischen Wirtschaft waren bereits betroffen.
Die Schadensummen belaufen sich von rund 13.000 EUR für die Wiederinstandsetzung der technischen Anlagen bis zu fast 400.000 EUR für die Wiederherstellung von Unternehmensdaten und die Betriebsunterbrechung durch den Cyberangriff.
Zum Glück für unsere Kunden waren es bisher nur kleine Schäden. Und zum Glück waren die meisten unserem Aufruf gefolgt und versichert!
Zahlreiche andere Fälle in Deutschland belegen, dass durch Daten- und Identitätsdiebstahl Millionen pro Fall erbeutet werden.
Für das Jahr 2015 registrierte die PKS insgesamt 45.793 Straftaten im Bereich Cybercrime im engeren Sinne.
Warum brauchen Sie eine Cyber-Versicherung?
Von Cyber-Schäden sind nicht mehr nur Großkonzerne betroffen – sondern jedes Unternehmen ist gefährdet. Aufgrund der teilweise noch mangenden Sicherheit sind kleine und mittlere Unternehmen sogar beliebt bei Hackern.
Fachexperten des Bundeskriminalamtes, Wirtschaftsprüfer und Versicherer sehen die Situation sehr klar:
'Wer noch nicht betroffen wurde, wird betroffen sein. Wer bereits betroffen war, wird auch mehrfach angegriffen. Man schätzt, dass monatlich rund 1.000.000 neue Schadprogramme auf den Markt kommen.'
Die Hersteller der Virenprogramme, Europol, Bundes- und Landeskriminalämter hinken den Cyberkriminellen ständig hinterher und lernen nur aus den Schäden.
Wie schnell ist ein Email-Anhang geöffnet, der unbemerkt Schadsoftware auf das System bringt?!
Hacker schaffen es durch diese Verfahrensweise auf Kontodaten und -systeme oder wichtige Produkt- oder Patentunterlagen zuzugreifen. Der daraus folgende Vermögensschaden ist gerade für kleine und mittlere Unternehmen schwer zu verkraften.
Auch durch das neue Bundesdatenschutzgesetz hat sich die Haftungssituation für Ihr Unternehmen und Sie persönlich ganz erheblich verschärft.
Stellen Sie sich vor, einer Ihrer Mitarbeiter lässt sein Notebook, Smartphone oder einen Datenträger mit vertraulichen Kundendaten im Zug liegen. Sie sind gesetzlich verpflichtet, alle betroffenen Kunden zu informieren. Für sämtlich daraus folgende Schäden haften Sie! Das sehr erhebliche Bußgeld kommt noch hinzu.
Würden Sie das Lösegeld bezahlen, um Ihre Datensysteme zu entsperren, damit sie wenige Tage danach wiederholt gesperrt werden?
Wie sieht Ihr Notfallplan im Unternehmen aus?
Wer übernimmt die Wiederherstellung der Daten und wer bezahlt diese Kosten?
Wer kommt für die Forensikkosten auf?
Wie lange kann Ihr Unternehmen ohne Ihre Daten weiterarbeiten?
Sind alle Ihre Backups über Monate gesichert und auch frei von Schadsoftware?
Wie hoch sind der Ertragsausfall oder die Mehrkosten, die aufgewendet werden müssen, um den Ausfall wieder aufzuholen?
Wer zahlt für die vom Konto oder von Kreditkarten entwendeten Gelder?
Wer deckt den Schaden an Maschinen, Werkzeugen usw., die durch manipulierte Daten auftreten?
Wir halten Ihnen im Schadenfall den Rücken frei und leisten über die Cyber-Versicherung Sofort-Hilfe im Schadenfall. Sprechen Sie uns an!
Wie hilft Ihnen die Cyber-Versicherung?
umfassende Betreuung und finanzielle Absicherung im Schadenfall
Datenwiederherstellung um Folgekosten möglichst gering zu halten
bei Betriebsunterbrechung sind die daraus entstehenden Schäden gedeckt und der entgangene Gewinn wird abgesichert
Kosten für die Wiederherstellung Ihrer gesamten Daten und die Funktionsfähigkeit des Computersystems ist versichert
Wichtig: Durch einen Cyberangriff können auch andere Unternehmen Vermögensschäden erleiden, beispielsweise wenn Ihr Unternehmen versehentlich ein Schadprogramm per eMail an einen oder mehrere Ihrer Auftraggeber weiterleitet. Sie haften für den gesamten Folgeschaden (Datenwiederherstellung, Betriebsunterbrechung usw.). Unwissen schützt vor Strafe nicht.
Sie haben einen Schadensfall, dann können Sie voll auf uns vertrauen. Für Sie leisten wir Sofort-Hilfe mit einem Fachteam von Forensikern, Edv- und Netzwerkspezialisten, binden Ihre Edv-Fachfirma ein und regulieren den Schaden mit dem jeweiligen Versicherer.
Wir kümmern wir uns um die gesamte Abwicklung, melden den Schaden beim Versicherer, klären die Details mit der jeweiligen Schadenabteilung und sorgen für eine schnelle und unkomplizierte Schadenregulierung.
Schadenpraxis:
Schadenfall 1: Etwas problematisch war ein Schadenfall im März 2017 im Raum Leipzig.
Als der Administrator am 6. März das System hochfahren wollte, trat Stille ein. Auf dem Server erschien die Aufforderung zur Zahlung mit Bitcoins.
Schnell hatte man reagiert und den Server abgeschaltet. Die Firma war der Meinung, dass man durch die regelmäßigen Backups das System umgehend wiederherstellen kann. Dies war jedoch nicht möglich. Sämtliche Backups waren seit Oktober 2015 verseucht und gesperrt.
Die Schadsoftware hatte sich nach Ermittlung der Fachexperten bereits im Oktober 2015 auf dem System installiert und wurde von der Virensoftware nicht erkannt.
Das Unternehmen brauchte nur 14 Tage, um wieder arbeiten zu können. Aber wird voraussichtlich neun Monate benötigen (Stand 24.07.2017), um die Daten (Jahresabschlüsse, Angebote, Rechnungen usw.) wiederherzustellen. Die Folgekosten sind enorm, aber bei unserem Kunden versichert.
Schadenfall 2: Eine Buchhalterin im Raum Freiberg hatte verlängertes Wochenende und kam erst am Mittwoch zurück in die Firma.
Bei der Durchsicht der Konten fielen ihr zwei Buchungen über jeweils 40.000 EUR auf, die am Freitag und Montag gebucht wurden.
Nach eingehender Recherche innerhalb der Firma war klar, da hatte sich jemand vom Konto des Unternehmens bedient.
Die Buchungen waren bei der Bank schon verarbeitet und konnten nicht rückgängig gemacht werden.
Auch Diebstahl vom Konto ist bei einer richtigen Cyber-Versicherung mit guten Versicherungsbedingungen versichert.
Schadenfall 3: Ein Unternehmen in Chemnitz hat ein neues Produktionsverfahren entwickelt und bereitete die Patentanmeldung vor.
Der Patentanwalt meldete sich und teilte mir, dass seine Recherche ergeben hat, dass das gleiche Verfahren vor 14 Tagen aus China mit weltweitem Patentschutz eingetragen wurde.
Da das Verfahren sehr speziell ist, blieb nur der Rückschluss auf Diebstahl von Firmendaten. Die Fachuntersuchung auf dem EDV-System ergab, dass ein unbekannter Trojaner seit mehr als zwei Jahren sämtliche Unternehmensdaten weitersendet.
Auch dieser Schaden ist über unsere angebotene Spezial-Cyber-Versicherung gedeckt.
Möchten auch Sie sich jetzt gegen Hacker-Angriffe absichern? Wir sind für Sie da!
Director & Office - D&O-Versicherung
Besonders in den letzten Jahren versuchen Insolvenzverwalter ehemalige Firmenlenker noch persönlich in die Haftung zu nehmen. Auch dann ist eine D&O-Versicherung wichtig, weil die Schadenabwehr (inkl. Rechtsanwälte und Sachverständige) unberechtigter Forderungen gegen den Geschäftsführer/Vorstand elementarer Bestandteil der D&O-Versicherung ist. Aber auch Ansprüche von Banken, ehemaligen Gesellschaftern, Erben usw. sind an der Tagesordnung. Gut, wenn man dann richtig versichert ist.
Der Geschäftsführer soll bei Abschluss eines risikoreichen Vertrages gegenüber dem Vertragspartner nicht zum Ausdruck gebracht haben, dass er nicht für sich, sondern für die von ihm vertretene GmbH tätig wird. Der Vertragspartner verlangt von ihm Schadenersatz wegen Verschuldens bei Vertragsabschluss.
Der Aufsichtsrat einer Firma unterlässt es, das Vorstandsmitglied wegen rechtswidriger Finanztransaktionen persönlich in Regress zu nehmen. So wird er selbst in Regress genommen.
Mitglieder der geschäftsführenden Organe, wie z.B. GmbH-Geschäftsführer, Vorstand, Generalbevollmächtigte und der Kontrollorgane, wie z.B. Aufsichtsrat, Verwaltungsrat, Beirat oder Kuratorium sowie für Prokuristen und leitende Angestellte. Entscheider in Stiftungen, Vorstände von Vereinen oder anderen gemeinnützigen Institutionen haften ebenso persönlich für Ihre Entscheidungen. Auch hier ist der Schutz einer D & O dringend angeraten!
So können Schadenersatzansprüche vom eigenen Unternehmen an den Entscheider herangetragen werden, aber auch von Geschäftspartnern oder Behörden, die nicht nur die Firma, sondern auch den tatsächlichen Schadenverursacher mit ihren Ansprüchen betreffen.
Beachten Sie bitte, dass Eigentum an der Firma nicht vor der persönlichen Haftung schützt! Deshalb werden auch Gesellschafter-Geschäftsführer z. Bsp. von Insolvenzverwaltern direkt in Haftung genommen.
Vorsicht: Es gilt zu beachten, dass zahlreiche Anbieter von D&O-Versicherungen den Vorsatztatbestand ausschließen und damit den Versicherungsschutz schon versagen, wenn Vorsatz nur vorgeworfen, aber noch nicht bewiesen wurde.
Und bitte achten Se darauf, dass auch Ersatzansprüche aus Paragraf 64 Satz 1 GmbH-Gesetz mitversichert sind. Falls diese fehlen, haften Sie als Geschäftsführer persönlich auch für Zahlungen, die nach Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens getätigt wurden.
Versichert werden Haftpflichtansprüche auf Ersatz von Vermögensschäden. Vermögensschäden sind solche Schäden, die weder Personen- noch Sachschäden sind und sich auch nicht aus solchen Schäden herleiten. Die entsprechenden Kosten zur Schadenabwehr oder im Rahmen des Schadenersatzes (z. Bsp. für Sachverständige oder Rechtanwalts- und Gerichtskosten) sind natürlich versichert.
Im Fall eines Vermögensschadens geht es vor allem auch um Ihre berufliche Reputation. Damit Sie dann nicht allein dastehen, beraten Sie spezialisierte Anwälte bei Rechtsstreitigkeiten. Der Versicherungsschutz umfasst die angemessenen und erforderlichen Gebühren und Ausgaben, um den Schaden für das Ansehen der versicherten Person abzuwehren oder zu mindern und berechtigte Ansprüche (Schadenersatz) zu befriedigen.
Und hier liegt der Hase im Pfeffer! Viele D&O-Versicherer ersetzen nur Teile oder keine Kosten, weil diese als unangemessen angesehen werden.
Hier schaffen wir Abhilfe durch unsere einzigartigen Verträge!
Da durch den gesetzlich festgelegten Pflichtselbstbehalt für Vorstandsmitglieder von Aktiengesellschaften eine Deckungslücke entsteht, ist es zu empfehlen, diese durch eine private D&O-Selbstbehaltsversicherung abzusichern. Dies ist auch dann wichtig, wenn ein Insolvenzverwalter den Versicherungsvertrag kündigt, um Ihnen den Schadenabwehranspruch zu versagen.
Wir empfehlen unseren Mandanten außerdem einen Versicherungsvertragsrechtsschutz zu zeichnen, um bei Großschäden eine Deckungsklage gegen die D&O-Versicherer führen zu können.
Alle Betriebe, die elektronische Geräte nutzen, sofern deren Schadenumfang den Betrieb gefährden oder in der Liquidität schwächen kann.
Bürotechnik/Büroelektronik
elektronische Kassen- und Waagensysteme
Mitversichert sind die fest installierten Datenträgen, z. B. Festplatten.
Alle inneren und äußeren Schäden, d.h. alle Sachschäden durch nicht rechtzeitig vorhergesehene Ereignisse und bei Abhandenkommen versicherter Sachen.
Insbesondere Schäden durch:
Ersetzt wird in den meisten Fällen die Neuanschaffung der Geräte, bzw. deren Reparatur sowie die Kosten für die Aufräumarbeiten. Sind keine gleichwertigen Geräte mehr verfügbar, wird das dem am nächsten kommende Gerät ersetzt.
Beispiel: Sie haben noch einen Pentium-Computer der ersten Generation im Einsatz. Dessen Preis lag bei 3.000 EUR. Da ein solcher Rechner nicht mehr am Markt verfügbar ist, wird der am Markt verfügbare Rechner ersetzt, der diesem "Altteil" am nächsten kommt, z. B. ein Pentium QuadCore IV.
Durch Schäden an elektronischen Anlagen kann es zum Verlust von unternehmenswichtigen Datenbeständen kommen. Die Wiederherstellung dieser Daten kann um ein Vielfaches teurer werden als die Reparatur des ursächlichen Defekts. Eine Datenversicherung übernimmt für Sie alle fianziellen Aufwendungen für die Wiederbeschaffung und Wiedereingabe von Daten, Programmen und Datenträgern. Im Rahmen der weitergehenden Softwareversicherung sind auch Datenverluste z.B. durch Fehlbedienungen mitversichert.
Schadenbeispiel 1 - Sommergewitter
Schadenbeispiel 2 - Missgeschick
Schadenbeispiel 3 - Diebstahl des Notebooks aus dem Auto
Auf einer Autobahnraststätte wurde einem Mitarbeiter der Firma der Pkw aufgebrochen. Die Täter entwendeten u. a. einen hochwertigen Laptop aus dem verschlossenen und nicht einsehbaren Kofferraum. Nur durch den Einschluss des Bewegungsrisikos ist dieser Schaden versicherbar. Der Schaden wurde auf 2.500 € geschätzt.
Unterversicherung: Vereinbaren Sie mit dem Versicherer grundsätzlich den Verzicht auf eine Anrechnung der Unterversicherung oder eine kostenfreie pauschale Vorsorgedeckung von zumindest 20%. Stellt nämlich der Versicherer eine Unterversicherung im Schadenfall fest, kann er Ihnen die Schadenersatzleistung prozentual kürzen. Mehr zur Unterversicherung hier: Unterversicherung - wie wirkt das?
Versicherte Sachen: Legen Sie im Vertrag fest, dass der Versicherer alle Anlagengruppen (Daten-, Kommunikations-, Bürotechnik, Mess- und Prüftechnik usw.) pauschal versichert. So kann es nicht passieren, dass z. B. Prüfgeräte oder mobile Technik angeschafft werden, die im Schadenfall nicht versichert sind, weil man nur Daten- und Kommunikationstechnik versichert hatte.
Datenversicherung: Achten Sie darauf, dass die Datenversicherung z. B. bis 20% der Versicherungssumme mitversichert gilt. Denn oft sind die Neuinstallationskosten höher als der eigentliche EDV-Schaden.
Es gibt neben diesen Zusatzbausteinen weitere 23, die es zu beachten gilt und die in den üblicherweise am Markt verkauften Verträgen fehlen. Diese sollten Sie unbedingt für Ihre Elektronikversicherung berücksichtigen, um Ihren Versicherungsschutz zu verbessern. Wenn wir Sie bei der Gestaltung Ihres Versicherungsschutzes unterstützen dürfen, kommen Sie einfach auf uns zu.
Ein Wohn- oder Betriebsgebäude ist vor Beschädigungen, bis hin zur vollständigen Zerstörung durch Feuer, Leitungswasser und Naturgewalten, bedroht. Ein einziges dieser Ereignisse kann schlagartig enorme Schäden verursachen, die nicht aus den laufenden Einnahmen gedeckt werden können. Eine Situation, die für viele Unternehmen finanziell untragbar ist.
Alle Betriebe, deren Betriebsgebäude sich im Eigentum befinden sowie Eigentümer von vermieteten Betriebsgebäuden.
Versichert ist das Betriebsgebäude inkl. verschiedener Einbauten, die Sie als Eigentümer vorgenommen haben, wie z.B. festverlegte Fußbodenbeläge, Klima- und Zentralheizungsanlagen, sanitäre Installationen und elektrische Anlagen, sofern diese in der Versicherungssumme erfasst sind.
Schäden durch böswillige Beschädigungen, Fahrzeuganprall, Rauch, innere Unruhen und Aussperrungen
Je nach Unternehmen und Versicherungsbedarf können zahlreiche weitere Gefahren mitversichert werden, wie z. Bsp. Nutzwärmeschäden, Sengschäden, Schäden durch Regenwasser aus Regenrohren usw.
Schäden durch Schwamm
Die Versicherungssumme entspricht dem Neuwert des Gebäudes. Dieser kann zum Beispiel anhand eines Wertermittlungsbogens des Versicherers oder eines Gutachtens durch einen Sachverständigen bestimmt werden.
Es gilt zu beachten, dass die ehemaligen Baukosten ggf. nicht als Versicherungssumme ausreichen, da die Baukosten konjunkturellen Schwankungen unterliegen und ausgehandelte Nachlässe den Real-Neuwert mindern.
Wiederherstellung von versicherten Gebäuden bzw. Reparatur beschädigter Gebäudeteile bis hin zum vollständigen Wiederaufbau nach einem Totalschaden.
Aufräum- und Abbruchkosten (Aufräumen der Schadenstätte einschließlich Niederreißen von stehen gebliebenen Teilen.)
Die Entsorgung von Gebäudeteilen, die z.B. nach einem Brand als Sondermüll gelten, ist versichert.
Feuerlöschkosten, Kosten für Sachverständige und alle mit der Minderung des Schadens verbundene Kosten usw. usf.
Ein möglicher Mietausfall während der Wiederaufbauzeit sollte berücksichtigt und deshalb eine Mietausfallversicherung vereinbart werden. Da bei fast jedem Gebäudeschaden auch der Inhalt der Gebäude betroffen ist, empfiehlt sich der Abschluss einer entsprechenden Inhaltsversicherung.
Schadenbeispiel 1 - Feuer
Neujahr: Nur das rasche Eingreifen des Besitzers, der in unmittelbarer Nähe zu seiner Produktionsstätte wohnt, verhinderte am Neujahrstag Schlimmeres. Ein Kurzschluss im Schaltkasten löste einen Brand in einem Holzlager/Sägewerkstatt aus. Auf Grund der Feiertage war die Firma gründlich von Sägespänen gereinigt worden. Trotzdem entstand ein erheblicher Sachschaden durch Verrußung und das Verschmoren der elektrischen Leitungen. Die Aufräumarbeiten dauerten mehrere Tage an.
Schadenbeispiel 2 - Wasser
Auf dem Nachbargrundstück wurde eine neue Lagerhalle errichtet. Aufgrund der genehmigten baulichen Maßnahmen veränderten sich jedoch die örtlichen Gegebenheiten. Schwere Niederschläge sammelten immense Wassermassen, die aufgrund der geänderten Bodenbeschaffenheit plötzlich in die Montagehalle des metallverarbeitenden Betriebes flossen. Die Heizungsanlage wurde dabei beschädigt. Das Abpumpen des Wassers, die Reinigung und Trocknung der Halle und die Reparatur der Heizungsanlage dauerte insgesamt zwanzig Tage.
Neuwert/Zeitwert: Regeln Sie mit dem Versicherer für Geschäftsgebäude den Wertzuschlag und für Wohngebäude den gleitenden Neuwert, damit der Wert Ihrer Immobilie immer aktuell bleibt.
Sachverständigenkosten: Im Versicherungsvertrag sollte vereinbart sein, dass der Versicherer auch Ihre Sachverständigenkosten übernimmt, wenn Sie die Leistung des Versicherers anzweifeln oder überprüfen möchten. Sonst fließt noch mehr Liquidität aus Ihrem Unternehmen ab, die im größeren Schadenfall sowieso knapp ist.
Wiederaufbauzeitraum: Oft werden in den Verträgen Wiederaufbaufristen von 12 oder 24 Monaten gesetzt. Bauen Sie nicht rechtzeitig auf, muss Ihnen der Versicherer nur den geringen Zeitwert ersetzen. Deshalb sollten mindestens fünf Jahre Aufbaufrist vereinbart gelten.
Unterversicherung: Vereinbaren Sie mit dem Versicherer grundsätzlich den Verzicht auf eine Anrechnung der Unterversicherung. Stellt nämlich der Versicherer eine Unterversicherung fest, kann Ihnen dies die Existenz kosten. Mehr zur Unterversicherung hier: Unterversicherung - wie wirkt das?
Obliegenheiten/Sicherheitsvorschriften: Legen Sie im Vertrag fest, dass der Versicherer max. 20% bei Verletzung der vertraglichen Obliegenheiten oder gesetzlichen Sicherheitsvorschriften kürzen kann. In den meisten Verträgen kann der Versicherer bis zu 100 (einhundert) Prozent kürzen! Das kostet Ihnen die Existenz.
Repräsentanten: Achten Sie darauf, dass eine gute Repräsentantenklausel vereinbart wird, damit Sie für die durch Mitarbeiter, Handwerker u.a. nicht haften müssen.
Es gibt neben den benannten sinnvollen Zusatzbausteine weitere 52, die es zu beachten gilt und die in den am Markt verkauften Verträgen fehlen. Diese sollten Sie unbedingt für Ihre Gebäudeversicherung berücksichtigen, um Ihren Versicherungsschutz zu verbessern. Wenn wir Sie bei der Gestaltung Ihres Versicherungsschutzes unterstützen sollen, kommen Sie einfach auf uns zu.
Unser Fachgebiet ist es, maßgeschneiderten Versicherungsschutz zu schaffen. Die üblicherweise am Markt verkauften Standardverträge mit den vielen Deckungslücken sind für Produktionsunternehmen nicht geeignet. Unsere Fachspezialisten beraten Sie gern, wie Sie Ihren Versicherungsschutz kostenneutral aufwerten können.
Sie erreichen per Chat oder über unser Kontaktformular (Gern rufen wir Sie zurück.) oder telefonisch unter: +49-371-40399-50.
Ohne die Betriebseinrichtung würde manches Unternehmen nicht funktionieren.
In der Regel verfügt jedes produzierende Unternehmen über eine Betriebseinrichtung, Waren, Vorräte und Werkzeuge. Diese gilt es zu sichern, um die Wiederbeschaffung sicherstellen zu können.
Technische und kaufmännische Betriebseinrichtung und Werkzeuge, welche zum Gebrauch durch den Versicherungsnehmer bestimmt sind, wie zum Beispiel:
Maschinen, elektronische Datenverarbeitungsanlagen, technische Geräte und dergleichen;
betriebsbedingte Installationen;
Werkzeuge und Ersatzteile;
Betriebs-, Lager- und Büroeinrichtungen;
Betriebsfahrzeuge ohne Kontrollschilder wie selbstfahrende Arbeitsmaschinen, Hubstapler etc.
Sofern vorhanden und gewünscht, können auch fremde Sachen mitversichert werden, die Sie in Obhut haben oder nutzen.
Eingekaufte Waren und Vorräte (Rohmaterial);
hergestellte Halb- und Fertigfabrikate, die zum Verkauf oder zum Verbrauch bestimmt sind;
Grundsätzlich sind alle Gefahren einzeln versicherbar. Die „klassische“ Geschäftsinhaltsversicherung beinhaltet die Gefahren:
Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion), inkl. Verrußungsschäden, als Folge eines Feuers;
Leitungswasser- und Nässeschäden an Betriebseinrichtung und Waren, auf Grund von bestimmungswidrig ausgetretenem Leitungswasser (Rohrbruch, Frostschäden an Rohren);
Sturm/Hagel sowie auch das Eindringen von Regen durch Sturm verursachte Gebäudeschäden;
Einbruchdiebstahl/Vandalismus und Raub, Ersatz der gestohlenen Einrichtungen oder Waren sowie die Beseitigung von Schäden an der Betriebseinrichtung durch Vandalismus und die Ersatzleistung bei Raub (z. Bsp. Beraubung von Mitarbeitern auf dem Weg zur Bank);
Überschwemmung, Rückstau von Wasser und weitere Naturkatastrophen, wie Erdbeben, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen, Vulkanausbrüche.
Schäden durch böswillige Beschädigungen, Fahrzeuganprall, Rauch, innere Unruhen und Aussperrungen sowie im Vertrag unbenannte Gefahren;
weitere Gefahren, wie z. Bsp. Nutzwärmeschäden, Sengschäden, Schäden durch Regenwasser aus Regenrohren, Terror usw.
Schäden durch Sprinklerleckage.
Achten Sie bitte darauf - ganz gleich was Ihnen erzählt wird - es sind ausschließlich die im Versicherungsvertrag vereinbarten/benannten Gefahren versichert.
vorsätzlich herbeigeführte Schäden;
Schäden im Zusammenhang mit Kriegsereignissen, Kernenergie;
Leitungswasserversicherung: Schäden durch Wasserdampf, durch Plansch- oder Reinigungswasser, durch Schwamm und durch Sprinklerleckage;
Einbruchdiebstahlversicherung: Schäden an Automaten sowie an verschlossenen Registrierkassen;
Sturmversicherung: Schäden durch Eindringen von Regen, Hagel, Schnee oder Schmutz in nicht ordnungsgemäß geschlossene Öffnungen;
Versicherungsschutz besteht für die im Versicherungsvertrag genannten Risikoorte.
TIPP: Achten Sie darauf, dass neu hinzukommende Risikoorte (Niederlassungen usw.) automatisch versichert sind.
Die Versicherungssumme entspricht dem Neuwert. Hier wird es oft in den Unternehmen kompliziert, weil z. Bsp. alte im Gebrauch befindliche Sachen bilanziell abgeschrieben und nicht mehr am Markt verfügbar sind. Hier gilt es, die richtige Versicherungssumme zu ermitteln, weil fehlerhafte Wertermittlungen schnell zur Unterversicherung führen kann.
Ersatz der versicherten Sachen oder Reparatur bis hin zum Neuwertersatz nach einem Totalschaden.
Aufräum- und Abbruchkosten, insbesondere Aufräumen der Schadenstätte, Entsorgung von beschädigten bzw. zerstörten versicherten Sachen, die z.B. nach einem Brand als Sondermüll gelten.
Bewegungs- und Schutzkosten, sofern nötig, wird auch unbeschädigtes Inventar, z.B. zu dessen Schutz bei den Aufräumarbeiten, entsprechend gelagert.
Nach einem großen Schaden ist es oft nicht möglich, den gewohnten Geschäftsbetrieb zeitnah wiederherzustellen. Dies kann an länger andauernden Renovierungsarbeiten, einer zeitaufwändigen Schadenbeseitigung oder ausstehenden Baugenehmigungen liegen. Da die Fixkosten wie z.B. Personalkosten (Löhne/Gehälter), Miete usw. dennoch weiterlaufen, kann eine solche Situation durchaus schnell existenzbedrohend werden. Hiergegen kann man sich mittels einer Betriebsunterbrechungsversicherung absichern. Diese übernimmt für die Dauer des Betriebsstillstandes die anfallenden Fixkosten. Die Betriebsunterbrechungsversicherung ersetzt Ihnen aufgrund eines Sachschadens entgangene Betriebsgewinne und fortlaufende, umsatzunabhängige Betriebskosten bis zur vereinbarten Haftzeit (in der Regel 12 bis 36 Monate ab Eintritt des Sachschadens). Kürzere oder längere Haftzeiten können vereinbart werden.
Schadenbeispiel 1 - Brand in einer Maschinenhalle
Bei Arbeiten mit der Flex war ein Mitarbeiter unvorsichtig und hat die notwendigen Sicherungsmaßnahmen nicht eingehalten. Es kam zum Funkenflug auf herumliegende Putzlappen. Das Feuer ging auf abgelagerte Ölfässer über. Die Maschinenhalle brannte aus und das Feuer griff trotz eigenen Brandabschnittes aufs benachbarte Lager über. Dieses konnte durch die Feuerwehr großteils gerettet werden.
Schadenbeispiel 2 - Überflutung eines Elektroniklagers
Bedingt durch schwere und langanhaltende Niederschläge wurde das Kanalsystem völlig überlastet. Die Wassermassen konnten nicht schnell genug abfließen und gelangten in die Kellerschächte einer Elektronikfima, die dort fertige und halbfertige Ware lagerte. Das Wasser stand ca. 40 cm hoch und vernichtete somit alle bereits produzierten Lieferungen der nächsten sechs Wochen.
Schadenbeispiel 3 - Dach einer Lagerhalle abgedeckt
Durch einen schweren Herbststurm wurde bei einem Großhändler für Holzmöbel das Dach einer Lagerhalle auf über 20 m² abgedeckt. Als Folge konnten Regen und Hagel ungehindert die in der Halle gelagerten Waren durchnässen. Bei den meisten Waren war eine wirtschaftlich sinnvolle Reparatur nicht mehr möglich.
Versicherungssumme: Wie oben schon beschrieben, achten Sie auf die richtige Ermittlung der Versicherungssumme. Im Schadenfall werden die vom Versicherer beauftragten Sachverständigen die richtige Ermittlung der Versicherungssumme als erstes prüfen und eine mögliche Unterversicherung anrechnen. Vereinbaren Sie am besten mit dem Versicherer den grundsätzlichen Verzicht auf eine Anrechnung der Unterversicherung. Stellt nämlich der Versicherer eine Unterversicherung fest, kann Ihnen dies die Existenz kosten. Mehr zur Unterversicherung hier: Wichtige Hinweise zur Sachversicherung => Unterversicherung
Repräsentanten: Achten Sie auch hier darauf, dass eine gute Repräsentantenklausel vereinbart wird, damit Sie für die durch Mitarbeiter, Handwerker u.a. nicht haften müssen bzw. der Versicherer Ihnen Kenntnis anrechnet.
Es gibt neben den benannten sinnvollen Zusatzbausteine zahlreiche weitere, die es zu beachten gilt und die in den am Markt verkauften Verträgen fehlen. Diese sollten Sie unbedingt für Ihre Geschäftsversicherung berücksichtigen, um Ihren Versicherungsschutz zu verbessern. Meist stimmen die niveauvollen Versicherer ohne Mehrprämie zu. Wenn wir Sie bei der Gestaltung Ihres Versicherungsschutzes unterstützen sollen, kommen Sie einfach auf uns zu.
Sowie Sie einem guten Geschäftspartner einen Zahlungsaufschub gewähren, handeln Sie vorsätzlich. Sogar die mangelnde Mahnung offener Forderungen und die fehlende Durchsetzung Ihrer Interessen mit Mahnbescheid usw. kann als vorsätzlich gewertet werden.
Und jetzt kommt's: Nach aktueller Rechtsprechung liegt die Beweislast unter Umständen sogar bei Ihnen. Sie müssen den Vorwurf des Vorsatzes widerlegen.
Vorsatz wird sofort unterstellt, wenn Unternehmen von Zahlungsschwierigkeiten ihrer Schuldner wussten und sich ggf. Vorteile gegenüber anderen Gläubigern hätten verschaffen können.
Kurzer Exkurs in die Gesetzeswelt
Es zeigt sich, dass diese Insolvenzanfechtungen mittlerweile ein wachsendes Problem. Bundesverband Crédit Management: Früher waren unter den befragten Unternehmen noch knapp zwei Drittel betroffen. Aktuelle Zahlen belegen, dass mittlerweile das Problem auf mehr als drei Viertel aller Firmen angestiegen ist! Und in rund einem Drittel der Fälle lag die Forderungssumme bei mehr als 100.000 Euro.
Welches Liquiditätsrisiko steckt in Ihren Zahlungen im Zeitraum von vier Jahren?
Wir erarbeiten mit Ihnen Ihr Risikoprofil und Sie entscheiden auf Basis Ihrer Risikosituation, in welcher Höhe sich Ihr Unternehmen absichern sollte und buchen ein entsprechendes Sicherheitspaket. Generell stehen am Markt im Moment fünf pauschale Versicherungssummen zur Auswahl:
Sie können diese Prüfung dann selbst mit dem Bonitätscheck des Versicherers durchführen.
Rufen Sie uns an, ehe sich ein Insolvenzverwalter bei Ihnen meldet. Lassen Sie uns geneinsam Ihr Risiko ermitteln und eine für Sie sinnvolle Lösung finden.
Der Inhalt wird gerade aktualisiert und steht in den nächsten Tagen zur Verfügung. Wir bitten um etwas Geduld. Vielen Dank!
Eine Maschinenversicherung bietet weitergehenden Versicherungsschutz als die Geschäftsinhaltsversicherung. Sie deckt nämlich auch Schäden an Maschinen, Apparaten, Instrumenten und anderen technischen Anlagen, die aus eigenem oder fremdem Verschulden entstanden sind, wie zum Beispiel Bedienfehler, Maschinenbruch und Produktfehler.
Über die Maschinenversicherung können alle stationären, fahrbaren, maschinellen und elektrischen Einrichtungen und sonstige technische Anlagen versichert werden, z. Bsp. Bohr-, Dreh- und Fräsmaschinen, Motoren, Generatoren, Druck- und Falzmaschinen, Aufzüge, Hallenkräne, Förderanlagen etc.
Unvorhersehbar und plötzlich eintretende Beschädigung und Zerstörung, welche mit dem Betrieb zusammenhängen, insbesondere durch:
Menschliche Ursachen: Bedienungsfehler, Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit, vorsätzlich schädigende Handlungen betriebsfremder oder betriebseigener Personen
Produktfehler: Konstruktions-, Material- oder Fabrikationsfehler
Des Weiteren können Feuer- und Diebstahlschäden bei beweglichen/fahrbaren Geräten und Apparaten versichert werden.
Welche Gefahren oder Schäden können nicht versichert werden?
Der wichtigste Ausschluss ist Verschleiß. Aber Folgeschäden, die durch den Verschleiß entstehen, sind versichert. Schäden durch mangelhafte Wartung oder Unterhalt sind in der Regel ausgeschlossen. Schäden durch Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion) sind bei stationären Maschinen über die Feuerversicherung der Geschäftsversicherung abzudecken, können aber unter Umständen auch in den Maschinenvertrag eingeschlossen werden, wenn eine Geschäftsinhaltsversicherung nicht besteht.
Im Idealfall kann die Versicherungssumme aus dem gütigen Listenpreis im Neuzustand gebildet werden oder aus den Herstellungskosten zzgl. Bezugskosten (z. B. für Verpackung, Fracht, Zölle und Montage). Aus dieser Versicherungssumme und dem jeweiligen Risiko (Art der Maschine) berechnet sich auch der Beitrag. Es muss immer der Listenpreis angegeben werden, da es sonst bei Angabe des tatsächlich bezahlten Rechnungsbetrages und unter Berücksichtigung von Rabatten im Schadensfall zu einer Unterversicherung kommen kann!
Ebenso muss sämtliches Maschinenzubehör (auch nachträglich angeschafftes) bei der Summenermittlung berücksichtigt und dem Versicherer mit angegeben werden. Neue Maschinen müssen unverzüglich der Versicherung gemeldet werden, denn diese gelten in der Regel erst ab Aufnahme in den Vertrag als mitversichert.
Bei einem Teilschaden ersetzt der Versicherer die notwendigen Reparaturkosten für die Wiederherstellung der Maschinen oder Anlagen, wie z. Bsp. Kosten für Ersatzteile, Lohnkosten und lohnabhängige Kosten, De- und Remontagekosten, Transportkosten und auch Mehrkosten für Eil- und Expressfrachten.
Soweit in der Maschinenversicherung vereinbart, werden auch Aufräumungs- und Dekontaminationskosten der versicherten Sachen, bis zur vertraglich festgesetzten Versicherungssumme erstattet.
Im Totalschadensfall, d.h. wenn der Betrag für die Wiederherstellung den Zeitwert übersteigt, wird der Zeitwert der Maschine unmittelbar vor Schadenseintritt ersetzt, abzgl. Rest- bzw. Schrottwert.
Die Entschädigung wird jeweils um den vereinbarten Selbstbehalt gekürzt, bei Verschleißteilen erfolgt ein Abzug „neu für alt“.
1. Maschinenschaden
Bei einer CNC-Drehmaschine kam es aufgrund eines Programmierfehlers zu einer Kollision zwischen dem rotierenden Spannfutter und dem Werkzeugrevolver. Der Gesamtschaden beträgt 53.000 EUR. Es wurden das Spannfutter, das Werkzeug und die Spindel beschädigt. Der Versicherer ersetzt die Reparaturkosten von Spannfutter und Spindel. Das Werkzeug ist ein Verschließteil und wird in der Regel nicht erstattet. (Hinweis: Handelt es sich um eine sehr alte Maschine mit einem niedrigen Zeitwert und die Reparaturkosten übersteigen diesen Zeitwert, würde der Versicherer nur den Zeitwert ersetzen.)
2. Diebstahl einer CNC-Maschine
Eine CNC-Drehmaschine wird zur Generalüberholung in eine Fachwerkstatt transportiert. Der LKW-Fahrer macht nachts Rast in einem Motel. Morgens stellt er fest, dass sein LKW mit der Maschine gestohlen wurde. Die Maschine im Wert von 680.000 EUR eine Maschinenversicherung mit der wichtigen Transportklausel im Reparaturfall, sodass der Versicherer den Gesamtschaden erstattete.
3. Kurzschlussschaden an Fräsmaschine
Durch einen Kurzschluss brennt nachts eine Fräsmaschine und führt zum Brand in der Produktionshalle. Der Brand ist über die Geschäftsinhaltsversicherung gedeckt, da die Maschinen in der Feuerversicherung dieser berücksichtigt waren.
4. Mutwillige Zerstörung einer Maschine
Einem Mitarbeiter wurde gekündigt. Aus Frust und Verzweiflung führte dieser mutwillig an einer Fräsmaschine einen Totalschaden herbei. Der Versicherer ersetzte den Schaden vollständig und nahm Regress am ehemaligen Mitarbeiter.
Im Falle eines Maschinenschadens kann der Auftrag oft nicht mehr ausgeführt werden und die erwarteten Erträge bleiben aus. Die auf der Maschine liegenden Aufträge können nicht realisiert werden. Kann der Auftrag nicht auf eine andere Maschine aufgrund Auslastung und Mangel an Ersatz übertragen werden, empfiehlt sich eine Maschinenbetriebsunterbrechungsversicherung (MBU). Der Versicherer ersetzt dann den entgangenen Rohertrag (Gewinn und laufende Kosten).
Muss der Auftrag wegen möglicher Terminstrafen ausgeführt werden und kann über eine Ausweichproduktion durch einen anderen Betrieb übernommen werden, kann diese Ausweichproduktion über eine Maschinenmehrkostenversicherung sinnvoll finanziert werden.
Unterversicherung: Um eine Unterversicherung möglichst auszuschließen, sollten Sie mit Ihrem Versicherer eine kostenfreie Vorsorgedeckung von zusätzlich mind. 20 Prozent vereinbaren. So haben Sie in jedem Fall Luft und müssen eine Anrechnung der Unterversicherung nicht befürchten, die Ihnen unter Umständen erhebliche Liquidität kosten kann.
Werkzeuge: Bitte beachten Sie, dass Werkzeuge als Verschleißteile nicht versichert sind. Handelt es sich um sehr teure Spezialwerkzeuge sollten Sie mit Ihrem Versicherer eine gesonderte Vereinbarung zur Mitversicherung dieser Werkzeuge treffen.
Meldung neuer Maschinen: Im Unternehmensalltag gibt es zu viel zu tun und so werden auch die Meldungen neuer Maschinen oft vergessen. Vereinbaren Sie mit Ihrem Versicherer einen jährlichen Meldestichtag mit einer kostenfreien Vorsorgedeckung. So sind alle Maschinen, die während des Jahres angeschafft werden automatisch versichert und Sie müssen im Schadenfall keine Sorge wegen des Versicherungsschutzes haben.
Minderung des Schadens: Jeder Versicherungskunde ist zur Minderung eines Schadens gesetzlich verpflichtet. Holen Sie deshalb neben Ihrer Vertrauenswerkstatt noch einen zusätzlichen Kostenvoranschlag ein, um den Nachweis zu erbringen. Beachten Sie, dass Sie mit defekten Maschinen nicht weiterarbeiten sollten. Wird nämlich der Folgeschaden größer, gibt es oft Regulierungsprobleme mit den Versicherern.
Regulierungsdruck auf den Versicherer ausüben: Da die Versicherer nach kaufmännischen Grundsätzen möglichst wenig regulieren möchten, empfiehlt sich eine Besonderheit. Ein Beispiel dazu: Hat ein Maschinenhersteller im Schadenfall keine Spindel vorrätig und die Anlieferung per Flugzeug würde viele tausend Euro zusätzlich kosten, wird der Versicherer diese Mehrkosten nicht tragen. Er wird die wochenlange Lieferung per Schiff abwarten, weil diese wesentlich billiger ist. Wenn Sie nun eine Maschinenbetriebsunterbrechungsversicherung haben, will der Versicherer den Schaden auch so klein als möglich halten und wird alles daransetzen, dass der Schaden schnellstens reguliert wird, weil es sonst zu viel Rohertragsausfall erstatten müsste. So wird die Spindel "rapido" geliefert.
Zeitwert der Maschinen: Stark beanspruchte Maschinen verlieren schnell an Wert. Aber Sie können mit Ihrem Versicherer vereinbaren, dass erst ab einem gewissen Prozentsatz (z. Bsp. 20% des Neuwertes) eine Zeitwertabrechnung erfolgt und grundsätzlich der Neuwert erstattet werden muss, wenn die Maschinen nachweisbar in Gebrauch sind und regelmäßig fachmännisch gewartet werden. Dabei sollte ein Gebrauch innerhalb 24 Monaten ausreichen. Beachten Sie bitte, dass dies bei einem Feuerschaden besonders wichtig ist. Ein zehnjähriger Maschinenpark mit hohen Betriebsstunden, der ehemals 20 Mio. EUR kostete, kann u. U. nur noch 3 Mio. EUR Zeitwert haben. Sie brauchen aber 20 Mio. EUR, um Ihr Unternehmen wiederaufbauen zu können.
Es gibt neben den benannten sinnvollen Zusatzbausteine viele andere mehr, die Sie für Ihre Maschinenversicherung berücksichtigen sollten, um Ihren Versicherungsschutz zu verbessern. Wenn wir Sie bei der Gestaltung Ihres Versicherungsschutzes unterstützen sollen, kommen Sie einfach auf uns zu.
Die Produkthaftpflichtversicherung ist eine Zusatzdeckung innerhalb der Betriebshaftpflichtversicherung, welche optional abgeschlossen werden kann. Grundsätzlich wird diese benötigt, wenn eigene Produkte hergestellt werden, da Schäden, die aus diesen entstehen, in der standardisierten Betriebshaftpflichtversicherung unzureichend oder nicht versichert sind.
Die erweiterte Produkthaftpflichtversicherung schützt den Unternehmer sowie dessen gesetzliche Vertreter vor Produktvermögensschäden. Insbesondere ist auch die gesetzliche Haftpflicht aus Mangelhaftigkeit oder Falschlieferung hergestellter oder gelieferter Produkte versichert. Es ist zu beachten, dass in den meisten Angeboten/Verträgen die Versicherungssummen und Selbstbeteiligungen von der Betriebshaftpflicht abweichen.
Der Leistungsumfang erstreckt sich auf die Absicherung von Ansprüchen Dritter wie z.B.:
Kosten für Ausbau des eigenen mangelhaften Produktes und den Einbau eines mangefreien Produktes
Herstellung mangelhafter Produkte durch Fehler gelieferter, montierter oder gewarteter Maschinen.
Diese Deckungserweiterung ist insbesondere für das produzierende Gewerbe (Hersteller bzw. Quasihersteller) erforderlich. Aber auch alle Unternehmen, die mit Produkten handeln.
Welche Gefahren oder Schäden sind nicht versichert?
Schäden am eigenen Produkt
Nachlieferung eines mangelfreien Produktes
Schäden, die auf bewusstes Abweichen von gesetzlichen oder behördlichen Vorschriften zurückzuführen sind.
Ansprüche aufgrund Lieferung von Sachen, die mit einem Rechtsmangel behaftet sind.
Wie weit geht der Geltungsbereich dieser Versicherung?
Die Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung gilt für Betriebsstätten in Deutschland. Sofern von diesen Betriebsstätten Schäden im Ausland ausgehen, besteht hierfür auch innerhalb Europas Versicherungsschutz. Dieser kann bei Bedarf auf Schäden außerhalb Europas oder für Betriebsstätten außerhalb Deutschlands ausgedehnt werden.
Darüber hinaus besteht Versicherungsschutz im Ausland für in Deutschland hergestellte Produkte, wenn diese ins Ausland gelangt sind, ohne dass der versicherte Betrieb dorthin geliefert hat oder hat liefern lassen (indirekte Exporte).
Für Produkte, welche durch direkte Exporte ins Ausland gelangen, kann der Versicherungsschutz auf Antrag erweitert werden. Spezielle Regelungen gibt es für Betriebe, welche für die Kfz-Industrie produzieren.
Wie wird die Deckungssumme/Versicherungssumme ermittelt?
Die Höhe der Deckungssumme ist vom speziellen Risiko des Versicherungsnehmers abhängig und frei wählbar. Die Haftung für Schäden richtet sich nach § 823 BGB und besteht grundsätzlich in unbegrenzter Höhe. Das Produkthaftungsgesetz mit seiner verschuldensunabhängigen Haftung sieht jedoch eine Höchsthaftungsgrenze von 85 Mio. Euro für Personenschäden vor, die durch ein Produkt oder gleiche Produkte mit demselben Fehler entstehen. Bei Sachschäden gelten keine Höchsthaftungsgrenzen. Die Leitfrage bei der Festlegung der Deckungssumme könnte lauten: Wie teuer kann ein Schaden maximal werden? Dabei ist zu beachten ob in Serien gefertigt wird oder Einzelprodukte hergestellt werden.
Der Versicherer übernimmt die Kosten zum Ausgleich berechtigter Ansprüche.
Gleichzeitig sind auch die Kosten für die Abwehr unberechtigter Ansprüche mitversichert. Diese beinhalten i. d. R. Rechtsanwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten.
Die Schadenzahlung erfolgt immer unter Abzug des vereinbarten Selbstbehaltes. Der Selbstbehalt wird im Vorfeld vertraglich vereinbart und kann individuell für die unterschiedlichen Bereiche geregelt sein. Hier kann es zu einem Stolperstein für das versicherte Unternehmen kommen. Denn es sollte vereinbart sein, dass der Selbstbehalt nur einmal in Ansatz gebracht wird, wenn mehrere gleichartige Schadenfälle auftreten (Serienschaden). Sonst kann es für das versicherte Unternehmen zum „Fiasko“ werden und hohe Bilanzschäden verursachen.
Auch hier liegt der Fehler im Detail. Die am Markt angebotenen Standardverträge eignen sich in den meisten Fällen nicht. Jede Firma Betrieb benötigt individuellen Versicherungsschutz. Die Policen bestehen aus verschiedenen Bausteinen mit frei wählbaren Deckungserweiterungen und Zusatzklauseln. Besonders die Zusatzklauseln sind zu beachten und müssen kundenspezifisch vereinbart werden.
1. Fenster mit Durchfluss
Ein Kunde stellt fest, dass die gelieferten Aluminiumfenster der Firma XY Metallbau fehlerhaft sind. Es dringt Wasser von außen ein. Der Kunde zeigt diesen Mangel beim Hersteller an. Nacharbeiten bringen nichts. Die Fenster müssen wieder ausgebaut und neue eingebaut werden. Die gesamten Ein- und Ausbaukoste sind versichert.
2. Kühlsystem mit Loch
Firma XY Metallverarbeitung bohrt in Kühlersysteme des Auftraggebers Löcher an der falschen Stelle und beschädigt dabei die Kühlersysteme. Der Auftraggeber kann diese nicht verwenden. Der Versicherer ersetzt den Schaden beim Auftraggeber.
3. Pizza mit Metall
Salamihersteller XY liefert an den Pizzahersteller AB Salami aus. Kunden stellen fest, dass sich in der Pizza Metallteile befinden. Die Pizzas werden am Markt zurückgerufen und der Schaden bei Pizzahersteller muss durch den Versicherer der Salami XY ersetzt werden.
4. Klein aber oho…
Kunststoffverarbeiter WX produziert Abstandshalter. Der Auftraggeber verbaut diese in seine Werkzeugmaschinen und liefert diese aus. In der Folge kommt es zu Schäden in den Maschinen, weil die Abstandhalter brechen. Der Versicherer von WX übernimmt die Aus- und Einbaukosten sowie die Folgereparaturkosten.
Sofern Sie in der Automobil-, Luftfahrt-, Medizintechnik-, Lebensmittel-Industrie tätig sind, sollte der Versicherungsschutz speziell gestaltet werden, weil eventuell Rückrufkosten-, Bilanzschutz- und Produktschutzdeckungen erforderlich sind.
Lieferketten: Ansprüche der Geschädigten gegen den Versicherer der Hersteller/Verarbeiter scheitert regelmäßig an fehlenden vertraglichen Beziehungen. Gibt es nämlich eine sogenannte Lieferkette und der Geschädigte hat mit dem Verursacher (Hersteller/Verarbeiter) keine Vertragsbeziehung wird es „schwieriger“ mit der Schadenregulierung, denn der Versicherer wird sich auf Ziffer 7.3 AHB berufen, weil wegen der fehlenden Vertragsbeziehung die Kosten im Sinne der erweiterten Produkthaftpflichtversicherung nicht auf die fehlende Haftung des Versicherungsnehmers zurückzuführen sind. Aber natürlich kann der Hersteller/Verarbeiter Interesse daran haben, dass der Geschädigte Schadenersatz erlangt.
Hier ist eine Sonderlösung im Rahmen der Betriebs-/Produkthaftpflichtversicherung notwendig. Besteht kein direktes Vertragsverhältnis, weil z. B. der Geschädigte die Produkte des Herstellers über einen Händler bezogen hat, und ist deshalb eine Haftung nicht gegeben, so muss die Lieferkettenklausel vereinbart werden.
Es gibt neben diesem benannten sinnvollen Zusatzbaustein viele weitere mehr, die für Ihr Unternehmen und Ihre Produkthaftpflichtversicherung sinnvoll sein können. Wenn wir Sie bei der Gestaltung Ihres Versicherungsschutzes unterstützen dürfen, kommen Sie einfach auf uns zu.
Neben der Betriebshaftpflichtversicherung und in Ergänzung der erweiterten Produkthaftpflichtversicherung besteht für produzierende Betriebe und Handelsbetriebe oftmals auch der Bedarf einer Rückrufkostenversicherung. Die im Zuge eines Rückrufes entstehenden Kosten können erheblich sein. Tragen muss diese der Verursacher - also der Hersteller des mangelnden Produktes.
Hersteller (End- und Teilhersteller), Zulieferer, Importeure und Händler von Erzeugnissen, welche einem Rückrufrisiko unterliegen, d. h. Produkte, die ein Personenschadenrisiko beinhalten
Was sind die Ursachen für Rückrufaktionen?
Ursachen sind grundsätzlich nicht gewollte und nicht beabsichtigte Mängel am Produkt, die sich bei der Entwicklung, Konstruktion, Produktion, Lagerung, beim Transport oder erst beim Gebrauch ergeben.
Konstruktionsfehler, wie z. Bsp. durch Verwendung von unausgereiften bzw. überholten Technologien, Mängel im Produktionsprozess etc.
Herstellungsfehler, wie z. Bsp. Fremdkörper im Produkt (Mikroorganismen, Glas- und Holzsplitter oder Steine), Verwendung von mangelhaftem Rohmaterial, fehlerhafte Verarbeitung von Roh- und Zusatzstoffen
Instruktions- und Dokumentationsmängel durch fehlende oder unverständliche Anweisungen an den Verbraucher für die Handhabung des Produktes
In den meisten Fällen sind Konsum- und Industriegüter betroffen, welche in großen Serien produziert werden. Dazu zählen beispielsweise Haushaltsgeräte, Spielwaren, Heizapparate, Ventile etc. In den letzten Jahren sind die Rückrufaktionen speziell im Bereich der Automobilindustrie stark auf dem Vormarsch.
Eigen- sowie Fremdrückruf. Versichert sind dabei die Kosten für den Rückruf bzw. die Rücknahme im Zusammenhang mit einem vom Versicherungsnehmer hergestellten oder gelieferten Produkt, welches in den Besitz von Dritten übergegangen ist. Der Rückruf muss zur Vermeidung eines versicherten Personen- oder Sachschadens dienen oder von einer Behörde angeordnet werden.
Wann muss ein Produkt zurückgerufen werden?
Wenn das Leben oder die Gesundheit der Endabnehmer oder anderer mit dem Produkt in Berührung kommender Dritter durch das in Verkehr gebrachte Produkt erheblich gefährdet sind und sich die Gefahr nicht mit z. Bsp. einer Warnung/Hinweis beseitigen lässt.
Benachrichtigung bekannter oder unbekannter Endabnehmer des Produktes, durch z. Bsp. schriftliche bzw. telefonische Mitteilung oder öffentliche Benachrichtigung durch Presse, Radio, TV
Kosten für den Transport einschließlich Verpackung
Beseitigung oder Vernichtung des Produktes
Überprüfung von Produkten, welche nachweislich zu einer mit Mängeln behafteten Serie gehören.
Löhne für zusätzlich benötigtes Personal als Folge des Rückrufes
Welche Kosten können nicht versichert werden?
Kosten der mangelhaften Erzeugnisse selbst und Kosten eines Rückrufs im Rahmen reiner Gewährleistungsansprüche, z. B. Schönheitsfehler
Die Höhe der Versicherungssumme ist vom speziellen Risiko Ihres Unternehmens abhängig und frei wählbar. Wir berücksichtigen Ihre jeweilige Situation und erarbeiten für Sie die maßgeschneiderte Lösung.
Eine Firma ruft Seifenschalen und Zahnputzbecher zurück, eine andere muss Puppen zurückrufen. Kleinteile können sich lösen und von Kindern verschluckt werden.
Eine Brauerei ruft 1,2 Mio. Flaschen Bier zurück, nachdem in zwei Flaschen Reinigungsmittel entdeckt wurden.
3. Kurzschluss und Brandgefahr
Über 25.000 Reiskocher müssen zurückgerufen werden, da Mängel im elektrischen Teil entdeckt werden. Der Schaden beläuft sich auf rund 20 Mio. EUR.
4. Lecker Eis…
Ein Eiscreme-Hersteller muss infolge Salmonellenbefall seine Produkte im Wert von rund 1 Mio. EUR zurückrufen..
5. Airbag…
Ein Zulieferer für Airbagteile ist verantwortlich für den Rückruf von 650.000 Fahrzeugen, weil durch sein Teilprodukt die Airbags unkontrolliert auslösen können.
Krisenplan: Grundsätzlich sollte jedes Unternehmen innerbetriebliche Vorkehrungen treffen, um auf derartige Notsituationen vorbereitet zu sein. Im Rahmen des Krisen- und Risikomanagements ist es sinnvoll, einen Rückrufplan auszuarbeiten.
Vorsicht: Einige Versicherer am Markt binden den Versicherungsschutz an den wirksamen Krisenplan im Unternehmen. Fehlt dieser oder ist dieser unzureichend kann der Versicherungsschutz gefährdet sein.
Es gibt neben den benannten sinnvollen Zusatzbausteine viele andere mehr, die Sie für Ihre Rückrufkostendeckung berücksichtigen sollten, um Ihren Versicherungsschutz zu verbessern. Wenn wir Sie bei der Gestaltung Ihres Versicherungsschutzes unterstützen dürfen, kommen Sie einfach auf uns zu.
Nicht das Unternehmen steht vor Gericht, sondern der/die Verantwortliche/n des Unternehmens müssen im schlimmsten Fall ins Gefängnis, selbst wenn aus Sicht des/der Betroffenen nur zum Besten des Unternehmens gehandelt wurde!
Meinung vieler UnternehmerInnen:
MEINUNG: „BEI UNS IM UNTERNEHMEN LÄUFT ALLES SAUBER, WIR SIND BESTENS AUFGESTELLT UND HABEN MIT KORRUPTION, STEUERHINTERZIEHUNG ODER ANDEREN DELIKTEN NICHTS ZU TUN!“
Auch bei – vermeintlich – verantwortungsvoller Ausführung der eigenen Aufgaben kann man das Ziel von strafrechtlichen Ermittlungen werden, nämlich wenn man Opfer einer anonymen Strafanzeige wird!
Vorermittlungen oder Ermittlungsverfahren werden oftmals aufgrund anonymer Anzeigen eingeleitet, die z. B. durch einen Mitbewerber/Konkurrenten oder einen Mitarbeiter, der das Unternehmen verlassen musste, initiiert wurden. Die Staatsanwaltschaft ist in solchen Fällen gesetzlich dazu verpflichtet, die Aufnahme von Ermittlungen zu prüfen und bei hinreichendem Anfangsverdacht auch einzuleiten (Ermittlungszwang).
Wichtig: Der Ermittlungszwang verursacht bei Ihnen Kosten für Beratung und Strafverteidigung!
Die Staatsanwaltschaft ist möglicherweise bei Ermittlungen zu einem Ihrer Geschäftspartner auf Sie gestoßen. Somit muss sie dem Ermittlungszwang folgen und auch gegen Sie ermitteln.
Es gilt im deutschen Recht das Organisationsverschul­den, d. h. die Generalverantwortung liegt bei der Geschäftsleitung, auch wenn diese z. Bsp. an einem konkreten Unfallhergang gar nicht unmittelbar beteiligt war.
Bei Aufgabenverteilung in vertikaler Ebene wird die Verantwortung nicht weitergereicht, sondern vermehrt, d.h. der betreffende Mitarbeiter wird verantwortlich, während das Mitglied der Geschäftsleitung verantwortlich bleibt für die Auswahl, die Anweisung und die Überwachung des Mitarbeiters.
Deutschland ist eines der Länder mit dem härtesten Strafgesetz gegen Unternehmen und Unternehmer. Gesetzliche Regelungen werden ständig erneuert und erhöhen dadurch die Gefahr einer Strafverfolgung. Es ist daher möglich, dass Handlungen in Unternehmen vorgenommen werden, die vermeintlich keinen Straftatbestand erfüllen, durch die man sich aber aufgrund aktuellster Gesetzesänderungen tatsächlich strafbar macht. Dabei sind Unachtsamkeit, „Betriebsalltag“ und das Nichtbefolgen von gesetzlichen Vorschriften häufig Auslöser für strafrechtlich relevante Ereignisse.
Strafrechtliche Risiken im Unternehmen bestehen über den Vorwurf von Wirtschaftsstraftaten hinaus!
In den verschiedenen Bereichen eines Unternehmens können sich Risiken verwirklichen:
Betriebsstätte: Das Risiko von Arbeitsunfällen, weil z. B. die Arbeitskleidung nicht den Vorschriften entsprach oder die Sicherheitsvorschriften bei einer Tätigkeit nicht beachtet wurden.
Produkt: Das Risiko, dass der Konsument durch die Benutzung des Produkts oder durch das Produkt selbst, weil es z. B. giftige Inhaltsstoffe oder Inhaltsstoffe in falscher Zusammensetzung enthält, getötet, verletzt oder in seiner Gesundheit auf andere Weise beein­trächtigt wird.
Umwelt: Das Risiko einer Boden-, Wasser oder Luftver­unreinigung, weil z. B. Abfallprodukte der Produktion nicht vorschriftsmäßig gelagert oder entsorgt wurden. In Deutschland gilt das strengste Umweltstrafrecht der Welt.
Wirtschaft: Das Risiko, dass unternehmerische Entschei­dungen nicht mit den Interessen von Anteilseignern, Gläubigern und Geschäftspartnern übereinstimmen oder diesen zuwiderlaufen.
MEINUNG: „SO EIN STRAFVERFAHREN WIRD DOCH SOWIESO EINGESTELLT. ICH HABE DEN BESTEN ANWALT UND DANN IST DIE SACHE SCHNELL VORBEI. UND ICH KANN MICH WIEDER VOLL AUF DAS TAGESGESCHÄFT KONZENTRIEREN.“
Beachten Sie: Strafverfahren haben Auswirkungen für Sie persönlich in persönlicher, geschäftlicher und finanzieller Hinsicht!
Persönlich: Psychische Belastung des/der Betroffenen z. Bsp. durch die lange Verfahrensdauer oder Negativpresse zur eigenen Person können eine Folge sein und gesundheit­liche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Der „Kopf“ ist für das wichtige Tagesgeschäft oft nicht mehr frei.
Geschäftlich: Es kann zu Ausfallschäden durch Betriebs­stilllegungen kommen oder sogar zum Entzug der Gewerbeerlaubnis bzw. zu einem Berufsverbot. Das Un­ternehmen kann zudem im Rahmen eines Strafverfahrens schlechte Presse bekommen und einen Imageschaden davontragen, ein Einbruch der Geschäfte und der Unter­nehmensfinanzen wäre eine mögliche Folge.
Finanziell: Jeder Betroffene eines Strafverfahrens be­nötigt einen eigenen Rechtsanwalt und erfahrene bzw. spezialisierte Strafverteidiger verlangen oft Stundensätze zwischen 250 und 450 Euro. Hinzu kommen häufig noch Kosten für Gutachten und Sachverständige. Bei Einstel­lung des Verfahrens erfolgt keine Kostenerstattung durch die Staatskasse und die Geldauflage bei einer Einstellung kann im vier- oder fünfstelligen Bereich liegen. Selbst bei einem Freispruch besteht zwar Anspruch auf Kosten­erstattung, jedoch nur bis zur Höhe der gesetzlichen Gebühren (dies entspricht erfahrungsgemäß etwa einem Zehntel der Kosten, häufig weniger).
MEINUNG: „ICH HAB MIR NICHTS VORZUWERFEN. SO WIRD MEIN ANWALT EINEN FREISPRUCH FÜR MICH HERAUSHOLEN. UND WENN ICH GEWINNE, DANN REGELT SICH DAS DOCH AUCH MIT DEN KOSTEN!“
Anwalt ist nicht gleich Anwalt, Richter nicht gleich Richter, Rechtsauffassung nicht gleich Rechts-auffassung. Und trotz eines Frei­spruchs trifft Sie die Kostentragungspflicht.
Nur die gesetzlichen Gebühren werden im Falle eines Freispruchs von der Staatskasse getragen. Für alle anderen Kosten, wie die für Verteidiger, Gutachten etc., muss der Betroffene selbst aufkommen.
MEINUNG: „BRAUCHEN WIR NICHT: WIR HABEN SCHON EINE FIRMENRECHTS-SCHUTZVERSICHERUNG.“
Die erweiterte Straf-Rechtsschutz-Versicherung für den beruflichen, nicht selbstständigen Bereich enthält nicht die umfassende Absicherung.
Wichtig: Vorsatzdelikte (Anklage auf vorsätzliches Verhalten) sind in vielen Versicherungsverträgen nicht versichert.
Vergehen sind zwar versichert, aber der Vorwurf des Verbrechens ist in der Regel ausgeschlossen.
Über den Universal-Straf-Rechtsschutz für Unternehmen sind Sie auch im Falle des Vorwurfs einer vorsätzlich be­gangenen Straftat (inkl. des Verbrechensvorwurfes) versichert.
Ein Verbrechen ist eine Straftat, die im Mindestmaß mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr bedroht ist (z. Bsp. schwere Fälle von Insolvenzverschleppung oder Steuerhinterziehung).
Vergehen sind Straftaten, die im Mindestmaß mit einer Freiheitsstrafe von unter einem Jahr oder Geldstrafe bedroht sind.
Die durch eine umfassende Verteidigungsstrategie anfal­lenden Kosten, wie die einer Firmenstellungnahme, für die Vertretung der Versicherten durch mehrere Anwälte, die Beratung zur Rechtskommunikation oder für die Koordina­tion der laufenden Strafverfahren, Untersuchungen und Er­mittlungen gegen den Versicherungsnehmer werden nur über den Universal-Straf-Rechtsschutz gedeckt.
MEINUNG: „ICH BIN AUSREICHEND ÜBER MEINE D&O-VERSICHERUNG ABGESICHERT!“
Nein! D&O und Straf-Rechtsschutz sind nicht deckungsgleich und D&O-Versicherer zahlen nach Schätzungen von Branchenexperten nur in jedem vierten Fall!
Ein Kostenersatz über die D&O-Versicherung kommt nur dann zum Tragen, wenn Kausalität in Bezug auf den D&O-Versicherungsfall vorliegt. Zudem sind über den Straf-Rechtsschutz alle Mitarbeiter abgesichert, diese Deckung ist also weiter gefasst als die D&O-Deckung. Und das „Rundum-sorglos“-Service-Paket inklusive beispielsweise Krisencoaching, Compliance-Schulung und Daten-/Um-welt-Assist ist nur über den Straf-Rechtsschutz zu haben! Aber die D&O-Versicherung für den berechtigten Vermögensschaden und die Abwehr unberechtigter Ansprüche sehr wichtig.
MEINUNG: „WIR HABEN EINE EIGENE RECHTS­ABTEILUNG BZW. EINEN HAUSJURISTEN, DIE KÜMMERN SICH UM ALLE DIESE SACHEN!
Arbeiten Sie besser mit Fachspezialisten. Als Betroffener eines Strafverfahrens sind Sie besser beraten, einen spezialisierten Rechtsanwalt, der als Strafverteidiger über ausgezeichnete Kontakte zu den Ermittlungsbehörden und eine entsprechende Reputation verfügt, mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen.
Nicht jedes Ermittlungsverfahren wird eröffnet, oftmals wird eine Einstellung des Verfahrens gegen Auflage er­langt. Und wenn es doch zu einer Anklage kommen soll­te, dann kann ein versierter Strafverteidiger den Ausgang des Verfahrens maßgeblich beeinflussen und im schlimmsten Fall einer Verurteilung noch Bewährungs- bzw. Geldstrafen statt Haftstrafen aushandeln.
Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen einen Unternehmer wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung zugunsten seines Unter­nehmens. Er soll den Finanzbehörden falsche Angaben gemacht und mittels Scheinrechnungen unberechtigt Auf­wendungen und Vorsteuern für Ihr Unternehmen geltend gemacht haben. Er hat angeblich diese Verträge, Belege und andere Unterlagen in die Buchführung eingebracht und so Zahlungen veranlasst. Die Staatsanwaltschaft erhebt nach einem langwierigen Ermittlungsverfahren Anklage. Er wird in erster Instanz verurteilt. Im Berufungsverfahren wird gegen Zahlung einer hohen Geldauflage eine Einstel­lung des Verfahrens erreicht.
Der Universal-Strafrechtsschutz für Unternehmen übernahm die Kosten des Strafverteidigers im Ermittlungs- und Gerichtsverfah­ren sowie die im Besteuerungsverfahren angefallenen Anwaltskosten.
Bei einem Betriebsunfall wird ein Arbeitnehmer schwer verletzt. Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass die Arbeitsschutzbestimmungen im Betrieb nicht ausreichend waren, um den Unfall zu verhindern. Es wird gegen den Unternehmer und weitere verantwortliche Personen ermittelt. Die Einstellung des Verfahrens erfolgt wegen des Umfangs der Ermittlungen erst nach mehr als einem Jahr.
Der Universal-Strafrechtsschutz für Unternehmen übernahm die Kosten einer Stellungnahme des Unternehmens durch einen Un­ternehmensanwalt, die Kosten der Verteidiger für die Beschuldigten sowie die Kosten eines Sachverständigen­gutachtens zur Unterstützung der Verteidigung.
3. UNBERECHTIGTE SOFTWARENUTZUNG
Ein gekündigter Mitarbeiter behauptet, dass sich auf Firmen-Rechnern eine nicht lizenzierte Software befindet, die geschäftlich genutzt wird. Die Staatsanwaltschaft leitet ein Ermittlungsverfahren ein und verdächtigt den Unternehmer, diese Soft­ware zuvor ohne Nutzungsberechtigung aus dem Internet heruntergeladen zu haben. Eine Softwarelizenz hätte jeweils 12.000 Euro gekostet. Bei einer Durchsuchung werden die Firmen-Rechner und Unterlagen zur Softwarenutzung beschlagnahmt. Nach einer ausführlichen Einlassung des Strafverteidigers wird das Verfahren gegen Zahlung einer Geld­auflage eingestellt.
Die Kosten für die Straf­verteidigung wurden durch den Universal-Strafrechtsschutz erstattet.
4. WIRTSCHAFTSSTRAFRECHT (1)
Ein mittelständisches Unternehmen veräußert sein Tochter­unternehmen zu einem Preis von rund 3,5 Millionen Euro. Zwei Jahre später meldet der Käufer des Tochterunterneh­mens Insolvenz an und erstattet Anzeige gegen das verkau­fende Unternehmen wegen Bilanzfälschung. Gegen ehema­lige und amtierende Geschäftsführer werden Ermittlungen eingeleitet, die Geschäfts- und Privaträume werden durch­sucht. Knapp drei Jahre später wird das Verfahren gegen Auflage zur Einstellung gebracht.
Der Universal-Strafrechtsschutz für Unternehmen erstattete die Kosten für die Strafverteidigung, die in diesem Fall rund 250.000 Euro betrugen.
5. WIRTSCHAFTSSTRAFRECHT (2)
Den beiden Geschäftsführern der X-GmbH legte die Staats­anwaltschaft zur Last, bei der Bundesagentur für Arbeit Arbeitsausfall angezeigt und die Gewährung von Kurzar­beitergeld beantragt zu haben. Tatsächlich soll kein erheb­licher Arbeitsausfall vorgelegen haben. Kurzarbeitergeld und Erstattungsleistungen für Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von ca. 100.000 Euro wurden gewährt. Wie sich im Ermittlungsverfahren herausstellt, hatte ein gekündigter Mitarbeiter eine anonyme Anzeige erstattet. Das Ermitt­lungsverfahren wurde eingestellt, da mit Hilfe des Verteidi­gers nachgewiesen werden konnte, dass die Voraussetzun­gen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld tatsächlich gegeben waren.
Bei der Sanierung eines Altbaus werden von den Mitarbei­tern eines Abbruchunternehmens asbesthaltige Eternit-Platten nicht getrennt entsorgt, sondern mit dem übrigen Bauschutt. Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen die Mit­arbeiter und den Firmeninhaber wegen des Verdachts des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen. Es kommt zur Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflagen.
Der Betriebsleiter soll veranlasst haben, dass Zink- und bleihaltige Abfälle aus der Produktionsstätte in einer neben dem Betriebsgelände gelegenen Schlammgrube gelagert werden. Die Schadstoffe sind ins Erdreich und das Grund­wasser eingedrungen. Es kommt zur Anklage gegen den Betriebsleiter wegen Gewässer- und Bodenverunreinigung. Nach mehreren Verhandlungstagen gelingt dem Verteidi­ger eine Verfahrenseinstellung gegen Zahlung einer hohen Geldauflage. Die Anwalts- und Sach­verständigenkosten werden durch den Universal-Strafrechtsschutz getragen.
7. Ihre Betriebsstätte
Bei Dacharbeiten rutscht ein Mitarbeiter aus und stürzt ab. Es wird festgestellt, dass die vorgeschriebenen Sicher­heitsnetze nicht sachgerecht montiert waren. Im Rahmen des Ordnungswidrigkeitenverfahrens wegen Verletzung der Arbeitssicherheitsvorschriften kann der Betriebsinhaber nachweisen, dass ein Sicherheitshandbuch existierte und seine Mitarbeiter entsprechend geschult wurden. Der Unfall passierte aus eigener Nachlässigkeit des Mitarbeiters.
Bei einer Prüfung des Amts für Arbeitsschutz wird fest­gestellt, dass nicht alle Aushilfsmitarbeiter mit speziellen Sicherheitsschuhen und -handschuhen ausgerüstet sind. Bei ihrer Arbeit kommen die Mitarbeiter mit säurehaltigen Flüssigkeiten in Kontakt. Im Rahmen des eingeleiteten Ordnungswidrigkeitenverfahrens gelingt dem Anwalt nach Gesprächen mit der Behörde eine Reduzierung des Buß­gelds auf 2.500 Euro.
8. Ihr Produkt
Durch ein Versehen gelangen beim Abfüllen einer Getränke­lieferung Rückstände eines Reinigungsmittels in das Pro­dukt. Die Firma ruft die Charge der ausgelieferten Waren zurück und informiert über die Medien. Ein Käufer, der das Produkt getrunken hatte, erstattet Strafanzeige.
Die Firma vertreibt ein im Ausland produziertes Nahrungsergänzungsmittel. Eine Lieferung ist mit verunreinigten Substanzen versetzt, die bei einigen Verbrauchern zu Gesundheitsproblemen führen. Nachdem das Nahrungsergänzungsmittel als Verursacher der Beschwerden festgestellt worden ist, erstatten die Geschädigten Strafanzeige.
Vorsatz: Achte Sie darauf, dass Vorsatz bis zum gerichtlichen Beweis mitversichert ist.
Mitversicherte Personen: Oft werden nur die Geschäftsführer versichert. Es müssen aber zu Ihrem eigenen Schutz alle angestellten und freien Mitarbeiter, Praktikanten, Steuerberater und auch Entlastungszeugen versichert sein, damit Sie diesen den Strafverteidiger stellen und Einfluss nehmen können. Die Staatsanwaltschaft befragt oft zuerst die Mitarbeiter und am Ende erst Sie!
Mitversicherte Unternehmen: Zumeist werden Strafrechtsschutzversicherungen nur für das jeweilige Unternehmen angeboten. Tochterfirmen werden oft vergessen. Diese sollten mitversichert sein, weil man nie weiß, welche Firma im Fokus steht. Dies ist für den Versicherungsschutz elementar wichtig.
Neubeherrschung im Insolvenzfall: Beachten Sie, dass auch die Neubeherrschung im Insolvenzfall versichert gilt und der Versicherer nicht den Vertrag kündigen kann.
Nachmeldefrist und Nachhaftung trotz Erfüllungsablehnung des Insolvenzverwalters: Die Nachhaftung muss auch fortbestehen, wenn der Insolvenzverwalter nach §103 Insolvenzordnung die Erfüllung ablehnt. Gerade im Insolvenzfall brauchen Sie den Versicherungsschutz!
Es gibt neben den benannten sinnvollen Zusatzbausteine viele andere mehr, die Sie für Ihre Strafrechtsschutzversicherung berücksichtigen sollten, um Ihren Versicherungsschutz zu verbessern. Wenn wir Sie bei der Gestaltung Ihres Versicherungsschutzes unterstützen sollen, kommen Sie einfach auf uns zu.
Manager-Rechtsschutz - wenn aus Überstunden der Angestellten ein Strafverfahren wird
Andauernde Mehrarbeit und Überstunden im Büro schaden wohl nach neuester Meinung der Gesundheit. Wer nach Feierabend noch Berichte schreibt oder ständig den nicht aufgearbeiteten Papierkram mit nach Hause nimmt, unterliegt trotzdem der Fürsorgepflicht der Vorgesetzten. Beachten die Führungskräfte das nicht, drohen harte Strafen.
Jeder Arbeitnehmer weiss, dass es gewisse Vorschriften gibt, die eingehalten werden müssen. Darunter fällt auch die Arbeitszeit, geregelt im Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Das Gesetz gilt für alle Angestellten über 18 Jahre, aber auch für Auszubildende und Praktikanten. Acht Stunden am Tag ist die zulässige Höchstarbeitszeit. Sie kann auf längstens zehn Stunden pro Tag ausgedehnt werden - jedoch nur, wenn ein entsprechender Zeitausgleich geschaffen wird. Zwischen Arbeitsende und Arbeitsbeginn müssen mindestens elf Stunden Ruhepause liegen. Auch die vorgeschriebenen Pausen während der Arbeitszeit müssen eingehalten werden.
Ausnahmen des Arbeitszeitgesetzes:
Das ArbZG gilt nicht für bestimmte Beschäftigtengruppen, wie zum Beispiel Chefärzte oder leitende Angestellte, ebenso nicht für bestimmte Beschäftigungsarten, zum Beispiel in Krankenhäusern, Kirchen, Bäckereien, Gaststätten oder in der Landwirtschaft. Dass auch die Fahrzeit zur Arbeitszeit zählen kann, wird gern übersehen, insbesondere bei Montageeinsätzen oder Kundenterminen.
Der Arbeitgeber ist nach § 16 ArbZG verpflichtet, das Arbeitszeitgesetz an geeigneter Stelle im Betrieb zur Einsichtnahme auszulegen oder auszuhängen. Dies wird in der Praxis häufig übersehen. Eine weitere Pflicht des Arbeitgebers ist neben der Dokumentation der „normalen" Arbeitszeit insbesondere die Aufzeichnung der geleisteten Mehrarbeit. Auch das Abhalten der „arbeitswilligen" Arbeitnehmer von der Überschreitung der Höchstarbeitsgrenzen gehört zu seinen Obliegenheiten und wird bei Nichteinhaltung nach § 22 ArbZG sanktioniert. Beidseitige Vereinbarungen, z. B. die Zahlung von Boni bei Mehrarbeit, sind nichtig!
Noch herrscht weitestgehend Ruhe auf diesem Konfliktfeld, weil die zuständigen Aufsichtsbehörden, die Gewerbeaufsichtsämter, nicht mit demselben Engagement unterwegs sind wie beispielsweise die Polizei bei der Kontrolle des Straßenverkehrs. Gefahr droht dennoch.
Betriebsräte haben die gesetzliche Pflicht, die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes zu überwachen.
Enttäuschte oder gekündigte Arbeitnehmer können Gewerbeaufsicht und Staatsanwaltschaft mit den nötigen Informationen versorgen. Besonders kritisch ist es, wenn ein Arbeitnehmer wegen Übermüdung zu Schaden oder im schlimmsten Fall zu Tode kommt. Dann kümmern sich Berufsgenossenschaft und Staatsanwaltschaft von Amts wegen. In einem solchen Fall wird nicht nur die Frage der Strafbarkeit nach § 23 ArbZG geprüft, sondern auch die Körperverletzungs- oder Tötungsdelikte nach dem Strafgesetzbuch.
Hierzu ein Beispiel: Ein Sachbearbeiter arbeitete mit großem Engagement im Lohnbüro seines Unternehmens. Im Zuge einer Firmenübernahme durch neue Eigentümer wurde die Stelle einer Kollegin gestrichen. Man hatte wohl übersehen, dass im Lohnbüro u. a. auch die Einsatzplanung für Zeitarbeiter angesiedelt war. In der Folge war das gleichbleibende Arbeitspensum von ihm allein zu bewältigen. Da monatlich die Auszahlung der Löhne von seiner Vorarbeit abhängig war, war es quasi unumgänglich, täglich im Schnitt 12 bis 14 Stunden zu arbeiten. Das Problem wurde von ihm weder bei der Geschäftsleitung noch beim Betriebsrat angesprochen. An einem Abend passierte es auf dem Heimweg dann: Durch die lange Arbeit erschöpft, fielen ihm auf der Landstraße fahrend die Augen zu und er verunglückte tödlich. Seine Witwe äußerte gegenüber der Polizei, dass ihr Mann immer so lange arbeiten musste. Dieser Unfall führte zur Anklage des Geschäftsführers wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung. Man sah die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers gegenüber seinem Bediensteten verletzt, da man bei solch langen regelmäßigen Arbeitszeiten davon ausgehen konnte, dass die Gesundheit des Mitarbeiters geschädigt wird und/oder es zu einem Unfall kommen musste.
Versetzen wir uns nun in die Situation des „Firmenlenkers": Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsräte, Manager von Kapitalgesellschaften. Auch rechtlich befindet man sich in einer besonderen Situation, die mit dem Umfang einer normalen Rechtsschutzversicherung in der Regel nicht abgedeckt werden kann. Grund: Bei Geschäftsführern, Vorständen usw. greift nicht Arbeitsrecht, sondern Handelsrecht. Speziell auf deren Bedarf abgestimmter Rechtsschutz löst das Problem und hilft Ihren Kunden, ihr gutes Recht zu bekommen, ohne dabei das finanzielle Risiko der Gerichtskosten eingehen zu müssen.
Ein anderes Beispiel aus der Praxis: Einer der Geschäftsführer einer GmbH fordert zum Ablauf seines Anstellungsvertrages die in Höhe von 230.000 Euro zugesagte Tantieme für das laufende Geschäftsjahr. Die Gesellschaft bestreitet, dass die Tantieme überhaupt zu zahlen ist und verweigert die Zahlung. Eine außergerichtliche Einigung scheitert. Der Anwalt des Geschäftsführers erhebt daher Klage vor dem Landgericht auf Zahlung von 230.000 Euro.
Je nach Rechtsschutzart kann es ggf. Ausnahmen bei der Versicherbarkeit geben (z. B. Prokuristen). Grundsätzlich können alle Teilbereiche des Manager-Rechtsschutzes sowohl von Einzelpersonen, die sich absichern möchten, abgeschlossen werden wie auch von dem Unternehmen, für das sie tätig sind.
Welche Unternehmen sind versicherbar?
Beim Manager-Rechtsschutz gibt es drei Bausteine:
Der Anstellungsvertrag fällt nicht unter das Arbeitsrecht, weshalb ein normaler, privater Arbeits-Rechtsschutz nicht für entstehende Kosten aufkommt. Auch werden solche Verfahren nicht vor Arbeits-, sondern vor Zivilgerichten geführt, was in der Regel deutlich höhere Streitwerte und damit Kosten mit sich bringt.
• (Spezial-)Straf-Rechtsschutz
Ein Unternehmen kann nicht strafrechtlich verfolgt werden. Dem Geschäftsführer - dem „Entscheider" und „Lenker" eines Unternehmens - obliegt es z. B. für die Einhaltung der Arbeitssicherheit und anderer Gesetze zu sorgen. Kommt es zu Unregelmäßigkeiten, steht man persönlich im Regelfall immer mit im Fokus strafrechtlicher Ermittlungen. Ein solcher Rechtsschutzvertrag kommt auch für die Verteidigungskosten beim Vorwurf einer Vorsatztat auf (im Gegensatz zum „normalen" Privat-Rechtsschutz, der hier nicht mehr greifen würde).
Unternehmenslenker haften im Normalfall persönlich für Schäden, die sie durch Fehlentscheidungen oder Unterlassen dem Unternehmen zufügen, für das sie tätig sind. Der Vermögensschaden-Rechtsschutz übernimmt die Kosten, um sich gegen diese Schadenersatzforderungen zu wehren - egal, ob sie kein Verschulden bei sich sehen oder lediglich bei der Schadenshöhe andere Ansichten vertreten.
TIPP: Wir empfehlen Ihnen, vor der ersten Konsultierung eines Anwalts immer zunächst das Gespräch mit dem Rechtsschutzversicherer zu suchen. So kann im Vorfeld geprüft werden, ob ein Rechtsstreit Aussicht auf Erfolg hat. Für einzelne Bausteine der Rechtsschutzversicherung kann eine Wartezeit vereinbart sein. Für Versicherungsfälle, die sich innerhalb dieser Wartezeit oder vor dem Versicherungsbeginn ereignen, besteht kein Versicherungsschutz.
Für alle Fragen rund um den Manager-Rechtsschutz stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung:
Haben Sie Fragen zu anderen Unternehmensversicherungen oder zur Versicherung der Unternehmerfamilie, dann köommen Sie gern auf uns zu.
Wir stehen Ihnen bei allen Versicherungsfragen oder für Anregungen 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr per Chat, telefonisch unter: +49-371-40399-50 oder per eMail oder über unser Kontaktformular zur Verfügung. Gern rufen wir Sie zurück.