Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2064,%20382
Timestamp: 2020-04-06 12:56:25
Document Index: 108951688

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BGH, 12.06.1975 - III ZR 25/73 - dejure.org
BGH, 12.06.1975 - III ZR 25/73
https://dejure.org/1975,111
BGH, 12.06.1975 - III ZR 25/73 (https://dejure.org/1975,111)
BGH, Entscheidung vom 12.06.1975 - III ZR 25/73 (https://dejure.org/1975,111)
BGH, Entscheidung vom 12. Juni 1975 - III ZR 25/73 (https://dejure.org/1975,111)
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Entschädigung für die Enteignung eines Grundstücks wegen des Baus einer Autobahn - Vorbereitende Planung als "Vorwirkung" einer Enteignung - Zusammenhang mit der Entziehung des Eigentums bei Vorliegen einer verbindlichen Planung - Verbindlichkeit eines festgestellten ...
BGHZ 64, 382
NJW 1975, 1778
MDR 1975, 1004
DÖV 1976, 206
BauR 1975, 329
Insbesondere dann, wenn sich das Enteignungsverfahren längere Zeit hinzieht oder dieses Verfahren zusammen mit einer ihm vorgeschalteten Planung einen einheitlichen Enteignungsprozess darstellt, der die Enteignung mit Sicherheit erwarten lässt, ist der Zeitpunkt entscheidend, in dem das Grundstück von der konjunkturellen Weiterentwicklung endgültig abgeschnitten wird (vgl. BGH, Urteile vom 12. Juni 1975 - III ZR 25/73 - BGHZ 64, 382, 384, vom 11. Februar 1988 - III ZR 64/87 - BauR 1988, 458, 459 f. und vom 6. April 1995 - III ZR 27/94 - NJW-RR 1995, 911, 912; Beschluss vom 25. November 1991 - III ZR 65/91 - NVwZ 1992, 603).
Insbesondere dann, wenn sich das Enteignungsverfahren längere Zeit hinzieht oder dieses Verfahren zusammen mit einer ihm vorgeschalteten Planung einen einheitlichen Enteignungsprozess darstellt, der die Enteignung mit Sicherheit erwarten lässt, ist der Zeitpunkt entscheidend, in dem das Grundstück von der konjunkturellen Weiterentwicklung endgültig abgeschnitten wird (vgl. BGH, Urteile vom 12. Juni 1975 - BGH III ZR 25/73 - BGHZ 64, 382 , vom 11. Februar 1988 - BGH III ZR 64/87 - BauR 1988, 458 und vom 6. April 1995 - BGH III ZR 27/94 - NJW-RR 1995, 911 ; Beschluss vom 25. November 1991 - BGH III ZR 65/91 - NVwZ 1992, 603).
Dieser Beurteilung steht die Rechtsprechung des erkennenden Senats zu den sog. Gebietserklärungen, die grundsätzlich noch nicht als Eingriff in das Grundeigentum gewertet werden (Senatsurteile BGHZ 57, 278; 64, 382, 390 f. und vom 2. Februar 1978 - III ZR 15/76 = LM Art. 14 [Ba] GG Nr. 45 m.w.Nachw.), nicht entgegen.
Das folgt aus dem Grundsatz: Ein Minderwert berechtigt zu einer enteignungsrechtlichen Entschädigung nur, wenn und soweit er auf Umständen beruht, die unter enteignungsrechtlichen Gesichtspunkten bedeutsam sind (BGHZ 64, 382, 392 m.w.Nachw.).
Denn nur sie ist "Eigentum" im Sinne der Verfassungsgarantie des Art. 14 GG (BGHZ 61, 253, 255/6; 62, 96, 99/100; 64, 382, 390, 392 ff; BGH WM 1976, 1064; Senatsurteil vom 10. März 1977 - III ZR 195/74).
Maßgebender Zeitpunkt für diese, der "Qualität" des Grundbesitzes zugehörige Frage ist spätestens der Eintritt des Wirksamwerdens des Planfeststellungsbeschlusses (§ 18 Abs. 5 FStrG; vgl. BGHZ 64, 382, 384 f).
Das gilt auch, wenn dieser Vorgang auf Maßnahmen von hoher Hand zurückgeht (BGHZ 62, 96, 99 und 64, 382, 394).
Die von der Revision angeführten Urteile des Senats vom 12. Juni 1975 - III ZR 25/73 (= BGHZ 64, 332) und III ZR 158/72 (= BGHZ 64, 366) rechtfertigen hier schon deswegen keine andere Beurteilung, weil die Parzelle 110/3 für die Beklagte ersichtlich nicht wertlos geworden ist.
Eine vorbereitende Planung ist als Vorwirkung einer Enteignung (hier Verpflichtung zur Übernahme) anzusehen, wenn sie mit der späteren Entziehung des Eigentums in ursächlichem Zusammenhang steht, hinreichend bestimmt ist und die spätere verbindliche Planung, die dann zur Enteignung führt, mit Sicherheit erwarten lässt (Senatsurteile BGHZ 141, 319, 321; 98, 341, 342; 64, 382, 384; 63, 240, 242).
BGH, 09.04.1990 - II ZR 1/89
Rechte des Schuldners bei einer stillen Sicherungsabtretung zukünftig fällig …
Das gilt auch für Vorausabtretungen von erst später entstehenden Forderungen; der Schuldner soll darauf vertrauen dürfen, daß er sich mit Hilfe seiner Forderung von seiner eigenen Schuld befreien kann, auch wenn die gegen ihn gerichtete Forderung erst später zur vollen Entstehung gelangt (BGHZ 64, 384, 386 f.) [BGH 12.06.1975 - III ZR 25/73] .
Des halb kann hier die Frage offenbleiben, ob neben § 8 Abs. 2 Pr.EnteigG dem § 9 Abs. 9 FStrG eine selbständige Bedeutung zukommt (vgl. BGHZ 64, 382, 389).
a) Die Zone III hat die Enteignungsbehörde zum Zeitpunkt der Planfeststellung (18. Juni 1964) - vgl. dazu BGHZ 64, 382 - als Bauerwartungsland eingestuft.
Da diese Erwartung keine vom Schutz des Art. 14 GG umfaßte Rechtsposition des Beklagten zu begründen vermag, ist das Schwinden des auf diese Erwartung begründeten Verkehrswertes kein Enteignungstatbestand (vgl. BGHZ 62, 96, 98 f .; 64, 382, 390).
Denn nur sie ist "Eigentum" im Sinne der Verfassungsgarantie des Art. 14 GG (BGHZ 61, 253, 255/6; 62, 96, 99/100; 64, 382, 390, 392 ff; BGH WM 1976, 1064; 1977, 624/5 und 1149/50).
b) Ein enteignungsrechtlich relevanter Eingriff in das unbebaute, aber baureife Grundeigentum durch Lärmimmissionen setzt eine - konkrete - erhebliche, die enteignungsrechtliche Opfergrenze übersteigende Einbuße voraus, die für den Betroffenen fühlbar (spürbar) geworden ist (wie etwa nach der Rechtsprechung des Senats bei den sog. Gebietserklärungen: BGHZ 57, 278 [BGH 20.09.1971 - III ZR 18/70]; 64, 382, 390 f [BGH 12.06.1975 - III ZR 25/73]; Urteil vom 2. Februar 1978 - III ZR 15/76 = LM GG Art. 14 (Ba) Nr. 45).
Insbesondere dann, wenn sich das Enteignungsverfahren längere Zeit hinzieht oder dieses Verfahren zusammen mit einer ihm vorgeschalteten Planung einen einheitlichen Enteignungsprozess darstellt, der die Enteignung mit Sicherheit erwarten lässt, ist der Zeitpunkt entscheidend, in dem das Grundstück von der konjunkturellen Weiterentwicklung endgültig abgeschnitten wird (vgl. BGH, Urteile vom 12. Juni 1975 - III ZR 25/73 - BGHZ 64, 382 , vom 11. Februar 1988 - III ZR 64/87 - BauR 1988, 458 und vom 6. April 1995 - III ZR 27/94 - NJW-RR 1995, 911 ; Beschluss vom 25. November 1991 - III ZR 65/91 - NVwZ 1992, 603).
BGH, 10.03.1977 - III ZR 195/74
Bemessung der Enteignungsentschädigung bei Geländen die im Außenbereich liegen - …
BGH, 27.05.2009 - III ZR 285/08
Möglichkeit des Ansehens der Bekanntgabe der Linienführung einer Bundesfernstraße …
BGH, 03.12.1981 - III ZR 55/80
Enteignung - Ausgleichspflicht - Arrondierungsschaden - Wegfall von …
Festsetzung einer Entschädigung für eine an die Bundesrepublik abgetretene Fläche …
BGH, 22.04.1982 - III ZR 131/80
Bedeutung einer Verfügungs- und Veränderungssperre im Umlegungsverfahren für die …
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Verkehrswert eines planungsgebundenen Grundstücks - tatrichterliches Ermessen bei …
BGH, 07.05.1981 - III ZR 67/80
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Zeitpunkt der Wertfeststellung eines Grundstücks für die Enteignung nach einem …
BGH, 14.01.1982 - III ZR 134/80
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BGH, 24.03.1977 - III ZR 32/75
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BGH, 12.06.1975 - III ZR 127/72
Festsetzungsverfahren für Entschädigungen nach § 9 Abs. 9 FStrG
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Entschädigungsansprüche bei Kiesabbau wegen Verlusten im Böschungsbereich einer …
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Ermittlung der Enteignungsentschädigung für einen Arrondierungsschaden - …
BGH, 26.02.1976 - III ZR 164/73
Berücksichtigung von Wertsteigerungen bis zur mündlichen Verhandlung im …
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BVerwG, 20.07.1993 - 4 B 91.93
BGH, 13.07.1978 - III ZR 85/74
Entschädigungsansprüche auf Grund von Beeinträchtigungen durch die Anordnung des …
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Enteignung - Entschädigung - Wertminderung - Supermarkt - Bundesstraße - …
BayObLG, 10.02.1992 - RReg. 1 Z 392/90
Vermeidung; Enteignung; Grundstückskaufvertrag; Zulässigkeit; Geschäftsgrundlage
BGH, 09.05.1979 - III ZR 11/78
Entschädigung eines eingetretenden Vermögensschadens der Gemeinde wegen …
BGH, 13.07.1978 - III ZR 99/75
Voraussetzungen für die Gewährung einer Enteignungsentschädigung - Anforderungen …
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Teilweiser Entzug eines Flurstücks als enteignender Eingriff in den …
BGH, 26.02.1976 - III ZR 171/73
Höhe der Enteignungsentschädigung für Teilfläche eines Flurstücks - Festlegung …
BGH, 26.02.1976 - III ZR 167/73
Höhe der Enteignungsentschädigung für Teilfläche eines Flurstücks - Bemessung des …