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Timestamp: 2013-05-18 10:53:22
Document Index: 328693276

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 1', 'BGH', 'BGH']

Urteil 08.01.2001 / Teil 3 Landgericht Karlsruhe,
Die weiteren von der Kl�gerin angef�hrten Indizien belegen die T�terschaft des Beklagten ebenfalls nicht. Insbesondere lassen die beiden abgerissenen Fingerlinge selbst in Verbindung mit der am Tatort aufgefundenen Plastikt�te nebst Inhalt keinen Schluss darauf zu, dass der Beklagte die Tat zum Nachteil der Kl�gerin begangen hat. Die Behauptung der Kl�gerin, dass die aufgefundene Plastikt�te nebst Inhalt dem Beklagten zugeordnet werden k�nne, wurde durch die Beweisaufnahme nicht best�tigt. 1. Die beiden in der Plastikt�te gefundenen Zigarettenschachteln der Marke Marlboro (rot) bzw. Marlboro Lights (wei�) - letztere mit einem Kreuz markiert -, in denen sich leere bzw. Amphetamin beinhaltende Folient�tchen befanden, belegen nicht, dass die T�te von dem Beklagten am Tatort zur�ckgelassen wurde. a) Der Beklagte war zum Zeitpunkt der Tat Raucher der Zigarettenmarke Marlboro (rot), w�hrend seine Freundin Claudia F. Zigaretten der Marke Marlboro Lights (wei�) rauchte. Dies best�tigte auch der Zeuge Guido K.. b) Der Beklagte hat bestritten, dass er die Angewohnheit gehabt habe, leere Zigarettenschachteln als Aufbewahrungsbeh�ltnis zu verwenden. Er habe dies lediglich zwei- oder dreimal getan. Wolfgang Z. erkl�rte bei seiner Anh�rung, dass ihm anl�sslich eines Besuches bei seiner Tochter, zu einem Zeitpunkt, zu dem diese noch mit dem Beklagten zusammengewesen sei, auch entsprechende Marlboroschachteln aufgefallen seien. Seine Tochter habe ihm erkl�rt, dass der Beklagte hierin verschiedene Sachen aufbewahre. Die Zeugin Elke H., die Schwester des Beklagten, erkl�rte, dass sie nicht best�tigen k�nne, dass der Beklagte leere Zigarettenschachteln als Aufbewahrungsbeh�ltnis verwende und diese zuklebe. In ihrem Beisein sei dies nie vorgekommen. Der Zeuge Guido K., ein Freund des Beklagten, erkl�rte, ihm sei nur ein Fall in Erinnerung, in dem der Beklagte eine leere rote Marlboro-Schachtel als Aufbewahrungsbeh�ltnis verwendet habe. Der Beklagte sei Kassierer im Motorclub gewesen und habe - damit das Geld nicht mit seinem eigenen im Geldbeutel verwechselt werde - das M�nzgeld in eine solche leere Marlboro-Schachtel gesteckt. Andere Anl�sse, bei denen der Beklagte Zigarettenschachteln als Aufbewahrungsbeh�ltnis verwendet h�tte, seien ihm nicht bekannt. Zu Hause in der Wohnung des Beklagten seien ihm derartige als Aufbewahrungsbeh�ltnis verwendete Marlboroschachteln nicht aufgefallen. Ihm sei auch nichts davon bekannt, dass der Beklagte diese mit Klebestreifen zugeklebt h�tte. Auch in dem ihm bekannten Fall sei die Schachtel nicht zugeklebt gewesen. Der Zeuge KHK Kirn erkl�rte, er habe heute keine Erinnerung mehr daran, ob in der Wohnung des Beklagten Zigarettenschachteln aufgefunden worden seien. Diesbez�glich m�sse er auf seinen damaligen Untersuchungsbericht verweisen. Der Zeuge KOK Mayer berichtete, dass in der Wohnung des Beklagten mehr als eine Zigarettenschachtel aufgefunden worden sei. Es habe sich um solche der Marke Marlboro gehandelt. Wie viele es im Einzelnen gewesen seien, wisse er nicht mehr. c) Wie sich dem Durchsuchungsbericht vom 30.04.1997 entnehmen l�sst, auf welchen die Kl�gerin verweist, wurden in der Wohnung des Beklagten zwei Marlboroschachteln (rot) aufgefunden, in denen sich S��stoffdragees bzw. M�nzgeld befanden (Strafakte Ordner III, Ziff. V.1, Durchsuchungsbericht vom 30.04.1997, AS 71 - 73). d) Aufgrund der Angaben der Zeugen und der in der Wohnung des Beklagten aufgefundenen Zigarettenschachteln mit S��stoffdragees bzw. M�nzgeld kann zwar davon ausgegangen werden, dass der Beklagte in diesen zwei F�llen leere Zigarettenschachteln als Aufbewahrungsbeh�ltnis verwendet hat. Dass dies eine "Angewohnheit" des Beklagten war, hat sich allerdings nicht ergeben. e) Ungeachtet dessen bleibt zweifelhaft, ob dem Beklagten die am Tatort aufgefundenen Zigarettenschachteln zugeordnet werden k�nnen. Fingerabdr�cke des Beklagten befanden sich auf diesen Schachteln nicht. In der Wohnung des Beklagten wurden au�erdem nur zwei als Aufbewahrungsbeh�ltnis verwendete Zigarettenschachteln der Marke Marlboro (rot) aufgefunden, nicht aber solche der Marke Marlboro Lights (wei�). Mag nun auch die Freundin des Beklagten Zigaretten der Marke Marlboro Lights (wei�) geraucht haben, so ergibt sich doch nichts daf�r, dass der Beklagte auch Zigarettenschachteln dieser Marke aufbewahrt und als Aufbewahrungsbeh�ltnis f�r andere Gegenst�nde verwendet h�tte. f) außerdem erscheint es nach der Beweisaufnahme nicht ausgeschlossen, dass die Kl�gerin ihrerseits leere Zigarettenschachteln als Aufbewahrungsbeh�ltnis benutzt hat. Aa) Der Vater der Kl�gerin, Wolfgang Z., berichtete, er wisse nichts davon, dass seine Tochter in leeren Zigarettenschachteln Gegenst�nde aufbewahrt habe. Der - im Strafverfahren nicht vernommene - Zeuge Lutz S. erkl�rte, dass er im Zeitraum von August 1991 bis Oktober 1991 mit der Kl�gerin befreundet gewesen sei. In dieser Zeit habe die Kl�gerin rote Gauloises und Marlboro Lights geraucht. Ab und zu habe sie auch selbstgedrehte Zigaretten geraucht, m�glicherweise auch noch andere Zigarettenmarken. Im August 1991 habe er einmal eine leere Zigarettenschachtel der Marke Marlboro Lights bei ihr gesehen. Auf diese Zigarettenschachtel sei auf der Vorderseite ein gro�es Kreuz mit Kugelschreiber aufgemalt gewesen, wobei er nicht mehr wisse, ob sich dieses Kreuz �ber die ganze Vorderseite der Schachtel erstreckt habe. In dieser Zigarettenschachtel habe sich ein St�ck Haschisch befunden. Die Kl�gerin habe es ihm noch selbst gezeigt und auch erkl�rt, dass es sich hierbei um Haschisch handle. Er habe aber nicht nachgefragt, welche Bedeutung das Kreuz auf der Zigarettenschachtel gehabt habe. bb) Die Kammer verkennt nicht, dass der Zeuge Lutz S., an dessen Glaubw�rdigkeit keine Zweifel bestehen, �ber einen Vorfall berichtet hat, der nahezu sechs Jahre vor der Tat liegt. Auff�llig ist allerdings, dass die Kl�gerin - in �bereinstimmung mit der in der Plastikt�te befindlichen Zigarettenschachtel - danach nicht nur eine leere Zigarettenschachtel als Aufbewahrungsbeh�ltnis f�r Drogen benutzt, sondern die Schachtel auch mit einem aufgemalten Kreuz markiert hatte. Die beim Beklagten aufgefundenen Zigarettenschachteln enthielten dagegen weder Drogen noch wiesen sie eine derartige Markierung auf. g) es erscheint zudem nicht ausgeschlossen, dass die Kl�gerin auch zum Tatzeitpunkt selbst noch Zigaretten der Marke Marlboro Lights (wei�) geraucht hat. Wolfgang Z. berichtete, dass seine Tochter, die Kl�gerin, - soweit er wisse - Zigaretten der Marke Lucky Strike geraucht habe. Ob sie Marlboro-Zigaretten geraucht habe, wisse er nicht. Er habe darauf nicht geachtet. Er könne sich auch nicht daran erinnern, dass er bei seiner Tochter einmal Zigaretten bzw. Zigarettenschachteln der Marke Marlboro gesehen h�tte. Der Zeuge Guido K. berichtete dagegen, dass die Kl�gerin seines Wissens Marlboro Lights geraucht habe. Ob sie auch Marlboro (rot) geraucht habe, wisse er nicht. h) Wie die Zeugin Daniela H. aussagte, rauchte auch der Zeuge Thomas H. Zigaretten der Marke Marlboro (rot). i) Die Behauptung des Beklagten, dass Wolfgang Z. zum Zeitpunkt der Tat Raucher der Marke Marlboro (rot) gewesen sei und damit ebenfalls mit den am Tatort aufgefundenen Zigarettenschachteln in Verbindung gebracht werden k�nne, wurde durch die Beweisaufnahme hingegen nicht best�tigt. Wolfgang Z. erkl�rte bei seiner Anh�rung, dass er bis 1984 nicht geraucht habe. Danach habe er bis zu zwei Zigaretten am Tag geraucht. Seit Oktober 1996 sei er nach einer Akupunkturbehandlung im St�dtischen Klinikum in Pforzheim Nichtraucher. Seit diesem Zeitpunkt habe er "keine Zigarette mehr anger�hrt". Die Zeugin Elke H., die Schwester des Beklagten, erkl�rte, dass sie nicht wisse, ob Wolfgang Z. nach 1994 noch geraucht habe. Der Zeuge Guido K. berichtete, dass er Wolfgang Z. etwa drei Jahre vor der Tat rauchen gesehen habe. Es gibt damit keinen Anhaltspunkt daf�r, dass Wolfgang Z. auch noch zum Zeitpunkt der Tat geraucht hat. j) Nach der Beweisaufnahme kann insgesamt damit jedenfalls nicht mit der f�r eine Verurteilung ausreichenden Gewissheit davon ausgegangen werden, dass die in der Plastikt�te aufgefundenen Zigarettenschachteln dem Beklagten zuzuordnen w�ren. 2. Wie der Zeuge KHK Conle berichtete, sei in der Wohnung des Beklagten ein gr�nes Tuch aufgefunden worden, welches - mit geringf�gigem Größenunterschied - seines Erachtens mit dem am Tatort aufgefundenen Tuch identisch gewesen sei. Der Beklagte, den er bei den Vernehmungen auch auf diese T�cher angesprochen habe, habe sich nicht mehr genau daran erinnern k�nnen, woher das in seiner Wohnung aufgefundene Tuch gestammt habe. Der Beklagte habe erkl�rt, dass seine Mutter in der Kleiderkammer bei der Bundeswehr in Calw arbeite und er von daher verschiedene Bundeswehrartikel habe: auch habe er bei einem Versandhandel �hnliche Artikel bestellt. Letztlich sei die Herkunft des in der Wohnung des Beklagten gefundenen Tuches aber unklar geblieben. a) Der Beklagte erkl�rte bei seiner informatorischen Anh�rung, dass er nicht wisse, wie das bei ihm gefundene Tuch in seinen Schrank gelangt sei. Seine Ehefrau, die Kl�gerin, habe bei ihrem Auszug verschiedene Gegenst�nde zur�ckgelassen, so dass das Tuch auch von ihr stammen k�nne.
b) Ein Vergleich mit dem am Tatort aufgefundenen Tuch ergab ausweislich des Untersuchungsberichtes des Sachverst�ndigen Dr. Krau� beim Landeskriminalamt Baden-W�rttemberg vom 26.11.1997 (Strafakte, Band VI, AS 551 ff. [AS 555]) folgendes Ergebnis: Taschentuch aus der Wohnung des Beklagten
Taschentuch aus der im Tatortanwesen aufgefundenen T�te
Gr��e Material Einf�rbung Textilkonstruktion Musterrapport
Dr. Krau� f�hrt aus, dass die beiden Taschent�cher hinsichtlich Material, Einf�rbung und textiler Konstruktion �bereinstimmten: sie seien jedoch unterschiedlich gro�. c) Die Behauptung der Kl�gerin, dass beide T�cher in demselben Haushalt gewaschen worden seien, ist nicht belegt. Ausweislich des Untersuchungsberichtes des Sachverst�ndigen Dr. Karpf beim Landeskriminalamt Baden-W�rttemberg vom 26.11.1997 (Strafakte, Band VI, AS 505 ff.) erfolgte eine Untersuchung darauf, ob in beiden T�chern �bereinstimmende, charakteristische R�ckst�nde von Wasch- und Reinigungsmitteln enthalten sind. Nach den Ausf�hrungen des Sachverst�ndigen seien R�ckst�nde prinzipiell �hnlicher stofflicher Zusammensetzung nachgewiesen worden. Aufgrund der Ergebnisse der R�ckstandsanalyse lasse sich jedoch kein zwingender Zusammenhang zwischen den beiden T�chern herstellen. Im Rahmen einer durchgef�hrten Kleinstudie mit Stofft�chem aus verschiedenen Haushalten sei festgestellt worden, dass die extrahierten Wasch- und Reinigungsmittelr�ckst�nde durchaus eine von Haushalt zu Haushalt variierende Zusammensetzung aufweisen k�nnten. Vorliegend sei eine eindeutige und zweifelsfreie Aussage aufgrund des Fehlens individualcharakteristischer Stoffe in den extrahierten Wasch- und Reinigungsmittelr�ckst�nden allerdings nicht m�glich. d) Dass beide T�cher - abgesehen von der Gr��e - an sich �bereinstimmen, l�sst keinen zwingenden Schluss darauf zu, dass beide T�cher auch tats�chlich vom Beklagten stammen. Es sind keine individualcharakteristischen Merkmale (z.B. eingewobene Initialen) erkennbar, die daf�r sprechen w�rden, beide T�cher einer bestimmten Person zuzuordnen. Die Kl�gerin hat auch den Vortrag des Beklagten nicht bestritten, wonach sie bei ihrem Auszug verschiedene Gegenst�nde, m�glicherweise auch das gr�ne Tuch, bei ihm zur�ckgelassen habe. 3. Es ist unstreitig, dass der Beklagte eine Vielzahl von Einweghandschuhen besessen und diese auch bei verschiedensten T�tigkeiten benutzt hat. Der Beklagte erkl�rte bei seiner informatorischen Anh�rung, dass seine Finger aufgrund der Fingerendgliedamputationen sehr empfindlich seien und er deshalb bei verschiedensten T�tigkeiten Einweghandschuhe trage. Er habe allerdings keine Erkl�rung, wo die Handschuhe hergekommen seien, die im Nachhinein an seinem Pkw gefunden worden seien. Der Zeuge Guido K. best�tigte ebenfalls, dass allgemein bekannt gewesen sei, dass der Beklagte st�ndig "Aids-Handschuhe" getragen habe. a) In der Wohnung des Beklagten und an dessen Fahrzeug wurden Einweghandschuhe gefunden. Der Zeuge KHK Kirn erkl�rte, dass er sich nicht daran erinnern k�nne, ob in der Wohnung des Beklagten Plastikhandschuhe aufgefunden worden seien. Diesbez�glich m�sse er auf seinen damaligen Ermittlungsbericht verweisen. Er wisse auch nicht, ob im Fahrzeug des Beklagten Plastikhandschuhe aufgefunden worden seien. Soweit er sich erinnere, h�tten au�erhalb des Fahrzeugs Plastikhandschuhe gelegen. Diese seien liegengelassen worden, weil er davon ausgegangen sei, dass es sich um Handschuhe von Kollegen gehandelt habe, die in der Nacht beim Fahrzeug gewesen seien. Die Handschuhe h�tten jedenfalls so �hnlich ausgesehen wie die von der Polizei selbst benutzten. Er habe allerdings nicht nachgefragt, ob es Handschuhe von Kollegen seien. Er wisse auch nicht mehr, ob er zum damaligen Zeitpunkt schon gewusst habe, ob Kollegen in der Nacht am Fahrzeug gewesen seien. Der Zeuge KHK Kronenwett erkl�rte, dass er nicht aus eigener Erinnerung wisse, dass in der Wohnung des Beklagten Plastikhandschuhe aufgefunden worden seien. Am 30.04.1997 h�tten er und sein Kollege Mayer nochmals das Fahrzeug des Beklagten untersucht. Im Fu�raum der Beifahrerseite seien hierbei Einweghandschuhe aufgefunden worden. Er k�nne sich pers�nlich nicht daran erinnern, au�erhalb des Fahrzeugs Handschuhe aufgefunden zu haben. Ihm sei allerdings einige Tage sp�ter gesagt worden, dass au�erhalb des Fahrzeugs Handschuhe aufgefunden worden seien. Der Zeuge KOK Mayer berichtete, dass in der Wohnung des Beklagten mehrere Plastikhandschuhe aufgefunden worden seien. Diese h�tten sich unter anderem im Wohnzimmerschrank, in den Seitentaschen einer Lederjacke und in einem Schrank im Schlafzimmer befunden. Die Handschuhe seien teilweise lose, teilweise noch verpackt gewesen. Im Kofferraum und im Werkzeugkasten des Fahrzeugs des Beklagten seien ebenfalls Plastikhandschuhe aufgefunden worden. Der Zeuge KOK Jung berichtete, dass er am 02.05.1997 beauftragt worden sei, die au�erhalb des Fahrzeugs befindlichen Handschuhe zu sichern. Dort seien zwei Gummihandschuhe festgestellt worden. Einer habe �ber dem Au�enspiegel der Fahrerseite gelegen, ein weiterer unter dem Pkw, und zwar unter dem Beifahrersitz. Der Zeuge KHK Conle best�tigte, dass er seine Kollegen Jung und Ernst beauftragt habe, die Handschuhe am Pkw des Beklagten zu sichern. Dies sei bis dahin nicht geschehen gewesen, weil man davon ausgegangen sei, dass es sich um Handschuhe von Polizeibeamten gehandelt habe, die bereits vorher am Pkw t�tig gewesen seien. b) F�nf in der Wohnung des Beklagten in einer Plastikdose aufgefundene Vinyl-Einmalhandschuhe wurden einer Materialvergleichsanalyse dahingehend unterzogen, ob sie eine mit den beiden am Tatort aufgefundenen Fingerlingen identische Zusammensetzung aufwiesen. Im Untersuchungsbericht des Sachverst�ndigen Dr. Karpf des Landeskriminalamtes Baden-W�rttemberg vom 13.01.1998 (Strafakte, Band VI, AS 709 ff.) ist ausgef�hrt, dass zwischen diesen f�nf, beim Beklagten aufgefundenen Einweghandschuhen untereinander Materialgleichheit bestehe. Materialgleichheit bestehe ferner auch zwischen den beiden in der Plastikt�te aufgefundenen Vinylhandschuhen. Materialungleichheit bestehe dagegen zwischen den beiden am Tatort aufgefundenen abgerissenen Fingerlingen einerseits und den beim Beklagten sichergestellten f�nf Einweghandschuhen andererseits. Ebenfalls bestehe Materialungleichheit zwischen den abgerissenen Fingerlingen und den in der Plastikt�te gefundenen zwei Vinylhandschuhen. Die Handschuhe aus der Plastikt�te und die abgerissenen Fingerlinge wiesen zwar eine sehr �hnliche, jedoch keine bis ins Detail identische Materialzusammensetzung auf. Denkbar sei, dass es sich hierbei um Produkte eines bestimmten Herstellers aus unterschiedlichen Produktionschargen handele. Eine konkrete Aussage sei jedoch nicht m�glich, da keine verwertbaren Herstellungsmerkmale vorhanden seien. Ausweislich Seite 3 des Untersuchungsberichtes des Sachverst�ndigen Dr. Karpf vom 13.01.1998 konnten weitere in Auftrag gegebene materialvergleichende Untersuchungen bez�glich weiterer sichergestellter Einweghandschuhe aus Zeitgr�nden nicht mehr bis zum Abschluss des gegen den Beklagten gef�hrten Strafverfahrens durchgef�hrt werden und wurden danach - soweit ersichtlich - auch nicht mehr durchgef�hrt. c) Einweghandschuhe wurden nicht - nur - beim Beklagten aufgefunden. Ausweislich der Asservatenlisten (Strafakte, Ordner KT-Ma�nahmen, AS 385) befanden sich im Fahrzeug des Thomas H. vier Einweghandschuhe. Im Tatortanwesen wurden ausweislich des Durchsuchungsberichtes vom 02.05.1997 (Strafakte, Ordner KT-Ma�nahmen, AS 55 ff. [Bericht hier nur auszugsweise] bzw. Strafakte Ordner l, Ziff. II, AS 175 ff. [Bericht hier vollst�ndig]) in der Restm�lltonne drei Paar (sechs St�ck) Einweghandschuhe und im Schlafzimmer drei originalverpackte OP-Handschuhe, Gr��e 7 Vz, aufgefunden. Wie der Zeuge KK Polley berichtete, habe die Mutter der Kl�gerin, Metka Z.-B., nach Ausbreitung des Inhaltes der Plastikt�te erkl�rt, dass derartige Einweghandschuhe auch bei ihr gebr�uchlich seien. Wie sich aus Ziff. 20 des Berichtes vom 02.05.1997 ergibt, wurde im Kinderzimmer von Kai W. auch eine Plastikt�te mit einer Vielzahl von Gummifingerlingen aufgefunden (vgl. hierzu Ziff. II, 10). d) Vor diesem Hintergrund h�lt es die Kammer nicht f�r gerechtfertigt, allein aus der Tatsache, dass der Beklagte h�ufig Einweghandschuhe benutzte und sich in der am Tatort aufgefundenen Plastikt�te Einweghandschuhe befanden, den Schluss zu ziehen, dass die T�te gerade vom Beklagten am Tatort zur�ckgelassen worden war. Abgesehen davon, dass es sich bei derartigen Einweghandschuhen um Massenprodukte handelt, haben auch die durchgef�hrten Materialvergleichsanalysen keinen Hinweis daf�r erbracht, dass die abgerissenen Fingerlinge bzw. die in der Plastikt�te enthaltenen Einweghandschuhe dem Beklagten mit Sicherheit zugeordnet werden k�nnten. 4. Dar�ber hinaus erscheint fraglich, ob die gefundene Plastikt�te nebst Inhalt �berhaupt mit dem T�ter in Verbindung gebracht werden kann. a) Wolfgang Z. erkl�rte, dass die aufgefundene Plastikt�te am Vorabend noch nicht dort gewesen sei. Er habe sich am Vorabend noch mit seiner Tochter in deren Wohnung unterhalten. Als er dann nach unten in seine Wohnung gegangen sei, um sich schlafen zu legen, habe er keine Plastikt�te festgestellt. Diese w�re ihm auch aufgefallen. Der Polizeibeamte Sommer habe den Inhalt der T�te auf dem Boden verteilt. Er - Wolfgang Z. - habe gesagt, dass dies wohl Abfall sei. Aus der emotionalen Erregung heraus habe er die Schachteln in die Hand genommen und dann wieder weggelegt. Der Zeuge KHK Perplies erkl�rte, dass er dem Ehepaar Z. die T�te gezeigt und gefragt habe, was es damit auf sich habe. Ihm sei gesagt worden, dass sich hierin Putzsachen bef�nden, die zum Haus geh�ren w�rden. Aufgrund dieser Aussage sei er davon ausgegangen, dass die T�te mit der Tat und dem T�ter nichts zu tun habe und habe sich diese auch nicht n�her angeschaut. Andernfalls h�tte er sich - so der Zeuge Perplies - auch anders verhalten, weil die T�te dann als Spurentr�ger in Betracht gekommen w�re. Er k�nne auch nicht ausschlie�en, dass Wolfgang Z. gesagt habe, dass sich in der T�te Abfall befinde. Der Zeuge PHK Sommer erkl�rte, Wolfgang Z. oder Metka Z.-B. h�tten gesagt, dass der Inhalt dieser T�te nicht ins Haus geh�re und nicht bekannt sei. Der Zeuge KK Polley erkl�rte, dass Wolfgang Z. im Hinblick auf die T�te gesagt habe, dass er nicht wisse, woher die T�te komme. Auch Metka Z.-B. habe es nicht gewusst. Ihm gegen�ber habe Wolfgang Z. nichts davon gesagt, dass es sich um Abfall handele. Er sei daher davon ausgegangen, dass die T�te nicht aus dem Haus stamme. Der Inhalt der Plastikt�te sei dann von dem Kriminaltechniker Perplies auf dem Boden ausgebreitet worden. b) Welche �u�erungen die Eltern der Kl�gerin, Wolfgang Z. und Metka Z.-B., zur Plastikt�te machten, ist letztlich unklar, nachdem die vernommenen Polizeibeamten KHK Perplies, PHK Sommer und KK Polley unterschiedliche Versionen berichteten. Jedenfalls wurde die Plastikt�te nicht sofort als tatrelevant angesehen, mit der Folge, dass Wolfgang Z. beim Ausbreiten des Inhalts der T�te die in dieser befindlichen Zigarettenschachteln in die Hand nahm und so seine Fingerabdr�cke hinterlie�. 5. Daktyloskopische Spuren des Beklagten wurden dagegen an der Plastikt�te bzw. deren Inhalt nicht aufgefunden. Die einzigen Fingerspuren, die auf einer der Zigarettenschachteln gesichert wurden, stammen ausweislich des Untersuchungsberichtes des Sachverst�ndigen Groner beim Landeskriminalamt Baden-W�rttemberg vom 20.05.1997 (Strafakte, Ordner KT-Ma�nahmen, Ziff. 12, AS 523 ff.) von Wolfgang Z.
6. Wie der Zeuge KOK Mayer berichtete, sei in der Wohnung des Beklagten aufgefallen, dass viele Sachen mit Klebeband abgeklebt gewesen seien. Es habe sich um Tesafilm und teilweise um Kreppband gehandelt. Er wisse allerdings nicht, ob diese Klebestreifen mit den in der Wohnung der Kl�gerin aufgefundenen Klebestreifen an den Zigarettenschachteln verglichen worden seien. Die Amphetamint�tchen in den in der Plastikt�te aufgefundenen Marlboro Zigarettenschachteln waren mit Klebestreifen versehen. Ausweislich der diesbez�glich durchgef�hrten Ermittlungen (Strafakte, Ordner III, Ziff. VIII.6) konnte jedoch kein Bezug zu den beim Beklagten sichergestellten Klebeb�ndern hergestellt werden. 7. Die Beweisaufnahme hat auch nicht ergeben, dass die in der wei�en Marlboroschachtel befindlichen Amphetamint�tchen mit dem Beklagten in Verbindung gebracht werden k�nnen. a) Der Zeuge KHK Conle berichtete, dass er dem Beklagten die in der Plastikt�te aufgefundenen Amphetamint�tchen vorgehalten habe. Der Beklagte habe erkl�rt, dass er T�tchen dieser Art schon gesehen und m�glicherweise auch schon ber�hrt habe, als ihm solche in Karlsruhe im Lokal "Oberbayern" zum Kauf angeboten worden seien. Der Zeuge KHK Conle erkl�rte weiterhin, dass dies f�r ihn eine ungew�hnliche Aussage gewesen sei, da er w�hrend seiner eigenen beruflichen T�tigkeit beim Rauschgiftdezernat noch nie Rauschgiftverpackungen in dieser Form gesehen habe. Die Aussage des Beklagten bez�glich des Ber�hrens der T�tchen habe sich nicht auf die konkreten, ihm vorgelegten, sondern allgemein auf T�tchen dieser Verpackungsart bezogen. Er habe freilich den Eindruck gehabt, der Beklagte suche eine Erkl�rungsm�glichkeit f�r den Fall, dass auf diesen konkreten T�tchen Fingerabdr�cke von ihm gefunden werden w�rden. Tats�chlich seien dann allerdings keine Fingerabdr�cke des Beklagten auf diesen T�tchen gefunden worden. b) Nach Auffassung der Kammer l�sst sich aus diesen �u�erungen des Beklagten nichts zu seinen Lasten herleiten, zumal - wie der Zeuge KHK Conle selbst erkl�rte - sich die �u�erung des Beklagten nicht auf die konkreten, ihm vorgelegten T�tchen, sondern allgemein auf solche T�tchen bezog. 8. Die Behauptung der Kl�gerin, dass das Auffinden der Plastikt�te auf der letzten Stufe der Kellertreppe und die Tatsache, dass keine Einbruchsspuren festgestellt worden seien, nur den Schluss zulie�en, dass der T�ter mit einem in seinem Besitz befindlichen Schl�ssel den Eingang durch die Einliegerwohnung gew�hlt und die T�te vor dem Betreten der kl�gerischen Wohnung an der obersten Treppenstufe abgestellt habe, erscheint der Kammer nicht gerechtfertigt. a) Der Beklagte hat bestritten, noch einen Schl�ssel zu dem Tatortanwesen besessen zu haben. In der m�ndlichen Verhandlung vom 05.04.2000 erkl�rte der Beklagte, dass er lediglich einen Schl�ssel f�r die Einliegerwohnung, nicht aber einen Schl�ssel f�r die obere Eingangst�r, gehabt habe. Diesen Schl�ssel zur Einliegerwohnung habe er bei seinem Auszug Weihnachten 1994 an Metka Z.-B. zur�ckgegeben. Auch Wolfgang Z. sei dabei gewesen. Wenn er in der folgenden Zeit Kai abgeholt habe, habe er an der oberen Eingangst�r geklingelt. b) Der Betreuer der Kl�gerin, Wolfgang Z., erkl�rte, dass der Beklagte ihm selbst keinen Schl�ssel zur�ckgegeben habe. Er habe auch mit seiner Frau dar�ber gesprochen. Diese habe ihm erkl�rt, dass auch sie keinen Schl�ssel von dem Beklagten zur�ckerhalten habe. Seine Tochter, die Kl�gerin, habe ihm nach dem Auszug beim Beklagter erkl�rt, dass sie den Schl�ssel von dem Beklagten nicht zur�ckerhalten habe. Diesbez�glich sei darauf hingewiesen, dass Wolfgang Z. ausweislich der dienstlichen Stellungnahme des Richters am Landgericht Schmidt letzteres bei seiner Vernehmung im Strafprozess nicht erw�hnt hat, und KHK Conle ferner bereits unter Ziff. 50 (Seite 13) des Schlussberichtes festgehalten hatte, dass Wolfgang Z. nicht bekannt gewesen sei, ob der Beklagte noch einen Schl�ssel zum Anwesen gehabt habe. Der Zeuge Thomas H. erkl�rte, dass er selbst einen Schl�ssel zur Wohnung der Kl�gerin gehabt habe und zwar zu der ebenerdig gelegenen Haupteingangst�r. Er habe keinen Schl�ssel f�r die Untergeschosst�r gehabt. Mit der Kl�gerin habe er nie dar�ber gesprochen, ob der Beklagte seinen Schl�ssel zur�ckgegeben habe: Er nehme an, dass der Beklagte - wenn er Kai abgeholt habe - an der Haust�r geklingelt habe, wisse dies allerdings nicht. Die Kl�gerin habe ihm gegen�ber jedenfalls nichts davon erw�hnt, dass der Beklagte mit einem noch in seinem Besitz befindlichen Schl�ssel die Wohnung betreten habe. c) Ein zur kl�gerischen Wohnung bzw. zur Einliegerwohnung passender Schl�ssel wurde bei dem Beklagten nicht aufgefunden. d) Der Zeuge KHK Perplies erkl�rte, dass an der Hauseingangst�r keine Einbruchsspuren feststellbar gewesen seien. Die Eingangst�r zur Einliegerwohnung sei abgeschlossen gewesen. Wolfgang Z. habe erkl�rt, dass er es geh�rt h�tte, wenn jemand durch die T�r zur Einliegerwohnung hereingekommen w�re, da er hellh�rig sei. Der Zeuge PHK Sommer erkl�rte ebenfalls, dass an der Haupteingangst�r und auch sonst im Haus keine Einbruchsspuren festzustellen gewesen seien. Die T�r zur Einliegerwohnung im Untergeschoss habe er nicht �berpr�ft. e) Ob der Beklagte noch im Besitz eines Schl�ssels f�r die Einliegerwohnung war, bleibt letztlich unklar. Die Kammer kann letzteres aufgrund der unterschiedlichen Darstellungen des Beklagten und des Betreuers der Kl�gerin, Wolfgang Z., weder ausschlie�en noch positiv feststellen. f) Dass keine Einbruchsspuren aufgefunden wurden und sich die Plastikt�te auf der letzten Treppenstufe befand, mag zwar einerseits plausibel erscheinen lassen, dass der T�ter m�glicherweise mit einem in seinem Besitz befindlichen Schl�ssel durch die Einliegerwohnung das Anwesen betreten und vor dem Betreten der Erdgeschosswohnung die Plastikt�te auf der letzten Treppenstufe abgestellt hat. Ungew�hnlich erscheint allerdings, dass die Eingangt�r der Einliegerwohnung, durch welche der T�ter eingedrungen sein soll, zweifach verschlossen war. Die Annahme der Kl�gerin, dass der Beklagte diese T�r nach seinem Eindringen wieder verschlossen habe, weil er gewusst habe, dass die Haupteingangst�r �blicherweise offen stehe und ihm damit ein R�ckzugsweg offen bleibe, ist letztlich reine Spekulation, bei der dann noch zus�tzlich unterstellt werden muss, dass der Beklagte sich auch durch das vor dem Anwesen geparkte Fahrzeug des Wolfgang Z. nicht von einem Eindringen durch die Einliegerwohnung h�tte abhalten lassen. Da die Eingangst�r der Einliegerwohnung sogar zweifach verschlossen war, erscheint es nicht ausgeschlossen, dass der T�ter nicht durch diese T�r, sondern m�glicherweise mit einem in seinem Besitz befindlichen Schl�ssel durch die Eingangst�r der Erdgeschosswohnung in das Anwesen gelangt ist. Dass die Plastikt�te auf der letzten Stufe der Kellertreppe stand, steht dem nicht entgegen. Der T�ter kann diese T�te auch von der Erdgeschosswohnung aus vor die T�r gestellt haben. Letzteres -erscheint auch deshalb nicht ausgeschlossen, da der T�ter die Kl�gerin unstreitig vom Schlafzimmer aus in den Flur vor eben diese T�r gezerrt hat, wobei auch insoweit nur dar�ber spekuliert werden kann, in welcher Absicht dies geschah, insbesondere, ob der T�ter die Kl�gerin m�glicherweise durch die Einliegerwohnung aus dem Haus verbringen wollte. Da die Kl�gerin den T�ter offenbar auch gekannt hat, was sich dem seitens des Zeugen Rudolf K. vernommenen Dialog entnehmen l�sst (vgl. hierzu Ziff. 9), ist auch nicht auszuschlie�en, dass sie selbst dem T�ter die T�r ge�ffnet hat. Dagegen spricht auch nicht der Zeitpunkt der Tat gegen 02:30 Uhr, da die Kl�gerin dem T�ter m�glicherweise bereits Stunden vorher Einlass in das Anwesen gew�hrt haben kann. Im Hinblick auf den Auffindeort der Plastikt�te muss ferner angef�hrt werden, dass Wolfgang Z. bei seiner polizeilichen Vernehmung am 29.04.1997 (Strafakte, Ordner l, Ziff. IV, AS 363) aussagte: "Heute nacht, als ich das erste Mal bei Andrea war, glaubte ich, die kleine Plastikt�te direkt neben Andrea liegen gesehen zu haben, ich glaube auch, dass die Teile zu dem Zeitpunkt in der T�te waren. Jetzt wo ich eben mit Dir den Treppen-Aufgang nochmals angeschaut habe, liegen die Teile nicht mehr im Innenflur, sondern bereits auf dem Treppen-Abgang und sind ausgepackt." In einer sp�teren Vernehmung vom 15.05.1997 (Strafakte, Ordner l, Ziff. IV, AS 409) erkl�rte Wolfgang Z. auf die Frage nach der T�te: "Ich kann das nicht mehr genau sagen, ob es im Flur war oder unmittelbar neben dem Treppenaufgang. " Aufgrund dieser Aussagen des Wolfgang Z. und der Aussage des Zeugen KHK Perplies, der die T�te zun�chst gar nicht f�r tatrelevant hielt, erscheint zweifelhaft, ob der T�ter die Plastikt�te - wenn diese denn �berhaupt von ihm stammen sollte - urspr�nglich tats�chlich auf der letzten Treppenstufe abgestellt hatte oder ob sie sich nicht zun�chst bei der Kl�gerin im Innenflur befand und erst im nachhinein - sei es von Rettungssanit�tern oder Polizeibeamten - vor die T�r gelegt wurde. Jedenfalls kann nach Auffassung der Kammer vor diesem Hintergrund aus der Tatsache, dass die T�te (sp�ter) auf der letzten Treppenstufe stand, kein Schluss dahingehend gezogen werden, dass der T�ter durch die Einliegerwohnung in das Anwesen gelangt war, wenn die T�te urspr�nglich m�glicherweise neben der Kl�gerin im Flur lag. 9. Dass es sich - wie die Kl�gerin behauptet - um eine Beziehungstat gehandelt hat, f�r die ausschlie�lich der Beklagte in Betracht komme, konnte durch die Beweisaufnahme ebenfalls nicht belegt werden. a) Der Zeuge Rudolf K., ein Nachbar des kl�gerischen Anwesens, erkl�rte, dass er in der Tatnacht durch laute Stimmen wachgeworden sei. Er habe eine M�nnerstimme und eine Frauenstimme geh�rt. Die Män nerstimme sei eher laut gewesen, bei der Frauenstimme habe es sich um ein "Gewimmer" gehandelt. Die von ihm wahrgenommenen Stimmen habe er keinen konkreten Personen zuordnen k�nnen. Die konkreten Worte, die damals gesprochen worden seien, habe er ebenfalls nicht mehr in Erinnerung, auch nicht einen etwaigen Dialekt, indem die Worte gesprochen worden seien. Was er bei seiner polizeilichen Vernehmung unmittelbar im Anschluss an die Tat ausgesagt habe, entspreche allerdings der Wahrheit und sei korrekt. Eine andere Stimme, die etwas von einer Dienstwaffe gesagt haben solle, habe er nicht geh�rt. Bei seiner polizeilichen Vernehmung am 30.04.1997, auf welche der Zeuge verwies (Strafakte, Ordner l, Ziff. IV.5, AS 595 ff.), hatte er erkl�rt, dass er eingeschlafen sei und getr�umt habe. W�hrend der Schlafphase habe er pl�tzlich eine M�nnerstimme geh�rt. Offensichtlich sei er dann aufgewacht und habe weiter diese Stimme geh�rt. Die M�nnerstimme habe geschrien: "Ich bringe dich um, ich schlag dich tot". Er vermute, dass diese Schreie mehrmals wiederholt worden seien. Bestimmt sagen k�nne er es nicht, da er noch "etwas schlaftrunken" gewesen sei. Er habe auch pl�tzlich eine Frau geh�rt. Es habe sich angeh�rt, wie wenn eine Frau jammere, wimmere oder weine. Diese Frau habe gesagt, "lass mich doch gehen, ich will doch nichts von dir". Er meine, dass sich die Streitenden gekannt haben m�ssten, da diese per du gewesen seien. Er habe dann das Bett verlassen, sei aufgestanden und habe aus dem Fenster geschaut. Er-sei immer noch im Zweifel gewesen, ob er diese Schreie tats�chlich geh�rt oder ob er sie getr�umt habe. Als er aus dem Fenster geschaut habe, habe er niemanden wegfahren h�ren oder wegrennen sehen. Es sei total ruhig gewesen. b) Dieser von dem Zeugen Rudolf K. vernommene Dialog zwischen einem Mann und einer Frau l�sst darauf schlie�en, dass sich die Kl�gerin und der T�ter gekannt haben und es sich um einen m�nnlichen T�ter handelte. Der Aussage des Zeugen Rudolf K. l�sst sich andererseits aber nichts entnehmen, was gerade auf den Beklagten als T�ter hindeuten w�rde. c) Insbesondere ist - entgegen dem Vortrag der Kl�gerin - ein Motiv des Beklagten nicht ersichtlich. Zwar bestand ein Sorgerechtsstreit insoweit, als die Kl�gerin - was Wolfgang Z. bei seiner Anh�rung best�tigte -das alleinige Sorgerecht f�r den Sohn Kai erhalten wollte. Andererseits werden von der Kl�gerin keinerlei Anhaltspunkte daf�r vorgetragen, dass dieser Sorgerechtsstreit zwischen den Parteien in einer Weise zu pers�nlichen Konflikten gef�hrt h�tte, die den Beklagten zu einem t�tlichen Angriff auf die Kl�gerin h�tten veranlassen k�nnen. Auch der Anh�rung des Betreuers der Kl�gerin, Wolfgang Z., l�sst sich nichts derartiges entnehmen. Dieser erkl�rte vielmehr sogar, dass er aus Gespr�chen mit seiner Tochter diesbez�glich wisse, dass diese selbst Probleme mit dem Sachbearbeiter des Jugendamtes wegen des Sorgerechtes f�r ihren Sohn Kai gehabt habe. Mit diesem Sachbearbeiter sei sie nicht klargekommen. Seine Tochter sei zun�chst mit einem gemeinsamen Sorgerecht f�r das Kind Kai im Rahmen des Scheidungsverfahrens einverstanden gewesen. Im Laufe des Verfahrens sei sie allerdings zu der �berzeugung gelangt, dass ein alleiniges Sorgerecht besser f�r das Kind sei. Aufgrund der Probleme mit dem Sachbearbeiter des Jugendamtes habe sie allerdings Bedenken gehabt, ob sie dieses alleinige Sorgerecht im Scheidungsverfahren erhalten w�rde. Im Ergebnis ist damit ein Tatmotiv f�r den Beklagten ebenso wenig ersichtlich wie f�r andere Personen. 10. Dass der Beklagte m�glicherweise seine Jogginghose und ein T-Shirt ausgewaschen hat, spricht ebenfalls nicht zwingend daf�r, dass er die Tat zum Nachteil der Kl�gerin begangen hat. a) Der Zeuge KHK Kirn berichtete, dass bei der Wohnungsdurchsuchung des Beklagten im Badezimmer eine nasse Jogginghose und ein nasses T-Shirt aufgefunden worden seien, die �ber der Armatur gehangen h�tten. Bei der ersten Durchsuchung seien diese Kleidungsst�cke h�ngen gelassen worden und erst am n�chsten Tag von Kollegen mitgenommen worden. Der Zeuge KOK Mayer berichtete, dass die am 30.04.1997 zwischen 10.30 Uhr und 13.15 Uhr im Badezimmer des Beklagten aufgefundene W�sche noch feucht, aber nicht mehr tropfnass gewesen sei. b) Bei seiner Anh�rung in der m�ndlichen Verhandlung vom 05.04.2000 erkl�rte der Beklagte, dass er am Morgen des 29.04.1997, also kurz vor der Festnahme, an der Badewanne die Haare gewaschen habe. �ber der Wanne h�tten Kleidungsst�cke gehangen, die beim Haare waschen nass geworden seien. M�glicherweise seien die Kleidungsst�cke auch in die Badewanne hineingefallen. Er habe die nassen Kleidungsst�cke dann einfach wieder �ber die Badewanne geh�ngt. Es habe sich bei den Kleidungsst�cken um eine Jogginghose und ein T-Shirt gehandelt. c) bei seiner Vernehmung vom 06.05.1997 (Strafakte, Ordner III, AS 155) hatte der Beklagte ausgesagt, die Kleidungsst�cke mit klarem Wasser oberfl�chlich ausgewaschen zu haben, weil diese mit Heiz�l verschmutzt gewesen seien. Die Kleidungsst�cke habe er dann tropfnass �ber den Hahn geh�ngt. In der Vernehmung vom 08.05.1997 (Strafakte, Ordner III, AS 217) erkl�rte der Beklagte, dass seine gesamten Kleidungsst�cke in letzter Zeit deutlich nach Heiz�l riechen w�rden. Er habe am Sonntagabend �l umgepumpt und habe "nach Heiz�l gestunken". Ob letztendlich ein paar Spritzer an die Kleidung geraten seien, wisse er aber nicht. d) Als ihm die Widerspr�che zwischen diesen beiden Erkl�rungen vorgehalten wurden, erkl�rte der Beklagte, dass er sich nicht mehr daran erinnern k�nne, ob er am 28.04.1997 die Kleidungsst�cke ausgewaschen habe. Er wisse lediglich, dass er kurz vor der Festnahme am 29.04.1997 noch seine Haare gewaschen habe. e) Im Untersuchungsbericht des Sachverst�ndigen Dr. Karpf beim Landeskriminalamt Baden-W�rttemberg vom 23.07.1997 (Strafakte, Ordner l, Ziff. III, AS 285 bzw. Ordner KT-Ma�nahmen, Ziff. 12, AS 583) ist ausgef�hrt, dass an der Jogginghose keine Substanzen nachgewiesen worden seien, die charakteristisch f�r Heiz�l seien. Dieser Befund schlie�e jedoch nicht zwangsl�ufig aus, dass an der Hose vor dem Waschvorgang doch geringe Mengen Heiz�l angetragen gewesen sein k�nnten. f) Der Zeuge Horst W., der Vater des Beklagten, erkl�rte, dass bei der Heizung des gemeinsamen Wohnanwesens die Pumpe defekt gewesen sei, weshalb der Beklagte jeden Tag Öl aus dem Tank habe herauspumpen m�ssen. Nach dieser Arbeit habe man jedes Mal nach �l gerochen. Ob die Kleidung seines Sohnes mit Öl beschmutzt gewesen sei, wisse er allerdings nicht. Er wisse auch nicht, ob dieser seine Kleidung danach ausgewaschen habe. Er k�nne nur sagen, dass seine eigene Kleidung jedes Mal mit �l bespritzt gewesen sei, wenn er diese Arbeit gemacht habe. Sein Sohn habe f�r die Arbeit mit dem Öl jedes Mal eine gesonderte Kleidung angezogen. Es k�nne sein, dass es sich hierbei um eine schwarze Jogginghose, ein pinkfarbenes T-Shirt und einen blauen Kittel gehandelt habe. Er habe mit seinem Sohn keine Aussage abgesprochen. g) Weshalb die Jogginghose und das T-Shirt nass waren und ob der Beklagte diese Kleidungsst�cke ausgewaschen hat, bleibt letztlich unklar. Wenn auch die unterschiedlichen Einlassungen des Beklagten nicht nachvollziehbar sind, vermag jedoch allein aus dieser Tatsache heraus kein zwingender Schluss auf die T�terschaft des Beklagten gezogen werden. Es hat sich auch nichts f�r die Behauptung der Kl�gerin ergeben, dass der Zeuge Horst W., der Vater des Beklagten, im Strafverfahren eine bestimmte Aussage mit seinem Sohn abgesprochen gehabt habe. 11. Bei seiner Vernehmung vom 06.05.1997 (Strafakte, Ordner III, AS 153) erkl�rte der Beklagte: "Ich frage mich sowieso schon die ganze Zeit, wie es sein kann, dass der Kai sich ruhig verhalten haben soll, wenn Wolfgang durch das Geschrei in der Einliegerwohnung aufgewacht sein soll." In der m�ndlichen Verhandlung vom 05.04.2000 erkl�rte der Beklagte, dass die Aussage mit dem Wort "Geschrei" korrekt protokolliert worden sei. Er habe zuvor mehrfach den Haftbefehlgelesen und sei durch die in dem Haftbefehl getroffene Formulierung selbst zu dem Wort "Geschrei" gekommen. a) Der Polizeibeamte KOK K�hner erkl�rte, dass der Beklagte bei seiner zweiten Vernehmung am 06.05.1997 das Wort "Geschrei" verwendet habe. Dies habe lediglich jemand wissen k�nnen, der sich am Tatort befunden habe. Er sei sich sicher, dass er dem Beklagten zuvor nicht vorgehalten habe, dass Wolfgang Z. durch ein Geschrei wachgeworden sei. Er oder der Zeuge KHK Conle h�tten dem Beklagten daher vorgehalten, dass er gar nicht wissen k�nne, dass es ein Geschrei gegeben habe, wenn er sich nicht am Tatort befunden h�tte. Auf diesen Vorhalt sei der Beklagte zun�chst "sprachlos" gewesen und habe keine Erkl�rung hierzu abzugeben vermocht. Der Beklagte habe dies dann dahingehend zu erkl�ren versucht, dass er das Wort "Geschrei" m�glicherweise bereits bei fr�heren Vernehmungen von Kollegen geh�rt habe. Er - KOK K�hner - habe ihm dann weiterhin vorgehalten, dass dies nicht der Fall sein k�nne, da der Nachbar Rudolf K., der den als Geschrei bezeichneten Dialog zwischen der Kl�gerin und dem T�ter wahrgenommen hatte, bei der ersten Vernehmung des Beklagten am 30.04.1997 noch gar nicht bekannt gewesen sei. Auf Vorhalt von Seite 73 des strafgerichtlichen Urteils erkl�rte der Zeuge KOK K�hner weiter, es sei zutreffend, dass er den Beklagten in der Vernehmung vom 30.04.1997 danach gefragt habe, ob er in der Wohnung gewesen sei und es eine Auseinandersetzung gegeben habe, die eskaliert sei. Er sei sich aber sicher, dass er auch am 30.04.1997 bei der Vernehmung nicht das Wort "Geschrei" ins Spiel gebracht habe.
b) Die Kammer ist - entgegen der Auffassung der Kl�gerin - nicht davon �berzeugt, dass der Beklagte bei seiner �u�erung T�terwissen preisgegeben hat. Zwar ist auch im Haftbefehl nicht von "Geschrei" die Rede. Allerdings ist dort ausgef�hrt, dass Wolfgang Z. durch die durch den Kampf verursachten Ger�usche aufgewacht sei. Au�erdem hat der Zeuge KOK K�hner auch einger�umt, dass er den Beklagten gefragt habe, ob die Auseinandersetzung eskaliert sei. Vor diesem Hintergrund erscheint es nicht ausgeschlossen, dass der Beklagte von einem "Geschrei" spricht, ohne damit T�terwissen preiszugeben. 12. Der Zeuge KHK Conle hat die Behauptung der Kl�gerin best�tigt, dass er dem Beklagten vorgehalten habe, man k�nne ihn aufgrund der durchgef�hrten DNA-Analyse als T�ter �berf�hren, und der Beklagte darauf geantwortet habe, jetzt sei er "baff" und dies sei alles nur ein �bler Trick, um ihn zum Reden zu bringen. KHK Conle erkl�rte hierzu, er habe das Verhalten des Beklagten so interpretiert, dass dieser mit diesem Ergebnis nicht gerechnet habe. Die Deutung der Kl�gerin, der Beklagte h�tte sich anders zu den Behauptungen des Zeugen Conle ge�u�ert, wenn er nicht der T�ter gewesen w�re, weil er dann ein solches Ergebnis von vornherein h�tte ausschlie�en k�nnen, vermag die Kammer jedoch nicht zu teilen. Aus der Reaktion des Beklagten l�sst sich nicht ableiten, dass er der T�ter war. 13. In dem Brief, den der Beklagte aus der Justizvollzugsanstalt Heimsheim herauszuschmuggeln versuchte, schrieb er an seine Freundin Claudia F., dass alles davon abh�nge, ob Andrea ihn belaste, gegebenenfalls wandere er f�r Jahre in den Knast. In der m�ndlichen Verhandlung vom 12.02.2001 erkl�rte der Beklagte hierzu, dass die Polizeibeamten ihm gesamt h�tten, dass er f�r Jahre in den Knast wandern w�rde, wenn Andrea sagen w�rde, dass er der T�ter gewesen sei. Er habe den Brief lediglich aus Zeitgr�nden aus der JVA herausschmuggeln wollen. Mit normaler Gefangenenpost h�tte die Bef�rderung des Briefes - wie ihm von der Polizei oder Mith�ftlingen gesagt worden sei - drei Wochen gedauert. Ein Mith�ftling habe den Brief daher aus der JVA mitgenommen. Diese Erkl�rung erscheint jedenfalls nachvollziehbar. Aus dem Inhalt dieses Briefes vermag die Kammer ebenfalls nichts zu Lasten des Beklagten herzuleiten, da es zumindest nicht ausgeschlossen erscheint, dass der Beklagte auch eine unberechtigte Belastung durch seine Ehefrau h�tte bef�rchten k�nnen. 14. Die bei dem Beklagten in seiner Zelte aufgefundene Gest�ndnisnotiz, in welcher er sich pauschal zu der Tat bekennt, vermag die Kammer ebenfalls nicht von der T�terschaft des Beklagten zu �berzeugen. Der Beklagte erkl�rte bei seiner Anh�rung, dass er am 13.05.1997 von dem Polizeibeamten K�hner vernommen und dazu gedr�ngt worden sei, ein Gest�ndnis abzulegen. Dieser habe ihm erkl�rt, dass er keinen Besuch mehr bekommen w�rde, wenn er kein Gest�ndnis ablege. Er, der Beklagte, habe daraufhin gesagt, dass er alles zugeben w�rde, "ohne wenn und aber". Nach n�heren Einzelheiten befragt, habe er nur noch mit "ja" geantwortet. Der Polizeibeamte K�hner habe dann gesagt, dass das nicht stimmen k�nne, was er nun gestehe, und dass man ein solches falsches Gest�ndnis nicht brauche. Abends habe er dann in Heimsheim das schriftliche Gest�ndnis niedergelegt. Er habe dies lediglich f�r seinen Rechtsanwalt aufgeschrieben, um ihm sp�ter zeigen oder sagen zu k�nnen, was er mit dem Polizeibeamten K�hner besprochen habe. Wegen des lediglich pauschalen Inhalts des Gest�ndnisses vermag die Kammer hieraus keine Schl�sse auf die T�terschaft des Beklagten zu ziehen. Im Hinblick auf den von dem Beklagten auf der Gest�ndnisnotiz angebrachten Vermerk, dass er nur noch seine Ruhe wolle, erscheint die Einlassung des Beklagten, dass er das Gest�ndnis lediglich zu diesem Zweck niedergeschrieben habe, zumindest nicht ausgeschlossen. 15. Demgegen�ber verm�gen etwaige �u�erungen der Zeugin PM'in Sonja L. den Beklagten nicht zu entlasten. a) Der Beklagte behauptet, die Zeugin Sonja L. habe ge�u�ert, dass "der T�ter einer ihrer Kollegen" gewesen sei. b) Die Zeugin PM'in Sonja L. erkl�rte, dass sie gegen�ber dem Zeugen Thomas K. lediglich gesagt habe, sie k�nne sich weder vorstellen, dass es der Harry W�rz noch dass es einer ihrer Kollegen gewesen sei. Den Satz "es war einer meiner Kollegen" habe sie zu keinem Zeitpunkt -auch nicht sinngem�� - gesagt. An dieser Aussage hielt die Zeugin auch bei ihrer nochmaligen Befragung nach der Vernehmung des Zeugen Thomas K. fest. c) Der Zeuge Thomas K. erkl�rte, dass die Polizeibeamtin Sonja L. gesagt habe, "der Harry sei es eh nicht gewesen; es sei einer ihrer Kollegen gewesen". Er habe daraufhin gefragt, ob es "der Thomas H." gewesen sei, woraufhin die Polizeibeamtin Sonja L. bejahend mit dem Kopf genickt habe. Sie habe aber nichts Konkretes gesagt, weshalb es "der Thomas H." gewesen sein sollte. Der Zeuge Guido K. berichtete, dass der Zeuge Thomas K. ihm erz�hlt habe, die Polizeibeamtin Sonja L. habe ge�u�ert, nicht der Beklagte, sondern einer ihrer Kollegen sei der T�ter gewesen. Der Zeuge Jochen Oe. berichtete, die Polizeibeamtin Sonja L. habe ihm gegen�ber anl�sslich einer Faschingsveranstaltung am 23.02.1998 und damit nach der Verurteilung des Beklagten durch das Schwurgericht erkl�rt, sie glaube auch nicht, dass der Beklagte der T�ter sei. Sie habe ge�u�ert, dass sie den Vater des Opfers f�r den T�ter halte, habe allerdings keine Gr�nde nennen k�nnen, wie sie zu dieser Annahme gelangt sei. d) Ob und in welcher Weise die Zeugin PM'in Sonja L. sich �ber die etwaige T�terschaft des Beklagten oder anderer Personen ge�u�ert hat, bleibt nach diesen widerspr�chlichen Aussagen unklar. Die Zeugen Thomas K. und Jochen Oe. erkl�rten zumindest aber auch, dass die Zeugin Sonja L. keine Einzelheiten berichtete, weshalb einer ihrer Kollegen, d.h. Thomas H. oder der Vater der Kl�gerin, der T�ter gewesen sein sollte. Aus solch pauschalen Aussagen der Zeugin Sonja L. l�sst sich im Hinblick auf den Beklagten weder Be- noch Entlastendes ableiten. M�gliche Spekulationen der Zeugin Sonja L. �ber die T�terschaft haben keinen Beweiswert. 16. Die Behauptung des Beklagten, dass Wolfgang Z. der Kl�gerin am Vorabend der Tat einen 1.000,00 DM Schein �bergeben habe, an welchem Rauschgiftspuren angetragen gewesen seien, ist nicht belegt. Aus dem Vermerk des Polizeibeamten KOK K�hner vom 01.05.1997 (Strafakte, Ordner l, Ziff. IV. 1, AS 377) ergibt sich, dass Wolfgang Z. gegen Empfangsbescheinigung insgesamt DM 1.000,00 in mehreren Scheinen ausgeh�ndigt wurden, die anl�sslich der Durchsuchung der Tatortwohnung mit einem Rauschgifthund aufgefunden worden waren. Im Vermerk des Polizeibeamten KHK Conle vom 30.04.1997 (Strafakte, Ordner l, Ziff. II, AS 165 - 167) ist festgehalten, dass eine Durchsuchung mittels Rauschgiftsp�rhund negativ verlaufen sei. Diesen Vermerken, auf welche der Beklagte Bezug nimmt, l�sst sich nicht entnehmen, ob die DM 1.000,00 gerade durch den Sp�rhund aufgefunden wurden bzw. an den Geldscheinen Rauschgift angetragen war. 17. Abschlie�end bleibt festzuhalten, dass die gegen den Beklagten sprechenden Indizien auch in ihrer Gesamtheit nicht derart gewichtig und zweifelsfrei sind, dass sich hieraus mit der f�r eine Verurteilung ausreichenden Gewißheit ergeben w�rde, dass der Beklagte derjenige war, der die Kl�gerin in der Nacht des 29.04.1997 t�tlich angegriffen hat. Es ist diesbez�glich auch nicht Aufgabe der Zivilkammer, dar�ber zu befinden, ob und gegebenenfalls welche anderen Personen als potentielle T�ter in Betracht zu ziehen w�ren. 18. Der Einwand des Beklagten, dass im Strafverfahren einseitig ermittelt worden sei und sich die Vers�umnisse der Polizei - insbesondere der unterlassene sofortige Zugriff in der Wohnung und die unterbliebene Untersuchung seines Fahrzeugs auf Restw�rme - zu seinen Lasten ausgewirkt h�tten, ist im Ergebnis nicht entscheidungserheblich, nachdem der Kl�gerin der Nachweis der T�terschaft des Beklagten nicht gelungen ist. Gleichwohl erscheint in diesem Zusammenhang der Hinweis auf weitere Umst�nde geboten, die nach Auffassung der Zivilkammer dazu Anlass geben, die gegen den Beklagten sprechenden und als solche bereits nicht zur Uberzeugungsbildung ausreichenden Indizien besonders kritisch zu w�rdigen. a) Wolfgang Z. �u�erte bereits bei seinen Notrufen einen m�glichen Tatverdacht bez�glich des Beklagten und des Thomas H.. Deren Wohnanschriften wurden daher von der Polizei unmittelbar nach Bekanntwerden der Tat angefahren und ab 2:54 Uhr (Beklagter) bzw. 3:44 Uhr (Thomas H.) observiert (Schlussbericht Ziff. 2, 9 und 10). Auf einen sofortigen Zugriff wurde jedoch aus "einsatztaktischen Gr�nden" verzichtet (Schlussbericht Ziff. 8). Wie der Zeuge KHK Maischein erkl�rte, sei von den Streifen vor der Wohnung des Beklagten gemeldet worden, dass in dessen Wohnung kein Licht brenne. Auch sein Pkw sei nicht in unmittelbarer N�he feststellbar gewesen, so dass man davon ausgegangen sei, dass sich der Beklagte nicht zu Hause befinde. Es habe keine Anhaltspunkte daf�r gegeben, dass sich der Beklagte in seiner Wohnung befunden habe. Im �brigen sei geplant gewesen, den Beklagten und Thomas H. etwa zeitgleich festzunehmen, wobei die Kriminalpolizei Karlsruhe bez�glich der Festnahme des Thomas H. noch habe abkl�ren wollen, ob ein Spezialeinsatzkommando zugezogen werden sollte, da dieser im Besitz der Dienstwaffe sei. Auch deshalb habe man zugewartet und nicht sofort die Wohnung des Beklagten betreten. Au�erdem h�tte nach ersten �rztlichen Ausk�nften die Kl�gerin in K�rze wieder ansprechbar sein sollen. Das Fahrzeug des Beklagten sei bis zu seiner Festnahme noch nicht aufgefunden worden. Nach Ausl�sung der Ringfahndung seien die Stra�en in der Umgebung abgefahren worden, ohne dass das Fahrzeug aufgefunden worden w�re. Erst sp�ter sei dann festgestellt worden, dass es am Berg abgestellt war. Weshalb das Fahrzeug trotz eines Abfahrens der Umgebung nicht aufgefunden wurde, bleibt offen. Im Schlussbericht ist diesbez�glich unter Ziff. 9 ausgef�hrt, dass der Standort des Pkw des Beklagten zum Festnahmezeitpunkt nicht bekannt gewesen sei. In seiner Erstvemehmung am Vormittag des 29.04.1997 habe der Beklagte den Standort seines Pkw in der Kettelsbachstra�e,ca. 200 m von seinem Wohnanwesen entfernt, mitgeteilt. Anl�sslich der Wohnungsdurchsuchung am Nachmittag des 29.04.1997 sei das Fahrzeug durch KHK Kirn an der genannten Stelle festgestellt worden. Eine �berpr�fung des Motors auf Restw�rme sei zu diesem Zeitpunkt nicht mehr erfolgversprechend gewesen. Bei dem weiteren Tatverd�chtigen Thomas H. wurden die beiden auf diesen zugelassenen Fahrzeuge zwar aufgefunden, da diese unmittelbar in der Hofeinfahrt des Wohnanwesens geparkt waren. Wie im Schlussbericht des KHK Conle unter Ziff. 10 ausgef�hrt ist und von KHK Maischein in seiner Zeugenvernehmung best�tigt wurde, wurden jedoch "beide Fahrzeuge nicht n�her �berpr�ft, um nicht den Sensor der Hausbeleuchtung auszul�sen." Eine �berpr�fung auf Restw�rme erfolgte somit ebenfalls nicht. Die Festnahme von Thomas H. erfolgte um 7:20 Uhr in dessen Wohnung (Schlussbericht Ziff. 10). Die Zivilkammer hat nicht dar�ber zu befinden, inwieweit in der damaligen Situation einsatztaktische Gr�nde einem sofortigen Zugriff entgegenstanden, wenngleich aus r�ckblickender Sicht ein sofortiger Zugriff jedenfalls sowohl eine aussagekr�ftige �berpr�fung der Fahrzeuge erm�glicht als auch Erkenntnisse dar�ber erbracht hafte, in welcher Situation die Tatverd�chtigen in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit der Tat angetroffen worden w�ren. Nicht zuletzt w�ren hierdurch auch Probleme bei der Bewertung anderer Indizien, z.B. der nassen W�sche im Badezimmer des Beklagten, vermieden worden. b) wie bereits unter Ziff. II, 10 dargelegt, befindet sich der Durchsuchungsbericht des Tatortanwesens vom 02.05.1997 nicht vollst�ndig im Ordner KT-Ma�nahmen. Die auf den fehlenden Seiten 3 und 4 dieses Berichts genannten Asservate sind lediglich auf der gr�nen �-St�ckkarte im Ordner l vermerkt, finden sich aber nicht in den Asservatenlisten der Kriminaltechnik. Der Zeuge KHK Perplies vermochte zu diesen Asservaten daher auch keine Angaben zu machen. Inwieweit der Bericht und die auf den Seiten 3 und 4 genannten Asservate im Strafverfahren Ber�cksichtigung fanden, ist unklar. Der Zeuge KOK Jung erkl�rte, dass er nicht mehr sagen k�nne, ob es bei seiner Vernehmung beim Schwurgericht auch im Einzelnen um die in dem Bericht genannten Asservate gegangen sei. c) Der Beklagte r�gte im Hinblick auf ein etwaiges Tatmotiv anderer Personen, dass von Wolfgang Z. im Strafverfahren nicht s�mtliche Tageb�cher der Kl�gerin vorgelegt und ber�cksichtigt worden seien. Aa) Ausweislich der Ziff. 16 des Durchsuchungsberichtes vom 02.05.1997 wurde ein Tagebuch der Kl�gerin aufgefunden und asserviert, m welchem sich Eintr�ge von Januar und Februar 1997 befanden. bb) Die Mutter der Kl�gerin, Metka Z.-B., erkl�rte in der m�ndlichen Verhandlung vom 14.02.2000, dass sie keine Tageb�cher ihrer Tochter aus dem Jahr 1997 habe. cc) In der von dem Beklagten vorgelegten dienstlichen Stellungnahme des Richters am Landgericht Schmidt vom 28.06.2000, die dieser gegen�ber der Staatsanwaltschaft Karlsruhe abgegeben hat, ist folgendes ausgef�hrt: "bei seiner Vernehmung als Zeuge in der damaligen Hauptverhandlung erw�hnte Wolfgang Z., dass seine Tochter Andrea in der Vergangenheit Tagebuch gef�hrt habe. Dieser Umstand war vorher nicht bekannt. Der Zeuge Z. wurde daraufhin vom Schwurgericht gebeten, diese Tageb�cher seiner Tochter, soweit er sie im Besitz hat oder sie in der Habe seiner Tochter auffindbar sind, vorzulegen. Dies ist auch geschehen. Wolfgang Z. legte noch w�hrend der laufenden Schwurgerichtsverhandlung - meiner Erinnerung nach zwei - Tagebuchhefte vor, die ich eingesehen habe und aus denen sich keine f�r die Frage der T�terschaft relevanten Erkenntnisse ergaben. Die Schwurgerichtskammer ist damals davon ausgegangen, dass Wolfgang Z. alle ihm zur Verf�gung stehenden Tagebuchaufzeichnungen seiner Tochter vorgelegt hat. (...)." dd) Die Kl�gervertreterin erkl�rte in der m�ndlichen Verhandlung vom 06.04.2001, dass Wolfgang Z. im Strafprozess ca. sechs Tageb�cher mitgebracht und vorgelegt habe, die jedoch alle die Jugendzeit der Kl�gerin betroffen h�tten. Es seien jedenfalls mehr als die damals im Protokoll genannten zwei Tageb�cher gewesen. Diese Tageb�cher aus der Jugendzeit habe Wolfgang Z. "gleich wieder mitnehmen" k�nnen, nachdem sie von den Richtern der Schwurgerichtskammer gesichtet und unmittelbar wieder zur�ckgegeben worden w�ren. Für den relevanten Zeitraum habe es lediglich ein, maximal zwei Tageb�cher gegeben. ee) Ausweislich des Protokolls der Schwurgerichtsverhandlung vom 16.01.1998 (Strafakte Band VI, AS 681) wurde aus einem Tagebuch der letzte Eintrag unter dem Datum 03.04.1996 verlesen. ff) Der Zeuge KOK Jung erkl�rte, dass er das im Bericht vom 02.05.1997 genannte Tagebuch gefunden und asserviert habe. Er habe zu seinem Kollegen Conle gesagt, dass dieser es direkt bei sich verwahren solle und es nicht offen auf dem Schreibtisch herumliegen m�sste. Er habe nur ein Tagebuch gesichert. gg) Der Zeuge KHK Conle berichtete, dass zwei Tageb�cher sichergestellt worden seien, die er in seiner Liste am 14.01.1998 ausgetragen habe. Diese seien damals an Staatsanwalt Lorenz per Kurier �bergeben worden und h�tten dann offensichtlich auch dem Schwurgericht vorgelegen. Wenn ihm aus der dienstlichen Stellungnahme des Richters am Landgericht Schmidt vorgehalten werde, dass Tageb�cher von Wolfgang Z. in der Sitzung �bergeben worden seien, so seien dies andere Tageb�cher gewesen, die dieser noch zu Hause gehabt habe und mit den hier genannten oder ihm in Erinnerung befindlichen nicht identisch seien. Auf die Frage, weshalb dem Schwurgericht das asservierte Tagebuch -ausweislich der dienstlichen Stellungnahme des Richters am Landgericht Schmidt - nicht bekannt gewesen sei, erkl�rte der Zeuge: "Wenn in der dienstlichen Stellungnahme weiter steht, dass der Umstand, dass die Gesch�digte Tageb�cher gef�hrt hatte, bis dahin nicht bekannt war, so h�tten sie es ja sehen k�nnen, wenn sie die �-St�ckliste gelesen h�tten. Warum ich dies im Bericht nicht noch einmal abschlie�end vermerkt habe, kann ich nicht mehr sagen. (...) Zu den Tageb�chern kann ich nochmals sagen, dass ich davon ausgehe, dass Staatsanwaltschaft und Gericht die Akten ja lesen, schlie�lich ist der Staatsanwalt ja Herr des Verfahrens. Ich wei� nicht mehr, wie ich an das zweite Tagebuch kam, jedenfalls habe ich zwei Tageb�cher an Herrn Staatsanwalt Lorenz weitergeleitet. Diese habe ich auch gesichtet, die anderen, um die es wohl geht, habe ich nie gesehen. " hh) Die Bedeutung der Tageb�cher bleibt daher im Ergebnis offen. W�hrend im Durchsuchungsbericht vom 02.05.1997 von einem asservierten Tagebuch die Rede ist - was auch der Zeuge KOK Jung best�tigte -, befanden sich bei dem Zeugen KHK Conle zwei Tagebuchhefte, die nach dessen Angaben zumindest an den Staatsanwalt gelangt sind. Dem Schwurgericht war - ausweislich der dienstlichen Stellungnahme des Richters am Landgericht Schmidt - weder bekannt, dass die Kl�gerin �berhaupt Tagebuch gef�hrt hat, noch, dass sogar ein bzw. zwei Tageb�cher asserviert waren. Wie sich der dienstlichen Stellungnahme weiter entnehmen l�sst, wurden dann lediglich von Wolfgang Z. zwei Tagebuchhefte vorgelegt. Nach den Angaben des Zeugen KHK Conle handelte es sich hierbei aber nicht um die beiden^sservierten Tageb�cher, sondern um andere Tageb�cher, was insofern nachvollziehbar ist, als andernfalls ja bereits vor dem rechtskr�ftigen Ab-schluss des Verfahrens Asservate an Wolfgang Z. ausgeh�ndigt worden w�ren. Die asservierten Tageb�cher, insbesondere das im Durchsuchungsbericht vom 02.05.1997 genannte Tagebuch mit Eintr�gen aus unmittelbar der Tat vorausgehenden Zeitr�umen (Januar und Februar 1997), lagen dem Schwurgericht danach offensichtlich zu keinem Zeitpunkt vor. Ob in diesen asservierten Tageb�chern Eintr�ge enthalten waren, die - wie der Beklagte meint - zur Tataufkl�rung im Hinblick auf eine etwaige Beziehungstat h�tten relevant sein k�nnen, ist daher nicht bekannt. d) �hnliches gilt f�r das unter Ziff. 24 des Durchsuchungsberichts vom - 02.05.1997 genannte Heft mit Eintragungen "Einnahmen-, Ausgaben ab 01.04.1997", aufweiches der Beklagtenvertreter in der m�ndlichen Verhandlung vom 06.04.2001 im Hinblick auf ein etwaiges Tatmotiv anderer Personen hinwies. Im Bericht des KOK Jung ist zu diesem Heft vermerkt: "Auff�llig daran ist, dass die Eintragungen f�r April 1997 fehlen, diese Seite ist herausgerissen. " Aa) Der Zeuge KHK Conle erkl�rte hierzu, dass ihm auch dieses unter Nr. 24 des Berichts vom 02.05.1997 aufgef�hrte Haushaltsbuch nicht f�r die Kriminaltechnik relevant zu sein schien. Eine Untersuchung auf daktyloskopische Spuren, mit dem Ziel zu kl�ren, wer die Seite herausgerissen habe, fand nicht statt. bb) Der Zeuge KHK Conle erkl�rte generell zu den auf den Seiten 3 und 4 des Berichts vom 02.05.1997 aufgef�hrten Asservaten, dass diese "selbstverst�ndlich" �berpr�ft worden seien. Die Ergebnisse bef�nden sich in sogenannten Spurenakten. Wenn sich aber aus einer Spur nichts ergebe, finde dies keinen Eingang in die Haupakte mit Ausnahme der Dinge, die in die Hauptakte �berf�hrt w�rden, wie hier z.B. unter VII. Die Spurenakten seien von der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht nicht angefordert worden. CC) Soweit ersichtlich erfolgte allerdings auch im Schlussbericht des Zeugen KHK Conle kein Hinweis auf diese Spurenakten. Unter Ziff. 40 des Schlussberichtes f�hrt dieser aus: "Entsprechend der unter der Band VIII - Sonstiges - eingeordneten Ermittlungsma�nahmen erfolgten �berpr�fungen zum Wahrheitsgehalt von Beschuldigten/Zeugenaussagen, Auswertungen entsprechender Unterlagen sowie Herkunftsermittlungen und Zuordnungsversuche von am Tatort festgestellten Spuren. " Im Ordner III, Ziff. VIII findet sich beispielsweise unter Ziff. 10 die �berpr�fung der auf Seite 5 (Ziff. 29) des Berichts vom 02.05.1997 genannten Telefonnurrmner oder unter Ziff. 11 eine Auswertung des Terminkalenders des Opfers, wobei es sich hierbei m�glicherweise um den unter Ziff. 17 des Berichts vom 02.05.1997 genannten handelt. Keine Ausf�hrungen finden sich dagegen beispielsweise zum Einnahmen'/Ausgabenheft oder zu den Stellenanzeigen.
19. Auf das von Prof. Dr. Undeutsch erstattete polygraphische Gutachten kommt es nicht mehr entscheidungserheblich an, nachdem dieses lediglich gegenbeweislich eingeholt wurde, der Kl�gerin aber bereits der ihr obliegende Hauptbeweis nicht gelungen ist. a) Die Kammer hat bei der Anordnung dieses Gutachtens nicht verkannt, dass die strafgerichtliche Rechtsprechung der Instanzgerichte und des Bundesgerichtshofs (BGHSt 44, 308 [1. Strafsenat]; BGH NStZ-RR 2000, 3513. Strafsenat]) ein derartiges Gutachten als v�llig ungeeignetes Beweismittel i.S.d. � 244 Abs. 3 StPO ansieht, wobei der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs entgegen seiner fr�heren Rechtsprechung (vgl. BGHSt 5, 332) nunmehr aber davon ausgeht, dass die freiwillige Mitwirkung an einer polygraphischen Untersuchung nicht gegen Verfassungsgrunds�tze (Art. 1 Abs. 1 GG) oder gegen die Freiheit der Willensentschlie�ung und -bet�tigung (�136 a StPO) verst��t (vgt. BGHSt 44, 308 unter Ziff. 111.2). b) Au�erhalb des strafrechtlichen Bereichs (vgl. hierzu auch die Rechtsprechungsnachweise in BGHSt 44, 308 unter Ziff. 11.3) - insbesondere in Sorgerechtsverfahren mit dem Vorwurf des sexuellen Kindesmissbrauchs - wird zum Teil das Ergebnis eines polygraphischen Gutachtens als zul�ssiges Beweismittel angesehen, jedenfalls soweit es um die Entkr�ftung der erhobenen Vorw�rfe-geht (vgl. OLG M�nchen FamRZ 1999, 674: OLG Oldenburg DSB 1998, Nr. 11, 13: anders dagegen das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz - MDR 1998, 1119-f�r das arbeitsgerichtliche Verfahren). In �bereinstimmung mit dieser Rechtsprechung ist die Kammer der Auffassung, dass jedenfalls in einem Zivilprozess, in welchem - wie im vorliegenden Fall - dem auf Schadensersatz in Anspruch genommenen Beklagten eine Straftat gegen das Leben vorgeworfen wird, ein polygraphisches Gutachten ein zul�ssiges Beweismittel ist, welches indiziell der Entlastung des Beklagten dienen kann, wenn das Gutachten diesen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als T�ter ausschlie�t (das OLG M�nchen, FamRZ 1999, 674 misst dem Gutachten in einem solchen Fall einen "sehr hohen Wahrscheinlichkeitsbeweis" zu). Nachdem aber bereits keine �berzeugenden Indizien f�r die T�terschaft des Beklagten sprechen, bedurfte es insoweit keiner weiteren Auseinandersetzung mit dem Beweiswert des gegenbeweislich eingeholten polygraphischen Gutachtens. 4.
Die Kostenentscheidung folgt aus �� 91 Abs. 1, 344 ZPO, die Entscheidung �ber die vorl�ufige Vollstreckbarkeit aus �� 709 Satz 1, 708 Nr. 11, 711 ZPO. Waetke, Vorsitzender Richter am Landgericht
Hu�, Richterin am Landgericht