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Timestamp: 2016-10-27 18:43:04
Document Index: 94258007

Matched Legal Cases: ['Art. 93', 'BGE', 'Art. 93', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_996/2010 (14.03.2011)
Der 1947 geborene M.________ war Gesch�ftsf�hrer bei der Firma I.________ AG und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert. Am 1. April 2006 war er in einen Autounfall verwickelt. Danach litt er an gesundheitlichen Beschwerden. Die SUVA kam f�r die Heilbehandlung und das Taggeld auf. Mit Verf�gung vom 30. Mai 2008 stellte sie die Versicherungsleistungen per 15. Juni 2008 ein. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 9. November 2009 ab.
In Gutheissung der hiegegen eingereichten Beschwerde hob das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern den Einspracheentscheid auf und wies die Sache an die SUVA zur�ck, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gung 8c, neu verf�ge (Entscheid vom 25. Oktober 2010).
Beim angefochtenen R�ckweisungsentscheid handelt es sich, da das Verfahren noch nicht abgeschlossen wird und die R�ckweisung auch nicht einzig der Umsetzung des vorinstanzlich Angeordneten dient, um einen selbstst�ndig er�ffneten Vor- oder Zwischenentscheid nach Art. 93 BGG (BGE 133 V 477 E. 4.2 S. 481 f. SVR 2008 IV Nr. 39 S. 131 E. 1.1 [9C_684/2007]). Im Umstand, dass dieser Entscheid mit der Bejahung der ad�quaten Kausalit�t zwischen dem Unfall des Versicherten vom 1. April 2006 und den am 15. Juni 2008 geklagten psychischen Beschwerden materiell verbindliche Feststellungen enth�lt, welche die SUVA bei Vorliegen der �brigen Erfordernisse verpflichten, Leistungen zuzusprechen, und der darauf beruhende Endentscheid praktisch nicht angefochten und das Ergebnis nicht mehr korrigiert werden k�nnte, ist ein offenkundiger, nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne des Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG zu erblicken. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten (vgl. BGE 133 V 477 E. 5.2 S. 483 ff.; nicht publ. E. 1.2.1 des Urteils BGE 135 V 279, aber in: SVR 2009 UV Nr. 40 S. 137 [8C_531/2008], nicht publ. E. 1.2.1 des Urteils BGE 134 V 392, aber in: SVR 2008 UV Nr. 31 S. 115 [8C_682/2007]; Urteil 8C_622/2010 vom 3. Dezember 2010 E. 1.1 f.).
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung nach Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es pr�ft jedoch grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die Rechtsm�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
Streitig und zu pr�fen ist, ob die SUVA aufgrund des Unfalls des Beschwerdegegners vom 1. April 2006 nach dem 15. Juni 2008 weiterhin leistungspflichtig ist.
Die Vorinstanz hat die Grundlagen �ber den f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111 f.) sowie die erforderliche Ad�quanz des Kausalzusammenhangs bei psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
4.1 Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194; SVR 2010 UV Nr. 17 S. 63 E. 4 [8C_239/2008]). Der Versicherte reicht neu einen Bericht des Neurologen Dr. med. S.________ vom 24. Januar 2011 ein, macht aber keine nach Art. 99 Abs. 1 BGG relevanten Gr�nde (hierzu vgl. nicht publ. E. 2.3 des Urteils BGE 135 V 163, in SVR 2009 BVG Nr. 30 S. 109 [9C_920/2008]) geltend, weshalb dieser unbeachtlich ist.
4.2 Soweit die SUVA und der Versicherte die im Verwaltungsverfahren bzw. im vorinstanzlichen Verfahren gemachten Eingaben zum integrierenden Bestandteil ihrer letztinstanzlichen Rechtsschriften erkl�ren, ist dies unzul�ssig (BGE 134 II 144; SVR 2010 UV Nr. 9 S. 35 E. 6 [8C_286/2009]).
5.1 Die Vorinstanz hat f�r den Zeitpunkt des Fallabschlusses durch die SUVA am 15. Juni 2008 keine organisch objektiv - d.h. apparativ/ bildgebend - ausgewiesenen Unfallfolgen festgestellt, bei denen sich die ad�quate weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t decken w�rde (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 2009 UV Nr. 30 S. 105 E. 2.1 [8C_413/2008]). Dies ist aufgrund der Akten nicht zu beanstanden.
5.2 Gest�tzt auf den Bericht des Neurologen Dr. med. S.________ vom 18. Januar 2007 macht der Versicherte geltend, der Halte- und Bewegungstremor an seiner rechten Hand sei ein objektivierbares Beschwerdesymptom. Dem ist entgegenzuhalten, dass Dr. med. S.________ in diesem Bericht ausf�hrte, es lasse sich nicht entscheiden, ob dieses ca. sechs Monate nach dem Unfall vom 1. April 2006 aufgetretene Leiden unfallbedingt sei. Der Handtremor rechts kann somit nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125) als Unfallfolge qualifiziert werden; hievon abgesehen stellte Dr. med. S.________ diesbez�glich keine organisch objektiv ausgewiesenen Sch�digungen fest.
5.3 Die Wirbels�ule des Versicherten wurde mehrfach apparativ/bildgebend abgekl�rt, ohne dass unfallbedingte Sch�digungen festgestellt wurden. Gegenteiliges macht er nicht substanziiert geltend.
5.4 Soweit sich der Versicherte auf ein bestehendes Horner-Syndrom mit Verdacht auf Bulbuskontusion beruft, als dessen Ursache eine leichte Hirnstammkontusion in Frage k�me, r�umt er selber ein, dass Letztere kernspintomografisch nicht habe dargestellt werden k�nnen. Er beruft sich weiter auf den Bericht des Prof. F.________, H�pital X.________/FR, vom 10. September 2008 und macht geltend, dieser k�me zum Schluss, dass durchaus posttraumatische L�sionen am Gehirn fest- und auch bildgebend darstellbar seien, womit seine Konzentrationsst�rungen und Wesensver�nderungen erkl�rt werden k�nnten. Dem kann nicht gefolgt werden. Vielmehr hat Frau Dr. med. H.________, Fach�rztin f�r Neurologie FMH und Psychiatrie, Leiterin Versicherungsmedizinisches Kompetenzzentrum, SUVA Versicherungsmedizin, die den Versicherten am 20. Februar 2008 auch selber untersucht hatte, im Bericht vom 19. Oktober 2009 aufgrund der in den Akten befindlichen Dokumente �ber die bildgebenden/apparativen Abkl�rungen des Kopfes einl�sslich und �berzeugend dargelegt, dass entgegen der Auffassung des Prof. F.________ nicht von einer �berwiegend wahrscheinlich unfallbedingten, objektiv nachweisbaren Hirnsch�digung ausgegangen werden kann; in diesem Rahmen holte sie eine Stellungnahme des Prof. V.________, Institutsdirektor, Institut f�r Neuroradiologie, Spital Y.________, vom 24. Juli 2009 ein, der - unter Mitber�cksichtigung des Berichts des Prof. F.________ - Hinweise f�r eine traumatisch induzierte L�sion des Gehirns ebenfalls verneinte.
Unbestritten ist, dass - bei Fehlen organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolge (E. 5) - die Pr�fung der ad�quaten Unfallkausalit�t des Gesundheitsschadens des Versicherten nach der Praxis f�r psychische Unfallfolgen (BGE 115 V 133) zu erfolgen hat. Die Vorinstanz qualifizierte den Unfall vom 1. April 2006 als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen. Sie bejahte die ad�quate Unfallkausalit�t des Gesundheitsschadens, da die drei Ad�quanzkriterien der besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls, der k�rperlichen Dauerschmerzen und des schwierigen Heilungsverlaufs, wenn auch nicht besonders ausgepr�gt oder auffallend, vorl�gen. Die SUVA habe demnach mit einem psychiatrischen Gutachten zu kl�ren, ob die psychisch bedingte 100%ige Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit des Versicherten nat�rlich unfallkausal sei.
Die SUVA wendet ein, es handle sich um einen mittelschweren Unfall im mittleren Bereich. Keines der Ad�quanzkriterien sei erf�llt.
7.1 Zu pr�fen ist als Erstes die Schwere des Unfalls vom 1. April 2006. Dieser lief laut dem Polizeirapport vom 25. April 2006 wie folgt ab: A.________ fuhr ausserorts mit einer angeblichen Geschwindigkeit von 70 km/h. In einer langgezogenen Rechtskurve verlor er die Kontrolle �ber sein Fahrzeug. Dieses brach nach links auf die Gegenfahrbahn aus und kollidierte frontal/seitlich versetzt mit dem mit einer Geschwindigkeit von ca. 70-75 km/h korrekt entgegenkommenden Auto des Beschwerdegegners. Durch den Aufprall wurde das Auto des Letzteren von der Fahrbahn abgetrieben, �berfuhr den Strassenrand, hob ab und kam 25 m weiter auf einem bereits am Boden liegenden Telefonstrommast zum Stillstand. Das unfallverursachende Auto wurde nach der Kollision wieder auf seine urspr�ngliche Fahrbahn abgelenkt, schleuderte weiter und kam nach ca. 28 m zum Stillstand, nachdem es noch den rechten erh�hten Strassenrand touchiert hatte. Der Beschwerdegegner, der allein unterwegs war, konnte selber aus seinem Auto aussteigen. Auch A.________ und seine drei Mitfahrer befreiten sich selbst aus ihrem Auto.
7.2 Die Unfallschwere ist objektiv aufgrund des augenf�lligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kr�ften zu beurteilen. Nicht relevant sind die Kriterien, die bei der Pr�fung der Ad�quanz bei mittelschweren Unf�llen Beachtung finden (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26 E. 5.3.1 [U 2/07]).
Als mittelschwer, aber nicht im Grenzbereich zu den schweren liegend, wurden etwa Unf�lle qualifiziert, bei welchen das Fahrzeug ins Schleudern geriet, von der Strasse abkam, sich �ber eine Grasb�schung seitlich �berschlug und auf dem Dach zum Stillstand kam (Urteil U 68/91 vom 10. November 1992 Sachverhalt und E. 2a), bei einem �berholman�ver mit ca. 100 km/h abrupt abgebremst wurde, dabei ins Schleudern geriet, gegen einen Strassenwall prallte, sich �berschlug und auf der Fahrerseite zu liegen kam (Urteil 8C_169/2007 vom 5. Februar 2008 E. 4.2), einen Lastwagen beim �berholen touchierte und sich �berschlug (Urteil 8C_743/2007 vom 14. Januar 2008 Sachverhalt und E. 3), von der Strasse abkam und sich �berschlug (Urteil U 213/06 vom 29. Oktober 2007 Sachverhalt und E. 7.2), auf der Autobahn in einer Kurve ins Schleudern geriet, sich �berschlug und auf dem Dach liegend zum Stillstand kam (Urteil U 258/06 vom 15. M�rz 2007 Sachverhalt und E. 5.2) oder sich bei einer Geschwindigkeit von ca. 90 km/h auf einer Autobahn �ber eine Mittelleitplanke hinweg �berschlug - wobei die versicherte Person hinausgeschleudert wurde - und mit Totalschaden auf der Gegenfahrbahn auf dem Dach zu liegen kam (Urteil U 492/06 vom 16. Mai 2007 E. 4.2; vgl. auch Urteil 8C_915/2008 vom 11. September 2009 E. 5.1). Auch beim Fahrer eines Personenwagens, der mit einer Fahrgeschwindigkeit von 110 km/h die Kontrolle �ber das Fahrzeug verloren hatte, auf den Fahrstreifen f�r den Gegenverkehr, dann auf das linksseitige Strassenbankett und schliesslich in den Strassengraben abgekommen war, wobei er sich mehrere Male �berschlagen hatte, wurde ein im engeren Sinne mittelschwerer Unfall angenommen (Urteil 8C_595/2009 vom 17. November 2009 E. 7.2), wie auch bei einer Frontalkollision zweier Personenwagen, wobei die Geschwindigkeit des unfallverursachenden Personenwagens 30 bis 40 km/h betrug und diejenige des beteiligten Fahrzeugs auf etwa 70 bis 80 km/h gesch�tzt wurde (Urteil 8C_80/2009 vom 5. Juni 2009 E. 6.1), und bei der Kollision eines Personenwagens bei einer Fahrgeschwindigkeit von ca. 80 km/h mit einem Drahtgitterzaun abseits der Strasse, mit seitlichem �berschlag und Stillstand auf dem Dach liegend im angrenzenden Wiesland (Urteil 8C_609/2007 vom 22. August 2008 Sachverhalt und E. 4.1), oder bei einem Fahrzeug, das mit einer Geschwindigkeit von ca. 90 km/h frontal in einen stehenden Personenwagen prallte (Urteil 8C_786/2009 vom 4. Januar 2010 E. 4.6.2), auf der Autobahn mit ca. 130 km/h wegen des Platzens eines Reifens ins Schleudern geriet, sich um die eigene Achse drehte, wobei es einen Schutzzaun durchbrach und anschliessend nach der �berquerung mehrerer Wassergr�ben auf einem Acker neben der Fahrbahn zum Stehen kam (Urteil 8C_9/2010 vom 11. Juni 2010 E. 3.5 f.) sowie bei einer Frontalkollision, bei der das unfallverursachende Fahrzeug ungebremst mit etwa 100 km/h in ein mit ca. 80 km/h fahrendes, noch ein Abbrems- und Ausweichman�ver einleitendes Auto stiess (Urteil 8C_1021/2009 vom 3. November 2010 E. 8.3 und Sachverhalt; vgl. Urteil 8C_617/2010 vom 15. Februar 2011 E. 3.2.2).
Als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren Unf�llen wurden beispielsweise folgende Ereignisse qualifiziert: Kollision eines Lastwagens mit einem Personenwagen auf der Autobahn, worauf dieser zuerst mit der rechten, anschliessend mit der linken Tunnelwand kollidierte und die Windschutzscheibe durch heftigen Kopfanprall barst (Urteil 8C_257/2008 vom 4. September 2008 E. 3.3.3). Der Unfall, bei dem der Versicherte mit einem Personenwagen auf der �berholspur der Autobahn fuhr und bei einer Geschwindigkeit von etwa 130 km/h pl�tzlich ins Schleudern geriet, die Normalspur und den Pannenstreifen �berquerte und mit der B�schung kollidierte, wobei sich das Fahrzeug �berschlug. Der Personenwagen wurde auf die �berholspur zur�ckgeschleudert und kam auf den R�dern stehend zum Stillstand. Beim �berschlagen wurde der Beifahrer aus dem Dachfenster auf die B�schung geschleudert. Der Versicherte konnte das Fahrzeug nicht mehr eigenst�ndig verlassen (Urteil 8C_799/2008 vom 11. Februar 2009 E. 3.2.2; vgl. Urteil 8C_617/2010 E. 3.2.2).
7.3 Die Beurteilung der Unfallschwere ist eine Rechtsfrage (SVR 2009 UV Nr. 18 S. 69 E. 5.2 [8C_744/2007]), die das Bundesgericht frei pr�ft (E. 2 hievor). Nicht stichhaltig ist mithin der Einwand des Versicherten, die vorinstanzliche Unfallqualifikation k�nne h�chstens dann korrigiert werden, wenn sie geradezu willk�rlich w�re, was die SUVA nicht geltend mache.
Im Lichte der dargelegten Praxis ist der Unfall des Beschwerdegegners vom 1. April 2006 noch als mittelschwer im mittleren Bereich zu qualifizieren, zumal im Urteil 8C_1021/2009 eine Frontalkollision mit wesentlich h�herer Geschwindigkeit des unfallverursachenden Fahrzeugs und auch - vor dem eingeleiteten Abbremsman�ver - etwas h�herer Geschwindigkeit des anderen Autos gleich eingestuft wurde (vgl. E. 7.2 hievor). Keinen anderen Schluss rechtfertigen die aus den Polizeifotos ersichtlichen unver�nderten Endsituationen und Sch�den der beiden Unfallfahrzeuge. Sie wurden zwar im seitlichen Frontbereich relativ stark besch�digt und erlitten einen sogenannten Totalschaden, die Personenkabinen und das Heck blieben aber weitgehend unversehrt. Aus dem Umstand, dass sein Fahrzeug nach der Kollision beim �berfahren des Strassenrands abhob und nach 25 m auf einem am Boden liegenden Telefonstrommast zum Stillstand kam, kann der Beschwerdegegner nichts anderes ableiten. Gleiches gilt hinsichtlich der von der Vorinstanz angef�hrten folgenden Urteile: BGE 129 V 323 betraf einen Fall, in dem sich das mit ca. 95 km/h auf der Autobahn fahrende Auto nach einen Reifenplatzer auf das Dach �berschlug (nicht publ. E. 3.3.2); gem�ss Urteil 8C_385/2010 vom 19. August 2010 E. 5.1 prallte das Auto der versicherten Person auf der Autobahn bei einer Geschwindigkeit von ca. 120 km/h auf ein stillstehendes Fahrzeug, wobei dieses nach rechts abgedreht und in die B�schung gestossen wurde, wo es auf die linke Seite umgekippt zum Stillstand kam (Sachverhalt und E. 5.1). In casu kippten die beiden Unfallautos weder um noch �berschlugen sie sich; hievon abgesehen wurden auch Unf�lle mit solchen Folgen als im engeren Sinn mittelschwer eingestuft (vgl. E. 7.2 hievor).
Demnach kann die Ad�quanz hier nur bejaht werden, wenn drei der sieben Ad�quanzkriterien erf�llt sind oder eines besonders ausgepr�gt vorliegt (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100 E. 4.5 [8C_897/2009]).
8.1 Ob besonders dramatische Begleitumst�nde oder eine besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls vorliegen, beurteilt sich objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgef�hls der versicherten Person (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207 E. 3b/cc). Jedem mindestens mittelschweren Unfall ist eine gewisse Eindr�cklichkeit eigen, die somit noch nicht f�r eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann. Die erlittene Verletzung und der nachfolgende Heilungsprozess sind nicht relevant (Urteile 8C_277/2010 vom 24. September 2010 E. 9 und 8C_9/2010 E. 3.7.1). Das Bundesgericht bejahte dieses Kriterium etwa bei einer Massenkarambolage auf einer Autobahn (Urteil 8C_623/2007 vom 22. August 2008 E. 8.1; vgl. auch Urteil 8C_633/2007 vom 7. Mai 2008 E. 6.3), bei einem Zusammenprall zwischen einem Sattelschlepper und einem Personenwagen, wobei der Fahrer des Sattelschleppers die Kollision zun�chst nicht bemerkte und den Personenwagen der versicherten Person noch auf einer l�ngeren Distanz vor sich herschob, und die Insassen des Personenwagens verzweifelt versuchten, den Unfallverursacher auf sich aufmerksam zu machen (Urteil 8C_508/2008 vom 22. Oktober 2008 E. 5.3), bei einem in der 29. Woche schwangeren Unfallopfer (Urteil 8C_590/2008 vom 3. Dezember 2008 E. 5.3), bei einem Skifahrer, der kopf�ber mit einem Baum kollidierte (Urteil 8C_42/2009 vom 1. Oktober 2009 E. 5.3) sowie bei den Unf�llen gem�ss den Urteilen U 492/06 E. 4.3.1, 8C_799/2008 E. 3.2.2 f. und 8C_257/2008 E. 3.3.2 f. (siehe E. 7.2 hievor; vgl. auch Urteil 8C_9/2010 E. 3.7.1).
8.2 Eine gewisse Eindr�cklichkeit des Unfalls vom 1. April 2006 l�sst sich nicht in Abrede stellen. Eine mit den erw�hnten Beispielen vergleichbare Eindr�cklichkeit liegt jedoch nicht vor und es kann auch nicht von dramatischen Begleitumst�nden des unmittelbaren Unfallgeschehens gesprochen werden. Der Umstand, dass der Beschwerdegegner die Kollision kommen sah und nicht ausweichen konnte, gen�gt nicht (Urteile 8C_239/2007 vom 7. August 2008 E. 6.4.1 und U 558/06 vom 21. Dezember 2007 E. 4.2.1). Zudem konnten er sowie der Unfallverursacher und seine Mitfahrer die Autos aus eigener Kraft verlassen (vgl. Urteil 8C_963/2009 vom 11. M�rz 2010 E. 5.1). Insgesamt ist das Kriterium vorliegend entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht erf�llt.
9.1 Die medizinisch relevanten Ad�quanzkriterien sind im Rahmen von BGE 115 V 133 einzig unter Ber�cksichtigung der unfallbedingten physischen Komponenten des Gesundheitsschadens zu pr�fen (BGE 134 V 109 E. 6.1 S. 116, 115 V 133 E. 6c/aa S. 140; Urteile 8C_1040/2008 vom 8. Mai 2009 E. 6.1 und 8C_359/2008 vom 18. Dezember 2008 E. 6.4). Strittig und zu pr�fen sind die vier Kriterien der k�rperlichen Dauerschmerzen, des schwierigen Heilungsverlaufs, der �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, sowie des Grades und der Dauer der Arbeitsunf�higkeit. Die Vorinstanz bejahte einzig die beiden Ersteren.
9.2 Zu pr�fen ist, ob bis zum Fallabschluss k�rperliche Dauerschmerzen im Sinne von �ber den gesamten Zeitraum andauernden Beschwerden vorlagen (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 241 E. 5.2.6 [U 380/04]; Urteil 8C_855/2009 vom 21. April 2010 E. 8.3.2). Die Vorinstanz erwog, im gesamten Verlauf h�tten unfallbedingte Kopf- und Nackenschmerzen sowie unfallbedingt verst�rkte Lenden- und Kopfschmerzen persistiert, weshalb das Kriterium erf�llt sei, wenn auch nicht besonders ausgepr�gt. Der Versicherte beruft sich diesbez�glich letztinstanzlich auf Wirbels�ulenbeschwerden mit verst�rkten R�ckenschmerzen, Kopf- und Nackenschmerzen sowie den Tremor an der rechten Hand.
Der Tremor an der rechten Hand ist nicht zu ber�cksichtigen, da er nicht �berwiegend wahrscheinlich unfallbedingt ist (E. 5.2 hievor).
Im Spital Z.________, wo der Versicherte unmittelbar nach dem Unfall ambulant behandelt wurde, wurden eine Kontusion des Daumens rechts sowie Kopfschmerzen hochparietal und Schmerzen an der Lendenwirbels�ule (LSW) beschrieben. Dr. med. K.________ f�hrte im Bericht vom 3. April 2006 aus, der Versicherte leide gem�ss seinen Angaben an leichten Kopf- und Nackenschmerzen; zudem h�tten sich die vorbestehenden Lenden- und Kreuzschmerzen verst�rkt. Gem�ss dem Bericht der Rehaklinik Q.________ vom 3. August 2006 klagte der Versicherte �ber t�gliche Kopfschmerzen beidseits, die vor allem beim Autofahren bei einer Richtungs�nderung verst�rkt auftr�ten. Zudem habe er ein komisches Gef�hl im Bereich des linken Auges bei kopflastiger Arbeit. Der Unfall habe vorbestehende R�ckenschmerzen im Bereich des unteren R�ckens verst�rkt; diese tr�ten im LWS-Bereich beidseits auf und strahlten teilweise kranial bis zwischen die Schulterbl�tter aus. Dr. med. S.________ legte im Bericht vom 18. Januar 2007 dar, nach wie vor leide der Versicherte an t�glich auftretenden Kopfschmerzen im ganzen Sch�del. Das Spital Y.________, Neurologische Klinik, gab im Bericht vom 3. August 2007 an, gem�ss Angaben des Versicherten habe er seit dem Unfall Kopfschmerzen. Das Kopfweh sei wechselnden Charakters (h�mmernd, dr�ckend); es k�nne mehrere Stunden andauern, trete zu keiner bestimmten Zeit auf, sei lage- und bewegungsunabh�ngig; bessern lasse es sich durch eine Aspirin Brausetablette. Gegen�ber Frau Dr. med. H.________ f�hrte der Versicherte am 20. Februar 2008 aus, Kopfweh habe er alle Tage, am Morgen in der Stirne, am Abend im Hinterkopf und Nacken; es gebe keinen Tag ohne Kopfschmerzen, wenn, dann wenige. Er besch�ftige sich z.B. mit Gartenarbeiten; diese machten ihm Kopfweh. Er habe noch andere Liegenschaften, um die er sich k�mmere. Der Schlaf sei in der Regel gut, er schlafe in der Regel acht Stunden; Schlafmittel nehme er keine. Gem�ss dem Bericht der Rehaklinik Q.________ vom 8. Juni 2009 klage der Versicherte �ber persistierende chronische Kopfschmerzen mit Zunahme durch k�rperliche und psychische Belastungen. Die lumbalen Beschwerden seien im Vergleich zur station�ren Rehabilitation im Juni/Juli 2006 regredient gewesen. Er habe keine relevanten chronischen Schlafst�rungen. Er fahre nicht mehr gern Auto. Er habe sich immer weiter zur�ckgezogen und suche Erholung und Entspannung in der Natur.
In diesem Lichte - unter Ausschluss der hier nicht zu ber�cksichtigenden erheblichen psychogenen Beeintr�chtigungen (vgl. auch E. 9.5 hienach) und der LWS-Beschwerden, soweit letztere vorbestehend waren - ist das Kriterium der k�rperlichen Dauerschmerzen jedenfalls nicht besonders ausgepr�gt erf�llt, was denn auch unbestritten ist.
9.3 Aus der blossen Dauer der �rztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden kann nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hierzu besonderer Gr�nde, welche die Heilung beeintr�chtigt haben (SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 8.5 [U 479/05]). Auch die Einnahme vieler Medikamente und die Durchf�hrung verschiedener Therapien gen�gen nicht zur Bejahung dieses Kriteriums. Gleiches gilt f�r den Umstand, dass trotz regelm�ssiger Therapien weder eine Beschwerdefreiheit noch eine vollst�ndige Arbeitsf�higkeit in der angestammten T�tigkeit erreicht werden konnte (SVR 2009 UV Nr. 13 S. 52 E. 7.6 [8C_590/2007]; Urteile 8C_9/2010 vom 11. Juni 2010 E. 3.7.4 und 8C_855/2009 E. 8.3.3.). Die Vorinstanz bejahte das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs mit Hinweis auf das im Bericht der Rehaklinik Q.________ vom 3. August 2006 in Erw�gung gezogene Schlafapnoesyndrom; zudem bestehe gem�ss dem Bericht der Frau Dr. med. H.________ vom 5. Dezember 2008 ein ausgepr�gtes dementielles Syndrom, dessen �tiologie bisher noch nicht habe gekl�rt werden k�nnen.
Dem ist entgegenzuhalten, dass Frau Dr. med. H.________ im Bericht vom 19. Oktober 2009 einl�sslich und �berzeugend darlegte, es sei sehr unwahrscheinlich, dass das dementielle Beschwerdebild eine traumatische Verursachung habe. Es sind keine Gr�nde ersichtlich, von dieser Einsch�tzung abzuweichen (vgl. auch E. 5.4 hievor). Dieses Leiden ist hier somit nicht zu ber�cksichtigen. Das Schlafapnoesyndrom des Versicherten bestand schon vor dem Unfall vom 1. April 2006 und wurde mit CPAP-Beatmung (continuous positive airway pressure) behandelt; aus den Akten geht nicht hervor, dass es unfallbedingt verschlimmert wurde; jedenfalls traten diesbez�glich keine erheblichen Probleme auf (vgl. auch E. 9.2 hievor).
Entgegen der Auffassung der Vorinstanz sind insgesamt keine besonderen Gr�nde ersichtlich, die zur Bejahung eines schwierigen Heilungsverlaufs f�hren k�nnten. Gegenteiliges bringt der Versicherte nicht substanziiert vor.
9.4 Nicht gefolgt werden kann aufgrund der Akten dem pauschalen, nicht n�her begr�ndeten Vorbringen des Beschwerdegegners, das Kriterium der Fehlbehandlung sei erf�llt.
9.5 Das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit bezieht sich nicht allein auf das Leistungsverm�gen im angestammten Beruf (RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 [U 56/00]; Urteil 8C_855/2009 E. 8.3.4). Die Vorinstanz ging gest�tzt auf den Bericht des Psychiaters Dr. med. R.________ vom 9. Dezember 2006 und weitere nachfolgende Arztberichte von einer psychisch bedingten 100%igen Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit des Versicherten bis zum Fallabschluss am 15. Juni 2008 aus. Der Beschwerdegegner macht vernehmlassungsweise geltend, bei ihm bestehe auch eine organisch bedingte, auf den Unfall vom 1. April 2006 zur�ckzuf�hrende Arbeitsunf�higkeit, weshalb - entgegen der Auffassung der SUVA - keine Rede davon sein k�nne, das Kriterium des Grades und der Dauer der Arbeitsunf�higkeit entfalle von vornherein. Es ist fraglich, ob �berhaupt von 100%iger Arbeitsunf�higkeit auszugehen ist, nachdem er am 20. Februar 2008 angegeben hatte, er habe noch andere Liegenschaften, um die er sich k�mmere (E. 9.2 hievor). Dies kann aber offenbleiben. Denn er legt nicht substanziiert dar und es ist auch nicht aus den Akten ersichtlich, dass neben dem von der Vorinstanz angenommenen erheblichen psychischen Leiden eine unfallbedingte somatische Arbeitsunf�higkeit in einem Ausmass vorlag, welches die Bejahung des Kriteriums rechtfertigen w�rde.
9.6 Nach dem Gesagten sind die Kriterien f�r die Annahme eines ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 1. April 2006 und der psychisch bedingten Arbeitsunf�higkeit bei Fallabschluss nicht hinreichend erf�llt. Somit k�nnen Abkl�rungen zur nat�rlichen Unfallkausalit�t des psychischen Leidens unterbleiben (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 3c), weshalb der kantonale Entscheid aufzuheben ist.