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Timestamp: 2018-07-17 08:36:44
Document Index: 27860676

Matched Legal Cases: ['Art. 5', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 6', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', '§ 7', '§ 23', 'EGMR', 'EGMR', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 8', '§ 24', '§ 9', '§ 185', '§ 186', '§ 187', '§ 193', '§ 33', '§ 201', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5']

Copyright : Bildberichterstattung im 21. Jahrhundert
Copyright : Bildberich...
Bildberichterstattung im 21. Jahrhundert
Das Recht am eigenen Bild bei Kriminalberichterstattungen Ein Rechtsvergleich zum US-amerikanischen Recht
Kristin Eglinski
Dieses Buch untersucht Aspekte der Bildberichterstattung des 21. Jahrhunderts im deutschen und amerikanischen Recht aus einer vergleichenden Perspektive. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Recht am eigenen Bild in der Kriminalberichterstattung. Die Autorin stellt fest, welche Lösungen verschiedene Rechtssysteme für die Zulässigkeit von Kriminalberichterstattungen unter dem Gesichtspunkt der Wahrung der Grundrechte gefunden haben. Dazu führt sie konkrete Analysen von Fällen medialer Berichterstattung über Tatverdächtige und Straftäter durch. Der Rechtsvergleich kommt zu dem Ergebnis, dass in Deutschland Persönlichkeitsrecht mit Art. 5 Absatz 1 GG gleichwertig nebeneinanderstehen. Im US-amerikanischen Recht nimmt jedoch der First Amendment gegenüber dem Right of Privacy eine überragende Stellung ein.
978-3-631-71281-8
https://doi.org/10.3726/978-3-653-06060-7
Frankfurt am Main, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2017. XLIV, 312 S.
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar. Zugl.: Marburg, Univ., Fachbereich Rechtswissenschaften, Diss., 2015
D 4 ISSN 1867-1012 ISBN 978-3-631-66596-1 (Print) E-ISBN 978-3-653-06060-7 (E-PDF) E-ISBN 978-3-631-71281-8 (EPUB) E-ISBN 978-3-631-71282-5 (MOBI) DOI 10.3726/b11019 © Peter Lang GmbH Internationaler Verlag der Wissenschaften Frankfurt am Main 2017 Alle Rechte vorbehalten. PL Academic Research ist ein Imprint der Peter Lang GmbH. Peter Lang – Frankfurt am Main · Bern · Bruxelles · New York · Oxford · Warszawa · Wien Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Diese Publikation wurde begutachtet. www.peterlang.com
2. Teil: Bildnisschutz als Persönlichkeitsrecht
A. Der Bildnisschutz in Deutschland
§ 1 Die Entwicklung des Rechts am eigenen Bild bis zum Erlass des KUG
§ 2 Verhältnis des allgemeinen Persönlichkeitsrechts zum Recht am eigenen Bild
§ 3 Die Anerkennung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts
I. Entwicklung, rechtliche Verankerung und Träger des allgemeinen Persönlichkeitsrechts
II. Der Stellenwert des Persönlichkeitsrechts nach dem Grundgesetz
1. Unmittelbare Drittwirkung der Grundrechte
2. Mittelbare Drittwirkung der Grundrechte
III. Umgrenzung des Schutzbereichs des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch die Sphärentheorie
IV. Postmortaler Persönlichkeitsschutz
§ 4 Schutzgut und Wesen des Rechts am eigenen Bild nach der Einführung des KUG
1. „Erste Stufe“
2. „Zweite Stufe“
3. „Dritte Stufe“
§ 5 Das Recht am eigenen Bild nach § 22 KUG
I. Begrifflichkeit „Bildnis“ i.S.v. § 22 KUG
1. Offensichtliche Erkennbarkeit
2. Erkennbarkeit aus den Begleitumständen
3. Sonderproblem: Doppelgänger
II. Bedeutung und Funktion des Bildes
III. Einwilligungserfordernis gemäß § 22 Satz 1 KUG
3. Reichweite und Umfang der Einwilligung
4. Geschäftsfähigkeit des Einwilligenden
5. Willensmängel zum Zeitpunkt der Einwilligungserteilung
7. Einwilligung post mortem
1. Anfertigung von Bildnissen
a. Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts
b. Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs
2. Veröffentlichung von Bildnissen
a. Verbreiten
b. Öffentliches Zurschaustellen
V. Schutzdauer
§ 6 Schranken des Bildnisschutzes
I. Bildnisschutz und Medienfreiheit
1. Meinungs– und Pressefreiheit gemäß Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG
a. Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 1 Alternative 1 GG)
b. Pressefreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG)
bb. Schranken des Art. 5 Abs. 2 GG
cc. Sonderproblem: KUG als allgemeines Gesetz
2. Informationsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 1 Alternative 2 GG)
3. Rundfunkfreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG)
4. Filmfreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 2 Alternative 3 GG)
II. Kunstfreiheit gemäß Art. 5 Abs. 3 GG
§ 7 Ausnahmen und Einschränkungen des Bildnisschutzes gemäß § 23 KUG
a. Rechtsprechung bis 2004
aa. Absolute Person der Zeitgeschichte
(2) Fallgruppen
(3) Sonderproblem: Tatverdächtige und Straftäter
bb. Relative Person der Zeitgeschichte
cc. Öffentliches Informationsinteresse
b. Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) vom 24.06.2004 (Caroline von Hannover)
c. Rechtslage in Deutschland ab 2004
aa. Entwicklung der Rechtsprechung nach dem Urteil des EGMR vom 24.6.2004
(1) Bindungswirkung?
(2) Rechtsprechung der deutschen Gerichte und deren Beurteilung durch den Gerichtshof
(a) Rechtsprechung des BGH
(aa) Balko–Fall
(bb) Caroline von Hannover (BGH, 06.03.2007, Az. VI ZR 51/06)
(cc) Caroline von Hannover (BGH, 06.03.2007, Az. VI ZR 52/06)
(b) Rechtsprechung des BVerfG
(c) Rechtsprechung der unteren Instanzengerichte
(d) Zwischenfazit
(3) Informationsinteresse der Öffentlichkeit
bb. Zusammenfassung
(1) Abkehr von der „Person der Zeitgeschichte“
(2) Geänderter Prüfungsablauf im Rahmen des § 23 KUG
(3) Gesteigerte Bedeutung der begleitenden Wortberichterstattung
2. Fallgruppen des § 23 Abs. 1 Nr. 1 KUG nach dem Jahr 2004 (neue Rechtsprechung)
b. Begleitpersonen
d. Tatverdächtige und Straftäter
aa. Verdachtsgrade
bb. Problembehandlung
(1) Tatverdächtige und Straftäter–Träger von Persönlichkeitsrechten?
(2) Abbildnis des Tatverdächtigen/Straftäters–illustrierte Kriminalberichterstattungen
(3) Verbot der Gleichsetzung von Tatverdächtigen und Straftätern
cc. Tatverdächtige
(1) Zulässigkeit von Verdachtsberichterstattungen
(2) Praktischer Fall: Jörg Kachelmann
(b) Veröffentlichung des „Gefängnishof–Fotos“
(aa) Erlass einer einstweiligen Verfügung
(bb) Berufung der Beklagten
(cc) Eigene Stellungnahme
dd. Straftäter
(1) Grenzen der Berichterstattung
(a) Inhaltliche Grenzen
(b) Zeitliche Grenzen
(3) Praktischer Fall: Christian Klar
(b) Verfahrensgang
(c) Kritische Stimmen zu den Urteilen des LG Berlin
(d) Eigene Stellungnahme
ee. Verbrechensopfer
(2) Sonderproblem: Mitverschulden des Opfers an der Medienberichterstattung
(a) Praktischer Fall: Ein weiterer „Kachelmann–Fall“
ff. Sonderproblem: Onlinearchive
(2) Praktischer Fall Nummer 1: Sedlmayr–Mörder gegen „Deutschlandradio“
(b) Rechtliche Wertung
(3) Praktischer Fall Nummer 2: Sedlmayr–Mörder gegen „Spiegel Online“
II. Postmortaler Schutz gemäß § 23 Abs. 1 Nr. 1 KUG
III. Erweiterte Interessenabwägung im Rahmen des § 23 Abs. 1 Nr. 1 KUG
2. Veröffentlichung zu Werbezwecken
3. Die einzelnen Sphären
b. Privatsphäre
aa. Thematischer Schutzbereich
bb. Räumlicher Schutzbereich
cc. Aufhebung des Schutzes durch relevantes Vorverhalten?
c. Sozialsphäre
IV. Interessenabwägung gemäß § 23 Abs. 2 KUG
2. Personengefährdung
§ 8 Behördenbefugnis gemäß § 24 KUG
II. Übertragung der Befugnis auf die Medien?
III. Grenzen der medialen Berichterstattung
§ 9 Rechtsfolgen bei Verletzung des Rechts am eigenen Bild
I. Anspruch auf finanzielle Entschädigung
2. Anspruch auf Geldentschädigung
II. Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung
III. Anspruch auf Vernichtung
IV. Anspruch auf Herausgabe
V. Anspruch auf Auskunft
VI. Gegendarstellung und Urteilsveröffentlichung
VII. Unterlassungs– und Beseitigungsanspruch
1. Nachträglicher Unterlassungsanspruch
2. Vorbeugender Unterlassungsanspruch
VIII. Exkurs: Strafrechtlicher Schutz
1. Ehrdelikte
a. Strafvorschriften: Beleidigung gemäß § 185 StGB, üble Nachrede gemäß §§ 186, 188 StGB, Verleumdung gemäß § 187 StGB
b. Wahrnehmung berechtigter Interessen gemäß § 193 StGB
2. § 33 KUG
3. § 201 a StGB
B. Blick in das Persönlichkeitsrecht der USA
§ 1 Das amerikanische Rechtssystem
I. Überblick und Eckpfeiler
II. Grundlegende Unterschiede zum deutschen Rechtssystem
§ 2 „Law of defamation“
§ 3 Das Recht am eigenen Bild im US–amerikanischen Recht
I. Ermangelung einer einheitlichen, staatenübergreifenden gesetzlichen Regelung
§ 4 „Right of privacy“
I. Inhalt des „right of privacy”
1. Tatbestand Nummer 1: „intrusion“
2. Tatbestand Nummer 2: „public disclosure of privat facts“
aa. Positive Tatbestandsmerkmale
bb. Negative Tatbestandsmerkmale
3. Tatbestand Nummer 3: „false light in the public eye“
b. Anspruchsvoraussetzungen und Rechtsprechungsübersicht
4. Tatbestand Nummer 4: „appropriation“
b. Anspruchsvoraussetzungen und die von der Rechtsprechung angelegten Maßstäbe
II. Abwägungskriterien des „right of privacy“
1. „Public figure“–Status
b. Entwicklung der „public figure“
aa. „Public officials“ als Vorläufer
bb. „Public figure“
(1) Unterscheidungsformen der „public figure“
(a) „All–purpose public figures“
(b) „Limited public figures“
(c) Exkurs: „private figures“
c. Zeitablauf des „public figure“–Status
2. „Public interest“
a. „Newsworthy privilege“
b. Sonderfall: Kriminalberichterstattungen
aa. Tatverdächtige (accused criminals)
bb. Straftäter (criminals)
cc. Verbrechensopfer (crime victim)
dd. Wahrnehmung berechtigter Interessen als besonderer Rechtfertigungsgrund
III. Reichweite des „right of privacy“
1. Einwilligung als Haftungsausschlussgrund
2. Zeitliche Begrenzung der Geltendmachung
IV. Rechtsnatur und Übertragbarkeit
V. Rechtsfolgen und Rechtsschutzmöglichkeiten
§ 5 „Right of publicity“
I. Entwicklung und Inhalt des „right of publicity“
II. Anspruchsberechtigte Personen
III. Rechtsübergang pre und post mortem
§ 6 Rechtsschutz und Rechtsschutzmöglichkeiten
I. Schadensersatz (damages)
II. Unterlassungsanspruch (injuctive relief)
1. Nachträglicher Unterlassungsanspruch (injuction)
2. Vorbeugender Unterlassungsanspruch (preliminary injuction)
III. Widerruf (retraction)
IV. Gegendarstellungen (right to reply)
3. Teil: Zusammenfassung und Ergebnisse
A. Rechtsvergleichende Untersuchung
§ 2 Verfassungsrechtliche Stellung des Bildnisschutzes in Deutschland und den USA
§ 3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede des deutschen und US–amerikanischen Bildnisschutzes
I. Recht am eigenen Bild–„intrusion“
II. Recht am eigenen Bild–„public disclosure of private facts“
III. Recht am eigenen Bild–„appropriation tort“ und „right of publicity“
IV. Recht am eigenen Bild–„false light tort“
§ 4 Auswirkungen der Gemeinsamkeiten und Unterschiede für den deutschen und US–amerikanischen Kläger in der Rechtspraxis
§ 5 Vergleichende Betrachtung der identifizierenden Kriminalberichterstattung
I. Entscheidung im Fall „Gefängnishoffoto–Jörg Kachelmann“ durch ein US–amerikanisches Gericht
1. „Public disclosure“
2. „Private facts“
3. „Offensive to a reasonable person“
4. „Not newsworthy“
II. Beurteilung des Falls „Christian Klar“ aus der Sicht der US–amerikanischen Gerichte
B. Resümee und abschließende Zusammenfassung