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Timestamp: 2016-10-23 06:24:19
Document Index: 24303673

Matched Legal Cases: ['Art. 110', 'Art. 110', 'Art. 110', 'Art. 251', 'BGE', 'Art. 957', 'BGE', 'Art. 957', 'Art. 957', 'BGE', 'Art. 110']

114 IV 3110. Auszug aus dem Urteil des Kassationshofes vom 24. Mai 1988 i.S. F. gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau (Nichtigkeitsbeschwerde)
Art. 110 ch. 5, 251 et 254 CP; qualit� de titre, s'agissant d'un livre de caisse. Chaque inscription qui doit figurer, selon les usages en mati�re de comptabilit� commerciale, dans les livres de caisse, constitue un titre. Il en va de m�me des inscriptions provisoires qui sont par la suite remplac�es, avec ou sans modification, par une autre �criture. Consid�rants � partir de page 31
2. Nach Feststellung des Obergerichts zeichnete die Beschwerdef�hrerin "im laufenden Kassabuch Bankeinzahlungen auf", die nicht vorgenommen worden waren, und "die sie bei der Abschrift des Kassabuches wegliess". Die Vorinstanz betrachtet sowohl den Entwurf als auch die Reinschrift des Kassabuches als Urkunden im Sinne von Art. 110 Ziff. 5 StGB. Die Beschwerdef�hrerin r�gt erfolglos, dadurch sei gegen Bundesrecht verstossen worden.
Nach herrschender Lehre und Rechtsprechung stellt die kaufm�nnische Buchhaltung mit ihren Bestandteilen eine Urkunde gem�ss Art. 110 Ziff. 5 und damit Art. 251 sowie 254 StGB dar (BGE 108 IV 26 E. 1c mit Hinweisen). Zur Buchhaltung geh�rt auch das Kassabuch, wie es hier gef�hrt worden ist (K�FER, Berner Kommentar, N. 178 f., insbesondere N. 181 zu Art. 957 OR). Die Buchf�hrungspflicht verlangt fortlaufend systematische, vollst�ndige und klare rechnerische Aufzeichnungen �ber die Gesch�ftsvorg�nge (BGE 77 IV 166; K�FER, N. 161, 181, 535 f. und 587 f. zu Art. 957 OR). Die Notwendigkeit laufender und chronologischer Nachf�hrung gilt hinsichtlich Kassab�chern ohne Einschr�nkung (K�FER, N. 181, 535 f. und 587 f. zu Art. 957 OR). Jede einzelne Aufzeichnung in diesen stellt deshalb eine Beurkundung dar. F�r ihre Urkundenqualit�t kommt mithin nichts darauf an, BGE 114 IV 31 S. 32ob die urspr�ngliche Eintragung sp�ter durch eine Neuschrift mit oder ohne Ab�nderungen ersetzt und diese der Arbeitgeberin zur Weiterverarbeitung in der Buchhaltung abgeliefert werde; die urspr�ngliche Fassung beh�lt so oder so ihre Urkundenqualit�t, und sie bildete vorliegend selbst nach dem Willen der Beschwerdef�hrerin jedenfalls f�r so lange Bestandteil der von der Arbeitgeberin zentral gef�hrten Buchhaltung, als sie weitere Eintragungen vornahm und diese nicht durch eine ver�nderte Neuschrift ersetzte. Was die Beschwerdef�hrerin im einzelnen gegen den vom Obergericht bejahten Urkundencharakter des Kassabuches einwendet, ist damit als unzutreffend widerlegt.
108 IV 26
Art. 110 ch. 5, 251 et 254 CP,