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Timestamp: 2017-10-21 10:28:18
Document Index: 2453088

Matched Legal Cases: ['Art. 14', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 2', '§ 5', 'Art. 139', 'Art. 140', 'Art. 109', '§ 8', 'Art.4', 'Art.139', 'Art.140', '§ 3', '§ 16', '§ 47', '§ 43', '§ 9', '§ 17', '§ 1', '§ 11', '§ 11', '§ 8', '§ 23', '§ 612', '§ 8', '§ 8', '§ 8']

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Ladenöffnung – Urteile kostenlos online finden
Entscheidungen und Beschlüsse der Gerichte zum Schlagwort „Ladenöffnung“.
VG-OSNABRUECK – Beschluss, 1 B 13/11 vom 24.06.2011
1. Das Niedersächsische Gesetz über Ladenöffnungs- und Verkaufszeiten (NLöffVZG) soll vornehmlich dem Arbeitsschutz dienen. Mit dem Gesetz ist kein Schutz der konkurrierenden Verkaufsstellen, die sich gegen eine einem Konkurrenzunternehmen erteilte Sonderöffnungsgenehmigung, verbunden. 2. Eine Antragsbefugnis war auch nicht auf mögliche Grundrechtsverstöße zu stützen. Die für eine mögliche Verletzung von Art. 14 GG erforderliche Schwelle war hier infolge der Genehmigung eines einzelnen verkaufsoffenen Sonntags des Konkurrenten nicht erreicht. Mangels einer schwerwiegenden Beeinträchtigung war auch eine mögliche Verletzung von Art. 12 GG abzulehnen. Zudem war der Eingriff in Art. 12 GG durch die grundsätzliche Sonn- und Feiertagsruhe gerechtfertigt.Ein Verstoß gegen die Wettbewerbsfreiheit gem. Art. 2 I GG war ebenfalls nicht möglich, da sich die Behörde bei der Prüfung der Voraussetzungen des § 5 NLöffVZG an der Tatsache der Neueröffnung der Filiale der Beigeladeen orientiert und sich daher nicht willkürlich für die Sondergenehmigung entschieden hat. Zudem ist die Antragstellerin nicht im Gebiet der Antragsgegnerin ansässig. Daher spricht viel dafür, dass ihrer eventuellen Wettbewerbsnachteile bei einer Ermessensentscheidung auch gar nicht zu berücksichtigen sind.3. Die Antragsbefugnis des antragstellenden Konkurrenzunternehmens war daher zu verneinen.
VG-FREIBURG – Urteil, 4 K 1022/12 vom 17.01.2013
Für den Verkauf aus Warenautomaten gilt das Ladenöffnungsgesetz Baden-Württemberg nicht.
SAECHSISCHES-OVG – Urteil, 3 C 30/08 vom 07.07.2009
Der in Art. 139 WRV i. V. m. Art. 140 GG und Art. 109 Abs. 4 SächsVerf verankerte Sonntagsschutz gestattet die Freigabe von vier aufeinanderfolgenden Sonntagen zur Ladenöffnung in aller Regel nicht.
Soweit die Freigabe mehrerer aufeinander folgender Sonntage möglich ist, gewinnt das Erfordernis einen besonderen regionalen Bedarfs bei der Ausübung des dem Verordnungsgeber durch § 8 Abs. 1 und 2 SächsLadÖffG eingeräumten Ermessens ein gesteigertes Gewicht.
BVERFG – Urteil, 1 BvR 2857/07 vom 01.12.2009
1. Die aus den Grundrechten - hier aus Art.4 Abs. 1 und 2 GG - folgende Schutzverpflichtung des Gesetzgebers wird durch den objektivrechtlichen Schutzauftrag für die Sonn- und Feiertage aus Art.139 WRV in Verbindung mit Art.140 GG konkretisiert.
2. Die Adventssonntagsregelung in § 3 Abs. 1 des Berliner Ladenöffnungsgesetzes steht mit der Gewährleistung der Arbeitsruhe an Sonn- und Feiertagen nicht in Einklang.
HESSISCHER-VGH – Beschluss, 8 NG 1310/01 vom 10.05.2001
Die Freigabe von fünf Stunden zusätzlicher Ladenöffnungszeiten an einem Wochenende durch eine auf § 16 LadSchlG gegründete Verordnung stellt für einen Beschäftigten im Einzelhandel regelmäßig keinen "schweren Nachteil" dar, der es "dringend gebietet", die Verordnung gemäß § 47 Abs. 6 VwGO vorläufig außer Vollzug zu setzen (vgl. VGH Mannheim, vom 23. November 1998 - 14 S 2844/98 - DÖV 1999, 260 = GewA 1999, 172 = NJW 1999, 1569).
Eine Ausnahme kann dann vorliegen, wenn der Beschäftigte gerade auf Grund der zusätzlichen Arbeitsverpflichtung - z.B. wegen der Kumulation mit Arbeitsleistungen an mehreren aufeinanderfolgenden Samstagen - so gravierend belastet wäre, dass die Grenze des Zumutbaren überschritten wäre.
OVG-BERLIN-BRANDENBURG – Beschluss, OVG 1 S 67.12 vom 30.04.2012
Eine Verkaufsstelle, deren regelmäßiges Warenangebot und regelmäßiger Versorgungszweck über das hinausgeht, was an Sonn- und Feiertagen zulässigerweise angeboten werden darf, muss an Sonn- und Feiertagen geschlossen gehalten werden; eine Öffnung mit beschränktem Warenangebot, etwa nur Zeitungen und Zeitschriften, ist nicht zulässig, wenn ein weitergehendes Warenangebot der Verkaufsstelle das Gepräge verleiht
BAYERISCHER-VERFGH – Beschluss, Vf. 3-VII-11 vom 21.12.2011
Die Rechtsverordnung der Gemeinde Vaterstetten über die Offenhaltung der Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen vom 3. Februar 2011 ist mit der Bayerischen Verfassung vereinbar.
VG-BERLIN – Urteil, 35 K 388.09 vom 30.11.2011
1. Die Klage eines Betreibers von Supermärkten gegen eine behördliche Mitteilung, dass die Weiterbeschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern an Samstagen und vor (Wochen-) Feiertagen nach 24:00 Uhr zur Erledigung von Tagesabschlussarbeiten unzulässig sei und eine Ordnungswidrigkeit darstelle, ist gemäß § 43 VwGO zulässig.
2. Die Weiterbeschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern an Samstagen und vor (Wochen-) Feiertagen nach 24:00 Uhr zur Erledigung von Tagesabschlussarbeiten im Einzelhandel unterfällt dem grundsätzlichen Verbot der Sonn- und Feiertagsbeschäftigung nach § 9 Abs. 1 ArbZG. Sie bedarf deshalb einer gesetzlichen Ausnahme.
3. Weder das ArbZG noch das BerlLadÖffG sehen eine solche Ausnahme vom Verbot der Sonn- und Feiertagsbeschäftigung derzeit vor. Ebenso wenig erlaubt § 17 Abs. 1 LadSchlG die regelmäßige Weiterbeschäftigung in einen Sonn- oder Feiertag hinein; daher kann offen bleiben, ob die Regelung im Land Berlin fortgilt.
VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 9 S 989/09 vom 15.08.2011
Der gewerbliche Betrieb einer Automatenvideothek ist an Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen nach der derzeitigen Rechtslage in Baden-Württemberg verboten (Bestätigung und Fortsetzung der bisherigen Rechtsprechung, B. v. 09.07.2007 - 9 S 594/07 - GewArch 2007, 430, und vom 04.03.2008 - 9 S 2811/07 - , DÖV 2008, 518).
OLG-STUTTGART – Urteil, 10 U 116/10 vom 19.04.2011
1. Ist die Frage eines optischen Mangels eines Werks durch Lichtbilder und/oder die technische Begutachtung eines Sachverständigen nicht ausreichend aufzuklären, ist das Gericht gehalten, einen Augenschein einzunehmen. (Abgrenzung zu Senat, Urteil vom 18.08.2008, Az. 10 U 4/06, BauR 2009, 1926 juris RN 26).
2. Eine ausdrückliche Erklärung des Bestellers, das Werk sei nicht abnahmefähig, schließt eine anschließende konkludente Abnahme durch Ingebrauchnahme aus, wenn zwischen Mängelrüge und Ingebrauchnahme nicht nachgebessert wurde.
3. Eine Selbstvornahme liegt nicht vor, wenn der Besteller nur nachteilige Auswir-kungen eines Baumangels auf die Gebrauchstauglichkeit des Gebäudes, an dem die Bauleistungen erbracht werden, beseitigt, ohne den vom Unternehmer geschuldeten Erfolg zu bewirken. In einem solchen Fall bleibt der Unternehmer bis zur Mängelbe-seitigung verpflichtet, wenn die Vertragsparteien nichts anderes vereinbart haben
SAECHSISCHES-OVG – Urteil, 3 C 2/09 vom 27.01.2011
Die Bestimmung von Eibau und Oybin zu Ausflugsorten in § 1 der Verordnung des Regierungspräsidiums Dresden über die Bestimmung von Ausflugsorten mit besonderem Besucheraufkommen vom 15. Juli 2008 (SächsGVBl. S. 501) ist rechtmäßig.
VG-SCHWERIN – Beschluss, 7 B 1479/10 vom 06.12.2010
Zu einigen Regelungen über die Freigabe des gewerblichen Verkaufs an Sonn- und Feiertagen.
OLG-HAMM – Urteil, I-20 U 64/10 vom 10.11.2010
Berufsunfähigkeit eines Inhabers eines Ladenlokals mit verminderter Öffnungszeit ist nicht gegeben, wenn er das Tragen schwerer Lasten und Überkopfarbeiten durch eine Umorgansation mittels Umpackens in kleinere Gebinde und angepasster Regalbestückung vermeiden kann.
Eine Ablehnungsentscheidung des Versicherers bedarf in der Berufsunfähigkeitsversicherung keiner Begründung.
Der Versicherer ist deshalb nicht mit solchen Einwendungen (hier: Fehlen bedingungsgemäßer Berufsunfähigkeit) präklusiert, die er in seiner Ablehnungsentscheidung nicht genannt hat, obwohl er sie kannte oder sie ihm hätten bekannt sein können.
Anderes gilt nur dann, wenn der Versicherer auf die Geltendmachung eines bestimmten Verweigerungsgrundes verzichtet hat. Dies ist dann nicht anzunehmen, wenn der Versicherer das Vorliegen der Berufsunfähigkeit dahingestellt sein lässt und eine abstrakte Verweisung ausspricht.
VG-FREIBURG – Beschluss, 6 K 785/08 vom 30.04.2008
1. Das für die Annahme einer dringlichen Notwendigkeit zur Gewährung einer Ausnahme vom Verkaufsverbot am Sonn- und Feiertagen nach § 11 Abs. 1 bad.-w. LadÖG erforderliche Versorgungsinteresse der Bevölkerung kann schon dann fehlen, wenn der Versorgungsengpass weder unvorhersehbar noch unvermeidlich ist.
2. § 11 bad.-w. LadÖG enthält keinen von der für seine Anwendung zuständigen Gemeinde eigenverantwortlich ausfüllbaren Beurteilungsspielraum. Die Gemeinde untersteht insoweit uneingeschränkt der Aufsicht der Rechtsaufsichtsbehörde.
VG-HANNOVER – Urteil, 11 A 3588/06 vom 11.07.2006
Eine Verkaufsstelle befindet sich auf einem Personenbahnhof, wenn sie nach der Verkehrsauffassung als dem Bereich des Personenbahnhofs räumlich und sachlich zugehörig anzusehen ist. Danach kann auch eine Verkaufsstelle im Untergeschoss eines Bahnhofs die Priviliegierung des § 8 Abs. 1 LadSchG für sich in Anspruch nehmen.
NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Urteil, 7 KN 88/02 vom 18.07.2002
Zu den Anforderungen, die abweichend von den Vorschriften über den Ladenschluss an die zusätzliche Öffnung von Verkaufsstellen aus Anlass von Märkten, Messen oder ähnlichen Veranstaltungen zu stellen sind.
LAG-KOELN – Urteil, 6 Sa 965/01 vom 20.12.2001
1. Die Bereichsausnahme des § 23 Abs. 1 AGBG a. F. lässt die arbeitsgerichtliche Inhaltskontrolle von vorformulierten Arbeitsvertragsregelungen unberührt.
2. Erweist sich eine vorformulierte Vertragsbestimmung über die Pauschalabgeltung von anfallender Mehrarbeit als unwirksam, so ist die Lückenfüllung nach § 612 Abs. 2 BGB als Grundnorm des dispositiven Rechts vorzunehmen.
OVG-RHEINLAND-PFALZ – Urteil, 6 A 11324/08.OVG vom 19.03.2009
An Tankstellen darf während der allgemeinen Ladenschlusszeiten Reisebedarf ausschließlich an Reisende verkauft werden, die mit einem Kraftfahrzeug zur Tankstelle gelangen (Kraftfahrer/innen sowie deren Mitfahrer/innen).
Zum Reisebedarf gehören auch alkoholische Getränke in kleineren Mengen, also in Mengen, die typischerweise zum Verbrauch des Reisenden oder eines Begleiters auf der Reise bestimmt sein können oder als Reisemitbringsel geeignet sind.
SAECHSISCHES-OVG – Urteil, 3 D 33/07 vom 08.05.2008
Die nach Maßgabe des § 8 Abs. 2 SächsLadÖffG von der Gemeinde auf bestimmte Ortsteile beschränkte Freigabe eines Sonntags als verkaufsoffen bewirkt dessen vollständigen Verbrauch in dem Sinne, dass dieser Sonntag für das gesamte Gemeindegebiet und nicht nur für die bestimmten Ortsteile auf die nach § 8 Abs. 1 SächsLadÖffG maximale Anzahl von vier Sonntagen angerechnet wird (Unwirksamkeit der Sonntagsregelungen in der Verordnung der Stadt Leipzig über das Offenhalten von Verkaufsstellen an Sonntagen und für das verlängerte Offenhalten an Werktagen im Jahr 2007).
SAECHSISCHES-OVG – Beschluss, 3 BS 410/07 vom 29.11.2007
2. Keine abschließende Klärung der Frage, ob die gemäß § 8 Abs. 1 und Abs. 2 SächsLadÖffG als verkaufsoffen ausweisbaren - jährlich bis zu vier - Sonntage für die Ortsteile gesondert vergeben werden dürfen oder die auf bestimmte Ortsteile beschränkt freigegebenen Sonntage für die Gemeinde in dem betreffenden Jahr vollständig "verbraucht" sind.
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Ladenöffnung an allen vier Adventssonntagen in Berlin nicht verfassungsgemäß (02.12.2009, 14:04)
Bei der sogenannten Föderalismusreform I im Jahr 2006 wurde die Gesetzgebungskompetenz für das Recht des Ladenschlusses auf die Länder übertragen. Das Abgeordnetenhaus von Berlin beschloss daraufhin das am 17. November 2006 in Kraft getretene...
Erweiterte Ladenöffnung forciert Trend zur "Arbeit rund um die Uhr" - WSI-Experte: Nachtarbeit im EU (16.11.2006, 16:00)
Das Gros der Bundesländer will an Werktagen die Ladenöffnungszeiten freigeben und die Zahl verkaufsoffener Sonntage ausweiten. Berlin und Nordrhein-Westfalen gehen dabei voran. Die Freigaben werden bestehende Trends verstärken: Atypische...
Als "Ladenöffnungszeiten" werden jene Zeitspannen bezeichnet, in denen der Verkaufshandel für Kunden geöffnet hat. Dabei ist zu beachten, dass der Handel mit direktem Kundenkontakt stattfinden muss, weswegen eine ortsfeste Einrichtung notwendig...
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