Source: https://tierimrecht.org/de/recht/hunderecht/solothurn/
Timestamp: 2019-02-17 18:35:46
Document Index: 243956598

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 10', '§ 7', '§ 11', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 4', '§ 3', '§ 5']

Gesetz über das Halten von Hunden (Hundegesetz) vom 7. November 2006 (614.71)
Verordnung zum Gesetz über das Halten von Hunden (Hundeverordnung) vom 6. März 2007 (614.72)
Hunde müssen so gehalten werden, dass sie weder Mensch noch Tier belästigen oder gefährden. Sie sind stets unter Kontrolle zu halten (§ 3 Hundegesetz/SO).
Es gilt ein Haftpflichtobligatorium für alle Hundehalter (§ 10 Hundegesetz). Die Versicherung muss die mit der Hundehaltung verbundenen Risiken und sowohl die Haftpflicht des Halters oder der Halterin als auch jener Person, die den Hund tatsächlich ausführt, ausdrücklich einschliessen.
Wer einen mehr als drei Monate alten Hund hält, hat diesen der Einwohnergemeinde mit Angabe der Mikrochipnummer zur Aufnahme in die Bezugsliste anzumelden und den Nachweis einer Haftpflichtversicherung zu erbringen (§ 7 Hundegesetz/SO). Es ist eine jährliche Hundesteuer von 50 bis maximal 200 Franken zu entrichten (§ 11 Hundegesetz/SO).
Eine generelle Leinenpflicht für alle Hunde gilt im Wald vom 1. April bis 31. Juli und an genau bezeichneten öffentlichen Orten (§ 4 lit. a Hundeverordnung/SO).
Im Einzelfall gilt eine Leinenpflicht zudem für Hunde, die nicht ständig unter Kontrolle gehalten werden können (§ 4 lit. b Hundeverordnung/SO).
Das Halten bestimmter Hunderassen bedarf einer Bewilligung (§ 4 Hundegesetz/SO).
Betroffene Hunde sind Bullterrier, Staffordshire Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, American Pit Bull Terrier, Rottweiler, Dobermann, Dogo Argentino, Fila Brasileiro sowie deren Kreuzungen (§ 3 Hundeverordnung/SO).
Bewilligungsvoraussetzungen sind die Mündigkeit des Gesuchstellers, der Nachweis von Kenntnissen in der Haltung und im Umgang mit dem Hund sowie das Vorhandensein eines einwandfreien Leumunds (§ 4 Abs. 3 Hundegesetz/SO).
In Zukunft dürfen von den bewilligungspflichtigen Rassen nur noch Hunde angeschafft werden, die einer anerkannten Zuchtstätte entstammen. Es gelten spezielle Übergangsbestimmungen für bereits längere Zeit problemlos gehaltene Exemplare einzelner Hunderassen. Mischlinge der bewilligungspflichtigen Hunderassen oder Rassentiere ohne anerkannte Papiere sind daher im Kanton Solothurn faktisch verboten.
Bewilligungspflichtige Hunde sind ausserhalb der Privatsphäre immer an der Leine zu führen (§ 3 Abs. 2 Hundegesetz/SO).
Im Einzelfall können zudem auch Anordnungen zur Erziehung, Pflege oder Unterbringung des Hundes, Leinen- und Maulkorbzwang, die Pflicht zum Besuch eines Hundehalterkurses oder eines Erziehungskurses, Entzug des Hundes zur Neuplatzierung oder die Kastration, Sterilisation oder Euthanasie angeordnet werden (§ 5 Hundegesetz/SO).
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