Source: https://www.securityausbildung.info/arbeitsplatzsicherheit
Timestamp: 2020-07-04 03:15:29
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Matched Legal Cases: ['§ 34', '§34', '§ 34', '§34', '§34', '§ 34', '§34', '§ 5', '§ 8', '§34', '§34']

Tätigkeitsfelder im Sicherheitsgewerbe - Security Ausbildung und Beratung
Ausbildung · 14. Februar 2019
Tätigkeitsfelder im Sicherheitsgewerbe
In diesem Artikel habe ich für dich eine Übersicht über die Tätigkeitsfelder in der privaten Sicherheitsbranche zusammengestellt.
Die Einsatzfelder sind sehr unterschiedlich. Jedes Spezialgebiet hat seine eigenen Besonderheiten und Reize.
Die Liste ist nicht Vollständig und viele Aufträge beinhalten eine Kombination aus verschiedenen Tätigkeiten.
Wenn du noch nicht in der Sicherheitsbranche arbeitest, kannst du hier lesen, welche Voraussetzungen man generell braucht um im Sicherheitsgewerbe arbeiten zu können.
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Unter Empfangsdienst versteht man das Empfangen von Kunden an einem Standort des Auftraggebers.
Die Empfangskraft empfängt Besucher, erstellt Besucherausweise, leitet Besucher, Gäste oder Lieferanten an die richtigen Kontaktpersonen weiter und weist die Besucher vor Ort ein.
Häufig werden durch die Empfangskräfte nach den Geschäftszeiten Rundgänge im Gebäude durchgeführt, die Alarmanlagen scharf gestellt und die Einhaltung des Brandschutzes überprüft.
Empfangskräfte müssen vor allem gepflegt, freundlich und hilfsbereit sein und sollten ein Talent für Kommunikation haben. Außerdem sind Fremdsprachenkenntnisse vorteilhaft.
Wenn eine Person ausschließlich zur Besucherinformation eingesetzt wird, benötigt sie kein Unterrichtungsverfahren nach § 34a GewO. Sobald aber Zugangskontrollen durchgeführt werden ist diese Unterrichtung vorgeschrieben. Bei besonders anspruchsvollen Auftraggebern ist es möglich, dass mindestens eine Fortbildung zur Geprüften Schutz und Sicherheitskraft gefordert wird.
Separatwachdienst / Objektschutz
Separatwachdienst ist die klassische Form der Bewachung. Hier wird vom Sicherheitspersonal ein fest zugewiesenes Bewachungsobjekt bewacht. Dies kann ein Industrieunternehmen sein, ein Verwaltungsgebäude, ein Militärgelände oder eine Baustelle.
Hauptaufgabe des Personals ist die Zugangskontrolle, Streifengänge auf dem Gelände sowie Kontrolle von Gebäuden und Innenräumen. Je nach Art des Bewachungsobjektes und nach dem Umfang der Sicherheitsdienstleistungen können zusätzlich Brandschutzaufgaben, Telefondienste, Unterstützung bei der Logistikabfertigung oder Verkehrsdienst und interne Ermittlungen (Betrugs- und Korruptionsaufklärung, Verhinderung von Diebstählen oder Sabotage durch Mitarbeiter etc.) zur Aufgabe des Werkschutzes gehören.
Mindestvoraussetzung um im Separatwachdienst zu arbeiten ist die Unterrichtung nach §34a GewO. Anspruchsvollere Auftraggeber erwarten Personal, das mindestens als Geprüfte Schutz und Sicherheitskraft (GSSK) oder Fachkraft für Schutz und Sicherheit (FSS) ausgebildet ist.
Militärbewachung ist eine Sonderform des Separatwachdienstes und existiert in Deutschland in zwei Varianten. Bewachung von Bundeswehrliegenschaften und von Liegenschaften verbündeter Streitkräfte.
Die Bewachung der verbündeten Streitkräfte unterscheidet sich kaum von normalem Separatwachdienst, außer dass dabei eine Schusswaffe getragen wird. Weiterhin muss das Personal durch Behörden (Verfassungsschutz, Landeskriminalämter etc.) auf Zuverlässigkeit überprüft werden.
Die Besonderheit bei der Bewachung von Bundeswehrkasernen ist, dass das Personal bestimmte hoheitliche Rechte übertragen bekommt und so außer den Jedermannsrechten zusätzlich unmittelbaren Zwang nach dem UzwaGBw anwenden darf.
Häufig werden bei der Militärbewachung auch Diensthunde eingesetzt.
Voraussetzung um in der Militärbewachung arbeiten zu können ist das Unterrichtungsverfahren nach § 34a GewO, die Waffensachkundeprüfung und eine Sicherheits- und Zuverlässigkeitsüberprüfung.
Objektschutzdienst an kerntechnischen Anlagen (KTA)
Objektschutzdienst an einer KTA wird häufig als die Königsklasse der Objektbewachung bezeichnet und hat die höchsten Anforderungen an das Personal.
KTA sind Kernkraftwerke, kerntechnische Forschungseinrichtungen, Lager für radioaktives Material und Verarbeitungsbetriebe für radioaktives Material, wie z.B. Wiederaufbereitungsanlagen.
Die Aufgaben sind vergleichbar mit denen des Separatwachdienstes, jedoch ist das Niveau der Sicherheitsmaßnahmen auf dem höchst möglichem Stand.
Aufgabe des Objektschutzdienstes ist das Verhindern des Eindringens von unbefugten Personen und das Verhindern des unerlaubten ausführen von radioaktivem Material.
Das Personal ist mit Schusswaffen ausgerüstet, wird regelmäßig in allen Bereichen geschult, hat gemeinsame Ausbildungstage mit der Polizei und muss von Behörden auf Zuverlässigkeit überprüft werden. Häufig werden an den Liegenschaften Diensthunde eingesetzt.
Mindestvoraussetzungen sind die Geprüfte Schutz und Sicherheitskraft oder FSS, die Waffensachkundeprüfung, eine besondere arbeitsmedizinische Untersuchung, eine Sicherheits- und Zuverlässigkeitsüberprüfung nach dem Atomgesetz und die Atemschutzträgertauglichkeit.
Die Löhne in KTA gehören zu den höchsten in der Branche.
Das Objektschutzpersonal an KTAn ist vertraglich dazu verpflichtet, in einem Ernstfall so lange vor Ort gegen eventuelle Angriffe oder Störer hinhaltendem Widerstand zu leisten, bis die Polizei oder andere Behörden die Situation unter Kontrolle haben. Dies beinhaltet auch den Einsatz von Schusswaffen.
Revierwachdienst unterscheidet sich vom Separatwachdienst darin, dass nicht nur ein einziges Objekt bewacht wird. Statt dessen fährt ein Revierfahrer mit einem Dienstfahrzeug eine bestimmte Route ab und kontrolliert in seinem Revier mehrere, voneinander unabhängige, Objekte die von verschiedenen Auftraggebern stammen können.
Üblicherweise werden vom Revierfahrer alle Tore, Türen und Fenster auf Verschluss überprüft. Es kann auch ein Rundgang durch das Objekt stattfinden, bei dem unterschiedlichste Kontrollen durchgeführt werden können. An Stechstellen muss der Sicherheitsmitarbeiter sich mit seinem Wächterkontrollsystem einloggen. Dadurch kann dem Kunden nachgewiesen werden, dass auch tatsächlich zur festgelegten Zeit ein Mitarbeiter vor Ort war.
Stellt der Revierfahrer Abweichungen fest (z.B. Beschädigungen, Spuren von Einbrüchen etc.) alarmiert er die Notrufzentrale und arbeitet einen Alarmplan ab.
Wenn im Objekt alles in Ordnung ist, protokolliert der Revierfahrer dies und macht sich auf den Weg zum nächsten Objekt. Das selbe Objekt kann durchaus mehrfach pro Schicht angefahren werden, je nach dem wie dies mit dem Auftraggeber abgesprochen ist.
Revierfahrer sind verpflichtet eine Dienstkleidung zu tragen, die sie eindeutig als Sicherheitsmitarbeiter erkennbar machen.
Mindestvoraussetzung um als Revierfahrer arbeiten zu können ist das Unterrichtungsverfahren nach §34a GewO und ein gültiger Führerschein. Je nach Art der bewachten Objekte kann ein Auftraggeber auch höhere Ausbildungsniveaus wünschen.
Beim Alarm- und Interventionsdienst überwachen Sicherheitsmitarbeiter in einer Notruf- und Serviceleitstelle (NSL) die Alarmanlagen von unterschiedlichen Bewachungsobjekten. Empfängt die NSL einen Alarm, schickt diese einen Interventionstrupp an den Einsatzort. Dieses Interventionspersonal überprüft dann vor Ort, ob der Alarm echt war und verständigt in diesem Fall die Polizei, Rettungsdienste oder die Feuerwehr.
Die Mitarbeiter in der NSL müssen eine spezielle Ausbildung zur NSL-Fachkraft absolvieren oder Fachkräfte für Schutz und Sicherheit sein.
Auch die Interventionsfahrer brauchen eine besondere Schulung, zusätzlich zum Unterrichtungsverfahren.
Sicherheits- und Ordnungsdienste im öffentlichen Raum
Sicherheitspersonal im öffentlichen Raum werden auch als „City-Streife“ bezeichnet. Sie nehmen Kontrollen und Bewachungsaufgaben in privaten Bereichen wahr, die aber für die Öffentlichkeit zugängig sind.
Dazu gehören Einkaufsstraßen, Bahnhöfe oder der öffentliche Personennahverkehr. Sie arbeiten eng mit der Polizei zusammen und leisten einen großen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit.
Aufgrund der erhöhten Konfrontationsgefahr und dem Auftreten in der Öffentlichkeit muss dieses Personal besonders rechtssicher sein. Es darf deshalb nur Personal eingesetzt werden, dass die Sachkundeprüfung nach §34a GewO bestanden hat.
Veranstaltungsschutz / Schutz von Diskotheken
Bei Veranstaltungen, wie Rockkonzerten, Festivals oder Sportveranstaltungen sind private Sicherheitsmitarbeiter heute nicht mehr wegzudenken. Auch Personal zum Schutz von Lokalen und Diskotheken sind ein gängiges Bild.
Hauptaufgabe beim Veranstaltungsschutz ist das Garantieren eines ruhigen Ablaufes der Veranstaltung. Dazu gehört das Abweisen von nicht zugangsberechtigten Personen, das Entfernen von Störern vom Veranstaltungsort und vor allem das Kontrollieren der Menschenmengen. Insbesondere bei Unglücksfällen ist das Personenstrommanagement und der Evakuierungsplan eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe.
Durch rechtzeitige und geordnete Evakuierungen kann eine lebensgefährliche Massenpanik verhindert werden.
Personal auf Veranstaltungen arbeitet oft Hand in Hand mit Polizeibehörden und Notfallorganisationen zusammen.
Führungspersonal im Veranstaltungsschutz muss mindestens die Sachkundeprüfung bestanden haben. Personal, das Zugangskontrollen im Eingangsbereich gastgewerblicher Diskotheken durchführt („Türsteher“) müssen ebenfalls die Sachkundeprüfung haben.
Bewachung von Unterkünften nach dem Asylgesetz
Seit 2015 ist die Nachfrage nach Sicherheitspersonal an Flüchtlings- und Asylbewerberunterkünften stark gestiegen. Zu den normalen Aufgaben des Separatwachdienstes (Zugangskontrollen, Zaunstreifen, Brandschutzaufgaben etc.) können zahlreiche zusätzliche Aufgaben an das Sicherheitspersonal übertragen werden. Zum Beispiel Überwachung der Kleider- und Essensausgabe und das Intervenieren bei Auseinandersetzungen der Bewohner.
Viele Einwohner haben unterschiedliche kulturelle Hintergründe und haben durch Kriegs- und Fluchterfahrungen häufig unbehandelte Traumata. Durch diese Vorbelastungen und die Massenunterbringung kann ein erhöhtes Konfliktpotential entstehen.
Personal an diesen Unterkünften muss besonders in Deeskalation und interkultureller Kompetenz geschult werden. Führungspersonal muss mindestens die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO besitzen.
Mitarbeiter im Geld- und Werttransport (GUW) sind mit besonders geschützten Fahrzeugen unterwegs um Bargeld oder Wertsachen zu transportieren. Häufige Auftraggeber sind Supermärkte und der Einzelhandel. Unternehmen die GUW anbieten, bieten oft zusätzliche Dienstleistung im Rahmen der Geldverarbeitung oder zur Einlagerung von Wertgegenständen an.
Das Personal ist in der Regel mit Schusswaffe ausgebildet und bekommt besondere Fachschulungen. Mindestvoraussetzung um im GUW arbeiten zu können ist das Unterrichtungsverfahren nach §34a GewO, die Waffensachkundeprüfung und zusätzlich zur normalen Zuverlässigkeitsüberprüfung keine negativen Einträge bei der Schufa.
Hundeführer haben einen vierbeinigen Kollegen. Dieser kann entweder als Spürhund oder als Schutzhund ausgebildet sein.
Spürhunde sind darauf trainiert u.a. Sprengstoffe aufzuspüren. Das Aufspüren von Drogen oder ähnlichen Substanzen ist in der Regel nur durch Polizeihunde möglich.
Schutzhunde sind darauf abgerichtet, auf Befehl des Hundeführers gezielt Menschen zu stellen, diese im Ernstfall anzugreifen und von ihnen aber auch auf Kommando wieder abzulassen.
Personal, dass Diensthunde einsetzen soll, braucht eine besondere Ausbildung zum Diensthundeführer. Sowohl der Hundeführer als auch der eingesetzte Hund muss seine Fähigkeiten in jährlichen Prüfungen wiederholen.
Beim Halten von Diensthunden sind zahlreiche Gesetze des Tierschutzes und Arbeitssicherheitsvorschriften zu beachten.
Je nachdem wo der Hundeführer eingesetzt werden soll (Militärbewachung, Flughafen, KTA, City-Streife etc.) können sich die Mindestvoraussetzungen an das Ausbildungsniveau deutlich unterscheiden.
Sicherheitsdienstleistungen nach dem Luftsicherheitsgesetz
Sicherheitspersonal an Flughäfen wird in drei Kategorien unterteilt.
Luftsicherheitsassistenten nach § 5 Luftsicherheitsgesetz führen Passagier und Gepäckkontrollen durch.
Luftsicherheitskontrollkräfte nach § 8 Luftsicherheitsgesetz kontrollieren den Wareneingang und das Flughafenpersonal.
Diese beiden Gruppen müssen mehrwöchige Schulungen absolvieren und anspruchsvolle Abschlussprüfungen bei der Bundespolizei oder beim Wirtschaftsministerium bestehen.
Danach gehören Sie, wie die Sicherheitsmitarbeiter in kerntechnischen Anlagen, zu den Top ausgebildeten Großverdienern der Branche.
Daneben gibt es auch herkömmliches Sicherheitspersonal an Flughäfen, das klassische Bewachungstätigkeiten durchführt, wie Zaunstreifen, Zugangskontrollen und Bewachung von Gepäck oder Flugzeugen.
Alle Sicherheitsmitarbeiter an Flughäfen sollten über gute Englischkenntnisse verfügen. Weitere Fremdsprachen sind von Vorteil.
Häfen sind abgeschottete Bereiche, die nur durch befugtes Personal betreten werden dürfen. Für die Zugangskontrollen und weitere Sicherheitstätigkeiten sind Port Facility Security Officer (Hafensicherheitsmitarbeiter) zuständig.
Ähnlich wie bei Flughäfen werden auch an Häfen Passagiere und Besatzungen, sowie ihr Gepäck kontrolliert und nach gefährlichen Gegenständen durchsucht.
Zusätzlich zum Unterrichtungsverfahren nach §34a GewO benötigt das Personal eine besondere Schulung nach dem International Ship and Port Facility Security Code (ISPS-Code). Diese muss regelmäßig wiederholt werden.
Personenschutz ist das Verhindern von Angriffen auf Personen. Hauptaufgabe von Personenschützern ist das Ermitteln der Gefährdungsanalyse und das, darauf aufbauende Erstellen eines Schutzkonzeptes zusammen mit der Schutzperson.
Personenschutz kann sowohl diskret und unsichtbar als auch offensichtlich und repräsentativ stattfinden.
Wenn eine Person durch die Polizei in eine besondere Gefährdungsstufe eingruppiert wurde, können Personenschützer auch mit Schusswaffen ausgerüstet werden.
Rein rechtlich ist das Unterrichtungsverfahren nach §34a GewO ausreichend um als Personenschützer arbeiten zu können. In der Realität sind die Voraussetzungen jedoch weitaus höher. In der Regel verfügen Personenschützer über eine gute Schulbildung und eine hohe körperliche Fitness. Personenschützer werden üblicherweise durch die Unternehmen selbst ausgebildet. Häufig ist ein beruflicher Hintergrund beim Militär oder bei der Polizei Voraussetzung.
Maritime Sicherheit und Piraterieabwehr
Maritimes Sicherheitspersonal beschützt Hochseeschiffe, die sich in gefährlichen Bereichen der Meere aufhalten und dort durch Piratenangriffe gefährdet werden können.
Für diese Tätigkeiten sind in der Regel mehrjährige militärische Erfahrung und zahlreiche umfangreiche Lehrgänge Voraussetzung.
Hast du Fragen zur Arbeit im Sicherheitsgewerbe?
Diese Liste an Sicherheitsdienstleistungen ist bei weitem nicht komplett, aber ich hoffe ich konnte dir einen Einblick in die vielfältigen Tätigkeiten dieser interessanten Branche geben.
In der privaten Sicherheitsbranche warten zahlreiche abwechslungsreiche Arbeitsplätze auf motivierte Bewerber.
Wenn du Fragen zur Arbeit im Sicherheitsbusiness hast oder an bestimmten Tätigkeiten interessiert bist, kannst du mir jederzeit eine Nachricht schicken.
Ich antworte dir sofort und versuche dir so gut wie möglich bei deiner Suche nach dem richtigen Arbeitsplatz, oder nach der richtigen Weiterbildung zu helfen.
Hier findest du eine Übersicht über die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in der privaten Sicherheit .
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