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Timestamp: 2018-11-15 07:26:32
Document Index: 121739575

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 35', '§ 8', '§ 44', '§ 31', '§ 44', '§ 44', '§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 42', '§ 55', '§ 55']

Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Tacheles Rechtsprechungsticker KW 27/2017
Eingetragen oder aktualisiert am 03.07.2017
1.1 - BSG, Urteil v. 01.12.2016 - - B 14 AS 34/15 R
2. Entscheidungen des Bundessozialgerichts vom 08.03.2017 zur Sozialhilfe (SGB XII)
2.1 - BSG, Urteil v. 08.03.2017 - B 8 SO 2/16 R
In konsequenter Fortführung seiner Rspr. erkennt das BSG (v. 08.03.2017 - B 8 SO 2/16 R, Rn. 23), dass dem Regelbeispiel des Angewiesenseins auf ein Kfz insbesondere zur Teilhabe am Arbeitsleben keine Begrenzung des Anspruchs dahin zu entnehmen ist, dass der behinderte Mensch vor dem Hintergrund seiner Wünsche „in der Regel täglich“ auf das Kraftfahrzeug angewiesen sein muss (jurisPK-SGB XII 2. Aufl. / Wehrhahn, Rz. 9.4).
3.1 - Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 31.05.2017 - L 13 AS 105/16
Grundsicherung für Arbeitsuchende; Vermögensberücksichtigung im Trennungsjahr; Von getrenntlebenden Ehepartner weiterhin genutztes Hausgrundstück
Quelle: Pressemitteilung des LSG Celle-Bremen v. 26.06.2017: www.juris.de
3.2 - Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 19.05.2017 - L 11 AS 245/17 B ER
3.3 - Thüringer Landessozialgericht, Beschl. v. 01.06.2017 - L 4 AS 851/16 B - rechtskräftig
Gewährung von PKH, denn das Jobcenter hat die Frist nicht eingehalten und den Antrag noch am selben Tag gestellt (vgl. zur "verfrühten Antragstellung": LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 01. März 2016 – L 5 AS 25/16 B ER, Rn. 47; LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 18. November 2016 – L 4 AS 550/16 B ER)
3.4 - LSG München, Beschluss v. 16.05.2017 – L 11 AS 335/17 B ER
3.5 - LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 26. April 2017 - L 1 AS 854/17 ER-B
3.6 - LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 12.6.2017 - L 1 AS 1310/17 ER-B
3.7 - LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 31.5.2017, L 1 AS 1815/17 ER-B
4.1 - Sozialgericht Dresden, Urteil v. 19.01.2017 - S 45 AS 380/16- Berufung anh. beim Sächs. LSG L 7 AS 547/17
Das der zum 1.2.2015 in Kraft getretenen Verwaltungsvorschrift des Landkreises Görlitz zugrundeliegende Konzept erfüllt nicht an die an ein schlüssiges Konzept zu stellenden Anforderungen. Für die zugrundeliegenden Vergleichsgrößen aus Bestandsdaten allein von Grundsicherungsempfängern und Gesamtdaten als Kombination von Angebots- und Bestandsmieten ist das gewählte Quantil nicht plausibel begründet. Die als dritte Vergleichsgröße etablierte Verfügbarkeitsprüfung enthält mathematisch nicht nachvollziehbare Berechnungsschritte. Damit ist auf keinen dieser Werte als Angemessenheitsgrenze zurückzugreifen, sondern es sind die Werte der Wohngeldtabelle anzuwenden.
Eine entsprechende Angemessenheitsgrenze lässt sich zur Überzeugung der Kammer nicht der zum 1.2.2015 in Kraft getretenen Verwaltungsvorschrift des Landkreises A... zu den Kosten der Unterkunft und Heizung gem. § 22 Sozialgesetzbuch - Zweites Buch (SGB II) und § 35 Sozialgesetzbuch – Zwölftes Buch (SGB XII) entnehmen, da diese nicht den Anforderungen an ein schlüssiges Konzept im Sinne der Rspr. des BSG entspricht.
Deckelung der Unterkunftskosten für Hartz IV-Empfänger rechtswidrig - SG Dresden, Urt. v. 19.01.2017 - S 45 AS 380/16 und SG Dresden, Urt. v. 08.05.2017 - S 20 AS 3514/14
Quelle: Pressemitteilung des SG Dresden Nr. 9/2017 v. 26.06.2017: www.juris.de
4.2 - Sozialgericht Dresden, Urteil v. 08.05.2017 - S 20 AS 3514/14
4.3 - Sozialgericht Dortmund, Urt. v. 17.03.2017 - S 19 AS 4647/16
4.4 - Sozialgericht Aachen, Urteil v. 30.08.2016 - S 14 AS 751/15
Rechtswidrige Aufhebungsentscheidung des Jobcenters, weil der Kläger entgegen der der Entscheidung des JC zugrundeliegenden Annahme erwerbsfähig i. S. d. § 8 Abs. 1 SGB II war (und ist).
Zuletzt konnte der Kläger sich nicht gegen die der Aufhebungsentscheidung des Jobcenters zugrundeliegende Feststellung der Erwerbsunfähigkeit selbst wenden. Die Zuständigkeitszuweisung in § 44a SGB II im Verhältnis zwischen den beteiligten Trägern ist aus Sicht eines Hilfebedürftigen lediglich eine verwaltungsinterne Vorfrage, bei der eine Rechtswirkung nach außen (vgl. § 31 Satz 1 SGB X) vom Gesetzgeber in diesem Zusammenhang offenkundig nicht intendiert ist. Folglich steht es ihm frei, trotz einer anderweitigen Einschätzung des Rentenversicherungsträgers Leistungen des Grundsicherungsträgers zu begehren. Er muss sich nicht gegen den Rentenversicherungsträger bzw. die Bundesagentur für Arbeit und deren Einschätzung wenden, sondern alleine gegen die negative Entscheidung des Jobcenters (Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 16. Februar 2012 – L 11 AS 1019/11 B ER, Rn. 23, juris; Knapp in: Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB II, 4. Aufl. 2015, § 44a, Rn. 67; vgl. Blüggel, in: Eicher, SGB II, 3. Aufl. 2013, § 44a, Rn. 104; vgl. ders. in: jurisPK-SGB XII, § 45 Rn. 59; Kirchhoff in: Hauck/Noftz, SGB XII, § 45 Rn. 24; Steimer in: Mergler/Zink, SGB XII, § 45 Rn. 13a). Der Hilfebedürftige bleibt aufgrund der Subsidiarität (vgl. § 42 Abs. 2 VwGO, Keller, in: Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, SGG, 11. Aufl. 2014, § 55, Rn. 19) der allgemeinen Feststellungsklage (§ 55 SGG) daher auf die inzidente Überprüfung der behördlichen Feststellung zu seiner Erwerbsfähigkeit im Rahmen der Anfechtungs-, ggfs. kombiniert mit einer Verpflichtungsklage (vgl. LSG Bay, a.a.O; Knapp, a.a.O.) bzw. einer Fortsetzungsfeststellungsklage verwiesen.
5.1 - Bayerisches Landessozialgericht, Urteil v. 20.04.2017 - L 9 AL 49/14
6.1 - LSG Hessen, 10.05.2017 - L 4 SO 119/14
7.1 - BVerwG vom 27.06.2017 - 1 C 26.16
Quelle: Pressemitteilung des BVerwG Nr. 47/2017 v. 27.06.2017: www.juris.de
7.2 - OVG Lüneburg v. 27.06.2017 - 2 LB 117/17
Quelle: Pressemitteilung des OVG Lüneburg v. 27.06.2017: www.juris.de
7.3 - BSG, Urt. v. 29.06.2017 - B 10 EG 5/16 R
Quelle: Pressemitteilung des BSG v. 29.06.2017: www.juris.de