Source: https://www.migrationsrecht.net/nachrichten-asylrecht/1223-1947-asylbewerber-im-oktober-2008.html
Timestamp: 2020-08-15 04:26:58
Document Index: 323489881

Matched Legal Cases: ['Art. 16', '§ 3', '§ 60', '§ 60', 'Art. 16', '§ 3', '§ 60', '§ 60']

1.947 Asylbewerber im Oktober 2008 | Nachrichten Asylrecht | News
Hauptherkunftsländer im Oktober 2008 waren:
1. Irak 615
2. Türkei 109
3. Vietnam 95
4. Iran 89
5. Syrien 85
6. Afghanistan 81
7. Kosovo 77
8. Russische Föderation 52
9. Nigeria 48
10. Algerien 41
Neben den 1.947 Erstanträgen wurden im Oktober 2008 425 Folgeanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt.
Im Oktober 2008 hat das Bundesamt über die Anträge von 1.597 Personen (Vormonat: 1.743) entschieden. Insgesamt 555 Personen (34,8 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 17 Personen (1,1 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 538 Personen (33,7 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
Darüber hinaus hat das Bundesamt im Oktober 2008 bei 36 Personen (2,3 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (sog. subsidiärer Schutz) festgestellt, z. B. weil im Herkunftsland die Todesstrafe, die Folter oder andere unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder eine erhebliche Gefahr für Leib, Leben oder persönliche Freiheit konkret droht.
Abgelehnt wurden die Anträge von 507 Personen (31,7 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 499 Personen (31,2 Prozent).
Für den Zeitraum Januar bis Oktober 2008 ergeben sich folgende Zahlen: In der Zeit von Januar bis Oktober 2008 haben insgesamt 18.626 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (15.863 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 2.763 Personen (17,4 Prozent).
Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis Oktober 2008:
1. Irak 5.898
2. Türkei 1.190
3. Vietnam 878
4. Kosovo* 709
5. Syrien 689
6. Serbien 683
7. Russische Föderation 673
8. Iran 636
9. Afghanistan 485
10. Nigeria 467
Neben den 18.626 Erstanträgen wurden insgesamt 5.170 Folgeanträge gestellt.
Im Zeitraum von Januar bis Oktober 2008 hat das Bundesamt 17.341 Entscheidungen (Vorjahr: 23.747) getroffen. Insgesamt 6.030 Personen (34,8 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 207 Personen (1,2 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 5.823 Personen (33,6 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis Oktober 2008 bei 444 Personen (2,5 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 2, 3, 5 und 7 des Aufenthaltsgesetzes (sogenannter subsidiärer Schutz) festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 5.615 Personen (32,4 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 5.252 Personen (30,3 Prozent).
Die Zahl der Personen, über deren Anträge noch nicht entschieden wurde, betrug Ende Oktober 2008 17.544, darunter 13.441 Erstanträge und 4.103 Folgeanträge (Vormonat: 16.622 anhängige Verfahren, davon 12.651 Erst- und 3.971 Folgeanträge).