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Timestamp: 2020-01-25 19:32:46
Document Index: 396943926

Matched Legal Cases: ['§ 108', '§ 108', '§ 227', '§ 173', '§ 227', '§ 227', '§ 227', '§ 108', '§ 133', '§ 138', '§ 108']

Rechtsprechung: 5 B 159/91 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 05.01.1994
BVerwG, 28.08.1992 - 5 B 159.91
https://dejure.org/1992,2221
BVerwG, 28.08.1992 - 5 B 159.91 (https://dejure.org/1992,2221)
BVerwG, Entscheidung vom 28.08.1992 - 5 B 159.91 (https://dejure.org/1992,2221)
BVerwG, Entscheidung vom 28. August 1992 - 5 B 159.91 (https://dejure.org/1992,2221)
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Mandatsniederlegung - Anspruch auf Terminänderung - Prozeßvertretung
OVG Nordrhein-Westfalen, 07.08.1991 - 8 A 1336/89
OVG Nordrhein-Westfalen, 25.03.1993 - 8 A 1336/89
BVerwG, 19.10.1993 - 5 B 80.93
BVerwG, 05.01.1994 - 5 B 159.91
NJW 1993, 80
Ist - wie hier nach dem Vorbringen der Kläger in der Beschwerdeschrift - Akteneinsicht innerhalb der laufenden Beschwerdebegründungsfrist gewährt worden, ist bereits aus diesem Grunde von dem Darlegungserfordernis auch nicht mit Blick darauf abzusehen, dass der Verfahrensbeteiligte aufgrund der Eigenart des in Rede stehenden Verstoßes gegen den Anspruch auf Gewährung rechtlichen Gehörs objektiv nicht in der Lage ist, Ausführungen darüber zu machen, was er im Falle einer ordnungsgemäßen Gewährung rechtlichen Gehörs vorgetragen hätte (BVerwG, Beschlüsse vom 18. Oktober 1983 - 9 C 127.83 - Buchholz 310 § 108 VwGO Nr. 140 und vom 28. August 1992 - 5 B 159.91 - Buchholz 310 § 108 VwGO Nr. 252; VGH Mannheim, Beschluss vom 4. Juli 1997 - 13 S 973/97 - NVwZ-RR 1998, 687 ).
Insoweit braucht nicht allgemein entschieden zu werden, ob einer Partei ein Anspruch auf Terminsänderung nach § 227 ZPO erwächst, wenn ihr Prozeßbevollmächtigter das Mandat niederlegt (so zu § 173 VwGO: BVerwG NJW 1993, 80 f;… zustimmend Zöller/Stöber, ZPO 19. Aufl. § 227 Rdn. 6).
Zurückverweisung der Sache nach Nichtzulassungsbeschwerde - Verletzung des …
Der Kläger hat mehrfach sein besonderes Interesse an der Wahrnehmung des Verhandlungstermins betont; dieses Interesse ist angesichts der besonderen Bedeutung der tatsächlichen Verhältnisse für die Entscheidung des vorliegenden Falles sowie der Höhe des Streitwerts und der damit verbundenen Kostenbelastung bei anwaltlicher Vertretung plausibel (vgl. für den umgekehrten Fall des Wunsches nach anwaltlicher Vertretung im Verhandlungstermin: Beschluß vom 28. August 1992 - BVerwG 5 B 159.91 - NJW 1993, 80).
Der festgestellte Verfahrensfehler haftet deshalb der vorinstanzlichen Entscheidung insgesamt an; der Kläger muß unter diesen Umständen in der Regel nicht näher dartun, was er im Falle der Gewährung rechtlichen Gehörs vorgetragen hätte und inwiefern dies zu für ihn günstigeren Ergebnissen geführt hätte (Beschluß vom 28. August 1992, a.a.O., S. 81, Urteil vom 27. März 1985 - BVerwG 4 C 79.84 - Buchholz 303 § 227 ZPO Nr. 3 S. 1 ; zu dem Ausnahmefall fortbestehender Darlegungserfordernisse vgl. Beschluß vom 25. November 1991 - BVerwG 5 B 129.91 - Buchholz 303 § 227 ZPO Nr. 17 S. 11 ).
Ein solcher Fall liegt auch vor, wenn der Kläger wie hier durch den Verfahrensfehler daran gehindert wird, sich im Termin anwaltlich vertreten zu lassen (Urteil vom 3. Juli 1992 - BVerwG 8 C 58.90 - Buchholz 310 § 108 VwGO Nr. 248; Beschluß vom 28. August 1992 - BVerwG 5 B 159.91 - a.a.O. Nr. 252;… Pietzner, in: Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO, § 133 Rn. 41).
Freilich erfordert die prozessuale Mitwirkungspflicht jedes Beteiligten, dass ein Antrag auf Terminsverlegung unverzüglich gestellt wird, nachdem die Verhinderung bekannt wird (vgl. Beschluss vom 28. August 1992, a.a.O., S. 105).
Der Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. August 1992 5 B 159.91 (Neue Juristische Wochenschrift 1993, 80), auf den die Beschwerde sich beruft, betraf einen Fall, in dem der bisherige Prozessbevollmächtigte des Klägers das Mandat kurz vor dem Termin niedergelegt hatte und der Kläger in der noch zur Verfügung stehenden Zeit keinen neuen Prozessbevollmächtigten finden konnte.
Eine Entscheidung, die ohne die gebotene mündliche Verhandlung ergeht, verletzt im Regelfall das Recht auf Gewährung rechtlichen Gehörs und ist ohne weitere Prüfung als auf der Verletzung von Bundesrecht beruhend anzusehen (§ 138 Nr. 3 VwGO), ohne daß es darauf ankommt, was der Beteiligte noch hätte vortragen wollen und ob dies erheblich gewesen wäre (vgl. Urteile vom 18. Oktober 1983 - BVerwG 9 C 127.83 - Buchholz 310 § 108 VwGO Nr. 140 S. 28 …und vom 3. Juli 1992 - BVerwG 8 C 58.90 - Buchholz a.a.O. Nr. 248 S. 96 sowie Beschluß vom 28. August 1992 - BVerwG 5 B 159.91 - Buchholz a.a.O. Nr. 252 S. 103 ).
BVerwG, 27.06.2007 - 3 B 130.06
Beiordnung; Gehörsverstoß; Hinderung; Hinweispflicht; Prozessbevollmächtigter; …
BVerwG, 23.12.2003 - 5 B 222.02
LSG Nordrhein-Westfalen, 13.11.2003 - L 7 SB 115/03
Statthaftigkeit einer Berufung im sozialgerichtlichen Verfahren wegen Verletzung …
BVerwG, 03.09.2003 - 7 B 44.03
Anspruch auf Auskehr eines Anteils des Erlöses aus einer investiven Veräußerung …
https://dejure.org/1994,19568
BVerwG, 05.01.1994 - 5 B 159.91 (https://dejure.org/1994,19568)
BVerwG, Entscheidung vom 05.01.1994 - 5 B 159.91 (https://dejure.org/1994,19568)
BVerwG, Entscheidung vom 05. Januar 1994 - 5 B 159.91 (https://dejure.org/1994,19568)
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