Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201999,%2035
Timestamp: 2019-11-12 08:47:46
Document Index: 352420818

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 181', '§ 35', '§ 8', '§ 181', '§ 35', '§ 181', '§ 35', '§ 8', '§ 181', '§ 184', '§ 35', '§ 53']

BFH, 23.10.1996 - I R 71/95 - dejure.org
https://dejure.org/1996,128
BFH, 23.10.1996 - I R 71/95 (https://dejure.org/1996,128)
BFH, Entscheidung vom 23.10.1996 - I R 71/95 (https://dejure.org/1996,128)
BFH, Entscheidung vom 23. Januar 1996 - I R 71/95 (https://dejure.org/1996,128)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1996,128) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
KStG § 8 Abs. 3 Satz 2, BGB § 181, GmbHG § 35 Abs. 4
KStG § 8 Abs. 3 S. 2; BGB § 181; GmbHG § 35 Abs. 4
Genehmigung von In-sich-Geschäften eines GmbH-Geschäftsführers
BGB § 181; GmbHG § 35 Abs. 4; KStG § 8 Abs. 3 S. 2
In-sich-Geschäfte - Alleingesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH
Körperschaftsteuer; Befreiung von Beschränkungen des § 181 BGB nach Abschluß von In-sich-Geschäften
Bürgerliches Recht; Gesellschaftergeschäftsführer; Irrtum; Selbstkontrahierungsverbot; Verdeckte Gewinnausschüttung
Solange er mit der Kapitalgesellschaft keine klaren und eindeutigen Vereinbarungen über seine Tätigkeit auf entgeltlicher (schuldrechtlicher) Basis getroffen hat, ist davon auszugehen, daß er seine Tätigkeit unentgeltlich --als Gesellschafter-- erbringt (vgl. auch BFH-Urteil vom 23. Oktober 1996 I R 71/95, BFHE 181, 328).
Wäre diese wie vorgesehen eingetragen worden, so hätte der Geschäftsführer der Klägerin diesen Vertrag mit zivil- und steuerrechtlicher Rückwirkung genehmigen können (§ 184 BGB; vgl. BFHE 181, 328, 332 f = NJW 1997, 1031 f;… Zöllner, in: Baumbach/Hueck, GmbH-Gesetz 16. Aufl. § 35 Rdnr. 78 m.w.N.).
Das hätte zur Folge gehabt, daß der Anstellungsvertrag der Klägerin mit ihrem Geschäftsführer-Gesellschafter durch dessen Genehmigung wirksam geworden wäre (§§ 53, 54 GmbHG, 181, 184 BGB), die vertraglichen Vergütungsleistungen nicht als verdeckte Gewinnausschüttungen gewertet worden und keine Mehrsteuern angefallen wären (BFHE 181, 328, 330 ff = NJW 1997, 1031 f).
Es verhalte sich wie bei der nachträglichen Befreiung vom Verbot des In-Sich-Geschäfts nach den Grundsätzen des BFH-Urteils vom 23. Oktober 1996 I R 71/95 (BFHE 181, 328, BStBl II 1999, 35).
Abgesehen davon, dass es in diesen Entscheidungen regelmäßig um die Zustimmung dritter, am eigentlichen Vertrag nicht beteiligter Personen ging, fehlte in keinem Fall die eigentliche vertragliche Vereinbarung im Zuwendungszeitpunkt (so BFH in BFHE 181, 328, BStBl II 1999, 35).
Der Senat hat wiederholt entschieden, dass der anzustellende Fremdvergleich immer auf den konkreten Einzelfall bezogen sein muss und dass die hierfür entwickelten allgemeinen Kriterien keine unabdingbaren Tatbestandsmerkmale sind, sondern nur indizielle Bedeutung haben (Senatsurteile vom 23. Oktober 1996 I R 71/95, BFHE 181, 328, BStBl II 1999, 35; vom 29. Oktober 1997 I R 24/97, BFHE 184, 482, BStBl II 1998, 573).
FG Brandenburg, 27.02.2002 - 2 K 2503/98
Einmalige Tantieme an den Ehemann der Gesellschafter-Geschäftsführerin einer GmbH …