Source: https://kirchenrecht-nordkirche.de/document/29473
Timestamp: 2019-06-20 10:00:38
Document Index: 364467012

Matched Legal Cases: ['§ 102', '§ 12', '§ 5', '§ 100', '§ 6', '§ 39']

7.233 P_Archiv 2. Ausführungsgesetz zum Pfarrdienstgesetz PEK (2. AG PfDG Pom.) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
7.233 P_Archiv 2. Ausführungsgesetz zum Pfarrdienstgesetz PEK (2. AG PfDG Pom.)
3. Abschnitt Sonderbestimmungen für die Ausübung des Dienstes im Nebenberuf
2. Kirchengesetz
zur Ausführung des Pfarrdienstgesetzes vom 15. Juni 1996
(2. Ausführungsgesetz zum Pfarrdienstgesetz PEK –
2. AG PfDG Pom.)1#
(ABl. S. 146, ABl. 1998 S. 101)2#
Zur Ausführung von § 102 Pfarrdienstgesetz (PfDG) wird beschlossen:
( 1 ) Frauen und Männer, die ordiniert sind und die im Übrigen die Voraussetzungen des § 12 PfDG erfüllen, können nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen mit der Ausübung des pfarramtlichen Dienstes im Nebenberuf oder im Ehrenamt beauftragt werden.
( 1 ) 1 Die Beauftragung setzt voraus, dass pfarramtlicher Dienst regelmäßig und auf Dauer wahrgenommen werden soll und dass kirchliches Interesse an der Ausübung des Dienstes im Nebenberuf oder im Ehrenamt besteht. 2 Soll der Dienst in einer Pfarrstelle ausgeübt werden, so soll die Beauftragung nur erfolgen, wenn die Stelle nicht zur Besetzung freigegeben ist oder geeignete Bewerberinnen und Bewerber nicht zur Verfügung stehen.
1 Über die Beauftragung entscheidet das Konsistorium auf Antrag des Leitungsorgans der Körperschaft, in deren Bereich der pfarramtliche Dienst ausgeübt werden soll. 2 Vor einer Beauftragung mit dem Dienst in der Kirchengemeinde ist der zuständige Kreiskirchenrat zu hören.
( 1 ) Wer mit der Ausübung des pfarramtlichen Dienstes im Nebenberuf oder im Ehrenamt beauftragt ist, erhält eine Dienstanweisung.
( 2 ) Die Dienstaufsicht liegt bei den Superintendentinnen und Superintendenten sowie beim Konsistorium.
( 3 ) Für die Dauer der Beauftragung lautet die Dienstbezeichnung „Pastorin oder Pastor“.
( 4 ) Die Beauftragten werden der Gemeinde in einem Gottesdienst vorgestellt.
1 Die Beauftragten sind Mitglied des Gemeindekirchenrates. 2 Die Teilnahme an Sitzungen anderer kirchlicher Organe oder sonstiger Gremien wird in der Dienstanweisung geregelt.
wenn die oder der Betroffene dies beantragt, insbesondere wenn die Wahrnehmung des Dienstes mit der gewissenhaften Erfüllung eines Hauptberufes nicht mehr vereinbar ist, oder
wenn die oder der Betroffene den Auftrag für Zwecke missbraucht, die mit der Ausübung eines pfarramtlichen Dienstes nicht vereinbar sind.
( 4 ) Im Falle des Widerrufs gilt § 5 Absatz 2 und 3 PfDG entsprechend.
Sonderbestimmungen für die Ausübung des Dienstes im Nebenberuf
( 1 ) 1 Die Ausübung des pfarramtlichen Dienstes im Nebenberuf geschieht in einem privatrechtlichen Dienstverhältnis. 2 § 100 PfDG findet entsprechende Anwendung, soweit dieser nicht das Bestehen eines Dienstverhältnisses voraussetzt, bei dem der Umfang des Dienstes mindestens der Hälfte eines vergleichbaren uneingeschränkten Dienstes entspricht.
der Missbrauch des Auftrages im Sinne von § 6 Absatz 2 Nummer 2.
1 Die Beauftragung geschieht in der Regel für eine begrenzte Zeit, die fünf Jahre nicht überschreiten soll. 2 Die Zeit kann mit Zustimmung aller Beteiligten auf Antrag verlängert werden.
Die durch die Ausübung des Dienstes entstehenden notwendigen Auslagen werden, in der Regel durch Zahlung einer Aufwandsentschädigung, ersetzt.
1 ↑ Red. Anm.: Das Kirchengesetz ist gemäß § 39 Absatz 2 Nummer 4 des Kirchengesetzes zur Ergänzung des Pfarrdienstgesetzes der EKD und des Pfarrdienstgesetzergänzungsgesetzes der VELKD in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Pfarrdienstgesetzergänzungsgesetz – PfDGErgG) vom 31. März 2014 (KABl. S. 219) außer Kraft getreten.
2 ↑ Red. Anm.: Das Kirchengesetz wurde doppelt im Amtsblatt der ehemaligen Pommerschen Ev. Kirche veröffentlicht.