Source: http://socialmediarecht.wordpress.com/2013/01/04/update-abmahnung-wegen-vorschaubildern-auf-facebook-bgh-entscheidung-thumbnail-wegen-opengraph-funktion-doch-grundsatzlich-vergleichbar/
Timestamp: 2013-05-25 21:40:34
Document Index: 73619696

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Update: Abmahnung wegen Vorschaubildern auf Facebook – BGH-Entscheidung “Thumbnail” wegen OpenGraph-Funktion doch grundsätzlich vergleichbar	Veröffentlicht am Januar 4, 2013	von Social Media Recht Gestern berichtete ich über die erste bekannt gewordene urheberrechtliche Abmahnung auf Facebook. Vorgegangen wurde gegen ein Vorschaubild einer Website, welches beim Posten eines Links auf FB gezeigt wurde.
Nicht verhehlen möchte ich an dieser Stelle, dass mein Partner, der Rechtsanwalt und Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht Stephan Dirks, mit dem ich über diesen Blogartikel und meine Rechtsmeinung sprach, anderer Auffassung ist. Er würde auch gerne mit den Richtern des BGH über die Thumbnail-Entscheidung streiten. Aber ich fürchte, das ändert an dieser auch nichts mehr… .
PPS: Hoffentlich habe ich Martin richtig verstanden. Psst. Like to share?E-MailDruckenGefällt mir:Gefällt mir Lade...	Dieser Beitrag wurde unter Social Media Marketing, Urheberrecht abgelegt und mit Abmahnung Facebook, BGH, Entscheidung, OpenGraph, Störerhaftung, Thumbnail, Urheberrecht, Vorschaubilder verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.	← SIE ist da. Die Abmahnung bei Facebook.
42 Antworten zu Update: Abmahnung wegen Vorschaubildern auf Facebook – BGH-Entscheidung “Thumbnail” wegen OpenGraph-Funktion doch grundsätzlich vergleichbar Martin schreibt:	Januar 4, 2013 um 1:05 nachmittags	Danke für das Update…
Markus Wollenweber schreibt:	Januar 4, 2013 um 1:28 nachmittags	Hallo Frau Diercks,
Antwort	Viktor schreibt:	Januar 4, 2013 um 1:29 nachmittags	Das wär ja mal Spitze! Auf jeden Fall hat man so etwas in der Hand für ein Gegenargument! Danke!
Antwort	BW schreibt:	Januar 4, 2013 um 1:36 nachmittags	“Denn mittlerweile sind soziale Netzwerke wie Facebook und Google+ derart verbreitet und grundlegend für die Kommunikation im Web, dass man “Open Graph” einen ähnlichen Stellenwert wie der robots.txt beimessen kann”
Antwort	timverhoeven schreibt:	Januar 4, 2013 um 1:53 nachmittags	Hier übrigens eine kurze und sehr einfache Übersicht über die genauen Funktionen des Open Graph Protocoll: http://ogp.me/
Antwort	Social Media Recht schreibt:	Januar 4, 2013 um 1:59 nachmittags	Hey Tim, schön von Dir hier zu lesen. Ich hab überhaupt keine Zeit, deswegen nur ganz, ganz kurz: Der Kollege Schwenke ist zum Beispiel der Auffassung, dass die Einbindung von Social PlugIns, die ja zum Teilen auffordern, ein Einverständnis des Urhebers nahelegen. Aber was wenn keine Sharebuttons auf einer Seite sind? Dann kann ein Dritter ja trotzdem einen Link posten und “teilen” und hier kann dann durch den Einsatz dieses OG-Tags dafür gesorgt werden, dass auch in dem Fall kein Bildchen erscheint. So habe ich es verstanden. Und so macht es mE auch Sinn. Deinen Punkt 4) verstehe ich so nämlich auch nicht?
Antwort	timverhoeven schreibt:	Januar 4, 2013 um 2:50 nachmittags	Hallo Nina,
Thomas Knip schreibt:	Januar 5, 2013 um 4:50 nachmittags	Ein Seitenbetreiber kann doch aber kein Einverständnis zu etwas geben, wozu er nicht berechtigt ist. Handelt es sich bei dem Bild um ein lizensiertes aus einer Fotodatenbank, steht dem Seitenbetreiber nicht das Recht zu, die Erlaubnis zur freien Verbreitung zu erteilen. Es sei denn, dies sei durch die Lizenbedingungen genehmigt.
Thomas Schwenke schreibt:	Januar 4, 2013 um 2:11 nachmittags	Ich denke so einfach wird es nicht gehen.
D.h. auch wenn ich Dein treuer Leser bin, schlage ich mich auf die Seite des Kollegen Dirks. Antwort	Social Media Recht schreibt:	Januar 4, 2013 um 2:49 nachmittags	Hey Thomas, das allgemeine Sharen ist ein Problem. Ich habe hier nur die Konstellation betrachtet, dass eigentlich ein Link geteilt und dabei automatisch ein Vorschaubild erzeugt wird – oder eben auch nicht. Ach, ach, alles so komplex. Ansonsten, ja habe ich ja auch geschrieben, dass diese Insel-Lösungen auch noch nicht ganz das gelbe vom Ei sind, aber andererseits fraglich ist, inwieweit G+ und FB noch Inseln darstellen oder aber eben nicht schon ganze Kontinente sind und man aufgrund dessen eben doch wie bei robot.txt. argumentieren kann? (Sorry, hab wenig Zeit. Können wir demnächst mal persönlich ausplauschen.)
Antwort	Sebastian schreibt:	Januar 4, 2013 um 2:26 nachmittags	Aus der Hüfte: Hat die Klägerin in der Thumbnail-Entscheidung nicht die robots.txt. aktiv auf ihrer Website eingebunden?
Tja… bei manchen Abmahnungen, so wie hier, würde man sich als interessierter RA wünschen, dass es vor Gericht geht. Antwort	Social Media Recht schreibt:	Januar 4, 2013 um 2:50 nachmittags	Hallo Sebastian,
Nope. Hatte sie gerade nicht. Und deswegen waren die Thumbnails okay. (Es sei denn, ich hab jetzt schon Eiersalat im Kopf )
Gebe Dir aber absolut recht, man würde sich hier quasi wünschen, dass es vor Gericht geht. LG
Antwort	Sebastian schreibt:	Januar 4, 2013 um 3:02 nachmittags	Ah, so war es: Die Klägerin hatte damals eine suchmaschinenoptimierte Seite aber keine robots.txt. Da war der Eiersalat in meinem Kopf. Hoffmeister Stefan schreibt:	Januar 4, 2013 um 2:43 nachmittags	Wie sieht es denn aus, wenn auf einer Webseite eine Bildergalerie angezeigt wird? Ist das auch schon ein Einverständnis?
Antwort	wolferl1 schreibt:	Januar 4, 2013 um 7:16 nachmittags	Die Darstellung einer Bildergalerie ist ja keine Genehmigung zur Kopie der Bilder, Stefan Hoffmeister. Es geht hier grundsätzlich darum, ob bei Verlinkung auf den Socialmedia Portalen wie FB und G+ etc. die angezeigten Thumbnails (die im übrigen auf die entsprechenden verlinkten Seiten führen) als Urheberrechtsverletzung anzusehen sind. Ursprung dieser diskussion ist wohl dieser Post (oder auch ein anderer von hier)::
Antwort	Astrid Radtke schreibt:	Januar 4, 2013 um 2:59 nachmittags	Ich denke auch, dass in erster Linie der Betreiber einer Seite für die Bilder verantwortlich ist. Es kommt ja noch der Umstand hinzu, dass er ein Bild unrechtmäßig erworben hat, dann würde dem Verlinkenden die Beweispflicht zukommen. Das kann so nicht sein.
Antwort	Viktor schreibt:	Januar 4, 2013 um 4:01 nachmittags	Ich hätte jetzt eine Möglichkeit zu bieten, die das Einbinden von Thumbnails egal bei welchem Dienst verhindert! Damit wird selbst Google keine Bilder mehr in der Bildersuche anzeigen!
Antwort	Michael Sittig schreibt:	Januar 4, 2013 um 5:24 nachmittags	Spielt es nicht auch eine Rolle, mit welchem Adressatenkreis ich Link und Vorschaubild teile? Hier wurde Link und Foto wohl auf eine gewerbliche (öffentliche) Seite gepostet. Teile ich einen Link mit Vorschaubild im Kreis meiner, sagen wir, 50 Facebook-Freunde, indem ich die Sichtbarkeit entsprechend einstelle, habe ich das Bild doch nicht öffentlich zugänglich gemacht, oder?
Antwort	RA Michael Seidlitz (@MichaelSeidlitz) schreibt:	Januar 4, 2013 um 5:36 nachmittags	Liebe Nina, auch ich sehe es auch mehr wie die Kollegen Stephan Dirks und Thomas Schwenke, weil ich denke, dass der BGH ausschließlich Suchmaschinen privilegieren wollte.
Antwort	Dieter Caspar schreibt:	Januar 4, 2013 um 10:40 nachmittags	Auch ich vertrete die Ansicht, dass die Thumbnail-Entscheidung des BGH mit der Verlinkung von Vorschaubilder auf Facebook vergleichbar. Der entscheidende Punkt ist doch, dass wenn ich auf meiner Webseite Bilder einstelle, ohne das ich Vorkehrung gegen eine Verbreitung als Vorschaubild getroffen habe, ich grundsätzlich davon ausgehen muss, dass diese auch für jeden öffentlich zugänglich sind.
Antwort	DJ Flamara schreibt:	Januar 4, 2013 um 11:14 nachmittags	Ich muss mich hier mal wolferl1 anschliessen. Als Inhaber eines Webradiochannels habe ich auch paralel eine Facebookseite laufen. Wird also nun meine Radioseite verlinkt, erscheint bei Facebookkommentaren ein zufälliges Bild von der Seite und bei Posts kann man es auswählen. Dort wo ich also verlinkt werde, werden also Auszüge aus meinem Programm angezeigt. So etwas sehe ich dankbar als kostenlose Werbung an. Da durch das Klicken auf das Vorschaubild auch gleichzeitig meine Seite geöffnet wird sehe ich keine Urheberrechtlichen Verletzungen. Es ist natürlich möglich auf der Webseite eine Rechtsklicksperre einzubauen, damit die Bilder von dort nicht kopiert werden können. Hier wären wir aber schon wieder aus der Thumbnailproblematik draussen. Die einzige Möglichkeit dennoch an ein Bild auf der Website zu kommen, würe z. B. über einen Screenshot. Hier würde dann, weil der eingebaute Schutz umgangen wurde, eine Straftat beginnen. Erst ab diesem Punkt würde ich einer Abmahnung zustimmen.
Antwort	winston0677 schreibt:	Januar 5, 2013 um 2:03 vormittags	Reblogged this on Interessantes WWW und kommentierte:
Antwort	Andreas Moser schreibt:	Januar 5, 2013 um 1:16 nachmittags	Da ist wieder so eine Abmahnung, die ich getrost ignorieren würde.
Antwort	Astrid Radtke schreibt:	Januar 5, 2013 um 1:28 nachmittags	Für mich ergibt sich eine andere Frage, warum muss ein Abmahner gleich so aggressiv vorgehen? Vor allem dem Poster in sozialen(!) Netzwerken wird gleich Kriminalität unterstellt. Bei mir hatte jemand mal einen Artikel 1:1 kopiert und als ich ihn darauf aufmerksam machte, hat er mit meinem Artikel verlinkt.
Antwort	Social Media Recht schreibt:	Januar 8, 2013 um 10:28 vormittags	Danke für den Kommentar. Allerdings stellt die Abmahnung eben genau den Hinweis dar, den Sie fordern. Ein Gericht befasst sich mit einer Abmahnung überhaupt nicht. Wenn Sie mögen können Sie die folgenden beiden Artikel einmal lesen. Dort ist alles genau erklärt.
Antwort	fritz teich (@fritzteich) schreibt:	Januar 5, 2013 um 7:11 nachmittags	Das entscheidende ist nicht die Technik, sondern der auch ohne robots.txt zu vermutende Wille, das venire contra factum proprium. Es gibt auch Treu und Glauben.
Antwort	Stephan Lahl schreibt:	Januar 6, 2013 um 10:47 vormittags	Ich finde die Auseinandersetzung mit der Thumbnail-Entscheidung des BGH durchaus spannend, wenngleich ich die erfolgreiche Heranziehung auch eher skeptisch bewerte.
E. Völler schreibt:	Januar 6, 2013 um 3:40 nachmittags	Mich würde mal interessieren, woraus sich der hier erwähnte Privilegierungsgedanke bzgl. Suchmaschinen ableiten soll. Der BGH hat zwar in seiner Vorschaubilder-I-Entscheidung – gewissermaßen in einem Nachtrag – ausgeführt, dass für einen Suchmaschinenbetreiber eine Einzelfallprüfung unzumutbar sei, jedoch war dies nur eine zusätzliche Bekräftigung, nicht aber die eigentliche Begründung für die mangelnde Rechtswidrigkeit des Eingriffs, die bereits vorher festgestellt worden war und bei der allein auf das (widersprüchliche) Verhalten des Urhebers abgestellt wurde.
Antwort	E. Völler schreibt:	Januar 6, 2013 um 4:10 nachmittags	Zitat: “Ein Urheber oder Berechtigter sichert seine Bilder mittels vorgenannter Technik gegen die Vorschaufunktion. Doch oh weh. Ein anderer Seitenbetreiber hat das Bild geklaut. Und nun verlinkt ein Facebook-Nutzer die Seite mit dem geklauten Bild auf Facebook. Und, oops, natürlich erscheint eben dieses Bild auf Facebook in der Vorschau. Da, wo es eigentlich nicht hinsollte. Und schon haben wir wieder ein Problem, dass durch die OpenGraph-Funktion nicht gelöst ist.