Source: https://revosax.sachsen.de/vorschrift/14182.1
Timestamp: 2020-02-25 09:47:25
Document Index: 127422520

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 2', '§ 17', '§ 2', '§ 23', '§ 8', '§ 4', '§ 4', '§ 11', '§ 11', '§ 4', '§ 14', '§ 4', '§ 10', '§ 4', '§ 11', '§ 25', '§ 21', '§ 2']

Historische Fassung war gültig vom 11.11.2014 bis 29.01.2016
(1) Seiteneinsteiger im Sinne dieser Verordnung sind Lehrkräfte mit einem nichtlehramtsbezogenen universitären Masterabschluss oder einem diesem gleichgestellten Hochschulabschluss, die aus Gründen dringenden Personalbedarfs in den Schuldienst eingestellt werden und die Lehrbefähigung für ein Fach oder das entsprechende Lehramt berufsbegleitend erwerben.
die sich im Schuldienst befinden.
(2) Bewerber, die bereits über einen Abschluss für ein Lehramt verfügen (§ 4 Nummer 1 und 2), erwerben die Lehrbefähigung für das von ihnen gewählte weitere Fach, die weitere Fachrichtung oder für den weiteren Förderschwerpunkt in dem jeweiligen Lehramt. Bewerber gemäß § 4 Nummer 3 bis 8 erwerben die Berechtigung zur schulpraktischen Ausbildung nach Abschnitt 3.
einen Fachschulabschluss als Erzieher gemäß § 2 Absatz 2 Nummer 4 vorbehaltlich des Nachweises der für das Studium erforderlichen Qualifikation im Sinne von § 17 Absatz 1 Satz 1 des Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Januar 2013 (SächsGVBl. S. 3), das durch Artikel 24 des Gesetzes vom 18. Dezember 2013 (SächsGVBl. S. 970) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, nachweist,
einen vom Staatsministerium für Kultus anerkannten Hochschulabschluss im Bereich der Sonderpädagogik als Erzieher nachweist oder
ein Fachstudium gemäß § 2 Absatz 1 erfolgreich abgeschlossen hat und damit eine Ausbildung nachweist, die mindestens einem Fach, einer Fachrichtung oder einem Förderschwerpunkt der jeweiligen Schulart zugeordnet werden kann und nach Inhalt und Umfang nicht wesentlich von der Ausbildung nach der Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus über die Lehramtsprüfungsordnung I vom 29. August 2012 (SächsGVBl. S. 467), in der jeweils geltenden Fassung, abweicht sowie eine wissenschaftliche Ausbildung für ein zweites Fach, eine zweite Fachrichtung oder einen zweiten Förderschwerpunkt anstrebt
und im Freistaat Sachsen unbefristet an einer öffentlichen Schule mit mindestens der Hälfte des Regelstundenmaßes oder an einer staatlich anerkannten Ersatzschule tätig ist.
Bewerber, die an staatlich anerkannten Ersatzschulen tätig sind, fügen dem Antrag darüber hinaus Nachweise über die Tätigkeit an der Schule bei. Die Unterlagen sind im Original, als amtlich beglaubigte Kopie oder Abschrift vorzulegen.
(5) Bewerbern aus staatlich anerkannten Ersatzschulen sind 5 Prozent der Teilnehmerplätze zur Verfügung zu stellen. Übersteigt die Anzahl der Bewerber aus den Ersatzschulen diesen Anteil, entscheidet das Los. Ist die Zahl der Bewerber aus öffentlichen Schulen geringer als die Anzahl der für diese zur Verfügung stehenden Teilnehmerplätze, können freie Plätze an Bewerber aus staatlich anerkannten Ersatzschulen vergeben werden.
im Lehramt an Grundschulen die Grundschuldidaktik gemäß § 23 Absatz 2 der Lehramtsprüfung I der Gebiete A bis C und die Grundschulpädagogik mit insgesamt mindestens 100 Leistungspunkten nach dem European Credit Transfer System (Leistungspunkte),
im Lehramt an Mittelschulen das Fach einschließlich der Fachdidaktik mit insgesamt mindestens 75 Leistungspunkten,
im Lehramt Sonderpädagogik den Förderschwerpunkt einschließlich allgemeiner sonderpädagogischer Inhalte mit insgesamt mindestens 65 Leistungspunkten und
im Höheren Lehramt an Gymnasien und berufsbildenden Schulen das Fach oder die Fachrichtung mit jeweils mindestens 90 Leistungspunkten
(3) In Abweichung von der Lehramtsprüfungsordnung I ist für das Lehramt an Mittelschulen und das Lehramt Sonderpädagogik der Nachweis von Kenntnissen in Latein, für das Höhere Lehramt an Gymnasien und an berufsbildenden Schulen der Nachweis des Latinums, die als fachliche Zulassungsvoraussetzung für die Erste Staatsprüfung bestimmt sind, nicht erforderlich. Für das Höhere Lehramt an Gymnasien und an berufsbildenden Schulen ist anstelle des Latinums der Nachweis von Kenntnissen in Latein erforderlich.
(1) Bewerber, die die vorgeschriebenen Modulprüfungen gemäß § 8 bestanden haben, erhalten ein Zeugnis der Sächsischen Bildungsagentur. Das Zeugnis bescheinigt den Bewerbern gemäß § 4 Nummer 1 und 2 den Erwerb der Lehrbefähigung in dem entsprechenden Fach, in der Fachrichtung oder in dem Förderschwerpunkt. Mit Erhalt des Zeugnisses sind die Bewerber gemäß § 4 Nummer 3 bis 8 berechtigt, in eine schulpraktische Ausbildung nach Abschnitt 3 einzutreten; in dem Zeugnis wird ihnen die unbefristete Lehrerlaubnis in dem entsprechenden Fach, in der Fachrichtung oder in dem Förderschwerpunkt zuerkannt.
(2) Die Sächsische Bildungsagentur bestimmt den Zeitpunkt der Aushändigung des Zeugnisses.
(1) Das Ziel der schulpraktischen Ausbildung besteht in dem Erwerb der pädagogischen und fachdidaktischen Kenntnisse und Fähigkeiten sowie in der Erweiterung und Vertiefung der Erfahrungen, die die Bewerber während der wissenschaftlichen Ausbildung und der praktischen Tätigkeit an der Schule bereits erworben haben, in engem Bezug zur Schulpraxis, so dass sie verantwortlich und erfolgreich den Erziehungs- und Bildungsauftrag als Lehrkraft wahrnehmen können.
(2) Wird die schulpraktische Ausbildung gemäß § 11 Absatz 1 in einem Fach, in einer Fachrichtung oder in einem Förderschwerpunkt absolviert, erwirbt der Bewerber mit dem Bestehen der schulpraktischen Prüfung die Lehrbefähigung in diesem Fach, in dieser Fachrichtung oder in diesem Förderschwerpunkt.
(3) Die schulpraktische Ausbildung kann unter den in § 11 Absatz 2 genannten Voraussetzungen auch als berufsbegleitender Vorbereitungsdienst in entsprechender Anwendung der Lehramtsprüfungsordnung II vom 16. Dezember 2013 (SächsGVBl. S. 948), in der jeweils geltenden Fassung, erfolgen. Die entsprechende Anwendung der Regelungen der Lehramtsprüfungsordnung II erstreckt sich auch auf die Bestimmungen zu den Prüfungen.
ein Fachstudium gemäß § 4 Nummer 8 erfolgreich abgeschlossen hat und eine schulpraktische Ausbildung in dem studierten Fach anstrebt,
ein Fachstudium an einer Universität gemäß Nummer 1 erfolgreich abgeschlossen hat und die Lehrbefähigung für das Fach, die Fachrichtung oder den Förderschwerpunkt gemäß den §§ 14 bis 16 sowie die wissenschaftliche Ausbildung in einem zweiten Fach, einer zweiten Fachrichtung oder einem zweiten Förderschwerpunkt nach Abschnitt 2 nachweist oder
die Zulassungsvoraussetzungen gemäß § 4 Nummer 3 bis 7 erfüllt und die wissenschaftliche Ausbildung nach Abschnitt 2 erfolgreich abgeschlossen hat
(2) Zu einem berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst gemäß § 10 Absatz 3 kann zugelassen werden, wer ein Fachstudium an einer Universität gemäß § 4 Nummer 8 erfolgreich abgeschlossen und die wissenschaftliche Ausbildung in einem zweiten Fach, in einer zweiten Fachrichtung oder in einem zweiten Förderschwerpunkt nach Abschnitt 2 absolviert hat und im Freistaat Sachsen unbefristet an einer öffentlichen Schule mit mindestens der Hälfte des Regelstundenmaßes oder an einer staatlich anerkannten Ersatzschule tätig ist.
(3) Von der Teilnahme an der Ausbildung ist ausgeschlossen, wer
bereits in einem Vorbereitungsdienst oder einer berufsbegleitenden Weiterbildung gestanden hat und ohne Vorliegen eines wichtigen Grundes auf eigenen Antrag aus der Ausbildung ausgeschieden ist.
(1) Der Antrag auf Zulassung zu einer schulpraktischen Ausbildung ist bis zum 1. September oder bis zum 15. Januar auf dem Dienstweg an die Sächsische Bildungsagentur zu richten. Für den Zulassungsantrag ist der bei der Sächsischen Bildungsagentur erhältliche Vordruck zu verwenden. Dem Antrag sind beizufügen
Zeugnisse über die in § 11 Absatz 1 und 2 genannten Abschlüsse.
(3) Die Zulassung erfolgt im Rahmen der vorhandenen Ausbildungskapazitäten an der Sächsischen Bildungsagentur. Übersteigt die Anzahl der Bewerber die Zahl der Ausbildungsplätze, wird nach Bedarf, Eignung und Befähigung sowie dem dienstlichen Einsatz entschieden.
In den Fällen der Nummern 2 und 3 kann die schulpraktische Ausbildung um insgesamt höchstens sechs Monate verlängert werden.
(2) Bewerber, die den berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst erfolgreich absolviert haben, erhalten ein Zeugnis gemäß § 25 Absatz 2 der Lehramtsprüfungsordnung II. Damit ist der Erwerb der Lehrbefähigung für das entsprechende Lehramt in den vom Bewerber gewählten Fächern, Fachrichtungen oder Förderschwerpunkten verbunden.
(3) Die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses erfolgt durch Aushändigung des Zeugnisses. Die Sächsische Bildungsagentur bestimmt den Zeitpunkt der Aushändigung.
Zu einem Feststellungsverfahren gemäß § 21 Absatz 1 ist zuzulassen, wer im Freistaat Sachsen unbefristet an einer öffentlichen Schule mit mindestens der Hälfte des Regelstundenmaßes tätig ist und einen Abschluss nach § 2 Absatz 2 Nummer 2 bis 4 sowie mindestens 15 Jahre Lehrtätigkeit nach dem 3. Oktober 1990 an einer öffentlichen Schule oder staatlich anerkannten Ersatzschule, davon eine mindestens vierjährige Unterrichtstätigkeit in den Fächern mit fehlender Lehrbefähigung und die regelmäßige Teilnahme an Veranstaltungen der schulinternen Lehrerfortbildung und an Fortbildungen für das Fach, für welches die Lehrbefähigung erworben werden soll, nachweist.
Quelle: REVOSax http://revosax.sachsen.de/vorschrift/14182.1 Stand vom 25.02.2020