Source: https://gesetzessammlungen.ag.ch/frontend/versions/1325/embedded_version_content
Timestamp: 2019-01-19 23:48:45
Document Index: 288536170

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 15', '§ 19', '§ 18', '§ 15', '§ 19', '§ 18', '§ 31', '§ 45', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 40', '§ 41', '§ 43', '§ 45', '§ 24', '§ 45', '§ 24', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 40', '§ 41', '§ 43', '§ 45', '§ 45']

423.332 - Verordnung über die Fachmittelschule (V FMS)
über die Fachmittelschule
(V FMS)
Vom 19.05.2010 (Stand 01.01.2012)
gestützt auf die §§ 12 und 17 des Dekrets über die Mittelschulen (Mittelschuldekret) vom 20. Oktober 2009[1],
Diese Verordnung regelt die Beurteilungen, die Promotionsentscheide, die Abschlussprüfung, die Erlangung des Fachmittelschulausweises und die Fachmaturität an den Fachmittelschulen sowie den Übertritt ans Gymnasium.
2. Promotionsentscheide und Zwischenbeurteilung
Promotionsentscheide werden am Ende der Probezeit und am Ende des 1. und 2. Schuljahrs getroffen. Beurteilungsperiode ist die Probezeit beziehungsweise das jeweils vorangegangene Schuljahr.
Die Promotionskonferenz setzt die Noten fest und trifft die Promotionsentscheide.
Promotionsfächer in der 1. Klasse sind die Grundlagenfächer gemäss Stundentafel.
Promotionsfächer in der 2. Klasse sind die Grundlagenfächer und die berufsfeldbezogenen Fächer der einzelnen Ausbildungsbereiche gemäss Stundentafel.
Für die Promotion zählt in der 2. Klasse bei den Grundlagenfächern Biologie und Chemie das Mittel der beiden Noten, gebildet aus der Note Chemie des 1. Semesters und der Note Biologie des 2. Semesters.
Im Bereich Erziehung und Gestaltung zählt in der 2. und 3. Klasse von den Grundlagenfächern Bildnerisches Gestalten und Musik letzteres für die Promotion und zwar zusammen mit dem berufsfeldbezogenen Fach Instrument (Mittel der beiden Noten).
Ergibt das Mittel der Noten gemäss Absatz 3 und 4 einen Viertelswert, wird auf die nächsthöhere halbe oder ganze Note gerundet.
Schülerinnen und Schüler werden nach der allfälligen Probezeit, welche bis zum Ende des 1. Semesters dauert, definitiv aufgenommen beziehungsweise am Ende des Schuljahrs in die nächsthöhere Klasse befördert, wenn in den Promotionsfächern
a) die doppelte Summe aller Notenabweichungen von 4 nach unten nicht grösser ist als die Summe aller Notenabweichungen von 4 nach oben, und
b) nicht mehr als vier Noten unter 4 erzielt wurden.
Liegen wichtige Gründe vor, können Schülerinnen und Schüler, welche die Voraussetzungen von Absatz 1 nicht erfüllen, definitiv aufgenommen beziehungsweise befördert werden, wenn ihnen für das Erreichen der Lernziele der entsprechenden Klasse eine günstige Prognose gestellt werden kann.
Wer am Ende eines Schuljahrs die Voraussetzungen von § 5 erstmals nicht erfüllt, wird nicht befördert.
Wer am Ende der Probezeit oder nach bereits einmal erfolgter Nichtbeförderung die Voraussetzungen von § 5 nicht beziehungsweise wiederum nicht erfüllt, wird aus der Schule entlassen.
Zeugnisse werden an den Promotionsterminen und am Ende des 3. Schuljahrs ausgestellt.
Das Zeugnis enthält die Noten sämtlicher Fächer, an den Promotionsterminen den Promotionsentscheid und in den Fällen von § 5 Abs. 2 eine zusätzliche Begründung.
Die Zwischenbeurteilung ist eine Standortbestimmung. Sie wird jeweils am Ende des 1. Semesters vorgenommen.
Die Promotionskonferenz nimmt die Zwischenbeurteilungen vor.
In den Promotions- beziehungsweise Abschlussfächern werden den Schülerinnen und Schülern die Noten der Beurteilung mitgeteilt.
Ergibt die Zwischenbeurteilung eine für den weiteren Ausbildungsverlauf ungünstige Prognose, führt die zuständige Abteilungslehrperson mit der Schülerin oder dem Schüler ein Gespräch zur Klärung der Gründe und über die allenfalls zu treffenden Massnahmen.
3.1. Prüfung
Prüfungstermine, Zulassung
Die Abschlussprüfung findet am Ende des Lehrgangs statt.
Die Zulassung zur Prüfung setzt den Besuch des letzten Schuljahrs in der Regel an derjenigen Mittelschule voraus, an welcher die Prüfung abgelegt wird.
Die Schülerinnen und Schüler haben sich durch die Abschlussprüfung über die von der Schule vermittelten Kenntnisse und von Höheren Fachschulen beziehungsweise Fachhochschulen geforderte allgemeine Bildung auszuweisen.
Es sind die Fachkenntnisse und die Selbstständigkeit im Denken zu prüfen.
Inhalte und Anforderungen in den einzelnen Prüfungsfächern entsprechen den Lehrplanzielen.
a) die Grundlagenfächer Deutsch, Mathematik, Französisch oder Italienisch oder Englisch,
b) zwei Grundlagenfächer aus der Fächergruppe Gesellschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Bildnerisches Gestalten, Musik und Sport. Die Fächer Bildnerisches Gestalten, Musik und Sport schliessen sich gegenseitig aus,
c) ein berufsfeldbezogenes Fach aus der Fächergruppe
1. Medienkunde und Informatik im Ausbildungsbereich Kommunikation,
2. Psychologie/Pädagogik und Naturwissenschaften mit Praktikum im Ausbildungsbereich Gesundheit,
3. Psychologie/Pädagogik und Individuum und Gesellschaft im Ausbildungsbereich Soziale Arbeit,
4. Psychologie/Pädagogik, Gestalten und Instrument im Ausbildungsbereich Erziehung und Gestaltung.
Die Fächer Musik und Instrument schliessen sich als Prüfungsfächer gegenseitig aus.
Die Schülerinnen und Schüler teilen der Schulleitung bis spätestens sechs Monate vor Prüfungsbeginn die Prüfungsfächer ihrer Wahl gemäss Absatz 1 mit.
Art und Dauer der Prüfungen
Die Prüfungsfächer Deutsch, Französisch, Italienisch sowie Englisch werden schriftlich und mündlich, Mathematik schriftlich, Bildnerisches Gestalten, Sport, Informatik sowie Gestalten praktisch und Instrument praktisch-mündlich geprüft. Die übrigen Prüfungsfächer werden mündlich geprüft.
Die schriftlichen sowie die praktischen Prüfungen in den Fächern Bildnerisches Gestalten, Informatik und Gestalten dauern drei Stunden. Im Fach Sport wird die Prüfungsdauer, soweit erforderlich, von der Prüfungskommission Fachmittelschule (Prüfungskommission FMS) festgelegt. Die übrigen Prüfungen dauern 15 Minuten.
Die Ergebnisse in den einzelnen Prüfungen sind in ganzen und halben Noten auszudrücken. 6 ist die höchste, 1 die tiefste Note. Noten unter 4 stehen für ungenügende Leistungen.
In denjenigen Fächern, die schriftlich und mündlich geprüft werden, entspricht die Prüfungsnote dem ungerundeten Mittel der schriftlichen und mündlichen Note.
Bei nachgewiesenen unredlichen Handlungen wird die ganze Abschlussprüfung auf Antrag der Prüfungskommission FMS durch das Departement Bildung, Kultur und Sport für ungültig erklärt. Die Kandidatinnen und Kandidaten sind vor Beginn der Prüfung von der Schulleitung darauf aufmerksam zu machen.
Auf Gesuch kann das letzte Schuljahr wiederholt werden. In diesem Fall zählen die Zeugnisnoten des Wiederholungsjahrs für den Abschluss.
Prüfungskommission FMS
Der Erziehungsrat ernennt auf die Amtsdauer von vier Jahren eine Prüfungskommission FMS. Dieser gehören an
a) ein Mitglied des Erziehungsrats, welches den Vorsitz innehat,
b) sechs Vertreterinnen beziehungsweise Vertreter der Höheren Fachschulen und von Fachhochschulen,
c) je das Mitglied der Schulleitungen der Neuen Kantonsschule Aarau und der Kantonsschule Wettingen, welches für die administrative Geschäftsführung der Fachmittelschule zuständig ist, mit beratender Stimme.
Die Prüfungskommission ist insbesondere zuständig für
a) die Leitung und Überwachung der Prüfungen,
b) die Ernennung der Fachexpertinnen und Fachexperten,
c) das Festlegen der Anlage der Prüfungen,
d) die Genehmigung der Themen und Aufgaben der Fachprüfungen,
e) das Festlegen der zulässigen Hilfsmittel für die schriftlichen und praktischen Prüfungen,
f) die Berichterstattung über die Prüfungen zuhanden der Schulkommissionen und des Departements Bildung, Kultur und Sport.
4. Abschluss mit Fachmittelschulausweis
Die Schülerinnen und Schüler müssen im letzten Ausbildungsjahr wahlweise in einer Gruppe oder alleine eine grössere eigenständige schriftliche oder schriftlich kommentierte Arbeit erstellen und mündlich präsentieren.
Die selbstständige Arbeit wird mit einer Note entsprechend § 15 bewertet.
Abschlussfächer
Abschlussfächer sind die Grundlagenfächer, die berufsfeldbezogenen Fächer der 3. Klasse und die selbstständige Arbeit.
In den geprüften Fächern wird die Abschlussnote aus dem Mittel von Vorschlags- und Prüfungsnote gebildet. Die Vorschlagsnote ist die Zeugnisnote des letzten Ausbildungsjahrs.
In den prüfungsfreien Fächern wird die Abschlussnote aus der Zeugnisnote des letzten Ausbildungsjahrs gebildet.
Die Bewertung der selbstständigen Arbeit erfolgt aufgrund des Arbeitsprozesses, der schriftlichen oder schriftlich kommentierten Arbeit und ihrer Präsentation.
Die Abschlussnoten werden auf halbe oder ganze Noten gerundet. Bei einem Viertelswert wird auf die nächsthöhere halbe oder ganze Note gerundet.
Die Prüfungskommission FMS setzt die Abschlussnoten fest und stellt dem Departement Bildung, Kultur und Sport Antrag auf Bestehen beziehungsweise Nichtbestehen des Abschlusses.
Anträge auf Nichtbestehen werden den Betroffenen schriftlich eröffnet mit dem Hinweis, dass sie die Möglichkeit einer Stellungnahme an das Departement haben.
Der Abschluss ist bestanden, wenn in den Abschlussfächern
b) nicht mehr als drei Noten unter 4 erzielt wurden.
Das Departement Bildung, Kultur und Sport entscheidet über das Bestehen des Abschlusses und stellt den Fachmittelschulausweis aus.
Schülerinnen und Schüler, welche in den Abschlussfächern einen Notendurchschnitt von mindestens 5 erreichen, können in die 3. Klasse des Gymnasiums übertreten. *
Wiederholung bei Nichtbestehen, Dispensation
Schülerinnen und Schüler, welche den Abschluss im ersten Versuch nicht bestehen, müssen bei einem zweiten Versuch das letzte Schuljahr und die Abschlussprüfung wiederholen.
Sie können sich vom Unterrichtsbesuch und der Prüfung in denjenigen Fächern dispensieren lassen, in welchen sie beim ersten Versuch mindestens die Note 5 erzielt haben. Diese Noten zählen auch beim zweiten Versuch.
Ist die selbständige Arbeit im ersten Versuch mindestens mit der Note 5 bewertet worden, muss sie nicht wiederholt werden.
Eine dritte Abschlussprüfung ist nicht gestattet.
Der Fachmittelschulausweis wird vom Departement Bildung, Kultur und Sport ausgestellt, wenn der Abschluss bestanden ist.
Der Fachmittelschulausweis enthält:
a) die Überschrift «Kanton Aargau» und die Bezeichnung der Schule,
b) den Vermerk «gesamtschweizerisch anerkannter Fachmittelschulausweis»,
c) den Namen, Vornamen, Heimatort (für Ausländerinnen und Ausländer: Staatsangehörigkeit und Geburtsort) und das Geburtsdatum der Absolventin oder des Absolventen,
d) die Angabe der Zeit, während der die Absolventin beziehungsweise der Absolvent die aargauische Fachmittelschule besucht hat,
e) das Berufsfeld,
f) die Abschlussnoten der Abschlussfächer gemäss § 19,
g) das Thema der selbstständigen Arbeit gemäss § 18,
h) den Ort, das Datum und die Unterschrift der Vorsteherin beziehungsweise des Vorstehers des Departements und der Rektorin beziehungsweise des Rektors der Schule.
Zusätzlich werden im Fachmittelschulausweis die Noten der in der 3. Klasse besuchten Freifächer aufgeführt.
5. Fachmaturität
5.1. Pädagogik
Die Fachmaturitätsprüfung findet am Ende des Lehrgangs statt. Die Prüfungskommission FMS legt jeweils die Prüfungstermine fest.
a) die Fachmaturitätsarbeit mit einer Note von mindestens 4,0 erfolgreich beendet hat und
b) den Fachmaturitätslehrgang in der Regel an derjenigen Schule besucht hat, an der die Prüfung abgelegt wird.
Bezüglich Ziel, Thema, Dauer, Umfang, Betreuung, Bewertung, mündliche Präsentation, Nachholtermin und unredliche Handlungen gelten die jeweils aktuellen Richtlinien für die Umsetzung der Fachmaturität im Berufsfeld Pädagogik der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK).
Die Schülerinnen und Schüler haben sich durch die Fachmaturitätsprüfung Pädagogik über die von der Schule vermittelten Kenntnisse und von den Pädagogischen Hochschulen geforderte allgemeine Bildung und Reife sowie geforderten Fähigkeiten für die Studiengänge Vorschul- und Unterstufe sowie Primarstufe auszuweisen.
Wer im Fach Französisch oder Englisch ein international anerkanntes Sprachzertifikat auf mindestens Niveau B2 erfolgreich abgeschlossen hat, wird auf Gesuch hin von der Schulleitung vom Unterricht und von der Fachmaturitätsprüfung dispensiert.
Anstelle der Prüfungsnoten werden in den Fremdsprachen die Ergebnisse der internationalen Prüfungen gemäss der jeweils aktuellen Evaluationstabelle der Aide-mémoire IV der Eidgenössischen Berufsmaturitätskommission berücksichtigt.
b) Französisch oder Englisch,
d) Biologie,
e) Chemie oder Physik,
f) Geschichte,
g) Geografie.
Die Prüfungsfächer Deutsch und Französisch oder Englisch werden schriftlich und mündlich geprüft. Die übrigen Prüfungsfächer werden mündlich geprüft.
Die schriftlichen Prüfungen dauern drei Stunden. Die übrigen Prüfungen dauern 15 Minuten
Die Fachmaturitätsarbeit sowie die Ergebnisse in den einzelnen schriftlichen und mündlichen Prüfungen sind in ganzen und halben Noten auszudrücken. 6 ist die höchste, 1 die tiefste Note. Noten unter 4 stehen für ungenügende Leistungen.
Bei nachgewiesenen unredlichen Handlungen wird die ganze Fachmaturitätsprüfung auf Antrag der Prüfungskommission FMS durch das Departement Bildung, Kultur und Sport für ungültig erklärt. Die Kandidatinnen und Kandidaten sind vor Beginn der Prüfung von der Schulleitung darauf aufmerksam zu machen.
Auf Gesuch kann der Fachmaturitätslehrgang wiederholt werden.
Fachmaturitätsnoten
Die Fachmaturitätsnote in den Fächern Deutsch, Französisch oder Englisch entspricht dem gerundeten arithmetischen Mittel der jeweiligen schriftlichen und mündlichen Prüfungsnoten. Im Fach Mathematik entspricht die Fachmaturitätsnote der schriftlichen Prüfungsnote.
Die Fachmaturitätsnote im Fach Naturwissenschaften entspricht dem gerundeten arithmetischen Mittel der Prüfungsnoten in den Fächern Biologie und Chemie oder Physik.
Die Fachmaturitätsnote im Fach Geistes- und Sozialwissenschaften entspricht dem gerundeten arithmetischen Mittel der Prüfungsnoten in den Fächern Geschichte und Geografie.
Die Fachmaturitätsnoten werden auf halbe oder ganze Noten gerundet. Bei einem exakten Viertelswert wird auf die nächsthöhere halbe oder ganze Note gerundet.
Die Prüfungskommission FMS setzt die Fachmaturitätsnoten fest und stellt dem Departement Bildung, Kultur und Sport Antrag auf Bestehen beziehungsweise Nichtbestehen der Fachmaturität.
Die Fachmaturität ist bestanden, wenn
a) das arithmetische Mittel der fünf Fachmaturitätsnoten sowie der Fachmaturitätsarbeit mindestens 4 beträgt,
b) nicht mehr als zwei Fachmaturitätsnoten unter 4 erzielt wurden und
c) die Summe der Notenabweichung von 4 nach unten nicht mehr als einen Punkt beträgt.
Schülerinnen und Schüler, welche die Fachmaturität im ersten Versuch nicht bestehen, müssen bei einem zweiten Versuch den Fachmaturitätslehrgang und die Fachmaturitätsprüfung wiederholen.
Die Note der Fachmaturitätsarbeit des ersten Versuchs wird übernommen.
Eine dritte Fachmaturitätsprüfung ist nicht gestattet.
5.2. Gesundheit, Soziale Arbeit, Kommunikation und Gestaltung *
5.2.1. Praktikum
Bewertung, Wiederholung
Am Ende des Praktikums wird die Leistung der Schülerin oder des Schülers anhand von Kriterien bewertet, die vor dem Praktikum bekannt gegeben wurden. Die Bewertung mit den Prädikaten «sehr gut», «gut», «genügend» oder «nicht genügend» erfolgt in schriftlicher Form durch den Praktikumsbetrieb.
Schülerinnen und Schüler können ein mit dem Prädikat «ungenügend» bewertetes Praktikum einmal wiederholen.
5.2.2. Fachmaturitätsarbeit
Die Schülerinnen und Schüler müssen wahlweise alleine oder in einer Gruppe eine grössere eigenständige schriftliche oder schriftlich kommentierte Arbeit erstellen, mündlich präsentieren und anschliessend an die Präsentation ein Fachgespräch führen. Vorbehalten bleibt Absatz 2. *
Bei Absolvierung des Fachmaturitätslehrgangs Kommunikation (Schwerpunkt Angewandte Linguistik) muss die Fachmaturitätsarbeit in einer Zweitsprache verfasst und präsentiert werden. Bei Absolvierung des Fachmaturitätslehrgangs Gestaltung muss die Fachmaturitätsarbeit alleine verfasst und präsentiert werden. *
Die mündliche Präsentation und das Fachgespräch dauern in der Regel 30 Minuten. *
Thema, unredliche Handlungen und Wiederholung
Die Fachmaturitätsarbeit umfasst ein Thema, das in konkretem Bezug zum absolvierten Praktikum oder Bildungsgang respektive gestalterischen Propädeutikum steht und zwischen der Fachmittelschule, dem Praktikumsbetrieb oder der Höheren Fachschule Gesundheit und Soziales Aarau respektive der Schule für Gestaltung Aargau und der Schülerin beziehungsweise dem Schüler vereinbart wurde. *
Die Fachmaturitätsarbeit ist persönlich zu verfassen. Ist dies nachgewiesenermassen nicht der Fall, wird die Fachmaturitätsarbeit auf Antrag der Prüfungskommission FMS durch das Departement Bildung, Kultur und Sport als ungültig und die Fachmaturität als nicht bestanden erklärt.
Die Fachmaturitätsarbeit kann im darauffolgenden Schuljahr einmal wiederholt werden.
Notengebung, Nachbesserung und Wiederholung
Die Fachmaturitätsarbeit wird mit einer Note entsprechend § 15 bewertet.
Die Fachmaturitätsarbeit wird durch eine Lehrperson der Fachmittelschule und eine Person des Praktikumsbetriebs oder eine Lehrperson der Höheren Fachschule Gesundheit und Soziales Aarau respektive der Schule für Gestaltung Aargau bewertet, welche die Schülerin oder den Schüler betreuen. Die Bewertung der Fachmaturitätsarbeit erfolgt aufgrund des Arbeitsprozesses, des Arbeitsergebnisses der schriftlichen oder schriftlich kommentierten Arbeit und aufgrund der durchgeführten Präsentation. *
Wird die Fachmaturitätsarbeit mit einer ungenügenden Note bewertet, muss diese nachgebessert werden und wird höchstens mit der Note 4 bewertet.
Wird die Fachmaturitätsarbeit nach der Nachbesserung erneut mit einer ungenügenden Note bewertet, kann im darauffolgenden Schuljahr eine neue Fachmaturitätsarbeit verfasst werden. Das Verfassen einer dritten Fachmaturitätsarbeit ist nicht gestattet.
5.2.3. Bestehen
Die Prüfungskommission FMS stellt dem Departement Bildung, Kultur und Sport Antrag auf Bestehen beziehungsweise Nichtbestehen der Fachmaturität.
a) die Note der Fachmaturitätsarbeit mindestens 4 beträgt,
b) * das Praktikum, sofern es absolviert werden muss, mindestens mit dem Prädikat «genügend» bewertet oder der Bildungsgang an der Höheren Fachschule Gesundheit und Soziales Aarau respektive das gestalterische Propädeutikum an der Schule für Gestaltung Aargau erfolgreich absolviert wurde oder im Fachmaturitätslehrgang Kommunikation (Schwerpunkt Angewandte Linguistik) ein international anerkanntes Sprachzertifikat auf mindestens Niveau C1 vorliegt und
c) die berufsspezifischen Zusatzleistungen (Sprachaufenthalt, Einführungs- und Vertiefungsmodul), sofern sie absolviert werden müssen, erbracht wurden.
5.3. Gemeinsame Bestimmungen
Fachmaturitätsentscheid
Das Departement Bildung, Kultur und Sport entscheidet über das Bestehen der Fachmaturität und stellt das Fachmaturitätszeugnis aus.
Das Fachmaturitätszeugnis wird vom Departement Bildung, Kultur und Sport ausgestellt, wenn die Fachmaturität bestanden ist.
Das Fachmaturitätszeugnis enthält
b) den Vermerk «gesamtschweizerisch anerkanntes Fachmaturitätszeugnis»,
d) * die Angabe der Zeit, während der die Absolventin beziehungsweise der Absolvent das Praktikum, den Sprachaufenthalt oder die Sprachaufenthalte, den Fachmaturitätslehrgang Pädagogik beziehungsweise das gestalterische Propädeutikum absolviert hat,
e) die Bewertung des Praktikums, sofern es absolviert wurde,
f) das Thema und die Bewertung der Fachmaturitätsarbeit,
g) die Abschlussnoten der Abschlussfächer gemäss § 19 sowie das Thema und die Bewertung der selbstständigen Arbeit gemäss § 18,
Das Fachmaturitätszeugnis einer Absolventin beziehungsweise eines Absolventen des Fachmaturitätslehrgangs Pädagogik enthält zusätzlich zu den vorerwähnten Angaben die
a) Fachmaturitätsnoten der Prüfungsfächer gemäss § 31,
b) Auflistung der besuchten Fächer, die nicht geprüft wurden.
6. Übergangs- und Schlussbestimmungen *
§ 45a *
Schülerinnen und Schüler, die ihre Ausbildung vor dem oder im Schuljahr 2010/11 begonnen haben, können am Ende des Schuljahrs 2012/13 in die 3. Klasse des Gymnasiums übertreten, wenn sie in den Abschlussfächern einen Notendurchschnitt von mindestens 4,5 erreichen. Repetentinnen beziehungsweise Repetenten müssen am Ende des Schuljahrs 2013/14 in den vorerwähnten Fächern jedoch einen Notendurchschnitt von mindestens 5 erreichen, um in die 3. Klasse des Gymnasiums übertreten zu können.
AGS 2010 S. 166
[1] SAR 423.120
19.05.2010 01.08.2010 Erlass Erstfassung AGS 2010 S. 166
02.03.2011 01.05.2011 Titel 5.2. geändert AGS 2011/2-3
02.03.2011 01.05.2011 § 39 Abs. 1 geändert AGS 2011/2-3
02.03.2011 01.05.2011 § 39 Abs. 2 geändert AGS 2011/2-3
02.03.2011 01.05.2011 § 39 Abs. 3 eingefügt AGS 2011/2-3
02.03.2011 01.05.2011 § 40 Abs. 1 geändert AGS 2011/2-3
02.03.2011 01.05.2011 § 41 Abs. 2 geändert AGS 2011/2-3
02.03.2011 01.05.2011 § 43 Abs. 1, lit. b) geändert AGS 2011/2-3
02.03.2011 01.05.2011 § 45 Abs. 2, lit. d) geändert AGS 2011/2-3
11.05.2011 01.08.2011 § 24 Abs. 1 geändert AGS 2011/3-33
02.11.2011 01.01.2012 Titel 6. geändert AGS 2011/6-19
02.11.2011 01.01.2012 § 45a eingefügt AGS 2011/6-19
Erlass 19.05.2010 01.08.2010 Erstfassung AGS 2010 S. 166
§ 24 Abs. 1 11.05.2011 01.08.2011 geändert AGS 2011/3-33
Titel 5.2. 02.03.2011 01.05.2011 geändert AGS 2011/2-3
§ 39 Abs. 1 02.03.2011 01.05.2011 geändert AGS 2011/2-3
§ 39 Abs. 2 02.03.2011 01.05.2011 geändert AGS 2011/2-3
§ 39 Abs. 3 02.03.2011 01.05.2011 eingefügt AGS 2011/2-3
§ 40 Abs. 1 02.03.2011 01.05.2011 geändert AGS 2011/2-3
§ 41 Abs. 2 02.03.2011 01.05.2011 geändert AGS 2011/2-3
§ 43 Abs. 1, lit. b) 02.03.2011 01.05.2011 geändert AGS 2011/2-3
§ 45 Abs. 2, lit. d) 02.03.2011 01.05.2011 geändert AGS 2011/2-3
Titel 6. 02.11.2011 01.01.2012 geändert AGS 2011/6-19
§ 45a 02.11.2011 01.01.2012 eingefügt AGS 2011/6-19