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Timestamp: 2018-07-22 14:54:15
Document Index: 66702224

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 22', '§ 10', '§ 10', '§ 22', 'Art. 3', 'Art. 3', '§ 20', '§ 22', '§ 10', '§ 20', '§ 20', '§ 20', 'Art. 3', '§ 22', '§ 20', '§ 39', '§ 51', '§ 5', '§ 13']

SteuLi-Ausgabe 230 - 20.10.2009
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Online-Ausgabe Nr. 230 vom 20.10.2009
Die E-Mail-Ausgabe ging an 29.969 Empfänger
Steuergeldverschwendungen in Deutschland
Sozialversicherungsrechengrößen 2010
Verhandlungen des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg per Videokonferenz jetzt auch bundesweit möglich
BVerfG: Vorlage des Bundesfinanzhofs zur Frage der Besteuerung von Leibrenten unzulässig
Krankenversicherungsbeiträge mindern kindergeldschädliche Einkünfte auch bei Familienversicherung
BMF-Schreiben: Verfassungsmäßigkeit der Neuregelung zur Abziehbarkeit der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer
Programmablaufplan Lohnsteuer 2010
Programmablaufplan Lohnsteuertabellen 2010
Entwurf eines BMF-Schreibens: Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die steuerliche Gewinnermittlung
Die mündliche Steuerberaterprüfung 2009/2010
Buchführung - 100 praktische Fälle
Seminare zu EU-Mehrwertsteuer-Paket 2010
Zum 01.01.2010 tritt das EU-Mehrwertsteuer-Paket in Kraft. Dies erfordert von Unternehmen eine Umstellung im Rechnungswesen. Treffen Sie deshalb rechtzeitig die notwendigen Vorbereitungen! Mit den folgenden Seminare und dem schriftlichen Lehrgang sind Sie darauf bestens vorbereitet:
Schriftlicher Lehrgang Umsatzsteuer
Umsatzsteuerrecht I: Export und Import von Waren
Umsatzsteuerrecht II: Export und Import von Dienstleistungen
Mehr Infos: www.haufe-akademie.de
Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat die 37. Ausgabe des Schwarzbuchs „Die öffentliche Verschwendung 2009“ veröffentlicht.
Auf der Webseite des BdSt zum Schwarzbuch 2009 steht u.a. eine komplette Version „Die öffentliche Verschwendung 2009“ zum Download bereit. Außerdem ist die Teilnahme an einem Ranking über die empörendsten Fälle möglich.
Online Version: "Die öffentliche Verschwendung 2009"
Wohnmobilbesteuerung – Änderung ab 2010
Mit dem „Dritten Gesetz zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes“ vom 21. Dezember 2006 (BGBl. I S. 3344) wurde bereits gesetzlich verankert, dass Wohnmobile der inzwischen veralteten Emissionsklasse S1 ab 1. Januar 2010 einem höheren Tarif unterliegen werden, der bis dahin nur für nicht schadstoffreduzierte Fahrzeuge gilt. Die jeweilige Emissionsklasse steht in erster Linie für die Beurteilung der Schadstoffemissionen nach EU-Abgasvorschriften. Im letzten Steuerbescheid ist sie ersichtlich. Erläuterungen hierzu gibt beispielsweise das Kraftfahrt-Bundesamt.
Die Anhebung ist in den bisher in 2009 ergangenen Bescheiden noch nicht enthalten. Sie wird mit der in 2010 fälligen nächsten Jahressteuer erhoben. Es entspricht der Rechtslage, dass auch erst dann der nach Tagen berechnete Anhebungsbetrag fällig wird, der bereits ab dem 1. Januar 2010 angefallen ist. Für die betroffenen Fahrzeuge gilt künftig folgender Tarif je angefangene 200 kg Gesamtgewicht:
über 2.000 kg bis zu 5.000 kg
über 5.000 kg bis zu 12.000 kg
über 12.000 kg
Die jährliche Kraftfahrzeugsteuer errechnet sich danach bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.080 kg wie folgt:
(10 x 40 Euro) + (6 x 10 Euro) = 460 Euro.
Die Schadstoffemissionen eines Wohnmobils werden bei der verkehrsrechtlichen Zulassung durch die Zulassungsbehörde festgestellt. Die für die Ausübung der Verwaltung der Kraftfahrzeugsteuer zuständigen Finanzämter vor Ort sind an diese Feststellung gebunden. Bei auftretenden Zweifelsfragen ist die unmittelbare Kontaktaufnahme mit der Zulassungsbehörde und nicht mit dem Finanzamt ratsam.
81 600 Euro
68 400 Euro
4 650 Euro
55 800 Euro
4162,50 Euro
4 162,50 Euro
30660 Euro
26040 Euro
32003 Euro
Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 07.10.2009
Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für 2010 [PDF - 30 KB]
Ehegatten werden regelmäßig zusammen zur Einkommensteuer veranlagt; die Steuerschuld schulden sie dann als Gesamtschuldner, d.h. wenn es zu einer Nachzahlung kommt, kann jeder für die volle Summe in Anspruch genommen werden. Gleichwohl kann jeder Ehegatte nachträglich die Aufteilung der gemeinsamen Steuerschuld beantragen. Dann wird berechnet, inwieweit die gemeinsame Steuerschuld der Ehegatten auf die einzelnen Ehepartner entfällt. Sodann werden zwei getrennte Schuldbeträge ermittelt, so dass jeder der Ehegatten nur noch "seinen" Teil zu zahlen hat. Dagegen kann der andere Ehegatte sich nicht wehren, wie sich aus einer Entscheidung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 16. September 2009 (Aktenzeichen 7 K 7453/06 B) ergibt.
In dem entschiedenen Fall hatte ein Ehemann, der stets deutlich weniger verdient hatte als seine Ehefrau und von dieser finanziell unterstützt worden war, einen solchen Aufteilungsantrag gestellt. Die - mittlerweile von ihrem Mann geschiedene - Ehefrau wandte sich dagegen mit dem Argument, die Aufteilung der Steuerschuld stelle für sie eine Schikane dar. Ebenso wie ein Antrag auf getrennte Veranlagung unwirksam sei, wenn ein Ehegatte keine oder nur geringe eigene Einkünfte habe, dürfe in einer solchen Situation auch nachträglich einem Antrag auf Aufteilung der Steuerschuld nicht stattgegeben werden. Der geringer verdienende Ehegatte müsse sich vielmehr an der Zusammenveranlagung festhalten lassen. Dem folgten die Richter nicht; sie sahen ein berechtigtes Interesse des Ehemannes an dem Antrag auf Aufteilung der Steuerschuld als gegeben an, da er danach erhebliche Steuererstattungen erhielt. Die Ehefrau hatte demgegenüber eine wesentlich höhere Nachzahlung zu leisten, als dies zunächst der Fall gewesen war. Hätte die Ehefrau die ursprüngliche geringere Nachzahlung sogleich fristgerecht geleistet, wäre eine Aufteilung der Steuerschuld nicht mehr in Betracht gekommen - der Ex-Ehemann hätte dann keine Steuererstattung mehr erlangen können.
Das Finanzgericht hat die Revision zugelassen, so dass in letzter Instanz der Bundesfinanzhof in München zu entscheiden haben könnte.
Quelle: Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine e.V., 14.10.2009
Das gemeinsame Finanzgericht für Berlin und Brandenburg mit Sitz in Cottbus verfügt seit November 2007 über eine Videokonferenzanlage, um den Berliner Steuerpflichtigen und ihren steuerlichen Beratern die Rechtsverfolgung zu erleichtern. Mit Hilfe dieser Anlage, deren Gegenstelle sich in den Räumen der Steuerberaterkammer Berlin befindet, ist es möglich, dass das Finanzgericht zwar in Cottbus tagt, der Kläger aber in Berlin bleibt und per Videozuschaltung an der Verhandlung teilnimmt. Damit verringert sich der Zeit- und Kostenaufwand des rechtssuchenden Bürgers erheblich. Der Einsatz der Videokonferenztechnik ist von allen Beteiligten durchweg positiv aufgenommen worden. Aus diesem Grund und im Hinblick auf wiederholte Anfragen aus anderen Bundesländern wurde die Videokonferenzanlage nunmehr technisch erweitert und kann seit September 2009 auch für Verbindungen zu anderen Standorten außerhalb Berlins und Brandenburgs eingesetzt werden. Seitdem genießen nicht nur Kläger mit Wohnsitz in und um Berlin die damit verbundenen Vorteile, sondern auch Steuerpflichtige, die selbst im übrigen Bundesgebiet wohnen oder deren steuerlicher Berater außerhalb von Berlin und Brandenburg residiert.
In den vergangenen Wochen haben Sie Post von ihrer Bank bekommen, denn die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ändern sich zum 31. Oktober 2009. Damit setzen die Banken die Vorgaben der EU-Zahlungsdiensterichtlinie um, die nun auch im nationalen Recht in Deutschland gelten. Noch mehr Zahlungen können dann europaweit genauso schnell und sicher wie im Inland ausgeführt werden.
Das bedeutet aber auch: Mussten Bankkunden bisher beim Online Banking oder am Automaten in der Bank sorgfältig die Kontonummer des Empfängers bei Überweisungen prüfen, so gilt dies künftig zusätzlich für diejenigen, die einen Überweisungsbeleg bei der Bank einreichen. Bisher war bei beleghaften Überweisungen dagegen der Name des Empfängers maßgeblich. Um Überweisungen auf ein falsches Konto zu vermeiden, sollten Bankkunden deshalb stets Kontonummer und Bankleitzahl genau kontrollieren. Schließlich können ausgeführte Überweisungen im Gegensatz zu Lastschriften nicht widerrufen werden.
Weitere Informationen für Verbraucher zu den Themen Geld, Steuern und Vorsorge unter www.infos-finanzen.de.
Auf der Internetseite des Bankenverbandes:
Fragen und Antworten zu den geänderten Geschäftsbedingungen zum Zahlungsverkehr
Der Bundesfinanzhof sieht seit dem Jahr 1992 den Ertragsanteil einer Leibrente als Gegenleistung für eine - nicht existenzsichernde - Vermögensumschichtung als pauschalierten Zinsanteil an. Wegen des Abzugsverbots für private Schuldzinsen konnte nach dieser Rechtsprechung der Ertragsanteil bei demjenigen, der zur Zahlung der Leibrente verpflichtet ist, nicht als Sonderausgabe nach § 10 Abs. 1 Nr. 1a Satz 2 EStG abgezogen werden.
Die gemeinsam zur Einkommensteuer zusammen veranlagten Kläger der Ausgangsverfahren sind seit dem Jahr 1992 miteinander verheiratet. Der Ehemann hatte im Jahr 1990 sein mit einem Einfamilienhaus bebautes Grundstück seiner späteren Ehefrau übertragen. Als Gegenleistung verpflichtete sie sich zur monatlichen Zahlung einer lebenslänglichen wertgesicherten Rente an den Ehemann. Das Finanzamt besteuerte den Ertragsanteil der Rente als Einkünfte des Ehemanns gemäß § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchstabe a EStG. Den von der Ehefrau im Gegenzug begehrten Sonderausgabenabzug nach § 10 Abs. 1 Nr. 1a EStG für den Anteil des Ertragsanteils lehnte das Finanzamt unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs ab. Die eingelegten Einsprüche hatten keinen Erfolg. Das Finanzgericht Köln gab den dagegen gerichteten Klagen statt, da es der Auffassung war, dass der Klägerin der begehrte Sonderausgabenabzug entgegen der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs nach § 10 Abs. 1 Nr. 1a EStG zu gewähren sei. Im Revisionsverfahren legte der X. Senat des Bundesfinanzhofs dem Bundesverfassungsgericht die Frage zur Prüfung vor, ob die Besteuerung der Ertragsanteile von Bezügen aus Leibrenten nach § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchstabe a EStG, die Gegenleistung für den Erwerb eines Wirtschaftsguts des Privatvermögens sind, mit ihrem vollen Nennbetrag - ohne Berücksichtigung eines Sparer-Freibetrags - ungeachtet dessen mit dem allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) vereinbar sei, dass es sich um pauschalierte Einkünfte aus Kapitalvermögen handele.
Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts entschied, dass diese Vorlage des Bundesfinanzhofs unzulässig ist, denn sie wird den verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Darlegung der Entscheidungserheblichkeit der Vorlagefrage für das Ausgangsverfahren nicht gerecht. Für die Beurteilung der Entscheidungserheblichkeit, die hier die Frage der Versagung des Sonderausgabenabzugs betrifft, genügt es insbesondere nicht, wenn sich der Bundesfinanzhof lediglich auf seine eigene Rechtsprechung beruft. Die Zulässigkeit der Vorlage erfordert vielmehr, dass sich das Gericht eingehend mit der Rechtslage auseinandersetzt, dabei die in Literatur und Rechtsprechung entwickelten Rechtsauffassungen berücksichtigt und auf unterschiedliche Auslegungsergebnisse eingeht.
Der Bundesfinanzhof hat diese verfassungsrechtlichen Vorgaben nicht erfüllt, Die Frage, ob es der allgemeine Gleichheitsgrundsatz nach Art. 3 Abs. 1 GG verfassungsrechtlich gebietet, den Sparer-Freibetrag nach § 20 Abs. 4 EStG auch auf die Besteuerung von Leibrenten nach § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchstabe a EStG zu erstrecken, kann, wie der Bundesfinanzhof zutreffend ausführt, nur dann entscheidungserheblich sein, wenn der von den Klägern geltend gemachte Anspruch auf Gewährung des Sonderausgabenabzugs nach § 10 Abs. 1 Nr. 1a EStG abzuweisen ist. Wäre dagegen dem Klageantrag, an den der Bundesfinanzhof auch der Höhe nach gebunden ist, stattzugeben, käme eine Erstreckung des Sparerfreibetrags auf die Rentenbezüge des Klägers schon aus prozessrechtlichen Gründen nicht in Betracht, denn eine weitere Herabsetzung der Steuer durch die Erstreckung des Sparer-Freibetrags nach § 20 Abs. 4 Satz 3 EStG wäre wegen Erschöpfung des Klageantrags ausgeschlossen. Bei dieser Ausgangslage reicht es nicht aus, wenn sich der Bundesfinanzhof zur Begründung seiner Auffassung, dass die Klage insoweit abzuweisen sei, lediglich auf seine eigene Rechtsprechung beruft und sich in diesem Zusammenhang nicht mit den Argumenten der Literatur und Rechtsprechung auseinandersetzt, die gegen die Gesetz- und Verfassungsmäßigkeit seiner eigenen Rechtsprechung hinsichtlich der Versagung des Sonderausgabenabzugs für den Ertragsanteil von Leibrenten vorgebracht worden sind.
Der Bundesfinanzhof hat auch nicht hinreichend die Möglichkeit einer verfassungskonformen Auslegung der zur Überprüfung gestellten Norm erörtert, obwohl eine solche Lösung nahe liegt. Der Auffassung des Bundesfinanzhofs, es liege eine Ungleichbehandlung gleicher Sachverhalte vor, liegt die von ihm selbst aufgestellte Prämisse zugrunde, dass es sich bei dem Ertragsanteil der Leibrente materiellrechtlich um einen Zinsanteil handele. Hiervon ist der Gesetzgeber jedoch, wie sich aus der Gesetzesbegründung zur Neuregelung der Leibrentenbesteuerung durch das Gesetz zur Neuordnung von Steuern ergibt, nicht ausgegangen. Diese Ausführungen hat der Bundesfinanzhof in seinem Vorlagebeschluss zwar zur Kenntnis genommen, sich jedoch über sie hinweg gesetzt, da er sie für unzutreffend hält. Insoweit kann dahingestellt bleiben, wie weit das Gebot der verfassungskonformen Auslegung es dem Richter allgemein erlaubt, den gesetzgeberischen Willen zu begrenzen oder zu ergänzen. Keinesfalls darf eine verfassungskonforme Auslegung jedoch das gesetzgeberische Ziel in einem wesentlichen Punkt verfehlen oder verfälschen.
Die nicht dem gesetzgeberischen Willen folgende Auslegung der Norm entbindet den Bundesfinanzhof jedenfalls nicht davon, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob der - nach seiner Rechtsprechung - materiellrechtlich als Zinsanteil zu qualifizierende Ertragsanteil der Leibrente in verfassungskonformer Auslegung unter den Besteuerungstatbestand des § 20 EStG subsumiert werden kann, mit der Folge, dass der Sparer-Freibetrag des § 20 Abs. 4 EStG von Gesetzes wegen zu gewähren und die Vorlagefrage hinfällig wäre. Nicht hinreichend ist insoweit der kurze Hinweis des Gerichts, dass eine verfassungskonforme Auslegung, die den Erwägungen zum Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG Rechnung tragen würde, in Anbetracht der unmissverständlichen Zuordnung solcher Erträge zu § 22 EStG einerseits und des klaren Wortlauts des § 20 Abs. 4 Satz 1 EStG anderseits nicht möglich sei.
Schließlich fehlt es in dem Vorlagebeschluss auch an einer ausreichenden Auseinandersetzung mit der Frage, ob ein gleichheitsrechtlich tragfähiger Grund für die nach Auffassung des Bundesfinanzhofs bestehende Ungleichbehandlung der Besteuerung von Leibrenten gegenüber der Besteuerung von Zinseinkünften vorliegt. Das vorlegende Gericht hat sich insbesondere nicht mit der Frage auseinandergesetzt, dass die Leibrente eine Vermögensumschichtung zum Gegenstand hat und bei dem aus der Leibrente Berechtigten die Phase der Vermögensbildung bereits abgeschlossen ist, so dass die Anreizwirkung des Sparer-Freibetrags, der gerade in der Ansparphase einsetzen soll, nicht mehr zum Tragen kommen kann. Ebenso wurde nicht erörtert, ob die im Gesetzgebungsverfahren genannten Gründe für die unterschiedliche Besteuerung von Leibrenten und Zinsen geeignet wären, eine Ungleichbehandlung hinsichtlich des Sparer-Freibetrags zu rechtfertigen.
Quelle: Bundesverfassungsgericht, 15.10.2009
Beschluss vom 22. September 2009, 2 BvL 3/02
Beiträge des Kindes zu einer freiwilligen gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sowie unvermeidbare Beiträge für eine private Kranken- und Pflegeversicherung mindern die Einkünfte und Bezüge des Kindes auch dann, wenn das Kind im Rahmen einer Familienversicherung mitversichert ist. Dies hat der 3. Senat des Finanzgerichts Münster in seinem Urteil vom 4. Juni 2009 entschieden (Aktenzeichen: 3 K 840/08 Kg).
Quelle: Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine e.V., 14.10.2009,
BMF-Schreiben vom 6. Oktober 2009 - IV A 3 - S 0623/09/10001 - (2009/0650100) -
BMF-Schreiben vom 6. Oktober 2009 (PDF - 2 Seiten - 33 KB)
Mit Wirkung ab 2010 wird der Programmablaufplan für die maschinelle Berechnung der vom Arbeitslohn einzubehaltenden Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Maßstabsteuer für die Kirchenlohnsteuer geändert.
Der Programmablaufplan berücksichtigt den für 2010 geltenden Tarif, die Umsetzung des Faktorverfahrens gemäß § 39f EStG nach dem Jahressteuergesetz 2009, die Änderungen durch das Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung sowie die Anhebung des Grundfreibetrags auf 8.004 Euro und Anhebung der Tarifeckwerte um 330 Euro durch das Gesetz zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland.
BMF-Schreiben vom 08.10.2009 (PDF - 2 Seiten - 32 KB)
Programmablaufplan für die maschinelle Berechnung der vom Arbeitslohn einzubehaltenden Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Maßstabsteuer für die Kirchenlohnsteuer in 2010 [PDF - 29 Seiten - 134 KB]
Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder wird hiermit der nach § 51 Absatz 4 Nummer 1a Einkommensteuergesetz aufzustellende Programmablaufplan für die Herstellung von Lohnsteuertabellen zur manuellen Berechnung der Lohnsteuer für das Jahr 2010 bekannt gemacht.
Der Programmablaufplan berücksichtigt die Änderungen durch das Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung, die Anhebung des Grundfreibetrags auf 8.004 Euro und die Anhebung der Tarifeckwerte um 330 Euro durch das Gesetz zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland sowie die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung West auf 66.000 Euro und die Festlegung für die Rentenversicherung Ost auf 55.800 Euro.
BMF-Schreiben vom 12.10.2009 (PDF - 1 Seite - 31 KB)
Programmablaufplan für die Erstellung von Lohnsteuertabellen in 2010 (einschließlich der Berechnung des Solidaritätszuschlages und der Bemessungsgrundlage für die Kirchenlohnsteuer) [PDF - 19 Seiten - 121 KB]
Durch das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz - BilMoG) vom 25. Mai 2009 (BGBl. I S. 1102, BStBl I S. 650) wurde § 5 Absatz 1 EStG geändert. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, zur Maßgeblichkeit der Handelsbilanz für die steuerliche Gewinnermittlung ein BMF-Schreiben zu veröffentlichen. Die Spitzenverbände haben mit Schreiben vom 12. Oktober 2009 Gelegenheit erhalten, bis zum 20. November 2009 zu dem Entwurf des BMF-Schreibens eine Stellungnahme abzugeben.
BMF-Schreiben Entwurf (PDF - 5 Seiten - 112 KB)
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 08. Juli 2009 XI R 64/07 )
Erlass von auf Veräußerungsgewinnen und Übergangsgewinnen beruhender Kirchensteuer - Keine sachliche Unbilligkeit - Keine Bindung an Erlasspraxis in anderen Gemeinden - Klagebefugnis bei konfessionsverschiedenen Ehegatten - Verfassungsmäßigkeit der Erhebung von Kirchensteuern
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 01. Juli 2009 I R 81/08 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 11. Februar 2009 X R 51/06 )
Betriebsgebundene Zuckerrübenlieferrechte als abnutzbare Wirtschaftsgüter - Schätzung der Nutzungsdauer
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 16. Oktober 2008 IV R 1/06 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 21. September 2009 VI B 31/09 )
Begründung eines Befangenheitsantrags - Entscheidung bei pauschaler Ablehnung aller Richter eines Senats - Entscheidung über den Antrag auf Prozesskostenhilfe für eine offensichtlich unzulässige Nichtzulassungsbeschwerde - Wiederholung des Antrags im Wege einer Gegenvorstellung
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 25. August 2009 V S 10/07 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 18. August 2009 X R 25/06 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 30. Juli 2009 VI R 29/06 )
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 21. Juli 2009 VII R 52/08 )
Keine Haftung für Umsatzsteuer aus Globalzession vor dem 8. November 2003 - Zeitlicher Anwendungsbereich des § 13c UStG
Zum Urteil im Volltext (BFH vom 03. Juni 2009 XI R 57/07 )
Die mündliche Steuerberaterprüfung hat für das Bestehen der Steuerberaterprüfung große Bedeutung. Die Teilnehmer müssen ihr Fachwissen zu völlig verschiedenen Themenstellungen in einem Prüfungsgespräch zeigen. Dieses Buch enthält zur Vorbereitung auf die mündliche Steuerberaterprüfung zahlreiche ausgewählte Prüfungsthemen in Fragen und Antworten zu folgenden examensrelevanten Fachgebieten:
• Einkommensteuer, • Körperschaftsteuer, • Gewerbesteuer, • Bilanzsteuerrecht, • Umwandlungssteuer, • Internationales Steuerrecht, • Abgabenordnung, • Finanzgerichtsordnung, • Umsatzsteuer, • Erbschaftsteuer, • Bewertung, • Betriebswirtschaftslehre, • Volkswirtschaftslehre, • Berufsrecht, • Bürgerliches Recht, • Handelsrecht, • Gesellschaftsrecht, • Europarecht und • Insolvenzrecht.
Die 2. Auflage wurde komplett überarbeitet und dem aktuellen Rechtsstand angepasst!
Die mündliche Steuerberaterprüfung 2009/2010 - Ausgewählte Prüfungsthemen in Fragen und Antworten, 2., komplett überarbeitete Auflage 2009. 330 Seiten, HDS Verlag ISBN 978-3-941480-03-2, EUR 44,80.
Der Band "Buchführung" der Reihe STEUER-SEMINAR Praxisfälle richtet sich vor allem an die in Ausbildung befindlichen Personen, wie z. B. Anwärter des gehobenen und mittleren Dienstes der Finanzverwaltung, sowie an Auszubildende in den steuer- und wirtschaftsberatenden Berufen. Er ist gleichzeitig aber auch Hilfsmittel für die praktische Tätigkeit derjenigen, die mit Buchführung zu tun haben.
Die tiefgreifenden gesetzlichen Änderungen insbesondere durch das Unternehmensteuerreformgesetz 2008 und das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, das spätestens ab 2010 verpflichtend anzuwenden ist, wurden in der vorliegenden 7. Auflage berücksichtigt. Weitere Änderungen ergaben sich aus einer Vielzahl weiterer Gesetze, aus der höchstrichterlichen Rechtsprechung und den aktuellen Verwaltungsanweisungen.
Die Auswahl der Fälle wurde im Wesentlichen auf solche Sachverhalte beschränkt, die sich nach den Erfahrungen der Verfasser in der Unterrichtspraxis bewährt haben und zur Prüfungsvorbereitung geeignet sind.
Buchführung - 100 praktische Fälle, Lehrbuch, 2009. 326 Seiten, efv ISBN 978-3-8168-3117-4, EUR 29,50