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Timestamp: 2019-06-25 13:35:52
Document Index: 298306530

Matched Legal Cases: ['§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 2', '§ 138', '§ 138', '§ 180', '§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 2', '§ 138', '§ 379', '§ 378', '§ 5']

BMF v. 15.04.2010 - IV B 5 - S 1300/07/10087 - NWB Datenbank
BMF v. 15.04.2010 - IV B 5 - S 1300/07/10087BStBl 2010 I S. 346
II. Meldepflichten in den Fällen des § 138 Absatz 2 Nummer 2 AO
III. Meldepflichten in den Fällen des § 138 Absatz 2 Nummer 3 AO
V. Beachtung und Auswertung der Meldungen nach § 138 Absatz 2 AO
BMF v. 15.04.2010 - IV B 5 - S 1300/07/10087 BStBl 2010 I S. 346
Anzeigepflicht bei Auslandsbeteiligungen nach § 138 Absatz 2 und 3Abgabenordnung(AO)
Unter Bezugnahme auf die Erörterungen mit den obersten Finanzbehörden der Länder gilt für die Anzeigepflicht bei Auslandsbeteiligungen (§ 138 Absatz 2 und 3 AO) das Folgende:
Nach § 138 Absatz 2 AO haben Steuerpflichtige mit Wohnsitz, gewöhnlichem Aufenthalt, Geschäftsleitung oder Sitz im Inland dem zuständigen Finanzamt nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck das Folgende anzuzeigen:
den Erwerb von Beteiligungen an einer Körperschaft, Personenvereinigung oder Vermögensmasse im Sinne des § 2 Nummer 1 des Körperschaftsteuergesetzes, wenn damit unmittelbar eine Beteiligung von mindestens zehn Prozent oder mittelbar eine Beteiligung von mindestens 25 Prozent am Kapital oder am Vermögen der Körperschaft, Personenvereinigung oder Vermögensmasse erreicht wird oder wenn die Summe der Anschaffungskosten aller Beteiligungen mehr als 150.000 Euro beträgt.
Die Mitteilungen sind innerhalb eines Monats nach dem meldepflichtigen Ereignis nach Vordruck BZSt 2 (siehe Anlage) abzugeben (§ 138 Absatz 3 AO). Es bestehen keine Bedenken, wenn ein Steuerpflichtiger, davon abweichend, einmal monatlich alle meldepflichtigen Ereignisse eines Kalendermonats gesammelt anzeigt.
Beteiligen sich Steuerpflichtige im Sinne des § 138 Absatz 2 Nummer 2 AO an ausländischen Personengesellschaften und sind die Einkünfte für alle inländischen Beteiligten gemäß § 180 Absatz 5 AO einheitlich und gesondert festzustellen, bestehen keine Bedenken, wenn die Meldepflichten von der ausländischen Personengesellschaft, einem Treuhänder oder einer anderen die Interessen der inländischen Beteiligten vertretenden Person wahrgenommen werden. Voraussetzung ist, dass die ausländische Personengesellschaft, der Treuhänder oder die andere Person dem für die einheitliche und gesonderte Feststellung der Einkünfte zuständigen Finanzamt innerhalb der nach § 138 Absatz 3 AO genannten Frist Namen, Anschrift, Eintritt- oder Austrittsdatum, Wohnsitzfinanzamt und Steuernummer sowie die Höhe der Beteiligung des Anlegers mitteilt. Die Mitteilung ist auf die meldepflichtigen Ereignisse zu beschränken (keine Übersendung fortgeschriebener Listen). Unterlässt die ausländische Personengesellschaft, der Treuhänder oder die andere Person die Anzeige, treffen die Rechtsfolgen den Beteiligten persönlich (vergleiche Abschnitt IV). Zur Zuständigkeit der Finanzämter für Personengesellschaften vergleiche BMF-Schreiben vom 11. Dezember 1989, BStBl I S. 470, und vom 2. Januar 2001 , BStBl I S. 40.
Die Anzeigepflichten nach § 138 Absatz 2 Nummer 3 AO gelten nicht für Anteile an Kapitalgesellschaften, die bei Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten im Sinne des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) dem Handelsbuch zuzurechnen sind.
Die Anzeigepflichten nach § 138 Absatz 2 Nummer 3 AO gelten nicht für Anteile an Kapitalgesellschaften, die auf der Aktivseite der Bilanz der Versicherungsunternehmen entsprechend Formblatt 1 zu § 2 der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen vom 8. November 1994 , BGBl I S. 3378, die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung zur Änderung der Versicherungsunternehmens-Rechnungslegungsverordnung sowie zur Änderung weiterer Rechnungslegungsverordnungen vom 18. Dezember 2009 , BGBl I S. 3934, geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung unter C Nummer III 1 auszuweisen sind.
Wer vorsätzlich oder leichtfertig seiner Anzeigepflicht nach § 138 Absatz 2 AO nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig nachkommt, begeht eine Ordnungswidrigkeit im Sinne des § 379 Absatz 2 Nummer 1 AO, die vorbehaltlich des § 378 AO mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden kann.
Die Finanzämter werten Meldungen auf Vordruck BZSt 2 aus und leiten eine Durchschrift dem Bundeszentralamt für Steuern (Informationszentrale für steuerliche Auslandsbeziehungen – IZA) zu.
Das Bundeszentralamt für Steuern sammelt die Informationen und wertet sie aus (§ 5 Absatz 1 Nummer 6 Finanzverwaltungsgesetz).
Die BMF-Schreiben vom 19. März 2003 – IV B 4 - S 1300 - 109/03 –, BStBl I S. 260, und vom 17. August 2004 – IV B 4 - S 1300 - 247/04 –, BStBl I S. 847, werden aufgehoben.
BMF v. 15.04.2010 - IV B 5 - S 1300/07/10087
Bayerisches Landesamt für Steuern v. 29.04.2010 - S 0301.1.1-4/4 St 32
BMF 5.2.2018 - S 1300, S 0303
BayLfSt 18.5.2010 - S 0361
BMF 17.8.2004 - S 1300
BMF 19.3.2003 - S 1300
BStBl 2010 I Seite 346
AO-StB 2010 S. 173 Nr. 6
BB 2010 S. 1054 Nr. 18
DB 2010 S. 1154 Nr. 21
DStR 2010 S. 10 Nr. 16
DStR 2010 S. 808 Nr. 16
FR 2010 S. 534 Nr. 11
StB 2010 S. 145 Nr. 5
StBW 2010 S. 359 Nr. 8
WPg 2010 S. 481 Nr. 9
NAAAD-41370
Track 04 | Abgabenordnung: Anzeigepflicht bei Auslandsbeteiligungen, Steuern mobil 7/2010
BMF v. 15.04.2010 - IV B 5 - S 1300/07/10087 ablegen in?