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Timestamp: 2016-10-01 20:37:58
Document Index: 235467843

Matched Legal Cases: ['Art. 42', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE']

6B_1107/2015 (15.04.2016)
6B_1107/2015 � � Urteil vom 15. April 2016
vertreten durch Rechtsanwalt Herbert H. Scholl,
2. Bank A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Christian B�r,
Gehilfenschaft zu ungetreuer Gesch�ftsbesorgung; Willk�r,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, vom 17. September 2015.
Am 11. Juli 2007 er�ffnete X.________ als Kundenberater bei der Bank A.________ eine Kundenbeziehung mit der B.________AG. Y.________ war damals einziges Mitglied des Verwaltungsrats mit Einzelzeichnungsberechtigung dieses Unternehmens. Am 21. Januar 2009 schloss die B.________AG mit der Bank A.________ einen Darlehensvertrag mit einer Kontokorrentlimite von Fr. 200'000.-- ab. Y.________ verpflichtete sich als Solidarb�rge.
Das Konkursverfahren �ber die B.________AG wurde am 23. Juni 2010 mangels Aktiven eingestellt. Y.________ war bereits am 19. Mai 2010 aus dem Verwaltungsrat ausgetreten.
Y.________ verpflichtete sich in einem Vertrag vom 7. April 2011 mit X.________, an diesen auf das Konto der von diesem beherrschten D.________AG ein Darlehen von Fr. 100'000.-- zu �berweisen. Dieser Betrag wurde gleichentags aufgrund eines Zahlungsauftrags von Y.________ dem Bank A.________-Konto der B.________AG belastet und auf sein Privatkonto �berwiesen. Am n�chsten Tag �berwies er die Summe auf das Konto der D.________AG. X.________ bezahlte am 27. September 2011 das Darlehen samt Zins vom Konto der D.________AG auf das Privatkonto von Y.________ zur�ck.
Am 26. August 2011 bewilligte die Bank A.________ auf Antrag von Y.________ eine Umschuldung des offenen Kredits von der B.________AG in Liquidation auf ihn pers�nlich. Er verpflichtete sich, per 30. September 2011 eine ausserordentliche Amortisation von Fr. 100'000.-- zu leisten. Am 30. September 2011 bezahlte er der Bank A.________ Fr. 600.--, am 7. Oktober 2011 Fr. 50'000.-- und am 3. November 2011 Fr. 25'000.--.
Die Pr�sidentin des Bezirksgerichts Zofingen verurteilte Y.________ am 21. Januar 2014 wegen Gehilfenschaft zu ungetreuer Gesch�ftsbesorgung zu einer bedingten Geldstrafe von 210 Tagess�tzen zu Fr. 130.-- und zu einer Busse von Fr. 2'900.--. Die Zivilforderung verwies sie auf den Zivilweg. Das Obergericht des Kantons Aargau wies die Berufung von Y.________ am 17. September 2015 ab. Hingegen hiess es die Berufung der Bank A.________ gut. Es verpflichtete Y.________ unter solidarischer Haftung zusammen mit X.________, der Bank A.________ Fr. 24'400.-- zuz�glich Zins sowie Fr. 3'064.65 Entsch�digung zu bezahlen.
Y.________ wendet sich an das Bundesgericht und beantragt im Wesentlichen, er sei von Schuld und Strafe freizusprechen. Die Forderung der Bank A.________ sei abzuweisen.
Die Beschwerde in Strafsachen im Verfahren von X.________ bildet Gegenstand des separaten Verfahrens 6B_1106/2015.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, es liege weder ein Verm�gensschaden vor noch h�tten er oder sein Bekannter in Sch�digungsabsicht gehandelt. Mit dem Darlehen habe er einen Freundschaftsdienst erweisen wollen und nie die Absicht gehabt, die Beschwerdegegnerin 2 zu sch�digen. Im �brigen sei die Transaktion zu Lasten des B.________AG-Kontos nur wegen der unsorgf�ltigen Gesch�ftsf�hrung der Bank m�glich gewesen. Diese habe er ohnehin nicht sch�digen k�nnen, weil er ihr mit einer Solidarb�rgschaft �ber Fr. 200'000.-- verpflichtet gewesen sei.
Die R�gen des Beschwerdef�hrers erweisen sich als unbegr�ndet, soweit sie �berhaupt den Begr�ndungsanforderungen gen�gen. Der Beschwerdef�hrer setzt sich gr�sstenteils nicht oder nicht substanziiert mit den Ausf�hrungen der Vorinstanz auseinander, sondern beharrt auf seiner im kantonalen Verfahren vertretenen Sichtweise. Dies gen�gt grunds�tzlich den Begr�ndungsanforderungen gem�ss Art. 42 Abs. 2 BGG nicht (vgl. BGE 140 III 115 E. 2 mit Hinweisen).
Soweit der Beschwerdef�hrer die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz bem�ngelt, beschr�nkt er sich auf unzul�ssige appellatorische Kritik, aus der nicht hervorgeht, dass und inwieweit die Vorinstanz in Willk�r verfallen w�re. Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann vor Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445 mit Hinweisen; zum Begriff der Willk�r BGE 141 IV 305 E. 1.2; 140 III 16 E. 2.1; je mit Hinweisen). Eine entsprechende R�ge muss klar und substanziiert begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; 138 I 225 E. 3.2; je mit Hinweisen). So wendet der Beschwerdef�hrer z.B. ein, aufgrund der beiden Schreiben der Beschwerdegegnerin 2 sei davon auszugehen, der von ihm �ber das Konto der B.________AG an X.________ gew�hrte Kredit von Fr. 100'000.-- sei der Bank vollst�ndig zur�ck bezahlt worden. Die Vorinstanz h�lt hierzu fest, aus dem Kontoauszug des Beschwerdef�hrers seien Amortisationseinz�ge von Fr. 75'600.-- ersichtlich. Weder er noch X.________ h�tten angegeben, der Bank die Fr. 100'000.-- je vollst�ndig zur�ck gef�hrt zu haben (Urteil S. 18 E. 3.2.3). Mit diesen Feststellungen setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander. Namentlich zeigt er nicht auf und ist nicht ersichtlich, inwieweit gest�tzt darauf die vorinstanzliche Schlussfolgerungen, bei den Schreiben der Bank handle es sich um ein offensichtliches Versehen und nicht um einen Forderungsverzicht, weshalb sich der Schaden der Bank auf Fr. 24'400.-- belaufe, willk�rlich w�re.
Hinsichtlich der rechtlichen W�rdigung kann auf die zutreffenden Erw�gungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urteil S. 12 ff.). Diesen ist nichts beizuf�gen.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt. Der Beschwerdegegnerin 2 ist keine Entsch�digung auszurichten, weil sie vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte.
Die Gerichtskosten in H�he von Fr. 1'000.- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt.