Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/511
Timestamp: 2019-09-18 09:28:13
Document Index: 222706489

Matched Legal Cases: ['§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', '§ 26', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 511', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', '§511', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 511', '§ 300', 'BGH', '§ 511', '§ 300', 'BGH', '§ 511', '§511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§3', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§511', '§ 511', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§511', 'BGH', '§511', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', '§ 99', '§ 567', '§ 99', '§ 99', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 511', '§511', 'BGH', '§ 511', '§ 3', '§ 139', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', '§511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§511', '§517', '§313', '§ 233', 'BGH', 'BGH', '§511', '§517', '§313', '§ 233', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', 'BGH', '§ 511']

1.der Wert des Beschwerdegegenstandes 600 Euro übersteigt oder
2.das Gericht des ersten Rechtszuges die Berufung im Urteil zugelassen hat.
1.die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat oder die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Berufungsgerichts erfordert und
2.die Partei durch das Urteil mit nicht mehr als 600 Euro beschwert ist. Das Berufungsgericht ist an die Zulassung gebunden.
OLG München, vom 5.1.2016, Az. 10 U 579/15 11 Die neben der Hauptsache (restliche Sachverständigengebühren und restliche Unkostenpauschale) geltend gemachten vorgerichtlichen Anwaltskosten sind bei der Berechnung der Berufungssumme i.S. d. § 511 II Nr. 1 ZPO hinzuzurechnen (vgl. BGH NJW 2013, 2123).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2015, Az. XI ZR 263/14 Dabei können die Kommentierungen zur Zulässigkeit der Berufung gemäß § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO auch im Rahmen der Auslegung von § 26 Nr. 8 EGZPO berücksichtigt werden, da es nach beiden Vorschriften - im ersten Fall schon aufgrund des Wortlauts, im zweiten aufgrund der Auslegung durch die Rechtsprechung - auf den 'Wert des Beschwerdegegenstandes' ankommt und in beiden Fällen maßgeblich ist, in welchem Umfang die Beseitigung der sich aus der angefochtenen Entscheidung ergebenden Belastung begehrt wird (vgl. nur BGH, Beschluss vom 19. März 2009 - IX ZB 152/08, NJW-RR 2009, 853 Rn. 5 zur Berufung und BGH, Beschluss vom 27. Juni 2002 - VZR 148/02, NJW 2002, 2720 f. zur Revision).
OLG München, vom 4.6.2015, Az. 6 U 4681/14 In diesem Zusammenhang wurde berücksichtigt, dass das Interesse eines zur Unterlassung verurteilten Beklagten an einer Beseitigung der Verurteilung regelmäßig dem Interesse des Klägers an dieser Verurteilung entspricht und somit die Unterlassungspflicht die Kehrseite des Unterlassungsbegehrens ist (vgl. BGH GRUR 2013,1067 Tz. 12 Beschwer des Unterlassungsschuldners; GRUR 2013,1271 Umfang des Unterlassungsanspruchs; Ahrens, LMK 2013, 351272 jeweils für die Bestimmung des Beschwerdegegenstands gem. § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO), so dass als maßgebliches Indiz hierfür die vorliegende Streitgegenstandsbewertung herangezogen wurde.
OLG München, Beschluss vom 4.2.2015, Az. 10 U 579/15 2 Die neben der Hauptsache (restliche Sachverständigengebühren und restliche Unkostenpauschale) geltend gemachten vorgerichtlichen Anwaltskosten sind bei der Berechnung der Berufungssumme i.S. d. § 511 II Nr. 1 ZPO hier hinzuzurechnen (vgl. BGH NJW2013, 2123; 2014, 3100).
BGH, BESCHLUSS vom 2.10.2014, Az. II ZB 15/13 11	c) Angesichts dessen kommt es nicht mehr darauf an, dass das Berufungsgericht es von seinem Rechtsstandpunkt aus verfahrensfehlerhaft unterlassen hat, die Entscheidung nach § 511 Abs.4 ZPO nachzuholen (st. Rspr. seit BGH, Urteil vom 14. November 2007 - VIII ZR 340/06, NJW 2008, 218 Rn. 12).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.2013, Az. II-ZB 6/12 -9- 20	a) Das Berufungsgericht ist gesetzlich verpflichtet, die Entscheidung über die Zulassung der Berufung nachzuholen, wenn feststeht, dass das erstinstanzliche Gericht keine Veranlassung gesehen hat, die Berufung nach § 511 Abs.4 ZPO zuzulassen, weil es von einer über 600 € hinausgehenden Beschwer ausgegangen ist, und das Berufungsgericht diesen Wert für nicht erreicht hält (BGH, Beschluss vom 19. Mai 2011 -VZB 250/10, ZMR2011, 782 Rn. 4; Beschluss vom 9. Februar 2012 - III ZB 55/11, ZEV 2012, 270 Rn. 11; Urteil vom 7. März 2012 - IV ZR 277/10, NJW-RR 2012, 633 Rn. 13 f.; Beschluss vom 10. Mai 2012-VZB 242/11, ZMR 2012, 796 Rn. 12).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.2013, Az. IV ZB 29/12 In einem solchen Fall muss das Berufungsgericht, wenn es von einer geringeren Beschwer ausgeht, die Entscheidung darüber nachholen, ob die Voraussetzungen für die Zulassung der Berufung nach § 511 Abs.4 Satz 1 ZPO erfüllt sind (Senatsurteil vom 7. März 2012 - IV ZR 277/10, NJW-RR 2012, 633 Rn. 13; BGH, Beschlüsse vom 12. April 2011 -VI ZB 31/10, VersR 2011, 1199 Rn. 11 m.w.N. und vom 14. November 2007 - VIII ZR 340/06, NJW 2008, 218 Rn. 12).
BGH, URTEIL vom 4.0.2013, Az. I ZR 174/11 Bei der Bestimmung des Beschwerdegegenstandes gemäß § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO ist auf das Interesse des Rechtsmittelführers abzustellen, seine erstinstanzliche Verurteilung zu beseitigen (BGH, Beschluss vom 24. Februar 2011 -1 ZR 220/10, AfP 2011, 261 Rn. 2; Zöller/Heßler, ZPO, 29. Aufl., §511 Rn. 20).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2012, Az. V ZB 282/11 9	3. Sollte das Amtsgericht von einer Berufungsbeschwer von über 600 € ausgegangen sein, muss das Berufungsgericht die Entscheidung über die Zulassung der Berufung nach § 511 Abs.4 ZPO nachholen, wenn es diesen Wert für nicht erreicht hält (BGH, Urteil vom 14. November 2007 - VIII ZR 340/06, NJW 2008, 218, 219 Rn. 12; Senat, Beschluss vom 6. Oktober 2011 -VZB 72/11, NJW-RR 2012, 82, 83 Rn. 6).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2012, Az. V ZB 242/11 12	aa) Das Berufungsgericht ist gesetzlich verpflichtet, die Entscheidung über die Zulassung der Berufung nachzuholen, wenn das erstinstanzliche Gericht keine Veranlassung gesehen hat, die Berufung nach § 511 Abs.4 ZPO zuzulassen, weil es von einer über 600 € hinausgehenden Beschwer ausgegangen ist, und das Berufungsgericht diesen Wert für nicht erreicht hält (BGH, Urteil vom 14. November 2007 - VIII ZR 340/06, NJW 2008, 218, 219 Rn. 12; Senat, Beschluss vom 6. Oktober 2011 -VZB 72/11, NJW-RR 2012, 82, 83 Rn. 6).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2012, Az. V ZB 222/11 6	2.	Ob das Berufungsgericht, welches zu Recht nachträglich über die Zulas- sung der Berufung entschieden hat (vgl. BGH, Urteil vom 10. Februar 2011 - III ZR 338/09, NJW 2011, 926), zutreffend davon ausgegangen ist, dass kein Zulassungsgrund im Sinne von § 511 Abs.4 Satz 1 Nr. 1 ZPO vorliegt, ist im Rechtsbeschwerdeverfahren nicht zu prüfen (Senat, Beschluss vom 6. Oktober 2011 - V ZB 72/11, NJW-RR 2012, 82, 83 Rn. 6; BGH, Beschluss vom 26. Oktober 2011 -XIIZB 561/10 Rn. 16, juris).
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.2012, Az. VI ZB 74/11 7	Zwar kann grundsätzlich erst auf der Grundlage des in der mündlichen Berufungsverhandlung gestellten Antrags entschieden werden, ob der Wert des Beschwerdegegenstands die Berufungssumme erreicht, da ein die Berufungssumme unterschreitender Berufungsantrag noch bis zu dem Schluss der mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht auf einen die Wertgrenze des § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO übersteigenden Umfang erweitert werden kann; solange diese Möglichkeit besteht, darf die Berufung deshalb nicht mit der Begründung als unzulässig verworfen werden, die Berufungssumme sei nicht erreicht (vgl. BGH, Beschlüsse vom 9. November 2004 -VIII ZB 36/04, NJW-RR 2005, 714, 715 und vom 16. Oktober 2007 - VIII ZB 26/07, NJW-RR 2008, 584 Rn. 9).
BGH, URTEIL vom 3.2.2012, Az. IV ZR 277/10 9	a) Die für eine Zulässigkeit gemäß § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO notwendige Beschwer der Beklagten von mehr als 600 € ist nicht erreicht, weil sich die Beschwer bei einer Verurteilung zur Auskunft grundsätzlich nur nach dem für die Erteilung der Auskunft erforderlichen Aufwand richtet (grundlegend BGH, Beschluss vom 24. November 1994 - GSZ 1/94, BGHZ 128, 85, 87 f.; ferner Beschluss vom 10. August 2005 -XII ZB 63/05, BGHZ 164, 63, 65 f.; Senatsbeschlüsse vom 10. März 2010 - IV ZR 255/08, FamRZ 2010, 891 Rn. 6; vom 1. Oktober 2008 - IV ZB 27/07, ZEV 2009, 38 Rn. 4; vom 30. April 2008 - IV ZR 287/07, FamRZ 2008, 1346 Rn. 5 f.; vom 20. Februar 2008 - IV ZB 14/07, NJW-RR 2008, 889 Rn. 13 f.).
LAG Hamm, Urteil vom 5.2.2012, Az. 18 Sa 1176/11 Gegen derartige Urteile sind die normalen Rechtsbehelfe statthaft (BAG, Urteil vom 26.06.2008 - 6 AZR 478/07; Rimmelspacher, in: Münchener Kommentar zur ZPO, 3. Auflage 2007, § 511 ZPO Rn. 17; Vollkommer, in: Zöller, vor § 300 ZPO Rn. 19).
LAG Hamm, Urteil vom 5.2.2012, Az. 18 Sa 1176/11 Selbst Scheinurteile oder Urteile gegen Personen außerhalb des Streitverhältnisses, die von vornherein wirkungslos sind, können mit der Berufung angegriffen werden, um die Urteilswirkungen zu beseitigen (BGH, Beschluss vom 05.12.2005 - II ZB 2/05; Heßler in: Zöller, vor § 511 ZPO Rn. 36; Vollkommer, in: Zöller, vor § 300 ZPO Rn. 14).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.2011, Az. IV ZB 23/10 15	Hat	das	erstinstanzliche Gericht nur deshalb nicht über die Zulas- sung der Berufung nach § 511 Abs.4 ZPO entschieden, weil es rechtsirrtümlich davon ausgegangen ist, dass sein Urteil ohnehin aufgrund einer ausreichenden Beschwer der unterlegenen Partei mit der Berufung anfechtbar ist - so wie dies hier ausweislich des Ausspruchs zur vorläufigen Vollstreckbarkeit und der richterlichen Verfügung vom 21. August 2009 der Fall ist -, so muss das Berufungsgericht die Entscheidung darüber nachholen, ob die Voraussetzungen für die Zulassung der Berufung nach §511 Abs.4 Satz 1 Nr. 1 ZPO erfüllt sind (BGH, Beschluss vom 26. Oktober 2010 -VI ZB 74/08, VersR 2011, 646 Rn. 12 m.w.N.; st. Rspr.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.2011, Az. XII ZB 561/10 12	a)	Nach	der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat das Beru- fungsgericht - bevor es die Berufung mangels ausreichender Beschwer verwerfen darf - eine Entscheidung über die Zulassung der Berufung nachzuholen, wenn das erstinstanzliche Gericht keine Veranlassung gesehen hat, die Berufung nach § 511 Abs.4 ZPO zuzulassen, weil es von einer Beschwer der unterlegenen Partei ausgegangen ist, die 600 € übersteigt (Senatsbeschlüsse vom 23. März 2011 -XIIZB 436/10- FamRZ 2011, 882 Rn. 14 und vom 20. April 2010 -XIIZB 128/09- FamRZ 2010, 964 Rn. 18; BGH Urteil vom 14. November 2007 - VIII ZR 340/06 - NJW 2008, 218, 219 und Beschluss vom 3. Juni 2008 - VIII ZB 101/07 - WuM 2008, 614).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.2011, Az. XII ZB 561/10 15	Denn	das Berufungsgericht, das die Beschwer lediglich auf bis zu 600 € festgesetzt hat, hat die Entscheidung über eine Zulassung der Berufung nach § 511 Abs.4 ZPO jedenfalls nachgeholt (vgl. hierzu auch BGH Urteil vom 10. Februar 2011 - III ZR 338/09 - NJW 2011, 926).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.2011, Az. XII ZB 465/11 ZPO §§3, 511, 522, 888 a)	Allein aus der Festsetzung des Streitwertes für eine Auskunftsklage auf über 600 € lässt sich nicht darauf schließen, dass das erstinstanzliche Gericht auch von einer entsprechend hohen Beschwer auf Seiten der zur Auskunft verurteilten Partei ausgegangen ist und deshalb keine Veranlassung gesehen hat, die Berufung nach § 511 Abs.4 ZPO zuzulassen (im Anschluss an BGH Beschluss vom 15. Juni 2011 - II ZB 20/10 - NJW 2011,2974 Rn. 16).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.2011, Az. XII ZB 465/11 10	aa) Das Berufungsgericht hat nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs - bevor es die Berufung mangels ausreichender Beschwer verwerfen darf - eine Entscheidung über die Zulassung der Berufung nachzuholen, wenn das erstinstanzliche Gericht keine Veranlassung gesehen hat, die Berufung nach § 511 Abs.4 ZPO zuzulassen, weil es von einer Beschwer der unterlegenen Partei ausgegangen ist, die 600 € übersteigt (Senatsbeschluss vom 23. März 2011 - XII ZB 436/10 - FamRZ 2011, 882 Rn. 14 mwN; BGH Beschluss vom 15. Juni 2011 - II ZB 20/10 - NJW 2011, 2974 Rn. 14 mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2011, Az. II ZB 20/10 Insoweit muss die verurteilte Partei dem Berufungsgericht aber nach § 511 Abs.3 ZPO substantiiert darlegen und erforderlichenfalls glaubhaft machen, dass ihr durch die Erteilung der Auskunft ein konkreter wirtschaftlicher Nachteil droht (BGH, Beschluss vom 10. Juni 1999 -VII ZB 17/98, NJW 1999, 3049; Beschluss vom 23. April 1997 - XII ZB 50/97, NJW-RR 1997, 1089; Beschluss vom 22. März 2010 - II ZR 75/09, WM 2010, 998 Rn. 18 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2011, Az. V ZB 160/10 Diese Anforderungen gelten auch für einen Beschluss, durch den die Berufung mit der Begründung verworfen wird, die Berufungssumme nach § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO sei nicht erreicht (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Juni 2010 - II ZB 20/09, MDR 2010, 1210; Senat, Beschluss vom 16. September 2010 -V ZB 95/10, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2011, Az. XII ZB 436/10 ZPO §511 Abs.2,4 Hat das erstinstanzliche Gericht keine Veranlassung gesehen, die Berufung nach § 511 Abs.4 Satz 1 Nr. 1 ZPO zuzulassen, weil es von einer Beschwer über 600 € ausgegangen ist, und hat das Berufungsgericht diese Entscheidung nicht nachgeholt, obwohl es von einer geringeren Beschwer ausgegangen ist (vgl. BGH Urteil vom 14. November 2007 - VIII ZR 340/06 - NJW 2008, 218 und Beschluss vom 3. Juni 2008 - VIII ZB 101/07 - WuM 2008, 614), kann das Rechtsbeschwerdegericht im Rahmen der Erheblichkeit dieses Verfahrensfehlers prüfen, ob eine Zulassung der Berufung geboten gewesen wäre (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 21. April 2010 - XII ZB 128/09 - FamRZ 2010, 964).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2010, Az. VI ZB 87/09 9	Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entfällt die Beschwer einer zur Zahlung verurteilten Partei, wenn sie nach Schluss der letzten mündlichen Verhandlung und vor Einlegung eines Rechtsmittels den Urteilsbetrag vorbehaltlos zahlt (vgl. BGH, Urteil vom 16. November 1993 -XZR 7/92, NJW 1994, 942, 943; Beschlüsse vom 25. Mai 1976 - III ZB 4/76, LM §511 ZPO Nr. 31; vom 13. Januar 2000 -VIIZB 16/99, NJW 2000, 1120).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.2010, Az. XII ZB 128/09 ZPO §511 Abs.2,4 Hat das erstinstanzliche Gericht keine Veranlassung gesehen, die Berufung nach § 511 Abs.4 Satz 1 Nr. 1 ZPO zuzulassen, weil es von einer Beschwer über 600 € ausgegangen ist, und hat das Berufungsgericht diese Entscheidung nicht nachgeholt, obwohl es von einer geringeren Beschwer ausgegangen ist (vgl. BGH Urteil vom 14. November 2007 -VIII ZR 340/06 - NJW 2008, 218 und Beschluss vom 3. Juni 2008 - VIII ZB 101/07 - WuM 2008, 614), kann das Rechtsbeschwerdegericht im Rahmen der Erheblichkeit dieses Verfahrensfehlers prüfen, ob eine Zulassung der Berufung geboten gewesen wäre.
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.2010, Az. XII ZB 128/09 18	Hat	das erstinstanzliche Gericht keine Veranlassung gesehen, die Beru- fung nach § 511 Abs.4 ZPO zuzulassen, weil es von einer Beschwer der unterlegenen Partei ausgegangen ist, die 600 € übersteigt, muss das Berufungsgericht, wenn es von einer geringeren Beschwer ausgeht (zur fehlenden Bindung vgl. BGH Beschluss vom 9. Juli 2004 - V ZB 6/04 - NJW-RR 2005, 219 m.w.N.), die Entscheidung darüber nachholen, ob die Voraussetzungen für die Zulassung der Berufung nach § 511 Abs.4 ZPO erfüllt sind (BGH Urteil vom 14. November 2007 - VIII ZR 340/06 - NJW 2008, 218, 219 und Beschluss vom 3. Juni 2008 - VIII ZB 101/07 - WuM 2008, 614).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.2010, Az. XII ZB 128/09 Das Berufungsgericht, das die Beschwer auf lediglich 300 € festgesetzt hat, hätte deswegen die Entscheidung über eine Zulassung der Berufung nach § 511 Abs.4 ZPO nachholen müssen (BGH Urteil vom 14. November 2007 - VIII ZR 340/06 - NJW 2008, 218, 219).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2009, Az. V ZR 71/09 -4- 7	1. Wird eine Klageforderung insgesamt anerkannt und ist die Kostenentscheidung deshalb in dem Anerkenntnisurteil enthalten, ist diese - sofern der Streitwert in der Hauptsache den in § 511 ZPO genannten Betrag (600 €) übersteigt (§ 99 Abs. 2 Satz 2 ZPO) und die Kostenbeschwer gemäß § 567 Abs. 2 ZPO (200 €) erreicht ist (vgl. Zöller/Herget, ZPO, 28. Aufl., § 99 Rdn. 6) - mit der sofortigen Beschwerde (§ 99 Abs. 2 Satz 1 ZPO) und gegebenenfalls mit der (zugelassenen) Rechtsbeschwerde anfechtbar (vgl. BGH, Beschl. v. 3. März 2004, IV ZB 21/03, NJW-RR 2004, 999).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.2009, Az. XII ZB 49/07 Die angefochtene Entscheidung verletzt das Verfahrensgrundrecht des Beklagten auf wirkungsvollen Rechtsschutz, weil sie den Wert des Beschwerdegegenstandes ermessensfehlerhaft unter der Berufungsgrenze des § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO festsetzt und dem Beklagten dadurch den Zugang zur Berufungsinstanz in unzu demutbarer, aus Sachgründen nicht zu rechtfertigender Weise verwehrt (BGHZ 151, 221, 226 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.2008, Az. XII ZB 192/06 Mit Zustellung der Berufungsbegründung hat das Oberlandesgericht beiden Parteien aufgegeben 'innerhalb der Berufungserwiderungsfrist zu dem Wert des Beschwerdegegenstandes (§ 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO) vorzutragen (vgl. BGH FamRZ 2005, 104 unter 11.1
BGH, URTEIL vom 3.10.2007, Az. VIII ZR 340/06 -8- die Streitwertfestsetzung des Erstgerichts gebunden ist (vgl. BGH, Beschluss vom 9. Juli 2004 - V ZB 6/04, NJW-RR 2005, 219, unter II 2 a m.w.N.), die Entscheidung darüber nachholen, ob die Voraussetzungen für die Zulassung der Berufung nach § 511 Abs.4 Satz 1 Nr. 1 ZPO erfüllt sind (MünchKommZPO/ Rimmelspacher, 3. Aufl., §511 Rdnr. 84; aA Althammer NJW 2003, 1079, 1082).
BGH, BESCHLUSS vom 2.10.2006, Az. VI ZB 44/06 10	bb) Soweit die Zulässigkeit einer Berufung vom Wert des Beschwerdegegenstandes abhängt (§ 511 Abs.2 Nr. 1 ZPO) und das Berufungsgericht diesen zulässigerweise nach freiem Ermessen (§ 3 ZPO) festgesetzt hat, beschränkt sich die Prüfungskompetenz des Revisionsgerichts darauf, ob das Berufungsgericht von seinem Ermessen einen ungesetzlichen Gebrauch gemacht hat, etwa indem es maßgebliche Tatsachen nicht berücksichtigt oder unter Verstoß gegen die Fragepflicht des § 139 ZPO nicht festgestellt hat (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 1. Juli 1999 -1 ZR 11/97-GRUR 1999, 1132 m.w.N. ).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.2006, Az. VIII ZB 31/05 -4- 6	Bei der Prüfung, ob der Wert des Beschwerdegegenstandes den für die Zulässigkeit der Berufung nach § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO erforderlichen Betrag von 600 € übersteigt, ist das Berufungsgericht nicht an eine Streitwertfestsetzung durch das erstinstanzliche Gericht gebunden (BGH, Beschluss vom 9. Februar 2006 - IX ZB 310/04, FamRZ 2006, 620 unter II 2 a; Beschluss vom 9. Juli 2004 - VZB 6/04, NJW-RR 2005, 219 unter II 2 a m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.2006, Az. VIII ZB 32/05 6	Bei der Prüfung, ob der Wert des Beschwerdegegenstandes den für die Zulässigkeit der Berufung nach § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO erforderlichen Betrag von 600 € übersteigt, ist das Berufungsgericht nicht an eine Streitwertfestsetzung durch das erstinstanzliche Gericht gebunden (BGH, Beschluss vom 9. Februar 2006 - IX ZB 310/04, FamRZ 2006, 620 unter II 2 a; Beschluss vom 9. Juli 2004 - VZB 6/04, NJW-RR 2005, 219 unter II 2 a m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2005, Az. VI ZA 11/05 Dies gilt auch dann, wenn sich die Nichtzulassungsbeschwerde - wie hier - gegen ein die Berufung wegen Nichterreichen der Berufungssumme (vgl. § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO) als unzulässig verwerfendes Urteil des Berufungsgerichts richtet (vgl. BGH, Beschluss vom 30. April 2003 - IV ZR 336/02 - VersR 2004, 218).
BGH, BESCHLUSS vom 3.7.2005, Az. XII ZB 63/05 Insoweit muss die verurteilte Partei dem Beschwerdegericht aber nach § 511 Abs.3 ZPO (§511 a Abs. 1 ZPO a.F.) substantiiert darlegen und erforderlichenfalls glaubhaft machen, dass ihr durch die Erteilung der Auskunft ein konkreter Nachteil droht (BGH, Beschluss vom 10. Juni 1999 - VII ZB 17/98 - NJW 1999, 3049; Senatsbeschluss vom 23. April 1997 - XII ZB 50/97- NJW-RR 1997, 1089).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2003, Az. VIII ZB 46/12 Rückschlüsse auf die Identität des Berufungsklägers lassen sich auch nicht aus der rechtzeitig eingegangenen Ausfertigung des angefochtenen Urteils ziehen, denn dieses führt den erst nach Abschluss des erstinstanzlichen Verfahrens mandatierten Prozessbevollmächtigten der Klägerin nicht auf und beschwert beide Parteien in einer die Berufungssumme des § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO übersteigenden Höhe (vgl. BGH, Beschluss vom 18. Dezember 2003 - III ZB 67/03, juris Rn. 1).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2003, Az. IX ZB 36/03 Es ist dabei richtig davon ausgegangen, daß durch eine unzutreffende Rechtsbehelfsbelehrung ein Vertrauenstatbestand geschaffen wird, der zur Wiedereinsetzung wegen schuldloser Fristversäumnis berechtigt, wenn die Belehrung einen unvermeidbaren oder zu demindest entschuldbaren Rechtsirrtum auf Seiten der Partei hervorruft und die Fristversäumnis darauf beruht (BGH, Beschl. v. 26. November 1980 - IVb ZR 592/80, NJW 1981, 576, 577; v. 17. Oktober 1990 - XII ZB 105/90, NJW 1991, 295, 296; v. 16. Oktober 1991 -XII ZB 113/91, FamRZ 1992, 300; v. 4. Februar 1992 -X ZB 18/91, NJW 1992, 1700; v. 23. September 1993 - LwZR 10/92, NJW 1993, 3206; Münch-Komm-ZPO/Rimmelspacher, 2. Aufl. Aktualisierungsband ZPO-Reform vor §511 ZPO Rn. 9, §517 ZPO Rn. 14; Zöller/Vollkommer, aaO §313 Rn. 26; Musielak/Grandel, aaO § 233 Rn. 43).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2003, Az. IX ZB 35/03 Es ist dabei richtig davon ausgegangen, daß durch eine unzutreffende Rechtsbehelfsbelehrung ein Vertrauenstatbestand geschaffen wird, der zur Wiedereinsetzung wegen schuldloser Fristversäumnis berechtigt, wenn die Belehrung einen unvermeidbaren oder zu demindest entschuldbaren Rechtsirrtum auf Seiten der Partei hervorruft und die Fristversäumnis darauf beruht (BGH, Beschl. v. 26. November 1980 - IVb ZR 592/80, NJW 1981, 576, 577; v. 17. Oktober 1990 - XII ZB 105/90, NJW 1991, 295, 296; v. 16. Oktober 1991 -XII ZB 113/91, FamRZ 1992, 300; v. 4. Februar 1992 -X ZB 18/91, NJW 1992, 1700; v. 23. September 1993 - LwZR 10/92, NJW 1993, 3206; Münch-Komm-ZPO/Rimmelspacher, 2. Aufl. Aktualisierungsband ZPO-Reform vor §511 ZPO Rn. 9, §517 ZPO Rn. 14; Zöller/Vollkommer, aaO §313 Rn. 26; Musielak/Grandel, aaO § 233 Rn. 43).
BGH, BESCHLUSS vom 1.4.1995, Az. II ZB 2/95 Hiernach kann eine Prozeßpartei, wenn das Gericht statt der vom Gesetz vorgegebenen Entscheidungsform irrtümlich eine andere wählt, sowohl das Rechtsmittel einlegen, welches der erkennbar gewordenen Entscheidungsform entspricht, als auch das Rechtsmittel, das gegen die im Gesetz vorgesehene Entscheidungsform gegeben ist (BGHZ 98, 362, 365; BGH, Beschl. v. 5, Dezember 1990 - XII ZB 121/90, FamRZ 1991, 549; Zöller/Gummer, 19. Aufl. Rz. 29 vor § 511 ZPO).
BGH, URTEIL vom 2.4.1984, Az. VI ZR 155/82 Das kann bejaht werden, wenn es lediglich um eine unterschiedliche rechtliche Zuordnung des Klagebegehrens geht, die auf den rechtskraft-fähigen Inhalt der Entscheidung keinen Einfluß hat (vgl. BGH, Urteil vom 14. Oktober 1954 - IV ZR 87/54 = LM § 511 ZPO Nr. 6; BGHZ 50, 261, 264 f).
BGH, URTEIL vom 3.2.1980, Az. IV ZR 102/78 32 etwas anderes als die in der Sache ergangene Entscheidung zu dem Ausgangspunkt zu nehmen (BGH LM § 511 ZPO Nr. 13), in der Rechtsprechung, auch des Senats, zunehmende Bedeutung gewonnen.
BGH, vom 3.0.1963, Az. It ZR 167/61 Tragweite ihrem Sachantrage zukam, und ob danach die zu ihren Ungunsten ausgefallene Sachentscheidung gerechtfertigt war« Die Prozeßlage unterscheidet sich insofern von derjenigen in den Fällen, in denen bei Erledigung der Hauptsache die Zulässigkeit eines Rechtsmittels wegen Fehlens der Beschwer oder des RechtsschutzbedUrfnisses verneint worden ist (vglo dazu BGH vom 23. April 1958 - V ZR 229/56 — L& § 511 ZPO Nr. 11 m.w.Nachw.).
BGH, vom 5.6.1957, Az. TI ZR 176/56 Bei dieser Sachlage wurde der Eintritt der formellen Rechtskraft des angefochtenen Urteils in vollem Umfang bis zu dem Zeitpunkt gehemmt, zu dem spätestens eine Erweiterung der Anträge vorgenommen werden konnte (vgl RG JW 1930, 144; RG JW 1930, 3549; BGHZ 7, 143; Baiwbaeh-Lauterbach, ZPO-Kommen-tar 24. Aufl 1 B vor § 511 ZPO).