Source: https://kirchenrecht-ekwue.de/document/17226
Timestamp: 2019-02-21 12:09:55
Document Index: 123622190

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 39', '§ 8', '§ 14', 'Art. 5', '§ 3']

374 Evangelische Hochschule Ludwigsburg – Verordnung - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
374 Evangelische Hochschule Ludwigsburg – Verordnung
§ 3 Kuratorium
§ 4 Arbeitsweise des Kuratoriums
§ 5 Aufgaben der Trägerin
§ 6 Inkrafttreten, Übergangsbestimmung
374. Kirchliche Verordnung über die Evangelische Hochschule Ludwigsburg – staatlich anerkannte Hochschule für Angewandte Wissenschaften der Evangelischen Landeskirche in Württemberg
Vom 20. Juli 1999
(Abl. 58 S. 280), geändert durch Kirchl. Verordnung vom 2. Februar 2009 (Abl. 63 S. 337) und vom 17. Oktober 2016 (Abl. 67 S. 333)
Nach gemeinsamer Beratung gem. § 39 Abs. 1 Kirchenverfassungsgesetz1# wird verordnet:
Der Evangelische Verein für sozialberufliche Ausbildung Stuttgart e. V. hat die Trägerschaft der von ihm gegründeten Evangelischen Fachhochschule für Sozialwesen Reutlingen mit Ablauf des 31. August 1999 auf die Evangelische Landeskirche in Württemberg übertragen.
Die Evangelische Landeskirche in Württemberg hat zum 1. September 1999 den Sitz der Evangelischen Fachhochschule für Sozialwesen Reutlingen von Reutlingen nach Ludwigsburg verlegt. Die Fachhochschule führte ab diesem Zeitpunkt die Bezeichnung „Evangelische Fachhochschule Reutlingen – Ludwigsburg, Hochschule für Soziale Arbeit, Religionspädagogik und Diakonie, staatlich anerkannte Fachhochschule der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, mit Sitz in Ludwigsburg“.
Die Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg hat mit Ablauf des 31. August 1999 die von ihr errichtete Evangelische Fachhochschule für Diakonie der Karlshöhe Ludwigsburg aufgehoben. Zum 1. September 1999 wurde die Evangelische Fachhochschule Reutlingen – Ludwigsburg um das Studienprogramm erweitert, welches an der Evangelischen Fachhochschule für Diakonie der Karlshöhe Ludwigsburg angeboten worden war.
Die Fachhochschule führt die Bezeichnung „Evangelische Hochschule Ludwigsburg – staatlich anerkannte Hochschule für Angewandte Wissenschaften der Evangelischen Landeskirche in Württemberg“. Im internationalen Verkehr kann die Zusatzbezeichnung „Protestant University of Applied Sciences“ verwendet werden. Es können mit Zustimmung des Senats und des Kuratoriums Außenstandorte gebildet werden.
( 1 ) Die Arbeit der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg geschieht auf der Grundlage des in der Heiligen Schrift gegebenen und in den Bekenntnissen der Reformation bezeugten Evangeliums von Jesus Christus.
( 3 ) Die Evangelische Hochschule Ludwigsburg ist eine nicht rechtsfähige Einrichtung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
( 4 ) Sie wird betrieben im Bereich und in Kooperation mit dem Zentrum Diakonat und der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg. Belange der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg, die Einrichtungen der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg berühren, werden im Einvernehmen mit der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg geregelt.
( 5 ) Das Weitere bestimmt ein Vertrag zwischen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg.
( 1 ) Die Evangelische Hochschule Ludwigsburg führt die Arbeit der Evangelischen Fachhochschule für Sozialwesen Reutlingen und der Evangelischen Fachhochschule für Diakonie der Karlshöhe Ludwigsburg fort. Die Aufgaben der Evangelischen Fachhochschule Reutlingen – Ludwigsburg ergeben sich im einzelnen aus deren Verfassung.
( 2 ) Zu den Aufgaben der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg gehört die Ausbildung von Diakoninnen und Diakonen gemäß dem Kirchlichen Gesetz über die Rechtsverhältnisse der Diakoninnen und Diakone in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg2# vom 23. Oktober 1995, geändert durch Gesetz vom 20. Juli 1999. Sie geschieht in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Diakonat und der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg. Das Weitere bestimmt ein Vertrag zwischen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und der Stiftung Karlshöhe Ludwigsburg sowie die Verordnung des Oberkirchenrats über die Ausbildung von Diakoninnen und Diakonen auf der Karlshöhe in Ludwigsburg.
die Zustimmung zur Berufung, Einstellung und Entlassung der Professoren und Professorinnen; das umfasst auch die Zustimmung zu Ausnahmen nach § 8 Absatz 2 der Verfassung,
Genehmigung des Entwurfs des Haushalts- und Stellenplans,
die Erörterung des Jahresbericht des Rektors oder der Rektorin,
Zustimmung zur Bildung, Veränderung, Aufhebung, Zuordnung und Organisation von Instituten,
zwei Hochschullehrer oder Hochschullehrerinnen, die von der Gruppe der Hochschullehrer oder Hochschullehrerinnen entsprechend § 14 Absatz 2 der Verfassung gewählt werden.
( 2 ) Das Kuratorium gibt sich eine Geschäftsordnung, die der Zustimmung des Evangelischen Oberkirchenrats bedarf. Diese kann für bestimmte Aufgaben einen beschließenden Ausschuß des Kuratoriums vorsehen und mit bestimmten Aufgaben den Rektor oder die Rektorin beauftragen.
( 3 ) Das Kuratorium kann sachkundige Personen (z. B. Mitglieder der Beiräte) zu seinen Beratungen zuziehen.
( 1 ) Die Evangelische Landeskirche in Württemberg unterhält in Erfüllung ihres vom Evangelium her gegebenen Auftrages und in Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung die Evangelische Hochschule Ludwigsburg. Die Evangelische Landeskirche in Württemberg stellt sicher, dass die Mitglieder der Hochschule die durch Art. 5 Abs. 3 S. 1 Grundgesetz verbürgte Freiheit der Wissenschaft, Forschung und Lehre wahrnehmen können. Sie übernimmt Verantwortung für die Einhaltung der Zielsetzung der Hochschule Ludwigsburg durch die Ausübung ihrer Rechte gemäß dieser Verordnung.
( 3 ) Die Hochschule verwaltet im Rahmen der Verfassung ihre Angelegenheiten selbst.
( 1 ) Diese Verordnung tritt am 1. September 1999 in Kraft.
( 2 ) Für die Übergangszeit bis 29. Februar 2004 hat die Evangelische Fachhochschule Reutlingen – Ludwigsburg zwei Prorektoren oder Prorektorinnen. Die §§ 3 Abs. 1 Nr. 1, 5 Abs. 1 Nr. 3 sind entsprechend anzuwenden.