Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20189/03
Timestamp: 2019-12-12 15:50:41
Document Index: 107730391

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 2', '§ 108', '§ 12', '§ 823', '§ 2', '§ 108', '§ 12', 'BGH', 'BGH', '§ 108', 'BGH', '§ 106', '§ 105', 'BGH', '§ 108', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: VI ZR 189/03 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 16.12.2003
https://dejure.org/2004,1527
BGH, 20.04.2004 - VI ZR 189/03 (https://dejure.org/2004,1527)
BGH, Entscheidung vom 20.04.2004 - VI ZR 189/03 (https://dejure.org/2004,1527)
BGH, Entscheidung vom 20. April 2004 - VI ZR 189/03 (https://dejure.org/2004,1527)
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BGB § 823, SGB VII § 2, § 108; SGB X § 12
Anspruch auf Ersatz eines materiellen und immateriellen Schadens bei Verletzungen durch einen Reitunfall - Vorliegen eines Arbeitsunfalls beim Ausreiten mit einem Pferd eines von Pferdehaltern beschäftigten Pferdepflegers - Aussetzen eines Verfahrens bis zur Klärung über ...
Versicherte Person - Schadensersatz - Aussetzung
BGB § 823; SGB VII § 2 § 108; SGB X § 12
Arbeit & Soziales - Beteiligung am sozialversicherungsrechtlichen Verfahren
BGH, 16.12.2003 - VI ZR 189/03
BGHZ 158, 394
NJW 2004, 2901 (Ls.)
NJW-RR 2004, 1093
NZV 2004, 342
VersR 2004, 931
Da sie die vorrangige Entscheidungszuständigkeit der Unfallversicherungsträger bzw. der Sozialgerichte von Amts wegen zu berücksichtigen haben, sind Feststellungen dazu, in welchem Umfang die Bindungswirkung gemäß § 108 Abs. 1 SGB VII eingetreten ist, zwingend erforderlich (vgl. Senatsurteile vom 20. April 2004 - VI ZR 189/03, BGHZ 158, 394, 397;… vom 22. April 2008 - VI ZR 202/07, VersR 2008, 820 Rn. 9;… vom 20. November 2007 - VI ZR 244/06, VersR 2008, 255 Rn. 9).
Sind dagegen schon die Voraussetzungen der anspruchsbegründenden Normen nicht erfüllt, so ist die Frage, ob der Beklagten eine Haftungsprivilegierung ihrer Mitarbeiter gemäß § 106 Abs. 3 Alt. 3, § 105 Abs. 1 SGB VII nach den Grundsätzen des gestörten Gesamtschuldverhältnisses zu Gute kommt, für die Entscheidung des Rechtsstreits nicht erheblich (vgl. Senatsurteil vom 20. April 2004 - VI ZR 189/03, BGHZ 158, 394 Ls.; Stöhr, VersR 2004, 809 unter III.).
§ 108 Abs. 1 SGB VII verfolgt das Ziel, durch die Bindung von Gerichten außerhalb der Sozialgerichtsbarkeit an unanfechtbare Entscheidungen der Unfallversicherungsträger und Sozialgerichte divergierende Beurteilungen zu vermeiden und damit eine einheitliche Bewertung der unfallversicherungsrechtlichen Kriterien zu gewährleisten (Senat, BGHZ 158, 394, 396; 164, 117, 119; 166, 42, 44).
Sie setzt der eigenen Sachprüfung - auch des Revisionsgerichts - Grenzen (Senat, BGHZ 158, 394, 397; Urteile vom 19. Oktober 1993 - VI ZR 158/93 - VersR 1993, 1540, 1541;… vom 12. Juni 2007 - VI ZR 70/06 - aaO).
Da das Zivilgericht die Bindung von Amts wegen zu berücksichtigen hat, sind Feststellungen dazu, in welchem Umfang die Bindungswirkung eingetreten ist, zwingend erforderlich (vgl. BGHZ 158, 394, 396 f.).
Da das Zivilgericht die Bindung von Amts wegen zu berücksichtigen hat, sind Feststellungen dazu, in welchem Umfang die Bindungswirkung eingetreten ist, zwingend erforderlich (vgl. Senatsurteil BGHZ 158, 394, 396 f.).
Die Aussetzung steht nicht im Ermessen des Gerichts (Senatsurteil BGHZ 158, 394, 397).
Falls ein solches Verfahren noch nicht eingeleitet ist, bestimmt es dafür eine Frist, nach deren Ablauf die Aufnahme des ausgesetzten Verfahrens zulässig ist (vgl. BGHZ 158, 394, 396) .
Sie setzt der eigenen Sachprüfung - auch des Revisionsgerichts (vgl. Senat, BGHZ 158, 394, 397) - Grenzen.
Diese könnten für den Geschädigten untragbar sein, wenn etwa zwischen Zivilgericht und Unfallversicherungsträger unterschiedliche Auffassungen über das Vorliegen eines Arbeitsunfalls bestehen und der Geschädigte deshalb letztlich weder zivilrechtlichen Schadensersatz noch eine sozialversicherungsrechtliche Leistung aus der gesetzlichen Unfallversicherung erhielte (vgl. Senat, BGHZ 158, 394, 397; 164, 117, 119; 166, 42, 44).
Diese Vorschrift verfolgt das Ziel, durch eine Bindung von Gerichten außerhalb der Sozialgerichtsbarkeit an Entscheidungen der Unfallversicherungsträger und Sozialgerichte divergierende Beurteilungen zu vermeiden und damit eine einheitliche Bewertung der unfallversicherungsrechtlichen Kriterien zu gewährleisten (vgl. Senatsurteil BGHZ 158, 394, 396).
Dies soll ansonsten für den Geschädigten möglicherweise eintretende untragbare Ergebnisse verhindern, die sich etwa ergeben könnten, wenn zwischen dem Zivilgericht und den Unfallversicherungsträgern unterschiedliche Auffassungen über das Vorliegen eines Arbeitsunfalls bestehen und der Geschädigte deshalb weder Schadensersatz noch eine Leistung aus der gesetzlichen Unfallversicherung zugesprochen erhält (vgl. Senatsurteil BGHZ 158, 394, 396 f.).
https://dejure.org/2003,13597
BGH, 16.12.2003 - VI ZR 189/03 (https://dejure.org/2003,13597)
BGH, Entscheidung vom 16.12.2003 - VI ZR 189/03 (https://dejure.org/2003,13597)
BGH, Entscheidung vom 16. Dezember 2003 - VI ZR 189/03 (https://dejure.org/2003,13597)
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Nichtbeachtung einer Norm als Grund für die Zulassung einer Revision