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Timestamp: 2016-10-21 20:25:19
Document Index: 223257851

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 72', 'BGE', 'Art. 70', 'BGE', 'Art. 69', 'Art. 78', 'BGE', 'BGE', 'Art. 45', 'Art. 29', 'Art. 73', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 159', 'Art. 135']

I 664/01 (16.01.2004)
Bundesrichter Sch�n, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter Fr�sard; Gerichtsschreiber Fessler
durch Rechtsanwalt Thomas W�thrich, Bruchstrasse 69, 6003 Luzern,
N.________, 1962, Beschwerdef�hrerin, vertreten
Die 1962 geborene, aus Mazedonien stammende N.________ arbeitete nach ihrer Einreise in die Schweiz im Rahmen des Familiennachzuges im April 1995 ab 15. Juni 1995 als Zimmerm�dchen im Hotel Q.________. Wegen R�ckenbeschwerden war sie ab 20. Juli 1997 arbeitsunf�hig. Im Juni 1998 ersuchte N.________ die Invalidenversicherung um Berufsberatung. Die IV-Stelle Luzern holte beim Hausarzt Dr. med. K.________, sowie beim Arbeitgeber Berichte ein. Im Weitern liess sie die Versicherte durch die Medizinische Abkl�rungsstelle (MEDAS) polydisziplin�r untersuchen und begutachten. Im Rahmen dieser Massnahme fand u.a. ein psychiatrisches Konsilium statt. Dabei fungierte der Ehemann der Versicherten teilweise als �bersetzer. Mit Vorbescheid vom 7. Februar 2000 teilte die IV-Stelle N.________ mit, es bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente und auch nicht auf berufliche Massnahmen. Die T�tigkeit als Zimmerm�dchen w�re zu 75 % und eine andere leichte Erwerbsarbeit zu 100 % zumutbar. Sie k�nnte somit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen. Am 25. Februar 2000 erliess die IV-Stelle eine in diesem Sinne lautende Verf�gung.
Die von N.________ dagegen eingereichte Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern nach zweifachem Schriftenwechsel und einer �ffentlichen Verhandlung mit Parteieinvernahme mit Entscheid vom 25. September 2001 gut. Es hob die Verf�gung vom 25. Februar 2000 auf und wies die Sache an die IV-Stelle zur�ck, damit sie nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen neu verf�ge.
Sowohl die IV-Stelle als auch N.________, vertreten durch Rechtsanwalt Thomas W�thrich, f�hren Verwaltungsgerichtsbeschwerde und beantragen die Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides, die Versicherte in dem Sinne, dass �ber die Anordnung des Verwaltungsgerichts hinaus der Gesundheitszustand auch in somatischer Hinsicht abzukl�ren sei. Im Weitern ersucht N.________ um unentgeltliche Rechtspflege.
N.________ und IV-Stelle schliessen jeweils auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Gegenpartei. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung reicht keine Vernehmlassungen ein.
Der Rechtsvertreter von N.________ hat in seiner Stellungnahme zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde der IV-Stelle das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zur�ckgezogen.
Das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) ist im vorliegenden Fall nicht anwendbar (BGE 129 V 4 Erw. 2.1).
Das kantonale Gericht hat die Sache an die IV-Stelle zur�ckgewiesen, damit sie nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen neu verf�ge (Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Entscheides). Gem�ss Vorinstanz ist die psychiatrische Beurteilung nicht rechtsgen�glich. Die Sprachkompetenz der Versicherten sei nicht so ausreichend gewesen, dass die Begutachtung ohne ausgebildeten, neutralen Dolmetscher habe erfolgen k�nnen. Damit stehe fest, dass ihre Mitwirkungsrechte beim Zustandekommen dieses wichtigen Beweismittels nicht gewahrt worden seien. Die IV-Stelle habe daher die Versicherte nochmals �in Abwesenheit des Ehemannes unter Beizug eines neutralen (...) Dolmetschers� begutachten zu lassen. Offen bleiben k�nne, ob das psychiatrische Gutachten inhaltlich den beweisrechtlichen Anforderungen gem�ss Rechtsprechung gen�gte. In somatischer Hinsicht k�nne auf den MEDAS-Bericht vom 19. November 1999 abgestellt werden. Daran �ndere nichts, dass die betreffenden Untersuchungen ohne einen �bersetzer erfolgt seien.
Die Feststellung der Vorinstanz, aus somatischer Sicht sei der Sachverhalt hinreichend abgekl�rt und die medizinischen Akten erlaubten insoweit die zuverl�ssige Beurteilung der Anspruchsberechtigung, bestimmt Art und Umfang der gem�ss Dispositiv-Ziffer 1 des R�ckweisungsentscheides von der IV-Stelle noch vorzunehmenden Erhebungen mit. Die einzig dagegen erhobenen Einwendungen der Versicherten sind somit zul�ssig (BGE 120 V 237 Erw. 1a, 113 V 159 mit Hinweisen; vgl. auch ZAK 1988 S. 42 Erw. 1b).
4.1 Die IV-Stelle bestreitet die Notwendigkeit der Wiederholung der psychiatrischen Begutachtung (ohne Beisein des Ehemannes und unter Beizug eines �bersetzers). Entgegen dem kantonalen Gericht stelle es keine Verletzung des Geh�rsanspruchs dar, dass zum Konsilium vom 1. Oktober 1999 kein Dolmetscher beigezogen worden sei. Die Kommunikation zwischen dem Psychiater Dr. med. R.________ und der Versicherten sei gut gewesen. Der Konsiliararzt bezeichne in seinem Bericht vom 4. Oktober 1999 die Deutschkenntnisse der Explorandin als ordentlich gut. Ihr Ehemann habe lediglich einige Begriffe �bersetzen m�ssen. Dies allein rechtfertige nicht den Beizug eines Dolmetschers. Andernfalls m�sste wahrscheinlich bei jedem Versicherten, welcher Deutsch nicht als Muttersprache habe, oder �berhaupt bei Personen mit mangelhafter Schulbildung und/oder unterdurchschnittlicher kognitiver Kompetenz ein �bersetzer hinzugezogen werden. Es m�sse nach wie vor Sache der Gutachter sein, im Einzelfall �ber die allf�llige Notwendigkeit eines Dolmetscherbeizugs zu entscheiden. Vorliegend habe Dr. med. R.________ darauf verzichtet, was sich aufgrund der Sprachkenntnisse der Versicherten rechtfertigen lasse. Das ergebe sich auch aus den im Rahmen der Abkl�rung durch die MEDAS erstellten klaren umfassenden und widerspruchsfreien Berichten, welche in keiner Art und Weise auf Kommunikationsprobleme zwischen ihr und den einzelnen Fach�rzten schliessen liessen. Dass der Ehemann der Versicherten die ihr nicht bekannten Begriffe �bersetzt habe, sei nicht von entscheidender Bedeutung. Zum einen m�sse sich der Gutachter sprachlich immer dem jeweiligen Niveau der zu untersuchenden Person anpassen. Zum andern sei durchaus denkbar, dass Dr. med. R.________ der Explorandin durch Umschreibung die ihr nicht bekannten Begriffe h�tte erkl�ren k�nnen.
Schliesslich �ussert die IV-Stelle grunds�tzliche Bedenken gegen den Beizug eines Dolmetschers zu einer medizinischen Abkl�rungsmassnahme. Bei einer psychiatrischen Begutachtung im Besonderen sei eine Kommunikation �ber eine �bersetzende Drittperson heikel, weil nebst der verbalen Information dem mitschwingenden affektiven Rapport und somit der Beziehung zwischen Experte und Explorand eine ganz besondere Bedeutung zukomme. Dolmetscher k�nnten in diesem Beziehungsverh�ltnis sehr st�rend sein und damit die Verst�ndigung massiv erschweren. Die Entscheidung dar�ber, ob ein �bersetzer beizuziehen sei oder nicht, m�sse jedenfalls unbedingt dem Gutachter selber �berlassen werden.
4.2 Die Versicherte l�sst vorbringen, ihre Deutschkenntnisse seien schlecht und reichten auch nicht f�r eine Abkl�rung in somatischer Hinsicht ohne Beizug eines �bersetzers. Die Feststellung im MEDAS-Gutachten vom 19. Dezember 1999, wonach sie sehr gut schriftdeutsch spreche, stelle eine nicht weiter begr�ndete Behauptung dar ohne Bezugnahme auf eine konkrete Begutachtungssituation. Ein Beleg f�r ihre mangelhaften Deutschkenntnisse sei auch, dass sie sich auf ihren Besuchen beim Hausarzt zwecks �bersetzung von ihren Verwandten begleiten lassen m�sse. Dr. med. K.________ habe im �brigen in seinem Bericht vom 30. September 1998 angegeben, die Patientin habe M�he im Umgang mit der deutschen Sprache. Dieser Aussage komme grosses Gewicht zu, weil der Hausarzt am besten in der Lage sei, die Sprachkenntnisse seiner Patienten zu beurteilen. Schliesslich seien selbst die Besprechungen mit dem Rechtsvertreter, welche sprachlich an sich weniger anspruchsvoll seien als medizinische Begutachtungen, einzig dank der Mithilfe des Ehemannes und teilweise der Tochter durchf�hrbar.
In der Lage sein, sich auf Deutsch zu unterhalten, heisse sodann nicht schon, dass die Sprachkompetenz f�r die medizinische Begutachtung ausreiche. Tats�chlich habe die Versicherte die Fragen des Gutachters Dr. med. R.________ nicht voll verstanden und sich entsprechend nicht umfassend ausdr�cken k�nnen. Sie habe denn auch w�hrend der MEDAS-Abkl�rung gemeint, die �rzte w�rden sie behandeln. Sie habe nicht realisiert, dass sie lediglich untersucht und begutachtet wurde resp. werden sollte. Dieser Schluss ergebe sich auch aus dem MEDAS-Gutachten selber. Dort werde festgehalten, es bestehe eine ausgepr�gte St�rung in der Schmerzbeschreibung und Schmerzlokalisation durch die Versicherte. Sie k�nne ihre Schmerzen nicht richtig beschreiben, auch nicht ihre Gef�hlsst�rungen. Entsprechend h�tten die �rzte der MEDAS und auch der beigezogene Psychiater Dr. med. R.________ das genaue Beschwerdebild und die pr�zisen Schmerzen in somatischer und psychiatrischer Hinsicht gar nicht richtig verstanden. Allein von daher schon k�nne entgegen der IV-Stelle nicht gesagt werden, das Gutachten vom 19. November 1999 sei klar, umfassend und widerspruchsfrei.
Schliesslich wird argumentiert, der Ehemann sei aufgrund seiner fehlenden Ausbildung und seiner emotionalen Bindung zur Versicherten offensichtlich nicht in der Lage gewesen, w�hrend des psychiatrischen Konsiliums als �bersetzer zu amten. In diesem Zusammenhang weise die Vorinstanz im �brigen zu Recht darauf hin, dass die Anwesenheit des Ehemannes erfahrungsgem�ss die Gefahr in sich berge, dass gewisse Fragen des Psychiaters vom Exploranden oder der Explorandin zur�ckhaltender oder sogar anders beantwortet w�rden. Dementsprechend habe eine psychiatrische Begutachtung regelm�ssig in Abwesenheit des Ehepartners stattzufinden.
5.1.1 Die bisherige (nicht publizierte) Rechtsprechung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts hat in dem Sinne einen Anspruch auf Durchf�hrung medzinischer Abkl�rungsmassnahmen in der Muttersprache des Exploranden oder der Explorandin im Verfahren der Invalidenversicherung bejaht, dass es grunds�tzlich Sache der versicherten Person ist, rechtzeitig einen entsprechenden Antrag bei der Verwaltung oder allenfalls beim Richter zu stellen (nicht ver�ffentlichte Urteile Y. vom 23. November 1999 [I 541/99], S. vom 8. M�rz 1999 [I 222/98] und K. vom 5. Dezember 1994 [I 66/94]).
In Bezug auf die Untersuchung und Begutachtung durch eine medizinische Abkl�rungsstelle (MEDAS; vgl. Art. 72bis IVV) im Besonderen ist gem�ss BGE 127 V 219 dem Gesuch des oder der Versicherten um Durchf�hrung der Massnahme in einer ihr gel�ufigen Amtssprache des Bundes (Deutsch, Franz�sisch, Italienisch und R�toromanisch [Art. 70 Abs. 1 BV]) grunds�tzlich zu entsprechen, wenn und soweit nicht objektive Gr�nde dem entgegenstehen. Andernfalls besteht Anspruch auf den Beizug eines Dolmetschers und auf eine kostenlose �bersetzung der Expertise. Diese Regelung gilt ausdr�cklich nicht f�r andere Sprachen (BGE a.a.O. S. 226 Erw. 2b/bb), kommt somit vorliegend nicht zum Zuge.
5.1.2 Im Urteil L. vom 25. Juli 2003 (I 642/01) hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht festgestellt, dass im Rahmen von psychiatrischen Abkl�rungen der bestm�glichen Verst�ndigung zwischen Gutachter und versicherter Person besonderes Gewicht zukommt. Eine gute Exploration setzt auf beiden Seiten vertiefte Sprachkenntnisse voraus. Ist der Gutachter der Sprache des Exploranden nicht m�chtig, erscheint es medizinisch und sachlich geboten, dass er eine �bersetzungshilfe beizieht. Der Experte kann die versicherte Person auffordern, f�r den Fall von Verst�ndigungsschwierigkeiten einen professionellen Dolmetscher allenfalls nach ihrer Wahl mitzubringen. Dabei handelt es sich um eine Anordnung im Rahmen des Gutachterauftrages. Der so bestellte �bersetzer wirkt als Hilfsperson an der Untersuchung mit. Die Aufwendungen f�r diese �bersetzungshilfe sind Teil der Abkl�rungskosten im Sinne von Art. 69 Abs. 2 IVV (Erw. 3.1 und 3.2).
Im konkreten Fall hatten die von der IV-Stelle mit der psychiatrischen Begutachtung beauftragten Fachleute die Explorandin aufgefordert, einen professionellen �bersetzer zum Abkl�rungsgespr�ch mitzubringen, falls sie sich auf Deutsch nicht genug verst�ndigen k�nne. Das tat die Versicherte. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich verpflichtete die kantonale IV-Stelle, die Dolmetscherkosten in der H�he von Fr. 420.- zu bezahlen. Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht best�tigte diesen Entscheid, da wegen ungen�gender Deutschkenntnisse der Beizug einer �bersetzungshilfe geboten gewesen sei und die in Rechnung gestellten Kosten angemessen erschienen.
5.1.3 Unter dem Gesichtspunkt der Kosten ist auch auf Art. 78 Abs. 3 erster Satz IVV hinzuweisen. Danach werden die Kosten von Abkl�rungsmassnahmen von der Versicherung getragen, wenn die Massnahmen durch die IV-Stelle angeordnet wurden oder, falls es an einer solchen Anordnung fehlt, soweit sie f�r die Zusprechung von Leistungen unerl�sslich waren oder Bestandteil nachtr�glich zugesprochener Eingliederungsmassnahmen bilden (vgl. dazu BGE 101 V 212, 97 V 233). Zu den Kosten im Sinne dieser Verordnungsbestimmung geh�rt auch das Honorar f�r den Dolmetscher, wenn und soweit eine �bersetzung f�r die Abkl�rung notwendig war (vgl. auch BGE 115 V 62 sowie Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, S. 456 Rz 11 f. zu Art. 45).
5.2 In Erw. 4.2 des Urteils I. vom 30. Dezember 2003 (I 245/00) sodann hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht zum Anspruch auf Durchf�hrung von psychiatrischen Abkl�rungsmassnahmen der Invalidenversicherung in der Muttersprache der versicherten Person oder unter Beizug eines �bersetzers Folgendes erwogen:
�4.2.1 Die Durchf�hrung einer medizinischen Abkl�rungsmassnahme in der Muttersprache des oder der Versicherten oder unter Beizug eines �bersetzers ist in erster Linie eine Frage der richtigen und vollst�ndigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. Es geht nicht in erster Linie um die Teilnahme der versicherten Person am Verfahren im Sinne der Mitwirkung bei der Erstellung der tats�chlichen Entscheidungsgrundlagen im Hinblick auf die beantragten Leistungen. Mithin l�sst sich aus dem verfassungsrechtlichen Geh�rsanspruch nach Art. 29 Abs. 2 BV und dessen Konkretisierung f�r das Abkl�rungsverfahren vor den kantonalen IV-Stellen in Art. 73bis IVV (in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2002; vgl. nunmehr Art. 42 und 52 ATSG) nicht direkt etwas ableiten in Bezug auf die Durchf�hrung medizinischer Abkl�rungsmassnahmen unter sprachlichem Gesichtswinkel.
Ob eine medizinische Abkl�rung in der Muttersprache des Exploranden oder der Explorandin oder unter Beizug eines �bersetzers im Einzelfall geboten ist, hat grunds�tzlich der Gutachter im Rahmen sorgf�ltiger Auftragserf�llung zu entscheiden. Dazu geh�rt auch die Wahl des Dolmetschers sowie die Frage, ob allenfalls bestimmte Teile der Abkl�rung aus sachlichen und pers�nlichen Gr�nden in dessen Abwesenheit durchzuf�hren sind. Entscheidend daf�r, ob und in welcher Form bei medizinischen Abkl�rungen dem Gesichtspunkt der Sprache resp. der sprachlichen Verst�ndigung Rechnung getragen werden muss, ist letztlich die Bedeutung der Massnahme im Hinblick auf die in Frage stehende Leistung. Es geht um die Aussagekraft und damit die beweism�ssige Verwertbarkeit des Gutachtens als Entscheidungsgrundlage f�r die IV-Stelle und gegebenenfalls das Sozialversicherungsgericht. Danach m�ssen die Feststellungen des Experten nachvollziehbar sein, seine Beschreibung der medizinischen Situation muss einleuchten und die Schlussfolgerungen m�ssen begr�ndet sein (BGE 125 V 352 Erw. 3a).
4.2.2 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass nicht von einer Geh�rsverletzung gesprochen werden kann, wenn trotz Verst�ndigungsschwierigkeiten eine Begutachtung nicht in der Muttersprache des oder der Versicherten oder unter Beizug eines Dolmetschers stattfindet oder stattfand (...) Ebenso sind die IV-Stellen nicht verpflichtet, speziell die Sprachkenntnisse von Versicherten abzukl�ren, deren Muttersprache nicht die Amtssprache des betreffenden Kantons ist. Beantragt die versicherte Person, dass eine notwendige psychiatrische Begutachtung in ihrer Muttersprache oder unter Beizug eines �bersetzers durchgef�hrt wird, hat die Verwaltung nach R�ckfrage beim Experten dar�ber zu befinden. Ihrem Entscheid kommt indessen sowenig wie der Anordnung der Abkl�rungsmassnahme als solcher Verf�gungscharakter zu (vgl. BGE 125 V 401). Wird umgekehrt eine Begutachtung ohne �bersetzungshilfe durchgef�hrt, steht ein allenfalls fehlender Antrag seitens der versicherten Person einer erneuten Exploration in ihrer Muttersprache oder unter Beizug eines Dolmetschers nicht entgegen. Entscheidend ist, ob lediglich auf diese Weise beweisrechtlich verwertbare Aussagen zu gewinnen sind, auf welche bei der Beurteilung des oder der in Frage stehenden Leistungsanspr�che abgestellt werden kann.�
6.1.1 Das psychiatrische Konsilium vom 1. Oktober 1999 im Rahmen der MEDAS-Abkl�rung fand im Beisein des Ehemannes der Versicherten statt. Im Bericht vom 4. Oktober 1999 stellt der Konsiliararzt Dr. med. R.________ fest, die Explorandin spreche ordentlich gut deutsch, verstehe aber dennoch einige Begriffe nicht. Sie m�sse sich vom Mann einiges �bersetzen lassen.
Wie gut die Versicherte im Zeitpunkt des psychiatrischen Konsiliums vom 1. Oktober 1999 Deutsch sprechen und verstehen konnte, ist nicht klar. Das zeigen auch die Vorbringen der Parteien (vgl. Erw. 4). W�hrend der Hausarzt Dr. med. K.________ im Bericht vom 30. September 1998 angibt, die Patientin habe M�he im Umgang mit der deutschen Sprache, werden der Explorandin im MEDAS-Bericht vom 19. November 1999 �ausgezeichnete Kenntnisse des Schriftdeutschen� attestiert. Offenbar bestanden zumindest bei den somatischen Untersuchungen keine nennenswerten sprachlichen Verst�ndigungsschwierigkeiten. Andernfalls h�tten die Gutachter sicher darauf hingewiesen. Innerhalb dieser doch stark voneinander abweichenden Aussagen erscheint die Angabe des Dr. med. R.________, dass die Versicherte ordentlich gut deutsch spreche, durchaus realistisch, zumal es sich hiebei um eine auch auf dem eigenen subjektiven Sprachempfinden beruhende Einsch�tzung handelt. In Bezug auf die bei der Untersuchung aufgetretenen Verst�ndnisprobleme der Versicherten, welche gem�ss Konsiliararzt lediglich einzelne Begriffe betrafen, wird im �brigen nicht geltend gemacht, der Ehemann habe bei der �bersetzung M�he bekundet oder sogar er sei hiezu nicht in der Lage gewesen.
Im Weitern finden sich im Bericht vom 4. Oktober 1999 keine Hinweise, dass die Versicherte unterst�tzt durch ihren Ehemann die Fragen des Konsiliararztes inhaltlich nicht oder nicht richtig verstand. Dr. med. R.________ h�lt zwar im Zusammenhang mit bisherigen Therapien, insbesondere Medikamenten, fest, die Explorandin habe M�he, seine Frage nach dem emotionellen Befinden zu beantworten. Diese Schwierigkeit ist indessen nicht in erster Linie sprachlicher Natur. Das zeigt die Antwort der Versicherten. Danach hat sie sinngem�ss trotz Einnahme von Medikamenten immer wieder Schmerzen, und zwar am ganzen K�rper, und wacht deswegen nachts auf. Hier wie auch bei den anderen Untersuchungen im Rahmen der MEDAS-Abkl�rung stehen die Beschwerden derart im Vordergrund und wollen mitgeteilt werden, dass andere, namentlich die emotionalen Empfindungen nicht mehr von Bedeutung sind. In diesem Sinne ist unter dem Gesichtspunkt der sprachlichen Verst�ndigung auch die Feststellung im MEDAS-Gutachten vom 19. November 1999 zu w�rdigen, die Versicherte k�nne ihre Schmerzen nicht richtig beschreiben, auch nicht ihre Gef�hlsst�rungen (vgl. Erw. 4.2).
Aufgrund des Gesagten kann dem Bericht des Dr. med. R.________ vom 4. Oktober 1999 nicht aus Gr�nden ungen�gender sprachlicher Verst�ndigung der Beweiswert abgesprochen werden.
6.1.2 Entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters der Versicherten sodann muss eine psychiatrische Begutachtung nicht in jedem Fall zwingend allein mit der abzukl�renden Person stattfinden, um als taugliche und aussagekr�ftige Beweisgrundlage zu dienen. Allerdings besteht bei Anwesenheit des Ehegatten oder sonst einer nahestehenden Drittperson immer die Gefahr der allenfalls unbewussten Beeinflussung des Verhaltens der Explorandin oder des Exploranden. Mit Blick darauf, dass in der Regel mehr als bei rein somatischen Untersuchungen eine Vertrauensgrundlage zwischen Arzt und Versichertem oder Versicherter besteht oder entstehen kann, sowie angesichts der Bedeutung auch der pers�nlichen Lebensumst�nde f�r die psychische Verfassung einerseits und die Diagnose einer krankheitswertigen psychischen St�rung anderseits hat als Grundsatz die Abkl�rung ohne Anwesenheit von nahestehenden Drittpersonen zu gelten.
Vorliegend h�lt Dr. med. R.________ in seinem Bericht vom 4. Oktober 1999 bei der Sozialanamnese u.a. zwar fest, dass die Eheleute sich gut verstehen und das Verh�ltnis mit den Kindern entspannt sei. Diese Feststellungen sprechen an sich gegen eine besondere Abh�ngigkeit der Versicherten von ihrem Ehemann und gegen die Annahme, sie habe gewisse Fragen des Psychiaters zur�ckhaltender oder sogar anders beantwortet als sie es in seiner Abwesenheit getan h�tte. Anderseits ist zu beachten, dass offensichtlich ihr Ehemann besser Deutsch spricht und versteht als sie und ihr regelm�ssig in den meisten wichtigen Angelegenheiten �bersetzungshilfe leisten muss. Vor diesem Hintergrund gewinnt der Hinweis im Bericht vom 4. Oktober 1999 an Gewicht, wonach die Sozialkontakte sp�rlich seien, was gem�ss Konsiliararzt mit der speziellen sozialen Situation der Versicherten in der Schweiz und kaum etwas mit dem Schmerzsyndrom zu tun hat. Schliesslich ist unter dem im Zusammenhang letztlich entscheidenden Gesichtpunkt des Beweiswertes der Aussagen des Dr. med. R.________ zu ber�cksichtigen, dass seine Beurteilung insofern nicht ganz klar ist, als er zwar aus rein psychiatrischer Sicht ein krankheitswertiges Geschehen mit Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit verneint, hingegen eine somatoforme Schmerzst�rung durchaus f�r m�glich zu halten scheint.
6.2 Nach dem Gesagten ist der kantonale R�ckweisungsentscheid in Bezug auf die angeordnete nochmalige psychiatrische Begutachtung allenfalls unter Beizug eines �bersetzers oder sogar in der Muttersprache der Versicherten von Bundesrechts wegen nicht zu beanstanden.
Es bleibt zu pr�fen, ob der rechtserhebliche Sachverhalt in somatischer Hinsicht hinreichend abgekl�rt ist.
7.1 Die Versicherte l�sst zu diesem von ihr einzig bestrittenen Punkt im Wesentlichen vorbringen, bei den Untersuchungen im Rahmen der MEDAS-Abkl�rung h�tte es Verst�ndigungsschwierigkeiten zwischen ihr und den �rzten gegeben. Sie h�tte mangels gen�gender Kenntnis der deutschen Sprache die Schmerzen und Beschwerden nicht richtig artikulieren k�nnen. Entsprechend h�tten die Gutachter das genaue Beschwerdebild und die genauen Schmerzen nicht verstanden. Sinngem�ss sei trotz diesbez�glichen Hinweisen von den �rzten der MEDAS nicht n�her untersucht worden, ob ein Fibromyalgie-Syndrom oder das Syndrom mit Symptomausweitung gegeben seien.
Dem h�lt die IV-Stelle entgegen, dass sich weder in den Berichten vom 30. September und 2. November 1999 der Dres. med. W.________ und E.________ noch im MEDAS-Gutachten vom 19. November 1999 Anhaltspunkte f�r die ger�gten angeblichen Vers�umnisse beim rheumatologischen und beim neurologischen Konsilium f�nden. Vielmehr w�ren die erw�hnten Krankheitbilder von den Fach�rzten festgestellt worden, sofern die erforderlichen Merkmale sich h�tten objektivieren lassen. Die unklare (unspezifische und diffuse) Schmerzbeschreibung auch anl�sslich der Parteieinvernahme im vorinstanzlichen Verfahren gen�ge hief�r nicht. Den �berzeugenden Entgegnungen der IV-Stelle ist unter Verweisung auf die diesbez�glichen Erw�gungen im vorinstanzlichen Entscheid nichts beizuf�gen.
7.2 Aus rein somatischer Sicht ist somit f�r den massgebenden Pr�fungszeitraum bis zum Erlass der Verf�gung vom 25. Februar 2000 (BGE 121 V 366 Erw. 1b) auf die Beurteilung der Arbeitsf�higkeit im MEDAS-Gutachten vom 19. November 1999 abzustellen. Danach ist die zuletzt ausge�bte T�tigkeit als Hotel-Zimmerm�dchen zu 75 %, jede andere leichte wechselbelastende Besch�ftigung, bei welcher nicht stereotyp in Inklination gearbeitet werden muss, zu 100 % zumutbar. Als Hausfrau ist die Versicherte ebenfalls zu 75 % arbeitsf�hig. Leicht einschr�nkend wirkten sich die rheumatologischen Befunde aus. An dieser Beurteilung �ndert die abweichende Einsch�tzung des Hausarztes Dr. med. K.________ nichts.
7.3 Aufgrund der medizinischen Akten ist somit einzig offen, ob eine somatoforme Schmerzst�rung gegeben ist und bejahendenfalls, inwiefern ihr Krankheitswert zukommt. Wie dargelegt, scheint Dr. med. R.________ dieses Krankheitsbild aus psychiatrischer Sicht nicht auszuschliessen. Sodann f�hrt Frau Dr. med. W.________ in ihrem rheumatologischen Bericht vom 29. Oktober 1999 aus, aufgrund des diffusen Charakters der Schmerzen sowie des Umstandes, dass s�mtliche Therapien zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes gef�hrt h�tten, handle es sich am ehesten um eine psychosomatische Erkrankung. Dr. med. E.________ schliesslich stellt aufgrund von Anamnese und radiologischem Befund fest, die Versicherte leide an einem chronischen Schmerzsyndrom mit zunehmender Ausweitung. Diese Beurteilung gilt ausdr�cklich aus neurologisch-spezifischer resp. eng somatoneurologischer Sicht (Bericht vom 2. November 1999).
Je nach Ergebnis der psychiatrischen Begutachtung wird daher die IV-Stelle allenfalls noch weitere Erhebungen (psycho-)somatischer Natur vorzunehmen haben. In diesem Sinne sind die vorinstanzlichen Erw�gungen zur Sachverhaltsabkl�rung zu erg�nzen.
Die Versicherte hat in dem von der IV-Stelle angestrengten Verfahren obsiegt. Sie hat daher Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 1 und 2 OG in Verbindung mit Art. 135 OG).
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerden werden im Sinne der Erw�gungen abgewiesen.
Die IV-Stelle Luzern hat der Versicherten f�r das Verfahren I 664/01 vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.