Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/2/82150000032.htm
Timestamp: 2018-12-19 04:17:11
Document Index: 138800971

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 64', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 63', '§ 29', '§ 5', '§ 5', '§ 29', '§ 5', '§ 4', '§ 4']

2.15.032 Kupferhälde
Verordnung des Landratsamtes Karlsruhe als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet und flächenhafte Naturdenkmal "Kupferhälde" auf dem Gebiet der Stadt Bretten vom 17.05.1985 (Amtsblatt der Stadt Bretten vom 07.06.1985).
Auf Grund von §§ 22, 24, 58 Abs. 3 und 4 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutze der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21.10.1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz* vom 06.06.1983 (GBl. S. 199) wird verordnet:
*(zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts (Anm. LfU))
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Bretten (Landkreis Karlsruhe) werden zum Landschaftsschutzgebiet und flächenhaften Naturdenkmal erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet und flächenhafte Naturdenkmal führt die Bezeichnung "Kupferhälde".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet und flächenhafte Naturdenkmal "Kupferhälde" hat eine Größe von rund 6,3 ha.
(2) Das flächenhafte Naturdenkmal hat eine Größe von ca. 4,8 ha. Es umfaßt nach dem Stand vom 30.04.1984 folgende Grundstücke der Gemarkung Bretten:
· Flst.Nrn. 7447/1, 7446/1, 7445, 7443, 7441, 7438, 7436, 7428, 7425, 7423, 7402, 7418 (teilweise) und 2266 (teilweise) .
(3) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von ca. 1,5 ha. Es umfaßt nach dem Stand vom 30.04.1984 folgende Grundstücke:
· Flst.Nrn. 7454/1, 7453/1, 7450 (teilweise) , 7449, 7447/2, 7446/2, 2266 (teilweise) , 7470/2 (teilweise) , Weggrundstück 6846/1.
(4) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes und flächenhaften Naturdenkmals sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in einer Detailkarte im Maßstab 1 : 1500 eingetragen. Darin sind die Grenzen des flächenhaften Naturdenkmals rot umrandet und rot angeschummert, die des Landschaftsschutzgebietes grün umrandet und grün angeschummert eingezeichnet.
Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten ist beim Landratsamt Karlsruhe in Karlsruhe und beim Bürgermeisteramt der Stadt Bretten zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienstzeiten niedergelegt.
(1) Schutzzweck für das flächenhafte Naturdenkmal ist die Erhaltung der Talaue des Gölshausener Bächle mit angrenzenden Wiesenflächen, der Sukzessionsfläche des aufgelassenen Steinbruchs, dessen besonnten Bruchwänden, eines landschaftsprägenden Waldbestandes am Rande der Siedlungsentwicklung von Gölshausen sowie eines für den Naturhaushalt und das Landschaftsbild bedeutsamen Streuobstbestandes östlich der Bahnlinie unter Einschluß von Böschungsbereichen der Bahnstrecke Bretten-Eppingen als wertvoller Nahrungs- und Brutbiotop vom Aussterben bedrohter Tier- und Pflanzenarten.
(2) Schutzzweck für das Landschaftsschutzgebiet ist die Erhaltung eines für das Landschaftsbild bedeutsamen Wald- und Gehölzbestandes als bestimmendes Gliederungselement am Rande der Siedlungsentwicklung von Bretten.
§ 4 Verbote für das flächenhafte Naturdenkmal
15. Beseitigen oder Ändern von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Bäumen, Hecken, Gebüsch und Felgehölzen.
2. für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang, ausgenommen Maßnahmen nach § 4 Abs. 2 Ziff. 1-5, 9 und 10, 19-21, wobei das Zurückschneiden von Gehölzen zur ordnungsgemäßen landwirtschaftlichen Nutzung sowie das Beseitigen abgängiger Bäume bei anschließender Ersatzpflanzung keiner Befreiung nach § 63 Naturschutzgesetz bedarf. Unberührt hiervon bleibt die Bestimmung des § 29 Abs. 3 Naturschutzgesetz, wonach es in der Zeit vom 1. März bis 30. September verboten ist, Hecken, lebende Zäune, Bäume, Gebüsch und Röhrichtbestände zu roden, abzuschneiden oder auf andere Weise zu zerstören oder Bäume mit Horsten oder Bruthöhlen zu fällen und zu beseitigen;
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 1-5, 14-15, wobei das Zurückschneiden von Gehölzen zur ordnungsgemäßen landwirtschaftlichen Nutzung sowie das Beseitigen abgängiger Bäume bei anschließender Ersatzpflanzung keiner Erlaubnis nach § 5 bedarf. Unberührt hiervon bleibt die Bestimmung des § 29 Abs. 3 Naturschutzgesetz, wonach es in der Zeit vom 1. März bis 30. September verboten ist, Hecken, lebende Zäune, Bäume, Gebüsche oder Röhrichtbestände zu roden, abzuschneiden oder auf andere Weise zu zerstören oder Bäume mit Horsten oder Bruthöhlen zu fällen und zu beseitigen;
2. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung forstwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 13;
4. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Wege, Straßen, Plätze und Gewässer sowie sonstigen rechtmäßigerweise errichteten Anlagen und Einrichtungen;
6. für Pflegemaßnahmen, die von der unteren Naturschutzbehörde oder der von ihr beauftragten Stelle angeordnet werden.
Schutz- und Pflegemaßnahmen werden von der unteren Naturschutzbehörde durch Einzelanordnungen festgelegt.
1. in dem flächenhaften Naturdenkmal vorsätzlich oder fahrlässig eine nach § 4 Abs. 1 und 2 dieser Verordnung Handlungen vornimmt,
2. in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen §§ 4 und 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die dem Charakter des Schutzgebietes oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können.
Karlsruhe, den 17. Mai 1985