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Timestamp: 2016-10-27 09:04:36
Document Index: 392006276

Matched Legal Cases: ['Art. 308', 'Art. 137', 'Art. 90', 'Art. 75', 'Art. 72', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 100', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 98', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 404', 'Art. 405', 'BGE', 'Art. 76', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_108/2013 (28.03.2013)
5A_108/2013
vertreten durch Rechtsanwalt Kurt M�der,
Vorsorgliche Massnahmen w�hrend des Scheidungsverfahrens,
Beschwerde gegen die Beschl�sse des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Zivilkammer, vom 20. Dezember 2012.
X.________ (Ehemann, geb. 1969) und Z.________ (Ehefrau, geb. 1962) heirateten im August 1996. Sie wurden Eltern eines Sohnes (geb. 1996). Seit 1. April 2008 leben die Ehegatten getrennt.
Die Folgen des Getrenntlebens mussten gerichtlich geregelt werden. Mit Verf�gung vom 26. Januar 2010 stellte das Bezirksgericht Uster den Sohn unter die elterliche Obhut der Mutter, regelte das Besuchs- und Ferienrecht des Vaters und errichtete dem Kind eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB.
B.a Am 25. Mai 2010 leitete Z.________ beim Bezirksgericht Uster das Scheidungsverfahren ein. Zugleich ersuchte sie um vorsorgliche Massnahmen f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens. X.________ widersetzte sich der Scheidung nicht und ersuchte auch seinerseits um vorsorgliche Massnahmen f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens.
B.b Mit Verf�gung vom 21. Dezember 2010 (versandt am 22. Dezember 2010) verpflichtete das Bezirksgericht den Ehemann insbesondere, seiner Ehefrau r�ckwirkend per 26. Mai 2009 und f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 4'705.-- (zuz�glich allf�llige gesetzliche oder vertragliche Kinderzulagen) zu bezahlen, n�mlich Fr. 3'000.-- f�r die Ehefrau und Fr. 1'705.-- f�r den (unter elterlicher Obhut der Ehefrau stehenden) Sohn.
Gegen den bezirksgerichtlichen vorsorglichen Massnahmeentscheid vom 21. Dezember 2010 erhoben sowohl der Ehemann als auch die Ehefrau Rekurs an das Obergericht.
Mit Beschluss vom 20. Dezember 2012 vereinigte das Obergericht die beiden Rekursverfahren. Soweit vorliegend massgebend, hiess es den Rekurs der Ehefrau teilweise gut und verpflichtete den Ehemann, der Ehefrau r�ckwirkend per 26. Mai 2009 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 7'000.-- (zuz�glich gesetzliche und vertragliche Kinderzulagen) zu bezahlen, n�mlich Fr. 4'400.-- f�r die Ehefrau und Fr. 2'600.-- f�r den Sohn. Im �brigen wies es den Rekurs der Ehefrau ab und den Rekurs des Ehemannes vollumf�nglich ab, soweit es darauf eintrat.
Dem Bundesgericht beantragt X.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrer) in seiner als Beschwerde bezeichneten Eingabe vom 7. Februar 2013 (Postaufgabe), der obergerichtliche Beschluss vom 20. Dezember 2012 sei bez�glich des Ehegatten- und Kinderunterhalts aufzuheben, der insoweit erhobene Rekurs von Z.________ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) abzuweisen und die bezirksgerichtlich festgesetzten Unterhaltsbeitr�ge zu best�tigen (S. 1 f. der Beschwerde). Eventualiter sei der angefochtene Entscheid sinngem�ss bez�glich des Rekurses der Beschwerdegegnerin "vollumf�nglich" aufzuheben und auf ihren Rekurs wegen versp�teter Erhebung nicht einzutreten (S. 12 der Beschwerde).
Zudem ersucht der Beschwerdef�hrer um aufschiebende Wirkung. Das Obergericht und die Beschwerdegegnerin haben verzichtet, sich dazu vernehmen zu lassen (Schreiben vom 18. und 21. Februar 2013). Der Pr�sident der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat der Beschwerde mit Verf�gung vom 22. Februar 2013 die aufschiebende Wirkung mit Bezug auf den Ehegatten- und Kinderunterhalt zuerkannt.
1.1 Angefochten ist der Endentscheid eines oberen Gerichts, das auf Rechtsmittel hin kantonal letztinstanzlich �ber vorsorgliche Massnahmen f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens gem�ss aArt. 137 Abs. 2 ZGB (AS 1999 1132) und damit in einer Zivilsache entschieden hat (Art. 90, Art. 75 und Art. 72 Abs. 1 BGG). Es handelt sich um eine verm�gensrechtliche Angelegenheit, wobei der Streitwert den gesetzlichen Mindestbetrag �bersteigt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG; BGE 116 II 493 E. 2a S. 495). Die Beschwerde in Zivilsachen ist grunds�tzlich zul�ssig, weshalb die fristgerecht (Art. 100 Abs. 1 BGG) erhobene Eingabe des Beschwerdef�hrers als solche entgegenzunehmen ist. Auf formelle Einzelfragen wird im Sachzusammenhang zur�ckzukommen sein.
1.2 Bei vorsorglichen Massnahmen f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens kann gem�ss Art. 98 BGG einzig die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (BGE 133 III 393 E. 5.1 S. 397).
Das Bundesgericht pr�ft die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; R�geprinzip). Es pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
1.3.1 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat. Eine Berichtigung oder Erg�nzung der Sachverhaltsfeststellungen kommt im Anwendungsbereich von Art. 98 BGG nur dann in Frage, wenn die kantonale Instanz verfassungsm�ssige Rechte verletzt hat. Wird dies geltend gemacht, ist neben der Erheblichkeit der ger�gten Tatsachenfeststellung f�r den Ausgang des Verfahrens klar und detailliert darzutun, inwiefern diese verfassungswidrig, insbesondere willk�rlich (Art. 9 BV), sein soll (BGE 133 III 585 E. 4.1 S. 588 f.). Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
1.3.2 Die Sachverhaltsfeststellung beziehungsweise Beweisw�rdigung erweist sich als willk�rlich, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unber�cksichtigt gelassen oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat (BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234).
1.4 Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG).
Der Beschwerdef�hrer legt dem Bundesgericht "im Sinne von Art. 99 BGG" neue Beweismittel vor, die bereits anl�sslich des obergerichtlichen Verfahrens Bestand hatten, die er aber nicht vorgebracht hat (diverse Lohnabrechnungen), oder erst nach dem Zeitpunkt entstanden sind, in dem vor Obergericht letztmals neue Tatsachen h�tten vorgetragen werden k�nnen (Vorladung zur Schlichtungsverhandlung vom 19. Dezember 2012 in einem Verfahren betreffend Mieterausweisung, in das die Beschwerdegegnerin involviert ist). Diese neuen Tatsachen und Beweismittel sind unzul�ssig und unbeachtlich (BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 128 f.; 135 I 221 E. 5.2.4 S. 229).
Das Bezirksgericht hat seinen Entscheid vom 21. Dezember 2010 am 22. Dezember 2010 den Parteien versandt. Gem�ss den �bergangsbestimmungen der am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) unterstand demnach sowohl das bezirksgerichtliche Verfahren als auch das Rechtsmittelverfahren vor dem Obergericht dem bisherigen Recht (Art. 404 Abs. 1 und Art. 405 Abs. 1 ZPO; BGE 137 III 130 E. 2 S. 131 f.; 137 III 127 E. 2 S. 129 f.).
3.1 Der Beschwerdef�hrer legt in der Begr�ndung seines Eventualantrags dar, das Obergericht sei zu Unrecht auf den Rekurs der Beschwerdegegnerin eingetreten, obwohl dieser versp�tet erhoben worden sei (S. 12 der Beschwerde).
3.2 Soweit sich der Beschwerdef�hrer damit auch gegen die obergerichtliche (Teil-)Abweisung des Rekurses der Beschwerdegegnerin wendet und verlangt, es sei insoweit nicht auf den Rekurs einzutreten, fehlt es ihm an einem schutzw�rdigen Interesse (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG). Wie es sich im �brigen (soweit er sich gegen die teilweise Gutheissung des Rekurses der Beschwerdegegnerin durch das Obergericht richtet) mit dem Eventualantrag verh�lt und insbesondere in welchem Verh�ltnis er zum vor Bundesgericht formulierten Hauptantrag des Beschwerdef�hrers steht, kann offenbleiben, da darauf von vornherein nicht eingetreten werden kann.
3.3 Das Obergericht ist auf den Rekurs der Beschwerdegegnerin eingetreten. Zwar sei dieser versp�tet erfolgt, da der Fristenstillstand w�hrend der Gerichtsferien im summarischen Verfahren nicht gelte. Jedoch habe die bezirksgerichtliche Rechtsmittelbelehrung den Hinweis auf diese Ausnahme vom Fristenstillstand nicht enthalten, weshalb der Rekurs als rechtzeitig erfolgt betrachtet werden m�sse, da es sich bei der entsprechenden Hinweispflicht des kantonalen Rechts nicht um eine blosse Ordnungsvorschrift handle (vgl. zu dieser Praxis im Kanton Z�rich das Urteil 5A_378/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 5.4.3, zur Publikation vorgesehen).
3.4 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, das Obergericht h�tte auf den Rekurs der Beschwerdegegnerin nicht eintreten d�rfen, da dieser zu sp�t erfolgt sei. Ihr Anwalt h�tte wissen m�ssen, dass im summarischen Verfahren der Fristenstillstand w�hrend der Gerichtsferien nicht gelte. Deshalb spiele es keine Rolle, dass die bezirksgerichtliche Rechtsmittelbelehrung diesen Hinweis auf die Ausnahme vom Fristenstillstand nicht enthalten habe. Indem das Obergericht den Rekurs der Beschwerdegegnerin als rechtzeitig erachtet habe, verletze es den Grundsatz "ehelicher Gleichberechtigung", da er seinen Rekurs unter Ber�cksichtigung der Ausnahme vom Fristenstillstand viel fr�her habe einreichen m�ssen.
3.5 Mit dieser allgemeinen Kritik, ohne dass sich der Beschwerdef�hrer mit der obergerichtlichen Begr�ndung auseinandersetzen w�rde, vermag er den Anforderungen an das R�geprinzip nicht zu gen�gen (vgl. zu den Begr�ndungsanforderungen an die Willk�rr�ge, wenn es um die Verletzung kantonalen Rechts geht: BGE 138 I 1 E. 2.1 S. 3). Aus seiner Begr�ndung ist sodann auch nicht nachvollziehbar, inwiefern das Obergericht die Parteien rechtsungleich behandelt haben soll. Darauf ist demnach nicht einzutreten.
4.1 Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die vom Obergericht festgelegten Ehegatten- und Kinderunterhaltsbeitr�ge. Er verlangt insoweit, das bezirksgerichtliche Urteil sei zu best�tigen, das heisst er sei zu Ehegattenunterhaltsbeitr�gen von Fr. 3'000.-- pro Monat und Kinderunterhaltsbeitr�gen von Fr. 1'705.-- pro Monat zu verpflichten.
4.2.1 Das Obergericht hat den Unterhalt aufgrund der finanziell �berdurchschnittlichen Verh�ltnisse der Ehegatten nach der einstufig-konkreten Methode, das heisst entsprechend den tats�chlichen Bed�rfnissen im Rahmen der massgebenden Lebenshaltung, direkt ermittelt.
4.2.2 Es ist von einem Bedarf der Beschwerdegegnerin und ihrem Sohn f�r die Weiterf�hrung ihrer bisherigen Lebenshaltung von Fr. 10'000.-- pro Monat ausgegangen.
4.2.3 In einem zweiten Schritt hat das Obergericht gepr�ft, inwiefern der Beschwerdegegnerin eine Erwerbst�tigkeit zumutbar und m�glich ist. Es hat dies verneint, ihr jedoch einen Verm�gensertrag von Fr. 3'000.-- pro Monat f�r Ertr�ge aus ihrer in ihrem Alleineigentum stehenden Liegenschaft angerechnet.
4.2.4 Schliesslich hat das Obergericht die Leistungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers bejaht. Es ist von einem Lohn des Beschwerdef�hrers von Fr. 8'500.-- pro Monat ausgegangen.
Zus�tzlich hat es ber�cksichtigt, dass der Beschwerdef�hrer in fr�heren Jahren aus der S.________ AG Privatbez�ge in der H�he von Fr. 8'600.-- pro Monat vorgenommen habe. Zwar habe der Beschwerdef�hrer im Jahr 2010 seinen h�lftigen Anteil an dieser Gesellschaft f�r Fr. 750'000.-- verkauft und sei vom Amt als Verwaltungsratspr�sident zur�ckgetreten. Gleichzeitig habe er auch seinen Anteil an der T.________ AG f�r Fr. 1'000'000.-- verkauft. Gem�ss den Zahlungsmodalit�ten seien Fr. 250'000.-- (S.________ AG) beziehungsweise Fr. 300'000.-- (T.________ AG) innerhalb von 30 Tagen nach Abschluss des Kaufvertrags zahlbar. Der restliche Kaufpreis soll in zehn j�hrlichen Zahlungen von Fr. 50'000.- (S.________ AG) beziehungsweise Fr. 70'000.-- (T.________ AG) bezahlt werden. Dem Beschwerdef�hrer fl�ssen damit in den n�chsten zehn Jahren und damit weit �ber den zeitlichen Horizont des vorliegenden vorsorglichen Massnahmeverfahrens hinaus aus der Abzahlung der Kaufpreises monatliche Mittel von Fr. 10'000.-- zu. Es erscheine als nicht unwahrscheinlich, dass die Vorg�nge (Verkauf des Aktienanteils an den beiden Gesellschaften) im Zusammenhang mit dem Scheidungsverfahren st�nden. Unter diesen Umst�nden k�nne deshalb die Verminderung der Leistungsf�higkeit (Wegfall der Privatbez�ge von Fr. 8'600.-- pro Monat) nicht ber�cksichtigt werden und es seien dem Beschwerdef�hrer Einnahmen von rund Fr. 17'000.-- pro Monat (Fr. 8'500.-- und Fr. 8'600.--) anzurechnen. Es sei ihm zumindest f�r die begrenzte Dauer des Scheidungsverfahrens zumutbar, einen allf�lligen Fehlbetrag zur Leistung der Unterhaltsbeitr�ge an seine Ehefrau und seinen Sohn aus seinem Verm�gen zu entnehmen.
Unter diesen Bedingungen sei es dem Beschwerdef�hrer m�glich, einen Lebensstandard auf dem Niveau der Beschwerdegegnerin und dem Sohn zu f�hren, womit der eheliche Gleichbehandlungsgrundsatz eingehalten und eine Schlechterstellung des Beschwerdef�hrers nicht vorliege, zumal der Beschwerdef�hrer auch nicht vorgebracht habe, h�here Lebenskosten als die Beschwerdegegnerin zu haben.
5.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt wiederholt eine Verletzung des Gebots ehelicher Gleichbehandlung sowie des "Verbots diskriminierender Behandlung im Sinne von Art. 8 Abs. 3 BV". Diese R�gen gr�ndet er darauf, dass das Obergericht in der Beweisw�rdigung wiederholt einseitig zu Gunsten der Beschwerdegegnerin entschieden habe beziehungsweise Beweise voreingenommen zu Gunsten der Beschwerdegegnerin gew�rdigt habe.
5.2 Die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachte einseitige Beweisw�rdigung zu seinen Ungunsten ist ausschliesslich ein Problem der willk�rlichen Beweisw�rdigung und somit von Art. 9 BV (vgl. E. 6 f. unten), weshalb sich die soeben genannten R�gen in der allgemeinen Willk�rr�ge ersch�pfen und ihnen dar�ber hinaus keine eigenst�ndige Bedeutung zukommt.
6.1 Der Beschwerdef�hrer wendet sich zun�chst dagegen, dass das Obergericht die Beschwerdegegnerin als arbeitsunf�hig erachtet und ihr kein hypothetisches Einkommen angerechnet hat.
6.2 Bei der Festsetzung von Unterhaltsbeitr�gen darf vom tats�chlichen Leistungsverm�gen des Unterhaltsberechtigten (wie auch des Unterhaltsverpflichteten) abgewichen und stattdessen von einem hypothetischen Einkommen ausgegangen werden, sofern dieses zu erreichen zumutbar und m�glich ist. Dabei handelt es sich um zwei Voraussetzungen, die kumulativ erf�llt sein m�ssen. Damit ein Einkommen �berhaupt oder ein h�heres Einkommen als das tats�chlich erzielte angerechnet werden kann, gen�gt es nicht, dass der betroffenen Partei weitere Anstrengungen zugemutet werden k�nnen. Vielmehr muss es auch m�glich sein, aufgrund dieser Anstrengungen ein h�heres Einkommen zu erzielen.
Mit Bezug auf das hypothetische Einkommen ist Rechtsfrage, welche T�tigkeit aufzunehmen oder auszudehnen als zumutbar erscheint. Ob die als zumutbar erkannte T�tigkeit m�glich und das angenommene Einkommen effektiv erzielbar ist, bildet hingegen eine Tatfrage (vgl. zum Ganzen BGE 137 III 118 E. 2.3 S. 121; 137 III 102 E. 4.2.2.2 S. 108).
6.3 Das Obergericht ist zum Schluss gekommen, mit den eingereichten Arztberichten sei hinreichend belegt, dass bei der Beschwerdegegnerin, die unbestrittenermassen in den Jahren 1998 und 1999 einen Herzinfarkt erlitten habe, eine "kardiologische Problematik" vorliege. Ihre k�rperliche Integrit�t sei infolge ihrer Herzerkrankung erheblich beeintr�chtigt und es k�nne bei ihr nicht von einer intakten Arbeitsf�higkeit ausgegangen werden. Im Sinne einer Eventualbegr�ndung hat das Obergericht sodann gepr�ft, ob die Beschwerdegegnerin, sofern man von ihrer Arbeitsf�higkeit ausgehen w�rde, ein Einkommen erzielen k�nnte, und hat dies nach ausf�hrlicher Begr�ndung verneint.
6.4 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine willk�rliche Beweisw�rdigung. Er legt dar, die bisherigen Arbeitseins�tze der Beschwerdegegnerin belegten ihre weitgehend intakte Erwerbsf�higkeit. Zwar verf�ge sie �ber eine gewisse "physische wie psychische Beeintr�chtigung", die aber trotzdem eine angemessene Arbeitsf�higkeit zulasse. Die Fakten w�rden zwingend erkennen lassen, dass diese Beeintr�chtigungen mit einer gewissen Willensleistung �berwunden werden k�nnten, wie dies der Beschwerdegegnerin im �brigen auch im privaten Bereich gelinge.
Der Beschwerdef�hrer begn�gt sich auf mehreren Seiten seiner Beschwerde damit, der Beweisw�rdigung des Obergerichts seine eigene gegen�berzustellen, ohne jedoch darzulegen, inwiefern sich die obergerichtliche Beweisw�rdigung zur Arbeitsunf�higkeit der Beschwerdegegnerin aus gesundheitlicher Sicht als willk�rlich erweisen soll. Auf solche appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung tritt das Bundesgericht nicht ein (vgl. BGE 137 I 58 E. 4.1.3 S. 62; vgl. E. 1.2 f. oben).
Hinzu kommt, dass sich der Beschwerdef�hrer mit der obergerichtlichen Eventualbegr�ndung (vgl. dazu BGE 133 IV 119 E. 6.3 S. 121) gar nicht auseinandersetzt, wonach es der Beschwerdegegnerin, selbst wenn man von ihrer Arbeitsf�higkeit ausginge, nicht m�glich w�re, ein Einkommen zu erzielen. Vielmehr begn�gt er sich insoweit mit der Behauptung, es sei der Beschwerdegegnerin m�glich (und zumutbar), in der Kosmetikbranche in einem Pensum von 50% ein Einkommen von mindestens Fr. 2'500.-- zu erzielen. Darauf ist ebenfalls nicht einzutreten.
7.1 Sodann wendet sich der Beschwerdef�hrer gegen seine vom Obergericht bejahte Leistungsf�higkeit zur Zahlung eines Ehegatten- und Kinderunterhaltsbeitrags von Fr. 7'000.-- pro Monat.
7.2 Er erachtet die obergerichtliche Erw�gung, wonach er seine behaupteten gesundheitlichen Probleme aus dem Jahr 2006, die schliesslich zum Verkauf seiner Anteile an den beiden Gesellschaften und zum R�cktritt als Verwaltungsratspr�sident gef�hrt h�tten, nicht belegt habe, als willk�rlich.
Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern die ger�gte Sachverhaltsfeststellung f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein soll (vgl. E. 1.3.1 oben). Darauf ist nicht einzutreten.
7.3.1 Weiter r�gt der Beschwerdef�hrer die obergerichtliche Festsetzung seiner Privatbez�ge auf Fr. 8'600.-- pro Monat als willk�rlich. Das Obergericht habe zur Bestimmung der H�he dieser Bez�ge zu Unrecht nur auf die beiden Jahre mit den h�chsten Bez�gen abgestellt. Im Sinne eines Mittelwerts sei ihm (neben dem unbestrittenen Einkommen von Fr. 8'500.-- pro Monat) "allerh�chstens ein Zusatzerwerb" von Fr. 3'970.-- pro Monat anzurechnen. Im �brigen habe er - nunmehr als Angestellter und nicht mehr als Teilhaber - ohnehin gar keine M�glichkeit mehr, Privatbez�ge aus seinen ehemaligen Gesellschaften vorzunehmen. Soweit das Obergericht sodann im Ergebnis - anstelle der nicht mehr m�glichen Privatbez�ge - auf sein Verm�gen zur�ckgreife, k�nne dies zwar in einem "zur�ckhaltend festgelegten Quantum von einem Unterhaltsverpflichteten verlangt werden". Jedoch w�re selbst ein Beitrag von Fr. 3'000.-- pro Monat aus seinem Verm�gen offensichtlich nicht zumutbar, weshalb das Obergericht auch insoweit in Willk�r verfalle.
7.3.2 Der Beschwerdef�hrer vermag auch insoweit den Begr�ndungsanforderungen an die Willk�rr�ge nicht zu gen�gen.
Was die Sachverhaltsfeststellungen zur H�he der Privatbez�ge betrifft, begn�gt er sich damit, der obergerichtlichen Berechnung seine eigene gegen�berzustellen, ohne dass er in Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Beschluss begr�nden w�rde, inwiefern sich die obergerichtliche Berechnung als willk�rlich erweisen soll.
Hinsichtlich der Ber�cksichtigung seines Verm�gens (in der H�he der fr�heren Privatbez�ge) begn�gt er sich mit dem allgemeinen Hinweis, selbst ein R�ckgriff auf sein Verm�gen in der H�he von Fr. 3'000.-- pro Monat laufe auf Willk�r hinaus und sei offensichtlich nicht zul�ssig. Darauf ist nicht einzutreten (vgl. E. 1.2 f. oben).
Bei diesem Ergebnis muss demnach offenbleiben, wie es sich mit dem vom Obergericht grossz�gig ber�cksichtigten Verm�gensverzehr auf Seiten des Beschwerdef�hrers verh�lt (zu den Voraussetzungen, unter denen im Rahmen von vorsorglichen Massnahmen f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens zu Unterhaltszwecken das Verm�gen angezehrt werden kann vgl. Urteile 5A_687/2011 vom 17. April 2012 E. 5.1.2; 5A_706/2007 vom 14. M�rz 2008 E. 4.4; f�r den nachehelichen Unterhalt sodann BGE 138 III 289 E. 11.1.2 S. 292 f. mit Hinweisen).
Aus den dargelegten Gr�nden ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Der Beschwerdef�hrer wird kosten-, nicht hingegen entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).