Source: https://www.trans-lex.org/116070/_/petersfrank-commentary-on--206-bgb-in:-j-v-staudinger-bgb-buch-1:-allgemeiner-teil-berlin-2004/
Timestamp: 2016-12-05 16:39:37
Document Index: 37991530

Matched Legal Cases: ['§ 206', '§ 164', '§ 206', '§ 164', '§ 206', '§ 206']

Peters,Frank, Commentary on § 206 BGB, in: J. v. Staudinger, BGB, Buch 1: Allgemeiner Teil (§§ 164-240), Berlin 2004.Document-Id: 116070, Please cite as: "https://www.trans-lex.org/116070"TitlePeters,Frank, Commentary on § 206 BGB, in: J. v. Staudinger, BGB, Buch 1: Allgemeiner Teil (§§ 164-240), Berlin 2004.Content§ 206 - Hemmung der Verjährung bei höherer Gewalt II. Höhere Gewalt: Allgemeines 1. Der Begriff der höheren Gewalt wird im BGB nicht definiert: bei der Gesetzesabfassung ging man davon aus, daß der Begriff bekannt sei (Prot I 219). Dies war nur insofern richtig, als sich schon zu dieser Zeit zwei Auffassungen über den Begriff der vis maior gegenüberstanden: Nach der objektiven oder absoluten Theorie ist höhere Gewalt ein von außen kommendes, unabwendbares und unverschuldetes Ereignis (vis major). Nach der subjektiven oder relativen Theorie liegt höhere Gewalt vor, wenn ein Schaden auch durch äußerste Sorgfalt nicht hätte vermieden werden können. Gemeinsam ist beiden Definitionen das Erfordernis des fehlenden Verschuldens; die zweite, weitere Definition berücksichtigt - jedenfalls im Ansatz- auch subjektive Gegebenheiten des Betroffenen. § 206 legt den zweitgenannten weiteren Begriff zugrunde (vgl RG JW 1938, 176; BHGZ 81, 353, 355 = NJW 1982, 96; anders noch RGZ 87, 52, 55; MünchKomm/Grothe Rn 3).