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Timestamp: 2017-06-24 14:20:46
Document Index: 13908563

Matched Legal Cases: ['§ 52', '§ 60', '§ 60', '§ 65', '§ 23', '§ 55']

Vereine und Steuern Ideeller Bereich, wirtschaftlicher Bereich, Haftung und Steuern Referent: Matthias Hartwig. - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Tillo Wertz
Präsentation zum Thema: "Vereine und Steuern Ideeller Bereich, wirtschaftlicher Bereich, Haftung und Steuern Referent: Matthias Hartwig."— Präsentation transkript:
Vereine und Steuern Ideeller Bereich, wirtschaftlicher Bereich, Haftung und Steuern Referent: Matthias Hartwig
1.	Einführung und rechtliche GrundlagenBesteuerung von Vereinen 3.	Rücklagenbildung und Rechnungslegung 4.	Vereine als Arbeitgeber 5.	Besonderheiten
1. Einführung und rechtliche GrundlagenVereine in Deutschland Vereine in 2012 sind rd. 4,2 Mrd. € von 22,5 Mio. Personen gespendet worden ca. 2 Mio. sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze dazu sogenannte Mini-Jobs
1. Einführung und rechtliche GrundlagenDefinition Der Verein bezeichnet eine freiwillige und auf Dauer angelegte Vereinigung von natürlichen und/oder juristischen Personen zur Verfolgung eines bestimmten Zwecks, die in ihrem Bestand vom Wechsel ihrer Mitglieder unabhängig ist.
1. Einführung und rechtliche GrundlagenGemeinnützigkeit Ein Verein verfolgt gemeinnützige Zwecke, wenn seine Tätigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistlichem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu fördern (§ 52 AO).
1. Einführung und rechtliche GrundlagenGrundsätzliche Vorteile der Gemeinnützigkeit Befreiung von der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer Vergünstigung bei der Umsatzsteuer Spendenbescheinigungen Übungsleiterpauschale (2.400 €) und Ehrenamtsfrei-betrag (720 €)
1. Einführung und rechtliche GrundlagenVoraussetzungen gemeinnütziger Zweck Satzung nach steuerrechtlichen Anforderungen tatsächliche Geschäftsführung rechtsverbindliche Feststellung des Finanzamtes
1. Einführung und rechtliche GrundlagenInhalt der Satzung Regelung in § 60 der Abgabenordnung Empfehlung: Formulierungen der Mustersatzung 1:1 übernehmen (vgl. Anlage 1 Mustersatzung) gemeinnütziger Zweck Ausschließlichkeit Unmittelbarkeit Allgemeinheit Selbstlosigkeit
1. Einführung und rechtliche GrundlagenSelbstlosigkeit Vermögensbindung Mittelverwendung bei Wegfall oder Auflösung des Vereins 	sämtliche Mittel sind zu verwenden 	Mittel sind zeitnah zu verwenden aber: Rücklagen-bildung möglich
1. Einführung und rechtliche GrundlagenGemeinnützigkeitsprüfung Feststellung der satzungsmäßigen Voraussetzungen § 60a AO Neues Verfahren: Feststellungsbescheid Einzureichende Unterlagen: - Antrag - Satzung - Gründungsprotokoll Basis für Ausstellung von Spendenbescheinigungen Vorlage bei Banken wegen Zinseinbehalt (vgl. Anlage 2: Feststellungsbescheid)
1. Einführung und rechtliche GrundlagenVerlust der Gemeinnützigkeit Gründe: Nichteinhaltung der Satzungszwecke missbräuchliche Ausstellung von Zuwendungs-bestätigungen Zweckentfremdung der Mittel Folgen: Wegfall der Steuervergünstigungen u. U. Steuernachzahlungen Wegfall des Spendenabzugs keine Übungsleiterpauschale mehr, kein Ehrenamts-freibetrag
2. Besteuerung von VereinenWesentliche Steuerarten Schenkung- und Erbschaftsteuer Körperschaftsteuer Gewerbesteuer Umsatzsteuer
2. Besteuerung von VereinenSchenkung- und Erbschaftsteuer Verein befreit, wenn im Zeitpunkt der Schenkung/Erbschaft der Verein als gemeinnützig anerkannt ist die Gemeinnützigkeit weitere 10 Jahre vorliegt, ansonsten Nachversteuerung die Schenkung/Erbschaft für den gemeinnützigen Bereich eingesetzt wird
2. Besteuerung von VereinenTätigkeitsbereiche: Verein 1)	ideelle Tätigkeit 2)	Vermögens-verwaltung wirtschaftliche Betätigung 3)	Steuerbegünstigter Zweckbetrieb 4)	Steuerpflichtiger wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb
2. Besteuerung von VereinenIdeeller Bereich: satzungsmäßige Aufgaben, gemeinnützig keine Umsatzsteuer Gewerbe- und Körperschaftsteuerbefreiung Beispiele: -	Beiträge -	Spenden -	Zuschüsse -	Aufnahmegebühren -	Schenkungen -	Erbschaften
2. Besteuerung von VereinenVermögensverwaltung: Nutzung des Vermögens zur Erzielung von Einnahmen Umsatzsteuer: 7 % oder steuerfrei, je nach Art der Leistung Gewerbe- und Körperschaftsteuerbefreiung Beispiele: -	Zinsen -	Vermietung Grundbesitz -	Verpachtung Vereinsgaststätte
2. Besteuerung von VereinenZweckbetrieb: Ist ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, der unter gewissen Voraussetzungen steuerbegünstigter Zweckbetrieb wird Umsatzsteuer 7 % Gewerbe- und Körperschaftsteuerbefreiung
2. Besteuerung von VereinenEin Zweckbetrieb liegt vor, wenn folgende drei Voraus-setzungen erfüllt sind (§ 65 AO): Verwirklichung der steuerbegünstigten Ziele des Vereins! 2.	Zweckerfüllung nur durch diesen Zweckbetrieb, der unbedingt und unmittelbar benötigt wird! 3.	Kein Wettbewerb im größeren Umfang mit nicht begünstigten Betrieben derselben oder ähnlichen Art! Beispiele: - Eintrittsgelder -	Überlassung Sportanlagen an Mitglieder gegen Entgelt
2. Besteuerung von VereinenWirtschaftlicher Geschäftsbetrieb: „Normales“ Unternehmen Umsatzsteuer 19 %, außer bei Waren die dem 7 %igen Steuersatz unterliegen Gewerbe- und Körperschaftsteuerpflicht Ein Verein kann mehrere wirtschaftliche Geschäfts-betriebe haben Beispiele: -	Betreiben einer Vereinsgaststätte -	Verkauf von Speisen und Getränken -	Kommerzielle Werbung -	Überlassung von Sportanlagen an Nicht-Mitglieder gegen Entgelt
2. Besteuerung von VereinenWirtschaftlicher Geschäftsbetrieb Alle Einnahmen, die nicht in den übrigen Tätigkeitsbereichen anfallen Einnahmen < € Einnahmen > € steuerfrei Körperschaftsteuer/ Gewerbesteuer steuerpflichtig Körperschaftsteuer/ Gewerbesteuer
2. Besteuerung von VereinenBeispiel: Ein als gemeinnützig anerkannter Schützenverein hat im Jahr 2013 folgende Einnahmen: Mitgliedsbeiträge € 	ideeller Bereich Spenden €		ideeller Bereich Verkauf von Schützenartikeln €		Zweckbetrieb Pacht für den Festwirt € Verkauf von  Speisen und Getränken € steuerfrei grds. steuerpflichtig, aber < € daher steuerfrei wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb
2. Besteuerung von VereinenAbwandlung: Mitgliedsbeiträge € 	ideeller Bereich Spenden €		ideeller Bereich Verkauf von Schützenartikeln €		Zweckbetrieb Photovoltaik € Verkauf von  Speisen und Getränken € steuerfrei wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb steuerpflichtig, da > €
2. Besteuerung von VereinenSteuerpflicht: Der Verein muss unter folgenden Voraussetzungen Steuern abführen: Körperschaftsteuer: Gesamteinnahmen (brutto) des wirtschaftlichen Geschäfts-betriebes > € (Besteuerungsgrenze) und 2.	Gewinn > € Freibetrag; Steuersatz 15 % Gewerbesteuer: 2.	Gewinn > € Freibetrag; Steuersatz ca. 12 % je nach Hebesatz
2. Besteuerung von VereinenWeiterführung des Beispiels „Schützenverein“: Einnahmen - Photovoltaik ,00 € - Verkauf von Speisen und Getränken ,00 € 43.000,00 € ./. Ausgaben ,00 € Gewinn aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb ,00 € ./. Freibetrag	5.000,00 € zu versteuerndes Einkommen	5.000,00 € Körperschaftsteuersatz 15 %	750,00 € Solidaritätszuschlag 5,5 % von 750,00 €	41,25 €
2. Besteuerung von VereinenZusätzlich belastet die Gemeinde den Verein bei einem Hebesatz von 340 % mit Gewerbesteuer wie folgt: Gewinn aus wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb ,00 € ./. Freibetrag	5.000,00 € zu versteuerndes Einkommen	5.000,00 € x 3,5 % ergibt Gewerbesteuermessbetrag von	175,00 € x Hebesatz 340 % ergibt Gewerbesteuer von	595,00 € Gesamtsteuerbelastung Körperschaftsteuer	750,00 € Solidaritätszuschlag	41,25 € Gewerbesteuer	595,00 € 1.386,25 €
2. Besteuerung von VereinenVerluste im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb Grundsatz: Verrechnung der Ergebnisse der verschiedenen wirtschaft-lichen Geschäftsbetriebe bei Ausgleich der Verluste durch ideellen Bereich = Verstoß gegen das Mittelverwendungsgebot Folge: Aberkennung der Gemeinnützigkeit
2. Besteuerung von VereinenAusnahmen: 1.	Ausgleich durch Mittel aus dem ideellen Bereich, wenn diesem Bereich in den sechs vorangegangenen Jahren Gewinne des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes in mindestens gleicher Höhe zugeführt wurden. 2.	Ausgleich durch Umlagen und Zuschüsse 3.	Ausgleich durch ideellen Bereich bei Fehlkalkulation aber:	Zuführung der Mittel innerhalb von 12 Monaten nach dem Verlustjahr 4.	Ausgleich durch ideellen Bereich bei Anlaufverlusten aber:	Zuführung der Mittel innerhalb von 3 Jahren nach dem Verlustjahr
2. Besteuerung von VereinenTätigkeitsbereiche – Zusammenfassung 1.	ideelle Tätigkeit 2. Vermögensver-waltung steuerfrei (KSt, GewSt) 3. steuerbegünstigter Zweckbetrieb 4. steuerpflichtiger wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb steuerpflichtig, (KSt, GewSt) wenn Einnahmen > €
2. Besteuerung von VereinenExkurs „Sportliche Veranstaltungen“: … sind organisatorische Maßnahmen von Sportvereinen, die es aktiven Sportlern (Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern) ermöglicht, Sport zu treiben. Der Verkauf von Speisen und Getränken gehört nicht dazu. Beispiele: Wettkampfveranstaltungen, Turniere, Volksläufe, Sportkurse Wenn die Einnahmen einschließlich Umsatzsteuer € p. a. nicht überschreiten, liegt ein Zweckbetrieb vor. Bei Einnahmen über € handelt es sich um einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Optionsmöglichkeit: Ein Verein kann jedoch unter bestimmten Voraussetzungen auch auf die Zuordnung zum Zweckbetrieb verzichten, um gegebenenfalls Verluste aus der Sportveranstaltung mit Gewinnen aus einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zu verrechnen.
2. Besteuerung von VereinenUmsatzsteuer - Der Verein als Unternehmer kein Leistungs-austausch Verein erbringt Leistungen im Leistungsaustausch Ideeller Bereich Vermögens-verwaltung Zweck- betrieb wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb außerunter-nehmerischer Bereich unternehmerischer Bereich
2. Besteuerung von VereinenAußerunter-nehmerischer Bereich unternehmerischer Bereich Ideeller Bereich Vermögens-verwaltung Zweck- betrieb wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb nicht steuerbar 7 % USt grds. 19 % USt Steuerbefreiungsvorschriften beachten!
2. Besteuerung von VereinenBesonderheit beim Kleinunternehmer wenn der Umsatz im vorangegangenen Kalenderjahr < € und im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich nicht > € beträgt: 	Keine Verpflichtung zur Zahlung der Umsatzsteuer, aber grundsätzlich auch kein Vorsteuerabzug! 	aber: Optionsmöglichkeit!
2. Besteuerung von VereinenBeispiel: „Schützenverein“ Mitgliedsbeiträge € 	ideeller Bereich Spenden €		ideeller Bereich Verkauf von Schützenartikeln €		Zweckbetrieb Pacht für den wirtschaftlicher Festwirt €		Geschäftsbetrieb Speisen und wirtschaftlicher Getränken €		Geschäftsbetrieb Umsatzsteuer nicht steuerbar! steuerbar, aber Kleinunter-nehmerregelung möglich, da Umsätze < €!
2. Besteuerung von VereinenAbwandlung: Mitgliedsbeiträge € 	ideeller Bereich Spenden €		ideeller Bereich Verkauf von Schützenartikeln €		Zweckbetrieb Pacht für den wirtschaftlicher Festwirt €		Geschäftsbetrieb Speisen und	wirtschaftlicher Getränken €		Geschäftsbetrieb Umsatzsteuer nicht steuerbar! steuerbar und keine Kleinunter-nehmerregelung möglich, da Umsätze > €!
2. Besteuerung von VereinenWichtig für den Vorsteuerabzug! Aufwendungen möglichst direkt zuordnen Ideeller Bereich Vermögens-verwaltung Zweck- betrieb wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb Kein Vorsteuerabzug Vorsteuerabzug grds. möglich
2. Besteuerung von VereinenV o r s t e u e r a b z u g Die Berechtigung zum Vorsteuerabzug richtet sich nach den Ausgangsumsätzen! nicht steuerbarer (ideeller) Bereich steuerbarer Bereich (Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb, wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb) steuerfrei steuerpflichtig Kein Vorsteuerabzug Vorsteuerabzug
2. Besteuerung von VereinenBeispiel: „Schützenverein“ Einnahmen	Ausgaben Mitgliedsbeiträge € € Spenden €	500 € Verkauf von Schützenartikeln € 7 % €	19 % Pacht für den Festwirt €	19 % €	19 % Verkauf von Speisen und Getränken €	19 % €	19 % Umsatzsteuerliche Auswirkungen 1.	Verkauf von Schützenartikeln 2.000 € darin enthalten  130 €	Umsatzsteuer 1.500 € darin enthalten  €	Vorsteuer -109 €	Erstattungsanspruch
2. Besteuerung von Vereinen2.	Pacht für den Festwirt 8.000 € darin enthalten  €	Umsatzsteuer 4.000 € darin enthalten  €	Vorsteuer 638 €	Zahlung 3.	Verkauf Speisen und Getränke € darin enthalten  €	Umsatzsteuer 8.000 € darin enthalten  € Vorsteuer 320 €	Zahlung Gesamt:	1) € 2)	638 € 3)	320 € 849 € Zahlung
2. Besteuerung von VereinenBeispiel: „Jugendhilfeverein“ Einnahmen	Ausgaben Betreuung € €	Personalkosten o. USt. Jugendlicher €	sonstige Kosten 19 % Bistro € €	Personalkosten o. USt. 19 % €	Einkauf 7 % €	sonstige Kosten 19 % 1.	Betreuung Jugendlicher	steuerfrei	keine Vorsteuer 2.	Bistro € darin enthalten  €	Umsatzsteuer € darin enthalten  €	Vorsteuer € darin enthalten  €	Vorsteuer 8.088 €	Zahlung
2. Besteuerung von VereinenMöglichkeit der Vorsteuerpauschalierung Gemeinnützige Vereine können vom Wahlrecht nach § 23a UStG Gebrauch machen und zur Berechnung der abziehbaren Vorsteuern den Durchschnittssatz von 7 % des steuerpflichtigen Umsatzes des Jahres anwenden. Voraussetzungen: Der umsatzsteuerpflichtige Umsatz des Vorjahres hat €/Jahr nicht überschritten. Der Verein ist nicht buchführungspflichtig. Der Verein hat bis zum 10. April des laufenden Jahres eine formlose Erklärung an die Finanzverwaltung abgegeben oder durch sogenanntes konkludentes Handeln Angaben in der Steuererklärung gemacht. Aber:	Bindungsfrist von fünf Jahren und kein weiterer Vorsteuerabzug!
3. Rücklagenbildung und RechnungslegungMittelverwendung zweckentsprechend	zeitnah Grundsatz: erhaltene Mittel in 2014 Verwendung für Satzungszwecke bis zum 31. Dezember 2016 zu hohes Vermögen schädlich! Ausnahme: Rücklagenbildung!
3. Rücklagenbildung und RechnungslegungZweckgebundene Rücklagen 	konkrete Vorhaben und Projekte 	im steuerbegünstigten Bereich 	Umsetzung in überschaubarer Zeit (max. 6 Jahre) Beispiele: Anschaffung Rasenmäher, Flutlichtanlage Renovierung Vereinsheim
3. Rücklagenbildung und RechnungslegungBetriebsmittelrücklagen 	laufende Ausgaben bis zu einem Jahr 	wenn nicht durch laufende Einnahmen gedeckt Beispiele: jährliche Pachtzahlungen Gehälter
3. Rücklagenbildung und RechnungslegungWiederbeschaffungsrücklagen 	für Ersatzinvestitionen 	in Höhe der Abschreibungen Beispiele: Vereinsfahrzeug Vereinsheim
3. Rücklagenbildung und RechnungslegungFreie Rücklagen 	1/3 Überschuss aus Vermögensverwaltung 	10 % der Einnahmen aus dem ideellen Bereich 10 % des Überschusses aus Zweckbetrieb und wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb  Höhe unbegrenzt  Nachzahlung bei nicht ausgeschöpftem Volumen in den zwei folgenden Jahren zulässig
3. Rücklagenbildung und RechnungslegungDie gesetzlichen Vertreter eines Vereins unterliegen nach dem BGB einer Rechenschaftpflicht. Dazu ist die geordnete Zusammenstellung der Einnahmen und Ausgaben, die Vorlage von Belegen sowie eine Aufstellung des Vermögens erforderlich. Im Handelsrecht ist die Buchführungspflicht für Kaufleute geregelt. Da Vereine in der Regel keine Kaufleute sind, ergibt sich hieraus keine Buchführungspflicht. Ausnahme: umfangreicher wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb
3. Rücklagenbildung und RechnungslegungFür Zwecke der Besteuerung sind laut der Abgabenordnung ebenfalls Aufzeichnungen zu führen und eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung für alle 4 einzelnen Bereiche sowie eine Vermögensübersicht zu erstellen. Eine Pflicht zur Buchführung (Bilanz & G+V) besteht nur dann, wenn 1.	Jahresumsatz > € oder 2.	Gewinn aus dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb > € Bei einmaligem Überschreiten kann ein Befreiungsantrag gestellt werden.
4. Verein als ArbeitgeberTätigkeiten i. d. R. Ehrenamtliche Mini-Jobber Übungsleiter Kurzfristig Beschäftigte Bei größeren Vereinen: Normal-Beschäftigte!
4. Verein als ArbeitgeberTatsächlich entstandene Auslagen dürfen problemlos erstattet werden. Der Einzelnachweis der Auslagen ist nicht erforder-lich, wenn pauschale Zahlungen den tatsächlichen Aufwand offensichtlich nicht übersteigen; dies gilt nicht, wenn durch die pauschalen Zahlungen auch Arbeits- oder Zeitaufwand abgedeckt werden sollen. Die Zahlungen dürfen nicht unangemessen hoch sein (§ 55 Abs. 1 Nummer 3 AO). Beispiele: Porto Telefon Fahrtkosten Lehrgangsgebühren
4. Verein als ArbeitgeberEhrenamtlicher Übungsleiter  Nebenberuflich / max. 1/3 eines Vollzeiterwerbs  Gemeinnützig / Satzungszwecken dienend  Angemessen / Fremdvergleich entscheidend! Ehrenamtspauschale 720 € frei Übungsleiterpauschale 2.400 € frei Vorstand Kassierer Platzwart Reinigungskraft Trainer Chorleiter Betreuer Ausbilder Erzieher Bei abgrenzbaren Tätigkeitsbereichen sind beide Pauschalen nebeneinander nutzbar!
4. Verein als ArbeitgeberBesonderheiten beim Ehrenamtsfreibetrag: Sollen Vorstandsmitglieder für ihre Vorstandstätigkeit diese steuerfreie Aufwandspauschale erhalten, ist Folgendes zu beachten: Regelung in der Satzung Höhe muss angemessen sein keine Pauschale für die Tätigkeit im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb und in der Vermögensverwaltung
4. Verein als ArbeitgeberAnforderungen an die Satzung: Die Zahlung von Vergütungen an die Vorstandsmitglieder für deren Tätigkeit als Vorstand verstößt gegen das Gebot der Selbstlosigkeit, wenn die Zahlungen nicht ausdrücklich durch die Satzung legitimiert wurden.  Wird dennoch gezahlt, führt dies zum Verlust der Gemein-nützigkeit! In der Regel steht in der Satzung: „Die Tätigkeit des Vor-standes ist unentgeltlich.“
4. Verein als ArbeitgeberWenn Vergütungen vorgesehen sind, besteht Handlungsbedarf! Hier mögliche Formulierungen in der Satzung: Das Amt des Vereinsvorstandes wird grundsätzlich ehrenamtlich ausgeübt. Die Mitgliederversammlung kann abweichend von Absatz 1 bestimmen, dass dem Vorstand für seine Vorstandstätigkeit a)	eine angemessene Vergütung gezahlt wird. oder alternativ b)	eine Vergütung in gesetzlich zulässiger Höhe gezahlt wird (siehe Ehrenamtspauschale).
4. Verein als ArbeitgeberBeispiel: Der Trainer der Amateurmannschaft eines gemeinnützigen Sportvereins erhält eine Übungsleitervergütung von insgesamt €. Aufwendungen sind ihm entstanden in Höhe von €. Er erzielt Einkünfte wie folgt: Einnahmen € ./. Freibetrag € zu versteuerndes Einkommen	0 € Überschießende Werbungskosten €  uneingeschränkt abzugsfähig
4. Verein als ArbeitgeberKurzfristig Beschäftigte Mini-Jobber Dienstverhältnis Gelegentliche Beschäftigung (50 Tage bzw. 2 Monate im Jahr) Geringfügiges Beschäftigungsverhältnis bis 450 €/Monat Pauschale Lohnsteuer 25 % + Solidaritätszuschlag + Kirchensteuer 15 % Rentenversicherung 13 % Krankenversicherung 2 % Lohnsteuer
Haftung der Vorstandsmitglieder5. Besonderheiten Haftung der Vorstandsmitglieder Schuldhafte Pflichtverletzung Entstehen eines Schadens beim Verein bei Vereinsmitgliedern bei Dritten  grundsätzlich Schadensersatzpflicht!
5. Besonderheiten Aber: Unentgeltlich tätige Vorstandsmitglieder und Vorstands-mitglieder mit einer jährlichen Vergütung < 720 € haften nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit bei Schäden, die dem Verein entstehen. Bei Schäden gegenüber Mitgliedern oder Dritten ist die Haftung nicht beschränkt. Das Vorstandsmitglied hat jedoch gegenüber dem Verein ein Freistellungsanspruch, wenn der Schaden nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurde.
5. Besonderheiten Spendenabzug: freiwillige Leistungen unentgeltlichin den ideellen/steuerbegünstigten Bereich 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte oder 4 ‰ der Umsätze und Löhne
5. Besonderheiten Spendenabzug - Form: nach amtlichen Muster erstellt: (vgl. Anlage 3: Zuwendungsbestätigung ) Wortwahl des Musters nicht abändern keine Danksagung oder Werbung auf der Zuwendungs-bescheinigung Betrag in Buchstaben und Ziffern
5. Besonderheiten Aufwandsspende:Vergütungsanspruch angemessen, Anspruch aus Satzung oder Vertrag Anspruch nicht unter Bedingung des Verzichts Verein muss wirtschaftlich leistungsfähig sein nachträglicher, zeitnaher Verzicht
5. Besonderheiten Aufwandsspende: Beispiele:Handwerker repariert das Dach des Vereinsheims und verzichtet nachträglich auf den Rechnungsbetrag Übungsleiter A verzichtet auf seine vereinbarte Übungsleitervergütung Vorstand B verzichtet auf seinen Auslagenersatz (Fahrtkosten, Telefon, Porto usw.)
5. Besonderheiten Mindestlohn: Wichtig für alle Vereine ab 2015:Beachtung des Mindestlohngesetzes! ansonsten: Verstoß gegen die Gemeinnützigkeit, da sich der Verein im Rahmen der geltenden Rechtsordnung bewegen und gesetzestreu verhalten muss! Vorstandsmitglieder unterliegen nicht dem Mindestlohn-gesetz! aber: Übungsleiter, Mini-Jobber, „normale“ Arbeitnehmer
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