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Timestamp: 2020-07-08 13:12:09
Document Index: 16501876

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 7', '§ 21', '§ 15', '§ 12', '§ 7', '§ 3', '§ 7', '§ 3', '§ 7', '§ 9', '§ 12', '§ 7']

Verordnung zur Sicherung von Naturdenkmalen im Kreise Weißensee/Th. vom 25. Februar 1936
Erste Nachtragsverordnung zur Sicherung von Naturdenkmalen im Kreise Weißensee/Thür. vom 4. September 1936
Nachtragsverordnung zur Sicherung von Naturdenkmalen im Kreise Weißensee/Thür. vom 18. November 1937
Nachtragsverordnung zur Sicherung von Naturdenkmalen (Findlingen) im Kreise Weißensee vom 23. September 1939
Verordnung zur Sicherung von Naturdenkmalen im Stadtkreis Erfurt vom 18. Juli 1936
Verordnung über die Verlängerung der einstweiligen Sicherstellung von 57 Naturdenkmalen in der Landeshauptstadt Erfurt vom 19. April 1993
Die Verordnungen über die Naturdenkmale (ND) wurden zusammengestellt in chronologischer Reihenfolge ihrer Veröffentlichung.
Für den Inhalt wird keine Gewähr übernommen.
Amtsblatt der Preußischen Regierung zu Erfurt (bis 1945)
Amtsblatt der Stadt Erfurt (nach 1945)
Amtsblatt der Preußischen Regierung zu Erfurt. Ausgabe B
Stück 22. Ausgegeben Erfurt, den 30. Mai 1936. (239) S. 62-64
Verordnung zur Sicherung
von Naturdenkmalen im Kreise Weißensee/Th.
Auf Grund der §§ 12 Abs. 1, 13 Abs. 1, 15 und 16 Abs. 1 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821) sowie der §§ 7 Abs. 1 bis 4 und 9 der Durchführungsverordnung vom 31. Oktober 1935 (RGBl. I S. 1275) wird mit Zustimmung der höheren Naturschutzbehörde für den Bereich des Kreises Weißensee/Thür. folgendes verordnet:
Die in der nachfolgend abgedruckten Liste aufgeführten Naturschutzdenkmale werden mit dem Tage der Bekanntgabe dieser Verordnung in das Naturdenkmalbuch eingetragen und erhalten damit den Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes.
Die Entfernung, Zerstörung oder sonstige Veränderung der Naturdenkmale ist verboten. Unter dieses Verbot fallen alle Maßnahmen, die geeignet sind, die Naturdenkmale oder ihre Umgebung zu schädigen oder zu beeinträchtigen, z. B. durch Anbringen von Aufschriften, Errichten von Verkaufsbuden, Bänken oder Zelten, Abladen von Schutt oder dergl. Als Veränderung eines Baumdenkmals gilt auch das Ausästen, das Abbrechen von Zweigen, das Verletzen des Wurzelwerkes oder jede sonstige Störung des Wachstums, soweit es sich nicht um Maßnahmen zur Pflege des Natudenkmals handelt. Die Besitzer oder Nutzungsberechtigten sind verpflichtet, Schäden oder Mängel an Naturdenkmalen der Naturschutzbehörde zu melden.
Ausnahmen von den Vorschriften dieser Verordnung können von der unterzeichneten Naturschutzbehörde in besonderen Fällen zugelassen werden.
Wer den Bestimmungen dieser Verordnung zuwiderhandelt, wird nach den §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes und den §§ 15 und 16 der Durchführungsverordnung bestraft, soweit nicht schärfere Strafbestimmungen anzuwenden sind.
Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Bekanntgabe im Amtsblatt der Regierung in Erfurt in Kraft.
Weißensee i/Thür., den 25. Februar 1936.
H ü t e r.
J.-Nr. L. II 1109.
Liste der Naturdenkmale.
im Natur-denkmal-buch
Anzahl, Art, Name
der Naturdenkmale
Angaben über die Lage der Naturdenkmale :
Stadt-, Land-gemeinde, Ortsbezirk, Gemarkung, Forstamt
Meßtischblatt 1 : 25000, Jagen-Nummer, Flur-, Parzellen-Nr., Eigentümer
Lagebezeichnung nach festen Geländepunkten (Himmelsrichtung, Entfernung und dgl.)
"Die alte Pfarrlinde"
Stadtbezirk Kindelbrück
Kindelbrück,
Eigentümer: Stadtgemeinde Kindelbrück
"Die beiden alten Linden"
vor dem Pfortentor
am südöstl. Stadtausgang
"Die alte Linde"
Meßtischblatt 2744,
am Heidelborn
nördlich d. trigonom.
Punktes 156,8
"Die Ulme"
Kindelbrück :
Eigentümer: Bauer
auf dem Altgefilde
"Die alte Eiche"
auf den Gebreiten
"Die Baumgruppe
am Gründelsloch"
am Gründelsloch
"Eine Baumgruppe"
(4 Linden)
2 i. Gem.-Bez. Dachwig, 2 i. Gem.-Bez. Andisleben (an der Gemeindegrenze Dachwig-Andisleben)
Dachwig bezw. Andisleben, Eigentümer: Gemeinde Dachwig bzw. Gemeinde Andisleben
auf der Prov.-Straße Langensalza-Andisleben zwischen km 16,4 und 16,5, 2 km östlich von Dachwig
"Eine Linde"
Gemeindebezirk Kirchheim
Krt.-Bl. 5, Parz. 532, Eigentümer: Gemeinde Kirchheim
am Eingang des Pfarrwohnhauses
Krt.-Bl. 15, Parz. 284, Eigentümer: Gemeinde Kirchheim
an der Straße nach Alkersleben (Kreuzung)
Krt.-Bl. 6, Parz. 99, Eigentümer: Gemeinde Kirchheim
an der Arnstädterstraße (Feldwegkreuzung)
"Sieben Linden"
Krt.-Bl. 5, Parz. 542, Eigentümer: Landwirt Fritz Ritze II in Kirchheim
"Eine Roßkastanie"
(1 m Ø)
Gemeindebezirk Mühlberg
Mühlberg, Eigentümer: Gemeinde Mühlberg
westl. Ausgang des Ortes
Gemeindebezirk Niedertopfstedt
Niedertopfstedt, Eigentümer: Rittergut Niedertopfstedt
an der Straße nach Greußen
Gemeindebezirk Witterda
Witterda, Eigentümer: Gemeinde Witterda
am roten Kreuz, 1500 m südöstlich vom Ort
Gemeindebezirk Urbich
Urbich, Eigentümer: Gemeinde Urbich
auf dem Friedhof von Urbich
Weißensee/Thür., den 25. Februar 1936.
Stück 43. Ausgegeben Erfurt, den 24. Oktober 1936. (479) S. 131
Erste Nachtragsverordnung zur Sicherung
von Naturdenkmalen im Kreise Weißensee/Thür.
Auf Grund der §§ 12 Abs. 1, 13 Abs. 1, 15 und 16 Abs. 1 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821) sowie der §§ 7 Abs. 1 bis 4 und 9 der Durchführungsverordnung vom 31. Oktober 1935 (RGBl. I S. 1275) wird mit Zustimmung der höheren Naturschutzbehörde die Verordnung des Unterzeichneten vom 25. Februar 1936 (ABl. vom 30. 5. 1936 Stück 22 S. 62) für den Bereich des Kreises Weißensee/Thür. auf das in nachfolgender Liste aufgeführte Naturdenkmal mit dem Tage der Bekanntgabe dieser Nachtragsverordnung ausgedehnt:
im Natur-denkmal-
Stadt-, Landgemeinde, Ortsbezirk, Gemarkung, Forstamt
Gemeindebezirk Waltersdorf
Eigentümer: Gemeinde Waltersdorf
Weißensee/Thür., den 4. September 1936.
L. VIII. J.-Nr. 2434.
Stück 52. Ausgegeben Erfurt, den 24. Dezember 1937. (607) S. 153
Nachtragsverordnung zur Sicherung
Auf Grund der §§ 3, 12 Abs. 1, 15 und 16 Abs. 1 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821) sowie der §§ 7 Abs. 1 bis 4 und 9 der Durchführungsverordnung vom 31. Oktober 1935 (RGBl. I S. 1275) wird mit Zustimmung der höheren Naturschutzbehörde die Verordnung des Unterzeichneten vom 25. Februar 1936 (ABl. vom 30. 5. 1936 Stück 22 S. 62) für den Bereich des Kreises Weißensee/Thür. auf das in nachfolgender Liste aufgeführten Naturdenkmale mit dem Tage der Bekanntgabe dieser Nachtragsverordnung ausgedehnt:
5 Schwarzpappeln
Kl. Ballhausen
Freiherr v. Lucius, Gr. Ballh.
an der Herrenwiese im Schloßpark d. Frhr. v. Lucius
1 Schwarzpappel
an der Ausfahrt nach Tennstedt
Am Westrand des Parkes an der Öde
Gemeindebezirk Wandersleben
Gemeinde Wandersleben
Dorfplatz bei der Wirtschaftsschule
Straße von Wandersleben nach Mühlberg vor dem Gasthaus Freudenthal
1 alte Buche
Gemeindebezirk Bechstedt-Wagd
Gemeinde Bechstedt-Wagd
Am Bechstedter-Triftweg
an der Straßenkreuzung am Eingang zum Dorf von Egstedt
Spring (Quelle)
Gemeinde Mühlberg
Gründelslochquelle mitsamt der unter Nr. 6 bereits geschützten
Weißensee/Th., den 18. November 1937.
M a i z m a n n.
– L III –
Stück 40. Ausgegeben Erfurt, den 7. Oktober 1939. (539) S. 107
von Naturdenkmalen (Findlingen) im Kreise Weißensee.
Auf Grund der §§ 3, 12 Abs. 1, 13 Abs. 1, 15 und 16 Abs. 1 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821) sowie des § 7 Abs. 1 bis 4 und des § 9 der Durchführungsverordnung vom 31. Oktober 1935 (RGBl. I S. 1275) wird mit Zustimmung der höheren Naturschutzbehörde die Verordnung des Unterzeichneten vom 25. Februar 1936 – Reg.-Amtsbl. vom 30. Mai 1936, Stück 22, S. 62 - für den Bereich des Kreises Weißensee auf die in vorstehender Liste aufgeführten Naturdenkmale (Findlinge) mit dem Tage der Bekanntgabe dieser Nachtragsverordnung ausgedehnt.
Bezeichnung der mitgeschützten Umgebung, zugelassene Nutzung u. a.
Maße u. Zustand der Naturdenkmale (Länge, Breite, Höhe, Umfang, Durchmesser, Flächengröße u. Alter)
1 : 25000, Jagen-Nummer, Flur-, Parzellen-Nr., Eigentümer
Meßtischbl. Nr. 2867, Dachwig Landwirt John
ca. 400m südöstl. vom Bahnhof Dachwig. Schnittpunkt d. Feldweges Dachwig-Fahn. Höhe mit Reichsbahn
nord. Granit
1,25 : 0,80 m
ca. 30 Ztr. schwer
"Planstein" Granitfindling
Meßtischbl. Nr. 2867, Gem. Walschleben
1,30:0,90:0,50m
Lindenhof-Ecke Backhausgasse
1,00:1,00:0,50m pl. geschliff.
"Fronsteine"
4 Findlinge
Am Fronplatz unter der Linde
kleinere Granite u. Gneise
Meßtischbl. Nr. 2933, Gem. Dittelstedt
an der Staße Dittelstedt, kurz vor dem Dorfe
Die Königslinde, unter der der Findling liegt
Gneis mit Granat-einsprenglingen
"Königslinde"
Meßtischbl. Nr. 2933, Gem. Niedernissa
Graben am Nordrand d. Klosterholzes südl. von Windischholzhausen
konglo-meratischer Braunkohlen-quarzit
Öhlersche Sandgrube
Windisch-holzhausen
Meßtischbl. Nr. 2933, Bes.: Berth. Öhler, Windischholz-hausen
"am Biel" südl. von Windischholzhausen
Rest einer eiszeitl. Moräne mit Schmelzwasser-sanden und Moränenschutt
Glaziale Ablagerungen am Alacher See
Meßtischbl. Nr. 2867, Gem. Alach
SW-Ecke des Alacher Sees
Eiszeitl. Sande mit reichen Knochen diluvialer Herkunft
(Friedenslinde)
Meßtischbl. Nr. 2944, Gem. Bechstedt-Wagd
500 m südl. von RAB – km 210,8
Weißensee, den 23. September 1939.
gez. H a l f m a n n.
Stück 12. Ausgegeben Erfurt, den 20. März 1937. (138) S. 34f
von Naturdenkmalen im Stadtkreis Erfurt.
Auf Grund der §§ 12 Abs. 1, 13 Abs. 1, 15 und 16 Abs. 1 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821) sowie der §§ 7 Abs. 1 bis 4 und 9 der Durchführungsverordnung vom 31. Oktober 1935 (RGBl. I S. 1275) wird mit Zustimmung der höheren Naturschutzbehörde für den Bereich des Stadtkreises Erfurt folgendes verordnet:
Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Bekanntgabe in Kraft.
Erfurt, den 18. Juli 1936.
als städtische Ortspolizeibehörde.
Schulzgedenkstein, genannt "Blauschimmel"
Meßtischbl. Nr. 2933
städt. Anlagen auf der Cyriaksburg
E. Stadt Erfurt
Aufgang zur Cyriaksburg r. Hd.
E. Fabrikbesitzer Julius Stübgen
Auf dem Gartengrund-stück hinter der Villa Cyriakstraße 39
Meßtischbl. Stottern-heim Nr. 2868
E. Willi Berghof,
Erfurt, Epinaystr. 2
Neben dem Brunnen d. Siedlungshauses, bei dessen Ausschachtung er gehoben wurde.
Nahe der Straße Erf.-Weimar beim Pest- kreuz r. 35 + 0,035 = 35,035 hoch 49 + 0,24 = 49,24
Forstbezirk Erfurt
E. Forstverw.
Lks. d. Straße n. b. Waldschlößchen b. km Stein 4,0 (4,035) r.
31 + 0,9 = 31,9 hoch
46 + 0,2 = 46,2
E. Predigergem.
Predigerstr. 3 hinter d. Hof am Eingang zum Garten
2 Eiben
E. Frau Else Konradi geb. Herwig
Regierungsstr. 55 hinterer Teil des alten Gartens
E. Maurermeister
Artus Bauer
Hof des Grundstücks
Buche genannt
"Lina-Buche"
Erfurt Steiger
Parz. 77/6 Bes. Herr Otto Zimmermann Gastwirt von Schloß Hubertus
Neben d. Gastwirtschaft
2 Platanen
E. Reichsbahn
Gartengrundstück der ehem. Milchinsel an der Milchinselstraße
Cornel-Kirsche
(Herlitze)
E. Winzer's Erben
Friedrich-Wilhelmplatz Nr. 34 (früherer Thür. Hof)
"Die Drei Quellen"
Im Geratal zwischen Erfurt und Hochheim
"Philosophenquelle"
verlängerte Motzstraße