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Timestamp: 2018-09-20 20:57:36
Document Index: 99245775

Matched Legal Cases: ['§ 40', '§ 15', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 282', '§ 6']

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Medizinische Rehabilitation (§ 40 SGB V - §§ 15, 32 SGB VI i.V.m. § 26 SGB IX - §§ 26, 33 SGB VII i.V.m. § 26 SGB IX)
Die medizinische Rehabilitation umfasst die Erhaltung oder Besserung des Gesundheitszustandes.
Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen legt unter Beteiligung der Arbeitsgemeinschaft nach § 282 (Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen) Indikationen fest, bei denen für eine medizinisch notwendige Leistung Anwendung findet, ohne dass es sich um Anschlussrehabilitation handelt
Kuren (Kinderheilbehandlungen, medizinische Rehabilitation für Mütter und Väter, onkologische Nachsorgeleistungen, Vorsorgeleistungen und Vorsorgekuren)
Körperersatzstücke, orthopädische und andere Hilfsmittel, einschließlich deren notwendiger Änderung, Instandsetzung und Ersatzbeschaffung
Früherkennung und Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohte Kinder
Ergänzende Leistungen zu Reha, wie z.B. Haushaltshilfe etc.
Was sind die Ziele einer medizinischen Rehabilitation?
um die Gesundheit zu stärken und einer absehbaren Erkrankung vorzubeugen
um einer Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes entgegenzuwirken
um eine Pflegebedürftigkeit zu vermeiden
Reha vollziehen,
um Krankheiten zu erkennen, zu heilen, zu verhüten und/oder Beschwerden zu lindern
um einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine bestehende Behinderung zu beseitigen, zu verbessern oder ihre Verschlechterung zu vermeiden
um Pflegebedürftigkeit zu verringern oder zu vermeiden
Gibt es verschiedene medizinische Rehamaßnahmen und worin unterscheiden sie sich?
Man unterscheidet ambulante und stationäre Rehamaßnahmen.
Zur ambulanten Rehamaßnahme:
Diese wird in der Nähe des Wohnortes des Patienten durchgeführt, so dass dieser zu Hause wohnt.
Voraussetzungen für eine ambulante Rehamaßnahme sind:
Eine ambulante Krankenbehandlung reicht für den angestrebten Erfolg nicht aus.
Eine Rehamaßnahme ist aus medizinischen Gründen erforderlich.
Eine Rehamaßnahme muss vom Arzt verordnet und vorher von dem jeweiligen Kostenträger genehmigt sein.
Zur stationären Rehamaßnahme:
Darunter versteht man eine Kur, so dass der Patient in der entsprechenden Einrichtung wohnt. Nachbehandlungen von Herzinfarkt, Geschwulstleiden oder psychischen Erkrankungen sind Beispiele für eine stationäre Rehamaßnahme.
Voraussetzungen für eine stationäre Rehamaßnahme sind:
Eine ambulante Rehamaßnahme reicht nicht aus.
Die stationäre Aufnahme aus medizinischen Gründen ist erforderlich.
Wer übernimmt die Kosten für die medizinische Rehabilitation? (§ 6 SGB IX)
Fast alle Träger der Sozialversicherung übernehmen unter bestimmten Voraussetzungen und nach ärztlicher Verordnung die Kosten für die medizinische Rehabilitation. Je nach Ziel der Behandlung unterscheiden sich die Zuständigkeiten.
Die Krankenkasse übernimmt die Kosten, soweit es um den Erhalt oder die Wiederherstellung der Gesundheit geht. Sie bestimmt nach den medizinischen Erfordernissen des Einzelfalls Art, Dauer, Umfang, Beginn und Durchführung der Leistungen nach den Absätzen 1 und 2, sowie die Rehabilitationseinrichtung nach pflichtgemäßem Ermessen. Leistungen nach Absatz 1 sollten für längstens 20 Behandlungstage, Leistungen nach Absatz 2 für längstens 3 Wochen erbracht werden, es sei denn, eine Verlängerung der Leistung ist aus medizinischen Gründen dringend erforderlich.
Die Berufsgenossenschaften zahlen die Rehabilitation aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit.
Die Rentenversicherungsträger übernehmen die Kosten wenn die Erwerbsfähigkeit erheblich gemindert oder gefährdet ist und durch die Behandlung wesentlich gebessert werden kann.
Muss ich bei der Rehamaßnahme etwas zuzahlen bzw. kommen dort Kosten auf mich zu?
Versicherte ab Vollendung des 18. Lebensjahres müssen bei fast allen ambulanten und stationären Rehamaßnahmen 10 € Zuzahlung pro Tag leisten:
Zeitlich unbegrenzt für ambulante und stationäre Maßnahmen der Krankenkasse
28 Tage wenn die ambulante Rehamaßnahme aus medizinischen Gründen länger als 6 Wochen dauert
längstens 42 Tage innerhalb eines Kalenderjahres für stationäre medizinische Rehamaßnahmen des Rentenversicherungsträgers
für längstens 28 Tage innerhalb eines Kalenderjahres bei einer Anschlussheilbehandlung
für längstens 14 Tage innerhalb eines Kalenderjahres bei einer Anschlussheilbehandlung des Rentenversicherungsträgers
Es müssen keine Zuzahlungen geleistet werden bei:
ambulanten Reha-Leistungen der Rentenversicherung
Der Patient kann gemeinsam mit dem Arzt einen Antrag veranlassen, allerdings muss er diesen bei dem zuständigen Träger selbst beantragen. Zum Antrag gehören eine ärztliche Bescheinigung, ein Arztbericht und möglichst ein eigenes, persönliches Schreiben. Der Leistungsumfang bei Rehamaßnahmen liegt im Ermessen der Krankenkasse bzw. des Renten- und Unfallversicherungsträgers.
Zu allen Fragen bezüglich der medizinischen Rehabilitation stehen Ihnen die Rentenversicherungsträger, die Berufsgenossenschaften, die Krankenkassen oder das Sozialamt zur Verfügung.
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