Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%2094,%204
Timestamp: 2020-01-20 20:34:43
Document Index: 207342524

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 174', '§ 142', '§ 146', '§ 146', 'BGH', 'BGH', '§ 11']

BFH, 08.10.1968 - VII 99/65 - dejure.org
BFH, 08.10.1968 - VII 99/65
https://dejure.org/1968,1558
BFH, 08.10.1968 - VII 99/65 (https://dejure.org/1968,1558)
BFH, Entscheidung vom 08.10.1968 - VII 99/65 (https://dejure.org/1968,1558)
BFH, Entscheidung vom 08. Januar 1968 - VII 99/65 (https://dejure.org/1968,1558)
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Anmeldung von einer Forderung zur Konkurstabelle
BFHE 94, 4
DB 1969, 200
BStBl II 1969, 54
Eine Heilung von wesentlichen Mängeln der Anmeldung ist ohne die Durchführung eines Prüfungstermins nicht möglich (…BGH, Urt. v. 8. November 1961, aaO;… Urt. v. 21. Februar 2000, aaO m.w.N.; BFHE 94, 4, 5 f;… Münch-Komm-InsO/Nowak, aaO;… Pape, aaO;… Uhlenbruck, aaO § 174 Rn. 22).
Wird er nach der insolvenzrechtlichen Prüfung geändert, so bedarf es einer neuen Anmeldung; ohne sie ist eine auf den anderen Anspruchsgrund gestützte Feststellungsklage ebenso unzulässig wie eine Klage ohne jede Anmeldung (…Jaeger/Weber aaO; BFHE 94, 4, 5 f. m. Anm. Mattern BB 1969, 27 f.).
Unbestimmt ist des Weiteren, ob die Klage des A (Konkursverwalter über das Vermögen von HX) nach Wiederaufnahme des Einspruchsverfahrens wirksam erhoben und ob --falls dies zu bejahen sein sollte-- das finanzgerichtliche Verfahren aufgrund einer Rücknahme der zunächst angemeldeten Forderungen i.V.m. einer nachträglichen Anmeldung (§ 142 KO) unterbrochen worden ist (…vgl. hierzu auch Kilger/Karsten Schmidt, 17. Aufl., § 146 KO, Anm. 2 d/e; BFH-Urteil vom 8. Oktober 1968 VII 99/65, BFHE 94, 4, BStBl II 1969, 54).
Andernfalls könnte nicht geprüft werden, ob die angemeldete und im Prüfungsverfahren erörterte Forderung mit der den Gegenstand des Feststellungsstreits nach § 146 KO bildenden Forderung identisch ist (vgl. Urteil in BFHE 141, 7, BStBl II 1984, 545; s. auch bereits BFH-Urteil vom 8. Oktober 1968 VII 99/65, BFHE 94, 4, BStBl II 1969, 54).
Schließlich hat der BFH in ständiger Rechtsprechung daran festgehalten, dass die einzelnen umsatzsteuerrechtlich erheblichen Sachverhalte der Forderungen so beschrieben sind, dass die Prüfung der Forderung und des geltend gemachten Konkursvorrechts im Prüfungstermin einwandfrei möglich ist (ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 8. Oktober 1968 VII 99/65, BFHE 94, 4, BStBl II 1969, 54; vom 29. März 1984 IV R 271/83, BFHE 141, 2, BStBl II 1984, 602; vom 17. Mai 1984 V R 80/77, BFHE 141, 7, BStBl II 1984, 545, und vom 26. November 1987 V R 130/82, BFHE 151, 349, BStBl II 1988, 124, 126).
OLG Brandenburg, 27.01.2016 - 11 U 126/13
Gesamtvollstreckung: Zulässigkeit einer Klage auf Feststellung einer Forderung …
Mithin hat der Gläubiger bei der Anmeldung den Lebenssachverhalt schlüssig darzulegen, der in Verbindung mit einem - nicht notwendig ebenfalls vorzutragenden - Rechtssatz die geltend gemachte Forderung als begründet erscheinen lässt (vgl. BGH, Urteil vom 22. Januar 2009 - IX ZR 3/08 -, juris; BGH, Urteil vom 27. September 2001 - IX ZR 71/00 -, juris [ausdrücklich zu § 11 Abs. 3 GesO]; RG, Urteil vom 01. Mai 1918 - I 422/17 -, RGZ 93, 13; BAG, Urteil vom 03. Dezember 1985 - 1 AZR 545/84 -, BAGE 50, 221; BFH, Urteil vom 08. Oktober 1968 - VII 99/65 -, BFHE 94, 4, BStBl II 1969, 54; Brandenburgisches Oberlandesgericht, Urteil vom 04. Dezember 2007 - 6 U 109/06 -, juris).