Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20128,%20135
Timestamp: 2019-12-10 00:24:06
Document Index: 167510111

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 362', 'BGH']

BGH, 06.12.1994 - XI ZR 173/94 - dejure.org
https://dejure.org/1994,1007
BGH, 06.12.1994 - XI ZR 173/94 (https://dejure.org/1994,1007)
BGH, Entscheidung vom 06.12.1994 - XI ZR 173/94 (https://dejure.org/1994,1007)
BGH, Entscheidung vom 06. Dezember 1994 - XI ZR 173/94 (https://dejure.org/1994,1007)
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Gutschrift auf falsches Konto - Zurückweisung durch Kontoinhaber - Bestehender Zahlungsanspruch
Kein Recht zur Zurückweisung einer Überweisung auf ein anderes als das angegebene Konto
Zurückweisungsrecht des Zahlungsempfängers bei materiell zustehender Zahlung
BGHZ 128, 135
NJW 1995, 520
ZIP 1995, 109
MDR 1995, 490
VersR 1995, 302
WM 1995, 149
BB 1995, 169
DB 1995, 1024
Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass eine Überweisung auf ein anderes als das von dem Gläubiger angegebene Konto grundsätzlich keine Tilgungswirkung hat (BGHZ 98, 24, 30; 128, 135, 137;… BGH, Urt. v. 17. März 2004 - VIII ZR 161/03, ZIP 2004, 1354, 1355).
aa) Aufgrund der Giroabrede ist die Bank berechtigt und verpflichtet, für den Kunden bestimmte Geldeingänge entgegenzunehmen und gutzuschreiben (BGHZ 128, 135, 139).
Als solche steht sie in keinerlei Leistungsverhältnis zu dem Überweisenden, so dass sie grundsätzlich auch nicht in die bereicherungsrechtliche Rückabwicklung einer Fehlüberweisung eingebunden ist (vgl. BGHZ 69, 186, 189; 128, 135, 137; 144, 245, 247).
BGH, 17.03.2004 - VIII ZR 161/03
Folglich hat die Überweisung auf ein anderes als das angegebene Konto grundsätzlich keine Tilgungswirkung (BGHZ 98, 24, 30; 128, 135, 137).
Das Berufungsgericht beruft sich für seine gegenteilige Auffassung zu Unrecht auf das Senatsurteil vom 6. Dezember (nicht: 12. Juni) 1994 (XI ZR 173/94, BGHZ 128, 135, 136 = NJW 1995, 520).
Daß die Überweisung in diesem Fall als Leistung des Überweisungsauftraggebers an den Überweisungsempfänger angesehen worden ist (Senat BGHZ 128, 135, 137), besagt nichts für die Beurteilung des vorliegenden Falles, in dem die Überweisung gerade nicht auf das vom Überweisungsauftraggeber angegebene Konto erfolgt ist.
Es entspricht ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, daß in der Überweisung auf ein Bankkonto eine Leistung des Überweisenden nur an den Überweisungsempfänger, nicht an dessen Bank, liegt (Senatsurteil BGHZ 128, 135, 137 m.w.Nachw.).
Die Bank fungiert insoweit lediglich als Zahlstelle und ist in den Bereicherungsausgleich in der Regel nicht eingebunden (vgl. BGH, Urteile vom 20. Juni 1977 - II ZR 169/75, BGHZ 69, 186, 189; vom 6. Dezember 1994 - XI ZR 173/94, BGHZ 128, 135, 137;… vom 31. Januar 2018 - VIII ZR 39/17, aaO Rn. 30).
Danach kam eine Erfüllung durch diese Zahlungsweise der Beklagten nicht in Betracht (vgl. hierzu BGHZ 98 S. 30; BGH in WM 1995 S. 149; LAG Stuttgart in NJW 1985 S. 2728).
Diese Zahlung stellt eine Leistung an den Kläger und nicht etwa an seine Bank dar, weil die Bank hier lediglich als "Zahlstelle" des Kontoinhabers anzusehen ist (vgl. BGH in NJW 1985 S. 2700 m.w.N.; BGH in WM 1995 S. 149 und Palandt, BGB, 53. Aufl., § 362 Rdz. 9 m.w.N.).
Entgegen einer in der Literatur gelegentlich vertretenen Auffassung kann der Versicherungsnehmer die Gutschrift auf dem Konto, auf das versehentlich gezahlt wurde, jedenfalls dann nicht zurückweisen, wenn ein wirksames Valutaverhältnis (hier zwischen Versicherung und Versicherungsnehmer) bestand (vgl. BGHZ 128, 135, 138).
LAG Hamburg, 23.12.1997 - 2 Sa 64/96
Weisungswidrige Zahlung einer Vergleichsforderung auf ein im Debet stehendes …
OLG Schleswig, 27.07.2000 - 5 U 63/99
Ausführung eines Überweisungsauftrags
BAG, 23.02.1999 - 9 AZR 188/98
SG Detmold, 30.01.2019 - S 2 KR 15/19
OLG Karlsruhe, 19.12.1996 - 9 U 146/97