Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20R%2054/02
Timestamp: 2019-10-14 17:08:44
Document Index: 308481174

Matched Legal Cases: ['§ 12', 'Art. 12', '§ 12', 'Art. 12', '§ 11', '§ 15']

BFH, 12.05.2005 - V R 54/02 - dejure.org
https://dejure.org/2005,1054
BFH, 12.05.2005 - V R 54/02 (https://dejure.org/2005,1054)
BFH, Entscheidung vom 12.05.2005 - V R 54/02 (https://dejure.org/2005,1054)
BFH, Entscheidung vom 12. Mai 2005 - V R 54/02 (https://dejure.org/2005,1054)
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UStG 1999 § 12 Abs. 2 Nr. 9; Richtlinie 77/388/EWG Art. 12 Abs. 3 Buchst. a, Anhang H Kategorie 16
UStG 1999 § 12 Abs. 2 Nr. 9; Richtlinie 77/388/EWG Art. 12 Abs. 3 Buchst. a, Anhang H, Kategorie 16
Nutzung einer Sauna im Fitnessstudio
Ermäßigung der Umsatzsteuer durch die Verabreichung von Heilbädern ; Nutzung einer Sauna in einem Fitnessstudio; Notwendigkeit des Dienens der Verabreichung eines Heilbads der Behandlung einer Krankheit oder einer anderen Gesundheitsstörung ; Notwendigkeit des Erfolgens ...
Sauna ist keine Heilbehandlung - Inhaber von Fitnessstudios müssen ihre Sauna-Einnahmen zum üblichen Umsatzsteuersatz versteuern
Umsatzsteuer: Sauna kein Heilbad
Freizeitsauna: Nach geänderter Rechtsprechung unterliegen Umsätze dem Regelsteuersatz
FG Rheinland-Pfalz, 24.09.2002 - 2 K 2626/01
BVerfG, 04.07.2006 - 1 BvR 1563/05
BFHE 209, 171
BB 2005, 1614
DB 2005, 1610
BStBl II 2007, 283
In diesem Zusammenhang stehe auch der Nichtanwendungserlass betreffend das BFH-Urteil vom 12.05.2005 V R 54/02 hinsichtlich des ermäßigten Steuersatzes für die Nutzung einer Sauna im Fitnessstudio.
Diese Grundvoraussetzungen für das Vorliegen eines Heilbades seien nach der Rechtsprechung restriktiv auszulegen (BFH-Urteil vom 12.05.2005 V R 54/02).
Die Vorschrift ist eng auszulegen (BFH-Urteil vom 12. Mai 2005 V R 54/02, BFHE 209, 171, BStBl II 2007, 283, unter II.1.).
Der V. Senat des BFH hat ferner entschieden, dass das Entgelt für die Benutzung einer Sauna in einem Fitnessstudio, soweit diese im Rahmen eines Gesamtpaketes stattfindet, nicht begünstigt zu besteuern ist (Urteil vom 12. Mai 2005 V R 54/02, BFHE 209, 171, BStBl II 2007, 283), und dass eine einheitliche Leistung nicht allein durch getrennte Aufzeichnung der Leistungsbestandteile oder durch eine kalkulatorische Aufspaltung des Entgelts auf die verschiedenen Leistungsbestandteile in mehrere Einzelleistungen zerlegt werden kann (Urteil vom 28. September 2000 V R 14, 15/99, BFHE 192, 357, BStBl II 2001, 78).
Der BFH hat dies im Urteil in BFHE 209, 171, BStBl II 2007, 283 bejaht.
Dementsprechend muss auch die Verabreichung eines Heilbades der Behandlung einer Krankheit oder einer anderen Gesundheitsstörung und damit dem Schutz der menschlichen Gesundheit dienen (BFH-Urteil vom 12. Mai 2005 V R 54/02, BFHE 209, 171, BStBl II 2007, 283, unter II.1.).
Die für sie ungünstigere neuere Rechtsprechung, wie sie im Urteil des BFH vom 12. Mai 2005 V R 54/02 (BFHE 209, 171, BFH/NV 2005, 1470) zum Ausdruck komme, dürfe nicht rückwirkend zu ihren Lasten zur Anwendung kommen.
b) Auch die Frage, ob gemeinschaftsrechtlich eine andere Behandlung von Saunaumsätzen in Betracht kommt, ist durch das Urteil des BFH in BFHE 209, 171, BFH/NV 2005, 1470 geklärt.
Dementsprechend muss die Verabreichung eines Heilbads der Behandlung einer Krankheit oder einer anderen Gesundheitsstörung und damit dem Schutz der menschlichen Gesundheit dienen (Urteil des Bundesfinanzhof -BFH- vom 12. Mai 2005 V R 54/02, Sammlung der Entscheidungen des BFH -BFHE- 209, 171, Bundessteuerblatt Teil II -BStBl II- 2007, 283).
Es reicht nicht, wenn die Leistung "ihrer Art nach" eine medizinische Heilbehandlung ist, soweit sie gleichzeitig im Wellnessbereich und zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens genutzt werden kann (vgl. BFH vom 12. Mai 2005 V R 54/02, BFHE 209 171, BStBl II 2007, 283 Rz. 44).
Die Beschränkung der steuerbefreiten Krankenhausleistungen auf solche des § 11 BPflV stellt die soziale Vergleichbarkeit her, da diese Leistungen - wenn sie von nach dem KHG finanzierten Krankenhäusern erbracht werden - von den Sozialversicherungsträgern übernommen werden und dem Umfang nach von den in § 15 BPflV bestimmten Gremien festgelegt werden, die einen sozialen Auftrag erfüllen (vgl. ähnliche Regelung bei anzuerkennenden ärztlichen ambulanten Leistungen, die vom gemeinsamen Ausschuss der Sozialversicherungsträger festgelegt werden, BFH-Urteile vom 12.08.2004 - V R 18/02, BStBl II 2005, 227, vom 25.11.2004 - V R 44/02, BStBl II 2005, 190 undvom 12.05.2005 -V R 54/02, BFH/NV 2005, 1470).
BFH, 17.11.2005 - V B 26/04
Der BFH hat deshalb das von der Klägerin angeführte Urteil des FG Rheinland-Pfalz (in EFG 2003, 652) aufgehoben (BFH-Urteil vom 12. Mai 2005 V R 54/02, BFHE 209, 171).
Dies folgt aus dem Wortlaut Thermalbehandlung" und aus deren Gleichsetzung in Kategorie 16 des Anhangs H Sechste Richtlinie des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern 77/388/EWG (nunmehr Kategorie 17 der Anlage III zur MwStSystRL) mit "medizinischen Versorgungsleistungen" und "zahnärztlichen Leistungen" (vgl. BFH-Urteil vom 12. Mai 2005 V R 54/02, BStBl II 2007, 283; BFH-Beschluss vom 28. August 2006 V B 180/05, juris).