Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201992,%20228
Timestamp: 2020-06-04 21:36:15
Document Index: 251515083

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249', '§ 195', '§ 276', '§ 195', '§ 638', '§ 68', 'BGH', '§ 37', '§ 15', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 826', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 400', 'BGH', '§ 44', 'BGH', 'BGH', '§ 44', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.09.1991 - VII ZR 376/89 - dejure.org
https://dejure.org/1991,1
BGH, 26.09.1991 - VII ZR 376/89 (https://dejure.org/1991,1)
BGH, Entscheidung vom 26.09.1991 - VII ZR 376/89 (https://dejure.org/1991,1)
BGH, Entscheidung vom 26. September 1991 - VII ZR 376/89 (https://dejure.org/1991,1)
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Bodensee-Baugemeinschaft
Prospekthaftung beim (modifizierten) Bauherrenmodell, Haftung der "Hintermänner", fortlaufende Prüfungspflichten nach Herausgabe des Prospektes;
§ 249 BGB, Schadenskausalität, "unvertretbare Investitionsentscheidung";
Verjährung, § 195 BGB <Fassung bis ...
Prospekthaftung - Kapitalbeteiligung - Bauherrenmodell - Anlagemodelle - Verjährung - Objekterwerb - Schadensersatzanspruch - Befreiung von Verbindlichkeit
Fünfjährige Verjährungsfrist für Prospekthaftungsansprüche gegen Steuerberater bei vom Prospekt abweichender Ausführung eines Kapitalanlage-/Bauherrenmodells ("Hamburger Modell")
Anwendbarkeit der Regeln über die Prospekthaftung auf andere Anlagemodelle - Grundsätze der Prospekthaftung
Zur Prospekthaftung bei Anlagemodellen
Anwendbarkeit der Prospekthaftungsgrundsätze bei Anlagemodellen
BGB § 276, § 195, § 638; StBerG § 68
Fehlerhafte Prospektzusage: Haftet auch der wirtschaftlich beherrschende Hintermann? (IBR 1992, 29)
Wann verjähren Ansprüche gegen die Prospektverantwortlichen? (IBR 1992, 30)
BGHZ 115, 213
NJW 1992, 228
ZIP 1992, 552
MDR 1992, 157
VersR 1992, 101
WM 1991, 2092
BB 1992, 10
DB 1992, 135
ZfBR 1992, 22
Zwar ergibt sich daraus für den von § 37b WpHG geregelten Fall der unterbliebenen Ad-hoc-Mitteilung nicht, welcher hypothetische Zustand bestünde, wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten - mithin die Beklagte ihrer Publizitätspflicht aus § 15 WpHG rechtzeitig nachgekommen - wäre; unter Hinweis auf die nach diesem Prinzip ohne Abstriche zu leistende Kompensation gelangt die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs bei Informationspflichtverletzungen jedoch im Regelfall zu einer schadensrechtlichen Rückabwicklung (vgl. zur Prospekthaftung im engeren Sinn: BGH, Urteil vom 26. September 1991 - VII ZR 376/89, BGHZ 115, 213, 220 mwN; zu vorvertraglichen Aufklärungspflichtverletzungen: Senatsurteile vom 19. Dezember 2000 - XI ZR 349/99, BGHZ 146, 235, 239 f. …und vom 29. Juni 2010 - XI ZR 104/08, BGHZ 186, 96 Rn. 46 mwN;… zu Informationsdefiziten im Rahmen von Beratungsverträgen: Senatsurteil vom 22. März 2011 - XI ZR 33/10, WM 2011, 682 Rn. 40; zur Haftung für fehlerhafte Ad-hoc-Mitteilungen im Rahmen von § 826 BGB: BGH, Urteile vom 19. Juli 2004 - II ZR 402/02, BGHZ 160, 149, 153 f. und II ZR 217/03, WM 2004, 1726, 1729 bzw. zu § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 400 Abs. 1 Nr. 1 AktG: BGH, Urteil vom 9. Mai 2005 - II ZR 287/02, WM 2005, 1358, 1359; in diesem Sinne ausdrücklich auch §§ 44 Abs. 1 Satz 1 BörsG, 13 Abs. 1, 13a Abs. 1 Satz 1 VerkProspG, 127 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1 InvG).
Die Aufklärungspflicht erstreckt sich auch auf solche Umstände, von denen zwar noch nicht feststeht, die es aber wahrscheinlich machen, dass sie den vom Anleger verfolgten Zweck gefährden (BGH, Urteil vom 26. September 1991- VII ZR 376/89, WM 1991, 2092, 2094, insofern nicht in BGHZ 115, 213 ff. abgedruckt).
Nach dieser Rechtsprechung, die zur Konkretisierung des § 44 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BörsG aF herangezogen werden kann, ist von einer Prospektverantwortlichkeit eines Hintermannes unter anderem dann auszugehen, wenn dieser auf die Konzeption des konkreten, mit dem Prospekt beworbenen und vertriebenen Modells maßgeblich Einfluss genommen hat und damit letztendlich auch für die Herausgabe des Prospektes verantwortlich ist (BGH, Urteile vom 26. September 1991 - VII ZR 376/89, BGHZ 115, 213, 217 ff., vom 7. September 2000 - VII ZR 443/99, BGHZ 145, 121, 127, vom 8. Dezember 2005 - VII ZR 372/03, WM 2006, 427, 428 …und vom 17. November 2011 - III ZR 103/10, WM 2012, 19 Rn. 17 mwN).
Nicht entscheidend ist, ob eine Mitwirkung unmittelbar bei der Gestaltung des Prospektes gegeben ist; ausschlaggebend dagegen ist, ob der Prospekt mit Kenntnis des Verantwortlichen in den Verkehr gebracht worden ist (BGH, Urteile vom 16. November 1978 - II ZR 94/77, BGHZ 72, 382, 388, vom 26. September 1991 - VII ZR 376/89, BGHZ 115, 213, 220 und vom 8. Dezember 2005 - VII ZR 372/03, WM 2006, 427, 428).
Dieses Eigeninteresse gepaart mit seiner gesellschaftsrechtlichen Funktion als Mehrheitsgesellschafter der W. und dem vom Berufungsgericht rechtsfehlerfrei festgestellten tatsächlichen Eingreifen in deren Geschäft durch die Erteilung von Weisungen zu Zahlungsflüssen belegen auch einen beherrschenden Einfluss auf die streitgegenständliche Emission (vgl. auch BGH, Urteil vom 26. September 1991 - VII ZR 376/89, BGHZ 115, 213, 219 f.).
Die Kläger können verlangen, so gestellt zu werden, als hätten sie die Anlageentscheidung nicht getroffen (z.B. BGH, Urteil vom 26. September 1991 - VII ZR 376/89, BGHZ 115, 213, 220 f).
Denn unabhängig davon, ob man diese als quasivertraglich oder -deliktisch qualifiziert (…vgl. hierzu Schütze in Assmann/Schütze, Handbuch des Kapitalanlagerechts 4. Aufl. § 7 Rn. 20 f. m.w.N.), stehen sie in engem Zusammenhang mit dem Versicherungsvertrag, von dessen Abschluss sie unmittelbar abhängen (vgl. BGH, Urteil vom 26. September 1991 - VII ZR 376/89, BGHZ 115, 213, 220 f.).
Anknüpfungspunkt für die Haftung ist, da vertragliche oder persönliche vorvertragliche Beziehungen zur Anbahnung eines Vertragsverhältnisses zwischen dem Anleger und diesem Personenkreis nicht zustande kommen, dessen Einfluss auf die Gesellschaft bei der Initiierung des in Frage stehenden Projekts (vgl. BGHZ 115, 213, 227;… Senatsurteil vom 1. Dezember 1994 aaO).
Zwar hat der Bundesgerichtshof angenommen, daß es bei einer voll werthaltigen Kapitalanlage an einem Schaden des Anlegers fehlen könne (BGHZ 115, 213, 221;… Urt. v. 27. September 1988 - XI ZR 4/88, ZIP 1988, 1464, 1467; v. 19. Dezember 1989 - XI ZR 29/89, WM 1990, 681, 684).
Die Darlegungs- und Beweislast lag bei dem Aufklärungspflichtigen, d.h. bei dem Beklagten (vgl. BGH, Urteil vom 26. September 1991 - VII ZR 376/89 = NJW 1992, 228, 231).
b) Der Kläger kann verlangen, so gestellt zu werden, als hätte er sich an dem Anlagemodell der P. GmbH nicht beteiligt (vgl. BGH, Urteil vom 26. September 1991 - VII ZR 376/89 = NJW 1992, 228, 230).
BGH, 08.12.2005 - VII ZR 372/03
Prospekthaftung eines konzernbeherrschenden Gesellschafters
BGH, 29.06.2006 - VII ZR 86/05
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OLG München, 13.12.2006 - 7 U 3900/06
KG, 17.01.2003 - 17 U 69/02
OLG München, 29.11.2006 - 15 U 1775/06
OLG Nürnberg, 23.07.2001 - 5 U 3522/99
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OLG Stuttgart, 29.01.2005 - 19 U 127/03
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OLG Hamm, 26.05.2004 - 12 U 97/03
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OLG Nürnberg, 11.11.1993 - 8 U 1741/93
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OLG München, 25.01.2007 - 23 U 2113/06
BGH, 24.03.1992 - XI ZR 132/91
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LG Frankenthal, 30.04.2014 - 3 O 14/14
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OLG Oldenburg, 13.12.2002 - 2 U 190/02
KG, 11.06.2008 - 26 U 143/07
KG, 13.02.2008 - 26 U 45/07
KG, 13.02.2008 - 26 U 42/07
LG München I, 25.09.2006 - 28 O 468/06