Source: https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/78870_8/?SprungMarke=ja_4sn_3
Timestamp: 2019-12-07 16:38:01
Document Index: 307411039

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 4', '§ 10', '§ 1', '§ 4', '§ 10', '§ 10', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 32', '§ 20', '§ 8', '§ 8', '§ 34', '§ 8', '§ 34', '§ 14', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 6', '§ 18', '§ 50', '§ 39', '§ 73', '§ 8', '§ 8', '§ 8']

KStG § 8 Ermittlung des Einkommens - NWB Gesetze
KStG § 8 i.d.F. 04.08.2019
§ 8 Ermittlung des Einkommens [1]
(1) 1Was als Einkommen gilt und wie das Einkommen zu ermitteln ist, bestimmt sich nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes und dieses Gesetzes. 2Bei Betrieben gewerblicher Art im Sinne des § 4 sind die Absicht, Gewinn zu erzielen, und die Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr nicht erforderlich. 3Bei den inländischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten beträgt das Einkommen aus dem Geschäft der Veranstaltung von Werbesendungen 16 Prozent der Entgelte (§ 10 Abs. 1 des Umsatzsteuergesetzes) aus Werbesendungen.
(2) Bei unbeschränkt Steuerpflichtigen im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 sind alle Einkünfte als Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu behandeln.
(3) 1Für die Ermittlung des Einkommens ist es ohne Bedeutung, ob das Einkommen verteilt wird. 2Auch verdeckte Gewinnausschüttungen sowie Ausschüttungen jeder Art auf Genussrechte, mit denen das Recht auf Beteiligung am Gewinn und am Liquidationserlös der Kapitalgesellschaft verbunden ist, mindern das Einkommen nicht. 3Verdeckte Einlagen erhöhen das Einkommen nicht. 4Das Einkommen erhöht sich, soweit eine verdeckte Einlage das Einkommen des Gesellschafters gemindert hat. 5Satz 4 gilt auch für eine verdeckte Einlage, die auf einer verdeckten Gewinnausschüttung einer dem Gesellschafter nahe stehenden Person beruht und bei der Besteuerung des Gesellschafters nicht berücksichtigt wurde, es sei denn, die verdeckte Gewinnausschüttung hat bei der leistenden Körperschaft das Einkommen nicht gemindert. 6In den Fällen des Satzes 5 erhöht die verdeckte Einlage nicht die Anschaffungskosten der Beteiligung.
(5) Bei Personenvereinigungen bleiben für die Ermittlung des Einkommens Beiträge, die auf Grund der Satzung von den Mitgliedern lediglich in ihrer Eigenschaft als Mitglieder erhoben werden, außer Ansatz.
(6) Besteht das Einkommen nur aus Einkünften, von denen lediglich ein Steuerabzug vorzunehmen ist, so ist ein Abzug von Betriebsausgaben oder Werbungskosten nicht zulässig.
(7) 1Die Rechtsfolgen einer verdeckten Gewinnausschüttung im Sinne des Absatzes 3 Satz 2 sind
bei Betrieben gewerblicher Art im Sinne des § 4 nicht bereits deshalb zu ziehen, weil sie ein Dauerverlustgeschäft ausüben;
bei Kapitalgesellschaften nicht bereits deshalb zu ziehen, weil sie ein Dauerverlustgeschäft ausüben. 2Satz 1 gilt nur bei Kapitalgesellschaften, bei denen die Mehrheit der Stimmrechte unmittelbar oder mittelbar auf juristische Personen des öffentlichen Rechts entfällt und nachweislich ausschließlich diese Gesellschafter die Verluste aus Dauerverlustgeschäften tragen.
2Ein Dauerverlustgeschäft liegt vor, soweit aus verkehrs-, umwelt-, sozial-, kultur-, bildungs- oder gesundheitspolitischen Gründen eine wirtschaftliche Betätigung ohne kostendeckendes Entgelt unterhalten wird oder in den Fällen von Satz 1 Nr. 2 das Geschäft Ausfluss einer Tätigkeit ist, die bei juristischen Personen des öffentlichen Rechts zu einem Hoheitsbetrieb gehört.
(8) [2] 1Werden Betriebe gewerblicher Art zusammengefasst, ist § 10d des Einkommensteuergesetzes auf den Betrieb gewerblicher Art anzuwenden, der sich durch die Zusammenfassung ergibt. 2Nicht ausgeglichene negative Einkünfte der einzelnen Betriebe gewerblicher Art aus der Zeit vor der Zusammenfassung können nicht beim zusammengefassten Betrieb gewerblicher Art abgezogen werden. 3Ein Rücktrag von Verlusten des zusammengefassten Betriebs gewerblicher Art auf die einzelnen Betriebe gewerblicher Art vor Zusammenfassung ist unzulässig. 4Ein bei einem Betrieb gewerblicher Art vor der Zusammenfassung festgestellter Verlustvortrag kann nach Maßgabe des § 10d des Einkommensteuergesetzes vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden, den dieser Betrieb gewerblicher Art nach Beendigung der Zusammenfassung erzielt. 5Die Einschränkungen der Sätze 2 bis 4 gelten nicht, wenn gleichartige Betriebe gewerblicher Art zusammengefasst oder getrennt werden. 6Kommt es bei einem Betrieb gewerblicher Art, der sich durch eine Zusammenfassung ergeben hat, innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren nach der Zusammenfassung zur Anwendung des § 3a des Einkommensteuergesetzes, ist § 3a Absatz 3 Satz 3 des Einkommensteuergesetzes entsprechend auf die in Satz 4 genannten Verlustvorträge anzuwenden.
(9) [3] 1Wenn für Kapitalgesellschaften Absatz 7 Satz 1 Nr. 2 zur Anwendung kommt, sind die einzelnen Tätigkeiten der Gesellschaft nach folgender Maßgabe Sparten zuzuordnen:
Tätigkeiten, die als Dauerverlustgeschäfte Ausfluss einer Tätigkeit sind, die bei juristischen Personen des öffentlichen Rechts zu einem Hoheitsbetrieb gehören, sind jeweils gesonderten Sparten zuzuordnen;
Tätigkeiten, die nach § 4 Abs. 6 Satz 1 zusammenfassbar sind oder aus den übrigen, nicht in Nummer 1 bezeichneten Dauerverlustgeschäften stammen, sind jeweils gesonderten Sparten zuzuordnen, wobei zusammenfassbare Tätigkeiten jeweils eine einheitliche Sparte bilden;
alle übrigen Tätigkeiten sind einer einheitlichen Sparte zuzuordnen.
2Für jede sich hiernach ergebende Sparte ist der Gesamtbetrag der Einkünfte getrennt zu ermitteln. 3Die Aufnahme einer weiteren, nicht gleichartigen Tätigkeit führt zu einer neuen, gesonderten Sparte; Entsprechendes gilt für die Aufgabe einer solchen Tätigkeit. 4Ein negativer Gesamtbetrag der Einkünfte einer Sparte darf nicht mit einem positiven Gesamtbetrag der Einkünfte einer anderen Sparte ausgeglichen oder nach Maßgabe des § 10d des Einkommensteuergesetzes abgezogen werden. 5Er mindert jedoch nach Maßgabe des § 10d des Einkommensteuergesetzes die positiven Gesamtbeträge der Einkünfte, die sich in dem unmittelbar vorangegangenen und in den folgenden Veranlagungszeiträumen für dieselbe Sparte ergeben. 6Liegen die Voraussetzungen des Absatzes 7 Satz 1 Nr. 2 Satz 2 ab einem Zeitpunkt innerhalb eines Veranlagungszeitraums nicht mehr vor, sind die Sätze 1 bis 5 ab diesem Zeitpunkt nicht mehr anzuwenden; hiernach nicht ausgeglichene oder abgezogene negative Beträge sowie verbleibende Verlustvorträge aus den Sparten, in denen Dauerverlusttätigkeiten ausgeübt werden, entfallen. 7Liegen die Voraussetzungen des Absatzes 7 Satz 1 Nr. 2 Satz 2 erst ab einem bestimmten Zeitpunkt innerhalb eines Veranlagungszeitraums vor, sind die Sätze 1 bis 5 ab diesem Zeitpunkt anzuwenden; ein bis zum Eintritt der Voraussetzungen entstandener Verlust kann nach Maßgabe des § 10d des Einkommensteuergesetzes abgezogen werden; ein danach verbleibender Verlust ist der Sparte zuzuordnen, in denen keine Dauerverlustgeschäfte ausgeübt werden. 8Der am Schluss eines Veranlagungszeitraums verbleibende negative Gesamtbetrag der Einkünfte einer Sparte ist gesondert festzustellen; § 10d Absatz 4 des Einkommensteuergesetzes gilt entsprechend. 9Die §§ 3a und 3c Absatz 4 des Einkommensteuergesetzes sind entsprechend anzuwenden; § 3a Absatz 2 des Einkommensteuergesetzes ist für die Kapitalgesellschaft anzuwenden.
(10) 1Bei Einkünften aus Kapitalvermögen ist § 2 Absatz 5b des Einkommensteuergesetzes nicht anzuwenden. 2§ 32d Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 Satz 1 und Nr. 3 Satz 1 und Satz 3 bis 6 des Einkommensteuergesetzes ist entsprechend anzuwenden; in diesen Fällen ist § 20 Abs. 6 und 9 des Einkommensteuergesetzes nicht anzuwenden.
1Anm. d. Red.: § 8 Abs. 1 und 7 i. d. F. des Gesetzes v. 19. 12. 2008 (BGBl I S. 2794) mit Wirkung v. 25. 12. 2008; Abs. 2 i. d. F. des Gesetzes v. 7. 12. 2006 (BGBl I S. 2782) mit Wirkung v. 13. 12. 2006; Abs. 3 i. d. F. des Gesetzes v. 13. 12. 2006 (BGBl I S. 2878) mit Wirkung v. 19. 12. 2006; Abs. 4 weggefallen gem. Gesetz v. 14. 8. 2007 (BGBl I S. 1912) mit Wirkung v. 18. 8. 2007; Abs. 8 und 9 i. d. F. des Gesetzes v. 27. 6. 2017 (BGBl I S. 2074) i. V. mit Gesetz v. 11.12.2018 (BGBl I S. 2338) mit Wirkung v. 5.7.2017 ; Abs. 10 i. d. F. des Gesetzes v. 1. 11. 2011 (BGBl I S. 2131) mit Wirkung v. 1. 1. 2012.
2Anm. d. Red.: Zur Anwendung des § 8 Abs. 8 siehe § 34 Abs. 3c.
3Anm. d. Red.: Zur Anwendung des § 8 Abs. 9 siehe § 34 Abs. 3c.
Ebber, Hinzurechnungsbesteuerung, infoCenter
Bührer, Pensionsrückstellung, infoCenter
Rennar, Verdeckte Einlage durch Veranlassung einer vGA im Dreiecksverhältnis, StuB 13/2019 S. 512
Abts/Kremers, Die gesetzliche Regelung zur variablen Ausgleichszahlung in § 14 Abs. 2 KStG vor dem Hintergrund des steuerlichen Querverbunds, StuB 11/2019 S. 427
Schindler, Ausschluss des Verlustabzugs nach § 8 Abs. 4 KStG a. F. - Klagen gegen Folgebescheide, NWB Online-Beitrag
Lüdenbach, Gesellschafterverzicht auf überverzinsliche Forderung, StuB 23/2018 S. 880
v. Wolfersdorff, Steuerbilanzieller Ausweis von Genussrechtskapital: Neues zur Maßgeblichkeit, StuB 22/2018 S. 801
BFH-Rechtsprechung zur Körperschaftsteuer im Jahr 2000, NWB 47/2001 S. 3915
BFH-Rechtsprechung zur Körperschaftsteuer im Jahr 1999, NWB 52/2000 S. 4765
Böse Überraschungen beim Gesetz zur Fortsetzung der Unternehmenssteuerreform, NWB 38/1997 S. 3343
Lexikon der BFH-Entscheidungen im Jahr 1995 zur Körperschaftsteuer, NWB 39/1996 S. 3179
Kotz/Hubo, Mandantenorientierte Sachbearbeitung - Lernfeld 14: Sachverhalte nach dem KStG bearbeiten
Döpper/Klein/Müller in Mössner/Seeger/Oellerich, KStG, § 8
Oellerich in Mössner/Seeger/Oellerich, KStG, § 8a
Hackemann in Mössner/Seeger/Oellerich, KStG, § 8c
Geißer in Mössner/Seeger/Oellerich, KStG, § 8b
Mössner/Seeger/Oellerich, KStG, § 8
H 8.2 KStH
H 8.5 KStH
H 8.6 KStH
H 8.7 KStH
H 8.8 KStH
H 8.9 KStH
H 8.10 KStH
H 8.11 KStH
H 8.12 KStH
H 8.13 KStH
BFH - I R 8/19, Verfahrensverlauf
BFH - XI R 39/18, Verfahrensverlauf
BFH - I R 36/18, Verfahrensverlauf
BFH - I R 32/18, Verfahrensverlauf
BFH - I R 41/18, Verfahrensverlauf
§ 6b-EStG-Rücklage ist bei einer GmbH, die exakt zum Ende des Reinvestitionszeitraums auf eine andere GmbH verschmolzen wird, nicht gewinnerhöhend aufzulösen, Mustereinspruch
Feststellungsbescheid nach § 18 Abs. 1 Satz 1 AStG ist bindend?, Mustereinspruch
Steuerabzug gem. § 50a Abs. 1 Nr. 3 EStG: Abgrenzung zwischen Rechteverkauf und zeitlich begrenzter Rechteüberlassung bei grenzüberschreitender Überlassung von Nutzungsrechten an Urheberrechten - Kein wirtschaftliches Eigentum i.S.d. § 39 Abs. 2 Nr. 1 AO?, Mustereinspruch
Aufwendungen einer Organgesellschaft aufgrund einer Haftungsinanspruchnahme nach § 73 AO für Körperschaftsteuerschulden des Organträgers sind als verdeckte Gewinnausschüttung zu beurteilen?, Mustereinspruch
Zeitpunkt der Beurteilung einer verdeckten Gewinnausschüttung bei einer Änderung der Verhältnisse, Mustereinspruch
Verlustrücktrag trotz schädlichen Beteiligungserwerbs, Mustereinspruch
Sanierungsklausel § 8 Abs. 4 Satz 3 KSTG - Auslegung des Begriffs, Mustereinspruch
Abwärtsverschmelzung - Übergang der Anteile an der über-nehmenden Körperschaft auf ausländische Anteilseigner führt nicht zwangsläufig zur Aufdeckung der stillen Reserven, Mustereinspruch
Verfassungswidrigkeit der Rückwirkung des § 8b Abs. 3 Satz 1 KStG - Verbleib des wirtschaftlichen Eigentums an teilweise der Dauertestamentsvollstreckung unterliegenden Aktien bei der übertragenden Stiftung - Verdeckte Gewinnausschüttung wegen Rückübertragung von zum Teilwert eingelegter Aktien zu Buchwerten?, Mustereinspruch
KStG § 8 Ermittlung des Einkommens ablegen in?