Source: https://tresselt.de/arbeitsschutz.htm
Timestamp: 2018-02-22 00:34:52
Document Index: 7810488

Matched Legal Cases: ['§22', '§13', '§59', '§ 5', '§36', '§ 54', '§ 54', '§ 53', '§ 59']

Sie ist in der Schriftenreihe "Schule in NRW" im Heft 1031/1 als Neuauflage erschienen und kann bei der Unfallkasse NRW heruntergeladen werden. Ich habe sie aber auch im Downloadverzeichnis unter dem Namen RISU-NRW2014.pdf gespeichert.
Lesen Sie unbedingt die Hinweise im Amtsblatt vom März 2917!
Auf diese Weise bilden die RISU das Resümee der vielfältigen Rechts- und Verwaltungsvorschriften und formulieren auf dieser Basis die notwendigen Maßnahmen. Sehr positiv sind auch die darin enthaltenen fachbezogenen Hinweise und Ratschläge, die Checklisten sowie die Handlungshilfen zur Gefährdungsbeurteilung. Für die Berufskollegs ist das die RISU-BK, die ebenfalls 2014 überarbeitet wurde.
Schon früher war nach den Bestimmungen der RVO und dem §22 des VII. Sozialgesetzbuches die Schule wie ein Unternehmer verpflichtet, die Aufgaben des Arbeits- und Gesundheitsschutzes wahrzunehmen. Da der Schulleiter in diesem Sinne wie ein Arbeitgeber zu behandeln ist, hat er alle Vorgaben des Gesetzes umzusetzen. So ist das jetzt auch in den RISU festgelegt: "Im Bereich der inneren Schulangelegenheiten liegt die Verantwortlichkeit für den Arbeitsschutz nach §13 Abs. 1 Nr. 4 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) bei den Schulleiterinnen und Schulleitern der Schulen (§59 SchG - BASS 1-1).Zu dieser Verantwortung gehört auch, die in der Schule tätigen Personen, die sich in der Schule aufhalten, vor entsprechenden Gefährdungen zu schützen."
Verkehrswege (Treppen, Flure, Stolperstellen, Türen, Fluchtweg-Kennzeichnungen, Panikverschlüsse, Türschließer, Fensteröffnungen im Gefahrfall, Ein- und Ausgänge, Aufzüge...)
Arbeitsplätze (Klassenräume mit Mobiliar, Tisch- und Stuhlhöhe, Kanten, Tafeln - Pausenräume, Freizeiträume, Kellerräume, Fachräume, Lehrerzimmer, Raucherzimmer, Nichtraucherschutz im Arbeits- und Pausenbereich, Ruhebereiche, Fotokopier- und Druckerräume, Schulhöfe, Spielgeräte, Sporthalle, Schwimmbad, Sportplatz ...)
Maschinen (Kreissäge, Bohrmaschinen, Abrichten, Schleifmaschinen, Kompressoren, Schweißgeräte, Druckerpresse, Kettensäge, Waschmaschinen, Trockner, Küchenmaschinen, Gasherde, Schneidemaschinen, Kühlschränke ...)
Fahrzeuge (Rasenmäher, Kehrmaschinen, Mofas, Fahrräder, ...)
Geräte (Computer, Bildschirme, Beamer, Drucker, Trafos, Videogeräte, OHP, Fotokopiergeräte, Laminiergeräte, Thermokopierer, Umdrucker, Offsetdrucker, Projektoren, Fernseher, Videogeräte, Verstärker, Staubsauger, Röntgengeräte, Laser ...)
Arbeitsstoffe (Lösungsmittel, Chemikalien, Reinigungsmittel, Lacke, Farben, Klebstoffe, Verdünner, Treibstoffe, Umdruckflüssigkeit, Toner, Tinten, Ölkreide, ...)
Spielzeuge (Bälle, Schläger, Fußballkicker, Billardtische, ...)
Arbeitsabläufe (Pausen, Vertretungsstunden, Klausuren, Stundenpläne, Aufsichtspläne, Ordnungsdienste, Feueralarm, Unfallmeldungen, Unterrichtsgänge, Wanderfahrten ...)
Arbeitszeiten (Anwesenheitszeiten, Konferenzen, Mehrarbeit ...)
Hausmeister: Röhren auswechseln oder Starter kontrollieren; bei der Entsorgung der Röhren auf Kondensatoren achten!
Es gibt übrigens seit August 2010 neu überarbeitete Checklisten des BAD zur Gefährdungsbeurteilung der Arbeitsplätze von Lehrerinnen und Lehrern. Sie sind auf der Webseite des Ministeriums zu finden, können aber nur mit Benutzername und Kennwort heruntergeladen werden.
Diese Kriterien müssen gleichrangig erfüllt sein. Das bedeutet, dass detaillierte Gefährdungsbeurteilungen an der Schule gem. § 5 ArbSchG vorliegen und das Unfallgeschehen an der Schule einbezogen wird. Die räumliche, zeitliche und fachliche Nähe bezieht sich auf die Qualifikationen der Sicherheitsbeauftragten hinsichtlich des Arbeitsschutzes in dem entsprechenden Sicherheitsbereich. Dazu sind Kenntnisse in der Gefährdungsbeurteilung unbedingt erforderlich. Problematisch ist natürlich wie immer die Entlastung für solche Aufgaben. Man rechnet mit einer Wochenstunde Ermäßigung aus dem „Lehrertopf“ für diese Aufgabe. Aber Festlegungen oder Vorgaben gibt es nicht. In dem Erlass heißt es lediglich, dass die oder der Sicherheitsbeauftragte von anderen Aufgaben freigestellt werden soll, wenn es zur Durchführung der Aufgaben im Einzelfall erforderlich ist. Hier muss also der Lehrerrat mit der Schulleitung die Entlastungsstunden aushandeln. Es kann nämlich nach dem neuen Erlass sein, dass deutlich mehr Sicherheitsbeauftragte bestellt werden müssen, als das bisher der Fall war. Und wichtig ist die Sicherheit in der Schule! Ich erinnere mich immer noch an die Worte meines Dezernenten, der mir sagte: "Die Eltern schicken ihr Kind morgens in die Schule, damit es etwas lernt. Sie geben es in die Obhut der Schule und erwarten, dass es wieder gesund nach Hause kommt. Und das ist zunächst einmal wichtiger, als dass es etwas gelernt hat."
Es gibt ein ausgezeichnetes Handbuch für die Umsetzung der Gefahrstoffverordnung bei der Unfallkasse NRW oder dem Gemeindeunfallversicherungsverband, dem auch die rechte Zeichnung entnommen ist. Laden Sie es herunter!
Quelle: Prävention in NRW - Umsetzung der Gefahrstoffverordnung in Schulen - hrsg. vom MSW und den Gemeindeunfallversicherungsverbänden sowie der Landesunfallkasse NRW
Ein weiterer Konfliktpunkt entsteht immer bei der Zuweisung von Ermäßigungsstunden. In der alten SINTU oder auch in den RISU-NRW von 2007 stand der Satz " Dieser Lehrkraft sind für diese Aufgaben Anrechnungsstunden zuzubilligen." Dabei wurde natürlich schlauerweise nicht gesagt, wo diese Stunden herzunehmen sind - ob aus dem "Lehrertopf" oder den Ermäßigungsstunden für die Schulleitung. Diese Streitfrage ist jetzt geklärt:
"Der Lehrkraft ist für die Wahrnehmung dieser Aufgaben eine Entlastung durch die in der Leitungszeit stehenden Stunden zu gewähren (siehe RISU I-3.2)". Das bedeutet ganz klar, dass die Ermäßigungsstunden nicht aus dem Lehrertopf genommen werden dürfen, sondern sie müssen aus dem Schulleitungstopf verteilt werden.
Unter Umständen lohnt sich sogar ein Chemikalientausch mit anderen Schulen, so dass dann Übermengen kostensparend ausgeglichen werden können. Unter www.chemietreff.de oder bei vielen Universitäten wie
Natürlich kann nicht jeder Gefahrstoffbeauftragte alle Sicherheitsdaten, -vorschriften und -verfahrenshinweise im Kopf haben. Hier sind die großen Datenbanken der Chemikalienhersteller sehr von Nutzen. So gibt es z.B. von der Firma Merck kostenlos eine CD, auf der sämtliche Sicherheitsdatenblätter in aktueller Form enthalten sind und direkt ausgedruckt werden können. Im Notfall hat man diese Daten dann schnell zur Hand. Jedes Jahr bekommt man übrigens kostenlos ein aktuelles Update über die Bezugsquelle http://www.merck-chemicals.de/. Änderungen von R- und S- Sätzen findet man auch bei http://www.chemie.fu-berlin.de/chemistry/safety/r-saetze.html.
Die Sicherheitsdatenblätter ( über 1000 Stk.) finden Sie auch bei dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin in einer Datenbank. Sie ist aber meist mit Passwort geschützt. Deshalb sollten Sie sich unter http://www.cdc.gov/niosh/ipcs/icstart.html einloggen.
- Konferenzen (Fachkonferenzen, Lehrerkonferenzen) und
- Betriebsanweisungen.
Aus den vorherigen Abschnitten wird deutlich, dass der Aufgabenkatalog sehr schnell sehr umfangreich werden kann; es empfiehlt sich daher, die an der Schule vorhandenen Sammlungsleiter in die Arbeit mit einzubinden. Sie können die Grundlagen für den Gefahrstoffbeauftragten zur Verfügung stellen, indem sie ihm die erforderlichen Daten liefern. Eine Checkliste für den Gefahrstoffbeauftragten ist im Anhang unter checkliste.doc als WORD-Dokument beigefügt.
Ein Musterformular zur Bestellung des Gefahrstoffbeauftragten habe ich im Anhang unter dem Namen gefbeauf.doc als WORD-Datei beigefügt.
Vielleicht sollte man als Schulleiter unter dem oben schon einmal erwähnten Grundsatz „Sicherheit geht vor Unterricht“ der Schulkonferenz mitteilen, dass für diese Arbeit, die verpflichtend für die Schulen geworden ist, der Unterricht um 5 Stunden gekürzt werden muss. Schließlich wollen doch alle, dass die Kinder ihre Zeit in der Schule unter besten Sicherheits- und Arbeitsbedingungen verbringen...
Der Gefahrstoffbeauftragte muss sich allerdings darum kümmern, dass eine allgemeine Betriebsanweisung für den Umgang mit Gefahrstoffen existiert. Sie sollte getrennt für die Fachbereiche Technik, Physik, Chemie, Biologie, Hauswirtschaft und Kunst erstellt werden. Dazu gibt es spezielle Betriebsanweisungen, die sich auf den Umgang mit bestimmten Stoffen – etwa brennbaren Flüssigkeiten – beziehen. Dabei werden Stoffgruppen zusammengefasst, die ähnliche Merkmale aufweisen. Ein praktikables Beispiel für eine allgemeine Betriebsanweisung und für stoffgruppenbezogene Betriebsanweisungen findet sich im Internet unter
Allerdings schreibt der GUV in seinem Merkheft, dass nur dann Bedarf für stoff- und arbeitsplatzbezogene Betriebsanweisungen besteht, wenn mit einzelnen Stoffen intensiverer Umgang besteht. Im Normalfall dürften eine allgemeine Betriebsanweisung für Lehrer ausreichen, die den Charakter einer Laborordnung hat und auf die Gefäßkennzeichnung, die Sicherheitsdatenblätter und Gefahrstofflisten verweist, die ja zusätzlich zur Verfügung stehen sollen. Im Anhang habe ich Muster-Betriebsanweisungen in Übereinstimmungen mit den Vorschriften des GUV und des Landesinstituts beigefügt. Für Schüler heißen sie betriebs.doc, für Lehrer betriebl.doc und für Hausmeister bzw. Reinigungspersonal betriebh.doc. Alle Formulare sind im WORD-Format geschrieben und können leicht den individuellen Bedürfnissen angepasst werden.
Der Bundesverband der Unfallkassen hat eine Broschüre zum Thema "Beurteilung der Gefährdung und Belastung von Lehrerarbeitsplätzen" herausgegeben, die sehr informativ ist. Sie enthält unter anderem nicht nur eine Checkliste, mit der die Schulleiterin oder der Schulleiter die Lehrerarbeitsplätze beurteilen kann, sondern auch die Auflistung psycho-somatischer Belastungsfaktoren. Prüfen Sie gegebenenfalls auch einmal nach, ob Ihre Schulleitung von Ihrem Arbeitsplatz eine Gefährdungsanalyse gemacht hat! Das ist seine Aufgabe! Die Checkliste finden Sie im Downloadbereich unter dem Namen L-arbplatz.pdf.
www.gesetze-im-internet.de/arbschg/index.html
Die Richtlinien zur Sicherheit im Unterricht ( RiSU NRW ) gibt es nur kostenpflichtig im Ritterbach-Verlag. Sie sind allerdings als schulrechtliche Grundlage unverzichtbar. Die allgemeine Fassung der KMK können Sie auch aus meinem Downloadbereich unter RiSU.pdf herunterladen. Die RISU NRW können Sie von der Webseite der GEW NRW zum Arbeitsschutz herunterladen.
Eine Gefahrstoffliste fehlt in den RISU-NRW. Dafür ist sie aber bei der zuständigen Gemeindeunfallkasse verfügbar. Sie wird ständig aktualisiert und ist im Internet als Download zur Zeit in der Fassung von 2004 unter http://regelwerk.unfallkassen.de/regelwerk/data/regelwerk/s_regeln/SR_2004.pdf verfügbar.
Die aktuelle Gefahrstoffverordnung in der Fassung vom 18.12.2008 finden Sie bei http://www.baua.de/cae/servlet/contentblob/664802/publicationFile/48539/Gefahrstoffverordnung.pdf
Als Handlungshilfe zur RISU -NRW haben die Unfallversicherungsträger die Hefte "Prävention in NRW 3: Umsetzung der Gefahrstoffverordnung an Schulen (Teil 1)" und "Prävention in NRW 4: Umsetzung der Gefahrstoffverordnung an Schulen (Teil 2)" vollständig überarbeitet und neu herausgegeben. Diese Hefte sind unter der Adresse http://www.rguvv.sichere-schule.info/chemie/risu-nrw/03.htm als PDF-Dateien herunterladbar.
Es gibt ein sehr informatives Informationssystem für gefährliche/umweltrelevante Stoffe (IGS) des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW. Dort werden Stoffidentifikationen, Grenzwerte und rechtliche Vorschriften auf verständliche Weise präsentiert. Das Ziel von IGS-public ist, Bürgerinnen und Bürger, die nicht über chemische Vorkenntnisse verfügen, über gefährliche bzw. umweltrelevante Stoffe zu informieren, über Gefahren beim Umgang mit gefährlichen Stoffen aufzuklären sowie Sicherheitsmaßnahmen darzulegen. Der Zugang zu der Datenbank IGS-public ist frei.
Die vorgenannte Datenbank ersetzt die "Soester Liste", die mehr fortgeführt wird.
Die Arbeitsstättenverordnung von 2004 finden Sie als Download unter www.gesetze-im-internet.de
Ein hervorragender Leitfaden mit dem Titel „Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz“ (MASSKS 1056) ist vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Stadtentwicklung, Kultur und Sport NRW herausgegeben worden. Er enthält alles Wissenswerte über die Gefährdungsbeurteilung und dazu die Texte des Arbeitsschutzgesetzes und des Arbeitssicherheitsgesetzes mit Checklisten und Kopiervorlagen. Sie erhalten ihn kostenlos bei den Gemeinnützigen Werkstätten Neuss GmbH, Am Krausenbaum 11, 41464 Neuss, wenn Sie von der Schule ein Postkarte oder ein Fax schicken. Telefon: 02131/74502128; Fax-Nr.: 02131/74502132. Falls Sie mehr wissen wollen, schauen Sie in die Webseite des Ministeriums zum Arbeitsschutz unter www.arbeitsschutz.de.
Die Strahlenschutzverordnung finden Sie beim Bundesamt für Strahlenschutz unter http://www.bfs.de/de/bfs/recht/rsh/volltext/1A_Atomrecht/1A_8_StrlSchV.pdf
Wahrscheinlich wird sie bei Ihnen an der Schule gar nicht benötigt, weil sie in der BASS 18 –29 Nr.3 enthalten ist.
Ein hervorragendes Arbeitsheft "Mensch, Arbeit, Technik - Arbeitsschutz zum Anfassen" gibt es kostenlos bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Es ist zugleich ein ausgezeichneter Führer für die Deutsche Arbeitsschutzausstellung (DASA), die in Dortmund täglich von 9:00 -17:00 Uhr geöffnet ist und sich auf dem Friedrich Henkel-Weg 1-25, 44149 Dortmund befindet. Ein Besuch lohnt sich!.
Weitere Informationen gibt es auch unter http://www.dasa-dortmund.de
Eine gute Übersicht mit konkreten Handlungsanweisungen und Querverweisen zur Umsetzung der neuen Gefahrstoffordnung 2005 findet sich in einem Themenbeitrag der Landesunfallkasse NRW unter www.luk-nrw.de/praev/thema/thema_05_03.asp#5. Der Beitrag hat den Stand vom Juni 2006.
Im Übrigen findet sich in den RISU-NRW dazu eine komplette Aufstellung nach dem Stand vom 1.11.2006.
Im Downloadverzeichnis finden Sie das gesamte Paket für die Umsetzung des Arbeitsschutzes:
gefbeauf.doc Formular zur Bestellung eines Gefahrstoffbeauftragten
checkliste.doc Checkliste für die Umsetzung der Gefahrstoffverordnung
betriebl.doc Betriebsanweisung für Lehrerinnen und Lehrer
betriebs.doc Betriebsanweisung für Schülerinnen und Schüler
betriebh.doc Betriebsanweisung für Hausmeister und Reinigungskräfte
Oft wird vergessen, dass die Schule gemäß §36 Infektionsschutzgesetz (IfSG) seit 2001 verpflichtet ist, einen Hygieneplan zu erstellen. Die Schulleitung ist dafür verantwortlich, dass für den Fall auftretender Krankheiten (Mumps, Scharlach etc.) oder Bakterien (Salmonellen, Shigellen etc.) oder Läusen eindeutige Verhaltens- und Verfahrensweisen vorliegen. Für alle neuen Lehrkräfte - und die bisherigen im Abstand von zwei Jahren - ist eine Belehrung durchzuführen, die schriftlich als Protokoll mindestens 3 Jahre aufzuheben ist. Das Gesundheitsamt überwacht diese Verpflichtung. Zwei gute Muster-Hygienepläne gibt es von der Stadt Frankfurt und dem Gesundheitsamt Essen. Der Essener Plan hat auch die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen incl. eines Kommentars beigefügt, sodass ich diesen im Downloadbereich unter dem Namen hygiene.pdf zur Verfügung stelle.
In gleicher Weise muss in der Schule eine Brandschutzordnung vorliegen, die die Regelungen über das Verhalten bei Brand und Panik, insbesondere über die Alarmierung und Evakuierung der Schule enthält. Sie bestimmt auch, wie oft das Lehr- und Schulpersonal über die Brandschutzordnung zu belehren ist. Eine derartige Belehrung sollte jeweils nach den Schulferien, mindestens jedoch zu Beginn eines neuen Schuljahres durchgeführt werden.
Inzwischen ist auch der Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz deutlich verbessert worden. Die Raucherzimmer in Schulen sind passé, seit das Nichtrauchergesetz in NRW verabschiedet wurde.
"Die bisherige Regelung über ein Rauchverbot an Schulen ist aus dem § 54 Abs. 5 SchulG herausgenommen und nunmehr modifiziert in das Nichtraucherschutzgesetz NRW übertragen worden. Es findet sich im Schulgesetz lediglich ein Verweis auf die entsprechenden Bestimmungen (§ 54 Abs. 6). Die den Schulbereich betreffenden Vorschriften sind am 1. 1. 2008 in Kraft getreten.
Das bedeutet, dass die bisherige Ausnahmemöglichkeit (z. B. die Einrichtung eines Raucherzimmers) aufgrund eines Beschlusses der Schulkonferenz ersatzlos entfällt. Damit ist eine Fortführung von durch die Schulkonferenz beschlossenen Ausnahmen nicht mehr möglich. – Verantwortlich für die Einhaltung des Rauchverbotes ist die Schulleiterin oder der Schulleiter. Diese oder dieser hat auch die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um eine Fortsetzung des Verstoßes oder einen neuen Verstoß zu unterbinden. – Neben den Sanktionen nach § 53 SchulG wird es auch möglich sein, ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren durchzuführen; diese Aufgabe wird durch die örtlichen Ordnungsbehörden wahrgenommen. – Neben den öffentlichen Schulen und den privaten Ersatzschulen gilt das Rauchverbot nunmehr auch für private Ergänzungsschulen."
Neu ist auch ein Notfallplan, der in der Schule für Amokläufe, Bombendrohungen oder sonstige Krisensituationen vorliegen muss. Das Ministerium hat zusammen mit der Unfallkasse eine Powerpoint-Präsentation zusammengestellt, die man in der Lehrerkonferenz zu diesem Thema gut verwenden kann. Sie finden sie im Downloadverzeichnis unter notfall.pps.
In diesem Zusammenhang wäre es sehr positiv, wenn Sie für Ihre Schule ein Sicherungskonzept vorlegen können, in dem die wichtigsten Sicherheitsrisiken angesprochen werden, die in der Schule auftreten. Das wäre auch ein gutes Thema für eine Konferenz oder eine ganztägige Fortbildung, indem zunächst einmal in Form einer Risikoanalyse die Rahmenbedingungen und Ursachen für Kriminalitätsdelikte im konkreten Umfeld Ihrer Schule untersucht werden.
Seit Mitte Juli 2016 ist der Begriff "Notfallplan" durch den "Notfallordner" ersetzt worden. Das Ministerium hat zusammen mit der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen einen 370 Seiten starken Notfallordner herausgegeben, der auf der Grundlage der gemachten Erfahrungen in den letzten Jahren die notwendigen Handlungsempfehlungen für ein Krisenmanagement enthält. Dieser Notfallordner enthält umfassende und konkrete Empfehlungen für fast alle Krisensituationen in der Schule. Es sind auch viele konkrete Arbeitsmaterialien dabei, wie z.B. Musterbriefe und Dokumentationsbögen. Folgende Krisensituationen werden behandelt:
Mit der neuen EU-Chemikaliengesetzgebung REACH (Registration, Evaluation and Authorization of Chemicals) und dem Einstufungs- und Kennzeichnungssystem GHS (Globally Harmonized System) kommen große Veränderungen im Gefahrstoffrecht auf uns zu.
Das MSWF hat eine Handreichung vom 18.7.2002 in Form eines Erlasses (Az. 122-22/24 Nr. 178/02) an alle Schulen geschickt, die "Hinweise an Schulleiterinnen und Schulleiter insbesondere zur Gefährdungsbeurteilung" enthält. Darin wird deutlich, dass die Gefährdungsbeurteilung, die Beseitigung von Gefährdungen und die Dokumentation eine Daueraufgabe der Schulleitung sind. Im Zuge von immer häufiger auftretenden Rechtsschutzfällen kann ich dies nur jeder Schulleitung dringend ans Herz legen.
Das MSW hat am 10.1.2007 eine Handlungsanweisung zum Mutterschutz bei schwangeren Lehrerinnen herausgegeben. Darin wird deutlich ausgedrückt, dass die Schulleitungen umgehend eine Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes der Lehrerin durchführen müssen. Weiterhin muss die Schulaufsicht sofort informiert werden, die wiederum den BAD informiert. Bei angestellten Lehrerinnen muss die Bezirksregierung informiert werden. Da gerade in Schulen viele Infektionsgefährdungen gegeben sind, muss die Lehrerin unter Umständen bis zum Vorliegen des Befundes des BAD und der Feststellung des Immunstatus vom Unterricht freigestellt werden. Laden Sie sich diese Handlungsanweisung unbedingt von meiner Downloadseite herunter.
Sehr gut ist die Zusammenstellung zum Arbeitsschutz der Bezirksregierung Düsseldorf, die auf ihrer Webseite alle notwendigen Erlasse, Verfügungen und Handlungsanweisungen incl. der erforderlichen Formblätter für den BAD anbietet. Zusätzliche Informationen bekommen Sie, wenn Sie dort in der Suchleiste die entsprechenden Begriffe eingeben.
Offizielle Grundlage für den BAD ist die 24-seitige Broschüre "Mutterschutz bei beruflichem Umgang mit Kindern" der Landesanstalt für Arbeitsschutz vom 1.3.2007, in der die neuesten fachmedizinischen Bewertungen beim Auftreten von Röteln enthalten sind.
Im Downloadbereich stelle ich außerdem eine Checkliste zur Gefährdungsbeurteilung für Schwangere unter dem Dateinamen check-mu.doc zur Verfügung. Außerdem finden Sie dort eine Gefährdungsbeurteilung für einen Lehrerarbeitsplatz als Formular unter dem Namen Gefährd.-beurt.pdf
Für die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung der Lehrkräfte hat der BAD Beratungszentren eingerichtet. Die Anschriften finden Sie hier.
"Über den Einsatz von Lehrkräften im Schulsport entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter. Im Sinne § 59 Abs. 8 SchulG ist sie/er für die Unfallverhütung, die wirksame Erste Hilfe und für den Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Schule verantwortlich. Sie/er stellt sicher, dass alle Lehrkräfte im Sinne BASS 12-08 Nr. 1 ihrer Aufsichtspflicht und den Vorgaben des Erlasses zur Sicherheitsförderung nachkommen und gewährleistet, dass die Lehrkräfte alle schulsportlichen Veranstaltungen unter Beachtung schulischer Bildungs- und Erziehungsziele planen und durchführen."
Sicherlich kann man einen Film von der Olympiade zeigen, über ein sportliches Thema im Internet recherchieren oder ein Sportquiz veranstalten. Der Kreativität für Vertretungsstunden sind keine Grenzen gesetzt - aber der eigentliche Zweck, die körperliche Fitness und Bewegungsschulung wird nicht erreicht. Besonders an Grundschulen wird das zunehmend ein Problem sein, weil dort der Sportunterricht vielfach fachfremd erteilt wird.
Durch die Veröffentlichung des Erlasses zeigt sich jetzt wiederum, wie nachlässig man bisher mit der Ausbildung und Fortbildung der Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer umgegangen ist. Und die Schulleitungen müssen das ausbaden.
Arbeitsschutzportal des Schulministeriums NRW www.arbeitsschutz.nrw.de
Hervorragende Handreichung zur Umsetzung der Gefahrstoffverordnung in Schulen www.unfallkasse-nrw.de
Gute Zusammenstellung aller Texte zum Arbeitsschutz http://www.bmas.de
Interessante Hinweise über die Gesundheitsschädlichkeit von Laserdruckern und Kopierern www.krank-durch-toner.de
Fragen zu Chemikalien, gefährlichen Stoffen und Arbeitsschutz beantwortet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin http://www.baua.de
Muster-Hygieneplan für Kitas des Gesundheitsamtes Essen www.essen.de/
Muster-Hygieneplan für Schulen des Kreises Oldenburg (Sehr praxisorientiert mit vielfacher Delegation an den Hausmeister) www.oldenburg-kreis.de
Richtlinien zur Sicherheit im Unterricht an allgemeinbildenden Schulen in NRW (RISU NRW) - Dort gibt es auch die RISU für Berufskollegs www.unfallkasse-nrw.de
Gefahrstoffverordnung von 2010 www.baua.de/de
Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz - ein Handlungsleitfaden der Arbeitsschutzverwaltung NRW vom Dezember 2010 www.arbeitsschutz.nrw.de
Sehr gute Artikel zu den Themen "Psychische Belastungen am Arbeitsplatz", "Mobbing" und "Stress am Arbeitsplatz und seine Folgen" www.ergo-online.de
Der Bundesverband der Unfallkassen und die Landesverbände halten verschiedene Broschüren für die Arbeitssicherheit und Lehrergesundheit zum Download bereit. www.unfallkassen.de
Sehr gute Zusammenstellung von verschiedenen Hilfen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz http://www.gew-nrw.de
Mehr Sicherheit für Schulen - Vorsorgemaßnahmen zum Schutz gegen Amok, Vandalismus und sonstige Risiken finden Sie beim Bundesverband der Hersteller und Errichterfirmen von Sicherheitssystemen. www.bhe.de
Sicherheitsförderung im Schulsport - Überarbeitete und ergänzte Ausführungen zum Erlass vom 26.11. 2014 mit dem Stand vom Januar 2015 www.schulsport-nrw.de
Letzte Aktualisierung am 25.01.18