Source: https://gesetze-in-app.de/HGB/252
Timestamp: 2019-03-20 04:55:28
Document Index: 323262158

Matched Legal Cases: ['§ 252', 'BGH', '§ 252', '§ 252', '§ 252', '§ 42', '§ 252', '§ 252']

§ 252 HGB: Allgemeine Bewertungsgrundsätze
1.Die Wertansätze in der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahrs müssen mit denen der Schlußbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahrs übereinstimmen.
2.Bei der Bewertung ist von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
3.Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlußstichtag einzeln zu bewerten.
4.Es ist vorsichtig zu bewerten, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlußstichtag entstanden sind, zu berücksichtigen, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlußstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekanntgeworden sind; Gewinne sind nur zu berücksichtigen, wenn sie am Abschlußstichtag realisiert sind.
5.Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluß zu berücksichtigen.
6.Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sind beizubehalten.
BGH, BESCHLUSS vom 1.6.2006, Az. II ZR 178/05 Dabei kommt es nicht darauf an, wann und in welchem Umfang eine bestrittene Forderung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB in der Bilanz aktiviert werden darf (s. dazu BFH, Urt. v. 26. April 1989 -1 R 147/84, DB 1989, 1949; Merkt in Baumbach/Hopt, HGB 32. Aufl. § 252 Rdn. 10; Adler/Düring/Schmalz, Rechnungslegung und Prüfung der Unternehmen, 6. Aufl. 1995, § 252 HGB Rdn. 84; Schulze-Osterloh in Baumbach/Hueck, GmbHG 18. Aufl. § 42 Rdn. 81 f., 170, 407).
LG Bonn, Urteil vom 4.4.2007, Az. 2 O 7/01 nach dem in § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB normierten Vorsichts- und Realisationsprinzip nicht unter den Aktiva bilanziert werden, weil noch keine Sicherheit der Erfüllung besteht (Kleindieck a.a.O.; Baumbach/Hopt-Merkt, HGB, 32. Aufl. § 252 Rn. 16).