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Timestamp: 2016-10-26 07:49:01
Document Index: 177836844

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 28', 'BGE']

I 354/00 (18.04.2002)
H.________, 1958, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanw�ltin Christina Ammann, Bahnhofstrasse 12, 8610 Uster,
Der 1958 geborene H.________ war Inhaber eines im Jahre 1983 von seinem Vater �bernommenen Motorradgesch�ftes.
Nachdem er wegen zwei Unfallereignissen in den Jahren 1993 und 1994 keine k�rperlich schweren Arbeiten mehr verrichten konnte, meldete er sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach durchgef�hrtem Vorbescheidverfahren lehnte die IV-Stelle des Kantons Z�rich mit Verf�gung vom 23. Oktober 1997 sowohl einen Anspruch auf berufliche Massnahmen als auch auf Invalidenrente ab.
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies eine dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 9. Mai 2000 ab.
H.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit den Antr�gen, es sei ihm r�ckwirkend ab 1. Februar 1994 eine IV-Rente basierend auf einer Erwerbsunf�higkeit von 100 %, ab 1. September 1994 auf der Basis einer Erwerbsunf�higkeit von mindestens 50 % auszurichten, eventuell sei ein neuropsychologisches und psychiatrisches Gerichtsgutachten anzuordnen.
Die IV-Stelle schliesst unter Hinweis auf den vorinstanzlichen Entscheid auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) auf eine Stellungnahme verzichtet.
1.- Das kantonale Gericht legte die gesetzlichen Bestimmungen �ber den Invalidit�tsbegriff (Art. 4 IVG), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und Abs. 1bis IVG), den Beginn des Rentenanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG), die Invalidit�tsbemessung bei Erwerbst�tigen nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG) sowie die Rechtsprechung zur Aufgabe des Arztes im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 115 V 134 Erw. 2 mit Hinweisen) und zur Beweisw�rdigung von medizinischen Berichten (BGE 125 V 352 Erw. 3a) zutreffend dar.
2.- Streitig ist der Invalidit�tsgrad und dabei insbesondere die verbliebene Arbeitsf�higkeit.
a) Das kantonale Gericht ist nach umfassender und sorgf�ltiger Pr�fung und W�rdigung der gesamten Aktenlage davon ausgegangen, dass dem Versicherten eine vollzeitliche leichte bis mittelschwere berufliche T�tigkeit mit der M�glichkeit von Wechselbelastungen zu 100 % zumutbar sei (angefochtener Entscheid S. 9 Erw. 4b/dd).
Der Auffassung des Beschwerdef�hrers, der medizinische Sachverhalt sei ungen�gend abgekl�rt worden, insbesondere in Bezug auf die psychische Seite, kann nicht beigepflichtet werden. Vorab unbegr�ndet ist der Antrag auf Durchf�hrung einer neuropsychologischen Expertise, nachdem das Spital X.________, Rheumaklinik und Institut f�r Physikalische Medizin, im Administrativgutachten vom 8. Juli 1996 testm�ssig erfassbare neuropsychologische St�rungen ausgeschlossen hat, was durch die Privatexpertise des Spitals Y.________ vom 19. Juni 1997 nicht widerlegt oder auch nur in Frage gestellt wird. Was psychiatrisch relevante Aspekte anbelangt, h�tte das Spital X.________ als mit Schmerzverarbeitungsst�rungen vertraute Abkl�rungsstelle mit Sicherheit darauf hingewiesen, wenn solche auch nur vermutungsweise vorhanden gewesen w�ren. Auch das Privatgutachten der Basler �rzte enth�lt nichts, was auf einen geistigen Gesundheitschaden im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG im Sinne der neuesten pr�zisierten Rechtsprechung (BGE 127 V 294) schliessen liesse oder auch nur Abkl�rungen in diese Richtung nahelegte. Der Beschwerdef�hrer ist psychisch nicht krank, sondern leidet an Schmerzen im Gefolge des als schweren Schicksalsschlag empfundenen Unfalles und der Aufgabe der - einen zentralen Lebensinhalt darstellenden - T�tigkeit als anerkannter hochqualifizierter Motorradfachmann und Gesch�ftsinhaber. Sozialversicherungsrechtlich muss von ihm, namentlich aus Gr�nden der Rechtsgleichheit, verlangt werden, dass er mit diesen Schmerzen - n�tigenfalls unter therapeutischem Beistand (z.B. des Hausarztes) - zu Rande kommt, soweit dies im Rahmen der somatischen Restarbeitsf�higkeit zumutbar ist und soweit er daran nicht durch einen psychischen Gesundheitsschaden gehindert wird.
b) Da die Annahme einer bloss 50 %igen Arbeitsf�higkeit (halbtags, in leichter k�rperlicher T�tigkeit mit Bewegungen des Kopfes) durch das Spital Y.________ in Anbetracht der von ihm erhobenen Befunde und Limitierungen nicht �berzeugt, ist mit dem kantonalen Gericht von der erw�hnten Stellungnahme im Gutachten des Spitals X.________ vom 8. Juli 1996 auszugehen, welches den aus fr�heren Berichten der Rheuma- und Rehabilitationsklinik A.________ resultierenden Abkl�rungsbedarf hinreichend erf�llt. Bei nach dem Gesagten zumutbarer Verwertung der durch das Spital X.________ attestierten Restarbeitsf�higkeit w�re der Beschwerdef�hrer in der Lage gewesen, im massgeblichen Pr�fungszeitraum im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 81 756.- ein den Rentenanspruch ausschliessendes Invalideneinkommen von mehr als 60 % (Art. 28 Abs. 1 IVG; Sch�tzungs- oder Prozentvergleich, BGE 104 V 136 Erw. 2b), somit mehr als Fr. 49 053. 60, zu verdienen. Ein Einkommen dieser H�he h�tte der Beschwerdef�hrer zum Beispiel von seinem Wohnort F.________ aus in W.________ mit einer Bewachungst�tigkeit (Securitas, Wachmann in der Industrie) verdienen k�nnen, wo sich die �rztlich erhobenen Einschr�nkungen (namentlich kein fixiertes Kopfhalten) nicht wesentlich auswirken (vgl. Die Schweizerische Lohnstrukturerhebung [LSE] 1996 S. 25, TA7 T�tigkeit Ziff. 32 Sichern, bewachen, Anforderungsniveau 4, M�nner, monatlicher Bruttolohn [Median]: Fr. 4865.-). Soweit in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde die Zumutbarkeit einer solchen Verweisungst�tigkeit bestritten wird, kann ihr ebenfalls nicht beigepflichtet werden (vgl. ZAK 1982 S. 493). S�mtliche Vorbringen verm�gen hieran nichts zu �ndern. Insbesondere beruht die von der Rentenanstalt im Zeitraum vom 22. Februar 1993 bis 30. Juni 1994 mit insgesamt Fr. 80 980.- entsch�digte Arbeitsunf�higkeit nicht auf einer iv-rechtlich erforderlichen medizinischen Begutachtung.