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Timestamp: 2016-10-24 21:58:49
Document Index: 350786242

Matched Legal Cases: ['Art. 260', 'Art. 72', 'Art. 75', 'Art. 76', 'Art. 90', 'Art. 100', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 8', 'Art. 42', 'Art. 29', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 12', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_299/2015 (02.02.2016)
4A_299/2015 � � Urteil vom 2. Februar 2016
D�sir�e van der Walt-Th�rkauf,
des Kantons Z�rich vom 27. April 2015.
A.a.�Die A.________ AG (Kl�gerin, Beschwerdef�hrerin) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in U.________ und ist in der Maschinenindustrie in den Bereichen Handel und Produktion t�tig.
Die B.________ SA (Beklagte, Beschwerdegegnerin) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in V.________ und einer Zweigniederlassung in W.________. Sie bezweckt u.a. die Aus�bung von �berwachungst�tigkeiten und die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Zertifizierungen. Die B.________ SA bezeichnet sich als die operative Einheit der C.________ SA, der weltweit f�hrenden Inspektions- und Zertifizierungsgesellschaft.
A.b.�Die ab dem 1. Februar 1996 im Handelsregister eingetragene D.________ AG war nach eigenen Angaben im internationalen Devisenhandel als Vermittlerin t�tig. Sie leitete entgegengenommene Gelder ihrer Kunden, unter welchen sich auch die A.________ AG befand, nach Abzug einer Verwaltungsgeb�hr an eine spanische Brokergesellschaft in X.________ weiter, die E.________. Die E.________ f�hrte mit den Kundengeldern aber keine Devisengesch�fte durch, sondern spiegelte solche auf fingierten Abrechnungen lediglich vor. �ber die D.________ AG erfolgten teilweise R�ckzahlungen von Kundengeldern und angeblichen Gewinnen an die Kunden. Dies war m�glich aufgrund eines Schneeballsystems. Daran beteiligt waren seitens der D.________ AG deren Hauptaktion�r, F.________, und die als seine internen Handlanger fungierenden G.________ (einzelzeichnungsberechtigter Gesch�ftsf�hrer) und H.________ (Mitarbeiterin mit Einzelprokura).
A.c.�Am 5. Dezember 2000 wurde der D.________ AG ein bis am 4. Dezember 2003 g�ltiges Zertifikat (Zertifikats-Nr. xxx) betreffend die Einf�hrung und Anwendung eines Qualit�tsmanagementsystems ausgestellt. Gem�ss diesem Zertifikat wurde anl�sslich eines Zertifizierungsaudits nachgewiesen, dass dieses (die Durchf�hrung und Vermittlung von Handels- und Finanzgesch�ften umfassende) Qualit�tsmanagementsystem die Anforderungen der Normen SN EN ISO 9001:2000 erf�llt. Am 12. Februar 2002 erfolgte im Zusammenhang mit dem ausgestellten Zertifikat ein �berwachungsaudit, wor�ber die I.________ SA am 30. M�rz 2002 einen Bericht verfasste. Weitere �berwachungsaudits fanden nicht statt. Die I.________ SA wurde am 24. Juni 2003 von der B.________ SA �bernommen.
A.d.�Am 1. M�rz 2014 reichte die D.________ AG beim Verh�ramt des Kantons Schwyz eine Selbstanzeige ein. Dieses machte daraufhin mit Schreiben vom 12. Juli 2005 die damalige Eidgen�ssische Bankenkommission (EBK) darauf aufmerksam, dass die D.________ AG m�glicherweise gewerbsm�ssig Publikumseinlagen entgegennehme. Die EBK liess die Gesch�ftst�tigkeit und finanzielle Situation der D.________ AG abkl�ren und er�ffnete mit Wirkung ab dem 28. Oktober 2005, 08.00 Uhr, den Konkurs �ber diese. Gem�ss Kollokationsplan vom 6. Dezember 2007 wurden 3. Klasse-Forderungen in der H�he von Fr. 67'769'561.37 kolloziert. Die A.________ AG meldete zwei Forderungen in der H�he von insgesamt Fr. 5'549'458.82 an, welche vollst�ndig zugelassen wurden.
Am 11. Oktober 2011 reichte die A.________ AG beim Handelsgericht des Kantons Z�rich Klage ein und beantragte, die B.________ SA sei zur Zahlung von Fr. 15'704'398.-- nebst Zins zu verpflichten. Die Kl�gerin macht gegen die Beklagte einerseits Anspr�che der D.________ AG aus Auftragsrecht und aktienrechtlicher Verantwortlichkeit geltend, die sie sich gest�tzt auf Art. 260 SchKG hat abtreten lassen. Andererseits macht die Kl�gerin eigene Anspr�che und abgetretene Anspr�che anderer Anleger aus Vertrauenshaftung und aus Dienstleistungshaftpflicht geltend. Sie bringt vor, der D.________ AG h�tte nie ein Zertifikat ausgestellt werden d�rfen bzw. es h�tte ihr das Zertifikat jedenfalls entzogen werden sollen.
In ihrer Klageantwort erhob die Beklagte die Einrede der Unzust�ndigkeit. Mit Beschluss vom 7. Mai 2012 wies das Handelsgericht des Kantons Z�rich die Einrede ab und bejahte seine Zust�ndigkeit. Dieser Beschluss ist in Rechtskraft erwachsen.
Mit Urteil vom 27. April 2015 wies das Handelsgericht des Kantons Z�rich die Klage ab. Es kam zum Schluss, ein Anspruch auf Schadenersatz aus dem Zertifizierungs- bzw. �berwachungsauftrag zwischen der D.________ AG und der Zertifizierungsstelle sei bereits deshalb zu verneinen, weil die Kl�gerin einen Schaden nicht substanziiert behauptet habe. Zudem bestehe kein Kausalzusammenhang zwischen einer allf�lligen Vertragsverletzung durch die Zertifizierungsgesellschaft und einem Schaden der D.________ AG. Weitere umstrittene Fragen (u.a. Verj�hrungseinrede, Passivlegitimation) liess das Handelsgericht offen. Einen Anspruch aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit verneinte es, weil die Beklagte nicht als (faktisches) Organ der D.________ AG zu qualifizieren sei und weil auch hier kein (substanziiert geltend gemachter) Schaden und kein Kausalzusammenhang bestehe. Auch ein Anspruch aus Vertrauenshaftung besteht nach Ansicht des Handelsgerichts nicht, weil keine rechtliche Sonderverbindung, kein sch�tzenswertes Vertrauen, kein Schaden und kein Kausalzusammenhang zwischen einer Pflichtverletzung und einem Schaden vorliegen w�rden. Ein Anspruch auf Schadenersatz aus Dienstleistungshaftpflicht scheitere schliesslich daran, dass die von der Kl�gerin thematisierte Dienstleistungshaftpflicht im geltenden Recht gar nicht vorgesehen sei und die Haftungsvoraussetzungen auch hier ohnehin nicht erf�llt w�ren.
Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 3. Juni 2015 beantragt die A.________ AG dem Bundesgericht, es sei das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 27. April 2015 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zur Zahlung von Fr. 15'704'398.-- nebst Zins zu verpflichten. Eventualiter sei die Sache zur Feststellung des Sachverhalts und dessen W�rdigung sowie Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Beschwerdef�hrerin hat eine Replik eingereicht.
Das angefochtene Urteil betrifft eine Zivilsache (Art. 72 BGG) und ist von einem oberen kantonalen Gericht erlassen worden, das als Fachgericht f�r handelsrechtliche Streitigkeiten als einzige kantonale Instanz eingesetzt ist (Art. 75 Abs. 1 lit. b BGG). Die Beschwerdef�hrerin ist mit ihren Begehren unterlegen (Art. 76 BGG), die Beschwerde richtet sich gegen einen Endentscheid (Art. 90 BGG) und ist innert der Beschwerdefrist eingereicht worden (Art. 100 Abs. 1 BGG). Auf die Beschwerde in Zivilsachen ist somit unter Vorbehalt einer geh�rigen Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) einzutreten.
Die Vorinstanz hat die (von der D.________ AG abgetretenen) geltend gemachten Anspr�che aus Auftrag und aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit u.a. verneint, weil die Beschwerdef�hrerin einen Schaden nicht substanziiert behauptet habe. Die Beschwerdef�hrerin wirft der Vorinstanz Willk�r vor und macht eine Verletzung von Art. 8 ZGB, Art. 42 Abs. 2 OR und Art. 29 Abs. 2 BV geltend.
2.1.�Die Vorinstanz hat ausgef�hrt, nach Ansicht der Beschwerdef�hrerin sei der D.________ AG ein Schaden entstanden, weil diese zertifiziert bzw. ihr das zu Unrecht ausgestellte Zertifikat nicht entzogen worden sei. Die Beschwerdef�hrerin mache mithin eine Vergr�sserung des Schadens geltend, weil die Erteilung bzw. der Nichtentzug des Zertifikats zu einem h�heren Anlagevolumen und damit schliesslich auch zu einer gr�sseren Veruntreuung gef�hrt habe. Der w�hrend der Zertifizierungsphase zwischen dem 5. Dezember 2000 und dem 29. April 2004 entstandene Gesamtschaden betrage ihrer Ansicht nach: eingegangene Kundengelder von Fr. 91'083'394.22 abz�glich an Kunden ausbezahlte Gelder von Fr. 43'970'200.13, ausmachend Fr. 47'113'194.09. Von diesem Gesamtschaden verlange sie einen Drittel, mithin den eingeklagten Betrag von Fr. 15'704'398.--. Der Klagebeilage liessen sich diese Betr�ge indessen nicht entnehmen, enthalte sie doch lediglich Ausz�ge von verschiedenen Listen mit unterschiedlichen Seitenzahlen und Bearbeitungsdaten. Bereits eine summarische Pr�fung ergebe zudem, dass die Addition der aufgef�hrten Ein- bzw. Auszahlungen nicht einmal ansatzweise zu den behaupteten Betr�gen von Fr. 91'083'394.22 bzw. Fr. 43'970'200.13 f�hre. Der lapidare Hinweis, die Errechnung des Schadens w�hrend der Zertifizierungsphase ergebe sich aus den vom Verh�rrichteramt (recte: Verh�ramt) erstellten Listen, sowie die Einreichung dieser Listen mit allen Seiten zur Nachrechnung gen�ge den Anforderungen an eine gen�gende Substanziierung nicht. Selbst wenn Verweisungen auf Beilagen als gen�gend erachtet w�rden, w�re zumindest (und insbesondere bei der Urkunde mit 151 Seiten und dokumentierten Ein- und Auszahlungen ab dem Jahr 1997) zu fordern, dass diese unter Angabe der massgebenden Seitenzahlen und entsprechenden Erl�uterungen erfolgten. Ohnehin w�re mit substanziierten Angaben zu den Ein- und Auszahlungen bei der D.________ AG noch kein Schaden w�hrend der Nutzung des Zertifikats�
aufgrund�der Zertifizierung bzw. der Nichtentziehung des Zertifikats dargetan. Denn der Schaden der D.________ AG lasse sich nicht durch eine blosse Gegen�berstellung der Ein- und Auszahlungen ermitteln, weil damit weder ein tats�chlicher noch ein hypothetischer Verm�gensstand der D.________ AG dargetan sei, dessen Differenz einen Schaden im Sinne einer unfreiwilligen Verm�gensverminderung bilden w�rde. Es w�re an der Beschwerdef�hrerin gewesen, in einem ersten Schritt die einzelnen Investitionen in die D.________ AG zu behaupten, welche aufgrund des Zertifikats erfolgt sein sollten. In einem zweiten Schritt w�re aufzuzeigen gewesen, in welchem Umfang diese Gelder an die E.________ weitergeleitet worden seien. Dies h�tte eine Auseinandersetzung mit der Verwaltungsgeb�hr der D.________ AG vorausgesetzt, welche als Aktivum zu ber�cksichtigen gewesen w�re. Schliesslich w�re drittens zu behaupten gewesen, welche dieser Gelder in welchem Umfang nicht zur�ckerstattet bzw. veruntreut worden sein sollen. Da ein strikter Schadensnachweis ausgeschlossen erscheine, k�nnte Art. 42 Abs. 2 OR grunds�tzlich Anwendung finden. Hierf�r m�ssten aber alle Umst�nde, die f�r den Schadenseintritt sprechen und dessen Absch�tzung erlauben oder erleichtern w�rden, soweit m�glich und zumutbar behauptet werden. Dieser Obliegenheit sei die Beschwerdef�hrerin nicht nachgekommen. Mangels substanziierter Behauptungen komme weder eine Schadenssch�tzung nach Art. 42 Abs. 2 OR noch ein Beweisverfahren in Betracht.
2.2.�Dagegen bringt die Beschwerdef�hrerin vor, die Vorinstanz habe �bersehen, dass auch Bestreitungen rechtsgen�glich substanziiert werden m�ssten. Die Beschwerdegegnerin habe die Korrektheit der polizeilichen Listen und die Ein- und Auszahlungen der Kunden als solche nicht bestritten. Sie mache lediglich geltend, dass die Zahlen, d.h. die Summen, den Listen nicht zu entnehmen seien. Die Beschwerdegegnerin habe mithin lediglich das mathematische Ergebnis bestritten, nicht die Korrektheit der Summanden. Ob die Summen korrekt seien, w�re in einem Beweisverfahren zu �berpr�fen, und nicht im Rahmen einer summarischen Pr�fung durch die Vorinstanz. Wenn die Vorinstanz ausf�hre, die Ausz�ge w�rden nichts beweisen, so �bersehe sie offenbar die Replik und die damit eingereichten vollst�ndigen Listen, was das rechtliche Geh�r der Beschwerdef�hrerin verletze. Zudem habe die Vorinstanz angesichts der Tatsache, dass es vorliegend um einen hypothetischen Kausalverlauf gehe, zu hohe Anforderungen an die Substanziierung der Behauptungen gestellt. Die Beschwerdef�hrerin habe in ihrer Replik in Rz. 45 bis 56 alle Umst�nde, die f�r den Schadenseintritt sprechen und dessen Absch�tzung nach Art. 42 Abs. 2 OR erlauben bzw. erleichtern w�rden, soweit m�glich und zumutbar behauptet und Beweismittel offeriert. Sie habe in act. 1 Rz. 3, 21, 22, 28, 79 und act. 23 Rz. 39-56, 67 auch dargelegt, von welchen Verm�gensst�nden sie ausgegangen sei und wie sie auf diese gekommen sei. Der Vorwurf der Vorinstanz, die Beschwerdef�hrerin habe ihre Substanziierungsobliegenheit verletzt, sei unter Ber�cksichtigung des Grundsatzes von Treu und Glauben bundesrechtswidrig.
2.3.�Tatsachenbehauptungen m�ssen so konkret formuliert sein, dass ein substanziiertes Bestreiten m�glich ist oder der Gegenbeweis angetreten werden kann (BGE 136 III 322 E. 3.4.2 S. 328 mit Hinweis; Weiterf�hrung der Rechtsprechung unter dem Geltungsbereich der ZPO, vgl. Urteile 4A_268/2015 vom 24. September 2015 E. 2.2; 4A_264/2015 vom 10. August 2015 E. 4.2.2; 4A_539/2014 vom 7. Mai 2015 E. 3.4; 4A_614/2014 vom 2. April 2015 E. 6.3.2). Die Anforderungen an eine substanziierte Bestreitung sind dabei tiefer als die Anforderungen an die Substanziierung einer Behauptung (Urteil 4A_178/2015 vom 11. September 2015 E. 2.6 mit Hinweisen, zur Publikation vorgesehen). Der Grad der Substanziierung einer Behauptung beeinflusst den erforderlichen Grad an Substanziierung einer Bestreitung (Urteil 4A_178/2015 vom 11. September 2015 E. 2.6, zur Publikation vorgesehen).
2.4.�Diese Grunds�tze verkennt die Beschwerdef�hrerin, wenn sie �ber die ungen�gende Substanziierung ihrer Tatsachenbehauptungen mit der Begr�ndung hinwegsehen will, dass (auch) die Bestreitungen unsubstanziiert seien. Ob die Vorinstanz das rechtliche Geh�r der Beschwerdef�hrerin verletzt hat, weil sie die vollst�ndigen, mit der Replik eingereichten Listen �bersehen habe, kann offenbleiben. Denn die Vorinstanz hat ausgef�hrt, dass sich der Schaden der D.________ AG nicht durch eine blosse Gegen�berstellung der Ein- und Auszahlungen ermitteln lasse. In dieser Hinsicht macht die Beschwerdef�hrerin zwar geltend, sie habe sowohl alle Umst�nde behauptet, die f�r den Schadenseintritt sprechen und dessen Absch�tzung nach Art. 42 Abs. 2 OR erlauben bzw. erleichtern w�rden, als auch dargelegt, von welchen Verm�gensst�nden sie ausgegangen sei und wie sie auf diese gekommen sei. Sie verweist dabei auf ihre Replik und auf "act. 1" und "act. 23". Inwiefern das angefochtene Urteil Recht verletzt, ist indessen in der Rechtsschrift selbst darzulegen; blosse Verweise auf die Akten sind unbeachtlich (Art. 42 Abs. 1 BGG; BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 133 II 396 E. 3.1 S. 399 f.; je mit Hinweisen). Die Beschwerdef�hrerin zeigt in ihrer Beschwerde nicht auf, dass sie den Schaden der D.________ AG (und nicht bloss den Schaden der Anleger) im vorinstanzlichen Verfahren gen�gend substanziiert hat. Die Vorinstanz hat daher kein Bundesrecht verletzt, wenn sie die geltend gemachten Anspr�che aus Auftrag und aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit verneint hat.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter, die Vorinstanz habe einen Anspruch aus Vertrauenshaftung zu Unrecht verneint. So sei entgegen der Ansicht der Vorinstanz eine rechtliche Sonderverbindung zu bejahen.
3.1.�Die Vorinstanz hat ausgef�hrt, die Parteien h�tten im Zusammenhang mit der Zertifizierung der D.________ AG in keinem direkten Kontakt zueinander gestanden. Die Beschwerdef�hrerin habe die Beschwerdegegnerin bzw. die Unternehmensgruppe und den Zertifizierungsablauf indessen von ihrer eigenen Zertifizierung her gekannt und begr�nde u.a. mit der selbst gemachten Erfahrung einer genauen �berpr�fung ihr Vertrauen in die Seriosit�t des Gesch�ftes der D.________ AG. Die Beschwerdef�hrerin habe mithin auch die von ihr selbst eingereichten AGB der Beschwerdegegnerin gekannt oder kennen m�ssen. Damit habe ihr zumindest bewusst sein m�ssen, dass gem�ss Art. 12.3 dieser AGB die Berichte und Zertifikate auf Grundlage der vom Kunden oder in seinem Auftrag �berlassenen Informationen und Dokumente erstellt w�rden und ausschliesslich dem Nutzen des Kunden - vorliegend der D.________ AG - dienen w�rden. Insbesondere habe die Beschwerdef�hrerin die in den AGB enthaltene Enthaftungsklausel kennen m�ssen, wonach die Beschwerdegegnerin nicht verantwortlich sei f�r jede Art von Handlungen, welche auf Grundlage von Berichten und/oder Zertifikaten getroffen oder unterlassen w�rden sowie f�r f�lschlicherweise ausgestellte Zertifikate, die auf vom Kunden �bermittelten unklaren, falschen, unvollst�ndigen oder irref�hrenden Informationen beruhen w�rden. Diese Haftungsbeschr�nkung verhindere gegen�ber einem vertragsfremden Dritten, welcher diese Beschr�nkung aufgrund einer fr�heren Vertragsbeziehung mit der Zertifizierungsstelle kenne oder habe kennen m�ssen, das Entstehen eines schutzw�rdigen Vertrauens. Es sei nicht nachvollziehbar, inwiefern die Beschwerdegegnerin explizit oder normativ zurechenbar gegen�ber der Beschwerdef�hrerin kundgetan h�tte, im Rahmen der Zertifizierung der D.________ AG f�r irgendetwas einzustehen. Den weiteren Anlegern, deren behauptete Anspr�che sich die Beschwerdef�hrerin nach eigenen Angaben habe abtreten lassen, seien die AGB der Beschwerdegegnerin zwar m�glicherweise nicht bekannt gewesen. Eine ISO-Zertifizierung entbinde einen Anleger aber nicht von der Obliegenheit, einen (ohnehin immer einem gewissen Risiko unterliegenden) Investitionsentscheid sorgf�ltig zu pr�fen. Gerade bei einer�
versprochenen�Rendite zwischen 20 und 30 % h�tte dies in besonderem Masse gegolten. Ein allf�lliges blindes Vertrauen auf das erteilte Zertifikat, welches im �brigen ohnehin nur in Bezug auf die D.________ AG als Vermittlerin und nicht die E.________ als eigentliche H�ndlerin ausgestellt worden sei und keine Garantie f�r ein verlustloses Investment beinhalte, reiche f�r einen fundierten Investitionsentscheid nicht aus. Die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin dazu, ob bzw. wie sie und die Abtretungsgl�ubiger sich �ber die D.________ AG, deren T�tigkeit und Partner ein eigenes Bild gemacht h�tten, seien unsubstanziiert und es sei davon auszugehen, dass eine solche Pr�fung nicht erfolgt sei und die Anleger mithin Opfer der eigenen Unvorsichtigkeit geworden seien. Eine konkrete, berechtigte Erwartungen weckende Kundgabe, die Beschwerdegegnerin stehe f�r die Richtigkeit bestimmter �usserungen ein, ergebe sich nicht bereits aus der geltend gemachten besonderen Stellung oder den behaupteten weitgehenden Pr�fungspflichten der Zertifizierungsstelle. Schliesslich r�ume die Beschwerdef�hrerin implizit ein, dass sie schon vor der Zertifizierung Investitionen get�tigt und damit zumindest anf�nglich nicht gest�tzt auf das Vertrauen in die Zertifizierung der D.________ AG in diese investiert habe. Weshalb das Zertifikat danach pl�tzlich eine Voraussetzung f�r weitere Investitionen h�tte bilden sollen, sei nicht ersichtlich.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, es entspreche dem Sinn und Zweck solcher ISO-Zertifikate, dass diese gerade Kunden und Dritten gegen�ber vertrauensbildend wirkten. ISO-Zertifikate d�rften nur Gesellschaften ausstellen, welche die vom SECO erlassenen Anforderungen an eine Akkreditierung erf�llten. Die Beschwerdegegnerin als weltweit f�hrende Zertifizierungsgesellschaft erziele ihren Profit aus dem Erwecken von Vertrauen. Ihr Werbe-Slogan "When you need to be sure" sei eine explizite Kundgebung der Beschwerdegegnerin, ihr und auf ihre Pr�fung zu vertrauen. Durch das Verhalten der Beschwerdegegnerin sei eine rechtliche Sonderverbindung zwischen ihr und den Anlegern entstanden. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz habe die Beschwerdef�hrerin in act. 1 Rz. 25-26 und in act. 23 Rz. 45 sehr wohl ausgef�hrt, dass die Anleger nicht blind auf die Zertifizierung vertraut h�tten. Die D.________ AG habe nach der ISO-Zertifizierung alle Kunden angeschrieben und darin erw�hnt, sie habe das ISO-Zertifikat 9001 erhalten und ein Qualit�tsmanagement eingef�hrt. Die Beschwerdef�hrerin habe denn auch die grossen Investitionen erst nach der Zertifizierung get�tigt. Die Vorinstanz habe eine rechtliche Sonderverbindung ohne jegliche Sachverhaltsfeststellungen in einem Beweisverfahren bundesrechtswidrig verneint.
3.3.�Die Vertrauenshaftung ist zwischen Vertrag und Delikt angesiedelt; sie wurde gest�tzt auf das der Culpa-Haftung zugrundeliegende, bestimmte gegenseitige Treuepflichten der Partner begr�ndende Vertragsverhandlungsverh�ltnis aus der �berlegung heraus entwickelt, dass in wertungsm�ssig vergleichbaren F�llen der haftpflichtrechtliche Schutz ebenfalls nicht versagt bleiben darf (BGE 120 II 331 E. 5a S. 335 f.). Das Bundesgericht hat indessen jeweils betont, dass die Vertrauenshaftung keinesfalls zu einer Haftung gegen�ber jedermann ausufern und die Anerkennung dieser Haftungsgrundlage nicht dazu f�hren darf, dass das Rechtsinstitut des Vertrags ausgeh�hlt wird (BGE 133 III 449 E. 4.1; 130 III 345 E. 3.2 S. 353). Das Bundesgericht kn�pft die Haftung aus erwecktem und entt�uschtem Vertrauen daher an strenge Voraussetzungen (BGE 133 III 449 E. 4.1 S. 451; 124 III 297 E. 6a S. 303; 121 III 350 E. 6c S. 355; 120 II 331 E. 5a S. 336). Schutz verdient nicht, wer bloss Opfer seiner eigenen Unvorsichtigkeit und Vertrauensseligkeit oder der Verwirklichung allgemeiner Gesch�ftsrisiken wird, sondern nur, wessen berechtigtes Vertrauen missbraucht wird (BGE 124 III 297 E. 6a S. 303 f.; 121 III 350 E. 6c S. 355 f.; 120 II 331 E. 5a S. 336). Schutzw�rdiges Vertrauen setzt somit ein Verhalten des Sch�digers voraus, das geeignet ist, hinreichend konkrete und bestimmte Erwartungen des Gesch�digten zu wecken (BGE 130 III 345 E. 2.1 S. 349; 124 III 297 E. 6a S. 304; BGE 121 III 350 E. 6c S. 355; BGE 120 II 331 E. 5a S. 336). Die aus Treu und Glauben (Art. 2 ZGB) hergeleiteten Schutz- und Aufkl�rungspflichten greifen nur, wenn die Beteiligten in eine so genannte "rechtliche Sonderverbindung" zueinander getreten sind (BGE 130 III 345 E. 2.2 S. 349; 120 II 331 E. 5a S. 336). Eine derartige Sonderverbindung entsteht aus bewusstem oder normativ zurechenbarem Verhalten der in Anspruch genommenen Person. Ein unmittelbarer Kontakt zwischen Ansprecher und Sch�diger ist dabei nicht zwingend erforderlich; es gen�gt, dass die in Anspruch genommene Person explizit oder normativ zurechenbar kundgetan hat, f�r die Richtigkeit bestimmter �usserungen einzustehen, und dass der Ansprecher im berechtigten Vertrauen darauf Anordnungen getroffen hat, die ihm zum Schaden gereichten (BGE 130 III 345 E. 2.2 S. 350). So kann etwa auch ein Experte bereits bei einer mittelbaren Beziehung gegen�ber einem vertragsfremden Dritten aus erwecktem Vertrauen haftbar werden, wenn er ein Schriftst�ck erarbeitet, welches dann von seinem Auftraggeber an den Dritten weitergegeben wird; dies gilt jedenfalls dann, wenn die Weitergabe mit seinem - wirklichen oder vertrauenstheoretisch zurechenbaren - Einverst�ndnis erfolgt (BGE 130 III 345 E. 2.2 S. 350). �ber die Intensit�t der Sonderverbindung und damit �ber den Umfang der Haftung bestimmen die konkreten Umst�nde, der gesellschaftliche und berufliche Kontext und die soziale Rolle der Betroffenen (BGE 130 III 345 E. 2.2 S. 351). Entscheidend ist bei Gutachten und Pr�fungsberichten, in welchem Masse der sich auf das fragliche Dokument verlassende Dritte berechtigten Anlass hatte, den ihm unterbreiteten Informationen zu vertrauen (vgl. BGE 130 III 345 E. 3.2 S. 352; EUGEN BUCHER, Was man aus einem Fall von "Putativ-Vertrauenshaftung" lernen kann, in: recht 19/2001 S. 79).
3.4.�Soweit die Beschwerdef�hrerin den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt erweitert, ohne Sachverhaltsr�gen vorzubringen, m�ssen ihre Ausf�hrungen unber�cksichtigt bleiben. Die Beschwerdef�hrerin begr�ndet den geltend gemachten Anspruch aus Vertrauenshaftung damit, dass ISO-Zertifikate gerade bezwecken w�rden, bei (potentiellen) Kunden ein Vertrauen gegen�ber der zertifizierten Gesellschaft - hier der D.________ AG - zu erwecken. Anders als der Ersteller des Sch�tzungsgutachtens �ber eine Liegenschaft in BGE 130 III 345 (vgl. soeben E. 3.3) musste die Beschwerdegegnerin in der Tat davon ausgehen, dass die D.________ AG das Zertifikat benutzen w�rde, um Kunden zu werben. Allerdings stellt sich die Frage, welche Informationen sich aus dem Zertifikat ergeben. Die Beschwerdegegnerin hat der D.________ AG ein Zertifikat betreffend die Einf�hrung und Anwendung eines Qualit�tsmanagementsystems ausgestellt. Mit dem Zertifikat wird mithin best�tigt, dass die D.________ AG �ber ein Qualit�tsmanagement verf�gt. Nicht ersichtlich ist aus dem Zertifikat und auch aus dem vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt indessen, welchen Anforderungen die D.________ AG f�r die Ausstellung des Zertifikats und die Aufrechterhaltung der Zertifizierung gen�gen musste. Aus dem Umstand allein, dass die D.________ AG �ber ein Qualit�tsmanagement verf�gt, ergibt sich keine Garantie f�r eine R�ckzahlung der durch die Kunden get�tigten Investitionen. Die Beschwerdef�hrerin tut nicht dar, auf welchen Aspekt der �berpr�fung der D.________ AG durch die Beschwerdegegnerin sie vertraut habe und der die Geschehnisse h�tte verhindern k�nnen, die vorliegend zum geltend gemachten Schaden gef�hrt h�tten.
3.5.�Die Tatsache allein, dass die Beschwerdegegnerin der D.________ AG ein ISO-Zertifikat ausgestellt hat, f�hrt nicht zu einer Haftung aus erwecktem und entt�uschtem Vertrauen. Andernfalls w�rde die Vertrauenshaftung leicht zu einer Haftung s�mtlicher Zertifizierungsgesellschaften gegen�ber jedem gesch�digten Kunden einer zertifizierten Gesellschaft ausufern (vgl. auch BGE 130 III 345 E. 3.2 S. 352 f.). Dies ist nicht der Sinn der Vertrauenshaftung. Ob Vertrauen erweckt und entt�uscht wurde, kann nicht losgel�st davon beurteilt werden, was inhaltlich zertifiziert wurde. Die Beschwerdef�hrerin h�tte jedenfalls aufzeigen m�ssen, dass und inwiefern die ISO-Zertifizierung geeignet gewesen sein sollte, hinreichend konkrete und bestimmte Erwartungen der Anleger dahingehend zu wecken, dass diese ihr investiertes Geld zur�ckbezahlt erhalten w�rden. Dieser Nachweis ist ihr nicht gelungen. Auf der Basis des festgestellten Sachverhalts hat die Beschwerdegegnerin mit der Zertifizierung nicht normativ zurechenbar kundgetan, den Anlegern daf�r einzustehen, das Qualit�tsmanagementsystem der D.________ AG sei so ausgestaltet, dass die Anleger sich auf die R�ckzahlung verlassen durften. Dies gilt insbesondere auch in Bezug auf Anleger, die keine Kenntnis vom Wortlaut der AGB der Beschwerdegegnerin hatten. Die Vorinstanz hat somit kein Bundesrecht verletzt, wenn sie einen eigenen Anspruch und allf�llige durch andere Anleger abgetretene Anspr�che der Beschwerdef�hrerin aus Vertrauenshaftung verneint hat.
Schliesslich bringt die Beschwerdef�hrerin vor, die Vorinstanz h�tte vertieft pr�fen m�ssen, ob Schadenersatzanspr�che aus Dienstleistungshaftpflicht - einer Weiterentwicklung der Produktehaftpflicht - gegen die Beschwerdegegnerin bestehen w�rden. Die Vorinstanz habe sich mit dem Hinweis begn�gt, eine Dienstleistungshaftpflicht sei im geltenden Recht nicht vorgesehen, ohne sich mit den von der Beschwerdef�hrerin vorgebrachten Argumenten auseinanderzusetzen. Damit habe die Vorinstanz den Grundsatz der Anwendung des Rechts von Amtes wegen und ihre Begr�ndungspflicht verletzt.
Die R�ge ist unbegr�ndet. Die Vorinstanz hat nicht nur darauf hingewiesen, dass die von der Beschwerdef�hrerin angerufene Dienstleistungshaftpflicht im geltenden Recht nicht vorgesehen sei, sondern hat auch ausgef�hrt, dass die Haftungsvoraussetzungen ohnehin nicht erf�llt w�ren. In dieser Hinsicht hat sie ausdr�cklich auf die Ausf�hrungen zur Vertrauenshaftung verwiesen. Die Vorinstanz hatte mithin keinen Anlass, sich ausf�hrlicher zu weiteren allf�lligen Anspruchsgrundlagen zu �ussern.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdef�hrerin k osten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1, Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 45'000.-- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt.
Die Beschwerdef�hrerin hat die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 55'000.-- zu entsch�digen.