Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_12_10_2011_VIII_ZR_50_11_Voraussetzungen_fuer_das_Vorlie-d4578795.html
Timestamp: 2016-12-09 08:33:35
Document Index: 396654174

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 550', '§ 573', '§ 1056', '§ 1056', 'BGH', 'BGH']

BundesgerichtshofUrt. v. 12.10.2011, Az.: VIII ZR 50/11Gericht: BGHEntscheidungsform: UrteilDatum: 12.10.2011Referenz: JurionRS 2011, 26580Aktenzeichen: VIII ZR 50/11 Verfahrensgang:vorgehend:AG München - 01.02.2010 - AZ: 463 C 19931/09LG München I - 12.01.2011 - AZ: 15 S 3210/10Rechtsgrundlagen:§ 550 S. 1 BGB§ 573 BGB§ 1056 Abs. 1 BGB§ 1056 Abs. 2 BGBFundstellen:ErbR 2012, 63FamRZ 2011, 1941-1942MK 2012, 21NZM 2012, 558-559RdW 2012, 124-125WuM 2011, 690-692ZEV 2012, 160-161Redaktioneller Leitsatz:Ein unzulässiger und deshalb unwirksamer Vertrag zu Lasten Dritter liegt nur dann vor, wenn durch ihn unmittelbar eine Rechtspflicht eines am Vertrag nicht beteiligten Dritten - ohne seine Autorisierung - entstehen soll. An dieser Unmittelbarkeit fehlt es indes, soweit die durch einen vom Erblasser geschlossenen Vertrag begründeten Pflichten den Erben erst aufgrund der Rechtsnachfolge treffen.Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 14. September 2011 durch den Vorsitzenden Richter Ball, den Richter Dr. Frellesen, die Richterinnen Dr. Milger und Dr. Fetzer sowie den Richter Dr. Bünger für Recht erkannt: Tenor:Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil der 15. Zivilkammer des Landgerichts München I vom 12. Januar 2011 aufgehoben. Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen. BGH, 13.10.2011BGH, 12.10.2011