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Timestamp: 2016-10-27 15:18:20
Document Index: 328385654

Matched Legal Cases: ['Art. 158', 'Art. 158', 'Art. 158', 'Art. 143', 'Art. 158', 'BGE', 'Art. 158', 'Art. 32', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 158', 'Art. 29', 'Art. 81', 'BGE', 'Art. 82', 'Art. 9', 'Art. 29', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 6', 'Art. 10', 'in dubio', 'Art. 10', 'in dubio', 'BGE', 'in dubio', 'BGE', 'in dubio', 'BGE', 'BGE', 'Art. 112', 'Art. 112', 'BGE', 'Art. 112', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 65']

6B_300/2015 (03.12.2015)
6B_300/2015 � � Urteil vom 3. Dezember 2015
Sonnenstrasse 4a, 9201 Gossau SG,
Mord; willk�rliche Beweisw�rdigung, rechtliches Geh�r,
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom 8. Mai 2013/5. Januar 2015.
Gem�ss Anklage erschoss X.________ am Freitag, 25. M�rz 2011, kurz vor 11:00 Uhr A.________ vor dem ehemaligen B.________-Geb�ude auf dem Areal der C.________-Strasse in D.________ mit einer Ladung Postenschrot.
Das Kreisgericht See-Gaster verurteilte X.________ am 7. Juni 2012 wegen vors�tzlicher T�tung zu einer Freiheitsstrafe von 17 Jahren (unter Anrechnung der Untersuchungs- und Sicherheitshaft von 440 Tagen) und ordnete eine ambulante vollzugsbegleitende Massnahme an.
Gegen dieses Urteil legten sowohl X.________ als auch die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen Berufung ein. Anl�sslich der Berufungsverhandlung vom 8. Mai 2013 wurden X.________ befragt und die Parteivortr�ge angeh�rt. Das Kantonsgericht St. Gallen beschloss, X.________ ein weiteres Mal psychiatrisch begutachten zu lassen.
Das Gutachten von Prof. Dr. med. E.________ und Dr. med. F.________ datiert vom 9. Juli 2014 und ging am 10. Juli 2014 beim Kantonsgericht ein.
Nachdem die Parteien zum Gutachten Stellung genommen hatten, fand am 5. Januar 2015 die Urteilsberatung ohne weitere m�ndliche Verhandlung statt. Das Kantonsgericht hob das Urteil des Kreisgerichts auf (Dispositivziffer 1) und sprach X.________ des Mordes schuldig (Dispositivziffer 2). Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 18 Jahren unter Anrechnung der Untersuchungs- und Sicherheitshaft von insgesamt 1'382 Tagen (Dispositivziffer 3). Von einer Verwahrung sah es ab. Es auferlegte X.________ die Kosten des Untersuchungs- und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens (Dispositivziffer 7). Die Kosten des Berufungsverfahrens auferlegte es ihm im Umfang von f�nf Sechsteln. Einen Sechstel dieser Kosten nahm es auf den Staat (Dispositivziffer 8).
Sowohl X.________ (Verfahren 6B_300/2015) als auch die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen (Verfahren 6B_265/2015) wenden sich mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht.
X.________ beantragt, er sei in Aufhebung des angefochtenen Entscheids vom 8. Mai 2013/5. Januar 2015 freizusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Er ersucht �berdies um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
1.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung von Art. 158 Abs. 1 lit. a StPO. Der Tatvorhalt sei ihm anl�sslich der ersten polizeilichen Einvernahme nur mangelhaft er�ffnet worden, so dass er nicht gewusst habe, was ihm konkret vorgeworfen werde. Er habe sich deswegen nicht effektiv verteidigen k�nnen. Der unzureichende Tatvorhalt f�hre nach Art. 158 Abs. 2 StPO zur absoluten Unverwertbarkeit der ersten Einvernahme
1.2.�Gem�ss Art. 158 Abs. 1 lit. a StPO weisen Polizei oder Staatsanwaltschaft die beschuldigte Person zu Beginn der ersten Einvernahme in einer ihr verst�ndlichen Sprache darauf hin, dass gegen sie ein Vorverfahren eingeleitet worden ist und welche Straftaten Gegenstand des Verfahrens bilden (Urteil 6B_518/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 1.2 mit Hinweisen). Der Beschuldigte muss in allgemeiner Weise und nach dem aktuellen Verfahrensstand dar�ber aufgekl�rt werden, welches Delikt ihm zur Last gelegt wird. Dabei geht es nicht in erster Linie um den Vorhalt strafrechtlicher Begriffe oder Bestimmungen, sondern um denjenigen der konkreten �usseren Umst�nde der Straftat. Die Information �ber den Gegenstand der Strafuntersuchung ist Voraussetzung daf�r, dass sich der Beschuldigte zu den Tatvorw�rfen �ussern kann (vgl. Art. 143 Abs. 4 StPO). Einvernahmen ohne diese Hinweise sind nicht verwertbar (Art. 158 Abs. 2 StPO; BGE 141 IV 20 E. 1.3.3; vgl. auch Urteil 6B_1021/2013 vom 29. September 2014 E. 2.3.1, je mit Hinweisen).
1.3.�Der Beschwerdef�hrer tr�gt die R�ge erstmals vor Bundesgericht vor, angeblich "wegen eines neuen Bundesgerichtsentscheids". Inwiefern der von der Verteidigung angerufene Entscheid 6B_1021/2013 vom 29. September 2014 neu sein soll, bleibt unerfindlich. Die Rechtslage hat sich nicht ge�ndert. Das Informationsrecht nach Art. 158 Abs. 1 lit. a StPO wurde bereits durch Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 3 EMRK und die diesbez�gliche Rechtsprechung des Bundesgerichts umfassend gew�hrleistet. Der anwaltlich vertretene Beschwerdef�hrer h�tte daher den Einwand des vermeintlich unzureichenden Deliktsvorhalts bereits im kantonalen Verfahren einbringen k�nnen und m�ssen. Nach dem Grundsatz von Treu und Glauben ist es nicht zul�ssig, vor Bundesgericht erstmals verfahrensrechtliche Einwendungen vorzubringen, die in einem fr�heren Verfahrensstadium h�tten geltend gemacht werden k�nnen (statt vieler BGE 138 IV 161 E. 2.5.3; 135 I 91 E. 2.1; siehe auch Urteile des Bundesgerichts 6B_1172/2013 vom 18. November 2014 E. 1.3 und 6B_426/2013 vom 18. Dezember 2013 E. 1). Auf das Vorbringen ist daher nicht einzutreten.
1.4.�Selbst wenn darauf einzutreten w�re, w�re der Beschwerde kein Erfolg beschieden. Der Beschwerdef�hrer wurde vor der ersten Einvernahme vom 27. M�rz 2011 dar�ber informiert, dass gegen ihn ein Verfahren wegen Verdachts auf T�tung zum Nachteil von A.________ eingeleitet wurde. Das Delikt sei am Freitag, 25. M�rz 2011, kurz vor 11:00 Uhr an der C.________-Strasse in D.________ begangen worden (vgl. kantonale Akten, Dossier E, act. E/1, Festnahmeer�ffnung vom 27. M�rz 2011, Ziff. 3). W�hrend der Befragung erhielt der Beschwerdef�hrer auch davon Kenntnis, dass der mutmassliche T�ter geklingelt und mit dem Opfer via Gegensprechanlage kommuniziert haben m�sse. Dieses habe sich daraufhin zum Ausgang des Geb�udes begeben, wo es der mutmassliche T�ter nach einem kurzen Wortwechsel aus n�chster N�he in den Kopf geschossen haben m�sse (vgl. kantonale Akten, Dossier E, act. E/1, Festnahmeer�ffnung vom 27. M�rz 2011, Ziff. 45). Die erfolgten Hinweise gen�gen den gesetzlichen Anforderungen von Art. 158 Abs. 1 lit. a StPO. Dem Beschwerdef�hrer wurde entgegen seiner Ansicht nicht bloss pauschal vorgeworfen, ein T�tungsdelikt begangen zu haben. Vielmehr wurden die �usseren Umst�nde der Straftat insbesondere hinsichtlich Tatort und Tatzeit konkret spezifiziert, so dass er von Anfang an wusste, was ihm vorgeworfen wird, und er sich entsprechend verteidigen konnte.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz verletze ihre Begr�ndungspflicht und damit sein rechtliches Geh�r. Sie verweise in ihren Erw�gungen mehrfach auf "Ausf�hrungen der Staatsanwaltschaft". Solche Verweise seien prozessrechtswidrig.
2.2.�Aufgrund der aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) fliessenden Begr�ndungspflicht (Art. 81 Abs. 3 lit. a StPO) ist das Gericht gehalten, sein Urteil zu begr�nden. Dieses hat die tats�chliche und rechtliche W�rdigung des der beschuldigten Person zur Last gelegten Verhaltens zu enthalten. Es soll aktenkundig und ausreichend dargetan sein, dass und weshalb das Urteil mit Blick auf die Sach- und Rechtslage so und nicht anders gef�llt wurde (vgl. BGE 139 IV 179 E. 2.2; 138 IV 81 E. 2.2.; je mit Hinweis).
2.3.�Die Vorinstanz legt in ihrem Entscheid entsprechend den gesetzlichen Anforderungen dar, auf welchen tats�chlichen und rechtlichen Erw�gungen ihr Erkenntnis beruht. Ihre Verweise auf die als sorgf�ltig und nachvollziehbar qualifizierte Beweisw�rdigung der ersten Instanz sind gesetzlich zul�ssig (Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Vorinstanz macht die Ausf�hrungen der ersten Instanz damit zu ihren eigenen. Auch die vereinzelte Bezugnahme der Vorinstanz auf die ihr in tats�chlicher Hinsicht als richtig erscheinende Auffassung der Staatsanwaltschaft (Entscheid, S. 12, 13, 15 und 16), wie sie insbesondere aus deren Pl�doyer vor zweiter Instanz hervorgeht (vgl. kantonale Akten, B/46), verletzt weder die Begr�ndungspflicht noch das rechtliche Geh�r des Beschwerdef�hrers, da die Vorinstanz den Sachverhalt selber w�rdigt und das Urteil mit eigenen Erw�gungen begr�ndet. Der Vorwurf in der Beschwerde, die Vorinstanz treffe keine eigenen tats�chlichen Feststellungen, sondern �berlasse die Erstellung des Sachverhalts der Staatsanwaltschaft, ist nicht zutreffend und geht mithin an der Sache vorbei.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer bestreitet seine T�terschaft. Er r�gt eine willk�rliche Beweisw�rdigung und macht eine Verletzung von Art. 9 und Art. 29 BV geltend. Die Vorinstanz w�rdige angeblich ihn belastende Indizien widerspr�chlich sowie akten- und tatsachenwidrig. Entlastende Aspekte lasse sie willk�rlich ausser Acht. Mit konkreten Hinweisen zum dringenden Verdacht auf eine Drittt�terschaft befasse sie sich nicht. Auf die Vorbringen der Verteidigung gehe sie nur rudiment�r oder �berhaupt nicht ein. Bei objektiver W�rdigung des gesamten Beweisergebnisses blieben offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an seiner T�terschaft zur�ck. Er sei daher freizusprechen.
3.2.1.�Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann im Verfahren vor dem Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht, und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 134 IV 36 E. 1.4.1). Die R�ge der Willk�r muss in der Beschwerde anhand des angefochtenen Entscheids pr�zise vorgebracht und begr�ndet werden, ansonsten darauf nicht eingetreten wird (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 138 I 171 E. 1.4; 136 II 489 E. 2.8; 133 IV 286 E. 1.4; je mit Hinweisen).
3.2.2.�Gem�ss der aus Art. 8 und 32 Abs. 1 BV fliessenden und in Art. 6 Ziff. 2 EMRK sowie Art. 10 Abs. 3 StPO verankerten Maxime "in dubio pro reo" ist bis zum gesetzlichen Nachweis ihrer Schuld zu vermuten, dass die einer strafbaren Handlung beschuldigte Person unschuldig ist (Art. 10 Abs. 1 StPO). Der Grundsatz "in dubio pro reo" besagt, dass sich das Strafgericht nicht von einem f�r den Angeklagten ung�nstigen Sachverhalt �berzeugt erkl�ren darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel an der Erf�llung der tats�chlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat bestehen. Das Gericht darf sich nicht nach Gutd�nken und rein subjektivem Empfinden von der Schuld der angeklagten Person �berzeugt zeigen. Bloss abstrakte und theoretische Zweifel sind aber ohne Bedeutung. Es m�ssen vielmehr erhebliche und nicht zu unterdr�ckende Zweifel vorliegen. Relevant sind mithin nur un�berwindliche Zweifel, d.h. solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdr�ngen (BGE 138 V 74 E. 7; 127 I 38 E. 2a; 124 IV 86 E. 2a; 120 Ia 31 E. 2b). Die Entscheidregel besagt indes nicht, dass bei sich widersprechenden Beweismitteln unbesehen auf den f�r den Angeklagten g�nstigeren Beweis abzustellen ist. Der Grundsatz "in dubio pro reo" kommt nur zur Anwendung, wenn nach erfolgter Beweisw�rdigung als Ganzem relevante Zweifel verbleiben.
3.2.3.�Soweit das Urteil auf der Grundlage von Indizien ergeht, ist nicht die isolierte Betrachtung jedes einzelnen Beweises, sondern deren gesamthafte W�rdigung massgebend. W�rdigt das erkennende Gericht einzelne seinem Entscheid zugrunde liegende, belastende Indizien willk�rlich oder l�sst es entlastende Umst�nde willk�rlich ausser Acht, f�hrt dies nicht zwingend zur Aufhebung des angefochtenen Urteils. Erforderlich ist, dass bei objektiver W�rdigung des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an der T�terschaft zur�ckbleiben (Urteile des Bundesgerichts 6B_1077/2013 vom 22. Oktober 2014 E. 1.1.2; 6B_217/2012 vom 20. Juli 2012 E. 2.2.2; 6B_781/2010 vom 13. Dezember 2010 E. 3.2 und 3.4, je mit Hinweisen).
3.3.�Vorliegend gibt es weder Sachbeweise noch direkte Augenzeugen der Tat. Der Beschwerdef�hrer wurde in einem Indizienprozess verurteilt. Die dagegen erhobene Kritik am angefochtenen Entscheid ist gr�sstenteils rein appellatorisch. Der Beschwerdef�hrer w�rdigt die tats�chlichen Gegebenheiten und Indizien, wie sie ihm richtig erscheinen, und pl�diert vor Bundesgericht frei zum Beweisergebnis, ohne sich mit den Erw�gungen der Vorinstanz hinreichend auseinanderzusetzen. Eine solche Kritik ist unzul�ssig (vgl. BGE 140 III 264 E. 2.3; 137 IV 1 E. 4.2.3). Das gilt vorliegend in besonderem Masse, soweit der Beschwerdef�hrer der Vorinstanz vorwirft, sie ber�cksichtige ein (m�gliches) Alibi nicht, lasse entlastende Gesichtspunkte ausser Acht und gehe dem dringenden Verdacht einer Drittt�terschaft nicht nach. Die Vorw�rfe stossen ins Leere. Die Vorinstanz legt knapp, aber nachvollziehbar dar, dass und weshalb der Beschwerdef�hrer durch die Aussagen von G.________ nicht entlastet wird (Entscheid, S. 11 f.) und einer allf�lligen Drittt�terschaft nach ersten Abkl�rungen nicht weiter nachgegangen werden musste (Entscheid, S. 16). Von einer willk�rlichen Beweisw�rdigung kann keine Rede sein. Ebenso wenig ist eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, des Grundsatzes "in dubio pro reo", des Untersuchungsgrundsatzes und des Fairnessgebots ersichtlich. Die Vorinstanz ist nicht gehalten, s�mtliche Hypothesen und Interpretationen zu Indizien zu thematisieren, die der Beschwerdef�hrer anbietet. Sie darf sich auf das Entscheidwesentliche beschr�nken (vgl. BGE 136 I 184 E. 2.2.1).
3.4.�Die Vorinstanz w�rdigt das Aussageverhalten des Beschwerdef�hrers als Indiz f�r seine T�terschaft (Entscheid, S. 7). Auch wenn sein Einwand zutrifft, er habe entgegen der Vorinstanz bereits an der ersten und nicht erst der zweiten Befragung eingestanden, am Tattag durch das Areal der C.________-Strasse in D.________ gegangen zu sein, l�sst dies die vorinstanzliche W�rdigung nicht als schlechterdings unhaltbar erscheinen. Die Vorinstanz h�lt unter Verweis auf die erstinstanzlichen Ausf�hrungen fest, dass sich im Aussageverhalten des Beschwerdef�hrers immer wieder L�gensignale gezeigt h�tten. Diese Analyse wird mit konkreten Beispielen aus den Akten untermauert (Entscheid, S. 7 i.V.m. Ausf�hrungen im erstinstanzlichen Urteil, S. 19). Inwiefern diese Erw�gungen geradezu unhaltbar sein k�nnten, ist weder dargelegt noch ersichtlich.
3.5.1.�Die Vorinstanz stellt fest, dass insgesamt f�nf Zeugen (H.________, I.________, J.________, K.________, L.________) den Beschwerdef�hrer bei der Wahlgegen�berstellung vom 7. April 2011 als diejenige Person identifizierten, welche sie am Tattag vor 11:00 Uhr in der Umgebung des Tatorts (ehemaliges B.________-Geb�ude an der C.________-Strasse, D.________) bzw. gegen 11:30 bzw. 11:40 Uhr bei seinem �bernachtungsort (M.________-Strasse, N.________) gesehen hatten (Entscheid, S. 8). Die Vorinstanz w�rdigt deren Aussagen unter Einschluss der Darstellung der Zeugin O.________ eingehend. Sie sch�lt die �bereinstimmenden Aspekte in den Aussagen nachvollziehbar und klar heraus. Sie gelangt zum Schluss, dass die Zeugenaussagen in ihrer Gesamtheit ein sehr starkes Indiz daf�r bildeten, dass sich der mit einem langen Mantel bekleidete Beschwerdef�hrer am Tattag ab ca. 10:30 Uhr auf dem Areal der C.________-Strasse in D.________ aufhielt, unter dem Mantel eine Waffe mit sich f�hrte und gegen etwa 11:40 Uhr mit der Waffe wieder an seinen �bernachtungsort M.________-Strasse in N.________ zur�ckkehrte. Die Zeugen, die sich zur Hauptsache nicht kannten, h�tten v�llig unabh�ngig voneinander und daher besonders glaubhaft ausgesagt, dass der Beschwerdef�hrer nicht nur durch das Areal der C.________-Strasse ging, sondern dort auch ein wenig verweilte, umherschaute, einen verwirrten oder komischen Eindruck hinterliess, und mit der Hand unter seinem Mantel hantierte bzw. etwas "Metallisches" bei sich hatte (Entscheid, S. 11).
3.5.2.�Soweit der Beschwerdef�hrer erstmals vor Bundesgericht r�gt, die Wahlgegen�berstellung sei mangelhaft durchgef�hrt worden, weswegen ihr kaum bzw. gar kein Beweiswert zukomme, ist er mit seinem Vorbringen nicht zu h�ren. Er h�tte den fraglichen Einwand im kantonalen Verfahren, jedenfalls aber zumindest vor der Berufungsinstanz erheben k�nnen und m�ssen. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, sich zu rechtlichen Fragen zu �ussern, die sich im vorinstanzlichen Verfahren nicht gestellt haben. Dass die Vorinstanz von Amtes wegen h�tte pr�fen m�ssen, ob die Wahlgegen�berstellung lege artis durchgef�hrt wurde, macht der Beschwerdef�hrer - mit Recht - nicht geltend.
3.5.3.�Was der Beschwerdef�hrer gegen die vorinstanzliche W�rdigung der Zeugenaussagen vorbringt, vermag Willk�r nicht zu begr�nden. Er beschr�nkt sich im Wesentlichen darauf, nebens�chliche Unterschiede oder Ungenauigkeiten in den Aussagen der Zeugen herauszuarbeiten und darzulegen, wie diese richtigerweise zu w�rdigen w�ren, n�mlich als "ausgepr�gt ungenau", "widerspr�chlich", "volatil", "unzuverl�ssig", "nicht �berzeugend", "reichlich chaotisch" oder "schwer verst�ndlich". Mit den vorinstanzlichen Erw�gungen setzt er sich nicht weiterf�hrend auseinander. Er stellt seine eigene Sicht der Dinge derjenigen der Vorinstanz gegen�ber. Dass die vorinstanzliche W�rdigung der Zeugenaussagen und die daraus gezogenen Schl�sse geradezu unhaltbar w�ren, zeigt er nicht auf. Spekulativ ist sein Vorbringen, die Aussagen namentlich der Zeugen J.________ und I.________ seien durch die Berichterstattung in den Medien beeinflusst und daher "offensichtlich nicht realit�tsbegr�ndet". Mit Ausnahme eines einzigen Zeugen, welcher am 7. April 2011 anl�sslich der Wahlgegen�berstellung einr�umte, den Beschwerdef�hrer von einem Bild in der BLICK-Zeitung zu kennen (weshalb die Vorinstanz auf dessen Aussagen nicht abstellt), ergeben sich f�r die pauschale Behauptung des Beschwerdef�hrers keine Anhaltspunkte. Abgesehen davon begr�ndet die Vorinstanz auch nachvollziehbar, weshalb sie die Aussagen der Zeugen f�r besonders glaubhaft einstuft (Entscheid, S. 11). Dass der Beschwerdef�hrer unter seinem Mantel hantierte bzw. etwas Metallisches gehabt habe, erw�hnten insgesamt drei Zeugen. Die Vorinstanz durfte willk�rfrei von �bereinstimmenden Aussagen sprechen.
3.6.1.�Besonders belastend erachtet die Vorinstanz die auf diversen Kleidungsst�cken des Beschwerdef�hrers sichergestellten Schmauchspuren. Sie st�tzt sich auf den forensischen Untersuchungsbericht der Kriminalpolizei St. Gallen vom 16. Mai 2011. Danach konnten auf einer im Lagerraum gefundenen Hose des Beschwerdef�hrers Schmauchspuren nachgewiesen werden, und zwar charakteristische und konsistente Schmauchpartikel (Dreikomponentenschmauchspuren) auf der Hosenaussenseite und zumindest konsistente Schmauchpartikel (Zweikomponentenschmauchspuren) auf der Hoseninnenseite. Dreikomponentenschmauchpartikel fanden sich auch auf den Schuhen und der Jacke, welche der Beschwerdef�hrer bei der Verhaftung am 26. M�rz 2011 getragen hatte, sowie auf einem Hemd aus seinem Koffer. Nach dem Untersuchungsbericht konnten die konsistenten und charakteristischen Schmauchpartikel auf den Kleidungsst�cken des Beschwerdef�hrers nicht von denjenigen unterschieden werden, welche auf dem Hemd des Opfers gefunden worden waren. Zwar sei die Zusammensetzung der Schmauchpopulationen nicht aussergew�hnlich. Die �bereinstimmung k�nne jedoch zumindest als Hinweis auf denselben Ursprung gedeutet werden. Bei den analytisch nachgewiesenen Dreikomponentenpartikeln handelt es sich gem�ss Bericht eindeutig um Schmauch, welcher bei der Z�ndung von Munition entsteht (Entscheid, S. 13).
3.6.2.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen den polizeilichen Untersuchungsbericht vom 16. Mai 2011 (kantonale Akten, Dossier A, act. A/1). Er bezeichnet den Bericht als "vage", "kaum verst�ndlich" und "in sich widerspr�chlich". Seine Kritik geht an der Sache vorbei. Der Bericht ist klar und aus sich heraus ohne weiteres nachvollziehbar. Die Vorinstanz stellt ohne Willk�r darauf ab. Dass und inwiefern sie daraus schlechterdings unhaltbare Schl�sse gezogen haben k�nnte, ist nicht ersichtlich. Das gilt namentlich auch f�r die Frage der Fremdkontamination. Die Vorinstanz schliesst mit plausibler Begr�ndung aus, dass s�mtliche Schmauchspuren auf den Kleidungsst�cken �ber eine Fremdkontamination durch die Polizei anl�sslich der Hausdurchsuchung und der Festnahme des Beschwerdef�hrers entstanden sind (Entscheid, S. 13). Was der Beschwerdef�hrer dagegen einwendet, ist appellatorischer Natur. Er bezeichnet die vorinstanzliche Beweisw�rdigung als willk�rlich, legt indessen in seitenlangen Ausf�hrungen nur seine eigene Sicht der Dinge dar, etwa zur angeblichen Falschbeurteilung der Schmauchspuren, zum fehlenden oder mangelhaften Spurenschutz sowie zur Problematik von Schmauchspuren als Beweismittel als solche. Dass und inwiefern die beanstandete vorinstanzliche W�rdigung geradezu unhaltbar sein k�nnte, zeigt er hingegen nicht auf. Dass sich die Vorinstanz nicht explizit mit allen Hypothesen befasst, die der Beschwerdef�hrer vor ihr vorgetragen hat, f�hrt weder zu einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs noch des Willk�rverbots. Die Gerichte haben sich auf die entscheidrelevanten Punkte zu beschr�nken (vgl. BGE 136 I 184 E. 2.2.1).
3.7.1.�Die Vorinstanz zieht weiter die Ergebnisse der DNA-Untersuchung als belastendes Indiz heran. Am linken Schuh des Schuhpaares, welches der Beschwerdef�hrer anl�sslich seiner Verhaftung getragen hatte, konnte gem�ss dem Gutachten des Instituts f�r Rechtsmedizin (IRM) vom 19. Mai 2011 in zwei separaten Abrieben vom Wildlederteil die DNA des Opfers festgestellt werden. Die Vorinstanz weist darauf hin, dass ein dritter Abrieb vom Wildlederteil des linken Schuhs gemacht wurde. Die erhobenen Befunde spr�chen laut dem Zusatzgutachten vom 15. September 2011 (kantonale Akten, Dossier A, act. 110/14a) entschieden daf�r, dass die untersuchten Stellen des linken schwarzen Schuhs Blutspuren des Opfers enthielten (Entscheid, S. 14 ff.).
3.7.2.�Die Vorinstanz verwirft das Vorbringen der Verteidigung (wonach es m�glich sei, dass sich das Opfer beispielsweise zur Kontrolle des Feuermelders im Lagerraum des Beschwerdef�hrers aufgehalten, die fraglichen Schuhe in diesem Zusammenhang ber�hrt und die DNA- bzw. Blutspur auf diese Weise auf dem linken Schuh zur�ckgelassen habe) mit stichhaltiger Begr�ndung. Soweit der Beschwerdef�hrer den im vorinstanzlichen Verfahren vorgetragenen Einwand in leicht abge�nderter Form vor Bundesgericht lediglich wiederholt, ist er damit nicht zu h�ren. Er zeigt nicht auf, inwiefern die entsprechenden vorinstanzlichen Erw�gungen unhaltbar sein k�nnten. Solches ist auch nicht ersichtlich. Das Zusatzgutachten vom 15. September 2011 best�tigt, es sei h�chst unwahrscheinlich, dass eine ortsfremde Person durch einen kurzzeitigen Aufenthalt in den R�umlichkeiten des Beschwerdef�hrers gen�gend DNA zur�ckgelassen h�tte, damit diese auf einem Schuh des Beschwerdef�hrers nachweisbar sei. Aufgrund der an den drei Abrieben festgestellten DNA resp. der starken Auspr�gung des Hauptprofils und dem fehlenden Nachweis von DNA des Tr�gers des Schuhs sei es auch h�chst unwahrscheinlich, dass ein einmaliger Kontakt mit blossen H�nden an den Schuhen zum nachgewiesenen DNA-Profil gef�hrt habe. Nach den Gutachtern liegt nahe, dass es sich bei der sichergestellten Blutspur um einen Blutstropfen oder -spritzer handle bzw. dass die Blutspur des Opfers durch Spritzen oder Tropfen auf den Schuh des Beschwerdef�hrers gelangt sei (Entscheid, S. 15 mit Hinweis auf kantonale Akten). Die gutachterlichen Ausf�hrungen leuchten ein und zeichnen ein stimmiges Ganzes. Die Vorinstanz durfte sich ohne Willk�r darauf st�tzen. Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, geht an der Sache vorbei. Er verkennt, dass sich das Zusatzgutachten vom 15. September 2011 einzig zu den Abrieben ab den Wildlederteilen des untersuchten linken Schuhs des Beschwerdef�hrers �ussert. In allen drei Abrieben waren Mischprofile mit einem prominenten Hauptprofil des Opfers nachweisbar. DNA des Beschwerdef�hrers war hingegen nicht in ausreichender Menge vorhanden, dass ein DNA-Profil erstellt werden konnte.
3.7.3.�Auch das Vorbringen, es h�tten sich mehr Blutspritzer auf seinen Kleidern und Schuhen finden m�ssen, wenn er das Opfer erschossen h�tte, weist die Vorinstanz namentlich unter Hinweis auf die Ausf�hrungen im Urteil der ersten Instanz mit sachlich vertretbarer Begr�ndung zur�ck (Entscheid, S. 16 mit Hinweis auf die Ausf�hrungen im erstinstanzlichen Urteil, S. 18). Ohne sich damit weiterf�hrend zu befassen, wiederholt der Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht nur, was er bereits vor den kantonalen Instanzen vorgetragen hat. Damit ist er nicht zu h�ren. Die vorinstanzlichen Feststellungen zum Spurenbild am Tatort und Standort des Sch�tzen sind im �brigen aktengest�tzt. So wurden im Aussenbereich vor der Schiebet�r des Vorraums (nur) eine geringe Zahl von Blutspritzern und nicht, wie der Beschwerdef�hrer behauptet, zahlreiche Spritzer festgestellt (vgl. kantonale Akten, Dossier A, act. A9/3 Ziff. 4.4). Der T�ter befand sich entgegen den Ausf�hrungen in der Beschwerde im Zeitpunkt der Schussabgabe auch nicht im Vorraum, sondern - wovon die Vorinstanzen ohne Willk�r ausgehen - im Bereich der offenen Schiebet�re zum Aussenbereich hin. Daf�r sprechen insbesondere der Bericht des Kriminaltechnischen Dienstes vom 17. Juni 2011 (vgl. kantonale Akten, Dossier A, act. A9/6 Ziff. 5.3) sowie das Gutachten des IRM vom 28. April 2011 (kantonale Akten, Dossier A, act. A10/10a S. 5), welches in relevanter Weise diesbez�glich nur ausf�hrt, die Schussabgabe sei bei offener Schiebet�re erfolgt. Die Schlussfolgerungen der Vorinstanz, dass und weshalb sich auf dem linken Schuh des Beschwerdef�hrers nicht mehr Blutspritzer feststellen liessen, stehen mit den polizeilichen und gutachterlichen Feststellungen im Einklang. Bei seiner Kritik stellt der Beschwerdef�hrer den Ausf�hrungen der Vorinstanz erneut lediglich seine eigene Sicht der Dinge gegen�ber. Inwiefern sich die kantonalen Beh�rden �ber Fakten und Erkenntnisse hinwegsetzten, ist gest�tzt auf seine Vorbringen nicht ersichtlich.
3.8.�Die Waffe, mit welcher das Opfer erschossen wurde, konnte nicht gefunden werden. Im Lagerraum des Beschwerdef�hrers wurden anl�sslich der Hausdurchsuchung indes ein Waffenfutteral sowie u.a. eine Anleitung Wingmaster 870 bzw. ein "Instruction book" f�r eine Remington Pump Action Shot Gun Model 870 sichergestellt. Es handelt sich dabei um eine Langwaffe, mit der Postenschrot verschossen werden kann. Nach den Feststellungen der Vorinstanz stammen die handschriftlichen Notizen und Hervorhebungen im Instruktionsbuch vom Beschwerdef�hrer (Entscheid, S. 14). In den Feststellungen der Vorinstanz ist keine Willk�r erkennbar. Die Vorinstanz durfte, wie bereits die erste Instanz, anhand eines Vergleichs des Schriftbildes willk�rfrei zum Schluss gelangen, dass die handschriftlichen Anmerkungen im "Instruction book" dem Beschwerdef�hrer zuzuordnen sind. Inwiefern eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vorliegen k�nnte, ist unter diesen Umst�nden nicht ersichtlich, zumal der Beschwerdef�hrer auch nicht beantragte, es sei eine kriminalistische bzw. forensische Pr�fung durch ein Urkundenlabor durchzuf�hren. Im �brigen ist seine Kritik rein appellatorisch. Im Zusammenhang mit der Feststellung der Vorinstanz, wonach ein Waffenfutteral gefunden wurde, behauptet er lediglich, es handle sich dabei um die H�lle eines Samuraischwerts. Darauf ist nicht einzutreten.
3.9.�In W�rdigung der Gesamtheit aller den Beschwerdef�hrer belastenden Elemente (namentlich Zeugenaussagen, Schmauchspuren, DNA-Ergebnisse) durfte die Vorinstanz zusammengefasst zum Schluss kommen, dieser habe das Opfer am 25. M�rz 2011 um ca. 10:50 Uhr bzw. kurz vor 11.00 Uhr vor dem ehemaligen B.________-Geb�ude auf dem Areal der C.________-Strasse in D.________ mit einer Ladung Postenschrot erschossen. Die Erw�gungen der Vorinstanz sind sachlich, nachvollziehbar und schl�ssig. Der Beschwerdef�hrer bringt nichts vor, was das Beweisergebnis auch nur ann�hernd in Frage stellen k�nnte. Da auch keinerlei Hinweise auf weitere potentielle T�ter bestehen, durfte die Vorinstanz willk�rfrei zur �berzeugung gelangen, es best�nden keine Zweifel an der T�terschaft des Beschwerdef�hrers.
4.1.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die rechtliche Qualifikation der T�tung als Mord. Die Vorinstanz erachte den Tatbestand von Art. 112 StGB als erf�llt, weil er das Opfer aus nichtigem Anlass erschossen und die Tat detailliert und minuti�s geplant habe. Weder das eine noch das andere treffe zu. Unter diesen Umst�nden k�nne die Tat aber weder als besonders verwerflich noch als skrupellos bezeichnet werden.
4.2.�Eine vors�tzliche T�tung ist als Mord zu qualifizieren, wenn der T�ter besonders skrupellos handelt, namentlich wenn sein Beweggrund, der Zweck der Tat oder die Art der Ausf�hrung besonders verwerflich sind (Art. 112 StGB). Mord zeichnet sich nach der Rechtsprechung durch eine aussergew�hnlich krasse Missachtung fremden Lebens bei der Durchsetzung eigener Absichten aus. Es geht um die besonders verwerfliche Ausl�schung eines Menschenlebens. F�r die Qualifikation verweist das Gesetz in nicht abschliessender Aufz�hlung auf �ussere (Ausf�hrung) und innere Merkmale (Beweggrund, Zweck). Diese m�ssen nicht alle erf�llt sein, um Mord anzunehmen. Entscheidend ist eine Gesamtw�rdigung der �usseren und inneren Umst�nde der Tat. Eine besondere Skrupellosigkeit kann beispielsweise entfallen, wenn das Tatmotiv einf�hlbar und nicht krass egoistisch war, so etwa wenn die Tat durch eine schwere Konfliktsituation ausgel�st wurde. F�r Mord typische F�lle sind die T�tung eines Menschen zum Zwecke des Raubes, T�tungen aus religi�sem oder politischem Fanatismus oder aus Geringsch�tzung. Die f�r eine Mordqualifikation konstitutiven Elemente sind jene der Tat selber, w�hrend Vorleben und Verhalten nach der Tat nur heranzuziehen sind, soweit sie tatbezogen sind und ein Bild der T�terpers�nlichkeit geben (zur Publikation bestimmtes Urteil 6B_600/2014 vom 23. Januar 2015 E. 4.1; BGE 127 IV 10 E. 1a mit Hinweisen).
4.3.�Nach den Feststellungen der Vorinstanz war vom Beschwerdef�hrer, welcher die Tat bis zuletzt bestritt, nichts �ber den Beweggrund bzw. die Motive f�r die T�tung zu erfahren. Erwiesen sei jedoch, dass das Opfer als Hauswart f�r die Liegenschaft M.________-Strasse in N.________ verantwortlich war, in welcher der Beschwerdef�hrer einen Lagerraum gemietet hatte. Im Januar oder Februar 2011 habe das Opfer den Raum wegen ausstehender Mietzinse mittels eines Schl�sseldienstes �ffnen lassen. Dabei habe es den Beschwerdef�hrer angetroffen, welcher im Lagerraum offenbar �bernachtet habe. Das Opfer habe ihm bei dieser Gelegenheit er�ffnet, er m�sse das Lager r�umen. Weiteres sei zwischen dem Beschwerdef�hrer und dem Opfer nicht vorgefallen (Entscheid, S. 17). Die Vorinstanz zieht vor diesem Hintergrund den Schluss, der Beschwerdef�hrer habe das Opfer offenbar einzig deshalb erschossen, weil es ihm wegen der Mietzinsausst�nde die R�umung seines Lagerraums in Aussicht gestellt habe, ihm insoweit "aufgesessen" sei bzw. er sich dadurch provoziert bzw. gekr�nkt gef�hlt habe (Entscheid, S. 18). Nicht ersichtlich ist, dass und inwiefern dieser Schluss "tatsachenwidrig konstruiert" sein k�nnte. Was der Beschwerdef�hrer mit seinen Einwendungen (zum Beispiel, dass das Treffen im Lagerraum vollkommen problemlos verlaufen sei) zu erreichen sucht, bleibt unerfindlich. Die T�tung erfolgte, wie die Vorinstanz zu Recht ausf�hrt, aus einem offenkundig nichtigen Anlass, gleichsam grundlos bzw. "sozusagen wegen nichts". Das gilt umso mehr, als der Beschwerdef�hrer nach den unangefochten gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz wusste, dass das Opfer im Auftrag der Liegenschaftsverwaltung handelte. Der Beschwerdef�hrer t�tete mithin ohne nachvollziehbares oder nur ansatzweise einf�hlbares Motiv. Dass er sich im Tatzeitpunkt in einer schwierigen pers�nlichen Lage befand (was die Vorinstanz zu Recht bei der Strafzumessung zu seinen Gunsten ber�cksichtigt), l�sst die Tat nicht in einem andern Licht erscheinen. Anhaltspunkte f�r eine schwere Konfliktsituation liegen nicht vor. Nicht zu beanstanden ist, wenn die Vorinstanz die Tat unter diesen Umst�nden als aussergew�hnlich krasse Missachtung menschlichen Lebens und damit als besonders verwerflich einstuft.
Ebenfalls nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz das Vorgehen des Beschwerdef�hrers als brutal bzw. besonders kaltbl�tig beurteilt und die T�tung im Ergebnis als Exekution bezeichnet. Dies wird im angefochtenen Entscheid unter anderem zutreffend damit begr�ndet, dass sich der Beschwerdef�hrer am helllichten Tag zwecks Tatausf�hrung mit der Waffe unter dem Mantel zum Arbeitsort des Opfers begab, dieses �ber die Sonnerie nach unten rief und es nach dessen Erscheinen und h�chstens einem kurzen Wortwechsel mit einem Kopfschuss unvermittelt t�tete, ohne dass es eine Chance gehabt h�tte, um sein Leben zu k�mpfen (Entscheid, S. 18). Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, vermag die vorinstanzlichen Erw�gungen weder in tats�chlicher noch in rechtlicher Hinsicht in Frage zu stellen Auch wenn nicht nachgewiesen ist, dass sich der Beschwerdef�hrer die Waffe einzig beschaffte, um das Opfer zu t�ten, belegt sein Vorgehen entgegen seinen unbegr�ndeten Vorbringen jedenfalls ohne weiteres, dass er die Tat plante und vorbereitete. Daf�r spricht auch der von der Vorinstanz willk�rfrei festgestellte Umstand, dass er sich am 24. M�rz 2011, also einen Tag vor der Tat, seit langer Zeit erstmals wieder bei seinen Eltern telefonisch meldete, wobei vereinbart wurde, dass sie ihn am Samstag, 26. M�rz 2011, in N.________ abholen (Entscheid, S. 19 mit Hinweis auf die kantonalen Akten). Dass er nach der Tat "direkt" zu seinem Lagerraum zur�ckkehrte, stellt die Vorinstanz entgegen der Behauptung in der Beschwerde im �brigen nicht fest.
Die Vorinstanz durfte die zielgerichtete T�tung aus nichtigem Anlass in W�rdigung der gesamten inneren und �usseren Umst�nde ohne Bundesrechtsverletzung als besonders skrupellos einstufen. Die Verurteilung wegen Mordes im Sinne von Art. 112 StGB verletzt kein Bundesrecht. R�gen gegen die Strafzumessung erhebt der Beschwerdef�hrer keine.
Die Beschwerde ist damit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung kann teilweise bewilligt werden, da der Beschwerdef�hrer bed�rftig ist (vgl. BGE 125 IV 161 E. 4) und die Beschwerde in Bezug auf die Frage der Mordqualifikation angesichts der erstinstanzlichen Verurteilung wegen vors�tzlicher T�tung nicht von vornherein aussichtslos war. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdef�hrers ist in diesem Umfang aus der Bundesgerichtskasse zu entsch�digen. Im �brigen ist das Gesuch abzuweisen. Bei diesem Ausgang tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens mit einer reduzierten Geb�hr (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seinen eingeschr�nkten finanziellen Verh�ltnissen kann bei der Festsetzung der Gerichtsgeb�hr Rechnung getragen werden (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird teilweise gutgeheissen.
Der Vertreterin des Beschwerdef�hrers, Rechtsanw�ltin Dr. Monika Brenner, wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 1'500.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.