Source: https://www.intakt.info/?id=330
Timestamp: 2018-07-22 23:52:35
Document Index: 388454957

Matched Legal Cases: ['§37', '§7', '§ 37', '§ 7', '§ 37', '§ 7']

INTAKT Beratungseinsatz und Pflegeberatung ab 1.1.2017
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Beratungseinsatz und Pflegeberatung
Was ist ein Beratungseinsatz bei häuslicher Pflege? (nach §37 SGB XI)
Was leistet die Pflegeberatung? (nach §7a SGB XI)
Wenn Sie Pflegegeld erhalten, sind Sie nach § 37 SGB XI verpflichtet, sich regelmäßig hinsichtlich der Pflege beraten zu lassen. Dies kann von einer zugelassenen Pflegeeinrichtung oder, sofern dies vor Ort nicht gewährleistet werden kann, durch eine von der Pflegekasse beauftragte, jedoch von ihr nicht angestellte Pflegefachkraft, geschehen.
Dies muss alle 6 Monate geschehen (bei Pflegegrad 2 und 3) und alle 3 Monate (bei Pflegegrad 4 und 5), wobei die Kosten von gesetzlichen oder privaten Kasse getragen werden müssen. Werden die Beratungseinsätze nicht in Anspruch genommen, kann das Pflegegeld gekürzt oder gar ganz gestrichen werden!
Wenn Sie Anrecht auf Entlastungsbetrag in der Pflege haben, sind Sie berechtigt, die Beratung in den jeweiligen Zeiträumen zwei Mal in Anspruch zu nehmen. Sie sollten hierin keine Überwachung sehen, sondern tatsächlich einen Service, denn der Inhalt dieser Einsätze ist die umfassende Beratung, Unterstützung und Anleitung von Pflegenden durch professionelle Fachkräfte.
Die Beratungseinsätze sollen der Qualitätsteigerung der häuslichen Pflege und dem Schutz des Pflegebedürftigen als auch der Pflegeperson dienen.
Pflegebedürftige haben nach § 7a SGB XI Anspruch auf kostenlose, individuelle Beratung und Hilfestellung durch einen Pflegeberater oder eine Pflegeberaterin.
Aufgaben der Pflegeberatung:
1. den Hilfebedarf gemäß Begutachtung des Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) sowie die Ergebnisse der Beratung in der eigenen Häuslichkeit zu erfassen und zu analysieren (sofern der Pflegebedürftige zustimmt)
2. einen individuellen Versorgungsplan mit erforderlichen Leistungen (soziale, gesundheitsfördernde, präventive, kurative, rehabilitative oder sonstige medizinische und pflegerische) zu erstellen,
3. auf die Durchführung der erforderlichen Maßnahmen und deren Genehmigung durch den jeweiligen Leistungsträger hinzuwirken,
Die Pflegekassen sind dazu verpflichtet zeitnah einen zuständigen Pflegeberater/in zu benennen.
Angehörige oder weitere Personen können auf Wunsch des Pflegebedürftigen in die Beratung einbezogen werden. Die Beratung kann auf Wunsch des Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld stattfinden.
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Beratungseinsatz: § 37 SGB XI
Pflegeberatung: § 7a SGB XI
(Artikel im Januar 2017 erstellt)
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