Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/3/3052.htm
Timestamp: 2018-12-13 22:58:59
Document Index: 130835254

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 14', '§ 2', '§ 1', '§ 21', '§ 15']

3.052 Günterfelsen und Umgebung
Anordnung des Regierungspräsidiums Südbaden über das Naturschutzgebiet "Günterfelsen und Umgebung" in den Gemarkungen Obersimonswald, Landkreis Emmendingen und Furtwangen, Landkreis Donaueschingen vom 19. Juni 1956 (GBl. v. 31.07.1956, S. 110).
Auf Grund der §§ 4, 12 Abs. 2, 15, 16 Abs. 2 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBI. I S. 821) in der Fassung der Gesetze vom 29. September 1935 (RGBI. I S. 1191) vom 1. Dezember 1936 (RGBI. I S. 1001) und vom 20. Januar 1938 (RGBI. I S. 36) sowie auf Grund der §§ 14 und 20 des Badischen Landesgesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 3. Oktober 1951 (GVBI. S. 159) wird mit Zustimmung des Kultusministeriums folgendes angeordnet:
Der zwischen Rosseck und Brend gelegene Günterfelsen und seine Umgebung in den Gemarkungen Obersimonswald, Landkreis Emmendingen, und Furtwangen, Landkreis Donaueschingen, wird in dem im § 2 näher bezeichneten Umfang in das Naturschutzbuch eingetragen und mit dem Tag der Bekanntgabe dieser Anordnung unter den Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes gestellt.
(1) Das Schutzgebiet hat eine Größe von etwa 0,68 ha und umfaßt in der Gemarkung
Obersimonswald die Lgb. Nr. 122 und in der Gemarkung Furtwangen einen Teil des Grundstückes Lgb. Nr. 512.
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind rot eingetragen in eine Karte im Maßstab 1:25000 und in eine Planskizze im Maßstab 1:2000, die beim Regierungspräsidium Südbaden in Freiburg i. Brsg. niedergelegt sind. Ausfertigungen der Karte befinden sich beim Kultusministerium Baden - Württemberg sowie bei den in § 1 genannten Landratsämtern und Bürgermeisterämtern.
(1) Im Bereich des Schutzgebietes ist es verboten:
a) die vorhandenen Felsen und Steinbrüche zu beseitigen, zu beschädigen oder sonst zu verändern,
b) Bodenbestandteile abzubauen, Sprengungen oder Grabungen vorzunehmen oder die Bodengestalt auf andere Weise zu verändern,
c) Feuer anzuzünden,
d) Bauten aller Art zu errichten, und zwar auch in Fällen, in denen eine baupolizeiliche Genehmigung nicht erforderlich ist.
(2) Die bisherige land - und forstwirtschaftliche Nutzung bleibt gestattet.
Wer den Bestimmungen dieser Anordnung zuwiderhandelt, wird nach §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes und den §§ 15 und 16 der Durchführungsverordnung bestraft.
Freiburg i. Br., den 19. Juni 1956