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Timestamp: 2016-10-28 02:47:43
Document Index: 389937596

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 27', 'Art. 16', 'Art. 8', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 27', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 7', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 27', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 7', 'BGE']

130 V 39358. Auszug aus dem Urteil i.S. Z. gegen IV-Stelle Bern und Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Art. 1 al. 1 LAI en relation avec art. 8 al. 1 et 3 LPGA ainsi que art. 16 LPGA; art. 28 al. 3 LAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 d�cembre 2003) en relation avec art. 27bis al. 1 et 2 RAI (dans sa teneur en vigueur jusqu'au 31 d�cembre 2003); art. 28 al. 2ter LAI en relation avec art. 27bis RAI: Evaluation de l'invalidit� selon la m�thode mixte; LPGA. La jurisprudence rendue sur l'application de la m�thode dite mixte pr�vue � l'art. 27bis RAI pour l'�valuation de l'invalidit� des assur�s exer�ant une activit� lucrative � temps partiel n'est pas modifi�e avec l'entr�e en vigueur de la LPGA (consid. 3). Consid�rants � partir de page 394
3. Zu beurteilen ist in einem ersten Schritt, ob die Invalidit�tsbemessung bei teilerwerbst�tigen Versicherten auch unter der Geltung des ATSG weiterhin nach der so genannten gemischten Methode vorzunehmen ist.
3.1 W�hrend das ATSG selber keine diesbez�gliche Regelung enth�lt, sieht Art. 27bis Abs. 1 IVV (in der vom 1. Januar bis 31. Dezember 2003 in Kraft gestandenen, vorliegend massgeblichen Fassung) vor, dass bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbst�tig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, f�r diesen Teil die Invalidit�t nach Art. 16 ATSG festgelegt wird. Waren sie daneben in einem Aufgabenbereich nach Art. 8 Abs. 3 ATSG t�tig, so wird die Invalidit�t f�r diese T�tigkeit nach Art. 27 IVV ("Nichterwerbst�tige") festgelegt. In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbst�tigkeit beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der T�tigkeit im andern Aufgabenbereich festzulegen und ist der Invalidit�tsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (so genannte gemischte Methode). Ist - so Abs. 2 der Bestimmung - anzunehmen, dass Versicherte im Zeitpunkt der Pr�fung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganzt�tig erwerbst�tig w�ren, hat die Invalidit�tsbemessung ausschliesslich nach den Grunds�tzen f�r Erwerbst�tige zu erfolgen.
3.2 Wie bis anhin (vgl. Art. 28 Abs. 3 IVG [in der bis 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen Fassung] in Verbindung mit Art. 27bis Abs. 1 und 2 IVV [in den bis 31. Dezember 2000 sowie vom 1. Januar 2001 bis 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen Fassungen]) fehlt es somit auf gesetzlicher Ebene an einer ausdr�cklichen Grundlage f�r eine besondere Bemessungsmethode der Invalidit�t bei Teilerwerbst�tigen (vgl. indes nunmehr seit 1. Januar 2004: Art. 28 Abs. 2ter IVG [in Verbindung mit Art. 27bis IVV]). Aus den Art. 7 f. ATSG wird jedoch erkennbar, dass der Gesetzgeber die Bemessung der Invalidit�t sowohl von Erwerbst�tigen (Art. 7, 8 Abs. 1 und 16 ATSG) wie auch von Nichterwerbst�tigen (Art. 8 Abs. 3 ATSG) regeln wollte. Es ist kein Grund ersichtlich, weshalb die Bestimmung der Invalidit�t von teilerwerbst�tigen Versicherten - als deren Mischform - davon ausgenommen werden sollte (vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar: Kommentar zum Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des BGE 130 V 393 S. 395Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000, Z�rich 2003, N 25 zu Art. 7). Der Umstand, dass das ATSG keine f�r mehrere Sozialversicherungszweige verbindliche Regelung der Invalidit�tsbemessung bei teilerwerbst�tigen Versicherten enth�lt, l�sst indes klar erkennen, dass in dieser Frage eben gerade keine - mit der Einf�hrung des ATSG grunds�tzlich beabsichtigte - Vereinheitlichung des bisherigen materiellen Sozialversicherungsrechts angestrebt wurde (vgl. BGE 130 V 344 Erw. 2.2 mit Hinweisen). Der Gesetzgeber wollte die nicht in allen Teilen nach den gleichen Kriterien vorgenommene bisherige Bemessung der Invalidit�t von Teilerwerbst�tigen (vgl. dazu etwa f�r die Invalidenversicherung BGE 125 V 152 ff. Erw. 4 und f�r die Unfallversicherung BGE 119 V 481 Erw. 2b; ALEXANDRA Rumo-Jungo, Bundesgesetz �ber die Unfallversicherung, in: MURER/ STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 3. Aufl., Z�rich 2003, S. 61) somit durch das ATSG nicht harmonisieren, sondern in den einzelnen Sozialversicherungen weiterhin singul�re L�sungen erm�glichen. Eine entsprechende Umsetzung findet sich denn auch einerseits im zuvor zitierten Art. 27bis IVV sowie - per 1. Januar 2004 - im neuen Art. 28 Abs. 2ter IVG, welcher im Wesentlichen die nun auf Gesetzesstufe gehobene bisherige Verordnungsnorm beinhaltet. Wie namentlich der bundesr�tlichen Botschaft zur 4. IVG-Revision zu entnehmen ist, sollte sich dadurch bei der Methode der Invalidit�tsbemessung im Vergleich zur geltenden Regelung nichts �ndern (vgl. die Botschaft vom 21. Februar 2001 �ber die 4. Revision des Bundesgesetzes �ber die Invalidenversicherung [BBl 2001 3267 und 3287], was weder im Rahmen der Vorberatungen in den jeweiligen Kommissionen (Protokoll der nationalr�tlichen Kommission f�r soziale Sicherheit und Gesundheit vom 1./2. November 2001 [S. 46]; Protokoll der st�nder�tlichen Kommission f�r soziale Sicherheit und Gesundheit vom 27./28. Mai 2002 [S. 9]) noch in den parlamentarischen Beratungen zu Diskussionen Anlass gab (Amtl. Bull. 2001 N 1943 und S 756 f.).
3.3 Da sich, wie zuvor beschrieben, dem Invalidenversicherungsgesetz bis Ende 2003 keine unmittelbaren Hinweise zur Bestimmung der Invalidit�t bei Teilerwerbst�tigen entnehmen liessen, entwickelte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht eine st�ndige Rechtsprechung zur Anwendung der gemischten Methode nach Massgabe von Art. 27bis IVV (zur Entstehung vgl. namentlich FRANZ SCHLAURI, Gemischte Methode der Invalidit�tsbemessung, in: BGE 130 V 393 S. 396SCHAFFHAUSER/SCHLAURI [Hrsg.], Schmerz und Arbeitsunf�higkeit, St. Gallen 2003, S. 309-328 mit diversen Hinweisen). An dieser insbesondere in BGE 125 V 146 ausf�hrlich dargelegten und bekr�ftigten Praxis wurde trotz Kritik (vgl. u.a. BGE 125 V 152 f. Erw. 4; SCHLAURI, a.a.O., S. 317-328; KIESER, a.a.O., N 24 zu Art. 7 mit Hinweisen) auch in neuester Zeit ausdr�cklich festgehalten (vgl. u.a. Urteile M. vom 23. Februar 2004, I 399/01, S. vom 23. Februar 2004, I 219/02, und F. vom 17. Februar 2004, I 473/03). Danach wird zun�chst der Anteil der Erwerbst�tigkeit und derjenige der T�tigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderm im Haushalt) bestimmt, wobei sich die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung erwerbst�tig w�re, mit R�cksicht auf die gesamten Umst�nde, so die pers�nlichen, famili�ren, sozialen und erwerblichen Verh�ltnisse, beurteilt (BGE 125 V 150 Erw. 2c mit Hinweisen; SVR 2001 IV Nr. 25 S. 75 ff.). Die Invalidit�t bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Bet�tigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidit�t aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvalidit�ten ergibt. Von dieser Gerichts- und Verwaltungspraxis abzuweichen besteht nach dem Gesagten auch mit In-Kraft-Treten des ATSG keine Veranlassung.
125 V 152,
130 V 344,
125 V 150
art. 28 al. 2ter LAI,
art. 28 al. 3 LAI suite... ,
art. 27bis al. 1 et 2 RAI,
art. 8 al. 1 et 3 LPGA,