Source: http://www.anleger-beteiligungen.de/index.php?id=833
Timestamp: 2020-01-27 19:57:17
Document Index: 331507123

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 1', '§ 1', '§ 793', '§ 192', 'Art 653']

Anleger Beteiligungen: Investoren-Brief 2019 10 30
Ausgabe 24/2019 | 30.10.19 | 10.027 Abonnenten | frühere Investoren-Briefe (Archiv) | Als E-Mail versenden
Leitartikel: Gesetzlicher Zwangs-Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz auf das vollständige Verlustrisiko
Wandelanleihe mit dem Umtauschrecht in Aktien und Gestaltung mit Rechten der Anleihegläubiger und Pflichten des Emittenten
Sam Beckbessinger: Manage Your Money like a F*cking Grown-up
Gesetzlicher Zwangs-Hinweis vom Emittenten gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz auf das vollständige Verlustrisiko einer Kapitalanlage erforderlich
Der Gesetzgeber schreibt jedem Emissionsunternehmen vor, den Hinweis gemäß § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz bei jedem öffentlichen Angebot von mezzaninen Kapitalanlagen hinzuzufügen :
"Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen".
Auch nach dem Inkrafttreten des sogen. Kleinanlegerschutzgesetzes im Juli 2015 kann Kapital von Privat an Privat, so Dr. Horst Werner www.finanzierung-ohne-bank.de, weiterhin über ein öffentliches Angebot prospektfrei ohne Verstoß gegen § 1 Kreditwesengesetz oder gegen die §§ 1 ff Vermögensanlagengesetz außerhalb der Banken als Nachrangdarlehenskapital mit qualifizierter Rangrücktrittsabrede, als grundschuldbesichertes Darlehen, als partiarisches (Nachrang-)Darlehen, als Direktinvestment, als stilles Gesellschaftskapital, als Genussrechtskapital, als qualifiziertes Nachrangkapital oder als Anleihekapital oder als offene Gesellschaftsbeteiligung z.B. als Kommanditkapital, Aktienkapital etc. begeben werden. Das Gesetz schreibt jedem öffentlichen Angebot von Vermögensanlagen den Hinweis vor, dass
Dieser Zwangs-Hinweis ist irreführend und beschädigt auch bonitätsstarke Unternehmen. Der Gesetzgeber läßt damit die ungewollte Rufschädigung von Unternehmen im Rahmen der Durchführung ihrer kapitalmarktorientierten Finanzierung zu. Der Zwangshinweis fördert zudem eine Sicherheits-Mentalität, wie sie einer Marktwirtschaft als Risikowirtschaft fremd ist. Jede Volkswirtschaft braucht Risikokapital.
Der übertriebene Zwangs-Hinweis verführt Wettbewerber und Anlegerschützer auch immer wieder dazu, Unternehmen, die die öffentliche Kapitalbeschaffung betreiben, vollkommen unberechtigt in die Nähe eines Totalverlustrisikos zu rücken und diese an den "Pranger" zu stellen ( ohne den Zwangshinweis zu erklären ). Sie schreiben: "Seht, das Unternehmen selbst weist warnend auf das vollständige Verlustrisiko hin".
Ein Risikohinweis ist somit gesetzlich zwingend Teil einer jeden Kapitalmarktemission und eine ausführliche Risikobelehrung ist seit über 30 Jahren gesetzlich vorgeschriebener Teil einer jeden Börsenemission. So gab es vor Jahren ein Anleihe-Prospekt der Deutschen Bank AG mit über 300 Seiten. Davon waren allein über 150 Seiten ( also praktisch die Hälfte ) Risikohinweise und Risikobelehrungen.
Mehdi Rosefid Medizinprodukte e.K. Medizin 5,5%
Eine Anleihe gem. den §§ 793 ff. Bürgerliches Gesetzbuch ( BGB ) stellt eine Wandelanleihe ( convertible bond oder Wandelschuldverschreibung ) dar, sofern die Schuldverschreibung mit einem späteren Umtauschrecht oder Wandlungsrecht in Aktien unter Verrechnung mit dem Anleihekapital verbunden ist, so Dr. Horst Werner ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) oder mit sonstigen Gesellschaftsrechten des emittierenden oder eines anderen Unternehmens ausgestattet ist. Die Wandelanleihe gibt dem Anleihegläubiger das Recht, den Nennwert der Anleihe in eine festgelegte Anzahl von Aktien des die Anleihe emittierenden Unternehmens umzutauschen und damit vom Gläubiger zum Aktionär zu werden. Dann verzichtet der Anleihegläubiger auf die Rückzahlung seines Anleihedarlehens, das in einem festgelegten Umtauschverhältnis mit der Übernahme von Aktien verrechnet wird. Somit verringert sich das Fremdkapital der Gesellschaft, während das Eigenkapital zunimmt.
Da Wandelanleihen das Recht oder die Pflicht auf Umtausch der Anleihe in Aktien des Emittenten beinhalten, ist zunächst von der Hauptversammlung der jeweiligen Aktiengesellschaft ein entsprechender HV-Beschluss zur Schaffung des sogen. bedingten Kapitals notwendig, aus dem bei der Wandlung die entsprechenden Aktien genommen werden. Als Bedingtes Kapital ( §§ 192–201 AktG ) wird der Wert oder die Anzahl von Aktien bezeichnet, die die Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft zur Emission möglicher Wandelanleihen oder Aktienoptionsprogramme vorab durch eine Drei-Viertel-Mehrheit genehmigt hat. Die bedingte Kapitalerhöhung ist in Deutschland betragsmäßig auf die Hälfte des bereits vorhandenen Grundkapitals beschränkt. Das Gleiche gilt im Aktiengesetz in Österreich und in der Schweiz gem. Art 653 a OR. Wenn also eine AG ein aktuelles Grundkapital von Euro 1 Mio. hat, darf maximal nur eine bedingte Kapitalerhöhung über Euro 1 Mio. beschlossen werden.
wie du dein Hirn überlistest, mehr zu sparen (ohne auf Spaß verzichten zu müssen).
wie du ein solides Budget erstellst.
warum alle gängigen Infos über Kredite Blödsinn sind.
wie du eine Gehaltserhöhung verhandelst.
worauf es beim Investieren ankommt (und das ist nur eine einzige Sache).
warum Vampire so verdammt reich sind.