Source: https://www.kvhessen.de/abrechnung-ebm/neu-im-ebm/frueherkennung-von-darmkrebs-geaenderte-inhalte/
Timestamp: 2019-10-19 14:47:23
Document Index: 25902906

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 9', '§ 5', '§ 38', '§ 3', '§ 37']

Früherkennung von Darmkrebs: geänderte Inhalte | www.kvhessen.de
Früherkennung von Darmkrebs: geänderte...
Zum 19. April 2019 ändern sich die Leistungen zur Früherkennung von Darmkrebs im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM).
Die Detail-Regelungen zum Darmkrebsscreening sind von der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (KFE-RL) in die Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme (oKFE-RL) überführt worden. Die oKFE-RL ist am 19. Oktober 2018 in Kraft getreten. Die dort beschriebenen Regelungen gelten für die Leistungen des EBM genau sechs Monate später – zum 19. April 2019.
Koloskopie für Männer ab 50
Ab dem 19. April 2019 haben Männer bereits ab einem Alter von 50 Jahren Anspruch auf eine Koloskopie, da sie ein höheres Risiko als Frauen haben, an Darmkrebs zu erkranken. Bei Frauen bleibt die Altersgrenze für die Koloskopie bei 55 Jahren. Eine erneute Vorsorgeuntersuchung kann nach Ablauf von neun Kalenderjahren durchgeführt werden – Koloskopie in 2019 bedeutet also, Früherkennungsmaßnahmen erst wieder in 2029.
Beratungsgespräch – GOP 01740 bereits ab 50 Jahren
Darüber hinaus soll eine umfassendere Versicherteninformation alle Menschen ab dem 50. Lebensjahr noch besser über das Früherkennungsprogramm aufklären. Die Versicherteninformation über Ziel und Zweck des Darmkrebsscreenings können Mitglieder über die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) bestellen. Für das ausführlichere Beratungsgespräch hat der Bewertungsausschuss jetzt eine höhere Vergütung vereinbart. Dazu wurde die Gebührenordnungsposition (GOP) 01740 geändert und die Bewertung von 103 Punkten auf 115 Punkte (12,45 Euro) angehoben. Diese Beratung ist bereits bei allen Versicherten ab 50 Jahren einmalig berechnungsfähig. Bislang war die ausführliche Beratung erst ab 55 Jahren berechnungsfähig.
Regelungen zum iFOBT-Test unverändert
Die Regelungen zum Test auf okkultes Blut im Stuhl mit einem quantitativen immunologischen Test (iFOBT) bleiben unverändert: Wie bisher kann ab 50 Jahren bei Frauen und Männern jährlich ein Test auf okkultes Blut im Stuhl durchgeführt werden, ab 55 alle zwei Jahre.
Ausgabe und Weiterleitung eines Stuhlprobeentnahmesystems nach Teil II. § 6 oKFE-RL, inkl. Beratung
bis einschließlich 18. April 2019 gilt noch der Leistungsinhalt nach Abschnitt D. III KFE-RL
6,17 €* (57 Punkte)
Automatisierte quantitative immunologische Bestimmung von occultem Blut im Stuhl (iFOBT) nach Teil II. § 6 Abs. 4 und § 9 oFKE-RL, einschließlich der Kosten für das Stuhlprobenentnahmesystem und das Probengefäß
8,12 €* (75 Punkte)
einmalige Beratung frühzeitig für Versicherte ab dem Alter von 50 Jahren zur Früherkennung des kolorektalen Karzinoms nach Teil II. § 5 oKFE-RL
bis einschließlich 18. April 2019 gilt noch der Leistungsinhalt nach § 38 Abs. 2 KFE-RL
12,45 €* (115 Punkte)
Koloskopischer Komplex nach Teil II. § 3 oKFE-RL
bis zum 18. April 2019 gilt der Leistungsinhalt nach § 37 Absatz 3 der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie
210,50 €* (1945 Punkte)
Zusatzpauschale Koloskopie
Koloskopie als Abklärungsdiagnostik nach positivem Test auf occultes Blut im Stuhl
191,13 €* (1766 Punkte)
Abklärungskoloskopie
Ärzte rechnen Abklärungskoloskopien, die im Anschluss an einen positiven Test auf occultes Blut (iFOBT) im Stuhl durchgeführt werden, wie bisher mit der GOP 13421 ab.
Die GOP 01737 und 01740 werden von Hausärzten, Chirurgen, Gynäkologen, Hautärzte, Internisten und Urologen abgerechnet. Die Abrechnung der Laborleistung 01738 setzt wie bisher eine Genehmigung nach der QS-Vereinbarung Spezial-Labor voraus. Die GOP 01741 und 13421 kann von Internisten und Chirurgen mit einer Genehmigung nach der QS-Vereinbarung Koloskopie abgerechnet werden.
Beschluss Darmkrebsfrüherkennung Labor | pdf | 49 KB