Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201995,%2046
Timestamp: 2019-05-23 00:03:34
Document Index: 27422197

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 177', '§ 46']

Rechtsprechung: VersR 1995, 46 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 04.10.1994
https://dejure.org/1994,153
BGH, 04.10.1994 - VI ZR 205/93 (https://dejure.org/1994,153)
BGH, Entscheidung vom 04.10.1994 - VI ZR 205/93 (https://dejure.org/1994,153)
BGH, Entscheidung vom 04. Januar 1994 - VI ZR 205/93 (https://dejure.org/1994,153)
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Unterbliebene vaginale Untersuchung
§ 823 Abs. 1 BGB, Nichterhebung von Befunden als (ggf. grober) Behandlungsfehler (in Abgrenzung zum milder zu beurteilenden Diagnoseirrtum), zu den Anforderungen an einen "groben Behandlungsfehler" als Voraussetzung einer Beweislastumkehr
Arztdiagnose - Beweislast - Behandlungsfehler
Zur Bewertung eines ärztlichen Behandlungsfehlers
Haftung des Arztes wegen Nichterhebung von Befunden; Begriff des groben Behandlungsfehlers
NJW 1995, 778
MDR 1994, 1187
VersR 1995, 46
Sie verweist auf die Rechtsprechung des erkennenden Senats, wonach ein Diagnosefehler nur dann als grober Behandlungsfehler bewertet werden kann, wenn es sich um einen "fundamentalen" Irrtum handelt (zuletzt Senatsurteil vom 4. Oktober 1994 - VI ZR 205/93 - VersR 1995, 46, 47 m.w.N.).
Damit soll dem Patienten ein Ausgleich dafür gewährt werden, daß das Spektrum der für die Schädigung in Betracht kommenden Ursachen gerade durch diesen Fehler besonders verbreitert bzw. verschoben worden ist (BGHZ 85, 212, 216 f.; Senatsurteil vom 4. Oktober 1994 - aaO. - m.w.N.).
Zwar muß sich der Tatrichter für die Beantwortung dieser Frage auf tatsächliche Anhaltspunkte stützen können, die sich in der Regel aus der medizinischen Bewertung des Behandlungsgeschehens durch den Sachverständigen ergeben werden (Senatsurteile vom 14. Dezember 1994 - VI ZR 67/93 - VersR 1994, 480, 482; vom 4. Oktober 1994 - aaO. - und vom 14. Februar 1995 - VI ZR 272/93 - VersR 1995, 706, 708 jeweils m.w.N.).
Insoweit könnte es nämlich einer Beweiserleichterung entgegenstehen, wenn ein Ursachenzusammenhang zwischen Fehler und Schaden gänzlich unwahrscheinlich wäre (Senatsurteile BGHZ 129, 6, 12; vom 26. Oktober 1993 - VI ZR 155/92 - VersR 1994, 52, 53; vom 4. Oktober 1994 - aaO - und vom 1. Oktober 1996 - VI ZR 10/96 - VersR 1997, 362, 363 f.).
Zwar kann auch bei Bejahung eines groben Behandlungsfehlers eine Beweislastumkehr ausnahmsweise ausgeschlossen sein, wenn es gänzlich unwahrscheinlich ist, daß der Fehler zum Schadenseintritt beigetragen hat (Senatsurteil vom 4. Oktober 1994 - VI ZR 205/93 - VersR 1995, 65, 66 m.w.N.).
OLG Hamm, 16.08.2007 - 10 U 166/06
Kein Schadensersatz bei tierärztlichem Behandlungsfehler wegen fehlender …
OLG Köln, 16.12.1996 - 5 U 256/94
Mitverschulden des Patienten wegen fortgesetzten Rauchens, Arzthaftung, …
OLG Oldenburg, 14.01.1997 - 5 U 139/95
Behandlungsfehler, Gehirnerschütterung, Schädelbasisbruch, Brillenhämatom, …
LG Mönchengladbach, 10.01.2006 - 6 O 13/04
Anspruch auf Schmerzensgeld und Feststellung einer Ersatzpflicht hinsichtlich …
OLG Köln, 25.04.2001 - 5 U 12/01
https://dejure.org/1994,7931
BGH, 04.10.1994 - 5 StR 352/94 (https://dejure.org/1994,7931)
BGH, Entscheidung vom 04.10.1994 - 5 StR 352/94 (https://dejure.org/1994,7931)
BGH, Entscheidung vom 04. Januar 1994 - 5 StR 352/94 (https://dejure.org/1994,7931)
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StGB § 177, § 46
Denn dann werden ihm nicht das unterlassene Geständnis oder sein Prozeßverhalten vorgeworfen, was unzulässig wäre, sondern die sich aus dem Bekanntwerden der Taten zwangsläufig ergebenden Wirkungen der Durchführung des Strafverfahrens, die letztlich unabhängig davon sind, ob die Beteiligung der Personen aus dem persönlichen Umfeld an Vernehmungen oder an der Hauptverhandlung wegen Bestreitens oder Schweigens des Angeklagten oder sogar trotz seines Geständnisses erforderlich war (offen gelassen in Beschl. vom 4. Oktober 1994 - 5 StR 352/94).