Source: https://www.haufe.de/steuern/steuer-office-gold/littmannbitzpust-das-einkommensteuerrecht-estg-20-b-vorabausschuettung_idesk_PI16039_HI6441657.html
Timestamp: 2020-04-09 11:49:09
Document Index: 266801728

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 174', '§ 46', '§ 29', '§ 62', '§ 59']

Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht, EStG § 20 ... / b) Vorabausschüttung | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
Gewinnanteile beruhen idR auf offenen Gewinnausschüttungen aufgrund eines handelsrechtlichen Gewinnverwendungsbeschlusses (§ 174 AktG; § 46 Nr 1 GmbHG). Dazu zählen auch sog Vorabausschüttungen, dh Zahlungen einer GmbH an ihre Gesellschafter im Hinblick auf den zu erwartenden Gewinn eines Wj (BFH BStBl II 1977, 491; BFH/NV 2000, 707).
Bei der GmbH werden Vorabausschüttungen allg als zulässig erachtet, u zwar auch ohne ausdrückliche, satzungsmäßige Ermächtigung (Scholz, GmbHG, § 29 Rz 86, 9. Aufl). Sie stehen aber unter dem Vorbehalt, dass tatsächlich ein Reingewinn in entsprechender Höhe erreicht wird. Ansonsten müssen sie an die Gesellschaft zurückgezahlt werden (s BFH BStBl II 2001, 127).
Vorabausschüttungen auf die zu erwartende Dividende des laufenden Geschäftsjahres sind bei AG grds unzulässig (§ 62 AktG); sie sind als vGA zu werten (BFH BStBl II 1972, 547; 1989, 419). Die Satzung kann jedoch den Vorstand ermächtigen, nach Ablauf des Geschäftsjahres gem § 59 AktG auf den voraussichtlichen Gewinn einen Abschlag zu bezahlen.