Source: http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsanwalt/nachbarrecht/baumueberhang
Timestamp: 2017-07-23 12:45:56
Document Index: 354735622

Matched Legal Cases: ['§ 910', '§ 910', '§ 910', '§ 1004', '§ 1004', 'BGH', '§ 910', '§ 1004', '§ 1004', 'BGH']

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BaumüberhangStand: 29.06.2016 Beim "Überhang" im Sinne des Nachbarrechts in der Bundesrepublik Deutschland handelt es sich um Wurzeln oder Zweige, die in ein Nachbargrundstück hineinreichen (§ 910 BGB).§ 910 BGB gibt dem Eigentümer, dessen Grundstück betroffen wird, ein unverjährbares Selbsthilferecht. Berechtigt sind (Mit-)Eigentümer und Erbbauberechtigte. Mieter oder Pächter, also Besitzer, können nur zur Ausübung vom Eigentümer ermächtigt werden.Bei Wurzeln und Zweigen eines Baumes oder Strauches, kann der Eigentümer, in dessen Grundstück die Wurzeln oder Zweige vom Nachbargrundstück aus eingedrungen sind, diese abschneiden und behalten. Bei Wurzeln sollte er dem Nachbarn vorher eine angemessene Frist zur Beseitigung setzen, damit der Nachbar für die Erhaltung des Baumes oder Strauches sorgen kann. Bei Zweigen muss er dem Nachbarn vorher eine angemessene Frist zur Beseitigung gesetzt haben, und diese Frist muss verstrichen sein. Dieses Recht steht dem betroffenen Eigentümer jedoch nicht zu, wenn die Wurzeln oder Zweige die Benutzung seines Grundstückes nicht beeinträchtigen.Das Selbsthilferecht aus § 910 Abs. 1 Satz 1 BGB schließt einen Beseitigungsanspruch des gestörten Eigentümers aus § 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB nicht aus. Der Nachbar muss dafür Sorge tragen, dass von seinem Grundstück aus Wurzeln oder Zweige nicht in anliegende Grundstücke eindringen. Verletzt er diese Pflicht, ist er Störer gemäß § 1004 Abs. 1 BGB. Der gestörte Eigentümer kann die vom Nachbarn geschuldete Beseitigung der Störung nach Fristablauf selbst vornehmen und die dadurch entstehenden Kosten nach Bereicherungsgrundsätzen erstattet verlangen (BGH, Urteil vom 28. November 2003, Az.: V ZR 99/03).Weitere Fragen beantworten Ihnen gerne unsere Anwälte für Nachbarrecht.
Das Selbsthilferecht aus § 910 Abs. 1 Satz 1 BGB schließt einen Beseitigungsanspruch des gestörten Eigentümers aus § 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB nicht aus. Der Nachbar muss dafür Sorge tragen, dass von seinem Grundstück aus Wurzeln oder Zweige nicht in anliegende Grundstücke eindringen. Verletzt er diese Pflicht, ist er Störer gemäß § 1004 Abs. 1 BGB. Der gestörte Eigentümer kann die vom Nachbarn geschuldete Beseitigung der Störung nach Fristablauf selbst vornehmen und die dadurch entstehenden Kosten nach Bereicherungsgrundsätzen erstattet verlangen (BGH, Urteil vom 28. November 2003, Az.: V ZR 99/03).
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