Source: http://gesamtschule-wesel.de/index.php/schulprogramm/leistungskonzept
Timestamp: 2019-12-07 19:05:03
Document Index: 316155499

Matched Legal Cases: ['§ 48', '§ 16', '§ 6', '§ 6', '§6', '§ 13', '§ 13']

SL (TIM)
Leistungskonzept am Lauerhaas
A Leistungsbewertung an der Gesamtschule Am Lauerhaas
Die Leistungsbewertung in der Schule erfüllt zwei Funktionen, die im Schulgesetz des Landes NRW definiert sind: Sie soll Auskunft über den individuellen Stand des Lernprozesses einer Schülerin oder eines Schülers geben und Grundlage für die weitere Entwicklung sein. Somit steht die Leistungsbewertung in direktem Zusammenhang mit der individuellen Förderung. Bedingt durch die Heterogenität unserer Schülerschaft an der Gesamtschule bekommt die Individualisierung der Leistungsbewertung ein hohes Gewicht: Sie soll den Lernenden ein individuelles Feedback geben und Hilfen für den weiteren Lernprozess bieten. Für die Lehrkräfte ist sie außerdem ein Anlass, Ziele und Methoden des Unterrichts zu überprüfen.
In unserem Leistungskonzept werden zuerst die wesentlichen Rechtsvorgaben für die Leistungsbewertung aufgelistet, um für alle am Schulleben Beteiligten eine verlässliche Sammlung der Grundlagen zu bieten. Außerdem werden die schulinternen Konzepte benannt, die im Zusammenhang mit der Leistungsbewertung Regelungen für spezielle Schülergruppen vorgeben. Es folgen die verbindlichen Absprachen des Kollegiums zu Leistungsanreizen sowie zur Bewertung von Schülerleistungen, die für alle Fächer unserer Schule gelten. Die fachbezogenen Grundsätze zur Leistungsbewertung werden von den Fachkonferenzen unserer Schule festgeschrieben. Diese werden im Teil B unseres Leistungskonzeptes aufgeführt. Die Basis der Leistungsbewertung in allen Fächern bilden die Kernlehrpläne für Gesamtschulen in der Sekundarstufe I und für die gymnasiale Oberstufe in der Sekundarstufe II. Sie formulieren die im Unterricht gestellten Anforderungen in Form von Kompetenzerwartungen und werden durch die schulinternen Lehrpläne konkretisiert.
1 Rechtliche Grundlagen für die Leistungsbewertung
Die Leistungsbewertung wird im Schulgesetz des Landes NRW, in der APO-SI, in der APO-GOSt sowie durch Verwaltungsvorschriften und Runderlasse geregelt. Die folgende Sammlung stellt einen Auszug aus diesen rechtlichen Grundlagen dar. Die vollständigen Texte in der jeweils aktuellen Fassung sind auf der Internetseite des Schulministeriums nachzulesen.
1.1 Definition der Notenstufen
(Auszug aus SchulG § 48)
„sehr gut (1): Die Leistung entspricht den Anforderungen im besonderen Maße.
gut (2): Die Leistung entspricht den Anforderungen voll.
befriedigend (3): Die Leistung entspricht den Anforderungen im Allgemeinen.
ausreichend (4): Die Leistung weist zwar Mängel auf, entspricht im Ganzen aber noch den Anforderungen.
ausreichend (4-): Die Leistung weist Mängel auf und entspricht den Anforderungen nur noch mit Einschränkungen (nur für die gymnasiale Oberstufe, vgl. APO-GOSt § 16).
mangelhaft (5): Die Leistung entspricht den Anforderungen nicht, sie lässt jedoch erkennen, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.
ungenügend (6): Die Leistung entspricht den Anforderungen nicht und sie lässt erkennen, dass selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.“
1.2 Grundlagen für die Sekundarstufe I
(Auszug aus § 6 APO-SI[1])
„§ 6 Leistungsbewertung, Klassenarbeiten, Nachteilsausgleich
(9) Soweit es die Behinderung oder der sonderpädagogische Förderbedarf einer Schülerin oder eines Schülers erfordert, kann die Schulleiterin oder der Schulleiter Vorbereitungszeiten und Prüfungszeiten angemessen verlängern und sonstige Ausnahmen vom Prüfungsverfahren zulassen. Entsprechendes gilt bei einer besonders schweren Beeinträchtigung des Lesens und Rechtschreibens. Die fachlichen Leistungsanforderungen bei Abschlüssen und Berechtigungen bleiben unberührt.“
1.3 Ergänzende Verwaltungsvorschriften
(Auszug aus VV zu §6 APO-SI[2])
„6.1.2 Schriftliche Klassenarbeiten werden soweit wie möglich gleichmäßig auf die Schulhalbjahre verteilt, vorher rechtzeitig angekündigt, innerhalb von drei Wochen korrigiert, benotet, zurückgegeben und besprochen. Sie werden den Schülerinnen und Schülern zur Information der Eltern mit nach Hause gegeben. Erst danach darf in demselben Fach eine neue Klassenarbeit geschrieben werden.
6.6.1 Lehrerinnen und Lehrer aller Fächer haben die Aufgabe, ihre Schülerinnen und Schüler im mündlichen und schriftlichen Gebrauch der deutschen Sprache zu fördern. Dazu vergewissern sie sich über das Sprach-verständnis, geben regelmäßig Rückmeldungen über Leistungen in der deutschen Sprache, korrigieren Fehler und geben Hinweise, wie der Sprachgebrauch verbessert werden kann.
Andere Formen schriftlicher Leistungen neben Klassenarbeiten sind ins-besondere Facharbeiten, Schülerarbeiten im Rahmen der Begabungs-förderung, begleitete Formen der Dokumentation selbstgesteuerten Lernens und anforderungsbezogene Berichte über Betriebspraktika. […]“
1.4 Grundlagen für die gymnasiale Oberstufe
(Auszug aus §§ 13, 14 und 15 APO-GOSt[3])
„§ 13 Grundsätze der Leistungsbewertung, Nachteilsausgleich:
c) kann die gesamte Leistung für ungenügend erklärt werden, wenn es sich um einen umfangreichen Täuschungsversuch handelt. Wird eine Täuschungshandlung erst nach Abschluss der Leistung festgestellt, ist entsprechend zu verfahren.
4) In einer Woche dürfen für die einzelne Schülerin oder den einzelnen Schüler in der Regel nicht mehr als drei Klausuren angesetzt werden. Die Klausuren sind in der Regel vorher anzukündigen. An einem Tag darf in der Regel nur eine Klausur geschrieben werden. Für die Klausuren gelten im Übrigen die Richtlinien und Lehrpläne für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe. Die Aufgabenstellung muss auf die Anforderungen in der Abiturprüfung vorbereiten.
(2) Die Formen der „Sonstigen Mitarbeit“ richten sich nach den Richtlinien und Lehrplänen für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe.“
1.5 Grundlagen zu Klassenarbeiten und Hausaufgaben in der Sekundarstufe I (Auszug aus dem RdErl. von 2015[4])
„3 Klassenarbeiten
In der Primarstufe und in der Sekundarstufe I werden nicht mehr als zwei Klassenarbeiten in einer Woche geschrieben. Dies beinhaltet auch mündliche Leistungsüberprüfungen anstelle einer Klassenarbeit. Über Ausnahmen im Einzelfall entscheidet die Schulleitung. Pro Tag darf nur eine schriftliche Klassenarbeit geschrieben oder eine mündliche Leistungsüberprüfung in modernen Fremdsprachen durchgeführt werden. An diesen Tagen dürfen keine anderen schriftlichen Leistungsüberprüfungen stattfinden. Nach Möglichkeit sollen in Wochen mit zwei Klassenarbeiten keine zusätzlichen schriftlichen Leistungsüberprüfungen stattfinden. Für Nachschreibtermine kann die Schulleiterin oder der Schulleiter Ausnahmen zulassen.
Hausaufgaben werden regelmäßig überprüft und für die weitere Arbeit im Unterricht ausgewertet. Sie werden nicht benotet, finden jedoch Anerkennung.“
2 Lauerhaas-Konzepte im Zusammenhang mit der Leistungsbewertung
2.1 Das LRS-Konzept
Im Rahmen der Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens (LRS) hat unsere Schule ein LRS-Konzept entwickelt, welches sich auch auf den Bereich der modernen Fremdsprachen bezieht. Alle diesbezüglichen Regelungen, Absprachen und Verfahrensweisen am Lauerhaas sind diesem Konzept zu entnehmen.
Für Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen oder sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf kann ein Nachteilsausgleich gewährt werden. Das Konzept „Gemeinsames Lernen am Lauerhaas“ konkretisiert alle diesbezüglichen Absprachen und Verfahrensweisen.
2.3 Leistungsbewertung im gemeinsamen Lernen
Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf werden im gemeinsamen Lernen zielgleich oder zieldifferent in unseren Klassen unterrichtet. Die Leistungsbewertung für diese Schülerinnen und Schüler ist im Konzept „Gemeinsames Lernen am Lauerhaas“ konkretisiert“.
2.4 Lernstandsberichte für Schülerinnen und Schüler in der Erstförderung
Neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler erhalten in den ersten zwei Jahren gesonderten Sprachförderunterricht. Während dieser Zeit werden die Leistungen in Form von Lernstandsberichten zurückgemeldet. Nähere Regelungen und Absprachen sind den schulinternen Verfahrensabläufen zu entnehmen.
3 Absprachen zur Bewertung von Schülerleistungen
3.1 Honorierung besonderer Leistungen
Bei der Beurteilung von Schülerleistungen wird häufig der Fokus ausschließlich auf die Zensuren gelegt. Dem Kollegium am Lauerhaas ist es aber in besonderer Weise wichtig, sehr gute und gute Leistungen fachlicher und sozialer Art auch im Unterricht und in der Schulöffentlichkeit wertzuschätzen sowie zusätzliche Leistungsanreize durch die Teilnahme an weiterführenden Veranstaltungen und Wettbewerben zu geben.
3.1.1 Würdigung besonderer Leistungen im Unterricht
Auch in der täglichen Unterrichtsarbeit ist es uns wichtig, gute und sehr gute Leistungen fachlicher und sozialer Art zu würdigen. Dies kann auf vielfältige Art und Weise z.B. durch Lob, Vorlesen guter Arbeiten, Applaus usw. geschehen. Wichtig ist uns hierbei, eine Atmosphäre der Leistungs-bereitschaft sowie der Anerkennungsbereitschaft für gute Leistungen anderer herzustellen.
3.1.2 Würdigung besonderer Leistungen auf dem Zeugnis
Besondere Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler können durch Bemerkungen auf dem Zeugnis dokumentiert werden. Die Entscheidung hierüber trifft die Zeugniskonferenz auf Vorschlag der Klassenleitung in Absprache mit der Schulleitung.
3.1.3 Lauerhaas - Ausgezeichnet!
Am Ende eines jeden Schuljahres werden unter dem Motto „Lauerhaas – Ausgezeichnet!“ schulöffentlich besondere Leistungen in mehreren Kategorien ausgezeichnet. Die Ehrungen werden kurz nach den Zeugniskonferenzen durchgeführt. Die Schulleitung legt den Termin fest. Je nach Räumlichkeit werden die Klassen abteilungsweise oder in Doppeljahrgangsstufen gemeinsam eingeladen.
Die Ehrungen der Klassen 10 und der Jahrgangsstufe Q2 finden während der Abschlussfeiern statt.
Ehrungen der Klassenbesten:
Pro Klasse werden die Klassenbesten geehrt. Es zählt der Durchschnitt der Zeugnisnoten der 4. Laufbahnkonferenz. E- und G-Kurszuweisungen in der Sekundarstufe I bleiben hierbei genau wie Leistungskurs- und Grundkurs-Zugehörigkeiten in der Sekundarstufe II unberücksichtigt.
Die Abteilungsleitungen ermitteln die Gewinner anhand der Notenlisten und führen diese Ehrungen gemeinsam mit dem Schulleiter durch.
Sonderpreise für beachtenswerte Leistungen, Verbesserungen etc.:
Schülerinnen und Schüler, die erfolgreich an Wettbewerben oder schulinternen Veranstaltungen teilgenommen haben, werden hierfür schulöffentlich geehrt.
Die Klassenleitungen und die Fachlehrkräfte können der Schulleitung außerdem Vorschläge unterbreiten für Ehrungen von Einzelschülerinnen und Schülern, die sich beachtenswert verbessert haben. Hierzu informieren sie den Schulleiter schriftlich. Der Schulleiter informiert das Kollegium in jedem Jahr und bittet um Vorschläge unter Nennung eines Termins für die Abgabe. Diese Ehrungen führen die Klassenleitungen oder die Fachlehrkräfte gemeinsam mit dem Schulleiter durch.
Ehrungen für besonderes Engagement:
Jede Klasse kann einen Schüler, eine Schülerin oder eine Schülergruppe der Klasse für besonderes Engagement ehren. Der Klassenrat thematisiert das Vorhaben und schreibt eine kurze, überzeugende Begründung an die Schulleitung. Der Schulleiter schreibt die Klassenräte an und bittet unter Nennung eines Termins um Vorschläge. Diese Ehrungen werden durch die Klassenleitung oder die Klassensprecher gemeinsam mit dem Schulleiter durchgeführt.
3.1.4 Kunstkalender
Schülerinnen und Schüler, die besondere Leistungen im Fach Kunst erbracht haben, werden durch die Aufnahme ihrer Werke in den jährlich erscheinenden Kunstkalender der Schule geehrt. Die Fachkonferenz Kunst legt auf Vorschlag der Fachlehrkräfte oder der Klassen in Absprache mit dem Schulleiter fest, welche Schülerarbeiten im Kunstkalender veröffentlicht werden. Der Kunstkalender wird schulöffentlich zum Verkauf angeboten und als Weihnachtsgeschenk der Schule an Kooperationspartner und Förderer der Schule versendet.
3.1.5 Berichte im Jahrbuch und auf der Homepage
Im jährlich im November erscheinenden Jahrbuch der Schule sowie auf der Schulhomepage berichten wir regelmäßig über besondere Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler.
3.1.6 Siegerehrungen bei sportlichen Wettbewerben und Turnieren
Im Rahmen unserer sportlichen Wettbewerbe und Turniere finden die Siegerehrungen direkt im Anschluss an die Veranstaltung, häufig jahrgangsöffentlich, statt. Auf der Homepage und im Jahrbuch berichten wir über die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler.
3.1.7 Positive Rückmeldungen an die Eltern
Wir unterrichten die Eltern unserer Schülerinnen und Schüler über besonders positive Leistungen auch schriftlich. Neben positiven Kommentaren unter Klassenarbeiten und Klausuren kann dies auch im Mitteilungsheft geschehen. Wenn Schülerinnen und Schüler ihre Hausaufgaben während eines Schulhalbjahres in einem Fach zu jeder Stunde angefertigt haben, ist dies sicherlich Bestandteil ihrer Schülerpflichten, verdient aber dennoch besondere Anerkennung. Diese drücken wir durch einen Brief an die Eltern auch schriftlich aus.
3.1.8 Teilnahme an besonderen Veranstaltungen
Schülerinnen und Schüler, die besondere Leistungen fachlicher Art zeigen, können an weiteren schulinternen Veranstaltungen teilnehmen. Auf diesem Wege wollen wir Leistungsanreize für unsere Schülerinnen und Schüler schaffen und verdeutlichen, dass es sich lohnt, gute Leistungen zu erbringen, da die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist. Das Angebot am Lauerhaas wird fortlaufend erweitert, so dass hier nur beispielhafte Veranstaltungen genannt werden:
MINT- und Englisch-Nächte:
Schülerinnen und Schüler, die besondere Leistungen zeigen, dürfen in den MINT-Fächern in Jahrgang 7 ihre Klasse bei der MINT-Nacht vertreten. Gleiches gilt für Schülerinnen und Schüler mit besonderen Leistungen im Fach Englisch im Jahrgang 6 für die Englisch-Nacht. Über die Auswahl der Teilnehmenden und das weitere Verfahren informiert der schulinterne Verfahrensablauf für diese Veranstaltungen.
Londonfahrt:
Schülerinnen und Schüler aus E- und G-Kursen, die sich durch positive Lernleistungen und gutes Sozialverhalten ausgezeichnet haben, können sich um die Teilnahme an der Londonfahrt zu Beginn des 8. Schuljahres bewerben. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Am Ende der Jahrgangsstufe 7 werden interessierte Schülerinnen und Schüler und deren Eltern über die Fahrt informiert. Nach Bewerbungsschluss findet ein Auswahlverfahren statt, an welchem die Schulleitung, die Klassenleitungen, die Fachlehrkräfte sowie die Leitung der Fahrt beteiligt sind. Gemeinsam wird festgelegt, welche Schülerinnen und Schüler mitfahren dürfen.
Sollten finanzielle Schwierigkeiten auftreten, sind Zuschüsse über den Fond „Wesel für Kinder“ oder über den Förderverein möglich. Kein Kind soll nicht mitfahren können, weil die finanziellen Möglichkeiten der Eltern dies nicht zulassen. Ausschlaggebend sollen bei Interesse des Kindes nur die Lernleistungen und das Sozialverhalten sein.
Mitfahrende Schülerinnen und Schüler nehmen im zweiten Halbjahr des Schuljahres verpflichtend an einer AG zur Vorbereitung der Fahrt teil.
3.1.9 Teilnahme an Wettbewerben
Wir ermutigen leistungsstarke Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme an Wettbewerben in sämtlichen Fachbereichen. Über die Koordinatorinnen und Koordinatoren sowie über die Fachlehrkräfte werden die Schülerinnen und Schüler über die Wettbewerbe informiert und während der Teilnahme betreut.
3.2 Transparenz und Vergleichbarkeit
Unsere Schülerinnen und Schüler haben einen Anspruch darauf, dass Leistungsbewertung transparent und vergleichbar erfolgt. Für die Schulabschlüsse wird die Vergleichbarkeit auch über einheitliche Standards in den zentralen Abschlussprüfungen (Zentrale Prüfungen 10 und Zentralabitur) gewährleistet.
Um die Vergleichbarkeit in allen Jahrgangsstufen sicherzustellen, schreiben wir so oft wie möglich parallele Klassenarbeiten und Klausuren, die von den Jahrgangsfachteams der unterrichtenden Lehrkräfte gemeinsam auf der Basis der Kompetenzerwartungen entwickelt werden, die in den schulinternen Lehrplänen formuliert sind.
Wir nutzen zur Beurteilung von schriftlichen Leistungen einheitliche Erwartungshorizonte und machen diese transparent. In der Sekundarstufe II orientiert sich der Erwartungshorizont der Klausuren zunehmend an den fachspezifischen Vorgaben für das Zentralabitur im jeweiligen Fach.
Es ist die Aufgabe jeder Lehrkraft, die Schülerinnen und Schüler zu Beginn eines Schuljahres oder bei Übernahme eines Kurses mit den Leistungsanforderungen des Faches vertraut zu machen. Die Lehrkräfte informieren über die Anzahl der Klassenarbeiten und Klausuren, die Formen der Leistungsmessungen (z. B. mündliche Fremdsprachenprüfungen), die Gewichtung der schriftlichen Leistungen und des Bereichs der „sonstigen Mitarbeit“ sowie über die Kriterien zur Beurteilung der Leistungen im Rahmen der „sonstigen Mitarbeit“.
Um die Information der Eltern zu erleichtern, werden neben den schulinternen Lehrplänen auch das Leistungskonzept und die Leistungskonzepte der Fächer auf der Schulhomepage veröffentlicht. Auf den Klassenpflegschaftssitzungen wird hierauf verwiesen und es gibt dort die Möglichkeit, diesbezügliche Fragestellungen zu erörtern. Die dadurch hergestellte Transparenz soll den Prozess der Zensurengebung möglichst nachvollziehbar und objektiv gestalten.
3.3 Bezugsnormen und Absprachen der Fachkonferenzen
Die grundlegende Bezugsnorm für die Leistungsbeurteilung bilden die Kompetenzerwartungen, die in den schulinternen Lehrplänen ausgewiesen sind. Die Leistungsbeurteilung bezieht sich somit auf die im Unterricht vermittelten Kompetenzen.
Die Fachkonferenzen legen die Grundsätze zur Leistungsbeurteilung für das jeweilige Fach fest (siehe Kapitel B dieses Konzeptes). Dies geschieht auf der Grundlage des schulischen Leistungskonzeptes unter Berücksichtigung der Kompetenzerwartungen der Lehrpläne sowie weiterer ministerieller Vorgaben wie z.B. zur Lernstandserhebung 8, zu den Zentralen Prüfungen 10 und zum Zentralabitur (kriteriale Bezugsnorm). Die Beschlüsse der Fachkonferenzen sind für die unterrichtenden Lehrkräfte bindend.
Lernfortschritte, aber auch negative Leistungsentwicklungen des einzelnen Schülers bzw. der einzelnen Schülerin, werden durch individuelle Kommentare verdeutlicht und in Bezug zur individuellen Leistungsfähigkeit gesetzt. Dies ist durch Kommentare unter schriftliche Arbeiten, durch persönliche Beratungsgespräche oder durch eine Würdigung der Leistung in anderer Form (siehe oben) möglich. Gerade hier sehen wir die Möglichkeit tatsächlich praktizierter individueller Förderung, da das Verhältnis zwischen erbrachter Leistung und Leistungsvermögen, Anstrengungsbereitschaft sowie Motivation berücksichtigt und thematisiert werden kann (individuelle Bezugsnorm).
B Leistungskonzepte der Fächer
1 Deutsch SI ; SII
2 Englisch SI ; SII
3 Französisch SI ; SII
4 Lateinisch SII
5 Niederländisch SI ; SII
6 Kunst SI ; SII
7 Musik SI ; SII
8 Darstellen und Gestalten (WP) SI
9 Gesellschaftslehre SI
10 Geschichte SII
11 Geographie/Erdkunde SI ; SII
12 Sozialwissenschaften SI ; SII
13 Erziehungswissenschaft/Erziehungslehre SI ; SII
14 Mathematik SI ; SII
15 Naturwissenschaften (WP) SI
16 Biologie SI ; SII
17 Chemie SI ; SII
18 Physik SI ; SII
19 Informatik SII
20 Technik SI
21 Hauswirtschaft SI
22 Evangelische Religionslehre SI ; SII
23 Katholische Religionslehre SI ; SII
24 Philosophie und Praktische Philosophie SI ; SII
25 Sport SI ; SII
Wesel, im April 2019
[1] Verordnung über die Ausbildung und die Abschlussprüfungen in der Sekundarstufe I (Ausbildungs- und
Prüfungsordnung Sekundarstufe I - APO-S I) vom 2. November 2012, geändert durch Verordnung vom 21.
[2] Verwaltungsvorschriften zur Verordnung über die Ausbildung und die Abschlussprüfungen in der
[3] Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe (APO-GOSt)
vom 5. Oktober 1998, zuletzt geändert durch Verordnung vom 12. Juli 2018
[4] Unterrichtsbeginn, Verteilung der Wochenstunden, Fünf-Tage-Woche, Klassenarbeiten und Hausaufgaben
an allgemeinbildenden Schulen; RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 05.05. 2015