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Timestamp: 2018-06-22 05:26:56
Document Index: 199048195

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 16', '§ 95', '§ 16', '§ 16', '§ 95']

Fahrkosten 1-Euro-Job - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Post #844527 (1)
Post #844528 (1)
28.05.2011, 17:29 #1
Fahrkosten 1-Euro-Job
Bekommt man beim 1-Euro Job die Fahrtkosten vom Jobcenter bezahlt? Also beispielsweise eine Monatskarte?
28.05.2011, 17:40 #2
AW: Fahrkosten 1-Euro-Job
==> http://www.arbeitsagentur.de/bund/ge...goto?id=412194
28.05.2011, 17:44 #3
BSG - 13.11.2008, B 14 AS 66/07 R - JuraForum.de
2. Der Maßnahmeteilnehmer hat keinen Anspruch auf die Erstattung zusätzlicher Fahrkosten, wenn er diese aus der Mehraufwandsentschädigung finanzieren kann.
Rechtsgebiete:	SGB II, SGG
Vorschriften:	SGB II F: 30.07.2004 § 16 Abs 3 S 2 Halbs 1, SGB II F: 30.07.2004 § 16 Abs 3 S 2 Halbs 2, SGG § 95,
Stichworte:	Grundsicherung für Arbeitsuchende - Eingliederungsleistung - Arbeitsgelegenheit - Angemessenheit der Mehraufwandsentschädigung - Fahrkostenübernahme - Begrenzung Streitgegenstand,
Verfahrensgang:	SG Dortmund, S 27 AS 230/06 vom 10.05.2007
Korrektur:	die Rechtsgebiete und die Vorschriften wurden geändert, Stichworte und ein amtlicher Leitsatz wurden hinzugefügt.
28.05.2011, 18:33 #4
dazu ist die mehraufwandsentschädigung da
davon must du deine fahrtkosten bestreiten
sind die fahrtkosten so hoch das die mehraufwandentschädigung nicht aussreicht muss dein JC den rest zuschissen
aber in der regel gilt
fahrtkosten sind davon zu bezahlen
28.05.2011, 18:48 #5
Meinem Partner wurde auch (mal wieder) so ein lukrativer 1-Euro-Job in Aussicht gestellt. Ich war als Beistand anwesend.
Auf meine Frage hin, wer denn die Fahrtkosten bezahlt, wenn diese höher sind, als die Aufwandsentschädigung meinte er:"Das muss man dann vom Regelsatz bezahlen. Immerhin kann man froh sein, so einen 1-Euro-Job zu erhalten. Er kennt genug "Kunden", die das dann freudestrahlend vom "eigenen" Geld bezahlt haben".
28.05.2011, 18:50 #6
28.05.2011, 19:01 #7
Also in der Regel (hier in Berlin) ist es so, dass ein Ein-Euro-Job den HE nicht dazu nötigt, seinen Bezirk zu verlassen geschweige denn die Stadt!
Daher fallen die Fahrtkosten, sofern man ein Sozialticket hat, genauso hoch aus, wie eh und je!
28.05.2011, 19:05 #8
Wenn ich mich richtig erinnere in Berlin Sozialticket ca. 34 Euro!
Jedenfalls war das 2010 so!
Stimmt fast! 33,50€ und das ist auch ganz o.k wie ich finde! Dieses Geld sollte man als Arbeitsloser schon investieren um ständig mobil zu sein.
Ich glaube nicht dass es als Ausrede vom Amt akzeptiert wird, wenn man eine VV am 22. eines Monats bekommt, eingeladen wird und dann sagt "Sorry, mein Fahrkostenbudget ist bereits aufgebraucht!"
Aber nicht vom Thema abschweifen, hier geht es um Ein-Euro-Job + Fahrkosten!
28.05.2011, 19:47 #10
Ich meine jetzt wenn man 100 Euro dazu verdienen darf. Die Monatskarte aber 130 Euro kostet.
Da ist ja dann die Fahrkarte teuer als diese 100 Euro das man verdienen darf.
Kann man dies dann auch ablehnen? Ich frage nur, weil einer Bekannten wurde so 1-Euro-Job in einem Kindergarten angeboten?
28.05.2011, 19:58 #11
Als Hartz 4 Empfänger ist man da verpflichtet diesen 1-Euro Job zu machen? Bekommt man sonst diese Sanktionen an den Hals?
Weil im Fernsehen wurde doch mal gebracht, die SB dürfen Hartz 4 Empfänger zu diesem 1-Euro nicht zwingen?
Und diese SB würde gerade aus Schikane Hartz 4 Empfänger in solche Arbeitsverhältnisse stecken, nur dass sie aus Hartz 4 nicht mehr herauskomen und ihnen ja keine Möglichkeit bieten, in ein normales Arbeitsverhältnis hineinzukommen.
28.05.2011, 20:23 #12
Also die Sache mit den 100€ Anrechnungsfreigrenze ist was ganz anderes als ein Ein-Euro-Job. Das bezieht sich auf Minimalste Arbeiten, denen man nachgehen tut.
Ein Ein-Euro-Job, wo man wirklich nur 100€ im Monat hinzuverdienen tut, das wäre ein echter Knauserjob, normal sind bei einen Ein-Euro-Job eigentlich 1,50€ pro Stunde, so dass man z.B bei 30 Stunden pro Woche im Monat auf etwa 180€ zusätlich zu Hartz IV kommt.
In der Regel gilt, das ein Ein-Euro-Job ganz hinten steht, was die Instrumente des JobCenters betrifft. Spricht Vorrang hätte z.B eine Weiterbildung.
Wenn der Zuverdienst wirklich niedriger ausfällt als die Fahrtkosten, dann sollte man da mal offen mit seinen SB besprechen, ob es nicht eine andere Alternative gibt.
Wobei ich mich frage: Bei 100€ Kosten für eine Monatskarte, dann muss der Ein-Euro-Job ja wirklich sehr weit außerhalb des Wohnorts sein.
28.05.2011, 20:28 #13
50 km einfache Entfernung und wenn du dort jeden Tag hinfahren musst, ist Monatskarte das billigste.
28.05.2011, 20:31 #14
Das Jobcenter fördert nicht die Weiterbildung von Erzieherinnen.
Wurde meiner Bekannten gesagt.
28.05.2011, 20:32 #15
Also wenn das so wäre, das die SB die HE durch Ein-Euro-Job in Hartz IV Bezug halten wollen, dann stünde die Welt irgendwie Kopf! Ein-Euro-Job waren ursprünglich dazu gedacht HE aus Hartz IV RAUS zu bekommen!
Politiker sind ja süße, naive Träumer und haben gedacht: Arbeitslose, die eine Zeit lang einer sinnlosen Tätigkeit, die jenseits ihrer Ausbildung und Qualifikation liegt, nachgehen, würden bei Arbeitgebern höchsten Eindruck machen .
Leider ist die Rechnung nicht aufgegangen und Ein-Euro-Job's haben sich als gegeteilig erwiesen! Im Lebenslauf ist das Erwähnen von Ein-Euro-Job's mehr ein Klotz am Bein, als eine Hilfe.
Naja, um sich ein kleines Zubrot zu verdienen ist ein Ein-Euro-Job aber immer noch gut! Man darf halt keine hohen Ansprüche an die Arbeit haben, sondern in erster Linie an das Geld denken, was man sich hinzuverdienen tut.
Ich wäre jederzeit für einen Ein-Euro-Job oder sonstige Arbeitsmaßnahmen zu gewinnen, alleine des Geldes wegen und dem Gedanken wegen, dass ich mir dann einige Wünsche erfüllen kann.
28.05.2011, 23:01 #16
Naja, um sich ein kleines Zubrot zu verdienen ist ein Ein-Euro-Job aber immer noch gut
wenn du keine fahrtkosten oder sonnstiges hast die dadurch entstechen dann ja
sonnst zahlst du noch drauf
29.05.2011, 00:18 #17
Nun - hier kostet für Leute aus dem Landkreis, die in die Kreisstadt fahren müssen, die Fahrkarte zwischen 68,- und 108,- EUR, abhängig von der Entfernung. Die meisten 1-EUR-Jobs werden aber in der Kreisstadt angeboten. Die Entfernung liegt dann etwa zwischen 5 und 25 km.
Es wird zwar meist 1,50 EUR gezahlt, hier gibt es aber auch viele 1-EUR-Jobs mit 25 Wochenstunden.
Es gibt z.B. auch Alleinerziehende, die aufgrund ihrer schulpflichtigen Kinder und der Busverbindung nur 15 Stunden leisten können.
Wie im anderen Thread schon geschildert, es gibt auch viele 1-EUR-Jobs bei denen man gar nichts verdient. Nicht jeder wohnt zentral.
29.05.2011, 02:28 #18
Wenn deine Bekannte Erzieherin werden will, dann muss sie einen schriftlichen Antrag stellen. Dann gegen den Bescheid ggf. Widerspruch einlegen. Wenn sie unter 30 ist, dann soll sie Bafög zu prüfen (also Ausbildung ohne ALG2-Bezug). Das ist ein weites Feld und würde das Thema hier sprengen.
30.05.2011, 15:12 #19
Rechtsgebiete: SGB II, SGG
Vorschriften: SGB II F: 30.07.2004 § 16 Abs 3 S 2 Halbs 1, SGB II F: 30.07.2004 § 16 Abs 3 S 2 Halbs 2, SGG § 95,
Stichworte: Grundsicherung für Arbeitsuchende - Eingliederungsleistung - Arbeitsgelegenheit - Angemessenheit der Mehraufwandsentschädigung - Fahrkostenübernahme - Begrenzung Streitgegenstand,
Verfahrensgang: SG Dortmund, S 27 AS 230/06 vom 10.05.2007
Korrektur: die Rechtsgebiete und die Vorschriften wurden geändert, Stichworte und ein amtlicher Leitsatz wurden hinzugefügt.
Das heißt ich habe noch glück, wenn ein monatsticket plus Mehraufwandsentschädigung gezahlt wird?
Sagen wir Monatsticket 50,-.
Tatsächliche Kosten 60,- weil ich ein Auto leihe. Dann muss ich die 10 euro mehr von der Mehraufwandsentschädigung zahlen?
Kann ich wenigstens auf Auszahlung des Monatsticketpreises bestehen?
30.05.2011, 15:19 #20
Dann leihst du eben kein Auto mehr und nimmst die öffentlichen Verkehrsmittel.
30.05.2011, 15:28 #21
ja ist glücksgriff
dann hast du den mehraufwand zu 100% für dich zur freien verfügung sofern du nicht noch anderes davon finanzieren must
billigste alternative wird wenn dann bezahlt sofern du das extra bekommst
PKW gibts 20 cent pro km
öffentliche mittel preiswerte stufe
auch hier PKW die KM pauschale
öffentliche die preiswerte karte
kann monatstiket sein oder einzelkarten je nach dem
anspruch auf fahrtkosten hast du soweit nicht da der mehraufwand dazu gedacht ist
übersteigt die fahrtkosten den mehraufwand muss das JC den rest dazu zahlen
30.05.2011, 15:56 #22
Bei mienem Bruder ist es z. B. SO, dass jeder Ein-Euro-Job pauschal 40 Euro Fahrtkosten zur Mehraufwandsentschädigung hinzu bekommt.
Er selber fährt, soweit es das Wetter zulässt, mit dem Rad, hat also keine Fahrtkosten. Im Winter entscheidet das Wtter, ob er einen geringen Betrag aus der Mehraufwandentschädigung für Fahrtkosten aufwenden muss.
31.05.2011, 01:49 #23
Was als förderungswürdig angesehen wird, das liegt doch auch im persönlichen Ermessen des JC-Mitarbeiters oder etwa nicht?
Wofür sonst soll denn der Ermessensspielraum gut sein?
31.05.2011, 01:58 #24
Sehr großes Glück. Wenn ich am Ende doch den Job machen muß, dann kann ich nicht einmal ein Ausbildungsticket bekommen und Sozialticket gibt es bei uns nicht. Monatlich müßte ich dann 75,00 € zahlen alleine für die Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Falls ich dort wirklich antreten muß, was sich hoffentlich noch diese Woche entscheiden wird, dann werde ich diesen Teil meines Lebenslaufs auf gar keinen Fall da reinschreiben – das steht jetzt schon für mich fest.
Denn nach einer Untersuchung soll ja die Integration in den ersten Arbeitsmarkt mit der Anzahl derartiger Maßnahmen stetig abnehmen.
Ich wünschte fast, ich dürfte so eine kreative Maßnahme machen, wie häufig in den Medien gesagt wird, statt dem sinnlosen Mist. Dann könnte ich meine Kreativität zum Ausdruck meines Frusts nutzen!
1eurojob, fahrkosten
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