Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZfBR%201991,%2017
Timestamp: 2019-06-17 16:03:07
Document Index: 129000050

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 134', '§ 134', 'BGH']

BGH, 11.10.1990 - VII ZR 120/89 - dejure.org
https://dejure.org/1990,712
BGH, 11.10.1990 - VII ZR 120/89 (https://dejure.org/1990,712)
BGH, Entscheidung vom 11.10.1990 - VII ZR 120/89 (https://dejure.org/1990,712)
BGH, Entscheidung vom 11. Januar 1990 - VII ZR 120/89 (https://dejure.org/1990,712)
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Unerlaubte Handlung - Architekt - Bauaufsicht - Nicht hinreichende Überwachung - Haftung auf Schadensersatz
Haftung des bauaufsichtsführenden Architekten gegenüber Mieter
Architektenrecht; Haftung eines Architekten gegenüber späterem Mieter
Haftung des bauleitenden Architekten gegenüber Dritten? (IBR 1991, 34)
NJW 1991, 562
NJW-RR 1991, 535 (Ls.)
ZMR 1991, 97
VersR 1991, 226
WM 1991, 202
BB 1990, 2437
DB 1991, 750
BauR 1991, 111
ZfBR 1991, 17
Eine deliktische Haftung des Architekten aus der Verletzung von Überwachungspflichten (Bauaufsicht) ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt, und zwar auch für das Verhältnis des Architekten zum Bauherrn (vgl. u.a. Urt. v. 11.10.1990 - VII ZR 120/89, NJW 1991, 562, 563).
Vielmehr entspricht es der gefestigten höchst und obergerichtlichen Rechtsprechung, dass der Architekt nicht nur vertraglich gegenüber seinem Auftraggeber gehalten ist, dafür zu sorgen, dass das Bauwerk plangerecht und frei von Mängeln erstellt wird, sondern ihn auch gegenüber Dritten die deliktische Verkehrssicherungspflicht, etwaigen Gefahren, die von dem Bauwerk für Gesundheit und Eigentum ausgehen, vorzubeugen und sie ggf. abzuwehren, trifft (BGH BauR 1987, 116; BGH BauR 1991, 111; OLG Köln NJW-RR 1995, 156; OLG Frankfurt BauR 1997, 330; BGH BauR 1997, 488; OLG Frankfurt BauR 2004, 1329; Urteil des BGH vom 13. März 2007 - XI ZR 178/05 in IBR 2007, 377).
Denn nach einem allgemeinen Grundsatz des Deliktsrechts ist derjenige, der eine Gefahrenlage schafft, d.h. sie hervorruft oder in seinem Einflußbereich andauern läßt, grundsätzlich auch verpflichtet, alle nach Lage der Dinge erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, um eine Schädigung anderer möglichst zu verhindern (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteile vom 21. Mai 1985 - VI ZR 235/83 = BGHWarn 1985 Nr. 152 = VersR 1985, 839, 840; vom 28. Oktober 1986 - VI ZR 254/85 = BGHWarn 1986 Nr. 317 = NJW 1987, 1013; vom 11. Oktober 1990 - VII ZR 120/89 = BGHWarn 1990 Nr. 288 = VersR 1991, 226 - jeweils m.w.N.).
OLG Köln, 09.03.1994 - 11 U 204/93
Pflichten des Bauleiters zugunsten der Nachbarn des Baugrundstücks - Architekt, …
Seine Sorgfaltspflicht, die unter den Rechtsbegriff der Verkehrs- bzw. Verkehrssicherungspflicht gefaßt zu werden pflegt, umfaßte auch die Vorsorge gegen schädigende Auswirkungen des fertigen Bauwerks auf die Rechtsgüter solcher Personen, "die bestimmungsgemäß mit dem Bauwerk in Berührung kommen" (BGH NJW 87, 1013; ebenso BGH NJW 91, 562 f.).
Eine vom Leistenden mit der Zuwendung verbundene Erwartung eines künftigen gefälligen Verhaltens des Empfängers führt zumindest wegen der fehlenden rechtlichen Abhängigkeit zur Leistung nicht zur Bewertung der Zuwendung als entgeltlich (vgl. BGH, Urt. v. 29.11.1990, IX ZR 29/90, NJW 1991, 562;… OLG Hamm, Urt. v. 13.11.2001, 27 U 96/02, ZIP 2002, 313;… Kreft/Thole, InsO. 7. Auflage 2014. § 134 Rdn. 9;… MünchKommInsO/Kayser, 3. Auflage 2013, § 134 Rdn. 23 m.w.Nachw.).
Eine vom Leistenden mit der Zuwendung verbundene Erwartung eines künftigen gefälligen Verhaltens des Empfängers führt schon angesichts der objektiven Wertlosigkeit der - wirtschaftlich nicht zu erwerbenden - Gegenleistung, im Übrigen auch wegen der fehlenden rechtlichen Abhängigkeit zur Leistung (vgl. BGH in NJW 1991, 562) nicht zur Bewertung der Zuwendung als entgeltlich.
AG Reutlingen, 24.11.2016 - 9 C 1425/15
Haftung einer Wohnungseigentümergemeinschaft aus …