Source: https://www.deubner-recht.de/produkte/familienrecht-100-mandate/p/anforderungen-an-das-verfahren-im-sorgerechtsverfahrenersetzung-der-anhoerung-des-kindes-durch-die-vorangegangene-906876
Timestamp: 2020-01-28 05:10:06
Document Index: 25095152

Matched Legal Cases: ['§ 1671', '§ 1671', '§ 159', '§ 1671', '§ 159', '§ 28', '§ 69']

Anforderungen an das Verfahren im SorgerechtsverfahrenErsetzung der Anhörung des Kindes durch die vorangegangene Anhörung im Umgangsverfahren
OLG Saarbrücken - Beschluss vom 29.12.2017
9 UF 54/17
BGB § 1671 Abs. 1 S. 1; BGB § 1671 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 ; FamFG § 159 Abs. 2 ;
AG Saarbrücken, - Vorinstanzaktenzeichen 41 F 144/17
OLG Saarbrücken, Beschluss vom 29.12.2017 - Aktenzeichen 9 UF 54/17
DRsp Nr. 2018/3776
Im Verfahren nach § 1671 Abs. 1 S. 1 und S. 2 Nr. 2 BGB ist ein Kind regelmäßig etwa ab Vollendung des dritten Lebensjahres persönlich anzuhören (§ 159 Abs. 2 FamFG ). Diese Anhörung kann mangels vergleichbaren Verfahrensgegenstands grundsätzlich nicht durch eine vorangegangene Anhörung in einem Umgangsrechtsverfahren ersetzt werden. Der wesentliche Inhalt einer durchgeführten Anhörung ist nach § 28 Abs. 4 FamFG in einem schriftlichen Vermerk festzuhalten. Die zu Unrecht unterbliebene Kindesanhörung begründet einen schwerwiegenden Verfahrensfehler, der auf entsprechenden Antrag hin die Aufhebung und Zurückverweisung gemäß § 69 Abs. 1 S. 3 FamFG rechtfertigt.