Source: http://www.hensche.de/Arbeitsrecht_aktuell_2005.html
Timestamp: 2018-12-16 20:33:24
Document Index: 88943568

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', '§ 14', 'EuG', '§ 307', '§ 113']

HENSCHE Arbeitsrecht: Aktuelles Arbeitsrecht 2005: Urteile, Gesetzgebung, Europarecht, Arbeit & Soziales
Ak­tu­el­les Ar­beits­recht 2005: Ur­tei­le, Ge­setz­ge­bung, Eu­ro­pa­recht, Ar­beit & So­zia­les
Auf die­ser Sei­te fin­den Sie ju­ris­ti­sche Be­wer­tun­gen ak­tu­el­ler Ur­tei­le und Ge­set­zes­än­de­run­gen auf dem Ge­biet des Ar­beits- und So­zi­al­rechts im Jahr 2005.
Bei­trä­ge aus an­de­ren Jah­ren fin­den Sie un­ter Ar­beits­recht 2018, Ar­beits­recht 2017, Ar­beits­recht 2016, Ar­beits­recht 2015, Ar­beits­recht 2014, Ar­beits­recht 2013, Ar­beits­recht 2012, Ar­beits­recht 2011, Ar­beits­recht 2010, Ar­beits­recht 2009, Ar­beits­recht 2008, Ar­beits­recht 2007, Ar­beits­recht 2006, Ar­beits­recht 2004, Ar­beits­recht 2003, Ar­beits­recht 2002 und un­ter Ar­beits­recht 2001.
05/10 EuGH, Urteil vom 22.11.2005, C-144/04 (Mangold)
15.12.2005. Der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) erklärt in ei­nem Grund­satz­ur­teil vom No­vem­ber 2005 die er­leich­ter­te Be­fris­tung we­gen Al­ters gemäß § 14 Abs.3 Teil­zeit- und Be­fris­tungs­ge­setz (Tz­B­fG) ("52er-Re­ge­lung") für eu­ro­pa­rechts­wid­rig: EuGH, Ur­teil vom 22.11.2005, C-144/04 (Man­gold).
05/09 BSG - Rentenversicherungspflicht für GmbH-Geschäftsführer?
02.12.2005. Wer als Geschäftsführer ei­ner Ein-Mann-GmbH nur für die­se GmbH tätig ist und zum Zwe­cke der Geschäftsführ­ertätig­keit kei­ne ei­ge­nen An­ge­stell­ten beschäftigt, ist nach ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil des Bun­des­so­zi­al­ge­richts (BSG) ren­ten­ver­si­che­rungs­pflich­tig: BSG, Ur­teil vom 24.11.2005, B 12 RA 1/04 R.
20.11.2005. Ein lei­ten­der An­ge­stell­ter kann nach ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil des Bun­des­so­zi­al­ge­richts (BSG) ei­nen Auf­he­bungs­ver­trag mit Ab­fin­dungs­re­ge­lung ab­sch­ließen, oh­ne ei­ne Sperr­zeit befürch­ten zu müssen, wenn ihm an­de­ren­falls ei­ne rechtmäßige Ar­beit­ge­berkündi­gung aus nicht ver­hal­tens­be­ding­ten Gründen zum glei­chen Zeit­punkt droht. Auf die "Un­zu­mut­bar­keit" des Ab­war­tens ei­ner Kündi­gung kommt es dann nicht mehr an: BSG, Ur­teil vom 17.11.2005, B 11a/11 AL 69/04 R.
30.09.2005. Ei­ne in All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen (AGB) ent­hal­te­ne ver­trag­li­che Aus­schluss­frist von nur zwei Mo­na­ten be­nach­tei­ligt den Ar­beit­neh­mer nach An­sicht des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) un­an­ge­mes­sen. Ei­ne sol­che Ver­trags­klau­sel verstößt da­her ge­gen das Prin­zip von Treu und Glau­ben (§ 307 Bürger­li­ches Ge­setz­buch (BGB und ist un­wirk­sam: BAG, Ur­teil vom 28.09.2005, 5 AZR 52/05.
05/06 BAG: Fristlose Kündigung bei privater Internetnutzung
19.08.2005. Wer das In­ter­net in er­heb­li­chem Um­fang während der Ar­beits­zeit zu pri­va­ten Zwe­cken nutzt, ris­kiert ei­ne frist­lo­se Kündi­gung, und zwar auch dann, wenn der Ar­beit­ge­ber die Pri­vat­nut­zung nicht aus­drück­lich ver­bo­ten hat. Das zeigt ei­ne ak­tu­el­le Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG): BAG, Ur­teil vom 07.07.2005, 2 AZR 581/04.
05/05 Freistellung beendet Versicherungspflicht
09.07.2005. Die Spit­zen­verbände der Kran­ken­kas­sen, des Ver­ban­des deut­scher Ren­ten­ver­si­che­rungs­träger und der Bun­des­agen­tur für Ar­beit ha­ben in ei­ner ge­mein­sa­men Be­spre­chung am 05. und 06.07.2005 ei­ne wich­ti­ge Ent­schei­dung zur Be­en­di­gung der So­zi­al­ver­si­che­rungs­pflicht bei Frei­stel­lun­gen im gekündig­ten Ar­beits­verhält­nis ge­trof­fen. An­geb­lich soll die Ver­ein­ba­rung ei­ner un­wi­der­ruf­li­chen Frei­stel­lung noch während der Rest­lauf­zeit des Ar­beits­verhält­nis­ses da­zu führen, dass das so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Beschäfti­gungs­verhält­nis be­en­det wird.
15.05.2005. Wenn in ei­nem Kündi­gungs­schrei­ben ei­ner Ge­sell­schaft bürger­li­chen Rechts (GbR) al­le Ge­sell­schaf­ter im Brief­kopf und ma­schi­nen­schrift­lich in der Un­ter­schrifts­zei­le auf­geführt wer­den, dann müssen auch al­le Ge­sell­schaf­ter ei­genhändig un­ter­schrei­ben oder sich durch ein­deu­ti­gen Zu­satz ("i.V.") von ei­nem Mit­ge­sell­schaf­ter ver­tre­ten las­sen: BAG, Ur­teil 21.04.2005, 2 AZR 162/04.
05/03 BAG beschränkt Altersgruppenbildung bei der Sozialauswahl
03.05.2005. Will der Ar­beit­ge­ber bei ei­ner be­triebs­be­ding­ten Kündi­gungs­wel­le ei­ne So­zi­al­aus­wahl nur in­ner­halb von Ar­beit­neh­mern der­sel­ben Al­ters­grup­pe vor­neh­men, so muß er dar­le­gen, wor­aus sich die be­rech­tig­ten be­trieb­li­chen Bedürf­nis­se für ei­ne Er­hal­tung der bis­he­ri­gen (aus­ge­wo­ge­nen) Al­ters­struk­tur er­ge­ben sol­len. Er muß da­her vor­tra­gen, wel­che Nach­tei­le sich er­ge­ben würden, wenn man die So­zi­al­aus­wahl oh­ne Bil­dung von Al­ters­grup­pen vor­neh­men würde: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Be­schluss vom 20.04.2005, 2 AZR 201/04.
25.02.2005. Nach ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) kann nur der In­sol­venz­ver­wal­ter gemäß § 113 Satz 1, 2 In­sol­venz­ord­nung (In­sO) mit ab­gekürz­ter Frist kündi­gen, nicht aber ein vorläufi­ge In­sol­ven­ver­wal­ter vor Ver­fah­ren­seröff­nung: BAG, Ur­teil vom 20.01.2005, 2 AZR 134/04.
30.01.2005. Da das Recht der All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen (AGB-Recht) seit der Schuld­rechts­mo­der­ni­sie­rung auch für Ar­beits­verträge gilt, sind Wi­der­rufs­klau­seln in For­mu­lar­ar­beits­vertägen nur noch ein­ge­schränkt zulässig. Ins­be­son­de­re müssen sie die Wi­der­rufs­gründe grob um­reißen, da­mit der Ar­beit­neh­mer weiß, was auf ihn zu­kom­men kann. Für Ar­beits­verträge, die vor dem 01.01.2002 ab­ge­schlos­sen wur­den ("Alt­verträge") gel­ten die stren­gen neu­en Re­geln aber noch nicht: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 12.01.2005, 5 AZR 364/04.