Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=29.07.1976&Aktenzeichen=4%20StR%20373/76
Timestamp: 2019-05-22 05:59:10
Document Index: 391224129

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 258', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 29.07.1976 - 4 StR 373/76 - dejure.org
https://dejure.org/1976,1806
BGH, 29.07.1976 - 4 StR 373/76 (https://dejure.org/1976,1806)
BGH, Entscheidung vom 29.07.1976 - 4 StR 373/76 (https://dejure.org/1976,1806)
BGH, Entscheidung vom 29. Juli 1976 - 4 StR 373/76 (https://dejure.org/1976,1806)
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Verletzung des Rechts des letzten Gehörs nach wiederholter Replik durch den Staatsanwalt
NJW 1976, 1951
Das Recht des Angeklagten, als Letzter noch etwas zu seiner Verteidigung anführen zu können, besteht nicht nur, wenn der Staatsanwalt (vgl. BGH NJW 1976, 1951) oder der Nebenkläger (vgl. BGH, Beschl. v. 17. November 1977 - 2 StR 491/77) erwidert haben, sondern selbst dann, wenn sein Verteidiger für ihn gesprochen hat (vgl. auch BGH, Beschl. v. 4. Dezember 1991 - 3 StR 464/91).
Die Vorschrift des § 258 Abs. 2, 3 StPO verfolgt den Zweck, dem Angeklagten die Möglichkeit einzuräumen, seine Auffassung noch unmittelbar vor der Beratung und Verkündung des Urteils darlegen zu können (vgl. BGH NStZ 1993, 551; BGH NJW 1976, 1951).
Sooft der Staatsanwalt oder ihm gleichgestellt der Nebenkläger das Wort zur Erwiderung auf den Schlußvortrag des Verteidigers erhält, muß es anschließend wiederum dem Angeklagten und seinem Verteidiger gewährt werden (BGH NJW 1976, 1951 m.w.Nachw.).