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Timestamp: 2020-06-02 16:25:02
Document Index: 240607126

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 543', '§ 48', 'BGH', '§ 543', '§ 48', '§ 543', '§ 48', 'BGH', '§ 48', '§ 97', 'BGH']

Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend die Ablehnung eines Befangenheitsgesuchs gegen den Vorsitzenden des Berufungssenats mangels grundsätzlicher Bedeutung - Rechtsportal
BGH - Entscheidung vom 09.07.2007
II ZR 192/06
ZPO § 543 Abs. 2 § 48
Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend die Ablehnung eines Befangenheitsgesuchs gegen den Vorsitzenden des Berufungssenats mangels grundsätzlicher Bedeutung
BGH, Beschluß vom 09.07.2007 - Aktenzeichen II ZR 192/06
DRsp Nr. 2007/14886
ZPO § 543 Abs. 2 § 48 ;
Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 20. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Celle vom 6. Juli 2006 wird zurückgewiesen, weil keiner der im Gesetz (§ 543 Abs. 2 ZPO ) vorgesehenen Gründe vorliegt, nach denen der Senat die Revision zulassen darf. Der Rechtsstreit der Parteien hat weder grundsätzliche Bedeutung, noch erfordert er eine Entscheidung des Revisionsgerichts zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung. Die Verfahrensrügen hat der Senat geprüft und für nicht durchgreifend erachtet.
Der Senat hält zwar an seiner Rechtsprechung zu § 48 ZPO (BGHZ 120, 141 , 145) im Hinblick auf die neuere Rechtsprechung des I. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs nicht fest. Dennoch besteht entgegen der Auffassung des Klägers kein Anlass, die Revision zuzulassen. Denn ein Grund, eine Anzeige nach § 48 ZPO zu erstatten, bestand für den Vorsitzenden des 20. Zivilsenats des Berufungsgerichts offensichtlich nicht: Die von dem Kläger angeführten Umstände können bei einer nüchtern und sachbezogen denkenden Partei, die auch in Rechnung stellt, dass ihr eigener Rechtsstandpunkt unrichtig sein kann, die Besorgnis, der Richter werde nicht unvoreingenommen und unparteiisch urteilen, keinesfalls auslösen.
Entsprechendes gilt für die den Sachverständigen Prof. Dr. B. betreffende Rüge: Abgesehen davon, dass der Ablehnungsantrag verspätet gestellt worden ist, hat das Berufungsgericht den Antrag auch in der Sache zutreffend abgelehnt.
Die Annahme des Berufungsgerichts schließlich, der Beklagte zu 2 habe sich in einem unverschuldeten Rechtsirrtum befunden, ist angesichts der vor der verfassungsgerichtlichen Entscheidung bestehenden absolut herrschenden zivilgerichtlichen Judikatur offensichtlich zutreffend.
Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 ZPO ).
Streitwert: 489.161,55 EUR
Vorinstanz: OLG Celle, vom 06.07.2006 - Vorinstanzaktenzeichen 20 U 51/04
Vorinstanz: LG Hannover, vom 09.07.2004 - Vorinstanzaktenzeichen 4 O 311/78
Zitieren: BGH - Beschluß vom 09.07.2007 (II ZR 192/06) - DRsp Nr. 2007/14886