Source: http://mav-erv.de/haeufig-gestelte-fragen.html
Timestamp: 2020-07-03 22:32:49
Document Index: 171375883

Matched Legal Cases: ['§44', '§5', '§46', '§44', '§26', '§50', '§50', '§50', '§50', '§37', '§37', '§37', '§37', '§37', '§2', '§3', '§3', '§4']

Häufig gestelte Fragen - Homepage
Das Verfahren ist in §44 der Kirchlichen Dienstvertragsordnung (KDO) festgelegt und abgestimmt auf die gesetzlichen Vorgaben im Entgeltfortzahlungsgesetz (§5, EntgFG)).
Sobald Sie arbeitsunfähig erkranken, müssen Sie Ihren Arbeitgeber unverzüglich über Ihre Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtlichen Dauer unterrichten. „Unverzüglich“ bedeutet: ohne eigenes Verzögern, möglichst zu Beginn der üblichen Arbeitszeit bzw. vor Dienstbeginn. Erfragen Sie in Ihrem Arbeitsbereich, welchem Vorgesetzten und in welcher Form (telefonisch und/ oder per Email) Sie Ihre Erkrankung anzeigen müssen. Dies ist im ERV (Fachbereiche, Verwaltung, Stabstellen) unterschiedlich geregelt.
Sollte Ihre Arbeitsunfähigkeit länger als 3 Kalendertage andauern, benötigen Sie eine ärztliche Bescheinigung. Hierüber müssen Sie Ihren Arbeitgeber ebenfalls unverzüglich informieren und Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen.
„Kalendertage“ bedeutet: auch arbeitsfreie Tage zählen in dieser Frist mit (Wochenende, Feiertage, dienstfreie Tage)!
Der Arbeitgeber hat das Recht in Einzelfällen eine ärztliche Bescheinigung schon früher zu verlangen.
Erhalte ich finanzielle Unterstützung für eine Bildschirmarbeitsplatzbrille?
Der Arbeitgeber leistet eine Zuzahlung beim Erwerb einer Bildschirmarbeitsplatzbrille.
Die Voraussetzungen und Höhe der Zuzahlungen können in der Personalabteilung des Evangelischen Regionalverbandes erfragt werden.
Zu allgemeinen Informationen ist dort das Merkblatt "Bildschirmarbeitsplatzbrille" erhältlich.
Krank im Urlaub? Krank während Gleitzeit?
Wenn Sie während Ihres Erholungsurlaubs erkranken, werden die durch ärztliche Bescheinigung nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit nicht auf Ihren Urlaub angerechnet (§46 Abs.4 KDO).
Über Ihre Arbeitsunfähigkeit mit ärztlicher Bescheinigung während Ihres Urlaubs müssen Sie Ihren Arbeitgeber gemäß den Vorgaben des §44 KDO unverzüglich informieren. siehe hierzu auch „Was muss ich tun, wenn ich krank bin?“
Wenn Sie am Tag Ihres Gleitzeitausgleichs (Überstunden/Mehrarbeit-Abbau) erkranken, werden die verloren gegangenen Überstunden nicht nachgewährt. Siehe Kurzbeschreibung von der Personalabteilung.
Was hat es mit der "Treueleistung" auf sich?
Mitarbeitende erhalten nach langen Beschäftigungszeiten bei einem Arbeitgeber (§26 KDO) Treueleistungen, die in §50 der Kirchlichen Dienstvertragsordnung (KDO) festgelegt sind.
Bei einer 5-Tage-Woche in der Kalenderwoche wird pro 10 Jahre Beschäftigungszeit zusätzlicher Erholungsurlaub von 3 Tagen gewährt (§50 Abs.1 KDO).
Weicht die Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit arbeitsvertraglich festgelegt von der 5-Tage-Woche ab, beträgt der Zusatzurlaub pro 10 Jahre Beschäftigungszeit mindestens 1 Tag (§50 Abs.2 KDO).
Auf Antrag des Mitarbeitenden kann der Zusatzurlaub abgegolten (ausgezahlt) werden (§50 Abs.3 KDO).
Wie ist das mit der Sonderzahlung geregelt?
"Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter hat Anspruch auf eine jährliche Sonder-zahlung, wenn sie oder er am ersten allgemeinen Arbeitstag im Oktober in einem Arbeitsverhältnis steht und dieses Arbeitsverhältnis bis zum 31. Dezember des laufenden Jahres fortbesteht." (§37 Abs.1 KDO)
Die Arbeitsrechtliche Kommission der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (AK) hat sich 2016 darüber verständigt, dass die ertragsabhängige Bonuszahlung von einer jährlichen Sonderzahlung abgelöst wird. Sie beträgt in 2017 ein volles Monatsgehalt. In 2018 sind es 90% und ab 2019 80% eines Monatsgehalts. Für die unteren Gehaltsgruppen (E1 bis E4) wird die Sonderzahlung bei 100% bleiben. (§37 Abs.3 KDO plus Ergebnis der AK)
Die Sonderzahlung wird mit dem für November zustehenden Entgelt ausgezahlt. (§37 Abs.6 KDO)
Wer z.B. erst Mitte Oktober seine Stelle angetreten hat, erhält keine Sonderzahlung (§37 Abs.1 KDO). Auch bei einer Kündigung sollte man auf diese Termine achten. Der Anspruch entfällt, wenn der Arbeitnehmer vor Fälligkeit des Stichtages (31.12.) ausscheidet.
Hinweise zur Bemessungsgrundlage und Informationen über Besonderheiten bei Befristung, Rentenbeginn oder Elternzeit finden Sie im §37 Abs.4,5,7,8 KDO.
Wie ist das mit der Mitgliedschaft in einer Kirche?
Der ERV ist Teil der Evangelischen Landeskirche in Hessen und Nassau (EKHN).
Der besondere „Arbeitgeber Kirche“ darf sich eigene Gesetze geben, die u. a. auch die Grundlagen für die Beschäftigung innerhalb der EKHN regeln.
Das Einstellungsgesetz der EKHN (EinstG) legt fest, dass für die Einstellung als Mitarbeitender innerhalb der EKHN grundsätzlich die Mitgliedschaft in einer Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) notwendig ist oder in einer Kirche, die der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) oder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) oder der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) oder dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK)(§2 EinstG).
In besonderen Fällen sind Ausnahmen von der Kirchenzugehörigkeit möglich (§3 EinstG). Mitarbeitende, die unter den Bedingungen der „Ausnahmegenehmigung“ eingestellt wurden, müssen sich verbindlich, schriftlich verpflichten, während ihres Dienstes das Christentum und seine Grundüberzeugung zu achten, wie sie in der Ordnung der EKHN festgehalten sind (§3 Abs.4 und §4 EinstG).