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Timestamp: 2016-10-23 18:06:00
Document Index: 297284997

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 152']

U 414/05 (07.06.2006)
U 414/05
Pr�sident Ferrari, Bundesrichter Meyer und nebenamtlicher Richter Brunner; Gerichtsschreiber Jancar
S.________, 1970, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt R�my Wyssmann, Hauptstrasse 36, 4702 Oensingen,
Die 1970 geborene S.________ war in einem Besch�ftigungsprogramm der Stiftung E.________, t�tig und seit dem 16. Juni 2002 als arbeitslose Person bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufsunf�llen, Nichtberufsunf�llen und Berufskrankheiten versichert. Am 14. November 2002 erlitt sie einen Auffahrunfall. Sie hielt mit ihrem Auto vor einem Fussg�ngerstreifen an, worauf der nachfolgende PW in das Heck ihres Fahrzeugs prallte. Im Spital M.________, in dem sie vom 14. bis 20. November 2002 hospitalisiert war, wurden eine commotio spinalis und ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS) sowie eine mediane und links paramediane Diskushernie L4/5 diagnostiziert. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Wegen starker R�ckenschmerzen begab sich die Versicherte am 16. Januar 2003 in die Sprechstunde des Kantonsspitals X.________, wo die Diagnose eines schweren lumbovertebralen Syndroms neben einem Schleudertrauma der HWS sowie einer lumbalen Diskushernie L4/5 links ohne radikul�re Symptomatik gestellt wurde. Vom 30. Januar bis 3. Februar 2003 befand sich die Versicherte in der medizinischen Abteilung des Spitals M.________ erneut in Behandlung. Die auf Anregung des (fr�heren) Hausarztes Dr. med. W.________, Arzt f�r allgemeine Medizin FMH, durchgef�hrte kreis�rztliche Untersuchung zeigte am 18. M�rz 2003 eine Patientin mit starken Schmerzen lumbal, �berhaupt im Bereich der ganzen Wirbels�ule wie auch mit Nacken- und Hinterkopfschmerzen; der Kreisarzt empfahl eine station�re Behandlung in Y.________ und stellte eine volle Arbeitsunf�higkeit fest. Eine biomechanische Kurzbeurteilung (Triage) der Arbeitsgruppe f�r Unfallmechanik, vom 24. M�rz 2003 ergab f�r das Unfallgeschehen vom 14. November 2002 eine kollisionsbedingte Geschwindigkeits�nderung (delta-v) unterhalb oder innerhalb eines Bereiches von 10 bis 15 km/h; die bei der Versicherten festgestellten Beschwerden werden im Normalfall als durch die Kollisionseinwirkung eher schwer erkl�rbar bezeichnet, angesichts der vorbestehenden Diskushernie L4/5 aber als "eher erkl�rbar" erachtet. W�hrend eines Aufenthaltes in der Klinik Y.________ vom 30. April bis zum 4. Juni 2003 wurde die Versicherte psychosomatisch, neurologisch, neuropsychologisch sowie radiologisch abgekl�rt. Im Rahmen der Kollision vom 14. November 2002 sei von einer HWS-Distorsion und einem Verdacht auf commotio spinalis auszugehen. Diagnostiziert wurde einerseits ein panvertebrales Schmerzsyndrom mit Schmerzausstrahlung ins rechte Bein sowie andererseits eine Anpassungsst�rung mit somatoformer Komponente und ein maladaptiver Umgang mit der Schmerzproblematik; bei Klinikaustritt wurde "global" eine 100%ige Arbeitsunf�higkeit festgestellt, wobei allein aus psychischen Gr�nden eine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit von ca. 50 % angenommen wurde (Austrittsbericht vom 5. Juni 2003). Aufgrund dieses Berichts hielt der Kreisarzt am 24. Juli 2003 fest, dass die Diskushernie L4/5 zur Zeit wahrscheinlich ohne wesentliche klinische Relevanz sei und die psychische Problematik ganz im Vordergrund stehe. Mit Verf�gung vom 31. Juli 2003 stellte die SUVA ihre Leistungen per 17. August 2003 ein, weil kein rechtserheblicher (ad�quater) Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 14. November 2002 und den weiterhin geklagten Beschwerden bestehe. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 30. April 2004 fest.
Mit hiegegen erhobener Beschwerde verlangte S.________ unter anderem die Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen eines Privatgutachtens. Nachdem der Sistierungsantrag abgelehnt worden war, liess die Versicherte unter anderem Best�tigungen �ber die weiterhin durchgef�hrte Physiotherapie sowie ein Gutachten des Neurologen Dr. med. H.________, vom 19. Juli 2005 einreichen. In der Sache liess sie im Wesentlichen die weitere Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen nach Massgabe einer Arbeitsunf�higkeit von 100 % beantragen. Nach Durchf�hrung der von der Versicherten verlangten �ffentlichen Verhandlung wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau die Beschwerde ab (Entscheid vom 14. September 2005).
S.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Antrag, es seien ihr unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides die gesetzlichen Leistungen nach Massgabe eines Invalidit�tsgrades von 100 % und eines Integrit�tsschadens von mindestens 75 % zuz�glich 5 % Verzugszins auszurichten; eventualiter sei die Angelegenheit zur Vornahme weiterer Abkl�rungen an die Vorinstanz bzw. die SUVA zur�ckzuweisen, wobei ihr w�hrend der Abkl�rungszeit erneut Unfalltaggelder nach Massgabe einer Arbeitsunf�higkeit von 100 % auszurichten seien; die SUVA zu verpflichten, die Kosten des Gutachtens von Dr. med. H.________ von Fr. 3073.45, eventuell Fr. 2600.-, zu �bernehmen. Ferner ersucht sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung f�r das letztinstanzliche Verfahren.
Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, wobei sie auf eine umfassende Vernehmlassung verzichtet und auf die Erw�gungen des angefochtenen Entscheides verweist. Hinsichtlich des Antrages auf �berbindung der Kosten des im vorinstanzlichen Verfahrens eingereichten Gutachtens stellt sich die SUVA auf den Standpunkt, dass dieses Begehren im vorinstanzlichen Verfahren h�tte gestellt werden m�ssen, weshalb auf dieses versp�tete Begehren nicht eingetreten werden k�nne.
Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Kraft getreten. F�r den Zeitraum davor gilt altes Recht. Das ATSG ist anwendbar, soweit es um allf�llige Leistungen ab 1. Januar 2003 geht (BGE 130 V 329; Urteil W. vom 1. M�rz 2006 Erw. 1, U 153/05).
2.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) ein nat�rlicher (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) und ein ad�quater Kausalzusammenhang (BGE 129 V 181 Erw. 3.2, 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen) besteht. Hat die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, eine diesem �quivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) oder ein Sch�del-Hirntrauma erlitten, ohne dass organisch nachweisbare Funktionsausf�lle vorliegen, so wird im Gegensatz zu der bei psychischen Unfallfolgen geltenden Praxis (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) bei der Beurteilung der Ad�quanz auf eine Differenzierung zwischen psychischen und physischen Komponenten verzichtet, da nicht entscheidend ist, ob die Beschwerden medizinisch eher als organischer oder psychischer Natur zu bezeichnen sind (BGE 117 V 366 f. Erw. 6a). Das kantonale Gericht hat diese Rechtsprechung zutreffend wiedergegeben. Es hat �berdies richtig dargelegt, dass die Beurteilung der Ad�quanz in denjenigen F�llen, in welchen die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur ausgepr�gten psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten, nach der f�r psychische Fehlentwicklungen nach Unf�llen geltenden Rechtsprechung (BGE 115 V 133) vorzunehmen ist (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb mit Hinweisen; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437 [Urteil W. vom 18. Juni 2002, U 164/01], 2001 Nr. U 412 S. 79 f. [Urteil B. vom 12. Oktober 2000, U 96/00]). Gleiches gilt zu dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 153 Erw. 2.1 mit Hinweisen) und zum Beweiswert eines Arztberichts (BGE 125 V 352 Erw. 3a sowie 3b/cc und ee; RKUV 2003 Nr. U 487 S. 345 Erw. 5.1 [Urteil B. vom 5. Juni 2003, U 38/01]). Darauf wird verwiesen.
2.2 Zu erg�nzen ist, dass im Rahmen der Pr�fung der Ad�quanz den in Betracht fallenden Leistungsarten (Heilbehandlung, Taggeld, Invalidenrente, Integrit�tsentsch�digung) keine Massgeblichkeit zukommt (BGE 127 V 104 f. Erw. 5d; Urteil S. vom 27. April 2006 Erw. 5.2, U 393/05).
Ist die Unfallkausalit�t einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entf�llt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die nat�rliche und ad�quate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Ebenso wie der leistungsbegr�ndende nat�rliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse M�glichkeit nunmehr g�nzlich fehlender urs�chlicher Auswirkungen des Unfalls gen�gt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegr�ndender nat�rlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrunds�tze gelten sowohl im Grundfall als auch bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b mit Hinweisen) und sind f�r s�mtliche Leistungsarten massgebend. Der Unfallversicherer hat nicht den Beweis f�r unfallfremde Ursachen zu erbringen. Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist an sich unerheblich. Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil E. vom 10. Mai 2006 Erw. 2.2, U 40/04, mit Hinweisen).
Die Normen des ATSG bringen gegen�ber der bis 31. Dezember 2002 g�ltig gewesenen Rechtslage keine substanziellen �nderungen. Insbesondere die im ATSG enthaltenen Definitionen der Arbeitsunf�higkeit (Art. 6 ATSG), der Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG) und der Invalidit�t (Art. 8 ATSG) entsprechen den bisherigen, in der Unfallversicherung von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen und Grunds�tzen. Keine materiellrechtliche �nderung beinhaltet auch der redaktionell neu gefasste Unfallbegriff des Art. 4 ATSG (BGE 130 V 343 ff.; RKUV 2004 Nr. U 530 S. 576 [Urteil F. vom 5. Juli 2004, U 123/04], Nr. U 529 S. 572 [Urteil G. vom 22. Juni 2004, U 192/03]; Urteil S. vom 27. April 2006, U 393/05).
Streitig ist, ob die Beschwerdef�hrerin ab dem 17. August 2003 weiterhin Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat.
3.1 Die Vorinstanz gelangt in ausf�hrlicher W�rdigung der Arztberichte zum Ergebnis, dass die Beschwerdef�hrerin im Zeitpunkt der Leistungseinstellung nicht mehr an klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen mit Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit litt. Diese Schlussfolgerung ist zutreffend. Die von der Beschwerdef�hrerin dagegen erhobenen Einw�nde verm�gen nicht durchzuschlagen, wie die nachfolgenden Erw�gungen zeigen.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, der medizinische Sachverhalt sei ungen�gend erhoben worden, weil insbesondere die neurologische Untersuchung ohne Beizug eines �bersetzers erfolgt sei.
Es besteht kein Anspruch auf Untersuchung in der Muttersprache der versicherten Person oder den Beizug eines �bersetzers. Ob eine medizinische Abkl�rung in der Muttersprache der Explorandin oder unter Beizug eines �bersetzers geboten ist, hat grunds�tzlich der Gutachter im Rahmen sorgf�ltiger Auftragserf�llung zu entscheiden. Ein �bersetzer ist beizuziehen, wenn und soweit dies f�r die richtige und vollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts notwendig ist. Bei einer psychiatrischen Begutachtung kommt der bestm�glichen Verst�ndigung zwischen Gutachter und versicherter Person besonderes Gewicht zu; eine gute Exploration setzt deshalb auf beiden Seiten vertiefte Sprachkenntnisse voraus (AHI 2004 S. 146 Erw. 4.2.1 [Urteil I. vom 30. Dezember 2003, I 245/00]; Urteile S. vom 10. Februar 2006 Erw. 4.1, I 329/05, und D. vom 16. Januar 2006 Erw. 2.3.1, I 743/05). In anderen medizinischen Fachbereichen steht die sprachliche Verst�ndigung wegen den zur Verf�gung stehenden technischen und apparativen Untersuchungsmethoden zwar nicht derart im Vordergrund, der Beizug eines �bersetzers kann sich aber je nach dem dennoch als notwendig erweisen, wenn ansonsten der rechtserhebliche Sachverhalt nicht richtig und vollst�ndig erhoben werden kann.
Die Abkl�rungen in der Klinik Y.________ fanden im Wesentlichen in deutscher Sprache statt. Einzig die Psychologin lic. phil. T.________ f�hrte im Rahmen des psychosomatischen Konsiliums das Gespr�ch in kroatischer Sprache. Im neuropsychologischen Bericht wird darauf hingewiesen, dass die Kommunikation wegen der knappen Deutschkenntnisse erschwert war; der Abbruch des Tests �ber die kognitiven Funktionen erfolgte allerdings nicht wegen sprachlichen Schwierigkeiten, sondern wegen starken Schmerzen und dem Unverm�gen der Beschwerdef�hrerin, sich zu konzentrieren. Im neurologischen Konsilium findet sich eine relativ umfassende Anamnese; sprachliche Schwierigkeiten werden nicht erw�hnt. Es wird auf die M�glichkeit einer leichten traumatischen Hirnverletzung hingewiesen, wobei angemerkt wird, dass bei dieser "aufgrund der Klagen" nicht mit irgendwelchen relevanten Ausf�llen zu rechnen sei. Welche Klagen gemeint sind, wird in jenem Zusammenhang nicht erw�hnt; in der Anamnese werden die aktuellen Hauptbeschwerden aber aufgef�hrt. Im Vordergrund der neurologischen Abkl�rungen stand ohnehin die "detaillierte neurologische Untersuchung", aus der sich kein Hinweis auf einen organischen Ausfall der rechten K�rperseite oder Zeichen einer segmentalen Reiz- /Ausfallsymptomatik der unteren Extremit�ten ergab. Insgesamt ergibt sich, dass sich die beschr�nkten Deutschkenntnisse der Beschwerdef�hrerin bei den medizinischen Untersuchungen nicht als Hindernis f�r eine umfassende Abkl�rung erwiesen. Die Gutachter waren unter diesen Umst�nden nicht verpflichtet, einen �bersetzer beizuziehen.
3.3 Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass der medizinische Zustand der Beschwerdef�hrerin gen�gend abgekl�rt ist. Ein zus�tzlicher Abkl�rungsbedarf l�sst sich auch nicht aus dem Gutachten von Dr. med. H.________ vom 19. Juli 2005 ableiten, welches die Beschwerdef�hrerin im vorinstanzlichen Verfahren einreichen liess. Dr. med. H.________ stellte - wie die �brigen �rzte - vor allem eine ungew�hnliche Schmerzproblematik fest, welche er mit bildgebenden Methoden (MRI des Sch�dels, der LWS und der HWS, etc.) weiter abkl�ren lassen m�chte. Die �rzte der Klinik Y.________ gehen demgegen�ber aufgrund einer polydisziplin�ren Untersuchung von einer psychischen Ursache der Schmerzproblematik (Anpassungsst�rung) aus. In einer solchen Konstellation besteht kein erg�nzender Abkl�rungsbedarf, auch wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich bei Anwendung (weiterer) bildgebender Methoden allenfalls ein Befund ergeben k�nnte. Der Untersuchungsgrundsatz (BGE 130 V 68 f. Erw. .2.5 mit Hinweisen) verlangt nicht, dass jede technisch m�gliche Abkl�rung durchgef�hrt wird; vielmehr gen�gt es, dass der massgebliche Sachverhalt mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht. Bei einer schl�ssig diagnostizierten psychischen Ursache einer Schmerzproblematik sind weitere somatische Abkl�rungen nicht erforderlich.
Aufgrund der medizinischen Akten und des Unfallhergangs ist davon auszugehen, dass die Beschwerdef�hrerin beim Unfall vom 14. November 2002 eine HWS-Distorsion (Schleudertrauma) erlitten hat (BGE 117 V 360 Erw. 4b; RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2). SUVA und Vorinstanz bejahen das Vorliegen eines nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den andauernden, psychisch gepr�gten Beschwerden, welche - zumindest teilweise (BGE 119 V 337 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b; Urteil E. vom 10. Mai 2006 Erw. 5.2.2, U 40/04) - zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung geh�ren. Umstritten ist hingegen die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs. Die Beschwerdef�hrerin vertritt insbesondere den Standpunkt, die Ad�quanzpr�fung sei zu fr�h erfolgt.
4.1 Der Unfall ereignete sich am 14. November 2002. Die Leistungseinstellung erfolgte mit Verf�gung vom 31. Juli 2003 per 17. August 2003, mithin zehn Monate nach dem Unfall, wobei sich die SUVA im wesentlichen auf den Austrittsbericht der Klinik Y.________ vom 5. Juni 2003 st�tzte. Der best�tigende Einspracheentscheid erging am 30. April 2004.
4.2 Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hat verschiedentlich festgestellt, dass die differenzierte Rechtsprechung zur Ad�quanz auf F�lle ausgerichtet ist, in denen die Pr�fung der ad�quaten Kausalzusammenhangs einige Zeit nach dem Unfallereignis stattfindet (in HAVE 2004 S. 119 zusammengefasstes Urteil K. vom 11. Februar 2004 Erw. 2.3, U 246/03). Insbesondere wies es daraufhin, dass verschiedene Ad�quanzkriterien einen Zeitfaktor beinhalten (ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung, Dauerbeschwerden, Dauer der Arbeitsunf�higkeit etc.; BGE 127 V 105 Erw. 5e) .
4.3 Nach der Rechtsprechung darf die Ad�quanzpr�fung erst nach Abschluss des normalen, unfallbedingten erforderlichen Heilungsprozesses erfolgen, und nicht solange von einer Fortsetzung der �rztlichen Behandlung noch immer eine Besserung erwartet werden kann (erw�hntes Urteil U 246/03 Erw. 2.4; Urteile E. vom 10. Mai 2006 Erw. 5.3, U 40/04, und H. vom 10. Januar 2005 Erw. 2.3, U 269/04). Ob der Heilungsprozess abgeschlossen ist, ist jeweils auf Grund der Umst�nde des Einzelfalls zu entscheiden; bei Schleudertraumata bzw. diesen �quivalenten Verletzungen kann nicht von einer f�r alle gleichen Heilungsdauer ausgegangen werden (erw�hntes Urteil U 246/03 Erw. 2.4 mit weiteren Hinweisen).
4.4 Im Austrittsbericht der Klinik Y.________ vom 5. Juni 2003 wurde festgehalten, dass die therapeutischen Massnahmen zur Schmerzlinderung und Belastbarkeitssteigerung keinen Erfolg zeitigten. Aus funktionell-somatischer Sicht wurde eine leichte wechselbelastende T�tigkeit ohne r�ckenbelastende Zwangsstellung ganztags als m�glich erachtet. Eine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit wurde hingegen aus psychischen Gr�nden bejaht; im Zeitpunkt des Klinikaustritts bestand gar eine 100%ige Arbeitsunf�higkeit. Nach diesen Ausf�hrungen war die Heilbehandlung zumindest bez�glich der somatischen Unfallfolgen im Zeitpunkt der Leistungseinstellung abgeschlossen; ob allenfalls noch eine Behandlung des psychischen Unfallfolgen in Frage kam, kann aufgrund der nachfolgenden Erw�gungen offen bleiben.
4.5 Die Ad�quanzpr�fung erfolgt nach unterschiedlichen Regeln, je nachdem, ob die zum typischen Beschwerdebild eines HWS-Schleudertraumas bzw. �quivalenter Verletzungen geh�renden Beeintr�chtigungen psychisch �berlagert sind oder nicht. Weist die psychische Problematik bereits unmittelbar nach dem Unfall eindeutige Dominanz auf oder spielen die physischen Beschwerden im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle und treten ganz in den Hintergrund, ist die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs nach den f�r psychische Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Regeln (BGE 115 V 133) zu beurteilen (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Bei dieser Beurteilung ist zwischen physischen und psychischen Komponenten der unfallbezogenen Merkmale zu differenzieren und es ist lediglich auf das Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen k�rperlichen Gesundheitssch�den sowie deren objektiven Folgen abzustellen (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 438 f. Erw. 3a und b). Eine derartige Ad�quanzpr�fung kann erfolgen, sobald die Heilbehandlung der physischen Gesundheitssch�den abgeschlossen ist.
4.6 Bereits im ersten Zwischenbericht vom 7. Januar 2003 wies der (fr�here) Hausarzt Dr. med. W.________ darauf hin, dass die Beschwerdef�hrerin vom Tragen eines weichen Kragens nicht abzubringen sei. Der Bericht des Spitals M.________ �ber die Hospitalisation vom 30. Januar bis zum 3. Februar 2003 schloss eine m�gliche Verst�rkung der Beschwerden durch ein psychosomatisches Leiden nicht aus und empfahl eine psychosomatische Abkl�rung. In der kreis�rztlichen Beurteilung vom 18. M�rz 2003 wurde ein starkes Schon-, Schmerz- und Vermeidverhalten festgestellt und wegen des auff�lligen Verhaltens und der Schmerzen eine interdisziplin�re - insbesondere auch eine psychosomatische - Abkl�rung empfohlen. In der zusammenfassenden Beurteilung vom 5. Juni 2003 gelangten die �rzte der Klinik Y.________ aufgrund psychosomatischer, neurologischer, neuropsychologischer sowie radiologischer Abkl�rungen zum Ergebnis, dass sich weder die geschilderten Beschwerden noch das auff�llige Verhalten der Beschwerdef�hrerin durch die dokumentierten strukturellen Befunde erkl�ren liessen; vielmehr seien die Symptome unter einer Anpassungsst�rung zusammenzufassen.
Aufgrund dieser medizinischen Akten ist SUVA und Vorinstanz darin beizupflichten, dass die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas bzw. einer Distorsion der HWS geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise gegeben sind, die psychische Problematik aber bereits unmittelbar nach dem Unfall zumindest sichtbar, wenn nicht gar dominant wurde; in jedem Fall haben die physischen Beschwerden im Verlaufe der Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt und sind damit ganz in den Hintergrund getreten (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437). Anzumerken bleibt zudem, dass die physischen Beschwerden, welche in den (ersten) �rztlichen Berichten vor allem Erw�hnung fanden,- n�mlich die Schmerzen im lumbalen Bereich - ohnehin nicht zum typischen Beschwerdebild eines HWS-Schleudertraumas bzw. einer �quivalenten Verletzung geh�ren. Unter diesen Umst�nden ist die Ad�quanzpr�fung nach der Praxis f�r psychische Unfallfolgen (BGE 115 V 140 f.) vorzunehmen. Weil in diesem Rahmen die psychischen Komponenten der unfallbezogenen Merkmale keine Ber�cksichtigung finden, ist auch der Zeitpunkt der Ad�quanzpr�fung nicht zu beanstanden; die Tatsache, dass der "psychische Endzustand der Versicherten noch nicht erreicht" war, steht der Vornahme der Ad�quanzbeurteilung nicht entgegen; wesentlich ist allein, dass die massgeblichen physischen Komponenten der unfallbezogenen Merkmale feststanden und insofern die Heilbehandlung abgeschlossen war.
5.1 Die Vorinstanz hat den Auffahrunfall vom 14. November 2002 als mittelschweres, im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen liegendes Ereignis eingestuft. Gem�ss der von der SUVA in Auftrag gegebenen biomechanischen Kurzbeurteilung (Triage) bewegte sich die unfallbedingte Geschwindigkeitsver�nderung (delta-v) unterhalb oder innerhalb eines Bereiches von 10 - 15 km/h. Die fotographisch festgehaltenen Sch�den an den beiden Fahrzeugen zeigen geringe Besch�digungen. Die von der Vorinstanz vorgenommene Qualifizierung steht in �bereinstimmung mit der Praxis des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts zu Unf�llen dieser Art und Schwere (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 237 Erw. 5.1.2 mit Hinweisen [Urteil C. vom 15. M�rz 2005, U 380/04]; Urteile M. vom 21. April 2006 Erw. 4.1, U 51/05, und S. vom 12. Januar 2004 Erw. 4.1, U 41/03) und ist nicht zu beanstanden.
5.2 Der Unfall ereignete sich weder unter besonders dramatischen Begleitumst�nden noch war er von besonderer Eindr�cklichkeit. Er hatte auch keine Verletzungen besonderer Art zur Folge. F�r dieses Kriterium gen�gt nicht, dass die f�r ein Schleudertrauma bzw. eine Distorsion der HWS typischen Beschwerden bestehen. Es m�ssen besondere Umst�nde dazu kommen, welche das Beschwerdebild beeinflussen k�nnen (Urteile D. vom 16. Februar 2006 Erw. 4.2, U 466/04, und C. vom 28. April 2005 Erw. 5.2, U 386/04, mit weiteren Hinweisen). Wenn die Beschwerdef�hrerin in diesem Zusammenhang auf die vorbestehende Diskushernie bzw. Diskusprotrusion hinweist, ist festzustellen, dass das relativ leichte Unfallereignis nicht geeignet war, eine Sch�digung der Bandscheibe herbeizuf�hren (vgl. RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192 ff. [Urteil N. vom 8. Februar 2000, U 138/99]; Urteil M. vom 18. April 2006 Erw. 6.1, U 89/06). Selbst wenn man davon ausginge, dass die vorbestehende Diskushernie bzw. -protrusion durch den Unfall - zeitlich begrenzt - symptomatisch geworden sei, handelte es sich dabei nicht um eine derart gravierende Verletzung, dass das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung zu bejahen w�re.
5.3 Hinsichtlich der Ad�quanzkriterien der Dauer der unfallbedingten Beschwerden, der �rztlichen Behandlung und der Arbeitsunf�higkeit ist massgeblich, wie lange die entsprechenden Unfallfolgen durch den erlittenen k�rperlichen Gesundheitsschaden in erheblichem Ausmass mitverursacht worden sind. Therapeutische Massnahmen im somatischen Bereich waren im Rahmen des Aufenthaltes in der Klinik Y.________ nur in beschr�nktem Ausmass m�glich; im Wesentlichen bestand und besteht die Behandlung in der Abgabe von Schmerzmitteln und in Physiotherapie zur Schmerzlinderung, wie auch dem im vorinstanzlichen Verfahren aufgelegten Arztbericht vom 1. Juni 2005 des neuen, seit Januar 2005 konsultierten Hausarztes Dr. med. A.________, prakt. Arzt, zu entnehmen ist. Weil die Schmerzen, an denen die Beschwerdef�hrerin offensichtlich leidet, aber nicht als klare Folge eines beim Unfall erlittenen k�rperlichen Gesundheitsschadens erscheinen, haben sowohl diese wie auch die deswegen n�tige �rztliche Behandlung bei der Ad�quanzbeurteilung ausser Betracht zu bleiben. Im Austrittsbericht der Klinik Y.________ vom 5. Juni 2003 wurden - knapp sieben Monate nach dem Unfall - "theoretisch aus funktionell-somatischer Sicht" leichte wechselbelastende T�tigkeiten als m�glich erachtet; die weiterhin bejahte Arbeitsunf�higkeit wurde auf psychische Gr�nde zur�ckgef�hrt; die allenfalls k�rperlich bedingte Arbeitsunf�higkeit betrug somit h�chstens sieben Monate und ist nicht als lang zu qualifizieren.
5.4 Schwer nachvollziehbar und aktenwidrig ist schliesslich die Meinung der Beschwerdef�hrerin, es liege eine �rztliche Fehlbehandlung vor, weil sie �rztlicherseits zum Tragen eines Halskragens angehalten worden sei. Tatsache ist vielmehr, dass Dr. med. W.________ bereits im Bericht vom 7. Januar 2003 darauf hinweisen musste, die Beschwerdef�hrerin sei vom Tragen des Halskragens nicht abzubringen. Auch die �rzte der Rehaklinik vermerkten, dass eine Kragenentw�hnung nicht m�glich sei. Von einer �rztlichen Fehlbehandlung kann in diesem Zusammenhang keine Rede sein.
5.5 Damit liegen die gem�ss Rechtsprechung bei mittleren Unf�llen notwendigen Kriterien weder geh�uft vor, noch ist eines davon besonders ausgepr�gt gegeben (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb), weshalb der ad�quate Kausalzusammenhang zu verneinen ist. Die vorinstanzlich best�tigte Leistungseinstellung seitens der SUVA erfolgte demnach zu Recht.
Zur Erstattung der Kosten eines von einer Partei in Auftrag gegeben Gutachtens ist der Unfallversicherer nur verpflichtet, wenn dieses f�r deren Interessenwahrung notwendig gewesen ist und sich der medizinische Sachverhalt erst auf Grund der neu beigebrachten Untersuchungsergebnisse schl�ssig feststellen l�sst (RKUV 1994 Nr. U 182 S. 47 f. Erw. 3; Urteil D. vom 5. Juli 2005 Erw. 6, U 93/05).
Die Beschwerdef�hrerin verlangt die �bernahme der Kosten der Untersuchung durch Dr. med. H.________. Sein Gutachten vom 19. Juli 2005 hat indessen nicht wesentlich zur Kl�rung des rechtserheblichen Sachverhalts beigetragen. Wie die Vorinstanz in einl�sslicher W�rdigung der medizinischen Unterlagen aufzeigte, ist der medizinische Sachverhalt auch ohne das Gutachten bzw. die Stellungnahme des Dr. med. H.________ gen�gend gekl�rt; der geltend gemachte zus�tzliche Abkl�rungsbedarf besteht nicht. Bei den Auslagen f�r das Gutachten von Dr. med. H.________ handelt es sich demzufolge nicht um durch den Rechtsstreit verursachte notwendige Kosten, welche der Beschwerdef�hrerin zu verg�ten w�ren. Dem Antrag auf Verpflichtung der Beschwerdegegnerin zur Erstattung der erw�hnten Kosten ist demnach nicht zu entsprechen; es kann demzufolge auch offen bleiben, ob die Beschwerdef�hrerin den Antrag auf Erstattung der Kosten allenfalls versp�tet gestellt hat, wie die Beschwerdegegnerin geltend macht.
Die unentgeltliche Verbeist�ndung f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht kann hingegen gew�hrt werden, da die hief�r erforderlichen Voraussetzungen (BGE 125 V 202 Erw. 4a) erf�llt sind. Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 2 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanwalt Remy Wyssmann, Oensingen, f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2'500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.