Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=04.03.2008&Aktenzeichen=VI%20ZB%2069/05
Timestamp: 2019-05-24 01:54:35
Document Index: 183971999

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 04.03.2008 - VI ZB 69/05 - dejure.org
https://dejure.org/2008,1781
BGH, 04.03.2008 - VI ZB 69/05 (https://dejure.org/2008,1781)
BGH, Entscheidung vom 04.03.2008 - VI ZB 69/05 (https://dejure.org/2008,1781)
BGH, Entscheidung vom 04. März 2008 - VI ZB 69/05 (https://dejure.org/2008,1781)
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Zu den Sorgfaltspflichten des Anwalts bei mündlicher Anweisung an eine Angestellte zur Eintragung einer Rechtsmittelfrist - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
Notwendigkeit ausreichender organisatorischer Vorkehrungen in einer Anwaltskanzlei zur Wahrung von Rechtsmittelfristen im Fall einer mündlichen Einzelanweisung zur Eintragung der Rechtsmittelfrist
Anforderungen an die Büroorganisation eines Rechtsanwalts hinsichtlich der Überwachung der Ausführung mündlicher Anweisungen
Reicht mündliche Anweisung zur Eintragung von Rechtsmittelfrist?
LG Hanau, 17.03.2005 - 4 O 496/03
NJW-RR 2008, 928
MDR 2008, 654
FamRZ 2008, 981
VersR 2009, 281
Darüber hinaus hat der Prozessbevollmächtigte nichts dazu vorgetragen, welche organisatorischen Maßnahmen dagegen getroffen wurden, dass eine solche nur mündlich erteilte Weisung in Vergessenheit gerät und die angeordnete Eintragung der Frist --sogar mehrfach, wie im Streitfall-- unterbleibt (vgl. BGH-Beschlüsse in DStR 2009, 647; vom 4. März 2008 VI ZB 69/05, MDR 2008, 654, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht - Rechtsprechungs-Report 2008, 928; vom 2. April 2008 XII ZB 189/07, MDR 2008, 814, NJW 2008, 2589 Rz 13).
OLG Köln, 12.06.2012 - 19 U 189/11
Insbesondere auch bei mündlichen Anweisungen ist den an eine Anwaltskanzlei zu stellenden Organisationsanforderungen nur dann Genüge getan, wenn Sorge dafür getragen ist, dass die Anweisung nicht in Vergessenheit gerät (vgl. zur Versäumung der Notierung der Berufungsfrist: BGH, Beschluss vom 04.03.2008 - VI ZB 69/05, NJW-RR 2008, 928, 929 Rn. 11, 12;… Milger, a.a.O., Rn. 40).
OVG Nordrhein-Westfalen, 16.04.2015 - 16 B 216/15
Nachweis eines Büroversehens bei der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen …
vgl. BGH, Beschluss vom 4. März 2008 - VI ZB 69/05 -, NJW-RR 2008, 928 = juris, Rn. 11 f.
Betrifft die Anweisung aber einen so wichtigen Vorgang wie die Eintragung einer Rechtsmittelfrist und wird sie nur mündlich erteilt, genügt der Anwalt seiner Sorgfaltspflicht nur dann, wenn in seiner Kanzlei ausreichende organisatorische Vorkehrungen dafür getroffen sind, dass eine korrekte Fristeneintragung erfolgt (vgl. BGH VersR 1992, 764; VersR 2005, 94; VersR 2009, 281;… BGH, Beschl. v. 8. Februar 2010, II ZB 10/09, Rz. 9, juris).