Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20217/65
Timestamp: 2019-09-15 06:45:36
Document Index: 279663545

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 20', '§ 20', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 134', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.04.1968 - VI ZR 217/65 - dejure.org
https://dejure.org/1968,498
BGH, 23.04.1968 - VI ZR 217/65 (https://dejure.org/1968,498)
BGH, Entscheidung vom 23.04.1968 - VI ZR 217/65 (https://dejure.org/1968,498)
BGH, Entscheidung vom 23. April 1968 - VI ZR 217/65 (https://dejure.org/1968,498)
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Wirksamkeit eines Verkaufs von Futtermittel - Rechtliche Beurteilung von Schnellmastkonzentrat - Verkauf und Vertrieb des Präparates im Licht ärztlicher Verschreibungspflichtigkeit
NJW 1968, 2286
DB 1968, 1352
(vgl. inzident BGH NJW 1968, 2286 zu einem Verstoß gegen die Anmeldungs- und Registrierungspflicht eines Arzneimittels beim Bundesgesundheitsamt gemäß § 20 AMG: "Diese Vorschrift bezweckt aber ... lediglich, den Gesundheitsbehörden, die die Arzneimittel und deren Vertrieb zu überwachen haben... einen Überblick über die in den Verkehr gebrachten Arzneifertigwaren zu verschaffen. Die Registrierung eines Arzneimittels hängt nicht von einer vorhergehenden staatlichen Prüfung auf Wirksamkeit oder Unschädlichkeit ab. Daher handelt es sich bei einem Verstoß gegen § 20 AMG lediglich um typisches Verwaltungsunrecht.") bb)).
Das gilt vor allem dann, wenn das Verbot nur eine der vertragsschließenden Parteien - wie hier die Klägerin - betrifft; in der Regel ist ein solcher Vertrag gültig (BGHZ 46, 24, 26 m.w.N.; BGH NJW 1968, 2286 [BGH 23.04.1968 - VI ZR 217/65]; 1981, 1204, 1205).
Diese sind keinesfalls bei fehlender Genehmigung wegen Verletzung eines gesetzlichen Verbotes gemäß § 134 BGB nichtig, weil sich die gewerblichen Ordnungsvorschriften nicht gegen die Parteien des bürgerlich-rechtlichen Geschäftes richten (BGH NJW 1981, 1204; NJW 1968, 2286).
Nichtigkeit tritt ein, wenn Sinn und Zweck des Verbotsgesetzes es erfordern (BGHZ 71, 358, 361; 78, 263, 265 [BGH 23.10.1980 - IVa ZR 28/80]; 85, 39, 43; 88, 240, 242) [BGH 22.09.1983 - VII ZR 43/83]; ein Verstoß gegen bloße Ordnungsvorschriften läßt dagegen die Gültigkeit des Rechtsgeschäfts unberührt (BGHZ 53, 152, 157; 88, 240, 243 [BGH 22.09.1983 - VII ZR 43/83]; Urt. v. 23. April 1968 - VI ZR 217/65, NJW 1968, 2286 [BGH 23.04.1968 - VI ZR 217/65]; v. 21. April 1972 - V ZR 52/70, WM 1972, 853, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 59, 1 [BGH 21.04.1972 - V ZR 52/70]).
Die Rechtsprechung hat diese Voraussetzung bei einem Verstoß gegen gewerberechtliche Verbote grundsätzlich verneint, weil diese Vorschriften in der Regel nur Ordnungsfunktionen erfüllen (BGH Urteil vom 23. April 1968 - VI ZR 217/65 = NJW 1968, 2286 [BGH 23.04.1968 - VI ZR 217/65] m. w. Nachw.; BGHZ 78, 263, 265 ff. [BGH 23.10.1980 - IVa ZR 28/80]; Urteil vom 26. November 1980 - VIII ZR 50/80 = WM 1981, 143, 144).
Arzneimittelrecht ist Ordnungsrecht (BGH, Urteil vom 23. April 1968 - VI ZR 217/65 - Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 11. Februar 2009 - 13 A 977/07 - jeweils juris; Wiebe, GewArch 2016, 138ff).