Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VRS%2097,%2015
Timestamp: 2019-01-16 00:39:49
Document Index: 277690687

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 847', '§ 8', '§ 7', '§ 17', 'BGH', '§ 21', 'BGH']

OLG Stuttgart, 29.04.1997 - 10 U 260/93 - dejure.org
Voraussetzungen für den Eintritt der Vermutungswirkung des Bestehens einer Vorfahrtsverletzung; Schutzzweck des § 2 Straßenverkehrsordnung (StVO); Schutz des gleichgerichteten Verkehrs durch § 2 StVO; Inhalt des Rechtsfahrgebotes; Mitverschulden eines Radfahrers an einem Verkehrsunfall wegen Nichttragens eines Helmes
BGB § 847; StVO § 8; StVG § 7 § 17
Haftungsverteilung bei Kollision eines rechts in eine Vorfahrtstraße einbiegenden Radfahrers mit einem Fahrzeug des Gegenverkehrs
LG Ravensburg, 31.08.1993 - 3 O 2045/92
VersR 1998, 1169
VRS 97, 15
So ist schon mit der herrschenden Meinung (…BGH, Urt. v. 25.01.1983, VI ZR 92/81, NJW 1983, 1380; OLG Stuttgart VRS 97, 15;… Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 41. Auflage 2011, § 21 a StVO, Rn 22 mwN) davon auszugehen, dass der Anscheinsbeweis für einen Kausalzusammenhang zwischen Nichtbenutzung des Helmes und der eingetretenen Kopfverletzung spricht, wenn ein Radfahrer bei einem Unfall - wie im vorliegenden Fall - Kopfverletzungen erleidet, vor denen der Schutzhelm gerade schützen soll.
Es mag sein, daß sich das Tragen von Schutzhelmen auch bei erwachsenen Radfahrern weiter verbreitet hat, indes läßt sich ohne Umfrageergebnisse, Statistiken, amtliche oder nichtamtliche Erhebungen zur Verkehrsanerkennung kein allgemeines Schutzbewußtsein in dem hier maßgeblichen Sinne feststellen (BGH NJW 1979, 1980; OLG Nürnberg zfs 1999, 467; OLG Stuttgart OLG-Report 1998, 345).