Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202005,%20214
Timestamp: 2020-04-06 22:21:08
Document Index: 48877894

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 332', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 28.10.2004 - 3 StR 460/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,4486
BGH, 28.10.2004 - 3 StR 460/03 (https://dejure.org/2004,4486)
BGH, Entscheidung vom 28.10.2004 - 3 StR 460/03 (https://dejure.org/2004,4486)
BGH, Entscheidung vom 28. Januar 2004 - 3 StR 460/03 (https://dejure.org/2004,4486)
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Bestechung (Konkretisierung der pflichtwidrigen Diensthandlung); Vorteilsnahme; Unrechtsvereinbarung; Bereitschaft zur beeinflussten Ermessenausübung; Strafzumessung (eigene Sachentscheidung); Schuldumfang (Tateinheit, Tatmehrheit)
Auswirkungen einer Rüge auf eine Tat mit Beteiligung mehrerer Angeklagter; Folgen der Würdigung des Beweisergebnisses vor dem Hintergrund eines unzutreffenden rechtlichen Maßstabes; Anforderungen an die pflichtwidrige Diensthandlung im Rahmen des § 332 Absatz 1 Satz 1 des ...
NStZ 2005, 214
Sie nehmen damit in dem gegliederten System der sozialen Sicherung in Deutschland im Rahmen der Gesundheitsfürsorge eine wesentliche Aufgabe wahr (zur Amtsträgereigenschaft eines Vorstands einer betrieblichen Krankenkasse vgl. BGH, Urteil vom 28. Oktober 2004 - 3 StR 460/03, NStZ 2005, 214).
Die Diensthandlung muss nicht im Einzelnen festgelegt sein (BGH, Urteil vom 28. Oktober 2004 - 3 StR 460/03, NStZ 2005, 214).
Wenn zwischen den Beteiligten Einverständnis darüber besteht, dass der Amtsträger innerhalb eines bestimmten Aufgabenkreises oder Kreises von Lebensbeziehungen in eine gewisse Richtung tätig werden soll, reicht es aus, dass die Diensthandlung nach ihrem sachlichen Gehalt zumindest in groben Umrissen erkennbar ist (BGH, aaO, NStZ 2005, 214; Urteil vom 29. Februar 1984 - 2 StR 560/83, NJW 1985, 391; vom 19. November 1992 - 4 StR 456/92, NJW 1993, 1085 mwN).
Der Senat schließt aus, daß das Landgericht allein aufgrund der geänderten Konkurrenzverhältnisse auf eine niedrigere Gesamtstrafe erkannt hätte, weil eine unterschiedliche rechtliche Beurteilung des Konkurrenzverhältnisses bei - wie hier - unverändertem Schuldumfang kein maßgebliches Kriterium für die Strafbemessung ist (std. Rspr., vgl. BGHSt 41, 368, 373; 49, 177, 184; BGH NStZ 1997, 233; Beschlüsse vom 24. Februar 2005 - 1 StR 33/05; 28. Oktober 2004 - 3 StR 460/03 und vom 9. Oktober 2003 - 4 StR 127/03).
Der Senat schließt aus, dass das Landgericht allein aufgrund der geänderten Konkurrenzverhältnisse eine niedrigere Strafe verhängt hätte, weil eine unterschiedliche rechtliche Beurteilung des Konkurrenzverhältnisses bei - wie hier - unverändertem Schuldumfang kein maßgebliches Kriterium für die Strafbemessung bildet (BGH, Urteile vom 17. Juni 2004 - 3 StR 344/03, BGHSt 49, 177, 184; vom 28. Oktober 2004 - 3 StR 460/03, juris Rn. 64;… Beschluss vom 6. Dezember 2012 - 2 StR 294/12, juris Rn. 5).