Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=24.09.1992&Aktenzeichen=9a%20RV%2031/90
Timestamp: 2019-07-23 21:19:34
Document Index: 374890567

Matched Legal Cases: ['§ 38', '§ 80', '§ 81', '§ 81', '§ 128', '§ 128', '§ 128', '§ 1', '§ 81', '§ 51', '§ 52', '§ 81', '§ 81', '§ 81', '§ 81', '§ 1', '§ 81', '§ 81', '§ 81', '§ 81', '§ 81', '§ 81', '§ 81', '§ 81', '§ 81', '§ 1', '§ 44']

BSG, 24.09.1992 - 9a RV 31/90 - dejure.org
https://dejure.org/1992,950
BSG, 24.09.1992 - 9a RV 31/90 (https://dejure.org/1992,950)
BSG, Entscheidung vom 24.09.1992 - 9a RV 31/90 (https://dejure.org/1992,950)
BSG, Entscheidung vom 24. September 1992 - 9a RV 31/90 (https://dejure.org/1992,950)
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BVG § 38; SVG § § 80, § 81 Abs. 5
BSG, 15.12.1999 - 9a RV 31/90
MDR 1993, 663
Mit der vom Senat zugelassenen Revision macht die Beklagte geltend, das Urteil des LSG weiche von der Entscheidung des Bundessozialgerichts (BSG) vom 24. September 1992 (SozR 3-3200 § 81 Nr. 6) ab.
Zutreffend ist das LSG zunächst von dem Grundsatz ausgegangen, daß - wie in allen Zweigen des sozialen Entschädigungsrechts - so auch im Recht der Soldatenversorgung die anspruchsbegründenden Tatsachen nachgewiesen, dh ohne vernünftige Zweifel oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bewiesen sein müssen (…stRspr des Senats, so zum Opferentschädigungsgesetz - OEG -: BSGE 63, 271, 273 = SozR 1500 § 128 Nr. 34 mwN;… SozR 1500 § 128 Nr. 35; BSGE 65, 123f = § 128 Nr. 39;… zur Kriegsopferversorgung - KOV - BSGE 77, 151, 152 = SozR 3-3100 § 1 Nr. 18; zum SVG: BSG SozR 3-3200 § 81 Nr. 6;… zum Impfschadensrecht: BSG SozR 3850 § 51 Nr. 9 und § 52 Nr. 1), soweit nichts anderes bestimmt ist.
Zwar hat der erkennende Senat in seiner Entscheidung vom 24. September 1992 (SozR 3-3200 § 81 Nr. 6) die Auffassung vertreten, für die Feststellung der haftungsbegründenden Kausalität (zwischen geschützter Verrichtung und Primärschädigung), sei der Vollbeweis erforderlich.
Für den ursächlichen Zusammenhang zwischen erster und weiterer Schädigungsfolge reicht hier der Beweismaßstab der "guten Möglichkeit", der nach Nr. 121 (6) Buchstabe c AHP 1983 ua dann als gegeben angesehen wird, wenn sich innerhalb von 2 Jahren nach einer auf das lymphatische System einwirkenden Infektionskrankheit eine Hämoblastose - wie die AML - manifestiert (vgl dazu auch Nr. 37, 38 AHP 1983 sowie zu den Grundsätzen der versorgungsrechtlichen Kausalitätslehre: BSG, Urteil vom 24.9.1992 - 9a RV 31/90, SozR 3-3200 § 81 Nr. 6 S 30 f; BSG…, Urteil vom 15.12.1999 - B 9 VS 2/98 R, SozR 3-3200 § 81 Nr. 16 S 73 ff; BSG…, Urteil vom 25.3.2004 - B 9 VS 1/02 R, SozR 4-3200 § 81 Nr. 1 RdNr 6; BSG…, Urteil vom 18.5.2006 - B 9a V 2/05 R, SozR 4-3100 § 1 Nr. 3 RdNr 22).
Auch zur sog haftungsbegründenden Kausalität - dh zu der Frage, ob das schädigende Ereignis den Eintritt des Primärschadens wesentlich verursacht hat (…zur Problematik der Begrifflichkeit vgl BSG SozR 3-3200 § 81 Nr. 16 S 74 f mwN) - genügt die Wahrscheinlichkeit (…vgl BSG aaO S 75; so bereits für den Impfschaden: Senatsurteil vom 27. August 1998 - B 9 VJ 2/97 R, USK 98120); die frühere Auffassung, insoweit sei ein "Vollbeweis" erforderlich (vgl noch BSG SozR 3-3200 § 81 Nr. 6), hat das BSG aufgegeben (…vgl BSG SozR 3-3200 § 81 Nr. 16 S 75).
Ursächlicher Zusammenhang zwischen einer seelischen Krankheit und einem seelisch …
Wird eine solche Meinung in der medizinischen Wissenschaft überhaupt nicht vertreten, ist der Anspruch ohne weitere Beweiserhebung abzulehnen (vgl BSG SozR 3-3200 § 81 Nr. 6 - Selbsttötungsfall; Urteil vom 23. Juni 1993 - 9/9a RV 26/90, HV-Info 1993, 2320 - Homosexuellenfall).
Die Beweisanforderung der hinreichenden Wahrscheinlichkeit gilt sowohl für den Bereich der haftungsbegründenden Kausalität (vgl. BSG, Urteil vom 15.12.1999, Az.: B 9 VS 2/98 R - in Aufgabe der früheren Rechtsprechung, vgl. z.B. BSG, Urteil vom 24.09.1992, Az.: 9a RV 31/90, die für den Bereich der haftungsbegründenden Kausalität noch den Vollbeweis vorausgesetzt hat) als auch den der haftungsausfüllenden Kausalität (§ 81 Abs. 6 Satz 1 SVG).
Die Beweisanforderung der Wahrscheinlichkeit gilt sowohl für den Bereich der haftungsbegründenden Kausalität (vgl. BSG, Urteil vom 15.12.1999 - B 9 VS 2/98 R - in Aufgabe der früheren Rechtsprechung, z.B. BSG, Urteil vom 24.09.1992 - 9a RV 31/90, die für den Bereich der haftungsbegründenden Kausalität noch den Vollbeweis vorausgesetzt hat) als auch den der haftungsausfüllenden Kausalität.
LSG Bayern, 27.06.2006 - L 15 VS 12/98
Anerkennung einer "myelo-monozytären Leukämie" (akute Leukämie, ausgeheilt) als …
Hinsichtlich der Beweislage ist dabei davon auszugehen, dass die dienstlichen Einflüsse, die im Wesentlichen die Schädigung herbeigeführt haben, nachzuweisen sind (BSG vom 24.09.1992, Az.: 9a RV 31/90 in SozR 3-3200 § 81 Nr. 6).
Für unfallunabhängige Krankheiten/Gesundheitsstörungen (Alternativen 1. und 3.) bestimmt sich der versorgungsrechtlich geschützte Bereich nach dem SVG nach der ständigen Rechtsprechung des BSG (vgl. hierzu z.B. BSG vom 05.05.1993 in SozR 3-3200 § 81 Nr. 8, vom 10.11.1993 in SozR 3-3200 § 81 Nr. 9, vom 24.09.1992 in SozR 3-3200 § 81 Nr. 6 sowie Beschlüsse vom 11.10.1994, Az.: 9 BV 55/94 und 19.06.1996, Az.: 9 BV 105/95) nach dem Vorbild des Berufskrankheitenrechtes der gesetzlichen Unfallversicherung, es sei denn, es handelt sich um besondere außerordentliche Belastungen, die typischerweise nur unter den Bedingungen des Krieges auftreten.
Die Beweisanforderung der Wahrscheinlichkeit gilt sowohl für den Bereich der haftungsbegründenden Kausalität (vgl. BSG, Urteil vom 15.12.1999, B 9 VS 2/98 R - in Aufgabe der früheren Rechtsprechung, z.B. BSG, Urteil vom 24.09.1992, 9a RV 31/90, die für den Bereich der haftungsbegründenden Kausalität noch den Vollbeweis vorausgesetzt hat) als auch den der haftungsausfüllenden Kausalität.
BSG, 05.05.1993 - 9a RV 1/92
Todesleiden - Schädigungsfolge - Hinterbliebenenrente - Wahrscheinlichkeit
Die in § 1 Absätze 3 und 5 BVG bestimmte Beweiserleichterung bezieht sich ausschließlich auf den Ursachenzusammenhang (vgl dazu auch das zur Veröffentlichung vorgesehene Urteil des Senats vom 24. September 1992 - 9a RV 31/90 und BSGE 60, 58 S 59 ff).
Der Beweismaßstab der Wahrscheinlichkeit gilt sowohl für den Bereich der haftungsbegründenden Kausalität (vgl. BSG, Urteil vom 15.12.1999, B 9 VS 2/98 R - in Aufgabe der früheren Rechtsprechung, z.B. BSG, Urteil vom 24.09.1992, 9a RV 31/90, die für den Bereich der haftungsbegründenden Kausalität noch den Vollbeweis vorausgesetzt hat) als auch den der haftungsausfüllenden Kausalität.
LSG Bayern, 06.12.2005 - L 15 VS 3/01
Anerkennung und Entschädigung von "Rückenschmerzen mit Bandscheibenvorfall" als …
LSG Bayern, 16.04.2002 - L 15 VS 13/98
Anerkennung einer neurotischen Depression als Wehrdienstbeschädigung ; Rücknahme …
BSG, 05.05.1993 - 9a RV 25/92
Versorgungsrechtlich geschützter Bereich - Unfallunabhängige Krankheiten - …
LSG Bayern, 10.06.2008 - L 15 VS 19/07
Leistungen nach dem Soldatenversorgungsgesetz , Nachweis der Kausalität bei einer …
LSG Niedersachsen, 17.08.2001 - L 9 VS 54/97
Soldatenversorgung - Wehrdienstbeschädigung - wehrdiensttypische Gefahrenerhöhung …
BSG, 23.06.1993 - 9a RV 26/90
Wehrdienstbeschädigung - wehrdiensteigentümliche Verhältnisse - Ursächlichkeit - …
LSG Bayern, 06.11.2007 - L 15 VS 17/05
Leistungen nach dem Soldatenversorgungsgesetz (SVG) in rentenberechtigendem Grad …
LSG Nordrhein-Westfalen, 30.09.1999 - L 7 VS 10/98
LSG Bayern, 27.06.2006 - L 15 VS 24/03
Rücknahme eines rechtsverbindlichen Bescheides gem. § 44 Sozialgesetzbuch Zehntes …
LSG Niedersachsen-Bremen, 07.05.2002 - L 9 V 52/98