Source: http://ergonomie-online.de/site.aspx?url=html/gefaehrdungsbeurteilung/grundlagen_und_anforderungen/dokumentation.htm
Timestamp: 2018-12-19 01:38:36
Document Index: 152307223

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 87', '§ 5', '§ 3', '§ 6', '§ 12', '§ 3', '§ 4', '§ 13', '§ 11', '§ 6', '§ 193']

ergo-online® - Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung
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Mit einer Gefährdungsbeurteilung werden mögliche Gefährdungen am Arbeitsplatz ermittelt und Maßnahmen eingeleitet, um Unfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen zu verhindern. Nicht zu vergessen die Überprüfung. All das muss dokumentiert werden.
Alle Betriebe sind zur Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung verpflichtet. Ausnahmen gelten nur für Betriebe mit zehn oder weniger Beschäftigten. Es wird empfohlen, die Gefährdungen und Belastungen zu beschreiben, eine Risikobewertung vorzunehmen, Schutzziele festzulegen, konkrete Maßnahmen und Verantwortliche zu nennen, Termine festzusetzen und die Ergebnisse der Kontrolle festzuhalten.
ergibt die Grundlage für die Unterweisungen und Betriebsanweisungen durch die direkten Vorgesetzten
ist die Grundlage für das Informationsrecht der Beschäftigten über die Gefährdungen an ihren Arbeitsplätzen
Welches Schutzziel muss erreicht werden? Welche Vorschriften und gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse liegen hier vor?
Seit 21. August 1997 besteht die Dokumentationspflicht nach Arbeitsschutzgesetz § 6 (1). Dokumentationen müssen aktuell sein. Bei Änderungen der Arbeitsmittel, Veränderungen der Arbeitsorganisation oder der Arbeitsräume ist eine Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung erforderlich, die Veränderungen sind zu dokumentieren. Auch Unfälle können durch neue Schutzmaßnahmen zur Aktualisierung der Dokumentation beitragen.
Auch die Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 1 verweist darauf, dass Gefährdungsbeurteilungen insbesondere dann zu überprüfen sind, „wenn sich die betrieblichen Gegebenheiten hinsichtlich Sicherheit und Gesundheitsschutz verändert haben.“
Die Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung muss nach Art der Tätigkeit erfolgen, bei Maschinen und Geräten ist sie objektbezogen zu erstellen (siehe Handlungshilfe).
systematische Darlegung der Gefährdungen und Belastungen und ihre Beschreibung (Gefahrenquellen), Nutzung des Gefährdungs- und Belastungskataloges der Unfallversicherungsträger und der Leitlinien der Aufsichtsbehörden
Einschätzung des Risikos und Grundlage der Risikobewertung anhand der Darlegung der Sollvorschriften, der Regelwerke oder eines Risikobewertungsverfahrens
Zusammengefasste Aufzeichnungen sind möglich, wenn die Gefährdungssituation gleichartig ist. Sie ist es nicht bei Bildschirmarbeitsplätzen in Einzelbüros und in Großraumbüros, die Belastungsfaktoren sind hier ganz unterschiedlich. Auch Tätigkeiten in Sekretariaten, Buchhaltung und Programmierung lassen sich nicht zusammenfassen, hier müssen getrennte Analysen erfolgen.
DGUV Regel 100-001: Grundsätze der Prävention (kommentierte Fassung der Vorschrift 1)
LAG Hamburg v. 21.9.2000, Aktenzeichen 7 TaBV 3/98
Mitbestimmung bei Gestaltung der Dokumentation
Der Betriebsrat hat ein Mitbestimmungsrecht gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG bei folgenden Regelungsgegenständen des Arbeitsschutzgesetzes und der Bildschirmarbeitsverordnung: - Gefährdungsbeurteilung gemäß § 5 ArbSchG und § 3 Bildschirmarbeitsverordnung ;
Ausgestaltung der Dokumentation gemäß § 6 ArbSchG ;
Unterweisung der Arbeitnehmer gemäß § 12 ArbSchG ;
Maßnahmen des Gesundheitsschutzes gemäß §§ 3 Abs. 1 und 4 ArbSchG sowie §§ 4 und 5 Bildschirmarbeitsverordnung einschließlich einer Pausenregelung und präventiver Maßnahmen des Gesundheitsschutzes;
betriebliche Maßnahmen der Organisation des Gesundheitsschutzes gemäß § 13 Abs. 2 ArbSchG ;
arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung gemäß § 11 ArbSchG und § 6 Bildschirmarbeitsverordnung .
Stand 2015 (Leitlinie für Arbeitsschutzbehörden)
§ 193 Pflicht zur Anzeige eines Versicherungsfalls duch die Unternehmer
Berufsgenossenschaftliche Information BGV A1/GUV A1 : Grundsätze der Prävention,
aktualisiert 2005, Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und Bundesverband der Unfallkassen
Berufsgenossenschaftliche Information BGI/GUV I 8700: Gefährdungs- und Belastungs-Katalog. Beurteilung von Gefährdungen und Belastungen am Arbeitsplatz, 2009
Stand 2011 (Leitlinie für Arbeitschutzbehörden)
Bayerisches Landesamt für Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin und Sicherheitstechnik: