Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII%20ZR%20156/90
Timestamp: 2019-08-20 02:06:47
Document Index: 162027953

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 117', 'BGH', 'BGH', '§ 117', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 328', 'BGH', '§ 903', '§ 667', 'BGH', '§ 826', 'BGH', 'BGH', '§ 117', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 09.07.1992 - XII ZR 156/90 - dejure.org
https://dejure.org/1992,1741
BGH, 09.07.1992 - XII ZR 156/90 (https://dejure.org/1992,1741)
BGH, Entscheidung vom 09.07.1992 - XII ZR 156/90 (https://dejure.org/1992,1741)
BGH, Entscheidung vom 09. Juli 1992 - XII ZR 156/90 (https://dejure.org/1992,1741)
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Übertragung eines Sparkassenbriefes an einen Dritten zu treuhänderischem Zweck - Voraussetzungen eines uneigennützigen Treuhandverhältnisses - Erfordernis des Eigentums des Treugebers an dem Treugut
NJW-RR 1993, 367
FamRZ 1992, 1401
WM 1992, 1987
Streitereien um ein Sparbuch: Besitz ist nicht alles
Dieses Ziel konnte nur erreicht werden, wenn das Grundstück tatsächlich, also nicht nur zum Schein, auf den Kläger übertragen wurde (vgl. BGH, Urteil vom 9. Juli 1992 - XII ZR 156/90, NJW-RR 1993, 367).
Da die Klägerin aus dieser Aufteilung steuerliche Vorteile erzielen wollte, handelt es sich nicht um ein Scheingeschäft i.S. des § 117 BGB (vgl. BGHZ 67, 334, 338; BGH, Urt. v. 9. Juli 1992 - XII ZR 156/90, WM 1992, 1987).
Aus steuerlichen Gründen ungewöhnlich gestaltete Verträge sind daher nur dann nach § 117 Abs. 1 BGB nichtig, wenn mit ihnen das Ziel der Steuerhinterziehung verfolgt wird (vgl. BGHZ 67, 334, 337 f.; BGH, Urt. v. 9.7.1992 - XII ZR 156/90, NJW-RR 1993, 367;… Urt. v. 5.7.1993 - II ZR 114/92, NJW 1993, 2609, 2610;… Urt. v. 17.12.2002 - XI ZR 290/01, BGH-Rep 2003, 453, 454).
OLG Köln, 06.02.2003 - 18 U 120/02
Eine vertragliche Regelung kann nicht gleichzeitig steuerrechtlich gewollt, zivilrechtlich aber nicht gewollt sein (BGH, NJW-RR 1993, 367 (368); OLG Hamm, OLGR 1999, 230 (231);… Staudinger-Jagmann, aaO., § 328 Rn 146).
Allen (uneigennützigen) Treuhandverhältnissen ist gemeinsam, dass der Treugeber dem Treuhänder ein Vermögensrecht überträgt oder ihm eine Rechtsmacht einräumt, ihn aber in der Ausübung der sich daraus im Außenverhältnis ergebenden Rechtsmacht im Innenverhältnis nach Maßgabe der schuldrechtliche Treuhandvereinbarung beschränkt (vgl. nur BGH, NJW-RR 1993, 367 (368);… Palandt-Bassenge, aaO., § 903 Rn 33).
Hierbei kann der Treugeber jederzeit gemäß § 667 BGB die Herausgabe des aufgrund des Treuhandauftrages Erlangten, insbesondere die Abtretung der damit begründeten Forderungen verlangen (vgl. BGH, NJW-RR 1993, 367 (368)).
Eine Verletzung besonderer Treuepflichten, etwa aus einem Gesellschaftsvertrag, einer Verkaufsvollmacht oder einer Treuhandabrede, die in der Rechtsprechung zur Anwendung des § 826 BGB geführt haben (BGHZ 12, 308/318 ff.; FamRZ 1992, 1401; NJW-RR 1996, 869), kann Frau R ersichtlich nicht vorgeworfen werden.
Eine vertragliche Regelung kann nicht gleichzeitig als steuerrechtlich gewollt und zivilrechtlich nicht gewollt angesehen werden (BGH NJW-RR 1993, 367; NJW 1993, 2609;… Staudinger/Singer, a.a.O., § 117 BGB, Rdnr. 13).
Folglich muss davon ausgegangen werden, dass die Beteiligten den Verkauf des PKW Jaguar an die Klägerin als Inhaberin einer Diät- und Ernährungsberatung ernsthaft und übereinstimmend gewollt haben, schon um den erstrebten Steuererfolg, der hier die Gültigkeit eines gewerblichen Kaufs gerade voraussetzt, zu erreichen (vgl. BGH NJW 1993, 2609; NJW-RR 1993, 367).
Eine bestimmte vertragliche Regelung kann nicht gleichzeitig steuerrechtlich gewollt, zivilrechtlich aber nicht gewollt sein (BGHZ 67, 334, 337 juris RN 25; BGH WM 1992, 1987 juris RN 7; WM 2009, 986 juris RN 13 mwN).
OLG Hamburg, 25.07.2001 - 4 U 61/00