Source: https://www.ras-law.de/ausgleichsleistungen-fluggastrechte/
Timestamp: 2019-03-21 05:51:26
Document Index: 237545092

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 7', 'Art. 5', 'Art. 7', 'EuG', 'EuG', 'Art. 5', 'Art. 7']

Ausgleichsleistungen - FAQ und Übersicht - RAS Kanzlei - Anwälte für Fluggastrecht
Ausgleichsansprüche entschädigen den Fluggast pauschal für die erlittene Wartetzeit am Flughafen wegen einer Flugirritation.
Nichtbeförderung, Art. 4, Art. 7 FluggastrechteVO
Mit gebuchtem Flugticket 45 Minuten vor dem Abflug am Gate stehen und dennoch nicht befördert werden (meistens wegen Überbuchung). Drei Stunden oder später (bei Langstrecke vier Stunden oder später) mit alternativer Beförderung am letzten Ziel ankommen.
Rechtzeitig am Check-In-Schalter stehen und wegen zu großen Andrangs gar nicht erst bis zum Gate kommen kann auch eine Nichtbeförderung darstellen. Die Ablehnung der Beförderung bei einem Anschlussflug (z.B. Weil das Gepäck nicht mehr verladen werden kann) kann ebenfalls eine Nichtbeförderung darstellen.
Höhe des Anspruchs:
Sie richtet sich nach der Flugentfernung (Kurzstrecke € 250 / Mittelstrecke € 400 / Langstrecke € 600)
Möglich ist parallel noch die Geltendmachung von Betreuungsansprüchen und Unterstützungsansprüchen.
Annullierung, Art. 5, Art. 7 FluggastrechteVO
Mitteilung über Annulierung sieben Tage oder weniger vor Annulierung. Drei Stunden oder später (bei Langstrecke vier Stunden oder später) mit alternativer Beförderung am letzten Ziel ankommen.
Eine kurzfristige Vorverlegung der Flugzeit um zehn Stunden kann ebenfalls als Annullierung angesehen werden. Gelegentlich macht die Unterscheidung zwischen einer (großen) Verspätung und einer Annullierung des Fluges Schwierigkeiten. Als Indikator kann man die Flugnummer zur Hand nehmen. Ist diese neu, handelt es sich in der Regel um eine alternative Beförderung und der ursprüngliche Flug ist annuliert. Nachdem der EuGH auch für eine große Verspätung Ausgleichsansprüche zugesprochen hat, kommt es auf die Differenzierung allerdings nicht mehr an.
Sie richtet sich nach der Flugentfernung (Kurzstrecke / Mittelstrecke / Langstrecke)
(große) Flugverspätung, EuGH Rechtspr. i.V.m. Art. 5, Art. 7 FluggastrechteVO
Verspätete Ankunft am letzten Ziel von mehr als drei Stunden (bei Langstrecke vier Stunden oder später).
Für die Berechnung der Verspätung kommt es darauf an, wann die Tür des Flugzeugs geöffnet wird. Es lohnt sich daher, auf die Uhr zu schauen. Und es muss die Ankunft am letzten Zielflughafen sein. Bei einem Transport zu einem anderen Flughafen ist die weitere Beförderung zum Zielflughafen (mit Auto, Bahn, U-Boot, etc.) mit einzurechnen.
Möglich ist parallel noch die Geltendmachung von Betreuungsansprüchen und Unterstützungsansprüchen (diese aber nur eingeschränkt).
Die Fluggastrechte-VO räumt betroffenen Passagieren Rechte bei Nichtbeförderung, Annullierung und „großer“ Flugverspätung ein. Ausgleichsleistungen sind aber nicht die einzigen Ansprüche. Es gibt auch noch Betreuungsleistungen und Unterstützungsleistungen, die ebenfalls die Rechte der betroffenen Passagiere stärken.