Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20271/13
Timestamp: 2020-01-18 09:34:41
Document Index: 341602235

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art 103', '§ 32', '§ 138', '§ 314', '§ 320', '§ 314', '§ 320', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 551', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 103', '§ 130', 'BGH']

BGH, 25.03.2014 - VI ZR 271/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,6575
BGH, 25.03.2014 - VI ZR 271/13 (https://dejure.org/2014,6575)
BGH, Entscheidung vom 25.03.2014 - VI ZR 271/13 (https://dejure.org/2014,6575)
BGH, Entscheidung vom 25. März 2014 - VI ZR 271/13 (https://dejure.org/2014,6575)
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Art 103 Abs 1 GG, § 32 ZPO, § 138 Abs 2 ZPO, § 314 ZPO, § 320 ZPO
Revisionsverfahren: Geltendmachung der Unrichtigkeit tatbestandlicher Feststellungen des Berufungsurteils; Anforderungen an das Bestreiten der nicht darlegungsbelasteten Partei; Berücksichtigung neuen tatsächlichen Vorbringens zur Frage der internationalen Zuständigkeit
ZPO § 314; ZPO § 320
Ist nicht wirksam bestrittener Klägervortrag unstreitig?
Substantiierungslast der nicht beweisbelasteten Partei
Ist nicht wirksam bestrittener Klägervortrag unstreitig? (IBR 2014, 1294)
LG Düsseldorf, 16.12.2011 - 8 O 741/10
NJW-RR 2014, 830
Der Prüfung ist insoweit der klägerische Sachvortrag zugrunde zu legen (vgl. BGH, Beschluss vom 25. März 2014 - VI ZR 271/13 -, Rn. 10, juris).
Dies ist in der Regel der Fall, wenn sich die behaupteten Umstände in ihrem Wahrnehmungsbereich verwirklicht haben (siehe BGH, Beschluss vom 25. März 2014 - VI ZR 271/13, NJW-RR 2014, 830 Rn. 7;… Urteile vom 11. März 2010 - IX ZR 104/08, WM 2010, 815 Rn. 16;… vom 6. Juli 2007 - V ZR 128/06, juris Rn. 17; vom 7. Dezember 1998 - II ZR 266/97, BGHZ 140, 156, 158; vom 6. Oktober 1989 - V ZR 223/87, NJW-RR 1990, 78 unter II 3 b aa; vom 17. März 1987 - VI ZR 282/85, BGHZ 100, 190, 196; jeweils mwN).
Die Annahme einer sekundären Darlegungslast setzt voraus, dass die nähere Darlegung dem Behauptenden nicht möglich oder nicht zumutbar ist, während der Bestreitende alle wesentlichen Tatsachen kennt und es ihm zumutbar ist, nähere Angaben zu machen (…vgl. Senatsurteile vom 10. Dezember 2013 - VI ZR 534/12, aaO Rn. 17 und vom 17. März 1987 - VI ZR 282/85, BGHZ 100, 190, 195 f.; BGH, Urteil vom 7. Dezember 1998 - II ZR 266/97, BGHZ 140, 156, 158; Senatsbeschluss vom 25. März 2014 - VI ZR 271/13, juris Rn. 7).
Dabei ist der klägerische Sachvortrag zugrunde zu legen (vgl. BGH, Beschluss vom 25.03.2014 - VI ZR 271/13).
Eine Verfahrensrüge nach § 551 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 ZPO kommt zur Richtigstellung eines derartigen Mangels nicht in Betracht (…vgl. Senatsurteile vom 12. Mai 2015 - VI ZR 102/14, VersR 2015, 1165 Rn. 46 ff.;… vom 10. Juli 2012 - VI ZR 341/10, VersR 2012, 1261 Rn. 35; Senatsbeschluss vom 25. März 2014 - VI ZR 271/13, NJW-RR 2014, 830 Rn. 4; BGH…, Urteil vom 8. Januar 2007 - II ZR 334/04, NJW-RR 2007, 1434 Rn. 11 jeweils mwN).
Ob und inwieweit die jeweilige Partei ihren Sachvortrag substantiieren muss, lässt sich nur aus dem Wechselspiel von Vortrag und Gegenvortrag bestimmen, wobei die Ergänzung und Aufgliederung des Sachvortrags bei hinreichendem Gegenvortrag immer zunächst Sache der darlegungs- und beweispflichtigen Partei ist (vgl. BGH, Urteil vom 25.03.2014, VI ZR 271/13, NJW-RR 2014, 830 Rn. 7, mwN).
Der Prüfung ist insoweit der klägerische Sachvortrag zugrunde zu legen (vgl. BGH, Beschluss vom 25.03.2014 - VI ZR 271/13, Juris, Rn. 10).
Ob und inwieweit die nicht darlegungsbelastete Partei ihren Sachvortrag substantiieren muss, lässt sich nur im Wechselspiel von Vortrag und Gegenvortrag bestimmen, wobei die Ergänzung und Aufgliederung des Sachvortrags immer zunächst Sache der darlegungs- und beweispflichtigen Partei ist (vgl. BGH, Urteil vom 25. März 2014 - VI ZR 271/13, NJW-RR 2014, 830 Rn. 7;… Urteil vom 4. April 2014 - V ZR 275/12, ZIP 2014, 1532 Rn. 11 - insoweit in BGHZ 200, 350 nicht abgedruckt).
Die Nichtzulassungsbeschwerde rügt mit Recht, das Berufungsgericht habe mit diesen Ausführungen die Anforderungen an ein wirksames Bestreiten der im Strafverfahren getroffenen und von der Klägerin in Bezug genommenen Feststellungen überspannt und den Beklagten damit in seinem Recht auf Gewährung rechtlichen Gehörs nach Art. 103 Abs. 1 GG verletzt (vgl. zum Überspannen der an ein wirksames Bestreiten zu stellenden Substantiierungsanforderungen als Gehörsverstoß: Senatsbeschluss vom 25. März 2014 - VI ZR 271/13, NJW-RR 2014, 830 Rn. 3, 7 f.).
Denn aus den Entscheidungsgründen folgt, dass diese vermeintliche Wiedergabe des unstreitigen Vortrags nur das Ergebnis einer rechtlichen, auf §§ 130, 296 ZPO beruhenden Wertung ist (vgl. hierzu BGH, NJW-RR 2014, 830, 831).
OLG Karlsruhe, 04.06.2019 - 17 W 18/19
Keine Befugnis des Einzelrichters zur Berichtigung des Tatbestandes eines Urteils …