Source: https://www.zbb-online.com/heft-4-2006/zbb-2006-310-keine-umdeutung-des-hwig-widerrufs-einer-stillen-beteiligung-an-ag-in-kuendigung-wegen-fehlender-genehmigung/
Timestamp: 2020-07-05 18:04:44
Document Index: 347846599

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 292', 'Art. 1', '§ 1', '§ 139', '§ 1', '§ 292', '§ 293', '§ 294', 'Art. 1', '§ 1', '§ 139', '§ 1', '§ 32', 'BGH', 'BGH', 'Art. 1', '§ 1', '§ 32', '§ 1', '§ 292', '§ 293']

Keine Umdeutung des HWiG-Widerrufs einer stillen Beteiligung an AG in Kündigung wegen fehlender Genehmigung der Hauptversammlung oder Handelsregistereintragung („Securenta“) (BGH, Urt. v. 08.05.2006 – II ZR 123/05) – ZBB 2006, 310 | ZBB online
ZBB 2006, 310
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0936-2800 Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft ZBB 2006 Rechtsprechung II. Bundesgerichtshof	AktG §§ 292, 293, 294; RBerG Art. 1 § 1; BGB § 139; KWG §§ 1, 32Keine Umdeutung des HWiG-Widerrufs einer stillen Beteiligung an AG in Kündigung wegen fehlender Genehmigung der Hauptversammlung oder Handelsregistereintragung („Securenta“) AktG§ 292 AktG§ 293 AktG§ 294 RBerGArt. 1 § 1 BGB§ 139 KWG§ 1 KWG§ 32 BGH, Urt. v. 08.05.2006 – II ZR 123/05 (OLG Düsseldorf), ZIP 2006, 1201 = BB 2006, 1405 = DB 2006, 1366 = WM 2006, 1154BGHUrt.8.5.2006II ZR 123/05ZIP 2006, 1201BB 2006, 1405DB 2006, 1366WM 2006, 1154OLG Düsseldorf
1. Die Tätigkeit als Treuhandgesellschafter ist keine Rechtsbesorgung i. S. d Art. 1 § 1 RBerG.
2. Ein Gesellschaftsvertrag ist nicht schon deshalb ein Bankgeschäft i. S. d § 32 Abs. 1 Satz 1, § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG, weil in den Vertragsbedingungen vorgesehen ist, dass bei einem Liquiditätsengpass das Auseinandersetzungsguthaben ratenweise ausgezahlt werden darf.
3. Ein mit einer AG geschlossener stiller Gesellschaftsvertrag ist ein Teilgewinnabführungsvertrag i. S. d § 292 Abs. 1 Nr. 2 AktG und wird deshalb grundsätzlich erst mit der Genehmigung der Hauptversammlung und der Eintragung in das Handelsregister wirksam. Will sich der andere Vertragsteil mangels Vorliegens dieser Voraussetzungen von dem Vertrag lösen, muss er deutlich machen, dass der Widerruf oder die Kündigung gerade auf diesen Grund gestützt wird. Ein Widerruf nach dem Haustürwiderrufsgesetz kann nicht nachträglich in eine Lösung wegen Fehlens der Voraussetzungen der §§ 293 f AktG umgedeutet werden.
Göpfert / Schöne (Hrsg.)
Meyer-Landrut / Wendel
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