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Timestamp: 2018-02-20 01:28:55
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Gibt es staatlich gedeckten Betrug ? Laut BGH schon! | Der Investmentcoach
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Gibt es staatlich gedeckten Betrug ? Laut BGH schon!
3. August 2011 Der Investmentcoach Uncategorized
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 12.10.2005 (IV ZR 162/03) da ganz klar Stellung bezogen und die intransparenten Kostenklauseln in Kapitallebensversucherungsverträgen massiv beanstandet.
Zudem gibt eine weitere neue Zeitbombe, die es irgendwie nicht in die Medien geschafft hat, die aber an sich ein viel größeres Risiko in sich trägt:
Sorry, aber heute mute ich allen etwas mehr Text zu, aber ich bin mir sicher, am Ende sind Sie froh es gelesen zu haben. Die folgenden Erklärungen sollen etwas Licht ins Dunkel bringen. Bitte beachten Sie jedoch, dass die meisten folgende Aussagen ausschließlich die sog. „Kapitalbildende Lebensversicherung“ (KLV) betreffen, da nur hier die Kapitalanlage staatlich reglementiert ist.
Bei den von uns präferierten Fondspolicen, kann der Mandant den „Investmentkern“ sprich Fonds jederzeit frei wählen. Also vom Aktienfonds über den Dachfonds zum Rentenfonds oder gar Immobilienfonds, alles ist möglich. So sichert man sich die maximale Rendite bei gleichzeitiger Nutzung der Steuervorteile aus dem Alterseinkünftegesetz!
Aber dazu später mehr! Zumal es ja auch viele Mandanten gibt, für die eine, an lange Laufzeit gebundene Versicherung, gar keinen Sinn macht und man deshalb andere Anlageformen wählen muss.
Im Durchschnitt hat jeder Deutsche rund 1,2 KLV – nicht um Leben zu versichern, sondern als Altersvorsorge, um Immobilien abzubezahlen oder schlicht als „Sparvertrag“. Die kapitalvernichtende Lebensversicherung, die von der Versicherungsbranche mit freundlicher Unterstützung demokratischer Politiker offiziell unter der Bezeichnung „Kapitalbildende Lebensversicherung“ (KLV) vermarktet wird, sollte man jedoch besser als Trickbetrug bezeichnen, bei dem Versicherungskonzerne, Politiker und BGH-Richter gemeinsame Sache machen.
Hier entsteht nun eine wachsende Deckungslücke, denn während einerseits immer mehr Verträge der geburtenstarken Jahrgänge zur Auszahlung fällig werden, schließen auf der anderen Seite immer weniger junge Menschen eine KLV ab. Dies liegt neben der demographischen Entwicklung und dem sinkenden Garantiezins auch an der zunehmenden Aufklärung der jungen Menschen darüber, wie solche Systeme funktionieren. Diese Aufklärung findet statt, auch wenn diese wichtigen Themen in den staatlichen Schulen nach wie vor kaum behandelt werden.
Doch ohne Rechtsstaat und Rechtssicherheit muss jedem spätestens jetzt bewusst werden: Sämtliches Vermögen, das in Rückzahlungsversprechen investiert wurde, ist vom Totalausfall bedroht. Was wir über das gesetzliche Rentensystem schon lange wissen, gilt auch für die KLV, Bausparverträge und alle sonstigen Pyramidensysteme. Wer heute noch die Verluste aus solchen Produkten vor sich her schiebt, um sie möglichst spät zu realisieren, der könnte bald eine noch schlimmere Überraschung erleben und aus seiner als Altersvorsorge gedachten Investition gar nichts mehr bekommen.
Und hier greift wieder meine Argumentation vom Anfang:
Wenn ein Versicherungsvertrag Sinn machen soll, muss der Investmentkern zu jeder Zeit frei wählbar sein.
Aber einfach mal kündigen ist – wie heute jeder weiß, der sein Kapital in solche Verträge investiert hat (meist in Erwartung hoher nominaler Endbeträge in D-Mark) – ist gar nicht so einfach, beziehungsweise kann mit enormen Verlusten verbunden sein. Hier müssen bestimmte Spielregeln eingehalten werden um eventuelle Schadenersatzansprüche gegen den Versicherer aufrecht zu erhalten. Die ersten Prozesse laufen bereits. Bisher gab es aber immer nur Vergleiche, weil der Versicherer verständlicher Weise jedes Urteil scheut wie der Teufel das Weihwasser (s. auch den tollen Aufsatz von Karl-Heinz Seiffert, Richter am Bundesgerichtshof i.R.) I
In der Regel ist inflationsbereinigt die Hälfte des Kapitals weg, was nach aktuellem Geldwert (Januar 2011) mehrere Zehntausend Euro ausmachen kann. Die Geschädigten stehen heute also vor der finanziell schwerwiegenden Entscheidung: „Wie gehe ich mit diesem Schaden um? Augen zu und weiterzahlen, beitragsfrei stellen oder kündigen?“
Aus diesem Urteil, so fährt der BGH dann also fort, sei nun die Konsequenz zu ziehen, dass die Konzerne ihren Kunden bei einer vorzeitigen Kündigung mindestens die Hälfte der Beiträge zurückzahlen müssen… Wie bitte? Ein Trickbetrug mit rechtswidrigen Kostenklauseln wird höchstrichterlich bestätigt – und „zur Strafe“ muss der Täter nur die Hälfte seiner Beute zurückgeben? Hat man so etwas schon jemals gehört? Und dabei handelt es sich auch noch um die Hälfte, die er ohnehin hätte zurückgeben müssen! Das ergaunerte Vermögen wird ihm trotzdem fast komplett zugesprochen!
Daraus ergibt sich nur eine Schlussfolgerung:
Hier müssen nunmehr weitere „Tricks“ helfen um dem Mandant doch noch eine nennenswerte Rückzahlung zu ermöglichen. Das geht aber meist nur über ein Gerichtsverfahren. Hier muss man im Vorfeld überlegen ob eine Rechtsschutzversicherung zahlt (ACHTUNG, dies muss bereits bei Abschluss der KLV bestanden habe) oder ob man das Kostenrisiko selber zu tragen hat!
Für eine objektive Entscheidung sollte man zuerst ehrlich zu sich selbst sein. Dazu gehört das Eingeständnis, dass der Abschluss einer KLV ein großer Fehler war. Dieser Fehler ist aber vielen Menschen passiert und hat nichts mit „Dummheit“ zu tun sondern ist das Resultat eines groß angelegten Trickbetrugs, der von höchster Stelle gedeckt wird. Viele Geschädigte reagieren – aus emotional verständlichen Gründen – indem sie wegsehen und hoffen, dass die Verluste wenigstens nominal in einigen Jahrzehnten irgendwie wieder zurückgewonnen werden.
Gerade auch bei vielen Lesern dieses Blogs, die sich meist als Geschädigte offenbaren, ist dies gängige Praxis.
Aber Hoffnung war bei Kapitalanlagen bisher noch nie ein guter Ratgeber.
Heute (August 2011) kann man noch ungehindert an sein Restkapital herankommen. Wer seine KLV kündigt erhält es in der Regel binnen weniger Wochen in Euro ausgezahlt. Wer beispielsweise vor zwei Jahren schon die bittere Pille geschluckt und dem KLV-Schrecken ein Ende bereitet hat, der hat mit einer Anlage in ausgewählte Sachwerten oder andere sinnvollen Kapitalanlagen seinen nominalen Verlust bereits heute wieder glattgestellt. Und wer vor fünf Jahren schon aktiv wurde, der kann heute nur noch schmunzeln und das „Lehrgeld“ ohne Reue abschreiben. Je länger man jedoch den Schaden aussitzen wollte, desto tiefer ist man bisher hineingeraten.
Das Problem ist halt, das man handeln muss, und irgendwie stehen viele Kunden vor dem Versicherer wie besagter Hase vor der Schlange.
Aber alles Zittern und Meckern hilft nichts. Jetzt ist die Zeit zu handeln!
Gerne wiederhole ich das noch 100 Mal!
Nicht das wir uns falsch verstehen, Versicherungen sind toll wenn sie richtig eingesetzt werden.
Aber die KLV ist immer das falsche Produkt!
Also lassen Sie uns reden!
Aber gerne setzte ich noch eine drauf:
Die Schummelei mit dem Garantiezins
Grundsätzlich ist vielen Leuten bekannt, dass der vom Bundesfinanzministerium vorgeschriebene
Garantiezins in den letzten Jahren schrittweise herabgesetzt wurde. Wer seit 2007 eine private
Renten- oder Kapitallebensversicherung abgeschlossen hat, bekommt eine Verzinsung von 2,25 %
Aber worauf bekommt man diese 2,25 % garantiert?
Irrtümlicherweise wird angenommen, dass diese 2,25 % auf die gesamten Einzahlungen garantiert
Aber genau dies ist nicht der Fall. Zunächst fallen nach Vertragsabschluss diverse Kosten an,
wie Abschlussprovision, Vertriebsaufwand, Verwaltung und Todesfallschutz.
Nur was danach an Guthaben übrig bleibt, darauf wird die garantierte Verzinsung von 2,25 % gewährt.
Woher soll der Kunde nun wissen, auf welchen Betrag die 2,25 % tatsächlich garantiert werden?
Die klare Antwort lautet: „Gar nicht! Das bleibt das Geheimnis der Versicherungsgesellschaft!“
Auswirkung der Garantieverzinsung
Wie man deutlich erkennen kann, ist eine Garantieverzinsung nicht das non plus ultra. Erst recht nicht,
wenn man einen vernünftigen Ertrag erwirtschaften möchte. Nicht nur, dass die Garantieverzinsung
auf eine Summe gewährt wird, die nur die Versicherungsgesellschaft kennt. Diese Garantie
kostet den Kunden bares Geld. Durch eine Garantieverzinsung muss die Gesellschaft einen so
genannten Deckungsstock anlegen, in den der größte Teil der Beiträge fließt. Durch diesen
Deckungsstock sichert die Gesellschaft die aus der Garantie entstehenden Ansprüche. In der Regel
bleiben nur noch 10-20 % des Beitrages übrig, um in ertragreiche Märkte zu investieren. Dies
bedeutet für den Kunden, dass die Ablaufleistung meist kaum höher ist, als die garantierte
Ablaufsumme.
Was kann der Kunde nun tun, um sicher und ertragreich für seine Rente vorzusorgen?
Er muss nachdenken!
Er muss sich über Alternativen bei Profis informieren. Und siehe da, es gibt ja wirklich lohnenswerte, sichere und Kapitalmarkt- und Regierungsunabhängige Möglichkeiten…
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