Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20ZR%20112/92
Timestamp: 2017-12-13 12:48:05
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 22.10.1993 - V ZR 112/92 - dejure.org
Unterschrift - Schriftzeichen - Erscheinungsbild
NJW 1994, 55
MDR 1994, 91
VersR 1994, 368
BB 1994, 539
Wann ist eine Quittung eine Quittung? // rechtliche Anforderungen an die …
Für die Abgrenzung zwischen Unterschrift und Handzeichen ist das äußere Erscheinungsbild maßgeblich; der Wille des Unterzeichnenden ist nur von Bedeutung, soweit er in dem Schriftzug seinen Ausdruck gefunden hat (BGH 22. Oktober 1993 - V ZR 112/92 - NJW 1994, 55).
Der Wille des Unterzeichnenden ist nur insoweit von Bedeutung, als er in dem Schriftzug seinen Ausdruck gefunden hat (BGH, Urteil vom 22.10.1993 - V ZR 112/92 = NJW 1994, 55).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist bei bestimmenden Schriftsätzen die eigenhändige Unterschrift des Ausstellers erforderlich, um diesen unzweifelhaft identifizieren zu können (BGHZ 92, 251, 254 = NJW 1985, 328 ; BGHZ 97, 251, 253 = NJW 1986, 1760 ;… BGH, Urt. v. 9. November 1988 - I ZR 149/87, NJW 1989, 588 ; v. 22. Oktober 1993 - V ZR 112/92, NJW 1994, 55 ; v. 18. Januar 1996 - III ZR 73/95, NJW 1996, 997 ).
Ein Schriftzug, der als bewußte und gewollte Namensabkürzung erscheint (Handzeichen, Paraphe), stellt demgegenüber keine formgültige Unterschrift dar (BGH, Beschl. v. 13. Juli 1967 - Ia ZB 1/67, NJW 1967, 2310;… v. 11. Oktober 1984 - X ZV 11/84, NJW 1985, 1227 ; v. 29. Oktober 1986 - IVa ZB 13/86, NJW 1987, 1333, 1334;… Urt. v. 9. November 1988 - I ZR 149/87, NJW 19889, 588; Beschl. v. 8. Oktober 1991 - XI ZB 6/91, NJW 1992, 243 ; Urt. v. 22. Oktober 1993 - V ZR 112/92, NJW 1994, 55 ; v. 18. Januar 1996 - III ZR 73/95, NJW 1996, 997 ).
Ob ein Schriftzug eine Unterschrift oder lediglich eine Abkürzung darstellt, beurteilt sich dabei nach dem äußeren Erscheinungsbild (…BGH, Urt. v. 11. Februar 1982 - III ZR 39/81, NBJW 1982, 1467; v. 20. November 1986 - III ZR 18/86, NJW 1987, 957; v. 22. Oktober 1993 - V ZR 112/92, NJW 1994, 55 ).
Für die eigenhändige Namensunterschrift genügt ein die Identität des Unterschreibenden ausreichend kennzeichnender individueller Schriftzug, der charakteristische Merkmale aufweist, sich als Wiedergabe eines Namens darstellt und die Absicht einer vollen Unterschriftsleistung erkennen läßt (vgl. BGH, Urteil vom 22. Oktober 1993 - V ZR 112/92 - (NJW 1994, 55 )).
Unter diesen Voraussetzungen ist selbst ein vereinfachter und nicht lesbarer Namenszug als Unterschrift anzuerkennen, wobei insbesondere von Bedeutung ist, ob der Unterzeichner auch sonst in gleicher oder ähnlicher Weise unterschreibt (so BGH, NJW 1994, 55; NJW-RR 1997, 760; FamRZ 1997, 737; NJW 2005, 3775).
Dabei muß es sich vom äußeren Erscheinungsbild her um einen Schriftzug handeln, der erkennen läßt, daß der Unterzeichner seinen vollen Namen und nicht nur eine Abkürzung hat niederschreiben wollen; die Abzeichnung mit einer sogenannten Paraphe, bei der offenbleibt, ob eine endgültige Erklärung gewollt ist, reicht grundsätzlich nicht aus (BGH, Urt. v. 22. Oktober 1993 - V ZR 112/92, NJW 1994, 55; v. 10. Juli 1997 - IX ZR 24/97, NJW 1997, 3380, 3181, jew. m.w.N.; ebenso etwa BAG NJW 1996, 3164 f.).
Ebensowenig kommt es danach auf die behauptete Übung des Rechtsanwalts, Schriftstücke nur mit seinem vollen Namen zu unterschreiben, an (vgl. BGH, Urt. v. 22. Oktober 1993 aaO).
BVerwG, 31.08.1995 - 5 C 17.93
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