Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE%2050,%2016
Timestamp: 2020-05-31 13:44:54
Document Index: 265611231

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 2', '§ 12', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BVerfG, 08.11.1978 - 1 BvR 589/72 - dejure.org
https://dejure.org/1978,83
BVerfG, 08.11.1978 - 1 BvR 589/72 (https://dejure.org/1978,83)
BVerfG, Entscheidung vom 08.11.1978 - 1 BvR 589/72 (https://dejure.org/1978,83)
BVerfG, Entscheidung vom 08. November 1978 - 1 BvR 589/72 (https://dejure.org/1978,83)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1978,83) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Mißbilligende Belehrungen der Rechtsanwaltskammer sind anfechtbar
Mißbilligende Belehrungen - Rechtsanwalt - Standeswidrigkeit - Förmliche Rüge - Anfechtbarkeit
AGH Baden-Württemberg, 14.10.1972 - EGH 4/72
BGH, 18.06.1973 - AnwZ (B) 4/73
BVerfGE 50, 16
NJW 1979, 1159
MDR 1979, 376
DVBl 1979, 418
AnwBl 1979, 426
bb) Die durch den Grundsatz der freien Advokatur gekennzeichnete anwaltliche Berufsausübung unterliegt unter der Herrschaft des Grundgesetzes der freien und unreglementierten Selbstbestimmung des einzelnen Rechtsanwalts (vgl. BVerfGE 15, 226 ; 50, 16 ; 63, 266 ;… Beschluss des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 3. Juli 2003 - 1 BvR 238/01 -, NJW 2003, S. 2520).
Eingriffe in die Berufsfreiheit setzen "Regelungen" voraus, die durch demokratische Entscheidungen zustande gekommen sind und die auch materiellrechtlich den Anforderungen an Einschränkungen dieses Grundrechts genügen; im übrigen unterliegt die durch den Grundsatz der freien Advokatur gekennzeichnete anwaltliche Berufsausübung unter der Herrschaft des Grundgesetzes der freien und unreglementierten Selbstbestimmung des Einzelnen (vgl. BVerfGE 50, 16 [29]; 63, 266 [284]).
Das personale Vertrags- und Vertrauensverhältnis betrifft einen Beruf, der staatliche Kontrolle und Bevormundung prinzipiell ausschließt (vgl. BVerfGE 34, 293 [302]) und unter der Herrschaft des Grundgesetzes der freien und unreglementierten Selbstbestimmung des Einzelnen überantwortet ist, soweit sie nicht durch verfassungsgemäße Regelungen beschränkt ist (vgl. BVerfGE 50, 16 [29]).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts unterliegt die anwaltliche Berufsausübung grundsätzlich der freien und unreglementierten Selbstbestimmung des einzelnen (BVerfGE 50, 16, 29 = NJW 1979, 1159, 1160; 63, 266, 284 = NJW 1983, 1535, 1536; BVerfG, NJW 1996, 3267 m.w.N.).
Gemäß Art. 12 Abs. 1 Satz 2 GG kann seine Berufsausübung durch Gesetz oder aufgrund eines Gesetzes geregelt werden (BVerfGE 50, 16, 29 = NJW 1979, 1159, 1160 m.w.N.; 63, 266, 284 = NJW 1983, 1535, 1536; 76, 171, 184 = NJW 1988, 191).
Auch der Vorstand der Rechtsanwaltskammer darf gemäß Art. 12 Abs. 1 GG in die freie anwaltliche Berufsausübung der Rechtsanwälte namentlich durch Erteilung einer Rüge als Reaktion auf die Verletzung beruflicher Pflichten nur aufgrund eines Gesetzes und nur durch solche Maßnahmen eingreifen, die den materiellrechtlichen Anforderungen an Berufsausübungsregelungen genügen (vgl. BVerfGE 50, 16 ).
Zudem steht auch dem durch die beanstandete Äußerung der durch Art. 12 und Art. 2 Abs. 1 GG gewährleistete Schutz seines geschäftlichen Rufs zu (vgl. hierzu BVerfGE 50, 16, 27).
Gleiche verfahrensrechtliche Konsequenzen wurden aus dem Grundrecht der Berufsfreiheit gezogen (BVerfGE 39, 276 (294) - Passivlegitimation für Zulassungsklagen; BVerfGE 41, 251 (265) - schulrechtliche Ordnungsmaßnahmen; BVerfGE 44, 105 (119ff); 45, 422 (430ff); 48, 292 (297f) - vorläufige Berufsverbote und Amtsenthebungen; BVerfGE 50, 16 (30) - Anfechtbarkeit von Mißbilligungen); um eine grundrechtskonforme Prüfung der Prozeßfähigkeit eines Anwalts zu gewährleisten, müßten notfalls sogar verfahrensrechtliche Lücken geschlossen werden (BVerfGE 37, 67 (81)).
Er übt einen freien Beruf aus, der staatliche Kontrolle und Bevormundung prinzipiell ausschließt (vgl. BVerfGE 34, 293 ; 50, 16 ; 63, 266 ).
In der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist weiter geklärt, dass die anwaltliche Berufsausübung durch den Grundsatz der freien Advokatur gekennzeichnet ist, der einer staatlichen Kontrolle und Bevormundung grundsätzlich entgegensteht (…vgl. BVerfG, NJW 2008, 1293 Rn. 25; NJW 1988, 191, 192; NJW 1979, 1159, 1160).
BVerfG, 12.07.2001 - 1 BvR 2272/00
Verfassungsmäßigkeit von § 12 Abs 1 BORA (Berufsordnung für Rechtsanwälte - …
BVerfG, 27.06.1996 - 1 BvR 1398/94
Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde einer Rechtsanwältin gegen zivilrechtliches …
BGH, 06.12.2004 - AnwZ (B) 54/03
Zulässigkeit der sofortigen Beschwerde im Verfahren der gerichtlichen Überprüfung …
BGH, 02.04.2001 - AnwZ (B) 28/00
BVerwG, 27.01.1987 - 2 C 56.84
Weiterführung - Personalakten - Referendar - Rechtsanwalt - Laufende Akten - …
OLG Brandenburg, 05.03.1998 - 10 W 39/97
Zulässigkeit einer Streitwertbeschwerde; Zulässigkeit der Abänderung auch zum …
AGH Rheinland-Pfalz, 28.04.2005 - 1 AGH 16/04
Berufsrecht/Rechtsanwält: Anfangsverdacht für berufsgerichtliches Verfahren, …
BGH, 24.04.1989 - AnwZ (B) 65/88
BGH, 27.09.1982 - AnwZ (B) 14/82
Gesellschaftsrechtliche Probleme zwischen zwei Firmen - Verstoß gegen das Gebot …
BGH, 25.06.1979 - AnwZ (B) 5/79
Antrag eines in den Ruhestand versetzten Beamten auf Zulassung zur …
AGH Baden-Württemberg, 01.07.1996 - AGH 29/95
BGH, 13.05.1985 - AnwZ (B) 2/85
Voraussetzungen für die Statthaftigkeit einer sofortigen Beschwerde - Vorliegen …