Source: https://www.allgemeinarzt-mainz.de/med-themen/pflege-hilfen-fuer-betroffene-und-angehoerige/leistungsanspruch.html
Timestamp: 2019-12-07 00:02:13
Document Index: 88123805

Matched Legal Cases: ['§ 36', '§ 17', '§ 45', '§ 7', '§ 37', '§ 123', '§ 124']

Leistungsanspruch | Dr. Alexander Heinl
Quelle: www.pflegestaerkungsgesetz.de/pflege-wissen-von-a-bis-z/pflege-details/erklaerung/leistungsanspruch/
Die Pflegeversicherung gewährt in der Hauptsache folgende Leistungen:
Pflegesachleistung, d. h. Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung z. B. durch einen zugelassenen Pflegedienst (§ 36),
Leistungen des persönlichen Budgets nach § 17 Abs. 2 bis 4 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch,
Anschubfinanzierung zur Gründung von ambulant betreuten Wohngruppen (§ 45e).
Zusätzlich gibt es Ansprüche auf Beratung wie z. B. die Pflegeberatung nach § 7a oder Beratungsbesuche nach § 37 Abs. 3.
Versicherte mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (dazu gehören auch Personen in der sogenannten „Pflegestufe 0“*) haben bis zum Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes II, das die Leistungsgewährung aufgrund des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs regelt, Anspruch auf verbesserte Pflegeleistungen (§ 123 SGB XI). Damit ist sichergestellt, dass auch Versicherte in der sogenannten „Pflegestufe 0“ im Übergangszeitraum Zugang zu ambulanten Pflegesachleistungen, Pflegegeld, Kombinationsleistungen, Verhinderungspflege, Pflegehilfsmitteln sowie Zuschüssen zur Verbesserung des Wohnumfelds haben. Auch der Zuschlag für Mitglieder von ambulant betreuten Wohngruppen sowie die Anschubfinanzierung für die Gründung ambulanter Wohngruppen, Leistungen der teilstationären Tages- und Nachtpflege und Leistungen der Kurzzeitpflege können von diesem Personenkreis bezogen werden. Liegt bei Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz bereits Pflegestufe I oder II vor, führt die Übergangsvorschrift zu einer Anhebung von Leistungsansprüchen.
Daneben gibt es eine weitere Übergangsvorschrift. Diese sieht Leistungen der häuslichen Betreuung vor (§ 124). Diese Betreuungsleistungen können sowohl Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz als auch alle anderen Pflegebedürftigen in Anspruch nehmen.