Source: http://www.kbv.de/html/443.php
Timestamp: 2017-10-23 13:17:05
Document Index: 55422097

Matched Legal Cases: ['§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 295', '§ 81']

KBV - Tätigkeitsfelder
Aus unseren Aufgaben ergeben sich äußerst verschiedene und spannende Tätigkeitsfelder. Die Fachbereiche der KBV sind in Dezernate aufgeteilt. Darüber hinaus gibt es Querschnittsbereiche wie Recht, Kommunikation, Finanzen und Personal.
Nachfolgend erfahren Sie mehr über die einzelnen Unternehmensbereiche in denen vorrangig Mitarbeiter gesucht werden. So bekommen Sie einen kleinen Eindruck, welche Aufgaben und Fragestellungen auf Sie während einer möglichen Tätigkeit zukommen könnten.
Ambulante Qualitätsförderung und -darstellung (Dezernat 2)
Das Dezernat „Ambulante Qualitätsförderung und -darstellung“ entwickelt und verbessert Maßnahmen, die die Qualität in der ambulanten Versorgung sichern und fördern – von A wie Akupunktur bis Z wie Zytologie. Im Mittelpunkt stehen der Patient und der hohe Anspruch an dessen ärztlicher und psychotherapeutischer Versorgung.
In Zusammenarbeit mit Vertragspartnern im Gesundheitswesen gestaltet die KBV Richtlinien und Vereinbarungen zur Qualitätssicherung. Darin ist festgelegt, welche fachlichen, apparativen und organisatorischen Voraussetzungen die Ärzte erfüllen müssen, um etwa Herzkatheteruntersuchungen durchzuführen oder HIV/Aids-Patienten zu behandeln.
Diese Regelungen setzen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) auf Länderebene um. Dabei unterstützt die KBV die KVen und die Ärzte beziehungsweise Psychotherapeuten. Diese Vereinbarungen und Richtlinien gelten für alle circa 150.000 Ärzte und Psychotherapeuten, die ambulant tätig sind und ihre Leistungen mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen wollen.
Die Entwicklungen in der Qualität erfasst das Dezernat und veröffentlicht sie im jährlichen Qualitätsbericht der KBV.
Welche fachlichen Qualifikationen brauchen Ärzte und Psychotherapeuten, um bestimmte Leistungen zu Lasten der Krankenkassen erbringen zu dürfen?
Welche Mindeststandards gelten zum Beispiel für die Ultraschallgeräte der Ärzte, damit die Qualität der Diagnostik stimmt?
Welche organisatorischen Abstimmungen müssen Ärzte gewährleisten, damit sie Katheterangiographien erbringen dürfen?
Vergütung, Gebührenordnung und Morbiditätsorientierung (Dezernat 3)
Das Dezernat 3 „Vergütung, Gebührenordnung und Morbiditätsorientierung“ befasst sich mit der Vergütung der ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten, die gesetzlich versicherte Patienten behandeln.
Im Einzelnen heißt das, die KBV vereinbart mit dem GKV-Spitzenverband den sogenannten Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) und weitere Vergütungsvereinbarungen als wesentliche Abrechnungsgrundlage für die Vertragsärzte bei der Behandlung von gesetzlich versicherten Patienten. Darüber hinaus werden hier die jährlichen Honorarverhandlungen im Bewertungsausschuss nach § 87 Absatz 1 Satz 1 SGB V vorbereitet und geführt.
Das Dezernat 3 übernimmt die von der KBV an den Bewertungsausschuss gemäß § 87 Abs. 3f zu übermittelnden Daten und deren Pseudonymisierung gemäß dem vom Bewertungsausschuss beschlossenen Pseudonymisierungsverfahren sowie die Datenlieferungen gemäß § 87a Abs. 6 SGB V an die Vertragspartner nach § 87a Abs. 2 Satz 1 SGB V zur Vorbereitung der Vereinbarungen und Berechnungen nach § 87a Abs. 2 bis 4 SGB V.
Demzufolge übernimmt das Dezernat 3 die Mitwirkung an der Ausgestaltung der entsprechenden Datenschnittstellen und deren Prüfverfahren.
Das Dezernat 3 wertet die Abrechnungsdaten der Vertragsärzte aus, die von den Kassenärztlichen Vereinigungen übermittelt werden. Daraus entsteht der regelmäßig erscheinende Honorarbericht, der u. a. über die Honorarentwicklungen der einzelnen Arztgruppen in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung informiert.
Das Dezernat 3 ist außerdem für das Verfahren und die Durchführung des sog. Fremdkassenzahlungsausgleichs zuständig.
Das Dezernat 3 ist darüber hinaus für die von der KBV im Bewertungsausschuss als Empfehlung an die Gesamtvertragspartner zu verhandelnde Beschlussfassung zur Ermittlung der Veränderungen der Morbiditätsstruktur der gesetzlich Versicherten zuständig, um den morbiditätsbedingten Behandlungsbedarf (als Mengengröße der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung) adäquat an die sich veränderte Krankheitslast der GKV-Versicherten anzupassen.
Die Veränderung der Krankheitslast der gesetzlich versicherten Patienten wird über die Dokumentation von Diagnosen gemäß § 295 Abs. 1 SGB V im Rahmen der vertragsärztlichen Abrechnung abgebildet.
Das Dezernat 3 wirkt maßgeblich an der Ausgestaltung der Abrechnungsgrundlage der Ärzte in der ambulant spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) mit.
Im Dezernat 3 ist zudem auch das Kompetenzzentrum Labor angesiedelt, das für die Durchführung von standardisierten Bewertungsverfahren zur Aufnahme von neuen Laborleistungen verantwortlich ist und die Kassenärztlichen Vereinigungen bei der Abrechnungsprüfung von Laborleistungen unterstützt.
Wie kann das Vergütungssystem für Ärzte und Patienten weiterentwickelt werden?
Welche neuen Untersuchungsmethoden sollen in den EBM aufgenommen werden?
Wie kann die KBV Ärzte und Psychotherapeuten dabei unterstützen, behandelte Erkrankungen wie gesetzlich vorgeschrieben zu dokumentieren?
Welcher zusätzliche Behandlungsbedarf ist notwendig, um die veränderten Krankheitshäufigkeiten bei der Anpassung der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung angemessen zu berücksichtigen?
Ärztliche Leistungen und Sicherstellung (Dezernat 4)
Kernbereiche des Dezernates 4 sind die evidenzbasierte Bewertung ärztlicher Leistungen, die Steuerung von Ärzten veranlasster Leistungen wie Arznei-, Heil- und Hilfsmittel, die Sicherstellung der Versorgung sowie die Entwicklung innovativer Versorgungsformen.
Welche Leistungen sind im Leistungskatalog der vertragsärztlichen Versorgung enthalten und welche Leistungen sollen neu aufgenommen werden?
Welche Verordnungen dürfen Vertragsärzte vornehmen?
Wie viele Ärzte und Psychotherapeuten werden gebraucht, um überall in Deutschland eine gute Versorgung zu finden?
Wie muss die Versorgung organisiert sein, damit auch in Zukunft alle Patienten eine gute Versorgung erhalten?
Finanzen, Controlling und Innere Dienste (Dezernat 5)
Das Dezernat 5 – Finanzen, Controlling und Innere Dienste – besteht aus zwei Geschäftsbereichen (GB) und sorgt für den reibungslosen internen Ablauf, betreut aber auch weitere gemeinsame Einrichtungen, wie beispielsweise das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (ZI) oder das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ).
Im Bereich der zentralen Beschaffung sollen neben der Vergabestelle für öffentliche Aufträge zukünftig grundsätzlich der gesamte Einkauf von Waren und Dienstleistungen für die KBV organisiert werden. Der Bereich Facility Management befasst sich mit der Verwaltung der von der KBV genutzten Immobilien. Zu den Sonderaufgaben gehören auch Geschäftsführungsaufgaben in den Beteiligungsgesellschaften der KBV.
Informationstechnik, Telematik und Telemedizin (Dezernat 6)
Das Dezernat Informationstechnik, Telematik und Telemedizin versteht sich als Systemhaus und als Dienstleister zur Bereitstellung einer modernen IT-Infrastruktur.
Welche Anforderungen an Hard- und Software in der Praxis gibt es?
Was müssen Ärzte und Psychotherapeuten in puncto Datenschutz und bei der Auswahl geeigneter Hard- und Software beachten?
Welche Anforderungen muss eine Software erfüllen, um zertifiziert zu werden?
Sektorenübergreifende Qualitätsförderung, Versorgungskonzepte, Qualitätsmanagement, Patientensicherheit (Dezernat 7)
Aufgabe des Dezernates ist es, über die Mitarbeit in den Gremien des Gemeinsamen Bundesausschusses die Themen sektorenübergreifende Qualitätssicherung, Weiterentwicklung und Umsetzung der Disease Management Programme (strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch kranke Patienten), Familienplanung und ärztliches Qualitätsmanagement mitzugestalten und dabei die Interessen der Vertragsärzte zu vertreten.
Wie können die Interessen der Vertragsärzte in Normgebungsverfahren wirkungsvoll vertreten werden?
Mit welchen Kennzahlen lässt sich die Qualität der Arbeit der Ärzte beurteilen?
Wie können Praxisinhaber ihre Arbeitsabläufe optimieren?
Wie kann sichergestellt werden, dass niedergelassene Ärzte und Ärzte im Krankenhaus Patienten nach gleichen Qualitätsmaßstäben behandeln?
Wie können wir Ärzte und Psychotherapeuten in ihrem Praxisalltag unterstützen?
Die Handlungsfelder erstrecken sich von der Medienbeobachtung über die klassische Pressearbeit und die Mitarbeiterkommunikation bis hin zur Kommunikation mit Kassenärztlichen Vereinigungen, Ärzten und Psychotherapeuten. Aufgabe des Dezernats ist ferner, den Vorstand und die einzelnen Fachbereiche in kommunikativen Fragen zu beraten.
Wie kann die KBV ihre Themen in Medien der Publikums- und Fachpresse einbringen?
Welche Strategien und Maßnahmen eignen sich am besten, um fundierte Informationen sowohl für Ärzte und Psychotherapeuten als auch für Patienten zu erstellen?
Wie gelingt es, die Ziele und Aufgaben der KBV optimal zu platzieren und das Image positiv zu prägen?
Die Rechtsabteilung der KBV berät und unterstützt den Vorstand, die Gremien und Dezernate in sämtlichen ärztlichen Rechtsfragen und nimmt zur aktuellen Gesetzgebung Stellung.
Dazu gehören neben dem Vertragsarztrecht, dem ärztlichen Berufsrecht und dem Arzneimittelrecht auch das Vergabe-, Steuer-, Arbeits-, Vertrags-, Straf- und Wettbewerbsrecht.
Wie muss eine Vereinbarung mit den Krankenkassen aus juristischer Sicht gestaltet werden?
Wie müssen Richtlinien zur Qualitätssicherung formuliert sein?
Dezernat Organisation und Personal
Das Dezernat „Organisation und Personal“ versteht sich als interner Dienstleister für die Mitarbeiter und Führungskräfte der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.
Hauptaufgaben im Human-Resources-Bereich sind das Personalmanagement und die Personal- und Organisationsentwicklung. Mit der KBV-Akademie und einem eigenen Seminarhaus bietet die KBV ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, sich bedarfsgerecht und kontinuierlich weiterzubilden.
Im Dezernat sind auch die Themengebiete Projektportfolio- und Projektmanagement der KBV verankert. Neben dem Management des Projektportfolios der KBV erfolgen dabei in erster Linie Beratungsleistungen zum Thema Projektmanagement für die intern durchgeführten beziehungsweise in Planung befindlichen Projekte. Wesentliche Aufgabe ist auch die stetige Pflege und Weiterentwicklung des gesamten Organisationsrahmens für die Projektlandschaft der KBV.
Die Stabsabteilung Politik der KBV beobachtet die gesundheitspolitische Entwicklung von den ersten Planungen bis zum Abschluss eines Gesetzesvorhabens in Deutschland sowie auf der Ebene der Europäischen Union.
Sie vertritt aktiv die Anliegen der KBV gegenüber der Politik, indem sie den ständigen Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern moderiert.
Darüber hinaus ist es Aufgabe der Stabsabteilung, über den jeweils aktuellen Stand sowie die detaillierten Grundlagen der gesundheitspolitischen Entwicklung zu informieren und die entsprechenden Aktivitäten der KBV sowie ihre Positionierungen in die Politik zu tragen.
Somit versteht sich die Stabsabteilung Politik als Schnitt- und Koordinierungsstelle für alle politischen Belange auf Bundesebene sowie im europäischen Raum.
Abteilung Innovation, strategische Analysen und IT-Beratung (ISI)
Die Stabsstelle Innovation, strategische Analysen und IT-Beratung (ISI) befasst sich als multiprofessionelles Team mit Datenauswertungen, hierbei vor allem mit Blick auf strategische Aspekte, der Qualitätssicherung und der Pflege der in der KBV verfügbaren Daten. Neben Fragestellungen seitens des Vorstandes werden Auswertungen auch in Zusammenarbeit mit den Fachbereichen der KBV und externen Partnern durchgeführt und aufbereitet.
In Kooperation mit den fachlichen Organisationseinheiten werden innovative Versorgungskonzepte entwickelt und Umsetzungsoptionen datengestützt abgeschätzt.
Zeitreihenanalysen, Kohorten- und regionale Effektbeobachtungen sind Methoden die genutzt werden, um mit fachlichen Informationen zur strategischen Entscheidungsfindung beizutragen.
Wie wurden Patienten bisher behandelt, die eine Erkrankungen haben, für die ein DMP aufgebaut und eingeführt werden soll?
Wie hat sich die Anzahl und die Versorgung einer Patientengruppe über die Zeit entwickelt?
Wie wurden Vergütungsregelungen umgesetzt und gibt es alternative Modelle?
Welche Daten werden benötigt, um Evaluation, Transparenz und Datenschutz in ausgewogener Balance zu halten?
Justiziariat, Stelle der KBV nach § 81a SGB V
Abteilung Gemeinsamer Bundesausschuss und Beratenden Fachausschüsse (GBA und BFA)
Abteilung Gremien, Informationsmanagement und Organisation (GIMO)
Das Gemeinsame Vorstandsbüro nimmt die Rund-um-Betreuung der Vorstandsmitglieder sowie der Vorsitzenden der Vertreterversammlung der KBV wahr. Das Gemeinsame Vorstandsbüro ist somit die Schnittstelle vom Vorstand zu den einzelnen Organisationseinheiten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und entlastet den Vorstand bei organisatorischen Belangen.
Die Abteilung Gremien, Informationsmanagement und Organisation (GIMO), welche dem Verwaltungsdirektor zugeordnet ist, übernimmt die Planung und Organisation sämtlicher Gremiensitzungen der KBV sowie weiterer Sonderveranstaltungen.