Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=10%20AZR%20558/01
Timestamp: 2020-02-29 10:41:24
Document Index: 264785057

Matched Legal Cases: ['§ 75', '§ 611', '§ 74', '§ 133', '§ 611', '§ 74', '§ 611', '§ 74', '§ 611', '§ 74', '§ 74', '§ 74', '§ 74', '§ 74', '§ 74', '§ 74', '§ 74']

Rechtsprechung: 10 AZR 558/01 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BAG, 31.07.2002
Karenzentschädigung, Ausgleichsklausel im Vergleich, Angewandte Bestimmungen, Generalquittung
In diesem Fall wird der Arbeitnehmer mit sofortiger Wirkung vom Wettbewerbsverbot entbunden (vgl. BAG 31. Juli 2002 - 10 AZR 513/01 - zu II 2 a der Gründe , BAGE 102, 103; 17. Februar 1987 - 3 AZR 59/86 - zu 2 der Gründe) .
Der Arbeitgeber kann auch noch während des Laufs der Kündigungsfrist verzichten (vgl. BAG 31. Juli 2002 - 10 AZR 513/01 - zu II 2 a aa der Gründe, aaO;… ErfK/Oetker 19. Aufl. § 75a HGB Rn. 3) .
https://dejure.org/2002,2612
BAG, 31.07.2002 - 10 AZR 558/01 (https://dejure.org/2002,2612)
BAG, Entscheidung vom 31.07.2002 - 10 AZR 558/01 (https://dejure.org/2002,2612)
BAG, Entscheidung vom 31. Juli 2002 - 10 AZR 558/01 (https://dejure.org/2002,2612)
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Erfassung von Ansprüchen aus einem Wettbewerbsverbot durch eine allgemeine Ausgleichsklausel in einem außergerichtlichen Vergleich zur Beendigung eines Kündigungsschutzrechts; Widersprüchlichkeit einer Auslegung, die zum Fortbestand des Wettbewerbsverbots einerseits und ...
ArbG Iserlohn, 07.09.2000 - 4 Ca 923/00
Ein konstitutives negatives Schuldanerkenntnis liegt vor, wenn der Wille der Parteien darauf gerichtet ist, alle oder eine bestimmte Gruppe von bekannten oder unbekannten Ansprüchen zum Erlöschen zu bringen (vgl. BAG 31. Juli 2002 - 10 AZR 558/01 - zu II 2 b bb der Gründe, AP BGB § 611 Konkurrenzklausel Nr. 48 = EzA HGB § 74 Nr. 64) .
a) Bei den Bestimmungen des Aufhebungsvertrages handelt es sich um nichttypische Erklärungen, deren Auslegung in der Revisionsinstanz nur eingeschränkt daraufhin überprüfbar ist, ob das Tatsachengericht gegen die Auslegungsregeln der §§ 133, 157 BGB, gegen Erfahrungssätze oder Denkgesetze verstoßen hat, ob die Verfahrensvorschriften eingehalten worden sind oder wesentliche Umstände unberücksichtigt gelassen wurden (ständige Rechtsprechung, vgl. BAG 31. Juli 2002 - 10 AZR 558/01 - AP BGB § 611 Konkurrenzklausel Nr. 48 = EzA HGB § 74 Nr. 64 mwN).
Hierzu gehören vornehmlich die Entstehungsgeschichte, das Verhalten der Parteien nach Vertragsschluß, der Zweck des Vertrages und die bei Vertragsschluß vorliegende Interessenlage (BAG 31. Juli 2002 - 10 AZR 558/01 - AP BGB § 611 Konkurrenzklausel Nr. 48 = EzA HGB § 74 Nr. 64 mwN).
bb) Das Landesarbeitsgericht hat bei seiner Auslegung nicht berücksichtigt, daß nach der Rechtsprechung des Senats Ausgleichsklauseln in gerichtlichen und außergerichtlichen Vergleichen und Aufhebungsverträgen im Interesse klarer Verhältnisse grundsätzlich weit auszulegen sind (vgl. BAG 31. Juli 2002 - 10 AZR 558/01 - AP BGB § 611 Konkurrenzklausel Nr. 48 = EzA HGB § 74 Nr. 64 sowie 31. Juli 2002 - 10 AZR 513/01 - AP HGB § 74 Nr. 74 = EzA HGB § 74 Nr. 63, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen, jeweils mwN).
Vom Wortlaut der Ziff. 7 der Vereinbarung vom 2. November 1999, wonach "sämtliche Ansprüche aus Anlaß der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit Ausnahme des Zeugnisanspruches abgegolten" sind, werden deshalb auch Ansprüche aus dem nachvertraglichen Wettbewerbsverbot erfaßt (vgl. BAG 31. Juli 2002 - 10 AZR 558/01 - und - 10 AZR 513/01 - aaO, mwN).
Der beurkundete Vergleichswille wäre wertlos, wenn die Vergleichsverhandlungen sogleich Quelle neuer über den beurkundeten Inhalt hinausgehender Ansprüche und damit neuer Parteienstreit sein könnte (…so ausdrücklich: BAG, Urteil v. 28.07.2004 - 10 AZR 661/03 -, a. a. O., und BAG, Urteil vom 31.07.2002 - 10 AZR 558/01 -, a. a. O.).
Deshalb schließt sich die erkennende Berufungskammer der Rechtsauffassung von Bauer/Diller, a. a. O., V S. 1277, und dem Orientierungssatz zu Ziff. 2 zur Entscheidung des BAG v. 31.07.2002 (10 AZR 558/01) an, dass die Auslegung eines Vergleichs in Richtung einseitigem Verzicht widersprüchlich wäre.
Ein entgegenstehender, vorrangiger (BAG [31.07.2002] - 10 AZR 558/01 - EzA HGB § 74 Nr. 64) übereinstimmender Parteiwille ist entgegen der Ansicht der Arrestklägerin nicht feststellbar.
Ist kein übereinstimmender Parteiwille erkennbar, ist eine Auslegung nach dem objektiven Empfängerhorizont geboten (BAG [31.07.2002] -10 AZR 558/01 - EzA HGB § 74 Nr. 64).
Nach zutreffender Auffassung sind allgemeine Ausgleichsklauseln in gerichtlichen Vergleichen grundsätzlich weit auszulegen (BAG [19.11.2003] - 10 AZR 174/03 - NZA 2004, 554 (555) [BAG 19.11.2003 - 10 AZR 174/03]; BAG [23.09.2003] - 1 AZR 576/02 - NZA 2004, 440 (442) [BAG 23.09.2003 - 1 AZR 576/02]; BAG [31.07.2002] - 10 AZR 558/01 - EzA HGB § 74 Nr. 64; BAG [31.07.2002] -10 AZR 513/01 - NZA 2003, 100 (103) [BAG 31.07.2002 - 10 AZR 513/01]; BAG [15.12.1994] - 8 AZR 250/93 - unveröff.
"Der beurkundete Vergleichswille wäre wertlos, wenn die Vergleichsverhandlungen sogleich Quelle neuer, über den beurkundeten Inhalt hinausgehender Ansprüche und damit neuen Parteistreits sein können" (BAG [31.07.2002] -10 AZR 558/01 - EzA HGB § 74 Nr. 64).
Hierzu gehören vornehmlich die Entstehungsgeschichte, das Verhalten der Parteien nach Vertragsschluss, der Zweck des Vertrages und die bei Vertragsschluss vorliegende Interessenlage" (BAG [31.07.2002] - 10 AZR 558/01 - EzA HGB § 74 Nr. 64; vgl. auch BAG [31.07.2002] - 10 AZR 513/01 - NZA 2003, 100 (103) [BAG 31.07.2002 - 10 AZR 513/01]).
nachvertragliches Wettbewerbsverbot, Karenzentschädigung, Aufhebungsvertrag und …