Source: https://kirchenrecht-ekm.de/document/24701
Timestamp: 2018-05-24 03:52:48
Document Index: 87241515

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 1', '§ 243', '§ 243', '§ 1', '§ 2']

688 DurchfVO-Beihilfeverordnung - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
688 DurchfVO-Beihilfeverordnung
§ 1 Anwendung der Beihilfeverordnung
§ 2 Durchführung der Beihilfeverordnung (zu § 1 Absatz 6 Beihilfeverordnung)
Verordnung zur Anwendung und Durchführung der Verordnung über die Gewährung von Beihilfen in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (DurchfVO-Beihilfeverordnung)
(ABl. S. 169)
Anwendung der Beihilfeverordnung
1 Für die Gewährung von Beihilfen in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen für im öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland stehende Vikare und Vikarinnen, Prediger und Predigerinnen, Pfarrer und Pfarrerinnen, Anwärter und Anwärterinnen, Kirchenbeamte und Kirchenbeamtinnen, ordinierte Gemeindepädagogen und -pädagoginnen sowie Empfänger und Empfängerinnen von Versorgungsbezügen einschließlich ihrer Hinterbliebenen findet die Verordnung über die Gewährung von Beihilfen in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen (Beilhilfeverordnung) vom 8. April 1992, zuletzt geändert durch Verordnung vom 7. Dezember 2011 (ABl. EKD 2012 S. 15) der Evangelischen Kirche der Union Anwendung, soweit im Folgenden nicht etwas anderes bestimmt ist.
Durchführung der Beihilfeverordnung
(zu § 1 Absatz 6 Beihilfeverordnung)
( 1 ) Freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte Besoldungsempfänger erhalten von der Landeskirche einen nach ihren Dienstbezügen berechneten Zuschuss zu ihrem Krankenversicherungsbeitrag in Höhe von 50 vom Hundert des um 0,9 Beitragssatzpunkte verminderten Beitragssatzes für freiwillig Versicherte ohne Krankengeldanspruch (§ 243 SGB V), höchstens jedoch 150 Euro im Monat. Der Berechnung liegen die Brutto-Dienstbezüge zugrunde.
( 2 ) 1 In der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte Versorgungsempfänger und Versorgungsempfängerinnen ohne Anspruch auf Rentenleistungen sowie Empfänger und Empfängerinnen von Wartegeld erhalten einen Krankenversicherungszuschuss in Höhe von 50 vom Hundert des um 0,9 Beitragssatzpunkte verminderten Beitragssatzes für freiwillig Versicherte ohne Krankengeldanspruch (§ 243 SGB V) höchstens jedoch 150 Euro im Monat. 2 Der Krankenversicherungszuschuss berechnet sich aus den Brutto-Versorgungsbezügen, die sich nach Anwendung von Ruhens-, Anrechnungs- und Kürzungsvorschriften ergeben. 3 Für in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte Versorgungsempfänger und Versorgungsempfängerinnen mit Anspruch auf Rentenleistungen gelten die Sätze 1 und 2 entsprechend mit der Maßgabe, dass sich die Höhe des Krankenversicherungszuschusses auf 30 vom Hundert verringert.
( 3 ) Eigene Rentenansprüche von Hinterbliebenen begründen keinen Anspruch auf Zahlung eines Krankenversicherungszuschusses.
( 1 ) Haben beihilfeberechtigte Versorgungsempfänger und Versorgungsempfängerinnen der ehemaligen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen bis zum 31. Mai 2012 rechtswirksam auf einen ihnen zustehenden, den Betrag von 41 Euro monatlich übersteigenden Zuschuss zur Krankenversicherung der Deutschen Rentenversicherung oder einer anderen nichtkirchlichen Stelle verzichtet, findet § 1 Absatz 2 Beihilfeverordnung keine Anwendung.
( 2 ) 1 Verringert sich im Einzelfall durch diese Verordnung der am 31. Dezember 2011 gewährte Zuschuss zur Krankenversicherung, wird eine Ausgleichszulage in Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen dem bisherigen und dem neuen Zuschuss gewährt. 2 Der Zuschuss zur Krankenversicherung darf zusammen mit der Ausgleichszulage den Betrag von 150 Euro nicht übersteigen. 3 Die am 1. Januar 2012 gewährte Ausgleichszulage vermindert sich bis zu ihrem vollständigen Abbau bei jeder Erhöhung der Versorgungsbezüge aufgrund einer allgemeinen Anhebung der Besoldung um ein Drittel des Unterschiedsbetrages.
( 3 ) Absatz 2 findet keine Anwendung bei der Verringerung des Krankenversicherungszuschusses aufgrund von § 2 Absatz 2 Satz 3.
1 Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. Januar 2012 in Kraft. 2 Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Gewährung von Beihilfen in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen vom 16. Dezember 2005 (ABl. 2006 S. 23) außer Kraft.