Source: https://www.sw-igb.de/netze/messwesen.html
Timestamp: 2019-07-19 08:51:08
Document Index: 364919959

Matched Legal Cases: ['§2', '§ 14', '§60', '§40', '§61', '§31', '§40', '§47', '§35']

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Das in Deutschland am 02.09.2016 in Kraft getretene Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) legt die Rahmenbedingungen zur schrittweisen Einführung von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen ab dem Jahr 2017 fest. Die Bundesregierung verspricht sich von der Umsetzung dieser gesetzlichen Regelung eine Optimierung des Verbrauchsverhaltens sowie eine bessere Auslastung und Steuerung der Netze.
Laut §2 des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) ist eine Moderne Messeinrichtung (mME) eine Messeinrichtung, die den tatsächlichen Elektrizitätsverbrauch sowie die tatsächliche Nutzungszeit widerspiegelt und optional über ein Smart Meter Gateway (SMG) sicher in ein Kommunikationsnetz eingebunden werden kann. Die mME soll sukzessive die bisher verwendeten mechanischen Zähler ersetzen.
Als Netzbetreiber wird der Stadtwerke St. Ingbert GmbH per Gesetz die Rolle des grundzuständigen Messstellenbetreibers für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme übertragen. Die Stadtwerke St. Ingbert GmbH ist damit verpflichtet, innerhalb einer vorgegebenen Zeitschiene alle Messstellen mit intelligenten Messsystemen bzw. modernen Messeinrichtungen auszustatten.
Messstellen von Letztverbrauchern mit einer Vereinbarung nach § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes,
Nach derzeitigem Stand sind im Netzgebiet der Stadtwerke St. Ingbert von der Umrüstungspflicht betroffen:
ca. 20.000 Zähler Umrüstung auf moderne Messeinrichtungen,
ca. 2.000 Zähler Umrüstung auf intelligente Messsysteme.
die in §60 MsbG benannten Prozesse inklusive Plausibilisierung und Ersatzwertbildung im Smart-Meter-Gateway und die standardmäßig erforderliche Datenkommunikation
bei Letztverbrauchern mit einem Jahresstromverbrauch von höchstens 10.000 Kilowattstunden, soweit es der variable Stromtarif im Sinne von §40 Absatz 5 des Energiewirtschaftsgesetzes erfordert, maximal die tägliche Bereitstellung von Zählerstandsgängen des Vortages gegenüber dem Energielieferanten und dem Netzbetreiber
die Übermittlung der nach §61 MsbG erforderlichen Informationen an eine lokale Anzeigeeinheit oder über eine Anwendung in einem Online-Portal, welches einen geschützten individuellen Zugang ermöglicht
in den Fällen des §31 Absatz 1 Nummer 5, Absatz 2 und 3 Satz 2 MsbG das Bereithalten einer Kommunikationslösung, mit der bis zu zweimal am Tag eine Änderung des Schaltprofils sowie einmal täglich die Übermittlung eines Netzzustandsdatums herbeigeführt werden kann,
in den Fällen des §40 MsbG und unter den dort genannten Voraussetzungen die Anbindung von Erzeugungsanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz oder dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz und die Anbindung von Messeinrichtungen für Gas
die Erfüllung weiterer sich aus den Festlegungen der Bundesnetzagentur nach den §§47 und 75 MsbG ergebender Pflichten, insbesondere zu Geschäftsprozessen, Datenformaten, Abrechnungsprozessen, Verträgen oder zur Bilanzierung.
Die Entgelte für den Messstellenbetrieb für intelligente Messsysteme und moderne Messeinrichtungen können dem Preisblatt gemäß Messstellenbetriebsgesetz (auf der Homepage der Stadtwerke St. Ingbert GmbH abrufbar) entnommen werden.
Zusatzleistungen nach §35 Abs. 2 MsbG können separat bestellt und in Anspruch genommen werden. Eine Übersicht über mögliche Zusatzleistungen und deren Entgelte sind dem Preisblatt gemäß Messstellenbetriebsgesetz zu entnehmen.
Die VEWSaar (Verband der Energie- und Wasserwirtschaft des Saarlandes e.V.) hat auf seiner Internetseite Informationen zum Thema veröffentlicht: