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Timestamp: 2016-10-24 01:54:08
Document Index: 281429727

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 146', 'Art. 89', 'Art. 146', 'Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 107', 'Art. 28', 'Art. 127', 'Art. 50', 'Art. 52', 'Art. 50', 'Art. 51', 'Art. 52', 'Art. 50', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 50', 'Art. 52', 'Art. 52', 'Art. 6', 'Art. 51', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 51', 'Art. 52', 'Art. 6', 'Art. 52', 'Art. 52', 'Art. 51', 'Art. 3', 'Art. 6', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 52', 'Art. 4', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 5', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 50', 'Art. 52', 'Art. 65']

2C_708/2011 (05.10.2012)
2C_708/2011 � � Urteil vom 5. Oktober 2012
vertreten durch Prof. Dr. Urs Behnisch und Dr. Alexander Vogel, Rechtsanw�lte,
A.a.�Die X.________ Finanz AG mit Sitz in A.________/ZG ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der X.________ Holding AG (ebenfalls mit Sitz in A.________/ZG) und bezweckt im Wesentlichen die "Erbringung von Dienstleistungen haupts�chlich im Finanzbereich an Konzerngesellschaften der X.________-Gruppe". Gem�ss eigener Darstellung unterh�lt die X.________ Finanz AG zu diesem Zweck eine Betriebsst�tte auf den Cayman Islands; dort gehen vier Teilzeit-Mitarbeitende (mit je 20 Stellenprozent) in gemieteten B�ros ihrer Arbeit nach.
A.b.�Mit einem "Ruling" vom 10. August 1999 zwischen der X.________ Holding AG und der Steuerverwaltung des Kantons Zug wurden f�r den Fall, dass die Finanzierung �ber eine ausl�ndische Betriebsst�tte einer Schweizer Finanzierungsgesellschaft erfolge, "die der ausl�ndischen Betriebsst�tte zuzurechnenden Gewinne von der Besteuerung (...) in der Schweiz ausgenommen". Bis und mit Steuerjahr 2004 schied die Steuerverwaltung den Nettofinanzertrag der X.________ Finanz AG aus der Darlehensgew�hrung gegen�ber den Gruppengesellschaften vollst�ndig zu Gunsten der Betriebst�tte auf den Cayman Islands aus. Im Verlauf des Jahres 2004 nahm die kantonale Steuerverwaltung auf Anweisung der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung (ESTV) Abkl�rungen betreffend den Bestand der Betriebsst�tte vor. Mit Schreiben vom 9. Februar 2005 teilte die kantonale Steuerverwaltung der X.________ Finanz AG mit, dass die ESTV der Auffassung sei, auf den Cayman Islands werde keine Gesch�ftst�tigkeit im Sinne einer Betriebsst�tte ausge�bt; entsprechend habe die ESTV die kantonale Steuerverwaltung aufgefordert, die internationale Steuerausscheidung im Verh�ltnis zur Zweigniederlassung auf den Cayman Islands ab 1. Januar 2005 zu verweigern.
A.c.�Mit Veranlagungsverf�gungen vom 27. Mai 2008 wurde f�r die direkte Bundessteuer 2005 und 2006 ein vollst�ndig in der Schweiz zu versteuernder Reingewinn von Fr. 8'643'000.-- (2005) bzw. Fr. 9'468'300.-- (2006) festgestellt. Bei einem Steuersatz von 8.5% resultierte dabei eine Gewinnsteuer in der H�he von Fr. 734'655.-- (2005) bzw. Fr. 804'805.50 (2006).
Gegen diese Veranlagungsverf�gungen erhob die X.________ Finanz AG Einsprache und verlangte die Zulassung einer Steuerausscheidung im Verh�ltnis zu den Cayman Islands f�r die Steuerperioden 2005 und 2006. Nach Durchf�hrung einer Einspracheverhandlung hiess die Rechtsmittelkommission der kantonalen Steuerverwaltung am 23. November 2009 die Einsprache gut. Demzufolge wurde der Nettofinanzertrag aus der Darlehensgew�hrung gegen�ber den Gruppengesellschaften der X.________ Finanz AG vollumf�nglich zu Gunsten der Betriebsst�tte auf den Cayman Islands ausgeschieden und der steuerbare Reingewinn der X.________ Finanz AG f�r die Steuerperioden 2005 und 2006 auf Fr. 0.-- festgelegt. Eine dagegen von der ESTV erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Abgaberechtliche Kammer, mit Urteil vom 21. Juli 2011 ab. Es bejahte einerseits den Betriebsst�ttencharakter der Einrichtungen auf den Cayman Islands und erblickte in der gew�hlten Rechtsgestaltung keine Steuerumgehung; nicht gepr�ft hat die Vorinstanz die Frage, ob sich die Beschwerdegegnerin gest�tzt auf das "Ruling" auf den Vertrauensschutz berufen konnte.
Am 12. September 2011 hat die ESTV Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht erhoben. Sie beantragt, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 21. Juli 2011 sei aufzuheben. Weiter sei die X.________ Finanz AG f�r die direkte Bundessteuer in der Steuerperiode 2005 mit einem Gewinn von Fr. 8'643'000.-- und in der Steuerperiode 2006 mit einem Gewinn von Fr. 9'468'300.-- zu veranlagen; eine internationale Steuerausscheidung sei zu unterlassen.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, w�hrend die kantonale Steuerverwaltung auf eine Vernehmlassung verzichtet. Die Beschwerdegegnerin beantragt die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. F�r den Fall einer Gutheissung sei die Sache zwecks Vervollst�ndigung der Akten an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
�Die II. �ffentlich-rechtliche Abteilung des Bundesgerichts hat die Angelegenheit am 5. Oktober 2012 an einer �ffentlichen Sitzung beraten.
1.1.�Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Entscheid betreffend die direkte Bundessteuer. Dagegen steht gem�ss Art. 82 ff. BGG in Verbindung mit Art. 146 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht offen. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde der gem�ss Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG in Verbindung mit Art. 146 DBG zur Beschwerde an das Bundesgericht legitimierten Eidgen�ssischen Steuerverwaltung (ESTV) ist einzutreten.
1.2.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann namentlich die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist daher weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen, und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Das Bundesgericht legt sodann seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, dieser sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 105 Abs. 2 bzw. Art. 97 Abs. 1 BGG).
1.3.�Heisst das Bundesgericht die Beschwerde gut, so entscheidet es gem�ss Art. 107 Abs. 2 BGG in der Sache selbst oder weist diese zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ck. Es kann die Sache auch an die Beh�rde zur�ckweisen, die als erste Instanz entschieden hat. Das Bundesgericht hebt den angefochtenen Entscheid auf und weist die Sache zur�ck, wenn es aus vorab tats�chlichen, seltener rechtlichen Gr�nden, nicht in der Lage ist, ein abschliessendes Urteil in der Sache zu sprechen und die blosse Kassation zur Erledigung des Streits nicht ausreicht. Diese R�ckweisung kommt vor allem dann in Frage, wenn die tats�chliche Beurteilungsgrundlage fehlt, die Vorinstanz demnach den rechtserheblichen Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder in Begehung einer Bundesrechtsverletzung festgestellt hat, ohne dass das Bundesgericht selber zur Vervollst�ndigung des Sachverhalts schreitet (Urteil 2C_752/2010 vom 17. Dezember 2011 E. 1.2).
Vorliegend ist strittig, ob die Beschwerdegegnerin auf den Cayman Islands in der vorliegend relevanten Steuerperiode eine Betriebsst�tte unterhalten hat. W�hrend die Beschwerdegegnerin eine solche behauptet und die Vorinstanz diese Auffassung gesch�tzt hat, ist die Beschwerdef�hrerin der Ansicht, es fehle an den notwendigen Voraussetzungen f�r die Annahme einer Betriebsst�tte.
2.1.�Zwischen der Schweiz und den Cayman Islands, die seit 1962 eine selbst�ndige britische Kolonie bilden, besteht kein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) : Das Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Vereinigten K�nigreich von Grossbritannien und Nordirland zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen vom 30. September 1954 (SR 0.672.936.711) ist gem�ss diversen Notenwechseln zwar auf �berseeische Gebiete ausgedehnt worden, f�r die es gem�ss Art. 28 Abs. 6 des Doppelbesteuerungsabkommens vom 8. Dezember 1977 mit Grossbritannien (SR 0.672.936.712) weiter gilt. Keine derartige Ausdehnung erfolgte jedoch in Bezug auf die Cayman Islands (vgl. BBl 1978 I S. 222).
�Das Doppelbesteuerungsverbot der Bundesverfassung (Art. 127 Abs. 3 BV) bezieht sich sodann auf interkantonale und nicht auf internationale Verh�ltnisse (vgl. Urteil 2P.92/1999 vom 15. M�rz 2000 E. 3a). Der vorliegende Fall, in dem es ausschliesslich um die unbeschr�nkte Steuerpflicht und den Umfang der Besteuerung einer juristischen Person zufolge pers�nlicher Zugeh�rigkeit im internationalen Verh�ltnis geht, ist daher bloss nach den (internen) Vorschriften der Steuergesetzgebung des Bundes zu beurteilen.
2.2.�Das Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer regelt die Besteuerung der juristischen Personen im dritten Teil. Dessen erster Titel befasst sich einerseits mit der "Steuerlichen Zugeh�rigkeit" - in Art. 50 und 51 DBG - und andererseits mit dem "Umfang der Steuerpflicht" in Art. 52 DBG. Aufgrund pers�nlicher Zugeh�rigkeit steuerpflichtig ist eine juristische Person, wenn sich ihr Sitz oder ihre tats�chliche Verwaltung in der Schweiz befindet (Art. 50 DBG; sog. Hauptsteuerdomizil). Lediglich aufgrund wirtschaftlicher Zugeh�rigkeit steuerpflichtig ist eine juristische Person dagegen u.a., wenn sie in der Schweiz eine Betriebsst�tte unterh�lt (Art. 51 Abs. 1 lit. b DBG; sog. Nebensteuerdomizil). Art. 52 DBG regelt sodann, was der Umfang der Steuerpflicht ist, sofern eine solche in der Schweiz besteht: Dabei h�lt Abs. 1 der Bestimmung f�r den Fall der pers�nlichen Zugeh�rigkeit nach Art. 50 DBG fest, dass die Steuerpflicht grunds�tzlich unbeschr�nkt ist, wobei jedoch u.a. der Gewinn ausgenommen ist, welcher einer Betriebsst�tte im Ausland zuzuordnen ist. Nach Abs. 2 der Bestimmung beschr�nkt sich die Steuerpflicht bei wirtschaftlicher Zugeh�rigkeit nach Art. 51 DBG auf den Gewinn, f�r den nach Art. 51 DBG eine Steuerpflicht in der Schweiz besteht, also beispielsweise auf den Gewinn aus einer Betriebsst�tte. Als Betriebsst�tte gilt gem�ss Art. 51 Abs. 2 DBG eine feste Gesch�ftseinrichtung, in der die Gesch�ftst�tigkeit eines Unternehmens ganz oder teilweise ausge�bt wird. Betriebsst�tten sind insbesondere Zweigniederlassungen, Fabrikationsst�tten, Werkst�tten, Verkaufsstellen, st�ndige Vertretungen, Bergwerke und andere St�tten der Ausbeutung von Bodensch�tzen sowie Bau- oder Montagestellen von mindestens zw�lf Monaten Dauer.
2.3.�Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin gest�tzt auf Art. 50 DBG in Verbindung mit Art. 52 Abs. 1 DBG aufgrund ihres Sitzes in der Schweiz unbeschr�nkt steuerpflichtig ist. Am Ort der unbeschr�nkten Steuerpflicht unterliegt grunds�tzlich das weltweite Einkommen des Steuerpflichtigen der Besteuerung durch die Gebietshoheit (Athanas/Giglio, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer, Band I/2a, 2. Aufl. 2008, Art. 52 DBG N. 5 mit Verweis auf Art. 6 DBG N. 5). Umstritten ist hingegen, ob ein Teil dieses Gesamteinkommens einem Nebensteuerdomizil im Ausland zuzuordnen ist. Mit anderen Worten ist zu pr�fen, ob die Beschwerdegegnerin auf den Cayman Islands �ber eine Betriebsst�tte im Ausland verf�gt.
�Die Vorinstanz hat die Existenz einer solchen Betriebsst�tte gest�tzt auf die Betriebsst�ttendefinition in Art. 51 Abs. 2 DBG bejaht. Demgegen�ber vertritt die Beschwerdef�hrerin die Meinung, f�r den Nachweis einer Betriebsst�tte im Ausland sei gem�ss Art. 52 Abs. 3 DBG auf die Grunds�tze des Bundesrechts �ber das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung abzustellen. Sie begr�ndet diese Auffassung damit, im DBG fehle betreffend juristische Personen mit unbeschr�nkter Steuerpflicht eine Definition der Betriebsst�tte im Ausland. Gest�tzt auf die Betriebsst�ttenkriterien nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur interkantonalen Doppelbesteuerung gelangt sie zum Ergebnis, die Betriebsst�ttenqualit�t des Betriebsteils auf den Cayman Islands sei zu verneinen, werde doch dort nicht ein quantitativ und qualitativ notwendiger Teil der Gesch�ftst�tigkeit abgewickelt. Umstritten ist damit vorab, ob die Betriebsst�tte unterschiedlich definiert ist, je nachdem ob es sich um eine Betriebsst�tte eines ausl�ndischen Unternehmens im Inland oder eine Betriebsst�tte eines inl�ndischen Unternehmens im Ausland handelt und inwieweit der Betriebsst�ttenbegriff allenfalls unterschiedlich zu verstehen ist.
2.4.�Im Folgenden sind somit die einschl�gigen Normen des Bundesrechts auszulegen. Das Gesetz muss in erster Linie aus sich selbst heraus, das heisst nach dem Wortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zugrunde liegenden Wertungen auf der Basis einer teleologischen Verst�ndnismethode ausgelegt werden. Die Gesetzesauslegung hat sich vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen Gef�ge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der ratio legis. Dabei befolgt das Bundesgericht einen pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es namentlich ab, die einzelnen Auslegungselemente einer hierarchischen Ordnung zu unterstellen. Die Gesetzesmaterialien k�nnen beigezogen werden, wenn sie auf die streitige Frage eine klare Antwort geben (BGE 136 III 23 E. 6.6.2.1 S. 37; 136 V 195 E. 7.1 S. 203; 135 V 50 E. 5.1 S. 53; 134 II 308 E. 5.2 S. 311).
2.4.1.�Vorab ist festzustellen, dass das DBG die Betriebsst�tte juristischer Personen lediglich in einer Bestimmung definiert, n�mlich wie bereits erw�hnt in Art. 51 Abs. 2 DBG. Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin l�sst sich demgegen�ber aus Art. 52 Abs. 3 DBG kein Hinweis auf die Definition der Betriebsst�tte entnehmen. Diese Bestimmung regelt vielmehr unter der Marginalie "Umfang der Steuerpflicht", wie die Steuerausscheidung zwischen mehreren Steuerdomizilen vorzunehmen ist. Sie nimmt dabei sowohl auf die in Abs. 1 des Artikels geregelte unbeschr�nkte Steuerpflicht aufgrund pers�nlicher Zugeh�rigkeit Bezug, wie auch auf die in Abs. 2 des Artikels geregelte beschr�nkte Steuerpflicht aufgrund wirtschaftlicher Zugeh�rigkeit. F�r beide Arten der Steuerpflicht bestimmt sie, dass die Abgrenzung der Steuerpflicht f�r Gesch�ftsbetriebe, Betriebsst�tten und Grundst�cke im Verh�ltnis zum Ausland nach den Grunds�tzen des Bundesrechts �ber das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung erfolgt (vgl. diesbez�glich auch die Ausf�hrungen des Bundesrates in der Botschaft vom 25. Mai 1983 �ber die Steuerharmonisierung zu Art. 6 DBG in BBl 1983 III 157: "Diese Bestimmung umschreibt den sachlichen Umfang der Steuerpflicht bei unbeschr�nkter und bei beschr�nkter Steuerpflicht. Dabei wird in Absatz 3 zur Abgrenzung der Steuerpflicht f�r gesch�ftliche Betriebe, Betriebsst�tten und Grundst�cke im Verh�ltnis zum Ausland auf die Grunds�tze des interkantonalen Doppelbesteuerungsrechtes verwiesen."). Bereits daraus ergibt sich, dass dieser Bestimmung keine Regelung f�r nur gerade einer der beiden m�glichen Sachverhaltssituationen, d.h. eine ausl�ndische Betriebsst�tte einer inl�ndischen juristischen Person, entnommen werden kann. Hinzu kommt, dass die Interpretation von Art. 52 Abs. 3 DBG durch die Beschwerdef�hrerin auch die Systematik der gesetzlichen Regelungen missachtet. Das Gesetz definiert zuerst die Begriffe der pers�nlichen und wirtschaftlichen Zugeh�rigkeit und danach den sich daraus ergebenden Umfang der Steuerpflicht. Erst als Drittes erfolgt sodann die Bestimmung, wie die Abgrenzung der Steuerpflicht f�r verschiedene Nebensteuerdomizile, d.h. die Vornahme der Steuerausscheidung, im Verh�ltnis zum Ausland erfolgen soll.
2.4.2.�Die Beschwerdef�hrerin erachtet die Bezugnahme auf Art. 52 Abs. 3 DBG wie erw�hnt als erforderlich, weil es an einer Definition der Betriebsst�tte f�r den vorliegend relevanten Fall einer Unternehmung im Inland mit (behaupteter) Betriebsst�tte im Ausland im Gesetz fehle. Sie begr�ndet dies damit, die Betriebsst�ttendefinition sei in Abs. 2 des Art. 51 DBG enthalten, welcher die Marginalie "Wirtschaftliche Zugeh�rigkeit" tr�gt. Sie schliesst daraus, diese Definition k�nne sich lediglich auf die Situation beziehen, bei der es um eine Schweizer Gesch�ftseinrichtung einer ausl�ndischen Unternehmung gehe.
Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Abgesehen von der systematischen Einordnung der Begriffsumschreibung sind keinerlei Anhaltspunkte daf�r ersichtlich, dass der Gesetzgeber den Begriff der Betriebsst�tte unterschiedlich festlegen wollte, je nachdem ob sich die Betriebsst�tte im In- oder Ausland befindet. Den Materialien l�sst sich nichts Derartiges entnehmen. Im Gegenteil weisen die bereits zitierten Ausf�hrungen des Bundesrates zur Steuerausscheidung darauf hin, dass von einem einheitlichen Begriff auszugehen ist. In diesem Zusammenhang erscheint es als relevant, dass der Bundesratsbeschluss �ber die Erhebung der direkten Bundessteuer vom 9. Dezember 1940 (BdBSt) noch einen eigenen Artikel 6 kannte, welcher die Betriebsst�tte definierte. Diese Definition galt in identischer Weise f�r die nach Art. 3 Ziff. 2 BdBSt unbeschr�nkt steuerpflichtigen juristischen Personen, wie f�r die nach Ziff. 3 dieser Bestimmung beschr�nkt steuerpflichtigen Personen (vgl. Ernst K�nzig, Die eidgen�ssische Wehrsteuer, I. Teil, 2. Aufl. 1983, N. 1 zu Art. 6: "Der Begriff der "Betriebsst�tte" ist im Rahmen des Wehrsteuerrechts stets in gleicher Weise zu verstehen, handle es sich um die Feststellung der Inlandsfaktoren ausl�ndischer oder um die Feststellung der Auslandsfaktoren inl�ndischer Stpfl."). Mangels jeglicher diesbez�glicher Anhaltspunkte ist nicht anzunehmen, dass der Gesetzgeber beabsichtigte, in dieser Frage etwas zu �ndern und neu zu unterscheiden zwischen inl�ndischen und ausl�ndischen Betriebsst�tten. Vielmehr ist mit der �berwiegenden Lehre festzustellen, dass die gesetzliche Einordnung des Betriebsst�ttenbegriffes unter Art. 51 DBG (wirtschaftliche Zugeh�rigkeit) zwar ungl�cklich gew�hlt wurde, sich daraus jedoch keinerlei weitergehende Schl�sse ziehen lassen (vgl. Athanas/Giglio, a.a.O., Art. 51 DBG N. 27; Peter Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, 2001, Art. 52 DBG N. 11; Jean-Blaise Paschoud, in: Commentaire Romand, Imp�t f�d�ral direct, 2008, Art. 4 DBG N. 6 und Art. 6 DBG N. 8; Peter Br�lisauer, Gewinnabgrenzung zwischen Stammhaus und Betriebsst�tte im internationalen Steuerrecht der Schweiz, 2006, S. 12.; Stefan G. Widmer, Die Betriebsst�ttebegr�ndung des Principals nach der allgemeinen Betriebsst�ttedefinition, IFF Forum f�r Steuerrecht 2005, S. 95; Stefan G. Widmer, Die Vertreterbetriebsst�tte im internationalen Steuerrecht der Schweiz, ASA 72 S. 100; im Ergebnis gleich, indem nicht zwischen Betriebsst�tten im In- und Ausland unterschieden wird: Xavier Oberson, Pr�cis de droit fiscal international, 3. Aufl. 2009, N. 399; Stefan Widmer, Is there a permanent establishment?, Branch report Switzerland, in: cahiers de droit fiscal international, Vol. 94a 2009, S. 632; Peter Br�lisauer, Gewinnabgrenzung bei Betriebsst�tten, ASA 75 S. 337 ff., insb. S. 340; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N. 8 zu Art. 6 DBG; abweichend: Daniel de Vries Reilingh, Le droit fiscal intercantonal et le droit fiscal international de la Suisse, 2011, S. 119 f.).
2.4.3.�Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass grunds�tzlich von einem einheitlichen Begriff der Betriebsst�tte auszugehen ist, sowohl was die Betriebsst�tte einer ausl�ndischen Unternehmung in der Schweiz betrifft, wie auch den umgekehrten Fall der ausl�ndischen Betriebsst�tte einer schweizerischen Unternehmung. Diese Sichtweise liegt im �brigen auch der neuesten bundesrechtlichen Gesetzgebung im Steuerbereich, dem Mehrwertsteuergesetz vom 12. Juni 2009 (MWSTG; SR 641.20) zugrunde. Dieses bestimmt beispielsweise als einen Ort der Leistung die Betriebsst�tte (f�r Lieferungen Art. 7 Abs. 2 MWSTG, f�r Dienstleistungen Art. 8 Abs. 1 MWSTG), ohne dabei zwischen Betriebsst�tten im Inland und solchen im Ausland zu differenzieren (vgl. dazu auch Baumgartner/Clavadetscher/Kocher, Vom alten zum neuen Mehrwertsteuergesetz, 2010, � 3 Rz. 12 f.). Obwohl das Mehrwertsteuergesetz den Begriff der Betriebsst�tte mehrfach verwendet, enth�lt das Gesetz selber keine Legaldefinition. Diese findet sich jedoch im 1. Titel der allgemeinen Bestimmungen in Art. 5 der Mehrwertsteuerverordnung vom 27. November 2009 (MWSTV; SR 641.201) und entspricht weitestgehend derjenigen in Art. 51 Abs. 2 DBG (abgesehen von wenigen, vorliegend nicht relevanten Ausdehnungen und Abgrenzungen, die sich aus dem abweichenden Charakter der Mehrwertsteuer als Umsatzsteuer ergeben).
3.1.�Art. 51 Abs. 2 Satz 1 DBG definiert die Betriebsst�tte als eine feste Gesch�ftseinrichtung, in der die Gesch�ftst�tigkeit eines Unternehmens ganz oder teilweise ausge�bt wird.
3.1.1.�Als feste Gesch�ftseinrichtungen gelten Anlagen oder Einrichtungen, in denen st�ndig oder doch wenigstens w�hrend einer gewissen Zeit die T�tigkeit eines Unternehmens ausge�bt wird (vgl. Urteile 2A.119/2007 vom 13. August 2007 E. 3.1 und 2A.409/1997 vom 12. November 1999 E. 2c).
Das Kriterium der festen Gesch�ftseinrichtung wird von der ESTV zu Recht nicht in Frage gestellt: Die Vorinstanz hat dazu verbindlich festgestellt, dass die Beschwerdegegnerin auf den Cayman Islands in den Jahren 2005 und 2006 B�ror�umlichkeiten gemietet und mit vier Teilzeitangestellten eine Organisation betrieben hat (vgl. angefochtener Entscheid E. 4a). Damit hat die Beschwerdegegnerin die Existenz einer st�ndigen k�rperlichen Anlage oder Einrichtung beweism�ssig gen�gend dargetan.
3.1.2.�Umstritten ist dagegen, ob die Beschwerdegegnerin in diesen Einrichtungen teilweise ihre Gesch�ftst�tigkeit, im Sinne der in Art. 51 Abs. 2 DBG definierten Regelung, ausge�bt hat.
�Im Gegensatz zum BdBSt stellt die Betriebsst�ttenumschreibung in Art. 51 Abs. 2 DBG keine Anfordernisse (mehr) an die qualitative oder quantitative Erheblichkeit der in der festen Einrichtung ausge�bten T�tigkeit. Unter der Wendung "in der die Gesch�ftst�tigkeit [...] ganz oder teilweise ausge�bt wird" lassen sich grunds�tzlich s�mtliche mit der Erf�llung des statutarischen Zweckes im weitesten Sinn in Zusammenhang stehende Aktivit�ten subsumieren ungeachtet ihrer Bedeutung innerhalb der Gesamtunternehmung. In dieser Hinsicht geht der Betriebsst�ttenbegriff des DBG in Art. 51 Abs. 2 �ber denjenigen des alten Bundessteuerrechts bzw. des interkantonalen Rechts hinaus (Athanas/Giglio, a.a.O., Art. 51 DBG N. 36; Daniel de Vries Reilingh, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Interkantonales Steuerrecht, 2011, � 11 N. 42). Indessen ist bei der Auslegung dieser unbestimmten Begriffe zu beachten, welche Funktion der unilateralen Regelung im Schweizer Steuerrecht zukommt: Soweit es um die Definition einer Betriebsst�tte einer ausl�ndischen Unternehmung in der Schweiz geht, soll geregelt werden, wann und in welchem Umfange die Schweiz einen Teil des Betriebsergebnisses zur Besteuerung heranziehen darf. Umgekehrt geht es bei der Definition einer ausl�ndischen Betriebsst�tte einer Schweizer Unternehmung darum festzulegen, wann und in welchem Umfange das Betriebsergebnis einer Schweizer Unternehmung hier von der Besteuerung ausgenommen werden muss. Diese unterschiedlichen Zielsetzungen der unilateralen Regelung sind insbesondere auch im Zusammenhang mit den doppelbesteuerungsrechtlichen Regelungen zu beachten, die sich - wenn auch nicht im vorliegenden Fall, jedoch sehr h�ufig - aufgrund der Zuweisung von Besteuerungsbefugnissen durch Doppelbesteuerungsabkommen ergeben. Daraus ergibt sich, dass die unilateralen Regelungen, mit denen einseitig eine Doppelbesteuerung vermieden werden soll, tendenziell eher zugunsten des Besteuerungsrechts der Schweiz auszulegen sind, greift doch bei einer zu starken Ausdehnung dieses Besteuerungsrechts im Allgemeinen - d.h. soweit ein Abkommen Anwendung findet - die abkommensrechtliche Regelung korrigierend ein (vgl. de Vries Reilingh, a.a.O., S. 120). Die sich daraus ergebende Differenzierung, je nachdem ob das Vorliegen einer Betriebsst�tte im Inland oder einer solchen im Ausland zu beurteilen ist, ergibt sich demnach aus teleologischen �berlegungen: Es soll mit unilateralen Massnahmen zwar eine Regelung getroffen werden, welche die Gefahr einer doppelten Besteuerung vermindert, dabei soll jedoch nach M�glichkeit verhindert werden, dass aufgrund dieser Regelung eine doppelte Nichtbesteuerung resultiert, wird doch Letzteres durch bilaterale Doppelbesteuerungsabkommen, denen keineswegs allgemein der Gedanke zugrunde liegt, doppelte Nichtbesteuerung zu vermeiden, h�chstens in bestimmten Konstellationen ausgeschlossen (vgl. Michael Lang, Double non-taxation, Generalbericht, in: cahier de droit fiscal international, Vol 89a 2004). In Bezug auf die Betriebsst�ttendefinition ergibt sich daraus, dass f�r Betriebsst�tten im Ausland die Anforderungen etwas h�her gesteckt werden d�rfen als f�r Betriebsst�tten in der Schweiz. Betriebsst�tten im Ausland sind daher in zweifelhaften F�llen aufgrund der unbeschr�nkten Steuerpflicht in der Schweiz tendenziell der Steuerpflicht in der Schweiz zu unterwerfen und einer allenfalls drohenden Doppelbesteuerung ist in solchen F�llen mittels Heranziehung entsprechender DBA entgegenzutreten, soweit solche bestehen.
3.2.�N�her zu pr�fen ist unter den ausgef�hrten Pr�missen damit die Qualifikation der Gesch�ftst�tigkeit auf den Cayman Islands, d.h. die Frage, ob sich in der Betriebsst�tte ein steuerlich relevanter Teil des Betriebs vollzieht (vgl. allgemein zur Problematik der Art der Aktivit�t auch "OECD Model Tax Convention on Income and on Capital 2010, R [19]. Issues arising under Article 5 [permanent establishment] of the Model Tax Convention, Issue 2.5: Active v. passive activity"). Die Vorinstanz hat dies - unter Bezugnahme auf die Richtlinie "Niederl�ndische Finanzgesellschaften mit schweizerischer Betriebsst�tte" der ESTV aus dem Jahre 1991 - bejaht (vgl. angefochtener Entscheid E. 4b-4g). In Bezug auf quantitative Kriterien f�hrte die Vorinstanz aus, anhand der Jahresabschl�sse 2005 und 2006 zeige sich, dass nahezu s�mtliche Bilanzposten Darlehen betreffen w�rden. Unter den Aktiven und Passiven erschienen im Wesentlichen Darlehen an Schwestergesellschaften innerhalb der X.________-Gruppe bzw. von der X.________ Holding AG. In der Erfolgsrechnung setzten sich die Ertr�ge ausschliesslich aus Zinseinnahmen zusammen und beim Aufwand stelle der Zinsaufwand den mit Abstand gr�ssten Posten dar (vgl. angefochtener Entscheid E. 4e). Die Vorinstanz hat auch eine qualitative Wesentlichkeit der Gesch�ftst�tigkeit bejaht: Die Beschwerdegegnerin habe die Darlehensvergabe, das Aushandeln von Vertragsbedingungen betreffend H�he, Laufzeit und Verzinsung, die �berwachung, die Buchf�hrung und das Inkasso auf die Cayman Islands ausgelagert. An ihrem Sitz in A.________/ZG verf�ge sie hingegen weder �ber Personal noch �ber eine Infrastruktur. Die Beschwerdegegnerin habe damit ihre Gesch�ftst�tigkeit vollst�ndig auf die Cayman Islands ausgelagert und die gesamte Wertsch�pfung finde auf den Cayman Islands statt (vgl. angefochtener Entscheid E. 4f und g). Diese Ausf�hrungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verm�gen bei n�herer Betrachtung nicht zu �berzeugen:
3.2.1.�Zwar ist festzuhalten, dass die Finanzierungst�tigkeit in einem international t�tigen Konzern grunds�tzlich ohne Weiteres auch im Rahmen einer ausl�ndischen Betriebsst�tte wahrgenommen werden kann und h�ufig die Konzerngestaltung auch entsprechend vorgenommen wird. Im Grundsatz ist sodann von der Gestaltungsfreiheit der steuerpflichtigen Person auszugehen. Sind die Schranken, bei deren �berschreiten die Steuerbeh�rde zwingend einschreiten muss, nicht klarerweise tangiert, bleibt es dabei, dass die Steuerbeh�rde ihr eigenes Ermessen nicht an die Stelle jenes des Gesch�ftsf�hrers zu setzen hat. Dementsprechend darf auch das Gericht nur mit Zur�ckhaltung in den erheblichen Ermessensspielraum eingreifen, der dem Unternehmen zukommt (vgl. Urteile 2C_272/2011 vom 5. Dezember 2011 E. 3.2.3 und 2A.71/2004 vom 4. Februar 2005 E. 2).
�Vorliegend stellt sich die Sachlage jedoch so dar, dass die T�tigkeit der Beschwerdegegnerin in den Steuerperioden 2005 und 2006 in der Gew�hrung von konzerninternen Darlehen f�r die Gruppengesellschaften des rein schweizerischen Konzerns bestand. Sie besch�ftigte dazu in den Steuerperioden 2005 und 2006 jedoch bloss vier Teilzeitmitarbeitende mit Arbeitspensen von je 20%, welche mit pauschalen Jahressal�ren zwischen $ 10'000.-- (drei Mitarbeitende) und $ 20'000.-- (ein Mitarbeitender) entsch�digt wurden. Gem�ss den Arbeitsvertr�gen war es diesen Mitarbeitenden zudem ausdr�cklich erlaubt, anderen Erwerbst�tigkeiten nachzugehen. Diese schlanken Strukturen stehen damit in deutlichem Kontrast zu den Zahlen in den Jahresabschl�ssen der "Cayman-Branch": So betrug die Bilanzsumme Fr. 365'944'497.28 (Ende 2005) bzw. Fr. 520'394'471.36 (Ende 2006). Unter den Aktiven erscheinen Darlehen an die Schwestergesellschaften der X.________-Gruppe in der H�he von rund Fr. 497'000'000.-- (Ende 2005) bzw. rund Fr. 647'000'000.-- (Ende 2006). Die Ertr�ge setzen sich ausschliesslich aus Zinseinnahmen zusammen (2005: rund Fr. 16'000'000.--; 2006: rund Fr. 18'000'000.--). Damit steht wohl fest, dass die Beschwerdegegnerin Darlehen in betr�chtlicher H�he an ihre Schwestergesellschaften in der Schweiz gew�hrt hat; unklar bleibt letztlich aber, was die auf den Cayman Islands vorhandenen Einrichtungen im Einzelnen konkret zur Wertsch�pfung beigetragen haben.
3.2.2.�Nichts zu ihren Gunsten kann die Beschwerdegegnerin sodann aus dem Umstand ableiten, dass sie an ihrem Hauptsitz in der Schweiz kein Personal besch�ftigt: Einerseits ist vorliegend ausschliesslich zu pr�fen, ob die behauptete Betriebsst�tte auf den Cayman Islands steuerlich anzuerkennen ist, und steht die Beurteilung der T�tigkeit der Beschwerdef�hrerin in der Schweiz nicht zur Diskussion. Andererseits gen�gt es f�r die Begr�ndung der unbeschr�nkten Steuerpflicht in der Schweiz schon, wenn nur der statutarische Sitz in der Schweiz liegt, ohne dass gleichzeitig Verwaltungs- oder andere Gesch�ftsaktivit�ten an diesem Ort stattfinden m�ssen ( RICHNER/FREI/ KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., N. 7 zu Art. 50 DBG). Damit kommt dem von der Beschwerdegegnerin angestellten Vergleich der T�tigkeiten in der Schweiz und auf den Cayman Islands keine entscheidende Bedeutung zu. Die Argumentation der Beschwerdegegnerin w�rde - wie die ESTV zu Recht ins Feld f�hrt - im Ergebnis dazu f�hren, dass eine Ansiedlung von v�llig nebens�chlichen Funktionen in Niedrigsteuerl�ndern eine vollumf�ngliche Steuerausscheidung zu Lasten der Schweiz und damit einhergehend eine weitgehende Freistellung von jeglicher Gewinnbesteuerung in der Schweiz bewirken w�rde, was kaum der Absicht des Gesetzgebers entsprochen haben d�rfte.
3.2.3.�Zusammenfassend ist festzustellen, dass es vorliegend den Aktivit�ten auf den Cayman Islands an der hinreichenden Substanz fehlt und sie damit das Kriterium der Aus�bung einer Gesch�ftst�tigkeit einer Schweizer Unternehmung in einer ausl�ndischen Betriebsst�tte nicht erf�llen. Damit hat die Beschwerdegegnerin insgesamt beweism�ssig nicht gen�gend darlegen k�nnen, dass ihre angebliche Betriebsst�tte auf den Cayman Islands eine relevante Gesch�ftst�tigkeit entfaltet. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin liegt damit aber keine konzernrechtliche Betrachtungsweise vor, denn es geht hier nicht darum, mit einem sog. Durchgriff die Ertr�ge der ausl�ndischen Betriebsst�tte der Konzernspitze zurechnen zu wollen.
4.1.�Als erstes Ergebnis steht somit fest, dass die Beschwerdegegnerin die Existenz einer Betriebsst�tte auf den Cayman Islands im Sinne von Art. 52 Abs. 1 DBG beweism�ssig nicht gen�gend dargetan hat. Damit sind die in den Steuerperioden 2005 und 2006 erwirtschafteten Gewinne - die in ihrer H�he von keiner Seite bestritten worden sind (vgl. angefochtener Entscheid E. 3) - im Rahmen der direkten Bundessteuer grunds�tzlich vollst�ndig in der Schweiz zu versteuern.
4.2.�Bei diesem Ergebnis kann somit auf eine �berpr�fung des vorliegenden Sachverhalts unter dem Aspekt der Steuerumgehung (vgl. angefochtener Entscheid E. 5 bzw. Beschwerdeschrift Ziff. 3) verzichtet werden.
4.3.�N�her zu pr�fen bleibt jedoch, ob sich die Beschwerdegegnerin aufgrund des "Rulings" vom August 1999 mit der Steuerverwaltung des Kantons Zug auf den Vertrauensschutz berufen kann.
4.3.1.�Die ESTV stellt sich auf den Standpunkt, das "Ruling" sei nicht korrekt umgesetzt worden, weshalb sich die Beschwerdegegnerin weder f�r die Steuerperiode 2005 noch f�r die Steuerperiode 2006 auf den Vertrauensschutz berufen k�nne (vgl. Beschwerdeschrift Ziff. 4). Die Beschwerdegegnerin f�hrt dagegen aus, zwischen 1999 und 2004 seien die Betriebsst�tte anerkannt und die Gewinne entsprechend verlegt worden. Es sei unverst�ndlich, im Februar 2005 eine bestehende Zusage ab Beginn des Jahres 2005 aufheben zu wollen. Der Vertrauensschutz m�sse eine angemessene Anpassungsfrist inklusive K�ndigungsm�glichkeit von Mitarbeitenden und M�glichkeit der �berf�hrung in eine den neuen steuerlichen Rahmenbedingungen entsprechenden Organisationsstruktur beinhalten (vgl. Stellungnahme der Beschwerdegegnerin Ziff. 51 ff.).
4.3.2.�Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid - aufgrund der Abweisung der Beschwerde - auf die Pr�fung einer allf�lligen Bindungswirkung des "Rulings" g�nzlich verzichtet (vgl. angefochtener Entscheid E. 6). Insbesondere hat sie sich nicht mit der Frage der Bindung der ESTV an Steuerrulings der kantonalen Steuerverwaltung (vgl. dazu Schreiber/Jaun/Kobierski, Steuerruling - Eine systematische Auslegeordnung unter Ber�cksichtigung der Praxis, ASA 80 S. 330 ff.) befasst. So ist etwa unklar, ob die ESTV f�r die Erteilung der Steuerauskunft miteinbezogen worden ist, was eine direkte Wirkung des Vertrauensschutzes des Steuerpflichtigen auch gegen�ber der ESTV entfalten w�rde (Schreiber/Jaun/Kobierski, a.a.O., S. 331). Aus den Akten ergibt sich einzig, dass das Steuerruling von der kantonalen Steuerverwaltung genehmigt und unterzeichnet worden ist, soweit ersichtlich jedoch nicht von der ESTV.
�Mit anderen Worten liegt bez�glich der Geltendmachung des Vertrauensschutzes bzw. der Frage der Bindungswirkung des "Rulings" vom August 1999 eine unvollst�ndige Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz vor (vgl. E. 1.3 hiervor), weshalb die Sache - wie von der Beschwerdegegnerin beantragt (vgl. Stellungnahme Ziff. 10) - an die Vorinstanz zur n�heren sachverhaltlichen Abkl�rung und Pr�fung zur�ckzuweisen ist. Falls die ESTV in Bezug auf das Ruling einbezogen worden ist, w�re insbesondere zu pr�fen, ob die r�ckwirkende Aufhebung des Rulings per 1. Januar 2005 nicht gegen den Grundsatz von Treu und Glauben verst�sst. Die Vorinstanz wird konkret untersuchen m�ssen, ab welchem Stichtag die Aufhebung des Rulings durch die ESTV Wirkung entfalten kann.
�Auf die von der Beschwerdegegnerin ebenfalls beantragte Einholung eines Amtsberichts zum Thema Behandlung von Finanzbetriebsst�tten in der Schweiz kann die Vorinstanz hingegen angesichts des Ausgangs des Verfahrens vor dem Bundesgericht verzichten.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erweist sich demnach als begr�ndet. Sie ist gutzuheissen und das angefochtene Urteil aufzuheben. Die Sache ist zur weiteren Abkl�rung und Beurteilung im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
�Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 65 f. BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen und das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 21. Juli 2011 aufgehoben. Die Sache wird zur weiteren Abkl�rung und Beurteilung im Sinne der Erw�gungen an das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur�ckgewiesen.