Source: https://www.haufe.de/thema/bewertungsgesetz/pc/?page=71
Timestamp: 2019-08-24 15:39:21
Document Index: 71881345

Matched Legal Cases: ['§ 201', '§ 2', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 13', '§ 13', '§ 14', '§ 10', '§ 10', '§ 12', '§ 1', '§ 16', '§ 12', '§ 10', '§ 70', '§ 179', '§ 195', '§ 15', '§ 15', '§ 193', '§ 157', '§ 198', '§ 151', '§ 12', '§ 12', '§ 13', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 193', '§ 194', '§ 183', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 29', '§ 2', '§ 180', '§ 180', '§ 179', '§ 196', '§ 196', '§ 178', '§ 183', '§ 192', '§ 192', '§ 179', '§ 151', '§ 159', '§ 10', '§ 9', '§ 19', '§ 19', '§ 10', '§ 10']

Erbschaftsteuer: Bewertung des Betriebsvermögens / 3.3.1 Ausgangsbasis: Nachhaltig erzielbarer Jahresertrag
Ausgangsgröße für die Bewertung ist der nachhaltig zu erzielende Jahresertrag. Dabei soll der in der Vergangenheit tatsächlich erzielte Durchschnittsertrag die Beurteilungsgrundlage bilden. Dabei sollen grundsätzlich die letzten 3 vor dem Bewertungsstichtag abgelaufenen Wirtschaftsjahre heranzuziehen sein. Allerdings kann in begründeten Ausnahmefällen nach § 201 Abs. 2 Satz ...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Betriebsvermögens / 3.1 Sonderfall: Der Börsenkurs
Ein Sonderfall der Bewertung liegt vor, wenn Anteile an einer Kapitalgesellschaft bewertet werden müssen, die an einer deutschen Börse zum Handel im regulierten Markt zugelassen sind. In diesen Fällen ist der am Stichtag für dieses Wertpapier im regulierten Markt niedrigste notierte Kurs anzusetzen. Wenn kein Kurs zum Bewertungsstichtag festgestellt wird, ist der letzte inne...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des übrigen Vermögens / 1. Geltungsbereich des Bewertungsgesetzes
Der erste Teil des Bewertungsgesetzes (§§ 2 – 16 BewG) gilt für alle öffentlich-rechtlichen Abgaben, die durch Bundesrecht geregelt werden, soweit sie durch Bundesfinanzbehörden oder durch Landesfinanzbehörden verwaltet werden. Nur wenn in Einzelsteuergesetzen oder im zweiten Teil des Bewertungsgesetzes andere Bewertungsvorschriften vorgegeben werden, gelten die allgemeinen ...mehr
Erbschaftsteuer: Berechnung / 4. Die Bewertungsvorschriften nach § 12 ErbStG
Bei der Erbschaft-/Schenkungsteuer ist die Bereicherung des Erwerbers Grundlage der Besteuerung. Bei der Schenkung ist dies der Reinwert des Erwerbs. Beim Erwerb von Todes wegen ist der Wert des gesamten Vermögensanfalls abzüglich des Werts der abzugsfähigen Nachlassverbindlichkeiten zu ermitteln. Beide Werte sind nach § 12 ErbStG zu bestimmen. Die Vorschrift des § 12 ErbStG ...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des übrigen Vermögens / 3.3 Bewertung von Renten oder anderen wiederkehrenden Nutzungen und Leistungen, §§ 13 ff. BewG
Besonderheiten bestehen bei der Ermittlung des Kapitalwerts von wiederkehrenden Nutzungen und Leistungen (§ 13 BewG) und bei der Ermittlung des Werts von lebenslänglichen Nutzungen und Leistungen (§ 14 BewG). Unabhängig davon, ob es sich um eine auf bestimmte Zeit beschränkte oder eine lebenslängliche Nutzung oder Leistung handelt, ist der Jahreswert der Nutzung oder Leistung...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des übrigen Vermögens / 2.2 Der Teilwert
Der Teilwert ist nach der ausdrücklichen Anordnung des § 10 Satz 1 BewG für Wirtschaftsgüter anzuwenden, die einem Unternehmen dienen, soweit nicht – insbesondere im besonderen Teil des Bewertungsgesetzes – etwas anderes vorgeschrieben ist. Die Definition des Teilwerts erfolgt im § 10 BewG. Es ist hier die allgemeine – auch ertragsteuerrechtlich normierte – Definition wiederg...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des übrigen Vermögens / 2. Die allgemeinen Bewertungsvorschriften
Nach § 12 Abs. 1 ErbStG ist grundsätzlich der erste Teil des Bewertungsgesetzes (§ 1 bis § 16 BewG) anzuwenden, wenn eine Bewertung für die Erbschaft- und Schenkungsteuer vorzunehmen ist. Dies gilt aber dann nicht, wenn ausdrücklich eine andere Bewertungsvorschrift vorgeschrieben ist. Praxis-Tipp § 12 ErbStG als Überleitungsvorschrift zu den Bewertungsvorschriften des BewG Bei...mehr
Ziel der Bewertung für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer ist, den tatsächlichen gemeinen Wert (Verkehrswert) des Grundstücks zu ermitteln. Dieser gemeine Wert soll durch die typisierenden Bewertungsvorschriften abgebildet werden. Durch diese typisierenden Bewertungsverfahren lässt es sich jedoch nicht vermeiden, dass die ermittelten Werte in besonders gelagerten Fäll...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des übrigen Vermögens / Zusammenfassung
Überblick Bei einem Erwerb von Todes wegen oder einer Schenkung unter Lebenden muss für den Steuerpflichtigen der steuerpflichtige Erwerb nach § 10 Abs. 1 ErbStG ermittelt werden. Um diesen steuerpflichtigen Erwerb der Höhe nach zu bestimmen, ist das übergegangene Vermögen nach den Vorgaben des Erbschaftsteuergesetzes und den einschlägigen Vorschriften des Bewertungsgesetzes...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 4 Umfang des Grundvermögens und Bewertung
Wirtschaftliche Einheiten des Grundvermögens – in § 70 Abs. 1 BewG unterschiedslos als "Grundstück" bezeichnet – sind nicht nur die Grundstücke im eigentlichen Sinn, also "der Grund und Boden, die Gebäude, die sonstigen Bestandteile und das Zubehör", sondern auch das Erbbaurecht sowie das Wohnungseigentum, das Teileigentum, das Wohnungserbbaurecht und das Teilerbbaurecht nac...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 6.3.2 Ertragswertverfahren
Wird ein Grundstück im Rahmen des Ertragswertverfahrens bewertet, sind das Gebäude und der Grund und Boden getrennt zu bewerten. Der Grund und Boden ist dabei wie ein unbebautes Grundstück (Bodenrichtwert nach § 179 BewG) zu bewerten. Das Gebäude ist mit dem Gebäudeertragswert zu bewerten, ein gesonderter Ansatz von sonstigen baulichen Anlagen – insbesondere Außenanlagen – e...mehr
Wichtig Umfassende Änderungen sind zum 1.1.2016 eingetreten Zum 1.1.2016 sind bei dem Sachwertverfahren erhebliche Änderungen eingetreten. Neben der zu berücksichtigenden Absenkung der typisierten wirtschaftlichen Gesamtnutzungsdauer eines Gebäudes ist die Anlage 24 zur Ermittlung des Gebäuderegelherstellungswerts vollständig neu gefasst worden. Darüber hinaus sind die in der...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 7.2 Gebäude auf fremdem Grund und Boden
In den Fällen von Gebäuden auf fremdem Grund und Boden liegen nach § 195 BewG 2 wirtschaftliche Einheiten vor: wirtschaftliche Einheit des Gebäudes auf fremdem Grund und Boden und wirtschaftliche Einheit des belasteten Grundstücks. Für diese beiden wirtschaftlichen Einheiten sind jeweils getrennt die Grundbesitzwerte zu ermitteln. Ein Gebäude auf fremdem Grund und Boden liegt vo...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des übrigen Vermögens / 3.3.1 Der Jahreswert der Nutzung oder Leistung
Der Jahreswert der Nutzung oder Leistung bestimmt sich nach § 15 BewG. Bei der Nutzung eines Geldbetrags ist für die einjährige Nutzung von einem Betrag in Höhe von 5,5 % auszugehen. Etwas anderes gilt lediglich dann, wenn ein anderer Wert festzustellen ist. Soweit die Nutzung oder Leistung nicht in Geld besteht, ist der übliche Mittelpreis des Verbrauchsorts anzusetzen, § 15...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 7.1.2 Bewertung des belasteten Grundstücks
Der Wert des belasteten Grundstücks setzt sich – soweit kein Wert im Vergleichswertverfahren ermittelbar ist – aus einem Bodenwertanteil und – in den Fällen der nicht vollständigen Entschädigung des Erbbauberechtigten am Ende der Vertragslaufzeit – einem Gebäudewertanteil zusammen. Der Bodenwertanteil ist die Summe des über die Restlaufzeit des Erbbaurechts abgezinsten Bodenw...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 7.1.1 Bewertung des Erbbaurechts
Der Wert des Erbbaurechts setzt sich – soweit kein Wert im Vergleichswertverfahren ermittelbar ist – aus einem Bodenwertanteil und einem Gebäudewertanteil zusammen. Der Bodenwertanteil ergibt sich nach § 193 Abs. 3 BewG aus der Differenz zwischen dem angemessenen Verzinsungsbetrag des Bodenwerts des unbelasteten Grundstücks und dem vertraglich vereinbarten jährlichen Erbbauzi...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des übrigen Vermögens / 3.3.4 Mischfälle
Häufig werden langjährige Nutzungen oder Leistungen nicht nur von einem Kriterium (feste Laufzeit oder lebenslänglich) abhängig gemacht, es kommen auch Mischfälle vor. Insbesondere kommen die folgenden Rentenformen vor: Abgekürzte Leibrente: Bei einer abgekürzten Leibrente wird die Rente nur für eine bestimmte Zeit gewährt, auch wenn der Berechtigte länger leben sollte. Bei d...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des übrigen Vermögens / 3.3.3 Lebenslängliche Nutzungen und Leistungen
Ist die Nutzung oder Leistung an das Leben einer Person gekoppelt, ist der Jahreswert der Nutzung mit einem Vervielfältiger zu multiplizieren, der sich in Abhängigkeit der statistischen Restlebenserwartung und dem standardisierten Zinssatz von 5,5 % ergibt. Wichtig Jahresaktuelle Tabellen zur Ermittlung lebenslänglicher Nutzungen und Leistungen Bis zum 31.12.2008 ergab sich de...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 6.3 Bewertung
Die bebauten Grundstücke sind jeweils in Abhängigkeit der jeweiligen Grundstücksart zu bewerten. Nach den Regelungen des Bewertungsgesetzes gibt es 3 Bewertungsverfahren: Vergleichswertverfahren: Das Vergleichswertverfahren findet Anwendung für Wohnungseigentum, Teileigentum, Ein- und Zweifamilienhäuser. Ertragswertverfahren: Das Ertragswertverfahren findet Anwendung für Mietw...mehr
Erbschaftsteuer: Begünstigung des Grundvermögens / 2 Verschonungsregelung für zu Wohnzwecken vermietete Grundstücke
Zu Wohnzwecken vermietete Gebäude sind für Zwecke der Erbschaft- oder Schenkungsteuer nach den Vorschriften des BewG (§§ 157 ff. BewG) zu bewerten, im Regelfall erfolgt die Bewertung nach dem Ertragswertverfahren. Der nach diesen Vorschriften ermittelte Wert – gegebenenfalls ein nachgewiesener niedrigerer gemeiner Wert nach § 198 BewG – ist nach § 151 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Bew...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des übrigen Vermögens / 3.2 Bewertung von Kapitalforderungen und Schulden
Kapitalforderungen und Schulden werden im Allgemeinen nach § 12 Abs. 1 BewG mit dem Nennwert bewertet. Eine vom Nennwert abweichende Bewertung ist in folgenden Fällen notwendig: Die Forderung ist uneinbringlich: Nach § 12 Abs. 2 BewG bleiben diese Forderungen außer Ansatz. Die Forderung oder Schuld ist unverzinslich und ihre Laufzeit beträgt mehr als ein Jahr und ist zu einem ...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des übrigen Vermögens / 3.1 Bewertung von Wertpapieren und Anteilen
Wertpapiere und Anteile an Kapitalgesellschaften sind grundsätzlich mit ihrem Börsenkurs am Bewertungsstichtag zu bewerten. Wenn ein Börsenkurs am Stichtag nicht vorhanden ist, ist der letzte Börsenkurs innerhalb von 30 Tagen vor dem Bewertungsstichtag anzusetzen. Dabei sind die Kurse im Handel im regulierten Markt zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt für in den Freiverke...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des übrigen Vermögens / 3.3.2 Auf bestimmte Zeit beschränkte Nutzungen und Leistungen
Bei einer auf bestimmte Zeit beschränkten wiederkehrenden Nutzung oder Leistung ist der Kapitalwert mit dem aus der Anlage 9a zum BewG zu entnehmenden Vielfachen des Jahreswerts der Nutzung anzusetzen. Immerwährende Nutzungen oder Leistungen sind nach § 13 Abs. 2 BewG mit dem 18,6-fachen des Jahreswerts, Nutzungen oder Leistungen von unbestimmter Dauer mit dem 9,3-fachen des ...mehr
Erbschaftsteuer: Berechnung / 8. Keine Begrenzung nach § 25 ErbStG seit dem 1.1.2009
§ 25 ErbStG a. F. regelte die Besteuerung von Erwerben in dem Fall einer Nutzungs- oder Rentenlast. Geht Vermögen unentgeltlich auf einen Dritten über und ist dieses Vermögen mit einem Nutzungsrecht oder einer Rentenlast belastet, führen diese Nutzungen oder Rentenlasten grundsätzlich zu einer berücksichtigungsfähigen Abzugsposition. Nach § 25 Abs. 1 ErbStG a. F. musste aber...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 7 Besondere Bewertungsverfahren
Gesonderte Bewertungsverfahren sind in den folgenden Sonderfällen vorgeschrieben: Erbbaurechte: Grundsätzlich ist der Wert des belasteten Grundstücks und der Wert des Erbbaurechts getrennt zu ermitteln. Vorrangig sind sowohl der Wert des Erbbaurechts nach § 193 Abs. 1 BewG und der Wert des Erbbaugrundstücks nach § 194 Abs. 1 BewG im Vergleichswertverfahren nach § 183 BewG zu ...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des übrigen Vermögens / 3. Die besonderen Bewertungsvorschriften
Neben den allgemeinen Bewertungsverfahren nach § 9 und § 10 BewG sind in den §§ 11 ff. BewG weitere grundsätzliche Bewertungsvorschriften enthalten, die für die dort aufgeführten Fälle für die Bewertung heranzuziehen sind. 3.1 Bewertung von Wertpapieren und Anteilen Wertpapiere und Anteile an Kapitalgesellschaften sind grundsätzlich mit ihrem Börsenkurs am Bewertungsstichtag z...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 2 Allgemeine Regelungen über die Wertverhältnisse
Die Grundbesitzwerte sind grundsätzlich unter Berücksichtigung der tatsächlichen Verhältnisse und der Wertverhältnisse zum Bewertungsstichtag festzustellen. Ausdrücklich ist durch einen Verweis auf § 29 Abs. 2 und Abs. 3 BewG klargestellt, dass die Finanzbehörden zur Durchführung der Feststellung örtliche Erhebungen vornehmen können. Insoweit ist dadurch auch die Unverletzli...mehr
Neben der sachlichen Steuerpflicht ist die persönliche Steuerpflicht nach § 2 ErbStG zu beachten. Wichtig Persönliche Steuerpflicht als Voraussetzung für Erbschaftsteuer in Deutschland Die sachliche Steuerpflicht betrifft alle Erwerbsvorgänge, unabhängig davon, wo die Beteiligten ansässig sind. Erst durch die Prüfung der persönlichen Steuerpflicht in Abhängigkeit der Ansässigk...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 6.1 Definition
Bebaute Grundstücke sind Grundstücke, auf denen sich benutzbare Gebäude befinden. Nach der gesetzlichen Definition des § 180 Abs. 1 Satz 2 BewG ist bei einer Errichtung in Bauabschnitten der bisher fertiggestellte Teil als benutzbares Gebäude anzusehen. Der Definition eines bebauten Grundstücks ist nach § 180 Abs. 2 BewG ein Gebäude gleichgestellt, das auf fremdem Grund und B...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 7.3 Grundstücke im Zustand der Bebauung
Ein Grundstück im Zustand der Bebauung liegt vor, wenn mit den Bauarbeiten begonnen wurde und Gebäude und Gebäudeteile noch nicht bezugsfertig sind. Der Zustand der Bebauung beginnt mit den Abgrabungen oder der Einbringung von Baustoffen, die zur planmäßigen Errichtung des Gebäudes führen. Praxis-Tipp Beginn der Erdarbeiten maßgeblich Als Beginn der Abgrabungsarbeiten auf dem ...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 5.2 Bewertung
Die Bewertung unbebauter Grundstücke ist in § 179 BewG geregelt. Hierbei ist grundsätzlich eine Ableitung des Grundbesitzwerts von den Bodenrichtwerten vorgesehen. Für die Ermittlung der Bodenrichtwerte wird auf § 196 BauGB verwiesen. Danach haben die Gutachterausschüsse die Bodenrichtwerte nach dem Baugesetzbuch zu ermitteln und den Finanzämtern mitzuteilen. Nach §§ 196 ff. ...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 5.1 Definition
Unbebaute Grundstücke nach § 178 Abs. 1 BewG sind Grundstücke, auf denen sich keine benutzbaren Gebäude befinden. Die Benutzbarkeit des Gebäudes beginnt im Zeitpunkt der Bezugsfertigkeit. Die Gebäude sind als bezugsfertig anzusehen, wenn es den zukünftigen Bewohnern oder sonstigen Benutzern zugemutet werden kann, sie zu benutzen. Dabei ist die Abnahme durch die Bauaufsichtsb...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 6.3.1 Vergleichswertverfahren
Das Vergleichswertverfahren ist grundsätzlich in § 183 BewG geregelt. Dabei sind die Kaufpreise von Grundstücken heranzuziehen, die hinsichtlich der ihren Wert beeinflussenden Merkmale mit dem zu bewertenden Grundstück hinreichend übereinstimmen (sog. Vergleichsgrundstücke). Grundlage dieser Vergleichswerte sind die von den Gutachterausschüssen i. S. d. §§ 192 ff. BauGB mitg...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 7.1 Erbbaurechte
Ist ein Grundstück mit einem Erbbaurecht belastet, liegen nach § 192 BewG 2 wirtschaftliche Einheiten vor: wirtschaftliche Einheit des Erbbaurechts und wirtschaftliche Einheit des belasteten Grundstücks. Für diese beiden wirtschaftlichen Einheiten sind jeweils getrennt die Grundbesitzwerte zu ermitteln. Praxis-Tipp Vorrangig Ableitung aus Vergleichswerten Vorrangig sind die Grund...mehr
Wichtig Nachlassverbindlichkeiten nur bei Erwerben von Todes wegen Das Gesetz regelt lediglich den Abzug von Nachlassverbindlichkeiten – dies setzt also einen "Nachlass" voraus. Die Berücksichtigung von übernommenen Schulden oder Lasten bei einer Schenkung ist erbschaftsteuerrechtlich nicht geregelt. Die Berücksichtigung solcher Belastungen muss deshalb direkt über die Ermitt...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 1 Gesonderte Feststellung des Grundbesitzwerts
Ist der Grundbesitzwert des Grundvermögens für erbschaft- oder schenkungsteuerrechtliche Zwecke zu ermitteln, wird dieser Wert gem. § 179 AO gesondert festgestellt. In dem Feststellungsbescheid sind nach § 151 Abs. 2 BewG auch folgende Feststellungen zu treffen: Art der wirtschaftlichen Einheit (hier also darüber, ob es sich z. B. um ein bebautes oder ein unbebautes Grundstüc...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 3 Abgrenzung land- und forstwirtschaftlich genutzter Flächen zum Grundvermögen
In § 159 BewG sind zur Abgrenzung der land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen zum Grundvermögen Abgrenzungskriterien vorhanden. Land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen sind dem Grundvermögen zuzurechnen, wenn nach ihrer Lage, den am Bewertungsstichtag bestehenden Verwertungsmöglichkeiten oder den sonstigen Umständen anzunehmen ist, dass sie in absehbarer Zeit a...mehr
Erbschaftsteuer: Berechnung / 9 Gemischte Schenkung
Nachlassverbindlichkeiten können sich grundsätzlich nur bei einem Erwerb von Todes wegen ergeben. Keine gesetzliche Regelung gibt es für die Fälle, in denen sich bei Schenkungen unter Lebenden eine Belastung ergibt (z. B. Schenkung eines Grundstücks mit Übernahme einer auf dem Grundstück lastenden Restschuld). Da nach § 10 Abs. 5 ErbStG eine Berücksichtigung nur der Nachlass...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des übrigen Vermögens / 2.1 Der gemeine Wert
Als allgemeiner Wert des Bewertungsrechtes ist der gemeine Wert immer dann anzuwenden, soweit nichts anderes vorgeschrieben ist. Es ist der grundsätzliche Bewertungsmaßstab für die Erbschaft- und Schenkungsteuer. Nach § 9 Abs. 2 BewG wird der gemeine Wert durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsguts bei einer Veräu...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / 6.2 Arten bebauter Grundstücke
Wichtig Bewertungsverfahren bestimmt sich in Abhängigkeit der Grundstücksart Die zutreffende Feststellung der Grundstücksart des bebauten Grundstücks ist Voraussetzung für die Wahl der zutreffenden Bewertungsmethode. Die maßgebliche Bewertungsvorschrift bestimmt sich in Abhängigkeit von der jeweils vorliegenden Art des bebauten Grundstücks. Grundsätzlich sind dabei die folgend...mehr
Erbschaftsteuer: Berechnung / 5.5 Härteausgleich
Bei einem Erwerb, der knapp eine der Wertgrenzen nach § 19 Abs. 1 ErbStG übersteigt, muss die Härteausgleichsregelung des § 19 Abs. 3 ErbStG geprüft werden. Grundlage dieser Überlegung ist, dass bei einem geringfügigen Mehrerwerb der Steuerpflichtige den gesamten Erwerb einem höheren Steuersatz unterwerfen muss und somit die ‹Mehrsteuer› ein Vielfaches des die letzte Wertgre...mehr
Erbschaftsteuer: Bewertung des Grundvermögens / Zusammenfassung
Überblick Wird ein Grundstück geschenkt oder vererbt, muss es seit 2009 nach den Vorgaben des BVerfG mit dem Verkehrswert angesetzt werden. Da aus systematischen Gründen keine individuelle Bewertung des Einzelgrundstücks erfolgen kann, hat der Gesetzgeber typisierende Bewertungsverfahren gesetzlich geregelt, deren Ziel es ist, den gemeinen Wert (Verkehrswert) des Grundstücks...mehr
Erbschaftsteuer: Begünstigung des Grundvermögens / 1 Allgemeines
Das BVerfG hatte in seinem richtungsweisenden Beschluss v. 7.11.2006 dem Gesetzgeber genaue Vorgaben über die Bewertung und Begünstigung von Vermögenspositionen gemacht. Danach müssen die Vermögenspositionen – also auch Grundstücke – für erbschaft- oder schenkungsteuerrechtliche Zwecke grundsätzlich mit dem Verkehrswert (gemeinen Wert) angesetzt werden. Aus bestimmten Gemein...mehr
Alle Erwerbsvorgänge von einer Person (alle Schenkungen sowie ein eventuell daran anschließender Erwerb von Todes wegen) innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren sind zusammenzurechnen. Dabei müssen alle Erwerbsvorgänge innerhalb dieses Zeitraums mit ihren Werten zum jeweiligen Zeitpunkt der Ausführung der Zuwendung angesetzt werden. Die Zusammenrechnung der Erwerbe innerhalb ...mehr
Erbschaftsteuer: Begünstigung des Grundvermögens / 3 Steuerbefreiung bei lebzeitiger Übertragung eines Familienheims
Schon seit Juni 1994 konnte die lebzeitige Übertragung von selbstgenutztem Wohneigentum unter Ehepartnern zu einer Steuerbefeiung führen. Es muss sich bei dem begünstigten Objekt um ein sog. Familienheim handeln. Dies bedeutet, dass das begünstigte Objekt von den Ehegatten zu Wohnzwecken tatsächlich genutzt werden muss. Eine Ferienwohnung, die nur unregelmäßig zu kurzen Urla...mehr
Schwarz/Widmann/Radeisen, UStG § 10 Bemessungsgrundlage ... / 3.3.2.2.2 Sonstige Leistung als Gegenleistung
Rz. 419 Die Ermittlung des gemeinen Werts einer sonstigen Leistung bereitet in vielen Fällen Schwierigkeiten. Das ist nicht der Fall, wenn es sich um vielfach erbrachte oder abgerechnete sonstige Leistungen handelt wie z. B. Reparaturarbeiten von Handwerkern, Vermietungsleistungen, Beförderungsleistungen oder dgl. In diesen Fällen kann auf den Preis, den der Leistende normal...mehr
Schwarz/Widmann/Radeisen, UStG § 10 Bemessungsgrundlage ... / 2.2.5.3.3 Verdeckter Preisnachlass
Rz. 73 Ein verdeckter Preisnachlass mindert ebenfalls das Entgelt. Er ist insbesondere bei preisgebundenen oder mit festen Lieferpreisen versehenen Waren wie im Kfz-Handel anzutreffen. Wird die Ware unter Inzahlungnahme eines gebrauchten Gegenstands gekauft, leistet also der Käufer nur eine Barzuzahlung, so ist ein Tausch mit Baraufgabe gegeben (vgl. Rz. 407 – Rz. 413). Die ...mehr