Source: http://www.juramagazin.de/11632.html
Timestamp: 2019-06-16 02:38:41
Document Index: 60113433

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 6']

Im Änderungsbereich ist mit Kampfmitteln zu rechnen. Im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung wird deren Beseitigung vor Aufnahme der planmäßigen Nutzung sichergestellt.
c) Geowissenschaftliche Informationen
Der Geologische Dienst Bremen hat Folgendes mitgeteilt: Für die Bearbeitung wurden 36 Bohrungen aus dem Archiv des Geologischen Dienstes für Bremen ausgewertet, die überwiegend gut über das Gelände verteilt liegen. Zudem wurden die Baugrundkarte Bremen (1980/81) sowie die Geochemische Kartierung Bremen mit zur Auswertung herangezogen.
Die natürliche Geländehöhe des Planungsgebietes liegt bei 2 bis 2,5 m NN. Im Planungsgebiet liegen geringfügige anthropogene Auffüllungen vor, die in der Regel aus Sanden bestehen, in denen geringfügige Einlagerungen von Bauschutt, Schlacke o. ä. auftreten können.
Als jüngste geologische Schicht stehen unter den Auffüllungen in von 0,5 m bis 1 m an. Stellenweise fehlen diese Weichschichten, sie sind ersetzt durch schwach schluffige Feinsande. Von Norden nach Süden nimmt die Mächtigkeit der Weichschichten zu. Aus unseren Bohrungen geht hervor, dass die größten Weichschichtenmächtigkeiten im Süden des Planungsgebietes vorkommen. Hier können die Mächtigkeiten von Schluffen, Tonen und Torfen 1,5 m (im Extremfall bis 2,5 m) erreichen. In Einzelfällen können auch in größeren Tiefen Tone und Schluffe anstehen (siehe beispielhaftes Bohrprofil, Lage etwa 30 m nordwestlich der Horner Mühle).
Entsprechend der jahreszeitlichen Verhältnisse treten unterschiedliche Grundwasserstandshöhen auf. Stichtagsmessungen (7. April 1976) ergaben Grundwasserstände um 0,25 m NN; Höchststände sind bei 1,50 m NN zu erwarten (Angaben aus der Baugrundkarte Bremen 1980/81, Teile E1 und E2). Das Grundwasser fließt Richtung Westen.
d) Wasser Grundsätze und Ziele
Nach § 2 Bremisches Wassergesetz und § 2 Bremisches Naturschutzgesetz sind Gewässer grundsätzlich zu erhalten, zu vermehren und möglichst naturnah auszubauen.
Sachverhalt und Bewertung
e) Klima Grundsätze und Ziele
Nach § 1 Baugesetzbuch ist das Klima zu berücksichtigen. Gemäß § 2
Bremisches Naturschutzgesetz sind Beeinträchtigungen des Klimas, hier insbesondere des lokalen Kleinklimas, zu berücksichtigen.
Sachverhalt und Bewertung Bauliche Veränderungen haben keine spürbare Auswirkung auf benachbarte Bereiche.
f) Auswirkungen auf Mensch/Erholung Grundsätze und Ziele
Gemäß § 1 Baugesetzbuch sind die sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung, insbesondere die Belange von Freizeit und Erholung, zu berücksichtigen.
Mit Realisierung der geplanten Grünfläche wird das Angebot an nutzbaren Freiflächen erhöht.
g) Auswirkungen auf den Menschen/Lärmschutz Grundsätze und Ziele
Gemäß § 1 Baugesetzbuch sind bei der Aufstellung der Bauleitpläne insbesondere die allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse zu berücksichtigen. Grundlage ist das die DIN 18005 ­ Schallschutz im Städtebau.
Das Plangebiet ist dem Lärm ausgesetzt. Insbesondere von der Autobahn A 27 und von der Leher/Lilienthaler Heerstraße gehen Lärmemissionen aus. Unter Berücksichtigung der vorhandenen Lärmschutzwand an der Autobahn und der Abschirmung durch Gebäude wurde die Straßenlärmbelastung schalltechnisch untersucht (Bonk­Maire­ Hoppmann, Garbsen, März 2008). In den Wohn- und Mischgebieten sind bauliche Lärmschutzmaßnahmen erforderlich. In der verbindlichen Bauleitplanung werden Lärmpegelbereiche bestimmt und die Anforderungen an die Luftschalldämmung von Außenbauteilen bei Aufenthaltsräumen festgelegt.
Gemäß § 4 c haben die Gemeinden erhebliche Umweltauswirkungen, die aufgrund der Durchführung der Bauleitpläne eintreten können, zu überwachen (Monitoring). Ziel ist es, eventuelle unvorhergesehene, nachteilige Auswirkungen zu ermitteln und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Abhilfe zu ergreifen. Im Rahmen der routinemäßigen Überwachung durch die Fachbehörden gelangen erhebliche, nachteilige und unvorhergesehene Umweltauswirkungen den Fachbehörden zur Kenntnis.
6. Allgemein verständliche Zusammenfassung
Die Beeinträchtigungen durch Lärm werden durch Maßnahmen in der verbindlichen Bauleitplanung (Bebauungsplan 2300) soweit wie möglich gemindert oder kompensiert.
Weitere Umweltbereiche/Wirkungsfelder einschließlich Wechselwirkungen sind nicht betroffen.
E) Finanzielle Auswirkungen/Genderprüfung
1. Finanzielle Auswirkungen Keine.
Durch die 87. Änderung des Flächennutzungsplanes Bremen in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Mai 2001 sind grundsätzlich keine geschlechtsspezifischen Auswirkungen zu erwarten.
Zusammenfassende Erklärung gemäß § 6 Abs. 5 Flächennutzungsplan Bremen in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Mai 2001
87. Änderung
­ Horn-Lehe ­ (Horner Mühle) (Bearbeitungsstand: 3. Juli 2007)
a) Berücksichtigung der Umweltbelange
Das ehemalige Ausbildungszentrum der Post ist aufgegeben worden. Das Gelände soll für neue Nutzungen erschlossen werden.
Innerhalb des Änderungsbereichs befindet sich der Bebauungsplan 2300 parallel im Verfahren.
Zu dem Umweltbericht wurden Untersuchungen, Gutachten und Messungen zu den Lärmbelastungen herangezogen und die Umweltreferate des Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa beteiligt. Folgende Umweltauswirkungen wurden beschrieben und bewertet: Auswirkungen auf Natur und Landschaft, Boden, Wasser, Klima, Auswirkungen auf Mensch/Erholung sowie Auswirkungen auf den Menschen/Lärmschutz.
Weitere Umweltbereiche/Wirkungsfelder, einschließlich Wechselwirkungen, sind nicht betroffen.
b) Alternativenprüfung