Source: https://gerechtigkeit.ovh/Eigenkapital/de/Nachlassverbindlichkeit
Timestamp: 2019-01-17 21:48:41
Document Index: 212167439

Matched Legal Cases: ['§ 1967', '§ 1967', '§ 1967', '§ 1932', '§ 1968', '§ 1969', '§ 102', '§ 1836']

Unter einer Nachlassverbindlichkeit versteht man im deutschen Erbrecht die Verbindlichkeiten, für die der § 1967 Abs. 1 BGB).
§ 1967 Abs. 2 Fall 1 BGB),
Erbfallschulden, insbesondere Verbindlichkeiten aus Pflichtteilsrechten, Vermächtnissen und testamentarischen § 1967 Abs. 2 Fall 2 BGB),
der § 1932 BGB,
die § 1968 BGB,
der § 1969 BGB,
haftungsbeschränkung bei erbschaften
Steht die Überschuldung fest, kann der Erbe beim Nachlassgericht eine Nachlassinsolvenz beantragen. Wenn diese eröffnet wird, ist die Haftung des Erben auf den Wert das Nachlasses beschränkt. Wird die Eröffnung abgelehnt (meist mangels Masse), steht dem Erben die sog. Dürftigkeitseinrede offen, die mit dem Nichteröffnungsbeschluss zu belegen ist. Die Kosten eines nichteröffneten Nachlassinsolvenzverfahrens sind kaum höher als die einer Erbausschlagung.
Für bestimmte Schulden haftet der Erbe von vorneherein nur mit dem Wert des Nachlasses, z. B. für § 102 Abs. 2 SGB XII) oder die Kosten einer vorangegangenen Betreuung des Verstorbenen (§ 1836e BGB).