Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Saarbr%C3%BCcken&Datum=04.12.2014&Aktenzeichen=4%20U%2036/14
Timestamp: 2019-09-16 15:27:59
Document Index: 54009190

Matched Legal Cases: ['§ 18', '§ 7', '§ 286', '§ 286', '§ 7', '§ 18', '§ 286', '§ 7', '§ 18']

OLG Saarbrücken, 04.12.2014 - 4 U 36/14 - dejure.org
https://dejure.org/2014,40244
OLG Saarbrücken, 04.12.2014 - 4 U 36/14 (https://dejure.org/2014,40244)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 04.12.2014 - 4 U 36/14 (https://dejure.org/2014,40244)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 04. Dezember 2014 - 4 U 36/14 (https://dejure.org/2014,40244)
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Zur Haftung bei einem behaupteten Parkschaden
StVG § 18, StVG § 7, ZPO § 286
ZPO § 286; StVG § 7; StVG § 18
ZPO § 286 ; StVG § 7 ; StVG § 18
Beweiswürdigung bei Beschädigung eines abgestellten Kraftfahrzeugs
Keine Beweisprivilegierung eines unfallabwesenden Anspruchstellers gegenüber einer den Unfall bestreitenden Haftpflichtversicherung
LG Saarbrücken, 13.02.2014 - 3 O 272/12
NJW-RR 2015, 593
NZV 2016, 332
Diese Abrechnungsweise ist im Falle von manipulierten Schadensereignissen gängig, da eine Gewinnerzielung aus dem Schadensereignis in der Regel nur durch eine Reparatur entweder in einer günstigen Werkstatt oder in Eigenregie möglich ist (vgl. Senatsurteile, NJW-Spezial 2016, 619 sowie NJW-RR 2015, 593; OLG Düsseldorf, Schaden-Praxis 2014, 327).
Typisch für Fälle der Unfallmanipulation sind solche, an denen die Beschädigung des eher hochwertigen Geschädigtenfahrzeugs durch ein älteres, wertloses Schädigerfahrzeug erfolgt (vgl. Senatsurteile NJW-Spezial 2016, 619 und (1.5) NJW-RR 2015, 593; Saarl.
(1) Die Beteiligung ei­nes äl­te­ren, ge­ring­wer­ti­gen oder wert­lo­sen Schädigerfahrzeugs und ei­nes an­ge­jahr­ten, hoch­wer­ti­gen Geschädigtenfahrzeugs ist ty­pisch für die Fälle der Unfallmanipulation (SaarlOLG ZfSch 1989, 118; Senat NJW-RR 2015, 593, 597; Born NZV 1996, 257, 261).
Weiteres Indiz für eine Manipulation kann es sein, wenn Ersatz der Nettoreparaturkosten für ei­nen ren­tier­li­chen Streifschaden über die ge­samte Seite ei­nes Kfz auf Gutachtenbasis be­gehrt wird (vgl. Senat NJW-RR 2015, 593, 597), auch wenn nicht ver­kannt wer­den darf, dass es das Recht ei­nes je­den Geschädigten ist, eine sol­che Art des Schadensersatzes zu wäh­len.