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Timestamp: 2016-10-26 17:26:39
Document Index: 131386128

Matched Legal Cases: ['Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 159', 'Art. 135', 'BGE']

U 361/99 (19.01.2000)
U 361/99 Vr
Bundesrichter Sch�n, Spira und Bundesrichterin Leuzinger; Gerichtsschreiber Fessler
M.________, 1963, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. S.________,
A.- Der 1963 geborene M.________ arbeitete seit M�rz 1988 im Gipsereigesch�ft der Firma W.________ AG, einem der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) unterstellten Betrieb. Am 30. Juni 1994 verletzte er sich bei einem Sturz vom Ger�st an der rechten Hand und war in der Folge arbeitsunf�hig. Nach mehreren erfolglosen Versuchen der Wiederaufnahme der Arbeit (mit reduziertem Pflichtenheft) wurde am 9. Juni 1995 am Spital X.________ eine Arthroskopie des rechten Handgelenks durchgef�hrt. Auf Grund des Befundes wurde ein weiterer operativer Eingriff vorgeschlagen, was M.________ indessen ablehnte. Der Verdacht eines Carpaltunnelsyndroms der rechten Hand konnte elektrodiagnostisch nicht erh�rtet werden. Vom 23. Oktober bis (zum vorzeitigen Abbruch am) 17. November 1995 hielt sich der Versicherte zur Abkl�rung der beruflichen Eingliederungsm�glichkeiten im Rahmen der Invalidenversicherung in der Abkl�rungs- und Ausbildungsst�tte Y.________ auf. Am 16. April 1996 fand die kreis�rztliche Abschlussuntersuchung statt.
Nach Mitteilung der Einstellung der Heilkosten- und Taggeldleistungen auf Ende Juni 1996 sprach die SUVA mit Verf�gung vom 17. September 1996 M.________ ab 1. Juli 1996 eine Invalidenrente auf Grund einer Erwerbsunf�higkeit von 15 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung in der H�he von Fr. 7290.- (Integrit�tseinbusse: 7,5 %) zu. Die mit dem Antrag auf Zusprechung einer Rente auf der Grundlage eines Invalidit�tsgrades von 54 % erhobene Einsprache wies der Unfallversicherer mit Entscheid vom 13. Februar 1997 ab.
B.- Hiegegen liess M.________ Beschwerde erheben, welche das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich nach zweifachem Schriftenwechsel mit Entscheid vom 13. September 1999 abwies.
C.- M.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit den Rechtsbegehren, es sei der kantonale Entscheid aufzuheben und ihm �eine Rente auf der Basis eines Invalidit�tsgrades von 54 % zuzusprechen�.
Die SUVA beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen lassen.
1.- Im Streite liegt der Umfang des Anspruchs auf eine Invalidenrente nach dem Bundesgesetz �ber die Unfallversicherung (UVG).
2.- Im angefochtenen Entscheid werden die massgebende Gesetzesbestimmung �ber den Begriff der Invalidit�t und die Ermittlung des Invalidit�tsgrades (Art. 18 Abs. 2 UVG) sowie die Aufgaben des Arztes im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (vgl. BGE 122 V 159 Erw. 1b und dortige Hinweise) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu erg�nzen ist, dass es grunds�tzlich Sache des Berufsberaters resp. der Verwaltung und nicht des (Unfall-)Mediziners ist, konkrete wirtschaftlich verwertbare Arbeitsm�glichkeiten zu bezeichnen, welche auf Grund der �rztlichen Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit und unter Ber�cksichtigung der �brigen F�higkeiten des Versicherten unfallbedingt noch in Frage kommen (BGE 107 V 20 Erw. 2b; in BGE 114 V 310 nicht publizierte Erw. 4b am Ende sowie AHI 1998 S. 290 unten).
3.- Im vorliegenden Fall umstritten und in erster Linie zu pr�fen ist, welche konkreten erwerblichen T�tigkeiten im Rahmen der aus (unfall-)medizinischer Sicht verbliebenen Arbeitsf�higkeit zumutbar sind, sowie die Leistungsf�higkeit in diesen Verweisungsberufen. Dabei stellt sich vorab die Frage, ob die im Einspracheentscheid angegebenen leichteren industriellen T�tigkeiten (Bedienen von Maschinen, Montagearbeiten etc.) ohne leistungsm�ssige Einschr�nkung ausge�bt werden k�nn(t)en, was die Vorinstanz im Wesentlichen mit der Begr�ndung bejaht hat, sie entspr�chen dem medizinischen Leistungsf�higkeitsprofil gem�ss Bericht des Kreisarztes Dr. med. F.________ vom 18. April 1996. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird dem gegen�ber vorgebracht, auf Grund des im IV-Verfahren erstellten Berichts der Abkl�rungs- und Ausbildungsst�tte Y.________ vom 27. November 1995 k�nne dem Beschwerdef�hrer unter Ber�cksichtigung seiner Pers�nlichkeitsstruktur eine lediglich 60 %ige Resterwerbsf�higkeit zugemutet werden. In diesem Zusammenhang wird ger�gt, die Vorinstanz verkenne, dass es Sache des Berufsberaters und nicht des Arztes sei, die auf Grund des Gesundheitsschadens noch in Betracht fallenden konkreten beruflichen T�tigkeiten zu bezeichnen. Dabei werde nach der Lehre (z.B. Maurer, Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, Bd. I, S. 286 f.) die Zumutbarkeit im Hinblick auf die pers�nlichen Verh�ltnisse des Versicherten gepr�ft. Aus dem Bericht der Abkl�rungs- und Ausbildungsst�tte Y.________ ergebe sich, dass der Beschwerdef�hrer als Folge seiner Pers�nlichkeitsstruktur bei leichteren einfachen Serienarbeiten lediglich zu 60 % erwerbsf�hig w�re. Die Feststellung der Vorinstanz, dass die Schlussfolgerung der Fachleute der Abkl�rungs- und Ausbildungsst�tte Y.________, wonach eine Arbeitsf�higkeit von 60 % ganztags bestehe, nicht nachvollziehbar sei und auch nicht durch eine andere �rztliche Beurteilung belegt werde, weshalb darauf nicht abgestellt werden k�nne, sei mit keinem Wort begr�ndet.
4.- a) Im kreis�rztlichen Bericht vom 18. April 1996 wird zur Frage der Arbeitsf�higkeit ausgef�hrt, schwere Gewichte �ber 20 kg k�nnten (mit der rechten Hand) generell nicht mehr gehoben werden und auch das repetitive Heben mittelschwerer Gewichte �ber 10 kg d�rfte nicht mehr zumutbar sein. Nicht mehr durchf�hrbar seien zudem Arbeiten, die das (rechte) Handgelenk auch sonst mechanisch �berdurchschnittlich beanspruchten, mit repetitiven Kraftaufwendungen �ber 10 kp. Auch seien Arbeiten, bei welchen das Handgelenk w�hrend jeweils l�ngerer Zeit ausgiebig repetitiv bis in die Endstellungen bewegt werden m�sse, nicht mehr m�glich. Werde diesen Einschr�nkungen Rechnung getragen, sei eine zeitlich und leistungsm�ssig volle Besch�ftigung zumutbar.
b) Dass die von der SUVA genannten Verweisungst�tigkeiten dem kreis�rztlichen �Leistungsf�higkeitsprofil� entsprechen, ist unbestritten. Auf Grund der Akten stellt sich indessen die Frage, ob allein auf die Beurteilung des Kreisarztes, inwiefern der Beschwerdef�hrer in seinen k�rperlichen (und geistigen) Funktionen durch das Handleiden eingeschr�nkt ist, abgestellt werden kann. Die Vorinstanz hat dies bejaht, zumal auch der behandelnde Arzt Dr. med. E.________, Allgemeine Medizin FMH, die Leistungsf�higkeit im Wesentlichen gleich beurteilt habe. Diese Sachverhaltsfeststellung trifft indessen nicht zu. Zwar vertritt Dr. med. E.________ in seinem zuhanden der IV-Stelle des Kantons Z�rich verfassten Bericht vom 1. November 1996 ebenfalls die Meinung, dass der Versicherte eine leichte Arbeit mit den �obgenannten�, d.h. mit der kreis�rztlichen Beurteilung �bereinstimmenden Einschr�nkungen des Gebrauchs der rechten Hand aus�ben k�nnte; dabei k�men �aber nur Arbeiten in Frage, die einh�ndig bzw. mit Einsatz der zweiten Hand lediglich als St�tzhand ausge�bt werden k�nnen, wie z.B. Pf�rtner, Kontrolleur, Wachmann (Securitas)�. Wiederum leicht anders, aber doch abweichend vom Kreisarzt f�llt die Beurteilung im Bericht der Abkl�rungs- und Ausbildungsst�tte Y.________ vom 27. November 1995 aus. Danach sind (lediglich) leichtere, einfachere Serienarbeiten zumutbar, bei denen die rechte Hand als gute bis sehr gute Hilfshand eingesetzt werden kann, und es besteht unter der Annahme, dass �sich aus medizinischer Sicht die Zumutbarkeit best�tigen l�sst�, in Bezug auf solche T�tigkeiten eine �Arbeitsf�higkeit von 60 % ganztags�.
c) Nach dem Gesagten bestehen rechtserhebliche Zweifel daran, ob die vom Unfallversicherer und vom kantonalen Gericht als Grundlage f�r die Ermittlung des Invalideneinkommens herangezogenen Verweisungst�tigkeiten im industriellen Bereich ohne leistungsm�ssige Einschr�nkung aus�bbar w�ren. Die Sache ist daher an die SUVA zur�ckzuweisen, damit sie erg�nzende Abkl�rungen zu den noch offenen Fragen, insbesondere zur Einsetzbarkeit der rechten (dominanten) Hand vornehme.
5.- Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG).
Dem Prozessausgang entsprechend steht dem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung zu (Art. 159 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit Art. 135 OG; BGE 110 V 57 Erw. 3a und ZAK 1987 S. 268 f. Erw. 5a sowie SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 3).
gutgeheissen, dass der Entscheid des Sozialversiche-
rungsgerichts des Kantons Z�rich vom 13. September
1999 und der Einspracheentscheid vom 13. Februar 1997
aufgehoben werden und die Sache an die SUVA zur�ck-
gewiesen wird, damit sie nach erg�nzenden Abkl�rungen
im Sinne der Erw�gungen �ber den Umfang des Renten-
anspruchs neu verf�ge.
vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Par-
teientsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehr-
wertsteuer) zu bezahlen.
�ber eine Parteientsch�digung f�r das kantonale Ver-
fahren entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen
V. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversiche-