Source: https://www.elster.de/eportal/helpGlobal?themaGlobal=help_ust_ufa_50_2014
Timestamp: 2018-11-20 15:24:16
Document Index: 394571158

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 15', '§ 3', '§ 4', '§ 6', '§ 19', '§ 3', '§ 3', '§ 13', '§ 13']

die Umsatzsteuer für im Inland nach § 3d Satz 1 bewirkte innergemeinschaftliche Erwerbe (Zeile 63);
Vorsteuerbeträge, die auf Entgeltserhöhungen und Entgeltsminderungen entfallen, sowie herabgesetzte, erlassene oder erstattete Einfuhrumsatzsteuer sind zu berücksichtigen. Ein Vorsteuerabzug für Wirtschaftsgüter, die der Unternehmer zu weniger als 10 Prozent für sein Unternehmen nutzt, ist generell nicht möglich (§ 15 Absatz 1 Satz 2 UStG). Zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung eines einheitlichen Gegenstands, der teilweise unternehmerisch und teilweise nicht unternehmerisch genutzt wird, vergleiche Abschnitt 15.2c Absatz 2 und Abschnitt 15.6a UStAE.
Der Unternehmer hat im Kalenderjahr 2011 ein Bürogebäude errichtet, das er ab 1.12.2011 zur Hälfte steuerpflichtig und zur Hälfte steuerfrei vermietet. Die auf die Herstellungskosten entfallende Vorsteuer von 60.000 Euro hat er in Höhe von 30.000 Euro abgezogen.
Ab Juli 2014 wird das gesamte Gebäude steuerpflichtig vermietet. Auf Grund der insgesamt steuerpflichtigen Vermietung kann der Unternehmer 1.500 Euro Vorsteuer für das Kalenderjahr 2014 nachträglich in Zeile 86 geltend machen. In Zeile 76 ist eine „1“ einzutragen.
Berechnung: 60.000 Euro Vorsteuer / 120 Monate Berichtigungszeitraum = 500 Euro monatliche Berichtigung; bereits im Kalenderjahr 2010 abgezogen: 50 Prozent = verbleibende Berichtigung somit 250 Euro * 6 Monate (Juli bis Dezember 2014) = 1.500 Euro.
Der Unternehmer hat im Oktober 2009 umsatzsteuerfrei ein Gebäude erworben, das in vollem Umfang unternehmerisch genutzt wird. An diesem Gebäude werden am 10.1.2014 Außenputzarbeiten durchgeführt. Der Unternehmer zieht die hierauf entfallende Vorsteuer von 1.800 Euro in voller Höhe ab.
Am 11.12.2014 veräußert der Unternehmer das Gebäude umsatzsteuerfrei. Dieser Verkauf führt zu einer Berichtigung des Vorsteuerabzugs für die Außenputzarbeiten in Höhe von 1.635 Euro. Dieser Betrag ist in Zeile 87 einzutragen. Zusätzlich ist in Zeile 77 eine „1“ einzutragen.
Berechnung: 1 800 Euro Vorsteuern / 120 Monate Berichtigungszeitraum = 15 Euro monatliche Berichtigung * 109 Monate restlicher Berichtigungszeitraum (Dezember 2014 - Dezember 2023) = 1 635 Euro.
Lieferungen von Mobilfunkgeräten, Tablet-Computern und Spielekonsolensowie von integrierten Schaltkreisen vor Einbau in einen zur Lieferung auf der Einzelhandelsstufe geeigneten Gegenstand, wenn der Leistungsempfänger ein Unternehmer ist und die Summe der für die Lieferungen in Rechnung zu stellenden Entgelte im Rahmen eines wirtschaftlichen Vorgangs mindestens 5 000 Euro beträgt; nachträgliche Minderungen des Entgelts bleiben dabei unberücksichtigt (Zeile 25).
Lieferungen von Gas über das Erdgasnetz durch einen im Inland ansässigen Unternehmer, wenn der Leistungsempfänger Wiederverkäufer im Sinne des § 3c UStG ist (Zeile 26);
Lieferungen der in Anlage 3 und 4 zum UStG aufgeführten Gegenstände, insbesondere Metalle, Altmetalle und Schrott (Zeile 26);
Einzutragen sind die Lieferungen, die Auslagerungen von Gegenständen aus einem Umsatzsteuerlager vorangegangen sind. Die Umsatzsteuer für diese Umsätze schuldet der Unternehmer, dem die Auslagerung zuzurechnen ist (Auslagerer); gegebenenfalls der Lagerhalter als Gesamtschuldner. Nicht einzutragen sind hier Lieferungen, die dem liefernden Unternehmer zuzurechnen sind, wenn die Auslagerung im Zusammenhang mit diesen Lieferungen steht. Diese Umsätze sind in Abschnitt C des Hauptvordruckes (Zeilen 33, 36 beziehungsweise 42) einzutragen (vergleiche Erläuterungen zu den Zeilen 31 bis 42 des Hauptvordrucks).
Einzutragen sind innergemeinschaftliche Lieferungen (§ 4 Nummer 1 Buchstabe b, § 6a Absatz 1 UStG). Das gilt - ausgenommen bei innergemeinschaftlichen Lieferungen neuer Fahrzeuge - nicht für Kleinunternehmer, die § 19 Absatz 1 UStG anwenden. Über die in Zeile 33 einzutragenden Umsätze sind Zusammenfassende Meldungen an das BZSt zu übermitteln.
Der Lieferer hat mit solchen Beförderungs- und Versendungsumsätzen im vergangenen Kalenderjahr die in Deutschland maßgebliche Lieferschwelle von 100.000 Euro (§ 3c Absatz 3 Satz 2 Nummer 1 UStG) überschritten, er überschreitet im laufenden Kalenderjahr diese Lieferschwelle oder er optiert für die Besteuerung dieser Umsätze in Deutschland (§ 3c Absatz 4 UStG - die Option bindet den Unternehmer für zwei Kalenderjahre). Bei der Ermittlung der maßgeblichen Lieferschwelle sind die Lieferungen verbrauchssteuerpflichtiger Waren nicht einzubeziehen.
Einzutragen sind steuerpflichtige Lieferungen von Mobilfunkgeräten, Tablet-Computern und Spielekonsolen sowie von integrierten Schaltkreisen vor Einbau in einen zur Lieferung auf der Einzelhandelsstufe geeigneten Gegenstand (§ 13b Absatz 2 Nummer 10 UStG), wenn der Leistungsempfänger ein Unternehmer ist und die Summe der für die Lieferungen in Rechnung zu stellenden Entgelte im Rahmen eines wirtschaftlichen Vorgangs mindestens 5.000 Euro beträgt; nachträgliche Minderungen des Entgelts bleiben dabei unberücksichtigt. Die Steuer schuldet der Leistungsempfänger nach § 13b Absatz 5 Satz 1 UStG.