Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BauR%202010,%20618
Timestamp: 2019-08-19 17:46:45
Document Index: 341726128

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 195', '§ 195', '§ 199', '§ 634', '§ 195', '§ 195', '§ 195', '§ 634', '§ 195', '§ 195', '§ 634', '§ 199', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 613', 'BGH', '§ 199', 'BGH', '§ 199', 'BGH', '§ 199', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 14.01.2010 - VII ZR 213/07 - dejure.org
https://dejure.org/2010,781
BGH, 14.01.2010 - VII ZR 213/07 (https://dejure.org/2010,781)
BGH, Entscheidung vom 14.01.2010 - VII ZR 213/07 (https://dejure.org/2010,781)
BGH, Entscheidung vom 14. Januar 2010 - VII ZR 213/07 (https://dejure.org/2010,781)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2010,781) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGB §§ 195, 199 Abs. 1, 634 a
§ 195 BGB, § 199 Abs 1 BGB, § 634a BGB
Gewährleistung beim Bauvertrag: Verjährung des Anspruchs auf Rückzahlung des Vorschusses auf die Mängelbeseitigungskosten; grob fahrlässige Unkenntnis von den diesen Anspruch begründenden Umständen
BGB §§ 195, 199 Abs. 1, 634a
Anspruch auf Rückzahlung des Mängelbeseitigungsvorschusses verjährt gem. § 195 BGB
Voraussetzungen für das Entstehen eines Anspruches eines Auftragnehmers auf Rückzahlung des an einen Auftraggeber gezahlten Vorschusses zur Mängelbeseitigung; Anforderungen an die Verjährungsfrist eines Anspruchs auf Rückzahlung des Vorschusses zur Mängelbeseitigung
BGB §§ 195, 199 Abs. 1, § 634
Verjährung des Anspruches auf Rückzahlung eines Vorschusses zur Mängelbeseitigung richtet sich nach § 195 BGB
Mängelbeseitigungskosten, grobfahrlässige Unkenntnis des Bestellers von anspruchsbegründenden Umständen
BGB § 195; BGB § 634a; BGB § 199 Abs. 1
Rückzahlung des Mangelbeseitigungskostenvorschusses: Verjährung?
Wann verjährt Anspruch auf Rückzahlung des Vorschusses auf Mängelbeseitigungskosten? (IBR 2010, 137)
Verjährungsrecht: Wann ist eine Unkenntnis grob fahrlässig? (IBR 2010, 138)
Kurznachricht zu "Anmerkung zu den zwei Urteilen des BGH vom 14.01.2010, AZ.: VII ZR 213/07, AZ.: VII ZR 108/08" von RA Hans Christian Schwenker, original erschienen in: ZfIR 2010, 275 - 284.
LG Osnabrück, 08.06.2007 - 7 O 3230/06
LG Osnabrück, 08.06.2007 - 7 O 3240/06
NJW 2010, 1195
NZBau 2010, 236
VersR 2011, 276
BauR 2010, 618
ZfBR 2010, 353
Allein der Ablauf einer gewissen Zeit nach Entstehung des Anspruchs vermag das notwendige Umstandsmoment nicht zu begründen (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 2010 - VII ZR 213/07, BauR 2010, 618 Rn. 25 = NZBau 2010, 236 = ZfBR 2010, 353).
Der Gläubiger muss es versäumt haben, eine gleichsam auf der Hand liegende Erkenntnismöglichkeit wahrzunehmen (vgl. BGH…, Urteil vom 23. September 2008 - XI ZR 253/07, NJW-RR 2009, 544 Rn. 34; Urteil vom 14. Januar 2010 - VII ZR 213/07, NJW 2010, 1195 Rn. 17).
Wurde der Arbeitnehmer über den Übergang seines Arbeitsverhältnisses unter Angabe der in Rn. 24 angeführten grundlegenden Informationen einschließlich seines Widerspruchsrechts nach § 613a Abs. 6 BGB unterrichtet, geht seine widerspruchslose Weiterarbeit für den neuen Inhaber über ein bloßes Unterlassen hinaus, das ein Umstandsmoment nicht zu begründen vermag (vgl. BGH 14. Januar 2010 - VII ZR 213/07 - Rn. 25; 14. November 2002 - VII ZR 23/02 - zu II 2 der Gründe) .
Grob fahrlässige Unkenntnis i.S. des § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB liegt vor, wenn die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt worden ist und der Gläubiger auch ganz naheliegende Überlegungen nicht angestellt oder das nicht beachtet hat, was im gegebenen Fall jedem hätte einleuchten müssen (BGH, Urteil vom 14.01.2010, Az. VII ZR 213/07, Rn. 17 m.w.N.).
Denn es gilt auch insofern der Grundsatz, dass der Verweis auf das - möglicherweise - rechtswidrige Verhalten eines Dritten - wie hier - den Verletzer nicht entlasten kann (BVerfG, NJW 2010, 1195, 1197).
(1) Bei § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB ist auf die Kenntnis solcher anspruchsbegründenden Umstände abzustellen, die notwendig ist, um eine Klage Erfolg versprechend, wenn auch nicht risikolos, erheben zu können (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 2010 - VII ZR 213/07, BauR 2010, 618 Rn. 13 = NZBau 2010, 236 = ZfBR 2010, 353 m.w.N.).
(2) Grob fahrlässige Unkenntnis im Sinne des § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB liegt vor, wenn die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt worden ist und der Gläubiger auch ganz naheliegende Überlegungen nicht angestellt oder das nicht beachtet hat, was im gegebenen Fall jedem hätte einleuchten müssen (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 2010 - VII ZR 213/07, aaO Rn. 17 m.w.N.).
Denn eine Klageerhebung ist bereits dann zumutbar, wenn die Klage hinreichende Erfolgsaussichten hat; es ist nicht erforderlich, dass die Klage risikolos möglich ist (vgl. BGH, Urteile vom 26. November 1987 - IX ZR 162/86, BGHZ 102, 246, 248;… vom 3. Juni 2008 - XI ZR 319/06, NJW 2008, 2576 Rn. 27; vom 14. Januar 2010 - VII ZR 213/07, NJW 2010, 1195 Rn. 13; jeweils mwN).
Denn bei dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht handelt es sich nicht um eine statische, für alle Zeiten feststehende Größe, vielmehr hängt sein Bestand von der tatsächlichen Anerkennung durch die Öffentlichkeit ab; allerdings gilt auch insofern der Grundsatz, dass der Verweis auf das - möglicherweise - rechtswidrige Verhalten eines Dritten den Störer nicht entlasten kann (BVerfG NJW 2010, 1195, 1197).
Diese Frage, die im Rechtsstreit der Klägerin gegen A. und S. im ersten Rechtszug bejaht, im zweiten Rechtszug verneint worden und derzeit Gegenstand des beim Senat anhängigen Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens VII ZR 213/07 ist, kann hier offenbleiben.
Tariflicher Anspruch auf die weitere Zahlung einer Funktionsstufe auf Grundlage …