Source: http://hgbvorleser.de/%C2%A7-241-hgb-inventurvereinfachungsverfahren-54/
Timestamp: 2019-05-23 12:04:34
Document Index: 124074112

Matched Legal Cases: ['§ 241', '§ 240', '§ 241', '§ 241', '§ 241', '§ 241', '§ 241', '§ 241']

§ 241 HGB – Inventurvereinfachungsverfahren | HGBvorleser
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§ 241 HGB normiert Inventurvereinfachungsregeln
Zeitverlagerte Inventur
Zeitverlagerte Inventur (§ 241 HGB im Absatz 3)
Die zeitverlagerte Inventur kann bis zu drei Monate vor Stichtag oder bis zu zwei Monate nach Stichtag durchgeführt werden, wenn der Kaufmann gewährleisten kann – durch Fortrechnung oder Rückrechnung –, dass die Ausgangswerte eine ordnungsmäßige Bewertung zum Stichtag zulassen.
Permanente Inventur (§ 241 HGB im Absatz 2)
Der Kaufmann kann auf die die körperliche Bestandsaufnahme am Stichtag bei der permanenten Inventur verzichten. Damit ist es möglich, die Arbeit der Inventur auf das gesamte Jahr zu verteilen. Der Geschäftsbetrieb wird geringer gestört und der Aufwand der Inventur konstant auf das gesamte Geschäftsjahr verteilt.
Als Voraussetzung bedarf es nach § 241 HGB um ein Verfahren, welches den GoB entsprechen muss. Das Unternehmen darf darauf nur zurückgreifen, wenn er sicherstellen kann, dass der Bestand für den Stichtag festgestellt werden kann und zwar nach Wert, Menge und Art.
Stichprobeninventur (§ 241 HGB im Absatz 1)
Ist die Anzahl der einzelnen Produkte, die man bei einer Inventur erfassen müsste, sehr groß, gibt es im Gesetz eine Erleichterungsmöglichkeit. Dies Vereinfachung fand Einzug in das Gesetz, da eine vollständige körperliche Bestandsaufnahmen an einem Tag oft nicht durchführbar ist und auch nicht wirtschaftlich. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es ausreichend, wenn der Bestand anhand von Stichproben überprüft wird. Laut § 241 HGB kann man sowohl die Menge als auch Wert und Art mithilfe solcher Verfahren feststellen. Wichtig ist, dass es sich um mathematisch-statistische Verfahren handelt, die auch Anerkennung finden. Anerkennung meint, dass die Verfahren in Fachkreisen befürwortet werden und sich an die Standards der Statistik gehalten wird. Eine weitere Voraussetzung sind die GoB, die auch hier wieder zum Tragen kommen. Die gewählte Methodik muss diesen nämlich entsprechen. Darüber hinaus ist es notwendig, dass der ermittelte Wert – auch mit einem durch die herkömmliche Inventur erzieltem Ergebnis – gleichkommt. „Gleichkommen“ wird man als Abweichung innerhalb eines tolerierbaren Rahmens interpretieren können.