Source: https://web1.karlsruhe.de/Stadt/Stadtrecht/s-3-2-9.php
Timestamp: 2019-01-18 20:38:21
Document Index: 202641724

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 63', '§ 64', '§ 22', '§ 33', '§ 2', '§ 5', '§ 22', '§ 4', '§ 5']

Karlsruhe: 3/2.9 Landschaftsschutzgebeit "Füllbruch - Vokkenau"
über das Landschaftsschutzgebiet "Füllbruch - Vokkenau"
vom 19. Januar 1988 (Amtsblatt vom 29. Januar 1988)
Aufgrund der §§ 22, 58 Abs. 3 und 4, § 63 Abs. 1 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. 1975, S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199), und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 3 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20.12.1978 (GBl. 1979, S. 12) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Karlsruhe als höherer Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Karlsruhe werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Füllbruch - Vokkenau".
(1)	Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 372 ha.
(2)	Zum Landschaftsschutzgebiet gehören die Walddistrikte "Füllbruch", "Weidbruch", "Vokkenau" sowie die Gewanne "Großer und Kleiner Saum", "Hochwiesen", "Lackäcker", "Auf die Eich", "Säusteigerfeld", "Die Büchenauwiesen", "Holderäcker", "Kirchfeld" und "Weiherwiesen".
durch die Gemarkungsgrenze Karlsruhe/Stutensee-Blankenloch-Büchig.
durch die Gemarkungsgrenze Karlsruhe/Stutensee-Blankenloch-Büchig und die Schwetzinger Straße/L 604.
durch die Brückenstraße, wobei die Wohnbebauung bis zur Schwetzinger Straße 102 und entlang der Vokkenaustraße bis zum Anwesen Nr. 51 ausgeschlossen bleibt. Außerhalb des Landschaftsschutzgebietes liegt außerdem das Gewerbegebiet "Rossweid" in den Grenzen zwischen Pfinz, Greschbachstraße, Ohmstraße.
durch die Bundesautobahn A 5 und den parallel östlich verlaufenden Weidgraben (Waldrand).
(4)	Die Grenzen des Schutzgebietes sind in eine Planmappe, bestehend aus einer Übersichtskarte, Maßstab 1 : 10 000, und 11 Einzelkarten als Ausschnittsvergrößerungen, Maßstab 1 : 2 000, mit grüner Linie (flächenmäßig grau hervorgehoben) eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Bürgermeisteramt Karlsruhe als unterer Naturschutzbehörde, Rathaus am Marktplatz, auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Amtsblatt für den Stadtkreis Karlsruhe, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden öffentlich ausgelegt.
(5)	Die Verordnung mit Karten ist nach Ablauf der Auslegungsfrist bei der in Absatz 4 bezeichneten Stelle zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
1.	Erhaltung eines für die Kinzig-Murg-Rinne typischen Restbruchwaldes mit Ausprägung des Erlen-Eschen-Waldes, des Hainbuchenwaldes und des Erlenbruchs wegen seiner besonderen Bedeutung für den Naturhaushalt und als stadtnahes Rückzugsgebiet für die standorttypische Tierwelt, insbesondere für gefährdete Amphibien-, Insekten- und Vogelarten.
2.	Schutz und Entwicklung einer vielfältigen, ökologisch wertvollen Landschaftsstruktur, geprägt durch die Gewässer Pfinz und Alte Bach, deren begleitende Uferzonen, Feuchtwiesen und Waldrandsituationen für die naturnahe, extensive Erholung in unmittelbarer Stadtnähe.
3.	Sicherung einer ökologischen Ausgleichsfläche mit besonderer Klimaschutzfunktion gegenüber der benachbarten intensiven Nutzung durch Industrie und Gewerbe.
(1)	Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.
9.	Betrieb von Motorsport sowie von motorbetriebenen Schlitten,
11.	Anlagen, Beseitigung oder Änderung von fließenden oder stehenden Gewässern,
3.	für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze und Gewässer sowie der bestehenden Anlagen für die Strom- und Gasversorgung, der Wasserver- und -entsorgung und das Fernmeldewesen, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 15,
1.	entgegen § 22 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen,
2.	entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können.
Die Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Stadtkreis Karlsruhe vom 8. Januar 1962 tritt, soweit sie sich auf den Bereich Füllbruch - Vokkenau bezieht, außer Kraft.