Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NZV%201991,%2023
Timestamp: 2020-02-20 18:17:48
Document Index: 186603538

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NZV 1991, 23 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 02.10.1990
https://dejure.org/1990,2011
BGH, 02.10.1990 - VI ZR 353/89 (https://dejure.org/1990,2011)
BGH, Entscheidung vom 02.10.1990 - VI ZR 353/89 (https://dejure.org/1990,2011)
BGH, Entscheidung vom 02. Januar 1990 - VI ZR 353/89 (https://dejure.org/1990,2011)
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Verkehrsunfall - Deliktische Haftung - Psychisch bedingte Gesundheitsschäden
NJW 1991, 747
VersR 1991, 432
Die Schadensersatzpflicht für psychische Auswirkungen einer Verletzungshandlung setzt nicht voraus, dass diese Auswirkungen eine organische Ursache haben; es genügt vielmehr grundsätzlich die hinreichende Gewissheit, dass die psychisch bedingte Gesundheitsbeschädigung ohne die Verletzungshandlung nicht aufgetreten wäre (…Senatsurteile vom 27. Januar 2015 - VI ZR 548/12, aaO;… vom 30. April 1996 - VI ZR 55/95, aaO, 343 f., juris Rn. 14;… vom 9. April 1991 - VI ZR 106/90, NJW 1991, 2347, 2348, juris Rn. 9; vom 2. Oktober 1990 - VI ZR 353/89, NJW 1991, 747, 748, juris Rn. 8;… vom 4. April 1989 - VI ZR 97/88, aaO; jeweils mwN).
Sie sind in solchem Fall nur rein zufällig durch das Unfallgeschehen ausgelöst worden, hätten in gleicher oder ähnlicher Weise auch aus womöglich geringfügigen anderen Anlässen eintreten können und gehören deshalb nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats zum allgemeinen Lebensrisiko des Verletzten, das dieser entschädigungslos zu tragen hat (vgl. Senatsurteile vom 21. September 1982 - VI ZR 130/81 - VersR 1982, 1141, 1142;… vom 12. November 1985 = aaO.; vom 2. Oktober 1990 - VI ZR 353/89 - VersR 1991, 432; vom 12. März 1991 - VI ZR 232/90 - VersR 1991, 777, 778 und vom 9. April 1991 - VI ZR 106/90 - VersR 1991, 704, 705).
Vielmehr genügt die hinreichende Gewißheit, daß die psychisch bedingten Ausfälle ohne den Unfall nicht aufgetreten wären (s. zu alledem Senatsurteile vom 21. September 1982 - VI ZR 130/81 - VersR 1982, 1141, 1142; vom 12. November 1985 - VI ZR 103/84 - VersR 1986, 240, 241; vom 2. Oktober 1990 - VI ZR 353/89 - NJW 1991, 747 und vom 12. März 1991 - VI ZR 232/90 - zur Veröffentlichung bestimmt).
a) Es ist in der höchstrichterlichen Rechtsprechung anerkannt, daß auch psychisch vermittelte Gesundheitsschäden, die Folge der Verletzungshandlung des Schädigers sind, unter die Ersatzpflicht der §§ 823, 847 BGB fallen (vgl. BGHZ 20, 137), und zwar auch dann, wenn sie nicht auf unfallbedingte organische Schädigungen zurückzuführen sind (BGH VersR 1991, 432 = NZV 1991, 23; BGHZ 93, 351/355 = VersR 1985, 499; Dahlmann "Psychische Unfallfolgen" DAR 1992, 325 ff.).
Deshalb hätte das Berufungsgericht prüfen müssen, ob die Leiden des Klägers ganz oder teilweise auf einer durch die Unfallverletzungen hervorgerufenen psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung beruhen, für deren Folgen die Beklagten unter bestimmten Voraussetzungen einzustehen hätten (vgl. Senatsurteil vom 2. Oktober 1990 - VI ZR 353/89 - VersR 1991, 432 f. m.w.N.).
Sie sind in solchem Fall nur rein zufällig durch das Unfallgeschehen ausgelöst worden, hätten in gleicher oder ähnlicher Weise auch aus womöglich geringfügigen anderen Anlässen eintreten können und gehören deshalb nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats zum alleinigen Lebensrisiko des Verletzten, das dieser entschädigungslos zu tragen hat (vgl. BGH, NJW 1983, 340 ; 1986, 777; 1991, 747; 1991, 2346, 2347; VersR 1996, 990, 991; 1998, .200 ff.).
Haftungsrechtlich kommt es allein darauf an, dass die psychische Störung ohne den Unfall nicht aufgetreten wäre (BGH VersR 1991, 432).
Haftungsrechtlich kommt es allein darauf an, dass die psychische Störung ohne den Unfall nicht aufgetreten wäre (BGH VersR 1991, 432 ).