Source: https://www.rueckkaufswertlebensversicherung.de/
Timestamp: 2018-05-27 15:36:28
Document Index: 302929665

Matched Legal Cases: ['§ 169', '§ 169', '§ 169', '§ 169', '§ 169', '§ 169', 'BGH']

▷ Rückkaufswert – Lebensversicherung
Der Rückkaufswert der Lebensversicherung: So gelingt die Kündigung beim Lebensversicherer
Hier erfahren Sie alles rund um den Rückkaufswert bei den verschiedenen Lebensversicherungen.
Bei der Risikolebensversicherung steht dem Kunden kein Rückkaufswert zu.
Bei einer fondsgebundenen Kapitallebensversicherung ergibt sich der Rückkaufswert vor allem aus dem Börsenwert des Fonds.
Bei einer Kapitallebensversicherung entspricht der Rückkaufswert mindestens der Deckungssumme.
Für Kapitallebensversicherungen gibt es seit 2008 einen Mindestrückkaufswert.
Die Abschluss- und Vertriebskosten darf die Versicherung vom Rückkaufswert abziehen.
Ein Rükkauf ist immer ein Verlustgeschäft, erkundigen Sie sich daher nach Alternativen.
Die Lebensversicherung ist eine Versicherung, die den Tod des Versicherten oder dessen Rente sichert. Im Vertrag wird mit dem Versicherungsnehmer eine Leistung vereinbart, die im Versicherungsfall entweder an den Verbraucher selbst oder einen anderen Bezugsberechtigten ausgezahlt wird.
Der Fall, der eintreten muss, um die Versicherungssumme zu erhalten, wird ebenfalls festgehalten. Entweder kann dies der Tod des Versicherungsnehmers während der Versicherungsdauer (Todesfallversicherung) sein oder eben ein vereinbartes Erlebnis (Erlebnisfallversicherung).
Dies kann beispielsweise eine Pflegebedürftigkeit, schwere Krankheit oder eine Berufs- bzw. Arbeitsunfähigkeit sein. Im Wesentlichen wird bei den Lebensversicherungen zwischen drei Versicherungen unterschieden:
der Kapitallebensversicherung
der fondsgebundenen Lebensversicherung
Bei der Risikolebensversicherung wird im Falle des Todes des Versicherungsnehmers ausgezahlt. Dieser hat während der Vertragslaufzeit Beträge bei der Lebensversicherung eingezahlt. Unabhängig davon, wie viel Beiträge angespart wurden, bekommt im Versicherungsfall der Berechtigte die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme überwiesen.
Eine Kapitallebensversicherung ist im Wesentlichen dafür gedacht, Kapital zu bilden. Im Todes- oder Erlebnisfall soll der Versicherungsnehmer oder der Begünstigte abgesichert werden. Die Beiträge, die eingezahlt werden, setzen sich aus drei Teilen zusammen: dem Kosten-, dem Risiko- und den Sparanteil.
Wie hoch der Rückkaufswert ausfällt, kommt auf die Art der Versicherung an.
Der Sparanteil, welcher 70 – 80 Prozent des Gesamtbeitrags umfasst, wird von der Lebensversicherung angelegt und es können so Erträge generiert werden. Läuft der Vertrag aus, bekommt der Versicherungsnehmer die eingezahlten Beiträge und die Renditen ausgezahlt.
Die fondsgebundene Lebensversicherung gilt ebenfalls als kapitalbildende Lebensversicherungen. Die vom Kunden eingezahlten Beiträge werden vom Lebensversicherer sofort in Fonds angelegt. Der Versicherungsnehmer bekommt mit Vertragende alle Renditen ausgezahlt.
1 Die gesetzlichen Grundlagen zum Rückkauf der Lebensversicherung
1.1 Kündigung der Lebensversicherung: So hoch ist der Rückkaufswert
1.1.1 Der Rückkaufswert bei der Risikolebensversicherung
1.1.2 Der Rückkaufswert bei der Kapitallebensversicherung
1.1.3 Der Rückkaufswert bei der fondsgebundenen Lebensversicherung
1.1.3.1 Der Mindestrückkaufswert der Kapitallebensversicherung
2 Alternativen zur Kündigung
2.1 Alternative 1: Die Beitragsfreistellung
2.2 Alternative 2: Verkauf auf dem Zweitmarkt
2.2.1 Verkauf der Lebensversicherung steuerfrei?
2.3 Alternative 3: Policedarlehen beantragen und somit Lebensversicherung beleihen
2.3.1 Den Rückkaufswert der Lebensversicherung berechnen: Darauf müssen Sie achten
2.3.1.1 Der Widerruf der Lebensversicherung: Steht mir ein Rückkaufswert zu?
Die gesetzlichen Grundlagen zum Rückkauf der Lebensversicherung
Kündigen Sie Ihre Lebensversicherung, bedeutet dies, dass Sie die Versicherung verkaufen – und zwar an den Lebensversicherer. Dieser ist verpflichtete, die Police anzukaufen. Der Versicherer kauft die Police somit zurück, weswegen von einem Rückkauf gesprochen wird.
Wird ein Rückkauf angestrebt, basiert dies auf dem § 169 Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Dieser Rückkaufswert wird interessant, wenn der Versicherungsnehmer seine Versicherung vorzeitig kündigt:
Wird eine Versicherung, die Versicherungsschutz für ein Risiko bietet, bei dem der Eintritt der Verpflichtung des Versicherers gewiss ist, durch Kündigung des Versicherungsnehmers oder durch Rücktritt oder Anfechtung des Versicherers aufgehoben, hat der Versicherer den Rückkaufswert zu zahlen. (§ 169 Abs. 1 VVG)
Dem Kunden steht somit jederzeit zum Ende der laufenden Versicherungsperiode ein Rückkaufswert zu. Dieses Recht kann der Verbraucher allerdings nur ausüben, sofern ein positiver Rückkaufswert besteht. Das kann beispielsweise bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung wichtig sein, da hier der Wert stark vom Börsengang abhängt.
Laut § 169 Abs. 2 VVG gibt es für Lebensversicherungen, die ausschließlich den Erlebnisfall absichern keinen Rückkaufswert. Auch bei einer Risikolebensversicherung gibt es keinen Rückkaufswert.
Vertraglich kann mit den Versicherungen allerdings abweichendes vereinbart werden.
Kündigung der Lebensversicherung: So hoch ist der Rückkaufswert
Möchten Sie Ihre Lebensversicherung beim Versicherer aufkündigen, sollten Sie sich im Vorfeld über den Rückkaufswert informieren. Denn in manchen Fällen hängt der Rückkaufswert von äußeren nicht beeinflussbaren Punkten ab.
Der Rückkaufswert bei der Risikolebensversicherung
Die Kündigung der Lebensversicherung: Der Rückkaufswert wird einmal jährlich bekannt gegeben.
Ein Rückkaufswert steht dem Versicherungsnehmer zu, wenn etwas angespart wird und Erträge erwirtschaftet werden. Bei der Risikolebensversicherung ist es allerdings so, dass kein Kapital gespart wird und auch keine Renditen entstehen.
Entstehen Überschüsse, werden diese dem Versicherungsnehmer durch eine Beitragssenkung oder eine Erhöhung der Versicherungssumme sogleich gutgeschrieben.
Er kann also sofort davon profitieren. In diesem Fall sollte gut überlegt werden, ob eine Kündigung der Risikolebensversicherung zielführend ist.
Im weiteren Verlauf gehen wir auf Alternativen zur Kündigung ein. Bei diesen Möglichkeiten erhalten Sie ebenfalls nicht Ihr gesamtes Geld zurück, aber Sie verlieren nicht alles, wie es bei der Kündigung der Risikolebensversicherung der Fall wäre.
Der Rückkaufswert bei der Kapitallebensversicherung
Anders als bei der Risikolebensversicherung, steht Ihnen bei der Kündigung der Kapitallebensversicherung ein Rückkaufswert zu – schließlich haben Sie Geld angespart. Wie hoch dieser allerdings ist, ergibt sich unter anderem aus der bereits abgelaufenen Vertragslaufzeit.
Kündigen Sie sehr früh, senken Gebühren, welche der Versicherer abziehen darf, den Wert. Andersherum bedeutet dies: Je länger Sie einzahlen, desto höher fällt der Rückkaufswert aus.
Der Rückkaufswert bei der fondsgebundenen Lebensversicherung
Auch für eine fondsgebundene Lebensversicherung steht dem Kunden ein Rückkaufswert zu. Dieser ergibt sich hier vor allem aus dem Börsenwert der Fonds und unterliegt damit hohen Schwankungen. Prüfen Sie also im Vorfeld den aktuellen Börsenwert, bevor Sie leichtfertig kündigen und viel Geld verlieren und bis auf den Mindestrückkaufswert fallen.
Der Rückkauf der Lebensversicherung ist immer ein Verlustgeschäft. Allerdings steht den Verbrauchern seit 2008 ein Mindestrückkaufswert zu. Erkundigen Sie sich zuvor, wie hoch der Rückkaufswert ausfällt. Vielleicht macht eine Alternative mehr Sinn?
Der Mindestrückkaufswert der Kapitallebensversicherung
Bei der Risikolebensversicherung gibt es keinen Rückkaufswert, da alle Gewinne gleich verrechnet werden.
Fragen Sie sich, was Ihre Lebensversicherung wert ist? Einmal jährlich erhalten Versicherungsnehmer eine Standmitteilung, worauf auch der aktuelle Rückkaufswert zu finden ist. Seit 2008 gibt es allerdings für Kapitallebensversicherungen einen Mindestrückkaufswert.
Hier entspricht der Rückkaufswert mindestens dem Deckungskapital:
Der Rückkaufswert ist das nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik mit den Rechnungsgrundlagen der Prämienkalkulation zum Schluss der laufenden Versicherungsperiode berechnete Deckungskapital der Versicherung, bei einer Kündigung des Versicherungsverhältnisses jedoch mindestens der Betrag des Deckungskapitals, das sich bei gleichmäßiger Verteilung der angesetzten Abschluss- und Vertriebskosten auf die ersten fünf Vertragsjahre ergibt; […](§ 169 Abs. 2 VVG)
Die Abschluss- und Vertriebskosten werden gleichmäßig auf die ersten fünf Jahre verteilt, weswegen immer ein positiver Rückkaufswert entsteht. Laut § 169 Abs. 5 VVG ist allerdings durchaus berechtigt einen Stornoabschlag bei einer frühzeitigen Kündigung zu verlangen.
Ein Rückkauf der Lebensversicherung ist als unwirtschaftlich einzustufen, weswegen ein Blick auf die Alternativen notwendig ist. Im Wesentlichen bieten sich dem Verbraucher drei Möglichkeiten, um die Beiträge zu senken oder einzustellen. Häufig ergibt sich der Wunsch einen Rückkauf der Lebensversicherung durchzuführen, um finanzielle Schwierigkeiten zu bewältigen. Doch Versicherungsnehmer sollten hier beachten, dass es eben auch andere Möglichkeiten.
Alternative 1: Die Beitragsfreistellung
Haben Sie finanzielle Schwierigkeiten und können die Beiträge für Ihre Versicherung nicht begleichen? Dann besteht die Option, eine Beitragsfreistellung zu beantragen. In diesem Fall müssen Sie keine Beiträge mehr zahlen. Dadurch schmälern Sie allerdings Ihr Kapital bzw. Ihre Versicherungssumme. Der Versicherungsschutz bleibt somit aber weiterhin erhalten. Wollten Sie also durch die Versicherung Ihre Familie absichern, macht diese Option Sinn.
Alternative 2: Verkauf auf dem Zweitmarkt
Die Lebensversicherung und der Rückkaufswert: Die Abschlusskosten dürfen berechnet werden.
Möchten Sie eine Kapitallebensversicherung veräußern? Dann können Sie diese auf dem Zweitmarkt für Lebensversicherung verkaufen. Hier werden Versicherungen während der Vertragslaufzeit gehandelt.
In vielen Fällen kann durch einen Verkauf, der Rückkaufswert übertroffen werden. Je nachdem an wen Sie die Police verkaufen, können Sie im Vertrag festlegen, dass Ihr Versicherungsschutz teilweise bestehen bleiben soll. Kommt es dann zum Versicherungsfall, wird die Differenz zwischen der Versicherungssumme und dem mit etwa neun Prozent verzinsten Kaufpreis gebildet.
Wie erkennen Sie einen guten Anbieter auf dem Zweitmarkt? Achten Sie darauf, dass der Anbieter Mitglied im Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) e.V. ist. Nehmen Sie von Angeboten Abstand, die Ihnen versprechen, die Summe in Raten an Sie auszuzahlen. Ebenso wird vor Unternehmen gewarnt, die Verträge für hohe Gebühren aufkaufen und dann Nachzahlungen über eine Klage bei der ursprünglichen Versicherungsgesellschaft versprechen.
Diese Option bietet sich vor allem dann an, wenn Sie schnell Bargeld benötigen.
Verkauf der Lebensversicherung steuerfrei?
Ob Sie für den Verkauf Ihrer Lebensversicherung Steuern zahlen müssen, kommt auf das Alter Ihres Vertrags an. Haben Sie Ihren Vertrag vor 2005 abgeschlossen, so sind die Erträge des Verkaufs steuerfrei, wenn die Mindestlaufzeit 12 Jahre betrug.
Haben Sie Ihren Vertrag nach dem 30. März 1996 abgeschlossen, gilt darüber hinaus, dass der Todesfallschutz mindestens 60 Prozent der Versicherungssumme betragen muss. Können Sie diese Kriterien nicht erfüllen, zahlen Sie auf die Differenz zwischen dem Kaufpreis und den gesamten Beträgen Steuern.
Schlossen Sie Ihren Vertrag 2005 oder später ab, zahlen Sie Abgeltungssteuern. Zu versteuern ist Differenz vom Kaufpreis und den gezahlten Beträgen. Überstiegt die Beitragssumme allerdings den Kaufpreis entfallen die Steuern.
Alternative 3: Policedarlehen beantragen und somit Lebensversicherung beleihen
Bevor Sie den Rückkaufswert verlangen, prüfen Sie Ihre Verträge: Vielleicht können Sie die Lebensversicherung auch beleihen.
Können Sie die Beiträge Ihrer Lebensversicherung nicht begleichen, besteht die Option, ein Policedarlehen zu beantragen. Es handelt sich hierbei um einen Verbraucherkredit, bei dem der Rückkaufswert der Lebensversicherung als Sicherheit angegeben wird. In aller Regel fällt der Zinssatz relativ gering aus. Darüber hinaus wird bei diesen Krediten auf eine Bonitätsprüfung verzichtet.
Als weitere Sicherheit können Kapitallebensversicherungen angegeben werden. Nach § 169 VVG ist die Höhe des Darlehens durch den Rückkaufswert gedeckelt. Somit bleibt der Versicherungsschutz der Lebensversicherung erhalten. Die Tilgung erfolgt in regulären Raten.
Haben Sie eine fondsgebundene Lebensversicherung, so wird die Zahlung in Form von Fonds-Anteilen durchgeführt. Allerdings können in diesem Fall nur 60 Prozent beliehen werden.
Die Zinsen für das Policedarlehen sind höher als die Verzinsung der Lebensversicherung, insofern machen Sie am Ende einen Verlust.
Den Rückkaufswert der Lebensversicherung berechnen: Darauf müssen Sie achten
In aller Regel händigen die Versicherung zum Vertragsabschluss eine Tabelle mit den laufzeitabhängigen Rückkaufswerten aus. Es lässt sich pauschal sagen, dass der Rückkaufswert von den bereits eingezahlten Beiträge und der Verzinsung abhängt.
Allerdings sind auch die Kosten für den Versicherungsschutz und Gebühren nicht zu vergessen. Letztere werden auf die ersten fünf Jahre nach Vertragsbeginn berechnet. So bekommen Kunden gerade in der Anfangszeit nur wenig Geld zurück.
Möchten Sie Ihren Rückkaufswert ganz genau wissen, dann wenden Sie sich an einen Versicherungsexperten. Allerdings kann auch dieser den Rückkaufswert nur schätzen. Die genaue Berechnung obliegt dem Lebensversicherer, welcher auch nicht mitteilt, auf welche Weise der Wert berechnet wird. Aus diesem Grund sind die Versicherungen mittlerweile verpflichtet, die besagte Tabelle auszuhändigen.
Der Widerruf der Lebensversicherung: Steht mir ein Rückkaufswert zu?
Der Rückkauf der Lebensversicherung sollte nicht geschehen, um Kosten zu sparen. Wie sichern Sie sich gegen den Versicherungsfall ab?
Haben Sie zwischen dem 29. Juli 1994 und dem 31.12.2007 eine Lebensversicherung abgeschlossen? Dann sollten Sie diesem Absatz besondere Aufmerksamkeit schenken. Viele Kunden wurden in dieser Zeit nicht korrekt über Ihr Widerrufsrecht belehrt und können deswegen Ihren Vertrag rückabwickeln.
In diesem Fall bekommen Sie alle Beiträge inklusive der Zinsen zurück. Wir erklären, worauf es bei der Widerrufsbelehrung ankommt und was sie fehlerhaft macht. Diesen Joker sollten Sie allerdings nur ziehen, wenn Sie eh dazu tendieren Ihre Lebensversicherung zu veräußern. In vielen Fällen haben sich solch alte Lebensversicherung mittlerweile zu Schätzen entwickelt. Ein Widerruf macht dann wenig Sinn.
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem Urteilen (IV ZR 76/11, IV ZR 384/14, IV ZR 448/14) beschlossen, das auch bei den alten Verträgen das Widerrufsrecht noch greift. Lebensversicherungsverträgen muss neben dem Versicherungsschein und den Bedingungen auch eine Widerrufsbelehrung beiliegen.
Seit dem 8. Dezember 2004 gilt ein Widerrufsrecht von 30 Tagen. Für Vertrage vor diesem Datum galt eine Frist von 14 Tagen.
Wurden Sie über dieses Recht nicht belehrt oder enthält die Belehrung Fehler, kann widerrufen werden. Folgende Fehler sind bekannt:
Die Belehrung muss sich in ihrer äußeren Form deutlich vom restlichen Vertrag abheben.
Haben Sie Ihren Vertrag nach 2002 abgeschlossen, so muss von der Textform und nicht der Schriftform für den Widerruf die Rede sein. Ab 2002 ist es möglich einen Widerruf auch per Mail zu übermitteln.
Die Widerspruch muss nicht innerhalb der Frist beim Versicherer eingehen – so steht es allerdings in vielen Belehrungen. Dies ist schlichtweg falsch, denn der Widerruf muss nur innerhalb der Frist versendet werden.
Wenn Sie den Vertrag widerrufen, stehen Ihnen Ihre gesamten Beiträge zu. Darüber hinaus hat der Lebensversicherer mit Ihren Beiträgen Gewinne erzielt, auch diese können Sie einfordern. Experten empfehlen auf die Beiträge eine Verzinsung von 4 bis 7 Prozent pro Jahr zu verlangen. Möchte die Versicherung dies nicht zahlen, muss sie beweisen, dass sie mit Ihren Beiträgen weniger Gewinne erzielt hat.
Das Versicherungsunternehmen darf allerdings Risikobeiträge abziehen, denn bei dem Unternehmen sind während der Laufzeit für Ihren Versicherungsschutz Kosten angefallen. Daher gilt: Je weniger Sie versichert haben, desto mehr bekommen Sie zurück.
Haben Sie einen Vertrag zwischen 2005 und 2007 abgeschlossen, kann sich ein Widerruf richtig lohnen. Erfolgt bei diesen Verträgen eine Auszahlung, ist diese nicht mehr steuerfrei. Darüber hinaus liegt der aktuelle Wert der Versicherung unter den eingezahlten Beiträgen, da die Abschlusskosten noch abzuziehen sind.