Source: https://www.rechtslupe.de/strafrecht/die-bemessung-gesamtstrafe-3126583
Timestamp: 2020-01-27 21:43:38
Document Index: 263126019

Matched Legal Cases: ['§ 267', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 54', 'BGH', 'BGH', '§ 54']

Die Bemes­sung der Gesamt­stra­fe | Rechtslupe
Die Bemessung der Gesamtstrafe
Die Bemes­sung der Gesamt­stra­fe
Besteht zwi­schen den ein­zel­nen Taten ein enger zeit­li­cher, sach­li­cher und situa­ti­ver Zusam­men­hang, hat die Erhö­hung der Ein­satz­stra­fe in der Regel gerin­ger aus­zu­fal­len 3.
Die Dar­le­gungs­an­for­de­run­gen an die Straf­zu­mes­sung im tatrich­ter­li­chen Urteil rich­ten sich auch bei der Gesamt­stra­fe nach § 267 Abs. 3 Satz 1 StPO; es brau­chen daher ledig­lich die bestim­men­den Straf­zu­mes­sungs­er­wä­gun­gen dar­ge­legt wer­den 4.
Ange­sichts des­sen bedarf selbst eine erheb­li­che Erhö­hung der Ein­satz­stra­fe regel­mä­ßig ledig­lich dann einer nähe­ren Begrün­dung, wenn die Sum­me der Ein­zel­stra­fen nahe­zu erreicht wird 5. Da der Straf­zu­mes­sung eine "Mathe­ma­ti­sie­rung" ohne­hin fremd ist, kann ein Rechts­feh­ler nicht allein dar­in gese­hen wer­den, dass die Ein­satz­stra­fe um ein Viel­fa­ches erhöht wur­de 6. Der Tatrich­ter kann auch nicht dazu gezwun­gen wer­den, eine schul­dun­an­ge­mes­se­ne erhöh­te Ein­satz­stra­fe fest­zu­set­zen, um die rechts­feh­ler­freie Ver­hän­gung einer tat- und schuld­an­ge­mes­se­nen Gesamt­stra­fe zu ermög­li­chen 7.
Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 8. August 2017 – 1 StR 671/​16
vgl. BGH, Urtei­le vom 30.11.1971 – 1 StR 485/​71, BGHSt 24, 268, 269 f.; und vom 02.02.2017 – 4 StR 481/​16, NStZ-RR 2017, 105, 107; Beschlüs­se vom 17.12 2013 – 4 StR 261/​13; und vom 10.11.2016 – 1 StR 417/​16 mwN[↩]
BGH, Beschlüs­se vom 13.04.2010 – 3 StR 71/​10, NStZ-RR 2010, 238; vom 13.11.2008 – 3 StR 485/​08; und vom 16.11.2016 – 1 StR 417/​16; sie­he auch Urteil vom 02.02.2017 – 4 StR 481/​16, NStZ-RR 2017, 105, 107[↩]
BGH, Urtei­le vom 30.11.1971 – 1 StR 485/​71, BGHSt 24, 268, 271 mwN; und vom 02.02.2017 – 4 StR 481/​16, NStZ-RR 2017, 105, 107[↩]
BGH jeweils aaO; sie­he aber auch Beschluss vom 20.10.2006 – 2 StR 346/​06, NStZ 2007, 326[↩]
vgl. BGH, Beschlüs­se vom 25.08.2010 – 1 StR 410/​10, NStZ 2011, 32; und vom 10.11.2016 – 1 StR 417/​16; Fischer, StGB, 64. Aufl., § 54 Rn. 7a[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 23.04.1997 – 3 StR 16/​97, BGHR StGB § 54 Straf­hö­he 1; Beschluss vom 10.11.2016 – 1 StR 417/​16[↩]
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