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Timestamp: 2018-11-14 06:32:05
Document Index: 82549861

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 1', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 2']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein IiGrPlöNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Inseln im Großen Plöner See und Halbinsel Störland" vom 25. November 1992 | gültig ab: 01.01.2003
Fundstelle: GVOBl. 1993, 2
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Inseln im Großen Plöner See und Halbinsel Störland" vom 25. November 1992 01.01.2003
Aufgrund des § 16 Abs. 1 des Landschaftspflegegesetzes verordnet der Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 4;
(1) Der mittlere Teil des Großen Plöner Sees mit den Inseln Langes Warder, Rotten Warder, Sack, Ziegen Warder, Triebs, Konau und Alswarder sowie die Landschaftsteile Nehmter-Konau, Störland und Seebrook am Südwestufer des Sees auf dem Gebiet der Stadt Plön und in der Gemeinde Nehmten, Kreis Plön, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Inseln im Großen Plöner See und Halbinsel Störland" unter Nummer 103 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(3) Das Naturschutzgebiet erfüllt die Kriterien im Sinne des Artikels 4 Abs. 1 und 2 der Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (Abl. EG Nr. L 103 S. 1), zuletzt geändert durch Richtlinie 97/49/EG vom 29. Juli 1997 (Abl. EG Nr. L 223 S. 9) und wird zum Vogelschutzgebiet erklärt.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 261 ha groß und umfaßt in den Gemarkungen
Plöner See die Inseln Langes Warder, Rotten Warder, Sack, Ziegen Warder, Triebs, Konau und Alswarder sowie Teile des Großen Plöner Sees zwischen Langes Warder im Osten und Alswarder im Westen,
Godau die Landschaftsteile Halbinsel Störland einschließlich Nehmter-Konau mit angrenzenden Teilen des Großen Plöner Sees und Sepels den Landschaftsteil Seebrook mit angrenzendem Teil des Großen Plöner Sees. In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes schwarz punktiert dargestellt.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1 : 5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Oberste Landschaftspflegebehörde, 24100 Kiel, verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung. Weitere Karten sind beim
Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume - Oberste Jagdbehörde -, 24100 Kiel,
Bürgermeister der Stadt Plön, 2320 Plön,
Amtsvorsteher des Amtes Plön-Land, 2320 Plön,
Bürgermeister der Gemeinde Nehmten, 2323 Nehmten, Post Ascheberg,
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus der zentralen Flachwasserzone des Großen Plöner Sees, einer Gruppe von Inseln mit naturnahen Gehölzbeständen und ausgeprägten Röhrichtzonen sowie der Halbinsel Störland mit ökologisch bedeutsamen Feuchtgrünlandflächen und Bruchwaldzonen.
das Brutvorkommen der im Bestand bedrohten Wiesen-, Röhricht- und Wasservögel,
wichtige Nahrungs-, Rast- und Mausergebiete von überregionaler Bedeutung für gefährdete Wasservögel,
den zum Naturschutzgebiet gehörenden Teil des Großen Plöner Sees mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren oder auf diesem Gewässer mit Eisfahrzeugen aller Art zu fahren; dies gilt nicht für Wasserfahrzeuge, die sich in Seenot oder sonst unmittelbar drohender Gefahr befinden;
(2) Die untere Landschaftspflegebehörde kann im Einzelfall von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 17 für die Durchführung von Jugend-Zeltlagern in dem von den Wassersportverbänden nach § 5 Abs. 1 Nr. 11 genutzten Bereich der Insel Langes Warder in der Zeit vom 1. Mai bis 15. Oktober eines jeden Jahres Ausnahmen zulassen, wenn die danach zulässigen Handlungen nicht zu nachhaltigen Störungen der Pflanzen- und Tierwelt führen können.
(3) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit dem Landesamt für Natur und Umwelt als obere Naturschutzbehörde die Jagdausübung auf Schwarzwild als Ausnahme von den Regelungen des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 und des § 5 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a im Einzelfall zulassen, wenn durch hohe Schwarzwildbestände nachweislich erhebliche Wildschäden aufgetreten sind und die Jagdausübung den Schutzzweck nicht beeinträchtigt.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 15 über die nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 und 10 zulässigen Handlungen hinaus den zum Naturschutzgebiet gehörenden Teil des Großen Plöner Sees mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt oder auf diesem Gewässer mit Eisfahrzeugen aller Art fährt;
(2) Gleichzeitig tritt die Kreisverordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Bereich des Großen Plöner Sees im Kreise Plön vom 20. August 1969 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 223), zuletzt geändert durch Kreisverordnung vom 5. Oktober 1980 (Öffentlicher Anzeiger für den Kreis Plön Nr. 20 vom 15. November 1980 S. 104) außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft.