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Timestamp: 2016-10-25 19:19:46
Document Index: 97159108

Matched Legal Cases: ['Art. 47', 'Art. 72', 'BGE', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 75', 'Art. 76', 'Art. 90', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 100', 'Art. 46', 'Art. 681', 'BGE', 'BGE', 'Art. 681', 'BGE', 'Art. 681', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 681', 'Art. 969', 'Art. 47', 'Art. 681', 'BGE', 'Art. 681', 'Art. 14', 'Art. 681', 'BGE', 'Art. 681', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 67', 'Art. 68']

5A_668/2012 (07.03.2013)
5A_668/2012
Am 18. Oktober 2007 verkaufte die (fortgesetzte) Erbengemeinschaft A.________ die von der Parzelle Nr. yyyy abgetrennte Parzelle Nr. xxxx (Grundbuch B.________), 6'618 m� Acker, Wiese und Wald, an A.X.________ und B.X.________ zum Preis von Fr. 18'967.60. Im Kaufvertrag heisst es unter Ziff. 6 lit. c "Vorkaufsrecht P�chter" Folgendes:
"Allf�llig bestehende Pachtverh�ltnisse gehen grunds�tzlich von Gesetzes wegen auf die Erwerber �ber.
Gem�ss Angaben der Verk�uferschaft besteht bzgl. des Kaufobjektes ein Vertragsverh�ltnis betreffend den Verkauf von Heugras.
Am 19. Oktober 2007 zeigte das Grundbuchamt C.________ Y.________ den Abschluss des Kaufvertrags an, worauf Y.________ das Grundbuchamt am 16. November 2007 unter Bezugnahme auf die Anzeige schriftlich darum ersuchte, ihm das P�chtervorkaufsrecht zu er�ffnen resp. die Kaufvertr�ge auszufertigen. Am 22. Mai 2008 wurden A.X.________ und B.X.________ als Eigent�mer der Parzelle Nr. xxxx im Grundbuch eingetragen.
B.a Am 19. November 2007 erhielten A.X.________ und B.X.________ nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes �ber das b�uerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) die Bewilligung, die Parzelle Nr. yyyy (Grundbuch B.________) von der Erbengemeinschaft A.________ zum Preis von Fr. 44'208.90 zu erwerben. Die entsprechende Verf�gung des Landwirtschaftlichen Zentrums D.________ wurde unter anderem Y.________ mitgeteilt.
B.b Am 18. Dezember 2007 verkaufte die (fortgesetzte) Erbengemeinschaft A.________ die Parzelle Nr. yyyy (Grundbuch B.________), 21'231 m� Acker, Wiese, Weide, fliessendes Gew�sser und geschlossener Wald, an A.X.________ und B.X.________ zum Preis von Fr. 44'208.90. Im Kaufvertrag heisst es unter Ziff. 6 lit. c "Vorkaufsrecht P�chter" Folgendes:
Gem�ss Angaben der Verk�uferschaft besteht bzgl. des Kaufobjektes ein Vertragsverh�ltnis �ber den Kauf von Heu- und Emdgras mit Herrn Y.________.
In Ziff. 9 des Kaufvertrags wurden die Notare der Bezirksschreiberei C.________ beauftragt und erm�chtigt, die Hand�nderung beim Grundbuchamt C.________ zur Eintragung in das Grundbuch B.________ anzumelden, sobald die Aus�bungsfrist (3 Monate ab Kenntnis) f�r ein allf�lliges Vorkaufsrecht von Herrn Y.________ abgelaufen ist oder ein allf�lliges Vorkaufsrechtsverfahren rechtskr�ftig abgeschlossen ist.
B.c Am 22. Mai 2008 wurden A.X.________ und B.X.________ als Eigent�mer der Parzelle Nr. yyyy im Grundbuch eingetragen. Im Amtsblatt Nr. zzzz vom wwww erfolgte die Ver�ffentlichung des Kaufs der Parzelle Nr. yyyy mit der Liegenschaftsbeschreibung und der Angabe der Vertragsparteien.
B.d Am 10. Juli 2008 teilte Y.________ dem Grundbuchamt C.________ schriftlich mit, dass er unter anderem P�chter der Parzelle Nr. yyyy sei und das ihm zustehende P�chtervorkaufsrecht aus�ben wolle. Er bitte darum, ihm insbesondere zu der im Amtsblatt angezeigten Mutation betreffend die Parzelle Nr. yyyy das Vorkaufsrecht zu erm�glichen. In seinem Antwortschreiben vom 18. Juli 2008 hielt das Grundbuchamt fest, der Kauf der Parzelle Nr. yyyy habe am 18. Dezember 2007 stattgefunden, die Anzeige des Kaufs mit Hinweis auf das P�chtervorkaufsrecht sei am 19. Dezember 2007 erfolgt und innert der dreimonatigen Aus�bungsfrist sei keine schriftliche Anmeldung eingetroffen.
B.e Am 8. September 2008 erteilte das Landwirtschaftliche Zentrum D.________ Y.________ die Erwerbsbewilligung f�r die Parzelle Nr. yyyy zum Preis von Fr. 44'208.90.
Am 1. Dezember 2008 klagte Y.________ gegen A.X.________ und B.X.________ und gegen die Erbengemeinschaft A.________ auf Feststellung, dass er P�chter der Grundst�cke Nrn. yyyy und xxxx sei und dass er sein P�chtervorkaufsrecht rechtzeitig ausge�bt habe. Er beantragte die Anweisung an das Grundbuchamt, ihn mit vertragskonformer Bezahlung des Kaufpreises als Eigent�mer der Grundst�cke Nrn. yyyy und xxxx im Grundbuch einzutragen. Am 24. Januar 2011 wies das Bezirksgericht C.________ die Klage gegen die Erbengemeinschaft A.________ ab. Mit Urteil vom 19. September 2011 wies das Bezirksgericht auch die Klage gegen A.X.________ und B.X.________ ab, soweit darauf eingetreten werden konnte.
Gegen das Urteil vom 19. September 2011 legte Y.________ eine Berufung ein. Das Kantonsgericht Basel-Landschaft hiess die Berufung teilweise gut und wies das Grundbuchamt C.________ an, Y.________ gegen Nachweis der Bezahlung des Kaufpreises samt Kostenanteil an A.X.________ und B.X.________ (mittels Postquittung oder Belastungsanzeige �ber den Betrag von Fr. 45'295.55) als neuen Eigent�mer der Parzelle Nr. yyyy, GB B.________, im Grundbuch einzutragen. Im �brigen - betreffend die Parzelle Nr. xxxx - wurde die Berufung abgewiesen (Entscheid vom 19. Juni 2012).
Mit Eingabe vom 14. September 2012 beantragen A.X.________ und B.X.________ (Beschwerdef�hrer) dem Bundesgericht, den Entscheid des Kantonsgerichts aufzuheben und das Urteil des Bezirksgerichts zu best�tigen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragen sie, beim Landwirtschaftlichen Zentrum D.________ amtliche Erkundigungen betreffend den Zeitpunkt des Gesuchs f�r die Erlangung der Erwerbsbewilligung einzuholen und der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Y.________ (Beschwerdegegner) und das Kantonsgericht haben auf eine Stellungnahme zum Gesuch um aufschiebende Wirkung verzichtet. Das pr�sidierende Mitglied der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt (Verf�gung vom 10. Oktober 2012). Es sind die kantonalen Akten eingeholt worden. Der Beschwerdegegner und das Kantonsgericht schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdegegner hat seine Beschwerdeantwort mit einer zus�tzlichen Eingabe erg�nzt.
Der angefochtene Entscheid betrifft die Voraussetzungen f�r die Aus�bung eines gesetzlichen Vorkaufsrechts (Art. 47 BGBB) und damit eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 129 III 693 E. 3 S. 695) in einer verm�gensrechtlichen Angelegenheit (vgl. Urteil 5C.104/2004 vom 18. August 2004 E. 1.1), deren Streitwert bei einem Vorkaufpreis f�r die Parzelle Nr. yyyy von Fr. 44'208.90 den gesetzlichen Mindestbetrag �bersteigt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG; vgl. BGE 97 II 277 E. 1 S. 280). Er ist kantonal letztinstanzlich (Art. 75 BGG), lautet zum Nachteil der Beschwerdef�hrer (Art. 76 Abs. 1 BGG) und schliesst das kantonale Verfahren ab (Art. 90 BGG). Die Beschwerdef�hrer beantragen lediglich, das erstinstanzliche Urteil zu best�tigen, doch ergibt sich aus der Beschwerde- und der Entscheidbegr�ndung, dass sie die Abweisung der Klage auch mit Bezug auf die Parzelle Nr. yyyy verlangen (Art. 42 Abs. 1 BGG vgl. BGE 136 V 131 E. 1.2 S. 135 f.; Urteil 5A_25/2008 vom 14. November 2008 E. 3, in: Praxis 98/2009 Nr. 100 S. 669, nicht ver�ffentlicht in BGE 135 III 153). Auf die fristgerecht (Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG) erhobene Beschwerde kann eingetreten werden.
Streitig ist, ob der Beschwerdegegner das Vorkaufsrecht des P�chters am landwirtschaftlichen Grundst�ck Nr. yyyy rechtzeitig ausge�bt hat. Im Einzelnen geht es um Folgendes:
2.2 Der Hauptstreitpunkt im kantonalen Verfahren hat die Einhaltung der dreimonatigen Aus�bungsfrist betroffen.
2.2.1 Mit Bezug auf die Parzelle Nr. xxxx hat das Kantonsgericht festgestellt, in der Anzeige des Grundbuchamtes vom 19. Oktober 2007 betreffend Verkauf der neu gebildeten Parzelle Nr. xxxx sei dem Beschwerdegegner der Kaufpreis und der Kaufantritt mitgeteilt worden. Die Dreimonatsfrist f�r die Aus�bung des P�chtervorkaufsrechts habe damit unmittelbar nach Erhalt der Anzeige, d.h. fr�hestens ein bis zwei Tage nach dem 19. Oktober 2007 zu laufen begonnen. Der Beschwerdegegner habe sein P�chtervorkaufsrecht gegen�ber dem Grundbuchamt zwar mit Schreiben vom 16. November 2007 sinngem�ss auch f�r die Parzelle Nr. xxxx geltend gemacht, doch sei dessen Weiterleitung an die Erbengemeinschaft als Verk�uferin und damals im Grundbuch eingetragene Eigent�merin der Parzelle Nr. xxxx nicht nachgewiesen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdegegners k�nne aus der Erm�chtigung des Grundbuchamtes, den Beschwerdegegner �ber den Abschluss des Kaufvertrags betreffend Parzelle Nr. xxxx in Kenntnis zu setzen, nicht ohne weiteres darauf geschlossen werden, dass das Grundbuchamt von den Kaufvertragsparteien stillschweigend auch zur Entgegennahme der Aus�bungserkl�rung des Vorkaufsrechts durch den P�chter erm�chtigt worden sei. Jedenfalls seien keine hinreichenden Umst�nde dargetan, die die Annahme erlaubten, dass die aktive auch die passive Stellvertretung beinhalte. Somit sei der Vorinstanz zuzustimmen, dass der Beschwerdegegner hinsichtlich der Parzelle Nr. xxxx das Vorkaufsrecht verwirkt habe.
2.2.2 Mit Bezug auf die Parzelle Nr. yyyy hat das Kantonsgericht festgestellt, die Erwerbsbewilligung an die Beschwerdef�hrer vom 19. November 2007, die auch dem Beschwerdegegner mitgeteilt worden sei, habe f�r die Aus�bung des Vorkaufsrechts keine zivilrechtliche Bedeutung, weil sie vor dem Abschluss des Kaufvertrags und damit vor Eintritt des Vorkaufsfalls erteilt worden sei, in einem Zeitpunkt also, in dem der Beschwerdegegner noch nicht gewusst habe, ob es zum Vorkaufsfall komme. Unbewiesen sei sodann, dass das Grundbuchamt dem Beschwerdegegner mit Schreiben vom 19. Dezember 2007 den Verkauf der Parzelle Nr. yyyy mitgeteilt habe. Die Ver�ffentlichung des Kaufs im Amtsblatt vom wwww schliesslich habe den Kaufpreis als wesentlichen Inhalt des Kaufvertrags nicht genannt. Vom Inhalt des Vertrags, namentlich vom Kaufpreis, habe der Beschwerdegegner erst im Rahmen der Einholung einer Erwerbsbewilligung erfahren, die ihm das Landwirtschaftliche Zentrum D.________ mit Verf�gung vom 8. September 2008 samt Preisangabe f�r die Parzelle Nr. yyyy erteilt habe. Die dreimonatige Frist zur Aus�bung des Vorkaufsrechts habe somit fr�hestens ein bis zwei Tage nach dem 8. September 2008 zu laufen begonnen. Mit der Klage vom 1. Dezember 2008 an das Bezirksgericht habe der Beschwerdegegner das Vorkaufsrecht prozessual gegen�ber der Erbengemeinschaft A.________ und gegen�ber den Beschwerdef�hrern geltend gemacht. Von dieser Klage sei der Gegenpartei wenige Tage nach dem 1. Dezember 2008 eine Orientierungskopie zugegangen, was im �brigen unbestritten sei. Als Ergebnis der W�rdigung hat das Kantonsgericht festgehalten, dem Beschwerdegegner sei der Beweis daf�r gelungen, dass seine Aus�bungserkl�rung der mit dem Vorkaufsrecht belasteten Partei innert der Dreimonatsfrist zur Kenntnis gelangt sei (E. 4 S. 10 ff. des angefochtenen Entscheids).
2.3 Die Beschwerdef�hrer verlangen die Abweisung der Klage, soweit sie die Parzelle Nr. yyyy betrifft. Sie wenden ein, das Kantonsgericht habe sowohl den Beginn der Verwirkungsfrist als auch den Zeitpunkt der Aus�bung des Vorkaufsrechts offensichtlich unrichtig festgestellt. Mit Bezug auf den Fristbeginn stellen sie den Beweisantrag, beim Landwirtschaftlichen Zentrum D.________ eine amtliche Erkundigung zum Zeitpunkt einzuholen, in dem der Beschwerdegegner sein Gesuch um Bewilligung des Erwerbs des Grundst�cks Nr. yyyy gestellt habe, die ihm am 8. September 2008 erteilt worden sei.
Zum Zeitpunkt des Fristbeginns hat das Kantonsgericht festgestellt, erst mit Kenntnis des Kaufpreises h�tten dem Beschwerdegegner die drei Monate zur Aus�bung des Vorkaufsrechts zu laufen begonnen. Diese Kenntnis habe der Beschwerdegegner erstmals mit der Bewilligung zum Erwerb der Parzelle Nr. yyyy vom 8. September 2008 erhalten. Dass das Grundbuchamt dem Beschwerdegegner mit Schreiben vom 19. Dezember 2007 den Verkauf der Parzelle Nr. yyyy mitgeteilt habe, sei eine unbewiesene Tatsache.
3.1 Der Vorkaufsberechtigte, der sein Recht aus�ben will, muss es innert dreier Monate seit Kenntnis von Abschluss und Inhalt des Vertrages geltend machen (Art. 681a Abs. 2 ZGB). Es handelt sich - wie bisher (vgl. BGE 109 II 245 E. 7a S. 252) - um eine Verwirkungsfrist (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 1073 f. und S. 1081 f.). Den Vorkaufsberechtigten trifft die Beweislast f�r die fristgerechte Aus�bung, d.h. f�r den Zeitpunkt des Fristbeginns und f�r denjenigen der Rechtsaus�bung (allgemein f�r Verwirkungsfristen: BGE 92 I 253 E. 3 S. 257). Hat aber der Verk�ufer den Vorkaufsberechtigten �ber den Abschluss und den Inhalt des Kaufvertrags entgegen Art. 681a Abs. 1 ZGB nicht in Kenntnis gesetzt, tr�gt er die Beweislast daf�r, dass der Vorkaufsberechtigte vom Verkauf fr�her als von ihm zugegeben ausreichende Kenntnis hatte (f�r ein gesetzliches Vorkaufsrecht: BGE 73 II 162 E. 5 S. 168).
3.2 Die dreimonatige Aus�bungsfrist beginnt ab Kenntnis von Abschluss und Inhalt des Vertrages (Art. 681a Abs. 2 ZGB). Mit "Inhalt des Vertrags" sind nicht nur die f�r das Zustandekommen eines bestimmten Kaufvertrags unerl�sslichen Elemente gemeint, sondern alle wesentlichen Bedingungen des konkreten Vertrages, die f�r den Entschluss, das Vorkaufsrecht auszu�ben, bedeutsam sind (vgl. BGE 83 II 517 E. 2 S. 519 f.). Dazu geh�rt grunds�tzlich auch der Kaufpreis (vgl. BGE 109 II 245 E. 7b S. 253).
3.3 Die kantonsgerichtliche Feststellung, es sei unbewiesen, dass das Grundbuchamt dem Beschwerdegegner den Verkauf angezeigt habe, r�gen die Beschwerdef�hrer als "offensichtlich unrichtig" (Art. 97 Abs. 1 BGG), d.h. als willk�rlich. Willk�r in der Sachverhaltsfeststellung und in der Beweisw�rdigung liegt vor, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges Beweismittel, das f�r den Entscheid wesentlich sein k�nnte, unber�cksichtigt gelassen hat oder wenn es auf Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen getroffen hat. Vorausgesetzt ist dabei, dass die angefochtene Tatsachenermittlung den Entscheid im Ergebnis und nicht bloss in der Begr�ndung als willk�rlich erscheinen l�sst (Art. 9 BV; vgl. BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234).
3.4 Die Beschwerdef�hrer machen geltend, der Grundbuchverwalter habe unterschriftlich das Gegenteil best�tigt und der Vertreter des Beschwerdegegners selber habe den Erhalt des Formulars zugegeben (S. 7 f. Ziff. 12 und 13 der Beschwerdeschrift). In seiner Vernehmlassung geht der Beschwerdegegner auf diese Vorbringen der Beschwerdef�hrer mit keinem Wort ein.
3.4.1 Gesetzliche Anzeigepflichten bestehen f�r den Verk�ufer (Art. 681a Abs. 1 ZGB) und f�r das Grundbuchamt (Art. 969 Abs. 1 ZGB). In Ziff. 6 lit. c des Kaufvertrags vom 18. Dezember 2007 wurde das Grundbuchamt zus�tzlich erm�chtigt, den Beschwerdegegner �ber den Abschluss des vorliegenden Kaufvertrages in Kenntnis zu setzen (Bst. B.b). Das Grundbuchamt will den Beschwerdegegner mit Schreiben vom 19. Dezember 2007 �ber das Rechtsgesch�ft informiert und auf die gesetzlichen Bestimmungen des P�chtervorkaufsrechts hingewiesen haben (Bst. B.d), doch hat das Kantonsgericht die Mitteilung als unbewiesen bezeichnet. Bei dieser Mitteilung handelt es sich um ein Formular "Anzeige", in dem die Art des Rechtsgesch�fts, die Vertragsparteien, das Grundst�ck, der Preis und der Eigentumsantritt angegeben werden. Beigeheftet ist das zu retournierende Formular "Erkl�rung", der unterschreibende Empf�nger habe das betreffende Rechtsgesch�ft zur Kenntnis genommen, wobei alle Angaben zum Rechtsgesch�ft nochmals wiederholt werden und zus�tzlich der Text von Art. 47 BGBB wiedergeben wird.
3.4.2 Die unterschriftliche Best�tigung des Grundbuchamtes, der Kaufvertrag sei dem Beschwerdegegner angezeigt worden, ist f�r sich allein noch kein Beweis tats�chlich erfolgter Anzeige. Versehen k�nnen unterlaufen.
3.4.3 Die Darstellung der Beschwerdef�hrer trifft hingegen zu, dass W.________ dem stellvertretenden Bezirksschreiber am 7. Juli 2008 eine E-Mail gesendet und darin im Auftrag des Beschwerdegegners mitgeteilt hat, dass der Beschwerdegegner "mindestens bei den beiden im Amtsblatt ver�ffentlichten Parzellen Nr. yyyy und zzzz eine Anfrage h�tte erhalten m�s[s]en, ob er sein Vorkaufsrecht aus�ben will (er erhielt lediglich die Anzeige des Kaufvertrages und eine Erkl�rung zum r[R]etournieren, in welcher er den Verkauf h�tte zur Kenntnis nehmen sollen - da er dies nicht tat, h�tte er mindestens eine Anfrage zur allf�lligen Aus�bung seines Vorkaufsrechtes erhalten sollen und dieses Anliegen hatte er Ihnen m�ndlich ja bereits mitgeteilt)" (Klage-Beilage Nr. 7).
3.4.4 Dass das Kantonsgericht dieses Schreiben nicht ber�cksichtigt hat, l�sst seine Beweisw�rdigung als einseitig und damit willk�rlich erscheinen. Immerhin best�tigt der Beschwerdegegner, dass er die Anzeige des Kaufvertrages und die zu retournierende Erkl�rung mit Bezug auf die Parzelle Nr. yyyy erhalten hat. Zweifel daran, dass es sich nicht um das amtliche Formular handeln k�nnte, das das Grundbuchamt dem Beschwerdegegner zugestellt haben will, sind weder belegt noch begr�ndet. Nicht bewiesen ist damit allerdings der Zeitpunkt, in dem der Beschwerdegegner die Anzeige des Grundbuchamtes erhalten hat. Die Beschwerdef�hrer begn�gen sich denn auch mit der Feststellung, dass der Beschwerdegegner im Juli 2008 und nicht schon Ende Dezember 2007 durch Anzeige des Grundbuchamtes sichere Kenntnis vom Vorkaufsfall erhalten habe.
3.4.5 Es kommt hinzu, dass der Beschwerdegegner im Verfahren vor Bezirksgericht geltend gemacht hat, W.________, Treuh�nder, E.________, habe in seinem Auftrag mit Mail vom 7. Juli 2008 erkl�rt, dass er mit Bezug auf die Parzelle Nr. yyyy von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch mache (act. 98 der bezirksgerichtlichen Akten und E. 4 S. 10 des bezirksgerichtlichen Urteils). Unter Willk�rgesichtspunkten muss somit angenommen werden, die Kenntnis, die f�r den Entschluss, das Vorkaufsrecht auszu�ben, erforderlich war, sei im Juli 2008 vorhanden gewesen.
3.5 Aus den dargelegten Gr�nden erweist sich die kantonsgerichtliche Feststellung als willk�rlich, der Beschwerdegegner habe erst nach Erhalt der Erwerbsbewilligung vom 8. September 2008 ausreichende Kenntnis vom Inhalt des am 18. Dezember 2007 geschlossenen Kaufvertrags gehabt. Desgleichen erscheint die Annahme als willk�rlich, die Beschwerdef�hrer h�tten den Beweis fr�herer Kenntnis nicht erbracht. Auszugehen ist vielmehr davon, dass der Beschwerdegegner aufgrund seiner eigenen Darstellung im Juli 2008 ausreichende Kenntnis vom Vorkaufsfall hatte. Dass er dabei das Formular "Erkl�rung" behalten und nicht retourniert hat, ist f�r die Kenntnis vom Vorkaufsfall entgegen der Ansicht des Beschwerdegegners unerheblich.
Aufgrund seiner tats�chlichen Annahmen hatte das Kantonsgericht keinen Grund zur Pr�fung, ob der Beschwerdegegner sein Vorkaufsrecht mit seiner E-Mail vom 7. Juli 2008 oder den sp�teren Schreiben und Mitteilungen an die Bezirksschreiberei bzw. an das Grundbuchamt sowie an den damaligen Rechtsvertreter der Erbengemeinschaft rechtzeitig ausge�bt hat (act. 98 f. der bezirksgerichtlichen Akten mit Hinweis auf Klage-Beilagen Nrn. 7-9).
4.1 Adressat der Aus�bungserkl�rung ist der jeweilige Eigent�mer des Grundst�cks (Art. 681a Abs. 3 ZGB). Der Beschwerdegegner will sein Vorkaufsrecht mit Schreiben vom 28. August 2008 an den damaligen Rechtsvertreter der Erbengemeinschaft A.________ ausge�bt haben (S. 3 der Vernehmlassung mit Hinweis auf die Klage-Beilage Nr. 9). Seit dem 22. Mai 2008 sind die Beschwerdef�hrer als Eigent�mer der Parzelle Nr. yyyy im Grundbuch eingetragen (Bst. B.c). Da der Beschwerdegegner um die Hand�nderung aufgrund der Ver�ffentlichung im kantonalen Amtsblatt nachweislich seit vvvv (Bst. B.d) wusste, konnte sich seine Aus�bungserkl�rung g�ltig nur mehr an die Beschwerdef�hrer als Dritterwerber, hingegen nicht mehr an die Erbengemeinschaft als Verk�uferin richten (vgl. BGE 92 II 147 E. 4 S. 155 ff.; MEIER-HAYOZ, Berner Kommentar, 1975, N. 234 zu aArt. 681 ZGB). Entgegen der Darstellung des Beschwerdegegners ist nicht festgestellt und bestehen keine Anhaltspunkte daf�r, dass der damalige Rechtsvertreter der Erbengemeinschaft auch die Beschwerdef�hrer als K�ufer vertreten hat. Aus der vom Beschwerdegegner verfassten Klageschrift vom 1. Dezember 2008 (S. 1) geht vielmehr hervor, dass nur die Erbengemeinschaft A.________ als Beklagte 3 anwaltlich vertreten ist (act. 41: "die Beklagten zu 3. vert. d. RA V.________"), hingegen nicht die Beschwerdef�hrer als Beklagte 1 und 2. Damit �bereinstimmend hat der damalige Rechtsvertreter in seiner Anzeige vom 24. September 2009, dass er das Mandat niederlege, als seine Klientschaft ausdr�cklich die Erbengemeinschaft und deren Mitglieder genannt (act. 80 der bezirksgerichtlichen Akten).
4.2 Alle weiteren Mitteilungen, die der Beschwerdegegner als Aus�bung des Vorkaufsrechts verstanden wissen will, haben sich an die Bezirksschreiberei bzw. an das Grundbuchamt gerichtet. Anders als nach Art. 14 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 12. Juni 1951 �ber die Erhaltung des b�uerlichen Grundbesitzes (EGG; AS 1952 403 S. 407) kann die Aus�bungserkl�rung nicht mehr gegen�ber dem Grundbuchamt erfolgen. Wird die Aus�bungserkl�rung gleichwohl gegen�ber dem Grundbuchamt abgegeben, k�nnte sich die Frage stellen, ob das Grundbuchamt als Erkl�rungsbote anzusehen ist, wenn es die Aus�bungserkl�rung rechtzeitig dem richtigen Adressaten ausrichtet. Da die Erf�llung dieser Voraussetzung weder behauptet noch nachgewiesen ist, kann die Frage dahingestellt bleiben (bejaht im Urteil 5C.205/1993 vom 16. M�rz 1994 E. 4b/aa). Beim Abschluss des einen Vorkaufsfall bildenden Vertrags darf ein Dritter, die Urkundsperson oder, wenn es das kantonale Recht zul�sst, das Grundbuchamt bestimmt werden, denen gegen�ber der Berechtigte seine Aus�bungserkl�rung mit Wirkung f�r den jeweiligen Eigent�mer abgeben kann (vgl. SIMONIUS/SUTTER, Schweizerisches Immobiliarsachenrecht, Bd. I, 1995, S. 360 f. � 11 N. 42). Eine Bezeichnung des Grundbuchamtes oder der Notare der Bezirksschreiberei als Stellvertreter zur Entgegennahme der Aus�bungserkl�rung liegt nicht vor. Deren Befugnisse sind im �ffentlich beurkundeten Kaufvertrag klar umschrieben (Bst. B.b). Das Grundbuchamt wurde erm�chtigt, den Beschwerdegegner �ber den Abschluss des vorliegenden Kaufvertrages in Kenntnis zu setzen (Ziff. 6 lit. c), und die Notare der Bezirksschreiberei wurden beauftragt und erm�chtigt, die Hand�nderung beim Grundbuchamt zur Eintragung in das Grundbuch anzumelden, sobald die Aus�bungsfrist (3 Monate ab Kenntnis) f�r ein allf�lliges Vorkaufsrecht des Beschwerdegegners abgelaufen oder das Vorkaufsrechtsverfahren beendet ist (Ziff. 9 des Kaufvertrags). Zu einer Entgegennahme der Aus�bungserkl�rung in Abweichung von der gesetzlichen Regelung gem�ss Art. 681a Abs. 3 ZGB waren sie somit nicht erm�chtigt.
4.3 Gegen�ber den mit dem Vorkaufsrecht belasteten Beschwerdef�hrern hat der Beschwerdegegner das Vorkaufsrecht nach dem Gesagten erstmals mit der Klage vom 1. Dezember 2008 ausge�bt. Muss aber angenommen werden, der Beschwerdegegner habe vom Vorkaufsfall im Juli 2008 Kenntnis gehabt (E. 3 hiervor), h�tte seine Aus�bungserkl�rung den Beschwerdef�hrern im Oktober 2008 und nicht erst im Dezember 2008 zugehen m�ssen. Der Beschwerdegegner hat sein Vorkaufsrecht somit nicht innert der gesetzlichen Frist gegen�ber den Beschwerdef�hrern als den richtigen Adressaten geltend gemacht (vgl. zur Fristwahrung: BGE 73 II 162 E. 5 S. 168; MEIER-HAYOZ, a.a.O., N. 221 zu aArt. 681 ZGB).
Bei diesem Ergebnis ist die Beschwerde gutzuheissen und die Klage abzuweisen. Es er�brigt sich auf die weiteren Vorbringen der Beschwerdef�hrer, namentlich auf deren Beweisantrag einzugehen. Dem Verfahrensausgang entsprechend wird der Beschwerdegegner kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 BGG). Zur Regelung der Kosten und Entsch�digungen des kantonalen Verfahrens muss die Sache an das Kantonsgericht zur�ckgewiesen werden (Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist. Der Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, vom 19. Juni 2012 wird aufgehoben, und die Klage (Nr. 140 08 273) wird abgewiesen.
Der Beschwerdegegner hat die Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 5'000.-- zu entsch�digen.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten und Entsch�digungen des kantonalen Verfahrens an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht, zur�ckgewiesen.