Source: https://www.elo-forum.org/existenzgruendung-selbststaendigkeit/74436-nebengewerbe-beantragen.html
Timestamp: 2017-12-16 22:40:25
Document Index: 232012482

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 433', '§ 611', '§ 494', '§ 515', '§ 535', '§ 598', '§ 607', '§ 611', '§ 631', '§ 651', '§ 765', '§ 705']

Muß ich ein Nebengewerbe beantragen? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Hallo Leute, ich habe vor ein Nebengewerbe anzumelden, ich beabsichtige nicht damit erstmal was groß zu verdienen.
Muß ich das beantragen oder kann ich das Gewerbe so anmelden?
Gibts da etwas zu beachten?
Ich möchte keine Zuschüsse beantragen, einfach nur das Gewerbe anmelden da ich einen Gewerbeschein benötige.
06.06.2011, 13:38 #2
AW: Muß ich ein Nebengewerbe beantragen?
Es gibt kein Nebengewerbe. Du wirst aber gefragt, ob Du das Gewerbe neben- oder hauptberuflich ausüben willst. Das hat zunächst mal kaum praktische Auswirkungen, manchmal hält sich aber das JC etwas zurück mit Maßnahmen etc. wenn man angibt, dass man sich hauptberuflich um's Gewerbe kümmern will. Aber eben nur manchmal.
06.06.2011, 14:47 #3
Dann solltest du dich als erstes Mal mit den Rechtsgrundlagen auseinandersetzen. Was ist Buchführung, wie schreibt man Rechnungen und was muss da draufstehen, welches Haftungsrisiko hast du, was ist ein Kaufvertrag oder Dienstleistungsvertrag und welche Rechte und Pflichten ergeben sich daraus, etc. pp.
§ 14 Abs. 1 Satz 1 GewO kennst du schon?
Ich würde wenigstens mal ein Existenzgründerseminar bei einer IHK besuchen.
Warum muss ein Existenzgründer Buchführung beherrschen? Die wenigsten werden Buchführungspflichtig sein oder werden, allerdings sollte man seine Zahlen im Griff und im Blick haben. Das geht aber auch ohne das, was man gemeinhin als Buchführung bezeichnet. Was auf eine Rechnung gehört, kann man heute vielfältig im Internet nachlesen.
Warum ist es für den Existenzgründer wichtig, die rechtlichen Unterschiede eines Kaufvertrags (§§ 433 ff. BGB) und eines Dienstleistungsvertrags (§ 611 ff. BGB)zu kennen und warum braucht er diese Kenntnis nicht bezüglich der Vertragsarten
Probekauf, Wiederkauf, Vorkauf (§§ 494 ff. BGB)
Tausch (§ 515 BGB)
Miete und Pacht (§§ 535 bis 597 BGB):
Leihe (§§ 598 ff. BGB):
Darlehen (§§ 607 ff. BGB):
Dienstvertrag (§ 611 ff. BGB):
Werkvertrag (§§ 631 ff. BGB):
Werklieferungsvertrag (§ 651 BGB):
Bürgschaft (§§ 765 ff. BGB):
und wo liegen die für den Existenzgründer bedeutsamen rechtlichen Unterschiede.
Das soll jetzt nicht heißen, einige Grundbegriffe seien nicht unbedingt wünschenswert, aber ob die Vertragstypen des BGB dazugehören, bezweifle ich. Ich z.B. hab viel mehr zu tun mit dem UStG, da benötige ich Kenntnisse.
Ich will damit sagen, solche Pauschalierungen sind in aller Regel wenig hilfreich, wenn man sich auf das Gebiet "nötige Kenntnisse" begibt, dann muss man zuvor wissen, was will er denn eigentlich machen.
06.06.2011, 18:15 #5
Ich habe nicht vor mit dem Gewerbe etwas zu erwirtschaften, dass würde meiner Ansicht nach nichts werden, da die Konkurenz sehr groß ist und man als kleiner Händler niemals die Preise der großen mit gehen kann.
Es geht mir nur um den Gewerbeschein damit ich Zugang zu etwas habe was sonst nicht möglich wäre.
Da wir ja alle sehr in unseren Bürgerlichenrechten beschnitten werden und uns ja alles vorgeschrieben wird frage ich nur ob ich etwas beachten muß und ob ich da Schwierigkeiten bekommen kann.
Ich muß es dem Amt doch bestimmt melden?
Mittlerweile wird ja alles gegen einen verwendet was die so finden können, darum halte ich es für besser mal zu fragen.
06.06.2011, 18:25 #6
Ja, Du solltest die Gewerbeanmeldung dem JC melden.
06.06.2011, 20:04 #7
, aber ob die Vertragstypen des BGB dazugehören, bezweifle ich.
Genau, niemand braucht zu wissen welche Gewährleistungsansprüche sich aus einen Kauf- oder Werkvertrag ergeben oder wo sich der Erfüllungsort befindet! Pfft, BGB alles unnützer Quark, na klar.
Ich z.B. hab viel mehr zu tun mit dem UStG, da benötige ich Kenntnisse.
Fein für dich, aber er mit seinem Kleinstgewerbe wohl kaum.
Die Risiken und Folgen einer Gewerbeanmeldung sollte jeder kennen, egal was er macht.
Da er aber scheinbar nur einen Gewerbeschein braucht (was zwar seinem ersten Beitrag widerspricht) soll er sein Gewerbe anzeigen und es kurz danach wieder aufgeben.
06.06.2011, 20:45 #8
Das hat doch niemand gesagt. Ich sage nur, wenn ich weiß, was ich machen will, dann brauch ich mich mit vielen Sachen des BGB nicht näher zu beschäftigen. Wenn ich Nachbars Garten harke brauche ich praktisch keine Kenntnis zum Kaufvertrag, wenn ich Erfrischungsgetränke verkaufe bringt mir intime Kenntnis des Dienstvertrags nichts.
Und das ich als kleiner Unternehmer das UStG nicht zu kennen brauche. Auch das kommt wieder sehr auf die Art des Geschäfts an.
07.06.2011, 08:50 #9
Ich sage nur, wenn ich weiß, was ich machen will, dann brauch ich mich mit vielen Sachen des BGB nicht näher zu beschäftigen. Wenn ich Nachbars Garten harke brauche ich praktisch keine Kenntnis zum Kaufvertrag, ...
Unsinn! Wenn der Unternehmer Gartenharke sich seine Harke erst mal kaufen muss gilt für ihn Kaufvertragsrecht, und zwar das für einen Unternehmer, welches gerade bei den Rechten extrem eingeschränkt ist. Da ist nichts mit schnell mal auf Basis Fernabsatzregeln wegen Nichtgefallen zurückschicken!
wenn ich Erfrischungsgetränke verkaufe bringt mir intime Kenntnis des Dienstvertrags nichts
Sobald der erste Mitarbeiter, das kann schon die Aushilfe für einen Nachmittag im Monat oder auch die kostenlos beschäftigte eigene Frau sein, beschäftigt wird gilt wohl was? Oder vielleicht doch § 705 ff BGB?
Wer behauptet man müsse sich nicht mit den Grundlagen des BGB (und diverser anderer Rechtsgrundlagen, vor allem HGB) auskennen hat einfach keine Ahnung von den Rechten und Pflichten eines Unternehmers (egal ob Teilzeit, Freiberufler oder Söldner).
Ich behaupte nach wie vor, dass Deine Anforderungen völlig überspannt sind. Wenn ich über was nicht informiert bin, dann hol ich mir, falls nötig, sachkundigen Rat. Wenn ich keine Bücher führen kann, dann lass ich führen. Es ist letztlich in vielen Bereichen die Frage, kenne und akzeptiere ich meine Grenzen - und, ganz besonders wichtig, verdiene ich mehr, wenn ich meine Zeit nicht mit Buchführung, Rechtskunde etc. etc. "verplempere".
Wenn ich mit so viel wenn und aber und "Vorbildung" an eine Gewerbegründung gehen will, dann lasse ich es besser sein. Dann mangelt es mir nämlich an der unbedingt erforderlichen Risikobereitschaft eines Unternehmers und das ist nach meinen bisherigen Erfahrungen als Angestellter und, seit recht kurzer Zeit als Unternehmer, reichlich tödlich.
07.06.2011, 11:59 #11
Beantrage den Gewerbeschein einfach im Rathaus, teil es dem JC mit (Mitwirkungspflichten), falls du Umsatz machst, musst du dies sowieso mitteilen.
beantragen, nebengewerbe
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