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Timestamp: 2020-05-31 16:36:12
Document Index: 97982691

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 117', '§ 52', '§ 52', '§ 94', '§ 1611']

Tacheles Rechtsprechungsticker KW 15/2015 • Kritische Bürger gegen falsche Sozialpolitik
von Paolo_Pinkel » Mo 13. Apr 2015, 10:14
1. 1 BSG, Urteil vom 02.12.2014 - B 14 AS 35/13 R
2. Der Aufenthalt in einer stationären Einrichtung schließt seit dem 1.8.2006 Leistungen nach dem SGB II aus, wenn der Träger der Einrichtung nach Maßgabe seines Konzepts die Gesamtverantwortung für die tägliche Lebensführung und die Integration des Hilfebedürftigen übernimmt (( BSG, Urteil vom 5.6.2014 - B 4 AS 32/13 R ).
Quelle: http://juris.bundessozialgericht.de/cgi ... =25&anz=28
1. 2 BSG, Urteil vom 02.12.2014 - B 14 AS 50/13 R
Ist die Sanktion gegen ein Mitglied der Bedarfsgemeinschaft mit dem Wegfall der Leistungen für Unterkunftsaufwendungen verbunden, kann dies eine Abweichung vom „Kopfteilprinzip" und höhere Leistungen für Kosten der Unterkunft an die weiteren Bedarfsgemeinschaftsmitglieder rechtfertigen (BSG, Urt. v. BSG vom 23. 5. 2013 - B 4 AS 67 /12 R).
Quelle: http://juris.bundessozialgericht.de/cgi ... =26&anz=28
2. 1 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.03.2015 - L 31 AS 3418/13
2. 2 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.03.2015 - L 31 AS 2218/13
2. 3 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 11.03.2015, L 13 AS 10/14
Anmerkung: ebenso im Ergebnis LSG NSB, Beschluss vom 4. Februar 2015 – L 15 AS 151/14 NZB und SG Reutlingen, Urteil vom 23. April 2012 - S 12 AS 2086/11
2. 4 LSG NSB, Beschluss vom 01.04.2015 - L 13 AS 40/15 NZB
1. Das SG Osnabrück, Urteil vom 05.02.2013 ( Az. S 33 AS 46/12 ) hat die Kosten für die Reparatur von Brillen als Sonderbedarf nach § 24 SGB II bejaht.
2. Eine obergerichtliche Klärung der Rechtsfrage ist bislang nicht erfolgt. Bei dem Beschluss des LSG NRW vom 12. Juni 2013 - (Az. L 7AS 138/13 B) und Urteil des LSG NRW vom 7. August 2014 (Az. L 7 AS 269/14 ) ging nicht um die Reparatur eine Brille, sondern um deren Anschaffung und somit bereits aus diesem Grunde kein Fall des § 24 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3, 2. Alt. SGB II vorliegen konnte.
3. Die Beantwortung der aufgeworfenen Rechtsfrage ergibt sich auch gerade nicht bereits eindeutig aus dem Gesetz. Der Wortlaut lässt nicht erkennen, ob unter dem Begriff „therapeutische Geräte und Ausrüstungen" Brillen erfasst oder gerade ausgeschlossen sein sollten.
4. Die Bundestags-Drucksache 17/3404 gibt in der Begründung zur Neufassung des§ 24 SGB II zum 1. Januar 2011 auf Seite 103 zwar den Hinweis, dass es im Rahmen der Regelung, anders als bei typisch langlebigen Gebrauchtsgütern (z.B. u.a. Brillen), um seltene und untypische Bedarfslagen gehen soll, die wegen der Höhe der benötigten Mittel gesonderte Berücksichtigung finden. Der gesetzlichen Regelung mit der genannten Formulierung ist diese Zielsetzung jedoch nicht eindeutig zu entnehmen [ vgl. auch Blüggel in Wolfgang Eicher, SGB II Kommentar, 3. Auflage 2013, § 24 Rdn. 120]. Zudem stellt sich die Frage, was als seltene untypische Bedarfslage anzusehen ist, bzw. ob nicht auch eine Brillenreparatur eine solche darstellen kann.
2. 5 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 26.03.2015 - L 7 AS 4295/13
2. 6 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 26.02.2015 - L 7 AS 781/14 - Die Revision wird zugelassen.
Quelle: https://dejure.org/dienste/vernetzung/r ... S%20781/14
3. 1 SG Leipzig, Beschluss vom 01.04.2015 - S 24 AS 467/15 ER
3. 2 SG Hannover, Urteil vom 26.03.2015 - S 70 AS 3823/14 – Berufung wird zugelassen
3. 3 Sozialgericht Augsburg, Urteil vom 20.03.2015 - S 8 AS 1092/14
3. 4 Sozialgericht Detmold, Urteil vom 17.05.2015 - S 18 AS 2128/12
4. 1 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 26.01.2015 - L 20 SO 12/14 - anhängig beim BSG unter dem Az. B 8 SO 31/15 B
1. Bei Auskunftsansprüchen des Sozialhilfeträgers nach § 117 SGB XII beträgt der Auffangstreitwert nach § 52 Abs. 2 GKG 5.000,00 Euro. Ein Abschlag auf die Hälfte ist nicht vorzunehmen; § 52 Abs. 2 GKG eröffnet diese Möglichkeit nicht (Anschluss an BSG, Beschluss vom 14.05.2012 – B 8 SO 78/11 B; Aufgabe der früheren Senatspraxis, vgl. Urteile vom 07.05.2012 – L 20 SO 32/12 sowie vom 24.10.2011 – L 20 SO 341/11).
2. Eine – sozialhilferechtliche – unbillige Härte i.S.v. § 94 Abs. 3 S. 1 Nr. 2 SGB XII kann nicht auf Umständen gründen, die bereits zivilrechtlich der Geltendmachung eines Unterhaltsanspruchs entgegenstehen. Dies gilt auch, wenn ggf. nicht alle Tatbestandsvoraussetzungen der unterhaltsrechtlichen Verwirkung (§ 1611 BGB) erfüllt sind, die Relevanz der betreffenden Umstände aber unterhaltsrechtlich zu beurteilen ist.
5. 1 Sozialgericht Hildesheim, Urteil vom 23.02.2015 - S 42 AY 19/13 - Berufung wird zugelassen
Quelle: Rechtsanwalt Sven Adam, Lange Geismarstraße 55, 37073 Göttingen: http://www.anwaltskanzlei-adam.de/index ... 51,0,0,1,0
weiter: https://beck-aktuell.beck.de/news/bsg-k ... -mandanten
von Anzeige » Mo 13. Apr 2015, 10:14
Thomé Newsletter 12/2015 vom 03.05.2015
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