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Timestamp: 2019-06-19 01:36:30
Document Index: 383653561

Matched Legal Cases: ['§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 30', '§ 40', '§ 34', '§ 25', '§ 27', '§ 33', '§ 37', '§ 40']

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- Pflegezulage
§ 35 BVG - Pflegezulage
Neugefasst durch G vom 23. 3. 1990 (BGBl I S. 582).
(1) 1So lange Beschädigte infolge der Schädigung hilflos sind, wird eine Pflegezulage von 321 Euro (Stufe I) monatlich gezahlt. 2Hilflos im Sinne des Satzes 1 sind Beschädigte, wenn sie für eine Reihe von häufig und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen zur Sicherung ihrer persönlichen Existenz im Ablauf eines jeden Tages fremder Hilfe dauernd bedürfen. 3Diese Voraussetzungen sind auch erfüllt, wenn die Hilfe in Form einer Überwachung oder Anleitung zu den in Satz 2 genannten Verrichtungen erforderlich ist oder wenn die Hilfe zwar nicht dauernd geleistet werden muss, jedoch eine ständige Bereitschaft zur Hilfeleistung erforderlich ist. 4Ist die Gesundheitsstörung so schwer, dass sie dauerndes Krankenlager oder dauernd außergewöhnliche Pflege erfordert, so ist die Pflegezulage je nach Lage des Falles unter Berücksichtigung des Umfangs der notwendigen Pflege auf 548, 779, 1.000, 1.299 oder 1.598 Euro (Stufen II, III, IV, V und VI) zu erhöhen. 5Für die Ermittlung der Hilflosigkeit und der Stufen der Pflegezulage sind die in der Verordnung zu § 30 Abs. 17 aufgestellten Grundsätze maßgebend. 6Blinde erhalten mindestens die Pflegezulage nach Stufe III. 7Hirnbeschädigte mit einem Grad der Schädigungsfolgen von 100 erhalten eine Pflegezulage mindestens nach Stufe I.
Absatz 1 Satz 1 neugefasst durch G vom 26. 5. 1994 (BGBl I S. 1014), geändert durch V vom 25. 6. 1996 (BGBl I S. 903), 18. 6. 1997 (BGBl I S. 1382), 17. 6. 1998 (BGBl I S. 1362), 15. 6. 1999 (BGBl I S. 1328), 21. 6. 2000 (BGBl I S. 916), G vom 21. 12. 2000 (BGBl I S. 1983), V vom 26. 6. 2001 (BGBl I S. 1344), 24. 6. 2002 (BGBl I S. 2229), 24. 6. 2003 (BGBl I S. 984), 14. 6. 2007 (BGBl I S. 1115), G vom 13. 12. 2007 (BGBl I S. 2904), V vom 18. 7. 2008 (BGBl I S. 1300), 17. 7. 2009 (BGBl I S. 2024), 28. 6. 2011 (BGBl I S. 1271), 21. 6. 2012 (BGBl I S. 1391), 14. 8. 2013 (BGBl I S. 3227), 23. 9. 2014 (BGBl I S. 1533), 19. 6. 2015 (BGBl I S. 993), 20. 6. 2016 (BGBl I S. 1362), 8. 6. 2017 (BGBl I S. 1524) und 12. 6. 2018 (BGBl I S. 840) (1. 7. 2018). Satz 2 neugefasst durch G vom 13. 12. 2007 (a. a. O.), geändert durch V vom 28. 6. 2011 (BGBl I S. 1271). Satz 3 eingefügt durch G vom 26. 5. 1994 (a. a. O.); bisherige Sätze 3 und 4 wurden Sätze 4 und 6. Satz 4 geändert durch V vom 1. 6. 1994 (BGBl I S. 1204), 23. 6. 1995 (BGBl I S. 852), 25. 6. 1996 (a. a. O.), 18. 6. 1997 (a. a. O.), 17. 6. 1998 (a. a. O.), 15. 6. 1999 (a. a. O.), 21. 6. 2000 (a. a. O.), G vom 21. 12. 2000 (a. a. O.), V vom 26. 6. 2001 (a. a. O.), 24. 6. 2002 (a. a. O.), 24. 6. 2003 (a. a. O.), 14. 6. 2007 (BGBl I S. 1115) (a. a. O.), 18. 7. 2008 (a. a. O.), 17. 7. 2009 (a. a. O.), 21. 6. 2012 (a. a. O.), 14. 8. 2013 (BGBl I S. 3227), 23. 9. 2014 (a. a. O.), 19. 6. 2015 (a. a. O.), 20. 6. 2016 (a. a. O.), 8. 6. 2017 (a. a. O.) und 12. 6. 2018 (a. a. O.) (1. 7. 2018). Satz 5 eingefügt durch G vom 13. 12. 2007 (a. a. O.); bisheriger Satz 6 wurde (geändert) Satz 7.
(2) 1Wird fremde Hilfe im Sinne des Absatzes 1 von Dritten auf Grund eines Arbeitsvertrages geleistet und übersteigen die dafür aufzuwendenden angemessenen Kosten den Betrag der pauschalen Pflegezulage nach Absatz 1, wird die Pflegezulage um den übersteigenden Betrag erhöht. 2Leben Beschädigte mit ihren Ehegatten, Lebenspartnern oder einem Elternteil in häuslicher Gemeinschaft, ist die Pflegezulage so zu erhöhen, dass sie nur ein Viertel der von ihnen aufzuwendenden angemessenen Kosten aus der pauschalen Pflegezulage zu zahlen haben und ihnen mindestens die Hälfte der pauschalen Pflegezulage verbleibt. 3In Ausnahmefällen kann der verbleibende Anteil bis zum vollen Betrag der pauschalen Pflegezulage erhöht werden, wenn Ehegatten, Lebenspartner oder ein Elternteil von Pflegezulageempfängern mindestens der Stufe V neben den Dritten in außergewöhnlichem Umfang zusätzliche Hilfe leisten. 4Entstehen vorübergehend Kosten für fremde Hilfe, insbesondere infolge Krankheit der Pflegeperson, ist die Pflegezulage für jeweils höchstens sechs Wochen über Satz 2 hinaus so zu erhöhen, dass den Beschädigten die pauschale Pflegezulage in derselben Höhe wie vor der vorübergehenden Entstehung der Kosten verbleibt. 5Die Sätze 2 und 3 gelten nicht, wenn der Ehegatte, Lebenspartner oder Elternteil nicht nur vorübergehend keine Pflegeleistungen erbringt; § 40a Abs. 3 Satz 3 gilt.
Absatz 2 Satz 1 geändert durch G vom 26. 5. 1994 (BGBl I S. 1014). Sätze 2 und 3 neugefasst durch G vom 13. 12. 2007 (BGBl I S. 2904). Satz 4 neugefasst durch G vom 21. 6. 1991 (BGBl I S. 1310), geändert durch G vom 13. 12. 2007 (a. a. O.). Satz 5 geändert durch G vom 16. 2. 2001 (a. a. O.) und 11. 4. 2002 (BGBl I S. 1302).
Absatz 3 gestrichen durch G vom 26. 5. 1994 (BGBl I S. 1014); bisherige Absätze 4 bis 7 wurden Absätze 3 bis 6.
(4) 1Über den in Absatz 3 bestimmten Zeitpunkt hinaus wird die Pflegezulage während einer stationären Behandlung bis zum Ende des Kalendermonats vor der Entlassung nur weitergezahlt, soweit dies in den folgenden Sätzen bestimmt ist. 2Beschädigte erhalten ein Viertel der pauschalen Pflegezulage nach Absatz 1, wenn der Ehegatte, Lebenspartner oder der Elternteil bis zum Beginn der stationären Behandlung zumindest einen Teil der Pflege wahrgenommen hat. 3Daneben wird die Pflegezulage in Höhe der Kosten weitergezahlt, die auf Grund eines Pflegevertrages entstehen, es sei denn, die Kosten hätten durch ein den Beschädigten bei Abwägung aller Umstände zuzumutendes Verhalten, insbesondere durch Kündigung des Pflegevertrages, vermieden werden können. 4Empfänger einer Pflegezulage mindestens nach Stufe III erhalten, soweit eine stärkere Beteiligung der schon bis zum Beginn der stationären Behandlung unentgeltlich tätigen Pflegeperson medizinisch erforderlich ist, abweichend von Satz 2 ausnahmsweise Pflegezulage bis zur vollen Höhe nach Absatz 1, in Fällen des Satzes 3 jedoch nicht über den nach Absatz 2 Satz 2 aus der pauschalen Pflegezulage verbleibenden Betrag hinaus.
Absatz 4 Satz 1 geändert durch G vom 26. 5. 1994 (BGBl I S. 1014). Satz 2 geändert durch G vom 16. 2. 2001 (BGBl I S. 266). Satz 3 geändert durch G vom 13. 12. 2007 (BGBl I S. 2904).
(5) 1Tritt Hilflosigkeit im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 gleichzeitig mit der Notwendigkeit stationärer Behandlung oder während einer stationären Behandlung ein, besteht für die Zeit vor dem Kalendermonat der Entlassung kein Anspruch auf Pflegezulage. 2Für diese Zeit wird eine Pflegebeihilfe gezahlt, soweit dies in den folgenden Sätzen bestimmt ist. 3Beschädigte, die mit ihren Ehegatten, Lebenspartnern oder einem Elternteil in häuslicher Gemeinschaft leben, erhalten eine Pflegebeihilfe in Höhe eines Viertels der pauschalen Pflegezulage nach Stufe I. 4Soweit eine stärkere Beteiligung der Ehegatten, Lebenspartner oder eines Elternteils oder die Beteiligung einer Person, die den Beschädigten nahe steht, an der Pflege medizinisch erforderlich ist, kann in begründeten Ausnahmefällen eine Pflegebeihilfe bis zur Höhe der pauschalen Pflegezulage nach Stufe I gezahlt werden.
Absatz 5 Sätze 3 und 4 geändert durch G vom 16. 2. 2001 (BGBl I S. 266) und 13. 12. 2007 (BGBl I S. 2904).
(6) 1Für Beschädigte, die infolge der Schädigung dauernder Pflege im Sinne des Absatzes 1 bedürfen, werden, wenn geeignete Pflege sonst nicht sichergestellt werden kann, die Kosten der nicht nur vorübergehenden Heimpflege, soweit sie Unterkunft, Verpflegung und Betreuung einschließlich notwendiger Pflege umfassen, unter Anrechnung auf die Versorgungsbezüge übernommen. 2Jedoch ist den Beschädigten von ihren Versorgungsbezügen zur Bestreitung der sonstigen Bedürfnisse ein Betrag in Höhe der Beschädigtengrundrente nach einem Grad der Schädigungsfolgen von 100 und den Angehörigen ein Betrag mindestens in Höhe der Hinterbliebenenbezüge zu belassen, die ihnen zustehen würden, wenn Beschädigte an den Folgen der Schädigung gestorben wären. 3Bei der Berechnung der Bezüge der Angehörigen ist auch das Einkommen der Beschädigten zu berücksichtigen, soweit es nicht ausnahmsweise für andere Zwecke, insbesondere die Erfüllung anderer Unterhaltspflichten, einzusetzen ist.
Absatz 6 Satz 2 neugefasst und Satz 3 geändert durch G vom 13. 12. 2007 (BGBl I S. 2904).
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