Source: https://www.wiwiweb.de/steuerbilanzen/gewinnerm/bes-bvgerl/teilnabas1.html
Timestamp: 2020-04-08 08:04:12
Document Index: 220590697

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Geschenkaufwendungen - Bilanz nach Steuerrecht
Steuerrechtliche Grundlagen - Geschenkaufwendungen
Kursangebot | Steuerrechtliche Grundlagen | Geschenkaufwendungen
Für die Abzugsfähigkeit von Geschenkaufwendungen gilt die folgende Regel. Sachgeschenke an Geschäftsfreunde sind grundsätzlich nur bis zu einer Höhe von 35 € je Empfänger und Wirtschaftsjahr abzugsfähig (§ 4 V 1 Nr. 1 EStG, R 4.10 II-IV EStR).
Hier klicken zum AusklappenDie obige Regelung gilt für Geschenke an Geschäftsfreunde. Bei Geschenken an Arbeitnehmer gilt eine andere Regelung. Diese sind zwar abzugsfähig, unterliegen jedoch beim Empfänger der Lohnsteuerpflicht, da die Geschenke als Sachbezug zum Arbeitslohn zählen.
Der Unternehmer Fritz aus Erkenschwick schenkt seinem Geschäftsfreund Karl zu Weihnachten stets eine Flasche Rotwein im Werte von 20 € und bucht dies einzeln und getrennt von seinen sonstigen Betriebsausgaben.
Da die Freigrenze von 35 € unterschritten wird, darf das Geschenk im Werte von 20 € als Betriebsausgabe abgezogen werden.
Man beachte den § 4 VII EStG. Hier wird verlangt, dass u.A. die Aufwendungen für Geschenke einzeln und getrennt von den sonstigen Betriebsausgaben aufzuzeichnen sind. Geschieht dies nicht, sind sie komplett nicht abzugsfähig, selbst wenn die Freigrenze von 35 € nicht überschritten wird!
Der Unternehmer Fritz aus Erkenschwick schenkt seinen Geschäftsfreunden stets eine Flasche Rotwein im Werte von 20 € zu Weihnachten, zeichnet dies aber nicht gesondert auf.
Die Kosten der Flaschen dürfen nicht als Betriebsausgaben abgezogen werden. Zwar ist § 4 V Nr. 1 EStG nicht verletzt, denn die Anschaffungskosten der Flaschen liegen unter der Freigrenze von 35 €, allerdings ist § 4 VII EStG einschlägig, der Betriebsausgabenabzug also ausgeschlossen.
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Bei der Zahl von 35 € bei Geschenkaufwendungen handelt es sich um eine .
Fritz hat der Ehegattin seines Geschäftspartners ein Weihnachtsgeschenk i.H.v. EUR 16 gekauft. Im März hatte er ihr bereits eine Schachtel Pralinen im Wert von EUR 20 geschenkt. Darf er das Weihnachtsgeschenk als Betriebsausgabe abziehen?
Ja, weil beide Geschenke zusammen weniger als EUR 45 gekostet haben.
Nein, weil die Aufwendungen im Wirtschaftsjahr insgesamt höher als EUR 35 sind, darf Fritz keines der beiden Geschenke als Betriebsausgaben abziehen.
Ja, weil das Geschenk weniger als EUR 35 gekostet hat und es damit nicht unter § 4 V Nr. 1 EStG fällt.
Aufwendungen für Geschenke sind dann komplett nicht abzugsfähig, wenn ...
... ein Arbeitnehmer beschenkt wird.
... die Aufwendungen weniger als € 35 pro Person und Jahr nicht überschreiten.
... sie nicht einzeln und getrennt aufgezeichnet werden (§ 4 VII EStG).