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Timestamp: 2019-10-21 08:56:00
Document Index: 93915686

Matched Legal Cases: ['Art 6', '§ 17', 'Art. 6', '§ 15', 'Art. 100', '§ 80', 'Art. 100', 'Art. 7', '§ 37', '§ 41']

BVerfG, 06.04.2000 - 1 BvL 18/99, 1 BvL 19/99 - dejure.org
BVerfG, 06.04.2000 - 1 BvL 18/99, 1 BvL 19/99
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BVerfG, 06.04.2000 - 1 BvL 18/99, 1 BvL 19/99 (https://dejure.org/2000,757)
BVerfG, Entscheidung vom 06.04.2000 - 1 BvL 18/99, 1 BvL 19/99 (https://dejure.org/2000,757)
BVerfG, Entscheidung vom 06. April 2000 - 1 BvL 18/99, 1 BvL 19/99 (https://dejure.org/2000,757)
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Unzulässige Richtervorlagen mangels hinreichender Auseinandersetzung mit der Möglichkeit einer verfassungskonformen Auslegung der vorgelegten Norm, hier der Übergangsregelung in BAföGÄndG 18 Art 6 Abs 2 S 1 zur BAföG-Förderung von Gremienmitgliedern nach Überschreiten ...
Vorlage - Bundesverfassungsgericht - Bundesausbildungsförderung - Ausbildung - Förderungshöchstdauer - Darlehen - Rechtsstaatsprinzip - Rückwirkung
Zulässigkeit einer Richtervorlage; Verfassungskonforme Auslegung des § 17 Abs. 3 S. 1 Nr. 3 BAföG in der Fassung von 1996
Zur BAföG-Förderung durch Privatdarlehen nach Überschreiten der Förderungshöchstdauer infolge der Mitwirkung in Hochschulgremien
VG Köln, 20.07.1999 - 22 K 2043/97
VG Köln, 20.07.1999 - 22 K 3961/97
NVwZ 2000, 910
FamRZ 2000, 947
aa) Lassen der Wortlaut, die Entstehungsgeschichte, der Gesamtzusammenhang der einschlägigen Regelungen und deren Sinn und Zweck mehrere Deutungen zu, von denen eine mit der Verfassung vereinbar ist, so ist diese geboten (BVerfG, Beschluss vom 06.04.2000 - 1 BvL 18/99, 1 BvL 19/99 -, Rn. 13, juris; BVerfG…, Beschluss vom 30.03.1993 - 1 BvR 1045/89, 1 BvR 1381/90, 1 BvL 11/90 -, BVerfGE 88, 145 - 168, Rn. 67).
Zu den anerkannten Auslegungsgrundsätzen, die eine verfassungskonforme Auslegung ermöglichen können, zählt auch die teleologische Reduktion des Anwendungsbereichs einer Norm (vgl. BVerfGE 88, 145 ; BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 6. April 2000 - 1 BvL 18/99 u.a. -, NVwZ 2000, S. 910;… Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 11. Dezember 2000 - 1 BvL 15/00 -, juris, Rn. 22).
OVG Nordrhein-Westfalen, 11.09.2001 - 16 A 4702/99
Anspruch auf Ausbildungsförderung; Ausbildungsförderung zur Hälfte als Zuschuss …
Dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 6. April 2000 - 1 BvL 18/99 u. 1 BvL 19/99 - zum 18. BAföG- ÄndG sei auch für die hier vorliegende Fallgruppe zu entnehmen, dass ein nachvollziehbarer Grund, den bestehenden Vertrauensschutz hinter allgemeine Fiskalinteressen zurückzusetzen, nicht erkennbar werde.
Die Klägerin hat nach Maßgabe einer verfassungskonformen Auslegung des Art. 6 Abs. 1 iVm Abs. 2 Satz 1 des Achtzehnten Gesetzes zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes - 18. BAföG-ÄndG - vom 17. Juli 1996 (BGBl. I S. 1006), wie sie vom Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 6. April 2000 - 1 BvL 18/99 und 1 BvL 19/99 - schon für die Fallgruppe des § 15 Abs. 3 Nr. 3 BAföG (Gremientätigkeit) vertreten worden ist, für den hier strittigen Bewilligungszeitraum Oktober 1996 bis Juni 1997 einen Anspruch auf Ausbildungsförderung zur Hälfte als Zuschuss und zur Hälfte als unverzinsliches Darlehen.
So zur Fallgruppe "Gremientätigkeit" BVerfG, Beschluss vom 6. April 2000 - 1 BvL 18/99 und 1 BvL 19/99 -, aaO.
vgl. Beschluss vom 6. April 2000 - 1 BvL 18/99 und 1 BvL 19/99 -, aaO.
vgl. zur Übergangsregelung: BVerfG, Beschluss vom 30. September 1987 - 2 BvR 933/82, BVerfGE 76, 256 (359); BVerfG, Beschluss vom 06. April 2000 - 1 BvL 18/99 u.a. -, NVwZ 2000, 910 (910 f.); BVerfG, Beschluss vom 31. März 2006 - 1 BvR 1750/01 -, VR 2006, 287; BVerfG, Beschluss vom 28. Juni 2006 - 1 BvR 1938/05 -, S. 3; BVerwG, Beschluss vom 12. Juli 2005 - BVerwG 6 B 22.05 -, Juris; OVG NRW, Urteil vom 01. Dezember 2004 - 8 A 3358/04 -, DVBl. 2005, 518 (521); BayVGH, Urteile vom 28. März 2001 - 7 B 00.1551 - und - 7 B 00.963 -, Juris.
Dabei sind sämtliche Methoden der Auslegung in Betracht zu ziehen (z.B. Beschlüsse des BVerfG vom 7. April 1997 1 BvL 11/96, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1997, 2230; vom 6. April 2000 1 BvL 18/99 u.a., Zeitschrift für das gesamte Familienrecht --FamRZ--, 2000, 947, und vom 12. Januar 2006 1 BvL 12/05, Neue Justiz 2006, 170;… Clemens in Umbach/Clemens, Grundgesetz, Mitarbeiterkommentar, Bd. II, Art. 100 Rz. 123;… Dollinger in Umbach/ Clemens/Dollinger, BVerfGG, Mitarbeiterkommentar, § 80 Rz. 55;… Sieckmann, in: v. Mangoldt/Klein/Starck, GG, 4. Aufl., Art. 100 Abs. 1 Rz. 41).
Urteil vom 11.9.2001 - 16 A 4702/99 -, OVGE 48, 218, und des BVerfG, Beschlüsse vom 6.4.2000 - 1 BvL 18/99 -, NVwZ 2000, 910 und vom 12.3.2003 - 1 BvR 9894/01 -, juris, zu Einzelfragen des achtzehnten Änderungsgesetzes zum Ausbildungsförderungsgesetz zugrunde lagen.
Bei dieser Argumentation lässt das vorlegende Gericht nicht nur unberücksichtigt, dass eine teleologische Reduktion von Vorschriften entgegen dem Gesetzeswortlaut zu den verfassungsrechtlich unbedenklichen Auslegungsgrundsätzen gehört (vgl. BVerfGE 88, 145 ; BVerfG, 1. Kammer des Ersten Senats, NVwZ 2000, S. 910).
Hierzu besteht insbesondere dann Anlass, wenn die Vorschrift nur bei einer solchen einschränkenden Auslegung mit höherrangigem Recht vereinbar ist (vgl. BVerfG, Beschl. v. 6.4.2000 - 1 BvL 18/99 und 1 BvL 19/99 -, NVwZ 2000, 910 f.).
Die teleologische Reduktion einer Vorschrift darf sich allerdings nur auf einen Teil der von ihrem Wortlaut erfassten Fälle beziehen (BVerfG, Beschl. v. 7.4.1997 - 1 BvL 11/96 -, NJW 1997, 2230 f.) und nicht im Widerspruch mit einer bewussten Entscheidung des Gesetzgebers stehen (vgl. BVerfG, Beschl. v. 6.4.2000, a.a.O.).
Die Bestandsinteressen des Klägers überwiegen auch nicht nach den Grundsätzen der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zum gesteigerten Vertrauensschutz im Rahmen des 18. Gesetzes zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (Beschlüsse vom 12.3.2003, 1 BvR 484/01 und 1 BvR 894/01, beide in juris; Beschl. v. 6.4.2000, NVwZ 2000, 910) die Veränderungsgründe des Gesetzgebers des Studienfinanzierungsgesetzes.
Eine bestimmte Auslegungsmethode oder gar eine reine Wortlautinterpretation ist dabei nicht vorgeschrieben; eine telelogische Reduktion von Vorschriften entgegen dem Wortlaut gehört ebenfalls zu den anerkannten und verfassungsrechtlich nicht zu beanstandenden Auslegungsgrundsätzen (Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats des BVerfG vom 6. April 2000, 1 BvL 18/99 u.a., Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht - NVwZ - 2000, 910).
OVG Niedersachsen, 19.09.2011 - 11 LA 198/11
Erlöschen eines assoziationsrechtlichen Aufenthaltsrechts nach Art. 7 Abs. 1 …
OVG Thüringen, 23.09.2008 - 1 KO 810/05
Berücksichtigung von Gremientätigkeit bei Langzeitstudiengebühren; Studiengebühr; …
OVG Sachsen-Anhalt, 05.09.2007 - 3 L 263/05
Erstattungen von Aufwendungen nach dem Ausführungsgesetz zum BSHG
OVG Niedersachsen, 14.09.2007 - 2 LA 408/07
Heranziehung eines Studenten zu Langzeitstudiengebühren wegen sein Engagement in …
OVG Sachsen-Anhalt, 04.11.2015 - 3 L 315/13
BVerfG, 12.03.2003 - 1 BvR 894/01
Gewährung von Ausbildungsförderung nur in Form eines verzinslichen Bankdarlehens …
BVerwG, 16.06.2009 - 6 B 2.09
Vereinbarkeit von § 37 Abs. 3 Hochschulrahmengesetz (HRG) i.V.m. § 41 Abs. 3 HRG …
BVerfG, 12.03.2003 - 1 BvR 484/01
VG Köln, 24.05.2007 - 1 K 3109/06
OVG Nordrhein-Westfalen, 23.10.2001 - 16 A 3535/99
VG Darmstadt, 20.10.2003 - 8 E 747/97
AUSBILDUNGSFÖRDERUNG; GREMIENTÄTIGKEIT; RECHTSSTAATSPRINZIP; RÜCKWIRKUNG