Source: http://vaeternotruf.de/amtsgericht-ratingen.htm
Timestamp: 2018-01-21 02:37:45
Document Index: 307087633

Matched Legal Cases: ['§ 1573', '§ 1578', '§ 1578', '§ 92', '§ 323', '§ 1578', '§ 1569', '§ 1578', '§ 92']

Telefon: 02102 / 1009-0
Fax: 02102 / 1009-103
Internet: http://www.ag-ratingen.nrw.de
Internetauftritt des Amtsgerichts Ratingen (11/2014)
Richterlicher Geschäftsverteilungsplan: vorhanden - mit Stand vom 01.08.2014 - http://www.ag-ratingen.nrw.de/aufgaben/geschaeftsverteilung/index.php
Direktor am Amtsgericht Ratingen: Anna Maria Nolten (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1960) - Richterin am Amtsgericht Ratingen / Direktorin am Amtsgericht Ratingen (ab 23.05.2012, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 1994 ab 13.03.1991 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Düsseldorf aufgeführt. 1991: Richterin auf Probe am Landgericht Wuppertal. 1994 zur Richterin am Amtsgericht Wuppertal ernannt / Schöffengericht. Im Handbuch der Justiz 2002 ab 02.05.1994 als Richterin am Amtsgericht Wuppertal aufgeführt. Nach Erprobung in einem Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf in den Jahren 2000/2001 als Familienrichterin am Amtsgericht Wuppertal tätig. 2005 an das Landgericht Wuppertal abgeordnet / Berufungszivilkammer und in der Verwaltung. Im Handbuch der Justiz 2010 ab 21.08.2007 als stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Mettmann aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012 ab 21.08.2007 als stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Wuppertal aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Seit Februar 2011 neben ihrer Tätigkeit als Zivilrichterin stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Wuppertal. Siehe auch Pressemitteilung unten.
Stellvertretender Direktor am Amtsgericht Ratingen: - Richter am Amtsgericht Ratingen / stellvertretender Direktor am Amtsgericht Ratingen (ab , ..., 2014)
Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen beschäftigen am Amtsgericht Ratingen 54 Mitarbeiter/innen, davon eine uns zur Zeit unbekannte Anzahl von Richter/innen, Rechtspfleger/innen und sonstigen Angestellten.
Jugendamt Ratingen - Stadtjugendamt
Jugendamt Landkreis Mettmann - Kreisjugendamt - die Aufgaben der Jugendhilfe sind an die Städte im Landkreis übertragen worden
Gisela Dolfen (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1967) - Richterin am Amtsgericht Ratingen (ab 21.06.2000, ..., 2014)
Dr. Imke Elschner (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1973) - Richterin am Amtsgericht Ratingen (ab , ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2010 ab 19.06.2006 als Richterin am Landgericht Düsseldorf - 3/4 - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012 ab 19.06.2006 als Richterin am Landgericht Düsseldorf - halbe Stelle - aufgeführt. Namensgleichheit mit: Dr. Günter Elschner (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1974) - Richter am Landgericht Duisburg (ab 30.05.2006, ..., 2012)
Anna Maria Nolten (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1960) - Richterin am Amtsgericht Ratingen / Direktorin am Amtsgericht Ratingen (ab 23.05.2012, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 1994 ab 13.03.1991 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Düsseldorf aufgeführt. 1991: Richterin auf Probe am Landgericht Wuppertal. 1994 zur Richterin am Amtsgericht Wuppertal ernannt / Schöffengericht. Im Handbuch der Justiz 2002 ab 02.05.1994 als Richterin am Amtsgericht Wuppertal aufgeführt. Nach Erprobung in einem Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf in den Jahren 2000/2001 als Familienrichterin am Amtsgericht Wuppertal tätig. 2005 an das Landgericht Wuppertal abgeordnet / Berufungszivilkammer und in der Verwaltung. Im Handbuch der Justiz 2010 ab 21.08.2007 als stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Mettmann aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012 ab 21.08.2007 als stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Wuppertal aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Seit Februar 2011 neben ihrer Tätigkeit als Zivilrichterin stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Wuppertal. Siehe auch Pressemitteilung unten.
Susanne Roterberg (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1977) - Richterin am Amtsgericht Ratingen (ab 15.06.2009, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 11.07.2005 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Hamm aufgeführt. Zwischenzeitlich offenbar Wechsel in den Bezirk des OLG Düsseldorf. 2008: Richterin auf Probe am Amtsgericht Hagen - Familiengericht. 2010: Richterin auf Probe am Amtsgericht Ratingen - Familiengericht. 2014: Familiengericht - Abteilung 4.
Angela Tietze (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1951) - Richterin am Amtsgericht Ratingen / Familiengericht - Abteilung 4 (ab 26.06.1984, ..., 2012) - 2012: Vorsitzenden des Richterrates am Amtsgericht Ratingen.
Larissa Waldrich (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1981) - Richterin am Amtsgericht Ratingen (ab , ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2012 ab 04.05.2009 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Düsseldorf aufgeführt. 2009, ..., 2012: Richterin auf Probe am Amtsgericht Viersen. GVP 01.01.2012. Ab 01.05.2012: Antritt Planstelle am Amtsgericht Ratingen.
Abteilungen am Familiengericht Ratingen:
4 F - Susanne Roterberg (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1977) - Richterin am Amtsgericht Ratingen (ab 15.06.2009, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 11.07.2005 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Hamm aufgeführt. Zwischenzeitlich offenbar Wechsel in den Bezirk des OLG Düsseldorf. 2008: Richterin auf Probe am Amtsgericht Hagen - Familiengericht. 2010: Richterin auf Probe am Amtsgericht Ratingen - Familiengericht. 2014: Familiengericht - Abteilung 4.
Nicht mehr als Richter am Amtsgericht Ratingen tätig:
Lothar Genter (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1947) - Richter am Amtsgericht Ratingen / Direktor am Amtsgericht Ratingen (ab 20.08.1996, ..., 2012)
Lieselotte Grape (20.09.1943) - Richterin am Amtsgericht Ratingen (ab 13.12.1975, ..., 2006) - im Handbuch der Justiz 2008 nicht aufgeführt.
Rüdiger Niedrig (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1947) - Richter am Amtsgericht Ratingen (ab 02.04.1979, ..., 2010)
Peter-Wolfgang Rüttgers (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1947) - Richter am Amtsgericht Ratingen / stellvertretender Direktor am Amtsgericht Ratingen (ab 23.12.2009, ..., 2012) - im Handbuch der Justiz ab 25.10.1983 als Richter am Amtsgericht Ratingen aufgeführt.
Dr. Johannes Schultz (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1944) - Richter am Amtsgericht Köln / Präsident am Amtsgericht Köln (ab 01.04.1999, ..., 2009) - im Handbuch der Justiz 1988 ab 25.11.1985 als Direktor am Amtsgericht Ratingen aufgeführt
Jürgen Werner Schrimpf (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1944) - Richter am Amtsgericht Ratingen / Familiengericht - Abteilung 3 / stellvertretender Direktor am Amtsgericht Ratingen (ab , ..., 2002, ..., 2009) - im Handbuch der Justiz 1982 ab 05.05.1978 als Richter am Amtsgericht Mettmann aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ohne Nennung Geburtsdatum und Dienstantritt als stellvertretender Direktor am Amtsgericht Ratingen aufgeführt. Siehe auch Pressemeldung unten.
Fritz Siegfried Vatter (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1947) - Richter am Amtsgericht Ratingen (ab , ..., 1988, ..., 2010) - im Handbuch der Justiz 1980 und 1982 ab 26.05.1978 als Richter am Amtsgericht Duisburg-Hamborn aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 1986 ohne Nennung Geburtsdatum und Dienstantritt als Richter am Amtsgericht Duisburg-Hamborn aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 und 2010 ohne Nennung Geburtsdatum und Dienstantritt als Richter am Amtsgericht Ratingen aufgeführt.
No Name - Bestallung als Umgangspfleger am Amtsgericht Ratingen (ab 01.09.2009, ..., )
No Name - Bestallung als Ergänzungspfleger am Amtsgericht Ratingen für den Wirkungskreis ... (ab 01.09.2009, ..., )
No Name - Bestallung als Vormund am Amtsgericht Ratingen (ab 01.09.2009, ..., )
Bestellung als Verfahrenspfleger am Amtsgericht Ratingen durch Richterin Roterberg (2009)
Brigitte Komescher
Internet: http://www.komescher.com
Diplom Sozialarbeiterin / Familientherapeutin
Beauftragung am Amtsgericht Duisburg, Amtsgericht Leverkusen, Amtsgericht Ratingen
Beauftragung als Gutachter am Amtsgericht Ratingen durch Richterin Roterberg.
Landgericht Düsseldorf: Amtseinführung der neuen Direktorin des Amtsgerichts Ratingen Anna Maria Nolten
Am 10. September 2012, 12.00 Uhr, wird die Präsidentin des Oberlandesgerichts Düsseldorf, Anne-José Paulsen, Herrn Direktor des Amtsgerichts a. D. Lothar Genter in den Räumlichkeiten der Städtischen Musikschule der Stadt Ratingen aus seinem Amt verabschieden und seine Nachfolgerin, Anna Maria Nolten, in ihr neues Amt als Direktorin des Amtsgerichts Ratingen einführen. Vertreter der Presse sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.
Zu der Feierstunde werden Vertreter der Justiz, der örtlichen Politik und Verwaltung sowie der Kirchen erwartet. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des Landgerichts Düsseldorf, Dr. Heiner Blaesing, erfolgen Verabschiedung und Amtseinführung durch die Präsidentin des Oberlandesgerichts Anne-José Paulsen. Es folgen Grußworte des Bürgermeisters der Stadt Ratingen, Harald Birkenkamp, des Vertreters der Rechtsanwälte und Notare in Ratingen, Holger Kirchmann, sowie der Vorsitzenden des Richterrats des Amtsgerichts Ratingen, Angela Tietze. Anschließend werden sich sowohl Herr Genter als auch Frau Nolten an die Gäste wenden. Frederic Ihle (Gitarre) und Bastian Heuser (Gesang) werden die Veranstaltung musikalisch begleiten.
Lothar Genter war in der Zeit von August 1996 bis Ende April 2012 Direktor des Amtsgerichts Ratingen. Er prägte in dieser Zeit nachhaltig das Erscheinungsbild des Gerichts. So sind in diesem Zusammenhang sowohl seine intensive Begleitung der Einführung und stetigen Weiterentwicklung der IT als auch seine langjährige Tätigkeit als Vorsitzender des Jugendschöffengerichts zu nennen.
Frau Nolten begann 1991 am Landgericht Wuppertal ihre Laufbahn im richterlichen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen. 1994 wurde sie zur Richterin am Amtsgericht Wuppertal ernannt und leitete dort ein Schöffengericht. Nach ihrer Erprobung in einem Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf in den Jahren 2000/2001 war sie als Familienrichterin am Amtsgericht Wuppertal tätig. Im Jahre 2005 wurde sie an das Landgericht Wuppertal abgeordnet. Dort arbeitete sie als Richterin in einer Berufungszivilkammer und in der Verwaltung, bis sie im August 2007 als Richterin und ständige Vertreterin des Direktors am Amtsgericht Mettmann tätig wurde. Seit Februar 2011 übte sie neben ihrer Tätigkeit als Zivilrichterin das Amt der ständigen Vertreterin des Direktors des Amtsgerichts Wuppertal aus. Seit dem 23.05.2012 ist sie als Direktorin des Amtsgerichts Ratingen tätig. Frau Nolten lebt in Wuppertal und ist verheiratet.
http://www.justiz.nrw.de/JM/Presse/presse_weitere/PresseLGs/archiv/2012_02_Archiv/07_09_2012/index.php
Ein Jahr wegen Beleidigung und Pöbeleien Richter schickt Prozess-Dieter in den Knast
30.04.2009 - 01:42 UHR
Es war sein 251. Gerichtsverfahren. Und nach eigener Einschätzung sein wichtigstes! Dieter K. (73) alias Prozess-Dieter zu BILD: „Die Verhandlung heute ist die Mutter aller Prozesse!“
Prozess-Dieter: Richter schickt ihn für ein Jahr in den Knast
Auf der Anklagebank in Ratingen: Prozess-Dieter
Denn Gutachter Dr. Hans-Joachim Volpert hatte ihm zuvor Schuldunfähigkeit bescheinigt. Würde das Gericht ihm folgen, könnte Prozess-Dieter wegen seiner Beleidigungen nicht mehr bestraft werden. Er hätte die Lizenz zum Pöbeln...
8.30 Uhr, Amtsgericht Ratingen, Saal 13. Wegen Beleidigung in 45 Fällen nimmt der Rentner auf der Anklagebank Platz. Gibt zu, Beamte als „Doppelnullen“, „Abschaum“, „großhirnamputierte Sesselfurzer“, „Tagediebe“, „Fußmatten“, „überbezahlten Hohlkopf“ und mit noch schlimmeren Ausdrücken beleidigt zu haben.
Richter Schrimpf befragt den Gutachter. Dr. Volpert: „Der Angeklagte ist hochintelligent. Ein humoriger Gesprächs-Partner, der Philosophen wie Feuerbach, Dichter wie Schiller zitiert. Doch sobald das Gespräch auf Beamte kommt, rastet er aus. Er kann nicht anders, sieht sich als Ritter der Gerechtigkeit. Er leidet an einer paranoiden Störung, ist schuldunfähig.“
Der Staatsanwalt fordert trotzdem 15 Monate Gefängnis - die Verteidigung Freispruch. Der Richter erteilt dem Angeklagten das letzte Wort: „Wollen Sie etwas sagen?“ Der Angeklagte: „Darf ich sagen, dass der Staatsanwalt ein A... ist?“ Richter: „Nein.“ Der Angeklagte: „Dann will ich auch nicht.“
Urteil: 1 Jahr Gefängnis. Der Richter: „Das Gutachten hat mich nicht überzeugt.“ Noch im Gerichtssaal kündigt Prozess-Dieter Berufung an...
http://www.bild.de/BILD/regional/duesseldorf/aktuell/2009/04/30/prozess-dieter/richter-schickt-ihn-fuer-ein-jahr-in-den-knast.html
Das wird wohl teuer für die deutschen Steuerzahler, die nicht nur die Prozesskostenhilfe für Prozess-Dieter zahlen muss, sondern nun auch noch ein Jahr Knast, mit schätzungsweise 36.000 € Kosten. Warum bürgert man den Dieter nicht einfach aus, das hat doch in der DDR mit Wolf Biermann auch ganz gut geklappt, der seinen Mund nicht halten wollte und immer das sagte, was er gerade dachte, Schwups die Wups war der Wolf drüben im Kapitalistenparadies, wo er gar nicht hinwollte.
Denkbar wäre auch ein Jahr Zwangarbeit im Wachschutz am Amtsgericht Ratingen, früher in Amerika war das gang und gäbe, da fegten die Häftlinge in längsgestreiften Drillichen und mit schwerer Eisenkugel um den Fuß die öffentlichen Straßen und Plätze, warum nicht auch in Ratingen, ein bisschen mehr Sauberkeit in der Stadt kann doch nicht schaden.
Oder schicken wir den Dieter doch ganz einfach für eine Jahr nach Chile, da kann er sich mit Margot Honecker treffen und sich mit ihr als Fachfrau für Ausbürgerungsfragen austauschen - http://www.bild.de/BTO/news/2007/11/18/biermann-wolf-buch/affaere-margot-honecker.html
Gericht: AG Ratingen
Aktenzeichen: 3 F 99/08
Normen: § 1573 BGB, § 1578b BGB
Nachehelicher Unterhalt: Übergangsfrist für die Erwerbsobliegenheit des Unterhaltsberechtigten und Begrenzung des Unterhalts mangels ausreichender Erwerbsbemühung nach neuem Unterhaltsrecht sowie Kostentscheidung bei Befristung des Unterhalts nach beantragtem Wegfall
1. Dem Unterhaltsberechtigten ist nach der Gesetzesänderung zum 1. Januar 2008 eine Übergangsfrist dergestalt zuzubilligen, dass er noch sechs Monaten den vollen und weitere sechs Monate den hälftigen Unterhalt verlangen kann (Rn.21).
2. Auch bei langer Ehe und Erziehung zweier Kinder kann der Unterhaltsanspruch auf insgesamt ein Jahr nach der Änderung des Unterhaltsrechts begrenzt werden, wenn der Unterhaltsberechtigte trotz akademischer Ausbildung sich nicht bemüht hat, eine nachhaltige angemessene Berufstätigkeit zu finden (Rn.15)(Rn.16)(Rn.17)(Rn.18).
3. Wird der Unterhaltsanspruch auf ein Jahr befristet, so können dem Unterhaltsberechtigten auch bei beantragtem sofortigen Wegfall der Unterhaltspflicht die vollen Verfahrenskosten auferlegt werden, wenn - gemessen an seiner statistischen Lebenserwartung - ohne die Befristung noch Unterhalt über mehrere Jahrzehnte zu zahlen gewesen wäre (Rn.22)(Rn.23).
FF 2009, 85-86 (Leitsatz und Gründe)
Wolfram Viefhues, jurisPR-FamR 11/2009 Anm. 3 (Anmerkung)
AG Ratingen: Urteil vom 05.11.2008 - 3 F 99/08 (rechtskräftig) BeckRS 2009 06835
BeckRS 2009 06835
3 F 99/08
BGB § 1578b; ZPO § 92
Unterhalt; Befristung; Übergangsfrist; Ehedauer; Kostenentscheidung
Aktenzeichen 3 F 99/08
Verkündungsdatum 05.11.2008
P., Justizbeschäftigte als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle
hat die 3. Familienabteilung des Amtsgerichts Ratingen auf die mündliche Verhandlung vom 15.10.2008 durch den Richter am Amtsgericht (stVDir) Schrimpf für Recht erkannt:
Das Urteil des Amtsgerichts Moers vom 23.07.2002 (490 F 114/01) wird wie folgt
- Der Kläger hat bis einschließlich 30.04.2009 den titulierten Unterhalt zu erbringen,
- ab 01.05.2009 bis 30.04.2010 zahlt er 807,31 EUR monatlich,
- ab 01.05.2010 keinen Unterhalt mehr.
Die Parteien waren ab ... 1983 miteinander verheiratet. Sie haben sich im Januar 1999 getrennt. Die Ehe wurde am ... 2000 rechtskräftig geschieden. Aus der Ehe sind die inzwischen volljährigen Kinder ..., geboren am ... und ..., geboren am ... hervorgegangen. Der nacheheliche Unterhalt der Beklagten wurde durch Urteil des Amtsgerichts Moers vom 23.07.2002 (490 F 114/01) dahingehend entschieden, dass der Beklagte an die Klägerin einen monatlichen Unterhalt von 1.614,61 EUR zu zahlen hat.
Die Beklagte ist 52 Jahre alt und diplomierte Architektin (Dipl. Ing. Hochbau). Von April 1984 bis September 1984 war sie freie Mitarbeiterin in einem Architekturbüro. Die Berufstätigkeit endete nach einem Ski-Unfall. Von Anfang 1986 bis zur Geburt des zweiten Kindes war die Beklagte Mitarbeiterin eines Bauträgers. Von Juli 2001 bis September 2002 war sie beschäftigt als Projektleiterin in einer Elektronik-Geräte-Firma. Das Beschäftigungsverhältnis kündigte die Beklagte selbst. Im April 2004 war sie als angestellte Architektin in einem Architekturbüro tätig. Noch während der Probezeit wurde ihr im ersten Monat gekündigt.
Ab dem 15.09.2008 hat die Beklagte eine stundenweise, befristete Tätigkeit als „Teamassistentin“.
Mit der vorliegenden Klage macht der Kläger unter Berufung auf die Änderung der beantragt, wie folgt zu erkennen:
Das Urteil des Amtsgerichts Moers vom 23.07.2002, Aktenzeichen: 490 F 114/01, wird dahingehend abgeändert, dass der Kläger der Beklagten am 01.08.2008 keinen Ehegattenunterhalt schuldet.
Sie hält den Kläger nach wie vor in Höhe des titulierten Unterhalts für zahlungspflichtig. Sie verweist auf die berufsbedingten Nachteile, die ihr wegen der Ehe durch Betreuung und Erziehung der beiden Kinder entstanden sind. Schließlich verweist sie auf ihre erheblichen - erfolglosen - Erwerbsbemühungen.
Wegen des Vorbringens der Parteien wird auf den Inhalt ihrer Schriftsätze Bezug genommen.
Die Klage ist zulässig. Die gravierende Änderung der Gesetzeslage ab 01.01.2008 durch das Gesetz zur Änderung des Unterhaltsrechts rechtfertigt eine Abänderungsklage gemäß § 323 ZPO.
Sie ist auch im Wesentlichen begründet. Die Unterhaltsverpflichtung des Klägers ist herabzusetzen und zu befristen (§ 1578 b BGB).
Nach der Scheidung obliegt es jedem Ehegatten, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen (§ 1569 Satz 1 BGB). Gemäß Satz 2 dieser Vorschrift hat er dann einen Anspruch auf Unterhalt, wenn er außerstande ist, dafür selbst zu sorgen.
Dies bedeutet, dass ehebedingte Nachteile auszugleichen sind oder Unterhalt aus nachehelicher Solidarität zu leisten ist.
Das Gericht kann jedoch beides nicht annehmen.
Richtig ist allerdings, dass die Beklagte durch die Betreuung und das Erziehen ihrer Kinder einen ehebedingten Nachteil insoweit erlitten hat, als sie die hierfür erforderliche Zeit nicht nutzen konnte, um sich beruflich zu entwickeln. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass das jüngste Kind (der Sohn T.) bereits im November 2002 fünfzehn Jahre alt geworden ist, d. h. ein Alter erreicht hat, bei dem spätestens von der Beklagten eine vollschichtige Erwerbstätigkeit hätte erwartet werden können. Drei bis vier Jahre vorher wäre sie zumindest halbschichtig zu einer Erwerbstätigkeit verpflichtet gewesen. Dass sie solches ohne weiteres hat meistern können, zeigt die Tatsache, dass sie nach der Geburt des ersten Kindes (S.) einige Zeit berufstätig war.
Die Beklagte hat daher bis heute mindestens sechs Jahre Zeit gehabt, um die vorgenannten ehebedingten Nachteile auszugleichen und eine nachhaltige, angemessene Berufstätigkeit zu finden. Ihre übrigen - kurzfristigen - Berufstätigkeiten geben zur einer anderen Beurteilung ebenso wenig Anlass, wie die von ihr vorgetragenen, vielfachen, - erst in diesem Jahr begonnenen - erfolglosen Bewerbungen.
Auch schuldet der Kläger der Beklagten keine nacheheliche Solidarität hinsichtlich des Unterhalts mehr.
Zwar hat die Ehe über 17 Jahre, mithin eine lange Zeit gedauert. Angesichts der Ausbildung der Beklagten und der langjährigen Chance „daraus etwas zu machen“, kann insoweit von dem Kläger keine nacheheliche Solidarität mehr gefordert werden.
Die Unterhaltsverpflichtung des Klägers ist daher zu beenden Allerdings ist im Rahmen der Vorschrift des § 1578 b BGB die Billigkeit dieser Maßnahme zu beachten.
Angesichts der für die Beklagte sicherlich schmerzlichen Gesetzesänderung hält es das Gericht für billig, wenn der Kläger den titulierten Unterhalt für ein halbes Jahr weiter leistet und dass er dann für ein Jahr noch den hälftigen Unterhalt an die Beklagte leistet.
Die Kostenentscheidung folgt aus § 92 Abs. 2 Satz 1 ZPO und beruht auf folgenden Erwägungen:
Die Beklagte ist 52 Jahre alt. Bei einer statistischen Lebenserwartung von 85 Jahren EUR.
Nach der vorstehenden Entscheidung hat der Kläger noch nur 19.375,32 EUR an Unterhalt zu zahlen, was unter Berücksichtigung des wechselseitigen Obsiegens bzw. Unterliegens der Parteien eine Kostenquotelung von 3% zu 97% bedeutet hätte.
Angesichts dieses Verhältnisses war es daher gerechtfertigt, die Kosten insgesamt der Beklagten aufzuerlegen.
Der Streitwert wird auf 19.375,32 EUR (= 12 × 1.614,61 EUR) festgesetzt.