Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4135.htm
Timestamp: 2018-12-11 20:57:51
Document Index: 316802081

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 22', '§ 2', '§ 64', '§ 4', '§ 5']

4.135 Hessenbol
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Hessenbol« vom 29.Oktober 1986 (GBl. v. 25.11.1986, S. 386).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz ‑NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden‑württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199) und von § 22 Abs. 2 Landesjagdgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Hechingen, Gemarkung Weilheim, Zollernalbkreis wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung » Hessenbol«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 5,07 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Weilheim der Stadt Hechingen die Flurstücke Nrn. 955, 960, 991, 1013 ganz, sowie teilweise 956 (Weg), 963 (Weg) und 992 (Weg).
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 27.2. 1986 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen, beim Landratsamt Zollernalbkreis in Balingen und bei der Stadt Hechingen auf die Dauer von drei Wochen beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung eines Halbtrockenrasens, umgeben von artenreichem Heckenbewuchs, als reichhaltigen Ausgleichs‑ und Regenerationsraum mit vielen, zum Teil besonders geschützten und bedrohten Pflanzen‑ und Tierarten in einem Gebiet mit überwiegend landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen.
12. das Schutzgebiet außerhalb der Wege in der Zeit vom 1. April bis 31. August zu betreten;
13. im Schutzgebiet außerhalb der Wege zu reiten;
1. für die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß keine weiteren jagdlichen Einrichtungen geschaffen werden. Dies gilt nicht für das Erstellen einfacher Ansitzleitern aus naturbelassenen Hölzern;
2. für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß die Schafbeweidung nur ohne Koppelhaltung und nicht vor dem 1. September jeden Jahres erfolgen darf;
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Nr. 2 verbotenen Handlungen vornimmt.
TÜBINGEN, den 29. Oktober 1986