Source: https://issuu.com/3com/docs/geschaeftsbericht_2009
Timestamp: 2018-03-23 05:45:33
Document Index: 232016467

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 728', 'Art. 728', 'Art. 663', 'Art. 728', 'Art. 728', 'Art. 689']

Geschäftsbericht 2009 der Hapimag AG by cometris AG - issuu
RUHE FINDEN SAVOURER LE BONHEUR
FÜNFSTERNEWOHNEN
VERWÖHNEN LASSEN K ANU FAHREN DOLCE FAR NIENTE
MUSCHELN SUCHEN FAMILIE LEBEN
56 ADRESSEN.
EXPERIENCING PLAYING GOLFNATURE
NEUES LERNEN TANZBEIN SCHW INGEN
SCHNEEWANDERN FR AGEN STELLEN
BEING TOGETHER SCHNEEMANN BAUEN WEGE FINDEN PESCARE PESCI MANGIARE BENE
Hapimag AG | Neuhofstrasse 8 | 6349 Baar | Schweiz Telefon +41 (0)41 767 80 00 | info@hapimag.com | www.hapimag.com
Wichtigste Kennzahlen der Hapimag
Einheiten im Umlauf (Aktien/Wohnplan/Ferienpass/
Darlehen von Aktionären (unkündbar)
Personalbestand auf Vollzeitbasis
Nettobankguthaben/-verschuldung (–), in Mio. EUR
Hapimag Residenz und sonstige Produkte) – davon Anzahl Aktien im Umlauf
Stammblatteintragungen Ist 31.12.
Total mögliche Stammblatteintragungen 31.12.
3 062 585
3 091 942
3 097 197
3 130 423
3 098 956
2 720 271
2 691 218
2 704 892
2 867 515
619 821
Abgewohnte Punkte gesamt
3 449 340
3 456 991
3 482 149
Punkteangebot eigene Resorts
4 419 551
4 345 977
4 261 505
4 216 649
4 374 886
4 451 003
4 392 848
4 292 670
4 521 877
1 356 966
1 086 226
1 275 930
Betriebswirtschaftliche Eigenmittel (I) pro Aktie Total Passiven
im Umlauf, in EUR
Schlüsselzahlen Erfolgsrechnung Umsatz
Betriebskosten ohne Abschreibungen /Amortisationen
Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
PUNKTEINFORMATIONEN Anzahl Punkte
Generierte Aktienpunkte (12 Pkt. pro Aktie) Punktebestand pro Aktie
468 Abgewohnte Aktienpunkte Abgewohnte Ferienpass-/Wohnplan-/sonstige Punkte Abgewohnte Residenz (in Punkten)
Punkteangebot Zumietungen Punkteangebot Sonstige Punkteangebot gesamt Überdeckung generierte Aktienpunkte vs. eigene Resortkapazitäten Verfallpunkte Aktien
Impressum Herausgeberin Hapimag Unternehmensgruppe Neuhofstrasse 8 CH-6349 Baar Telefon	+41 (0)41 767 80 00 Telefax	+41 (0)41 767 89 05 E-Mail	info@hapimag.com Internet	www.hapimag.com Koordination Hapimag Bereiche Finanzen und Kommunikation Realisation Peter Bütikofer & Company AG, Zürich Gestaltung Tricom AG für Gestaltung und Realisation, Zürich
HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE FINANZIELLE BERICHTERSTATTUNG 2009 2
Entwicklung operative Kennzahlen
Entwicklung finanzielle Kennzahlen
KONZERNRECHNUNG DER HAPIMAG UNTERNEHMENSGRUPPE PER 31.12.2009 8 Konzernbilanz 9 Konzernerfolgsrechnung 10 Konzerngesamtergebnisrechnung Entwicklung des konsolidierten Eigenkapitals 11 Konzerngeldflussrechnung 12	18	40	42	43	44
Anhang der Konzernrechnung 2009 der Hapimag Unternehmensgruppe 1. Grundsätze der Konzernrechnungslegung 2. Erläuterungen 3. Geschäftssparten 4. Geografische Verteilung der Mitglieder und Produktverkäufe 5. Übersicht über die Sachanlagen nach Ländern per 31.12.2009 6. Konsolidierte Gesellschaften der Hapimag Unternehmensgruppe per 31.12.2009
46 Bericht der Revisionsstelle
JAHRESRECHNUNG DER HAPIMAG AG PER 31.12.2009 48 Bilanz 50 Erfolgsrechnung 51	51
Anhang zur Jahresrechnung 2009 der Hapimag AG 1. Grundsätze der Rechnungslegung 2. Erläuterungen
55 Antrag des Verwaltungsrats über die Verwendung des Bilanzgewinns per 31.12.2009 56 Bericht der Revisionsstelle
Verantwortungsbereiche Hapimag in Prozessen
58	Organisation
Der Geschäftsbericht der Hapimag erscheint in deutscher Sprache sowie in englischer Übersetzung. Die Version in deutscher Sprache ist verbindlich. Zur leichteren Lesbarkeit schliesst die männliche Sprachform in diesem Geschäftsbericht auch weibliche Personen mit ein. Eine – auch nur auszugsweise – Vervielfältigung oder Verbreitung der in diesem Geschäftsbericht wiedergegebenen Texte, Grafiken und Fotos, insbesondere deren Verbreitung auf elektronischem Weg, bedarf der ausdrücklichen Genehmigung der Hapimag Unternehmensgruppe. Zuwiderhandlungen stellen eine Urheberrechtsverletzung dar.
HAPIMAG STEUERT SICHER DURCH DIE KRISE Auch angesichts des zu erwartenden schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes konnten wir vor Jahresfrist an dieser Stelle mit einer gewissen Zuversicht in die Zukunft blicken, dies gestützt auf die Gewissheit, dass sich ­Hapimag in den Vorjahren gut aufgestellt hat, grundsolide eigenfinanziert ist und damit den Unwägbarkeiten der Krise deutlich weniger ausgesetzt sein würde. Diese Zuversicht – das hat der Verlauf des Jahres 2009 inzwischen bestätigt – war berechtigt, und sie wurde offensichtlich auch von der Mehrheit unserer Mitglieder geteilt. Während nach den Banken im Vorjahr 2009 nun praktisch alle Industriezweige teilweise massive Einbrüche verzeichnet haben und auch der Tourismus weltweit deutliche Rückschläge hinnehmen musste, bewegte sich ­Hapimag unbeschadet durch das schwierige Jahr und setzte damit den positiven Kurs der Vorperioden fort. Auch die Mitglieder machten bei der Nutzung von Hapimag praktisch keine Abstriche und trugen so ihrerseits zu einem guten Resultat bei. Die Auslastung unserer Adressen lag damit trotz Krise im Durchschnitt lediglich minimale 1.2 Prozent unter dem Vorjahr. Erfreuliche Kontinuität im operativen Geschäft Das operative Geschäft knüpfte 2009 nahtlos an die erfreuliche Entwicklung der Vorjahre an. Der Gruppenumsatz (Betriebsertrag) wurde noch einmal leicht um 3.7% auf EUR 171.6 Mio. ausgeweitet und ein positiver EBIT von EUR 2.4 Mio. (entsprechend EUR 2.7 Mio. im Vorjahr) erzielt. Die Verkaufserlöse konnten 2009 um 7% auf EUR 37.8 Mio. gesteigert und damit auf einem gutem Niveau bestätigt werden. Das Ergebnis entspricht über 6200 verkauften Aktien bzw. über 9300 Wohnprodukten insgesamt. Mit rund 3 Mio. Übernachtungen waren die Hapimag Resorts und Residenzen im vergangenen Jahr nach wie vor gut (im Durchschnitt über 360 Tage zu 59.5 %) ausgelastet. Sie konnten so ihr operatives Ergebnis um rund EUR 1.1 Mio. verbessern und damit ihren Beitrag zum Gesamtumsatz weiter erhöhen. Diese erfreuliche Entwicklung im operativen Geschäft wurde 2009 dank des starken Euro nicht durch Währungsverluste geschmälert, sodass unter dem Strich im Berichtsjahr ein Konzernresultat in der Höhe von EUR 2.0 Mio. resultierte – und dies in einem Jahr weltweiter Wirtschaftskrise.
Resortportfolio: Ausbau und ­ erterhalt W Auch 2009 wurde das Resortportfolio von Hapimag umsichtig bewirtschaftet. Bekanntlich verfolgt Hapimag dabei die Strategie, die Adressen im Portfolio vor jeder Investition konsequent sowohl unter betrieblich kommerziellen Gesichtspunkten (Kosten/Nutzen), als auch unter Berücksichtigung der zu erwartenden Bedürfnisse ihrer Mitglieder zu überprüfen und nicht rentable oder zukunftsfähige Anlagen zu verkaufen. Für den Ausbau und Werterhalt der Resorts und Residenzen wurden 2009 insgesamt EUR 31.7 Mio. investiert, EUR 12.1 Mio. davon in neue Objekte, EUR 19.6 Mio. in Renovationen; für die Infrastruktur in der Zentrale (IT-Systeme) EUR 2.2 Mio. Unter den betroffenen Adressen erwähnenswert ist etwa die Neueröffnung des richtungsweisenden Resorts Hörnum auf Sylt oder die Renovationen und Erweiterungen im toskanischen Tonda bzw. in Binz auf Rügen. Die Bauarbeiten am neuen Stadtresort im wiederaufgebauten Kern von Dresden wurden nach einsprachebedingten Verzögerungen in der Zwischenzeit fortgesetzt und werden noch vor Jahresende abgeschlossen, ebenso in Verlaufe des Jahres die Renovationsarbeiten in Paris und Amsterdam. Für das im Vorjahr aus dem Betrieb ­genommene Resort in Sörenberg konnte mit dem Verkauf an den vormaligen Kooperationspartner Reka eine gute Lösung gefunden werden. Die Zukunft von Hapimag heisst 2012 Im bereits 2008 unter der Bezeichnung «2012» gestarteten Zukunftsprojekt zur längerfristigen Neupositionierung von Hapimag wurden im Jahr 2009 erste, wichtige Marksteine gesetzt. Seit dem Herbst wird das aktuelle Angebot von 56 Hapimag Adressen ins Licht der künftigen ­Hapimag Strategie gerückt. So präsentiert sich ­Hapimag als vielseitige Plattform für die Gestaltung individueller Lebensstile in einer neuen Adressenbroschüre, mit einem völlig neu gestalteten Auftritt im Web, der erneuerten Mitgliederpublikation «Simply Life» und unter einem sanft dynamisierten Hapimag Logo. Hapimag vermittelt ihren Mitgliedern mit dem Zugang zu heute 56 Adressen praktisch unbeschränkte Möglichkeiten der Lebens­ gestaltung weit über Ferien hinaus. Im gleichen Zusammenhang wurden auch in den Resorts und Residenzen die ersten Massnahmen umgesetzt, so etwa die Schaffung der Funktion eines Erlebnisberaters vor Ort oder ein zwar je nach Resort abgestuftes, jedoch durchgehendes Gastro­ nomiekonzept an allen Hapimag Adressen. Einen markanten Fortschritt bringt auch die über ­Jahre vorbereitete und nun vollzogene Ablösung von bisher acht IT-Systemen durch ein zentrales SAP-System. Während rund fünf Tagen wurden Millionen von Datensätzen aus über 40 Jahren im neuen System zusammengeführt. Ziel
Hapimag Geschäftsbericht 2009
des Projektes «Plan A» war die grösstmögliche Flexibilität und Individualisierung des Angebotes sowie die Beschleunigung von Prozessen bei Hapimag. Ab Mitte 2010 sollen auch alle Buchungen zentral über das System erfolgen. MEHR TRAnSPAREnZ IM SYSTEM Gerade im wirtschaftlich ungewissen Jahr 2009 wurde einmal mehr deutlich, wie die Mitglieder ihre Investition in Hapimag ohne Verzicht nachhaltig nutzen können. Diesen Nutzen sollen alle Mitglieder nach klaren Spielregeln und entsprechend ihrem persönlichen Engagement ziehen können. Die klare Regelung des Punktezukaufs 2009 oder die Festlegung von Buchungsprioritäten sollen dabei für mehr Transparenz und eine leistungsgerechte Nutzung im System sorgen. Mit den 2009 erzielten Projektfortschritten und der stabilen Kontinuität im operativen Geschäft ist Hapimag auch 2010 – in einem immer noch schwierigen Umfeld – weiterhin gut unterwegs. Und sollten die Zinsen über die nächsten Jahre stark angehoben werden, wie von einigen Experten angekündigt, können Hapimag Aktionäre dennoch beruhigt sein. Denn die Punktepreise sind nicht der monetären Teuerung unterworfen, ganz gleich, wie hoch die Inflation sein sollte. Die letzten 46 Jahre haben dies bewiesen. Unseren Mitgliedern und allen Mitarbeitenden danken wir an dieser Stelle für ihr Engagement für Hapimag.
Dr. Marisabel Spitz Präsidentin des Verwaltungsrates
Kurt Scholl Chief Executive Officer
2009 IM ÜBERBlIcK Hapimag konsolidierte im vergangenen Geschäftsjahr ihre Finanzsituation. Die volatilen Märkte und die unsicheren gesamtwirtschaftlichen Zukunftsaussichten haben die Entwicklung von Hapimag nicht bremsen können, und die Unternehmenszahlen folgen weiterhin dem positiven Trend der Vorjahre. Der Betriebsertrag konnte um 3.7% von EUR 165.4 Mio. auf EUR 171.6 Mio. erhöht werden. Der Betriebsaufwand stieg um 4.0% an, was den erwarteten Aufwanderhöhungen vor allem im Personalbereich und bei den klassischen Hotelaktivitäten (Wasser, Reinigung, Strom) entspricht. Im 2009 resultierte ein EBIT von EUR 2.4 Mio. (Vorjahr EUR 2.7 Mio.). Die Sparte Verkauf konnte einen Nettoverkaufsumsatz mit Aktien und Wohnrechtsprodukten von EUR 37.8 Mio. ausweisen, was einer Steigerung um 7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Sämtliche Märkte trugen zu diesem erfreulichen Ergebnis im schwierigen ökonomischen Umfeld bei. Insbesondere beim Basisprodukt Aktie war eine markante Verkaufszunahme zu verzeichnen. 6238 Aktien (Vorjahr 4157) wurden an neue und bestehende Mitglieder verkauft. Dies verschafft Hapimag zusätzlichen Spielraum um weiteren qualitativ hoch stehenden Wohnraum zu schaffen und das Aktien-Rücknahmeprogramm erfolgreich fortzuführen, wie dies auch 2009 geschehen ist. Die Einnahmen aus dem Bereich Resorts und Residenzen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4.1 Mio. auf EUR 68.4 Mio. (+6.4%). Die im Zuge des Projekts 2012 bereits neu eingeführten Dienstleistungen vor Ort wurden von den Mitgliedern positiv bewertet, so etwa Leistungen der Erlebnisberater oder Verbesserungen im Gastronomieangebot. Der marginale Rückgang in der Belegung gegenüber dem Vorjahr (–1.2%) ist hauptsächlich bei klassischen Flugdestinationen und weiter entfernt gelegenen Adressen zu beobachten. Dank der Vielfalt und Anzahl der Hapimag Resorts und Residenzen können solche Verschiebungen ohne grosse Auswirkungen aufgefangen werden. 2009 konnte bei den Mitgliedern zudem eine Tendenz zu kurzfristigerem Buchen festgestellt werden, was Anpassungen im Call Center bedingte und hohe Anforderungen an das Belegungsmanagement stellte. Der Anstieg der gesamten operativen Kosten um EUR 6.5 Mio. widerspiegelt die Jahresteuerung in den verschiedenen Ländern sowie die höheren Ausgaben für Heizung, Reinigung und Wäsche. Für Unterhalts- und Reparaturarbeiten in den Resorts und Residenzen wurden 2009 EUR 4.5 Mio. aufgewendet. Dank der Einnahmen aus den Jahresbeiträgen und dem Verkauf von Wohnrechtsprodukten konnten wiederum umfangreiche Investitionen (EUR 33.8 Mio.) getätigt Hapimag Geschäftsbericht 2009
und die Projekte in Hörnum, Tonda und Binz vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden. Die Abschreibungen sind leicht auf EUR 32.8 Mio. angestiegen und entsprechen damit 51.2% der Einnahmen aus den Jahresbeiträgen. Hapimag als Aktiengesellschaft strebt eine möglichst hohe Eigenfinanzierung an. Die solide finanzielle Verfassung wurde auch 2009 durch die hohe Eigenkapitalquote (58%) und den betriebswirtschaftlichen Eigenmittelanteil (80%) bestätigt. Per Jahresende wies Hapimag einen Buchwert der Immobilien in Höhe von EUR 579.9 Mio. aus, was einem Anlagedeckungsgrad von 65% entspricht. Der Free Cash Flow erhöhte sich 2009 von EUR –7.5 Mio. auf EUR 6.0 Mio., was zu einer Reduktion der Nettoverschuldung auf EUR 1.8 Mio. führte.
VERKAUF Die positive Entwicklung der letzten Jahre konnte im Geschäftsjahr 2009 in erfreulicher Weise fortgesetzt werden. Mit EUR 39.9 Mio. konnte ausgerechnet in einem Jahr mit ungünstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der höchste Brutto-Verkaufsumsatz seit dem Jahr 2001 erzielt werden. Anzahl Vertragsabschlüsse Mit 5571 Vertragsunterzeichnungen gelang es dem Aussendienst, die Anzahl Abschlüsse gegenüber Vorjahr um 28.3% zu steigern. Diese Abschlusszahl ist für Hapimag von langfristiger Bedeutung, steht doch hinter jedem Abschluss ein Mitglied, das die Hapimag Adressen über die nächsten Jahre bzw. Jahrzehnte mit dem erworbenen Wohnrechtsprodukt langfristig nutzen wird. Verkauf von Aktien Mit der Aktie beteiligen sich unsere Mitglieder finanziell am Unternehmen. Durch dieses Engagement profitieren sie langfristig von jährlichen Wohnrechten. Die Aktie als ursprüngliches Produkt von Hapimag ist das Kernprodukt des Unternehmens. Den bestehenden Hapimag Mitgliedern wurden im ­vergangenen Jahr Aktien angeboten, welche das Unter­ nehmen von Mitgliedern zurückgenommen hat, die ­Hapimag aus verschiedenen Gründen nicht mehr ­nutzen können. Etliche Mitglieder haben auf diese Weise ­weitere Aktien zu günstigen Konditionen kaufen können. Für die Interessenten wurden die Aktien wie in den ­Vorjahren zu attraktiven Multipacks gebündelt und mit 4
einer bestimmten Anzahl Punkte ergänzt, was den Verkauf ­zusätzlich unterstützt. Diese Massnahmen waren äusserst erfolgreich: Mit einem Total von 6238 Aktien ist es gelungen, so viele ­A ktien zu verkaufen wie seit 2001 nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr konnten somit 2081 Aktien mehr verkauft ­werden, was einer Steigerung um 50% entspricht. 52% der verkauften Aktien wurden von bestehenden Mitgliedern erworben, 48% von Interessenten, die als neue Mitglieder Hapimag beigetreten sind. Der Umsatz mit Aktien belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf EUR 26.5 Mio. und liegt um EUR 6.2 Mio. über Vorjahr. Residenz Produkte Aufgrund der Fokussierung auf den Aktienverkauf war im vergangenen Geschäftsjahr ein spürbarer Rückgang im Verkauf der Residenzprodukte zu verzeichnen. Der Umsatz ging gegenüber dem Vorjahr um EUR 3.9 Mio. (–30%) auf EUR 9.1 Mio. zurück. Qualität als Grundlage für Quantität Die auch im vergangenen Jahr durchgeführte Umfrage zur Qualität der Verkaufsberatung ergab ein im Vergleich zum Vorjahr erneut verbessertes Resultat. Die befragten Mitglieder und Interessenten sind mit der Beratung durch ihren Consultant insgesamt äusserst zufrieden. Um weiterhin quantitativ erfolgreiche Verkaufsresultate zu erzielen wird Hapimag auch im kommenden Jahr an der stetigen Verbesserung dieser Leistungen arbeiten.
Immobilien Hapimag hat im Jahr 2009 für insgesamt EUR 31.7 Mio. Renovationen und Erweiterungen vorgenommen. Für Unterhalts- und Reparaturarbeiten wurden EUR 4.5 Mio. aufgewendet. Resort-Portfolio Im Februar 2009 wurde in Hörnum auf der ­Nordseeinsel Sylt nach längerer Bauzeit ein weiteres Resort eröffnet. Der 35 Millionen Euro teure Bau besteht aus fünf Dünen­ häusern mit insgesamt 151 Wohneinheiten, einem grosszügigen Wellness-Bereich und einem Haupthaus mit eigenem Restaurant, alles verteilt auf 14 400 m2 Grundstückfläche. Dank einem innovativen Nutzungskonzept können Ein- und Zweiraumwohnungen zu DreiraumWohnungen kombiniert werden. Im 2009 konnte zudem mit der Genossenschaft Schweizer Reisekasse Reka eine Vereinbarung über den Verkauf des Resorts in Sörenberg getroffen werden.
Renovationen und Erweiterungen Seit der Teilrenovation im vergangen Jahr präsentieren sich die Wohnungen in Binz farblich aufgefrischt. Während des siebenmonatigen Umbaus wurden ausserdem der Wellness-Bereich neu gestaltet und vergrössert, sowie das Restaurant erneuert, das jetzt auch lokale Rügener Spezialitäten anbietet. In Damnoni wurde währenddessen die letzte Renovationsphase abgeschlossen. Das Hauptgebäude mit Restaurant, Bar und Terrasse wurde neu gestaltet, ebenso wie der Kinderspielplatz, der mit fantasievollen und modern gestalteten Spielgeräten aufgewertet wurde. In Tonda konnte 2009 die Erweiterung des Resorts abgeschlossen werden. 19 modern konzipierte und mit lokalen Materialien ausgestattete Wohnungen ergänzen das bisherige Angebot. Und die so genannte «Casaccia» mit Rezeption, Bar, Restaurant und Shop hat sich bereits kurz nach der Eröffnung zu einem beliebten Treffpunkt für die ­Gäste entwickelt. In Cefalù folgten weitere Verbesserungen in den Bereichen Technik und Infrastruktur, und in Château de Chabenet wurden in den vergangenen Monaten diverse Werterhaltungsmassnahmen umgesetzt. Ausblick Renovationen 2010/2011 Die Stadtresidenzen Amsterdam und Paris werden derzeit einer umfassenden Renovation unterzogen und im August 2010 wieder eröffnet. Das Resort in Pentolina wird in zwei Etappen während der Wintermonate teilrenoviert. Die Wohnungen werden heller und freundlicher und damit an heutige Bedürfnisse angepasst. In Berlin Zoo werden die Bäder komplett saniert und technische Mängel an der Infrastruktur behoben. Grössere Investitionen für Renovationen oder Werterhaltung sind für folgende Resorts geplant: Cefalù (Restaurant Infrastruktur), La Madrague, Marbella, Mas Nou, Porto Heli, Saalbach und Zell am See. Ausblick Neueröffnungen 2010/2011 Im Dezember 2010 eröffnet in Dresden an bester Lage in der Altstadt das British Hotel mit 38 Apartments. Von der Dresdner Stadtverwaltung als Leitbau eingestuft, wird die im Originalstil des 18. Jahrhunderts nachgebaute Stadtresidenz das Hapimag Adressen-Portfolio wertvoll ergänzen. Für die Stadtresidenz in Salzburg wird mit der detaillierten Planung begonnen, und die Suche nach neuen Resortprojekten am Mittelmeer wird weiter vorangetrieben.
Touristik Im Zuge des Projekts 2012 hat das ehemalige Partner Service Center nicht nur den neuen Namen Member Services erhalten, sondern es wurden auch diverse nach aussen hin nicht direkt sichtbare Verbesserungen bei den Prozessen und Qualitätsstandards vorgenommen. Dies, um künftig noch gezielter und schneller auf die individuellen Bedürfnisse der Hapimag Mitglieder eingehen zu können. Kern der Tätigkeiten im vergangenen Jahr blieben aber die schriftlichen und telefonischen Kontakte zu den Mitgliedern – sei es im Bereich von Buchungen und Reservierungen, Punkteanfragen oder in der Produkteund Mitgliederadministration. Insgesamt beantworteten die Member Services zwischen Januar und Dezember 2009 knapp 280 000 Telefonanrufe, also im Schnitt rund 1000 Anrufe täglich. Reisegeschäft Hapimag erleichtert ihren Mitgliedern die Reiseplanung mit Flugbuchungen und der Vermittlung von Mietwagen. Insbesondere der Weg über die Webseite www.hapimag.com erfreut sich dabei wachsender Beliebtheit. Im Jahr 2009 erzielte das Service Center (ehem. Holiday Service) mit dem Verkauf von touristischen Dienstleistungen einen Umsatz von EUR 8.0 Mio. Tandem Tours Mit einem Umsatz von EUR 5.0 Mio. hat Tandem Tours das Jahr 2009 trotz wirtschaftlich schwierigem Umfeld auf dem Vorjahresniveau erfolgreich abgeschlossen. Die Reiseangebote von Tandem Tours stehen allen Mitgliedern mit einer HapimagCard offen. 2009 machten über 4500 Mitglieder davon Gebrauch. Weiterhin positiv hat sich die Nachfrage bei den Zusatzangeboten aus dem Katalog «Pluspunkte» entwickelt. Obwohl diese ausgewählten Angebote nicht zur Hapimag Welt gehören, können die Mitglieder dennoch einen Teil des Reisepreises mit Punkten bezahlen. Punktekiosk Hapimag bietet ihren Mitgliedern eine Plattform, um Wohnpunkte zu kaufen oder zu verkaufen. Dank dem einfachen Zugang zum Punktekiosk via www.hapimag.com wechselten 2009 über diese Plattform über 121 000 Punkte den Besitzer.
Hapimag Unternehmensgruppe ENTWICKLUNG OPERATIVE KENNZAHLEN
Netto–Verkaufsumsatz
Verkauf Wohnrechtsprodukte
Umsatz Reiseservice/Tandem Tours
Umsatzminderungen
–2 357
–2 036
–1 002
Unterhalts- und Betriebsaufwand
–24 248
–23 973
–22 731
–21 561
–22 527
–48 374
–46 944
–43 766
–42 518
–43 186
–14 418
–11 917
–10 092
–11 915
–11 608
–11 266
–12 262
–11 451
–8 969
–9 494
–9 109
–8 216
–109 062
–104 241
–99 174
–95 542
–96 025
–32 771
–31 972
–31 874
–33 047
–34 020
Total Betriebskosten Abschreibungen und Amortisationen
Zentralverwaltung «Auszubildende»
Resorts/Areas
Total Personalbestand
Consultants (Agenturverhältnis)
Eigenkapital und betriebswirtschaftliche Eigenmittel
Betriebswirtschaftliche Eigenmittel (I)
Verbindlichkeiten aus Verkauf von Wohnrechten
Betriebswirtschaftliche Eigenmittel (II)
557 079
583 818
Anlagendeckungsgrad (Buchwert)
Renovationen Resorts
–33 410
–40 360
–46 370
–27 173
–10 238
Geldfluss aus Verkauf und Rückkauf von Aktien
–6 962
–7 514
–10 839
–7 229
–13 763
–12 867
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit (ohne Aktien)
Zunahme/Abnahme (–) Flüssige Mittel
Finanzverbindlichkeiten (Bank, Obligationen)
Liquidität /Nettoverschuldung (–)
–15 428
–15 912
–8 605
–11 386
–7 856
KONZERNRECHNUNG DER HAPIMAG Unternehmensgruppe PER 31.12.2009 KONZERNBILANZ
AKTIVEN in EUR 1000
PASSIVEN Eigenkapital
Anteil Hapimag Aktionäre am Eigenkapital
–25 624
–26 991
–18 211
–18 050
Kurzfristige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Verkauf von Wohnrechten
Ertrag aus abgewohnten Wohnrechten
165 406 –26 521
–10 106
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) Finanzertrag
–3 648
– Anteil Minderheitsaktionäre am konsolidierten Ergebnis
– Anteil Hapimag Aktionäre am konsolidierten Ergebnis
KONZERNRECHNUNG DER HAPIMAG Unternehmensgruppe PER 31.12.2009 Konzerngesamtergebnisrechnung
Sonstiges Ergebnis nach Ertragssteuern
–17 582
– Anteil Minderheitsaktionäre am Gesamtergebnis
– Anteil Hapimag Aktionäre am Gesamtergebnis
–17 584
Entwicklung des konsolidierten Eigenkapitals
Rücknahme Aktien
Rücknahme Darlehen
Kapital­reserven
–15 789
–18 050 6 203
–18 050 466
–17 405 5 588 –26 991
–17 405
–17 405 5 588 42
–10 203
3 442 –18 211
3 442 –25 624
468 –18 050
Anteil Minderheits­ aktionäre am Eigenkapital
Gewinn­reserven
3 442 44
Der überwiegende Anteil des Umsatzes der Hapimag Unternehmensgruppe wird mit Aktionären erzielt. Die Preise der Dienstleistungen im Kerngeschäft basieren auf dem Prinzip der Selbstkostendeckung. Eine Ausschüttung der Reserven ist nicht vorgesehen.
Konzerngeldflussrechnung in EUR 1000
Verlust aus Anlagenabgang
Veränderung Nutzungsrecht Vermittlungsaktien
Veränderung Forderungen und Rechnungsabgrenzungsposten
Veränderung Verbindlichkeiten und Rückstellungen
–31 854
–36 371
Einnahmen aus Verkauf von Sachanlagen
Akquisition von Tochtergesellschaften, abzüglich erworbener flüssiger Mittel
–9 664
–16 707
Aufnahme Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Rückzahlung Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
–11 061
–3 429
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit Währungsumrechnungsdifferenzen Zunahme/Abnahme (–) Flüssige Mittel
Stand Flüssige Mittel Jahresbeginn
Stand Flüssige Mittel Jahresende
Anhang der Konzernrechnung 2009 der Hapimag Unternehmensgruppe 1. Grundsätze der konzernRechnungslegung
Berichterstattende Gesellschaft
Die Konzernrechnung umfasst die Jahresabschlüsse der ­Muttergesellschaft (Hapimag AG, Baar, «die Gesellschaft» oder «Hapimag») und alle Beteiligungen, bei welchen die Muttergesellschaft die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik der Beteiligung besitzt (zusammengenommen «die Gruppe», einzeln «die Konzerngesellschaften»). ­Beteiligungen mit einer Beteiligungsquote unter 50% bestehen nicht. Die in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften sind auf den Seiten 44 bis 45 aufgeführt. Allgemeine Grundlagen und
schaften. Die Rechnungslegungsgrundsätze werden kontinuierlich angewendet. Einheitlicher Stichtag ist der 31. Dezember. Die konsolidierte Jahresrechnung wird, von derivativen Finanzinstrumenten und gewissen Finanzaktiven abgesehen, nach dem Anschaffungskostenprinzip erstellt. Die konsolidierte Jahresrechnung wird in Euro (EUR), gerundet auf Tausender, dargestellt. Die Muttergesellschaft ­Hapimag AG hat die funktionale Währung Schweizer Franken. Der Grund für die Wahl der Präsentationswährung EUR liegt in der vermehrt internationalen Ausrichtung der Unternehmensgruppe und in der Tatsache, dass für die meisten Gruppengesellschaften der EUR bereits die funktionale Währung ist.
­R echnungslegungsstandards Umrechnung von Fremdwährungen
Übereinstimmungserklärung Die Konzernrechnung der Hapimag Unternehmensgruppe wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), welche vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedet wurden, sowie den Auslegungsrichtlinien des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), erstellt. Die Konzernrechnung wurde am 9. März 2010 durch den Verwaltungsrat genehmigt. Sie unterliegt ferner der Genehmigung durch die Generalversammlung am 22. April 2010. Umgliederungen
Die Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern werden neu in der Bilanz separat ausgewiesen (bisher in den langfristigen Rückstellungen enthalten). Auch die Vorjahreszahlen (TEUR 3565) wurden entsprechend umgegliedert. Diese Umgliederung ist auf eine darstellungsmässige Trennung der Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern von anderen Rückstellungen zurückzuführen. Die Umgliederung hat keinen wesentlichen Effekt. Konsolidierungsgrundsätze
Aktiven und Passiven sowie Erträge und Aufwendungen ­werden nach der Methode der Vollkonsolidierung zu 100% übernommen. Konzerninterne Beziehungen (Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen) werden eliminiert und die Anteile von Minderheitsaktionären am Eigen­ kapital sowie am Ergebnis von Konzerngesellschaften separat ausgewiesen. Zwischengewinne auf konzerninternen Transaktionen und Beständen werden erfolgswirksam eliminiert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Purchase-Methode. Die Anschaffungskosten einer akquirierten Gesellschaft werden dabei mit den zum Verkehrswert bewerteten Nettoaktiven zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Die Konsolidierung erfolgt auf Grund der nach einheitlichen Grundsätzen erstellten Einzelabschlüsse der Gruppengesell12
Die lokale Landeswährung wird als funktionale Währung sämtlicher Gruppengesellschaften angesehen. In der Konzernrechnung werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Abschlüssen von Gruppengesellschaften und Filialen, die in fremder Währung aufgestellt wurden, mit dem Kurs zum Bilanzstichtag in EUR umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen geführt. Erträge und Aufwendungen werden zu Durchschnittskursen der jeweiligen Periode in EUR umgerechnet. Differenzen aus der Umrechnung ­werden ergebnisneutral als Währungsumrechnungsdifferenzen im ­Eigenkapital erfasst. Die Währungsumrechnungsdifferenz wird erst dann ergebniswirksam erfasst, wenn die entsprechende Konzerngesellschaft dekonsolidiert wird. Transaktionen in Fremdwährungen werden zum Tageskurs zum Zeitpunkt der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Die zum 31. Dezember in Fremdwährung gehaltenen monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtagskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Zum Marktwert bilanzierte nichtmonetäre Fremdwährungsposten werden zum Wechselkurs des Neubewertungszeitpunktes umgerechnet. Aus der Umrechnung zum Stichtagskurs entstehende Differenzen werden mit Ausnahme von Umrechnungen von zur Veräusserung verfügba­ren finanziellen Vermögenswerten, ergebniswirksam erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen. Änderungen in der Rechnungslegung 2009
Das IASB publizierte die folgenden, in der Konzernrechnung 2009 erstmals anzuwendenden, neuen oder angepassten Standards bzw. Interpretationen: Neue Standards und Interpretationen – IFRS 8 (Operative Segmente) – IFRIC 13 (Kundenbindungsprogramme) – IFRIC 15 (Verträge zur Erstellung von Liegenschaften) – IFRIC 16 (Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb) – IFRIC 18 (Übertragung von Vermögenswerten von Kunden)
Überarbeitung von Standards und Interpretationen (Amendments) – IAS 23 rev. (Fremdkapitalkosten) – IAS 1 rev. (Darstellung des Abschlusses): Änderungen der Bezeichnungen und Bestandteile des Abschlusses – IFRS 2 rev. (Aktienbasierte Vergütungen): Ausübungs­ bedingungen und Annullierungen – Änderungen von IAS 32 (Finanzinstrumente: Ausweis) und IAS 1 (Darstellung des Abschlusses): Kündbare Finanzinstrumente und Verpflichtungen infolge von Liquidation – Änderungen zu den IFRSs (Mai 2008) – Änderungen zu IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und ­Bewertung) und IFRIC 9 (Neubeurteilung eingebetteter Derivate bei Reklassifikationen) – Änderungen von IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards) und IAS 27 (Konzernabschlüsse und Einzelabschlüsse) – IFRS 7 rev. (Finanzinstrumente: Offenlegung)
– IFRIC 14 (Vorauszahlung von Mindestfinanzierungsanforderungen) – IFRIC 17 (Ausschüttungen von nicht flüssigen Vermögenswerten an Eigentümer) – IFRIC 19 (Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mittels Eigen­kapitalinstrumenten) Standards/Interpretationen mit Auswirkungen auf Offenlegung und Darstellung in der Konzernrechnung von Hapimag: – IFRS 9 (Finanzinstrumente) Standards/Interpretationen, bei denen die Auswirkungen auf die Konzernrechnung der Hapimag noch nicht mit ausreichender Sicherheit bestimmbar sind: – IFRS 3 rev. (Unternehmenszusammenschlüsse) – IAS 27 rev. (Konzern- und separate Einzelabschlüsse) – Änderungen zu den IFRSs (April 2009) Umsatzlegung und Geschäftsmodell
Mit Ausnahme von IAS 1 rev. und IFRS 7 rev. haben sich hieraus keine Auswirkungen auf die vorliegende Konzernrechnung ergeben. Die Anwendung des überarbeiteten IAS 1 führte zur zusätzlichen Offenlegung der Gesamtergebnisrechnung, da Hapimag sich für die Darstellung einer separaten Herleitung des Gesamtergebnisses entschieden hat. Die Anwendung von IFRS 7 rev. führt zur Offenlegung der Fair Value Hierarchie.
Hapimag erstellt und betreibt eigene Resorts, welche in ­erster Linie den Hapimag Mitgliedern d.h. den Inhabern von ­Hapimag Wohnrechtsprodukten (wie z.B. Aktie, Ferienpass, Wohnplan, ­Feridence Zertifikat und Hapimag Residenz), gegen Belastung mit sog. Wohnrechtspunkten frei von Miete zur Verfügung gestellt werden. Die Aufwendungen für die Verwaltung und den Betrieb der Resorts werden durch Jahresbeiträge und Erlöse aus lokalen Kostenbeiträgen finanziert.
Die Anwendung von IFRS 8 (Geschäftssegmente) entfällt, da Hapimag AG als Gesellschaft nicht börsenkotiert ist. Stattdessen werden Informationen zu den Geschäftssparten offen gelegt.
Die Rechtsbeziehung zwischen Hapimag und ihren Aktionären wird, in Ergänzung zu den Statuten, durch die Allgemeinen Bestimmungen zum Erwerb der Mitgliedschaft bei Hapimag geregelt. Für Ferienpass-, Wohnplan-, Feridence Zertifikat-, ­Hapimag Residenz- und Hapimag Explorerinhaber gelten ­separate Allgemeine Bestimmungen. Als Mitglieder werden alle Aktionäre und Inhaber von Wohnrechtspapieren bezeichnet.
Änderungen in der Rechnungslegung ab 2010
Die folgenden, neuen oder revidierten Standards und Interpretationen des IASB wurden zwar verabschiedet, treten aber erst später in Kraft. Hapimag wird diese Standards und Interpretationen erstmals mit Wirkung ab 1. Januar 2010 oder später anwenden. Ihre Auswirkungen auf die Konzernrechnung von ­Hapimag werden von der Konzernleitung wie folgt eingeschätzt: Standards/Interpretationen mit keinen oder keinen nennenswerten Auswirkungen auf die Konzernrechnung von Hapimag: – IFRS 1 (Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards): Zusätzliche Ausnahmen – Änderungen von IAS 32 (Finanzinstrumente: Ausweis) und IAS 1 (Darstellung des Abschlusses): Klassifizierung von Bezugsrechten – IFRS 2 (Bilanzierung von aktienbasierten Vergütungen des Konzerns mit Barausgleich) – IAS 24 (Angaben über Beziehungen zu nahe ­stehenden ­Unternehmen und Personen) – Änderungen zu IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung): zur Absicherung qualifizierende Grundgeschäfte
A) Verkauf von Aktien inkl. Wohnrechten, Hapimag Aktie_21 Der Käufer einer Hapimag Aktie erwirbt gleichzeitig ein unbefristetes Wohnrecht in den Hapimag Resorts im Umfang von 12 Wohnrechtspunkten pro Jahr gemäss dem Hapimag Punktesystem. In diesem Umfang ist Hapimag verpflichtet, Wohnraum bereitzustellen. Dies wird in der Bilanz wie folgt dargestellt: soweit der Verkaufserlös für die Erstellung von Wohnraum benötigt wird (Investitionsbedarf), wird er (nach Abzug des Nennwertes der Aktie) in die Kapitalreserven verbucht. Insofern wird der Aktienverkauf als Finanzierungsvorgang dargestellt. Der darüber hinausgehende Verkaufs­erlös wird als Umsatz aus dem Verkauf eines zeitlich unbe­fristeten Wohnrechts in die Erfolgsrechnung gebucht. Der Investitionsbedarf wird auf Grund der tatsächlichen Baukosten für neue Resorts bemessen und regelmässig auf seine Richtigkeit überprüft. Aus der Gewährung der unbefristeten Hapimag Geschäftsbericht 2009
Anhang der Konzernrechnung 2009 der Hapimag Unternehmensgruppe
Wohnrechte entstehen für Hapimag keine zu bilanzierenden Verbindlichkeiten, da die Mitglieder vertraglich verpflichtet sind, in Form von Jahresbeiträgen und lokalen Kostenbeiträgen die finanziellen Mittel aufzubringen, um den von ihnen finanzierten Wohnraum zu verwalten und zu unterhalten. Seit dem 1. Juli 2007 wird von Hapimag ausschliesslich die Hapimag Aktie_21 mit neuen, zeitgemässen Allgemeinen Bestimmungen verkauft. Die Wohnrechte sind mit denjenigen der vorher verkauften Hapimag Aktien identisch. Mit der Hapimag Aktie_21 erhält der Aktionär das Recht, das Wohnrecht ab dem 7. Jahr des Erwerbs mit einer Frist von 12 Monaten zum Ende eines Kalenderjahres zu kündigen. Ab dem zweiten Kalenderjahr nach Erhalt der Kündigung entfällt für den Aktionär die Verpflichtung, Jahresbeiträge zu bezahlen und er erhält keine Punktegutschriften mehr. Im Falle der Kündigung kann der Aktionär die Hapimag Aktie_21 zusätzlich auch zum Rückkauf anbieten. Die Rechte der Hapimag Aktie_21 werden auch allen übrigen Aktionären angeboten, gestaffelt nach der Dauer ihrer Mitgliedschaft. Der ­Aktionär kann die Kündigung des Wohnrechts widerrufen, solange er seine Hapimag Aktie_21 der Hapimag noch nicht zum Rückkauf angeboten hat. Einzelheiten zum Rückkauf siehe ­Bemerkung C) zur Umsatzlegung (Rücknahme von Aktien). B) Verkauf zeitlich befristeter Wohnrechtsp­rodukte Hapimag verkauft zusätzlich die Produkte Hapimag Residenz, Hapimag Explorer, Ferienpass (bis 2004), Feridence Zertifikat (bis 2003) und Wohnplan (bis 1997), HFR (bis 1996) und HTN Wochen (bis 1985), welche zeitlich befristete, meist langjährige Wohnrechte für die Hapimag Resorts und Residenzen darstellen. Auch für diese Wohnrechte muss Hapimag den ­benötigten Wohnraum bereitstellen. Dies gilt auch für die Extrapunkte, welche als Ergänzungen zu den Aktien im Multipack (UNO, DUO, TRIO, QUATTRO, QUINTO) sowie zum Kleinen und Grossen Jubiläumspaket (bis 2005) abgegeben werden. Soweit der Verkaufserlös für die Erstellung von Wohnraum benötigt wird (Investitionsbedarf), wird er in die Verbindlichkeiten aus Verkauf von Wohnrechten (kurz- und langfristige Verbindlichkeiten) verbucht. Der darüber hinausgehende Verkaufserlös wird als Umsatz «Sonstige Wohnrechtsprodukte» in die Erfolgsrechnung gebucht. Wenn die Wohnrechte (Punkte) in Anspruch genommen werden, reduziert sich die Verbindlichkeit aus Verkauf von Wohnrechten (Anzahl Punkte mal passivierter Betrag pro Punkt) und wird dem Umsatz zugeführt (beim Produkt Hapimag Residenz bzw. Residenz 4Plus reduziert sich die Verbindlichkeit aus Verkauf von Wohnrechten aufgrund der fixen Vertragsdauer von 10 Jahren um jährlich 1/10 bzw. bei 5 Jahren um jährlich 1/5). Mit dem verbuchten Ertrag werden die anteiligen Abschreibungen gedeckt.
Beim Produkt Hapimag Residenz, Hapimag Explorer sowie bei den Extrapunkten sind die Jahresbeiträge über die gesamte Vertragsdauer bereits im Produktpreis enthalten. Die vorausbezahlten operativen Kostenanteile des Jahresbeitrages werden unter Sonstige Verbindlichkeiten (kurz- und langfristige Verbindlichkeiten) verbucht. Durch die Nutzung des jährlichen Wohnrechts reduziert sich die Verbindlichkeit anteilig und wird dem Umsatz Jahresbeiträge gutgeschrieben. Im Berichtsjahr 2009 wurde neu das Produkt Private ­Residence Sylt in das Verkaufssortiment aufgenommen. Hier ­erwirbt das Mitglied ein Wohnrecht an sämtlichen Hapimag Resorts & Residenzen im Umfang der vertraglich festgelegten Wohnpunkte. Ergänzend erhält er die Garantie, diese Wohnrechte im Resort Hörnum auf Sylt für die festgelegte Wohnung und Woche nutzen zu können. Zudem beinhaltet dieses Produkt eine Mitgliedschaft bei der Hapimag im Umfang von 2 bis 4 Aktien. Hapimag kann diese Wohnrechte kündigen, wenn das Resort Hörnum durch Elementarereignisse unbewohnbar wird, sowie nach dem 31.12.2050 aus betrieblichen Gründen. Bei diesem Produkt wird der Investitionsbedarf über die eingeschlossenen Aktien sichergestellt, siehe Bemerkungen unter A) Verkauf von Aktien. Die Jahresbeiträge werden jährlich fakturiert. C) Rücknahme von Aktien Im Zusammenhang mit dem Verkauf von Aktien bis zum 30.6.2007 hat sich Hapimag verpflichtet, im Ausmass von 10% der neu verkauften Aktien (Vorratsaktien) von Aktionären zum Rückkauf angebotene Aktien (inkl. Wohnrecht) zurück­ zukaufen. Der Rücknahmepreis entspricht dem aktuellen Ausgabepreis abzüglich Rücknahmeabschlag. Gemäss den Allgemeinen Bestimmungen der Hapimag ­Aktie_21 müssen Rückkäufe von Aktien höchstens im Umfang der getätigten Aktienverkäufe des Kalenderjahres erfolgen. In dieser Rückkaufsverpflichtung ist die vorgängig erwähnte Rückkaufsverpflichtung für Aktien, die bis zum 30.06.2007 verkauft wurden (10% Klausel), enthalten. Zum Bilanzstichtag 31.12.2009 wurden alle Rückkaufverpflichtungen erfüllt und es bestanden keine offenen Verpflichtungen zur Rücknahme von weiteren Aktien. Der Rückkaufpreis für die ­Hapimag ­Aktie_21 wird ermittelt, indem der Betrag der betriebswirtschaftlichen Eigenmittel (= Eigenkapital, Darlehen von Aktionären und Investitionszuschüsse) gemäss Konzernbilanz der Hapimag durch die Anzahl der per Ende des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Hapimag Aktien dividiert wird. Ausschlaggebend ist die Bilanz des der Auszahlung vorangehenden Geschäftsjahres. Rückkäufe auf freiwilliger Basis (z.B. Vermittlung von Aktien, Eintausch von Aktien) führen dazu, dass sich die Anzahl der Rückkäufe und Neuverkäufe mittelfristig in etwa die Waage halten.
Der Rückkauf stellt wirtschaftlich keine Definanzierung im Sinne einer Substanzrückzahlung an die Aktionäre dar, sondern ein Vermittlungsgeschäft zwischen den bisherigen und den neuen Aktionären. Der Wohnraumbedarf wird durch die Rücknahme und Wiederausgabe von Aktien nicht verändert. Der Wert eines Nutzungsrechtes wird berechnet aus der Differenz von Rücknahmepreis und Investitionsbedarf. Dies betrifft sowohl die reglementarisch vorgesehenen Rücknahmen wie auch die Rücknahmen aus dem Vermittlungsprogramm. Ein aus dem Wiederverkauf des Nutzungsrechtes resultierender Buchgewinn/-verlust wird erfolgswirksam verbucht (siehe auch Erläuterung für Eigene Aktien). D) Vermittlung von Aktien Aktionäre mit einer Mitgliedschaft länger als 48 Monate, die ihre Aktie verkaufen möchten, können Hapimag unter Angabe des gewünschten Verkaufspreises einen exklusiven Vermittlungsauftrag erteilen. Im Rahmen der erwarteten Wiederverkaufsmöglichkeiten an interessierte Käufer erwirbt Hapimag die vermittelte Aktie zum vereinbarten Preis abzüglich allfällig aufgelaufener Amortisationsbeiträge (nicht in bar ­entrichtete Jahresbeiträge), wobei die günstigsten Angebote zuerst berücksichtigt werden. Der Verkaufspreis dieser Vermittlungsaktien deckt auch die Vertriebs- und Marketingkosten ab. Die vermittelte Aktie wird analog zur Rücknahme einer Aktie verbucht. E) Eintausch von Aktien Der Aktionär hat zusätzlich die Möglichkeit, beim Kauf des Produkts Hapimag Residenz seine Aktien – falls gewünscht – anrechnen zu lassen. Angerechnet wird max. eine Aktie pro CHF 10 000 Verkaufspreis des Produkts Hapimag Residenz. Die eingetauschte Aktie wird analog zur Rücknahme einer Aktie verbucht. Darstellung in der Konzerngeldflussrechnung
Die Konzerngeldflussrechnung ist nach der indirekten ­Methode aufgestellt. Die Veränderung der Verbindlichkeit aus dem Verkauf von Wohnrechten ist als positiver Cashflow dem «Geldfluss aus Geschäftstätigkeit» zugeordnet. Die direkt im Eigenkapital erfassten Beträge aus Verkauf und Rückkauf ­eigener Aktien werden hingegen als Finanzierungstätigkeiten dargestellt. Sachanlagen
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Abschreibungen und Wertbeeinträchtigungen (Impairment losses) bilanziert. Gebäudebestandteile mit unterschiedlicher Lebensdauer werden separat erfasst. Die Gruppierung erfolgt gemäss den Vorgaben aus dem Gebäudebewirtschaftungs­ system. Die Abschreibungen der Sachanlagen bzw. deren ­separat erfassten Bestandteile erfolgen linear über die erwartete Nutzungsdauer:
Gebäude Rohbau Gebäudeinstallationen und Aussenanlagen Technische Installationen Sonstige Einrichtungen und Möblierungen  Hausboote inklusive Einrichtungen EDV-Hardware, Fahrzeuge
40 – 60 Jahre 15 – 30 Jahre 10 –15 Jahre 8 –12.5 Jahre 12.5 Jahre 4 – 5 Jahre
Grundstücke werden, mit Ausnahme von Wertbeeinträchtigungen, nicht abgeschrieben. Ersatzinvestitionen von separat erfassten Gebäudebestandteilen werden aktiviert. Sonstige Investitionen werden nur aktiviert, wenn damit der zukünftige Nutzwert der Anlage erhöht wird. Anlagen im Bau sind noch nicht fertig gestellte bzw. noch nicht betriebsbereite Anlagegüter. Diese werden aktiviert aber nicht abgeschrieben, allerdings bei Vorliegen von Indikatoren einem Wertminderungstest unterzogen. Finanzierungskosten werden für qualifizierende Vermögenswerte aktiviert. Nicht aktiviert werden: sämtliche Wartungs- und Unterhaltsarbeiten ausserhalb des Renovationszyklus, direkte Kosten der Hapimag Mitarbeiter und der Ingangsetzungsaufwand; diese sind dem operativen Aufwand zugeordnet. Der Erwerb von Sachanlagen mittels Leasings ist unbedeutend. Sämtliche geleasten Gegenstände sind so genannte Operating Leases und somit in der Bilanz nicht erfasst. Immaterielle Vermögensgegenstände
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich betriebswirtschaftlich notwendiger Amortisationen und Wertbeeinträchtigungen (Impairment losses) bilanziert und über die folgenden erwarteten Nutzungsdauern abgeschrieben: EDV-Software	4 – 5 Jahre Lizenzen und Jeweilige vertragliche Nutzungsdauer, Nutzungsrechte höchstens 30 Jahre Wertbeeinträchtigungen (Impairment)
Der Buchwert sämtlicher Aktiven, ausser Vorräte und latente Ertragssteuerguthaben, wird am Bilanzstichtag dahin gehend überprüft, ob Anzeichen für eine mögliche Wertbeeinträchtigung vorliegen. Falls solche Anzeichen bestehen, wird der erzielbare Betrag ermittelt. Der erzielbare Betrag ist der höhere des Nutzwerts und des Verkehrswerts abzüglich Veräusserungskosten. Ein Aktivum ist in seinem Wert beeinträchtigt, wenn sein Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Falls eine Wertbeeinträchtigung vorliegt, wird der Buchwert auf den erzielbaren Betrag reduziert. Die Wertbeeinträchtigung wird erfolgswirksam erfasst. ZuR Veräusserung gehaltene Vermögenswerte
Langfristige Vermögenswerte (und Gruppen von Vermögenswerten), die als zu Veräusserungszwecken gehalten klassifiziert werden, sind zum niedrigeren Betrag von Buchwert und Hapimag Geschäftsbericht 2009
Nettoverkaufswert zu bewerten. Als zu ­Veräusserungszwecken gehalten gelten Vermögenswerte, für welche der zuge­hö­rige Buchwert überwiegend durch ein Veräusserungsgeschäft und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Der Verkauf wird innerhalb von 12 Monaten ab dem Zeitpunkt der Umklassifizierung erwartet. Auf den umklassierten Vermögenswerten werden keine systematischen Abschreibungen vorgenommen. Vorräte
Bei den Vorräten handelt es sich in erster Linie um Güter, die für den Betrieb der Resorts notwendig sind oder dort verkauft werden. Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten oder zum tieferen Nettoveräusserungswert. Die Anschaffungs­ kosten entsprechen den durchschnittlichen Einstandskosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, welche in der Regel den Nominalwerten entsprechen, abzüglich Wertberichtigungen für Bonitätsrisiken bilanziert. Positionen, die innerhalb eines Jahres fällig werden, sind im Umlaufvermögen aufgeführt. Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind verzinslich.
Hapimag unterscheidet zwei Kategorien von eigenen Aktien, die Vorratsaktien und die Vermittlungsaktien. Die Vorratsaktien sind entweder Aktien aus früheren Kapital­ erhöhungen, welche noch nicht herausgegeben worden sind, oder Aktien, die vor dem 31.12.2003 zurückgenommen worden sind. Solche Aktien werden zum Zweck des Verkaufs an Hapimag Mitglieder gehalten und haben einen Nennwert von CHF 100 oder CHF 200. Vermittlungsaktien sind Aktien, die im Rahmen des Vermittlungsgeschäftes oder im Rahmen der reglementarischen Vorgaben seit 1.1. 2004 zurückgekauft wurden. Diese ­Aktien werden zum Zweck des Wiederverkaufs an die Hapimag Mitglieder gehalten und werden im Umfang des Finanzierungsteiles (Investitionsbedarf) als eigene Aktien und im Umfang der Differenz zwischen Kaufpreis und Finanzierungsanteil als Nutzungsrecht verbucht. Rückkauf und Wiederverkauf von Hapimag Aktien im Rahmen des Vermittlungsgeschäftes werden, wie unter den Erläuterungen zur Umsatzlegung ausgeführt, als erfolgswirksames Vermittlungsgeschäft dargestellt. Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern
Für Gruppen von Forderungen mit ähnlichem Risikoprofil, bei denen Hinweise dafür bestehen, dass der ausstehende Betrag nicht vollumfänglich eingehen wird, werden Wertberichtigungen, basierend auf Erfahrungswerten, gebildet. Flüssige Mittel
Die flüssigen Mittel bestehen aus Kassen- und Bankgut­haben sowie kurzfristig kündbaren Call-Geldanlagen mit ­einer Fälligkeit von bis zu 90 Tagen, gerechnet vom Erwerbszeitpunkt. Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente werden im Erwerbszeitpunkt zum Verkehrswert, unter Einbezug von Transaktionskosten, bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Verkehrswertbewertung dieser Instrumente werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Hapimag verzichtet auf Anwendung des «Hedge Accounting». Spekulationsgeschäfte werden ­keine getätigt. Investitionszuschüsse
Hapimag erhält auf Grund ihrer Tätigkeiten in einzelnen Ländern Investitionszuschüsse. Diese werden bei Erhalt unter den Sonstigen Verbindlichkeiten passiviert und, sofern die Einhaltung allfälliger damit verbundener Konditionen als wahrscheinlich gilt, linear über die Nutzungsdauer des jeweiligen Investi­ tionsobjekts als «Sonstiger betrieblicher Ertrag» aufgelöst.
In der Gruppe bestehen für Mitarbeiter im Einklang mit den entsprechenden nationalen Vorschriften unterschiedliche Sys­ teme der Altersvorsorge, die teilweise als beitragsorientierte Vorsorgepläne und teilweise als leistungsorientierte Vorsorgepläne ausgestaltet sind. Für beitragsorientierte Vorsorgepläne richtet sich der Aufwand für Hapimag nach den geleisteten bzw. geschuldeten Arbeitgeberbeiträgen. Ein für die Hapimag Unternehmensgruppe als wesentlich zu qualifizierender leistungsorientierter Vorsorgeplan betrifft die in einer schweizerischen Vorsorgeeinrichtung versicherten Mitarbeiter. Dabei handelt es sich um einen Vorsorgeplan bei der Hapimag Pensionskasse, welcher nach Schweizer Recht einem beitragsorientiertem Vorsorgeplan entspricht. Die ­Hapimag Pensionskasse lässt jährlich eine versicherungsmathematische Berechnung nach den Anforderungen von IAS 19 erstellen. Hierbei werden unter Berücksichtigung versicherungstechnischer Parameter, des letztbezogenen Gehalts und der Beschäftigungsdauer, der Barwert der erwarteten Ansprüche (Projected Benefit Obligation) und der entsprechende Periodenaufwand nach Projected-UnitCredit-­Methode ermittelt. Der errechnete Periodenaufwand ergibt sich aus dem Zuwachs an Ansprüchen, der Verzinsung, dem erwarteten Vermögensertrag und allfälligen versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Letztere werden über die durchschnittliche Restdienstzeit der versicherten Mitarbeiter dem Vorsorgeaufwand gutgeschrieben bzw. ­belastet, falls die kumulierten Gewinne / Verluste 10%
des höheren Betrages des Barwerts der Vorsorgeverpflichtungen bzw. des Vorsorgevermögens übersteigen. Die Vorsorgekosten, die mit der Arbeitsleistung der Berichtsperiode zusammenhängen (Current Service Cost), ­werden erfolgswirksam erfasst. Vergangene Arbeitsleistungen betreffende Vorsorgekosten, die auf verbesserte Leistungen zurückzuführen sind (Past Service Cost), werden ­linear bis zum Zeitpunkt der Anspruchsberechtigung über den Personal­vorsorgeaufwand erfasst.
der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung hat und wenn der zukünftige Abfluss von Ressourcen zuverlässig geschätzt werden kann und wahrscheinlich ist. Ertragssteuern
Für weitere Verpflichtungen der Konzerngesellschaften in Spanien und Griechenland wurden versicherungsmathematische Berechnungen erstellt. Bei den übrigen ausländischen Konzerngesellschaften wurde wegen ihrer geringen Bedeutung darauf verzichtet.
Die Ertragssteuern umfassen die laufenden und die latenten Steuern auf dem Konzernergebnis des Jahres. Diese werden zu aktuellen bzw. beschlossenen, länderspezifischen Steuer­ sätzen berechnet. Laufende Ertragssteuern umfassen die erwarteten Steuern auf den gemäss lokaler Steuergesetzgebung ermittelten Ergebnissen der einzelnen Konzerngesellschaften sowie allfälliger Nachsteuern oder Steuerrückerstattungen zu Vorjahren. Gemäss der so genannten Balance Sheet ­Liability Method werden auf den temporären Differenzen zwischen den Bilanzwerten der Steuerabschlüsse und den für die Konzernrechnung massgebenden Bilanzwerten latente Steuern berechnet. Latente Steuerguthaben, insbesondere aus anrechenbaren Verlustvorträgen, werden nur aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass entsprechende zukünftige steuerbare Gewinne erzielt werden, um die latenten Steuerguthaben zu realisieren.
Diese Verbindlichkeiten entstehen aus dem Verkauf zeitlich befristeter Wohnrechtsprodukte. Aufgelöst werden diese Verbindlichkeiten entsprechend den abgewohnten Wohnrechten, deren Wert der Erfolgsrechnung des Abwohnungsjahres als Umsatz zugeführt wird (siehe Bemerkungen zur Umsatzlegung).
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere die flüssigen Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen aus dem Verkauf von Sachanlagen sowie sonstige Forderungen und bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmässig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere die Darlehen von Aktionären, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Mitgliedern und Mitarbeitern.
Eine errechnete Überdeckung wird nur aktiviert, wenn sie dem Konzern in Form von zukünftigen Beitragsreduktionen oder aufgrund von kummulativ nicht erfassten versicherungsmathematischen Verlusten zur Verfügung steht.
Soweit der Verkaufserlös einer Hapimag Aktie für die Erstellung von Wohnraum benötigt wird (Investitionsbedarf), wird er nach Abzug des Nennwertes der Aktie in die Kapitalreserven verbucht (siehe auch Abschnitt A, Verkauf von Aktien inkl. Wohnrechten, Hapimag Aktie_21). Bis zum 28.2.2000 ­wurde ein Teil des Investitionsbedarfs (CHF 1100) als Fremdkapital unter der Position «Darlehen von Aktionären» verbucht. Das Darlehen war in den Allgemeinen Bestimmungen der Mitgliedschaft umschrieben, unkündbar und unverzinsbar. Im Falle eines Rückkaufes von Aktien mit Darlehen werden die ursprünglich passivierten Darlehen ins Eigenkapital (Kapitalreserven) umgebucht. Aus diesem Grunde nimmt der Saldo der Darlehen von Aktionären – in der Nominalwährung CHF betrachtet – kontinuierlich ab. Finanzverbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Differenzbeträge zwischen Ausgabeund Rücknahmepreis werden gemäss Effektivzinsmethode über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst. Rückstellungen
Rückstellungen werden als langfristige und kurzfristige Rückstellungen ausgewiesen, wenn Hapimag aus einem Ereignis
Einschätzungen bei der Anwendung der ­R echnungslegungsgrundsätze sowie zukunftsbezogene Schätzungsunsicherheiten
Einen wesentlichen Einfluss auf das Periodenergebnis haben die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze bezüglich der Verbuchung von Transaktionen im Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf von eigenen Aktien sowie dem Verkauf von Wohnrechten. Die Resorts unterliegen standortbedingten Risiken, welche die Attraktivität des Resorts beeinflussen können (Umweltkatastrophen, politische Unruhen, Ausbruch von Krankheiten usw.). Als Folge daraus könnten Bewertungsanpassungen (Impairment losses) notwendig werden.
Anhang der Konzernrechnung 2009 der Hapimag Unternehmensgruppe 2. Erläuterungen
Einrichtungen, Hausboote, Betriebs- und Geschäftsausstattungen, Fahrzeuge
Anlagen im Bau und geleistete Anzahlungen
1 // Sachanlagen in EUR 1000
Kumulierte Anschaffungskosten zum 1.1.2008 Änderungen im Konsolidierungskreis
–3 264
–7 485
–8 645
Kumulierte Anschaffungskosten zum 31.12.2008
778 033
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1.2008
–2 756
–3 219
–6 372
–5 846
–1 645
–7 491
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2008
Restbuchwerte zum 31.12.2008
Kumulierte Anschaffungskosten zum 1.1.2009
–31 391
–13 035
–14 667
–6 253
Kumulierte Anschaffungskosten zum 31.12.2009
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1.2009
–9 046 –4 393
–7 565
–2 632
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12.2009
Restbuchwerte zum 31.12.2009
Im Jahr 2009 wurde das Resort Hörnum (DE) eröffnet. Wesentliche Renovationen wurden in Binz (DE), Damnoni (GR), Tonda (IT) und Bodrum (TR) durchgeführt. Im Berichtsjahr (wie auch im Vorjahr) wurden keine Finanzierungskosten aktiviert. Die Umgliederungen in 2009 betreffen den beabsichtigten Verkauf eines Schweizer Resorts in 2010 (vrgl. Erläuterung 4). Die Umbuchungen in 2008 enthalten auch Umbuchungen von immateriellen Vermögenswerten zu Sachanlagen (vrgl. Erläuterung 2). Eine Zusammenstellung der Sachanlagen nach Ländern findet sich auf der Seite 43. Ende Geschäftsjahr beträgt der Brandversicherungswert der Sachanlagen TEUR 875 880 (Vorjahr TEUR 887 423). Am Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen für Investitionsvorhaben von TEUR 9638 (Vorjahr TEUR 11 825). Zur Sicherung eigener Verpflichtungen sind Aktiven mit einem Buchwert von TEUR 106 792 (Vorjahr TEUR 110 596) belastet. Die beanspruchten Bankkredite im Zusammenhang mit den verpfändeten Aktiven belaufen sich auf TEUR 15 361 (Vorjahr TEUR 15 832).
2 // Immaterielle Vermögensgegenstände in EUR 1000
Kumulierte Anschaffungskosten zum 1.1.2008
Kumulierte Amortisationen zum 1.1.2008
Kumulierte Amortisationen zum 31.12.2008
Restbuchwerte zum 31.12.2008 Kumulierte Anschaffungskosten zum 1.1.2009
Kumulierte Amortisationen zum 1.1.2009
Kumulierte Amortisationen zum 31.12.2009 Restbuchwerte zum 31.12.2009 Im Berichtsjahr (wie auch im Vorjahr) wurden keine Finanzierungskosten aktiviert. Am Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine Verpflichtungen für Investitionsvorhaben.
3 // Langfristige Forderungen in EUR 1000
Langfristige Forderungen gegenüber Lieferanten (Kautionen)
Gelder auf Sperrkonten
– davon fällig in 2010
– davon fällig in 2011
– davon Fälligkeit unbestimmt
– davon in EUR denominiert
– davon in CHF denominiert
– davon in sonstigen Währungen denominiert
– davon als Finanzinstrumente qualifiziert (siehe Erläuterung 38) Risikokonzentrationen sind nicht bekannt. Wesentliche Forderungsausfälle sind nicht zu erwarten.
4 // Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte Hapimag AG beabsichtigt, im April 2010 das Resort Sörenberg (CH) an eine Schweizer Firma zu verkaufen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde von den Parteien im Januar 2010 unterzeichnet. Per 31.12.2009 wurde der Buchwert in das Umlaufvermögen umgegliedert und die Abschreibungen des Vermögenswertes eingestellt.
5 // Vorräte in EUR 1000
6 // Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lang- und kurzfristig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen langfristig Die langfristigen Forderungen aus Abzahlungsverträgen gegenüber Mitgliedern (aus Verkäufen von Wohnrechtsprodukten) werden folgendermassen fällig: 2010
danach Total langfristig
Die Abzahlungsverträge haben eine Laufzeit von 12, 24, 36 oder 48 Monaten. Die Abzahlungsverträge sind verzinslich. Der Zinssatz ist abhängig von der Art und der Anzahl der gekauften Wohnrechtsprodukte: Aktie einzeln
Aktie im Multipack
4,9 – 9,9%
4.9–9.9%
Residenz-Produkte
Akzeptiert das Mitglied ein Lastschrift- oder Einzugsverfahren, verringert sich der Zinssatz um jeweils 2%. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kurzfristig Forderungen aus dem Verkauf von Wohnrechtsprodukten und Touristik-Leistungen an Mitglieder und Kunden (Produkte, Jahresbeiträge, Reiseversicherungen, Flüge, Mietauto usw.), ohne Abzahlungsverträge Kurzfristige Forderungen aus Abzahlungsverträgen gegenüber Mitgliedern Forderungen der Resorts gegenüber Mitgliedern und Kunden (Gäste im Haus)
Wertberichtigung, basierend auf Erfahrungswerten
–4 656
–4 341
Total kurzfristig
–3 586
Die Wertberichtigung, basierend auf Erfahrungswerten, hat sich im Berichtsjahr wie folgt verändert: Stand Jahresbeginn
Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben die folgende ­Fälligkeitsstruktur: in EUR 1000
nicht fällig davon wertberichtigt fällig seit weniger als 360 Tagen davon wertberichtigt
davon wertberichtigt
fällig seit mehr als 360 Tagen
Es bestehen keine Risikokonzentrationen, da die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber einer Vielzahl von Mitgliedern in verschiedenen Ländern bestehen.
– davon in USD denominiert
– davon in GBP denominiert
Mehrwertsteuerforderungen
– davon als Finanzinstrumente qualifiziert (siehe Erläuterung 38)
7 // Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände kurzfristig 371
Forderungen Sozialabgaben
Forderungen gegenüber Lieferanten Derivative Finanzinstrumente mit positivem Verkehrswert
– davon als Finanzinstrumente qualifiziert (siehe Erläuterung 38) Von den Mehrwertsteuerforderungen sind TEUR 270 (Vorjahr TEUR 303) in CHF denominiert. Forderungen gegenüber Lieferanten entstehen i.d.R. aus Rückerstattungen oder Umsatzrückvergütungen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten ausschliesslich Abgrenzungen für Aufwand des Folgejahrs. Risikokonzentrationen sind nicht bekannt. Wesentliche Forderungsausfälle sind nicht zu erwarten.
8 // Flüssige Mittel in EUR 1000
Bank und Call-Geldanlagen (kündbar innert 48 Stunden)
– davon unverzinst
– davon verzinst mit Zinssätzen von 0.01%–0.20%
– davon verzinst mit Zinssätzen von 0.21%–1.00%
– davon verzinst mit Zinssätzen von 1.01%–2.00%
– davon verzinst mit Zinssätzen von 2.01%–3.00%
– davon verzinst mit Zinssätzen von 3.01%–4.00%
– davon verzinst mit Zinssätzen von 4.01%–5.00%
9 // Aktienkapital Das Aktienkapital (gezeichnetes Nominalkapital) entspricht demjenigen der Hapimag AG, Baar. Stand Jahresbeginn
Zum Jahresende setzt sich das Aktienkapital aus 67 500 Namenaktien mit einem Nominalwert von je CHF 100 und 205 750 Namen­aktien mit einem Nominalwert von je CHF 200 zusammen. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht. Die Aktien werden nicht an der Börse gehandelt und das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen ist ausgeschlossen. Die bis Februar 2000 verkauften Aktien sind untrennbar mit einem Darlehen verbunden. Im Sinne von Art. 28 der Statuten werden keine Dividenden ausgeschüttet.
10 // Eigene Aktien Vorratsaktien Entwicklung Position Vorratsaktien (CHF 100/CHF 200 pro Aktie): in EUR 1000
Stand Jahresbeginn
Kapitalerhöhung (Nominal)
Verkauf von Vorratsaktien
Stand Jahresende Vermittlungsaktien Entwicklung Position Vermittlungsaktien: Stand Jahresbeginn
–4 986
–11 440
–6 116
Durchschnittlicher Verkaufspreis pro Aktie in EUR
Durchschnittlicher Rückkaufspreis pro Aktie in EUR
Rücknahme von Vermittlungsaktien
Verkauf von Vermittlungsaktien
Stand Jahresende Total Eigene Aktien
11 // Kapitalreserven Stand Jahresbeginn
Zuweisung aus Verkauf Aktien (Berechnung gemäss Erläuterung 21)
12 // Verbindlichkeiten aus Verkauf von Wohnrechten Stand Jahresbeginn
Zugang aus Verkauf von Wohnrechten (vgl. Erläuterung 21)
Abnahme aus Rückkauf von Wohnrechten (vgl. Erläuterung 21)
Abgang aus abgewohnten Wohnrechten
–5 257
Effekt aus stornierten Wohnrechten
Diese Verbindlichkeiten werden aus dem Verkauf von Wohnrechten entsprechend dem resultierenden Investitionsbedarf gespiesen. Für die im Geschäftsjahr abgewohnten Wohnrechte erfolgt eine erfolgswirksame Auflösung. Verbindlichkeiten aus Abgabe von Gratis-Wohnrechtspunkten Stand Jahresbeginn
Zunahme Verbindlichkeiten HapimagCard-Wohnrechtspunkte (vgl. Erläuterung 26)
Zunahme Verbindlichkeiten sonstige Gratis-Wohnrechtspunkte
Abgang aus abgewohnten Gratis-Wohnrechtspunkten (inkl. HapimagCard)
Hapimag Mitglieder, welche ein jahresbeitragspflichtiges Wohnrechtsprodukt besitzen, erhalten für die im Abrechnungszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember anrechenbaren Umsätze mit Hapimag pro CHF 2000 Umsatz einen Wohnrechtspunkt gutgeschrieben (HapimagCard). Bei Inanspruch­nahme des Wohnrechts wird die Verbindlichkeit wieder erfolgswirksam aufgelöst. in EUR 1000
Total Verbindlichkeiten aus Verkauf von Wohnrechten
–5 588
13 // Darlehen von Aktionären Darlehen im Zusammenhang mit Verkauf Produkt Aktie brutto Stand Jahresbeginn
Aufgelaufene Amortisationsbeiträge (nicht in bar zu entrichtende Jahresbeiträge) Stand Jahresbeginn
Eingezogene aufgelaufene Amortisationsbeiträge
–16 332
–15 359
–15 838
Darlehen von Aktionären netto
Bis zum 28. Februar 2000 wurde beim Verkauf einer Aktie ein Teil des Investionsbedarfs (CHF 1100) als «Darlehen von Aktionären» verbucht. Das Darlehen war in den Allgemeinen Bestimmungen der Mitgliedschaft umschrieben, unkündbar und unverzinsbar. Im Falle eines Rückkaufes von ­Aktien mit Darlehen werden die ursprünglich passivierten Darlehen ins Eigenkapital (Kapitalreserven) umgebucht. Aus diesem Grund nimmt der Saldo der Darlehen von Aktionären – in der Nominalwährung CHF betrachtet – kontinuierlich ab.
14 // Finanzverbindlichkeiten lang- und kurzfristig Finanzverbindlichkeiten langfristig Die langfristigen Bankverbindlichkeiten werden folgendermassen fällig:
Total langfristig – davon mit Zinssatz 2–4% (fix verzinst)
– davon mit Zinssatz 1– 2% (fix verzinst)
– davon mit Zinssatz 2–4% (fix verzinst)
– davon mit Zinssatz 4–6% (variabel verzinst) Finanzverbindlichkeiten kurzfristig
– davon mit Zinssatz 4–6% (variabel verzinst)
– davon grundpfandgesichert
– davon in sonstigen Währungen denominiert – davon als Finanzinstrumente qualifiziert (siehe Erläuterung 38)
15 // Latente Ertragssteuern 2009 Passiven
2008 Aktiven
2008 Passiven
–13 953
–14 746
–14 270
–15 155
–7 569
–8 628
–6 527
2009 Aktiven
Latente ErtragsSteuerguthaben und -verbindlichkeiten Die latenten Steuern resultieren aus folgenden Positionen: Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Passive Rechnungsabgrenzungsposten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Langfristige Verbindlichkeiten Rückstellungen und Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern Verlustvorträge
Latente Ertragssteuerguthaben und -verbindlichkeiten
Die Hapimag verfügt über die folgenden steuerlich verwendbaren Verlustvorträge, deren positiver Steuereffekt aufgrund der unsiche­ren zukünftigen Verwendbarkeit nicht aktiviert wird: in EUR 1000
Verfall Verlustvortrag – innerhalb eines Jahres
– in 2–4 Jahren
– in 5–7 Jahren
– nach 7 Jahren
– unbeschränkt
Latente Steueraktiven auf temporären Differenzen von TEUR 13 515 (Vorjahr TEUR 22 265) wurden nicht aktiviert.
16 // Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern Vorsorgeverpflichtungen (CH) Für die in der Schweiz versicherten Mitarbeiter bestehen auf Basis von leistungsorientierten Vorsorgeplänen die folgenden versicherungsmathematisch berechneten Vorsorgeverpflichtungen: in EUR 1000
Entwicklung der bilanzierten Vorsorgeverpflichtung: Stand Jahresbeginn
Netto-Vorsorgeaufwand der Periode
Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste
–10 328
–9 782
Barwert der Vorsorgeverpflichtungen: Stand Jahresbeginn
Laufender Dienstzeitaufwand (netto)
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aufgrund Annahmeänderungen
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aufgrund Erfahrung
Ausbezahlte Leistungen (netto)
–11 981
–1 452
Marktwert des Planvermögens: Stand Jahresbeginn
Stand Jahresende Überdeckung/Unterdeckung (–) am Jahresende
Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne (–) und Verluste
Nicht aktivierbare Überdeckung (asset ceiling gemäss IAS 19.58A)
Bilanzierte Vorsorgeverpflichtungen am Jahresende Netto-Vorsorgeaufwand der Periode
Erwartete Erträge aus Planvermögen Abschreibung auf versicherungsmathematische Gewinne/Verluste Netto-Vorsorgeaufwand der Periode (im Personalaufwand enthalten) Effektive Erträge aus Planvermögen
Wesentliche Anlagekategorien des Planvermögens (in %) – Aktien
– Flüssige Mittel und übrige Finanzanlagen
Diskontsatz zum 31.12.
Erwartete Erträge auf Planvermögen zum 1.1.
Künftig erwartete Lohnerhöhung
Künftig erwartete Rentenerhöhungen
Total Versicherungsmathematische Annahmen
Die Wahrscheinlichkeitsberechnungen bezüglich Austritt, Sterblichkeit und Invalidität basieren auf den Tabellen BVG2005. Die langfristig erwarteten Erträge auf dem Planvermögen betragen 4.25% basierend auf der Anlagestrategie der Personalvorsorge­einrichtung. in EUR 1000
–9 702
Mehrjahresvergleich Barwert der Vorsorgeverpflichtungen: Stand Jahresende Marktwert des Planvermögens: Stand Jahresende Überdeckung/Unterdeckung (–) am Jahresende Erfahrungswertanpassungen der Vorsorgeverpflichtungen Erfahrungswertanpassungen des Planvermögens Die erwarteten Arbeitgeberbeiträge für 2010 betragen TEUR 1238. Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern: Rückstellungen für Vorsorgeverpflichtungen Rückstellungen für dienstaltersabhängige Austrittsleistungen Rückstellungen für Dienstaltersgeschenke Total Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern
17 // Rückstellungen lang- und kurzfristig Rückstellungen langfristig in EUR 1000
Die Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten sowie Verpflichtungen gegenüber Dritten im Zusammenhang mit dem Bau von neuen Resorts.
Rückstellungen kurzfristig in EUR 1000
1 197 –194
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten mit ehemaligen Mitarbeitern und Anwaltskosten im Zusammenhang mit dem Fall Schreiber (2004).
18 // Sonstige Verbindlichkeiten langfristig Investitionszuschüsse in EUR 1000
Resort Kanzelhöhe (AT)
Resort St.Michael (AT)
Resort Braunlage (DE)
Resort Athen (GR)
Resort Damnoni (GR)
Resort Bodrum (TR)
Sonstige Verbindlichkeiten Vorausbezahlte operative Kostenanteile des Jahresbeitrages von sonstigen Wohnrechtsprodukten Sonstige
19 // Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen kurzfristig in EUR 1000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bis 1 Jahr Verbindlichkeiten Provisionen und Verkaufsprämien
20 // Sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig Verbindlichkeiten gegenüber Mitgliedern (Aktienrückkäufe usw.) Passive Rechnungsabgrenzungsposten Ertragsabgrenzungen Reiseleistungen Ertragsabgrenzungen Teilzahlungszuschläge
Ausstehende Rechnungen für Lieferungen und Leistungen
Sonstige Ertragsabgrenzungen
– davon als Finanzinstrumente qualifiziert (siehe Erläuterung 38) Die Reiseleistungen werden auf den Erfüllungszeitpunkt hin ertragsmässig abgegrenzt.
Die Teilzahlungszuschläge resultieren aus den Abzahlungsverträgen mit Mitgliedern, berechnet über die gesamte vertragliche Laufzeit (max. 48 Monate). Die Teilzahlungszuschläge werden pro Geschäftsjahr abgegrenzt.
21 // Umsatz Wohnrechtsprodukte in EUR 1000
Verkauf Aktien Verkaufserlös Produkt Aktie Entnahme aus eigenen Aktien
–11 570
–6 203
Zuweisung an Kapitalreserven
–3 188
–3 542
Total Umsatz Aktien
Verkaufserlös sonstige Wohnrechtsprodukte
Abzgl. vorausbezahlte operative Kostenanteile des Jahresbeitrages
–3 958
–5 341
Zuweisung an Verbindlichkeiten aus Verkauf von Wohnrechten
–3 092
–4 154
Rückkauf von Aktien Behandlung als eigene Aktien Umsatzminderung Verkauf sonstige Wohnrechtsprodukte
Total Umsatz sonstige Wohnrechtsprodukte Rückkauf von sonstigen Wohnrechtsprodukten Abnahme an Verbindlichkeiten aus Verkauf von Wohnrechten Umsatzminderung Total Umsatz Wohnrechtsprodukte
Der als Verbindlichkeit bzw. Eigenkapital passivierte Anteil aus dem Produkteverkauf entspricht dem Investitionsbedarf des aufgrund der verkauften Produkte benötigten Wohnraums.
22 // Jahresbeiträge Jahresbeiträge Aktien Jahresbeiträge sonstige Wohnrechtsprodukte
23 // Umsatz Resorts 13 129
Sonstige Waren- und Serviceerträge
24 // Umsatz Reiseservice/Tandem Tours
Der Umsatz von Reiseservice und Tandem Tours wird zu jenem Zeitpunkt erfolgswirksam erfasst, in dem Nutzen und Gefahr im Wesentlichen auf den Kunden übergehen. Diese Bedingung ist normalerweise am Abreisetag erfüllt.
25 // Sonstige umsatzerlöse in EUR 1000
Annullationsversicherungen Wohnrechtsprodukte Bearbeitungs- und Stornogebühren Wohnrechtsprodukte
26 // Umsatzminderungen Ausschüttung HapimagCard-Wohnrechtspunkte (vgl. Erläuterung 12) Debitorenverluste (ausgebuchte Forderungen und Bildung Delkredere)
Sonstige Erlösminderungen
Untervermietung Liegenschaft Neuhof, Baar
Buchgewinne aus Verkauf von Sachanlagen
Auflösung Investitionszuschüsse
Ertrag aus Beschädigungen und Versicherungsentschädigungen
27 // Sonstige betriebliche Erträge
Fremdvermietung Gastrobetriebe und Shops
28 // Waren- und Serviceaufwand Warenaufwand Gastrobetriebe und Shops
Aufwand Zusatzleistungen
Einkauf Leistungen Reiseservice und Tandem Tours
29 // Unterhalts- und Betriebsaufwand Unterhalt und Reparatur Resorts & Residenzen Unterhalt und Reparatur Betriebs- und Geschäftsausstattungen Mietaufwand Zumietungen
Sonstiger Miet- und Leasingaufwand
Energie, Reinigung, Betriebsmaterial
Netto-Vorsorgeaufwand (vgl. Erläuterung 16)
Aufwand Personalschulung
30 // Personalaufwand Löhne und Gehälter Sozialabgaben
Sonstige Total
Im Geschäftsjahr waren 1370 (Vollzeitstellen; Vorjahr 1329) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Zudem waren 137 (Vorjahr 130) ­Consultants im Agenturverhältnis für das Unternehmen tätig.
31 // Marketing- und Vertriebsaufwand in EUR 1000
Verkaufsförderungen, Medien- und Direktwerbung
Public Relations Informationsorgane für Mitglieder
Sonstiger Marketingaufwand
32 // Verwaltungsaufwand Büromaterial, Papier und Drucksachen
Porti und Übermittlungsgebühren
Entwicklung EDV-Software und Lizenzgebühren
VR-Honorare, Buchhaltungsaufwand und -Revisionen
Übriger Büro- und Verwaltungsaufwand
Nicht rückforderbare Mehrwertsteuer
33 // Sonstiger betrieblicher Aufwand
Sonstige Steuern Buchverluste aus Abgang von Sachanlagen Sonstige Total
34 // Finanzergebnis Zinsertrag
Teilzahlungszuschläge Wohnrechtsprodukte
Nettogewinne auf erfolgswirksam zum Verkehrswert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (zu Handelszwecken gehalten)
–2 517
Gebühren für Kredit- und Debit-Karten
–2 122
35 // Ertragssteuern in EUR 1000
Laufende Ertragssteuern Latente Ertragssteuern Total Ertragssteueraufwand/-ertrag (–)
Herleitung des ausgewiesenen Steueraufwandes Ergebnis vor Steuern Ertragssteueraufwand berechnet zu lokal anwendbaren Steuersätzen (19.54%, Vorjahr 20.00%)
Effekt aus nicht aktivierten laufenden steuerlichen Verlusten
Verwendung von nicht aktivierten Verlustvorträgen Aktivierung von Verlustvorträgen aus Vorjahren
Effekt aus der Veränderung von nicht aktivierten temporären Differenzen
Effekt aus steuerbefreiten Erträgen und steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen
Effekt aus nicht erfolgswirksam erfassten Erträgen /Aufwendungen (–)
Leasingverpflichtungen 1 bis 5 Jahre
Leasingverpflichtungen über 5 Jahre
Übrige Ausgewiesener Ertragssteueraufwand/-ertrag (–)
36 // Eventualverbindlichkeiten Es bestehen keine wesentlichen Eventualverbindlichkeiten.
37 // Leasingverpflichtungen Es bestehen folgende Leasingverpflichtungen aus Operating-Lease-Kontrakten: Leasingverpflichtungen bis 1 Jahr
Die Leasingverpflichtungen bestehen hauptsächlich aus langfristigen Mietverträgen für die Hapimag Unternehmenszentrale in Baar sowie Leasing von EDV-Anlagen und Fahrzeugen. Im Geschäftsjahr 2009 wurden aus operativen Leasingverträgen insgesamt TEUR 1201 (Vorjahr TEUR 1082) als Aufwand erfasst.
38 // Finanzinstrumente Buchwerte und Verkehrswerte nach Kategorien Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Steuern und Sozialabgaben stellen per Definition keine Finanzinstrumente dar) aggregiert nach Bewertungskategorien gemäss IAS 39: in EUR 1000
Flüssige Mittel (Bank und Call-Geldanlagen)
Total Darlehen und Forderungen Derivative Finanzinstrumente mit positivem Verkehrswert
Flüssige Mittel (Kassa)
Total Finanzielle Vermögenswerte Darlehen von Aktionären
Sonstige Verbindlichkeiten, langfristig
Sonstige Verbindlichkeiten, kurzfristig
Total zu fortgeführten Anschaffungswerten bewertete Verbindlichkeiten
Der Wertansatz der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten spiegelt den Verkehrswert wider. Es wurden keine wesentlichen Abweichungen zwischen dem Buchwert und dem Verkehrswert festgestellt. Der Verkehrswert (Fair Value) ist jener Betrag, zu dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht werden könnte. Verkehrswerthierarchie (Fair Value Hierarchie) Zum Verkehrswert bewertete Finanzinstrumente werden nachfolgend gemäss ihrer Bewertungsmethode in Stufen eingeteilt. Die verwendeten Stufen werden dabei wie folgt definiert: Stufe 1: Börsennotierte Preise (ohne Anpassungen) für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten Stufe 2: Neben börsennotierten Preisen gemäss Stufe 1 sind noch weitere für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit direkt oder indirekt beobachtbare Inputfaktoren in die Bewertung eingeflossen Stufe 3: Es sind Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit, welche nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen, in die ­Bewertung eingeflossen (nicht-beobachtbare Faktoren) 31.12.2009 in EUR 1000
Derivative Finanzinstrumente mit positivem Verkehrswert
Total erfolgswirksam zum Verkehrswert bewertete finanzielle Vermögenswerte
39 // Finanzielles RisikoManagement Grundsätze des Risikomanagements Der Verwaltungsrat hat die oberste Verantwortung für das Risikomanagement. Der Verwaltungsrat hat dazu einen Risikoausschuss eingesetzt, welcher für die Entwicklung und Überwachung der Grundsätze für das Risikomanagement verantwortlich ist. Der Risikoausschuss besteht aus drei Mitgliedern des Verwaltungsrats und wird unterstützt durch den Hapimag Risiko Manager. Der Risikoausschuss berichtet regelmässig an den Gesamt-Verwaltungsrat. Die etablierten Grundsätze für das Risikomanagement sind darauf ausgerichtet, die Risiken, welchen die Gruppe ausgesetzt ist, zu identifizieren und zu analysieren, angemessene Limiten zu definieren und Kontrollen zu etablieren sowie die Risiken und die Einhaltung der Limiten zu überwachen. Die Grundsätze des Risikomanagements sowie die angewandten Prozesse werden regelmässig überprüft, um Veränderungen in den Marktbedingungen sowie den Tätigkeiten der Gruppe zu berücksichtigen.
Im Immobilienbereich hat Hapimag zudem mit einer Schweizer Versicherungsgesellschaft ein eigenes Risiko-Bewertungssystem entwickelt. Mit Hilfe einer integrierten Risiko-Datenbank werden die Natur-Risiken wie Feuer, Wasser, Sturm und Erdbeben identifiziert, bewertet und kontrolliert. Die Hapimag Gruppe unterliegt hinsichtlich ihrer finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten insbesondere Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse und der Zinssätze, dem Ausfallrisiko von Forderungen sowie dem Liquiditätsrisiko. Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über das Ausmass der einzelnen Risiken. Weitere Informationen zu finanziellen Risiken sind auch in den übrigen Erläuterungen des Anhangs enthalten. Fremdwährungsrisiken Hapimag ist gewissen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Die Preise für Wohnrechtsprodukte, Jahresbeiträge und Reisedienstleistungen (fakturiert ab Zentrale Baar) sind in CHF ausgestellt. Auf Rechnungen in die wichtigsten Herkunftsländer der Hapimag Mitglieder ist zusätzlich der Betrag in Lokalwährung aufgeführt. Lokale Kostenbeiträge sowie Produkte und Dienstleistungen vor Ort werden in Lokalwährung erhoben. Investitionen und operative Aufwände der Resorts fallen zum grössten Teil in Lokalwährung an. Für grössere Investitionen werden fallweise Fremdwährungsabsicherungen in der Form von Devisenterminkontrakten getätigt. Am 31.12.2009 (Vorjahr: keine) bestehen im Umfang von TEUR 20 000 Devisen­ terminkontrakte zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus Fakturierungen. Zum Bilanzstichtag waren die Finanzinstrumente in folgenden Währungen denominiert: in EUR 1000
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände Flüssige Mittel Total Finanzielle Vermögenswerte Darlehen von Aktionären Finanzverbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten, langfristig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten, kurzfristig
Langfristige Forderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Darlehen von Aktionären Finanzverbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten, langfristig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten, kurzfristig Total Finanzielle Verbindlichkeiten
Sensitivitätsanalyse: Eine Veränderung des EUR gegenüber dem CHF per 31. Dezember um 5 Prozent hätte das Konzernergebnis vor Steuern wie folgt verändert: in EUR 1000
Auswirkung auf das Konzernergebnis vor Steuern
Diese Analyse geht davon aus, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, unverändert bleiben. Zinssatzrisiko Das Zinssatzrisiko stellt das Risiko dar, dass der Verkehrswert oder künftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Flüssige Mittel sind kurzfristig angelegt. Die Forderungen enthalten festverzinsliche Kundenforderungen aus Abzahlungsverträgen mit einer Laufzeit bis zu 48 Monaten. Die langfristigen Darlehen von Aktionären sind nicht verzinslich. Ferner stehen der Hapimag kurz- und mittelfristige Bankkredite zu fixen und variablen Zinssätzen zur Verfügung. Bei den fest verzinslichen Finanzaktiven (Forderungen aus ­Lieferungen und Leistungen aus Abzahlungsverträgen TEUR 17 968, Vorjahr TEUR 19 565) und Finanzverbindlichkeiten (TEUR 12 782, Vorjahr TEUR 12 547) hat eine Zinssatzänderung keinen Einfluss auf das Konzernergebnis, da keine Anpassung an den veränderten Marktwert (Fair Value) erfolgt. Sensitivitätsanalyse: Bei den variabel verzinslichen Finanzinstrumenten hätte eine Erhöhung des Zinssatzes um 100 Basispunkte das Konzernergebnis vor Steuern um TEUR + 73 (Vorjahr TEUR + 13) verbessert. Eine Reduktion des Zinssatzes um 100 Basispunkte hätte das Konzernergebnis vor Steuern um die gleichen Beträge vermindert. Diese Analyse geht davon aus, dass alle anderen Einflussfaktoren unverändert bleiben. Ausfallrisiko Das Ausfallrisiko ist das Risiko, dass Hapimag finanzielle Verluste erleidet, wenn ein Kunde oder eine Gegenpartei eines Finanzinstrumentes ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zum weitaus grössten Teil gegenüber Privatpersonen (Hapimag Mitgliedern) und werden zentral und fortlaufend überwacht. Die Aussenstände sind einem gewissen Ausfallrisiko ausgesetzt, welchem mittels Wertberichtigung, basierend auf Erfahrungswerten (Delkredere) Rechnung getragen wird. Die Bonität von Neu­kunden mit Abzahlungsverträgen wird systematisch überprüft durch Nachforschungen bei Inkasso-Firmen. Hapimag Mitglieder mit überfälligen Posten grösser als CHF 50 haben keine Möglichkeit, eine Wohnung zu buchen (Buchungsstopp im System). Der dadurch frei werdende Wohnraum kann von Hapimag weiter genutzt werden. Zudem erfolgen Aktien-Rückkäufe oder -Umschreibungen nur dann, wenn alle offenen Posten vorher beglichen sind. Hapimag tätigt ihre Geldanlagen nur bei erstklassigen Finanzinstituten. Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass Hapimag ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen kann. Die Liquidität wird durch eine zentrale Treasury-Abteilung verwaltet und gesteuert, basierend auf einer kurz- und mittelfristigen Einnahmen/Ausgaben-Planung, welche insbesondere die laufenden Bauinvestitionen in den Resorts berücksichtigt. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Hapimag sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Barmitteln und Kreditlimiten gehalten. Hapimag hat mit namhaften Bankinstituten folgende Kreditlimiten vereinbart: in EUR 1000
Total Kreditlimiten per 31.12.
davon benutzt (Total kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten)
Für nicht benutzte Kreditlimiten zahlt Hapimag bisher keine Bereitstellungsgebühren.
Die folgende Tabelle zeigt die vertraglichen Fälligkeiten (inklusive Zinsen) der finanziellen Verbindlichkeiten: in EUR 1000
Finanzielle Verbindlichkeiten, kurzfristig Buchwert Zinsen
– davon bis 3 Monate fällig
– davon zwischen 3 und 6 Monaten fällig – davon zwischen 6 und 12 Monaten fällig Finanzielle Verbindlichkeiten, langfristig Buchwert Zinsen
– davon zwischen 12 und 24 Monaten fällig
– davon zwischen 24 und 36 Monaten fällig
– davon später als 36 Monate fällig Kapitalmanagement
Es ist Hapimags vordringlichstes Ziel, eine starke Kapitalbasis zu erhalten, um das Vertrauen von Kunden (Hapimag Mitgliedern), Gläubigern und anderen Marktteilnehmern zu gewährleisten und die zukünftige Entwicklung des Hapimag Geschäftsmodells zu stärken. Hapimag steuert die Kapitalstruktur unter Berücksichtigung des Wandels von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das Kapital von Hapimag umfasst das Eigenkapital gemäss Bilanz, also Aktienkapital (gezeichnetes Nominalkapital), Eigene Aktien, ­Kapital- und Gewinnreserven sowie die unkündbaren Darlehen der Aktionäre und die Investitionszuschüsse: Eigenkapital gemäss Bilanz
Investitionszuschüsse Total
Gemäss Statuten werden erwirtschaftete Gewinne nicht ausgeschüttet, sondern verbleiben als Gewinnreserven in der Gesellschaft zur Erreichung ihres Zweckes. Für Aktien, welche bis zum 30. Juni 2007 verkauft wurden, besteht gemäss den allgemeinen Bestimmungen der Mitgliedschaft eine Verpflichtung der Hapimag, bis maximal 10% des Aktien-Neuverkaufs im laufenden Geschäftsjahr Aktien zurückzukaufen. Für Aktien, welche ab dem 1. Juli 2007 verkauft wurden (Hapimag Aktie_21) hat sich Hapimag verpflichtet, Aktien im Umfang von höchstens der Aktienverkäufe des entsprechenden Kalenderjahres zurückzukaufen. Diese beiden Beschränkungen stellen sicher, dass die Kapitalbasis der ­Hapimag durch Aktienrückkäufe nicht verringert werden muss. Die Hapimag Resorts werden praktisch ausschliesslich mit dem Geld der Aktionäre (­Hapimag Mitglieder) und nur zu einem sehr kleinen Teil durch Bankdarlehen finanziert. Gemäss Statuten der Hapimag kann das Grundeigentum der Gesellschaft und ihrer Konzerngesellschaften mit höchstens bis zu 20% der Anschaffungskosten der Liegenschaften hypothekarisch belastet werden.
40 // Akquisitionen Im Geschäftsjahr 2009 ergaben sich im Konsolidierungskreis keine Änderungen. Am 1. Juli 2008 wurde die Firma Bowness Leisure Limited (Grossbritannien) akquiriert, welche ein Resort in Bowness on Windermere (Lake District) mit 45 Wohneinheiten besitzt und betreibt. Vor der Akquisition wurden 37 Wohneinheiten als Timeshare-Einheiten veräussert; die restlichen 8 Wohneinheiten stehen den Hapimag Mitgliedern zur Verfügung. Die Firma Bowness Leisure Limited hält zudem eine 100%ige Beteiligung an der inaktiven Firma Bowness Time-Share Limited.
2008, in EUR 1000
Sachanlagen Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
Buchwert vor Akquisition
Fair Value Anpassungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten Total Passiven
Die Fair Value Anpassungen zum Übernahmezeitpunkt 1. Juli 2008 resultieren aus der Bewertung der 8 Wohneinheiten zum Marktwert. Netto-Aktiven
Bezahlter Kaufpreis
Geldabfluss aus Akquisition der Konzerngesellschaft nach Abzug erworbener flüssiger Mittel
Der Effekt der Akquisition auf den Umsatz 2008 der Gruppe macht ca. EUR 0.5 Mio. in Bezug auf den Nettoumsatz und ca. EUR –0.1 Mio. in Bezug auf das Konzernergebnis aus. Wäre die Akquisition am 1. Januar 2008 erfolgt, hätte der Effekt auf den Umsatz 2008 der Gruppe ca. EUR 1.2 Mio. und auf das konsolidierte Jahresergebnis ca. EUR –0.1 Mio. betragen.
41 // Transaktionen mit Nahestehenden Als nahe stehende Personen und Gesellschaften gelten Verwaltungsräte und Konzernleitungsmitglieder (inklusive deren Familienmitglieder), durch diese kontrollierte Gesellschaften, Konzerngesellschaften, assoziierte Gesellschaften und Vorsorgeeinrichtungen. Der überwiegende Anteil des Umsatzes der Hapimag Unternehmensgruppe wird mit Aktionären erzielt. Die Preise der Dienstleistungen im Kerngeschäft basieren auf dem Prinzip der Selbstkostendeckung und können daher von Marktpreisen abweichen. Hapimag Mitarbeiter halten 0.10% Anteile am Gesamttotal der Aktien. Davon abgesehen bestehen keine Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Gesellschaften.
Verwaltungsrat: Honorare
Verwaltungsrat: Bezüge für Tätigkeiten in Ausschüssen
Verwaltungsrat: Leistungen für die Personalvorsorge Konzernleitung: Gehälter Konzernleitung: Leistungen für die Personalvorsorge Total Leistungen an Verwaltungsräte und Konzernleitungsmitglieder
42 // Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Seit dem Bilanzstichtag und bis zum 9. März 2010 sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten, welche die Aussagefähigkeit der konsolidierten Jahresrechnung 2009 beeinträchtigen könnten bzw. an dieser Stelle offen gelegt werden müssten.
43 // Umrechnungskurse der wichtigsten Währungen Umrechnung in EUR
Konzernerfolgsrechnung, Konzerngeldflussrechnung
KONZERNRECHNUNG DER HAPIMAG Unternehmensgruppe PER 31.12.2009 3. Geschäftssparten
Umsatz Wohnrechtsprodukte
–1 377
–1 224
100 946 –26 519
–21 949
–21 911
–2 320
–38 444
–38 268
–12 119
–11 737
–1 092
–30 490
–29 204
–3 075
–5 737
–5 205
– Anteil Minderheitsaktionäre am konsolidierten Ergebnis
– Anteil Hapimag Aktionäre am konsolidierten Ergebnis
verkauf Die Sparte Verkauf zeigt den Umsatz aus dem Verkauf von Wohnrechtsprodukten nach Abzug der bilanzwirksamen Anteile. Der Spartenaufwand umfasst vor allem Personalaufwendungen, Verwaltungsaufwendungen sowie Marketing- und Vertriebsaufwendungen für Verkauf und Kommunikation. immobilien Die Sparte Immobilien beinhaltet die Aktivitäten bezüglich der Planung und Realisierung von neuen Resorts und Residenzen, grösseren Reno­ vationen und allfälligen Immobiliengeschäften. Der Betriebsertrag zeigt anteilige Gutschriften aus den Jahresbeiträgen, den Ertrag aus genutzten Wohnrechten (Ferienpässe, Wohnpläne, Hapimag Residenz, Feridence, Hapimag Explorer) sowie Buchgewinne aus dem Verkauf von Sachanlagen. Der Spartenaufwand umfasst im Wesentlichen die Abschreibungen auf die Sachanlagen der Resorts und Residenzen, die Aufwände der zentralen Bauabteilung, Gebäudeversicherungen, Liegenschaftssteuern und Buchverluste aus dem Verkauf oder der Renovation von Sachanlagen.
TOURISTIK Die Sparte Touristik umfasst die wichtigen Bereiche Resorts und ­Residenzen, Member Services und das Reisegeschäft. Resorts UND RESIDENZEN Im Bereich Resorts und Residenzen sind die operativen Tätigkeiten für den Betrieb und die Verwaltungen der Resorts und Residenzen enthalten. Die Umsätze dieses Bereiches stammen aus den Jahresbeiträgen sowie den Erlösen aus lokalen Kostenbeiträgen und Zusatzleistungen der Resorts und Residenzen. Die wichtigsten Aufwandspositionen sind: Waren- und Serviceaufwand, Unterhalts- und Betriebsaufwand, Personalaufwand, Verwaltungsaufwand sowie sonstiger betrieblicher Aufwand (v.a. nicht rückforderbare Mehrwertsteuer). MEMBER SERVICES Der Bereich Member Services umfasst das Call-Center zur Bearbeitung der Mitgliederanfragen und das Wohnraum-Management. Die Umsätze dieses Bereiches stammen aus den Jahresbeiträgen sowie den Erlösen aus Punkteversicherungen und Annullationsgebühren.
Zentrale Services Resorts & Residenzen 2009
Member Services 2009
64 221 12 985
156 326 5 348
–16 195
–15 777
–11 003
–10 620
–21 885
–21 848
–1 909
–34 016
–34 396
–1 216
–1 091
–6 570
–5 898
–4 697
–4 034
–3 315
–3 604
–1 870
–2 254
–5 203
Der Personalaufwand ist die wichtigste Aufwandsposition. Enthalten sind ebenfalls die Kosten für diverse Informationsorgane für Mitglieder. Reisegeschäft Der Bereich Reisegeschäft beinhaltet Erträge und Aufwendungen von Reiseservice und von Tandem Tours (Vermittlung von Reisedienst­ leistungen sowie eigene Tour-Operating-Aktivitäten). ZENTRALE SERVICES Die Zentralen Services beinhalten die folgenden Bereiche: Verwaltungsrat, Konzernleitung, Finanzen, Personal, Informatik, Rechtsdienst, Qualitäts- und Risiko-Management. Die Zentralen Services erhalten eine anteilige Gutschrift aus den Jahresbeiträgen. Die wichtigsten Aufwände sind der Personalaufwand, die Verwaltungskosten und die Abschreibungen für Büromobilien und IT Soft- und Hardware. WEITERE ERKLÄRUNGEN Die Jahresbeiträge dienen im Wesentlichen zur Deckung der Abschreibungen, der operativen Aufwände zum Betrieb der Resorts und
Residenzen, des Call-Centers und der zentralen und lokalen Verwaltungen. Dementsprechend werden die Jahresbeiträge auf die Sparten Immobilien und Touristik (Bereiche Resorts und Residenzen und Member Services) und die Zentralen Services aufgeteilt. Zwischen den Sparten finden keine nennenswerten Transaktionen statt. Neben den Abschreibungen bestehen keine wesentlichen nichtliquiditätswirksamen Aufwände.
Die Darstellung der Geschäftssparten ist eine freiwillige Offenlegung und stellt insbesondere keine Segmentsberichterstattung nach IFRS 8 (Geschäftssegmente) dar, da Hapimag AG keine börsenkotierte Gesellschaft ist und somit nicht unter den Anwendungsbereich dieses Standards fällt. Die Sparten entsprechen der Führungsstruktur. Da der überwiegende Anteil der Aktiven der Hapimag Unternehmensgruppe in Sachanlagen der Resorts und ­Residenzen investiert ist, mit Ausnahme von Einrichtungen und EDV-Anlagen am Hauptsitz, sind die Abschreibungen mehrheitlich der Sparte «Immobilien» zugeordnet. Für die übrigen Aktiven und Passiven ist eine Zuordnung nicht möglich, da diese der Gesamtgruppe dienen.
Anhang der Konzernrechnung 2009 der Hapimag Unternehmensgruppe 4. geographische Verteilung der Mitglieder und Produktverkäufe
Herkunftsländer der Mitglieder 2009
Herkunftsländer der Mitglieder 2008
Verkauf Produkte 2009
Verkauf Produkte 2008
Die geografische Verteilung der Mitglieder zeigt annähernd die geografische Verteilung der Umsätze der Bereiche «Resorts & Residenzen» und «Reise­geschäft». Die geografische Aufteilung der im Geschäftsjahr verkauften Wohnrechte deckt sich weitgehend mit der geografischen Umsatzaufteilung der Sparte «Verkauf». Der überwiegende Anteil der Aktiven der Hapimag Unternehmensgruppe ist in Sachanlagen investiert. Eine Übersicht über die Sachanlagen nach Ländern findet sich auf der Seite 43. Eine Zuteilung der Sachanlagen auf Regionen wäre wenig sinnvoll, da die unternehmerischen Risiken für jede Destination separat beurteilt werden müssen. Eine geografische Aufteilung der übrigen Aktiven, insbesondere der Forderungen, wäre wenig aussagekräftig, da diese weitgehend durch die Unternehmenszentrale gehalten werden.
5. Übersicht über die Sachanlagen nach Ländern per 31.12.2009 (in EUR 1000)
Anzahl Wohn-­ Investitionen einheiten 2009
Investitionen 2008
An­schaffungswert
–60 860
95 692 46 029
Fertig erstellte Wohneinheiten: Deutschland
–27 988
–18 234
–4 035
–49 283
–2 487
–51 518
–13 030
–17 380
–9 153
–51 011
Tschechische Repulik Türkei Ungarn
–2 109
–50 375
–1 450
Hausboote (Deutschland und Frankreich)
Total fertig erstellte Wohneinheiten
935 547
–366 440
Geschäftsausstattungen Verwaltungen Anlagen im Bau und in Planung Total Sachanlagen
–14 180
–380 620
Total Wohneinheiten zur ­Verfügung ­Mitglieder:
­(ohne Wohneinheiten genutzt für P ­ ersonal, Büro und Aktivitäten)
6. Konsolidierte Gesellschaften der Hapimag Unternehmensgruppe per 31.12.2009 Gesellschaft (Firmenwortlaut)
Kapital (in Mio.)
Besitzer (Verhältnis)
Hapimag AG,
Muttergesellschaft mit Filialen
in Österreich, Spanien und Portugal
119 379 Einzel­aktionäre
Hapimag Touristik AG/Hapitour,
(kommerzielle Aktivitäten)
100 % Hapimag AG
Hapimag Finanz AG,
Nordia Anstalt,
Besitzesgesellschaft
LI-Vaduz
Grundstück Resort Punkaharju
Hava Beteiligungs-GmbH & Co.
Besitzes-/Betriebsgesellschaft
Wohnungsverwaltungs-KG,
deutsche Resorts und Hausboote
EUR 0.026
EUR 0.036
EUR 0.509
96 % Hapimag AG
DE-Winterberg Hava Beteiligungs-GmbH,
Komplementär der Hava
DE-Winterberg
Hapimag Praha S.R.O.,
Resort Prag
Hapimag Ges.m.b.H.,
österreichische Resorts
Hapimag Liegenschaftsnutzung Ges.m.b.H.,
Grundstück Resort Wien
Hapimag Ingatlanüzemeltetó Kft.,
Hapimag Magyarország
Ingatlanhasznositó Kft.,
4 % Nordia Anstalt HUF 3.0
HUF 3.0
EUR 23.588
HU-Budapest Hapimag España S.A.,
Besitzes-/Betriebsgesellschaft ­spanische
ES-Paguera
Resorts Paguera, M ­ arbella, San Agustin
Hapimag Playa Paguera S.A.,
Kommerzbetriebe Resort Paguera
Hapimag Sistema de Férias Lda.,
Hapimag Italia S.r.l.,
IT-Forli
italienische Resorts
Gli Aranceti di Cefalù S.r.l.,
EUR 0.096
80 % Hapimag Espãna S.A. 20 % Fremdbeteiligung
93.333 % Hapimag AG 6.667 % Hapimag Touristik AG
100 % Hapimag Italia S.r.l.
Gesellschaft (Firmenwortlaut)
Hapimag Danmark A/S,
DK-Nysted
Resort Nysted
Svenska Hapimag AB,
Resort Hok-Yxenhaga
Hapimag Investments (Guernsey) Limited,
GB-St. Peter Port
Hapimag Management (UK) Limited,
Bowness Leisure Limited,
Resort Burnside Park
Bowness Time-Share Limited,
DKK 4.0
GBP 0,883
GBP 0,550
100 % Bowness Leisure
GB-Bowness on Windermere
Hapimag France S.àr.l.,
französische Resorts und Hausboote
Hapitour France S.àr.l.,
Kommerzbetriebe Resort Chamonix
EUR 15.280
99.9975 % Hapimag AG 0.0025 % Hapimag Touristik AG
99.8 % Hapimag Touristik AG 0.2 % Hapimag France S.àr.l.
und Schlosshotel Chabenet Hapimag (Holland) B.V.,
Hapimag Hellas SA,
Resorts Porto Heli, Damnoni und Athen
EUR 13.705
99.95 % Hapimag AG
Hapimag Turistik Yatirim ve Ticaret AS,
Resort Sea Garden Hotel & Village,
0.0045 % Hava GmbH & Co.KG
0.0045 % Hapimag Touristik AG
0.05 % Hapimag Touristik AG TRY 80,49
99.9820 % Hapimag AG
0.0045 % Hapimag Finanz AG 0.0045 % Nordia Anstalt Hapimag Marocco SA,
MA-Marrakesch
Resort Marrakesch
MAD 4.01
99.9900 % Hapimag AG 0.0025 % Hapimag Touristik AG 0.0025 % Hapimag France S.àr.l. 0.0025 % Hapimag Finanz AG 0.0025 % Nordia Anstalt
Hapimag Lake Berkley Corporation,
USA-Kissimmee
Resort Orlando-Lake Berkley
Ebenfalls konsolidiert wird der Hapimag Golfclub e.V. mit Sitz in Bad-Bellingen (DE), dessen Vorstand ausschliesslich aus ­Hapimag Vertretern besteht. Trotz fehlender Kapitalbeteiligung ist dadurch gewährleistet, dass Hapimag jederzeit die Kontrolle über den Verein ausübt und die Finanzund Geschäftspolitik des Vereins bestimmt.
Bericht der Revisionsstelle zur Konzernrechnung an die Generalversammlung der Hapimag AG, Baar Als Revisionsstelle haben wir die auf den Seiten 8 bis 45 wiedergegebene Konzernrechnung der Hapimag AG, bestehend aus Konzernbilanz, Konzernerfolgsrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Entwicklung des konsolidierten Eigenkapitals, Konzerngeldflussrechnung und Anhang, für das am 31. Dezember 2009 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Konzernrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Konzernrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards sowie den International Standards on Auditing vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Konzernrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Konzernrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Konzernrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Konzernrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Konzernrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.
Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung vermittelt die Konzernrechnung für das am 31. Dezember 2009 abgeschlossene Geschäftsjahr ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und entspricht dem schweizerischen Gesetz. Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Konzernrechnung existiert. Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu genehmigen. KPMG AG
Fredy Luthiger	Zugelassener Revisionsexperte	Leitender Revisor
Beat Kuhn Zugelassener Revisionsexperte
Zürich, 9. März 2010
Jahresrechnung der Hapimag AG per 31.12.2009 BILANZ
Aktiven in CHF 1000
Beteiligungsähnliche Ausleihungen an verbundene U nternehmen
1 038 884
Dargestellt ist hier der Einzelabschluss der Hapimag AG, Baar. Die Hapimag AG, Baar, ist eine Aktiengesellschaft nach Schweizer Recht und hält als Muttergesellschaft direkt und indirekt Beteiligungen an 28 Tochtergesellschaften. Daneben werden in dieser Gesellschaft Filialen in Österreich, Spanien und Portugal geführt. Die Jahresrechnung der Aktiengesellschaft Hapimag AG widerspiegelt daher nur einen Teil der gesamten Aktivitäten der Hapimag Unternehmensgruppe und ist somit für eine Beurteilung der Finanz- und Ertragslage der Hapimag Unternehmensgruppe nicht geeignet. Dafür dient die konsolidierte Jahresrechnung der Hapimag Unternehmensgruppe auf Seite 8 bis 45. Aus landesrechtlichen Gründen muss neben der konsolidierten Jahresrechnung der Hapimag Unternehmensgruppe auch der Einzelabschluss der Muttergesellschaft Hapimag AG, Baar, publiziert und von der Generalversammlung abgenommen werden.
Passiven in CHF 1000
Eigenkapital Gezeichnetes Kapital (Aktienkapital) Kapitalrücklagen
Bilanzgewinn/Bilanzverlust (–)
Jahresüberschuss /Jahresverlust (–)
640 682
–12 448
Ertrags- und Gewinnsteuern
Jahresrechnung der Hapimag AG per 31.12.2009 erfolgsrechnung
Betriebliche Erlöse Ausgleich der Nettoaufwendungen des Produkteverkaufes
Nettoverkauf Produkt Aktie
Nettoverkauf endliche Wohnrechtsprodukte
Erlöse nach Ausgleich der Nettoaufwendungen des Produkteverkaufes
Material- und Serviceaufwand
–4 457
–27 777
–26 333
–17 441
–17 840
–20 343
–72 572
–80 111
Währungsgewinne/-verluste (netto)
–1 933
Bewertungsanpassungen von beteiligungsähnlichen Ausleihungen
und von Beteiligungen an verbundenen Unternehmen
–29 028
–4 003
Jahresüberschuss/Jahresverlust (–)
– 8 124
Anhang zur Jahresrechnung 2009 der Hapimag AG 1. grundsätze der Rechnungslegung
Rechnungslegungsstandard Die Jahresrechnung der Hapimag AG wird nach den Vorschriften des schweizerischen Gesetzes erstellt. Die Erfolgsrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Allgemeine Erläuterungen Zum 1. 1. 2008 wurde die Tochtergesellschaft Hapimag Verwaltungs- und Vertriebsgesellschaft Havag AG mit der Muttergesellschaft Hapimag AG fusioniert. Die Hapimag AG übernahm per 1.1.2008 sämtliche Aktiven und Passiven der Havag AG. Die Erfolgsrechnung der Hapimag AG umfasst ab 2008 deshalb auch sämtliche Erlöse und Aufwendungen der Schweizer Resorts sowie die Aufwendungen für die Zentrale in Baar, welche vorher Bestandteil der Havag AG waren. Durch die Fusion wurden die von der Tochtergesellschaft Havag AG gehaltenen eigenen Aktien an die Hapimag AG übertragen und zum gleichen Ansatz wie in der Konzernrechnung bewertet. D.h. die Vorratsaktien sind zum Nominalwert bilanziert und die Vermittlungsaktien zum durchschnittlichen Rückkaufswert (siehe auch Erläuterungen 5 und 13). Gleichzeitig wurden auch die unterschiedlichen Bilanzwerte der bis 2004 verkauften Ferienpässe und der bis 1997 verkauften Wohnpläne einmalig angepasst (siehe auch Erläuterung 14). Die vorgenannten Anpassungen erlauben nun, dass Produktverkäufe und Erträge aus abgewohnten Wohnrechten im Konzernabschluss und im Einzelabschluss der Hapimag AG nach ­gleichen Wertansätzen verbucht werden können. Risikobeurteilung Der Verwaltungsrat hat periodisch ausreichende Risikobeurteilungen vorgenommen und allfällige sich daraus ergebende Massnahmen eingeleitet, um zu gewährleisten, dass das Risiko einer wesentlichen Falschaussage in der Rechnungslegung als klein einzustufen ist.
2. Erläuterungen 1 // Verpfändete Aktiven Zur Sicherung eigener Verpflichtungen sind Aktiven mit einem Buchwert von CHF 123.5 Mio. (Vorjahr CHF 129.7 Mio.) belastet. Die ­beanspruchten Bankkredite im Zusammenhang mit den verpfändeten Aktiven belaufen sich auf CHF 19.0 Mio. (Vorjahr CHF 18.7 Mio.).
2 // Versicherung der Sachanlagen Ende Geschäftsjahr beträgt der Brandversicherungswert der Sachanlagen CHF 422.4 Mio. (Vorjahr CHF 444.6 Mio.).
3 // Beteiligungen an verbundenen Unternehmen Die Beteiligungen sind auf den Seiten 44 bis 45 aufgeführt.
Anhang zur Jahresrechnung 2009 der Hapimag AG
5 // Eigene Aktien Vorratsaktien Entwicklung Position Vorratsaktien (CHF 100/CHF 200 pro Aktie): in CHF 1000
Aktienerwerb (durch Fusion mit Havag AG)
Vermittlungsaktien Entwicklung Position Vermittlungsaktien: Stand Jahresbeginn
–17 063
–9 644
Die Vorratsaktien sind zum Nominalwert bilanziert, die Vermittlungsaktien zum Rückkaufswert (durchschnittlich CHF 3421 pro Aktie).
6 // Reserven für Eigene Aktien Der Bestand an eigenen Aktien per 31. Dezember 2009 umfasst 15 343 Namenaktien zu einem Nominalwert von CHF 100/CHF 200. Für die eigenen Aktien wird innerhalb der Kapitalrücklagen gemäss den gesetzlichen Vorschriften eine Reserve für eigene Aktien ausgeschieden. Stand Jahresbeginn (Anzahl)
–6 238
–4 157
Stand Jahresende (Anzahl) Durchschnittlicher Verkaufspreis pro Aktie in CHF
Durchschnittlicher Rückkaufspreis pro Aktie in CHF
Restlaufzeit 2 bis 5 Jahre
Total langfristig
7 // Finanzverbindlichkeiten
8 // Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten die Verrechnungskonten der Hapimag AG, Baar, gegenüber anderen ­Hapimag Gruppengesellschaften.
9 // Sonstige Verbindlichkeiten 2009
Verbindlichkeiten gegenüber Mitgliedern (Aktienrückkäufe usw.)
Vorausbezahlte operative Kostenanteile des Jahresbeitrages von Wohnrechtsprodukten (bis 1 Jahr)
Vorausbezahlte operative Kostenanteile des Jahresbeitrages von Wohnrechtsprodukten (ab 1 Jahr)
Sonstige Total langfristig
10 // Umsatzerlös Der Umsatzerlös setzt sich zusammen aus den Jahresbeiträgen, den Umsätzen aus lokalen Kostenbeiträgen in Resorts, Zumietungen und Hausbooten, den Waren- und Serviceerträgen von Gastrobetrieben und Shops sowie den Prämieneinnahmen für die Wohnrechtspunkte-Versicherungen abzüglich der Umsatzminderungen (Bildung Delkredere, Debitorenverluste, Ausschüttung HapimagCard-Wohnrechtspunkte). Der Umsatzerlös beinhaltet auch die Erlöse der Resorts der ausländischen Filialen der Hapimag AG, Baar, in Österreich, Spanien und Portugal.
11 // Ertrag aus abgewohnten Wohnrechten Wenn die Wohnrechte (Punkte) der befristeten Wohnrechtsprodukte in Anspruch genommen werden, reduziert sich die Verbindlichkeit aus dem Verkauf von Wohnrechten (Anzahl Punkte mal passivierter Betrag pro Punkt) und es entsteht ein Ertrag in gleicher Höhe.
12 // Sonstige betriebliche Erträge Buchgewinne aus Verkauf von Sachanlagen
13 // Nettoverkauf Produkt Aktie Netto-Verkaufserlös Aktien Bewertungsanpassung Vermittlungsaktien (einmalig) Total
Mit dem Kauf einer Hapimag Aktie erwirbt der Käufer ein unbefristetes Wohnrecht in den Hapimag Resorts und Residenzen im Umfang von 12 Wohnrechtspunkten pro Jahr. In diesem Umfang ist Hapimag verpflichtet, Wohnraum bereitzustellen. Dies wird in der Bilanz wie folgt dargestellt: soweit der Verkaufserlös von Vorratsaktien für die Erstellung von Wohnraum benötigt wird (Investitionsbedarf), wird er (nach Abzug von Nennwert und Agio der Aktie) als Investitionsrücklage in die Kapitalrücklagen verbucht. Der darüber hinausgehende Verkaufserlös wird als Ausgleich der Nettoaufwendungen des Produkteverkaufs (Produkt Aktie) in die Erfolgsrechnung gebucht. Zurückgenommene Aktien (Vermittlungsaktien) werden zum bezahlten Rückkaufspreis als eigene Aktien bilanziert. Beim Wiederverkauf wird der Anteil, um den der Wiederverkaufspreis den bilanzierten Wert der Aktie übersteigt, als Ausgleich der Nettoaufwendungen des Produktverkaufs (Produkte Aktie) in die Erfolgsrechnung gebucht. Durch die Fusion wurden die von der Tochtergesellschaft Havag AG gehaltenen eigenen Aktien an die Hapimag AG übertragen und zum ­gleichen Ansatz wie in der Konzernrechnung bewertet. Das heisst, die Vorratsaktien sind zum Nominalwert bilanziert und die Vermittlungsaktien zum durchschnittlichen Rückkaufswert. Aus dieser Anpassung resultierte 2008 ein einmaliger Ertrag von CHF 18.8 Mio.
14 // Nettoverkauf endliche Wohnrechtsprodukte in CHF 1000
Netto-Verkaufserlös endliche Wohnrechtsprodukte Bewertungsanpassungen Ferienpässe/Wohnpläne (einmalig) Total
Soweit der Verkaufserlös für die Erstellung von Wohnraum benötigt wird (Investitionsbedarf), wird er als Verbindlichkeit aus Verkauf von Wohnrechten (kurz- und langfristiges Fremdkapital) verbucht. Die in den Verkaufspreisen enthaltenen vorausbezahlten operativen Kos­tenanteile des Jahresbeitrages für die gesamte Vertragsdauer werden unter den «sonstigen Verbindlichkeiten» (kurz- und langfristiges Fremdkapital) ausgewiesen. Der darüber hinausgehende Verkaufserlös wird als Umsatz verbucht. Die Bilanzwerte der bis 2004 verkauften Ferienpässe und der bis 1997 verkauften Wohnpläne wurden 2008 an die im Konzern gültigen Bewertungsansätze angepasst, was einen einmaligen Aufwand von CHF 7.2 Mio. in 2008 zur Folge hatte.
15 // Sonstiger betrieblicher Aufwand Der sonstige betriebliche Aufwand enthält im Wesentlichen den Aufwand von verbundenen Unternehmen (Mietaufwand, Dienstleistungshonorare, Verwaltungsentschädigung) sowie den Aufwand für Zumietungen, Versicherungsaufwand, Büro- und Verwaltungsaufwand und den Aufwand für Unterhalt, Reparaturen und Ersatzbeschaffungen.
16 // Bewertungsanpassungen von beteiligungsähnlichen Ausleihungen und von Beteiligungen an verbundenen Unternehmen Bewertungsanpassungen ergeben sich einerseits aus Kursschwankungen von in Fremdwährung geführten Ausleihungen an verbundene Unternehmen und andererseits durch die Ergebnisse der Tochtergesellschaften, welche nicht nur die betriebswirtschaftliche Entwicklung, sondern auch steuerliche und handelsrechtliche Gegebenheiten in den jeweiligen Ländern reflektieren.
17 // Eventualverpflichtungen I.A.T.A. International Air Transport Association, CH-Kloten (Garantie zu Gunsten Hapimag Touristik AG/Hapitour, Baar)
Garantien zu Gunsten von Tochtergesellschaften für die Benutzung von Bankkrediten und Rahmenkrediten bei Kreditinstituten Übrige Garantien zu Gunsten von Tochtergesellschaften Total
Die Hapimag AG gehört der Hapimag Mehrwertsteuergruppe an und haftet somit für Mehrwertsteuerschulden gegenüber der Eidgenössischen Steuer­verwaltung solidarisch. Zudem hat sich Hapimag AG mit unbefristeten Patronatserklärungen verpflichtet, gewisse Tochtergesellschaften ­finanziell so auszustatten, dass sie jederzeit in der Lage sind, ihren Verpflichtungen nachzukommen.
18 // Sonstige finanzielle Verpflichtungen Per 31.12.2009 bestehen CHF 0.01 Mio. (Vorjahr CHF 3.9 Mio.) Verpflichtungen für Investitionsvorhaben. Es bestehen keine weiteren nach Art. 663b des Schweizerischen Obligationenrechts ausweispflichtigen Sachverhalte.
Antrag des Verwaltungsrats über die Verwendung des Bilanzgewinns per 31.12.2009 in CHF
Jahresgewinn 2009 der Hapimag AG
Vortrag aus 2008 Bilanzgewinn per 31.12.2009
– 2 827 575
Der Verwaltungsrat der Hapimag AG beantragt der Ordentlichen Generalversammlung vom 22. April 2010 folgende Gewinnverwendung: Zuweisung an freie Reserven
Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung an die Generalversammlung der Hapimag AG, Baar Als Revisionsstelle haben wir die auf den Seiten 48 bis 55 wiedergegebene Jahresrechnung der Hapimag AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang, für das am 31. Dezember 2009 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Verantwortung des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. Verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2009 abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweizerischen Gesetz und den Statuten. Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert. Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen. KPMG AG
Fredy Luthiger	Zugelassener Revisionsexperte	Leitender Revisor	Zürich, 9. März 2010 56
Corporate Governance Verantwortungsbereiche
KONZERNLEITUNG KONZERNLEITUNG
Qualitätsmanagement Kommunikation und Marketing
Hapimag in Prozessen
FÜHRUNGSPROZESSE K. Scholl, CEO GESCHÄFTSPROZESSE
ORGANISATION Member SERVICEs
Aufenthalt an den Adressen
H. Moser
P. El Gebaly
R. Verhagen
ANFORDERUNGEN MARKT / KUNDEN
A. Raeber
S. Alberti, CFO
DER HAPIMAG VERWALTUNGSRAT Die Aufgaben des Verwaltungsrats sind im Schweizerischen Obligationenrecht, in den Hapimag Statuten sowie im Organisationsreglement der Hapimag Unternehmensgruppe festgelegt. Der Verwaltungsrat besteht aus fünf unabhängigen Mitgliedern. Sie sind alle Hapimag Aktionäre. Die folgende Aufstellung gibt Auskunft über die einzelnen Mitglieder des Verwaltungsrats: Marisabel Spitz Dr. oec. (CH/GB) Seit 2000 Mitglied und seit 2002 Präsidentin des Verwaltungsrats von Hapimag AG. Marisabel Spitz war Verantwortliche für Reorganisations-, Strategie-, und Merger & Akquisitions Projekte in verschiedenen touristikbezogenen Branchen und verfügt über eine grosse strategische und operative Erfahrung in diesem Bereich. Stefan H. Schalch Dr. iur. LL.M. (CH) Seit 2000 Mitglied des Verwaltungsrats. Stefan Schalch ist Partner in einer Anwaltskanzlei in Zürich und primär im Wirtschaftsrecht (inkl. Tourismus- und Energierecht) tätig. Als Mitglied des Gesetzgebungsausschusses der Resort Development Organisation (RDO), dem er seit 1998 angehört, ist er ein ausgewiesener Branchenkenner. Harald Früchtenicht Dr. Ing. (DE) Seit 2000 Mitglied des Verwaltungsrats. Als Geschäftsführer und Inhaber von GeoIngenieure Früchtenicht + Lehmann GmbH, Babenhausen, ist Harald Früchtenicht seit über 20 Jahren in führenden Management-Positionen in der Baubranche tätig. Hans-Georg Vater Dr. rer. pol. (DE) Seit 2006 Mitglied des Verwaltungsrats. Nach dem ­Diplomexamen promovierte Hans-Georg Vater im ­Jahre 1969 zum Dr. rer. pol. an der Universität Freiburg/Breisgau. Er war in leitenden Funktionen diverser deutscher Grossunternehmen tätig. Hans Peter König Lic. oec. (CH) Seit 2002 Mitglied des Verwaltungsrats. Hans Peter ­König ist seit 2002 selbständiger Unternehmensberater mit Schwerpunkt Marketing und Gastronomie und war davor während mehrerer Jahre im In- und Ausland erfolgreich im Tourismus tätig.
Der Verwaltungsrat wird von der Generalversammlung gewählt und wurde 2008 im Amt bestätigt. Er besteht aus mindestens fünf bis maximal neun Mitgliedern. Die Amtsdauer der Mitglieder des Verwaltungsrats beträgt vier Jahre. Die Verwaltungsräte können vorbehaltlich einer reglementarischen Altersbeschränkung wiedergewählt werden. Der Verwaltungsrat konstituiert sich selbst. Er bezeichnet seinen Präsidenten und den Sekretär, der nicht Mitglied des Verwaltungsrats sein muss. Der Verwaltungsrat hat die Oberleitung der Gesellschaft und kann in allen Angelegenheiten Beschluss fassen, die nach Gesetz oder Statuten nicht der Generalversammlung zugeteilt sind. Die Mitglieder des Verwaltungsrats sind sowohl der Gesellschaft als auch den Aktionären und Gesellschaftsgläubigern gegenüber für den Schaden verantwortlich, den sie durch absichtliche oder fahrlässige Verletzung ihrer Pflichten verursachen. Der Verwaltungsrat ernennt und beaufsichtigt die Mitglieder der Konzernleitung und legt die strategischen, organisatorischen und finanzplanerischen Richtlinien fest. Zur Unterstützung des Verwaltungsrats ­bestehen drei ständige Ausschüsse. Entscheide werden vom ­Gesamtverwaltungsrat getroffen. Bei der Beratung und ­Beschlussfassung über Gegenstände, die bei einem Verwaltungsratsmitglied zu einem Interessenskonflikt führen könnten, tritt das betreffende Mitglied in den Ausstand. Kein Mitglied des Verwaltungsrats zieht einen Nutzen aus Verträgen zwischen der Hapimag Unternehmensgruppe und einer Drittpartei. Es bestehen keine gegenseitigen Einsitznahmen im Verwaltungsrat der Hapimag Unternehmensgruppe und einer anderen Gesellschaft. Im Jahr 2009 hielt der Verwaltungsrat fünf ordentliche Verwaltungsratssitzungen ab, dazu kamen die Generalversammlung und dreizehn Ausschuss-Sitzungen.
Verwaltungsrats-Ausschüsse Die Ausschüsse bestimmen ihren Vorsitzenden selber. Die Aufgaben und Zuständigkeiten der Ausschüsse sind im Organisationsreglement von Hapimag festgelegt. Zuhanden aller Mitglieder des Verwaltungsrats werden Entscheidungsvorlagen und Sitzungsprotokolle erstellt.
im Hotel «Frankfurt Intercontinental» besuchte sie die Hotelfachschule in Deutschland und absolvierte an der Hochschule in Luzern ein Diplomstudium in Betriebsökonomie. Sie verfügt über langjährige Erfahrung im ­Hotelbereich und in der Tourismusbranche. Zuletzt war sie als Direktrice im Carlton Hotel Tivoli in Luzern tätig.
Heinz Moser Eidg. Dipl. Verkaufsleiter/Dipl. Tourismusfachmann HF (CH) Heinz Moser ist seit 2002 als Verkaufsleiter bei Hapimag tätig und ist seit Januar 2005 für den Gesamtbereich Verkauf verantwortlich. Er ist ausgebildeter dipl. Tourismusfachmann HF und verfügt über einen Abschluss als eidg. dipl. Verkaufsleiter. Dank seinen früheren Tätigkeiten in Verkauf und Marketing bei Emmi (Verkauf von Molkereiprodukten) und Engelberg-Titlis Tourismus besitzt er einen reichen Erfahrungsschatz sowohl in Marketing und Verkauf als auch im Tourismusbereich. Heinz Moser ist seit April 2007 Mitglied der Konzernleitung.
Finanz-, Revisionsund Risikoausschuss
Hans-Georg Vater Harald Früchtenicht Hans Peter König
Nominations- und Entlöhnungsausschuss Stefan H. Schalch
Marisabel Spitz Hans Peter König Marisabel Spitz
Kompetenzregelung Die Kompetenzen des Verwaltungsrats und der Konzernleitung richten sich nach dem Gesetz, den Statuten und dem Organisationsreglement. Für sämtliche Geschäfte, die vom Verwaltungsrat zu genehmigen sind, ist ein entsprechender Antrag seitens der Konzernleitung an den Verwaltungsrat zu stellen. Der Verwaltungsrat wird von der Konzernleitung monatlich über die Erfolgsrechnung und weitere strategisch wichtige Kennzahlen und Schlüsselinformationen orientiert. Der Verwaltungsrat nimmt keine operativen Aufgaben wahr. Diese liegen ausschliesslich im Zuständigkeitsbereich der Konzernleitung. DIE HAPIMAG KONZERNLEITUNG Die Aufgaben und Befugnisse der Konzernleitung sind im Organisationsreglement festgelegt. Die Spartenleiter berichten an den CEO, die Bereichsleiter an ein Konzernleitungsmitglied. Der CEO ist für die Gesamtführung und die bereichsübergreifende Zusammenarbeit verantwortlich. Managementverträge mit Dritten hat die Hapimag Unternehmensgruppe keine abgeschlossen. Die folgende Aufstellung gibt Auskunft über die einzelnen Mitglieder der Konzernleitung: Kurt Scholl Lic. rer. pol. (DE) Kurt Scholl ist seit 1. Februar 2003 Vorsitzender der Konzernleitung (CEO). Zuletzt war er stellvertretender Direktor Financial Advisory und Restructuring Services bei der KPMG Fides. Er wuchs in einer Schwarzwälder Hotelierfamilie auf und studierte in der Schweiz an der Universität Freiburg Volks- und Betriebswirtschaft. Petra El Gebaly Dipl. Betriebsökonomin (DE/CH) Petra El Gebaly führt seit März 2003 den Bereich Member ­Services von Hapimag und wurde per April 2007 in die Konzernleitung berufen. Nach ihrer Ausbildung
René Verhagen (NL) René Verhagen ist seit Dezember 2006 bei Hapimag und für den Bereich Resorts & Lifestyle Management verantwortlich. Er absolvierte in den Niederlanden sein Hotel­fachstudium und verfügt dank seinen Tätigkeiten bei Mercure, Sofitel und Dorint in Spanien, in der Türkei und in Deutschland über weit reichende Kenntnisse in der Hotelbranche. René Verhagen ist seit April 2007 Mitglied der Konzernleitung. Saverio Alberti Dr. oec. (CH) Saverio Alberti ist seit 1. September 2007 als CFO für die Hapimag Unternehmensgruppe tätig. Nach seinem Studium in Finanz und Rechnungswesen promovierte er an der Hochschule St. Gallen (HSG). Vor seiner Tätigkeit bei Hapimag war er CFO von CWS (Franz Haniel & Cie) in Italien und in der Schweiz sowie Senior Division Controller bei H ­ oneywell Analytics. André Raeber Architekt (CH, ZA) André Raeber ist seit dem 1. August 2008 als CRO (Chief Real Estate Officer) für Hapimag tätig. Der schweizerisch-südafrikanische Doppelbürger hat in Südafrika Architektur studiert und leitete dort während zehn Jahren ein Bauunternehmen. 2001 wechselte er zu Mövenpick, wo er als Vice President Facility Management für sämtliche Bauprojekte in Europa, Middle East und Afrika zuständig war. RisikoManagement Zusammen mit der Zürich Versicherung hat Hapimag ein eigenes Risiko-Bewertungssystem entwickelt. Damit werden die Resorts in den Natur-Risiko Bereichen Feuer, Hapimag Geschäftsbericht 2009
Wasser, Sturm, Erdbeben sowie das Verhalten der Mitarbeitenden in möglichen Notfallsituationen mit Einbezug der lokalen Feuerwehr überprüft und bewertet. Die Auswertung ist die Basis für vorsorgliche Massnahmen und deren Umsetzung. Eine «Risk-Datenbank» stellt sicher, dass die Steuerung und die Kontrolle gewährleistet sind. LÖHNE, Beteiligungen und Darlehen Die Entlöhnungsgrundsätze von Hapimag sind darauf ausgerichtet, qualifizierte Führungskräfte, die für ­einen nachhaltigen Erfolg wesentlich sind, zu gewinnen, ihre Entwicklung zu unterstützen und sie längerfristig an das Unternehmen zu binden. Die Entlöhnung bei ­Hapimag besteht aus einem branchenüblichen Grundgehalt ­sowie jährlichen – teils auf Unternehmenserfolg, teils auf individueller Leistung beruhenden – Boni in bar (keine ­Aktien). Das Bonus-System basiert auf einer mehrjährigen Businessplan-Periode und beinhaltet eine Malus-Komponente, die zum Zuge kommt, wenn die Mindestvorgaben in den Bereichen Kundenorientierung, Leistungserbringung, ­Innovationsfähigkeit und finanzielle Ziele nicht erreicht werden (Balanced-Scorecard). Die Auszahlung des Bonus erstreckt sich über zwei Jahre. ­Hapimag gewährt keine ­Sicherheiten, Darlehen, Vorschüsse oder Kredite an die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Konzernleitung oder diesen nahe stehende Personen. Die Mitglieder des Verwaltungsrats werden für ihren Aufwand, ihre Reise­ kosten ins Ausland und andere Aufwendungen im Zusammenhang mit ihrem Mandat und ­ihren Ausschusstätigkeiten entschädigt. An ehemalige Mitglieder des Verwaltungsrats bzw. der Konzernleitung wurden keine Abgangsentschädigungen entrichtet. Mitwirkungsrechte der Aktionäre Jede Aktie besitzt, soweit gesetzlich zulässig, eine ­Stimme, ungeachtet ihres Nominalwertes. Jeder Aktionär hat an der Generalversammlung ein Traktandierungsrecht und ein Auskunftsrecht, soweit es Verhandlungsgegenstände betrifft, die in den Zuständigkeitsbereich der Generalversammlung gehören. Die Generalversammlung fasst ihre Beschlüsse und vollzieht die Wahlen mit der absoluten Mehrheit der an der Generalversammlung vertretenen Aktienstimmen, soweit das Gesetz oder die Statuten keine abweichenden Bestimmungen enthalten. Aktionäre können ihr Stimmrecht auch dann wahrnehmen, wenn sie nicht persönlich an der Generalversammlung teilnehmen. Hapimag hat einen Notar als unabhängigen Stimmrechtsvertreter gemäss Art. 689c des Schweizerischen Obligationenrechts benannt. Stimmrechtsvollmachten mit Weisungen zur Stimmrechtsausübung können diesem Stimmrechtsvertreter erteilt werden. Ferner kann sich ein Aktionär auch vertreten lassen durch einen an60
deren Aktionär, durch seinen Ehegatten oder Verwandte in auf- und absteigender Linie. Der ­Wille der nicht anwesenden Aktionäre kann dadurch uneingeschränkt zur Geltung kommen. Revisionsstelle Die Funktion der externen Revisionsstelle nimmt seit Mai 2001 die KPMG AG, Zürich, wahr. Im Jahr 2003 wurde der für Hapimag zuständige, leitende Prüfer neu bestimmt, und im Jahr 2005 gab es einen wichtigen Wechsel im Revisionsteam. Gemäss Statuten wird die Revisionsstelle durch die Generalversammlung jeweils für die Dauer eines Geschäftsjahres gewählt. Die KPMG AG wurde vom Verwaltungsrat der Generalversammlung für das Berichtsjahr 2009 zur Wiederwahl vorgeschlagen. Aktionärskommunikation Hapimag informiert im jährlich erscheinenden Geschäftsbericht ausführlich über den Geschäftsgang. Daneben ­publizierte Hapimag im Jahr 2009 zwei Ausgaben des Simply Life Magazins. Medien und Aktionäre werden bei Bedarf zusätzlich situativ informiert. Über die Website www.hapimag.com können der aktuellste Jahres­bericht und die Grundsätze der Corporate Governance abgerufen werden. Beirat Der 2005 geschaffene Beirat steht den leitenden Organen der Hapimag Unternehmensgruppe als Sparring-Partner zur Seite. Er unterstützt die Unternehmensleitung mit seinen Fachkenntnissen, Erfahrungen und Kontakten bei der Weiterentwicklung von Hapimag im internationalen Umfeld. Die 15 Mitglieder stammen aus den wichtigsten Hapimag Märkten.
Geschäftsbericht 2009 der Hapimag AG
Konzeption, Redaktion, Gestaltung und Realisation. Publiziert im März 2009 in Deutsch und Englisch.