Source: https://issuu.com/hypovbg/docs/nachhaltigkeitsbericht-2019_hypo-vorarlberg?fr=sOWM0NTE0NTQzNDQ
Timestamp: 2020-07-15 06:01:39
Document Index: 314587951

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 110', '§ 74', '§ 39', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 21', '§ 243']

Hypo Vorarlberg Nachhaltigkeitsbericht 2019 by Hypo Vorarlberg - Issuu
Achtsamkeit auf einen Blick 02
ACHTSAMKEIT AUF EINEN BLICK
Kundenzufriedenheit, Datenschutz, nachhaltige Finanzprodukte
Umweltmanagement, nachhaltige Beschaffung
Partner für Wirtschaft und Bevölkerung, wirtschaftlicher Erfolg
Anti-Korruption und Compliance, Spendenfonds, Sponsorings
Diversität und Chancengleichheit, Work-Life-Balance, Weiterbildung
GRÜNDUNGSMITGLIED KLIMANEUTRALITÄTSBÜNDNIS 2025
Achtsam heißt für uns:
DER HYPO VORARLBERG KONZERN IST NACH DEN KRITERIEN DES BÜNDNISSES SEIT 2016 KLIMANEUTRAL
Wir sind aufmerksam, haben echtes Interesse und sorgen durch unser vorausschauendes Handeln für ein intaktes Umfeld. Wir machen nur Geschäfte, die wir nach außen vertreten können.
Alter Rhein bei Hohenems
Achtsamkeit auf einen Blick 03
ANTEIL HAUPTVERKEHRSMITTEL FÜR DEN ARBEITSWEG
60 % DER MITARBEITER SIND UMWELTSCHONEND UNTERWEGS
(Umfrage 2018)
Öffentliche (Bus, Bahn, U-Bahn)
CO2-EMISSIONEN ZUM VORJAHR UM
TONNEN CO2-ÄQUIVALENT
einspuriges KFZ
1. ÖSTERREICHISCHE BANK MIT EINEM
ERNEUERBARE ENERGIE CA.
GREEN BOND GESAMTVOLUMEN 300 MIO. EURO
MIO. EURO (2019) FINANZIERUNGSVOLUMEN
SPONSORINGS UND SPENDEN JÄHRLICH CA.
CO2-EMISSIONEN ZUGETEILT NACH SCOPES (Konzern, 2019)
SCOPE 1 SCOPE 3 Emissionen durch Dritte (Anreise, Dienstreisen, Abfall)
Direkte Emissionen (Erdgas, Heizöl, Fuhrpark)
33 % 55 % 12 %
SCOPE 2 Zugekaufte Energie (Fernwärme, Strom)
des konzernweiten Stromverbrauchs wird durch Ökostrom abgedeckt
Inhaltsverzeichnis 04
INHALTSVERZEICHNIS 01 EINLEITUNG
Nachhaltigkeitsverständnis	07
02 DIE HYPO VORARLBERG IM ÜBERBLICK
03 ACHTSAMKEIT IM KERNGESCHÄFT
04 NACHHALTIGKEITSMANAGEMENT
05 UMWELT
06 SOZIALES UND ARBEITNEHMER
07 GOVERNANCE
08 VERBUNDENHEIT MIT DER REGION
09 NACHHALTIGKEITSPROGRAMM
10 GRI-INDEX UND NADIVEG-KONFORMITÄT
Geschäftsmodell	13 Ökonomische Kennzahlen	18 Ratings und Auszeichnungen	21
Ethische und nachhaltige Kriterien	Nachhaltige Geldanlagen und Finanzierungen	Chancen und Risiken der Digitalisierung
Nachhaltigkeitsteam	35 Wesentliche Themen	37 Nachhaltigkeitsrisiken	40
Risiken und Auswirkungen	44 Reduktion der CO2-Emissionen	46 Umwelt- und Energiekennzahlen	51
Risiken und Auswirkungen	53 Mitarbeiter	54 Mitarbeiterkennzahlen	60 Menschenrechte	62
Risiken und Auswirkungen	64 Compliance und Korruptionsbekämpfung	65 Bankgeheimnis und Datenschutz	69
Gesellschaftliches Engagement Kunst und Kultur	Sport und Freitzeit
GRI-Index	83 Informationen zur NaDiVeG-Konformität	88 Gültigkeitserklärung und Prüfbescheinigung	89
Sehr geehrte Leserinnen und Leser, selten war das Thema Nachhaltigkeit in den Köpfen der Menschen so präsent wie im Jahr 2019. Verantwortlich dafür war ein schwedisches Mädchen, das sich im Jänner 2019 mit der Bahn auf den Weg zum Weltwirtschaftsforum in Davos aufmachte. Ihr Auftritt machte Greta Thunberg schlagartig berühmt. Auf der ganzen Welt folgten Jugendliche ihrem Vorbild und streikten einmal in der Woche für einen wirksamen Klima- und Umweltschutz. Die Bewegung „Fridays for Future“ nahm noch einmal entscheidend an Fahrt auf. Für die Hypo Vorarlberg ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema – und nicht erst seit 2019. Als achtsame Regionalbank ist sie in unserer DNA angelegt. Wir wissen, dass wir mit unserem Handeln die Menschen und das Umfeld in unseren Marktgebieten beeinflussen. Wir legen daher höchsten Wert auf die Vereinbarkeit von wirtschaftlichem Erfolg, sozialen Aspekten und ökologischer Verträglichkeit. Achtsam Wirtschaften bedeutet für uns, nicht nur auf die eigenen Erfolgszahlen zu schauen, sondern auch an unser Umfeld zu denken: Deswegen waren wir mit dabei, als 2015 in Vorarlberg das Klimaneutralitätsbündnis 2025 ins Leben gerufen wurde. Deswegen streben wir danach, unsere CO2-Emissionen noch weiter zu drosseln. Und deswegen überdenken wir laufend unser Geschäftsmodell – weil es eben nicht egal ist, mit wem wir eine Geschäftsbeziehung eingehen und mit wem nicht. Letzteres ist auch der Kerngedanke des EU-Aktionsplans zur „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“. Als Bank haben wir einen erheblichen Einfluss darauf, wie sich unsere
Mag. Michel Haller Vorstandsvorsitzender
Geschäftspartner verhalten. Der Aktionsplan hat sich zum Ziel gesetzt, die Kapitalflüsse in der EU in eine nachhaltige Richtung zu lenken und Nachhaltigkeitsrisiken in das Risikomanagement der Finanzdienstleister einzubetten. Wir unterstützen diese Ziele und werden unsere Anstrengungen im kommenden Jahr noch verstärken. Darüber hinaus werden wir unser Nachhaltigkeitsprogramm auch im neuen Jahr weiter vorantreiben. Zunächst gilt es aber, uns vor Augen zu führen, wo wir im Augenblick stehen. Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht 2019 verfolgt genau dieses Ziel: Er zeigt auf, was wir in den einzelnen Nachhaltigkeitsdimensionen – Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt – geleistet haben und wo noch Handlungsbedarf besteht. Wo möglich, wirft er auch einen Blick in die Zukunft. Am Ende des Jahres 2019 erhielt Thunberg für ihr Engagement nicht nur den Alternativen Nobelpreis, sondern wurde vom renommierten US-Magazin „Time“ zur Person des Jahres gewählt. Als Bank streben wir natürlich nicht nach Ruhm in dieser Form. Unser Lohn ist eine lebenswerte Welt für unsere Kinder und Enkelkinder.
Bregenz, am 31. März 2020 Hypo Vorarlberg Bank AG Der Vorstand
Dr. Johannes Hefel Mitglied des Vorstandes
Dr. Wilfried Amann Mitglied des Vorstandes GRI: 102-14
NACHHALTIGKEITSVERSTÄNDNIS Die Hypo Vorarlberg legt großen Wert auf die Vereinbarkeit von wirtschaftlichem Erfolg, sozialen Aspekten sowie ökologischer Verträglichkeit und bringt diese drei Dimensionen der Nachhaltigkeit in eine möglichst gute Balance.
Die Grundlage für den Begriff der nachhaltigen Entwicklung bzw. der Nachhaltigkeit als Leitprinzip stammt aus dem Jahr 1987: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ Die Definition der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen („Brundtland-Kommission“) dient auch der Hypo Vorarlberg als Orientierung. Übersetzt in die Markenkernwerte der Bank bedeutet Nachhaltigkeit auch Achtsamkeit: „Wir sind aufmerksam, haben echtes Interesse und sorgen durch unser vorausschauendes Handeln für ein intaktes Umfeld. Wir machen nur Geschäfte, die wir nach außen vertreten können.“ Die Führungskräfte und Mitarbeiter sind gefordert, diese Werte in allen Nachhaltigkeitsbereichen – Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt – zur Geltung zu bringen: WIRTSCHAFT Nachhaltigkeit bedeutet zunächst wirtschaftliche Nachhaltigkeit: Statt Spekulationen und Gewinnmaximierung legt die Hypo Vorarlberg größtes Augenmerk auf Sicherheit und Werterhalt der Kundengelder. Für die Bevölkerung und Wirtschaft in ihren Kernmärkten ist die Hypo Vorarlberg ein starker und zuverlässiger Partner. Negative Auswirkungen auf Klima und Gesellschaft sollen vor allem im Kerngeschäft der Bank reduziert werden. Daher setzt das Unternehmen verstärkt auf nachhaltige Investmentlösungen und Maßnahmen im Kreditgeschäft. GESELLSCHAFT Als wichtiger Arbeitgeber in der Region fördert die Hypo Vorarlberg einen offenen, respektvollen Umgang miteinander und sorgt mit der Gleichstellung der Geschlechter bei Einstellung und Gehalt, flexiblen Arbeitszeitmodellen und betrieblicher Gesundheitsförderung für positive Rahmenbedingungen. Im Sinne einer nachhaltigen Personalentwicklung legt sie Wert auf fortlaufende Aus- und Weiterbildung
und bildet zudem eigene Nachwuchskräfte aus. Ihren wirtschaftlichen Erfolg teilt die Hypo Vorarlberg mit ihrem Umfeld, indem sie langjährige Partnerschaften und Sponsorings in Kultur und Sport unterhält und Personen sowie gemeinnützige Projekte über den eigenen Spendenfonds fördert. UMWELT Die Hypo Vorarlberg sensibilisiert ihre Mitarbeiter laufend im Hinblick auf Ressourcenverbrauch, Mülltrennung oder bewusste Mobilität. Als Gründungsmitglied des Klimaneutralitätsbündnisses 2025 ist es das Ziel des Unternehmens, den CO2-Ausstoß freiwillig von Jahr zu Jahr um 1 % gegenüber dem Vorjahr zu reduzieren. Zudem achtet die Hypo Vorarlberg darauf, die Wertschöpfungskette in der Region zu belassen. Gemeinsam mit Dienstleistern, Lieferanten und Partnern soll die Umweltverträglichkeit erhöht werden. Verlässlichkeit, Stabilität und legitimes Handeln sind wichtige Prinzipien für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung – gerade im Bankensektor. Die Hypo Vorarlberg geht mit diesen Werten achtsam um, damit sie dem Vertrauen von Eigentümern, Kunden, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und anderen gesellschaftlichen Gruppen gerecht wird. Oberste Priorität liegt auf organischem Wachstum, um die Ertragskraft der Bank langfristig abzusichern. Gleichzeitig bleibt sie am Puls der Zeit, ohne die eigene Verantwortung zu vernachlässigen. Nachhaltigkeit wird in diesem Sinn nicht nur als Verpflichtung des Unternehmens gesehen, sondern auch als Chance. Indem die Hypo Vorarlberg frühzeitig nachhaltige Finanzprodukte angeboten hat, beispielsweise einen Green Bond, hat sie sich einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet und einen wichtigen Grundstein für ihren fortdauernden wirtschaftlichen Erfolg gelegt. Damit steigt die Zufriedenheit der Kunden, denen das Thema Nachhaltigkeit ebenfalls immer wichtiger wird. Nicht zuletzt stärkt der Nachhaltigkeitsfokus die Marke Hypo Vorarlberg. So bleibt die Bank auch zukünftig ein attraktiver Arbeitgeber für qualifizierte Bewerber. GRI: 102-11, 102-16, 305-5
ENERGIEAUTONOMIE VORARLBERG UND KLIMANEUTRALITÄTSBÜNDNIS 2025 Es ist der Hypo Vorarlberg ein großes Anliegen, das Land Vorarlberg bei einem besonders ambitionierten Projekt zu unterstützen – der Energieautonomie 20501. Ziel dabei ist es, den regionalen Energiebedarf in Vorarlberg bis 2050 vollständig mit erneuerbarer Energie abzudecken. Auch deswegen ist die Bank eines von zehn Gründungsmitgliedern des Klimaneutralitätsbündnisses 20252. Die Gründungsmitglieder verpflichteten sich 2015, innerhalb von zehn Jahren Klimaneutralität zu erreichen. Die illwerke vkw AG begleitet die Teilnehmer auf diesem Weg. Dieser setzt sich aus den folgenden fünf Schritten zusammen: Messen Im ersten Schritt werden die CO2-Emissionen ermittelt, wobei bereits erste Einspar- bzw. Verbesserungspotenziale erkannt werden. Reduzieren Um den CO2-Fußabdruck zu minimieren, soll in erster Linie reduziert werden: Durch eine Erhöhung der Energieeffizienz, Verhaltensänderungen und verstärkten Einsatz grüner Energie sollen vermeidbare CO2-Emissionen laufend verringert werden. Kompensieren Erst nach einer Reduktion werden nicht vermeidbare Emissionen mit Hilfe von CO2-Zertifikaten ausgeglichen. Im Bündnis wird dafür ein Portfolio an Projekten mit höchsten Standards zusammengestellt sowie der Kauf und die Stilllegung dieser Zertifikate zentral abgewickelt.
Zertifizieren Die Berechnungsmethode des Klimaneutralitätsbündnisses 2025 wird jährlich von einer externen akkreditierten Zertifizierungsstelle gemäß der ISO-Norm 14064-1 „Treibhausgasbilanzierung und Verifizierung“ validiert. Somit haben die Mitglieder einerseits die Sicherheit, dass ihre Emissionen bestmöglich berechnet werden und andererseits bereits die erste Hürde bei einer eigenen Zertifizierung gemäß dieser ISO-Norm erledigt. Kommunizieren Auf einer Online-Plattform des Klimaneutralitätsbündnisses 2025 finden sich allgemeine Informationen zum Bündnis. Zusätzlich wird dort über die beteiligten Unternehmen, deren umgesetzte Maßnahmen und Erfolge berichtet. Weiters wird das Klimaneutralitätsbündnis 2025 in die Social Media-Aktivitäten und die Medienkooperationen der illwerke vkw miteingebunden. Der gesamte Hypo Vorarlberg Konzern (alle Bankstandorte in Österreich, die Niederlassung St. Gallen in der Schweiz sowie die Tochtergesellschaften Hypo Immobilien & Leasing, Hypo Versicherungsmakler und die Hypo Vorarlberg Leasing und Hypo Vorarlberg Immo Italia in Italien) ist seit 2016 nach den Kriterien des Klimaneutralitätsbündnisses 2025 klimaneutral. Bis Anfang 2020 sind dem Klimaneutralitätsbündnis 2025 bereits über 130 Unternehmen aus ganz Österreich und dem benachbarten Ausland beigetreten, die sich freiwillig zur Reduktion ihres CO2-Ausstoßes verpflichten (Stand: 17. Februar 2020).
1	http://www.energieautonomie-vorarlberg.at (abgerufen am 19.2.2020) 2	https://www.klimaneutralitaetsbuendnis2025.com (abgerufen am 19.2.2020) GRI: 102-11, 102-12, 102-13, 305-5 SDG: 7, 9, 13
UN SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS Die Hypo Vorarlberg unterstützt die UN Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Im September 2015 beschlossen die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen die 17 SDGs (und ihre Subziele und Indikatoren). Sie sind nicht nur für Staaten und Regionen relevant, sondern bieten auch einen Orientierungsrahmen für Unternehmen. Die Hypo Vorarlberg nutzt die Nachhaltigkeitsziele, um wesentliche Themen und deren Auswirkungen für ihre Geschäftstätigkeit zu identifizieren. Für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens besonders relevant sind die folgenden Nachhaltigkeitsziele:
▪	▪	▪	▪	▪	▪	▪	▪
SDG 1: Keine Armut (S. 31, 71) SDG 5: Geschlechter-Gleichhheit (S. 54, 55) SDG 7: Bezahlbare und saubere Energie (S. 8, 26, 27, 31, 47, 49, 50) SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (S. 26, 53) SDG 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur (S. 8, 26, 49) SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden (S. 26, 31, 48) SDG 12: Nachhaltige/r Konsum und Produktion (S. 10, 11, 26, 27, 36, 48-50) SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz (S. 8, 10, 26-29, 31, 36, 46-50)
GRI: 102-12
EU-AKTIONSPLAN: „FINANZIERUNG NACHHALTIGEN WACHSTUMS“ Die Hypo Vorarlberg sieht den EU-Aktionsplan zur „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“, den die Kommission am 8. März 2018 veröffentlicht hat, als wichtiges Signal für die Finanzwirtschaft, dem Thema Nachhaltigkeit noch mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Ziel dieses Aktionsplans ist es, durch verschiedene Maßnahmen Finanzfragen und die spezifischen Erfordernisse der europäischen und der globalen Wirtschaft zum Nutzen des Planeten und unserer Gesellschaft noch enger miteinander zu verknüpfen. Nachhaltigkeit soll von Banken in verschiedenen Bereichen stärker integriert und darüber hinaus die Transparenz nachhaltiger Finanzprodukte gefördert werden. Die im Aktionsplan enthaltenen Kernziele sind unter anderem: ▪	Neuausrichtung der Kapitalflüsse hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft ▪	Einbettung der Nachhaltigkeit in das Risikomanagement ▪	Förderung von Transparenz und Langfristigkeit
Um diese Ziele zu verfolgen, wurden 2018 von der EU-Kommission und der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) Legislativvorschläge veröffentlicht. Die Offenlegungsverordnung wurde erst am 9. Dezember 2019 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht, sie tritt am 10. März 2021 in Kraft. In Bezug auf die Taxonomie haben sich das Europäische Parlament, der Rat der Europäischen Union sowie die EU-Kommission am 16. Dezember 2019 auf einen Kompromisstext geeinigt. Dieser wurde am 18. Dezember 2019 politisch beschlossen. Eine formelle Bestätigung von Seiten der EU-Gesetzgeber steht mit Stand 30. Jänner 2020 aber noch aus. Mit dem Inkrafttreten der EU-weiten Vorschriften müssen Finanzdienstleister ihre Kunden noch umfassender informieren – insbesondere über Nachhaltigkeitsaspekte im Zusammenhang mit ihren Finanzprodukten. Für konkrete Umsetzungsmaßnahmen fehlt es aktuell noch an einer „Klassifizierung für nachhaltige Vermögenswerte“. Eine eigene Arbeitsgruppe in der Hypo Vorarlberg beobachtet die laufenden Entwicklungen und wird die erforderlichen Umsetzungsschritte veranlassen (Seite 36). GRI: 102-12 SDG: 12, 13
ÜBER DIESEN BERICHT Die Hypo Vorarlberg berichtet seit 2011 über ihre Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit, seit 2016 in Form eines eigenständigen Nachhaltigkeitsberichts. Mit dem vorliegenden Bericht 2019 bietet das Unternehmen einen umfassenden Überblick über wesentliche Nachhaltigkeitsthemen und -performancezahlen. Dieser Bericht wurde in Übereinstimmung mit den GRI-Standards: Option Kern erstellt. Die speziellen Kriterien für Finanzdienstleister (sector disclosures nach G4, z.B. FS10) wurden ebenfalls berücksichtigt. Hinweise auf GRI Inhalte sind an den jeweiligen Textstellen vermerkt (z.B. GRI 102-45) und sind im GRI-Index nachzuschlagen. Das Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) – die Umsetzung der EU-Richtlinie 2014/95/ EU in österreichisches Recht – verpflichtet große Unternehmen von öffentlichem Interesse dazu, seit dem Geschäftsjahr 2017 nichtfinanzielle Informationen zu veröffentlichen, die sich auf Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, die Achtung der Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Korruption und Bestechung beziehen. Dabei sind die jeweiligen Konzepte und deren Ergebnisse, die angewandten Due-Diligence-Prozesse, die wesentlichen Risiken und die wichtigsten Leistungsindikatoren anzugeben. Mit dem vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht erfüllt die Hypo Vorarlberg diese gesetzlichen Anforderungen und macht von der Option eines gesonderten nichtfinanziellen Berichts Gebrauch. Eine Übersicht über die Erfüllung der NaDiVeG-Anforderungen findet sich ab Seite 88.
Die Informationen im Bericht beziehen sich auf die Kernmärkte der Hypo Vorarlberg und ihrer Tochtergesellschaften (Österreich, Süddeutschland, Ostschweiz und Norditalien). Die dargestellten Kennzahlen und Aktivitäten umfassen im Wesentlichen die Jahre 2017 bis 2019 (jeweils vom 1. Jänner bis 31. Dezember). Nicht-operativ tätige Beteiligungen (Projekt- und Holdinggesellschaften) werden im Rahmen der IFRS-Konsolidierung (International Financial Reporting Standards) im Jahresabschluss berücksichtigt, spiegeln sich aber im Nachhaltigkeitsbericht nicht wider. Wegen einer maßgeblichen Beteiligung der Hypo Vorarlberg an der Hypo Equity Unternehmensbeteiligungen AG (HUBAG) wurden die Mitarbeiterkennzahlen eines Portfoliounternehmens der HUBAG seit 2017 erfasst. Dieses Portfoliounternehmen wurde 2019 verkauft, weshalb seine Mitarbeiter im vorliegenden Bericht nicht mehr berücksichtigt werden3. Der Nachhaltigkeitsbericht wird jährlich publiziert und ist zudem als Kurzfassung in deutscher und englischer Sprache verfügbar. Aus Gründen des Umweltschutzes wird der Nachhaltigkeitsbericht (sowie der Geschäftsbericht) nicht mehr gedruckt. Auf der Webseite der Hypo Vorarlberg (www.hypovbg.at) stehen diese Dokumente zum Down­load zur Verfügung. Die Gleichbehandlung der Geschlechter ist uns wichtig. Aufgrund der besseren Lesbarkeit sind zum Teil personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt – diese beziehen sich jedoch auf Frauen und Männer in gleicher Weise.
Die Hypo Vorarlberg hat 2016 einen umfangreichen Nachhaltigkeitsprozess gestartet und in diesem Rahmen eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Auf Basis einer Stakeholderbefragung, welche für Mitarbeiter sowie externe Stakeholder separat stattgefunden hat, wurden die wichtigsten Themen ermittelt. Seither wurde der Nachhaltigkeitsprozess stetig weiterverfolgt und eine unternehmensweite Datenerhebung sowie eine anschließende Analyse durchgeführt. Für die Sicherstellung einer hohen Berichtsqualität wird auf Ausgewogenheit, Vergleichbarkeit, Genauigkeit, Aktualität, Klarheit und Verlässlichkeit der Informationen und Daten geachtet.
3	Bis zum 31. Dezember 2018 waren bei dem Unternehmen 13 Personen angestellt GRI: 102-45, 102-46, 102-48, 102-49, 102-50, 102-51, 102-52, 102-54 SDG: 12
DIE HYPO VORARLBERG IM Ã&#x153;BERBLICK
Hypo Vorarlberg Zentrale in Bregenz
GESCHÄFTSMODELL Die Hypo Vorarlberg versteht sich als Beraterbank mit einem bodenständigen Geschäfts­ modell. Seit ihrer Gründung 1897 ist sie ein zuverlässiger, beständiger und achtsamer Partner der regionalen Wirtschaft und Bevölkerung.
Seit Jahrzehnten bilden die drei Säulen „Unternehmerbank“, „Wohnbaubank“ und „Anlagebank“ das Fundament, auf dem die Hypo Vorarlberg nachhaltig und erfolgreich wirtschaftet. Kernkompetenzen hat die Bank insbesondere in der Wohnbaufinanzierung, im Firmenkundengeschäft, der Anlageberatung und in der Vermögensverwaltung. Während sie im Heimatmarkt Vorarlberg als Universalbank auftritt und ihren Kunden die gesamte Produkt- und Dienstleistungspalette anbietet, konzentriert sich die Hypo Vorarlberg in ihren Kernmärkten außerhalb Vorarlbergs auf ausgewählte Nischen.
Klares Unternehmensziel ist es, im Heimatmarkt Vorarlberg die Nummer 1 zu bleiben. In den Kernmärkten außerhalb Vorarlbergs will die Bank profitabel wachsen. Dabei legt der Vorstand großen Wert auf eine risikobewusste Kredit- und Geschäftspolitik. Rentabilität und Stabilität stehen bei der Hypo Vorarlberg vor Wachstum. Das Unternehmen achtet darauf, dass die Wertschöpfung überwiegend in den Regionen bleibt, in denen es tätig ist. Ihren zahlreichen Mitarbeitern bietet die Hypo Vorarlberg sichere Arbeitsplätze und leistet so einen wichtigen Beitrag zur Stabilität und Leistungsfähigkeit des Wirtschaftssystems in ihren Kernmärkten. Darüber hinaus wird die Hypo Vorarlberg ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht, indem sie Kultur und Sport in der Region mit Sponsorings und langjährigen Partnerschaften unterstützt. Mit dem Hypo Vorarlberg Spendenfonds hilft die Bank Menschen mit persönlichen Schicksalsschlägen aus ihrer ärgsten finanziellen Not und fördert verschiedene soziale Institutionen und regionale Kulturprojekte.
POSITIONIERUNG DER HYPO VORARLBERG Als die unternehmerische Bank aus Vorarlberg bieten wir Firmen- und Privatkunden durch unsere menschliche Nähe, durch unsere überlegene Beratung in privater Atmosphäre und durch ausgezeichnete Finanzprodukte eine vorausschauende Finanzlösung für alle, die etwas vorhaben und sich auf die Erfüllung ihrer Ziele und Wünsche konzentrieren.
GRI: 102-2, 102-4
MARKENKERNWERTE DER HYPO VORARLBERG
AUSGEZEICHNET AMBITIONIERT
AUSGEZEICHNET Wir bieten täglich exzellente Leistungen und freuen uns über deren Anerkennung und Weiterempfehlung. ACHTSAM Wir sind aufmerksam, haben echtes Interesse und sorgen durch unser vorausschauendes Handeln für ein intaktes Umfeld. Wir machen nur Geschäfte, die wir nach außen vertreten können. VERBUNDEN Wir sind ein wichtiger Teil der Region und leisten einen konkreten Beitrag für das Wohlergehen der Menschen und Unternehmen in unseren Märkten. Nach innen sind wir einander verbunden und agieren als eine Bank.
BESTÄNDIG Seit Beginn an bleiben wir uns treu, fokussieren uns auf unser Kerngeschäft und verfolgen ein kontinuierliches, nachhaltiges Wachstum. EFFIZIENT Wir suchen nach intelligenten Lösungen, um mit möglichst wenig Aufwand die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. AMBITIONIERT Wir entwickeln uns kontinuierlich weiter, verfolgen dabei anspruchsvolle Ziele und trachten nach Spitzenleistungen.
ZUVERLÄSSIG Seit über 120 Jahren sind wir für Kundinnen und Kunden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Land der Partner mit Handschlagqualität.
GESCHÄFTSFELDER FIRMENKUNDEN Ein Schwerpunkt der unternehmerischen Tätigkeit der Hypo Vorarlberg ist das Firmenkundengeschäft. Vorarlberg und die umliegenden Regionen sind durch eine stark mittelständische Wirtschaftsstruktur mit hoher Exportquote gekennzeichnet. Diese Unternehmen unterstützt die Hypo Vorarlberg bei allen Finanzthemen, die für sie von Bedeutung sind. Besonderes Know-how weist die Bank in den Bereichen Investitions- und Projektfinanzierungen, Förderungen, Auslandsdienstleistungen, Betriebsmittelfinanzierungen sowie als Anbieter alternativer Finanzierungsformen und in der Vermögensanlage auf. PRIVATKUNDEN Im Privatkundenbereich bietet die Hypo Vorarlberg umfangreiche Dienstleistungen mit Fokus auf Wohnbaufinanzierung, Vorsorge- und Anlageberatung. Kunden profitieren von individuellen, flexiblen Lösungen und einer fairen, transparenten Konditionenpolitik. Regelmäßige Weiterempfehlungen der Kunden bestärken die Bank darin, den eingeschlagenen Weg auch in Zukunft weiter zu gehen. PRIVATE BANKING UND WEALTH MANAGEMENT Der Bereich Private Banking und Wealth Management betreut vermögende Privatpersonen, ihre Familien und ausgewählte institutionelle Kunden. Die vielfältige Produktpalette orientiert sich in allen Bereichen an den Kundenbedürfnissen und bietet zeitgemäße Lösungen: in der Vermögensverwaltung durch den Einsatz von flexiblen und an die Marktlage angepassten Optimierungskonzepten, im Anlagegeschäft durch den Einsatz von sinnvollen Alternativen zum Geldmarkt, im Zahlungsverkehr durch Weiterentwicklungen im Online Banking und nicht zuletzt durch maßgeschneiderte Finanzierungen.
TREASURY/FINANCIAL MARKETS Der Geschäftsbereich Financial Markets ist für das AktivPassiv-Management, die Refinanzierung der Hypo Vorarlberg und für diverse Serviceleistungen für Kunden und andere Gruppen innerhalb der Bank zuständig. Dazu gehören etwa der Geld-, Devisen- und Zinsderivate- oder der Wertpapierkundenhandel. Die Hypo Vorarlberg betreibt keinen nennenswerten, vom Kundengeschäft losgelösten Eigenhandel. CORPORATE CENTER Im Corporate Center sind im Wesentlichen jene Tochterunternehmen und Beteiligungen zusammengefasst, die die Servicepalette der Bank um banknahe Produkte erweitern. Dazu gehören vor allem die Immobilien- und Leasingtöchter in Österreich und Italien, die HYPO EQUITY Unternehmensbeteiligungen AG (HUBAG), der Versicherungsmakler und die Masterinvest.
GRI: 102-2, 417-1
KERNMÄRKTE Neben der Zentrale in Bregenz und 14 weiteren Filialen in Vorarlberg unterhält die Hypo Vorarlberg weitere Standorte in Wien, Graz und Wels sowie in St. Gallen in der Schweiz. Damit ist das Unternehmen in den wichtigsten Wirtschaftsregionen Österreichs und der Ostschweiz vertreten. Weitere Kernmärkte sind Süddeutschland (Bayern, Baden-Württemberg) und ausgewählte Regionen in Norditalien. Außerhalb Vorarlbergs konzentriert sich die Hypo Vorarlberg auf Nischen im Firmenkundengeschäft, in der Immobilienfinanzierung und in der Anlageberatung.
Neben den klassischen Bankprodukten können die Kunden weitere banknahe Produkte und Services im Immobilien-, Leasing- und Versicherungsbereich nutzen. Expertenwissen unter der Marke Hypo Vorarlberg bietet die Tochtergesellschaft Hypo Immobilien & Leasing GmbH in Dornbirn und Wien. Die Hypo Vorarlberg Leasing AG in Bozen (Italien) entwickelt Lösungen im Bereich Leasing und hat weitere Niederlassungen in Como und Treviso. Das Tochterunternehmen Hypo Versicherungsmakler GmbH wird voraussichtlich am 1. April 2020 mit der Exacta Versicherungsmakler GmbH zum größten regionalen Versicherungsmakler in Vorarlberg mit dem Namen comit zusammengeführt. Die Fusion gilt rückwirkend ab 1. Jänner 20204.
STANDORTE DER HYPO VORARLBERG
BREGENZ HÖCHST LUSTENAU DORNBIRN MESSEPARK
RANKWEIL FELDKIRCH WELS
FELDKIRCH LKH
LECH BLUDENZ
SCHRUNS ST. GALLEN GRAZ BOZEN
4	Die Hypo Vorarlberg ist am neuen Unternehmen zu 40 % beteiligt. Miteigentümer sind die Vorarlberger Landes-Versicherung V.a.G und die Wälder Versicherung VaG GRI: 102-2, 102-3, 102-4, 102-6, FS13
EIGENTÜMER Die Hypo Vorarlberg steht mehrheitlich im Eigentum der Vorarlberger Landesbank-Holding, die ein Sondervermögen des Landes Vorarlberg ist. Weiterer Eigentümer ist ein deutsches Bankenkonsortium aus Stuttgart (Austria Beteiligungsgesellschaft mbH) bestehend aus der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der Landeskreditbank Baden-Württemberg Förderbank (L-Bank). Die prozentuelle Aufteilung des Kapitals der Hypo Vorarlberg gliedert sich per 31. Dezember 2019 wie folgt: Eigentümer | Aktionäre
Anteile gesamt
Vorarlberger Landesbank-Holding
76,8732 %
Austria Beteiligungsgesellschaft mbH
23,1268 %
15,4179 %
7,7089 %
100,0000 %
ORGANISATIONSSTRUKTUR Ein ausführliches Organigramm der Hypo Vorarlberg ist im Geschäftsbericht bzw. auf der Webseite (www.hypovbg.at) zu finden5. Organigramm (Stand 01.01.2020) Geschäftsbereich Risikomanagement Mag. Michel Haller
Geschäftsbereich Firmenkunden Dr. Wilfried Amann
Geschäftsbereich Privatkunden & Private Banking Dr. Johannes Hefel
Kreditmanagement Firmen- und Privatkunden
Vertrieb Privatkunden und Private Banking
Strategische Banksteuerung
Compliance Personal Kommunikation Mid- und Backoffice Fonds, Wertpapiere und Derivate Organisation
Konzernrevision und Interne Revision
Logistik (Betriebstechnik, Materialverwaltung, Nachhaltigkeit)
Niederlassung St. Gallen (Vertrieb)
Hypo Informatik GmbH
Hypo Vorarlberg Leasing, Italien (Vertrieb)
Niederlassung St. Gallen (Risikomanagement)
Hypo Vorarlberg, Italien (Risikomanagement, Immobilien)
5	Am 1. Mai 2020 kommt es zu einem Wechsel im Vorstand der Hypo Vorarlberg. Dipl.-Ing. (FH) Philipp Hämmerle, MSc, folgt als neuer Vorstand auf Dr. Johannes Hefel, der mehr als 22 Jahre als Vorstand tätig war GRI: 102-5, 102-18
ÖKONOMISCHE KENNZAHLEN Statt Spekulationen und Gewinnmaximierung legt die Hypo Vorarlberg größtes Augenmerk auf Sicherheit und Werterhalt der Kundengelder. Oberste Priorität liegt auf organischem Wachstum, um die Ertragskraft der Bank langfristig abzusichern. Auch 2019 konnte die Bank auf diesem nachhaltigen Fundament wieder erfolgreich wirtschaften.
In einem wirtschaftlich und politisch herausfordernden Umfeld, das von Negativzinsen, neuen Regulatorien und der fortschreitenden Digitalisierung geprägt war, konnte die Hypo Vorarlberg im Geschäftsjahr 2019 ein gutes operatives Ergebnis erwirtschaften. Eine wichtige Grundlage für die nachhaltige Geschäftsentwicklung des Konzerns ist die risikobewusste Kredit- und Geschäftspolitik. So entspricht auch die Entwicklung der Kundeneinlagen und des Finanzierungsvolumens der Strategie des Vorstandes, bei der Rentabilität und Stabilität vor Wachstum stehen. Diese Strategie spiegelt sich auch in der Bilanzsumme wider, die zum 31. Dezember 2019 TEUR 13.979.941 betrug und damit um 1,6 % über jener des Vorjahres lag (2018: TEUR 13.754.610).
überschuss legte um 14,3 % zu, was vor allem auf die guten Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft zurückzuführen ist. Das Provisionsgeschäft gewinnt damit immer mehr an Bedeutung für die Bank. Unter anderem bedingt durch neue IFRS 9-Vorschriften waren 2018 hohe Abschreibungen in Tochtergesellschaften erforderlich, wodurch das Ergebnis spürbar belastet wurde. Ohne vergleichbare Effekte betrug das Ergebnis vor Steuern per 31. Dezember 2019 in Summe TEUR 91.692 und lag damit deutlich über dem Vorjahresergebnis (2018: TEUR 48.657). Das Konzernergebnis nach Steuern betrug TEUR 70.376 (2018: TEUR 29.176).
Zur Beurteilung der Stabilität und Stärke einer Bank dient vor allem die Kernkapitalquote (T1), die bei der Hypo VorarlAuch im Jahr 2019 waren die Auswirkungen der Niedrigberg 2019 mit 14,66 % über den gesetzlichen Vorgaben lag zinspolitik der EZB zu spüren, dennoch stieg der Zinsüber(2018: 15,21 %). Der Rückgang dieser Eigenmittelquote ist schuss um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr. Der Provisionsauf den gestiegenen Gesamtrisikobetrag zurückzuführen. Die Sicherheit und Verlässlichkeit der Hypo Vorarlberg wird zudem mit den Liquiditätskennzahlen bestätigt, welche sich kurz- und langfristig auch deutlich über den gesetzlichen Anforderungen COVID-19 PANDEMIE befinden. Der globale Ausbruch des Coronavirus (COVID-19) zu Beginn des Jahres 2020 und die damit zusammenhängenden nationalen und internationalen Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus haben wesentliche Auswirkungen auf die globale Wirtschaft. Die daraus resultierenden rückläufigen Finanz-, Waren- und Dienstleistungsmärkte werden im Laufe des Geschäftsjahrs 2020 entsprechende Auswirkungen auf die Konjunktur haben. Die möglichen Auswirkungen sind derzeit nicht seriös einschätzbar, das gilt auch für die Geschäftsentwicklung der Hypo Vorarlberg. Für detaillierte Ausführungen wird auf den Geschäftsbericht 2019 der Hypo Vorarlberg verwiesen, im Internet abrufbar unter www.hypovbg.at.
Die wichtigsten ökonomischen Kennzahlen der Jahre 2019 und 2018 beziehen sich auf den Hypo Vorarlberg Konzern (IFRS) und sind in den nachfolgenden Tabellen zusammengefasst. Umfassende Informationen zum Geschäftsverlauf der Hypo Vorarlberg und ihrer Tochtergesellschaften sind im Geschäftsbericht nachzulesen.
GRI: 201-1
Zentrale ökonomische Kennzahlen der Hypo Vorarlberg TEUR Bilanzsumme Darlehen und Kredite an Kunden (über alle Kategorien) Einlagen von Kunden (über alle Kategorien)
13.979.941
13.754.610
in % 1,6 %
10.042.455
9.652.675
5.434.969
5.682.356
Verbriefte Verbindlichkeiten (LAC)
5.425.331
5.257.582
Eigenmittel gemäß CRR
1.509.673
1.379.763
davon Kernkapital
1.240.031
1.179.866
in % 1,3 % 14,3 %
Eigenmittelquote gemäß CRR TEUR Zinsüberschuss Provisionsüberschuss Verwaltungsaufwendungen Ergebnis vor Steuern TEUR Cost-Income-Ratio (CIR) Return on Equity (ROE)
-96.291
in % -13,0 %
GRI: 102-7, 201-1
ÖKONOMISCHE Ökonomische KENNZAHLEN Kennzahlen
Als starker Finanzierungspartner für die Menschen und Unternehmen in ihren Kernmärkten wird die größte Position der Bilanzaktiva der Hypo Vorarlberg von den Darlehen und Krediten an Kunden gebildet. Die Darlehen und Kredite an Kunden zum 31. Dezember 2019 betrugen über alle Bewertungskategorien gerechnet insgesamt TEUR 10.042.455 (2018: TEUR 9.652.675). Die Darlehen und Kredite an Kreditinstitute gingen im Berichtsjahr um 11,8 % auf TEUR 116.743 (2018: TEUR 132.408) zurück. Die gesamten Darlehen und Kredite an Kunden und Kreditinstitute lagen zum 31. Dezember 2019 bei TEUR 10.159.198 und fielen im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 % höher aus (2018: TEUR 9.785.083). Die Darlehen und Kredite im Staatssektor gingen verglichen mit 2018 leicht zurück, während in allen anderen Sektoren eine Steigerung zu verzeichnen war.
Der größte Teil des Kreditgeschäfts der Hypo Vorarlberg erfolgt mit einem Anteil von 68 % in Österreich, gefolgt von Deutschland mit 13 %. Die restlichen Forderungen an Kunden richten sich überwiegend an Kunden aus der Schweiz und Italien.
Darlehen und Kredite an Kunden und Kreditinstitute – nach Sektoren (Stand: 31. Dezember 2019)
Darlehen und Kredite an Kunden und Kreditinstitute – nach Regionen (Stand: 31. Dezember 2019)
3 % 1 %
8 % 23 %
13 % 68 %
Unternehmen Private Haushalte Staatssektor Finanzunternehmen Kreditinstitute
Österreich Deutschland Schweiz und Liechtenstein Italien Sonstiges Ausland
GRI: 201-1, FS6
RATINGS UND AUSZEICHNUNGEN Die Leistungen der Hypo Vorarlberg und ihr Engagement werden regelmäßig von externer Stelle gewürdigt. Das spiegelt sich in sehr guten Ratings und zahlreichen Auszeichnungen wider.
Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) bewertet die Bonität der Hypo Vorarlberg seit Mai 2018 mit „A+“ für langfristige bzw. „A-1“ für kurzfristige Verbindlichkeiten (Ausblick: stabil)6.Positiv bewertet hat die Ratingagentur die stabile Eigentümerstruktur sowie das klare Bekenntnis des Mehrheitseigentümers (Land Vorarlberg) zur Bank. Auch die sehr gute Bonität des Landes Vorarlberg, das sich im Jahr 2015 erstmals einem professionellen Rating durch S&P unterzogen hat, wirkt sich positiv aus.
Das Langfrist-Rating des Landes Vorarlberg liegt bei „AA+“, das Kurzfrist-Rating bei „A-1+“, der Ausblick ist stabil. Im Februar 2018 stufte die Ratingagentur Moody‘s die Bank mit „A3“ (Ausblick: stabil) ein, wie in der folgenden Auflistung erkennbar. Mit beiden Ratings befindet sich die Hypo Vorarlberg unter den bestgerateten Finanzinstituten Österreichs.
Bankenratings Rating Langfristige Bankeinlagen/Long-Term Senior Debt Kurzfristig/Short-Term Ausblick
NACHHALTIGKEITSRATINGS Als erste Vorarlberger Bank hat die Hypo Vorarlberg ein sehr gutes Rating im Bereich Nachhaltigkeit erhalten. ISS ESG (vormals ISS-oekom), eine der führenden Ratingagenturen im nachhaltigen Anlagesegment, hat die Bank im Frühjahr 2016 mit der Note „C-“ bewertet. Im Mai 2017 konnte sich die Hypo Vorarlberg auf die Note „C“ verbessern. Damit liegt die Hypo Vorarlberg im Prime-Bereich (Corporate Rating/Last Modification: Juli 2019). Zum Vergleich: Die beste Bank in derselben Peergroup wird auf der Bewertungsskala mit „B-“ geratet. Mit dieser Beurteilung qualifizieren sich die auf dem Markt gehandelten Wertpapiere der Hypo Vorarlberg für ein Investment aus ökologischer und sozialer Sicht.
ISS ESG erhebt und bewertet in ihrem Ratingprozess Informationen über die soziale und ökologische Performance von Unternehmen. Die Beurteilung erfolgt anhand von über 100 branchenspezifisch ausgewählten sozialen und ökologischen Kriterien. Diese Kriterien werden laufend an neueste Entwicklungen und Erkenntnisse angepasst. Die Aktualität der Ratings wird durch regelmäßige Updates sichergestellt.
6	Stand (S&P, Moody’s): Jänner 2020 GRI: 102-12
Nachhaltigkeitsrating der Hypo Vorarlberg im Vergleich Zum Stichtag 14. Jänner 2020 belegt die Hypo Vorarlberg den 13. Rang in ihre Branche, von 246 gerateten Regionalbanken auf der ganzen Welt.
Rating-Verteilung 246 Unternehmen in der Branche 70 %
Not Prime Prime
60 % 50 % 40 % 30 % 20 % Firma Branche
10 % 0 %
Quelle: ESG Corporate Rating / Last Modification: 2019-07-24 © ISS ESG
IMUG Rating Auch die Ratingagentur imug hat gute Ratings für den Bereich Nachhaltigkeit sowie die nachhaltigen Aspekte der beiden Pfandbriefarten der Hypo Vorarlberg vergeben: ▪	Sustainability Rating (Nachhaltigkeitsrating): positive (B) ▪	Mortgage Covered Bonds (Hypothekenpfandbriefe): positive (BB) ▪	Public Sector Covered Bonds (Öffentliche Pfandbriefe): very positive (A)
DZ Bank Gütesiegel Die DZ Bank würdigt mit dem „Gütesiegel für Nachhaltigkeit“ ebenfalls die Nachhaltigkeitsleistung der Hypo Vorarlberg. Dieses Gütesiegel beruht auf einem sogenannten EESGRating der DZ Bank, mit dem Unternehmen in vier Nachhaltigkeitsdimensionen (Economic, Environmental, Social, Governance) analysiert werden.
AUSZEICHNUNGEN ELITE REPORT Die Hypo Vorarlberg zählt nach Ansicht mehrerer unabhängiger Prüfinstanzen auch 2020 zu den führenden Vermögensverwaltern. Für ausgezeichnete Beratungsleistung verlieh der Elite Report (München) der Bank im November 2019 bereits zum neunten Mal in Folge die Höchstnote „summa cum laude“. SALVUS GOLD Nachdem der Hypo Vorarlberg in den Vorjahren bereits zwei Mal der SALVUS Silber verliehen wurde, erhielt die Bank 2017 erstmals das Gütesiegel SALVUS Gold. 2019 erhielt das Unternehmen erneut den SALVUS Gold. Mit dem SALVUS werden Vorarlberger Betriebe, die sich aktiv für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter einsetzen, jeweils für die Dauer von zwei Jahren ausgezeichnet. Insgesamt wählten die Vorarlberger Landesregierung, die Vorarlberger Wirtschaftskammer, die Arbeiterkammer Vorarlberg und die Vorarlberger Gebietskrankenkasse für 2019 und 2020 insgesamt 49 heimische Betriebe aus.
AUSGEZEICHNETER LEHRBETRIEB Seit 2009 trägt die Hypo Vorarlberg das Prädikat „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“, das vom Land Vorarlberg, der Wirtschaftskammer und der Arbeiterkammer Vorarlberg verliehen wird. Diese Auszeichnung ist nicht nur Anerkennung für eine erfolgreiche Lehrlingsausbildung, sondern bestätigt der Hypo Vorarlberg auch die hohe Qualität und das Engagement in der Ausbildung junger Mitarbeiter. 2018 wurde der Hypo Vorarlberg zum vierten Mal das Prädikat „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“ verliehen, das bis 2021 gilt. FAMILIENFREUNDLICHER BETRIEB Für viele Mitarbeiter ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeits- und Lebensqualität. Im Gegenzug profitiert auch die Hypo Vorarlberg von einer familienbewussten Unternehmenskultur. Derzeit kommen als familienfreundliche Maßnahmen JobsharingModelle, Gleitzeit, Gleichstellung aller Beschäftigten bei Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine umfassende Betreuung bei Karenzantritt und Wiedereinstieg zum Einsatz. Dass dieses Thema der Bank ein großes Anliegen ist, wird durch die Auszeichnung als „Familienfreundlicher Betrieb 2020-2021” durch das Land Vorarlberg bestätigt. Damit schließt die Bank an die Auszeichnungen der vergangenen Jahre an.
ACHTSAMKEIT IM KERNGESCHÃ&#x201E;FT
Ethische und nachhaltige Kriterien
ETHISCHE UND NACHHALTIGE KRITERIEN Banken und ihre Kunden spielen eine wesentliche Rolle auf dem Weg zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Wirtschaft. Einfluss nehmen Banken vor allem über das Finanzierungs- und Anlagegeschäft. Die Hypo Vorarlberg hat deshalb Ethik- und Nachhaltigkeitskriterien in diesen Geschäftsbereichen definiert.
Geld ist in jeder funktionierenden Volkswirtschaft eine beschränkte Ressource. Wohin die Geldströme fließen, ist daher entscheidend für den Erfolg und Misserfolg einzelner Firmen, Branchen oder sogar Staaten. Zahlreiche Ansätze im Bereich Sustainable Finance, nicht zuletzt auf EUEbene, haben sich daher zum Ziel gesetzt, die Geldströme hin zu nachhaltigen Wirtschaftsformen auszurichten. Die Hypo Vorarlberg hat 2017 entschieden, im Finanzierungsund Anlagegeschäft sowie bei den Eigenveranlagungen und den Eigenemissionen die Auswirkungen der Geschäfte auf die Umwelt, das Klima und den Menschen zu berücksichtigen. In dieser Hinsicht wünschenswerte und nicht-wünschenswerte Geschäfte werden seither mithilfe von Positivund Ausschlusskriterien identifiziert, diese sind in einer eigenen Vorstandsanweisung7 geregelt. Geschäfte, die diesen Kriterien nicht entsprechen, lehnt die Bank ab. Diese Ethik- und Nachhaltigkeitskriterien gelten sowohl in der Bank als auch in den Tochterunternehmen8.
UMSETZUNG UND ÜBERPRÜFUNG Die Mitarbeiter der Hypo Vorarlberg prüfen zum Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses im Vier-Augen-Prinzip die Positivund Ausschlusskriterien. Die Erfüllung der Positivkriterien ist aus Sicht der Bank zwar wünschenswert, bedeutet aber nicht automatisch, dass ein Geschäft durchgeführt wird. Andere Überlegungen, etwa die Wirtschaftlichkeit des Geschäfts, fließen in die Entscheidungen mit ein. Anders verhält es sich mit den Ausschlusskriterien. Liegt eines dieser Kriterien vor, darf das betreffende Geschäft nicht abgeschlossen werden. Das betrifft vor allem Bereiche, die sich besonders negativ auf Umwelt, Klima oder Mensch auswirken, etwa Investitionen in Kohlekraftwerke. Verletzt ein bestehender Kunde oder Emittent zumindest eines der Ausschlusskriterien, wird die Kundenbeziehung einer Überprüfung unterzogen. Den Mitarbeitern stehen bei der Arbeit verschiedene Hilfsmittel zu Verfügung, etwa beschreibende Unterlagen oder Checklisten, die eine Zuordnung des Engagements erleichtern. Bei Unklarheiten können sich die Mitarbeiter ebenfalls an die Nachhaltigkeitskoordinatorin wenden. Die Interne Revision berücksichtigt die Vorstandsanweisung bei ihren laufenden Prüfungen. Dies stellt einen Teil des internen Due-Diligence-Prozesses dar.
7	Siehe Vorstandsanweisung „Ethische und nachhaltige Kriterien für Finanzierungen und Anlagegeschäfte“ 8	Gilt für alle wesentlichen Bereiche im Konzern d.h. alle Bankstandorte sowie für die Tochtergesellschaften Hypo Immobilien & Leasing GmbH und Hypo Vorarlberg Leasing AG. Die Hypo Vorarlberg Leasing AG in Bozen verfügt zusätzlich über einen Ethikkodex, der auf der Webseite www.hypoleasing.it veröffentlicht ist GRI: 102-16
FINANZIERUNGSGESCHÄFT FÜR KUNDEN UND EIGENVERANLAGUNG Im Kreditgeschäft und bei der Anlage des Bankvermögens kommen die untenstehenden Positiv- und Ausschlusskriterien zum Einsatz. Ein Vorliegen der Ausschlusskriterien kann im Neugeschäft zum Zeitpunkt des Abschlusses dezidiert ausgeschlossen werden. Abgelehnte Finanzierungen werden im System der Hypo Vorarlberg erfasst.
POSITIVKRITERIEN ▪	Neubau/Sanierung von Gebäuden mit hoher Energieeffizienz bzw. hohen Nachhaltigkeitsstandards für Wohnraum oder Gewerbenutzung ▪	Projekte im Bereich erneuerbare Energie wie z.B. Wind, Photovoltaik, Wasserkraft oder Biomasse ▪	Nachhaltige Mobilität und Infrastruktur, öffentlicher Verkehr, energieeffiziente Beleuchtung oder Bahnlogistik ▪	Maßnahmen zum nachhaltigen Wassermanagement, Abfallmanagement oder Schadstoffreduktion ▪	Biologische Landwirtschaft ▪	Soziale und kulturelle Projekte sowie Einrichtungen für Gesundheit, Kinderbetreuung, Aus- und Weiterbildung oder Kulturprojekte ▪	Unternehmen mit hohem Nachhaltigkeitsstandard (Zertifizierungen, positives Nachhaltigkeitsrating oder Reporting-Standards)
AUSSCHLUSSKRITERIEN ▪	Verletzung von Menschenrechten gemäß der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen9 ▪	Produktion mithilfe von primärer Kinderarbeit10 ▪	Verletzung von Arbeitsrechten gemäß den ILO Kernarbeitsnormen11 ▪	Projekte und Unternehmen in kriegsführenden Staaten gemäß OeKB-Deckungsrichtlinien12 ▪	Pornografie und Prostitution13 ▪	Geächtete Waffen14 ▪	Errichtung und Betrieb von Atomkraftwerken15 ▪	Kohleabbau16 Zusätzlich sichten die Mitarbeiter der Hypo Vorarlberg, ob ein Neugeschäft in einem sensiblen Geschäftsbereich auf kontroversielle, umwelt- oder klimaschädliche Weise erfolgt (z.B. Öl- und Gasförderung mittels Fracking, Holzgewinnung aus Primärwäldern, Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut in der Landwirtschaft oder bestandsgefährdende Hochseefischerei).
9	Weiterführende Informationen unter z.B. https://www.menschenrechtserklaerung.de (abgerufen am 19.2.2020) 10	Davon umfasst ist Kinderarbeit, die direkt dem finanzierenden Projekt oder dem Partner zugeordnet werden kann (ohne Lieferkette) 11	Dies trifft bei einer massiven Verletzung von mindestens einem der vier grundlegenden Prinzipien der ILO Declaration on Fundamental Principles and Rights at Work (Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Diskriminierung) zu, vergleiche dazu https://www.ilo.org/berlin/arbeits-und-standards/kernarbeitsnormen/lang--de/index.html (abgerufen am 19.2.2020) 12	Weiterführende Infos unter z.B. https://www.oekb.at/export-services/laenderinformationen.html (abgerufen am 19.2.2020), ausgenommen sind Projekte für humanitäre Zwecke oder zur Primärversorgung der Bevölkerung 13	Keine Projektfinanzierung bei Hauptzweck, keine Eigenveranlagung (Kauf von Aktien, Anleihen) bei Unternehmen ab 5 % Umsatzanteil bei Herstellung und Handel von Pornografie 14	Anti-Personen Minen, Biologische Waffen, Chemische Waffen, Streubomben, Uranmunition, Atomare Waffen, Phosphorwaffen 15	Keine direkte Projektfinanzierung von Atomkraftprojekten, keine Eigenveranlagung ab 5 % Umsatzanteil 16	Keine direkte Projektfinanzierung von Kohleabbauprojekten, keine Eigenveranlagung ab 5 % Umsatzanteil GRI: 102-16, 408-1, 409-1, 412-3 SDG: 7, 8, 9, 11, 12, 13
ANLAGEGESCHÄFT UND EIGENEMISSIONEN In den Vermögensverwaltungsprodukten der Hypo Vorarlberg auf Einzeltitelbasis und bei den Eigenemissionen der Hypo Vorarlberg auf Einzeltitelbasis gelten folgende Positiv- und Ausschlusskriterien. Ziel ist es, die Ausschlusskriterien im Anlagegeschäft Schritt für Schritt zu erweitern.
POSITIVKRITERIEN ▪	Alle Positivkriterien, die für das Finanzierungsgeschäft gelten ▪	Unternehmen und Staaten mit positivem Nachhaltigkeitsrating (Aktien und Anleihen) ▪	Investments mit positivem Beitrag zum Klimaschutz bzw. geringem CO2-Fußabdruck ▪	Investments, die die Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für nachhaltige Finanzprodukte bzw. das FNG-Siegel17 für nachhaltige Publikumsfonds erfüllen
AUSSCHLUSSKRITERIEN FÜR DIE VERMÖGENSVER­WALTUNG UND AUSGEWÄHLTE FONDS AUF EINZEL­TITELBASIS (AKTIEN, ANLEIHEN) ▪	Geächtete Waffen18 ▪	Erdöl- und Erdgasförderung durch Fracking19 ▪	Ölgewinnung aus Teersand20 ▪	Förderung von Kohle/Kohleabbau21 ▪	Nuklear/Atom22 ▪	Rüstung23 ▪	Gentechnik, GVO gentechnisch veränderte Organismen24
Die genannten Ausschlusskriterien werden bei der Titelselektion von Anleihen und Aktien angewendet. Die vorhandenen Bestände werden sukzessive auf diese geprüft und bei Feststellung einer Verletzung ausgetauscht. Um Investitionen in und Spekulationen mit Agrarrohstoffen zu vermeiden, verzichtet die Hypo Vorarlberg auch weiterhin auf Zertifikate, die Agrarrohstoffe einschließen. Bei der Auswahlliste für Einzelaktien werden die jeweils aktuellen Ausschlusskriterien berücksichtigt.
AUSSCHLUSSKRITERIEN FÜR EIGENEMISSIONEN AUF EINZELTITELBASIS ▪	Spekulationen oder Investitionen in Agrarrohstoffe ▪	Geächtete Waffen ▪	Kohleabbau25 ▪	Produzenten von Atomenergie, Uran und Kernkomponenten von Atomkraftwerken26
17	Siegel des Forums Nachhaltiger Geldanlagen (FNG); http://www.fng-siegel.org/de (abgerufen am 19.2.2020) 18	Anti-Personen Minen, Biologische Waffen, Chemische Waffen, Streubomben, Uranmunition, Atomare Waffen, Phosphorwaffen – 0 % Beteiligungsgrad 19	Beteiligungsgrad 0 % 20	bis maximal 5 % Beteiligungsgrad 21	bis maximal 5 % Beteiligungsgrad 22	Produktion und Zulieferer von Kernkomponenten bis maximal 5 % Beteiligungsgrad 23	Herstellung von militärischen Waffensystemen oder wesentlichen Komponenten für diese Waffen. Produkte/Services zur Unterstützung militärischer Waffen. Weitere Produkte/ Dienste, die für militärische Zwecke konzipiert sind, jedoch nicht für militärische Angriffe oder militärische Waffensysteme. Bis maximal 5 % Beteiligungsgrad 24	Entwicklung/Kultivierung/Anbau von gentechnisch verändertem Saatgut/Pflanzen bis maximal 5 % Beteiligungsgrad 25	Kohleabbau ab 5 % Umsatzanteil 26	Atomenergie, Uran und Kernkomponenten von Atomkraftwerken ab 5 % Umsatzanteil GRI: 102-16 SDG: 7, 12, 13
Nachhaltige Geldanlagen und Finanzierungen
NACHHALTIGE GELDANLAGEN UND FINANZIERUNGEN Die Hypo Vorarlberg wird auch auf der Produktseite ihrer Verantwortung als achtsame Regionalbank gerecht. Zahlreiche Angebote berücksichtigen bereits die ethischen und nachhaltigen Kriterien, die das Unternehmen formuliert hat.
Viele Angebote im Bereich Geldanlagen und Finanzierungen weisen einen eindeutigen ökologischen oder sozialen Bezug auf. Die Zahl dieser nachhaltigen Produkte wächst ständig. GELDANLAGEN Die Vermögensverwaltung der Hypo Vorarlberg hat wichtige Schritte in Richtung nachhaltiger Geldanlage bzw. Divestment gemacht. Nach gezielten Umschichtungen erhielt der Fonds Hypo Vorarlberg Weltportfolio Aktien27 erstmals 2017 ein Transparenzsiegel (AA-Rating). Das Center for Social and Sustainable Products (CSSP) in Liechtenstein, ein unabhängiges Beratungs- und Forschungsunternehmen mit Fokus auf nachhaltige Geldanlagen, hat dem Fonds im September 2019 zum dritten Mal in Folge und für ein weiteres Jahr das yourSRI-Transparenzsiegel (SRI = Socially Responsible Investment) verliehen. Mit einem Volumen von rund TEUR 178.000 per 31. Dezember 2019 ist der Hypo Vorarlberg Weltportfolio Aktien einer der größten Aktiendachfonds in Österreich und wird in fast allen Vermögensverwaltungsstrategien der Bank eingesetzt.
Per 30. September 2019 wurden noch fünf weitere Fonds der Hypo Vorarlberg der gleichen Prüfung unterzogen und dürfen für ein Jahr ein Transparenzsiegel führen: ▪	Hypo Vorarlberg Kapitalgewinn Global28 (AA-Rating) ▪	Hypo Vorarlberg Dynamik Wertsicherung29 (AA-Rating) ▪	Hypo Vorarlberg Euro Anleihen Kurzläufer30 (A-Rating) ▪	Hypo Vorarlberg Ausgewogen Global31 (A-Rating) ▪	Hypo Vorarlberg Aktien Value Momentum32 (A-Rating) 2020 wird noch ein weiterer Fonds (Hypo Vorarlberg Zinsertrag Global) das Screening für das Transparenzsiegel durchlaufen. Die Hypo Vorarlberg bietet ihren Kunden darüber hinaus viele weitere Produkte, bei denen der Nachhaltigkeitsaspekt besonders berücksichtigt wird. Eine wichtige Rolle spielen dabei Fonds mit dem Österreichischen Umweltzeichen bzw. dem FNG-Siegel für nachhaltige Publikumsfonds.
27	bis 31.12.2019 Hypo Weltportfolio Aktien 28	bis 31.12.2019 Hypo PF Kapitalgewinn 29	bis 31.12.2019 Hypo Dynamik Plus 30	bis 31.12.2019 Hypo PF EUR Anleihen Kurzläufer 31	bis 31.12.2019 Hypo PF Ausgewogen 32	bis 31.12.2019 Hypo Value Momentum Aktien GRI: 102-2, 201-2, FS7, FS8, FS10 SDG: 13
GREEN BONDS Im Herbst 2017 hat die Hypo Vorarlberg als erste österreichische Bank einen Green Bond mit einem Gesamtvolumen von TEUR 300.000 begeben. Die Erlöse werden genutzt, um energieeffiziente Wohngebäude und gewerbliche Immobilien in Vorarlberg zu (re-)finanzieren. Gemeinsam mit dem Energieinstitut Vorarlberg wurden geeignete Projekte ausgewählt und eine Methode zur Berechnung von CO2-Einsparungen entwickelt. Die Nachhaltigkeitsratingagentur ISS ESG (vormals ISS-oekom) bewertete die Nachhaltigkeitswirkung des Bonds positiv (Second Party Opinion), was auch von einem Wirtschaftsprüfer bestätigt wurde (Third Party Assurance).
2017 als Neugeschäft aufgenommen. Als Grundlage für die Berechnung der CO2-Einsparung wurde ein architektonisch identischer Gebäudepark herangezogen, der nach der Richtlinie 6 des Österreichischen Instituts für Bautechnik (OIB) errechnet wurde und auf dem Energieträgermix von Österreich basiert. Für die von der Hypo Vorarlberg finanzierten Gebäude ergibt sich eine jährliche CO2-Einsparung von 437 Tonnen gegenüber dem verglichenen Gebäudepark, was einer prozentuellen Einsparung von ca. 12 % entspricht. Grund für diese Einsparung sind energieeffiziente Bauweisen und der Einsatz von erneuerbaren Energien in den Gebäuden33.
Im September 2019 wurde das zweite jährliche Impact Reporting für den 2017 emittierten Green Bond veröffentlicht, in dem das Energieinstitut Vorarlberg die CO2-Einsparungen von Gebäuden quantifiziert. Der Green Pool der Hypo Vorarlberg beinhaltet aktuell Immobilien der Baujahre 2010 bis 2019, 13,26 % bzw. TEUR 40.027 wurden seit Herbst GRI: 102-2, 102-12, 102-13, 201-2, 203-1, 203-2, FS7, FS8, FS10 SDG: 13
GREEN BOND PRINCIPLES Die Hypo Vorarlberg bekennt sich zum freiwilligen Rahmenwerk der International Capital Market Association (ICMA). 2017 hat sich die Bank als Mitglied den Green Bond Principles angeschlossen. Durch dieses Engagement sollen frühzeitig neue Entwicklungen erkannt werden. Zudem wird gewährleistet, dass die Hypo Vorarlberg stets über die aktuellste Version der Green Bond Principles informiert ist.
33	Quelle: Impact Reporting - Energieinstitut Vorarlberg, August 2019 Hohenems
SCREENING NACHHALTIGER FINANZIERUNGEN Zusätzlich zu den allgemeinen Positiv- und Ausschlusskriterien verfügt die Hypo Vorarlberg über einen Kriterienkatalog für nachhaltige Finanzierungen. Anhand bestimmter Merkmale wird analysiert, ob eine Finanzierung als nachhaltig eingestuft werden kann. Diese Merkmale betreffen die Bereiche Energieeffizienz, erneuerbare Energie, Mobilität, andere ökologische Aspekte, soziale Aspekte, Zertifizierungen für Gebäude, Umweltzertifizierungen und Teilnahme an freiwilligen Nachhaltigkeitsinitiativen/Zertifizierungen/ Managementsystemen. Ziel ist es, geeignete Green Assets in der Bank zu finden, um zukünftig weitere Green Bonds emittieren zu können. Die Hypo Vorarlberg finanziert Projekte zur nachhaltigen Energiegewinnung. Dazu zählen Kraftwerke, die sich auf Windkraft, Photovoltaik, Biomasse oder Wasserkraft stützen. Mit 31. Dezember 2019 betrug das Finanzierungsvolumen für diese Projekte ca. TEUR 194.000 (2018: TEUR 208.500).
GRÜNES INVESTMENTBUCH Auch bei der Eigenveranlagung berücksichtigt die Hypo Vorarlberg verstärkt nachhaltige Investments. Mit 1. Jänner 2016 wurde ein „Grünes Investmentbuch“ eingeführt. Die Bank erwirbt Anleihen, die mit den Green Bond Principles konform sind und von einer anerkannten Nachhaltigkeitsratingagentur als ESG-Investition (ESG = Environment Social Governance) durch Vorliegen einer positiven Second Party Opinion eingestuft wurden. Per 31. Dezember 2019 lag das Volumen im grünen Investmentbuch bei TEUR 48.069 (2018: TEUR 47.000). Dies entspricht ca. 1,82 % des Gesamtportfolios der Hypo Vorarlberg. Für das Geschäftsjahr 2020 erfolgt eine gemeinsame Planung im Rahmen verschiedener Anlagebücher. Der Markt wird allerdings weiterhin beobachtet und Opportunitäten genutzt.
GRI: 102-2, 201-2, 203-1, 203-2, FS6, FS8
FINANZIERUNGEN HYPO-KLIMA-KREDIT Mit dem Hypo-Klima-Kredit fördert die Hypo Vorarlberg energiesparende Investitionen im Wohnbau. Umweltfreundliche Sanierungsmaßnahmen werden mit besonders günstigen Konditionen belohnt. Zu diesen Maßnahmen zählen beispielsweise die Anschaffung erneuerbarer Energieversorgungstechnologien (z.B. Wärmepumpen oder Solaranlagen) oder die thermische Gebäudesanierung. HYPO-LEBENSWERT-KREDIT Kunden über 60 Jahre mit Hauptwohnsitz in Österreich, die bereits in Pension sind und eine Wohnimmobilie besitzen, können mit Hilfe des Hypo-Lebenswert-Kredits an Geldmittel kommen, um sich ihre Wünsche zu erfüllen. Eine Hypothek auf die lastenfreie Immobilie dient der Bank als Sicherheit, die Kunden bezahlen lediglich die Kreditzinsen. Der Kredit wird erst im Fall des Ablebens fällig, Sondertilgungen sind jederzeit möglich. HYPO-LEBENSZEIT-KREDIT Kunden mit Hauptwohnsitz in Österreich, die das 65. Lebensjahr noch nicht erreicht haben und noch nicht in Pension sind, können mit dem Hypo-Lebenszeit-Kredit eine Wohnimmobilie finanzieren oder sanieren. Bis auf weiteres werden nur Zinsen bezahlt. Wie und wann der Kredit getilgt wird, bleibt dem Kunden überlassen. Als Sicherheit dient eine Hypothek auf der Immobilie. Der Kredit wird mit dem Ableben des Kunden fällig. WOHNBAUFÖRDERUNG Damit das Land Vorarlberg sein Ziel erreichen kann, bis 2050 energieautonom zu sein, muss der landesweite Energieverbrauch stark reduziert werden. Energiesparende Gebäude spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Wohnbauförderung des Landes Vorarlberg legt deswegen besonders viel Gewicht auf die Energieeffizienz der geförderten Gebäude. Die Hypo Vorarlberg unterstützt das Land Vorarlberg dabei als kontoführende Stelle für die Wohnbauförderung.
GREEN LEASING Über ihre Immobilien- und Leasinggesellschaft bietet die Hypo Vorarlberg den Kunden spezielle Leasingvarianten an. Im Zeitraum vom 1. März bis 31. Mai 2019 gab es einen Umweltbonus in der Höhe von EUR 500 für Neu- und Gebraucht-PKWs (Erstzulassung nicht älter als 1 Jahr), deren CO2-Emission ≤ 99g/km ist. Diese Voraussetzung erfüllen in erster Linie E-Autos, Hybrid-Fahrzeuge und sehr kleine benzinbetriebene PKWs.
WEITERE NACHHALTIGE PRODUKTE JUNGES KONTO Eine gute Ausbildung kann teuer sein: Neben den üblichen Materialkosten für Bücher oder Schreibmittel fallen häufig auch Studiengebühren an. Mit dem Jungen Konto entlastet die Hypo Vorarlberg junge Menschen durch eine kostenlose Kontoführung, ein Startguthaben von EUR 30, kostenlose Depotführung, kostenlose Debitkarte, Preisermäßigung für Events und Saisonkarten sowie gratis Kinotickets. Studenten erhalten zudem die Kreditkarte im ersten Jahr kostenfrei und anschließend ermäßigt. BASISKONTO Im Einklang mit dem Verbraucherzahlungskontogesetz (VZKG) bietet die Hypo Vorarlberg ein Basiskonto mit grundlegenden Funktionen als „Konto für Jedermann“ an. Die Gebühren sind gesetzlich gedeckelt. Schutzbedürftige Personen (Mindestsicherungsempfänger, Mindestpensionsempfänger, Asylwerber, …) erhalten besonders günstige Konditionen. So erhalten alle Bürger mit rechtmäßigem Aufenthalt in einem EU-Land Zugang zu grundlegenden Bankdienstleistungen.
GRI: 102-2, 201-2, 203-1, 203-2, FS7, FS8 SDG: 1, 7, 11, 13
CHANCEN UND RISIKEN DER DIGITALISIERUNG Die Hypo Vorarlberg begreift die fortschreitende Digitalisierung als Chance – ohne die Risiken aus den Augen zu lassen.
Eine wesentliche Entwicklung, die die Gesellschaft und Unternehmen aller Branchen beeinflusst, ist die Digitalisierung. Für Fintechs und große Technologieunternehmen wie Apple, Amazon, Facebook oder Google entstehen neue Chancen, indem sie z.B. Dienstleistungen im Bereich Zahlungsverkehr anbieten. Klassische Finanzinstitute sehen sich dadurch mit einer wachsenden Anzahl an Marktteilnehmern konfrontiert, die versuchen, in ihr Kerngeschäft vorzudringen. Dazu kommen technologisch immer anspruchsvollere Kunden und ein verändertes Kundenverhalten: Viele Kunden erledigen ihre Bankgeschäfte via Internetbanking, Standardprodukte wie Konten oder Kredite werden immer öfter online abgeschlossen. Der persönliche Kontakt zwischen Bank und Kunde wird dadurch seltener. Die geänderten Rahmenbedingungen für das Bankgeschäft und daraus entstehende Chancen oder Risiken werden in der Hypo Vorarlberg vor allem in der Abteilung Digitalisierung analysiert und Handlungsempfehlungen abgeleitet. CHANCEN Die Hypo Vorarlberg passt ihre Produkt- und Dienstleistungspalette laufend an die Kundenbedürfnisse sowie den aktuellen Stand der Technik an. So ergibt sich durch die Digitalisierung die Möglichkeit, mit den Kunden in Kontakt zu treten, indem beispielsweise der Bankzugang mit Angeboten von Händlern direkt verknüpft und das Einkaufen für den Kunden erleichtert wird. Die Hypo Vorarlberg kann ihren Kunden dadurch ermöglichen, Konten anderer Banken im eigenen Online Banking System anzeigen zu lassen bzw. direkt Überweisungen für solche Fremdbankkonten zu tätigen.
2016 wurde das Online Banking für Privatkunden einem umfassenden Relaunch unterzogen, im Jahr 2017 wurde das Hypo Office Banking (HOB), ein innovatives OnlineZahlungsverkehrstool für Unternehmen, eingeführt. 2018 wirkte die Hypo Vorarlberg mit, als europaweit erstmalig eine komplett digital basierende Kapitalmarkt-Emission über die Blockchain-Technologie abgewickelt wurde. Um am Ball zu bleiben, ist die Bank zudem in internationalen Netzwerken wie dem Business Engineering Institute St. Gallen vertreten, kooperiert mit dem Austrian Blockchain Center und nimmt an Hackathons (kollaborative Soft- und Hardwareentwicklungsveranstaltungen) teil. Mitarbeiter aus allen Bereichen der Bank werden laufend im Bereich Digitalisierung geschult. Die bestehenden Filialen werden kontinuierlich mit neuer Technik ausgestattet. Gleichzeitig bekennt sich die Bank zu eben diesen Filialen. Persönliche Beratung wird auch in Zukunft unverzichtbar sein – gerade bei größeren Finanzierungen oder einer umfangreichen Veranlagung. Mit der Bildung von Kompetenz-Centern bündelt die Hypo Vorarlberg Know-how an größeren Standorten, um optimal auf die Wünsche, Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden eingehen zu können. Damit will die Bank weiterhin wirtschaftlich erfolgreich bleiben.
GRI: FS13
GESETZLICHE ÄNDERUNGEN Die Digitalisierung wird vom Gesetzgeber sowohl auf nationaler, als auch auf europäischer Ebene intensiv begleitet. 2018 trat die zweite Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) der Europäischen Kommission in Kraft, in Österreich in nationales Recht umgesetzt durch eine Neufassung des Zahlungsdienstegesetzes (ZaDiG 2018). Die PSD2 ist wesentlich motiviert durch die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung. Ein wichtiges Ziel ist, dass Bankkunden Kontodaten und Bankdienstleistungen im Internet flexibler sowie sicherer nutzen können. Kunden haben dadurch die Möglichkeit, die Dienstleistung von Dritten im Zusammenhang mit ihren Bankkonten in Anspruch zu nehmen, z.B. direkt bei einem Online-Shop eine Überweisung zu tätigen, ohne in das Online Banking der Bank wechseln zu müssen. Im Gegensatz zur Vergangenheit wurden diese Prozesse mit der PSD2 technisch standardisiert. Mit Hinblick auf eine sichere Nutzung des Online Bankings regeln die Regulatory Technical Standards (RTS) den Zugriff auf Kontoinformationen und die Anweisung von Online Zahlungsaufträgen durch die Strong Customer Authentication (SCA), beispielsweise durch die Zwei-Faktor-Authentisierung. Die SCA ist seit dem 14. September 2019 für den Abruf von Zahlungskontoinformationen und Zahlungsfreigaben verpflichtend und bei der Hypo Vorarlberg entsprechend umgesetzt worden.
Chancen der Digitalisierung mit Blick auf die Nachhaltigkeit sind etwa im Bereich der Ressourcenschonung zu sehen. Die Hypo Vorarlberg verfolgt beispielsweise das Ziel, Papier einzusparen und den jährlichen Papierverbrauch kontinuierlich zu reduzieren. 2019 hat die Hypo Vorarlberg einen digitalen Gehaltsnachweis umgesetzt, um diesem Ziel näher zu kommen. Konto- und Depotauszüge gibt es seit 2019 ebenfalls digital. Der verstärkte Einsatz von Videokonferenzen reduziert wiederum die Zahl der Dienstreisen und hilft somit, die CO2-Emissionen des Unternehmens zu reduzieren. Die Auswirkungen der verschiedenen Einsparungsmaßnahmen sind bereits in den Verbrauchszahlen auf Seite 51 ersichtlich. SICHERHEIT Durch die fortschreitende Digitalisierung im Finanzbereich entstehen auch Sicherheitsbedrohungen. Hacker-Angriffe auf Banken und andere Finanzdienstleister verursachen Schäden in Milliardenhöhe. Die Hypo Vorarlberg setzt sich daher auch mit dem Thema Cybersecurity auseinander. So werden die Mitarbeiter durch regelmäßige IT-Sicherheitsinformationen sensibilisiert.
Es ist davon auszugehen, dass Gesetzgeber und die Aufsichtsbehörden auch künftig die Digitalisierung der Finanzwelt eng begleiten werden. Dabei nutzt die Regulatorik selbst auch die Digitalisierung für eigene Zwecke, indem zum Beispiel im Meldewesen Daten schneller und detaillierter geliefert werden müssen. Die Hypo Vorarlberg adressiert mit ihrer Strategie im Bereich Digitalisierung deshalb nicht nur die Wünsche der Kunden, sondern auch die – vermutlich weiter wachsenden – Anforderungen der Aufsichtsbehörden. DIGITALISIERUNG UND NACHHALTIGKEIT Besondere Chancen und Risiken ergeben sich im Bereich der Nachhaltigkeit. Zu den Risiken gehört, das Thema Digitalisierung nur im Sinne von Automatisierung und Effizienzsteigerung zu sehen. Notwendig ist aber eine ganzheitliche Betrachtung inklusive Digitaler Transformation und Kulturwandel, sonst droht die Gefahr, den Anschluss zu verlieren. GRI: 418-1, FS13
LÃ¼nersee im Brandnertal
NACHHALTIGKEITSTEAM Das Thema Nachhaltigkeit betrifft nicht nur einen Unternehmensbereich, sondern gleich mehrere. Die verschiedenen Aktivitäten und Initiativen umzusetzen, ist Aufgabe des Nachhaltigkeitsteams.
Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeiter fördern das Verantwortungsbewusstsein zum Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen und außerhalb. Seit dem Geschäftsjahr 2016 sammelt und evaluiert die Hypo Vorarlberg die wichtigsten Kennzahlen in einem eigenen Nachhaltigkeitsbericht. Auf diese Weise überprüft die Bank, ob die vereinbarten Ziele erreicht wurden und lotet neue Potenziale und Chancen aus.
Eine Mitarbeiterin kümmert sich um die Koordination aller Themen, die mit Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility (CSR) in Zusammenhang stehen. Ein Nachhaltigkeitsteam, in dem alle relevanten Unternehmensbereiche sowie die Nachhaltigkeitskoordinatorin vertreten sind, trifft sich regelmäßig. Der Vorstand wird mit eingebunden und trifft alle maßgeblichen Entscheidungen.
Im Nachhaltigkeitsteam vertreten sind: ▪	Vorstand ▪	Nachhaltigkeitskoordinatorin ▪	Kommunikation ▪	Logistik ▪	Betriebstechnik/Facility-Service ▪	Kreditmanagement ▪	Compliance ▪	Personal ▪	Treasury ▪	Asset Management ▪	Produktmanagement ▪	Marketing ▪	Objektmanagement (Vertreter der Hypo Immobilien & Leasing)
Zu den Aufgaben des Nachhaltigkeitsteams gehören: ▪	Aktuelle Trends und Entwicklungen im Bereich der Nachhaltigkeit beobachten (z.B. Gesetzgebung, Regulatorik) ▪	Überprüfung von Abläufen und Prozessen auf Nachhaltigkeitsaspekte ▪	Implementierung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen in allen Unternehmensbereichen ▪	Kontrolle von Maßnahmen im Nachhaltigkeitsprogramm (Due Diligence) ▪	Bewusstseinsschaffung (z.B. Vorträge, interne und externe Aktionen)
GRI: 102-18
Die Maßnahmen aus dem Nachhaltigkeitsprogramm (ab Seite 78) werden überwiegend im bankeigenen Antragssystem erfasst. Festgehalten wird unter anderem die Zuständigkeit, das Ziel der Maßnahme, die Umsetzungsfrist und der jeweilige Fortschritt. Im Rahmen des Due-Diligence-Prozesses wird überprüft, ob die im Nachhaltigkeitsprogramm festgesetzten Ziele erreicht werden. ARBEITSGRUPPE EU-AKTIONSPLAN: „FINANZIERUNG NACHHALTIGEN WACHSTUMS“ Aufgrund der Bedeutung des EU-Aktionsplans „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ hat die Hypo Vorarlberg 2019 eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet. Zu den spezifischen Herausforderungen bzw. Handlungsfeldern, die sich aus dem Aktionsplan ergeben, gehören:
Viele Abteilungen innerhalb der Hypo Vorarlberg sind von den Bestimmungen des EU-Aktionsplans betroffen. Die Themen müssen künftig stärker in die Unternehmensstruktur integriert werden. Zu den betroffenen Unternehmensbereichen zählen: ▪	▪	▪	▪	▪
Vorstand, Geschäftsleitung Produktmanagement Anlageberatung Asset Management (Portfolioverwaltung) Treasury (Funding & Investor Relations, Aktiv-Passiv-Management & Investments) ▪	Kreditmanagement ▪	Gesamtbankrisikosteuerung (Eigenkapitalhinterlegung) ▪	Kommunikation (Nichtfinanzielle Berichterstattung)
▪	Einführung eines EU Klassifikationssystems für nachhaltige Finanzprodukte ▪	Normen und Kennzeichnung für umweltfreundliche Finanzprodukte ▪	Förderung von Investitionen in nachhaltige Projekte ▪	Berücksichtigung der Nachhaltigkeit in der Finanzberatung ▪	Entwicklung von Nachhaltigkeitsbenchmarks ▪	Bessere Berücksichtigung der Nachhaltigkeit in Ratings und Finanzanalysen ▪	Klärung der Verpflichtungen institutioneller Anleger und Vermögensverwalter ▪	Berücksichtigung der Nachhaltigkeit in den Aufsichtsvorschriften (Eigenmittelvorschriften) ▪	Stärkung der Vorschriften zur Offenlegung von Nachhaltigkeitsinformationen und zur Rechnungslegung ▪	Förderung einer nachhaltigen Unternehmensführung und Abbau von kurzfristigem Denken an den Kapitalmärkten
GRI: 102-18 SDG: 12, 13
WESENTLICHE THEMEN Um die wesentlichen Themen im Bereich der Nachhaltigkeit zu identifizieren, führte die Hypo Vorarlberg 2017 eine Mitarbeiterbefragung durch und konsultiert regelmäßig die wichtigsten Stakeholder. 2020 ist eine weitere Mitarbeiterbefragung geplant.
Im Frühjahr 2017 hat die Hypo Vorarlberg erstmals eine Befragung der Mitarbeiter und eine separate Befragung der restlichen Stakeholder durchgeführt. Ziel war es, herauszufinden, wie wichtig bestimmte Themen aus Bereichen wie Ökonomie, Gesellschaft oder Umwelt- und Klimaschutz für die Befragten sind und wie das Engagement der Hypo Vorarlberg in den jeweiligen Bereichen wahrgenommen wird. Mehr als 50 Prozent aller Mitarbeiter beantworteten die Fragen zu den verschiedenen Themenblöcken, von den angeschriebenen externen Stakeholdern beteiligten sich 45 Prozent. Die Befragungen wurden online durchgeführt und anonym ausgewertet, die Ergebnisse wurden in Form einer Wesentlichkeitsmatrix dargestellt.
Es stellte sich heraus, dass das Vertrauen aller Personengruppen in die Hypo Vorarlberg sehr hoch ist und die Bemühungen, noch nachhaltiger zu werden, als positiv und wünschenswert gesehen werden. Die Bank wird als starker Partner in der Region gesehen, der langfristig und kundenorientiert agiert. Die Stakeholder erwarten sich das auch für die Zukunft. Jene Themen, die von den Befragten als besonders wichtig eingestuft wurden, stehen auch im Nachhaltigkeitsprozess besonders im Fokus. Zudem werden sie in unternehmensstrategischen Fragen als „Wegweiser“ herangezogen. Die Stakeholderbefragung wird zukünftig in regelmäßigen Abständen (alle drei bis fünf Jahre) durchgeführt.
Die Hypo Vorarlberg beschäftigt sich laufend mit neuen gesetzlichen oder gesellschaftlichen Themen und Trends. Ein offener Dialog mit den Anspruchsgruppen ist deshalb besonders wichtig. Bei der nächsten Stakeholderbefragung im Jahr 2020 werden die nachfolgenden Themenbereiche einfließen: ▪	UN Sustainable Development Goals (SDGs) ▪	EU-Aktionsplan: „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ ▪	Chancen und Risiken der Digitalisierung Die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit der Hypo Vorarlberg auf Umwelt und Gesellschaft werden auch im Zusammenhang mit den nichtfinanziellen Risiken dargestellt (ab Seite 40). Im Zuge der im Jahr 2020 geplanten Stakeholdereinbindung wird auch eine Überarbeitung der Wesentlichkeitsmatrix vorgenommen und die Auswirkungen bei den wesentlichen Themen und ihr Zusammenhang mit den SDGs erörtert.
GRI: 102-43
WESENTLICHKEITSMATRIX sehr wichtig
Anti-Korruption und Compliance
Kundenzufriedenheit Datenschutz Verständliche & sichere Anlageprodukte
Bedeutung für Anspruchsgruppen
Partner für Wirtschaft und Bevölkerung
Energie und Klimaschutz Nachhaltige Beschaffung Umweltmanagement
Wirtschaftlicher Erfolg – Gewinne
Nachhaltige Gebäude Marktanteile + Wachstum
Weiterbildung Sicherung Arbeitsplätze
Beruf + Familie/Work Life Balance, Gesundheitsmanagement
Gesetzliche Rahmenbedingungen und Regulatorien
Spendenfonds (Soziales, Bildung, Wissenschaft, Kultur)
Bedeutung für Hypo Vorarlberg Kunden & Produkte
Die Felder in der Matrix sind so angeordnet, dass die Bedeutung von unten nach oben bzw. von links nach rechts zunimmt. Die Themengruppen wurden farblich abgegrenzt und umfassen Mitarbeiter, Kunden und Produkte, Umwelt, Energie und Klimaschutz, Ökonomie und Gesellschaft. Neben der „Wesentlichkeit“ floss auch die Bewertung der Auswirkungen (Impact) auf die Gesellschaft ein. Prinzipiell sind alle in der Matrix aufgenommenen spezifischen Themen in unterschiedlichem Ausmaß relevant (wichtig bis sehr wichtig) und werden daher im vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht analysiert. Die den wesentlichen Themen zugeordneten GRI-Aspekte bzw. -Indikatoren werden im GRI-Index ab Seite 82 dargestellt.
sehr wichtig Ökonomie
Rechts oben befinden sich die für die Bank und die Anspruchsgruppen wichtigsten Themen, welche sich vor allem aus Teilen des Kerngeschäfts (Kunden & Produkte) als auch gesellschaftlich-ökonomischen Inhalten zusammensetzen. Auch das Themenfeld Mitarbeiter, das wichtigste Kapital eines Dienstleistungsunternehmens, hat eine besonders hohe Priorität. Themen rund um Umwelt, Energie und Klimaschutz finden sich im Mittelfeld und werden im Nachhaltigkeitsprozess als Selbstverständlichkeit bearbeitet.
GRI: 102-44, 102-47
STAKEHOLDERDIALOG Im Zuge des Nachhaltigkeitsprojekts im Jahr 2016 wurden im Rahmen eines Screenings der internen und externen Berührungspunkte der Hypo Vorarlberg die folgenden Anspruchsgruppen als Stakeholder identifiziert. Diese sind für die Bank besonders relevant, weshalb mit ihnen über diverse Kanäle (z.B. Austausch bei Kundenveranstaltungen, Mitarbeiterbefragungen zum Thema Nachhaltigkeit nach Green Meetings & Green Events, Umfragen zur Kundenzufriedenheit … ) ein ständiger Austausch erfolgt.
Umwelt- und Nichtregierungsorganisationen7 (NGOs)
Eigentümer Aufsichtsrat
Mitarbeiter, Betriebsrat, Gewerkschaft
Politik (Stadt, Bundesland, Behörden)
Vereinigungen, Vereine und Verbände (Konsumentenschutz etc.)
Kunden (Privatkunden, Firmenkunden, Institutionelle)
Lieferanten und externe Dienstleister
Projektpartner, Sponsoringpartner
Als Plattform für den Dialog mit Stakeholdern dienen auch verschiedene Verbände und Initiativen, bei denen Vertreter der Hypo Vorarlberg mitwirken oder Mandate bekleiden: Organisation34 Hypo-Verband Österreichische Bankwissenschaftliche Gesellschaft (BWG) Gemeinsame Schlichtungsstelle der Österr. Kreditwirtschaft Green Bond Principles Klimaneutralitätsbündnis 2025 Business Engineering Institute St. Gallen Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO) Austrian Blockchain Center
http://www.hypoverband.at https://www.bwg.at https://www.bankenschlichtung.at https://www.icmagroup.org https://www.klimaneutralitaetsbuendnis2025.com https://bei-sg.ch https://www.wisto.at/de https://www.abc-research.at
34	Alle Webseiten abgerufen am 19.2.2020 GRI: 102-13, 102-40, 102-42, 102-43
NACHHALTIGKEITSRISIKEN Im Nachhaltigkeitsbereich entstehen für Unternehmen zahlreiche nichtfinanzielle Risiken, die sich auf die Kerntätigkeit auswirken. Bei der Hypo Vorarlberg werden sie im Rahmen des allgemeinen Risikomanagements thematisiert.
Nachhaltigkeitsrisiken gehen weit über Umweltbelange hinaus und betreffen auch die Gesellschaft, die Mitarbeiter und den Erhalt eines funktionierenden Finanzmarktplatzes. Das österreichische Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) spricht in diesem Zusammenhang
von nichtfinanziellen Risiken und unterteilt sie in die Bereiche Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung.
Nachhaltigkeitsbelange und ihre Wechselwirkungen mit der Wirtschaft
AUSGEHEND VON DEN BELANGEN AUF DAS UNTERNEHMEN (z.B. Regularien, Reputation, physische Risiken)
AUSGEHEND VON DEM UNTERNEHMEN AUF DIE BELANGE (z.B. Klimawandel, Arbeitsunfälle)
BEWERTUNG NACH EINTRITTSWAHRSCHEINLICHKEIT UND AUSMASS DER AUSWIRKUNGEN
Negative Entwicklungen in diesen Bereichen können weitreichende Folgen für einzelne Unternehmen, ganze Branchen oder sogar Staaten- und Wirtschaftsgemeinschaften haben. Umgekehrt beeinflussen die Wirtschaftsteilnehmer mit ihrem Verhalten die Entwicklung in allen genannten
Dimensionen. Die Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die relevanten Risiken für sich zu identifizieren, Auswirkungen ihrer eigenen Geschäftstätigkeit zu benennen und mögliche Chancen ausfindig zu machen und zu nutzen. GRI: 102-11
IDENTIFIZIERUNG NICHTFINANZIELLER RISIKEN Um sich über die relevanten nichtfinanziellen Risiken und Auswirkungen klar zu werden, hat die Hypo Vorarlberg mit Unterstützung der Nachhaltigkeitsagentur brainbows im Herbst 2019 einen Workshop veranstaltet. Neben Vorstand Dr. Johannes Hefel nahmen das Nachhaltigkeitsteam und Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Unternehmensbereichen an dem mehrstündigen Workshop teil. Ausgehend von den für die Hypo Vorarlberg wesentlichen Themen (ab Seite 37) stellten die Teilnehmer Überlegungen zu den Risiken und Chancen, aber auch zu den Auswirkungen der Geschäftstätigkeit der Hypo Vorarlberg an.
Die Ergebnisse dieser Überlegungen bilden das Fundament für die weitere Auseinandersetzung mit den Nachhaltigkeitsrisiken. Geplant ist, die besprochenen Themen in die nächste Stakeholderbefragung der Hypo Vorarlberg zu integrieren, die 2020 stattfinden wird. Derzeit wird geprüft, ob dem Thema in der Risikostrategie noch mehr Raum gegeben werden soll. Die Risiken werden in den folgenden Kapiteln im Zusammenhang mit den wesentlichen Themenbereichen erörtert: ▪	Umwelt (S. 43) ▪	Soziales und Arbeitnehmer (S. 52) ▪	Menschenrechte (S. 62) ▪	Compliance und Korruptionsbekämpfung (S. 64)
GRI: 102-11
UMFASSENDES RISIKOMANAGEMENT Die Hypo Vorarlberg verfügt über ein ganzheitliches Rahmenwerk für das Risikomanagement. Dadurch können fundierte und sachkundige Entscheidungen über das Eingehen von Risiken getroffen werden. In das Risikomanagement werden bilanzielle und außerbilanzielle Risiken sowie aktuelle und künftige Risiken miteinbezogen. Alle relevanten Risikokategorien wie Kreditrisiken, Marktrisiken, Liquiditätsrisiken, Konzentrationsrisiken, operationelle Risiken, IT-Risiken, Reputationsrisiken, Rechtsrisiken, Wohlverhaltens-, Compliance- und strategische Risiken wie auch sonstige Risiken werden hier umfasst. Dazu gehören in zunehmendem Maße auch Nachhaltigkeitsrisiken bzw. nichtfinanzielle Risiken. Die Hypo Vorarlberg verfolgt eine Risikopolitik, bei der der Ertrag in einem angestrebten Verhältnis zum Risiko steht. Den besonderen Risiken des Bankgeschäftes trägt die Hypo Vorarlberg durch konservative Kreditvergabe, strenge Forderungsbewertung und angemessene Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung. Zur Vermeidung von Klumpenrisiken werden in gewissen Branchen Limite gesetzt. Der Gesamtvorstand trägt die Verantwortung für das Risikomanagement der Bank. In einem eigenen Handbuch werden die gängigen Risikoarten des Bankgeschäfts definiert und die Risikomanagement-Prozesse für die einzelnen Risikoarten erläutert. Auch der gesamte Kreditprozess wird darin detailliert geregelt. Das Risikomanagement hat die Aufgabe, Interessenkonflikte auf persönlicher Ebene und auf der Ebene von Organisationseinheiten zu verhindern. Die Richtlinien für das Eingehen von Risiken werden schriftlich festgehalten, um u.a. eine Überprüfung durch die Interne Revision zu ermöglichen. Weitere Ausführungen zu Finanzrisiken und zum Risikomanagement in der Hypo Vorarlberg sind im Geschäftsbericht zu finden. Die umfassende Offenlegung zur Organisationsstruktur, zum Risikomanagement und zur Risikokapitalsituation gemäß Capital Requirements Regulation (CRR) erfolgt im Internet unter www.hypovbg.at.
Das Geschäftsmodell einer Bank basiert auf dem Vertrauen der Öffentlichkeit. Deshalb ist es für den Vorstand unerlässlich, neben den klassischen Bankrisiken auch jene Risiken zu minimieren, die das Vertrauen in die Hypo Vorarlberg untergraben können. So definiert das Reputationsrisiko die Gefahr eines potentiellen Schadens für die Marke Hypo Vorarlberg und die damit verbundenen Risiken (z.B. Auswirkungen auf die Ertragssituation, Eigenkapital oder Liquidität), die durch eine Geschäftsverbindung, Tätigkeit oder Unterlassung entstehen, die von den Stakeholdern der Bank als unangemessen, unethisch oder im Widerspruch zu den Werten und ethischen und nachhaltigen Kriterien der Bank wahrgenommen werden können. Die Identifizierung einiger nichtfinanzieller Risiken erfolgt bei der Hypo Vorarlberg durch die Kontrolle der ethischen und nachhaltigen Kriterien im Finanzierungs- und Anlagegeschäft (ab Seite 25). KRISEN- UND SICHERHEITSMANAGEMENT Die Business Continuity Leitlinie der Hypo Vorarlberg zielt darauf ab, die Schadenswirkung von Ausnahmesituationen, sofern nicht verhinderbar, zumindest zu begrenzen. Wesentlich ist das rasche und richtige Reagieren auf Notfälle und die Fähigkeit, wichtige Geschäftsprozesse fortführen zu können. Für Situationen, in denen die dauerhafte Fortführung des Unternehmens in Frage steht bzw. für den Fall schwerer Liquiditätskrisen wird eine Überleitung ins Sanierungsmanagement bzw. in den Liquiditätskrisenplan skizziert. Im Sicherheits- und Krisenhandbuch sind bekannte Szenarien skizziert, Wiederanlaufparameter sowie die dafür vorgesehenen Verfahren und Ressourcen definiert. Für alle Sicherheitsbelange der Hypo Vorarlberg ist ein Gremium - der Krisenstab - zuständig. Unterstützend dazu sind in allen Filialen Sicherheitsbeauftragte nominiert, welche klar definierte Aufgaben zu übernehmen haben.
RISIKEN UND AUSWIRKUNGEN Veränderungen in den Bereichen Klima und Umwelt beeinflussen die Geschäftstätigkeit der Hypo Vorarlberg. Umgekehrt ist sich die Bank ihrer Verantwortung in diesen Bereichen bewusst.
Die Risiken, die sich durch den Klimawandel bzw. aus der Klimakrise ergeben, werden im Wesentlichen in zwei Arten unterteilt: physische Risiken und Transitionsrisiken. PHYSISCHE RISIKEN Unter den physischen Risiken sind jene Risiken zu verstehen, die sich unmittelbar aus klimatischen Veränderungen ergeben – etwa das häufigere Auftreten von Wetterextremen, Temperaturerhöhungen, Trockenheit, Fluten und daraus resultierende massive Schäden. Mögliche Folgen für die Banken35 sind unter anderem: ▪	Zerstörung der Bankeninfrastruktur – Reparaturkosten verringern den Gewinn ▪	Temperaturanstieg führt zu geringerer Produktivität bzw. Einkommen von Schuldnern – höhere Ausfallwahrscheinlichkeit ▪	Naturkatastrophen reduzieren Kredittragfähigkeit – höhere Ausfallwahrscheinlichkeit ▪	Naturkatastrophen erhöhen Preisvolatilität – Steigende Volatilität von Realzinsen ▪	Plötzliche Geldbehebungen in Folge von Katastrophen – regionale Bank Runs, Rollover Risiko Die direkten physischen Risiken für die Hypo Vorarlberg – etwa durch Wetterextreme verursachte massive Schadensfälle im Konzern (Zerstörung der Bankeninfrastruktur) – werden als eher gering eingeschätzt. Risiken in diesem Zusammenhang werden im Rahmen des Krisen- und Sicherheitsmanagements der Bank abgefangen (Seite 42). Im Kerngeschäft ergibt sich das Risiko für die Hypo Vorarlberg vor allem im Finanzierungs- und Anlagebereich – beispielsweise durch Geschäftsbeziehungen mit Partnern in Branchen, die durch den Klimawandel besonders bedroht sind. Relevant für die Bank sind die Bereiche Landwirtschaft und Tourismus. Diese Risiken sind gut kalkulierbar. Außerdem herrscht bei den Geschäftspartnern der Bank eine große Diversität, was das Risiko zusätzlich abfedert. Zur Vermeidung von Klumpenrisiken, die durch zu starke Konzentration auf einzelne Geschäftsbereiche entstehen, werden in der Hypo Vorarlberg für bestimmte Branchen Limite gesetzt.
TRANSITIONSRISIKEN Im Unterschied zu den physischen Risiken beschreiben Transitionsrisiken jene möglichen Folgeerscheinungen, die sich aus politischen und regulatorischen Maßnahmen gegen den Klimawandel ergeben. Darunter fallen insbesondere die Anstrengungen weiter Teile der Weltgemeinschaft, die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen, d.h. die Eindämmung der globalen Erwärmung auf maximal 1,5 bis 2 Grad Celsius bis zum Ende des 21. Jahrhunderts. Für die Kernmärkte der Hypo Vorarlberg sind v.a. die Bemühungen der EU (z.B. EU-Aktionsplan zur „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“) bzw. der österreichischen Bundesregierung (z.B. im Rahmen der Klima- und Energiestrategie „#mission2030“) relevant. Diese können in der Folge zu stärkeren Regulierungen, steigenden Preisen für CO2-Emissionszertifikate und der Verschiebung von Rentabilitäten ganzer Branchen und Geschäftsfelder führen. Mögliche Folgen für die Banken36 sind unter anderem: ▪	Höhere Abschreibungen auf CO2-intensive Anlagen – höhere Ausfallwahrscheinlichkeit, mehr Abschreibungsbedarf ▪	Änderung im Konsumverhalten – Verschiebung der Nachfrage, Preisvolatilität ▪	Preisanstiege durch CO2-Steuern – Höhere Betriebskosten ▪	Abwertung von Ländern, die viel CO2 verursachen – Stranded Assets, höhere Risikoprämien ▪	Mehr Berichtspflichten über Emissionen – Höhere Betriebskosten ▪	Stigmatisierung von Unternehmen – Verlust von Kunden
35	Wolfgang Pointner, „Klimawandel als Finanzrisiko“, Präsentation, 11.12.2019, abrufbar unter: https://www.oenb.at/dam/jcr:17be6cce-5e03-454e-a64c-a7eb190b8f69/3_session_1_pointner_klimawandel_als_finanzrisiko.pdf (abgerufen am 18.03.2020) 36	Ebenda GRI: 102-11, 201-2
Auch die Transitionsrisiken betreffen die Hypo Vorarlberg im Rahmen ihres Kerngeschäfts vor allem im Finanzierungsund Anlagebereich – durch Beziehungen zu Geschäftspartnern, die massiv von regulatorischen Änderungen betroffen sind. Zudem werden für die Hypo Vorarlberg zusätzliche Berichtspflichten in Zusammenhang mit neuen gesetzlichen Regelungen entstehen. Dadurch steigen Aufwand und Kosten in der Verwaltung. Für die Bank besteht insbesondere die Gefahr in einer Überregulierung durch den Gesetzgeber. Aktuelle Entwicklungen werden fortlaufend beobachtet, um die Transitionsrisiken entsprechend zu berücksichtigen. Relevant im Bereich der Transitionsrisiken ist die Umsetzung des EU-Aktionsplans „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“. Im Finanzierungs- und Anlagengeschäft könnten Anpassungen fällig werden, die möglicherweise einen großen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Bank entfalten. Um diese Risiken abzufangen, hat die Hypo Vorarlberg 2019 eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit den Herausforderungen, die sich aus dem EU-Aktionsplan ergeben, auseinandersetzt (Seite 36).
AUSWIRKUNGEN DER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT Die Hypo Vorarlberg setzt sich seit mehreren Jahren mit den Auswirkungen der eignen Geschäftstätigkeit auf Umwelt und Natur auseinander. Dazu werden regelmäßig Kennzahlen zu Materialverbrauch, Wasserverbrauch, Energie, Mobilität, Abfall und CO2-Emissionen erhoben (Seite 51). Ziel des Unternehmens ist es, den ökologischen Fußabdruck möglichst gering zu halten. Seit 2016 gilt der Hypo Vorarlberg Konzern nach den Kriterien des Klimaneutralitätsbündnisses 2025 als klimaneutral. Zudem müssen jene Auswirkungen betrachtet werden, die sich aus den Geschäftsbeziehungen der Bank und dem Kerngeschäft ergeben. Diese Auswirkungen auf Umwelt und Klima ergeben sich v.a. durch Kreditvergaben und Veranlagungen. Wie aus der Analyse der Klimarisiken hervorgeht, liegen in diesem Bereich die größten Auswirkungen und Hebel des Bankgeschäfts auf Umwelt und Klima. Die Hypo Vorarlberg berücksichtigt dies durch die ethischen und nachhaltigen Geschäftskriterien für Finanzierungsund Anlagegeschäfte (ab Seite 25). GRI: 102-11, 201-2
REDUKTION DER CO2-EMISSIONEN Die Hypo Vorarlberg ist bestrebt, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf das Klima zu minimieren. Ihre Mitarbeiter sensibilisiert sie fortlaufend zu Umwelt- und Klimaschutzthemen.
Treibhausgasemissionen haben sich weltweit als zentrale Nachhaltigkeitsindikatoren etabliert. Je niedriger diese Emissionen, desto ressourcenschonender und nachhaltiger wirtschaftet ein Unternehmen. Die Hypo Vorarlberg hat sich daher zum Ziel gesetzt, ihre CO2-Emissionen so gering wie möglich zu halten. Durch eine Reihe interner Maßnahmen (ab Seite 47) ist es gelungen, diese Emissionen seit 2017 um knapp 21 % auf 1.887 Tonnen CO2-Äquivalent zu senken (bzw. um knapp 13 % gegenüber 2018). Emissionen, die nicht vollständig vermieden werden können, kompensiert das Unternehmen durch den Ankauf von Zertifikaten höchster Qualität. Neben den intern gesetzten Maßnahmen zur Energieeinsparung versucht die Hypo Vorarlberg auch im Finanzierungs- und Anlagegeschäft konsequent Beiträge zum Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Das sukzessive „Divestment“ – also der bewusste Abzug von Geldern aus CO2-intensiven Branchen – spielt dabei eine immer größere Rolle (Seite 28). EMISSIONEN DER HYPO VORARLBERG Die Greenhouse Gas Protocol Initiative 16 hat einen weltweit verbreiteten Standard zur Erhebung und Einteilung
von Treibhausgasemissionen in sogenannte „Scopes“ etabliert. Diese Einteilung wird auch im Rahmen der GRI-Standards eingefordert. Scope 1 In Scope 1 werden alle direkten Emissionen, die durch die Verbrennung in eigenen Anlagen verursacht werden, miteinbezogen. Dazu zählen bei der Hypo Vorarlberg Erdgas, Heizöl sowie der eigene Fuhrpark. Diese Kennzahl machte 2019 insgesamt 33 % der gesamten Emissionen aus (2018: 31 %). Scope 2 Scope 2 umfasst alle Emissionen, die durch zugekaufte Energie verursacht werden. Bei der Hypo Vorarlberg fallen darunter Fernwärme und Strom, die 2019 für 12 % der Gesamtemissionen verantwortlich waren (2018: 18 %). Scope 3 Den mit Abstand größten Anteil (55 %) hat bei der Hypo Vorarlberg Scope 3 (2018: 51 %). Dieser Bereich inkludiert Emissionen, die auf durch Dritte erbrachte Dienstleistungen oder erworbene Vorleistungen zurückgehen, wie z.B. die Anreise der Mitarbeiter zum Arbeitsplatz, Dienstreisen sowie anfallender Abfall oder verbrauchtes Material.
55 % 12 %
GRI: 305-1, 305-2, 305-3 SDG: 13
VORZEIGEPROJEKT HYPO OFFICE DORNBIRN Die Hypo Immobilien & Leasing GmbH hat 2009 ein bestehendes Bürohaus nachhaltig saniert und gleichzeitig erweitert und damit ein Vorzeigeprojekt für ein ganzheitliches Energiekonzept umgesetzt: Vorarlbergs erstes revitalisiertes Bürohaus in Passivhausqualität. Ein zentraler Aspekt der Planung war die Verantwortung für die Umwelt. So wurde berechnet, dass der CO2-Ausstoß für Heizen bzw. Kühlen im Vergleich zu einem Standardbürogebäude pro Jahr um ca. 156 Tonnen reduziert wird.
ENERGIE Die Hypo Vorarlberg setzt verstärkt auf erneuerbare Energiequellen, um die CO2-Emissionen im Konzern zu verringern. Insgesamt deckt die Hypo Vorarlberg 75 % ihres Stromverbrauchs mit Ökostrom. Bei den verbleibenden 25 % hat das Unternehmen keinen Einfluss auf die Auswahl der Stromart, was sich durch die Einmietung in Mehrparteiengebäude ergibt. Auf den Dächern der Hypo Vorarlberg in Bregenz (Zentrale und Hypo Office Bregenz) sowie in Dornbirn (Hypo Office Dornbirn) sind Photovoltaikanlagen installiert und 2017 in Betrieb genommen worden. Im Jahr 2019 konnten damit ca. 159.000 kWh an sauberem Strom aus Sonnenenergie erzeugt werden (2018: 184.000 kWh).
Zudem ist die Hypo Vorarlberg Immo Italia GmbH Eigentümerin von zwei Photovoltaikanlagen in Venetien und in der Toskana mit einer Jahresproduktion von mehr als 242.000 kWh im Jahr 2019 (235.000 kWh im Jahr 2018). Der erzeugte Strom wird dort zur Gänze ins lokale Stromnetz eingespeist.
Die mit den Photovoltaikanlagen in Bregenz in einem Jahr erzeugte Strommenge entspricht dem Strombedarf eines durchschnittlichen Monats für die Zentrale der Hypo Vorarlberg und großer Teile des Hypo Office Bregenz. Zum Vergleich: Ein Einfamilienhaus mit vier Personen hat einen Strombedarf von durchschnittlich ca. 5.200 kWh/Jahr37 (bzw. 30.200 kWh/Jahr inkl. Wärme). Die Anlagen erzeugten im Jahr 2019 also den Strombedarf für mehr als 30 durchschnittliche Einfamilienhäuser.
Der Großteil (ca. 80 %) der technischen IT-Ausstattung der Hypo Vorarlberg hat bereits einen international anerkannten Standard. Die Energie-Einsparungen werden seit 2016 systematisch erfasst.
Die energetische Optimierung von Gebäuden spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. So wird speziell beim Bau oder der Renovierung von Standorten auf Energie- und Ressourceneffizienz geachtet. Im Bereich der Haustechnik gelten generell sehr hohe Standards bei Energieeffizienz und Raumqualität.
37	Quelle: https://www.energieheld.de (abgerufen am 19.2.2020) GRI: 302-1, 302-4, 305-5 SDG: 7, 13
MOBILITÄT Durch bewusstes Mobilitätsmanagement trägt die Hypo Vorarlberg mit relativ geringem finanziellen Aufwand zu einer stärkeren Bewusstseinsbildung ihrer Mitarbeiter bei. Als Anreiz wird ein Fahrtkostenzuschuss für die Strecke zur bzw. von der Arbeitsstätte geleistet. Da sich Autofahrten nicht immer vermeiden lassen, stehen den Mitarbeitern in der Zentrale Bregenz drei sparsame und umweltfreundlichere Hybrid-Autos sowie ein Elektroauto für Dienstfahrten zur Verfügung. Dienstreisen (u.a. Schulungen) sollen möglichst emissionsarm gestaltet werden – etwa, indem man auf Zugreisen und verstärkt auf Videokonferenzen setzt. So hat sich die Anzahl der mit dem Flugzeug zurückgelegten Kilometer 2019 auf 472.389 verringert (2018: 516.809 km), die mit der Bahn zurückgelegten Kilometer stiegen auf 221.192 (2018: 83.097 km). Zum Mobilitätsmanagement gehört auch, die Mitarbeiter zum Fahrradfahren zu motivieren. Die Hypo Vorarlberg
nimmt daher seit einigen Jahren am Vorarlberger Fahrradwettbewerb „RADIUS“ teil. Darüber hinaus wurde 2018 zum dritten Mal eine Mitarbeiterbefragung zum Thema „Anreise zum Arbeitsplatz“ durchgeführt. Dabei wurde erhoben, welche Verkehrsmittel hauptsächlich auf dem Weg zum Arbeitsplatz benutzt werden und welche Wünsche und Verbesserungsvorschläge in diesem Bereich bestehen. In Summe kommen 60 % der Mitarbeiter nicht mit dem privaten KFZ/PKW zum Arbeitsplatz. In der Vergangenheit wurde von den Mitarbeitern der Wunsch nach einer nachhaltigeren Fortbewegungsmöglichkeit für kurze Strecken geäußert. Seit dem Sommer 2018 sind daher für die Mitarbeiter in der Zentrale umweltfreundliche Dienstfahrten mit einem E-Bike sowie mit zwei übertragbaren Jahreskarten für öffentliche Verkehrsmittel in Vorarlberg möglich.
ANTEIL HAUPTVERKEHRSMITTEL FÜR DEN ARBEITSWEG (Umfrage 2018)
GRI: 302-4, 305-5 SDG: 11, 12, 13
ABFALL Die Mitarbeiter der Hypo Vorarlberg sind grundsätzlich angehalten, Müll möglichst zu vermeiden. In den Aufenthaltsräumen und Küchen der Bürobereiche sind Müllsammelstellen eingerichtet. Bereits dort erfolgt die Trennung in Papier- und Plastikabfälle sowie Bio- und Restmüll, welcher in weiterer Folge von den Reinigungsfirmen der fachgerechten Entsorgung zugeführt wird. Beschriebenes oder bedrucktes Papier wird zentral gesammelt und nach fixem Plan bei einem konzessionierten Unternehmen fachgerecht vernichtet. Außerdem werden unter anderem Sonderabfälle gesammelt und bei regionalen Abfallverwertern und Recyclingunternehmen entsorgt: ▪	Problemmüll (z.B. Altbatterien) ▪	Abfälle aus dem Bereich Facility-Service (z.B. aus Umbauten, Filter aus Klima- und Lüftungsanlagen) ▪	Elektronikschrott
KOMPENSATIONEN Die Hypo Vorarlberg hat sich selbst eine jährliche Reduktion von 1 % des CO2-Ausstoßes gegenüber dem Vorjahr zum Ziel gesetzt. Um das zu erreichen, achtet die Bank z.B. bei neuen Investitionen besonders auf Klimaschutz­ aspekte. Der nicht vermeidbare CO2-Ausstoß wird durch den Zertifikatsankauf mit höchsten Standards kompensiert. Die Auswahl der damit unterstützten globalen Projekte wie Aufforstung, Strom aus Biomasse oder
Gemäß den gesetzlichen Vorgaben ist in der Hypo Vorarlberg ein Abfallbeauftragter samt Stellvertreter bestellt. Abfälle werden seit Jahren nach Abfallschlüsselnummern systematisch erfasst und aufgezeichnet. Die Mitarbeiter werden zu Themen wie Papier- und Wasserverbrauch sowie zum schonenden Umgang mit Ressourcen laufend sensibilisiert. So ist es gelungen, den Papierverbrauch im Konzern 2019 um rund 10 % von ca. 33 Tonnen auf ca. 30 Tonnen zu senken.
Windenergie erfolgt durch namhafte Klimaschutz-Experten. So werden nicht nur Emissionen eingespart, sondern auch ein Beitrag für eine klimaneutrale Zukunft geleistet und die Lebenssituationen der Menschen vor Ort verbessert. Es werden ausschließlich Projekte unterstützt, die nachweislich CO2-Emissionen einsparen und über interna­tional anerkannte Standards (u.a. Gold Standard) zertifiziert wurden.
Projekte für die konzernweite CO2-Kompensation 2019 Projekt Saint Nikola Wind Farm
Kochen mit Biomasse statt mit Kohle
Sauberes Trinkwasser durch Filtersysteme
Gesamtpaket für Haushalte
Technologie Erneuerbare Energie/Wind Effiziente Kochöfen Aufforstung Trinkwasser Effiziente Kocher, Ernährung, Solar, Wald, Wasser (Reinigung & Sparen)
GRI: 305-5, 306-2 SDG: 7, 9, 12, 13
BEWUSSTSEINSSCHAFFUNG Im Laufe des Jahres 2019 hat das Nachhaltigkeitsteam der Hypo Vorarlberg verschiedene Maßnahmen durchgeführt, um das Bewusstsein der Mitarbeiter für wichtige Umweltthemen weiter zu schärfen. Der Schwerpunkt lag 2019 auf dem Thema Plastik. Zu den bewusstseinsschaffenden Maßnahmen gehörten die Filmvorführung „Plastic Planet“ (AT, 2009) und zwei Vorträge zu den Themen „Plastikfreier leben“ und „Mikroplastik“. Diese Veranstaltungen wurden nach den Kriterien des Umweltzeichens Green Meetings & Green Events organisiert. Während der Aktionswoche „Treppe statt Lift“ im Frühling sparten zahlreiche Mitarbeiter elektrische Energie und leisteten einen Beitrag für ihre eigene Gesundheit. Organisiertes Wissensmanagement trägt wesentlich zur nachhaltigen Entwicklung eines Unternehmens bei. Auch die Hypo Vorarlberg legt Wert darauf, dass Mitarbeiter untereinander ihr Know-how teilen und innerhalb des Unternehmens weitergeben. Dafür wurde die Wissensplattform Hypopedia geschaffen. Hier laufen alle Informationsströme der Bank zusammen. Seit 2017 wird in einer eigenen Rubrik über Neuigkeiten und wichtige Entwicklungen aus dem Bereich Nachhaltigkeit berichtet. Das digitale Schwarze Brett beinhaltet allgemeine Tipps und Links sowie Informationen und regionale Aktionen zu diesem Thema. VERANTWORTUNG IN LIEFERKETTE UND BESCHAFFUNG Die Hypo Vorarlberg setzt im Rahmen ihrer im Jahr 2019 neu in Kraft getretenen Leitlinie Akzente für die Beschaffung nachhaltiger und umweltfreundlicher Produkte. So wurden für konkrete Beschaffungsvorgänge bzw. Ausschreibungen in unterschiedlichen Produktkategorien spezifische Nachhaltigkeitskriterien erarbeitet und deren Umsetzung in der Bank gestartet. Diese beruhen auch auf den Geboten Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit. Durch die Orientierung an Nachhaltigkeitskriterien bekennt sich die Hypo Vorarlberg zum Best- statt zum Billigstbieterprinzip. Der Großteil der Lieferanten befindet sich in Österreich und es bestehen zumeist langjährige und vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen.
Die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit bedeutet, dass nicht nur die Anschaffungskosten eines Produktes berücksichtigt werden, sondern auch die Kosten für Gebrauch und Entsorgung (Total-Cost-of-Ownership - TCO). Folgekosten durch Energieverbrauch sind z.B. ein wichtiges wirtschaftliches Kriterium. Produkte und Dienstleistungen von Partnern mit aufrechten Kundenbeziehungen und/oder aus der jeweiligen Region werden unter Berücksichtigung der Beschaffungsbedingungen bevorzugt. ENERGIEAUDIT Gemäß § 9 Bundes-Energieeffizienzgesetz ist die Hypo Vorarlberg verpflichtet, ihren Energieverbrauch regelmäßig überprüfen zu lassen. Das erste Energieaudit wurde 2016 durchgeführt. Ein solches Audit ist die systematische Inspektion und Analyse des Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs der Gebäude sowie des Bereichs Mobilität. Ziel ist, Energieflüsse und das Potenzial für Energieeffizienzverbesserungen zu identifizieren und über diese zu berichten. Ein großer Teil der im Audit aufgezeigten Verbesserungen und Maßnahmen konnten in den Jahren 2016 – 2019 umgesetzt werden, wie zum Beispiel: ▪	An einigen Standorten Umrüstung auf energiesparende Beleuchtung (LED) ▪	Anpassungen der Einschaltzeiten und Steuerung bei Heizung, Lüftung und Kühlung ▪	Optimierung von Druck- und Scangeräten in allen Filialen ▪	Eigene Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen am Standort Bregenz ▪	Austausch der Umwälzpumpe im Hypo Office Bregenz ▪	Abschaltung von Lüftungsanlagen an gesetzlichen Feiertagen ▪	Umstieg auf Strom aus erneuerbarer Energie an allen wesentlichen Standorten Dadurch ist es der Hypo Vorarlberg gelungen, ihren CO2-Fußabdruck weiter zu reduzieren. Das nächste Energieaudit gemäß Bundes-Energieeffizienzgesetz findet 2020 statt.
GRI: 102-9, 204-1, 302-1 SDG: 7, 12, 13
Umwelt- und Energiekennzahlen
UMWELT- UND ENERGIEKENNZAHLEN Die Methodik zur Berechnung der Kennzahlen knüpft an jene des Klimaneutralitätsbündnisses 2025 an. Diese wird jährlich von einer extern akkreditierten Zertifizierungsstelle gemäß der Norm ISO 14064-1 validiert.
Kennzahl – Beschreibung
Material Papierverbrauch
Wasser Wasserverbrauch
Kühlung38
Energie Stromverbrauch Heizenergieverbrauch
3.111.449
3.173.932
2.974.182
1.536.333
1.313.059
Fernwärme Heizöl (inkl. Not­ stromaggregat) PV Anlagen (Einspeisung in das lokale Stromnetz) PV Anlagen (Eigenverbrauch)
435.694
337.899
Mobilität KFZ Fuhrpark
privater PKW, Taxi Kurzstrecke (D-A-CH)
598.005
516.809
Abfall Restmüll 39
Sensibler Müll
Emissionen CO2 Scope1
CO2 Scope2
CO2 Scope3
Summe CO2 Scope 1-3
Erdgas, Heizöl, eigener Fuhrpark Strom, Fernwärme Mobilität, Dienst­ reisen, Abfall, Material
38	nur Zentrale 39	Wert basiert auf der Annahme 100 kg pro Mitarbeiter (bei 825 Mitarbeitern) 40	Die Reduktion der CO2 Scope 2 resultiert vor allem aus der Installation von Photovoltaikanlagen am Standort Bregenz und der Umstellung auf Strom aus erneuerbarer Energie an allen wesentlichen Standorten GRI: 301-1, 302-1, 302-2, 305-1, 305-2, 305-3, 305-5, 306-2
SOZIALES UND ARBEITNEHMER
RISIKEN UND AUSWIRKUNGEN Als bedeutender Arbeitgeber in ihren Kernmärkten kommt der Hypo Vorarlberg im Sozial- und Arbeitnehmerbereich eine besondere Rolle zu.
Die Hypo Vorarlberg ist sich bewusst, dass sich ihr Handeln nicht nur auf die Arbeiternehmer, sondern auch auf ihre Familien und damit indirekt auf ihre Regionen auswirkt. Missachtet sie soziale Belange und Arbeitnehmerbelange, könnte es nicht nur zu Strafzahlungen kommen, sondern es würde auch die Wahrnehmung des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber leiden. Zudem kommt dem Unternehmen aufgrund seiner Größe und des Haupteigentümers (Land Vorarlberg) eine Vorbildfunktion zu.
Weitere Risiken ergeben sich aus Geschäftsbeziehungen mit Unternehmen, die Sozial- und Arbeitsnehmerbelange nicht berücksichtigen. Ein Reputationsschaden für die Bank ist eine mögliche Folge. Die Hypo Vorarlberg berücksichtigt in ihren ethischen und nachhaltigen Kriterien daher auch Sozial- und Arbeitnehmerbelange (Seite 52) sowie die Achtung der Menschenrechte (Seite 62).
SDG: 8
MITARBEITER Die Hypo Vorarlberg ist Arbeitgeber für über 730 Personen in der Bank bzw. über 880 Personen im Konzern. Das Unternehmen bietet allen die gleichen Chancen und achtet auf Vielfältigkeit in der Belegschaft.
Mitarbeiter sind die wertvollste Basis eines jeden Unternehmens. Die Hypo Vorarlberg verdankt ihren wirtschaftlichen Erfolg vor allem ihrer Kompetenz, ihrem Engagement und ihrer Motivation. Ein gutes Betriebsklima, eine ausgewogene Work-Life Balance und unterstützende Sozialleistungen sollen helfen, die Bedrohung von körperlichen und psychischen Erkrankungen und deren eventuelle Auswirkungen auf das Umfeld des Mitarbeiters zu verringern. DIVERSITÄT UND CHANCENGLEICHHEIT Im Sinne eines achtsamen Umgangs mit den Mitarbeitern hat sich die Hypo Vorarlberg zum Ziel gesetzt, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die es jedem Einzelnen ermöglichen, sich optimal einbringen und entfalten zu können – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung oder Identität. Niemand wird benachteiligt, diskriminiert oder ausgegrenzt. Die Gleichstellung der Geschlechter bei Einstellung und Gehalt (gleiches Grundgehalt für Frauen und Männer), flexible Arbeitszeitmodelle und betriebliche Gesundheitsförderung sorgen für positive Rahmenbedingungen. Diversität in der Belegschaft und bei den Kunden entsteht dank der Nähe zu Deutschland und der Schweiz. Auch die Filialen in Wien, Graz und Wels, die Niederlassung St. Gallen in der Schweiz und die Tochtergesellschaften in Bozen in Italien tragen zu diesem Mix bei. Derzeit sind im Hypo Vorarlberg-Konzern Mitarbeiter aus elf verschiedenen Nationen beschäftigt.
AUFSTIEGSCHANCEN Die Hypo Vorarlberg gewährt allen Mitarbeitern mit gleichen Voraussetzungen und Qualifikationen die gleichen Aufstiegsmöglichkeiten. Für die Gleichstellung der Geschlechter im Vorstand und Aufsichtsrat wurden Strategien und Zielquoten festgelegt. So sind im Zuge von Nach- und Neubesetzungen von Vorstand und Aufsichtsrat die persönliche und fachliche Qualifikation der Mitglieder, die fachlich ausgewogene Zusammensetzung sowie Aspekte der Diversität zu berücksichtigen. Bei Bewerbungen mit gleicher Qualifikation soll das unterrepräsentierte Geschlecht bevorzugt werden. Bis 2020 sollte sowohl im Vorstand als auch im Aufsichtsrat eine Frauenquote von 25 % erreicht werden, bis 2030 soll diese auf 30 % gesteigert werden. Trotz intensiver Bemühungen konnte 2019 kein weibliches Vorstandsmitglied gefunden werden, das die genannten bzw. erforderlichen Anforderungen erfüllen konnte. 2018 konnte eine weitere Aufsichtsrätin nachbesetzt werden, die zudem auch zur Vorsitzenden des Vergütungs- und des Nominierungsausschusses gewählt wurde. Die aktuelle Funktionsperiode des Aufsichtsrates dauert noch bis 2023. Es wird weiterhin an der Erfüllung der Zielquoten gearbeitet.
GRI: 102-7, 102-8, 405-1, 405-2 SDG: 5
Frauenanteil in Führungsebenen	31.12.2017
hiervon w
Frauen­ m anteil in %
1. Führungsebene (Vorstand) 2. Führungsebene (Geschäftsführer Tochtergesellschaften, Bereichsund Abteilungsleiter) Mitarbeiter
1. Führungsebene (Vorstand) 2. Führungsebene (Geschäftsführer Tochtergesellschaften, Bereichsund Abteilungsleiter) (inkl. HUBAG-Beteiligung) Mitarbeiter Mitarbeiter gesamt 31.12.2019
Frauenanteil im Aufsichtsrat 31.12.2017 Aufsichtsrat inkl. Betriebsrat 31.12.2018 Aufsichtsrat inkl. Betriebsrat 31.12.2019 Aufsichtsrat inkl. Betriebsrat
1. Führungsebene (Vorstand) 2. Führungsebene (Geschäftsführer Tochtergesellschaften, Bereichsund Abteilungsleiter) (inkl. HUBAG-Beteiligung) Mitarbeiter
GRI: 405-1 SDG: 5
PERSONALENTWICKLUNG Schon früh hat die Hypo Vorarlberg die Bedeutung der Nachwuchsarbeit erkannt. Jedes Jahr bietet die Bank daher jungen Menschen die Möglichkeit, über eine Lehre oder das hauseigene Trainee-Programm in den Bankberuf einzusteigen. Weiters werden im Konzern Lehrlinge im Bereich Informatik ausgebildet oder können eine Ausbildung zu Immobilienkaufleuten absolvieren. Trainee-Programm Beim Trainee-Programm geht es darum, Neueinsteigern mit Matura oder akademischem Abschluss in relativ kurzer Zeit eine fundierte Bankausbildung mit starkem Praxisbezug zu ermöglichen. Das Lernen von erfahrenen Mitarbeitern steht dabei im Fokus. Zugleich gilt es für die älteren Mitarbeiter, ihr Wissen an die jüngere Generation weiterzugeben und diese längerfristig im Unternehmen zu halten. Das Programm gibt es seit 1999. Lehrlingsausbildung Durch die erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete Lehrlingsarbeit werden Jugendliche bereits früh für zukünftige Aufgaben ausgebildet. Seit 2009 trägt die Hypo Vorarlberg das Prädikat „Ausgezeichneter Lehrbetrieb“, das vom Land Vorarlberg, der Wirtschaftskammer und der Arbeiterkammer Vorarlberg verliehen wird. Diese Auszeichnung bestätigt die hohe Qualität und das Engagement in der Ausbildung junger Mitarbeiter. Förderung von Nachwuchsführungskräften Freie Führungspositionen werden nach Möglichkeit durch talentierte Mitarbeiter aus den eigenen Reihen besetzt. Besonders die jungen Führungskräfte werden in Hinblick auf die neuen Anforderungen in ihren verantwortungsvollen und herausfordernden Positionen unterstützt.
Aufschlüsselung der Ausbildungstage nach Frauen/ Männern möglich, erst ab dem Jahr 2019 werden die Ausbildungstage getrennt ausgewiesen. Ausgaben für Aus- und Weiterbildung41 Ausbildungstage im Jahr (gesamt) Ausbildungstage (männliche Mitarbeiter) Ausbildungstage (weibliche Mitarbeiter) Durchschnittliche Ausbildungs­ tage pro Mitarbeiter im Jahr ­(gesamt) Durchschnittliche Ausbildungs­ tage (männliche Mitarbeiter) Durchschnittliche Ausbildungs­ tage (weibliche Mitarbeiter) Ausgaben gesamt in EUR Ausgabe pro Mitarbeiter in EUR
2017 2.701
2018 2.676
2019 3113 2160 953
3,8 5,7 2,1
500.323
710.511
Allen Mitarbeitern im Unternehmen wird derselbe Zugang zu Aus- und Weiterbildung gewährt. Der Unterschied, der bei den durchschnittlichen Ausbildungstagen zwischen Männern und Frauen ersichtlich ist, ergibt sich aus folgenden Gründen: Männer bekleiden im Unternehmen vielfach fortbildungsintensive Positionen (Führungsebene, Beraterfunktionen…). Die Hypo Vorarlberg verfügt über einen sehr hohen Frauenanteil, vor allem unter den Teilzeitkräften. Teilzeitkräfte bekleiden überwiegend weniger fortbildungsintensive Positionen in den administrativen Bereichen. Oftmals bietet auch die Lebenssituation dieser Mitarbeiterinnen weniger Möglichkeiten zur Weiterbildung, bedingt etwa durch Betreuungspflichten und dergleichen.
Durchschnittlich entfielen 2019 auf einen Mitarbeiter 3,8 Schulungstage. 2018 war aus technischen Gründen keine 41	Angaben in allen angegebenen Jahren ohne HUBAG GRI: 404-1, 404-2
Mitarbeitergespräche und Führungskräftefeedback Der offene Austausch zwischen Mitarbeitern und Führungskräften ist in der Unternehmenskultur fest verankert. Jährlich finden Mitarbeiter- und Zielvereinbarungsgespräche statt. Die Mitarbeiter haben in regelmäßigen Abständen die Gelegenheit, unter anderem die Entscheidungs- und Organisationsfähigkeit ihrer Führungskräfte sowie das Führungsverhalten selbst zu beurteilen. Ein achtsamer Umgang miteinander, Kritikfähigkeit sowie klare Ziele und Weiterentwicklungsmöglichkeiten stehen hier im Vordergrund.
Im Rahmen des 270° Führungskräfte-Feedbacks werden die Kompetenzen und Leistungen von Führungskräften aus unterschiedlichen Blickwinkeln beurteilt. Dabei werden die Perspektiven der Mitarbeiter, Vorgesetzten sowie Kollegen aufgenommen. Die feedbacknehmenden Führungskräfte besprechen ihr persönliches Feedbackergebnis mit einem Coach und dabei werden mögliche Entwicklungsmaßnahmen abgeleitet. Die Beteiligung der Mitarbeitenden war zuletzt mit 91 % sehr hoch.
Ausbildungsprofil der Hypo Vorarlberg
45 % 40 % 35 % 30 % 25 % 20 % 15 % 10 % 5 % 0 % Studium 2017
Handelsschule Lehre
GRI: 404-2, 404-3
FAMILIE Für viele Mitarbeiter ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeits- und Lebensqualität. Im Gegenzug profitiert die Hypo Vorarlberg von einer familienbewussten Unternehmenskultur. Damit können gut qualifizierte und langjährige Mitarbeiter im Unternehmen gehalten werden. Derzeit kommen als familienfreundliche Maßnahmen Jobsharing-Modelle, Gleitzeit, Gleichstellung aller Beschäftigten bei Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie eine umfassende Betreuung bei Karenzantritt und Wiedereinstieg zum Einsatz. 2017 hat erstmals ein Karenzfrühstück stattgefunden. Dabei wurden aktuelle Entwicklungen in der Bank vorgestellt, um soziale und informative Anknüpfungspunkte für die Mitarbeiter in Karenz zu schaffen. 2019 wurde wieder ein Karenzfrühstück durchgeführt. Dass das Thema Familienfreundlichkeit der Bank ein großes Anliegen ist, wird durch die aktuelle Zertifizierung als „Ausgezeichneter familienfreundlicher Betrieb 2020-2021“ durch das Land Vorarlberg bestätigt.
GESUNDHEIT Der Schutz der körperlichen und psychischen Gesundheit der Mitarbeiter ist der Hypo Vorarlberg ein besonderes Anliegen. Zahlreiche Maßnahmen dienen diesem Zweck. BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG Jedes Jahr gibt es bei der betrieblichen Gesundheitsförderung einen bestimmten Themenschwerpunkt – wie etwa Ernährung oder Bewegung. Zu diesen Schwerpunkten werden verschiedene Aktivitäten oder Aktionen angeboten, beispielsweise Kochkurse, Lauftraining, Rückentraining, Gesundheitstage mit Gesundheitschecks (während der Arbeitszeit) oder Vorträge. Für einen rückenfreundlicheren Arbeitstag steht den Mitarbeitern in der Zentrale ein Steh-Besprechungszimmer zur Verfügung. Als Abwechslung zu den überwiegend sitzenden Tätigkeiten wirken sich Steh-Besprechungen positiv auf die Gesundheit aus und dauern im Vergleich zu Meetings im Sitzen weniger lange
– bei gleichwertigen Ergebnissen. Zudem gibt es im Unternehmen viele höhenverstellbare Tische, um die Belastung für den Rücken zu reduzieren. HYPO VITAL Der Betriebsrat unterstützt die Mitarbeiter der Hypo Vorarlberg mit dem „Hypo Vital“-Zuschuss. Der Zuschuss kann für verschiedene Aktivitäten, die die körperliche und geistige Fitness und Gesundheit fördern, verwendet werden (z.B. Fitnessstudio, Yogakurse, etc.). Seit 2017 unterstützt der Betriebsrat auch den Kauf von Fahrrädern, E-Bikes, E-Scootern und E-Rollern. BETRIEBSÄRZTIN Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, während der Arbeitszeit die Betriebsärztin aufzusuchen. Sie übernimmt in erster Linie eine Beratungsfunktion und ist Ansprechpartnerin für alle gesundheitlichen Themen und deren Auswirkung auf die Arbeitsplatzsituation. Die Betriebsärztin unterstützt auch bei der Wiedereingliederung von Mitarbeitern nach längeren krankheitsbedingten Abwesenheiten. ARBEITSPLATZEVALUIERUNG Unternehmen sind laut österreichischem ArbeitnehmerInnenschutzgesetz zur regelmäßigen Evaluierung von physischen und psychischen Belastungen am Arbeitsplatz verpflichtet. Im Rahmen von gruppenspezifischen Workshops und einer Befragung ermittelt und beurteilt die Hypo Vorarlberg dabei Belastungsfaktoren und legt Maßnahmen gemeinsam mit den Mitarbeitern fest. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement der Bank wurde mit dem regionalen Gütesiegel SALVUS ausgezeichnet. Das Land Vorarlberg vergibt diese Auszeichnung an Betriebe für Leistungen im Gesundheitsbereich. Die Hypo Vorarlberg wurde mehrfach mit dem Gütesiegel in Silber auszeichnet, 2017 hat sie erstmals das Siegel in Gold erhalten, das 2019 auch bestätigt wurde. Das Gütesiegel wird jeweils für die Dauer von zwei Jahren verliehen. GRI: 401-2
INTERESSENSVERTRETUNG Die Hypo Vorarlberg verfügt über einen Betriebsrat, der die wirtschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmer vertritt und fördert. Die rechtlichen Grundlagen der Betriebsratstätigkeit sind im Arbeitsverfassungsgesetz geregelt. Über den Betriebsrat haben die Mitarbeiter Mitwirkungsrechte bei der Gestaltung der sie unmittelbar berührenden betrieblichen Ordnung. Neben der Vertretungsfunktion für die Mitarbeiter als Gesamtheit oder den einzelnen Mitarbeiter hat der Betriebsrat auch eine Informations-, Steuerungs- und Kommunikationsfunktion im Betrieb. Er ist quasi das Bindeglied zwischen der Belegschaft und der Unternehmensführung. VERTRETUNG IM AUFSICHTSRAT In Österreich ist in Aktiengesellschaften mit Betriebsrat eine Beteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat vorgeschrieben. Der Betriebsrat der Hypo Vorarlberg entsendet aus dem Kreis der Betriebsratsmitglieder für je zwei nach dem Aktiengesetz oder der Satzung bestellte Aufsichtsratsmitglieder einen Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat (§ 110 ArbVG). Die Arbeitnehmervertreter machen somit ein Drittel des gesamten Aufsichtsrates aus und werden damit frühzeitig in wichtige Entscheidungen und unmittelbar mögliche betriebliche Veränderungen eingebunden. GEHALTSVERHANDLUNGEN Der Betriebsrat vertritt die Mitarbeiter bei den jährlich stattfindenden kollektiven Gehaltsverhandlungen („Tarifverhandlungen“) im Rahmen des Kollektivvertrages für die Angestellten der österreichischen Landes-Hypothekenbanken. Anlassbezogen finden in der Hypo Vorarlberg vom Betriebsrat organisierte Betriebsversammlungen statt. Die Teilnahme ist grundsätzlich allen Mitarbeitern ohne Einschränkungen möglich – auch während der Arbeitszeit. Auf die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes wird Bedacht genommen.
BETRIEBSVEREINBARUNGEN Der Betriebsrat hat eine wichtige Rolle bei der Ausverhandlung und beim Abschluss von Betriebsvereinbarungen zu verschiedensten Themen und Leistungen. Beispielsweise bestehen auch Regelungen zu einem Fahrtkostenzuschuss, mit dem die Bank die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel fördert, zu einem Essenszuschuss ab dem siebten Zugehörigkeitsmonat, zu einer betrieblichen Pensionskassenlösung, zu einer Väterteilzeit, zu einem Sortiment definierter Arbeitsmittel außerhalb der Standardausrüstung etc. GESUNDHEITSFÖRDERUNG Auch stehen den Mitarbeitern über den Betriebsrat verschiedenste Aktivitäten zur Förderung der körperlichen und geistigen Fitness zur Auswahl. Beispielsweise „Gesund und vital in der Hypo Vorarlberg - Mittagsbewegung“. Dabei werden unter fachmännischer Anleitung in der Mittagspause einmal wöchentlich 45 Minuten Übungen zum Ausgleich für Menschen mit sitzender Tätigkeit gemacht und angeregt, diese Übungen auch außerhalb der „Mittagsbewegung“ regelmäßig zu praktizieren. VERANSTALTUNGEN Der Betriebsrat der Hypo Vorarlberg organisiert auch zahlreiche Veranstaltungen, um damit die Verbundenheit unter den Mitarbeitern zu fördern. Dazu zählen die alljährlich gut besuchte Weihnachtsfeier (wird zusammen mit dem Vorstand veranstaltet), der jährliche Winteraktivtag und der Betriebsausflug bzw. eine festliche Abendveranstaltung.
GRI: 401-2, 402-1, 407-1
Mitarbeiterkennzahlen der Hypo Vorarlberg (nach Köpfen im Konzern) 2017
(inkl. HUBAG42) 3
(inkl. HUBAG43) 3
(ohne HUBAG44) 3
Reinigung45 männlich
Gesamt aktiv ohne Karenz/Bundesheer/Zivildienst/etc. männlich
Karenz/Bundesheer/Zivildienst/etc.
Gesamt (inkl. Karenz)
Altersverteilung Gesamt Mitarbeiter 0-29
Gesamt Mitarbeiter 30-49
Gesamt Mitarbeiter 50 +
42	Alle Standorte in Vorarlberg sowie Wien, Wels, Graz, St. Gallen (CH), Südtirol, HUBAG-Beteiligung 43	Alle Standorte in Vorarlberg sowie Wien, Wels, Graz, St. Gallen (CH), Südtirol, HUBAG-Beteiligung 44	2019 alle Standorte in Vorarlberg sowie Wien, Wels, Graz, St. Gallen (CH), Südtirol. Wegen einer maßgeblichen Beteiligung der HUBAG wurden die Mitarbeiterkennzahlen eines Portfoliounternehmens der HUBAG seit 2017 erfasst. Nach dem Verkauf des Portfoliounternehmens 2019 werden die Zahlen nicht mehr erfasst 45	Die Reinigungskräfte sind seit 2018 in der Gesamtzahl der Mitarbeiter erfasst GRI: 102-8, 405-1
(inkl. HUBAG)
(ohne HUBAG)
Fluktuationsquote Ausfalltage Arbeits- und Wegunfälle Krankenstandstage Krankenstandstage pro Mitarbeiter
6218 46 8,7
Nationalitäten Anzahl Nationalitäten Betriebszugehörigkeit Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit in Jahren
46	Die Erhöhung der Krankenstandstage ist auf Langzeitkrankenstände zurückzuführen
GRI: 401-1, 405-1
MENSCHENRECHTE Die Hypo Vorarlberg bekennt sich zur Europäischen Menschenrechtskonvention sowie zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Die Einhaltung der Menschenrechte hat für sie im eigenen Wirkungsbereich eine große Bedeutung.
Bei Menschenrechtsverstößen (etwa von Unternehmen, mit denen eine Geschäftsbeziehung besteht) drohen Geschäftsausfälle und Reputationsschäden. In den ethischen und nachhaltigen Kriterien im Finanzierungsbereich werden Menschenrechtsbelange daher mitberücksichtigt. Ob diese Belange zukünftig auch in den Ausschlusskriterien im Anlagegeschäft eine Rolle spielen sollen, wird derzeit intern geprüft. BARRIEREFREIHEIT BEI DER HYPO VORARLBERG Die Hypo Vorarlberg achtet die Rechte von Menschen mit Behinderung. Kunden und Mitarbeitern mit Einschränkungen wird der Zugang zu den Bankstandorten und Dienstleistungen ermöglicht bzw. erleichtert. Bei Neubauten und Renovierungen achtet die Bank deshalb besonders auf den Aspekt der Barrierefreiheit. Die Maßnahmen reichen von rollstuhlgerechten Zugängen und Aufzügen über barrierefreie WCs bis hin zu taktilen Leitsystemen für sehbehinderte und blinde Menschen an den Bankomaten. Die 19 Bankfilialen der Hypo Vorarlberg (15 Filialen in Vorarlberg sowie Standorte in Wien, Graz, Wels und St. Gallen (CH)) sind bereits überwiegend barrierefrei. ▪	18 von 19 Schalterhallen sind schwellenlos erreichbar ▪	34 von 36 Bankomaten (inkl. Cashrecycler) sind mit Kopfhörerbuchse ausgestattet. Eine umfangreiche Listung von barrierefreien Banko­maten ist auf der Webseite von Bank4all47 zu finden. ▪	Glastüren sind mit kontrastreichen Aufklebern als Auflaufschutz ausgestattet ▪	Kontoauszugsdrucker in den Filialen sind rollstuhlgerecht
Die Webseite der Hypo Vorarlberg ist technisch so entwickelt, dass sie den Einsatz gängiger Hilfsmittel für einen barrierefreien Zugang unterstützt. So ist beispielsweise der Einsatz von Screenreadern gewährleistet. Aus technischer Sicht wird die Webseite laufend auf dem neuesten Stand gehalten, damit auch in Zukunft die größtmöglichen Qualitätsansprüche hinsichtlich Barrierefreiheit gewährleistet werden können. Mit ihrem Online Banking geht die Hypo Vorarlberg ebenfalls auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung ein. Das Online Banking wurde dafür auf Basis der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) 2.0 Level AA Kriterien technisch erweitert. Es gibt eine zweite, besonders kontrastreiche Farbvariante, die vor allem sehbehinderten Menschen das Lesen am Bildschirm erleichtert. Für die Vorlesesoftware, auf die blinde Menschen angewiesen sind, wurden zusätzliche Informationen ergänzt, um die Struktur und den Inhalt der Seite für eine reine Sprachausgabe verständlicher zu machen. Das Online Banking wurde gemeinsam mit Accessibility Experten abgestimmt. Im Rahmen dieser Optimierung wurde zusätzlich ein Feedback von blinden und sehbehinderten Nutzern eingeholt und bei der Umsetzung berücksichtigt.
47	http://www.bank4all.at (abgerufen am 19.2.2020) GRI: FS14
RISIKEN UND AUSWIRKUNGEN Als Unternehmen im mehrheitlich öffentlichen Eigentum kommt der Hypo Vorarlberg eine besondere Verantwortung bei der Korruptionsbekämpfung und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu.
Der Themenbereich Compliance und Korruptionsbekämpfung ist bei der Hypo Vorarlberg durch umfangreiche Bestimmungen geregelt. Risiken bei diesbezüglichen Verfehlungen wären insbesondere hohe Strafzahlungen, Geschäftsausfälle und vor allem ein beschädigtes Ansehen und Image der Bank, das zu einem Vertrauensverlust der Kunden und Geschäftspartner führen kann. Zudem gelten Mitarbeiter der Hypo Vorarlberg aufgrund des Mehrheitseigentümers als Amtsträger im Sinne des § 74 StGB (Strafgesetzbuch). Sie unterliegen somit den strengen Bestimmungen des Korruptionsstrafrechts.
Gesetzeskonformes Handeln und Maßnahmen gegen Korruption sind nicht nur aus Gründen der eigenen Reputation wichtig, sondern haben auch Vorbildfunktion und Auswirkungen auf andere Unternehmen und Verwaltungen vor allem im regionalen und nationalen Bereich. Im Bereich Finanzierungen und Geldanlagen werden die negativen Auswirkungen durch die ethischen und nachhaltigen Geschäftskriterien gering gehalten.
GRI: 205-1
Die Einhaltung aller einschlägigen Rechtsvorschriften ist für die Hypo Vorarlberg bei allen ihren Geschäften selbstverständlich. Finanzierungen und Anlagegeschäfte, die den Compliance-Richtlinien und der Geschäftsethik der Hypo Vorarlberg widersprechen, werden strikt abgelehnt. Zudem hat sich die Hypo Vorarlberg als Ziel gesetzt, nur Geschäfte abzuwickeln, die sie nach außen vertreten kann. Geschäftsbeziehungen, die einen direkten und wesentlichen Bezug zu nicht gewünschten und moralisch-ethisch nicht vertretbaren Bereichen haben, werden vermieden.
COMPLIANCE UND KORRUPTIONSBEKÄMPFUNG Durch eine Vielzahl von Maßnahmen – darunter umfangreiche Präventionsmaßnahmen und die Sensibilisierung aller Mitarbeiter – schützt sich die Hypo Vorarlberg bestmöglich vor kriminellen Handlungen und sichert die Einhalten der gesetzlichen Vorschriften.
Die Hypo Vorarlberg orientiert sich an den Regeln des österreichischen Corporate Governance Kodex, der einen Maßstab für gute Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle darstellt. Ziel ist eine verantwortliche und nachhaltige Leitung und Kontrolle des Unternehmens sowie ein hohes Maß an Transparenz. COMPLIANCE Eine eigene Abteilung in der Hypo Vorarlberg sorgt dafür, dass der Standard Compliance Code (SCC) der österreichischen Kreditwirtschaft stets eingehalten wird und trifft Maßnahmen zur Vermeidung von Interessenskonflikten zwischen Kunden, Bank und Mitarbeitern. Der SCC regelt die Bereiche Insiderrecht und Marktmanipulation, Geschäfte von Mitarbeitern in Kreditinstituten, Interessenskonflikte und Vorteile sowie Orderdurchführungen. Er legt Mindestregeln fest, die die faire Behandlung aller Teilnehmer am Kapitalmarkt gewährleisten sollen. Dadurch soll das Vertrauen der Marktteilnehmer in die Marktmechanismen (v.a. Preisbildung) gestärkt werden. Grundlage hierfür bilden das Börsegesetz 2018, das Wertpapieraufsichtsgesetz 2018, die Delegierte Verordnung der MiFID II (Finanzmarktrichtlinie) sowie MiFIR (Europäische Finanzmarktverordnung), das Bankwesengesetz, das Depotgesetz, das Investmentfondsgesetz 2011 sowie sämtliche in Ausführung dieser Gesetze erlassenen Richtlinien.
Die Aufgaben der Compliance-Mitarbeiter sind die laufende Kontrolle bzw. Überwachung der relevanten Geschäftsfälle und die Erstattung von Verdachtsmeldungen an die Behörden sowie das Erstellen einer Risikoanalyse und die Umsetzung der rechtlichen Vorgaben. Alle Mitarbeiter der Hypo Vorarlberg müssen regelmäßig ihre Kenntnisse im Bereich Compliance auffrischen. Im Jahr 2019 haben 359 Personen an einer Compliance-Schulung teilgenommen, 47 Mitarbeiter haben ein Lernprogramm inkl. Test absolviert und weitere 659 Personen haben den jährlichen Wissenscheck durchgeführt. Die Hypo Vorarlberg arbeitet seit 2019 an einem Verhaltenskodex, der Mindeststandards für akzeptables und nicht akzeptables Verhalten der Mitarbeiter definiert. Im Laufe des Jahres 2020 soll er fertiggestellt und dem Aufsichtsrat zur Kenntnisnahme übermittelt werden. BEKÄMPFUNG VON KORRUPTION Die Prävention und Bekämpfung von Korruption ist bei der Hypo Vorarlberg durch eine eigene Arbeitsanweisung geregelt. Darin ist grundsätzlich festgelegt, dass es bei allen Tätigkeiten für das Unternehmen nicht gestattet ist, Kunden, Lieferanten, öffentlichen Amtsträgern oder Dritten Geld, materielle oder andere Vorteile zukommen zu lassen oder anzubieten. Dies gilt unabhängig davon, ob dies mit Absicht einer Gewinnerzielung oder Vorteilsnahme geschieht oder nicht. Ebenso ist darin festgelegt, wie Mitarbeiter mit Geschenken und Einladungen von Kunden oder Geschäftspartnern umzugehen haben. Als Grundlage für die interne Arbeitsanweisung dient die Fibel des Justizministeriums, welche im Zuge der Einführung des Korruptionsstrafrechtsänderungsgesetzes 2012 erstellt wurde.
GRI: 205-1, 205-2
VERHINDERUNG VON GELDWÄSCHE UND TERRORISMUSFINANZIERUNG Die Abteilung Compliance ist ebenfalls für die Einhaltung der Sorgfaltspflicht zur Verhinderung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung verantwortlich. Dafür stehen drei unterstützende IT-Prüfsysteme zur Verfügung: Zum einen für das Monitoring und zur Risikoeinschätzung des Kunden hinsichtlich Geldwäscherei, zum anderen zur Transaktionskontrolle sowie zur Feststellung, ob Kunden auf Sanktionslisten stehen oder als politisch exponierte Personen gelten. Liegen Verdachtsmomente für eine mögliche Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung vor, informiert die Hypo Vorarlberg die Geldwäschemeldestelle (Financial Intelligence Unit, FIU) beim Bundeskriminalamt unverzüglich darüber. Die Wahrnehmung der Aufgaben der Abteilung Compliance wird hausintern von der Internen Revision sowie von einer externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auf die korrekte Einhaltung der Gesetze geprüft.
Mit einer speziellen Software zur Transaktionskontrolle werden sämtliche Kunden überprüft, ob diese auf einer Sanktionsliste der EU, der UNO oder der Kontrollbehörde des Finanzministeriums der USA (Office of Foreign Assets Control - OFAC) genannt sind. Damit soll einerseits verhindert werden, dass diese Personen oder Entitäten Kunden der Hypo Vorarlberg werden und andererseits wird so rasch erkannt, wenn ein bestehender Kunde auf die Sanktionsliste aufgenommen wird. In einem derartigen Fall sind die Konten zu sperren und die entsprechende Behörde ist zu informieren. Zur Vermeidung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung sowie Korruption legt die Hypo Vorarlberg großen Wert auf die regelmäßige Schulung aller Mitarbeiter. Im Jahr 2019 haben daher insgesamt 374 Mitarbeiter an einer Geldwäsche-Schulung teilgenommen, 124 Personen haben das Geldwäsche-Lernprogramm inkl. Test abgeschlossen und 404 Personen haben den jährlichen GeldwäscheWissenscheck absolviert.
EINSCHRÄNKUNG VON OFFSHORE-GESCHÄFTEN In Folge der Anfang April 2016 veröffentlichten „Panama Papers“ hat die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) die Offshore-Geschäfte der Hypo Vorarlberg im Rahmen einer Sonderprüfung untersucht. Am 21. März 2018 hat die FMA in dieser Sache ein Straferkenntnis gegen die Hypo Vorarlberg veröffentlicht. Das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) hat das Straferkenntnis der FMA bestätigt und die Hypo Vorarlberg hat die Strafe bezahlt, allerdings auch eine a.o. Revision beim Verwaltungsgerichtshof (VwGH) eingebracht. Der Verwaltungsgerichtshof hat das Erkenntnis aufgehoben, es wird nun zu einer neuerlichen Verhandlung beim BVwG kommen. Der Vorstand und der Rechtsvertreter der Bank sind nach wie vor überzeugt davon, dass sich die Bank bei all ihren Geschäften an die in den jeweiligen Jahren geltende Rechtslage gehalten hat. Die Hypo Vorarlberg hat in den vergangenen Jahren die Anzahl von Konten für nicht operativ tätige OffshoreGesellschaften sukzessive abgebaut. Als Folge der Diskussionen um die Panama Papers hat der Vorstand gemeinsam mit den Eigentümern der Bank eine Anpassung der Strategie und der Geschäftstätigkeit mit Offshore-Kunden vorgenommen, die vom Aufsichtsrat beschlossen wurde. Gemäß dieser Strategie wurden noch bestehende Geschäftsbeziehungen mit nicht-operativen Übersee-Offshore-Gesellschaften eingestellt und es werden keine Neugeschäfte in diesem Bereich mehr abgeschlossen. Aufgrund des geringen Ertragsanteils dieser Geschäftsbeziehungen hat sich diese Veränderung nicht wesentlich auf die Ertragskraft der Bank ausgewirkt.
WHISTLEBLOWING Seit 2014 müssen Banken über ein Hinweisgeber- oder Whistleblowersystem verfügen. Mitarbeiter haben damit die Möglichkeit, anonyme Hinweise auf Verstöße gegen externe Bestimmungen (gesetzliche Vorgaben) sowie schadensrelevante Verstöße gegen betriebsinterne Bestimmungen oder allgemeine Gefahren sowie grobe Missstände zu geben, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen. Auch die Hypo Vorarlberg hat ein solches System eingerichtet und für die Mitarbeiter eine eigene Richtlinie zur Meldung von Verstößen verfasst. 2019 wurden von Mitarbeitern keine Verstöße gemeldet.
Halbjährlich wird ein IKS Bericht für den Vorstand und jährlich ein solcher für den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates erstellt, um über die Wirkungsweise des IKS zu informieren. Die IKS Berichtserstellung folgt einem „Bottom-up“-Ansatz: Die Aufzeichnungen über erfolgte Kontrollen werden bei der operativen Durchführung durch die Prozessverantwortlichen erledigt. Diese Aufzeichnungen werden gemeinsam mit den Ergebnissen der Kontroll- und Wirksamkeitsanalyse im IKS Bericht zusammengefasst, um in Verbindung mit den Ergebnissen der Prüfungen durch die Interne Revision eine Aussage über die Wirksamkeit des IKS treffen zu können.
INTERNES KONTROLLSYSTEM (IKS) Die Hypo Vorarlberg zeichnet sich durch eine klare Regelung der Organisations-, Unternehmens- sowie Kontrollund Überwachungsfunktion aus, welche insbesondere das Vier-Augen-Prinzip, IT-unterstützte Kontrollen sowie am Risikogehalt orientierte Entscheidungspouvoirs und Überwachungsinstrumente beinhaltet. Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung sowie die Sicherstellung der dauernden Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems (IKS) obliegt bei der Hypo Vorarlberg dem Gesamtvorstand.
Der Vorstand ordnet gegebenenfalls adäquate Maßnahmen zur Behebung von Mängeln an. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats überwacht die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems.
Im Rahmen des IKS werden die Prozesse laufend, zumindest jährlich, auf ihren Risikogehalt und auf das Bestehen von nachvollziehbaren, wirksamen, effizienten und risikoreduzierenden Maßnahmen und Kontrollen überprüft, angepasst und bei Bedarf ergänzt. Überdies wird laufend eine Kontroll- und Wirksamkeitsanalyse durchgeführt und erkanntes Verbesserungspotential umgesetzt. Die Aufnahme weiterer/neuer Prozesse in das dokumentierte IKS erfolgt nach Maßgabe der Einschätzung der Wesentlichkeit und des Risikogehaltes für die Hypo Vorarlberg.
INTERNE REVISION Die Qualität aller Prozesse und des Internen Kontrollsystems sowie die Einhaltung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen werden laufend von der Internen Revision geprüft. Dabei wird die Zuverlässigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Gesetzmäßigkeit beurteilt. Die Interne Revision arbeitet eng mit den Vorständen und Geschäftsführern der Tochtergesellschaften zusammen und berichtet periodisch dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates. Die Hypo Vorarlberg stellt sicher, dass diese Funktion über die erforderlichen Befugnisse, Gewichtungen und Ressourcen verfügt. Die Interne Revision wird unternehmensintern als wichtiges Schlüsselelement einer nachhaltigen Geschäftsführung betrachtet. Der Nutzen geht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus, wobei insbesondere die kontinuierlichen Verbesserungen für die Hypo Vorarlberg als unverzichtbar gelten.
Zur Abnahme von Ergebnissen, Kenntnisnahme der Risikoeinschätzungen und kontinuierlichen IKS Kernprozessentscheidungen berät mindestens einmal jährlich das IKS Gremium, dem u.a. Gesamtvorstand und Compliance angehören.
BESCHWERDEMANAGEMENT In der Hypo Vorarlberg besteht seit 2004 ein zentrales Beschwerdemanagement. Der Kunde kann seine Beschwerde schriftlich, telefonisch oder persönlich vorbringen. Er kann sich an seinen Kundenberater oder direkt an die Ombudsstelle wenden. Die Mitarbeiter der Ombudsstelle prüfen das Anliegen des Kunden und holen vom Kundenberater sowie fallweise von internen Fachabteilungen Stellungnahmen ein. Wenn sich aus einer Beschwerde Verbesserungspotenzial für die Hypo Vorarlberg ergibt, werden entsprechende Maßnahmen gesetzt. Die Informationen zum Beschwerdeverfahren sind auf der Webseite48 und im Schalteraushang veröffentlicht.
Seit Jänner 2016 werden sämtliche Kundenbeschwerden, die in der Bank einlangen, kategorisiert erfasst und einmal jährlich an die Österreichische Nationalbank (OeNB) gemeldet. Die FMA prüft die Einhaltung der Vorschriften im Rahmen ihrer Aufsichtsfunktionen. MiFID II regelt spezifische Anforderungen an die Erbringung von Wertpapierdienstleistungen und enthält zudem Regelungen zur Beschwerdebearbeitung, die sich im Wesentlichen mit den Vorschriften aus dem neuen § 39e BWG und der FMA-Verordnung decken. Auch die EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) enthält Vorgaben für die Beschwerdebearbeitung. Diese sind in einer internen Arbeitsanweisung eingearbeitet.
48	https://www.hypovbg.at/service/kontakt/ombudsstelle-beschwerdeverfahren (abgerufen am 20.2.2020) GRI: 418-1
BANKGEHEIMNIS UND DATENSCHUTZ Banken sind auf das Vertrauen ihrer Kunden angewiesen. Dem Themenkreis Bankgeheimnis und Datenschutz wird bei der Hypo Vorarlberg daher höchste Wichtigkeit eingeräumt.
Die Hypo Vorarlberg und ihre Mitarbeiter unterliegen dem österreichischen Bankgeheimnis. Dementsprechend dürfen alle Mitarbeiter Geheimnisse, die ihnen ausschließlich auf Grund der Geschäftsverbindung mit einem Kunden anvertraut oder zugänglich gemacht worden sind, weder verwerten noch offenbaren. Im Unterschied zum Bankgeheimnis, das im Bankwesengesetz geregelt ist, gewährleistet die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bzw. das Datenschutzgesetz (DSG) den Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten. Die Mitarbeiter der Hypo Vorarlberg sind daher angewiesen, bei jeder Übermittlung von Daten deren Gesetzmäßigkeit sowohl im Sinne der DSGVO bzw. des Datenschutzgesetzes als auch des Bankwesengesetzes zu prüfen. DATENSCHUTZ-GRUNDVERORDNUNG Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union vereinheitlicht die Regeln für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen. Dadurch soll einerseits der Schutz von personenbezogenen Daten innerhalb der EU sichergestellt, andererseits der freie Datenverkehr innerhalb des Europäischen Binnenmarktes gewährleistet werden. Die DSGVO ist seit 25. Mai 2018 anwendbar. Die neuen Anforderungen betreffen unter anderem die Rechenschaftspflicht, um den Nachweis der Einhaltung der Pflichten nach der DSGVO erbringen zu können, sowie die Meldepflicht im Falle von Datenpannen.
Die Hypo Vorarlberg hält sich streng an die geltenden datenschutzrechtlichen Vorgaben und erteilt daher Auskünfte nur demjenigen, der über das betreffende Konto verfügungsberechtigt ist oder über eine schriftliche Vollmacht des Verfügungsberechtigten verfügt. Im Zuge der Umsetzung der DSGVO wurden die Zweckmäßigkeit und die Rechtsgrundlagen der Verarbeitungstätigkeiten in der Hypo Vorarlberg einer Prüfung unterzogen. Zudem wurde ein Datenschutzmanagementsystem etabliert, eine Datenschutzstrategie und eine Datenschutzrichtlinie erarbeitet. Die Datenschutzorganisation umfasst neben einem Datenschutzbeauftragten auch Datenschutzmanager aus den jeweiligen Fachabteilungen und Filialen. Die Mitarbeiter der Hypo Vorarlberg wurden vor Inkrafttreten der DSGVO sensibilisiert und geschult, damit ihnen die interne Arbeitsanweisung und die darin festgehaltenen Abläufe bekannt sind. Bei jeder Ausübung eines Betroffenenrechts werden die Daten des Kunden festgehalten und über eine interne Datenbank gemeldet. Die Anfrage wird durch die Abteilung Compliance und den Datenschutzbeauftragten innerhalb des gesetzlichen Zeitrahmens von vier Wochen bearbeitet. Im Jahr 2019 gab es 22 Beanspruchungen von Betroffenenrechten, davon acht Auskunftsbegehren (Art. 15 DSGVO), zwei Berichtigungen (Art. 16 DSGVO), 11 Löschbegehren (Art. 17 DSGVO) und ein Widerspruch zur Datenverarbeitung (Art. 21 DSGVO). Seitens der Datenschutzbehörde gab es zwei Aufforderungen zur Stellungnahme, in beiden Fällen wurde das Verfahren eingestellt. Es liegen keine Verstöße der Hypo Vorarlberg gegen die DSGVO vor. Um den Schutz der Kundendaten und anderer Daten ­sicherzustellen, hat die Hypo Vorarlberg auch auf technischer Seite die notwendigen Vorkehrungen getroffen (Seite 33).
GRI: 418-1
GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT Ihre Verbundenheit demonstriert die Hypo Vorarlberg auch mit ihrem gesellschaftlichen Engagement. Das Unternehmen teilt seinen wirtschaftlichen Erfolg mit den Menschen in seinen Marktgebieten – etwa in Form von langjährigen Kooperationen mit Kultur- und Sporteinrichtungen im Land.
Bei allen Engagements achtet die Hypo Vorarlberg auf Regionalität und strebt grundsätzlich langfristige Partnerschaften an. Auf diese Weise nimmt die Bank nicht nur ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr, sondern präsentiert sich den Menschen in ihren Marktgebieten als achtsamer und verlässlicher Partner. So sollen auch andere Unternehmen motiviert werden, dem Vorbild der Hypo Vorarlberg zu folgen. Das Engagement in Form von Sponsorings und Spenden betrug im Jahr 2019 ca. TEUR 1.000. Davon entfielen TEUR 880 auf Sponsorings, weitere TEUR 170 stammen aus dem Spendenfonds der Bank. SPENDENFONDS DER HYPO VORARLBERG 2014 hat die Bank einen eigenen Spendenfonds zur Unterstützung gemeinnütziger Projekte aus den Bereichen Soziales, Wissenschaft, Bildung und Kultur eingerichtet. Jedes Jahr fließt ein Teil des erwirtschafteten Gewinnes in den Spendenfonds. Seit der Gründung konnten Spenden im Wert von über TEUR 1.000 zugesagt werden. Damit konnte Menschen mit persönlichen Schicksalsschlägen aus der ärgsten finanziellen Not geholfen, aber auch verschiedene soziale Institutionen und regionale Kulturprojekte unterstützt werden. Ein Kuratorium aus Vertretern unterschiedlicher gesellschaftlicher Einrichtungen und Unternehmen verwaltet den Spendenfonds ehrenamtlich und entscheidet im Rahmen der Vorgaben autonom über die Vergabe der Gelder. Insgesamt unterstützte der Spendenfonds im Jahr 2019 45 Sozialprojekte, vier Kulturinitiativen und ein Projekt aus dem Bereich Wissenschaft/Bildung. Im September 2018 wurde der Studienpreis „Europa konkret“ ausgelobt. Ziel ist, die europäische Idee möglichst vielen Menschen zugänglich und verständlich zu machen. Studierende haben in wissenschaftlichen Arbeiten innovative und umsetzbare Konzepte entwickelt. Die drei besten Arbeiten wurden am 6. Februar 2020 im Rahmen der Veranstaltung „50 Köpfe von morgen“ prämiert und die Studierenden bzw. Teams erhielten jeweils EUR 5.000.
VN-KLIMASCHUTZPREIS Seit 2008 unterstützt die Hypo Vorarlberg den Klimaschutzpreis der „Vorarlberger Nachrichten“ als Sponsor. Mit diesem Preis werden im Abstand von zwei Jahren innovative Projekte der Vorarlberger Bevölkerung zum Klimaschutz in den Kategorien private Haushalte, Schule und Jugend, Gemeinden und Öffentlichkeit, Unternehmen und innovative Produkte/Dienstleistungen sowie landwirtschaftliche Bodenkultur ausgezeichnet. Neben den Auszeichnungen ist vor allem die Vorbildwirkung, die durch kleine und große Maßnahmen in Sachen Klimaschutz gesetzt wird, wichtig. Die nächste Verleihung findet 2020 statt. START-VORARLBERG Das Stipendienprogramm START-Vorarlberg soll die Chancen von engagierten Schülern mit Migrationshintergrund auf eine höhere Schulbildung verbessern. Seit 2013 unterstützt die Hypo Vorarlberg das Projekt mit Patenschaften, 2017 hat sie zwei START-Stipendien für jeweils drei Jahre übernommen. FINANZFÜHRERSCHEIN FÜR JUGENDLICHE Im Rahmen des Vorarlberger Finanzführerscheins lernen Kinder und Jugendliche den richtigen Umgang mit Geld. Den Teilnehmern wird die ganze Vielfalt des komplexen Themas Geld und Finanzen nähergebracht und sie erhalten wertvolle Tipps und Hinweise für den Umgang mit Geld. Die Hypo Vorarlberg unterstützt die Initiative des Instituts für Sozialdienste (ifs) mit zahlreichen weiteren Partnern.
GRI: 203-2 SDG: 1
SINNVOLLE GESCHENKE Seit 2012 verzichtet die Hypo Vorarlberg beim Weltspartag bewusst auf Geschenke aus Billiglohnländern. Stattdessen achtet sie darauf, dass die Wertschöpfung im Land Vorarlberg bzw. in den Kernmärkten bleibt. Kinder und Jugendliche erhalten Gutscheine für verschiedene Freizeiterlebnisse in der Region wie z.B. Kinogutscheine, Schifffahrten etc., während Kleinkinder Kuscheltiere als Geschenk bekommen. Diese werden von der Firma „Wild Republic“ bezogen. Das Unternehmen ist für Gemeinwohltätigkeit zertifiziert und spendet einen Teil des Umsatzes an gemeinnützige Projekte in Entwicklungsländern.
SPIELENACHMITTAG IM VORARLBERGER KINDERDORF „Gemeinsam Großes leisten“ wollen die Mitarbeiter der Hypo Vorarlberg nicht nur mit Kunden und Partnern. Unter diesem Motto fand auch die erste Mitarbeiteraktion der Bank statt. „Die Idee dahinter ist, dass sich die Mitarbeiter der Hypo Vorarlberg regelmäßig ehrenamtlich und mit Engagement für soziale, gesellschaftliche oder Umwelt-Themen stark machen“, erläutert Michel Haller, Vorstandsvorsitzender der Hypo Vorarlberg. Im Juni 2019 wurde deshalb für die Kinder im Kinderdorf Kronhalde in Bregenz ein Spielenachmittag organisiert. Unter strahlend blauem Himmel verwandelten über 70 Mitarbeiter des Hypo Vorarlberg-Konzerns das Kinderdorf-Areal in eine Spielwiese und bescherten den fast 100 teilnehmenden Kindern einen unvergesslichen Nachmittag mit spannenden Spielen und Bastelstationen, einer Hüpfburg, einem Eiswagen und vielem mehr. Auch die Vorstände ließen es sich nicht nehmen, mit vollem Einsatz bei den einzelnen Stationen mitzuhelfen. Strahlende Gesichter gab es auch zum Schluss, als jedes Kind mit einem Gratiseintritt für das Erlebnisbad Säntispark beschenkt wurde. Viele schöne Begegnungen, berührende und lustige Momente, leuchtende Kinderaugen – alle Beteiligten haben einen besonderen Tag erlebt.
GRI: 204-1
KUNST UND KULTUR Vorarlberg ist über die Landesgrenzen hinaus für seine Kulturveranstaltungen und Architektur bekannt. Die Hypo Vorarlberg leistet auch in diesem Bereich einen wertvollen Beitrag.
Mit ihren Sponsorings und Partnerschaften unterstützt die Hypo Vorarlberg die heimische Kunst- und Kulturszene. Außerdem vergibt das Unternehmen regelmäßig Preise in den Bereichen Kunst und Architektur. BREGENZER FESTSPIELE Die Bregenzer Festspiele49 präsentieren mit dem Spiel auf dem See jeden Sommer hochkarätige Opern unter freiem Himmel. Daneben bietet das Festival Opern-Aufführungen im Haus, konzertante Kostbarkeiten und Theateraufführungen im Festspielhaus und auf der Werkstattbühne. Insgesamt ca. 80 Aufführungen begeistern jedes Jahr im Sommer über 200.000 Besucher. Die Hypo Vorarlberg ist langjähriger Partner und seit 2013 Hauptsponsor der Bregenzer Festspiele. VORARLBERGER KULTURHÄUSER Neben den Bregenzer Festspielen bereichern die Vorarlberger Kulturhäuser (vorarlberg museum, Kunsthaus Bregenz, Vorarlberger Landestheater50) die Kulturlandschaft im Bodenseeraum und locken jedes Jahr zahlreiche Gäste aus der ganzen Welt nach Vorarlberg. Die Hypo Vorarlberg fördert dieses Engagement als langjähriger Partner und ist seit 2017 Hauptsponsor aller drei Institutionen. VORARLBERGER LANDESKONSERVATORIUM Seit 2009 unterstützt die Hypo Vorarlberg auch das Vorarlberger Landeskonservatorium51. Hier werden Jugendliche und Studierende zu professionellen Musikern in der Studienrichtung Instrumental- und Gesangspädagogik ausgebildet. Highlight der Partnerschaft sind zwei jährlich stattfindende Konzerte für rund 2.000 Kunden der Bank.
BAUHERRENPREIS DER HYPO VORARLBERG Seit 1987 organisiert die Hypo Vorarlberg im Abstand von fünf Jahren den Bauherrenpreis. Damit wird das Bewusstsein der Vorarlberger für hochwertige, innovative und ressourcenschonende Architektur gefördert und der Öffentlichkeit nähergebracht. Im Jahr 2015 wurde der Bauherrenpreis zum siebten Mal vergeben, 2020 erfolgt die nächste Prämierung. Gemeinsam mit dem Vorarlberger Architektur Institut (vai) werden innovative Bau- und Wohnprojekte in fünf Kategorien ausgezeichnet: Wohnbauten, Kommunalbauten, Gewerbebauten, Freiräume (Gestaltung von Landschaften bzw. öffentlichen Plätzen) sowie im Bereich Sanierung bzw. Erhaltung wertvoller Bausubstanz. Die Gewinner-Projekte bestechen durch einen intelligenten und nachhaltigen Umgang mit modernen Materialien, eine behutsame Nutzung heimischer Baustoffe sowie eine hohe architektonische, raumplanerische und energetische Qualität. VERANSTALTUNGEN Die Bank organisiert für ihre Beratungskunden im Firmenund Privatbereich rund 80 Veranstaltungen pro Jahr. Ziel ist es, den Kunden einzigartige Erlebnisse und Netzwerke zu bieten, die sie nicht kaufen können und nur als Kunde der Hypo Vorarlberg erhalten. Begeisterte Kunden empfehlen aktiv weiter, kaufen häufiger und sind ihrer Marke treu – auch in Krisenzeiten. Mit der Möglichkeit „bring your friends” erhalten die Berater zudem die Chance, über Kunden und Partner neue Kontakte zu knüpfen. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsbemühungen der Bank werden Veranstaltungen verstärkt nach den Kriterien des Umweltzeichens Green Meetings & Green Events durchgeführt.
49	www.bregenzerfestspiele.com (abgerufen am 19.2.2020) 50	www.kunsthaus-bregenz.at (abgerufen am 19.2.2020), www.vorarlbergmuseum.at (abgerufen am 19.2.2020), www.landestheater.org (abgerufen am 19.2.2020) 51	www.vlk.ac.at (abgerufen am 19.2.2020) GRI: 203-1, 203-2
10. KUNSTPREIS DER HYPO VORARLBERG Die Bank schreibt seit 1984 alle fünf Jahre den mit EUR 10.000 dotierten Kunstpreis aus. In Vorarlberg geborene oder in Vorarlberg lebende Künstler werden dazu eingeladen, ihre Arbeiten einzureichen. Im Rahmen des Kunstpreises erwirbt die Bank ausgewählte Kunstwerke für ihre eigene Kunstsammlung. Die Preisträger werden durch eine international besetzte Jury ermittelt. 2019 lobte die Hypo Vorarlberg zum zehnten Mal ihren Kunstpreis aus. 120 in Vorarlberg geborene oder lebende Künstlerinnen und Künstler reichten insgesamt 192 Arbeiten ein. Den Preis holte sich Christine Lederer schließlich mit ihrem Digitalprint „Am liebsten trage ich ein Bügelbrett“.
allgegenwärtigen Werbung ironischerweise lieber ein sehr schlicht mit grünen Streifen gestaltetes ‚Bügelbrett‘ als etwa Gucci, Prada oder Chanel. [… ] Die Gestaltung mit wenig Elementen wie der schlecht sitzenden Perücke, ein Kleiderbügel, die steife Körperhaltung und die provisorische Atmosphäre des Ateliers hat einen spröden Charme.“ Geboren 1976 in Bludenz, studierte Lederer Kommunikationsdesign in Augsburg und Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München und ist seit 2013 als freischaffende Künstlerin tätig. „Am liebsten trage ich ein Bügelbrett“ entstand in einer intensiven Auseinandersetzung Lederers mit der Sozialisierung als Frau in unserer Gesellschaft und für die Ausstellung „Alle Frauen sind immer daheim“ in der Galerie Hollenstein in Lustenau (2018).
Juryvorsitzender Rudolf Sagmeister erklärte, dass vor allem der frische und hintergründige Bild- und Wortwitz der Fotoarbeit überzeugte: „Die Frau trägt im Gegensatz zur GRI: 203-1
Christine Lederer, Gewinnerin 10. Kunstpreis der Hypo Vorarlberg 2019
Hypomeeting in Gรถtzis
SPORT UND FREIZEIT Im Rahmen ihres sozialen Engagements unterstützt die Hypo Vorarlberg zahlreiche Sportveranstaltungen und -vereine in ihren Marktgebieten.
HYPOMEETING Das Unternehmen unterstützt seit 1985 das Leichtathletik Mehrkampf-Meeting in Götzis als Hauptsponsor und Namensgeber (Hypomeeting52). Der Zehn- und Siebenkampf, der als eines der bestbesetzten Mehrkampf-Meetings der Saison gilt, wird seit 1975 jedes Jahr Ende Mai bzw. Anfang Juni durchgeführt und ist die bedeutendste jährlich stattfindende Sportveranstaltung in Vorarlberg.
FÖRDERUNGEN FÜR CLUBS UND VEREINE Weiters werden Vorarlberger Fußballclubs wie zum Beispiel der SCR Altach (Bundesliga) und der SC Austria Lustenau (Erste Liga) finanziell gefördert. Damit heimische Talente den modernen Ansprüchen des Fußballs standhalten können, betreibt der Vorarlberger Fußballverband53 (VFV) seit Herbst 2003 gemeinsam mit dem Collegium Bernardi in Bregenz eine Fußballakademie (AKA Vorarlberg). Die Hypo Vorarlberg ist seit 2007 Hauptsponsor der AKA Vorarlberg und unterstützt damit die Nachwuchsarbeit. Zudem fördert die Bank zahlreiche Sportclubs und Vereine wie zum Beispiel die Handballclubs Bregenz Handball und Alpla HC Hard, den Tennisclub Bregenz, den Bregenzer Segelclub.
52	www.meeting-goetzis.at (abgerufen am 19.2.2020) 53	www.vfv.at (abgerufen am 19.2.2020) GRI: 203-1
Oberlech mit Blick auf RÃ¼fikopf, Omeshorn
Nachhaltigkeitsprogramm NACHHALTIGKEITSPROZESS Zielbereich
Laufende Bestandsaufnahme Nachhaltigkeit nach GRI inkl. NaDiVeG-Kriterien Prüfung, ob neue Maßnahmen durch EU-Aktionsplan zur „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“ entstehen Integration von Nachhaltigkeit in das Kerngeschäft Integration von Nachhaltigkeit in die Geschäfts­ strategie - Aktualisierung der Funktionalstrategie Nachhaltigkeit
2019 erfüllt 2019 Arbeitsgruppe wurde eingerichtet
Nachhaltigkeitsmanagement 12 12, 13 8, 12, 13 8, 12, 13
2020 2020 laufend laufend
Kommunikation und Stakeholder Stakeholderbefragung zu wesentlichen Nach­ haltigkeitsthemen und Wahrnehmung Hypo ­Vorarlberg (Ergänzung um aktuelle Themen)
Stakeholdereinbindung Interne und externe Kommunikation Reporting
2017 erfüllt
Informationen über bestehende Kanäle
Publikation Nachhaltigkeitsbericht gem. GRI und NaDiVeG
7, 8, 9, 11, 12, 13
Definition von Positiv- und Ausschlusskriterien (Seite 26)
Definition von Nachhaltigkeitskriterien in der Eigenveranlagung und der Vermögensverwaltung (Seite 27)
2019 erweitert im Bereich Vermögensverwaltung
Produkte und Nachhaltigkeit Standards bei Finanzierungen
Standards bei Anlagegeschäften Nachhaltige Finanzprodukte
SRI-Transparenz-Siegel
Emission des ersten EUR Green Bonds einer österreichischen Bank 2017 Emission eines CHF Green Bonds Das CSSP (Center for Social and Sustainable Products) Liechtenstein hat Ende 2019 einigen Fonds das SRI-Transparenz-Siegel für ein Jahr verliehen. (Seite 28) Vergünstigte Leasingkonditionen für CO2 ärmere PKWs
2020 Weiterentwicklung der Nachhaltigkeits­ kriterien im Bereich Vermögensverwaltung Reporting laufend 2020 1. Quartal
1.3.-31.5.2019
2020 Prüfung weiterer Fonds
UMWELT Zielbereich
Maßnahmen Einführung eines Umwelt- o. Energiemanagementsystems
Zeithorizont 2019 Inbetriebnahme (VKW-Energiecockpit)
Energie & Klimaschutz Klimaneutralität Definition von CO2-Reduktionszielen
Umsetzung der Zielsetzungen des Klimaneutralitätsbündnisses 2025 Jährliche Reduktion der eigenen CO2-Emissionen um 1 % gegenüber dem Vorjahr Optimierungen im Bereich Energieeffizienz Steuerungstechniken Optimierungen in Gebäudehüllen
Optimierung der Raumklimaregelung
7, 9, 13 13 7, 13
laufend laufend laufend laufend laufend 2018 in allen wesentlichen Bankbereichen erfüllt
Umstieg auf 100 % erneuerbare Energie an allen wesentlichen Standorten
Großgebinde statt Einzelverpackungen
Aktionen rund um den Vorarlberger Fahrradwettbewerb „RADIUS“ Benutzerfreundlichkeit bei Fahrradabstellplätzen erhöhen Anschaffung E-Bike für Dienstfahrten
Material Müllvermeidung Mobilität 11 Förderung von Fahrradfahren
11 11, 12 11 11
Elektrofahrräder testen Übertragbare Jahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel in Vorarlberg für Dienstfahrten Videokonferenzanlagen für die Standorte Wien, Graz und Wels zur Reduktion bzw. Vermeidung von Dienstreisen
laufend 2018 erfüllt 2019 erfüllt 2018 erfüllt 2019 weiterer Ausbau
Beschaffung Nachhaltige Beschaffung
Leitlinien für nachhaltige Beschaffung (Auswahl Lieferanten anhand nachhaltiger Kriterien)
2019 Umsetzung
MITARBEITER Zielbereich
Bewusstseinsbildung Filmvorführung „We CARE for Your Shirts ... and Our Rights!“ CARE-Doku über Textilarbeiterinnen aus Bangladesch MY FUTURE – WHO CARES? 13 Zukunftskonferenz für Lehrlinge/Trainees im Landestheater
Vortrag Ergonomie am Arbeitsplatz Informationen zur Aktionswoche „Autofreie Woche“ Besichtigung Müllverwertungsanlage Filmvorführung „Plastic Planet“ Vortrag zum Thema „Plastikfreier leben“ Vortrag zum Thema „Mikroplastik“
2019 erfüllt
Mitarbeiterbefragung zu Nachhaltigkeit (Ideen, Bedürfnisse)
Anreise zum Arbeitsplatz
2018 erfüllt
Beiträge in der Mitarbeiterzeitung „Schwarzes Brett“ Interessante Beiträge und Links für den privaten Gebrauch Intranet/Hypopedia Eigener Bereich zum Thema Nachhaltigkeit mit allen relevanten internen Richtlinien und Informationen
13 13 13 13 Mitarbeitereinbindung Meinungen und Ideen der Mitarbeiter einholen Mitarbeiterbefragung zum Thema Anreise zum Arbeitsplatz
2020 1. Halbjahr 2020 3. Quartal 2020 2. Halbjahr
13 Interne Kommunikation 13
2019 erfüllt 2019 erfüllt 2019 erfüllt
alle 6 Monate laufend
Vereinbarkeit von Beruf und Familie Karenzfrühstück
2021 geplant
Spendenfonds der Hypo Vorarlberg
Familienfreundlichkeit GESELLSCHAFTLICHES ENGAGEMENT Zielbereich Förderung von Projekten (Soziales, Bildung, Kultur u. Wissenschaft)
GRI-INDEX UND NADIVEGKONFORMITÃ&#x201E;T
Die Hypo Vorarlberg hat den Anspruch, die eigenen Leistungen kontinuierlich gemäß nachhaltigen Kriterien zu messen und zu bewerten. Um die Daten vergleichbar und transparent aufzubereiten, orientiert sich das Unternehmen an den Vorgaben der Global Reporting Initiative. Dieser Bericht wurde in Übereinstimmung mit den GRI-Standards: Option Kern erstellt. Die speziellen Kriterien für Finanzdienstleister (sector disclosures nach G4) wurden ebenfalls berücksichtigt. Der Bericht wurde 2019 durch die Firma Quality Austria extern geprüft - Prüfbescheinigung siehe Seite 89.
Allgemeine Standards (GRI 102) Code Organisationsprofil
Inhalt nach GRI-Standards (Kern)
S. 90 S. 13, 15, 16, 28-31 S. 16 S. 13, 16
S. 19, 54
S. 54, 60
Lieferkette Signifikante Änderungen in der Organisation und ihrer Lieferkette Vorsorgeprinzip
S. 50 keine signifikanten Veränderungen seit dem letzten Bericht S. 7, 8, 40, 41, 44, 45 S. 8-10, 21-23, 29 S. 8, 29, 39
Strategie und Analyse 102-14
Ethik und Integrität 102-16
S. 7, 14, 25-27
Unternehmensführung 102-18
S. 17, 35, 36
Einbindung von Stakeholdern 102-40
Identifikation und Auswahl der Stakeholder-Gruppen
Art der Einbindung der Stakeholder-Gruppen
Themen und Anliegen der Stakeholder-Gruppen
Änderung bei der Berichterstattung
Angabe der GRI-Standards Option
In Österreich gesetzlich geregelt S. 39 S. 37, 39
S. 11 S. 11 (2019) S. 11 (jährlich) S. 90 S. 11, 83 (Kern) S. 83-87 S. 89 (Quality Austria)
GRI: 102-54, 102-55
THEMENSPEZIFISCHE STANDARDS (INKL. MANAGEMENTANSÄTZE) Ökonomie (GRI 201 bis 206) Thema
Aspekte (Kern) 103 Managementansatz Wirtschaftliche Leistung Direkt erwirtschafteter und verteilter 201-1 wirtschaftlicher Wert Finanzielle Folgen, Risiken und Chancen des Klima201-2 wandels für die Aktivitäten der Organisation Managementansatz Indirekte wirtschaftliche 103 Auswirkungen Investitionen in öffentliche Infrastruktur 203-1 und Gemeinwesen Art und Umfang indirekter 203-2 wirtschaftlicher Auswirkungen 103 Managementansatz Beschaffung 204-1 Anteil der Ausgaben für lokale Lieferanten 103 Managementansatz Korruptionsbekämpfung Untersuchung der Geschäftsstandorte 205-1 auf Korruptionsrisiken Informationen und Schulungen 205-2 zur Korruptionsbekämpfung 205-3 Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen
103 Managementansatz Wettbewerbswidriges Verhalten Verfahren aufgrund von wettbewerbswidrigem 206-1 Verhalten oder Kartell- und Monopolbildung
Verweis/Anmerkungen S. 18 S. 18-20 S. 28-31, 44, 45 S. 7, 18, 71 S. 29-31, 73, 74, 77 S. 29-31, 71, 73 S. 50 S. 50, 72 S. 64 S. 64-67 S. 65-67 Keine Vorfälle im Berichtszeitraum S. 64 Keine Vorfälle im Berichtszeitraum bekannt
GRI: 102-55
Ökologie (GRI 301 bis 308) Thema Materialien
Aspekte (Kern) 103 Managementansatz Materialien
Verweis/Anmerkungen S. 49, 50
103 Managementansatz Energie Energieverbrauch innerhalb der Organisation 302-1 (Scope 1 und 2) Energieverbrauch außerhalb der Organisation 302-2 (Scope 3) Verringerung des Energieverbrauchs 302-4 durch Effizienzmaßnahmen 103 Managementansatz Emissionen
305-1 Direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1) Indirekte energiebezogene 305-2 Treibhausgasemissionen (Scope 2) Weitere indirekte Treibhausgasemissionen 305-3 (Scope 3) 305-5 Reduktion der Treibhausgasemissionen 103 Managementansatz Abwasser und Abfall 306-2 Abfallmenge insgesamt nach Art und Entsorgung
S. 47, 50, 51 S. 51 S. 47, 48 S. 7, 8, 46 S. 46, 51 S. 46, 51 S. 46, 51 S. 7, 8, 47-49, 51 S. 49 S. 49, 51
Soziales (GRI 401 bis 419) Thema
Aspekte (Kern) 103 Managementansatz Beschäftigung
401-1 Neueinstellungen und Fluktuation
Arbeitgeber-ArbeitnehmerVerhältnis
401-2 Betriebliche Leistungen für Vollzeitbeschäftigte Managementansatz Arbeitgeber-Arbeitnehmer103 Verhältnis Mindestzeitraum für die Ankündigung 402-1 betrieblicher Veränderungen 103 Managementansatz Aus- und Weiterbildung
Gewerkschaftsfreiheit und Kollektivverhandlungen Kinderarbeit
Prüfung Menschenrechte
404-1 Anzahl an Trainingsstunden Programme für Kompetenzmanagement 404-2 und lebenslanges Lernen Feedback an MitarbeiterInnen bzgl. ihrer Leistung 404-3 und Karriereentwicklung 103 Managementansatz Vielfalt und Chancengleichheit Zusammensetzung der Unternehmensführung 405-1 und der Belegschaft nach Geschlecht, Altersgruppe und Minderheiten Gehalts- und Vergütungsverhältnis 405-2 zwischen Frauen und Männern 103 Managementansatz Gleichbehandlung Vorfälle von Diskriminierung und 406-1 ergriffene Maßnahmen Managementansatz Vereinigungsfreiheit und 103 Kollektivverhandlungen Gewährleistung des Rechts auf Vereinigungsfreiheit 407-1 und Kollektivverhandlungen 103 Managementansatz Kinderarbeit 408-1 Geschäftstätigkeiten mit Risiken der Kinderarbeit Managementansatz Zwangsarbeit und 103 Arbeitsverpflichtung Geschäftstätigkeiten mit Risiken der Zwangs- oder 409-1 Pflichtarbeit 103 Managementansatz Prüfung Menschenrechte Einbeziehung von Menschenrechtsaspekten in 412-3 wichtigen Investitionsverträgen 103 Managementansatz Lokale Gemeinschaften Zugang zu Bankdienstleistungen/Versorgungs­ FS13 sicherheit in dünn besiedelten oder wirtschaftlich benachteiligten Regionen nach Zugangsart Initiativen, um den Zugang von Menschen mit FS14 Benachteiligungen zu Bankdienstleistungen zu verbessern
Verweis/Anmerkungen S. 7, 53, 54 S. 61 S. 58, 59 S. 59 S. 59 (Betriebsrat) S. 56 S. 56 S. 56, 57 S. 57 S. 54 S. 54, 55, 60, 61 S. 54 S. 54 Keine Vorfälle bekannt S. 59 S. 59 S. 25, 26 S. 26 S. 25, 26 S. 26 S. 25, 26, 62 S. 26 S. 7 S. 16, 32, 33
Thema Politische Unterstützungen
Compliance (sozioökonomisch)
Aspekte (Kern) 103 Managementansatz Politische Unterstützungen Gesamtwert von Spenden an Parteien, Politiker und 415-1 damit verbundene Einrichtungen Managementansatz Kennzeichnung von Produkten 103 und Dienstleistungen Art der Informationen zu Produkten und 417-1 Dienstleistungen und Anteil der Produkte, die davon betroffen sind 417-2 Verstöße gegen Kennzeichnungspflicht Verstöße gegen Vorschriften und freiwillige 417-3 Verhaltensregeln zur Marketingkommunikation Managementansatz Schutz der Privatsphäre 103 von Kunden Beschwerden in Bezug auf Verletzung 418-1 des Schutzes von Kundendaten Managementansatz Einhaltung von 103 Gesetzesvorschriften Bußgelder und Strafen wegen Verstoßes gegen 419-1 Rechtsvorschriften
Active-Ownership-Ansatz
Managementansatz Interaktion mit Kunden/ Kapitalnehmern/Geschäftspartnern bezüglich ökologischer und gesellschaftlicher Risiken und Chancen Prozentuale Zusammensetzung des Portfolios für die Geschäftsbereiche nach spezifischer Region, Größe und Branche Geldwert von Produkten und Dienstleistungen, die für einen speziellen gesellschaftlichen Nutzen entwickelt wurden, für jeden Geschäftsbereich, aufgeschlüsselt nach dem Zweck Geldwert von Produkten und Dienstleistungen, die für einen speziellen ökologischen Nutzen entwickelt wurden, für jeden Geschäftsbereich, aufgeschlüsselt nach dem Zweck Anteil der unter Nutzung von Nachhaltigkeitskriterien verwalteten Vermögen
Verweis/Anmerkungen S. 64 Keine Spenden an Parteien oder Politiker S. 15 S. 15, umfassende Information betrifft alle angebotenen Finanzprodukte Keine bekannt Keine bekannt S. 33, 69 S. 33, 68, 69, keine Vorstöße bekannt S. 64 Vorstand hat 2019 eine Strafe wegen Verstoßes gegen die Alternative Investmentfonds Manager-Gesetz (AIFMG) Vorschriften erhalten S. 37
S. 20, 30
S. 28, 29, 31
S. 28, 29
Informationen zur NaDiVeG-Konformität
INFORMATIONEN ZUR NADIVEG-KONFORMITÄT Das NaDiVeG (Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz) weitet seit dem Geschäftsjahr 2017 die Berichtspflicht über nichtfinanzielle Informationen (Umwelt und Soziales, Arbeitnehmerbelange, Menschenrechte, Korruption, Diversität) im Lagebericht aus. Die Hypo Vorarlberg macht von der Option Gebrauch, mit dem Nachhaltigkeitsbericht einen gesonderten nichtfinanziellen Bericht vorzulegen (§ 243b UGB).
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick, wo die NaDiVeG-Anforderungen im Bericht zu finden sind. Anforderung NaDiVeG 1 Kurze Beschreibung des Geschäftsmodells der Gesellschaft
Verweis Nachhaltigkeitsbericht (Kapitel/Seite) Die Hypo Vorarlberg im Überblick, ab Seite 12 Einleitung, ab Seite 6 2/3/4/6 Beschreibung der von der Gesellschaft verfolgten Konzepte (2), Nachhaltigkeitsmanagement, ab Seite 34 Ergebnisse dieser Konzepte (3) und angewandte Due-DiligenceEthische und nachhaltige Kriterien, ab Seite 25 Prozesse (4) Nachhaltigkeitsprogramm, ab Seite 78 Leistungsindikatoren Umweltbelange (6) Umwelt, ab Seite 43 Soziales und Arbeitnehmer, ab Seite 52 Sozial- und Arbeitnehmerbelange (inkl. Diversität) (6) Verbundenheit mit der Region, ab Seite 70 Menschenrechte, ab Seite 62 Achtung der Menschenrechte (6) Ethische und nachhaltige Kriterien, ab Seite 25 Soziales und Arbeitnehmer, ab Seite 52 Bekämpfung von Korruption und Bestechung (6) Governance, ab Seite 63 5 Wesentliche Risken, die wahrscheinlich negative Auswirkungen auf diese Belange haben werden, und die Handhabung dieser Risiken durch den Konzern, und zwar a) Aus der eigenen Geschäftstätigkeit b) Aus Geschäftsbeziehungen, Erzeugnissen oder Dienstleistungen (sofern relevant)
Nachhaltigkeitsrisiken, ab Seite 40 Ethische und nachhaltige Kriterien, ab Seite 25 Risiken und Auswirkungen: - Umwelt, ab Seite 43 - Soziales und Arbeitnehmer, ab Seite 52 - Menschenrechte, ab Seite 62 - Compliance und Korruptionsbekämpfung, ab Seite 65 - Digitalisierung, ab Seite 32
Gültigkeitserklärung und Prüfbescheinigung
Herausgeber und Bezugsquelle Hypo Vorarlberg Bank AG (kurz: Hypo Vorarlberg) Hypo-Passage 1 6900 Bregenz, Österreich T +43 50 414 - 1000 nachhaltigkeit@hypovbg.at www.hypovbg.at Kontakt für Rückfragen Mag. (FH) Sabine Nigsch Kommunikation T +43 50 414 - 1107 sabine.nigsch@hypovbg.at
Inhaltliche Beratung und redaktionelle Begleitung brainbows informationsmanagement gmbh, Wien Konzept und Gestaltung go biq communication, Dornbirn/Österreich Bilder Marcel A. Mayer, Christoph Schöch, Manfred Oberhauser, Petra Rainer, Bernhard Rogen, iStock, Shutterstock und Stocksy, VKW, Unsplash
Mag. Markus Sturn Kommunikation T +43 50 414 - 1299 markus.sturn@hypovbg.at Susanne Fünck Nachhaltigkeitskoordinatorin T +43 50 414 - 1108 susanne.fuenck@hypovbg.at
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Hypo Vorarlberg Nachhaltigkeitsbericht 2019
Für die Hypo Vorarlberg ist Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema – und nicht erst seit 2019. Als achtsame Regionalbank ist sie in unserer DNA...