Source: http://www.formblitz.de/arbeitsvertrag/probezeit_faq.html
Timestamp: 2016-09-25 08:49:22
Document Index: 214454167

Matched Legal Cases: ['§ 622', '§ 5', '§ 144', '§ 622', '§ 4', '§ 622', '§ 5', '§622']

Arbeitsvertrag | Probezeit | Tipps und Informationen
Eine Probezeit ist nicht zwingend vorgeschrieben
Sie ist nur für einen Zeitraum von sechs Monaten sinnvoll
Die Kündigungsfrist beträgt in dieser Zeit zwei Wochen
Die maximale Probezeit in der Ausbildung sind drei Monate
Eine vereinbarte Probezeit kann verlängert werden
Es gibt zwei Möglichkeiten, die Probezeit zu vereinbaren. Am häufigsten wird ein bereits zu Beginn ein unbefristeter Arbeitsvertrag geschlossen, in dem eine Probezeit bestimmt wird. Das bedeutet, dass nach Ablauf der Probezeit der Vertrag ohne weiteres Zutun der Vertragsparteien weiterläuft. Beendet werden kann dieser Vertrag durch beide Parteien nur durch die im Vertrag vereinbarte Kündigungsfrist.Immer beliebter wird hingegen der Abschluss eines befristeten Probearbeitsvertrages. In diesem Fall endet das Arbeitsverhältnis automatisch nach Ablauf der Probezeit und ein Arbeitsvertrag muss neu abgeschlossen werden, wenn die Vertragsparteien dies möchten. Sie möchten mehr erfahren?
Wie lange darf die Probezeit dauern?Wie lange ist die Kündigungsfrist während der Probezeit?Darf während der Probezeit Urlaub genommen werden?Was passiert, wenn eine Arbeitnehmerin während der Probezeit schwanger wird?Kann die im unbefristeten Vertrag vereinbarte Probezeit verlängert werden?Gibt es eine für den Arbeitnehmer bessere Variante?Kann die Probezeit auch bei einer vereinbarten Probezeitbefristung verlängert werden?
Die Vereinbarung der Probezeit ist für längstens 6 Monate sinnvoll. Eine längere Probezeit kann vereinbart werden, aber nach 6 Monaten gelten die Erleichterungen der Probezeit nicht mehr. Innerhalb der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis ohne Grund mit einer kürzeren Frist gekündigt werden. Bei Betrieben in denen mehr als 10 Arbeitnehmerbeschäftigt werden, greift nach 6 Monaten zudem der Kündigungsschutz des Kündigungsschutzgesetzes. Danach muss eine Kündigung sozial gerechtfertigt sein. Sozial gerechtfertigt ist sie nur, wenn personen-, verhaltens- oder betriebliche Gründe vorliegen. Zu beachten ist, dass in einigen Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen (zulässiger Weise) eine längere Probezeit vereinbart wurde.
Wie lange ist die Kündigungsfrist während der Probezeit?
Während der Probezeit beläuft sich die Kündigungsfrist gemäß § 622 Abs. 3 BGB auf nur zwei Wochen. Länger als für die Dauer von 6 Monaten darf die verkürzte Kündigungsfrist nicht vereinbart werden. Tarifvertraglich können gegebenenfalls noch kürze Kündigungsfristen vereinbart sein, das ist im Einzelfall unbedingt zu prüfen.Die verkürzte Kündigungsfrist gilt während der gesamten Probezeit, das heißt auch dann, wenn der Vertrag am letzten Tag der Probezeit gekündigt wird und der Arbeitnehmer damit noch zwei Wochen nach Beendigung der Probezeit weiterarbeiten muss.
Darf während der Probezeit Urlaub genommen werden?
Grundsätzlich kann der Arbeitnehmer erst nach sechsmonatiger Wartezeit den vollen Urlaubsanspruch geltend machen. Es erwächst aber ein anteiliger Urlaubsanspruch nach § 5 BUrlG. Diesen kann er allerdings nur dann sofort geltend machen, wenn innerhalb der Probezeit ein Jahreswechsel liegt und der Urlaub deswegen nicht mit in das neue Jahr übertragen werden kann. Wird das Probearbeitsverhältnis innerhalb der Probezeit gekündigt erhält der Arbeitnehmer ebenfalls Teilurlaub.
Was passiert, wenn eine Arbeitnehmerin während der Probezeit schwanger wird?
Der Mutterschutz gilt auch während der Probezeit, das heißt, einer schwangeren Arbeitnehmerin darf in der Regel nicht gekündigt werden.
Kann die im unbefristeten Vertrag vereinbarte Probezeit verlängert werden?
Ja. Diese Möglichkeit besteht, wenn der Arbeitgeber von der Leistung des Arbeitnehmers in der Probezeit noch nicht überzeugt ist und er ihm aber die Möglichkeit einräumen möchte sich doch noch zu beweisen. Hier hat der Arbeitgeber zwei unterschiedliche Möglichkeiten. Der Arbeitgeber kann mit dem Arbeitnehmer einen Aufhebungsvertrag mit erweitertem Beendigungszeitpunkt schließen. Dies muss noch während der Probezeit geschehen. Gleichzeitig muss die Aufhebungsvereinbarung ein bedingtes Angebot auf Wiedereinstellung enthalten. Zweck ist es, dem Arbeitnehmer die Chance einzuräumen sich doch noch zu bewähren. Der Arbeitgeber kann aber auch eine Kündigung mit verlängerter Kündigungsfrist aussprechen. Auch dies muss noch innerhalb der Probezeit geschehen. Statt der zweiwöchigen Kündigungsfrist bestimmt er eine längere, so dass der Arbeitnehmer auch hier nochmal die Möglichkeit bekommt zu überzeugen. In beiden Fällen darf die Verlängerung nicht zu lange dauern. Sie soll geeignet sein, um sich ein Bild vom Arbeitnehmer zu machen. Immer sollte der Zweck der Probezeitverlängerung im Vertrag festgehalten werden.
Gibt es eine für den Arbeitnehmer bessere Variante?
Wegen § 144 Abs. 1 Nr. 1 SGB III ist grundsätzlich die Kündigung mit verlängerter Kündigungsfrist die für den Arbeitnehmer vorteilhaftere Lösung. Bei einem Aufhebungsvertrag wirkt der Arbeitnehmer an der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit. Aus diesem Grund kann er bis zu einer Dauer von 3 Monaten beim Bezug von Arbeitslosengeld gesperrt werden. Diese Folge muss zwar nicht eintreten, kann aber durch die Kündigung sogleich umgangen werden.
Kann die Probezeit auch bei einer vereinbarten Probezeitbefristung verlängert werden?
Auch diese Verlängerung ist möglich. Anerkannt ist, dass die Erprobung ein sachlicher Grund für die Befristung darstellt. Wirksam kann der befristete Vertrag zur Verlängerung der Probezeit aber nur vereinbart werden, wenn zuvor schon ein befristetes Arbeitsverhältnis bestand. Die sachliche Befristung darf auch nicht zu lang bemessen sein. Sie muss geeignet sein, um sich von der Geeignetheit des Arbeitnehmers überzeugen zu können. Auf keinen Fall darf die Verlängerung länger andauern als zwei Jahre, sofern es sich um eine sachgrundlose Befristung handelt.
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ich habe da eine etwas komplizierte Frage. Meine Tochter hat am 05.10.2015 eine geringfügige Tätigkeit als MFA in einer Arztpraxis begonnen. Im Januar 2016 wurde meiner Tochter ein fester Arbeitsvertrag ab 01.02.2016 angeboten. Ich muss dazu sagen, dass meine Tochter in dieser Praxis auch schon die Ausbildung zur MFA begonnen und auch dort beendet hat. Nun zu meiner Frage: Wie sieht es nun mit der Probezeit aus? Wird die Probezeit neu berechnet, oder zählt die Probezeit schon ab Oktober 2015. Hintergrund: Die Ärztin der Praxis möchte aus gesundheitlichen Gründen die Praxis schließen und hat meiner Tochter nun gekündigt. Kündigungsfrist: 14 Tage. Ist das rechtens?
Ilona (26.04.2016) Anzeigen
Es käme hier auf den genauen Aufgabenbereich an. Laut LAG Baden-Württemberg (AZ: 4 Sa 68/01) soll nach dem Willen des Gesetzgebers nur "zu Beginn eines Beschäftigungsverhältnisses" eine Probezeit vereinbar sein. Dabei kommt es nicht auf den Abschluss eines formal neuen Arbeitsvertrages an, sondern darauf, wie lange der Arbeitnehmer im Betrieb tätig war, mit einem vergleichbaren Aufgabenbereich. Dieser zweite Punkt wäre im Fall Ihrer Tochter eventuell anzuzweifeln, je nach tatsächlichem Umfang der Tätigkeit. Wir würden ihr aber dennoch empfehlen, sich darauf zu berufen. In jedem Fall sollte ggf. eine Kündigungsschutzklage eingereicht werden. Die Frist hierfür beträgt drei Wochen nach Kündigung. Man kann die Klage direkt beim Arbeitsgericht zu Protokoll geben. Da in der ersten Instanz ein Güteverfahren vorgeschaltet ist und jede Partei nur die eigenen Kosten tragen muss, besteht ein geringes Kostenrisiko. Im Zweifel sollte dennoch überlegt werden einen Anwalt einzuschalten, der die Unterlagen genauer prüfen kann.
Hallo, meine Probezeit endet zum 31.01.
Meine frage wäre, ist es mir möglich eine Kündigung zum 29.02 auszusprechen oder müsste das zum 15.02 passieren?
Philipp (14.01.2016) Anzeigen
Wenn Sie innerhalb der Probezeit kündigen, gilt die vereinbarte Kündigungsfrist. Es handelt sich insoweit aber um eine Mindestfrist, die einzuhalten ist. Sollten sich im Arbeitsvertrag also keine weiteren Klauseln finden, wäre auch eine Kündigung zu einem späteren Termin möglich. Die Kündigung müsste dann entsprechend formuliert werden. Ohne Prüfung des Arbeitsvertrages können wir aber an dieser Stelle keine abschließende Aussage machen.
Ich habe am 15.4. eine neue Tätigkeit aufgenommen, in meinem Arbeitsvetrag steht nun folgende Formulierung zur Probezeit: " Die Probezeit dauert 3 Monate (längstens 6 Monate)". Heute ist der 16.7. und ich stelle mir die Frage, ob die Probezeit nun abgelaufen ist oder doch 6 Monate läuft. Eine Information seitens meines Arbeitgebers gab es nicht.
Simone (16.07.2015) Anzeigen
Falls es keine weiteren Vereinbarungen gibt, wäre die Probezeit für drei Monate vereinbart. Vermutlich enthielt der Mustervertrag, den Ihr Arbeitgeber benutzt hat, den Hinweis, dass eine Probezeit für längstens sechs Monate vereinbart werden kann. Der Arbeitgeber hat scheinbar vergessen, diesen Hinweis zu entfernen. Ansonsten gilt der Grundsatz, dass doppeldeutige Formulierungen zu Lasten des Arbeitgebers gehen. Auch nach diesem Grundsatz, wäre die Probezeit nach drei Monaten vorbei. Relevant ist die Dauer der Probezeit für die Berechnung der Kündigungsfrist. Innerhalb der Probezeit kann mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden. Danach muss die Frist mindestens vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats betragen.
Hallo , ich bin seit 01.06 Servisekraft in Vollzeit also 7,5 Std im Casino. Es gibt keine feste Pausenzeiten, noch die Möglichkeit einer Ruhezone. Bin noch in der Probezeit (6Mon). Wann habe ich die Chance aus diesen Vertrag zu kommen?
Kann ich aus esundheitlichen Gründen sofort raus?
Verena K. (18.06.2014) Anzeigen
in der Probezeit gilt laut § 622 BGB eine Kündigungsfrist von zwei Wochen. Eine fristlose Kündigung aus gesundheitlichen Gründen käme wohl auch in Betracht. Hier sollten Sie aber mit Ihrem Arzt sprechen. Es ginge letztlich nur, wenn Sie gesundheitlich nicht in der Lage sind, die Arbeiten auszuführen.
Sie können natürlich mit dem Arbeitgeber auch eine frühere Aufhebung des Vertrages vereinbaren. Schildern Sie die gesundheitlichen Probleme. Hier wäre auf die genaue Formulierung zu achten.
Bedenken Sie nämlich, dass eine Eigenkündigung und ein freiwilliger Aufhebungsvertrag unter Umständen Sperrzeiten hervorrufen kann. Insofern sollten Sie sich im Zweifel anwaltlich beraten lassen. Unter Umständen kann es für Sie besser sein, wenn der Arbeitgeber Sie kündigt.
ich arbeite seit dem 24.3 im Einzelhandel und muss aus einem wichtigen Grund kündigen. In meinem Arbeitsvertrag wird eine Probezeit von 3 Monaten festgelegt. Wann ist der letzte Tag dieser Probezeit? Ist dies der 24.6 oder wird dies anders berechnet? Eine weitere Frage ist, wie lang die Kündigungsfrist nach der Probezeit nach dem manteltarifvertrag des Einzelhandels Nordrhein ist? Nach eigener Recherche im Internet finde ich eine Kündigungsfrist von sechs Wochen. Ich hoffe Sie können mir weiter helfen. Vielen Dank
hedwig (15.06.2014) Anzeigen
wenn in Ihrem Vertrag nichts weiter steht, gilt wohl der 24.06.. Auskünfte über den Inhalt von Tarifverträgen dürfen wir an dieser Stelle nicht erteilen. Bitte wenden Sie sich an Ihre Arbeitnehmervertretung bei der Gewerkschaft oder den Betriebsrat.
Ich habe seit dem 01.01.2014 einen unbefristeten Arbeitsvertrag bei einer Firma, die über 500 Mitarbeiter hat.
Meine Probezeit endet am 30.06.2014.
Bis jetzt bringe ich eine gute Leistung. Leider gestern (13.06.2014) hat mein Chef mir erzählt, daß die Firma mich und 4 anderen Kollegen zum 30,06.2014 kündigen möchte, weil sie wenige Aufträge hat.
In der Probezeit gilt die 2 Wöchige Kündigungsfrist (So steht es in meinem Vertrag).
Wann sollte ich die Kündigung bekommen, damit sie wirksam ist?
Naybet (14.06.2014) Anzeigen
mit der Zwei-Wochen-Frist darf noch am letzten Tag der Probezeit gekündigt werden. Es kommt auf den Zugang der Kündigung an, also wann Sie sie erhalten haben. Der Vertrag endet dann zwei Wochen später.
Hallo! Seit März 2013 bin ich in einem Unternehmen beschäftigt. Am Anfang hatte ich einen Vertrag für ein Jahr. Danach wurde mein Vertrag mündlich für ein weiteres Jahr verlängert. Nun seit drei Monaten habe ich nichts Schriftliches mehr in den Händen. Wie soll ich mich weiter verhalten?
VGraf (03.06.2014) Anzeigen
Generell muss eine Befristung immer schriftlich vereinbart werden, ansonsten gilt das Arbeitsverhältnis als unbefristet. Der fehlende Arbeitsvertrag ist daher eher ein "Problem" des Arbeitgebers. Dennoch sollten Sie die Sache klären, um einen schriftlichen Arbeitsvertrag zu bekommen. Vielleicht gibt es in Ihrem Betrieb einen Betriebsrat oder eine andere Vertrauensperson, an die Sie sich wenden können.
habe einen unbefristeten AV mit drei monatiger Probezeit. Ich war überglücklich. doch jetzt nach 5 Wochen bin ich psychisch am Ende, denn man setzt mich jeden Tag unter Druck und man gab mir eine Frist das ich alles nach 2 Wochen (verlängert auf 4 Wochen) perfekt kann, so wie meine Kolleginnen, die seit 16 Jahren dabei sind. Es handelt sich hier um eine Backwarenverkäuferin. Hört sich leicht an, aber Verkäufer, Bäcker und Schnellimbiss, alleine 5 Stunden zu bewältigen, ist zu viel. Noch dazu gibt es vor allen Kunden immer wieder Sticheleien. Ich bin in ein tiefes Loch gefallen, habe den Boden verloren. Möchte es beenden, habe aber Angst vor einer dreimonatigen Sperre, denn ich war davor 1Jahr Arbeitslos.
Angela Heiderich (04.04.2014) Anzeigen
Hallo Frau Heierich,
die Angst vor einer Sperre ist berechtigt! Wenn Sie den Arbeitsplatz freiwillig kündigen, müssen Sie damit rechnen ersteinmal keinerlei Leistungen zu bekommen. Vielleicht muss es aber gar nicht erst zu einer Kündigung kommen! Fünf Wochen sind eine sehr kurze Zeit. Es ist nachvollziehbar, dass Sie hier nicht so routiniert arbeiten können, wie "alte Hasen". Bedenken Sie jedoch, dass auch diese Leute mal in der Anfangsphase haben. Auch sie haben es wahrscheinlich zunächst als sehr belastend gefunden. Nach ein paar Monaten, wird dann vieles zur Routine. Auch die Kunden lernt man kennen. Sticheleien sollten Sie nicht zu persönlich nehmen! Der Kunde kennt Sie ja gar nicht und weiß nicht, dass Sie Anfängerin sind! Dieser ist vielleicht selbst unter Zeitdruck. Nicht umsonst ist eine Probezeit oft sogar sechs Monate lang. Erst nach dieser Zeit kann sich zeigen, ob man wirklich nicht für den Beruf "geschaffen" ist oder ob es vielleicht doch nur Anlaufsschwierigkeiten sind. Sie sollten dem ganzen vielleicht noch eine Chance geben. Vielleicht gibt es ja unter den Kolleginnen eine Person zu der Sie schon ein wenig Vertrauen gefasst haben, der Sie Ihre Sorgen schildern können. Zeigen Sie sich lernwillig, vielleicht hat man ja ein paar Tipps zur Organisation des Tages für Sie. Noch einmal: Fünf Wochen sind für eine Einarbeitung eine kurze Zeit. Nehmen Sie sich die volle Probezeit! Wenn der Arbeitgeber dann nicht mit Ihnen zufrieden ist, wird er Sie nicht weiterbeschäftigen. Wenn Sie merken, dass es gar nicht mehr geht, sollten Sie um ein Personalgespräch bitten.
Gleichzeitig könnten Sie vielleicht versuchen aus Ihrer Anstellung heraus weitere Bewerbungen zu schicken! Hier hat man in jedem Fall bessere Chancen, als bei einer Bewerbung aus der Arbeitslosigkeit heraus!
ich bin zur Zeit in einer mündlich vereinbarten Probezeit, habe mein Gehalt für den halben letzten Monat (habe am 17. angefangen) schon erhalten. Vertrag liegt mir noch nicht vor, ist noch noch in Bearbeitung.
Jetzt ist es so dass ich es bei dieser Stelle psychisch nicht mehr Aushalte, wegen dem Umgang des Chefs mit mir, der Arbeit an sich und der langen Fahrt. Das heißt, ich will aufhören. Am liebsten morgen schon nicht mehr kommen.
Habe ich etwas zu befürchten von Seiten des Chefs oder des Gesetztes, wenn ich fristlos und ab sofort kündige?
polka pismenaja (04.03.2014) Anzeigen
Grundsätzlich sind die zwei Wochen Kündigungsfrist während der Probezeit auch vom Arbeitnehmer einzuhalten. Ob die von Ihnen geschilderten Gründe für eine fristlose Kündigung ausreichen, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Vielleicht sollten Sie mit einem Arzt sprechen, der eine Bescheinigung ausstellen kann. Falls es hier tatsächlich psychische Schwierigkeiten gibt, müsste er Sie wohl krankschreiben.
Sie sollten gut überlegen, ob Sie tatsächlich kündigen wollen, da eventuell Ansprüche auf Arbeitslosengeld gekürzt werden können. Vielleicht wäre es besser, das Gespräch mit dem Chef zu suchen, der ggf. unter diesen Umständen auch nicht zu einer weiteren Zusammenarbeit bereit ist.
ich habe am 1.2.2014 eine neue Arbeit begonnen und habe 3 Monate Probezeit.Meine Frage:kann ich nach der 3monatigen Probezeit Urlaub beantragen oder steht mir der Urlaub erst nach 6 Monaten zu?
Heidrun Schaefer (25.02.2014) Anzeigen
den gesamten Urlaubsanspruch erhalten SIe laut § 4 Bundesurlaubsgesetz erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Davor haben Sie laut Gesetz jedoch Anspruch auf Teilurlaub, pro Monat 1/12 des Jahresanspruchs.
Habe im Arbeitsvertrag stehen sechs Monate probezeit während dieser Zeit eintägige kündigungsfrist ist das legal arbeite bei einer kleinen Spedition
Frank Goldman (20.02.2014) Anzeigen
das Gesetzt schreibt für die Probezeit eine Kündigungsfrist von mindestens zwei Wochen vor (§ 622 Abs. 3 BGB). Anders lautende Regelungen sind unwirksam, sofern nicht ein Tarifvertrag anwendbar ist. Im Tarifvertrag können ausnahmsweise auch kürze Fristen festgelegt sein.
Hallo, ich habe am 1.11. 2013 meine neue Stelle als Friseur begonnen. Im AV steht nichts von Probezeit. Nun habe ich im Personalfragebogen etwas von den 6 Monaten gelesen. Was gilt denn jetzt ? Wenn ich am 31.12.13 zum 31.1.14 kündige hätte ich Urlaubsanspruch und wenn ja wieviele Tage ?
Henrich (17.11.2013) Anzeigen
Hallo, grundsätzlich gelten die Kündigungsfristen, die im Arbeitsvertrag vereinbart wurden. Ein Personalfragebogen ist dahingehend nicht verbindlich. Sollte in Ihrem Arbeitsvertrag keine Probezeit vereinbart sein, so gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Ende oder zum 15. des Kalendermonats. Anspruch auf Jahresurlaub haben Sie gemäß Vertragsinhalt und entsprechend anteilig, wenn Sie weniger als ein Jahr tätig waren. Allerdings kann im Tarifvertrag etwas anderes geregelt sein! Falls für Ihr Arbeitsverhältnis also ein Tarifvertrag gilt, könnte sich ein anderes Bild ergeben. Bitte wenden Sie sich im Zweifel an einen Rechtsanwalt.
danke für die Antwort im Tarifvertrag steht rein gar nichts was sowas angeht !
Henrich () Die Probezeit müsste dann ausdrücklich vereinbart worden sein. Gibt es vielleicht einen Hinweis im Arbeitsvertrag auf den Personalbogen, also die Aussage, dass der Inhalt des Personalbogens mit zum Arbeitsvertrag gehört? Ansonsten wäre eine Probezeit wohl nicht vereinbart und es gelten die längeren Kündigungsfristen. Wie gesagt, abschließend kann das nur ein Anwalt beurteilen, der sich die Unterlagen genau ansieht.
Davon unabhängig ist der Urlaubsanspruch, der laut § 5 BUrlG (Bundesurlaubsgesetz) anteilig (1/12) zu gewähren ist. Auch hier gilt aber möglicherweise eine Regelung im Tarifvertrag vorrangig.
Guten Tag, mir ist nicht aufgefallen, dass im Arbeitsvertrag zwar eine Probezeit vereinbart wurde, aber die Dauer nicht schriftlich fixiert ist. Nach 3 Monaten und 5 Tagen habe ich mit zweiwöchiger Kündigungsfrist mein Arbeitsverhältnis im Architekturbüro gekündigt. Meine Chefin will mich nicht aus dem Arbeitsverhältnis lassen mit der Begründung, wir hätten nur 3 Monate Probezeit vereinbart und dementsprechend würde meine Kündigungsfrist 6 Wochen betragen und ich bis 31.7. arbeiten. Ich bin der Meinung, wir hätten ganz normal 6 Monate vereinbart - beim Nachsehen im Arbeitsvertrag fand ich aber keine Frist. Die Probezeit wird zwar erwähnt, aber nicht, wie lange sie dauert. Ich würde aufgrund unüberbrückbarer Differenzen mit meiner Chefin das Arbeitsverhältnis gerne schnell beenden - also innerhalb der 2 Wochen Kündigungsfrist bei Probezeit. Ist das möglich?
Judith-Viola Klaus (21.06.2013) Anzeigen
Unklarheiten im Arbeitsvertrag gehen in der Regel zu Lasten des Arbeitgebers. Die gesetzliche Regelung in §622 Abs. 3 BGB lautet, dass innerhalb der Probezeit für längstens sechs Monate mit verkürzter Frist gekündigt werden darf. Man kann also theoretisch auch längere Probezeiten vereinbaren, das hat dann aber keinen Einfluss mehr auf die Kündigungsfristen. Unstreitig ist hier wohl, dass die Probezeit zum Zwecke der kürzeren Kündigungsfrist vereinbart werden sollte. Falls also im Vertrag kein Zeitlimit ausgewiesen ist, kann man darauf schließen, dass vom gesetzlichen Höchstrahmen für die verkürzte Kündigungsfrist ausgegangen wurde. Einen Anhaltspunkt für drei Monate gibt es hier offenbar jedenfalls nicht.
Es könnte aber sein, dass für Ihr Arbeitsverhältnis ein Tarifvertrag gilt, der Vorgaben zur Probezeit enthält. Falls im Arbeitsvertrag also auf einen Tarifvertrag verwiesen wird, muss nicht jede einzelne Regelung des Tarifvertrages im Arbeitsvertrag wiedergegeben werden. Da wir hier keine Rechtsberatung geben dürfen, raten wir Ihnen sich im Zweifel rechtlich beraten zu lassen, falls Ihre Chefin mit Forderungen an Sie herantritt. Im Einzelfall bei Betrachtung der individuellen Umstände kann man zu anderen Schlussfolgerungen kommen.