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Timestamp: 2019-07-18 14:25:59
Document Index: 205611111

Matched Legal Cases: ['§ 154', '§ 155', '§ 315', '§ 154', 'BGH', 'BGH', '§ 155', 'BGH', 'BGH', '§ 315', '§ 612', '§ 315', 'BGH', 'BGH', '§ 315', 'BGH', '§ 154']

OLG Stuttgart, 05.05.2010 - 3 U 79/09 - dejure.org
https://dejure.org/2010,7683
OLG Stuttgart, 05.05.2010 - 3 U 79/09 (https://dejure.org/2010,7683)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 05.05.2010 - 3 U 79/09 (https://dejure.org/2010,7683)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 05. Mai 2010 - 3 U 79/09 (https://dejure.org/2010,7683)
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BGB § 154; BGB § 155; BGB §§ 315 ff.
Kauf- und Werkvertrag: Wonach bemisst sich bei fehlender Regelung das Entgelt? (IBR 2010, 1273)
LG Stuttgart, 06.04.2009 - 10 O 219/08
NJW-RR 2011, 202
Ein solcher Vertragsbindungswille ist in der Regel zu bejahen, wenn die Parteien - wie hier - im beiderseitigen Einvernehmen mit der Durchführung des unvollständigen Vertrages begonnen haben (…Palandt-Ellenberger, BGB, 73. Auflage 2014, § 154 Rn. 2 mwN.; BGH…, Urteil vom 20.06.1997, V ZR 39/96, NJW 1997, 2671, dort Rn. 8 ff.; BGH…, Urteil vom 24.02.1983, I ZR 14/81, NJW 1983, 1727, dort Rn. 15; OLG Stuttgart, Urteil vom 05.05.2010, 3 U 79/09, NJW-RR 2011, 202, dort Rn. 17).
Von einem versteckten Einigungsmangel im Sinne von § 155 BGB kann - entgegen der Ansicht der Klägerseite - hier wohl aber schon deswegen keine Rede sein, weil die objektive Bedeutung der schriftlichen Erklärungen beider Parteien, wie sie sich aus dem Vertragstext der Anlage K 1 (Blatt 10 bis 11 der Akte) ergibt, übereinstimmt (BGH, Urteil vom 05.12.2002, Az.: VII ZR 342/01, u. a. in: NJW 2003, Seite 743; BGH, NJW 1993, Seite 1798; OLG Stuttgart, Urteil vom 05.05.2010, Az.: 3 U 79/09, u. a. in: NJW-RR 2011, Seiten 202 ff.).
Es wurde weder ein regelungsbedürftiger Punkt vergessen oder übersehen noch wurden äußerlich voneinander abweichende Erklärungen abgegeben, die auch dem Sinn nach auseinandergehen, von denen die Parteien aber irrtümlich annehmen, dass sie sich decken (OLG Stuttgart, Urteil vom 05.05.2010, Az.: 3 U 79/09, u. a. in: NJW-RR 2011, Seiten 202 ff.).
Fehlt, wie hier, eine Regelung der Parteien über die Höhe des Entgelts, sind die §§ 315 ff. BGB heranzuziehen (…vgl. OLG Köln, a. a. O., OLG Stuttgart, Urteil vom 05.05.2010 - 3 U 79/09 -, NJW-RR 2011, 202, Tz. 20).
Fehlt eine Regelung der Parteien über die Höhe des Entgelts, so gilt bei Dienst- und Werkverträgen nach §§ 612 Abs. 2, 632 Abs. 2 BGB die taxmäßige, in Ermangelung einer Taxe die übliche Vergütung als vereinbart; bei sonstigen Verträgen sind die §§ 315 ff. BGB heranzuziehen (vgl. auch OLG Stuttgart NJW-RR 2011, 202, 203).
Ein Vertragsbindungswille ist in der Regel zu bejahen, wenn die Parteien im beiderseitigen Einvernehmen mit der Durchführung des unvollständigen Vertrages begonnen haben (OLG A-Stadt…, Urteil vom 25. Juli 2014 - I-22 U 192/13, 22 U 192/13 -, Rn. 10 - juris, mit Verweis auf BGH…, Urteil vom 20.06.1997, V ZR 39/96, NJW 1997, 2671, dort Rn. 8 ff.; BGH…, Urteil vom 24.02.1983, I ZR 14/81, NJW 1983, 1727, dort Rn. 15; OLG Stuttgart, Urteil vom 05.05.2010, 3 U 79/09, NJW-RR 2011, 202, dort Rn. 17).
Vielmehr ist der Verkäufer in diesem Fall berechtigt, den Kaufpreis in entsprechender Anwendung der §§ 315, 316 BGB nach billigem Ermessen zu bestimmen (vgl. BGHZ 41, 275; NJW 1983, 1777; OLG Köln, NJW-RR 2012, 1520; OLG Stuttgart, NJW-RR 2011, 202;… Palandt/ Ellenberger , BGB, 77. Auflage, § 154, Rn. 2).