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Timestamp: 2016-10-01 17:12:01
Document Index: 133291935

Matched Legal Cases: ['Art. 29', 'BGE', 'Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 83', 'BGE', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 82', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 33', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 12', 'Art. 55', 'Art. 78', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 75', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 12', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 12', 'BGE', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 55', 'Art. 89', 'Art. 84', 'Art. 84', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 55', 'Art. 6', 'Art. 18', 'Art. 12', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 84', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 4', 'Art. 29', 'Art. 6']

1C_486/2014 (27.04.2016)
1C_486/2014 � � Urteil vom 27. April 2016
Pro Natura, Schweizerischer Bund f�r Naturschutz,
Gemeinde Salgesch,
Kirchstrasse 6, 3970 Salgesch,
Regierungsgeb�ude, Postfach 478, 1951 Sitten.
Gesamtrevision des Bau- und Zonenreglements sowie des Zonennutzungsplanes; Kiesausbeutung,
Beschwerde gegen das Urteil vom 5. September 2014 des Kantonsgerichts Wallis, �ffentlichrechtliche Abteilung.
Im Rahmen des Projekts "Nationalstrasse A9 Teilstrecke Siders Ost und Leuk-Susten West" und "Kantonsstrasse T9 Teilstrecke Siders-Leuk" sieht der Kanton Wallis neun Ausgleichsmassnahmen vor. Die Ausgleichsmassnahme 2 bezweckt die Aufwertung des Auengebiets von nationaler Bedeutung Nr. 133 Pfynwald. Dazu sollen die Einrichtungen zur Kiesausbeutung der "SA des Produits en ciment Finges" (vorher: "Marti Mat�riaux AG") vom linken Ufer des Rotten (Rh�ne) auf die gegen�berliegende Uferseite verlegt werden.
Im Rahmen des Plangenehmigungsverfahrens wurden die Ausf�hrungsprojekte der A9 und T9 am 24. Februar 1995 mit den vorgesehenen Ausgleichsmassnahmen �ffentlich aufgelegt. Am 28. November 1997 erliess das Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft (heute: Bundesamt f�r Umwelt; BAFU) eine generelle Rodungsbewilligung (unter anderem zwecks Umsetzung der Ausgleichsmassnahme 2). Dabei k�nnen die Rodungen vom Kanton etappenweise und nach Bedarf definitiv bewilligt werden.
Im Zuge der Anpassung an die Bundesgesetzgebung zur Raumplanung erarbeitete die Gemeinde Salgesch einen Vorentwurf des kommunalen Zonennutzungsplans sowie des Bau- und Zonenreglements (BZR). Dabei schied die Gemeinde eine neue "Zone f�r Zwischenlagerung und Aufbereitung von Kies des Rottens am rechten Rottenufer" aus, um damit ihren Beitrag zur Realisierung der Ausgleichsmassnahme 2 zu leisten. Nach Durchf�hrung des Mitwirkungs- und Vorpr�fungsverfahrens wurden der totalrevidierte Zonennutzungsplan sowie das BZR am 20. Mai 2011 im Amtsblatt des Kantons Wallis publiziert.
Die dagegen von der Pro Natura erhobene Einsprache wies die Gemeinde mit Entscheid vom 2. April 2012 ab. Mit Beschluss vom 12. April 2012 nahm die Urversammlung der Gemeinde die Nutzungsplanung und das BZR an. Die am 21. Mai 2012 von der Pro Natura erhobene Verwaltungsbeschwerde wies der Staatsrat vollumf�nglich ab. Mit Urteil vom 5. September 2014 wies auch das Kantonsgericht die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 8. Oktober 2014 beantragt die Pro Natura, der Entscheid des Kantonsgerichts sei aufzuheben oder allenfalls zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Kantonsgericht und der Staatsrat haben auf eine Stellungnahme verzichtet und beantragen die Abweisung der Beschwerde. Die Gemeinde beantragt Nichteintreten bzw. Abweisung der Beschwerde. Das BAFU hat sich vernehmen lassen. Die Beschwerdef�hrerin hat sich zu diesen Eingaben ge�ussert und h�lt vollumf�nglich an ihren Antr�gen fest.
Am 27. April 2016 hat das Bundesgericht die Angelegenheit �ffentlich beraten.
1.1.�Das Bundesgericht pr�ft die Sachurteilsvoraussetzungen von Amtes wegen und mit freier Kognition (Art. 29 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 140 IV 57 E. 2 S. 59).
1.2.�Gegen den kantonal letztinstanzlichen Endentscheid des Verwaltungsgerichts steht die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht offen (Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Art. 90 BGG). Ein Ausschlussgrund nach Art. 83 BGG ist nicht gegeben.
1.3.1.�Als Nutzungspl�ne gelten sowohl die raumplanerischen Erlasse, welche die zul�ssige Nutzung �rtlich festlegen, als auch die generell-abstrakten Vorschriften, die den Inhalt der Nutzung regeln. Dazu geh�ren sowohl Rahmennutzungspl�ne (Zonenpl�ne) als auch Sondernutzungspl�ne (Baulinien-, �berbauungs-, Quartier-, Erschliessungspl�ne usw.; vgl. Urteil 1C_87/2012 vom 27. November 2012 E. 3.1; zum Nutzungplan als Zwischenform zwischen Rechtssatz und Verf�gung, dessen genaue Rechtsnatur von Fall zu Fall bestimmt werden muss, vgl. BGE 135 II 328 E. 2.1 S. 332 mit Hinweisen). Die Art. 33 Abs. 2 und 3 RPG (SR 700) gew�hrleisten gegen Verf�gungen und Nutzungspl�ne einen umfassenden Rechtsschutz (HEINZ AEMISEGGER/ STEFAN HAAG, in: Aemisegger/Kuttler/Moor/Ruch [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz �ber die Raumplanung, 2009, Rz. 42 zu Art. 33 RPG; DIES., Praxiskommentar zum Rechtsschutz in der Raumplanung, 2010, N 4 ff. zu Art. 33 RPG). Anordnungen eines Nutzungsplans und damit verbundene Festlegungen unterwirft die bundesgerichtliche Praxis den Regeln �ber die Einzelaktanfechtung im Sinne von Art. 82 lit. a BGG (BGE 133 II 353 E. 3.3 a.E. S. 358; PETER H�NNI, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 6. Aufl. 2016, S. 100). Die Legitimation zur Anfechtung richtet sich (mindestens) nach Art. 89 BGG (Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG; BGE 141 II 50 E. 2.2 S. 53; H�NNI, a.a.O., S. 101). Zur Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten sind auch Organisationen berechtigt, denen ein anderes Bundesgesetz dieses Recht einr�umt (Art. 89 Abs. 2 lit. d BGG). Diesbez�glich kann sich die Beschwerdef�hrerin auf Art. 12 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 �ber den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) und auf Art. 55 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 �ber den Umweltschutz (USG; SR 814.01) berufen (vgl. Ziff. 6 des Anhangs der Verordnung �ber die Bezeichnung der im Bereich des Umweltschutzes sowie des Natur- und Heimatschutzes beschwerdeberechtigten Organisationen, VBO; SR 814.076). Sie kann Verf�gungen anfechten, die in Erf�llung einer Bundesaufgabe im Sinne von Art. 78 Abs. 2 BV und Art. 2 NHG ergehen (BGE 139 II 271 E. 3 S. 273; 123 II 5 E. 2c S. 7 f.), oder welche die Planung, Errichtung oder �nderung von Anlagen zum Gegenstand haben, f�r die eine Umweltvertr�glichkeitspr�fung (UVP) nach Art. 10a USG erforderlich ist.
1.3.2.�Im Bereich der Raumplanung sind grunds�tzlich die Kantone zust�ndig; dem Bund steht eine Grundsatz-Gesetzgebungskompetenz zu (Art. 75 Abs. 1 BV). Wo sich das RPG auf Rahmenbestimmungen beschr�nkt (wie z.B. bei der Nutzungsplanung), liegt grunds�tzlich keine Bundesaufgabe i.S.v. Art. 2 NHG vor (BGE 139 II 271 E. 10.1 S. 275). Regeln jedoch Nutzungspl�ne ausnahmsweise (ganz oder teilweise) konkrete bundesrechtliche Gesichtspunkte, so gelten sie insoweit als Verf�gung i.S.v. Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG; SR 172.021) und k�nnen dem Beschwerderecht nach Art. 12 NHG unterliegen (vgl. Art. 12c Abs. 3 und 4 NHG; BGE 139 II 271 E. 10.2 S. 276 mit Hinweisen; PETER M. KELLER, Kommentar NHG, 1997, Rz. 3 zu Art. 12, S. 256). Die Natur- und Heimatschutzverb�nde sind daher nach st�ndiger Rechtsprechung zur Beschwerde gegen Nutzungspl�ne befugt, die schutzw�rdige Biotope ber�hren (BGE 118 Ib 11 E. 2c und 2e S. 15 f.; Urteil 1A.44/1991 vom 19. November 1992 E. 1, nicht publ. in: BGE 118 Ib 485; Urteil 1A.40/1998 vom 21. Januar 1999 E. 1c; je mit Hinweisen). Erheben die Verb�nde keine Beschwerde, verlieren sie ihr Beschwerderecht und k�nnen die entsprechenden R�gen in einem nachfolgenden Verfahren nicht mehr vorbringen (Art. 12c Abs. 3 und 4 NHG, Art. 55b Abs. 3 und 4 USG; BERNHARD WALDMANN, in: Basler Kommentar BGG, 2. Aufl. 2011, Rz. 70 zu Art. 89 BGG).
1.3.3.�Die Ausgleichsmassnahme 2 zielt insbesondere darauf ab, ein Auengebiet von nationaler Bedeutung durch die Verbreiterung des Rottenbetts wiederzubeleben und die nat�rliche Flussdynamik wiederherzustellen (vgl. die Stellungnahme BAFU vom 30. Januar 2015, S. 7, mit Verweis auf den Umweltvertr�glichkeitsbericht, Heft 17: Ausgleichsmassnahmen N9/T9, Februar 1995, S. 16-17). Zur Realisierung dieser Massnahme hat die Gemeinde im revidierten Zonennutzungsplan den Perimeter f�r die neue "Zone f�r die Zwischenlagerung und Aufbereitung von Kies des Rotten" festgelegt. Nach Art. 84 BZR dient diese Zone ausschliesslich als Ersatzstandort f�r die Aktivit�ten des Kieswerks auf der linken Rottenseite (Abs. 3). Voraussetzung f�r die Realisierung der Zone bildet die Ausarbeitung eines Sondernutzungsplans sowie eines Berichts, in dem die zu erwartenden Umweltauswirkungen festzuhalten sind (Abs. 4). Im Erl�uternden Bericht zur Zonennutzungsplanung wird ausdr�cklich festgehalten, dass eine Umweltvertr�glichkeitspr�fung anl�sslich der Ausarbeitung des Detailnutzungsplanes "unabdingbar" bzw. "zwingend erforderlich" sein werde (Ziff. 5.5 und 6.4.1).
1.3.4.�Der revidierte Zonennutzungsplan mit Reglement teilt ein bestimmtes, parzellenscharf abgegrenztes Gebiet von 2,9 ha der "Zone f�r die Zwischenlagerung und Aufbereitung von Kies des Rotten" zu. Diese Zuweisung ist insoweit verbindlich und endg�ltig, als eine andere als die im Nutzungsplan und in Art. 84 BZR generell festgelegte Nutzung im ausgeschiedenen Gebiet zuk�nftig nicht mehr zul�ssig ist. Zugleich steht fest, dass die Kieslagerung und -aufbereitung in Salgesch am bezeichneten Standort (und nicht anderswo) erfolgen kann bzw. muss und dass sie maximal den daf�r festgelegten Perimeter beanspruchen darf. Dass die Einzelheiten noch im Rahmen der Detailnutzungsplanung geregelt werden m�ssen, �ndert daran nichts. Das ist bei Bauzonen mit Detailplanpflicht (z.B. bez�glich Gestaltung oder Erschliessung) nicht anders. Auch der Umstand, dass der Detailplan auf Basis eines Umweltvertr�glichkeitsberichts erstellt werden muss, hat auf die Zonenzuweisung keinen Einfluss, weil �ber diese bereits jetzt - im Rahmen des Zonennutzungsplans - entschieden worden ist. Selbst wenn die UVP zum Ergebnis gelangen w�rde, die Kiesabbaunutzung sei nicht zu verantworten, bliebe die Kiesabbauzone bestehen und k�nnte nicht im Rahmen der Detailnutzungsplanung aufgehoben und einer anderen Nutzung zugef�hrt werden. Hierf�r w�re eine �nderung des Zonennutzungsplans erforderlich. Damit stellt die Zuweisung des Terrains zur Kiesabbauzone bez�glich Lage, Zweck und Abgrenzung eine Anordnung mit Verf�gungscharakter dar. Andernfalls w�re nicht einzusehen, weshalb der betroffene Grundeigent�mer oder sein Nachbar gegen die Zuweisung einer Parzelle zu einer bestimmten Zone mit Detailplanpflicht Beschwerde erheben kann (oder sogar muss), wenn er an die Einzonung nicht gebunden sein will (vgl. auch BGE 141 II 50 E. 2.2 - 2.6 S. 53 ff.).
Da die Festlegungen verf�gungsgleich wirken, muss die Beschwerdef�hrerin ihre dagegen gerichteten R�gen gegen den Zonenplan und das BZR jetzt erheben, ansonsten sie ihre Beschwerdelegitimation verlieren w�rde (Art. 12c Abs. 3 und 4 NHG; Art. 55b Abs. 3 und 4 USG). Im nachgelagerten Verfahren w�rde ihr sonst entgegen gehalten werden, die Lage der Kiesabbauzone und ihre Ausdehnung seien durch den Zonennutzungsplan bereits definitiv bestimmt worden und k�nnten nicht mehr in Frage gestellt werden. Somit w�rden der Beschwerdef�hrerin nur noch detailbezogene Einwendungen gegen die konkret vorgesehenen Aktivit�ten in der betreffenden Zone verbleiben.
1.3.5.�Die umstrittene Zone wird zum grossen Teil in ein Auenschutzgebiet von nationaler Bedeutung gelegt. Die Nutzung f�r den Kiesabbau ben�tigt eine Rodungsbewilligung und erfordert noch eine Umweltvertr�glichkeitspr�fung. Dass die verbindlichen Festlegungen (Standort, Zweck und Perimeter der Zone) bundesrechtlich geregelte Naturschutz-, Wald- und Umweltschutzbereiche betreffen (Art. 6 und Art. 18a NHG, Art. 12 WaG und Art. 10a USG), kann nicht zweifelhaft sein (vgl. hierzu bereits BGE 118 Ib 485, nicht publ. E. 1a). Auf die Beschwerde ist daher in diesem Umfang einzutreten.
1.4.�Nicht einzutreten ist dagegen auf die von der Beschwerdef�hrerin gegen die "Wiederinstandstellungszone Gorwetsch" (Art. 84 BZR) und den bereits bestehenden Kiesausbeutungsplatz am linken Rottenufer erhobenen R�gen.
In der Beschwerdebegr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Vorbringen m�ssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 134 I 303 E. 1.3 S. 306 mit Hinweisen). Auf R�gen, mit denen bloss allgemein gehaltene oder appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid ge�bt wird, tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 262; 136 II 489 E. 2.8; 137 V 57 E. 1.3 S. 60; je mit Hinweisen). Die Begr�ndung muss gem�ss der Rechtsprechung in der Beschwerdeschrift selber enthalten sein, weshalb blosse Verweise auf Ausf�hrungen in anderen Rechtsschriften den Begr�ndungsanforderungen nicht zu gen�gen verm�gen (BGE 133 II 396 E. 3.2 S. 399 f.; Urteil 1C_565/2014 vom 11. Mai 2015 E. 1.5 mit Hinweis).
Die Beschwerdebegr�ndung beruht in weiten Teilen auf Wiederholungen der bereits vor dem Staatsrat und dem Kantonsgericht vorgetragenen R�gen. Es wird insbesondere nicht dargelegt, weshalb die Vorinstanz Recht verletzt haben soll, indem sie auf die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin (abgesehen von der R�ge betreffend die "Zone f�r die Zwischenlagerung und Aufbereitung von Kies des Rotten") nicht eingetreten ist. Stattdessen wiederholt die Beschwerdef�hrerin ihre materiell-rechtlichen Standpunkte, ohne sich mit der Begr�ndung des angefochtenen Entscheids gezielt auseinanderzusetzen. Sie verweist auf Ausf�hrungen in anderen Rechtsschriften und �bt teilweise auch appellatorische Kritik. Damit sind die Anforderungen gem�ss Art. 42 Abs. 2 BGG nicht erf�llt.
2.1.�In der Sache ist festzustellen, dass die zur Beurteilung der Zul�ssigkeit von Standort, Zweck und Perimeter der Kiesabbauzone n�tigen Grundlagen und Sachverhaltsfeststellungen unvollst�ndig sind bzw. sich nicht aus dem Dossier ergeben. Unklarheit besteht namentlich hinsichtlich der Notwendigkeit und Dauer der Kiesentnahme sowie der Entnahmemenge.
2.2.�Die Gemeinde Salgesch beruft sich diesbez�glich auf den Hochwasserschutz (Stabilisierung der mittleren Sohlenlage) und eine j�hrliche Sedimentfracht von "mehreren tausend m�". Der Staatsrat hat auf den Umweltvertr�glichkeitsbericht von 1995 zur Nationalstrasse N9 Bezug genommen, in dem die Verlegung der Kiesausbeutung Marti Mat�riaux AG vom linken auf das rechte Ufer des Rotten als Ausgleichsmassnahmen 2 vorgeschlagen wurde. Indessen wurde die Notwendigkeit bzw. Zul�ssigkeit der Kiesausbeutung in einem Auenschutzgebiet nicht gepr�ft, sondern vorausgesetzt. Im Wesentlichen wurde im Rahmen des Nationalstrassenprojekts lediglich erwogen, die Verlegung erm�gliche eine Verbesserung des bestehenden Zustands. Weiter hat der Staatsrat ausgef�hrt, die Kiesausbeutung sei standortgebunden i.S.v. Art. 4 Abs. 2 der Verordnung vom 28. Oktober 1992 �ber den Schutz der Auengebiete von nationaler Bedeutung (Auenverordnung; SR 451.31) und die Verlegung diene der Sicherheit der Kantonsstrasse T9 und des Campingplatzes. Ob es andere, weniger in das gesch�tzte Gebiet eingreifende Massnahmen zur Sicherung gibt, die den Vorzug verdienen, wurde allerdings nicht gepr�ft. Das Kantonsgericht hat seinerseits bloss festgehalten, die Frage, ob eine Kiesausbeutung und eine Herstellung von Frischbeton auf dem rechten Rottenufer erfolgen k�nne, m�sse im Rahmen der Detailnutzungsplanung und gest�tzt auf eine UVP beurteilt werden, wogegen die Beschwerdef�hrerin ihre Einw�nde werde erheben k�nnen.
2.3.�Bei dieser Sachlage ist es offensichtlich, dass der Zonennutzungsplan f�r sich allein noch keine umfassende Pr�fung der Auswirkungen der Anlagen auf die Umwelt erm�glicht, weshalb die Durchf�hrung einer vollst�ndigen UVP als verfr�ht erscheint. Dem steht allerdings entgegen, dass die Festsetzung des Standorts, Zwecks und Perimeters bereits erfolgt ist. Diese ist, wie bereits ausgef�hrt, definitiv und kann in der nachfolgenden Detailnutzungsplanung nicht mehr in Frage gestellt oder revidiert werden. Diesem Umstand h�tte die Beschwerdegegnerin, die ein mehrstufiges Vorgehen gew�hlt hat, Rechnung tragen m�ssen (vgl. Urteil 1A.198/2006 vom 16. August 2007 E. 4.3 mit Hinweisen). Deshalb h�tten die dazu erforderlichen Beurteilungsgrundlagen schon im Rahmen der Zonennutzungsplanung, z.B. in einer UVP 1. Stufe, beschafft und ausgewertet werden m�ssen (vgl. auch Stellungnahme BAFU vom 30. Januar 2015, S. 10). Dies wird von der Beschwerdef�hrerin zu Recht beanstandet.
2.4.�Damit erweist sich die von der Beschwerdef�hrerin erhobene R�ge als begr�ndet. Bei diesem Ergebnis w�re deshalb die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur erg�nzenden Sachverhaltsabkl�rung und Neubeurteilung an die kantonalen Beh�rden zur�ckzuweisen. Allerdings ist das Verfahren um die Ausgleichsmassnahme 2 bzw. die Kiesausbeutung und -lagerung im betroffenen Gebiet nicht einfach, dauert schon seit Jahren und wird voraussichtlich noch l�ngere Zeit in Anspruch nehmen, so dass weitere Verz�gerungen, wenn m�glich, zu vermeiden sind. Mit Blick auf das Beschleunigungsgebot (Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK) und aus prozess�konomischen �berlegungen rechtfertigt es sich unter den gegebenen Umst�nden, die n�tigen Sachverhaltsabkl�rungen f�r die Einzonung in das nachgelagerte Detailplanverfahren (mit Umweltvertr�glichkeitsbericht) zu verweisen. Dieser Bericht wird auch die Fragen betreffend Standort, Zweck/Notwendigkeit und Perimeter des Kiesabbaus einbeziehen m�ssen. Er kann nicht nur die Modalit�ten der Entnahme und Aufbereitung behandeln. Zudem ist sicherzustellen, dass die Beschwerdef�hrerin im Rahmen der Detailnutzungsplanung dereinst (ausnahmsweise) f�rmlich Gelegenheit erh�lt, ihre Einw�nde betreffend Standort, Zweck und Perimeter der "Zone f�r die Zwischenlagerung und Aufbereitung von Kies des Rotten" vorzubringen und nicht gew�rtigen muss, dass darauf mit der Begr�ndung nicht eingetreten wird, diese h�tten im Rahmen der Einzonung behandelt werden m�ssen, auf die nicht mehr zur�ckzukommen sei.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise dahin gutzuheissen, als festzustellen ist, dass die Beschwerdef�hrerin die Einw�nde gegen die Ausscheidung der "Zone f�r die Zwischenlagerung und Aufbereitung von Kies des Rotten" im Rahmen der nachgelagerten Sondernutzungsplanung wird vorbringen k�nnen und als dass die Kostenauflage f�r die Verfahren vor den kantonalen Beh�rden abzu�ndern ist, was der Einfachheit halber mit diesem Urteil geschehen kann. Im �brigen ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Der Beschwerdef�hrerin wird eine reduzierte Gerichtsgeb�hr von Fr. 1'000.-- auferlegt. Die Kosten zu Lasten der Beschwerdef�hrerin f�r das Verfahren vor dem Kantonsgericht des Kantons Wallis gem�ss Ziff. 3 des angefochtenen Urteils werden von Fr. 1'200.-- auf Fr. 900.-- und die Kosten f�r das Verfahren vor dem Staatsrat gem�ss Ziff. 2 des Entscheids vom 21. Mai 2012 werden von Fr. 800.-- auf Fr. 600.-- herabgesetzt. Die Gemeinde Salgesch hat der Beschwerdef�hrerin f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht und f�r das Verfahren vor den kantonalen Beh�rden eine reduzierte Parteientsch�digung von Fr. 1'500.-- auszurichten.
Die Beschwerde wird teilweise dahin gutgeheissen, als festgestellt wird, dass die Beschwerdef�hrerin die Einw�nde gegen die Ausscheidung der "Zone f�r die Zwischenlagerung und Aufbereitung von Kies des Rotten" im Rahmen der nachgelagerten Sondernutzungsplanung wird vorbringen k�nnen, und als dass die Kostenauflage f�r die Verfahren vor den kantonalen Beh�rden abzu�ndern ist. Im �brigen ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Der Beschwerdef�hrerin wird eine reduzierte Gerichtsgeb�hr von Fr. 1'000.-- auferlegt.
Die Kosten zu Lasten der Beschwerdef�hrerin f�r das Verfahren vor dem Kantonsgericht des Kantons Wallis gem�ss Ziff. 3 des angefochtenen Urteils werden von Fr. 1'200.-- auf Fr. 900.-- und die Kosten f�r das Verfahren vor dem Staatsrat gem�ss Ziff. 2 des Entscheids vom 21. Mai 2012 werden von Fr. 800.-- auf Fr. 600.-- herabgesetzt.
Die Gemeinde Salgesch hat der Beschwerdef�hrerin f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht und f�r das Verfahren vor den kantonalen Beh�rden eine reduzierte Parteientsch�digung von Fr. 1'500.-- auszurichten.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Staatsrat des Kantons Wallis, dem Kantonsgericht Wallis, �ffentlichrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.