Source: http://www.grafenwoerth.at/politik-verwaltung/formulare-downloads/bauverfahren/
Timestamp: 2019-04-19 02:45:59
Document Index: 208833493

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 19', '§ 48', '§ 18', '§ 20', '§ 19', '§ 22', '§ 6', '§ 23', '§ 20', '§ 30', '§ 25', '§ 30', '§ 30', '§ 15']

Bauverfahren – Grafenwörth
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Empfehlungen zu Planungsbeginn
In regelmäßigen Abständen finden Bausprechtage statt. Bitte um zeitgerechte telefonische Voranmeldung – Informationen am Gemeindeamt unter 02738/2212-13
Im Vorfeld sollte folgendes überprüft werden: Grundstückswidmung, Bebauungsplan, Bauwerber, Grundeigentümer, Dienstbarkeiten, Belastungen
Ausrichtung des Hauses zur Sonne
Straßenfluchtlinie – Berücksichtigung einer eventuellen Abtretung entsprechend dem gültigen Flächenwidmungsplan
Größe des Hauses – Optik – passen zum bestehenden Ortsbild
Funktionen der einzelnen Räume, ihre Größen, ihr Bezug zueinander, Verbindung zwischen Innen- und Außenraum
Lageplan (empfohlen im Maßstab 1 : 250 wegen besserer Lesbarkeit der Details)
Höhenkoten bzw. +/- 0,00 auf Adria Höhe oder bestehendes Straßenniveau
Abwasserentsorgung muss mit Höhenangaben und dementsprechenden Putzmöglichkeiten versehen sein, auch Einmündungshöhe des Straßenkanals
Sickerschächte müssen 3,00 m von Kellermauerwerk und Grundgrenzen entfernt sein
Es muss mindestens 1 nicht eingefriedeter Stellplatz pro Wohnung auf Eigengrund mit eingeplant werden – am besten vor der Garage oder Carport
Bemessung der Rauchfänge
EINHALTUNG DES § 19 NÖ BO 2014 (Bauplan und Baubeschreibung)
Die Baupläne (3-fach) haben alle Angaben zu enthalten, die für die Beurteilung des Vorhabens notwendig sind.
Aus diesem muss folgendes ersichtlich sein:
– das Baugrundstück und angrenzenden Grundstücke der Nachbarn
– Lage mit Höhenkoten und Nordrichtung
– bei Neu- oder Zubau Gebäudes die lagerichtige Darstellung der rechtlich gesicherten Grenzen des Baugrundstücks und deren Kennzeichnung in der Natur,
eventuell Grenzvermessung erforderlich
– bei einer Einfriedung die lagerichtige Darstellung der Grenze zur Verkehrsfläche
– Grundstücksnummern
– Namen und Anschriften der Eigentümer
– Widmungs- und Nutzungsart
– festgelegte Straßen- und Baufluchtlinien
bestehende Gebäude, Trinkwasserbrunnen und Abwasserentsorgungsanlagen
die im Boden vorhandenen Einbauten und verlegten Freileitungen
2. Grundrisse von sämtlichen neu geplanten Gebäudegeschossen mit Angabe des beabsichtigten Verwendungszwecks oder vom Bauvorhaben betroffene Räume und Schornsteinquerschnitte.
3. Schnitte durch die Gebäude, insbesondere durch Stiegenanlagen mit anschließendem Gelände und dessen Höhenlage, in Hanglage auch Mauern an Grundstücksgrenzen;
4. Tragwerkssysteme
5. Ansichten, die zur Beurteilung der äußeren Gestaltung der Bauwerke und ihres Anschlusses an die angrenzenden Bauwerke erforderlich sind;
6. Ansicht der bewilligungsbedürftigen Einfriedung.
Der Lageplan ist im Maßstab 1 : 500 (empfohlen 1 : 250 wegen besserer Lesbarkeit!) und ein Plan nach Z.2 bis 6 (Grundrisse, Schnitte, Ansichten, etc.) 1 : 100 zu verfassen, in begründeten Fällen ( z.B. Größe der Grundstücke oder des Vorhabens ) darf ein anderer Maßstab verwendet werden.
Neu zu errichtende, bestehende und abzutragende Bauwerke sowie verschiedene Baustoffe sind im Lageplan und in den Grundrissen und Schnitten farblich verschieden darzustellen.
(2) Die Baubeschreibung (3-fach) muss alle nachstehenden Angaben enthalten, die nicht schon aus den Bauplänen ersichtlich sind.
Angaben nach Art des Bauvorhabens:
1. die Größe des Grundstücks und wenn dieses im Bauland liegt, ob es schon zum Bauplatz erklärt wurde;
2. Grundrissfläche und die bebaute Fläche
3. Nutzfläche der Wohnungen und Betriebsräume
4. Bauausführung, insbesondere der geplante Brand-, Schall- und Wärmeschutz;
5. Verwendungszweck des neu geplanten oder vom Vorhaben betroffenen Bauwerks, bei Gebäuden jedes Raumes;
6. bei Bauwerken im Grünland auch der Nachweis ihrer Notwendigkeit nach § 19 des NÖ Raumordnungsgesetzes 1976, LGBl. 8000 ( z.B. durch ein Betriebskonzept );
7. bei Betrieben die Art, der Umfang und die voraussichtlichen Emissionen ( § 48 ).
(3) Soweit dies zur Beurteilung des Bauvorhabens notwendig ist, hat die Baubehörde die Vorlage
weiterer Unterlagen zu verlangen, wie z.B.:
– statische Berechnungen der Tragfähigkeit von Konstruktionen und anderer Bauteile samt Konstruktionsplänen,
– ein Nachweis der ausreichenden Tragfähigkeit des Baugrundes,
– eine Angabe über den höchsten örtlichen Grundwasserspiegel,
– eine Angabe über die Höhe des 100-jährlichen Hochwassers,
– eine Darstellung der Ermittlung der Gebäudehöhe,
– eine brandschutztechnische Beschreibung
– eine Brandschutzkonzept,
– eine Fluchtzeitberechnung,
– einen Stellplan für Kraftfahrzeuge etc.
1. Vorlage der Antragsbeilagen (gemäß §§ 18 und 19 NÖ BO 2014) bei der Baubehörde (Gemeinde)
Energieausweis (3-fach), sofern erforderlich
Nachweis des Grundeigentums (z.B. Grundbuchsabschrift – höchstens 6 Monate alt) oder Nachweis des Nutzungsrechtes (Zustimmung des Grundeigentümers).
2. Vorprüfung gem. § 20 NÖ BO
Die Baubehörde hat vorerst zu prüfen, ob dem Bauvorhaben Hindernisse entgegenstehen, die eine Bewilligung verhindern würden. Wenn die Baubehörde (Gemeinde) eine Ergänzung der Antragsbeilagen nach § 19 Abs. 3 für notwendig hält, dann hat sie binnen 8 Wochen ab dem Einlangen des Antrages den Bauwerber aufzufordern, die noch benötigten Angaben oder Beilagen innerhalb einer festgesetzten Frist vorzulegen. Wird diese Frist nicht eingehalten, ist der Antrag von der Baubehörde abzuweisen.
3. Entfall der Bauverhandlung (§ 22 NÖ BO)
(1) Ergibt die Vorprüfung, dass das geplante Vorhaben keine (Nachbar-)Rechte nach § 6 Abs. 2 und 3 berührt, dann entfällt die Bauverhandlung. Die Baubehörde hat diese Feststellung 14 Tage vor Erteilung der Baubewilligung den Nachbarn und dem Straßenerhalter mitzuteilen. Durch diese Mitteilung werden keine Nachbarrechte begründet.
· die Baubehörde die Parteien (Nachbarn) vom Einlangen des Antrages unter Angabe von Zeit und Ort für die Einsichtnahme in den Antrag und seine Beilagen nachweislich verständigt und
· gleichzeitig die Parteien aufgefordert werden, eventuelle Einwendungen gegen das Vorhaben binnen 14 Tagen ab Zustellung der Verständigung bei der Baubehörde einzubringen und
· innerhalb dieser Frist keine Einwendungen erhoben werden.
Werden keine Einwendungen erhoben, erlischt die Parteienstellung.
4. Baubewilligung (§ 23 NÖ BO)
Wenn kein Widerspruch zu den in § 20 Abs. 1 Z. 1 bis 7 der NÖ BO angeführten Bestimmungen besteht, hat die Baubehörde eine Baubewilligung zu erteilen.
Die Baubewilligung umfasst das
· Recht zur Ausführung des Bauwerks und
· dessen Benützung nach Fertigstellung, wenn eine Bescheinigung (des Bauführers) nach § 30 Abs. 2 oder 3 NÖ BO vorgelegt wird.
5. Baubeginn (binnen 2 Jahren ab Rechtskraft der Baubewilligung)
Der Baubeginn ist der Baubehörde nachweislich zu melden. Spätestens mit der Baubeginnsmeldung ist ein verantwortlicher Bauführer (§ 25 NÖ BO) der Baubehörde nachweislich namhaft zu machen.
6. Fertigstellungsanzeige (binnen 5 Jahren ab Baubeginn)
Ist das Bauvorhaben fertiggestellt, hat der Bauherr dies der Baubehörde gem. § 30 NÖ BO anzuzeigen.
Gemäß § 30 Abs. 2 sind dieser Anzeige beizulegen:
· Bei einem Neu- oder Zubau eines Gebäudes (ausgenommen Aufstockungen und Dachausbau) ein Lageplan (2-fach) mit der Bescheinigung des Bauführers oder der Eintragung der Vermessungsergebnisse über die lagerichtige Ausführung des Bauvorhabens.
· Die Bescheinigung des Bauführers über die bewilligungsgemäße Ausführung des Bauwerks, wobei auch die Eigenleistungen des Bauherrn zu berücksichtigen sind.
· Bei anzeigepflichtigen Abweichungen vom genehmigten Einreichplan (§ 15 NÖ Bauordnung 2014) ein Bestandsplan (2-fach).
· Die mit der baubehördlichen Bewilligung vorgeschriebenen Befunde und Bescheinigungen (z.B. Kaminbefund, Elektroattest, Bestätigung über die Einhaltung des Wärmeschutzes, Bestätigung über die Einhaltung des Schallschutzes, etc.).