Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IX%20ZR%2062/00
Timestamp: 2018-11-16 19:04:44
Document Index: 221975658

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 82', '§ 60', '§ 278', '§ 670', '§ 249', '§ 255', '§ 82', '§ 254', '§ 82', '§ 278', '§ 254', '§ 82', '§ 82', '§ 255', 'BGH', '§ 278', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 255', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: IX ZR 62/00 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 17.05.2001 | BGH, 09.08.2001
Gehilfe des Konkursverwalters
§ 82 KO (§ 60 InsO), § 278 BGB, Haftung des Konkursverwalters für (auch strafbare) Schädigungen der Konkursmasse durch seine Gehilfen in Erfüllung von konkursspezifischen Verwalterpflichten;
§§ 670, 675 BGB, Risiko der Bank bei Fälschung eines Überweisungsauftrags, zum Anspruch der Bank aus pVV;
§ 249 BGB, ersatzfähiger Schaden bei scheinbarer Belastung des Kontos (Unverfügbarkeit des "Buchgeldes");
zur (analogen) Anwendung von § 255 BGB beim Schadensausgleich hinsichtlich eines falsch ausgewiesenen Kontostands
KO § 82; BGB §§ 254, 255, 278, 421
Fälschung eines Überweisungsauftrages - Schädigung der Masse - Konkursverwalter - Pflichtverletzung des Konkursverwalters - Erfüllungsgehilfe - Haftung für Erfüllungsgehilfen - Erfüllung von Masseverbindlichkeiten - Überweisungsformular - Schadensersatz - Anspruch auf Berichtigung des Kontostandes
Schadensersatzpflicht des Konkursverwalters gegenüber Amtsnachfolger wegen Masseverkürzung durch seitens einer Hilfsperson gefälschte oder verfälschte Überweisungsaufträge
KO § 82; BGB § 278
Haftung des Konkursverwalters für Erfüllungsgehilfen
Zur Frage der Haftung des Konkursverwalters für masseschädliche Verfehlungen (hier: Fälschungen oder Verfälschungen von Überweisungsaufträgen) seines Angestellten
BGB §§ 254, 255, 278, 421; KO § 82
Zurechnung des Verschuldens von Angestellten des Konkursverwalters
KO § 82; BGB §§ 255, 278, 670
Haftung des Konkursverwalters für Mitarbeiter bei gefälschten Überweisungsaufträgen
Haftung des Konkursverwalters für Masseverkürzungen mit von Gehilfen verfälschten oder gefälschten Überweisungen
BGH, 09.08.2001 - IX ZR 62/00
NJW 2001, 3190
ZIP 2001, 1507
NZI 2001, 544
NZI 2002, 22
VersR 2002, 204
WM 2001, 1605
BB 2001, 2394
DB 2001, 2714
Unter der Geltung der Konkursordnung hat der Bundesgerichtshof daher § 278 BGB angewandt, wenn der Verwalter sich zur Erfüllung seiner Pflichten anderer Personen bediente (BGH, Urteil vom 21. März 1961 - VI ZR 149/60, WM 1961, 511, 512; vom 17. Januar 1985 - IX ZR 59/84, BGHZ 93, 278, 284; vom 19. Juli 2001 - IX ZR 62/00, WM 2001, 1605, 1606).
Es ist ein allgemein anerkannter Grundsatz des Schadensrechts, dass der Schädiger den Geschädigten nicht darauf verweisen kann, er habe gegen einen Dritten einen Anspruch, der zum Ausgleich seiner Vermögensbeeinträchtigung führen könne (BGH, Urteil vom 19. Juli 2001 - IX ZR 62/00, NJW 2001, 3190, 3192 mwN).
Diese von den Beklagten zu verantwortende Unsicherheit darf nicht zu Lasten der Klägerin gehen (vgl. Senatsurt. v. 19. Juli 2001 - IX ZR 62/00, WM 2001, 1605, 1607).
Das gilt selbst dann, wenn diese seinen Weisungen oder Interessen vorsätzlich zuwiderhandelt, um eigene Vorteile zu erzielen (vgl. BGH, Urteile vom 11. Oktober 1994 - XI ZR 238/93, NJW 1994, 3344, 3345; vom 4. Februar 1997 - XI ZR 31/96, NJW 1997, 1360, 1361; vom 13. Mai 1997 - XI ZR 84/96, NJW 1997, 2236, 2237; vom 19. Juli 2001 - IX ZR 62/00, NJW 2001, 3190, 3191; vgl. auch Senatsurteil vom 10. Februar 2005 - III ZR 258/04, NJW-RR 2005, 756, 757).
Durch den Zug um Zug-Vorbehalt hinsichtlich der Abtretung von Ansprüchen gegenüber dem DIT hat es Vorsorge getroffen, dass der Klägerin durch die Verurteilung der Beklagten kein unverdienter Vorteil verbleibt (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 19. Juli 2001 - IX ZR 62/00, NJW 2001, 3190, 3192).
Denn Vor- und Nachteil stammen aus der gleichen Wurzel und sind von gleicher Art. Der Vorteil verjährter Beitragspflicht des Arbeitgebers und der Nachteil des in unverjährter Zeit ausgeschlossenen Abzugs des Arbeitnehmeranteils stehen in einem inneren Zusammenhang, der beide Größen zu einer Rechnungseinheit verbindet (vgl. zur Schadensberechnung insoweit allgemein BGHZ 91, 206, 210; 136, 52, 54 f; BGH, Urt. v. 19. Juli 2001 - IX ZR 62/00, WM 2001, 1605, 1607).
Der Schädiger kann den Geschädigten nicht darauf verweisen, er habe gegen einen Dritten einen Anspruch, der zum Ausgleich der erlittenen Vermögensbeeinträchtigung führen kann (BGHZ 120, 261, 268;… BGH, Urt. v. 12. Dezember 1996 - IX ZR 214/95, NJW 1997, 1008, 1012, insoweit in BGHZ 134, 212 nicht abgedruckt; v. 19. Juli 2001 - IX ZR 62/00, NJW 2001, 3190, 3192;… v. 24. September 2009 - IX ZR 87/08, FamRZ 2009, 2075, 2076 Rn. 26).
Dies folgt aus der Regelung des § 255 BGB (vgl. BGH, Urteile vom 19. Juli 2001 - IX ZR 62/00, NZI 2001, 544, 546 …und vom 15. April 2010 - IX ZR 223/07, NJW 2010, 1961, Rn. 28 mwN).
OLG Köln, 19.06.2007 - 3 U 172/06
Haftung des Frachtführers für Warendiebstahl durch Mitarbeiter in Umschlaglager
OLG Celle, 25.02.2003 - 16 U 204/02
Insolvenzverwalterhaftung: Anforderungen an den Entlastungsbeweis bezüglich der …
BGH, 17.06.2004 - IX ZR 104/02
KG, 15.06.2007 - 9 U 145/06
Unerlaubte Handlung: Anspruch eines Geschädigten auf Erstattung der durch eine …
AG Düsseldorf, 17.11.2006 - 20 C 10444/06
Anspruch eines Urlaubers auf Rückzahlung des Reisepreises und auf Entschädigung …
LG Bonn, 18.11.2005 - 3 O 192/05
Scheck, Kontovollmacht, Faelschung