Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20O%20144/11
Timestamp: 2019-03-21 15:10:59
Document Index: 107693204

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 22', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 280', '§ 398']

Rechtsprechung: 2 O 144/11 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: LG Heidelberg, 17.01.2012
§ 19 VVG n.F., § 22 VVG n.F.
Krankenversicherung, private - Gesundheitsfragen durch Makler - Zurechnung
Gesundheitsfragen im Krankenversicherungsantrag - Falschbeantwortung
Die in einem Formular eines Versicherungsmaklers gestellten Gesundheitsfragen sind grundsätzlich keine Fragen des Versicherers
VVG § 19 Abs. 1
Handeln eines Versicherungsvermittlers als Makler bei Auftritt als "Ihr unabhängiger Finanzoptimierer"
Krankentagegeldversicherer muss zahlen und kann sich nicht auf falsche Antworten auf Gesundheitsfragen vor Versicherungsbeginn berufen
Um die mit § 19 Abs. 1 VVG bezweckte Abschaffung der spontanen Anzeigepflicht nicht zu unterlaufen, bedarf es hierbei solcher Gefahrumstände, die so selten und fernliegend sind, dass dem Versicherer nicht vorzuwerfen ist, sie nicht abgefragt zu haben (vgl. Knappmann, VersR 2011, 724, 726; in diese Richtung - mit weiteren Nachweisen zum Meinungsstand - auch LG Dortmund, Urt. v. 24.02.2012, 2 O 144/11, juris, Rn. 49 ff., r+s 2012, 426).
Damit ist anders als in dem durch das OLG Hamm entschiedenen Fall für den Versicherungsnehmer unzweifelhaft erkennbar, dass es sich um Fragen des Versicherers handeln soll (…vgl. Looschelders in Looschelders/Pohlmann, VVG, 2. Aufl., § 19 Rn 18; LG Tübingen, Urteil v. 23.11.2011, 4 O 124/11; a.A. LG Dortmund RuS 2012, 426).
Anlageberatung: Haftung der Bank wegen fehlerhafter Aufklärung über das allgemeine Emittentenrisiko beim Erwerb von Indexzertifikaten (Lehman-Zertifikate)
Haftung der Bank bei Kapitalanlageberatung: Aufklärung über das allgemeine Emittentenrisiko beim Erwerb von Indexzertifikaten nach Übergabe von Produktinformationen bei vorherigen Zertifikatkäufen; Vermutung aufklärungsrichtigen Verhaltens bei Beratungsfehlern beim Erwerb von Lehman-Zertifikaten
BGB § 280 Abs. 1; BGB § 398
Aufklärungspflichten einer Bank nach Übergabe einer Informationsbroschüre von über 150 Seiten mit allgemeinen Hinweisen zu Wertpapieren an den Anleger ohne Bezug zur konkreten Anlageberatung; Aufklärungspflicht einer Bank über das allgemeine Emittentenrisiko nach Übergabe schriftlicher Produktinformationen von der beratenden Bank bei früherem Erwerb von Zertifikaten durch den Anleger
Lehmann-Zertifikate und die Haftung der Bank
Aufklärung über allgemeines Emittentenrisiko bei Zertifikaten notwendig
Aufklärungspflicht der beratenden Bank über das allgemeine Emittentenrisiko
Hohes Pleiterisiko
Aufklärung über allgemeines Emittentenrisiko bei Zertifikaten notwendig -
OLG Karlsruhe, 17.07.2012 - 17 U 36/12
BB 2012, 330
Kapitalanlageberatung: Erneuter Hinweis auf das allgemeine Emittentenrisiko bei …
Auf die Berufung der Beklagten wird das Urteil des Landgerichts Heidelberg vom 17. Januar 2012 - 2 O 144/11 - im Kostenpunkt aufgehoben und wie folgt abgeändert:.