Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=16.04.1999&Aktenzeichen=VI%20R%2066/97
Timestamp: 2019-07-18 14:20:40
Document Index: 148096651

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 19', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 179', '§ 179']

BFH, 16.04.1999 - VI R 66/97 - dejure.org
https://dejure.org/1999,677
BFH, 16.04.1999 - VI R 66/97 (https://dejure.org/1999,677)
BFH, Entscheidung vom 16.04.1999 - VI R 66/97 (https://dejure.org/1999,677)
BFH, Entscheidung vom 16. April 1999 - VI R 66/97 (https://dejure.org/1999,677)
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EStG § 3 Nr. 16 und 62, § 19 Abs. 1 Nr. 1; LStDV 1984 § 2 Abs. 3 Nr. 2 Satz 1 und 2; LStDV 1990 § 2 Abs. 2 Nr. 3 Satz 1 und 2
Gruppenunfallversicherung - Zeitpunkt der Beitragsleistung - Gruppenkrankenversicherung - Geltendmachung der Ansprüche
Beitragsleistungen des Arbeitgebers zur Gruppen-Unfallversicherung als Arbeitslohn
FG Münster, 12.02.1996 - 4 K 4984/93
BVerfG, 29.04.2002 - 2 BvR 1410/99
BFHE 188, 338
VersR 1999, 1392
BB 1999, 1692
DB 1999, 1586
BStBl II 2000, 408
NZA-RR 1999, 535
Denn der Kläger hatte aufgrund der von seinem Arbeitgeber abgeschlossenen (Gruppen-) Zusatzversicherungen und der von diesem hierfür gezahlten Beiträge unmittelbar Anspruch auf den entsprechenden Versicherungsschutz (s. Senatsurteil vom 16. April 1999 VI R 66/97, BFHE 188, 338, BStBl II 2000, 408, unter II.1.).
Der Zufluss von Arbeitslohn ist ferner zu bejahen, wenn der Arbeitgeber mit seinen Leistungen dem Arbeitnehmer einen unmittelbaren und unentziehbaren Rechtsanspruch gegen einen Dritten verschafft (Senatsurteil vom 16. April 1999 VI R 66/97, BFHE 188, 338, BStBl II 2000, 408).
c) Dem steht die Rechtsprechung nicht entgegen, nach der ein Zufluss von Arbeitslohn zu bejahen ist, wenn der Arbeitgeber mit seinen Leistungen dem Arbeitnehmer einen unmittelbaren und unentziehbaren Rechtsanspruch gegen einen Dritten verschafft (z.B. Senatsurteil in BFHE 188, 338, BStBl II 2000, 408).
(5) Der Zufluss von Arbeitslohn ist ferner zu bejahen, wenn der Arbeitgeber mit seinen Leistungen dem Arbeitnehmer einen unmittelbaren und unentziehbaren Rechtsanspruch gegen einen Dritten verschafft (Senatsurteil vom 16. April 1999 VI R 66/97, BFHE 188, 338, BStBl II 2000, 408).
Arbeitslohn bei Leistungen aus einer vom Arbeitgeber finanzierten …
Davon ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) auszugehen, wenn dem Arbeitnehmer gegen die Versorgungseinrichtung, an die der Arbeitgeber die Beiträge geleistet hat, ein unentziehbarer Rechtsanspruch auf die Leistung zusteht (zuletzt Senatsurteile vom 12. April 2007 VI R 55/05, BFHE 217, 558, BStBl II 2007, 619, m.w.N., …und vom 15. November 2007 VI R 30/04, BFH/NV 2008, 550; für die Gruppenunfallversicherung vgl. z.B. Urteile vom 16. April 1999 VI R 60/96, BFHE 188, 334, BStBl II 2000, 406, und VI R 66/97, BFHE 188, 338, BStBl II 2000, 408).
Soweit in § 2 Abs. 2 Nr. 3 Satz 1 der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung 1990 Ausgaben des Arbeitgebers für die Zukunftssicherung des Arbeitnehmers ungeachtet eines eigenen Rechtsanspruchs des Arbeitnehmers als Arbeitslohn angesehen werden, hat sich der BFH hieran nicht gebunden gesehen (vgl. z.B. BFH-Urteile in BFHE 188, 334, BStBl II 2000, 406, und in BFHE 188, 338, BStBl II 2000, 408).
So jedenfalls verhält es sich bei einer regelmäßig als Versicherung für fremde Rechnung (§§ 179 Abs. 2, 75 ff. VVG a.F. bzw. §§ 179 Abs. 1 Satz 2, 43 ff. VVG n.F.) ausgestalteten (Gruppen-)Unfallversicherung (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFHE 188, 338, BStBl II 2000, 408, m.w.N.; Küttner/Reinecke, Personalbuch 2008, Stichwort Unfallversicherung, Rz 3).
Der Zufluss von Arbeitslohn ist ferner zu bejahen, wenn der Arbeitgeber mit seinen Leistungen dem Arbeitnehmer einen unmittelbaren und unentziehbaren Rechtsanspruch gegen einen Dritten verschafft (BFH-Urteil vom 16. April 1999 VI R 66/97, BFHE 188, 338, BStBl II 2000, 408).
Dies führt dazu, dass im Fall der Nachentrichtung der Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung --selbst bei der hier gebotenen Verneinung eines ganz überwiegend eigenbetrieblichen Interesses des Arbeitgebers an der Beitragsleistung (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 16. April 1999 VI R 66/97, BFHE 188, 338, BStBl II 2000, 408, unter II. 1. c, m.w.N.)-- nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden kann, dass der oben beschriebene Vorteil vom Arbeitgeber für die Beschäftigung gewährt wird.
FG Köln, 27.09.2018 - 6 K 814/16
FG Baden-Württemberg, 07.11.2007 - 2 K 299/04
Kürzung des Vorwegabzugs bei Beschäftigung eines Rentners
BFH, 26.11.2002 - VI R 161/01
Leistungen aus einer Gruppenunfallversicherung als Arbeitslohn
FG Schleswig-Holstein, 19.06.2002 - I 1339/97
Einkommensteuerliche Behandlung von Leistungen aus einer …
FG Saarland, 21.06.2011 - 1 K 1196/08
Eigenmächtige erhöhte Lohnauszahlungen eines Personalsachbearbeiters an sich …
FG Thüringen, 24.10.2001 - IV 581/01
Arbeitgeberbeiträge an die Zusatzversorgungskasse der Arbeitnehmer der Land- und …
FG Hamburg, 08.08.2001 - VII 158/97
Keine Erstattung der Lohnsteuer bei Auszahlung von Gewinnanteilen
FG Rheinland-Pfalz, 15.11.2001 - 4 K 2670/99
Keine Kürzung des Vorwegabzugs bei pauschal besteuerten
FG Brandenburg, 25.05.2000 - 4 K 1682/99
Erwerb einer Zusatzversorgung zugunsten von Arbeitnehmern
FG Hessen, 13.01.2000 - 10 K 3911/98
Arbeitslohn; Überzahlung; Lohnsteuerhaftung - Lohnsteuerhaftung bei überzahltem …