Source: https://www.deubner-recht.de/produkte/familienrecht-100-mandate/p/verfassungsmaessigkeit-des-art-117-abs-2-gg-392827
Timestamp: 2020-04-08 12:26:33
Document Index: 374639458

Matched Legal Cases: ['§ 1356', '§ 1387', '§ 22', '§ 77', '§ 82', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 6', 'Art. 20', 'Art. 79', 'Art. 100', 'Art. 117', '§ 627', 'Art. 100', 'Art. 100', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 117']

BVerfG - Urteil vom 18.12.1953
BGB § 1356 Abs. 2 § 1387 Nr. 1 ; BVerfGG § 22 Abs. 1 § 77 § 82 ; GG Art. 1 Abs. 3 Art. 3 Abs. 1 , Abs. 2 , Abs. 3 Art. 6 Abs. 1 Art. 20 Abs. 3 Art. 79 Abs. 3 Art. 100 Abs. 1 Art. 117 Abs. 1 Halbs. 1, Halbs. 2 ; ZPO § 627 Abs. 1 ;
BVerfGE 3, 225
DÖV 1954, 117
JZ 1954, 32
NJW 1954 65
OLG Frankfurt/Main, - Vorinstanzaktenzeichen 3 W 87/53
BVerfG, Urteil vom 18.12.1953 - Aktenzeichen 1 BvL 106/53
DRsp Nr. 1996/7236
»1. In dem Verfahren nach Art. 100 Abs. 1 GG ist es nicht zulässig, das vorlegende Gericht als "Beteiligten" anzuhören oder einem seiner Mitglieder persönlich das Wort zu erteilen.2. Die Norm einer Verfassung kann dann nichtig sein, wenn sie grundlegende Gerechtigketispostulate, die zu den Grundentscheidungen dieser Verfassung selbst gehören, in schlechthin unerträglichem Maße mißachtet.3. Will ein Gericht eine Norm der Verfassung um einer vermeintlich übergeordneten Norm willen ganz oder teilweise unangewendet lassen, dann hat es nach Art. 100 Abs. 1 GG zu verfahren.4. Art. 3 Abs. 2 GG ist eine echte Rechtsnorm. Er enthält wie Art. 3 Abs. 3 GG eine Konkretisierung des allgemeinen Gleichheitssatzes.5. Seit dem Ablauf der in Art. 117 Abs. 1 zweiter Halbsatz GG gesetzten Frist sind Mann und Frau auch im Bereich von Ehe und Familie gleichberechtigt.«