Source: https://issuu.com/swente/docs/anlegerplusnews12_2012
Timestamp: 2017-05-24 15:16:45
Document Index: 23311534

Matched Legal Cases: ['§ 305', '§ 304', '§ 779', '§\t327', '§\t247', '§\t306', '§\t305', '§\t3', '§\t4', '§\t5', '§\t327', '§\t6', '§\t3', '§\t1', '§\t304', '§\t4', '§\t4', '§\t4', '§\t4', '§\t2', '§\t6', '§\t1', '§\t6', '§\t1', '§\t6', '§\t6', '§\t1', '§\t1', '§\t1', '§\t2', '§\t6', '§\t1', '§\t1', '§\t304', '§\t328', '§\t4', '§\t4', '§\t306', '§\t4', '§\t4', '§6', '§\t5', '§\t4', '§\t4', '§\t186', '§\t182', '§\t186', '§\t203', '§\t182', '§\t186', '§\t203', '§\t5', '§\t8', '§\t5', '§\t7', '§\t5', '§\t5', '§\t8', '§\t5', '§\t3', '§\t202', '§\t186', '§8', '§ 6', '§\t27', '§\t4', '§ 181']

AnlegerPlus News 12/2012 by AnlegerPlus - issuu
Mit Wissen zu Werten.ExtraBörsenpflichtblatt der Börsen München,
Stuttgart, Hamburg, Hannover, Berlin und
DüsseldorfUNTERNEHMEN Gigaset im Transformationsprozess
SdK REALDEPOT Keine Lösung in SichtIsra Vision AGAuf Wachstum
eingestelltwww.AnlegerPlus.de | Nr. 12 2012 | ISSN 2191-509112|2012
INHALTSVERZEICHNISSEITEEditorial2Kurzmeldungen3UnternehmensmeldungenDas Darmstädter Unternehmen Isra Vision AG gehört zu den weltweit
führenden Anbietern von Software für industrielle Bildbearbeitung.
Die Auftragsbücher sind prall gefüllt und die Aussichten entsprechend rosig
Seite 5Isra Vision AG5Homag Group AG6OnVista AG7Homag Group AGBKN biostrom AG7MeVis Medical Solutions AG8Schlagabtausch der
GroßaktionäreAnalyse
Reckitt Benckiser9SdK ExtraAuf der Hauptversammlung des Holzbearbeitungsmaschinenherstellers
Homag Group AG kam es wie erwartet zum offenen Schlagabtausch der
beiden Großaktionäre – die Fronten bleiben verhärtet
Seite 6SdK-MeldungMeVis Medical Solutions AGGigaset AG11SdK Realdepot12HV-Termine14Interessante
Turnaround-Chance
Dramatisch abgestürzt ist die Aktie des Bremer Softwareunternehmens MeVis
Medical Solutions AG seit dem Börsengang im Jahr 2007. Vom Emissionspreis
bei 55 Euro kommend ratterte der Kurs bis November letzten Jahres auf 2,50 Euro
herunter, um sich jetzt auf ein Niveau von etwa 6,50 Euro zu erholen.
Seite 8RÖHN-KLINIKUM AG10HV-BerichtVergleich
Impressum15
21KURZMELDUNGEN Verbessertes Ergebnis | Flucht in Gold | KTG Energie wagt IPO | Trading für Studenten | Insolvenzen im Jahresvergleich
gesunken | Die BaFin warnt... | Inflationsrate unter Zwei-Prozent-MarkeEDITORIAL
jetzt ist es endlich geschafft. Mit Facebook hat vor einigen Wochen der
erste nennenswerte Börsengang des Jahres stattgefunden – und das für
das Unternehmen sehr erfolgreich. Satte 16 Mrd. US-Dollar flossen in
die Facebook-Kassen und machen die Internetfirma auf einen Schlag zu
einem Riesen, der zukünftig vor allem durch Akquisitionen weiter wachsen wird, wie die Übernahme des Foto-Sharing-Dienstes Instagram für
1 Mrd. US-Dollar zeigt.Sport-Modemarke. Bis zu 5,75 Mio.
Aktien sollten zu einem Preis von
4 Euro Interessenten finden. Letztlich wurden 720.706 Aktien platziert,
gerade einmal 12,5 % des Erhofften.Eisbrecherfunktion nicht erreichtOb es in Deutschland derzeit möglich
ist, einen Börsengang durchzuführen,
lässt sich aber nicht am Misserfolg
der beiden China-Firmen messen.
Mit der Essener Evonik AG strebt ein
deutscher Chemieriese den Börsengang noch vor der Sommerpause an.
Evonik zählt zu den weltweit führenden Unternehmen der Spezialchemie und erzielte im Jahr 2011 mit mehr
als 33.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 14,5 Mrd. Euro und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 2,8 Mrd. Euro. Damit wäre die Gesellschaft
ein Kandidat für die Aufnahme in den DAX.Was mit dem IPO jedoch vermutlich nicht gelang, war die erhoffte Funktion als „Eisbrecher“ für künftige Börsengänge zu fungieren. Viel zu stark
fiel der Aktienkurs unmittelbar nach der Erstnotiz, Erstzeichner und
-käufer sitzen auf hohen Verlusten. Zudem sehen sich Emissionsbanken,
die Technologiebörse NASDAQ und das Unternehmen selbst mit diversen Klagen frustrierter Anleger konfrontiert. Dass dieses Klima keine
gute Basis für weitere größere US-amerikanische Börsengänge darstellt,
Deutsche IPOs Mangelware
In Deutschland war die Emissionstätigkeit bislang sehr verhalten. Gerade einmal zwei Unternehmen wagten in diesem Jahr den Sprung
aufs Börsenparkett – und das mit mäßigem Erfolg. Die Haikui Seafood
AG wollte bis zu 1,75 Mio. Aktien in einer Preisspanne von 10–13 Euro
platzieren und somit bis zu 19,5 Mio. Euro in die Firmenkasse spülen.
Die Nachfrage nach Aktien des chinesischen Fischverarbeitungsunternehmens war dann aber so gering, dass gerade einmal 317.400 Aktien
zu einem Preis von 10 Euro gezeichnet wurden. Nicht viel besser erging es der Goldrooster AG, dem deutschen Mantel einer chinesischenNagelprobe steht noch ausVerschiebung möglich
Allerdings zieren sich das Evonik-Management und die Großaktionäre derzeit und erwägen aufgrund der verhaltenen Marktstimmung den Börsengang zu verschieben. Dieses Signal wäre aber das falsche. Wenn nicht
einmal große ertragreiche Unternehmen den Weg an die Börse beschreiten, dürfte sich das Klima für andere deutsche Börsengänge verdüstern.
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In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2011/2012 stiegen die
Umsätze der Marseille-Kliniken AG
und das Konzernergebnis erhöhte sich
auf 4,7 Mio. Euro.
Die Marseille-Kliniken AG konnte ihren
Aufwärtstrend auch in den ersten drei
Quartalen des aktuellen Geschäftsjahres
fortsetzen. Die Gesellschaft teilte das in
ihrem Quartalsabschluss zum 31.3.2012
mit. Der Betreiber von Pflegeheimen und
Anbieter „Betreutes Wohnen“ steigerte
seine Umsatzerlöse in den ersten neun
Monaten des Geschäftsjahres 2011/2012
um fast 4 Mio. Euro auf rund 145 Mio. Euro.
Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum betrugen die Umsatzerlöse gut 141 Mio.
Euro. Laut Unternehmensangaben lag
das unter anderem am Anstieg der Bettenbelegungsquote von 86,8 % im Vorjahreszeitraum auf 88,7 %. Gleichzeitig
konnten die Aufwendungen insgesamt
mit rund 145 Mio. Euro auf dem Niveau
des Vorjahres gehalten werden. Sowohl
das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) als auch das
stiegen im Vergleich zum Vorjahr an: Das
EBITDA von 9,9 Mio. Euro auf 12 Mio.
Euro und das EBIT von 4,1 Mio. Euro auf
7,2 Mio. Euro. Daraus ergibt sich eine
EBIT-Marge von 4,9 % für die ersten neun
Monate des aktuellen Geschäftsjahres,
was einer Verbesserung um 2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Des Weiteren hat das Unternehmen eigene Anleihen im Wert von insgesamt 3 Mio.
Euro zurückgekauft – teilweise finanziert
aus dem Cashflow, teils durch ein langfristiges Darlehen mit geringeren Zinsen
als zuvor. Insgesamt bekräftigt das Unternehmen in seinem aktuellen Quartalsabschluss seine positive Prognose für
das gesamte Geschäftsjahr 2011/2012.Flucht in Gold
Die kontinuierliche Zuspitzung der
Staatsschuldenkrise lässt immer mehr
Anleger in allgemein als sicher geltende
Produkte flüchten. Auch Gold ist wieder stark gefragt.
In den ersten Juni-Wochen dieses Jahres
ist in Deutschland die Nachfrage nachphysischem Gold in Form von Münzen
und kleinen Barren bei einigen Händlern
gestiegen, wie die Börsenzeitung mitteilte.
Aufgrund der steigenden Unsicherheiten bezüglich der weiteren Entwicklung im Euroraum und eines möglichen
Ausstiegs Griechenlands aus dem Euro
suchen Anleger wieder sichere Häfen für
ihr Vermögen. Sehr beliebt sind laut Bericht der Börsenzeitung Schweizer GoldETFs. Die Zürcher Kantonalbank (ZKB)
soll demnach einen Bestand von insgesamt 7,1 Mio. Unzen bzw. 220 Tonnen
Gold verwalten. Das Gold hat einen Gegenwert von 11 Mrd. Schweizer Franken
(9,2 Mrd. Euro) und wird über GoldETFs in Franken (ISIN CH0024391002),
in Euro (ISIN CH0103326762) sowie in
Dollar (ISIN CH0047533549) abgebildet. Die Anleger können sich ihre Investition sogar in Gold ausliefern lassen. Allerdings sind die Schweizer
Gold-ETFs in Deutschland nicht zum
öffentlichen Vertrieb zugelassen.KTG Energie wagt IPO
Als erstes deutsches Unternehmen
wagt die KTG Energie AG dieses Jahr
den Börsengang. Die Biogassparte der
KTG Agrar AG soll einen Emissionserlös von rund 37 Mio. Euro einbringen.
Nach eigenen Angaben gehört die KTG
Energie AG zu den drei größten BiogasProduzenten in Deutschland. Das soll
nun durch den Börsengang untermauert
werden: Vom 13. bis 26.6.2012 haben Anleger die Möglichkeit, Aktien der Biogassparte der KTG Agrar AG zu zeichnen. Der
Börsengang soll brutto rund 37 Mio. Euro
einspielen. Geplanter erster Handelstag
am Entry Standard der Frankfurter Börse ist der 29.6.2012. Insgesamt werden
2,7 Mio. Aktien (ISIN DE000A0HNG53)
zu einem Festpreis von je 13,80 Euro angeboten. Im Streubesitz sollen sich nach
Börsengang dann 45 % der Aktien befinden, die KTG Agrar AG will mit mindestens
55 % Mehrheitseigner ihrer Biogassparte
bleiben. Begleitet wird das Initial Public
Offering (IPO) von der Emissionsbank
WGZ Bank. Diese setzt den „fairen Wert“
der Aktie auf 15,87 Euro und schätzt für
2012 eine Dividendenrendite von 4 %,
Tendenz steigend: Die Emissionsbank
erwartet ab 2015 sogar eine Rendite von
rund 10 %.AnzeigeKURZMELDUNGENGive me six!
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Vorsicht vor Kaufempfehlungen für Aktien der Sikafo Gold Mines Ltd. – die
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat hier bereits
eine Untersuchung wegen Verdachts
auf Marktmanipulation eingeleitet.
Wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mitteilt, werden aktuell die Aktien der Sikafo Gold
Mines Ltd. (ISIN CA82674P1071) zum
Kauf empfohlen. Die Angebote werden
durch sogenannte Cold Calls (telefonische Kaufempfehlungen) und via Fax
unterbreitet. Die BaFin warnt alle Anleger
davor, auf diese Kaufempfehlungen einzugehen! Die Behörde hat Informationen,
dass im Rahmen dieser Empfehlungen
unrichtige oder irreführende Angaben
gemacht und/oder bestehende Interessenskonflikte verschwiegen werden. Gegen die Sikafo Gold Mines Ltd. hat die
BaFin deshalb bereits eine Untersuchung
wegen Verdachts auf Marktmanipulation
eingeleitet. Generell und auch speziell in
diesem Fall rät die BaFin allen Anlegern,
vor einem Aktienkauf sehr genau zu prüfen, wie seriös die gemachten Angaben
sind, und sich auch aus weiteren Quellen
über die betreffenden Gesellschaften zu
informieren.Insolvenzen im Jahresvergleich gesunken
Im ersten Quartal gab es laut Angaben
des Statistischen Bundesamtes 0,6 %
weniger Unternehmensinsolvenzen als
im ersten Quartal 2011. Auch die Zahl
der Verbraucherinsolvenzen sank gegenüber 2011 um 2,8 %.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden im ersten Quartal
2012 insgesamt 7.483 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das sind 0,6 %
weniger als im Vorjahresquartal gewesen, so das Amt. Mit 25.426 Fällen lag
auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen im ersten Quartal 2012 niedriger als
im Vorjahresquartal und zwar um 2,8 %.
Zusammen mit den Insolvenzen von anderen privaten Schuldnern und Nachläs-4 | AnlegerPlus News 12 | 19.6.2012sen belief sich die Gesamtzahl der Insolvenzen laut Destatis im ersten Quartal
2012 auf 39.339 Fälle, was 2,2 % weniger
ist als im Vorjahresquartal. Die Gerichte
bezifferten die daraus resultierenden
offenen Forderungen auf voraussichtlich
10 Mrd. Euro, im ersten Quartal 2011
lagen diese bei 7 Mrd. Euro. Der Anstieg
der Forderungen trotz Rückgangs der Anzahl der Insolvenzen sei darauf zurückzuführen, dass im ersten Quartal 2012 mehr
Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registriert wurden als
im Vorjahresquartal, erklärt Destatis.Trading für Studenten
Die Tradingexperten der BörseGo AG
gehen gemeinsam mit dem Bundesverband der Börsenvereine an deutschen Hochschulen e.V. (BVH) auf Tour.
Im Rahmen der BHV Roadshow sollen
börseninteressierte Studierende das
Trading kennenlernen.
Seit Anfang Juni sind die Tradingexperten
des Finanzportals GodmodeTrader.de in
zahlreichen deutschen Städten unterwegs.
Das Ziel: börseninteressierte Studentinnen
und Studenten das Rüstzeug zum erfolgreichen Handeln an der Börse näherzubringen. Die BörseGo AG betreibt das Finanzportal GodmodeTrader.de, das im Rahmen
von Internet-Live-Webinaren, Seminaren,
Workshops, TV-Sendungen und sonstigen
Vorträgen Wissen zum erfolgreichen Traden
vermitteln will. Gemeinsam mit dem Bundesverband der Börsenvereine an deutschen Hochschulen e.V. (BVH) sollen nun
auch Studierende von dem Expertenwissen
der GodmodeTrader profitieren. Seit Juni
referieren die Experten vor Studentinnen
und Studenten, die in hochschulnahen Börsenvereinen organisiert sind, im Rahmen
der BVH Roadshow in Städten wie Würzburg, Köln und Berlin.
Noch bis Ende des Jahres sind die Trader
unterwegs, um die Studierenden an das
Thema Trading heranzuführen und theoretisches Wissen über die Börsen mit der
Praxis des Tradings zu verbinden. Vor allem
in jüngeren Bevölkerungsgruppen will die
BörseGo AG das Börsenwissen aktiv fördern und heißt auch sonst interessierte Zuhörer zu den Veranstaltungen willkommen.
Mehr Infos gibt es hier.Inflationsrate unter
Zwei-Prozent-Marke
Im Mai 2012 lagen die Verbraucherpreise in Deutschland um 1,9 % höher
als im Mai 2011. Damit liegt die Inflationsrate erstmals in diesem Jahr unter
der Zwei-Prozent-Marke.
Um 1,9 % höher als im Vorjahresmonat waren die Verbraucherpreise im Mai
2012, wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) mitteilt. Die Inflationsrate, gemessen am Verbraucherpreisindex, lag
damit das erste Mal in diesem Jahr unter
der kritischen Zwei-Prozent-Marke. Ein
noch niedrigerer Wert ist das letzte Mal
im Dezember 2010 mit 1,7 % ermittelt
worden, so Destatis. Im Vergleich zum
Vormonat April sank der Verbraucherpreisindex im Mai 2012 um 0,2 %. Die
Inflationsrate wurde im Mai dieses Jahres wieder deutlich durch die Preisentwicklung bei Energie bestimmt (+4,9 %
gegenüber Mai 2011). Der Einfluss auf
die Gesamtteuerung hat sich jedoch etwas abgeschwächt: Laut Destatis hätte
die Inflationsrate im Mai 2012 ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung bei
Energie bei +1,5 % gelegen. Die Preise
für Nahrungsmittel erhöhten sich im Mai
2012 gegenüber dem Vorjahresmonat
um 2,4 %, die Preise für Waren (u.a.
Verbrauchsgüter und Getränke) stiegen
überdurchschnittlich um 2,7 %. Gegenüber dem April 2012 sank der Verbraucherpreisindex im Mai um 0,2 %, vor
allem bedingt durch den Preisrückgang
bei Energie um 1,5 %. Des Weiteren verbilligten sich das erste Mal in diesem Jahr
Kraftstoffe gegenüber dem Vormonat
um 3,3 %. Der für europäische Zwecke
berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) war für Deutschland im
Mai dieses Jahres um 2,2 % höher als
im Mai 2011. Im Vergleich zum Vormonat
sank der Index jedoch um 0,2 %, wie
Destatis mitteilt.© Péter Mács - Fotolia.comUNTERNEHMENSMELDUNGENIsra Vision AGAuf Wachstum
Das Darmstädter Unternehmen Isra Vision AG (ISIN DE0005488100) gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Software für industrielle Bildbearbeitung. Die Auftragsbücher sind prall gefüllt und die Aussichten entsprechend rosig.
Im laufenden Geschäftsjahr 2011/2012 (30. September) soll der
Umsatz um rund 10 % auf gut 80 Mio. Euro steigen. Dabei peilt
das Unternehmen eine unveränderte Vorsteuermarge von 18 %
an. Mittelfristig, also in zwei bis drei Jahren, will Firmenchef Enis
Ersü die Umsatzmarke von 100 Mio. Euro knacken. Dank kleinerer Zukäufe könnte der Umsatz sogar bis auf 120 Mio. Euro
gesteigert werden.Angaben zu den fünf weltweit führenden Unternehmen in diesem Bereich. Zudem bietet Isra Lösungen für die Roboterführung in der Industrie an. Zu den Kunden des Unternehmens
gehören weltweit tätige Unternehmen in der Automobil-, Glas-,
Folien- und Kunststoffindustrie.Erfolgreiche BilanzIsra Vision ist seit April 2000 börsennotiert, anfangs am Neuen
Markt, heute im Prime Standard. Etwas über 46 % sind im Streubesitz. Darüber hinaus gibt es zahlreiche institutionelle Investoren wie Asset Manager, die Aktienpakete am Unternehmen halten. Die auf dem Höhepunkt der Spekulationsblase am Neuen
Markt im April 2000 zu 29 Euro an die Börse gebrachte Aktie hat
seitdem gewaltige Höhen und Tiefen erlebt. Von ihrem Einbruch
auf fast 5 Euro Anfang 2009 hat sie sich aber wieder deutlich erholt. Das Papier ist vor allem zu Beginn dieses Jahres kräftig gestiegen und hat sich im März bis nahe an ihr Zwölf-Monats-Hoch
aus dem Juli 2011 bei 20,35 Euro herangearbeitet. Derzeit konsolidiert der Titel um die Marke von 18 Euro. Mit knapp 78 Mio.
Euro liegt der aktuelle Börsenwert knapp unter dem angepeilten Jahresumsatz, bei einem für das laufende Geschäftsjahr
angepeilten KGV von gut 7. Damit erscheint Isra sehr günstig
bewertet. Die Analysten von Close Brothers Seydler empfehlen
die Isra-Aktie daher zum Kauf und nennen als Kursziel 24 Euro.Der gebürtige Istanbuler, der Isra im September 1997 als Spinoff der Hochschule Darmstadt gründete, blickt auf eine erfolgreiche Bilanz zurück. In den letzten 14 Jahren sind Gewinn und
Umsatz des Unternehmens um jährlich durchschnittlich 35 bzw.
30 % gewachsen. Im Geschäftsjahr 2010/2011 kletterten Umsatz und Gewinn um 16 bzw. 25 % auf neue Rekordwerte von
75 Mio. bzw. 13 Mio. Euro. Die Vorsteuermarge erreichte 18 %.
Zudem zahlt Isra seit Jahren eine Dividende, zuletzt in Höhe von
25 Cent. Auch im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2011/2012 (per 31.3.) erzielte das Unternehmen erneut zweistellige Wachstumsraten. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich
um 14 % auf 37,3 Mio. Euro. Das EBIT erhöhte sich ebenfalls
um 14 % auf 6,9 Mio. Euro. Die operative Marge bezogen auf
das EBIT erreichte 17 %, der Auftragsbestand verbesserte sich
leicht auf 55 Mio. Euro.Aktie günstig bewertetStefan SiebertBisher stabile Lage
Firmenchef Enis Ersü, der selbst etwas über 25 % der Aktien
hält, sieht bisher kaum Auswirkungen der sich eintrübenden
Konjunktur. Denn die Software von Isra helfe den Unternehmen
Kosten zu senken und gleichzeitig die Qualität zu steigern. Für
die Unabhängigkeit von Konjunkturschwankungen spreche
auch, dass die meist größeren Kunden von Isra ihre Investitionspläne lange im Voraus verabschieden. Die Kernkompetenz von
Isra Vision liegt in der Entwicklung von Software für die industrielle Bildbearbeitung und Oberflächeninspektionen. Die Darmstädter scannen Oberflächen von Metall, Glas oder Papier und
prüfen sie auf Makellosigkeit. Dabei zählen sie nach eigenenIsra Vision AG (ISIN DE0005488100)Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 19.6.2012: 16,40 EuroAnlegerPlus News 12 | 19.6.2012 | 5Homag Group AGUNTERNEHMENSMELDUNGEN
KURZMELDUNGENHomag Group AGSchlagabtausch der
Auf der Hauptversammlung des Holzbearbeitungsmaschinenherstellers Homag Group AG (ISIN DE0005297204) kam es wie
erwartet zum offenen Schlagabtausch der beiden Großaktionäre – die Fronten bleiben verhärtet.
Die Hauptversammlung (HV) der Homag Group AG (Homag)
am 24.5.2012 dauerte knapp 10 Stunden, der Machtkampf der
beiden Großaktionäre beherrschte das Geschehen. Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) hält mit 33,13 % gut ein Drittel an
Homag, der Schuler-Klessmann-Pool kommt auf 25,01 %. Der
Pool vereint mit der Gründerfamilie Schuler und der KlessmannStiftung die Altaktionäre des Unternehmens.Stein des Anstoßes
Hauptkritikpunkt des Pools an der DBAG ist die Zusammensetzung des Aufsichtsrats: Dieser wurde auf der HV im Jahr 2010
auf Anteileignerseite komplett durch die DBAG besetzt, obwohl
in der damaligen Tagesordnung andere Personen benannt waren
– unter anderem auch Mitglieder des Schuler-Klessmann-Pools.
Der Firmenmitgründer Gerhard Schuler erklärte auf der diesjährigen HV, dass er es als „schlimme Provokation“ empfinde,
dass seit zwei Jahren kein Mitglied des Pools mehr im Aufsichtsrat sitze. Schuler betrachtet den Pool als Ankeraktionär des Unternehmens. Außerdem warf er Torsten Grede, Aufsichtsratsvorsitzender der Homag AG und Vorstandsmitglied der DBAG,
Homag Group AG (ISIN DE0005297204)vor, den Technikvorstand Achim Gauß aus dem Unternehmen
„hinausgeekelt zu haben“. Gauß hatte am Abend vor der HV
überraschend seinen Rücktritt erklärt.Besorgte Stimmung
Über den Rücktritt von Gauß zeigten sich viele Anteilseigner besorgt. Über 1.000 Homag-Mitarbeiter haben sich bei einer Unterschriftenaktion zum Verbleib des Vorstands beteiligt und auch auf
der HV meldeten sich Mitarbeiter zu Wort: Sie zeigten sich besorgt
über das Vorankommen und den Fortbestand des Unternehmens sowie über die Entwicklung des Betriebsklimas. Besorgnis gab es auch aufseiten des Homag-Großkunden Ikea, dieser
äußerte seine Bedenken zum Ausscheiden von Gauß schriftlich.Fazit der HV
Letztendlich konnte sich der Schuler-Klessmann-Pool bei einigen Abstimmungen durchsetzen: So wurde mit rund 55 % der
Stimmen ein neues genehmigtes Kapital und mit 51 % das Vorstandsvergütungssystem abgelehnt. Vorstand und Aufsichtsrat
wurden jedoch entgegen der Absicht des Pools durch die HV entlastet. Der Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger
e.V. (SdK), Rechtsanwalt Herbert Wild, mahnte auf der HV die
Großaktionäre zum Wohle des Unternehmens aufeinander zuzugehen. Das Vertrauen im Unternehmen müsse dringend wieder
aufgebaut werden. Denn der Kurs der Homag-Aktie von derzeit
rund 11 Euro könne weder die Großaktionäre noch die verbleibenden Anteilseigner zufriedenstellen. Die Homag-Aktie war 2007
mit einem Emissionskurs von 31 Euro an der Börse gestartet.
Herbert Wild / Stephanie WenteQuelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 19.6.2012: 11,56 Euro6 | AnlegerPlus News 12 | 19.6.2012UNTERNEHMENSMELDUNGENOnVista AGBKN biostrom AGIn unserer am Dienstag erschienen Ausgabe der Anleger
Plus News empfahlen wir Ihnen die Aktie der OnVista AG
(ISIN DE0005461602). [Hinweis der Redaktion: Der Beitrag an
dieser Stelle wurde entfernt und stattdessen diese Richtigstellung eingefügt.]Dass ein Investment in einer vermeintlich sicheren Anlageform
nicht immer hält, was es verspricht, zeigt das Beispiel der von
der BKN biostrom AG (ISIN DE000A0LD4M4) im Juni letzten
Jahres emittierten 7,5%igen Unternehmensanleihe. Völlig überraschend meldete das Unternehmen am Dienstag letzter Woche, dass die am 6.6.2012 fällige Zinszahlung aufgrund von Liquiditätsschwierigkeiten nicht gezahlt werden kann. Damit nicht
genug, stellte die Gesellschaft am Mittwoch Insolvenzantrag.
Der Aktienkurs befand sich schon seit Monaten im Sinkflug und
deutete gravierende Probleme bei der Gesellschaft an, der Kurs
der Anleihe notierte vor der Horrormeldung jedoch immer noch
bei 75 %. Auch wenn die Anleihe durch Kommanditanteile an
den Objektgesellschaften – also den Biogasanlagen selbst – besichert ist, befürchten wir, dass eine Rückzahlung der Anleihe
schwierig sein wirdKorrekturmeldungMit ein Grund für unsere positive Einschätzung war die Annahme, dass die Aktionäre eine jährliche Garantiezahlung auf
Grund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags
erhalten sollen. Hier haben wir uns leider geirrt. Die Zustimmung
zu einem derartigen Vertrag war zwar für die Hauptversammlung
2008 vorgesehen, wurde aber vom Großaktionär von der Tagesordnung genommen. Somit steht fest, dass die freien Aktionäre nicht mit einer – wie von uns berichteten – Garantiezahlung
rechnen können. Wir bitten, das Versehen zu entschuldigen.Gefährliche
AnleihePositive Einschätzung bleibt bestehen
Unabhängig davon bleiben wir bei unserer positiven Einschätzung für die Aktie der OnVista AG. Nachdem der neue Großaktionär das Geschäftsmodell grundlegend umstellte und neben der
ursprünglichen Idee des Anbietens von Kapitalmarktinformationen als zweite Säule einen eigenen Online-Broker installierte,
hatte OnVista jahrelang mit Anlaufverlusten zu kämpfen. Doch
die schwierigen Jahre scheinen vorbei zu sein, wie der Jahresabschluss 2011 zeigt. Nach hohen Vorjahresverlusten konnte
OnVista eine „schwarze Null“ im Konzernergebnis präsentieren. Und auch im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres
hält sich der Verlust in Grenzen: Der Konzernfehlbetrag lag bei
-180.000 Euro.
Sollte der Turnaround nachhaltig gelingen, wird es sich der
Großaktionär (hält 93 % an OnVista), die französische Boursorama SA, unserer Einschätzung nach nicht nehmen lassen, einen
Squeeze out durchzuziehen. Für spekulative Käufer ist die Aktie
daher weiterhin bis zu einem Kurs von 8,50 Euro interessant,
das mittelfristige Kursziel sehen wir bei 12 Euro, ein Stop-LossLimit setzen wir bei 5 Euro.
OnVista AG (ISIN DE0005461602)Quelle: Wallstreet Online, www.wallstreet-online.de / Kurs am 19.6.2012: 7,80 EuroAnlegerPlus News 12 | 19.6.2012 | 7MeVis Medical Solutions AGUNTERNEHMENSMELDUNGEN
KURZMELDUNGENMeVis Medical Solutions AGInteressante
Dramatisch abgestürzt ist die Aktie des Bremer Softwareunternehmens MeVis Medical Solutions AG (ISIN DE000A0LBFE4)
seit dem Börsengang im Jahr 2007. Vom Emissionspreis bei 55 Euro kommend ratterte der Kurs bis November letzten Jahres auf 2,50 Euro herunter, um sich jetzt auf ein Niveau von etwa 6,50 Euro zu erholen. Grund für die Erholung dürften erste
Anzeichen eines Turnarounds bei der Gesellschaft sein.
MeVis bezeichnet sich selbst als einen „weltweit führenden,
unabhängigen Hersteller von Softwareprodukten für die bildbasierte Medizin, insbesondere für die digitale Radiologie.“ Die
MeVis-Softwarelösungen sollen den Medizinern einen bedeutenden Mehrwert für die Früherkennung und Diagnose sowie
für die Therapie- und Interventionsplanung bei Krebserkrankungen, insbesondere Brustkrebs, der Neurologie und Lungenerkrankungen verschaffen. Die Gesellschaft entwickelt ihre Softwarelösungen in enger Zusammenarbeit mit weltweit führenden
medizinischen Experten und Geräteherstellern der Medizintechnik und vermarktet sie primär über diese Partnerschaften.
Wesentlicher Partner dabei: die Siemens AG.Verlustreiche Jahre
Vorwiegend bedingt durch hohe Abschreibungen wies MeVis
in den Jahren 2010 und 2011 hohe Verluste aus: Bei 2011er
Umsätzen von 13,6 Mio. Euro musste ein Jahresfehlbetrag von
4,1 Mio. Euro verkraftet werden. Dementsprechend reduzierte
sich das Konzerneigenkapital auf 20 Mio. Euro. Doch mit den
schlechten Zahlen soll jetzt Schluss sein. Der Aufsichtsrat be-MeVis Medical Solutions AG (ISIN DE000A0LBFE4)stellte im Januar 2012 mit Marcus Kirchhoff einen neuen Vorstand, der sich insbesondere aufgrund seiner zehnjährigen Beschäftigung bei General Electric im Bereich Healthcare IT für
diese Position eignet und jetzt das Ruder herumreißen soll. Und
die Zahlen des ersten Quartals sehen ganz ordentlich aus: Der
Umsatz lag bei 3,6 Mio. Euro, marginal unter dem Niveau des
ersten Quartals 2011. Das Vorsteuerergebnis stieg auf 0,53 Mio.
Euro, nach Steuern blieben 0,1 Mio. Euro als Quartalsüberschuss hängen. Die liquiden Mittel konnten im Berichtszeitraum
leicht erhöht werden und betrugen zum 31.3.2012 7,7 Mio. Euro.Neuer Vorstand mit großen Plänen
Wie Kirchhoff im Rahmen der Hauptversammlung in der letzten Woche ausführte, wurden erste Schritte zu Konsolidierung bereits eingeleitet. So wurde die amerikanische Tochter
geschlossen, das Qualitätsmanagement konsolidiert und der
Service vereinheitlicht. Weiter soll das bestehende Industriekundengeschäft stabilisiert und ausgebaut sowie die Prozesse
verschlankt werden und es sollen Investitionen in Marketing und
Vertrieb erfolgen. Alles in allem scheint bei MeVis das Gröbste
überstanden zu sein. Sollte es dem neuen Vorstand gelingen,
seine Vorgaben zeitnah umzusetzen, dürften MeVis bessere Zeiten bevorstehen. Das gilt auch für die Aktie.Spekulatives Engagement
Insgesamt gibt es 1.820.000 Aktien, von denen die Unternehmensgründer noch etwa 55 % halten. Auf dem aktuellen Kursniveau wird MeVis mit 11,8 Mio. Euro bewertet. Das erscheint als
nicht zu viel, wenn man die gute Kassenlage des Unternehmens
berücksichtigt. Für spekulative Anleger ist ein Kauf bis 7 Euro
interessant, unser mittelfristiges Kursziel liegt bei 15 Euro, ein
Stop-Loss-Limit setzen wir bei 5 Euro.
Quelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 19.6.2012: 6,00 Euro8 | AnlegerPlus News 12 | 19.6.2012ANALYSE
Reckitt BenckiserReckitt BenckiserEine saubere DividendeProdukte von Reckitt Benckiser finden sich in fast jedem Haushalt.Der britische Konzern Reckitt Benckiser (ISIN GB00B24CGK77) hat eine große Tradition und deutsche Wurzeln. Vor fast
190 Jahren gründete Johann Adam Benckiser eine Salmiakhütte in Pforzheim, später tat er sich mit dem Chemiker Ludwig
Reimann zusammen. Damit war der Grundstein gelegt für den heutigen Konsumgüter-Multi. 1999 schließlich fusionierte
Benckiser mit Reckitt & Colman zur heutigen Reckitt Benckiser.
Der Firmensitz liegt in Slough, einem Ort westlich von London.
Heute ist Reckitt Benckiser ein weltweit führendes Unternehmen
im Bereich Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel. Darüber hinaus hat Reckitt Benckiser ein Standbein im Bereich Health und
Personal Care. Zu den Produkten zählen u.a. AirWick, Calgon,
Clearasil, Kukident, Durex, Sagrotan oder auch Scholl Pflaster.
Die größten Wettbewerber sind Procter & Gamble, Johnson &
Johnson oder auch Henkel. Reckitt Benckiser bezeichnet sich
selbst gern als „David gegen Goliath“. An der Spitze des Unternehmens steht Rakesh Kapoor. Der gebürtige Inder will die Firma vor allem bekannter machen, der Werbeetat liegt bei etwas
mehr als 1 Mrd. Euro.
An Reckitt Benckiser hält übrigens die deutsche Milliardärsfamilie Reimann einen Anteil von 10,5 %. Der Clan unternahm
kürzlich einen erfolglosen Versuch, den amerikanischen Kosmetikkonzern Avon zu übernehmen. Das Putzmittel-Imperium
Reckitt Benckiser steigerte den Nettoumsatz im Jahr 2011 um
13 % auf 9,48 Mrd. Pfund (ca. 11,76 Mrd. Euro). Der Nettoertrag
kletterte um 11 % auf 1,12 Mrd. Pfund (ca. 1,39 Mrd. Euro). Die
19 stärksten Marken des Konzerns tragen dabei insgesamt zu
zwei Dritteln zum Jahresumsatz bei.Reckitt Benckiser zahlte für das Gesamtjahr 2011 insgesamt
eine Dividende von 125 Pence (ca. 1,55 Euro). Gegenüber
dem Vorjahr (115 Pence) war dies ein Anstieg um 8,7 %. Die
Ausschüttung erfolgt in zwei Tranchen. Beim derzeitigen Aktienkurs von 42,63 Euro liegt die aktuelle Dividendenrendite damit bei 3,63 %. Im Jahr 2002 betrug die Jahresdividende noch
25,5 Pence (ca. 31,6 Eurocent). In den folgenden zehn Jahren
wurde die Dividende dann jedes Jahr erhöht.
Seit Jahresbeginn liegt die Aktie mit knapp 13 % im Plus. Zum
18.6.2012 wurde der Wert in den STOXX Europe 50 Index aufgenommen. Reckitt Benckiser übernahm den Platz des Bankkonzerns Credit Suisse. Analysten verweisen auch gerne auf
Reckitt Benckiser als potenziellen Übernahmekandidaten für
Wettbewerber wie Procter & Gamble oder Unilever, obwohl das
Unternehmen dies stets dementiert.
www.MyDividends.deReckitt Benckiser Group (ISIN GB00B24CGK77)Stetiges Wachstum
Insgesamt war es das zwölfte Jahr in Folge mit kontinuierlichem Wachstum. Auch 2012 will das Unternehmen stärker als
der Markt wachsen. Der Fokus wird dabei zusehends auf die
Schwellenländer gesetzt, wo ein größeres Wachstumspotenzial
besteht als in den Industrieländern. Bis 2016 soll mindestens die
Hälfte des Kernumsatzes aus diesen Regionen stammen.Quelle: Wallstreet Online, www.wallstreet-online.de / Kurs am 19.6.2012: 41,60 EuroAnlegerPlus News 12 | 19.6.2012 | 9SdK-MELDUNGAktionäre der
Die Fresenius AG hat am 26.4.2012 ihre Entscheidung veröffentlicht, den
RHÖN-KLINIKUM-AG-Aktionären über die Tochtergesellschaft FPS Beteiligungs AG im Wege eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots
anzubieten, sämtliche Aktien der RHÖN-KLINIKUM AG zu erwerben. Als
Gegenleistung bietet die FPS Beteiligungs AG jedem RHÖN-KLINIKUM-AGAktionär einen Geldbetrag von 22,50 Euro pro Aktie in bar an.
Der Gründer und Großaktionär der RHÖN-KLINIKUM AG Herr Eugen Münch
unterstützt das Vorhaben und hat erklärt, dass er und seine Frau das Übernahmeangebot mit allen von ihnen gehaltenen Aktien in Höhe von 12,45 %
des Grundkapitals der RHÖN-KLINIKUM AG annehmen werden. Die SdK
weist darauf hin, dass diejenigen Aktionäre der RHÖN-KLINIKUM AG, welche das Angebot ebenfalls annehmen wollen, von sich aus aktiv werden
müssen. Dazu ist es notwendig, die Annahme des Übernahmeangebotes
anhand der von der depotführenden Bank erhaltenen Annahmeerklärung zu
erklären und diese ausgefüllt an die Depotbank zurückzusenden. Die Frist für
die Annahme läuft offiziell bis zum 27.6.2012. Da die Depotbanken jedoch
für die Bearbeitung des Annahmeformulars ebenfalls einige Tage benötigen,
endet die Rücksendefrist für das Annahmeformular bei vielen Depotbanken
meist 3–5 Tage vor der regulären Annahmefrist.
Daniel Bauer, Vorstandsmitglied der SdK, rät daher allen RHÖN-KLINIKUMAG-Aktionären: „Überprüfen Sie Ihre Tagespost oder Ihr elektronisches Postfach bei Ihrer Depotbank auf den Eingang der Annahmeunterlagen. Falls Sie
das aus unserer Sicht attraktive Übernahmeangebot annehmen wollen, müssen Sie das Formular innerhalb der von Ihrer Bank gesetzten Frist an diese
zurücksenden.“10 | AnlegerPlus News 12 | 19.6.2012Gigaset AGHV-BERICHTUnsichere
Gigaset im Transformationsprozess
Technikoffensive: Gigasets neues Full-Touch-Telefon für zu Hause.Seit Februar 2011 notiert die ehemalige Arques Industries
AG an der Börse unter der Firmierung Gigaset AG (ISIN
DE0005156004). Nach Abschluss der ersten Phase der
Neuausrichtung agiert die Firma nicht mehr wie früher
als Beteiligungsgesellschaft, sondern als reines
Kommunikationsunternehmen.
Im Rahmen des Neustarts als Gigaset AG wurden alle Aktivitäten der ehemaligen Beteiligungsgesellschaft, die keinen Bezug zum Kerngeschäft hatten, verkauft. Der dadurch zeitweise
auf über 5 Mrd. Euro aufgeblähte Umsatz ist inzwischen stark
zusammengeschrumpft. 2011 lagen die Erlöse im fortgeführten
Geschäft nur noch bei 458 Mio. Euro, dafür ist die Gesellschaft
nach drei Jahren mit hohen Verlusten 2011 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Jahresüberschuss betrug immerhin 17,5 Mio. Euro, das entspricht einem Ergebnis je Aktie von
0,35 Euro. Im ersten Quartal 2012 konnte dieses Niveau mit
Erlösen von 112 Mio. Euro und einem Gewinn von 0,08 Euro
je Aktie gehalten werden. Auch die Finanzlage ist inzwischen
wieder als solide einzustufen. Die Gigaset hat nur noch geringe
Finanzverbindlichkeiten und Anfang 2012 ist es gelungen, einen
neuen Konsortialkreditvertrag über 35 Mio. Euro abzuschließen.lich verfügt das Unternehmen über eine bekannte Marke und
mit seiner Präsenz in jedem zweiten deutschen Haushalt sowie weltweit in 70 Ländern und 75 Millionen Haushalten über
eine herausragende Position im Bereich der Schnurlostelefonie.
Allerdings schrumpft der Markt: Vor allem junge Leute nutzen oft
nur noch ihr Handy und verzichten auf einen Festnetzanschluss.
Die Zukunftsaussichten sind also begrenzt. Das neue Vorstandsteam hat deshalb die Strategie „Gigaset 2015“ entwickelt. Die
rückläufigen Umsätze im Kerngeschäft sollen durch zwei neue
Standbeine kompensiert werden. Zum einen sollen IP-basierte
Anwendungen bei Geschäftskunden platziert werden. Außerdem setzt der Vorstand auf das Segment „Home Networks“,
sprich die Vernetzung der eigenen vier Wände.Details zur neuen Strategie im August
In beiden Bereichen sieht Fränkl enormes Potenzial für die Zukunft. Konkretes konnte er auf der HV aber noch nicht vermelden. Eine detaillierte Planung wird ausgearbeitet und soll zusammen mit den Halbjahreszahlen am 8.8.2012 veröffentlicht
werden. Den Aktionären schmeckte dies nicht. Sie hätten gerne
weitere Informationen hinsichtlich der erwarteten Entwicklung
für die nächsten Jahre erhalten. Der Beschlussvorschlag der
Verwaltung, vorerst auf eine Dividende zu verzichten, da die
Mittel für Investitionen benötigt werden, fand auf der HV die erforderliche Mehrheit ebenso wie der Vorratsbeschluss über die
Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen.Absturz der Aktie übertrieben?
An der Börse keimte nach der Sanierung und Restrukturierung
zunächst Hoffnung auf, dass sich dadurch neue Perspektiven für
die Gesellschaft eröffnen. In den letzten Monaten überwog dann
allerdings offenbar die Skepsis über die künftigen Aussichten
und das Kursniveau hat sich binnen weniger Monate halbiert;
die Position der Aktie im TecDAX ist daher stark gefährdet. Angeblich sollen Attacken von Leerverkäufern mit zu dem Absturz
beigetragen haben. Doch wo liegen die Gigaset-Aktien? Es
gibt nur zwei Aktionäre mit einer Beteiligung über 3 % und auf
der HV vertraten knapp 250 Teilnehmer lediglich 14,82 % des
Grundkapitals. Viel Unsicherheit also bei dem Kommunikationsunternehmen, das sich mitten im Transformationsprozess befindet. Mehr Klarheit dürften erst die Halbjahreszahlen bringen.
Matthias WahlerGigaset AG (ISIN DE0005156004)Führende Position in
schrumpfendem Markt
Seit dem 1.1.2012 hat das Unternehmen mit Charles Fränkl
auch einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Er hat viel Erfahrung in der Branche und hinterließ auf der Hauptversammlung
(HV) am 12.6.2012 einen guten Eindruck. Fränkl zeigte sich
überzeugt von der Zukunftsfähigkeit der Gigaset AG. SchließQuelle: TraderFox Börsensoftware, www.traderfox.de / Kurs am 19.6.2012: 1,41 EuroAnlegerPlus News 12 | 19.6.2012 | 11SdK REALDEPOTKeine Lösung in Sicht
Geht es nach dem Willen der europäischen
Politiker, so sollte mit der Wahl in Griechenland
und der Rettung der spanischen Banken das
Kapitel „Eurokrise“ endgültig abgeschlossen
werden. Diese Vorstellung wird aber jedoch
wohl Wunschdenken bleiben. Europas Börsen
feierten gestern zwar kurz den Sieg der konservativen griechischen Partei Nea Demokratia,
welche angeblich die Sparzusagen der griechischen Regierung einhalten möchte, aber
die Börsenparty nahm bereits nach wenigen
Stunden ein jähes Ende und die Kursgewinne
schmolzen noch am selben Tag wieder dahin.Vertrauen vollständig
Das schnelle Ende der Feierlaune der Börsianer kam zu Recht. Denn die grundlegenden
Probleme der Eurozone sind bis dato nicht
gelöst: Die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit
und ein ausufernder und nicht leistungsfähiger
Staatsapparat in einigen südlichen Ländern der
Eurozone machen der gesamten Währungs-gemeinschaft zu schaffen. Viel stärker als die
ökonomischen Fakten machen jedoch die europäischen Spitzenpolitiker zu schaffen. Diese
haben das Vertrauen der Märkte mittlerweile
vollständig verspielt. Wie bereits von uns nach
der erfolgten Zwangsenteignung griechischer
Anleiheinhaber prophezeit, sind mittlerweile
auch die Renditen von italienischen und spanischen Anleihen auf Rekordniveau gestiegen.
Dies ist die Folge einer totalen Verunsicherung
vor allem angelsächsischer Investoren, welche
von einem zwangsweisen Schuldenschnitt in
Griechenland überrascht waren und seither
auch Anleihen anderer europäischer Krisenstaaten meiden. Und so lange das politische
Hickhack in Europa weitergeht, so lange werden auch die Börsen nicht zur Ruhe kommen.Eurobonds nutzlos
In den nächsten Wochen wird Frau Merkel
eine Kehrtwende machen und wir werden
auch Eurobonds, also gemeinsame Anleihen
von allen Staaten der Eurozone erhalten. Dieswird uns im Rahmen eines Fiskal- und Sparpakts als der große Durchbruch verkauft werden. Die Börsen werden jubeln. Aber nur kurz.
Denn auch die Einführung von Eurobonds und
die gemeinsame Haftung wird keinen Befreiungsschlag bewirken, sondern nur die Lasten
anders verteilen, nämlich zu Ungunsten von
Ländern wie Deutschland. Die Probleme bleiben aber dieselben. Langfristig wird dies daher
dazu führen, dass nur durch das massive Eingreifen der europäischen Notenbank EZB mit
der Geldpresse die Probleme durch Inflation
Für dieses Szenario gilt es die richtigen Aktien, welche quasi Sachanlagen darstellen, zu
finden und zu günstigen Kursen zu erwerben.
Noch scheint die Zeit aber nicht reif zu sein,
um groß auf Einkaufstour zu gehen. Die Risiken erscheinen uns aktuell noch zu groß.REALDEPOT
TICKERTICKERTICKERCinemaxX AG:
Übernahme immer
Die CinemaxX AG vermeldete am 13.6.2012,
dass die Gesellschaft „die positive Ergebnisund Cashflowsituation genutzt“ und „mit ihrem
größten Vermieter eine Vereinbarung zur Auflösung der im Jahre 2006 begebenen Wandelanleihe getroffen“ hat. Wäre die ausstehende
Wandelanleihe gewandelt worden, so hätte
dies zu einer Erhöhung der ausstehenden Aktien um 894.480 Stammaktien geführt. Dadurch
wäre auch der Anteil des Großaktionärs Dr.
Kloiber verwässert worden. Das Auflösen der
Wandelanleihe deutet zusammen mit den zuletzt erfolgten Aktienkäufen darauf hin, dass Dr.
Kloiber eine Komplettübernahme der Gesellschaft anstrebt. Dieses Vorhaben könnte auch12 | AnlegerPlus News 12 | 19.6.2012TICKERTICKERder Grund für die Verschiebung der Hauptversammlung von Juni auf Mitte August sein.Gold-Zack AG i.I.:
Weitere Vorabausschüttung
Der Insolvenzverwalter der Gold-Zack AG i.I.
Stefan Conrads hat mitgeteilt, dass das zuständige Amtsgericht Wuppertal eine auf die
zu erwartende Insolvenzquote anzurechnende
Vorabausschüttung von 7,5 % genehmigt hat.
Die Ausschüttung erfolgt unter der Maßgabe,
dass die Gläubiger, die bereits an der ersten
Ausschüttung in Höhe von 2,89585 % teilgenommen haben eine Quote erhalten, die auf die
erste Ausschüttung angerechnet wird. Inhaber
der Wandelschuldverschreibungen, die Ihre
Wertpapiere treuhänderisch an den Insolvenz-TICKERTICKERvertreter übertragen haben, erhalten in den
kommenden Wochen eine Quote in Höhe von
4,60415 % ihrer Forderung. Da die Anleihen
des Realdepots erst zum Ende des Insolvenzverfahrens übertragen werden können, nehmen diese nicht an der Ausschüttung teil.Fernheizwerk
Neukölln AG: Dividende
Die Hauptversammlung vom 7.6.2012 hat die
Ausschüttung einer Dividende in Höhe von
1,45 Euro beschlossen. Dem Realdepot fließen
dadurch brutto insgesamt 290 Euro zu. Nach
Abzug von Steuern in Höhe von 76,48 Euro
werden dem Verrechnungskonto 213,52 Euro
gutgeschriebenSdK REALDEPOTSdK REALDEPOT
in Euro2.000CinemaxX AG508570500Essanelle Hair Group AG10027.1.20112,665.320,004,288.560,00+60,9 %66103128.3.20118,554.272,009,504.750,00+11,2 %Wandelanleihe Gold-Zack AG i. I.76868313.4.2011*8,308.300,00*9,039.030,00+8,8 %200Fernheizwerk Neukölln AG57679019.10.201130,506.099,0031,006.200,00+1,7 %500Dt. Lufthansa AG82321220.12.20118,864.432,008,274.135,00-6,7 %3000Dt. Immobilien Holding AG7473048.2.20121,885.640,002,196.570,00+16,5 %Repower Nachbesserungsrechte6177034.8.20110,000,000,3819,0022.7.2011*79,403.970,00*20,561.028,0050
5Griechenland Strip**–angefallene Transaktionskosten: 266,76 EuroGesamtwert
in EuroKursveränderung–
-74,1 %Stückzinsen***: -49,52 Euro abgeführte Steuern: 316,76 Euro Kontostand: 62.663,45 EuroDEPOTVERÄNDERUNG:****Gesamtdepotwert: 103.272,21 Euro+3,27 %*Angaben in %; **Der Griechenland Strip enthält insgesamt 24 Wertpapiere, welche im Zuge des Zwangsumtausches für fünf alte Griechenlandanleihen (A0LN5U) eingebucht wurden; ***Saldo aus
gezahlten und erhaltenen Stückzinsen – Startkapital am 27.1.2011 = 100.000,00 Euro; ****Depotveränderung nach Transaktionskosten aber vor SteuernHinweise auf potenzielle Interessenkonflikte
Die das SdK Realdepot verwaltenden Personen und zur Erstellung des nebenstehenden Artikels beteiligten Personen halten Aktien der Emittenten. Ferner halten die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und Mitglieder des SdK Vorstands, welche nicht
an der Erstellung dieser Ausgabe mitgewirkt haben, Aktien der Emittenten. Wir weisen darauf hin, dass Mitarbeiter, Sprecher und/oder Mitglieder der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. und/oder diesen nahestehende Dritte Wertpapiere der Emittenten
halten können. Diese waren jedoch nicht in die Erstellung des Artikels eingebunden und verfügten über keinerlei Informationen über dessen Publikation. Diese Information stellt keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und weder Angebot
noch Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten des Emittenten dar. Geschäfte mit Finanzinstrumenten sind generell mit Risiken verbunden, die bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Vermögens und in bestimmten Fällen auch zu
einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Die historische Wertentwicklung ist nicht notwendigerweise ein Hinweis auf zukünftige Resultate. Die verwendeten Parameter und die verwendeten Inhalte stellen die persönliche Meinung
der Autoren dar.
Der Haftungsausschluss der Kapital Medien GmbH (Seite 21) gilt für Beiträge der SdK entsprechend. Die Nutzung der Informationen erfolgt insofern auf eigenes Risiko des Nutzers. Der Leser sollte in jedem Fall vor Entscheidung über eine Geldanlage eine
anleger- und anlagegerechte Beratung bei einem hierauf spezialisierten Anbieter in Anspruch nehmen. Eine Aktualisierung des Beitrags für die Zukunft findet nicht statt.Anz_GB 210x138_Layout 1 13.02.12 15:40 Seite 1Anzeige• Aktuelle Geschäftsberichte von über
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ohne Gewähr20.06.2012
27.06.2012aleo solar AG
Stuttgart Invest AG
Heidelberger Beteiligungs AG
NY/Hamburger Gummi-Waaren AG
Infinite Energy Holding AG
Gold- & Silberscheideanstalt AG
Your Family Entertainment AG14 | AnlegerPlus News 12 | 19.6.2012Bremen
Frankfurt/Main 11:00 Uhr
Fürstenfeldbruck 11:00 Uhr
Frankfurt/Main 10:00 Uhr
Bad Brückenau 11:00 Uhr
Aschaffenburg 10:30 Uhr
10:00 Uhr27.06.2012
04.07.2012Francotyp-Postalia Holding AG
SCHNIGGE AG
Schrobenhausen 10:00 Uhr
EnBW Ostwürttemberg AG
Roth-Barnsdorf 10:00 Uhr
Aschaffenburg 11:00 Uhr
BBI AG
MyContract 24 AG
Maschinenfabrik Berthold Hermle AG Gosheim
KHD AG
10:00 UhrVERGLEICHGEA Group Aktiengesellschaft
Bekanntmachung eines gerichtlichen Vergleichs
zur Beendigung eines Spruchverfahrens beim Landgericht Dortmund
(Az.: 20 O 533/99 )
Nachdem der Beschluss über die bedingte Kapitalerhöhung der
Hauptversammlung vom 24. April 2012 am 11. Juni 2012 in das
Handelsregister HRB 65691 des Amtsgerichts Düsseldorf eingetragen
worden ist, gibt der Vorstand der GEA Group Aktiengesellschaft
– der Rechtsnachfolgerin der GEA Aktiengesellschaft, Bochum –
den in dem aktienrechtlichen Spruchverfahren beim Landgericht
Dortmund zur Verbesserung des vereinbarten Ausgleichs und des
Tauschverhältnisses resultierend aus dem Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag aus dem Jahr 1999 zwischen der GEA
Group AG (vormals: Metallgesellschaft Aktiengesellschaft) als
herrschendem Unternehmen und der GEA Aktiengesellschaft,
Bochum, den Inhalt des am 30. Januar 2012 geschlossenen und am
selben Tag vom Landgericht Dortmund protokollierten Vergleichs
bekannt:13. Schüma Effektenmanagement GmbH, Würzburg
Holger Mellin, Waldbüttelbrunn
14. Norbert Kind, Ransbach/Baumbach
Krempel & Kollegen, Westerburg
15. Bernd Beyer, Essen
Verfahrensbevollmächtigter:– zusammen “Antragsteller“ –
Rechtsanwalt Thomas Stein, Düsseldorf„In dem Spruchverfahren der/des
1. OMEGA Vermögensverwaltungs-GmbH, München
Verfahrensbevollmächtigte: Rechtsanwälte Velte, Kalveram,
Eichinger, München
2. Carmen Barth-Weber, Berlin
Hendrik König, Berlin
3. Immo Schultz-Aßberg, Seevetal
Immo Schultz-Aßberg, Hamburg
4. Dr. Kreuzer GmbH & Co. GbR, München
Rolf Badenberg, München
5. Friedhelm Geigle, Erftstadt
Verfahrensbevollmächtigter:Rechtsanwalt
Axel Conzelmann, Hechingen6. Ursula Badenberg, München
Thomas Hechtfischer, Düsseldorf
7. SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V., München
Verfahrensbevollmächtigter: Rechtsanwalt Dr. Hans Norbert
Götz, Baden-Baden
8. Deutsche Balaton AG, Heidelberg
9. Uta Scholz, Frechen
10. Axel Scholz, Frechen
Verfahrensbevollmächtigter:Rechtsanwalt Dr. Hans Norbert
Rechtsanwalt Dr. Hans Norbert
Götz, Baden-Baden11. Axel Scholz, Fritz Scholz und Uta Scholz,
als Erben des Dr. Joachim Scholz, Frechen
12. Fritz Scholz, Frechen
Götz, Baden-BadenRechtsanwalt
Thomas Hechtfischer, Düsseldorf– “gemeinsamer Vertreter für den Ausgleich“ –
Rechtsanwalt Dr. Carsten Jaeger, Dortmund
– “gemeinsamer Vertreter für die Abfindung“ –
– der gemeinsame Vertreter für den Ausgleich und der gemeinsame
Vertreter für die Abfindung zusammen auch die “gemeinsamen
Vertreter“ –
Verfahrensbevollmächtigte:– “Antragsgegnerin“ –
Hengeler Mueller, Düsseldorf– die Antragsteller, der gemeinsame Vertreter für den Ausgleich, der
gemeinsame Vertreter für die Abfindung und die Antragsgegnerin
nachfolgend gemeinsam auch die “Parteien“ –
[schließen] auf Vorschlag und Empfehlung des Landgerichts Dortmund
[…] die Parteien zur einvernehmlichen Beendigung des beim Landgericht Dortmund unter dem Az. 20 O 533/99 [AktE] anhängigen
Spruchverfahrens zur Überprüfung der Angemessenheit von Abfindung gemäß § 305 AktG und Ausgleich gemäß § 304 AktG, die im
Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der ehemaligen Metallgesellschaft Aktiengesellschaft und der GEA Aktiengesellschaft vom 29. Juni 1999 festgelegt wurden, folgenden Vergleich
im Sinne von § 779 BGB:
1. Die frühere GEA Aktiengesellschaft (“GEA Alt“) mit Sitz in Bochum,
damals eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Bochum
unter HRB 3690, hat am 29. Juni 1999 mit der damaligen Metallgesellschaft Aktiengesellschaft („mg“) mit Sitz in Frankfurt am Main,
damals noch eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts
Frankfurt a. M. unter HRB 8433, als herrschendem Unternehmen
einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (“BGAV“)
abgeschlossen. Die Hauptversammlung der GEA Alt hat dem BGAV
am 18. August 1999 zugestimmt, die Hauptversammlung der mg
am 20. August 1999. Der BGAV wurde am 15. September 1999 in
das Handelsregister der GEA Alt eingetragen und damit wirksam.
Fortsetzung nächste SeiteAnlegerPlus News 12 | 19.6.2012 | 15VERGLEICHFortsetzung von vorheriger Seite
In	dem	BGAV	hat	sich	die	mg	verpflichtet,	auf	Verlangen	eines	jeden	außenstehenden	Aktionärs	der	GEA	Alt	dessen	Aktien	gegen	angemessene	Abfindung	in	Aktien	der	mg	zu	erwerben.	Für	drei	Stammaktien	der	GEA	Alt	waren	fünf	Stammaktien	der	mg	sowie	für	zwei	Vorzugsaktien	der	GEA	Alt	drei	Stammaktien	der	mg	zu	gewähren.	Weiterhin	hat	die	mg	den	außenstehenden	Aktionären	der	GEA	Alt	einen	Ausgleich	für	jedes	Geschäftsjahr	der	GEA	Alt	garantiert,	und	zwar	für	jede	Stammaktie	der	GEA	Alt	166,7	%	und	für	jede	Vorzugsaktie	der	GEA	Alt	150	%	des	jeweiligen	Betrages,	der	als	Gewinnanteil	(Dividende)	auf	eine	Aktie	der	mg	entfiel.
2.	Im	Jahr	2004	hat	die	Hauptversammlung	der	GEA	Alt	die	Über­
tragung	der	Aktien	der	Minderheitsaktionäre	auf	die	mg	als	Haupt­
aktionärin	gegen	Gewährung	einer	Barabfindung	von	EUR	48,15	je	Stammaktie	und	EUR	43,33	je	Vorzugsaktie	gemäß	§§	327a	ff.	AktG	beschlossen	(“Squeeze-out“).	Mit	Eintragung	des	Übertragungs­
beschlusses	in	das	Handelsregister	der	GEA	Alt	am	28.	April	2005	sind	die	verbliebenen	Aktien	der	übrigen	Aktionäre	der	GEA	Alt	auf	die	mg	als	Hauptaktionärin	übergegangen.	In	einem	gerichtlichen	Vergleich	vom	2.	Juli	2008	im	Spruchverfahren	zur	Überprüfung	der	Angemessenheit	der	Squeeze­out­Barabfindung	(Az.	20	O	41/05	LG	Dortmund)	wurde	die	Barabfindung	für	die	Stamm­	und	Vor­
zugsaktien	der	GEA	Alt	einheitlich	auf	EUR	53,00	nebst	Zinsen	in	Höhe	von	jährlich	2	Prozentpunkten	über	dem	Basiszinssatz	gemäß	§	247	BGB	seit	dem	21.	Mai	2005	festgesetzt.	Die	frühere	GEA	Alt	wurde	nach	dem	Squeeze­out	auf	die	mg	verschmolzen.	Die	Verschmelzung	wurde	mit	Eintragung	in	das	Handelsregister	der	mg	am	18.	Mai	2005	wirksam.	Die	mg	wurde	sodann	in	GEA	Group	Aktiengesellschaft	(“GEA Group“	oder	“Antragsgegnerin“)	um­
firmiert	und	der	Sitz	nach	Bochum	verlegt	(Handelsregister	des	Amtsgerichts	Bochum	unter	HRB	10437).	Nach	erneuter	Sitzver­
legung	hat	die	GEA	Group	seit	Mai	2011	ihren	Sitz	in	Düsseldorf	(Handelsregister	des	Amtsgerichts	Düsseldorf	unter	HRB	65691).
3.	Die	Antragsteller	halten	die	im	BGAV	festgesetzte	Abfindung	sowie	den	dort	festgesetzten	Ausgleich	für	unangemessen	und	haben	die	gerichtliche	Bestimmung	des	angemessenen	Ausgleichs	und	der	angemessenen	Abfindung	nach	§	306	AktG	a.F.	beantragt.	Die	Antragsgegnerin	ist	der	Auffassung,	dass	sowohl	die	im	BGAV	fest­
gesetzte	Abfindung	als	auch	der	dort	festgesetzte	Ausgleich	in	jeder	Hinsicht	angemessen	sind.	4.	Das	Gericht	hat	einen	gerichtlichen	Sachverständigen,	Herrn	Dr.	Siegfried	Zitzelsberger	(München),	beauftragt,	die	Angemessenheit	von	Abfindung	und	Ausgleich	für	die	außenstehenden	Aktionäre	der	GEA	Alt	zu	überprüfen.	In	seinem	Gutachten	vom	26.	Februar	2007	(“Zitzelsberger-Gutachten“)	hat	der	Sachverständige	für	die	mg	einen	Unternehmenswert	von	EUR	26,25	je	Aktie	und	für	die	GEA	Alt	von	EUR	53,38	je	Aktie	ermittelt.	Aufgrund	eines	an	der	Börsenkursdifferenz	orientierten	Abschlags	von	9	%	auf	die	Vorzugsaktien	im	Vergleich	zu	den	Stammaktien	der	GEA	Alt	legte	der	Sachverständige	den	Wert	je	Stammaktie	auf	EUR	55,90	und	je	Vorzugsaktie	auf	EUR	50,78	fest.	Der	Festsetzung	von	Abfindung	und	Ausgleich	im	BGAV	lagen	ein	Wert	je	Aktie	der	mg	von	DM	60,21,	je	Stammaktie	der	GEA	Alt	von	DM	100,09	sowie	je	Vorzugsaktie	der	GEA	Alt	von	DM	90,08	zugrunde.	Als	Ausgleich	hält	der	Sachverständige	je	Stammaktie	der	GEA	Alt	die	Zahlung	von	203,4	%	und	je	Vorzugsaktie	der	GEA	Alt	die	Zahlung	von	205,4	%	des	Betrages	für	angemessen,	der	als	Gewinnanteil	(Dividende)	auf	eine	Aktie	der	mg	entfiel.	Das	Zitzelsberger­Gutachten	wird	von	den	Beteiligten	des	Spruchverfahrens	unterschiedlich	gewürdigt.
5.	Das	Gericht	hat	in	der	mündlichen	Verhandlung	am	9.	September	2009	unter	ausführlicher	Würdigung	des	Zitzelsberger­Gutachtens	und	seines	Ergebnisses	vorgeschlagen,	dass	die	Parteien	das	Spruch­
verfahren	einvernehmlich	durch	einen	Vergleich	beenden,	der	sich	an	den	im	Zitzelsberger­Gutachten	ermittelten	Werten	je	Aktie	der	mg	und	der	GEA	Alt	orientiert,	Vorzüge	und	Stämme	der	GEA	Alt	aber	wertmäßig	gleich	behandelt.	Der	Ausgleich	sollte	entsprechend	den	im	Zitzelsberger­Gutachten	ermittelten	Werten	festgesetzt	werden.	Auf	der	Grundlage	dieses	Vorschlags	und	der	dringenden	Empfeh­
lung	des	Gerichts	vereinbaren	die	Parteien	im	Wege	des	gegen­16 | AnlegerPlus News 12 | 19.6.2012seitigen	Nachgebens	zur	Vermeidung	weiterer	rechtlicher	Aus­
einandersetzungen	und	zur	endgültigen	Beilegung	des	vorliegenden	Rechtsstreits	unter	Aufrechterhaltung	ihrer	jeweiligen	Standpunkte	in	rechtlicher	und	bewertungsmäßiger	Sicht	Folgendes:
Abschließende Abfindung
(1)	Die	im	Rahmen	des	BGAV	gemäß	§	305	Abs.	1,	Abs.	2	Nr.	1	AktG	zu	gewährende	Abfindung	in	Aktien	der	mg	wird	abschließend	entsprechend	dem	nachfolgenden	Umtauschverhältnis	festglegt:	Das	Umtauschverhältnis	für	die	Stamm­	und	Vorzugsaktien	der	GEA	Alt	in	Aktien	der	mg	wird	einheitlich	für	beide	GEA	Alt­Aktien­
gattungen	auf	15	:	31	je	GEA	Alt­Aktie	festgelegt,	d.	h.	für	fünfzehn	Stamm­	und/oder	Vorzugsaktien	der	GEA	Alt	erhalten	die	außen­
stehenden	Aktionäre	der	GEA	Alt	einunddreißig	mg­Aktien,	d.h.	Aktien	der	GEA	Group.	Es	wird	klargestellt,	dass	dieses	Umtausch­
verhältnis	für	Aktienbestände	jedes	nach	Abs.	2	berechtigten	außenstehenden	Aktionärs	der	GEA	Alt	gilt:	Die	Gesamtanzahl	der	GEA	Alt­Aktien	des	berechtigten	außenstehenden	Aktionärs	wird	durch	15	geteilt	und	mit	31	multipliziert,	so	dass	der	berechtigte	außenstehende	Aktionär	insoweit	Aktien	der	GEA	Group	erhält,	so	lange	sich	dadurch	eine	glatte	Stückzahl	an	Aktien	der	GEA	Group	ergibt.	Der	restliche	Bruchteil	von	einer	Aktie	der	GEA	Group	verbleibt	als	Aktienspitze.	Solche	Aktienspitzen	werden	nach	Verwertung	gemäß	§	3	Abs.	3	in	bar	abgegolten.
(2)	Die	Antragsgegnerin	verpflichtet	sich,	(a)	den	außenstehenden	Aktionären	der	GEA	Alt,	die	das	Abfin­
dungsangebot	aus	dem	BGAV	bereits	angenommen	und	ihre	GEA	Alt­Aktien	der	mg	bzw.	der	Antragsgegnerin	angedient	haben	oder	das	Abfindungsangebot	bis	zum	Wirksamwerden	dieses	Vergleichs	(nachstehender	§	4)	noch	annehmen,	die	Differenz	zwischen	der	Abfindung	aus	vorstehendem	Abs.	1	und	der	in	§	5	Abs.	1	des	BGAV	vertraglich	festgesetzten	Ab­
findung	in	Aktien	der	GEA	Group	mit	Gewinnberechtigung	für	die	Geschäftsjahre	ab	dem	1.	Januar	2012	zu	gewähren	(“Abfindungsergänzungsanspruch“);	und	(b)	den	außenstehenden	Aktionären	der	GEA	Alt,	die	das	Abfin­
dungsangebot	aus	dem	BGAV	bislang	noch	nicht	angenommen	haben	und	bis	zum	Wirksamwerden	dieses	Vergleichs	nicht	mehr	annehmen,	die	in	vorstehendem	Abs.	1	festgesetzte	Abfindung	in	Aktien	der	GEA	Group	mit	Gewinnberechtigung	für	die	Geschäftsjahre	ab	dem	1.	Januar	2012	zu	gewähren,	wenn	diese	außenstehenden	Aktionäre	das	Abfindungsan­
gebot	innerhalb	einer	Frist	von	zwei	Kalendermonaten	nach	Bekanntmachung	sowohl	dieses	Vergleichs	als	auch	der	Ab­
wicklungsbekanntmachung	im	elektronischen	Bundesanzeiger	angenommen	haben	(“erhöhter Abfindungsanspruch“).	Sofern	die	nach	diesem	Abs.	2	berechtigten	außenstehenden	Aktionäre	der	GEA	Alt	im	Rahmen	des	Squeeze­out	eine	Barab­
findung	gemäß	§§	327a	ff.	AktG	erhalten	haben,	wird	der	erhöhte	Abfindungsanspruch	und	der	Abfindungsergänzungsanspruch	nur	Zug	um	Zug	gegen	Herausgabe	dieser	Squeeze­out­Barab­
findung	(einschließlich	ihrer	Erhöhung	im	gerichtlichen	Vergleich	im	Spruchverfahren	zur	Squeeze­out­Barabfindung)	in	Höhe	von	EUR	53,00	je	Stamm­	und	Vorzugsaktie	der	GEA	Alt	nebst	von	der	GEA	Alt	hierauf	gezahlter	Zinsen	an	die	Antragsgegnerin	erfüllt.
(3)	Die	Verpflichtung	der	Antragsgegnerin	zur	Bedienung	der	Abfin­
dungsergänzungsansprüche	und	erhöhten	Abfindungsansprüche	nach	vorstehendem	Abs.	2	erlischt	fünf	Kalendermonate	nach	dem	Tag,	mit	dem	sowohl	der	vorliegende	Vergleich	als	auch	die	Abwicklungsbekanntmachung	im	elektronischen	Bundesanzeiger	bekannt	gemacht	wurden	(vgl.	§	6).	Hierbei	handelt	es	sich	um	eine	Ausschlussfrist.	Innerhalb	dieser	Ausschlussfrist	müssen	die	Erklärungen	der	berechtigten	außenstehenden	Aktionäre	der	GEA	Alt,	die	nach	separater	im	elektronischen	Bundesanzeiger	und	über	die	Depotbanken	bekannt	gegebener	Abwicklungs­
bekanntmachung	erforderlich	sind	(“Aktionärserklärungen“),	der	zentralen	Abwicklungsstelle	i.S.v.	§	3	Abs.	1	zugehen.	Fortsetzung nächste SeiteVERGLEICH(2)	Soweit	die	außenstehenden	Aktionäre	der	GEA	Alt	gemäß	§	1	Abs.	2	dieses	Vergleichs	Anspruch	auf	die	Gewährung	ganzer	Aktien	der	Antragsgegnerin	(“Vollrechte“)	haben,	werden	diese	Vollrechte	wie	folgt	zur	Lieferung	fällig:	Fortsetzung von vorheriger Seite
Abschließender Ausgleich
(1)	Die	garantierte	jährliche	Ausgleichszahlung	bzw.	–	für	das	Rumpf­
geschäftsjahr	1999	–	die	Dividendengarantie	1	gemäß	§	304	Abs.	1	und	2	AktG,	§	4	des	BGAV	wird	für	jede	Stammaktie	der	GEA	Alt	und	für	jede	Vorzugsaktie	der	GEA	Alt	für	jedes	Geschäftsjahr,	für	das	gemäß	dem	BGAV	ein	Anspruch	auf	Ausgleichszahlung	oder	die	Dividendengarantie	bestand,	wie	folgt	abschließend	fest­
für GeschäftsjahrErhöhte Ausgleichszahlung bzw.
erhöhte Dividendengarantie
je Vorzugsaktieje StammaktieRumpfgeschäftsjahr	1999DM	1,20	(EUR	0,61)DM	1,20	(EUR	0,61)1999/2000EUR	0,60EUR	0,602000/2001EUR	0,60EUR	0,602001/2002EUR	0,60EUR	0,60Rumpfgeschäftsjahr	2002EUR	0,14EUR	0,14	Für	die	Geschäftsjahre	2003	und	2004	zahlte	die	mg	keine	Dividen­
de,	so	dass	insofern	auch	keine	erhöhte	Ausgleichszahlung	festge­
setzt	wird.	________
Für	das	Rumpfgeschäftsjahr	1999	(1.	Januar	bis	30.	September	1999)	galt	die	1in	§	4	Abs.	1,	erster	Unterabsatz,	Satz	1	und	Abs.	1,	zweiter	Unterabsatz,	Satz	1	BGAV	festgelegte	Dividendengarantie.	Ab	dem	Geschäftsjahr	1999/2000	galt	die	in	§	4	Abs.	1,	erster	Unterabsatz,	Satz	2	und	Abs.	1,	zweiter	Unterabsatz,	Satz	2	BGAV	vorgesehene	Verpflichtung	zur	Ausgleichszahlung.(2)	Die	Antragsgegnerin	verpflichtet	sich,	den	außenstehenden	Aktio­
nären	je	erhaltener	Ausgleichszahlung	den	Differenzbetrag	zwischen	der	ursprünglich	in	§	4	BGAV	vertraglich	vorgesehenen	Ausgleichs­
zahlung	bzw.	Dividendengarantie	und	der	nach	vorstehendem	Abs.	1	jeweils	festgesetzten	jährlichen	Ausgleichszahlung	nach­
zuzahlen	(“Ausgleichsergänzungsanspruch“).	Der	Ausgleichser­
gänzungsanspruch	für	das	Rumpfgeschäftsjahr	1999	berechnet	sich	aus	der	Differenz	zwischen	der	tatsächlich	von	der	GEA	Alt	erhaltenen	Dividendenzahlung	(hinsichtlich	der	Stammaktien	zzgl.	einer	Differenzzahlung	der	mg)	und	der	nach	vorstehendem	Abs.	1	für	das	Rumpfgeschäftsjahr	1999	festgesetzten	Ausgleichszahlung.
Soweit	die	an	den	berechtigten	Aktionär	nachzuzahlenden	Beträge	noch	in	Deutscher	Mark	notieren,	sind	zunächst	die	Gesamtbeträge	je	Aktionär	in	Deutscher	Mark	zu	ermitteln	und	sodann	in	Euro	um­
zurechnen.	Die	Auszahlung	der	Ausgleichsergänzungsansprüche	erfolgt	unter	Beachtung	der	steuerlichen	Vorgaben.	Die	Einzel­
heiten	werden	in	der	separat	im	elektronischen	Bundesanzeiger	und	über	die	Depotbanken	bekanntgegebenen	Abwicklungs­
bekanntmachung	erläutert.
(3)	Die	Verpflichtung	der	Antragsgegnerin	zur	Bedienung	der	Aus­
gleichsergänzungsansprüche	nach	diesem	§	2	erlischt	fünf	Kalender­
monate	nach	dem	Tag,	mit	dem	sowohl	der	vorliegende	Vergleich	als	auch	die	Abwicklungsbekanntmachung	im	elektronischen	Bundesanzeiger	bekannt	gemacht	wurden	(vgl.	§	6).	Hierbei	handelt	es	sich	um	eine	Ausschlussfrist.
Fälligkeit und Abwicklung
(1)	Mit	der	Abwicklung	der	Ansprüche	und	Rechte	nach	den	vor­
stehenden	§§	1,	2	wird	die	Deutsche	Bank	oder	ein	anderes	von	der	Antragsgegnerin	zu	bestimmendes	Kreditinstitut	als	zentrale	Abwicklungsstelle	beauftragt	(“zentrale Abwicklungsstelle“).	Details	zur	zentralen	Abwicklungsstelle	und	ihre	genaue	Post­
adresse	werden	in	der	Abwicklungsbekanntmachung	(vgl.	§	6)	veröffentlicht.	Für	diejenigen	berechtigten	außenstehenden	Aktionäre	der	GEA	Alt,	deren	erforderliche	Aktionärserklärungen	(vgl.	§	1	Abs.	3)	inner­
halb	von	zwei	Wochen	nach	der	Bekanntmachung	sowohl	dieses	Vergleichs	als	auch	der	Abwicklungsbekanntmachung	im	elektro­
nischen	Bundesanzeiger	(vgl.	§	6)	der	zentralen	Abwicklungs	stelle	(vgl.	Abs.	1)	zugehen,	werden	die	Vollrechte	zwei	Wochen	nach	Ablauf	dieser	zweiwöchigen	Frist,	frühestens	nach	Zulassung	zum	Börsenhandel,	fällig.	Die	Antragsgegnerin	wird	sich	nach	besten	Kräften	um	eine	zügige	Zulassung	zum	Börsenhandel	bemühen.
Für	diejenigen	berechtigten	außenstehenden	Aktionäre	der	GEA	Alt,	deren	erforderliche	Aktionärserklärungen	nach	Ablauf	der	zwei­
wöchigen	Frist	aus	Abs.	2,	2.	Unterabs.,	aber	innerhalb	von	zwei	Monaten	nach	der	Bekanntmachung	sowohl	dieses	Vergleichs	als	auch	der	Abwicklungsbekanntmachung	im	elektronischen	Bundesanzeiger	(vgl.	§	6)	der	zentralen	Abwicklungsstelle	(vgl.	Abs.	1)	zugehen,	werden	die	Vollrechte	zwei	Wochen	nach	Ablauf	dieser	zweimonatigen	Frist	fällig.
monatigen	Frist	aus	Abs.	2,	3.	Unterabs.,	aber	innerhalb	der	Ausschlussfrist	nach	§	1	Abs.	3	der	zentralen	Abwicklungsstelle	(vgl.	Abs.	1)	zugehen,	werden	die	Vollrechte	zwei	Wochen	nach	Ablauf	der	Ausschlussfrist	gemäß	§	1	Abs.	3	fällig,	vorausgesetzt,	die	Annahmefrist,	wie	sie	sich	aus	§	1	Abs.	2	Ziffer	(b)	ergibt,	wird	gewahrt.
(3)	Soweit	sich	für	den	Bestand	eines	berechtigten	Aktionärs	Aktien­
spitzen	ergeben,	werden	diese	mit	Aktienspitzen,	die	sich	für	die	Bestände	anderer	berechtigter	Aktionäre	ergeben,	zu	Aktien	der	GEA	Group	zusammengelegt	und	für	Rechnung	der	Beteiligten	verwertet.	Die	Verwertung	erfolgt	durch	Veräußerung	zum	Börsen­
preis.	Der	Verkaufserlös	wird	den	Berechtigten	entsprechend	den	auf	sie	rechnerisch	entfallenden	Aktienspitzen	gutgeschrieben	und	anteilig	innerhalb	einer	Frist	von	drei	Wochen	nach	der	jeweiligen	Lieferung	der	Vollrechte	(vgl.	Abs.	2)	ausgekehrt.
(4)	Ausgleichsergänzungsansprüche	nach	vorstehendem	§	2	werden	zwei	Kalendermonate	nach	Bekanntmachung	sowohl	dieses	Vergleichs	als	auch	der	Abwicklungsbekanntmachung	im	elektro­
nischen	Bundesanzeiger	(vgl.	§	6)	zur	Zahlung	fällig.
(5)	Sämtliche	Abfindungs­	und	Ausgleichsleistungen	nach	diesem	Vergleich	werden	den	außenstehenden	Aktionären	der	GEA	Alt,	die	nach	den	vorstehenden	§§	1	und	2	anspruchsberechtigt	sind,	spesen­,	provisions­	und	kostenfrei	geleistet.	Dies	gilt	auch	für	den	Spitzenausgleich.
Wirksamkeit des Vergleichs
(1)	Die	Antragsgegnerin	beabsichtigt,	zur	Erfüllung	des	Vergleichs	in	der	Hauptversammlung	2012	ein	bedingtes	Kapital	zu	schaffen.	Die	Wirksamkeit	des	Vergleichs	steht	demgemäß	unter	der	auf­
schiebenden	Bedingung	der	bestandskräftigen	Eintragung	des	in	der	ordentlichen	Hauptversammlung	2012	neu	zu	schaffenden	bedingten	Kapitals	zur	Bedienung	des	verbesserten	Abfindung­
sangebots	gemäß	§	1	dieses	Vergleichs	in	das	Handelsregister	der	Antragsgegnerin	bis	zum	31.	Dezember	2012.
Sollte	die	aufschiebende	Bedingung	nicht	bis	zum	31.	Dezember	2012	eingetreten	sein,	gilt	sie	als	ausgefallen.	Der	Vergleich	kann	dann	keine	Wirksamkeit	mehr	erlangen.
(2)	Die	Antragsteller,	der	gemeinsame	Vertreter	für	den	Ausgleich	und	der	gemeinsame	Vertreter	für	die	Abfindung	verpflichten	sich,	den	Beschluss	der	ordentlichen	Hauptversammlung	2012	der	Antrags­
gegnerin	über	die	Schaffung	eines	neuen	bedingten	Kapitals	weder	gerichtlich	noch	außergerichtlich	in	irgendeiner	Form	anzu­
greifen.	Sie	verpflichten	sich	weiterhin,	die	Eintragung	des	neuen
Fortsetzung nächste SeiteAnlegerPlus News 12 | 19.6.2012 | 17VERGLEICHFortsetzung von vorheriger Seite
bedingten	Kapitals	in	das	Handelsregister	weder	durch	Klagen,	Rechtsmittel,	Rechtsbehelfe,	Anträge	oder	in	sonstiger	Weise	zu	verhindern	oder	zu	verzögern.	Sie	werden	sich	im	Rahmen	des	rechtlich	Zulässigen	und	Zumutbaren	nach	besten	Kräften	darum	bemühen,	dass	auch	alle	mit	den	Antragstellern,	dem	gemein­
samen	Vertreter	für	den	Ausgleich	und	dem	gemeinsamen	Ver­
treter	für	die	Abfindung	verbundenen	oder	diesen	nahestehenden	juristischen	und	natürlichen	Personen	den	Beschluss	der	ordent­
lichen	Hauptversammlung	2012	der	Antragsgegnerin	über	die	Schaffung	eines	neuen	bedingten	Kapitals	weder	gerichtlich	noch	außergerichtlich	in	irgendeiner	Form	angreifen,	und	auch	sonst	keine	Maßnahmen	vornehmen,	durch	die	die	Eintragung	des	neuen	bedingten	Kapitals	verhindert	oder	verzögert	werden	könnte.
(1)	Dieser	Vergleich	wirkt	für	alle	im	Sinne	der	§§	304,	305	AktG	anspruchsberechtigten	außenstehenden	Aktionäre	der	GEA	Alt.	Der	Vergleich	stellt	insoweit	einen	echten	Vertrag	zugunsten	Dritter	(§	328	Abs.	1	BGB)	dar.
(2)	Mit	der	Erfüllung	dieses	Vergleichs	sind	sämtliche	Ansprüche	der	Antragsteller	und	der	übrigen	anspruchsberechtigten	außen­
stehenden	Aktionäre	der	GEA	Alt,	gleich	welcher	Art	und	gleich	welchen	Rechtsgrundes,	im	Zusammenhang	mit	dem	BGAV	–	insbesondere	auf	Abfindung	und	Ausgleich	–	und	diesem	Spruchverfahren	insgesamt	abgegolten	und	erledigt.	Dies	gilt	auch	für	etwaige	Ansprüche	auf	Verzinsung	des	Abfindungs­
ergänzungsanspruchs,	des	erhöhten	Abfindungsanspruchs	und	des	Ausgleichsergänzungsanspruchs	sowie	auf	Nachzahlung	von	Dividenden	auf	die	nach	diesem	Vergleich	zusätzlich	bzw.	erst­
mals	zu	gewährenden	Aktien.
(3)	Der	gemeinsame	Vertreter	für	den	Ausgleich	und	der	gemeinsame	Vertreter	für	die	Abfindung	stimmen	diesem	Vergleich	zu.	(4)	Nach	übereinstimmender	Auffassung	der	Parteien	entfaltet	der	Vergleich	lediglich	materiell­rechtliche	Wirkung.	Die	Antragsteller	und	die	Antragsgegnerin	verpflichten	sich	daher,	unverzüglich	nach	Wirksamwerden	des	Vergleichs	(vorstehender	§	4)	das	Spruchverfahren	übereinstimmend	für	erledigt	zu	erklären	und	vorsorglich	sämtliche	Verfahrensanträge	zurück	zu	nehmen.	Der	gemeinsame	Vertreter	für	den	Ausgleich	und	der	gemeinsame	Vertreter	für	die	Abfindung	verpflichten	sich,	unverzüglich	nach	Wirksamwerden	des	Vergleichs	(vorstehender	§	4)	den	Erledi­
gungserklärungen	durch	die	Antragsteller	und	die	Antragsgegnerin	sowie	der	vorsorglichen	Rücknahme	sämtlicher	Verfahrensanträge	zuzustimmen	und	gegenüber	dem	Gericht	unwiderruflich	auf	das	Recht	zur	Fortführung	des	Verfahrens	gemäß	§§	306	Abs.	4	S.	10,	308	Abs.	3	AktG	a.F.	zu	verzichten.	Die	Antragsteller,	der	gemein­
same	Vertreter	für	den	Ausgleich	und	der	gemeinsame	Vertreter	für	die	Abfindung	verpflichten	sich,	auch	darüber	hinaus	auf	Verlangen	der	Antragsgegnerin	alle	sonstigen	Erklärungen	ab­
zugeben,	die	für	die	Beendigung	des	Spruchverfahrens	und	die	Abwicklung	des	Vergleichs	notwendig	sind	oder	hilfreich	sein	können.
(5)	Zu	diesem	Zweck	bevollmächtigen	die	Antragsteller,	die	Antrags­
gegnerin	und	die	gemeinsamen	Vertreter	jeweils	einzeln	bereits	jetzt	den	Notar	Dr.	Norbert	Zimmermann	sowie	den	Notar	Dr.	Armin	Hauschild	oder	deren	amtlich	bestellte	Vertreter	(jeweils	einzeln	der	“Beauftragte Notar“),	beide	mit	Amtssitz	in	Düsseldorf	(Post­
adresse:	Notare	Zimmermann	Hauschild,	Schadow	Arkaden,	Blumenstr.	28,	40212	Düsseldorf),	jeweils	mit	Einzelvertretungs­
befugnis,	unwiderruflich	und	unbedingt	dazu	und	weisen	sie	zu­
gleich	unwiderruflich	und	unbedingt	an,	nach	schriftlicher	Er	klärung	der	Antragsgegnerin,	dass	der	Vergleich	nach	vorstehendem	§	4	wirksam	geworden	ist,	die	Erledigungs­,	Rücknahme­,	Zustim­
mungs­,	Verzichts­	und	sonstigen	Erklärungen	im	Sinne	des	vor­
stehenden	Abs.	4	im	Namen	der	Antragsteller,	der	Antragsgegnerin	und	der	gemeinsamen	Vertreter	gegenüber	dem	Gericht	ab	zugeben.	Der	Beauftragte	Notar	wird	die	Erledigungs­,	Rücknahme­,	Zu	stimmungs­,	Verzichts­	und	etwaige	sonstige	Erklärungen	18 | AnlegerPlus News 12 | 19.6.2012unverzüglich	nach	schriftlicher	Erklärung	der	Antragsgegnerin,	dass	der	Vergleich	nach	vorstehendem	§	4	wirksam	geworden	ist,	im	Namen	der	Antragsteller,	der	Antragsgegnerin	und	der	gemeinsamen	Vertreter	gegenüber	dem	Gericht	abgeben.	§6
Die	Antragsgegnerin	verpflichtet	sich,	diesen	Vergleich	seinem	wesentlichen	Inhalt	nach	und	Hinweise	zu	seiner	Abwicklung	(Abwicklungsbekanntmachung)	im	elektronischen	Bundesanzeiger	und	den	AnlegerPlus	News	sowie	auf	der	Internetseite	der	Antragsgegnerin	auf	ihre	Kosten	bekannt	zu	machen,	sobald	das	Landgericht	Dortmund	zu	dem	unter	dem	Az.	20	O	533/99	[AktE]	anhängigen	Spruchverfahren	bestätigt	hat,	dass	die	Erledigungs­	und	Rücknahmeerklärungen	sämtlicher	Antragsteller,	die	Erledi­
gungserklärung	der	Antragsgegnerin	sowie	die	Einverständnis­	und	Verzichtserklärungen	der	gemeinsamen	Vertreter	gemäß	§	5	Abs.	4	und	Abs.	5	dieses	Vergleichs	bei	Gericht	eingegangen	sind	und	das	Spruchverfahren	damit	beendet	ist,	und	diese	Bestä­
tigung	der	Antragsgegnerin	zugegangen	ist.	Die	Antragsgegnerin	verpflichtet	sich	ferner,	den	Verfahrensbevollmächtigten	der	Antragsteller	die	Eintragung	des	in	der	Hauptversammlung	2012	neu	zu	schaffenden	bedingten	Kapitals	(vgl.	§	4)	unverzüglich	per	E­Mail	an	die	ihr	mitgeteilte	E­Mail­Adresse	sowie	schriftlich	mitzuteilen.
(1)	Die	Antragsgegnerin	erwägt	derzeit	nicht,	bis	zur	Wirksamkeit	dieses	Vergleichs	(§	4)	Kapitalerhöhungen	durchzuführen,	bei	denen	jedem	Aktionär	der	Antragsgegnerin	ein	Bezugsrecht	im	Sinne	des	§	186	AktG	eingeräumt	wird.	Sollte	die	Hauptversamm­
lung	der	Antragsgegnerin	eine	ordentliche	Kapitalerhöhung	im	Sinne	des	§	182	AktG	beschließen,	bei	der	jedem	Aktionär	der	Antragsgegnerin	ein	Bezugsrecht	im	Sinne	des	§	186	AktG	ein­
geräumt	wird,	oder	sollte	die	Antragsgegnerin	eine	Bezugsrechts­
bekanntmachung	gemäß	§§	203	Abs.	1	Satz	1,	186	Abs.	2,	186	Abs.	5	Satz	2	AktG	im	elektronischen	Bundesanzeiger	veröffentlichen,	haben	Antragsteller	mit	mehr	als	50.000	aus	diesem	Vergleich	berechtigten	GEA	Alt­Aktien	nach	Maßgabe	des	nachfolgenden	Abs.	2	das	Recht,	von	diesem	Vergleich	zurückzutreten.
(2)	Der	Rücktritt	gemäß	Abs.	1	ist	innerhalb	einer	Frist	von	maximal	zwei	Wochen,	nachdem	die	Hauptversammlung	der	Antragsgeg­
nerin	eine	ordentliche	Kapitalerhöhung	im	Sinne	des	§	182	AktG,	bei	der	jedem	Aktionär	der	Antragsgegnerin	ein	Bezugsrecht	im	Sinne	des	§	186	AktG	eingeräumt	wird,	beschlossen	hat	bzw.	eine	Bezugsrechtsbekanntmachung	der	Antragsgegnerin	gemäß	§§	203	Abs.	1	Satz	1,	186	Abs.	2,	186	Abs.	5	Satz	2	AktG	im	elektro­
nischen	Bundesanzeiger	veröffentlicht	wurde,	schriftlich	gegen­
über	der	Antragsgegnerin	und	dem	Beauftragten	Notar	(§	5	Abs.	5)	zu	erklären	(Ausschlussfrist),	wobei	der	rechtzeitige	Zugang	bei	der	Antragsgegnerin	maßgeblich	ist.	Der	Nachweis	des	Aktien­
besitzes	gemäß	Abs.	1	erfolgt	entsprechend	§	8	Abs.	2,	2.	Unterabs.,	letzter	Satz.	Das	Rücktrittsrecht	gemäß	Abs.	1	ist	für	einen	Antrag­
steller	ausgeschlossen,	sobald	dessen	Erklärung	gemäß	§	5	Abs.	4	und	Abs.	5	dem	Landgericht	Dortmund	zugegangen	ist.
(3)	Der	rechtzeitige	Rücktritt	eines	oder	mehrerer	Antragsteller(s)	nach	diesem	§	7	wirkt	für	alle	Antragsteller.	Im	Falle	eines	Rücktritts	wird	der	Beauftragte	Notar	(§	5	Abs.	5)	Erledigungs­,	Rücknahme­,	Zustimmungs­,	Verzichts­	und	etwaige	sonstige	Erklärungen	im	Sinne	des	§	5	Abs.	4	und	Abs.	5	der	Antragsteller,	der	Antragsgeg­
nerin	und	der	gemeinsamen	Vertreter	nicht	gegenüber	dem	Gericht	abgeben.	Der	Vergleich	wird	nicht	wirksam;	das	Spruch­
verfahren	wird	mit	allen	Antragstellern	und	den	gemeinsamen	Vertretern	fortgeführt.	Die	Kostenerstattungsansprüche	gemäß	§	8	entfallen	bei	Rücktritt	eines	oder	mehrerer	Antragsteller(s)	mit	Wirkung	für	alle	Antragsteller	und	die	gemeinsamen	Vertreter.
(4)	Die	Antragsgegnerin	verpflichtet	sich,	in	der	Zeit	zwischen	dem	Zugang	der	ersten	Erklärung	gemäß	§	5	Abs.	4	und	Abs.	5	beim	Landgericht	Dortmund	(vgl.	Abs.	2	Satz	3)	und	der	Lieferung	der	Fortsetzung nächste SeiteVERGLEICHFortsetzung von vorheriger SeiteStammaktie:	nach	§	3	Abs.	2,	2.	Unterabs.,	Satz	1	zu	liefernden	Aktien	keine	Kapitalerhöhung	aus	genehmigtem	Kapital	(§	202	AktG),	bei	der	jedem	Aktionär	der	Antragsgegnerin	ein	Bezugsrecht	im	Sinne	des	§	186	AktG	eingeräumt	wird,	durchzuführen.Rumpfgeschäftsjahr	1999:	Geschäftsjahr	99/00:	Geschäftsjahr	00/01:	Geschäftsjahr	01/02:	Rumpfgeschäftsjahr	2002:	€	0,19	Rumpfgeschäftsjahr	1999:	€	0,18	Geschäftsjahr	99/00:	€	0,18	Geschäftsjahr	00/01:	€	0,18	Geschäftsjahr	01/02:	€	0,04	Rumpfgeschäftsjahr	2002:	§8
(1)	Dieser	Vergleich	enthält	alle	Abreden	zwischen	den	Antragstellern	und	ihren	Verfahrensbevollmächtigten,	den	gemeinsamen	Ver­
tretern	und	der	Antragsgegnerin.	Weitere	Absprachen	sind	nicht	getroffen.	Die	Antragsgegnerin	versichert,	dass	die	Antragsgegnerin	oder	ein	mit	ihr	verbundenes	Unternehmen	aus	Anlass	des	Spruch­
verfahrens	oder	im	Zusammenhang	mit	diesem	Vergleich	den	Antragstellern,	ihren	Verfahrensbevollmächtigten,	anderen	außen­
stehenden	Aktionären	der	GEA	Alt	oder	Dritten	keine	Sonder­
vorteile	gewährt,	zugesagt	oder	in	Aussicht	gestellt	hat.
(2)	Änderungen	und	Ergänzungen	dieses	Vergleichs	einschließlich	dieser	Klausel	bedürfen	der	Schriftform.
(3)	Sollten	einzelne	Bestimmungen	dieses	Vergleichs	ganz	oder	teil­
weise	unwirksam	oder	undurchführbar	sein	oder	werden,	oder	sollte	sich	bei	Durchführung	dieses	Vergleichs	herausstellen,	dass	dieser	eine	Lücke	enthält,	so	bleibt	die	Wirksamkeit	der	übrigen	Bestimmungen	dieses	Vergleichs	hiervon	unberührt.	Anstelle	der	unwirksamen,	undurchführbaren	oder	fehlenden	Bestimmung	dieses	Vergleichs	soll	eine	solche	angemessene	oder	rechtlich	gültige	Bestimmung	treten,	wie	sie	die	Beteiligten	vernünftiger­
weise	vereinbart	hätten	und	die	wirtschaftlich	demjenigen	nahe	kommt,	was	die	Beteiligten	bei	Abschluss	dieses	Vergleichs	vereinbart	hätten,	wenn	sie	den	nunmehr	in	Frage	stehenden	Punkt	bedacht	hätten.
(4)	Der	Vergleich	und	seine	Auslegung	unterliegen	dem	Recht	der	Bundesrepublik	Deutschland	unter	Ausschluss	des	Internationalen	Privatrechts.	Für	sämtliche	Streitigkeiten	aus	oder	im	Zusammen­
hang	mit	diesem	Vergleich	oder	seiner	Gültigkeit	ist	ausschließlich	das	Landgericht	Dortmund	zuständig.“Hinweise zur Abwicklung der Nachbesserung
gemäß vorstehendem Vergleich
(„Abwicklungsbekanntmachung“
im Sinne des § 6 Satz 1 des Vergleichs)
Hiermit	geben	wir	die	näheren	Einzelheiten	zu	der	Abwicklung	der	sich	aus	dem	vorstehend	wiedergegebenen	Vergleich	ergebenden	Ansprüche	der	ehemaligen	außenstehenden	Aktionäre	der	GEA	Akti­
engesellschaft	(„AKTIONÄRE“)	bekannt.	Dabei	fungiert	die	Deutsche Bank Aktiengesellschaft,
als	zentrale	Abwicklungsstelle	(„Zentralabwicklungsstelle“).
A. Abschließende Ausgleichszahlung
Unabhängig	davon,	ob	AKTIONÄRE	infolge	einer	Veräußerung	ihrer	Aktien,	und	zwar	auch	im	Rahmen	des	unternehmensvertraglichen	Abfindungsangebotes,	oder	aufgrund	des	Squeeze­out	ihrer	Stellung	als	AKTIONÄR	verlustig	gegangen	sind,	haben	sämtliche	AKTIONÄRE,	die	einen	Anspruch	auf	Ausgleichszahlungen	für	eines	oder	mehrere	der	Geschäftsjahre	1999­2002	hatten,	für	das	jeweilige	Geschäftsjahr,	für	das	sie	die	Ausgleichszahlung	tatsächlich	entgegengenommen	haben,	einen	Anspruch	auf	Nachzahlung	des	Unterschiedsbetrages	zu	dem	gerichtlich	festgesetzten	Ausgleich.	Für	die	einzelnen	Geschäfts­
jahre	ergeben	sich	die	nachstehend	genannten	Nachzahlungen,	je:Vorzugsaktie:
€	0,05Die	Nachzahlung	wird	über	die	Deutsche Bank AG	ausgekehrt	und	wird	steuerlich	wie	eine	Dividendenzahlung	behandelt.	Da	solche	Zahlungen	bei	der	GEA	Group	AG	aus	dem	steuerlichen	Einlagekonto	(§	27	KStG)	geleistet	werden,	unterbleibt	der	im	Normalfall	für	natür­
liche	Personen	anfallende	Abzug	von	25%	Kapitalertragsteuer	und	5,5%	Solidaritätszuschlag	auf	die	Kapitalertragsteuer	(Gesamtabzug	26,375%)	sowie	ggf.	der	Kirchensteuer.
Ausgleichszahlungen,	die	aus	dem	steuerlichen	Einlagekonto	geleistet	werden,	gehören	bei	Aktionären,	denen	keine	wesentliche	Beteiligung	(auch	in	zurückliegenden	Zeiträumen	oder	bei	Rechtsvorgängern)	gehört	hat,	nicht	zu	den	steuerlichen	Einkünften,	sondern	führen	zur	Verringerung	der	steuerlichen	Anschaffungskosten	oder	zu	negativen	Anschaffungskosten,	die	bei	Veräußerung	der	Aktien	zu	einem	höheren	Veräußerungsgewinn	führen	können.	Handelt	es	sich	um	eine	wesentliche	Beteiligung,	wird	die	Nachzahlung	wie	ein	Veräuße­
rungsgewinn	behandelt.	Bei	Aktien	im	Betriebsvermögen	erhöht	sich	ebenfalls	ein	Veräußerungsgewinn.
Nachzahlungsberechtigte	AKTIONÄRE,	die	ihre	Aktien	(ISIN	DE0005857007	bzw.	ISIN	DE0005857031)	eigenverwahrten	und	Ausgleichszahlungen	im	Rahmen	eines	Tafelgeschäfts	erhielten,	werden	gebeten,	sich	unter	Vorlage	entsprechender	Nachweise	an	ein	Kreditinstitut	ihrer	Wahl	zu	wenden,	um	dort	ihre	Ansprüche	anzumelden,	damit	diese	gleichfalls	abgewickelt	werden	können,	und	zwar	so,	dass	die	Anmeldung	der	Ansprüche	einschließlich	Nachweise	innerhalb	von	fünf	Monaten	nach	Veröffentlichung	dieser	Bekanntmachung	–	Ausschlussfrist	–	d.h.	bis	zum	19.	November	2012	(24	Uhr),	bei	der	Zentralabwicklungs­
stelle	eingeht.	B. Abschließend verbessertes Umtauschverhältnis
Die	abschließende	Nachbesserung	des	ursprünglichen	Umtauschver­
hältnisses	wird	ausschließlich	in	Aktien	der	GEA	Group	AG	erbracht.	Hierzu	hat	die	GEA	Group	AG	ihr	Grundkapital	bedingt	erhöht	(§	4	Abs.	6	der	Satzung),	und	zwar	um	bis	zu	€	40.824.492,30	durch	Aus­
gabe	von	bis	zu	15.101.645	neuen,	auf	den	Inhaber	lautenden	Stück­
aktien	mit	einem	auf	die	einzelne	Aktie	entfallenden	anteiligen	Betrag	des	Grundkapitals	von	rd.	€	2,70	(„Bezugsaktien“).	Die	Eintragung	des	Bedingten	Kapitals	in	das	Handelsregister	des	Amtsgerichts	Düsseldorf	erfolgte	am	11.	Juni	2012.
I.AllgemeinesBerechtigte
a)	Sämtliche	AKTIONÄRE,	die	das	Abfindungsangebot	aus	dem	BGAV	bereits	bis	zum	11.	Juni	2012	(einschließlich)	angenommen	haben	und	ihre	GEA­Aktien	in	Aktien	der	GEA	Group	(bzw.	Aktien	der	Metallgesellschaft	AG)	im	Verhältnis	3	GEA	Alt­Stammaktien	zu	5	GEA	Group­Aktien	bzw.	2	GEA	Alt­Vorzugsaktien	zu	3	GEA	Group­Aktien	getauscht	haben.	b)	Sämtliche	AKTIONÄRE,	die	das	Abfindungsangebot	aus	dem	BGAV	bis	zum	11.	Juni	2012	(einschließlich)	nicht	angenommen	haben	und	bis	zum	20.	August	2012	(einschließlich)	annehmen.	Verbriefung, Lieferung und Zulassung der Neuen Aktien
Da	der	Anspruch	der	AKTIONÄRE	der	GEA	Group	auf	Verbriefung	ihrer	Anteile	satzungsmäßig	ausgeschlossen	ist,	sind	die	Bezugs­
aktien	in	einer	Dauer­Globalurkunde	verbrieft,	die	bei	der	Clearstream	Banking	AG,	Frankfurt	am	Main,	hinterlegt	wird.	Die	Zulassung	der	Bezugsaktien	zum	Regulierten	Markt	an	den	Wert­
papierbörsen	in	Frankfurt	am	Main,	Berlin,	Düsseldorf,	Hamburg	und	München	sowie	zum	Teilbereich	des	regulierten	Marktes	mit	weiteren	Fortsetzung nächste SeiteAnlegerPlus News 12 | 19.6.2012 | 19VERGLEICHFortsetzung von vorheriger Seite
Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) an der Frankfurter Wert­
papierbörse wird voraussichtlich im Laufe des 15. Juni 2012 erfolgen.
Die Einbeziehung der Bezugsaktien in die bestehende Notierung der
GEA Group­Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse ist für den
26. Juni 2012 vorgesehen. Die Zulassung der Bezugsaktien soll mit
Prospekt erfolgen. Der Prospekt wird auf der Internetseite der GEA
Group unter www.gea.com abrufbar sein.
Den nachbesserungsberechtigten AKTIONÄREN werden die zuzu­
teilenden Bezugsaktien im Girosammelverkehr zur Verfügung gestellt
werden. Die Lieferung der zugeteilten Bezugsaktien erfolgt, abhängig
vom Zeitpunkt des Zugangs der erforderlichen Aktionärserklärungen
(s. Abschnitt III), bei der Deutsche Bank Aktiengesellschaft, Taunus­
anlage 12, 60325 Frankfurt am Main, in drei Tranchen wie folgt:
1) Eingang innerhalb von 2 Wochen nach Veröffentlichung dieser
Bekanntmachung (d.h. bis zum 2. Juli 2012, 24 Uhr): Lieferung
2 Wochen nach Ablauf der zweiwöchigen Frist (d.h. bis zum 6. Juli
2012 einschließlich), frühestens nach Börsenzulassung
2) Eingang nach Ablauf von 2 Wochen, aber innerhalb von 2 Monaten
nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung (d.h. bis zum
20. August 2012, 24 Uhr): Lieferung 2 Wochen nach Ablauf der zwei­
monatigen Frist (d.h. bis zum 3. September 2012 einschließlich)
3) Eingang nach Ablauf von 2 Monaten, aber innerhalb von 5 Monaten
nach Veröffentlichung dieser Bekanntmachung – Ausschlussfrist –
(d.h. bis zum 19. November 2012, 24 Uhr): Lieferung 2 Wochen
nach Ablauf der fünfmonatigen Frist (d.h. bis zum 3. Dezember
2012 einschließlich)
Regulierung der Aktienteilrechte
Es ist zu erwarten, dass Teilrechte zu den Bezugsaktien anfallen. Weil
aus Teilrechten keine Aktionärsrechte geltend gemacht werden
können, ist es erforderlich, diese Teilrechte zu Vollrechten an GEA
Group­Aktien zusammenzulegen. Hierzu wird die Deutsche Bank AG
nach dem (i) 16. Juli 2012, (ii) 3. September 2012 und (iii) 3. Dezember
2012 sämtliche noch bestehenden Teilrechte zu ganzen GEA Group­
Aktien zusammenlegen und innerhalb von drei Wochen nach der
jeweiligen Lieferung über die Börse für Rechnung der ehemaligen
AKTIONÄRE verwerten.
II. Abfindungsergänzung für die ehemaligen AKTIONÄRE,
die das Abfindungsangebot aus dem BGAV bis zum
11. Juni 2012 (einschließlich) angenommen haben
(„Abfindungsergänzungsanspruch“)
AKTIONÄRE, die das Abfindungsangebot aus dem BGAV bereits bis
zum 11. Juni 2012 (einschließlich) angenommen haben, werden gebe­
ten, über die Depotbank, die seinerzeit für sie den Aktienumtausch
abgewickelt hat,
ab sofort bis zum 19. November 2012 (einschließlich) (Ausschlussfrist)
1) die Deutsche Bank Aktiengesellschaft, unter Befreiung von § 181
BGB und mit der Ermächtigung, Untervollmacht zu erteilen, unwider­
ruflich schriftlich zu beauftragen und zu ermächtigen, sämtliche zur
Abwicklung der Nachbesserung nach Maßgabe des vorstehenden
Vergleichs erforderlichen oder zweckdienlichen Maßnahmen zu
ergreifen und Erklärungen abzugeben sowie entgegenzunehmen,
a) im Namen und für Rechnung des jeweiligen ehemaligen
AKTIONÄRS dessen Abfindungsergänzungsanspruch im Rahmen
der vorstehend beschriebenen bedingten Kapitalerhöhung
gegenüber der GEA Group AG geltend zu machen;
b) im Namen und für Rechnung des jeweiligen AKTIONÄRS die
Bezugserklärung abzugeben und die auszugebenden Bezugs­
aktien (einschließlich etwaiger Bruchteile) entgegenzunehmen
und diese an die Depotbank des betreffenden ehemaligen GEA
Alt­Aktionärs liefern zu lassen;20 | AnlegerPlus News 12 | 19.6.2012c) die Clearstream Banking AG anzuweisen und zu bevollmäch­
tigen, sämtliche Bruchteile (Teilrechte) der Bezugsaktien auf
das Konto der Deutschen Bank Aktiengesellschaft bei der
Clearstream Banking AG zu übertragen, um die Veräußerung
dieser Bruchteile (Teilrechte) zu ermöglichen;
d) sämtliche Bruchteile (Teilrechte) an Bezugsaktien, die von der
jeweiligen Depotbank des betreffenden ehemaligen GEA Alt­
Aktionärs auf das Depot der Deutschen Bank Aktiengesell­
schaft bei der Clearstream Banking AG umgebucht worden
sind, zu veräußern;
2) anzuerkennen, dass die Gutschrift der Erlöse aus dieser Veräuße­
rung der Bruchteile (Teilrechte) auf dem Konto der Depotbank des
jeweiligen ehemaligen GEA Alt­Aktionärs bis zu drei Wochen nach
der jeweiligen Lieferung der Vollrechte gemäß Ziffer 1 dauern
3) sich damit einverstanden zu erklären, dass die ihnen jeweils gut­
geschriebenen Erlöse für Bruchteile (Teilrechte) an Bezugsaktien
auf der Basis des durchschnittlichen Erlöses je Aktie ermittelt
werden, welche die Deutsche Bank Aktiengesellschaft durch
Zusammenlegung und Verwertung der Bruchteile (Teilrechte)
namens und für Rechnung der entsprechenden AKTIONÄRE nach
dem (i) 16. Juli 2012, (ii) 3. September 2012 und (iii) 3. Dezember
2012 erzielen wird;
4) zuzusichern, dass sie Inhaber der Abfindungsergänzungsansprü­
che sind und diese insbesondere nicht an Dritte abgetreten, ver­
pfändet oder in sonstiger Weise über sie verfügt haben.
AKTIONÄRE, die im Rahmen des Squeeze­out 2005 gegen eine Bar­
abfindung aus der GEA Alt ausgeschieden sind, beachten bitte zusätzlich
die Hinweise unter III. zur erforderlichen Rückzahlung der Barab­
III. Abfindung zum verbesserten Umtauschverhältnis für
AKTIONÄRE, die das Abfindungsangebot aus dem BGAV
bis zum 11. Juni 2012 (einschließlich) nicht angenommen haben
(„erhöhter Abfindungsanspruch“) (betrifft allein Aktionäre, die
im Rahmen des Squeeze-out 2005 ausgeschieden sind)
Die AKTIONÄRE, die im Rahmen des Squeeze­out­Verfahrens 2005
gegen eine Barabfindung ausgeschieden sind und das Abfindungs­
angebot aus dem BGAV bis zum 11. Juni 2012 (einschließlich) noch
nicht angenommen haben, können das Abfindungsangebot zum
verbesserten Umtauschverhältnis
noch bis zum 20. August 2012 (einschließlich)
nur gegen Rückzahlung der Barabfindung (einschl. der Erhöhung aus
dem Vergleich des dortigen Spruchverfahrens) i.H.v. Euro 53,00 je
Stamm­ und Vorzugsaktie zzgl. darauf gezahlter Zinsen und unter
Nachweis, dass sie im Rahmen der wertpapiermäßigen Abwicklung
des Squeeze­out abgefunden wurden, annehmen. Die AKTIONÄRE
werden gebeten, sich an ihre Depotbank zu wenden, die seinerzeit die
Barabfindung ausgezahlt hat. AKTIONÄRE, denen die Barabfindung
von der Gerichtskasse des Amtsgerichtes Bochum ausgezahlt wurde,
werden gebeten, ihren Anspruch auf Abfindung zum verbesserten
Umtauschverhältnis über ein Kreditinstitut ihrer Wahl unter Heraus­
gabe der Herausgabeverfügung/Quittung der Hinterlegungsstelle des
Amtsgerichtes/der Gerichtskasse des Amtsgerichtes Bochum sowie
Rückzahlung der Barabfindung (einschl. der Erhöhung aus dem
Vergleich des dortigen Spruchverfahrens) i.H.v. Euro 53,00 je Stamm­
und Vorzugsaktie zzgl. darauf gezahlter Zinsen geltend zu machen.
Die AKTIONÄRE, die noch keine Abfindungsansprüche aus dem BGAV
geltend gemacht haben und heute noch im Besitz von Aktienurkunden
der GEA Alt AG sind und den erhöhten Abfindungsanspruch geltend
machen möchten, werden gebeten, die Aktienurkunden, jeweils aus­
gestattet mit den Kupons Nr. 16 ff. und dem Talon, innerhalb der
vorgenannten Abfindungsfrist, also bis zum 20. August 2012
(einschließlich), bei einem Kreditinstitut ihrer Wahl, das für Kunden
Wertpapierdepots führt, zur Weiterleitung an die Deutsche Bank AG
Fortsetzung nächste SeiteVERGLEICHFortsetzung von vorheriger Seite
einzureichen und ihre Ansprüche aus den eingereichten GEA AltAktien auf Auszahlung der Barabfindung aus dem Squeeze-out gegen
die Hinterlegungsstelle des Amtsgerichtes/der Gerichtskasse des
Amtsgerichtes Bochum an die dies annehmende Deutsche Bank AG
abzutreten. Von diesem Kreditinstitut wird dem einreichenden AKTIONÄR
– nach Überprüfung der Ordnungsmäßigkeit der eingelieferten Aktienurkunden – eine Depotgutschrift zugunsten eines bestehenden oder
neu zu eröffnenden Depots über die ihm zustehende (ganzzahlige)
Anzahl an GEA Group-Aktien erteilt, wodurch er Miteigentum an dem
bei der Clearstream Banking AG hinterlegten Bestand an DauerGlobalaktien der GEA Group AG erhält.
Im Übrigen werden die AKTIONÄRE gebeten, gegenüber ihrer Depotbank die im vorstehenden Abschnitt II erwähnten schriftlichen Erklärungen und Bevollmächtigungen im Hinblick auf den erhöhten
Abfindungsanspruch abzugeben, damit die Deutsche Bank AG die
jeweiligen Ansprüche auf die erhöhte Abfindung gegenüber der GEA
Group AG geltend machen kann.
IV.	Ergänzende	Hinweise
Die Erfüllung der sich aus dem Vergleich ergebenden Ansprüche ist
für die ehemaligen AKTIONÄRE spesen-, provisions- und kostenfrei.Die abschließende Nachbesserung des Umtauschverhältnisses gilt
als Erhöhung der seinerzeit in Aktien erhaltenen Abfindung. Hierdurch
können für den berechtigten Aktionär Steuern ausgelöst werden,
wenn die seinerzeitige Abfindung in Aktien eine steuerpflichtige Aktienveräußerung dargestellt hat. Die nunmehr erfolgende Nachbesserung
kann dann als nachträgliche Erhöhung des Kaufpreises gelten,
die ebenfalls steuerpflichtig ist. Jedem berechtigten Aktionär ist zu
empfehlen, die etwaigen steuerlichen Folgen der Nachbesserung
– gegebenenfalls unter Hinzuziehung der persönlichen Steuerberatung – individuell klären zu lassen. Weder die GEA Group AG
noch die Zentralabwicklungsstelle noch die Depotbanken sind befugt,
steuerliche Hinweise zur Abwicklung zu erteilen.
Bei eventuellen Rückfragen werden die ehemaligen AKTIONÄRE
hiermit gebeten, sich an ihre jeweilige Depotbank zu wenden. Dort
erhalten Sie auch die notwendigen Formulare zur Weisung und
Bevollmächtigung nebst evtl. Annahmeerklärung.
Düsseldorf, den 18. Juni 2012
GEA	Group	Aktiengesellschaft	Der VorstandIMPRESSUM
Daniel Bauer, Werner W. Rehmet (myDividends), Harald Rotter, Stefan Siebert, Matthias Wahler,
Stephanie Wente, Herbert Wild
Redaktionsschluss: 19.6.2012
Bildnachweise: Titelseite: Kirsty Pargeter@fotolia.com, Realdepot: emu-coffee@fotolia.com,
HV-Termine: auris@fotolia.com
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bestimmten Fällen auch zu einem Verlust über das eingesetzte Vermögen hinaus führen können. Wenn
ein Finanzinstrument in einer von der des Investors abweichenden Währung gehandelt wird, kann eine
Änderung der Währungskurse den Preis oder den Wert des Wertpapiers oder den daraus resultierenden
Ertrag nachteilig beeinﬂussen, und solch ein Investor geht ein effektives Währungskursrisiko ein. Zusätzlich kann ein Ertrag von einer Investition schwanken und der Preis oder der Wert der Finanzinstrumente,
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Hauptversammlungspräsenz der SdK sicherstellen zu können. Die nachfolgenden Angaben unter Ziff. 1
und 2 beziehen sich lediglich auf den Anlagebestand!
1. Die SdK und/oder ein mit der SdK verbundenes Unternehmen halten
bedeutende ﬁnanzielle Interessen in Bezug auf den Emittenten.
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