Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202009,%201147
Timestamp: 2020-08-15 20:09:44
Document Index: 212578621

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 61', '§ 61', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 276', 'BGH']

BGH, 17.12.2008 - IV ZR 9/08 - dejure.org
https://dejure.org/2008,2058
BGH, 17.12.2008 - IV ZR 9/08 (https://dejure.org/2008,2058)
BGH, Entscheidung vom 17.12.2008 - IV ZR 9/08 (https://dejure.org/2008,2058)
BGH, Entscheidung vom 17. Dezember 2008 - IV ZR 9/08 (https://dejure.org/2008,2058)
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VVG § 61 a. F.
Reichweite des Grundsatzes der engen Auslegung von Risikoausschlussklauseln in Allgemeinen Versicherungsbedingungen; Auslegung der Pflicht eines Versicherungsnehmers zur Wahrnehmung der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns seines Geschäftszweiges bei allen Handlungen ...
Risikoausschluss in Versicherungsbedingungen
AVB Valoren
VVG § 61 (a.F.)
Grundsatz der engen Auslegung von Risikoausschlussklauseln
Umfang des Grundsatzes der engen Auslegung von Risikoausschlussklauseln in AVB
Übertriebene Sorgfaltsanforderungen
Leistungsfreiheit des Versicherers nur bei grobfahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalls
Leistungsfreiheit des Versicherers nur bei grober Fahrlässigkeit
Allgemeines Versicherungsvertragsrecht - BGH ändert seine Rechtsprechung: Auslegung von Risikoausschlussklauseln
Versicherungsbedingungen: Risikoausschlussklauseln müssen eng ausgelegt werden! (IBR 2009, 172)
LG Karlsruhe, 01.03.2007 - 15 O 82/06
OLG Karlsruhe, 15.11.2007 - 12 U 69/07
NJW 2009, 1147
MDR 2009, 1109
VersR 2009, 1147
VersR 2009, 341
Versicherungsbedingungen sind nach ständiger Rechtsprechung so auszulegen, wie ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer sie bei verständiger Würdigung, aufmerksamer Durchsicht und Berücksichtigung des erkennbaren Sinnzusammenhangs verstehen kann (BGH VersR 2009, 341 Rn. 16 m.w.N.; VersR 2011, 1509, 1510).
Diese Beurteilung unterliegt der Nachprüfung durch das Revisionsgericht nur dahin, ob der Tatrichter den Begriff der Fahrlässigkeit verkannt, bei der Beurteilung wesentliche Umstände außer Betracht gelassen oder gegen Verfahrensvorschriften, Denkgesetze oder Erfahrungssätze verstoßen hat (st. Rspr., vgl. BGH, Urteile vom 11. Mai 1953 - IV ZR 170/52, BGHZ 10, 14, 18; vom 21. Mai 1953 - IV ZR 192/52, BGHZ 10, 69, 74; vom 4. Dezember 1985 - IVa ZR 130/84, NJW-RR 1986, 705, 706; vom 17. Dezember 2008 - IV ZR 9/08, NJW 2009, 1147 Rn. 13 …und vom 8. Juli 2010 - III ZR 249/09, BGHZ 186, 152 Rn. 27 mwN).
Deshalb sind Risikoausschlussklauseln nach ständiger Rechtsprechung des Senats eng und nicht weiter auszulegen, als es ihr Sinn unter Beachtung ihres wirtschaftlichen Zwecks und der gewählten Ausdrucksweise erfordert (vgl. nur Senatsurteile vom 17. Dezember 2008 - IV ZR 9/08, VersR 2009, 1147 Rn. 17;… vom 17. März 1999 - IV ZR 89/98, VersR 1999, 748 unter 2 a [juris Rn. 10]).
a) Versicherungsbedingungen sind nach ständiger Rechtsprechung so auszulegen, wie ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer sie bei verständiger Würdigung, aufmerksamer Durchsicht und Berücksichtigung des erkennbaren Sinnzusammenhangs verstehen kann (Senatsurteile vom 17. Dezember 2008 - IV ZR 9/08, VersR 2009, 341 Rn. 16 m.w.N.; vom 23. Juni 1993 - IV ZR 135/92, BGHZ 123, 83, 85).
Dabei kommt es auf die Verständnismöglichkeiten eines Versicherungsnehmers ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse und damit auch auf seine Interessen an, die unter anderem dahin gehen, Risikoausschlussklauseln eng und nicht weiter auszulegen, als es ihr Sinn unter Beachtung ihres wirtschaftlichen Zwecks und der gewählten Ausdrucksweise erfordert (vgl. Senatsurteil vom 17. Dezember 2008 aaO Rn. 17 m.w.N.).
Versicherungsbedingungen sind nach ständiger Rechtsprechung so auszulegen, wie ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer sie bei verständiger Würdigung, aufmerksamer Durchsicht und Berücksichtigung des erkennbaren Sinnzusammenhangs verstehen kann (Senatsurteile vom 23. Juni 1993 IV ZR 135/92, BGHZ 123, 83, 85; vom 17. Dezember 2008 IV ZR 9/08, VersR 2009, 341 Rn. 16 m.w.N.).
Wegen der einschneidenden Wirkung der Leistungsfreiheit muss das auferlegte Tun oder Unterlassen ausdrücklich vereinbart sein, klar und eindeutig erkennen lassen, was im Einzelnen verlangt wird (vgl. Senatsbeschluss vom 30. April 2008 - IV ZR 53/05 -VersR 2008, 961 Tz. 5; Senatsurteile vom 17. Dezember 2008 - IV ZR 9/08 - VersR 2009, 341 Tz. 18; vom 9. Dezember 1987 - IVa ZR 155/86 -VersR 1988, 267 unter II und vom 12. Juni 1985 - IVa ZR 261/83 - VersR 1985, 979 unter 4 b; BGH, Urteil vom 18. Dezember 1989 - II ZR 34/89 -VersR 1990, 384 unter 3).
Deshalb sind Risikoausschlussklauseln nach ständiger Rechtsprechung des Senats eng und nicht weiter auszulegen, als es ihr Sinn unter Beachtung ihres wirtschaftlichen Zwecks und der gewählten Ausdrucksweise erfordert (ständige Rechtsprechung, vgl. nur Senatsurteile vom 17. Dezember 2008 - IV ZR 9/08, VersR 2009, 1147 Rn. 17;… vom 17. März 1999 - IV ZR 89/98, VersR 1999, 748 unter 2 a [juris Rn. 10]).
Insbesondere liegt die Feststellung der Voraussetzungen des Verschuldens im Wesentlichen auf tatsächlichem Gebiet (Pal.- Grüneberg, a.a.O., § 276 Rn. 47 mit Verweis auf BGH NJW 2009, 1147).
LG Dortmund, 19.02.2009 - 2 O 265/08
Krankenhaustagegeld Maßregelvollzug