Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BAG_12_10_2010_9_AZR_554_09_Fragliche_Anwendbarkeit_des_Art_-d4214160.html
Timestamp: 2016-12-07 20:54:01
Document Index: 112348401

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 33', 'Art. 140', 'Art. 137', '§ 280', '§ 823', '§ 17', '§ 70', '§ 123', '§ 124', 'Art. 33', 'Art. 33']

BAG, 12.10.2010 Suche
BundesarbeitsgerichtUrt. v. 12.10.2010, Az.: 9 AZR 554/09Gericht: BAGEntscheidungsform: UrteilDatum: 12.10.2010Referenz: JurionRS 2010, 32830Aktenzeichen: 9 AZR 554/09 Verfahrensgang:vorgehend:ArbG Berlin - 29.08.2008 - AZ: 58 Ca 10541/08LAG Berlin-Brandenburg - 04.12.2008 - AZ: 18 Sa 2121/08Rechtsgrundlagen:Art. 1 Abs. 3 GGArt. 33 Abs. 2 GGArt. 140 GGArt. 137 Abs. 3 WRV§ 280 Abs. 1 BGB§ 823 Abs. 2 BGB§ 17a Abs. 5 GVG§ 70 Abs. 3 HRG§ 123 Abs. 1 BerlHG§ 124 Abs. 1 BerlHGFundstellen:ArbRB 2011, 132-133AuA 2010, 672AuR 2010, 488AUR 2010, 488BB 2010, 2627 (Pressemitteilung)EzA-SD 21/2010, 7 (Pressemitteilung)EzA-SD 3/2011, 4FA 2010, 380 (Pressemitteilung)GV/RP 2010, 767JR 2011, 322NZA 2011, 824NZA-RR 2011, 216-221schnellbrief 2010, 7 (Pressemitteilung)ZTR 2010, 568Orientierungssatz:1. Der Senat neigt zu der Auffassung, dass eine staatlich anerkannte Hochschule in kirchlicher Trägerschaft nicht Adressat der öffentliche Arbeitgeber verpflichtenden Regelung des Art. 33 Abs. 2 GG ist. Dies gilt auch in den Fällen, in denen die Hochschule ihre Personalkosten aufgrund landesrechtlicher Regelungen aus öffentlichen Haushaltsmitteln erstattet bekommt. Der Senat hat diese Rechtsfrage jedoch offengelassen, da sie nicht entscheidungserheblich war.2. Vergibt ein Arbeitgeber, der bei seiner Auswahlentscheidung an die Vorgaben des Art. 33 Abs. 2 GG gebunden ist, eine zu besetzende Stelle zu Unrecht an einen Konkurrenten, kann er dem Stellenbewerber gegenüber zum Schadensersatz verpflichtet sein. Dem zurückgewiesenen Bewerber stehen allerdings nur dann Schadensersatzansprüche zu, wenn ihm anstelle des Konkurrenten das Amt hätte übertragen werden müssen. Der Stellenbewerber genügt der ihm obliegenden Darlegungslast nicht, wenn er lediglich vorträgt, kein Mitbewerber sei besser qualifiziert als er.In SachenKläger, Berufungskläger und Revisionskläger,pp.Beklagte, Berufungsbeklagte und Revisionsbeklagte,hat der Neunte Senat des Bundesarbeitsgerichts aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 12. Oktober 2010 durch den Vorsitzenden Richter am Bundesarbeitsgericht Prof. Düwell, die Richter am Bundesarbeitsgericht Krasshöfer und Dr. Suckow sowie die ehrenamtlichen Richter Preuß und Ropertz für Recht erkannt:Tenor:Die Revision des Klägers gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg vom 4. Dezember 2008 - 18 Sa 2121/08 - wird zurückgewiesen.Der Kläger hat die Kosten des Revisionsverfahrens zu tragen.Von Rechts wegen!