Source: http://www.fliegenfischen-europa.de/Landesfischereiordnung_NRW.htm
Timestamp: 2017-12-17 08:06:02
Document Index: 364166698

Matched Legal Cases: ['§ 38', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 12', '§ 13', '§ 40', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 23', '§ 1', '§ 1', '§ 12', '§ 24', '§ 24', '§ 1', '§ 25', '§ 25']

Fliegenfischen-Deutschland.de/Geänderte Landesfischereiverordnung
Die Änderungen beim Fischereigesetz / der Fischereiordnung für NRW!
Das Landesfischereigesetz bzw. die Fischereiordnung weist ab dem Jahr 2015 ein paar Änderungen auf, über die der Angelfischer / Fliegenfischer Bescheid wissen sollte:
Änderung der Landesfischereiverordnung vom 13. November 2014
Die Landesfischereiverordnung, die für alle Angler in NRW bindend ist, regelt einige Sachverhalte ab sofort neu. Die wichtigsten Änderungen sind unten aufgeführt:
(Diese Regelung trägt der besorgniserregenden Bestandssituation dieser Fischart Rechnung. In dieser Gewässerkulisse dürfen auf Antrag auch Kormorane gejagt werden.)
(Da der Besatz von Regenbogenforellen in Fließgewässern nicht gestattet ist, macht auch ein Mindestmaß keinen Sinn mehr. In Stillgewässern pflanzt sich diese Art nicht fort. Der Bachsaibling ist ebenfalls eine gebietsfremde Art und darf nicht besetzt werden.)
Nachfolgend die Landesfischereiordnung im Detail (Quelle: https//:recht.nrw.de):
Vom 9. März 2010 (Fn 1)
Auf Grund der §§ 38 Absatz 2, 39 Absatz 3, 42 Absatz 1 und 48 Absatz 3 des Landesfischereigesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Juni 1994 (GV. NRW. S. 516, ber. S. 864), zuletzt geändert durch Gesetz vom 9. Februar 2010(GV. NRW. S. 137), wird nach Anhörung des Beirates für das Fischereiwesen verordnet:
Finte (Alosa fallax LACEPEDE)
§ 1a (Fn 3) Ganzjährige Schonzeit für die Äsche
§ 1a (Fn 3)
Ganzjährige Schonzeit für die Äsche
Die Äsche (Thymallus thymallus L.) darf dem Wasser in den Gewässerabschnitten nicht entnommen werden, die die oberste Fischereibehörde durch Verwaltungsvorschrift zum Schutz der heimischen Äschenbestände festlegt. Die Verwaltungsvorschrift ist im Ministerialblatt zu veröffentlichen.
Aal (Anguilla anguilla L.) 50 cm
§ 4 (Fn 3)
§ 7 Ständige Fischereivorrichtungen
§ 8 Anforderungen an Fischereivorrichtungen
§ 9 Anforderungen an die Schokkerfischerei
§ 10 (Fn 2) Genehmigung
§ 10 (Fn 2)
(3) Abweichend von Absatz 1 benötigen die Dienstangehörigen und die mit Berechtigungsausweis versehenen Beauftragten des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Landesamt) und der oberen Fischereibehörde für den Fischfang mit Elektrizität keine Genehmigung der unteren Fischereibehörde. Die Beteiligung der Fischereiberechtigten nach Absatz 1 Satz 5 sowie amtliche Maßnahmen zur Beweissicherung oder Schadensabwehr bleiben unberührt.
§ 11 Bedienungsschein
Personen, die den Fischfang mit Elektrizität ausüben wollen, müssen die erfolgreiche Teilnahme an einem vom Landesamt durchgeführten Lehrgang zur Elektrofischerei mit abschließender Prüfung nachweisen. Das Landesamt erteilt hierüber eine Bescheinigung in Form eines Bedienungsscheines nach dem Muster der Anlage 1. Die nach den Vorschriften anderer Bundesländer erworbenen Bedienungsscheine werden anerkannt, sofern diese vergleichbar sind.
§ 12 (Fn 3) Anforderungen an Anlagen zum Fischfang
§ 12 (Fn 3)
Anforderungen an Anlagen zum Fischfang
(2) Der Fischfang mit Elektrizität darf nur unter Verwendung von Gleichstrom oder Impulsstrom ausgeübt werden. Die Anwendung von Wechselstrom als Fangstrom ist verboten. In Gewässern oder Gewässerabschnitten, in denen Lachse und Meerforellen ablaichen, ist die Verwendung von Impulsstrom in den Monaten Oktober bis Januar verboten. Ausnahmen können nur mit Genehmigung der oberen Fischereibehörde erfolgen.
§ 13 (Fn 3) Fischschutz
(3) Geeignete Vorrichtungen im Sinne des § 40 Absatz 1 des Landesfischereigesetzes sind insbesondere Absperrgitter und Rechen. Diese müssen einen lichten Stababstand von höchstens 20 mm haben. In Gewässern, in denen der Lachs (Salmo salar) zu den Zielarten im Sinne der Bewirtschaftungsentscheidung zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Nordrhein Westfalen gehört, sind Stababstände von 10 mm erforderlich und in Gewässern, in denen der Aal (Anguilla anguilla) zu den Zielarten gehört, sind Stababstände von 15 mm erforderlich.
(4) Soweit ein Fischschutz nach Absatz 3 nicht möglich ist, sind die Fische über ein Turbinenmanagement oder andere geeignete Maßnahmen zu schützen.
§ 14 Regelungen zum Fischbesatz
(4) Aalbesatz ist nach dem Muster der Anlage 2 zu dokumentieren. Die Hegeverpflichteten übermitteln die Besatzdokumente spätestens zum 31. Dezember eines jeden Jahres dem Landesamt.
§ 15 Entnahme von Pflanzen und erdgebundenen Stoffen
§ 16 Entnahme von Wirbellosen und Laich
§ 17 Behördliche Maßnahmen
§ 18 Wassergeflügel
§ 19 Registrierung von Erwerbsfischern
und Fischereifahrzeugen
Registrierung von Erwerbsfischern
(3) Änderungen der in Absatz 1 Satz 2 und Absatz 2 Satz 2 genannten Angaben sind der oberen Fischereibehörde unverzüglich anzuzeigen. Wird die Aalfischerei aufgegeben oder wird ein registriertes Fischereifahrzeug aus der Nutzung genommen, sind die entsprechenden Einträge aus den Registern zu löschen.
§ 20 Aufzeichnungspflichten der Erwerbsfischer
und Erstvermarktung
Aufzeichnungspflichten der Erwerbsfischer
(3) Bei der Abgabe von Aalen in frischer oder verarbeiteter Form an Endverbraucher oder Wiederverkäufer (Erstvermarktung) ist von den Erwerbsfischern, die ihren Betriebssitz im Land Nordrhein-Westfalen haben, nach dem Muster in Anlage 3 ein Aal-Ausgangsbuch mit Angabe der abgegebenen Aalmenge und dem Be- oder Verarbeitungszustand zu führen.
(4) Bei der Aufnahme von Aalen in frischer oder verarbeiteter Form ist von den Erwerbsfischern oder Wiederverkäufern nach dem Muster in Anlage 4 ein Aal-Eingangsbuch mit Angabe der eingegangenen Aalmenge und dem Be- oder Verarbeitungszustand zu führen.
§ 21 Aufzeichnungspflichten in der Freizeitfischerei
§ 22 Fischereierlaubnisscheine
(1) Für Fischereierlaubnisscheine, die länger als vier Wochen gültig sind, sind Vordrucke entsprechend Anlage 5 zu verwenden.
(2) Wer Erlaubnisscheine nach Absatz 1 ausstellt, hat hierüber Listen entsprechend dem Muster nach Anlage 6 zu führen.
§ 23 (Fn 3) Ordnungswidrigkeiten
§ 23 (Fn 3)
1. entgegen § 1 und § 1a Fische, Neunaugen, Krebse oder Muscheln der dort benannten Arten dem Wasser entnimmt,
13. entgegen § 12 zum Fischfang mit Elektrizität andere als die zugelassenen Geräte, Anlagen oder Stromarten verwendet oder die Geräte oder Anlagen nicht oder nicht innerhalb der vorgeschriebenen Abstände überprüfen lässt,
§ 24 (Fn 2) Befugnisse des Landesamts für Natur,
§ 24 (Fn 2)
Befugnisse des Landesamts für Natur,
Zur Erfüllung ihrer Aufgaben sind die Dienstangehörigen und die mit Berechtigungsnachweis versehenen Beauftragten des Landesamts im Rahmen wissenschaftlicher und fischereiwirtschaftlicher Untersuchungen sowie vom Landesamt betreuten Fischereifachprogrammen des Landes von den folgenden Bestimmungen ausgenommen: §§ 1, 2, 3, 4, 8, 9, und 14. Vor Durchführung der Untersuchungen ist der jeweilige Fischereiberechtigte zu informieren, soweit unaufschiebbare Maßnahmen dies in Einzelfällen erfordern, auch nachträglich.
§ 25 (Fn 3) Inkrafttreten, Außerkrafttreten
§ 25 (Fn 3)
(1) Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft und mit Ablauf des 31. Dezember 2017 außer Kraft.
1) Unter der Gattung Cobitis sp. ist die in Nordrhein-Westfalen vorkommende Art Cobitis taenia mit Hybriden aus den Arten C. taenia und C. elongatoides zusammengefasst.