Source: https://www.astra.admin.ch/astra/de/home/fachleute/fahrzeuge/digitaler-fahrtschreiber/haeufige-fragen-faq.html
Timestamp: 2019-08-21 04:40:36
Document Index: 304289130

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 18', 'Art. 16', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 4', 'Art. 3', 'Art. 42', 'Art. 13', 'Art. 42', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 16', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 4', 'Art. 100', 'Art. 3', 'Art. 14']

Häufige Fragen FAQ selected
1. Generelle Fragen zum digitalen Fahrtschreiber
2. Bedienung des digitalen Fahrtschreibers
3. Die Daten des Fahrtschreibers
4. Bestellung Fahrerkarte
5. Umgang mit der Fahrerkarte
6. Fahrtschreiberkarten allgemein
7. Kontrollen / Rechtliche Vorschriften
8. Unternehmen / Unternehmenskarte
9. Montagestellen / Werkstattkarte
10. Vollzugstellen / Kontrollkarte
Was ist der digitale Fahrtschreiber?
Der digitale Fahrtschreiber ist ein Gerät im Fahrzeug in der Grösse eines Autoradios. In seinem internen Speicher zeichnet es die Arbeits-, Lenk- und Ruhezeiten und weitere Tätigkeiten sowie fahrzeugbezogene Daten auf. Es zeigt sie an und druckt sie bei Bedarf aus.
Die kartenbezogenen Daten sowie bestimmte Fahrzeugdaten speichert es zusätzlich auf so genannte Fahrtschreiberkarten, wenn diese eingesteckt sind (Fahrer-, Werkstatt-, Kontroll-, Unternehmenskarte), je nachdem was eingeschoben ist.
Das System besteht aus einem Sensor (Weg- / Geschwindigkeitsgeber) am Getriebe, Verbindungskabeln und dem Fahrtschreiber in der Fahrerkabine.
Der Fahrtschreiber verfügt über vier Betriebsarten: Betrieb, Kontrolle, Kalibrierung und Unternehmen.
Er besitzt zwei Kartensteckplätze (Fahrerkarte und Beifahrerkarte oder Kontrollkarte oder Unternehmenskarte).
Registriert der digitale Fahrtschreiber die Geschwindigkeit?
Ja. Die Geschwindigkeit für die letzten 24 Stunden Fahrt werden in Sekundenschritten registriert, sowie die letzten 6 Geschwindigkeitsübertretungen.
Was passiert, wenn der digitale Fahrtschreiber nicht mehr funktioniert?
Die gesetzlichen Bestimmungen sind unverändert. Es muss eine Aufzeichnung aller Aktivitäten gemacht werden. Die Aktivitäten müssen genau zu der Zeit aufgezeichnet werden, an der sie stattfinden.
Kann man den LKW oder Bus starten und lenken, ohne eine Fahrerkarte zu verwenden?
Grundsätzlich ja, wenn die Fahrt nicht den gesetzlichen Bestimmungen unterliegt.
Art. 4 ARV 1 Ausnahmen
Ein Werkstatttechniker fährt in diesem Falle mit seiner Werkstattkarte und benötigt dazu keine Fahrerkarte. Der Fahrer (Techniker oder nicht) kann gleichwohl seine Fahrerkarte stecken. In beiden Fällen stellt er anschliessend den Fahrtschreiber im Menü manuell auf OUT, d. h. die nachfolgenden Aktivitäten unterliegen nicht der ARV. Die Aktivitäten werden aber auch hier aufgezeichnet.
Welche Informationen werden manuell eingegeben?
Das Symbol des Landes am Beginn und am Ende des Tages. Weiter sind diverse Fahreraktivitäten (alle sonstigen Arbeitszeiten bei denen nicht gelenkt wird, Ruhezeiten und Unterbrechungen) einzugeben.
Was muss ich beachten, wenn ich den Ausnahmen in der ARV unterliege?
Unterliegt eine Tätigkeit nicht der ARV (Ausnahmeregelung: Art. 4 ARV1 ) dann muss der DFS auf Stellung "OUT" (out of scope) gestellt werden und der Fahrer muss die ARV Bestimmungen auch nicht erfüllen, muss aber den Fahrtschreiber trotzdem gem. der Verkehrsregelverordnung (VRV) richtig bedienen (siehe unten). Diese Einstellung muss vor jeder Fahrt eingestellt werden, die nicht der ARV unterliegt. Diese Einstellung wird im Untermenu "Fahrzeug-Einstellungen" vorgenommen.
Artikel 3 Abs. 4 Verkehrsregelverordnung (VRV) hält fest:
Der Fahrzeugführer hat den vorgeschriebenen Fahrtschreiber ständig in Betrieb zu halten und richtig zu bedienen. Ist das Fahrzeug mit einem digitalen Fahrtschreiber ausgerüstet, so müssen die Fahrerkarten von Führer und Mitfahrer während der gesamten beruflichen Tätigkeit eingesteckt bleiben. Ohne Fahrerkarte darf ein Fahrzeug bei einer ARV unterliegenden Fahrt ausser bei Beschädigung, Fehlfunktion, Verlust oder Diebstahl der Karte nicht geführt werden. Es muss genügend Druckerpapier mitgeführt werden.
Für Fahrten, die von der ARV befreit sind, wird keine Fahrerkarte benötigt (DFS auf "OUT"stellen = richtige Bedienung des für das Fahrzeug vorgeschriebenen Fahrtschreibers).
Für weitere Fragen zur ARV kontaktieren Sie folgende Stelle: http://www.arvag.ch/
Wie muss man vorgehen, wenn nach Verlassen eines Fahrzeuges weitergearbeitet wird?
Wenn das Fahrzeug nicht mehr verfügbar ist, müssen die Daten gesondert aufgezeichnet werden (z.B. auf dem Ausdruck der letzten Fahrt, im Arbeitsbuch). Sobald die Karte wieder in einen digitalen Fahrtschreiber eingesteckt wird, kann die Tätigkeit nachgetragen werden.
Wie gehe ich vor, wenn ich bereits gearbeitet habe, bevor ich ein Fahrzeug übernehme?
Aktivitäten wie Arbeit, Bereitschaft, Pause, Ruhe des aktuellen Arbeitstages müssen manuell in den Fahrtschreiber eingegeben werden, bevor die Fahrt beginnt. Beim Einstecken der Fahrerkarte fordert das System auf, einzugeben was in der Zeit seit der letzten Entnahme der Karte getan wurde.
Arbeitsende am Vortag: 18.00 Uhr
Arbeitsbeginn: 07.00 Uhr (Laden)
Karte wird um 09.30 Uhr eingesteckt.
Eingabe in den Fahrtschreiber:
07.00 - 08.00 Uhr Arbeit
08:00 - 09:30 Uhr Ruhezeit
Die Eingaben müssen in UTC Zeit erfolgen.
Muss ich als Fahrer selbst die Daten von der Fahrerkarte herunterladen?
Nein. Gemäss Arbeits- und Ruhezeitverordnung (vgl. Art. 18 ARV1), ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Arbeits-, Lenk- und Ruhezeiten aufzubewahren. Dazu muss die Fahrerkarte dem Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden. Selbstständige müssen ihre Daten natürlich selbst herunterladen und aufbewahren. Es ist aber nicht verboten, dass Fahrer die Daten ihrer Fahrerkarte selbst herunterladen und aufbewahren.
Wie muss die wöchentliche Downloadpflicht gehandhabt werden?
Die Speicher-/Downloadpflicht trifft nur den Arbeitgeber sowie die selbständigerwerbenden Fahrzeugführer (vgl. Art. 16a ARV 1). Solange die Fahrerkarte (FK) auf einer ARV-pflichtigen Fahrt noch nicht benutzt wurde, können auch keine Daten darauf abgespeichert sein. Ein eigentlicher Datendownload ist demnach gar nicht möglich und muss daher auch nicht praktiziert werden. Erst ab der ersten Datenaufzeichung befinden sich Daten auf der FK, weshalb grundsätzlich nur ab diesem Zeitpunkt die Downloadpflicht beginnen kann. Bei längeren Fahrunterbrüchen besteht auch keine Downloadpflicht mangels Daten auf der FK. Dabei ist von einem Zeitrahmen von einer Woche auszugehen, da die Fahrerkarte wöchentlich heruntergeladen werden muss. Mit anderen Worten: hat ein Fahrer innerhalb einer Woche keine Fahrten mit einem Fahrzeug mit DFS ausgeführt, muss seine Fahrerkarte für diesen Zeitraum nicht heruntergeladen werden, zumal er für diesen Zeitraum über andere Kontrollmittel (z. B. Einlageblätter) verfügt.
Auf der Fahrerkarte werden folgende Daten aufgezeichnet:
die Bezeichnung des ausstellenden Staats und der ausstellenden Behörde
die Dauer der Gültigkeit sowie das Ausstellungsdatum
Name, Vorname, Geburtsdatum und Führerausweisnummer des Karteninhabers
Das Datum und die Uhrzeit des letzten
Herunterladens der Daten von der Karte
Daten zu Orten und Positionen (nur bei den G2 Karten)
Kontrolltätigkeitsdaten
Daten zu den genutzten Fahrzeugeinheiten (nur bei den G2 Karten)
Die Zeiten können entweder an der Anzeige des digitalen Fahrtschreibers, auf einem Ausdruck oder durch Herunterladen der Daten von der Fahrerkarte und anschliessendem Auswerten durch eine geeignete Hard- und Software eingesehen werden.
Was wird im digitalen Fahrtschreiber gespeichert?
Der Fahrtschreiber speichert
Kenndaten des Bewegungssensors
Kenndaten der globalen Satellitennavigationssysteme
Einsteck- und Entnahmedaten der Fahrer- oder der Werkstattkarte (Identität des Karteninhabers)
Kilometerstandsdaten
Ereignis- und Störungsdaten (Fehler/Probleme mit der Fahrerkarte/dem Fahrtschreiber,
Geschwindigkeitsüberschreitung, usw.)
Unternehmenssperrdaten
Daten der Fahrtenschreiberkarte
Genau wie die Schaublätter müssen die Aufzeichnungen von jedem Fahrer während drei Jahren aufbewahrt werden. Da die ältesten Daten auf der Fahrerkarte überschrieben werden, müssen diese regelmässig (spätestens alle 21 Tage) auf ein externes Speichermedium ausgelesen werden, bevor sie überschrieben werden. Die im Fahrtschreiber gespeicherten Daten müssen für Betriebskontrollen jederzeit zugänglich aufbewahrt werden. Sie müssen daher regelmässig mindestens alle drei Monate aus dem Fahrtschreiber auf ein externes Speichermedium ausgelesen und geordnet aufbewahrt werden.
Wo erhalte ich die Hard- und Software zum Herunterladen der Daten?
Die Hard- und Software für die Datenentladung (z.B. Downloadkey, PC, Laptop, Kartenleser, Schnittstellenkabel usw.) ist am freien Markt erhältlich.
Wie bzw. wo erhalte ich eine Fahrerkarte?
Mindestanforderung ist der Führerausweis im Kreditkartenformat (FAK) und die Berechtigung, ein Fahrzeug zu führen, das unter die Arbeits- und Ruhezeitverordnung (ARV 1) fällt.
Die Fahrtschreiberkarten können nicht telefonisch bestellt werden. Die Fahrerkarte erhalten Sie hier:
Nach Zahlungseingang wird die Karte während drei bis vier Arbeitstagen per Post zugestellt.
Die Adressänderung für den Führerausweis im Kreditkartenformat (FAK) muss der kantonalen Stelle nach Art. 26 Abs. 2, VZV innert vierzehn Tagen gemeldet werden. Die neue Adresse wird im System aufgenommen. Die Fahrerkarte muss nicht gemeldet werden.
Die Namensänderung muss der kantonalen Stelle nach Art. 26 Abs. 1, VZV innert vierzehn Tagen gemeldet werden. In diesem Fall muss auch eine neue Fahrerkarte beantragt/ausgestellt werden.
Ja. Gründe können sein, dass bereits eine Fahrerkarte für die Person existiert oder dass die erforderliche Führerausweiskategorie (B, C oder D) nicht vorhanden ist. Die Karte kann auch bei falschen Angaben auf dem Antrag verweigert werden.
Benötigen Fahrlehrer oder Fahrschüler eine Fahrerkarte?
Da LKW-Fahrlehrer und Fahrschüler auf reinen Lehrfahrten nicht ARV-pflichtig sind, brauchen sie auch keine Fahrerkarte (vgl. Art. 4 Abs. 2 Bst. e ARV1). Es genügt daher, den digitalen Fahrtschreiber auf "Kontrollgerät nicht erforderlich" zu schalten. Bei gewerbsmässigem Gütertransport, bei dem die Fahrer der ARV 1 unterliegen, ist eine Fahrerkarte nötig.
In der Praxis ist es bei reinen Lehrfahrten so, dass bei analogen Fahrtschreibern Einlageblätter übungshalber verwendet werden, denn ARV 1-Kenntnisse gehören zur Ausbildung und sind Inhalt der Führerprüfung. Daher wäre es denkbar, dass der Fahrschüler (sofern er eine Karte hat) oder der Fahrlehrer eine Karte für Übungszwecke einschiebt.
Voraussetzung für die Erteilung einer Fahrerkarte ist ein Lehrfahrausweis oder Führerausweis im Kreditkartenformat (FAK) der Kategorien B, C, D oder der Unterkategorien C1 oder D1.
Kann eine Fahrerkarte eines EU Landes in eine Schweizer Fahrerkarte getauscht werden?
Im Artikel 13b Abs. 1 und 5 ARV1 wird Folgendes festgehalten:
Fahrerkarten werden Führern und Führerinnen erteilt, die einen Lernfahr- oder Führerausweis im Kreditkartenformat (FAK) der Kategorien B, C, D oder der Unterkategorien C1 oder D1 oder der Spezialkategorie F (Art. 3 Abs. 1 und 2 VZV) besitzen. Fahrzeugführern und Fahrzeugführerinnen aus dem Ausland, die einen schweizerischen Führerausweis benötigen (Art. 42 Abs. 3bis VZV), dürfen keine Fahrerkarten erteilt werden, wenn sie Wohnsitz in einem EU-Staat haben.
Hat der Inhaber oder die Inhaberin einer von einem ausländischen Staat erteilten gültigen Fahrerkarte den Wohnsitz in die Schweiz verlegt, so kann er oder sie beim Bundesamt für Strassen ein Gesuch um Umtausch der Fahrerkarte stellen. Die ausländische Fahrerkarte muss dem Bundesamt für Strassen abgegeben werden.
Jeder Lenker darf europaweit nur eine gültige Fahrerkarte besitzen.
Kann ich eine bestellte Fahrtschreiberkarte widerrufen?
Bestellte Fahrtschreiberkarten werden grundsätzlich - unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben - produziert. Werden bestellte Fahrtschreiberkarten innert nützlicher Frist, d.h. vor Anlauf der Produktion, widerrufen, dann werden diese Fahrtschreiberkarten nicht produziert. Bei der Vorauszahlung per Debit- oder Kreditkarte kann ein gestelltes und bewilligtes Gesuch nur gleichentags (spätestens bis 16.00 Uhr) annulliert werden.
Produzierte Fahrtschreiberkarten müssen in jedem Fall bezahlt werden!
Dürfen Fahrerkarten an Personen (z.B. Grenzgänger, 120-Tage Bewilligung, etc.) mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz ausgegeben werden, wenn diese im Besitz eines Führerausweises im Kreditkartenformat (FAK) sind?
Art. 13b ARV1: „Fahrzeugführern und Fahrzeugführerinnen aus dem Ausland, die einen schweizerischen Führerausweis benötigen (Art. 42 Abs. 3bis VZV), dürfen keine Fahrerkarten erteilt werden, wenn sie Wohnsitz in einem EU-Staat haben." Sinngemäss gilt die Regelung auch für alle anderen Länder, die bereits Karten ausgeben oder dies in sehr naher Zukunft können.
Was mache ich, wenn meine Karte abläuft?
Für Karten, welche in den folgenden sechs Monaten ablaufen, kann eine neue Karte beantragt werden. Wenn das Erneuerungsgesuch bis vierzehn Tage vor Ablauf der Karte bei der Gesuchsannahmestelle eintrifft, können wir eine nahtlose Ausstellung der neuen Karte garantieren.
Die alten Karten können nach Ablauf der Gültigkeitsdauer vernichtet werden (nach der Ausweispflicht der 28 Tage).
Was gilt, wenn eine Fahrerkarte verloren, gestohlen oder defekt ist?
Der Verlust der Fahrerkarte ist der zuständigen Behörde des ausstellenden Staates zu melden.
Der Diebstahl der Fahrerkarte ist der zuständigen Behörde des ausstellenden Staates und dem Staat, in dem der Diebstahl geschah zu melden.
Die Fehlfunktion der Fahrerkarte ist der zuständigen Behörde des ausstellenden Staates zu melden. Die Karte muss zusammen mit der Meldung abgegeben werden.
Bei Beschädigung, Fehlfunktion, Verlust oder Diebstahl der Fahrerkarte muss bei der zuständigen Behörde des ausstellenden Staates innerhalb von sieben Kalendertagen ein Antrag auf Ersatz der Karte gestellt werden.
Wenn die Fahrerkarte beschädigt ist, Fehlfunktionen aufweist, gestohlen wurde oder sich nicht im Besitz des Führers oder der Führerin befindet, muss der Führer oder die Führerin gemäss Art. 14b Abs. 5 ARV 1 Satz 1 zu Beginn der beruflichen Tätigkeit die Angaben zum verwendeten Fahrzeug ausdrucken und den Ausdruck mit Namen, Vornamen, Führerausweis-nummer, Datum und Unterschrift versehen. Die Fahrt darf dann ohne Fahrerkarte während eines Zeitraums von höchstens 15 Kalendertagen fortgesetzt werden bzw. während eines längeren Zeitraums, wenn das für die Rückkehr des Fahrzeugs zu dem Standort des Unternehmens erforderlich ist. Dazu ist ein Nachweis nötig, dass es unmöglich war, die Fahrerkarte während dieses Zeitraums zu benutzen. Am Ende der beruflichen Tätigkeit muss der Führer oder die Führerin die vom Fahrtschreiber aufgezeichneten Daten ausdrucken und diesen Ausdruck ebenfalls mit Namen, Vornamen, Führerausweisnummer, Datum und Unterschrift versehen.
Unter dem Begriff „nicht im Besitz“ ist zu verstehen, wenn der Führer oder die Führerin die Karte verloren hat. Nicht unter diesen Wortlaut fällt der Fall einer zuhause oder bspw. im Hotel vergessenen Fahrerkarte. Der Lenker ist dann zwar nicht im unmittelbaren Besitz der Karte, es ist ihm aber grundsätzlich möglich, wieder in den Besitz der Karte zu gelangen. Der Verlust, Diebstahl oder Defekt einer Fahrerkarte sind dem ASTRA zu melden. Gestützt auf diese Meldung wird die entsprechende Fahrerkarte ungültig gemacht und darf nicht mehr verwendet werden. Bestellt der Lenker, der nicht mehr im Besitz seiner Fahrerkarte ist und dies dem ASTRA entsprechend gemeldet hat, eine neue Fahrerkarte, so ist die Bedingung von Artikel 14b Absatz 5 ARV 1 erfüllt. Der Lenker darf in einem solchen Fall nach Art. 14b Abs. 5 ARV 1 vorgehen. Voraussetzung sollte allerdings sein, dass er nachweisen kann, dass die alte, sich nicht mehr im Besitz des Lenkers befindende Fahrerkarte durch Meldung beim ASTRA ungültig gemacht und eine neue Fahrerkarte bereits bestellt wurde.
Die Fahrerkarte kann der Ausstellungsbehörde zurückgegeben werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Daten auf der Fahrerkarte allen Firmen zur Verfügung gestellt werden, für die gearbeitet wurde. Es besteht keine Pflicht, die Karte zurück zu geben. Nach Ablauf verliert die Karte automatisch ihre Gültigkeit.
Der Inhaber der Fahrerkarte ist für die sichere Aufbewahrung der Karte verantwortlich.
Die Fahrerkarte sollte nie irgendwo liegen gelassen oder jemandem geliehen werden.
Wenn ein anderer Fahrer die Fahrerkarte verwendet, stellt dies einen Missbrauch dar.
Bei einer Kontrolle wird die Karte beschlagnahmt. Sie verliert damit ihre Gültigkeit und es muss eine neue Fahrerkarte beantragt werden.
Weitere rechtliche Schritte der Vollzugsbehörde gegen Karteneigentümer und Benutzer sind möglich.
Wie kann ich Daten auf der Fahrerkarte löschen?
Es gibt keine Möglichkeit, die Daten auf der Karte zu löschen. Wenn der Speicher voll ist, werden die ältesten Daten mit den neuesten überschrieben. Es ist deshalb wichtig, die Daten regelmässig mit einem geeigneten Gerät aus der Fahrerkarte auszulesen.
Nein. Die Fahrerkarte wird nicht entzogen. Die Fahrerkarte ist kein Ersatz für den Führerausweis, da sie keine Fahrerlaubnis darstellt.
Nein. Die Fahrerkarte kann in jedem Fabrikat und Modell des digitalen Fahrtschreibers verwendet werden, unabhängig vom Fahrzeug, in dem das Gerät eingebaut ist.
Es gibt vier Kartentypen: Fahrer-, Unternehmens-, Werkstatt- und Kontrollkarten.
Wie viel kostet die Fahrtschreiberkarte?
70.00 CHF bei Onlinebestellung/85.00 CHF bei Papierbestellung für die Fahrerkarte
70.00 CHF bei Onlinebestellung/85.00 CHF bei Papierbestellung für die Unternehmenskarte
70.00 CHF für die Werkstattkarte
45.00 CHF für die Kontrollkarte
Wie viele Arten von Fahrtschreiberkarten darf ich besitzen?
Der Besitz von Fahrtschreiberkarten ist an bestimmte Funktionen gebunden (Fahrer, Unternehmen, Werkstatt, Vollzugsbehörde). Ein selbstständiger Transportunternehmer mit Ausbildungsnachweis zur Kalibrierung des digitalen Fahrtschreibers kann theoretisch Fahrerkarte, Werkstattkarte und Unternehmenskarte besitzen, sofern die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Aus Gründen des Datenschutzes ist es nicht empfehlenswert, dass angestellte Fahrer gleichzeitig eine Unternehmenskarte besitzen oder zur Verfügung gestellt bekommen.
Muss die Ausweisnummer auf dem Führerausweis und die Ausweisnummer auf der Fahrerkarte identisch sein?
Nach Anhang 1B (Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 des Rates vom 20. Dezember 1985 über das Kontrollgerät im Strassenverkehr) und Anhang 1C (Durchführungsverordnung (EU) 2016/799 der Kommission vom 18. März 2016), muss die zum Ausstellungszeitpunkt der Fahrerkarte gültige Führerscheinnummer auf der Fahrerkarte aufgeführt sein. Auch der Chip muss mit der Führerscheinnummer zum Ausstellungsdatum personalisiert werden.
Nach dem Ausstellungsdatum kann die Ausweisnummer auf der Fahrerkarte allerdings von der Ausweisnummer auf dem Führerausweis abweichen. Dieser Fall tritt ein, wenn bei Ausstellung eines neuen Führerausweises die Laufnummer (dies entspricht den letzten drei Stellen der Führerausweisnummer) erhöht wird.
Bei der Erneuerung der Fahrerkarte muss die Ausweisnummer zum Ausstellungsdatum wieder übereinstimmen.
Was geschieht mit einer konfiszierten Fahrerkarte?
Die konfiszierte Fahrerkarte wird der ausstellenden Behörde (In- und Ausland) zugestellt und entsprechend gemeldet. Es muss eine neue Karte im Wohnsitzland beantragt werden.
Wer Inhaber einer Werkstattkarte ist, kann gleichzeitig eine Fahrerkarte für den persönlichen Gebrauch sowie eine Unternehmenskarte (als selbstständig erwerbende Person) besitzen.
Was muss ich vorweisen können, wenn ich bei einer Kontrolle ein Fahrzeug mit digitalem Fahrtschreiber lenke?
Bei einer Kontrolle muss folgendes vorgelegt werden können: Die Fahrerkarte oder die Ausdrucke, welche als Ersatz für eine nicht mitgeführte (verlorene, gestohlene, defekte) Fahrerkarte gemacht wurden und die Schaublätter für den vorgeschriebenen Zeitraum, falls in dieser Zeit ein Fahrzeug geführt wurde, das mit einem analogen Fahrtschreiber ausgerüstet ist. Ausserdem das Arbeitsbuch mit den entsprechenden Aufzeichnungen.
Was muss man vorweisen können, wenn man bei einer Kontrolle ein Fahrzeug mit Fahrtschreiber lenkt?
Den Kontrollbeamten müssen auf Verlangen jederzeit die Arbeitszeitaufzeichnungen (Einlageblätter, Arbeitsbuch, Tagesrapporte usw.) für den aktuellen Tag und die letzten 28 Tage vorgewiesen werden. In diesem Fall muss auch für arbeitsfreie Tage eine Bescheinigung vom Arbeitgeber vorgewiesen werden.
Muss der Fahrer/die Fahrerin die Fahrerkarte in der Freizeit mitführen?
Weder die schweizerische Chauffeurverordnung (ARV 1) noch die international geltenden Sozialvorschriften (Europäisches Übereinkommen über die Arbeit des im internationalen Strassenverkehr beschäftigten Fahrpersonals, AETR) noch die Fahrtschreiberbestimmungen (Verordnung (EWG) Nr. 3821/85 über das Kontrollgerät im Strassenverkehr und Verordnung (EU) Nr. 165/2014) schreiben vor, dass eine allfällig vorhandene Fahrerkarte bei einer Strassenkontrolle vorgelegt werden muss, wenn zum Kontrollzeitpunkt kein Fahrzeug gelenkt wird, das mit einem Kontrollgerät (Fahrtschreiber) ausgerüstet sein muss bzw. der Fahrer zu diesem Zeitpunkt nicht den Sozialvorschriften untersteht. Das heisst z. B., dass ein Lastwagenchauffeur, der am Sonntag mit seinem Personenwagen zu einem Familienfest fährt oder der seinen Personenwagen während x Ferientagen privat verwendet, anlässlich einer zu diesem Zeitpunkt stattfindenden Strassenkontrolle weder im In- noch Ausland seine Fahrerkarte vorweisen muss.
Darf ich im Zwei-Mann-Betrieb fahren, wenn der Beifahrer zwar eine Fahrerkarte, jedoch keinen Führerausweis hat?
Im Zwei-Mann-Betrieb müssen beide Fahrer eine gültige Fahrberechtigung haben. Die Fahrerkarte des Beifahrers berechtigt diesen nicht zum Führen eines Fahrzeugs. (vgl. Artikel 6 ARV 1)
Mit der Unternehmenskarte können die Daten einer Unternehmung gegenüber anderen Benutzern des Fahrzeugs gesperrt werden.
Es ist dafür zu sorgen, dass die Daten nach der Miete mit einem geeigneten Gerät und der Unternehmenskarte aus dem Fahrtschreiber ausgelesen und mitgenommen werden. Dies jedoch nur, wenn der Fahrer und die Fahrt den gesetzlichen Vorschriften unterliegen.
Kontrollorgane können alle Daten des Fahrtschreibers des gemieteten Fahrzeuges ansehen oder herunterladen.
Was ein Mieter und Vermieter tun muss, finden Sie in der ARV 1 beschrieben:
Art. 16a Herunterladen von Daten beim digitalen Fahrtschreiber
Praktisch kann das vom Vermieter und Mieter wie folgt gehandhabt werden:
Möglichkeit 1: Mieter und Vermieter schützen den DFS abwechslungsweise mit ihren Unternehmenskarten (UK)
Unternehmenskarte (UK) Vermieter einschieben, anmelden
Erste Vermietung
Mieter schiebt seine UK ein, meldet sich an
Chauffeure des Mieters schieben ihre Fahrerkarten ein, fahren
der letzte Chauffeur des Mieters schiebt die UK seiner Firma ein
lädt die Daten seiner Firma herunter
meldet seine Firma ab
Vermieter schiebt seine UK ein, meldet sich an
Zweite Vermietung gleiches Vorgehen wie 2.
Hier kann jede UK nur diejenigen Daten aus dem DFS herunterladen, die mit der eigenen UK geschützt wurden oder bei denen kein Unternehmerschutz vorgenommen worden ist. Im letzteren Falle ist der Datenschutz nicht gewährleistet.
Möglichkeit 2: Vermieter schützt den DFS mit seiner UK
Die UK des Vermieters schützt alle Daten im DFS und kann auch alle herunterladen.
Falls ein Mieter trotzdem seine eigene UK steckt, schliesst er damit automatisch den Bereich des Vermieters ab und kann nicht auf diese Daten zugreifen oder sie herunterladen.
Sicherheitshalber müsste der Vermieter nach jeder Miete seine UK stecken, um sicherzustellen, dass die Vermieter UK den Inhalt des DFS schützt.
Der Vermieter hat die Arbeit des Herunterladens der Daten und der Zurverfügungstellung an den Mieter.
Die Chauffeure des Mieters schieben ihre Fahrerkarten ein, fahren
Vermieter schiebt seine UK ein, ist bereits angemeldet
lädt die Daten des Mieters herunter
stellt die Daten dem Mieter zur Verfügung
Zweite Vermietung
Vermieter schiebt seine UK ein, ist bereits angemeldet oder = siehe zweiter Fall
Vermieter schiebt seine UK ein, meldet sich damit an, wenn der Mieter seine UK in der Zwischenzeit gesteckt hätte.
Bittet den Mieter, seine Daten mit der Mieter UK herunterzuladen.
Wenn der Chauffeur keine UK seiner Firma besitzt, können die Daten nicht heruntergeladen werden!
Die entsprechende UK müsste dem Chauffeur/Vermieter zur Verfügung stehen. Das Herunterladen müsste später erfolgen. Der Vermieter kann seiner Pflicht hier nicht sofort nachkommen oder überhaupt nicht, wenn er die UK des Mieters nicht erhält.
Wie muss ich mich beim Fahren mit einem Kleinbus im Ausland verhalten?
Zu Mietfahrzeugen mit mehr als 9 Sitzplätzen:
Wenn ein Mietfahrzeug mehr als 9 Sitzplätze (inkl. Führersitz) hat, unterliegt der Fahrzeugführer im internationalen Verkehr der ARV 1 (vgl. Art. 3 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 ARV 1, und auch den damit übereinstimmenden Art. 2 Ziff. 2 Bst. b Ziff. 1 des AETR). Nur im Binnenverkehr wäre der Führer allenfalls (Fahrzeug hat nicht mehr als 16 Sitzplätze ausser dem Führersitz) von der ARV 1 ausgenommen (vgl. Art. 4 Abs. 2 Bst. a ARV 1).
Fahrzeuge, deren Führer der ARV 1 und ARV 2 unterstehen, müssen mit einem Fahrtschreiber ausgerüstet sein (vgl. Art. 100 Abs. 1 VTS). Der vorgeschriebene Fahrtschreiber ist ständig in Betrieb zu halten und richtig zu bedienen (vgl. Art. 3 Abs. 4 VRV).
Handelt es beim Fahrtschreiber um einen digitalen Fahrtschreiber, kann dieser nur mit einer Fahrerkarte richtig bedient werden (vgl. Art. 14 und 14b ARV 1).
Daraus folgt: Mietwagenkunden, die mit einem Fahrzeug mit digitalem Fahrtschreiber und mit mehr als 9 Sitzplätzen (inkl. Führersitz) internationale Fahrten durchführen wollen, müssen im Besitze einer Fahrerkarte sein. Eine Ausnahme davon gibt es nicht.
Kann man für eine auf dem digitalen Fahrtschreiber registrierte Geschwindigkeitsübertretung eine Busse bekommen?
Werden bei einer Überprüfung der Fahrtschreiberaufzeichnungen zwecks Kontrolle der Arbeits- und Ruhezeit auf der Strasse, im Betrieb oder zur Unfallabklärung anderer Verstösse, wie z. B. Geschwindigkeitsüberschreitungen, festgestellt, so dürfen die Aufzeichnungen zur Eröffnung eines Strafverfahrens oder Ahndung mit einer Ordnungsbusse wegen Geschwindigkeitsüberschreitung verwendet werden. Dagegen ist es unzulässig, voraussetzungslos anhand der Fahrtschreiberaufzeichnungen nachträglich die in einem beliebigen Zeitpunkt gefahrene Geschwindigkeit zu kontrollieren. Ferner darf das Einlageblatt als Beweismittel herangezogen werden, wenn die Polizei durch eigene Wahrnehmung feststellt, dass ein Fahrzeug zu schnell fährt.
Bei digitalen Fahrtschreibern und Restwegschreibern ist von der angezeigten Geschwindigkeit eine Sicherheitsmarge von 6 km/h abzuziehen.
Die Unternehmenskarte weist das Unternehmen aus und ermöglicht die Anzeige, das Herunterladen und den Ausdruck der Daten, die im Fahrtschreiber für diese Firma gespeichert sind.
Wie bzw. wo bekomme ich eine Unternehmenskarte und was kostet sie?
Anträge für Unternehmenskarten werden vom Bundesamt für Strassen entgegen genommen.
Preis: 70.00 CHF für Onlinegesuche/85.00 CHF für Papiergesuche
Die Fahrtschreiberkarten können nicht telefonisch bestellt werden. Die Unternehmenskarte erhalten Sie hier:
Je nach den Betriebserfordernissen, denn eine Beschränkung ist nicht vorgesehen.
Es ist aber wichtig, dass der Hauptsitz der Unternehmung sämtliche Karten auch für deren Filialen unter derselben Unternehmensnummer beschafft.
Nur so kann sie die Daten aller Fahrzeuge mit jeder ihrer Unternehmenskarten korrekt schützen und später auch herunter laden.
Jedes Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz sowie selbstständig erwerbende Personen mit Wohnsitz in der Schweiz.
Brauchen selbstständiger Lenker eine Unternehmenskarte?
Ja, um die Daten im digitalen Fahrtschreiber vor fremdem Zugriff zu schützen.
So etwa beim Mieten, Vermieten oder beim Verkauf eines Fahrzeugs.
Die Daten sind vom Zeitpunkt an geschützt, an welchem die Unternehmenskarte eingesteckt wird. Dabei wird der vorangegangene Datenbereich gesperrt.
Die Unternehmenskarte funktioniert wie ein Schlüssel, mit dem die eigenen Daten aus dem Fahrtschreiber herunter geladen werden können, fremde aber nicht.
Braucht man unterschiedliche Unternehmenskarten für die Filialen eines Unternehmens?
Grundsätzlich kann ein Unternehmen so viele Karten bestellen, wie es braucht.
Mit der Unternehmenskarte wird ein Datenbereich im digitalen Fahrtschreiber eröffnet.
Wird eine andere Karte eingesteckt, schliesst diese den vorangegangenen und eröffnet einen neuen Datenbereich. Dies wird durch die ersten 13 Stellen der Kartennummer gesteuert.
Um zu verhindern, dass innerhalb eines Unternehmens mehrere Datenbereiche auf dem digitalen Fahrtschreiber angelegt werden, müssen die ersten 13 Stellen der Kartennummern eines Unternehmens identisch sein. Dies wird durch die Kartenausgabestelle gewährleistet. Dort werden die Unternehmen und deren Filialen erfasst.
Bei der Kartenbestellung muss deshalb unbedingt darauf hingewiesen werden, dass bereits Karten für das Unternehmen bzw. die Filiale existieren.
Die Entscheidung liegt bei den Unternehmen, ob alle Fahrtschreiber eines Unternehmens oder nur diejenigen innerhalb der Ableger mit allen oder nur den Ableger spezifischen Unternehmenskarten ausgelesen werden können.
Kann ich anstelle der Unternehmenskarte meine Werkstattkarte benutzen?
Was passiert, wenn die Unternehmenskarte nicht mehr funktioniert, gestohlen wird oder verloren geht?
Es kann eine Ersatzkarte oder eine neue Karte beantragt werden.
Kartenkennung (Kartennummer, ausstellender Mitgliedstaat, Name der ausstellenden Behörde, Ausstellungsdatum, Gültigkeitsdauer)
Karteninhaberkennung (Name und Anschrift des Unternehmens)
Unternehmensaktivitätsdaten (Sperren/Entsperren der Fahrzeugeinheit, Herunterladen von der Fahrzeugeinheit, Herunterladen von der Karte, heruntergeladener Zeitraum, amtliches Kennzeichen und Zulassungsbehörde des Mitgliedstaates des Fahrzeugs, …)
Die Unternehmenskarte ermöglicht das Auslesen von Daten aus dem digitalen Fahrtschreiber auf ein externes Speichermedium (Download Stick, Handheld Computer, Labtop, usw.).
Die Daten werden also nicht auf der Unternehmenskarte selber gespeichert sondern auf ein separates Gerät, da sie ein zu geringes Speichervolumen besitzt.
Ein Fuhrunternehmen hat mehrere Fahrzeuge und tauscht ein Fahrzeug gegen eines mit einem digitalen Fahrtschreiber aus. Müssen dann alle Fahrer im Unternehmen eine Fahrerkarte besitzen?
Nur die Fahrer, die das neue Fahrzeug fahren, müssen eine Fahrerkarte besitzen.
Nein. In diesem Fall gelten die gleichen Bestimmungen wie für jeden anderen Fahrer.
Wie kann ich Daten auf der Unternehmenskarte löschen?
Es gibt keine Möglichkeit, die Daten auf der Karte zu löschen.
Wenn der Speicher voll ist, werden die ältesten Daten mit den neuesten überschrieben.
Es ist deshalb wichtig, die Daten regelmässig mit einem geeigneten Gerät aus der Karte auszulesen.
Wie werden Aufzeichnungen von unternehmensfremden Lenkern (z.B. Leiharbeitern) gehandhabt?
Um der gesetzlichen Verpflichtung der Planung der Lenker nachkommen zu können, ist der Zugang zu Vortätigkeiten des unternehmensfremden Lenkers nötig.
Geeignete Mittel sind Ausdrucke der unmittelbaren Vortätigkeit (auch bei anderen Unternehmen) oder das Auslesen der Fahrerkarte.
Nur so kann gewährleistet werden, dass die vorgesehenen täglichen bzw. wöchentlichen Ruhezeiten eingehalten werden können.
Die Werkstattkarte weist den Karteninhaber aus und ermöglicht die Prüfung und Kalibrierung des digitalen Fahrtschreibers.
Ausgabestelle für die Werkstattkarte (ZLS)
Werkstattkarten werden nur an qualifiziertes Werkstattpersonal ausgegeben.
Jede Person darf nur eine Werkstattkarte pro Werkstatt besitzen.
Bei mehreren Arbeitgebern (Werkstätten) kann dieselbe Person pro Werkstatt eine Werkstattkarte erhalten.
Müssen LKW-Mechaniker auch eine Fahrerkarte besitzen?
Mechaniker benötigen auf Testfahrten keine Fahrerkarte, da Testfahrten nicht unter die Arbeits- und Ruhezeitverordnung (ARV 1) fallen. Es ist aber freigestellt, dennoch eine Fahrerkarte zu beantragen und diese bei Testfahrten einzusetzen. Zudem kann die persönliche Werkstattkarte ebenfalls für Testfahrten verwendet werden.
Ja, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt werden. Hierzu zählen z. B. fehlende Eignung und Zuverlässigkeit der Werkstatt und unqualifiziertes Personal.
Kann für die Kalibrierung des digitalen Fahrtschreibers anstelle der Werkstattkarte eine andere Karte (Unternehmens-, Kontroll-, oder Fahrerkarte) verwendet werden?
Muss ich für den Erwerb einer Werkstattkarte einen Fahrerausweis besitzen?
Nein, man braucht keinen Fahrerausweis, um eine Werkstattkarte zu erhalten. Bei Testfahrten ersetzt sie jedoch nicht den Fahrerausweis der entsprechenden Kategorie.
Ja, denn mit dem System des digitalen Fahrtschreibers (intelligenter Fahrtschreiber) werden einige Neuerungen eingeführt, die unbedingt einzuhalten und zu beachten sind.
Ein Nachweis über die entsprechenden Kenntnisse ist bei der Beantragung der Werkstattkarte erforderlich.
Was passiert, wenn die Werkstattkarte plötzlich nicht mehr funktioniert, gestohlen oder verloren wird oder die Gültigkeit abläuft?
Bei der ausstellenden Behörde kann eine Ersatzkarte beantragt werden.
Eine noch gültige Karte muss der ausstellenden Behörde zurückgegeben werden.
Um die auf der Karte gespeicherten Daten ansehen zu können, müssen diese zuerst auf einen Computer herunter geladen werden. Sie können danach mit der dafür geeigneten Software am Bildschirm betrachtet werden.
Es ist auch möglich, sich die Daten am Fahrtschreiber anzeigen oder ausdrucken zu lassen.
Die Kontrollkarte weist die Kontrollbehörde aus und ermöglicht das Lesen, Ausdrucken und/oder Herunterladen der im Massenspeicher oder auf Fahrerkarten gespeicherten Daten auf ein externes Gerät.
Können mit der Kontrollkarte alle digitalen Fahrtschreiber überprüft werden?
Ja, die Kontrollkarte kann für alle digitalen Fahrtschreiber eingesetzt werden.
Kontrollaktivitätsdaten (Datum und Uhrzeit jeder der letzten 230 Kontrollen, Art der Kontrolle, herunter geladener Zeitraum, amtliches Kennzeichen und zulassender Staat des kontrollierten Fahrzeugs, Kartennummer und ausstellender Staat der kontrollierten Fahrerkarte)
Wie kann ich Daten auf der Kontrollkarte löschen?
Es gibt keine Möglichkeit, die Daten auf der Karte zu löschen. Wenn der Speicher voll ist, werden die ältesten Daten rollend mit den neuesten überschrieben.
Es ist deshalb wichtig, die Daten regelmässig mit einem geeigneten Gerät aus der Fahrtschreiberkarte auszulesen.
https://www.astra.admin.ch/content/astra/de/home/fachleute/fahrzeuge/digitaler-fahrtschreiber/haeufige-fragen-faq.html