Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IV%20ZR%2018/58
Timestamp: 2019-07-22 13:39:28
Document Index: 55268731

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 12', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 16', '§ 24', '§ 12', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 22', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 07.05.1958 - IV ZR 18/58 - dejure.org
BGH, 07.05.1958 - IV ZR 18/58
https://dejure.org/1958,3597
BGH, 07.05.1958 - IV ZR 18/58 (https://dejure.org/1958,3597)
BGH, Entscheidung vom 07.05.1958 - IV ZR 18/58 (https://dejure.org/1958,3597)
BGH, Entscheidung vom 07. Mai 1958 - IV ZR 18/58 (https://dejure.org/1958,3597)
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OLG Hamburg, 18.12.1957 - 9 U (E) 186/57
Jene Grundsätze sind - auf Art. 1 und 2 GG aufbauend - darauf gerichtet, die Achtung der Menschenwürde zu sichern und die freie Entfaltung der individuellen Persönlichkeit des Einzelnen im Rahmen der Rechtsordnung zu ermöglichen (zur Entwicklung dieser Grundsätze vgl. BGHZ 39, 130 [BGH 05.03.1963 - VI ZR 55/62]; 30, 7, 10) [BGH 18.03.1959 - IV ZR 18/58].
Das so verstandene allgemeine Persönlichkeitsrecht ist begrenzt auf den unantastbaren persönlichen Bereich des Einzelnen, der sich in die Gemeinschaft einzufügen und auf die Rechte und Interessen anderer Rücksicht zu nehmen hat (BGHZ 30, 7, 11) [BGH 18.03.1959 - IV ZR 18/58].
Es handelt sich um eine Verwendung, die dem Fall der namentlichen Erwähnung einer Person in einer Werbeanzeige ähnelt (vgl. BGHZ 30, 7, 9 [BGH 18.03.1959 - IV ZR 18/58]/10-Catarina Valente).
Ihm steht ferner bei einem objektiv rechtswidrigen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht der gleichfalls in entsprechender Anwendung der §§ 12, 862, 1004 BGB entwickelte vorbeugende Unterlassungsanspruch zu, sofern die Besorgnis künftiger Wiederholung des Eingriffs besteht (vgl. BGHZ 30, 7, 14 [BGH 18.03.1959 - IV ZR 18/58]; BGHZ GS 34, 99, 102).
Soweit sie einen solchen Herkunftshinweis nicht enthalten, fällt ihre Benutzung aber - entgegen der Auffassung der Revision - nicht in den sachlichen Schutzumfang einer Firmen- oder Warenkennzeichnung; denn der Schutz solcher Kennzeichen erfaßt sowohl gemäß § 16 UWG als auch gemäß § 24 Abs. 1 WZG nur Benutzungshandlungen, die geeignet sind, zu Verwechslungen mit dem Namen, der Firma oder den Waren bzw. Dienstleistungen des Inhabers zu führen, und auch § 12 BGB setzt in seiner hier allein in Betracht kommenden Alternative des unbefugten Namensgebrauchs nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Möglichkeit einer Identitätsverwirrung voraus (vgl. BGHZ 30, 7, 10 [BGH 18.03.1959 - IV ZR 18/58] - Caterina Valente; BGHZ 81, 75, 78 - Carrera; BGHZ 91, 117, 120 - Mordoro).
Da das Persönlichkeitsrecht am eigenen Bild durch § 22 KunstUrhG unter Sonderschutz gestellt ist, braucht insoweit nicht auf das allgemeine Persönlichkeitsrecht zurückgegangen werden, das nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ein sonstiges Recht im Sinne des § 823 Abs. 1 BGB ist (BGHZ 13, 334, 338 [BGH 25.05.1954 - I ZR 211/53] ; 15, 249, 257, 258 [BGH 26.11.1954 - I ZR 266/52] ; 20, 345, 351 [BGH 08.05.1956 - I ZR 62/54] ; 24, 72, 76 [BGH 02.04.1957 - VI ZR 9/56] ; 26, 349, 354 [BGH 14.02.1958 - I ZR 151/56] ; 27, 284, 285 [BGH 20.05.1958 - VI ZR 104/57] ; 30, 7, 11) [BGH 18.03.1959 - IV ZR 18/58] .
Dementsprechend hat auch der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in seiner erwähnten Entscheidung vom 19. September 1961 bei einem Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht einen Anspruch auf Ersatz immaterieller Schäden im Grundsatz anerkannt (ähnlich wohl auch der IV. Zivilsenat in BGHZ 30, 7 [BGH 18.03.1959 - IV ZR 18/58] ).
Zu Recht hat das Berufungsgericht daher ausgeführt, daß in die Bemessung der "Lizenzgebühr" alle wertbestimmenden Faktoren einbezogen werden müssen, die auch bei freien Lizenzverhandlungen auf die Höhe der Vergütung Einfluß genommen hätten (BGHZ 30, 7, 17 [BGH 18.03.1959 - IV ZR 18/58] ; 82, 310, 321 - Fersenstützvorrichtung).