Source: https://blog-it-recht.de/2018/04/17/muster-verarbeitungsverzeichnis-art-30-dsgvo-zum-kostenfreien-download/
Timestamp: 2019-04-18 14:51:32
Document Index: 354338170

Matched Legal Cases: ['Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 49', 'Art. 83', 'Art. 30']

Nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind die Dokumentationspflichten mit dem Führen eines Verarbeitungsverzeichnisses für Unternehmen erheblich erweitert worden (Art. 30 DSGVO). RESMEDIA bietet ein Muster zum kostenfreien Download an.
Was enthält das Muster des Verarbeitungsverzeichnisses von RESMEDIA?
Es gab zwar nach „altem“ Recht bereits ein sog. „Verfahrensverzeichnis“, doch die Pflicht zum Führen eines solchen Dokuments trifft jetzt praktisch jedes Unternehmen und der Umfang wurde erheblich erweitert. Zwar sollen nach Art. 30 Abs. 5 DSGVO Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern von dieser Verpflichtung ausgenommen sein, es sei denn,
Im Zeitalter der Digitalisierung wird es allerdings kam ein Unternehmen geben, das personenbezogene Daten nur gelegentlich verarbeitet, so dass die Ausnahme für kleine Unternehmen praktisch kaum relevant sein wird. Auch kleine Unternehmen werden in der Praxis daher grundsätzlich das Verarbeitungsverzeichnis führen müssen.
Was muss das Verarbeitungsverzeichnis mindestens beinhalten?
Im Verarbeitungsverzeichnis müssen sämtliche „Verarbeitungstätigkeiten“ aufgeführt werden. Art. 30 DSGVO fordert dazu folgende Angaben:
gegebenenfalls Übermittlungen von personenbezogenen Daten an ein Drittland oder an eine internationale Organisation, einschließlich der Angabe des betreffenden Drittlands oder der betreffenden internationalen Organisation, sowie bei den in Art. 49 Absatz 1 Unterabsatz 2 genannten Datenübermittlungen die Dokumentierung geeigneter Garantien;
Was passiert, wenn wir kein Verarbeitungsverzeichnis haben?
Das Verarbeitungsverzeichnis muss von Unternehmen jederzeit vorgelegt werden können. Das bedeutet: Sollte die Aufsichtsbehörde die Vorlage – etwa im Rahmen eines Audits – verlangen, muss das Verzeichnis aktuell sein. Anderenfalls drohen Bußgelder nach bis zu 10 Millionen EUR oder bis zu 2 % des weltweiten Jahresumsatzes, wenn dieser höher ist (Art. 83 Abs. 4 a DSGVO).
nach Art. 30 DSGVO