Source: https://www.susensoftware.de/hintergrund/faq/
Timestamp: 2018-12-11 13:34:54
Document Index: 304080757

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', '§69', '§69', '§69', '§ 69', 'EuG', '§ 69', 'BGH', 'EuG', '§ 15', '§ 22', '§ 3', '§ 30', '§ 31', '§ 17', '§ 17', '§90', '§90', '§95', '§ 90', '§266', '§ 266', '§ 6', '§ 6', '§ 6']

FAQ der gebrauchten Software - Fragen und Antworten zur Gebrauchtsoftware
https://www.susensoftware.de/ > HintergrundHäufige Fragen (FAQ)
FAQ zu gebrauchten Softwarelizenzen
Was ist eigentlich stille Software?
Sind Käufer von stiller Software berechtigt die Update-Funktionen zu nutzen?
Warum kaufen noch nicht alle stille Software von SAP oder Microsoft?
Kann ich bei Ihnen nur ältere oder auch aktuelle Software erwerben?
Habe ich Qualitätseinbußen, wenn ich stille Software kaufe?
Darf ich eine OEM-Version weiterverkaufen? Die Lizenzbedingungen, die bei der Installation per Mausklick akzeptiert werden müssen, verbieten das doch.
Ist es möglich bei Ihnen als Einzelperson Lizenzen zu erwerben?
Ist der Support bei stiller Software gewährleistet?
Woher bekommt Susensoftware die stillen Software-Lizenzen?
Wer kauft stille Software?
Welche Software-Lizenzpakete kann ich an Susensoftware verkaufen?
Ist es notwendig, sich ein notarielles Testat ausstellen zu lassen?
Welche Formen der Mehrfachlizenzen gibt es?
Bekomme ich beim Kauf Dokumente des Software-Herstellers?
Was muss ich berücksichtigen, wenn ich gebrauchte Software verkaufen möchte?
Welche Probleme können beim Verkauf oder Kauf von Lizenzen entstehen?
Was muss ich über Nutzungsbeschränkungen wissen?
Was muss ich über AGB wissen?
Was hat es mit dem Erschöpfungsgrundsatz auf sich?
Was sind Volumenlizenzen?
Kaufe ich besser neue oder gebrauchte Software?
Kann ich auch Software (z.B. Microsoft oder SAP Lizenzen) aus anderen europäischen Ländern kaufen?
Wie kann man Geld durch eine Potentialanalyse einsparen?
Wenn ich Vertragsverhandlungen vorbereite, hilft mir da eine Potentialanalyse von susensoftware?
Spezielle Fragen zu stiller Software von SAP
Ich benötige SAP lizenzen nur für einen Zeitraum von 6 Monaten. Ist das auch mit stiller Software möglich?
Kann man SAP Software gebraucht einkaufen, wenn wir zum Nachkauf gezwungen sind?
Wie kann man Geld beim SAP-Betrieb einsparen?
Wann braucht man für SAP User keine Softwarepflege des Herstellers?
Wie kann ich meine SAP Installation optimieren?
Warum braucht man ein Übertragungsdokument für eine SAP Lizenzübertragung?
Warum ist neue SAP Software im Ausland billiger als in Deutschland?
Was ist mit der Abschreibung von Software?
Wie genau ist der Ablauf, wenn wir SAP-Userlizenzen bestellen würden?
Wer verkauft SAP Software / Lizenzen?
Bei der SAP müssen alle neu erworbenen Lizenzen mit Enterprise Support (sprich 22% jährlicher Wartungsgebühr) erworben werden. Die von Ihnen angebotene stille Software ist schon etwas älter - Kann diese daher bei Ihnen zu dem alten Standard-Support-Wartungssatz von 17% erworben werden?
Wie marktbeherrschend ist SAP?
Was ist die Grundlage für die jährliche Wartungsgebühr - Der SAP-Listenpreis oder dieser abzgl. des Susen-Rabattes?
Welche weiteren Kosten (z. B. Beratung) fallen - außer dem "Kaufpreis" - für die stillen Lizenzen bei Ihnen noch an?
Woher bekomme ich die zu installierenden Software / Original Sources, um damit ein System initial aufzusetzen?
Für bestimmte Länder (z.B. USA / GUS-Staaten) werden von SAP Lizenz-Aufschläge verlangt. Wie verhält es sich mit solchen Aufschlägen beim Kauf von "gebrauchten" SAP-Lizenzen?
Besteht die Möglichkeit, die Lizenzen wieder in Wartung zu nehmen, um damit auf die aktuelle Version upgraden zu können?
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Unter sogenannter stiller Software versteht man Software, die zunächst von einem Anwender gekauft, auf seinem Computer eingesetzt wurde und somit als Vermögensposten in seiner Bilanz erkennbar ist. In dem Moment, in der diese Software in der Bilanz abgeschrieben und nicht mehr verwendet wird, bezeichnet man sie als stille Software. Da die bereits gebrauchte Software nicht verschleißt, wird auch der Wert der Software-Lizenz mit der Zeit nicht verringert. Der Preis wird alleine durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Trotzdem bleibt die Software oft ungenutzt auf den Rechnern der Unternehmen installiert. Meist ist im Unternehmen nicht bekannt, welche wertvollen Lizenzen ungenutzt sind. Die Bestände werden von nur ca. 50 Prozent aller deutschen Unternehmen regelmäßig überprüft. Im Gegensatz dazu sind etwa 30 Prozent überlizenziert. Wenn man diese Werte ausfindig macht, können sie vorteilhaft für die Unternehmen genutzt werden.
Ja. War die Software vor der Veräußerung updatefähig, verliert sie diese Eigenschaft durch den Lizenztransfer nicht. Durch den Erwerb von stiller Software entstehen somit keinerlei Einbußen.
Das Bewußtsein ist noch nicht im Markt vorhanden, von Kollegen aus anderen Unternehmungen preiswerte gebrauchte Software einkaufen zu können. Einige Makler bemühen sich diese Optionen bekannt zu machen, doch zeigt sich eine gewisse Verunsicherung - oft verursacht durch den Lizenzgeber - bei den betroffenen Unternehmen.
Der Kunde kann bei susensoftware sowohl ältere, als auch aktuelle Software erwerben. Die aktuelle Software wird von susensoftware nicht als Neuware über einen Großhändler bezogen. Sie stammt aus dem Ankauf von ungenutzten Lizenzen aus Insolvenzfällen, Firmenübernahmen, Betriebssystem- oder Produktumstellungen. In vielen Fällen sind die Softwarepakete original veschweißt.
Beim Kauf von stiller Software hat der Kunde keinerlei Qualitätseinbußen. Software hat die Eigenschaft, durch Nutzung nicht zu verschleißen. Das eine neuere Version auf dem Markt angeboten wird, bedeutet nicht gleichzeitig, dass die bereits bestehende Software veraltet ist. Die ältere Software erfüllt weiterhin ihren Zweck. Die gebrauchte Software entspricht der Neuen und kann immer wieder verwendet werden. Somit ist die “Second- Hand- Software“ genauso gut, wie das Original. Zudem besteht ein weiterer Vorteil beim Erwerb stiller Software in der deutlichen Kostenersparnis im Gegensatz zum Kauf aktueller Lizenzprodukte. Die Qualität bleibt gleich.
Der Käufer einer SAP- Lizenz hätte nur dann Qualitätseinbußen, wenn zeitgleich zum Kauf der Lizenzen kein Wartungsvertrag abgeschlossen würde. Aus unserer Erfahrung und einer schriftlichen Stellungnahme seitens SAP hat sich gezeigt, dass SAP allen Käufern von gebrauchten SAP- Produkten Wartung anbietet. Somit gewährleistet SAP dem Kunden auch nach einem Lizenzkauf die Zuverlässigkeit und Qualität seiner Produkte.
Die Wartung bei Microsoftprodukten unterteilt sich in zwei Versionen. Es gibt unterstützte Versionen, wobei es hier regelmäßige Bugfixes, Fehlerbehandlungen und Patches gibt. Die nicht mehr aktuellen Versionen, wie zum Beispiel Windows 95, werden nicht mehr unterstützt. Dabei ist es ohne Bedeutung, ob es sich um gebrauchte Software oder um neue Produkte handelt.
Sie dürfen es! Damit machen Sie sich weder strafbar noch schadensersatzpflichtig. Die Lizenzbedingungen werden nur dann Bestandteil des Kaufvertrages, wenn Sie die Software direkt beim Hersteller kaufen. Eine "Erlaubnis" (nichts anderes meint das Wort "Lizenz") brauchen Sie vom Hersteller nicht. OEM ist die Abkürzung für "Original Equipment Manufacturer", Hersteller von Originalgeräten.
Ja, auch als Privatperson steht es Ihnen frei stille Software zu erwerben. Genau wie Gewerbetreibende sollten Sie versuchen kostengünstig einzukaufen. Richten Sie Ihre Anfrage an uns über E-Mail. Bitte beachten sie, dass susensoftware Einzelanfragen selten bedienen kann; hierzu empfehlen wir ebay.
Zunächst unterscheiden wir zwischen Support und Wartung. Ein Softwarehersteller leistet aus Gewährleistungspflichten einen Produktsupport, der typischerweise von allen Lizenznehmern uneingeschränkt genutzt werden kann. Darunter fällt das Beheben von Softwarefehlern in Form von Patches. In Ergänzung dieser Pflicht bieten einige Softwarehersteller, allen voran SAP, kostenpflichtige Wartung an. Das führt beim Lizenznehmer oft zu einem stabileren Einsatz der Software.
Ob eine Wartung nötig, erwünscht oder nicht vorgesehen ist, richtet sich nach dem eingesetzen Softwareprodukt. Um die Qualität und Zuverlässigkeit seiner Softwareprodukte auch nach einer Lizenzveräußerung zu gewährleisten, hat SAP sich z.B. schriftlich dazu bereit erklärt, dem Käufer stiller SAP-Software Wartung anzubieten. Alternativ vermittelt susensoftware bei Bedarf durch unsere Partner eine kostenoptimierte Wartungslösung für SAP R/3 Systeme.
Es gibt Meinungen, die besagen, dass für SAP-Lizenzen in der Produktion, Lagerverwaltung, etc. keine Wartung benötigt wird, weil sich hier kaum etwas in gesetzlichen Bestimmungen ändert - anders als in den Bereichen Personalwirtschaft (HCM) und Finanzwesen (FI/CO).
Bei Microsoft benötigen Sie in der Regel keine Wartung.
susensoftware bezieht stille Software aus drei verschiedenen Quellen:
Insolvente Firmen, die ihre werthaltigen Softwarelizenzen zur Schuldentilgung anbieten.
Leasinggesellschaften, die sogenannte Leasingrückläufe für die Weitervermarktung zur Verfügung stellen. Unter Leasingrückläufen versteht man Software, die eine Firma von einer Leasinggesellschaft über einen festgelegten Zeitraum zur Verfügung gestellt worden ist und nach Ablauf des Vertrages zurückgegeben wird.
Ganz normale Unternehmen, bei denen es durch den Verkauf, Umstrukturierungen oder Arbeitsplatzabbau zu einer Überlizenzierung gekommen ist. Als weitere Veräußerungsgründe kommen in Frage:
Umstieg auf ein anderes Betriebssystem
Umstieg auf eine andere Produktreihe
Umstieg auf einen anderen Hersteller
Wir glauben an die soziale Marktwirtschaft. Unsere Kunden sind abhängig - von Ihren Kunden - aber nicht von Ihren Lieferanten.
Unsere Kunden wollen wenn dann Mitbewerber schlucken, aber keine fremden Vorgaben.
Susensoftware zählt zu seinen Kunden Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Finanzdienstleister, Automobilzulieferer und Handelsunternehmen. Alle Firmen haben eins gemeinsam: ein beschränktes Budget für den Bereich IT, welches oft jedes Jahr sinkt. Trotzdem sollen alle geplanten Projekte durchgeführt werden und neue Software angeschafft werden. Durch den Kauf stiller Software erreichen diese Unternehmen eine deutliche Kostenersparnis und können so z.B. Projekte durchführen, die nicht im Budget waren. Für das gesamte Unternehmen könnte die Liquidität gesteigert werden; in der Praxis wird das Geld aber in der Fachabteilung wieder ausgegeben. Darüber hinaus lastet ein Veränderungsdruck auf den Unternehmen. Jeder rechnet damit, dass ihm etwas genommen wird, weil es anders nicht mehr weitergeht. Es entwickelt sich der Slogan: Wenn schon den Marktführer einsetzen, dann aber die besten Preise suchen. Oder: Wenn ich schon meistens auf SAP baue so will ich jede mögliche Freiheit nutzen!
Es gibt einen weiteren Grund stille Software einzusetzen: Oft benötigen Unternehmen nicht die neuesten Software-Lizenzen, da Mitarbeiter auf älteren Versionen geschult sind und im Unternehmen flächendeckend die älteren Versionen installiert sind. Dies betrifft z.B. Windows 98 und SAP R/3. Die Software-Hersteller liefern diese Versionen nicht mehr aus; susensoftware hilft.
Erhebliches Einsparpotential (bis zu 50%) ohne Qualitätsverlust gegenüber Ersterwerb von Software
Qualität der Produkte bleibt gleich (kein Verschleiß bei Software)
Kauf ist rechtlich abgesichert durch Abstimmung der Lizenzübertragung mit dem Hersteller
After-Sales-Leistungen (Wartung, Support) gesichert
Einfache Abwicklung durch Online-Bestellsystem
Schnelle Belieferung und Nachkaufoption
Optimierung der Geschäftsprozesse im Hinblick auf Kosteneinsparungen
Vermeidung von Unterlizensierung durch Qualitäts-Software-Management
Susensoftware hat sich auf alle Microsoft- und SAP-Produkte spezialisiert. Nicht nur aktuelle Versionen, sondern auch solche, die sich schon seit längerer Zeit auf dem Markt befinden kauft susensoftware an; zum Beispiel MS Windows XP und Office 2010 in großen Stückzahlen. Die Softwareprodukte anderer Hersteller können wir auf unserer Sonderpostenliste veröffentlichen. Der Verkauf wird durchgeführt, wenn ein Käufer gefunden wurde.
Nein. Susensoftware wird jedem Käufer originale Dokumente des Softwareherstellers (z.B. Microsoft) übergeben, falls diese verfügbar sind.
Es gibt gängige Beispiele, in denen Originaldokumente nicht zur Verfügung stehen. Beim Verkauf von z.B. Teilmengen aus einem Vertrag werden wir nicht auf ein notarielles Testat zurückgreifen, sondern entsprechend der europäischen Rechtsprechung (vgl. EuGH Urteil C-128/11 vom 3. Juli 2012) einen Verkauf durchführen.
Es gibt neben der normalen Arbeitsplatzlizenz andere Formen:
concurrent user licence (Anzahl gleichzeitige Nutzung)
named user licence (Anzahl namentlich genannter User)
Volumenlizenz (abhängig von der Nutzung)
Netzlizenz (für ein Netzwerk)
Beim Verkauf von Mehrfachlizenzen handelt es sich manchmal auch um ein Vervielfältigunsrecht, indem die genaue Anzahl der erlaubten Kopien festgelegt wird. Beim Verkauf solcher Lizenzen sollten Sie darauf achten, dass der Käufer schon im Besitz eines solchen oder ähnlichen Vervielfältigungsrechts ist. Es könnte sonst angenommen werden, dass der Lizenzgeber genau dem Lizenznehmer dieses Vervielfältigungsrecht nicht einräumen wollte. Falls das so wäre, muss man damit rechnen, dass der Lizenzgeber den Verkauf des Vervielfältigungsrechtes anficht. Dies ist sicher ein Randthema. Aber wenn's ernst wird, können die Randthemen entscheidend sein.
Dies ist eine schwierige Antwort, da es auch Lizenzen gibt, die nur durch einen Zahlencode im Internet erreichbar bzw. belegbar sind. In der Regel ist aber festzustellen, dass bei dem Kauf von Software-Lizenzen kein gutgläubiger Erwerb möglich ist. Seit dem EuGH Urteil scheint es beim Kauf von Software ausreichend zu sein, z.B. nur eine Rechnung als Lizenznachweis zu erhalten. Es sollte auf Dokumente oder zumindest Kopien des Herstellers passend zu den Lizenzen bestanden werden. Anderenfalls kann vermutet werden, dass der Besitz nicht nachgewiesen werden kann. Im Klartext kann das Fehlen entsprechender Dokumente bedeuten, dass Sie die Lizenzen gar nicht besitzen. Als Folge dessen wird ein Lizenzverstoß wegen Unterlizenzierung festgestellt werden. Das führt in der Regel zu einer Schadensersatzforderung durch den Lizenzgeber in Höhe des Neupreises der Lizenzen. Zusätzlich wird von Ihnen der Nachkauf der Lizenzen gefordert werden. Sie bezahlen somit die Lizenzen mehrfach. Damit aber nicht genug. Je nach Einsatz der unrechtmäßig eingesetzen Lizenzen kann der damit erwirtschaftete Gewinn abgeschöpft werden. Das mag im Einzelfall schwer nachweisbar sein, bleibt aber als Risiko bestehen. Das ist kein gutes Geschäft für den Lizenznehmer.
Für jedes Softwareprodukt hat der Hersteller eigene Lizenzbedingungen herausgegeben. Diese Vorgaben sind von Hersteller zu Hersteller und von Produkt zu Produkt sehr unterschiedlich. Dabei ist im einzelnen zu prüfen, welche Teile der Lizenzbedingungen gelten, bzw. nicht gelten. Wenn ein Lizenznehmer Softwarelizenzen verkaufen möchte, sollte er sich an die entsprechend gültigen Lizenzbedingungen des jeweiligen Softwareherstellers halten und die europäische Rechtsprechung beachten (vgl. EuGH Urteil C-128/11 vom 3. Juli 2012). Unsere Checkliste soll Ihnen eine erste Hilfestellung beim Verkauf von Softwarelizenzen geben. Bei weitergehenden Fragen stehen wir Ihnen gerne auch telefonisch unter +49 (0)2406 98 96 290 oder per E-Mail zur Verfügung.
Probleme können immer entstehen wenn der Verkäufer von gebrauchten Softwarelizenzen keine Rechnung mit den Bedingungen von dem Lizenzvertrag hat. Kritisch wird es zum Beispiel dann, wenn der Verkäufer das Update auf seinen Computer hat und das Vollprodukt verkaufen möchte. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass Sie vor dem Kauf oder Verkauf sicher sind, dass es um realisierte Lizenzen handelt. Die Vollzähligkeit muss kontrolliert werden.
Das Vervielfältigungsverbot scheint in der Regel unwirksam zu sein, weil bereits das Laden der Software in den Speicher eine Vervielfältigung darstellt. §69d Abs.1 UrhG erlaubt Vervielfältigunghandlungen zur bestimmungsgemäßen Nutzung. Das Verbot von Erstellen von Sicherheitskopien ist wohl in der Regel unwirksam laut §69d Abs.2. Selbst das Dekompilieren zur Herstellung der Interoperabilität scheint nach §69e möglich. Zur letzlichen Klärung Ihrer individuellen Fragen sprechen Sie bitte einen Fachjuristen an.
Sobald einzelne Teile der AGB in den Kaufverhandlungen besprochen werden, kann daraus eine Individualvereinbarung werden. Dies gilt wohl auch dann, wenn Änderungen rechtlich unwirksam sind und - was noch wichtiger ist- wenn nur darüber diskutiert wird ohne die AGB wirklich zu ändern.
§ 69c Nr. 3 S. 2 UrhG: "Wird ein Vervielfältigungsstück eines Computerprogramms mit Zustimmung des Rechtsinhabers im Gebiet der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum im Wege der Veräußerung in Verkehr gebracht, so erschöpft sich das Verbreitungsrecht in Bezug auf dieses Vervielfältigungsstück mit Ausnahme des Vermietrechts."
Bezüglich der Weiterveräußerung gebrauchter Software besteht bei Nutzern häufig Unsicherheit. Nutzer fürchten vor allem, von Herstellern auf Unterlassung oder Schadensersatz in Anspruch genommen zu werden. Nach deutschem Urheberrecht verzichtet der Hersteller mit dem erstmaligen Verkauf seiner Produkte darauf, die Weitergabe der jeweils verkauften Programmkopie zu kontrollieren oder zu beschränken. Damit hat er keine Möglichkeit, die weitere Verbreitung der einmal veräußerten Programmkopie zu verbieten. Hat sich das Recht des Herstellers an der Software mit dem ersten Verkauf "erschöpft", kann der Zweitkäufer berechtigter Nutzer werden und dem Hersteller stehen keine urheberrechtlichen Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche gegen den Käufer zu. Der Erschöpfungsgrundsatz ist zwingendes Recht, das nicht vertraglich abbedungen werden kann. Das heißt: Entgegenstehende Lizenzbedingungen der Hersteller sind bei Eintritt der Erschöpfung in diesem Punkt unwirksam.
Es wird unterschieden zwischen nationaler und internationaler Erschöpfung:
So bedeutet national, dass wenn die Software in z.B. Deutschland in den Verkehr gebracht wurde, kann sie an einen neuen Eigentümer in Deutschland weiterverkauft werden; weil nach deutschen Recht der Käufer vom Lizenzgeber nicht belangt werden kann.
So bedeutet international, dass wenn die Software in z.B. Deutschland in den Verkehr gebracht wurde, kann sie nach Europa (s.o.), z.B. Niederlande, weiterverkauft werden, weil nach europäischem Recht der Käufer vom Lizenzgeber nicht belangt werden kann. Lizenzen können innerhalb der Firma von einer Niederlassung zur nächsten übertragen werden, solange der "Mutterkonzern", Holding o.ä. mehr als 51% der Anteile besitzt.
Was ist aber in einem nicht EU-Land? Wenn eine Niederlassung die Lizenzen in Europa kauft und intern die Lizenzen verschiebt, so sehen wir keine Beschränkung im Bereich SAP. Wenn die Lizenzen direkt verkauft werden, kann man prüfen, ob der Lizenzgeber sich auf das nationale Gesetz berufen kann, um die Nutzung zu untersagen. Eine internationale Erschöpfung ist eher noch die Ausnahme (siehe Schweiz) und kann eine Einschränkung für den Einzelnen bedeuten.
Es gab noch Problematiken, wie "Datenträger vorhanden?" und "Download Lieferung", dies ist aber im Bereich SAP zu vernachlässigen.
Der Urheberrechtsinhaber muss dem Ersterwerber das Recht eingeräumt haben, diese Kopie ohne zeitliche Begrenzung zu nutzen.
Der Ersterwerber muss seine Programmkopie unbrauchbar machen.
Die Begrifflichkeit der Volumenlizenzen beschreibt mehrere Lizenzen, die über einen Downloadlink in ein Unternehmen gebracht werden können. Das Unternehmen, das sich zum Abschluss eines Volumenlizenzvertrages entschließt, erhält anschließend also einen Link, über den die Software auf Rechnern installiert werden kann. Hierbei bestimmt die Anzahl der gekauften Lizenzen selbstverständlich auch die Anzahl der Rechner, die mit Software bestückt werden können. Im Vergleich zu den sogenannten Einzelplatzlizenzen ist bei einem Volumenlizenzvertrag kein Zubehör (Handbuch, CD-Rom oder Verpackungsmaterial) im Lieferumfang enthalten.
Auch in Bezug auf die Volumenlizenzen kann das EuGH-Urteil Anwendung finden, das im Prozess zwischen usedSoft und Oracle gesprochen wurde. So ist es auch hier möglich, vom Bestand der Erschöpfung zu sprechen. Um diese Grundhaltung weiter zu festigen, hat sich auch das OLG in Frankfurt am Main im Jahre 2012 entsprechend für die mögliche Erschöpfung von Volumenlizenzen ausgesprochen. Eine unzulässige Aufspaltung einer Volumenlizenz liegt dementsprechend auch dann nicht vor, wenn ihr einzelne Lizenzen zum Verkauf "entnommen" werden.
Da es sich bei Software um kein physisches Gut, sondern um ein programmiertes digitales Produkt handelt, kann nur der Datenträger (CD/DVD) einem Verschleiß ausgesetzt sein. Der Käufer bekommt also ein relativ akuelles Programm zu einem günstigen Preis. Ist die Installation auf dem lokalen Rechner, dem Server oder der Cloud einmal erfolgt, so kann die Software sogar regelmäßig aktualisiert werden, wenn der Anwender z.B. über einen Wartungsvertrag Updaterechte mit erworben hat.
Alte Software ist im Vergleich zur aktuellen Version in vielen Fällen sogar überlegen, wie zum Beispiel bei Microsoft Office 2003, dessen Bedienkonzept jeder versteht, während beim neuen Office 2013 die Benutzeroberfläche komplett geändert wurde und wahrscheinlich eine relative lange Einarbeitungszeit erforderlich wird. Der einzelne Anwender muss beim Gebrauchtkauf generell seine IT-Strategie prüfen, bevor nun eine endgültige Entscheidung über den Kauf getroffen wird.
Durch die Wartungsverträge vom Hersteller existieren kaum veraltete SAP Softwarelizenzen im deutschen Markt. Somit ist der Secondhandmarkt eine echte Alternative.
Die Software-Hersteller haben nach dem deutschen Urheberrecht das Recht, darüber zu bestimmen, wer das Programm nutzen darf und zu welchem Preis es verkauft werden soll. Durch die Sonderregelung des § 69c Nr. 3 S.2 UrhG -speziell für Software- verlieren sie dieses Recht mit dem Verkauf des Produktes. Die Hersteller können folglich nicht darüber bestimmen, an wen oder zu welchem Preis die Software weiterverkauft wird. Der BGH hat in 2000 entschieden, dass die Bindung sogenannter "OEM"-Software an bestimmte Hardware unzulässig ist. OEM-Software darf grundsätzlich frei gehandelt werden. Diese Freiheiten sind durch den EuGH in 2012 erweitert worden. Die Hersteller können sich grundsätzlich nicht gegen den Verkauf wenden.
Bei Beantwortung dieser Frage kommen wir schnell zu den Vorteilen, die ein geeintes Europa mit sich bringt. Hier wurden auf europäischer Ebene Regeln festgelegt, wie der Warenverkehr zwischen den Ländern funktionieren soll. Deshalb ist der Einkauf und der Vertrieb innerhalb Europas so einfach und unkompliziert. Regeln, wie der Verbot von Re-Importen von Autos wurde gerichtlich geklärt mit dem Ergebnis, dass der freie Warenverkehr Vorrang hat. Sinnvoll erscheint auch andere Branchen, wie die Softwarebranche, zu überprüfen.
Somit kann man aus allen Ländern Europas Software kaufen und dahin verkaufen. Man wird aber schnell feststellen, dass verschiedene Hersteller auch den freien Warenverkehr behindern. Sind Sie ein deutsches Unternehmen, setzen SAP ein und wollen billig neue SAP Software in Spanien einkaufen, werden Sie feststellen, dass das nicht klappt. Sie bekommen in der Regel gar kein Angebot. Der Hersteller erlaubt Ihnen in der Regel nur den Kauf bei demjenigen, wo Sie die letzte Software erworben haben. Machen Sie den Test und fragen bei SAP Spanien den Preis an, zu dem Sie dort 20 SAP ERP Professional User inkl. Oracle Datenbank erwerben können. Sie werden feststellen, dass Sie kein Angebot erhalten. Software-Hersteller teilen sich den Markt auf und haben keine Lust auf Wettbewerb. Wie finden Sie das? Ist das ein Misbrauch eines Monopols? Welche Hersteller machen das so, nur die Top 5?
Dabei gibt es technisch gar keine Probleme. Bei Microsoft Produkten handelt es sich typischerweise um eine "Single-Language" Version, d.h. ich darf genau eine Sprache auswählen. Bei SAP sind direkt alle Sprachen verfügbar. Da interessiert es keinen, welche Sprache Sie sprechen.
Ganz anders im Zweitmarkt. Sie können leicht in Spanien gebrauchte SAP Software kaufen, genau wie die Spanier in Deutschland leicht gebrauchte SAP Lizenzen erwerben können. (Spanien steht als Beispielland. Es kann genauso Italien, Frankreich, England oder ein anderes sein.)
In der Vergangenheit hat der Europäische Gerichtshof einer exklusiven nationalen Vergabe von Fernsehrechten ein Ende bereitet. Finanzinvestoren bangen um das Geschäft der Pay-TV-Konzerne. Kunden freut es. Man muss sich nur entscheiden, was man will. (http://bit.ly/WPiAHp)
Regelmäßig ziehen auch Pharma-Konzerne vor Gericht, um ihre Präparate vor dem grenzüberschreitenden Weiterverkauf durch andere Unternehmen zu schützen. Hersteller würden Reimporte am liebsten ganz verbieten lassen.
(www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=3145)
Durch eine Lizenz gibt der Inhaber eines Rechtes einem anderen die Erlaubnis, sein Recht gegen eine Lizenzgebühr oder kostenlos zu nutzen. Grundlage von Lizenzverträgen sind entweder gewerbliche Schutzrechte, wie Patent, Gebrauchsmuster, Geschmacksmuster, Marke oder Rechte am Know-how oder Urheberrecht. In der Softwareindustrie vergibt der Lizenzgeber typischerweise bei Standardsoftware eine nicht usschließliche Lizenz (einfache Lizenz) an mehrere Lizenznehmer. Lizenzen sind in § 15 Patentgesetz, § 22 Gebrauchsmustergesetz, § 3 Geschmacksmustergesetz, § 30 MarkenG und § 31 Urhebergesetz in verhältnismäßig pauschaler Weise geregelt.
Ein Lizenzvertrag kann nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland dem Lizenznehmer Beschränkungen hinsichtlich Art, Umfang, Menge, Gebiet oder Zeit der Ausübung eines Schutzrechtes auferlegen. Werden aber Beschränkungen auferlegt, die über den Inhalt des Schutzrechts hinausgehen, so verstößt der Lizenzvertrag gegen das Kartellrecht, § 17 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen, GWB. So ist es unzulässig, Lizenzgebühren über die Laufzeit oder den territorialen Geltungsbereich des Schutzrechtes hinaus zu vereinbaren. Lizenzverträge sind der Kartellbehörde zur Prüfung vorzulegen, wenn die Möglichkeit besteht, dass sie gegen das Kartellrecht verstoßen. Neben § 17 GWB ist auch das europäische Kartellrecht zu beachten.
www.copat.de/lexikon/lizenz.htm
Wir können eine Potentialanalyse für alle SAP Anwender durchführen. Dabei ist es unerheblich, ob die Einführung eines SAP Betriebs erst geplant ist oder ob der Kunde schon 10 Jahre SAP Bestandskunde ist.
Die Analyse des Potentials wird anhand von 13 Stellschrauben vorgenommen. Davon ist sicher der bekannteste Hebel: Das Verhältnis zwischen SAP ERP Professional Usern und Limited Professinal Usern. Da die Funktionalität gleich ist, aber der Preisunterschied erheblich, ergibt sich hier eine wirkungsvolle Stellschraube, um die Kosten im SAP Betrieb zu reduzieren. Dies gilt für die einmalige Investition genau wie bei den laufenden Kosten. Auch die Software-Pflege-Kosten werden durch diesen Faktor nach oben oder unten angepaßt.
Nicht nur bei konkreten Investitionen sonder auch im Vorfeld hilft eine unabhängige Betrachtung des geplanten SAP Systems. Gerade Neukunden haben noch die Hoffnung auf ein transparentes Lieferantenverhältnis. Aber die Installation einer ERP Lösung ist unternehmensrelevant - wie der Name ERP ja auch ausdrückt. Hier ist allen Beteiligten klar, dass bei Fehlern in der Software der Betrieb des Anwenders nicht nur ins Stocken gerät, sondern stark gefährdet ist. Dies ist dem Hersteller bewußt. Dem neuen Anwender ist die Abhängigkeit vielleicht in Teilen bekannt, aber die Qualität der Software ist später für ihn überraschend. Meist ist der Anwender von den zu leistenden Wartungsarbeiten und Anpassungen überrascht. Neu wird auch für die meisten Anwender das Niveau der Kosten für die externen Berater...
Ein schneller und effizienter Softwareeinsatz ist ein Muss für jedes Unternehmen, das seine Total Cost of Ownership (TCO) im Auge behalten bzw. reduzieren möchte. Das Microsoft Re-Imaging-Recht trägt diesem einfachen und schnellen Deployment Rechnung, denn Sie erhalten die Möglichkeit, in Ihrem Unternehmen anhand eines Standard-Images mehrere Geräte zu installieren. Re-Imaging bedeutet das Anfertigen und Verteilen eines Images unter Verwendung von Volumenlizenzmedien. Das Ziel ist es, das Abbild einer Standardkonfiguration zu erstellen, um es dann unternehmensweit einsetzen zu können. In den Volumenlizenzverträgen ist dieses Re-Imaging Recht enthalten.
Vor allem wenn man SAP Lizenzen nur für eine kurze Zeit benötigt, ist der Kauf von stiller Software von SAP empfohlen. Sie werden der gesetzliche Besitzer von der SAP Software und können diese ohne Risico benutzen. Unsere Partner werden Ihnen gerne bei der Installierung, Anpassung und Benutzung helfen.
Wird die SAP Systemvermessung ergeben, dass inzwischen mehr Anwender mit dem System arbeiten, als bisher Lizenzen erworben wurden, so steht ein Nachkauf von Lizenzen an. Diese fehlenden Lizenzen können im Gebrauchtmarkt erworben werden. Ein Lizenzmanagement (auch in Form von monatlichen Vermessungen) erlaubt vorausschauendes Handeln.
Zwei Kostenfaktoren treiben den Einsatz von SAP Software in die Höhe:
1. Investitionskosten
2. Software-Pflege
In beiden Bereichen können Alternativen zu Einsparungen führen. Darüber hinaus helfen ein eingeführtes Software-Lizenzmanagement und ein moderner Einkauf. Da verschiedene Abteilungen am SAP Betrieb beteiligt sind, sollte die Zusammenarbeit intern gefördert werden, damit externe Lieferanten nicht die Interessensvertreter gegeneinander ausspielen.
Es gibt drei Fälle, wo ein Anwender auf SAP Wartung verzichten kann:
Die SAP Installation läuft seit mindestens einem Jahr stabil. Ein Update auf ein neues Release ist auf absehbare Zeit (3 Jahre) nicht geplant.
Die Installation beinhaltet nicht die Module HR. Neue Funktionen werden individuell in Auftrag gegeben.
SAP fordert, dass der Anwender insbesondere für alle Personen, die die SAP-Software indirekt nutzen über die erforderlichen Nutzungsrechte verfügen muss, wie in der Preis und Konditionenliste näher definiert. Diese Nutzungsrechte sind vergleichbar mit CALs in der Microsoft Welt. Es handelt sich um eine Nutzung, die vollständig von der SAP Installation abgekoppelt ist. Der Anwender einer Drittsoftware, die auf Informationen/Daten aus der SAP Installation zugreift, nutzt im Wesentlichen die Datenbank im Hintergrund und nicht alten oder neue SAP Funktionen; gerade diese gewünschten Funktionen findet er in einer Software eines Drittanbieters. Diesem Anwender sind neue SAP Funktionen egal, es interessieren ihn im Wesentlichen Informationen aus der Datenbank. Damit erreicht den Anwender die Forderung nach neuen Funktionen durch einen Softwarepflegevertrag nicht. Wenn die SAP Installation so fehlerhaft ist, dass sie stehen bleibt, dann hat das Anwenderunternehmen wirklich andere Sorgen, als dass die Nutzer der Drittsoftware eine Behebung des Fehlers fordern. Die regulären SAP Nutzer haben genügend Geld über den Kauf und den Pflegevertrag bezahlt, um ein Anrecht auf Unterstützung durch den Hersteller zu erhalten.
Damit empfiehlt sich der Kauf von gebrauchten SAP Nutzungslizenzen, um den Einsatz von indirekter Nutzung abzudecken. Hier würde ich auf einen Pflegevertrag verzichten.
Die SAP Systemlandschaft kann sehr komplex sein. Eine Optimierung oder auch Konsolidierung findet aus Ebene der einzelnen Installationen statt. Im direkten Abgleich mit den entsprechenden Lizenzverträgen und dem tatsächlichen Nutzungsverhalten lassen sich entsprechenden Kennzahlen ablesen. Die Potentialanalyse hilft dabei. Bestellen Sie hier: Potentialanalyse
Software-Lizenzen sind Nutzungsrechte, um eine gewisse Software einzusetzen und zu benutzen. Manchmal sind diese Nutzungsrechte wirklich rein virtuell; man betrachte die Windows Zugriffslizenzen für einen Microsoft Server. Hier verbirgt sich keine Software hinter den CALs.
Aber auch wenn es sich um eine Software handelt, die - wie SAP - auf über 100 CDs oder DVDs geliefert wird, empfiehlt sich der sorgfältige Umgang mit den Lizenzen.
Manche Hersteller, wie Microsoft, bieten ein eigenes Übertragungsformular für die Lizenzübertragung an. Früher war dies sogar online im Microsoft-Lizenzportal abrufbar. Andere Softwareanbieter, wie z.B. SAP, nutzen zwar eigene Übertragungsformulare, geben den eigenen Kunden aber in der Regel nicht die Möglichkeit darauf - ohne Einbeziehung von SAP - zuzugreifen. Dieses SAP Formular hat zudem eher den Charakter eines (Kauf-)Vertrages mit dem Hersteller. Bei solchen Vertragsformen sollte der Anwender immer vorsichtig sein, ob denn die Formulierungen zu seinem Vorteil ausfallen.
Aus diesem Grund hat mein Anwalt ein Übertragungsformular entworfen, welches wir seit Jahren zur Dokumentation des Lizenzverkaufes von SAP Lizenzen benutzen.
Hier finden Sie Informationen zu den beteiligten Parteien, zum Umfang und Datum der Lizenzübertragung.
Leider stimmt das nicht. Der Preis im Markt wird von SAP kontrolliert. Es gibt Vorgaben anhand der Preisliste, die wohl überall in Europa gültig sind. Uns ist keine Bezugsquelle in Europa bekannt, wo unabhängig von der SAP Preisliste ein Wettbewerb entstanden ist. Trotzdem gibt es natürliche Preisdifferenzen. In den verschieden Ländern gibt es:
unterschiedlich hohe Mehrwertsteuer-Sätze
unterschiedliche Steuern oder -Abgaben
Wettbewerb im Markt für SAP Software kann nur durch die vielen Besitzer von SAP Software entstehen. Im Inland wie im Ausland. Billiger als bei einem SAP Anwenderunternehmen, welches die Lizenzen nicht mehr benötigt, kann der Kunde nicht einkaufen.
Da die Steuergesetzgebung ständig verändert wird, kann der folgende Text nur eine erste Hilfestellung bei der Beantwortung der Frage nach der "steuerlichen Behandlung von Software" sein.
Software ist grundsätzlich ein immaterielles Wirtschaftsgut, weil der geistige Gehalt im Vordergrund steht. Je preiswerter jedoch die Software ist, desto mehr gewinnt der Preis für das Trägermedium an Bedeutung.
Für komplette Lösungen wie Enterprise-Resource-Planning (ERP)-Systeme, die als Anlagevermögen aktiviert werden, gilt ein Abschreibungszeitraum von fünf Jahren (OFD Chemnitz vom 28.07.2005, DStR 2005, S. 1409). Ein kürzerer Abschreibungszeitraum von drei Jahren ist für weniger komplexe Lösungen wie beispielsweise Office-Pakete möglich. Updates, Upgrades und Wartungskosten gelten als Erhaltungsaufwand und dürfen unabhängig vom Preis sofort in voller Höhe abgeschrieben werden.
Für die Praxis ist die Grenze zwischen immateriellen und materiellen Wirtschaftsgütern (sog. Trivialprogramme) auf 410 Euro netto festgelegt worden. Nach R 31a Abs. 1 EStR sind Computerprogramme, deren Anschaffungskosten nicht mehr als 410 Euro netto betragen, stets als Trivialprogramme zu behandeln und gehören zu den materiellen beweglichen Wirtschaftsgütern. Daher war die bisherige GWG-Regelung auf diese Programme anwendbar.
Allerdings können bewegliche Wirtschaftsgüter (gemäß R 42 Abs. 2 Satz 1 EStR) nur Sachen (§90 BGB), Tiere (§90a BGB) und Scheinbestandteile (§95 BGB) sein. Sachen wiederum sind (gemäß § 90 BGB) nur körperliche Gegenstände.
Der handelsbilanzielle Ausweis der Trivialsoftware erfolgte je nach Einsatzzweck entweder im Bereich der technischen Anlagen (§266 Abs. 2 Ziff. A, II Nr. 2 HGB) oder im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung /§ 266 Abs. 2 Ziff. A, II Nr. 3 HGB) entsprechend der Kontengliederung des IKR (079 geringwertige Anlagen und Maschinen und 089 geringwertige Vermögensgegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung).
Wie hat der Ausweis künftig zu erfolgen?
Gibt es noch Trivialsoftware?
Bleiben die Wertgrenzen des R 31a Abs. 1 EStR bestehen oder werden sie angepasst?
Falls die Grenzen bestehen bleiben, so wäre Software bis 410 Euro netto als materielles Wirtschaftsgut und Software über 410 Euro netto als immaterielles Wirtschaftsgut in der Handelsbilanz auszuweisen. Die Software wäre demnach ab dem 01.01.2008 in drei Gruppen einzuteilen:
Software, deren Anschaffungs-/Herstellungskosten (AHK) bis zu 150 € netto betragen, darf, da es sich um ein abnutzbares bewegliches Anlagegut handelt (§ 6 Abs. 2 EStG ist anwendbar), ab dem 01.01.2008 sofort als Aufwand gebucht werden.
Software, deren AHK über 150 Euro netto bis 410 Euro netto betragen, wäre, da sie ein abnutzbares bewegliches Anlagegut darstellt (§ 6 Abs. 2EstG ist anwendbar, im GWG.-Sammelposten zu erfassen bzw. auszuweisen.
Software, deren AHK über 410 Euro netto betragen, müsste im Bereich der immateriellen Wirtschaftsgüter einzeln aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben werden, da diese Software zwar abnutzbar ist, aber als nicht beweglich und nicht materiell eingestuft werden muss, do dass die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG nicht zur Anwendung kommt.
Die Komplexität des Bilanzausweises würde im Falle einer solchen Untergliederung zunehmen, und auch der Aufwand für die Erfassung und Bewertung der Software würde steigen. Mit dem Ziel einer einfachen gesetzlichen Regelung wäre dies nicht zu vereinbaren.
(Quelle: Bilanzbuchhalter und Controller, Januar 2008)
Zunächst bestellen Sie die Userlizenzen, bei Bedarf auch unter Vorbehalt eines SAP Wartungsangebotes. Durch ein Wartungsangebot stimmt SAP der Lizenzübertragung konkludent zu. Eine Zustimmung seitens der SAP ist seit der neuesten Rechtsprechung nicht mehr erforderlich. Sobald Sie die Software erhalten haben, stellen wir Ihnen den Kauf der Lizenzen in Rechnung.
Auf ein Wort zu den Unternehmen, die SAP Lizenzen verkaufen wollen:
Als Erstes finden uns mittelständische Unternehmen, die nicht mehr benötige Lizenzen verkaufen wollen. Es handelt sich dabei um - teilweise in der Öffentlichkeit bekannte - deutsche Industrie-Unternehmen, aber auch Firmen aus der Mode- und Finanzwelt. Manchmal ist die angebotene Software noch aktuell unter Wartung und manchmal ist der Wartungsvertrag schon gekündigt. In einigen Fällen sind die Lizenzen schon ohne Wartung. Für den erzielbaren Verkaufspreis kann das mit entscheidend sein.
Erwartungsgemäß haben Insolvenzverwalter und Leasingunternehmen ein großes Interesse, SAP Software weiterzuvermarkten. So arbeiten wir mit Insolvenzverwalten zusammen, die uns Software aus den unterschiedlichen Verfahren zur Weiterveräußerung anvertrauen. Oft handelt es sich dabei um SAP Lizenzen. Dies sind unsere bekanntesten Verfahren mit SAP Lizenzen:
Maxdata AG.
Die Mehrzahl der insolventen Unternehmen, die SAP eingesetzt haben, besitzen viel weniger Lizenzen als die genannten: im Durchschnitt vielleicht ca. 70 SAP User. Das macht aber immer noch einen SAP Lizenzwert von 200.000 euro zzgl. MWST.
Zusätzlich erreichen uns zwei unerwartete Verkäufer: Einmal der SAP Anwender, der trotz finanziellen Aufwandes SAP Software nicht ins Unternehmen eingeführt hat. Diese Firmen geben Software-Lizenzen ab, die nie zu ihrem ursprünglich geplanten Einsatz gekommen sind. (Wir können nur dringend jedem Anwender empfehlen, in den ersten zwei Jahren nach Erstinstallation das Wartungsangebot der SAP nicht abzubestellen.)
Dann gibt es noch den international tätigen langjährigen SAP Anwender, der ehemals in erheblichen Umfang (für z.B. ca. 2 Mill. Euro) SAP Lizenzen gekauft hat. Für diesen Anwender hat es sich gelohnt, sein System auszutauschen. Das "alte" Paket SAP ECC 6.0 können Sie nun bei uns günstig erwerben. Warum? Rufen Sie uns an, wir erklären es am Telefon. Es lohnt sich für Sie.
Als Freunde vom digitalen Recycling 2.0 setzen wir uns für Nachhaltigkeit ein.
Leider nein. SAP verlangt scheinbar für alle neuen Verträge eine jährliche Wartungsgebühr von 22%..
SAP vergibt wahrscheinlich nur ungern Rabatte auf die Wartung. Letztendlich können von einigen Kunden jedoch Rabatte ausgehandelt werden, die so nicht in der PKL vorgesehen sind.
Softwarewartung als Sekundärmarkt
Den Markt für Wartungsleistungen kann man als einen getrennt zu betrachtenden Sekundärmarkt ("aftermarket") sehen. Auf dem Markt "Wartung von SAP Software" dürfte SAP ohne weiteres eine marktbeherrschende Stellung zukommen. Im Ergebnis spricht einiges dafür in den Wartungsleistungen einen separaten Sekundärmarkt zu sehen. Bei Systemangeboten wird allgemein davon ausgegangen, dass ein selbständiger Sekundärmarkt besteht, wenn ein Systemwechsel mit erheblichen Umstellungskosten verbunden wäre. Auch in der Lehre zum Europäischen Kartellrecht wird vertreten, dass Softwarewartung gegenüber dem primären Softwaremarkt einen Sekundärmarkt darstellt. Darüber hinaus hat auch die Europäische Kommission in der Vergangenheit im Fall der "Digital Equipment Corporation" bereits eine marktbeherrschende Stellung auf einem Sekundärmarkt für Wartungsleistungen von Software angenommen. Zu dem gleichen Ergebnis kommt auch ein von Prof. Dr. Rolf H. Weber von der Universität Zürich gefertigtes aktuelles Gutachten zum Schweizer Kartellrecht, das von der Schweizer Anwendergemeinschaft "IG SAP Wartung CH" in Auftrag gegeben wurde.
Die missbräuchliche Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung durch ein oder mehrere Unternehmen ist verboten...
dejure.org/gesetze/GWB/19.html
SAP berechnet die Wartungsgebühr entsprechend einer aktuellen Preisliste. In dieser sind bereits einige Rabattstufen vorgesehen.
Sie erhalten einen transparenten Verkaufspreis, in dem alle Nebenkosten wie mögliche ausstehende Wartung, Provision und letztendlich das Entgelt für den vorherigen Besitzer enthalten sind.
Diese können Sie vom Vorbesitzer erhalten. Unserer Erfahrung nach sind die meisten Kunden jedoch Bestandskunden, sodass die Original Sources nicht benötigt werden.
Die üblichen Auslandszuschläge fallen beim Erwerb von "stiller Software" weg.
Die Möglichkeit besteht erfahrungsgemäß. Sie sollte jedoch wirtschaftlich durchgerechnet werden, da SAP die nicht gezahlten Wartungsgebühren nachträglich erhebt. Die Lieferung der Gegenleistung bleibt hingegen teilweise ungeklärt.
Indirekte Nutzung bedeutet, dass von Drittsystemen auf SAP Anwendungen zugegriffen wird. Das klingt erst einmal harmlos, kann sich aber für Anwender als äußerst kompliziert erweisen, denn diese indirekte Nutzung ist für das Anwenderunternehmen teilweise auch mit Kosten verbunden.
Folgendes Beispiel soll die indirekte Nutzung erklären:
Ein mittelständisches Unternehmen bietet einen Webshop an, über den Kunden Einkäufe tätigen können. Wird in diesem Webshop eine Bestellung aufgegeben, muss in der Lagerliste - die von SAP stammt - überprüft werden, ob das bestellte Produkt vorhanden ist. Damit greift der Kunde indirekt auf die SAP-Software zu, indirekt, weil er dem Webshop sozusagen den Auftrag dazu erteilt hat. Dem Kunden ist es egal, wie der Zugriff erfolgt, aber nicht dem Anwenderunternehmen.
Für SAP ist es nämlich unerheblich, auf welche Weise oder über welche Technik der Benutzer Funktionen der SAP-Systeme verwendet. Für das Unternehmen bedeutet dieser indirekte Zugriff aber, dass SAP vorschreibt, dass für jeden Kunden, der diese indirekte Nutzung ausführt, eine Lizenz gekauft werden muss. Dies führt aber zu unkalkulierbaren Kosten für die Anwenderunternehmen.
Das kann wahrscheinlich sogar so weit gehen, dass Anwender, die Daten aus einer SAP-Anwendung herausgezogen und in eine Excel-Datei eingebaut haben, lizenzpflichtig sind - und ebenso die User, die diese Excel-Tabelle per E-Mail erhalten.