Source: http://www.meineimmobilie.de/forum/vermieten-verwalten/mieterin-abgehauen
Timestamp: 2017-02-20 18:26:50
Document Index: 163307056

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 546', 'BGH', 'BGH', '§ 858', '§ 231', 'BGH', 'BGH', '§ 546', '§ 959']

Mieterin abgehauen | Forum | meineimmobilie.de
02.06.2007, 10:51 von 123sunnyProfil ansehenVermieten & Verwalten|Mieterin abgehauenHallo an Alle,am Mittwoch wollte meine Mieterin ihre Wohnung verlassen und übergeben, da bereits der Nachmieter zum 1.6. rein wollte. Diese Mieterin hat dann die Wohng. nicht übergeben und hat auch keine Anstalten gemacht auszuziehen.Am Abend des Mittwochs wollte die Nachmieterin mit der Mieterin reden. Die Mieterin machte über 1 Std. nicht auf. Wir vermuteten dann (wir wußten sie hat Schwierigkeiten) dass sie sich evtl. etwas angetan hat. Wir riefen dann die Polizei auch schon wegen dieser "unterlassenen Hilfeleistung" . Die Polizei hat dann erwirkt dass sie die Tür aufmacht. Am nächsten Tag stand die Terrassentür auf. Also von Do. bis Fr. Abend. Ich ging in die Wohnung. Fand alle Schlüssel und ein Abschiedsbrief an die Familie. Diese habe ich gleich informiert. Die waren völlig durcheinander. Ich rief dann wieder die Polizei. Die Polizei hat den Abschiedsbrief mitgenommen und auch sämtl. priv. Nummern um sie zu suchen.Die Mieterin ist weg und hat alle Schlüssel hinterlassen.Ich werde jetzt alle Dinge von ihr im Keller verwahren und die neue Mieterin einziehen lassen. Was würdet ihr tun ????Gruß 123sunny> Beitrag verfolgenjetzt anmelden und loslegenAlle 5 Antworten
03.06.2007, 10:50 von RitaProfil ansehenM.E. kann hier keine Schadensersatzpflicht des Vermieters entstehen (wenn er die Mietersachen nicht aufbewahrt, nicht nochmals zur Abholung anbietet), da der Mieter ja offensichtlich die Wohnung und seine zurückgelassenen Sachen aufgegeben hat (Schlüssel dagelassen, Abschiedsbrief) und dir zudem seine neue Anschrift nicht mitgeteilt hat ("Polizei ... um sie zu suchen").siehe http://dejure.org/gesetze/BGB/959.htmlund z.B.Zitat:Der Mieter ist verpflichtet, dem Vermieter seine neue Anschrift mitzuteilen. Der Vermieter muss die Möglichkeit haben, sich ggf. aus der Abwicklung des Mietverhältnisses entwicklende Ansprüche dem Mieter gegenüber geltend zu machen. Versäumt der Mieter eine entsprechende Mitteilung an den VM, so muss er sich hieraus entstehende Nachteile zurechnen lassen. OLG Hamburg ZMR 80, 84 - aus Mieterlexikon DMB, S. 445 oder aus dem Thread Räumung & Vermieter : Müll Entsorgung Vermieter Vermieterpfandrecht BGHhttp://5376.rapidforum.com/topic=100882584812(Gerichtsvollzieher-Forum)Zitat:Leitsatz : Lässt der Mieter Einbauten oder Einrichtungsgegenstände in den Mieträumen zurück, darf der Vermieter diese ohne gerichtlichen Räumungstitel grundsätzlich nicht entfernen (BGH 1.10.03, VIII ZR 326/02, n.v.). (Abruf-Nr. 032448)PraxishinweisDer Mieter ist nach § 546 BGB verpflichtet, die Mietsache nach dem Ende des Mietverhältnisses in dem Zustand zurückzugeben, in dem sie sich bei Vertragsbeginn befand. Diese Pflicht umfasst die Entfernung von Einrichtungen oder Baulichkeiten, mit denen der Mieter das Mietobjekt versehen hat, es sei denn, die Parteien haben etwas anderes vereinbart. Wichtig: Die Beseitigungspflicht besteht auch, wenn der Vermieter der Errichtung der Baulichkeiten zugestimmt hat und diese in sein Eigentum übergegangen sind (BGH ZMR 97, 568).Der BGH stellt nun klar: Ein Vermieter, der eine Räumung insoweit mittels Selbsthilfe vornimmt, begeht verbotene Eigenmacht (§ 858 BGB). Für deren Folgen haftet er nach § 231 BGB auch ohne Verschulden (BGH NJW 77, 1818). Handelt der Vermieter vorsätzlich, kann er sich regelmäßig nicht auf ein nur fahrlässiges Mitverschulden des geschädigten Mieters bei der Zurücklassung der Sachen berufen. Besondere Umstände können allerdings zu einer abweichenden Beurteilung führen und eine Schadensteilung rechtfertigen (BGH NJW 02, 1643). Ist der Mieter unter Mitnahme seiner wesentlichen Sachen ausgezogen, ist im Zweifel anzunehmen, dass er seinen Besitzwillen an den Mieträumen aufgegeben hat. Hier wird dem Vermieter das Recht eingeräumt, zurückgelassene Einrichtungsgegenstände selbst zu entfernen (Staudinger/Rolfs, 2003, § 546 BGB Rn. 32). Auch bei dieser Sachlage trifft den Vermieter aber eine Obhutspflicht für die aus der Wohnung entfernten Sachen des Mieters. Er muss für den durch eine "Entsorgung" entstandenen Schaden einstehen. Hat der Mieter sein Eigentum allerdings aufgegeben (§ 959 BGB), entfällt eine Ersatzpflicht des Vermieters. Ob bereits aus der Besitzaufgabe auf einen Verzichtswillen geschlossen werden kann, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.Bei einem derart gelagerten Fall würde ich die Mietersachen Sachen gar nicht erst aufbewahren/einlagern, sondern gleich entsorgen.jetzt anmelden und loslegen02.06.2007, 17:11 von CoraProfil ansehenHallowenn du mit der Familie Kontakt hast würde ich diese auffordern die restlichen Sache abzuholen, denn wie lange willst du diese denn lagern?Grußjetzt anmelden und loslegen02.06.2007, 12:16 von CMAX_65Profil ansehenHallo,Sie haben, wie die Vorredner schon sagten, richtig gehandelt !Neu vermieten und gut is`. MFGjetzt anmelden und loslegen02.06.2007, 11:21 von johanniProfil ansehenHallo Sunny,sei froh, dass Du die Schlüssel hast und die Wohnung neu vermieten kannst.Du hast m.M. nach richtig mit der Benachrichtigung an die Familie und Polizie gehandelt.LG Johannijetzt anmelden und loslegen02.06.2007, 10:53 von dunkelROOTProfil ansehenDie Wohnun neu vermieten.dRjetzt anmelden und loslegen