Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Sachsen&Datum=16.03.2018&Aktenzeichen=3%20A%20556/17
Timestamp: 2019-05-25 10:20:34
Document Index: 365539588

Matched Legal Cases: ['Art. 21', 'Art. 22', '§ 37', '§ 45', '§ 5', '§ 5', '§ 37']

OVG Sachsen, 16.03.2018 - 3 A 556/17 - dejure.org
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OVG Sachsen, 16.03.2018 - 3 A 556/17 (https://dejure.org/2018,5579)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 16.03.2018 - 3 A 556/17 (https://dejure.org/2018,5579)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 16. März 2018 - 3 A 556/17 (https://dejure.org/2018,5579)
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Art. 21 GG, Art. 22 Abs. 1 GG, § 37 VwVfG, § 45 Abs. 2 Satz 1 WaffG a.F., § 5 Abs. 2 Nr. 2 b) WaffG a.F., § 5 Abs. 2 Nr. 3 a) WaffG a.F.
Widerruf einer Waffenbesitzkarte; Bestimmtheit; Unzuverlässigkeit; Parteienprivileg; NPD; Parteimitgliedschaft; Funktionär; Mandatsträger; atypische Umstände
Entzug von Waffenbesitzkarte: Keine Waffe für NPD-Funktionär
VG Dresden, 23.06.2016 - 4 K 286/16
BVerwG - 6 C 9.18 (anhängig)
DÖV 2018, 631
Insofern ist auch nicht ersichtlich, dass die politische Willensbildung der NPD infolge des Widerrufs der waffen- und sprengstoffrechtlichen Erlaubnisse des Antragstellers beeinträchtigt sein könnte (so auch Sächs. OVG, Urteil v. 16.03.2018 - Az. 3 A 556/17 -, juris, Rn. 39).
Erforderlich ist dabei eine Aktivität, die über die typischen, mit einer bloßen Mitgliedschaft verbundenen Aktivitäten hinausgeht (vgl. hierzu Sächs. OVG, Urteil v. 16.03.2018 - Az. 3 A 556/17 -, Juris, Rn. 51).
Die Vermutung der Unzuverlässigkeit kann nur bei Vorliegen solcher Umstände als ausgeräumt erachtet werden, die einen Ausnahmefall darstellen (Sächs. OVG, Urteil v. 16.03.2018 - Az. 3 A 556/17 -, juris, Rn. 59).
Vorinstanzen: OVG Bautzen, 3 A 556/17 ; VG Dresden, 4 K 286/16 Parteien: J. ./. Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge .
Dies ist der Fall, wenn sich der Inhalt der Regelung für die Beteiligten und insbesondere für die Adressaten der Regelung klar und unzweideutig erkennen lässt, so dass sie ihr Verhalten hiernach richten können (…BVerwG, Urt. v. 3. Dezember 2003, BVerwGE 119, 282; SächsOVG, Urt. v. 16. März 2018 - 3 A 556/17 -, juris Rn. 21, Kopp/Ramsauer, VwVfG, 18. Aufl. 2017, § 37 Rn. 5).
Beide Gruppen haben in diesem Sinne denselben Vorteil (sie sind an die öffentliche Einrichtung angeschlossen bzw. können an sie angeschlossen werden), so dass grundsätzlich eine weitgehende beitragsrechtliche Privilegierung von Grundstückseigentümern in einem durch einen Dritten erschlossenen Plangebiet nicht gerechtfertigt ist (…vgl. zu Grundstücken im räumlichen Geltungsbereich eines Vorhaben- und Erschließungsplans OVG Greifswald, Beschl. v. 14.05.2001 - 1 L 23/00 -, juris Rn. 11; VG Greifswald, Urt. v. 26.07.2018 - 3 A 556/17 -, n.v.).