Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201997,%20S.%20515
Timestamp: 2019-10-14 00:15:47
Document Index: 249180980

Matched Legal Cases: ['Art. 3', '§ 31', '§ 78', '§ 79', '§ 82', '§ 10', '§ 90', '§ 90']

BFH, 18.06.1997 - II B 33/97 - dejure.org
https://dejure.org/1997,304
BFH, 18.06.1997 - II B 33/97 (https://dejure.org/1997,304)
BFH, Entscheidung vom 18.06.1997 - II B 33/97 (https://dejure.org/1997,304)
BFH, Entscheidung vom 18. Juni 1997 - II B 33/97 (https://dejure.org/1997,304)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1997,304) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
GG Art. 3 Abs. 1; BVerfGG § 31 Abs. 2, § 78, § 79, § 82 Abs. 1; VStG § 10 Nr. 1
Vermögen: Steuer bis 1996
BFHE 182, 379
BB 1997, 1458
BStBl II 1997, 515
BStBl II 1997, 525
Würde nämlich das Vermögensteuergesetz ab dem Entscheidungszeitpunkt des Bundesverfassungsgerichts nicht mehr angewendet werden können, hinge die endgültige steuerliche Belastung vom jeweiligen zufälligen Verfahrensstand zum Zeitpunkt des Ergehens der verfassungsgerichtlichen Entscheidung ab (vgl. BFH NJW 1997, 2007, 2008).
Zur Begründung seiner Entscheidung bezog sich das Finanzgericht ausdrücklich auf den BFH-Beschluß vom 18. Juni 1997 (II B 30/97), BStBl II 1997, S. 515 ff., in welchem der Bundesfinanzhof ausgeführt hat, das Vermögensteuergesetz sei auch nach dem 31. Dezember 1996 auf alle bis zu diesem Zeitpunkt verwirklichten Tatbestände weiterhin anwendbar.
Das hat das BVerfG veranlasst, die Unvereinbarkeitserklärung vielfach mit der Anordnung einer befristeten weiteren Anwendbarkeit der verfassungswidrigen Norm zu verbinden (vgl. Entscheidung des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 18. Juni 1997 II B 33/97, BFHE 182, 379, BStBl II 1997, 515), wobei die Frist danach bestimmt wird, bis wann vom Gesetzgeber die Schaffung eines verfassungsgemäßen Zustandes erwartet werden kann.
Jede andere Auslegung liefe dem Sinn und Zweck einer Unvereinbarkeitserklärung, die mit der Anordnung einer befristeten Weiteranwendung der beanstandeten Rechtsnorm verbunden ist, zuwider (so Senats-Beschluß vom 18. Juni 1997 II B 33/97, BFHE 182, 379, BStBl II 1997, 515; im Ergebnis ebenso unter Heranziehung weiterer Gesichtspunkte Urteil des FG Hamburg vom 22. Mai 1997 II 160/95, Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 1997, 838).
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat zu den Einwänden der Klägerin in seinem Beschluß vom 18. Juni 1997 ( II B 33/97 , Bundessteuerblatt - BStBl - II 1997, 515) folgendes ausgeführt:.
Er entscheidet durch Gerichtsbescheid mit Revisionszulassung gemäß § 90 a Abs. 2 Nr. 1 FGO , weil der Sachverhalt klar ist und die entscheidungserhebliche Rechtsfrage im Hinblick auf die Ausführungen im BFH-Beschluß in BStBl II 1997, 515 keine besonderen Schwierigkeiten rechtlicher Art mehr aufweist (…vgl. dazu Koch in Gräber, FGO , Kommentar, 4. Aufl. 1997, § 90 a Rdnr. 5).
Die Anwendung des Gesetzes auf vor dem Fristablauf verwirklichte Tatbestände soll nicht ausgeschlossen werden (BFH, Urteil vom 18.06.1997 II B 33/97, BFHE 183, 379).
Im Interesse einer Gleichbehandlung der Steuerpflichtigen kann die Abzugsfähigkeit von Nachzahlungszinsen nicht von der Personalsituation bzw. dem Veranlagungsstand des jeweiligen FA abhängig gemacht werden (vgl. ähnlich BFH-Urteil vom 18. Juni 1997 II B 33/97, BFHE 182, 379, BStBl II 1997, 515).
FG Niedersachsen, 20.08.1998 - I 76/98
Wiederholte Festsetzung von Zwangsgeld wegen Nichtabgabe der SteuererklÃ¤rung