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Timestamp: 2016-10-22 08:52:36
Document Index: 122977196

Matched Legal Cases: ['Art. 454', 'BGE', 'BGE', 'Art. 78', 'BGE', 'Art. 80', 'Art. 80', 'Art. 132', 'BGE', 'Art. 80', 'Art. 393', 'Art. 20', 'Art. 222', 'Art. 272', 'Art. 273', 'Art. 274', 'Art. 279', 'Art. 80', 'Art. 80', 'Art. 79', 'Art. 80', 'Art. 81', 'Art. 274', 'Art. 279', 'Art. 272', 'Art. 273', 'Art. 274', 'Art. 274', 'BGE', 'Art. 80', 'Art. 79', 'Art. 80', 'Art. 78', 'Art. 222', 'Art. 81', 'BGE', 'Art. 79', 'Art. 81', 'Art. 222', 'Art. 393', 'Art. 222', 'BGE', 'Art. 79', 'Art. 81', 'Art. 93', 'Art. 78', 'Art. 98', 'Art. 273', 'Art. 269', 'Art. 270', 'Art. 269', 'Art. 269', 'Art. 270', 'Art. 269', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 179', 'Art. 269', 'Art. 273', 'Art. 272', 'Art. 270', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 15', 'Art. 279', 'Art. 273', 'Art. 15', 'Art. 5', 'Art. 16', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 5', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 16', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 270', 'Art. 269', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 273', 'Art. 16', 'Art. 273', 'Art. 5', 'Art. 16', 'Art. 269', 'Art. 273', 'Art. 269', 'Art. 278', 'Art. 269', 'Art. 273', 'Art. 179', 'Art. 269', 'Art. 269', 'Art. 269', 'Art. 273', 'Art. 13', 'Art. 36', 'Art. 279', 'Art. 273', 'Art. 274', 'Art. 269', 'Art. 273', 'Art. 272', 'Art. 270', 'Art. 273', 'Art. 269']

1B_376/2011 (03.11.2011)
Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten, Beschwerdef�hrerin,
�berwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs; Antennensuchlauf, Rasterfahndung,
Beschwerde gegen die Verf�gung vom 12. Juli 2011 des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau.
Die zust�ndigen kantonalen Staatsanwaltschaften f�hren Strafuntersuchungen gegen Unbekannt wegen drei qualifizierten Raub�berf�llen gegen Bijouteriegesch�fte am 13. Januar 2011 (ca. 09.45 Uhr) in Lachen (SZ), am 26. Januar 2011 (ca. 12.20 Uhr) in Berikon (AG) und am 9. M�rz 2011 (ca. 09.20 Uhr) in Schaffhausen mit einer Deliktssumme von insgesamt mehr als Fr. 2,2 Mio. F�r den Raub�berfall in Schaffhausen wurde ein Motorfahrzeug verwendet, welches in der Nacht vom 24. auf den 25. Februar 2011 in Winterthur gestohlen worden war. Aufgrund der bisherigen Untersuchungsergebnisse gehen die Staatsanwaltschaften davon aus, dass alle drei Raub�berf�lle (mit Gewaltanwendung und Waffeneinsatz) zumindest teilweise von derselben T�terschaft ausgef�hrt wurden und dass die Beteiligten vor und nach den Straftaten �ber Mobiltelefone kommunizierten.
Mit rechtskr�ftiger Verf�gung vom 1. Juli 2011 bewilligte das Kantonsgericht Schaffhausen (Zwangsmassnahmengericht) eine von der Staatsanwaltschaft des Kantons Schaffhausen beantragte (nachtr�gliche) �berwachung des Fernmeldeverkehrs per Antennensuchlauf (im Rahmen einer Rasterfahndung gegen unbekannte T�terschaft). Davon betroffen sind Mobiltelefon-Verbindungen �ber Mobilfunk-Antennen am Tatort der Fahrzeug-Entwendung in Winterthur (vom 24. Februar 2011, 21.00 Uhr, bis 25. Februar 2011, 06.00 Uhr) sowie am Tatort des Raub�berfalles in Schaffhausen vom 9. M�rz 2011 (07.00 Uhr bis 09.20 Uhr).
Am 12. Juli 2011 bewilligte das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Schwyz auf Antrag der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz rechtskr�ftig einen analogen Antennensuchlauf am Tatort des Raub�berfalles in Lachen (SZ) f�r den 13. Januar 2011 (im Zeitraum von 08.00 Uhr bis 10.00 Uhr).
Am 6. Juli 2011 (Postaufgabe: 11. Juli 2011) stellte die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten beim Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau ein analoges Gesuch um Genehmigung einer (nachtr�glichen) �berwachung des Fernmeldeverkehrs. Der beantragte Antennensuchlauf (im Rahmen der koordinierten Rasterfahndung) betrifft den Mobiltelefonieverkehr vom 26. Januar 2011 von 10.40 Uhr bis 12.40 Uhr in Berikon (AG). Anhand der Verbindungs-Randdaten m�chte die Staatsanwaltschaft abkl�ren, �ber welche Mobiltelefon-Rufnummern im betreffenden Zeitpunkt in der n�heren Umgebung des Tatortes Verbindungen aufgebaut (Gespr�che gef�hrt oder Nachrichten versendet) wurden. Die Ermittlung von Gespr�chs- oder Nachrichteninhalten wurde nicht beantragt.
Am 7. Juli 2011 verf�gte die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten gegen�ber dem Informatik Service Center des EJPD (vorl�ufig) eine entsprechende Untersuchungsmassnahme. Die betroffenen Mobiltelefonie-Anbieterinnen haben die Randdaten daraufhin erhoben und der Staatsanwaltschaft (provisorisch) zugestellt. Die Daten wurden von der Staatsanwaltschaft (mangels einer rechtskr�ftigen richterlichen Bewilligung) bisher noch nicht ausgewertet.
Mit Entscheid vom 12. Juli 2011 verweigerte das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau mangels "rechtsgen�genden dringenden Tatverdachts" die Bewilligung der mit Gesuch vom 6. Juli 2011 beantragten �berwachungsmassnahme.
Am 1. Januar 2011 sind die Schweizerische Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) und das Strafbeh�rdenorganisationsgesetz (StBOG; SR 173.71) in Kraft getreten. F�r Rechtsmittel gegen erstinstanzliche Entscheide, die nach dem 31. Dezember 2010 gef�llt werden, gilt neues Strafverfahrensrecht (Art. 454 Abs. 1 StPO). Ausschlaggebend f�r die Anwendbarkeit des alten oder neuen Prozessrechts ist insofern das erstinstanzliche Verf�gungsdatum (BGE 137 IV 145 E. 1.1 S. 147; 219 E. 1.1 S. 221; nicht amtlich publ. E. 1 von BGE 137 IV 189). Die �berwachungsverf�gung der Staatsanwaltschaft und der von ihr angefochtene Nichtbewilligungsentscheid des Zwangsmassnahmengerichts erfolgten nach dem 31. Dezember 2010, weshalb hier die StPO zur Anwendung gelangt.
Zun�chst ist die Zul�ssigkeit der Beschwerde zu beurteilen:
2.1 Das Bundesgericht beurteilt Beschwerden gegen Entscheide in Strafsachen (Art. 78 Abs. 1 BGG). Unter den Begriff der Strafsachen im Sinne des BGG f�llt nach st�ndiger Praxis auch die Bewilligung bzw. Nichtbewilligung von strafprozessualen geheimen �berwachungsmassnahmen, hier in Form eines r�ckwirkenden sogenannten Antennensuchlaufs (vgl. BGE 133 IV 182; Urteile 1B_425/2010 vom 22. Juni 2011 E. 1; 1B_101/2010 vom 13. April 2010 E. 2; 1B_194/2008 vom 2. September 2009 E. 1.1).
2.2 Zu pr�fen ist, ob ein anfechtbarer letztinstanzlicher Entscheid im Sinne von Art. 80 Abs. 2 BGG vorliegt.
2.2.1 Da der angefochtene Nichtbewilligungsentscheid des Zwangsmassnahmengerichts (ebenso wie die Verf�gung der Staatsanwaltschaft) nach dem 31. Dezember 2010 erfolgte, ist hier Art. 80 Abs. 2 BGG dritter Satz in der Fassung gem�ss Anhang Ziff. II 5 des StBOG, in Kraft seit 1. Januar 2011 (AS 2010 3267), anwendbar (Art. 132 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 137 IV 219 E. 2.1 S. 222 mit Hinweisen). Gem�ss Art. 80 Abs. 2 BGG setzen die Kantone als letzte kantonale Instanzen obere Gerichte ein (Satz 1). Diese entscheiden als Rechtsmittelinstanzen (Satz 2). Ausgenommen sind die F�lle, in denen nach der StPO ein Zwangsmassnahmengericht oder ein anderes Gericht als einzige kantonale Instanz entscheidet (Satz 3).
2.2.2 Entscheide des Zwangsmassnahmengerichts sind nur in den in der StPO vorgesehenen F�llen mit StPO-Beschwerde anfechtbar (Art. 393 Abs. 1 lit. c StPO; s. auch Art. 20 Abs. 1 lit. c StPO). Gegen richterliche Genehmigungs- und Nichtgenehmigungsentscheide von geheimen �berwachungsmassnahmen sieht die StPO (anders als f�r Haftentscheide, Art. 222 StPO) keine Beschwerdem�glichkeit an ein oberes kantonales Gericht vor (vgl. Art. 272 Abs. 1, Art. 273 Abs. 2 und Art. 274 StPO). Betroffene k�nnen erst nachtr�glich (nach erfolgter Mitteilung) die �berwachung auf dem Beschwerdeweg anfechten (Art. 279 Abs. 3 StPO). Insofern besteht hier (im Sinne von Art. 80 Abs. 2 Satz 3 BGG) eine zul�ssige Ausnahme von den Sachurteilsvoraussetzungen gem�ss Art. 80 Abs. 2 S�tze 1-2 BGG (vgl. Heinz Aemisegger/Marc Forster, Basler Kommentar BGG, 2. Aufl., Basel 2011, Art. 79 N. 29, 41; Marc Thommen, a.a.O., Art. 80 N. 14).
2.3 Zur Beschwerde in Strafsachen ist nach Art. 81 Abs. 1 BGG berechtigt, wer (lit. a) vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine M�glichkeit zur Teilnahme erhalten hat, und (lit. b) ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids hat, insbesondere die Staatsanwaltschaft (Ziff. 3).
Was die Beschwerdebefugnis der Staatsanwaltschaft gegen Nichtgenehmigungsentscheide des Zwangsmassnahmengerichts betrifft, wird in der Literatur zwar teilweise die Ansicht vertreten, dass es "unausgewogen" w�re, "der Staatsanwaltschaft hier ein Rechtsmittel zu gew�hren, das der Gegenseite aus faktischen Gr�nden verwehrt ist" (vgl. Marc Jean-Richard-dit-Bressel, in: Basler Kommentar StPO, Basel 2011, Art. 274 N. 10). Diese Betrachtungsweise tr�gt jedoch den unterschiedlichen Interessenlagen der Staatsanwaltschaft (einerseits) und der von �berwachungsmassnahmen betroffenen Personen (anderseits) vor und nach einer Bewilligung bzw. Nichtbewilligung der Massnahmen zu wenig Rechnung:
Angesichts des strafprozessualen Zweckes der geheimen �berwachungsmassnahmen ist eine vorg�ngige Information der Betroffenen und damit eine Anfechtung von Genehmigungsentscheiden durch betroffene Personen ausgeschlossen. Ihren Rechtsschutz k�nnen die Betroffenen folglich erst (aber immerhin) nachtr�glich wahrnehmen (vgl. Art. 279 Abs. 3 i.V.m. Art. 272 Abs. 1, Art. 273 Abs. 2 und Art. 274 StPO). Demgegen�ber kann es sich bei richterlichen Nichtbewilligungen von �berwachungsmassnahmen in begr�ndeten F�llen sachlich aufdr�ngen, der untersuchungsleitenden Staatsanwaltschaft eine Beschwerdebefugnis (zumindest an das Bundesgericht) gegen Nichtbewilligungsentscheide des Zwangsmassnahmengerichts einzur�umen (vgl. �hnlich Niklaus Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, Z�rich 2009, Art. 274 N. 8). Dies gilt insbesondere, wenn (wegen gesetzwidrigen Nichtbewilligungen) bei schweren zu untersuchenden Delikten ein nicht zu rechtfertigender Beweisverlust droht. Der blosse Umstand, dass von geheimen �berwachungsmassnahmen betroffenen Personen noch keine vorg�ngige Beschwerdem�glichkeit gegen Bewilligungsentscheide zusteht, schliesst somit ein schutzw�rdiges Anfechtungsinteresse der Staatsanwaltschaft gegen Nichtbewilligungen keineswegs aus. Entgegen einzelnen �usserungen in der Literatur steht auch BGE 133 IV 182 einem Eintreten auf die vorliegende Beschwerde nicht entgegen. Der zitierte Entscheid bezieht sich auf die spezifisch geregelte Zwangsmassnahmenbeschwerde bei (altrechtlicher) Bundesgerichtsbarkeit (Vorinstanz nach Art. 80 Abs. 1 i.V.m. Art. 79 BGG bzw. BStP/SGG/aB�PF), w�hrend im vorliegenden Fall kantonaler Gerichtsbarkeit (bez�glich Letztinstanzlichkeitserfordernis) Art. 80 Abs. 2 BGG (i.V.m. Art. 78 BGG und StPO) massgeblich ist (vgl. dazu oben, E. 2.2).
2.3.2 Wie bei den Haftf�llen (Art. 222 StPO) hat der Gesetzgeber bei geheimen �berwachungen prim�r an das Rechtsschutzinteresse der von Zwangs- und �berwachungsmassnahmen betroffenen Personen (nach bewilligter und durchgef�hrter �berwachung) gedacht. Zur Frage der Beschwerdebefugnis der Staatsanwaltschaft gegen die richterliche Nichtbewilligung von �berwachungsmassnahmen �ussert sich die StPO nicht ausdr�cklich. Was die Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht betrifft, bejaht der Wortlaut von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 BGG grunds�tzlich ein schutzw�rdiges Anfechtungsinteresse ("insbesondere die Staatsanwaltschaft"; vgl. BGE 134 IV 36 E. 1.4.3 S. 40; Aemisegger/Forster, a.a.O., Art. 79 N. 50; Thommen, a.a.O., Art. 81 N. 11). Dar�ber hinaus hat das Bundesgericht die Legitimation der Staatsanwaltschaft bejaht, gegen Haftentlassungsentscheide des Zwangsmassnahmengerichts an die kantonale Beschwerdeinstanz (nach Art. 222 i.V.m. Art. 393 ff. StPO) zu rekurrieren. Zwar wird die Staatsanwaltschaft (in Art. 222 StPO) bei Haftf�llen nicht ausdr�cklich als beschwerdebefugt erw�hnt. Das �ffentliche Interesse an einer funktionierenden Strafjustiz verlangt jedoch ein Beschwerderecht der Staatsanwaltschaft gegen Haftentlassungsentscheide (vgl. BGE 137 IV 22 E. 1.2-1.4 S. 23-25; 87 E. 3 S. 89-92; zur amtlichen Publikation bestimmte Urteile 1B_273/2011 vom 31. August 2011 E. 1.2 und 1B_232/2011 vom 12. Juli 2011 E. 1; s. auch Urteile 1B_65/2011 vom 22. Februar 2011 E. 3.3 und 1B_258/2011 vom 24. Mai 2011 E. 1-2; Aemisegger/Forster, a.a.O., Art. 79 N. 51).
2.3.3 Gem�ss den Darlegungen der Staatsanwaltschaft dient die streitige �berwachungsmassnahme der Aufkl�rung von drei bewaffneten Raub�berf�llen mit sehr hohen Deliktssummen. Trotz umfangreicher Untersuchungsanstrengungen (wie DNA-Spurenauswertungen, Zeugenbefragungen, Phantombild-Fahndung usw.) habe die T�terschaft bisher nicht identifiziert werden k�nnen. Der Antennensuchlauf sei von der Staatsanwaltschaft im Sinne einer "ultima ratio" verf�gt worden. Bei einer Verweigerung der Untersuchungsmassnahme drohe ein schwer wiegender Beweisverlust bzw. die Nichtaufkl�rung der untersuchten Verbrechen. Die Nichtbewilligung vereitle auch die von den Strafverfolgungsbeh�rden der Kantone Aargau, Schwyz und Schaffhausen koordinierten Ermittlungsbem�hungen im Rahmen bereits rechtskr�ftig bewilligter �berwachungsmassnahmen.
2.3.4 Nach dem Gesagten ist die Staatsanwaltschaft im vorliegenden Fall gem�ss Art. 81 BGG zur Beschwerde in Strafsachen legitimiert. Ebenso droht ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG.
2.4 Auch die �brigen Sachurteilserfordernisse von Art. 78 ff. BGG sind erf�llt. Art. 98 BGG gelangt bei Beschwerden betreffend strafprozessuale Zwangsmassnahmen nicht zur Anwendung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_277/2011 vom 28. Juni 2011 E. 1.2).
Im angefochtenen Entscheid wird im Wesentlichen Folgendes erwogen: Eine Rasterfahndung per Antennensuchlauf sei rechtlich umstritten und im Gesetz nicht ausdr�cklich geregelt. Eine entsprechende �berwachungsmassnahme k�nne allenfalls zur Aufkl�rung schwerster Delikte zul�ssig sein. Hier sei zwar (noch knapp) von untersuchten Schwerstverbrechen auszugehen. Die Massnahme setze jedoch voraus, dass die unbekannte T�terschaft an verschiedenen Orten zu einem bestimmten Zeitpunkt telefoniert h�tte. Dazu fehlten ausreichende Angaben im Antrag der Staatsanwaltschaft. Im Interesse einer eindeutigen Selektion m�ssten zudem (neben Ort und Zeit der Gespr�che) noch weitere Angaben �ber die verd�chtigen Personen vorhanden sein. Da diese Voraussetzung nicht erf�llt sei, m�sste die Massnahme zwangsl�ufig viele Telefonverbindungen von unbeteiligten Personen erfassen. Der blosse Umstand, dass eine Straftat ver�bt wurde, begr�nde zudem keinen dringenden Tatverdacht. Zwar spiele es f�r das Vorliegen des Tatverdachtes keine Rolle, dass er sich gegen eine bisher unbekannte T�terschaft richtet; es gen�ge, dass der Tatverdacht individualisierbar sei. Hier diene der beantragte Antennensuchlauf jedoch erst der Begr�ndung eines dringenden Tatverdachtes.
Die Staatsanwaltschaft macht in ihrer Beschwerde geltend, die streitige �berwachungsmassnahme sei zwar im Gesetz nicht ausdr�cklich geregelt. Sie werde in der einschl�gigen Literatur jedoch unter gewissen Voraussetzungen als zul�ssig anerkannt und in der Strafverfolgungspraxis nicht selten angewendet. Im vorliegenden Fall werde (im Sinne einer Rasterfahndung gegen Unbekannt) per Antennensuchlauf r�ckwirkend �berpr�ft, ob w�hrend den Tatzeitr�umen an den jeweiligen Tatorten mit identischen Mobiltelefon-Rufnummern kommuniziert worden sei. Gesucht werde nach der betreffenden Schnittmenge von Kommunikationsverbindungen. Diese Massnahme bzw. deren Abgleich mit den �brigen Untersuchungsergebnissen erm�gliche es voraussichtlich, den Tatverdacht gegen�ber bisher unbekannten T�tern bestimmten Personen individuell zuzuordnen. Eine solche �berwachungsmassnahme sei zul�ssig, wenn die voraussichtliche Schnittmenge von verd�chtigen Kommunikationsverbindungen sehr gering erscheint. Eine ausreichende Eingrenzung sei nicht nur dann m�glich, wenn weitere konkrete Angaben �ber Verd�chtige vorhanden sind, sondern auch, wenn eine Kombination von unterschiedlichen massgeblichen Orten und Zeitr�umen eine geringe Schnittmenge von individualisierbaren Verd�chtigen erwarten lasse. Diese Voraussetzungen seien hier erf�llt. Bei der Erhebung und Abgleichung von blossen Telefonie-Randdaten, die (bis zur Eruierung der verd�chtigen Schnittmenge) ohne Feststellung der Personalien erfolge, handle es sich zudem um einen �usserst geringen Eingriff in die Rechte der Kommunikationsteilnehmer. Dass die Schnittmenge durch die Untersuchungsbeh�rde ermittelt werde (und nicht durch die Telefonie-Anbieterinnen), rechtfertige sich ebenfalls. Die Nichtbewilligung der �berwachungsmassnahme durch die Vorinstanz verletze daher Art. 273 Abs. 1 StPO.
Streitig ist eine r�ckwirkende Mobiltelefonverkehr-Randdatenerhebung �ber einen sogenannten "Antennensuchlauf" im Rahmen einer Rasterfahndung bei noch unbekannter T�terschaft. Zu unterscheiden ist zwischen a) inhaltlichen �berwachungen des Fernmeldeverkehrs (Gespr�che und Nachrichteninhalte), b) blossen Ausk�nften �ber Verkehrs- und Rechnungsdaten (bzw. Teilnehmeridentifikation) bei bekannten Teilnehmern bzw. Verd�chtigen sowie c) systematischen Rasterfahndungen (Erhebung von Randdaten mittels Antennensuchlauf) bei unbekannter T�terschaft.
5.1 Die Staatsanwaltschaft kann den Post- und Fernmeldeverkehr der beschuldigten Person und (in gewissen F�llen) von Drittpersonen (inhaltlich) �berwachen, wenn der dringende Tatverdacht besteht, eine in Art. 269 Abs. 2 StPO genannte Straftat sei begangen worden (Art. 270 i.V.m. Art. 269 Abs. 1 lit. a StPO). Zudem muss die Schwere der Straftat die �berwachung rechtfertigen, und die bisherigen Untersuchungshandlungen m�ssen erfolglos geblieben bzw. es muss dargetan sein, dass die Ermittlungen sonst aussichtslos w�ren oder unverh�ltnism�ssig erschwert w�rden (Art. 269 Abs. 1 lit. b-c StPO).
5.2 Neben der eigentlichen geheimen (inhaltlichen) �berwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (Art. 270-272 i.V.m. Art. 269 StPO) sieht Art. 273 StPO die weitere M�glichkeit vor, dass die Staatsanwaltschaft (ebenfalls zun�chst geheime) Ausk�nfte einholt betreffend Verkehrs- und Rechnungsdaten bzw. Teilnehmeridentifikation (Art. 273 StPO). Diese Ausk�nfte (namentlich seitens der Fernmeldedienste-Anbieterinnen) k�nnen sich darauf erstrecken, wann und mit welchen Personen oder Anschl�ssen eine �berwachte Person �ber den Fernmeldeverkehr Verbindungen gehabt hat (Art. 273 Abs. 1 lit. a StPO). Zudem k�nnen Erhebungen �ber Verkehrs- und Rechnungsdaten erfolgen (Art. 273 Abs. 1 lit. b StPO). Voraussetzung f�r solche Massnahmen (bei bekannten Kommunikationsteilnehmern bzw. Verd�chtigen) ist erstens der dringende Verdacht eines Verbrechens oder Vergehens oder einer �bertretung nach Art. 179septies StGB. Zweitens m�ssen hier die (in E. 5.1 genannten) Voraussetzungen von Art. 269 Abs. 1 lit. b und c StPO erf�llt sein (Art. 273 Abs. 1 Ingress StPO).
5.3 Wie die inhaltliche �berwachung (Art. 272 Abs. 1 i.V.m. Art. 270 StPO) bed�rfen Massnahmen nach Art. 273 StPO der Genehmigung durch das Zwangsmassnahmengericht (Art. 273 Abs. 2 StPO). Entsprechende Ausk�nfte k�nnen unabh�ngig von der Dauer einer �berwachung und bis 6 Monate r�ckwirkend verlangt werden (Art. 273 Abs. 3 StPO, Art. 15 Abs. 3 B�PF). Der Rechtsschutz gegen �berwachungen des Post- und Fernmeldeverkehrs richtet sich nach Art. 279 StPO.
5.4 In Art. 273 StPO (s. auch Art. 15 B�PF und den mit Inkrafttreten der StPO aufgehobenen Art. 5 aB�PF) nicht ausdr�cklich geregelt ist der Spezialfall einer r�ckwirkenden Mobiltelefonverkehr-Randdatenerhebung �ber einen sogenannten Antennensuchlauf im Rahmen einer Rasterfahndung (bei noch unbekannter T�terschaft). Mit dieser technischen Massnahme k�nnen die Verkehrs-Randdaten (insbesondere die anrufenden und angerufenen Nummern) der gesamten Mobiltelefon-Kommunikation ermittelt werden, die innerhalb einer bestimmten Zeit �ber bestimmte Antennenzellen aktiv gef�hrt wurde (vgl. Erl�uterungen des EJPD vom 8. Juni 2011 zur geplanten �nderung des V�PF sowie der Verordnung �ber die Geb�hren und Entsch�digungen f�r die �berwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs, S. 4 f.; s. auch Thomas Hansjakob, Kommentar B�PF/V�PF, 2. Aufl., St. Gallen 2006, Art. 16 V�PF N. 17-20).
5.5 Gem�ss der einschl�gigen Literatur handelt es sich beim Antennensuchlauf betreffend Mobiltelefonie-Randdaten um eine Massnahme im Sinne von Art. 273 StPO (vgl. Jean-Luc Bacher/Nathalie Zufferey, in: Commentaire Romand CPP, Basel 2011, Art. 273 N. 4; Thomas Hansjakob, in: DONATSCH/HANSJAKOB/LIEBER [Hrsg.], Z�rcher Kommentar StPO, Z�rich 2010, Art. 273 N. 4; Jean-Richard-dit-Bressel, a.a.O., Art. 273 N. 6; Schmid, a.a.O., Art. 273 N. 5). Art. 273 StPO erlaubt ausschliesslich die Erhebung von Randdaten der Kommunikation, nicht hingegen von Inhalten des Fernmeldeverkehrs im Sinne des Informationsflusses (vgl. Bacher/Zufferey, a.a.O., Art. 273 N. 1-2; Hansjakob, a.a.O. Kommentar StPO, Art. 273 N. 1-3; Jean-Richard-dit-Bressel, a.a.O., Art. 273 N. 1, 5; Schmid, a.a.O., Art. 273 N. 2-3; s. auch schon die fr�heren Art. 5 Abs. 1 lit. a-b aB�PF sowie Art. 16 lit. c-d V�PF, dazu Hansjakob, a.a.O. Kommentar B�PF/V�PF, Art. 16 V�PF N. 2, 5, 13). R�ckwirkende Randdatenerhebungen werden in der Praxis h�ufiger angewendet als aktive �berwachungen (vgl. Hansjakob, a.a.O. Kommentar StPO, Art. 273 N. 6). Auf Teilnehmer-Randdaten (allerdings auch aktiv in Echtzeit, nicht bloss r�ckwirkend) beschr�nkt sich ebenso die "Teilnehmeridentifikation" im Sinne von Art. 273 Abs. 1 lit. a StPO (vgl. Bacher/Zufferey, a.a.O., Art. 273 N. 4; Hansjakob, a.a.O. Kommentar StPO, Art. 273 N. 6-7; ders., a.a.O., Kommentar B�PF/V�PF, Art. 16 V�PF N. 2, 5; Jean-Richard-dit-Bressel, a.a.O., Art. 273 N. 1, 5; Schmid, a.a.O., Art. 273 N. 2-3). Der mit Auskunftsbegehren nach Art. 273 StPO verbundene Grundrechtseingriff ist daher deutlich weniger schwer als in den �berwachungsf�llen nach Art. 270 i.V.m. Art. 269 StPO (vgl. Bacher/Zufferey, a.a.O., Art. 273 N. 5; Jean-Richard-dit-Bressel, a.a.O., Art. 273 N. 1; Schmid, a.a.O., Art. 273 N. 2-3; Botschaft StPO, BBl 2006 1250 f.).
5.6 Bei Antennensuchl�ufen im Rahmen von Rasterfahndungen gegen noch unbekannte T�terschaft werden allerdings Telefonie-Randdaten von zun�chst unbestimmt vielen (m�glicherweise sehr vielen) Teilnehmern erfasst und (vorerst anonymisiert) miteinander abgeglichen, um aus Randdaten verschiedener Tatorte oder Tatzeiten die Schnittmenge von konkret Verd�chtigen zu ermitteln (vgl. dazu oben, E. 5.4). In der Literatur wird die Auffassung vertreten, dass solche Rasterfahndungen grunds�tzlich nur "zur Aufkl�rung schwerer Delikte" zul�ssig seien. Zudem m�sse der Eingriff in die Rechte der mitbetroffenen Unverd�chtigen "minimal" ausfallen, und die Gefahr, dass Unschuldige in ein Strafverfahren verwickelt werden k�nnten, m�sse sehr klein erscheinen (Hansjakob, a.a.O. Kommentar B�PF/V�PF, Art. 16 V�PF N. 19). Im Falle von Antennensuchl�ufen im Rahmen von Rasterfahndungen f�hre dies zur Forderung, dass die zu erhebenden Randdaten (zusammen mit den �brigen bisherigen Untersuchungsergebnissen) eine "eindeutige Selektion" erm�glichen m�ssten. Dies sei oft der Fall, "wenn neben Ort und Zeit eines Gespr�chs weitere Angaben �ber den Verd�chtigen vorhanden sind oder wenn Ort und Zeit von zwei Gespr�chen bekannt sind, so dass die Anbieterin aufgefordert werden kann, nur diejenige Ger�te- oder Telefonnummer zu nennen, die an beiden Orten registriert wurde". In solchen F�llen liege (im Sinne von Art. 273 StPO bzw. Art. 5 Abs. 1 lit. b aB�PF) eine zul�ssige Erhebung von Verkehrs- und Rechnungsdaten vor (Hansjakob, a.a.O. Kommentar B�PF/V�PF, Art. 16 V�PF N. 20). Was den dringenden Tatverdacht betrifft, gen�gt bei Fahndungen gegen Unbekannt in solchen Konstellationen grunds�tzlich die m�gliche Individualisierbarkeit der Zielpersonen gem�ss Raster- bzw. Schnittmengenergebnis (vgl. Schmid, a.a.O., Art. 269 N. 6). Hingegen sind �berwachungen (auch nach Art. 273 i.V.m. Art. 269 StPO) nur zur Verfolgung von bereits ver�bten und den Strafverfolgungsbeh�rden (mit Vorbehalt von Art. 278 StPO) bekannten Straftaten zul�ssig, nicht aber zu rein pr�ventiven Zwecken (vgl. Schmid, a.a.O., Art. 269 N. 7).
6.1 Der oben dargelegten Lehre ist im Grundsatz zuzustimmen: Einfache r�ckwirkende Erhebungen von Verkehrs- und Rechnungsdaten mit Teilnehmeridentifikation im Fernmeldeverkehr gegen�ber bekannten Beschuldigten w�rden (nach Art. 273 Abs. 1 StPO) den dringenden Verdacht eines Verbrechens oder Vergehens oder einer �bertretung nach Art. 179septies StGB voraussetzen. Ausserdem m�ssten die Voraussetzungen von Art. 269 Abs. 1 lit. b und c StPO erf�llt sein. Bei der hier streitigen (nicht ausdr�cklich im Gesetz geregelten) Erhebung von Verbindungs-Randdaten per Antennensuchlauf im Rahmen einer Rasterfahndung gegen Unbekannt ist (jedenfalls im Sinne von Art. 269 Abs. 1 lit. a und b sowie Abs. 2 StPO) der dringende Tatverdacht eines Verbrechens zu verlangen. Zudem m�ssen die Gesuchten bei noch unbekannter T�terschaft grunds�tzlich individualisierbar sein. Weiter ist die Subsidiarit�t der Massnahme (im Sinne einer "ultima ratio" der Untersuchungsanstrengungen, Art. 269 Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 273 Abs. 1 StPO) zu verlangen. In der vorliegenden Konstellation ist sodann keine inhaltliche �berwachung von Gespr�chen bzw. Nachrichten (SMS) zul�ssig, sondern bloss die Erhebung und Auswertung der (zun�chst anonymisierten) Verbindungs-Randdaten. Zudem muss bei Rasterfahndungen mittels Antennensuchlaufs die angepeilte verd�chtige Schnittmenge der abgeglichenen Verkehrs- und Rechnungsdaten voraussichtlich klein sein. Die Beschr�nkung der eigentlichen Ermittlungen auf einige wenige konkrete Zielpersonen bzw. individualisierte Verd�chtige erscheint nicht nur aus Gr�nden der Verh�ltnism�ssigkeit geboten (vgl. Art. 13 i.V.m. Art. 36 Abs. 3 BV), sondern auch deshalb, weil der gesetzlich vorgeschriebene nachtr�gliche Rechtsschutz (Art. 279 StPO) bei zahlreichen pers�nlich identifizierten Schnittmengen-Betroffenen nur schwer bzw. mit �berm�ssigem Aufwand zu bewerkstelligen w�re. Die richterliche Genehmigungsinstanz kann die Auskunftserteilung nach Art. 273 StPO an entsprechende inhaltliche Auflagen kn�pfen (Art. 274 Abs. 2 Satz 2 StPO).
6.2 Der dringende Tatverdacht von mehreren schweren Verbrechen (bewaffneten Raub�berf�llen mit Gewaltanwendung und sehr hoher Deliktssumme) ist hier gegeben. Zwar konnte der Tatverdacht bisher noch keinen konkreten Personen individuell zugerechnet werden. Die noch unbekannte und fl�chtige T�terschaft ist jedoch (im Rasterergebnis) grunds�tzlich identifizierbar und wurde von Zeugen beobachtet. Auch bestehen nach den bisherigen Untersuchungsergebnissen konkrete Anhaltspunkte daf�r, dass zumindest einzelne T�ter an allen drei Raub�berf�llen beteiligt waren und dass die T�terschaft vor und nach den Raub�berf�llen (und vor der Beschaffung eines Fluchtfahrzeuges) �ber Mobiltelefone kommunizierte.
6.3 Entgegen der Ansicht der Vorinstanz dient die hier streitige nachtr�gliche �berwachungsmassnahme nicht erst der Suche nach Straftaten bzw. der Begr�ndung eines vorher inexistenten Tatverdachtes. Vielmehr dient sie der Individualisierung und Identifizierung der T�terschaft bei bereits objektiv konkretisiertem dringendem Verdacht von Schwerverbrechen. Sodann hat die Staatsanwaltschaft den Antennensuchlauf im Sinne einer "ultima ratio" angeordnet, nachdem es ihr trotz umfangreicher Untersuchungsanstrengungen (darunter DNA-Spurenauswertungen, Zeugenbefragungen, Personen- und Fahrzeug�berpr�fungen, Publikation von Phantombildern usw.) nicht gelungen war, die T�terschaft zu identifizieren. Die Zwangsmassnahmengerichte der Kantone Schwyz und Schaffhausen haben im konnexen Zusammenhang bereits zwei analoge �berwachungsmassnahmen rechtskr�ftig bewilligt.
6.4 Mit dem hier streitigen Antennensuchlauf soll anhand der Verbindungs-Randdaten (insbesondere der Rufnummern) abgekl�rt werden, �ber welche Mobiltelefone in der n�heren Umgebung des Tatortes in Berikon (AG) und im fraglichen Tatzeitraum Gespr�che gef�hrt oder Nachrichten versendet wurden. Die nachtr�gliche �berwachung beschr�nkt sich auf zwei Stunden (im Zeitraum unmittelbar vor, w�hrend und nach dem Raub�berfall). Es werden keine Gespr�chs- oder Nachrichteninhalte ermittelt. Die Analyse der zun�chst anonymisierten Verbindungs-Randdaten (ein- und ausgehende Nummern, Zeitpunkt und Dauer der aktiven Verbindungen, internationale Ger�te-Identifikationsnummern, internationale SIM-Karten-Identifikationsnummern sowie benutzte Verbindungsantennen) und deren Abgleichung mit den �brigen Untersuchungsergebnissen erfolgt durch die Staatsanwaltschaft.
6.5 Diese Massnahme (inklusive Schnittmengen-Ermittlung) stellt noch keinen schweren Eingriff in die Grundrechte von Betroffenen dar. Dies umso weniger, als zur Feststellung der Schnittmenge von konkret verd�chtigen Personen noch nicht alle abzugleichenden Randdaten s�mtlicher betroffener Verbindungen personenbezogen identifiziert werden. Eine n�here Personenidentifikation rechtfertigt sich denn auch erst beim (zu ermittelnden) eingeschr�nkten Kreis der in das Fahndungsraster fallenden Verd�chtigen. Die Staatsanwaltschaft best�tigt in diesem Zusammenhang ausdr�cklich, dass bis zur Schnittmengen-Eruierung keine Feststellung von Personalien erfolge. Die zu untersuchenden schweren Verbrechen rechtfertigen (im Sinne von Art. 269 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 273 Abs. 1 StPO) die streitige �berwachungsmassnahme. Eine allf�llige nachtr�gliche Erhebung von Gespr�chsinhalten bzw. Nachrichten (SMS) bed�rfte einer zus�tzlichen richterlichen Bewilligung (Art. 272 Abs. 1 i.V.m. Art. 270 StPO).
6.6 Weiter f�llt ins Gewicht, dass im vorliegenden Fall eine sachgerechte und gezielte Eingrenzung von einigen wenigen tatverd�chtigen Personen m�glich erscheint: F�r die �brigen Tatortstandorte in den Kantonen Schaffhausen und Schwyz (bzw. Z�rich) wurden bereits zwei analoge Antennensuchl�ufe rechtskr�ftig bewilligt. Die beteiligten Staatsanwaltschaften m�chten die Schnittmenge der Rufnummern ermitteln, die aus den Antennensuchl�ufen an allen nachtr�glich �berwachten Standorten resultiert. Es erscheint praktisch ausgeschlossen, dass viele Unbeteiligte rein zuf�llig und ausgerechnet zu den jeweiligen Tatzeiten an den vier weit auseinanderliegenden Standorten (in Lachen SZ, Winterthur, Berikon AG und Schaffhausen) telefoniert h�tten. Im Gegenteil d�rften nur sehr wenige Mobiltelefon-Benutzer in die Schnittmenge aller vier �berwachten Antennenstandorte fallen. Gleichzeitig w�ren diese wenigen Personen nach den bisherigen Untersuchungsergebnissen als dringendst verd�chtig anzusehen. Eine weitere Eingrenzung erscheint im �brigen durch die Abgleichung mit den vorl�ufigen Untersuchungsergebnissen aller drei untersuchten Raub�berf�lle m�glich.
6.7 Dass die Schnittmenge der verd�chtigen Mobiltelefon-Verbindungen durch die Untersuchungsbeh�rde ermittelt werden soll (und nicht durch die Telefonie-Anbieterinnen), l�sst die �berwachungsmassnahme ebenfalls nicht als bundesrechtswidrig erscheinen. Zum einen sprechen Gr�nde der Praktikabilit�t und der Wahrung des Untersuchungsgeheimnisses f�r dieses Vorgehen. Zum anderen erscheint es, wie schon dargelegt, nicht als schwerer Eingriff in die Privatsph�re, wenn anonymisierte Randdaten von nicht pers�nlich identifizierten Mobiltelefoniekunden erhoben und zur blossen Ermittlung der verd�chtigen Schnittmenge abgeglichen (durchgescannt) werden.
6.8 Die Verweigerung des Antennensuchlaufes durch die Vorinstanz widerspricht im Lichte der vorstehenden Erw�gungen dem Sinn und Zweck der Vorschriften von Art. 273 i.V.m. Art. 269 Abs. 1 StPO.