Source: https://www.wiederladeforum.de/index.php?thread/3744-formulare-pulver-verbringung-f%C3%BCr-kollegen/
Timestamp: 2019-03-25 20:30:02
Document Index: 148133805

Matched Legal Cases: ['§27', '§27', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§167', '§27', '§27', '§15', '§ 27', '§23', '§40']

Formulare Pulver verbringung für Kollegen - Rechtliches rund um §27 - Wiederladeforum.de
Gibt es Vordrucke das ich für einen Kollegen der Inhaber des Wiederladescheins §27 ist für ihn und auf seinem Schein Pulver mitbringen darf ? Wenn ja wo bekomme ich so was?
Es wäre ja schön wenn man nur so ein Formular ausfüllen muss und dann für Pulver für einen berechtigten Kollegen mitbringen darf.
Dazu brauchst du kein Formular. Er muss dir lediglich seinen Schein mitgeben. Darauf wird dann die Menge eingetragen.
Kein Problem beim Händler
Der Händler füllt ein entsprechendes Formular aus wenn mehr als 3kg befördert werden.
racer65 es geht nicht um den Erwerb, dafür reicht der Schein. Hier geht es im das Verbringen ( transportieren)
wenn mehr als 3kg befördert werden.
Kannst also für noch 5 Kollegen Pulver mitbringen wenn Ihr alle nur jeweils 0.5 Kg haben wollt.
Ich kann auch für 20 Kollegen je 500g Pulver mitbringen, dann brauche ich aber das Formular das Lusches angesprochen hat.
Ich bekomme es für meinen Kollegen mit seinem Schein nicht kein Gramm.
Das war meine Frage mein Händler gibt mir auf den Schein eines anderen nichts mit.
Ist mir jetzt so auch nichts bekannt das man dazu ein Formular braucht.
Mein Sohn bringt mir regelmäßig Pulver mit vom Händler, dem gebe
ich meinen Schein mit und der Händler trägt es ein.
Lt. Gesetz muss der Inhaber der Erwerbsberechtigung persönlich anwesend sein. Für einen anderen Pulver ohne entsprechende Erlaubnis und die passenden Formulare zu transportieren, endet damit, daß die Zuverlässigkeit nicht mehr gegeben ist.
Die meisten halten es anders, getreu dem üblichen Motto: Wo kein Kläger ist, kann kein Richter sein.
Das was Du da schreibst passt aber irgendwie nicht zusammen,
seit wann ersetzt den ein Formular die persönliche Anwesenheit ?
lest mal hier, im Punkt 2, Absatz 2
(z. B. Kollegen) oder durch Dritte
(z. B. Spediteure) ist zusätzlich ein Beförderungs-
papier mit allen notwendigen Angaben zu erstellen und mitzuführen. Ein solches Muster haben wir beigefügt.
https://www.waffen-braun.de/fi…r/Transport_Merkblatt.pdf
Micha hat recht ich hab da heute angerufen und mich erkundigt. Wenn ich für meinen Kollegen Pulver für ihn auf seinen Schein mitbringen soll bedarf es einer Vollmacht. Und der,der das Pulver mitbringt muss auch im Besitz eines Wiederladscheins nach § 27 sein sonst darf der Händler nichts rausgeben. Wenn er es doch macht sind bei allen 3 die Lizenzen gefährdet wenn sie erwischt werden und das ist unwiderruflich.
Und der,der das Pulver mitbringt muss auch im Besitz eines Wiederladscheins nach § 27 sein
Na ja, das sollte ja von vorne herein klar sein.
Betreffend dem Transport Merkblatt
Also bei Kollegen oder Spediteuren mag das vielleicht so sein,
die sind ja auch nicht unbedingt im Besitz eines Widerlader Scheins.
Natürlich muss der Beauftragte entsprechend eine
Berechtigung nach § 27 haben sonst geht sowas ja gar nicht.
Betreffend der Vollmacht, muss diese in schriftlicher Form vorliegen hast du da nachgefragt?
Den nach §167II BGB bedarf eine Vollmacht keiner besonderen Form,
so dass auch eine mündlich erteile wirksam ist.
Da diese nur für ein einziges Geschäft erteilt wird.
2 Mal editiert, zuletzt von Keilersau ( 11. Januar 2019 )
Die Vollmacht muss schriftlich vorliegen, da es sich um nicht freiverkäufliche Ware handelt.
also wir machen das immer so einer hat die scheine und er bringt alles mit
auf den Scheinen steht der Inhaber und das zuständige Amt und der schein ist gültig
sowas habe ich in 25 jahren noch nicht erlebt ich kaufe auch überall wo ich Beruflich so rumkomme
Was Cleaner sagt ist auch klar das stimmt natürlich. Und sonst hat hier nur Micha recht.
Alle anderen handeln falsch und machen sich strafbar. Punkt
auf eine Rechtskräftige Verordnung halte ich schlichtweg für Quatsch.
Hab mir mal die Mühe gemacht und beim Bundesamt für Justiz die Paragrafen des
Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe (Sprengstoffgesetz - SprengG)
durchgelesen die für uns als Wiederlader nach §27 gelten.
Verantwortliche Personen dürfen diese Stoffe nur an Personen vertreiben oder Personen überlassen,
die nach diesem Gesetz, einer auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnung oder
nach landesrechtlichen Vorschriften damit umgehen oder den Verkehr mit diesen Stoffen betreiben dürfen.
Als Berechtigung gilt Wiederladerschein nach §27
§15 Verbringen
Eine Erlaubnis nach § 27 dieses Gesetzes berechtigen den Erlaubnisinhaber oder Befähigungsscheininhaber
zum Verbringen der in der Erlaubnis oder dem Befähigungsschein bezeichneten Explosivstoffe
innerhalb des Geltungsbereichs dieses Gesetzes.
Für nichtberechtigte (Spediteur) ist ein Begleitformular für die innergemeinschaftliche Verbringung von Explosivstoffen erforderlich.
§23 Mitführen von Urkunden
Beim Umgang und dem Verkehr mit explosionsgefährlichen Stoffen ist die Erlaubnisurkunde der verantwortlichen Personen mitzuführen und auf Verlangen den Beauftragten der zuständigen Behörden vorzulegen.
§40 Strafbarer Umgang
Wer explosionsgefährliche Stoffe einführt, durchführt oder verbringt oder durch einen
anderen einführen, durchführen oder verbringen lässt, ohne seine Berechtigung zum Umgang mit
explosionsgefährlichen Stoffen oder zu deren Erwerb nachgewiesen zu haben,
Wer an Personen vertreibt oder Personen überlässt, die mit diesen Stoffen nicht
umgehen oder den Verkehr mit diesen Stoffen nicht betreiben dürfen.
Von Vollmachten gleich welcher Form ob schriftlich oder mündlich ist im Gesetzestext nichts zu finden.
Man muss hier mit den Begriffen aufpassen: verbringen und befördern (siehe unten).
Fragt doch einfach Mal euren Händler, ihr seid vermutlich nicht die Ersten, den auf dieser Art etwas verkauft wird. Auch kennt er die Unterschiede zwischen den Möglichkeiten der nicht gewerblichen und des gewerblichen überlassens. Auch das Amt kann dir da im besten Fall schriftlich Auskunft zu geben. Wenn du wirklich kontrolliert wirst auf der Fahrt, ist es eh besser, weil auch der Polizeibeamte vermutlich nicht tief genug in der Materie steckt. Wenn du mit 10kg NC Pulver angetroffen wirst, kannst du eh davon ausgehen, dass du (keinen) Spass haben wirst
Dass du das Pulver dann am gleichen Tag vollständig loswerden musst ist auch klar, weil Lagern darfst du trotzdem nicht mehr.
Ich persönlich würde mir 2 Fragen stellen, wenn ich das so lese.
1. Darf ich mehr als 3 kg Transportieren, wenn in meinem Schein dies auf 3 begrenzt ist und ich alleine transportiere.
2. Darf ich mehrere Scheine die vermutlich nicht übertragbar sind, auch nicht kurzzeitig, an mich nehmen und ohne die mögliche überprüfbarkeit der Personen vor Ort mit diesen "einkaufen" gehen.
Aber ganz ehrlich, ich glaube wenn dir der Händler das verkauft, und du auch nicht kontrolliert wirst, wird auch nichts passieren. Was die Gefahrenstoffverordnung zu dem Transport sagt von mehreren kg NC Pulver steht hier auch nicht, bei Munition gibt es auch Grenzen, die du einfach so Transportieren kannst.
Folgende Änderungen gemäß GGVSE/ADR-Gefahrguttransportrecht sind in Kraft getreten:
Grundsätzlicher Unterschied: gewerbliche oder private Verbringensvorgänge seit 1.1.2005:
Zum 31.12.2004 sind einige Ausnahmen nach Gefahrgutrecht weggefallen. Nach ADR ist nun grundsätzlich
zwischen gewerblichen oder privaten Verbringensvorgängen zu unterscheiden. Während im gewerblichen Bereich
nahezu alle Regelungen auch schon bei Kleinmengen zu beachten sind, hat man für den Privatbereich (z. B. Abgabe
von Gefahrgut im Fachgeschäft an Privatpersonen) gewisse Freistellungen oder Erleichterungen eingeführt.
1.) Freistellungen von Kleinstmengen für Privatpersonen für den eigenen Bedarf (GGVSE, Anlage 2, 1.3 a):
Mengen mit einer Nettomasse bis max. 3,0 kg Treibladungspulver und/oder Schwarzpulver für den eigenen Bedarf
sind von der GGVSE ausgenommen. Die Güter müssen einzelhandelsgerecht abgepackt sein. Eine einfache
Verpackung ohne UN-Prüfzeichen ist ausreichend. Es ist kein Feuerlöscher erforderlich. Außerdem ist bei Eigen-
Die gleiche Regelung gilt für Munition (UN0012 oder UN0014) und/oder Anzündhütchen (UN0044) der Gefahrgut-
klasse 1.4 S bis 50 kg Bruttomasse. Diese Regelung gilt auch für alle weiteren Gegenstände mit Explosivstoff der
Für Mengen mit einer Nettomasse von mehr als 3,0 kg bis zu 20,0 kg Treibladungspulver und/oder Schwarzpulver
gilt Kapitel 1.1.3.6 ADR. Ein UN-geprüfter Karton (UN 4G/Y...) mit entsprechendem Gefahrzettel, z. B. 1.3 C
(10x10 cm) und Bezeichnung UN0161 Treibladungspulver (mind. 6 mm hoch) ist erforderlich. Gefahrzettel und
Bezeichnung ist immer auf der gleichen Seite anzubringen. Befinden sich beide Stoffe (Schwarz- und NC-Pulver) in
einem Karton, so müssen auch beide Gefahrzettel (1.1 D und 1.3 C) und beide Bezeichnungen (UN0027
Schwarzpulver und UN0161 Treibladungspulver) auf einer Seite des Packstückes angebracht werden.
Für den Eigenbedarf bei Privatpersonen ist für diesen Mengenbereich nach Ausnahme 18 (S) kein Beförderungs-
papier erforderlich. Die Ausnahme 18 (S) ist unbefristet.
Beim Verbringen für Dritte (z. B. Kollegen) oder durch Dritte (z. B. Spediteure) ist zusätzlich ein Beförderungs-
Die gleichen Regelungen gelten für Munition und/oder Anzündhütchen und alle weiteren Güter der Klasse 1.4 S mit
mehr als 50 kg Bruttomasse bis zur vollen Nutzlast des Fahrzeuges (Klasse 1.4 S: Menge nach ADR unbegrenzt).
Für weitere Güter der Klasse 1.4 (z. B. 1.4 G) sind die Mengengrenzen laut Tabelle zu beachten.
3.) Feuerlöscher (NEU seit 1.1.2004):
Neben den bisherigen Vorschriften muß beim Verbringen der Mengen nach 1.1.3.6 ADR durch Privatpersonen seit
dem 1.1.2004 nach 8.1.4.2 ADR ein ABC-Feuerlöscher mit mind. 2 kg Fassungsvermögen mitgeführt werden. Beim
gewerblichen Verbringen muß auch schon für Kleinstmengen ein solcher Feuerlöscher mitgeführt werden.
Für innerdeutsche Transporte gilt folgende Regelung nach GGVSE Anlage 2 Nr. 2.4:
Feuerlöscher sind ab dem Herstellungsdatum und danach ab dem Datum (Monat/Jahr) der nächsten auf dem
Feuerlöschgerät angegebenen Prüfung in zeitlichen Abständen von längstens zwei Jahren zu prüfen. Das
Feuerlöschgerät muß mit einer Plombierung versehen sein und es ist der Name des Sachkundigen und das Datum
(Monat/Jahr) der nächsten Prüfung anzugeben.
Wir bitten alle gewerblichen Abholer, ab sofort schon für Kleinstmengen im Fahrzeug einen entsprechenden
Feuerlöscher mitzuführen, da auch der Verlader für die Einhaltung der Vorschriften verantwortlich ist! Wir bieten
Ihnen entsprechende 2-kg-ABC-Feuerlöscher zum Verkauf an.