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Timestamp: 2016-10-21 11:19:41
Document Index: 129186986

Matched Legal Cases: ['Art. 11', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 338/03 (25.06.2004)
U 338/03
M.________, 1937, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Hans Schmidt, und dieser substituiert durch Ren� Mettler, eidg. dipl. Versicherungsfachmann, Bahnhofstrasse 12, 8700 K�snacht,
(Entscheid vom 13. November 2003)
Am 1. Juni 1999 teilte M.________, geboren 1937, der Schweizerischen Unfallversicherung (SUVA) mit, dass er sich am 22. April 1999 eine Verletzung des rechten Ellbogens zugezogen habe. Im Flugzeug prallte die Stewardess mit einem Servicewagen in seinen Arm, mit welchem er sich auf die gangseitige Lehne gest�tzt hatte. Der Hausarzt Dr. med. A.________, Innere Medizin FMH, diagnostizierte eine posttraumatische Epikondylitis (Bericht vom 16. Juni 1999). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen und der Versicherte konnte seine Arbeit nach einer R�ntgentherapie am 2. August 1999 wieder zu 100 % aufnehmen. Am 9. September 1999 meldete er einen R�ckfall. Gem�ss Bericht des Hausarztes vom 27. Oktober 1999 waren erneut starke Schmerzen aufgetreten, weshalb der Versicherte ihn am 9. September 1999 konsultiert hatte. Der Hausarzt attestierte ab 18. Oktober 1999 eine 50%ige Arbeitsunf�higkeit. Mit Verf�gung vom 13. Dezember 1999 lehnte die SUVA ihre Leistungspflicht f�r den R�ckfall ab, da ein Zusammenhang mit dem Unfall vom 22. April 1999 nicht nachgewiesen sei. An dieser Auffassung hielt sie auf Einsprache hin fest, wobei sie sich auf den Bericht des SUVA-Arztes Dr. med. B.________, Chirurgie FMH, vom 11. Oktober 2000 st�tzte (Einspracheentscheid vom 20. Oktober 2000).
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 13. November 2003 ab.
M.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und Zusprechung der gesetzlichen Leistungen beantragen.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmung und die Rechtsprechung zur Leistungspflicht des Unfallversicherers bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen von Unf�llen (Art. 11 UVV; BGE 118 V 296 f. Erw. 2c; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 Erw. 2; Urteil K. vom 21. Februar 2003, U 306/02, Erw. 2 in fine mit weiteren Hinweisen), zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 119 V 337 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4a, 115 V 134 Erw. 3, je mit Hinweisen) und zu dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 338 Erw. 1; vgl. auch BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt bez�glich der Anwendbarkeit des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000. Darauf wird verwiesen.
Streitig ist, ob die nach dem 9. September 1999 geklagten Beschwerden in kausalem Zusammenhang mit dem Vorfall vom 22. April 1999 stehen und die Beschwerdegegnerin dementsprechend leistungspflichtig ist.
2.1 Verwaltung und Vorinstanz haben beides verneint und sich dabei auf den Bericht des SUVA-Arztes Dr. med. B.________ vom 11. Oktober 2000 gest�tzt. Demnach handelt es sich bei der Epikondylitis um eine degenerative Tendinose, welche spontan und allm�hlich auftritt, w�hrend ein akuter Beginn durch einen direkten Schlag sehr selten ist. Dieser ist regelm�ssig nur Ausl�ser der bereits ausgebildeten Krankheit und verschlimmert sie vor�bergehend. Die am 9. September 1999 als R�ckfall gemeldeten Beschwerden sind seiner Auffassung nach vollumf�nglich auf die Krankheit zur�ckzuf�hren, nachdem die organischen Folgen des eher geringf�gigen Ellbogentraumas vollst�ndig erloschen sind. Die Beschwerden w�rden auch dann vorliegen, wenn die Prellung am 22. April 1999 nicht vorgefallen w�re. Auf diese schl�ssige Einsch�tzung (vgl. auch die erg�nzenden Berichte vom 28. Februar und 18. April 2001) ist mit dem kantonalen Gericht abzustellen (vgl. auch BGE 125 V 252 Erw. 3a), wobei auf dessen zutreffende Erw�gungen vollumf�nglich verwiesen werden kann. Dies gilt insbesondere auch bez�glich der W�rdigung des Berichtes des Dr. med. R.________, Orthop�dische Chirurgie FMH, vom 19. Dezember 2000, welcher die Epikondylitis auf das Ereignis vom 22. April 1999 zur�ckf�hrt.
2.2 Damit ist nachgewiesen, dass die am 9. September 1999 noch geklagten Beschwerden nicht unfall-, sondern krankheitsbedingt sind, sodass offen bleiben kann, wer hief�r die Beweislast tragen w�rde. Der Einwand des Rechtsvertreters des Beschwerdef�hrers, die nach dem Vorfall vom 22. April 1999 aufgetretenen Schmerzen seien gar nie abgeklungen und es habe demnach kein R�ckfall vorgelegen, weshalb die Beschwerdegegnerin bei der Anerkennung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs im Grundfall zu behaften sei, ist daher nicht stichhaltig. Auch widerspricht er der Aktenlage. So konnte der Hausarzt Dr. med. A.________ den Fall abschliessen, nachdem der Beschwerdef�hrer im Spital X.________ behandelt worden war (Bericht vom 28. Juli 1999). Am 27. Oktober 1999 teilte er der SUVA mit, es seien "erneut" starke Schmerzen aufgetreten - die jedoch die Arbeitsf�higkeit vorerst nicht beeintr�chtigten -, w�hrend der Beschwerdef�hrer selber der SUVA am 9. September 1999 eine "R�ckfallmeldung" erstattete. Bei der Befragung vom 15. November 1999 gab er an, dass nach der ersten R�ntgentherapie im Spital X.________ eine Besserung und erst sp�ter wieder eine Verschlimmerung eingetreten sei. Dass er seit dem Vorfall vom 22. April 1999 an persistierenden, therapieresistenten Schmerzen gelitten hat, wie Dr. med. R.________ erw�hnt, trifft demnach nicht zu.
2.3 Schliesslich bem�ngelt der Beschwerdef�hrer zu Unrecht, der SUVA-Arzt habe die konkreten Umst�nde nicht ber�cksichtigt. Dr. med. B.________ schildert, dass die Epikondylitis in der Regel spontan und allm�hlich auftrete, w�hrend ein akuter Beginn durch einen direkten Schlag sehr selten sei. Ein direktes Trauma sei nur unter bestimmten Voraussetzungen geeignet, eine Epikondylitis hervorzurufen, insbesondere wenn eine Wunde oder Prellmarke, eine sofortige Schwellung oder ein Bluterguss am Ort der Gewalteinwirkung festgestellt werde und die Beschwerden sich unmittelbar nach dem Ereignis einstellten. All diese Voraussetzungen sind hier nicht nachgewiesen, da der Versicherte erst am 1. Juni 1999 seinen Hausarzt aufgesucht hat.