Source: https://dejure.org/BGBl/BGBl%20I%202016,%202226
Timestamp: 2019-03-22 15:18:35
Document Index: 368358124

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 232', '§ 182', '§ 232', '§ 232', '§ 232', '§ 232', '§ 232', '§ 2', '§ 232', '§ 232', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 232', '§ 232', '§ 232', 'BGH']

BGBl. I 2016 S. 2226 - Gesetz zur Verbesserung der Bekämpfung des Menschenhandels und zur Änderung des Bundeszentralregistergesetzes sowie des Achten Buches... - dejure.org
BGBl. I 2016 S. 2226
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2016 Teil I Nr. 48, ausgegeben am 14.10.2016, Seite 2226
27.03.2015 BR Bekämpfung des Menschenhandels - Länder wollen minderjährige Opfer von Menschenhandel besser schützen
06.05.2015 BT Strafbarkeit des Menschenhandels
19.05.2016 BT Menschenhandel soll besser geahndet werden
19.05.2016 BT Einig im Ziel beim Kampf gegen Menschenhandel
25.05.2016 BT Gesetz zur Bekämpfung des Menschenhandels (in: Diese Woche im Plenum des Bundestages)
08.06.2016 BT Noch Mängel beim Gesetz gegen Menschenhandel
09.06.2016 BT Schutz vor Menschenhandel strittig
29.06.2016 BT Diese Woche im Plenum des Bundestages
05.07.2016 BT Gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel
07.07.2016 BT Zwangsprostituierten-Freiern drohen Strafen
07.07.2016 BT Kampf gegen Menschenhandel (in: Bundestagsbeschlüsse am 7. Juli)
Die neue "Freier"-Strafbarkeit wird an den Problemen nichts ändern (VRiBGH Prof. Dr. Thomas Fischer; ZEIT ONLINE, 25.10.2015)
Die Neuregelung des Menschenhandels - Umsetzung unionsrechtlicher Vorgaben und Schaffung eines stimmigen Gesamtkonzepts? (Dr. Sebastian Bürger; ZIS 2017, 169)
Menschenhandel - konturlose Tatbestände dank EU-Vorgaben? (Prof. Dr. Martin Böse; KriPoZ 1/2018)
Die Reform der §§ 232 ff. StGB (Prof. Dr. Joachim Renzikowski; KriPoZ 6/2017)
Artikel 1 (= Änderung des Strafgesetzbuchs, d. Red.) dient der Umsetzung der Richtlinie 2011/36/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. April 2011 zur Verhütung und Bekämpfung des Menschenhandels und zum Schutz seiner Opfer sowie zur Ersetzung des Rahmenbeschlusses 2002/629/JI des Rates (ABl. L 101 vom 15.4.2011, S. 1).
Der Begriff der Zwangslage findet im Kernstrafrecht noch in §§ 182, 232 und 233 StGB (sowie ab 15. Oktober 2016 zusätzlich noch in den durch das Gesetz zur Verbesserung der Bekämpfung des Menschenhandels vom 11.10.2016 [BGBl. I S. 2226] neu eingeführten §§ 232a und 232b StGB) Verwendung.
Ergänzend bemerkt der Senat zum Antrag des Generalbundesanwalts in Bezug auf die Revision des Angeklagten K.: Durch das Gesetz zur Verbesserung der Bekämpfung des Menschenhandels und zur Änderung des Bundeszentralregistergesetzes sowie des Achten Buches des Sozialgesetzbuchs vom 11. Oktober 2016 (BGBl. I 2016, 2226) erfolgte eine Novellierung der §§ 232 bis 233b StGB, die zum 15. Oktober 2016 in Kraft getreten ist.
An die Stelle der genannten zum Tatzeitpunkt geltenden Strafnormen zum Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung sind durch das genannte Änderungsgesetz die Regelungen des § 232a Abs. 1 Nr. 1 StGB und § 232a Abs. 3 StGB zur Zwangsprostitution getreten, ohne dass es durch die Neuregelung zu hier relevanten Änderungen im Regelungsgehalt der Straftatbestände gekommen ist (vgl. auch BTDrucks. 18/9095, S. 32 ff.).
aa) Nach der Qualifikationsnorm des § 232 Abs. 3 Nr. 3 StGB aF, die auf die Taten des Angeklagten gemäß § 2 Abs. 3 StGB weiterhin Anwendung findet, weil die Strafandrohung des § 232a Abs. 1 Nr. 1, Abs. 4 StGB i.V.m. § 232 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 StGB in der am 15. Oktober 2016 in Kraft getretenen Fassung durch das Gesetz zur Verbesserung der Bekämpfung des Menschenhandels und zur Änderung des Bundeszentralregistergesetzes sowie des Achten Buches Sozialgesetzbuch vom 11. Oktober 2016 (BGBl. I, 2226) nicht milder ist (vgl. BGH…, Beschluss vom 23. März 2017 - 1 StR 607/16, BGHR StGB § 2 Abs. 3 Gesetzesänderung 18), macht sich wegen schweren Menschenhandels strafbar, wer die Tat nach § 232 Abs. 1 StGB aF gewerbsmäßig begeht.
Durch das Gesetz zur Verbesserung der Bekämpfung des Menschenhandels und zur Änderung des Bundeszentralregistergesetzes sowie des Achten Buches des Sozialgesetzbuchs vom 11.10.2016 (BGBl. I, S. 2226) sind an die Stelle der genannten, zum Tatzeitpunkt geltenden, Strafnormen zum Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung die Regelungen des § 232a Abs. 1 Nr. 1 und § 232a Abs. 3 StGB zur Zwangsprostitution getreten, ohne dass es durch die Neuregelung zu hier relevanten Änderungen im Regelungsgehalt der Straftatbestände gekommen ist (vgl. hierzu auch BGH, Beschl. v. 23.03.2017 - 1 StR 607/16; zitiert nach beck-online ).
Maßgeblich für die rechtliche Beurteilung des klägerischen Begehrens ist das Asylgesetz in der Fassung des Gesetzes vom 31.07.2016 (BGBl. I S. 1939) sowie das Aufenthaltsgesetz in der Fassung des Gesetzes vom 11.10.2016 (BGBl. I S. 2226).