Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/116773,90.html
Timestamp: 2019-08-25 23:17:40
Document Index: 50411679

Matched Legal Cases: ['§ 249', '§ 252', '§ 242', '§ 249', '§ 258', '§ 244', '§ 249', '§ 252', 'BGH', '§ 259', '§ 2']

Verfasst am: 13 Apr 2007 - 20:12:42 Titel:
auf was stellt ihr beim Betrug ab?
Liegt der Betrug darin, dass S den Palandt nicht zwingend für die Klausur braucht,
oder, dass S kein Eigentum am Palandt erlangen kann.
Verfasst am: 14 Apr 2007 - 13:12:14 Titel:
@ armin: sehe ich auch so. beim raub ist die nötigung mittel zur wegnahme, so dass raub ausscheidet.N konnte ja nicht mehr ohne die herrschaftsmacht des J aufzuheben seine eigene ausüben
Verfasst am: 15 Apr 2007 - 10:28:57 Titel:
Hab ich was anderes behauptet? Meiner Meinung nach ist die Wegnahme ja auch vollendet. Aber da er die Gewalt als Nötigungsmittel erst NACH Vollendung anwendet, scheidet eben § 249 aus und es kommt zu § 252 und natürlich vorher schon § 242.
Wenn man die Wegnahme verneint, kommt nur §§ 249, 22 in Betracht.
@ uniquee
Ja, meiner Meinung nach liegt der Betrug in der Aussage, der Palandt sei wichtig für das Bestehen der BGB-AT-Klausur. Denn nur infolge DESSEN tätigt der S die Vermögensverfügung (MP3-Player).
Sieht man den Betrug darin, dass J vorspiegelt, Eigentümer zu sein, sehe ich da keinen Zusammenhang zur Verfügung und im Gesetz steht nunmal:
Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält
Dies bedeutet, dass der Getäuschte aufgrund eines Irrtums eine Verfügung tätigen muss, die zur Schädigung führt. S tätigt die Verfügung aber nicht, weil er denkt, der J sei Eigentümer! ... Sondern eben nur deshalb, weil er denkt, der Palandt sei wichtig für das Bestehen der Klausur.
Dann habe ich auch noch eine Frage... Was prüft ihr jetzt bei B? Bin da ziemlich ratlos.
1. §§ 258, 13
2. §§ 244..., 27, 13??? Oder kann man psychische Beihilfe auch als aktives tun prüfen?
Verfasst am: 15 Apr 2007 - 10:56:58 Titel:
dachte, dass "ja, so mache ich das" bezieht sich auf "stellt ihr richtiger weise fest, dass J die Wegnahme nicht vollendet hat"...
Verfasst am: 15 Apr 2007 - 11:40:57 Titel:
Ja, etwas unverständlich hab ich mich da ausgedrückt . War auf den ersten Teil bezogen. Aber hab doch geschrieben, dass ich § 249 und § 252 prüfe. Daraus ergibt sich doch zwangsläufig, dass ich die Wegnahmevollendung bejahe .
Habe noch eine grundsätzliche Frage: Muss man immer Versuch prüfen, wenn der obj. TB nicht erfüllt ist, egal, an welchem Merkmal es scheitert???
Verfasst am: 15 Apr 2007 - 15:53:31 Titel:
Wenn du also auf die getätigte Behauptung beim Betrug abstellst, wo ist dann der Schaden?
Meiner Empfindung nach kann man einen persönlichen Schadenseinschlag (zumal er eh in Ausnahmefällen von Gerichten angewandt wird) nicht unbedingt bejahen, denn:
Ein Jurist wird in seiner Laufbahn den Palandt schon gebrauchen, selbst wenn er ihn für die nächste Klausur nicht unbedingt braucht.
Der persönliche SChadenseinschlag kommt aber in Betracht, wenn einem Bauer die JUS angedreht wird, der sie überhaupt nicht gebrauchen kann, obwohl der Kaufwert stimmt. siehe BGHSt 23, 300, 301 = NJW 1970 Heft 43, 1932
Wenn du auf die Behauptung abstellst, kannst du nämlich beim Schaden nicht sagen, dass J hätte nicht verkaufen dürfen, weil er kein Eigentum an der Sache verschaffen kann.
Oder etwa doch? *verzweifel*
Ich denke, da liegt der Knackpunkt beim Betrug. Sonst ginge der ja mühelos, da du weder den Vermögensbegriff, noch einen Dreiecksbetrug, noch sonst was herausarbeiten musst.
und zu deiner an anderen frage: meiner meinung nach ja. wenn die handlung misslingt, dann ist ein versuch. wenn das tatobjekt nicht stimmt, dann ist es ein versuch an untauglichen objekt, falls er den vorsatz hatte die tat auszuführen.
Verfasst am: 15 Apr 2007 - 20:08:53 Titel:
Also, das ist ja mal total egal. Er kauft ihn ja in dem Moment für die Klausur und dafür braucht er ihn nicht; entscheidend ist nur, dass er ihn sonst eben gar nicht erst gekauft hätte. Außerdem: Palandt bringt auch jedes Jahr neue Aufl. raus.
Den persönlichen Schadenseinschlag muss man gar nicht ansprechen, weil schon objektiv ein Schaden vorliegt.
An der Stelle bin ich mir auch nicht so sicher. Hab es bis jetzt aber so gemacht. Warum soll das nicht gehen?!
Naja, wenn man aber z.B. feststellt, dass der Vortäter nicht Hehler iSd § 259 I sein kann, dann muss man doch kaum Versuch anprüfen??
Verfasst am: 16 Apr 2007 - 08:23:05 Titel:
Beihilfe, Begünstigung, Strafvereitelung...
Eine Strafbarkeit des B im Ergebnis aber wohl nein!
Verfasst am: 19 Apr 2007 - 08:38:27 Titel:
Verfasst am: 19 Apr 2007 - 09:14:10 Titel:
Ich bin noch zuhause u hab meine Bücher in der Uni gelassen, kanns also leider nicht nachprüfen, aber das müsste bei
Rengier, BT1 I, § 2, Rn. 22 und best. auch in dem einen oder anderen Kommentar
so in der art drinstehen. Ich änders ab, wenn ich wieder in der Bib bin und es nicht stimmen sollte.