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Timestamp: 2020-04-06 22:52:33
Document Index: 51844788

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'Art. 167', 'Art. 168', 'Art. 178', 'Art. 179', 'Art. 167', 'Art. 179', 'Art. 267', 'Art. 167', 'Art. 167', 'Art. 167', 'Art. 178', 'Art. 178']

EuGH Urteil vom 21.11.2018 - C-664/16 | Finance Office Professional | Finance | Haufe
EuGH Urteil vom 21.11.2018 - C-664/16
Bedeutung der Rechnung für den Vorsteuerabzug, Nichtbesitz einer Rechnung
Die Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem, insbesondere Art. 167, Art. 168, Art. 178 Buchst. a und Art. 179, sowie die Grundsätze der Neutralität der Mehrwertsteuer und der Verhältnismäßigkeit sind dahin auszulegen, dass unter Umständen wie denen des Ausgangsverfahrens ein Steuerpflichtiger, der nicht in der Lage ist, durch Vorlage von Rechnungen oder anderen Unterlagen den Betrag der von ihm gezahlten Vorsteuer nachzuweisen, nicht allein auf der Grundlage einer Schätzung in einem vom nationalen Gericht angeordneten Sachverständigengutachten ein Recht auf Vorsteuerabzug geltend machen kann.
EGRL 112/2006 Art. 167-168, 178 Buchst. a, Art. 179
Lucreţiu Hadrian Vădan
Agenţia Naţională de Administrare Fiscală – Direcţia Generală de Soluţionare a Contestaţiilor
Direcţia Generală Regională a Finanţelor Publice Braşov – Administraţia Judeţeană a Finanţelor Publice Alba
Curtea de Apel Alba Iulia (Beschluss vom 10.11.2016; Abl.EU 2017, Nr. C 104/27)
betreffend ein Vorabentscheidungsersuchen nach Art. 267 AEUV, eingereicht von der Curtea de Apel Alba Iulia (Berufungsgericht Alba Iulia, Rumänien) mit Entscheidung vom 10. November 2016, beim Gerichtshof eingegangen am 21. Dezember 2016, in dem Verfahren
aufgrund des schriftlichen Verfahrens und auf die mündliche Verhandlung vom 31. Januar 2018,
von Herrn Vădan, vertreten durch M. Bejenaru-Dragoş, C. D. Cubleşan, C. A. Păun, T. V. Căpuşan, D. Feldrihan und D. F. Pascu, avocaţi,
der rumänischen Regierung, vertreten durch C.-R. Canţăr, O.-C. Ichim, E. Gane und C. M. Florescu als Bevollmächtigte,
der Europäischen Kommission, vertreten durch R. Lyal, G.-D. Balan und L. Lozano Palacios als Bevollmächtigte,
nach Anhörung der Schlussanträge des Generalanwalts in der Sitzung vom 30. Mai 2018
Das Vorabentscheidungsersuchen betrifft die Auslegung der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (ABl. 2006, L 347, S. 1, im Folgenden: Mehrwertsteuerrichtlinie), insbesondere von Art. 167, 168, 178 und 273, sowie der Grundsätze der Neutralität der Mehrwertsteuer und der Verhältnismäßigkeit.
Dieses Ersuchen ergeht im Rahmen eines Rechtsstreits zwischen Herrn Lucreţiu Hadrian Vădan auf der einen und der Agenţia Naţională de Administrare Fiscală – Direcţia Generală de Soluţionare a Contestaţiilor (Staatliche Steuerverwaltungsagentur – Generaldirektion für Rechtsbehelfsentscheidungen, Rumänien) sowie der Direcţia Generală Regională a Finanţelor Publice Braşov – Administraţia Judeţeană a Finanţelor Publice Alba (Regionale Generaldirektion für öffentliche Finanzen Braşov – Kreisverwaltung für öffentliche Finanzen Alba, Rumänien) auf der anderen Seite wegen der Weigerung, Herrn Vădan, dem Kläger des Ausgangsverfahrens, das Recht auf Vorsteuerabzug für die von ihm für seine Umsätze verwendeten Gegenstände und Dienstleistungen zu gewähren, da er bezüglich dieser Gegenstände und Dienstleistungen keine Rechnungen vorlegen konnte.
Titel X „Vorsteuerabzug”) der Mehrwertsteuerrichtlinie enthält ein Kapitel 1 „Entstehung und Umfang des Rechts auf Vorsteuerabzug”), das die Art. 167 bis 172 umfasst. Art. 167 lautet:
„Das Recht auf Vorsteuerabzug entsteht, wenn der Anspruch auf die abziehbare Steuer entsteht.”
Kapitel 4 „Einzelheiten der Ausübung des Rechts auf Vorsteuerabzug”) des genannten Titels X der Richtlinie umfasst die Art. 178 bis 183. Art. 178 bestimmt:
a) für den Vorsteuerabzug nach Artikel 168 Buchstabe a in Bezug auf die L...