Source: https://anwalt-kg.de/gesellschaftsrecht/unternehmensgruendung-unternehmen-gruenden/
Timestamp: 2018-10-21 06:03:57
Document Index: 144324901

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 18', '§ 13', '§ 5', '§ 35', '§ 2', '§ 7', '§ 5', '§ 7', '§ 13', '§ 4', '§ 35', '§ 2', '§ 7', '§ 5', '§ 7', '§ 2', '§ 705', '§ 105', '§ 105', '§ 2', '§ 18']

Unternehmensgründung: So gründen Sie ein Unternehmen| Anwalt-KG
Kosten OHG/GbR Gründung
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UNTERNEHMEN GRÜNDEN: BUNDESWEITE UNTERNEHMENSGRÜNDUNG
Wir gründen Ihr Unternehmen – Sie konzentrieren sich alleine auf Ihr Geschäft
Keine private Haftung ✓ Rechtsformberatung ✓ Schnell ✓ Einfach ✓ Rechtssicher ✓ Persönlich begleitet vom Anwalt ✓ Festpreis ✓
Seiteninhalt Unternehmensgründung:
Die passende Rechtsform finden
Bevor der eigentliche Gründungsprozess eingeleitet werden kann, muss ermittelt werden, welche Rechtsform zum angestrebten Geschäftsmodell und zur gewünschten Konstellation der Teilhaber passt. Der Klärung der Frage sollte ausreichend vorbereitet werden, da die Rechtsform in der Regel für Jahre oder sogar die gesamte Unternehmenslaufzeit beibehalten wird.
In der kostenlosen Erstberatung kann meistens schon eine Antwort auf die Frage gefunden werden. Weitere wichtige Fragestellung betreffen die Beteiligungen der Inhaber, die Affinität zum Haftungsrisiko, die steuerlichen Pflichten und Anforderungen sowie den laufenden Verwaltungsaufwand und die Geschäftsführung.
Ermittlung von Möglichkeiten zur Haftungsbeschränkung
Erfahrungsgemäß sind Fragen nach der persönlichen Haftungsbeschränkung ein häufiges Themenfeld unserer Gründungsberatung. Bevor wir Ihr Unternehmen gründen, klären wir in einem umfangreichen Beratungsgespräch, welche Möglichkeiten zur Minimierung wirtschaftlicher Risiken zur Auswahl stehen. Auch wenn die Gründung eines Unternehmens, wie einer GbR oder eines Einzelunternehmens auf den ersten Blick attraktiv erscheinen, raten wir meistens zur Gründung einer Kapitalgesellschaft. Seit der Schaffung der Regelung der Unternehmergesellschaft, kann ein haftungsbeschränktes Unternehmen gegründet werden, ohne an Kapitalanforderungen gebunden zu sein. Je nach Geschäftsmodell ist die Gründung einer Kapitalgesellschaft steuerlich vorteilhafter. Möchten Sie einer freiberuflichen Tätigkeit nachgehen, übernehmen wir die Gründung des Einzelunternehmens für Sie und zeigen Ihnen auf, gegen welche Risiken Sie versichert sein sollten.
Unternehmensgründung mit Rechtssicherheit
Wenn Sie Unternehmen anwaltlich gründen, ist Ihnen Rechtssicherheit gewiss. Durch die ausführliche Analyse, das entsprechende Fachwissen und die langjährige Erfahrung wir Ihnen Ihr persönlicher Anwalt für Unternehmensrecht eine optimale Gründungsstrategie entwerfen und ausführen. Rechtliche Fehler im Gründungsprozess können schwerwiegende und teure Folgen haben. Um sie zur vermeiden ist fast immer eine anwaltliche Beratung notwendig.
Hierbei wird zunächst ihr unternehmerisches Vorhaben analysiert und ein rechtlicher Lösungsweg konzipiert. Ihr persönlicher Anwalt erfasst alle Aspekte und Wünsche aus juristischer Sicht und kann ihnen eine individuelle Lösung anbieten. Neben der Beratung enthält unser Angebot die formale Vorbereitung und die prozessuale Durchführung der Gründung
Ob erfahrener Unternehmer oder Existenzgründer, für eine kostengünstige und professionelle Gründung eines Unternehmens sollten Sie Fachmänner engagieren. Wir übernehmen den kompletten Prozess und ermöglichen eine optimale Gründung samt anwaltlicher Gewährleistung. Für Sie persönlich bedeutet das eine Entlastung des formalen Aufwands und eine zeitsparende Durchführung.
Der Unternehmensbegriff kann aus unterschiedlichen Perspektiven evaluiert werden.
Für den Gründungsprozess ist vor allem die wirtschaftsrechtliche Perspektive interessant.
Die Wahl der Rechtsform entscheidet über die Rechten und Pflichten, die für den Unternehmer durch die Gründung des Unternehmens entstehen.
Im Grunde kann das Unternehmen als eine wirtschaftlich-finanzielle Einheit betrachtet werden.
Der Unternehmensbegriff kann aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Wenn Sie ein Unternehmen gründen möchten, ist zunächst die wirtschaftsrechtliche Perspektive interessant. So führt die Unternehmensgründung zu bestimmten Rechten und Pflichten, die den Inhaber und Geschäftsführer bevollmächtigen und gleichzeitig fordern. Das Unternehmen kann formal als wirtschaftlich-finanzielle Einheit mit einer spezifischen Regelung von Eigentumsverhältnissen verstanden werden. Welche Rechte und Pflichten entstehen, hängt von der Rechtsform ab.
Haftungsbeschränkung durch Rechtsform realisieren
Im Unternehmensrecht wird zwischen verschiedenen Klassen der Rechtsformen unterschieden. Die Einteilung erfolgt in Kapitalgesellschaften, Personengesellschaften und Einzelunternehmen. Jede Rechtsform hat ein individuelles juristisches „Standing“. So sind Kapitalgesellschaften, wie die GmbH oder UG, als Rechtsformen mit eigenständiger Rechtspersönlichkeit zu kategorisieren. Sie können eigenständig Geschäfte schließen und als Vertragspartner auftreten. Gleichzeitig wird das Unternehmensvermögen von dem privaten Vermögen des Unternehmensinhabers getrennt. Dadurch entsteht eine beschränkte Haftung, da das Unternehmen Schulden machen kann, die mit dem eigenen Betriebsvermögen und nicht etwa dem Privatvermögen des Inhabers verrechnet werden. Zudem hat jede Rechtsform eine eigene Rechtsgrundlage. Die Regelungen entstammen teilweise unterschiedlichen Gesetzesbüchern.
Das Geschäftsmodell bedingt die Rechtsform
Die gängigen Kapitalgesellschaften haben jeweils ein eigenes Gesetzbuch. Die GmbH und die UG etwa unterliegen dem GmbH-Gesetz, die Aktiengesellschaft dem Aktiengesetz. Es bedarf tiefgründigen Fachwissens, um das komplette juristische Ausmaß, vor allem in Hinsicht auf das eigene Geschäftsmodell, zu erfassen. Für die meisten Konstellationen gibt es eine oder zwei optimale Lösungen, die Ihr persönlicher Fachanwalt für Sie kreiert und Ihnen nachvollziehbar kommuniziert.
Überblick Vorbereitung Unternehmensgründung
Die Unternehmensgründung bedarf einer umfangreichen und detaillierten Vorbereitung. Zunächst sollte eine Analyse des Geschäftsvorhabens erfolgen, um gründungsrelevante Faktoren, wie die Außenwirkung, Steuern, die Beteiligungsstruktur und der Unternehmenszweck, zu erfassen und anschließend die passende Rechtsform zu finden.
Bevor wir das Unternehmen gründen, wird ein erfahrener Anwalt Sie ausführlich beraten. Neben der Erfassung aller relevanten Faktoren, findet er die optimale Rechtsform und bereitet die Unternehmensgründung formal durch die Erstellung der Unterlagen vor. Ist der formale Rahmen geschaffen, gilt es die Gründung praktikabel in einen Gründungsplan zu gliedern und den Prozess vorausschauend zu planen. Die detaillierte Planung beugt Fehlern bei der Gründung vor, deren Beseitigung mit hohen Kosten verbunden ist.
Die erfolgreiche Gründung eines Unternehmens beginnt mit der angemessenen Vorbereitung. Da in diesem erforderlichen Schritt das rechtliche Grundgerüst für Ihr Unternehmen gelegt wird.
Vier erforderliche Schritte zur Planung einer Unternehmensgründung
Jede Gründung ist anders und hat eigene Anforderungen. Um den Anforderungen gerecht zu werden, sollten der Planung und Vorbereitung einer Unternehmensgründung ausreichend Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt werden. Trotz der Vielfältigkeit des Vorhabens, wiederholen sich folgende Schritte bei den meisten Gründen schematisch.
1. Schritt: Erstellung eines Businessplans
Der Businessplan bildet das Herzstück Ihrer künftigen Geschäftstätigkeit aus unternehmerischer Sicht. Die Gründung hingegen konstruiert die juristischen Rahmenbedingungen. Um die rechtlichen Anforderungen an Ihr Unternehmen zu erfassen, sollte ein Businessplan erstellt und anschließend analysiert werden.
Neben einer klaren Übersicht über das Geschäftsvorhaben, wird der Businessplan zur eigenen Planung aber auch zur Präsentation gegenüber externen Stakeholdern, wie Investoren oder Banken, verwendet.
Eine klare Struktur sowie eine sachliche Sprache sollten selbstverständlich sein. Bei der Darstellung komplexer und fachlicher Inhalte sollte auf anspruchsvolle Fachwörter verzichtet werden. Auch branchenfremde Personen sollten den Inhalt verstehen.
Die Einschätzungen und Argumente Ihrer Businessstrategie umfassen im Optimalfall nicht nur die positiven Aspekte, sondern befassen sich auch mit den Problemen und angemessenen Lösungsansätzen des Geschäftsmodells. Gleichzeitig sollte die sachliche Ausführung in einer möglichst knappen aber ausreichend langen Umschreibung des gesamten gedanklichen Grundgerüsts des Unternehmens resultieren. Aussagen und Ergebnisse sollten mit Quellen und Berechnungen belegt werden. Der Gesamtumfang eines Businessplans ist abhängig von dem Umfang des Vorhabens und dem notwendigen operativen Umfang zur Erreichung der Ziele.
Ein nicht zu unterschätzender Teil des Plans sollte sich mit den Gründerpersonen befassen. Besonders die Vorerfahrungen, die Qualifikationen sowie die individuellen Stärken und Schwächen der beteiligten Personen können Außenstehenden und auch den Gründern selbst einen guten Überblick verschaffen.
Die Vorstellung des Produktes oder der Dienstleistung im Zusammenhang mit einer Bewertung des aktuellen Marktes vorgenommen werden. Heben Sie hervor, wodurch Sie sich von den Konkurrenten abheben und wo genau die Nische sich befindet, die Sie mit Ihrer Gründung besetzen wollen. Dabei sollten auch Risiken evaluiert und aufgezählt werden.
Letztendlich muss die rechtliche Organisation sowie die Mitarbeiter und Sitz im Businessplan erwähnt werden. Der letzte Schritt des Businessplans sollte demnach erst nach der Gründungsberatung mit einem Anwalt erstellt werden. Bis dahin können Sie den Plan Ihrem beratenden Anwalt vorlegen, der unter Erfassung aller wichtigen juristischen Aspekte aus dem vorherigen Teil eine passende Rechtsform und deren innere Ausgestaltung für Sie planen kann.
2. Schritt: Marketing und Finanzierung
Bevor ernsthafte Schritte zur Einleitung der Gründung vorgenommen werden, sollte die Finanzierung des Vorhabens gesichert sein. Die meisten Gründer greifen auf Ersparnisse aber auch Darlehen, Investoren oder Fördergelder zurück.
Gleichzeitig muss bereits für den Markteintritt eine passende Marketingstrategie entwickelt werden. Die Akquise von Kunden sollte nach der Gründung nicht lange auf sich warten lassen.
3. Schritt: Juristische Grundfragen erfassen und Risiken erkennen
Jedes Unternehmen muss erfolgreich innerhalb des rechtlich-zugelassenen Rahmens agieren. Daher sollte vor jeder Gründung eine Bestandsaufnahme aller juristischen Fragen und möglichen Problemfelder erfolgen. Die wichtigsten Fragen betreffen die Haftung, die Rechtsform, die innere Ordnung, die Gewinnverteilung, steuerliche Pflichten, der Geschäftsführung und der Buchhaltung. Um diesen Schritt möglichst effizient zu gestalten, kann eine Gründungsberatung sinnvoll sein.
4. Schritt: Wahl eines Firmennamens
Ihre Firma sollte vor der Gründung einen passenden Namen erhalten. Wichtig ist dabei, dass der Name nicht bereits von einer anderen Firma verwendet wird (§ 30 Abs. 1 HGB). Ein irreführender Name oder einer ohne ausreichend Unterscheidungskraft sind ebenfalls ausgeschlossen (§ 18 Abs. 1 HGB).
Je nachdem, ob Sie den Namen Ihres Unternehmens oder bestimmte Produkte und Dienstleistungen als Marke vermarkten möchten, sollten derartige Aspekte mit in die Namensfindung einfließen. Der Name sollte daher die Zielgruppe ansprechen oder die Unternehmenswerte kommunizieren.
Wenn Ihr Unternehmen auch in anderen Ländern geschäftliche Interessen verfolgen soll, sollte eine Betrachtung des Namens aus anderen Sprach- und Kulturkreisen erfolgen. Unternehmen mit regionaler Ausrichtung benötigen eher keinen international anklingenden Firmennamen. Ein internationales Unternehmen schon eher.
Detaillierte Vorbereitung der Unternehmensgründung unvermeidbar
Die Gründung eines Unternehmens ist ein Prozess mit weitreichenden Folgen. Erfolgreich ist eine Gründung dann, wenn sie die Weichen für einen erfolgreichen Geschäftsbetrieb stellt, der Jahre oder sogar Jahrzehnte fortbesteht. Jede nachträgliche Änderung, etwa eine Ergänzung im Gesellschaftsvertrag oder gar die Änderung der Rechtsform, geht mit einem enormen zeitlichen oder finanziellen Aufwand einher.
Eine umfangreiche und detailvernarrte Vorbereitung beugt der Notwendigkeit zur nachträglichen Änderung vor. Die besten Vorkehrungen werden getroffen, wenn das Gründungsvorhaben zusammen mit einem erfahrenen und spezialisierten Anwalt geplant wird. Unsere Gründungsberatung ermöglicht die rechtssichere und nachhaltige Unternehmensgründung.
Ablauf der Unternehmensgründung – Schritt-für-Schritt
Der Weg in die Selbstständigkeit ist von vielen Fragen geprägt. Auch erfahrene Unternehmer können ohne anwaltliche Zulassung nur selten eine Unternehmensgründung in ihrer juristischen Gesamtheit erfassen. Eine Gründungsberatung zur Erfassung aller rechtlichen Aspekte einer geplanten Unternehmung ist für jeden empfehlenswert.
Mit unserer kostenlosen anwaltlichen Erstberatung erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Anliegen und potenzielle Beratungsfelder. Die meisten Fragen entstehen zu Themen, wie der persönlichen Haftung, der Rechtsform, der Außenwirkung, dem laufenden Verwaltungsaufwand, den steuerlichen Pflichten und der Beteiligungsmöglichkeiten. Je nach Wunsch oder Wichtigkeit der einzelnen Interessenfelder passt eine gewisse Gesellschaftsform besser als andere.
Die meisten unserer Mandanten waren von dem Umfang der kostenlosen Beratung überrascht. Viele der Fragen können bereits vorab geklärt werden. Auch Ihre persönlichen Anforderungen an die Gründung werden mit der passenden Entscheidung in Verbindung gebracht. Wird eine möglichst günstige Gründung und ein geringer laufender Verwaltungsaufwand gegenüber der Haftungsbeschränkung bevorzugt, so ist wohlmöglich eine Personengesellschaft die bessere Wahl.
Steht hingegen ein größerer Geldbetrag zur Verfügung und ist auch die rechtsichere Enthaftung des Privatvermögens der Gesellschafter wichtig, sollte eine Kapitalgesellschaft, wie eine GmbH oder eine UG bevorzugt werden.
Für einfache und steuerlich optimierte Beteiligungen außenstehender Personen wäre eine Mischform, wie eine GmbH & Co. KG oder UG & Co. KG angebracht.
Das Ziel der kostenlosen Erstberatung ist die Erfassung der wichtigsten Interessen und Vorstellungen an die zu gründende Gesellschaft. Diese sind maßgeblich von den Umständen des Geschäftsmodells beeinflusst. Im Anschluss an die kostenlose Erstberatung sollten Sie einen ausreichenden Überblick haben, um die wichtigsten rechtlichen Punkte zu erfassen.
Auf der Grundlage der Ergebnisse der kostenlosen Erstberatung, kann die intensive Gründungsberatung mit Ihrem persönlichen Anwalt vorgenommen werden.
Als Ergebnis der gesamten Beratung, können Sie davon ausgehen, dass ihr Unternehmen rechtssicher gegründet wird. Die Aufgabe der Gründungsberatung ist somit die Erfassung aller rechtlichen Aspekte des Unternehmens sowie der lösungsorientierten Vorbereitung der Gründung. Die genaue Ausgestaltung des Gesellschaftsvertrages unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Ausgestaltungswünsche, etwa der Gewinnbeteiligung, kann erst nach einer intensiven Beratung erfolgen. Ihr Anwalt wird Sie fortlaufend durch die Gründung begleitet, bis der Prozess rechtssicher abgeschlossen ist.
Um geplante Vorhaben organisiert in die Tat umzusetzen, erstellt Ihr Anwalt einen detaillierten Gründungsplan. Durch eine systematische Bearbeitung der notwendigen Schritte können Fehler und Fehlgründungen verhindert werden. Jede Nachbearbeitung ist kosten- und zeitintensiv.
Im Anschluss an die Beratung und Planung folgt der Gründungsprozess
Im Anschluss an die Planung wird die Gründung realisiert. Unser auf Unternehmensgründungen spezialisierte Anwaltsteam übernimmt den Prozess gerne für Sie. Bei den meisten Gründungen fallen dafür folgende Schritte an:
✓ Überprüfung Ihres Firmennamens
✓ Erstellung der Gründungsunterlagen – insbesondere der individuelle Gesellschaftsvertrag
✓ Organisation der notwendigen Beurkundungstermine bei den Gründern vor Ort / in Auslandsvertretungen
✓ Gewerbeanmeldung
✓ Steueranmeldung
✓ Individuelle Anpassung des Geschäftsführervertrags
✓ AGB Erstellung
✓ Erstellung von Mitarbeiterverträgen – z. B. Arbeitsverträgen oder Freelancerverträgen
✓ Erstellung von Finanzierungsverträgen wie stillen Beteiligungen oder partiarischen Darlehen
Wenn Sie Ihr Unternehmen mit uns gründen, entfällt der formale Aufwand für Sie komplett. Dadurch delegieren Sie die juristischen Aspekte der Gründung effizient und können sich selbst einen erfolgreichen Unternehmensstart konzentrieren. Unser Kanzleiteam steht Ihnen während des Prozesses beratend zur Seite.
Dauer einer Unternehmensgründung
Unternehmergesellschaft – UG gründen
Überblick Unternehmergesellschaft - UG
Die Unternehmergesellschaft, auch UG, „1-Euro-GmbH“ oder „Mini-GmbH“, ist eine Abwandlung der GmbH. Anstatt mit 25.000 / 12.500 € zu gründen, kann die UG bereits ab 1 € Stammkapital gegründet werden.
Die UG ist eine Kapitalgesellschaft, weshalb die Gesellschaft für Schulden des Unternehmens nicht mit ihrem Privatvermögen haften müssen.
Nach der Gründung kann die UG selbstständig als juristische Personen Verträge schließen. Sie kann auch als „Ein-Mann-UG“ gegründet und geführt werden.
Als attraktive Vorteile werden der Haftungsausschluss sowie der geringe finanzielle Gründungsaufwand von Unternehmern geschätzt.
Nachteilig werden die unattraktiven Möglichkeiten zur Beteiligung außenstehender Investoren gesehen. Eine bessere Alternative bietet die UG & Co. KG.
Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) wird auch als
„1-Euro-GmbH“, „Mini-GmbH“ oder „kleine GmbH“
Sie ist keine eigenständige Rechtsform, sondern eine verkürzte Variante der GmbH. Dennoch ist ihre Gestaltung rechtlich verankert. Seitdem das entsprechende Gesetz im Jahr 2008 geschaffen wurde, erfreut sich die UG enormer Beliebtheit. In den letzten zehn Jahren hat sie die englische Limited, die unter einem zweifelhaften Ruf litt, beinahe abgelöst.
Gründung einer Unternehmergesellschaft beschränkt die private Haftung
Die Gründung der UG wird vor allem von Unternehmern bevorzugt, die eine private Haftung unbedingt vermeiden möchten. Für die Schulden der Gesellschaft haftet lediglich das Privatvermögen.
Die Gründung der UG bereits ab 1 € Stammeinlage
Eine UG Wird als „Mini-GmbH“ oder „1-Euro-GmbH“ bezeichnet. Dieser Umstand ist auf die Möglichkeit zurückzuführen, ein Unternehmen mit einem Stammkapital von einem Euro zu gründen. Eine GmbH hingegen benötigt ein Stammkapital von 25.000 Euro. Die geringere Gründungshürde ermöglicht Unternehmensgründungen mit beschränkter Haftung mit deutlich weniger Kapital. Eine höhere Stammeinlage von 1 € ist aus unternehmerischer Sicht natürlich sinnvoll, alleine um die ersten anfallenden Kosten decken zu können. Gerade in der Gründungsphase sind finanzielle Durststrecken zu erwarten.
Die Einführung der UG sollte finanziell schwächeren Gründern die Möglichkeit zur Gründung einer haftungsbeschränkten Gesellschaft geben, ohne 25.000 Euro Stammkapital einzahlen zu müssen. Gerade unter den Existenzgründern genießt die UG daher eine enorme Beliebtheit.
Die UG agiert als juristische Person
Die Unternehmergesellschaft ist wie die meisten Kapitalgesellschaften eine juristische Person (§§ 13, 5a GmbhG). Sie kann daher eigene Verträge abschließen und Subjekt rechtlicher Pflichten und Rechte werden. Werden etwa Mitarbeiter für das Unternehmen eingestellt oder Büroräume gemietet, so ist die UG der Vertragspartner, nicht etwa der Gesellschafter oder der Geschäftsführer.
Die Firmierung der UG
Die Firma bezeichnet genaugenommen die Bezeichnung eines Unternehmens. Jede Gesellschaft muss bei der Gründung benannt werden. Wird die UG als Rechtsform gewählt, so muss der Zusatz „UG (Haftungsbeschränkt)“ oder „Unternehmergesellschaft (Haftungsbeschränkt)“ dem Namen hinzugefügt werden (§ 5a GmbHG). Umformulierungen sind nicht gestattet.
Die UG wird durch Geschäftsführer geleitet
Wie bei der GmbH, bedarf es bei der UG ebenfalls eines Geschäftsführers (§§ 35 und 5a GmbHG). Der Inhaber und Gesellschafter einer UG muss nicht personengleich mit dem Geschäftsführer sein. Die Bestellung eines Fremdgeschäftsführers ist zulässig. Dadurch kann das laufende Haftungsrisiko erneut verringert werden.
Gesellschaftsvertrag und Handelsregistereintrag der UG
Kapitalgesellschaften sind bei der Gründung verpflichtet einen Gesellschaftsvertrag zu erstellen (§§ 2f., 5a GmbHG). Er ist das Grundgerüst für die innere rechtliche Ordnung unter den Gesellschaftern. Für den praktischen Betrieb ist er von höchster Relevanz. So regelt er etwa die Beteiligungen der Gesellschafter am Betriebsgewinn. Die Erstellung des Vertrags erfolgt nach einer intensiven Beratung bezüglich der Wünsche und Vorstellungen des Gründers. Da viele Einzelheiten erfasst werden müssen, ist die umfassende Gründungsberatung als Vorlauf eines Gesellschaftsvertrags empfehlenswert (§ 7 und 5a GmbHG).
Die Ein-Mann-UG
Grundsätzlich lässt sich die UG auch von einer Einzelperson gründen. Der Betrieb einer „Ein-Mann-UG“ ist somit rechtlich machbar. Für die Gründung ist keine weitere Privatperson notwendig. Somit kann die UG auch für Einzelpersonen zum Schutz des Privatvermögens verwendet werden.
Die Vorteile der UG zur Unternehmensgründung
Da die UG der GmbH ähnelt, sind die Vorteile ähnlicher Natur. Der größte Vorteil der UG gegenüber der GmbH besteht aus der geringeren Anforderung an das Stammkapital. Bereits ab einer Stammeinlage von 1 € ist die Gründung möglich. Die GmbH hingegen muss mit 12.500 oder 25.000 Euro Stammkapital gegründet werden.
Trotz geringer Stammeinlage, ist die UG haftungsbeschränkt. Damit haften Sie als Inhaber oder Gesellschafter für die Schulden des Unternehmens keineswegs mit Ihrem Privatvermögen. Somit ist die Haftungsbeschränkung ebenwürdig mit der der GmbH. Sie kann nur deutlich günstiger realisiert werden.
Gegenüber dem Einzelunternehmen bietet die UG enorme steuerliche Vorteile. Anstatt die gesamten Betriebsgewinne zu einem Spitzensteuersatz von 45% im Rahmen der Einkommenssteuer versteuern zu müssen, fällt die steuerliche Belastung deutlich geringfügiger aus. Werden Betriebsgewinne im Unternehmen behalten, um etwa Investitionen im nächsten Geschäftsjahr zu tätigen, fallen lediglich Körperschaftssteuern in Höhe von 15,6 % sowie Gewerbesteuer an.
Weitere steuerliche Vorteile lassen sich durch die Bildung stiller Reserven erzielen. Darunter versteht man nicht buchbare Werte eines Vermögenswertes, da der Buchwert geringer ist als der Zeitwert.
Die Nachteile der UG zur Unternehmensgründung
Als nachteilig sollte bei der UG & Co. KG die mangelnde Beteiligungsmöglichkeit von außenstehenden Investoren betrachtet werden. Für derartige Konstellationen ist die UG & Co. KG zu bevorzugen. Hier ergeben sich steuerliche Vorteile für die Gewinnbeteiligung von Außenstehenden.
Ein geringfügiger Nachteil gegenüber der GmbH ist das schwächere Image, dass durch das fehlende Erfordernis eines hohen Stammkapitals von 12.500 oder 25.000 €, entsteht.
Viele Existenzgründer fühlen sich von den formalen Anforderungen der UG etwas überfordert. Die Formalitäten bei der Gründung und während des fortlaufenden Geschäftsbetriebes sind nicht gering und sollten im Rahmen einer Gründungsberatung abgeklärt werden. Wir übernehmen die Gründung der UG gerne für Sie.
UG gründen - Das sollten Sie wissen - Hier alle Tipps & Infos
Gesellschaft mit beschränkter Haftung – GmbH gründen
Überblick Gesellschaft mit begrenzter Haftung - GmbH
Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung – meinstens GmbH – ist der absolute „Klassiker“ unter den Gesellschaftsformen. Die Gründung ist bereits mit einem Stammkapital von 12.500 € möglich – bei der Einzahlung von 25.000 € erfolgt die volle Enthaftung. Wegen des hohen Einstiegskapitals genießt sie einen sehr guten Ruf.
Mit der Gründung einer GmbH haften Sie als Gesellschafter privat nicht für die Verbindlichkeiten Ihres Unternehmens.
Die GmbH ist eine eigenständige Rechtsperson und kann auch alleine als „Ein-Mann-GmbH“ gegründet werden.
Die wichtigsten Vorteile der GmbH sind der Haftungsausschluss verbunden mit einem sehr gutem Image.
Ein Nachteil ist die fehlende Beteiligungsmöglichkeit außenstehender Investoren, die keine Gesellschafter sind. Für derartige Konstellationen ist die GmbH & Co. KG erforderlich.
Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, auch GmbH genannt, ist die bekannteste Rechtsform der Kapitalgesellschaften in Deutschland. Sie zeichnet sich vor allem durch die beschränkte Haftung und ihre eigenständige Rechtsfähigkeit als juristische Person aus. Durch ihre Beschaffenheit genießt sie einen guten Ruf und ist eine klassische Kapitalgesellschaft
Nach der Gründung werden Gesellschafter privat enthaftet
Ein wichtiger und sinnvoller Vorteil der GmbH ist die Beschränkung der Haftung. Nach der Gründung wird der gründende Gesellschafter von einer privaten Haftung ausgenommen. Für die Schulden des Unternehmens haftet alleine das Gesellschaftsvermögen. Ein Unternehmer kann somit sein Privatvermögen vor ungewollten Folgen seiner geschäftlichen Tätigkeiten schützen. Der Haftungsausschluss ist einer der Gründe für die hervorragende Reputation der GmbH.
Die Gründung der GmbH mit einer Stammeinlage von 12.500 € möglich
Die Gründung der GmbH erfordert eine Stammeinlage von 25.000 Euro (§ 5 GmbHG). Danach ist der Gesellschafter vollständig mit seinem Privatvermögen enthaftet. Eine gesetzlich geregelte Ausnahme findet sich in § 7 Abs. 2 GmbHG, wonach die Gründung auch bereits ab 12.500 € Stammeinlage möglich ist. Dabei haften die Gesellschafter allerdings mit ihrem Privatvermögen in der Höhe der Differenz zum vorgesehenen Stammkapital von 25.000 €. Werden die Mindestanforderungen von 12.500 € erfüllt, so bleibt eine private Haftungssumme von 12.500 €.
Wie die meisten Kapitalgesellschaften hat auch die GmbH eine Rechtsfähigkeit. Als juristische Person kann sie selbst Vertragspartner werden und Geschäfte abschließen (§ 13 GmbHG).
Die Firmierung der GmbH
Wer eine Gesellschaft gründen möchte, bedarf eines Unternehmensnamens, auch Firma genannt. Eine GmbH muss stets mit dem Kürzel „Gesellschaft mit beschränkter Haftung“, „GmbH“ oder „Ges. m. b. H.“ versehen werden (§ 4 GmbHG). Diese Regelung gilt ausnahmslos.
Die Leitung der GmbH erfolgt durch einen Geschäftsführer
Für die Leitung der Geschäfte kann ein Geschäftsführer bestimmt werden. Die Gesellschafter minimieren dadurch das Haftungsrisiko, indem sie die Geschäftsführerpflichten weitergeben. Die Position kann durch eine andere Person als die Gesellschafter eingenommen werden (§ 35 GmbHG).
Möglichkeit zur „Ein-Mann-GmbH“
Für die Gründung der GmbH bedarf es lediglich einer Person. Der Kreis der Gesellschafter kann bei der Gründung aber auch später erweitert werden. Die Führung als „Ein-Mann-GmbH“ ist rechtlich zulässig. Für Solo-Unternehmer bietet die GmbH somit eine haftungsbeschränkende Geschäftsfront.
Der Gesellschaftsvertrag und die Eintragung ins Handelsregister
Bevor die Gesellschaft gegründet werden kann, muss der Pflicht zur Erstellung eines Gesellschaftsvertrags nachgekommen werden (§§ 2 ff. GmbHG). Er ist als Grundgerüst der Gesellschaft zu bewerten und spielt im alltäglichen Geschäftstreiben eine wichtige Rolle. So regelt er meist das Verhältnis der Gesellschafter im Innenverhältnis untereinander. Wichtige Themen, wie Aufgabenverteilungen und Gewinnbeteiligungen, werden meistens im Gesellschaftsvertrag erfasst. Die Erstellung ist die Aufgabe eines Anwalts und bedarf einer vorherigen Beratung zur Abklärung aller Wünsche und Anforderungen. Ist die Gesellschaft erfolgreich gegründet, wird sie in das Handelsregister eingetragen (§ 7 GmbHG).
Die Vorteile der GmbH zur Unternehmensgründung
Vorteilhaft ist bei der GmbH der gute Ruf, denn die Rechtsform in Deutschland genießt. Diesen ist sie hauptsächlich den hohen Anforderungen an das Stammkapital sowie dem Haftungsausschluss zu verdanken.
Als Unternehmer mit einer GmbH kommen Sie in den Genuss steuerlicher Vorteile im Vergleich zum Einzelunternehmen. Der Betriebsgewinn muss, wenn er nicht ausgezahlt wird, lediglich mit der Körperschaftssteuer und der Gewerbesteuer belastet werden. Die Körperschaftssteuer beträgt lediglich 15,6 %, während die Gewerbesteuer von der Gemeinde abhängig ist.
Ein Einzelunternehmer hingegen muss seinen kompletten Betriebsgewinn in Höhe der Einkommenssteuer versteuern, wenn erst im nächsten Geschäftsjahr eine Reinvestition geplant ist.
Weitere Steuerersparnisse können sich im Rahmen der Bildung stiller Reserven ergeben.
Die Nachteile der GmbH zur Unternehmensgründung
Die GmbH leidet unter mangelnden Möglichkeiten, wenn es um die Beteiligung außenstehender Investoren geht, die keine Gesellschafter sind. Wohlmöglich muss für derartige Anliegen eine GmbH & Co. KG gegründet werden. Die Gewinnentnahme und Beteiligung ist bei dieser Mischform steuerlich besser gestaltet.
Viele Gründer empfinden den formalen Aufwand bei der Gründung als Herausforderung. Für eine erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens ist eine detaillierte Vorbereitung, im Optimalfall sogar im Rahmen der Gründungsberatung, empfehlenswert. Unsere spezialisierte Anwaltskanzlei unterstützt Sie gerne bei Ihrem Vorhaben.
GmbH gründen - Das sollten Sie wissen - Hier alle Tipps & Infos
GmbH – Gründung vom Anwalt nach individueller Beratung – Bundesweit.
Überblick UG & Co. KG
Die UG & Co. KG besteht aus zwei Gesellschaften, weshalb beide gegründet und geführt werden müssen. Buchhaltungs- und steuerrechtliche Pflichten müssen zweifach erfüllt werden, weshalb doppelte Kosten anfallen.
Im Jahr 2008 wurde die UG als Alternative zur GmbH geschaffen. Angehenden Unternehmern sollte die Möglichkeit zum Betreiben einer haftungsbeschränkten Gesellschaft gegeben werden, ohne dass das gesamte erforderliche Stammkapital von 25.000 € eingezahlt werden muss. Die UG kann bereits ab 1 € Stammkapital gegründet werden, ebenso wie die UG & Co. KG. In der Praxis wird das Stammkapital jedoch höher sein müssen.
UG & Co. KG ist eine Mischform zweier Gesellschaften
Die UG & Co. KG ist keine eigene Rechtsform, die auf einer gesetzlichen Regelung beruht. Sie ist vielmehr eine Mischform aus der UG und der KG, die ähnlich der GmbH & Co. KG ist. Beide Mischformen basieren auf gerichtlichen Rechtsprechungen, die über Jahrzehnte gefestigt wurden. Früher war die GmbH & Co. KG eine eher exotische Unternehmensform, während sie heute in der Praxis häufig vorkommt. Die UG & Co. KG ist ähnlich konstruiert und kombiniert zwei Gesellschaften:
Die UG als Kapitalgesellschaft und
Die KG als Personengesellschaft.
Die juristischen Anforderungen an die Unternehmensgründung einer UG & Co. KG sind hoch, da die Gesellschaftsverträge der beiden Unternehmen aufeinander abgestimmt werden müssen. Erst so ist die Kombination und „Verschmelzung“ beider Rechtsform miteinander möglich.
Durch die UG & Co. KG wird die private Haftung aufgehoben
Die Gründung einer UG & Co. KG verhindert die private Haftung für Unternehmensschulden von allen beteiligten Gesellschaftern. Die Gesellschafter der UG sind generell haftungsbeschränkt, da die UG selbst mit ihrem Firmenvermögen haftet. Auch die Kommanditisten der KG haften höchstens mit ihrer privaten Einlage. Der Komplementär, der privat und vollständig haftet, wird durch die UG ersetzt. Somit gibt es keine Person, außer dem Geschäftsführer, der privat mit seinem Vermögen haftet.
Gründung der UG & Co. KG bereits ab 1 € möglich
Die große Beliebtheit der UG erklärt sich in der einfachen Gründung mit einem Stammkapital von 1 €. Dieselben Anforderungen gelten für die UG & Co. KG. Auch wenn praktisch immer ein größeres Kapital notwendig ist, gibt es auch bei der Mischform keine Anforderungen diesbezüglich.
Firmierung einer UG & Co. KG
Unter der Bezeichnung „Firmierung“ wird die Namensfindung für ein Unternehmen bezeichnet. Wie bei jeder Rechtsform, bestehen bei der UG & Co. KG bestimmte Anforderungen. Einerseits darf der Name nicht von einem anderen Unternehmen geführt werden oder irreführend sein. Zudem muss das Kürzel „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) & Co. KG“ oder „UG & Co. KG“ zum Namen hinzugefügt werden.
Fremdgeschäftsführer möglich
Der einzige Stakeholder einer UG & Co. KG, der persönlich haftet, ist der Geschäftsführer. Er haftet für seine Pflichten mit seinem Privatvermögen. Die UG & Co. KG ermöglicht jedoch die Einstellung eines außenstehenden Geschäftsführers, sodass das persönliche Risiko der Gründer minimiert werden kann.
Verpflichtender Gesellschaftsvertrag und Eintrag im Handelsregister
Die formalen Anforderungen an die UG & Co. KG sind höher als bei Personengesellschaften. Ein Gesellschaftsvertrag ist verpflichtend und muss für jede Gesellschaft einzeln angefertigt werden. Zudem müssen sowohl die KG als auch die UG ins Handelsregister eingetragen werden.
Vorteile der UG & Co. KG
Vorteilhaft ist bei einer UG & Co. KG vor allem die Möglichkeit zur Beteiligung der stillen Teilhaber unter steuerlich vorteilhaften Bedingungen sowie der private Haftungsausschluss. Da ein außenstehender Geschäftsführer eingesetzt werden kann, kann das persönliche Risiko für die Inhaber komplett eliminiert werden.
Die Steuerersparnisse für die stillen Teilhaber, beispielsweise außenstehende Investoren oder Familienmitglieder, sind enorm, da für die Gewinne keine Körperschafts- oder Kapitalertragssteuer anfällt.
Zudem ist bei einer UG & Co. KG ein höheres Geschäftsführergehalt angemessen, als bei der reinen UG.
Nachteile der UG & Co. KG
Als nachteilhaft wird die UG & Co. KG häufig in Hinsicht auf den doppelten Verwaltungsaufwand betrachtet. Praktisch handelt es sich um zwei einzelne Unternehmen, die jeweils gegründet und geführt werden müssen. Für beide Unternehmen fallen daher Gründungs- und Verwaltungskosten an. Eine UG & Co. KG ist deshalb nur empfehlenswert, wenn hohe Gewinne realistisch absehbar und die Beteiligung stiller Investoren geplant ist.
Für wen ist die UG & Co. KG geeignet?
Für die meisten Existenzgründer wird eine UG & Co. KG nicht geeignet sein. Die doppelte Belastung aufgrund der doppelten Verwaltung lohnt sich erst bei erprobten Geschäftsmodellen, die hohe Gewinne versprechen. Ist in der nahen Zukunft keine Beteiligung von außenstehenden Investoren oder Familienmitgliedern geplant, so sollte zunächst eine UG gegründet werden.
Überblick GmbH & Co. KG
Die GmbH & Co. KG ist eine vergleichsweise jüngere Gesellschaftsform. Sie kann als Mischung der GmbH und der KG verstanden werden. Dabei werden die besten Aspekte miteinander kombiniert. Ähnlich wie bei der GmbH, kann auch die GmbH & Co. KG ab einem Stammkapital mit 25.000 € mit voller Enthaftung oder mit 12.500 € mit partieller Enthaftung gegründet werden. Als Rechtsform genießt die Gesellschaft in Deutschland ein hohes Ansehen.
Mit der Gründung der GmbH & Co. KG umgehen Sie die Haftung mit Ihrem Privatvermögen für die Geschäftstätigkeiten des Unternehmens. Die Haftung wird von der Komplementär-GmbH ü Die Kommanditisten selber haften nur mit ihrer Einlagesumme.
Besonders vorteilhaft ist die GmbH & Co. KG, wenn es um die Beteiligung außenstehender Investoren geht. Diese können sich als Gesellschafter der Kommanditgesellschaft steuerlich bevorteilt am Gewinn des Unternehmens beteiligt werden. Sie müssen dabei nicht als Geschäftsführer auftreten.
Die GmbH & Co. KG hat eine Rechtsfähigkeit und kann als juristische Person selbstständig als Vertragspartner auftreten. Eine Gründung als „Ein-Mann-GmbH & Co. KG“ ist möglich.
Weiterhin sind die beschränkte Haftung der Gesellschaft sowie die steuerlich vorteilhaften Beteiligungsmöglichkeiten ursächlich für das hervorragende Image der GmbH & Co. KG.
Nachteilhaft ist der doppelte Verwaltungs- und Gründungsaufwand, der für beide Gesellschaften einzeln anfällt.
In den letzten Jahren konnte man in Gründerkreisen eine aufstrebende Begeisterung für die GmbH & Co. KG feststellen. Die GmbH ist seit den 80er Jahren ein beliebtes Gesellschaftsmodell. Die Mischform mit der Kommanditgesellschaft wurde eher als exotisch betrachtet und war seltener anzutreffen. Über die Jahrzehnte hat sich die Rechtsprechung zur GmbH & Co. KG gefestigt, sodass sie sich fest etabliert hat und mittlerweile recht häufig gegründet wird.
GmbH & Co. KG als Mischform der GmbH und der KG
Die GmBH & Co. KG ist keine eigene Rechtsform, sondern eine juristische Kreation. Im Grunde handelte s sich um zwei eigenständige, kombinierte Gesellschaften:
Einer Personengesellschaft (KG) und
Einer Kapitalgesellschaft (GmbH)
Bei Gesellschaften werden über einen Gesellschaftsvertrag miteinander kombiniert und jeweils einzeln gegründet. Letztendlich wird bei der KG der Komplementär, also der vollhaftende Gesellschafter, durch eine GmbH ersetzt. Die Haftung wird damit beiderseits beschränkt und niemand muss privat mit seinem Vermögen haften. Diese vollständige Aussetzung der Haftung ist es, was die Rechtsform so interessant macht.
Die Gründung der GmbH & Co. KG entbindet die Gesellschafter von der privaten Haftung
Durch die Gründung einer GmbH & Co. KG wird der Eigentümer vollständig von der privaten Haftung befreit.
Die Gründung der GmbH & Co. KG ist bereits ab 12.500 € Stammeinlage möglich
Normalerweise muss für einen vollständigen Haftungsausschluss nach § 5 GmbHG eine Stammeinlage von 25.000 € eingelegt werden. Die Stammeinlage dient der Komplementärs-GmbH. Durch § 7 Abs. 2 GmbHG besteht allerdings die Möglichkeit, auch ab 12.500 € die Gesellschaft zu gründen. In diesem Fall wird allerdings eine persönliche Haftung aller Gesellschafter in Höhe der Differenz der Einlage zu den vorgesehenen 25.000 €.
Die Firma der GmbH & Co. KG
Unter der Firma wird die Bezeichnung der Gesellschaft verstanden. Gesetzliche Anforderungen sehen vor, dass der Unternehmensname die Bezeichnung der Rechtsform enthält. Somit muss das Kürzel GmbH & Co. KG oder „Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. KG“ oder die „Ges. m. b. H. & Co. KG“ im Firmennamen enthalten sein.
Die Leitung der GmbH & Co. KG erfolgt durch einen Geschäftsführer
Wie auch die UG oder die GmbH, bedarf die GmbH & Co. KG eines Geschäftsführers. Er muss die Leitung der Komplementär-GmbH übernehmen. Der Geschäftsführer muss kein Gesellschafter sein.
Gesellschaftsvertrag und Handelsregistereintrag sind verpflichtend bei der GmbH & Co. KG
Im Gegensatz zu einer Personengesellschaft, muss die GmbH & Co. KG mit einem Gesellschaftsvertrag gegründet werden (§§ 2 ff. GmbHG). Beide Gesellschaften der beliebten Mischform müssen außerdem ins Handelsregister eingetragen werden.
Die Vorteile der GmbH & Co. KG
Ein eindeutiger Vorteil der GmbH & Co. KG liegt in der vollständigen Haftungsbeschränkung. Gesellschafter können als Kommanditisten über die KG beteiligt werden. Da die GmbH als Komplementär auftritt, besteht auch für diesen Teil der KG eine beschränkte Haftung durch die Natur der GmbH.
Außerdem können mit der GmbH & Co. KG auch außenstehende Investoren leicht über die KG am Unternehmenserfolg beteiligt werden, ohne zu den ursprünglichen Gründern zu gehören. Sie eignet sich daher Perfekt, um größere Investoren oder Familienmitglieder als stille Teilhaber zu beteiligen.
Doch nicht nur die Möglichkeit zur Beteiligung, sondern auch die dadurch entstehenden steuerlichen Vorteile sind für Unternehmer nicht zu missachten.
Sind die Umsätze außerordentlich hoch, ist bei einem inhabergeführten Unternehmen die GmbH & Co. KG zu bevorzugen. Das Geschäftsführergehalt kann bei einer reinen GmbH an die Grenzen der Angemessenheit stoßen.
Die Nachteile einer GmbH & Co. KG
Dadurch, dass es sich bei der GmbH & Co. KG faktisch um zwei Gesellschaften handelt, entsteht ein doppelter Verwaltungs- und Gründungsaufwand. Beide Gesellschaften bedürfen einer einzelnen Buchführung und Einhaltung steuerlichen Pflichten.
Die GmbH & Co. KG ist für größere Unternehmen empfehlenswert
Für größere Unternehmen ist die GmbH & Co. KG die bessere Variante. Die Begründung findet sich vor allem in folgenden Punkten:
Die GmbH & Co. KG ist empfehlenswert, wenn nach realistischer Einschätzung höhere Umsätze zu erwarten sind. Dann könnten außenstehende Investoren oder Familienmitglieder, die nicht bei der Gründung als Gesellschafter auftreten oder aktiv im Geschäftsbetrieb tätig sind, am Erfolg beteiligt werden.
Die GmbH ist generell als inhabergeführtes Unternehmen zu betrachten, die keine Bestrebungen zur Beteiligung außenstehender Investoren in naher Zukunft hat.
GmbH & Co. KG gründen - Das sollten Sie wissen - Hier alle Tipps & Infos
GmbH & Co. KG – Gründung vom Anwalt nach individueller Beratung – Bundesweit.
Gesellschaft bürgerlichen Rechts – GbR gründen
Überblick GbR
Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist eine Personengesellschaft, die aus mindestens zwei Gesellschaftern besteht. Dank des geringen formalen Aufwands ist sie für einige Geschäftsmodelle und Unternehmen in der Testphase geeignet. Theoretisch ist die Erstellung eines Gesellschaftsvertrags nicht notwendig, auch wenn wir dringend dazu raten.
Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist eine Personengesellschaft, die selber keine eigene Rechtspersönlichkeit hat. Daher wird sie durch die Gesellschafter selbst nach außen vertreten, auch wenn ihr gewisse Vertretungsbefugnisse eingeräumt wurden.
Die Gesellschafter einer GbR haften privat für die Schulden des Unternehmens. Es gibt keine Form der Haftungsbeschränkung, auch wenn gewisse Risiken mit einer Berufshaftpflicht gedeckelt werden können.
Beliebt ist die GbR vor allem unter Freiberuflern. Diese können mit der Gründung einer GbR eine berufliche Gemeinschaft gründen ohne Gewerbesteuern zahlen zu müssen.
Der laufende Verwaltungsaufwand ist relativ gering, da lediglich eine Einnahmen-Überschussrechnung notwendig ist.
Eine GbR gründen
Die GbR lässt sich durchaus mit wenig Aufwand gründen und erfreut sich daher enormer Beliebtheit unter Existenzgründern. Sie gehört zu den Personengesellschaften und kann formlos gegründet werden. Theoretisch ist jeder Zusammenschluss aus zwei natürlichen oder juristischen Personen einer GbR, die sich zur Erreichung eines gemeinsamen Zweckes zusammenschließen (§ 705 BGB). Der Zweck muss dabei nicht immer unternehmerischer Natur sein. Theoretisch ist bereits eine Wohn- oder Fahrgemeinschaft als GbR zu kategorisieren.
In der Praxis sollte einer GbR mit unternehmerischen Ambitionen mit einem Gesellschaftsvertrag gegründet werden. Sobald die Gesellschaft schwarze Zahlen schreibt und die Gesellschafter in den Geschäftsbetrieb eingebunden sind, sollten die wichtigsten Regelungen erfasst werden.
Keine Enthaftung für die Gesellschafter
Im Gegensatz zu den Kapitalgesellschaften müssen Gesellschafter einer GbR im vollen Umfang mit ihrem Privatvermögen für die Schulden der Gesellschaft haften. Die wichtigsten Haftungsrisiken der Unternehmung sollten versichert werden.
Beliebt ist die GbR unter Existenzgründern vor allem wegen der einfachen Gründung, die ohne Stammkapital erfolgen kann. Für die Gründung bedarf es lediglich eines Handschlages. Ein abgestimmter und alle Thematiken erfassender Gesellschaftsvertrag sollte dennoch erstellt werden.
Leitung durch die Gesellschafter
Die GbR selber ist keine juristische Person. Sie kann dennoch partiell mit Rechten ausgestattet werden und eigene Verträge schließen. Die Gesellschafter hingegen müssen die Geschäftsführung übernehmen. Es kann kein außenstehender Gesellschafter als haftender Geschäftsführer eingestellt werden.
Kaum Buchführungspflichten und kein Handelsregistereintrag
Vorteilhaft werden die geringen Buchführungspflichten der GbR gesehen. Es bedarf keiner Bilanzierung, sondern lediglich einer zu führenden Einnahmenüberschussrechnung. Nach der Gründung der Gesellschaft bürgerlichen Rechts muss kein Eintrag ins Handelsregister vorgenommen werden.
Vorteile der GbR-Gründung
Die Vorteile der GbR liegen in der einfachen Gründung. Die formalen Anforderungen sind gering oder kaum vorhanden. Da kein Gesellschaftsvertrag verpflichtend ist, kann das Unternehmen auch mündlich gegründet werden. Alle formalen Gründungskosten sind daher minimal.
Der formale Verwaltungsaufwand ist außerdem ebenfalls gering. Als verpflichtend muss lediglich eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) geführt werden.
Nachteile der GbR-Gründung
Als nachteilhaft wird das Fehlen einer beschränkten Haftung gesehen. Die Gesellschafter haften mit ihrem Privatvermögen für die Schulden des Unternehmens. Die wirtschaftlichen Risiken können daher enorm sein. Eine umfassende Beratung sowie ein passender Gesellschaftsvertrag, der durch einen Anwalt konzipiert wurde, lässt sich nicht vermeiden.
Firma der GbR
Ein GbR sollte in ihrer Bezeichnung mit dem Kürzel „GbR“ oder „Gesellschaft bürgerlichen Rechts“ versehen werden. Gleichzeitig muss der Name der Gesellschafter enthalten sein. Der Name würde in einem typischen Beispiel „Gesellschafter 1 und Gesellschafter 2 GbR“ lauten.
Offene Handelsgesellschaft – OHG gründen
Überblick OHG
Die offene Handelsgesellschaft ist eine Personengesellschaft, die dem Betrieb eines Handelsgewerbes dient. Sie verkörpert einen Zusammenschluss zweier Gesellschafter. In ihren Grundzügen ähnelt sie der GbR, unterliegt allerdings leicht höheren formalen Anforderungen.
Anders als die GbR, erfordert die Offene Handelsgesellschaft einen Eintrag ins Handelsregister. Da eine Handelsgesellschaft in der Regel die Anforderungen eines Gewerbebetriebs erfüllt, ist die Abführung der Gewerbesteuer erforderlich. Hier gilt allerdings ein Freibetrag von 24.500 €.
Die Gesellschafter einer OHG haften für die Betriebsschulden in voller Höhe mit ihrem Privatvermögen. Allerdings können die Gesellschafter auch eine juristische Person sein. Andernfalls wäre eine gewisse Haftungsbeschränkung durch den Abschluss von Versicherungen möglich. Ein voller Haftungsausschluss existiert allerdings nicht.
Der Verwaltungsaufwand einer OHG ist deutlich höher als bei der GbR, wenn der Umsatz mehr als 250.000 € übersteigt. In diesem Fall ist eine doppelte Buchführung und eine Bilanzerstellung notwendig. Da der formale Aufwand ab diesem Zeitpunkt dem einer GmbH entspricht, empfehlen wir die Gründung dieser, da gleichzeitig eine Haftungsbeschränkung existiert.
Das Einkommen muss in der Höhe des persönlichen Einkommenssteuersatzes der Gesellschafter versteuert werden. Die Gewinnverteilung richtet sich nach individueller Regelung, die im Gesellschaftsvertrag festgelegt werden sollte.
Unter einem Umsatz von 250.000€ bedarf es lediglich einer Einnahmen-Überschussrechnung.
Die offene Handelsgesellschaft ist eine Personengesellschaft, die der Gesellschaft des bürgerlichen Rechts sehr ähnlich ist. Die Gesellschafter schließen sich jedoch für den Betrieb eines gemeinsamen Handelsgewerbes zusammen. Die rechtlichen Grundlagen sind §§ 105 ff. HGB. Obwohl die OHG der GbR ähnelt, geht die Gründung und auch der fortlaufende Betrieb mit etwas strikteren Pflichten einher.
Keine private Enthaftung
Der OHG mangelt es an einer Möglichkeit zur Begrenzung der privaten Haftung der Gesellschafter. Alle In- oder Teilhaber haften mit ihrem kompletten Privatvermögen für die Schulden der OHG. Für die Haftungsbegrenzung bedarf es einer Kapitalgesellschaft, auch wenn für bestimmte Risiken die Möglichkeit einer Versicherung besteht.
Keine Möglichkeit für Einstellung eines Fremdgeschäftsführers
Bei Kapitalgesellschaften lässt sich vorteilhafterweise ein fremder Geschäftsführer einstellen. Gerade für den späteren Unternehmensverlauf ist dies praktisch, da einerseits das operative Geschäft andererseits die Haftung für wichtige Unternehmenspflichten an eine außenstehende Person abgegeben werden können. Die OHG hingegen muss stets vom Inhaber geführt werden.
Höhere formale Anforderungen als die GBR
Da die OHG als kaufmännisches Unternehmen kategorisiert wird, bedarf es der Führung von Handelsbüchern (§ 105 Abs. 2 HGB). Die Gründer einer OHG sind dadurch verpflichtet die Handelsgeschäfte nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung zu dokumentieren. Eine GUV-Rechnung ist daher ebenso verpflichtend, wie eine Jahresbilanz.
Firmierung der OHG
Im Gegensatz zur GbR können etwas kreativere Firmennamen für die OHG gewählt werden. Es gibt keine Beschränkung für die Namensfindung. So müssen etwa nicht die Namen der Gesellschafter erwähnt werden. Lediglich das Kürzel am Ende „OHG“ oder „Offene Handelsgesellschaft“ ist einzubringen.
Vorteile der OHG
Vorteilhaft bei einer OHG sind die geringen formalen Anforderungen. Ein Eintrag ins Handelsregister ist zwar verpflichtend, allerdings wird formal kein Gesellschaftsvertrag vorausgesetzt. In der Praxis wird ein Vertrag in jedem Fall empfohlen. Werden Handelsgeschäfte durchgeführt, ist die Gründung einer OHG gegenüber der GBR zu bevorzugen, da die OHG ein höheres Ansehen unter Geschäftsleuten hat. Außerdem ist bei der OHG-Gründung eine etwas kreativere Namensfindung gestattet. So darf die OHG auch einen anderen Namen, als lediglich die vollen Namen der Gesellschafter, wie es bei der GbR der Fall ist, tragen. Lediglich das Kürzel OHG muss eingebracht werden.
Nachteile der OHG
Ein nennenswerter Nachteil betrifft die steuerliche Behandlung der OHG. Im Gegensatz zu Kapitalgesellschaften, müssen bei der OHG die Gewinne vollständig im Rahmen der Einkommensbesteuerung versteuert werden. Es besteht somit keine Möglichkeit, die Gewinne im Unternehmen zu behalten und im nächsten Geschäftsjahr für unternehmerische Investitionen zu nutzen. Die UG oder GmbH hingegen wird nur mit der Körperschaftssteuer in Höhe von 15,6 % besteuert. Der Spitzensteuersatz für Einkommenssteuer liegt bei 45%, weshalb ein enormer Steuerunterschied entstehen kann, wenn das Unternehmen erst höhere Gewinne erwirtschaftet.
Kommanditgesellschaft – KG gründen
Überblick Kommanditgesellschaft - KG
Die Kommanditgesellschaft ist eine der seltensten Rechtsformen in Deutschland. Lediglich 0,8 Prozent aller Unternehmen entscheiden sich bei der Gründung für eine Kommanditgesellschaft. Der vorteilhaften Möglichkeit zur Beteiligung stiller Investoren steht die Vollhaftung des Kommanditisten sowie die Pflicht zur doppelten Buchführung und Bilanzerstellung gegenüber.
Es gibt zwei Formen der Gesellschafter der KG, die Kommanditisten und die Komplementäre, die mit unterschiedlichen Rechten und Pflichten ausgestattet sind. Der Komplementär ist der vollhaftende Gesellschafter, der mit seinem Privatvermögen haftet. Seine Aufgaben liegen in der Geschäftsführung der KG. Der Kommanditist wird als stiller Teilhaber verstanden, auch wenn ihm die Vertretungsvollmacht einzelner Geschäftsbereiche übertragen werden kann.
Die Buchführungspflichten der KG entsprechen denen einer OHG oder einer GmbH und sind damit nicht unerheblich. Die Geschäfte müssen mit einer doppelten Buchführung dokumentiert und es müssen Bilanzen erstellt werden. Das übliche Argument, die Risiken als vollhaftender Inhaber einer Personengesellschaft einzugehen, um den Verwaltungsaufwand zu minimieren, greift bei der reinen KG nicht.
Viele Unternehmen in Deutschland haben eine Mischform, wie ein GmbH & Co. KG oder UG & Co. KG gegründet. So können die positiven Aspekte der klassischen KG mit den haftungsbeschränkenden Eigenschaften der Kapitalgesellschaften vereint werden.
Keine Haftungsbeschränkung für den Komplementär
Der Komplementär übernimmt die Aufgaben der Geschäftsführung und Außenvertretung der KG. Er haftet für die Schulden der Gesellschaft mit seinem Privatvermögen und geht damit ein nicht unerhebliches wirtschaftliches Risiko ein. Auch wenn er sich gegen gewisse Risiken versichern lassen kann, ließe sich eine vollständige Haftungsbegrenzung nur mit der Gründung einer Mischform zwischen Kapitalgesellschaft und der KG herstellen. Die GmbH & Co. KG oder UG & Co. KG sind deutlich häufiger anzutreffen, als etwa eine KG in Reinform. Dabei wird der Komplementär durch eine Komplementärs-GmbH oder -UG ersetzt.
Doppelte Buchführung und Bilanzierung sind verpflichtend
Die Buchführungspflichten einer KG entsprechen dem Standard der Kapitalgesellschaften. Die doppelte Buchführung und Bilanzerstellung ist verpflichtend, da die KG als Kaufmann kategorisiert wird. Wie umfangreich der Jahresabschluss und Lagebericht erstellt werden muss hängt maßgeblich von der Größe des Unternehmens ab.
Firmierung der KG
Die Firmierung bezeichnet die Namensbezeichnung eines Unternehmens. Er darf nicht irreführend sein oder von einem anderen Unternehmen getragen werden. Darüber hinaus ist die Namensgestaltung frei und nicht durch Anforderungen beschränkt. Lediglich das Kürzel „Kommanditgesellschaft“ oder „KG“ muss angefügt werden.
Besteuerung in Höhe der Einkommenssteuer
Die Besteuerung der KG ähnelt der Besteuerung einer GbR oder OHG. Der Betriebsgewinn wird allerdings durch Abgleich der Betriebsvermögen aus dem vorherigen und dem aktuellen Geschäftsjahr ermittelt. Eine Gewerbesteuer ist zu zahlen. Weiterhin müssen die einzelnen Gesellschafter ihre Einnahmen in Höhe ihres persönlichen Einkommenssteuersatzes zahlen. Ist einer der Gesellschafter eine juristische Person, so ist die Körperschaftssteuer auf die Einnahmen zu verrechnen.
Vorteile der KG
Der größte Vorteil der KG ist die Möglichkeit zur beschränkten Haftung des Kommanditisten. Somit ist die Beteiligung eines stillen Investors möglich, der höchstens in der Höhe seiner Einlagesumme haftet. Dennoch wird das Unternehmen nach dem Maßstab einer Personengesellschaft besteuert.
Nachteile der KG
Im Vergleich zu den klassischen Personengesellschaften hat die KG zwar die Möglichkeit zur beschränkten Haftung eines Kommanditisten, ist jedoch zu einer Buchhaltung verpflichtet, die den Anforderungen der Kapitalgesellschaften ähnelt. Es gibt somit keinen Vorteil zu einer vollständig haftungsbeschränkten Rechtsform. Dennoch muss der Komplementär für die Unternehmensschulden vollständig und mit seinem Privatvermögen haften. Zudem muss ein Eintrag ins Handelsregister vorgenommen werden. Sinnvoll wäre es eine Mischform, wie die GmbH & Co. KG oder UG & Co. KG zu gründen. So lassen sich die Vorteile der KG mit den Vorteilen der Kapitalgesellschaften kombinieren. Anstelle eines Komplementärs, wird eine Komplementär-Gesellschaft eingesetzt, wodurch die Vollhaftung entschärft wird. Seitdem die Rechtsprechung die gesetzliche Grundlage der Mischvarianten gestärkt hat, ist die KG zunehmend seltener in Reinform anzutreffen. Lediglich 0,8 Prozent aller Unternehmen haben sich für diese Rechtsform entschieden.
Einzelunternehmen gründen - Das sollten Sie wissen - Hier alle Tipps & Infos
Überblick Einzelunternehmen
Die Einzelfirma ist für viele Kleingewerbetreibende der Einstieg in die Selbstständigkeit.
Die Gründung einer Einzelfirma geht immer mit der privaten Haftung einher. Im Vergleich zu einer „Ein-Mann-GmbH“, „Ein-Mann-UG“, „Ein-Mann-GmbH & Co. KG“ oder „Ein-Mann-UG & Co. KG“ gibt es keine Enthaftung.
Vorteilhaft ist die Gründung aufgrund der geringen formalen Anforderungen.
Für gewisse Konstellationen ist die Einzelfirma auch dauerhaft sinnvoll.
Wer sich im ersten Schritt mit seiner Geschäftsidee selbstständig machen möchte und dabei hauptsächlich alleine tätig ist, könnte unterschiedliche Unternehmen gründen:
Die „Ein-Mann-GmbH“
Die „Ein-Mann-UG“
Die „Ein-Mann-GmbH & Co. KG“
Die „Ein-Mann-UG & Co. KG“
Eine andere Rechtsform für alleinige Unternehmer ist das Einzelunternehmen.
Einzelunternehmen als beliebteste Rechtsform in Deutschland
Das Einzelunternehmen bleibt nach wie vor die beliebteste Rechtsform in Deutschland. Ungefähr 80 % aller Gründer starten mit dieser Rechtsform. Gründe dafür liegen hauptsächlich in der einfachen Gründung und den geringen Anforderungen für die laufende Verwaltung des Unternehmens. Außerdem sind viele Existenzgründer zunächst mit der Festlegung auf eine Rechtsform überfordert, da sie die juristische und steuerliche Tragweite der Entscheidung nicht überblicken können. Viele Gründer gründen zunächst eine Einzelfirma und melden im Anschluss ein Gewerbe an. Erst im späteren Verlauf wird eine UG oder GmbH gegründet.
Drei Arten der Einzelfirma
Es gibt drei unterschiedliche Formen der Einzelfirma, die sich durch steuerliche Behandlung und allgemeine Buchführungspflichten leicht voneinander unterscheiden. Die Unterscheidungen sind hauptsächlich von der Form der Tätigkeit abhängig:
Ein Gewerbetreibender ist grundsätzlich immer ein Kaufmann. Die Eigenschaft des Gewerbes begründet sich in der Tätigkeit Waren herzustellen, Produkte zu verkaufen oder Dienstleistungen nicht selber anzubieten, sondern eher zu vermitteln. Typische Kaufmänner sind daher Handwerksbetriebe, Makler oder Einzelhändler.
Im Detail muss der Betrieb eines Gewerbetreibenden eine kaufmännische Organisation erfordern, um der Tätigkeit nachgehen zu können. Ist dies der Fall, so ist der Gewerbetreibende ein „Ist- bzw. Voll-Kaufmann“.
Ist dies nicht erforderlich, so spricht man von einem „Kleingewerbetreibenden“. Die meisten Einzelunternehmen starten als Kleingewerbetreibende. Ihre Betriebe benötigen keine kaufmännische Organisation, wodurch auch keine umfangreiche Buchführung, strukturelle Personalplanung oder Eintrag ins Handelsregister erforderlich ist.
Ist die Kaufmannseigenschaft jedoch gegeben, ist eine Eintragung ins Handelsregister erforderlich. Durch diesen Eintrag erhalten Sie das Recht das Kürzel „e.K.“ für „eingetragener Kaufmann“ hinter Ihren Firmennamen zu führen.
Auch wenn Kleingewerbetreibende zunächst keine Kaufmannseigenschaft tragen, könnten Sie im späteren Unternehmensverlauf zum Kaufmann werden. Der Betrieb erfordert beispielsweise ab einem gewissen Umfang die Einrichtung einer kaufmännischen Organisation, wodurch die Pflichten zur kaufmännischen Buchführung, Bilanzerstellung und zum Handelsregistereintrag automatisch entstehen.
Der Freiberufler hat einen deutlichen Vorteil gegenüber dem gewerbetreibenden Kaufmann. So muss er kein Gewerbe anmelden und dementsprechend auch keine Gewerbesteuern zahlen. Er kann gemeinsam mit anderen Freiberuflern eine Personengesellschaft gründen. Zudem genießen viele Freiberufler Versicherungsvorteile, wie etwa die KSK für alle kreativ Arbeitenden.
Wer als Freiberufler kategorisiert wird, entscheidet das zuständige Finanzamt der Person. Der Status wird anhand gesetzlich geregelter Anforderungen bestimmt. Die grundsätzliche Definition spricht von einer Tätigkeit, die besondere berufliche Qualifikationen oder künstlerische Begabungen bedürfen. Die Tätigkeit ist mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung verbunden und werden fachlich unabhängig erbracht. Typische Freiberufler sind Rechtsanwälte, Architekten oder Werbetexter.
Der Landwirt betreibt kein Gewerbe. Die Gewerbeordnung definiert ihn nicht als Kaufmann. Es handelt sich beim Landwirt um einen anerkannten Beruf, der einer Ausbildung bedarf und sich mit der Herstellung pflanzlicher oder tierischer Erzeugnisse beschäftigt. Die Erzeugnisse dürfen gewerblich verkauft werden ohne dass tatsächlich ein Gewerbe angemeldet wird.
Einzelfirma führt immer zur privaten Haftung
Jede Einzelfirma, unabhängig von der Art der dahinterstehenden Erwerbstätigkeit, kann die private Haftung nicht ausschließen. Als Gesellschafter einer Einzelfirma haften Sie, wie bei allen Personengesellschaften, mit Ihrem Privatvermögen für die Schulden der Firma. Das Risiko lässt sich höchstes durch Versicherungen für bestimmte Risiken, aber gänzlich lediglich durch die Gründung einer UG oder einer GmbH verringern.
Keine Stammeinlage notwendig
Für die Gründung der Einzelfirma ist keine Stammeinlage notwendig. Das Unternehmen wird mit Privatvermögen betrieben.
Die Einzelfirma ist keine juristische Person
Im Gegensatz zur UG oder GmbH, hat die Einzelfirma keine eigenständige Rechtspersönlichkeit. Vertragspartner ist der vollhaftende Gesellschafter.
Keine Möglichkeit zum Einsatz eines Fremdgeschäftsführers
Für die Einzelfirma besteht keine Möglichkeit einen außenstehenden Geschäftsführer einzustellen, der die Haftungsrisiken des operativen Geschäfts übernimmt. Die Haftung liegt immer beim Gesellschafter der Firma.
Vorteile der Einzelfirma
Die Vorteile der Einzelfirma liegen in der einfachen Gründung. Die formalen Anforderungen sind gering bis nicht vorhanden. Gleichzeitig sind die laufenden Verwaltungskosten, die durch buchhalterische oder steuerrechtliche Pflichten entstehen, deutlich geringer, als bei einer Kapitalgesellschaft.
Nachteile der Einzelfirma
Nachteilhaft ist bei der Einzelfirma vor allem das uneingeschränkte Haftungsrisiko. Für die Geschäfte des Unternehmens müssen Sie als Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen haften. Eine Insolvenz des Unternehmens ist somit mit der Privatinsolvenz gleichzusetzen, da das Geschäftsvermögen nicht von dem Privatvermögen getrennt ist.
Außerdem fällt der Vorteil der einfachen Bilanzierung für eingetragene Kaufleute weg. Sie müssen Bilanzen führen und Jahresabschlüsse einreichen. Trotz der uneingeschränkten Haftung ist der buchhalterische Aufwand gleichzusetzen mit dem der Kapitalgesellschaften.
Checklisten zum Ablauf einer
Checkliste UG Gründung
Checkliste GmbH Gründung
Checkliste GmbH & Co. KG Gründung
Checkliste OHG Gründung
Satzungen Download
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GmbH & Co. KG Gründungen
UG & Co. KG Gründungen
OHG Gründungen
Beispiel einer UG Satzung
UG Satzung
Beispiel einer GmbH Satzung als Sachgründung
GmbH Sachgründung Satzung
Beispiel einer GmbH & Co. KG Satzung
GmbH & Co. KG Satzung
Beispiel einer OHG Satzung
OHG Satzung
Das Musterprotokoll ist die Minimalvariante einer Satzung bzw. Gesellschaftsvertrags. Wichtige vertiefende Regelungen sind nicht enthalten. Deshalb raten wir – falls nur möglich – von einem Musterprotokoll ab. Unsere Mandanten erhalten eine individuelle Satzung – zum gleichbleibenden Festpreis.
Beispiel eines Musterprotokolls
Gründungsunterlagen Download
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OHG Unterlagen zum Download
Einzelunternehmen Unterlagen Download
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