Source: https://www.ra-kotz.de/berlinertabelle4.htm
Timestamp: 2018-02-22 09:07:03
Document Index: 279946092

Matched Legal Cases: ['Art. 1', '§ 2', '§ 1612', '§ 1612', '§ 645', '§ 1603', '§ 1612', '§ 1610', '§ 1615', '§ 1610', '§ 1615', '§ 1615', '§ 1615', 'BGH']

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Berliner Tabelle – Stand: 01.07.2003:
Original Unterhaltsleitlinien KG Berlin
Berliner Tabelle ab 01.07.2003 als Vortabelle zur Düsseldorfer Tabelle mit den Kindergeldabzugstabellen für das alte Bundesgebiet und für das Beitrittsgebiet
Die Tabelle geht aus von den in Art. 1 § 2 der Dritten Verordnung zur Änderung der Regelbetrag-Verordnung vom 24. April 2003 festgesetzten Regelbeträgen ab 1. Juli 2003 für das in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannte Gebiet (BGBI l 2003, 546) und nennt in Ergänzung der Düsseldorfer Tabelle (Stand: 1. Juli 2003) die monatlichen Unterhaltsrichtsätze der im Beitrittsteil des Landes Berlin wohnenden unverheirateten Kinder, deren Unterhaltsschuldner gegenüber insgesamt drei Personen (einem Ehegatten und zwei Kindern) unterhaltspflichtig ist und ebenfalls im Beitrittsteil wohnt.
Die Vomhundertsätze Ost ab Gruppe b) sind gemäß § 1612 a Abs. 2 S. 1 BGB zu errechnen (z.B. 191 EUR : 183 EUR = 104,3%). Die 135 %-Grenze Ost für die Kindergeldanrechnung nach § 1612 b Abs. 5 BGB beträgt in den drei Altersstufen 248 EUR bzw. 300 EUR bzw. 354 EUR.
Die 150 %-Grenze Ost für das Vereinfachte Verfahren (§ 645 Abs. 1 ZPO) beläuft sich in den drei Altersstufen auf 275 EUR bzw. 333 EUR bzw. 393 EUR.
(Der Regelbetrag einer höheren Altersstufe ist ab dem Beginn des Monats maßgebend, in den der 6. bzw. 12. Geburtstag fällt.) 0-5
(6. bis 12. Geburtstag) 12 -17 [-20*]
(12. bis 18. Geburtstag) *[18. bis 2 I.Geburtstag, wenn noch in der allg. Schulausbildung und im Elternhaushalt lebend ] Vom-hundert-satz Ost Vom-hundert-satz West
Nettoeinkommen des Barunterhaltspflichtigen Alle Beträge in Euro
a) bis 1000 183 222 262 100
b) 1000-1150 191 232 273
ab 1150 wie Düsseldorfer Tabelle (aber ohne 4. Altersstufe und ohne Bedarfskontrollbetrag)
1 bis 1300 199 241 284 100
2 1300-1500 213 258 304 107
3 1500-1700 227 275 324 114
4 1700-1900 241 292 344 121
5 1900-2100 255 309 364 128
6 2100-2300 269 326 384 135
I. Der notwendige monatliche Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen beträgt gegenüber minderjährigen Kindern und gleichgestellten vollj. Schülern *
III. Der angemessene monatl. Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen beträgt gegenüber dem getrenntlebenden und dem geschiedenen Ehegatten
IV. Der angemessene Bedarf (samt Wohnbedarfs und üblicher berufsbedingter Aufwendungen, aber ohne Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung) eines volljährigen Kindes, welches nicht gemäß § 1603 Abs. 2 S. 2 BGB gleichgestellt ist, beträgt in der Regel monatlich:
775 EUR 675 EUR
925 EUR 825 EUR
880 EUR 775 EUR
555 EUR 1155 EUR
840 EUR 730 EUR
1000 EUR 890 EUR
950 EUR 840 EUR
600 EUR 1250 EUR
925 EUR 1000 EUR
VII. Der Einsatzbetrag im Mangelfall beträgt bei dem mit dem Unterhalts­pflichtigen zusammenlebenden Ehegatten
565 EUR 495 EUR
615 EUR 535 EUR
Die Berliner Tabelle ist anzuwenden, wenn sowohl der Unterhaltsgläubiger als auch der Unterhalts­schuldner im Beitrittsgebiet wohnen. Sie ist nur differenziert anzuwenden in den sog. Ost-West-Fällen, in denen nicht alle Beteiligten im Beitrittsgebiet wohnen. In diesen Mischfällen ist wegen der Regelbeträge der Kinder nach Gruppe a oder Gruppe 1 und wegen des Bedarfs laut Anmerkung IV auf den Kindeswohnsitz und wegen des Selbstbehalts des Unterhaltspflichtigen auf dessen Wohnsitz abzustellen.
Die grundsätzlich hälftige Anrechnung von Kindergeld auf den Tabellenunterhalt erfolgt nur noch insoweit, als das hälftige Kindergeld zusammen mit dem geschuldeten Tabellenbedarfsbetrag der Düsseldorfer Tabelle (DT) bzw. der Berliner Tabelle (BT) den jeweils geltenden 135 %igen Regelbetrag übersteigt (§ 1612 b Abs. 1 und 5 BGB). Der Kindergeldabzug berechnet sich mit folgender Formel:
Hälftiges Kindergeld (dieses beträgt ab 1. Januar 2002 77 EUR für das 1. bis 3. Kind sowie 89,50 EUR für das 4. und jedes weitere Kind, BGBI l 2001, 2074, 2077 f.) + Unterhaltsbedarfsbetrag – 135 %iger Regelbetrag West bzw. Ost (nach dem Wohnsitz des Kindes und seiner Altersstufe) = anzurechnendes Kindergeld (bei einem Negativsaldo entfällt die Anrechnung).
Daraus ergibt sich die folgende Kindergeldabzugstabelle (Tabellenbedarfsbetrag – Kindergeldabzug = Zahlbetrag) für das alte Bundesgebiet bis zur Gruppe 6 der DT (135 %-Grenze West):
1. bis 3. Kind 1 [bis 1300] 199- 7 = 192 241- 0 = 241 284- 0 = 284
ab 4. Kind 1 199-19,50 = 179,50 241 – 4,50 = 236,50 284- 0 = 284
1. bis 3. Kind 2 [1300 -1500] 213- 21=192 258- 9 = 249 304- 0 = 304
ab 4. Kind 2 213-33,50 = 179,50 258-21,50 = 236,50 304 – 9,50 = 294,50
1. bis 3. Kind 3 [1500 -1700] 227- 35 = 192 275 – 26 = 249 324- 17 = 307
ab 4. Kind 3 227-47,50 = 179,50 275 – 38,50 = 236,50 324 – 29,50 = 294,50
1. bis 3. Kind 4 [1700 -1900] 241- 49 = 192 292 – 43 = 249 344 – 37 = 307
ab 4. Kind 4 241-61,50 = 179,50 292 – 55,50 = 236,50 344 – 49,50 = 294,50
1. bis 3. Kind 5 [1900 -21 00] 255- 63 = 192 309 – 60 = 249 364 – 57 = 307
ab 4. Kind 5 255-75,50 = 179,50 309 – 72,50 = 236,50 364 – 69,50 = 294,50
1. bis 3. Kind 6 [21 00 -2300] 269- 77 = 192 326- 77 = 249 384 – 77 = 307
ab 4. Kind 6 269- 89,50=179,50 326 – 89,50 = 236,50 384 – 89,50 = 294,50
Kind Gruppe der BT 1 . Altersstufe 2. Altersstufe 3. Altersstufe
1. bis 3. Kind a) [bis 1000] 183- 12 = 171 222- 0 = 222 262- 0 = 262
ab 4. Kind a) 183-24,50 = 158,50 222-11,50 = 210,50 262- 0 = 262
1. bis 3. Kind b) [1000 -1150] 191 – 20 = 171 232- 9 = 223 273- 0 = 273
ab 4. Kind b) 191-32,50 = 158,50 232-21,50 = 210,50 273 – 8,50 = 264,50
1. bis 3. Kind 1 [bis 1300] 199- 28 = 171 241- 18 = 223 284- 7 = 277
ab 4. Kind 1 199-40,50 = 158,50 241-30,50 = 210,50 284-19,50 = 264,50
1. bis 3. Kind 2 [1300 -1500] 213- 42 = 171 258 – 35 = 223 304 – 27 = 277
ab 4. Kind 2 213-54,50 = 158,50 258-47,50 = 210,50 304- 39,50 = 264,50
1. bis 3. Kind 3 [1500 -1700] 227- 56 = 171 275 – 52 = 223 324 – 47 = 277
ab 4. Kind 3 227-68,50 = 158,50 275-64,50 = 210,50 324- 59,50 = 264,50
1. bis 3. Kind 4 [1700 -1900] 241 – 70 = 171 292 – 69 = 223 344 – 67 = 277
ab 4. Kind 4 241-82,50 = 158,50 292-81,50 = 210,50 344- 79,50 = 264,50
1. bis 3. Kind 135%-Grenze Ost 248- 77 = 171 300- 77 = 223 354 – 77 = 277
ab 4. Kind 135%-Grenze Ost 248-89,50=158,50 300-89,50 = 210,50 354- 89,50 = 264,50
Original Unterhaltsleitlinien KG Berlin (Stand: 01.07.2003)
Unfall- und Versorgungsrenten, Leistungen aus der Pflegeversicherung, Blindengeld, Schwerbeschädigten- und Pflegezulagen stellen nach Abzug eines Betrags für tatsächliche Mehraufwendungen Einkommen dar; § 1610 a BGB ist zu beachten.
5.Wohnwert
falls es nicht im Beitrittsgebiet lebt, 600 EUR
falls es im Beitrittsgebiet lebt, 555 EUR
Eigene Einkünfte des Berechtigten sind auf den Bedarf anzurechnen, wobei das bereinigte Nettoerwerbseinkommen um den Erwerbstätigenbonus zu vermindern ist. Inwieweit der Vermögensstamm zur Deckung des laufenden Unterhalts einzusetzen ist, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab.
18./19. Ansprüche aus § 1615 l BGB/Elternunterhalt
Der Bedarf anderer Unterhaltsbedürftiger als Kinder und (geschiedener) Ehegatten richtet sich nach deren Lebensstellung (§§ 1610 Abs. 1, 1615 l Abs. 3 S. 1 BGB). Er beträgt mindestens 730 EUR, für im Beitrittsgebiet lebende Berechtigte 675 EUR.
Der notwendige Selbstbehalt gilt in allen Fällen der Inanspruchnahme als unterste Grenze. Er beträgt,
beim Nichterwerbstätigen 675 EUR
beim Erwerbstätigen 775 EUR
beim Nichterwerbstätigen 730 EUR
beim Erwerbstätigen 840 EUR.
21.3.1 Volljähriges Kind und Ansprüche aus § 1615 l BGB
Er beträgt gegenüber volljährigen Kindern, Enkeln und der Mutter/dem Vater eines nichtehelichen Kindes,
beim Erwerbstätigen 925 EUR
beim Nichterwerbstätigen 825 EUR
beim Erwerbstätigen 1000 EUR
beim Nichterwerbstätigen 890 EUR.
beim Erwerbstätigen 880 EUR
beim Nichterwerbstätigen 775 EUR
beim Erwerbstätigen 950 EUR
beim Nichterwerbstätigen 840 EUR
beim Erwerbstätigen 565 EUR
beim Nichterwerbstätigen 495 EUR
beim Erwerbstätigen 615 EUR
beim Nichterwerbstätigen 535 EUR
22.2 Gegenüber volljährigen Kindern, Enkeln und Ansprüchen aus § 1615 l BGB
Ist bei Unterhaltsansprüchen volljähriger Kinder, Enkeln oder nach § 1615 l Abs. 1, 2 BGB der Unterhaltspflichtige verheiratet, werden für den mit ihm zusammenlebenden Ehegatten im Regelfall 750 EUR, falls der Unterhaltspflichtige im Beitrittsgebiet lebt, 690 EUR angesetzt.
Reicht das Einkommen des Pflichtigen zur Deckung seeines eigenen Bedarfs und der Unterhaltsansprüche (Zahlbeträge) der gleichrangigen Unterhaltsberechtigten nicht aus, ist eine Mangelberechnung durchzuführen. Zur Wahrung eines angemessenen Verhältnisses der Unterhaltsansprüche untereinander (BGH, Urteil vom 22.01.2003, FamRZ 2003, 363) sind hierbei folgende Einsatzbeträge zugrundezulegen:
beim Erwerbstätigen 840 EUR
Der Unterhaltsbedarf von im Beitrittsgebiet lebenden minderjährigen Kindern richtet sich nach der “Berliner Tabelle”.
(gemäß Nr. 13.1.1 dieser Leitlinien ohne 4. Altersgruppe und Bedarfskontrollbetrag)
Berliner Tabelle, Stand 1. Juli 2003
12 – 17 [ – 20*]
Vomhundert
2. Kindergeldverrechnungstabelle ( alte Bundesländer)
Die Kindergeldverrechnungstabelle für die neuen Bundesländer.