Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=C-194/12
Timestamp: 2017-08-20 13:43:19
Document Index: 283386511

Matched Legal Cases: ['EuG', 'Art. 99', 'Art. 99', 'Art. 7', 'EuG', 'Art. 31', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

EuGH, 21.02.2013 - C-194/12 - dejure.org
Art. 99 der Verfahrensordnung - Richtlinie 2003/88/EG -Arbeitszeitgestaltung - Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub - Vom Unternehmen festgelegter Jahresurlaub, der mit einer Fehlzeit wegen Krankheit zusammenfällt - Recht auf Inanspruchnahme des Jahresurlaubs zu einer anderen Zeit - Finanzielle Vergütung für nicht in Anspruch genommenen Jahresurlaub
Art. 99 der Verfahrensordnung - Richtlinie 2003/88/EG -Arbeitszeitgestaltung - Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub - Vom Unternehmen festgelegter Jahresurlaub, der mit einer Fehlzeit wegen Krankheit zusammenfällt - Recht auf Inanspruchnahme des Jahresurlaubs zu einer anderen Zeit - Finanzielle Vergütung für nicht in Anspruch genommenen Jahresurlaub“
Ersatz des vom Arbeitnehmer wegen Krankheit nicht in Anspruch genommenen Jahresurlaubs durch eine finanzielle Vergütung; Inanspruchnahme des Jahresurlaubs nach Beendigung des Krankheitsurlaubs zu einem anderen, gegebenenfalls außerhalb des entsprechenden Bezugszeitraums liegenden Zeitpunkts als dem ursprünglich festgelegten
Vorabentscheidungsersuchen - Juzgado de lo Social de Benidorm - Auslegung von Art. 7 Abs. 1 der Richtlinie 2003/88/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. November 2003 über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung (ABl. L 299, S. 9) - Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub - Arbeitnehmer, der sich während des vom Unternehmen festgelegten Jahresurlaubs im Krankheitsurlaub befindet- Recht des Arbeitnehmers auf Inanspruchnahme des Urlaubs zu einer anderen Zeit
NZA 2013, 369
73 Beschluss vom 21. Februar 2013, Maestre Garcia (C-194/12 EU:C:2013:102, Rn. 29).
Beschluss vom 21. Februar 2013, Maestre García (C-194/12, EU:C:2013:102, Rn. 28 und die dort angeführte Rechtsprechung).
aa) Zunächst betont der Gerichtshof, dass nach seiner ständigen Rechtsprechung der Anspruch jedes Arbeitnehmers auf bezahlten Jahresurlaub als ein besonders bedeutsamer Grundsatz des Sozialrechts der Union anzusehen ist (…vgl. EuGH, Urteile vom 26. Juni 2001, BECTU, a.a.O., Rn. 43;… vom 18. März 2004 - C-342/01, ECLI:EU:C:2004:160, Merino Gómez -, Slg. 2004, I-2605, Rn. 29;… vom 16. März 2006 - C-131/04 u.a., ECLI:EU:C:2006:177, Robinson-Steele u. a. -, Slg. 2006, I-2531, Rn. 48;… vom 20. Januar 2009, Schultz-Hoff, a.a.O., Rn. 22;… vom 22. November 2011, KHS, a.a.O., Rn. 23;… vom 3. Mai 2012, Neidel, a.a.O., Rn. 28; vom 21. Februar 2013 - C-194/12, ECLI:EU:C:2013:102, Maestre Garcia -, ABl.
EU 2013, Nr. C 108 S. 11 = NZA 2013 S. 369;… vom 12. Juni 2014, Bollacke, a.a.O., Rn. 15;… vom 20. Juli 2016, Maschek, a.a.O., Rn. 25), und hebt hervor, dass dieser Anspruch auch in Art. 31 Abs. 2 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union ausdrücklich verankert ist (…EuGH, Urteile vom 22. November 2011, KHS, a.a.O., Rn. 37;… vom 3. Mai 2012, Neidel, a.a.O., Rn. 40;… vom 21. Februar 2013, Maestre Garcia, a.a.O., Rn. 17).
Zwar ist unionsrechtlich zu beachten, dass ein Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub dem Arbeitnehmer es ermöglichen soll, sich zu erholen, d. h. einen Zeitraum der Entspannung und Freizeit zu genießen (EuGH 21.02.2013, NZA 2013, 369).
Der EuGH betont stets, dass der Anspruch jedes Arbeitsnehmers auf bezahlten Jahresurlaub als ein besonders bedeutsamer Grundsatz des Sozialrechts der Gemeinschaft anzusehen ist, von dem nicht abgewichen werden darf und den die zuständigen nationalen Stellen nur in den in der Richtlinie selbst ausdrücklich gezogenen Grenzen umsetzen dürfen (…vgl. nur Urteil vom 20. Januar 2009, "Schultz-Hoff", a.a.O., Rn. 22…, Urteil vom 3. Mai 2012 - C-337/10 - "Neidel", juris Rn. 28; zuletzt Beschluss vom 21. Februar 2013 - C-194/12 - "Maestre Garcia", juris Rn. 16).