Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=11.07.2006&Aktenzeichen=3%20StR%20183/06
Timestamp: 2013-05-19 23:31:45
Document Index: 126696210

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.07.2006 - 3 StR 183/06
Rechtsprechung BGH, 11.07.2006 - 3 StR 183/06 Volltextver�ffentlichungen (6)
� 226 Abs. 1 StGB; � 22 StGB; � 23 StGB; � 354 Abs. 1a StGBSchwere K�rperverletzung (Versuch; L�hmung; dauerhafte Entstellung); Angemessenheit der Rechtsfolge (fakultative Strafmilderung beim Versuch; f�r die Strafzumessung grundlegende Weichenstellung; Rechtsfolgenentscheidung durch das Revisionsgericht).
Schwere K�rperverletzung durch erhebliche dauernde Entstellung
Entstelltsein durch Narben an den Beinen
NStZ 2006, 686
Wird zitiert von ... (2) BGH, 28.06.2007 - 3 StR 185/07 Schwere K�rperverletzung (erhebliche Entstellung).a) Da das Merkmal der erheblichen Entstellung in � 226 Abs. 1 StGB in einer Reihe mit sehr schwerwiegenden Folgen wie Siechtum, L�hmung, geistige Krankheit oder Behinderung, Verlust des Sehverm�gens auf einem Auge, eines wichtigen Gliedes u. �. steht, die f�r die Einstufung einer K�rperverletzungstat als Verbrechen ma�geblich sind, ist eine Verunstaltung des Gesamterscheinungsbildes des Verletzten erforderlich, die in ihrer Bedeutung f�r den Menschen etwa der Benachteiligung entspricht, die mit den anderen in � 226 StGB genannten Folgen verbunden sind (…Horn/Wolters in SKStGB � 226 Rdn. 12 f.; BGH StV 1992, 115; NStZ 2006, 686).Grunds�tzlich k�nnen auch verunstaltende Narben im Gesicht eines Opfers erheblich entstellend sein (BGH NJW 1967, 297; NStZ 2006, 686).
BGH, 02.05.2007 - 3 StR 126/07 Schwere K�rperverletzung (Entstellung; Narbe).F�r die Annahme einer Entstellung im Sinne des � 226 Abs. 1 Nr. 3 StGB gen�gt nicht, dass eine Narbe �berhaupt sichtbar ist; vielmehr ist erforderlich, dass durch diese die Gesamterscheinung des Verletzten in einem Ma�e verunstaltet wird, bei dem die Beeintr�chtigung in ihrem Gewicht den �brigen in � 226 StGB genannten Folgen in etwa nahe kommt (vgl. BGH NStZ 2006, 686; StV 1992, 115).