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Timestamp: 2016-10-23 08:07:13
Document Index: 298885711

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 73', 'Art. 89', 'Art. 42', 'Art. 100', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 27', 'Art. 25', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_375/2015 � � Urteil vom 1. Dezember 2015
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 2. Kammer, vom 31. M�rz 2015.
A.________ ist hauptberuflich als zugelassener Revisor und Berater im Bereich Wirtschaftspr�fung angestellt und erzielte so im Jahr 2010 ein unselbst�ndiges Erwerbseinkommen von gut Fr. 80'000.-- brutto bzw. rund Fr. 71'000.-- netto. Neben diesem Haupterwerb handelte er sp�testens ab Januar 2010 bis ca. Mitte 2012 an der B�rse mit Optionsscheinen (engl. warrants). Dabei handelt es sich um derivative Finanzinstrumente, welche dem Inhaber in der Regel das Recht verschaffen, einen Basiswert wie etwa Aktien, W�hrungen oder Rohstoffe an einem bestimmten Zeitpunkt bzw. w�hrend einer bestimmten Zeitspanne zu einem vorab fixierten Aus�bungspreis zu kaufen (sog. "Call"-Option) oder zu verkaufen (sog. "Put"-Option). Aus dem Handel mit diesen Optionsscheinen resultierte f�r A.________ im Jahr 2010 ein Verlust in H�he von Fr. 37'013.--, im Jahr 2011 ein Verlust von Fr. 41'042.-- und im ersten Halbjahr 2012 ein Verlust von Fr. 10'031.--.
In der Steuererkl�rung f�r die Periode 2010 deklarierte A.________ die erlittene Einbusse aus dem Wertschriftenhandel in H�he von Fr. 37'013.-- als Verlust aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit und zog diesen Betrag von den steuerbaren Eink�nften ab. Die Steuerkommission der Gemeinde V.________ liess den geltend gemachten Verlust indes nicht zum Abzug zu und veranlagte A.________ f�r die Kantons- und Gemeindesteuern der Periode 2010 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 58'100.--
Gegen die Veranlagungsverf�gung erhob A.________ am 21. M�rz 2012 Einsprache und verlangte im Wesentlichen die Ber�cksichtigung des Verlusts aus dem Wertschriftenhandel. Ebenso meldete A.________ den Steuerbeh�rden weitere Eink�nfte in H�he von Fr. 1'900.-- aus Buchhaltungsarbeiten in der Periode 2010 nach, welche er in der Steuererkl�rung nicht deklariert hatte. Mit Entscheid vom 16. Januar 2014 wies die Steuerkommission V.________ die Einsprache ohne Einbezug des nachgemeldeten Einkommens von Fr. 1'900.-- ab.
Hiergegen rekurrierte A.________ beim Spezialverwaltungsgericht des Kantons Aargau, Abteilung Steuern. Dieses wies den Rekurs mit Urteil vom 21. August 2014 ab und setzte das steuerbare Einkommen f�r die Kantons- und Gemeindesteuern der Periode 2010 zufolge des nachdeklarierten Einkommens in H�he von Fr. 1'900.-- neu auf Fr. 60'000.-- fest.
Eine dagegen erhobene Beschwerde von A.________ wies das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 31. M�rz 2015 ab.
Mit Eingabe vom 4. Mai 2015 beschwert sich A.________ beim Bundesgericht und stellt im Wesentlichen den Antrag, es sei das steuerbare Einkommen von Fr. 60'000.-- um den Verlust aus dem Wertschriftenhandel in H�he von Fr. 37'013.-- auf neu Fr. 22'987.-- zu reduzieren. Die Beschwerde beschr�nkt sich entsprechend dem angefochtenen Entscheid auf den Gegenstand der Kantons- und Gemeindesteuern 2010 und erfasst die direkte Bundessteuer derselben Steuerperiode nicht.
W�hrend das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau sowie die Eidgen�ssische Steuerverwaltung (ESTV) auf Vernehmlassung verzichten, schliesst das Kantonale Steueramt Aargau auf Abweisung der Beschwerde.
1.1.�Beim angefochtenen Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Entscheid �ber die direkten Steuern des Kantons resp. der Gemeinde. Dagegen steht gem�ss Art. 82 ff. BGG in Verbindung mit Art. 73 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (Steuerharmonisierungsgesetz, StHG; SR 642.14) die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht offen. Der Pflichtige ist zur Beschwerdef�hrung legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 42 Abs. 2 und Art. 100 Abs. 1 BGG) ist daher einzutreten.
1.2.�Das Bundesgericht pr�ft die Anwendung des harmonisierten kantonalen Steuerrechts durch die kantonalen Instanzen gleich wie Bundesrecht mit freier Kognition. In den Bereichen, in welchen das Steuerharmonisierungsgesetz den Kantonen einen gewissen Gestaltungsspielraum bel�sst, beschr�nkt sich die Kognition des Bundesgerichts indessen auf Willk�r und die R�gen unterliegen den erh�hten Anforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG (BGE 134 II 207 E. 2 S. 210; 130 II 202 E. 3.1 S. 205 f.; Urteil 2C_1042/2014 vom 5. Februar 2015 E. 2.2). Wiederum mit freier Kognition im Sinne von Art. 95 lit. a BGG ist schliesslich zu kl�ren, ob die kantonale L�sung, die einen harmonisierungsrechtlichen Freiraum betrifft, die Anwendung des Steuerharmonisierungsgesetzes in seiner horizontalen oder vertikalen Harmonisierungsfunktion beeintr�chtigt (Urteil 2C_1154/2013 vom 26. Juni 2015 E. 1.4 m.w.H.).
Im Streit liegt der vom Beschwerdef�hrer verlangte Abzug in H�he seiner finanziellen Einbussen aus dem Optionshandel.
2.1.�Die Abzugsf�higkeit dieser vom Beschwerdef�hrer erlittenen Verluste h�ngt davon ab, ob der von ihm ausge�bte Wertschriftenhandel als selbst�ndige Erwerbst�tigkeit oder als blosse private Verm�gensverwaltung zu qualifizieren ist: Nur im ersten Fall unterliegen allf�llige Ertr�ge der Einkommenssteuer (� 25 Abs. 1 und � 27 Abs. 1 des Steuergesetzes des Kantons Aargau vom 15. Dezember 2008 [StG/AG]; vgl. Art. 7 Abs. 1 und Art. 8 Abs. 1 StHG), womit die eingetretenen und verbuchten Verluste auf Gesch�ftsverm�gen von den gesamten steuerbaren Eink�nften abgezogen werden k�nnen (� 36 Abs. 2 lit. c i.V.m. � 34 StG/AG; Art. 10 Abs. 1 lit. c StHG).
2.2.�Unter den Begriff der selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit f�llt allgemein jede T�tigkeit, bei der ein Unternehmer auf eigenes Risiko, unter Einsatz von Arbeit und Kapital, in einer frei gew�hlten Organisation und mit der Absicht der Gewinnerzielung am Wirtschaftsverkehr teilnimmt. Eine solche T�tigkeit kann haupt- oder nebenberuflich sowie dauernd oder tempor�r ausge�bt werden. Ob eine selbst�ndige Erwerbst�tigkeit vorliegt, ist stets nach den gesamten Umst�nden des Einzelfalls zu beurteilen.
Als Indizien hierf�r gelten im Zusammenhang mit dem Wertschriftenhandel die systematische oder planm�ssige Art und Weise des Vorgehens, die H�ufigkeit der Transaktionen, die kurze Besitzdauer, der enge Zusammenhang mit der beruflichen T�tigkeit der steuerpflichtigen Person, der Einsatz spezieller Fachkenntnisse oder erheblicher fremder Mittel zur Finanzierung der Gesch�fte sowie die Verwendung der erzielten Gewinne bzw. deren Wiederanlage in gleichartige Verm�gensgegenst�nde. Jedes dieser Indizien kann zusammen mit andern, unter Umst�nden jedoch auch f�r sich alleine zur Annahme einer selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit ausreichen. Dass einzelne typische Elemente einer selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit im Einzelfall nicht erf�llt sind, kann durch andere Elemente kompensiert werden, die besonders ausgepr�gt vorliegen. Entscheidend ist, dass die T�tigkeit in ihrem gesamten Erscheinungsbild auf Erwerb ausgerichtet ist (BGE 125 II 113 E. 5e S. 122 f.; Urteile 2C_929/2014 vom 10. August 2015 E. 4.1; 2C_1048/2013 vom 25. August 2014 E. 2.3, publ. in: StR 69/2014 S. 790 ff.; 2C_868/2008 vom 23. Oktober 2009 E. 2.3 ff., publ. in: StR 65/2010 S. 207 ff. sowie StE 2010 B 23.1 Nr. 68).
Im Hinblick auf diese Indizien erwog das Bundesgericht im bereits erw�hnten Urteil 2C_868/2008 vom 23. Oktober 2009 E. 2.7, f�r die Frage, ob gewerbsm�ssiger Wertschriftenhandel vorliege, seien insbesondere die H�he des Transaktionsvolumens (d.h. der Summe aller Kaufpreise und Verkaufserl�se) sowie der Einsatz erheblicher fremder Mittel zur Finanzierung der Gesch�fte als massgebliche Kriterien zu ber�cksichtigen. Demgegen�ber h�tten die Indizien des systematischen und planm�ssigen Vorgehens sowie des Einsatzes spezieller Fachkenntnis nur noch untergeordnete Bedeutung, etwa im Sinne von "Ausschlusskriterien" (vgl. auch Urteil 2C_385/2011 vom 12. September 2011 E. 2.1 m.w.H. publ. in: StR 66/2011 S. 950 ff. sowie StE 2011 B 23.1 Nr. 72.).
3.1.�F�r den (hier nicht direkt betroffenen) Bereich der direkten Bundessteuer erliess die ESTV am 27. Juli 2012 das Kreisschreiben Nr. 36 zum gewerbsm�ssigen Wertschriftenhandel. Darin konkretisierte die ESTV die obenstehend genannten Abgrenzungselemente zwischen privater Verm�gensverwaltung einerseits und dem gewerbsm�ssigen Wertschriftenhandel andererseits. Demgem�ss gehen die Steuerbeh�rden in jedem Fall von einer privaten Verm�gensverwaltung aus, wenn die nachfolgenden f�nf Kriterien kumulativ erf�llt sind:
1. Die Haltedauer der ver�usserten Wertschriften betr�gt mindestens 6 Monate.
2. Das Transaktionsvolumen (entspricht der Summe aller Kaufpreise und Verkaufserl�se) pro Kalenderjahr betr�gt gesamthaft nicht mehr als das F�nffache des Wertschriften- und Guthabenbestands zu Beginn der Steuerperiode.
3. Das Erzielen von Kapitalgewinnen aus Wertschriftengesch�ften bildet keine Notwendigkeit, um fehlende oder wegfallende Eink�nfte zur Lebenshaltung zu ersetzen. Das ist regelm�ssig dann der Fall, wenn die realisierten Kapitalgewinne weniger als 50% des Reineinkommens in der Steuerperiode betragen.
4. Die Anlagen sind nicht fremdfinanziert oder die steuerbaren Verm�gensertr�ge aus den Wertschriften (wie z.B. Zinsen, Dividenden, usw.) sind gr�sser als die anteiligen Schuldzinsen.
5. Der Kauf und Verkauf von Derivaten (insbesondere Optionen) beschr�nkt sich auf die Absicherung von eigenen Wertschriftenpositionen.
Sind diese Kriterien nicht kumulativ erf�llt, kann gewerbsm�ssiger Wertschriftenhandel nicht ausgeschlossen werden. Die entsprechende Beurteilung erfolgt dann auf Grund s�mtlicher Umst�nde des konkreten Einzelfalls.
3.2.�Beim Kreisschreiben der ESTV handelt es sich um eine generell-abstrakte Dienstanweisung und mithin um eine Verwaltungsverordnung. Solche richten sich formell nur an die Verwaltungsbeh�rden. Beh�rden und ihr Personal sind insoweit durch die Verwaltungsverordnungen gebunden, als die verwaltungsinternen Vorschriften keinen offensichtlich verfassungs- oder gesetzwidrigen Inhalt aufweisen. Aufgrund der blossen Beh�rdenverbindlichkeit stehen Rechtsunterworfene und Gerichte regelm�ssig ausserhalb des Adressatenkreises. Ihnen gegen�ber stellen sich reine Verwaltungsverordnungen als zwar standardisierte (generell-abstrakte) jedoch rechtsunverbindliche Ansichts�usserungen der Verwaltungsbeh�rde �ber die Auslegung und Anwendung der einschl�gigen gesetzlichen Bestimmungen dar. Dennoch weicht das Bundesgericht von einer rechtm�ssigen Verwaltungsverordnung nicht ohne triftigen Grund ab, sofern die generell-abstrakte Ansichts�usserung eine dem individuell-konkreten Fall angepasste und gerecht werdende Auslegung der gesetzlichen Bestimmungen zul�sst und �berdies eine �berzeugende Konkretisierung der gesetzlichen Vorgaben enth�lt (Urteil 2C_264/2014 vom 17. August 2015 E. 2.4).
3.3.�Obschon das vorliegende Verfahren einzig die Kantons- und Gemeindesteuern betrifft, ist das genannte Kreisschreiben der ESTV mit Blick auf die vertikale Steuerharmonisierung mitzuber�cksichtigen, zumal der Rechtslage bez�glich die direkte Bundessteuer hier eine gewisse Bedeutung zukommt: Art. 16 Abs. 1 und Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) regeln die Steuerbarkeit der Eink�nfte �bereinstimmend mit � 25 Abs. 1 und � 27 Abs. 1 StG/AG. Zudem sieht Art. 27 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 25 DBG gleichlautend wie � 36 Abs. 2 lit. c i.V.m. � 34 StG/AG die Abzugsf�higkeit eingetretener und verbuchter Verluste auf Gesch�ftsverm�gen vor.
4.1.�Der Beschwerdef�hrer absolvierte von 1999 bis 2002 eine kaufm�nnische Lehre mit Berufsmaturit�t bei einer Bank. Bis Mitte 2005 arbeitete er bei seinem Lehrbetrieb weiter als Sachbearbeiter im Rechnungswesen. Danach wechselte er in die Treuhandbranche als Assistent Wirtschaftspr�fung und absolvierte den Lehrgang "Berufspr�fung f�r Treuh�nder". Im Rahmen der Pr�fungsvorbereitung setzte sich der Beschwerdef�hrer im Bereich "Finanzielles Rechnungswesen" und im Bereich "Finanzmanagement, Finanzierungsgrunds�tze und -instrumente" auch mit derivativen Finanzinstrumenten auseinander. Als Berater Wirtschaftspr�fung und zugelassener Revisor begann er anschliessend im Oktober 2010 die Ausbildung zum Master of Advanced Studies FH in Treuhand und Unternehmensberatung.
4.2.�F�r die hier massgebliche Steuerperiode 2010 nehmen die Vorinstanzen und der Beschwerdef�hrer �bereinstimmend ein Transaktionsvolumen von Fr. 620'000.-- an. Weiter ging das Verwaltungsgericht davon aus, dass der Beschwerdef�hrer ausschliesslich mit Optionen handelte, wobei er diese nicht zur Absicherung eines Aktienverm�gens sondern einzig zur Spekulation einsetzte. Dies ergebe sich auch aus den insgesamt 200 vom Beschwerdef�hrer get�tigten Transaktionen sowie aus der kurzen Haltedauer: Zumeist habe der Beschwerdef�hrer die Optionen lediglich wenige Stunden gehalten und in seinem Bestand h�tten sich selten w�hrend mehr als eines Tages zwei oder mehr Optionsscheine gleichzeitig befunden; Verkaufserl�se seien umgehend in neue Optionsscheine reinvestiert worden. Das durchschnittliche t�gliche Wertschriftenverm�gen des Beschwerdef�hrers im Jahr 2010 habe h�chstens Fr. 8'000.-- betragen.
4.3.�Weiter f�hrt das Verwaltungsgericht aus, der Beschwerdef�hrer habe f�r den Optionshandel neben seinem eigenen Geld auch fremde Mittel eingesetzt: Die GE Money Bank habe dem Beschwerdef�hrer am 1. Juni 2010 einen Barkredit in H�he von insgesamt Fr. 32'500.-- gew�hrt. Abz�glich des bereits im Jahr 2009 ausbezahlten und vom Beschwerdef�hrer bereits verwendeten Kreditanteils in H�he von Fr. 24'495.40 sei am 9. Juni 2010 ein Betrag von Fr. 8'000.-- ausbezahlt worden. Zudem habe der Beschwerdef�hrer von seinem Vater ein Darlehen resp. eine Schenkung in H�he von insgesamt Fr. 11'700.-- in mehreren Tranchen erhalten. Indessen liesse sich nicht eruieren, inwieweit diese Mittel f�r den Optionenhandel oder aber f�r die Lebenshaltungskosten verbraucht worden seien.
Das Verwaltungsgericht gelangte in seinen Erw�gungen zum Schluss, der Beschwerdef�hrer sei nicht als gewerbsm�ssiger Wertschriftenh�ndler zu betrachten:
5.1.�Bez�glich des Transaktionsvolumens von Fr. 620'000.-- sowie der Anzahl von 200 Transaktionen pro Jahr und der sehr kurzen Haltedauer f�hrte die Vorinstanz aus, dass der spekulative Optionshandel generell �usserst kurzfristig angelegt sei, weshalb aus den genannten Umst�nden im vorliegenden Fall nichts Entscheidendes abgeleitet werden k�nne; die Besitzdauer und das Umsatzvolumen seien vor allem dort aussagekr�ftig, wo mit eigentlich langfristigen Anlagen wie Aktien oder Obligationen kurzfristige, auf Erzielung von Handelsgewinnen ausgerichtete Gesch�fte get�tigt w�rden. Da sozialwissenschaftliche Untersuchungen auch zeigten, dass private Anleger zu einem gewissen Aktivismus und zu einer �berm�ssigen Umschichtung ihres Portfolios neigten, k�nne ein hohes Transaktionsvolumen auch als Indiz f�r ein unprofessionelles Anlageverhalten interpretiert werden.
5.2.�Betreffend der eingesetzten Drittmittel k�nne der bereits im Jahr 2009 aufgezehrte Kreditbetrag von Fr. 24'495.40 vorliegend nicht ber�cksichtigt werden, da der Betrag nicht im hier massgeblichen Steuerjahr 2010 verwendet worden und es �berdies unklar sei, ob die ganze Summe in den Optionshandel geflossen sei oder damit auch Lebenshaltungskosten bestritten worden seien. Die Schenkung von Fr. 11'700.-- k�nne schliesslich �berhaupt nicht als Fremdkapital betrachtet werden. Insgesamt st�nden somit Fremdmittel von lediglich Fr. 8'000.-- einem Jahreslohn aus unselbst�ndiger Erwerbst�tigkeit von mehr als Fr. 80'000.-- gegen�ber, weshalb nicht von einem Einsatz erheblicher fremder Mittel gesprochen werden k�nne.
5.3.�Ebenso st�nden die Verm�gensanlagen des Beschwerdef�hrers in keinem Zusammenhang zu seiner beruflichen T�tigkeit. Aus seinem Lebenslauf gingen keine speziellen Fachkenntnisse im Bereich Wertschriftenhandel hervor: F�r die Berufspr�fung als Treuh�nder habe er sich zwar mit derivativen Finanzinstrumenten auseinandergesetzt, doch seien lediglich Grundkenntnisse (Bereich "Finanzielles Rechnungswesen") bzw. vertiefte Kenntnisse (Bereich "Finanzmanagement, Finanzierungsgrunds�tze und -instrumente") verlangt worden, nicht jedoch dar�ber hinausgehende Fachkenntnisse; solche speziellen Fachkenntnisse wie auch eine gewisse praktische Erfahrung seien jedoch f�r einen erfolgreichen Optionshandel unabdingbar.
5.4.�Weiter f�hrte das Verwaltungsgericht aus, die teilweise erheblichen Verluste auf den einzelnen Titeln wiesen darauf hin, dass der Beschwerdef�hrer auch die im hochriskanten Optionshandel absolut notwendige dauernde �berwachung des Marktes vernachl�ssigt habe, weshalb er �berhaupt nicht �ber die f�r eine erfolgreiche Investition n�tigen Informationen verf�gen konnte. Dies sei angesichts seines Vollzeitpensums als unselbst�ndig Erwerbst�tiger auch nachvollziehbar. Da er den gesamten Optionshandel �ber sein Privatkonto abgewickelt habe, sei �berdies fraglich, wie er die �bersicht �ber die aufgelaufenen Gewinne und Verluste behalten konnte. Insgesamt sei eine nachhaltige Strategie in den Aktivit�ten des Beschwerdef�hrers nicht erkennbar; sein Handel mit Optionen sei mehr vom Prinzip Hoffnung als von professionellem Handeln geleitet gewesen.
Die obenstehenden Ausf�hrungen des Verwaltungsgerichts �berzeugen nicht:
6.1.�Gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz verf�gte der Beschwerdef�hrer zu Beginn der hier massgeblichen Steuerperiode - am 1. Januar 2010 - lediglich �ber ein Guthaben in H�he von Fr. 20.62 und w�hrend der Steuerperiode �ber ein durchschnittliches Guthaben von Fr. 8'000.--. Das Transaktionsvolumen von Fr. 620'000.-- erscheint im Vergleich dazu als �usserst erheblich, und die Anzahl von 200 Transaktionen spricht f�r eine sehr rege Handelst�tigkeit und mithin auch f�r ein systematisches Vorgehen des Beschwerdef�hrers, zumal dies im Durchschnitt nahezu einer Transaktion pro Handelstag an der B�rse entspricht. Dieser Eindruck verst�rkt sich einerseits dadurch, dass der Beschwerdef�hrer Transaktionserl�se umgehend in gleichartige Anlagen reinvestierte und andererseits aufgrund der hier sehr kurzen Haltedauer: Zwar trifft das Argument der Vorinstanz zu, dass eine sehr kurze Haltedauer im spekulativen Optionshandel nichts Ungew�hnliches ist. Jedoch kann daraus nicht geschlossen werden, dass dieser Umstand deshalb f�r die hier interessierende Abgrenzung zwischen gewerbsm�ssigem Wertschriftenhandel und privater Verm�gensverwaltung bedeutungslos w�re; vielmehr ergibt sich eben gerade aus den damit oftmals verbunden sehr kurzen Haltezeiten, dass derartige Handelsaktivit�ten stets auf Erzielung eines kurzfristigen Spekulationsgewinn ausgerichtet sind und nicht einer zumindest mittelfristigen Verm�gensverwaltung dienen, weshalb ein kurzfristiger, nicht zur Absicherung eigener Wertpapiere erfolgender Einsatz von Optionen regelm�ssig ein Indiz f�r das Vorliegen eines gewerbsm�ssigen Wertschriftenhandels darstellt (vgl. Kriterien 1 und 5 des Kreisschreibens Nr. 36 der ESTV; E. 3.1 hiervor). �berdies begibt sich das Verwaltungsgericht in einen Widerspruch, soweit es einerseits die kurze Haltedauer und das hohe Transaktionsvolumen richtigerweise als charakteristisch f�r den Optionshandel bezeichnet, andererseits aber diese Faktoren als Indiz f�r einen �berm�ssigen Aktivismus des Beschwerdef�hrers und damit f�r ein unprofessionelles Anlageverhalten wertet.
6.2.�Hinsichtlich der vom Beschwerdef�hrer mittels Kredit/Darlehen aufgenommenen Drittmittel ist zwar richtig, dass nicht ersichtlich ist, ob diese fremden Gelder direkt in den Optionshandel flossen oder zur Bestreitung der allgemeinen Lebenshaltungskosten verwendet wurden. Dies ist letztlich aber auch nicht von entscheidender Bedeutung, da sich die Drittmittel nach deren Aufnahme mit den eigenen Mitteln des Beschwerdef�hrers vermengten. Entweder wurden die aufgenommenen Gelder direkt zum Kauf der Optionen verwendet oder es wurden damit andere Kosten gedeckt, was wiederum die Eigenmittel des Beschwerdef�hrers entlastete und damit jedenfalls indirekt die Finanzierung der Wertschriftengesch�fte erm�glichte. Im Umfang, als es sich bei den Fremdmittel entweder um Gelder handelt, die in der Periode 2010 aufgenommen wurden oder um fr�her aufgenommene Darlehen, die jedoch w�hrend des Jahres 2010 noch vorhanden waren, stellt dies ein zus�tzliches gewichtiges Indiz f�r einen gewerbsm�ssig ausge�bten Wertschriftenhandel dar.
6.3.�Weiter ist festzuhalten, dass auch die Ausbildung und die unselbst�ndige T�tigkeit des Beschwerdef�hrers klar erkennbare Ber�hrungspunkte mit dem Wertschriften- bzw. Optionshandel aufweisen (Lehre und T�tigkeit bei einer Bank; immerhin vertiefte Kenntnisse derivativer Finanzinstrumente bei der Berufspr�fung als Treuh�nder), selbst wenn er nicht hauptberuflich in diesem Bereich arbeitet. Dass die entstandenen Verluste zwanglos auf eine vernachl�ssigte �berwachung des Marktes zur�ckgef�hrt werden k�nnten, ist ebenfalls nicht ersichtlich: Da die eigentliche Durchf�hrung der Transaktionen nicht zeitintensiv ist und auch die M�glichkeit existiert, die M�rkte mittels mobilen Ger�ten und entsprechenden Applikationen zu �berwachen und sich gegen�ber nachteiligen Entwicklungen abzusichern (etwa durch limitierte Kauf-/Verkaufsauftr�ge), erhellt nicht ohne Weiteres, weshalb das Vollzeitpensum als unselbst�ndig Erwerbst�tiger einem nebenberuflichen professionellen Wertschriftenhandel entgegenstehen soll. Nicht von entscheidender Bedeutung ist schliesslich, �ber welches Konto des Beschwerdef�hrers die Transaktionen abgewickelt wurden. Insgesamt ist bei dieser Sachlage jedenfalls von einer Handelsaktivit�t auszugehen, welche den Rahmen einer privaten Verm�gensverwaltung an sich klar �berschreitet.
7.1.�Wie das Verwaltungsgericht im Sinne einer Eventualbegr�ndung zutreffend ausgef�hrt hat, setzt eine selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit allerdings voraus, dass sie �berhaupt auf die Erzielung eines Erwerbseinkommens ausgerichtet ist (vgl. E. 2.2 hiervor). Dies beurteilt sich nach einem subjektiven und einem objektiven Kriterium: Zum einen muss die Absicht, Gewinn zu erzielen, gegeben sein; zum anderen muss die T�tigkeit aber auch zur nachhaltigen Gewinnerzielung geeignet sein (statt vieler: Urteile 2C_188/2015 resp. 2C_189/2015 vom 23. Oktober 2015 E. 2.2; 2C_186/2014 vom 4. September 2014 E. 2, publ. in: StR 69/2014 S. 795 ff. und ASA 83 S. 231).
7.2.�In diesem Zusammenhang ging die Vorinstanz davon aus, dass wohl die subjektive Seite der Gewinnstrebigkeit, d.h. die Absicht des Beschwerdef�hrers, Gewinne zu erzielen, stets vorhanden gewesen und auch die grunds�tzliche Eignung des Optionshandels zur Gewinnerzielung gegeben sei. Indessen erachtete das Verwaltungsgericht die konkrete Vorgehensweise des Beschwerdef�hrers im vorliegenden Fall unter Hinweis auf die von ihr aufgezeigten Umst�nde (E. 5.1 und E. 5.4 hiervor) als ungeeignet zur Gewinnerzielung, d.h. sie verneinte die objektive Gewinnstrebigkeit seines Handelns. Auch das Spezialverwaltungsgericht des Kantons Aargau (vgl. Urteil vom 21. August 2014 E. 4.1) sowie das kantonale Steueramt (vgl. Vernehmlassung vom 22. Mai 2015; act. 9) verneinten die objektive Gewinnstrebigkeit des vom Beschwerdef�hrer ausge�bten Wertschriftenhandels. Anders als das Verwaltungsgericht argumentierten diese Beh�rden insbesondere damit, dass die vom Beschwerdef�hrer in der Steuerperiode 2010 get�tigten Transaktionen Geb�hren in H�he von insgesamt Fr. 8'000.-- (entsprechend Fr. 40.-- pro einzelner Transaktion) verursacht h�tten. Zus�tzlich seien noch Schuldzinsen auf die Fremdmittel zu begleichen gewesen. Aus diesen Gr�nden h�tte der Beschwerdef�hrer eine auf Dauer unrealistisch hohe Rendite erzielen m�ssen, um trotz dieser betr�chtlichen Kosten einen Gewinn zu erwirtschaften.
7.3.�Wie bereits gezeigt (E. 6 hiervor), kann den vom Verwaltungsgericht vorgebrachten Argumenten nicht unbesehen gefolgt werden. Gleiches gilt f�r die �berlegungen des Spezialverwaltungsgerichts und des kantonalen Steueramts: Wohl sind die Transaktionskosten von gesamthaft Fr. 8'000.-- absolut betrachtet vergleichsweise hoch. Bei einem durchschnittlich eingesetzten Kapital von Fr. 16'300.-- pro Trade (vgl. E. 3.2.1 des angefochtenen Urteils) machen die Geb�hren von Fr. 80.-- (je Fr. 40.-- f�r den Kauf und den Verkauf der Papiere) indes weniger als ein halbes Prozent des einzelnen Transaktionsvolumens aus und fallen mithin nicht entscheidend ins Gewicht. Im �brigen k�nnen mit einem erfolgreichen Optionshandel aufgrund der damit verbundenen Hebelwirkung durchaus auch sehr hohe Renditen erzielt werden.
7.4.�Gleichwohl ist den Vorinstanzen im Ergebnis zuzustimmen:
7.4.1.�Bringt eine T�tigkeit auf Dauer nichts ein, ist dies in der Tat als deutliches Indiz daf�r zu werten, dass es an der subjektiven oder objektiven Gewinnstrebigkeit mangelt: Wer wirklich eine Erwerbst�tigkeit aus�bt, wird sich in der Regel nach andauernden beruflichen Misserfolgen von der Zwecklosigkeit seiner T�tigkeit �berzeugen lassen und diese aufgeben. F�hrt er sie dennoch weiter, ist anzunehmen, dass daf�r in subjektiver Hinsicht andere Motive als der Erwerbszweck massgebend sind. Dies trifft etwa dann zu, wenn eine T�tigkeit aus blosser Liebhaberei oder als Hobby betrieben wird (Urteile 2C_188/ 2015 resp. 2C_189/2015 vom 23. Oktober 2015 E. 2.2 ff. [Reinigung von Trompeten; Gewinnstrebigkeit verneint]; 2C_186/2014 vom 4. September 2014 E. 2 ff., a.a.O. [Landwirtschaftlicher Betrieb; Gewinnstrebigkeit verneint]; 2C_14/2013 bzw. 2C_15/2013 vom 30. Mai 2013 E. 4 f., publ. in: StR 68/2013 S. 646 [Weinimport; Gewinnstrebigkeit verneint]; 2C_206/2011 resp. 2C_247/2011 vom 12. April 2011 E. 4 f. [Kunstmaler; Gewinnstrebigkeit verneint]; 2C_708/2007 vom 19. Mai 2008 E. 3, publ. in: StR 63/2008 S. 889 und StE 2009 B 93.3 Nr. 10 [Antiquit�tenhandel; Gewinnstrebigkeit bejaht]; 2A.126/2007 vom 19. September 2007 E. 2.3, publ. in: StR 63/2008 S. 36 [Informatikeinzelfirma eines IV-Rentners; Gewinnstrebigkeit verneint]; 2A.46/2005 vom 31. August 2005 E. 2.2 ff., publ. in: StE 2006 B 23.1 Nr. 59 [Blumengesch�ft; Gewinnstrebigkeit bejaht]).
7.4.2.�Die hier im Streit liegenden kurzfristigen B�rsentransaktionen lassen sich nicht ohne Weiteres mit den in den erw�hnten bisherigen Urteilen thematisierten T�tigkeiten wie etwa Landwirtschaft, Weinhandel oder Kunstmalerei vergleichen: In der blossen Abwicklungshandlung bei einem B�rsengesch�ft l�sst sich nur schwerlich ein Hobby oder eine Liebhaberei erkennen; ohne die Absicht der Gewinnerzielung w�re diese T�tigkeit jedes Sinnes entleert. Aus diesem Grund ist mit den Vorinstanzen davon auszugehen, dass die�
subjektive�Gewinnstrebigkeit beim Beschwerdef�hrer unzweifelhaft vorhanden war.
7.4.3.�Anders verh�lt es sich mit der�
objektiven�Seite der Gewinnstrebigkeit: Wie aufgezeigt, erzielte der Beschwerdef�hrer in der Steuerperiode 2010 mit seinen B�rsengesch�ften einen erheblichen Verlust in H�he von Fr. 37'013.--. Auch in den darauf folgenden Perioden, welche gem�ss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ebenfalls zur Beurteilung der Gewinnstrebigkeit beigezogen werden k�nnen (statt vieler: Urteil 2A.127/2007 vom 19. September 2007 E. 2.3, a.a.O.), resultierte kein positives Ergebnis. Im Gegenteil: In der Periode 2011 schloss der Beschwerdef�hrer seine Aktivit�ten sogar mit einem noch h�heren Verlust von Fr. 41'042.-- ab. Auch im ersten Halbjahr 2012 - bis zur Einstellung der Handelst�tigkeit durch den Beschwerdef�hrer - ergab sich immerhin noch ein Verlust von Fr. 10'031.--. Somit ist unbestritten, dass in s�mtlichen Steuerperioden, w�hrend denen der Beschwerdef�hrer mit Optionen handelte, aus dieser T�tigkeit ein deutlicher Verlust resultierte. Auch wenn vorliegend einzig die erste der drei betroffenen Perioden im Streit liegt, muss aus diesem Umstand geschlossen werden, dass die Art und Weise, wie der Beschwerdef�hrer den Optionshandel praktizierte, offensichtlich zur Erzielung eines nachhaltigen Erwerbseinkommens ungeeignet war. Wenn das Verwaltungsgericht bei dieser Sachlage das Vorliegen einer selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit und infolgedessen auch die Abzugsf�higkeit der geltend gemachten Verluste aus dem B�rsenhandel verneinte, so verletzt dies weder Bundesrecht noch kann darin eine willk�rliche Anwendung des kantonalen Rechts erblickt werden.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen sind nicht geschuldet (Art. 68 Abs. 1 BGG).