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Timestamp: 2016-10-24 23:42:52
Document Index: 618218

Matched Legal Cases: ['Art. 181', 'Art. 181', 'Art. 141', 'Art. 140', 'Art. 141', 'Art. 141', 'Art. 141', 'BGE', 'Art. 141', 'Art. 178', 'Art. 179', 'Art. 180', 'Art. 178', 'Art. 180', 'Art. 178', 'Art. 181', 'Art. 181', 'Art. 178', 'Art. 163', 'Art. 177', 'Art. 181', 'Art. 303', 'Art. 181', 'Art. 303', 'Art. 7', 'Art. 35', 'Art. 181', 'Art. 181', 'Art. 181', 'Art. 141', 'Art. 158', 'Art. 177', 'Art. 181', 'Art. 303', 'Art. 141', 'Art. 141', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 140', 'Art. 42', 'Art. 3', 'Art. 29', 'Art. 32', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 148', 'Art. 147', 'Art. 147', 'Art. 448', 'Art. 140', 'Art. 9', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 100', 'Art. 42', 'Art. 43', 'Art. 29', 'Art. 66', 'Art. 64', 'e contrario', 'Art. 65']

6B_1039/2014 (24.03.2015)
6B_1039/2014 � � Urteil vom 24. M�rz 2015
�A.________ wurde am 27. Mai 1994 in einem auf dem Pannenstreifen der Autobahn A1 bei Safenwil abgestellten Personenwagen tot aufgefunden. X.________ wird vorgeworfen, seinen tamilischen Landsmann mit sechs Sch�ssen erschossen zu haben.
�Das Bezirksgericht Zofingen sprach X.________ am 25. Januar 2013 des Mordes schuldig. Es erkannte auf eine altrechtliche Zuchthausstrafe von 13 Jahren unter Anrechnung der Haft von 759 Tagen.
�Die Berufung von X.________ wies das Obergericht des Kantons Aargau am 14. August 2014 ab. Es erh�hte die Strafe in Gutheissung der Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm auf 15 Jahre Zuchthaus unter zus�tzlicher Anrechnung der Haft von 424 Tagen und des vorzeitigen Strafvollzugs von 141 Tagen.
�X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt im Wesentlichen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau sei aufzuheben, und er sei vom Vorwurf des Mordes freizusprechen. Er sei sofort aus der Haft zu entlassen und f�r den unrechtm�ssig erlittenen Freiheitsentzug zu entsch�digen. Zudem ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
�Hauptbeweismittel f�r den Tatvorwurf des Mordes sind die Aussagen des in London lebenden B.________. Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm ersuchte die Londoner Beh�rden um internationale Rechtshilfe in Strafsachen. Die Einvernahme von B.________ erfolgte am 25. Juni 2012 in London im Beisein unter anderem des zust�ndigen Staatsanwaltes und des fr�heren amtlichen Verteidigers des Beschwerdef�hrers.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer bringt vor, B.________ sei vom Obergericht des Kantons Aargau am 17. August 2000 des Raubes, der Freiheitsberaubung und der Entf�hrung zum Nachteil von A.________ (nachfolgend: Opfer) schuldig gesprochen worden. Er h�tte deshalb vor den Londoner Beh�rden als Auskunftsperson und nicht als Zeuge befragt werden sollen. Die zu Beginn der Einvernahme von B.________ abgegebene Erkl�rung gen�ge Art. 181 Abs. 2 StPO nicht, wonach Auskunftspersonen auf die m�glichen Straffolgen einer falschen Anschuldigung, einer Irref�hrung der Rechtspflege und einer Beg�nstigung hinzuweisen seien. Infolge der Verletzung von Art. 181 Abs. 2 StPO seien die Aussagen von B.________ nicht verwertbar (Beschwerde S. 6 ff.).
2.2.�Die Vorinstanz erw�gt, Gegenstand des Strafverfahrens sei eine schwere Straftat. Mit Blick auf Art. 141 Abs. 2 StPO k�nne offenbleiben, wie die Aussagen von B.________ zu qualifizieren seien und ob seine zu Beginn der Einvernahme abgegebene Erkl�rung auf eine gen�gende Rechtsbelehrung hinweise. B.________ habe gewusst, dass er die Wahrheit sagen m�sse und die Aussage verweigern k�nne. Diese Erkl�rung enthalte "grunds�tzlich die von der schweizerischen Strafprozessordnung vorgeschriebene Zeugenbelehrung". Deshalb sei die Einvernahme verwertbar (Entscheid S. 15 f.).
2.3.�Beweise, die unter Anwendung verbotener Beweiserhebungsmethoden im Sinne von Art. 140 StPO erhoben wurden, sind in keinem Fall verwertbar. Dasselbe gilt, wenn das Gesetz einen Beweis als unverwertbar bezeichnet (Art. 141 Abs. 1 StPO). Beweise, die Strafbeh�rden in strafbarer Weise oder unter Verletzung von G�ltigkeitsvorschriften erhoben haben, d�rfen nicht verwertet werden, es sei denn, ihre Verwertung sei zur Aufkl�rung schwerer Straftaten unerl�sslich (Art. 141 Abs. 2 StPO). Beweise, bei deren Erhebung Ordnungsvorschriften verletzt worden sind, sind verwertbar (Art. 141 Abs. 3 StPO). Der Gesetzgeber hat darauf verzichtet, abschliessend die Bestimmungen aufzulisten, die als G�ltigkeitsvorschriften respektive als Ordnungsvorschriften zu betrachten sind. Soweit das Gesetz eine Bestimmung nicht selber als G�ltigkeitsvorschrift bezeichnet, hat die Praxis die Unterscheidung vorzunehmen, wobei prim�r auf den Schutzzweck der Norm abzustellen ist (Botschaft zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts vom 21. Dezember 2005, BBl 2006 1183 f. Ziff. 2.4.1.1). Es ist im Einzelfall unter Ber�cksichtigung des Fairnessgebots (siehe BGE 131 I 272 E. 3.2 S. 274 ff.) zu pr�fen, ob die Verfahrensvorschrift f�r die Wahrung der gesch�tzten Interessen der betroffenen Person eine derart erhebliche Bedeutung hat, dass sie ihr Ziel nur erreichen kann, wenn bei Nichtbeachtung der Vorschrift der Beweis unverwertbar ist (Urteil 6B_56/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 3.2 mit Hinweisen auf die Botschaft, a.a.O., 1183 Ziff. 2.4.1.1; NIKLAUS SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 2. Aufl. 2013, N. 795; kritisch SABINE GLESS, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 74 ff. zu Art. 141 StPO).
�Art. 178 und Art. 179 StPO regeln, wer als Auskunftsperson einvernommen wird. Die Strafbeh�rden machen die Auskunftspersonen zu Beginn der Einvernahme auf ihre Aussagepflicht (vgl. Art. 180 Abs. 2 und Art. 178 lit. a StPO) oder ihre Aussage- oder Zeugnisverweigerungsrechte (vgl. Art. 180 Abs. 1 und Art. 178 lit. b-g StPO) aufmerksam (Art. 181 Abs. 1 StPO). Sie weisen Auskunftspersonen, die zur Aussage verpflichtet sind oder sich bereit erkl�ren auszusagen, auf die m�glichen Straffolgen einer falschen Anschuldigung, einer Irref�hrung der Rechtspflege und einer Beg�nstigung hin (Art. 181 Abs. 2 StPO).
2.4.1.�Der Beschwerdef�hrer wurde Ende 2010 in London verhaftet und am 9. Juni 2011 an die Schweiz ausgeliefert. B.________ war im Zusammenhang mit dem Vorfall vom 27. Mai 1994 in einem getrennten Verfahren (zusammen mit weiteren Tatbeteiligten) vom Obergericht des Kantons Aargau bereits am 17. August 2000 des Raubs, der Freiheitsberaubung und der Entf�hrung schuldig gesprochen worden. Er war deshalb im Verfahren gegen den Beschwerdef�hrer nur als Auskunftsperson zu befragen (Art. 178 lit. f StPO). Daran �ndert nichts, dass er selbst bereits rechtskr�ftig verurteilt worden war. Die beschuldigte Person beh�lt auch nach rechtskr�ftigem Abschluss des Verfahrens ihre Verfahrensrolle grunds�tzlich bei. Sie kann deshalb in einem sp�teren Verfahren gegen Mitbeteiligte nicht als Zeuge, sondern nur als Auskunftsperson befragt werden ( NIKLAUS OBERHOLZER, Grundz�ge des Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2012, N. 747).
2.4.2.�Der Beschwerdef�hrer bemerkt, der Zeuge m�sse aussagen, die Auskunftsperson hingegen nicht.
�Inwiefern er mit dieser Argumentation einen prozessualen Nachteil hervorheben will, zeigt er nicht auf. Dass B.________ unzul�ssigerweise auf eine (der Auskunftsperson grunds�tzlich nicht obliegende)�
Aussagepflicht�hingewiesen worden w�re, macht der Beschwerdef�hrer zu Recht nicht geltend. Vielmehr geht aus der Einvernahme von B.________ hervor, dass zu Beginn der Befragung durch die einvernehmende Person ein entsprechender Hinweis erfolgte. B.________ hielt fest, er sei dar�ber in Kenntnis gesetzt worden, dass er nicht verpflichtet sei, die Fragen zu beantworten. Ebenso wenig findet sich ein Hinweis respektive bringt der Beschwerdef�hrer vor, dass B.________ auf eine (der Auskunftsperson grunds�tzlich nicht obliegende)�
Wahrheitspflicht�aufmerksam gemacht worden w�re. Daran �ndert nichts, dass B.________ vorausschickte, seine Aussage entspreche der Wahrheit. Es muss mit Blick auf das Protokoll davon ausgegangen werden, dass B.________ solches spontan erkl�rte. Selbst wenn er aufgefordert worden w�re, die Wahrheit zu sagen, w�re ein entsprechender Appell an die Adresse der Auskunftsperson zul�ssig (vgl. Urteil 6B_336/2013 vom 14. Februar 2014). Ein Zeuge ist demgegen�ber auf seine grunds�tzliche Zeugnis- und auf die Wahrheitspflicht aufmerksam zu machen (Art. 163 Abs. 2 und Art. 177 Abs. 1 StPO). Deshalb entspricht die Einvernahme vom 25. Juni 2012, wenngleich das Protokoll den Titel "witness statement" tr�gt, den Anforderungen an die Befragung einer Auskunftsperson.
2.4.3.�Im Zusammenhang mit der Befragungsform von B.________ behauptet der Beschwerdef�hrer eine Verletzung von Art. 181 Abs. 2 StPO. Aus dem fehlenden Hinweis auf die Straffolgen von Art. 303 - 305 StGB leitet er ein Beweisverwertungsverbot ab.
�Selbst wenn in der Beschwerde ein prozessualer Nachteil nicht n�her dargelegt wird, ist die R�ge unbegr�ndet. Dabei ist vorauszuschicken, dass die Belehrung im Sinne von Art. 181 Abs. 2 StPO nur geboten ist, wenn sich die Strafbestimmungen von Art. 303 - 305 StGB als einschl�gig erweisen k�nnen. Ob dies bei einer rechtshilfeweise durchgef�hrten Befragung in England eines B�rgers aus Sri Lanka der Fall ist und eine solche in London deponierte Falschaussage unter die schweizerische Gerichtsbarkeit f�llt, braucht nicht n�her beleuchtet zu werden (vgl. Art. 7 StGB und Art. 35 Abs. 1 lit. a des Rechtshilfegesetzes [IRSG; SR 351.1]). Selbst wenn dies der Fall w�re, vermag der Beschwerdef�hrer daraus f�r seinen Standpunkt nichts abzuleiten.
�Dem Hinweis im Sinne von Art. 181 Abs. 2 StPO spricht die Literatur teilweise den Charakter einer G�ltigkeitsvorschrift, teilweise den Charakter einer Ordnungsvorschrift zu (vgl. Urteil 6B_912/2013 vom 4. November 2014 E. 1.2.3 mit zahlreichen Hinweisen; f�r G�ltigkeitsvorschrift vgl. zudem Schmid, a.a.O., N. 924, relativierend aber in Fn. 342; Camille Perrier, in: Commentaire romand, Code de proc�dure p�nale suisse, 2011, N. 5 zu Art. 181 StPO; f�r Ordnungsvorschrift vgl. zudem Moreillon/Parein-Reymond, CPP, Code de proc�dure p�nale, 2013, N. 6 zu Art. 181 StPO). Die Frage kann hier offengelassen werden. Selbst wenn von einer G�ltigkeitsvorschrift ausgegangen wird, liegt kein absolutes Beweisverwertungsverbot im Sinne von Art. 141 Abs. 1 StPO vor. Ein solches setzte voraus, dass die Schweizerische Strafprozessordnung einen Beweis als unverwertbar bezeichnet. Dies ist etwa der Fall beim unterlassenen Hinweis an den Beschuldigten, dass er die Aussage und die Mitwirkung verweigern kann und berechtigt ist, eine Verteidigung zu bestellen etc. (Art. 158 StPO), sowie beim Zeugen, der trotz Erkennbarkeit auf sein Zeugnisverweigerungsrecht nicht aufmerksam gemacht wird (Art. 177 Abs. 3 StPO). In Art. 181 Abs. 2 StPO fehlt demgegen�ber ein entsprechender Hinweis auf eine Unverwertbarkeit. Hinzu kommt, dass beim Beschuldigten und Zeugen ein Vorhalt der fraglichen Strafbestimmungen (Art. 303 - 305 StGB) fehlt. Wird eine Auskunftsperson deshalb nicht auf die m�glichen Straffolgen einer falschen Anschuldigung, einer Irref�hrung der Rechtspflege und einer Beg�nstigung hingewiesen, so sind ihre Aussagen auf jeden Fall nicht absolut unverwertbar im Sinne von Art. 141 Abs. 1 StPO.
�Dass der Beschwerdef�hrer das Opfer mit sechs Sch�ssen erschoss, st�tzt sich zur Hauptsache auf die belastenden Aussagen von B.________. Die Vorinstanz qualifiziert die Tat als Mord. Sie erw�gt zutreffend, dass unter dieser Pr�misse die Voraussetzungen von Art. 141 Abs. 2 StPO f�r eine Beweisverwertung gegeben sind (Entscheid S. 15 f.).
2.5.�Der Beschwerdef�hrer beanstandet, die Vorinstanz habe die Frage offengelassen, in welcher Funktion B.________ befragt worden sei. Dadurch sei sein Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt worden. Der Vorwurf ist unbegr�ndet. Um dem verfassungsm�ssigen Geh�rsanspruch (Art. 29 Abs. 2 BV) Gen�ge zu tun, muss das Gericht seinen Entscheid dergestalt abfassen, dass sich der Betroffene �ber seine Tragweite Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Tatsache an die h�here Instanz weiterziehen kann (s. zum Ganzen BGE 138 I 232 E. 5.1 S. 237 mit Hinweisen). Zu begr�nden ist das Ergebnis des Entscheids, das im Urteilsspruch zum Ausdruck kommt und das allein die Rechtsstellung der betroffenen Person ber�hrt. Die Begr�ndung ist also nicht an sich selbst, sondern am Rechtsspruch zu messen (Urteil 5A_463/2014 vom 8. Dezember 2014 E. 6 mit Hinweis). �ber die Tragweite des vorinstanzlichen Entscheids konnte sich der Beschwerdef�hrer Rechenschaft geben. Die angefochtenen Erw�gungen lassen hinreichend erkennen, warum die Vorinstanz auf den Personalbeweis abstellt. Was es damit auf sich hat, ist nicht eine Frage des rechtlichen Geh�rs, sondern eine solche der Rechtsanwendung.
�B.________ wurden zu Beginn seiner Einvernahme vom 25. Juni 2012 seine fr�heren Aussagen vorgelesen, welche er in Abwesenheit des Beschwerdef�hrers im Jahre 1997 als Beschuldigter vor dem Bezirksgericht Zofingen deponiert hatte (vorinstanzliche Akten pag. 662 ff., 673 ff. und 731 ff.).
3.1.�Der Beschwerdef�hrer argumentiert, ein solches Vorgehen sei "einvernahmetechnisch, ermittlungstaktisch und strafprozessual ein Fehler". Die Aussagen seien unbrauchbar. Die Realit�tskriterien und der Wahrheitsgehalt der Aussage k�nnten nicht mehr �berpr�ft werden. Seine Teilnahmerechte seien laut Vorinstanz bei der fr�heren bezirksgerichtlichen Befragung von B.________ verletzt worden. Die Vorinstanz billige ihm deshalb zu, dass die Aussagen aus dem Jahre 1997 nicht zu seinen Lasten verwertet werden d�rften. Mit der rechtshilfeweise durchgef�hrten Befragung w�rden diese unverwertbaren Aussagen unzul�ssigerweise wieder in den Prozess eingef�hrt, was "strafprozessual nicht richtig" sei. Der Vorhalt der fr�heren Aussagen sei eine verbotene Beweiserhebungsmethode im Sinne von Art. 140 StPO (Beschwerde S. 8 f.).
3.2.�Die Vorinstanz erw�gt, die kantonalen Strafverfolgungsbeh�rden h�tten ab November 1998 (und damit noch w�hrend der laufenden Verfahren gegen die Mitbeschuldigten) von der Inhaftierung des Beschwerdef�hrers in Sri Lanka gewusst. Einzig wegen des Unt�tigbleibens der Strafverfolgungsbeh�rden habe der Beschwerdef�hrer nicht mit den ihn belastenden Beteiligten konfrontiert werden k�nnen. Mit Ausnahme von B.________ sei keine Konfrontation m�glich gewesen. Die Aussagen s�mtlicher Beteiligten aus den vorg�ngigen Verfahren k�nnten zufolge Verletzung der Teilnahme- und Fragerechte nicht gegen den Beschwerdef�hrer herangezogen werden. Hingegen seien die sp�teren Aussagen von B.________ vom 25. Juni 2012 verwertbar (Entscheid S. 12 ff. und S. 17).
3.3.�Die Kritik des Beschwerdef�hrers, der das Abstellen auf die rechtshilfeweise durchgef�hrte Einvernahme von B.________ als strafprozessual nicht richtig und fehlerhaft bezeichnet, gen�gt den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Selbst wenn die Beschwerde den bundesrechtlichen Begr�ndungsanforderungen gen�gte, w�re sie abzuweisen.
3.3.1.�Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO). Dazu geh�rt insbesondere der in Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK garantierte Anspruch, Fragen an die Belastungszeugen zu stellen oder stellen zu lassen. Damit soll ausgeschlossen werden, dass ein Strafurteil auf Aussagen von Zeugen abgest�tzt wird, ohne dem Beschuldigten wenigstens einmal w�hrend des Verfahrens angemessene und hinreichende Gelegenheit zu geben, das Zeugnis in Zweifel zu ziehen und Fragen an den Zeugen zu stellen. Der Beschuldigte muss namentlich in der Lage sein, die pers�nliche Glaubw�rdigkeit des Zeugen zu pr�fen und den Beweiswert seiner Aussagen in kontradiktorischer Weise in Frage stellen zu k�nnen. Dies gilt auch betreffend die Einvernahme von Auskunftspersonen (BGE 133 I 33 E. 3.1 S. 41; 131 I 476 E. 2.2 S. 480 f.; je mit Hinweisen).
�Der Konfrontationsanspruch erf�hrt in der Praxis aber eine gewisse Relativierung. Er gilt uneingeschr�nkt nur, wenn dem streitigen Zeugnis alleinige oder ausschlaggebende Bedeutung zukommt, dieses also den einzigen oder einen wesentlichen Beweis darstellt. Unter besonderen Umst�nden kann auch auf die Konfrontation oder die Einr�umung der Gelegenheit zu erg�nzender Befragung verzichtet werden, so etwa, wenn der Zeuge berechtigterweise das Zeugnis verweigert, er trotz angemessener Nachforschungen unauffindbar bleibt oder verstorben ist (BGE 131 I 476 E. 2.2 S. 481 f. mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 6B_125/2012 vom 28. Juni 2012 E. 3.3.1 mit Hinweisen).
�Werden Beweise im Rahmen eines Rechtshilfegesuchs im Ausland erhoben, ist nach Art. 148 Abs. 1 StPO dem Teilnahmerecht der Parteien Gen�ge getan, wenn diese zuhanden der ersuchten ausl�ndischen Beh�rde Fragen formulieren k�nnen (lit. a), nach Eingang des erledigten Rechtshilfegesuchs Einsicht in das Protokoll erhalten (lit. b) und schriftliche Erg�nzungsfragen stellen k�nnen (lit. c).
3.3.2.�Die rechtshilfeweise durchgef�hrte Einvernahme von B.________ vom 25. Juni 2012 erfolgte im Beisein des fr�heren amtlichen Verteidigers des Beschwerdef�hrers. Aus den kantonalen Akten geht insbesondere hervor und Gegenteiliges macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend, dass die M�glichkeit von vorg�ngigen Fragen wie auch von Erg�nzungsfragen einger�umt wurde (vgl. dazu vorinstanzliche Akten pag. 660, 712 f., 731 f. und 739 ff.). Der Konfrontationsanspruch des Beschwerdef�hrers in Bezug auf B.________ wurde mithin in angemessener Weise gewahrt. Insbesondere hatte der Beschwerdef�hrer die M�glichkeit, die Aussagen von B.________ in Zweifel zu ziehen und dessen Glaubw�rdigkeit zu hinterfragen. Daraus folgt, dass (auch) die fr�here Einvernahme von B.________ vor dem Bezirksgericht entgegen dem Daf�rhalten der Vorinstanz (welche sich nicht auf fr�heres kantonales Prozessrecht, sondern auf Art. 147 StPO beruft) herangezogen werden kann. Besagte Einvernahme fand im Jahre 1997 und damit vor Inkrafttreten der StPO statt. Art. 147 StPO war nicht anwendbar. Gem�ss Art. 448 Abs. 2 StPO behalten Verfahrenshandlungen, die vor Inkrafttreten der StPO angeordnet oder durchgef�hrt worden sind, ihre G�ltigkeit (Urteil 6B_484/2012 vom 11. Dezember 2012 E. 1.4). Aus dem Umstand, dass B.________ seine fr�heren Aussagen als Beschuldigter vorgehalten wurden, vermag der Beschwerdef�hrer deshalb nichts f�r seinen Standpunkt abzuleiten. Wenngleich ihm beizupflichten ist, dass ein solch umfassender Vorhalt in den ersten Minuten der Einvernahme nicht unbedingt sachgerecht erscheint, ist die R�ge einer verbotenen Beweiserhebungsmethode im Sinne von Art. 140 StPO unbegr�ndet. Ebenso wenig stichhaltig ist die R�ge einer ungen�genden Entscheidmotivation (vgl. E. 2.5).
�Der Beschwerdef�hrer bezeichnet den Vorwurf, die Tat auf Geheiss von C.________ oder von D.________ ausgef�hrt zu haben, als offensichtlich unrichtig. Ebenso willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV sei die Feststellung, er habe das T�tungsdelikt detailliert geplant und sei einzig f�r dessen Ausf�hrung in die Schweiz gereist (Beschwerde S. 11 f.).
4.1.�Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. auch Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445 mit Hinweisen; vgl. zum Begriff der Willk�r BGE 139 III 334 E. 3.2.5 S. 339; 138 I 49 E. 7.1 S. 51; je mit Hinweisen).
�Die R�ge der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willk�rlichen Anwendung von kantonalem Recht und Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung) muss in der Beschwerde anhand des angefochtenen Entscheids pr�zise vorgebracht und substanziiert begr�ndet werden, anderenfalls darauf nicht eingetreten wird (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232; 138 I 225 E. 3.2 S. 228; 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 5; 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68; je mit Hinweisen).
4.2.�Die Vorinstanz stellt nicht fest, dass der Beschwerdef�hrer das T�tungsdelikt im Auftrag von C.________ oder D.________ beging. Die R�ge der willk�rlichen Beweisw�rdigung geht diesbez�glich an der Sache vorbei. Was der Beschwerdef�hrer im �brigen zum Beweisergebnis, wonach er einzig f�r die T�tung in die Schweiz gereist sei, vorbringt, vermag eine willk�rliche Beweisw�rdigung nicht darzutun. Das Bundesgericht ist keine Appellationsinstanz, die eine freie Pr�fung in rechtlicher und tats�chlicher Hinsicht vornimmt. Es reicht deshalb nicht aus, wenn der Beschwerdef�hrer argumentiert, der entsprechende Vorwurf sei eine v�llig haltlose Behauptung, die nirgends eine St�tze finde. Solche allgemein gehaltenen Einw�nde sind ungen�gend und ersch�pfen sich in einer unzul�ssigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid. Die Vorinstanz w�rdigt zur Aufenthaltsdauer insbesondere die Aussagen von B.________ sowie zweier Landsm�nner, welche den Beschwerdef�hrer in der Woche der Tat beherbergten. Gest�tzt darauf gelangt sie zur �berzeugung, dass der Beschwerdef�hrer am Montag vor der Tat von Paris her in die Schweiz einreiste und am Samstag nach der Tat wieder den Zug nach Paris bestieg. Dass der Beschwerdef�hrer deshalb einzig f�r die Liquidation des Opfers in die Schweiz fuhr, kann entgegen dem Daf�rhalten in der Beschwerdeschrift nicht als v�llig haltlos bezeichnet werden. Ebenso wenig kann der Vorwurf an die Adresse des Beschwerdef�hrers, die Tat geplant zu haben, als unhaltbar bezeichnet werden. Der Beschwerdef�hrer h�lt dem entgegen, es w�re eher anzunehmen, die T�tung sei eine spontane Tat aus einer unbekannten Situation heraus gewesen. Dieses Vorbringen zeigt lediglich eine andere theoretisch denkbare Sachverhaltsw�rdigung auf. Dass aber eine andere L�sung oder W�rdigung auch vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, gen�gt praxisgem�ss f�r die Begr�ndung von Willk�r nicht. Die Ausf�hrungen in der Beschwerde sind nicht geeignet, Willk�r darzutun, und gen�gen den Begr�ndungsanforderungen gem�ss Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Darauf ist nicht einzutreten.
4.3.�Mit einer separaten und vom Beschwerdef�hrer unterschriebenen Eingabe vom 12. Januar 2015 wird insbesondere vorgebracht, die belastenden Aussagen seien das Resultat einer Verschw�rung. Damit ist der Beschwerdef�hrer nicht zu h�ren. Die Frist zur Einreichung einer Beschwerde in Strafsachen betr�gt 30 Tage (Art. 100 Abs. 1 BGG). Rechtsschriften haben die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). Eine Erg�nzung der Beschwerdebegr�ndung innert Nachfrist ist nur auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen vorgesehen (Art. 43 BGG). Im �brigen hat das Nachreichen einer erg�nzenden Begr�ndung ausserhalb einer Replik innerhalb der Rechtsmittelfrist zu erfolgen (Urteil 2C_66/2013 vom 7. Mai 2013 E. 1.2 mit Hinweisen). Der vorinstanzliche Entscheid ging dem Beschwerdef�hrer am 24. September 2014 zu. Die erg�nzende Eingabe des Beschwerdef�hrers nach Ablauf der 30-t�gigen Rechtsmittelfrist ist versp�tet.
4.4.�Nicht durchzudringen vermag der Beschwerdef�hrer mit der erneuten R�ge einer ungen�genden Entscheidmotivation (vgl. E. 2.5). Die Vorinstanz bezeichnet die allgemeine Glaubw�rdigkeit von B.________ im Sinne einer dauerhaften pers�nlichen Eigenschaft als zweitrangig und qualifiziert dessen Aussagen als schl�ssig, nachvollziehbar und im Kerngeschehen gleichbleibend. Sie verkennt nicht, dass die beiden Logisgeber zur T�tung des Opfers keine Angaben machen konnten. Zudem schliesst sie aus, dass B.________ anl�sslich der rechtshilfeweise durchgef�hrten Befragung, in deren Zeitpunkt er die rechtskr�ftige Freiheitsstrafe bereits verb�sst hatte, ein Motiv f�r eine Falschbelastung hatte. Insgesamt gen�gt die vorinstanzliche Begr�ndung dem verfassungsm�ssigen Geh�rsanspruch (Art. 29 Abs. 2 BV). Sie erm�glicht den Prozessparteien, sich �ber die Tragweite des Entscheids ein Bild zu machen und diesen gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Ob die Vorinstanz B.________ als glaubw�rdig und dessen Aussagen als glaubhaft einsch�tzen konnte, ist nicht eine Frage des rechtlichen Geh�rs.
�Das Rechtsbegehren des Beschwerdef�hrers um sofortige Haftentlassung ist abzuweisen. Es wird in der Beschwerde mit dem verlangten Freispruch begr�ndet. Es bleibt aber beim vorinstanzlichen Schuldspruch.
�Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der Beschwerdef�hrer wird ausgangsgem�ss kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung. Das Gesuch ist abzuweisen, da die Beschwerde von vornherein aussichtslos war (Art. 64 Abs. 1 BGG e contrario). Seinen angespannten finanziellen Verh�ltnissen ist mit reduzierten Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).