Source: https://kirchenrecht-elkwue.de/document/17343
Timestamp: 2019-02-21 22:33:07
Document Index: 179338953

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 18', '§ 21', '§ 22', '§ 25', '§ 97', '§ 4', '§ 8', '§ 7', '§ 4', '§ 3', '§ 8', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 12', '§ 2', '§ 12', '§ 4', '§ 21', '§ 21', '§ 20', '§ 23', '§ 24', '§ 2', '§ 10', '§ 15', '§ 16', '§ 16']

784 2. Dienstprüfung der Religionslehrer - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
784 2. Dienstprüfung der Religionslehrer
Abschnitt 1 Zweite Kirchliche Dienstprüfung und Anerkennung des Zweiten kirchlichen Ausbildungsabschlusses für kirchliche Lehrkräfte mit einem Deputat von bis zu 24 Wochenstunden Religionsunterricht
§ 6 Prüfungsteile
§ 7 Die schriftliche Hausarbeit
§ 8 Die schulpraktische Prüfung
§ 9 Das Kolloquium
Abschnitt 2 Ergänzung der Zweiten Kirchlichen Dienstprüfung für den Bereich Religionspädagogik für Lehrkräfte mit einem Deputat von bis zu sechs Wochenstunden Religionsunterricht (Ergänzungsprüfung)
§ 18 Zweck der Prüfung
§ 21 Meldung zur Prüfung
§ 22 Zulassung zur Prüfung
§ 25 Prüfungsergebnis und Prüfungszeugnis
784. Verordnung des Oberkirchenrats über die Zweite Kirchliche Dienstprüfung und die Anerkennung des Zweiten kirchlichen Ausbildungsabschlusses der kirchlich ausgebildeten Religionslehrerinnen und Religionslehrer
(Abl. 59 S. 385)
Entsprechend der Vereinbarung zwischen dem Kultusministerium Baden-Württemberg und der Evangelischen Landeskirche in Württemberg vom 14. November 2000 über die Richtlinien für die Ausbildung und den Nachweis der Eignung und Lehrbefähigung der kirchlich ausgebildeten Religionslehrkräfte gemäß § 97 Abs. 1 und 2 des Schulgesetzes für Baden-Württemberg (Abl. 59 S. 2111#) wird über die Zweite Kirchliche Dienstprüfung für kirchlich ausgebildete Religionslehrerinnen und Religionslehrer verordnet:
Zweite Kirchliche Dienstprüfung und Anerkennung des Zweiten kirchlichen Ausbildungsabschlusses für kirchliche Lehrkräfte mit einem Deputat von bis zu 24 Wochenstunden Religionsunterricht
Die Zweite Kirchliche Dienstprüfung dient dem Nachweis, daß die Bewerberin oder der Bewerber die Befähigung zur Anstellung als kirchliche Religionslehrkraft (Religionspädagogin/Religionspädagoge) besitzt. Sie wird in der Regel einmal im Jahr abgehalten.
die zuständige Fachdozentin oder der zuständige Fachdozent der diakonisch-missionarischen Ausbildungsstätte,
( 4 ) Zur Durchführung der schulpraktischen Prüfung bildet der Oberkirchenrat Fachausschüsse, die aus einer oder einem Vorsitzenden, einer Schuldekanin oder einem Schuldekan und einer Vertreterin oder einem Vertreter der staatlichen Schulverwaltung bestehen.
( 5 ) Zur Durchführung des Kolloquiums bildet der Oberkirchenrat Fachausschüsse, die aus einer oder einem Vorsitzenden, der Fachdozentin oder dem Fachdozenten als Prüferin oder Prüfer, einer Vertreterin oder einem Vertreter der staatlichen Schulverwaltung und einer Vertreterin oder einem Vertreter der Praxis als Protokollführerin oder Protokollführer bestehen.
( 6 ) Die Fachdozentin oder den Fachdozenten nach Absatz 5 bestimmt die Leiterin oder der Leiter der diakonisch-missionarischen Ausbildungsstätte, die Schuldekanin oder den Schuldekan nach Absatz 4 bestimmt die oder der Vorsitzende des Ständigen Prüfungsausschusses.
( 7 ) Die Fachausschüsse sind beschlußfähig, wenn die oder der Ausschußvorsitzende und mindestens ein weiteres Ausschußmitglied anwesend sind. Im übrigen gilt Absatz 3 entsprechend.
( 1 ) Zur Zweiten kirchlichen Dienstprüfung kann zugelassen werden, wer
innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren nach Abschluß des Anerkennungsjahres erfolgreich an den Kursen der Aufbauausbildung (Studienkurse, Praxisberatung und Supervision) am Theologischen Seminar Bibelschule Aidlingen oder an der Evangelischen Missionsschule Unterweissach teilgenommen hat,
im Verlauf der Aufbauausbildung durchgehend einen Dienstauftrag im Umfang von mindestens zwölf Unterrichtsstunden wahrgenommen hat und
die nach § 4 Abs. 3 erforderlichen Unterlagen eingereicht hat.
( 2 ) Zur Aufbauausbildung nach Abs. 1 Nr. 1 gehören Kurse im Umfang von 90 Stunden an den Staatlichen Seminaren für schulpraktische Ausbildung, in der Regel an denen für Grund-, Haupt- oder Realschulen im Bereich Fachdidaktik Evangelische Religion.
( 3 ) Über Ausnahmen von der zeitlichen Bindung nach Absatz 1 Nr. 1 entscheidet der Oberkirchenrat.
( 1 ) Die Meldung zur Prüfung ist über die für die Bewerberin oder den Bewerber zuständige Schuldekanin oder den zuständigen Schuldekan beim Oberkirchenrat einzureichen. Die Schuldekanin oder der Schuldekan schließt der Meldung den Vorschlag nach § 8 Abs. 3 sowie eine benotete Beurteilung der Bewerberin oder des Bewerbers an, aus der sich ihr oder sein Ausbildungsstand und die ordnungsgemäße Erfüllung ihres oder seines Dienstauftrags ergibt.
( 2 ) Die Meldung zur Prüfung muß spätestens bis 1. März bei der oder dem Vorsitzenden des Ständigen Prüfungsausschusses eingehen.
das Thema der schriftlichen Hausarbeit (§ 7),
eine Bescheinigung über die Teilnahme an den Kursen der Seminare für schulpraktische Ausbildung,
eine Bescheinigung über die Teilnahme an der Supervision,
eine Bescheinigung über die Teilnahme an der Praxisberatung,
ein Arbeitsbericht in Form einer tabellarischen Übersicht, aus dem die Beschäftigungszeiten und -orte mit den jeweiligen Unterrichtsaufträgen ersichtlich sind,
die Angabe eines praxisorientierten Themas und eines biblisch-theologischen Schwerpunktthemas mit Literaturangaben für das Kolloquium.
( 1 ) Über die Zulassung zur Prüfung entscheidet die oder der Vorsitzende des Ständigen Prüfungsausschusses auf Grund der nach § 4 Abs. 1 und 3 eingereichten Unterlagen. Sie oder er kann Ausnahmen von der Voraussetzung eines durchgehenden Dienstauftrags nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 zulassen.
( 2 ) Die oder der Vorsitzende des Ständigen Prüfungsausschusses teilt der Bewerberin oder dem Bewerber die Entscheidung nach Abs. 1 und nach § 8 Abs. 3 spätestens drei Wochen vor Beginn der schulpraktischen Prüfung mit.
die schriftliche Hausarbeit (§ 7),
die schulpraktische Prüfung (§ 8),
die mündliche Prüfung (Kolloquium, § 9).
( 1 ) In der schriftlichen Hausarbeit soll die Bewerberin oder der Bewerber nachweisen, daß sie oder er ein auf die Praxis des Religionsunterrichts bezogenes Thema unter theologischen und pädagogischen Gesichtspunkten selbständig durchdenken kann.
( 2 ) Das Thema ist mit einer oder einem an der Aufbauausbildung beteiligten Dozentin oder Dozenten oder mit der zuständigen Schuldekanin oder dem zuständigen Schuldekan zu vereinbaren. Die Schuldekanin oder der Schuldekan legt es der oder dem Vorsitzenden des Ständigen Prüfungsausschusses zur Genehmigung vor.
( 3 ) Die schriftliche Hausarbeit ist bis spätestens 1. April in drei Exemplaren in maschinenschriftlicher Form bei der oder dem Vorsitzenden des Ständigen Prüfungsausschusses einzureichen. Sie ist mit der schriftlichen Erklärung zu versehen, daß die Bewerberin oder der Bewerber die Arbeit selbst verfaßt und keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel benutzt hat.
( 4 ) Die schriftliche Hausarbeit wird von zwei Korrektorinnen oder Korrektoren selbständig und unabhängig gemäß § 12 bewertet. Zu Korrektorinnen oder Korrektoren bestellt die oder der Vorsitzende des Ständigen Prüfungsausschusses in der Regel eine Dozentin oder einen Dozenten der zuständigen diakonisch-missionarischen Ausbildungsstätte und eine Schuldekanin oder einen Schuldekan.
( 5 ) Ein Exemplar der schriftlichen Hausarbeit wird mit den Beurteilungen zu den Prüfungsakten genommen, ein Exemplar erhält die Bewerberin oder der Bewerber zurück.
( 1 ) In der schulpraktischen Prüfung soll die Bewerberin oder der Bewerber nachweisen, daß sie oder er evangelischen Religionsunterricht an der Grund- und Hauptschule, der Realschule, der Sonderschule, an der Unter- und Mittelstufe des Gymnasiums sowie an beruflichen Schulen bis einschließlich des 10. Schuljahres erteilen kann.
( 2 ) Die schulpraktische Prüfung umfaßt Lehrproben in zwei Unterrichtsstunden, die die Bewerberin oder der Bewerber in zwei ihr oder ihm bekannten Klassen verschiedener Jahrgangsstufen und Schularten über zwei im Rahmen ihres oder seines Lehrauftrags liegende Themen zu halten hat.
( 3 ) Klassen- und Themenvorschlag der Prüfungslehrproben legt die Schuldekanin oder der Schuldekan rechtzeitig, spätestens vier Wochen vor den Lehrproben, der oder dem Vorsitzenden des Ständigen Prüfungsausschusses zur Genehmigung vor. Nach Rücksprache mit der oder dem Vorsitzenden des Ständigen Prüfungsausschusses vereinbart die zuständige Schuldekanin oder der zuständige Schuldekan mit den Schulleitungen den Prüfungstermin.
( 6 ) Der Verlauf und die Ergebnisse der schulpraktischen Prüfung werden in einem Protokoll festgehalten, das die anwesenden Ausschußmitglieder unterschreiben.
( 1 ) Im Kolloquium soll die Bewerberin oder der Bewerber nachweisen, daß sie oder er auf die theologischen, methodischen und didaktischen Fragen des von ihr oder ihm gewählten praxisorientierten Themas und des biblisch-theologischen Schwerpunktthemas eingehen kann. Beim praxisorientierten Thema sollen die Pflichtunterrichtseinheiten des Lehrplans der Klassenstufen berücksichtigt werden, an denen die schulpraktischen Prüfungen abgelegt wurden. Ferner soll die Bewerberin oder der Bewerber nachweisen, daß sie oder er mit der Stellung und der Aufgabe des Religionsunterrichts und der kirchlichen Religionslehrerin beziehungsweise des kirchlichen Religionslehrers an der öffentlichen Schule sowie mit Fragen des Schulrechts, die für sie oder ihn als Religionslehrerin oder Religionslehrer von Bedeutung sind, vertraut ist.
( 2 ) Das Prüfungsgespräch dauert 30 Minuten und wird vom Fachausschuß (§ 2 Abs. 5) gemäß § 12 bewertet.
( 3 ) Die Schwerpunkte des Prüfungsgesprächs und das Ergebnis der mündlichen Prüfung werden in einem Protokoll festgehalten, das die anwesenden Ausschußmitglieder unterschreiben.
( 3 ) Eine bis 1. April nicht vorliegende schriftliche Hausarbeit ist vor Beginn der schulpraktischen Prüfung nachzureichen. Ist dies nicht möglich, so sind schriftliche Hausarbeit, die schulpraktische Prüfung und das Kolloquium im Rahmen der Zweiten Kirchlichen Dienstprüfung des darauffolgenden Jahres abzulegen. Ein nachzuholendes Kolloquium muß vor der abschließenden Sitzung des laufenden Prüfungsverfahrens abgelegt werden. Ist dies nicht möglich, so ist das Kolloquium im Rahmen der Zweiten Kirchlichen Dienstprüfung des darauffolgenden Jahres abzulegen. Ein Nachholen der Lehrproben im Rahmen der schulpraktischen Prüfungsleistungen ist nicht möglich, die schulpraktische Prüfung und das Kolloquium sind dann im Rahmen der Zweiten Kirchlichen Dienstprüfung des darauffolgenden Jahres abzulegen.
( 4 ) Die Bewerberin oder der Bewerber kann bis zu Beginn der ersten Prüfungsleistung nach der Zulassung zur Prüfung von der Prüfung zurücktreten. In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht unternommen.
( 3 ) Für die schriftliche Hausarbeit ergibt sich die Endnote aus dem Notendurchschnitt der Beurteilungen durch die beiden Korrektorinnen oder Korrektoren, wobei im Mittel zwischen einer halben und einer ganzen Note auf die halbe oder ganze Note auf- oder abgerundet wird. Liegen diese Beurteilungen um 1,5 oder mehr Notenstufen auseinander, so bestimmt die oder der Vorsitzende des Ständigen Prüfungsausschusses eine Drittkorrektorin oder einen Drittkorrektor, der oder dem die Benotungen der Erstkorrektorinnen oder Erstkorrektoren nicht mitgeteilt werden. Über die Endnote entscheidet die oder der Vorsitzende des Ständigen Prüfungsausschusses im Rahmen aller Bewertungen.
( 4 ) Für die einzelnen Prüfungsleistungen der schulpraktischen Prüfung ist jeweils der Durchschnitt der Bewertungen durch die einzelnen Fachausschußmitglieder maßgebend. Die Endnote der schulpraktischen Prüfung ergibt sich aus dem auf eine Dezimale berechneten Mittelwert der Beurteilungen der beiden Prüfungslehrproben und der Anmeldenote der Schuldekanin oder des Schuldekans (§ 4 Abs. 1), wobei die Beurteilungen der Prüfungslehrproben je dreifach, die Anmeldenote zweifach zählen.
( 5 ) Für die mündliche Prüfung (Kolloquium) ist der auf eine Dezimale berechnete Durchschnitt der Bewertungen durch die einzelnen Fachausschußmitglieder maßgebend.
( 2 ) Die Gesamtnote ergibt sich aus dem auf eine Dezimale berechneten Mittelwert der Endnoten aus den drei Prüfungsteilen.
die Endnoten der schriftlichen Hausarbeit, der schulpraktischen Prüfung und der mündlichen Prüfung (Kolloquium) und die Gesamtnoten aller Bewerberinnen oder Bewerber sowie das Gesamtergebnis der Prüfung.
( 7 ) Bewerberinnen oder Bewerber, die die Prüfung bestanden haben, erhalten ein Zeugnis, das von der oder dem Vorsitzenden des Ständigen Prüfungsausschusses und von der Leiterin oder dem Leiter der zuständigen diakonisch-missionarischen Ausbildungsstätte unterzeichnet wird. Gleichzeitig spricht der Ständige Prüfungsausschuß die Anerkennung des Zweiten kirchlichen Ausbildungsabschlusses aus.
( 8 ) Bewerberinnen oder Bewerber, die die Prüfung nicht bestanden haben, erhalten von der oder dem Vorsitzenden des Ständigen Prüfungsausschusses einen schriftlichen Bescheid.
Hat eine Bewerberin oder ein Bewerber nur in einem Prüfungsteil die Endnote „nicht ausreichend“ (5) erhalten, so besteht die Möglichkeit, bei der Zweiten Kirchlichen Dienstprüfung des darauffolgenden Jahres die Prüfungsleistungen in dem mit „nicht ausreichend“ (5) bewerteten Prüfungsteil zu wiederholen. Wird bei der Wiederholung die Endnote „ausreichend“ (4) nicht erreicht, ist die gesamte Zweite Kirchliche Dienstprüfung nicht bestanden. Macht die Bewerberin oder der Bewerber von der Möglichkeit der Wiederholung keinen Gebrauch, so ist die gesamte Zweite Kirchliche Dienstprüfung nicht bestanden.
( 1 ) Erscheint das Prüfungsverfahren nicht ordnungsgemäß, so können bei der oder dem Vorsitzenden des Ständigen Prüfungsausschusses innerhalb von 48 Stunden nach Beendigung des betreffenden Prüfungsvorganges Einwendungen erhoben werden. Die oder der Vorsitzende des Ständigen Prüfungsausschusses entscheidet innerhalb weiterer 48 Stunden nach Zugang der Einwendung. Wird der Einwendung stattgegeben, so hat der Ständige Prüfungsausschuß für die Zweite Kirchliche Dienstprüfung einen zeitnahen Termin für die Wiederholung der betreffenden Prüfungsleistungen zu bestimmen. Bei einer schriftlichen Prüfung wird die Wiederholung dieser Prüfungsleistung in der Regel auf die Person der oder des Einwendenden beschränkt.
Ergänzung der Zweiten Kirchlichen Dienstprüfung für den Bereich Religionspädagogik für Lehrkräfte mit einem Deputat von bis zu sechs Wochenstunden Religionsunterricht (Ergänzungsprüfung)
Die Ergänzung der Zweiten Kirchlichen Dienstprüfung für Gemeindediakoninnen und -diakone und für Jugendreferentinnen und Jugendreferenten dient dem Nachweis, daß die Bewerberin oder der Bewerber die Befähigung zur Anstellung in einem Tätigkeitsbereich besitzt, in dem bis zu sechs Wochenstunden Religionsunterricht erteilt werden.
( 1 ) Zur Durchführung der Ergänzungsprüfung wird beim Oberkirchenrat ein Ständiger Prüfungsausschuß gebildet.
( 2 ) Dem Ständigen Prüfungsausschuß gehören an:
( 1 ) Zur Ergänzungsprüfung kann zugelassen werden, wer
innerhalb eines Zeitraumes von fünf Jahren nach Abschluß des Anerkennungsjahres erfolgreich an den erforderlichen Kursen der Aufbauausbildung (Studienkurse, Praxisberatung, Supervision) am Karlshöher Seminar Ludwigsburg als Kontaktstudium in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Reutlingen – Ludwigsburg teilgenommen hat,
eine anerkannte schriftliche Hausarbeit vorgelegt hat,
über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren mit einem Deputat von mindestens vier Wochenstunden kontinuierlich Religionsunterricht erteilt hat,
die nach § 21 Abs. 3 erforderlichen Unterlagen eingereicht hat.
( 2 ) Über Ausnahmen von der zeitlichen Bindung gemäß Absatz 1 Nr. 1 entscheidet der Oberkirchenrat.
( 1 ) Die Meldung zur Prüfung ist über die für die Bewerberin oder den Bewerber zuständige Schuldekanin oder den zuständigen Schuldekan beim Oberkirchenrat einzureichen. Die Schuldekanin oder der Schuldekan schließt der Meldung eine Beurteilung der Bewerberin oder des Bewerbers an, aus der sich ihr oder sein Ausbildungsstand und die ordnungsgemäße Erfüllung ihres oder seines Deputats ergibt.
eine Bescheinigung über die Teilnahme an religionspädagogischen Kursen im Umfang von mindestens 10 Kurstagen,
die schriftliche Hausarbeit,
eine Ablichtung des Zeugnisses der Zweiten Kirchlichen Dienstprüfung.
( 1 ) Über die Zulassung zur Prüfung entscheidet die oder der Vorsitzende des Ständigen Prüfungsausschusses auf Grund der nach § 21 Abs. 1 und 3 eingereichten Unterlagen. Sie oder er kann Ausnahmen von der Voraussetzung eines durchgehenden Deputats nach § 20 Abs. 1 Nr. 3 zulassen.
( 2 ) Die oder der Vorsitzende des Ständigen Prüfungsausschusses teilt der Bewerberin oder dem Bewerber die Entscheidung nach Abs. 1 und nach § 23 Abs. 3 spätestens drei Wochen vor Beginn der schulpraktischen Prüfung mit.
( 1 ) Die Prüfung besteht aus einer schulpraktischen Prüfung. In ihr soll die Bewerberin oder der Bewerber nachweisen, daß sie oder er evangelischen Religionsunterricht an der Grund- und Hauptschule, der Realschule, der Sonderschule, an der Unter- und Mittelstufe des Gymnasiums sowie an beruflichen Schulen einschließlich des 10. Schuljahres erteilen kann.
( 3 ) Klassen- und Themenvorschlag der Prüfungslehrproben legt die Schuldekanin oder der Schuldekan rechtzeitig, spätestens vier Wochen vor den Lehrproben, der oder dem Vorsitzenden des Ständigen Prüfungsausschusses zur Genehmigung vor. Nach Rücksprache mit der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsauschusses vereinbart die zuständige Schuldekanin oder der zuständige Schuldekan mit den Schulleitungen den Prüfungstermin.
( 4 ) Der geplante Verlauf der Unterrichtsstunden ist schriftlich darzustellen und zu begründen. Die Bewerberin oder der Bewerber sendet die Unterrichtsentwürfe der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses in vierfacher Ausfertigung eine Woche vor Beginn der schulpraktischen Prüfung zu.
( 5 ) Die Unterrichtsstunden werden nach ihrer Beendigung vom Prüfungsausschuß gemäß § 24 bewertet.
( 3 ) Für die einzelnen Prüfungsleistungen der schulpraktischen Prüfung ist jeweils der Durchschnitt der Bewertungen durch die einzelnen Prüfungsausschußmitglieder maßgebend. Die Endnote der schulpraktischen Prüfung ergibt sich aus dem auf eine Dezimale berechneten Mittelwert der Beurteilungen der beiden Prüfungslehrproben.
( 2 ) Die Gesamtnote entspricht der Endnote der schulpraktischen Prüfung.
( 4 ) Die Prüfung ist nicht bestanden, wenn als Gesamtnote nicht mindestens „bestanden“ erreicht wurde.
die anwesenden Mitglieder des Ständigen Prüfungsausschusses und
die Gesamtnoten aller Bewerberinnen und Bewerber sowie das Gesamtergebnis der Prüfung.
( 7 ) Bewerberinnen oder Bewerber, die die Prüfung bestanden haben, erhalten ein Zeugnis, das von der oder dem Vorsitzenden des Ständigen Prüfungsausschusses unterzeichnet wird.
( 1 ) Hat die Bewerberin oder der Bewerber die Prüfung nicht bestanden, so kann sie einmal, frühestens nach einem Jahr, spätestens nach zwei Jahren, wiederholt werden. Ist die Prüfung nicht bestanden, so teilt die oder der Vorsitzende des Ständigen Prüfungsausschusses der Bewerberin oder dem Bewerber schriftlich mit, zu welchem Zeitpunkt die Prüfung wiederholt werden kann.
§ 2 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 3, §§ 10, 11 Abs. 1, 2 und 4, § 15 Abs. 2 Satz 3, §§ 16 und 17 gelten entsprechend.
Abschnitt 1 dieser Verordnung ist erstmals anzuwenden auf Bewerberinnen und Bewerber, die ihre Aufbauausbildung nach dem 1. September 1998 begonnen haben.
( 1 ) Diese Verordnung tritt am 1. September 2001 in Kraft, soweit nicht in Absatz 3 etwas anderes bestimmt ist.
( 2 ) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Oberkirchenrats vom 26. November 1980 (Abl. 49 S. 238), geändert durch Verordnung vom 3. Dezember 1991 (Abl. 55 S. 79), außer Kraft. Sie ist weiter nach Maßgabe der Aufbauausbildungsordnung anzuwenden auf Bewerberinnen und Bewerber, die ihre Aufbauausbildung vor dem 1. September 1998 begonnen haben.
( 3 ) Abweichend von Absatz 1 tritt § 16 Absatz 4 am 1. Januar 2002 in Kraft.