Source: https://www.rechtslupe.de/strafrecht/wirtschaftsstrafrecht/die-unberechtigten-lastschriften-und-der-computerbetrug-397940
Timestamp: 2019-11-18 07:13:07
Document Index: 317296102

Matched Legal Cases: ['§ 263', '§ 263', '§ 263', '§ 263', '§ 263', '§ 263', 'BGH', 'BGH', '§ 263', 'BGH', 'BGH', '§ 266', 'BGH', 'BGH', '§ 263']

Die unbe­rech­tig­ten Last­schrif­ten – und der Com­pu­ter­be­trug | Rechtslupe
Die unberechtigten Lastschriften - und der Computerbetrug
Wegen der Ertei­lung der Ein­zugs­er­mäch­ti­gung geschah die Ver­wen­dung des ent­spre­chen­den Last­schrift­ver­fah­rens nicht unter Gebrauch unrich­ti­ger Daten (soge­nann­te Input­ma­ni­pu­la­ti­on, § 263a Abs. 1 Var. 2 StGB). Der Bun­des­ge­richts­hof kann des­halb offen­las­sen, ob er der Auf­fas­sung fol­gen könn­te, wonach in der Ein­ga­be einer Zif­fer zur Bestim­mung des anzu­wen­den­den Last­schrift­ver­fah­rens regel­mä­ßig eine Erklä­rung über die Tat­sa­che der Ermäch­ti­gung hier­zu lie­ge 1, oder ob es sich inso­weit ledig­lich um einen Steue­rungs­code han­delt, der als sol­cher weder rich­tig noch unrich­tig sein kann 2.
Es fehlt aber auch an der unbe­fug­ten Ver­wen­dung von Daten (§ 263a Abs. 1 Var. 4 StGB), wenn zum einen der Zah­lungs­dienst­leis­ter von der Inkasso­stel­le grund­sätz­lich zur Durch­füh­rung des Ein­zugs­er­mäch­ti­gungs­ver­fah­rens zuge­las­sen wur­de und zum ande­ren die Kun­den ihre Kon­to­da­ten frei­wil­lig preis­ge­ge­ben haben. Inso­weit besteht kein Unter­schied zu den Fall­ge­stal­tun­gen, in denen eine E- C‑Karte durch ihren Inha­ber ver­trags­wid­rig 3 oder eine vom Berech­tig­ten einem Drit­ten über­las­se­ne E- C‑Karte abspra­che­wid­rig ein­ge­setzt wird 4.
Auch die sons­ti­gen Vari­an­ten der unrich­ti­gen Gestal­tung des Pro­gramms (§ 263a Abs. 1 Var. 1 StGB), der Ver­wen­dung unvoll­stän­di­ger Daten (§ 263a Abs. 1 Var. 3 StGB) bzw. der unbe­fug­ten Ein­wir­kung auf den Ablauf (§ 263a Abs. 1 Var. 5 StGB) lie­gen beim Gebraucht des Last­schrift­ver­fah­rens bei erteil­ter Ein­zugs­er­mäch­ti­gung ersicht­lich nicht vor.
Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Juni 2015 – 3 StR 45/​15
Sport­wet­ten­be­trug – als Com­pu­ter­be­trug Der Bun­des­ge­richts­hof hat bereits eine Straf­bar­keit des Wet­ten­den wegen – ggf. voll­ende­ten – Com­pu­ter­be­trugs gemäß § 263a StGB beim "Sport­wet­ten­be­trug" in den Fäl­len des Abschlus­ses…
Bei Anruf: Ban­k­­kar­­ten-Abzo­­cke Wird dem Opfer die Bank­kar­te nebst Geheim­num­mer mit­hil­fe einer Täu­schung abge­nom­men haben, um anschlie­ßend durch Mit­tä­ter Geld an Geld­au­to­ma­ten abhe­ben zu las­sen, erfüllt dies den…
vgl. BGH, Beschluss vom 22.01.2013 – 1 StR 416/​12, BGHSt 58, 119, 126; inso­weit zustim­mend: Hegh­manns, ZJS 2013, 423, 425; Münch­Komm-StG­B/­Woh­lers/­Mühl­bau­er, 2. Aufl., § 263a Rn. 28[↩]
so Schuhr, JR 2013, 579[↩]
vgl. BGH, Beschluss vom 21.11.2001 – 2 StR 260/​01, BGHSt 47, 160, 162 ff. unter Hin­weis auf § 266b StGB[↩]
vgl. BGH, Beschluss vom 17.12 2002 – 1 StR 412/​02, BGHR StGB § 263a Anwen­dungs­be­reich 1[↩]
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