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Timestamp: 2016-10-25 21:08:44
Document Index: 327840686

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 6', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 9']

U 158/00 (27.06.2001)
A.- S.________ (geboren 1939) war seit 25. September 1997 bei der A.________ AG als Zeitungsvertr�gerin angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: SUVA) gegen die Folgen von Berufsunf�llen versichert. Am 10. Juli 1998 stolperte sie bei der Arbeit �ber eine Treppe und schlug sich das Knie am Zeitungsanh�nger an. Anl�sslich der am 13. August 1998 durchgef�hrten Arthroskopie links wurde eine Teilmeniskektomie des medialen Hinterhorns, Trimmen des lateralen Meniskus sowie ein Shaving vorgenommen (Operationsbericht des Dr. med. K.________, Chirurgische Klinik, Spital X.________, vom 18. August 1998). Mit Verf�gung vom 26. November 1998 lehnte die SUVA jegliche Leistungen ab, da die Beschwerden im linken Knie nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit eine Folge des Unfalles darstellen w�rden und auch keine unfall�hnliche K�rpersch�digung vorliege. Nachdem der Krankenversicherer von S.________, die SWICA Gesundheitsorganisation (nachfolgend: SWICA) Einsprache erhoben hatte, hielt die SUVA mit Einspracheentscheid vom 22. Juni 1999 an ihrem Standpunkt fest.
B.- Die von der SWICA hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 8. M�rz 2000 ab.
C.- Die SWICA f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und die SUVA sei zur Erbringung der gesetzlichen Leistungen zu verpflichten.
Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. S.________ und das Bundesamt f�r Sozialversicherung lassen sich nicht vernehmen.
1.- a) Die Verwaltung als verf�gende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht d�rfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen �berzeugt sind (Kummer, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zu f�llen. Die blosse M�glichkeit eines bestimmten Sachverhalts gen�gt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen m�glichen Geschehensabl�ufen als die wahrscheinlichste w�rdigen (BGE 125 V 195 Erw. 2, 121 V 47 Erw. 2a, 208 Erw. 6b mit Hinweis).
b) In zeitlicher Hinsicht sind grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgeblich, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 123 V 71 Erw. 2 mit Hinweis).
c) Als Unfall gilt die pl�tzliche, nicht beabsichtigte sch�digende Einwirkung eines ungew�hnlichen �usseren Faktors auf den menschlichen K�rper (Art. 9 Abs. 1 UVV). Die Unfallversicherer haben auch Versicherungsleistungen f�r die abschliessend aufgez�hlten unfall�hnlichen K�rpersch�digungen zu �bernehmen, sofern diese nicht eindeutig auf Erkrankung oder Degeneration zur�ckzuf�hren sind (Art. 6 Abs. 2 UVG, Art. 9 Abs. 2 lit. a-h UVV in der vorliegend anwendbaren, seit 1. Januar 1998 in Kraft stehenden Fassung). Dabei m�ssen s�mtliche Begriffsmerkmale eines Unfalls mit Ausnahme des ungew�hnlichen �usseren Faktors erf�llt sein (BGE 116 V 148 Erw. 2b; RKUV 1988 Nr. U 57 S. 372). Ein degenerativer oder pathologischer Vorzustand schliesst eine unfall�hnliche K�rpersch�digung nicht aus, sofern ein unfall�hnliches Ereignis den vorbestehenden Gesundheitsschaden verschlimmert oder manifest werden l�sst; es gen�gt somit, wenn eine sch�digende, �ussere Einwirkung wenigstens im Sinne eines Ausl�sungsfaktors zu den vor- oder �berwiegend krankhaften oder degenerativen Ursachen hinzutritt (BGE 123 V 43 mit Hinweisen). Diese Rechtsprechung gilt auch unter der Herrschaft der seit 1. Januar 1998 in Kraft stehenden Fassung von Art. 9 Abs. 2 UVV (Urteil E. vom 5. Juni 2001, U 398/00).
a) Dr. med. T.________, Facharzt f�r Chirurgie, h�lt in seiner Beurteilung vom 22. Oktober 1999 fest, dass die Versicherte am 10. Juli 1998 zuerst mit dem rechten Bein ohne zu st�rzen stolperte und dann eine nicht voll kontrollierte Bewegung mit dem linken Bein machen musste, wobei sie das linke Knie an der harten Konstruktion eines Anh�ngerwagens anschlug; ein direkter Schlag sei jedoch aus anatomischen Gr�nden nicht geeignet, den Meniskus zu verletzen. Es sei nur eine Quetschung der Weichteile erfolgt.
b) Als �usseres Ereignis, d.h. als ein ausserhalb des K�rper liegender, objektiv feststellbarer, sinnf�lliger Vorfall, kommen vorliegend Bewegungen wie etwa das Aufstehen aus der Hocke, eine Schleuderbewegung beim Fussball und andere unkoordinierte Kniebewegungen in Frage (Debrunner, Orthop�die, Orthop�dische Chirurgie, 3. Aufl., Bern 1994, S. 810 f.; vgl. auch B�hler, Die unfall�hnliche K�rpersch�digung, SZS 1996 S. 87 und RKUV 2000 Nr. U 385 S. 267, je mit Hinweisen). Ob ein Anschlagen im geschilderten Sinne eine Meniskusl�sion zu bewirken vermag, kann offen bleiben, nachdem die erw�hnte unkontrollierte Auffangbewegung geeignet ist, eine Meniskusl�sion zu verursachen.
Die erstkonsultierte �rztin, Dr. med. R.________, Fach�rztin f�r Allgemeinmedizin, h�lt fest, dass im Nachgang zum Ereignis vom 10. Juli 1998 zunehmende Schmerzen auftraten und eine Schwellung vorlag (Arztzeugnis vom 15. Oktober 1998). Sie veranlasste weitere Abkl�rungen (MRI-Untersuchung vom 3. August 1998), auf Grund welcher am 13. August 1998 eine arthroskopische Teilmeniskektomie vorgenommen wurde. Letztere ist demnach nicht auf die im Operationsbericht erw�hnte Schmerzexacerbation vom 8./9. August 1998, sondern vielmehr auf den bereits am 3. August 1998 diagnostizierten Meniskusriss (Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV) zur�ckzuf�hren. Somit ist mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das Geschehen vom 10. Juli 1998 zumindest im Sinne eines Ausl�sungsfaktors den erlittenen Meniskusriss bewirkt hat, womit ein �usseres Ereignis erstellt ist.
c) Nachdem die �brigen Tatbestandsmerkmale der unfall�hnlichen K�rpersch�digung (pl�tzliche, nicht beabsichtigte sch�digende Einwirkung auf den menschlichen K�rper) ebenfalls erf�llt sind, ist die SUVA im Grundsatz leistungspflichtig. Dass auch degenerative Ursachen vorliegen, ist dabei unbeachtlich (oben Erw. 1c).
Bern vom 8. M�rz 2000 und der Einspracheentscheid der
unfall�hnliche K�rperverletzung erlitten hat und daraus
gegen�ber der SUVA im Grundsatz leistungsberechtigt
in sachlicher, zeitlicher und masslicher Hinsicht �ber
die in Betracht fallenden Leistungsanspr�che befinde.
SWICA zur�ckerstattet.
V. Es werden keine Parteientsch�digungen zugesprochen.