Source: http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&query=KossTalNatSchGV+SH&psml=bsshoprod.psml&max=true&aiz=true
Timestamp: 2020-02-25 19:01:10
Document Index: 180394377

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 7', '§ 4', '§ 61', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 2']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein KossTalNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kossautal" vom 31. Dezember 1984 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kossautal" vom...
juris-Abkürzung: KossTalNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1985 9
Gliederungs-Nr: 791-4-66
über das Naturschutzgebiet "Kossautal"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kossautal" vom 31. Dezember 1984 01.01.2003
(1) Das Tal der Kossau zwischen Lütjenburg und dem Gut Rantzau, Kreis Plön, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Kossautal" unter Nummer 115 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 97 ha groß. Es besteht aus dem Mittellauf der Kossau mit angrenzenden Randbereichen zwischen der Überquerung der Kossau durch die Bundesstraße 430 beim Gut Rantzau im Süden und der Bundesstraße 202 östlich Lütjenburg im Norden sowie drei einzelnen Flächen zwischen der Bundesstraße 202 und dem Großen Binnensee, in der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Karte im Maßstab 1:50.000 ist das Naturschutzgebiet schwarz punktiert dargestellt.
(2) Die genauen Grenzen des Naturschutzgebietes sind in der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Die maßgebende Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde verwahrt. Sie ist Bestandteil dieser Verordnung. Weitere Ausfertigungen sind beim Landrat des Kreises Plön als unterer Landschaftspflegebehörde, bei den Amtsvorstehern der Ämter Lütjenburg-Land und Plön-Land sowie bei den Bürgermeistern der Gemeinden Hohwacht (Ostsee), Helmstorf, Klamp, Giekau, Rantzau und der Stadt Lütjenburg niedergelegt. Die Karte kann dort während der Dienststunden eingesehen werden.
Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung eines größeren Fließgewässers, das sich als eines der wenigen dieser Art in Schleswig-Holstein noch weitgehend in natürlichem Zustand befindet. Das Gebiet umfaßt ein ehemaliges Schmelzwassertal mit kleinen Seitentälern und Bachmäandern, feuchten Wiesen, Röhricht- und Bruchwaldbereichen. Es ist Lebensraum einer zahl- und artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. In dem Naturschutzgebiet ist die Natur in ihrer Ganzheit zu erhalten und soweit es zur Erhaltung bestimmter, bedrohter Pflanzen und Tierarten erforderlich ist, zu entwickeln und wieder herzustellen.
(1) In dem Naturschutzgebiet sind alle Handlungen, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Naturschutzgebietes oder seiner Bestandteile oder zu einer nachhaltigen Störung führen können, verboten insbesondere ist es verboten:
sonstige bauliche Anlagen zu errichten, auch wenn sie keiner Genehmigung nach der Landesbauordung bedürfen, oder sonstige Eingriffe im Sinne des § 7 des Landschaftspflegegesetzes vorzunehmen,
die Beschaffenheit der Gewässer durch das Einbringen von Stoffen zu beeinträchtigen, die den chemischen und physikalischen Zustand verändern oder verändern können,
Modellflugkörper fliegen und Schiffsmodelle fahren zulassen,
die ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes auf den beim Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland (in der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1:5.000 schraffiert dargestellt) und als Wald genutzten Flächen in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang,
die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei und die Bewirtschaftung der rechtmäßig angelegten Fischteiche,
das Betreten und Befahren der gekennzeichneten Wege mit dem Fahrrad oder mit dem Krankenfahrstuhl.
(1) Die untere Landschaftspflegebehörde kann im Einzelfall von den Verboten des § 4 Abs. 1 Nr. 9, 10, 12 und 14 in Verbindung mit § 61 Abs. 1 des Landschaftspflegegesetzes weitere Ausnahmen zulassen, die nicht zu einer nachhaltigen Störung führen und auch sonst den Schutzzweck nicht beeinträchtigen können.
§ 4 Abs. 1 Nr. 6 die Beschaffenheit der Gewässer durch das Einbringen von Stoffen zu beeinträchtigen, die den chemischen und physikalischen Zustand verändern oder verändern können,
§ 4 Abs. 1 Nr. 7 Erstaufforstungen vornimmt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 9 Pflanzen, Pflanzenteile oder sonstige Bestandteile des Naturschutzgebietes entnimmt oder Pflanzen gebietsfremder Arten einbringt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 10 wildlebenden Tieren nachstellt, sie durch Lärm oder mutwillig anderweitig beunruhigt, sie fängt, verletzt oder tötet oder Tiere gebietsfremder Arten aussetzt oder ansiedelt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 11 Modellflugkörper fliegen und Schiffsmodelle fahren läßt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 12 die Gewässer mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt,
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Kreisverordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Bereich des Kossautales im Kreise Plön vom 28. März 1969 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. 1970 S. 277), geändert durch Verordnung vom 29. Mai 1979 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 381), außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft.