Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=12%20C%2010.1063
Timestamp: 2020-01-17 19:01:58
Document Index: 365074567

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 9', '§ 9', '§ 1626', '§ 1773', '§ 42', '§ 1', '§ 1629', '§ 1', '§ 1626', '§ 1773', '§ 42']

VGH Bayern, 06.07.2010 - 12 C 10.1063 - dejure.org
VGH Bayern, 06.07.2010 - 12 C 10.1063
https://dejure.org/2010,42012
VGH Bayern, 06.07.2010 - 12 C 10.1063 (https://dejure.org/2010,42012)
VGH Bayern, Entscheidung vom 06.07.2010 - 12 C 10.1063 (https://dejure.org/2010,42012)
VGH Bayern, Entscheidung vom 06. Juli 2010 - 12 C 10.1063 (https://dejure.org/2010,42012)
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Unterhaltsvorschussrecht- Beschwerde gegen Versagung von Prozesskostenhilfe- Leistungsberechtigung nach § 1 Abs. 1 UVG- Antragsberechtigung nach § 9 Abs. 1 UVG- Klagebefugnis- Â
Der Senat schließt sich unter Aufgabe seiner bisherigen Rechtsprechung (B.v. 30.7.2007, 12 C 07.673; B.v. 6.7.2010, 12 C 10.1063, ) der Rechtsauffassung des OVG Nordrhein-Westfalen (…U.v. 23.9.1999, 16 A 461/99 - , Rn. 7 ff. m.w.N.) und des Sächsischen OVG (…U.v. 16.3.2011, 5 D 181/10 - , Rn. 8) an, wonach die Vorschrift des § 9 Abs. 1 UVG die Berechtigung des alleinerziehenden Elternteils begründet, den Anspruch des Kindes auf Unterhaltsvorschussleistungen im eigenen Namen geltend zu machen.
Das erkennende Verwaltungsgericht stellt damit nicht in Abrede, dass auch das allein materiell-rechtlich anspruchsberechtigte Kind selbst, sofern es insoweit ordnungsgemäß nach §§ 1626, 1629 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1 BGB von beiden Elternteilen bzw. Sorgerechtsinhaber gemeinsam im gerichtlichen Verfahren gesetzlich vertreten würde, im Übrigen sofern es in sonstiger Weise ordnungsgemäß im gerichtlichen Verfahren gesetzlich vertreten würde, insbesondere nach §§ 1773 ff. BGB, selbst klagebefugt i.S. des § 42 Abs. 2 VwGO wäre (vgl. etwa BayVGH, B.v. 30.07.2007, Az.: 12 C 07/673, juris, und B.v. 06.07.2010, Az.: 12 C 10.1063, juris).
Hierbei wird nicht in Abrede gestellt, dass, schon im Hinblick auf die Definition der Anspruchsvoraussetzungen nach § 1 Abs. 1 Satz 1 UVG, auch dem unterhaltsberechtigten Kind selbst (gesetzlich vertreten gemäß § 1629 BGB) ein eigenes Klagerecht zustehen kann (vgl. etwa BayVGH, B.v. 30.07.2007, Az. 12 C 07/673, juris, RdNr. 3, und B.v. 06.07.2010, Az. 12 C 10.1063, juris, RdNr. 6).
Zweifel bestehen jedoch hinsichtlich der Klagebefugnis der Klägerin, da allein deren Sohn leistungsberechtigt ist und deshalb vom Elternteil allenfalls Leistungen an das Kind erstritten werden können (vgl. § 1 Abs. 1 UVG; BayVGH, B.v. 6.7.2010 - 12 C 10.1063 - juris).
- 12 C 10.1063 -, juris, hätte die Klage ebenfalls keinen Erfolg gehabt.
Das erkennende Verwaltungsgericht stellt damit nicht in Abrede, dass auch das materiell-rechtlich anspruchsberechtigte Kind selbst, sofern es insoweit ordnungsgemäß nach §§ 1626, 1629 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1 BGB von beiden Elternteilen bzw. Sorgerechtsinhabern gemeinsam im gerichtlichen Verfahren gesetzlich vertreten würde, im Übrigen sofern es in sonstiger Weise ordnungsgemäß im gerichtlichen Verfahren gesetzlich vertreten würde, insbesondere nach §§ 1773 ff. BGB, selbst klagebefugt i.S.d. § 42 Abs. 2 VwGO wäre (vgl. etwa BayVGH, B.v. 30.07.2007, Az.: 12 C 07/673, juris, und B.v. 06.07.2010, Az.: 12 C 10.1063, juris).