Source: https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/425747/
Timestamp: 2020-08-04 20:23:27
Document Index: 159674004

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 9', '§ 11', '§ 38', '§ 45', '§ 24', '§ 36', '§ 36', '§ 24']

Finanzgericht Düsseldorf, Urteil v. 02.11.2011 - 4 K 2263/11 Erb - NWB Urteile
Dokument Finanzgericht Düsseldorf, Urteil v. 02.11.2011 - 4 K 2263/11 Erb
Finanzgericht Düsseldorf Urteil v. 02.11.2011 - 4 K 2263/11 Erb
Gesetze: ErbStG § 1 Abs. 1 Nr. 1, ErbStG § 3 Abs. 1 Nr. 1, ErbStG § 10 Abs. 1 Satz 1, ErbStG § 10 Abs. 1 Satz 2, ErbStG § 10 Abs. 5 Nr. 1, ErbStG § 9 Abs. 1 Nr. 1, ErbStG § 11, AO § 38, AO § 45 Abs. 1 Satz 1, EStG § 24 Nr. 2, EStG § 36 Abs. 1
Einkommensteuer als Nachlassverbindlichkeit – Rechtliche Entstehung bis zum Todestag
Die auf den Erben übergegangenen, vom Erblasser herrührenden persönlichen Einkommensteuerschulden, die aufgrund der Verwirklichung des Steuertatbestands durch den Erblasser selbst an seinem Todestag rechtlich bestehen, sind als Nachlassverbindlichkeiten abzuziehen.
Dass nach § 36 Abs. 1 EStG die Einkommensteuer erst mit Ablauf des Veranlagungszeitraums entsteht, ist in erbschaftsteuerrechtlicher Hinsicht ohne Bedeutung.
Dagegen kann die auf den Abfindungsanspruch, der dem Erben aufgrund des todesfallbedingten Ausscheidens des Erblassers aus einer KG zusteht, entfallende Ertragsteuer nicht bereicherungsmindernd berücksichtigt werden, da sie nach § 24 Nr. 2 EStG in der Person des Rechtsnachfolgers entsteht.
LAAAD-99330