Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Hessen&Datum=13.01.1992&Aktenzeichen=12%20UE%20161/87
Timestamp: 2019-12-07 12:16:34
Document Index: 248056816

Matched Legal Cases: ['§ 7', 'Art. 3', '§ 51', 'Art. 16', '§ 51', 'Art. 16', '§ 51']

VGH Hessen, 13.01.1992 - 12 UE 161/87 - dejure.org
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VGH Hessen, 13.01.1992 - 12 UE 161/87 (https://dejure.org/1992,1966)
VGH Hessen, Entscheidung vom 13.01.1992 - 12 UE 161/87 (https://dejure.org/1992,1966)
VGH Hessen, Entscheidung vom 13. Januar 1992 - 12 UE 161/87 (https://dejure.org/1992,1966)
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VG Wiesbaden, 28.10.1986 - IX/2 E 6115/82
Nach den Feststellungen des Senats war die kurdische Bevölkerungsgruppe in der Türkei in der Zeit bis zur Ausreise des Klägers allgemein dem türkischen Staat zuzurechnenden politischen Repressalien nicht ausgesetzt (vgl. Hess. VGH, 07.08.1986 - X OE 189/82 -, 06.11.1986 - X OE 444/82 -, 02.05.1988 - 12 OE 503/82 -, 18.09.1989 - 12 UE 2700/84 -, 13.08.1990 - 12 UE 2313/85 -, 25.02.1991 - 12 UE 2106/87 -, 19.06.1991 - 12 UE 2596/84 -, 13.01.1992 - 12 UE 161/87 -, 30.03.1992 - 12 UE 1631/86 - ferner die Nachweise über die Entscheidungspraxis des Bundesamts und der Verwaltungsgerichtsbarkeit bei Bollermann, ZAR 1986, 129, 134 f., Fn. 77 und 78).
Insofern unterscheidet sich der Fall von den den Entscheidungen des Senats vom 13. Januar 1992 (12 UE 161/87) oder 30. März 1992 (12 UE 1631/86) zugrundeliegenden Sachverhalten.
VGH Hessen, 06.02.1992 - 12 TE 2683/91
Streitwert bei Asylverbundklagen - Beschwerdebefugnis der Bundesrepublik; keine …
Daher bleibt vorliegend außer Betracht, daß das Verwaltungsgericht den ausländerrechtlichen Verfahrensteil abweichend von der ständigen Rechtsprechung des Senats (vgl. zuletzt Hess. VGH, B. v. 13.01.1992 - 12 UE 161/87 -) mit 6.000,-- DM pro Kläger und nicht mit 1.000,-- DM pro Kläger bewertet hat.
Dieser Auffangstreitwert ist im übrigen auch dann zugrunde zu legen, wenn - wie nach der ständigen Rechtsprechung des Senats (vgl. etwa U. v. 13.01.1992 - 12 UE 161/87 -) - entsprechend der zwingenden gesetzlichen Begriffsbestimmung des Asylantrages in § 7 Abs. 1 AsylVfG in der Fassung des Gesetzes zur Neuregelung des Ausländerrechts vom 9. Juli 1990 (Art. 3 Nr. 2 a, BGBl. I S. 1354) davon auszugehen ist, daß in noch nicht abgeschlossenen Verfahren auch um die Verpflichtung der Beklagten zu 1) zur Feststellung der gesetzlichen Voraussetzungen des § 51 Abs. 1 AuslG gestritten wird.
Auch dies rechtfertigt nämlich keine über den Auffangstreitwert hinausgehende Streitwertfestsetzung für den asylrechtlichen Verfahrensteil, weil für den Asylkläger das Interesse auf Anerkennung als Asylberechtigter gemäß Art. 16 Abs. 2 Satz 2 GG im Vordergrund steht, während die Feststellung der Voraussetzungen des § 51 Abs. 1 AuslG von ihrer Bedeutung her als ein Weniger hinter dieses Interesse zurücktritt (vgl. Hess. VGH, B. v. 13.01.1992 - 12 UE 161/87 -, im Anschluß an 17.09.1991 - 13 TE 1710/89 - mit ausführlicher Begründung).
Allerdings hat der Senat bereits wiederholt entschieden, daß sich das Begehren des Asylklägers, neben der Asylanerkennung gemäß Art. 16 Abs. 2 Satz 2 GG im Verwaltungsstreitverfahren auch die Verpflichtung des Bundesamtes für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge zur Feststellung der gesetzlichen Voraussetzungen des § 51 Abs. 1 AuslG zu erlangen, gegenüber dem hauptsächlich verfolgten Anerkennungsanspruch nicht streitwerterhöhend auswirke, so daß für die - beide Komponenten enthaltende - Asylverpflichtungsklage (nur) ein Streitwert in Höhe des Auffangstreitwertes von 6.000,--DM zugrundezulegen ist (vgl. z.B. Beschlüsse des Senats vom 17. September 1991 - 13 TE 1710/91 -, Beschluß vom 25. Oktober 1991 - 13 UE 1791/85 - und vom 15. Mai 1992 - 13 TE 893/92 - vgl. auch Hess. VGH, Beschluß vom 13. Januar 1992 - 12 UE 161/87 -).