Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=31.10.2002&Aktenzeichen=I%20ZR%20132/00
Timestamp: 2019-06-19 20:16:02
Document Index: 97302584

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 1', '§ 4', 'BGH', '§ 1', '§ 312', 'BGH', '§ 7', '§ 1', 'BGH', '§ 355', '§ 355', 'BGH', 'BGH']

BGH, 31.10.2002 - I ZR 132/00 - dejure.org
https://dejure.org/2002,1089
BGH, 31.10.2002 - I ZR 132/00 (https://dejure.org/2002,1089)
BGH, Entscheidung vom 31.10.2002 - I ZR 132/00 (https://dejure.org/2002,1089)
BGH, Entscheidung vom 31. Januar 2002 - I ZR 132/00 (https://dejure.org/2002,1089)
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Zum Zeitpunkt der Beurteilung der Gestaltung einer Widerrufsbelehrung (Widerrufsbelehrung IV)
Zur Frage der Ausgestaltung einer Widerrufsbelehrung
Widerrufsbelehrung - deutliche Gestaltung - Zeitpunkt
Zur Frage, ob eine Widerrufsbelehrung deutlich gestaltet ist
Verbraucherschutz - Form der Widerrufsbelehrung
Deutliche Gestaltung der Widerrufsbelehrung; Relevanz der veränderten Rechtslage für eine Unterlassungsklage
NJW-RR 2003, 1481
MDR 2003, 404
GRUR 2003, 252
WM 2003, 204
WM 2003, 205
BB 2003, 227
Der Kläger ist gemäß § 13 Abs. 2 Nr. 3 UWG (in der seit dem 1. Juli 2000 geltenden Fassung) für den geltend gemachten Anspruch aus § 1 UWG klagebefugt, da er in die Liste qualifizierter Einrichtungen nach § 4 UKlaG eingetragen ist (vgl. auch BGH, Urt. v. 31.10.2002 - I ZR 132/00, GRUR 2003, 252, 253 = WRP 2003, 266 - Widerrufsbelehrung IV).
Außer an fehlerhafte formularmäßige Belehrungen etwa über Widerrufsrechte (vgl. zu § 1 UWG a.F. und §§ 312 Abs. 1, Abs. 2, 355 Abs. 2 S. 2 BGB: BGH, WRP 2003, 266 = GRUR 2003, 252 - Widerrufsbelehrung IV) ist hier insbesondere an unangemessene Formularklauseln zu denken, die eine Einwilligung des Verbrauchers mit telefonischer Werbung im Sinne von § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG begründen sollen und sich damit unmittelbar auf ein Wettbewerbsverhalten des Verwenders oder seiner Beauftragten beziehen (vgl. zu § 1 UWG a.F.: BGH, WRP 2000, 722 = GRUR 2000, 818 = NJW 2000, 2677 - Telefonwerbung VI).
Entgegen der Auffassung der Beklagten bedarf es auch keiner Unterschrift des Verbrauchers unterhalb der Widerrufsbelehrung, die nach § 355 Abs. 2 S. 2 BGB a. F. Wirksamkeitsvoraussetzung der Belehrung war, nach der Neufassung des § 355 Abs. 2 BGB hingegen nicht mehr (vgl. BGH WM 2003, 204).
Die Frage, ob die Zumutbarkeit gegeben ist, richtet sich nach den tatsächlichen Verhältnissen (vgl. BGH NJW 2003, 1246-1248 [=WM 2003, 204]).