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Timestamp: 2016-10-28 21:53:33
Document Index: 116473290

Matched Legal Cases: ['Art. 20', 'Art. 23', 'Art. 27', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 49', 'Art. 50', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 31', 'Art. 32', 'Art. 33', 'Art. 82', 'Art. 83', 'Art. 86', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'Art. 89', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 49', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 94', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 32', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 31', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 32', 'Art. 1', 'Art. 32', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 32', 'Art. 24', 'Art. 30', 'Art. 1', 'Art. 32', 'Art. 31', 'Art. 32', 'Art. 31', 'Art. 32', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'e contrario', 'Art. 2', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 22', 'Art. 31', 'Art. 3', 'Art. 32', 'Art. 14', 'Art. 31', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 65']

2C_80/2014 � � Urteil vom 28. Januar 2015
Eidgen�ssisches Departement f�r Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF),
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanw�lte Dr. Patrick Sommer und MLaw Amr Abdelaziz,
Sanktionsverf�gung: Hors-Liste Medikamente (Publikumspreisempfehlungen betreffend Cialis,
�Die Pharmaunternehmen Eli Lilly (Suisse) SA (Eli Lilly), Bayer (Schweiz) AG (Bayer) und Pfizer AG (Pfizer) vertreiben unter anderem ihre vom Mutterkonzern hergestellten Medikamente gegen erektile Dysfunktion, Cialis (Eli Lilly), Levitra (Bayer) und Viagra (Pfizer); diese sind (nach entsprechender Stimulation) erektionsf�rdernd. Die genannten Arzneimittel sind verschreibungspflichtig (Verkaufskategorie B; zu den Stofflisten und Kategorien vgl. Art. 20 i.V.m. Art. 23-27 der Arzneimittelverordnung vom 17. Oktober 2001 [VAM, SR 812.212.21]), aber nicht auf der krankenversicherungsrechtlichen Spezialit�tenliste aufgef�hrt und damit nicht kassenpflichtig (sog. Hors-Liste Medikamente).
�Am 10. Mai 2005 er�ffnete das Sekretariat der Wettbewerbskommission (Sekretariat) eine Vorabkl�rung, da Eli Lilly, Bayer und Pfizer zu Cialis, Levitra und Viagra unverbindliche Publikumspreisempfehlungen an Grossisten und Verkaufsstellen abgaben bzw. �ber eine Datenbankbetreiberin an diese weiterleiten liessen. Am 26. Juni 2006 hat das Sekretariat gest�tzt auf Art. 27 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 �ber Kartelle und andere Wettbewerbsbeschr�nkungen (Kartellgesetz, KG; SR 251) eine Untersuchung gegen "die Pfizer AG, die Eli Lilly SA, die Bayer AG, die Grossistinnen Galexis AG, Voigt AG, Unione Farmaceutica Distribuzione SA, Amedis-UE AG, die Apothekerinnen und Apotheker, die selbstdispensierenden �rztinnen und �rzte und die e-mediat AG" (vgl. BBl 2006 9123) er�ffnet. Am 2. November 2009 hat die Wettbewerbskommission (WEKO) eine Sanktion (vgl. RPW 2010/4, S. 649 ff., 700 f.) mit folgendem Dispositiv verf�gt:
"1. Es wird festgestellt, dass das Ver�ffentlichen und das Befolgen von Publikumspreisempfehlungen f�r Cialis, Levitra und Viagra in der bisherigen Form und im bisherigen Umfang eine unzul�ssige Wettbewerbsabrede im Sinne von Art. 5 Abs. 1 i.V.m. Art. 5 Abs. 4 KG darstellt.
2. Den Herstellern Pfizer, Eli Lilly und Bayer wird verboten, die Publikumspreisempfehlungen f�r Cialis, Levitra und Viagra weiterhin zu ver�ffentlichen.
3. Die Grossisten Galexis, Unione Farmaceutica Distribuzione, Voigt und Amedis-UE und e-mediat d�rfen bez�glich dieser Publikumspreisempfehlungen keine Gehilfenhandlungen (z.B. Weiterleiten, Aufbereiten, Publizieren von Preisempfehlungen etc.) mehr vornehmen.
4. Die Hersteller Pfizer, Bayer und Eli Lilly werden f�r das unter Ziff. 1 dieses Dispositivs genannte Verhalten f�r den Zeitraum vom 1. April 2004 bis 31. Dezember 2008 gest�tzt auf Art. 49a Abs. 1 KG mit folgenden Betr�gen belastet: [...]
5. Im �brigen wird die Untersuchung eingestellt.
6. Zuwiderhandlungen gegen diese Verf�gung k�nnen mit Sanktionen gem�ss Art. 50 bzw. 54 KG belegt werden.
9. [Er�ffnung].
10. [Er�ffnung durch amtliche Publikation]."
�Die Sanktionsverf�gung hat Bayer am 18. Januar 2010 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten. Dieses hat am 3. Dezember 2013 folgenden Entscheid gef�llt:
"1.�
1.1. Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, teilweise gutgeheissen. Die Ziffern 1, 2, 4 und 7 des Dispositivs der angefochtenen Verf�gung werden, soweit sie sich auf die Beschwerdef�hrerin beziehen, aufgehoben.
2. Der Beschwerdef�hrerin werden (erm�ssigte) Verfahrenskosten von Fr. 1'400.- auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 14'000.- verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 12'600.- wird der Beschwerdef�hrerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zur�ckerstattet.
3. Der Beschwerdef�hrerin wird zulasten der Vorinstanz eine reduzierte Parteientsch�digung von Fr. 60'000.- (inkl. MWST) zugesprochen.
�Begr�ndet wurde die Gutheissung damit, dass vorbehaltene Vorschriften i.S.v. Art. 3 Abs. 1 KG existieren w�rden, weshalb das KG nicht zur Anwendung k�me. Der Antrag auf Zusprechung einer Parteientsch�digung f�r das Verfahren vor der WEKO wurde mangels gesetzlicher Grundlage abgewiesen.
�Am 24. Januar 2014 hat das Eidgen�ssische Departement f�r Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben und u.a. beantragt, die Dispositiv-Ziffern 1, 2 und 3 des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. Dezember 2013 (B-362/2010) aufzuheben und die materiell-rechtlichen Bestimmungen des Kartellgesetzes f�r anwendbar zu erkl�ren sowie die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Das WBF vertritt die Auffassung, dass keine vorbehaltenen Vorschriften i.S.v. Art. 3 Abs. 1 KG vorhanden seien.
�Die Beschwerdegegnerin beantragt die Abweisung der Beschwerde. Die Vorinstanz, die WEKO und das Eidgen�ssische Departement des Innern (EDI) verzichten sowohl auf eine Vernehmlassung als auch auf einen Antrag.
1.1.��ffentlich-rechtliche Endentscheide der WEKO k�nnen beim Bundesverwaltungsgericht und hernach mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht angefochten werden (Art. 31, Art. 32 i.V.m. Art. 33 lit. f VGG bzw. Art. 82, Art. 83 i.V.m. Art. 86 Abs. 1 lit. a und Art. 90 BGG; vgl. BGE 135 II 60 E. 1 S. 62; Urteil 2C_484/2010 vom 29. Juni 2012 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 139 I 72).
�Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung steht dem WBF, dem Beschwerdef�hrer, gest�tzt auf Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG das Beschwerderecht zu (BGE 127 II 32 E. 1b S. 35 f.; a.A. - rein teleologisch argumentierend - z.B. Peter H�nni/Andreas St�ckli, Schweizerisches Wirtschaftsverwaltungsrecht, 2013, Rz. 478 m.w.H.).
1.2.�Mit der Beschwerde kann, soweit dies hier interessiert, die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Bundesverfassungsrechts sowie von V�lkerrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a und b BGG). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat. Es kann deren Sachverhaltsfeststellung auf R�ge hin oder von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder an einer massgeblichen Rechtsverletzung leidet (vgl. Art. 97 und 105 BGG).
2.1.�Die WEKO hat in ihrer Sanktionsverf�gung festgehalten, dass die Beschwerdegegnerin unzul�ssige Wettbewerbsabreden getroffen habe und somit eine unzul�ssige Wettbewerbsbeschr�nkung vorliege, weshalb diese entsprechend Art. 49a KG sanktioniert werde. Sie ortete den kartellrechtlichen Verstoss in der Ver�ffentlichung der Publikumspreisempfehlung und deren gleichzeitigen Befolgung durch Apotheken und selbstdispensierende �rzte; angesichts der gleichgerichteten Interessenlage von Pharmaherstellerinnen und Verk�ufern h�tte sich die Verhaltensabstimmung wie ein Festpreis ausgewirkt. Die Vorinstanz ist demgegen�ber davon ausgegangen, dass Vorschriften vorliegen w�rden, welche nach Art. 3 Abs. 1 KG dem KG vorgehen w�rden. Der Beschwerdef�hrer vertritt wiederum die Position der WEKO. Die Beschwerdegegnerin stimmt dagegen mit der vorinstanzlichen Auffassung �berein.
2.2.�Nach Art. 3 Abs. 1 KG sind Vorschriften vorbehalten, soweit sie auf einem Markt f�r bestimmte Waren oder Leistungen Wettbewerb nicht zulassen, insbesondere Vorschriften, die eine staatliche Markt- oder Preisordnung begr�nden (lit. a) oder die einzelne Unternehmen zur Erf�llung �ffentlicher Aufgaben mit besonderen Rechten ausstatten (lit. b).
2.2.1.�Mit Art. 3 Abs. 1 KG sieht der Gesetzgeber vor, dass wegen Marktversagens oder sozial unerw�nschten Verteilungen der Markt als Regelsystem der Wirtschaftsbeziehungen durch "die sichtbare Hand des Rechts" (Ernst-Joachim Mestm�cker, 1978) ersetzt wird, allerdings nur�
soweit�als die staatlichen Vorschriften auf einem Markt f�r bestimmte Waren oder Leistungen Wettbewerb nicht zulassen (vgl. BGE 129 II 497 E. 3.3.1 S. 514; Botschaft vom 23. November 1994 zu einem Bundesgesetz �ber Kartelle und andere Wettbewerbsbeschr�nkungen [Kartellgesetz, KG], BBl 1994 I 468, 537 f. [nachfolgend: Botschaft KG]; Roger Z�ch, Schweizerisches Kartellrecht, 2. Aufl. 2005, N. 279 f.; Patrik Ducrey, in: von B�ren/Marbach/Ducrey, Immaterialg�ter- und Wettbewerbsrecht, 3. Aufl., 2008, S. 282 f.; Rolf H. Weber/Stephanie Volz, Fachhandbuch Wettbewerbsrecht, 2013, S. 28 f.; Markus Schott, Staat und Wettbewerb, 2010, S. 519; German Gr�niger, Nachfragemacht des Staats im Kartellrecht, 2003, S. 189 Rz. 511; Rudolf Rentsch, Deregulierung durch Wettbewerbsrecht, 2000, S. 166 ff.; Lucas David/Reto Jacobs, Schweizerisches Wettbewerbsrecht, 2012, Rz. 581; J�rg Borer, Kommentar KG, in: Wettbewerbsrecht I, 3. Aufl. 2011, N. 2 i.f., 5 ad Art. 3; Vincent Martenet/Beno�t Carron, in: Martenet/Bovet/Tercier [Hrsg.], Droit de la concurrence, 2. Aufl. 2013, N. 29 ff., insbes. 32 ad Art. 3 Abs. 1 LCart; Reto Jacobs, Gesundheitswesen und Kartellgesetz, in: Poledna/Jacobs [Hrsg.], Gesundheitsrecht im wettbewerblichen Umfeld, 2010, S. 1 ff., 5 N. 8; Peter M�nch, in: Amstutz/Reinert [Hrsg.], Basler Kommentar zum Kartellgesetz [BSK KG], 2010, N. 6 ff. ad Art. 3 Abs. 1). Insofern ist nicht nur zu pr�fen, ob staatliche Marktregulierungen den Wettbewerb in einem bestimmten Bereich ausschliessen, sondern vor allem auch,�
wieweit�sie dies tun (vgl. M�nch, a.a.O., N. 6 ad Art. 3 Abs. 1).
2.2.2.�F�r die Beurteilung der Reichweite sind nur solche staatliche Regulierungen zu ber�cksichtigen, welche darauf abzielen, ein�
Marktversagen�oder�
sozial unerw�nschte Verteilungen�mit Hilfe eines staatlich verordneten Ausschlusses des Wettbewerbs ("Marktersatz durch Normen": Walter A. Stoffel, Wettbewerbsrecht und staatliche Wirtschaftst�tigkeit, 1994, S. 273; Rentsch, a.a.O., S. 179 f. FN 784) zu korrigieren (vgl. Weber/Volz, a.a.O., Rz. 1.80; M�nch, a.a.O., N. 7 i.f. ad Art. 3 Abs. 1; Borer, a.a.O., N. 4 ad Art. 3; Rentsch, a.a.O., S. 164, 179 i.f.; Oliver Schaller/Christoph Tagmann, Kartellrecht und �ffentliches Recht - neuere Praxis im Bereich des Gesundheitswesens, AJP 2004, 704 ff., 707 lk. Sp.; Martenet/Carron, a.a.O., N. 8 f. ad Art. 3 Abs. 1 LCart; siehe auch Botschaft KG, BBl 1994 I 539). Der Begriff des Marktversagens findet sich nicht in Art. 3 Abs. 1 KG; die Botschaft f�hrt f�r die Begr�ndung des Vorbehalts nach Art. 3 Abs. 1 Ingress KG dazu aus: "Die [staatlichen] Eingriffe erfolgen [...] in Bereichen, in denen der Markt als Regelsystem der Wirtschaftsbeziehungen seine Funktionen nicht oder nicht hinl�nglich zu erf�llen vermag" (Botschaft KG, BBl 1994 I 537).�
Marktversagen�besteht demnach dann, wenn�
Fehlleistungen�der marktwirtschaftlichen Steuerung vorliegen, die zu Wohlfahrtsverlusten f�hren (vgl. Ren� L. Frey, Wirtschaft, Staat und Wohlfahrt, 11. Aufl. 2002, S. 291 m.w.H.; Kinga Gudzek, Binnenmarkt, unverf�lschter Wettbewerb und Marktversagen, 2012, S. 74; Ingo Schmidt, Wettbewerbspolitik und Kartellrecht, Eine interdisziplin�re Einf�hrung, 9. Aufl. 2012, S. 44-59 i.V.m. S. 14-30; Ren� Rhinow/Gerhard Schmid/Giovanni Biaggini/Felix Uhlmann, �ffentliches Wirtschaftsrecht, 2. Aufl. 2011, � 2 Rz. 5, � 4 Rz. 84 und � 27 Rz. 2; siehe auch Bruno Schmidhauser, in: Kommentar zum schweizerischen Kartellrecht, 1996 [1. Lieferung] und 1997 [2. Lieferung], N. 13 ad Art. 3).�
Sozial unerw�nschte Verteilungen�sind dann gegeben, wenn "das Marktsystem nicht in der Lage ist, h�herstehenden Interessen [...] Rechnung zu tragen" (Botschaft KG, BBl 1994 I 538; siehe auch Weber/Volz, a.a.O., Rz. 1.80). Auch hier erfolgen staatliche Eingriffe. Wann ein Marktversagen bzw. sozial unerw�nschte Verteilungen vorliegen, bestimmt der�
2.2.3.�Entsprechend der Intention der Revision und des Wortlauts ("soweit ... nicht zulassen") des Kartellgesetzes von 1995 ist dem Vorbehalt von Art. 3 Abs. 1 KG nur in restriktiver Weise Geltung zu verschaffen. Dasselbe ergibt sich entsprechend der Ber�cksichtigung der Grunds�tze der Wirtschaftsverfassung (Art. 94 Abs. 4 und 96 Abs. 1 BV) auch aus dem Zweck und der verfassungskonformen Auslegung von Art. 3 Abs. 1 KG (vgl. zum Ganzen BGE 129 II 497 E. 3.3.3 S. 516; Botschaft KG, BBl 1994 I 536; Borer, a.a.O., N. 5 ad Art. 3; Martenet/Carron, a.a.O., N. 39 ad Art. 3 Abs. 1 LCart; Jacobs, a.a.O., Rz. 8; Gr�niger, a.a.O., Rz. 517; Weber/Volz, a.a.O., Rz. 1.84). Ein Ausschluss ist deshalb nur gest�tzt auf eine klare gesetzliche Grundlage m�glich, die ein wettbewerbsbehinderndes Verhalten verordnet oder zul�sst (vgl. z.B. BGE 129 II 497 E. 3.3.3 S. 516; Rentsch, a.a.O., S. 176 f., 209; M�nch, a.a.O., N. 4 ad Art. 3 Abs. 1; so klar bereits Botschaft KG, BBl 1994 I 537). Sofern und soweit die vorbehaltenen Vorschriften Raum f�r Wettbewerb lassen, bleibt das KG anwendbar.
2.2.4.�Die Reichweite des Ausschlusses von Wettbewerb ist durch Gesetzesauslegung zu ermitteln (vgl. BGE 129 II 497 E. 3.3.2 S. 515; M�nch, a.a.O., N. 7 ad Art. 3 Abs. 1; Borer, a.a.O., N. 4 ad Art. 3; Martenet/Carron, a.a.O., N. 17 ad Art. 3 Abs. 1 LCart). Es ist zu pr�fen, ob das Gesetz den Wettbewerb ausschliessen wollte. Massgebend ist der aufgrund aller Auslegungselemente eruierte Normsinn (vgl. BGE 129 II 497 E. 3.3.2 i.f. S. 515); es geht mithin um die Auslegung einer generell-abstrakten Norm, die f�r einen bestimmten Markt f�r Waren oder Leistungen m�glicherweise Anwendung finden soll (vgl. Stoffel, a.a.O., S. 278).
2.2.5.�Vorschriften, welche vorbehalten werden, sind generell-abstrakte Vorschriften. Das sind zum einen die referendumspflichtigen Gesetze, zum anderen Verordnungen, die den Grunds�tzen der Gesetzesdelegation gen�gen (vgl. etwa M�nch, a.a.O., N. 10 ad Art. 3 Abs. 1).
�Im vorliegenden Fall nennt die Vorinstanz Bundeserlasse, welche vorbehalten sind; es besteht diesbez�glich kein Anlass, kantonale oder kommunale Vorschriften in Betracht zu ziehen; es ist deshalb nicht zu pr�fen, ob auch solche vorbehalten werden (in diesem Sinne BGE 129 II 497 E. 3.3.4 S. 516 mit der herrschenden Lehre; a.A. Jacobs, a.a.O., passim).
2.2.6.�Sind Vorschriften vorbehalten, besteht die Rechtsfolge darin, dass die vorbehaltenen Vorschriften Anwendung finden und das KG zur�ckzustehen hat (vgl. Stoffel, a.a.O., S. 281).
2.2.7.�
Zusammengefasst�ist festzuhalten: Art. 3 Abs. 1 KG ist im Grund genommen nichts anderes als - angesichts vielschichtiger Problemlagen im Bereich des Marktversagens bzw. sozial unerw�nschter Verteilungen (vgl. Botschaft KG, BBl 1994 I 539) - eine komplizierte Bestimmung des sachlichen Anwendungsbereichs des KG (vgl. Weber/Volz, a.a.O., Rz. 1.87; als einfacheres Beispiel etwa Art. 2 ChemG [SR 813.1]). Die Verwaltungsbeh�rden und die Gerichte haben deshalb nicht zu beurteilen, ob im konkreten Bereich bzw. im konkreten Fall tats�chlich ein Marktversagen vorliegt (vgl. Weber, a.a.O., S. 46; Z�ch, a.a.O., N. 281; Schmidhauser, a.a.O., N. 14 ad Art. 3).
2.3.1.�Der Kartellgesetzgeber hat bereits auf Gesetzesebene die vorbehaltenen Vorschriften mit zwei Beispielen konkretisiert:�
zum einen�mit Vorschriften, die eine staatliche Markt- oder Preisordnung begr�nden (Art. 3 Abs. 1 lit. a KG); eine solche liegt dann vor, wenn die massgeblichen �konomischen Parameter in entscheidender Weise durch zwingende Vorschriften festgelegt werden (vgl. BGE 129 II 497 E. 3.3.1 S. 514; Z�ch, a.a.O., N. 284; M�nch, a.a.O., N. 15 ad Art. 3 Abs. 1; Romina Carcagni/Michael Treis/Angela Durrer/Petra Hanselmann, in: Baker & McKenzie, Kartellgesetz, Handkommentar, 2007, N. 4 ad Art. 3; Martenet/Carron, a.a.O., N. 36 ff. ad Art. 3 Abs. 1 LCart); staatliche Markt- und Preisordnungen schliessen den Wettbewerb in einem bestimmten Wirtschaftsbereich praktisch vollst�ndig aus (vgl. BGE 129 II 497 E. 3.3.1 S. 514; Schmidhauser, a.a.O., N. 8 ad Art. 3);�
zum anderen�mit Vorschriften, die einzelne Unternehmen zur Erf�llung �ffentlicher Aufgaben mit besonderen Rechten ausstatten (Art. 3 Abs. 1 lit. b KG). Entscheidend ist dabei, dass solchen Unternehmen durch rechtliche Vorschriften eine wettbewerbliche Sonderstellung zukommt (vgl. Z�ch, a.a.O., N. 287 i.f.; Martenet/Carron, a.a.O., N. 40 ff. ad Art. 3 Abs. 1 LCart). Besondere Rechte sind insbesondere staatliche Monopole und Regale (vgl. BGE 129 II 497 E. 3.3.1 S. 515).
2.3.2.�Die herrschende Lehre geht davon aus, dass nur die beiden Ausnahmen des lit. a und b gegeben seien (vgl. etwa M�nch, a.a.O., N. 13 ad Art. 3 Abs. 1; Schott, a.a.O., Rz. 846 i.f.; Rentsch, a.a.O., S. 216; Schmidhauser, a.a.O., N. 12 ad Art. 3). Die Vorinstanz stellt demgegen�ber eine weitere Kategorie fest: Es best�nden auch gesundheitspolizeiliche Ausnahmebereiche, die in ihrer Regulierungsdichte gewisse Formen wirksamen Wettbewerbs faktisch unm�glich machen k�nnen und deshalb ebenfalls als vorbehaltene Normen zu gelten h�tten.
2.4.1.�Im Zusammenhang mit Art. 3 Abs. 1 KG sind normtheoretisch zwei Arten von Normen zu unterscheiden: zum einen Normen, welche den gleichen Sachverhalt�
unter gleichen Gesichtspunkten unterschiedlich beurteilen; es liegt eine klassische Normkollision vor; zum anderen Normen, welche einen Sachverhalt�
nach unterschiedlichen Gesichtspunkten�regeln, d.h. Rechtsfolgen an unterschiedliche Tatbestandsmerkmale ankn�pfen oder unterschiedliche Ziele verfolgen; es liegt eine positive oder kumulative Normenkonkurrenz bzw. Normenkumulation vor (vgl. zum Ganzen Klaus F. R�hl/Hans Christian R�hl, Allgemeine Rechtslehre, 3. Aufl. 2008, S. 596 ff.; Jan C. Joerden, Logik im Recht, 2005, S. 123 ff.; Rolf Wank, Die Auslegung von Gesetzen, 4. Aufl. 2008 S. 96 ff. bzw. 100 f.; Ernst A. Kramer, Juristische Methodenlehre, 4. Aufl. 2013, S. 112; Karl Larenz/Claus-Wilhelm Canaris, Methodenlehre der Rechtswissenschaft, 3. Aufl. 1995, S. 87 ff., 91 und 155; Hansj�rg Seiler, in: Kommentar USG, N. 12 ff. ad Art. 3; zur Normkollision Hans Kelsen, Allgemeine Theorie der Normen, 1990, S. 99 ff.; Dirk Heckmann, Geltungskraft und Geltungsverlust von Rechtsnormen, 1997, S. 142 f.). Art. 3 Abs. 1 KG beh�lt nur Normen vor, welche den gleichen Sachverhalt�
unter gleichen Gesichtspunkten unterschiedlich beurteilen�(auf einem Markt f�r bestimmte Waren oder Leistungen ist Wettbewerb bzw. Modifikationen des Wettbewerbs [bis zum Ausschluss] vorgesehen), wenn also eine Normkollision vorliegt (vgl. Stoffel, a.a.O., S. 1; Marc Amstutz, Neues Kartellgesetz und staatliche Wettbewerbsbeschr�nkungen, AJP 1996, S. 883 ff., 885; Schott, a.a.O., Rz. 846); diesbez�glich ist zu entscheiden, ob die wettbewerbsausschliessenden Normen oder das KG Anwendung findet. Art. 3 Abs. 1 KG hat sich f�r jene entschieden.
Normen, welche demgegen�ber einen Sachverhalt�
nach unterschiedlichen Gesichtspunkten�regeln, gelangen nebeneinander zur Anwendung und schliessen sich nicht gegenseitig aus (vgl. BGE 137 II 199 E. 3.4 S. 207; Urteil 2A.142/2003 vom 5. September 2003 E. 4.1.3 i.f.; Martenet/Carron, a.a.O., N. 22 ad Art. 3 Abs. 1 LCart; siehe auch Rentsch, a.a.O., S. 201). Sie haben demzufolge nicht eine preis- und wettbewerbsrechtliche Ordnung zum Regelungsgegenstand, sondern eine andere Ordnung (als Beispiel: BGE 137 II 199: Fernmelderecht neben Kartellrecht). Die Normen, welche zum KG hinzutreten,�
m�ssen deshalb nicht�vorbehalten werden, da sie�
ohnehin unabh�ngig vom KG�Anwendung finden.
�Da nur wettbewerbsmodifizierende Normen in Konflikt mit dem KG kommen k�nnen, muss nur zwischen diesen eine L�sung gefunden werden. Nicht wettbewerbsrechtliche Regelungen, welche zum KG hinzutreten, stellen insofern keine neue Kategorie der in Art. 3 Abs. 1 KG vorbehaltenen Vorschriften dar, sondern sind Normen, welche parallel zum KG anwendbar sind und auch vollumf�ngliche Anwendbarkeit zwecks Erf�llung ihres Verfassungsauftrags (z.B. Gesundheitsschutz) erheischen.
�Auch wenn parallel anwendbare Normen nicht vorbehalten sind, ist es theoretisch nicht ausgeschlossen, dass diese "wettbewerbshindernd" sein k�nnen. Allerdings bilden die parallel anwendbaren Normen in der Regel�
die�Rahmenordnung, innerhalb derer Wettbewerb stattzufinden hat. In jedem Fall wird die parallele Ordnung nicht vorbehalten; diese und das KG sind beide anwendbar und im Einzelfall ist zu pr�fen, inwiefern beide Rechtsnormen bei der Anwendung verwirklicht werden k�nnen (dazu Seiler, a.a.O., N. 14 petit ad Art. 3).
2.4.2.�Methodisch ist deshalb zun�chst zu pr�fen, ob neben dem KG Vorschriften f�r einen bestimmten Markt f�r bestimmte Waren oder Leistungen vorliegen und ob der Sinn dieser Normen Wettbewerb nicht zul�sst. Wenn dies zutrifft, ist zu evaluieren, ob die konkrete Ware bzw. Leistung �berhaupt unter diese Vorschrift f�llt (z.B. stellt die Ware ein Heilmittel dar, wenn die vorbehaltene Vorschrift eine heilmittel"wettbewerbs"rechtliche Vorschrift w�re). Es ist indessen nicht zu pr�fen, ob die konkrete Handlung mit einer bestimmten Ware in der konkreten Marktsituation Wettbewerb ausschliesst; dies ist Gegenstand des 2. Kapitels des KG (Art. 5 ff. KG). Sofern der Sinn der neben dem KG anwendbaren Norm nicht wettbewerbsrechtlicher Natur ist, ist diese neben dem KG ohne weiteres anwendbar.
3.1.�Als vorbehaltene Vorschriften nennt die Vorinstanz Vorschriften des Bundesgesetzes �ber Arzneimittel und Medizinprodukte (Heilmittelgesetz, HMG; SR 812.21) und der Arzneimittel-Werbeverordnung (AWV; SR 812.212.5), insbesondere Art. 32 Abs. 2 lit. a HMG und dessen Konkretisierung in der AWV.
3.2.�Bevor die Vorinstanz sich mit der Frage der vorbehaltenen Normen n�her auseinandergesetzt hat, ging sie auf die strittige Abgrenzung des relevanten Marktes ein.
Dies ist indes nicht notwendig. Zwar spricht Art. 3 Abs. 1 KG von "einem Markt f�r bestimmte Waren oder Leistungen". Der Markt ist indes im Hinblick auf die vorbehaltene Norm zu bestimmen, und diese regelt nur in generell-abstrakter Weise den Umgang mit einer Ware (vgl. Stoffel, a.a.O., S. 278). Das HMG spricht deshalb grunds�tzlich nicht von Medikamenten gegen erektile Dysfunktionen, sondern von Arzneimitteln, von Medizinprodukten, von verschreibungspflichtigen oder nicht verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Die Bestimmung des relevanten Marktes kn�pft an die Sicht der Marktgegenseite an (BGE 139 I 72 E. 9.2.3.1 S. 93) und fokussiert somit auf einen strittigen Einzelfall. Bei den vorbehaltenen Normen geht es dagegen - wie bereits ausgef�hrt - nicht um einen Einzelfall, sondern um generell-abstrakte Normen, mit welchen die Kollisionen zwischen mehreren Normen, welche den gleichen Sachverhalt unterschiedlich beurteilen, aufgel�st werden sollen.
3.3.�Die Vorinstanz sieht in Art. 32 Abs. 2 lit. a HMG eine vorbehaltene Vorschrift. Art. 32 Abs. 2 lit. a HMG lautet:
2�Unzul�ssig ist Publikumswerbung f�r Arzneimittel, die:
a. nur auf �rztliche Verschreibung abgegeben werden d�rfen;
�Art. 32 HMG handelt von der unzul�ssigen Werbung und findet sich im 5. Abschnitt (Werbung und Preisvergleiche) des 2. Kapitels, das von Arzneimitteln handelt. In Art. 31 HMG ist der Grundsatz der Werbung enthalten.
3.3.1.�Der Beschwerdef�hrer vertritt die Auffassung, dass es sich bei den von der Vorinstanz angerufenen Normen nicht um eine Kollisionsnorm handelt; vielmehr stehe das HMG in positiver Normenkonkurrenz zum KG; dabei sei jenes mit dem Wettbewerb nicht�
schlichtweg nicht vereinbar,�weshalb keinesfalls von vorbehaltenen Normen gesprochen werden k�nne.
3.3.2.�Nach dem�
Wortlautergibt sich, dass Publikumswerbung f�r Arzneimittel unzul�ssig ist, die nur auf �rztliche Verschreibung abgegeben werden d�rfen. Es handelt sich um Werbung, die sich an die �ffentlichkeit richtet; diese ist untersagt bei Arzneimitteln, die nur auf �rztliche Verschreibung abgegeben werden d�rfen. Nach dem Wortlaut ist es naheliegend, dass das Publikumswerbeverbot mit dem Gesundheitsschutz zusammenh�ngt; es gilt nur bei Arzneimitteln, die �rztlich verschrieben werden.
3.3.3.�Der�
Bundesrat�begr�ndete das Publikumswerbeverbot f�r rezeptpflichtige Arzneimittel nach Art. 32 Abs. 2 lit. a E-HMG (= Art. 32 Abs. 2 lit. a HMG) damit, dass Patienten aufgrund der Werbebotschaften die f�r die Verschreibung und Abgabe verantwortlichen Fachpersonen derart beeinflussen w�rden, dass diese ihren Entscheid nicht mehr gest�tzt auf ihr Fachwissen, sondern gem�ss der durch die Werbung bei den Patienten erzeugten Erwartungen f�llen w�rde (vgl. Botschaft zu einem Bundesgesetz �ber Arzneimittel und Medizinprodukte [Heilmittelgesetz, HMG] vom 1. M�rz 1999 [nachfolgend: Botschaft HMG], BBl 1999 III 3453, 3518; siehe auch Ursula Eggenberger St�ckli, Arzneimittel-Werbeverordnung, Handkommentar, 2006, N. 5 ad Art. 14; Urteil 2A.20/2007 vom 9. Mai 2007 E. 4). Insofern handelt es sich dabei klarerweise�
nur�um ein gesundheitspolizeiliches Postulat. Best�tigt wird dies auch in den bundesr�tlichen Ausf�hrungen zum Zweck des HMG. Mit dem Verbot irref�hrender Werbung "soll verhindert werden, dass die Konsumentin oder der Konsument falsche Erwartungen beispielsweise an die Qualit�t, die Wirksamkeit, die Zusammensetzung oder auch die Unbedenklichkeit eines Heilmittels hat" (vgl. Botschaft HMG, BBl 1999 III 3485; Eggenberger St�ckli, a.a.O., N. 5 ad Art. 14). In Bezug auf den Zweck des Gesetzes �ussert sich sodann der Bundesrat explizit zum Verh�ltnis zum Wettbewerbsrecht: "es soll der freie Markt spielen, wobei die Rahmenbedingungen durch die Wettbewerbsbeh�rde �berwacht werden sollen" (Botschaft HMG, BBl 1999 III 3485).
3.3.4.�In Bezug auf das�
teleologische Argument�ist vorab darauf hinzuweisen, dass - entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers - aus dem Zweckartikel des HMG nicht geschlossen werden kann, dass das HMG keine wettbewerbsausschliessende Norm enth�lt. Der Zweck des Gesetzes muss mit dem Zweck einer einzelnen Norm nicht �bereinstimmen, jener kann diesem gar entgegenstehen (vgl. pr�gnant Ernst H�hn, Praktische Methodik der Gesetzesauslegung, 1993, S. 217 Rz. 90 f.). Massgebend ist deshalb hier die von der Vorinstanz angerufene Norm.
�Aus�
teleologischer Sicht�werden die bisherigen Erkenntnisse best�tigt: Art. 32 HMG konkretisiert die Vorgaben des Zweckartikels (Art. 1 HMG; vgl. Urs Jaisli, in: Eichenberger/Jaisli/Richli [Hrsg.], Basler Kommentar Heilmittelgesetz, 2006 [BSK HMG], N. 1 ad Art. 32; siehe auch Eggenberger St�ckli, a.a.O., N. 5 ad Art. 1; dieselbe, Werbung f�r Heilmittel, in: Poledna, Gesundheit und Werbung, 2005, S. 61 ff., 64 f.). Das Publikumswerbeverbot f�r rezeptpflichtige Arzneimittel basiert auf dem Schutz der �ffentlichen Gesundheit (vgl. BGE 129 V 32 E. 6.4.1 S. 48) und dem Schutz der Konsumenten vor T�uschung �ber Qualit�t, Wirksamkeit und Sicherheit von Arzneimitteln (vgl. Urteil 2A.607/2005 vom 23. Juni 2006 E. 2, in: sic! 2007, S. 126 ff.; Urs Jaisli, BSK HMG, a.a.O., N. 17 ad Art. 31; Eggenberger St�ckli, a.a.O., N. 44 ad Art. 2; siehe auch bereits zum alten, kantonalen Recht BGE 123 I 201 E. 4 S. 205 f.). Dementsprechend hat das HMG auch folgerichtig darauf verzichtet, Regelungen gegen �berh�hte Preise und der so genannten Preisbindung zweiter Hand (= d.h. die Einhaltung des gleichen Endverkaufspreises durch alle Detailgesch�fte) einzuf�hren (vgl. Botschaft HMG, BBl 1999 III 3485). Insofern ist also - wie der Beschwerdef�hrer zu Recht geltend macht - gest�tzt auf Art. 32 HMG eine Preisbindung zwischen den Verkaufsstellen f�r verschreibungspflichtige Arzneimittel (Art. 24 Abs. 1 lit. b sowie lit. a i.V.m. Art. 30 HMG: Apotheken und selbstdispensierende �rzte) nicht gewollt, vielmehr soll zwischen diesen Preiswettbewerb herrschen. Verdeutlicht wird diese durch Art. 1 HMG gegebene Ausrichtung des Art. 32 HMG auf den Gesundheits- und T�uschungsschutz auch dadurch, dass der Bundesrat und das Parlament die im Vorentwurf enthaltene Wettbewerbsregelungen nicht �bernommen haben und den Geltungsbereich ausdr�cklich auf den erw�hnten Gesundheitsschutz eingegrenzt haben (vgl. Urs Jaisli, a.a.O., N. 2 ad Vor Art. 31-33; siehe auch Botschaft HMG, BBl 1999 III 3457).
3.3.5.�Art. 32 HMG, welcher die unzul�ssige Werbung regelt, stellt die Ausnahmeregelung dar; der Grundsatz der Werbung findet sich in Art. 31 HMG:
1 Grunds�tzlich zul�ssig ist:
a. Werbung f�r alle Arten von Arzneimitteln, sofern sie sich ausschliesslich an Personen richtet, die diese Arzneimittel verschreiben oder abgeben;
b. Publikumswerbung f�r nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel.
2 Der Bundesrat regelt die Voraussetzungen f�r die Bekanntgabe von Preisvergleichen f�r verschreibungspflichtige Arzneimittel.
3 Er kann zum Schutz der Gesundheit und zum Schutz gegen T�uschung die Werbung f�r bestimmte Arzneimittel oder Arzneimittelgruppen beschr�nken oder verbieten sowie f�r die grenz�berschreitende Werbung Bestimmungen erlassen.
Mit dem�
systematischen Element�wird best�tigt, was der Wortlaut von Art. 32 Abs. 2 lit. a HMG bereits nahegelegt hat: Werbung ist grunds�tzlich zul�ssig; Ausnahmen davon ergeben sich aus Gr�nden des Gesundheitsschutzes, was mit Art. 31 Abs. 3 HMG zus�tzlich best�tigt wird. Durch die ausdr�ckliche Nennung der "Publikumswerbung f�r nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel" (Art. 31 Abs. 1 lit. b HMG) bestimmt Art. 31 HMG, dass Publikumswerbung f�r verschreibungspflichtige Arzneimittel unzul�ssig ist (e contrario Argument). Das Verbot h�ngt insofern mit der Verschreibung von Arzneimitteln zusammen; Patienten sollen nicht durch Werbung beeinflusst werden, um den Verschreibenden wiederum zu beeinflussen. Im systematischen Element best�tigen sich die bisherigen Ausf�hrungen. Aus der verfassungskonformen Auslegung ergeben sich sodann keine neuen Erkenntnisse.
3.3.6.�Auch die AWV enth�lt keine Wettbewerbsnormen. Sie konkretisiert den Begriff der Werbung (Art. 2 AWV) und regelt die Anforderungen an die verschiedenen Werbungen. Im Bezug auf die Publikumswerbung bezeichnet sie die verschiedenen Arten (Art. 15 AWV), die Anforderungen (Art. 16 AWV), die Beschr�nkungen (Art. 17 ff. AWV) sowie die unzul�ssigen Werbeelemente (Art. 22 AWV). Abgesehen davon m�sste bereits die Delegationsgrundlage (Art. 31 ff. HMG) eine Wettbewerbsnorm sein, was - wie dargelegt - nicht zutrifft.
3.3.7.�Nebenbei zieht die Vorinstanz in Betracht, allerdings ohne dies abschliessend zu begr�nden, dass ein Konglomerat aus verschiedenen Normen, die das Arzt-Patientenverh�ltnis umschreiben, ebenfalls eine vorbehaltene Norm darstellen k�nnte. Aber auch hier gilt: Bei allen Normen handelt es sich entweder um gesundheitspolizeiliche Vorschriften oder um Vorschriften zum Schutz des Konsumenten bzw. zum Schutz von Treu und Glauben und somit nicht um Wettbewerbsnormen.
3.3.8.�
Zusammenfassend�ist somit festzuhalten, dass das HMG und die darauf gest�tzte AWV keine "Wettbewerbsnormen" im eigentlichen Sinn enthalten; insofern ist das HMG eine zum KG parallele Normenordnung, die den Sachverhalt im Gegensatz zum KG�
nach anderen, d.h. gesundheitspolizeilichen Gesichtspunkten�regelt, weshalb positive Normenkonkurrenz vorliegt und es sich dabei um keine vorbehaltenen Normen i.S. von Art. 3 Abs. 1 KG handelt. Dasselbe w�rde in Bezug auf die Normen gelten, welche das Arzt-Patientenverh�ltnis umschreiben.
4.1.�Diese Auffassung teilt die Vorinstanz nicht: Diese geht davon aus, dass das in Art. 32 Abs. 2 lit. a HMG (i.V.m. Art. 14 und 21 AWV) verankerte Publikumswerbeverbot im Interesse des Gesundheitsschutzes im Ergebnis eine praktisch preiswettbewerbsfreie Sph�re schaffe, was zweifellos einen einschneidenden Eingriff in den Wettbewerb, insbesondere in die Wirtschaftsfreiheit bedeute. So erlaube das aus gesundheitspolizeilichen Gr�nden eingef�hrte Publikumswerbeverbot keine wirksame Preispublizit�t unter Apotheken und selbstdispensierenden �rzten und lasse keine f�r Patienten leicht zug�ngliche Preistransparenz herstellen, welche aber unabdingbare Voraussetzung eines wirksamen Intrabrand Preiswettbewerbs unter Apotheken und selbstdispensierenden �rzten w�re. Sinnvoller Intrabrand Preiswettbewerb erscheine bereits im Ansatz illusorisch. Daf�r spreche auch der Umstand, dass der Bundesrat in Art. 31 Abs. 2 HMG beauftragt werde, die Voraussetzungen f�r die Bekanntgabe von Preisvergleichen f�r verschreibungspflichtige Arzneimittel zu regeln; denn dieser bisher noch nicht umgesetzte Auftrag k�nne sinnvollerweise nur als Korrektiv gegen fehlenden Preiswettbewerb verstanden werden. Ob damit bereits von einer vorbehaltenen Vorschrift im Sinne von Art. 3 Abs. 1 KG auszugehen sei, k�nne indes offengelassen werden, wenn die Wirkung des Publikumswerbeverbots vor dem Hintergrund des "Schamfaktors" beleuchtet werde. Dieser sei als wettbewerbserschwerende psychologische Gr�sse ein Parameter von nicht zu untersch�tzender Relevanz. Ein �rztliches Rezept f�r Medikamente gegen erektile Dysfunktion werde vom Patienten in der Regel als schamerregendes "Attest" seiner "Impotenz" oder gar als "Unzul�nglichkeiten als Mann" aufgefasst, weshalb die M�glichkeit dieser Patienten, nach dem Preis bei Apotheken oder selbstdispensierenden �rzten nachzufragen, um sich so ein Bild �ber die Preisverh�ltnisse und eine allf�llige Rabattbereitschaft der "Verkaufsstellen" machen zu k�nnen, vernachl�ssigt werden k�nne. Der Restwettbewerb, wonach Patienten "herumtelefonieren" k�nnten, k�nne wohl kaum ernsthaft als Preiswettbewerb bezeichnet werden. Insgesamt d�rfte der Schamfaktor deshalb regelm�ssig dazu f�hren, dass die ohnehin schon aufgrund des Werbeverbots �usserst stark eingeschr�nkte Preistransparenz durch das Konsumentenverhalten nochmals eingeschr�nkt werde, so dass wohl kaum mehr ausreichende Preistransparenz vorliegen d�rfte, weshalb das KG in der strittigen Konstellation nicht anwendbar sei, was der angefochtenen Verf�gung die Grundlage entziehe.
4.2.�Dieser Argumentation ist neben der bereits oben dargelegten Auslegung auch aus folgenden Gr�nden nicht zu folgen:
4.2.1.�Zun�chst ist festzuhalten, dass sich der Wettbewerbsausschluss bzw. die "Verunm�glichung" oder Verminderung des Wettbewerbs aus dem Normsinn der nach Art. 3 Abs. 1 KG vorbehaltenen Norm ergeben muss. Ein "Schamfaktor" als wettbewerbsausschliessendes Element ist deshalb nur dann relevant, wenn sich dieses aus der Norm zumindest ableiten l�sst. Dies trifft nicht zu: Die von der Vorinstanz genannten Bestimmungen regeln die Werbung, n�herhin das Publikumswerbeverbot f�r verschreibungspflichtige Arzneimittel. Adressat dieser Regelung ist, wer Arzneimittel in Verkehr bringt und nicht der Patient. Mit dem Publikumswerbeverbot soll zudem nicht in irgendeiner Form Scham ausgel�st, gef�rdert oder verst�rkt werden. Das Publikumswerbeverbot hat vielmehr den Schutz der Patienten im Blick (vgl. BGE 129 V 32 E. 6.4.1 i.f. S. 48) : Die von Werbebotschaften beeinflussten Patienten sollen nicht derart auf die f�r die Verschreibung und Abgabe verantwortlichen Fachpersonen einwirken k�nnen, dass diese ihren Entscheid nicht mehr gest�tzt auf ihr Fachwissen, sondern gem�ss der durch die Werbung bei den Patienten erzeugten Erwartungen f�llen (vgl. z.B. Eggenberger St�ckli, a.a.O., N. 5 ad Art. 14). Dass der Patient - nach Auffassung der Vorinstanz - Scham empfindet, ist deshalb nicht Folge der Norm, sondern Folge seiner erektilen Dysfunktion in Verbindung mit seiner psychischen Konstitution. Insofern ist der "Schamfaktor" eine empirische Erscheinung, die allenfalls das Funktionieren des Wettbewerbs einschr�nken k�nnte, aber keineswegs eine wettbewerbsausschliessende Norm.
4.2.2.�Die Vorinstanz behandelt die Frage der vorbehaltenen Norm nach Art. 3 Abs. 1 KG implizit weitgehend als Vorfrage zu einer unzul�ssigen Wettbewerbsbeschr�nkung nach Art. 5 f. KG. Wie bereits mehrfach dargelegt, ist im Rahmen von Art. 3 Abs. 1 KG jedoch nicht zu pr�fen, ob die konkrete Handlung mit einer bestimmten Ware in der konkreten Marktsituation Wettbewerb ausschliesst; dies ist Gegenstand des 2. Kapitels des KG (Art. 5 ff. KG).
4.2.3.�Wettbewerb liegt dann vor, wenn die Nachfrageseite Wahl- und Ausweichm�glichkeiten in Bezug auf die angebotene Ware hat, sie also unter mehreren Angeboten ausw�hlen kann; die Angebotsseite versucht deshalb, ein Angebot zu unterbreiten, das ein besseres Preis-Leistungs-Verh�ltnis aufweist als die Angebote der Konkurrenten (vgl. Schmidt, a.a.O., S. 1 f.; Z�ch, a.a.O., N. 10; Weber/Volz, a.a.O., Rz. 1.1 ff.).
Nach Auffassung der Vorinstanz schaffe das Verbot der Publikumswerbung praktisch eine preiswettbewerbsfreie Sph�re, es erlaube keine wirksame Preispublizit�t unter Apotheken und selbstdispensierenden �rzten und daher lasse sich keine f�r Patienten leicht zug�ngliche Preistransparenz herstellen.
Mit dem Verbot der Publikumswerbung fehlt zwar der Angebotsseite eines ihrer wirksamsten Instrumente, um ihre Angebote bekannt zu machen, und die Nachfrageseite hat demzufolge geringeres Wissen (nur bez�glich Preis) �ber die Angebote. Damit geht indes - wie bereits dargelegt - kein Wettbewerbsausschluss einher; der Wettbewerb ist lediglich weniger breit. Dies zeigt sich u.a. auch an Folgendem: Verkaufskataloge und Preisliste (Art. 1 Abs. 2 lit b AWV), welche einen �berblick �ber die Preise der Arzneimittel geben sowie elementare Bestandteile jeder Handelst�tigkeit und unerl�ssliche Hilfsmittel f�r den Verkauf sind, fallen nicht unter die Publikumswerbung. Sie stellen aus arzneimittelrechtlicher Sicht Arzneimittelwerbung dar, da sie dazu dienen, den Absatz der angebotenen Produkte zu f�rdern (vgl. Eggenberger St�ckli, a.a.O., N. 27 f. ad Art. 1). Diese Werbung ist zul�ssig, wenn die medizinischen Angaben, d.h. Angaben zu Eigenschaften, Anwendungsgebieten und Wirkungen des erw�hnten Arzneimittels, fehlen, was bei verschreibungspflichtigen Medikamenten nicht relevant ist, da Patienten �ber diese Angaben durch den Arzt ohnehin informiert werden. Sodann besteht auch die M�glichkeit nach Art. 1 Abs. 2 lit. c AWV �ber Gesundheit oder �ber Krankheiten in allgemeiner Art zu informieren, sofern weder direkt noch indirekt auf bestimmte Arzneimittel Bezug genommen wird (dazu Urteil 2A.63/2006 vom 10. August 2006 E. 3.6.4 i.f.). Ferner f�llt das blosse Bekanntmachen im Sinne einer Mitteilung nicht unter die Werbung (vgl. Eggenberger St�ckli, a.a.O., N. 8 ad Art. 2). Anbieter k�nnen mit diesen Instrumenten Nachfrager informieren und diese k�nnen sich damit �ber die verschiedenen Angebote informieren. Schliesslich bestehen auch noch - wie der Beschwerdef�hrer zu Recht ausf�hrt - verschiedene M�glichkeiten, dass Patienten (anonym) Angebote einholen k�nnen, was im �brigen nicht nur bei Medikamenten gegen erektile Dysfunktionen erfolgt.
4.2.4.�Entgegen der Auffassung der Vorinstanz, wonach Art. 31 Abs. 2 HMG sinnvollerweise nur als Korrektiv gegen fehlenden Preiswettbewerb verstanden werden k�nne, spricht Sinn und Zweck von Art. 31 Abs. 2 HMG gerade�
f�r�den Wettbewerb. Trotz des Publikumswerbeverbots soll das Publikum �ber Informationen verf�gen d�rfen, damit es vom Wettbewerb profitieren kann. Der Patient soll ohne grosse Suchkosten m�gliche Preisunterschiede von Arzneimitteln ermitteln k�nnen. So sollen namentlich auch die Krankenkassen ihre Versicherten auf g�nstige Bezugsquellen aufmerksam machen d�rfen.�
Absatz 2h�lt deshalb die Zul�ssigkeit von Preisvergleichen bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln auch f�r den Fall fest, dass diese Art Werbung sich ans Publikum richtet (Botschaft HMG, BBl 1999 III 3517). Da in diesem Fall allerdings die Gefahr besteht, dass unter dem Deckmantel von Preisvergleichen f�r verschreibungspflichtige Arzneimittel Werbung gemacht und das Publikum dadurch get�uscht werde, hat der Gesetzgeber den Bundesrat beauftragt, die Voraussetzungen zu regeln (vgl. Jaisli, a.a.O., N. 41 ad Art. 31; Botschaft HMG, BBl 1999 III 3517). Art. 31 Abs. 2 HMG bildet insofern keine wettbewerbsrechtliche Regel, sondern bezweckt Konsumentenschutz (vgl. Jaisli, a.a.O., N. 41 ad Art. 31).
4.2.5.�Insofern besteht - zusammenfassend - durchaus Wettbewerb; angesichts einer gesundheitsrechtlichen Rahmenordnung sind die M�glichkeiten allerdings nicht so breit wie in einem weniger regulierten Markt; Wettbewerb wird damit aber nicht ausgeschlossen und die Auffassung der Vorinstanz kann nicht best�tigt werden; das Kartellgesetz ist anwendbar.
�Die Beschwerdegegnerin vertritt im Wesentlichen die Auffassung der Vorinstanz. Dabei verkennt sie, dass es sich bei den vorbehaltenen Normen nicht um einen Einzelfallentscheid handelt, ob Wettbewerb faktisch besteht (siehe oben E. 2.2.7, 4.2.2). In diesem Zusammenhang geht sie implizit von einem "Soll-Wettbewerb" aus, der mit dem Erlass der heilmittelrechtlichen Vorschriften nicht mehr erreicht werde. Festzuhalten ist diesbez�glich aber, dass der durch den Gesetzgeber vorgesehene Restwettbewerb immer noch Wettbewerb darstellt, der den Vorschriften des KG unterliegt. Ob schliesslich in den Einzelf�llen Wettbewerb besteht, ist im Rahmen des 2. Kapitels zu pr�fen. Schliesslich verkennt sie auch den Unterschied zwischen Normkollision und positiver Normenkonkurrenz bzw. Normenkumulation.
�Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen, der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. Dezember 2013 aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die Beschwerdegegnerin tr�gt die bundesgerichtlichen Gerichtskosten (Art. 65, 66 Abs. 1 BGG). Eine Parteientsch�digung ist nicht geschuldet.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 3. Dezember 2013 aufgehoben und die Sache zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung II, und dem Eidgen�ssischen Departement des Innern schriftlich mitgeteilt.