Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20K%C3%B6ln&Datum=30.08.2012&Aktenzeichen=18%20U%2079/11
Timestamp: 2019-06-19 20:06:34
Document Index: 277245513

Matched Legal Cases: ['§ 311', '§ 241', '§ 280', 'BGH', '§ 172', 'BGH']

OLG Köln, 30.08.2012 - 18 U 79/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,24536
OLG Köln, 30.08.2012 - 18 U 79/11 (https://dejure.org/2012,24536)
OLG Köln, Entscheidung vom 30.08.2012 - 18 U 79/11 (https://dejure.org/2012,24536)
OLG Köln, Entscheidung vom 30. August 2012 - 18 U 79/11 (https://dejure.org/2012,24536)
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BGB § 311 Abs. 2; BGB § 241; BGB § 280 Abs. 1
Klagen von Immobilienfonds-Anlegern zurückgewiesen
LG Köln, 01.03.2011 - 21 O 427/10
Der Einsatz der "IRR-Methode" dürfte im Übrigen keinen rechtlichen Bedenken begegnen (vgl. hierzu OLG Köln, Urteil vom 30. August 2012 - 18 U 79/11, juris, Rn. 176; OLG Hamburg…, Urteil vom 23. August 2013 - 11 U 11/13, juris, Rn. 77 ff.).
- Die Beklagte zitiert zudem ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln - 18. Zivilsenat - vom 30.08.2012 - 18 U 79/11 -.
Jedenfalls schließt sich der Senat in ständiger Rechtsprechung den Ausführungen des OLG Köln im Urteil vom 30.08.2012 ( 18 U 79/11, juris) an.
(1) Soweit die Klägerin die allgemeine Tauglichkeit der Methode anzweifelt, schließt sich der Senat der Auffassung des OLG Köln aus dem Urteil vom 30.08.2012 (18 U 79/11, juris Rn. 176) an.
Bei dieser Sachlage ist es den Prospektherausgebern nicht verwehrt, die interne Zinsfußmethode als Berechnungsgrundlage für die Beurteilung der Rentabilität des Fonds heranzuziehen, ohne dass die Unterschiede zu anderen finanz-mathematischen Verfahren zur Beurteilung der Vorteilhaftigkeit einer Investition hätten besonders erläutert werden müssen (vgl. OLG Köln, Urteil vom 30. August 2012, Az. 18 U 79/11, juris Rn. 176).
Dabei ist einerseits auf die Verständnismöglichkeit eines durchschnittlichen Anlegers abzustellen, der mit der nur in den eingeweihten Kreisen gebräuchlichen Schlüsselsprache nicht vertraut ist, andererseits aber auch zu berücksichtigen, dass die Prospektverantwortlichen eine sorgfältige und eingehende Lektüre des Prospekts bei den Anlegern voraussetzen dürfen (BGH, Urteil vom 14.06.2007 - III ZR 300/05 = WM 2007, 1507; OLG Köln Urteil vom 30.08.2012, 18 U 79/11).
Zu einer darüber hinausgehenden Erläuterung der Haftungsvorschrift des § 172 Abs. 4 HGB waren die Fondsinitiatoren nicht verpflichtet (vgl. BGH, Urteil vom 22.03.2011 - II ZR 216/09, zitiert nach juris; OLG Köln, Urteil vom 30.08.2012 - 18 U 79/11).
Vor diesem Hintergrund kann die Angabe der Rendite nach IRR nur als statthaft angesehen werden, wenn der Anleger um die beschränkte Aussagekraft dieser Methode weiß (OLG Köln, Urteil vom 30.08.2012, Az. 18 U 79/11; Huth/Gängel, NJ 2011, 362, 368; Jaeger, VW 2005, 1822, VW 2006, 1747 ff.).
Insoweit wird auf die Rechtsprechung des OLG Hamburg, Urteil v. 17.01.2014, Az. 11 U 119/13 sowie OLG Köln, Urteil v. 30.08.2012, Az. 18 U 79/11 verwiesen:.
Es genügt, wenn die IRR-Methode im Prospekt erläutert wurde (vgl. OLG Frankfurt a.M., Urteil vom 15.03.2013 - 10 U 16/12; OLG Köln, Urteil vom 30.08.2012, Az. 18 U 79/11).
Abgesehen davon, dass eine Renditedarstellung anhand der IRR-Methode keinen Bedenken begegnen würde (Hanseatische Oberlandesgericht, Urteil vom 10.01.2014 - 11 U 162/12 -, Oberlandesgericht Köln, Urteil vom 30.08.2012 - 18 U 79/11 -, juris Rn. 176), greift der Angriff des Kläger vorliegend schon deshalb nicht, weil in beiden Prospekten keine Renditedarstellung anhand der IRR-Zinsfußmethode vorgenommen wurde.