Source: https://urteile-gesetze.de/rechtsprechung/9-azr-820-09
Timestamp: 2019-09-19 02:40:22
Document Index: 258552904

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 4', '§ 15', '§ 2', '§ 15', '§ 2', '§ 1']

9 AZR 820/09 - Urteil BAG vom 21.06.2011
BAG 21.06.2011 - 9 AZR 820/09
vorgehend ArbG Bonn, 28. Januar 2009, Az: 2 Ca 189/08, Urteilvorgehend Landesarbeitsgericht Köln, 5. August 2009, Az: 3 Sa 358/09, Urteil
(a) Die Tarifvertragsparteien greifen in § 3 TVaP - und ergänzend in § 4 Abs. 1 Satz 2 TVaP - die für das Beitrags- und Steuerrecht maßgeblichen Begriffe „Einkünfte“ und „Einkommen“ auf. Es handelt sich dabei terminologisch um feststehende, durch § 15 Abs. 1 SGB IV für das Beitragsrecht und § 2 Abs. 1 und Abs. 5 EStG für das Steuerrecht vorgegebene Begriffe, die wechselseitig im Beitrags- und Steuerrecht miteinander korrespondieren (vgl. Klattenhoff in Hauck/Noftz SGB IV Stand März 2011 § 15 Rn. 1; Kirchhof in Kirchhof EStG 9. Aufl. § 2 Rn. 3). Im Regelfall ist anzunehmen, dass - wenn die Tarifvertragsparteien Rechtsbegriffe verwenden, die sie selbst nicht weiter definieren - der gebräuchliche juristische Bedeutungsgehalt gelten soll (BAG 14. Dezember 2010 - 3 AZR 939/08 - Rn. 18, AP BetrAVG § 1 Auslegung Nr. 11 zur Auslegung von Betriebsvereinbarungen ; vgl. auch BAG 19. Oktober 2004 - 9 AZR 411/03 - zu B II 2 der Gründe mwN, BAGE 112, 203).