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Timestamp: 2019-02-16 14:28:35
Document Index: 231858280

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 274', '§ 574', '§ 7', '§ 274', '§ 574', '§ 274', '§ 274', '§ 574', '§ 274', 'BGH', '§ 64', '§ 7', '§ 70', '§ 567', '§ 70', '§ 574', '§ 7', 'BGH', 'BGH', '§ 76', '§ 70', 'BGH', '§ 274', '§ 7', '§ 567', '§ 274', '§ 274', 'BGH', 'BGH', '§ 574', '§ 574', 'BGH', '§ 127', '§ 78', '§ 121', '§ 70', 'BGH', '§ 70', '§ 574', 'BGH', '§ 87', '§ 33', '§ 42', '§ 21', '§ 70', '§ 6', '§ 355', '§ 372', '§ 1896', '§ 68', '§ 1896', '§ 65', '§ 68', '§ 1896', '§ 65', '§ 68', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 528', 'BGH']

Rechtsprechung: FuR 2011, 226 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 05.01.2011
BGH, 05.01.2011 - XII ZB 152/10
FamFG §§ 274 Abs. 4 Nr. 1, 7 Abs. 5 Satz 2; ZPO § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2
§ 7 Abs 5 S 2 FamFG, § 274 Abs 4 Nr 1 FamFG, § 574 Abs 1 S 1 Nr 2 ZPO
Betreuungsverfahren: Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof gegen die Ablehnung eines Antrages auf Verfahrensbeteiligung
Notwendigkeit der Zulassung für die Zulässigkeit einer Beschwerde gegen einen den Antrag auf Verfahrensbeteiligung nach § 274 Abs. 4 Nr. 1 Familienverfahrensgesetz (FamFG) ablehnenden Beschluss
FamFG §§ 274 Abs. 4 Nr. 1, 7 Abs. 5 S. 2; ZPO § 574 Absatz 1 S. 1 Nr. 2
Zulassungserfordernis für Rechtsbeschwerde gegen Ablehnug des Antrags auf Verfahrensbeteiligung
Notwendigkeit der Zulassung für die Zulässigkeit einer Beschwerde gegen einen den Antrag auf Verfahrensbeteiligung nach § 274 Abs. 4 Nr. 1 FamFG ablehnenden Beschluss
Verfahrensrecht - Ablehnung einer Verfahrensbeteiligung nach FamFG
Betreuungsrecht - Rechtsbeschwerde - nur wenn Beschwerdegericht die Rechtsbeschwerde zugelassen hat
Zur Rechtsbeschwerde
AG Diez, 09.12.2009 - 9 XVII 29/09
LG Koblenz, 15.03.2010 - 2 T 131/10
NJW-RR 2011, 217
MDR 2011, 316
FGPrax 2011, 103
FamRZ 2011, 368
FuR 2011, 226
Denn es besteht die Möglichkeit der Einreichung beim Beschwerdegericht, sofern - wie vorliegend - das Verfahren bereits beim Oberlandesgericht anhängig ist (vgl. OLG Dresden, FGPrax 2011, 103 [BGH 05.01.2011 - XII ZB 152/10] ;… Keidel/Sternal, FamFG, 18. Aufl., § 64 Rn 4a).
Die Rechtsbeschwerde findet in diesen Fällen unter anderem statt, wenn das Beschwerdegericht sie zugelassen hat (Senatsbeschlüsse vom 5. Januar 2011 - XII ZB 152/10 - FamRZ 2011, 368 Rn. 2 …und vom 30. März 2011 - XII ZB 698/10 - FamRZ 2011, 966 Rn. 11; BT-Drucks. 16/6308 S. 179).
Der Beteiligte zu 3 ist beschwerdebefugt, weil sein Hinzuziehungsantrag zurückgewiesen worden ist (vgl. Senatsbeschlüsse vom 5. Januar 2011 - XII ZB 152/10 - FamRZ 2011, 368 Rn. 2 …und vom 30. März 2011 - XII ZB 698/10 - FamRZ 2011, 966 Rn. 11; BT-Drucks. 16/6308 S. 179).
Die aufgrund der Zulassung durch das Beschwerdegericht gemäß §§ 7 Abs. 5 Satz 1 FamFG, 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO statthafte (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 15. Februar 2012 - XII ZB 133/11 - FamRZ 2012, 960 Rn. 4 und vom 5. Januar 2011 - XII ZB 152/10 - FamRZ 2011, 368 Rn. 2) und auch im Übrigen zulässige - insbesondere nach der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Rechtsbeschwerdebegründungsfrist fristgerecht begründete - Rechtsbeschwerde bleibt in der Sache ohne Erfolg.
Die Rechtsbeschwerde ist gemäß § 70 Abs. 1 FamFG aufgrund der Zulassung durch das Beschwerdegericht statthaft (vgl. auch Senatsbeschluss vom 5. Januar 2011 - XII ZB 152/10 - FamRZ 2011, 368 Rn. 2) und auch im Übrigen zulässig.
Soweit das Gesetz hierfür auf die entsprechende Anwendung der §§ 567 bis 572 ZPO verweist, bestimmt sich die Rechtsbeschwerde jedoch nicht nach § 70 FamFG, sondern nach §§ 574 ff. ZPO (Senatsbeschlüsse vom 30. März 2011 - XII ZB 692/10 - FamRZ 2011, 966 Rn. 10 f. und vom 5. Januar 2011 - XII ZB 152/10 - FamRZ 2011, 368 Rn. 2 jeweils zu § 7 Abs. 5 Satz 2 FamFG; BGH Beschluss vom 4. März 2010 - V ZB 222/09 - BGHZ 184, 323 = FGPrax 2010, 154 Rn. 5; Fölsch FamRZ 2011, 260, 261 f., jeweils zu § 76 Abs. 2 FamFG [insoweit anders noch Senatsbeschlüsse vom 18. Mai 2011 - XII ZB 265/10 - FamRZ 2011, 1138 Rn. 6 und vom 23. Juni 2010 - XII ZB 82/10 - FamRZ 2010, 1425 Rn. 3]; Zöller/Feskorn ZPO 29. Aufl. § 70 FamFG Rn. 2; vgl. auch Senatsbeschluss vom 28. September 2011 - XII ZB 2/11 - FamRZ 2011, 1933 Rn. 7 f. zur Anfechtung isolierter Kostenentscheidungen in Ehe- und Familienstreitsachen.
BGH, 30.03.2011 - XII ZB 692/10
Betreuungsverfahren: Statthaftigkeit der zulassungsfreien Rechtsbeschwerde gegen …
Der Beschluss, mit dem ein Antrag auf Verfahrensbeteiligung nach § 274 Abs. 4 Nr. 1 FamFG abgelehnt wird, kann gemäß § 7 Abs. 5 Satz 2 FamFG nur mit der sofortigen Beschwerde in entsprechender Anwendung der §§ 567 bis 572 ZPO angefochten werden (Senatsbeschluss vom 5. Januar 2011 - XII ZB 152/10 - FamRZ 2011, 368 Rn. 2;… Keidel/Budde FamFG 16. Aufl. § 274 Rn. 13;… MünchKommZPO/Schmidt-Recla 3. Aufl. § 274 FamFG Rn. 17).
Damit wird aber nicht zum Ausdruck gebracht, dass die Rechtsbeschwerde gegen die Entscheidung des Beschwerdegerichts nicht gegeben ist (BGH FamRZ 2011, 368).
BGH, 14.08.2013 - XII ZA 50/13
Befugnis des Gerichts in der Besetzung mit den abgelehnten Richtern zu einer …
Die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof findet entsprechend § 574 Abs. 1 ZPO in diesen Fällen daher nur statt, wenn dies im Gesetz ausdrücklich bestimmt ist oder das Beschwerdegericht die Rechtsbeschwerde in dem angegriffenen Beschluss zugelassen hat (Senatsbeschlüsse vom 5. Januar 2011 - XII ZB 152/10 - FamRZ 2011, 368 Rn. 2 …und vom 30. März 2011 - XII ZB 692/10 - FamRZ 2011, 966 Rn. 11).
OLG Bamberg, 14.02.2014 - 2 WF 158/13
Verfahrenskostenhilfe in Familiensachen: Berücksichtigung von Kindergeld als …
Im Hinblick darauf, dass die Frage, ob Kindergeld im Rahmen der Verfahrenskostenhilfe Einkommen des Kindes oder Einkommen des Elternteils ist, der das Kindergeld bezieht, nach dem Inkrafttreten des neuen Unterhaltsrechts von den Oberlandesgerichten unterschiedlich beurteilt wird, war die Rechtsbeschwerde zuzulassen (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO; BGH, Beschluss vom 5.1.2011 - XII ZB 152/10 - FamRZ 2011, 368;… Zöller/Geimer, ZPO, 30. Aufl., § 127 Rdnr. 52).
OLG Brandenburg, 24.02.2011 - 10 WF 265/10
Verfahrenskostenhilfe: Erforderlichkeit der Beiordnung eines Rechtsanwalts für …
Mit Rücksicht darauf, dass nach dem bisherigen Verfahrensrecht dann, wenn sich eine Partei durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen musste, § 78 Abs. 1 ZPO, die Vertretung durch das Jugendamt nicht möglich war und im Rahmen der Beiordnungsentscheidung die Frage der Gleichwertigkeit der Vertretung durch das Jugendamt im Vergleich zur Vertretung durch einen Rechtsanwalt nur im Rahmen von § 121 Abs. 2 ZPO, also im Parteiprozess, problematisiert wurde und auch insoweit unterschiedliche Meinungen vertreten wurden, wird die Rechtsbeschwerde gemäß § 70 Abs. 2 FamFG zugelassen (vgl. BGH, FamRZ 2010, 1425 Tz. 7; FamRZ 2010, 1427 Tz. 4; Götsche FamRZ 2009, 383, 388; Schürmann FamRB 2009, 58, 60;… BeckOK Hahne/Munzig/Gutjahr, FamFG, § 70, Rz. 4; abweichend davon für die Rechtsbeschwerde entsprechend § 574 ZPO BGH, BeckRS 2010, 06498 Tz 5; BeckRS 2011, 01780 Tz. 2; Fölsch, FamRZ 2011, 260, 261;… gegen die Zulässigkeit der Rechtsbeschwerde Keidel/ Giers, FamFG, 16. Aufl., § 87, Rz. 15;… Prütting/Helms/Abramenko, FamFG, § 33, Rz. 41;… § 42, Rz. 25;… Zöller/Geimer, ZPO, 28. Aufl., FamFG § 21, Rz. 4;… Bork/Jacoby/Schwab/ Müther, FamFG, § 70, Rz. 6;… Bahrenfuss, FamFG, § 6, Rz. 41;… Horndasch/Viefhues/ Heinemann, FamFG, § 355, Rz. 12;… § 372, Rz. 6; Büttner FF 2009, 242, 243).
BGB § 1896; FamFG §§ 68 Abs. 3, 65 Abs. 3
§ 1896 BGB, § 65 Abs 3 FamFG, § 68 Abs 3 FamFG
Beschwerde im Betreuungsverfahren: Beschränkung des Beschwerdegegenstands durch den Verfahrensgegenstand erster Instanz; Behandlung eines erstmalig in zweiter Instanz gestellten Antrags auf Betreuerwechsel
Erstinstanzliche Entscheidung als möglicher Verfahrensgegenstand einer Beschwerde; Behandlung des erstmals in zweiter Instanz gestellten Antrags auf Wechsel des Betreuers
BGB § 1896; FamFG § 65 Abs. 3; FamFG § 68 Abs. 3
Verfahrensrecht - Gegenstand des Beschwerdeverfahrens nur der des 1. Rechtszuges
Wechsel des Betreuers in der Beschwerdeinstanz
AG Bochum, 19.02.2010 - 18 XVII N 513
AG Bochum, 07.05.2010 - 18 XVII N 513
LG Bochum, 07.05.2010 - 7 T 112/10
NJW-RR 2011, 579
MDR 2011, 164
FGPrax 2011, 78
FamRZ 2011, 367
Soweit der Senat in Betreuungssachen die Anordnung der Betreuung und die Bestellung eines Betreuers als Einheitsentscheidung bezeichnet hat (…Senatsbeschlüsse vom 15. September 2010 - XII ZB 166/10 - FamRZ 2010, 1897 Rn. 8 ff. und vom 5. Januar 2011 - XII ZB 240/10 - FamRZ 2011, 367 Rn. 9), beruht dies auf den Besonderheiten des Betreuungsrechts.
Dadurch ist außerdem die rechtliche Selbstständigkeit der Grundentscheidung und der Entscheidung über die Bestellung nicht in Frage gestellt worden (…Senatsbeschlüsse vom 15. September 2010 - XII ZB 166/10 - FamRZ 2010, 1897 Rn. 10 mwN und vom 5. Januar 2011 - XII ZB 240/10 - FamRZ 2011, 367 Rn. 9 aE;… vgl. auch Senatsbeschluss vom 9. Februar 2011 - XII ZB 364/10 - FamRZ 2011, 632 Rn. 9).
Einschränkung des Umgangsrechts des Vaters mit seinem minderjährigen Kind wegen …
Das ergibt sich aus dem Wesen des Rechtsmittelverfahrens, das notwendigerweise keine andere Angelegenheit betreffen darf als diejenige, die Gegenstand der angefochtenen Entscheidung gewesen ist (BGH FamRZ 2011, 367 und 1143; Senatsbeschluss vom 19. Oktober 2009 - 6 UF 48/09 -, NJW-RR 2010, 146).
Gegenstand des Beschwerdeverfahrens kann grundsätzlich nur der Verfahrensgegenstand sein, über den im ersten Rechtszug entschieden worden ist (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 5. Januar 2011, XII ZB 240/10, FamRZ 2011, 367).
Das ergibt sich aus dem Wesen des Rechtsmittelverfahrens, das notwendigerweise keine andere Angelegenheit betreffen darf als diejenige, die Gegenstand der angefochtenen Entscheidung gewesen ist (Senatsbeschluss vom 5. Januar 2011 - XII ZB 240/10 - FamRZ 2011, 367 Rn. 7 mwN).
Das gilt auch für das Beschwerdegericht, das - in den Grenzen der Beschwerde - vollständig an die Stelle des Gerichts erster Instanz tritt und das gesamte Sach- und Rechtsverhältnis, wie es sich zur Zeit seiner Entscheidung darstellt, seiner Beurteilung zu unterziehen hat (Senatsbeschluss vom 5. Januar 2011 - XII ZB 240/10 - FamRZ 2011, 367 Rn. 8).
KG, 13.03.2012 - 1 W 747/11
Selektive Erbausschlagung der Eltern für ihre Kinder: Erforderlichkeit einer …
Das ergibt sich aus dem Wesen des Rechtsmittelverfahrens, das notwendigerweise keine andere Angelegenheit betreffen darf als diejenige, die Gegenstand der angefochtenen Entscheidung gewesen ist (BGH, FGPrax 2011, 78).
Das Beschwerdegericht tritt folglich - in den Grenzen der Beschwerde - vollständig an die Stelle des Gerichts erster Instanz und hat das gesamte Sach- und Rechtsverhältnis, wie es sich zur Zeit seiner Entscheidung darstellt, seiner Beurteilung zu unterziehen (Senatsbeschluss vom 5. Januar 2011 - XII ZB 240/10 - FamRZ 2011, 367 Rn. 8).
Gegenstand des zweitinstanzlichen Verfahrens ist nämlich grundsätzlich nur der Verfahrensgegenstand, über den im ersten Rechtszug entschieden worden ist; das ergibt sich aus dem Wesen des Rechtsmittelverfahrens, das notwendigerweise keine andere Angelegenheit betreffen darf als diejenige, die Gegenstand der angefochtenen Entscheidung gewesen ist (vgl. BGH, Beschluss vom 6. Dezember 1979 - VII ZB 11/79, BGHZ 75, 375; Beschluss vom 5. Januar 2011 - XII ZB 240/10, NJW-RR 2011, 579;… Rimmelspacher, in: MünchKomm-ZPO 6. Aufl., § 528 Rn. 5).
KG, 03.04.2012 - 1 W 557/11
Gegenständlich beschränkter Erbschein für den beweglichen Nachlass in …
Das Beschwerdegericht hat danach die Richtigkeit der erstinstanzlichen Entscheidung in tatsächlicher und rechtlicher Beziehung von Amts wegen vollständig und unabhängig von den erhobenen Rügen sowie den vertretenen Rechtsansichten zu prüfen (BGH…, Beschluss vom 16. November 2011 - XII ZB 6/11, Rn. 8, juris; Beschluss vom 5. Januar 2011 - XII ZB 240/10, FGPrax 2011, 78, Rn. 8).