Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=21.06.2006&Aktenzeichen=7%20AZR%20234/05
Timestamp: 2019-05-24 20:20:39
Document Index: 133750896

Matched Legal Cases: ['§ 57', '§ 620', '§ 57', '§ 620', '§ 2', '§ 57', '§ 57', '§ 620', '§ 57', '§ 620', '§ 57', '§ 5', '§ 57', '§ 620', '§ 57', '§ 57', '§ 620', 'Art. 75', '§ 57', '§ 5', '§ 57', '§ 57', '§ 620', 'Art. 72', '§ 57', '§ 620', '§ 57', '§ 620', '§ 57', '§ 57', '§ 620', '§ 57', '§ 5', '§ 57', '§ 620', '§ 57', '§ 620', '§ 2']

BAG, 21.06.2006 - 7 AZR 234/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1049
BAG, 21.06.2006 - 7 AZR 234/05 (https://dejure.org/2006,1049)
BAG, Entscheidung vom 21.06.2006 - 7 AZR 234/05 (https://dejure.org/2006,1049)
BAG, Entscheidung vom 21. Juni 2006 - 7 AZR 234/05 (https://dejure.org/2006,1049)
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Änderung des Zeitvertragsrechts von wissenschaftlichem und künstlerischem Personal durch Bundesgesetz; Entfallen der Weiterbeschäftigungsmöglichkeit von Personal an Hochschulen wegen des Erreichens der Höchstbeschäftigungsdauer; Verfassungsmäßigkeit einer rückwirkenden Änderung des Hochschlrahmengesetzes gerichtet auf die Änderung der Beschäftigungszeiten von wissenschaftlichem und künstlerischem Personal an Hochschulen; Bestimmung des Umfangs der Gesetzgebungsbefugnis des Bundes auf dem Gebiet des Zeitvertragsrecht; Erforderlichkeit von Änderungen des Zeitarbeitsrechtes an Hochschulen wegen einer Sicherung der Wirtschaftseinheit; Bestimmung der Voraussetzungen für das Bestehen der Gesetzgebungskompetenz des Bundes bei einer konkurrierenden Gesetzgebung; Anforderungen an eine Gesetzesänderung im Hinblick auf die "Soweit Klausel"; Bestehen der Zustimmungsbedürftigkeit auch hinsichtlich nicht zustimmungsbedürftiger Teile bei einer Änderung von zustimmungsbedürftigen Teilen
Arbeitsrecht - Rückwirkende Inkraftsetzung des Hochschulbefristungsrechts verfassungsgemäß
Rückwirkende Inkraftsetzung des Hochschulbefristungsrechts verfassungsgemäß - Klage eines Privatdozenten blieb erfolglos
BAGE 118, 290
NJW 2007, 540 (Ls.)
NZA 2007, 209
Dies hat der Senat bereits in seinem Urteil vom 21. Juni 2006 (- 7 AZR 234/05 -Rn. 16, AP HRG § 57a Nr. 5 = EzA BGB 2002 § 620 Hochschulen Nr. 2) entschieden.
Insoweit wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die ausführliche Begründung in dem Senatsurteil vom 21. Juni 2006 (- 7 AZR 234/05 - Rn. 37 - 45, AP HRG § 57a Nr. 5 = EzA BGB 2002 § 620 Hochschulen Nr. 2) Bezug genommen.
Wie der Senat zu der mit § 2 Abs. 4 Satz 1 WissZeitVG wortgleichen Vorschrift des § 57b Abs. 3 Satz 1 HRG in der bis 17. April 2007 geltenden Fassung (HRG nF) entschieden hat, erfordert die Einhaltung des Zitiergebots nicht die Angabe der einzelnen Befristungsnormen (vgl. BAG 21. Juni 2006 - 7 AZR 234/05 - Rn. 15, BAGE 118, 290) .
Dies hat der Senat bereits in seinem Urteil vom 21. Juni 2006 (- 7 AZR 234/05 - Rn. 16, AP HRG § 57a Nr. 5 = EzA BGB 2002 § 620 Hochschulen Nr. 2) entschieden.
Insoweit wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die ausführliche Begründung in dem Urteil vom 21. Juni 2006 (- 7 AZR 234/05 - Rn. 37 - 45, AP HRG § 57a Nr. 5 = EzA BGB 2002 § 620 Hochschulen Nr. 2) Bezug genommen.
Durch die Regelung in § 57f Abs. 2 Satz 1 HRG ZF II hat sich der nationale Gesetzgeber für das Erfordernis der Höchstbefristungsdauer (§ 5 Abs. 1 Buchst. b) der Rahmenvereinbarung) entschieden (BAG 21. Juni 2006 - 7 AZR 234/05 - Rn. 47, AP HRG § 57a Nr. 5 = EzA BGB 2002 § 620 Hochschulen Nr. 2).
Die zeitliche Rückerstreckung der §§ 57a ff. HRG auf die in der Zeit zwischen dem 23. Februar 2002 und dem 27. Juli 2004 abgeschlossenen befristeten Arbeitsverträge mit wissenschaftlichem und künstlerischem Personal an Hochschulen bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken, da hierdurch nur die Rechtslage wiederhergestellt wurde, von der die Parteien bei Vertragsschluss am 21. Oktober 2003 ausgehen mussten (vgl. hierzu ausführlich BAG 21. Juni 2006 - 7 AZR 234/05 - BAGE 118, 290 = AP HRG § 57a Nr. 5 = EzA BGB 2002 § 620 Hochschulen Nr. 2).
Das gilt auch, soweit die bundesgesetzlichen Regelungen an die Besonderheiten im Hochschulbereich anknüpfen (vgl. ausführlich - noch zur Rechtslage vor Aufhebung des früheren Art. 75 GG - BAG 21. Juni 2006 - 7 AZR 234/05 - Rn. 17 ff., BAGE 118, 290 sowie bereits 30. März 1994 - 7 AZR 229/93 - zu III 1 der Gründe, BAGE 76, 204) .
Für die in der Zeit vom 23. Februar 2002 bis zum 26. Juli 2004 geschlossenen Arbeitsverträge sah dann jedoch § 57f Satz 1 HRG idF des "Gesetzes zur Änderung dienst- und arbeitsvertraglicher Vorschriften im Hochschulbereich (HdaVÄndG) " vom 27. Dezember 2004 (BGBl. I S. 3835, in Kraft getreten am 31. Dezember 2004) - rückwirkend (vgl. dazu BAG 21. Juni 2006 - 7 AZR 234/05 - Rn. 37 ff., BAGE 118, 290) - Regelungen über die Befristung von Arbeitsverträgen insbesondere für wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiter sowie für wissenschaftliche und künstlerische Hilfskräfte vor.
Dass der Bundesgesetzgeber sowohl beim Erlass des TzBfG als auch des HRG in seiner jeweils geltenden Fassung entsprechende Prognosen anstellte (vgl. zum HRG BAG 21. Juni 2006 - 7 AZR 234/05 - Rn. 30 ff., BAGE 118, 290) , rechtfertigt nicht den Schluss, er habe seine Kompetenz auch hinsichtlich der Befristung der Arbeitsverhältnisse von Professoren an staatlichen Hochschulen abschließend ausüben wollen.
Dies genügt den Anforderungen von § 5 Abs. 1 Buchst. b der Rahmenvereinbarung (vgl. zu § 57f Abs. 2 Satz 1 HRG idF des 6. HRGÄndG vom 8. August 2002: BAG 21. Juni 2006 - 7 AZR 234/05 - BAGE 118, 290 = AP HRG § 57a Nr. 5 = EzA BGB 2002 § 620 Hochschulen Nr. 2, zu IV der Gründe;… 11. Juli 2007 - 7 AZR 322/06 - Rn. 26).
Die sich aus Art. 72 Abs. 2 GG für die konkurrierende Gesetzgebung ergebenden Anforderungen an das Gesetzgebungsrecht des Bundes sind erfüllt (vgl. hierzu ausführlich BAG 21. Juni 2006 - 7 AZR 234/05 - AP HRG § 57a Nr. 5 = EzA BGB 2002 § 620 Hochschulen Nr. 2, zu III 1 a - III 1 c der Gründe).
Das 6. HRGÄndG bedurfte nicht der Zustimmung des Bundesrats (vgl. hierzu ausführlich BAG 21. Juni 2006 - 7 AZR 234/05 - AP HRG § 57a Nr. 5 = EzA BGB 2002 § 620 Hochschulen Nr. 2, zu III 2 a - III 2 c der Gründe).
Schutzwürdiges Vertrauen der Vertragsparteien, das die rückwirkende Regelungskompetenz des Gesetzgebers begrenzt hat, konnte in der Zeit zwischen der Verkündung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts bis zum Inkrafttreten des § 57f Abs. 1 Satz 1 HRG nF nicht entstehen (vgl. hierzu ausführlich BAG 21. Juni 2006 - 7 AZR 234/05 -AP HRG § 57a Nr. 5 = EzA BGB 2002 § 620 Hochschulen Nr. 2, zu III 3 der Gründe).
Durch die Regelung in § 57f Abs. 2 Satz 1 HRG ZF II hat sich der nationale Gesetzgeber für das Erfordernis einer Höchstbefristungsdauer (§ 5 Abs. 1 Buchst. b der Rahmenvereinbarung) entschieden (BAG 21. Juni 2006 - 7 AZR 234/05 - AP HRG § 57a Nr. 5 = EzA BGB 2002 § 620 Hochschulen Nr. 2, zu IV der Gründe).
Das 6. HRGÄndG bedurfte nicht der Zustimmung des Bundesrats (vgl. hierzu ausführlich BAG 21. Juni 2006 - 7 AZR 234/05 - Rn. 33 - 36, AP HRG § 57a Nr. 5 = EzA BGB 2002 § 620 Hochschulen Nr. 2).
Befristung; Drittmittelforschung; Forschungstätigkeit
LAG Sachsen-Anhalt, 17.09.2013 - 6 Sa 107/12
Befristungskontrolle - § 2 Abs 1 S 3 WissZeitVG - Kinderbetreuung