Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NZBau%202003,%20281
Timestamp: 2020-02-17 23:58:14
Document Index: 234340014

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 631', '§ 10', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 6', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.01.2003 - VII ZR 362/01 - dejure.org
BGH, 23.01.2003 - VII ZR 362/01
https://dejure.org/2003,768
BGH, 23.01.2003 - VII ZR 362/01 (https://dejure.org/2003,768)
BGH, Entscheidung vom 23.01.2003 - VII ZR 362/01 (https://dejure.org/2003,768)
BGH, Entscheidung vom 23. Januar 2003 - VII ZR 362/01 (https://dejure.org/2003,768)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2003,768) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGB § 631 Abs. 1; HOAI § 10 Abs. 1
Vereinbarung der Bausumme als Beschaffenheit des geschuldeten Werkes - Bausumme als Obergrenze der anrechenbaren Kosten für die Honorarberechnung - Abschluss eines Architektenvertrages oder Ingenieurvertrages - Kündigung eines Planungsvertrages aus wichtigem Grund - ...
Architektenhonorar, Bausumme als Rechnungsgrundlage für -; Bausumme, Vereinbarung einer - für Architektenhonorar
ludolph-management.de
Rechtsfolgen der Vereinbarung einer Bausumme
Bausumme kann Obergrenze d. anrechenbaren Kosten sein
Kostenobergrenze begrenzt auch das Honorar - Praxistipps zum Umgang mit vereinbarten Kostenobergrenzen
Architektenhonorar: Bausumme als Rechnungsgrundlage
Bausumme als Obergrenze der anrechenbaren Kosten für Architektenhonorarabrechnung bei deren Vereinbarung als Beschaffenheit des Werks
Begrenzung der Kostenermittlung durch vereinbarten Kostenrahmen?
Vereinbarte Bausumme bildet die Obergrenze der anrechenbaren Kosten! (IBR 2003, 203)
Zusammenfassung von "Einige Überlegungen zum vereinbarten Kostenlimit. Wie wirkt es sich auf das geschuldete Honorar aus - und warum?" von RA Dr. Jost-Caesar Böhme, original erschienen in: BauR 2004, 397 - 400.
Zusammenfassung von "Baukosten als Beschaffenheitsvereinbarung und die Mindestsatzgarantie der HOAI, Urteilsanmerkung zu BGH, 23.01.2003, VII ZR 362/01" von RiBGH a.D. Prof. Friedrich Quack, original erschienen in: ZfBR 2004, 315 - 316.
BGH, 13.03.2003 - VII ZR 362/01
NJW-RR 2003, 593
MDR 2003, 453
NZBau 2003, 281
BauR 2003, 566
ZfBR 2003, 359
Nicht erheblich ist ferner der unter Verweis auf die Entscheidung des Senats vom 23. Januar 2003 (VII ZR 362/01, BauR 2003, 566, 567 = NZBau 2003, 281) erhobene Einwand der Revision, dass auch nach aktuellem Vergütungsrecht eine Bausumme die Obergrenze der anrechenbaren Kosten für die Honorarberechnung bilde, sofern die Vertragsparteien diese Bausumme als Beschaffenheit des geschuldeten Werks vereinbart hätten.
Dabei muss er nicht nur genau vereinbarte Baukostenobergrenzen einhalten (vgl. dazu BGH, Urteil vom 23. Januar 2003 - VII ZR 362/01, BauR 2003, 566 = NZBau 2003, 281 = ZfBR 2003, 359; Urteil vom 13. Februar 2003 - VII ZR 395/01, BauR 2003, 1061 = NZBau 2003, 388 = ZfBR 2003, 452).
Hat der Architekt eine mit dem Auftraggeber vereinbarte Baukostenobergrenze nicht eingehalten, kann dem Auftraggeber ein Schadensersatzanspruch zustehen (Fortführung von BGH, Urteil vom 23. Januar 2003, VII ZR 362/01, BauR 2003, 566 = NZBau 2003, 281).
Dabei muss er eine vereinbarte Baukostenobergrenze einhalten (vgl. BGH…, Urteil vom 24. April 2014 - VII ZR 164/13, BGHZ 201, 32 Rn. 21;… Urteil vom 21. März 2013 - VII ZR 230/11, BGHZ 197, 93 Rn. 9;… Urteil vom 13. Februar 2003 - VII ZR 395/01, BauR 2003, 1061, juris Rn. 9 = NZBau 2003, 388; Urteil vom 23. Januar 2003 - VII ZR 362/01, BauR 2003, 566, juris Rn. 15 f. = NZBau 2003, 281).
Eine solche Forderung verstieße gegen Treu und Glauben (dolo petit-Einwand, vgl. Meurer, BauR 2003, 328, 332; vgl. auch BGH, Urteil vom 23. Januar 2003 - VII ZR 362/01, BauR 2003, 566 f. = NZBau 2003, 281 = ZfBR 2003, 359).
cc) Der Senat hat mit Urteilen vom 6. Mai 1999 (…VII ZR 379/97 aaO.) und 23. Januar 2003 (VII ZR 362/01, BauR 2003, 566 = ZfBR 2003, 359 = NZBau 2003, 281) entschieden, dass die für die anrechenbaren Kosten des Objekts maßgeblichen Kosten durch den Vertragsgegenstand bestimmt und begrenzt werden.
51 Nach ständiger Rechtsprechung des BGH (vgl. hierzu nur BGH BauR 1997, 494; BauR 2003, 566) setzt ein Schadensersatzanspruch des Bauherrn wegen Überschreitung eines bestimmten Kostenrahmens (bzw. einer Kostengrenze) voraus, dass die Parteien des Architektenvertrages den Kostenrahmen als vertraglich geschuldete Beschaffenheit des Architektenwerks vereinbart haben.
Denn vereinbaren die Parteien eines Architekten- oder Ingenieurvertrages eine Bausumme als Beschaffenheit des Werkes, dann bildet diese Summe die Obergrenze der anrechenbaren Kosten für die Honorarberechnung (s. BGH BauR 2003, 566).
Ist das Werk deshalb mangelhaft, weil die vereinbarten Kosten überschritten werden, kann der Architekt oder Ingenieur die Differenz, um die die tatsächlichen die vereinbarten Kosten übersteigen, nicht zusätzlich als anrechenbare Kosten seiner Honorarberechnung zugrunde legen (vgl. dazu auch BGH BauR 1999, 1045; BauR 2003, 566).
An dieser Beurteilung ändert sich auch dann nichts, wenn sich der von den Parteien vorgegebene Standard der Planung mit den vereinbarten Baukosten nicht realisieren lässt (BGH BauR 2003, 566).
Denn die Klägerin hat übersehen, dass die Parteien eine verbindliche Kostenobergrenze vereinbart hatten (BGH, Urteile vom 23. Januar 2003 - VII ZR 362/01, juris Rn. 15 …und vom 6. Oktober 2016 - VII ZR 185/13, juris Rn. 16;… Locher/Koeble/Frik, HOAI , 10. Aufl., § 6 Rn. 55).
Die Berücksichtigung dieser Differenz als anrechenbare Kosten würde dazu führen, dass der Architekt oder Ingenieur aufgrund der Mangelhaftigkeit seines Werkes eine höhere Vergütung erhalten würde als sie ihm für eine vertragsgerechte Leistung zustehen würde (BGH, Urteil vom 23. Januar 2003 - VII ZR 362/01, juris Rn. 16).
Es handelt sich vielmehr um eine sogenannte "Beschaffenheitsvereinbarung", bei deren Nichteinhaltung ein Mangel gegeben ist (vgl. BGH BauR 2003, 566 Juris RN 14; BauR 2003, 1061, Juris RN 9;… Koeble in Kniffka / Koeble, a.a.O. RN 480;… Werner / Pastor a.a.O. RN 1786).
c) Im vorliegenden Fall ist die behauptete Baukostenobergrenze nicht nur für das Honorar von Bedeutung, weil diese Summe die Obergrenze der anrechenbaren Kosten für die Honorarberechnung bildet (vgl. BGH, BauR 2003, 566 Juris RN 15), sondern die Kostenobergrenze spielt auch für die Frage eine Rolle, ob die erste Planung der Klägerin mangelhaft war und deshalb die zweite Planung eine - nicht zu entgeltende - Nachbesserung ihrer Planung war.
Die Vereinbarung einer Baukostenobergrenze betrifft unmittelbar nicht die Höhe der Vergütung, sondern ist als eine vertragliche Vereinbarung einer Beschaffenheit des Architektenwerkes anzusehen (vgl. oben b); BGH BauR 2003, 1061, Juris RN 9; BauR 2003, 566, Juris RN 14).
Diese Vereinbarung dient nicht dazu, die Obergrenze der anrechenbaren Kosten für die Honorarberechnung zu bestimmen, sondern die Begrenzung des Honorars ist Folge eines Mangels des Werks im Fall des Überschreitens der vereinbarten Baukostenobergrenze (vgl. BGH BauR 2003, 566 Juris RN 16).
OLG Brandenburg, 08.05.2006 - Verg W 2/06
Vergabenachprüfungsverfahren: Erreichung des Schwellenwerts bei …
OLG Celle, 18.04.2007 - 14 U 87/06
Architektenhonorar: Bindungswirkung einer zulässigen Schätzung anrechenbarer …
KG, 08.04.2014 - 7 U 97/13
VK Bund, 22.03.2004 - VK 2-140/03
Planungsleistungen für Gebäude, Tragwerksplanung, technische Ausrüstung, …