Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?highlight_docid=aza%3A%2F%2F09-10-2012-2D_56-2012&lang=de&type=show_document
Timestamp: 2019-05-21 19:37:52
Document Index: 61823288

Matched Legal Cases: ['Art. 83', 'Art. 8', 'Art. 113', 'Art. 16', 'Art. 9', 'Art. 115', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 65', 'Art. 66']

2D_56/2012 09.10.2012
2D_56/2012
Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn vom 4. September 2012.
Der serbische Staatsangehörige X.________, geboren 1966, reiste 1991, als 25-Jähriger, erstmals in die Schweiz ein und weilte hier als Saisonnier. 1994 wurde ihm, damals 28-jährig, die Aufenthaltsbewilligung erteilt. 1997 erlitt er einen Unfall; seither war er mit einer kurzen Ausnahme nie mehr erwerbstätig. Bemühungen, eine IV-Rente erhältlich zu machen, blieben bis heute erfolglos. Seit April 2006 wurde ihm Sozialhilfe in Höhe von rund 70'000 Franken ausgerichtet. Seine Ehefrau, mit welcher er in ungetrennter Ehe lebt, zog 1998 in die gemeinsame Heimat zurück, wo er sie verschiedentlich besucht.
Am 12. April 2012 lehnte das Departement des Innern des Kantons Solothurn eine weitere Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von X.________ ab; zudem wies es ihn aus der Schweiz weg. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn mit Urteil vom 4. September 2012 ab; die Ausreisefrist setzte es neu auf Ende November 2012 an.
Mit Eingabe vom 5. Oktober 2012 beantragt X.________ dem Bundesgericht unter Bezugnahme auf das Urteil des Verwaltungsgerichts im Wesentlichen, es sei ihm die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern und er sei nicht wegzuweisen.
Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist gemäss Art. 83 lit. c BGG unzulässig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausländerrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das Völkerrecht einen Anspruch einräumt (Ziff. 2), sowie gegen Entscheide betreffend Wegweisung (Ziff. 4). Der Beschwerdeführer hat keinen bundesgesetzlich eingeräumten Anspruch auf Bewilligungsverlängerung. Als anspruchsbegründende Norm fiele höchstens Art. 8 EMRK in Betracht. Ein auf diese Konventionsnorm gründender Anspruch auf eine ausländerrechtliche Bewilligung wird nicht in vertretbarer Weise geltend gemacht; inwiefern der Beschwerdeführer bei seinen persönlichen und familiären Verhältnissen einen solchen haben könnte, ist nicht ersichtlich. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist vorliegend offensichtlich unzulässig. Das Rechtsmittel könnte - höchstens - als subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG) entgegengenommen werden. Mit der Verfassungsbeschwerde kann die Verletzung verfassungsmässiger Rechte gerügt werden (Art. 16 BGG). Der Beschwerdeführer macht geltend, die Feststellung über das Fehlen enger Beziehungen sozialer Natur zur Schweiz sei willkürlich; insofern beruft er sich auf das Willkürverbot von Art. 9 BV. Mangels Rechtsanspruchs auf die von ihm beantragte ausländerrechtliche Bewilligung ist er indessen zur Willkürrüge nicht legitimiert (Art. 115 lit. b BGG, dazu BGE 133 I 185 E. 6 S. 197 ff.). Die Beschwerde ist auch als Verfassungsbeschwerde offensichtlich unzulässig.
Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege kann wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht entsprochen werden (Art. 64 BGG), sodass die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) dem Beschwerdeführer als unterliegende Partei aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG).