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Timestamp: 2016-10-21 09:08:10
Document Index: 317224111

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 137', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 36', 'Art. 25', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'Art. 48', 'Art. 24', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

U 263/01 (04.04.2003)
U 263/01
U 304/01
Pr�sident Borella, Bundesrichter Lustenberger und nebenamtlicher Richter Brunner; Gerichtsschreiber Ackermann
S.________, 1961, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt David Husmann, c/o Sidler & Partner, Unterm�li 6, 6300 Zug,
S.________, 1961, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt David Husmann, c/o Sidler & Partner, Unterm�li 6, 6300 Zug,
(Entscheid vom 28. Juni 2001)
S.________, geboren 1961, war seit August 1992 als Hilfsarbeiter f�r die Firma R.________ t�tig und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unf�lle versichert. Am 29. August 1994 zog er sich anl�sslich einer Auseinandersetzung mit Landsleuten - neben anderen, f�r das vorliegende Verfahren nicht massgebenden, Verletzungen - einen Bruch des rechten Daumens zu, der in der Folge insgesamt f�nfmal operiert werden musste. Die SUVA nahm zahlreiche medizinische und erwerbliche Abkl�rungen vor; sie stellte mit Schreiben vom 18. Juni 1996 die Leistung von Heilkosten und Taggeldern auf Ende Juni 1996 ein, worauf S.________ ab Juli 1996 bis und mit Oktober 1997 Leistungen der Arbeitslosenversicherung bezog.
Auf Ersuchen des Hausarztes Dr. med. G.________, FMH Innere Medizin, nahm die SUVA ab M�rz/April 1997 erneut umfangreiche Abkl�rungen vor und erbrachte bis Ende Februar 1998 Taggeld- und Heilkostenleistungen. Mit Verf�gung vom 7. September 1998 sprach die SUVA S.________ mit Wirkung ab dem 1. M�rz 1998 eine Invalidenrente von 15 % zu, da aufgrund der Unfallfolgen leidensbedingte T�tigkeiten vollumf�nglich zumutbar seien; gleichzeitig wurde ihm eine Integrit�tsentsch�digung f�r eine Integrit�tseinbusse von 15 % gew�hrt. Nach erhobener Einsprache zog die SUVA weitere Arztberichte bei (unter anderem das von der Invalidenversicherung veranlasste Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle [MEDAS] Zentralschweiz vom 21. Januar 1999 inkl. rheumatologischem Konsilium vom 13. Dezember 1998, handchirurgischem Konsilium vom 10. Dezember 1998, psychiatrischem Konsilium vom 17. Dezember 1998 sowie Bericht der Beruflichen Abkl�rungsstelle [BEFAS] vom 15. Dezember 1998) und best�tigte mit Einspracheentscheid vom 5. August 1999 ihre Verf�gung von September 1998.
Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Entscheid vom 28. Juni 2001 insoweit teilweise gut, als es den Anspruch auf Invalidenrente auf 35 % erh�hte.
Die SUVA f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, den vorinstanzlichen Entscheid insoweit aufzuheben, als die Invalidenrente auf 35 % erh�ht und die Versicherung zur Bezahlung einer Parteientsch�digung verpflichtet worden sei. S.________ l�sst ebenfalls Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragt, unter Aufhebung des kantonalen Entscheides und des Einspracheentscheides sei ihm eine Invalidenrente von mindestens 63 % und eine Integrit�tsentsch�digung von 50 % zuzusprechen, eventualiter sei ein handchirurgisches Gutachten einzuholen; ferner l�sst er die Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung beantragen.
S.________ und die SUVA schliessen je auf Abweisung der von der Gegenpartei erhobenen Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf Vernehmlassungen verzichtet.
Im Nachgang zu seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst S.________ einen Bericht der Werkst�tte Z.________ vom 16. Juli 2002 einreichen, nachdem er dort vom 22. April bis 21. Oktober 2001 ein Arbeitstraining absolviert hatte. Im Weiteren l�sst S.________ den Vorbescheid der IV-Stelle Zug vom 12. August 2002 und seine diesbez�gliche Stellungnahme sowie ein Revisions- rsp. Wiedererw�gungsgesuch vom 1. Oktober 2002 zu den Akten geben.
Der nachtr�glich eingereichte Bericht der Werkst�tte Z.________ vom 16. Juli 2002 wie auch der Vorbescheid der IV-Stelle Zug sowie die darauf erfolgte Stellungnahme und das Revisions- rsp. Wiedererw�gungsgesuch des Beschwerdef�hrers von Oktober 2002 beziehen sich auf den Sachverhalt nach dem - Grenze der richterlichen �berpr�fungsbefugnis bildenden - Zeitpunkt des Einspracheentscheides (RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101 Erw. 2) im August 1999, so dass offen bleiben kann, ob diese neuen Beweismittel �berhaupt zu ber�cksichtigen sind, nachdem sie nach Ablauf der Beschwerdefrist, und ohne dass ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet wurde, aufgelegt worden sind (vgl. BGE 127 V 357 Erw. 4). Da sich die nachtr�glich eingereichten Unterlagen nicht auf den Zeitpunkt des Einspracheentscheides beziehen, k�nnen sie im �brigen auch keine neuen erheblichen Tatsachen oder entscheidende Beweismittel gem�ss Art. 137 lit. b OG darstellen.
3.1 Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen im Unfallversicherungsbereich ge�ndert worden. Weil in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1), und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grunds�tzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheides eingetretenen Sachverhalt abstellt (RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101 Erw. 2), sind im vorliegenden Fall die bis zum 31. Dezember 2002 geltenden Bestimmungen anwendbar.
3.2 Zutreffend sind die Darlegungen der Vorinstanz betreffend Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, 117 V 376 Erw. 3a mit Hinweisen) und ad�quaten Kausalzusammenhang (BGE 123 III 112 Erw. 3a, 123 V 103 Erw. 3d, 139 Erw. 3c, 122 V 416 Erw. 2a, je mit Hinweisen) zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod), insbesondere auch zur Ad�quanzbeurteilung bei Unf�llen und der in der Folge eingetretenen psychischen Fehlentwicklung mit Einschr�nkung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit (BGE 115 V 133). Dasselbe gilt f�r die Bestimmungen und Grunds�tze zum Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 UVG; Art. 36 Abs. 1 UVV), zu deren Abstufung nach der Schwere des Integrit�tsschadens (Art. 25 Abs. 1 UVG und Anhang 3 zur UVV, gest�tzt auf Art. 36 Abs. 2 UVV) und zur Bedeutung der von der medizinischen Abteilung der SUVA erarbeiteten weiteren Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sogenannter Feinraster; vgl. dazu auch BGE 124 V 32 Erw. 1c). Darauf wird verwiesen.
Streitig ist zun�chst, ob die geklagten psychischen Beschwerden ad�quat kausale Folgen des Unfalles vom 29. August 1994 sind.
4.1 Das kantonale Gericht stellt auf das psychiatrische Konsilium vom 17. Dezember 1998 im Gutachten der MEDAS ab und geht davon aus, dass wegen unfallkausaler psychischer Beschwerden auch in einer zumutbaren T�tigkeit ohne repetitive Beanspruchung der rechten Hand eine Arbeitsunf�higkeit von 20 % vorliege. Demgegen�ber bezweifelt die SUVA die Schl�ssigkeit des psychiatrischen Konsiliums, indem einerseits nicht aufgezeigt werde, dass die leichtgradige �ngstlich-depressive Verstimmung eine Unfallfolge sei und andererseits die teilweise Arbeitsunf�higkeit nur in dem Sinne verstanden werden k�nne, dass ein gewisser Teil von T�tigkeiten nicht mehr zumutbar sei, was in der Expertise eine prozentuale Veranschaulichung erfahren habe; im �brigen habe der Gutachter die Auswirkungen der Verstimmung nicht richtig eingesch�tzt.
4.2 Der psychiatrische Konsiliararzt Dr. med. K.________, Facharzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, geht davon aus, dass eine leichtgradige �ngstlich-depressive Verstimmung mit St�rung im Sozialverhalten vorliegt und diagnostiziert eine leichtgradige anhaltende Belastungsst�rung im Sinne von ICD-10 F43.25, welche aus psychiatrischen Gr�nden zu einer Arbeitsunf�higkeit von 20 % f�hre; dem Versicherten sei jede Arbeit zumutbar, die auf die somatischen Beschwerden R�cksicht nimmt und die zu normalen Arbeitszeiten und in einem sozialen Kontext in Anwesenheit anderer Personen ausge�bt werden kann, und ohne dass eine besondere Exponiertheit (wie z.B. als Securitasw�chter) vorliegt. Explizit h�lt der Experte fest, dass die Kriterien einer posttraumatischen Belastungsst�rung nach ICD-10 F43.1 nicht erf�llt sind.
Die Diagnose der leichtgradigen anhaltenden Belastungsst�rung erscheint angesichts der Aktenlage einleuchtend. Im Hinblick auf die t�tliche Auseinandersetzung vom 29. August 1994 ist ebenfalls nachvollziehbar, dass dem Versicherten keine exponierten oder allein auszuf�hrenden Arbeiten mehr m�glich sind. Letztlich ohne Begr�ndung (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a) bleibt aber, weshalb die Arbeitsf�higkeit zu normalen Arbeitszeiten in einem sozialen Kontext aus psychischen Gr�nden beeintr�chtigt sein soll: Der Experte verneint ausdr�cklich das Vorliegen einer posttraumatischen Belastungsst�rung nach ICD-10 F43.1 und diagnostiziert eine leichtgradige Anpassungsst�rung gem�ss ICD-10 F43.25. Letztere h�lt aber in der Regel nicht l�nger als sechs Monate an, abgesehen von der l�ngeren depressiven Reaktion, die jedoch als F43.21 zu diagnostizieren w�re (ICD-10 F43.2), was der Gutachter indessen nicht gemacht hat; im Weiteren kann auch eine solche St�rung maximal zwei Jahre andauern (vgl. Klaus Foerster, Die Kausalit�tsbeurteilung bei funktionellen psychischen St�rungen, in Erwin Murer (Hrsg.), Freiburger Sozialrechtstag 2002: Psychische St�rungen und die Sozialversicherung - Schwerpunkt Unfallversicherung, Bern 2002, S. 128). Selbst wenn man einr�umt, dass sich aus einer Anpassungsst�rung gelegentlich eine krankhafte Fixierung oder Chronifizierung mit l�ngerer Dauer entwickeln kann, m�sste der Experte jedoch begr�nden, weshalb hier eine solche - untypische - Entwicklung vorliegt und wieso er keine andere Diagnose gestellt hat. Damit ist die Einsch�tzung der Arbeitsunf�higkeit in H�he von 20 % durch den Experten dahin zu verstehen, dass aus psychiatrischen Gr�nden gewisse T�tigkeiten - wie z.B. exponierte T�tigkeiten als Securitasw�chter - nicht mehr zumutbar sind. Andere Arbeiten zu normalen Arbeitszeiten in einem unbelasteten Umfeld sind dem Versicherten dagegen vollschichtig und mit vollem Rendement - abgesehen von einer allf�lligen organischen Beeintr�chtigung - zumutbar.
Dieses Ergebnis wird durch die restlichen in den Akten liegenden Arztberichte best�tigt, welche keine eindeutigen Hinweise auf eine psychische Beeintr�chtigung mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit beinhalten. So findet sich in einem Gutachten des Universit�tsspitals Z�rich vom 21. Juli 1997 zwar der Hinweis, dass der Beschwerdef�hrer bei der Beschreibung seiner Situation einen "verzweifelten Eindruck" gemacht habe, ohne dass jedoch auch nur der Verdacht auf psychische Probleme angedeutet und demzufolge einzig die Problematik der Handverletzung behandelt wird, w�hrend der Hausarzt Dr. med. G.________ in seinem Schreiben vom 13. Mai 1998 eine psychiatrische Behandlung explizit als nicht n�tig erachtet. Der vom neuen Hausarzt beigezogene Dr. med. B.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie, speziell Handchirurgie, schreibt in seinem Bericht vom 5. November 1998 zwar davon, dass die bestehende Schmerzsympthomatik "zus�tzlich noch psychogen �berlagert sein d�rfte", jedoch findet sich keine Begr�ndung f�r diesen Verdacht und es wird auch nicht auf eine allgemeine psychische Erkrankung, z.B. auf eine depressive Verstimmung, hingewiesen.
Streitig ist im Weiteren das Ausmass der somatisch bedingten Arbeitsunf�higkeit, wobei jedoch unbestritten ist, dass die somatischen Sch�den an der rechten Hand Unfallfolgen sind. Ebenfalls nicht streitig ist, dass die anl�sslich der Auseinandersetzung erlittenen weiteren Verletzungen keinen Einfluss auf die Arbeitsf�higkeit haben.
5.1 Gest�tzt auf die Einsch�tzung im Gutachten der MEDAS vom 21. Januar 1999 geht die Vorinstanz in somatischer Hinsicht (implizit) von einer vollst�ndigen Arbeitsf�higkeit in einer leidensangepassten T�tigkeit aus. Demgegen�ber ist der Versicherte der Auffassung, die Restarbeitsf�higkeit betrage maximal 50 %; in diesem Zusammenhang beantragt er eventualiter auch die Einholung eines handchirurgischen Gutachtens.
5.2 Das Gutachten der MEDAS vom 21. Januar 1999 geht von einer vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit f�r schwere und mittelschwere "Hand"-Werke aus und veranschlagt die Arbeitsf�higkeit f�r leichte, die rechte Hand nicht repetitiv einsetzende Arbeiten auf 80 %, wobei die Grenzen durch den psychiatrischen Befund gesetzt werden. Da eine psychiatrisch bedingte Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit nicht nachvollzogen werden kann (vgl. Erw. 4.2 hievor), ist in der Folge aufgrund der Expertise aus somatischer Sicht von einer vollst�ndigen Arbeitsf�higkeit in einer leidensangepassten T�tigkeit auszugehen. Das Gutachten ist f�r die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen (vgl. insbesondere die eingeholten Konsilien), ber�cksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden; zudem ist es in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und beinhaltet - betreffend der somatischen Einschr�nkungen - begr�ndete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Der nach Abschluss des vorinstanzlichen Schriftenwechsels aufgelegte Bericht des neuen Hausarztes Dr. med. A.________, Facharzt FMH f�r Allgemeinmedizin, vom 23. M�rz 2001 mit einer Einsch�tzung der aktuellen Arbeitsf�higkeit von 50 % spricht nicht gegen die Zuverl�ssigkeit der Angaben im Gutachten der MEDAS (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb), da er einen Zeitpunkt nach dem Erlass des Einspracheentscheides beschl�gt (RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101 Erw. 2). Damit ist von einer vollst�ndigen Arbeitsf�higkeit in einer leidensangepassten T�tigkeit auszugehen; weitere Abkl�rungen - insbesondere das vom Versicherten beantragte handchirurgische Gutachten - verm�gen daran nichts zu �ndern (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b).
Zu pr�fen bleibt, wie sich die Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit erwerblich auswirkt. Massgeblicher Zeitpunkt des hief�r vorzunehmenden Einkommensvergleiches ist der Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs (BGE 128 V 174 sowie Urteil R. vom 3. Februar 2003, I 670/01), d.h. hier M�rz 1998.
6.1 Das Einkommen ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) hat die Vorinstanz gest�tzt auf den letzten erzielten Stundenlohn f�r 1998 zu Recht auf Fr. 50'746.-- festgesetzt, was vom Versicherten nicht bestritten und von der SUVA nicht einmal erw�hnt wird.
6.2 Betreffend Einkommen nach Eintritt des Gesundheitsschadens stellt das kantonale Gericht auf die Tabellenl�hne der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung ab und nimmt einen leidensbedingten Abzug von 25 % vor, w�hrend die SUVA auf die konkreten Arbeitsplatzerhebungen gem�ss den Bl�ttern dokumentierter Arbeitspl�tze (DAP) abstellen will.
6.2.1 Zun�chst ist zu pr�fen, ob auf die Lohnangaben gem�ss DAP abgestellt werden kann, welche aus acht Arbeitspl�tzen mit einem durchschnittlichen Minimalverdienst von Fr. 43'830.-- bestehen. Bei der Beurteilung dieser Angaben m�ssen die gesundheitlichen Einschr�nkungen des Versicherten ber�cksichtigt werden, welcher gem�ss dem Gutachten der MEDAS nur leichte, die rechte Hand nicht repetitiv einsetzende Arbeiten ausf�hren kann; im Weiteren sind ihm wegen seiner Angstzust�nde nur Arbeiten w�hrend den �blichen Arbeitszeiten und ohne exponierten Arbeitsplatz zumutbar, so dass Schichtarbeit nicht m�glich ist und in der Folge der DAP-Beschrieb "trouble shooter" nicht ber�cksichtigt werden kann. Aus somatischen Gr�nden nicht zumutbar ist die Stelle als Lagerist, welche oft Handrotation bedingt; ebenso kann nicht auf die Angaben f�r die T�tigkeit als Operateur abgestellt werden, weil diese notwendigerweise beidh�ndig ausge�bt werden muss. Im Weiteren erscheint es zumindest zweifelhaft, ob der Beschwerdef�hrer weitere bedingt beidh�ndig auszuf�hrende Arbeiten wie diejenige als Staplerfahrer, Betriebsmitarbeiter Abf�llerei, Monteur, Lagerist oder Wickler aus�ben kann, da es sich vorwiegend um manuelle T�tigkeiten handelt, bei welchen beide H�nde und damit auch die verletzte rechte Hand regelm�ssig eingesetzt werden m�ssen. Alle diese von der SUVA vorgeschlagenen T�tigkeiten entsprechen denn auch nicht den Angaben des Berufsberaters im Rahmen der Begutachtung durch die MEDAS, wo von Kontrollfunktionen, �berwachen von Maschinen, Taxifahren oder Kuriert�tigkeit die Rede ist, so dass nicht auf die von der SUVA ins Recht gelegten DAP-Angaben abgestellt werden kann.
6.2.2 Da der Versicherte keine zumutbare Verweisungst�tigkeit aufgenommen hat und die Zahlen der DAP nicht zu ber�cksichtigen sind (vgl. Erw. 6.2.1 hievor), ist f�r die zahlenm�ssige Bestimmung des Invalideneinkommens praxisgem�ss auf die Tabellenl�hne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung abzustellen (vgl. BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb). Gem�ss Tabelle A1 der Lohnstrukturerhebung 1998 betr�gt der Zentralwert f�r die mit einfachen und repetitiven T�tigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor bei einer w�chentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden besch�ftigten M�nner monatlich Fr. 4'268.-- brutto. Dieser Betrag ist auf die betriebs�bliche Wochenarbeitszeit von 41,9 Stunden im Jahre 1998 (Die Volkswirtschaft 11/2002 S. 88 Tabelle B9.2) aufzurechnen, was zum Betrag von monatlich Fr. 4'470.75 rsp. j�hrlich Fr. 53'649.-- f�hrt. Dieser �ber dem Validenlohn liegende Wert wird den Umst�nden des vorliegenden Falles jedoch nicht gerecht: Der Beschwerdef�hrer ist faktisch weitgehend Einh�nder, da die dominante rechte Hand verletzt und wenig einsatzf�hig ist, so dass nur noch T�tigkeiten mit Kontrollfunktion, in der Maschinen�berwachung, als Taxifahrer oder im Kurierdienst m�glich sind (vgl. Erw. 6.2.1 in fine hievor). Die beiden erstgenannten T�tigkeitsbereiche liegen zwar an sich im produktiven Sektor, wie sich aber aus den von der SUVA aufgelegten DAP ergeben hat, werden im Produktionsbereich auch bei leichten T�tigkeiten in der Regel beide H�nde ben�tigt oder es muss die verletzte rechte Hand regelm�ssig und repetitiv als Hilfshand eingesetzt werden, so dass reine Kontroll- oder �berwachungst�tigkeiten kaum vorhanden sind. Den Leiden des Versicherten entsprechende T�tigkeiten sind deshalb am ehesten im Bereich der Dienstleistungen zu finden, weshalb auf den monatlichen Bruttolohn im Sektor Dienstleistungen abzustellen ist (vgl. auch RKUV 2001 Nr. U 439 S. 348 f.). Der entsprechende Betrag gem�ss Tabelle A1, Zeile 50-93, der Lohnstrukturerhebung 1998 betr�gt im Anforderungsniveau 4 f�r M�nner Fr. 3'943.-- pro Monat bei einer w�chentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden. Angepasst an die betriebs�bliche Wochenarbeitszeit f�r 1998 von 42 Stunden (Die Volkswirtschaft 11/2002 S. 88 Tabelle B9.2 Zeile G-O) ergibt sich ein monatliches Einkommen von Fr. 4'140.15, was j�hrlich einen Betrag von Fr. 49'681.80 ausmacht. Entgegen der Auffassung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde des Versicherten sind die M�nnerl�hne heranzuziehen (AHI 2000 S. 81 Erw. 2a), denn behinderungsbedingte Einschr�nkungen sind im Rahmen der Abz�ge - und nicht in der Wahl der Frauenl�hne oder eines Durchschnitts von M�nner- und Frauenl�hnen - zu ber�cksichtigen (Urteil B. vom 1. M�rz 2002, I 443/01).
Betreffend behinderungsbedingter Abz�ge hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in BGE 126 V 79 Erw. 5b festgehalten, dass sich die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenl�hne herabzusetzen sind, nach den gesamten pers�nlichen und beruflichen Umst�nden (leidensbedingte Einschr�nkung, Alter, Dienstjahre, Nationalit�t/Aufenthaltskategorie und Besch�ftigungsgrad) im konkreten Einzelfall bestimmt, wobei der Abzug auf insgesamt h�chstens 25 % zu begrenzen ist. Vorliegend ist zu ber�cksichtigen, dass eine schwere Handverletzung bei einem bis anhin handwerklich t�tigen Versicherten eine ins Gewicht fallende Einschr�nkung darstellt und dass der Versicherte aus psychischen Gr�nden keine Arbeiten nachts oder alleine ausf�hren kann (was sich gerade bei f�r den Beschwerdef�hrer in Frage kommenden T�tigkeiten im Dienstleistungsbereich auswirkt); im Weiteren ist der ausl�nderrechtliche Status zu beachten. Angesichts des Alters und der Tatsache, dass leidensangepasste T�tigkeiten vollschichtig zumutbar sind (vgl. Erw. 5.2 hievor), erscheint der vom kantonalen Gericht vorgenommene maximale behinderungsbedingt Abzug von 25 % jedoch als zu hoch; den Umst�nden angemessen ist vielmehr ein Abzug von 20 %. Damit betr�gt das massgebende Invalideneinkommen Fr. 39'745.45, was bei einem Valideneinkommen von Fr. 50'746.-- (vgl. Erw. 6.1 hievor) zu einem Invalidit�tsgrad von 21.67 % f�hrt. In der dem Rentenbeginn folgenden Zeit ist - unter Ber�cksichtigung der Lohnentwicklung - keine erhebliche Ver�nderung der hypothetischen Bezugsgr�ssen eingetreten (BGE 128 V 174).
Streitig ist schliesslich die H�he des Integrit�tsschadens. Die Vorinstanz ist dabei davon ausgegangen, dass eine Arthrodese rsp. Teilarthrodese zumutbar sei und hat eine Integrit�tseinbusse von 15 % angenommen, w�hrend der Versicherte von einer solchen von 50 % ausgeht, welche sich aus jeweils 25 % f�r die Handverletzung und f�r die psychischen Unfallfolgen zusammensetzt.
7.1 Der SUVA-Arzt. Dr. med. Y.________ hat mit Bericht vom 22. Oktober 1997 aufgrund einer Handwurzelarthrose am �bergang zu einem schweren Fall und unter Ber�cksichtigung einer zumutbaren Arthrodese eine Integrit�tsentsch�digung von 15 % angenommen. Gem�ss Tabelle 5.2 �ber die Integrit�tsentsch�digung gem�ss UVG in der Fassung vor der Revision 2000 (Feinraster; vgl. Erw. 3.2 in fine hievor) f�hrt eine schwere Handwurzelarthrose zu einem Integrit�tsschaden von 10 - 25 %. Entgegen der Auffassung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde des Versicherten hat der SUVA-Arzt den Integrit�tschaden nicht auf 25 % festgesetzt, sondern mit der Erw�hnung dieses Prozentsatzes allein den im Feinraster vorgesehenen Rahmen umschrieben. Zu Recht hat die SUVA jedoch auf die 15 % bei Vorliegen einer Arthrodese abgestellt, da - wie die Vorinstanz richtig darlegt hat - eine solche trotz Fehlens einer Erfolgsgarantie von 100 % dem Versicherten zumutbar ist. Im Gegensatz zur Auffassung des Versicherten liegt im �brigen nicht eine K�rzung der Integrit�tsentsch�digung wegen der Verweigerung der Arthrodese vor, sondern es geht um die Festlegung der Integrit�tseinbusse, bei welcher zumutbare Operationen zu ber�cksichtigen sind (vgl. Art. 48 Abs. 2 UVG; vgl. Thomas Frei, Die Integrit�tsentsch�digung nach Art. 24 und 25 des Bundesgesetzes �ber die Invalidenversicherung, Freiburg, 1998, S. 121).
7.2 Der Versicherte verlangt im Weiteren eine Integrit�tsentsch�digung f�r eine Integrit�tseinbusse im psychischen Bereich.
Der Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung besteht grunds�tzlich auch bei Beeintr�chtigungen der psychischen Integrit�t; f�r den Entscheid, ob psychogene St�rungen nach Unf�llen zu einer dauerhaften Sch�digung im Sinne von Art. 24 Abs. 1 UVG f�hren, ist die Praxis wegleitend, wie sie f�r die Beurteilung der Ad�quanz psychischer Unfallfolgen Geltung hat (BGE 124 V 29; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 381 S. 252). Gem�ss dem psychiatrischen Konsilium vom 17. Dezember 1998 im Gutachten der MEDAS liegt als Unfallfolge zwar eine leichtgradige anhaltende Anpassungsst�rung im Sinne von ICD-10 F43.25 vor, jedoch fehlt es ihr an der f�r die Integrit�tsentsch�digung notwendigen Dauerhaftigkeit: Beim Unfall vom 29. August 1994 handelt es sich n�mlich um ein Ereignis im mittleren Bereich, im welchem sich die Dauerhaftigkeit des Integrit�tsschadens in der Regel ohne n�here Abkl�rungen verneinen l�sst. Vorliegend kann nicht ausnahmsweise von diesem Regelfall abgewichen werden, da das Ereignis vom 29. August 1994 nicht im Grenzbereich zu den schweren Unf�llen liegt und aufgrund der Akten keine erheblichen Anhaltspunkte f�r eine besonders schwerwiegende Beeintr�chtigung der psychischen Integrit�t bestehen, die einer Besserung nicht mehr zug�nglich zu sein scheint (BGE 124 V 45 Erw. 5c/bb). Der psychiatrische Gutachter spricht im Gegenteil ausdr�cklich von einer leichtgradigen St�rung und erwartet von der Wiederaufnahme der Arbeit eine "weitere emotionelle Stabilisierung".
Die SUVA beanstandet schliesslich die Verurteilung zur Bezahlung einer Parteientsch�digung im Betrag von Fr. 476.75 an den zweiten Vertreter des Beschwerdef�hrers im vorinstanzlichen Verfahren, da der Anwaltswechsel zur Unzeit erfolgt sei und der neue Rechtsvertreter keinen Beitrag von Relevanz geleistet habe.
Obwohl infolge der teilweisen Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde der SUVA das kantonale Gericht �ber die Kostenverteilung neu zu entscheiden haben wird, kann festgehalten werden, dass das Einreichen nicht massgeblicher Unterlagen nach Abschluss des Schriftenwechsels nicht notwendig gewesen ist und der dadurch entstandene Aufwand unn�tige Parteikosten verursacht hat, die der Versicherte gem�ss einem allgemeinen, auch in der Unfallversicherung anwendbaren, Prozessrechtsgrundsatz (Urteil P. vom 12. Juni 2001, U 34/01) selber zu tragen hat.
Da es im vorliegenden Verfahren um Versicherungsleistungen geht, sind gem�ss Art. 134 OG keine Gerichtskosten zu erheben.
Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann gew�hrt werden (Art. 152 Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit aktenkundig ist, die Beschwerde nicht als aussichtslos zu bezeichnen und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
Die Verfahren U 263/01 und U 304/01 werden vereinigt.
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde der SUVA werden der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 28. Juni 2001 und der Einspracheentscheid der SUVA vom 5. August 1999 insoweit abge�ndert, als festgestellt wird, dass S.________ Anspruch auf eine Invalidenrente in H�he von 21.67 % hat. Im �brigen wird die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abgewiesen.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde des S.________ wird abgewiesen.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanwalt David Husmann, Zug, f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung (einschliesslich Mehrwertsteuer) von Fr. 2'500.-- ausgerichtet.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug wird �ber die Parteientsch�digung f�r das kantonale Verfahren entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses neu zu befinden haben.
Luzern, 4. April 2003