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Timestamp: 2016-10-21 20:15:10
Document Index: 316786379

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 84', 'Art. 86', 'Art. 37', 'Art. 89', 'Art. 84', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 86', 'Art. 86', 'BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 84', 'Art. 84', 'Art. 86', 'Art. 37']

129 I 11012. Auszug aus dem Urteil der II. Zivilabteilung i.S. A. gegen Obergericht des Kantons Z�rich (staatsrechtliche Beschwerde)
Recours de droit public pour violation de trait�s internationaux (art. 84 al. 1 let. c OJ). Sur recours de droit public pour violation de trait�s internationaux, le pouvoir d'examen du Tribunal f�d�ral est limit� � l'arbitraire en fait lorsque le recours est dirig� contre une d�cision d'une autorit� judiciaire (modification de la jurisprudence, consid. 1). Consid�rants � partir de page 110
1. 1.2 Gegen den kantonal letztinstanzlichen Entscheid �ber die Anerkennung und Vollstreckung gem�ss dem �bereinkommen vom 16. September 1988 �ber die gerichtliche Zust�ndigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Lug�; SR 0.275.11) ist die staatsrechtliche Beschwerde gegeben BGE 129 I 110 S. 111(Art. 84 Abs. 1 lit. c und Art. 86 Abs. 1 OG; Art. 37 Ziff. 2 Lug�). Auf die innert der 30-t�gigen Beschwerdefrist eingereichte erweitere Eingabe ist ebenfalls einzutreten (Art. 89 Abs. 1 OG).
1.3 In seiner fr�heren Rechtsprechung hat das Bundesgericht bei der Staatsvertragsbeschwerde gem�ss Art. 84 Abs. 1 lit. c OG sowohl den Sachverhalt frei gepr�ft als auch Noven zugelassen (statt vieler: BGE 81 I 139 E. 1 S. 142; BGE 85 I 39 E. 1 S. 44; BGE 93 I 49 E. 2 S. 54, 164 E. 2 S. 167; BGE 101 Ia 521 E. 1b S. 523 f.; BGE 108 Ib 85 E. 2a S. 87; BGE 119 II 380 E. 3b S. 382 f.). Diese Praxis scheint im Wesentlichen auf den Umstand zur�ckzugehen, dass die Staatsvertragsbeschwerde gem�ss Abs. 1 und 3 der alten Fassung von Art. 86 OG vom Grundsatz der relativen Subsidiarit�t ausgenommen war (vgl. K�LIN, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Aufl., 1994, S. 172 oben).
Nachdem der kantonale Instanzenzug gem�ss der seit 15. Februar 1992 g�ltigen Fassung von Art. 86 OG in der Regel auch bei der Staatsvertragsbeschwerde auszusch�pfen ist (Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991, AS 1992 S. 288, BBl 1991 II 465), wurde diesbez�glich in einer Praxis�nderung ein Novenverbot eingef�hrt (BGE 128 I 354 E. 6c). Demgegen�ber wurde in E. 6d des betreffenden Entscheids an der fr�heren Praxis festgehalten, wonach das Bundesgericht den Sachverhalt bei der Staatsvertragsbeschwerde frei pr�ft. Darauf ist zur�ckzukommen:
Soweit eine oder mehrere gerichtliche Vorinstanzen mit der Feststellung des Sachverhaltes befasst sind, scheint es sachgerecht, bei der Staatsvertragsbeschwerde gleich wie bei den �brigen staatsrechtlichen Beschwerden zu verfahren und sich bei der �berpr�fung des Sachverhalts auf eine Willk�rkognition zu beschr�nken. Dies liegt umso n�her, als ein Zusammenhang zwischen der Zulassung neuer tats�chlicher Vorbringen bzw. dem Novenverbot und der (freien) �berpr�fung des Sachverhaltes besteht. So wurden denn die freie Sachverhaltspr�fung und die Zulassung von Noven in der zitierten Praxis oft im Kontext angef�hrt, und die Lehre geht davon aus, das Zulassen von Noven gebiete die freie Pr�fung des Sachverhalts (K�LIN, a.a.O., S. 172; ROHNER, �ber die Kognition des Bundesgerichts bei der staatsrechtlichen Beschwerde wegen Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte, Diss. Bern 1982, S. 41 Rz. 75). Abschliessend sei darauf hingewiesen, dass das Massnahmenpaket der Gesetzesnovelle vom 4. Oktober 1991 im Wesentlichen auf eine Entlastung des Bundesgerichts zielte (BBl 1991 II 472). Auch dies spricht f�r eine Kognitionsbeschr�nkung.BGE 129 I 110 S. 112
Aus den genannten Gr�nden ist der Sachverhalt bei der Staatsvertragsbeschwerde im Sinne einer Praxis�nderung lediglich auf Willk�r zu �berpr�fen, wenn eine gerichtliche Vorinstanz den Sachverhalt festgestellt hat; ob es sich allenfalls anders verh�lt, wenn eine verwaltungsinterne Vorinstanz entschieden hat, kann vorliegend offen gelassen werden. Fraglos unterliegt im �brigen, soweit geh�rig ger�gt (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG), die Anwendung des betreffenden Staatsvertrages der freien �berpr�fung, bildet doch gerade dessen Verletzung den R�gegrund von Art. 84 Abs. 1 lit. c OG (K�LIN, a.a.O., S. 160).
81 I 139,
85 I 39,
93 I 49,
101 IA 521 suite... ,
108 IB 85,
Art. 84 Abs. 1 lit. c und Art. 86 Abs. 1 OG,
Art. 37 Ziff. 2 Lug� suite... ,