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Timestamp: 2016-10-26 23:07:24
Document Index: 179806651

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'Art. 6', 'in dubio', 'Art. 10', 'Art. 13', 'Art. 6', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 9', 'Art. 42', 'Art. 34', 'Art. 26', 'Art. 34', 'Art. 4', 'Art. 26', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 8', 'Art. 34', 'Art. 26', 'Art. 1', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 9', 'Art. 12', 'Art. 7', 'Art. 12', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 26', 'Art. 34', 'Art. 10', 'Art. 19', 'Art. 11', 'Art. 34', 'Art. 42', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 4', 'Art. 13', 'Art. 33']

6B_884/2013 (09.10.2014)
6B_884/2013 � � Urteil vom 9. Oktober 2014
Widerhandlung gegen das Waffengesetz; Willk�r etc.,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern, 4. Abteilung, vom 22. Mai 2013.
�X.________ werden verschiedene Widerhandlungen gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Er habe im September 2007 dem damals minderj�hrigen Y.________ vier Teleskopschlagst�cke und zwei (unter das Waffengesetz fallende) Sprays verkauft. Zudem habe er im Jahre 2010 eine Pistole inklusive Munition und Magazin in seiner Wohnung unsorgf�ltig aufbewahrt, ein Gewehr unter Missachtung seiner Pflichten (Abschluss eines schriftlichen Vertrages) �bertragen erhalten sowie einen (unter das Waffengesetz fallenden) Spray ohne Berechtigung besessen.
�Das Obergericht des Kantons Luzern sprach X.________ am 22. Mai 2013 zweitinstanzlich der unberechtigten �bertragung von vier Teleskopschlagst�cken und zwei (unter das Waffengesetz fallenden) Sprays, der unsachgem�ssen Aufbewahrung von Waffen und Munition, des Erwerbs eines Scharfsch�tzengewehrs in Verletzung der gesetzlichen Erwerbsvorschriften sowie des fahrl�ssigen Besitzes einer Waffe ohne Berechtigung schuldig. Gleichzeitig hielt es die Rechtskraft des erstinstanzlichen Freispruchs fest (betreffend mehrfache Sachbesch�digung, verbotenes Schiessen an �ffentlich zug�nglichen Orten und Besitz von verbotenem Waffenzubeh�r). Das Obergericht verurteilte X.________ zu einer bedingten Geldstrafe von zehn Tagess�tzen zu Fr. 100.-- unter Anrechnung der Haft von einem Tag sowie zu einer Busse von Fr. 250.--.
�X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das Urteil des Obergerichts sei aufzuheben, und er sei von Schuld und Strafe freizusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
�Die Beschwerde richtet sich im Zusammenhang mit dem Verkauf von Waffen an Y.________, der Aufbewahrung einer Pistole in der Wohnung und dem Besitz eines (unter das Waffengesetz fallenden) Sprays gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung. Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz vor, den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt zu haben. Zudem r�gt er unter Hinweis auf Art. 10 Abs. 3 StPO die Verletzung der Unschuldsvermutung und einen Verstoss gegen den Untersuchungsgrundsatz im Sinne von Art. 6 StPO.
1.2.�Die Vorinstanz gelangt unter Hinweis auf die erstinstanzlichen Erw�gungen zur �berzeugung, dass der Beschwerdef�hrer im September 2007 dem damals rund 16�-j�hrigen Y.________ vier Teleskopschlagst�cke und zwei Sprays (welche aufgrund des Reizstoffes CS [2-Chlorbenzylidenmalons�uredinitril] unter das Bundesgesetz vom 20. Juni 1997 �ber Waffen, Waffenzubeh�r und Munition [Waffengesetz, WG; SR 514.54] fallen, nachfolgend: CS-Spray) verkauft hat. Sie st�tzt sich in erster Linie auf die polizeiliche und staatsanwaltschaftliche Befragung des K�ufers, dessen Vater die genannten Gegenst�nde zusammen mit weiteren Waffen beim Polizeiposten ablieferte. Die Zeugenaussagen des K�ufers sch�tzt die Vorinstanz als widerspruchsfrei und glaubhaft ein und begr�ndet dies entgegen dem Daf�rhalten des Beschwerdef�hrers in rechtsgen�gender Weise, w�hrend sie die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers (insbesondere den Zeugen nicht zu kennen, obgleich er etwa dessen Telefonnummer im Mobiltelefon gespeichert hatte) als Schutzbehauptungen qualifiziert (Entscheid S. 7 ff.).
�Der Vorhalt, eine Pistole inklusive Munition unsachgem�ss in einem unverschlossenen Wandschrank aufbewahrt zu haben, st�tzt sich auf die Feststellungen anl�sslich einer Hausdurchsuchung. Die Kantonspolizei Luzern hielt protokollarisch und fotografisch fest, dass die Munition und das Magazin in einem Einbauschrank auf dem obersten Regal und die Waffe etwas h�her liegend auf Kleidern deponiert waren, was bei ge�ffneter Schrankt�r ohne Weiteres einsehbar war. Dritte, insbesondere die Kollegen des Beschwerdef�hrers aus der rechtsextremen Szene und dessen damalige Freundin respektive Mitbewohnerin, hatten nach den vorinstanzlichen Feststellungen leichten Zugang zur Waffe (Entscheid S. 14 f.).
�Dass der Beschwerdef�hrer im Zeitpunkt der Hausdurchsuchung am 10. Mai 2010 im Besitz eines unter das Waffengesetz fallenden Sprays war, den er mehrere Jahre zuvor im Internet bestellt hatte, blieb vor Erst- und Vorinstanz unbestritten. Die Vorinstanz schliesst einen Verbotsirrtum aus. Der Beschwerdef�hrer sei eine an Waffen interessierte Person. Er habe seine Sorgfaltspflichten bei der Unterscheidung zwischen verbotenen CS-Sprays und erlaubten Pfeffersprays missachtet (Entscheid S. 19 ff.).
1.3.1.�Die Kritik des Beschwerdef�hrers in Bezug auf das vorgeworfene Waffengesch�ft im September 2007 fusst auf der Argumentation, Zeitpunkt sowie Ort des Verkaufs seien unklar, und er kenne den vermeintlichen K�ufer nicht. Was er im Einzelnen vorbringt, vermag eine willk�rliche Beweisw�rdigung nicht darzutun. Das Bundesgericht ist keine Appellationsinstanz, die eine freie Pr�fung in rechtlicher und tats�chlicher Hinsicht vornimmt. Es reicht deshalb nicht aus, wenn der Beschwerdef�hrer wie bereits vor Vorinstanz dem Vorwurf des Waffenverkaufs etwa entgegenh�lt, er kenne den "einschl�gig vorbestraften" Zeugen nicht. Dieser belaste ihn zu Unrecht und wolle einen unbekannten Dritten sch�tzen. Er habe nach der polizeilichen Befragung die Telefonnummer des Zeugen nur deshalb ausfindig gemacht und in seinem Mobiltelefon abgespeichert, um ihn im Hinblick auf die falschen Belastungen zu kontaktieren. Der Zeuge habe seinen Namen gekannt, weil er (der Beschwerdef�hrer) "als Waffennarr in der Waffenszene regional bekannt" gewesen sei. Solche allgemein gehaltenen Einw�nde sind ungen�gend und ersch�pfen sich in einer unzul�ssigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid.
�Der Beschwerdef�hrer begn�gt sich damit, seine Ausf�hrungen im kantonalen Berufungsverfahren �ber weite Strecken w�rtlich zu wiederholen. Was er erg�nzend festh�lt, macht deutlich, dass er sich mit den vorinstanzlichen Erw�gungen nicht auseinandersetzt. Zudem geht seine Argumentation an der Sache vorbei. Dies trifft auf die Behauptung zu, es sei mit Blick auf das ihm vorgeworfene einmalige Verkaufsgesch�ft unerfindlich, weshalb der Zeuge respektive K�ufer mehrmals h�tte nach Luzern fahren m�ssen. Die vom Beschwerdef�hrer losgel�st vom Gesamtkontext zitierte Zeugenaussage ("Ich reiste jeweils mit dem Bus an [...]") erfolgte in allgemeiner Weise, nachdem der Zeuge in der Einvernahme mehrere kollegiale Treffen erw�hnt hatte (Untersuchungsakten Register 12 Beilage 5). Aus ihr die Schlussfolgerung ziehen zu wollen, der Zeuge schildere ein Verkaufsgesch�ft, das sich �ber mehrere Tage hinweg abgewickelt habe, geht nicht �ber eine zumindest vage Interpretation des Einvernahmeprotokolls hinaus. Ebenso dringt nicht durch, wenn der Beschwerdef�hrer neu geltend macht, kein vern�nftiger Mensch �berg�be den Kaufpreis in L.________ und �bern�hme die Gegenst�nde sp�ter in M.________. Solche Ausf�hrungen ersch�pfen sich in einer unzul�ssigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid. Dass die Geld�bergabe vorg�ngig in L.________ stattfand, stellt die Vorinstanz im �brigen nicht fest.
1.3.2.�Die Vorinstanz geht davon aus, dass der Beschwerdef�hrer in seiner (ab Oktober 2009 bewohnten) Wohnung in einem unverschlossenen Einbauschrank ab 15. M�rz 2010 bis zum 10. Mai 2010 eine Waffe inklusive Munition lagerte. Zur Waffe hatten Dritte, insbesondere die Kollegen des Beschwerdef�hrers aus der rechtsextremen Szene und dessen Freundin respektive Mitbewohnerin, leichten Zugang. Was der Beschwerdef�hrer dazu vorbringt, dringt nicht durch. Zwar trifft zu, dass er in der von der Vorinstanz zitierten kantonspolizeilichen Befragung vom 10. Mai 2010 (auch) eine andere, im gleichen Geb�ude gegen�berliegende (und bis Oktober 2009 bewohnte) Wohnung erw�hnte, welche er "Wohnung / B�ro" nannte, in der er teilweise Kollegen aus der rechtsextremen Szene �bernachten liess und in der zahlreiche Waffen gelagert waren. Gleichwohl vermag der Beschwerdef�hrer die vorinstanzliche Feststellung betreffend den ungehinderten Zugang zur fraglichen Waffe im Einbauschrank nicht zu ersch�ttern. Insbesondere kann die Annahme, dass die in der "Wohnung / B�ro" beherbergten Kollegen sich ebenso in der gegen�berliegenden Wohnung des Beschwerdef�hrers aufhielten und damit Zugang zum unverschlossenen Wandschrank hatten, nicht als unhaltbar bezeichnet werden. Zudem verweist die Vorinstanz unter anderem auf die kantonspolizeiliche Befragung des Beschwerdef�hrers vom 10. Mai 2010, wonach ein Kollege regelm�ssig bei ihm in der Wohnung �bernachte, die er mit seiner Freundin teilt und in der sich der besagte Einbauschrank befindet (Entscheid S. 15 mit Verweis auf die kantonalen Untersuchungsakten Register 5 Beilage 1 Ziff. 4-6 und 34). Die weitere Behauptung des Beschwerdef�hrers, es sei nicht erstellt, dass er die Waffe bereits vor dem 29. April 2010 im Wandschrank aufbewahrt habe, ist appellatorisch und nicht zu h�ren.
1.3.3.�Der Beschwerdef�hrer macht in Bezug auf den Besitz des CS-Sprays geltend, die Vorinstanz wende bei der Unterscheidung zwischen den legalen Pfeffersprays und den unter das Waffengesetz fallenden CS-Sprays an seine Sorgfaltspflicht als K�ufer einen zu strengen Massstab an. Damit verletze die Vorinstanz den Grundsatz "in dubio pro reo" im Sinne von Art. 10 Abs. 3 StPO. Die R�ge geht an der Sache vorbei. Ob dem Beschwerdef�hrer nach Art. 13 Abs. 2 StGB Fahrl�ssigkeit vorzuwerfen ist respektive ein vermeidbarer Sachverhaltsirrtum vorliegt, ist eine Rechtsfrage (vgl. E. 5 nachfolgend).
1.3.4.�Dass und inwiefern das vorinstanzliche Beweisergebnis schlechterdings nicht mehr vertretbar sein sollte, zeigt der Beschwerdef�hrer nicht auf, und eine Verletzung der Unschuldsvermutung ist nicht ersichtlich. Ebenso wenig verletzt die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung Bundesrecht im Sinne von Art. 6 StPO. Die Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet, soweit sie den Begr�ndungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG zu gen�gen vermag. Soweit der Beschwerdef�hrer den Untersuchungsgrundsatz im Hinblick auf die rechtliche Subsumtion als verletzt r�gt (Beschwerde S. 15 f.), geht sein Vorbringen im �brigen an der Sache vorbei. Das angerufene Prinzip beschl�gt die Ermittlung des massgebenden Sachverhalts.
�Der Beschwerdef�hrer sieht unter Hinweis auf Art. 9 Abs. 1 StPO das Anklageprinzip verletzt. Das vorgeworfene Waffengesch�ft im September 2007 sei in Bezug auf Zeitpunkt und Ort unklar (Beschwerde S. 7 ff.). Was der Beschwerdef�hrer zur Begr�ndung anf�hrt, richtet sich einzig gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung (E. 1 hievor). Inwiefern der nach erfolgter Einsprache an das Gericht �berwiesene Strafbefehl den Gegenstand des Gerichtsverfahrens ungen�gend umschreiben sollte, legt der Beschwerdef�hrer nicht dar (vgl. den Strafbefehl und die �berweisungsverf�gung der Staatsanwaltschaft Luzern vom 25. Oktober 2011 und 30. April 2012). Darauf ist nicht n�her einzugehen (Art. 42 Abs. 2 BGG).
3.1.�Der Beschwerdef�hrer h�lt daf�r, bei der Aufbewahrung der Pistole (einer Walther PPS) und Munition seinen Sorgfaltspflichten nachgekommen zu sein. Er habe seine Kollegen ausschliesslich in der als B�ro benutzten Wohnung, nicht aber in der Wohnung mit dem Einbauschrank �bernachten lassen. In dieser h�tten sich weder Bekannte aus der rechtsextremen Szene noch Kinder oder Jugendliche aufgehalten. Deshalb sei die fragliche Pistole, welche nicht durchgeladen gewesen sei, vor dem Zugriff unberechtigter Dritter gesch�tzt gewesen. In Haushaltungen, in denen weder Kinder noch Jugendliche leben, seien Waffen und Munition zwar getrennt und f�r Dritte nicht zug�nglich, nicht aber notwendigerweise in einem verschlossenen Beh�ltnis oder Schrank aufzuheben. Die Aufbewahrung der Waffe zusammen mit dem Magazin und der Munition sei nicht unsachgem�ss gewesen (Beschwerde S. 13 ff.).
3.2.�Die Vorinstanz erw�gt, der Beschwerdef�hrer habe seit Oktober 2008 mit seiner damaligen Freundin in der fraglichen Liegenschaft gewohnt, zuerst in der teilweise als B�ro genutzten Wohnung, ab Oktober 2009 in der gegen�berliegenden Wohnung. F�r die Freundin als unberechtigte Person im Sinne des Waffengesetzes w�re es ein Leichtes gewesen, die Waffe zu beh�ndigen. Zudem habe der Beschwerdef�hrer einger�umt, oftmals G�ste empfangen zu haben. Nach seiner Darstellung sei es durchaus denkbar, dass sein Besuch Sch�sse auf ein gegen�berliegendes Geb�ude abgegeben habe (dies im Zusammenhang mit dem fr�heren Vorwurf gegen�ber dem Beschwerdef�hrer, aus der Wohnung heraus auf das benachbarte Geb�ude geschossen zu haben). Der objektive und subjektive Tatbestand von Art. 34 Abs. 1 lit. e WG sei erf�llt. Der Beschwerdef�hrer habe zumindest fahrl�ssig gehandelt (Entscheid S. 15 ff.).
3.3.�Waffen, wesentliche Waffenbestandteile, Waffenzubeh�r, Munition und Munitionsbestandteile sind sorgf�ltig aufzubewahren und vor dem Zugriff unberechtigter Dritter zu sch�tzen (Art. 26 Abs. 1 WG). Wer dieser Pflicht nicht gen�gend nachkommt, wird mit Busse bestraft (Art. 34 Abs. 1 lit. e WG). Die hier in Frage stehende Waffe und Munition fallen unter das Waffengesetz (Art. 4 Abs. 1 lit. a und Abs. 5 WG).
3.3.1.�Wer unberechtigter Dritter (tiers non autoris�s, terzi non autorizzati) im Sinne von Art. 26 Abs. 1 WG ist, umschreibt das Gesetz nicht n�her. Der Wortlaut "[...] vor dem Zugriff Dritter zu sch�tzen" wurde erst in der parlamentarischen Beratung vom Nationalrat mit dem Zusatz "unberechtigter [Dritter]" erg�nzt. Wie sich aus den Voten der Beratung im Nationalrat ergibt, ging der Gesetzgeber davon aus, dass Waffen innerhalb einer Familie oft gemeinsam benutzt w�rden. Ohne den Einschub sei ein Vater allenfalls verpflichtet, die Waffe vor dem Zugriff seines Sohnes, der in einem Schiessverein aktiv sei, zu sch�tzen. Dies sei nicht im Sinne des Gesetzes (Votum Nationalrat Josef Leu vom 4. M�rz 1997). Ihm pflichteten weitere Nationalr�te sowie Bundespr�sident Arnold Koller mit gleicher Begr�ndung bei, worauf der Antrag im Rat angenommen wurde (AB 1997 N 42). Demnach ging der Gesetzgeber in erster Linie aus Praktikabilit�tsgr�nden davon aus, dass ein famili�rer respektive enger Kreis berechtigter Personen Zugriff auf die Waffe haben darf und dies einem sorgf�ltigen Aufbewahren nicht entgegenl�uft. Die Diskussion erfolgte mithin mit Blick auf eine m�gliche (und laut Voten h�ufig praktizierte) gemeinsame Nutzung derselben Waffe. Die so vom Gesetzgeber in Betracht gezogene leihweise �berlassung einer Waffe zum Gebrauch setzt f�r privilegierte Waffen (vgl. Art. 10 Abs. 1 lit. b WG) nach Art. 11 WG einen schriftlichen Vertrag voraus. Wie es sich bei einer kurzzeitigen Gebrauchsleihe verh�lt, muss hier nicht n�her gepr�ft werden (vgl. Hans W�st, Waffenrecht, 1999, S. 70). F�r die leihweise Abgabe von Sportwaffen an unm�ndige Personen bestimmt das Waffengesetz in Art. 11a WG, dass der Entlehner einen regelm�ssigen Gebrauch im Rahmen des Schiesssports nachweist, kein Hinderungsgrund nach Art. 8 Abs. 2 lit. b oder c WG vorliegt und die gesetzliche Vertretung die leihweise Abgabe der Sportwaffe der zust�ndigen Meldestelle im Kanton zur Kenntnis bringt (vgl. die entsprechenden Strafbestimmungen in Art. 34 Abs. 1 lit. d und i WG). Dass ein laut Waffengesetz berechtigter Benutzer respektive Entlehner Zugriff auf die Waffe haben darf und nicht Dritter im Sinne von Art. 26 Abs. 1 WG ist, bedarf keiner weiteren Er�rterungen. Nicht erkennbar ist, inwiefern dem Gesichtspunkt der fehlenden Zugriffsberechtigung dar�ber hinaus eine eigenst�ndige Bedeutung zukommt (vgl. Philippe Weissenberger, Die Strafbestimmungen des Waffengesetzes, AJP 2000 S. 162, der das Merkmal "unberechtigter" als irref�hrend und �berfl�ssig bezeichnet).
3.3.2.�Das Waffengesetz bezweckt, die missbr�uchliche Verwendung von Waffen, Munition etc. zu bek�mpfen (Art. 1 Abs. 1 WG). Art. 8 WG statuiert die Waffenerwerbsscheinpflicht. Wer eine Waffe erwerben will, ben�tigt einen Waffenerwerbsschein. Der fr�her unterschiedlich geregelte Waffenerwerb im Handel und unter Privaten wurde mit der umfassenden Teilrevision des Waffengesetzes vom 22. Juni 2007, in Kraft getreten am 12. Dezember 2008 (AS 2008 5499), aufgehoben. Der Waffenerwerbsschein erm�chtigt zum Erwerb einer einzigen Waffe oder eines einzigen wesentlichen Waffenbestandteils (Art. 9b Abs. 1 WG). Es handelt sich um eine Polizeibewilligung, welche nicht �bertragbar ist (W�st, a.a.O., S. 79; H�felin/M�ller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, N. 2523 ff. und 2533). Wer eine nicht im Sinne von Art. 10 WG privilegierte Waffe �bertr�gt, muss der f�r die Erteilung von Waffenerwerbsscheinen zust�ndigen Beh�rde eine Kopie des Waffenerwerbsscheins des Erwerbers zustellen (Art. 9c WG). Zum Besitz einer Waffe ist berechtigt, wer den Gegenstand rechtm�ssig erworben hat (Art. 12 WG). Der Bundesrat kann den Erwerb von Waffen durch Angeh�rige bestimmter Staaten verbieten (vgl. Art. 7 WG und Art. 12 der Waffenverordnung [WV; SR 514.541]). Der Begriff des Erwerbs im Sinne des Waffengesetzes umfasst alle Formen der Eigentums- und Besitz�bertragung wie zum Beispiel Kauf, Tausch, Schenkung, Erbschaft, Miete und Gebrauchsleihe (Botschaft zum Bundesgesetz �ber Waffen, Waffenzubeh�r und Munition vom 24. Januar 1996, BBl 1996 I 1057 Ziff. 211).
�Die zitierten Bestimmungen widerspiegeln den in Art. 1 Abs. 1 WG formulierten Zweck der Bek�mpfung des Waffenmissbrauchs (BBl 1996 I 1054, 1056). Neu ist auch der Besitz Regelungsgegenstand des Gesetzes (vgl. Art. 1 Abs. 2 WG in der seit 12. Dezember 2008 geltenden Fassung). Dabei spielt die Regelung zur sorgf�ltigen Aufbewahrung eine zentrale Rolle. Eine unsorgf�ltige und gesetzeswidrige Aufbewahrung erleichtert den �bergang von der legalen zur illegalen Waffe. Aufbewahrungsm�ngel tangieren insbesondere die waffenrechtlichen Erwerbsvoraussetzungen nach Art. 8 ff. WG (vgl. Christian Papsthart, Waffenrecht, 9. Aufl. 2010, N. 4 zu � 36 D-Waffengesetz). Dies legt nahe, den Aufbewahrungspflichten eine nicht bloss marginale Bedeutung, sondern ein besonderes Gewicht einzur�umen.
3.3.3.�Die zu treffenden Sicherheitsvorkehrungen haben sich nach den jeweiligen Umst�nden zu richten. Sie bemessen sich etwa nach der Gef�hrlichkeit der Waffe (vgl. BBl 1996 I 1070 Ziff. 26).
�Aus der Rechtsprechung ergibt sich, dass besondere Vorsicht geboten ist, wenn im gleichen Haushalt Kinder und Jugendliche leben. Der Sorgfaltspflicht gen�gt nur, wer in solchen F�llen Munition und Waffen getrennt aufbewahrt, und zwar so verschlossen, dass ein Jugendlicher das Beh�ltnis nicht �ffnen kann (vgl. BGE 128 IV 49 E. 2d S. 52; in diesem Entscheid �bertrug das Bundesgericht die bei der Auslegung der Aufbewahrungspflicht gem�ss Waffengesetz wichtigen Gesichtspunkte auf die zu beachtende Sorgfalt bei der Aufbewahrung von [nicht unter das Waffengesetz fallenden] Luftgewehren). Das Bundesgericht best�tigte in BGE 103 IV 12 den Schuldspruch der fahrl�ssigen T�tung. Es erwog, wer in aufgelockerter Stimmung jungen Leuten seine Dienstpistole vorf�hrt, nachher die geladene Waffe unter den Augen desjenigen, dem die Demonstration gegolten hatte, in einem unverschlossenen Schrank versorgt und sich schlafen legt, w�hrend die anderen wach bleiben, die Waffe sp�ter beh�ndigen und sich beim Herumspielen damit ein t�dlicher Schuss l�st, beobachtet nicht die nach den Umst�nden erforderliche Sorgfaltspflicht. In einem weiteren Fall best�tigte das Z�rcher Obergericht die Verletzung der Aufbewahrungspflicht. Der Beschuldigte hatte Waffen und Munition in einem gemieteten Lagerraum deponiert, dessen T�re inklusive Gitterverschlag auf dem Weg dorthin verschlossen war. Die Liegenschaft befand sich in einem dem Abbruch geweihten Areal in einer unsicheren Gegend. Der Beschuldigte hatte nach einem Hausverbot den Lagerraum w�hrend zw�lf Monaten nicht kontrolliert. Gem�ss Obergericht w�re eine engmaschige Kontrolle w�hrend der Abwesenheit des Beschuldigten angezeigt gewesen. Seine Sorgfaltspflichten erf�llt ebenso wenig, wer als Sportsch�tze Waffen und Munition im ganzen Haus "frei zug�nglich" umherliegen l�sst, wer eine schussbereite Waffe im verschlossenen Kofferraum eines auf einem fremden Grundst�ck abgestellten Fahrzeugs respektive im unverschlossenen Handschuhfach eines unbewacht abgestellten verschlossenen Autos verwahrt oder nachts unter sein Kopfkissen legt (vgl. Papsthart, a.a.O., N. 4 zu � 36 D-Waffengesetz).
3.4.1.�Der Beschwerdef�hrer wohnte zusammen mit seiner Freundin, beherbergte zeitweise in der gegen�berliegenden Wohnung Kollegen und liess einen Bekannten regelm�ssig in der eigenen Wohnung, in der sich der fragliche Schrank befand, �bernachten. Soweit der Beschwerdef�hrer sich in unzul�ssiger Weise von diesem verbindlichen Sachverhalt der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) entfernt, ist er mit seiner Kritik nicht zu h�ren. Die Bekannten des Beschwerdef�hrers aus der rechtsextremen Szene wie auch die Freundin sind Dritte im Sinne von Art. 26 Abs. 1 WG.
�Besondere Vorsichtsmassnahmen waren mit Blick auf das Alter der Mitbewohnerin und der G�ste nicht geboten. Die Freundin des Beschwerdef�hrers wurde in der fraglichen Zeit vollj�hrig und das Alter der Besucher wurde nicht festgestellt. Es ist deshalb davon auszugehen, dass sich im fraglichen Haushalt weder Kinder noch Jugendliche aufhielten. Ebenso wenig wurden in Bezug auf die Mitbewohnerin des Beschwerdef�hrers spezielle Umst�nde (Hang zu Waffen, Suizidalit�t etc.) festgestellt, die besondere Anforderungen an die Sorgfalt gestellt h�tten. F�r erh�hte Sorgfaltspflichten sprechen die Gef�hrlichkeit der Waffe (einer Pistole Walther PPS) sowie die Tatsache, dass diese zusammen mit dem Magazin und der Munition im selben Kasten aufbewahrt wurde, was eine Munitionierung ohne Weiteres erlaubt h�tte.
�Beim Beschwerdef�hrer wurden rund 20 Schusswaffen sichergestellt. Nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen handelt es sich bei ihm um eine an Waffen interessierte Person. Er selbst bezeichnet sich als "Waffennarr" und unterstreicht, er sei unter anderem als Waffensammler in der Waffenszene regional bekannt gewesen (Beschwerde S. 11). Diese Umst�nde akzentuieren eine erh�hte Sorgfaltspflicht, selbst wenn die R�umlichkeiten des Beschwerdef�hrers zweifelsohne nicht mit jenen eines Waffengewerbetreibenden gleichgestellt werden k�nnen. Ein solcher hat nach Papsthart unter anderem nach Ladenschluss die Schusswaffen unter Verschluss zu halten sowie Schaufenster und Eingangst�ren gegen Einbruch zu sichern (Papsthart, a.a.O., N. 3 zu � 36 D-Waffengesetz). Gleichwohl muss sich der Beschwerdef�hrer seine auch Dritten bekannte Vorliebe zu Waffen und seine umfangreiche Waffensammlung in privaten R�umen im Rahmen der Sorgfaltsbemessung entgegenhalten lassen.
3.4.2.�Pistole, Magazin und Munition waren in einem unverschlossenen Wandschrank aufbewahrt, das Magazin und vier Patronen auf dem obersten Regal, die Waffe etwas h�her liegend auf Kleidern. Alle Gegenst�nde waren bei ge�ffneter Schrankt�r sofort einsehbar (vgl. Untersuchungsakten Register 6 Beilage 5).
3.4.3.�Die vom Beschwerdef�hrer getroffenen Sicherheitsmassnahmen (E. 3.4.2) werden den konkreten Umst�nden (E. 3.4.1) in keiner Weise gerecht. Selbst wenn Waffe, Magazin und Munition getrennt voneinander im Einbauschrank lagen, waren sie mit einem Blick erkennbar und sofort greifbar. Weder hat der Beschwerdef�hrer die Waffe, das Magazin oder die Munition versteckt, noch hat er den Einbauschrank abgeschlossen. Er hat die Vorsichtsmassnahmen, welche m�glich und von ihm billigerweise erwartet werden durften, nicht beachtet und seinen Aufbewahrungspflichten, denen mit Blick auf das Waffengesetz eine zentrale Rolle zukommt, ungen�gend Rechnung getragen. Die Waffe inklusive Munition war f�r Dritte in der Wohnung nahezu frei zug�nglich. Dies trifft zweifelsohne in Bezug auf die Mitbewohnerin, aber auch auf den Besuch sowie Einbrecher und andere ungebetene G�ste zu. Aus dem Umstand, dass sich die Waffe in der Wohnung des Beschwerdef�hrers befand, vermag dieser nichts f�r sich abzuleiten. Bereits der Gesetzeswortlaut thematisiert die Gefahr, dass auf die Waffe ohne Recht zugegriffen wird. Ein Waffenbesitzer hat f�r die Eventualit�ten eines Diebstahls (und eines neugierigen Gastes) mit zumutbaren Massnahmen vorzusorgen (vgl. E. 3.3.3). Unmassgeblich ist schliesslich, dass die unsorgf�ltige Aufbewahrung nicht dazu f�hrte, dass die Waffe von einem Dritten tats�chlich beh�ndigt respektive eine Person an Leib und Leben konkret gef�hrdet, verletzt oder get�tet wurde. Art. 34 Abs. 1 lit. e WG sch�tzt prim�r allgemeine Interessen. Die Straftat des unsorgf�ltigen Aufbewahrens ist ein abstraktes Gef�hrdungsdelikt. Der Tatbestand ist erf�llt, wenn und weil eine Waffe etc. nicht sorgf�ltig aufbewahrt wird (Urteil 6S.549/2000 vom 4. Oktober 2000 E. 2a). Der vorinstanzliche Schuldspruch, der mit der Darlegung der wesentlichen Gesichtspunkte entgegen der R�ge des Beschwerdef�hrers rechtsgen�gend begr�ndet ist (Entscheid S. 15 ff.), verletzt kein Bundesrecht.
�Der Beschwerdef�hrer erhielt von einem Sch�tzenkollegen ein Scharfsch�tzengewehr Elmech EM-992 ausgeh�ndigt, damit er in einer Schiessanlage das Zielfernrohr einstelle.
4.1.�Die Vorinstanz erw�gt, das fragliche Gewehr sei mit Blick auf Art. 10 Abs. 1 lit. b WG in Verbindung mit Art. 19 WV eine meldepflichtige Waffe, f�r deren �bertragung ein schriftlicher Vertrag im Sinne von Art. 11 WG h�tte abgeschlossen werden m�ssen. Der Besitzer und Eigent�mer habe dem Beschwerdef�hrer die Waffe in dem Sinne �bertragen, dass der Beschwerdef�hrer allein die tats�chliche Gewalt �ber die Waffe innegehabt habe. Entscheidend sei nicht, ob der Beschwerdef�hrer den Willen gehabt habe, die Waffe zu besitzen. Wesentlich sei die M�glichkeit der alleinigen Sachherrschaft. Mangels Vertrags habe sich der Beschwerdef�hrer nach Art. 34 Abs. 1 lit. d WG schuldig gemacht (Entscheid S. 18 f.).
4.2.�Der Beschwerdef�hrer bel�sst es dabei, seine Ausf�hrungen vor der Vorinstanz zu wiederholen, wonach er als Besitzdiener �ber keinen Besitzwillen verf�gt habe (Beschwerde S. 17 f.). Mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids setzt er sich nicht auseinander. Selbst wenn die Beschwerde den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG gen�gte, w�re sie abzuweisen. Es kann auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erw�gungen verwiesen werden (Entscheid S. 18 f.). Insbesondere betont die Vorinstanz zu Recht, dass der Beschwerdef�hrer die Waffe ausgeh�ndigt erhielt, um sie (zwecks Einstellung des Zielfernrohrs) zu verwenden. Nach W�st erwirbt bereits eine Waffe, wer sie nur tempor�r, beispielsweise miet- oder leihweise erh�lt. Ein Waffenerwerb liegt vor, wenn der Erwerber die alleinige tats�chliche Herrschaftsgewalt �ber die Waffe erh�lt. Die waffengesetzlichen Erwerbsvorschriften kommen beispielsweise zur Anwendung, wenn ein Sch�tze seine Waffe einem Kollegen zur Reparatur �berl�sst (W�st, a.a.O., S. 66 ff.; vgl. eingehend Bernd Heinrich, Waffenrecht, 9. Aufl. 2010, N. 33 ff. zu � 1 D-Waffengesetz). Der vorinstanzliche Schuldspruch ist nicht zu beanstanden.
�Im Zeitpunkt der Hausdurchsuchung am 10. Mai 2010 war der Beschwerdef�hrer im Besitz eines CS-Sprays, den er mehrere Jahre zuvor im Internet gekauft hatte.
5.1.�Die Vorinstanz erw�gt, CS-Sprays fielen (aufgrund des Reizstoffes CS [2-Chlorbenzylidenmalons�uredinitril]) im Gegensatz zu Pfeffersprays unter das Waffengesetz. Als der Beschwerdef�hrer Mitte 2006 den Spray gekauft habe, sei der Besitz ohne Berechtigung nach Art. 33 WG (in der bis zum 11. Dezember 2008 geltenden Fassung) nicht strafbar gewesen. Seit 12. Dezember 2008 werde der Besitz vom Waffengesetz erfasst. Im Zeitpunkt der Hausdurchsuchung am 10. Mai 2010 sei der Besitz des Sprays tatbestandsm�ssig im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG gewesen.
�Der Beschwerdef�hrer sei eine an Waffen interessierte Person mit den entsprechenden Kenntnissen und Erfahrungen. Er m�sse sich entgegenhalten lassen, nicht jede Vorsicht aufgewendet zu haben, zu welcher er verpflichtet gewesen w�re. Er habe jegliche Sorgfaltspflicht bei der Unterscheidung eines erlaubten Pfeffersprays von einem verbotenen CS-Spray unterlassen. Den entsprechenden Tatbestand habe er fahrl�ssig erf�llt (Entscheid S. 19 ff.).
5.2.�Die vorinstanzlichen Erw�gungen, wonach der Besitz eines unter Art. 4 Abs. 1 lit. b WG fallenden Ger�ts seit 12. Dezember 2008 Regelungsgegenstand des Waffengesetzes ist, stellt der Beschwerdef�hrer zu Recht nicht in Frage.
�Nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen nahm der Beschwerdef�hrer nicht an, dass der Besitz eines CS-Sprays erlaubt war. Mithin hatte er nicht verkannt, dass CS-Sprays vom Waffengesetz erfasst werden, und unterlag er keinem Rechtsirrtum. Der Beschwerdef�hrer argumentiert, er habe weder gewusst noch wissen k�nnen, dass es sich beim fraglichen Spray nicht um einen legalen Pfefferspray, sondern um einen illegalen CS-Spray gehandelt habe. Die Sprays seien sehr leicht zu verwechseln, und die Vorinstanz wende einen zu strengen Massstab an (Beschwerde S. 19 f.). Ihm kann nicht gefolgt werden. Die Vorinstanz billigt ihm zu, den CS-Spray als vermeintlichen Pfefferspray erworben zu haben. Gleichzeitig ber�cksichtigt sie, dass er als eine an Waffen interessierte Person �ber "entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen" verf�gte. Dass damit nicht nur Schusswaffen, sondern auch weitere Waffen gemeint sind, darf mit Blick auf die in den Jahren 2008 und 2010 sichergestellten Gegenst�nde (nebst Schusswaffen unter anderem zahlreiche Messer, Schlagst�cke, Pfeffer- und CS-Sprays) sowie die im Jahre 2007 an Y.________ verkauften CS-Sprays und Schlagst�cke ohne Not angenommen werden. Es w�re f�r den Beschwerdef�hrer ein Leichtes gewesen, sich �ber den Inhalt des fraglichen CS-Sprays zu informieren (vgl. zudem Untersuchungsakten Register 11 Beilage 3, wo der fragliche CS-Spray sowie weitere Pfefferspraydosen abgebildet sind und auf den Pfefferspraydosen die Bezeichnung "Pfeffer" respektive "Pepper" leicht erkennbar ist). Der Irrtum �ber die Art des Sprays ist auf mangelhafte oder fehlende Erkundigungen zur�ckzuf�hren und w�re bei pflichtgem�sser Vorsicht im Sinne von Art. 13 Abs. 2 StGB vermeidbar gewesen. Der vorinstanzliche Schuldspruch (Art. 33 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Abs. 2 WG) ist nicht zu beanstanden.
�Das Rechtsbegehren des Beschwerdef�hrers, er sei f�r die eint�gige Haft zu entsch�digen, ist abzuweisen. Es wird in der Beschwerde mit dem verlangten vollumf�nglichen Freispruch begr�ndet. Es bleibt aber beim vorinstanzlichen Schuldspruch.
�Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern, 4. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.