Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%2047/69
Timestamp: 2019-06-18 12:00:16
Document Index: 155329913

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1542', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1615', '§ 1615', '§ 1615', 'BGH', '§ 1542']

BGH, 27.10.1970 - VI ZR 47/69 - dejure.org
https://dejure.org/1970,664
BGH, 27.10.1970 - VI ZR 47/69 (https://dejure.org/1970,664)
BGH, Entscheidung vom 27.10.1970 - VI ZR 47/69 (https://dejure.org/1970,664)
BGH, Entscheidung vom 27. Januar 1970 - VI ZR 47/69 (https://dejure.org/1970,664)
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Ersatz eines Unterhaltsschadens eines nichtehelichen Kindes - Schadensersatz wegen entgangenen Unterhalts eines nichtehelichen Kindes - Unterhaltsanspruch des nichtehelichen Kindes gegen die Erben seines Vaters
BGHZ 54, 377
NJW 1971, 286
VersR 1971, 149
VersR 1971, 413
Der gesetzliche Forderungsübergang soll bewirken, dass die Leistungen des Sozialversicherungsträgers, Dienstherrn oder sonstigen Leistungsträgers aus Anlass der Schädigung weder dem Schädiger zugute kommen noch zu einer doppelten Entschädigung des Geschädigten führen (vgl. GSZ BGHZ 9, 179, 190; Senatsurteile BGHZ 54, 377, 382; 59, 154, 156 f.; 153, 223, 230, m.w.N.).
Es muß auch geprüft werden, ob Sinn und Zweck des § 1542 RVO im Streitfall einen Rechtsübergang rechtfertigen (vgl. BGHZ 54, 377, 380).
Diese Wertentscheidung schließt es grundsätzlich aus, eine unzumutbare Beeinträchtigung nur ganz ausnahmsweise, bei besonders schwerer Einwirkung, anzunehmen (Abweichung von BGHZ 49, 148; 54, 384) [BGH 27.10.1970 - VI ZR 47/69].
Denn ein sinngemäßes Verständnis ergibt, daß ein Übergang nur Bestand haben soll, soweit der SVT (BfA) auf Grund des die Leistungspflicht auslösenden Schadensereignisses Leistungen zu erbringen hat (vgl. BGHZ 54, 377, 382).
Dieser Beurteilung steht nicht die Entscheidung in BGHZ 54, 377, entgegen.
Andererseits sind Waisenrenten grundsätzlich nicht auf den vom Vater eines nichtehelichen Kindes zu zahlenden Regelunterhalt anzurechnen (vgl. § 1615 g Abs. 3 BGB n.F.; Weyer VersR 1971, 413;… vgl. aber auch Odersky, Nichtehelichengesetz 3. Aufl. § 1615 h BGB Anm. II 3 a unter Hinweis auf § 1615 h BGB n.F.).
Die Vorschrift soll in erster Linie verhindern, daß dem Haftpflichtigen im wirtschaftlichen Ergebnis die Last des von ihm zu verantwortenden Schadens abgenommen und auf den Sozialversicherungsträger endgültig verlagert wird; ferner soll der Forderungsübergang eine doppelte Entschädigung des Verletzten vermeiden (BGHZ 9, 179, 184 ff; 54, 377, 382;… Lauterbach Unfallversicherung 3. Aufl., § 1542 RVO Anm. 1).