Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=18.12.2012&Aktenzeichen=VI%20ZR%2055%2F12
Timestamp: 2020-08-13 18:05:20
Document Index: 135982883

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 406', '§ 7', '§ 253', '§ 823', '§ 318', '§ 406', '§ 406', 'BGH', 'BGH', '§ 403', '§ 406', 'BGH', 'BGH', '§ 103', 'BGH', '§ 103', 'BGH', 'BGH', '§ 103', 'BGH', '§ 103']

BGH, 18.12.2012 - VI ZR 55/12 - dejure.org
https://dejure.org/2012,44326
BGH, 18.12.2012 - VI ZR 55/12 (https://dejure.org/2012,44326)
BGH, Entscheidung vom 18.12.2012 - VI ZR 55/12 (https://dejure.org/2012,44326)
BGH, Entscheidung vom 18. Dezember 2012 - VI ZR 55/12 (https://dejure.org/2012,44326)
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§ 406 StPO, § 7 StVG, § 253 Abs 2 BGB, § 823 Abs 1 BGB, § 318 ZPO
Keine Bindungswirkung der im Adhäsionsverfahren ergehenden Entscheidung über das Schmerzensgeld
Wirkungen einer im Adhäsionsverfahren auf Antrag eines Verletzten (Geschädigten) gegen einen Beschuldigten (Schädiger) ergehenden Entscheidung
StPO § 406 Abs. 1 S. 2; StPO § 406 Abs. 3 S. 1
Entscheidung im Adhäsionsverfahren - Keine Rechtskraftentfaltung gegenüber Haftpflichtversicherer des Beschuldigten (= Schädiger)
AG Strausberg, 23.12.2009 - 23 C 39/09
LG Frankfurt/Oder, 15.12.2011 - 19 S 14/10
BGH, 04.06.2013 - VI ZR 55/12
NJW 2013, 1163
NZV 2013, 231
Dies ist durch Auslegung von Urteilsformel und Entscheidungsgründen zu ermitteln (vgl. Senatsurteil vom 18. Dezember 2012 - VI ZR 55/12, NJW 2013, 1163 Rn. 9; BGH, Urteile vom 13. Oktober 2000 - V ZR 356/99, NJW 2001, 78, 79; vom 14. Juni 2002 - V ZR 79/01, NJW 2002, 3478, 3479;… vom 14. Juli 2011 - VII ZR 142/09, aaO Rn. 17, jeweils mwN; Beschluss vom 21. Februar 1994 - II ZB 13/93, NJW 1994, 1222 f.).
Die in einem Strafverfahren ergangene rechtskräftige Entscheidung über den Antrag, durch den der Verletzte den ihm aus einer Straftat des Beschuldigten erwachsenen vermögensrechtlichen Anspruch (§§ 403 f. StPO) geltend macht, steht gemäß § 406 Abs. 3 Satz 1 StPO einem im bürgerlichen Rechtsstreit ergangenen rechtskräftigen Urteil gleich (vgl. Senatsurteil vom 18. Dezember 2012 - VI ZR 55/12, NJW 2013, 1163 Rn. 8).
Das Landgericht verkenne, dass die zitierte Entscheidung des BGH vom 18.12.2012 - VI ZR 55/12 - nicht die 6. KH-Richtlinie berücksichtige, sondern ausschließlich die 1.-5.
Die vorsätzliche Herbeiführung des Schadens mithilfe eines Kraftfahrzeugs im Straßenverkehr begründet einen subjektiven Risikoausschluss (BGH, Urteil vom 18.12.2012 - VI ZR 55/12, juris;… Knappmann, in Prölss/Martin, VVG, 29. Aufl., A.1.5 AKB 2008, Rn. 1 f.).
Im Verhältnis zum - wie hier - personenverschiedenen Halter (Fa. N GmbH), dem selbst kein vorsätzliches Handeln anzulasten ist, bleibt die Direktleistungspflicht hingegen bestehen (…vgl. Burmann/Heß/ Jahnke /Janker, Straßenverkehrsrecht, 23. Aufl. 2014, VVG, § 103 Rn. 47; BGH , NJW 2013, 1163, 1165), weshalb § 103 VVG hier im Ergebnis eine Klageabweisung allein nicht tragen könnte.
Insbesondere ergibt sich eine Einschränkung der Bindungswirkung nicht aus der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 18.12.2012 (NJW 2013, 1163).
Der Senat weicht nicht von der vom Landgericht zitierten Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 18.12.2012 (BGH, NJW 2013, 1163) ab (s. o.).
"Dies ist durch Auslegung von Urteilsformel und Entscheidungsgründen zu ermitteln (vgl. Senatsurteil vom 18. Dezember 2012 - VI ZR 55/12, NJW 2013, 1163 Rn. 9; BGH, Urteile vom 13. Oktober 2000 - V ZR 356/99, NJW 2001, 78, 79; vom 14. Juni 2002 - V ZR 79/01, NJW 2002, 3478, 3479;… vom 14. Juli 2011 - VII ZR 142/09, a. a. O. Rn. 17, jeweils m. w. N.; Beschluss vom 21. Februar 1994 - II ZB 13/93, NJW 1994, 1222 f.).
AG Euskirchen, 05.04.2017 - 4 C 228/15
Umfang der Eintrittspflicht einer Kfz-Haftpflichtversicherung für geltend …
Soweit nach Auffassung des Gerichts in jetziger Besetzung eine vorsätzliche Herbeiführung des Versicherungsfall einen Anspruch der Klägerin gegen die Beklagte zu 1) sehr wohl gemäß § 103 VVG n.F. ausschließen könnte (BGH, Urteil vom 18. Dezember 2012 - VI ZR 55/12 -, Rn. 16, juris), sind die Voraussetzungen des § 103 VVG nicht dargetan.