Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/1997/97'6'04.HTM
Timestamp: 2018-01-18 19:30:05
Document Index: 281357793

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 34', '§ 9', '§ 10']

7. Jahrgang, Nr. 6 vom 15. Juli 1997, S. 8
Studienordnung im Studiengang Werkstoffwissenschaft im Fachbereich Werkstoffwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
§ 9 Lehrveranstaltungen bis zur Diplom-Vorprüfung für den Studiengang Werkstoffwissenschaft
§ 10 Lehrveranstaltungen bis zur Diplomprüfung für die Studienrichtung Werkstofftechnik
§ 11 Lehrveranstaltungen bis zur Diplomprüfung für die Studienrichtung Kunststofftechnik
§ 12 Einschreibung
§ 13 Studienfachberatung
Diese Studienordnung regelt auf der Grundlage der Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Werkstoffwissenschaft den Inhalt und Aufbau des Studiums, einschließlich die in den Studiengang eingeordnete industriepraktische Tätigkeit an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
(1) Das Studium bereitet auf die Tätigkeit eines Absolventen bzw. einer Absolventin des Studienganges Werkstoffwissenschaft als Diplomingenieur bzw. Diplomingenieurin in anwendungs-, forschungs- und lehrbezogenen Tätigkeitsfeldern vor.
(2) Typische Aufgaben eines Diplomingenieurs bzw. einer Diplomingenieurin auf dem Gebiet der Werkstoffwissenschaft (Werkstofftechnik und Kunststofftechnik) reichen vom Laboratorium bis in die Anwendungsberatung und lassen sich z.B. wie folgt einteilen:
Experimentelle Untersuchungen des mikroskopischen Aufbaues; Entwicklung, kritische Prüfung und Anwendung von Modellvorstellungen, um mit deren Hilfe meßbare Werkstoffeigenschaften vorauszuberechnen oder genauere Eigenschaften zu deuten (Grundlagenforschung).
Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Werkstoffen mit bisher noch nicht erreichten Eigenschaftswerten durch Kombination tech-nologischer Erfahrungen mit Ergebnissen der Grundlagenforschung (Werkstoffentwicklung).
Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Herstellungs- und Bearbeitungsverfahren für bereits bekannte Werkstoffe, Verminderung des Aufwandes für die technische Fertigung; Schaffung von Voraussetzungen für Produktion im großen Maßstab; Erhöhung der Gleichmäßigkeit der Güte der Produktion (Werkstofftechnologie).
Erschließung neuer Verwendungsmöglichkeiten für bekannte Werkstoffe im Gesamtbereich der Technik unter besonderer Berücksichtigung der Probleme der Korrosion und des Korrosionsschutzes (Anwendungstechnik).
Entwicklung geeigneter und reproduzierbarer makroskopischer und mikroskopischer Meßgrößen für Werkstoffeigenschaften und Entwicklung von Methoden zu ihrer exakten Bestimmung sowie die Anwendung konventioneller Methoden zur Qualitätssicherung (Werkstoffprüfung).
(3) Aufgrund der bestandenen Diplomprüfung im Studiengang Werkstoffwissenschaft wird der akademische Grad "Diplomingenieur" bzw. "Diplomingenieurin" (Dipl.-Ing.) verliehen.
(1) Studienvoraussetzung ist die allgemeine Hochschulreife oder eine einschlägig fachgebundene Hochschulreife entsprechend § 34 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt.
(2) Individuelle Voraussetzungen sind ein breit gefächertes Interesse für Werkstoffe und die mit der Herstellung, Verarbeitung, Anwendung dieser Werkstoffe und Entwicklung neuer Werkstoffe verbundenen Probleme. Dabei spielt die Problematik der Qualitätssicherung in der herstellenden und verarbeitenden Industrie eine ausschlaggebende Rolle. Sie reicht von der Prüfung des Werkstoffes bis zur Überwachung von Industrieanlagen und von Produktionsabläufen. Es bedarf der Fähigkeit, Probleme mathematisch anzugehen, einer praktischen Begabung sowie Interesse an Chemie, Physik und physikalischer Chemie. Fremdsprachenkenntnisse, besonders Kenntnisse der englischen Sprache sind für ein erfolgreiches Studium von hohem Nutzen.
Diese Studienordnung und der ihr zugrundeliegende Studienplan bauen auf einem Studienbeginn zum Wintersemester auf.
(1) Die Regelstudienzeit beträgt 10 Semester. Dabei wird vorausgesetzt, daß die gesamte Vorlesungszeit und der größte Teil der vorlesungsfreien Zeit dem Studium gewidmet werden.
das Grundstudium mit einer Dauer von 4 Semestern, das mit der Diplomvorprüfung abgeschlossen wird,
(1) Durch die Diplom-Vorprüfung sollen die Studierenden nachweisen, daß die mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen des Studienganges beherrscht werden und eine systematische Orientierung erworben worden ist, um das Studium mit Erfolg fortzusetzen.
(2) Die Diplomprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluß des Studiums. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob die Studierenden die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben haben, die Zusammenhänge des Fachgebietes überblicken und die Fähigkeit besitzen, wissenschaftlich zu arbeiten und wissenschaftliche Erkenntnisse anzuwenden.
(3) Die Regelung für die Prüfungen, insbesondere
die Wiederholungsmöglichkeiten, sind in der Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Werkstoffwissenschaft geregelt.
Für den Studiengang Werkstoffwissenschaft ist eine anerkannte praktische Tätigkeit von insgesamt 20 Wochen nachzuweisen. Der im folgenden aufgeführte Ausbildungsplan ist als Empfehlung zu verstehen und wird in der "Ordnung für die Durchführung von Berufspraktika, Studien-/Projektarbeiten und Diplomarbeiten" ausführlich geregelt.
Technische Verfahren, z.B. metallverarbeitende Verfahren (Gießen, Umformen); glastechnische oder keramische Produktionsverfahren; Kunststoffverarbeitung (Spritzgießen, Extrusion); Werkstoffprüfung und -abnahme.
8 Wochen im 1. bis 4. Fachsemester.
In Verbindung mit der zweiten Studienarbeit.
12 Wochen im 7. Fachsemester
Es ist den Studierenden überlassen, an welchem Werkstoff (Metall, Kunststoff, Glas etc.) die Kenntnisse für den Teil 1 erworben werden. Zum Nachweis der praktischen Tätigkeit ist für den ersten Teil des Praktikums eine Darstellung und Erläuterung der Tätigkeit im Umfang von etwa 2 Seiten pro Woche einschließlich Firmenzeugnisse oder -bestätigungen zu erbringen.
(1) Die Pflichtveranstaltungen bis zur Diplom-Vorprüfung sind in § 9 aufgeführt und umfassen Vorlesungen, Übungen und Praktika. Der Gesamtumfang der Lehrveranstaltungen im Grundstudium während der ersten 4 Fachsemester soll 100 Semesterwochenstunden nicht überschreiten.
(2) Die Pflichtveranstaltungen im Hauptstudium nach der Diplom-Vorprüfung bestehen aus Vorlesungen, Übungen, Praktika, Seminaren, Studienarbeiten und Exkursionen. Die gemäß Prüfungsordnung als Pflichtfächer, Wahlpflichtfächer I, Wahlpflichtfach II und nichttechnische Wahlpflichtfächer zu belegenden Lehrveranstaltungen sollen in der Regel insgesamt 75 Semesterwochenstunden nicht wesentlich überschreiten.
(3) Der Umfang der im Hauptstudium zu erbringenden zwei Studienarbeiten ist in der Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Werkstoffwissenschaft festgelegt.
(4) Die Pflichtveranstaltungen bis zur Diplomprüfung sind in §§ 10 und 11 für die einzelnen Studienrichtungen aufgeführt.
Lehrveranstaltungen bis zur Diplom-Vorprüfung für den Studiengang Werkstoffwissenschaft
Übungen zu Mathematik
Übungen zu Physik
Übungen zu Chemie
Übungen zu Informatik
Übungen zu Technische Mechanik
Übungen zu Konstruktionslehre
Übungen zu Elektrotechnik/Elektronik
Praktikum zu Elektrotechnik/Elektronik
Werkstoffkunde I: Grundlagen der Werkstoffwissenschaft
Übungen zu Grundlagen der Werkstoffwissenschaft
Praktikum zu Grundlagen der Werkstoffwissenschaft
Werkstoffkunde II: Allgemeine Werkstoffprüfung
Praktikum zu Allgemeine Werkstoffprüfung
Werkstoffkunde III: Werkstoffe
Werkstofferzeugung und -behandlung / Fertigungstechnik
Übungen zu Werkstofferzeugung und -behandlung /
Lehrveranstaltungen bis zur Diplomprüfung für die Studienrichtung Werkstofftechnik
1. Pflichtfächer SWS
Übungen zu Werkstoffe
Praktikum zu Werkstoffprüfung
Praktikum zu Struktur- und Gefügeanalyse
Übungen zu Korrosion/Korrosionsschutz
Praktikum zuKorrosion/Korrosionsschutz
Spezielle Werkstoffe für den Korrosionsschutz
Übungen zu Meß- und Automatisierungstechnik
Übungen zu Betriebswirtschaftslehre
2. Pflichtfächer SWS
Metallkundliche Aspekte der Korrosion
Übungen zu Metallkundliche Aspekte der Korrosion
Praktikum zu Metallkundliche Aspekte der Korrosion
Korrosion von Kunststoffen
Übungen zu Korrosion von Kunststoffen
Praktikum zu Korrosion von Kunststoffen
Korrosion von anorganisch-nichtmetallischen Werkstoffen
Übungen zu Korrosion von anorganisch-nichtmetallischen Werkstoffen
Praktikum zu Korrosion von anorganisch-nichtmetallischen Werkstoffen
Übungen zu Reibung und Verschleiß
Praktikum zu Reibung und Verschleiß
Übungen zu Oberflächentechnik
Praktikum zu Oberflächentechnik
Korrosion/Korrosionsschutz in Chemieanlagen
Übungen zu Korrosion/Korrosionsschutz in Chemieanlagen
Praktikum zu Korrosion/Korrosionsschutz in Chemieanlagen
Übungen zu Technische Bruchmechanik
Praktikum zu Technische Bruchmechanik
Übungen zu Schadensfallanalyse
Praktikum zu Schadensfallanalyse
Übungen zu Fertigungstechnik
Praktikum zu Fertigungstechnik
Übungen zu Fügetechnik
Praktikum zu Fügetechnik
Von den Wahlpflichtfächern I der Studienrichtung Werkstofftechnik sind 2 Fachlehrgebiete zu belegen.
Als Wahlpflichtfach II der Studienrichtung Werkstofftechnik kann belegt werden:
ein Wahlpflichtfach I der Studienrichtung Kunststofftechnik, Verarbeitungstechnik, Kunststoff- und Kautschuktechnologie oder Verfahrenstechnik im Umfang von mindestens 6 SWS oder
ein weiteres nicht belegtes Wahlpflichtfach I der Studienrichtung Werkstofftechnik im Umfang von 6 SWS.
Lehrveranstaltungen des Studium Generale bzw. nichttechnische Lehrveranstaltungen von Fachbereichen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Von diesen Lehrveranstaltungen sind mindestens 4 SWS zu belegen.
Lehrveranstaltungen bis zur Diplomprüfung für die Studienrichtung Kunststofftechnik
Übungen zu Technische Strömungsmechanik
Übungen zu Technische Thermodynamik
Werkstoffe für die Kunststofftechnik
Übungen zu Kunststoffprüfung
Praktikum zu Kunststoffprüfung
Übungen zu Werkstoffkunde der Kunststoffe
Praktikum zu Werkstoffkunde der Kunststoffe
Praktikum zu Technologie der Kunststoffverarbeitung
Maschinen und Werkzeuge der Kunststoffverarbeitung
Übungen zu Maschinen und Werkzeuge der Kunststoffverarbeitung
Werkstoffeinsatztechnik
Übungen zu Werkstoffeinsatztechnik
Praktikum zu Werkstoffeinsatztechnik
Struktur und Gefüge/Plastographie
Übungen zu Struktur und Gefüge/Plastographie
Praktikum zu Struktur und Gefüge/Plastographie
Kunststoffmodifizierung und -aufbereitungstechnik
Praktikum zu Kunststoffmodifizierung und -aufbereitungstechnik
Kunststoffdiagnostik/Schadensfallanalyse
Praktikum zu Kunststoffdiagnostik/Schadensfallanalyse
Praktikum zu Qualitätskontrolle
Fügetechnik von Kunststoffen
Praktikum zu Fügetechnik von Kunststoffen
Konstruieren mit Kunststoffen (CAD)
Praktikum zu Konstruieren mit Kunststoffen (CAD)
Mechanik der Polymere/Verbunde
Praktikum zu Mechanik der Polymere/Verbunde
Praktikum zu CAD-Kunststoffverarbeitung
Übungen zu Viskoelastizitätstheorie
Chemische Charakterisierung von Kunststoffen
Praktikum zu Chemische Charakterisierung von Kunststoffen
Reaktive Kunststoffverarbeitung / FDM-Extrusion
Übungen zu Reaktive Kunststoffverarbeitung / FDM-Extrusion
Praktikum zu Reaktive Kunststoffverarbeitung / FDM-Extrusion
Von den Wahlpflichtfächern I der Studienrichtung Kunststofftechnik sind 2 Fächer zu belegen.
3. Wahlpflichtfach II
Als Wahlpflichtfach II der Studienrichtung Kunst-stofftechnik kann belegt werden:
ein Wahlpflichtfach I der Studienrichtungen Werkstofftechnik, Verarbeitungstechnik, Kunststoff- und Kautschuktechnologie oder Verfahrenstechnik im Umfang von mindestens 6 SWS oder
ein weiteres nicht belegtes Wahlpflichtfach I der Studienrichtung Kunststofftechnik im Umfang von 6 SWS.
Für jedes Fachsemester erscheint ein Vorlesungsverzeichnis mit einer Aufstellung der angebotenen Lehrveranstaltungen. Jede bzw. jeder Studierende hat sich in die von ihm ausgewählten Lehrveranstaltungen (auch Pflichtveranstaltungen) einzuschreiben.
(1) Den Studierenden wird empfohlen, eine Studienberatung insbesondere in folgenden Fällen in Anspruch zu nehmen:
vor der Wahl der Wahlpflichtfächer,
im Falle eines Studienrichtungs- bzw. Studiengang- oder Hochschulwechsels.
(2) Zu Beginn jedes Wintersemesters wird eine Einführungsveranstaltung für Studienanfänger durchgeführt.
(3) Die Studienfachberatung wird in Verantwortung der Professorinnen bzw. der Professoren des Studienganges Werkstoffwissenschaft bzw. durch die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses durchgeführt.