Source: https://www.kuv24-berater.de/Beraterhaftpflicht/Glossar/index.html?pageid=2801
Timestamp: 2020-06-05 06:13:05
Document Index: 111749681

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 276', '§ 313', '§ 324', '§ 241', '§ 326', '§ 634', '§ 276']

Glossar - Fachbegriffe zur Unternehmensberater-Haftpflichtversicherung
Glossar zur Berufshaftpflichtversicherung
Im Glossar haben wir für Sie alle Fachbegriffe zusammengefasst, die aus unserer Sicht erklärungsbedürftig sind.
Suchen Sie doch mal in unseren FAQ (häufig gestellte Fragen).
Betriebshaftpflichtversicherung ist der Sammelbegriff für alle Haftpflichtversicherungen, die betriebliche Risiken absichern. Dabei gewährt der Versicherer dem Versicherungsnehmer und den mitversicherten Personen (z.B. Mitarbeiter des Unternehmens) Versicherungsschutz, wenn diese wegen betrieblicher Risiken von einem Dritten aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen privatrechtlichen Inhalts für einen Personen-, Sach- oder Vermögensschaden verantwortlich gemacht werden.
Auch die Berater- oder Consult-Haftpflicht fällt unter die Betriebshaftpflichtversicherungen.
Der Begriff „Berufshaftpflichtversicherung" bezeichnet eine betriebliche Haftpflichtversicherung die das spezifische Risiko einer ganz bestimmten Berufsgruppe (meist der freien Berufe wie z. B. Ärzte, Zahnärzte, Architekten, Unternehmensberater, Media-Experten, IT-Dienstleister) absichert.
Beispiel: An einen Arzt werden Ansprüche wegen eines Kunstfehlers gestellt.
Auch die Berater-Haftpflicht fällt unter die Berufshaftpflichtversicherungen.
​Claims-Made-Prinzip
Das Claims-Made-Prinzip wird auch als Anspruchserhebungsprinzip bezeichnet und definiert den Zeitpunkt des Versicherungsfalls.
Das Claims-Made-Prinzip ist sehr häufig bei D&O-Policen anzutreffen.
Das Claims-Made-Prinzip bedeutet, dass die Leistungspflicht des Versicherers erst durch die Geltendmachung von Haftpflichtansprüchen und nicht bereits durch das Fehlverhalten der versicherten Personen ausgelöst wird. Vom Versicherungsschutz nicht erfasst sind also Handlungen, die zwar noch während des Versicherungszeitraums begangen, aber erst nach Kündigung der Versicherung (ggf. innerhalb der Nachmeldefrist) geltend gemacht wurden.
Cyber- bzw. Datenrisiken (optionaler Zusatzbaustein)
Als Eigenschaden bei Datenverlust (Daten- bzw. Cyberrisiken) bezeichnet man eine Situation, wenn es in einem Unternehmen zu einem Datenschutzvorfall kommt, der Kosten nach sich zieht. Typischerweise entstehen Kosten für Ermittlungen, Bekanntmachung, Krisenmanagement und PR Maßnahmen.
Der Versicherer ersetzt beispielsweise die Kosten für die Ermittlung des Geschehenen, incl. der Kosten für die Anzeige und Bekanntmachung der Datenrechtsverletzungen, der Kosten für Krisenmanagement und PR Maßnahmen. Ferner erstatten wir die Kosten für die Wiederherstellung infolge einer Beschädigung/Zerstörung/Änderung, Ihrer Daten, Netzwerke, Computersysteme oder des Intranets/Internets nach einem Hackerangriff. Ebenfalls versichert ist der Ertragsausfall Ihrer Onlineumsetzung nach einem Hackerangriff oder einer Denial-Off-Service-Attacke.
Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für Organe juristischer Personen wird in Deutschland auch als D&O-Versicherung bezeichnet, wobei diese Bezeichnung aus dem Amerikanischen kommt.
Die Abkürzung "D" steht dabei für Directors (sinngemäß Unternehmensorgane).
Die Abkürzung "O" steht dabei für Officers (sinngemäß leitende Angestellte).
Über den Eigenschadenbaustein, den manche Versicherer anbieten, können jedoch eigene Schäden in den Versicherungsschutz einbezogen werden.
Im Fall der Berater-Haftpflichtversicherung von KuV24-berater sind nachstehende Eigenschäden beitragsfrei mitversichert:
Vertragsstrafen wegen der Verletzung von Geheimhaltungspflichten oder Datenschutzvereinbarungen
Ausfall von Repräsentanten oder Beratern in Schlüsselpositionen (Key Man Cover)
Kosten strafrechtlicher Verteidigung
Vertrauensschäden, verursacht durch ein vorsätzliches Vermögensdelikt durch Angestellte oder freie Mitarbeiter (z.B. Betrug, Unterschlagung, Untreue, etc.)
Honorarersatz nach berechtigter außerordentlicher Kündigung des Auftraggebers
Projektkostenersatz nach berechtigtem Rücktritt des Auftraggebers
Fixer Selbstbehalt
Im Schadenfall beteiligt der Versicherer den Berater-Experten (Versicherungsnehmer) an den entstehenden Schadenaufwendungen, um Bagatellschäden abzuwälzen und den Versicherten in die Mitverantwortung für die entstandenen Kosten zu nehmen. Dadurch können Versicherungsbeiträge günstiger kalkuliert werden.
Um das Kostenrisiko für den Freiberufler überschaubar zu halten, sollte die Selbstbeteiligung im Schadensfall fest oder zumindest nach oben "gedeckelt" sein (z.B. 10%, max. jedoch € 5.000,00).
Ansonsten könnte ein im ersten Moment niedrig erscheinender Selbstbehalt von 5 % bei einem Schaden von z. B. € 1 Mio. trotzdem bedrohliche Ersatzleistungen nach sich ziehen (siehe auch Selbstbehalt).
Für bestimmte Schäden haftet man auch ohne persönliches Verschulden, z.B. bei der Produkthaftung (§ 1 ff. ProdHaftG)
Der Geltungsbereich beschreibt den geographischen Teil, in welchen Ländern bzw. vor welchen Gerichten bedingungsgemäß Versicherungsschutz besteht.
Geographische Deckungsbereiche können sein:
vor Ort Deckung (z.B. BRD)
Europaweite Deckung (EU, EWR und CH)
Weltweite Deckung OHNE den Länder USA und Kanada
Weltweite Deckung MIT den Ländern USA und Kanada.
Die Unterscheidung zwischen einfacher und grober Fahrlässigkeit, wie sie regelmäßig bei Haftungsbeschränkungsvereinbarungen von AGB´s oder in Versicherungsbedingungen vorgenommen wird, ist gesetzlich nicht definiert, sondern hat sich aus der Rechtssprechung entwickelt:
Grob fahrlässig handelt, wer die im (Geschäfts-)Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt.
Hiscox - Spezialversicherer und Risikoträger
Hiscox ist ein 1901 gegründeter internationaler Spezialversicherer. Das Unternehmen ist an der London Stock Exchange notiert (LSE:HSX). Die Hiscox-Gruppe hat im Underwriting drei Hauptbereiche: Hiscox London Market, Hiscox UK und Europa sowie Hiscox International. Hiscox London Market versichert internationales Geschäft auf dem Londoner Markt, hauptsächlich großes oder komplexes Geschäft, das von mehreren Versicherern gezeichnet werden muss oder das die internationalen Lizenzen von Lloyd’s benötigt. Hiscox UK und Hiscox Europa konzentrieren sich auf spezielle Versicherungen für verschiedene Berufsgruppen, Geschäftskunden sowie vermögende Privatkunden.In Deutschland unterhält Hiscox Büros in Hamburg, Köln und München. Im Bereich der Berufshaftpflichtversicherungen hat sich Hiscox auf Deckungskonzepte für die IT- und Beratungsbranche spezialisiert. Für diese Branchen, die sich mit ganz speziellen Risiken konfrontiert sehen, bietet Hiscox Versicherungslösungen, die auf die Bedürfnisse der jeweiligen Branche zugeschnitten sind.Die langjährige Erfahrung der Hiscox in diesen Bereichen, vom Abschluss des Versicherungsvertrages bis hin zur Schadenabwicklung, spiegelt sich nicht nur in den Produkten, sondern auch in dem außergewöhnlichen Service der Hiscox wider.Der Spezialversicherer vermeldet: Innerhalb von nur drei Jahren konnte die Zahl der Unternehmensberater, die sich in Deutschland über die Police Consult by Hiscox absichern, verdreifacht werden. Damit genießen europaweit inzwischen 30.000, weltweit sogar 40.000 Berater den umfassenden Berufshaftpflicht-Schutz von Hiscox.
Im Versicherungsfall ist die Leistung des Versicherers auf die vereinbarte Versicherungssumme oder Entschädigungsgrenze bedingungsgemäß beschränkt. Kosten oder anderweitige Aufwendungen werden hierauf nicht angerechnet.
Kosten auf Weisung oder Veranlassung des Versicherers sind beispielsweise:
Aufwendungen zur Abwendung oder Minderung des Schadens bei oder nach Eintritt des Versicherungsfalles
Reisekosten, die dem Versicherer nicht selbst entstehen
Einschränkung: soweit Ansprüche vor Gerichten der USA oder Kanadas geltend gemacht werden, werden die dadurch entstehenden Kosten jedoch auf die vereinbarte Versicherungssumme oder Entschädigungsgrenze angerechnet.
Leicht fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt. Die leichte Fahrlässigkeit wird auch einfache Fahrlässigkeit genannt (siehe auch § 276 (2) BGB)
Die Deckungssummen stehen grundsätzlich je Schadenfall zur Verfügung. Die Gesamtleistung des Versicherers für alle Versicherungsfälle eines Versicherungsjahres wird jedoch meistens auf das Doppelte oder Dreifache der Deckungssumme begrenzt (sogenannte 2-fach oder 3-fach Maximierung).
Deckungssumme 2,5 Mio. €/ 2-fach maximiert => pro Schaden zahlt der Versicherer max. 2,5 Mio. €, für alle Schäden eines (Versicherungs-) Jahres jedoch maximal 5,0 Mio. €.
Bei manchen Haftpflichtversicherungen steht die Deckungssumme jedoch nur einmal pro Versicherungsjahr zur Verfügung, z.B. in der Umwelt-Haftpflichtversicherung
​Nachmeldefrist vs. Nachhaftung
Die Nachmeldefrist hat die Aufgabe bei Beendigung einer Berater-Haftpflichtversicherung Versicherungsschutz zusätzlich zu gewähren. Schäden gelten dann bedingungsgemäß ohne zeitliche Begrenzung mitversichert, auch wenn erst nach Beendigung und Stornierung des Versicherungsvertrages der tatsächliche Schaden festgestellt und nachträglich gemeldet wird.
Passiver Rechtsschutz (Abwehrfunktion)
Unter passivem Rechtsschutz im Rahmen der Berater-Haftpflicht versteht man, dass der Versicherer für den Unternehmensberater oder Consultant auch einen Rechtsstreit führt, wenn z.B. Schadenersatzansprüche gegen ihn gestellt werden.
Dabei übernimmt der Versicherer die ggf. anfallenden Verfahrens- und Gerichtskosten. Stellt sich im oft langwierigen Rechtsstreit heraus, dass dem Berater ein Verschulden trifft, begleicht der Versicherer darüber hinaus auch den Vermögensschaden im versicherten Umfang.
Der passive Rechtsschutz ist generell bei jeder Berater-Haftpflichtversicherung integraler Bestandteil der Versicherungsleistung.
​Pauschale Deckungssumme
Bei pauschalen (im Ganzen zu wertenden) Deckungssummen werden die Schadensleistungen für die einzelnen Schadensarten zusammengefasst. Das heißt, dass die maximale Schadenzahlung bei einem Schadenereignis auf die Höhe der ausgewiesenen Deckungssumme beschränkt ist. Und dies unabhängig davon, ob z. B. ein Sach- oder Vermögensschaden vorliegt.
​Regressverzicht - freie Mitarbeiter
Freie Mitarbeiter gelten im Rahmen der Versicherungsbedingungen mitversichert.
Die freien Mitarbeiter sind explizit aufgeführt und es gilt folgende Regelung in den Bedingungen: "in den Betrieb des Versicherungsnehmers eingegliederten freie Mitarbeiter (natürliche Personen), soweit diese im Namen und Auftrag des Versicherungsnehmers tätig sind, gelten mitversichert."
Arbeitet der Unternehmensberater oder Consultant z.B. für zwei unterschiedliche Projekte bei verschiedenen Auftraggebern parallel, kann dadurch die Situation entstehen, dass für das eine Projekt Versicherungsschutz besteht und für das andere eben nicht.
Fazit: Abhilfe bietet nur eine eigene, auf die Tätigkeit des Beraters abgestimmte Berufs-Haftpflichtversicherung von KuV24-berater.
​RPC-Deckung (Eigenschaden-Deckung)
Zusätzlich zum klassischen Berufs- und Berater-Haftpflichtrisiko ist auch das Eigenschadenrisiko Ihrer vergeblichen Aufwendungen versichert, die durch den berechtigten Rücktritt des Auftraggebers entstehen können.
Es handelt sich dabei um eine Art Projektstornoabsicherung.
​Rücktritt (berechtigt)
Der RPC-Baustein (Return of Project Costs = Projektstornoabsicherung) versichert die vergeblichen Aufwendungen, die durch einen berechtigten Rücktritt des Auftraggebers im Rahmen der Berater- bzw. Consulthaftpflichtversicherung entstehen können.
Anhand folgender Rechtsnormen prüft die Versicherungsgesellschaft u.a. ob ein berechtigter Rücktritt vorliegt:
§ 313 Abs.3 BGB - Störung der Geschäftsgrundlage
§ 324 BGB - Rücktritt wegen Verletzung einer Pflicht nach § 241 Abs.2
§ 326 Abs.5 BGB - Befreiung von der Gegenleistung und Rücktritt beim Ausschluss der Leistungspflicht
§ 634 Nr. 3 BGB - Rechte des Bestellers bei Mängeln
​Selbstbehalt
Selbstbehalt (oder auch Selbstbeteiligung) bedeutet, dass der Versicherungsnehmer von jedem Schaden grundsätzlich einen bestimmten Prozentsatz oder Festbetrag selbst tragen muss.
Faustregel: Je höher der Selbstbehalt, desto größer die Beitragsminderung.
Bei allen Versicherungslösungen für die Berater-Haftpflichtversicherung bei KuV24-berater entfällt der Selbstbehalt für Vermögens-, Sach- und Personenschäden komplett.
Für das optionale Versicherungsmodul der Cyberversicherung gilt jedoch ein Selbstbehalt von 1.000 €.
Für das optionale Versicherungsmodul der Elektronik- und Büroinhaltsversicherung gilt ein Selbstbehalt von 250 €.
Ein Sublimit ist eine abweichende Obergrenze einer Versicherungssumme innerhalb eines Versicherungsvertrages und wird i.d.R. auf die Versicherungssumme angerechnet und steht nicht zusätzlich zur Verfügung.
Sublimite sind also Beschränkungen der vereinbarten Versicherungssumme bei besonderen Risikobereichen.
Ein Haftpflichtvertrag sollte keine Sublimite vorsehen. Sonst wird mit einer auf den ersten Blick hohen Versicherungssumme der Anschein erweckt, dass ein umfassender Versicherungsschutz besteht, im Schadenfall ist dann jedoch festzustellen, dass viele mitversicherte Nebenrisiken nur unzureichend abgedeckt sind (z.B. Gerichtskosten limitiert auf 10.000 €).
Die Berater-Haftpflicht bei KuV24-berater.de verzichtet weitgehend auf Sublimite.
​Subunternehmer
allgemeine Definition SUBUNTERNEHMER
Zwischen dem Generalunternehmer und dem Subunternehmer besteht grundsätzlich ein Werkvertrag oder Dienstvertrag. Der Subunternehmer wird eingesetzt zur Erfüllung eigener Verbindlichkeiten des Generalunternehmers.
Subunternehmer sind im Rahmen der Versicherungsbedingungen beitragsfrei eingeschlossen:
"Mitversichert sind Haftpflichtansprüche wegen Schäden, die durch einen vom Versicherungsnehmer beauftragten Subunternehmer oder Erfüllungsgehilfen entstehen. NICHT versichert ist die persönliche Haftpflicht dieser Subunternehmer oder Erfüllungsgehilfen."
Das bedeutet auch, dass ein Subunternehmer vom Versicherer nach einer Schadenabwicklung in Regress genommen werden kann.
​Unterdeckungssummen
Unterversicherungssummen – auch Sublimite genannt - sind Untersummen für bestimmte Teilrisiken (z.B. bei Verlust von Dokumenten, bei Reputationsschäden, etc.).
Z.B. Deckungssumme für Personenschäden 3,0 Mio. €, für Sachschäden 3,0 Mio. €, für Vermögensschäden 1 Mio. € und Sublimit (steht nur im Vertragstext) für Kosten bei Zerstörung der eigenen Website 100.000 €.
​Vermögensschaden, reiner/ echter
Vermögensschäden sind Schäden, die weder Personenschäden (Tötung, Verletzung des Körpers oder Schädigung der Gesundheit von Menschen), noch Sachschäden (Beschädigung, Verderben, Vernichtung oder Abhandenkommen von Sachen, insbesondere von Geld und geldwerten Zeichen) sind, noch sich aus solchen Schäden herleiten.
In den Versicherungsbedingungen für die Berater-Haftpflicht werden die Vermögensschäden so beschrieben:
​Vermögensschaden, unechter
Durch einen Wasserschaden wurden Werbebroschüren beschädigt (= Sachschaden). Die erneuten Druckkosten stellen einen Sachfolgeschaden bzw. einen unechten Vermögensschaden dar.
Durch einen Wasserschaden wurde eine Festplatte beschädigt (= Sachschaden) der Datenverlust bzw. die notwendige Datenwiederherstellung ist ein Sachfolgeschaden bzw. ein unechter Vermögensschaden
​Vermögensschadenhaftpflicht
Die Vermögensschadenhaftpflicht Versicherung ist eine besondere Art der betrieblichen- bzw. beruflichen Haftpflichtversicherung. Sie trägt dem reinen Vermögensschadenrisiko bestimmter Berufsgruppen wie z.B. von Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern, Notaren und Versicherungsmaklern Rechnung.
​Verschuldenshaftung
Nach den gesetzlichen Bestimmungen muss man im Allgemeinen grundsätzlich für einen Schaden aufkommen, den man einem anderen schuldhaft zugefügt hat.
​Vorläufige Deckung
​Vorsatz
Vorsätzlich handelt, wer bewusst oder gewollt schädigt. Wer Schäden vorsätzlich herbeiführt, hat in aller Regel keinen Versicherungsschutz (siehe auch § 276 (3) BGB)
Im Gegensatz zum " Claims-made-Prinzip" tritt hier der Versicherungsfall bereits durch den Verstoß ein, der Haftpflichtansprüche gegenüber dem Versicherungsnehmer zur Folge haben kann.
Da der Schadensfall in den versicherten Zeitraum fallen muss, um die Versicherungsleistung zu gewährleisten, ist es für den Versicherten von großer Wichtigkeit, welches der beiden Leistungsprinzipien bei seinem Versicherungs-Vertrag zur Anwendung kommt.
Im Falle des Verstoß-Prinzips muss die Verletzung im Vertragszeitraum erfolgt sein, unabhängig davon, wann die tatsächliche Inanspruchnahme erfolgt.
Beim " Claims-made-Prinzip" hingegen kommt es auf den Zeitpunkt der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen (“claims”) an.