Source: https://gesetze-in-app.de/AktG/245
Timestamp: 2019-03-25 22:34:22
Document Index: 248510290

Matched Legal Cases: ['§ 245', '§ 243', 'BGH', '§ 245', 'BGH', 'BGH', '§ 245', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 245', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 245', 'BGH', 'BGH', '§ 246', '§ 245', '§ 245', '§ 29', '§ 245', '§ 245', '§ 245', '§ 245', '§ 245', '§ 245', '§ 20', '§ 246', 'BGH', '§ 144', '§ 398', '§ 142', '§ 395', '§ 245']

§ 245 AktG: Anfechtungsbefugnis
2.jeder in der Hauptversammlung nicht erschienene Aktionär, wenn er zu der Hauptversammlung zu Unrecht nicht zugelassen worden ist oder die Versammlung nicht ordnungsgemäß einberufen oder der Gegenstand der Beschlußfassung nicht ordnungsgemäß bekanntgemacht worden ist;
3.im Fall des § 243 Abs. 2 jeder Aktionär, wenn er die Aktien schon vor der Bekanntmachung der Tagesordnung erworben hatte;
4.der Vorstand;
5.jedes Mitglied des Vorstands und des Aufsichtsrats, wenn durch die Ausführung des Beschlusses Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats eine strafbare Handlung oder eine Ordnungswidrigkeit begehen oder wenn sie ersatzpflichtig werden würden.
BGH, BESCHLUSS vom 1.4.2008, Az. II ZB 23/07 b)	Auch nach Inkrafttreten des UMAG unterliegt ein auf Seiten des Anfechtungsklägers beitretender Nebenintervenient wie bisher keiner besonderen aktienrechtlichen Beschränkung i.S. einer - der Klagebefugnis gemäß § 245 Nr. 1 AktG entsprechenden - 'Nebeninterventionsbefugnis' (i. Anschi, an Senatsbeschluss v. 23. April 2007 - II ZB 29/05, ZIP 2007, 1528 - z.V.b. in BGHZ 172, 136).
BGH, URTEIL vom 2.5.2015, Az. II ZR 142/14 47	aa) Wie beim Anfechtungsrecht des Aktionärs ist auch bei der dem Vorstand eingeräumten Anfechtungsbefugnis gemäß § 245 Nr. 4 AktG und entsprechend bei derjenigen des persönlich haftenden Gesellschafters einer Kommanditgesellschaft auf Aktien ein institutioneller Rechtsmissbrauch wegen des im allgemeinen Interesse liegenden Kontrollzwecks des Anfechtungsrechts ausgeschlossen (vgl. BGH, Urteil vom 22. Mai 1989 - II ZR 206/88, BGHZ 107, 296, 310).
BGH, URTEIL vom 2.5.2015, Az. II ZR 142/14 Dabei ist zu berücksichtigen, dass dem Vorstand die Anfechtungsbefugnis gemäß § 245 Nr. 4 AktG nicht zuletzt auch deshalb eingeräumt ist, weil die Anfechtungsmöglichkeiten der Aktionäre aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen eingeschränkt sein können oder diese im Einzelfall wegen mangelnder persönlicher Betroffenheit von der ihnen zur allgemeinen Rechtmäßigkeitskontrolle eingeräumten Anfechtungsbefugnis (vgl. BGH, Urteil vom 19. Dezember 1977 - II ZR 136/76, BGHZ 70, 117, 118) möglicherweise keinen Gebrauch machen werden.
OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.3.2001, Az. 6 U 91/00 Im Falle einer Anfechtungsklage hätte ein solches Verhalten den Verlust der Anfechtungsbefugnis und die Abweisung der Klage als unbegründet zur Folge (vgl. BGH AG 1992, 448, 449; Hüffer, § 245 AktG Rdnr. 26 m.w.N.).
LG Köln, Urteil vom 3.3.2009, Az. 91 O 59/07 Es ist vielmehr in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH DStR 2008, 1652 f; BGHZ 172, 136 f; siehe auch Schwab in: K. Schmidt/Lutter, Aktiengesetz, 2008, Bd. II, § 246, Rdnr. 26) davon auszugehen, dass die Interventionsbefugnis - auch nach den durch das UMAG eingetretenen Änderungen des Anfechtungsrechts - weder durch das Erfordernis der Erklärung des Widerspruchs des Nebenintervenienten in der Hauptversammlung (§ 245 Nr. 1 AktG), noch durch das Erfordernis einer Vorbesitzzeit (§ 245 Nr. 3 AktG) eingeschränkt ist.
OLG München, Beschluss vom 3.1.2010, Az. 31 Wx 135/09 Ist aber der Anteilsinhaber trotz eines Einberufungsmangels erschienen, bleibt sein Widerspruch erforderlich (vgl. OLG Stuttgart AG 2007, 596/597; Lutter/Winter/Grunewald § 29 Rn. 14; zu § 245 AktG vgl. Hüffer AktG 8. Aufl. § 245 Rn. 17; MünchKommAktG/Hüffer 2. Aufl. § 245 Rn. 37; GroßKomm AktG/Schmidt 4. Aufl. § 245 Rn. 24; Bürgers/Körber AktG § 245 Rn. 13).
OLG München, Beschluss vom 3.6.2010, Az. 7 AktG 2/10 Für die Anfechtungsbefugnis nach § 245 Nr. 3 AktG ausreichend ist, dass der Antragsgegner seiner eventuell bestehenden Mitteilungspflicht nach § 20 Abs. 1 AktG innerhalb der Anfechtungsfrist des § 246 Abs. 1 AktG nachkommt (so ausdrücklich BGH ZIP 2009, 1317, 1318), was unstreitig spätestens mit Schreiben vom 26. Mai 2010 (Anlage Ast. 8) erfolgte.
BVerfG, Beschluss vom 2.4.2003, Az. 1 BvR 1542/06 Spezialität des § 144 Abs. 2 FGG a.F. (nunmehr § 398 FamFG) gegenüber § 142 FGG a.F. (nunmehr § 395 FamFG) (aa)) noch die Regelung des § 245 Nr. 1 AktG (bb)) einer verfassungskonformen Auslegung unübersteigbare Grenzen setzen (vgl. BVerfGE 35, 263 <278 f.>; 97, 186 <196>).