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Timestamp: 2019-08-18 22:24:33
Document Index: 149613108

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 14', '§ 18', 'Art. 4', 'Art. 24', '§ 14', 'Art. 24', '§ 14', 'Art. 4', '§ 8', 'Art. 24', '§ 14', '§ 4', 'Art. 24', 'Art. 4', 'Art. 24', 'BGH', '§ 1', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', '§ 102', 'Art. 24', '§ 2', 'Art. 24', '§ 14', 'Art. 3', '§ 14', 'Art. 3', '§ 56', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', '§ 56', 'BGH']

Rechtsprechung: I R 6/99 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BFH, 09.06.1999
https://dejure.org/2003,744
BFH, 29.01.2003 - I R 6/99 (https://dejure.org/2003,744)
BFH, Entscheidung vom 29.01.2003 - I R 6/99 (https://dejure.org/2003,744)
BFH, Entscheidung vom 29. Januar 2003 - I R 6/99 (https://dejure.org/2003,744)
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KStG 1984 § 1, § 14 Nr. 3 Satz 1, § 18; DBA-USA 1989 Art. 4 Abs. 1 und 3, Art. 24 Abs. 1, 4 und 6
US-Kapitalgesellschaft mit statutarischem Sitz in den USA und tatsächlicher Geschäftsleitung im Inland als Organträgerin einer inländischen Kapitalgesellschaft
Eine US-Kapitalgesellschaft mit statutarischem Sitz in den USA, die ihre tatsächliche Geschäftsleitung ins Inland verlegt, kann Organträgerin einer GmbH sein
US-Kapitalgesellschaft mit statutarischem Sitz in den USA; Verlegung der tatsächlichen Geschäftsleitung in die Bundesrepublik ; Vereinbarkeit des § 14 Nr. 3 S. 1 Körperschaftsteuergesetzes (KStG 1984) mit Diskriminierungsverbot des Art. 24 Abs. 1 und 4 des Abkommens zwischen der BRD und den USA zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerverkürzung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen und einiger anderer Steuern
§§ 14, 18 KStG 1984; Art. 4, 24 DBA-USA 1989
Körperschaftsteuer; sog. Delaware-Corp. mit Sitz in den USA und Geschäftsleitung im Inland als Organträgerin einer inländischen Kapitalgesellschaft
Zusammenfassung von "Die Niederlassungsfreiheit nach ,Überseering´ - Rückblick und Ausblick nach Handelsrecht und Steuerrecht" von RA Dr. Wienand Meilicke, LL.M., original erschienen in: GmbHR 2003, 793 - 809.
Zusammenfassung von ""Überseering" und Folgen für das Steuerrecht" von RA und Notar Dr. Klaus-R. Wagner, original erschienen in: GmbHR 2003, 684 - 693.
Zusammenfassung von "Verstößt § 8a KStG auch gegen das Diskriminierungsverbot des Art. 24 Abs. 5 OECD-MA" von StB Jörg Brendt, original erschienen in: IWB 2003, 897 - 904.
Zusammenfassung von "Ermöglichen Diskriminierungsverbote eine Organschaft über die Grenze?" von Alexander Rust, original erschienen in: IStR 2003, 658 - 661.
Zusammenfassung von "Ausländische Kapitalgesellschaften als sinnvolle Alternative zu inländischen Rechtsformen" von RA Dr. Peter Bauschatz, original erschienen in: KÖSDI 2004, 14150 - 14159.
Zusammenfassung von "Auslegung von DBA-Diskriminierungsverboten" von RA Dr. Martin Ribbrock, original erschienen in: EWS 2005, 401 - 405.
Zusammenfassung von "DBA- und EG-rechtliche Diskriminierungsverbote - zwei Paar Schuhe?" von RA Dr. Jan Sedemund, LL.M. taxation, original erschienen in: BB 5/2005, 1144 - 1145.
Zusammenfassung von "DBA- und EG-rechtliche Diskriminierungsverbote - zwei Paar Schuhe" von Ministerialrat Dr. Hartmut Hahn, original erschienen in: BB 3/2005, 521 - 529.
Körperschaftsteuergesetz 1984, § 14 No. 3 Satz 1 ; DBA-USA, § 4 Abs. 3
FG Köln, 16.09.1998 - 13 K 1558/95
BFH, 09.06.1999 - I R 6/99
BFHE 201, 463
ZIP 2003, 1340
BB 2003, 1210
BB 2003, 1362
BB 2003, 627
DB 2003, 1200
BStBl II 2004, 1043
NZG 2003, 646
Diese steuerliche Andersbehandlung betrifft sowohl die gewerbesteuerliche Behandlung als (fiktive) Betriebsstätte der C-plc als auch die daraus abzuleitenden steuerlichen Folgen (vgl. auch Senatsurteil vom 29. Januar 2003 I R 6/99, BFHE 201, 463, BStBl II 2004, 1043).
Auch wenn es dadurch im Ergebnis für die betreffenden Einkünfte zu einer "Keinmalbesteuerung" in beiden Vertragsstaaten kommen kann, rechtfertigt das vor dem Hintergrund des absolut wirkenden abkommensrechtlichen Verbots von Diskriminierungen in Art. 24 Abs. 5 OECD-MustAbk (= Art. XX Abs. 4 DBA-Großbritannien 1964/1970) hiernach nicht die steuerliche Andersbehandlung des ausländerbeherrschten gegenüber dem inländerbeherrschten Inlandsunternehmen in Abhängigkeit von einem ansässigkeitsbegründenden Merkmal i.S. des Art. 4 Abs. 1 OECD-MustAbk (s. Senatsurteil in BFHE 201, 463, BStBl II 2004, 1043;… Wunderlich in Endres/Jacob/Gohr/Klein, a.a.O., Art. 24 Rz 51).
Vielmehr ist unbeschadet aller sonstigen Unterschiede zwischen den unionsrechtlichen Diskriminierungsverboten einerseits und den abkommensrechtlichen Diskriminierungsverboten andererseits jedenfalls in diesem Punkt vollumfänglich auf die insoweit --was den Vergleichsmaßstab anbelangt-- parallele gemeinschaftsrechtliche Sicht zu verweisen (s. auch Senatsurteil in BFHE 201, 463, BStBl II 2004, 1043), wie sie sich aus dem Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften, jetzt Gerichtshof der Europäischen Union, vom 12. Dezember 2002 C-324/00 "Lankhorst-Hohorst" (Slg. 2002, I-11779) ergibt.
Diese Auslegung steht auch nicht im Widerspruch zu der von der Revision für ihre Auffassung in Bezug genommene Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 5.7.2004 - II ZR 389/02 - ZIP 2004, 1549) und des BFH (Urteil vom 29.1.2003 - I R 6/99 - BFHE 201, 463) .
Auch der Entscheidung des BFH vom 29.1.2003 (I R 6/99 - BFHE 201, 463) kann kein auf das Sozialversicherungsrecht ausstrahlender Inhalt entnommen werden.
Aufgrund des --im Gegensatz zu § 1 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 KStG 1999 i.d.F. des StBereinG 1999-- fehlenden ausdrücklichen Bezugs zu einer bestimmten Gesellschaftsform des deutschen Rechts lässt dieser Begriff die Subsumtion aufgrund einer typenmäßigen Vergleichbarkeit zu den Kernelementen der juristischen Personen des deutschen Privatrechts zu (vgl. Senatsurteil vom 29. Januar 2003 I R 6/99, BFHE 201, 463, BStBl II 2004, 1043).
d.) Ferner können sich grundsätzlich auch Vorgaben aus dem Diskriminierungsverbot des Art. 24 Abs. 1 DBA-Niederlande ergeben, wie der BFH bereits einmal speziell zu diesem DBA positiv entschieden hat (BFH-Urteil vom 14. März 1989 I R 20/87, BFHE 157, 77, BStBl II 1989, 649;… s.a. zur Verletzung der Diskriminierungsverbote nach dem DBA-Philippinen sowie dem DBA-USA Urteile vom 22. April 1998 I R 54/96, BFHE 186, 89, Sammlung der amtlich nicht veröffentlichten Entscheidungen des BFH -BFH/NV- 1998, 1290 sowie vom 29. Januar 2003 I R 6/99, DB 2003, 1200 mit Anm. Thömmes).
Die von der Revision angesprochene Rechtsprechung zu Art. 24 Abs. 4 DBA-USA 1989 a.F. (Senatsurteil vom 29. Januar 2003 I R 6/99, BFHE 201, 463, BStBl II 2004, 1043) ist insoweit schon deshalb nicht einschlägig, weil Art. 24 Abs. 4 DBA-USA 1989 a.F. anders als Art. 24 Abs. 1 Satz 1 DBA-USA 1989 a.F. nicht an die Staatsangehörigkeit, sondern an die Ansässigkeit der dort benannten Personen anknüpft.
BFH, 10.03.2005 - II R 51/03
Das in Art. 24 Abs. 2 Satz 1 DBA-USA 1989 geregelte Diskriminierungsverbot wirkt ebenso absolut wie das in Art. 24 Abs. 4 DBA-USA 1989 vorgesehene; es belässt dem Anwenderstaat nicht die Möglichkeit, Rechtfertigungsgründe für die Diskriminierung geltend zu machen (…Wassermeyer in Debatin/Wassermeyer, Doppelbesteuerung, Art. 24 MA Rz. 56 i.V.m. Rz. 26;… Rust in Vogel/ Lehner, Doppelbesteuerungsabkommen, Kommentar, 4. Aufl., Art. 24 Rz. 4; zu Art. 24 Abs. 4 DBA-USA 1989 Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 29. Januar 2003 I R 6/99, BFHE 201, 463, BStBl II 2004, 1043, unter II. 3.).
Die Beschränkung des § 102 Abs. 1 BewG auf inländische Kapitalgesellschaften wird durch das Diskriminierungsverbot des Art. 24 Abs. 2 DBA-USA 1989 verdrängt (vgl. § 2 AO 1977, sowie BFH-Urteile in BFHE 186, 89, und in BFHE 201, 463, BStBl II 2004, 1043).
b) Gleichermaßen scheidet eine abkommensrechtliche Diskriminierung der Klägerin als Tochtergesellschaft einer US-amerikanischen Muttergesellschaft nach Maßgabe des Art. 24 Abs. 4 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerverkürzung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen und einiger anderer Steuern vom 29. August 1989 --DBA-USA 1989-- (BGBl II 1991, 355) aus (vgl. dazu im Hinblick auf die Fernwirkung eines Gemeinschaftsrechtsverstoßes Senatsurteil vom 29. Januar 2003 I R 6/99, BFHE 201, 463, BStBl II 2004, 1043).
Dies gilt umso mehr, als der BFH zur Vermeidung möglicherweise verfassungswidriger Ergebnisse einer Organschaft in einer jüngeren Entscheidung (BFH-Urteil vom 29. Januar 2003 I R 6/99, BFH/NV 2003, 969) selbst die eindeutige Regelung in § 14 Nr. 3 Satz 1 KStG unangewandt gelassen hat, um eine Verwerfung der Vorschrift durch das BVerfG wegen eines möglicherweise bestehenden Verstoßes gegen Art. 3 des Grundgesetzes im Hinblick auf eine nach der Rechtsprechung des entscheidenden BFH-Senates möglicherweise nicht grundrechtsfähige ausländische juristische Person zu vermeiden.
Dies gilt umso mehr, als der BFH zur Vermeidung möglicherweise verfassungswidriger Ergebnisse einer Organschaft in einer jüngeren Entscheidung (BFH-Urteil vom 29. Januar 2003 I R 6/99, BFH/NV 2003, 969) selbst die eindeutige Regelung in § 14 Nr. 3 Satz 1 KStG i.d.F. des StÄndG 1992 unangewandt gelassen hat, um eine Verwerfung der Vorschrift durch das BVerfG wegen eines möglicherweise bestehenden Verstoßes gegen Art. 3 des Grundgesetzes im Hinblick auf eine nach der Rechtsprechung des entscheidenden BFH-Senates möglicherweise nicht grundrechtsfähige ausländische juristische Person zu vermeiden.
https://dejure.org/1999,1985
BFH, 09.06.1999 - I R 6/99 (https://dejure.org/1999,1985)
BFH, Entscheidung vom 09.06.1999 - I R 6/99 (https://dejure.org/1999,1985)
BFH, Entscheidung vom 09. Juni 1999 - I R 6/99 (https://dejure.org/1999,1985)
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FGO § 56; BFHEntlG Art. 1 Nr. 1
Partnerschaftsgesellschaft - Vertretungsbefugnis - Prozeßhandlung - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
Vertretungsbefugnis der Partnerschaftsgesellschaft; Wiedereinsetzung wegen Verfahrensirrtums
Vertretungsbefugnis der Partnerschaftsgesellschaft
Partnerschaftsgesellschaft vor dem Bundesfinanzhof nicht vertretungsbefugt; zur Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach wirksamer Nachholung der Prozeßhandlung
BFHE 189, 1
NJW 1999, 3655
BB 1999, 1860
BStBl II 1999, 666
Die --zulässige (vgl. Zwischenurteil des Senats vom 9. Juni 1999 I R 6/99, BFHE 189, 1, BStBl II 1999, 666)-- Revision ist begründet.
BFH, 29.06.2000 - III B 100/99
Die Beschwerde des Klägers wegen Nichtzulassung der Revision ist von einer Partnerschaftsgesellschaft vorgelegt worden; diese gehört nicht zu den nach Art. 1 Nr. 1 Satz 1 BFHEntlG vor dem BFH vertretungsbefugten Personen (BFH-Urteile vom 9. Juni 1999 I R 6/99, BFHE 189, 1, BStBl II 1999, 666; in BFHE 188, 13, BStBl II 1999, 363;… BFH-Beschluss in BFH/NV 1999, 1361).
Legt eine Partnerschaftsgesellschaft ein Rechtsmittel ein, ist dieses selbst dann als unzulässig zu werten, wenn dabei ein der Gesellschaft angehörender Partner tätig wird, welcher als Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater zu den vor dem BFH gemäß Art. 1 Nr. 1 BFHEntlG vertretungsberechtigten Berufsträgern gehört (…BFH-Beschluss in BFH/NV 1999, 1361; BFH-Urteile in BFHE 189, 1, BStBl II 1999, 666; in BFHE 188, 13, BStBl II 1999, 363).
In Fällen versäumter Fristen kann zwar grundsätzlich auf Antrag Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt werden (vgl. BFH-Beschlüsse vom 16. August 1979 I R 95/76, BFHE 129, 1, BStBl II 1980, 47;… vom 28. September 1995 X B 114/95, BFH/NV 1996, 241; BFH-Urteil in BFHE 189, 1, BStBl II 1999, 666), jedoch hat der Kläger innerhalb der Frist des § 56 Abs. 2 FGO weder die Prozesshandlung ordnungsgemäß nachgeholt noch einen Antrag gestellt und Wiedereinsetzungsgründe glaubhaft gemacht.
Anderes gilt jedoch dann, wenn aus Sicht des Rechtsanwalts die Rechtlage eindeutig ist und es an einer klarstellenden gegenteiligen Entscheidungen fehlt; in diesem Fall kann dem Anwalt nicht rückblickend als Verschulden zur Last gelegt werden, den von seiner Beurteilung abweichende Rechtsauffassung der Gerichte nicht vorhergesehen zu haben (vergl. BGH NJW 1985, 495, 496; NJW 1985, 2709, 2710; NJW 1993, 3323, 324; BFH NJW 1999, 3655, 3656; Ganter, NJW 1996, 1310, 1315).