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Timestamp: 2019-11-23 01:06:31
Document Index: 68869409

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 8', '§ 9', '§ 12', '§ 13', '§ 15', '§ 16', '§ 4', '§ 8', '§ 9', '§ 12', '§ 13', '§ 25', '§ 23', '§ 15', '§ 15', '§ 16', '§ 14', '§ 9']

Aktenzeichen: 946 C - Tgb.-Nr. 781/10
Fundstellen: Amtsbl. 2011, 75, GAmtsbl. 2016, 139
Durchführung der Landesverordnung über die Aufnahme und den Bildungsgang an den Abendgymnasien
1 Zu § 4 Abs. 2 und 3: Vorkurs, Abitur-online
3 Zu § 8: Aufbau und Abschluss des Vorkurses
4 Zu § 9: Aufbau und Fächerangebot der Einführungsphase
5 Zu § 12: Unterricht in der Qualifikationsphase
6 Zu § 13: Angebot an Grund- und Leistungsfächern
7 Zu § 15: Fächerkombinationen und Bedingungen des Belegens von Grund- und Leistungsfächern
8 Zu § 16: Einrichtung von Kursen
Anlage 3 (zu Nummer 7.1)
1 Unterrichtliche Voraussetzungen für die Zuerkennung des Latinums
2 Nachweis der Kenntnisse für das Latinum
4 Anforderungen des Latinums
Durchführung der Landesverordnung
über die Aufnahme und den Bildungsgang
an den Abendgymnasien
vom 26. Mai 2011 (Az.: 946 C – Tgb.-Nr. 781/10)
Fundstelle: Amtsbl. 2011, S. 75
Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Bildung, Frauen und Jugend vom 12. Januar 2006 (946 C Tgb.-Nr. 824/05 GAmtsbl. S. 59)
Zur Durchführung der Landesverordnung über die Aufnahme und den Bildungsgang an den Abendgymnasien vom 26. Mai 2011 wird Folgendes bestimmt:
Zu § 4 Abs. 2 und 3: Vorkurs, Abitur-online
Die Einrichtung eines Vorkurses setzt eine Mindestteilnehmerzahl von 15 voraus. Bei mehr als 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmern kann der Kurs geteilt werden.
An mindestens zwei Wochentagen findet Präsenzunterricht im Abendgymnasium statt.
Eine durch Bescheinigung der Agentur für Arbeit nachgewiesene Arbeitslosigkeit kann bis zu einem Jahr auf die Berufstätigkeit (Absatz 1 Satz 1 Nr. 3) angerechnet werden.
Zu § 8: Aufbau und Abschluss des Vorkurses
Im Vorkurs werden in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik je zwei Klassenarbeiten, in den übrigen Fächern je eine Klassenarbeit geschrieben.
Zu § 9: Aufbau und Fächerangebot der Einführungsphase
Die Klassenmesszahl beträgt 25.
Dies ist auch zum Schulhalbjahr zu überprüfen. Ggf. sind Klassen zusammenzulegen.
Für die Bildung von Gruppen bei Wahlpflichtfächern und Arbeitsgemeinschaften gilt eine Mindestteilnehmerzahl von acht.
Die Lehrerwochenstundenzahl für die Einführungsphase wird in Abhängigkeit von der Studierendenzahl errechnet; das fachlich zuständige Ministerium legt die entsprechenden Lehrerwochenstunden durch besondere Regelung fest. Die Abendgymnasien regeln das Angebot von Förderkursen oder sonstigen freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen (Arbeitsgemeinschaften) im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten.
In den Fächern Deutsch, Englisch, 2. Fremdsprache und Mathematik werden in den beiden Halbjahren je zwei Klassenarbeiten, in den übrigen Pflichtfächern je eine Klassenarbeit geschrieben.
Zu § 12: Unterricht in der Qualifikationsphase
Kursarbeit(en) : andere Leistungs-nachweise
(Deutsch bis zu 4 Unterrichtsstunden)
(Deutsch bis zu 4 Unterrichtsstunden )
(Deutsch bis zu 5 Unterrichtsstunden)
(Deutsch bis zu 5 Zeitstunden)
Im Grundkurs wird pro Halbjahr eine Kursarbeit gefordert. Die Kursarbeit und die anderen Leistungsnachweise werden im Verhältnis 1 : 2 gewichtet. Eine Kursarbeit in einem Grundfach dauert 1 bis 2 Unterrichtsstunden, in Deutsch bis 3 Unterrichtsstunden.
Zu § 13: Angebot an Grund- und Leistungsfächern
Grundfächer sollen, Leistungsfächer dürfen nur von Lehrkräften unterrichtet werden, die in den entsprechenden Fächern nach den Laufbahnvorschriften für das Lehramt, das sie ausüben, befähigt sind (vgl. § 25 Abs. 3 Schulgesetz – SchulG – ) oder, wenn sie an Privatschulen tätig sind, die Befähigung für die vorgesehene Beschäftigung durch sonstige Leistungen nachgewiesen haben (vgl. § 23 Abs. 2 Privatschulgesetz – PrivSchG –). Über Ausnahmen entscheidet auf Vorschlag der Schulleiterin oder des Schulleiters die Schulbehörde.
Zu § 15: Fächerkombinationen und Bedingungen des Belegens von Grund- und Leistungsfächern
Die Regelung über die Zuerkennung des Latinums enthält Anlage 3.
Wer Religionslehre oder Ethik als viertes oder fünftes Prüfungsfach wählen will, muss alle Kurse im Religionsunterricht seiner Konfession oder in Ethik belegen. Aufgrund eines schriftlichen Antrages entscheidet die Leiterin oder der Leiter des Abendgymnasiums über Ausnahmen.
Auf dem Zeugnis einer oder eines Studierenden ist die Fachbezeichnung "Evang. Religionslehre" oder "Kath. Religionslehre" oder "Ethik“ zu verwenden. Dies gilt auch für das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife. Falls Kurse aus mehreren dieser Fächer stammen, werden sie unter den genannten Fachbezeichnungen getrennt aufgeführt.
Die innerhalb der Pflichtstundenzahl zulässigen Fächerkombinationen enthält die Anlage zu § 15 Abs. 4 der Landesverordnung.
Zu § 16: Einrichtung von Kursen
Die Lehrerwochenstundenzahl für das Kurssystem wird in Abhängigkeit von der Studierendenzahl in der Qualifikationsphase errechnet; das fachlich zuständige Ministerium legt die entsprechenden Lehrerwochenstunden durch besondere Regelung fest.
In allen Leistungsfächern sollen Kurse nur eingerichtet werden, wenn am Abendgymnasium mindestens eine zweite Fachlehrkraft mit der entsprechenden Lehrbefähigung vorhanden ist, die ggf. den Unterricht übernehmen kann, und wenn die sächlichen, räumlichen und organisatorischen Gegebenheiten vorhanden sind.
Das Abendgymnasium kann im Rahmen der zur Verfügung stehenden Lehrerwochenstunden Grund- und Leistungskurse einrichten.
Hinsichtlich der Stundenzahl der Fächer gilt § 14. Bei Kursen mit geringer Teilnehmerzahl können folgende Maßnahmen ergriffen werden:
Einrichtung eines jahrgangsstufenübergreifenden Grundkurses, vor allem für Religionslehre oder Ethik;
zweistündige Erweiterung eines Grundkurses zu einem Leistungskurs in demselben Fach (aufgestockter Kurs).
Das Abendgymnasium kann im Rahmen der zur Verfügung stehenden Lehrerwochenstunden Arbeitsgemeinschaften anbieten.
- mit Religionslehre
Gemeinschaftskunde (Geschichte und Sozialkunde)
Evang. Religionslehre oder Kath. Religionslehre oder Ethik
Wahlpflichtfach für Studierende nach § 9 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2
Zweite, neu einsetzende Fremdsprache (Französisch oder Latein)
(zu Nummer 7.1)
Zuerkennung des Latinums im Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife
Unterrichtliche Voraussetzungen für die Zuerkennung des Latinums
Den Nachweis des Latinums hat erbracht,
wer das Wahlpflichtfach Latein bis zur Abiturprüfung belegt und als Prüfungsfach gewählt hat,
wer das Wahlpflichtfach Latein bis zur Abiturprüfung belegt und im zeitlichen Zusammenhang mit der Abiturprüfung eine gesonderte Prüfung abgelegt hat.
Nachweis der Kenntnisse für das Latinum
Die für die Zuerkennung des Latinums notwendigen Kenntnisse sind nachgewiesen, wenn die Endnote des unter Nummer 1 genannten Lateinunterrichts bzw. das Ergebnis der gesonderten Prüfung mindestens ausreichend (5 Punkte) ist.
Falls Latein Abiturprüfungsfach ist (vgl. Nummer 1.1), gilt als Endnote die in der Abiturprüfung erreichte Punktzahl (einfache Wertung der Leistungen im 4. Halbjahr plus vierfache Wertung der Leistungen in der Prüfung, geteilt durch fünf; ggf. ist auf- oder abzurunden).
Falls Latein gesondert im Zusammenhang mit der Abiturprüfung geprüft wird, gilt die in der gesonderten Prüfung erreichte Note (vgl. Nummer 1.2) als Endnote.
Ein am Ende des 4. Halbjahres oder in der Abiturprüfung erworbenes Latinum wird von der Wiederholung des Halbjahres oder der Prüfung nicht berührt.
Die gesonderte Prüfung findet in der Regel zwischen der schriftlichen und der mündlichen Abiturprüfung am von den Studierenden besuchten Abendgymnasium statt.
Anforderungen des Latinums
Das Latinum setzt die Fähigkeit voraus, lateinische Originaltexte im sprachlichen Schwierigkeitsgrad inhaltlich anspruchsvoller Stellen (bezogen auf Autoren wie Cicero, Sallust und Livius) ggf. mithilfe eines zweisprachigen Wörterbuches in Inhalt, Aufbau und Aussage zu erfassen und dieses Verständnis durch eine sachlich richtige und treffende Übersetzung ins Deutsche nachzuweisen. Hierzu werden Sicherheit in der für die Texterschließung notwendigen Formenlehre und Syntax, ein ausreichender Wortschatz und die erforderlichen Kenntnisse aus dem Bereich der römischen Geschichte, Philosophie und Literatur vorausgesetzt.
Bei nicht ausreichender Endnote, d. h. weniger als 5 Punkten, kann eine Bescheinigung über die Teilnahme am Lateinunterricht ausgestellt werden.