Source: https://steuerberater-verband.de/2020/05/26/35c-estg-und-bescheinigung/
Timestamp: 2020-07-13 15:20:30
Document Index: 268346100

Matched Legal Cases: ['§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 21', '§ 35']

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§ 35c EStG sieht seit 2020 eine Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden vor. Diese Steuerermäßigung kann nur in Anspruch genommen werden, wenn durch eine – von einer berechtigten Person nach amtlichem Muster erstellte – Bescheinigung Folgendes nachgewiesen wird:
des § 35c Abs. 1 Sätze 1 bis 3 EStG sowie
die Anforderungen nach der Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 35c EStG (nachfolgend: Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung – ESanMV)
Musterbescheinigung I und II sowie deren Ausstellungsberechtigung
Die FinVerw. hat
die Musterbescheinigung für Personen mit Ausstellungsberechtigung nach
21 EnEV (Muster II)
nunmehr veröffentlicht.[1]
Bestimmte Energieberater, d. h. vom BAFA zugelassene Energieberater für das Förderprogramm „Energieberatung für Wohngebäude“;
Energieeffizienz-Experten, die für das KfW-Förderprogramm „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Wohngebäude“ (KfW-Programme 151/152/153 und 430) gelistet sind;
Voraussetzung ist, dass eine Person des oben angegebenen Personenkreises vom Bauherrn oder vom ausführenden Fachunternehmen mit der planerischen Begleitung oder Beaufsichtigung beauftragt wurde. In der Bescheinigung des Energieberaters ist der Auftraggeber auszuweisen. Das Vorliegen der Ausstellungsberechtigung nach
§ 21 EnEV ist zu bestätigen.
Der Berater sollte die Mandanten, die zur Ausstellung derartiger Bescheinigungen berechtigt sind, hierauf hinweisen.
Bedeutsam sind auch die Ausführungen der FinVerw. zu Wohnungseigentümergemeinschaften.
Werden energetische Maßnahmen an einem aus mehreren selbstgenutzten Eigentumswohnungen bestehenden Gebäude durchgeführt, ist grundsätzlich für jede einzelne Eigentumswohnung eine Bescheinigung auszustellen.
Es wird von der FinVerw. jedoch nicht beanstandet, wenn aus Vereinfachungsgründen eine Gesamtbescheinigung ausgestellt wird, falls es sich entweder um das Gesamtgebäude betreffende Sanierungsaufwendungen handelt oder die auf das Sondereigentum einzelner Wohnungen entfallenden Aufwendungen den einzelnen Wohnungen klar und eindeutig zugeordnet werden können.
Hat die Wohnungseigentümergemeinschaft zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben und Interessen einen Verwalter bestellt, ist dieser als Auftraggeber zu adressieren. Es reicht in diesen Fällen aus, wenn der Verwalter die Aufwendungen nach dem Verhältnis des Miteigentumsanteils aufteilt und dem einzelnen Wohnungseigentümer mitteilt. Dazu erstellt der Verwalter eine der Berechtigtenzahl entsprechende Anzahl von Abschriften der Bescheinigung, auf welchen er die Höhe der auf den jeweiligen Berechtigten entfallenden anteiligen Aufwendungen am Gesamtgebäude vermerkt und die auf das Sondereigentum einzelner Wohnungen entfallenden Aufwendungen den konkreten Wohnungseigentümern zuweist.
Bescheinigung bei unterschiedlicher Nutzung einzelner Gebäudeteile in einem Gebäude
[1] BMF-Schr. v. 31.3.2020 – IV C 1-S 2296-c/20/10003:001, BStBl I 2020, 484
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