Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201982,%20850
Timestamp: 2020-04-01 08:45:30
Document Index: 147089054

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 51', '§ 68', '§ 68', 'BGH', 'BGH', '§ 68', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: VersR 1982, 850 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 26.05.1982
https://dejure.org/1982,2257
BGH, 26.05.1982 - IVa ZR 313/80 (https://dejure.org/1982,2257)
BGH, Entscheidung vom 26.05.1982 - IVa ZR 313/80 (https://dejure.org/1982,2257)
BGH, Entscheidung vom 26. Mai 1982 - IVa ZR 313/80 (https://dejure.org/1982,2257)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1982,2257) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Verjährung eines Schadensersatzanspruches gegen einen Steuerberater - Rechtsnatur des Steuerberatervertrags
Zur Verjährung des Regreßanspruches gegen den Steuerberater bei Qualifizierung des Beratervertrages als Werkvertrag
NJW 1982, 2256
ZIP 1982, 841
Diese unterscheidet - für ihren Anwendungsbereich - nicht zwischen Dienst- und Werkvertrag; für eine solche Unterscheidung besteht nach Sinn und Zweck dieser Verjährungsregelung auch kein sachlicher Anlaß (BGH, Urt. v. 26. Mai 1982 - IVa ZR 313/80, NJW 1982, 2256 f).
In seinem Urteil vom 26. Mai 1982 (IVa ZR 313/80, aaO.) hat der Bundesgerichtshof entschieden, daß ein Schadenersatzanspruch gegen einen Steuerberater aus Schlechterfüllung eines Werkvertrages gemäß der - mit § 51 BRAO Fall 1 a.F. übereinstimmenden - Vorschrift des § 68 StBerG verjährt.
Nun kann man es für unbillig halten, daß ein Anlagevermittler, der Steuerberater ist und als solcher den Anlageinteressenten beraten hat, die Wohltat des § 68 StBerG genießt (Senatsurteile vom 21.4.1982 - IVa ZR 291/80 - VersR 1982, 753 = WM 1982, 743 = NJW 1982, 1866 unter III, insoweit BGHZ 83, 328 [BGH 21.04.1982 - IVa ZR 291/80] nicht abgedruckt und vom 26.5.1982 - IVa ZR 313/80 - VersR 1982, 850 = WM 1982, 851 = NJW 1982, 1256), während der "einfache" Anlagevermittler 30 Jahre lang haften muß.
Die Verjährungsfrist betrug 3 Jahre (Senatsurteil vom 26. Mai 1982 - IVa ZR 313/80 - LM STBerG § 68 Nr. 20 = NJW 1982, 2256 = WM 1982, 851); sie begann mit der Schlußbesprechung über das Ergebnis der Betriebsprüfung, d.h. also am 30. Mai 1979, zu laufen (BGHZ 73, 363); sie ist spätestens durch die Klagezustellung am 21. Juni 1980 unterbrochen und seitdem nicht wieder in Lauf gesetzt worden.
Da in diesem Fall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge die Verjährungsfrist nicht versäumt worden wäre, geht der sekundäre Schadensersatzanspruch des Mandanten dahin, daß der Steuerberater gegenüber dem primären Schadensersatzanspruch die Einrede der Verjährung nicht erhebt; soweit dies dennoch geschieht - kann der sekundäre Schadensersatzanspruch der Einrede der Verjährung als Gegeneinwand entgegengesetzt werden (vgl. BGHZ 83, 17, 23 = NJW 1982, 1285; BGH NJW 1982, 2256; BGtlZ 96, 290, 298 ff. = NJW 1986, 1162 ; BGH NJW-RR 1986, 649; BGH NJW-RR 1987, 86; ebenso die Rechtsprechung zum gleichgelagerten Problem bei der Anwaltshaftung, vgl. zuletzt BGH NJW 1985, 1151 ; BGHZ 94, 385 ff. = NJW 1985, 2250 ; BGH NJW 1985, 2941 ; BGH NJW 1986, 581 ; BGH NJW 1987, 526; BGH NJW 1988, 265 ).
Es ist unerheblich, ob der Auftraggeber einen Fehler seines Steuerberaters und den dadurch verursachten Schaden kennt oder nicht (BGH Urteile vom 20. Jan. 1982 NJW 1982, 1285 und 1288;… Urt. vom 24. Febr. 1982 NJW 1982, 1532; Urt. vom 26. Mai 1982 NJW 1982, 2256).