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Timestamp: 2020-02-28 22:45:45
Document Index: 219510390

Matched Legal Cases: ['§ 220', '§ 80', '§ 51', '§ 46', '§ 153', '§ 47', '§ 36', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 53', '§ 53', '§ 34']

BVerwG, 26.02.1997 - 1 B 34.97 - dejure.org
https://dejure.org/1997,2515
BVerwG, 26.02.1997 - 1 B 34.97 (https://dejure.org/1997,2515)
BVerwG, Entscheidung vom 26.02.1997 - 1 B 34.97 (https://dejure.org/1997,2515)
BVerwG, Entscheidung vom 26. Februar 1997 - 1 B 34.97 (https://dejure.org/1997,2515)
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VGH Bayern, 14.11.1996 - 22 B 96.1499
GewArch 1997, 242
Das Gewährbieten erfordert eine Prognose aus den vorhandenen tatsächlichen Umständen auf das wahrscheinliche zukünftige Verhalten des Gewerbetreibenden (BVerwG, Beschluss vom 26. Februar 1997 - 1 B 34/97 -, GewArch 1997, 243).
Die Unzuverlässigkeit des Gewerbetreibenden ist dann gegeben, wenn dieser nach dem Gesamteindruck seines Verhaltens nicht die Gewähr dafür bietet, dass er das von ihm ausgeübte bzw. angestrebte Gewerbe ordnungsgemäß betreiben wird (BVerwG, GewArch 1997, 242).
Insoweit sind die Verhältnisse des Einzelfalles maßgebend (BVerwG, GewArch 1997, 242).
Da Besonderheiten nicht vorgetragen sind, darf die Kammer von den strafgerichtlichen Feststellungen im Urteil des Landgerichts F......... ausgehen (s. BVerwG, GewArch 1997, 242).
Vielmehr ist das Verhalten des Gewerbetreibenden zu bewerten, das zu seiner Verurteilung geführt hat (BVerwG GewArch 1997, 242).
Demzufolge muß eine "Prognose" darüber gestellt werden, ob der Gewerbetreibende künftig das Gewerbe ordnungsgemäß ausüben werde oder nicht (Beschluß vom 26. Februar 1997 - BVerwG 1 B 34.97 - GewArch 1997, 242 ).
Steuerrückstände müssen allerdings der Höhe nach und im Verhältnis zur Gesamtbelastung des Gewerbetreibenden von einigem Gewicht sein, während es andererseits unerheblich ist, ob die Steuerforderungen auf Schätzungen beruhen oder Säumniszuschläge einschließen, da auch solche Steuerschulden - unabhängig von der Einreichung von Stundungsanträgen (vgl. BVerwG, Beschl. v. 5.3.1997 - 1 B 56/97 -, GewA 1997, 243) - grundsätzlich vorauszuzahlen (vgl. §§ 220, 361 AO , § 80 Abs. 2 Nr. 1 VwGO ) und nicht von einer minderen Qualität sind (BVerwG, Beschl. v. 29.01.1988, GewA 1988, 162).
Eine - bezogen auf den maßgeblichen Beurteilungszeitpunkt (vgl. BVerwG, Beschl. v. 26.2.1997 - 1 B 34/97 -, GewA 1997, 242, 243) - äußerste zeitliche Grenze der Verwertbarkeit ergibt sich, sofern eine getilgte oder zu tilgende Eintragung im Bundeszentralregister besteht, aus § 51 BZRG , wonach eine Tat oder Verurteilung, über die eine getilgte oder zu tilgende Eintragung im Register besteht, dem Betroffenen im Rechtsverkehr aus Gründen der gesellschaftlichen Wiedereingliederung nicht mehr vorgehalten oder zu seinem Nachteil verwertet werden kann (…BVerwG, Urt. v. 26.3.1996 - 1 C 12/95 -, BVerwGE 101, 24 ; Beschl. v. 21.9.1992 - 1 B 152/92 -, GewA 1995, 115).
Die Eintragungsdauer bestimmt sich im Übrigen nach den abhängig vom Strafmaß gestaffelten Fristen des § 46 Abs. 1 BZRG , welche - abweichend von der für Bußgeldbescheide getroffenen Vorschrift des § 153 Abs. 3 GewO (BVerwG, Beschl. v. 26.2.1997 - 1 B 34/97 -, GewA 1997, 242, 243) - nicht mit dem Eintritt der Rechtskraft, sondern nach § 47 Abs. 1 i.V.m. § 36 Abs. 1 BZRG bereits am Tag der Verurteilung anlaufen.
BVerwG, Urteil vom 15.4.2015 - 8 C 6.14 -, BVerwGE 152, 39, zitiert nach juris, juris-Leitsatz 2, unter Hinweis auf BVerwG, Urteil vom 2.2.1982 - 1 C 146.80 -, BVerwGE 65, 1 ; Urteil vom 14.7.2003 - 6 C 10.03 -, Buchholz 451.20 § 35 GewO Nr. 70, zitiert nach juris; Beschluss vom 14.5.1997 - 1 B 93.97 -, NVwZ-RR 1997, 621, zitiert nach juris; Beschluss vom 9.4.1997 - 1 B 81.97 -, Buchholz 451.20 § 35 GewO Nr. 67, zitiert nach juris; Beschluss vom 26.2.1997 - 1 B 34.97 -, GewArch 1997, 242-244, zitiert nach juris, u.v.m.; OVG des Saarlandes, Beschluss vom 21.6.2010 - 3 A 384/09 -, juris, sowie Beschluss vom 11.4.1990 - 1 R 52/89 -, juris; Beschluss des Senats vom 3.7.2014 - 1 A 9/14 - s.a. Urteil des Senats vom 20.11.2015 - 1 A 405/14 -, juris, Rdnr. 53 bzgl. der Löschung aus der Architektenliste.
BVerwG, Beschluss vom 26. Februar 1997 - 1 B 34.97 -, GewArch 1997, 242 f.; Landmann/Rohmer, GewO-Kommentar, § 35 Rdn. 37; Pielow, GewO-Kommentar, § 35 Rdn. 19 f., 23.
BVerwG, Beschluss vom 17. Januar 1964 - 7 B 159.63 -, GewArch 1964, 113 f.; Beschluss vom 26. Februar 1997 - 1 B 34.97 -, GewArch 1997, 242 f.
vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 26. März 1996 - 1 C 12.95 -, BVerwGE 101, 24; Beschluss vom 26. Februar 1997 - 1 B 34.97 -, GewArch 1997, 242 f.
Bei der Beurteilung, ob in der Vergangenheit liegende Tatsachen geeignet sind, Bedenken gegen die Zuverlässigkeit der verantwortlichen Personen nach § 53 Abs. 3 Satz 3 KrWG zu begründen, handelt es sich, wie generell im Gewerberecht, um eine Prognoseentscheidung, ob auch künftig ein Fehlverhalten zu erwarten ist (BVerwG, Beschluss vom 16. Februar 1998 - 1 B 26/98 -, juris; BVerwG, Beschluss vom 26. Februar 1997 - 1 B 34/97 -, juris;… Wilke in: von Lersner/Wendenburg, Recht der Abfall- und Kreislaufwirtschaft, aaO, § 53 KrWG Rz. 82).
vgl. BVerwG, Urteile vom 15. April 2014 - 8 C 6/14 -, juris Rn. 14 (= GewArch 2015, 366) und vom 2. Februar 1982 - 1 C 146.80 -, (= BVerwGE 65, 1) und Beschluss vom 26. Februar 1997 - 1 B 34/97 -, juris Rn. 8; OVG NRW, Beschluss vom 22. Dezember 2015 - 4 A 593/15 -, juris Rn. 6.
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