Source: https://ilb-geschaeftsbericht.de/geschaeftsverlauf/nachhaltigkeit/
Timestamp: 2019-08-20 16:04:44
Document Index: 373696068

Matched Legal Cases: ['§ 340', '§ 340', '§ 289', '§ 289', '§ 1', '§ 331']

Nachhaltigkeit – ILB Geschäftsbericht 2018
ILB Geschäftsbericht 2018 > Geschäftsverlauf > Nachhaltigkeit
Nachhaltiges soziales, wirtschaftliches und ökologisches Handeln ist ein Grundsatz der Geschäftstätigkeit der ILB. Durch nachhaltiges Handeln sichert die ILB die Voraussetzungen für den Unternehmenserfolg und fördert eine erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung der Menschen und der Wirtschaft im Land Brandenburg. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, ist das Thema Nachhaltigkeit in der ILB im Verantwortungsbereich des Vorstands angesiedelt.
Diese Zusammengefasste Nichtfinanzielle Erklärung (NFE) dient der Erfüllung der Anforderungen an das CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz (CSR-RL-UG) nach §§ 340i Abs. 4–5 Satz 2 i.V.m. 315b, 315c und § 340a Abs. 1a Satz 3 i.V.m. § 289b sowie 289c bis 289e HGB für die ILB und den Konzern. Im Folgenden werden Angaben gemacht, die für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses und der Lage der ILB sowie der Auswirkungen ihrer Tätigkeit auf die nichtfinanziellen Aspekte erforderlich sind.
Die Berichterstattung orientiert sich zum aktuellen Zeitpunkt weder an nationalen noch an europäischen bzw. internationalen Rahmenwerken, da sich die ILB im Entwicklungsprozess eines Nachhaltigkeitsprogramms befindet und in diesem Zuge künftig ein geeignetes internationales Rahmenwerk ausgewählt werden soll. In diesem Zusammenhang wird die ILB ebenfalls für alle Aspekte das bestehende konzeptionelle Vorgehen weiterentwickeln und steuerungsrelevante Leistungsindikatoren definieren, die bisher nicht Bestandteil der nichtfinanziellen Berichterstattung sind.
Für die Identifikation der wesentlichen nichtfinanziellen Aspekte dieser NFE hat die ILB im Berichtsjahr 2017 erstmalig eine umfassende Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt und neun wesentliche Sachverhalte identifiziert, die den Aspekten Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte und Bekämpfung von Korruption und Bestechung nach § 289 c Abs. 2 HGB sowie dem zusätzlichen Aspekt Informationssicherheit zugeordnet werden können:
Grafik: Wesentliche Sachverhalte
Hinweise auf im Jahresabschluss ausgewiesene Beträge und zusätzliche Erläuterungen wurden nicht gemacht. Der Verwaltungsrat der ILB hat die NFE von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte GmbH im Rahmen einer betriebswirtschaftlichen Prüfung nach dem Prüfungsstandard ISAE 3000 (Revised) mit begrenzter Sicherheit prüfen lassen.
Das Geschäftsmodell der ILB ist in diesem zusammengefassten Lagebericht im Kapitel I beschrieben.
Über das Risikomanagement der ILB, die angewandten Bewertungsmethoden und die wesentlichen Risiken, die mit der Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen und dem Förderangebot verknüpft sind, wird in diesem zusammengefassten Lagebericht im Kapitel III berichtet. Im Rahmen der Netto-Betrachtung wurden keine Risiken identifiziert, die sehr wahrscheinlich sind und schwerwiegende negative Auswirkungen auf die genannten wesentlichen, nichtfinanziellen Aspekte haben oder haben werden.
Für jedes Förderprogramm und -produkt der ILB sind Förderziele definiert, die mit der finanziellen Unterstützung eines Investitionsvorhabens erreicht werden sollen. Diese ergeben sich im Bereich der Geschäftsbesorgung aus der jeweiligen Förderrichtlinie oder Verwaltungsvorschrift des Landes und sind im Eigengeschäft produktspezifisch definiert. Die Förderziele werden von den einzelnen Landesministerien auf Grundlage von Landesstrategien festgelegt. Die Berücksichtigung von Förderzielen wird bei der Antragstellung anhand spezifischer Zuwendungs- und Finanzierungskriterien von der ILB geprüft.
Im Jahr 2018 wurden von der ILB insgesamt 1.343 Millionen Euro für Projekte von Kommunen, Unternehmen, sozialen Einrichtungen und Initiativen im Land Brandenburg bewilligt. Davon entfielen 28 Prozent auf das Förderfeld Wirtschaft, 6 Prozent auf den Bereich Arbeit, 50 Prozent auf die Infrastruktur und 16 Prozent auf den Wohnungsbau.
Grafik: Aufteilung des ILB-Fördergeschäfts nach Zusagevolumen (2018)
Im Förderfeld Wirtschaft unterstützt die ILB gewerbliche Unternehmen, Existenzgründer und Freiberufler sowie die Agrar- und Medienunternehmen bei ihren Investitionsvorhaben und leistet dadurch einen signifikanten Beitrag zur Schaffung und zum Erhalt von Arbeitsplätzen. Durch Bewilligungen für die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH und die Bereitstellung von Zwischenfinanzierungen wird die Bewahrung und Fortschreibung des Filmkulturerbes gefördert. Im Bereich der Agrar- und Forstwirtschaft tragen die Förderprogramme und -produkte der ILB zum Naturschutz sowie zur Förderung der biologischen Vielfalt und des Klima-, Umwelt-, Verbraucher- und Tierschutzes bei. Durch die Förderung von Investitionen in effizientere Produktionsanlagen und erneuerbare Energien im Privatbereich wird eine Senkung des Energieverbrauchs und von CO2-Emissionen bewirkt. Darüber hinaus wurden landwirtschaftliche und gartenbauliche Unternehmen für Schäden in Folge von Frostereignissen und starker, anhaltender Regenfälle aus dem Jahr 2017 im Berichtsjahr entschädigt.
Mit der gezielten Förderung sozialer und ökologisch nachhaltiger Investitionsvorhaben hat die ILB im Berichtsjahr einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Entwicklung des Landes Brandenburg geleistet.
Kreditinstitute können durch eine nachhaltige Anlagestrategie einen positiven Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung, zur Verbesserung sozialer Standards und zum Schutz der Umwelt und Menschenrechte leisten. Das von der ILB betriebene Treasurygeschäft bezieht sich sowohl auf die Aspekte Umweltbelange und Sozialbelange als auch auf die Achtung der Menschenrechte.
Im Jahr 2014 wurde von der ILB bei der Union Investment Institutional GmbH ein Spezialfonds aufgelegt, der langfristig als Rentenfonds mit einem aktuellen Gesamtvolumen von 200 Millionen Euro (rund 6 Prozent des Wertpapierbestands) in größtenteils europäische Unternehmensanleihen investiert. Für Investitionsentscheidungen im Rahmen des Spezialfonds hat die ILB dem Fondsmanager nichtfinanzielle Ausschlusskriterien (ESG-Kriterien) auferlegt. Dabei werden u. a. systematisch Investitionen in Unternehmen, die Streubomben/Landminen herstellen, und in Unternehmen mit extremen Umweltskandalen, Menschenrechtsverletzungen sowie mit Kinder- und Zwangsarbeit ausgeschlossen. Alle Ausschlusskriterien wurden im Berichtsjahr 2018 eingehalten.
In Bezug auf den Wertpapierbestand außerhalb des Spezialfonds verfolgt die ILB als nachhaltig handelnde Förderbank und Nichthandelsbuchinstitut eine langfristig ausgerichtete und risikoarme Anlagestrategie. Schwerpunkte sind Investitionen in Euro denominierte Wertpapiere mit sehr guter Bonität aus Kerneuropa. Dazu zählen insbesondere besicherte Anleihen (Covered Bonds) und bei der EZB refinanzierbare Wertpapiere. Zum 31.12.2018 befanden sich im Wertpapierbestand der ILB fast ausschließlich Papiere im Investment-Grade-Bereich.
Die Anlagestrategie leitet sich aus der jährlich aufgestellten Risikostrategie der Bank ab. Das Wertpapierportfolio der ILB wird vom Bereich Treasury verantwortet und im Rahmen von eingerichteten Limiten gesteuert. Der Bereich Risikocontrolling kontrolliert die Wertpapiergeschäfte der Bank und berichtet dem Vorstand zum 15. eines Monats und zum Monatsultimo in einem Handelsbericht zu Entwicklungen und Veränderungen im Wertpapierportfolio. Der Vorstand ist eng in den Prozess eingebunden und entscheidet auf Grundlage der Analysen der Markt- und Marktfolge-Abteilungen über die Einführung von Limiten im Wertpapiergeschäft.
Seit mehr als drei Jahren durchläuft die ILB einen Prozess der systematischen Unternehmenskulturentwicklung. Startpunkt bildete eine Mitarbeiterbefragung im Jahr 2015/16, in der eine Reihe von kulturellen Entwicklungsthemen identifiziert wurden. Auf Grundlage der Erkenntnisse startete die ILB im Jahr 2017 ein Kulturentwicklungsprojekt mit dem Ziel, sowohl die Kooperation im Unternehmen als auch das eigenverantwortliche, unternehmerische Handeln jedes Mitarbeiters zu stärken.
Im Rahmen des Projekts wurde 2017 zunächst ein strategisches Zielbild entwickelt und die Führungsleitlinien überarbeitet. Darüber hinaus wurden bereichsübergreifende Arbeitsgruppen etabliert, die seitdem kontinuierlich an gesamtunternehmensbezogenen Themen selbst organisiert zusammenarbeiten. Seit dem Jahr 2018 steht die Integration der Führungsleitlinien in den Arbeitsalltag und die weitere Stärkung der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit im Fokus der Unternehmenskulturentwicklung. 2019 soll mittels einer erneuten Mitarbeiterbefragung eine Evaluation der Wirksamkeit der Maßnahmen erfolgen.
Die ILB fördert die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, denn familienfreundliche Arbeitsbedingungen stärken die Motivation, Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit der Mitarbeiter und erhöhen die Attraktivität der ILB im Wettbewerb um besonders qualifizierte Arbeitskräfte. Durch einen Beitrag zur Schaffung besserer Arbeitsbedingungen bezieht sich der Sachverhalt auf den Aspekt Arbeitnehmerbelange.
Im Berichtsjahr hat die ILB eine Auditierung bei der Institution „berufundfamilie“ durchgeführt und ist für ihre strategisch ausgerichtete, familienbewusste Familienpolitik zertifiziert worden. Grundlage für die erfolgreiche Zertifizierung bildeten bereits umgesetzte Maßnahmen aus den vergangenen Jahren. Dazu zählen u. a. die flexible Arbeitszeitgestaltung, eine kostenlose Sozialberatung für Mitarbeiter zu Themen wie Partnerschaft, Familie und Psyche/Gesundheit sowie das vielfältige Angebot des betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Im Rahmen des Zertifizierungsprozesses wurde im September 2018 eine auf drei Jahre angelegte Zielvereinbarung entlang von acht Handlungsfeldern zur weiteren Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie geschlossen. Gemäß der Zielvereinbarung plant die ILB für das Jahr 2019, eine Beratungs- und Vermittlungsleistung für Familien mit Kindern anzubieten, das familienbewusste Führen sowie die Kommunikation und Information zum Thema Vereinbarkeit Beruf und Familie zu stärken und mittels einer Evaluierung der Telearbeit Verbesserungspotenziale für das mobile Arbeiten zu identifizieren. Die aus den Maßnahmen resultierenden Ergebnisse werden im Rahmen eines Zwischenberichts einmal jährlich evaluiert. Der erste Zwischenbericht wird im 4. Quartal 2019 erstellt.
Die Weiterentwicklung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie werden vom Vorstand und dem Stabsbereich Personal verantwortet und von der Gleichstellungsbeauftragten und dem Personalrat begleitet.
In ihrer Personalstrategie beschreibt die ILB ihre zentralen Ziele für die Personalplanung und -entwicklung. Die Weiterentwicklung der Personalstrategie wird vom Vorstand und dem Stabsbereich Personal verantwortet und von der Gleichstellungsbeauftragten und dem Personalrat begleitet.
Im Bereich der Personalplanung hat sich die ILB zum Ziel gesetzt, langfristig eine bedarfsgerechte Personalausstattung zu gewährleisten. Nachdem im Jahr 2017 der Planungshorizont für die quantitative Personalplanung von drei auf sechs Jahre verlängert worden ist, hat die ILB im Berichtsjahr mittels Szenarioberechnungen die Planung weiter präzisiert, um zukünftig flexibler auf Entwicklungen im Unternehmensumfeld reagieren zu können.
Im Bereich der Personalentwicklung wurde im Berichtsjahr ein Konzept zur Nachfolgeplanung für Schlüsselpositionen erarbeitet, wodurch Potenzialträger im Unternehmen künftig gezielter auf vakant werdende Positionen vorbereitet werden können. Im Jahr 2019 werden als Grundlage für eine gezieltere Personalentwicklung Kompetenzprofile erarbeitet. Darauf aufbauend soll die Nachfolgeplanung weiterentwickelt und das Seminarangebot verbessert werden. Der nichtfinanzielle Leistungsindikator Seminarteilnahmen ist in diesem zusammengefassten Lagebericht im Kapitel II.4.4 dargestellt
Gemäß der in 2018 erarbeiteten Grundsätze für das Engagement in Brandenburg sieht es die ILB als ihre Verpflichtung an, sich über das Fördergeschäft hinaus für gesellschaftliche Themen im Land Brandenburg zu engagieren, und wirkt damit auf den Aspekt Sozialbelange ein.
Die ILB unterstützt im Rahmen ihres Spenden- und Sponsoringengagements Projekte in den Handlungsfeldern Kultur, Soziales, Wirtschaft, Sport und Wissenschaft. Bei den Sponsoring-Engagements konzentriert sich die ILB auf Projekte mit landesweitem Bezug und strebt ein ausgewogenes Verhältnis von langfristigen Kooperationen und Einzelmaßnahmen an.
Im Jahr 2018 hat die ILB insgesamt 68 Projekte im Land Brandenburg mit rund 290.000 Euro unterstützt. Die meisten Sponsoring- und Spendenzusagen gab es in den Handlungsfeldern Kultur, Soziales und Wirtschaft.
Grafik: Anzahl der ILB-gesponserten Projekte pro Handlungsfeld (2018)
Langfristige Sponsoringaktivitäten sind im jährlichen Kommunikationsplan der ILB berücksichtigt. Unterjährige Einzelmaßnahmen werden auf Basis eines Kriterienkatalogs bewertet und durch den Vorstand beschlossen. Alle Engagements werden einmal jährlich in einem Bericht zusammengefasst, für die Planung des Folgejahres vom Referat Kommunikation/Förderberatung evaluiert und vom Vorstand bestätigt. Der Bericht wird dem Verwaltungsrat zur Kenntnis vorgelegt und auf der Internetseite der ILB veröffentlicht.
Die Grundlage der unternehmerischen Verantwortung der ILB ist die strikte Einhaltung aller Gesetze und Richtlinien. Schwerpunkte der Compliance-Aktivitäten der ILB sind dabei insbesondere die Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung sowie sonstiger strafbarer Handlungen einschließlich der Korruptionsbekämpfung im Umfeld der Geschäftstätigkeit.
Ein Bestandteil des Konzeptes zur Korruptionsbekämpfung in der ILB ist in der Arbeitsanweisung „Bekämpfung der Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstiger strafbarer Handlungen“ umgesetzt. Darin werden Anzeichen für Korruption dargestellt und generelle Verhaltensweisen für Mitarbeiter festgelegt. Darüber hinaus werden Regelungen zur Annahme und Gewährung von Geschenken und Einladungen getroffen. Mitarbeiter sind verpflichtet, eine Schulung zur „Prävention sonstiger strafbarer Handlungen“ zu absolvieren, in der das Thema Korruptionsbekämpfung behandelt wird.
Durch die Unterzeichnung eines Protokolls nach § 1 des Gesetzes über die förmliche Verpflichtung nicht beamteter Personen durch alle Mitarbeiter bei Arbeitsaufnahme mit ausdrücklichem Hinweis auf die einschlägigen Strafvorschriften (§§ 331ff.) wird den Mitarbeitern ihre besondere Verantwortung verdeutlicht.
Zur Verhinderung von Korruption im Kerngeschäft der ILB – der Fördermittelvergabe – arbeiten alle Mitarbeiter nach dem Vier-Augen-Prinzip. Das betrifft sowohl die Antragsbewilligung als auch die Mittelauszahlung und die Prüfung des Verwendungsnachweises. Dadurch wird sichergestellt, dass in allen Prozessschritten der Fördermittelvergabe eine gegenseitige Kontrolle erfolgt.
Die Compliancebeauftragte ist als zentrale Stelle institutsgruppenweit für die Angemessenheit und Wirksamkeit der Compliance-Organisation zur Prävention sonstiger strafbarer Handlungen verantwortlich. Sie ist direkt dem Vorstand unterstellt und im Rahmen ihrer Aufgabenerfüllung weisungsunabhängig. Die Compliancebeauftragte erstellt einmal im Jahr einen Compliance-Bericht, den der Vorstand und der Verwaltungsrat zur Kenntnisnahme erhalten. Aus den gemäß Kontrollplan durchgeführten Kontroll- und Überwachungshandlungen haben sich nur eine geringe Anzahl von Maßnahmenerfordernissen ergeben. Die bestehenden Sicherungsmaßnahmen werden im Wesentlichen als angemessen und insgesamt wirksam beurteilt.
Der Kodex wird von der ILB regelmäßig in Hinblick auf Neuentwicklungen überprüft, bei Bedarf angepasst und auf der Internetseite der ILB veröffentlicht. Über die Einhaltung des Corporate Governance Kodex der ILB berichten Vorstand und Verwaltungsrat im Corporate Governance Bericht und der darin enthaltenen Entsprechenserklärung. Den Empfehlungen des Kodex wurde mit einer nachvollziehbar begründeten Abweichung entsprochen.
Für den Schutz von Informationen sowie denen zur Verarbeitung von Informationen eingesetzten Prozessen und Systemen werden die Sicherheitsziele Vertraulichkeit, Verfügbarkeit, Integrität und Authentizität verfolgt. Zur Erreichung der Sicherheitsziele hat die ILB auf Grundlage des international anerkannten Informationssicherheitsstandards DIN ISO/IEC 27001 ein Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) implementiert, das in der Informationssicherheitsleitlinie der ILB verankert ist. Durch den Betrieb der im ISMS definierten Methoden und Prozesse wird eine transparente Einhaltung eines angemessenen Informationssicherheitsniveaus in der ILB sichergestellt. Ein jährlicher ISMS-Umsetzungsplan definiert Maßnahmen für das jeweilige Geschäftsjahr. Alle Mitarbeiter der ILB werden zum Thema Informationssicherheit geschult.
Der Informationssicherheitsbeauftragte hat den Umsetzungsplan für das Berichtsjahr in enger Abstimmung mit den Funktionen Compliance, Datenschutz und Interne Revision vollständig abgearbeitet. Besonderer Fokus der Tätigkeit lag auf der Begleitung des laufenden IT-Governance-Projekts. Im Jahr 2019 wird der Informationssicherheitsbeauftragte die Umsetzung der aus dem Projekt resultierenden Maßnahmen in Bezug auf die Informationssicherheit eng begleiten.