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Timestamp: 2019-07-18 05:41:55
Document Index: 365050936

Matched Legal Cases: ['§ 86', '§ 113', '§ 132', '§ 10', '§ 86', '§ 113', '§ 132', '§ 113', '§ 154', '§ 44', '§ 113', '§ 135', '§ 113', '§ 170', '§ 106', '§ 128', '§ 9', '§ 128', '§ 131', '§ 113', '§ 86', '§ 86', '§ 113', '§ 79', '§ 80', '§ 2', '§ 79', '§ 80', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 79', '§ 80', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2']

Rechtsprechung: 9 B 2.08 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OVG Berlin-Brandenburg, 10.09.2008
https://dejure.org/2008,2146
BVerwG, 04.09.2008 - 9 B 2.08 (https://dejure.org/2008,2146)
BVerwG, Entscheidung vom 04.09.2008 - 9 B 2.08 (https://dejure.org/2008,2146)
BVerwG, Entscheidung vom 04. September 2008 - 9 B 2.08 (https://dejure.org/2008,2146)
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VwGO § 86 Abs. 1 Satz 1, § 113 Abs. 1 Satz 1, § 132 Abs. 2 Nr. 3; KAG RhPf a. F. § 10 Abs. 4
Spruchreife; Verpflichtung zur Spruchreifmachung; Amtsermittlung; Sachverhaltsaufklärung; Verfahrensmangel; Geldleistungsverwaltungsakt; Ausbaubeitrag; Aufrechterhaltung; Teilbetrag; Beitragshöhe; Neuberechnung; Korrektur; mehrere Rechtsfehler; Beitragsminderung; Beitragserhöhung; Gemeindeanteil; Anliegeranteil; Beurteilungsspielraum; Satzungsgeber.
VwGO § 86 Abs. 1 Satz 1, § 113 Abs. 1 Satz 1, § 132 Abs. 2 Nr. 3
Spruchreife; Verpflichtung zur Spruchreifmachung; Amtsermittlung; Sachverhaltsaufklärung; Verfahrensmangel; Geldleistungsverwaltungsakt; Ausbaubeitrag; Aufrechterhaltung; Teilbetrag; Beitragshöhe; Neuberechnung; Korrektur; mehrere Rechtsfehler; Beitragsminderung; Beitragserhöhung; Gemeindeanteil; Anliegeranteil; Beurteilungsspielraum; Satzungsgeber
Umfang der Verpflichtung der Verwaltungsgerichte zur Spruchreifmachung betreffend die Aufrechterhaltung eines Geldleistungsverwaltungsakts zumindest hinsichtlich eines Teilbetrags in bestimmter Höhe; Verfahrensrechtlicher Charakter der Verpflichtung zur Spruchreifmachung
Verpflichtung des Gerichts zur Spruchreifmachung eines Geldleistungsverwaltungsaktes hinsichtlich eines Teilbetrags in bestimmter Höhe; Ausbaubeitragsbescheid aufgrund fehlerhafter Satzungsbestimmung über den Gemeindeanteil; Verfahrensmangel bei Verletzung der Verpflichtung zur Spruchreifmachung
VG Koblenz, 30.04.2007 - 4 K 588/06
NVwZ 2009, 253
Danach sind die Verwaltungsgerichte verpflichtet, grundsätzlich selbst - ggf. mit Hilfestellung der beklagten Behörde - zu ermitteln und zu prüfen, ob ein Geldleistungsverwaltungsakt zumindest hinsichtlich eines Teilbetrags in bestimmter Höhe ("soweit") aufrechterhalten bleiben kann (stRspr, vgl. das Urteil vom 18. November 2002 - BVerwG 9 C 2.02 - BVerwGE 117, 200 ; Beschluss vom 4. September 2008 - BVerwG 9 B 2.08 - NVwZ 2009, 253 Rn. 3 und 8, jeweils m.w.N.).
Die Verpflichtung zur Spruchreifmachung bezieht sich, wie aus der Einschränkung im Wortlaut des § 113 Abs. 1 Satz 1 VwGO ("soweit") folgt, auch darauf, den Abgabenbescheid gegebenenfalls nur hinsichtlich eines Teilbetrags in bestimmter Höhe zu bestätigen und die Klage hinsichtlich des überschießenden Betrags abzuweisen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 4. September 2008 - 9 B 2/08 - NVwZ 2009, 253 [254]).
Dies gilt aber nur, soweit der zutreffende Betrag der Höhe nach konkret bezifferbar und daher ein von dem Kläger in jedem Fall geschuldeter Beitrag in bestimmter Höhe zu ermitteln ist (vgl. BVerwG, Beschluss vom 4. September 2008 - 9 B 2/08 - NVwZ 2009, 253 [254 f.]).
Zwar wird in der obergerichtlichen Rechtsprechung vereinzelt die Auffassung vertreten, dass auch im Recht der Ausgleichsbeträge die Pflicht zur Spruchreifmachung bestehe (…VGH Kassel, Urt. v. 20.6.2013, 3 A 1832/11, juris Rn. 50), und wird insoweit auf einen Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 4.9.2008 (Az. 9 B 2/08, NVwZ 2009, 253) verwiesen.
Gerichte seien zwar im Grundsatz verpflichtet, die Höhe, in der ein rechtswidriger Abgabenbescheid aufrechterhalten bleiben könne, selbst festzustellen, könnten aber insbesondere im Falle eines Beurteilungsspielraums an einer weiteren Sachaufklärung mit dem Ziel der ggf. teilweisen Aufrechterhaltung des Beitragsbescheides in bestimmter Höhe gehindert sein (BVerwG, Beschl. v. 4.9.2008, a.a.O., juris Rn. 9).
Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts, die Festsetzung des nach seiner Auffassung fehlerhaft ermittelten Ausgleichsbetrages aufzuheben, stellt sich bereits deshalb als rechtsfehlerhaft dar, weil es sich bei dem Ausgleichsbetrag nach § 154 Abs. 3 BauGB um einen Geldleistungsverwaltungsakt handelt, bei dem grundsätzlich die Verpflichtung der Verwaltungsgerichte zur Spruchreifmachung besteht (vgl. BVerwG, Beschluss vom 04.09.2008 - 9 B 2.08 - juris).
Ist eine Verwaltungsentscheidung, wie hier nach § 44 Abs. 1 Satz 1 BBG, gebunden, ohne dass der Behörde ein Beurteilungsspielraum zusteht und trifft die von der Behörde für ihre Entscheidung gegebene Begründung inhaltlich nicht zu, so obliegt dem Gericht nach § 113 Abs. 1 Satz 1 VwGO die Prüfung, ob der Verwaltungsakt aus anderen als den von der Behörde genannten Gründen rechtmäßig ist (Urteile vom 19. August 1988 - BVerwG 8 C 29.87 - BVerwGE 80, 96 = Buchholz 406.11 § 135 BBauG Nr. 30 S. 2 f. …und vom 30. Mai 2013 - BVerwG 2 C 68.11 - juris Rn. 38 f. = ZBR 2013, 348; Beschluss vom 4. September 2008 - BVerwG 9 B 2.08 - Buchholz 310 § 113 Abs. 1 VwGO Nr. 32 Rn. 3).
Unter diesen Umständen ist es zweckmäßig, dass der Senat in der Sache selbst entscheidet (§ 170 Abs. 2 Satz 1 SGG), obgleich diese noch nicht in jeder Beziehung spruchreif ist (…zum Grundsatz, dass das Gericht die Sache von Amts wegen spruchreif zu machen hat, vgl BSGE 71, 90, 96 = SozR 3-2500 § 106 Nr. 13 S 78;… BSGE 87, 132, 138 f = SozR 3-4100 § 128 Nr. 10 S 86;… BSGE 88, 216, 225 = SozR 3-3300 § 9 Nr. 1 S 11;… BSG SozR 3-4100 § 128 Nr. 15 S 45 f;… BSGE 98, 198 = SozR 4-1500 § 131 Nr. 2, jeweils RdNr 21; s auch Bundesverwaltungsgericht, Beschluss vom 4.9.2008 - 9 B 2/08 - juris RdNr 5 ff).
Nach § 113 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 86 Abs. 1 Satz 1 VwGO müssen sie grundsätzlich selbst - ggf. mit Hilfestellung der beklagten Behörde - ermitteln und prüfen, ob ein Geldleistungsverwaltungsakt - u.U. mit anderer Begründung - ganz oder teilweise aufrecht erhalten bleiben kann (BVerwG, Urteil vom 18.11.2002 - BVerwG 9 C 2.02 - BVerwGE 117, 200; Beschluss vom 04.09.2008 - BVerwG 9 B 2.08 - NVwZ 2009, 253).
Zwar haben die Verwaltungsgerichte aufgrund ihrer Verpflichtung, eine Sache spruchreif zu machen (§§ 86 Abs. 1, 113 Abs. 1 Satz 1 VwGO), zu prüfen und zu ermitteln, ob und ggf. in welcher Höhe ein angefochtener Bescheid, der auf Geldzahlung gerichtet ist, zumindest hinsichtlich eines Teilbetrages ("soweit") aufrecht erhalten bleiben kann (…BVerwG, Urt. v. 3.6.2010, BVerwGE 137, 105, juris Rn. 13;… BVerwG, Urt. v. 10.6.2009, BVerwGE 134, 139, juris Rn. 40; BVerwG, Beschl. v. 4.9.2008, NVwZ 2009, 253, juris Rn. 8;… BVerwG, Urt. v. 18.11.2002, BVerwGE 117, 200, juris Rn. 30).
Es kann offen bleiben, ob die Kläger der Beklagten einen Teilbetrag "in jedem Fall" unabhängig von der Wahrnehmung des Wertermittlungsspielraums durch die Behörde schulden, m.a.W. ob sich die Bewertungsfehler der Beklagten auf den von den Klägern geschuldeten Ausgleichsbetrag in seiner vollen Höhe auswirken (hierzu BVerwG, Beschl. v. 4.9.2008, NVwZ 2009, 253, juris Rn. 8).
Für Straßenausbaubeiträge gilt im Grundsatz nichts anderes (siehe auch Beschluss vom 4. September 2008 - BVerwG 9 B 2.08 - Buchholz 310 § 113 Abs. 1 VwGO Nr. 32 Rn. 6 ff. zur Spruchreifmachung trotz Beurteilungsspielraums des Satzungsgebers bei der Bestimmung des Gemeindeanteils im Straßenausbaubeitragsrecht).
VGH Bayern, 07.10.2013 - 4 B 13.209
Der bei der Berechnung des Fremdenverkehrsbeitrags zugrunde gelegte Vorteilssatz …
OVG Sachsen, 11.11.2010 - 5 A 254/08
Straßenbaubeitrag, Spruchreifmachung, ernstliche Zweifel, Außenbereich, …
VGH Bayern, 04.11.2014 - 6 CS 14.1467
OVG Berlin-Brandenburg, 22.05.2015 - 9 S 8.14
Straßenbaubeitrag; Eilverfahren; Gemeindeanteil; Anliegeranteil; Antragsbefugnis; …
VGH Bayern, 04.11.2014 - 6 CS 14.1468
VG Greifswald, 10.11.2009 - 3 B 1405/09
Entstehung der sachlichen Beitragspflicht und Versäumung der Anpassungsfrist
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 11.03.2009 - 1 L 222/08
Straßenbaubeitragsrecht: Wirksamkeit eines Kostenspaltungsbeschlusses bei …
OVG Berlin-Brandenburg, 27.05.2009 - 9 N 61.07
Teilaufrechterhaltung rechtswidriger Abgabenbescheide
OVG Berlin-Brandenburg, 10.09.2008 - 9 B 2.08, 12 B 31.06
https://dejure.org/2008,6448
OVG Berlin-Brandenburg, 10.09.2008 - 9 B 2.08, 12 B 31.06 (https://dejure.org/2008,6448)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 10.09.2008 - 9 B 2.08, 12 B 31.06 (https://dejure.org/2008,6448)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 10. September 2008 - 9 B 2.08, 12 B 31.06 (https://dejure.org/2008,6448)
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§ 79 WasG BB, § 80 WasG BB, § 2 GUVG BB
Voraussetzungen für die Mitgliedschaft in einem Gewässerunterhaltungsverband; Anzeigepflicht; Umlage des Aufwandes
Gewässerunterhaltungsverband; gesetzliche Mitgliedschaft; Aufnahme in das Mitgliederverzeichnis; Grundsteuerpflicht; Grundsteuerpflichtbefreiung für Verkehrsflächen; Buchgrundstücke und Teilflächen von Buchgrundstücken im Verbandsgebiet
Bbg WG § 79; Bbg WG § 80; GUVG Bbg § 2
Recht der Wasser- und Bodenverbände: Gewässerunterhaltungsverband; gesetzliche Mitgliedschaft; Aufnahme in das Mitgliederverzeichnis; Grundsteuerpflicht; Grundsteuerpflichtbefreiung für Verkehrsflächen; Buchgrundstücke und Teilflächen von Buchgrundstücken im Verbandsgebiet
Anforderungen an die Begründung der gesetzlichen Mitgliedschaft in einem Unterhaltungsverband nach § 2 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes über die Bildung von Gewässerunterhaltungsverbänden (GUVG); Verpflichtung des Eigentümers eines grundsteuerbefreiten Buchgrundstückes auf Anzeige seines Eigentums an dem Grundstück gegenüber dem Gewässerunterhaltungsverband; Grundsteuerpflichtbefreiung für Verkehrsflächen
GUVG § 2 Bbg; Bbg WG § 79; BbgWG § 80
VG Potsdam, 30.06.2006 - 9 K 2372/02
Der Senat versteht § 2 Abs. 1 Nr. 2 a. F. GUVG ungeachtet seines Wortlauts dahin, dass die Mitgliedschaft grundsätzlich erst mit der Eintragung in das Mitgliederverzeichnis entstanden ist (vgl. Urteil des Senats vom 10. September 2008 - OVG 9 B 2.08 - juris).
Es erscheint jedenfalls nicht ausgeschlossen, die Ausnahmen auf diejenigen Fälle zu beschränken, in denen der Verband die Eigentümer grundsteuerbefreiter Grundstücke nicht binnen angemessener Prüfungsfrist in das Mitgliederverzeichnis aufgenommen hat, obwohl diese selbst um ihre Aufnahme nachgesucht haben (vgl. auch dazu das Urteil des Senats vom 10. September 2008 - OVG 9 B 2.08 - juris; Beschluss des Senats vom 17. März 2009 - 9 S 64.08 - juris).
Derartige Grundstücke sind ebenso wenig als grundsteuerbefreit im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 2 GUVG a. F. anzusehen gewesen wie die Grundstücke, die mittelbar über die Besteuerung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebes (§ 2 Nr. 1 GrStG) der Grundsteuer unterlegen haben (vgl. hierzu ebenfalls das Urteil des Senats vom 10. September 2008 - OVG 9 B 2.08 - juris).
§ 2 Abs. 1 Nr. 1 und 2 GUVG a.F. ist dahingehend auszulegen, dass als gesetzliche Mitglieder der Gewässerunterhaltungsverbände anzusehen sind die Gemeinden für grundsteuerpflichtige Grundstücke - auch soweit darin Teilflächen enthalten sind, die nicht der Grundsteuerpflicht unterliegen - sowie die im Grundbuch eingetragenen Eigentümer grundsteuerbefreiter Buchgrundstücke, soweit diese ihr Eigentum und die Grundsteuerbefreiung bei dem Verband angezeigt haben (vgl. Urteil des Senats vom 10. September 2008 - OVG 9 B 2.08 -, LKV 2009, 85).
Nur diese Auslegung des Gesetzes wird der Forderung des in dem vorliegenden Zusammenhang geltenden Flächendeckungsprinzips (vgl. Urteil des Senats vom 10. September 2008, a.a.O.) gerecht, die Mitgliedschaft auf sämtliche Unterhaltungsflächen zu erstrecken.
OVG Berlin-Brandenburg, 16.06.2009 - 9 S 32.08
Vertrauen in die Nichterhebung einer Abgabe; Bestandskraft eines …
Die inzwischen abgeschaffte Mitgliedschaft von Eigentümern grundsteuerbefreiter Grundstücke in den Gewässerunterhaltungsverbänden hat nach der Rechtsprechung des Senats grundsätzlich eine Aufnahme in das Mitgliedsverzeichnis vorausgesetzt (vgl. Urteil des Senats vom 10. September 2008 - 9 B 2.08 - juris; Beschluss des Senats vom 20. Mai 2009 - 9 S. 10.08 - juris).
17 Das Mitgliederverzeichnis der Gewässerunterhaltungsverbände ist nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats grundsätzlich konstitutiv gewesen, was die - inzwischen abgeschaffte - Verbandsmitgliedschaft von Eigentümern grundsteuerbefreiter Grundstücke anbelangt hat (vgl. OVG Bln-Bbg, Urteil vom 10. September 2008, OVG 9 B 2.08 u. a., juris, Rdnr. 46;… Beschluss vom 17. März 2009, OVG 9 S 64.08, juris, Rdnr. 6).
OVG Berlin-Brandenburg, 16.06.2009 - 9 S 35.08
Rechtmäßigkeit eines Umlagebescheids; Beitragspflicht einer Gemeinde bei …
Für die Mitgliedschaft in den brandenburgischen Gewässerunterhaltungsverbänden ist grundsätzlich die Aufnahme in das Mitgliederverzeichnis konstitutiv gewesen (vgl. Urteil des Senats vom 10. September 2008 - 9 B 2.08 -, juris, Beschluss des Senats vom 20. Mai 2009 - 9 S. 10.08 -, juris); aus dem Zulassungsantrag ist nicht ersichtlich, dass vorliegend eine Ausnahme geboten wäre.
Der Senat hat mit Urteil vom 10. September 2008 - OVG 9 B 2.08 - entschieden, dass die (seit 1. Januar 2009 durch eine Gesetzesänderung überholte) Mitgliedschaft der Eigentümer von grundsteuerbefreiten Grundstücken in den Gewässerunterhaltungsverbänden konstitutiv die Aufnahme in das Mitgliederverzeichnis vorausgesetzt hat.
Wenn damit Steuergegenstand mithin die Gesamtheit der betrieblichen Wirtschaftsgüter ist, so "unterliegen" der Steuer logischerweise auch die einzelnen Wirtschaftsgüter als Bestandteile dieser Gesamtheit (vgl. mit demselben Ergebnis OVG Berlin-Brandenburg, 10.09.2008 - 9 B 2.08, 12 B 31.06 -, LKV 2009, 85 ff.).
VG Potsdam, 08.11.2012 - 6 K 1463/10
Die übrigen in der Archikart-Liste als solche bezeichneten Verkehrsflächen sind hingegen offenbar keine grundsteuerbefreiten Buchgrundstücke (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10. September 2008 - OVG 9 B 2.08, OVG 12 B 31.06 -).
VG Potsdam, 08.11.2012 - 6 K 777/10
Die als "Weg, Fahrweg" bezeichneten 2.052 m² des Flurstücks 73/1 der Flur 6 von ... stellen hingegen nach den vorliegenden Unterlagen kein eigenständiges grundsteuerbefreites Buch grundstück dar (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10. September 2008 - OVG 9 B 2.08, OVG 12 B 31.06 -); entsprechendes gilt für die 600 m² des Flurstücks 37/1 der Flur 11 von Hohennauen und die 1.920 m² des Flurstücks 44/8 der Flur 7 von Hohennauen.