Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%20212/10
Timestamp: 2019-06-20 20:53:40
Document Index: 254571432

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 492', '§ 492', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 818', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 07.06.2011 - XI ZR 212/10 - dejure.org
https://dejure.org/2011,8090
BGH, 07.06.2011 - XI ZR 212/10 (https://dejure.org/2011,8090)
BGH, Entscheidung vom 07.06.2011 - XI ZR 212/10 (https://dejure.org/2011,8090)
BGH, Entscheidung vom 07. Juni 2011 - XI ZR 212/10 (https://dejure.org/2011,8090)
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Eine unechte Abschnittsfinanzierung ist ein Darlehen mit "veränderlichen Bedingungen" i.S.v. § 492 Abs. 1 S. 5 Nr. 2 BGB a.F.; Darstellung einer unechten Abschnittsfinanzierung als Darlehen mit "veränderlichen Bedingungen" i.S.v. § 492 Abs. 1 S. 5 Nr. 2 BGB a.F.; Herausgabepflicht von Kreditinstituten bzgl. tatsächlich gezogener Nutzungen soweit wirtschaftlich nutzbare Vermögenswerte rechtsgrundlos zugeflossen sind
Darlehensrecht - Fehlende Angabe des Gesamtbetrages der Teilzahlungen
Für aus rechtsgrundlos vereinnahmten Zinsbeträgen gezogene Nutzungszinsen ist die Bank erstattungspflichtig
aerztezeitung.de (Pressemeldung, 13.06.2011)
Darlehensnehmer kann von Bank Erstattung der aus rechtsgrundlos vereinnahmten Zinsbeträgen gezogenen Nutzungszinsen verlangen - Höhe der Nutzungszinsen auf 5 Prozentpunkte über den Basiszinssatz zu schätzen
LG Berlin, 30.06.2009 - 10 O 170/09
KG, 31.05.2010 - 26 U 143/09
Auch eine Übertragung der für den Bereich der Banken entwickelten Rechtsprechung (BGH Urteil vom 12.05.1998, NJW 1998, 2529; Urteil vom 07.06.2011, XI ZR 212/10, juris Tz 45) auf Lebensversicherer ist nicht möglich.
Soweit der Klägerin ein Anspruch auf Herausgabe gezogener Nutzungen zuerkannt wird, ist dieser Nachteil ausgeglichen (BGH, WM 1998, 1325, 1327; BeckRS 2011, 17259 Rn. 26).
OLG Düsseldorf, 15.03.2012 - 6 U 35/11
Wirksamkeit des Widerrufs eines Forward-Darlehensvertrages; Vereinbarung einer …
a) Dabei handelt es sich um Kredite, bei denen dem Verbraucher ein langfristiges Kapitalnutzungsrecht eingeräumt, die Zinsvereinbarung jedoch nicht für den gesamten Zeitraum, sondern zunächst nur für eine bestimmte Festzinsperiode getroffen wird, wobei das Darlehen zum Ende des Finanzierungsabschnitts nicht ohne weiteres fällig wird, sondern nur dann, wenn der Darlehensnehmer der vorgeschlagenen Änderung der Konditionen widerspricht (…ständige Rechtsprechung, vgl. zuletzt BGH, Urt. v. 1. März 2011 - XI ZR 135/10, WM 2011, 656-659;… XI ZR 136/10, juris Rn. 18 und Urt. v. 7. Juni 2011 - XI ZR 212/10, juris Rn. 13).
Nach § 818 Abs. 1 BGB umfasst der Anspruch auch die Herausgabe von Nutzungen, die die Bank aus den ohne Rechtsgrund vereinnahmten Beträgen gezogen hat (BGH, Urteil vom 07.06.2011, Az.: XI ZR 212/10).
Eine vorzeitige Fälligkeit des Restschuldbetrages kann mithin nur dann eintreten, wenn der Darlehensnehmer der im Rahmen dieser Verhandlungen vorgeschlagenen Änderung der Konditionen widerspricht (…BGH Urt. v. 1. März 2011 - XI ZR 135/10;… XI ZR 136/10, juris Rn. 18 und Urt. v. 7. Juni 2011 - XI ZR 212/10, juris Rn. 13).
Somit kann, wenn das, was bei der Berechnung der Verzugszinsen zu Gunsten der Bank gilt, auch für die Schätzung der gezogenen Nutzungen gelten muss (so BGH, Urteil vom 07.06.2011, Az. XI ZR 212/10, zitiert nach Juris, Rn. 25), bei Realkrediten allenfalls ein Zinssatz von 2, 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz Vermutungsgrundlage sein.