Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BayObLG&Datum=29.06.2001&Aktenzeichen=3Z%20BR%2098/01
Timestamp: 2020-02-29 08:26:16
Document Index: 47436406

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 1836', '§ 28', '§ 88', '§ 1836', '§ 88', '§ 88', '§ 88', '§ 1', '§ 88', 'BGH', 'Art. 17', 'Art. 68', '§ 88', '§ 88', '§ 27', '§ 88', '§ 1', '§ 88', 'BGH', 'Art. 17', 'Art. 68', '§ 88', '§ 1', '§ 88', '§ 11', '§ 88', '§ 88', '§ 88', 'BGH']

BayObLG, 29.06.2001 - 3Z BR 98/01. - dejure.org
BayObLG, 29.06.2001 - 3Z BR 98/01.
https://dejure.org/2001,4009
BayObLG, 29.06.2001 - 3Z BR 98/01. (https://dejure.org/2001,4009)
BayObLG, Entscheidung vom 29.06.2001 - 3Z BR 98/01. (https://dejure.org/2001,4009)
BayObLG, Entscheidung vom 29. Juni 2001 - 3Z BR 98/01. (https://dejure.org/2001,4009)
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Sofortige weitere Beschwerde; Vorlage an den BGH; Schongrenze; Betreuung; Betreuervergütung
Schongrenze (4.500 DM) - Vorlage an BGH
BGB § 1836c Nr. 2; FGG § 28 Abs. 2
Betreuungsrecht - Schongrenze bei 4.500 DM
AG Augsburg - XVII 688/92
LG Augsburg - 5 T 5091/00
NJW 2001, 3808 (Ls.)
FGPrax 2001, 203
Rpfleger 2001, 547
BayObLGZ 2001, 158
Danach hat er Vermögen nach Maßgabe des § 88 des Bundessozialhilfegesetzes (BSHG) einzusetzen (§ 1836c Nr. 2 BGB), mithin grundsätzlich sein gesamtes, verwertbares Vermögen, soweit keiner der Verschonungstatbestände des § 88 Abs. 2 BSHG vorliegt (vgl. BT-Drucks.13/7158 S.31) und der Einsatz bzw. die Verwertung für ihn und für seine unterhaltsberechtigten Angehörigen keine Härte bedeuten würde (§ 88 Abs. 3 BSHG) "Schonvermögen" in diesem Sinne sind unter anderem kleinere Barbeträge oder sonstige Geldwerte bis zu 4500 DM (§ 88 Abs. 2 Nr. 8, Abs. 4 BSHG, § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 b der Verordnung zur Durchführung des § 88 Abs. 2 Nr. 8 des Bundessozialhilfegesetzes; vgl. BayObLGZ 2001, 158; BGH B.v. 24.10.2001 - XII ZB 142/01), bzw. ab 1.1.2002 bis zu 2301 Euro (Art. 17 Nr. 1 a bb, Art. 68 Abs. 10 des 4.Euro-Einführungsgesetzes vom 21.12.2000 - BGBl. I S.1983/2008).
Von Bedeutung ist insoweit unter anderem die Art der Entstehung der Notlage, ihre (voraussichtliche) Dauer und das Ausmaß der zu ihrer Behebung oder Milderung notwendigen Aufwendungen (vgl. BayObLGZ 2001, 158/160).
Die Begrenzung des Schonvermögens auf 4500 DM bzw. 2301 Euro bedeutet für den Betreuten in der Regel eine "Härte", soweit dies zu einem den Leitvorstellungen des § 88 Abs. 2 BSHG nicht entsprechenden Ergebnis führen, hierdurch insbesondere eine angemessene Lebensführung des Betreuten oder die Aufrechterhaltung einer angemessenen Alterssicherung wesentlich erschwert würde (§ 88 Abs. 3 Satz 2 BSHG; vgl. BayObLGZ 2001, 158/160 f.).
Das Rechtsbeschwerdegericht kann die Beurteilung des Tatrichters nur auf Rechtsfehler überprüfen (§ 27 Abs. 1 Satz 1 FGG; vgl. BayObLGZ 2001, 158/161).
"Schonvermögen" in diesem Sinne sind unter anderem kleinere Barbeträge oder sonstige Geldwerte bis zu 4500 DM (§ 88 Abs. 2 Nr. 8, Abs. 4 BSHG, § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 b der Verordnung zur Durchführung des § 88 Abs. 2 Nr. 8 des Bundessozialhilfegesetzes; vgl. BayObLGZ 2001, 158; BGH B.v. 24.10.2001 XII ZB 142/01), bzw. ab 1.1.2002 bis zu 2301 Euro (Art. 17 Nr. 1 a bb, Art. 68 Abs. 10 des 4.Euro-Einführungsgesetzes vom 21.12.2000 - BGBl. I S.1983/2008).
"Schonvermögen" sind unter anderem kleinere Barbeträge oder sonstige Geldwerte bis zu 4500, 00 DM (§ 88 Abs. 2 Nr. 8, Abs. 4 BSHG, § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 b der Verordnung zur Durchführung des § 88 Abs. 2 Nr. 8 des Bundessozialhilfegesetzes; vgl. BayObLGZ 2001, 158) oder auch ein angemessenes Hausgrundstück, das vom Betreuten oder einer der in den §§ 11, 28 BSHG genannten Personen allein oder zusammen mit Angehörigen ganz oder teilweise bewohnt wird (§ 88 Abs. 2 Nr. 7 BSHG).
OLG Hamm, 09.06.2003 - 15 W 33/03
Bei der Bestimmung des Begriffs der Härte kommt es darauf an, ob die Anwendung der Regelvorschriften zu einem den Leitvorstellungen des Abs. 2 nicht entsprechenden Ergebnis führen würde (BayObLGZ 1995, 307, 310; BtPrax 2001, 207;… Ostreicher/Schelter/Kunz, BSHG, § 88, Rdnr. 23;… Mergler/Zink, BSHG, 4. Aufl., § 88, Rdnr. 67).
Es ist jedoch anerkannt, dass sie auch für die Frage gilt, ob und in welchem Umfang eine Betroffene vorhandenes Vermögen einzusetzen hat (…OLG Hamm, a.a.O.; BGH, FGPrax 2002, 23; BayObLG FGPrax 2001, 203).