Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VerfGH%20Berlin&Datum=20.11.2007&Aktenzeichen=VerfGH%20137/04
Timestamp: 2019-05-21 15:54:33
Document Index: 289910494

Matched Legal Cases: ['Art 103', 'Art 6', '§ 12', '§ 15', 'Art 12', 'Art 15', 'Art 12', '§ 51', '§ 51']

VerfGH Berlin, 20.11.2007 - VerfGH 137/04 - dejure.org
https://dejure.org/2007,16493
VerfGH Berlin, 20.11.2007 - VerfGH 137/04 (https://dejure.org/2007,16493)
VerfGH Berlin, Entscheidung vom 20.11.2007 - VerfGH 137/04 (https://dejure.org/2007,16493)
VerfGH Berlin, Entscheidung vom 20. November 2007 - VerfGH 137/04 (https://dejure.org/2007,16493)
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Art 103 Abs 1 GG, Art 6 Abs 2 S 1 GG, § 12 FGG, § 15 Abs 1 S 1 FGG, Art 12 Abs 3 Verf BE
Kammergerichtliche Ablehnung des Antrags auf Umgangsregelung des nichtsorgeberechtigten Vaters mit seiner minderjährigen Tochter verletzt den Anspruch auf rechtliches Gehör iSv Art 15 Abs 1 Verf BE und das Recht auf Kindererziehung iSv Art 12 Abs 3 Verf BE - persönliche Anhörung der Beteiligten und des Sachverständigen
KG, 01.04.2004 - 13 UF 411/03
KG, 15.06.2004 - 13 UF 411/03
FamRZ 2008, 794
a. Die Beschwerdefrist des § 51 Abs. 1 VerfGHG (juris: VGHG BE) wird nur dann durch die Einlegung eines Rechtsbehelfs unterbrochen und mit der Zustellung der Entscheidung darüber erneut in Gang gesetzt, wenn der Rechtsbehelf nicht erkennbar offensichtlich unzulässig oder offensichtlich aussichtslos war (vgl. Beschluss vom 20. November 2007 - VerfGH 137/04 - Rn. 36; zum Bundesrecht: BVerfG…, Beschluss vom 31. August 2011 - 2 BvR 1979/08 -, juris Rn. 10 m. w. N.).
12 Die Beschwerdefrist des § 51 Abs. 1 VerfGHG wird nur dann durch die Einlegung eines Rechtsbehelfs unterbrochen und mit der Zustellung der Entscheidung darüber erneut in Gang gesetzt (…vgl. Beschlüsse vom 26. September 1996 - VerfGH 76/95 - LVerfGE 5, 30 und 23. Januar 2013 - VerfGH 116/10 - Rn. 24), wenn der Rechtsbehelf nicht erkennbar offensichtlich unzulässig oder offensichtlich aussichtslos war (vgl. Beschluss vom 20. November 2007 - VerfGH 137/04 - Rn. 36; zum Bundesrecht: BVerfG…, Beschluss vom 31. August 2011 - 2 BvR 1979/08 -, juris Rn. 10 m. w. N.).
Im Verfahren der Verfassungsbeschwerde besteht im Allgemeinen erst dann Anlass zu einer verfassungsgerichtlichen Korrektur, wenn das Fachgericht bei der Auslegung und Anwendung des einfachen Rechts die Grundrechte in ihrem wesentlichen Gehalt verkannt hat (Beschluss vom 20. November 2007 - VerfGH 137/04 -, Rn. 44).
Das gerichtliche Verfahren muss aber grundsätzlich geeignet sein, eine möglichst zuverlässige Grundlage für eine am Kindeswohl orientierte Entscheidung zu erlangen und damit der Durchsetzung der materiellen Grundrechtspositionen wirkungsvoll zu dienen (Beschluss vom 20. November 2007 - VerfGH 137/04 -, Rn. 47).
Die Beschwerdeführerin verkennt, dass der Verfassungsgerichtshof die Einlegung eines - einfachgesetzlich geregelten - Rechtsbehelfs vor der Einreichung der Verfassungsbeschwerde nur dann für schädlich hinsichtlich der Wahrung der Zweimonats-frist erachtet, wenn der Rechtsbehelf offensichtlich unzulässig oder sonst aussichtslos ist (Beschluss vom 20. November 2007 - VerfGH 137/04 - Rn. 38;… vgl. zum Bundesrecht: BVerfG, Beschlüsse vom 14. Juni 1994 - 1 BvR 1022/88 -, BVerfGE 91, 93 = juris Rn. 56, und 20. März 2001 - 1 BvR 491/96 -, BVerfGE 103, 172 = juris Rn. 33).
"Die Beschwerdeführerin verkennt, dass der Verfassungsgerichtshof die Einlegung eines - einfachgesetzlich geregelten - Rechtsbehelfs vor der Einreichung der Verfassungsbeschwerde nur dann für schädlich hinsichtlich der Wahrung der Zweimonatsfrist erachtet, wenn der Rechtsbehelf offensichtlich unzulässig oder sonst aussichtslos ist (Beschluss vom 20. November 2007 - VerfGH 137/04 - Rn. 38;… vgl. zum Bundesrecht: BVerfG, Beschlüsse vom 14. Juni 1994 - 1 BvR 1022/88 -, BVerfGE 91, 93 = juris Rn. 56, und 20. März 2001 - 1 BvR 491/96 -, BVerfGE 103, 172 = juris Rn. 33).