Source: http://pflegedat.de/betreuungsleistungen.php
Timestamp: 2020-08-14 04:14:23
Document Index: 30206173

Matched Legal Cases: ['§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 41', '§ 42', '§ 36']

Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen (Entlastungsbetrag) nach § 45b SGB XI gegenüber der Pflegekasse
Pflegeversicherung - Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen (Entlastungsbetrag) nach § 45b SGB XI gegenüber der Pflegekasse
Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen / § 45b SGB XI / ab 2017: Entlastungsbetrag
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Wichtig: Am 01.01.2017 werden alle bis zum 31.12.2016 pflegebedürftigen Personen per Gesetz in die neuen Pflegegrade übergeleitet. Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz machen dabei einen so genanten "doppelten Stufensprung", d.h. z.B. von Pflegestufe 1 in den Pflegegrad 3.
Beim Entlastungsbetrag handelt es sich um einen Zuschuss, der zweckgebunden nur für die gesetzlich normierten Sachleistungsangebote, die nachfolgend genannt werden, in Betracht kommt. Hierbei handelt es sich um Angebote, die auf die Entlastung der/des pflegenden Angehörigen/Lebenspartners bzw. Pflegepersonen ausgerichtet sind.
Der Entlastungsbetrag kann die Regelleistung der Tages- und Nachtpflege (§ 41 SGB XI) sowie der Kurzzeitpflege (§ 42 SGB XI) insoweit ergänzen, als damit diese Leistungen für einen längeren Zeitraum oder in höherer Frequenz beansprucht werden können. Eigenanteile z.B. für Unterkunft und Verpflegung können ebenfalls im Rahmen der zuätzlichen Betreuungsleistungen erstattet werden.
Der Entlastungsbetrag kann für die Erstattung von Leistungen ambulanter Pflegedienste verwendet werden. Die Leistungen können sich bei Personen des Pflegegrades 1 auf die Inanspruchnahme von körperbezogenen Pflegemaßnahmen, pflegerischen Betreuungsleistungen und Hilfen bei der Haushaltsführung erstrecken.
Bei Pflegebedürftigen der Pflegegrade 2 bis 5 erfolgt jedoch keine Erstattung von Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Leistungen aus dem Bereich der Selbstversorgung (z.B. Waschen, Duschen, An- und Auskleiden etc.) entstehen. Um den Bedarf an Leistungen aus dem Bereich der Selbstversorgung abzudecken, steht diesem Personenkreis jeweils der Pflegesachleistungsbetrag nach § 36 SGB XI zur Verfügung.
Die Pflegekasse erstattet die entstandenen Aufwendungen ab 01.01.2017 mit bis zu 125 Euro monatlich (Bis 2016 hatten Pflegebedürftige ohne bzw. mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz Anspruch auf Erstattung ihrer Aufwendungen in Höhe von bis zu 104 EUR monatlich. Versicherte mit in erhöhtem Maße eingeschränkter Alltagskompetenz hatten Anspruch in Höhe von bis 208 EUR monatlich.)