Source: http://london-consulting.org/gesellschaften_eu.htm
Timestamp: 2020-04-03 17:47:11
Document Index: 192570537

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', '§ 12', 'Art. 167', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

﻿ firmengründung in der eu
Umwandlungsgesetz: Einführung und Grundlagen der grenzüberschreitenden Verschmelzung
Urteile des EuGHs zur Niederlassungsfreiheit
Nicht-Wirkung 8 AStG
Der EuGH hat die deutsche Hinzurechnungsbesteuerung im europäischen Kontext für rechtswidrig erklärt. Allerdings wird im Sitzstaat (Niedrigsteuerland mit passiven Einkünften) ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb erforderlich sein, um die Hinzurechnungsbesteuerung zu vermeiden. Der deutsche Fiskus wird eine "Ansässigkeitsbescheinigung" vom Finanzamt des Sitzstaates verlangen können.
Umwandlungsgesetz, Einbringung in die Europäische Union
Das noch geltende Recht folgt der Sitztheorie. Eine deutsche Gesellschaft darf Ihren Sitz nicht ins Ausland verlegen. Beschließen die Gesellschafter dennoch die Verlegung des Verwaltungssitzes ins Ausland,führt dieses zur Liquidation der Gesellschaft. Das Gleiche muss gelten, wenn der Sitz nur faktisch ins Ausland verlegt und in Deutschland noch nicht einmal eine Betriebsstätte verbleibt. Verlegt eine Kapitalgesellschaft oder eine andere Körperschaft, die Ihre Geschäftsleitung oder Ihren Sitz in Deutschland hat, eines von beiden ins Ausland, gilt dieses steuerrechtlich gemäß § 12 KStG als Auflösung der Gesellschaft, die die Liquidationsbesteuerung zur Folge hat. Vgl. Hierzu aber "MoMIG" (Gesetz zur Modernisierung des GmbH Rechts..).
Um die nachteiligen Folgen einer reinen Sitzverlegung zu verhindern, wurde auf EU Ebene eine Verschmelzungsrichtlinie geschaffen.
Zusammenschluss (Verschmelzung/Fusion) von bestehenden Gesellschaften,
Gründung einer Holding-Gesellschaft,
Gründung einer gemeinsamen Tochtergesellschaft durch mehrere Gesellschaften oder durch eine bereits bestehende SE,
Der französische Code générale des impôts (CGI) sieht in seinem Art. 167 FF eine Wegzugsbesteuerung vor. Danach werden bei einem Wohnsitzwechsel einer natürlichen Person in das Ausland stille Reserven besteuert, die in Geschäftsanteilen gebunden sind. Erfasst werden alle Beteiligungen des Wegziehenden, durch die er selbst oder nahe Verwandte berechtigt werden, mindestens 25% der Gewinne einer französischen Aktiengesellschaft zu beziehen. Allerdings ist die Möglichkeit einer 5-jährigen Stundung der Steuer vorgesehen, falls der Wegziehende seine Gewinne nicht realisiert. Neben weiteren verfahrensrechtlichen Voraussetzungen ist die Stundung von einer ausreichenden Sicherheitsleistung des Steuerpflichtigen abhängig. Hält der Steuerpflichtige nach Ablauf der fünf Jahre nach wie vor seine Anteile, wird die Steuer erlassen. Mehr zum Thema...
Wirkung der Rechtsprechung des EuGHs als übergeordnetes Rechtsgut
In einer jetzt erschienenen Studie des Instituts Finanzen und Steuern, Bonn (Auswirkungen der EuGH-Rechtsprechung auf deutsche Steuervorschriften, IFSt-Schrift Nr. 407) weist Prof. Dr. Laule nach, dass steuerliche Beschränkungen grenzüberschreitender Tätigkeiten mit den Grundfreiheiten des EG-Vertrags (EGV) nicht zu vereinbaren sind. Mehr zum Thema und EuGH-Urteile...
Keine Einfuhrumsatzsteuer bei innergemeinschaftlichen Lieferungen
Anwendung der 6. EG-Richtlinie, Umkehr der Umsatzsteuerschuld
Das Umsatzsteuerrecht ist innerhalb der Europäischen Union auf der Grundlage von Artikel 93 des Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft, insbesondere durch die Regelung in der 6. Richtlinie (77/388/EWG) des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern - Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche Bemessungsgrundlage (sog. 6. EG-Richtlinie), weitgehend harmonisiert. Nach Artikel 1 der 6. EG-Richtlinie passen die Mitgliedstaaten ihre nationalen Umsatzsteuergesetze den Bestimmungen der 6. EG-Richtlinie an. Tendenzen zur Fortentwicklung des Umsatzsteuerrechts lassen sich daher den Vorschlägen der Europäischen Kommission für Rechtsakte im Bereich der Umsatzsteuer entnehmen.
Gesetzesquelle: http://www.jurathek.de/showdocument_print.php?session=0&ID=5725
1.2. Bulgarien
Holdingprivileg: Ja
Vorteil: EU-Niederlassungsfreiheit, mithin DBA-Sachverhalt, im europäischen Vergleich sehr niedrige Steuern. FlatTAX: 10% Ertrags- und Einkommenssteuer
1.3. England: 0-19% im Mittelstandssatz (bis 300.000 ePfund Gewinn), danach progressiv steigend bis 30%. VAT- (USt-) Registrierung erst nach Erreichen von 60.000 ePfund (ca. 100.000 Euro) schwingend. Sehr liberales Verhältnis zu Offshore-Gesellschaften, unterhält mit Isle of Man ein DBA.
Holdingprivileg: Nein
*Nach Verfügung des Bundesfinanzministeriums ist England kein Niedrigsteuerland, da grundsätzlich keine Besteuerung unter 25%
Vorteil: EU-Niederlassungsfreiheit, mithin DBA-Sachverhalt, im europäischen Vergleich geringe Steuern im Mittelstandssatz.
1.3.1 Konstellation englische Limited mit Offshore-Gesellschaft: Bis 90% Gewinnabführung vor Besteuerung in UK möglich
Es besteht die Möglichkeit max.90% der englischen Gewinne VOR Steuern in England in das Offshore-Land zu transferieren. Dieses unter bestimmten Voraussetzungen, wie Gewinnabführungs-und Beherrschungsvertrag zwischen Offshore-Gesellschaft und UK Ltd, mithin muss die UK Ltd über eine VAT-Reg. verfügen. Entscheidend ist weiterhin die absolut saubere Buchführung auf englischer Seite, mithin realisieren wir ein solches Konzept nur, wenn Sie parallel unsere englische Steuerkanzlei mit Buchhaltung und Jahresabschluss beauftragen.
Mehr zu dieser Konstellation...
1.4. Irland
Holdingprivileg: Nach Art der Gründung
Treuhandverhältnisse erlaubt: Nein
Irland hat einen Körperschaftssteuersatz von 12,5%. Nachteilig gestaltet sich die hohe Einkommensbesteuerung von 20-60% für natürliche Personen
EU-Gesellschaft, mithin EU-Niederlassungsfreiheit und EU-Mutter-Tochter-Richtlinie anwendbar
Portugal/ Madeira gehört zum umsatzsteuerrechtlichen Gemeinschaftsgebiet (die Kanaren bzw. kanarische Sonderzone z.B. NICHT), mithin keine Einfuhrumsatzsteuer bei Einfuhr von Waren in die EU, Anwendung 6. EG-Richtlinie
Beim Typ I: Komplette Steuerfreiheit
Beim Typ II: Steuersatz von 4 % bis 2012 und 5 % bis 2020
Die Steuerfreiheit oder reduzierte Steuer ist mit Auflagen verbunden, z.B. Schaffung von Arbeitsplätzen. Unsere Kanzlei auf Madeira ist in der Lage, entsprechende Voraussetzungen zu schaffen.