Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202011,%20103
Timestamp: 2019-04-23 11:17:17
Document Index: 13918933

Matched Legal Cases: ['Art. 13', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 103', 'Art. 19', 'Art. 6', 'Art. 8', '§ 102', '§ 105', '§ 370', '§ 17', '§ 90', 'Art 103', 'Art 13', 'Art 19', '§ 112', '§ 116', 'EGMR', 'BGH', 'BGH', '§ 48', '§ 24', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EGMR', 'BGH', 'BGH', 'Art 19', '§ 81', 'EuG', 'Art. 20', 'Art. 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EuG', '§ 36', '§ 36']

Rechtsprechung: NStZ 2011, 103 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: KG, 13.04.2010
Art. 13 Abs. 1 GG; Art. 1 Abs. 1 GG; Art. 2 Abs. 1 GG; Art. 103 Abs. 1 GG; Art. 19 Abs. 4 GG; Art. 6 ERMK; Art. 8 EMRK; § 102 StPO; § 105 StPO; § 370 AO; § 17 UWG; § 90 BVerfGG
Unverletzlichkeit der Wohnung; Durchsuchungsbeschluss (Anfangsverdacht; Verwendung von Beweismitteln aus rechtswidriger privater Beweisbeschaffung; Beweisverwertungsverbot; Trennungsgebot; Pflicht zur Aufklärung der Herkunft vertraulicher Daten); Liechtensteiner Steueraffäre; Grundrecht auf rechtliches Gehör (Akteneinsicht; Abgrenzung zum Grundrecht auf effektiven Rechtsschutz; Anspruch auf Erhebung weiterer Informationen); Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde (Prüfungsmaßstab des Bundesverfassungsgerichts; Rechtswegerschöpfung)
Artt. 2 Abs. 1, 13 Abs. 1, 20 Abs. 3, 25, 103 Abs. 1 GG
Verfassungsbeschwerde gegen die auf Daten aus Liechtenstein ("Steuer-CD") gestützte Anordnung einer Wohnungsdurchsuchung erfolglos
Art 103 Abs 1 GG, Art 13 Abs 1 GG, Art 19 Abs 4 GG, § 112 Abs 2 AO, § 116 AO
Nichtannahmebeschluss: Teils unzulässige, teils unbegründete Verfassungsbeschwerde gegen Wohnungsdurchsuchung - Verwertung von Daten einer "Steuer-CD" mit Angaben zu Kunden liechtensteinischer Finanzinstitute im strafrechtlichen Ermittlungsverfahren - Ablehnung eines Beweisverwertungsverbotes durch Fachgerichte nicht zu beanstanden
Anordnung einer Wohnungsdurchsuchung in einem steuerstrafrechtlichen Ermittlungsverfahren aufgrund eines Anfangsverdachts basierend auf von einer Privatperson aus Liechtenstein erworbenen Daten als Verstoß gegen das Völkerrecht; Erhalt der Daten im Wege der Amtshilfe durch den Bundesnachrichtendienst ohne Ermächtigung; Weitergabe der Daten an die Staatsanwaltschaft als Verstoß gegen das Trennungsgebot; Verstoß gegen das Recht auf ein faires Strafverfahren durch die Verwendung von rechtswidrig erlangten Beweismitteln; Verwertbarkeit der angekauften Daten nach der Abwägungslehre
Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen die auf Daten aus Liechtenstein ("Steuer-CD") gestützte Anordnung einer Wohnungsdurchsuchung
Anordnung einer Wohnungsdurchsuchung in einem steuerstrafrechtlichen Ermittlungsverfahren aufgrund eines Anfangsverdachts basierend auf von einer Privatperson aus Liechtenstein erworbenen Daten als Verstoß gegen das Völkerrecht; Erhalt der Daten im Wege der Amtshilfe durch den Bundesnachrichtendienst ohne Ermächtigung
Gestohlene Steuerdaten dürfen verwertet werden
Durchsuchung der Wohnung wegen Steuerhinterziehung aufgrund von Steuer-CD aus Liechtenstein
Liechtensteiner Steuer-CD: Erkenntnisse sind/waren verwertbar
Verfassungsbeschwerde gegen die auf Daten von einer Steuer-CD aus Liechtenstein gestützte Anordnung einer Wohnungsdurchsuchung der Deutschen Steuerfahndung erfolglos
Die Steuer-CD - Kein Beweisverwertungsverbot
Verfassungsbeschwerde gegen Wohnungsdurchsuchung erfolglos
Steuerdaten-CD - Verfassungsbeschwerde gegen Wohnungsdurchsuchung erfolglos
Wohnungsdurchsuchung aufgrund einer "Steuer-CD" verfassungsgemäß
Verwertung von "Steuer-CD" mit Angaben zu Kunden liechtensteinischer Banken
Staat darf umstrittene Steuer-CDs für Ermittlungen nutzen
Hausdurchsuchung wegen Lichtensteiner Steuer-CD rechtmäßig
Karlsruhe erlaubt Nutzung von Steuer-CDs
random-coil.de (Kurzinformation)
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat entschieden: Durchsuchung gestützt auf Daten-CD aus Liechtenstein verfassungsgemäß; kein Verwertungsverbot
Die Steuersünder-CD und das Durchsuchen der Wohnung
blogspot.de (Kurzinformation)
anwalt-strafverteidiger.de (Kurzinformation)
Rechtswidrig erlangte Steuerdaten dürfen verwendet werden
Verfassungsbeschwerde gegen die auf Daten aus Liechtenstein ("Steuer-CD")gestützte Anordnung einer Wohnungsdurchsuchung erfolglos
NRW kauft Steuerdaten-CD für angeblich 5 Millionen EUR
Steuersünder-CD: Verfassungsbeschwerde gegen Daten-Nutzung erfolglos
RP Richter scheitert mit Verfassungsbeschwerde gegen Ankauf von Steuer-CDs
Verwertung von Steuer-CDs aus Liechtenstein im Strafverfahren zulässig
Besprechungen u.ä. (7)
Das Beweisverwertungsverbot von Verfassungs wegen
Steuerstrafverfahren - Annahme des Anfangsverdachts aufgrund der Steuer-CD - Verfassungsbeschwerde erfolglos
Auf Daten aus Liechtenstein ("Steuer-CD") gestützte Anordnung einer Wohnungsdurchsuchung
Keine Vorauswirkung von Verwertungsverboten bei Nutzung von rechtswidrig hergestellten Steuerdatensätzen
Steuersünder-CDs: Kein Freibrief für die Strafverfolgung
Bundesdatenschutzbeauftragte (Entscheidungsbesprechung)
Verwertung von Daten der liechtensteinischen "Steuer-CD" im strafrechtlichen Ermittlungsverfahren nicht unzulässig
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BVerfG vom 09.11.2010, Az.: 2 BvR 2101/09 (Erwerb von Bankdaten durch den Bundesnachrichtendienst und Verwertbarkeit im Steuerstrafverfahren)" von Prof. Dr. Wolfgang Wohlers, original erschienen in: JZ 2011, 252 - 254.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BVerfG v. 09.11.2010 - 2 BvR 2101/09 (Wohnungsdurchsuchung auf der Grundlage der Daten einer "Steuer-CD")" von RA/FASteuerR Dr. Thorsten Junker, original erschienen in: StRR 2011, 18 - 19.
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BVerfG vom 09.11.2010, Az.: 2 BvR 2101/09 (Verwertungsverbote im Steuerstrafverfahren)" von RA Dirk Beyer, original erschienen in: AO-StB 2011, 3 - 5.
Kurznachricht zu "Zulässigkeit des Ankaufs deliktisch erlangter Steuerdaten" von StA Ingo Kaiser, original erschienen in: NStZ 2011, 383 - 390.
Kurznachricht zu "Der Zweck heiligt (nicht) die Mittel? - Die Schweizer Steuerdaten und der deutsche Rechtsstaat" von RA Dr. Hubert W. van Bühren, original erschienen in: AnwBl 2012, 906.
123recht.net (Meldung mit Bezug zur Entscheidung, 15.11.2012)
Rheinland-Pfalz denkt über Ankauf von Steuer-CDs nach // Minister sprach sich in der Vergangenheit für den Kauf aus
AG Bochum, 10.04.2008 - 64 Gs 1491/08
AG Bochum, 08.04.2009 - 64 Gs 1491/08
AG Bochum, 08.04.2009 - 64 Gs 35 Js 220/07
LG Bochum, 07.08.2009 - 2 Qs 2/09
EGMR, 06.10.2016 - 33696/11
NJW 2011, 2417
NStZ 2011, 103
StV 2011, 65
WM 2010, 2376
DÖV 2011, 162
BGH, 15.05.2018 - VI ZR 233/17
Die Unzulässigkeit oder Rechtswidrigkeit einer Beweiserhebung führt nicht ohne Weiteres zu einem Beweisverwertungsverbot (BVerfG, NJW 2011, 2417 Rn. 45;… NJW 2011, 2783 Rn. 12 jew. mwN).
BGH, 10.06.2015 - 2 StR 97/14
Rechtsstaatswidrige Tatprovokation durch Verdeckte Ermittler der Polizei führt …
So betrifft ein Beweisverwertungsverbot grundsätzlich nur die unmittelbare Verwertung von bestimmten, rechtswidrig erlangten Beweismitteln zur Feststellung der Schuldfrage (vgl. BVerfG, NJW 2015, 1083, 1085; BVerfG, NJW 2011, 2417, 2419;… Meyer-Goßner/Schmitt, StPO, 58. Aufl., Einl. Rn. 55;… KK-StPO/Senge, 7. Aufl., Vor § 48 Rn. 82;… Roxin/Schünemann, Strafverfahrensrecht, 28. Aufl., § 24 Rn. 21).
OLG Stuttgart, 04.05.2016 - 4 Ss 543/15
Bußgeldverfahren: Verwertbarkeit der dashcam-Aufzeichnung einer …
Selbst Beweismittel, die von Privaten in strafbewehrter Weise erlangt wurden, sind - verfassungsrechtlich unbedenklich - grundsätzlich verwertbar und unterliegen nicht zwingend per se einem Beweisverwertungsverbot (vgl. zum Thema "Steuer-CDs": BVerfG, Kammerbeschluss vom 9. November 2010 - 2 BvR 2101/09, NStZ 2011, 103 Rn. 58; Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz, NJW 2014, 1434 ff.).
Kammer des Zweiten Senats], Beschluss vom 9. November 2010 - 2 BvR 2101/09 -, NJW 2011, 2417 [2419]; zur Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs vgl. etwa BGH, Beschluss vom 27. Februar 1992 - 5 StR 190/91 -, BGHSt 38, 214 [219 f.]; BGH, Urteil vom 11. November 1998 - 3 StR 181/96 -, NJW 1999, 959 [961]; Urteil vom 18. April 2007 - 5 StR 546/06 -, NJW 2007, 2269 [2271]; zur hiervon grundsätzlich zu trennenden Frage der Verwertbarkeit im steuerrechtlichen Verfahren vgl. etwa FG Köln, Beschluss vom 15. Dezember 2010 - 14 V 2484/10 -, juris; FG RP, Urteil vom 8. Februar 2012 - 2 K 1180/11 -, juris; ferner BGH, Beschluss vom 12. Januar 2005 - 5 StR 191/04 -, JR 2005, 300 ff. ).
Jedoch gebietet das Recht auf ein faires Verfahren ein damit verfassungsunmittelbares Verwertungsverbot bei schwerwiegenden, bewussten oder willkürlichen Rechtsverstößen, bei denen die grundrechtlichen Sicherungen planmäßig oder systematisch außer acht gelassen worden sind (vgl. BVerfGE 113, 29 [61]; 130, 1 [28]; BVerfG [1. Kammer des Zweiten Senats], Beschluss vom 9. November 2010 - 2 BvR 2101/09 -, NJW 2011, 2417 [2419]).
Kammer des Zweiten Senats], Beschluss vom 9. November 2010 - 2 BvR 2101/09 -, NJW 2011, 2417 [2419]; so auch im Hinblick auf die einfach-rechtliche Rechtslage BGH, Beschluss vom 27. Februar 1992 - 5 StR 190/91 -, BGHSt 38, 214 [219 f.]; BGH, Urteil vom 11. November 1998 - 3 StR 181/96 -, NJW 1999, 959 [961]; Urteil vom 18. April 2007 - 5 StR 546/06 -, NJW 2007, 2269 [2271]), ist dem Umstand geschuldet, dass im Rahmen der für die Beurteilung eines fairen Verfahrens erforderlichen Gesamtschau nicht nur die Rechte des Beschuldigten, sondern insbesondere auch die Erfordernisse einer funktionstüchtigen Strafrechtspflege in den Blick zu nehmen sind.
Denn es schränkt die Beweismöglichkeiten der Strafverfolgungsbehörden zur Erhärtung oder Widerlegung des Verdachts strafbarer Handlungen ein und beeinträchtigt so regelmäßig die Findung einer materiell richtigen und gerechten Entscheidung (BVerfGE 130, 1 [28]; BVerfG [1. Kammer des Zweiten Senats], Beschluss vom 9. November 2010 - 2 BvR 2101/09 -, NJW 2011, 2417 [2419]).
(1) (a) Anders als die Fachgerichte in den dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 9. November 2010 (1. Kammer des Zweiten Senats - 2 BvR 2109/ - , NJW 2011, 2417 ff.) vorangegangenen Entscheidungen (vgl. hierzu LG Bochum, Beschluss vom 7. August 2009 - 2 Qs 2/09 -, NStZ 2010, 351 [352]) hat das Landgericht Koblenz vorliegend nicht unterstellt, dass sich die den Datenankauf tätigenden Beamten strafbar gemacht hätten, sondern eine Strafbarkeit ausdrücklich verneint.
Vielmehr geht es lediglich um die wirtschaftliche Sphäre des Beschwerdeführers und seine geschäftlichen Kontakte zu einem Bankinstitut (vgl. hierzu auch BVerfG [1. Kammer des Zweiten Senats], Beschluss vom 9. November 2010 - 2 BvR 2101/09 -, NJW 2011, 2417 [2420];… ferner Satzger, in: Festschrift für Achenbach, 2011, S. 447 [459]; Pawlik, JZ 2010, 693 [697]).
Der Beschwerdeführer zeigt weder auf, noch ist sonst ersichtlich, weshalb diese, auf höchstrichterliche Rechtsprechung gestützte Wertung (vgl. BGH, Beschluss vom 30. April 1990 - 3 StB 8/90 -, NJW 1990, 1801 [1801 f.]) schlechterdings unvertretbar sein soll (siehe auch BVerfG [1. Kammer des Zweiten Senats], Beschluss vom 9. November 2010 - 2 BvR 2101/09 -, NJW 2011, 2417 [2420]).
Sie steht zudem mit Verfassungsrecht in Einklang (vgl. BVerfG [1. Kammer des Zweiten Senats], Beschluss vom 9. November 2010 - 2 BvR 2101/09 -, NJW 2011, 2417 [2420]; ferner BVerfGE 34, 238 [248 ff.]).
Denn Beweiserhebungsvorschriften richten sich nach Wortlaut, Systematik und Zweck an Ermittlungsbehörden, nicht an Privatpersonen (BVerfG [1. Kammer des Zweiten Senats], Beschluss vom 9. November 2010 - 2 BvR 2101/09 -, NJW 2011, 2417 [2420]).
LSG Niedersachsen-Bremen, 14.03.2018 - L 13 AS 77/15
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Ein Beweisverwertungsverbot hinsichtlich der angekauften Daten bestehe nicht (Hinweis auf Bundesverfassungsgericht [BVerfG], Beschluss vom 9. November 2010 - 2 BvR 2101/09 - und Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte - EGMR -, Urteil vom 6. Oktober 2016 - 33696/11).
Ein Beweisverwertungsverbot hat das SG unter Hinweis u. a. auf die "Steuer-CD"-Entscheidung des BVerfG (Beschluss vom 9. November 2010 - 2 BvR 2101/09) zu Recht verneint.
Die Annahme eines Beweisverwertungsverbots ist von Verfassungs wegen nur bei schwerwiegenden, bewussten oder willkürlichen Verfahrensverstößen, bei denen die grundrechtlichen Sicherungen planmäßig oder systematisch außer Acht gelassen worden sind, geboten (vgl. BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 9. November 2010 - 2 BvR 2101/09 -, Rn. 44 - 45, juris; BGH, Urteil vom 18. April 2007 - 5 StR 546/06 -, juris; OLG Köln…, Urteil vom 27. Oktober 2009 - 81 Ss 65/09 -, Rn. 28, juris; s. a. BGH…, Beschluss vom 30. August 2011 - 3 StR 210/11 -, Rn. 11, juris, m.w.N.).
BVerfG, 28.06.2014 - 1 BvR 1837/12
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Auch wenn der in § 81a Abs. 2 StPO gesetzlich angeordnete Richtervorbehalt nicht auf einer zwingenden verfassungsrechtlichen Vorgabe beruhen mag (vgl. BVerfGK 14, 107 ;… BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 24. Februar 2011 - 2 BvR 1596/10 -, EuGRZ 2011, S. 183 ), bestehen doch aus rechtsstaatlicher (Art. 20 Abs. 3 GG) wie auch grundrechtlicher (Art. 2 Abs. 2 GG) Sicht erhebliche Bedenken gegen eine Praxis, die den gesetzlichen Richtervorbehalt für den Bereich verwaltungsbehördlicher Eingriffsmaßnahmen durch eine großzügige Verwertung rechtswidrig erlangter Beweismittel (vgl. zu Beweisverwertungsverboten BVerfGE 65, 1 ; 106, 28 ; 113, 29 ;… BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 16. März 2006 - 2 BvR 954/02 -, NJW 2006, S. 2684 ; Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 9. November 2010 - 2 BvR 2101/09 -, NJW 2011, S. 2417 ;… Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 24. Februar 2011 - 2 BvR 1596/10 und 2 BvR 2346/10 -, juris, Rn. 18) flächendeckend aushebelt.
BVerfG, 20.05.2011 - 2 BvR 2072/10
Straßenverkehr; Ordnungswidrigkeit; Bußgeldverfahren; Beweiserhebungsverbot; …
Die Beurteilung der Frage, welche Folgen ein möglicher Verstoß gegen strafprozessuale Verfahrensvorschriften hat und ob hierzu insbesondere ein Beweisverwertungsverbot zählt, obliegt in erster Linie den zuständigen Fachgerichten (vgl. BVerfGK 4, 283 ; 9, 174 ;… BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 28. Juli 2008 - 2 BvR 784/08 -, NJW 2008, S. 3053 ; Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 9. November 2010 - 2 BvR 2101/09 -, NStZ 2011, S. 103 ).
Die Kompetenz des Bundesverfassungsgerichts beschränkt sich vielmehr auf die Kontrolle, ob die Fachgerichte in verfassungsrechtlich erheblicher Weise den Schutzbereich der verletzten Verfahrensnorm verkannt oder die weiteren Anforderungen für die Annahme eines Verwertungsverbotes hinsichtlich rechtswidrig gewonnener Beweise überspannt haben (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 9. November 2010 - 2 BvR 2101/09 -, NStZ 2011, S. 103 ).
Ein solches unmittelbar aus den Grundrechten abgeleitetes Beweisverwertungsverbot ist allerdings nur anzunehmen, wenn der absolute Kernbereich privater Lebensgestaltung berührt ist (vgl BVerfG vom 3.3.2004, 1 BvR 2378/98, BVerfGE 109, 279, 320; BVerfG vom 9.11.2010, 2 BvR 2101/09).
BFH, 04.12.2012 - VIII R 5/10
Verwertungsverbot - Rehabilitationsinteresse des Steuerpflichtigen - …
Ein Beweisverwertungsverbot, das auch nicht durch zulässige, erneute Ermittlungsmaßnahmen geheilt werden kann, kommt als Folge einer fehlerhaften Durchsuchung nur dann in Betracht, wenn die zur Fehlerhaftigkeit der Ermittlungsmaßnahme führenden Verfahrensverstöße schwerwiegend waren oder bewusst oder willkürlich begangen wurden (Beschlüsse des Bundesverfassungsgericht --BVerfG-- vom 2. Juli 2009 2 BvR 2225/08, BVerfGK 16, 22; vom 9. November 2010 2 BvR 2101/09, BFH/NV 2011, 182; BFH-Urteil vom 4. Oktober 2006 VIII R 53/04, BFHE 215, 12, BStBl II 2007, 227).
LAG Köln, 18.11.2010 - 6 Sa 817/10
Verwertung heimlicher Videoaufnahmen von öffentlich zugänglichen Räumen im …
BGH, 06.02.2019 - 3 StR 280/18
BVerwG, 04.11.2016 - 1 A 5.15
Klagen gegen Betätigungsverbot für Vereinigung "Satudarah Maluku MC" abgewiesen
BGH, 13.01.2011 - 3 StR 332/10
Verwendung von Vorratsdaten; Beweisverwertungsverbot; Verfassungswidrigkeit der …
BGH, 18.01.2011 - 1 StR 663/10
Verwertbarkeit von Telekommunikationsdaten nach der einstweiligen Anordnung des …
LG Halle, 18.10.2012 - 4 O 1417/10
Verkehrsrecht - Gewährleistungsausschluss bei Gewerbetreibenden?
OVG Schleswig-Holstein, 19.06.2012 - 4 KS 2/10
Vereinsverbot gegenüber Teilvereinigung der Hell´s Angels; Prägung durch …
OVG Schleswig-Holstein, 26.02.2014 - 4 KS 1/12
Zulässigkeit einer Klage gegen ein Vereinsverbot; Vereinverbot gegen die Hells …
FG Münster, 30.01.2014 - 2 K 3074/12
Kein Verwertungsverbot beim Ankauf von Bank-CDs
FG Niedersachsen, 19.01.2016 - 15 K 155/12
Steuerhinterziehung: Zur Schätzung von dem Grunde nach vom Steuerpflichtigen …
FG Köln, 15.12.2010 - 14 V 2484/10
Verwertung angekaufter Steuer-CD durch FA
BGH, 08.08.2018 - 2 StR 131/18
Revisionsbegründung (Darlegungsanforderungen bei der Aufklärungsrüge; Rüge eines …
VGH Bayern, 05.02.2018 - 11 ZB 17.2069
Entziehung der Fahrerlaubnis - Einnahme von Amphetaminen
AGH Mecklenburg-Vorpommern, 20.09.2012 - AGH 5/12
Voraussetzungen der Durchsuchung einer Rechtsanwaltskanzlei im …
FG München, 26.01.2015 - 7 K 1650/11
Verwertungsverbot über nach fehlerhaften Ermittlungsmaßnahmen bekannt gewordene …
VGH Bayern, 04.12.2018 - 11 CS 18.2254
AG Kehl, 22.04.2016 - 3 Cs 302 Js 10848/15
Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH: Verdachtsunabhängige Durchsuchung von …
OLG Köln, 26.01.2018 - 1 RVs 3/18
Zulässigkeit der Durchsuchung einer Wohnung, deren Mitinhaber der Beschuldigte …
AG Parchim, 01.04.2015 - 5 OWi 2215/14
Geschwindigkeitsmessung, Auswertung, Private, Beweisverweretungsverbot
FG Rheinland-Pfalz, 08.02.2012 - 2 K 1180/11
Zur Fernwirkung von Beweisverwertungsverboten
FG München, 17.02.2011 - 7 V 3363/10
Beweisverwertungsverbot bei rechtswidriger Beschlagnahme
VG Gelsenkirchen, 20.06.2012 - 9 L 592/12
THC-Konzentration im Blut lässt Rückschlüsse auf Häufigkeit von Cannabis-Konsum …
OLG Hamm, 16.07.2013 - 5 RVs 54/13
Wirksamkeit der Einwilligung in Durchsuchungsmaßnahmen - Kein allgemeines …
LSG Nordrhein-Westfalen, 18.04.2012 - L 11 KR 409/10
FG Hamburg, 12.10.2011 - 3 V 117/11
Schätzung von Auslandsinvestmentfonds-Einkünften - Ernstliche Zweifel - …
KG, 13.04.2010 - 4 Ws 18/10, 1 AR 153/10
§ 36 Abs 1 S 2 BtMG
Anrechnung ambulanter Therapiemaßnahmen bei gleichzeitiger Unterbringung in einer Betreuten Wohneinrichtung
BtMG § 36 Abs. 1 S. 2
Entscheidung über die Anrechnungsfähigkeit einer ambulanten Therapie
Konkrete Anrechnung der ambulanten Therapie eines verurteilten Suchtkranken i.R.d. Vorabentscheidung über die Anrechnungsfähigkeit; Gesamtschau der mit der ambulanten Therapie verbundenen Mehrbelastungen und sonstigen Auswirkungen auf die Lebensgestaltung zur Bemessung des Anrechnungsumfangs; Faktoren zur Bestimmung des Anrechnungsmaßstabes; Anrechnung ambulanter Behandlungszeiten als Strafsubstitut; Zeitliche und konzeptionelle Vergleichbarkeit der nur stundenweise an einzelnen Tagen in der Woche von dem Verurteilten in Anspruch genommenen ambulanten Therapiemaßnahmen mit einer stationären Maßnahme
LG Berlin, 28.12.2009 - L 11/69 Js 160/06
LG Berlin, 13.04.2010 - L 11/69 Js 160/06
NStZ 2011, 103 (Ls.)
StV 2010, 699