Source: http://albverein.net/satzung-070516/
Timestamp: 2017-11-24 01:57:10
Document Index: 86634658

Matched Legal Cases: ['§ 05', '§ 06', '§ 07', '§ 08', '§ 09', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 21', '§ 4', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 12', '§ 13', '§ 26', '§ 8', '§ 3', '§ 19', '§ 8', '§ 2', '§ 8', '§ 20', '§ 2', '§ 3', '§ 18', '§ 9']

Satzung des Schwäbischen Albvereins | Schwäbischer Albverein
Portal > der Verein > Satzung des Schwäbischen Albvereins
Die Satzung ist ein grundlegendes Regelwerk und für die tägliche Vereinsarbeit von entscheidender Bedeutung. Im Folgenden aufgelistet ist die komplette Satzung des Schwäbischen Albvereins (hier auch zum Download als pdf-Dokument).
Des Weiteren gibt es für Ortsgruppen eine Ortsgruppenmustersatzung.
§ 05 Mitgliedsrechte
§ 06 Organe und Gliederung des Vereins
§ 07 Präsidium
§ 08 Gesamtvorstand
§ 09 Hauptausschuss
§ 12 Schriftleitung
§ 13 Hauptgeschäftsstelle
§ 14 Gaue
§ 15 Ortsgruppen
§ 16 Einzelmitglieder
§ 21 Änderungen und Auslegung der Satzung
Der Verein heißt »Schwäbischer Albverein«. Er hat seinen Sitz in Stuttgart. Er ist im Vereinsregister eingetragen.
– Der Verein fördert und pflegt das Wandern sowie damit zusammenhängende
sportliche und kulturelle Betätigungen,
– er fördert den Natur- und Umweltschutz,
– er setzt sich für den Schutz und die Pflege der Landschaft und der Denkmale
– er fördert das Brauchtum und das Heimatbewusstsein und die damit
verbundenen kulturellen und künstlerische Betätigungen,
– er pflegt die heimische Mundart,
– er fördert die Umweltverträglichkeit naturnaher Erholung,
– er widmet sich der Jugend- und Familienarbeit und alle mit diesen Zielen
zusammenhängenden Bestrebungen.
– er fördert die Umweltbildung.
Zur Verwirklichung des Vereinszweckes dienen insbesondere folgende Maßnahmen:
– Gründung und Förderung von Ski- und Radsportgruppen,
– Ausbildung von Wanderführern, von Fachwarten für Naturschutz und für
– Anlage und Pflege von Wanderwegen und Wanderrouten sowie Herausgabe
von Wanderkarten und Wanderliteratur,
– Pflegemaßnahmen in Landschafts- und Naturschutzgebieten sowie
– Erhaltung und Dokumentation von Denkmalen,
– Schutz und Betreuung von Höhlen,
– Bau und Unterhaltung von Wanderstützpunkten und Aussichtstürmen für die
– Veranstaltung und Durchführung von Freizeiten für Kinder, Jugendliche und
– Organisation von Vorträgen sowie von kulturellen Veranstaltungen, Förderung der Umweltbildung durch naturkundliche Führungen, Veranstaltungen und Publikationen,
– Förderung und Sammlung schriftstellerischer, wissenschaftlicher und
künstlerischer Arbeiten,
– Gründung, Unterstützung und Erhaltung von Volkstanz-, Trachten-, Folklore-,
Volksmusik-, Gesangs-, Heimat- und Mundartgruppen, die das Brauchtum
pflegen und der Öffentlichkeit näher bringen,
– Partnerschaftspflege mit Vereinen, die vergleichbare gemeinnützige Ziele im
In- und Ausland verfolgen.
Die Einrichtungen und Maßnahmen sind der Allgemeinheit zugänglich.
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Er ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
2.4 Der Verein kann zur Erfüllung seiner Aufgaben Stiftungen gründen oder sich an solchen beteiligen. Wirtschaftliche Betätigungen des Vereins können einer GmbH oder Betreuungsvereinen übertragen werden, soweit dies aus steuerrechtlichen Gründen zur Erhaltung der Gemeinnützigkeit im Sinne der Abgabenordnung erforderlich ist.
Der Verein hat ordentliche Mitglieder, körperschaftliche Mitglieder und Ehrenmitglieder.
Ordentliches Mitglied kann jede natürliche Person sein. Ehegatten verstorbener Mitglieder können nach deren Tod die Mitgliedschaft fortsetzen.
Ehegattenmitglieder sind diejenigen ordentlichen Mitglieder, die als Ehegatten eines ordentlichen Mitglieds dem Verein ausdrücklich als Ehegattenmitglied beitreten oder nach der Verheiratung mit einem ordentlichen Mitglied ihre bisherige Mitgliedschaft ausdrücklich in eine Ehegattenmitgliedschaft umwandeln. Rechte aus der bisherigen Mitgliedschaft bleiben erhalten. Die Ehegattenmitgliedschaft ist nur in derselben Ortsgruppe möglich, welcher der Ehegatte zugehört.
Unter den Voraussetzungen des § 4.2 ist eine Familienmitgliedschaft möglich.
Kindermitglieder sind diejenigen ordentlichen Mitglieder, die zu Beginn des Geschäftsjahres das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Jugendmitglieder sind diejenigen ordentlichen Mitglieder, die zu Beginn des Geschäftsjahres das 14. Lebensjahr, aber noch nicht das 27. Lebensjahr vollendet haben.
Körperschaftliches Mitglied können juristische Personen jeder Art, also Vereine, Gesellschaften, Stiftungen, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts sein.
Der Hauptausschuss kann auf Vorschlag des Gesamtvorstandes Mitglieder und andere Persönlichkeiten, die sich um den Verein und seine Bestrebungen besonders verdient gemacht haben, zu Ehrenmitgliedern ernennen.
Die Aufnahme von Mitgliedern erfolgt durch die Vorsitzenden der Ortsgruppen, von Einzelmitgliedern, die keiner Ortsgruppe beitreten, durch die Hauptgeschäftsstelle. Eine Aufnahmegebühr wird nicht erhoben. Gegen die Ablehnung des Aufnahmegesuchs durch den Vorsitzenden der Ortsgruppe kann der Ortsgruppenausschuss, gegen die Ablehnung durch die Hauptgeschäftsstelle kann das Präsidium angerufen werden.
Die Mitglieder haben die in dieser Satzung aufgeführten Rechte und Pflichten. Kindermitglieder sowie Jugendmitglieder, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind weder wahl- noch stimmberechtigt, noch wählbar. Für Wahlen und Abstimmungen nach der Jugendordnung gelten die dort festgesetzten Altersgrenzen.
Der Austritt aus dem Verein ist nur zum Jahresende möglich. Er erfolgt durch eine schriftliche Erklärung, die der zuständigen Ortsgruppe oder der Hauptgeschäftsstelle bis spätestens 30. September zugegangen sein muss. Abweichend von Vorstehendem ist mit Zustimmung des Präsidiums im Einzelfall auch ein unterjähriger Austritt möglich.
a) wegen groben Verstoßes gegen die Zwecke und Ziele des Vereins,
b) wegen schwerer Schädigung des Ansehens oder der Belange des Vereins
c) wegen Nichtzahlung des Beitrages trotz dreimaliger schriftlicher Mahnung.
Vor der Entscheidung ist dem Mitglied Gelegenheit zu seiner Rechtfertigung zu geben. Gegen die Entscheidung des Vorstandes ist die Anrufung des Hauptausschusses zulässig.
Die Mitgliedsbeiträge setzt der Hauptausschuß fest. Sie sind jeweils am Jahresbeginn fällig. Über Anträge auf beitragsfreie Mitgliedschaft oder Ermäßigung von Beiträgen für einzelne Mitglieder entscheidet der Präsident.
Mitglieder, die in Familiengemeinschaft leben, können bei voller Aufrechterhaltung ihrer Mitgliedsrechte anstelle der einzelnen Vereinsbeiträge auf Antrag einen einheitlichen Familienbeitrag bezahlen. Diese Möglichkeit endet, wenn das jüngste der Familie zugehörende Mitglied das 21. Lebensjahr vollendet hat.
Einen ermäßigten Beitrag bezahlen ferner Ehegattenmitglieder, Kindermitglieder, Jugendmitglieder vor Vollendung des 21. Lebensjahres sowie Jugendmitglieder nach Vollendung des 21. Lebensjahres, sofern sie in Ausbildung stehen.
Freiwillige Wehrdienstleistende bzw. im Bundesfreiwilligendienst Tätige sind während ihrer Dienstzeit für ein Jahr von der Beitragszahlung befreit. Dasselbe gilt für Mitglieder, die ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr ableisten.
Ehrenmitglieder des Hauptvereins zahlen keinen Beitrag.
Die Mitgliedschaft berechtigt die Mitglieder
a) zur Teilnahme an den Veranstaltungen des Vereins,
b) gegen Vorzeigen der Mitgliedskarte zu unentgeltlichem oder verbilligtem Besuch der dem Verein gehörenden oder von ihm zugänglich gemachten Anlagen,
c) zu unentgeltlichem oder verbilligtem Bezug der vom Verein herausgegebenen Karten, Bücher und Schriften,
d) gegen Vorzeigen der Mitgliedskarte zur Inanspruchnahme der Vergünstigungen, die von anderen Wandervereinen den organisierten Wanderern gewährt werden.
6.1.1 das Präsidium (§ 7)
6.1.2 der Gesamtvorstand (§ 8)
6.1.3 der Hauptausschuss (§ 9)
6.1.4 die Hauptversammlung (§ 10)
6.1.5 die Schriftleitung (§ 12)
6.1.6 die Hauptgeschäftsstelle (§ 13).
6.2 Gliederungen des Vereins sind
6.2.1 die Gaue (§ 14)
6.2.2 die Ortsgruppen (§ 15)
6.2.3 die Schwäbische Albvereinsjugend (Deutsche Wanderjugend im Schwäbischen Albverein), die Kinder- und Jugendmitglieder gemäß den Bestimmungen der Jugendordnung betreut.
Alle Ämter des Vereins werden ehrenamtlich oder ausnahmsweise gegen Aufwandsentschädigung versehen. Der Gesamtvorstand kann durch Beschluss dem in einem Vereinsorgan tätigen Mitglied eine angemessene Aufwandsentschädigung gewähren.
Die in § 12 und § 13 genannten Tätigkeiten werden entgeltlich erbracht. Der Ersatz von Auslagen erfolgt in dem vom Gesamtvorstand bestimmten Umfang.
Frauen führen die von ihnen wahrgenommenen Ämter mit der entsprechenden weiblichen Bezeichnung.
Die Amtszeit der gewählten Personen in den Organen des Vereins und seinen Gliederungen beträgt 4 Jahre. Sie bleiben bis zur Neuwahl im Amt. Bei einem vorzeitigen Ausscheiden wird der Nachfolger für die restliche Amtszeit gewählt.
Die Satzungen der Ortsgruppen und die Jugendordnung können die Dauer einer Wahlperiode und die Dauer der Amtszeit bei einer Nachwahl abweichend regeln.
Wird einem Amtsinhaber in einer ordnungsgemäß einberufenen Hauptausschusssitzung, Gauvertreterversammlung oder Mitgliederversammlung einer Ortsgruppe von der Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder das Misstrauen ausgesprochen, endet seine Amtszeit mit sofortiger Wirkung.
Vorstand im Sinne von § 26 Abs. 2 BGB sind der Präsident und zwei Vizepräsidenten. Jeder von ihnen ist berechtigt, den Verein allein nach innen und außen zu vertreten. Der Vorstand führt die Bezeichnung Präsidium.
Der Präsident und die Vizepräsidenten werden vom Hauptausschuss in geheimer Wahl gewählt.
Der Präsident beruft, soweit nichts anderes bestimmt ist, die zur Durchführung der Verwaltungsarbeit des Vereins erforderlichen Mitarbeiter und bestimmt ihre Aufgaben. Die Mitarbeiter führen die Geschäfte nach seinen allgemeinen und besonderen Weisungen und sind ihm verantwortlich.
Das Präsidium ist berechtigt, Änderungen des Wortlauts der Satzung vorzunehmen, wenn dies wegen Beanstandungen des Registergerichts notwendig ist oder wenn die Finanzbehörden die Anerkennung der Gemeinnützigkeit des Vereins davon abhängig machen. Die Änderung der Satzung wird dem Hauptausschuss in seiner nächsten Sitzung zur Annahme vorgelegt.
Der Gesamtvorstand besteht aus dem Präsidium und 5 Beisitzern sowie den Ehrenpräsidenten, sofern solche ernannt worden sind. Der Gesamtvorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens 5 seiner Mitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Präsidenten.
Vier Beisitzer des Gesamtvorstands werden vom Hauptausschuss gewählt. Der von der Jugendvertreterversammlung nach den Bestimmungen der Jugendordnung gewählte Hauptjugendwart ist kraft Amtes Beisitzer im Gesamtvorstand. Er bedarf der Bestätigung durch den Gesamtvorstand.
Für wichtige Aufgabengebiete (Wandern, Wege und Karten, Naturschutz und Landschaftspflege, Kultur und Brauchtum, Volkstanz und Trachten, Altertums- und Denkmalpflege, Familien, Jugendarbeit, Bauwesen, Wanderheime, Öffentlichkeitsarbeit, Kassen- und Rechnungswesen u.a.) kann der Gesamtvorstand Hauptfachwarte und deren Stellvertreter wählen. Die Aufgaben des Hauptfachwartes für die Jugendarbeit nimmt der Hauptjugendwart wahr.
Die Mitglieder des Gesamtvorstandes,
die Vorsitzenden der Gaue und die Vorsitzenden der Ortsgruppen, die zu Beginn des Geschäftsjahres mehr als 1.000 Mitglieder haben,
die vom Gesamtvorstand nach § 8.3 gewählten Hauptfachwarte und der vom Vorstand bestellte Schriftleiter,
bis zu 20 Beisitzer, die auf Vorschlag des Gesamtvorstands von den unter 9.1.2 genannten Personen gewählt werden,
die Ehrenmitglieder des Vereins (§ 3.4 und § 19.2.4),
Vorsitzende der Ortsgruppen, die nach 9.1.2 dem Hauptausschuss angehören, scheiden mit Ende der Wahlperiode, in der die Mitgliederzahl unter 1.000 zurückgeht, aus dem Hauptausschuss aus.
Die Wahl des Präsidiums und von vier Beisitzern des Gesamtvorstands,
die Festsetzung des Vereinsbeitrages und von Umlagen,
die Annahme der Jahresrechnung und die Entlastung des Gesamtvorstands,
die Entscheidung über wesentliche Änderungen der Vereinsstruktur,
die Festsetzung von Ort und Zeit der Mitgliederversammlungen,
Jedes Mitglied ist berechtigt, Anträge an den Hauptausschuss zu richten. Dieser soll möglichst in seiner nächsten Sitzung darüber beraten und in Angelegenheiten, für die er zuständig ist, einen Beschluss fassen; andernfalls sind die Anträge mit einer Stellungnahme des Hauptausschusses an das zuständige Vereinsorgan weiter zu leiten. Der Antragsteller erhält hierüber eine schriftliche Mitteilung.
Der Hauptausschuss wird mindestens zweimal jährlich einberufen. Er ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Die Vorsitzenden der Gaue und der Ortsgruppen sowie die Hauptfachwarte können sich in den Sitzungen des Hauptausschusses durch einen Stellvertreter vertreten lassen.
Jährlich findet mindestens eine Hauptversammlung (Mitgliederversammlung) statt. Sie wird durch Bekanntmachung in den »Blättern des Schwäbischen Albvereins« unter Angabe der Tagesordnung und unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen einberufen.
In der Hauptversammlung berichtet der Präsident über das abgelaufene Geschäftsjahr, über das Ergebnis der Jahresrechnung, über wichtige Veränderungen in den Vereinsorganen und über bedeutsame künftige Vorhaben. Der Hauptjugendwart berichtet über die Jugendarbeit.
Die Haushaltsführung des Vereins wird von zwei Rechnungsprüfern geprüft. Sie werden von der Hauptversammlung auf vier Jahre gewählt. Sie sind an keine Weisungen gebunden. Sie erstatten dem Hauptausschuss und der Hauptversammlung Bericht über das Ergebnis ihrer Prüfung.
Der Schriftleiter wird vom Präsidium bestellt. Er besorgt die Vereinszeitschrift »Blätter des Schwäbischen Albvereins«.
Der Verein unterhält eine Hauptgeschäftsstelle. Bei Bedarf kann er weitere Geschäftsstellen einrichten. Die Mitarbeiter der Hauptgeschäftsstelle und der Geschäftsstellen werden hauptamtlich angestellt. Der jährliche Haushaltsplan enthält einen Stellenplan.
Der Hauptgeschäftsführer und der Schatzmeister werden auf Vorschlag des Präsidenten vom Gesamtvorstand auf unbestimmte Zeit berufen. Der Präsident schließt mit ihnen Arbeitsverträge ab. Sie sind dem Präsidenten, sofern nicht anderweitig vom Präsidenten bestimmt, unmittelbar unterstellt und ihm verantwortlich.
13.3 Für die Jugendarbeit ist eine Abteilung (Jugendgeschäftsstelle) eingerichtet, deren Leiter die Bezeichnung Jugendgeschäftsführer trägt.
13.4 Das Präsidium regelt in einem Geschäftsverteilungsplan die Zuständigkeiten.
Das Vereinsgebiet ist in Gaue aufgeteilt, deren Zahl und Umfang der Hauptausschuss bestimmt. Die Gaue sind nicht rechtsfähige Gliederungen des Vereins. Sie haben insbesondere die Aufgabe, die Belange des Vereins im jeweiligen Gaugebiet wahrzunehmen und die Ortsgruppen bei ihrer Arbeit zu unterstützen und zu betreuen.
In jedem Gau werden ein Gauvorstand, ein erweiterter Gauvorstand und ein Gauausschuss gebildet:
Der Gau wird von einem Vorsitzenden (Gauobmann/Gauobfrau) geleitet.
Dieser und seine beiden Stellvertreter bilden den Gauvorstand.
Dem erweiterten Gauvorstand gehören der Gauvorstand, der Gaurechner und der Gauschriftführer an.
Die Mitglieder des erweiterten Gauvorstands werden von der Gauvertreterversammlung gewählt.
Der erweiterte Gauvorstand wählt für die Aufgabengebiete Wandern, Wege und Naturschutz Gaufachwarte. Für die weiteren in § 8.3 genannten Aufgabengebiete können ebenfalls Gaufachwarte gewählt werden.
Dem Gauausschuss gehören der erweiterte Gauvorstand, die Gaufachwarte, der vom Gaujugendausschuss nach der Jugendordnung gewählte und vom Gauvorstand bestätigte Gaujugendwart sowie Beisitzer an, die auf Vorschlag des erweiterten Gauvorstands von der Gauvertreterversammlung gewählt werden.
14.3 Der Gauausschuss und die Vorsitzenden der zum Gau gehörenden Ortsgruppen bilden die Gauvertreterversammlung, die mindestens einmal im Jahr zusammentritt.
Die Gaue erheben weder Beiträge noch Zuschläge zum Vereinsbeitrag. Sie erhalten nach einem jährlich einzureichenden Voranschlag Mittel in bestimmter Höhe für jedes Geschäftsjahr bewilligt. Über diese Mittel ist Buch zu führen, die Abrechnung ist der Hauptgeschäftsstelle nach Ablauf des Geschäftsjahres einzureichen.
In Orten, in denen mehrere Mitglieder wohnen, werden Ortsgruppen gebildet. Die Mitglieder in benachbarten Orten können sich mit Zustimmung des Gauvorstandes zu einer gemeinsamen Ortsgruppe zusammenschließen. Die Ortsgruppen sind nicht rechtsfähige Vereine und geben sich eine eigene Satzung. Voraussetzung für das Inkrafttreten einer Ortsgruppensatzung ist die Genehmigung durch den Präsidenten.
Die Ortsgruppen erfüllen in ihrem Bereich die in § 2.1 genannten Aufgaben des Vereins. Ihnen kommt deshalb im Vereinsleben besondere Bedeutung zu. Die Ortsgruppen nehmen neue Mitglieder auf, erheben die Vereinsbeiträge und Umlagen und rechnen diese mit dem Verein nach den von ihm gegebenen Richtlinien ab.
In jeder Ortsgruppe werden ein Ortsgruppenvorstand bzw. ein Vorstandsteam, ein erweiterter Ortsgruppenvorstand bzw. ein erweitertes Vorstandsteam und ein Ortsgruppenausschuss gewählt:
Die Ortsgruppe wird von einem Vorsitzenden (bzw. „Teamsprecher“ genannt) geleitet. Bei einem Vorstandsteam übernimmt der gewählte Sprecher die Leitungsaufgaben.
Dieser und seine beiden Stellvertreter bilden den Ortsgruppenvorstand bzw. das Vorstandsteam.
Dem erweiterten Ortsgruppenvorstand bzw. dem erweiterten Vorstandsteam gehören der Ortsgruppenvorstand bzw. das Vorstandsteam, der Ortsgruppenrechner und der Ortsgruppenschriftführer an.
Die Mitglieder des erweiterten Ortsgruppenvorstands bzw. dem erweiterten Vorstandsteams und zwei Rechnungsprüfer werden von der Mitgliederversammlung gewählt.
Der erweiterte Ortsgruppenvorstand bzw. das erweiterte Vorstandsteam wählt für die Aufgabengebiete Wandern, Wege und Naturschutz Fachwarte. Für die weiteren in § 8.3 genannten Aufgabengebiete können ebenfalls Fachwarte gewählt werden.
Dem Ortsgruppenausschuss gehören der erweiterte Ortsgruppenvorstand bzw. das erweiterte Vorstandsteam, die Ortsgruppenfachwarte, die Abteilungsleiter, die Familiengruppenleiter, die von den Jugendmitgliedern nach der Jugendordnung gewählten und vom Ortsgruppenvorstand bzw. Vorstandsteam bestätigten Leiter der Jugendgruppen der Ortsgruppe und die Hütten- und Turmbetreuer des Ortsgruppengebietes an. Ferner kann die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Ortsgruppenvorstands bzw. des Vorstandsteams Beisitzer in den Ortsgruppenausschuss wählen.
Die Mitglieder des Ortsgruppenvorstandes bzw. des Vorstandsteams und des erweiterten Ortsgruppenvorstandes bzw. des erweiterten Vorstandsteams und die von diesen beauftragten Mitarbeiter der Ortsgruppe handeln bei Ausübung der satzungsmäßigen Aufgaben des Schwäbischen Albvereins und seiner Ortsgruppen im Auftrag des Gesamtvereins, des Schwäbischen Albvereins e.V. in Stuttgart.
Die Ortsgruppen halten jährlich eine Mitgliederversammlung ab. Der Vorsitzende bzw. der Sprecher des Vorstandsteams und die Fachwarte berichten über ihre Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr, der Rechner berichtet über das Ergebnis der Jahresrechnung, die Rechnungsprüfer teilen das Ergebnis ihrer Prüfung mit. Danach stimmt die Mitgliederversammlung über die Entlastung des Vorstands bzw. des Vorstandsteams und des Rechners ab.
Auf Einladung des Vorstandes bzw. des Vorstandsteams können an der Versammlung auch Vereinsmitglieder, die nicht Mitglieder der Ortsgruppe sind, und/oder Dritte, die nicht Vereinsmitglieder sind, ohne Stimmrecht teilnehmen.
Die Ortsgruppen können für ihre Bedürfnisse Zuschläge zum Vereinsbeitrag erheben. Diese werden vom Ortsgruppenausschuss festgesetzt. Dies gilt nicht für körperschaftliche Mitglieder.
Die Ortsgruppen können Abteilungen bilden, die aber Teile der Ortsgruppe bleiben. Mitglied einer Abteilung kann nur sein, wer Mitglied des Vereins ist. Die Bildung von Abteilungen und die Wahl der Abteilungsleiter sind in der Satzung der Ortsgruppe zu regeln.
Die Jugendmitglieder können innerhalb jeder Ortsgruppe Jugendgruppen der Schwäbischen Albvereinsjugend bilden. Ihre Aufgaben, Rechte und Pflichten richten sich nach dieser Satzung und nach der Jugendordnung der Schwäbischen Albvereinsjugend.
Die Jugendgruppenleiter und ihre beiden Stellvertreter werden von den Jugendgruppenmitgliedern, die seit mindestens drei Monaten an der Arbeit der Gruppe teilnehmen, gewählt. Sie bedürfen der Bestätigung durch den Ortsgruppenvorstand bzw. des Vorstandsteams.
Die Jugendgruppen führen eigene Wanderungen und Veranstaltungen durch. Ihre Arbeit soll von der Ortsgruppe und vom Gau besondere Unterstützung erfahren. Die Jugendgruppen haben den Vorstand der Ortsgruppe über ihre Unternehmungen zu unterrichten.
Die Familiengruppenleiter und ihre bis zu zwei Stellvertreter werden von den wahlberechtigten Familienmitgliedern, die seit mindestens drei Monaten an der Arbeit der Gruppe teilnehmen, gewählt. Sie bedürfen der Bestätigung durch den Ortsgruppenvorstand bzw. des Vorstandteams.
Die Familiengruppen führen eigene Wanderungen und Veranstaltungen durch. Ihre Arbeit soll von der Ortsgruppe und vom Gau besondere Unterstützung erfahren. Die Familiengruppen haben den Vorstand bzw. das Vorstandsteam der Ortsgruppe über ihre Unternehmungen zu unterrichten.
Die Ortsgruppen, ihre Abteilungen, Familien- und Jugendgruppen haben über Einnahmen und Ausgaben Buch zu führen und den von der Mitgliederversammlung gewählten Rechnungsprüfern offenzulegen.
Steuerrechtlich werden die Ortsgruppen eigenverantwortlich veranlagt.
Jedes Vereinsmitglied soll nach Möglichkeit einer Ortsgruppe angehören, damit es am Vereinsgeschehen, am praktischen Naturschutz und an der Heimat- und Brauchtumspflege teilnehmen kann. Ausnahmsweise kann ein Mitglied auch als Einzelmitglied bei der Hauptgeschäftsstelle geführt und von dort betreut werden. Für die Einzelbetreuung kann ein zusätzlicher Beitrag erhoben werden, der vom Hauptausschuss festgesetzt wird.
Die Bekanntmachungen des Vereins erfolgen in der Zeitschrift »Blätter des Schwäbischen Albvereins« oder durch Rundschreiben an die Mitglieder des Hauptausschusses und an die Vorsitzenden der Ortsgruppen.
Die Sitzungen und Versammlungen der Vereinsorgane werden im Verein vom Präsidenten, in den Gauen und Ortsgruppen von den Vorsitzenden einberufen und, sofern nicht ein anderer Versammlungsleiter von der Versammlung gewählt wird, auch geleitet. Sitzungen oder Mitgliederversammlungen sind innerhalb eines Monats einzuberufen, wenn dies 10% der dem betreffenden Vereinsorgan angehörenden Mitglieder schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangen.
Über alle Sitzungen und Versammlungen der Vereinsorgane sind Niederschriften zu fertigen, die vom Versammlungsleiter und vom Schriftführer zu unterzeichnen sind. Ist kein Schriftführer bestellt, so wird er vom Versammlungsleiter für den Einzelfall ernannt.
Beschlüsse können auch auf schriftliche Umfrage gefasst werden.
Wahlen und Abstimmungen erfolgen durch offene oder durch geheime Stimmabgabe. Wird von 10% der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder geheime Wahl oder Abstimmung verlangt, so muss diesem Verlangen stattgegeben werden.
Bei Abstimmungen und Wahlen entscheidet – ausgenommen im Falle der §§ 20 und 21 – die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Stimmenthaltungen werden nicht mitgezählt. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.
Das Präsidium, der Gesamtvorstand und der Hauptausschuss können jeweils für ihre Aufgabengebiete beratende Ausschüsse einsetzen.
Die überregionale Familienarbeit wird durch eine Geschäftsordnung geregelt, die vom Gesamtvorstand bestätigt wird.
Das einzelne Mitglied hat keinen Anspruch auf das Vermögen des Vereins. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins an eine Körperschaft des öffentlichen Rechts oder an eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für die Förderung des Wandergedankens, des Natur- und Umweltschutzes oder eines anderen in § 2.1 genannten Vereinszwecks.
Für 25-, 40-, 50-, 60-, 70-, 75-, 80-, 90- und 100jährige ununterbrochene Mitgliedschaft verleiht der Verein Ehrenzeichen mit Urkunden. Körperschaft1iche Mitglieder erhalten eine Urkunde.
Für besondere Verdienste um den Schwäbischen Albverein und die von ihm verfolgten Ziele können folgende Ehrungen ausgesprochen werden:
a) die Verleihung der Georg-Fahrbach-Medaille,
b) die Verleihung der silbernen Ehrennadel,
durch das Präsidium die Verleihung des Albvereins-Ehrenschildes,
durch den Gesamtvorstand die Verleihung der goldenen Ehrennadel
durch den Hauptausschuss
a) die Ernennung zum Ehrenpräsidenten,
b) die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft (§ 3.4).
Diese beiden Ehrungen sind mit der Übergabe der goldenen Ehrennadel verbunden.
Die Ausschüsse der Gaue und Ortsgruppen können mit vorheriger Zustimmung des Präsidenten langjährige und verdiente Vorsitzende zum „Ehrenvorsitzenden“ der Ortsgruppe (Ehrenvertrauensmann/Ehrenvertrauensfrau) oder des Gaues (Ehrengauobmann/Ehrengauobfrau) ernennen.
Die Ausschüsse der Ortsgruppen können ein besonders verdientes Mitglied zum Ehrenmitglied der Ortsgruppe ernennen. Ehrenmitglieder von Ortsgruppen sind dem Verein gegenüber voll beitragspflichtig.
Die Auflösung des Vereins kann nur durch eine außerordentliche Mitgliederversammlung und nur mit einer Stimmenmehrheit von vier Fünfteln der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden. Die zum Zwecke der Auflösung des Vereins einberufene Mitgliederversammlung ist nur beschlussfähig, wenn sie mindestens zwei Monate vorher unter Angabe des Zwecks ordnungsgemäß einberufen wurde.
Über die Verwendung des Vermögens im Falle der Auflösung des Vereins entscheidet unter Beachtung des § 18 die Mitgliederversammlung, die die Auflösung beschließt.
Änderungen dieser Satzung werden vom Hauptausschuss mit einer Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlossen.
Fragen, die durch diese Satzung nicht, nicht vollständig oder nicht zweifelsfrei geregelt sind, werden durch Bescheid des Gesamtvorstandes entschieden.
Diese Satzung tritt mit dem Zeitpunkt der Eintragung in das Vereinsregister in Kraft. Alle früher beschlossenen Satzungen gelten mit dem Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Satzung als aufgehoben.
Diese Satzung wurde vom Hauptausschuss nach § 9.2.8 der Satzung in der Hauptausschusssitzung des Schwäbischen Albvereins am 7. Mai 2016 in Winnenden beschlossen und am 15.07.2016 in das Vereinsregister des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen.