Source: https://www.bmdw.gv.at/Ministerium/DasBMDW/Stammzahlenregisterbehoerde/Veroeffentlichung.html
Timestamp: 2019-11-21 10:38:56
Document Index: 313170342

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 3', '§ 18', '§5', '§ 14']

Ermittlung der Stammzahl für juristische Personen und sonstige BetroffeneErmittlung des Organwalter-Personenkennzeichens (OwPK)
Bildung des verschlüsselten bereichsspezifischen Personenkennzeichens (vbPK)
Ermittlung des bereichsspezifischen Personenkennzeichens für die Verwendung im privaten Bereich
Informationen zur Bildung von Stammzahlen und die dazugehörigen Personenkennzeichen.
Die Methoden zur Ermittlung der Stammzahlen und bPK gemäß § 6 Abs. 6 E-GovG werden im Folgenden beschrieben und jeweils anhand eines Beispiels erläutert.
ZMR-Zahl, Foto: BMDW
Bildung der Stammzahl einer natürlichen Person
000247681888 (Bsp: ZMR-Zahl, 12-stellige Dezimalzahl)
00 0E C3 53 60 (5 Byte, Darstellung hexadezimal)
00 0E C3 53 60 FF 00 0E C3 53 60 00 0E C3 53 60 (16 Byte, Seed-Wert beispielhaft auf 'FF' gesetzt)
42 AD 37 74 FA E0 70 7B 31 DC 6D 25 29 21 FA 49 (16 Byte)
Qq03dPrgcHsx3G0lKSH6SQ== (24 Zeichen)​
Für juristische Personen und sonstige Betroffene, die keine natürlichen Personen sind, ist gemäß § 6 Abs. 3 E-GovG als Stammzahl die Firmenbuchnummer (§ 3 Abs. 1 des Firmenbuchgesetzes, BGBl. Nr. 10/1991) bzw. die ZVR-Zahl (§ 18 Abs. 3 des Vereinsgesetzes 2002, BGBl. I Nr. 66/2002) bzw. die im Ergänzungsregister (Abs. 4) vergebene Ordnungsnummer zu verwenden. Ein Beispiel ist in Verbindung mit der Berechnung des bereichsspezifischen Personenkennzeichens für die Verwendung im privaten Bereich weiter unten angeführt.
Das Organwalter-Personenkennzeichen (OwPK) ist die eindeutige Identifikation eines Organwalters in einem behördlichen Verfahren und kann dort als solches gespeichert werden. Es kann von der Stammzahlenregisterbehörde mit dem zugehörigen Algorithmus auch in die Stammzahl rückgerechnet werden. Grundlage für die Ermittlung des Organwalter-Personenkennzeichens ist die Stammzahl des Verwaltungsbediensteten (Organwalters).
Ermittlung des Organwalter-Personenkennzeichens Foto: BMDW
Beispiel für Verschlüsselung Organwalter Personenkennzeichen
Qq03dPrgcHsx3G0lKSH6SQ== (24 Zeichen)
AEXyDbQ3Niw9OXPdV7E0Zo== (24 Zeichen)
Class: cdid+XXXXX (cdid = context dependent id, z. B. Bescheid)
BW (ISO-8859-1, Beispiel: Bauen und Wohnen)
Qq03dPrgcHsx3G0lKSH6SQ==+urn:publicid:gv.at:
bescheid+BW
j/NxdRQhp+tNyE9WhHdBSYuy3hA= (28 Zeichen)​
Bei der Anforderung von bPKs aus einem Bereich, in dem der Anfordernde nicht zur Vollziehung berufen ist, dürfen nur verschlüsselte Personenkennzeichen zur Verfügung gestellt werden. Die Verschlüsselung ist so zu gestalten, dass
nur derjenige entschlüsseln kann, in dessen Datenanwendung das bPK in entschlüsselter Form zulässigerweise verwendet werden darf, und
Das zur Verschlüsselung zugelassene Verfahren ist RSA mit einer Schlüssellänge von 1024bit.
1. Ausgangsdaten: bPK in Base64 Darstellung, RSA-Public Key (1024 Bit)
2. Erstellung der zu verschlüsselnden Daten entsteht durch Verbinden von ISO-8859-1 Strings (string concatenation) von folgenden Strings:
„V1::"
URN-Präfix und bPK Bereich laut Berechnungs-Algorithmus des bPK.
„::"
bPK in Base64 Darstellung
Datum und Uhrzeit nach ISO-8601 §5 „extended format": „YYYY-MMDDThh:mm:ss" [ISO-8601]
3. Der so gebildete String dient als Eingangsparameter der RSA-Verschlüsselung nach PKCS#1 RSAES-OAEP Spezifikation [PKCS#1].
4. Das Resultat der Verschlüsselung wird Base64 kodiert. Anmerkung: Die notwendige geforderte „variable" Verschlüsselung beruht darauf, dass einerseits der Zeitpunkt der Erstellung einbezogen wird, andererseits der verwendete RSAES-OAEP Algorithmus blockorientiert arbeitet und die fehlenden Zeichen auf die Blocklänge durch zufällige Werte auffüllt.
Anmerkung: Die notwendige geforderte „variable" Verschlüsselung beruht darauf, dass einerseits der Zeitpunkt der Erstellung einbezogen wird, andererseits der verwendete RSAES-OAEP Algorithmus blockorientiert arbeitet und die fehlenden Zeichen auf die Blocklänge durch zufällige Werte auffüllt.
Beispiel für die Bildung eines vbPK
8lujqZzaRNTPkIIzxx3VfM/zCZs=
Kürzel bPK-Bereich
(für Testbereich 1 im SZR)
2006-10-09T15:54:14
Eingangsdaten für Verschlüsselung
V1::urn:publicid:gv.at:cdid+T1::8lujqZzaRNTPkIIzxx3Vf
M/zCZs=::2006-10-09T15:54:14
(Kodierung in ISO-8859-1)
RSA-Public Key
public exponent: 10001 (3 Bytes)
B9 3E 0E 7C 1D 15 F9 85 15 0A DD A7 86 03 0D 05
90 DE 12 90 90 3C 19 EC 23 8A DE 36 02 63 A5 6F
41 67 30 CC B4 43 C5 4C 80 32 7C 2B 7A A8 21 84
12 59 3F 6D B1 19 45 9D DF 35 39 0D 98 41 22 44
34 D5 A9 7C C7 81 98 BB B3 B9 A7 A7 F7 5F 56 EE
8C BD BE 95 2B 44 71 8C D4 2E 5D 8C 31 BA 2F 0A
7C 91 07 DE B7 87 BC 90 64 2E 40 A2 19 30 49 84
68 F7 7D 47 41 A9 D9 A6 F3 B1 F8 1A 71 53 E4 51
(1024 bits = 128 Bytes)
Verschlüsseltes bPK, hexadezimal
73 5B 56 0C 8A D7 1F 70 50 F7 96 D4 28 D5 17 15
AC 4A A1 8E 28 D6 DD 35 9F 9F 57 C0 4D 96 0A 0B
12 BA 30 04 5A C9 58 42 69 F9 AC 46 55 35 F0 64
8E 3A 9D 18 87 0E 39 13 76 B1 B8 BC 3D 24 12 FB
78 75 DF 57 BB B8 EF 94 D8 AA 17 03 F8 CD DD 5C
04 48 B0 35 23 4B 1B 69 B4 D4 0A 16 35 9C 1C E5
B9 B9 4B AE 30 B2 23 FB 09 D2 E0 CB C3 C5 10 34
46 E1 0A 16 69 C0 A0 8F 49 2A 7D B6 12 F3 29 02
Verschlüsseltes bPK, Base64
c1tWDIrXH3BQ95bUKNUXFaxKoY4o1t01n59XwE2WCgsSujAEWslYQ
mn5rEZVNfBkjjqdGIcOORN2sbi8PSQS+3h131e7uO+U2KoXA/jN3V
wESLA1I0sbabTUChY1nBzlublLrjCyI/sJ0uDLw8UQNEbhChZpwKC
PSSp9thLzKQI=
(172 Zeichen)​
Die Bildung des bereichsspezifischen Personenkennzeichens für die Verwendung im privaten Bereich erfolgt analog zur Bildung des gewöhnlichen bPK. Gemäß § 14 Abs. 1 E-GovG kann für die Identifikation von natürlichen Personen im elektronischen Verkehr mit einem Verantwortlichen des privaten Bereichs durch den Einsatz der Bürgerkarte eine spezifische Ableitung aus dem Hashwert gebildet werden, die aus der Stammzahl des Betroffenen und der Stammzahl des Verantwortlichen als Bereichskennung erzeugt wird . Voraussetzung hiefür ist, dass der Verantwortliche des privaten Bereichs eine für den Einsatz der Bürgerkarte taugliche technische Umgebung eingerichtet hat, in der seine Stammzahl als Bereichskennung im Errechnungsvorgang für das bereichsspezifische Personenkennzeichen für die Verwendung im privaten Bereich zur Verfügung gestellt wird.
Stammzahl des Verantwortlichen als Bereichskennung
Bildung der Zeichenkette als Verbindung (string concatenation) aus Stammzahl der natürlichen Person und "+" (als Zeichen) und URN-Präfix und Stammzahl des Verantwortlichen.
Wobei 'XXX' folgenden Wert annimmt, wenn es sich bei der Stammzahl des Verantwortlichen um eine
Beispiel: Ableitung zum bereichsspezifischen Personenkennzeichen für die Verwendung im privaten Bereich
Stammzahl des Verantwortlichen