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Timestamp: 2016-10-26 06:05:14
Document Index: 116504451

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 99', 'Art. 97', 'Art. 5', 'Art. 94', 'Art. 14', 'Art. 12', 'Art. 34', 'Art. 5', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 19', 'Art. 9', 'Art. 22', 'Art. 19', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 84', 'Art. 86', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 96', 'Art. 55', 'Art. 94', 'Art. 96', 'Art. 9', 'Art. 96', 'Art. 9', 'Art. 96', 'Art. 55', 'Art. 94', 'Art. 94', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 19', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 22', 'Art. 134', 'Art. 8', 'Art. 6', 'Art. 156', 'Art. 153', 'Art. 153', 'Art. 159']

1A.197/2001 (18.04.2002)
X.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Anton Egli, Murbacherstrasse 3, 6003 Luzern,
Das Gebiet "Boden/Unter Gwandi" in Beckenried geh�rt gem�ss Zonenplan vom 30. September 1994 zur Wohnzone 2, welche dort durch die Sondernutzungszone Empfindliches Siedlungsgebiet �berlagert wird, und ist zugleich als Zone mit Gestaltungsplanpflicht bezeichnet. Das Gebiet umfasst insgesamt rund 2.2 ha und besteht haupts�chlich aus den beiden Parzellen Nr. 424 ("Unter Gwandi", im Halte von rund 8'200 m2) und Nr. 258 ("Boden"). Am 6. Dezember 1999 bewilligte der Gemeinderat Beckenried auf Gesuch der einfachen Gesellschaft Unter Gwandi den Gestaltungsplan "Unter Gwandi", umfassend 8 Wohnh�user mit insgesamt 30 Wohnungen. Der Gestaltungsplan sieht vor, dass der s�dliche Teil des Plangebiets (4 H�user mit insgesamt 16 Wohnungen) �ber eine neu zu erstellende Erschliessungsstrasse ab der M�hlebachstrasse erschlossen wird. Der n�rdliche Teil (4 H�user mit insgesamt 14 Wohnungen) soll �ber eine Verl�ngerung der bestehenden Privatstrasse Vorderm�hlebach (im Folgenden: Vorderm�hlebachstrasse) erschlossen werden, welche weiter �stlich ebenfalls in die M�hlebachstrasse einm�ndet. Mit besonderem Beschluss vom gleichen Tag wies der Gemeinderat eine gegen den Gestaltungsplan gerichtete Einsprache von X.________, Eigent�merin zweier an der Vorderm�hlebachstrasse gelegenen Grundst�cke, ab.
Mit Eingabe vom 6. Dezember 2001 f�hrt X.________ beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde und staatsrechtliche Beschwerde. Sie beantragt, das Urteil des Verwaltungsgerichts und der Gestaltungsplanbewilligungs- und Einspracheentscheid des Gemeinderats Beckenried vom 6. Dezember 1999 seien aufzuheben und der Beschwerdegegnerin sei der Gestaltungsplan "Unter Gwandi" nicht zu bewilligen. Zudem ersucht sie um Erteilung der aufschiebenden Wirkung.
Die Baudirektion des Kantons Nidwalden schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht verzichtet unter Hinweis auf das angefochtene Urteil auf eine Vernehmlassung. Die einfache Gesellschaft Unter Gwandi beantragt, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Auf die staatsrechtliche Beschwerde sei nicht einzutreten, eventuell sei sie abzuweisen. Die politische Gemeinde Beckenried beantragt, die beiden Beschwerden abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Das ebenfalls zur Vernehmlassung eingeladene Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) �ussert sich zu den Aspekten des Bundesumweltrechts.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 15. Januar 2002 ist das Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen worden.
Die Beschwerdef�hrerin erhebt in der gleichen Rechtsschrift Verwaltungsgerichtsbeschwerde und staatsrechtliche Beschwerde, was zul�ssig ist. Das Bundesgericht pr�ft von Amtes wegen und mit freier Kognition, welches Rechtsmittel m�glich und in welchem Umfang darauf einzutreten ist (BGE 126 II 377 E. 1 S. 381).
1.1 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist unter Vorbehalt der Ausnahmen gem�ss Art. 99-102 OG zul�ssig gegen kantonal letztinstanzliche Verf�gungen, die sich auf �ffentliches Recht des Bundes st�tzen oder richtigerweise st�tzen sollten (Art. 97 OG in Verbindung mit Art. 5 VwVG). Vorliegend angefochten ist ein Entscheid betreffend einen Gestaltungsplan gem�ss Art. 94 ff. des kantonalen Gesetzes vom 24. April 1988 �ber die Raumplanung und das �ffentliche Baurecht (Baugesetz, BauG; NG 611.1). Dabei handelt es sich um einen Nutzungsplan im Sinne von Art. 14 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 �ber die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700; vgl. dazu auch Art. 12 Abs. 2 lit. c BauG). Zur Anfechtung von Nutzungspl�nen steht grunds�tzlich nicht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde, sondern einzig die staatsrechtliche Beschwerde zur Verf�gung, auch wenn mit der Planfestsetzung Vorschriften des Raumplanungsgesetzes angewendet werden (Art. 34 Abs. 3 RPG). Sind allerdings im Plan enthaltene, auf Bundesverwaltungsrecht abgest�tzte Anordnungen umstritten oder wird das Fehlen solcher Anordnungen bem�ngelt, so erachtet die bundesgerichtliche Rechtsprechung die Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�r zul�ssig, soweit der Nutzungsplan die Merkmale einer Verf�gung im Sinne von Art. 5 VwVG aufweist und kein Ausschlussgrund gem�ss Art. 99 ff. OG gegeben ist (BGE 125 II 18 E. 4c/cc S. 25, 123 II 88 E. 1a S. 91, 289 E. 1b S. 291, je mit Hinweisen), insbesondere wenn die Verletzung unmittelbar anwendbarer Bestimmungen des eidgen�ssischen Umwelt- oder Naturschutzrechts ger�gt wird und der angefochtene Plan sich auf ein konkretes Projekt bezieht (BGE 123 II 231 E. 2 S. 234; 121 II 72 E. 1b S. 75 f.).
1.2 Ein Nutzungsplan hat dann Verf�gungscharakter, wenn mit seiner Genehmigung ein konkretes Vorhaben bewilligt wird, namentlich wenn dieses der Umweltvertr�glichkeitspr�fung (UVP) gem�ss Art. 9 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 �ber den Umweltschutz (USG; SR 814.01) unterliegt. Hier gilt die Sondernutzungsplanung als massgebliches Verfahren, wenn sie eine umfassende Pr�fung der umweltrechtlichen Aspekte erm�glicht (Art. 5 Abs. 3 der Verordnung vom 19. Oktober 1988 �ber die Umweltvertr�glichkeitspr�fung, UVPV; SR 814.011; BGE 123 II 88 E. 2a S. 93 f.). Vorliegend behauptet die Beschwerdef�hrerin selbst nicht, das geplante Vorhaben sei UVP-pflichtig. Vielmehr beanstandet sie im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die Erschliessung sei ungen�gend, wodurch bundesrechtliche Planungsgrunds�tze (Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 und 2 sowie Art. 19 RPG) verletzt w�rden. Zudem macht sie geltend, die gem�ss Art. 9 der L�rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) erforderlichen Abkl�rungen seien nicht getroffen worden.
Die Verletzung bundesrechtlicher Grunds�tze des Raumplanungsrechts im Planungsverfahren kann nicht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde, sondern nur mit staatsrechtlicher Beschwerde ger�gt werden. Dies gilt auch f�r den Vorwurf, die Erschliessung sei nicht gew�hrleistet. Zwar verlangt das Bundesrecht eine hinreichende Erschliessung als Voraussetzung f�r die Baubewilligung (Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG), doch enth�lt es nur allgemeine Grunds�tze (Art. 19 RPG), w�hrend sich die Anforderungen im Detail erst aus dem kantonalen Recht ergeben, dessen Verletzung nicht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde ger�gt werden kann (BGE 123 II 337 E. 5b S. 350 f., 112 Ia 119 E. 3 S. 122; Urteil 1P.23/2001 vom 5.9.2001, E. 1d).
Was die erforderlichen umweltrechtlichen Abkl�rungen (beispielsweise im Hinblick auf Art. 9 LSV) betrifft, so m�ssen diese grunds�tzlich erst im Baubewilligungsverfahren getroffen werden. Anders verh�lt es sich nur bei Sondernutzungspl�nen f�r UVP-pflichtige Anlagen oder wenn von erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt auszugehen ist, namentlich wenn zus�tzliche Massnahmen von vornherein unvermeidlich sind (BGE 123 II 88 E. 2d S. 95; 122 II 165 E. 16c S. 177; Urteil 1A.355/1996 vom 20.8.1997, in Umweltrecht in der Praxis [URP] 1998 S. 145, E. 6d). Gem�ss der Vernehmlassung des BUWAL kann im vorliegenden Fall davon ausgegangen werden, dass das zus�tzliche Verkehrsaufkommen auf der Vorderm�hlebachstrasse nicht zu einer �berschreitung der Planungs- oder Immissionsgrenzwerte f�hrt. Es steht somit nicht die unmittelbare Anwendung von Bundesverwaltungsrecht zur Diskussion. Da sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde demnach als unzul�ssig erweist, ist gegen den angefochtenen, kantonal letztinstanzlichen Endentscheid lediglich die staatsrechtliche Beschwerde gegeben (Art. 84 Abs. 2, Art. 86 und 87 OG).
Legitimiert zur staatsrechtlichen Beschwerde ist, wer in seinen rechtlich gesch�tzten Interessen verletzt worden ist (Art. 88 OG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind zur staatsrechtlichen Beschwerde gegen Raumpl�ne grunds�tzlich nur die Eigent�mer der von den Planungsmassnahmen betroffenen Grundst�cke berechtigt, nicht aber die Nachbarn. Eine Ausnahme gilt nur, wenn solche Planungsmassnahmen R�ckwirkungen auf die planerische Behandlung eigener Grundst�cke haben, und auch dies nur, soweit die Beschwerdef�hrer die Verletzung von Vorschriften r�gen, die auch oder in erster Linie dem Schutz der Nachbarn dienen (BGE 127 I 44 E. 2d S. 46 f. mit Hinweisen; 125 II 440 E. 1c S. 442 f.; 120 Ia 227 E. 2d S. 233 f.; 119 Ia 362 E. 1b S. 364 f.; 116 Ia 193 E. 1b S. 194). Als solche Vorschriften gelten unter anderem die Bestimmungen �ber die Detailerschliessung im Sinne von Art. 19 RPG (BGE 115 Ib 347 E. 1c/bb S. 353 f.; 112 Ia 88 E. 1b S. 90, 90 E. 3 S. 91 ff.; 109 Ia 171 E. 4b S. 172 f.). Dabei muss der beschwerdef�hrende Nachbar darlegen, dass und inwiefern er sich im Schutzbereich der Vorschriften befindet und durch die behaupteten widerrechtlichen Auswirkungen der Bauten betroffen wird (BGE 125 II 440 E. 1C S. 442; 119 Ia 362 E. 1B S. 364 f.; 118 Ia 112 E. 2a S. 116, 232 E. 1a S. 234, je mit Hinweisen).
Die Beschwerdef�hrerin ist Eigent�merin der Grundst�cke Beckenried Nr. 1063 und 1088. Diese liegen rund 150-180 m vom Gestaltungsplangebiet entfernt. Die Vorderm�hlebachstrasse, durch welche die vier n�rdlichen der im Gestaltungsplangebiet vorgesehenen Bauten erschlossen werden sollen, f�hrt �ber diese Grundst�cke. Damit ist die Beschwerdef�hrerin zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert, soweit sie M�ngel im Bereich der Erschliessung geltend macht. Dar�ber hinaus r�gt sie indes die Verletzung bundesrechtlicher Planungsgrunds�tze sowie die bundesrechtswidrige Auslegung kantonaler sowie die Verletzung kommunaler Planungsvorschriften. Insbesondere h�tte die Gemeinde nach ihrer Rechtsauffassung keinen Teilgestaltungsplan allein f�r das Gebiet "Unter Gwandi" genehmigen d�rfen. Es ist fraglich, ob die angerufenen kantonalen und namentlich kommunalen Bestimmungen, aus welchen die Beschwerdef�hrerin die Unzul�ssigkeit eines Teilgestaltungsplans ableitet, dem Schutze der Nachbarn dienen im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung.
Die Frage der Legitimation kann aber offen bleiben, da die staatsrechtliche Beschwerde, wie im Folgenden darzulegen ist, materiell ohnehin unbegr�ndet ist.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt zun�chst, das einschl�gige kommunale Recht sei willk�rlich angewendet worden. Die kantonalen Instanzen h�tten nach Ansicht der Beschwerdef�hrerin nicht zulassen d�rfen, dass ein Gestaltungsplan nur f�r einen Teil des gesamten Gestaltungsplangebiets "Unter Gwandi/ Boden" erlassen wird. Gem�ss Art. 9 Abs. 1 des Bau- und Zonenreglements der Gemeinde Beckenried vom 30. September 1994 (BZR) m�sse f�r das gesamte Gebiet ein einheitlicher Gestaltungsplan erlassen werden; eine Unterteilung in mehrere Gestaltungspl�ne sei unzul�ssig.
3.1 Willk�rlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, sondern erst dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Willk�r liegt sodann nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 127 I 60 E. 5a S. 70 mit Hinweisen).
"Der Zonenplan bezeichnet Bereiche, innerhalb welcher Bauprojekte nur bewilligt werden d�rfen, wenn sie einem genehmigten Gestaltungsplan entsprechen (Boden, Erlibach, R�tenen usw.)."
Das Verwaltungsgericht hat erwogen, die Zul�ssigkeit der Aufteilung eines Gestaltungsplangebiets in Teilplangebiete sei im Gesetz nicht ausdr�cklich geregelt. Doch gehe aus Art. 96 BauG hervor, dass der Gestaltungsplan grunds�tzlich ein Planungsinstrument der Grundeigent�mer sei. Demgem�ss k�nne einem nicht bauwilligen Grundeigent�mer nicht aufgezwungen werden, einen Gestaltungsplan aufzustellen. Umgekehrt sei einem bauwilligen Grundeigent�mer nicht zuzumuten, mit dem Gestaltungsplan zuzuwarten, bis der andere dazu bereit sei. Vorliegend erf�lle das Gestaltungsplangebiet die in Art. 55 Abs. 4, Art. 94 Abs. 2 und Art. 96 Abs. 3 BauG verlangte Minimalfl�che. Art. 9 BZR sehe lediglich vor, dass die im Zonenplan entsprechend gekennzeichneten Gebiete gestaltungsplanpflichtig seien, doch schliesse dies eine etappenweise Aufstellung von Gestaltungspl�nen nicht aus.
3.3 Diese Ausf�hrungen stehen nicht in klarem Widerspruch zu einer Norm oder einem unumstrittenen Rechtsgrundsatz. Aus Art. 96 BauG geht klar hervor, dass Gestaltungspl�ne prim�r durch die Grundeigent�mer aufzustellen sind. Gegenteiliges ergibt sich auch nicht aus Art. 9 Abs. 1 BZR. Aus dieser Bestimmung folgt nur, dass ein genehmigter Gestaltungsplan Voraussetzung f�r eine Baubewilligung ist (vgl. dazu auch Art. 96 Abs. 2 und 3 BauG). Schon der Wortlaut weist aber darauf hin, dass die Beh�rde den Plan nicht selbst erarbeitet, sondern nur genehmigt. Ebenso wenig l�sst sich aus dem Wortlaut schliessen, dass Gestaltungspl�ne nur gesamthaft f�r ein ganzes Gestaltungsplangebiet zul�ssig sind. Gem�ss Art. 55 Abs. 4 und Art. 94 Abs. 2 BauG betr�gt die Mindestfl�che f�r einen Gestaltungsplan 2'000 oder 3'000 m2, was vorliegend erf�llt ist. Es ist keine Norm ersichtlich, aus welcher sich erg�be, dass ein Gestaltungsplangebiet nicht in mehrere Gestaltungspl�ne aufgeteilt werden darf, sofern jeder davon die Mindestfl�che einh�lt (vgl. dazu Markus Gisler, Ausgew�hlte Fragen zum Gestaltungsplan im Kanton Schwyz, in: Zentralblatt f�r Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl] 101/2000, S. 393 ff., insb. S. 404). Die Bef�rchtungen der Beschwerdef�hrerin, dass durch die Aufteilung in mehrere Teilgestaltungspl�ne erm�glicht werde, dass das ganze Gebiet durch Einzelbauweise verunstaltet und somit das mit der Gestaltungsplanpflicht verfolgte �ffentliche Interesse unterlaufen werde, sind zwar nicht ganz von der Hand zu weisen. Der streitige Plan umfasst aber immerhin fast 40 % des gesamten Gestaltungsplangebiets. Ein k�nftiger Plan f�r den Teil "Boden" wird sich in die bestehende bauliche Umgebung einf�gen m�ssen (Art. 94 Abs. 1 BauG). Die Gemeinde hat sp�ter die M�glichkeit, die Genehmigung des an den bestehenden Plan angrenzenden Gestaltungsplans "Boden" zu verweigern, wenn dieser der Konzeption des bestehenden Teilgestaltungsplans zuwiderl�uft (Urteil 1A.77/1997 vom 13. August 1997, E. 4b; Gisler, a.a.O., S. 404 f.). Es ist deshalb auch im Ergebnis keineswegs unhaltbar, die Aufteilung auf mehrere Teilgestaltungspl�ne zuzulassen.
Die Beschwerdef�hrerin erhebt zudem den Vorwurf, durch die ungen�gende Ber�cksichtigung der Erschliessung seien bundesrechtliche Planungsgrunds�tze (Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 und 2, Art. 3 Abs. 3 lit. a sowie Art. 19 RPG) verletzt worden.
4.1 Der Gestaltungsplan legt fest, dass die Zufahrt f�r das n�rdliche Teilgebiet �ber die Vorderm�hlebachstrasse erfolgt, f�r das s�dliche �ber die M�hlebachstrasse. Im Genehmigungsentscheid des Gemeinderates vom 6. Dezember 1999 werden die erforderlichen Regelungen mit den Strasseneigent�mern, n�mlich die Einfahrt in die Kantonsstrasse und das privatrechtliche Durchfahrtsrecht, vorbehalten. Allf�llige nachbarrechtliche Vereinbarungen wie Fahrwegrechte seien mit dem Baugesuch vorzulegen. Zudem verweist der Entscheid auf das Bewilligungsverfahren nach der Strassenbaugesetzgebung und h�lt fest, dass bei der Erstellung der Ein-/Ausfahrt in die Kantonsstrasse auf die Gef�llsverh�ltnisse geb�hrend R�cksicht zu nehmen sei.
Das Verwaltungsgericht hat erwogen, gem�ss Art. 95 Abs. 2 Ziff. 7 BauG enthalte der Gestaltungsplan nach Bedarf Bestimmungen �ber die Erschliessung. Die Notwendigkeit zur gleichzeitigen Regelung der Erschliessungsfrage im Rahmen eines Gestaltungsplanes ergebe sich aus dem Umstand, dass die Anforderungen an die Erschliessung von den konkreten Bed�rfnissen und Verh�ltnissen der geplanten �berbauung abh�ngen. Soweit die mit dem Gestaltungsplan angestrebte Nutzung die konkreten Bed�rfnisse im Hinblick auf den Anschluss der einzelnen Grundst�cke an die Hauptstr�nge der Erschliessung aufzeige, seien die entsprechenden Anordnungen bereits auf dieser Stufe zu treffen. Demgegen�ber d�rften die Details der Hauszufahrten ohne weiteres dem Baubewilligungsverfahren �berlassen werden. Nach dem Gestaltungsplan werde nur die H�usergruppe Nord durch den Vorderm�hlebach erschlossen. Das f�r diesen Weg zu erwartende zus�tzliche Verkehrsaufkommen k�nne als bescheiden angesehen werden. Ein Detailerschliessungsplan (mit Nachweis der rechtlichen Erschliessung) sei daher im Rahmen des Gestaltungsplans nicht erforderlich und k�nne ins Baubewilligungsverfahren verwiesen werden.
4.2 Diese Betrachtungsweise ist nicht verfassungswidrig. Dass privatrechtliche Fragen grunds�tzlich aus dem �ffentlichrechtlichen Planungsverfahren ausgeklammert werden, ist zul�ssig. Es gibt auch keine bundesrechtliche Norm, welche verbieten w�rde, Detailfragen der Erschliessung ins Baubewilligungsverfahren zu verweisen. Zu Unrecht beruft sich die Beschwerdef�hrerin auf BGE 121 I 117 E. 6c S. 127 f., wonach die Erschliessung ein f�r die Planung zentraler Punkt sei. Dazu ist vorab zu bemerken, dass der Gestaltungsplan ein Institut des kantonalen Rechts ist (vgl. E. 1.2 hiervor) und von keiner der einschl�gigen Vorschriften des RPG pr�zise erfasst wird (Brandt/Moor, RPG-Kommentar, Art. 18 Rz. 102 f. und 105). Es gibt grunds�tzlich keine bundesrechtlichen Vorschriften dar�ber, wie detailliert ein Gestaltungsplan zu sein hat. Vielmehr darf keine so konkretisierte Planung verlangt werden, dass f�r die Erarbeitung eines Bauprojektes kein oder kein wesentlicher Spielraum mehr bestehen w�rde (BGE 121 I 117 E. 4c S. 122). Wie die Beschwerdef�hrerin zutreffend ausf�hrt, hat es das Bundesgericht im soeben zitierten Entscheid als verfassungsrechtlich zul�ssig erachtet, dass der st. gallische Regierungsrat gest�tzt auf das kantonale Recht einen Gestaltungsplan aufgehoben hatte, u.a. weil die Erschliessung nur mit Hinweisen geregelt war. Daraus folgt aber nicht, dass die Erschliessung von Bundesrechts wegen im Gestaltungsplan bis in alle Details verbindlich geregelt werden m�sste.
Gem�ss Art. 95 Abs. 2 BauG enth�lt der Gestaltungsplan im Kanton Nidwalden "nach Bedarf" Bestimmungen u.a. �ber die Erschliessung (Ziff. 7). Der Gestaltungsplan ist nicht eine Baubewilligung, sondern er legt fest, welche Rahmenbedingungen ein Bauprojekt respektieren muss, damit es bewilligt werden kann. Dies l�sst ohne weiteres zu, dass gewisse Detailfragen in nachgelagerte Verfahren verwiesen werden (vgl. zur �hnlichen Regelung im Kanton Luzern den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 9. Februar 2000, in: Luzerner Gerichts- und Verwaltungsentscheide [LGVE] 2000 II Nr. 6, E. 6). Im Baubewilligungsverfahren wird alsdann zu pr�fen sein, ob die Erschliessung, wie sie in grunds�tzlicher Hinsicht im Gestaltungsplan vorgezeichnet ist, tats�chlich und rechtlich realisiert ist (Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG; Art. 134 BauG).
4.3 Anders w�re h�chstens zu entscheiden, wenn die im Gestaltungsplan vorgesehene Erschliessung von vornherein als nicht realisierbar bezeichnet werden m�sste. Dies ist hier nicht der Fall. Aus den bei den Akten liegenden Pl�nen geht hervor, dass die Vorderm�hlebachstrasse einen f�r Quartierstrassen �blichen Ausbaustandard aufweist. Aus den 14 Wohnungen der vier n�rdlichen Bauten, die �ber die Vorderm�hlebachstrasse erschlossen werden sollen, ist nur geringer Mehrverkehr zu erwarten. Die Beschwerdef�hrerin macht bloss geltend, die Einm�ndung der Vorderm�hlebachstrasse in die M�hlebachstrasse erfolge in einem engen Kurvenradius und �ber eine Kuppe und sei eng. Daraus folgt indes nicht, dass diese Strasse den zu erwartenden geringen Verkehr nicht aufnehmen k�nnte.
4.4 Im Weiteren beanstandet die Beschwerdef�hrerin, dass die Erschliessung des Teils "Boden" ausgeklammert worden sei. Dadurch werde das Gebot einer gesamthaften Betrachtung verletzt.
Nach dem in Erw�gung 3 hiervor Ausgef�hrten ist es verfassungsrechtlich haltbar, einen Gestaltungsplan bloss f�r den Teil "Unter Gwandi" zu erlassen. Grunds�tzlich muss ein Gestaltungsplan nur die Erschliessung f�r das vom ihm erfasste Gebiet regeln. Wenn durch eine bestimmte Ausgestaltung desselben die Planung des verbleibenden Gestaltungsplangebiets in nachteiliger Weise vorgegeben werden k�nnte, w�re dies indessen im Rahmen der Genehmigung des Planes "Unter Gwandi" zu ber�cksichtigen (Gisler, a.a.O., S. 404).
Die kantonalen Instanzen haben sich auf den kommunalen Verkehrsrichtplan vom 30. September 1994 gest�tzt. Dieser sieht vor, dass das Gestaltungsplangebiet "Unter Gwandi/Boden" teilweise von S�den (M�hlebachstrasse), teilweise von Osten (Vorderm�hlebachstrasse) und teilweise von Norden her erschlossen wird. Zwar sind, wie die Beschwerdef�hrerin an sich mit Recht vorbringt, Richtpl�ne nicht b�rgerverbindlich und Abweichungen davon unter Umst�nden zul�ssig. Ihre Funktion besteht aber darin, die raumwirksamen T�tigkeiten aufeinander abzustimmen (Art. 8 lit. a RPG) und namentlich �ber die anzustrebende Entwicklung des Verkehrs Aufschluss zu geben (Art. 6 Abs. 3 lit. b RPG). Es ist davon auszugehen, dass der Verkehrsrichtplan eine gesamtheitliche (Grob)Verkehrsplanung f�r das ganze Gestaltungsplangebiet enth�lt. Eine Erschliessungsplanung, die sich an den Richtplan h�lt, hat zumindest die Vermutung f�r sich, einem sinnvollen Gesamtkonzept zu entsprechen. Die Beschwerdef�hrerin f�hrt zutreffend aus, dass der Verkehrsrichtplan (nur) zusammen mit dem den Richtplan konkretisierenden Akt der Nutzungsplanung angefochten werden kann. Sie bringt aber nicht substanziiert vor, der Verkehrsrichtplan sei rechtswidrig. Die Behauptung der Beschwerdef�hrerin, das ganze Baugebiet "Boden" solle entgegen dem Verkehrsrichtplan �ber die Vorderm�hlebachstrasse erschlossen werden, erweist sich als aktenwidrig. Es ist vielmehr vorgesehen, den unteren Teil des Baugebietes Boden richtplankonform von der Seestrasse her zu erschliessen (vgl. insbesondere Beilage 3 zur Vernehmlassung des Gemeinderats Beckenried vor Verwaltungsgericht vom 20. Februar 2001).
Dementsprechend kann davon ausgegangen werden, dass auch die noch nicht geplante �berbauung des Teils "Boden" gem�ss Verkehrsrichtplan zweckm�ssig erschlossen werden kann. Unter diesen Umst�nden bestand kein Anlass, im Rahmen der Genehmigung des Gestaltungsplans "Unter Gwandi", der seinerseits dem Verkehrsrichtplan entspricht, n�her auf die erst sp�ter aktuell werdende Erschliessung des Teils "Boden" einzugehen. Wohl wird aus einer �berbauung "Boden" zus�tzlicher Verkehr auf der Vorderm�hlebachstrasse entstehen. Sollte dannzumal die bestehende Einm�ndung in die M�hlebachstrasse tats�chlich nicht mehr ausreichen, kann sie allenfalls verbreitert oder saniert werden, was zu gegebener Zeit in den daf�r vorgesehenen Verfahren geregelt werden kann. Dass dies grunds�tzlich unm�glich w�re, macht die Beschwerdef�hrerin selbst nicht geltend. Die M�hlebachstrasse ihrerseits ist offensichtlich zur Aufnahme des Verkehrs gen�gend geeignet, handelt es sich doch dabei um den Autobahnzubringer, der auf eine entsprechende Belastung ausgelegt sein muss.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt schliesslich eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r. Sie hatte im kantonalen Verfahren beantragt, zu den Einfahrtsverh�ltnissen der Vorderm�hlebachstrasse in die M�hlebachstrasse einen Augenschein durchzuf�hren und eine Expertise einzuholen. Die kantonalen Instanzen gaben diesem Antrag nicht statt. Wie aus dem bisher Gesagten hervorgeht, muss die Ausgestaltung der Einm�ndung im Gestaltungsplan nicht im Detail geregelt werden. Diese Frage war daher im Plangenehmigungsverfahren nicht entscheiderheblich. Demnach durften die kantonalen Instanzen ohne Verletzung des rechtlichen Geh�rs auf die beantragten Beweismittel verzichten. Aus dem gleichen Grund ist auch die Durchf�hrung eines bundesgerichtlichen Augenscheins entbehrlich. Damit dringt die Beschwerdef�hrerin auch mit dieser R�ge nicht durch, weshalb die staatsrechtliche Beschwerde vollumf�nglich abzuweisen ist.
Insgesamt ist auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht einzutreten und die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG). Diese hat zudem der Beschwerdegegnerin sowie der Gemeinde Beckenried, welche als kleinere Gemeinde ohne eigenen Rechtsdienst auf den Beizug eines Anwalts angewiesen war (Art. 159 Abs. 2 OG), die Parteikosten f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu ersetzen.
Die Beschwerdef�hrerin hat die Beschwerdegegnerin mit Fr. 3'000.-- und die Politische Gemeinde Beckenried mit Fr. 3'000.-- f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Politischen Gemeinde Beckenried, der Baudirektion und dem Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden, Verwaltungsabteilung, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft schriftlich mitgeteilt.