Source: http://www.solmon.org/Seemannschaft/GesetzeundVorschriften/KVRKollisionsverh%C3%BCtungsregeln/tabid/65/language/de-DE/Default.aspx
Timestamp: 2013-05-26 05:25:45
Document Index: 318188366

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 36', '§ 55', '§ 4', '§ 6', '§ 3', '§ 3']

Wassersportportal Mecklenburg-Vorpommern - KVR - Kollisionsverhütungsregeln
Die KVR sind neben den 10 Goldenen Regeln die grundlegendsten Regeln, die ein Wassersportler beherrschen muss. Deshalb sind sie auch Bestandteil aller Prüfungen - allerdings in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.
Von einem SBF-Anwärter werden nur ein paar wesentliche Regeln und ansonsten eher "Ja, ich hab's gelesen!" erwartet, während höhere Nachweise, wie der SKS, schon erweiterte Kenntnisse voraussetzen. Für den Erwerb von SSS oder SHS wird hingegen erwartet, dass der Anwärter alle Regeln in- und auswändig beherrscht.
ACHTUNG: Die hier aufgeführten KVR entsprechen nicht dem originalen Gesetzestext. Sie wurden um Kommentare und Anmerkungen bereichert, die das Verständnis der Regeln erleichtern sollen. Der Originaltext kann im Elektronischen Wasserstraßen Informationssystem (ELWIS) abgerufen werden.
Sportbootführerschein See (SBF See): Was muss ich wissen?
Auswändig! Wörtlich! Alles!
Quatsch! Natürlich nicht. Jurist musst du nicht werden, aber lesen solltest du alles mindestens zwei Mal. Du musst wissen, welche Regeln die KVR hat, also worüber sie Auskunft gibt. Im Groben sind das Vorfahrt, Signale und Lichter. Im Detail musst du nur ein paar wenige Regeln kennen:
Regel 3 - Allgemeine Begriffsbestimmungen (Wie heißt was?)
Regeln 4-18 (in groben Zügen: Wer hat wann Vorfahrt?)
Regel 21 - Begriffsbestimmungen (Wie heißen die Lichter?)
Regel 23-28 und Regel 30 (in groben Zügen: Welches Fahrzeug braucht welche Lichter?) siehe auch: Lernhilfen zur Lichterführung
Regel 32 - Begriffsbestimmungen (Wie heißen die Schallsignale?)
Regel 36 und 37 - Aufmerksamkeits- und Notsignale
Keine besondere Herausforderung, oder?! Lass' dich von den Texten nicht verrückt machen und denke immer daran: Bisher hat's noch jeder begriffen. Der Text ist nur deshalb so verwirrend geschrieben, weil die Juristen sonst nichts zum Zanken haben. Der gesunde Menschenverstand würde es niemals so formulieren, aber trotzdem genauso meinen.
Außerdem haben wir am Ende jeden Abschnitts noch eine Kurzfassung für SBF-Anwärter zusammengestellt, in der die absolut notwendigsten Dinge noch einmal auf Deutsch genannt werden. Nutze es als Lernkontrolle oder um dir einen ersten Überblick zu verschaffen.
Verordnung zu den Internationalen Regeln von 1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf See vom 13. Juni 1977
Aufgrund des § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Seeaufgabengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 21.1.1987 (BGBl. I S. 541) und des § 36 Abs. 3 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten wird verordnet:
Die Internationalen Regeln von 1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf See, die dem Übereinkommen von 1972 (BGBl. 1976 II. S. 1023) beigefügt und zuletzt durch Beschluß der 18. Vollversammlung der Internationalen Seeschiffahrts-Organisation (IMO) in London vom 4. November 1993 geändert worden sind, im folgenden als "internationale Regeln" bezeichnet, sind in der aus der Anlage ersichtlichen deutschen Übersetzung nach Maßgabe der folgenden Vorschriften anzuwenden.
auf den Seeschifffahrtsstraßen und in den an ihnen gelegenen öffentlichen bundeseigenen Häfen sowie im übrigen deutschen Küstenmeer,
(2) Im Geltungsbereich der Verordnung nach Absatz 1 Nr. 1 gelten auch die Seeschiffahrtsstraßen-Ordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. April 1987 (BGBl. I S.1266) und die Verordnung zur Einführung der Schiffahrtsordnung Emsmündung vom 8. August 1989 (BGBl. I S. 1583) in ihrer jeweils geltenden Fassung sowie die Schiffahrtsordnung Emsmündung (Anlage A zu dem deutsch-niederländischen Abkommen vom 22. Dezember 1986 über die Schiffahrtsordnung in der Emsmündung - BGBl. 1987 II S 141, 144) in der jeweils für die Bundesrepublik Deutschland geltenden Fassung; soweit diese abweichende Vorschriften enthalten, gehen diese den Internationalen Regeln als Sondervorschriften im Sinne der Regel 1 Buchstabe b der Internationalen Regeln vor.
(3) Wer infolge körperlicher oder geistiger Mängel oder des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel in der sicheren Führung des Fahrzeuges behindert ist, darf ein Fahrzeug nicht führen.
(1) Der Fahrzeugführer und jedes Mitglied der Besatzung, das vorübergehend den Kurs und die Geschwindigkeit des Fahrzeugs bestimmt, haben die Vorschriften dieser Verordnung über das Verhalten im Verkehr und über die Ausrüstung der Fahrzeuge mit Einrichtungen für das Führen und Zeigen von Lichtern und Signalkörpern und das Geben von Schallsignalen zu befolgen.
Fahrzeuge des öffentlichen Dienstes sind von den Vorschriften dieser Verordnung befreit, soweit dies zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben unter Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dringend geboten ist.
(2) Regel 10 der Internationalen Regeln gilt für die Verkehrstrennungsgebiete, die von der Internationalen Seeschiffahrts-Organisation (IMO) angenommen und in den Nachrichten für Seefahrer (Amtliche Veröffentlichung für die Seeschiffahrt des Bundesamtes für Seeschiffahrt und Hydrographie) bekanntgemacht worden sind.
(1) Sicherheitszonen sind Wasserflächen, die sich in einem Abstand von 500 m, gemessen von jedem Punkt des äußeren Randes, um Anlagen oder sonstige Vorrichtungen zur wissenschaftlichen Meeresforschung oder Erforschung oder Ausbeutung von Naturschätzen erstrecken.
(2) Sicherheitszonen dürfen nicht befahren werden; dies gilt nicht für Fahrzeuge, die für die Versorgung der Anlagen oder Vorrichtungen eingesetzt sind.
(1) Wird der Fahrzeugführer eines Schiffes, das sich in der ausschließlichen Wirtschaftszone oder dem Küstenmeer eines anderen Staates befindet, von den Behörden des Staates mit der Begründung, daß er gegen anwendbare internationale Regeln und Normen zur Verhütung, Verringerung und Überwachung der Verschmutzung durch Schiffe verstoßen habe, ersucht, Angaben über die Identität und den Registerhafen, den letzten oder nächsten Anlaufhafen seines Schiffes und andere sachdienliche Angaben zu machen, die erforderlich sind, um festzustellen, ob ein Verstoß erfolgt ist, so hat er diesem Ersuchen nachzukommen.
(1) Für die Überwachung der Vorschriften dieser Verordnung sind die Strom-und Schiffahrtspolizeibehörden nach Maßgabe des § 55 der Seeschiffahrtsstraßen-Ordnung zuständig; § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 und § 6 Abs. 1 des Seeaufgabengesetzes bleiben unberührt.
(2) Die Strom-und Schiffahrtspolizeibehörden können von den Vorschriften dieser Verordnung im Einzelfall befreien, soweit dies nach den Internationalen Regeln zulässig ist.
gegen eine Vorschrift des § 3 Abs. 1 über die Grundregel für das Verhalten im Verkehr verstößt,
entgegen § 3 Abs. 3 ein Fahrzeug führt, obwohl er in der sicheren Führung des Fahrzeugs behindert ist,
einer Vorschrift der Regel 20 Buchstaben a bis d, der Regeln 23 bis 27 oder den Regeln 29 bis 31 über das Führen und Zeigen von Lichtern und Signalkörpern oder das Zurhandhalten und Zeigen von elektrischen Lampen oder Laternen zuwiderhandelt,
entgegen Regel 36 Aufmerksamkeitssignale abgibt, die mit anderen Signalen oder Schiffahrtszeichen verwechselt werden können, oder den Scheinwerfer auf eine Gefahr richtet, wenn dadurch andere Fahrzeuge verwirrt werden, oder
entgegen Regel 37 bei Hilfeanforderungen im Notfall nicht die in der Anlage IV beschriebenen Notzeichen benutzt oder zeigt,
(2) Die Zuständigkeit für die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten nach Abs. 1 wird auf die Wasser- und Schiffahrtsdirektionen übertragen.
Die Verordnung tritt am 15. Juli 1977 in Kraft; gleichzeitig tritt die Verordnung über das Verhalten von Fahrzeugen im Bereich von Verkehrstrennungsgebieten auf der Hohen See vom 17. Juli 1973 (BGBl. I S. 975) außer Kraft.
Sportbootführerschein See: Zusammenfassung
Sicherheit und Leichtigkeit müssen gewährleistet sein.
Abgesehen davon, dass wir es aus der Straßenverkehrsordnung schon kennen, bedeutet es nichts anderes als "Wenn ihr alle vorsichtig seid und euch nicht in riskante Situationen begebt, braucht ihr keine Regeln kennen."
Der Rest ist uns schon aus dem Straßenverkehr bekannt:
Verantwortlich ist immer der Fahrzeugführer.
Es muss immer vor Fahrtantritt ein Fahrzeugführer bestimmt werden.
Wer Drogen (auch Alkohol!) genommen hat, oder wer geistig nicht imstande ist, ein Fahrzeug zu führen, darf nicht als Fahrzeugführer eingesetzt werden. (Logisch, oder?!)
Jeder, der - und sei es nur vorübergehend - den Kurs und/oder die Geschwindigkeit bestimmt, ist ebenfalls verantwortlich.
Fahrzeuge des öffentlichen Dienstes haben Sonderregeln.
Verkehrstrennungsgebiete sind die Autobahnen des Wassers. Wie die Land-Autobahnen sind auch sie durch "Mittelleitplanken" getrennte Einbahnstraßen und dürfen nur in einer Richtung befahren werden.
Elektronisches Wasserstraßen Infirmationssystem (ELWIS)
Lernhilfen zur speziellen Lichterführung