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Timestamp: 2016-10-22 07:20:05
Document Index: 135611370

Matched Legal Cases: ['Art. 19', 'Art. 132', 'e contrario', 'Art. 84', 'Art. 268', 'Art. 269', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 29', 'Art. 397', 'Art. 29', 'Art. 397', 'BGE', 'Art. 397', 'BGE', 'Art. 397', 'Art. 397', 'BGE', 'Art. 397', 'BGE', 'BGE', 'Art. 397', 'Art. 397', 'BGE', 'Art. 397', 'BGE', 'BGE', 'Art. 397', 'Art. 397', 'Art. 397', 'BGE', 'Art. 397', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 156']

6P.201/2006 (30.01.2007)
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Stephan Zimmerli,
Strafverfahren; Willk�r,
A.a X.________ betrieb im Jahr 2001 zusammen mit zwei weiteren Beteiligten in M�nchenstein, Basel und Ettingen drei Indoor-Hanfanlagen. Diese bauten ausserdem seit Sommer 2000 Outdoor-Hanf an. Aus dieser Produktion wurden am 10. Januar 2002 und 22. Juli 2003 von den Strafverfolgungsbeh�rden ca. 1,5 t getrocknete Hanfpflanzen und rund 2'200 lebende Pflanzen in verschiedenen Wachstumsstadien mit einem THC-Gehalt von 0,6 - 14% beschlagnahmt.
A.b Gest�tzt auf diesen Sachverhalt erkl�rte das Kantonsgericht Basel-Landschaft X.________ mit Urteil vom 18. Juni 2004 in zweiter Instanz der qualifizierten Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 2 und 4 und Ziff. 2 lit. b BetmG) schuldig und verurteilte ihn zu 16 Monaten Gef�ngnis mit bedingtem Strafvollzug bei einer Probezeit von 2 Jahren und unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft. Die beschlagnahmten Hanfpflanzen und das beschlagnahmte Hanfdestillat wurden zur Vernichtung eingezogen.
Das Strafgericht des Kantons Basel-Landschaft hatte X.________ am 30. Oktober 2003 von der Anklage der einfachen und der mehrfachen qualifizierten Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz und weiterer Delikte freigesprochen.
A.c Gegen das Urteil des Kantonsgerichts f�hrte X.________ sowohl staatsrechtliche Beschwerde als auch eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde, welche der Kassationshof des Bundesgerichts mit Urteil vom 4. Mai 2005 abwies, soweit er darauf eintrat.
X.________ f�hrt staatsrechtliche Beschwerde und eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde, mit denen er je beantragt, der angefochtene Beschluss sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen. Ferner beantragt er, sein Gesuch um Wiederaufnahme sei gutzuheissen und das gegen ihn gef�hrte Strafverfahren wieder aufzunehmen.
Das angefochtene Urteil ist vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz [BGG]; SR 173.110) am 1. Januar 2007 ergangen. Auf das gegen dieses Urteil erhobene Rechtsmittel ist daher noch das bisherige Verfahrensrecht anwendbar (Art. 132 Abs. 1 BGG, e contrario). Im zu beurteilenden Fall richtet sich das Verfahren mithin nach den Vorschriften �ber die staatsrechtliche Beschwerde nach Art. 84 ff. OG und die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde nach Art. 268 ff. BStP.
Am 1. Januar 2007 sind auch der revidierte Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches (erstes Buch) und die revidierten Bestimmungen �ber die Einf�hrung und Anwendung des Gesetzes (drittes Buch) in Kraft getreten. Die neuen Bestimmungen sind hier aber noch nicht von Bedeutung, da das Bundesgericht im Verfahren der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde nur pr�ft, ob das kantonale Gericht das eidgen�ssische Recht richtig angewendet habe (Art. 269 Abs. 1 BStP), mithin das Recht, welches im Zeitpunkt der Ausf�llung des angefochtenen Urteils noch gegolten hat (BGE 129 IV 49 E. 5.3 S. 51 f. mit Hinweisen).
2.2 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren pr�ft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 130 I 258 E. 1.3; 125 I 492 E. 1b).
3.1 In seinem Urteil vom 18. Juni 2004 ist das Kantonsgericht - anders als das erstinstanzliche Strafgericht - zum Schluss gelangt, der Beschwerdef�hrer habe zusammen mit seinen Mitt�tern zumindest in Kauf genommen, dass ein Grossteil des von ihnen angebauten Hanfs zu Bet�ubungsmittelzwecken verwendet w�rde. Es st�tzte sich hief�r auf zahlreiche Indizien, namentlich darauf, dass s�mtliche beschlagnahmten Hanfpflanzen einen THC-Gehalt von mehr als 0,3% aufwiesen und gesch�ftliche Beziehungen zur als Abnehmerin des Hanfs vorgesehenen A.________ GmbH erst Ende 2001/Anfang 2002 sowie zum Destillateur B.________ erst im Dezember 2001 bestanden h�tten, obwohl der Beschwerdef�hrer und die weiteren Beteiligten bereits seit 1. April 2001 eine riesige Lagerhalle gemietet und bereits seit Sommer 2000 Outdoor-Hanf angebaut h�tten. Ausserdem sei es aufgrund der schlechten Qualit�t und der unterschiedlichen Preisvorstellungen nie zu einer Lieferung an die A.________ GmbH gekommen und w�re, selbst wenn eine Einigung zustande gekommen w�re, nur ein kleinerer Teil der angebauten Menge geliefert worden. Im Weiteren h�tten der Beschwerdef�hrer und seine Mitt�ter hinsichtlich des Verwendungszwecks des Hanfs kein glaubhaftes Konzept darlegen k�nnen, sondern in diesem Zusammenhang nur unrealistische Angaben gemacht, und namentlich keine Abnehmer von Destillat nennen k�nnen. Ferner seien Verbindungen zwischen dem einen Mitt�ter und Hanfl�den nachgewiesen gewesen, h�tten die Beteiligten Bl�ten aussortiert und m�nnliche Pflanzen ausgeschieden und lediglich Sorten angebaut, die h�ufig zu Bet�ubungsmittelzwecken verwendet w�rden, nicht aber f�r die Produktion von �therischen �len besonders geeignete THC-arme Sorten. Schliesslich sei die Indoor-Produktion aus wirtschaftlicher Sicht f�r die Herstellung von �therischem �l nicht rentabel gewesen. �berdies seien die Angaben zur Finanzierung der Anlagen widerspr�chlich gewesen, habe ein hoher Preis erzielt werden sollen und h�tten der Beschwerdef�hrer und seine Mitt�ter auch in anderem Zusammenhang mit Hanf als Bet�ubungsmittel in Verbindung gestanden (Urteil des Kantonsgerichts vom 18. Juni 2004 S. 25 ff., 33 f.; angefochtener Beschluss S. 7 f.).
3.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Kantonsgericht habe zu Unrecht die Erheblichkeit der neu eingelegten Beweismittel verneint. Namentlich aus dem Abnahmevertrag zwischen der A.________ GmbH und der C.________ AG vom 2. Juni 2000 ergebe sich, dass die Vertragsparteien entgegen der Aussagen des Zeugen D.________ von der A.________ GmbH bereits im Sommer 2000 zusammengearbeitet h�tten. Ausserdem gehe aus dem Vertrag hervor, dass der Hanf ohne Stengel h�tte geliefert werden sollen, was seine eigenen fr�heren Aussagen best�tige. Auch aus der weiteren eingelegten Gesch�ftskorrespondenz gehe hervor, dass bereits im Jahre 2000 umfangreiche, konkrete Bem�hungen f�r legale Absatzm�glichkeiten der Hanfpflanzen getroffen worden seien. Die verschiedenen Vertr�ge zeigten auf, dass f�r die gesamte produzierte Menge Abnehmer vorhanden gewesen seien. Insgesamt sch�fen die neuen Beweismittel ein neues Fundament f�r die Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo". Namentlich der Abnahmevertrag zwischen der A.________ GmbH und der C.________ AG sowie die nachgewiesene Unrichtigkeit des Aussagen des Zeugen D.________ begr�ndeten un�berwindliche Zweifel an seiner Schuld. Indem dass Kantonsgericht die Wiederaufnahme des Verfahrens verweigere, begehe es eine Rechtsverweigerung im Sinne von Art. 29 Abs. 1 BV.
3.3 Das Kantonsgericht nimmt in seinem Beschluss �ber das Revisionsgesuch an, aufgrund der eingereichten Unterlagen sei gegen�ber dem Urteil des Kantonsgerichts vom 18. Juni 2004 neu davon auszugehen, dass zwischen der A.________ GmbH und der C.________ AG ein Abnahmevertrag mit Datum vom 2. Juni 2000 vorgelegen habe und dass ferner Kaufvertr�ge zwischen der H.________ GmbH und der Firma E.________ vom 21. Dezember 2001 und zwischen der H.________ GmbH und der Firma F.________ vom 4. Dezember 2001 bestanden h�tten. Das Kantonsgericht kommt indessen insgesamt zum Schluss, die neuen Beweismittel verm�chten lediglich zu belegen, dass allenfalls auch im legalen Bereich Bem�hungen stattgefunden h�tten, einen Teil der Hanfpflanzen abzusetzen. Sie seien aber im Zusammenhang mit den �brigen zahlreichen, durch die neuen Beweismittel nicht in Frage gestellten Indizien nicht geeignet, den dem fr�heren Urteil des Kantonsgerichts zugrundeliegenden Sachverhalt in einer Art und Weise zu ver�ndern, die m�glicherweise zu einem f�r den Beschwerdef�hrer g�nstigeren Entscheid f�hren k�nnte (angefochtener Beschluss S. 8 ff., 13.).
Gem�ss Art. 397 StGB haben die Kantone gegen�ber Urteilen, die aufgrund des Strafgesetzbuches oder eines anderen Bundesgesetzes ergangen sind, wegen erheblicher Tatsachen oder Beweismittel, die dem Gericht zur Zeit des fr�heren Verfahrens nicht bekannt waren, die Wiederaufnahme des Verfahrens (Revision) zugunsten des Verurteilten zu gestatten.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Abweisung des Gesuchs um Wiederaufnahme des Verfahrens stelle eine formelle Rechtsverweigerung im Sinne von Art. 29 Abs. 1 BV dar. Soweit der Beurteilte in Anwendung des eidgen�ssischen Rechts verurteilt worden ist, und er neue Tatsachen und Beweismittel in Bezug auf die ihm vorgeworfene Tat oder die damit verbundene Rechtsfolge vorbringt, steht ihm ein Anspruch auf Revision schon aus Art. 397 StGB bzw. der einschl�gigen kantonalen Bestimmungen �ber die Wiederaufnahme des Verfahrens zu. Seine rechtlichen Interessen sind daher schon durch eidgen�ssisches und kantonales Gesetzesrecht gesch�tzt. Die Anrufung des �bergeordneten Verfassungsrechts er�brigt sich daher (vgl. BGE 127 I 133 E. 3 und 6 zur Revision eines formell rechtskr�ftigen kantonalen Prozessurteils).
4.1 Die Bestimmung von Art. 397 StGB beinhaltet einerseits eine Weisung an die Kantone, das Rechtsmittel der Revision zugunsten des Verurteilten wegen neuer erheblicher Tatsachen oder Beweismittel f�r ihre Strafprozessordnungen einzuf�hren, andererseits enth�lt sie einen selbst�ndigen bundesrechtlichen Revisionsgrund zugunsten des Verurteilten im Sinne einer Minimalvorschrift (BGE 114 IV 138 E. 3a; 107 IV 133 E. 1b; 106 IV 45 E. 1).
Das Kantonsgericht st�tzt seinen Entscheid auf � 202 Abs. 1 lit. c StPO/BL. Nach dieser Bestimmung kann die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen alle rechtskr�ftigen Endurteile verlangt werden, wenn Tatsachen oder Beweismittel vorliegen, die dem urteilenden Gericht zur Zeit des fr�heren Verfahrens nicht bekannt gewesen sind und die allein oder zusammen mit den fr�her festgestellten Tatsachen geeignet sind, den Freispruch oder eine wesentlich geringere Bestrafung der verurteilten Person herbeizuf�hren. Diese Bestimmung stimmt beim Revisionsgrund der neuen erheblichen Tatsachen inhaltlich mit Art. 397 StGB �berein (vgl. angefochtener Beschluss S. 4 unten). Die Anwendung von � 202 Abs. 1 lit. c StPO/BL ist daher im Lichte der Minimalgarantien von Art. 397 zu beurteilen (vgl. auch Robert Hauser/ Erhard Schweri/Karl Hartmann, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Auflage, Basel 2005, � 102 N 13 f.).
Gegenstand des Bewilligungsverfahrens bildet der Entscheid, ob die Voraussetzungen f�r die Wiederaufnahme des Verfahrens erf�llt sind. Dies ist der Fall, wenn neu vorgebrachte Tatsachen oder Beweismittel bei der Revisionsinstanz die �berzeugung begr�nden, dass das fr�here Urteil unrichtig ist. Dabei ist nicht erforderlich, dass die neuen Tatsachen bewiesen werden. Das ausserordentliche Rechtsmittel der Revision erlaubt die �berpr�fung eines rechtskr�ftig beurteilten Falles schon dann, wenn neue Tatsachen oder Beweismittel die Beweisgrundlage des fr�heren Urteils ersch�ttern, so dass ein milderes Urteil wahrscheinlich erscheint (BGE 116 IV 353 E. 4b; Stephan Gass, Basler Kommentar, Strafgesetzbuch II, Art. 397 N 78).
Im wieder aufgenommenen Verfahren beurteilt das Gericht den Sachverhalt unter Ber�cksichtigung der neuen Tatsachen oder Beweismittel. Es ist weder an die Bedeutung, die das erste Gericht dem alten Beweismaterial beimass, noch an die W�rdigung der neuen Tatsachen oder Beweismittel durch das Revisionsgericht gebunden. Sein Urteil lautet auf Aufhebung, Ab�nderung oder Best�tigung des fr�heren Urteils. Das Gericht geht dabei von der aktuellen Lage im Zeitpunkt seines Urteils (ex nunc) aus (BGE 107 IV 133 E. 3a; 86 IV 77, S. 79; Hauser/Schweri/Hartmann, a.a.O., 102.49 f.).
4.3.1 Revisionsrechtlich ist eine Tatsache neu, wenn sie schon im Urteilszeitpunkt vorgelegen hat, dem Gericht jedoch nicht bekannt war oder von ihm in seiner Massgeblichkeit �bersehen wurde (BGE 130 IV 72 E. 1; 116 IV 353 E. 3a; Stefan Trechsel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kurzkommentar, 2. Aufl. Z�rich 1997, Art. 397 N 1; Gass, a.a.O., Art. 397 N 43). Das gilt auch, wenn der Verurteilte die Tatsache zum Zeitpunkt des Prozesses kannte, sie aber dem urteilenden Gericht, aus welchen Gr�nden auch immer, nicht zur Kenntnis brachte (130 IV 72 E. 2.2 und 2.3; 125 IV 298 E. 2b; Urteil des Kassationshofs 6S.61/2002 vom 16.5.2003 E. 3.3).
4.3.2 Neue Tatsachen oder Beweismittel sind erheblich, wenn sie geeignet sind, die Beweisgrundlage des fr�heren Urteils so zu ersch�ttern, dass ein neues Urteil - ausgehend vom ver�nderten Sachverhalt - wesentlich milder ausfallen kann oder dass ein Teilfreispruch in Betracht f�llt. Dabei ist an die Voraussetzung des wesentlich milderen Urteils kein strenger Massstab anzulegen. Als m�glich gilt eine �nderung des fr�heren Urteils, wenn sie sicher, h�chstwahrscheinlich oder wahrscheinlich ist (BGE 130 IV 72 E. 1; 125 IV 298 E. 2b; 122 IV 66 E. 2a; 120 IV 246 E. 2b; 116 IV 353 E. 2a und 5a, je mit Hinweisen).
4.3.3 Ob eine Tatsache oder ein Beweismittel dem Sachrichter bekannt war oder im Sinne von Art. 397 StGB neu ist, ist eine Tatfrage (BGE 130 IV 72 E. 1; 116 IV 353 E. 2b). Ebenfalls Tatfrage ist, ob die neue Tatsache bzw. das neue Beweismittel erheblich (beweiskr�ftig) ist, d.h. ob dieses oder jene geeignet sind, den dem fr�heren Urteil zugrunde gelegten Sachverhalt zu ver�ndern. Denn sie schliesst notwendig eine W�rdigung s�mtlicher Tatsachen, sowohl der alten wie der neuen mit ein (BGE 130 IV 72 E. 1; 116 IV 353 E. 2b; 109 IV 173; 92 IV 177 E. 1a; 72 IV 45, S. 46; Gass, a.a.O., Art. 397 N 75).
Rechtsfrage ist demgegen�ber, ob die letzte kantonale Instanz von den richtigen Begriffen der neuen Tatsache und des neuen Beweismittels sowie deren Erheblichkeit im Sinne von Art. 397 StGB ausgegangen ist. Dies betrifft die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine neue Tatsache nachgewiesen sein muss, damit sie im Sinne von Art. 397 StGB als erheblich erscheint. Ebenfalls Rechtsfrage ist, inwieweit die voraussichtliche Ver�nderung des dem fr�heren Urteil zugrunde liegenden Sachverhalts rechtlich relevant ist, d.h. ob das neue Vorbringen, falls es den Sachverhalt zu ver�ndern vermag, zu einem im Schuld- oder Strafpunkt f�r den Verurteilten g�nstigeren Urteil f�hren kann (BGE 130 IV 72 E. 1; 116 IV 353 E. 2b und 4c; 92 IV 177 E. 1a S. 179, je mit Hinweisen; Gass, a.a.O., Art. 397 N 75; Walder, a.a.O., S. 348; J�rg Rehberg, Der Anfechtungsgrund bei der Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des Bundesgerichts, ZSR 94/1975 II, S. 391 f.).
5.1 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, das Kantonsgericht habe die Frage, ob die neuen Beweismittel den dem fr�heren Urteil zugrunde liegenden Sachverhalt in der Weise zu ver�ndern verm�chten, dass sie zu einem g�nstigeren Entscheid f�hren k�nnten, als Frage der Beweisw�rdigung beurteilt. Er stellt sich auf den Standpunkt, in Wirklichkeit handle es sich bei der Frage der rechtlichen Relevanz um eine Rechtsfrage.
Das Kantonsgericht hat in seinem fr�heren Urteil gest�tzt auf eine Reihe verschiedener Indizien darauf geschlossen, der Beschwerdef�hrer habe hinsichtlich einer illegalen Verwendung des Hanfs mit Eventualvorsatz gehandelt. Der Beschwerdef�hrer bringt im Revisionsverfahren neue Beweismittel bei, die nach seiner Auffassung geeignet sind, die tats�chlichen Grundlagen f�r diesen Schluss des Kantonsgerichts zu ersch�ttern. Indes betreffen die neuen Dokumente lediglich einzelne Indizien. Ob die Ver�nderung in Bezug auf diese Indizien dazu f�hrt, dass die tats�chlichen Grundlagen des fr�heren Entscheids in ihrer Gesamtheit ersch�ttert werden, kann ohne Ber�cksichtigung der �brigen Indizien nicht entschieden werden und beruht daher auf einer W�rdigung s�mtlicher Beweismittel. Die Frage ist somit im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde zu behandeln.
5.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die neu eingereichten Dokumente belegten, dass sie bereits in Bezug auf die erste Ernte des Outdoor-Hanfanbaus des Jahres 2000, aber auch in Bezug auf diejenige des Jahres 2001 Bem�hungen um legale Absatzm�glichkeiten getroffen h�tten und dass ein konkretes Verwendungskonzept bestanden habe.
Das Kantonsgericht hat in seinem Urteil vom 18. Juni 2004 unter anderem deshalb auf Eventualvorsatz in Bezug auf die Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz geschlossen, weil es an einem Konzept f�r die Verwendung des angebauten Hanf aus den Ernten des Outdoor-Hanfanbaus der Jahre 2000 und 2001 gefehlt habe. In dieser Hinsicht st�tzte es sich auf die Aussagen des Zeugen D.________ von der A.________ GmbH, welcher als Zeitraum der gesch�ftlichen Beziehungen Ende 2001/Anfang 2002 angab (Urteil des Kantonsgerichts vom 18. Juni 2004 S. 26). Der neu eingelegte Abnahmevertrag zwischen der C.________ AG und der A.________ GmbH vom 2. Juni 2000 belegt demgegen�ber neu gesch�ftliche Beziehungen schon f�r das Jahr 2000. Das Kantonsgericht nimmt im angefochtenen Beschluss aber an, nach diesem Vertrag h�tte die C.________ AG lediglich 600 Pflanzen anbauen sollen und habe sie sich zudem verpflichtet, ausschliesslich f�r die A.________ GmbH zu produzieren. Beschlagnahmt worden sei aber eine Menge von ca. 1'600 kg Hanfpflanzen aus der Outdoor-Ernte sowie etwa 2'200 Pflanzen aus der Indoor-Ernte. Selbst wenn der Versuch des legalen Absatzes von einer kleinen Menge an Hanfpflanzen nachgewiesen sei, bringe dies nicht den Nachweis des legalen Absatzes in Bezug auf den grossen Rest der Pflanzen mit ausschliesslich hohem THC-Gehalt mit sich (angefochtener Beschluss S. 9 f.).
Was der Beschwerdef�hrer hiegegen einwendet, gen�gt nicht, um Willk�r darzutun. Denn Willk�r im Sinne von Art. 9 BV liegt nach der Rechtsprechung nur vor, wenn der angefochtene Entscheid auf einer schlechterdings unhaltbaren oder widerspr�chlichen Beweisw�rdigung beruht, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Dass eine andere L�sung oder W�rdigung in Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen w�re, gen�gt nach st�ndiger Rechtsprechung nicht (BGE 131 I 467 E. 3.1; 129 I 8 E. 2.1 und 173 E. 3.1 mit weiteren Hinweisen).
Wohl trifft zu, dass auch Vertr�ge zwischen der C.________ AG und der G.________ AG und der Firma B.________ bestanden, doch nimmt das Kantonsgericht zu Recht an, dass mit diesen Firmen erst Kontakt aufgenommen worden ist, nachdem sich die A.________ GmbH geweigert hatte, die Ware aufgrund ihrer schlechten Qualit�t anzunehmen (Urteil des Kantonsgerichts vom 18. Juni 2004 S. 26). Auch steht der im Vertrag festgesetzte Preis von Fr. 160.-- pro kg Hanfkraut ohne St�ngel der Auffassung nicht entgegen, Preise zwischen Fr. 120.-- und Fr. 600.-- pro kg Hanfpflanzen stellten ein gewichtiges Indiz f�r die Annahme der m�glichen Verwendung als Bet�ubungsmittel dar (angefochtener Beschluss S. 9; Urteil des Kantonsgerichts vom 18. Juni 2004 S. 32; staatsrechtliche Beschwerde S. 8). Soweit sich der Beschwerdef�hrer gegen die Annahme des Kantonsgerichts wendet, der im Vertrag zwischen der H.________ GmbH und der Firma E.________ vereinbarte Kaufpreis von Fr. 19'750.-- pro Liter Hanf�l sei deutlich �berh�ht und wenig glaubhaft (staatsrechtliche Beschwerde S. 16), ist er nicht zu h�ren. Das Kantonsgericht kommt hier zum selben Schluss wie im Urteil vom 18. Juni 2004 (angefochtener Beschluss S. 10, vgl. auch S. 11; Urteil des Kantonsgerichts vom 18. Juni 2004 S. 30 f.). Auch in Anbetracht dieses neu eingelegten Vertrages ist der Schluss des Kantonsgerichts, angesichts des gegen�ber dem m�glichen Ertrag aus der Destillation offensichtlich h�heren Produktionsaufwandes des Indoor-Hanfanbaus sei nicht glaubhaft, dass der Indoor-Hanf lediglich zur Produktion von Hanf�l angebaut worden sei, nicht schlechthin unhaltbar. Schliesslich verf�llt das Kantonsgericht auch nicht in Willk�r, wenn es annimmt, angesichts ihres Internetauftritts stelle die Firma F.________ keine Garantin f�r eine legale Verwendung von Hanfpflanzen mit einem THC-Gehalt von mehr als 0,3% dar.
Insgesamt ist nicht zu beanstanden, dass das Kantonsgericht zum Schluss gelangt, die neu eingelegten Beweismittel verm�chten im Kontext mit den �brigen vorhandenen Indizien die dem fr�heren Urteil zugrunde liegenden tats�chlichen Grundlagen nicht zu ersch�ttern. Jedenfalls ist dieser Schluss nicht schlechterdings unhaltbar.
Aus diesen Gr�nden ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten (Art. 156 Abs. 1 OG).
Die Beurteilung der Frage, ob die neu vorgebrachten Beweismittel oder Tatsachen zu einem im Schuld- oder Strafpunkt f�r den Verurteilten g�nstigeren Urteil f�hren, setzt voraus, dass sie geeignet sind, den dem fr�heren Urteil zugrunde liegenden Sachverhalt zu ver�ndern. Aus den Erw�gungen zur staatsrechtlichen Beschwerde ergibt sich, dass die Vorinstanz dies im zu beurteilenden Fall ohne Willk�r verneinen durfte. Damit entf�llt die Grundlage f�r die Beurteilung der Nichtigkeitsbeschwerde. Sie ist daher als gegenstandslos vom Gesch�ftsverzeichnis abzuschreiben. Praxisgem�ss werden dabei weder Kosten erhoben noch wird eine Entsch�digung ausgerichtet.