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Timestamp: 2016-10-21 15:00:38
Document Index: 161673956

Matched Legal Cases: ['Art. 36', 'Art. 26', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 105', 'Art. 9', 'Art. 31']

2A.411/2004 (23.07.2004)
2A.411/2004 /kil
Kantonale Steuerverwaltung Graub�nden, Steinbruchstrasse 18/20, 7001 Chur,
Steuererkl�rung 2001,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 30. April 2004.
X.________ hat Wohnsitz in Chur. W�hrend der Woche h�lt er sich in Volketswil (ZH) auf, um von dort aus seiner Arbeit in Oerlikon nachzugehen. In der Steuererkl�rung 2001 machte er Abz�ge f�r Fahrkosten geltend: Im Zusammenhang mit der Heimfahrt nach Chur an den Wochenenden Fr. 4'400.-- f�r ein Generalabonnement erster Klasse sowie Fr. 5'720.-- f�r Fahrten mit dem Privatauto vom Wochenaufenthaltsort an den Arbeitsort. Die Steuerverwaltung des Kantons Graub�nden akzeptierte als Fahrkosten sowohl f�r die Kantonssteuern als auch f�r die direkte Bundessteuer lediglich einen Abzug von Fr. 2'800.-- (Kosten f�r ein Generalabonnement zweiter Klasse). Nach insoweit erfolglosem Einspracheverfahren gelangte X.________ an das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, welches die definitive Veranlagung gem�ss Einspracheentscheid (steuerbares Einkommen der Ehegatten X.________ f�r die Kantons- und Gemeindesteuern Fr. -.-- und f�r die direkte Bundessteuer Fr. -.--) sch�tzte (Urteil vom 30. April 2004).
Am 15. Juli 2004 hat X.________ beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht mit dem sinngem�ssen Antrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und die Fahrkosten gem�ss Steuererkl�rung zum Abzug zuzulassen. Die Beschwerde ist offensichtlich unbegr�ndet und im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG (summarische Begr�ndung, Verzicht auf Einholung von Vernehmlassungen und weiteren Akten) abzuweisen:
2.1 Bei der direkten Bundessteuer k�nnen gem�ss Art. 26 Abs. 1 lit. a DBG die notwendigen Kosten f�r Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsst�tte vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Als notwendige Fahrkosten gelten auch bei Ben�tzung privater Fahrzeuge grunds�tzlich nur die Auslagen, welche bei Ben�tzung der �ffentlichen Verkehrsmittel entstehen w�rden (Art. 5 Abs. 2 der Verordnung vom 10. Februar 1993 �ber den Abzug von Berufskosten der unselbst�ndigen Erwerbst�tigkeit bei der direkten Bundessteuer [BKV; SR 642.118.1]). Anders verh�lt es sich nur, wenn kein �ffentliches Verkehrsmittel zur Verf�gung steht oder dessen Ben�tzung nicht zumutbar ist (vgl. Art. 5 Abs. 3 BKV). Unzumutbar ist die Ben�tzung eines �ffentlichen Verkehrsmittels insbesondere dann, wenn der Steuerpflichtige gebrechlich ist, sich die n�chste Haltestelle der �ffentlichen Verkehrsmittel weit von der Wohn- oder Arbeitsst�tte entfernt befindet oder Arbeitsbeginn bzw. Arbeitsschluss zu Zeiten ausserhalb des Fahrplans erfolgen (vgl. etwa Urteil 2P.254/2002 vom 12. Mai 2003, in: StE 2003 B 22.3 Nr. 76, E. 3.3).
2.2 Die Vorinstanz hat f�r das Bundesgericht verbindlich (vgl. Art. 105 Abs. 2 OG) festgestellt, dass der Bahnhof Schwerzenbach nur 700 Meter vom Ort entfernt liegt, an dem sich der Beschwerdef�hrer unter der Woche aufh�lt. Von dort verkehren im Halbstundentakt direkte Z�ge nach Oerlikon, wobei die Fahrt lediglich 10 Minuten dauert. Die Entfernung zwischen dem Bahnhof Z�rich Oerlikon und der Arbeitsst�tte des Beschwerdef�hrers betr�gt ebenfalls nur 800 Meter, weshalb dessen Arbeitsweg mit den �ffentlichen Verkehrsmitteln weniger als eine halbe Stunde beanspruche. Bei diesen Gegebenheiten kann von einer Unzumutbarkeit der Benutzung der �ffentlichen Verkehrsmittel offensichtlich keine Rede sein, auch wenn das Gehen f�r den Beschwerdef�hrer, welcher offenbar an einer "beginnenden Hammerzehenbildung" leidet, gewisse Unannehmlichkeiten mit sich bringen mag. Das diesbez�glich am 7. Juli 2004 ausgestellte Arztzeugnis kann als unzul�ssiges neues Beweismittel im Verfahren vor Bundesgericht nicht ber�cksichtigt werden. Am Gesagten �ndert nichts, dass der streitige Abzug f�r die Steuerjahre 1999 und 2000 offenbar akzeptiert wurde. Die Steuerbeh�rden hatten guten Grund, ihre fr�here Haltung zu �berdenken und durften ihren Standpunkt auch durchaus �ndern, zumal es sich bei jeder Steuerveranlagung um ein neues, von fr�heren unabh�ngiges Verfahren handelt. Unerheblich ist im vorliegenden Zusammenhang, wenn dem Beschwerdef�hrer und anderen Steuerpflichtigen zuvor f�r einen anderen Arbeitsweg in der Region Chur ein Abzug f�r die Ben�tzung des Privatautos gestattet worden ist.
2.3 Der Beschwerdef�hrer legt auch die Strecke Volketswil - Chur an den Wochenende mit dem Privatfahrzeug zur�ck. Es ist deshalb nicht einzusehen, wieso ihm die Kosten f�r den Abzug eines Generalabonnements erster Klasse gew�hrt werden sollten. Ein entsprechend h�herer Abzug w�re, wie die Vorinstanz zu Recht ausf�hrt, allenfalls dann gerechtfertigt, wenn der Beschwerdef�hrer tats�chlich mit dem Zug reisen w�rde und berufliche Gr�nde f�r die Ben�tzung der ersten Klasse geltend machen k�nnte.
2.4 Das Gesagte gilt gleichermassen f�r die durch Art. 9 Abs. 1 StHG und Art. 31 Abs. 1 lit. a des B�ndner Steuergesetzes geregelten kantonalen Steuern.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Kantonalen Steuerverwaltung Graub�nden und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden sowie der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.