Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/kartellrecht
Timestamp: 2020-06-02 04:37:53
Document Index: 321169510

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 64', '§ 30', 'Art. 106', '§ 29', '§ 40', '§ 16', '§ 1', '§ 426', '§ 19', '§ 89', '§ 7', '§ 23']

Kartellrecht | Rechtslupe
Die blo­ße Her­an­zie­hung des tat­be­zo­ge­nen Umsat­zes zur Ermitt­lung der Höhe einer am maß­geb­li­chen Bilanz­stich­tag ange­droh­ten und nach­fol­gend auch fest­ge­setz­ten Kar­tell­geld­bu­ße bewirkt kei­ne Abschöp­fung des unrecht­mä­ßig erlang­ten wirt­schaft­li­chen Vor­teils i.S. des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 8 Satz 4 Halb­satz 1 EStG. Nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 8 Satz 1 EStG darf eine von einer inlän­di­schen Behör­de
Kar­tell­ver­stö­ße – und die Ver­jäh­rung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen
Aktu­ell hat­te sich der Bun­des­ge­richts­hof mit der Ver­jäh­rung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen bei Kar­tell­ver­stö­ßen zu befas­sen. Anlass hier­für bot eine Kla­ge in Zusam­men­hang mit den Grau­zement­kar­tell: Die Klä­ge­rin, eine Bau­stoff­händ­le­rin, erhebt gegen die Beklag­te, eine Zement­her­stel­le­rin, Scha­dens­er­satz­an­sprü­che und macht gel­tend, sie habe in den Jah­ren 1993 bis 2002 wegen deren Betei­li­gung an
Kar­tell­buß­geld – aber ohne das Finanz­amt
Ein vom Bun­des­kar­tell­amt auf­grund ver­bots­wid­ri­ger Abspra­chen ver­häng­tes Buß­geld darf nicht als Betriebs­aus­ga­ben abge­zo­gen wer­den. Dies gilt auch für den Fall, dass sich die Höhe der Geld­bu­ße am Gewinn­po­ten­ti­al der Kar­tell­ab­spra­che ori­en­tiert. In dem hier vom Finanz­ge­richt Köln ent­schie­de­nen Fall hat­te das Bun­des­kar­tell­amt gegen die Akti­en­ge­sell­schaft wegen Kar­tell­ab­spra­chen hohe Buß­gel­der ver­hängt.
Gemeind­li­che Strom­kon­zes­sio­nen – und das kar­tell­recht­li­che Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bot
Gemein­den haben bei der Ver­ga­be von Strom­kon­zes­sio­nen das kar­tell­recht­li­che Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bot zu beach­ten. Die Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs lei­tet hier­aus das Ver­bot der direk­ten Über­nah­me ört­li­cher Ener­gie­ver­tei­ler­net­ze ohne vor­he­ri­ge Aus­schrei­bung (Ver­bot direk­ter Auf­ga­ben­er­le­di­gung), das Ver­bot, bei der Aus­schrei­bung des Betriebs ört­li­cher Ener­gie­ver­tei­ler­net­ze den Betrieb durch eine kom­mu­na­le Betei­li­gungs­ge­sell­schaft vor­zu­ge­ben (Sys­tement­schei­dungs­ver­bot), sowie das
Kaiser's Ten­gel­mann, Ede­ka, Minis­ter­er­laub­nis – und der befan­ge­ne Minis­ter
Das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf hat die Erlaub­nis des Bun­des­mi­nis­ters für Wirt­schaft und Ener­gie zur Über­nah­me von Kaiser´s Ten­gel­mann (KT) durch EDEKA zunächst außer Kraft gesetzt, da sie sich schon nach der vor­läu­fi­gen Prü­fung im Eil­ver­fah­ren als rechts­wid­rig erwei­se. Wie sich aus einem Umkehr­schluss aus § 64 Abs. 1 GWB ergibt, hat die
Zen­tra­les Ver­hand­lungs­man­dat im Pres­se-Groß­han­del
§ 30 Abs. 2a GWB ist mit Art. 106 Abs. 2 AEUV ver­ein­bar. Der flä­chen­de­cken­de und dis­kri­mi­nie­rungs­freie Ver­trieb von Zei­tun­gen und Zeit­schrif­ten ist eine Dienst­leis­tung von all­ge­mei­nem wirt­schaft­li­chem Inter­es­se im Sin­ne des Uni­ons­rechts. Der Gesetz­ge­ber hat die Pres­se­ver­la­ge und Pres­­se-Gros­­sis­­ten sowie ihre Ver­ei­ni­gun­gen damit betraut, den flä­chen­de­cken­den und dis­kri­mi­nie­rungs­frei­en Ver­trieb von
Um für Preis­ab­spra­chen bei Kre­dit­aus­fall­ver­si­che­run­gen nicht recht­lich belangt zu wer­den, haben zwölf inter­na­tio­na­le Groß­ban­ken zuge­stimmt, Buß­gel­der in Höhe von 1,87 Mrd. US-Dol­lar zu zah­len. Inves­to­ren hat­ten den Geld­häu­sern zuvor wett­be­werbs­wid­ri­ge Prak­ti­ken vor­ge­wor­fen. 1,87 Mil­li­ar­den wegen ille­ga­ler Preis­ab­spra­chen Kon­kret wird den Groß­ban­ken vor­ge­wor­fen, Preis­ab­spra­chen bei Kre­dit­aus­fall­ver­si­che­run­gen (CDS) getrof­fen zu haben. Ange­klagt
Pres­se-Groß­han­del – und die Ver­hand­lung mit den Ver­la­gen
Das zen­tra­le Man­dat der Ver­ei­ni­gung der Pres­­se-Gros­­sis­­ten für Ver­hand­lun­gen mit den Ver­la­gen über die Gros­­so-Kon­­di­­ti­o­­nen ver­stößt nach einem Urteil des Bun­des­ge­richts­hofs nicht gegen das Kar­tell­recht. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall hat­te die Ver­triebs­ge­sell­schaft der Bau­er Media Group, einem der größ­ten deut­schen Ver­lags­häu­ser, gegen einen Bran­chen­ver­band ver­klagt, dem alle
Akten­ein­sicht beim Kar­tell­amt
Wer ein eige­nes, gewich­ti­ges und auf ande­re Wei­se nicht zu befrie­di­gen­des Inter­es­se an der Ein­sicht in Akten der Kar­tell­be­hör­de gel­tend macht, kann einen Anspruch auf ermes­sens­feh­ler­freie Ent­schei­dung über ein außer­halb des Anwen­dungs­be­reichs von § 29 VwVfG lie­gen­des und im pflicht­ge­mä­ßen Ermes­sen der Behör­de (§ 40 VwVfG) ste­hen­des Akten­ein­sichts­recht haben. Das
Erwerb von GmbH-Antei­len – und bestehen­de kar­tell­recht­li­che Frei­stel­lun­gen
Wird der Erwerb eines Geschäfts­an­teils an einer GmbH nach § 16 Abs. 1 GmbHG aF ord­nungs­ge­mäß bei der Gesell­schaft ange­mel­det, gilt der Gesell­schaft gegen­über der Erwer­ber auch dann als Gesell­schaf­ter, wenn durch den Bei­tritt die Vor­aus­set­zun­gen für eine Frei­stel­lung der Gesell­schaft vom Ver­bot des § 1 GWB ent­fal­len sind. Der hier vom
Uner­laub­te Preis­ab­spra­chen – und die buß­geld­recht­li­che Ver­ant­wort­lich­keit des Unter­neh­mens­über­neh­mers
Die buß­geld­recht­li­chen Ver­ant­wort­lich­keit erstreckt sich in Kar­tell­ord­nungs­wid­rig­keits­ver­fah­ren auf Unter­neh­mens­über­neh­mer, wenn sich das Ver­mö­gen des ursprüng­lich betrof­fe­nen Unter­neh­mens im Wesent­li­chen unge­schmä­lert im Ver­mö­gen der auf­neh­men­den Gesell­schaft und fak­tisch getrennt von deren übri­gem Ver­mö­gen wei­ter­ge­führt wird. Dies ist etwa der Fall, wenn das Geschäft aus der­sel­ben Betriebs­stät­te unter Fort­be­stand der Lei­tung mit
Der inter­ne Aus­gleich zwi­schen den Gesamt­schuld­nern einer von der EU-Kom­­mis­­si­on fest­ge­setz­ten Geld­bu­ße rich­tet sich bei Anwend­bar­keit deut­schen Rechts nach § 426 Abs. 1 BGB. Soweit die Gesamt­schuld­ner kei­ne Ver­ein­ba­rung über die Aus­gleichs­an­sprü­che getrof­fen haben, sind die­se nach den Umstän­den des Ein­zel­falls zu bemes­sen, ins­be­son­de­re anhand der indi­vi­du­el­len Ver­­ur­­sa­chungs- und Ver­schul­dens­bei­trä­ge der
Dem Bun­des­ver­band Deut­scher Buch‑, Zei­­tungs- und Zei­t­­schri­f­­ten-Gros­­sis­­ten e. V. bleibt es auf­grund einer Kla­ge der Bau­er Ver­triebs KG unter­sagt, für Pres­­se-Gros­­sis­­ten in Deutsch­land ein­heit­li­che Gros­­so-Kon­­di­­ti­o­­nen u. a. mit Ver­la­gen zu ver­ein­ba­ren sowie Pres­­se-Gros­­sis­­ten auf­zu­for­dern, indi­vi­du­el­le Ver­hand­lun­gen mit der Klä­ge­rin über Gros­­so-Kon­­di­­ti­o­­nen zu ver­wei­gern. Das Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf hat die gegen ein
Die Ver­sor­gungs­an­stalt des Bun­des und der Län­der unter­liegt dem Kar­tell­recht. Sie ist jeden­falls im Zusam­men­hang mit der Berech­nung von Gegen­wert­an­sprü­chen gegen frü­he­re Betei­lig­te ihrer Zusatz­ver­sor­gung Unter­neh­men im Sin­ne des deut­schen Kar­tell­rechts . Die Ver­wen­dung unzu­läs­si­ger All­ge­mei­ner Geschäfts­be­din­gun­gen durch markt­be­herr­schen­de Unter­neh­men kann einen Miss­brauch im Sin­ne von § 19 GWB dar­stel­len.
Bei der Zustän­dig­keit nach §§ 89, 95 GWB i.V.m. § 7 Abs. 1 Nr. 1 Nie­der­säch­si­sche Ver­ord­nung zur Rege­lung von Zustän­dig­kei­ten in der Gerichts­bar­keit und der Jus­tiz­ver­wal­tung (ZustVO-Jus­­tiz) han­delt es sich um eine beson­de­re Form der sach­li­chen Zustän­dig­keit; dies gilt all­ge­mein für Vor­schrif­ten, wel­che die Zustän­dig­keit eines Gerichts für die Bezir­ke meh­re­rer Gerich­te
Die Ver­sor­gungs­an­stalt des Bun­des und der Län­der (VBL) ist Unter­neh­men im Sin­ne des Kar­tell­rechts, wenn sie gegen­über aus­ge­schie­de­nen Betei­lig­ten Gegen­wert­for­de­run­gen gel­tend macht. In zwei jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Ver­fah­ren strei­ten die Par­tei­en über die Berech­ti­gung der VBL, nach § 23 Abs. 2 ihrer Sat­zung (VBLS) von Arbeit­ge­bern, die ihre Betei­li­gung bei
Die Prei­se für die Nut­zung der Kabel­ka­nal­an­la­gen, die Kabel Deutsch­land GmbH auf­grund eines zwi­schen ihr und der Deut­schen Tele­kom GmbH geschlos­se­nen Ver­tra­ges seit 2003 an die Deut­sche Tele­kom gezahlt hat, sind nicht kar­tell­rechts­wid­rig über­höht gewe­sen. So hat das Land­ge­richt Frank­furt am Main in dem hier vor­lie­gen­den Kar­tell­rechts­streit ent­schie­den und die
Auf­tei­lung einer uni­ons­recht­li­chen Geld­bu­ße
Der Bun­des­ge­richts­hof hat zur Fra­ge des Gesamt­schuld­ner­aus­gleichs bei einer uni­ons­recht­li­chen Geld­bu­ße ein Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen an den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on gerich­tet: Die Klä­ge­rin in dem der­zeit beim Bun­des­ge­richts­hof anhän­gi­gen Ver­fah­rens ist ein Unter­neh­men, das unter ande­rem Tele­fon­ge­rä­te her­stellt. Sie ver­langt von den bei­den Beklag­ten inter­nen Aus­gleich nach Zah­lung einer Geld­bu­ße, die