Source: https://www.swl-unser-stadtwerk.de/privatkunden/strom/weitere-informationen/
Timestamp: 2018-01-18 05:56:03
Document Index: 249408663

Matched Legal Cases: ['§2', '§ 19', '§ 19', '§ 17', '§18', '§ 18', '§ 42', '§ 77', '§ 77', '§ 74']

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Preisbestandteile Strompreis Haushaltskunden
Grundsätzlich setzt sich der Strompreis aus drei Bestandteilen zusammen.
1. Den Kosten für Strombeschaffung, Vertrieb, Service und Dienstleistungen des Lieferanten: Dies sind die vom Stromlieferanten grundsätzlich zu beeinflussenden Preisbestandteile.
2. Den regulierten Netzentgelten: Die Kosten für die Netzinfrastruktur werden über die Netzentgelte auf die Netznutzer und damit die Letztverbraucher im jeweiligen Versorgungsgebiet verteilt. Die Regulierungsbehörden von Bund (Bundesnetzagentur) und Ländern stellen sicher, dass die Netzentgelte angemessen und diskriminierungsfrei sind. Von 2006 bis 2011 sind die Netzentgelte aufgrund der gesetzlichen Vorgaben der Netzregulierung deutlich gesunken. Der zunehmende Ausbau der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien verursacht in vielen Regionen Deutschlands jedoch einen erheblichen Investitionsbedarf in den Übertragungs- und Verteilnetzen, da neue Regenerativanlagen ans Netz angeschlossen und technisch integriert werden müssen. Dies führt unter anderem dazu, dass seit 2012 in vielen Regionen Deutschlands steigende Netzentgelte zu verzeichnen sind, dennoch liegen die Netzentgelte immer noch deutlich unter dem Niveau von 2006.
3. Den Steuern, Abgaben und Umlagen (EEG-Umlage, Paragraph 19 StromNEV-Umlage, KWK-Aufschlag, Offshore-Haftungsumlage, Umlage für abschaltbare Lasten, Stromsteuer, Konzessionsabgabe und Mehrwertsteuer):
Konzessionsabgabe (Höhe individuell je nach Netzgebiet) Die Konzessionsabgabe ist ein Entgelt an die Kommune dafür, dass Straßen und Wege für den Betrieb von Stromleitungen benutzt werden können. Ihre Höhe variiert in Abhängigkeit von der Gemeindegröße zwischen 1,32 und 2,39 ct/kWh (§2 Konzessionsabgabenverordnung (KAV)).
Stromsteuer/Energiesteuer Die Stromsteuer/Energiesteuer ist eine durch das Stromsteuergesetz/Energiesteuergesetz geregelte Steuer auf den Energieverbrauch. Sie gilt seit April 1999und liegt derzeit bei 2,05 ct/kWh.
EEG-Umlage Mit der EEG-Umlage wird die Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien gesetzlich gefördert. Die aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entstehenden Mehrbelastungen werden bundesweit an die Letztverbraucher weitergegeben, seit April 2000 als EEG-bedingte Mehrkosten (vorher Stromeinspeisungsgesetz), seit Januar 2010 als EEG-Umlage. Im Jahr 2017 beträgt die EEG-Umlage 6,880 ct/kWh.
KWK-Aufschlag Mit dem KWK-Aufschlag wird die ressourcenschonende gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme gesetzlich gefördert. Die aus dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-G) entstehenden Belastungen werden bundesweit an die Letztverbraucher weitergegeben. Die Umlage gibt es seit Mai 2000, neu seit April 2002. Der KWK-Aufschlag ist von 0,445 ct/kWh im vergangenen Jahr auf aktuell 0,463 ct/kWh gestiegen.
§ 19 StromNEV-Umlage Mit der § 19 StromNEV-Umlage wird die Entlastung stromintensiver Unternehmen von Netzentgelten gesetzlich finanziert. Die aus diesen Entlastungen der Strom-Netzentgeltverordnung (StromNEV) entstehenden Kosten werden bundesweit an alle Letztverbraucher weitergegeben. Seit Jahresbeginn 2012 wird die Entlastung als bundesweite Umlage direkt von allen Endverbrauchern getragen. Die Umlage beträgt im Jahr 2017 0,388 ct/kWh.
Offshore-Haftungsumlage Mit der Offshore-Haftungsumlage nach § 17 f des Energiewirtschaftsgesetzes werden Risiken der Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz abgesichert. Die aus der Offshore-Haftungsumlage entstehenden Belastungen werden bundesweit an die Verbraucher weitergegeben. Diese Umlage wurde zum 1. Januar 2013 eingeführt und beträgt im Jahr 2017 für Haushaltskunden -0,028 ct/kWh.
Umlage für abschaltbare Lasten nach §18 AbLaV Hierbei handelt es sich um eine Umlage zur Vorhaltung von Abschaltleistung nach der „Verordnung zu abschaltbaren Lasten“. Mit der Umlage werden die Anbieter von Abschaltleistung aus abschaltbaren Lasten vergütet, falls der Netzbetreiber diese zum Zweck der Systemstabilisierung abruft. Die Kostenwälzung erfolgt analog zu den Vorgaben des KWK-G. Seit 1. Januar 2014 ist die Umlage für abschaltbare Lasten nach § 18 AbLaV neu hinzugekommen. Mit den Einnahmen aus der Umlage werden Anbieter von Abschaltleistung aus abschaltbaren Lasten vergütet, wenn diese vom Netz zum Zweck der Systemstabilisierung abgerufen wird. Die Umlage beträgt 2017 für alle Letztverbraucher gleichermaßen 0,006 ct/kWh.
Mehrwertsteuer (i.H.v. 19%) Die Mehrwertsteuer wird auf den gesamten Strompreis mit all seinen Bestandteilen erhoben.
Durchschnittlicher Strompreis Haushalt 2017
Die Kosten für Strombeschaffung, Vertrieb und Service betrugen im Jahr 2017 19 Prozent. Die regulierten Netzentgelte lagen hingegen bei 26 Prozent. Den größten Anteil mit 55 Prozent machten Steuern, Abgaben und Umlagen am Gesamtpreis aus.
Zusammensetzung der monatlichen Stromrechnung 2017 in Euro für einen durchschnittlichen Haushalt in Deutschland (Verbrauch: 3.500 kWh/a). *Durchschnittliches Netzentgelt inkl. Entgelte für Messung, Messstellenbetrieb und Abrechnung, kann regional deutlich variieren. Quelle: BDEW
Information über die Stromkennzeichnung 2016 für unsere Kunden gemäß § 42 Energiewirtschaftsgesetz vom 7. Juli 2005 geändert 2016
Bericht der Stadtwerke Lengerich GmbH sowie der SWL Vertriebsgesellschaft mbH nach § 77 Abs. 1 Nr. 2 EEG 2014
Gemäß § 77 Abs. 1 Nr. 2 EEG 2014 sind Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) verpflichtet, auf Ihren Internetseiten einen Bericht über die Ermittlung der von Ihnen nach § 74 EEG 2014 mitgeteilten Daten zu veröffentlichen und bis Ablauf des Folgejahres vorzuhalten.
In Umsetzung dieser Berichterstattungspflicht geben die Stadtwerke Lengerich GmbH sowie die SWL Vertriebsgesellschaft mbH folgende Berichte ab:
EEG Bericht 2016 Stadtwerke Lengerich GmbH
EEG Bericht 2016 SWL Vertriebsgesellschaft mbH