Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20BvR%201206/11
Timestamp: 2019-07-24 01:47:39
Document Index: 241786135

Matched Legal Cases: ['Art 19', 'Art 1', 'Art 2', 'Art 33', '§ 23', 'Art 2', 'Art 1', 'Art 33', '§ 123', '§ 123', 'Art. 19']

BVerfG, 12.09.2011 - 2 BvR 1206/11 - dejure.org
https://dejure.org/2011,2235
BVerfG, 12.09.2011 - 2 BvR 1206/11 (https://dejure.org/2011,2235)
BVerfG, Entscheidung vom 12.09.2011 - 2 BvR 1206/11 (https://dejure.org/2011,2235)
BVerfG, Entscheidung vom 12. September 2011 - 2 BvR 1206/11 (https://dejure.org/2011,2235)
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Schutz eines Beamten vor ansehensschädigender Presseberichterstattung - Anforderungen an die Glaubhaftmachung eines Anordnungsanspruchs im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren
Art 19 Abs 4 GG, Art 1 Abs 1 GG, Art 2 Abs 1 GG, Art 33 Abs 5 GG, § 23 Abs 1 S 2 BVerfGG
Nichtannahmebeschluss: Schutz eines Beamten vor ansehensschädigender Presseberichterstattung - Anforderungen an die Glaubhaftmachung eines Anordnungsanspruchs im verwaltungsgerichtlichen Eilverfahren - hier: Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde hinsichtlich der Rügen einer Verletzung von Art 2 Abs 1 GG iVm Art 1 Abs 1 GG sowie von Art 33 Abs 5 GG - keine Verletzung des Gebotes effektiven Rechtsschutzes bei Auslegung und Anwendung von § 123 VwGO
Eilverfahren bei Grundrechtsverletzung
OVG Sachsen-Anhalt, 18.04.2011 - 1 M 39/11
NJW 2011, 3706
DVBl 2012, 99
Zu § 123 VwGO vgl. Beschlüsse vom 17. März 1993 - VfGBbg 11/93 -, LVerfGE 2, 85; vom 21. November 1996 - VfGBbg 17/96 - vom 15. Mai 1997 - VfGBbg 4/97 -, LVerfGE 6, 111; zum Bundesrecht vgl. BVerfGE 51, 130, 138 ff.; E 59, 63, 83; BVerfGK 12, 280, 282; BVerfG-K NJW 2003, 1305; NJW 2011, 3706, 3707).
vgl. BVerfG, Beschluss vom 12.9.2011 - 2 BvR 1206/11 -, NJW 2011, 3706 = juris, Rn. 15; BVerwG, Beschluss vom 10.2.2011 - 7 VR 6.11 -, juris, Rn. 6, jeweils m. w. N.; OVG NRW, Beschluss vom 6.4.2017 - 4 B 799/16 - , GewArch 2018, 39 = juris, Rn. 6 f.
Es ist indes nicht Aufgabe eines gemäß Art. 19 Abs. 4 GG dem Gebot effektiven Rechtsschutzes verpflichteten Verfahrens des vorläufigen Rechtsschutzes zu Lasten des Rechtsschutzsuchenden schwierige und umfängliche Tatsachen- und Rechtsfragen zu klären ( vgl.: BVerfG, Beschluss vom 12. September 2011 -2 BvR 1206/11 -, ZBR 2012, 88 ).
Insofern bedarf es vorliegend - wie eingangs ausgeführt - der von Verfassungs wegen gebotenen Interessenabwägung ( vgl.: BVerfG, Beschluss vom 12. September 2011, a. a. O. ), die hier für den Erlass einer einstweiligen Anordnung ficht.
Je schwerer die sich aus der Versagung vorläufigen Rechtsschutzes ergebenden Belastungen wiegen, je geringer die Wahrscheinlichkeit ist, dass sie im Falle des Obsiegens in der Hauptsache rückgängig gemacht werden können, umso weniger darf das Interesse an einer vorläufigen Regelung oder Sicherung der geltend gemachten Rechtspositionen zurückgestellt werden ( so: BVerfG, Beschluss vom 12. September 2011, a. a. O. ).
Im vorliegenden Fall ergibt sich nach der gebotenen, regelmäßig aber auch ausreichenden summarischen Prüfung (BVerfG vom 25.9.1986 Az. 2 BvR 744/86 RdNrn. 4/6;BVerfG vom 12.9.2011 Az. 2 BvR 1206/11 RdNR. 15) anhand der Akten unter Berücksichtigung des Vorbringens der Beteiligten, dass die Antragstellerin durch die dem Beigeladenen erteilte Baugenehmigung in ihren Rechten verletzt wird.
Im vorliegenden Fall ergibt sich nach der gebotenen, regelmäßig aber auch ausreichenden summarischen Prüfung (BVerfG vom 25.9.1986 Az. 2 BvR 744/86 RdNrn. 4/6; BVerfG vom 12.9.2011 Az. 2 BvR 1206/11 RdNR. 15) anhand der Akten unter Berücksichtigung des Vorbringens der Beteiligten, dass der Antragsteller durch die dem Beigeladenen erteilte Baugenehmigung in seinen Rechten verletzt wird.
Die im Eilverfahren gebotene, regelmäßig ausreichende summarische Prüfung (BVerfG vom 25.9.1986 Az. 2 BvR 744/86 RdNrn. 4/6; BVerfG vom 12.9.2011 Az. 2 BvR 1206/11 RdNr. 15) anhand der Akten und des Vorbringens der Beteiligten, die sich im vorliegenden Regelfall auf die im Schriftsatz der Bevollmächtigten der Antragstellerin vom 7. November 2011 angesprochenen Punkte beschränkt, lässt eine vom Verwaltungsgericht abweichende Entscheidung in der Sache nicht.
vgl. BVerfG, Beschluss vom 12.9.2011 - 2 BvR 1206/11 -, NJW 2011, 3706 = juris, Rn. 15; BVerwG, Beschluss vom 10.2.2011 - 7 VR 6.11 -, juris, Rn. 6, jeweils m. w. N.; OVG NRW, Beschluss vom 6.4.2017 - 4 B 799/16 - , GewArch 2018, 39 = juris, Rn. 6 f.".
Entscheidend ist, dass die Prüfung eingehend genug ist, um den Antragsteller vor erheblichen und unzumutbaren, anders weder abwendbaren noch reparablen Nachteilen effektiv zu schützen (zum Ganzen: BVerfG, Beschl. v. 11.07.2014 - 2 BvR 1006/14 -, NVwZ 2014, 1572, RdNr. 9; Beschl. v. 12.09.2011 - 2 BvR 1206/11 -, NJW 2011, 3706 [3707 f.], RdNr. 15, m.w.N.).
VGH Bayern, 12.01.2012 - 14 CS 11.1907
Beschwerde; Eilverfahren; Nachbarklage; Biogasanlage; Rücksichtnahmegebot; …
OVG Nordrhein-Westfalen, 14.01.2014 - 6 B 1376/13
Antrag eines Universitätsprofessors auf Erlass einer einstweiligen Anordnung mit …