Source: http://sl.juris.de/sl/gesamt/ObNamWasSchV_SL_2003.htm
Timestamp: 2018-12-09 23:58:37
Document Index: 191569139

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 37', '§ 37', '§ 19', '§ 3', '§ 3', '§ 5', '§ 19', '§ 37', '§ 19', '§ 99']

753-1-59
über die Festsetzung eines Wasserschutzgebiets in den Gemeinden Namborn und Oberthal
(Wasserschutzgebietsverordnung „Rohrbacher Wiesen“)
Fundstelle: Amtsblatt 2003, S. 2002
Auf Grund des § 19 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) [1] in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. August 2002 (BGBl. I S. 3245) in Verbindung mit § 37 Abs. 1 des Saarländischen Wassergesetzes (SWG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. März 1998 (Amtsbl. S. 306), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 12. Juni 2002 (Amtsbl. S. 1506)[2], verordnet das Ministerium für Umwelt:
(2) Begünstigte im Sinne des § 37 Abs. 3 SWG sind die Gemeindewerke Namborn GmbH, Schloßstraße 13, 66640 Namborn.
einen Fassungsbereich (Zone I) - rot gekennzeichnet -,
(2) Der Fassungsbereich erstreckt sich auf einen Teil des Grundstücks Gemarkung Namborn, Flur 4, Parz.-Nr. 187.
Gemarkung Namborn, Flur 3, Parz.-Nrn.: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 108, 109, 110, 111, 112, 113, 114, 115, 116, 117, 118, 119, 120, 121, 122;
Gemarkung Namborn, Flur 4, Parz.-Nrn.: 9 z. T., 10 z. T., 11 z. T., 12 z. T., 13, 14, 15/1, 15/2, 15/3, 15/4, 15/5, 16/1, 16/2, 16/3, 17, 18, 19, 20, 21, 22/1, 22/2, 23/1, 23/2, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32/1, 32/2, 33, 34/1, 35, 36, 38, 39/1, 39/2, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46/1, 46/2, 47/1, 47/2, 48/1, 48/2, 49/1, 49/2, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60, 61, 167/1, 167/2, 168, 182 z. T., 183 z. T., 184, 185, 186, 187 z. T., 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197, 198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205, 206, 207, 208, 209, 210, 211, 212/1, 212/2, 213, 214, 215, 216, 217, 218, 219, 220, 221, 222, 223, 224, 225, 226, 227, 228, 229, 230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 247/1, 248, 249, 250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 268, 269, 270/1, 270/2, 271, 272/1, 272/2, 273/1, 273/2, 274, 275, 276, 277, 278, 279, 280, 281, 282, 283, 284, 285, 286, 287, 288, 289, 290, 291/2 z. T., 292, 293, 294, 295, 296, 297, 298, 299, 300, 301, 302, 303, 304/14 z. T., 304/15, 304/16, 304/17 z. T.;
Gemarkung Güdesweiler, Flur 5, Parz.-Nrn.: 45, 46, 48/1, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55/1, 55/2, 56, 57/1, 57/2, 58, 59, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70, 71/1, 71/2, 72, 73, 74, 75, 76, 78/1, 80, 81/1, 83, 86/1, 87, 88, 89, 90, 93/1, 95, 96/1, 139 z. T., 178, 179, 181, 183/1, 184, 186/1.
(4) Die weitere Schutzzone ist aus dem als Anlage abgedruckten Übersichtsplan ersichtlich. Der Grenzverlauf ergibt sich aus den Punkten 1 bis 14 und wird wie folgt beschrieben, wobei bei Feld- und Waldwegen der äußere Rand, bei Orts- und Landstraßen der dem Wasserschutzgebiet zugelegene Rand als Grenze gilt:
Punkt 1 bis 2: Von der Abzweigung der "Lehmstraße" von der "Brückenstraße" in Namborn ca. 180 m in südwestlicher Richtung entlang der "Lehmstraße" bis in Höhe des Hauses Nr. 10.
Punkt 2 bis 3: Ca. 410 m in südwestlicher Richtung, zunächst entlang der "Dürerstraße". Nach dem Ende des Straßenausbaus bei Haus Nr. 2 entlang des weiterführenden asphaltierten Feldwirtschaftsweges bis zu einer Abzweigung, an der sich drei große Sandsteinblöcke befinden.
Punkt 3 bis 4: Dem Verlauf des in südöstlicher Richtung abgehenden Feldweges ca. 370 m folgend am "Klosterweiher" entlang bis zu einem asphaltierten Feldwirtschaftsweg.
Punkt 4 bis 5: Ca. 700 m in südwestlicher Richtung entlang des Feldwirtschaftsweges, vorbei an den Gebäuden des "Berghofes" bis zu einer weiteren Wegekreuzung vor der Erdmassen- und Bauschuttdeponie.
Punkt 5 bis 6: In nordwestlicher Richtung, ca. 1530 m dem unbefestigten Feldweg bzw. der "Alten Trierer Straße" folgend bis zur Kreuzung mit der L II. O. 320.
Punkt 6 bis 7: Nach Querung der Landstraße ca. 450 m weiter in nordwestlicher Richtung bis zur Kreuzung mit der L II. O. 319.
Punkt 7 bis 8: Ca. 226 m in nordöstlicher Richtung entlang der L II. O. 319 bis zu einem nach Osten führenden Feldwirtschaftsweg.
Punkt 8 bis 9: Durch eine Fichtenschonung ca. 80 m nach Nordosten bis zur Quelle des südlichen Zuflusses zum "Hettersbach".
Punkt 9 bis 10: Ca. 840 m in östlicher Richtung entlang des "Hettersbaches" bis zur Zufahrtsstraße zum "Winkelwieser Hof".
Punkt 10 bis 11: In östlicher Richtung ca. 375 m entlang des "Hettersbaches", anschließend diesen querend, bis zu einem von Südost nach Nordwest verlaufenden Waldweg.
Punkt 11 bis 12: Ca. 235 m nach Südosten, dem Verlauf des Waldweges folgend bis zur "Hettersbachstraße".
Punkt 12 bis 13: In südöstlicher Richtung, ca. 600 m der "Hettersbachstraße" folgend bis zur Einmündung in die "Hauptstraße".
Punkt 13 bis 14: Ca. 430 m in südöstlicher Richtung entlang der "Hauptstraße" bis zur Kreuzung "Hauptstraße"/"Hochstraße".
Punkt 14 bis 1: Entlang der "Hochstraße" ca. 160 m in südlicher Richtung zurück zur Abzweigung der "Lehmstraße" von der "Brückenstraße", dem Ausgangspunkt der Grenzbeschreibung.
(5) Die Abgrenzung des Wasserschutzgebiets und seiner Schutzzonen ergibt sich aus den nachstehend aufgeführten Plänen:
Übersichtslageplan i.M. 1:10.000 mit Einzeichnung der Schutzzonen III und II, der Wassergewinnungsanlage, der Gemarkungsgrenzen und der Punkte zur Grenzbeschreibung,
Übersichtslageplan i.M. 1:5.000 mit Einzeichnung der Schutzzonen III und II, der Wassergewinnungsanlage und der Grenzen und Nummern der Rahmenkarten (Flurkarten),
Flurkarte 8086 03 i.M. 1:1.000,
Flurkarte 8086 04 i.M. 1:1.000,
Flurkarte 8086 07 i.M. 1:1.000,
Flurkarte 8088 14 i.M. 1:1.000,
Flurkarte 8088 15 i.M. 1:1.000,
Flurkarte 8088 16 i.M. 1:1.000.
dem Landkreis St. Wendel - untere Wasserbehörde,
dem Landkreis St. Wendel - untere Bauaufsichtsbehörde,
(8) Der Fassungsbereich ist durch Umzäunung abgegrenzt.
Bau und Erweiterung von Betrieben und Anlagen zum Herstellen, Behandeln, Verwenden, Verarbeiten und Lagern von radioaktiven Stoffen; Wärmekraftwerke, soweit nicht gasbetrieben;
Abfallbehandlungsanlagen, -deponien, -umschlaganlagen und -zwischenlager, Anlagen zur Verwertung von Reststoffen (z.B. Bauschuttrecycling), Anlagen zum Lagern und Behandeln von Autowracks, Kraftfahrzeugschrott und Altreifen, Ablagerung von Rückständen aus Wärmekraftwerken (ausgenommen Schmelzkammergranulat) und Abfallverbrennungsanlagen, Hochofenschlacken und Gießereisanden,
Anlage von unterirdischen Speichern für wassergefährdende Stoffe; Ablagern und Aufhalden bergbaulicher Rückstände;
Militärische Anlagen sowie Manöver und Übungen von Streitkräften und an- deren Organisationen, soweit sie nicht den zwischen dem Bundesminister der Verteidigung und der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) abgestimmten Vorgaben der Schutzzonen III und II entsprechen;
Ausweisung und Erweiterung von Gebieten für Industrie und produzierendes Gewerbe;
Ändern von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen;
Änderung und Erweiterung von Straßen, Bahnlinien und sonstigen Verkehrsanlagen;
5.Herstellen und Erweitern von Dränen.
(5) Fassungsbereich (Zone I)
Der Fassungsbereich soll den Schutz der Wassergewinnungsanlage und ihrer unmittelbaren Umgebung vor jeglichen Verunreinigungen und Beeinträchtigungen gewährleisten.
Im Fassungsbereich sind insbesondere verboten:
Von den Verboten ausgenommen sind Maßnahmen, die der Errichtung, Unterhaltung und dem Betrieb der Wassergewinnungsanlage dienen.
(1) Für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen sind - ungeachtet weitergehender Regelungen nach dieser Rechtsverordnung - die Vorschriften der §§ 19g ff. , 34 WHG und 39 SWG i.V.m. der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe (VAwS) vom 1. Juni 2005 (Amtsbl. S. 830)[2] in der jeweils gültigen Fassung zu beachten.
(4) Für die Anwendung von Düngemitteln sind - ungeachtet weitergehender Regelungen nach dieser Rechtsverordnung - die Vorschriften des Düngemittelgesetzes (DüngemittelG) [3] in der jeweils gültigen Fassung zu beachten.
(1) Der Landkreis St. Wendel - untere Wasserbehörde - kann auf Antrag im Einzelfall von den Schutzbestimmungen des § 3 Absatz 1 und 3 Ausnahmen zulassen, wenn
Der Landkreis St. Wendel - untere Wasserbehörde - entscheidet auf Antrag im Einzelfall über die Genehmigung nach § 3 Absatz 2 und 4 . Im Übrigen gilt § 5 Absatz 2 bis 9 entsprechend.
(2) Die Eigentümer und Nutzungsberechtigten von Grundstücken im Wasserschutzgebiet haben die wasserbehördliche Überwachung des Wasserschutzgebiets, insbesondere die Befolgung der Vorschriften dieser Verordnung und der nach ihr getroffenen Anordnungen sowie Beobachtungen der Gewässer und des Bodens gemäß
§ 19 Abs. 2 Nr. 2 WHG und § 37 Abs. 5 SWG zu dulden.
(2) In Fällen erhöhter Anforderungen im Sinne von §§ 19 Abs. 4 WHG hat der Begünstigte einen Ausgleich gemäß § 99 SWG zu leisten, soweit nicht eine Entschädigungspflicht nach Absatz 1 besteht.
Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Festsetzung eines Wasserschutzgebiets in den Ortsteilen Namborn und Hofeld-Mauschbach der Gemeinde Namborn, dem Ortsteil Güdesweiler der Gemeinde Oberthal sowie dem Stadtteil Bliesen der Kreisstadt St. Wendel (Wasserschutzgebietsverordnung Meiwies und Rohrbacher Wiesen) vom 5. November 1992 (Amtsbl. S. 1194), zuletzt geändert durch Artikel 10 des Gesetzes vom 7. November 2001 (Amtsbl. S. 2158) außer Kraft.