Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=16.04.2013&Aktenzeichen=II%20ZR%20118%2F11
Timestamp: 2017-09-26 05:41:20
Document Index: 379237783

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 161', '§ 122', '§ 43', '§ 36', '§ 122', '§ 161', '§ 36', '§ 36', '§ 43', '§ 122', '§ 36', '§ 43', '§ 36', '§ 43', '§ 111', '§ 199', '§ 271', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 199', 'BGH', 'BGH', '§ 199', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 16.04.2013 - II ZR 118/11 - dejure.org
HGB § 161 Abs. 2, § 122; EStG § 43 Abs. 1 Satz 1, § 36 Abs. 2 Nr. 2, Abs. 4 Satz 2
§ 122 HGB, § 161 Abs 2 HGB, § 36 Abs 2 Nr 2 EStG, § 36 Abs 4 S 2 EStG, § 43 Abs 1 S 1 EStG
Kommanditgesellschaft: Anspruch der Gesellschaft gegen ihren Kommanditisten auf Erstattung der Kapitalertragsteuer
Anspruch einer Kommanditgesellschaft gegen ihren Kommanditisten auf Erstattung des auf Kapitalerträge der Gesellschaft entfallenden Teils der Kapitalertragsteuer gem. Gesellschaftsvertrag
Zum Anspruch der KG gegen Kommanditisten auf Erstattung abgeführter Kapitalertragsteuer
Erstattungsanspruch einer Kommanditgesellschaft gegen ihre Kommanditisten auf Kapitalertragsteuer
Zum Anspruch einer Kommanditgesellschaft gegen ihren Kommanditisten auf Erstattung des auf Kapitalerträge der Gesellschaft entfallenden Teils der Kapitalertragsteuer, der von dem Kapitalertragsschuldner einbehalten und an das Finanzamt abgeführt wird
Erstattung der Kapitalertragsteuer durch Gesellschafter?
Kapitalertrag, Kommanditgesellschaft
HGB §§ 122, 161 Abs. 2; EStG § 36 Abs. 2 Nr. 2, Abs. 4 Satz 2, § 43 Abs. 1 Satz 1
Zum Anspruch der KG gegen ihren Kommanditisten auf Erstattung des auf Kapitalerträge der Gesellschaft entfallenden Teils der Kapitalertragsteuer
Zum Anspruch einer KG gegen ihren Kommanditisten auf Erstattung der Kapitalertragsteuer
EStG § 36 Abs. 2 Nr. 2, § 43 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7; HGB § 111
Anspruch der KG gegen ihre Gesellschafter auf Erstattung von Kapitalertragsteuer
LG Erfurt, 05.10.2010 - 1 HKO 294/09
OLG Jena, 02.05.2011 - 9 U 927/10
NJW 2013, 2511
ZIP 2013, 1174
MDR 2013, 859
NZI 2013, 661
NJ 2013, 437
WM 2013, 1123
DB 2013, 1355
NZG 2013, 703
Zur Verjährung des Anspruchs des Handelsvertreters auf Erteilung eines …
Ein Anspruch ist im Sinne von § 199 Abs. 1 Nr. 1 BGB entstanden, sobald er erstmals geltend gemacht und notfalls im Wege der Klage durchgesetzt werden kann; dies ist regelmäßig der Fall, wenn die Leistung fällig ist, § 271 Abs. 1 BGB (vgl. BGH…, Urteil vom 10. Juli 2014 - VII ZR 189/13 Rn. 35; Urteil vom 16. April 2013 - II ZR 118/11, NJW 2013, 2511 Rn. 18;… Urteil vom 8. Juli 2008 - XI ZR 230/07, NJW-RR 2009, 378 Rn. 17 m.w.N.).
Über die Revision der Beklagten ist, obwohl die Klägerin im Verhandlungstermin vor dem Senat nicht vertreten war, durch streitiges Endurteil (unechtes Versäumnisurteil), nicht durch Versäumnisurteil, zu entscheiden, da sich die Revision auf der Grundlage des von dem Berufungsgericht festgestellten Sachverhalts als unbegründet erweist (vgl. BGH, Urteil vom 16. April 2013 - II ZR 118/11, ZIP 2013, 1174 Rn. 5;… Urteil vom 12. Juli 2011 - II ZR 28/10, BGHZ 190, 242 Rn. 6; Urteil vom 13. März 1997 - I ZR 215/94, NJW 1998, 156, 157; Urteil vom 10. Februar 1993 - XII ZR 239/91, NJW 1993, 1788).
Über die Revision des Beklagten ist, obwohl der Kläger im Verhandlungstermin vor dem Senat nicht vertreten war, durch streitiges Endurteil (unechtes Versäumnisurteil), nicht durch Versäumnisurteil zu entscheiden, da sich die Revision auf der Grundlage des vom Berufungsgericht festgestellten Sachverhalts als unbegründet erweist (vgl. BGH…, Urteil vom 29. April 2014 - II ZR 216/13, juris Rn. 5, insoweit nicht abgedruckt in BGHZ 201, 65; Urteil vom 16. April 2013 - II ZR 118/11, ZIP 2013, 1174 Rn. 5;… Urteil vom 12. Juli 2011 - II ZR 28/10, BGHZ 190, 242 Rn. 6; Urteil vom 13. März 1997 - I ZR 215/94, NJW 1998, 156, 157; Urteil vom 10. Februar 1993 - XII ZR 239/91, NJW 1993, 1788).
Insolvenzverfahren über das Vermögen einer Personenhandelsgesellschaft: Pflicht …
Ob die Gesellschaft gegen ihre Gesellschafter einen Anspruch darauf hat, dass sie ihr die Zinsabschläge erstatten, richtet sich nach dem Gesellschaftsvertrag (BGH, Urteil vom 16. April 2013 - II ZR 118/11, ZIP 2013, 1174 Rn. 14; Urteil vom 30. Januar 1995 - II ZR 42/94, ZIP 1995, 462, 464; s. auch BGH, Urteil vom 29. März 1996 - II ZR 263/94, BGHZ 132, 263, 277).
b) Offen gelassen hat der Senat die Frage, ob die Gesellschafter auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens zur Erstattung von Zinsabschlägen verpflichtet sind (BGH, Urteil vom 16. April 2013 - II ZR 118/11, ZIP 2013, 1174 Rn. 15 f.).
Inwiefern die Gesellschaft gegen ihren Gesellschafter einen Anspruch darauf habe, dass er den ihm im Rahmen seiner Einkommen- oder Körperschaftsteuerveranlagung angerechneten oder vergüteten Teil der einbehaltenen Kapitalertragsteuer der Gesellschaft erstattet, richte sich nach dem Gesellschaftsvertrag (…BGH Urt. v. 30.01.1995, II ZR 42/94, juris Rz. 11 = WM 1995, 663 ff.; Urt. v. 16.04.2013 II ZR 118/11, juris Rz. 14 = WM 2013, 1123 ff.).
Diese Grundsätze gälten entsprechend für den Solidaritätszuschlag (BGH Urt. v. 16.04.2013 II ZR 118/11, juris Rz. 14 = WM 2013, 1123 ff.).
Nimmt man einen vertraglichen Erstattungsanspruch an, entsteht dieser nach der Rechtsprechung des BGH mit der Entnahme bzw. mit der einer unberechtigten Entnahme gleichkommenden Vermögensverschiebung, die dadurch bewirkt wird, dass die Gesellschaft durch die Abführung von Zinsabschlägen eine Vorauszahlung auf die Steuerschuld des Gesellschafters leistet, unabhängig davon, ob der Gesellschafter sein Anrechnungsrecht wirtschaftlich im Rahmen seiner Einkommen- oder Körperschaftsteuererklärung verwertet (BGH, Urt. v. 16.04.2013, II ZR 118/11, juris Rz. 19, 22 = WM 2013, 1123 ff.).
Die Verjährungsfrist sowohl für einen vertraglichen als auch für einen bereicherungsrechtlichen Anspruch beginnt bereits mit der Erhebung der Zinsabschläge und der Kenntnisnahme des Klägers von den entsprechenden Abzügen (BGH, Urt. v. 16.04.2013, II ZR 118/11, juris Rz. 13 = WM 2013, 1123 ff.).
aa) Entstanden ist ein Anspruch gemäß § 199 Abs. 1 BGB, wenn er vom Gläubiger - notfalls gerichtlich - geltend gemacht werden kann (vgl. BGH, Rechtsentscheid vom 19. Dezember 1990 - VIII ARZ 5/90 - BGHZ 113, 188 ; Urteile vom 17. Dezember 1999 - V ZR 448/98 - NJW-RR 2000, 647 und vom 16. April 2013 - II ZR 118/11 - NJW 2013, 2511 Rn. 18;… Grothe, in: Münchener Kommentar zum BGB, 7. Aufl. 2015, § 199 Rn. 4).
Inwiefern die Gesellschaft gegen ihren Gesellschafter einen Anspruch darauf habe, dass er den ihm im Rahmen seiner Einkommen- oder Körperschaftsteuerveranlagung angerechneten oder vergüteten Teil der einbehaltenen Kapitalertragsteuer der Gesellschaft erstattet, richte sich nach dem Gesellschaftsvertrag (…BGH Urt. v. 30.01.1995, II ZR 42/94, [...] Rz. 11 = WM 1995, 663 ff.; Urt. v. 16.04.2013 II ZR 118/11, [...] Rz. 14 = WM 2013, 1123 ff.).
Diese Grundsätze gälten entsprechend für den Solidaritätszuschlag (BGH Urt. v. 16.04.2013 II ZR 118/11, [...] Rz. 14 = WM 2013, 1123 ff.).
Nimmt man einen vertraglichen Erstattungsanspruch an, entsteht dieser nach der Rechtsprechung des BGH mit der Entnahme bzw. mit der einer unberechtigten Entnahme gleichkommenden Vermögensverschiebung, die dadurch bewirkt wird, dass die Gesellschaft durch die Abführung von Zinsabschlägen eine Vorauszahlung auf die Steuerschuld des Gesellschafters leistet, unabhängig davon, ob der Gesellschafter sein Anrechnungsrecht wirtschaftlich im Rahmen seiner Einkommen- oder Körperschaftsteuererklärung verwertet (BGH, Urt. v. 16.04.2013, II ZR 118/11, [...] Rz. 19, 22 = WM 2013, 1123 ff.).
Die Verjährungsfrist sowohl für einen vertraglichen als auch für einen bereicherungsrechtlichen Anspruch beginnt bereits mit der Erhebung der Zinsabschläge und der Kenntnisnahme des Klägers von den entsprechenden Abzügen (BGH, Urt. v. 16.04.2013, II ZR 118/11, [...] Rz. 13 = WM 2013, 1123 ff.).
Denn die Revision des Klägers erweist sich auf der Grundlage des vom Landesarbeitsgericht festgestellten Sachverhalts als unbegründet (vgl. etwa BAG 20. Juni 2000 - 3 AZR 842/98 - zu A der Gründe; BGH 16. April 2013 - II ZR 118/11 - zu I der Gründe mwN) .
LG Düsseldorf, 07.05.2014 - 5 O 431/11
Anspruch eines Insolvenzverwalters über das Vermögen der F GmbH & Co. KG einen …
Die Kammer folgt insoweit den in der Entscheidung des OLG Dresden (Beschluss vom 29.11.2004, 2 U #####/####, insgesamt offen gelassen in BGH, Urteil vom 16.4.3013, II ZR 118/11, beide eingestellt in juris) niedergelegten Grundsätzen.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (Urteil vom 16.4.2013, II ZR 118/11, eingestellt in juris) entsteht der Erstattungsanspruch bereits mit der Abführung der Zinsabschläge.