Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/38385,0.html
Timestamp: 2019-10-14 14:27:21
Document Index: 328876032

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 323', '§ 225', '§ 221', '§ 222', '§ 3', '§ 20']

Strafrecht HA kleiner Schein / Trier
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Verfasst am: 17 Okt 2005 - 07:12:35 Titel: Strafrecht HA kleiner Schein / Trier
okay der Sachverhalt :
Der 16jährige Jan Jasomirgott (J) ist zwar körperlich und seelisch normal entwickelt, in seiner Rechtstreue aber ein fragwürdiger Gesell. Eines Tages sieht er untätig und belustigt zu, wie seine 14jährige Schwester (S) von zwei volljährigen Schulkameraden erst brutal misshandelt und dann ausgeraubt wird, obwohl er als kräftiger Bursche die Untat hätte verhindern können. Tage später verprügelt er den Ewan MacAngel (E), einen scheuen Verehrer seiner (J) Freundin, so heftig, dass E auf beiden Augen erblindet. Daraufhin wird J festgenommen; gegen ihn ergeht Haftbefehl.
Als J infolge Haftverschonung wieder auf freiem Fuß ist, wird er von seiner Familie und seiner Freundin „verstoßen“; alle sagen sich von ihm los. Nun zeigt sich, wie labil J im Grunde seines Herzens ist: Er gerät in tiefste Verzweiflung und denkt ernstlich über Selbstmord nach, weil er sein Leben für verpfuscht hält und glaubt, niemand hänge mehr an ihm. In dieser Situation, in der J beinahe schon den Zustand einer depressiven Psychose (§ 20 StGB) erreicht hat, erklärt ihm sein Vater Andreas (A) mit herzloser Kälte: „Junge, spring von der nächsten Brücke, du bist Gott und den Menschen ein Gräuel.“ Theresa (T), die Mutter des J, die hiervon erfährt, unternimmt nichts, um J vom geplanten Suizid abzuhalten, obwohl sie weiß, dass sie ihn umstimmen könnte. J überlebt den Sprung von der Brücke wie durch ein Wunder, und zwar ohne erhebliche Verletzungen. Gerührt nehmen ihn A, T und seine Freundin wieder auf.
Um seine erste Tat „wieder gutzumachen“, überfällt J Wochen später die beiden Schüler, die seine Schwester misshandelt hatten, und schlägt sie zusammen. Einer von beiden, Klaus von Klausewitz (K), erleidet dabei einen Nasenbeinbruch, der ihn ohne sehr aufwendige plastische Chirurgie auf Dauer entstellen würde.
Strafbarkeit von J, A und T?
hier stellen sich mir nun einige fragen...
1. J (jan) wegen der sache mit seiner Schwester nicht wegen § 323c sondern stattdessen wegen §§ 225, 249, 13 ?
2. T (die mutter) und A (der vater) nach §§ 221 II ?
3. T ansonsten §§ 222,22,23,13 ?
4. m.T. da J jugendlicher nach § 3 JGG, fast depressiver psychose nach § 20 StGB und der aussetzung bzw der daraus entstehenden verzweiflungslage sogar durch vater selbst erzeugt ... ?
mal sehn ob da irgendwer bessre ideen hat als ich *g*
danke schon ma im voraus für eure mühe ^^
Verfasst am: 18 Okt 2005 - 08:36:07 Titel: