Source: https://www.deubner-recht.de/produkte/familienrecht-100-mandate/p/keine-anwendung-der-ehelichkeitsvermutung-des-abs-1-satz-1-fuer-ein-am-tage-der-eheschliessung-der-eltern-348309
Timestamp: 2020-06-02 09:22:28
Document Index: 147166630

Matched Legal Cases: ['§ 1591', '§ 1591', '§ 1705', '§ 1591', '§ 13', '§ 1591', '§ 13']

Keine Anwendung der Ehelichkeitsvermutung des Abs. 1 Satz 1 für ein am Tage der Eheschließung der Eltern, aber noch vor dem formalen Trauungsakt geborenes Kind.
AG Tübingen vom 03.06.1988
3 (8) GR 152/87
BGB § 1591 Abs.1 S.1;
DRsp I(167)369a
FamRZ 1989, 316
AG Tübingen, vom 03.06.1988 - Aktenzeichen 3 (8) GR 152/87
DRsp Nr. 1992/11670
»... Der Begriff der Nichtehelichkeit wird durch das Gesetz nicht definiert. Nichtehelichkeit ist vielmehr der Komplementärstatus zur Ehelichkeit, so daß die Regelung der ehel. Abstammung in §§ 1591 f. BGB zugleich die Regelung der nichtehelichen Abkunft einschließt (MünchKomm, Vorb. 2 zu § 1705 BGB ). Nach § 1591 Abs. 1 BGB ist ein Kind, das nach der Eheschließung geboren wird, ehelich. Was unter Eheschließung zu verstehen ist, ergibt sich aus § 13 EheG . ... Da das Gesetz in § 1591 Abs. 1 Satz 1 BGB an den Vorgang der Eheschließung anknüpft, folgt hieraus unmittelbar, daß ein Kind nichtehelich geboren ist, wenn es vor Austausch der Willenserklärungen der Verlobten nach Maßgabe des § 13 Abs. 1 EheG zur Welt gekommen ist.«