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Timestamp: 2019-01-23 14:37:28
Document Index: 182791361

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 20', '§ 24', '§ 246', '§ 253', '§ 285']

Bilanzierungsaufgabe Aktiva und Passiva nach HGB.
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Verfasst am: 01 Aug 2014 - 23:48:26 Titel: Bilanzierungsaufgabe Aktiva und Passiva nach HGB.
Bevor Ich die Aufgaben schildere, schonmal eine Frage vorab. Und zwar, ich bräuchte noch mehr Aufgaben mit Lösungen, die etwa diesem Aufgabentyp entsprechen. Danke im Voraus!
Die erste Aufgabe hat den Oberbegriff Aktiva nach HGB
Die Coca AG wird von der Bebsi AG übernommen(Gesamtkaufpreis 10 Millarden Euro). Im Rahmen der Transaktion ( asset deal) entsteht ein Geschäfts oder - Firmenwert in Höhe von einer Millarden Euro . Wie ist dieser Sachverhalt im handelsrechtlichen Jahresabschluss bilanziell zu erfassen? Gehen Sie im Rahmen ihrer Antwort auch kurz auf die Folgebewertung und etwaige Angabepflichten ein. Nennen Sie die einschlägigen Rechtsnormen!
Mein Ansatz war folgender: Der Geschäfts oder Firmenwert gehört ja auf die Aktivseite nach Paragraph 266 HGB
meine Bilanz würde dann wie folgt aussehen
Auf der Aktivseite: 1 Millarden Geschäfts oder Firmenwert ; -10 Millarden Bank/Kasse
Mir fehlt einfach die Idee,wie ich an solche Aufgaben ran kann
Zum Geschäftswert hab ich noch was im Paragraph 309 Abs 1 HGB gefunden
Aber sonst hab ich hier keine Ahnung :/
für die Hilfe im Voraus
Verfasst am: 02 Aug 2014 - 08:19:09 Titel:
Ich würde das grundsätzlich so lösen:
1. Sachverhaltsreflexion:
Die Gesellschafter der Coca AG tauschen alle Vermögensgegenstände des Betriebsvermögens gegen neue Anteile an der Bebsi AG.
Hier handelt es sich um eine Verschmelzung durch Aufnahme §§ 4 ff. UmwG (ein Fall von Gesamtrechtsnachfolge vgl. § 20 UmwG).
Die Bebsi AG muss sich dann noch überlegen, um wie viel sie ihr gezeichnetes Kapital erhöht, sie muss ja im Tausch neue Anteile ausgeben. Das kann man auch selbst ausrechnen, in der Regel ist es in Aufgaben aber angegeben, um wie viel das gez. Kapital erhöht wird (ist ein rechnerisches und kein rechtliches Problem).
2. Zugangsbewertung:
Handelsrechtlich besteht gem. § 24 UmwG ein Wahlrecht entweder zur Buchwertforführung (also die Buchwerte der Überträgerin) oder zum Ansatz der Anschaffungskosten (Wert der Gegenleistung, also der dafür hingegebenen neuen Anteile).
3. Folgebewertung:
Die Bewertung der übernommenen Vermögensgegenstände erfolgt ganz normal nach HGB. (Ich würde dir empfehlen, den Gesetzestext so zu präparieren, dass du die Stellen für Firmenwert, Rückstellungen etc. sofort findest).
Zum Schluss kann man sich noch überlegen, wie das Eigenkapital der Übernehmerin nach der Verschmelzung strukturiert ist (wenn es denn in so einer Aufgabe verlangt ist).
Übernahmegewinn (Teil des Jü):
Statt der Beteiligung an der Coca AG befinden sich in der Schlussbilanz der Bebsi AG jetzt alle Vermögensgegenstände der Coca AG. Der Übernahmegewinn berechnet sich wie folgt: [(Wertansatz der übernommenen Vermögensgegenstände x Beteiligungshöhe vor der Verschmelzung) ./. Buchwert Beteiligung Coca AG vor der Verschmelzung].
Gez. Kapital:
Dieses erhöht um den ausgerechneten oder in der Aufgabe angegeben Wert. Das geht auch aus der Handelsregistereintragung hervor.
Kapitalrücklage:
An der Coca AG waren wahrscheinlich nicht nur die Bebsi AG beteiligt, sondern auch Minderheitsgesellschafter. Übersteigt der Wertansatz der übertragenen Vermögensgegenstände den Nennwert der Anteile an der Bebsi AG, den Minderheitsgesellschafter im Austausch erhalten haben, dann ist darin ein Gesellschafteragio zu sehen, das in die Kapitalrücklage eingestellt wird.
Die Kapitalrücklage erhöht sich wie folgt: [(Wertansatz der übernommenen Vermögensgegenstände x Beteiligungshöhe der Minderheitsgesellschafter) ./. Nennwert der erhaltenen Anteil].
Verfasst am: 06 Aug 2014 - 18:17:54 Titel:
Herzlichen Dank!! Markusob!!
Aber soweit müssen wir das für die Klausur nicht können. Da wir relativ noch neu im Accounting bzw. im externen Rechnungswesen sind, würde dein Ansatz bei uns zu weitgehen bzw. deine Lösung.
Ich hab mir nochmal Gedanken gemacht und hoffe du schaust nochmal rein:
Also der Goodwill ist ja laut dem Paragraph 246 Abs 1 Satz 4 folgendermaßen definiert:
Goodwill= Kaufpreis - (Vermögensgegenstände von der übernommenen Firma - deren Schulden)
Also hab ich schonmal eine Rechtsnorm genannt.
Hinzu kommt folgender Fakt, denn im Gleichen Paragraph steht, dass der Goodwill ein zeitlich begrenzt nutzbarer Vermögensgegenstand ist, bedeutet für mich , dass Ich nach Paragraph 253 Absatz 3 Satz 1 HGB den Goodwill um planmäßige Abschreibungen immer verringern muss, da er ja laut Paragraph 266 zu den immateriellen VG gehört und somit zu der Aktivseite und dem Anlagevermögen. Wieder zwei Rechtsnormen genannt.
Dann hab ich noch was zum Goodwill im Paragraph 285 Nr. 13 HGB gefunden.
Für diese Ausführung müsste Ich doch schon Punkte bekommen oder was glaubt du/ glaubt ihr?
So ,was mir jetzt fehlt, ist die Bilanz in T-Form aufzumalen
Ich weiß nur ich muss auf der Aktivseite 1 Millarden an Goodwill stehen haben und evtl Kasse -10 Millarden?
PS Rechtschreibfehler und Grammatikfehler sind zu entschuldigen, bin ziehmlich im Klausurenstress. Danke!!
Verfasst am: 07 Aug 2014 - 08:45:25 Titel:
Also in den Steuerberater-Klausuren würdest du das so lösen, um möglichst viele Punkte zu kriegen:
Erst zeigst du in einer keinen Nebenrechnung, dass der Käufer des Unternehmens mehr bezahlt hat als die einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens wert sind. Das ist dein Firmenwert.
Dann kommen Angaben zur Bilanzierung und Bewertung:
immaterielles abnutzbares WG des Anlagevermögens
Ansatzpflicht gem. § 246 Abs. 1 S. 1 u. S. 4 HGB, da entgeltlich erworben
Zugangsbewertung gem. § 253 Abs. 1 S. 1 u. Abs. 3 HGB mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibung. Für die Abschreibungsdauer gibt es im Handelsrecht keine strikte Vorgabe, bei einer gewählten Abschreibungsdauer von mehr als 5 Jahren müssen gem. § 285 Nr. 13 HGB die Gründe hierfür im Anhang genannt werden.
Zum Schluss berechnest du den Bilanzansatz zum Abschlussstichtag.
Das alles würde bei uns in der Klausur vielleicht 3 von 100 Punkten Wert sein