Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=26.03.2009&Aktenzeichen=I%20ZR%20120/07
Timestamp: 2019-09-15 06:44:25
Document Index: 378738206

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 41', 'Art. 41', 'Art. 41', 'BGH', 'BGH', 'Art. 1', 'Art. 31', 'Art. 1', 'Art. 31', 'Art. 1', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 1', 'Art. 31', 'BGH', 'Art. 29', 'BGH', 'BGH', 'Art. 41', 'BGH']

BGH, 26.03.2009 - I ZR 120/07 - dejure.org
https://dejure.org/2009,3260
BGH, 26.03.2009 - I ZR 120/07 (https://dejure.org/2009,3260)
BGH, Entscheidung vom 26.03.2009 - I ZR 120/07 (https://dejure.org/2009,3260)
BGH, Entscheidung vom 26. März 2009 - I ZR 120/07 (https://dejure.org/2009,3260)
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CMR Art. 41 Abs. 1
Beförderungsausschluss - Vereinbarkeit mit Art. 41 CMR
Gültigkeit einer den Transport bestimmter Güter ausschließenden Frachtlieferungsklausel; Vereinbarkeit einer die Haftung für Verlust und Beschädigung von Transport beschreibenden Beförderungsausschlussklausel mit den zwingenden Vorschriften der Beförderungsbedingungn im ...
Zulässige Transportausschlussklausel bei Anwendbarkeit des CMR
Art. 41 CMR, 4 Abs. 4 EVÜ
Allgemeines (Normzweck, Herkunft)
Zur Wirksamkeit einer Klausel in Transport-AGB zur Verweigerung von Beförderung
Wirksamkeit einer Klausel in Beförderungsbedingungen
Ausgeschlossene Frachtgüter im grenzüberschreitenden Verkehr
Markenrecht - Verkehrsdurchsetzung eines Wortzeichens
LG Regensburg, 22.09.2005 - 1 HKO 2685/04
OLG Nürnberg, 04.07.2007 - 12 U 2273/05
NJW-RR 2010, 247
BGH, 29.05.2019 - I ZR 194/18
Eröffnung des Gerichtsstands auch für den gegen den Haftpflichtversicherer des …
aa) Die Anwendung der CMR und insbesondere ihres Artikels 31 setzt danach einen wirksamen Beförderungsvertrag voraus; die bloße Tatsache einer internationalen Beförderung führt daher für sich allein gesehen nicht zur Anwendung der CMR (vgl. BGH, Urteil vom 26. März 2009 - I ZR 120/07, TranspR 2010, 76 Rn. 14;… MünchKomm.HGB/Jesser-Huß, 3. Aufl., Art. 1 CMR Rn. 2 und Art. 31 CMR Rn. 4;… Koller, Transportrecht, 9. Aufl., Art. 1 CMR Rn. 2 und 3 und Art. 31 CMR Rn. 1;… Großkomm.HGB/Reuschle, 5. Aufl., Art. 1 CMR Rn. 60 bis 65 und Art. 31 CMR Rn. 7;… Demuth in Thume, CMR, 3. Aufl., Art. 31 Rn. 3;… Bahnsen in Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn, HGB, 3. Aufl., Art. 1 CMR Rn. 2;… Boesche in Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn aaO Art. 31 CMR Rn. 3, 4 und 6).
Kommt der Frachtführer seiner sekundären Darlegungslast nicht ausreichend nach, kann der Schluss auf ein qualifiziertes Verschulden gerechtfertigt sein (BGH TranspR 2010, 76 ff.; TranspR 2009, 262 ff., TranspR 2008, 113 ff.).
(1) Das Vorliegen eines qualifizierten Verschuldens beurteilt sich gemäß Art. 29 I CMR nach dem Recht des angerufenen Gerichts, hier also nach deutschem Recht (BGH, Urteil vom 26. März 2009 - I ZR 120/07, Tz. 24, zit. nach juris).
Es steht ihm frei, den Transport bestimmte Güter - hier: einer Uhr im Wert von ca. 7.000 EUR - abzulehnen und dies auch in seinen Beförderungsbedingungen formularmäßig festzuschreiben (vgl. zuletzt BGH, Urteil vom 26.03.2009 - I ZR 120/07 -).
Insbesondere verstoßen sie nicht gegen Art. 41 Abs. 1 Satz 1 CMR, da sie nicht die Haftung für Verlust oder Beschädigung des Transportguts einschränken, sondern nur regeln, welche Güter die Beklagte nicht transportieren will (vgl. dazu BGH NJW-RR 2010, S. 247, 249 m.w.N.).