Source: https://bayrvr.de/2016/03/09/bgh-zusatzversorgung-der-angestellten-und-arbeiter-im-oeffentlichen-dienst-bgh-erklaert-auch-geaenderte-startgutschriftenregelung-der-vbl-fuer-rentenferne-versicherte-fuer-unwirksam/
Timestamp: 2020-05-25 01:43:39
Document Index: 72238432

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 79', '§ 18', '§ 18', '§ 2', '§ 18', '§ 18', '§ 41', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH: Zusatzversorgung der Angestellten und Arbeiter im öffentlichen Dienst – BGH erklärt auch geänderte Startgutschriftenregelung der VBL für rentenferne Versicherte für unwirksam
§ 79 Abs. 1a VBLS lautet auszugsweise:
1Bei Beschäftigten, deren Anwartschaft nach Absatz 1 (rentenferne Jahrgänge) berechnet wurde, wird auch ermittelt, welche Anwartschaft sich bei einer Berechnung nach § 18 Abs. 2 BetrAVG unter Berücksichtigung folgender Maßgaben ergeben würde:
1.1Anstelle des Vomhundertsatzes nach § 18 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 BetrAVG wird ein Unverfallbarkeitsfaktor entsprechend § 2 Abs. 1 Satz 1 BetrAVG errechnet. 2Dieser wird ermittelt aus dem Verhältnis der Pflichtversicherungszeit vom Beginn der Pflichtversicherung bis zum 31. Dezember 2001 zu der Zeit vom Beginn der Pflichtversicherung bis zum Ablauf des Monats, in dem das 65. Lebensjahr vollendet wird. 3Der sich danach ergebende Vomhundertsatz wird auf zwei Stellen nach dem Komma gemeinüblich gerundet und um 7,5 Prozentpunkte vermindert.
2.1Ist der nach Nummer 1 Satz 3 ermittelte Vomhundertsatz höher als der bisherige Vomhundertsatz nach § 18 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 BetrAVG, wird für die Voll-Leistung nach § 18 Abs. 2 BetrAVG ein individueller Brutto- und Nettoversorgungssatz nach § 41 Abs. 2 und 2b d.S.a.F. ermittelt. 2Als gesamtversorgungsfähige Zeit werden dabei berücksichtigt
a) die bis zum 31. Dezember 2001 erreichten Pflichtversicherungsmonate zuzüglich der Monate vom 1. Januar 2002 bis zum Ablauf des Monats, in dem das 65. Lebensjahr vollendet wird, und
b) die Monate ab Vollendung des 17. Lebensjahres bis zum 31. Dezember 2001 abzüglich der Pflichtversicherungsmonate bis zum 31. Dezember 2001 zur Hälfte.
2Ist die unter Berücksichtigung der Maßgaben nach den Nummern 1 und 2 berechnete Anwartschaft höher als die Anwartschaft nach Absatz 1, wird der Unterschiedsbetrag zwischen diesen beiden Anwartschaften ermittelt und als Zuschlag zur Anwartschaft nach Absatz 1 berücksichtigt. …“
LG Karlsruhe – Urteil vom 21. März 2014 – 6 O 229/13
OLG Karlsruhe – Urteil vom 18. Dezember 2014 – 12 U 124/14
IV ZR 168/15
LG Karlsruhe – Urteil vom 20. Dezember 2013 – 6 O 41/13
OLG Karlsruhe – Urteil vom 10. März 2015 – 12 U 258/14
BGH, Pressemitteilung v. 09.03.2016 zu den U. v. 09.03.2016, IV ZR 9/15 und IV ZR 168/15
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