Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZfBR%201981,%20265
Timestamp: 2019-09-17 01:24:53
Document Index: 335454368

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 632', '§ 633', '§ 634', '§ 635', '§ 273', '§ 320', '§ 641', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 320', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 09.07.1981 - VII ZR 40/80 - dejure.org
https://dejure.org/1981,205
BGH, 09.07.1981 - VII ZR 40/80 (https://dejure.org/1981,205)
BGH, Entscheidung vom 09.07.1981 - VII ZR 40/80 (https://dejure.org/1981,205)
BGH, Entscheidung vom 09. Juli 1981 - VII ZR 40/80 (https://dejure.org/1981,205)
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Abschlagszahlungen - vereinbarter Sicherheitseinbehalt
Zahlungsverweigerung - Nachbesserung - Sicherheitseinbehalt - Schönheitsfehler - Bauwerksmängel - Mängelbeseitigungsanspruch
BGB § 632, § 633, § 634, § 635, § 273, § 320
NJW 1981, 2801
MDR 1982, 133
BauR 1981, 577
ZfBR 1981, 265
Soweit die Leistung der Schuldnerin abgenommen worden ist (Häuser 2 und 21), führt das dazu, dass die Beklagte uneingeschränkt zur Zahlung des Betrags verurteilt wird, der nach dem anwendbaren § 641 Abs. 3 BGB in der Fassung des Gesetzes zur Beschleunigung fälliger Zahlungen vom 30. März 2000 (BGBl. I 2000, 330) das mindestens Dreifache der Mängelbeseitigungskosten überschreitet, und im Übrigen zu einer Verurteilung Zug-um-Zug gegen Beseitigung der anderen festgestellten, in der Revision nicht mehr streitigen Mängel (vgl. BGH, Urteil vom 9. Juli 1981 - VII ZR 40/80, BauR 1981, 577, 581).
Jedenfalls wenn die Werkleistung das Risiko eines Schadens in sich birgt, muss der Auftraggeber den Schadenseintritt nicht abwarten (BGH, Urteil vom 09.07.1981, VII ZR 40/80, NJW 1981, 2801).
Die unzureichenden Dämmwerte stellen einen Leistungsmangel dar, ohne daß das Bauwerk noch zusätzlich beeinträchtigt zu sein braucht (Senatsurteil vom 9. Juli 1981 - VII ZR 40/80 = BauR 1981, 577, 579 m.N.).
Seiner Darlegungslast genügt der Werkunternehmer nicht schon durch den Vortrag, dass es bisher zu keinen schädlichen Erscheinungen gekommen sei (vgl. BGH, Urteil vom 09.07.1981, VII ZR 40/80, www.juris.de).
Der Auftraggeber gerät vielmehr mit der Zahlung der Vergütung auch dann nicht in Verzug, wenn der Auftragnehmer mit einer Abschlagsrechnung abgerechnete Leistungen tatsächlich noch nicht erbracht hat (vgl. Senat, Urteil vom 9. Juli 1981 - VIII ZR 40/80 = ZfBR 1981, 265, 267 = BauR 1981, 577, 581 = NJW 1981, 2801 [BGH 09.07.1981 - VII ZR 40/80];… Werner/Pastor, Der Bauprozeß 6. Aufl. Rdn. 1064).
Wie jeder Bauherr darf auch der Erwerber einer Eigentumswohnung vom Bauträger die Zahlung einer nach Baufortschritt fälligen Rate des Erwerbspreises jedenfalls wegen bis dahin am Sondereigentum aufgetretener Baumängel in angemessenem Verhältnis zum voraussichtlichen Beseitigungsaufwand verweigern (im Anschluß an BGH NJW 1981, 2801 [BGH 09.07.1981 - VII ZR 40/80]; 1982, 2494) [BGH 24.05.1982 - II ZR 124/81].
Der Auftragnehmer kann nicht einwenden, der Auftraggeber dürfe das Leistungsverweigerungsrecht nur wegen eines den Sicherheitseinbehalt wertmäßig übersteigenden Mängelbeseitigungsanspruchs geltend machen (Senatsentscheidungen NJW 1981, 2801 [BGH 09.07.1981 - VII ZR 40/80]; 1982, 2494) [BGH 24.05.1982 - II ZR 124/81].
Die Einbehaltung fälliger Abschlagszahlungen verfolgt vor allem den Zweck, den Auftragnehmer zur umgehenden Beseitigung von Mängeln an den bis dahin erbrachten Leistungen anzuhalten; daß der Sicherheitseinbehalt die Kosten der Mängelbeseitigung deckt, steht dem nicht entgegen (NJW 1981, 2801 [BGH 09.07.1981 - VII ZR 40/80]).
Der Senat hat allerdings schon mehrfach zum Ausdruck gebracht, daß ein beträchtlicher Sicherheitseinbehalt für die Höhe einer berechtigten Leistungsverweigerung von Belang sein und bei deren Bemessung je nach den Umständen miteinbezogen werden kann (NJW 1981, 2801 [BGH 09.07.1981 - VII ZR 40/80]; 1982, 2494) [BGH 24.05.1982 - II ZR 124/81].
Denn für einen Mangel haftet der Unternehmer auch dann, wenn er auf einen Wunsch des Bestellers zurückzuführen ist (BGH BauR 1981, 577;… Werner/Pastor, Der Bauprozess, 12. Aufl., Rn. 1516).
Der Auftragnehmer kann auch in diesem Fall nicht einwenden, der Auftraggeber dürfe das Leistungsverweigerungsrecht nur wegen eines den Sicherheitseinbehalt wertmäßig übersteigenden Mängelbeseitigungsanspruches geltend machen (im Anschluß an BGH NJW 1981, 2801 [BGH 09.07.1981 - VII ZR 40/80]).
Während die Sicherheit dazu dient, die vertragsgemäße Ausführung der Leistung und die Gewährleistung sicherzustellen (§ 17 Nr. 1 Abs. 2 VOB/B (1973)), bezweckt die Leistungsverweigerung gemäß § 320 BGB über die Sicherung des Anspruchs hinaus, auf den Auftragnehmer Druck auszuüben, damit er die ihm obliegende Leistung umgehend erbringt (Senatsurteile NJW 1958, 706 Nr. 4; 1981, 2801; vom 18. Mai 1978 - VII ZR 138/77 = BauR 1978, 398, 400 = ZfBR 1978, 25, 26).
Dieser kann nicht einwenden, der Auftraggeber dürfe das Leistungsverweigerungsrecht nur wegen eines die Sicherheit wertmäßig übersteigenden Mängelbeseitigungsanspruchs geltend machen (BGH NJW 1981, 2801 [BGH 09.07.1981 - VII ZR 40/80]).
Dieses wird u.a. zu prüfen haben, ob die Beklagten überhaupt noch auf Mängelbeseitigung durch die Klägerin bestehen, oder ob die Parteien sich inzwischen darauf verständigt haben, das Bauvorhaben endgültig abzurechnen (vgl. BGH NJW 1967, 34; 1981, 2801) [BGH 09.07.1981 - VII ZR 40/80].
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