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Timestamp: 2016-10-28 10:13:59
Document Index: 197812664

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'BGE', 'Art. 89', 'BGE', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 12']

1C_343/2015 (30.03.2016)
1C_343/2015 � � Urteil vom 30. M�rz 2016
und diese vertreten durch Rechtsanwalt Lorenzo Marazzotta,
Bau- und Werkkommission der Einwohnergemeinde H�gendorf,
Bachstrasse 11, 4614 H�gendorf,
Werkhofstrasse 65, R�tihof, 4509 Solothurn.
Baubewilligung (Mobilfunkanlage),
Beschwerde gegen das Urteil vom 27. Mai 2015 des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn.
Am 31. Juli 2013 stellte die Sunrise Communications AG (nachstehend: Sunrise AG) bei der Einwohnergemeinde H�gendorf ein Baugesuch bez�glich der Erstellung einer Mobilfunkanlage auf dem Dach des Wohnhauses BG H�gendorf Nr. 2112 an der Hafenstrasse 5. Die Anlage sollte gem�ss dem Standortdatenblatt vom 24. Juni 2013 drei Multibandantennen f�r den Sendebetrieb in den Frequenzb�ndern 800, 900, 1800 und 2100 MHz mit einer �quivalenten Sendeleistung von insgesamt 10'700 Watt und drei Richtfunkantennen umfassen.
Das Amt f�r Umwelt (AfU) des Kantons Solothurn teilte der Bauverwaltung der Einwohnergemeinde H�gendorf mit Schreiben vom 14. August 2013 mit, die von den Betreibern der Sendeanlage vorgelegten Immissionsprognosen f�r die Mobilfunkanlage zeigten, dass die Grenzwerte der Verordnung �ber den Schutz vor nichtionisierender Strahlung vom 23. Dezember 1999 (NISV; SR 814.710) eingehalten w�rden. Bei der Kontrolle vor Ort habe das Amt festgestellt, dass die Annahmen zu den Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) und den Abst�nden zutr�fen. Nach der Publikation des Bauvorhabens wurden dagegen sechs Einsprachen erhoben, darunter diejenige von A.________.
Mit Beschluss vom 19. November 2013 hiess die Baukommission H�gendorf die Einsprachen gut und verweigerte die Baubewilligung, mit der Begr�ndung, die Einhaltung der Grenzwerte sei wegen der Messunsicherheiten bei NIS-Abnahmemessungen nicht sichergestellt.
Diesen Beschluss focht die Sunrise AG mit Beschwerde beim Bau- und Justizdepartement (BJD) des Kantons Solothurn an. Dieses ersuchte mit Schreiben vom 19. Februar 2014 das Eidgen�ssische Institut f�r Metrologie (METAS) um eine Stellungnahme zur Frage, ob die bisherigen Messempfehlungen 2002 und 2003 des Bundesamtes f�r Umwelt (BAFU) /METAS noch dem heutigen Stand der Technik entspr�chen. Mit Schreiben vom 16. Juni 2014 reichte das METAS dem BJD einen entsprechenden Amtsbericht vom 11. Juni 2014 ein.
Das BJD hiess mit Verf�gung vom 15. Januar 2015 die Beschwerde der Sunrise AG gut und erteilte ihr die verlangte Baubewilligung unter diversen Auflagen. Dagegen erhob A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn eine Beschwerde, mit dem Hauptantrag, die Baubewilligung zu verweigern. Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde mit Urteil vom 27. Mai 2015 ab, soweit es darauf eintrat.
A.________ (Beschwerdef�hrer) erhebt beim Bundesgericht gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 27. Mai 2015 eine mit "Einsprache" bezeichnete Eingabe mit dem Hauptantrag, dieses Urteil aufzuheben und das Baugesuch zur�ck- bzw. abzuweisen.
Das Verwaltungsgericht und die Sunrise AG (Beschwerdegegnerin) beantragen, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Das BAFU kommt in seiner Stellungnahme zum Ergebnis, der angefochtene Entscheid stehe im Einklang mit der Umweltgesetzgebung des Bundes. Der Beschwerdef�hrer reichte zu den genannten Vernehmlassungen eine Replik ein. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik.
1.1.�Gegen den kantonal letztinstanzlichen Entscheid der Vorinstanz in einer Baurechtssache steht die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen (Art. 82 ff. BGG). Demnach ist die als "Einsprache" bezeichnete Eingabe als Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an die Hand zu nehmen, da eine unrichtige Bezeichnung des Rechtsmittels nicht schadet, wenn bez�glich des zul�ssigen Rechtsmittels s�mtliche formellen Voraussetzungen erf�llt sind und daher eine Konversion m�glich ist (BGE 131 I 291 E. 1.3 S. 296).
Der Beschwerdef�hrer ist gem�ss Art. 89 Abs. 1 BGG beschwerdelegitimiert, da er am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat und er Eigent�mer eines Hauses im Einspracheperimeter ist (vgl. BGE 128 II 168 E. 2.3 und 2.4 S. 171 f.). Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde grunds�tzlich einzutreten.
1.2.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann die Verletzung von Bundesrecht, V�lkerrecht und kantonalen verfassungsm�ssigen Rechten geltend gemacht werden (Art. 95 lit. a, b und c BGG). Die Verletzung des �brigen kantonalen Rechts kann abgesehen von hier nicht relevanten Ausnahmen vor Bundesgericht nicht ger�gt werden. Zul�ssig ist jedoch die R�ge, die Anwendung dieses Rechts f�hre zu einer Verletzung von Bundesrecht, namentlich des verfassungsm�ssigen Willk�rverbots (BGE 138 I 143 E. 2 S. 149 f.). Nach der Praxis des Bundesgerichts verst�sst ein Entscheid gegen dieses Verbot, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, weil er zum Beispiel eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt. Dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar erscheint, gen�gt nicht (BGE 141 I 70 E. 2.2 S. 72; 141 I 49 E. 3.4 S. 53; je mit Hinweisen).
1.3.�Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Beschwerdebegr�ndung in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die Verletzung von Grundrechten pr�ft das Bundesgericht nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130). Inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen, ist daher in der Beschwerde klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen (BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 140 II 141 E. 8 S. 156). R�gt ein Beschwerdef�hrer die Verletzung des Willk�rverbots von Art. 9 BV, gen�gt es nicht, wenn er einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei willk�rlich. Er hat vielmehr anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern dieser an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet. Auf R�gen, mit denen bloss allgemein gehaltene, appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid ge�bt wird, tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 262; 136 II 489 E. 2.8; 137 V 57 E. 1.3 S. 60; je mit Hinweisen).
1.4.�Die Begr�ndung muss gem�ss der Rechtsprechung in der Beschwerdeschrift selber enthalten sein, weshalb blosse Verweise auf Ausf�hrungen in anderen Rechtsschriften nicht ausreichen (BGE 133 II 396 E. 3.2 S. 399 f.; Urteil 1C_565/2014 vom 11. Mai 2015 E. 1.5 mit Hinweis). Dem allgemeinen Antrag des Beschwerdef�hrers, es seien die von ihm in den vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Antr�ge und Begr�ndungen zu ber�cksichtigen, kann daher nicht entsprochen werden.
2.1.�Gem�ss Art. 13 Abs. 1 NISV m�ssen die Immissionsgrenzwerte nach Anhang 2 dieser Verordnung �berall eingehalten sein, wo sich Menschen aufhalten k�nnen. Der Anlagegrenzwert gilt dagegen f�r einzelne Anlagen und muss nur an Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) eingehalten werden (Art. 3 Abs. 6 und Anhang 1 Ziff. 65 NISV). Als solche Orte gelten namentlich R�ume in Geb�uden, in denen sich Personen regelm�ssig w�hrend l�ngerer Zeit aufhalten, sowie �ffentliche oder private, raumplanungsrechtlich festgesetzte Kinderspielpl�tze (Art. 3 Abs. 2 lit. a und b NISV). Gem�ss Ziff. 64 des Anhangs 1 der NISV betr�gt der Anlagegrenzwert je nach verwendeten Frequenzbereichen 4, 5 oder 6 V/m. Diese Anlagegrenzwerte sind keine Gef�hrdungswerte, sondern vorsorgliche Emissionsbegrenzungen, welche die Strahlung auf das technisch und betrieblich m�gliche und wirtschaftlich tragbare Mass reduzieren sollen. Bei solchen Grenzwerten im Vorsorgebereich kommt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts auch bei den konkreten Messungen der Grundsatz zur Anwendung, wonach der gemessene Wert massgeblich ist, und die Messunsicherheit weder dazugerechnet noch abgezogen wird (Urteil 1C_685/2013 vom 6. M�rz 2015 E 8.1 mit Hinweisen).
2.2.�Ist - wie im vorliegenden Fall - die Anlage noch nicht errichtet und in Betrieb genommen worden, kann die Einhaltung der Immissions- und der Anlagegrenzwerte nicht gemessen, sondern nur berechnet werden. Grundlage der rechnerischen Prognose ist das vom Inhaber der geplanten Anlage gem�ss Art. 11 NISV eingereichte Standortdatenblatt (Urteil 1A.116/2002 vom 17. November 2003 E. 3.1). Dieses muss namentlich Angaben �ber die von der Anlage erzeugte Strahlung an den drei Orten mit empfindlicher Nutzung enthalten, an denen diese Strahlung am st�rksten ist (Art. 11 Abs. 2 lit. c Ziff. 2 NISV). Sodann muss das Standortdatenblatt einen Situationsplan enthalten, der insbesondere die Angaben zu den OMEN darstellt (Art. 11 Abs. 2 lit. d NISV). In diesem Plan werden die jeweils h�chstbelasteten Stellen der OMEN als Messpunkte eingetragen. Bei der rechnerischen Prognose wird die Strahlung, die an einem zu untersuchenden Ort zu erwarten ist, f�r jede zur Anlage geh�rende Antenne einzeln berechnet. Die einzelnen Beitr�ge werden anschliessend addiert. Grundlage f�r die Berechnung sind die beantragte Sendeleistung, die Abstrahlcharakteristik der Sendeantenne, die Senderichtung, der Abstand von der Antenne und die relative Lage des Ortes gegen�ber der Antenne (Winkel zur Hauptstrahlrichtung). Ausserdem wird die D�mpfung der Strahlung durch die Geb�udeh�lle ber�cksichtigt (BUWAL, Mobilfunk- und WLL-Basisstationen, Vollzugsempfehlung zur NISV, Bern 2002, S. 24 Ziff. 2.3.1).
2.3.�Die Vorinstanz f�hrte sinngem�ss aus, die geplante Mobilfunkanlage halte gem�ss dem Standortdatenblatt und dem Bericht des AfU vom 14. August 2013 am OMEN Nr. 5, d.h. dem Haus an der Industriestrasse 32, den Anlagegrenzwert ein. Unmittelbar hinter dem OMEN Nr. 5 befinde sich an der Industriestrasse 30 in der gleichen Senderichtung das Haus des Beschwerdef�hrers, wobei die Distanz zum Messpunkt des OMEN Nr. 5 lediglich 5 m betrage. Unter diesen Umst�nden erscheine es nicht sinnvoll, beim Haus des Beschwerdef�hrers eine weitere Abnahmemessung durchzuf�hren, weil dort keine h�here Strahlenbelastung zu erwarten sei.
2.4.�Der Beschwerdef�hrer wendet ein, der vorinstanzliche Verweis auf den Bericht des AfU vom 14. August 2013 sei insoweit fehlerhaft, als darin die Reiheneinfamilienh�user an der Industriestrasse 20 bis 32 gesamthaft als Mehrfamilienhaus an der Hafenstrasse 32 bezeichnet w�rden.
2.5.�Mit dieser unzutreffenden Angabe im Bericht des AfU, die wohl auf ein Versehen zur�ckzuf�hren ist, vermag der Beschwerdef�hrer nicht aufzuzeigen, dass die Berechnungen f�r den OMEN Nr. 5 unzutreffend vorgenommen wurden, weil sich dieser Ort gem�ss dem Standortdatenblatt an der Industriestrasse 32 befindet und es gem�ss der Angabe des BAFU in seiner Vernehmlassung keine Rolle spielt, ob das dortige Einfamilienhaus allein oder zusammen mit den anschliessenden Reiheneinfamilienh�usern als ein Geb�ude betrachtet wird.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer bringt weiter vor, der OMEN Nr. 5 sei nicht korrekt gew�hlt worden, weil er sich im Schatten des Geb�udes befinde, auf dem die Mobilfunkanlage erstellt werden soll. So sei vom Erdgeschoss des Hauses an der Industriestrasse 32 aus gesehen die Mobilfunkantenne (bzw. das entsprechende Bauger�st) gar nicht sichtbar. Dies treffe jedoch f�r sein Haus an der Industriestrasse 30 zu, weshalb dieses Haus als OMEN Nr. 5 h�tte gew�hlt werden m�ssen.
3.2.�Im Standortdatenblatt vom 24. Juni 2013 wird der OMEN Nr. 5 als Wohnhaus an der Industriestrasse 32 mit einer H�he von 6,8 m �ber dem Boden und einer H�he von 4,3 m �ber der H�henkote 0 umschrieben. Bei der NIS-Berechnung f�r OMEN sind als H�hen bei Innenr�umen 1,50 m �ber dem Fussboden des betreffenden Stockwerks zu verwenden (BUWAL, a.a.O., S. 15 Ziff. 2.1.3). Dass vom oberen Stockwerk des Hauses an der Industriestrasse 32 die geplante Mobilfunkanlage nicht einsehbar sei, macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend. Damit ist nicht ersichtlich, weshalb dort die Strahlenbelastung weniger hoch sein soll, als im oberen Stockwerk des Hauses an der Industriestrasse 30, dessen Distanz zur Mobilfunkanlage gr�sser ist. Zudem zeigt der Beschwerdef�hrer nicht auf, inwiefern die direkte Sichtverbindung auf die rechnerische Prognose der Strahlung einen Einfluss haben soll, zumal diese Berechnung unter Annahme von Fernfeldbedingungen und Freiraumausbreitung, ohne Einbezug von Reflexionen und Beugungen erfolgt ist (vgl. BAFU, a.a.O., S. 24 Ziff. 2.3.1). Demnach kann daraus, dass das Erdgeschoss des OMEN Nr. 5 gem�ss der Angabe des Beschwerdef�hrers keine Sichtverbindung zur geplanten Mobilfunkanlage hat, nicht geschlossen werden, dieser Ort weise in seiner Gesamtheit eine geringere Strahlenbelastung auf als das unmittelbar anschliessende Haus des Beschwerdef�hrers, zumal dieses zur Mobilfunkanlage eine gr�ssere Distanz aufweist.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Beschwerdegegnerin habe als Messpunkte f�r den OMEN Nr. 5 und andere OMEN keine Geb�udeecken w�hlen d�rfen, weil sich an diesen Ecken Personen nicht l�nger aufhielten. Dieser Einwand ist unbegr�ndet, weil diese Punkte f�r die NIS-Berechnung die h�chstbelasteten Stellen von OMEN bezeichnen. Wenn sich der betreffende Aufenthaltsort im Innern eines Geb�udes befindet, wird daher mittels D�mpfungswerten gebr�uchlicher Baumaterialien ber�cksichtigt, dass die Strahlung beim Durchtritt durch die Geb�udeh�lle je nach Baustoff mehr oder weniger stark ged�mpft wird (BUWAL, a.a.O., S. 25 Ziff. 2.3.1).
Sodann bringt der Beschwerdef�hrer vor, Art. 3 Abs. 3 lit. b NISV sei verletzt worden, weil ein Kinderspielplatz vor dem Mehrfamilienhaus, auf dem die Mobilfunkanlage errichtet werden soll, nicht als OMEN definiert worden sei.
Gem�ss Art. 3 Abs. 3 lit. b NISV sind nur raumplanungsrechtlich festgesetzte Kinderspielpl�tze als OMEN zu qualifizieren, was voraussetzt, dass in einer Sondernutzungsplanung oder einer Baubewilligung der Zweck als Kinderspielplatz festgesetzt wurde (BENJAMIN WITTWER, Bewilligung von Mobilfunkanlagen, 2. Aufl. 2008, S. 81; URS WALKER, Verordnung �ber den Schutz vor nichtionisierender Strahlung [NISV] - die aktuellen Rechtsfragen, URP 2003, S. 87 ff., 111). Dass diese Voraussetzung gegeben sei, macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend und er zeigt auch nicht auf, dass er entsprechende Behauptungen bereits im vorinstanzlichen Verfahren aufgestellt hat. Die Frage ist jedoch nicht entscheiderheblich, zumal das BAFU in seiner Vernehmlassung ausf�hrte, dass gem�ss seinen Berechnungen die Strahlung am vom Beschwerdef�hrer genannten Spielplatz ohnehin weder den Anlagegrenzwert �berschreite noch zu den drei h�chstbelasteten Orten z�hle.
6.1.�Werden nach der Inbetriebnahme der Mobilfunkanlage zur Kontrolle der Einhaltung der NISV-Grenzwerte Messungen vorgenommen, bestehen dabei Messunsicherheiten. Das Bundesgericht hat im Urteil 1C_661/2012 vom 5. September 2013 E. 4.3 das Kantonsgericht Freiburg im Rahmen einer R�ckweisung aufgefordert, beim METAS einen Amtsbericht zur Frage einzuholen, ob die bisherigen Messempfehlungen, die f�r die erweiterte Messunsicherheit U den Wert von � 45 % zulassen, noch dem heutigen Stand der Technik entsprechen. Diese Frage beantwortete das METAS in seinem am 11. Juni 2014 ver�ffentlichten Amtsbericht �ber die Messunsicherheit beim Messen der Strahlung von Mobilfunk-Basisstationen (abrufbar unter: �http://www.metas. ch�). Es kam darin zum Schluss, dass die fr�her publizierten Messempfehlungen f�r die Mobilfunkdienste der 2., 3. und 4. Generation (GSM, UMTS und LTE) nach wie vor dem Stand der Technik entsprechen (vgl. Urteil 1C_685/2013 vom 6. M�rz 2015 E. 8.4 mit Hinweis).
6.2.�Der Beschwerdef�hrer brachte im vorinstanzlichen Verfahren vor, die Beschwerdegegnerin sei gem�ss dem Urteil des Bundesgerichts 1C_661/2012 vom 5. September 2013 verpflichtet gewesen, mit der Einreichung des Baugesuchs nachzuweisen, dass die verwendeten Messmethoden dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Da die Beschwerdegegnerin diesen Nachweis nicht erbracht habe, habe die Baukommission das Baugesuch zu Recht abgewiesen. Das BJD habe durch die Einholung eines Amtsberichts beim METAS die Beschwerdegegnerin beg�nstigt, bzw. Partei f�r sie ergriffen.
6.3.�Die Vorinstanz f�hrte dazu aus, grunds�tzlich sei es Aufgabe des BAFU und des METAS, die technischen Entwicklungen zu verfolgen und die von diesem abgegebenen Messempfehlungen dem aktuellen Stand der Technik anzupassen. Daran �ndere auch das vom Beschwerdef�hrer angerufene Urteil des Bundesgerichts nichts, weil daraus nicht hervorgehe, dass der Betreiber einer Mobilfunkanlage mit der Einreichung des Baugesuchs und des Standortdatenblattes den Nachweis zu erbringen habe, dass das Messverfahren dem aktuellen Stand der Technik entspreche. Das Bundesgericht habe in einem neueren Entscheid offen gelassen, ob Fortschritte in der Messtechnik �berhaupt schon im Rahmen der Baubewilligung zu ber�cksichtigen seien (Urteil 1C_122/2014 vom 23. Oktober 2014 E. 6.4). Diese Frage k�nne auch hier offen bleiben, weil keine solchen Fortschritte erkennbar seien, zumal das METAS in seinem Bericht vom 11. Juni 2014 aufgezeigt habe, dass sich trotz neuster Technologie die Messungenauigkeit bis heute nicht verringern lasse.
6.4.�Der Beschwerdef�hrer bringt vor, da die Beschwerdegegnerin den Bericht des METAS bei der Einreichung des Baugesuchs h�tte einreichen m�ssen, habe das BJD mit der nachtr�glichen Beschaffung dieses Berichts und seiner Ber�cksichtigung im Verfahren die Beschwerdegegnerin beg�nstigt und damit die Unabh�ngigkeit verloren.
6.5.�Mit diesen Ausf�hrungen l�sst der Beschwerdef�hrer ausser Acht, dass das BJD vom METAS nicht eine einzelfallbezogene, sondern eine generelle �berpr�fung der Aktualit�t der von ihm bisher erlassenen Messempfehlungen verlangte, wie dies im Urteil 1C_661/2012 vom 5. September 2013 in einem anderen Verfahren vorgesehen wurde. Entsprechend hat das METAS am 11. Juni 2014 einen allgemeing�ltigen Amtsbericht verfasst, weshalb nicht gesagt werden kann, die Einholung bzw. die Ber�cksichtigung dieses Berichts h�tte die Beschwerdef�hrerin unrechtm�ssig beg�nstigt.
6.6.�Das Bundesgericht hat gest�tzt auf diesen Amtsbericht des METAS bereits mehrfach best�tigt, dass die in der Praxis gem�ss den bestehenden Messempfehlungen durchgef�hrten Abnahmemessungen auch heute noch dem Stand der Technik entsprechen und damit kein technischer Wandel vorliegt, der ein Abweichen von der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Messung der Strahlung von Mobilfunkanlagen begr�nden k�nnte (Urteile 1C_685/2013 vom 6. M�rz 2015 E. 8.5; 1C_122/2014 vom 23. Oktober 2014 E. 6.4; 1C_286/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 4). Die Kritik des Beschwerdef�hrers am Bericht des METAS vom 11. Juni 2014 gibt keinen Anlass, diese Rechtsprechung in Frage zu stellen, zumal er seine Vorschl�ge zur Verbesserung der Messungen weder bez�glich der praktischen Durchf�hrbarkeit noch ihrer Auswirkungen auf die Messgenauigkeit durch neuere Studien belegt. Damit kann gem�ss der zutreffenden Annahme der Vorinstanz offen bleiben, ob Fortschritte in der Messtechnik �berhaupt schon im Rahmen der Baubewilligung zu ber�cksichtigen w�ren (vgl. Urteil 1C_122/2014 vom 23. Oktober 2014 E. 6.4).
7.1.�Die Vorinstanz auferlegte die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- dem unterliegenden Beschwerdef�hrer und verpflichtete diesen, der anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnerin eine Parteientsch�digung von Fr. 4'000 (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen. Zur Begr�ndung verwies die Vorinstanz auf � 77 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (BGS 124.11) und auf � 181 i.V.m � 179 des Geb�hrentarifs des Kantons Solothurn (BGS 615.11).
7.2.�Der Beschwerdef�hrer f�hrt vor Bundesgericht aus, die Kosten aus der Einsprache beim Bau- und Justizdepartement und der Einsprache beim Verwaltungsgericht seien der Beschwerdegegnerin zu belasten und die willk�rliche Parteientsch�digung sei zur�ckzuweisen. Es sei f�r ihn unverst�ndlich, wie die Vorinstanz dazu komme, so hohe Geb�hren und eine willk�rlich hohe Parteientsch�digung an die Beschwerdegegnerin zu verf�gen, obwohl diese gar keine solche Entsch�digung geltend gemacht habe. Er k�nne sich dies nur damit erkl�ren, dass potentielle Einsprecher davor abgeschreckt werden sollen, gegen Mobilfunkanlagen Rechtsmittel einzureichen.
7.3.�Diese R�ge der willk�rlichen Anwendung kantonalen Rechts ist mangels einer Auseinandersetzung mit den von der Vorinstanz genannten anwendbaren Bestimmungen und dem ihr dabei zustehenden Ermessen nicht rechtsgen�glich begr�ndet, weshalb darauf nicht einzutreten ist (vgl. E. 1.3 hievor). Im �brigen ist der Einwand der fehlenden Geltendmachung einer Parteientsch�digung unbegr�ndet, da die Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Verfahren in ihrer Vernehmlassung vom 11. Februar 2015 ausdr�cklich die Ausrichtung einer Parteientsch�digung zu Lasten des Beschwerdef�hrers beantragte.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens sind die Gerichtskosten dem unterliegenden Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Dieser hat der obsiegenden privaten Beschwerdegegnerin eine angemessene Parteientsch�digung zu entrichten (Art. 68 Abs. 2 BGG). Die Entsch�digung wird als Gesamtbetrag festgesetzt, in dem auch die Mehrwertsteuer enthalten ist (Art. 12 des Parteientsch�digungsreglements vom 31. M�rz 2006, SR 173.110.210.3).
Der Beschwerdef�hrer hat die private Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Bau- und Werkkommission der Einwohnergemeinde H�gendorf, dem Bau- und Justizdepartement des Kantons Solothurn, dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn und dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.