Source: http://schliermann.de/content/leseprobe/4.php
Timestamp: 2018-04-23 15:03:28
Document Index: 349300442

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§ 33', '§ 10', '§ 13', '§ 13', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 14', '§ 14', '§ 13', '§ 10', '§ 13', '§ 7', '§ 10', '§ 10', '§ 20', '§ 10', '§ 44', '§ 13', '§ 10', '§ 44', '§ 32', '§ 44', '§ 32', '§ 120', '§ 3', '§ 3', '§ 6']

1.3.4. Bestuhlung u. Gänge
1.3.4.1. Sitzplätze
" In Reihen angeordnete Sitzplätze müssen unverrückbar befestigt sein; wer­den nur vorübergehend Stühle aufgestellt, so sind sie in den ein­zel­nen Reihen fest miteinander zu verbinden. ...
... gilt nicht für Gaststätten und Kantinen sowie für abgegrenzte Bereiche von Ver­samm­lungs­stät­ten mit nicht mehr als 20 Sitzplätzen und ohne Stufen, wie Logen".
[§ 10.1]
"Sitzplätze müssen mindestens 0,50 m breit sein." [§ 10.3]
Bestuhlungsplan ➔ Seite 18
Ab 5.000 Besucher
Sitze B1, Unterkonstruktion nicht brennbar, [§ 33.2]
Einzelsitze, unverrückbar befestigt [§ 10.2]
VStättV (1978) [VStättV 1978 §§ 13, 14]
gelegentlich aufgestellte Stühle mind. in den einzelnen Reihen fest miteinander ver­bun­den. Am Ende der Reihen mit dem Fußboden verbinden ist nicht mehr gefordert. 13
Sitzplätze mind. 50 cm breit14
Stehplätze mind. 50 cm breit.; max. 45 cm tief [§ 13]
ohne Stuhl: 2 Personen / m²; wenn Ausgänge reichen
Loge max. 10 lose Stühle
1.3.4.2. Reihen und Blöcke
"Zwischen den Sitzplatzreihen muss eine lichte Durchgangsbreite von min­de­stens 0,40 m vorhanden sein." [§ 10.3]
lichte Durchgangsbreite = die engste Stelle senkrecht zwischen den Stühlen
"Seitlich eines Ganges dürfen höchstens 10 Sitzplätze, bei Ver­samm­lungs­stät­ten im Freien und Sportstadien höchstens 20 Sitzplätze angeordnet sein. Zwi­schen zwei Seiten­gän­gen dürfen 20 Sitzplätze, bei Ver­samm­lungs­stät­ten im Freien und Sportstadien höchstens 40 Sitzplätze an­ge­ordnet sein. In Ver­samm­lungs­räumen dürfen zwischen zwei Seiten­gän­gen höch­stens 50 Sitz­plätze ange­ord­net sein, wenn auf jeder Seite des Ver­­samm­lungs­­rau­mes für je­weils vier Sitz­rei­hen eine Tür mit einer lich­­ten Breite von 1,20 m an­ge­ord­net ist." [§ 10.5]
Blöcke [MVStättV § 10.4]
"Sitzplätze müssen in Blöcken von höchstens 30 Sitzplatzreihen an­ge­ord­net sein.
Hinter und zwischen den Blöcken müssen Gänge mit einer Mindestbreite von 1,20 m vorhanden sein.
Die Gänge müssen auf möglichst kurzem Weg zum Ausgang führen."
An jeder Seite eines Ganges max. 20 Plätze15 ➔ Block 40 Plätze16
Ab 5.000 Besucher: Sitzplätze befestigt, schwer entflammbar (Nachweispflicht)
VStättV (1978)
zwischen den Reihen mind. 45 cm (Lot), (fl. Bau 45 cm) [VStättV 1978 § 14.1]
An jeder Seite eines Ganges max. 16 Plätze ➔ Block 32 Plätze [§ 14.2]
(50 bei extrem vie­len Ausgängen, 12 bei steil ansteigenden Platzreihen)
Steil ansteigend ist > 32 cm [VStättV 1978 § 13.2]
1.3.4.3. Tische
"Von jedem Tischplatz ... zu einem Gang ... max. 10 m. Der Abstand von Tisch zu Tisch soll 1,5 m nicht unterschreiten" [§ 10.6]
"Die Fassung als Soll­vor­schrift er­mög­licht ... die Reduzierung des Tischabstandes jedoch nur unter gleich­zeitiger Re­du­zierung der Weglänge" 17
Bierzeltgarnituren ➔ FlBauR Seite 31
VStättV (1978) [VStättV 1978 § 13]
jeder Tisch muss an einem Gang aufgestellt sein, von jedem Stuhl bis Gang max. 5 m
1.3.4.4. Gänge
"Die lichte Breite eines jeden Teiles von Rettungswegen muss mindestens 1.2 m be­tragen" [MVStättV § 7.4]
je nach Anzahl der darauf angewiesenen Besucher Bemessung ➔ Seite 19
Gang hinter und zwischen den Blöcken mind. 1,2 m [MVStättV § 10.4]
Stufengänge [MVStättV § 10.8]
Stufen in Gängen = Stufengänge
Steigung 10 cm - 19 cm
Auftritt mind. 26 cm
Reihen müssen auf gleicher Höhe mit dem Stufengang sein
Halle ab 5.000 Besucher u. Stadien ➔ farblich kennzeichnen
Stufengänge sind keine Treppen.
VStättV (1978) [VStättV 1978 § 20]
Gänge in Ver­samm­lungs­räu­men mit fester Bestuhlung mind. 0,90 m
Klappsitze in Gängen sind unzulässig (wenn sie seitlich in den Fluchtweg ragen)
1.3.4.5. Rollstühle
DIN 18 024 Barrierefreies Bauen
1% der Plätze, jedoch mind. zwei [§ 10.7]
▪ in der Nähe der Ausgänge
▪ mit Platz für Begleitperson
Platz und Weg dorthin mit Hinweisschilder gut sichtbar ...
Die Anordnung der Plätze für Rollstühle muss aus dem Bestuhlungs- und Rettungs­wege­plan hervorgehen. [MVStättV § 44. 5]
Rampe für Rollstühle max. 6 % Steigung (Selbstfahrer) [DIN 18 024]
bis 20 % wenn von einer kräftigen Person geschoben
Rollstühle am besten nur mit Begleitperson zulassen.
MVStättV § 13
▪ für mind. die Hälfte der Plätze nach § 10.7, .... ➔ oben
▪ dauerhaft und leicht erkennbar hinzuweisen
(Länderspez. teilweise auch durch eigene Stellplatzrichtlinie geregelt)
1.3.4.6. Flucht- u. Rettungsplan, Bestuhlungsplan
DIN 4844 - 3 Sicherheitskennzeichnung; Flucht- und Rettungspläne 2003
DIN ISO 23 601 Sicherheitskennzeichnung - Fluchtwegpläne 2010
ASR A2.3 Fluchtwege, Notausgänge, Flucht-und Rettungsplan
"Die Anordnung der Sitz- und Stehplätze, einschließlich der Plätze für Roll­­stuhl­be­nut­zer, der Bühnen- Szenen- oder Spielflächen sowie der Ver­lauf der Ret­tungs­­wege sind in einem Bestuhlungs- und Rettungs­we­ge­plan im Maßstab von mind. 1:200 dar­zu­stel­len." [§ 44.5]
"Sind ver­schie­de­ne Anordnungen vorgesehen, so ist für jede ein be­son­de­rer Plan vor­zu­legen."
"Eine Ausfertigung .. für die jew. Nutzung .. ist in der Nähe des Haupt­ein­gan­­ges eines jeden Versammlungsraumes gut sichtbar an­zu­brin­gen." [§ 32.2]
Höhe: 1,6 m vom Boden zur Planmitte [DIN 4844 -3 7.]
"Der Verlauf der Rettungswege im Freien, die Zufahrten und die Auf­stell- und Be­we­gungs­flächen für die Einsatz und Rettungs­fahrzeuge sind in ei­nem be­son­deren Außenanlagenplan darzustellen." [§ 44.4]
"Die Zahl der ... genehmigten Besucherplätze darf nicht überschritten und die ge­­nehmigte Anordnung ... darf nicht geändert werden." [§ 32.1]
je ein gesonderter Plan für verschiedene Nutzungen
ggf. techn. Plan mit Bemaßung als Anlage
Muster-Plan in ISO 23 601und BGV A8 (Anhang 3)
Be­stands­schutz
Bestuhlungspläne in bestehenden Ver­samm­lungs­stät­ten haben Be­stands­schutz.
VStättV (1978) [VStättV 1978 § 120]
Bestuhlungsplan in der Nähe des Haupteinganges aushängen.
Wei­tere Plätze dürfen nicht ge­schaf­fen wer­den.
Die genehmigte Anordnung der Besucher­plätze darf nicht ge­än­dert werden.
1.3.4.7. Tribünen im Versammlungsraum
Normen für Tribünen ➔ Tribünen FlBauR Seite 31
MVStättV 2005 [§ 3.6]
"Die Unterkonstruktion der Fußböden von veränderbaren Tri­bü­nen und Po­­dien, die veränderbare Einbauten in Ver­samm­lungs­räu­men sind, muss aus nicht­brennbaren Bau­stoffen bestehen; dies gilt nicht für Po­dien mit ins­ge­samt nicht mehr als 20 m² Fläche."
Räume unter Tri­bü­nen: Feuerbeständig (F 90) [MVStättV 2005 § 3.4]
Keine Brandlasten unter der Tribüne lagern.
Unterkonstruktion von veränderbaren Einbauten wie Podien und Tribünen
▪ nicht durch dynamische Schwingungen gefährdet
Standsicherheitsnachweis: geprüfte Statik mit Bauüberwachung durch Sach­ver­stän­digen oder mit "Baubuch" nach FlBauR.
10 Plätze ➔ Block 20 Plätze Reihen und Blöcke ➔ Seite 18
Auch für Tribünen zwei voneinander unabhängige bauliche Rettungswege.
[MVStättV § 6.2]
"Werden Tribünen und Podien, die Fliegende Bauten sind und als solche eine Aus­füh­rungs­genehmigung (Prüfbuch) haben, vorübergehend in einen Versamm­lungs­raum ein­gebaut, werden sie dadurch zu veränderbaren Einbauten und müs­sen die zu­­sätz­li­chen An­for­de­run­gen an diese veränderbaren Einbauten er­fül­len." 18
Auch wenn die Standsicherheit mit dem "Baubuch" nach FlBauR nachgewiesen wer­­den kann, müssen die Rettungswege, die Bestuhlung, die Stufenhöhe, die Bau­stoff­­an­­for­de­run­gen etc. der VStättV entsprechen.
siehe auch DIN EN 13200 T1, T 4-6, Tribünen fl. Bau ➔ Seite 31, Wellenbrecher ➔ S. 24
[13] Bay. Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 26/1997 Seite 837
[14] in Zelten auch 44 cm (fl. Bau 5.6.1)
[15] Baden Württ.: An jeder Seite eines Ganges max. 30 Plätze, Block auch nur max. 40 Plätze
[16] Tribüne im Freien: An jeder Seite 32-24 Stühle ➔ FlBauR 3.2 Seite 31
[17] Begründung ARGEBAU 2002, Seite 16
[18] Fachkommission Bauaufsicht 2005 in Begründung zur MVStättV S. 9 unten