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Timestamp: 2016-10-23 14:29:38
Document Index: 230806328

Matched Legal Cases: ['Art. 288', 'BGE', 'Art. 288', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 288', 'BGE', 'Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 92', 'BGE', 'BGE', 'Art. 75', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 100', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'Art. 288', 'Art. 288', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 288', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 288', 'Art. 331', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 288', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 725', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 288', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 72', 'Art. 74']

137 III 26843. Urteil der II. zivilrechtlichen Abteilung i.S. SAirGroup in Nachlassliquidation gegen X. AG (Beschwerde in Zivilsachen)
5A_437/2010 vom 9. M�rz 2011
Art. 288 LP; r�vocabilit� de prestations de conseil dans le contexte d'un assainissement. D�finition du concept d'assainissement d�terminant pour la r�vocation (consid. 2.3), lequel est une question de droit (consid. 4.2.2). Parall�les et divergences entre conseil et pr�t accord�s dans un but d'assainissement (consid. 4.2.3). L'intention de porter pr�judice comporte un �l�ment dolosif (consid. 4.2.3), qui fait d�faut lorsque les organes pouvaient, au moment d�terminant, croire au succ�s de d�marches d'assainissement prometteuses (consid. 4.2.4). Faits � partir de page 268
A. Die Beschwerdef�hrerin war die ehemalige Dachholdinggesellschaft des Swissair-Konzerns. Ihr Zweck war der Erwerb, die Verwaltung und das Ver�ussern von Beteiligungen, insbesondere der Beteiligung an der SAirLines.
Die Beschwerdegegnerin ist eine weltweit t�tige Unternehmensberatungsfirma. Von November 2000 bis Mitte Mai 2001 nahm die BGE 137 III 268 S. 269Beschwerdef�hrerin deren Beratungsdienstleistungen in Anspruch. Am 16. Mai 2001 zahlte sie die Rechnungen f�r die Monate Januar, Februar und M�rz 2001 von total Fr. 2'887'984.- sowie am 27. Juli 2001 jene f�r die Monate April und Mai 2001 von total Fr. 1'115'812.-. Diese �berweisungen (abz�glich MWSt) werden gest�tzt auf Art. 288 SchKG angefochten.
B. Der �ussere Gang der Ereignisse ergibt sich aus dem handelsgerichtlichen Urteil wie folgt:
Als sich im Laufe des Gesch�ftsjahres 2000 die Probleme des Swissair-Konzerns mit der Hunter-Strategie akzentuierten, beauftragte die Beschwerdef�hrerin einerseits im Sommer 2000 das Beratungsunternehmen McKinsey & Company (McKinsey) mit der Erarbeitung eines umfassenden �berblicks �ber ihre finanziellen Perspektiven und derjenigen ihrer Airline-Beteiligung sowie einer Darstellung des gesamten Risikos der Gruppe (sog. Projekt "Shield"). Andererseits wurde die Beschwerdegegnerin im Herbst 2000 damit betraut, strategische Alternativen f�r den Konzern auszuarbeiten (sog. Projekt "Chess"). Zu diesem Zweck schlossen die Beschwerdef�hrerin und die Beschwerdegegnerin am 28. September 2000 eine Rahmenvereinbarung, gem�ss welcher die Beschwerdegegnerin vor allem auf den Gebieten Airline, Restrukturierung und Mergers & Aquisitions zur Beratung beigezogen werden sollte.
Anfang November 2000 nahm die Beschwerdegegnerin ihre Arbeit auf. Zur Ausarbeitung ihrer alternativen Strategien stand ihr unter anderem der Bericht "Shield" von McKinsey zur Verf�gung. Erste Ergebnisse ihrer Arbeit pr�sentierte sie anl�sslich der Verwaltungsratssitzung der Beschwerdef�hrerin vom 22. November 2000. Damals stellte die Beschwerdegegnerin fest, die Beschwerdef�hrerin m�sse ihre Strategie �berdenken, es bestehe aber keine Notwendigkeit f�r sofortige Entscheidungen. Einen vertieften Bericht stellte sie an der Verwaltungsratssitzung vom 14. Dezember 2000 vor. Unter einem der "starting points" f�r die Ausarbeitung strategischer Alternativen hielt die Beschwerdegegnerin fest: "The balance sheet BGE 137 III 268 S. 270situation is difficult and cash flows for growth not available any more." Gest�tzt darauf evaluierte sie verschiedene strategische Alternativen f�r den Konzern.
De facto galt Ende 2000 die Hunter-Strategie als gescheitert. Dies f�hrte am 20. Januar 2001 zur Trennung der Beschwerdef�hrerin von ihrem CEO Philippe Bruggisser und zur �bernahme dieser Funktion durch Eric Honegger, den amtierenden Verwaltungsratspr�sidenten. Moritz Suter �bernahm die Verantwortung f�r die SAirLines und wurde in die Konzernleitung aufgenommen. Neben der Hunter- Strategie verfolgte der Konzern die sogenannte Dual-Strategie; der Konzern basierte auf den beiden Standbeinen "Airline-Gesch�ft" und "airline-verwandtes Gesch�ft". Die Dual-Strategie wurde beibehalten.
Am 31. Januar 2001 pr�sentierte die Beschwerdegegnerin dem Verwaltungsrat der Beschwerdef�hrerin einen Vorschlag zur Restrukturierung und strategischen Neuausrichtung des Konzerns. In dieser Pr�sentation wies die Beschwerdegegnerin auf die kritische Unternehmenssituation des Konzerns und die hohen Verluste aus dem Airline-Beteiligungsbereich hin, welche nicht mit Gewinnen aus den anderen Konzernbereichen finanziert werden k�nnten. Diese hohen Verluste w�rden das Eigenkapital und die Zahlungsf�higkeit der Gruppe gef�hrden. Die Beschwerdegegnerin schlug eine Restrukturierung des Konzerns basierend auf f�nf Pfeilern vor: Definition der strategischen Neuausrichtung; Reduzierung/Beherrschung bestehender Airline Engagements; Organisation der SAirLines-Division und Stabilisierung der operativen Funktionen; Stabilisierung der Bilanzsituation/Gruppenstruktur; Motivation der Mannschaft und Mobilisierung der Ressourcen.
Mit Schreiben vom 5. Februar 2001 best�tigte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdef�hrerin die Erweiterung ihres Auftrages auf eine ganzheitliche Beratung f�r die Restrukturierung des Konzerns. Zu bearbeiten waren insbesondere folgende Module: Unterst�tzung bei der Entwicklung und Einleitung einer Allianzstrategie im Airline-Bereich; Begleitung der Projekte zur Risikoreduzierung und Beherrschung im Airline-Beteiligungsbereich; Unterst�tzung der Erarbeitung und Umsetzung eines Konzepts zur Neuorganisation von Airline-Bereich und Gruppe; Unterst�tzung bei der Erarbeitung eines Konzepts f�r die Restrukturierung der Bilanz; Projektorganisation und Controlling. Der Honorarrahmen wurde von Fr. 300'000.- auf Fr. 850'000.- pro Monat erh�ht. BGE 137 III 268 S. 271
Am 13. Februar 2001 nahm die Beschwerdegegnerin an der ersten Sitzung des vom Verwaltungsrat der Beschwerdef�hrerin am 31. Januar 2001 eingesetzten "Steering Committee Allianzen und Risk Reduction" teil, am 16. Februar 2001 wirkte sie bei einer Bankenpr�sentation der Beschwerdef�hrerin mit. Die Bankenpr�sentation sollte einen ersten �berblick �ber die aktuelle strategische und finanzielle Situation des Konzerns geben. Die Beschwerdegegnerin prognostizierte f�r das Gesch�ftsjahr 2000 einen Verlust (vor Abschreibungen und R�ckstellungen) von 250 Mio. Fr., wies aber einleitend darauf hin, dass es sich um ungepr�fte und vom Verwaltungsrat nicht genehmigte Zahlen handle.
Die zweite Sitzung des "Steering Committee Allianzen und Risk Reduction" fand wiederum unter Teilnahme der Beschwerdegegnerin am 20. Februar 2001 statt. Aus dem Protokoll geht hervor, dass mit Bezug auf die Beteiligungen in Frankreich (Air Libert�, AOM und Air Littoral) die Minimierung des Cash Drains oberste Priorit�t haben sollte und demzufolge auch das Bankruptcy-Szenario in den Reports weiter zu ber�cksichtigen sei.
Am 24. Februar 2001 wandte sich Moritz Suter, Chef der SAirLines, mit einem Schreiben an Eric Honegger, Verwaltungsratspr�sident der Beschwerdef�hrerin. Er teilte ihm mit, nach Vorliegen bestimmter Teilergebnisse scheine ihm die Zukunft des Konzerns ernsthaft gef�hrdet; er hege begr�ndete Bef�rchtungen, dass sich entscheidende Sanierungsmassnahmen aufdr�ngen w�rden; dies sei allenfalls bereits auch rechtlich geboten und selbst die Erstellung einer Bilanz zu Liquidationswerten k�nne nicht mehr ohne Weiteres von der Hand gewiesen werden.
Traktandum Nr. 3 der Konzernleitungssitzung vom 27. Februar 2001 war "St. G. Alliances & Risk Reduction und St. G. Balance Sheet Restructuring". Die Behandlung von Traktandum Nr. 3 wurde separat protokolliert und stellte gleichzeitig die dritte Sitzung des "Steering Committee Allianzen und Risk Reduction" dar. Aus den Protokollen geht hervor, dass die Beschwerdegegnerin (ausschliesslich) an der Behandlung von Traktandum Nr. 3 teilnahm. Sie ging davon aus, der Konzern werde das Jahr mit einem Unternehmensverlust ( nach Abschreibungen und R�ckstellungen) von 2,198 Mia. Fr. abschliessen, womit sich das Eigenkapital der Gesellschaft um mehr als die H�lfte von 4,5 Mia. Fr. auf 2 Mia. Fr. reduziere, gleichzeitig w�rden die zu verzinsenden Schulden aber von 7,8 Mia. Fr. auf 10,4 Mia. Fr. ansteigen. Deshalb empfahl die Beschwerdegegnerin BGE 137 III 268 S. 272im Wesentlichen zwei strategische Optionen: Fokussierung auf das Airline-Business bei vollst�ndigem oder teilweisem Verkauf des airline-nahen Gesch�fts oder Fokussierung auf das Letztere und Verkauf des Ersteren.
Ende Februar 2001 erstattete McKinsey ihren vorl�ufigen Bericht "Shield II", mit welchem die Erkenntnisse von "Shield" aktualisiert werden sollten. In ihrer Zusammenfassung hielt McKinsey fest, dass der negative Cashflow in den letzten vier Monaten erheblich gestiegen sei. Den Liquidit�tsbedarf des Konzerns bezifferte McKinsey auf 1,715-1,755 Mia. Fr. vor Ber�cksichtigung der Stress-Szenarien und 2,357-2,479 Mia. Fr. nach Ber�cksichtigung der Stress-Szenarien. Dieser vorl�ufige Bericht stand auch der Beschwerdegegnerin f�r ihre weitere T�tigkeit zur Verf�gung.
An der Bankenpr�sentation vom 5. M�rz 2001 nahmen Vertreter der Credit Suisse First Boston (CSFB), der UBS Warburg und der Deutschen Bank teil. Die Beschwerdegegnerin zeigte verschiedene Szenarien zur Restrukturierung der Bilanz auf und machte die Banken darauf aufmerksam, dass der Swissair-Konzern eine zus�tzliche Kreditfazilit�t von 1 Mia. Fr. ben�tige, um seine Finanzierungsbed�rfnisse f�r das Jahr 2001 zu decken.
Am 7. M�rz 2001 trat Moritz Suter als CEO der SAirLines zur�ck.
An der Sitzung der Finanzkommission des Verwaltungsrates der Beschwerdef�hrerin vom 8. M�rz 2001 informierte Georges Schorderet deren Mitglieder dar�ber, dass sich ohne Massnahmen die Liquidit�t des Konzerns bis Ende Jahr von 463 Mio. Fr. auf ca. minus 2'651 Mio. Fr. verschlechtern w�rde. Diese Liquidit�tsplanung stehe allerdings unter der Annahme, dass s�mtliche kurzfristigen F�lligkeiten zur�ckbezahlt werden m�ssten und keine Commercial Papers mehr ausgegeben w�rden. Zudem sei der Cash-in durch geplante Desinvestitionen sowie weitere Ressourcen in der Liquidit�tsplanung nicht enthalten.
Gleichentags fand eine Verwaltungsratssitzung der Beschwerdef�hrerin statt, an welcher die Beschwerdegegnerin die von ihr ausgearbeiteten Restrukturierungsvorschl�ge pr�sentierte. Ihre Analyse basierte auf dem Bericht von PricewaterhouseCoopers (PwC) zur finanziellen Situation des Konzerns, dem sogenannten "Financial Exposure Report" vom Februar 2001, dem Bericht "Shield II" von McKinsey und den Informationen zur Jahresrechnung 2000 des Konzerns, Stand M�rz 2001; ihre Gesellschaftsbewertungen BGE 137 III 268 S. 273basierten auf Investmentbank-Analysen. Die Beschwerdegegnerin hielt fest, dass die Bewertung der Assets basierend auf einem Fortf�hrungsszenario die Verschuldung �bersteigen w�rde; der Spielraum sei mit 3,7 Mia. Fr. gering. Sie schlug vor, vorerst nicht-strategische Assets wie Grundst�cke sowie Finanzbeteiligungen und erst dann strategische non-airline Assets zu desinvestieren. Gem�ss der Beschwerdegegnerin k�nne der Kern des Swissair-Konzerns gerettet werden, wenn die Dual-Strategie aufgegeben w�rde. Mario Corti wollte indessen die Fortf�hrung einer reduzierten Dual-Strategie pr�fen. Der Verwaltungsrat der Beschwerdef�hrerin beschloss an dieser Sitzung zudem, in zwei Schritten zur�ckzutreten. F�nf Verwaltungsr�te sollten ihr Mandat bereits an der Generalversammlung 2001 zur Verf�gung stellen, die anderen vier Verwaltungsr�te ein Jahr sp�ter zur�cktreten. Mario Corti sollte im Amt bleiben.
Der Verwaltungsrat der Beschwerdef�hrerin beschloss an seiner ausserordentlichen Sitzung vom 15. M�rz 2001 die sofortige Abl�sung von Eric Honegger als Pr�sident und seinen R�cktritt als Mitglied des Verwaltungsrates per Generalversammlung 2001. Mario Corti wurde per sofort zum Pr�sidenten und Delegierten des Verwaltungsrates der Beschwerdef�hrerin gew�hlt.
An der Konzernleitungssitzung vom 21. M�rz 2001 hielt die Beschwerdegegnerin eine weitere Pr�sentation. Einleitend zur �bersicht der von ihr pr�sentierten strategischen Optionen hielt sie - wie bereits Anfang M�rz 2001 - fest, dass die Dual-Strategie nicht mehr l�nger finanziert werden k�nne und der Swissair-Konzern entweder das airline-verwandte Gesch�ft zur Finanzierung des Luftfahrtgesch�fts verkaufen oder das Luftfahrtgesch�ft aufgeben m�sse.
Am 23. M�rz 2001 erstattete McKinsey zwei weitere Berichte, den Bericht "Suggested Priorities", welcher sich an Mario Corti richtete, und den etwas umfassenderen Bericht "Defining a Restructuring Program for SAirGroup". Ausgehend von ihrer Feststellung, dass der Konzern 2001 zus�tzlich 1,999 Mia. Fr. an liquiden Mitteln ben�tige, sah McKinsey die kurzfristigen Priorit�ten in der Sicherung der Liquidit�t, im Erreichen eines positiven Cashflows auf operativer Ebene, d.h. im Stoppen des Abflusses an liquiden Mitteln und Reduzierung der Risiken im Zusammenhang mit der Sabena, sowie in der Restrukturierung des Portfolios. Mittelfristig sollten ein Entscheid �ber die zuk�nftige Portfolio- und Airline-Strategie gef�llt, das Risiko aus der geplanten Flottenerweiterung reduziert und M�glichkeiten, einen strategischen Partner zu finden, gepr�ft werden. BGE 137 III 268 S. 274Die Fortf�hrung der Dual-Strategie erachtete McKinsey unter den Voraussetzungen eines fokussierten Portfolios, eines schnellen Ausstiegs aus den Airline-Beteiligungen und einer durch neues Eigenkapital gest�rkten Bilanz als m�glich.
An seiner Sitzung vom 24. M�rz 2001 beschloss der Verwaltungsrat der Beschwerdef�hrerin, eine (redimensionierte) Dual-Strategie fortzusetzen und damit auf einen Verkauf von Gate Gourmet und Nuance zu verzichten. Ausgehend von diesem Entscheid pr�sentierte die Beschwerdegegnerin am 10. April 2001 einen Vorschlag f�r einen Projektansatz zur Restrukturierung des Konzerns. Die Beschwerdegegnerin konnte sich indessen mit der redimensionierten Dual-Strategie nicht restlos identifizieren; sie war der Ansicht, damit k�nne keine mit den �brigen europ�ischen Airlines vergleichbare Profitabilit�t erreicht werden.
An der Konzernleitungssitzung vom 18. April 2001 orientierte Mario Corti dar�ber, dass KPMG nun den Swissair-Konzern bei der "Sanierung" beraten werde. Am 20. April 2001 unterzeichneten die Beschwerdef�hrerin und die Beschwerdegegnerin das "Global Frame Agreement for the supply of Consultancy Services" ("Frame Agreement"), welches r�ckwirkend per 1. Januar 2001 in Kraft trat. Mit dieser Vereinbarung wollte die Beschwerdef�hrerin die Rechtsverh�ltnisse mit den verschiedenen Beratern standardisieren.
Mit Bulletin vom 23. April 2001 gab der Konzern bekannt, die Hotelgruppe Swiss�tel Hotels & Resorts habe verkauft werden k�nnen, der Wert der gesamten Transaktion betrage 520 Mio. Fr.
An der Verwaltungsratssitzung vom 25. April 2001 informierte Mario Corti, die Grossbanken Credit Suisse, Deutsche Bank und Citigroup h�tten der Beschwerdef�hrerin ein Finanzpaket von 1 Mia. Fr. zugesichert. Damit seien die Liquidit�tsbed�rfnisse der Gruppe f�r die n�chsten Monate sichergestellt. Die UBS AG werde sich nicht am Finanzpaket beteiligen. Die Einr�umung dieser Kreditlinie von 1 Mia. Fr. gab Mario Corti auch an der anschliessend stattfindenden Generalversammlung der Beschwerdef�hrerin bekannt; damit sei sichergestellt, dass die Sanierung der Gruppe ohne Gef�hrdung der Liquidit�t in Angriff genommen werden k�nne. Weiter orientierte er die Generalversammlung �ber bereits eingeleitete und geplante Massnahmen zur Restrukturierung der Gruppe. Die Generalversammlung genehmigte den Jahresbericht, die Jahresrechnung und die Konzernrechnung 2000 sowie den Bericht der Revisionsstelle. BGE 137 III 268 S. 275
Mit Bulletin vom 25. April 2001 kommunizierte die Beschwerdef�hrerin weiter, an der revidierten Dual-Strategie werde festgehalten, die Konzernstruktur wesentlich vereinfacht. Die Kapitalstruktur solle schrittweise der neuen Unternehmensstrategie angepasst werden. Die Liquidit�t sei durch eine Kreditlinie von 1 Mia. Fr. der Citibank, CSFB und Deutschen Bank gesichert. Bereits verkauft seien die Swiss�tel-Gruppe sowie die Beteiligungen an Panalpina und SwissGlobalCargo. Am Verkauf weiterer Aktiven, z.B. operativ nicht notwendiger Immobilien, werde gearbeitet. Ferner werde der geordnete Ausstieg aus den Beteiligungen bei AOM und Air Libert� vorbereitet. Im ersten Quartal habe der Konzern den Umsatz um 8,2 Prozent gesteigert. Diese Informationen konnten auch in der NZZ vom 26. April 2001 nachgelesen werden.
Am 9. Mai 2001 erstellte die Beschwerdegegnerin noch eine weitere Pr�sentation. An der Konzernleitungssitzung vom 16. Mai 2001 wurde sie jedoch dahingehend informiert, dass ihr Mandat per 30. Juni 2001 beendet sei.
Gleichentags wurden ihre Rechnungen f�r die Monate Januar bis M�rz 2001 im Gesamtbetrag von Fr. 2'887'984.- (inkl. MWSt) bezahlt.
Anfang Juni 2001 k�ndigte Mario Corti das Programm "Change 2001" an. Damit sollten Kosteneinsparungen von 500 Mio. Fr. realisiert werden. An der Verwaltungsratssitzung vom 11. Juni 2001 berichtete er dar�ber. Er f�hrte aus, die Gesellschaft befinde sich in einem eigentlichen �berlebenskampf. Die Kosteneinsparungen von 500 Mio. Fr. h�tten Stabilisierungscharakter. Er werde sich im laufenden Jahr auf den finanziellen Turnaround der Gruppe konzentrieren. Hinsichtlich des Milliardenkredits erwarte er, dass die Verhandlungen in ein bis zwei Wochen abgeschlossen sein sollten, die finanzielle Lage der Gruppe sei aber besorgniserregend. Wenn die eingeleiteten Massnahmen nicht gen�gten, k�nne er weitere Desinvestitionen im zweiten Halbjahr nicht ausschliessen.
Die NZZ vermeldete am 20. Juni 2001, der Konzern wolle das Flugzeug-Portfolio seiner Leasing-Gesellschaft verkleinern. K�nftig solle das Management auf Flugzeuge konzentriert werden, welche f�r die Swissair Group Operations gebraucht w�rden. Laut Mario Corti solle aus diesem R�ckzug vom Drittgesch�ft ein erheblicher Liquidit�tszufluss und Mehrwert resultieren.
Anfang Juli 2001 konnte der Ausstieg des Konzerns aus der franz�sischen Fluggesellschaft Air Littoral bekannt gegeben werden, BGE 137 III 268 S. 276hingegen versch�rften sich die Probleme mit Sabena. Die belgische Regierung wie auch Sabena forderten vom Konzern Schadenersatz wegen Vertragsbruchs. Der Konzern war in Belgien mit Klagen im Gesamtumfang von �ber 1 Mia. Euro konfrontiert.
Tags darauf stellte Mario Corti einen Restrukturierungsplan vor. Dazu f�hrte er aus, die Gruppe habe ausreichend fl�ssige Mittel und bestehende Kreditlinien, um das laufende Gesch�ft zu finanzieren. Die finanzielle Lage der Gruppe sei jedoch angespannt. Mario Corti erl�uterte sodann die in den letzten drei Monaten umgesetzten Massnahmen und in welcher Hinsicht noch Handlungsbedarf bestehe. Mit Bezug auf die gegenw�rtigen Betriebsergebnisse berichtete er von zufriedenstellenden Resultaten im ersten Halbjahr 2001 und einer �ber dem Branchendurchschnitt liegenden Auslastung bei Swissair und Crossair. Er fasste zusammen, dass in den vergangenen drei Monaten erste Schritte zu einer grundlegenden Sanierung der Gruppe unternommen worden seien, aber noch vieles geschehen m�sse, damit der Konzern wieder festen Boden finde. Man sei zuversichtlich, dass der Restrukturierungsplan gelingen werde.
Mitte Juli 2001 erkundigte sich die Beschwerdegegnerin bei der Beschwerdef�hrerin nach der Bezahlung der Rechnungen f�r die Monate April und Mai 2001. Peter Kreuzenkamp von der Beschwerdef�hrerin schrieb ihr daraufhin mit E-Mail vom 16. Juli 2001, er sei im Spital und anschliessend intern mit dem Projekt "Change 2001" ausgelastet gewesen. Es tue ihm leid, dass er nicht fr�her habe reagieren k�nnen. Er habe die Rechnungen vor einiger Zeit bereits angeschaut und festgestellt, dass verschiedene Sachen nicht stimmten. Bis heute habe er fast alle Rechnungen der Beschwerdegegnerin beanstanden m�ssen. Da er aber fr�her h�tte reagieren sollen, werde er diese Rechnungen zur Zahlung geben und er bitte die Beschwerdegegnerin, ihm die Annexe entsprechend korrigiert zuzustellen.
Am 18. Juli 2001 konnte die Einigung des Konzerns mit der belgischen Regierung und der Sabena auf eine Kapitalspritze von 430 Mio. Euro bekannt gegeben werden. Davon musste der Konzern 60 % �bernehmen. Im Gegenzug dazu wurde er aus der Verpflichtung entlassen, seinen Anteil an der Sabena auf 85 % aufzustocken. Alle Klagen wurden fallen gelassen. Angeblich sollen die f�r den Konzern entstehenden Kosten durch R�ckstellungen abgedeckt gewesen sein. BGE 137 III 268 S. 277
Am 27. Juli 2001 wurden die Rechnungen der Beschwerdegegnerin f�r die Monate April und Mai 2001 im Gesamtbetrag von Fr. 1'115'812.- (inkl. MWSt) bezahlt.
An der Halbjahres-Pressekonferenz vom 30. August 2001 wurde der Halbjahresbericht des Konzerns per 30. Juni 2001 vorgestellt. Der Konzern verf�gte noch �ber ein Nettoverm�gen von 555 Mio. Fr. Die KPMG habe das Testat f�r den konsolidierten Halbjahresabschluss ohne Einschr�nkung erteilt. Gem�ss der NZZ vom 31. August 2001 berichtete Mario Corti an dieser Pressekonferenz von weiteren in die Wege geleiteten Verk�ufen diverser Assets, unter anderem Swissport und Nuance Group, die zusammen mit den bereits eingeleiteten Massnahmen innerhalb der n�chsten 18 Monate Mittel in der H�he von 4,5 Mia. Fr. frei machen sollten.
Am 11. September 2001 fanden die Terror-Anschl�ge in New York statt. Im Anschluss folgte das Ringen mit dem Bundesrat um Unterst�tzung des Bundes zur Verhinderung des Zusammenbruchs des Konzerns, das Grounding der Swissair-Flotte am 2. Oktober 2001 und am 4. Oktober 2001 das Gesuch der Beschwerdef�hrerin um Bewilligung der Nachlassstundung, welche am Folgetag bewilligt wurde.
C. Mit Anfechtungsklage vom 18. November 2005 verlangte die Beschwerdef�hrerin von der Beschwerdegegnerin gest�tzt auf Art. 288 SchKG den Betrag von Fr. 3'721'000.- (Beratungshonorare abz�glich MWSt) nebst Zinsen. Jene schloss auf Abweisung der Klage.
Mit Urteil vom 24. September 2008 wies das Handelsgericht des Kantons Z�rich die Anfechtungsklage ab.
Die hiergegen erhobene Nichtigkeitsklage wies das Kassationsgericht des Kantons Z�rich mit Zirkulationsbeschluss vom 30. April 2010 ab, soweit es darauf eintrat.
D. Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 9. Juni 2010 verlangt die Beschwerdef�hrerin im Wesentlichen die Aufhebung des handelsgerichtlichen Urteils sowie des kassationsgerichtlichen Beschlusses und die Verpflichtung der Beschwerdegegnerin zur Bezahlung von Fr. 3'721'000.- nebst Zins. (...) Die Beschwerdegegnerin verlangt in ihrer Vernehmlassung vom 19. August 2010 im Wesentlichen die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Das Bundesgericht weist die Beschwerde ab, soweit es darauf eintritt. BGE 137 III 268 S. 278
1.1 Die Beschwerde in Zivilsachen steht bei paulianischen Anfechtungsklagen mit Fr. 30'000.- �bersteigendem Streitwert grunds�tzlich offen (Art. 72 Abs. 2 lit. a und Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Das Handelsgericht des Kantons Z�rich war sachlich als einzige kantonale Instanz zust�ndig und hat einen Endentscheid gef�llt (Art. 75 Abs. 2 lit. b und Art. 90 BGG). Mit Bezug auf rechtliche Vorbringen im Sinn von Art. 95 f. BGG erweist sich das handelsgerichtliche Urteil mithin als kantonal letztinstanzlich.
1.2 Mit Bezug auf die Sachverhaltsfeststellung und Beweisw�rdigung kann jedoch vor dem Kassationsgericht des Kantons Z�rich geltend gemacht werden, das Urteil des Handelsgerichts basiere auf einer aktenwidrigen oder willk�rlichen tats�chlichen Annahme (� 281 Ziff. 2 ZPO/ZH), was sich mit der vor Bundesgericht zul�ssigen R�ge deckt, der Sachverhalt sei offensichtlich unrichtig festgestellt worden (Art. 97 Abs. 1 BGG), weil diese mit der R�ge der willk�rlichen Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweisw�rdigung zusammenf�llt (Botschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 IV 4338 zu Art. 92; BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252; BGE 133 III 393 E. 7.1 S. 398). Dies ist der Beschwerdef�hrerin aus mehreren fr�heren Anfechtungsurteilen bekannt (insbesondere Urteile 5A_37/2008 vom 4. September 2008 E. 1; 5A_386/2008 vom 9. April 2009 E. 1), und sie wurde im Urteil 5A_82/2008 vom 17. November 2009 E. 1 auch ausdr�cklich darauf hingewiesen, dass mit Bezug auf Sachverhaltsr�gen allein der Entscheid des Kassationsgerichts letztinstanzlich im Sinn von Art. 75 Abs. 1 BGG ist und deshalb dieser anzufechten gewesen w�re. Vorliegend stellt die Beschwerdef�hrerin zwar formell Begehren um Aufhebung sowohl des handelsgerichtlichen Urteils als auch des Zirkulationsbeschlusses des Kassationsgerichts. In der Begr�ndung kritisiert sie aber einzig die Sachverhaltsfeststellung durch das Handelsgericht, welche sie teils als l�ckenhaft, teils als offensichtlich unrichtig r�gt. Von den Erw�gungen des Kassationsgerichtes, mit welchen sie sich im Einzelnen auseinandersetzen m�sste (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG), ist nirgends die Rede und die Beschwerdef�hrerin bezeichnet auch einzig das Handelsgericht als Vorinstanz. Damit hat sie aber mit Bezug auf die Sachverhaltsfeststellung den falschen Entscheid angefochten, und auf die betreffenden R�gen kann nicht BGE 137 III 268 S. 279 eingetreten werden. Dabei kann der Beschwerdef�hrerin auch nicht helfen, dass sie sich bei ihren Anfechtungsklagen durch stets wechselnde Rechtsanw�lte vertreten l�sst; sie muss sich die in fr�heren Urteilen gemachten Erw�gungen ungeteilt zurechnen lassen. Im �brigen betreffen die unter dem Titel "Sachverhalt" gemachten Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin ohnehin �ber weite Strecken nicht Tat-, sondern Rechtsfragen. Eine Sachverhaltsfrage ist lediglich, was die Beratungsleistungen zum Gegenstand hatten, sowie die tats�chlichen Intentionen der Parteien. Eine Rechtsfrage ist hingegen, wie bereits das Kassationsgericht zutreffend festgehalten hat, die Umschreibung des Sanierungsbegriffs bzw. der Beratungsleistungen im anfechtungsrechtlichen Kontext und im �brigen, ob diese in objektivierter Weise einen Sanierungskontext aufwiesen (vgl. im Einzelnen E. 4.2.2).
1.3 Aus den dargelegten Gr�nden nicht einzutreten ist sodann auf die R�ge der angeblichen Geh�rsverletzung (Art. 29 Abs. 2 BV), welche ebenfalls bereits dem hierf�r zust�ndigen Kassationsgericht als Verletzung eines wesentlichen Verfahrensgrundsatzes gem�ss � 281 Ziff. 1 ZPO/ZH vorgetragen und von diesem materiell behandelt wurde. Gleiches gilt f�r die R�ge der angeblichen Verletzung der Dispositionsmaxime, die nicht Bundesrecht, sondern ein Grundsatz des kantonalen Prozessrechts darstellt (vgl. � 54 ZPO/ZH) und gest�tzt auf � 281 Ziff. 1 ZPO/ZH ebenfalls vom Kassationsgericht materiell behandelt wurde. Wie bereits im Zusammenhang mit der Sachverhaltsfeststellung ficht die Beschwerdef�hrerin auch mit Bezug auf diese verfahrensrechtlichen Grunds�tze ausschliesslich das Urteil des Handelsgerichts und damit den falschen Entscheid an.
1.4 Nach dem Gesagten kann auf die sich einzig gegen das handelsgerichtliche Urteil richtende Beschwerde nur insoweit eingetreten werden, als Rechtsverletzungen geltend gemacht werden. Die Beschwerde erweist sich diesbez�glich als rechtzeitig (vgl. Art. 100 Abs. 6 BGG).
2. Aus der vorstehenden Erw�gung resultiert, dass dem bundesgerichtlichen Urteil bzw. den rechtlichen Erw�gungen unver�ndert die vom Handelsgericht getroffenen Sachverhaltsfeststellungen zugrunde zu legen sind (Art. 105 Abs. 1 BGG).
2.1 Diese ergeben zusammengefasst, dass die Beschwerdegegnerin im Herbst 2000 mit der Ausarbeitung strategischer Alternativen vor allem in den Gebieten Airline, Restrukturierung sowie Mergers & BGE 137 III 268 S. 280Aquisitions (sog. Projekt "Chess") betraut wurde, dass sie anl�sslich der Verwaltungsratssitzung der Beschwerdef�hrerin vom 22. November 2000 erste Ergebnisse pr�sentierte und an der Verwaltungsratssitzung vom 14. Dezember 2000 ein vertiefter Bericht folgte. Nach dem endg�ltigen Scheitern der Hunter-Strategie per Ende 2000 und Erweiterung des Auftrages auf eine ganzheitliche Restrukturierungsberatung unterbreitete die Beschwerdegegnerin dem Verwaltungsrat am 31. Januar 2001 einen Vorschlag zur Restrukturierung und strategischen Neuausrichtung, die auf den in Lit. B erw�hnten f�nf Pfeilern basieren sollte. In organisatorischer Hinsicht wurde die Einsetzung eines "Steering Committees" und die Unterst�tzung der Strategie-, Risk- und Finance-Teams vorgeschlagen. Der Verwaltungsrat der Beschwerdef�hrerin entschloss sich, dieses Restrukturierungsszenario zu vertiefen. Zu bearbeiten waren insbesondere die in Lit. B erw�hnten Module. Am 21. M�rz 2001 erfolgte die letzte Pr�sentation unter dem Titel "Projekt Chess". Nachdem der Verwaltungsrat der Beschwerdef�hrerin an seiner Sitzung vom 24. M�rz 2001 beschlossen hatte, an einer redimensionierten Dual-Strategie festzuhalten, pr�sentierte die Beschwerdegegnerin am 10. April 2001 einen Vorschlag f�r einen Projektansatz zur Restrukturierung des Konzerns. Am 9. Mai 2001 erfolgte die letzte Pr�sentation der Beschwerdegegnerin. An der Konzernleitungssitzung vom 16. Mai 2001 wurde beschlossen, deren Mandat per Ende Juni 2001 aufzul�sen.
2.2 Das Handelsgericht hat diese Fakten dahingehend gew�rdigt, dass im Herbst 2000 bei Aufnahme der T�tigkeit wohl noch nicht eine eigentliche Sanierung im Vordergrund gestanden habe, ebenso wenig bei der Berichterstattung im November und Dezember. Sp�testens jedoch die Pr�sentation vom 31. Januar 2001 habe klarerweise unter dem Zeichen der Sanierung gestanden, sei doch detailliert ein auf f�nf Pfeilern basierendes Vorgehen zur Restrukturierung und strategischen Neuausrichtung pr�sentiert worden. Die Beratert�tigkeit habe sp�testens mit Beginn des Jahres 2001 im Zusammenhang mit der Sanierung der Beschwerdef�hrerin gestanden und insoweit sei von einer Sanierungsberatung zu sprechen.
2.3 Das Handelsgericht erwog in diesem Zusammenhang, in der Wirtschaft sei "Unternehmenssanierung" der Sammelbegriff f�r alle Massnahmen zur Wiederherstellung existenzerhaltender Gewinne. Der Sanierungsbegriff vereine alle betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Massnahmen zur Problembew�ltigung. Es k�nne zwischen strategischen (z.B. Optimierung der Gesch�ftsfelder, BGE 137 III 268 S. 281einschliesslich Desinvestitionen), organisatorischen (z.B. Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation, einschliesslich Stellenabbau), finanziellen (z.B. Optimierung der vorhandenen und Erschliessung neuer Finanzierungs- und Kapitalquellen) und behavioristischen (z.B. Optimierung der F�hrungskultur und des Unternehmensauftritts) Sanierungsmassnahmen unterschieden werden. Das Suchen neuer Finanzierungsquellen ("Sanierungsdarlehen") stelle somit nur eine m�gliche Sanierungsmassnahme nebst vielen anderen dar. Was die Beratung anbelange, k�nne diese beispielsweise fachliche Entscheidungen und Ver�nderungen oder Organisations- und Personalfragen betreffen. Der typische Beratungsprozess sei gekennzeichnet durch eine Situationsanalyse (ist-Aufnahme) und Zielformulierung (soll-Zustand). Es folge sodann die Konzeptentwicklung, die Konzeptpr�sentation, allenfalls die Mithilfe bei der Umsetzung von Massnahmen sowie die Massnahmenkontrolle. Stehe die Beratert�tigkeit - wie vorliegend - im Zusammenhang mit der Sanierung, so k�nne von Sanierungsberatung gesprochen werden.
2.4 Das Handelsgericht hat weiter erwogen, dass mit Bezug auf die Tatbestandsvoraussetzungen von Art. 288 SchKG das objektive Merkmal der Gl�ubigersch�digung erf�llt sei, namentlich wegen der Kreditierung der erbrachten Leistungen und weil diese im Konkurs nicht verwertbar seien. Angesichts dieser Tatsache bzw. vor dem Hintergrund der erfolgversprechenden Sanierungsbem�hungen habe bei den subjektiven Merkmalen der Sch�digungsabsicht und der Erkennbarkeit analog zum Sanierungsdarlehen ein weniger strenger Massstab zu gelten, zumal Sach- und Dienstleistungen nicht unterschiedlich behandelt werden d�rften; alle Formen der Sanierungsbem�hungen dienten dem gleichen Zweck und st�nden letztlich im Interesse aller Gl�ubiger. Ein anderslautender Entscheid w�rde es dem Schuldner faktisch verunm�glichen, w�hrend einer Sanierung irgendwelche Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, insbesondere solche von Unternehmensberatern.
3. Die Beschwerdef�hrerin macht in rechtlicher Hinsicht eine Verletzung von Art. 288 SchKG (dazu E. 4 ff.) und von Art. 8 ZGB geltend.
Im Zusammenhang mit der letzteren Norm bringt sie vor, es w�re Sache der Beschwerdegegnerin gewesen, im Einzelnen und konkret darzulegen, dass die von ihr erbrachten Leistungen zum besonderen Zweck der Sanierung erfolgt seien. Indem das Handelsgericht ohne entsprechende Behauptungen von erfolgversprechenden BGE 137 III 268 S. 282Sanierungsbem�hungen bzw. von Sanierungsleistungen seitens der Beschwerdegegnerin ausgegangen sei, habe es Art. 8 ZGB verletzt.
Bei diesen Ausf�hrungen verkennt die Beschwerdef�hrerin zweierlei: Zum einen �berspielt sie den Umstand, dass sie als Anfechtungskl�gerin f�r die drei Tatbestandsvoraussetzungen von Art. 288 SchKG beweispflichtig ist (dazu E. 4). Zum anderen ist das Handelsgericht im Rahmen der Beweisw�rdigung - und damit im Zusammenhang mit der von der Beschwerdef�hrerin untauglich angefochtenen Sachverhaltsfeststellung (vgl. E. 1.2) - zum Schluss gekommen, dass die von der Beschwerdegegnerin erbrachten Beratungsleistungen dem Zweck der Sanierung gedient h�tten und diese im betreffenden Zeitpunkt nicht als aussichtslos habe gelten k�nnen. Kommt eine Vorinstanz aber aufgrund einer Beweisw�rdigung zu einem bestimmten tats�chlichen Ergebnis, wird die Beweislastverteilung gegenstandslos (vgl. BGE 119 II 114 E. 4c S. 117; BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 277; BGE 130 III 591 E. 5.4 S. 602; BGE 132 III 626 E. 3.4 S. 634).
4. Was die Norm von Art. 288 SchKG anbelangt, so sind alle Rechtshandlungen anfechtbar, welche der Schuldner innerhalb der letzten f�nf Jahre vor der Pf�ndung oder Konkurser�ffnung in der dem anderen Teil erkennbaren Absicht vorgenommen hat, seine Gl�ubiger zu benachteiligen oder einzelne Gl�ubiger zum Nachteil anderer zu beg�nstigen. Der Anfechtung nach diesen Grunds�tzen unterliegen gem�ss Art. 331 Abs. 1 SchKG auch die Rechtshandlungen, welche der Schuldner vor der Best�tigung des Nachlassvertrages vorgenommen hat.
F�r eine Klagegutheissung m�ssen drei Anfechtungsvoraussetzungen erf�llt sein: Die angefochtene Handlung muss die Gl�ubigergesamtheit nicht nur sch�digen (Gl�ubigersch�digung), sondern vom Schuldner auch in der betreffenden Absicht vorgenommen worden sein (Sch�digungsabsicht), was schliesslich f�r den beg�nstigten Dritten erkennbar gewesen sein muss (Erkennbarkeit). Alle drei Voraussetzungen hat zu beweisen, wer aus der Erf�llung des Tatbestandes Rechte ableitet (vgl. Art. 8 ZGB), in der Regel also der Anfechtungskl�ger (BGE 134 III 452 E. 2 S. 454; BGE 136 III 247 E. 3 S. 250; siehe auch AMONN/WALTHER, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 8. Aufl. 2008, � 52 Rz. 25), hier die Beschwerdef�hrerin. BGE 137 III 268 S. 283
4.1 Als erstes Tatbestandsmerkmal muss eine Sch�digung der anderen Gl�ubiger durch Beeintr�chtigung der Exekutionsrechte vorliegen, indem ihre Befriedigung im Rahmen der General- oder Spezialexekution oder ihre Stellung im Vollstreckungsverfahren wegen der Bevorzugung des einen Gl�ubigers beeintr�chtigt wird. Die tats�chliche Sch�digung wird zugunsten der Konkursmasse vermutet, wobei dem Anfechtungsbeklagten der Gegenbeweis offensteht, dass die anderen Gl�ubiger auch bei richtigem Verhalten des Schuldners zum gleichen Verlust gekommen w�ren, dient doch die Anfechtungsklage nicht der Bestrafung des beklagten Gl�ubigers, sondern der Wiederherstellung des Zustandes, in welchem sich ohne das angefochtene Gesch�ft das zur Befriedigung der �brigen Gl�ubiger dienende Verm�gen des Schuldners im Zeitpunkt der Konkurser�ffnung befunden h�tte (BGE 99 III 27 E. 3 S. 33; BGE 134 III 615 E. 4.1 S. 617 f.; BGE 135 III 265 E. 2 S. 267, BGE 134 III 276 E. 6.1.1 S. 280; BGE 136 III 247 E. 3 S. 250). An einer Sch�digung in diesem Sinn fehlt es in der Regel, wenn der Schuldner f�r seine Leistung eine verwertbare gleichwertige Gegenleistung erhalten hat (BGE 134 III 452 E. 3.1 S. 455, BGE 134 III 615 E. 4.2.1 S. 618; BGE 135 III 276 E. 6.1.2 S. 280; BGE 136 III 247 E. 3 S. 251).
Im Unterschied zum Darlehen, bei welchem die R�ckzahlung nicht die (gleichwertige) Gegenleistung f�r die Darlehensaufnahme, sondern die Erf�llung der hierbei eingegangenen Pflicht zur sp�teren R�ckzahlung ist (BGE 99 III 27 E. 5 S. 38; BGE 134 III 452 E. 3.1 S. 455; BGE 136 III 247 E. 3 S. 251), erfolgten die angefochtenen Zahlungen vorliegend als gleichwertige Honorierung der erbrachten Dienstleistungen (die Gleichwertigkeit wurde von der Beschwerdef�hrerin jedenfalls nicht in Frage gestellt). Dennoch muss die Gl�ubigersch�digung bejaht werden (vgl. spezifisch zu Beratungshonoraren BGE 134 III 615 E. 4.3 S. 621). Ob die Beratungsleistungen verwertbar gewesen w�ren und inwiefern dieses Kriterium im Zusammenhang mit Dienstleistungen einschl�gig ist, kann deshalb (wie bereits durch das Handelsgericht) weiterhin offengelassen werden.
4.2 Als weiteres Tatbestandsmerkmal von Art. 288 SchKG muss beim Schuldner Sch�digungsabsicht gegeben sein. Diese ist zu bejahen, wenn er voraussehen konnte und musste, dass die angefochtene Handlung die Gl�ubigergesamtheit benachteiligt oder einzelne Gl�ubiger gegen�ber anderen bevorzugt. Nicht erforderlich ist, dass der Schuldner mit seiner Handlung die Benachteiligung von Gl�ubigern oder die Beg�nstigung einzelner Gl�ubiger geradezu bezweckt BGE 137 III 268 S. 284hat. Es gen�gt vielmehr, wenn er sich dar�ber hat Rechenschaft geben k�nnen und m�ssen und gleichsam in Kauf genommen hat, dass als nat�rliche Folge seiner Handlung Gl�ubiger gesch�digt werden (BGE 134 III 452 E. 4.1 S. 456, BGE 135 III 615 E. 5.1 S. 621; BGE 135 III 265 E. 2 S. 267, BGE 135 III 276 E. 7.1 S. 284).
4.2.1 In allgemeiner Hinsicht ist zun�chst zu beachten, dass es beim Institut der Anfechtungsklage nicht darum geht, den Schuldner faktisch seiner Handlungsf�higkeit zu berauben und ihn zu immobilisieren, zumal damit in der Regel seine sofortige Konkursreife herbeigef�hrt w�rde, was selten im Interesse der Gl�ubigergesamtheit liegen d�rfte (Urteil 5A_386/2008 vom 9. April 2009 E. 4.3). Die Anfechtungsklage soll dort greifen, wo es um unlautere Machenschaften geht, wie es namentlich der Fall ist, wenn Vollstreckungssubstrat beiseite geschafft worden ist, das sich bei normalem Gesch�ftsgebaren in der Masse noch vorgefunden h�tte (BGE 136 III 247 E. 2 S. 250).
4.2.2 Im spezifischen Kontext ist sodann zu ber�cksichtigen, dass die vorliegend zur Diskussion stehende Inanspruchnahme von Beratungsdienstleistungen in einem direkten Sanierungskontext stand.
Die Beschwerdef�hrerin stellt sich zwar auch im Zusammenhang mit ihren rechtlichen Ausf�hrungen wiederum auf den Standpunkt, es sei um allgemeine strategische Beratung gegangen, die nicht zum eigentlichen Zweck der Sanierung erfolgt sei. Zu welchem Zweck die Beratung erfolgte, ist aber weitgehend eine Sachverhaltsfrage - n�mlich der Inhalt der Beratung sowie der tats�chliche Parteiwille im Zusammenhang mit der Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Beratung - und diesbez�glich hat die Beschwerdef�hrerin den falschen Entscheid angefochten (dazu ausf�hrlich E. 1.2). Nach den dortigen Ausf�hrungen ist nebst dem Begriff der Sanierung eine Rechtsfrage einzig, ob die tats�chlich erfolgte Beratung in objektivierter Weise einen Sanierungskontext aufwies. Entgegen den Behauptungen der Beschwerdef�hrerin hat aber das Handelsgericht den anfechtungsrechtlich relevanten Sanierungsbegriff - der entgegen der sinngem�ssen Darlegung der Beschwerdef�hrerin nicht mit der aktien- bzw. bilanzrechtlichen Sanierungsdefinition im Sinn von Art. 725 OR gleichgesetzt werden kann - richtig umschrieben und es kann hierf�r auf dessen in E. 2.3 zitierte Ausf�hrungen verwiesen werden. Sodann ist offensichtlich, dass die Beratungsdienstleistungen auch bei objektivierter Betrachtungsweise zum Zweck der Sanierung der Beschwerdef�hrerin erfolgten: Vor dem Hintergrund BGE 137 III 268 S. 285der vom Handelsgericht festgestellten Schieflage sp�testens ab Beginn des Jahres 2001 stand bereits die Beratung zur strategischen Neuausrichtung als solche im Zusammenhang mit dem Bem�hen um finanzielle Konsolidierung und (allenfalls modifizierte) Fortsetzung der Gesch�ftst�tigkeit. Noch deutlicher wurde dies im Rahmen der Ausdehnung des Auftrages, als die Beschwerdegegnerin umfassend mit der Beratung f�r die Restrukturierung des Konzerns betraut wurde (namentlich Allianzstrategien, Risikoreduktion, Neuorganisation, Controlling und finanzielle Restrukturierung, vgl. Lit. B).
Es ist mithin an der in BGE 134 III 615 E. 5.3 S. 622 f. publizierten Rechtsprechung anzukn�pfen. Dort wurde festgehalten, dass bei der Honorierung von Beratungsleistungen im Zusammenhang mit der Erarbeitung eines Business- und Finanzierungsplanes zwecks Weiterf�hrung der Aktivit�ten der betroffenen Gesellschaft keine Sch�digungsabsicht anzunehmen sei, wenn die Fortf�hrung des Betriebes nicht aussichtslos gewesen und im �brigen die Begleichung der Rechnungen im Rahmen des ordentlichen Gesch�ftsablaufes erfolgt sei. Darauf wird noch zur�ckzukommen sein.
4.2.3 Das Handelsgericht hat nicht am soeben erw�hnten BGE 134 III 615 angekn�pft, sondern aufgrund des Sanierungskontextes eine wesentliche Parallele zu der in BGE 134 III 452 E. 5.2 und 5.3 angesprochenen Behandlung des Sanierungsdarlehens gezogen und befunden, es m�sse f�r die Sch�digungsabsicht und die Erkennbarkeit in dem Sinn ein weniger strenger Massstab gelten, dass Leistung und Gegenleistung als Einheit zu w�rdigen seien.
Hierzu ist zu bemerken, dass Sach- und Dienstleistungen nicht uneingeschr�nkt mit dem Darlehen verglichen werden k�nnen bzw. das Argument der "Einheitheitsbetrachtung" von Hingabe und R�ckzahlung des Darlehens bei Sach- und Dienstleistungen aufgrund der Vertragsstruktur gewissermassen �berfl�ssig ist: Die Idee der "Einheitsbetrachtung" beim Sanierungsdarlehen beruht auf dem speziellen Umstand, dass die R�ckzahlung der Darlehenssumme nicht die gleichwertige Gegenleistung zur Darlehenshingabe (dazu E. 4.1 und dortige Hinweise), sondern vielmehr die Zinsleistung das �quivalent der Kreditierung ist (vgl. BGE 136 III 247 E. 5 S. 252). Was die H�he des Darlehenszinses anbelangt, so richtet sich diese - nebst allgemeinen Faktoren des Marktumfeldes wie Inflation, Leitzinsen etc. - grunds�tzlich nach der Bonit�t des Schuldners einschliesslich Werthaltigkeit allf�lliger Sicherheiten. Darin zeigt sich, dass das gesch�ftsm�ssige Darlehen typischerweise ein Risikogesch�ft ist, BGE 137 III 268 S. 286 wobei sich das Risiko wie gesagt an der Wiedererh�ltlichkeit der Darlehenssumme bemisst. Wohl geht der Sach- oder Dienstleister auch ein Inkassorisiko ein, wenn er seine Leistung im Voraus erbringt und f�r die Gegenleistung Rechnung stellt; es findet aber in aller Regel keine Risikokalkulation mit Bezug auf die Einbringlichkeit der Gegenleistung statt: Die H�he der Gegenleistung richtet sich nach dem Wert der erbrachten Sach- oder Dienstleistung und nicht nach der Bonit�t des K�ufers oder Auftraggebers. Was dies f�r das Tatbestandsmerkmal der Sch�digungsabsicht bedeutet, wird noch zu er�rtern sein.
Insofern hat das Handelsgericht aber zu Recht auf die Behandlung des Sanierungsdarlehens hingewiesen, als auch die vorliegend interessierenden Dienstleistungen zur �berwindung der Schieflage der Beschwerdef�hrerin erbracht bzw. nachgefragt wurden (dazu vorstehend E. 2.2 und E. 4.2.2 sowie nachfolgend 4.2.4) und das Bundesgericht sowohl mit Blick auf das Sanierungsdarlehen (vgl. BGE 134 III 452 E. 5.2 und E. 5.5; Urteil 5A_386/2008 vom 9. April 2009 E. 4.1) als auch im Zusammenhang mit Beratungsleistungen an eine in Bedr�ngnis stehende und um Fortsetzung des Betriebes bem�hte Unternehmung (vgl. BGE 134 III 615 E. 4.2.2 S. 619; Urteil 5A_64/2008 vom 14. Oktober 2008 E. 6.2.2) befunden hat, dass die Anfechtungsklage nicht zum Zweck habe, alle Versuche zur Rettung des Schuldners unm�glich oder sehr gef�hrlich zu machen, umso weniger als es gerade im Interesse der �brigen Gl�ubiger liege, wenn Dritte versuchten, dem Schuldner zu Hilfe zu kommen. Freilich kann dann nicht mehr von einer im Interesse der Unternehmung und der Gl�ubigergesamtheit stehenden Hilfeleistung ausgegangen werden, wenn jeder Rettungsversuch als hoffnungslos angesehen werden muss, weil keine Aussicht auf Erfolg besteht (vgl. BGE 134 III 452 E. 5.3 S. 459, BGE 134 III 615 E. 5.1 S. 621 f.; Urteil 5A_64/2008 vom 14. Oktober 2008 E. 6.2.2).
In welcher Situation und wozu die fraglichen Leistungen in Anspruch genommen worden bzw. die angefochtenen Zahlungen erfolgt sind, ist der springende Punkt bei der Beurteilung des Tatbestandsmerkmales der Sch�digungsabsicht: Diese beinhaltet begriffsnotwendig ein wie auch immer geartetes doloses Element, welches fehlt, wenn der Schuldner ernsthaft um seine Rettung k�mpft und diese erfolgversprechend erscheint (dahingehend bereits BGE 134 III 615 E. 5.1 S. 621 f.). Insofern l�sst sich nicht sagen, dass f�r die Sch�digungsabsicht und die Erkennbarkeit im Zusammenhang mit BGE 137 III 268 S. 287 sanierungsorientierten Beratungsleistungen ein milderer Massstab gelte; vielmehr hat der Schuldner in der betreffenden Situation (d.h. ernsthafte und erfolgversprechende Bem�hungen) schlicht und einfach keinen auf Sch�digung der anderen Gl�ubiger gerichteten Willen, wenn er sich bei seiner Stabilisierung und in Aussicht genommenen Gesundung beraten l�sst, und zwar hat er in der Regel auch keinen auf indirekte Sch�digung gerichteten Willen, indem er eine Benachteiligung der anderen Gl�ubiger als notwendige Nebenfolge billigend in Kauf nehmen w�rde.
4.2.4 Wie bereits mehrfach erw�hnt, ist im vorliegenden Fall aufgrund der handelsgerichtlichen Sachverhaltsfeststellungen einerseits davon auszugehen, dass die Beratungsleistungen zum Zweck der Sanierung der Beschwerdef�hrerin erfolgten. Dabei kann es entgegen deren Behauptung nicht darauf ankommen, ob bereits ein eigentliches Sanierungskonzept bestand, ging es im Zusammenhang mit der fraglichen Beratung doch gerade darum, Konzepte zur �berwindung der Schieflage zu erarbeiten. In diesem Kontext muss es gen�gen, dass die Beratung nach den vorstehenden Erw�gungen zum Ziel hatte, durch eine strategische Neuausrichtung, insbesondere verbunden mit einer finanziellen Konsolidierung, den Turnaround zu schaffen und wieder profitabel zu werden. Zum anderen ergibt sich aus den Feststellungen des Handelsgerichtes, dass die Beschwerdef�hrerin (und mit ihr der gesamte Konzern) im Zeitpunkt der angefochtenen Zahlungen noch nicht in dem Sinn unrettbar verloren schien, dass ein Fallieren so gut wie sicher bzw. als unabwendbar anzusehen war, sondern vielmehr von aus damaliger Sicht erfolgversprechenden Sanierungsbem�hungen auszugehen war (nebst organisatorischer Optimierung z.B. Verk�ufe im non-airline- und/oder airline-Bereich bzw. g�nzliches Aufgeben der Dual-Strategie, sodann Aufbringen neuen Kapitals, Abstossen unprofitabler Beteiligungen, Verkleinern des Flugzeugparks bzw. Aufgabe des Drittleasinggesch�fts etc.). Jedenfalls vermochte die Beschwerdef�hrerin den ihr obliegenden Beweis (vgl. E. 3 und 4) der Sch�digungsabsicht nicht zu erbringen, zumal sie mit Bezug auf die zugrunde liegenden Tatsachen das falsche Urteil angefochten hat (vgl. E. 1.2). Insbesondere kann sie in diesem Zusammenhang auch nichts aus der Tatsache ableiten, dass das Bundesgericht in anderen Swissair-Anfechtungsurteilen f�r den Zeitpunkt jedenfalls der zweiten Zahlung alle Anfechtungsvoraussetzungen von Art. 288 SchKG bejaht hat: Dort ging es nicht um die Verbesserung der finanziellen Situation bzw. um die Rettung und BGE 137 III 268 S. 288Gesundung der Unternehmung, sondern im Gegenteil um den beschleunigten Abfluss letzter vorhandener Mittel, indem Darlehen zur�ckbezahlt wurden; �berdies waren die Zahlungen jeweils mit der beidseits bewussten Bevorteilung des betreffenden Gl�ubigers verbunden (z.B. BGE 134 III 452; Urteile 5A_358/2008; 5A_386/2008; 5A_116/2009). Von vornherein nicht einschl�gig sind sodann die Urteile, welche ganz wenige Tage vor dem Fallieren, in der Regel sogar nach dem Grounding der Swissair-Flotte und damit in einer hoffnungslos gewordenen Situation geleistete Zahlungen betreffen (z.B. BGE 135 III 265 und 276; Urteil 5A_567/2009). Im �brigen sind die in all den genannten Entscheiden gemachten Erw�gungen jeweils im spezifischen Kontext des Einzelfalles zu lesen, auch wenn sie teilweise etwas apodiktisch formuliert sein m�gen.
4.3 Ist nach dem Gesagten keine Sch�digungsabsicht der Beschwerdef�hrerin nachgewiesen, er�brigen sich Ausf�hrungen zum Tatbestandsmerkmal der Erkennbarkeit; die betreffenden Ausf�hrungen in der Beschwerde sind damit gegenstandslos.
5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde in Zivilsachen abzuweisen ist, soweit auf sie eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig.
135 III 265 suite... ,
134 III 276,
135 III 615
Art. 72 Abs. 2 lit. a und Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG suite... ,