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Timestamp: 2016-10-28 04:49:27
Document Index: 212164623

Matched Legal Cases: ['Art. 33', 'Art. 110', 'Art. 80', 'Art. 80', 'Art. 80', 'Art. 80', 'BGE', 'Art. 80', 'Art. 80', 'Art. 26', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 21', 'Art. 43', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 159']

X.________ Foundation, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. T.________,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Verf�gung der Schweizerischen Bundesanwaltschaft vom
Die niederl�ndischen Strafbeh�rden f�hren ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen Y.________ und Z.________ wegen Drogenhandels und Geldw�scherei. Daf�r ersuchten sie die Schweiz um Rechtshilfe.
Mit Zwischenverf�gung vom 21. Juni 2005 forderte die Schweizerische Bundesanwaltschaft die Bank A.________ in Z�rich (im Folgenden: Bank) auf, bez�glich unter anderem der Bankbeziehung Nr. 1, lautend auf X.________ Foundation, s�mtliche Unterlagen herauszugeben. Ebenso wies sie die Bank an, das Guthaben unter anderem des genannten Kontos sofort zu sperren.
Die X.________ Foundation wurde am 27. August 2003 gegr�ndet. Sie hat ihren Sitz in Vaduz. "Repr�sentantin" der X.________ Foundation ist die B.________ AG (Vaduz). Der Stiftungsrat der X.________ Foundation besteht ausnahmslos aus von der B.________ AG in diese Funktion delegierten nat�rlichen und juristischen Personen.
Mit Teilschlussverf�gung vom 19. August 2005 entsprach die Bundesanwaltschaft dem Rechtshilfeersuchen. Sie ordnete die Herausgabe der von der Bank ausgeh�ndigten Unterlagen betreffend unter anderem das Konto der X.________ Foundation an die ersuchende Beh�rde an.
Am 17. M�rz 2006 teilte die Staatsanwaltschaft Amsterdam der Bundesanwaltschaft auf Anfrage hin mit, die Sperre des Kontos der X.________ Foundation, das am 14. M�rz 2006 einen Saldo von 893'948.14 Euro aufwies, m�sse aufrechterhalten werden. Das Konto stehe in Verbindung mit noch laufenden strafrechtlichen Ermittlungen und k�nne daher nicht freigegeben werden.
Mit Eingabe vom 12. April 2006 f�hrte die X.________ Foundation Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht wegen Rechtsverweigerung. Sie beantragte, die Sperre ihres Kontos sei ersatzlos aufzuheben; eventuell sei die Sache an die Bundesanwaltschaft zum neuen Entscheid im Sinne einer Aufhebung der Sperre des Kontos zur�ckzuweisen; subeventuell sei die Sache an die Bundesanwaltschaft zum neuen Entscheid im Sinne einer Freigabe von Fr. 30'000.-- zur Leistung eines Kostenvorschusses an die B.________ AG zur�ckzuweisen.
Mit Urteil vom 27. Juni 2006 hiess das Bundesgericht die Beschwerde teilweise gut und wies die Sache im Sinne der Erw�gungen an die Bundesanwaltschaft zur�ck (1A.77/2006).
Das Bundesgericht erwog, die Ermittlungen in den Niederlanden m�ssten zeigen, ob es sich beim beschlagnahmten Betrag auf dem Konto der X.________ Foundation um Drogengeld handle. Soweit die X.________ Foundation behaupte, dies sei ausgeschlossen, gehe es dabei um eine Beweisfrage, die im Rechtshilfeverfahren nicht zu pr�fen sei. Bis die Frage im niederl�ndischen Strafverfahren gekl�rt sei, m�sse die Kontosperre gem�ss Art. 33a der Verordnung vom 24. Februar 1982 �ber internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV; 351.11) aufrecht erhalten bleiben. Die Kontosperre bestehe seit rund 14 Monaten, was noch keine unverh�ltnism�ssige Dauer darstelle. Die Bundesanwaltschaft habe danach keine Schlussverf�gung erlassen und das gesperrte Konto nicht freigeben m�ssen. Die Rechtsverweigerungsbeschwerde sei in diesem Punkt unbegr�ndet (E. 1.3 f.).
Das Bundesgericht hiess die Beschwerde wegen Rechtsverweigerung dagegen teilweise gut, weil die Bundesanwaltschaft einen Antrag der X.________ Foundation um Freigabe eines Betrages von Fr. 30'000.-- f�r die Deckung von Verwaltungskosten trotz mehrmaliger Aufforderung nicht behandelt hatte (E. 2.3 f.).
Es kam sodann zum Schluss, die Bundesanwaltschaft habe mit dem Entscheid �ber das Gesuch der X.________ Foundation um Freigabe eines Betrages von weiteren Fr. 10'000.-- f�r ihre Rechtsvertretung bis zum bundesgerichtlichen Entscheid zuwarten d�rfen (E. 2.5).
Am 11. Juli 2006 erneuerte die X.________ Foundation ihre Gesuche um Freigabe von Fr. 30'000.-- f�r die Deckung der Verwaltungskosten und von Fr. 10'000.-- f�r die Deckung der Kosten der Rechtsvertretung.
Mit Schreiben vom 21. Juli 2006 teilte die Bundesanwaltschaft der X.________ Foundation mit, sie k�nne �ber deren Gesuche erst nach R�cksprache mit der ersuchenden Beh�rde entscheiden.
Am 7. August 2006 schrieb die Bundesanwaltschaft der X.________ Foundation, die Staatsanwaltschaft Amsterdam widersetze sich einer erneuten Freigabe eines Teils des beschlagnahmten Geldes; sie ersuche die Bundesanwaltschaft, die Sperre des Kontos aufrecht zu erhalten. Die Bundesanwaltschaft entsprach dem Gesuch um Freigabe von Fr. 30'000.-- f�r die Deckung der Verwaltungskosten und von Fr. 10'000.-- f�r die Rechtsvertretung nicht. Die Bundesanwaltschaft bemerkte, um die formale Aufl�sung der X.________ Foundation vorl�ufig zu verhindern, w�re sie gegebenenfalls "gegen detaillierte Ausweisung belegter, unumg�nglicher Kosten bereit, f�r die j�hrlich wiederkehrenden beh�rdlichen Geb�hren sowie die minimal nur zu diesem Zwecke - und nicht zur Durchf�hrung irgendwelcher aktiver Gesch�ftst�tigkeit - anfallenden Verwaltungskosten einen bescheidenen Betrag ab dem gesperrten Konto freizugeben".
Mit Schreiben vom 16. August 2006 beantragte die X.________ Foundation die Freigabe von Fr. 44'939.-- f�r die Deckung der Verwaltungskosten und von Fr. 10'000.-- f�r die Kosten der Rechtsvertretung.
Zum Betrag von Fr. 44'939.-- f�hrte die X.________ Foundation aus, dieser st�tze sich auf die Rechnung der B.________ AG vom 14. August 2006. Diese betreffe die Verwaltung der X.________ Foundation seit der letzten Rechnungsstellung am 22. August 2005. Beim sofort f�lligen Betrag von Fr. 44'939.-- handle es sich also um die Entsch�digung f�r bereits erbrachte Leistungen, nicht um einen Vorschuss. Seit den erfolgten Kontensperren betreibe weder die X.________ Foundation noch deren Tochtergesellschaft C.________ S.A. irgendeine Gesch�ftst�tigkeit. Die angefallen Kosten r�hrten - nebst der gesetzlich vorgeschriebenen Organt�tigkeit und den Steuern - von den zur Rechtsverteidigung im vorliegenden Rechtshilfeverfahren notwendigen Handlungen her. Die B.________ AG habe angedroht, von ihrem Verwaltungs- und Organmandat bei der X.________ Foundation zur�ckzutreten, sollte diese die angefallenen Kosten nicht begleichen. Da der Stiftungsrat der X.________ Foundation ausnahmslos aus von der B.________ AG in diese Funktion delegierten nat�rlichen und juristischen Personen gebildet werde, w�rde dieser Schritt unweigerlich zur Einleitung eines amtlichen Liquidationsverfahrens und damit zur Beendigung der Stiftung f�hren.
Zum Betrag von Fr. 10'000.-- bemerkt die X.________ Foundation, vorliegend sei der am 2. Mai 2006 geleistete Vorschuss aufgebraucht. Dar�ber hinaus seien Honorar und Gerichtsgeb�hren in der H�he von Fr. 7'139.45 f�llig geworden. Somit seien vom beantragten neuen Vorschuss von Fr. 10'000.-- nur noch Fr. 2'860.55 tats�chlich Vorschuss. Dieser sei angesichts des noch zu erwartenden Aufwands fraglos angemessen.
- Wie bereits in unserem Schreiben vom 7. August 2006 an Sie in Aussicht gestellt, sind wir bereit, die von der X.________ Foundation gem�ss Rechnung Nr. 61851 der B.________ AG ausgewiesenen Geb�hren und Taxen (Basic compensation, period 27.08.2006-26.08.2007) von insgesamt CHF 9'126.-- (CHF 7'500.-- Board member's an representation fee; CHF 1'000.-- Capital tax; CHF 626.-- VAT 7,6 %) freizugeben. Vorab bitten wir Sie indes, Ihre an der X.________ Foundation wirtschaftlich berechtigte Klientin, Frau Z.________, aufzufordern, zu unseren Handen eine schriftliche Erkl�rung abzufassen, aus welcher klar hervorgeht, dass sie weder in der Schweiz noch im Ausland �ber irgendwelche anderen Verm�genswerte verf�gt. Denn nur unter diesen Voraussetzungen k�nnen wir von gesperrtem Geld freigeben, auf welchem der Verdacht lastet, dass es aus kriminellen Handlungen stammt; und die Freigabe kann nur subsidi�r erfolgen, als ultima ratio, um den formalen Untergang der X.________ Foundation beziehungsweise deren Streichung aus den offiziellen Registern zu verhindern.
Die weiter gehenden, von ihnen gestellten Antr�ge werden abgewiesen. Wir verweisen dabei auf das erw�hnte Schreiben vom 7. August 2006, mit welchem wir Ihnen dargelegt haben, weswegen eine Freigabe der gesperrten Verm�genswerte zur Deckung ihrer Verteidigungskosten sowie der Verwaltungskosten der X.________ Foundation, welche �ber das zur formalen Erhaltung notwendige Mass hinausgehen, nicht in Frage kommen kann."
Die X.________ Foundation f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, die Verf�gung der Bundesanwaltschaft vom 22. August 2006 sei aufzuheben und es sei die Freigabe von Fr. 54'939.-- vom Konto Nr. 1 bei der Bank anzuordnen; eventuell sei die Sache an die Bundesanwaltschaft zu neuem Entscheid im Sinne einer Freigabe von Fr. 54'939.-- zur�ckzuweisen.
Das Bundesamt f�r Justiz beantragt unter Hinweis auf die seines Erachtens zutreffenden Ausf�hrungen in der angefochtenen Verf�gung die Abweisung der Beschwerde.
Die X.________ Foundation hat ausdr�cklich nur zur Vernehmlassung der Bundesanwaltschaft Bemerkungen eingereicht.
1.1 Das Bundesgesetz vom 20. M�rz 1981 �ber internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; SR 351.1) ist mit Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 ge�ndert worden. Gem�ss Art. 110b nIRSG richten sich Beschwerdeverfahren gegen Verf�gungen, die in erster Instanz vor dem Inkrafttreten dieser �nderung - am 1. Januar 2007 - getroffen worden sind, nach dem bisherigen Recht.
Die angefochtene Verf�gung datiert vom 22. August 2006. Das vorliegende Beschwerdeverfahren richtet sich somit nach dem bisherigen Recht.
1.2 Die angefochtene Verf�gung schliesst das Rechtshilfeverfahren nicht ab. Es handelt sich - was die Beschwerdef�hrerin (S. 3 Ziff. 3) anerkennt - um eine Zwischenverf�gung.
Gem�ss Art. 80g Abs. 2 aIRSG kann die der Schlussverf�gung vorangehende Zwischenverf�gung, die einen unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil gem�ss Art. 80e lit. b aIRSG bewirkt, selbst�ndig mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden.
Nach Art. 80e lit. b Ziff. 1 aIRSG k�nnen mit einer Beschwerde unter anderem angefochten werden der Schlussverf�gung vorangehende Zwischenverf�gungen, die einen unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken durch die Beschlagnahme von Verm�genswerten.
Nach der Rechtsprechung kann ein unmittelbarer und nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 80e lit. b aIRSG nur in Ausnahmef�llen bejaht werden. Zu denken ist etwa an eine Beschlagnahme, die es dem Betroffenen verunm�glicht, f�llige vertragliche Verpflichtungen zu erf�llen, oder welche die wirtschaftliche T�tigkeit eines Unternehmens praktisch lahmlegt. Es gen�gt nicht, den unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil bloss zu behaupten; dieser muss vielmehr glaubhaft gemacht werden (BGE 130 II 329 E. 2; 128 II 353 E. 3; Urteil 1A.265/2000 vom 28. November 2000 E. 2c/bb).
In der Amtsbest�tigung des �ffentlichkeitsregisteramtes des F�rstentums Liechtenstein vom 28. August 2003 (Beschwerdebeilage 2) ist die B.________ AG als Repr�sentantin der Beschwerdef�hrerin aufgef�hrt. Nach Ziffer 14 der Statuten der Beschwerdef�hrerin vom 27. August 2003 (ebenfalls Beschwerdebeilage 2) haben der Repr�sentant und der Stiftungsrat Anspruch auf eine orts- und branchen�bliche Entsch�digung und auf Ersatz der Barauslagen. Es ist glaubhaft, dass bei Ausbleiben der Zahlungen an die B.________ AG zur Deckung der Kosten der Verwaltung und der Stiftungsorgane diese ihre T�tigkeit einstellen w�rden. Damit st�nde die Beschwerdef�hrerin ohne Organe da und w�re handlungsunf�hig.
Ebenso ist glaubhaft, dass der Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin bei Ausbleiben der Zahlung an ihn das Mandat niederlegen w�rde. Der Beschwerdef�hrerin fehlte damit zudem die Rechtsvertretung.
Unter diesen Umst�nden kann der unmittelbare und nicht wieder gutzumachende Nachteil nach Art. 80e lit. b IRSG bejaht werden. In diesem Sinne hat das Bundesgericht bereits im die Beschwerdef�hrerin betreffenden Urteil vom 27. Juni 2006 entschieden (E. 2.2).
Als Inhaberin des gesperrten Kontos ist die Beschwerdef�hrerin nach Art. 80h lit. b IRSG zur Beschwerde befugt.
2.1 Die Beschlagnahme stellt einen Eingriff in die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) dar. Diese erstreckt sich auch auf obligatorische Rechte (BGE 120 Ia 120 E. 1b S. 121, mit Hinweisen). Die Beschlagnahme muss auch in einem Rechtshilfeverfahren verh�ltnism�ssig sein (Urteil 1A.139/1994 vom 6. Oktober 1994 E. 2a; Robert Zimmermann, La coop�ration judiciaire internationale en mati�re p�nale, 2. Aufl., Bern 2004, S. 178 und S. 515 N. 477). Das Gebot der Verh�ltnism�ssigkeit verlangt, dass eine beh�rdliche Massnahme f�r das Erreichen des im �ffentlichen Interesse liegenden Zieles geeignet und erforderlich ist und sich f�r die Betroffenen in Anbetracht der Schwere der Grundrechtseinschr�nkung als zumutbar und verh�ltnism�ssig erweist. Erforderlich ist eine vern�nftige Zweck-Mittel-Relation (BGE 132 I 49 E. 7.2 S. 62, mit Hinweisen).
2.2 Im dem Urteil 1A.265/2000 vom 28. November 2000 zugrunde liegenden Fall waren in einem Rechtshilfeverfahren die Bankkonten des damaligen Beschwerdef�hrers in der Schweiz beschlagnahmt worden. Dieser machte geltend, durch die Sperre aller seiner Konten entstehe ihm ein unmittelbarer und nicht wieder gutzumachender Nachteil, weil sich darauf sein gesamtes Verm�gen befinde. Da er arbeitslos sei und noch keine Arbeitslosenunterst�tzung erhalte, sei er auf diese Konten angewiesen, um seinen Lebensunterhalt sowie denjenigen seiner Familie zu bestreiten, was ihm die Sperre verunm�gliche. Das Bundesgericht erwog, ein unmittelbarer und nicht wieder gutzumachender Nachteil k�nne in Betracht kommen, wenn die Beschlagnahme Mittel betreffe, die eine Person f�r ihren Unterhalt ben�tige. Es m�sse konkret glaubhaft gemacht werden, dass der Betroffene angesichts der Kontensperre seine Lebenshaltungskosten nicht mehr decken k�nne. Im zu beurteilenden Fall erachtete das Bundesgericht die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers als grunds�tzlich glaubhaft. Es sei davon auszugehen, dass er kein Erwerbseinkommen habe und deshalb darauf angewiesen sei, zumindest �ber einen Teil seines Verm�gens verf�gen zu k�nnen, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und familienrechtliche Verpflichtungen zu erf�llen. Aufgrund der vom Bundesamt f�r Justiz angeordneten Sperre, die s�mtliche Konten und Bankguthaben umfasse, sei es nachvollziehbar, dass sich der Beschwerdef�hrer in einer Situation befinde, in der ihm nicht wieder gutzumachende Nachteile erwachsen k�nnten. Dies sei dem Bundesamt nicht entgangen: Es habe in der Vernehmlassung erkl�rt, es w�rde auf begr�ndetes Gesuch hin die notwendigen Mittel freigeben. Es gehe somit davon aus, dass die Freigabe eines Teils der gesperrten Verm�genswerte grunds�tzlich zul�ssig und m�glich sei. Das Bundesamt sei auf die abgegebene Zusicherung zu behaften (E. 2d/aa). Das Bundesgericht erwog sodann, in F�llen, in denen Teile des Verm�gens von der Sperre ausgenommen bzw. freigegeben werden d�rften, best�nden grunds�tzlich zwei M�glichkeiten, um die Gefahr eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils zu bannen. Zum einen k�nne schon bei der Sperre oder der Beschlagnahme dem l�ngerfristigen Mittelbedarf des Betroffenen Rechnung getragen werden, indem ein Teil der Verm�genswerte von der Beschlagnahme ausgenommen werde. Zum andern k�nne der Betroffene, wenn s�mtliche Verm�genswerte mit Beschlag belegt w�rden, darauf verwiesen werden, je nach Bedarf Freigabegesuche zu stellen. Die Wahl des Vorgehens liege in erster Linie im Ermessen der Rechtshilfebeh�rde (E. 2d/bb).
2.3 Auch im vorliegenden Fall geht die Bundesanwaltschaft - was im Lichte des dargelegten Urteils nicht zu beanstanden ist - davon aus, dass der Beschwerdef�hrerin die zur Sicherung ihrer Existenz notwendigen Mittel grunds�tzlich freigegeben werden k�nnen.
Die Beschwerdef�hrerin verf�gt unstreitig �ber keine anderen Mittel als jene, die auf dem gesperrten Konto liegen.
Die B.________ AG stellte der Beschwerdef�hrerin am 14. August 2006 Rechnung f�r den Betrag von insgesamt Fr. 44'939.-- (Beschwerdebeilage 43). Der Betrag setzt sich zusammen einerseits aus dem Posten "Services fees" f�r die Zeit vom 1. August 2005 bis zum 4. August 2006 und anderseits dem Posten "Basic compensation" f�r die Zeit vom 27. August 2006 bis zum 26. August 2007. Unter der �berschrift "Service fees" fordert die B.________ AG einen Betrag von Fr. 32'954.-- f�r "Legal counselling/Administration in order to defense foundation in litigation vs. 'Schweizerische Bundesanwaltschaft' (Legal assistance for Netherlands)" sowie einen Betrag von Fr. 382.40 f�r "Expenses". Unter der �berschrift "Basic Compensation" fordert die B.________ AG Fr. 7'500.-- f�r "Board member's and representation fee" sowie Fr. 1'000.-- f�r "Capital tax". Zu den genannten Betr�gen hinzu kommt die Mehrwertsteuer von 7,6 % auf einem Betrag von Fr. 40'823.60, welche sich auf Fr. 3'102.60 bel�uft; ein Betrag von Fr. 1'012.80 ist mehrwertsteuerfrei. Die angef�hrten Betr�ge plus die Mehrwertsteuer ergeben die Gesamtsumme von Fr. 44'939.--.
Wie die Bundesanwaltschaft in der angefochtenen Verf�gung darlegt, ist sie bereit, die von der B.________ AG ausgewiesenen Geb�hren und Taxen von insgesamt Fr. 9'126.-- (Fr. 7'500.-- "Board member's and representation fee", Fr. 1'000.-- "Capital Tax" plus Fr. 626.-- Mehrwertsteuer von 7,6 %) freizugeben. Der Betrag m�sste richtig Fr. 9'146.-- lauten, da 7,6 % von Fr. 8'500.-- nicht Fr. 626.--, sondern Fr. 646.-- ergibt.
Streitig sind in Bezug auf die Rechnung der B.________ AG somit die Betr�ge von Fr. 32'954.-- und Fr. 382.40 unter dem Titel "Service fees". Dabei geht es um Aufwand im Zusammenhang mit dem vorliegenden Rechtshilfeverfahren. Wie sich aus dem Faktura-Journal (Beschwerdebeilage 43) ergibt, hat die B.________ AG 110,25 Stunden mit einem Stundenansatz von Fr. 298.90 in Rechnung gestellt, was den Betrag von Fr. 32'954.-- ergibt.
Der von der B.________ AG f�r den Aufwand im Zusammenhang mit dem Rechtshilfeverfahren geforderte Betrag steht in engem Zusammenhang mit den Betr�gen, welche der Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin dieser gegen�ber geltend macht. Mit Rechnung Nr. 81 vom 11. Juli 2006 (Beschwerdebeilage 44) hat der Rechtsvertreter von der Beschwerdef�hrerin den Betrag von Fr. 3'524.50 verlangt; mit Rechnung Nr. 82 vom 14. August 2006 (Beschwerdebeilage 45) den Betrag von Fr. 3'614.95. Dieser setzt sich zusammen aus dem Anwaltshonorar von Fr. 614.95 und der Gerichtsgeb�hr von Fr. 3'000.--, welche die Beschwerdef�hrerin dem Bundesgericht aufgrund des Urteils vom 27. Juni 2006 schuldet.
Es stellt sich die Frage, ob auch die Geldbetr�ge zur Deckung dieser weiteren Kosten (T�tigkeit der B.________ AG im Zusammenhang mit dem Rechtshilfeverfahren und Anwaltshonorar mitsamt Gerichtsgeb�hr) freizugeben sind.
2.4 Nach der Rechtsprechung k�nnen juristische Personen grunds�tzlich weder die unentgeltliche Prozessf�hrung noch eine Verbeist�ndung beanspruchen. Sie sind nicht arm oder bed�rftig, sondern bloss zahlungsunf�hig oder �berschuldet und haben in diesem Fall die gebotenen gesellschafts- und konkursrechtlichen Konsequenzen zu ziehen (BGE 131 II 306 E. 5.2.1 S. 326, mit Hinweisen).
Anders als eine nat�rliche Person kann die Beschwerdef�hrerin demnach - was sie in ihrem Schreiben vom 16. August 2006 an die Bundesanwaltschaft (Beschwerdebeilage 39 S. 2 unten) anerkennt - keine unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung beantragen. Die M�glichkeit, ihre rechtlichen Interessen im Zusammenhang mit der Kontosperre wahrzunehmen, kann ihr grunds�tzlich nur gegeben werden, wenn der insoweit notwendige Betrag ab dem gesperrten Konto freigegeben wird. Wollte man anders entscheiden, w�re der Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf den Rechtsweg (Art. 29a BV) nicht gew�hrleistet. Dieser fordert einen wirksamen Rechtsschutz (Esther Tophinke, Bedeutung der Rechtsweggarantie f�r die Anpassung der kantonalen Gesetzgebung, ZBl 107/2006, S. 92). Ebenso wenig w�re der Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) gewahrt. Zu ber�cksichtigen ist �berdies Art. 21 Abs. 2 IRSG. Dieser r�umt Personen, die von einer Rechtshilfemassnahme betroffen werden, das Recht auf Beizug eines Rechtsbeistandes ein, wenn es die Wahrung ihrer Interessen erfordert. Der Beschwerdef�hrerin ist demnach grunds�tzlich ein Anspruch auf Freigabe der f�r die Wahrung ihrer rechtlichen Interessen notwendigen Mittel zuzugestehen.
Das bedeutet, dass sie einerseits ihren Anwalt f�r gerechtfertigten Aufwand entsch�digen und anderseits anfallende Gerichtsgeb�hren bezahlen k�nnen muss. Da sich der Anwalt mit den Organen und der Verwaltung der Beschwerdef�hrerin absprechen musste bzw. muss, ist klar, dass auch bei diesen ein mit dem Rechtsfall in Zusammenhang stehender Aufwand anf�llt. Soll der Beschwerdef�hrerin die Wahrung ihrer rechtlichen Interessen erm�glicht werden, muss auch der daf�r notwendige Betrag grunds�tzlich freigegeben werden. Der Rechtsauffassung der Bundesanwaltschaft in der angefochtenen Verf�gung kann demnach nicht gefolgt werden. Sie f�hrte dazu, dass die Beschwerdef�hrerin auf die Wahrung ihrer Rechte verzichten m�sste. Damit entst�nde eine sachlich nicht gerechtfertigte Rechtsungleichheit gegen�ber nat�rlichen Personen, denen bei fehlenden freien Mitteln die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung gew�hrt werden kann.
In einem Entscheid vom 18. Februar 2002, den die Beschwerdef�hrerin ins Recht legt (Beschwerdebeilage 49), ist der Staatsgerichtshof des F�rstentums Liechtenstein in einem vergleichbaren Fall gest�tzt insbesondere auf Art. 43 der dortigen Verfassung, der das Recht auf Beschwerdef�hrung gew�hrleistet, zum gleichen Schluss gekommen wie hier (Liechtensteinische Juristische Bl�tter 2004 S. 168 ff.).
2.5 Eine andere Frage ist, ob die von der B.________ AG und dem Anwalt der Beschwerdef�hrerin im Zusammenhang mit dem Rechtshilfeverfahren in Rechnung gestellten Betr�ge der H�he nach gerechtfertigt sind. Dies anhand insbesondere des langen und detaillierten Faktura-Journals der B.________ AG (Beschwerdebeilage 43) zu �berpr�fen, ist nicht Aufgabe des Bundesgerichtes. Die Sache wird an die Bundesanwaltschaft zur�ckgewiesen, damit sich diese hiezu �ussere. Die Bundesanwaltschaft wird nach dem Gesagten davon auszugehen haben, dass - soweit gerechtfertigt und der H�he nach angemessen - auch die Betr�ge f�r die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Rechtshilfeverfahren grunds�tzlich freizugeben sind.
3.1 Zu pr�fen bleibt, ob die Freigabe erst dann in Betracht kommt, wenn die Beschwerdef�hrerin die ihr in Rechnung gestellten Betr�ge nicht von Frau Z.________ erh�ltlich machen kann.
3.2 Geh�ren die Aktiven einer Gesellschaft einer einzigen Person, kann man sich nach der Rechtsprechung nicht vorbehaltlos an die formelle Existenz zweier rechtlich verschiedener Personen halten. Trotz der formellen Dualit�t von Personen existieren keine unabh�ngigen Einheiten; die Gesellschaft ist das blosse Instrument in der Hand ihres Urhebers, der wirtschaftlich mit ihr eine Einheit bildet. In bestimmter Hinsicht ist deshalb anzunehmen, dass entsprechend der wirtschaftlichen Realit�t Identit�t der Personen gegeben ist und die Rechtsbeziehungen der einen auch die andere binden. Davon ist immer dann auszugehen, wenn die Berufung auf die Verschiedenheit der Personen rechtsmissbr�uchlich ist oder berechtigte Interessen offensichtlich beeintr�chtigt (BGE 132 III 489 E. 3.2 S. 493; 121 III 319 E. 5a/aa S. 321, mit Hinweisen).
Diese Rechtsprechung gilt auch im Bereich der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen. So war in einem Fall dem fr�heren philippinischen Staatspr�sidenten Marcos und seiner Ehefrau die Akteneinsicht verweigert worden. Das Bundesgericht befand, es erscheine rechtsmissbr�uchlich, wenn sich zwei Liechtensteinische Anstalten, die den Eheleuten Marcos geh�rten, auf ihre rechtliche Selbst�ndigkeit beriefen, um ihrerseits Akteneinsicht nehmen zu k�nnen (Urteil 1A.189/1988 vom 1. Dezember 1989 E. 2).
3.3 Das Stiftungskapital der Beschwerdef�hrerin hat einzig Frau Z.________ eingebracht. Es soll, wie in der Replik (S. 7) vorgebracht wird, aus einer Erbschaft stammen. Beg�nstigte der Beschwerdef�hrerin ist bis zu ihrem Ableben ausschliesslich Frau Z.________ (vgl. "By-Laws" der Beschwerdef�hrerin vom 27. August 2003 Ziff. 1; Beschwerdebeilage 50, act. 12). Wirtschaftlich an den gesperrten Verm�genswerten berechtigt ist gem�ss "Formular A" (Beschwerdebeilage 4) Frau Z.________. H�tte sie ihr Kapital, statt es in die Beschwerdef�hrerin einzubringen, selber und direkt bei der Bank angelegt, m�sste sie f�r alle rechtlichen Schritte, die auf eine Freigabe des Kontos zielen, selber aufkommen. Nun hat sie - aus welchem Grund immer - das Kapital nicht direkt angelegt, sondern den Weg �ber die Beschwerdef�hrerin gew�hlt. Wirtschaftlich �ndert dies nichts daran, dass es um ihr Kapital geht. Unter diesen Umst�nden erscheint es missbr�uchlich, wenn sich die Beschwerdef�hrerin auf ihre rechtliche Selbst�ndigkeit beruft und geltend macht, die B.________ AG und der Rechtsvertreter h�tten gegen Frau Z.________ keinerlei Forderungen. Formaljuristisch trifft dies zwar zu. Unter den gegebenen Umst�nden dr�ngt sich jedoch die wirtschaftliche Betrachtungsweise auf und ist Identit�t zwischen der Beschwerdef�hrerin und Frau Z.________ anzunehmen.
Der Auffassung der Bundesanwaltschaft ist somit zuzustimmen, dass jede Freigabe ab dem gesperrten Konto erst dann in Betracht kommt, wenn die B.________ AG und der Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin die geltend gemachten Betr�ge nicht von Frau Z.________ erh�ltlich machen k�nnen.
3.4 Die blosse schriftliche Erkl�rung von Frau Z.________, sie verf�ge weder in der Schweiz noch im Ausland �ber irgendwelche anderen Verm�genswerte, kann entgegen der Ansicht der Bundesanwaltschaft allerdings nicht gen�gen. Damit w�rde ihre Mittellosigkeit lediglich behauptet. Zu verlangen ist, dass Frau Z.________ ihre Mittellosigkeit mittels Belegen zumindest glaubhaft macht. Erst wenn dies der Fall ist, kann Geld ab dem gesperrten Konto freigegeben werden.
4.1 Die Beschwerde ist danach teilweise gutzuheissen und die Sache im Sinne der Erw�gungen an die Bundesanwaltschaft zur�ckzuweisen.
4.2 Die Beschwerdef�hrerin hat, wie gesagt, als juristische Person keinen Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung. Das entsprechende Gesuch, das sie in Widerspruch zu ihrer �usserung im Schreiben vom 16. August 2006 an die Bundesanwaltschaft (Beschwerdebeilage 39 S. 2 unten) stellt, ist abzuweisen.
Soweit die Beschwerdef�hrerin unterliegt, tr�gt sie die Gerichtsgeb�hr (Art. 156 Abs. 1 OG). Soweit sie obsiegt, hat sie Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 1 und 2 OG).
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird teilweise gutgeheissen, die Verf�gung der Schweizerischen Bundesanwaltschaft vom 22. August 2006 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erw�gungen an diese zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Die Eidgenossenschaft (Bundesanwaltschaft) hat der Beschwerdef�hrerin f�r das Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eine Entsch�digung von Fr. 1'500.-- zu bezahlen.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin und der Schweizerischen Bundesanwaltschaft sowie dem Bundesamt f�r Justiz, Abteilung internationale Rechtshilfe, Sektion Rechtshilfe, schriftlich mitgeteilt.