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Timestamp: 2016-10-27 22:44:08
Document Index: 60375831

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 99', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_228/2011 (03.06.2011)
8C_228/2011
Der 1962 geborene, �ber seinen jeweiligen Arbeitgeber bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unfallfolgen versicherte U.________ erlitt mehrere Unf�lle. Am 21. April 1985 verletzte er sich beim Schwingen an der linken Schulter. Er zog sich eine Luxation im AC-Gelenk zu und wurde deswegen am 3. Mai 1985 operiert (Rekonstruktion des AC-Gelenkes und des Coracoclavicularligamentes links). Die SUVA anerkannte den Unfall und erbrachte vor�bergehend die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld). Ab Juli 1985 war U.________ wieder beschwerdefrei und voll arbeitsf�hig. Im April 2000 liess er erneute Schulterbeschwerden als R�ckfall melden. Die SUVA teilte ihm am 19. Oktober 2000 mit, sie richte f�r die Beschwerden im AC-Gelenk links die gesetzlichen Leistungen aus. Hingegen bestehe kein Leistungsanspruch bez�glich der beidseitigen Omarthrosen. Zwischenzeitlich hatte U.________ am 16. Juli 2000 als Autolenker bei einer ersten (von gesamthaft drei) Heckauffahrkollision ein Distorsionstrauma der Halswirbels�ule (HWS) erlitten. Gem�ss �rztlichen Aussagen wurde dadurch auch ein vorbestandener Tinnitus aktiviert. Der Versicherte arbeitete danach ein knappes Jahr voll weiter, bis er sein Arbeitspensum unter Hinweis auf Unfallfolgen ab 18. Juni 2001 auf 50 % reduzierte. Am 11. Januar 2003 und 9. Mai 2006 ereigneten sich die beiden weiteren Heckauffahrunf�lle. Die SUVA gew�hrte auch nach den drei Verkehrsunf�llen Heilbehandlung und richtete, soweit eine Arbeitsunf�higkeit bestand, Taggeld aus. Mit Verf�gung vom 25. Mai 2007 er�ffnete sie dem Versicherten, die aus dem Unfall von 2000 erbrachten Leistungen w�rden mangels ad�quater Unfallkausalit�t der noch bestehenden Beschwerden auf den 31. Juli 2007 eingestellt. Die - zuletzt am 10. Mai 2007 - gemeldeten Schulterbeschwerden seien �rztlich abgekl�rt worden. Die Omarthrosen seien unfallfremd. Die AC-Arthrose habe sich nicht verschlechtert und verursache auch keine Beschwerden, welche sich negativ auf das Erwerbsleben auswirkten. Die beiden j�ngsten Unf�lle von 2003 und 2006 k�nnten, da sie nur zu einer vor�bergehenden Verschlimmerung gef�hrt h�tten, folgenlos abgeschlossen werden. Es bestehe demnach kein weiterer Anspruch auf Versicherungsleistungen (Heilbehandlung, Taggeld, Invalidenrente, Integrit�tsentsch�digung). Daran hielt die SUVA auf die von U.________ und seinem obligatorischen Krankenversicherer erhobenen Einsprachen hin fest (Entscheid vom 4. September 2009).
Die von U.________ hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Obwalden mit Entscheid vom 18. Februar 2011 ab. Es verneinte dabei auch einen Leistungsanspruch bez�glich der neu geltend gemachten Ellbogenarthrose.
U.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides seien die gesetzlichen UV-Leistungen zuzusprechen resp. sei die Sache zur Neubeurteilung an die SUVA zur�ckzuweisen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob der Beschwerdef�hrer �ber den 31. Juli 2007 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Dabei stehen Arthrosen am linken Ellbogen und an den Schultern, ein Tinnitus sowie gesundheitliche Beschwerden aus HWS-Distorsionstrauma zur Diskussion.
Das kantonale Gericht hat namentlich die zu beachtenden kausal- und beweisrechtlichen Grunds�tze zutreffend dargelegt. Hervorzuheben ist, dass die Leistungspflicht des Unfallversicherers einen nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraussetzt (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181). Dabei spielt im Sozialversicherungsrecht die Ad�quanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die ad�quate weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t deckt. Anders verh�lt es sich bei nat�rlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden. Hier bedarf es einer besonderen Ad�quanzbeurteilung. Dabei ist vom augenf�lligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. Gem�ss der f�r psychische Fehlentwicklungen nach Unfall erarbeiteten sog. Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) werden diese Ad�quanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte gepr�ft, w�hrend nach der bei Schleudertraumen und �quivalenten Verletzungen der HWS sowie Sch�del-Hirntraumen anwendbaren sog. Schleudertrauma-Praxis auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird (zum Ganzen: BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen).
Soweit in der Beschwerde erstmals auf einen - in den Akten nicht erw�hnten - "Nichtbetriebsunfall vom 14.03.1993" verwiesen wird, handelt es sich um ein unzul�ssiges neues Vorbringen im Sinne von Art. 99 BGG, auf welches nicht weiter einzugehen ist.
Das kantonale Gericht hat einen Leistungsanspruch aus der linksseitigen Ellbogenarthrose mit der Begr�ndung verneint, der SUVA sei ein Unfall mit Ellbogenbeteiligung nie gemeldet worden, weshalb sie nicht leistungspflichtig sei.
4.1 Der Versicherte wendet ein, er habe im Jahr 1986 beim Schwinget in X.________ eine entsprechende Ellbogenverletzung erlitten. Der Unfall sei von ihm resp. seiner damaligen Arbeitgeberin der SUVA gemeldet worden. Es habe auch eine medizinische Behandlung im Spital Y.________ stattgefunden und sei eine l�ngere Arbeitsunf�higkeit eingetreten.
Die SUVA h�lt fest, bei den aktenkundigen Unf�llen sei der Ellbogen nicht betroffen gewesen. Der behauptete Schwingunfall von 1986 sei nicht bewiesen und ihr nie gemeldet worden, weshalb sie auch �ber keine entsprechenden Akten verf�ge.
4.2 Ob die Vorbringen des Beschwerdef�hrers novenrechtlich (Art. 99 BGG) zul�ssig sind, muss nicht abschliessend beantwortet werden, da sie, wie nachfolgend gezeigt wird, ohnehin nicht zur Bejahung eines Leistungsanspruchs zu f�hren verm�gen.
Der Beschwerdef�hrer untermauert seine Darstellung mit keinerlei Belegst�cken. Zudem kann davon ausgegangen werden, dass ein unfallbedingter Ellbogenschaden in den vorhandenen zahlreichen medizinischen Akten, worunter ausf�hrliche polydisziplin�re Gutachten mit einl�sslichen Anamneseerhebungen, erw�hnt worden w�re. Es findet sich aber lediglich die Aussage im rheumatologischen Konsilium des Dr. med. B.________, Facharzt FMH f�r Rheumatologie und Innere Medizin, Klinik S.________, vom 17. Dezember 2010 , wonach bez�glich der beginnenden Arthrose am linken Ellbogen ein "Status nach wahrscheinlich Luxation des Radiusk�pfchens" bestehe. Dr. med. B.________ ist hiebei aber nicht etwa von einem Unfall aus dem Jahr 1986 ausgegangen, wie ihn der Beschwerdef�hrer postuliert, sondern hat die von ihm vermutete Luxation auf das Jahr 1982 zur�ckgef�hrt. Zudem hat er nicht begr�ndet, weshalb eine traumatische Genese vorliegen soll. Es ist unter diesen Umst�nden als wenig wahrscheinlich zu betrachten, dass der Versicherte sich anl�sslich eines bei der SUVA versicherten Unfalles am linken Ellbogen verletzte. Erst recht ist nicht davon auszugehen, dass ein solches Ereignis nachweislich die Arthrose an diesem Gelenk zu erkl�ren verm�chte. Von den vom Versicherten beantragten Beweismassnahmen (namentlich Einvernahme des Schwinggegners von 1986) ist abzusehen, da sie keinen entscheidrelevanten neuen Aufschluss erwarten lassen. SUVA und Vorinstanz haben einen Leistungsanspruch aus der Ellbogenarthrose mithin zu Recht verneint.
Im Schulterbereich stehen beidseitige Omarthrosen und eine linksseitige AC-Gelenksarthrose als Folgen des Unfalls von 1985 zur Diskussion.
5.1 Das kantonale Gericht hat erkannt, die Omarthrosen seien nicht mit dem Schwingunfall zu erkl�ren. Diese Beurteilung beruht auf einer sorgf�ltigen W�rdigung der medizinischen Akten und ist nicht zu beanstanden. Hervorzuheben ist, dass bereits im Bericht der Orthop�dischen Klinik B.________ vom 24. Juli 2000 davon ausgegangen wurde, nicht der Unfall, sondern ein degenerativer Prozess infolge intensiver sportlicher Bet�tigung habe zu den Omarthrosen gef�hrt. Dies wurde in den sp�teren medizinischen Berichten, soweit sich diese �berhaupt zur Kausalit�t der Omarthrosen �usserten, durchwegs gleich beurteilt.
Aus der Beschwerde wird nicht klar, ob der Versicherte diesbez�glich eine abweichende Auffassung vertritt. Was er vorbringt, verm�chte diese aber jedenfalls nicht zu st�tzen. Das gilt auch, soweit geltend gemacht wird, die Omarthrose sei zuerst auf der linken Seite in Erscheinung getreten, zumal dies den berichterstattenden Fach�rzten offensichtlich bekannt war und diese nicht zu einer abweichenden Beurteilung veranlasste.
5.2 Einen weiteren Leistungsanspruch aufgrund der AC-Arthrose hat die SUVA mit der Begr�ndung verneint, diese habe sich nicht weiter verschlechtert und verursache keine Beschwerden, welche das Erwerbsleben beeintr�chtigten. Das kantonale Gericht ist zu keinem anderen Ergebnis gelangt.
Der Beschwerdef�hrer macht nicht geltend, dass es sich anders verhalten soll, als die SUVA angenommen hat. Er �ussert sich ausschliesslich zur Frage der Kausalit�t der AC-Arthrose. Es ergeben sich aus den Akten auch keine Anhaltspunkte daf�r, dass diese im zu beurteilenden Zeitraum losgel�st von den symptomatisch offenbar �berwiegenden Omarthrosen eine Behandlungsbed�rftigkeit, eine Arbeitsunf�higkeit oder eine Integrit�tseinbusse zu begr�nden vermocht h�tte. Damit bleibt es bei der Verneinung eines Leistungsanspruchs nach UVG, ohne dass der Kausalit�tsfrage n�her nachzugehen w�re.
Streitig und zu pr�fen bleibt, ob es bei den Heckauffahrunf�llen von 2000, 2003 und 2006 zu einem Gesundheitsschaden gekommen ist, welcher noch vorhandene Beschwerden von Seiten der HWS sowie den bestehenden Tinnitus zu erkl�ren verm�chte. Die Vorinstanz hat dies mit der Begr�ndung verneint, es fehle am ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden/dem Tinnitus und den besagten Unfallereignissen.
6.1 Die Einw�nde des Beschwerdef�hrers betreffen als erstes den Tinnitus. F�r diesen sei eine Integrit�tsentsch�digung auf der Grundlage einer Integrit�tseinbusse von mindestens 5 % zuzusprechen. Zur Begr�ndung wird - mindestens sinngem�ss -, geltend gemacht, der Tinnitus sei somatisch klar als nat�rlich kausale Unfallfolge ausgewiesen. Die ad�quate Unfallkausalit�t sei daher ohne weiteres ebenfalls zu bejahen. Ohnehin h�tte eine allf�llige Ad�quanzpr�fung in Bezug auf den Tinnitus nicht nach der Psycho-Praxis, sondern nach der allgemeinen Ad�quanzformel erfolgen m�ssen.
Nach Lage der medizinischen Akten litt der Versicherte bereits lange vor den Unfallereignissen an Tinnitus, wozu offenbar in erster Linie "Geisslechl�pfe" im Jugendalter beigetragen hat. Der Tinnitus trat zwar nach dem Unfall von 2000 erneut resp. verst�rkt auf. Gem�ss dem vom Versicherten selber eingeholten interdisziplin�ren medizinischen Gutachten des Instituts Z.________ vom 31. M�rz 2010 ist aber lediglich ein geringer Anteil des aktuellen Tinnitus, entsprechend einem Integrit�tsschaden von 1 %, als (nat�rlich) unfallkausal zu betrachten. Damit wird der f�r eine Integrit�tsentsch�digung erforderliche Erheblichkeitswert von 5 % (Art. 36 Abs. 2 UVV in Verbindung mit Ziff. 1 Anhang 3 zur UVV) klar nicht erreicht. Der - einzig geltend gemachte - Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung wurde demnach zu Recht verneint. Weiterungen zum ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen diesem Leiden und den versicherten Ereignissen sind nicht erforderlich.
6.2 Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, es sei bei keinem der Unf�lle von 2000, 2003 und 2006 zu einer organisch objektiv nachgewiesenen Gesundheitssch�digung an der HWS gekommen, welche noch bestehende Beschwerden zu erkl�ren verm�chte. Das ist nach Lage der Akten richtig und letztinstanzlich auch nicht mehr umstritten. Der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden von Seiten der HWS und diesen Unf�llen kann demnach nicht ohne besondere Pr�fung bejaht werden. Dabei muss die Frage des nat�rlichen Kausalzusammenhangs mit der Vorinstanz nicht abschliessend beantwortet werden, wenn es ohnehin am ad�quaten Kausalzusammenhang fehlt (BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472).
Gem�ss dem angefochtenen Entscheid ist dieser Zusammenhang nach der Schleudertrauma-Praxis zu pr�fen. Das entspricht auch der Auffassung des Beschwerdef�hrers. Die SUVA erachtet die Psycho-Praxis f�r anwendbar. Die Ad�quanz sei aber ohnehin auch nach der Schleudertrauma-Praxis zu verneinen. Trifft letzteres zu, was nachfolgend gepr�ft wird, er�brigen sich Weiterungen zur anwendbaren Ad�quanzpr�fungsmethode.
6.2.1 Ausgangspunkt der Ad�quanzbeurteilung bildet das (objektiv erfassbare) Unfallereignis. Im Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise ist zu pr�fen, ob der Unfall eher als leicht, als mittelschwer oder als schwer erscheint, wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine weitere Differenzierung nach der N�he zu den leichten oder schweren Unf�llen erfolgt. Abh�ngig von der Unfallschwere sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f.; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1; Urteil 8C_948/2010 vom 12. Mai 2011 E. 5.3 Ingress).
Das kantonale Gericht hat die Ereignisse von 2000, 2003 und 2006 bei den mittelschweren Unf�llen im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen eingestuft. Das ist bei den gegebenen typischen Heckauffahrunf�llen nicht zu beanstanden (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 102, 8C_897/2009 E. 4.1; 2007 UV Nr. 26 S. 86, U 339/06 E. 5.2; erw�hntes Urteil 8C_948/2010 E. 5.3.1), auch wenn die zwei j�ngeren Ereignisse allenfalls auch als leichte Unf�lle qualifiziert werden k�nnten. Soweit der Beschwerdef�hrer postuliert, es sei zumindest der Unfall von 2000 den mittelschweren Unf�llen im engeren Sinn zuzuordnen, kann ihm jedenfalls nicht gefolgt werden. F�r eine solche Qualifikation des Unfalles spricht entgegen seiner Auffassung auch die dabei eingetretene kollisionsbedingte Geschwindigkeits�nderung (sog. Delta-v) von 4,9 bis 9.4 km/h nicht (vgl. erw�hntes Urteil 8C_948/2010 E. 5.3.1). Die vom Versicherten angef�hrten Pr�judizien st�tzen seine Betrachtungsweise ebenfalls nicht.
6.2.2 Der ad�quate Kausalzusammenhang w�re somit nur dann zu bejahen, wenn eines der relevanten Kriterien (vgl. hiezu: BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130) in besonders ausgepr�gter bzw. auffallender Weise oder mindestens vier Kriterien in einfacher Form erf�llt w�ren (erw�hntes Urteil SVR 2010 E. 4.5 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f. mit Hinweis).
Das kantonale Gericht hat dies mit der Begr�ndung verneint, es seien lediglich und nicht in besonders ausgepr�gter Weise die beiden Kriterien "Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen" und "erhebliche Beschwerden" gegeben. Der Versicherte erachtet diese Kriterien als in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt. Gleiches gelte f�r die zwei Kriterien "schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen" sowie "erhebliche Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen". In der einfachen Form liege �berdies das Kriterium "fortgesetzt spezifische, belastende �rztliche Behandlung" vor.
Bez�glich der beiden �brigen Kriterien "besonders dramatische Begleitumst�nde oder besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls" und "�rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert" beschr�nkt sich der Beschwerdef�hrer auf den Hinweis, diese seien von Amtes wegen zu pr�fen. Nach Lage der Akten sind beide Kriterien mit der Vorinstanz zu verneinen.
Hinsichtlich der umstrittenen f�nf Kriterien ergibt sich Folgendes:
6.2.2.1 Die Vorinstanz hat das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen in der einfachen Form mit der Begr�ndung bejaht, der Versicherte habe beim Unfall von 2000 eine besondere K�rperhaltung innegehabt. Es bestehen keine Anhaltspunkte, welche f�r eine besondere Auspr�gung des Kriteriums sprechen. Namentlich lag entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung keine relevante Vorsch�digung der HWS, ob nun unfallfremd oder durch einen Vorunfall verursacht, vor, welche dies allenfalls zu begr�nden vermocht h�tte (vgl. SVR 2009 UV Nr. 30 S. 105, 8C_413/2009 E. 6.3.2; Urteil 8C_477/2008 vom 19. Dezember 2008 E. 6.3.2, je mit Hinweisen).
6.2.2.2 Die durchgef�hrten Behandlungsmassnahmen gen�gen nicht, um auf eine fortgesetzt spezifische, belastende �rztliche Behandlung schliessen zu k�nnen. Das gilt auch unter Ber�cksichtigung der geltend gemachten ambulanten Abkl�rungen und Therapien, einschliesslich Medikation. Praxisgem�ss werden an dieses Kriterium h�here Anforderungen gestellt (vgl. SVR 2009 UV Nr. 22 S. 80, 8C_209/2008 E. 5.4; Urteile 8C_670/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 4.2.3 und 8C_310/2010 vom 29. Juli 2010 E. 7.4). Diese Anforderungen sind hier nicht erf�llt. Auch aus den vom Versicherten erw�hnten medizinischen Akten (Gutachten des Instituts Z.________ vom 31. M�rz 2010; Berichte Dr. med. C.________, Spital Y.________, vom 13. Dezember 2000, 16. [recte: 13.] Juni 2001 und 29. Oktober 2003; audio-neurootologischer Bericht des Dr. med. M.________ vom 10. Januar 2008) ergeben sich keine Anhaltspunkte, welche die Bejahung des Kriteriums gestatten k�nnten.
6.2.2.3 Die aufgetretenen Beschwerden �berstiegen das Mass des bei derartigen Unf�llen �blichen jedenfalls nicht in einer Weise, dass das Kriterium der erheblichen Beschwerden in besonders ausgepr�gter Weise vorl�ge. Dies hat das kantonale Gericht zutreffend erkannt. Es hat dabei, entgegen der Auffassung des Versicherten auch zul�ssigerweise, ber�cksichtigt, dass dieser in der Lage ist, weiterhin zu 50 % erwerbst�tig zu sein und sich daneben teilweise um den Haushalt und die Kinderbetreuung zu k�mmern.
6.2.2.4 Das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs und erheblichen Komplikationen ist mit dem kantonalen Gericht zu verneinen. Namentlich bestehen entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung keine Anhaltspunkte daf�r, dass die vorbestandenen Gesundheitssch�digungen, etwa im Schulterbereich, den Heilungsverlauf im Hinblick auf die gesundheitlichen Folgen der Unf�lle von 2000, 2003 und 2006 beeintr�chtigt h�tten.
6.2.2.5 Damit verbleibt das Kriterium der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen. Dieses m�sste f�r eine Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhangs in besonders ausgepr�gter Weise vorliegen. Wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat und unbestritten ist, arbeitete der Versicherte schon bald nach dem Unfall von 2000 wieder voll und war erst ab Juni 2001 wieder - zu 50 % - arbeitsunf�hig. Zudem ergeben sich aus den medizinischen Akten Anhaltspunkte daf�r, dass die eingetretene Arbeitsunf�higkeit nur teilweise mit den Unf�llen von 2000, 2003 und 2006 erkl�rt werden kann. Bei diesen Verh�ltnissen liegt das Kriterium jedenfalls nicht in besonders ausgepr�gter Weise vor. Daran verm�gen die aktenkundigen Anstrengungen des Versicherten nichts zu �ndern. Es kann daher offen bleiben, ob das Kriterium mit dem kantonalen Gericht g�nzlich zu verneinen ist oder aber in der einfachen Form vorliegt. Denn auch letzteres w�rde nicht gen�gen, um den ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen den besagten Unf�llen und den noch bestehenden Beschwerden bejahen zu k�nnen.
6.2.3 Zusammenfassend haben SUVA und Vorinstanz einen weiteren Leistungsanspruch aus den Unf�llen von 2000, 2003 und 2006 zu Recht verneint.
6.2.4 Besonderer Erw�hnung bedarf aufgrund der Beschwerdevorbringen, dass dies auch in Bezug auf den Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung gilt. Die in der Beschwerde vertretene Auffassung, wonach aufgrund des im Urteil U 112/04 vom 9. November 2004 Gesagten die Schleudertrauma-Praxis auf Integrit�tsentsch�digungen nicht anwendbar sei, trifft nicht zu. Dies hat das Bundesgericht im Urteil 8C_749/2010 vom 6. Januar 2011 E. 7 unmissverst�ndlich klargestellt. Rechtsvertreter der Beschwerde f�hrenden Person war auch im dortigen Verfahren Rechtsanwalt Marco Untern�hrer. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb dieser in Kenntnis des Urteils 8C_749/2010 seine damalige Argumentation wiederholt hat.