Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Karlsruhe&Datum=22.09.2014&Aktenzeichen=18%20WF%20219/13
Timestamp: 2019-09-17 03:33:31
Document Index: 263771278

Matched Legal Cases: ['§ 266', '§ 1664', '§ 1664', 'BGH', '§ 1664', '§ 1664', '§ 1666']

OLG Karlsruhe, 22.09.2014 - 18 WF 219/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,34047
OLG Karlsruhe, 22.09.2014 - 18 WF 219/13 (https://dejure.org/2014,34047)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 22.09.2014 - 18 WF 219/13 (https://dejure.org/2014,34047)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 22. September 2014 - 18 WF 219/13 (https://dejure.org/2014,34047)
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Zuständigkeit des Familiengerichts für Schadensersatzansprüche eines Kindes wegen Beschneidung
Beschneidung - Schmerzensgeld vom eigenen Vater
FamFG § 266 Abs. 1 Nr. 4; BGB § 1664
Zuständigkeit des Familiengerichts für Antrag auf Schmerzensgeld wegen Beschneidung eines Kindes
Schmerzensgeldanspruch des Kindes möglich bei Beschneidung eines Kindes ohne Einwilligung beider Eltern
Schmerzensgeldanspruch gegen den Vater bei Beschneidung eines sechsjährigen Kindes ohne medizinische Notwendigkeit und Einwilligung der Mutter - Anspruch auf Schmerzensgeld wegen Verletzung des Körpers, des allgemeinen Persönlichkeitsrechts und der elterlichen Sorge ...
AG Freiburg, 23.08.2013 - 44 F 1232/13
AG Freiburg, 21.11.2014 - 44 F 1232/13
NJW 2015, 257
FamRZ 2015, 860
Vielmehr stellt § 1664 BGB nach herrschender Meinung zugleich die Anspruchsgrundlage für Ansprüche des Kindes gegen seine Eltern dar (BGH BeckRS 1988, 31073146; OLG Frankfurt FamRZ 2016, 147; OLG Karlsruhe FamRZ 2015, 860; OLG Bremen FamRZ 2015, 861; OLG Saarbrücken FamRZ 2012, 235; OLG Köln FamRZ 1997, 1351;… Huber, in: Münchener Kommentar zum BGB, 7. Auflage 2017, Rn. 1 zu § 1664;… Götz, in: Palandt, BGB, 77. Auflage 2018, Rn. 1 zu § 1664 BGB).
Haftungsvoraussetzung ist eine Pflichtverletzung bei der Ausübung der elterlichen Sorge (OLG Bremen FamRZ 2015, 860).
Die Höhe des Schmerzensgeldes ist im Hauptsacheverfahren zu bestimmen - 18 WF 219/13 - Beschluss vom 22.09.2014.
Denn ein sexueller Missbrauch erscheint - anders als etwa die Veranlassung einer medizinisch nicht indizierten Beschneidung des Kindes (dazu OLG Karlsruhe, FamRZ 2015, 860) - primär nicht als eine pflichtwidrige Ausübung der elterlichen Sorge sondern als ein Übergriff in die Sexualsphäre des Kindes ohne konkreten Bezug zu dem (rechtlichen) Eltern-Kind-Verhältnis, auch wenn er unter Umständen einen Sorgerechtseingriff gemäß §§ 1666, 1666 a BGB nach sich ziehen kann.