Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20150702_OGH0002_0020OB00185_14S0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2019-09-20 12:44:58
Document Index: 175114395

Matched Legal Cases: ['OGH', '§916', '§ 916', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 36', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§503', '§503', 'Art.\n5', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 94', 'OGH', 'OGH', '§916', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 916', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§98', '§1152', '§ 863', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 94', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§482', '§496', '§503', '§ 496', '§ 503', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 382', '§ 92', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 91', '§ 92', 'OGH', 'OGH', '§510', '§16', '§70', 'OGH', '§ 16', '§ 510', 'OGH', '§ 70', 'OGH', 'OGH', '§ 61', '§ 69', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 2Ob185/14s - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 5Ob202/65 6Ob29/69 1Ob1...
RS0018136
5Ob202/65; 6Ob29/69; 1Ob139/70; 6Ob76/71; 1Ob253/71; 1Ob204/73; 7Ob635/77; 1Ob596/78; 3Ob4/80; 7Ob624/80; 2Ob575/80; 3Ob513/81; 3Ob630/81; 1Ob529/82; 7Ob550/83; 1Ob23/83; 7Ob596/84; 8Ob585/85; 7Ob617/86; 6Ob680/86; 6Ob577/87; 1Ob608/89; 4Ob503/91; 1Ob645/92; 4Ob541/95; 3Ob7/95; 1Ob123/98i; 3Ob318/98f; 9ObA80/00f; 5Ob273/01k; 1Ob58/02i; 7Ob116/05t; 9Ob6/08k; 1Ob95/10t; 2Ob185/14s
ABGB §916 A
Gemäß § 916 ABGB gilt zwischen den vertragsschließenden Parteien nicht das simulierte, sondern das dissimulierte Rechtsgeschäft.
5 Ob 202/65
Entscheidungstext OGH 30.09.1965 5 Ob 202/65
6 Ob 29/69
Entscheidungstext OGH 12.02.1969 6 Ob 29/69
1 Ob 139/70
Entscheidungstext OGH 18.06.1970 1 Ob 139/70
6 Ob 76/71
Entscheidungstext OGH 16.04.1971 6 Ob 76/71
1 Ob 253/71
Entscheidungstext OGH 14.10.1971 1 Ob 253/71
Veröff: MietSlg 23084
1 Ob 204/73
Entscheidungstext OGH 05.12.1973 1 Ob 204/73
1 Ob 596/78
Entscheidungstext OGH 26.04.1978 1 Ob 596/78
3 Ob 4/80
Entscheidungstext OGH 12.03.1980 3 Ob 4/80
7 Ob 624/80
Entscheidungstext OGH 02.10.1980 7 Ob 624/80
Vgl; Beisatz: Zwischen den Vertragsparteien wirkt das zum Scheine geschlossene Rechtsgeschäft deshalb nicht, weil es zwischen ihnen nicht gewollt ist und daher auch keiner der Vertragspartner auf die Wirksamkeit der Erklärungen seines Gegners vertraut hat. (T1)
Beisatz: Unabhängig von den für den Abschluss des Scheingeschäftes maßgeblichen Motiven. (T2)
3 Ob 513/81
Entscheidungstext OGH 20.05.1981 3 Ob 513/81
Auch; Beis wie T1 nur: Zwischen den Vertragsparteien wirkt das zum Scheine geschlossene Rechtsgeschäft deshalb nicht, weil es zwischen ihnen nicht gewollt ist. (T3)
3 Ob 630/81
Entscheidungstext OGH 11.11.1981 3 Ob 630/81
1 Ob 529/82
Entscheidungstext OGH 03.03.1982 1 Ob 529/82
7 Ob 550/83
Entscheidungstext OGH 05.05.1983 7 Ob 550/83
1 Ob 23/83
Entscheidungstext OGH 21.09.1983 1 Ob 23/83
7 Ob 596/84
Entscheidungstext OGH 12.07.1984 7 Ob 596/84
Auch; Beisatz: Teilnichtigkeit nur hinsichtlich der nicht gewollten Vertragsteile. (T4)
8 Ob 585/85
Entscheidungstext OGH 21.11.1985 8 Ob 585/85
7 Ob 617/86
Entscheidungstext OGH 19.06.1986 7 Ob 617/86
Auch; nur T3; Veröff: SZ 59/108 = JBl 1986,786 = NZ 1987,131 = RZ 1986/66 S 245
6 Ob 680/86
Entscheidungstext OGH 21.05.1987 6 Ob 680/86
6 Ob 577/87
Entscheidungstext OGH 14.05.1987 6 Ob 577/87
1 Ob 608/89
Entscheidungstext OGH 06.09.1989 1 Ob 608/89
4 Ob 503/91
Entscheidungstext OGH 26.02.1991 4 Ob 503/91
Auch; Beisatz: Das dissimulierte Geschäft ist nach seiner wahren Beschaffenheit zu beurteilen; es ist also wirksam, wenn es den Erfordernissen eines gültigen Rechtsgeschäftes entspricht. (T5)
1 Ob 645/92
Entscheidungstext OGH 26.11.1992 1 Ob 645/92
Auch; Beis wie T5 nur: Das dissimulierte Geschäft ist nach seiner wahren Beschaffenheit zu beurteilen. (T6)
4 Ob 541/95
Entscheidungstext OGH 13.06.1995 4 Ob 541/95
3 Ob 7/95
Entscheidungstext OGH 08.11.1995 3 Ob 7/95
Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T6
3 Ob 318/98f
Entscheidungstext OGH 26.05.1999 3 Ob 318/98f
Auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Mietvertrag. (T7)
9 ObA 80/00f
Entscheidungstext OGH 05.04.2000 9 ObA 80/00f
Vgl auch; Beisatz: Umgehungsgeschäft ist in Bezug auf Form, Erlaubtheit, Klagbarkeit und Steuererfolg nach seiner wahren Beschaffenheit zu beurteilen ist. Für die Verpöntheit beziehungsweise Nichtigkeit ist auf das umgangene Geschäft abzustellen. (T8); Beisatz: Hier: Verstoß gegen § 36 RL-BA 1977. (T9); Veröff: SZ 73/65
5 Ob 273/01k
Entscheidungstext OGH 27.11.2001 5 Ob 273/01k
1 Ob 58/02i
Entscheidungstext OGH 30.09.2002 1 Ob 58/02i
Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5
7 Ob 116/05t
Entscheidungstext OGH 28.09.2005 7 Ob 116/05t
9 Ob 6/08k
Entscheidungstext OGH 20.08.2008 9 Ob 6/08k
Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Vereinbarung einer Gegenleistung, die nur der Finanzbehörde gegenüber vorgetäuscht werden sollte. (T10)
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Da aus dem Scheincharakter Nichtigkeit resultiert, bedarf es keiner Anfechtung mittels Rechtsgestaltungsklage. (T11)
Auch; Beis wie T5; Beisatz: "Relatives Scheingeschäft". (T12)
ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0018136
JJR_19650930_OGH0002_0050OB00202_6500000_001
Rechtssatz für 3Ob86/70 1Ob68/74 7Ob51...
RS0018121
3Ob86/70; 1Ob68/74; 7Ob517/80; 3Ob630/81; 4Ob167/82; 6Ob1513/86; 7Ob263/03g; 1Bkd6/08; 2Ob185/14s
Ein nichtiges Scheingeschäft setzt gemeinsamen dolus bei Vertragsabschluss voraus. Hingegen macht die nachträgliche Vereinbarung der Vertragspartner, von einem Vertrag keinen oder nur beschränkten Gebrauch zu machen, den Vertrag nicht zum Scheingeschäft. Dies gilt auch für zum Schein erfolgte Vertragsauflösung.
3 Ob 86/70
Entscheidungstext OGH 22.07.1970 3 Ob 86/70
Veröff: SZ 43/134 = EvBl 1971/3 S 16 = MietSlg 22075
Vgl auch; nur: Ein nichtiges Scheingeschäft setzt gemeinsamen dolus bei Vertragsabschluss voraus. (T1) Veröff: SZ 47/59 = JBl 1974,619 (mit Anmerkung der Schriftleitung)
7 Ob 517/80
Entscheidungstext OGH 24.04.1980 7 Ob 517/80
nur T1; Veröff: NZ 1981,29
4 Ob 167/82
Entscheidungstext OGH 09.11.1982 4 Ob 167/82
nur T1; Veröff: JBl 1983,444
6 Ob 1513/86
Entscheidungstext OGH 03.04.1986 6 Ob 1513/86
1 Bkd 6/08
Entscheidungstext OGH 15.06.2009 1 Bkd 6/08
Auch; nur T1; nur: Dies gilt auch für zum Schein erfolgte Vertragsauflösung. (T2)
Auch; nur: Hingegen macht die nachträgliche Vereinbarung der Vertragspartner, von einem Vertrag keinen oder nur beschränkten Gebrauch zu machen, den Vertrag nicht zum Scheingeschäft. (T3)
ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0018121
JJR_19700722_OGH0002_0030OB00086_7000000_002
Rechtssatz für 5Ob174/73 7Ob293/74 6Ob...
RS0043610
5Ob174/73; 7Ob293/74; 6Ob629/78; 7Ob569/80; 4Ob167/82; 7Ob780/82; 6Ob568/82; 2Ob552/83; 6Ob1510/85; 1Ob708/85; 2Ob730/86; 8Ob620/87; 1Ob555/89; 1Ob608/89; 4Ob503/91; 6Ob570/91; 4Ob542/92; 3Ob572/92; 8Ob2301/96g; 1Ob123/98i; 1Ob58/02i; 10ObS207/03v; 4Ob250/04z; 6Ob105/05t; 6Ob151/07k; 8Ob164/09i; 1Ob95/10t; 2Ob185/14s; 9ObA132/17b
ZPO §503 Z4 E4c10
ZPO §503 Z4 E4c11
Die Frage, ob ein Scheinvertrag vorliegt, ob also Willenserklärungen im Einverständnis der Erklärenden bloß zum Schein abgegeben wurden oder ob sie dem wahren Willen entsprechen, fällt in das Gebiet der Tatsachenfeststellung. Ob es sich bei einem Vertrag um ein Scheingeschäft handelt oder ob die Parteien vielmehr gerade das miteinander vereinbart haben, was im Vertrag festgehalten erscheint, ist also eine Feststellung tatsächlicher Art.
5 Ob 174/73
Entscheidungstext OGH 14.11.1973 5 Ob 174/73
7 Ob 293/74
Entscheidungstext OGH 09.01.1975 7 Ob 293/74
7 Ob 569/80
Entscheidungstext OGH 24.04.1980 7 Ob 569/80
nur: Die Frage, ob ein Scheinvertrag vorliegt, ob also Willenserklärungen im Einverständnis der Erklärenden bloß zum Schein abgegeben wurden oder ob sie dem wahren Willen entsprechen, fällt in das Gebiet der Tatsachenfeststellung. (T1) Veröff: JBl 1983,441
7 Ob 780/82
Entscheidungstext OGH 17.02.1983 7 Ob 780/82
Auch; Beisatz: Ausführungen zum subjektiven Willen der Parteien bei Vertragsabschluß sind Tatsachenfeststellungen (vgl JBl 1968,520, ZVR 1968,103). (T2)
2 Ob 552/83
Entscheidungstext OGH 30.10.1984 2 Ob 552/83
6 Ob 1510/85
Entscheidungstext OGH 28.03.1985 6 Ob 1510/85
1 Ob 708/85
Entscheidungstext OGH 15.01.1986 1 Ob 708/85
8 Ob 620/87
Entscheidungstext OGH 27.08.1987 8 Ob 620/87
1 Ob 555/89
Entscheidungstext OGH 26.04.1989 1 Ob 555/89
nur T1; Beis wie T2; Veröff: RZ 1991/7 S 46
6 Ob 570/91
Entscheidungstext OGH 04.07.1991 6 Ob 570/91
Veröff: ÖBA 1992,172
3 Ob 572/92
Entscheidungstext OGH 16.12.1992 3 Ob 572/92
8 Ob 2301/96g
Entscheidungstext OGH 13.03.1997 8 Ob 2301/96g
nur T1; Beisatz: Die Auslegung abgegebener Willenserklärungen ist rechtliche Beurteilung. (T3)
10 ObS 207/03v
Entscheidungstext OGH 16.09.2003 10 ObS 207/03v
Veröff: SZ 2003/108
4 Ob 250/04z
Entscheidungstext OGH 21.12.2004 4 Ob 250/04z
Beisatz: Hier: Zession. (T4)
6 Ob 151/07k
Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 151/07k
8 Ob 164/09i
Entscheidungstext OGH 22.04.2010 8 Ob 164/09i
Auch; nur: Ob im Einzelfall ein Scheinvertrag vorliegt, die Willenserklärungen der Vertragspartner also im beiderseitigen Einverständnis nur zum Schein abgegeben wurden, oder ob die Vereinbarung dem wahren Willen der Parteien entspricht, ist keine Rechtsfrage, sondern eine Feststellung tatsächlicher Art. (T5)
9 ObA 132/17b
Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 ObA 132/17b
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0043610
JJR_19731114_OGH0002_0050OB00174_7300000_001
Rechtssatz für 7Ob635/77 3Ob4/80 7Ob51...
RS0018131
7Ob635/77; 3Ob4/80; 7Ob517/80; 3Ob630/81; 1Ob23/83; 1Ob708/85; 1Ob608/89; 4Ob545/90; 4Ob503/91; 3Ob50/92; 4Ob541/95; 1Ob58/02i; 3Ob258/04v; 7Ob116/05t; 9ObA131/09v; 8Ob164/09i; 2Ob185/14s
Nichtig ist ein Scheingeschäft nur dann, wenn die Parteien überhaupt nicht die Absicht hatten, ein Rechtsgeschäft abzuschließen (absolutes Scheingeschäft).
Veröff: SZ 53/42
Veröff: NZ 1981,29
4 Ob 545/90
Entscheidungstext OGH 26.06.1990 4 Ob 545/90
Auch; Veröff: JBl 1991,381
Auch; Beisatz: Wurde aber ein Teil des Geschäftes wirklich gewollt und nur ein anderer Teil zum Schein geschlossen, dann gelten die Regeln über die Teilnichtigkeit. (T1)
3 Ob 258/04v
Entscheidungstext OGH 16.02.2005 3 Ob 258/04v
Auch; Beisatz: (Insbesondere aus Steuergründen eingegangene) Scheingeschäfte sind zwar hinsichtlich des vordergründig zu Tage tretenden Inhalts nichtig, im Falle eines gewollten verdeckten (dissimulierten) anderen Geschäfts aber nach dessen wahrer Beschaffenheit zu beurteilen und insoweit wirksam. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0018131
JJR_19770915_OGH0002_0070OB00635_7700000_001
Rechtssatz für 6Ob684/81 2Ob506/90 2Ob...
RS0009579
6Ob684/81; 2Ob506/90; 2Ob532/91; 5Ob564/93; 1Ob288/98d; 8Ob84/10a; 2Ob58/13p; 2Ob185/14s
Ausdrücklich oder schlüssige Vereinbarungen über die Gestaltung der Lebensverhältnisse und über die von den Ehegatten jeweils zu erbringenden Beiträge unterliegen wie andere Unterhaltsverträge der Umstandsklausel. Dazu gehört die Frage, ob der mit einer Vereinbarung verfolgte Zweck noch erreichbar ist. Die Scheidung als solche stellt keine zu berücksichtigende Änderung der Verhältnisse dar.
2 Ob 506/90
Entscheidungstext OGH 31.01.1990 2 Ob 506/90
nur: Ausdrücklich oder schlüssige Vereinbarungen über die Gestaltung der Lebensverhältnisse und über die von den Ehegatten jeweils zu erbringenden Beiträge unterliegen wie andere Unterhaltsverträge der Umstandsklausel. (T1)
2 Ob 532/91
Entscheidungstext OGH 26.06.1991 2 Ob 532/91
5 Ob 564/93
Entscheidungstext OGH 23.11.1993 5 Ob 564/93
nur T1; Beisatz: Geänderte Verhältnisse sind entweder überhaupt neue oder alte, jedoch zur Zeit des Vergleichsabschlusses unbekannte Tatsachen. Solche geänderte Verhältnisse sind auch dann gegeben, wenn zwar zum Zeitpunkt des Vergleichsabschlusses objektiv mit einer gewissen Dauer der "Durststrecke" (= Unternehmen bringt keinen Gewinn) zu rechnen war, nicht aber damit, dass sich diese über mehrere Jahre hinziehen werde. Nur die beiderseits bestimmte Erwartung einer - dann auch eingetretenen - Änderung wäre dem Ausschluß der Umstandsklausel gleichzuhalten. (T2)
nur: Die Scheidung als solche stellt keine zu berücksichtigende Änderung der Verhältnisse dar. (T3); Beisatz: Die Aufhebung des gemeinsamen Haushalts stellt jedoch eine relevante Sachverhaltsänderung dar. (T4); Veröff: SZ 72/74
8 Ob 84/10a
Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 Ob 84/10a
nur T1; Beisatz: Sofern diese nicht gültig ausgeschlossen worden ist. (T5)
Beisatz: Einem „rein vertraglichen“ Unterhaltsanspruch kann aber der Einwand des Rechtsmissbrauchs iSd § 94 Abs 2 Satz 2 ABGB nicht entgegengehalten werden. Seine Beendigung oder Anpassung setzt vielmehr eine nachträgliche wesentliche Umstandsänderung voraus. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0009579
JJR_19820224_OGH0002_0060OB00684_8100000_001
Rechtssatz für 6Ob714/81 1Ob23/83 1Ob7...
RS0018149
6Ob714/81; 1Ob23/83; 1Ob708/85; 8Ob620/87; 7Ob557/88; 1Ob608/89; 5Ob109/91; 3Ob7/95; 7Ob254/02g; 9Ob6/08k; 3Ob49/11v; 4Ob183/11g; 2Ob185/14s; 9ObA132/17b
ABGB §916 Abs1 A
Ein Scheingeschäft liegt vor, wenn sich der Erklärende und der Erklärungsempfänger darüber einig sind, dass das Erklärte nicht gelten soll, wenn also die Parteien einverständlich nur den äußeren Schein des Abschlusses eines Rechtsgeschäftes hervorrufen, dagegen die mit dem betreffenden Rechtsgeschäft verbundene Rechtswirkung nicht eintreten lassen wollen.
6 Ob 714/81
Entscheidungstext OGH 07.07.1982 6 Ob 714/81
7 Ob 557/88
Entscheidungstext OGH 14.04.1988 7 Ob 557/88
5 Ob 109/91
Entscheidungstext OGH 12.11.1991 5 Ob 109/91
7 Ob 254/02g
Entscheidungstext OGH 13.11.2002 7 Ob 254/02g
Auch; Beisatz: Hier: Vereinbarung einer Gegenleistung, die nur der Finanzbehörde gegenüber vorgetäuscht werden sollte. (T1)
3 Ob 49/11v
Entscheidungstext OGH 09.06.2011 3 Ob 49/11v
4 Ob 183/11g
Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 183/11g
Auch; Beisatz: Bei einem Scheingeschäft wollen die Parteien einverständlich schon bei Geschäftsabschluss die mit dem Rechtsgeschäft verbundenen Rechtsfolgen nicht oder nicht so wie vertraglich niedergelegt eintreten lassen. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0018149
JJR_19820707_OGH0002_0060OB00714_8100000_001
Rechtssatz für 7Ob636/85 8Ob620/87 4Ob...
RS0018129
7Ob636/85; 8Ob620/87; 4Ob503/91; 5Ob133/92; 7Ob555/93; 3Ob47/97a; 2Ob185/14s; 9ObA132/17b
Wer sich auf ein Scheingeschäft beruft, muss das Vorliegen der Voraussetzungen hiefür beweisen. Entscheidende Bedeutung kommt hiebei der Absicht der Beteiligten zu.
7 Ob 636/85
Entscheidungstext OGH 07.11.1985 7 Ob 636/85
nur: Wer sich auf ein Scheingeschäft beruft, muß das Vorliegen der Voraussetzungen hiefür beweisen. (T1)
Veröff: SZ 66/29 = WoBl 1993,187 (Strobl)
7 Ob 555/93
Entscheidungstext OGH 10.11.1993 7 Ob 555/93
3 Ob 47/97a
Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 47/97a
ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0018129
JJR_19851107_OGH0002_0070OB00636_8500000_001
Rechtssatz für 14ObA11/87 5Ob503/87 4O...
RS0018103
14ObA11/87; 5Ob503/87; 4Ob503/91; 1Ob58/02i; 4Ob250/04z; 7Ob116/05t; 9Ob6/08k; 2Ob185/14s
§ 916 ABGB setzt die übereinstimmende Absicht beider Parteien voraus, eine Willenserklärung dem anderen gegenüber nur zum Schein abzugeben. Nur in einem solchen Fall wirkt das zum Schein abgeschlossene Geschäft nicht, weil es ja nicht gewollt ist und keiner der Partner auch die Wirksamkeit der Erklärung vertraut hat.
14 ObA 11/87
Entscheidungstext OGH 24.02.1987 14 ObA 11/87
5 Ob 503/87
Entscheidungstext OGH 04.12.1987 5 Ob 503/87
Beisatz: Wer sich auf das Vorliegen eines Scheingeschäfts beruft, hat den Abschluss eines solchen zu beweisen. (T1)
Auch; Beisatz: Hier: Vereinbarung einer Gegenleistung, die nur der Finanzbehörde gegenüber vorgetäuscht werden sollte. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0018103
JJR_19870224_OGH0002_014OBA00011_8700000_001
Rechtssatz für 9ObA87/88 9ObA351/97a 9...
RS0009631
9ObA87/88; 9ObA351/97a; 9ObA25/01v; 8ObA44/05m; 7Ob155/13i; 2Ob185/14s
ABGB §98
ABGB §1152 C2
Da die Ehegatten mehrere Wahlmöglichkeiten zur Gestaltung ihrer Rechtsbeziehungen aus der Mithilfe im Erwerb des anderen haben, muss, wenn ein Arbeitsverhältnis angenommen werden soll, dessen Abschluss deutlich zum Ausdruck kommen. Die sonst recht großzügig gehandhabte Anwendung des § 863 ABGB greift hier nicht, weil man in der Regel keine zweifelsfreie Situation vorfindet. Im Zweifel aber ist davon auszugehen, dass die Familiendienste der Erfüllung familiärer Beistandspflichten und Mitwirkungspflichten gelten.
9 ObA 87/88
Entscheidungstext OGH 27.04.1988 9 ObA 87/88
Veröff: SZ 61/107 = RdW 1988,394 = RdA 1990,283 (W. Holzer)
9 ObA 351/97a
Entscheidungstext OGH 25.02.1998 9 ObA 351/97a
8 ObA 44/05m
Entscheidungstext OGH 06.10.2005 8 ObA 44/05m
Auch; nur: Da die Ehegatten mehrere Wahlmöglichkeiten zur Gestaltung ihrer Rechtsbeziehungen aus der Mithilfe im Erwerb des anderen haben, muss, wenn ein Arbeitsverhältnis angenommen werden soll, dessen Abschluss deutlich zum Ausdruck kommen. (T1)
7 Ob 155/13i
Entscheidungstext OGH 16.10.2013 7 Ob 155/13i
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0009631
JJR_19880427_OGH0002_009OBA00087_8800000_006
Rechtssatz für 2Ob584/91 8Ob639/91 7Ob...
RS0057433
2Ob584/91; 8Ob639/91; 7Ob531/93; 8Ob595/93; 1Ob2266/96h; 8Ob2335/96g; 7Ob194/98z; 9Ob87/99f; 6Ob22/02g (6Ob23/02d); 8Ob38/09k; 4Ob42/10w; 2Ob141/10i; 1Ob231/10t; 4Ob86/11t; 7Ob80/13k; 2Ob185/14s; 5Ob113/17d
Der Unterhaltsanspruch des schuldlos Geschiedenen beträgt grundsätzlich vierzig Prozent des gemeinsamen Einkommens abzüglich des eigenen Einkommens. In den Fällen, in denen die Berücksichtigung des Einkommens des Unterhaltsberechtigten dazu führen würde, dass der Unterhaltspflichtige mehr zu bezahlen hätte, als dann, wenn man das Einkommen des Unterhaltsberechtigten außer Betracht lässt und den Unterhalt mit dreiunddreißig Prozent des Einkommens des Verpflichteten bemisst, hat das Einkommen des Berechtigten außer Betracht zu bleiben.
Veröff: ÖVA 1992,159
8 Ob 639/91
Entscheidungstext OGH 28.11.1991 8 Ob 639/91
nur: Der Unterhaltsanspruch des schuldlos Geschiedenen beträgt grundsätzlich vierzig Prozent des gemeinsamen Einkommens abzüglich des eigenen Einkommens. (T1); Beisatz: Wenn keine weiteren Sorgepflichten bestehen (7 Ob 503/91). Von diesen Sätzen sind für jedes im Unterhaltsanspruch konkurrierende Kind vier Prozent abzuziehen. Diese Prozentmethoden haben den Charakter einer Orientierungshilfe und können als Maßstab für die Behandlung gleichartiger Fälle herangezogen werden. (T2)
7 Ob 531/93
Entscheidungstext OGH 02.06.1993 7 Ob 531/93
Auch; nur: Der Unterhaltsanspruch des schuldlos Geschiedenen beträgt grundsätzlich vierzig Prozent des gemeinsamen Einkommens abzüglich des eigenen Einkommens. (T3); nur T1
8 Ob 2335/96g
Entscheidungstext OGH 26.06.1997 8 Ob 2335/96g
Vgl; Beisatz: Da das eigene Einkommen der Antragstellerin gegenüber jenem des Antragsgegners wesentlich niedriger ist, steht ihr auch nach der Familieneinkommensberechnung nur dieser Anteil zu, wobei sie sich davon ihr eigenes Einkommen nicht in Abzug bringen lassen muss. (T4)
9 Ob 87/99f
Entscheidungstext OGH 19.05.1999 9 Ob 87/99f
Beisatz: Nur damit kann verhindert werden, dass sich die Unterhaltspflicht dadurch erhöht, dass der Berechtigte ein (geringes) Eigeneinkommen hat. Eine Reduktion des so ermittelten Unterhaltsbetrages um das Eigeneinkommen des Berechtigten kommt in einem derartigen Fall naturgemäß nicht in Betracht. (T5)
4 Ob 42/10w
Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 42/10w
2 Ob 141/10i
Entscheidungstext OGH 24.08.2010 2 Ob 141/10i
1 Ob 231/10t
Entscheidungstext OGH 26.01.2011 1 Ob 231/10t
nur T1; Veröff: SZ 2011/8
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Hier: Alterspension. (T6)
7 Ob 80/13k
Entscheidungstext OGH 03.07.2013 7 Ob 80/13k
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0057433
JJR_19911111_OGH0002_0020OB00584_9100000_001
Rechtssatz für 7Ob531/93 8Ob595/93 10O...
RS0009722
7Ob531/93; 8Ob595/93; 10ObS205/94; 1Ob2266/96h; 7Ob226/11b; 7Ob80/13k; 2Ob185/14s; 4Ob85/16b; 8Ob49/16p; 7Ob220/16b; 5Ob113/17d
Der unterhaltsberechtigten geschiedenen Ehegattin, die über eigene Einkünfte verfügt, steht ein Anspruch von rund 40 % des Familieneinkommens unter Abzug der eigenen Einkünfte im Sinne des § 94 Abs 2 ABGB zu.
Auch; Veröff: ÖA 1993,145
10 ObS 205/94
Entscheidungstext OGH 19.12.1995 10 ObS 205/94
Auch; Beisatz: Hier: Beide frühere Ehegatten beziehen Alterspensionen. (T1)
Veröff: SZ 68/241
Vgl auch; Beisatz: Vom gemeinsamen Einkommen der Ehegatten ist der dem Unterhaltspflichtigen zustehende Prozentsatz zu ermitteln und jener Betrag abzuziehen, den der Unterhaltsberechtigte selbst ins Verdienen bringt. (T2)
Vgl auch; Beisatz: Ergänzungsanspruch des schlechter verdienenden Ehegatten. (T3)
4 Ob 85/16b
Entscheidungstext OGH 24.05.2016 4 Ob 85/16b
8 Ob 49/16p
Entscheidungstext OGH 28.06.2016 8 Ob 49/16p
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0009722
JJR_19930602_OGH0002_0070OB00531_9300000_004
Rechtssatz für 4Ob79/99t 5Ob43/06v 2Ob...
RS0112213
4Ob79/99t; 5Ob43/06v; 2Ob179/06x; 7Ob233/07a; 2Ob41/10h; 5Ob95/11y; 7Ob193/11z; 6Ob241/12b; 9Ob41/12p; 8ObA33/13f; 8Ob116/13m; 4Ob190/13i; 3Ob243/13a; 2Ob30/14x; 1Ob229/14d; 2Ob185/14s; 7Ob226/14g; 4Ob25/16d; 1Ob93/16g; 3Ob116/16d; 9ObA139/16f; 7Ob174/17i; 3Ob15/18d; 5Ob91/18w
ZPO §482 Abs1 B2
ZPO §496 Abs3
ZPO §503 Z2
Bejaht das Berufungsgericht - etwa aufgrund überschießender Feststellungen - einen erstmals im Berufungsverfahren geltend gemachten Anspruch oder eine dort neu erhobene Einrede, so wird dadurch - anders als im Falle der Ergänzung des Verfahrens durch Aufnahme neuer Beweismittel oder durch die Feststellung neu behaupteter Tatsachen im Zuge einer Beweisergänzung (§ 496 Abs 3 ZPO) - die gründliche, das heißt richtige Beurteilung der "Streitsache" im Sinn des § 503 Z 2 ZPO sehr wohl gehindert.
Veröff: SZ 72/78
5 Ob 43/06v
Entscheidungstext OGH 27.06.2006 5 Ob 43/06v
Auch; Beisatz: Werden „überschießende Feststellungen", die in den Prozessbehauptungen der Parteien keinerlei Deckung finden, der Entscheidung zugrunde gelegt, wird damit die Sache unrichtig rechtlich beurteilt, was auch ohne Verfahrensrüge wahrzunehmen ist. (T1)
7 Ob 233/07a
Entscheidungstext OGH 28.11.2007 7 Ob 233/07a
5 Ob 95/11y
Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 95/11y
6 Ob 241/12b
Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 241/12b
Vgl; Beisatz: Die Beurteilung, ob das Berufungsgericht unter unzulässiger Berücksichtigung von Neuerungen beziehungsweise „überschießender Feststellungen“ entschieden hat, ist allerdings regelmäßig eine solche des Einzelfalls. (T2)
9 Ob 41/12p
Entscheidungstext OGH 31.07.2013 9 Ob 41/12p
Auch; Beisatz: Hier: Erstmalige Einrede der Formungültigkeit einer Bürgschaftserklärung in der Berufung. (T3)
Veröff: SZ 2013/72
8 ObA 33/13f
Entscheidungstext OGH 17.12.2013 8 ObA 33/13f
8 Ob 116/13m
Entscheidungstext OGH 29.11.2013 8 Ob 116/13m
Auch; Beis wie T1 nur: Werden „überschießende Feststellungen", die in den Prozessbehauptungen der Parteien keinerlei Deckung finden, der Entscheidung zugrunde gelegt, wird damit die Sache unrichtig rechtlich beurteilt. (T4)
2 Ob 30/14x
Entscheidungstext OGH 29.04.2014 2 Ob 30/14x
Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T4
Auch; Beisatz: Gleiches hat auch im umgekehrten Fall zu gelten, wenn Feststellungen als „überschießend“ qualifiziert werden und nicht berücksichtigt werden, obwohl sie vom Vorbringen gedeckt sind. (T5)
1 Ob 93/16g
Entscheidungstext OGH 21.06.2016 1 Ob 93/16g
Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T4
9 ObA 139/16f
Entscheidungstext OGH 24.03.2017 9 ObA 139/16f
7 Ob 174/17i
Entscheidungstext OGH 20.12.2017 7 Ob 174/17i
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112213
JJR_19990427_OGH0002_0040OB00079_99T0000_001
Rechtssatz für 2Ob1/01p 2Ob180/05t 7Ob...
RS0114742
2Ob1/01p; 2Ob180/05t; 7Ob95/05d; 7Ob197/06f; 4Ob55/07b; 1Ob71/07h; 2Ob39/08m; 2Ob224/08t; 4Ob42/10w; 2Ob246/09d; 4Ob203/10x; 7Ob179/11s; 6Ob43/12k; 2Ob185/14s; 8Ob41/16m; 4Ob85/16b; 1Ob137/16b; 3Ob164/17i; 4Ob221/17d; 4Ob54/19y; 2Ob211/18w
Verlässt der unterhaltspflichtige Ehegatte bei aufrechter Ehe grundlos die Ehewohnung und bleibt der Unterhaltsberechtigte dort allein zurück, dann ist der Unterhaltspflichtige so zu behandeln, als wäre er in der Wohnung verblieben, weshalb die von ihm (allein) geleisteten Mietzinszahlungen nur zur Hälfte als Naturalleistung auf den Geldunterhaltsanspruch des anderen Ehegatten anzurechnen sind.
2 Ob 1/01p
Entscheidungstext OGH 25.01.2001 2 Ob 1/01p
Veröff: SZ 74/12
2 Ob 180/05t
Entscheidungstext OGH 11.08.2005 2 Ob 180/05t
7 Ob 95/05d
Entscheidungstext OGH 28.09.2005 7 Ob 95/05d
7 Ob 197/06f
Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 197/06f
Beisatz: Hier: Ehewohnung steht im Miteigentum beider Ehegatten. (T1)
Beisatz: Es handelt sich dabei um keine Erhöhung des Geldunterhaltsanspruchs. Dieser Anspruch ist zwar bei einem positiven Saldo der Wohnkosten (also bei Tragung von mehr als der Hälfte dieser Kosten durch den Unterhaltspflichtigen) zu mindern, im Fall eines negativen Saldos ist er aber nicht zu erhöhen. (T2)
1 Ob 71/07h
Entscheidungstext OGH 29.11.2007 1 Ob 71/07h
Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Dem die vormalige Ehewohnung fortan allein gebrauchenden Ehegatten ist kein fiktiver Mietzins aufzuerlegen. (T3)
Vgl; Beisatz: Der unterhaltspflichtige Elternteil kann den Anteil der anzurechnenden Leistungen nicht dadurch zu seinen Gunsten erhöhen, dass er die Wohnung grundlos verlässt und an den Aufwendungen nicht mehr partizipiert. (T4)
Auch; Beisatz: Hier: Verlassen der Ehewohnung aufgrund einer polizeilichen Wegweisung und einer einstweiligen Verfügung nach § 382b EO. (T5)
Auch; Auch Beis wie T5; Beisatz: Hier: Anrechnung des fiktiven halben Mietwerts. (T6)
Veröff: SZ 2010/134
Auch; Beis wie T4; Beisatz: Sofern kein Einvernehmen über den Auszug besteht oder die Voraussetzungen des § 92 ABGB vorliegen. (T7)
6 Ob 43/12k
Entscheidungstext OGH 19.04.2012 6 Ob 43/12k
Auch; Veröff: SZ 2016/56
3 Ob 164/17i
Entscheidungstext OGH 22.11.2017 3 Ob 164/17i
4 Ob 221/17d
Entscheidungstext OGH 29.05.2018 4 Ob 221/17d
4 Ob 54/19y
Entscheidungstext OGH 25.04.2019 4 Ob 54/19y
Beisatz: Wenn kein Einvernehmen der Ehegatten nach § 91 ABGB vorliegt und es dem Unterhaltspflichtigen auch nicht gelingt, das Vorliegen der Voraussetzungen des § 92 ABGB zu beweisen, oder wenn er nicht darlegt, dass das weitere Zusammenwohnen mit dem Unterhaltsberechtigten aus besonderen Gründen nicht mehr zumutbar ist, ist er in die Aufteilung des fiktiven Mietwerts der Wohnung miteinzubeziehen. (T8)
ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0114742
JJR_20010125_OGH0002_0020OB00001_01P0000_001
Rechtssatz für 7Ob241/00t 1Ob182/02z 1...
RS0114942
7Ob241/00t; 1Ob182/02z; 1Ob65/03w; 2Ob224/08t; 4Ob109/14d; 2Ob185/14s; 1Ob206/16z
ZPO §510 Abs1
AußStrG §16 Abs4 D
AußStrG 2005 §70 Abs3
Zur Vornahme eingehender Berechnungen im Unterhaltsverfahren kann der OGH das Verfahren gemäß § 16 Abs 4 AußStrG in Verbindung mit § 510 Abs 1 letzten Satz ZPO an das Rekursgericht zurückverweisen.
Beisatz: Hier: Ermittlung des Geldunterhalts für drei Kinder innerhalb unterschiedlicher Perioden, nach unterschiedlichen Bemessungsgrundlagen und allenfalls auch unterschiedlichen Steuersätzen. (T1)
1 Ob 65/03w
Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 65/03w
Beisatz: Hier: Ermittlung des Geldunterhalts für drei Kinder, wobei einerseits die steuerliche Entlastung des Unterhaltsschuldners auf dem Weg über den Kinderabsetzbetrag und die Familienbeihilfe und andererseits die Verringerung des Nettoeinkommens aufgrund eines Wegfalls des Alleinverdienerabsetzbetrages zu berücksichtigen ist. (T2)
Vgl; Beisatz: Vgl nunmehr § 70 Abs 3 AußStrG 2005. (T3)
ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0114942
JJR_20010314_OGH0002_0070OB00241_00T0000_001
Rechtssatz für 2Ob230/00p 7Ob178/02f 2...
RS0115545
2Ob230/00p; 7Ob178/02f; 2Ob185/14s; 6Ob165/18k
Hat die Unterhaltsberechtigte im Scheidungsverfahren einen Ausspruch nach § 61 Abs 3 EheG erwirkt, wonach der Unterhaltsschuldner die Zerrüttung der Ehe allein verschuldet hat, ist sie nach § 69 Abs 2 EheG so zu stellen, wie wenn die Ehe nicht geschieden wäre. Demnach ist bezüglich des Unterhaltes auf die tatsächlichen Verhältnisse im Scheidungszeitpunkt abzustellen. Zum Unterhalt gehört auch grundsätzlich das Wohnen dazu.
2 Ob 230/00p
Entscheidungstext OGH 21.06.2001 2 Ob 230/00p
6 Ob 165/18k
Entscheidungstext OGH 25.10.2018 6 Ob 165/18k
Auch; Beisatz: In einem solchen Fall ändert sich am Rechtsgrund eines weiterhin bestehenden Unterhaltsanspruchs des im Scheidungsverfahren beklagten Ehegatten nichts. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115545
JJR_20010621_OGH0002_0020OB00230_00P0000_001