Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20StR%20519/86
Timestamp: 2020-01-25 10:31:21
Document Index: 61938519

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 356', 'BGH', 'BGH', '§ 45', '§ 43', 'BGH', '§ 43', '§ 45', '§ 356', '§ 356', 'BGH']

BGH, 07.10.1986 - 1 StR 519/86 - dejure.org
https://dejure.org/1986,409
BGH, 07.10.1986 - 1 StR 519/86 (https://dejure.org/1986,409)
BGH, Entscheidung vom 07.10.1986 - 1 StR 519/86 (https://dejure.org/1986,409)
BGH, Entscheidung vom 07. Januar 1986 - 1 StR 519/86 (https://dejure.org/1986,409)
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Pflichtwidriges Dienen beider Parteien durch Rechtsanwalt - Vertreten derselben Standpunktes zum vorliegenden Sachverhalt im Rahmen beider Mandate - Berufen auf einen fingierten Pachtvertrag zwischen den betroffenen Eheleuten - Nachweis der mangelnden Ernsthaftigkeit des ...
BGHSt 34, 190
NJW 1987, 335
MDR 1987, 157
NStZ 1987, 73
BB 1987, 26
AnwBl 1987, 93
JR 1987, 475
Das Anvertrautsein endet nicht mit dem Ende des Mandats (BGH, Urteil vom 07. Oktober 1986, Az.: 1 StR 519/86 -- juris Rn. 4).
(Lackner/ Kühl, 28.Aufl., StGB, § 356 Rn 7; BGH, Urteil vom 07. Oktober 1986 - 1 StR 519/86 - juris).
Maßgebend ist dabei der sachlich-rechtliche Inhalt der anvertrauten Interessen, also das anvertraute materielle Rechtsverhältnis, das bei natürlicher Betrachtungsweise auf ein innerlich zusammengehöriges, einheitliches Lebensverhältnis zurückzuführen ist (vgl. BGHSt 34, 190, 191;… Feuerich/Weyland, BRAO aaO § 45 Rn. 7, § 43a Rn. 63).
Maßgebend ist dabei der sachlich-rechtliche Inhalt der anvertrauten Interessen, also das anvertraute materielle Rechtsverhältnis, das bei natürlicher Betrachtungsweise auf ein innerlich zusammengehöriges, einheitliches Lebensverhältnis zurückzuführen ist (vgl. BGHSt 34, 190, 191;… Feuerich/Weyland, BRAO 6. Aufl. § 43a Rdn. 63, § 45 Rdn. 7;… Cramer/Heine in Schönke/Schröder, StGB 27. Aufl. § 356 Rdn. 12).
(4) Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem vom Bundesgerichtshof in NJW 1987, 335 entschiedenen Fall, der vom Kläger in der mündlichen Verhandlung als vergleichbare Konstellation, in der ein Parteiverrat bejaht wurde, herangezogen wurde.
Maßgebend für die Pflichtwidrigkeit i. S. v. § 356 Abs. 1 StGB ist die Identität des Verfahrensstoffs und die Gegensätzlichkeit der sich auf diesen Verfahrensstoff stützenden Interessen zu dem Zeitpunkt, da der Rechtsanwalt von der weiteren Partei beauftragt wird (vgl. BGH NJW 1987, 335).