Source: https://openjur.de/u/434129.html
Timestamp: 2019-11-19 14:21:09
Document Index: 12578934

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 307', '§ 11', '§ 1', '§ 23', '§ 31', '§ 307', 'BGH', '§ 307', '§ 11', '§ 307']

BGH, Urteil vom 31.05.2012 - I ZR 73/10 - openJur
Urteil vom 31.05.2012 - I ZR 73/10
BGH, Urteil vom 31.05.2012 - I ZR 73/10
openJur 2012, 69738
vorher: Az. 5 U 66/09
§§ 307 Abs. 2 Nr. 2, 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB; §§ 11 Abs. 2, 31 Abs. 5, 37 Abs. 1, 38 Abs. 3 UrhG; §§ 1, 3 Abs. 1 Nr. 2, 8 Abs. 1 UKlaG; § 23 Satz 1 VerlG
a) Die Anwendung des Schutzgedankens des § 31 Abs. 5 UrhG, wonach der Urheber mo?glichst weitgehend an den wirtschaftlichen Fru?chten der Verwertung seines Werkes zu beteiligen ist, kommt als Maßstab einer Inhaltskontrolle von Allgemeinen Gescha?ftsbedingungen nach § 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB nicht in Betracht (Besta?tigung von BGH, GRUR 1984, 45 - Honorarbedingungen Sendevertrag).
b) Formularma?ßige Abreden, die die fu?r die vertragliche Hauptleistung zu erbringende Vergu?tung unmittelbar bestimmen, sind von der gesetzlichen Inhaltskontrolle nach §§ 307 ff. BGB ausgenommen, da die Vertragsparteien nach dem im bu?rgerlichen Recht geltenden Grundsatz der Vertragsfreiheit Leistung und Gegenleistung grundsa?tzlich frei regeln ko?nnen. Daran hat die Einfu?hrung des § 11 Satz 2 UrhG nichts gea?ndert, wonach das Urheberrecht auch der Sicherung einer angemessenen Vergu?tung fu?r die Nutzung des Werks dient.
c) Allein der Umstand, dass in einer formularma?ßigen Klausel die Einra?umung weitreichender Nutzungsrechte pauschal abgegolten wird, la?sst nicht den Schluss zu, dass diese Vergu?tung den Urheber unangemessen benachteiligt. Im Rahmen der Inhaltskontrolle nach §§ 307 ff. BGB la?sst sich ohne Kenntnis der vereinbarten Vergu?tung und der Honorarpraxis keine Aussage u?ber eine etwaige Unangemessenheit der Vergu?tung treffen.
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