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Timestamp: 2020-07-16 14:52:07
Document Index: 194701177

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 8', '§ 7', '§ 8', '§ 2', '§ 8', '§ 2', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 2', '§ 8', '§ 2', '§ 2']

BSG Urteil vom 23.04.2015 - B 2 U 5/14 R | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
BSG Urteil vom 23.04.2015 - B 2 U 5/14 R
Gesetzliche Unfallversicherung. Arbeitsunfall. sachlicher Zusammenhang. objektivierte Handlungstendenz. fremdwirtschaftlicher Zweck. wirtschaftliches Interesse. Abgrenzung: bloße Vereinsmitgliedschaft. Vertragspflicht gegenüber Handball-Sportmanagement-Agentur. unentgeltliches Beschäftigungsverhältnis. Werbemaßnahme. Mannschaftstraining. Handballerin. Handballbundesliga
Eine Handballspielerin, die sich gegenüber der Handball-Bundesliga-Vereinigung Frauen e.V. verpflichtet, ihre sportliche Leistungsfähigkeit für sie einzusetzen, alles zu tun, die Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu steigern und am Training und allen Vereinsspielen und Lehrgängen eines Vereins der 2. Handball-Bundesliga teilzunehmen, steht während des Handball-Trainings unter dem Schutz der der gesetzlichen Unfallversicherung.
SGB 7 § 2 Abs. 1 Nr. 1; SGB 7 § 8 Abs. 1 S. 1; SGB 4 § 7 Abs. 1
LSG Baden-Württemberg (Urteil vom 13.12.2013; Aktenzeichen L 8 U 1324/13)
SG Reutlingen (Gerichtsbescheid vom 18.02.2013; Aktenzeichen S 7 U 1918/10)
Nach § 8 Abs 1 Satz 1 SGB VII sind Arbeitsunfälle Unfälle von Versicherten infolge einer den Versicherungsschutz nach §§ 2, 3 oder 6 SGB VII begründenden Tätigkeit (versicherte Tätigkeit). Unfälle sind nach § 8 Abs 1 Satz 2 SGB VII zeitlich begrenzte, von außen auf den Körper einwirkende Ereignisse, die zu einem Gesundheitsschaden oder zum Tod führen. Ein Arbeitsunfall setzt daher voraus, dass der Verletzte durch eine Verrichtung vor dem fraglichen Unfallereignis den gesetzlichen Tatbestand einer versicherten Tätigkeit erfüllt hat und deshalb "Versicherter" ist. Die Verrichtung muss ein zeitlich begrenztes, von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis und dadurch einen Gesundheitserstschaden oder den Tod des Versicherten objektiv und rechtlich wesentlich verursacht haben (Unfallkausalität und haftungsbegründende Kausalität; vgl BSG vom 15.5.2012 - B 2 U 16/11 R -BSGE 111, 52 = SozR 4-2700 § 2 Nr 21, RdNr 10 mwN, vom 24.7.2012 - B 2 U 9/11 R - SozR 4-2700 § 8 Nr 44 RdNr 26 f, vom 13.11.2012 - B 2 U 19/11 R -BSGE 112, 177 = SozR 4-2700 § 8 Nr 46, RdNr 20, vom 18.6.2013 - B 2 U 10/12 R - SozR 4-2700 § 8 Nr 47 RdNr 12, vom 14.11.2013 - B 2 U 15/12 R - SozR 4-2700 § 2 Nr 27 RdNr 11, vom 26.6.2014 - B 2 U 4/13 R - SozR 4-2700 § 8 Nr 52 RdNr 11 und vom 4.12.2014 - B 2 U 10/13 R - zur Veröffentlichung in BSGE und SozR 4-2700 § 2 Nr 32 vorgesehen, Juris RdNr 11; vgl zuletzt ua BSG vom 4.12.2014 - B 2 U 13/13 R - zur Veröffentlichung in SozR 4-2700 § 2 Nr 31 vorgesehen, Juris RdNr 11). Diese Voraussetzungen sind hier erfüllt.
Haufe-Index 8430311
SGb 2015, 333
SGb 2016, 225
ZfSH/SGB 2015, 304
RdW 2016, 121
VB 2015, 2