Source: http://bravors.brandenburg.de/verordnungen/nsg_mahnigsee_dahmetal
Timestamp: 2018-09-23 18:09:22
Document Index: 387029301

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 31', '§ 20', '§ 37']

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Mahnigsee-Dahmetal“
(GVBl.II/98, [Nr. 05], S.94)
geändert durch Artikel 7 der Verordnung vom 10. November 2016
Die in § 2 dieser Verordnung näher bezeichneten Flächen in den Gemeinden Halbe, Freidorf, Oderin, Teurow und der Stadt Märkisch Buchholz (Landkreis Dahme-Spreewald) werden als Naturschutzgebiet festgesetzt. Das Naturschutzgebiet trägt die Bezeichnung "Mahnigsee-Dahmetal".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von ca. 330 Hektar. Es umfaßt folgende Flächen in den Gemarkungen
Freidorf Flur 3 Flurstücke 99-109, 110-114 (alle anteilig, jeweils Nordwestteil, begrenzt durch Nutzungsartengrenze/Feldweg);
Flur 4 Flurstücke 1-60, 62-68, 73, 74, 69/2 (anteilig, nur Waldanteil), Flurstück 61 anteilig (Graben ohne an Flurstück 76 angrenzenden Teil);
Halbe Flur 5 Flurstücke 17, 18, 22-47, 48/1, 48/2, 49-75, 8 (anteilig, Streifen am Südostrand zwischen Rand der Feuchtwiesen und dem parallel der Dahme verlaufenden, die Schutzgebietsgrenze bildenden Waldweg bis zur Wegegabelung, 450 Meter westlich Nordwestspitze des Flurstückes 17, sowie das Waldgebiet um den Mahnigsee, begrenzt durch den 150 Meter nordwestlich des Sees verlaufenden Waldweg, im Nordosten durch den in Richtung Landstraße Halbe-Märkisch-Buchholz verlaufenden Weg und im Südwesten durch den 100 Meter westlich des Sees beginnenden, nach Halbe verlaufenden Weg);
Teurow Flur 4 Flurstücke 12-23, 25-38, 40/3-40/12, 41-46, 66, 68, 69; Flur 5 Flurstücke 132-140, 131 (anteilig, Süd-ostteil, begrenzt durch die Nutzungsartengrenze Grünland); Flur 6 Flurstücke 2-4, 11-23, 24/1, 24/2,25-27, 28/1, 28/3-28/6, 29, 30/1, 30/2, 31-49, 51, 75-78, 6-10 (alle anteilig, jeweils Südteil, begrenzt durch den Ostrand der bebauten Fläche des Flurstücks 10 und der Verbindungslinie dieser zur Flurstücksgrenze 1/4); Flur 7 Flurstücke 31-36, 38-66, 68-118;
Märkisch-Buchholz Flur 7 Flurstücke 1-28, 35, 40/1-40/4, 45,46/1, 46/2, 47, 48, 64/1, 67, 68, Flurstücke 34 (anteilig, nur Grünlandanteile, begrenzt durch die Nutzungsartengrenze), 38 (anteilig, nur Nordteil, begrenzt durch die Verlängerung der nördlichen Grenzlinie des Flurstückes 39 in Richtung Flurstück 37), 37 (anteilig, nur Ödlandanteil), 70 (anteilig, nur Ödlandanteil), 75-77 (alle anteilig, jeweils nur Grünlandanteile, begrenzt durch Nutzungsartengrenze zum Wald);
Oderin Flur 1 Flurstücke 26-31, 41, 42, 300-307, 311-352, Flurstücke 294-299 anteilig (ohne Ödland- und Grünlandanteil), 355 (anteilig, nur Nordspitze, südlich begrenzt durch den 250 Meter nördlich der Südbegrenzung nach Osten laufenden Weg und weiter durch den Nordrand der Wiesenfläche);
Flur 2 Flurstücke 1-32, 83/2, 84/2, 85, 90-92, 101-112, Flurstücke 33 (anteilig nur Westteil, begrenzt durch den Weg -Flurstück 34-), 35-37 (alle anteilig, jeweils Nordwestteil, begrenzt durch den Waldweg Flurstück 38), 39-43 (alle anteilig, jeweils Nordwestteil, begrenzt durch den Waldweg Flurstück 38), 81 und 82 (alle anteilig, jeweils nur nordwestlich des Grabens Flurstück 85).
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den in Anlage 2 dieser Verordnung aufgeführten Karten mit ununterbrochener roter Linie eingezeichnet; als Grenze gilt der innere Rand dieser Linie. Die in Anlage 2 Nummer 1 aufgeführten drei topografischen Karten im Maßstab 1 : 10 000 ermöglichen die Verortung im Gelände. Maßgeblich für den Grenzverlauf ist die Einzeichnung in den in Anlage 2 Nummer 2 aufgeführten zehn Flurkarten.
mit seinem naturnahen Flußlauf der Dahme, seiner Ufervegetation und den mesotrophen Mooren und Quellbereichen;
als Standort seltener, in ihrem Bestand bedrohter wild wachsender Pflanzengesellschaften, insbesondere der Schwimmblatt-, Unterwasserpflanzen-, Moor-, Seggen- und Erlengesellschaften sowie der zahlreichen Saumbiotope;
als Lebensraum bestandsbedrohter Tierarten, insbesondere bestandsbedrohter Fischarten, als Brut- und Nahrungsgebiet für zahlreiche Vogelarten sowie als Rückzugsgebiet für bestandsbedrohte Lurche, Reptilien und semiaquatische Säugetiere und Insekten;
aus ökologischen Gründen zur Sicherung der Selbstreinigungskraft des Fließgewässersystems sowie wegen der mosaikartig ausgebildeten Vernetzung der verschiedenen Kleinbiotope;
aus wissenschaftlichen Gründen zur Einrichtung von Bio-Monitoringflächen auf den Hoch- und Zwischenmooren.
(2) Die Unterschutzstellung dient der Erhaltung und Entwicklung eines Teils des Gebietes von gemeinschaftlicher Bedeutung „Dahmetal“ (§ 7 Absatz 1 Nummer 6 des Bundesnaturschutzgesetzes) mit seinen Vorkommen von
Natürlichen eutrophen Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions, Flüssen der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion, Feuchten Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe, Mageren Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis), Übergangs- und Schwingrasenmooren, Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum), Subatlantischem oder mitteleuropäischem Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) (Stellario-Carpinetum) und Alten bodensauren Eichenwäldern auf Sandebenen mit Quercus robur als natürlichen Lebensraumtypen von gemeinschaftlichem Interesse im Sinne von § 7 Absatz 1 Nummer 4 des Bundesnaturschutzgesetzes;
Moorwäldern, Auenwäldern mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) als prioritären natürlichen Lebensraumtypen im Sinne von § 7 Absatz 1 Nummer 5 des Bundesnaturschutzgesetzes;
Biber (Castor fiber), Fischotter (Lutra lutra), Kammmolch (Triturus cristatus), Großer Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis), Grüner Keiljungfer (Ophiogomphus cecilia), Großem Feuerfalter (Lycaena dispar), Heldbock (Cerambyx cerdo) und Hirschkäfer (Lucanus cervus) als Arten von gemeinschaftlichem Interesse im Sinne von § 7 Absatz 2 Nummer 10 des Bundesnaturschutzgesetzes, einschließlich ihrer für Fortpflanzung, Ernährung, Wanderung und Überwinterung wichtigen Lebensräume.
die im Sinne des § 11 Abs. 2 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung ;
die im Sinne des § 11 Abs. 3 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung ;
die im Sinne des § 11 Abs. 4 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße fischereiwirtschaftliche Flächennutzung und Angelfischerei mit der Maßgabe, daß
am Mahnigsee nur im Bereich der Flurstücksgrenze 57/58 in der Flur 5 der Gemarkung Halbe geangelt werden darf und an der Dahme die für das Angeln vorgesehenen Flächen im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde festgelegt werden,
(3) Soweit diese Verordnung keine weitergehenden Vorschriften enthält, bleiben die Regelungen über gesetzlich geschützte Teile von Natur und Landschaft (§§ 31 bis 36 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes) und über den Schutz und die Pflege wildlebender Tier- und Pflanzenarten (§§ 20 bis 26c des Bundesnaturschutzgesetzes und §§ 37 bis 43 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes) unberührt.
Titel: Übersichtskarte zur Verordnung über das Naturschutzgebiet „Mahnigsee-Dahmetal“
3848-SW unterzeichnet am 10. Februar 1998 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des
Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung (MUNR)
3848-SO unterzeichnet am 10. Februar 1998 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
3848-NW unterzeichnet am 10. Februar 1998 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Titel: Flurkarten zur Verordnung über das Naturschutzgebiet „Mahnigsee-Dahmetal“
Freidorf 3 2 500 unterzeichnet am 10. Februar 1998 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Freidorf 4 2 000 unterzeichnet am 10. Februar 1998 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Halbe 5 5 000 unterzeichnet am 10. Februar 1998 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Märkisch-Buchholz 7 2 500 unterzeichnet am 10. Februar 1998 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Oderin 1 3 000 unterzeichnet am 10. Februar 1998 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Oderin 2 3 000 unterzeichnet am 10. Februar 1998 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Teurow 4 2 500 unterzeichnet am 10. Februar 1998 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Teurow 5 2 500 unterzeichnet am 10. Februar 1998 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Teurow 6 2 500 unterzeichnet am 10. Februar 1998 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR
Teurow 7 2 500 unterzeichnet am 10. Februar 1998 von der Siegelverwahrerin, Siegelnummer 9 des MUNR