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Timestamp: 2016-10-25 12:05:38
Document Index: 317023292

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 117', 'Art. 12', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 66', 'Art. 68']

6B_408/2013 (18.12.2013)
6B_408/2013 � � Urteil vom 18. Dezember 2013
Bundesrichter Schneider, Oberholzer,
vertreten durch F�rsprecher Franz M�ller,
Fahrl�ssige T�tung; willk�rliche Beweisw�rdigung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, Strafabteilung, 2. Strafkammer, vom 27. November 2012.
�A.________, geboren am 26. Januar 1947, wurde am 9. Dezember 2003 ab ca. 10.00 Uhr im B.________-Spital in C.________ wegen therapieresistenten R�cken- und Beinschmerzen, ausgel�st durch ein Wirbelgleiten zwischen den Lendenwirbeln L3 und L4 mit Nervenwurzeleinklemmung, in Bauchlage operiert. Ziel der Operation war die Dekompression der eingeklemmten Nervenwurzel sowie - abh�ngig vom intraoperativen Befund - gegebenenfalls die Stabilisation bzw. Versteifung der beiden instabilen Wirbel durch Verschraubung. Dr. med. D.________ nahm zun�chst als Neurochirurg die Nervenwurzelentlastung (Laminektomie) vor. Anschliessend f�hrte Prof. Dr. med. X.________, Facharzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, die als erforderlich erkannte Stabilisation der beiden Wirbel (Spondylodese) aus. Die Operation erfolgte unter unterst�tzender, intermittierender Kontrolle durch einen R�ntgenbildverst�rker zur seitlichen Durchleuchtung der Lendenwirbels�ule, der jedoch nicht einwandfrei funktionierte. Nachdem X.________ linksseitig die Verschraubung der Lendenwirbel von L4 nach L3 vorgenommen hatte, bohrte er rechtsseitig mit einer Bohrmaschine den zur F�hrung der einzusetzenden Titanhohlschraube (Titan-Spongiosaschraube) dienenden Kirschnerdraht (Stahldraht mit Gewindespitze) zu weit, d.h. �ber den Wirbelk�rper hinaus vor. Dies hatte er aufgrund einer Diskrepanz zwischen R�ntgenbild und tats�chlichem Bohrvorgang bemerkt. Daraufhin drehte er den Draht ein erstes Mal und, nachdem er festgestellt hatte, dass der Draht noch immer viel zu weit vorangetrieben war, ein zweites Mal zur�ck, wobei das zweite Zur�ckziehen des Drahtes vor 11.42.15 Uhr erfolgte. Unmittelbar nach der erkannten Perforation des Wirbelk�rpers meldete X.________ der An�sthesie um ca. 11.43 Uhr zwecks genauerer Beobachtung des Blutdrucks das Risiko einer Blutung wegen der Verletzung eines wichtigen Gef�sses zufolge des zu tief geratenen Kirschnerdrahts. Um 11.50 Uhr meldete der An�sthesist erstmals technische Probleme bei der Blutdruckmessung bzw. nicht mehr messbaren Blutdruck. Um 11.55 Uhr informierten die Operateure den An�sthesisten erneut �ber eine wahrscheinliche retroperitoneale Blutung infolge einer m�glichen Perforation mit dem Kirschnerdraht. Zwischen 12.00 und 12.30 Uhr wurde die Blutdruckproblematik definitiv erkannt. X.________ f�hrte die Operation beschleunigt zu Ende, wobei es bei der rechten Schraube zu einer Fehllage kam, und der Neurochirurg nahm den raschen Wundverschluss vor. Um 12.20 Uhr war die Operation beendet. A.________ wurde sofort auf den R�cken gelegt, worauf sie blass wurde und der Blutdruck nicht mehr messbar war. Um ca. 12.35 Uhr traf der notfallm�ssig avisierte Viszeralchirurg ein und begann um 13.00 Uhr mit der Laparotomie (Bauchschnitt). Dabei zeigte sich, dass die Hohlvene auf einer L�nge von 6 - 8 cm zerfetzt war. Um ca. 13.30 Uhr klemmte der Chirurg das verletzte Gef�ss mit Gef�ssklemmen ab. Trotz intensiven Reanimationsmassnahmen verstarb A.________ um 14.30 Uhr auf dem Operationstisch durch inneres Verbluten.
�Das Strafeinzelgericht des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen erkl�rte X.________ mit Urteil vom 22. August 2008 der fahrl�ssigen T�tung schuldig und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von zehn Tagess�tzen zu Fr. 300.--, unter Gew�hrung des bedingten Vollzugs bei einer Probezeit von zwei Jahren. Eine vom Beurteilten hiegegen erhobene Berufung wies das Obergericht des Kantons Bern am 17. M�rz 2009 ab und best�tigte das erstinstanzliche Urteil im Schuld- und Strafpunkt.
�Gegen diesen Entscheid f�hrte X.________ Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht. Dieses hiess die Beschwerde mit Urteil vom 25. Februar 2010 (Verfahren 6B_984/2009) teilweise gut, hob das angefochtene Urteil des Obergerichts Bern auf und wies die Sache im Sinne der Erw�gungen zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ck; im �brigen wies es die Beschwerde ab.
�Gest�tzt auf die neu eingeholten Gutachten bzw. Erg�nzungsgutachten erkl�rte das Obergericht X.________ mit Urteil vom 27. November 2012 erneut der fahrl�ssigen T�tung schuldig und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von zehn Tagess�tzen zu je Fr. 300.--, unter Gew�hrung des bedingten Vollzugs bei einer Probezeit von zwei Jahren.
�X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht, mit der er beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und er sei von der Anklage der fahrl�ssigen T�tung freizusprechen.
�Das Obergericht des Kantons Bern beantragt in seiner Vernehmlassung die Abweisung der Beschwerde. Die Vernehmlassung ist X.________ zur Stellungnahme zugestellt worden. Die Staatsanwaltschaft hat auf Gegenbemerkungen verzichtet.
�Dem Beschwerdef�hrer wird vorgeworfen, er habe bei der Wirbels�ulenoperation seine Sorgfaltspflichten verletzt und dadurch den Tod der Patientin verursacht. Worin diese Verletzung der Sorgfaltspflicht im Einzelnen besteht, wurde von den kantonalen Instanzen in den verschiedenen Verfahrensstadien unterschiedlich umschrieben.
1.1.�Das erstinstanzliche Gericht erachtete als strafrechtlich relevanten Arztfehler die Verletzung der Hohlvene durch das�
zu weite Vordringen mit dem�
Kirschnerdraht. Es nahm an, der Beschwerdef�hrer habe um die Verletzungsgefahr der Blutgef�sse gewusst. Er habe daher enorme Vorsicht beim Einsatz von gef�hrlichen Hilfsinstrumenten anwenden und alle nur irgend m�glichen Vorkehren treffen m�ssen, um die Gefahr einer Verletzung der Blutgef�sse zu minimieren. Dazu habe sowohl die permanente �berpr�fung von Bohrrichtung und Bohrtiefe durch mechanische Hilfsmittel und seine Sinneswahrnehmungen als auch die vorg�ngige Kontrolle und die korrekte Bedienung des Bildverst�rkers geh�rt. Das erstinstanzliche Gericht gelangte zum Schluss, der Beschwerdef�hrer h�tte die Diskrepanz zwischen R�ntgenbild und Bohrvorgang fr�her bemerken m�ssen und h�tte die t�dliche Verletzung der Hohlvene auch mit anderen �berpr�fungsm�glichkeiten vermeiden k�nnen. Diese Fehler l�gen ausserhalb des erlaubten Risikos (angefochtenes Urteil S. 7; Urteil des Obergerichts vom 17. M�rz 2009 S. 8 f. [act. 583 f.]; erstinstanzliches Urteil 14 ff., 20 ff. [act. 502 ff., 508 ff.]; �berweisungsbeschluss act. 353 f.).
1.2.�Das Obergericht liess demgegen�ber in seinem ersten Urteil ausdr�cklich offen, ob das zu weite Vordringen des Kirschnerdrahtes bis zur Erfassung und Verletzung der Hohlvene unter den gegebenen Umst�nden eine Sorgfaltspflichtverletzung darstellte (angefochtenes Urteil S. 7/28; Urteil des Obergerichts vom 17. M�rz 2009 S. 10 f., 19 ff. und 37 [act. 585 f., 594 ff. und 612]). Damit liess es auch dahingestellt, ob der Beschwerdef�hrer sich mit dem zur Kontrolle eingesetzten R�ntgenbildverst�rker hinreichend vertraut gemacht hatte und ob ein Bedienungsfehler oder ein zeitweiliger Defekt vorlag, wobei es ausf�hrte, die Umst�nde deuteten eher auf eine Fehlmanipulation des Beschwerdef�hrers hin (Urteil des Obergerichts vom 17. M�rz 2009 S. 19, 37 [act. 594, 612]). Die relevante Sorgfaltswidrigkeit erblickte es vielmehr im Verhalten des Beschwerdef�hrers�
nach�seiner Feststellung, dass er rechtsseitig den Kirschnerdraht zu weit vorgetrieben hatte. Den entscheidenden Zeitpunkt hief�r setzte es auf 11.42 Uhr fest. Als massgeblich erachtete es, dass der Beschwerdef�hrer den Draht ohne vorg�ngige �berpr�fung, ob dieser ein Gef�ss erfasst und verletzt hatte, sofort ein erstes Mal zur�ckzog und diesen, nachdem er bemerkt hatte, dass der Draht noch immer 5 - 15 mm �ber die vordere Wirbelk�rperwand vorragte, ein zweites Mal zur�ckdrehte und dadurch die Verletzung noch verschlimmerte. Nach Auffassung des Obergerichts h�tte der Beschwerdef�hrer unverz�glich nach Erkennen der Gefahr die Operation unterbrechen und sich dar�ber Gewissheit verschaffen m�ssen, ob der Draht ein wichtiges Gef�ss verletzt hatte, und im Anschluss daran gegebenenfalls die notwendigen lebensrettenden Massnahmen ergreifen m�ssen (angefochtenes Urteil S. 7 f.; Urteil des Obergerichts vom 17. M�rz 2009 S. 10 f., 18 ff. und 37 ff. [act. 585 f., 594 ff. und 612 ff.]; zur R�ge der Verletzung des Anklagegrundsatzes vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_984/2009 vom 25. Februar 2010 E. 2.4).
1.3.�Das Bundesgericht erkannte in seinem R�ckweisungsentscheid, die Feststellung des Obergerichts, wonach die Venenverletzung durch das Zur�ckziehen des Kirschnerdrahts zumindest verschlimmert worden sei, sei nicht unhaltbar. Das Obergericht habe insoweit ohne Bundesrechtsverletzung von einem (neuerlichen) Beizug von Sachverst�ndigen absehen k�nnen (Urteil 6B_984/2009 vom 25. Februar 2010 E. 3.4.1). Das Bundesgericht hob das Urteil aber auf, weil die kantonale Instanz die sich in tats�chlicher Hinsicht stellenden Fragen zur Vermeidbarkeit des Erfolgseintritts nicht einem medizinischen Sachverst�ndigen unterbreitet hatte (Urteil 6B_984/2009 vom 25. Februar 2010 E. 3.4.2).
2.1.�Die Vorinstanz f�hrt im angefochtenen Urteil aus, die urspr�ngliche Annahme, wonach es dem Beschwerdef�hrer noch vor dem Zur�ckdrehen des zu weit vorgebohrten Kirschnerdrahts ohne Weiteres m�glich gewesen w�re festzustellen, ob die Hohlvene verletzt war, habe sich aufgrund der neuen Gutachten als unzutreffend erwiesen. Von dieser unrichtigen Pr�misse sei auch das Bundesgericht ausgegangen. Die Bindungswirkung des R�ckweisungsentscheids k�nne aber nicht soweit gehen, dass im Rahmen der Neubeurteilung zu Ungunsten des Angeschuldigten von einer offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsannahme ausgegangen werden m�sse. Der Sachzusammenhang erfordere vielmehr insoweit eine entsprechende Anpassung, um den verbindlichen Erw�gungen des Bundesgerichts Rechnung zu tragen. Unber�hrt von der Kassation und insoweit verbindlich entschieden sei indes der Anfangszeitpunkt, in welchem der Beschwerdef�hrer die erforderlichen Massnahmen sp�testens h�tte einleiten m�ssen. Dieser liege bei 11.42 Uhr, mithin im Zeitpunkt, als der Beschwerdef�hrer festgestellt habe, dass er den Kirschnerdraht zu weit vorgebohrt und er infolgedessen erkannt habe, dass wegen der m�glichen Verletzung eines wichtigen Gef�sses Lebensgefahr bestand (angefochtenes Urteil S. 10 ff.).
�Die Vorinstanz nimmt an, aufgrund der neuen Gutachten sei davon auszugehen, dass die im ersten obergerichtlichen Urteil als notwendig erachteten Massnahmen, die der Beschwerdef�hrer im Anschluss an die Feststellung des zu weiten Vorbohrens h�tte ergreifen m�ssen, unter den konkreten Umst�nden unm�glich zeitgerecht h�tten umgesetzt werden k�nnen. Dies betreffe namentlich das sofortige Wenden der Patientin in die R�ckenlage, welches aufgrund der Gefahr einer Querschnittsl�hmung nicht angebracht gewesen sei. Gerade die Schwierigkeiten, eine Venenverletzung bzw. eine schwere Blutung auch mittels Blutdruckmessungen rechtzeitig zu erkennen, belegten aber die Notwendigkeit, bei m�glicher oder gar wahrscheinlicher Verletzung der Hohlvene sofort prophylaktisch alles zu unternehmen, damit sich die erkannte Lebensgefahr nicht verwirkliche. Ein Arzt d�rfe unter diesen Umst�nden die Operation nicht einfach fortsetzen und erst dann handeln, wenn die Verwirklichung der Gefahr nicht mehr abgewendet werden k�nne. Im massgebenden Zeitpunkt um 11.42 Uhr h�tte der Beschwerdef�hrer mithin einen Chirurgen zur Vornahme der Laparotomie einschliesslich des Abklemmens des verletzten Gef�sses und allenfalls einen Gef�sschirurgen zur allf�lligen Reparatur des Gef�sses herbeirufen, das Personal und die Instrumente f�r diese Operationen bereitstellen lassen und die eigene Operation beschleunigt beenden m�ssen. Anschliessend h�tte die Patientin auf den R�cken gelegt und sofort die Laparotomie in Angriff genommen werden m�ssen. W�ren diese im B.________-Spital ohne Weiteres durchf�hrbaren lebensrettenden Massnahmen um 11.42 Uhr eingeleitet worden, w�re mit gr�sster Wahrscheinlichkeit eine rechtzeitige Blutstillung m�glich gewesen und damit der Tod der Patientin vermieden worden. Nach Einsch�tzung des Sachverst�ndigen w�re der t�dliche Ausgang auch noch um 12.30 Uhr mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 - 70% vermeidbar gewesen, wenn die Patientin erst in Anwesenheit des Gef�sschirurgen gewendet und dann sofort laparotomiert worden w�re. Diese Prozentangabe sei indessen nicht zum Nennwert zu nehmen, sondern im Gesamtzusammenhang zu interpretieren. Weiter h�tte laut den Gutachten vom Gesichtspunkt der Pupillen und damit der Hirnfunktion her die Blutung bis sp�testens 12.55 Uhr unter Kontrolle gebracht und der Blutverlust ersetzt werden m�ssen. Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, dass der Tod der Patientin auch dann mit einem hohen Grad der Wahrscheinlichkeit oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeblieben w�re, wenn die Laparotomie sofort um ca. 12.25 Uhr oder allersp�testens um 12.30 Uhr begonnen und die weiteren Massnahmen zur Blutstillung und zur Behebung der Gef�ssverletzung inklusive Ersetzung des Blutverlustes vorgenommen worden w�ren. Der Tod der Patientin sei vermeidbar gewesen. Bei diesem Ergebnis sei unerheblich, ob die Verletzung der Hohlvene schon durch das zu weite Vorbohren oder erst durch das Zur�ckziehen des Kirschnerdrahts verursacht worden sei (angefochtenes Urteil S. 23 ff.).
2.2.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt zun�chst, die Vorinstanz nehme zu Unrecht an, der Zeitpunkt von 11.42 Uhr, in welchem nach ihrer Auffassung die gebotenen Massnahmen h�tten eingeleitet werden m�ssen, sei f�r das Neubeurteilungsverfahren verbindlich festgesetzt. Die R�ckweisung durch das Bundesgericht sei mit dem Auftrag verbunden gewesen, die Fragen, die sich in tats�chlicher Hinsicht zur Vermeidbarkeit des Erfolgseintritts stellten, einem medizinischen Sachverst�ndigen zu unterbreiten. Zum Prozessgegenstand habe demnach auch die Frage geh�rt, in welchem Zeitrahmen die tats�chliche Verletzung unter medizinisch-fachlichen Gesichtspunkten h�tte erkannt und die weiteren Massnahmen, namentlich der Beizug der Bauch- und Gef�sschirurgen, h�tten eingeleitet werden m�ssen. Der neu berufene Gutachter sei in seinem Erstgutachten zum Schluss gelangt, eine Diagnostizierung der Venenverletzung sei im Zeitpunkt 11.42 Uhr nicht indiziert und die Unterbrechung der Operation aus medizinischer Sicht nicht geboten gewesen. Daraus ergebe sich zwingend, dass ihm (dem Beschwerdef�hrer) insofern keine Sorgfaltspflichtverletzung vorgeworfen werden k�nne. Der Gutachter habe den Zeitpunkt f�r einen erh�rteten Verdacht einer Gef�ssverletzung, in welchem die als geboten bezeichneten Massnahmen h�tten getroffen werden m�ssen, auf 11.55 Uhr festgesetzt. In diesem Zeitpunkt sei der Erfolgseintritt nach Einsch�tzung des Gutachters aber nicht mehr mit hoher Wahrscheinlichkeit vermeidbar gewesen. Denn nach der Auffassung des Gutachters habe dannzumal die Wahrscheinlichkeit f�r die Vermeidbarkeit eines t�dlichen Ausgangs der Operation lediglich noch bei 60 bis 70% gelegen (Beschwerde S. 6 ff.).
�Des Weiteren beanstandet der Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz gehe unter Missachtung der Bindungswirkung des R�ckweisungsentscheids zu seinen Ungunsten von einem anderen Sachverhalt aus. Sie blende die urspr�nglich veranschlagte Zeitdauer zwischen Operationsstopp um 11.42 Uhr und tats�chlicher Feststellung der Hohlvenenverletzung v�llig aus und nehme neu an, er h�tte bereits in dem Zeitpunkt, in welchem er das zu weite Vorbohren bemerkt hatte, den Bauch- und Gef�sschirurgen herbeirufen m�ssen. Damit verschiebe die Vorinstanz die angeblich gebotenen Massnahmen auf den denkbar fr�hesten Zeitpunkt vor und �bergehe gleichzeitig die Ausf�hrungen des Gutachters zu den M�glichkeiten, die Gef�ssverletzung festzustellen. Damit missachte sie die Bindungswirkung der bundesgerichtlichen R�ckweisung und verfalle in Willk�r. Soweit �berhaupt zul�ssig, h�tte der Sachverhalt lediglich insofern angepasst werden d�rfen, als der massgebliche Zeitpunkt f�r die Feststellung der Hohlvenenverletzung auf fr�hestens 11.55 Uhr vorverlegt werden d�rfen, d.h. auf den Zeitpunkt, in welchem nach dem neuen Gutachten der erste dokumentierte Hinweis auf eine Venenverletzung bestand. Nach dem Gutachter sei um 11.42 Uhr weder eine Venenverletzung feststellbar gewesen noch habe sich ein entsprechender Verdacht aus medizinisch-fachlicher Sicht erh�rten lassen (Beschwerde S. 12 ff. mit Hinweis auf Gutachten act. 865, 827).
2.2.2.�Im Eventualstandpunkt macht der Beschwerdef�hrer geltend, die Vorinstanz h�tte die Vermeidbarkeit des Todeseintritts auch verneinen m�ssen, wenn der Zeitpunkt 11.42 Uhr als entscheidend angesehen w�rde. Denn er habe die Massnahmen, welche die Vorinstanz als geboten bezeichne, tats�chlich getroffen. Der auf das erste Erg�nzungsgutachten (Zusatzfrage 1) gest�tzte Schluss der Vorinstanz, es sei um 11.42 Uhr mit gr�sster Wahrscheinlichkeit eine rechtzeitige Blutstillung m�glich gewesen, stehe mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch und sei offenkundig unhaltbar. Die Aussage des Gutachters, auf welche sich die Vorinstanz st�tze, beziehe sich offensichtlich auf die von der Vorinstanz zu Recht nicht mehr ber�cksichtigte Handlungsvariante, welche die Gefahr einer Querschnittsl�hmung miteingeschlossen habe. Damit erweise sich das angefochtene Urteil in diesem Punkt als widerspr�chlich. Der Gutachter habe die Vermeidbarkeit eines t�dlichen Ausgangs in der von der Vorinstanz als geboten bezeichneten Massnahmenabfolge ab 11.42 Uhr - mit Beginn der Laparotomie um 12.30 Uhr - anf�nglich als m�glich bezeichnet und im zweiten Erg�nzungsgutachten deren Wahrscheinlichkeit auf 60 - 70% beziffert [act. 821]. Indem die Vorinstanz dennoch annehme, der Tod der Patientin h�tte mit hoher Wahrscheinlichkeit vermieden werden k�nnen, wenn sp�testens um 12.30 Uhr mit der Laparotomie begonnen worden w�re, weiche sie ohne triftige Gr�nde vom Gutachten ab (Beschwerde S. 15 ff.).
3.1.�Im Falle eines bundesgerichtlichen R�ckweisungsentscheids hat die mit der neuen Entscheidung befasste kantonale Instanz ihrem Urteil die rechtliche Beurteilung, mit der die R�ckweisung begr�ndet wird, zugrunde zu legen. Jene bindet auch das Bundesgericht, falls ihm die Sache erneut unterbreitet wird. Aufgrund dieser Bindungswirkung ist es den erneut mit der Sache befassten Gerichten wie auch den Parteien, abgesehen von allenfalls zul�ssigen Noven, verwehrt, der �berpr�fung einen anderen als den bisherigen Sachverhalt zu unterstellen oder die Sache unter rechtlichen Gesichtspunkten zu pr�fen, die im R�ckweisungsentscheid ausdr�cklich abgelehnt oder �berhaupt nicht in Erw�gung gezogen worden sind (BGE 135 III 334 E. 2 und E. 2.1 S. 335 f. mit Hinweisen). Die neue Entscheidung der kantonalen Instanz ist somit auf diejenige Thematik beschr�nkt, die sich aus den bundesgerichtlichen Erw�gungen als Gegenstand der neuen Beurteilung ergibt. Das Verfahren wird nur insoweit neu in Gang gesetzt, als dies notwendig ist, um den verbindlichen Erw�gungen des Bundesgerichts Rechnung zu tragen. Dabei kann sich die neue Entscheidung in den Grenzen des Verbots der reformatio in peius auch auf Punkte beziehen, die vor Bundesgericht nicht angefochten waren, sofern dies der Sachzusammenhang erfordert (BGE 123 IV 1 E. 1; 117 IV 97 E. 4; Urteil 6B_35/2012 vom 30. M�rz 2012 E. 2.2).
3.2.�Das Bundesgericht erwog im R�ckweisungsentscheid, das Obergericht habe ausdr�cklich einger�umt, dass sich die vorhandenen �rztlichen Gutachten nicht zur Vermeidbarkeit des Erfolgseintritts bei Ergreifung der notwendigen Massnahmen unmittelbar nach Feststellung der Verletzung der Hohlvene durch den Kirschnerdraht �usserten. Insbesondere sei nicht erh�rtet, wie lange es gedauert h�tte, die Patientin zwecks Abklemmen der verletzten Hohlvene von der Bauch- in die R�ckenlage zu bringen und die Laparotomie auszuf�hren. Diese Zeitdauer erscheine f�r die Beurteilung der Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit das Verbluten der Patientin unter diesen Umst�nden h�tte verhindert werden k�nnen, als wesentlich, zumal nach den gutachterlichen Stellungnahmen davon auszugehen sei, dass die Verletzung der Hohlvene zu einem grossen und raschen Blutverlust gef�hrt habe. Bei dieser Ausgangslage w�re das Obergericht zwingend gehalten gewesen, die sich in tats�chlicher Hinsicht zur Vermeidbarkeit des Erfolgseintritts stellenden Fragen einem medizinischen Sachverst�ndigen zur Beantwortung zu unterbreiten (Urteil 6B_984/2009 vom 25. Februar 2010 E. 3.4.2).
3.3.�Die Vorinstanz holte daraufhin bei Prof. E.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie, ein Gutachten ein, welches dieser durch drei weitere Gutachten erg�nzte. Bei deren W�rdigung geht die Vorinstanz davon aus, der Experte verkenne, dass der Anfangszeitpunkt f�r das gebotene Handeln von sp�testens 11.42 Uhr rechtskr�ftig bestimmt sei (angefochtenes Urteil S. 15). Dies l�sst sich so nicht aufrechterhalten. Auf 11.42 Uhr setzt die Vorinstanz den Zeitpunkt fest, in welchem der Beschwerdef�hrer das zu weite Vorbohren des Kirschnerdrahts und damit die Gefahr einer Gef�ssverletzung mit der m�glichen Folge des Verblutens erkannt hatte (angefochtenes Urteil S. 5 f./23, vgl. auch S. 10). In seinem ersten Entscheid nahm das Obergericht an, der Beschwerdef�hrer h�tte in diesem Zeitpunkt die Operation unterbrechen und feststellen m�ssen, ob tats�chlich ein wichtiges Gef�ss verletzt war (Urteil des Obergerichts vom 17. M�rz 2009 S. 37 ff. [act. 612 ff.]). Gegenstand des ersten bundesgerichtlichen Verfahrens bildet denn auch der Vorwurf, der Beschwerdef�hrer sei dieser Pflicht nicht nachgekommen bzw. er sei dem Risiko der lebensgef�hrlichen Hohlvenenverletzung nicht angemessen begegnet. Nachdem sich aus den im Neubeurteilungsverfahren eingeholten Gutachten ergeben hatte, dass diese Abkl�rung nur mit erheblichem Zeitaufwand m�glich gewesen w�re, kn�pft die Vorinstanz an den Zeitpunkt 11.42 Uhr neu die Pflicht des Beschwerdef�hrers, allein aufgrund des blossen Verdachts einer Gef�ssverletzung seine Operation beschleunigt zu beenden sowie unverz�glich den Bauch- und Gef�sschirurgen herbeizurufen und die Vorbereitungen f�r die Laparotomie zu veranlassen (angefochtenes Urteil S. 25). Ob dieser Vorwurf der Verletzung der Sorgfaltspflicht von der Anklageschrift noch gedeckt ist (vgl. �berweisungsbeschluss act. 353), kann offen bleiben. Jedenfalls bestand f�r den Beschwerdef�hrer im ersten bundesgerichtlichen Verfahren kein Anlass, die Festsetzung dieses Zeitpunkts zu r�gen.
�Nach dem R�ckweisungsentscheid war das Verfahren auf die Frage der Vermeidbarkeit des Erfolgseintritts bei Ergreifung der notwendigen Massnahmen unmittelbar nach Feststellung der Verletzung der Hohlvene durch den Kirschnerdraht beschr�nkt (Urteil 6B_984/2009 vom 25. Februar 2010 E. 3.4.2). Danach stellt sich die Frage der Vermeidbarkeit ab dem Zeitpunkt, in welchem feststand, dass eine Verletzung tats�chlich erkannt worden war bzw. h�tte erkannt sein m�ssen. Das war aber um 11.42 Uhr klarerweise noch nicht der Fall, da in jenem Zeitpunkt auch nach der Auffassung der Vorinstanz lediglich das�
Risikoeiner Gef�ssverletzung bekannt war. Im Zeitpunkt 11.42 Uhr hat der Beschwerdef�hrer denn auch lediglich zwecks genauerer Beobachtung des Blutdrucks auf das Risiko einer Gef�ssverletzung hingewiesen. Wie der Beschwerdef�hrer zu Recht einwendet, l�sst sich der R�ckweisungsentscheid nur so verstehen, dass durch das neue Gutachten auch die Frage zu kl�ren war, in welchem Zeitpunkt die Gef�ssverletzung tats�chlich h�tte erkannt werden m�ssen (Beschwerde S. 13). Die Auffassung der Vorinstanz, wonach sich aufgrund der Bindungswirkung des R�ckweisungsentscheids ergebe, dass der Zeitpunkt f�r das gebotene Handeln bei 11.42 Uhr liege, verletzt Bundesrecht.
4.1.�Gem�ss Art. 117 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer fahrl�ssig den Tod eines Menschen verursacht. Fahrl�ssig begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht R�cksicht nimmt. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der T�ter die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den Umst�nden und nach seinen pers�nlichen Verh�ltnissen verpflichtet ist (Art. 12 Abs. 3 StGB). Ein Schuldspruch wegen fahrl�ssiger T�tung setzt somit voraus, dass der T�ter den Erfolg durch Verletzung einer Sorgfaltspflicht verursacht hat. Sorgfaltswidrig ist die Handlungsweise, wenn der T�ter im Zeitpunkt der Tat auf Grund der Umst�nde sowie seiner Kenntnisse und F�higkeiten die Gef�hrdung der Rechtsg�ter des Opfers h�tte erkennen k�nnen und m�ssen, und wenn er zugleich die Grenzen des erlaubten Risikos �berschritten hat.
�Ein fahrl�ssiges Erfolgsdelikt kann auch durch pflichtwidriges Unterlassen (Art. 11 StGB) ver�bt werden. Voraussetzung ist in diesem Fall eine Rechtspflicht zur Vornahme der unterlassenen Handlung (Garantenstellung) sowie die M�glichkeit, diese Handlung vorzunehmen. Ein sog. unechtes Unterlassungsdelikt liegt vor, wenn im Gesetz wenigstens die Herbeif�hrung des Erfolgs durch Tun ausdr�cklich mit Strafe bedroht wird, der Beschuldigte durch sein Tun den Erfolg tats�chlich h�tte abwenden k�nnen und infolge seiner Garantenstellung dazu auch verpflichtet war, so dass die Unterlassung der Erfolgsherbeif�hrung durch aktives Tun als gleichwertig erscheint.
�Grundvoraussetzung der Fahrl�ssigkeitshaftung bildet die Vorhersehbarkeit des Erfolgs. Die zum Erfolg f�hrenden Geschehensabl�ufe m�ssen f�r den konkreten T�ter mindestens in ihren wesentlichen Z�gen voraussehbar sein. Dar�ber hinaus muss er auch vermeidbar gewesen sein. Die Zurechnung ist ausgeschlossen, wenn der durch eine sorgfaltswidrige Handlung herbeigef�hrte Erfolg auch bei pflichtgem�ssem Verhalten des T�ters eingetreten w�re. Denn der T�ter ist nur f�r solche Erfolge verantwortlich, in deren Eintritt sich das unerlaubte Risiko verwirklicht. Dies beurteilt sich nach einem hypothetischen Kausalverlauf. F�r die Zurechnung des Erfolgs gen�gt es, wenn das Verhalten des T�ters mindestens mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Ursache des Erfolgs bildete (BGE 135 IV 56 E. 2.1 und 5.1; 134 IV 193 E. 7.3; 130 IV 7 E. 3.2; je mit Hinweisen).
4.2.�Wo besondere, der Unfallverh�tung und der Sicherheit dienende Normen ein bestimmtes Verhalten gebieten, bestimmt sich das Mass der zu beachtenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften (BGE 135 IV 56 E. 2.1 S. 64 mit Hinweisen). Fehlen solche, kann auf analoge Regeln privater oder halbprivater Vereinigungen abgestellt werden, sofern diese allgemein anerkannt sind (BGE 127 IV 62 E. 2d S. 65 mit Hinweis). Dasselbe gilt f�r entsprechende, allgemein anerkannte Verhaltensregeln, auch wenn diese von einem privaten oder halb�ffentlichen Verband erlassen wurden und keine Rechtsnormen darstellen.
�Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts richten sich die Sorgfaltspflichten des Arztes im Allgemeinen nach den Umst�nden des Einzelfalles, namentlich nach der Art des Eingriffs oder der Behandlung, den damit verbundenen Risiken, dem Beurteilungs- und Bewertungsspielraum, der dem Arzt zusteht, sowie den Mitteln und der Dringlichkeit der medizinischen Massnahme. Der Arzt hat die nach den Umst�nden gebotene und zumutbare Sorgfalt zu beachten. Er hat indes nicht f�r jene Gefahren und Risiken einzustehen, die immanent mit jeder �rztlichen Handlung und auch mit der Krankheit an sich verbunden sind. Zudem steht dem Arzt sowohl in der Diagnose als auch in der Bestimmung therapeutischer oder anderer Massnahmen oftmals ein gewisser Entscheidungsspielraum zu. Er handelt unsorgf�ltig, wenn sich sein Vorgehen nicht nach den durch die medizinische Wissenschaft aufgestellten und generell anerkannten Regeln richtet und dem jeweiligen Stand der Wissenschaft nicht entspricht (BGE 134 IV 175 E. 3.2; 130 IV 7 E. 3.3; vgl. auch 130 I 337 E. 5.3).
5.1.�Im vorliegenden Verfahren wurde der gegen den Beschwerdef�hrer erhobene Vorwurf der Sorgfaltspflichtverletzung in allen kantonalen Instanzen unterschiedlich formuliert (vgl. E. 1). Die erste Instanz ging davon aus, sorgfaltswidrig sei das zu weite Vorbohren mit dem Kirschnerdraht in Verbindung mit einer eventuellen falschen Bedienung des zur �berwachung dienenden Bildverst�rkers gewesen. Die Operation sei mithin nicht fachgerecht vorgenommen worden. Das Obergericht erblickte in seinem ersten Urteil die Sorgfaltspflichtverletzung im Zur�ckziehen des Drahts, ohne dass die Operation zuvor unterbrochen, die Patientin auf den R�cken gewendet und abgekl�rt worden sei, ob eine Gef�ssverletzung vorlag. Die Vorinstanz gelangt aufgrund der neu eingeholten Gutachten im Neubeurteilungsverfahren nunmehr zum Schluss, die Sorgfaltspflichtverletzung liege darin, dass der Beschwerdef�hrer nicht bereits im Zeitpunkt des Verdachts einer Venenverletzung die Viszeral- und Gef�sschirurgen herbeigerufen, das Personal und die Instrumente f�r die Vornahme der Laparotomie und das eventuelle Abklemmen des Gef�sses organisiert habe (angefochtenes Urteil S. 25).
5.2.�Der im vorinstanzlichen Verfahren berufene Sachverst�ndige �usserte sich in seinen Gutachten zu den Fragen, mit welchen Massnahmen und in welcher Zeit die tats�chliche Verletzung der Hohlvene vor dem Zur�ckziehen des Kirschnerdrahts h�tte erkannt werden k�nnen, welche medizinischen Massnahmen sich nach der Feststellung der Verletzung aufgedr�ngt hatten, wie lange es gedauert h�tte, die Patientin in die R�ckenlage zu wenden und mit welcher Wahrscheinlichkeit der Tod der Patientin h�tte vermieden werden k�nnen, wenn die medizinischen Massnahmen sofort nach der Feststellung des zu weiten Einbohrens des Drahtes ergriffen worden w�ren (act. 682 ff., 685 f.).
�Das Gutachten vom 28. Januar 2011 (1. Gutachten; act. 725 ff.; angefochtenes Urteil S. 15 ff.) f�hrt aus, die Feststellung der Venenverletzung h�tte bedingt, dass die adip�se Patientin in R�ckenlage gedreht worden w�re. Dabei h�tte entweder der herausragende Kirschnerdraht in der N�he des Knochens abgezwickt oder zur�ckgezogen werden m�ssen. W�re die Patientin unter diesen Umst�nden gewendet worden, h�tte die erhebliche Gefahr einer Querschnittsverletzung bestanden. W�re die Operation mit Abklippen des Drahtes durchgef�hrt worden, h�tte die Abklemmung der vena cava sicher eine halbe bis eine Stunde fr�her erfolgen k�nnen. Zum Zeitpunkt des Vortreibens des Kirschnerdrahtes habe aber kein Hinweis f�r eine blutdruckrelevante Blutung bestanden. Zudem habe das Risiko der Querschnittsl�hmung den Operateur von riskanten Manipulationen abgehalten (Gutachten vom 28. Januar 2011, act. 725 ff.).
�Mit Beschluss vom 16. Juni 2011 unterbreitete die Vorinstanz dem Gutachter die Zusatzfrage, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Tod der Patientin vermieden worden w�re, wenn die lebensrettenden Massnahmen sofort nach der Feststellung des zu weiten Vorbohrens und somit sp�testens ab ca. 11.42 Uhr in Angriff genommen worden w�ren (act. 762 f.). In seinem Erg�nzungsgutachten vom 4. August 2011 (2. Gutachten; act. 769 ff.; angefochtenes Urteil S. 18) f�hrt der Sachverst�ndige aus:
"W�ren um 11.42 Uhr unter den in der Fragestellung gegebenen Umst�nden die Voraussetzungen f�r eine Laparotomie rasch geschaffen (Gef�sschirurgie im Saal, OP-Team bereit) und erst dann die Patientin gedreht worden, w�re mit gr�sster Wahrscheinlichkeit eine rechtzeitige Blutstillung m�glich gewesen und damit der Tod vermieden worden. [...] Auch um 12.30 Uhr w�re in meinen Augen die Erhaltung des Lebens noch m�glich gewesen, h�tte man die Patientin erst in Anwesenheit des Gef�sschirurgen gedreht und dann sofort laparotomiert, anstatt erst um 13.00 Uhr, als die Pupillen schon nicht mehr auf Licht reagierten" (act. 775).
Im Erg�nzungsgutachten vom 11. Januar 2012 (3. Gutachten; act. 821 ff.; angefochtenes Urteil S. 19 ff.) f�hrte der Experte in Beantwortung der ihm gestellten weiteren Zusatzfragen (act. 814 f.) aus, er veranschlage die Wahrscheinlichkeit der Vermeidbarkeit des t�dlichen Ausgangs bei einer raschen Intervention um 12.30 Uhr mit 60 - 70% (act. 821/827). Die weitere Diskussion um den Zeitpunkt der Venenverletzung scheine ihm irrelevant, da um 11.50 Uhr der Blutdruck noch regul�r angegeben worden sei, d.h. dass trotz der Verletzung bis zu diesem Zeitpunkt der Blutverlust noch in Grenzen gewesen und der Blutdruck durch die selbstregulierenden Mechanismen des Organismus kompensiert geblieben sei (act. 823/828).
�Im Erg�nzungsgutachten vom 18. Mai 2012 (4. Gutachten; act. 862 ff; angefochtenes Urteil S. 22 f.) nimmt der Gutachter schliesslich Stellung zur Frage, wann der Viszeralchirurg eingetroffen ist und worauf er sich f�r diese Zeitangabe st�tzt. Ausserdem f�hrt er aus, eine Verletzung der vena cava w�hrend einer Wirbels�ulenoperation k�nne nur anhand des Blutdruckabfalls erkannt werden. F�r einen Blutdruckabfall gebe es w�hrend einer An�sthesie ausser einer Blutung aber noch andere Gr�nde (act. 863 f.).
5.3.�Das Gericht w�rdigt Gutachten grunds�tzlich frei. In Fachfragen darf es davon nicht ohne triftige Gr�nde abweichen. Ein Abweichen ist zul�ssig, wenn die Glaubw�rdigkeit des Gutachtens durch die Umst�nde ernsthaft ersch�ttert ist. Umgekehrt kann das Abstellen auf nicht schl�ssige Gutachten unter Verzicht auf die gebotenen zus�tzlichen Beweiserhebungen gegen das Willk�rverbot und gegen Verfahrensrechte der Parteien verstossen (BGE 136 II 539 E. 3.2; 133 II 384 E. 4.2.3; je mit Hinweisen).
5.4.�Wie der Beschwerdef�hrer zu Recht ausf�hrt, erscheint der t�dliche Ausgang der Operation auch nicht als mit hoher Wahrscheinlichkeit vermeidbar, wenn von 11.42 Uhr als massgeblichem Zeitpunkt ausgegangen wird. Es trifft zwar zu, dass der Sachverst�ndige im Erg�nzungsgutachten vom 4. August 2011 ausgef�hrt hat, im Zeitpunkt 11.42 Uhr w�re unter den in der Fragestellung gegebenen Umst�nden mit gr�sster Wahrscheinlichkeit eine rechtzeitige Blutstillung m�glich gewesen und der Tod vermieden worden, wenn die Voraussetzungen f�r eine Laparotomie rasch geschaffen (Gef�sschirurgie im Saal, OP-Team bereit) und erst dann die Patientin gedreht worden w�re (Erg�nzungsgutachten vom 4. August 2011 [2. Gutachten] act. 775). Doch ergibt sich aus dem Zusammenhang der Antworten des Gutachters, dass sich die Wahrscheinlichkeitsbeurteilung, welche vom Zeitpunkt 11.42 Uhr ausgeht, auf die Handlungsvariante bezieht, welche nach seiner Auffassung mit der Gefahr einer Querschnittsverletzung verbunden (Gutachten 28. Januar 2011 [1. Gutachten] act. 730) und daher, wie auch die Vorinstanz anerkennt, nicht zumutbar war (angefochtenes Urteil S. 23). Dem folgt offensichtlich auch die Vorinstanz, wenn sie erw�gt, die Ansicht des Gutachters, wonach auch um 12.30 Uhr die Erhaltung des Lebens noch m�glich gewesen w�re, beziehe sich wohl auf die Variante mit Beendigung der Operation�
ohne Gefahr einer Querschnittsl�hmung�(angefochtenes Urteil S. 18, vgl. auch S. 25). Was die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung hiegegen einwendet, f�hrt zu keinem anderen Ergebnis. Denn die Antwort des Sachverst�ndigen nimmt ausdr�cklich Bezug auf die "in der Fragestellung gegebenen Umst�nde". In der Zusatzfrage 1 wird nach der Wahrscheinlichkeit gefragt, mit welcher der Tod der Patientin h�tte vermieden werden k�nnen, wenn die lebensrettenden Massnahmen (�
"welcher Art und in welcher Reihenfolge auch immer und allenfalls ohne vorg�ngige konkrete Feststellung der Hohlvenenverletzung, allenfalls mit R�ckzug oder Abklemmen des�
Kirschnerdraht
es bzw. ohne oder allenfalls sogar mit beschleunigter Beendigung der Operation [Setzen auch der rechten Schraube]"�) sofort nach Feststellung des zu weiten Vorbohrens und somit sp�testens ab ca. 11.42 Uhr in Angriff genommen worden w�ren (Erg�nzungsgutachten vom 4. August 2011 [2. Gutachten] act. 775). Daraus ergibt sich, dass die von der Vorinstanz angesprochenen Massnahmen die mit einer Querschnittsverletzung einhergehenden Handlungsvarianten umfassten.
�Im �brigen f�hrt der Gutachter auch aus, dass noch um 11.50 Uhr der Blutdruck regul�r angegeben wurde und dass im Zeitpunkt des Vortreibens des Kirschnerdrahts kein Hinweis f�r eine blutdruckrelevante Blutung bestand (Gutachten 28. Januar 2011 [1. Gutachten] act. 731 Ziff. 5). Insofern sind die �berlegungen, ob im Zeitpunkt 11.42 Uhr die Blutung rechtzeitig h�tte gestillt werden k�nnen, nicht relevant (vgl. auch Gutachten 28. Januar 2011 [1. Gutachten] act. 731 Ziff. 5). In Wirklichkeit setzt die Vorinstanz den Zeitpunkt der Feststellung des zu weiten Vorbohrens, d.h. des �berschreitens der Knochengrenze, mit derjenigen der erkannten akuten Lebensgefahr gleich, was dem Gutachten insofern widerspricht, als zu jenem Zeitpunkt eben keinerlei weiteren Anhaltspunkte f�r die Annahme einer Lebensgefahr bestanden, auch wenn der Beschwerdef�hrer den An�sthesisten auf das Risiko einer Gef�ssverletzung aufmerksam machte. Denn eine Verletzung der vena cava w�hrend eine Wirbels�ulenoperation kann, wie der Gutachter ausf�hrt, nur an Hand des Blutdruckabfalls erkannt werden (Erg�nzungsgutachten vom 18. Mai 2012 act. 863). Der Blutdruck wurde aber um 11.50 Uhr noch regul�r angegeben (Erg�nzungsgutachten vom 11. Januar 2012 [3. Gutachten] act. 823). Im �brigen schliesst die Hohlvene nicht direkt an den Wirbelk�rper an, sondern es besteht eine Distanz 15 - 20 mm zwischen Wirbelwand und Vene, so dass eine lebensgef�hrliche Verletzung der Hohlvene nicht die unausweichliche Folge ist, wenn der Kirschnerdraht den Wirbelk�rper durchdringt (erstinstanzliches Urteil S. 12 [act. 500]).
�Man wird der Vorinstanz sicherlich nicht widersprechen wollen, wenn sie annimmt, dass ein Arzt bei erkannter m�glicher Lebensgefahr nicht einfach mit der Operation fortfahren darf und erst dann handeln muss, wenn es ohnehin schon zu sp�t und der Tod des Patienten unvermeidlich ist (angefochtenes Urteil S. 24; Vernehmlassung S. 3). Doch ist mit dieser Einsicht f�r den zu beurteilenden Fall nichts gewonnen. Denn in dem von der Vorinstanz als massgeblich erachteten Zeitpunkt bestanden nach den Gutachten eben noch keine verl�sslichen Hinweise f�r eine konkrete Lebensgefahr. Im �brigen verh�lt es sich auch nicht so, dass der Beschwerdef�hrer und die weiteren anwesenden �rzte einfach zugewartet h�tten. Aus den tats�chlichen Feststellungen der kantonalen Instanzen ergibt sich, dass diese sofort, nachdem sie die Patientin auf den R�cken gelegt hatten und der Blutdruck nicht mehr messbar war, darum bem�ht waren, die Situation mit anderen, ohne Verzug eingeleiteten Rettungsmassnahmen zu stabilisieren (angefochtenes Urteil S. 6; Urteil des Obergerichts vom 17. M�rz 2009 S. 22 [act. 597]).
�Bei diesem Ergebnis bleibt als massgeblicher Zeitpunkt 12.30 Uhr f�r den Bauchschnitt bzw. 11.55 Uhr f�r die beschleunigte Beendigung der Wirbels�ulenoperation und die Organisation der Laparotomie, nach der Meldung einer m�glichen Gef�ssverletzung und in Verbindung mit fehlenden Angaben zum Blutdruck. F�r diesen Zeitpunkt sch�tzt der Gutachter die Wahrscheinlichkeit der Vermeidbarkeit des t�dlichen Ausgangs, wenn der Gef�sschirurg herbeigerufen, die Laparotomie vorbereitet gewesen und die Patientin erst dann gedreht und sofort operiert worden w�re, auf 60 - 70% ein (Erg�nzungsgutachten vom 11. Januar 2012 [3. Gutachten] act. 821/827 ff.). Dieses Mass gen�gt f�r die Annahme einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit bzw. einer hohen Wahrscheinlichkeit nicht (vgl. Alfred B�hler, Beweismass und Beweisw�rdigung bei Gerichtsgutachten - unter Ber�cksichtigung der j�ngsten Lehre und Rechtsprechung, Jusletter 21. Juni 2010, Rz 5 ff.). Bei dieser Sachlage verletzt die Auffassung der Vorinstanz, der Tod der Patientin w�re mit hohem Grad bzw. mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeblieben, wenn bereits um 12.25 oder allersp�testens um 12.30, und nicht erst um 13.00 Uhr mit der Laparotomie h�tte begonnen werden k�nnen und alle weiteren Massnahmen zur Blutstillung und Behebung der Gef�ssverletzung ergriffen worden w�ren (angefochtenes Urteil S. 27), Bundesrecht. Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, warum die Laparotomie erst um 13.00 Uhr begonnen wurde, obwohl der Viszeralchirurg schon fr�her bereit stand (vgl. Erg�nzungsgutachten vom 11. Januar 2012 [3. Gutachten] act. 825; vgl. auch Erg�nzungsgutachten vom 18. Mai 2012 [4. Gutachten] act. 864 f.).
�Die Beschwerde erweist sich als begr�ndet.
6.1.�Bei diesem Ergebnis h�lt auch die im Neubeurteilungsverfahren vertretene Auffassung der Vorinstanz nicht vor Bundesrecht stand. Damit erweisen sich weder die Begr�ndung der Vorinstanz noch diejenige des Obergerichts in seinem ersten Urteil, welche beide die Sorgfaltswidrigkeit des Beschwerdef�hrers an sein Verhalten�
nach�dem zu weiten Vorbohren des Kirschnerdrahts kn�pfen, als tragf�hige Grundlage f�r einen Schuldspruch wegen fahrl�ssiger T�tung.
�Infolgedessen stellt sich von neuem die Frage, ob eine Sorgfaltspflichtverletzung nicht schon im zu weiten Vortreiben des Kirschnerdrahts selbst, d.h. im �berschreiten der Knochengrenze, in Verbindung mit einer allenfalls fehlerhaften Bedienung des Bildverst�rkers liegen k�nnte, wie nunmehr auch die Vorinstanz zum Ausdruck bringt (vgl. angefochtenes Urteil S. 28 f.; Vernehmlassung S. 4). In diesem ausdr�cklich so in der Anklageschrift umschriebenen Verhalten hatte das erstinstanzliche Urteil die Sorgfaltspflichtverletzung erblickt (vgl. oben E. 1.1.1). Das Obergericht liess diese Frage in seinem Urteil vom 17. M�rz 2009 ausdr�cklich offen. Diese bildete daher auch nicht Gegenstand des bundesgerichtlichen Urteils vom 25. Februar 2010 und ist sie dementsprechend auch nicht von der Bindungswirkung des R�ckweisungsentscheids umfasst.
6.2.�Entgegen der Auffassung der Vorinstanz (Vernehmlassung S. 4) kann das Bundesgericht nicht selber auf der Grundlage der erstinstanzlichen Begr�ndung unbesehen einen Schuldspruch f�llen, weil jene sich nie mit den in der Voruntersuchung und im erstinstanzlichen Verfahren eingeholten Gutachten (rechtsmedizinisches Gutachten des Instituts f�r Rechtsmedizin der Universit�t Bern [IRM] vom 29. Dezember 2003; Orthop�disch-rechtsmedizinisches Gutachten des IRM vom 28. Juli 2004; Erg�nzungsgutachten des IRM vom 6. Dezember 2005; Gutachten Prof. Dr. med. F.________, Schulthess Klinik Z�rich, Wirbels�ulenzentrum, vom 4 Februar 2008) auseinandergesetzt hat und der Beschwerdef�hrer sich dementsprechend auch nicht hiezu �ussern konnte. Zudem verf�gt das Bundesgericht in Sachverhaltsfragen �ber keine freie Kognition.
�Auf der anderen Seite l�sst sich nicht schon allein aufgrund des Umstands, dass der Beschwerdef�hrer den Kirschnerdraht zu weit eingebohrt hat, darauf schliessen, der Draht h�tte viel vorsichtiger vorgedreht werden m�ssen, um eine Gef�ssverletzung zu verhindern (so angefochtenes Urteil S. 28). Das ergibt sich bereits daraus, dass mit dem �berschreiten der Knochengrenze noch nicht zwangsl�ufig eine Verletzung eines Gef�sses einhergehen muss (vgl. E. 5.4). Zudem bedeutet der Umstand, dass sich bei einer risikoreichen Operation das immanente Risiko verwirklicht, nicht schon f�r sich allein, dass der handelnde Arzt seine Sorgfaltspflichten verletzt hat. Dies gilt jedenfalls dann, wenn die Operation unter Beachtung aller notwendigen �berwachungsmassnahmen fachgerecht ausgef�hrt worden ist. Denn nicht jede Behandlungskomplikation stellt einen Behandlungsfehler, d.h. eine unsachgem�sse, dem jeweiligen Stand der medizinischen Wissenschaft widersprechende Massnahme dar (vgl. Andreas Brunner, Der fehlerhaft behandelnde Arzt in den M�hlen der Justiz: auch eine Illusion?, in: Strafrecht und Medizin, 2007, S. 43 f.). Im vorliegenden Fall kamen als Risiken der Operation nach den Feststellungen des Obergerichts ausdr�cklich eine R�ckenmarkverletzung mit L�hmungsfolgen, eine wegen der unmittelbaren N�he der �ussersten Knochenschuppe mit den benachbarten grossen Bauchgef�ssen m�gliche Blutung, eine Infektion und eine Thrombose mit m�glicher Lungenembolie in Frage (Urteil des Obergerichts vom 17. M�rz 2009 S. 13 f. [act. 588 f.]). Der Beschwerdef�hrer hat sich denn auch stets auf den Standpunkt gestellt, das zu weite Vortreiben des Drahtes stelle eine innerhalb des erlaubten Risikos liegende Komplikation des operativen Eingriffs dar, welche Auffassung auch vom Gutachten von Prof. Dr. F.________ gest�tzt wurde (erstinstanzliches Urteil S. 5 ff. [act. 493 ff.]).
�Bei dieser Sachlage liesse sich eine m�gliche Sorgfaltspflichtverletzung nurmehr auf eine Fehlbedienung oder eine unterbliebene Kontrolle des zur �berwachung von Bohrrichtung und Bohrtiefe des Drahtes eingesetzten R�ntgenbildverst�rkers st�tzen. Denn es d�rfte auf der Hand liegen, dass eine einwandfrei funktionierende technische �berwachung dem Beschwerdef�hrer rechtzeitig angezeigt h�tte, wie tief er den Kirschnerdraht vorgedreht hatte. Die erste Instanz stellte in dieser Hinsicht fest, ob der Bildverst�rker eine St�rung aufgewiesen habe, sei in der Voruntersuchung nicht �berpr�ft worden. Das Vorliegen eines Mangels k�nne daher weder bewiesen noch widerlegt werden (erstinstanzliches Urteil S. 21 f. [act. 509 f.]). Damit ist auch nicht erstellt, ob der Beschwerdef�hrer den Apparat falsch bedient hat. Doch nehmen die kantonalen Instanzen in diesem Zusammenhang an, es liege in der Verantwortung des Operateurs, sich mit der Funktionsweise und den technischen Besonderheiten des �berwachungsger�ts vertraut zu machen und den einwandfreien Betrieb w�hrend des Eingriffs zu kontrollieren. Der Beschwerdef�hrer h�tte eine eventuelle St�rung bemerken m�ssen und sich von da an nicht mehr auf den Apparat verlassen d�rfen (erstinstanzliches Urteil S. 14 und 21 f. [act. 502/509 f.]; Urteil des Obergerichts vom 17. M�rz 2009 S. 18 [act. 593]). Trifft dies zu, dann lautete der Vorwurf dahin, dass der Beschwerdef�hrer die Operation unter ungen�gender technischer �berwachung, mithin nicht fachgerecht ausgef�hrt hat.
�Die Vorinstanz wird in ihrem neuen Urteil unter Einbezug der im erstinstanzlichen Verfahren eingeholten Gutachten zu pr�fen haben, ob der Beschwerdef�hrer seine Sorgfaltspflichten dadurch verletzt hat, dass er die Operation ungen�gend �berwacht bzw. die Funktionsweise des R�ntgenbildverst�rkers vorg�ngig nicht hinreichend kontrolliert hat. Sie wird f�r den Fall, dass sie zu einem Schuldspruch gelangen sollte, bei den Rechtsfolgen zu ber�cksichtigen haben, dass das Verfahren nunmehr seit rund zehn Jahre andauert und die Verj�hrungsfrist l�ngst abgelaufen ist (Art. 97 Abs. 1 lit. c StGB). Auch wenn die Verj�hrung nicht mehr eintritt, wenn innerhalb der Frist das erstinstanzliche Urteil ergangen ist, und auch wenn im Laufe des Verfahrens keine �berlangen, nicht mehr vertretbaren Zeitabschnitte ohne Untersuchungs- oder Verfahrenshandlungen erkennbar sind (vgl. den �berblick �ber den Verfahrensgang im angefochtenen Urteil S. 30 ff.), ist doch nicht zu �bersehen, dass die Urteile des Obergerichts vom 17. M�rz 2009 und das angefochtene Urteil der Vorinstanz jedenfalls zur Verl�ngerung des Verfahrens beigetragen haben.
�Die Beschwerde ist gutzuheissen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 und 4 BGG). Der Kanton Bern hat den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.-- zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 1 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern vom 27. November 2012 aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Der Kanton Bern hat dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 3'000.-- auszurichten.
Lausanne, 18. Dezember 2013