Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202005,%20389
Timestamp: 2019-02-21 17:06:36
Document Index: 46727426

Matched Legal Cases: ['§ 1806', '§ 1807', '§ 1809', '§ 1626', '§ 21', 'BGH']

Rechtsprechung: FamRZ 2005, 389 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Hamm, 29.04.2004
BGB § 1806 § 1807 § 1809
Pflichten eines Betreuers mit Aufgabenkreis der Vermögenssorge; Verzinsliche und mündelsichere Anlage von Geldern; Eintragung eines Sperrvermerks; Erzwingung durch Zwangsgeldandrohung; Berücksichtigung von Wünschen des Betreuten; Verwahren größerer Geldbeträge zu Hause; Maßgebliches Wohl des Betroffenen
AG Freyung - 69/96
LG Passau, 14.03.2004 - 2 T 100/04
FamRZ 2005, 389
OLG Hamm, 29.04.2004 - 15 W 102/03
BGB § 1626; PStG § 21 Abs. 1 Nr. 4
Zur Zuordnung des Vornamens "Kai" zu einem Geschlecht
Name "Kai" als alleiniger Vorname für einen Jungen; Eintragung als alleiniger Vorname trotz der Geschlechtsneutralität des Namens; Pflicht zur Beachtung des gewohnheitsrechtlich anerkannten Gebots der Geschlechtseindeutigkeit des Namens; Namensgebung in erster Linie das Recht der Sorgeberechtigten; Verweigerung der Namensgebung durch staatliche Stellen nur bei Beeinträchtigung des Kindeswohls; Gefährdung des Kindeswohls nur bei Beeinträchtigung der Selbstidentifikation des Kindes durch Wahl eines dem anderen Geschlecht zugeordneten Namens; Zulässigkeit der Eintragung als alleiniger Vorname für Jungen aufgrund der seltenen Benutzung als Mädchenname sowie der Herkunft der weiblichen Namensführung
Familienrecht - Kein Doppelname für Kinder
Jungen dürfen "Kai" als einzigen Vornamen haben // Eltern im Streit mit Standesamt Recht gegeben
AG Essen, 13.06.2002 - 78 III 9/02
LG Essen, 06.02.2003 - 7 T 394/02
FamRZ 2005, 389 (Ls.)
Damit hat es entsprechend der bisher herrschenden Rechtsprechung der Fachgerichte (vgl. etwa BGHZ 29, 256 ; 30, 132 ; 73, 239 ;… OLG Frankfurt, StAZ 1985, S. 106;… OLG Karlsruhe, StAZ 1999, S. 298;… OLG Köln, StAZ 2002, S. 43) maßgeblich auf öffentliche Belange, nicht aber auf das - eine Beschränkung des Rechts der Eltern zur Vornamenswahl allein rechtfertigende - Kindeswohl (vgl. BVerfGE 104, 373 ; BVerfGK 2, 258 ;… ihm folgend OLG Hamm, NJW-RR 2005, S. 874; StAZ 2005, S. 75) abgestellt.
Derartige Eintragungen nehmen dem Vornamen im allgemeinen Bewusstsein noch nicht die eindeutige Geschlechtszuordnung (Senat, B.v. 29. April 2004 15 W 102/03 -, NJOZ 2004, 4297).