Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Frankfurt&Datum=23.09.2004&Aktenzeichen=8%20U%2067/04
Timestamp: 2019-09-18 08:01:28
Document Index: 40227592

Matched Legal Cases: ['§ 178', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

OLG Frankfurt, 23.09.2004 - 8 U 67/04 - dejure.org
OLG Frankfurt, 23.09.2004 - 8 U 67/04
https://dejure.org/2004,8226
OLG Frankfurt, 23.09.2004 - 8 U 67/04 (https://dejure.org/2004,8226)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 23.09.2004 - 8 U 67/04 (https://dejure.org/2004,8226)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 23. September 2004 - 8 U 67/04 (https://dejure.org/2004,8226)
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Anspruch eines Patienten auf Auskunft über Namen und Anschriften der behandelnden Ärzte bei Behandlung in einer Klinik; Festsetzung des Gebührenstreitwerts im Berufungsverfahren
ZPO § 178 Abs. 1 Nr. 2
Auskunftspflicht eines Krankenhausträgers im Vorfeld einer Schadensersatzklage
Kein Recht auf Privatanschrift des Klinikarztes
LG Frankfurt/Main - 4 O 184/03
VersR 2006, 81
OLG Hamm, 14.07.2017 - 26 U 117/16
Ein Patient kann von seiner Klinik aufgrund des Behandlungsvertrags nur dann Auskunft über Namen und Anschriften der behandelnden Ärzte verlangen, wenn er ein berechtigtes Interesse an diesen Daten nachweist (vgl. Beschluss des OLG Frankfurt v. 23.09.2004 - 8 U 67/04 -, Juris-Veröffentlichung unter Rz.7).
OLG Hamm, 23.02.2018 - 26 U 91/17
Ein Patient kann von seiner Klinik aufgrund des Behandlungsvertrags nur dann Auskunft über Namen und Anschriften der behandelnden Ärzte verlangen, wenn er ein berechtigtes Interesse an diesen Daten nachweist (vgl. Beschluss des OLG Frankfurt v. 23.09.2004 - 8 U 67/04 -, Juris- Veröffentlichung unter Rz.7).
Ein konkludent zustande gekommener Beratungsvertrag würde voraussetzen, dass die Kläger die Beklagte zu 1.) um einen Rat, d.h. ein fachmännische Bewertung und Empfehlung (BGH, WM 1987, 532 ) gebeten oder die Beklagten von sich aus ihnen einen solchen Rat erteilten (BGH, WM 2004, 173 ; vgl. Hanseatisches OLG vom 28. Juni 2005; Az.: 8 U 67/04, Seite 9).
Das ist nach der ständigen obergerichtlichen Rechtsprechung dann der Fall, wenn die Bank etwa im Zusammenhang mit der Planung, der Durchführung oder dem Vertrieb des Projektes über ihre Rolle als Kreditgeberin hinausgeht, wenn sie einen besonderen Gefährdungstatbestand für den Kunden schafft oder dessen Entstehung begünstigt, wenn sie sich im Zusammenhang mit der Kreditgewährung - ggf. durch die Kreditgewährung sowohl an den Bauträger oder Investor als auch an die einzelnen Erwerber - in schwerwiegende Interessenkonflikte verwickelt oder in Bezug auf spezielle Risiken des Vorhabens einen konkreten Wissensvorsprung vor dem Darlehensnehmer hat und dies auch erkennen kann (BGH, WM 2006, 1194 ff; BGH, NJW 2005, 665, 665; BGH, MDR 2004, 582 f m.w.N.; BGH WM 2003, 1710, 1713 und 2327; KG, vom 28. August 2006, Az.: 22 U 109/05, Seite 10; Hanseatische OLG vom 28. Juni 2005, Az.: 8 U 67/04, Seite 10; OLG Celle vom 28 Juni 2006, Az. 3 U 252/05, Seiten 8 und 10 sowie vom 17. November 2004, Az.: 3 U 144/04, Seite 10 und vom 4. Mai 2003, Az.: 3 U 295/04, Ziffer A2; OLG Düsseldorf vom 10. September 2004, Az.: I - 16 U 67/03, Seite 15).
OLG München, 30.07.2008 - 1 W 1646/08
Arzthaftung: Anspruch auf Auskunft über im Operationssaal anwesende Personen
In der Rechtsprechung (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 30.01.2003, Az. 8 U 62/02 = VersR 2005, 694; OLG Hamm, Urteil vom 24.05.2000, Az. 3 U 145/99 = NJW-RR 2001, 236; OLG Frankfurt, Urteil vom 23.09.2004, Az. 8 U 67/04 = VersR 2006, 81) wird das Verlangen eines Patienten, Angaben über Ärzte bzw. Pflegepersonal zu erlangen, differenziert beurteilt.