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Timestamp: 2019-10-16 18:46:26
Document Index: 265501054

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 5', '§ 13', '§ 8', '§ 5', '§ 8', '§ 5', '§ 5', '§ 60', '§ 63', '§ 1', '§ 36', '§ 60', '§ 36', '§ 36', '§ 36']

Rechtsprechung: 4 C 1.99 - dejure.org
https://dejure.org/1999,624
BVerwG, 21.10.1999 - 4 C 1.99 (https://dejure.org/1999,624)
BVerwG, Entscheidung vom 21.10.1999 - 4 C 1.99 (https://dejure.org/1999,624)
BVerwG, Entscheidung vom 21. Januar 1999 - 4 C 1.99 (https://dejure.org/1999,624)
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BauGB § 6 Abs. 2; BBauG 1960 § 5 Abs. 6; BNatSchG §§ 13, 15
Flächennutzungsplan, Genehmigungsfähigkeit, Gemeinde, Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, förmlicher Naturschutz
Flächennutzungsplan, Genehmigungsfähigkeit, Gemeinde, Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet, förmlicher Naturschutz.
Flächennutzungsplan - Genehmigungsfähigkeit - Gemeinde - Naturschutzgebiet - Landschaftsschutzgebiet - Förmlicher Naturschutz
Verwaltungsrecht BT, Bauplanungsrecht, Bedeutung eines Flächennutzungsplans; Verhältnis zu einer Landschaftsschutzverordnung
Landschaftsschutzverordnung und Flächennutzungsplan - programmierter Konflikt? (IBR 2000, 394)
BVerwGE 109, 371
NVwZ 2000, 1045
DVBl 2000, 794
DÖV 2000, 423
BauR 2000, 695
ZfBR 2000, 202
So verhielt es sich in dem Fall, der dem Urteil des erkennenden Senats vom 21. Oktober 1999 - BVerwG 4 C 1.99 - (BVerwGE 109, 371) zugrunde lag.
Der Flächennutzungsplan muss ein gesamträumliches Entwicklungskonzept für das Gemeindegebiet darstellen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 12. Februar 2003 - BVerwG 4 BN 9.03 - Buchholz 406.11 § 8 BauGB Nr. 13 = BauR 2003, 838; Urteile vom 21. Oktober 1999 - BVerwG 4 C 1.99 - BVerwGE 109, 371 und vom 22. Mai 1987 - BVerwG 4 C 57.84 - BVerwGE 77, 300 ).
Der Flächennutzungsplan soll ein umfassendes Gesamtkonzept für die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung der Gemeinde darstellen (vgl. BVerwG…, Beschluss vom 12. Februar 2003, a.a.O.; BVerwGE 109, 371 ; 77, 300 ).
Die in § 5 Abs. 1 BauGB selbst enthaltene Programmierungsfunktion soll durch das Entwicklungsgebot des § 8 Abs. 2 Satz 1 BauGB im Sinne einer Determinierung den Inhalt der Festsetzungen des rechtsverbindlichen Bebauungsplans steuern (Urteil vom 21. Oktober 1999 - BVerwG 4 C 1.99 - BVerwGE 109, 371 ).
Insbesondere der Funktion, jedermann über den Stand der von der Gemeinde beabsichtigten städtebaulichen Entwicklung Auskunft zu geben (vgl. Urteil vom 21. Oktober 1999 a.a.O.), wird ein Flächennutzungsplan nur gerecht, wenn sich der Bürger darauf verlassen kann, dass die Gemeinde den Flächennutzungsplan einer geänderten Planungskonzeption anpasst.
Soweit die Vertreterin des öffentlichen Interesses im Rahmen ihrer Divergenzrüge auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. Oktober 1999 - BVerwG 4 C 1.99 - (BVerwGE 109, 371) Bezug nimmt, merkt der beschließende Senat an, dass sich der dieser Entscheidung zugrunde liegende Sachverhalt, anders als die Beschwerde offenbar meint, nicht wesentlich von dem hier zu beurteilenden Sachverhalt unterscheiden dürfte.
Im Übrigen ergibt sich aus dem oben Ausgeführten, dass nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. z.B. BVerwG, Urteil vom 21. Oktober 1999 - BVerwG 4 C 1.99 - a.a.O.) ein Widerspruch zwischen einem Bauleitplan und einer Landschaftsschutzverordnung, der nur durch Aufhebung oder Änderung der Landschaftsschutzverordnung zu beheben ist, zur Unwirksamkeit oder Nichtigkeit des Bauleitplans führt.
In dem Bewusstsein, dass der ausnahmslose Vorrang der Bauleitplanung vor Landschaftsschutzbestimmungen die Belange des Naturschutzes vernachlässige, entzog er den Gemeinden die Befugnis, natur- und landschaftsschutzrechtliche Vorschriften im Wege der Bauleitplanung zurückzudrängen (vgl. BVerwG, Urteil vom 21. Oktober 1999 - BVerwG 4 C 1.99 - BVerwGE 109, 371 ).
Geschieht dies nicht, ist der Flächennutzungsplan wegen Verstoßes gegen die Landschaftsschutzverordnung als höherrangigem Recht unwirksam (vgl. BVerwG, Urteil vom 21. Oktober 1999 - BVerwG 4 C 1.99 -, BVerwGE 109, 371 = NVwZ 2000, 1045).
§ 5 Abs. 6 Satz 1 BBauG 1960 betrifft die Aufstellung eines Flächennutzungsplans, § 5 Abs. 6 Satz 2 BBauG 1960 die Aufstellung eines Bebauungsplans (so BVerwG, Urteil vom 21. Oktober 1999 - BVerwG 4 C 1.99 -, a. a. O.).
Es ist gerade ein Gebot der Rechtsklarheit, dass sich der Bürger darauf verlassen können muss, dass die Gemeinde in den Flächennutzungsplan keine Darstellung aufnimmt, die nach dem derzeitigen Rechtszustand aus Rechtsgründen möglicherweise nicht verwirklicht werden kann (so BVerwG, Urteil vom 21. Oktober 1999 - BVerwG 4 C 1.99 -, BVerwGE 109, 371 = NVwZ 2000, 1045).
Folglich ist es unerheblich, ob die zuständige Behörde der Gemeinde gegenüber eine Änderung des Geltungsbereichs der Landschaftsschutzverordnung "verbindlich" in Aussicht gestellt hat ( so auch BVerwG, Urteil vom 21. Oktober 1999 - BVerwG 4 C 1.99 -, a. a. O.).
Nicht erforderlich ist ein Bebauungsplan insbesondere dann, wenn er aufgrund entgegenstehender gesetzlicher Verbote nicht vollzogen werden kann (vgl. BVerwG, Urt. v. 21.10.1999 - 4 C 1.99 -, juris Rn. 17 = BVerwGE 109, 371 = BRS 62 Nr. 38).
VG Münster, 26.05.2008 - 2 K 378/07
Einschränkung von Hersteller-Direktverkaufszentren durch …
VG Stuttgart, 16.07.2007 - 6 K 4152/03
Anforderungen an die Rechtmäßigkeit des Flächennutzungsplans
OVG Nordrhein-Westfalen, 05.08.2002 - 8 A 778/01
https://dejure.org/1999,7931
BVerwG, 04.05.1999 - 4 C 1.99 (https://dejure.org/1999,7931)
BVerwG, Entscheidung vom 04.05.1999 - 4 C 1.99 (https://dejure.org/1999,7931)
BVerwG, Entscheidung vom 04. Mai 1999 - 4 C 1.99 (https://dejure.org/1999,7931)
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Zeitliche Grenzen der Wahrnehmung von Beteiligungsbefugnissen eines Vertreters des öffentlichen Interesses - Nachholung der Beteiligungserklärung durch einen Vertreter des öffentlichen Interesses nach Verkündung oder Zustellung des Berufungsurteils bis zum Ablauf der ...
VwGO § 60 Abs. 1; VwGO § 63 Nr. 4
Dieses Verständnis des § 1 Abs. 2 VO VÖI folgt zwingend aus der bundesrechtlichen Vorgabe des § 36 Abs. 1 Satz 1 VwGO, wonach sich der Vertreter des öffentlichen Interesses nur an Verfahren vor dem Gericht beteiligen darf, bei dem er bestellt ist, vgl. BVerwG, Urteile vom 25. August 1992 - 1 C 38.90 -, BVerwGE 90, 337, 339, vom 11. November 1993 - 3 C 45/91 - NJW 1994, 3024 f. und vom 4. Mai 1999 - 4 C 1/99 -, Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 223; Guckelberger, in Sodan/Ziekow, VwGO, § 36 Rn. 10, Gerhardt, in Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO, § 36 Rn 13; ebenso schon Klinger, VwGO, 2. Auflage 1964, § 36 C 1.