Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=05.10.2010&Aktenzeichen=I%20ZR%2046/09
Timestamp: 2013-05-20 02:55:00
Document Index: 189386126

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung BGH, 05.10.2010 - I ZR 46/09 Volltextver�ffentlichungen (9)
Verbotsantrag bei TelefonwerbungUWG 2004 � 7 Abs. 2 Nr. 2 Fall 1; ZPO � 253 Abs. 2 Nr. 2
Verbotsantrag bei Telefonwerbung - Zum Umfang des Unterlassungsanspruchs und zur Bestimmtheit eines Verbotsantrags wegen unverlangter Telefonwerbung.
bundesgerichtshof.de Verbotsantrag bei Telefonwerbung
� 7 Abs. 2 Nr. 2 Fall 1 UWG (2004); � 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPOUnterlassungsantrag bei bel�stigender Telefonwerbung muss nicht auf den Gegenstand der urspr�nglichen Werbung beschr�nkt werden / Cold-Calling
Hinreichende Bestimmung eines wettbewerbsrechtlichen Verbotsantrags; Zul�ssigkeit der Beschr�nkung eines auf die Wiederholungsgefahr gest�tzten Unterlassungsanspruchs bei einem unverlangten Werbeanruf auf den Gegenstand des Werbeanrufs
Unterlassungsantrag bei unverlangter Telefonwerbung
Reichweite des Unterlassungsanspruchs bei unerbetener Telefonwerbung
Verbotsantrag bez�glich Unterlassung von unverlangten Werbeanrufen hinreichend bestimmt, auch wenn er gro�teils am Gesetzeswortlaut ausgerichtet ist
LG Frankenthal, 21.02.2008 - 2 HKO 120/07
OLG Zweibr�cken, 26.02.2009 - 4 U 51/08
BGH, 05.05.2011 - I ZR 46/09
GRUR 2011, 433
VersR 2011, 942
WM 2011, 665
MMR 2011, 385
MIR 2011, Dok. 032
Wird zitiert von ... (10) BGH, 10.02.2011 - I ZR 164/09 Double-opt-in-Verfahrenb) Der Bundesgerichtshof hat bisher offengelassen, ob der in � 7 Abs. 2 Nr. 2 Altern. 1 UWG geregelte Fall unlauteren Verhaltens schon selbst als hinreichend eindeutig und konkret gefasst angesehen werden kann, um ohne weitere Konkretisierung in den Antrag �bernommen zu werden (…BGH, GRUR 2007, 607 Rn. 17 - Telefonwerbung f�r "Individualvertr�ge"; BGH, Urteil vom 5. Oktober 2010 - I ZR 46/09, GRUR 2011, 433, Rn. 13 = WRP 2011, 576 - Verbotsantrag bei Telefonwerbung; f�r eine hinreichende Bestimmtheit der Norm: OLG Hamm, MMR 2007, 54;… Urteil vom 30. Juni 2009 - 4 U 54/09, [...] Rn. 34;… K�hler in K�hler/Bornkamm, UWG, 29. Aufl., � 12 Rn. 2.40;… Mankowski in Fezer, UWG, 2. Aufl., � 7 Rn. 222).
BGH, 04.11.2010 - I ZR 118/09 Rechtsberatung durch Lebensmittelchemikera) Nach � 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO darf ein Verbotsantrag nicht derart undeutlich gefasst sein, dass Gegenstand und Umfang der Entscheidungsbefugnis des Gerichts (� 308 Abs. 1 ZPO) nicht erkennbar abgegrenzt sind, sich der Beklagte deshalb nicht ersch�pfend verteidigen kann und letztlich die Entscheidung dar�ber, was dem Beklagten verboten ist, dem Vollstreckungsgericht �berlassen bliebe (BGH…, Urteil vom 16. November 2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Rn. 16 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung f�r "Individualvertr�ge"; Urteil vom 5. Oktober 2010 - I ZR 46/09 Rn. 10 - Verbotsantrag bei Telefonwerbung).Allerdings kann nach der Senatsrechtsprechung eine auslegungsbed�rftige Antragsformulierung hinzunehmen sein, wenn eine weitere Konkretisierung nicht m�glich ist und die Antragsformulierung zur Gew�hrleistung effektiven Rechtsschutzes im Hinblick auf eine bestimmte Gesch�ftspraxis erforderlich erscheint (vgl. BGH…, Urteil vom 9. Juli 2009 - I ZR 13/07, GRUR 2009, 977 Rn. 22 = WRP 2009, 1076 - Brillenversorgung I; Urteil vom 5. Oktober 2010 - I ZR 46/09 Rn. 10 - Verbotsantrag bei Telefonwerbung).
OLG Frankfurt, 04.12.2012 - 6 U 133/11 Fassung des Unterlassungsantrages bei Telefonwerbung ohne EinwilligungAnspr�che auf Unterlassung k�nnen �ber die konkrete Verletzungshandlung hinaus gegeben sein, soweit in der erweiterten Form das Charakteristische der Verletzungshandlung noch zum Ausdruck kommt (BGH GRUR 2011, 433, Tz 26 - Verbotsantrag bei Telefonwerbung).Eine weitere Beschr�nkung auf "Telekommunikationsdienstleistungen", ist nach den Vorgaben in den oben zitierten Entscheidungen des Bundesgerichtshofs nicht angezeigt (BGH GRUR 2011, 936, Tz. 19 - Double-Opt-In-Verfahren; BGH GRUR 2011, 433, Tz 27 - Verbotsantrag bei Telefonwerbung).
OLG Frankfurt, 22.05.2012 - 14 U 64/11 Verbot unzul�ssiger Werbung durch Telefonanrufe nach � 7 I, II Nr. 2 Alt.1 …Ebenfalls lasse der Bundesgerichtshof die Frage im Urteil vom 05.10.2010 (I ZR 46/09) ausdr�cklich offen.Die Kl�gerin bezieht sich insoweit auf das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 05.10.2010 (I ZR 46/09).Aus diesem Grund sind insbesondere Unterlassungsantr�ge, die lediglich den Wortlaut eines Gesetzes wiederholen, grunds�tzlich als zu unbestimmt und damit unzul�ssig anzusehen (BGH…, Urteil vom 16.11.2006, I ZR 191/03, zitiert nach juris, Rn. 16; BGH, Urteil vom 05.10.2010, I ZR 46/09, zitiert nach juris, Rn. 10; BGH…, Urteil vom 10.02.2011 - "Double-opt-in-Verfahren", I ZR 164/09, zitiert nach juris, Rn. 17).
BGH, 06.10.2011 - I ZR 54/10 KreditkontrolleAllerdings kann nach der Senatsrechtsprechung eine auslegungsbed�rftige Antragsformulierung hinzunehmen sein, wenn eine weitere Konkretisierung nicht m�glich ist und die Antragsformulierung zur Gew�hrleistung effektiven Rechtsschutzes im Hinblick auf eine bestimmte Gesch�ftspraxis erforderlich erscheint (vgl. BGH…, Urteil vom 9. Juli 2009 I ZR 13/07, GRUR 2009, 977 Rn. 22 = WRP 2009, 1076 Brillenversorgung I; Urteil vom 5. Oktober 2010 I ZR 46/09, GRUR 2011, 433 Rn. 10 = WRP 2011, 576 Verbotsantrag bei Telefonwerbung).
BGH, 25.04.2012 - I ZR 105/10 DAS GROSSE R�TSELHEFTBei einem wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsantrag sind im Interesse eines hinreichenden Rechtsschutzes zwar gewisse Verallgemeinerungen gestattet, sofern auch in dieser Form das Charakteristische der konkreten Verletzungsform noch zum Ausdruck kommt (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 23. Juni 1994 - I ZR 15/92, BGHZ 126, 287, 295 f. - Rotes Kreuz; Urteil vom 5. Oktober 2010 - I ZR 46/09, GRUR 2011, 433 Rn. 26 = WRP 2011, 576 - Verbotsantrag bei Telefonwerbung, jeweils mwN).
BGH, 02.02.2012 - I ZR 81/10 Verfahrensrecht - Original des Urteils muss nicht bei Gerichtsakten verbleiben!Eine auslegungsbed�rftige Antragsformulierung kann jedoch dann hinzunehmen sein, wenn dies zur Gew�hrleistung des Rechtsschutzes im Hinblick auf eine bestimmte Gesch�ftsmethode erforderlich erscheint (vgl. BGH, Urteil vom 5. Oktober 2010 - I ZR 46/09, GRUR 2011, 433 Rn. 10 = WRP 2011, 576 - Verbotsantrag bei Telefonwerbung, mwN).
BGH, 01.06.2011 - I ZR 25/10 Vorrichtung zur Sch�dlingsbek�mpfunga) Nach � 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO darf ein Verbotsantrag nicht derart undeutlich gefasst sein, dass Gegenstand und Umfang der Entscheidungsbefugnis des Gerichts (� 308 Abs. 1 Satz 1 ZPO) nicht erkennbar abgegrenzt sind, sich der Beklagte deshalb nicht ersch�pfend verteidigen kann und letztlich die Entscheidung dar�ber, was dem Beklagten verboten ist, dem Vollstreckungsgericht �berlassen bleibt (vgl. BGH, Urteil vom 5. Oktober 2010 - I ZR 46/09 Rn. 10 - Verbotsantrag bei Telefonwerbung).
BGH, 06.10.2011 - I ZR 117/10 DelanEine auslegungsbed�rftige Antragsformulierung kann jedoch dann hinzunehmen sein, wenn dies zur Gew�hrleistung des Rechtsschutzes im Hinblick auf eine bestimmte Gesch�ftsmethode erforderlich erscheint (vgl. BGH, Urteil vom 5. Oktober 2010 I ZR 46/09, GRUR 2011, 433 Rn. 10 = WRP 2011, 576 Verbotsantrag bei Telefonwerbung, mwN).
OLG Frankfurt, 06.06.2011 - 14 W 36/11 Erforderlichkeit einer Beweisaufnahme zur Feststellung einer Verletzungshandlung …Eine einstweilige Verf�gung mit einem solchen Inhalt h�tte aber schon deswegen keinen Bestand, weil sie gegen das Bestimmtheitserfordernis verstie�e (vgl. BGH Beschluss vom 05.10.2010 I ZR 46/09 zit.n.iuris).