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Timestamp: 2018-09-19 15:52:59
Document Index: 301847650

Matched Legal Cases: ['Art. 89', 'Art. 24', 'Art. 65', 'Art. 48', 'Art. 86', 'Art. 65', 'Art. 48', 'Art. 89', 'Art. 65', 'Art. 86', 'Art. 24', 'Art. 17']

Umsetzung der BVG Informationspflichten - PDF
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Mareke Grosse
1 ASIP Informationsveranstaltung Umsetzung der BVG Informationspflichten Marco Jost
2 Übersicht Informationspflichten Gesetzliche Grundlage Informationsform Vorsorgeausweis Leistungsansprüche Projektion der Altersrente Berechnungsgrundlage + Beispiele Wahl Projektionszinssatz Verbindlichkeit der Informationen Diskussion / Fragen ASIP Informationsveranstaltung / 1
3 Rechtsgrundlage vor 1. BVG-Revision Weisungen über die Pflicht der registrierten Vorsorgeeinrichtungen zur Auskunftserteilung an ihre Versicherten (vom 11. Mai 1988) Minimalvorschriften (gerichtet an Aufsichtsbehörden) Auskunft auf Anfrage der Versicherten Auskunft über Vorsorgeeinrichtung Jurisitsche Form, Organisationsstruktur Art der Risikodeckung Wahl, Zusammensetzung, Organisation des parit. Organs Urkunde, Statuten, Reglemente, Anschlussverträge Jahresbericht, Jahresrechnung, Bericht Kontrollstelle Kontrollstelle, Experte, Aufsichtsbehörde ASIP Informationsveranstaltung / 2
4 Rechtsgrundlage vor 1. BVG-Revision Weisungen (Fortsetzung) Auskunft im Versicherungsfall Höhe + Berechnungsfaktoren Vorsorgeanspruch Höhe + Berechnungsfaktoren BVG-Minimalleistungen Auskunft im Freizügigkeitsfall (und allgemein) Höhe + Berechnungsfaktoren FZL Möglichkeiten zur Erhaltung des Vorsorgeschutzes Auskunft am Ende des Geschäftjahres der VE versicherter Lohn + Arbeitnehmerbeitrag Altersgutschriften + Stand Altersguthaben Versicherte Leistungen (Tod + Invalidität) ASIP Informationsveranstaltung / 3
5 Rechtsgrundlage vor 1. BVG-Revision Art. 89 bis ZGB Stiftungsorgane informieren Begünstigte über Organisation + Tätigkeit der Stiftung Vermögensanlage Art. 24 FZG Information auf Anfrage, aber mind. alle 3 Jahre reglementarische Austrittsleistung BVG-Altersguthaben ASIP Informationsveranstaltung / 4
6 Neue Rechtsgrundlage Art. 65a BVG (Transparenz) Grundsatz der Transparenz (u.a.) zur Erfüllung der Informationspflicht gegenüber Versicherten VE müssen Informationen abgeben können über Kapitalertrag versicherungstechnischen Risikoverlauf Verwaltungskosten Deckungskapitalberechnung Reservebildung Deckungsgrad Art. 48b BVV2 (Information der Vorsogewerke) VE muss Vorsorgewerk obige Information übermitteln (Grundlage: letzter Bericht des PK-Experten) ASIP Informationsveranstaltung / 5
7 Neue Rechtsgrundlage Art. 86b BVG (Information der Versicherten) Jährliche Information der Versicherten Leistungsansprüche, koord. Lohn, Beitrag, AGH Organisation und Finanzierung Mitglieder paritätischen Organs Auf Anfrage Jahresrechnung und Jahresbericht Informationen über Punkte gemäss Art. 65a BVG Art. 48c BVV2 (Information der Versicherten) Grundlage der Informationen ist letzter Bericht des PK- Experten ASIP Informationsveranstaltung / 6
8 Neue Rechtsgrundlage Art. 89 bis ZGB Art. 65a und Art. 86b BVG gelten auch für nichtregistrierte Stiftungen 1. BVG-Revision per Art. 24 FZG wird angepasst Jährliche Information der Versicherten reglementarische Austrittsleistung ASIP Informationsveranstaltung / 7
9 Informationspflichten Jährliche Information der Versicherten Individuelle Informationen Koordinierter Lohn Beitragssatz BVG-Altersguthaben Leistungsansprüche (inkl. FZL) Allgemeine Informationen Organisation und Finanzierung Mitglieder paritätischen Organs ASIP Informationsveranstaltung / 8
10 Informationspflichten Information auf Anfrage der Versicherten Allgemeine Informationen Wahl + Organisation paritätischen Organs Urkunde, Statuten, Reglemente, Anschlussverträge Jahresrechnung + Jahresbericht Kapitalertrag versicherungstechnischen Risikoverlauf Verwaltungskosten Deckungskapitalberechnung Reservebildung Deckungsgrad Ergänzende indiv. Informationen (Berechnungsfaktoren) ASIP Informationsveranstaltung / 9
11 Informationsform Aktive Information Reglement (Kurzfassung, Broschüre, ) Vorsorgeausweis Jahresrechnung (Kurzfassung) Allgemeine Informationsschreiben Informationsveranstaltungen Fragestellung In welcher Form erfolgen jährliche Informationen? Verhältnismässigkeit Gibt es weitere adäquate Informationsformen? Zugänglichkeit und Zuverlässigkeit Genügt heutiger Vorsorgeausweis? ASIP Informationsveranstaltung / 10
12 Informationsform Information auf Anfrage Zustellung von vorhandenen Dokumenten Fragenbeantwortung per Mündliche Informationen Verwendung Intranet-Rechner Fragestellung Sind vorgesehene Informationen vorhanden? Vorlaufzeiten Muss Informationsanfrage erleichtert oder standardisiert werden? Braucht es Dringlichkeits- und Prioritätenordnung? ASIP Informationsveranstaltung / 11
13 Vorsorgeausweis Pensionskasse der Muster AG c/o ATAG Libera AG Bleicherweg 21, Postfach, CH-8022 Zürich Pensionskasse der Muster AG c/o ATAG Libera AG Bleicherweg 21, Postfach, CH-8022 Zürich Vorsorgeausweis per ausgestellt am / xyz Vorsorgeausweis per ausgestellt am / xyz Versicherungs-Nummer : Geburtsdatum : DD.MM.YYYY Anrede AHV-Nummer : Vorname Nachname Zivilstand : verheiratet Strasse Nr. Eintritt : DD.MM.YYYY CH -PLZ Wohnort Datum der Pensionierung : DD.MM.YYYY Reglement : Bezeichnung Sitz : Bezeichnung Versicherungs-Nummer : Geburtsdatum : DD.MM.YYY Anrede AHV-Nummer : Vorname Nachname Zivilstand : ledig Strasse Nr. Eintritt : DD.MM.YYYY CH-PLZ Wohnort Datum der Pensionierung : DD.MM.YYYY Reglement : Bezeichnung Sitz : Bezeichnung Basisdaten Massgebender Jahreslohn CHF 93' Koordinationsabzug CHF 24' Versicherter Jahreslohn CHF 69' Beschäftigungsgrad % Alter per Stichtag JJ/MM 42 / 03 Finanzierung / Beiträge Arbeitnehmer pro Monat Arbeitnehmer pro Jahr Arbeitgeber pro Jahr Sparbeitrag CHF CHF 4' CHF 9' Risikobeitrag CHF 0.00 CHF 0.00 CHF 0.00 Beitrag CHF CHF 4' CHF 9' Leistungen Jährliche Spargutschrift CHF 11' Leistungen im Alter Voraussichtliches Altersguthaben im Rücktrittsalter mit 4% Zins CHF 863' (effektive Verzinsung zur Zeit 5%) Voraussichtliche jährliche Altersrente CHF 62' Voraussichtliche jährliche Pensionierten -Kinderrente pro Kind CHF 12' Leistungen bei Erwerbsunfähigkeit Voraussichtliches Alt ersguthaben im Rücktrittsalter ohne Zins CHF 477' Jährliche Invalidenrente CHF 34' Jährliche Invaliden-Kinderrente pro Kind CHF 6' Leistungen im Todesfall Jährliche Ehegattenrente CHF 24' Jährliche Waisenrente pro Kind CHF 6' Todesfallkapital gemäss Reglement CHF 0.00 Austrittsinformationen Vorhandenes Altersguthaben CHF 132' Mindestbetrag CHF 82' davon BVG-Altersguthaben CHF 53' Austrittsleistung per Stichtag (Die Austrittsleistung entspricht dem höchsten der drei Beträge.) CHF 132' maximal verfügbar für Wohneigentumsförderung CHF 132' Weitere Informationen Eingebrachte Freizügigkeitsleistungen und Einlagen CHF 112' Erste nach mitgeteilte Austrittsleistung : CHF 60' Dieser Ausweis ersetzt allfällige frühere Ausweise. Die Bestimmungen des Reglements bleiben vorbehalten. Basisdaten Massgebender Jahreslohn CHF 80' Koordinationsabzug CHF 23' Versicherter Jahreslohn CHF 56' Beschäftigungsgrad % Rentensatz % Rentenkürzung CHF 0.00 Zusatzrente CHF 0.00 Alter per Stichtag (Jahre / Monate) JJ/MM 37 / 02 Eingekaufte Jahre / Monate JJ/MM 00 / 00 Finanzierung / Beiträge Arbeitnehmer pro Monat Arbeitnehmer pro Jahr Arbeitgeber pro Jahr Ordentliche Beiträge CHF CHF 4' CHF 5' Nachzahlungen CHF 0.00 CHF 0.00 CHF 0.00 Amortisationsbeitrag CHF 0.00 CHF 0.00 CHF 0.00 Gesamtbeitrag CHF CHF 4' CHF 5' Leistungen Leistungen im Alter Jährliche Altersrente CHF 31' Jährliche Pensionierten-Kinderrente (pro Kind) CHF 4' Leistungen bei Erwerbsunfähigkeit Jährliche Invalidenrente CHF 31' Jährliche Invaliden-Kinderrente (pro Kind) CHF 4' Leistungen im Todesfall Jährliche Witwenrente CHF 19' Jährliche Waisenrente (pro Kind) CHF 4' Todesfallkapital gemäss Reglement CHF 39' Austrittsinformationen Barwert der erworbenen Leistungen CHF 60' Mindestbetrag CHF 71' BVG-Altersguthaben CHF 49' Austrittsleistung per Stichtag (Die Austrittsleistung entspricht dem höchsten der drei Beträge.) CHF 71' davon maximal verfügbar für Wohneigentumsförderung CHF 71' Weitere Informationen Eingebrachte Freizügigkeitsleistungen und Einlagen CHF 0.00 Erste nach mitgeteilte Austrittsleistung : CHF 37' Dieser Ausweis ersetzt allfällige frühere Ausweise. Die Bestimmungen des Reglements bleiben vorbehalten. ASIP Informationsveranstaltung / 12
14 Leistungsansprüche Leistungen im Alter Beitragsprimat: Voraussichtliche Alters- und Kinderrente Leistungsprimat: Versicherte Alters- und Kinderrente Leistungen bei Erwerbsunfähigkeit Versicherte Invalidenleistungen (Renten/Kapital) Leistungen im Todesfall Versicherte Hinterlassenenleistungen (Renten/Kapital) Austrittsleistung Altersguthaben / Barwert erworbenen Leistung Mindestbetrag nach Art. 17 FZG BVG-Altersguthaben ASIP Informationsveranstaltung / 13
15 Projektion der Altersrente Voraussichtliche Altersrente (BP) abhängig von vorhandenem Altersguthaben bekannt zukünftigen Altersbeiträgen Beitragssätze bekannt, zukünftiger Lohn variabel Verzinsung des Altersguthabens bis zur Pensionierung i.d.r. nur für laufendes Jahr bekannt Umwandlungssatz bei Pensionierung aktueller Umwandlungssatz bekannt, Anpassungen an neuere Grundlagen (langfristig) unbekannt Zur Berechnung der voraussichtlichen Altersrente sind Annahmen zu treffen! ASIP Informationsveranstaltung / 14
16 Projektion der Altersrente Voraussichtliche Altersrente (BP) abhängig von vorhandenem Altersguthaben bekannt zukünftigen Altersbeiträgen konstanter Beitragssätze versicherter bekannt, zukünftiger Lohn Lohn variabel Verzinsung des Altersguthabens bis zur Pensionierung Verwendung i.d.r. nur für laufendes eines sog. Jahr Projektionszinssatzes bekannt Umwandlungssatz bei Pensionierung Verwendung aktueller Umwandlungssatz des aktuellen bekannt, Umwandlungssatzes Anpassungen an (oder neuere eines Grundlagen neueren, (langfristig) falls schon unbekannt bekannt) Zur Berechnung der voraussichtlichen Altersrente sind Annahmen zu treffen! ASIP Informationsveranstaltung / 15
17 Projektion der Altersrente Einfluss des Projektionszinssatzes Beispiel 1 Versicherte Person Versicherungsplan Alter 55 Jahre Rücktrittsalter Vers. Lohn CHF p.a. Umwandlungssatz 65 6,80% Altersguthaben CHF Altersgutschriften (BVG-Altersklassen) 7% / 10% / 15% / 18% Projektion Zinssatz 0,0% 1,0% Altersrente ,0% 3,0% 4,0% 5,0% ASIP Informationsveranstaltung / 16
18 Projektion der Altersrente Einfluss des Projektionszinssatzes Beispiel 2 Versicherte Person Versicherungsplan Alter 25 Jahre Rücktrittsalter Vers. Lohn CHF p.a. Umwandlungssatz 65 6,80% Altersguthaben 0 CHF Altersgutschriften (BVG-Altersklassen) 7% / 10% / 15% / 18% Projektion Zinssatz 0,0% 1,0% Altersrente ,0% 3,0% 4,0% 5,0% ASIP Informationsveranstaltung / 17
19 Wahl Projektionszinssatz Zu beachten Starker Einfluss auf projizierte Altersrente Einfluss nimmt mit Projektionsdauer zu Je nach Definition entsprechender Einfluss auf Risikoleistungen Vorsicht bei Änderungen am Projektionszinssatz Auf Niveau der Risikoleistungen abstimmen Liegt der Projektionszins über der effektiven Verzinsung, dann sinkt die projizierte Altersrente Projektionszinssatz sollte nicht über durchschnittlicher Verzinsung liegen. ASIP Informationsveranstaltung / 18
20 Wahl Projektionszinssatz Mögliche Lösungsansätze Altersrente mit 2 Projektionszinssätzen ev. ein konstanter und ein variabler Zinssatz Altersrente mit konstantem Projektionszinssatz z.b. 3 % oder 4 % Hinweis, dass effektiver Zinssatz jährlich ändern kann Altersrente mit Realzinssatz z.b. 2 % ev. entsprechender Hinweis Für Versicherte sollte erkennbar sein, dass der voraussichtlichen Altersrente eher Charakter einer "Zielgrösse" zukommt ASIP Informationsveranstaltung / 19
21 Verbindlichkeit der Informationen Rechtssprechung (insb. B 59 / 01) Falsche Auskunft kann bindend sein Argument "offensichtlicher Fehler" kaum anwendbar FZL-Berechnung für Versicherte "nicht nachvollziehbar" Getroffene Dispositionen massgebend z.b. vorzeitige Pensionierungen Vorbehalte müssen unmissverständlich sein auf allen ausgelieferten Dokumenten ausdrücklich (Vermerk "provisorisch" reicht nicht) ASIP Informationsveranstaltung / 20
22 Diskussion / Fragen "Nicht von Antwort zu Antwort wachsen wir, sondern von Frage zu Frage." unbekannter Autor ASIP Informationsveranstaltung / 21