Source: http://www.juraforum.de/forum/t/videoprovider-und-tools.328127/
Timestamp: 2017-02-21 05:11:35
Document Index: 251842040

Matched Legal Cases: ['§19', '§20', '§44', '§53', '§ 53', '§ 53', '§ 15']

Videoprovider und Tools - Urheberrecht - JuraForum.de
Videoprovider und Tools
Dieses Thema "Videoprovider und Tools - Urheberrecht" im Forum "Urheberrecht" wurde erstellt von Polyvinyl, 9. August 2010.
Hallo, ich habe folgende Frage: Bei Chip.de steht folgendes: Es kann irritierend sein, was eine Video-Suche bei YouTube zu Tage fördert. Dennoch dürfen Sie als Anwender davon ausgehen, dass sich Betreiber Google um die erforderlichen Rechte kümmert. Mit Firefox-Plugins oder ähnlicher Software dürfen Sie hier bedenkenlos herunterladen.Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Quelle: http://http://www.chip.de/artikel/Ratgeber-Privatkopie-Filesharing-Web-Mitschnitte-3_30147840.html
Stimmt das wirklich? Denn dann wäre folgender falll ja legal: User A lädt auf einen Provider ein Video hoch ohne der urheber zu sein. (also einen Filmausschnitt oder ein lied). user B benutzt dann ein Tool und lädt den Film oder das lied runter. Hoffe ihr könnt mir helfen,
AW: Videoprovider und Tools
Mutmaßlich meint der Autor, dass ein renommierter Anbieter selbst dafür sorgen wird, dass keine "offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird":
(1) Zulässig sind einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern, sofern sie weder unmittelbar noch mittelbar Erwerbszwecken dienen, soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird.Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Ob das immer zutrifft, sei mal dahingestellt. Jedenfalls wird man beim Herunterladen nicht verfolgt, schon gar nicht jenseits von P2P (da auch nicht derzeit, außer bei Kinderpornos) durch ein Plug-In, das ein zeitversetztes Betrachten eines Internet-Streams ermöglicht.
THX, fuer die Antwort jedoch stellen sich mir noch 2 Fragen :
Zitat von Gerd aus Berlin
Mutmaßlich meint der Autor, dass
ein renommierter Anbieter ...Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Was sind renomierte Anbieter? jeder Provider oder nur einige?
2. begeht B auch keinen Verstoß wenn er das mithilfe eines tools von einem provider aufgenommene Lied auf einen MP3-player kopiert und es damit ab und zu hoert?
Was der Autor der Computerzeitschrift meint, muss man ihn wohl selbst fragen (oder interpretieren, falls der Browser den Link öffnet, mein Opera tut es nicht). Mutmaßlich meint er, der durchschnittlich informierte Deutsche sollte wissen, dass gewisse russische Plattformen illegal Werke verbreiten, könne aber davon ausgehen, dass renommierte amerikanische Plattformen wie google sowas nicht tun würden.
Aber sobald man weiß, dass etwas offensichtlich rechtswidrig ist - das war jetzt doppelt gemoppelt, also sagen wir mal, wenn einem die Rechtswidrigkeit direkt ins Auge springt,
das heißt dann meist "Warez" oder "Der neue James Bond hier schon jetzt ankucken!",
dann darf man keine Privatkopie davon ziehen, auch nicht für den MP3-Player.
Der Laie muss aber nicht wissen, ob Sony nun dieses Lied für das deutsche Utube freigegeben hat. Da google dies selber sperrt, meist, kann man fast sicher sein, dass ein nichtgesperrtes Lied erlaubt ist - außer es sieht offensichtlich geklaut aus in einem privaten Video und Utube hat es noch nicht gefunden.
Was nun offensichtlich illegal ist, wird im Zweifel ein Gericht entscheiden - wie so immer bei unbestimmten Rechtsbegriffen. Im Zweifel lässt man halt die Finger davon, wie von allem (übel riechendes Fleisch in der Kneipe, kerosintropfende Flieger, überparfümierte Mädels usw. ).
Sooo Danke für die Hilfe für mein Referat Der link geht jetzt auch@ gerd Dann noch ne Frage: Ist die von 2much vorgeschlagene methode wirklich legal oder gibt es auch dort dinge die man nicht runterladen darf weil sie rechtswiederig sind?
(xD mein Referat wird immer umangreicher dank euch)
yo - das hab ich verstanden, aber ich meinte das mitschneiden von webradios- weil eigentlich zahle ich ja nichts für den empfang dieser sender und es kommt mir suspekt vor das ich sie dann aufnehmen darf.
Weiteres zur Beruhigung: Selbst dieser kleine Plattenladen bei mir um die Ecke zahlt nach eigenen Angaben ca. 80,- im Monat an die GEMA für die monatliche Spezialitätenecke mit ca. 20 von Albrecht Metzger (Rockpalast) ausgewählten und moderierten Songs.
Man darf die also aufnehmen. Aber auch ohne mein Nachbarschaftsinsiderwissen sollten die Songs nicht "offensichtlich rechtswidrig" angeboten erscheinen, da weder Speakeasy noch Warez auf der Website steht!
Und bei einem angemeldeten Händler darf ich ja davon ausgehen, dass er sämtlicht Gebühren bezahlt, auch bei der GEMA, ebenso wie beim Kneipier meines Vertrauens (obwohl da schon manchmal geliefert wird nach Mitternacht aus neutralen Fahrzeugen, LOL!).
Gruß von um die Ecke, Gerd
Edit: hab ne 2-3 gekriegt da mein Lehrer meinte dasss das in Teilen falsch ist. Er sagt das sei eine Grauzone und bishernicht geklärt. Ich hab das mal gegoogelt und finde wiedersprüchliche Meinungen: so ist z.B. ein Anwalt bei focus der meinung das dass legal sei Das Schmarotzen via Stream ist zudem völlig legal. „Gesetzlich verboten ist nur die Verbreitung von rechtswidrig hergestellten Kopien urheberrechtlich geschützter Werke, nicht das Konsumieren“, erläutert der Rechtsanwalt und Experte für Urheberrecht Christian Solmecke. Auch wenn dem Nutzer klar sein dürfte, dass ein aktueller Kinofilm auf Kino.to nur illegal mitgeschnitten sein kann, macht er sich durch dessen Anschauen hierzulande nicht strafbar.Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Quelle: http://www.focus.de/digital/internet/tid-13838/raubkopierer-kino-to-statt-kino_aid_380416.html
Was heißt nicht geklärt? Was genau soll denn falsch sein?Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Ob streaming generell verboten oder erlaubt ist mit folgender begründung:es stellt sich die Frage ob er das Uhrhebercht betroffen ist (§19a UrhG) oder das Senderecht (§20 UrhG) und ob man zwischen nem Unicaststream unterscheidet oder einem Livestream. Außerdem stellt sich die Frage ob die Chache rechtlich relevabt ist da es 2 wiedersprüchlich auszulegnede Gesetze gibt ( §44a UrhG - tempöräre Vervielfältigung erlaubt u.§53 UrhG der dies in teiln verbietet).
Ich hab das mal gegoogelt und finde wiedersprüchliche Meinungen:
Warum hast du das dann nicht auch so in deinem Referat gesagt?Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
hab ich Das war nur ne projektwoche und das war eigentlich meine Art DANKE zu sagen, da eine 2-3 Aufm Gymnasium (in einem fach das ich nich leiden kann (Jura) echt gut is.
in der rechtssprechung von straf- und zivilgerichten kann dem
"downloader" durchaus immer dann ein vorwurf gemacht werden,
wenn man ihm unterstellen kann, dass er hätte wissen müssen,
dass er sich eine kopie unrechtmässig aneignet.
das gilt für youtube genau wie für billig-DVD-verkäufer, der
erwerb illegaler kopien gegen geld ist sogar sehr viel schwerwiegender
als filesharing.
wer "michael jackson - discographie - 320mbit" aus dem netz kopiert und dauerhaft speichert, der weiss was er da tut.
die frage nach der gefahr der verfolgung in deutschland ist eine
ganz andere. aber theoretisch ist das erst mal klar, dass es sich um einen verstoss handelt, der z.b. zu einer kostenpflichtigen abmahnung durch die industrie führen kann.
Aus dem normalen Radio darf man doch auch aufnehmen.Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
theoretisch nicht. es handelt sich um kopieren und nutzen ohne erlaubnis.
Wenn die Sender in Deutschland stehen, müssen sie wohl GEMA-Gebühren entrichten. Im Ausland sind die Bestimmungen anders oder auch gar nicht vorhanden.Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
in allen relevanten ländern zahlen radiostationen gebühren. daraus ergeben sich aber keinerlei rechte für den hörer.
Vielleicht kann Gerd noch was schlaues dazu sagen?Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Können nicht, aber wollen. Es gab schon immer interessante Ansichten über rechtliche Sachverhalte im Volke, nur dass sich urbane Legenden und Ammenmärchen im Internet noch schneller und noch unkontrollierter verbreiten als an Stammtischen oder unter Waschweibern, obwohl das Netz doch gleichzeitig ein früher schwer erreichbares Korrektiv bietet mittels der weltweiten Recherchemöglichkeit, wofür wir früher in die Landeshauptstadt fahren mussten z. B. So glaubten unsere Eltern noch an die Existenz, nein, nicht des Klapperstorchs, sondern des Kuppelei-Paragrafen. Und dass das Wahlgemeimnis des Grundgesetzes besage, dass man niemandem sagen dürfe, was man gewählt hat, auch nicht seiner Familie (klare Verwechslung mit dem Dienstgeheimnis).
Heute konstruieren Laien Fälle aus §§, nicht nur Juradozenten (wie früher immer den mit den Kirschen über Nachbars Garten), obwohl kein Kläger und kein Richter jemals damit befasst war.
Nun ist die Weitergabe eines geschützten Werkes per Peer-to-Peer-Netzwerk geregelt in § 53 Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch.
Daraus wird geschlossen, dass auch das Herunterladen eines Werkes verboten und strafbar wäre und unterlassungsbewehrt und schadensersatzpflichtig. Dies ist aber nur dann richtig, wenn es sich nicht um die privat verschenkte Kopie eines Werkes aus nicht offensichtlich illegaler Quelle handelt.
Meinem Vetter in Dingsda darf ich eine Kopie eines Songs in die Hand drücken (manche Ammenmärchen beschränken das auf sieben Exemplare für Freunde und Verwandte) oder auch per Mail zuschicken oder per P2P.
Falls ich das im P2P-Netz aber an alle richte (was wohl meist die Grundeinstellung ist), also an "Hallo, Welt! Wer will noch mal, wer hat noch nicht?", dann greift sogar schon Absatz 6 § 53:
"(6) Die Vervielfältigungsstücke dürfen weder verbreitet noch zu öffentlichen Wiedergaben benutzt werden." (Zum Begriff der Öffentlichkeit vergleiche Absatz 5 in § 15 UrHG.)
Virulent wird ein Verstoß also erst, wenn A) erfasst wird, "Hallo Welt, hallo P2P-Partner, den ich nicht kenne: Hier ist die Kopie meines Werkes!" Und umgekehrt erst, wenn B) deutlich wird: "Danke, Grüßer der Welt, den ich nicht persönlich kenne, ich lade jetzt dein Werk herunter!"
B) lässt sich im Grunde nicht gerichtsfest nachweisen: B1) Kennen die sich wirklich nicht? B2) Handelt es sich um eine illegale Kopie?
A) ist aber Sinn und Zweck des Gesetzes, der so nicht von Ammenmärchenerzählern an Stammtischen und in Foren erfunden wurde: Der Rechteinhaber R schaltet sich in ein P2P-Netz ein, kriegt vom Fremden ein Werk angeboten, dass nur der R anbieten darf, und dann wird abgemahnt, um eine Wiederholung zu verhindern.
in allen relevanten ländern zahlen radiostationen gebühren. daraus ergeben sich aber keinerlei rechte für den hörer.Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Dann frage ich, wofür wir als Schüler eine Urheberrechts-Abgabe auf Tonband-Kassetten gezahlt haben ..,
"Waren seit jeher lediglich »analoge« Medien und Geräte wie Kopierer, Analog-Audiokassetten oder Videorecorder abgabepflichtig, ..."
Quelle Urheberrechtsabgabe
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