Source: http://angelfreunde-buddenkuhle.de/gewaesserordnung.html
Timestamp: 2019-02-24 01:55:34
Document Index: 46545504

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7']

§ 2 Betretungsrechte, Zuwegung zu Gewässern
2.4 Verhaltensregeln, Grenzen der Betretungsbefugnis
2.5 Zufahrt zu Gewässern mit Kraftfahrzeugen, Parken
§ 3 Angelgeräte
3.1 Anzahl der Angelgeräte
3.2.2.2 Spinnangel
3.2.3 Flugangel
§ 4 Fangbestimmungen
4.3.1 Schonzeiten
4.3.2 Verwendungsverbote
4.4 Fangbegrenzungen
4.5 Mindestmaße
4.6 Behandlung und Verwendung des Fanges
4.6.1 Aneignen und Zurücksetzen gefangener Fische
4.6.2 Hältern
4.6.3 Behandlung und Besitz untermaßiger Fische
4.6.4 Verkauf
4.7 Benutzung von Booten und Wasserfahrzeugen
4.7.1 Benutzungsbefugnis
4.7.2 Ständige Liegeplätze
4.7.3 Errichtung baulicher Anlagen
§ 5 Nacht- und Eisangeln, Benutzung von Wetterschutzvorrichtungen
5.1 Nachtangeln
5.2 Eisangeln
5.3 Benutzung von Wetterschutzvorrichtungen
§ 6 Befugnisse des Vorstandes der Angelfreunde der Budenkuhle e.V.
§ 7 Gewässerpflege und fischereiliche Bewirtschaftung
Schutz und Pflege der Gewässer als Lebensstätte von Fischen und anderen Lebewesen bilden die Grundlage für jedweden Fischfang und sind daher vorrangige Pflicht eines jeden Anglers.
Die Gewässerordnung der Angelfreunde der Buddenkuhle e.V. (nachfolgend AdB genannt) legt auf der Grundlage der Satzung der AdB und der geltenden gesetzlichen Bestimmungen die Regeln für das Angeln in den Gewässern der AdB und seiner Gliederungen (Jugendliche und Aktive) sowie die Normen für das Verhalten der Angler untereinander und in der Umwelt fest.
Jeder Angler ist verpflichtet, die jeweils gültigen, den Fischfang und den Aufenthalt in der Natur betreffenden gesetzlichen Bestimmungen zu kennen und zu befolgen.
Jeder Angler, der einer Gliederung der AdB als Mitglied angehört und den entsprechenden Jahresbeitrag entrichtet hat sowie einen gültigen Fischereischein besitzt, hat das Recht, die Gewässer der AdB zu beangeln. Die Rechte der Inhaber von Begleit- bzw. Jugendfischereischeinen sind auf die Beangelung bestimmter Gewässer und den Gebrauch bestimmter Angelgeräte beschränkt.
Die Erteilung von Tagesangelkarten für Gewässer der AdB liegt im Ermessen des Vorstandes und erfolgt auf der Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen. Die Regeln dieser Ordnung gelten grundsätzlich auch für die Inhaber von Tagesangelkarten. Bezüglich des Umfangs der Angelberechtigung gehen die auf den Tagesangelkarten aufgedruckten Vorschriften den Bestimmungen dieser Ordnung vor.
Jeder berechtigte Angler ist verpflichtet, die Bestimmungen dieser Ordnung einzuhalten und sich vor dem Angeln zu vergewissern, ob seine Rechte nicht durch gesetzliche Bestimmungen, Behördenentscheidungen oder Beschlüsse des Vorstandes der AdB eingeschränkt oder aufgehoben wurden.
Der Besitz einer Angelberechtigung verpflichtet den Angler zur Führung einer Fangstatistik nach dem von den AdB jeweils vorgeschriebenen Muster.
Der Fischfang ist so auszuüben, dass eine gegenseitige Behinderung oder Störung der am Fischfang beteiligten Personen vermieden wird. Bei der Wahl des Angelplatzes hat der Zuerstgekommene das Vorrecht.
Es ist verboten Abfälle, Hilfsmittel oder sonstige Gegenstände am Ufer zurückzulassen oder sie ins Wasser zu werfen.
Veränderungen an Pflanzen jeder Art im und am Gewässer bedürfen der Zustimmung des Fischereiberechtigten bzw. des Grundeigentümers. Das Schneiden von Astgabeln aus lebenden Ufergehölzen zum Zwecke der Verwendung als Rutenhalter ist untersagt.
Beim Ansitzangeln vom Ufer aus gilt als Angelplatz die Fläche im Umkreis von 4 Metern um den Stand- bzw. Sitzplatz des Anglers. Dieser hat den von ihm ausgewählten Platz von Müll und Abfällen zu säubern, bevor er mit dem Angeln beginnt. Unterlässt er dies, sind die Fischereiaufseher berechtigt, ihm gegenüber so zu verfahren, als hätte er als Letzter selbst diesen Platz benutzt.
Der Angler ist verpflichtet, von ihm beobachtete Fischsterben unverzüglich an die AdB zu melden.
Betretungsrechte, Zuwegung zu Gewässern
Der Inhaber einer Angelberechtigung ist befugt, die an das Gewässer angrenzenden Ufer zum Zwecke der Ausübung der Angelfischerei auf eigene Gefahr zu betreten und zu benutzen, soweit öffentlich-rechtliche Vorschriften dem nicht entgegenstehen. Diese Befugnis erstreckt sich nicht auf Gebäude, zum unmittelbaren Haus-, Wohn- und Hofbereich gehörende Grundstücksteile und gewerbliche Anlagen. Wenn der Angler die Betretung von Viehweiden nicht vermeiden kann, so hat er darauf zu achten, dass er Weidezäune nicht beschädigt oder unbrauchbar macht. Tore und Gatter müssen stets wieder sorgfältig verschlossen werden. Das Betreten und Befahren des Geleges (bewachsene wasserseitige Uferzone) ist verboten, gleiches gilt für das Zerstören, Befahren und Betreten von natürlichen und belegten Laichplätzen sowie von Fischlaich. Die Beangelung des Geleges ist vom festen Ufer, von Stegen oder vom vor dem Gelege liegenden Boot aus gestattet.
In der freien Landschaft ist das Betreten der privaten Wege und Pfade, der Wirtschaftswege sowie der Feldraine, Heide-, Öd- und Brachflächen zum Zwecke der Erholung auf eigene Gefahr gestattet, soweit sich nicht aus Gesetzen oder anderen Rechtsvorschriften Abweichungen ergeben. Diese Befugnis gilt auch für landwirtschaftliche Flächen außerhalb der Nutzzeit. Als Nutzzeit gilt die Zeit zwischen der Saat oder Bestellung und der Ernte, bei Grünland die Zeit des Aufwuchses. Die Befugnis gilt sinngemäß für das Fahren mit Krankenfahrstühlen sowie für das Radfahren auf Wegen.
Sofern nichts anderes bestimmt wurde, ist das Betreten des Walds jedermann auf eigene Gefahr gestattet. Das Radfahren und das Fahren mit Krankenfahrstühlen sind im Wald nur auf Straßen und Wegen erlaubt.
Die allgemeinen Betretungsrechte nach 2.2 und 2.3 sind so auszuüben, dass die Rechte der Grundeigentümer und Nutzungsberechtigten nicht beeinträchtigt und andere Erholungssuchende nicht gestört werden.
Die Betretungsbefugnisse nach 2.1, 2.2 und 2.3 geben dem Angler nicht das Recht zum Fahren mit motorisierten Fahrzeugen. Die Zufahrt zum Gewässer hat grundsätzlich über die dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen und Wege zu erfolgen. Existieren weder öffentliche Zuwegungen noch Fischereiwege, so ist der Angler für die Beschaffung der zur Benutzung nichtöffentlicher Straßen und Wege erforderlichen öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Genehmigungen selbst verantwortlich. Kraftfahrzeuge sind stets auf öffentlichen Parkplätzen oder auf den von den AdB im Einvernehmen mit den Grundeigentümern und Behörden festgelegten Flächen zu parken. Anglerparkplätze stehen ausschließlich den Inhabern von Angelberechtigungen zur Verfügung.
Der Angler darf gleichzeitig höchstens mit drei Handangeln fischen. Bei der Ausübung des Fischfanges unter Verwendung von Spinn- oder Flugangeln ist nur eine Angel zugelassen. Zum Fang ausgelegte Handangeln sind ständig und unmittelbar durch den Angler zu beaufsichtigen. Unbeköderte Reserveangeln dürfen mitgeführt werden. Die Verwendung von Geräten, die den Anhieb selbsttätig setzen, ist verboten. Inhabern von Jugendfischereischeinen ist nur der Gebrauch von zwei Friedfischangeln gem. 3.2.1 gestattet.
Die Friedfischangel ist ein Gerät, das dem Fang von überwiegend kleintierfressenden Fischen (Friedfischen) dient. Sie besteht aus einer beliebigen Rute mit oder ohne Rolle sowie einem einschenkligen Haken mit pflanzlichem, synthetischem oder tierischem Köder.
Sie besteht aus einer beliebigen Rute mit Rolle und einem Wirbeltierköder, der an bis zu drei Haken (Einfach-, Doppel- oder Drillingshaken) befestigt sein kann.
Sie besteht aus einer Rute mit Rolle und künstlichem oder totem natürlichen Wirbeltierköder, bei der der Köder durch den Angler ständig bewegt wird. An einer Spinnangel darf ein künst-licher Köder verwendet werden. Ein Spinnköder darf höchstens drei Haken (Einfach-, Doppel-, Drillingshaken) aufweisen.
Die Flugangel kann in Abhängigkeit von der Art, Größe und Bewegung des Köders zum Fang von Friedfischen und Raubfischen eingesetzt werden. Von anderen Angelgeräten unterscheidet sie sich dadurch, dass die Schnur das Wurfgewicht bildet. Bei Einhaltung dieser Bedingung ist die Zusammenstellung von Rute, Rolle und Vorfach beliebig.
Jeder Angler, der zur Benutzung der Raubfischangel in einem Gewässer berechtigt ist, darf in diesem Gewässer als Angelköder für seinen persönlichen Bedarf Fische fangen und verwenden. Die Bestimmungen nach 4.3.1, 4.4, 4.5, 4.6.2 und 4.6.4 gelten entsprechend. Köderfische dürfen nur in dem Gewässer oder Gewässersystem verwendet werden, aus dem sie gefangen wurden. Die Verwendung lebender Fische und anderer lebender Wirbeltiere als Köder ist verboten. Gleiches gilt für Fische, die auf Grund gesetzlicher Vorschriften oder Festlegungen des Vorstandes der AdB einem Fangverbot unterliegen. Edelfische gem. 4.4 dürfen nicht als Köderfische verwendet werden.
Die Benutzung eines Senknetzes mit einer Seitenlänge von bis zu 120 Zentimetern ist erlaubt.
Fischarten, für die Schonzeiten bestehen, dürfen während dieser Zeit nicht gefangen und bestimmte, zu ihrem Fang gebräuchliche Geräte nicht verwendet werden. Sollten Exemplare der geschonten Arten bei der Ausübung erlaubter Angelmethoden oder beim Fang von Köderfischen mitgefangen werden, so gelten die Bestimmungen nach 4.6.3 sinngemäß.
Fischart Schonzeit
Hecht 15. Februar bis 30. April
Seesaibling 1. Oktober bis 28. Februar
Eine ganzjährige Schonzeit genießen der Edelkrebs und sämtliche Muscheln. Sollten Exemplare dieser Arten beim Angeln oder beim Köderfischfang mit gefangen werden, sind sie mit größtmöglicher Sorgfalt zu behandeln und unverzüglich in das Gewässer zurückzusetzen.
Im Geltungsbereich dieser Ordnung bestehen folgende Verwendungsverbote:
Gerät Verwendungsverbot
Spinnangel und Flugangel nach 3.2.3 1. Januar bis 30. April Köderfischangel und Köderfischsenke 1. Januar bis 30. April
Je Kalendertag dürfen 2 Edelfische pro Art entnommen werden. Als Edelfische gelten: Hecht, Zander, Schleie, Karpfen, Forelle, Aal und Seesaibling.
Fischart Mindestmaß in cm
Aal 50
Hecht 60
Karpfen 40
Regenbogenforelle 30
Schleie 28
Seesaibling 60
Weißfisch 22
Es dürfen pro Angeltag nur 20 Weißfische entnommen werden. Als Mindestmaß gilt bei Fischen der Abstand von der Kopfspitze bis zum Ende der natürlich ausgebreiteten Schwanzflosse.
Der Angler hat sofort nach dem Fang eines Fisches zu überprüfen, ob der Fisch maßig und außerhalb der Schonzeit gefangen wurde. Muss der Fisch zurückgesetzt werden, so hat dies unmittelbar nach dem Lösen des Hakens zu geschehen. Fische, die entnommen und verwertet werden sollen, sind unmittelbar nach dem Fang waidgerecht zu töten. Fische, die zurückgesetzt werden müssen, sind nach Möglichkeit nicht anders als mit nassen Händen zu berühren.
Der Einsatz eines Setzkeschers zur Hälterung von Fischen ist grundsätzlich verboten.
Der Besitz untermaßiger Fische ist verboten (mit Ausnahme von kleinen Weißfischen, welche als Köderfische verwendet werden). Gefangene untermaßige Fische sind mit größtmöglicher Sorgfalt zu behandeln und unverzüglich in das Gewässer zurückzusetzen. Haben die Fische den Haken tief geschluckt, ist vor dem Zurücksetzen die Angelschnur in Höhe der Kopfspitze zu durchtrennen.
Soweit nichts anderes bestimmt wurde, ist die Benutzung von Booten zum Angeln gestattet. Die Befugnis zur Benutzung von Booten beinhaltet die Befugnis zur zeitweiligen Benutzung eines Uferbereiches als Liegeplatz. Die Benutzung des Liegeplatzes darf die Dauer von 24 Stunden nicht überschreiten. Für die Benutzung von Booten, deren Transport zum Gewässer und die Benutzung von Liegeplätzen gelten die Bestimmungen nach 1.2, 1.8, 2.1 und 2.5 entsprechend.
Eine über die Dauer von 24 Stunden hinausgehende Benutzung eines Gewässer- oder Uferbereiches als Liegeplatz für ein Boot bedarf der vorherigen Genehmigung des Vorstandes.
Die Errichtung von Boots- und Angelstegen, Bootshäusern, Bootsliegeplätzen und ähnlichen Bauten ist grundsätzlich verboten.
Nacht- und Eisangeln, Benutzung von Wetterschutzvorrichtungen
In der Nacht darf von den Inhabern eines Fischereischeines in den Angelgewässern der AdB geangelt werden. Inhabern eines Jugendfischereischeines ist das Nachtangeln unter Aufsicht einer geschäftsfähigen (>18 Jahre) Person nach 1.3 gestattet.
Eisangeln ist grundsätzlich erlaubt, sofern dem nicht behördliche Entscheidungen oder Beschlüsse des Vorstandes der AdB entgegenstehen. Dabei handelt jeder Angler auf eigene Gefahr und ist für seine persönliche Sicherheit selbst verantwortlich. Außerdem sollte er besonderes Augenmerk auf die Sicherheit seiner Mitmenschen richten. Eislöcher dürfen an der Unterseite der Eisdecke einen Durchmesser oder eine Kantenlänge von 20 Zentimetern nicht überschreiten. Nach Beendigung des Angelns sind Eislöcher deutlich zu kennzeichnen.
Wetterschutzvorrichtungen dürfen zum Schutz vor Witterungsunbilden benutzt werden, aber insgesamt nicht länger als 12 Stunden ununterbrochen an ein und derselben Stelle stehen.
Befugnisse des Vorstandes der AdB
In Übereinstimmung mit den satzungsmäßigen Zwecken und Aufgaben der AdB, kann der Vorstand der AdB die in dieser Ordnung festgelegten Rechte der Angler für bestimmte Gewässer oder Gewässerteile einschränken oder aufheben. Die Bekanntmachung der Einschränkung oder Aufhebung eines Rechtes erfolgt per Aushang und obliegt dem Vorstand der AdB.
Der Vorstand der AdB kann
- ganzjährige oder zeitlich begrenzte Schonzeiten, die über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinausgehen, für Fische, Krebse und Muscheln festlegen,
- Gewässer oder Gewässerteile sperren,
- die Bootsbenutzung einschränken oder untersagen,
- Schongebiete erklären, deren Betreten, Befahren und Beangeln verboten ist,
- die Verwendung der Raubfischangel ganzjährig oder auf bestimmte Zeit untersagen,
- Gewässer bei Neubesatz nach bedeutenden Fischverlusten oder neuentstandene Gewässer bis zu einer Zeit von 24 Monaten sperren,
- das Nachtangeln für bestimmte Gewässer oder Gewässerteile untersagen.
Weiterhin ist der Vorstand der AdB befugt,
- mit den Vorständen anderer Angelvereine, Vereinbarungen über den Austausch oder die gegenseitige Anerkennung von Angelberechtigungen zu treffen.
Gewässerpflege und fischereiliche Bewirtschaftung
Die Gewässerpflege und die fischereiliche Bewirtschaftung der Angelgewässer obliegt dem Vorstand der AdB, der dazu beauftragte Personen und ehrenamtliche Helfer bevollmächtigt. Alle fischereilichen Maßnahmen, insbesondere Bestandskontrollen, Bestandsregulierungen und Besatzmaßnahmen, bedürfen der ausdrücklichen Zustimmung des Vorstandes bzw. der für die Gewässerwirtschaft verantwortlichen beauftragten Personen der AdB.