Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=3%20StR%20112/15
Timestamp: 2019-04-26 00:57:01
Document Index: 227686850

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 252', '§ 250', '§ 25', '§ 252', '§ 16', '§ 16', '§ 252', '§ 267', '§ 252', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 252', 'BGH']

BGH, 04.08.2015 - 3 StR 112/15 - dejure.org
Räuberischer Diebstahl (Betroffensein und Tatfrische; unmittelbare Nähe zum Tatort; alsbald nach der Tatausführung; enger, sowohl örtlicher als auch zeitlicher Zusammenhang mit der Vortat; Observation bereits während der Tatausführung; Adressat der Nötigung; Gewaltanwendung während der Nacheile; subjektiver Tatbestand; Zeitpunkt des Vorsatzes)
§§ 252, 249 Abs. 1, § 250 Abs. 2 Nr. 1, § 25 Abs. 2 StGB, § 252 StGB, § 16 Abs. 1 Satz 1 StGB
§ 16 Abs 1 S 1 StGB, § 252 StGB, § 267 StPO
Strafverfahren wegen schweren räuberischen Diebstahls: Betroffensein des Täters auf frischer Tat nach Diebstahl aus einem Sparkassen-Geldautomat; Fluchtversuch mit einem Kraftfahrzeug und Zufahren auf Polizeibeamten; notwendige Vorsatzfeststellungen
Voraussetzungen der Erfüllung des Tatbestandsmerkmals "auf frischer Tat betroffen" im Rahmen des besonders schweren räuberischen Diebstahls
Auch wenn das MEK erst nach 30 Minuten kommt - ist die Tat noch "frisch"
Tatfrische bei einem räuberischen Diebstahl
Zur sog. Nacheile beim räuberischen Diebstahl (PD Dr. Janique Brüning; ZIS 2016, 386)
Betroffensein und Tatfrische beim räuberischen Diebstahl
Räuberischer Diebstahl bei Polizeiflucht
"Auf frischer Tat betroffen" bei Tatbeobachtung und Gewalt während der Nacheile
zeitschrift-jse.de , S. 42 (Fallmäßige Aufbereitung - für Studienzwecke)
Zu den Voraussetzungen des räuberischen Diebstahls (§ 252 StGB) -
Kurznachricht zu "Tatfrische bei räuberischem Diebstahl (Nacheile) - Anmerkung zum beschluss des BGH vom 04.08.2015" von Dr. Christian Becker, original erschienen in: NStZ 2015, 700 - 702.
LG Trier, 12.11.2014 - 8032 Js 31055/13
NJW 2015, 3178
NStZ 2015, 700
StV 2016, 284
Zwar verhält es sich nicht ausdrücklich zum Vorstellungsbild des Angekl., der Vorsatz lässt sich aber zwanglos den weiteren Ausführungen der Urteilsgründe entnehmen, was ausreichend ist (vgl. BGH NJW 2015, 3178 = StraFo 2015, 478 = NStZ 2015, 700 = BGHR StGB § 252 Gewalt 2 = StV 2016, 284).
Zwar handelt es sich dann um keinen durchgreifenden Darstellungsmangel, wenn sich die verwirklichte Schuldform aufgrund der mitgeteilten Gesamtumstände der Tat zwanglos erschließt (vgl. BGH NJW 2015, 3178, 3179).