Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=09.12.1982&Aktenzeichen=4%20StR%20662/82
Timestamp: 2019-05-24 18:27:12
Document Index: 146793850

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 46', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 09.12.1982 - 4 StR 662/82 - dejure.org
https://dejure.org/1982,1987
BGH, 09.12.1982 - 4 StR 662/82 (https://dejure.org/1982,1987)
BGH, Entscheidung vom 09.12.1982 - 4 StR 662/82 (https://dejure.org/1982,1987)
BGH, Entscheidung vom 09. Dezember 1982 - 4 StR 662/82 (https://dejure.org/1982,1987)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1982,1987) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Keine strafschärfende Wertung des Leugnens des Angeklagten - Weder Geständniszwang noch Aufklärungspflicht des Angeklagten im Strafverfahren - Leugnen als Zeichen der Uneinsichtigkeit als Strafschärfungsgrund - Begründungspflicht des Gerichts bei der Überzeugung von der Uneinsichtigkeit des Angeklagten - Strafzumessung - Sühne- und Abschreckungszweck
NStZ 1983, 118
StV 1983, 102
BGH, 08.11.1995 - 2 StR 527/95
Hartnäckiges Leugnen - Strafschärfung
Daher gibt selbst der Umstand, daß er die Tat hartnäckig leugnet, nach der ständigen und gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs - von hier nicht vorliegenden Ausnahmen abgesehen - keinen zulässigen Straferschwerungsgrund ab (BGH StV 1982, 418; BGH NStZ 1983, 118 Nr. 3;… vgl. auch BGHR StGB § 46 Abs. 2 Verteidigungsverhalten 11 = StV 1991, 255).
Strafschärfend kann ein solches Verhalten nur gewertet werden, wenn es nach der Art der Tat und nach der Persönlichkeit des Täters auf Rechtsfeindschaft, Gefährlichkeit und die Gefahr künftiger Rechtsbrüche schließen läßt (BGH, Beschluß vom 28. Februar 1980 - 4 StR 63/80; BGH NStZ 1981, 257; Beschluß vom 9. Dezember 1982 - 4 StR 662/82).
BGH, 29.07.1983 - 3 StR 252/83
Leugnung der Tat - Mangelnde Einsicht - Strafschärfende Wirkung - …
Wenn er unter diesen Umständen an seinem Leugnen festhielt, so können daraus kaum Schlüsse auf seine innere Einstellung zur Tat - Uneinsichtigkeit oder rechtsfeindliche Gesinnung - gezogen werden (vgl. auch BGH NStZ 1983, 118).