Source: http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?action=profile;u=1;area=showposts;start=1215
Timestamp: 2020-01-26 15:50:13
Document Index: 344201899

Matched Legal Cases: ['OGH', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§\n1', '§\n4', '§\n13', '§\n3', '§\n12', '§\n12', '§\n111', '§\n13', '§\n12', '§\n13', '§\n1', '§\n1', '§\n2', '§\n2', '§\n13', '§\n1', '§\n13', '§\n2', '§\n5', '§\n13', '§\n13', '§\n2', '§\n2', '§\n13', '§\n2', '§\n4', '§\n1', '§\n33', '§\n33', '§\n33']

VfGH - Verfassungsgerichtshof + VwGH - Verwaltungsgerichtshof + Oberster Gerichtshof OGH / VwGH/VfGH, neue Urteile
« am: September 02, 2013, 17:50:59 Nachmittag »
Der VwGH hat die nächste Beschwerde abgelehnt ....
Der Verwaltungsgerichtshof in einem Erkenntnis vom 24.07.2013, Geschäftszahl 2013/11/0137, mit dem Nichtraucherschutz in einem Einkaufszentren auseinader gesetzt.
indexDem Verfahren lag folgende Fallkonstruktion zugrunde: Ein Gastronomielokal in einem Einkaufszentrum hat einen Teil seines Lokales räumlich von der Mall des Einkaufszentrums abgetrennt, z.B. mit Glaswänden und erlaubt in diesem Teil das Rauchen, da außerhalb des räumlich abgetrennten Teiles Verabreichungsplätze liegen, wo Rauchverbot herrscht. Diese Verabreichungsplätze stehen in offener Verbindung zur Mall oder befinden sich auf dieser.
Zur Frage, ob in Einkaufszentren ein Verabreichungsbereich eines gastronomischen Lokales, der ohne räumliche Abgrenzung in der Mall des Einkaufszentrums liegt, als „Raum“ im Sinne des Tabakgesetzes zum Lokal dazuzuzählen ist, hat der VwGH in seinem jüngsten Erkenntnis vom 24.7.2013, 2013/11/0137, zu Recht erkannt, dass dieser Bereich nicht als ein Raum eines Gastgewerbebetriebs iSd. § 13a TabakG zu qualifizieren ist.
Der VwGH hat dabei auf das Erkenntnis vom 21. September 2010, Zl. 2009/11/0209, verwiesen, in dem der Verwaltungsgerichtshof klargestellt hat, dass der offene Mallbereich, auch wenn er zu gastgewerblichen Zwecken genützt wird, von § 13 Abs. 1 TabakG erfasst wird und sich § 13a leg.cit. nur auf diejenigen gastgewerblichen Betriebe bezieht, die in abgeschlossenen Räumen untergebracht sind, weil ansonsten die Sonderregelungen über geeignete Räumlichkeiten (§ 13a Abs. 2 leg.cit.) und Räume bzw. Haupträume (§ 13a Abs. 2 bis 5 leg.cit.) ihren Sinn verlören. An diesem Begriffsverständnis, wonach unter einem “Raum” iSd. § 13a Tabakgesetz nur ein Raum zu verstehen ist, “der allseitig, von der Decke bis zum Boden, von festen Wänden (sei es auch aus Glas) umschlossen ist und mit einer Tür verschlossen werden kann”, hat der Verwaltungsgerichtshof in den Erkenntnissen vom 15. Juli 2011, Zl. 2011/11/0059, und vom 10. Jänner 2012, Zl. 2009/11/0198, festgehalten.
............ http://uvsvereinigung.files.wordpress.com/2013/09/jwt_2013110137_20130724x00.pdf
2013/11/0137
Waldstätten und die Hofräte
Schick, Dr.
Grünstäudl und Mag.
Samm sowie die Hofrätin Dr.
Pollak als Richter, im Beisein des
Schriftführers Mag.
Henk, ü
ber die Beschwerde des G S in G, vertreten durch Dr.
Peter Schlösser, Rechtsanwalt
in 8010 Graz, Körösistraße
17/I, gegen den Bescheid des Unabhängigen Verwaltungssenates für die Steiermark
2013, Zl.
6, betre
ffend Übertretung des Tabakgesetzes, zu
soweit sie den Schuldspruch betrifft
Mit dem im Instanzenzug ergangenen Be
scheid des Unabhängigen Verwaltungssenates für die Steiermark
2013 wurde der Beschwerdeführer schuldig erkannt, er habe es als handelsrechtlicher
Geschäftsführer und somit als gemäß §
1 VStG zur Vertretung nach außen berufene Person der K
die Inhaberin eines näher bezeichneten Gastgewerbebetriebs im Einkaufszentrum M. an einer näher bezeichneten
Adresse in Graz sei, zu verantworten, dass in dieser Örtlichkeit am 4.
Oktober 2012 in der Zeit von 14.30 bis
Uhr trotz des dort best
ehenden Rauchverbots von vier Personen im Hauptraum, dem baulich abgetrennten
Raucherbereich, geraucht worden sei.
Dadurch habe der Beschwerdeführer gegen §
4 (gemeint: iVm. §
13c Abs.
Tabakgesetzes (TabakG) verstoßen, weshalb über ihn
4 TabakG eine Geldstrafe in Höhe von
verhängt werde.
Gegen diesen Bescheid richtet sich die vorliegende Beschwerde, über die der Verwaltungsgerichtshof in
dem gemäß §
3 VwGG gebildeten Senat erwogen hat:
1.1. Die im B
eschwerdefall einschlägigen Bestimmungen des TabakG lauten (auszugsweise):
13. (1) Unbeschadet arbeitsrechtlicher Bestimmungen und der Regelung des §
12 gilt, soweit Abs.
13a nicht anderes bestimmen
, Rauchverbot in Räumen öffentlicher Orte.
13a. (1) Unbeschadet arbeitsrechtlicher Bestimmungen und der §§
12 und 13 gilt Rauchverbot in den der
Verabreichung von Speisen oder Getränken an Gäste dienend
en Räumen
1. der Betriebe des Gastgewerbes gemäß §
111 Abs.
2 der Gewerbeordnung 1994 (GewO),
194/1994, in der geltenden Fassung,
1 können in Betrieben, die über mehr als eine für die
Verabreic
hung von Speisen oder Getränken an Gäste geeignete Räumlichkeit verfügen, Räume bezeichnet
werden, in denen das Rauchen gestattet ist, wenn gewährleistet ist, dass der Tabakrauch nicht in die mit
Rauchverbot belegten Räumlichkeiten dringt und das Rauchverb
ot dadurch nicht umgangen wird. Es muss
jedoch der für die Verabreichung von Speisen oder Getränken vorgesehene Hauptraum vom Rauchverbot
umfasst sein, und es darf nicht mehr als die Hälfte der für die Verabreichung von Speisen oder Getränken
1 gilt ferner nicht, wenn nur ein für die Verabreichung von Speisen oder
Getränken an Gäste geeigneter Raum zur Verfügung steht, und
r Raum eine Grundfläche von weniger als 50
m2 aufweist, oder,
2. sofern der Raum eine Grundfläche zwischen 50
m2 und 80
m2 aufweist, die für eine Teilung des Raumes
zur Schaffung eines gesonderten Raumes für den im Abs.
2 genannten Zweck erforderliche
n baulichen
Maßnahmen aufgrund einer rechtskräftigen Entscheidung der nach den bau
denkmalschutzrechtlichen Vorschriften zuständigen Behörde nicht zulässig sind.
13c. (1) Die Inhaber von
3. Betrieben gemäß §
13a Abs.
haben für die Einhaltung der Bestimmungen der §§
12 bis 13b einschließlich einer gemäß §
13b Abs.
erlassenen Verordnung Sorge zu tragen.
(2) Jeder Inhaber gemäß Abs.
4. in den Räumen der Betr
iebe gemäß §
1, soweit Rauchverbot besteht oder das Rauchen gemäß
4 nicht gestattet werden darf, weil für den Betrieb ein Kollektivvertrag gemäß §
nicht gilt, nicht geraucht wird;
(4) Wer als Inhaber gemäß §
1 gegen eine der im §
2 festgelegten Obliegenheiten
verstößt, begeht, sofern die Tat nicht den Tatbestand einer in die Zuständigkeit der Gerichte fallenden strafbaren
Handlung bildet oder nach einer and
eren Verwaltungsstrafbestimmung mit strengerer Strafe bedroht ist, eine
Verwaltungsübertretung und ist mit Geldstrafe bis zu 2000 Euro, im Wiederholungsfall bis zu 10 000 Euro zu
1.2. Die Beschwerde ist in Ansehung des Schuldspruchs
1.2.1. Die belangte Behörde stützt den angefochtenen Bescheid auf folgende Sachverhaltsannahmen:
Der Beschwerdeführer sei handelsrechtlicher Geschäftsführer der in Rede stehenden GmbH. Der von dieser
betriebene Gastgewerbebetrieb liege i
m ersten Obergeschoß in einem vom Einkaufszentrum M. abgetrennten
eigenen Raum, er verfüge zusätzlich über einen "Gastgarten" im (offenen) Mallbereich mit
Verabreichungsplätzen. Das Gastronomielokal selbst weise eine Grundfläche von 177,50
m2 auf und ve
rfüge
über zwei baulich voneinander getrennte Räume zur Verabreichung von Speisen und Getränken, und zwar einen
unmittelbar an den Eingang anschließenden, flächenmäßig deutlich kleineren und mit Rauchverbot belegten
Raum mit 37
Verabreichungsplätzen und de
n dahinter liegenden Raum mit 80
Verabreichungsplätzen, in dem
das Rauchen ausdrücklich gestattet werde. In diesem flächenmäßig größeren Raum, in dem sich neben der
Theke auch die Eingänge zu den Toiletten und in die Küche befänden und in dem sich die Bed
iensteten
überwiegend aufhielten, liege der Schwerpunkt der gastronomischen Tätigkeit. Am 4.
Oktober 2012 sei zu den
oben angeführten Zeiten im größeren Raum von vier Personen geraucht worden.
Den größeren Raum, in dem den Gästen von der K.
GmbH das Rauche
n gestattet werde, qualifizierte die
belangte Behörde rechtlich als den Hauptraum, welcher gemäß §
2 zweiter Satz TabakG vom
Rauchverbot umfasst zu sein hätte. Es sei daher nicht dafür gesorgt worden, dass die Bestimmungen des
TabakG in Räum
en des Gastgewerbes
vorliegendenfalls: im Hauptraum
1.2.2. Die Beschwerde bestreitet nicht die Sachverhaltsannahmen der belangten Behörde, insbesondere nicht
den Umstand, dass zur angegebenen Zeit im hinteren Raum geraucht word
Anders als die belangte Behörde vertritt sie aber die Rechtsauffassung, dass zu den Räumlichkeiten des
Gastgewerbebetriebs auch der Verabreichungsbereich im (offenen) Mallbereich zu zählen sei, den die
Beschwerde als "Nichtraucherbereich
II" bezeic
hnet. Zähle man diesen Bereich und den "Nichtraucherbereich
nämlich den vorderen Raum mit 37
Verabreichungsplätzen, in dem ebenfalls Rauchverbot bestehe, zusammen,
so ergebe sich insgesamt ein größerer Nichtraucherbereich, der gegenüber dem Raucherbere
ich (mit 80
Verabreichungsplätzen) überwiege und im Sinne einer Gesamtbetrachtung der örtlichen Gegebenheiten als
Hauptraum anzusehen sei. Damit werde aber dem TabakG Genüge getan, weil der Raucherraum eben nicht der
Hauptraum sei.
Mit diesem Vorbringen wi
rd keine Rechtswidrigkeit des angefochtenen Bescheides aufgezeigt.
1.2.3. Zurecht hat die belangte Behörde den von der Beschwerde als "Nichtraucherbereich
II" bezeichneten
Verabreichungsbereich, der unstrittig ohne räumliche Angrenzung von ihr in der
Mall des Einkaufszentrums
liegt, nicht als einen Raum eines Gastgewerbebetriebs iSd. §
13a TabakG qualifiziert. Sie konnte sich dabei auf
das hg.
Erkenntnis vom 21.
September 2010, Zl.
2009/11/0209, stützen, in dem der Verwaltungsgerichtshof
klargestellt h
at, dass der offene Mallbereich, auch wenn er zu gastgewerblichen Zwecken genützt wird, von §
1 TabakG erfasst wird und sich §
13a leg.cit. nur auf diejenigen gastgewerblichen Betriebe bezieht, die in
abgeschlossenen Räumen untergebracht sind, weil
ansonsten die Sonderregelungen über geeignete
Räumlichkeiten (§
2 leg.cit.) und Räume bzw. Haupträume (§
5 leg.cit.) ihren Sinn
verlören. An diesem Begriffsverständnis, wonach unter einem "Raum" iSd.
13a Tabakgesetz nur ein Raum
verstehen ist, "der allseitig, von der Decke bis zum Boden, von festen Wänden (sei es auch aus Glas)
umschlossen ist und mit einer Tür verschlossen werden kann", hat der Verwaltungsgerichtshof in den
Erkenntnissen vom 15.
Juli 2011, Zl.
, und vom 10.
Jänner 2012, Zl.
209/11/0198, festgehalten.
Ist aber dieser sog. "Nichtraucherbereich
II", wie die belangte Behörde richtig erkannte, gar kein Raum
eines Gastgewerbebetriebes iSd. §
13a TabakG, so wäre den Vorschriften des §
13a TabakG nur Re
getragen, wenn in demjenigen der
für die weitere Beurteilung allein maßgeblichen
beiden Räume (der
Eingangsraum mit 37 Verabreichungsplätzen und der hintere Raum mit 80 Verabreichungsplätzen), der gemäß
2 zweiter Satz als Hauptraum an
zusehen ist, für die Einhaltung des Rauchverbots gesorgt ist.
In seinem Erkenntnis vom 24.
2011, Zl.
2011/11/0032, hat der Verwaltungsgerichtshof zur Frage,
welcher Raum als Hauptraum anzusehen ist, Folgendes ausgeführt:
"Zunächst ist auf das hg.
ntnis vom 29.
2011/11/0035, hinzuweisen, in dem
ausgesprochen wurde, dass gemäß §
2 zweiter Satz Tabakgesetz jedenfalls der gesamte Hauptraum des
Gastgewerbebetriebes vom Rauchverbot erfasst sein muss.
Im Folgenden ist daher zu prüf
en, ob die belangte Behörde zutreffend beurteilt hat, welcher der beiden
Gasträume des Beschwerdeführers als Hauptraum im Sinne des §
2 zweiter Satz Tabakgesetz
Ausgehend davon, dass das Tabakgesetz eine Legaldefinition des Begriffe
s ‚Hauptraum' nicht enthält, hat
die belangte Behörde bei der Auslegung dieses Begriffes auf die Gesetzesmaterialen Bedacht genommen. Die
Erläuterungen (RV
610 BlgNr. XXIII. GP, 6) zu §
13a Tabakgesetz, der durch die Novelle BGBl.
wurde, lauten:
‚Mit Abs.
2 wird die Einrichtung eines Raucherraums ermöglicht. Analog §
2 kann den Gästen unter
der Voraussetzung, dass mindestens zwei für die Bewirtung von Gästen geeignete Räumlichkeiten vorhanden
sind, ein Raum zur Verfügun
g gestellt werden, in dem geraucht werden darf. Jedoch muss im Falle der zur
Verfügung Stellung von Räumen, in denen geraucht werden darf, der für die Gäste vorgesehene
Nichtraucherbereich mindestens 50 % des insgesamt für die Gäste vorgesehenen Verabreich
ungsbereiches (zum
Genuss von Speisen oder Getränken bestimmte Plätze) einnehmen und muss es sich dabei überdies um den
Hauptraum handeln. Bei der Bestimmung des Hauptraumes sind immer die konkreten Verhältnisse vor Ort in die
Gesamtbetrachtung mit einzube
ziehen, wobei wichtige Kriterien die Flächengröße, die Lage und die Ausstattung
der Räume bzw. deren Zugänglichkeit sind. Der Hauptraum muss in seiner Gesamtbetrachtung den anderen
Räumlichkeiten als 'übergeordnet' eingestuft werden können. Zu berücksichti
gen ist dabei auch der Schwerpunkt
der gastronomischen Tätigkeit des Gastwirts.'
Nach den zitierten Gesetzesmaterialen ist also die Frage, welcher Raum eines Gastgewerbebetriebes als
‚Hauptraum' anzusehen ist, nach den konkreten Verhältnissen vor Ort
Erläuterungen nennen insbesondere
die Flächengröße, die Lage, die Ausstattung und die Zugänglichkeit des zu beurteilenden Raumes und den
Schwerpunkt der gastronomischen Tätigkeit
im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zu beurteilen. Insbesondere
diese Kriter
ien (in den Erläuterungen als ‚wichtige Kriterien' bezeichnet) sind daher maßgebend für die
Beurteilung, welcher der beiden Gasträume des Beschwerdeführers als Hauptraum anzusehen und demnach vom
Rauchverbot erfasst ist."
Dass die belangte Behörde den hint
eren, weitaus größeren und über eine deutlich größere Anzahl von
Verabreichungsplätzen verfügenden Raum, in dem sich überdies die Theke befindet und von dem aus Küche und
Toiletten zu erreichen sind, gegenüber dem Eingangsraum (den die Beschwerde als "Nich
traucherbereich
bezeichnet) als Hauptraum qualifiziert hat, ist vor diesem Hintergrund vom Verwaltungsgerichtshof nicht zu
beanstanden (vgl.
auch das hg.
Erkenntnis vom 17.
2012/11/0235). Es ist auch nicht ersichtlich,
weshalb die Durchfü
hrung eines Ortsaugenscheins, deren Unterlassung die Beschwerde rügt, zu einer anderen
Beurteilung hätte führen können.
1.2.4. Wenn die belangte Behörde den Beschwerdeführer demnach der Begehung einer Übertretung nach §
4 iVm.
4 TabakG für schuldig befunden hat, ist dies nicht als rechtswidrig zu erkennen,
weshalb die Beschwerde, deren Inhalt bereits erkennen lässt, dass die behauptete Rechtsverletzung nicht
vorliegt, insoweit gemäß §
1 VwGG ohne weiteres Verfahren abzuw
2.1. Gemäß §
33a VwGG kann der Verwaltungsgerichtshof die Behandlung einer Beschwerde gegen einen
Bescheid u.a.
eines unabhängigen Verwaltungssenates durch Beschluss ablehnen, wenn die Entscheidung nicht
von der Lösung einer Rechtsfrage abh
ängt, der grundsätzliche Bedeutung zukommt, insbesondere weil der
Bescheid von der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes abweicht, eine solche Rechtsprechung fehlt,
oder die zu lösende Rechtsfrage in der bisherigen Rechtsprechung des Verwaltungsgeric
htshofes nicht
einheitlich beantwortet wird; in Verwaltungsstrafsachen außerdem nur dann, wenn eine Geldstrafe von höchstens
2.2. Das Beschwerdevorbringen zur Strafbemessung zeigt nicht auf, dass die Entscheidung über die
Beschwerde von der Lösung einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung im Sinn des §
33a VwGG
abhängt. Der Beschwerdefall wirft im Übrigen auch sonst keine Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung
auf. Somit konnte in dem im Spruch genannten Umfang vo
n der Ermächtigung gemäß §
33a VwGG Gebrauch
gemacht werden und die Behandlung der Beschwerde insoweit abgelehnt werden.
4 - Steiermark, Kärnten / Kärnten: WKO empfiehlt Wirten komplette Rauchfreiheit für Nichtraucher
« am: September 01, 2013, 22:28:12 Nachmittag »
Kärnten: WKO empfiehlt Wirten komplette Rauchfreiheit für Nichtraucher
http://www.kleinezeitung.at/freizeit/lokalerezepte/3394768/wko-empfiehlt-wirten-urteil-zu-beachten.story
Da die WKO kostenfreie UND kostenpflichtige, unzureichende Beratungen bei den Wirten durchführten,
haben sie natürlich Angst, Schadenersatzklagen zu bekommen.
Klagen durch die Wirte hören die Wirtschaftskammern schon seit Mitte 2009!
WKO empfiehlt Wirten, Urteil zu beachten
Nach "Nichtraucher-Entscheidung" des Höchstgerichts empfiehlt Wirtschaftskammer betroffenen Wirten,
Weg zum Klo und zur Nichtraucherzone vorerst komplett rauchfrei zu halten.
Seit Ende Juli ist in der Gastronomie wieder Feuer am Dach. Den Zündstoff hatte - wie berichtet - ein Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs geliefert, wonach es nicht reicht, wenn es in Lokalen getrennte Raucher- und Nichtraucherbereiche gibt. Die Wirte müssen sicherstellen, dass Nichtraucher vom Qualm ganz verschont bleiben. Es ist also auch der Zugang zum Klo oder der Zugang zum Nichtraucherbereich des Lokals absolut rauchfrei zu halten.
Gastronomen und ihre Vertreter in der Wirtschaftskammer protestierten, doch nun - so scheint es - müssen sie sich fürs Erste fügen. Denn die zuständige Fachgruppe der Wirtschaftskammer schickt an alle Gastronomen diese dringende Empfehlung aus: "Falls Ihr Betrieb den neuen Vorgaben des Höchstgerichts nicht entspricht, wäre zur Vermeidung drohender Anzeigen und Strafen ratsam, diese Bereiche momentan komplett rauchfrei zu machen." Vorerst - heißt es weiter - sollten die Wirte aber von weiteren Umbauinvestitionen in ihre Nichtraucherbereiche absehen, da die Kammer bereits das politische Lobbying zur Reparatur des Gesetzes aufgenommen habe.
Der blaue Dunst könnte sich jetzt also in so manchem Lokal auf allen Wegen lichten. "Wir können unseren Mitgliedern angesichts dieser neuen Rechtslage ja gar nichts anderes empfehlen", erklärt WK-Gastronomie-Obmann Karl Wratschko: "Sonst bekommen sie ja Strafen. Und es hat wegen dieser Änderung der Rechtsauslegung schon Anzeigen gegeben." Wratschko fordert die Reparatur des Erlasses mit Nachdruck ein: "Es kann ja nicht sein, dass sich nun Höchstrichter zum Gesetzgeber aufschwingen."
Vor der Nationalratswahl dürfte sich da nichts mehr rühren. Und im zuständigen Gesundheitsministerium von Alois Stöger (SP) hatte man sich über die Präzisierung der Höchstrichter ja erfreut gezeigt und gehofft, dass Wirte nicht erneut umbauen, sondern "den leichteren Weg zum Nichtraucherlokal wählen".
4 - Steiermark, Kärnten / Tankstellen und Tschick? 2/3 sagen: Ist mir wurscht!
« am: September 01, 2013, 20:00:26 Nachmittag »
http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/3393602/tankstellen-ignorieren-jugendschutzbestimmungen.story
Tankstellen ignorieren die Jugendschutzbestimmungen
Arbeiterkammer schickte Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren zum Testeinkauf bei Tankstellen. Zwei von drei bekamen ohne Probleme Alkohol und Zigaretten. Die betroffenen Betriebe wurden verwarnt.
Viele Tankstellen nehmen es beim Verkauf von Alkohol und Tabak mit den Jugendschutzbestimmungen offenbar nicht so genau. Eine Testkauf-Serie der Arbeiterkammer Salzburg mit Minderjährigen hat gezeigt, dass fast zwei Drittel der 30 untersuchten Betriebe verbotenerweise Bier, Radler oder Zigaretten an Kinder und Jugendliche verkauft haben.
Die schwarzen Schafe werden von der AK per Schreiben verwarnt. Tauchen bei Nachkontrollen erneut Verstöße auf, drohen Verwaltungsstrafen und das öffentliche Anprangern in Internet und Medien. Die Jugendschutzbestimmungen sind in Österreich zwar Landessache, der Erwerb, Besitz und Konsum von alkoholischen Getränken und Tabakwaren ist aber in jedem Bundesland erst ab dem vollendeten 16. Lebensjahr erlaubt. "Die Altersgrenzen liegen in Österreich im internationalen Vergleich niedrig. Darum ist es umso wichtiger, dass sie genau eingehalten werden", so AK-Chef Siegfried Pichler.
So durfte der zwölfjährige Philipp ohne viel Widerstand mit Bier nach Hause gehen. "Einmal sagte der Verkäufer: Ausnahmsweise, aber beim nächsten Mal bekommst du nichts mehr. Die meisten hatten aber gar kein Interesse, nachzufragen." Gelegentlich waren die Mitarbeiter von Tankstellen-Shops dann aber doch konsequent. "Ich habe ein Packerl Marlboro gekauft und war schon am Gehen, wie die Frau an der Kassa doch nach meinem Alter gefragt hat", erzählte die 15-Jährige Elena. "Sie hat mir die Zigaretten dann wieder genommen und das Geld zurückgegeben."
Was überdies auffällt: Die beiden Mädchen machten größere "Ausbeute" als die etwas jüngeren Burschen, Tankstellen in der Nähe von Schulen waren restriktiver, Betriebe in der Stadt strenger als am Land. Als Indiz dafür, dass am Land ein anderer Umgang mit Alkohol gepflegt wird, ist das für die Konsumentenschützer aber nicht. "Es ist eher am Land das Vertrauen in die Kinder höher, dass sie die Wahrheit sagen, etwa wenn sie meinen, das Bier für ihren Papa zu holen", so AK-Konsumentenschützerin Claudia Böhl.
Tankstellen als Gesetzesübertreter?
Die Behörden kontrollieren eh NIRGENDWO das Tabakgesetz!
Verwarnungen? Lachhaft!
Ich starb/sterbe an Krebs - durch Tabakrauch / Passivrauchen als Krebsursache erstmals nachgewiesen
« am: September 01, 2013, 19:55:25 Nachmittag »
http://sciencev1.orf.at/science/news/53666
WHO-Studie: Rauchen gefährlicher als bisher angenommen
Tabakrauch ist nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowohl für Raucher als auch Passivraucher noch stärker Krebs erregend als bisher bekannt. Die Studie, die noch in diesem Jahr vollständig veröffentlicht werden soll, ist die erste derart umfassende seit 1986. Im Vordergrund stand die Erforschung der Auswirkungen von Tabakrauch auf Krebserkrankungen.
So erklärten Experten der Internationalen Agentur für Krebsforschung der WHO in London, dass das Risiko für Tumore bei vom Rauchen verursachten Krebsarten - etwa der Blase und des Nierenbeckens - höher sei als bisher angenommen.
Neu ist vor allem aber die Erkenntnis, dass auch Magen-, Leber-, Gebärmutterhals, Gebärmutter-, Nieren- und Nasenstirnhöhlenkrebs durch Rauchen verursacht werden.
Über drei Millionen Todesfälle jährlich
Im Jahr 1990 brachte die WHO über drei Millionen Todesfälle weltweit in Zusammenhang mit Zigarettenkonsum, 1998 war die Zahl bereits auf über vier Millionen angestiegen. Im Jahr 2020 wird laut WHO-Schätzungen der Zigarettenkonsum acht Millionen Menschen das Leben kosten.
-> Nähere Details bei der WHO-Tobacco Free Initiative
3.000 Studienergebnisse zusammengeführt
Die vorgestellte Studie berücksichtigt Ergebnisse von mehr als 3.000 weiteren Studien, an denen Millionen Menschen beteiligt waren. Daraus konnten erstmals Schlüsse gezogen werden, die bei kleiner angelegten Untersuchungen nicht möglich waren.
"Wir lernen noch immer, wie schädlich genau das Rauchen von Zigaretten ist", sagte der Vorsitzende des Gremiums, Jonathan Samet. An der Untersuchung waren 29 führende Experten aus zwölf Ländern beteiligt.
Tabakrauch und Nikotin
Der Luftschadstoff Tabakrauch besteht aus mehr als 4.500 chemischen Verbindungen mit unterschiedlichsten Wirkungen. Darin enthalten sind schleimhautreizende Stoffe, toxische Komponenten und allergieauslösende Verbindungen. Außerdem konnten bisher mehr als 50 Substanzen nachgewiesen werden, die das Erbgut verändern und Krebs erzeugen können.
Lange Zeit hieß es allerdings, dass der Nikotingehalt einer Zigarette zwar Abhängigkeit hervorrufe, aber keinerlei gesundheitsschädliche Folgen habe. Mittlerweile konnten Wissenschaftler aufgrund von Tierversuchen nachweisen, dass Nikotin das Wachstum von Blutgefäßen und somit die Entstehung von bösartigen Tumoren und von Gefäßverkalkung verstärkt.
-> science.ORF.at: Nikotin ist doch schädlich
Passivrauchen als Krebsursache erstmals nachgewiesen
Zudem kam die Krebsagentur der UNO erstmals offiziell zu dem Schluss, dass Passivrauchen Krebs verursacht: Auf Grundlage der Einzelstudien der vergangenen 20 bis 30 Jahre erkannten die Forscher an, dass sich durch das Einatmen des Rauchs das Risiko für Lungenkrebs um 20 Prozent erhöht.
-> science.ORF.at: Passiv rauchende Kinder sind häufiger krank
Langzeitwirkungen erstmals erforscht
"Jetzt fangen wir an zu sehen was passiert, wenn eine Generation in jungen Jahren zu rauchen anfängt und ihr ganzes Leben lang raucht. Bisher hatten wir nur Momentaufnahmen", sagte Samet, Leiter der Epidemiologie an der Schule für Öffentliche Gesundheit an der Johns Hopkins Universität in Baltimore. "Das Gesamtbild ist beunruhigender als das, was wir sahen, als wir nur die Einzelteile hatten."
Weltweit rund 1,2 Milliarden Raucher
Weltweit gibt es rund 1,2 Milliarden Raucher. Die Hälfte von ihnen stirbt nach Erkenntnissen der Forscher vorzeitig an Krebs, Herzerkrankungen oder anderen Krankheiten, die auf das Rauchen zurückzuführen sind.
Jeder dritte Österreicher raucht. Jährlich werden rund 13 Milliarden Zigaretten geraucht (Tendenz steigend). Damit liegt Österreich im europäischen Spitzenfeld. Was den Prozentsatz der jugendlichen Raucher anbelangt, werden wir in ganz Europa nur von Grönland überboten. Denn nach einem Bericht der WHO rauchen in Österreich bereits 19 Prozent der 15-jährigen Mädchen und 17 Prozent der 15-jährigen Burschen regelmäßig Zigaretten.
Rund 14.000 Österreicher sterben jährlich an den Folgen ihres Tabakkonsums. Viele wollen aufhören, doch nur jeder 20. Raucher schafft es im Alleingang, dem blauen Dunst zu entsagen. Mit Nikotin-Ersatzpräparaten wie Kaugummi, Nasenspray oder Pflaster, in Kombination mit neuen Medikamenten gelingt es jedem Dritten.
-> Nikotin Institut Wien
Bestes Vorbeugungsmittel: Aufhören!
Das beste Vorbeugungsmittel sei, mit dem Rauchen aufzuhören, erklärten die Forscher. Veränderte Inhaltsstoffe der Zigaretten etwa brächten nur geringe positive Effekte. "Wir glauben, dass die Fakten für sich sprechen", erklärte Jerry Rice, Leiter der Abteilung für Krebs erregende Substanzen der WHO-Agentur.
"Die effektivste Art, sich einer karzinogenen Substanz nicht auszusetzen ist, sich davon fern zu halten", empfiehlt der Wissenschaftler.
Mehr zu diesem Tehma in science.ORF.at
-> Lust aufs Nichtrauchen? Die erfolgreichsten Rauchentwöhnungsstrategien
-> "Ja zum Sport heißt Nein zum Tabak"
-> Irreführung der Raucher
-> Rauchen beeinflusst Geschlecht von Neugeborenen
Welt, außerhalb Europa / Australien - Abschreckende Wirkung australischer Zigarettenpackungen
« am: September 01, 2013, 19:37:12 Nachmittag »
Australien - Abschreckende Wirkung australischer Zigarettenpackungen
Eine neue Untersuchung im Onlinefachblatt "BMJ open" geht der Frage nach - und kommt zu einer eindeutigen Antwort: Zumindest kurzfristig scheint die Kampagne bei den Rauchern Wirkung zu zeigen. Grundlage der Studie ...... http://derstandard.at/1373513389987/Abschreckende-Wirkung-australischer-Zigarettenpackungen
4 - Steiermark, Kärnten / Kärnten: WKO empfiehlt Wirten, Urteil zu beachten
« am: August 31, 2013, 15:22:51 Nachmittag »
Nach "Nichtraucher-Entscheidung" des Höchstgerichts empfiehlt Wirtschaftskammer betroffenen Wirten, Weg zum Klo und zur Nichtraucherzone vorerst komplett rauchfrei zu halten.
+ siehe Kommentare!
http://www.kleinezeitung.at/freizeit/lokalerezepte/3394768/wko-empfiehlt-wirten-urteil-zu-beachten.story#forummain