Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=21.10.1997&Aktenzeichen=8%20S%201897/96
Timestamp: 2019-10-21 11:37:54
Document Index: 250586442

Matched Legal Cases: ['Art 14', '§ 165', '§ 166', '§ 47', '§ 165', '§ 166', 'Art. 14', '§ 47', 'Art. 14']

VGH Baden-Württemberg, 21.10.1997 - 8 S 1897/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,4934
VGH Baden-Württemberg, 21.10.1997 - 8 S 1897/96 (https://dejure.org/1997,4934)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 21.10.1997 - 8 S 1897/96 (https://dejure.org/1997,4934)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 21. Januar 1997 - 8 S 1897/96 (https://dejure.org/1997,4934)
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Normenkontrolle einer Satzung über eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme - Wohl der Allgemeinheit
Art 14 GG, § 165 BauGB, § 166 BauGB, § 47 VwGO
BauGB § 165; BauGB § 166; GG Art. 14
NVwZ-RR 1998, 720 (Ls.)
VBlBW 1998, 141
VGH Mannheim, Urteil vom 21.10.1997 - Az.: VGH 8 S 1897/96 -.
BVerwG 4 BN 4.98 VGH 8 S 1897/96.
Der 11, 7 ha umfassende Geltungsbereich des Bebauungsplans ist - mit einer geringfügigen Abweichung - identisch mit dem der am 20.7.1995 beschlossenen städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (vgl. hierzu das Normenkontrollurteil des Senats vom selben Tage im Verfahren - 8 S 1897/96 -).
Aus der im Normenkontrollverfahren - 8 S 1897/96 - dargelegten Nichtigkeit der Satzung über den städtebaulichen Entwicklungsbereich folge die Nichtigkeit des Bebauungsplans B. Unabhängig davon enthalte der Bebauungsplan unzulässige Festsetzungen und verstoße gegen das Abwägungsgebot.
Durch sie werden Inhalt und Schranken seines Eigentums geregelt; ferner ist eine Enteignung seiner Grundstücke unter erleichterten Umständen möglich (vgl. auch das Normenkontrollurteil des Senats v. 21.10.1997 - 8 S 1897/96 -, VBlBW 1998, 141 sowie Eyermann/Jörg Schmidt, VwGO 10. Aufl., § 47 Rn 42).
Eine unzulässige Bodenbevorratung (vgl. hierzu das Normenkontroll-Urt. des Senats v. 21.10.1997 - 8 S 1897/96 -, VBlBW 1998, 141 und den dieses bestätigenden Beschluß des BVerwG v. 31.3.1998 - 4 BN 4.98 -, BauR 1998, 751) ist in einem derartigen abschnittsweisen Vorgehen ebenfalls nicht zu sehen.
Das bedeutet, dass die Deckung eines erhöhten Bedarfs an Wohnstätten, der allgemein ein Allgemeinwohlbelang im Sinne des Art. 14 Abs. 3 Satz 1 GG ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 3. Juli 1998, NVwZ 99, 407 sowie Urteil vom 31. März 1998, UPR 98, 352), nur dann im konkreten Einzelfall die förmliche Festlegung eines städtebaulichen Entwicklungsbereichs rechtfertigt, wenn nicht auf andere, weniger einschneidende Weise, insbesondere durch Bauleitplanung oder Abschluss städtebaulicher Verträge, dieses Ziel erreicht werden kann (s. BVerwG, aaO, VGH Bad.-Württ., Urteil vom 21. Oktober 1997, VBlBW 1998, 141; BayVGH, Urteil vom 24. Oktober 1995, BayVBl 1996, 271).