Source: https://www.wko.at/service/kollektivvertrag/kv-baugewerbe-bauindustrie-angestellte-2020.html
Timestamp: 2020-07-06 02:13:56
Document Index: 240405699

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 14', '§ 4', '§ 6', '§ 19', '§ 23', '§ 7', '§ 10']

Kollektivvertrag Baugewerbe und Bauindustrie, Angestellte, gültig ab 1.5.2020 - WKO.at
Kollektivvertrag Baugewerbe und Bauindustrie, Angestellte, gültig ab 1.5.2020
Anhang zum Kollektivvertrag für Angestellte der Baugewerbe und der Bauindustrie gültig ab 1.5.2020
1. Die Bestimmungen dieses Kollektivvertrages treten mit 1. Mai 2020 in Kraft.
b) der Lehrlingsentschädigungen laut § 10 Ziffer 3,
d) der Erschwerniszulage laut § 14 Absatz 2
Durch die Mehrarbeit darf mit Ausnahme jener Fälle, in denen eine längere als 9-stündige tägliche Normalarbeitszeit auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen zulässig ist, eine tägliche Arbeitszeit von 9 Stunden nicht überschritten werden. Weiters darf durch die Mehrarbeit, ausgenommen bei Schichtarbeit, Einarbeitung in Verbindung mit Feiertagen gemäß § 4 Absatz 3 AZG und in Fällen einer längeren Normalarbeitszeit im Kollektivvertrag eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden nicht überschritten werden. Für die Anordnung von Mehrarbeit gelten dieselben Bestimmungen wie für die Anordnung von Überstunden nach § 6 (2) AZG. Mehrarbeitsstunden sind im Vorhinein anzuordnen und als solche zu bezeichnen; eine rückwirkende Bezeichnung ist unzulässig.
Für Arbeitnehmer, die auf im öffentlichen Interesse betriebenen Großbaustellen oder Baustellen der Wildbach- und Lawinenverbauung eingesetzt werden, kann durch Betriebsvereinbarung vereinbart werden, dass die wöchentliche Ruhezeit für einzelne Wochen gekürzt werden oder zur Gänze entfallen kann, wenn in einem 4-wöchigen Durchrechnungszeitraum eine durchschnittliche wöchentliche Ruhezeit von 36 Stunden gesichert ist, und dass die wöchentliche Normalarbeitszeit mehr als 40 Stunden betragen kann, wenn innerhalb eines Durchrechnungszeitraumes von 2 Wochen die wöchentliche Normalarbeitszeit im Durchschnitt 39 Stunden nicht überschreitet.
4. Fällt ein gesetzlicher Feiertag auf einen Werktag, so darf das Monatsgehalt trotz Ausfallens der Arbeitszeit nicht gemindert werden. Wird jedoch an einem solchen Feiertag gearbeitet, so ist die betreffende Arbeitsleistung mit dem Grundstundenlohn 1/146 und mit einem Zuschlag von 50 %, für die Zeit von 20 bis 5 Uhr mit einem Zuschlag von 100 % zu entlohnen.
Ferialarbeitnehmer sind Personen, die keine Volontäre sind und in Zeiten von Schulferien oder studienfreien Zeiten vorübergehend beschäftigt werden.
Bei Einreihung in die Beschäftigungsgruppe A1 erhalten Lehrlinge oder Jugendliche, die bisher in demselben Betrieb beschäftigt waren, das Gehalt der Beschäftigungsgruppe A1 im ersten und zweiten Jahr der Gruppenzugehörigkeit.
Die Höhe des einem Angestellten gebührenden Mindestgrundgehaltes ist der Mindestgrundgehaltstafel zu entnehmen. Welches der darin verzeichneten Mindestgrundgehälter im Einzelnen gebührt, richtet sich
Hat ein Angestellter auf Grund seiner Gruppenzugehörigkeitsjahre Anspruch auf Vorrückung in eine höhere Mindestgehaltsstufe seiner Beschäftigungsgruppe, tritt die Gehaltserhöhung am Ersten jenes Monates ein, in dem er die erhöhte Anzahl der Gruppenzugehörigkeitsjahre erreicht.
In Betrieben bis zu fünf Angestellten können jedenfalls in zwei Kalenderjahren ein Angestellter, in Betrieben mit mehr als fünf Angestellten zwei Angestellte ausgenommen werden.
5. Der Urlaubszuschuss ist bei Antritt des gesetzlichen Urlaubes in den Monaten Mai bis September, spätestens am 30. September eines jeden Jahres, auszubezahlen. Angestellten, die nach dem 30. September eintreten, ist der aliquote Teil des 14. Monatsgehaltes für dieses Kalenderjahr gemeinsam mit dem gebührenden Weihnachtsgeld auszuzahlen.
Werden im Kalenderjahr mehrere Urlaubsteile konsumiert, so gebührt der Urlaubszuschuss bei Antritt des längeren Urlaubsteiles, bei gleichen Urlaubsteilen ist er mit Antritt des ersten Urlaubsteiles fällig.
1. bei Dienstreisen auf weit entfernte Baustellen in Höhe von 29,00 Euro;
2. bei Dienstreisen auf Baustellen außerhalb der politischen Gemeinde, in der weder der ständige Arbeitsplatz noch der Wohnort des Arbeitnehmers liegen (auch wenn diese nicht weit entfernt sind) und die Dienstreise mehr als 11 Stunden dauert in Höhe von 29,00 Euro;
3. bei Dienstreisen auf Baustellen (auch wenn diese nicht weit entfernt sind) bei einer Dauer von mehr als 6 Stunden in Höhe von 15,80 Euro;
4. bei sonstigen Dienstreisen außerhalb der politischen Gemeinde, in der weder der ständige Arbeitsplatz noch der Wohnort des Arbeitnehmers liegen,
bei einer Dauer von mehr als 6 Stunden in Höhe von 15,80 Euro und
bei einer Dauer von mehr als 11 Stunden in Höhe von 29,00 Euro.
2. Die Höhe des Kilometergeldes für Motorfahrräder, Motorräder sowie für Personen- und Kombinationskraftwagen bestimmt sich nach den jeweiligen Reisegebührenvorschriften für die Bundesbediensteten.
der Arbeitgeber für die Kosten für die Beförderung aufkommt (z. B. Firmenwagen, Werksverkehr)
Ausgenommen sind reine Reisezeiten außerhalb der Normalarbeitszeit als Lenker eines Fahrzeuges im Zuge einer Dienstreise. Diese Reisestunden sind Arbeitsstunden, für welche pro Lenkstunde ein Betrag von 11,85 Euro je Stunde, maximal jedoch für drei Lenkstunden pro Reisetag vergütet wird. Bei Beziehern einer Überstundenpauschale sind diese Lenkstunden durch die Überstundenpauschale abgegolten, wenn sie in Zeiten fallen, die durch die Überstundenpauschalvereinbarung abgedeckt sind.
g) Wohnungswechsel, wenn der Angestellte seinen bisherigen Hauptwohnsitz aufgibt und einen neuen Hauptwohnsitz begründet
Der Lehrling ist verpflichtet, den "Ausbildungsnachweis zur Mitte Lehrzeit" (gemäß der Richtlinie des Bundes-Berufsausbildungsbeirats zur Förderung der betrieblichen Ausbildung von Lehrlingen gemäß § 19c BAG vom 2.4.2009) zu absolvieren. Bei positiver Bewertung erhält er eine einmalige Prämie in Höhe von 300 Euro. Die Prämie ist gemeinsam mit der Lehrlingsentschädigung auszubezahlen, die nach dem Erhalt der Förderung fällig wird.
Höhe der Abfertigung "alt" (§ 23 AngG);
abgeschlossen zwischen der Bundesinnung Bau und dem Fachverband der Bauindustrie einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft der Privatangestellten, Wirtschaftsbereich Bau, Wohnbau, anderseits, zur Abänderung bzw. Ergänzung des Kollektivvertrages für Angestellte der Baugewerbe und der Bauindustrie vom 28. September 1948, in der Fassung vom 1. Mai 2019.
Der Anhang zum Kollektivvertrag für Angestellte der Baugewerbe vom 28. September 1948, in der Fassung vom 1. Mai 2019, wird abgeändert wie folgt:
1. Schichtarbeit laut § 7 (7) mit Geltung ab 1.5.2020 in € ...... 6,80
Gemäß § 10 Ziff. 3 des Kollektivvertrages für An­ge­stellte:
mit Geltung ab 1.5.2020 in €
im 1. und 2. Jahr 1.791,–
nach dem 2. Jahr 1.873,–
nach dem 4. Jahr 1.933,–
nach dem 6. Jahr 2.009,–
nach dem 8. Jahr 2.086,–
nach dem 10. Jahr 2.164,–
im 1. und 2. Jahr 2.125,–
nach dem 2. Jahr 2.229,–
nach dem 4. Jahr 2.332,–
nach dem 6. Jahr 2.437,–
nach dem 8. Jahr 2.541,–
nach dem 10. Jahr 2.645,–
im 1. und 2. Jahr 2.724,–
nach dem 2. Jahr 2.862,–
nach dem 4. Jahr 3.000,–
nach dem 6. Jahr 3.138,–
nach dem 8. Jahr 3.275,–
nach dem 10. Jahr 3.414,–
im 1. und 2. Jahr 3.880,–
nach dem 2. Jahr 4.085,–
nach dem 4. Jahr 4.293,–
nach dem 6. Jahr 4.494,–
nach dem 8. Jahr 4.701,–
nach dem 10. Jahr 4.905,–
im 1. und 2. Jahr 5.473,–
nach dem 2. Jahr 5.674,–
nach dem 4. Jahr 5.876,–
nach dem 6. Jahr 6.077,–
nach dem 8. Jahr 6.275,–
im 1. und 2. Jahr 3.179,–
nach dem 2. Jahr 3.303,–
nach dem 4. Jahr 3.426,–
nach dem 6. Jahr 3.549,–
nach dem 8. Jahr 3.669,–
nach dem 10. Jahr 3.793,–
im 1. und 2. Jahr 3.383,–
nach dem 2. Jahr 3.517,–
nach dem 4. Jahr 3.654,–
nach dem 6. Jahr 3.786,–
nach dem 8. Jahr 3.922,–
nach dem 10. Jahr 4.055,–
im 1. und 2. Jahr 3.754,–
nach dem 2. Jahr 3.905,–
nach dem 4. Jahr 4.057,–
nach dem 6. Jahr 4.205,–
nach dem 8. Jahr 4.356,–
nach dem 10. Jahr 4.506,–
Zur Feststellung des bisherigen und des nächsthöheren Mindestbruttomonatsgehaltes ist die ab 1. Mai 2020 geltende Gehaltstabelle heranzuziehen.
Bei jenen Angestellten, die höhere als die im Kollektivvertrag für Angestellte der Baugewerbe und der Bauindustrie festgelegten Gehälter beziehen, ist deren bisheriges Gehalt um den Differenzbetrag zu erhöhen, der sich aus dem bisherigen kollektivvertraglichen Gehalt (1.5.2019) und den entsprechenden Sätzen des Kollektivvertrages vom 1.5.2020 ergibt.
im 1. Lehrjahr 780,–
im 2. Lehrjahr 1.001,–
im 3. Lehrjahr 1.243,–
im 4. Lehrjahr 1.478,–
Ferialpraktikanten pro Monat mit Geltung ab 1.5.2020 in € ...... 1.052,–
b) in Höhen von 800 bis 1200 m ............... 1,66
in Höhen von mehr als 1600–2000 m ...... 2,67
sofern die Baustelle bis 200 m über einer geschlossenen Wohnsiedlung liegt ...... 1,36
in Höhen von mehr als 2000 m ................ 3,87
sofern die Baustelle bis 200 m über einer geschlossenen Wohnsiedlung liegt ....... 1,96
Die im Abschnitt I dieses Kollektivvertrages angeführten Bestimmungen treten, sofern kein anderer Inkrafttretungszeitpunkt bestimmt ist, mit 1. Mai 2020 in Kraft.
"Auslandsentsendung-Checkliste“
Gehaltsordnung Baugewerbe und Bauindustrie, Angestellte, gültig ab 1.5.2020