Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20179/80
Timestamp: 2019-08-23 02:00:19
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BGH, 15.06.1982 - VI ZR 179/80 - dejure.org
BGH, 15.06.1982 - VI ZR 179/80
https://dejure.org/1982,337
BGH, 15.06.1982 - VI ZR 179/80 (https://dejure.org/1982,337)
BGH, Entscheidung vom 15.06.1982 - VI ZR 179/80 (https://dejure.org/1982,337)
BGH, Entscheidung vom 15. Juni 1982 - VI ZR 179/80 (https://dejure.org/1982,337)
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Feststellungsurteil - Rechtskraft eines Feststellungsurteils - Einwendung - Tatsachenverhandlung
NJW 1982, 2257
MDR 1983, 47
VersR 1982, 877
BauR 1982, 604
Die Rechtskraft eines Feststellungsurteils lässt die spätere Berücksichtigung von Einwendungen, die das Bestehen des festgestellten Anspruchs betreffen und sich auf Tatsachen stützen, die schon zur Zeit der letzten Tatsachenverhandlung vorgelegen haben, nicht zu (vgl. BGH 15. Juni 1982 - VI ZR 179/80 - NJW 1982, 2257).
Zwar führt die Rechtskraft eines Feststellungsurteils, in dem die Schadensersatzpflicht des in Anspruch genommenen Schädigers festgestellt worden ist, dazu, dass Einwendungen, die sich auf Tatsachen stützen, welche schon zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung vorgelegen haben, nicht mehr berücksichtigt werden dürfen, soweit sie das Bestehen des festgestellten Anspruchs betreffen (vgl. Senatsurteile vom 15. Juni 1982 - VI ZR 179/80 - VersR 1982, 877 und vom 14. Juni 1988 - VI ZR 279/87 - VersR 1988, 1139).
Zwar können zur Auslegung der Urteilsformel auch Tatbestand, Entscheidungsgründe und in geeigneten Fällen das zugrunde liegende Parteivorbringen herangezogen werden (BGH, Urteil vom 15. Juni 1982 - VI ZR 179/80, NJW 1982, 2257, unter II; Urteil vom 16. März 1999 - XI ZR 209/98, NJW-RR 1999, 1006, unter II 2; Urteil vom 16. April 2002 - KZR 5/01, WRP 2002, 1082, unter II 2 a, jeweils m.w.N.).
Zudem ist eine solche Auslegung nur begrenzt möglich; sie hat sich im Interesse der Rechtssicherheit allein an das zu halten, was der Richter erkennbar zum Ausdruck gebracht hat (BGH, Urteil vom 15. Juni 1982, aaO;… Urteil vom 16. April 2002, aaO, jeweils m.w.N.).
Nur wenn die Urteilsformel allein nicht ausreicht, die Reichweite der Bindungswirkung zu erfassen, sind der Tatbestand und die Entscheidungsgründe, erforderlichenfalls auch das Parteivorbringen, ergänzend heranzuziehen (im Anschluss an BGH, Urt. v. 15.6.1982 VI ZR 179/80, NJW 1982, 2257 f.;… Urt. v. 17.2.1983 III ZR 184/81, NJW 1983, 2032;… Urt. v. 1.7.1986 VI ZR 120/85, NJW 1987, 371;… Urt. v. 2.12.1993 IX ZR 11/92, NJW-RR 1994, 409;… Urt. v. 16.4.2002 KZR 5/01, GRUR 2002, 915, 916 = WRP 2002, 1082 Wettbewerbsverbot in Realteilungsvertrag).
Nur wenn die Urteilsformel allein nicht ausreicht, um den Rechtskraftgehalt der Entscheidung zu erfassen, sind Tatbestand und Entscheidungsgründe, erforderlichenfalls auch das Parteivorbringen, ergänzend heranzuziehen (BGH, Urt. v. 15.6.1982 - VI ZR 179/80, NJW 1982, 2257 f.;… Urt. v. 17.2.1983 - III ZR 184/81, NJW 1983, 2032;… Urt. v. 1.7.1986 - VI ZR 120/85, NJW 1987, 371;… Urt. v. 2.12.1993 - IX ZR 11/92, NJW-RR 1994, 409;… Urt. v. 16.4.2002 - KZR 5/01, GRUR 2002, 915, 916 = WRP 2002, 1082 - Wettbewerbsverbot in Realteilungsvertrag).
Dies gälte sogar dann, wenn sich der Verwaltungsgerichtshof in den Gründen dieses Beschlusses zu der Frage der hinreichenden Bestimmtheit (und der deshalb zu bejahenden Vollstreckungsfähigkeit) des Urteils vom 9. Oktober 2012 nicht geäußert hätte (vgl. zur Erstreckung der Rechtskraftwirkung einer Entscheidung auch auf Gesichtspunkte, die darin nicht erörtert wurden, z.B. BGH, U.v. 15.6.1982 - VI ZR 179/80 - MDR 1983, 47; U.v. 11.5.1988 - IVb ZR 89/87 - NJW 1988, 2375 f.).
Umfang der Rechtskraft eines Feststellungsurteils im Hinblick auf später geltend …
Zwar führt die Rechtskraft eines Feststellungsurteils, in dem die Schadensersatzpflicht des in Anspruch genommenen Schädigers festgestellt worden ist, dazu, daß Einwendungen, die sich auf Tatsachen stützen, welche schon zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung vorgelegen haben, nicht mehr berücksichtigt werden dürfen, soweit sie das Bestehen des festgestellten Anspruchs betreffen (vgl. Senatsurteile vom 15. Juni 1982 - VI ZR 179/80 - VersR 1982, 877 und vom 14. Juni 1988 - VI ZR 279/87 - VersR 1988, 1139).
Durch den Einwand der Beklagten, der Unfall sei für die Erwerbsunfähigkeit des Klägers und dementsprechend für dessen Verdienstausfall nicht kausal gewesen, wird - entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts - nicht wie bei der Geltendmachung eines Mitverschuldenseinwands im Sinne des § 254 BGB der Grund des rechtskräftig festgestellten Schadensersatzanspruchs in Frage gestellt (vgl. hierzu die oben genannten Senatsurteile vom 15. Juni 1982 - VI ZR 179/80 - …und vom 14. Juni 1988 - VI ZR 279/87 - aaO), sondern die haftungsausfüllende Kausalität zwischen der unfallbedingten Verletzung und einem vom Kläger behaupteten (vermögensmäßigen) Folgeschaden bestritten.
Denn nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs tritt die Präklusionswirkung des Feststellungsurteils nur bezüglich solcher Einwendungen ein, die sich auf Tatsachen stützen, die schon zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung vorgelegen haben (vgl. BGH, NJW 1989, 105, Tz. 10; BGH, VersR 1982, 877).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs darf anders als beim Grundurteil im Feststellungsprozeß wegen der weitergehenden Rechtskraftwirkung eines Feststellungsurteils nicht offenbleiben, ob der Kläger den ihm entstandenen Schaden unter Mitverschuldensgesichtspunkten teilweise selbst tragen muß (…BGH, Urt. v. 25. November 1977 - I ZR 30/76, NJW 1978, 544; v. 15. Juni 1982 - VI ZR 179/80, NJW 1982, 2257; v. 7. Juni 1988 - IX ZR 278/87, WM 1988, 1352, 1355).
BGH, 14.06.1988 - VI ZR 279/87
BAG, 19.09.1985 - 6 AZR 460/83
Referenzprinzip - Tarifvertrag - Lohnausfallprinzip - Urlaubsgeld
BGH, 11.07.2001 - XII ZR 270/99
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BGH, 05.03.1985 - VI ZR 195/83
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Haftung des Amts zur Regelung offener Vermögensfragen: Erteilung eines …
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BAG, 18.10.1985 - 7 AZR 301/83
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Bindung des Nachlassgerichts an die Feststellungen des Prozessgerichts
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Rechtsirrtümliche Beschränkung des Urteilsausspruchs auf den Asylanspruch aus GG …