Source: https://www.seedmatch.de/faq
Timestamp: 2019-09-19 22:56:48
Document Index: 331742928

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 7', '§ 39', '§ 7', '§ 39', '§ 39', '§ 7', '§ 39']

FAQ | Seedmatch – Crowdfunding für Startups
Die häufigsten Fragen zur Nutzung der Plattform
Die Anmeldung und die Nutzung der Plattform sind kostenfrei. Für die Vermittlung werden keine Abschlussgebühren berechnet.
Seedmatch ist grundsätzlich offen für jeden über 18 Jahre. Private Personen könnne ebenso wie Firmen (UG und GmbH) investieren.
Ihr Investment hat die Form eines partiarischen Nachrangdarlehens. Damit partizipieren Sie als Investor gleich mehrfach. Je nachdem, ob Sie sich für Seed Investments oder für Venture Debt entscheiden, haben Sie die Möglichkeit, am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu partizipieren.
Alle Investments werden direkt auf ein Konto der Secupay AG eingezogen und von der Secupay AG auf einem Treuhandkonto verwaltet. Ist ein Crowdfunding erfolgreich, zahlt die Secupay AG das Kapital gemäß den Regelungen des jeweiligen Investmentvertrags in Teilbeträgen an das Unternehmen aus.
Mit einem Investment durch das partiarische Nachrangdarlehen sind rein rechtlich keine Mitspracherechte verbunden. Als Investor haben Sie aber über die Plattform die Chance, mit den Unternehmen zu kommunizieren und sich aktiv einzubringen, bspw. indem Sie Empfehlungen und Feedback, aber auch Kritik aussprechen. Die Erfahrung zeigt, dass die Geschäftsführer der Unternehmen gern mit diesem Input arbeiten.
Ihre Informationsrechte sind jedoch vertraglich genau definiert: Das Unternehmen muss Ihnen jeweils zum 30. der Monate Januar, April, Juli und Oktober einen Quartalsbericht und darüber hinaus den Jahresbericht über den Investor-Relations-Kanal, den jedes Funding bei Seedmatch besitzt, zur Verfügung stellen.
Ein Investment in Form des partiarischen Nachrangdarlehens ist ein Risikoinvestment, bei dem ein Totalverlust Ihres Investments möglich ist. Bitte beachten Sie auch unsere Allgemeinen Investorenhinweise.
Seedmatch ist eine Plattform, auf der langfristige Investmentbeziehungen entstehen, für die ein gewisses Maß an Verbindlichkeit notwendig ist. Wir wollen, dass alle Nutzer unserer Plattform – Unternehmen und Investoren – einander vertrauen können. Vertrauen kann leichter wachsen, wenn man weiß, mit wem man es zu tun hat. Die jungen Unternehmen gewähren Ihnen einen Einblick in ihre Geschäftsidee und stellen sich Ihnen vor. Zeigen auch Sie sich, indem Sie Ihre vollständigen Kontaktdaten angeben. So kann Vertrauen als Grundlage für eine lebendige Beziehung entstehen.
Ihre Adresse wird für die Erstellung Ihres individuellen Investmentvertrages mit dem Unternehmen benötigt. Ihre Steuernummer ist für die korrekte steuerliche Abrechnung des partiarischen Nachrangdarlehens notwendig und wird ausschließlich dafür verwendet. Entsprechend unserer Datenschutzerklärung behandeln wir alle Ihre Daten vertraulich und werden sie niemals unerlaubt weitergeben, veröffentlichen oder für andere Zwecke verwenden als für die Verarbeitung Ihrer Investments.
Als Zahlungsart steht die Lastschrift von einem SEPA-fähigen Eurokonto zur Verfügung. Die Lastschrift wird direkt nach dem Investment vom angegebenen Konto eingezogen. Dies wird von unserem Zahlungsdienstleister durchgeführt, der alle Investments auch treuhänderisch verwaltet. Dieser zahlt die Investments entsprechend der Verträge jeweils an die Unternehmen aus.
Ihre Kontoverbindung ist ausschließlich bei unserem Zahlungsdienstleister Secupay hinterlegt. Um diese für anstehende Zinsaus- oder Tilgungszahlungen zu aktualisieren, senden Sie bitte dieses Dokument per E-Mail an invest@seedmatch.de oder direkt an Secupay.
Ja, es ist möglich, mit einer Gesellschaft (GmbH und UG) zu investieren. Wählen Sie dazu im Investmentprozess die Option „als Kapitalgesellschaft investieren“ aus und hinterlegen Sie die Gesellschaftsdaten. Für jedes Investment können Sie entscheiden, ob Sie als Privatperson oder Kapitalgesellschaft investieren wollen. Als Unternehmen können Sie auch über 10.000 Euro investieren.
Für jeden Investor sind Beträge ab 250 Euro möglich. Die weiteren Schritte sind jeweils ein Vielfaches von 250 Euro. Ab 1.000 Euro ist aufgrund gesetzlicher Vorgaben eine einfache Selbstauskunft für Privatpersonen notwendig. Privatpersonen können maximal 10.000 Euro pro Unternehmen investieren.
Über 10.000 Euro können Sie nur als Gesellschaft (GmbH und UG) investieren. Wenden Sie sich in diesem Fall bitte per E-Mail an invest@seedmatch.de.
Die Fundingschwelle ist die Mindestsumme, die erreicht werden muss, damit eine Finanzierung erfolgreich abgeschlossen wird. Darüber hinaus kann aber noch bis zum Fundinglimit – also der maximal möglichen Fundingsumme – investiert werden. Ist ein Funding nicht erfolgreich, wird also die Fundingschwelle nicht erreicht, erhalten alle Investoren automatisch ihr Geld zurück.
Das Fundinglimit ist die obere Grenze der Investments, bis zu der das Unternehmen Kapital einsammeln möchte. Sobald diese Summe erreicht ist, wird das Funding ebenfalls erfolgreich beendet.
Hier gibt es keinen Unterschied, denn unter Crowdinvesting versteht man eine Unterform des Crowdfunding. Genau genommen handelt es sich um Equity-based Crowdfunding, wenn Investoren in junge Unternehmen investieren und dabei am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Um diese Form der Finanzierung von anderen abzugrenzen, hat sich in Deutschland der Begriff Crowdinvesting etabliert.
Nicht zu verwechseln ist Equity-based Crowdfunding bzw. Crowdinvesting mit Reward-based Crowdfunding, wie es etwa die bekannte, US-amerikanische Plattform Kickstarter oder die deutsche Plattform Startnext anbietet. Hier werden die Geldgeber nicht am Unternehmenserfolg beteiligt, sondern erhalten eine Belohnung oder ein bestimmtes Produkt für ihr Investment.
In der ersten Zeit nach Launch von Seedmatch konnten Investoren stille Beteiligungen erwerben. Wieso wurde dies geändert und wie unterscheidet sich das Modell der partiarischen Nachrangdarlehen von den stillen Beteiligungen?
Investments, die vor dem 29. November 2012 bei Seedmatch getätigt wurden, haben die Form einer stillen Beteiligung. Dies war für den Start von Crowdfunding für Startups (mittlerweile auch manchmal Crowdinvesting genannt) in Deutschland damals die zuverlässigste und naheliegendste Lösung, erwies sich aber für größere Fundingsummen als nicht praktikabel. Deswegen gibt es seit dem 29. November 2012 bei Seedmatch das partiarische Nachrangdarlehen.
Für Sie als Investor hat sich mit der Einführung der partiarischen Darlehen im Wesentlichen folgendes geändert:
Durch das Investmentmodell mit partiarischen Darlehen sind auch größere Investitionsrunden möglich – das heißt, deutsche Unternehmen können seitdem bei Seedmatch auch mehr als 100.000 Euro einsammeln.
Ihre Stellung bei einem Exit, d. h. wenn z. B. ein großer Investor Mehrheitsanteile des Unternehmens übernimmt, ist vertraglich genau festgelegt.
Im Gegenzug gibt es fortan eine Verwässerungsklausel – das heißt, dass man zukünftig nach einer ersten Investmentrunde über Seedmatch z. B. eine Investmentquote von 0,1 %, nach einer weiteren Runde z. B. nur noch 0,09 % hat. Das klingt schlimmer als es ist: Denn wenn ein Unternehmen neues Kapital aufnimmt, sinkt häufig die Investmentquote proportional zur Steigerung des zugrunde liegenden Unternehmenswert, sodass Ihr Investment nach einer Verwässerung wertmäßig unverändert ist.
Bei erfolgreichem Crowdfunding – und nur dann – bekommt Seedmatch vom jeweiligen Unternehmen ein Honorar in Höhe von 5 bis 10 % der gefundeten Summe. Genauere Informationen finden Sie in unseren statusbezogenen Informationen sowie in den jeweiligen Vermögensanlagen-Informationsblättern (VIB) der Unternehmen.
Die häufigsten Fragen zu Seed Investments
Mit einem Investment profitieren Sie gleich mehrfach: Entsprechend der Höhe Ihres Investments sind Sie an Gewinnausschüttungen der jeweiligen Startups und vor allem langfristig an deren wirtschaftlichen Erfolg beteiligt. Unter dem Reiter “Vertragliches” finden Sie die Renditebeispielrechnungen des jeweiligen Startups. Darüber hinaus können Sie als Investor – neben Ihrem finanziellen Return on Investment – bei vielen Startups von Anfang an von exklusiven Investoren-Vorteilen profitieren, bspw. von besonderen Rabatten oder Investoren-Goodies.
durch Ihre Partizipation am wirtschaftlichen Erfolg des Startups, welche Sie nach Auslaufen der Mindestvertragslaufzeit durch Kündigung des Investmentvertrages realisieren können (der sog. „Bonuszins nach Kündigung“),
bzw. durch Ihre Partizipation am Erlös aus einem Exitereignis (der sog. „Bonuszins nach Exitereignis“), wenn das Startup z. B. mehrheitlich an einen anderen Investor verkauft wird.
In der Regel bewerben sich die Firmen bei Seedmatch, indem sie per E-Mail ein Pitch Deck einsenden, welches das Geschäftsmodell in aller Kürze zusammenfasst. Seedmatch nimmt dies zur Grundlage und evaluiert intern, ob das Geschäftskonzept für ein Crowdfunding auf der Plattform in Frage kommt. Die Vorauswahl der Startups findet auf Basis des Seedmatch-Investmentfokus und nach bestimmten formalen Kriterien statt. Eine Geschäftsidee passt dann zu Seedmatch, wenn sie unter anderem die folgenden Eigenschaften erfüllt:
Proof of Concept – die Gründer können nachweisen, dass die Idee funktioniert
Skalierbarkeit – das Geschäftsmodell ist nachhaltig und skalierbar
Nach einem positiven Feedback von Seedmatch schickt das Startup dann im nächsten Schritt ausführlichere Unterlagen, u. a. einen Businessplan zu. Seedmatch setzt sich daraufhin mit dem Businessplan und den weiteren Unterlagen auseinander und schaut, ob formale Kriterien, wie beispielsweise die Skalierbarkeit oder der Proof of Concept gegeben sind.
Überzeugt das Konzept, lädt Seedmatch das Gründerteam im letzten Schritt zum persönlichen Kennenlernen ein, um das Geschäftskonzept und den Ablauf des Fundings zu besprechen und natürlich, um ein Gefühl für die Gründer zu bekommen.
Wenn es keine offenen Punkte mehr gibt, das Team im persönlichen Kennenlernen überzeugt hat und das Geschäftskonzept des Startups für ein Crowdfunding in Frage kommt, steigt Seedmatch mit dem Gründerteam in den standardisierten vier- bis sechswöchigen Vorbereitungsprozess für das Crowdfunding ein.
Weniger als 1 % aller eingegangenen Bewerbungen werden zu einer Kampagne auf Seedmatch zugelassen.
Die Unternehmensbewertung wird grundsätzlich vom Startup erstellt und dient der Berechnung der jeweiligen Investmentquote eines Investors. Die Bewertung ist keine Aussage über das Startup und dessen aktuelle Wirtschaftlichkeit, sondern repräsentiert im Wesentlichen die Erwartungen des Startups zu dessen zukünftigen Ertragsaussichten unter Berücksichtigung einer risikoadäquaten Verzinsung. Von der Höhe einer Unternehmensbewertung ist in keiner Weise auf die Rentabilität oder einen vorhandenen Substanzwert des Unternehmens zu schließen.
Die Mindestvertragslaufzeit liegt in der Regel bei 5 Jahren. Danach können Sie Ihren Investmentvertrag jährlich zum Jahresende beenden und Sie werden entsprechend den Regelungen des Vertrags ausgezahlt. Startups haben in der Regel frühestens nach acht Jahren das Recht, das Vertragsverhältnis zu beenden.
Die häufigsten Fragen zu Venture Debt
Bei Venture Debt gewähren Sie als Investor ein endfälliges Darlehen ab 250 Euro mit einer tagesgenau berechneten Festverzinsung von bis zu 9 % p. a. über eine Laufzeit von bis zu 5 Jahren. Zusätzlich ergibt sich durch den sogenannten „Venture Kicker“ als einmaligen und endfälligen Bonuszins eine weitere Renditechance – je mehr Umsatz das Startup erwirtschaftet, desto mehr Rendite für Sie als Investor.
Seed Investments werden in der Regel in junge Startups getätigt, die eine innovative Idee mit Hilfe der Crowd auf den Markt bringen wollen. Die Unternehmen, die Venture Debt einsammeln, sind über diesen Schritt bereits hinaus, haben den Proof of Concept bereits erbracht und befinden sich mit einem etablierten Geschäftsmodell im Markt.
Die Renditeerwartung von Seed Investments setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Im Falle eines Exits sind Sie quasi unbegrenzt in Höhe Ihrer persönlichen Investmentquote - vorbehaltlich einer Verwässerung - am Exit-Erlös beteiligt. Zusätzlich sind Sie am wirtschaftlichen Erfolg des Startups entsprechend Ihrer persönlichen Investmentquote in Form von jährlichen Bonuszinsen beteiligt. Wenn (bei Ausbleiben eines Exits) der Vertrag gekündigt wird, nehmen Sie anhand einer Berechnungformel direkt an der Wertsteigerung des Unternehmens teil. Als letzten Bestandteil bietet Ihnen der Vertrag einen 1 %igen endfälligen Festzins. Die unterschiedlichen Beispielrechnungen haben wir in unserem Blog dargestellt.
Venture Debt Investments werden mit bis zu 9 % p. a. verzinst, wobei die Zinsauszahlung halbjährlich stattfindet. Zusätzlich hat jeder Investor die Chance auf einen endfälligen Bonuszins, der sich am Umsatz des Unternehmens orientiert.
Die Auszahlung der Festzinsen erfolgt halbjährlich, die des Bonuszinses erfolgt bei Vertragsende.
Die Zinsberechung wird mit der im Euroraum üblichen act/360 Methode vorgenommen. Die Zinsen werden entsprechend tagesgenau bestimmt. Ein frühes Investment zahlt sich also aus, da die exakte Verzinsung ab dem Tag des Investments berechnet wird.
Was genau ist der Venture Kicker?
Der Venture Kicker ist ein einmaliger umsatzabhängiger Bonuszins, der am Laufzeitende ausgezahlt wird. Maßgeblich für den Bonuszins ist der Umsatz des Unternehmens. Wenn bei Laufzeitende der ermittelte, jährliche Umsatz über einer vertraglich festgelegten Summe lag, erhält der Investor einmalig einen Betrag von 10 bis 30 % seines Darlehensbetrages.
Für Investoren, die innerhalb des Early-Bird-Zeitraums investieren, wird ein besonderer Zinssatz gewährt. So kann - je nach Ausgestaltung - beispielsweise der Darlehensbetrag mit 9 % p. a. für die gesamte Vertragslaufzeit verzinst werden. Investments nach diesem Zeitraum werden dann mit 8 % p. a. verzinst. Die Ausgestaltung und den genauen Zeitraum für den Early-Bird-Bonus bestimmt das Unternehmen.
Was passiert im Exitfall? Werde ich am Exit beteiligt?
Eine Exitbeteiligung entfällt bei Venture Debt. Sollte es während der Laufzeit eines Venture Debt-Investments zu einem Exit-Ereignis kommen und die Darlehensverträge durch Kündigung des Unternehmens vorzeitig aufgelöst werden, dann erhalten Investoren eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung. Diese setzt sich aus den Festzinsen der kompletten Laufzeit und dem maximalen Bonuszins zusammen.
Die Mindestlaufzeit beträgt bis zu 5 Jahren. Der Vertrag kann in diesem Zeitraum nur vom Unternehmen vorzeitig gekündigt werden. In diesem Fall erhält der Investor die oben beschriebene Vorfälligkeitsentschädigung. Nach der Mindestlaufzeit kann der Investor und das Unternehmen mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Ende jeden Jahres ohne Vorfälligkeitsentschädigung kündigen.
Die steuerliche Identifikationsnummer ist eine 11-stellige Nummer, welche lebenslang gültig ist. Sie finden Sie im Einkommensteuerbescheid auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung oder im Informationsschreiben Ihres Finanzamtes (aus dem Jahr 2011). Sollten Sie diese nicht mehr auffinden, können Sie beim Bundeszentralamt für Steuern die Nummer erneut anfordern.
Wie werden Kapitalerträge aus einem Investmentvertrag, der auf Seedmatch abgeschlossen wurde, versteuert?
Im Allgemeinen gilt für jeden einzelnen Investmentvertrag, den Sie im Privatvermögen halten, folgendes: Erträge aus solchen Investmentverträgen sind Einkünfte aus Kapitalvermögen im Sinne von § 20 Einkommensteuergesetz (EStG) und unterliegen grundsätzlich der sogenannten Abgeltungsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Diese Steuern und Zuschläge sind von dem jeweiligen Startup einzubehalten und an das zuständige Finanzamt abzuführen. Mit diesem Steuerabzug ist Ihre Einkommensteuerschuld für die Besteuerung von Kapitalerträgen, die aus Seedmatch Investmentverträgen resultieren, grundsätzlich abgegolten.
Muss ich als Investor bei Seedmatch meiner Steuererklärung etwas beilegen bzw. bei der Erstellung beachten?
Die Gewinn- bzw. Ergebnismitteilung ist das Dokument, in dem das Startup Sie über Ihren jährlichen Anteil am zurückliegenden Gewinn bzw. Ergebnis des Geschäftsjahres und über die evtl. einbehaltenen Steuern informiert.
Erhalte ich grundsätzlich jedes Jahr eine Gewinn- bzw. Ergebnismitteilung von den Startups, in die ich investiert habe?
Als stiller Gesellschafter sollten Sie in aller Regel jedes Jahr (erstmals nach Ablauf des ersten Geschäftsjahres eines Startups) eine Ergebnismitteilung erhalten; maßgeblich sind aber immer die Regelungen des jeweiligen Investmentvertrags. Als partiarischer Darlehensgeber erhalten Sie in der Regel nur dann eine Mitteilung, wenn das Startup im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Gewinn erwirtschaftet hat, an dem Sie als Investor partizipieren.
Die Frist für die Aufstellung des Jahresabschlusses regelt grundsätzlich der Gesellschaftsvertrag des jeweiligen Startups. Regulär ist die Frist für die Aufstellung des Jahresabschlusses von kleinen Kapitalgesellschaften, um die es sich in der Regel bei den Startups auf Seedmatch handelt, maximal sechs Monate nach Ende des Geschäftsjahres (z. B. bei Geschäftsjahr gleich Kalenderjahr ist die Frist der 30. Juni).
Kann man als Investor Verluste aus einem Investment in ein Startup steuerlich geltend machen?
Zur Beantwortung dieser Frage ist zum einen zwischen dem "alten" Seedmatch Vertragswerk in Form stiller Beteiligungen (in Gebrauch bis Nov. 2012) und dem aktuellen Vertragswerk in Form partiarischer Nachrangdarlehen, und zum anderen zwischen laufenden Verlusten aus dem operativen Geschäftsbetrieb eines Startups und Verlusten aufgrund einer Insolvenz/Liquidation oder Ähnlichem, zu unterscheiden.
Haben Sie sich als typisch stiller Gesellschafter beteiligt und halten Sie die Beteiligung im Privatvermögen, so gilt grundsätzlich das Werbungskostenabzugsverbot. In diesem Fall können die Verluste teilweise steuerlich berücksichtigt werden. Ob dies auch für den Fall der Insolvenz oder Liquidation gilt, ist aber umstritten. Des Weiteren ist zu beachten, dass Verluste aus Kapitalvermögen per se nur beschränkt mit anderen Einkunftsarten verrechenbar und maximal in Höhe der tatsächlich geschuldeten Einlage berücksichtigungsfähig sind. Darüber hinausgehende dem Kapitalkonto belastete Verluste, können ausschließlich mit zukünftigen Gewinnen aus derselben Einkunftsquelle verrechnet werden. Um zu erfahren, inwiefern in Ihrem konkreten Fall eine Verlustberücksichtigung möglich ist, wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.
Die aktuellen Verträge von Seedmatch sehen ein Investment in Form eines partiarischen Nachrangdarlehens vor. Partiarische Darlehen sehen keine Beteiligung an den Verlusten aus der operativen Tätigkeit des Startups vor, sodass auch eine steuerliche Geltendmachung von laufenden Verlusten des Startups beim Investor nicht möglich ist. Neuverluste dürfen Sie mit Ihren Zinserträgen und anderen Einkünften innerhalb derselben Anlageklasse bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. Das betrifft den Bereich der Kapitalertragsteuer. Erträge aus Investmentfonds, stillen Beteiligungen oder aber auch aus partiarischen Nachrangdarlehen gehören bei Privatanlegern zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Diese unterliegen der Kapitalertragsteuer von 25 % nach dem § 7 InvStG. Diese Steuerschuld können Sie reduzieren, indem Sie Ihren Zinserträgen auch die Ausfälle Ihrer Investments gegenüberstellen und verrechnen. Sofern die Anlageklasse identisch ist, wird Ihr Verlust vom Finanzamt in aller Regel auch anerkannt. Eine klassische Verlustbescheinigung erhalten Sie hier meist nicht. Als Nachweis Ihres Verlustes geben Sie in der Regel das Schreiben des Insolvenzverwalters an, welches besagt, dass nachrangigen Forderungen gemäß § 39 InsO nicht befriedigt werden können oder alternativ den Beschluss bei Abweisung mangels Masse. Insolvenzen können nur für das Jahr steuerlich geltend gemacht werden, in welchem der Verlust auch tatsächlich zustande kommt - sprich in dem Jahr, in dem das Insolvenzverfahren abgeschlossen oder mangels Masse abgewiesen wurde. Ihr Steuerberater hilft Ihnen gerne weiter.
Was müssen Sie als Investor beachten, wenn Sie Ihre Steuererklärung abgeben wollen, aber noch nicht von allen Ihrer Startups Ergebnismitteilungen erhalten haben bzw. Ihre Steuererklärung bereits abgegeben haben und nachträglich noch eine oder mehrere Ergebnismitteilungen erhalten?
Allgemein und unabhängig davon, ob Sie ihre Steuererklärung bereits abgegeben haben oder nicht gilt in der Regel folgendes: Im Falle eines Gewinns des Startups, der wiederum zu Zinseinkünften (partiarisches Darlehen) bzw. Gewinnbeteiligungen (stille Beteiligung) führt, ist das Fehlen einer entsprechenden Mitteilung unproblematisch, da die Abgeltungssteuer vom Startup an das Finanzamt abgeführt wird und ihre Steuerschuld als Investor damit automatisch abgegolten ist. Im Falle eines Verlusts oder einer Insolvenz des Startups beachten Sie bitte die Erläuterungen zur steuerlichen Geltendmachung von Verlusten.
Vor diesem Hintergrund ist diese Fragestellung daher in der Regel nur für Investments in Form stiller Beteiligungen von Interesse, bei denen es wiederum einen Verlustanteil (begrenzt auf die Höhe des ursprünglichen Investments) gibt. Für diesen Fall ist in zeitlicher Hinsicht folgendes zu beachten: Steuererklärungen sind normalerweise fristgebunden abzugeben. Eine Fristverlängerung wird in der Regel nur kurzfristig gewährt, sofern Sie als Steuerpflichtiger nicht durch einen zur steuerlichen Vertretung Berechtigten vertreten werden. Auch bei steuerlicher Vertretung wird zwar in der Regel eine längere, aber keine unbefristete Verlängerung gewährt.
Wie kann ich einen steuerlichen Verlust geltend machen?
Neuverluste dürfen Sie mit Ihren Zinserträgen und anderen Einkünften innerhalb derselben Anlageklasse bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. Das betrifft den Bereich der Kapitalertragsteuer. Erträge aus Investmentfonds, stillen Beteiligungen oder aber auch aus partiarischen Nachrangdarlehen gehören bei Privatanlegern zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Diese unterliegen der Kapitalertragsteuer von 25 % nach dem § 7 InvStG. Diese Steuerschuld können Sie reduzieren, indem Sie Ihren Zinserträgen auch die Ausfälle Ihrer Investments gegenüberstellen und verrechnen. Sofern die Anlageklasse identisch ist, wird Ihr Verlust vom Finanzamt in aller Regel auch anerkannt. Eine klassische Verlustbescheinigung erhalten Sie hier meist nicht. Als Nachweis Ihres Verlustes geben Sie in der Regel das Schreiben des Insolvenzverwalters an, welches besagt, dass nachrangigen Forderungen gemäß § 39 InsO nicht befriedigt werden können oder alternativ den Beschluss bei Abweisung mangels Masse. Insolvenzen können nur für das Jahr steuerlich geltend gemacht werden, in welchem der Verlust auch tatsächlich zustande kommt - sprich in dem Jahr, in dem das Insolvenzverfahren abgeschlossen oder mangels Masse abgewiesen wurde. Ihr Steuerberater hilft Ihnen gerne weiter.
Sie sollten Ihre Anschrift in Ihrem Nutzerprofil auf Seedmatch stetig aktuell halten, damit die Startups u. a. für Zwecke der Versendung von Ergebnis- bzw. Gewinnmitteilungen Ihre aktuelle Adresse zur Verfügung haben.
Ich lebe im Ausland, verfüge aber über ein deutsches Konto. Was muss ich steuerlich beachten, wenn ich bei Seedmatch investiere?
Ja, das Startup ist in aller Regel verpflichtet, die Kapitalertragsteuer an das Finanzamt abzuführen, selbst wenn z. B. ein Doppelbesteuerungsabkommen eine andere Regelung hinsichtlich von Zinseinkünften aus partiarischen Darlehen vorsieht. Es ist allerdings möglich, im Nachgang beim Bundeszentralamt für Steuern die Erstattung der zu hoch abgezogenen Steuern zu beantragen.
Was ist als Investor bei Zugaben (Rabatte, Gutscheine, Goodies, etc.) steuerrechtlich zu beachten?
Bekommen Sie die Zugabe als Privatperson ohne Zusammenhang mit einer Tätigkeit, aus der Sie steuerliche Einkünfte erzielen, ergeben sich für Sie keine steuerlichen Konsequenzen. Bekommen Sie die Zugabe im Rahmen einer beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit (z. B. weil Sie als Gesellschaft oder Selbständiger investiert haben), müssten Sie diese Zugabe grundsätzlich versteuern, weil Sie durch den geldwerten Vorteil bereichert sind. Bitte wenden Sie sich hierfür an Ihren Steuerberater.
Das Startup hätte zwar grundsätzlich die Möglichkeit, für diese Zugaben eine Pauschalversteuerung vorzunehmen. Aufgrund der heterogenen Investorenstruktur sieht das Startup in aller Regel jedoch von dieser Wahlmöglichkeit ab, um eine steuerlich nachteilige Behandlung zu vermeiden.
Die folgenden Informationen erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder Korrektheit und sind in keiner Weite als Entscheidungsgrundlage oder Beratung anzusehen. Im Einzelfall kann eine verlässliche Auskunft nur durch einen Rechtsanwalt oder Insolvenzberater erfolgen.
Es ist für alle Beteiligten, für die Gründer und Mitarbeiter des Unternehmens und auch Sie eine schwierige und belastende Situation. Wir als Plattform möchten sowohl das Unternehmen als auch Sie dazu ermutigen, in engem direkten Austausch im IR-Kanal gemeinsam miteinander zu kommunizieren. Bitte haben Sie dafür Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Fragen etwas Zeit in Anspruch nimmt. Leider kommt es immer auch zu Verzögerungen und gegebenenfalls bestimmt der vorläufige Insolvenzverwalter die Informationspolitik des Unternehmens. Auch wenn es für Sie als Investorin oder Investor unbefriedigend ist und Sie viele Fragen haben: Mit der strengen Informationspolitik soll die Verhandlungsposition des Unternehmens gegenüber möglichen Verhandlungspartnern (bspw. Neuinvestoren oder Kaufinteressenten) und damit auch in weiterer Konsequenz Ihre Investition nicht negativ beeinflusst werden.
Unsere FAQ sollen Sie neben unseren Investorenmailings möglichst gut durch einen Insolvenzprozess begleiten. Fehlt Ihnen eine Information oder wird Ihre Frage nicht angezeigt? Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail an invest@seedmatch.de.
Nein. Wenn ein junges Unternehmen z. B. nach langem Kampf feststellen muss, dass man kein tragfähiges Geschäftsmodell für sein Innovationsvorhaben findet, ist es in wirtschaftlicher Hinsicht gescheitert. Allerdings bedeutet das nicht automatisch, dass das Unternehmen Insolvenz anmelden muss. Es kann z. B. auch eine Liquidation in Betracht kommen, wenn u. a. keine Zahlungsunfähigkeit droht.
Der Eröffnungsbeschluss enthält dabei auch die Angabe, bis wann die Forderungen beim Insolvenzverwalter anzumelden sind und wann die Gläubigerversammlung bzw. der Prüftermin stattfindet. Grundsätzlich wird jeder Insolvenzgläubiger darüber hinaus auch vom Insolvenzverwalter angeschrieben und aufgefordert seine vermeintlichen Forderungen anzumelden; dies passiert aber erst nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Es ist jedoch auch möglich, dass eine solche Aufforderung im Falle von nachrangigen Gläubigern erst einmal ausbleibt. Sollte man den Termin zur Forderungsanmeldung verpassen, ist jederzeit bis zur Beendigung des Insolvenzverfahrens eine Nachmeldung möglich. Bei erfolgreicher Abwicklung und erfolgter Verteilung der Insolvenzmasse hebt das Insolvenzgericht das Insolvenzverfahren auf.
Die Ablehnung mangels Masse erfolgt, wenn die voraussichtlich vorhandene freie Insolvenzmasse nicht einmal die Kosten eines Insolvenzverfahrens decken wird. Das kann theoretisch auch noch im Rahmen eines laufenden Insolvenzverfahrens erfolgen („Einstellung des Verfahrens mangels Masse“).
Für den Seedmatch-Investor bedeutet die Ablehnung mangels Masse im Regelfall keine Besserstellung, sondern das Gegenteil ist der Fall. Auch hier wird in der Regel mit keiner Quote zu rechnen sein, sodass es zum Totalverlust des investierten Kapitals kommt.
Wie oben bereits erläutert, werden mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Gläubiger vom Insolvenzverwalter aufgefordert, ihre Forderungen gegenüber dem insolventen Unternehmen beim Insolvenzverwalter anzumelden. Dies gilt dem Grundsatz nach auch für Crowdinvestoren, die in Form des partiarischen Darlehens oder als stille Gesellschafter investiert haben. Allerdings wird man als Crowdinvestor aufgrund des vereinbarten Nachrangs den anderen einfachen Insolvenzgläubigern nachgestellt. Es handelt sich hierbei um eine sog. nachrangige Forderung nach § 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO. Dies bedeutet gleichzeitig, dass eine Forderungsanmeldung erst berücksichtigt wird, wenn das Insolvenzgericht bzw. der Verwalter die nachrangigen Gläubiger zur Anmeldung auffordert. Dies erfolgt regelmäßig erst, wenn auch für diese mit einer Quote zu rechnen ist. Das kommt in der Praxis so gut wie nie vor. Durchschnittlich ist mit einer Quote von rund 5 % für die einfachen Gläubiger zu rechnen, sodass für nachrangige Gläubiger in der Praxis nichts übrig bleibt. Das ist auch der Grund, warum man ggf. als nachrangiger Gläubiger gar nicht erst vom Insolvenzverwalter angeschrieben wird. Es ist jedenfalls nicht möglich, dass sie vergessen werden; als Investor sind sie dem Insolvenzverwalter bekannt. Wenn nach Bedienung der einfachen Gläubiger aus der Insolvenzmasse doch noch etwas übrig sein sollte, dann werden sie in jedem Fall vom Insolvenzverwalter aufgefordert ihre Forderungen anzumelden.
Jeder Insolvenzgläubiger kann jederzeit Akteneinsicht vor Ort beim zuständigen Insolvenzgericht nehmen. Häufig erhalten die Gläubiger von dem jeweiligen Insolvenzverwalter auch Zugangsdaten zu einem geschlossenen Gläubigerinformationssystem, auf welchem regelmäßig Berichte und sonstige Informationen zum Stand des Verfahrens veröffentlicht werden.
Neuverluste dürfen Sie mit Ihren Zinserträgen und anderen Einkünften innerhalb derselben Anlageklasse bei Ihrer Steuererklärung geltend machen. Das betrifft den Bereich der Kapitalertragsteuer. Erträge aus Investmentfonds, stillen Beteiligungen oder aber auch aus partiarischen Nachrangdarlehen gehören bei Privatanlegern zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Diese unterliegen der Kapitalertragsteuer von 25 % nach dem § 7 InvStG.
Diese Steuerschuld können Sie reduzieren, indem Sie Ihren Zinserträgen auch die Ausfälle Ihrer Investments gegenüberstellen und verrechnen. Sofern die Anlageklasse identisch ist, wird Ihr Verlust vom Finanzamt in aller Regel auch anerkannt. Eine klassische Verlustbescheinigung gibt es in den meisten Fällen nicht. Als Nachweis Ihres Verlustes geben Sie beispielsweise das Schreiben des Insolvenzverwalters an, welches besagt, dass nachrangigen Forderungen gemäß § 39 InsO nicht befriedigt werden können oder alternativ den Beschluss bei Abweisung mangels Masse. Insolvenzen können nur für das Jahr steuerlich geltend gemacht werden, in welchem der Verlust auch tatsächlich zustande kommt - sprich in dem Jahr, in dem das Insolvenzverfahren abgeschlossen oder mangels Masse abgewiesen wurde. Ihr Steuerberater hilft Ihnen gerne weiter.
Seedmatch steht für Transparenz, aber auch für Neutralität. Bei jeglichen Vorgängen, die das direkte Vertragsverhältnis von Unternehmen und Investoren betreffen, hat Seedmatch grundsätzlich eine neutrale Position; das gilt natürlich auch für Insolvenzen. Da der Ausgang einer Insolvenz grundlegend offen ist, wird das Unternehmen erst nach Liquidation bzw. Abschluss eines Insolvenzverfahrens mit „gescheitert“ gelabelt. Im Laufe eines solchen Verfahrens ist es möglich, dass Werte im Unternehmen noch aufgetan, neue Investoren akquiriert, durch den Verkauf von bestimmten Assets im Unternehmen oder gar durch Neustrukturierung das Unternehmen wieder stabilisiert werden kann. Eine vorherige Kennzeichnung schwächt das Unternehmen in potentiellen Verhandlungen und schmälert die Chance, Ihr Investment doch noch zu sichern.
Als angemeldeter Nutzer auf der Plattform hat man während der Laufzeit der Crowdfunding-Kampagne die Möglichkeit, unter dem Reiter “Vertragliches” einen Musterinvestmentvertrag des jeweiligen Fundings einzusehen.
Wie sieht das demographische Profil der Investoren aus?
Zahlen und Fakten zum demographischen Profil der Investoren finden Sie hier.
Diese Frage lässt sich natürlich nicht abschließend für jedes Unternehmen gleich beantworten. Aus unserer Erfahrung hat sich jedoch herausgestellt, dass ein junges Unternehmen die folgenden Kriterien erfüllen sollte, um eine Crowdinvesting-Kampagne erfolgreich abzuschließen:
Proof of Concept/Proof of Market bereits erreicht (das Unternehmen kann zeigen, dass das Konzept funktioniert und im besten Fall liegen schon Umsätze vor) oder
Das Unternehmen schickt uns sein Pitch Deck, den Finanzplan u. ä. Dokumente als Bewerbung zu. Das Projekt wird im Dealflow-Team besprochen. Anschließend wird es vom Dealflow Manager u. a. hinsichtlich Innovationskraft, Markttauglichkeit und Wirtschaftlichkeit analysiert und offene Fragen werden mit dem Unternehmen besprochen. Fällt dieser erste Projektcheck positiv aus, laden wird das Unternehmen zu uns nach Dresden zu einem persönlichen Kennenlernen ein. Passt alles zusammen, können wir in die 4 - 5-wöchige Funding-Vorbereitung starten.
Ca. 1 % der Unternehmen, die eine Bewerbung an Seedmatch schicken, schaffen es durch den mehrstufigen Auswahlprozess und bekommen die Möglichkeit, ein Funding bei Seedmatch zu starten.
Wie lange dauert eine Crowdfunding-Kampagne auf Seedmatch?
Eine Kampagne auf Seedmatch läuft maximal zweimal 60 Tage. Wird die Fundingschwelle in den ersten 60 Tagen nicht erreicht, wird die Kampagne nicht verlängert und gilt als nicht finanziert. Wird die Fundingschwelle in den ersten 60 Tagen erreicht, wird die Kampagne in der Regel um weitere 60 Tage verlängert. Sobald das maximale Fundingvolumen erreicht wurde, wird die Kampagne mit dem Label erfolgreich finanziert abgeschlossen.
Zahlen und Fakten zum Durchschnitts-Funding finden Sie hier.
Häufig gestellte Fragen von Gründern
Die häufigsten Fragen zu Crowdfunding-Kampagnen
Bei Seedmatch können Sie eine Vielzahl von Investoren gewinnen, die von Ihrem Unternehmen überzeugt sind und Sie mit persönlichen Empfehlungen unterstützen können. Kommen Sie direkt mit Ihrer Zielgruppe ins Gespräch! Damit bekommen Sie eine Finanzierung mit einem ganz besonderen Mehrwert.
Eindeutig ja! Ein Crowdfunding (mittlerweile auch manchmal Crowdinvesting genannt) lässt dem Unternehmes alle Möglichkeiten einer Anschlussfinanzierung offen – es ermöglicht sie oftmals überhaupt erst. Eine Anschlussfinanzierung kann über eine (oder mehrere) weitere Crowdfunding-Finanzierungsrunde(n) realisiert werden, genauso aber auch über öffentlich geförderte Finanzierungen, Business Angels oder andere Venture Capitalists.
Das zeigt zum Beispiel Secucloud. Neben drei (!) Finanzierungsrunden mit der Crowd hat das IT-Security-Startup auch Investments von namhaftem VCs und Business Angels bekommen. Auch die jungen, erfolgreichen Fintech-Unternehmen Lendstar und gini (ehemals smarchive), haben nach ihrem Seedmatch-Funding Anschlussfinanzierungen von VCs erhalten. Bei den thüringischen Startups Rotorvox und oncgnostics hat vor dem Crowdfunding bei Seedmatch bereits die beteiligungsmanagement thüringen GmbH (bm|t) investiert. Das Biotech-Startup oncgnostics gestaltete seine Finanzierungsrunde sogar als Co-Investment von Crowd und bm|t.
Ein Crowdfunding bei Seedmatch und andere VC-Finanzierungen funktionieren also miteinander.
Überzeugt Ihr Businessplan, laden wir Sie im letzten Schritt zu Seedmatch ein. Bei diesem Treffen lernen wir uns gegenseitig kennen und wir besprechen das Geschäftskonzept und den Ablauf des Fundings.
Wie geht es dann weiter? Wie ist der Ablauf des Crowdfundings?
Ihre Unterlagen und Ihr Businessplan werden zunächst ausschließlich intern gesichtet und niemals ohne vorherige Zustimmung des Gründerteams weitergegeben oder veröffentlicht. Die Erstellung aller Inhalte für die Unternehmenspräsentation auf der Crowdfunding-Plattform sowie auch die Freischaltung erfolgt durch das Unternehmen – also Sie selbst.
Die Investments Ihrer Investoren haben die Form von partiarischen Nachrangdarlehen. Damit behalten Sie als Gründer die Entscheidungsfreiheit in Ihrem Unternehmen. Das Vertragswerk ermöglicht Ihnen, über ein Crowdfunding auch Summen über 100.000 Euro einzusammeln.
Mit einem Crowdfunding gewinnen Sie eine Menge von Investoren, die Ihnen für einen festgelegten mittel- bis langfristigen Zeitraum ihr Kapital anvertrauen und Ihnen damit finanziell “auf die Sprünge” helfen. Sie können mit Ihren Investoren kommunizieren, um Rat bitten und durch die Vielzahl von involvierten Personen eine hohe Reichweite durch persönliche Empfehlungen bekommen. Dafür verpflichten Sie sich, Ihre Investoren mit regelmäßigen Quartalsberichten, Jahresabschlüssen und unregelmäßigen persönlichen Updates auf der Plattform über die Entwicklung Ihres Unternehmens zu informieren.
Bei erfolgreichem Crowdfunding – und nur dann – bekommt Seedmatch ein Honorar in Höhe von 5 - 10 % der gefundeten Summe. Transaktionskosten für die Überweisungen der Investments fallen nur im Erfolgsfall an. Für das Funding benötigen Sie ein kleines Präsentationsvideo (ca. 3 min), das Sie im Vorfeld produzieren – je nachdem, wie aufwändig Sie dieses gestalten möchten, variieren die Kosten hier. Sie haben dabei einen großen Entscheidungsspielraum, maßgeblich ist, dass das Video Aufmerksamkeit weckt, für Ihre Idee begeistert und eine Mindestqualität erfüllt.
Bei partiarischen Nachrangdarlehen bleiben alle Entscheidungsrechte beim Unternehmen – also bei Ihnen. Ihnen steht aber natürlich die Möglichkeit offen, Ihre Investoren über den Investor-Relations-Kanal nach Ihrer Meinung zu fragen – und damit das Ohr direkt am Markt zu haben. Die Investoren erwarten eine aktive Diskussion im Investor-Relations-Kanal.
Die Mindestvertragslaufzeiten liegen in der Regel zwischen 5 und 8 Jahren. Im Falle eines Exitereignisses werden die Verträge automatisch beendet und die Investoren wirtschaftlich am Exiterlös beteiligt. Falls ein Exitereignis ausbleiben sollte, sind Investoren nach Auslaufen der Mindestvertragslaufzeit auf Basis einer EBIT- oder Umsatz-Multiple Regelung wirtschaftlich am Erfolg ihres Unternehmens beteiligt. Vorteil von Seedmatch-Investmentverträgen: Auch zum Ende der Mindestvertragslaufzeit müssen nicht alle Investoren zur selben Zeit ausbezahlt werden, sondern können stufenweise „abgeschmolzen“ werden.
Beim Seed Investment partizipiert er an etwaigen jährlichen Gewinnen und vor allem langfristig am wirtschaftlichen Erfolg des Startups in Form einmaliger Bonuszinsen (bei Kündigung oder bei Exit). Eine Verlustbeteiligung seitens des Investors findet nicht statt.
Beim Venture Debt wird das Kapital mit einem festen Zins p. a. verzinst. Diese Zinszahlungen werden halbjährlich ausbezahlt. Zusätzlich gibt es einen Venture Kicker, eine individuelle, prozentuale Einmalzahlung, bei einer besonders positiv verlaufenden Unternehmensentwicklung.
Wenn Sie darüber hinaus noch Fragen oder Anregungen haben, dann nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf.