Source: https://issuu.com/bbf.ch/docs/jr_d_120?e=4447114/2748651
Timestamp: 2019-07-16 11:28:33
Document Index: 297533028

Matched Legal Cases: ['Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 3', 'Art. 104', 'Art. 16', 'Art. 37', 'Art. 5', 'Art. 11', 'Art. 20', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 17', 'Art.\u200521', 'Art. 9', 'Art. 17', 'Art. 6', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 14', 'Art. 50', 'Art. 53', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 10', 'Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 10', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 3']

FINMA Jahresrechnung 2011 DE by BBF.CH - Issuu
JAHRESBERICHT 2011 2010 JAHRESRECHNUNG
FINMA Jahresrechnung 2011 Rechnungslegungsperiode 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011
Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA Einsteinstrasse 2 CH-3003 Bern Tel.	+41 (0)31 327 91 00 Fax	+41 (0)31 327 91 01 info@finma.ch www.finma.ch
Geschlechtsneutrale Formulierung Aus Gründen der einfacheren Lesbarkeit wird auf die geschlechterspezifische Differenzierung – beispielsweise Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für beide Geschlechter.
Jahresrechnung 2011 | FINMA
03.12 1400 860283781
ABKÜRZUNGEN	7 Bilanz	8 Erfolgsrechnung	9 Gesamtergebnisrechnung	9 Geldflussrechnung	10 Eigenkapitalnachweis	11 Anhang	13 1	Geschäftstätigkeit
Anwendung neuer und angepasster Standards
Verpflichtungen aus künftigen Ansprüchen auf Dienstaltersgeschenke
Anschaffungen, Unterhalt, Reparaturen, Einrichtungen
4 Unsicherheit in der Bewertung	Erläuterungen zur Bilanz
8 Aktive Rechnungsabgrenzungen	9 Sachanlagen
18 Erlöse
23	Eventualverbindlichkeiten
24	Staatshaftungsgesuche
Aufsichtsbereiche	48
Allgemeine Gebührenverordnung vom 8. September 2004 (SR 172.041.1)
Bundespersonalgesetz vom 24. März 2000 (SR 172.220.1)
BU	Berufsunfall BVG 2010
Lebenserwartungs-Wahrscheinlichkeitstafeln gemäss den technischen Grundlagen für die Berechnung der Leistungen und Verpflichtungen in der beruflichen Vorsorge
DAG	Dienstaltersgeschenk DBO
Überlebens- und Sterbewahrscheinlichkeitstafeln der Eidgenössischen Versicherungskasse 2000
Bundesgesetz vom 22. Juni 2007 über die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finanzmarktaufsichtsgesetz; SR 956.1)
FINMA-GebV	Verordnung vom 15. Oktober 2008 über die Erhebung von Gebühren und Abgaben durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA-Gebühren- und Abgabenverordnung; SR 956.122) FINMA-PV
Finanzmarktprüfverordnung vom 15. Oktober 2008 (SR 956.161)
Verordnung vom 19. Dezember 2003 über die Entlöhnung und weitere Vertragsbedingungen der obersten Kader und Leitungsorgane von Unternehmen und Anstalten des Bundes (Kaderlohnverordnung; SR 172.220.12)
NBU	Nichtberufsunfall OCI
Other Comprehensive Income: direkt im Eigenkapital erfasste Aufwände und Erträge in der Gesamterfolgsrechnung
SRO	Selbstregulierungsorganisation TCHF
Verordnung des EFD vom 6. Dezember 2001 zur Bundespersonal-	verordnung (SR 172.220.111.31)
19’346
3’762
2’141
11’318
15’778
33’247
6’368
5’142
34’568
38’389
Sachanlagen Immaterielle Anlagen Anlagevermögen
4’923
10’816
47’145
18’905
49’122
20’983
9’731
9’119
–33’670
–4’299
8’491
–19’041
–25’370
–5’730
Gewinnvortrag Kumulierte versicherungsmathematische Verluste Reserven Reserven FINMAG Reserven Initial-FINMA Eigenkapital
89’539
84’080
16’517
Übriger Ertrag Erlösminderungen Nettoerlös
107’026
100’296
–77’946
–70’923
–5’651
–6’930
–11’425
–10’664
–2’087
–97’109
–91’109
9’917
9’187
–29’371
–2’463
–19’640
Informatikaufwand Übriger Betriebsaufwand Abschreibungen
Finanzertrag Finanzaufwand Finanzergebnis
Gewinn Sonstiges Ergebnis Versicherungsmathematische Verluste Gesamtergebnis
–1’250
–1’715
–1’183
10’593
20’791
17’408
Gewinn Nicht ausgabenwirksame Posten der Erfolgsrechnung: Abschreibungen auf Anlagevermögen Veränderung Delkredere Veränderung Rückstellungen für Pensionskassenverbindlichkeiten Veränderung langfristige Verbindlichkeit Dienstaltersgeschenke Veränderung des betrieblichen Umlaufvermögens und der kurzfristigen Verbindlichkeiten: Veränderung Forderung aus Leistungen Veränderung übrige Forderungen und aktive Abgrenzung Veränderung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Veränderung übrige Verbindlichkeiten und passive Abgrenzung (ohne Finanzverbindlichkeit) Veränderung Zinsen
Zinseinnahmen Zinsausgaben Nettomittelfluss aus Geschäftstätigkeit Investitionen Sachanlagevermögen
–3’313
–1’248
–2’141
–13’916
Flüssige Mittel zu Geschäftsjahresbeginn Flüssige Mittel zu Geschäftsjahresende
Kumulierte vers.math. Verluste
Reserven InitialFINMA
–9’119
–1’836
–12’387
–8’491
Sonstiges Ergebnis Umbuchung Reserven Endbestand
Die «Reserven FINMAG» entsprechen der nach Art. 16 FINMAG verlangten Reservebildung. Diese Reserven müssen sich innerhalb von zehn Jahren auf den Umfang eines Jahresbudgets belaufen. Die «Reserven Initial-FINMA» stellen die ursprüngliche Unterdeckung aus der Eröffnungsbilanz der FINMA per 1. Januar 2009 dar, die sich vorwiegend aus der Verpflichtung nach IAS 19 ergibt.
1	Geschäftstätigkeit Finanzmarktaufsicht
beaufsichtigten Branchen. Zudem stellt sie mit ihrer
­(FINMA)1 setzt sich als unabhängige Aufsichtsbe-
Überwachungstätigkeit sicher, dass sich die Beauf-
hörde für den Schutz der Gläubiger, Anleger und
sichtigten an die Gesetze, Verordnungen, Weisun-
Versicherten sowie für den Schutz der Funktions-
gen und Reglemente halten sowie die dauernd zu
fähigkeit der Finanzmärkte ein. Die Schutzziele, die
gewährleistenden Bewilligungsvoraussetzungen
sowohl den Individual- als auch den Funktionsschutz
bzw. den System- und den Reputationsschutz
Die FINMA spricht nach Massgabe des Gesetzes
be­ inhalten, stehen im Vordergrund des Mandats
Sanktionen aus und leistet Amtshilfe. Sie ist auch
der FINMA. Der Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit
Aufsichtsbehörde im Bereich der Offenlegung von
des Finanzplatzes ist nicht Ziel, sondern erhoffte
Beteiligungen, führt die erforderlichen Verfahren,
und erwünschte Wirkung der Aufsichtstätigkeit.
Die gesetzliche Grundlage der FINMA bildet das
Strafanzeige beim Eidgenössischen Finanzdeparte-
Bundesgesetz über die Eidgenössische Finanz-
ment (EFD). Weiter ist die FINMA Aufsichtsbehörde
marktaufsicht (FINMAG).
Als staatliche Aufsichtsbehörde ist die FINMA
mit hoheitlichen Befugnissen über Banken, Ver-
sicherungen, Börsen, Effektenhändler, kollektive
Schliesslich ist die FINMA auch Regulierungs­
Kapitalanlagen sowie Vertriebsträger und Versi-
instanz. Sie arbeitet bei Gesetzgebungsverfahren
cherungsvermittler ausgestattet. Sie ist zuständig
mit und erlässt, wo dazu ermächtigt, eigene Ver-
für die Geldwäschereibekämpfung und wickelt bei
ordnungen und Rundschreiben. Ausserdem ist sie
Bedarf Sanierungsverfahren und Konkurse ab. Die
für die Anerkennung von Selbstregulierungsnormen
FINMA bewilligt den Betrieb von Unternehmen der
Die FINMA hat ihren Sitz an der Einsteinstrasse 2 in Bern.
Einzelbeträgen und Summen zum Teil Rundungs-
Der vorliegende Finanzbericht der FINMA steht
differenzen ergeben. Aktiven und Passiven sind,
in Einklang mit den International Financial Reporting
wenn nicht anders erwähnt, zu historischen Kosten
Standards (IFRS). Die FINMA ist eine öffentlich-
ausgewiesen. Aufwände und Erträge werden in der
rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit
Periode verbucht, in der sie auch angefallen sind.
und gehört zur dezentralen Bundesverwaltung. Beim vorliegenden Abschluss handelt es sich um einen Einzelabschluss mit der Berichtsperiode
1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011. Bilanzstich-
Die sich aus der erstmaligen Anwendung neuer
tag ist der 31. Dezember 2011. Die Berichtswährung
oder überarbeiteter Standards und Interpretationen
ist Schweizer Franken (CHF).
ergebenden Änderungen der Bilanzierungs- und
Alle Zahlen werden, sofern nicht anders ausge-
Bewertungsgrundsätze werden retrospektiv ange-
führt, in tausend Schweizer Franken (TCHF) darge-
wendet, sofern eine prospektive Anwendung nicht
stellt. In den Tabellen können sich zwischen den
ausdrücklich vorgeschrieben ist.
Neue und angepasste Standards sowie Interpretationen, die erstmals für das Geschäftsjahr 2011 angewendet wurden
Bezeichnung/Anpassungen
Finanzinstrumente: Angaben (ausgegeben 2005). Kleinere Anpassungen im Rahmen des «Improvement Project», gültig ab 1. Januar 2011. Die erstmalige Anwendung dieser Anpassung hat zu keiner Korrektur der Vorjahresangaben geführt.
Darstellung des Abschlusses (überarbeitet 2007). Anpassungen in Bezug auf die Darstellung der Elemente des sonstigen Ergebnisses und den Eigenkapitalnachweis, gültig ab 1. Januar 2011. Die erstmalige Anwendung dieser Anpassung hat zu keiner Korrektur der Vorjahresangaben geführt.
IAS 19 – Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung, gültig ab 1. Juli 2008. Anpassungen in Bezug auf Berechnung der Begrenzungen, gültig ab 1. Januar 2011. Die erstmalige Anwendung dieser Anpassung hat zu keiner Korrektur der Vorjahresangaben geführt.
Neue und überarbeitete Standards sowie Interpretationen, die erst für das Geschäftsjahr 2012 oder später in Kraft treten und nicht frühzeitig angewendet werden Standard
Voraussichtliche Anwendbarkeit
Erstmalige Anwendung der IFRS (ausgegeben 2003). Anpassungen im Zusammenhang mit der Erstanwendung in Hochinflationsländern und Übergangsbestimmungen, gültig ab 1. Juli 2011.
Finanzinstrumente: Angaben (ausgegeben 2005). Anpassungen betreffend Offenlegungen bei einem Transfer von finanziellen Vermögenswerten mit anhaltendem Engagement (Continuing Involvement) der Gesellschaft, gültig ab 1. Juli 2011.
Finanzinstrumente (ausgegeben 2009), gültig ab 1. Januar 2015. Gegenüber IAS 39 sieht der neue Standard Anpassungen und Vereinfachungen in Bezug auf die Kategorisierung und Bewertung von Finanzaktiven vor. Die Bestimmungen hinsichtlich der Finanz­ verbindlichkeiten werden von IAS 39 weitgehend übernommen. Abweichungen ergeben sich bezogen auf die Berücksichtigung des eigenen Kreditrisikos sowie die Bewertung von bestimmten derivativen Finanzinstrumenten.
Konzernabschlüsse (ausgegeben 2011), gültig ab 1. Januar 2013.
Gemeinsame Vereinbarungen (ausgegeben 2011), gültig ab 1. Januar 2013.
Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen (ausgegeben 2011), gültig ab 1. Januar 2013.
Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert (ausgegeben 2011), gültig ab 1. Januar 2013. Der neue Standard vereinheitlicht die unterschiedlichen in den übrigen Standards bestehenden Bestimmungen in Bezug auf die Definition und Bemessung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value) sowie die entsprechenden Offenlegungsvorschriften.
Darstellung des Abschlusses (überarbeitet 2007). Anpassungen in Bezug auf die Darstellung der Elemente des sonstigen Ergebnisses und den Eigenkapitalnachweis, gültig ab 1. Juli 2012.
Ertragssteuern (überarbeitet 1996), gültig ab 1. Januar 1998 bzw. 1. Januar 2001. Anpassungen in Bezug auf die Bemessung latenter Steuern betreffend Renditeliegenschaften, gültig ab 1. Januar 2012.
Leistungen an Arbeitnehmer (überarbeitet 2011), gültig ab 1. Januar 2013. Im Wesentlichen wird die Korridormethode abgeschafft, das heisst, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste müssen künftig sofort vollständig im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital (OCI) erfasst werden. Dies wird in den meisten Fällen zu einer Reduk­ tion des IFRS-Eigenkapitals führen. Der Vorsorgeaufwand ist zudem neu zwischen der Erfolgsrechnung und dem sonstigen Ergebnis im Eigenkapital (OCI) aufzuteilen. Dabei fliessen der laufende Dienstzeitaufwand und der Nettozinseffekt in die Erfolgsrechnung. Für die Berechnung des Nettozinseffekts wird derselbe Zinssatz verwendet wie bei der Berechnung der Defined Benefit Obligation (DBO). Versicherungsmathematische Anpassungen und Neubewertungen werden hingegen im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital (OCI) erfasst. Diese neue Aufteilung dürfte zur Erhöhung der Nettopensionskosten nach IAS 19 führen.
Einzelabschlüsse (überarbeitet 2011), gültig ab 1. Januar 2013. Anpassungen im Zusammenhang mit den neuen Standards IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 sowie der Überarbeitung von IAS 28.
Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (überarbeitet 2011), gültig ab 1. Januar 2013. Anpassungen im Zusammenhang mit dem neuen Standard IFRS 11.
Kosten für Abräumarbeiten in der Produktionsphase einer Tagebaumine (ausgegeben 2011), gültig ab 1. Januar 2013.
Mit Ausnahme von IAS 19 ist zurzeit nicht davon auszugehen, dass die oben erwähnten Anpassungen einen wesentlichen Einfluss auf die Jahresrechnung haben werden.
kontoführende
Flüssige Mittel umfassen Bargeldbestände,
Verrechnungsver-
zichtsvereinbarung ab.
frei verfügbare Guthaben bei Finanzinstituten, Festgeldanlagen mit einer maximalen Laufzeit von
bis zu 90 Tagen ab Erwerbszeitpunkt sowie das
Depositokonto bei der Eidgenössischen Finanzver-
Forderungen aus Leistungen sind Ertragsgutha-
waltung (EFV). Auf diesem als Kontokorrentkonto
ben, die aus den jährlichen Aufsichtsabgaben der
geführten Konto deponiert die FINMA einerseits
Beaufsichtigten der Aufsichtsbereiche, aus Gebüh-
ihre Liquiditätsüberschüsse und erhält andererseits
ren der Aufsichtsbereiche und für Dienstleistungen
von der EFV zur Sicherstellung ihrer Zahlungsbe-
reitschaft Darlehen zu marktkonformen Bedingun-
gen (Art. 17 Abs. 2 FINMAG). Beim Depositokonto
betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberich-
der EFV sind nur eine beschränkte Anzahl von
tigungen für gefährdete Forderungen bilanziert.
Bezügen zulässig und Rückzüge ab zehn Millionen
Forderungen in Fremdwährungen werden während
Schweizer Franken muss die FINMA einen Monat
des Geschäftsjahrs zu einem monatlich angepass-
im Voraus melden.
ten Durchschnittskurs und am Bilanzstichtag zum
Kassen- sowie Sichtguthaben werden zum
Nominalwert bewertet. Wesentliche Minusbestände, das heisst flüssige Mittel mit Habensaldi, werden im Rechnungsab-
Übrige Forderungen und aktive Rechnungsabgrenzungen
schluss in die übrigen kurzfristigen Verbindlichkei-
Übrige Forderungen sind kurzfristige Forderun-
ten umgegliedert. Per 31. Dezember 2011 wies das
gen, die nicht als Forderung aus Leistungen bilan-
Depositokonto bei der EFV einen Sollsaldo auf und
ziert sind. Übrige Forderungen werden zu ihrem
wurde unter den Aktiven ausgewiesen.
Die aus flüssigen Mitteln entstehenden Aufwände und Erträge werden der Erfolgsrechnung periodengerecht belastet oder gutgeschrieben.
notwendiger Wertberichtigungen ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzungen dienen der periodengerechten Abgrenzung von Aufwand und
Guthaben in Fremdwährungen werden zum
Ertrag in der Erfolgsrechnung und umfassen:
Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Aus Fremdwäh-
– Erträge, die ins jeweilige Geschäftsjahr fallen,
rungsumrechnung entstehende nicht realisierte
für welche die Rechnungsstellung und die Zah-
und realisierte Aufwände und Erträge gehören in die Fremdwährungsdifferenzen. Wesentliche
Konkursmassenvermögen
lung aber erst im Folgejahr erfolgen werden; – Ausgaben, die im jeweiligen Geschäftsjahr
TCHF 500 werden auf den Namen der zu liquidierenden Gesellschaft treuhänderisch angelegt und nicht in der Bilanz der FINMA geführt. Zur
erfolgt sind, die aber als Aufwand dem Folgejahr zu belasten sind. Aktive Rechnungsabgrenzungen werden zu ihrem Nominalwert ausgewiesen.
Sicherung der Konkursmassenvermögen gab das
Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten
vom Management beabsichtigten betriebsbereiten Zustand zu bringen.
abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert.
Die Abschreibung erfolgt linear über die
Zu den Anschaffungskosten gehören alle anfal-
erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, falls
lenden Kosten, um den Vermögenswert an seinen
kürzer, über die vereinbarte Vertragsdauer.
künftigen Standort zu transportieren und in den
Der Restwert, die Nutzungsdauer sowie die
ausgebucht. Ein allfälliger Abgangserlös oder -ver-
Abschreibungsmethode eines Vermögenswertes
lust wird als Gewinn oder Verlust aus Verkauf von
werden Ende des Geschäftsjahrs überprüft und
Anlagen ausgewiesen.
gegebenenfalls angepasst. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes den geschätzten erzielbaren Betrag, so ist er um die sich ergebende Differenz abzuwerten.
Finanzanlagen Bei der FINMA bestehen keine Finanzanlagen. Gemäss der Tresorerievereinbarung zwischen der
die Details der Anlage in der entsprechenden Ver-
Nutzung oder der Veräusserung erwartet wird,
einbarung geregelt sind.
Immaterielle Anlagen Immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellkosten bewertet. Immaterielle Anlagen werden aktiviert, wenn folgende Kriterien kumulativ erfüllt sind:
– Die Verfügungsmacht über den immateriellen Vermögenswert ist gegeben. – Es ist wahrscheinlich, dass dem Unternehmen aus dem immateriellen Vermögenswert ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen entstehen wird.
– Die Anschaffungs-/Herstellkosten können verlässlich ermittelt werden. – Die immaterielle Anlage ist identifizierbar, das heisst, der Vermögenswert ist separierbar oder
Die Abschreibung erfolgt ab Inbetriebnahme linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer.
beruht auf vertraglichen oder gesetzlichen Rechten.
Anlagenklasse Software, Anwendungen Anlagen im Bau
Nutzungsdauer (Jahre) 3 – 10 –
lichkeiten in Fremdwährungen werden während
Abschreibungsmethode eines immateriellen Ver-
des jeweiligen Geschäftsjahrs zu einem monatlich
mögenswertes werden Ende des Geschäftsjahrs
angepassten Durchschnittskurs, am Bilanzstichtag
zum Stichtagskurs bewertet.
Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswer-
Übrige Verbindlichkeiten, passive Rechnungsab-
tes den geschätzten erzielbaren Betrag, so ist er um
grenzungen und kurzfristige Finanzverbindlichkei-
die sich ergebende Differenz abzuwerten.
ten werden zu ihrem Nominalwert bewertet. Verbindlichkeiten aus Hinterlegungen bei Kon-
Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nominalwert zu bewerten. Verbind-
kursfällen stammen aus Konkursmassen und aus Dividendenhinterlegungen. Diese Verbindlichkeiten werden von der FINMA treuhänderisch verwaltet.
Pensionskassenverpflichtungen Auf der Grundlage des Vorsorgereglements sind die Angestellten und die Rentenbeziehenden
kapital bei der PUBLICA und setzt sich aus der Austrittsleistung der aktiven Versicherten sowie dem Deckungskapital der Rentenbezüger zusammen.
des Vorsorgewerks FINMA gegen die Risiken Alter,
Die FINMA erfasst die versicherungsmathemati-
Tod und Invalidität versichert. Es besteht ein ein-
schen Gewinne und Verluste aus dem Vorsorgewerk
heitlicher Vorsorgeplan für alle aktiven Angestellten
FINMA erfolgsneutral, vollständig und direkt in
der FINMA (Art. 3 Vorsorgereglement FINMA).
der Periode, in der sie auftreten, im Eigenkapital
Personen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens
(Ausweis in der Gesamtergebnisrechnung [OCI-
des Vorsorgereglements FINMA am 1. Januar 2009
Methode]).
bereits eine Rente bezogen haben, erhalten ihre Versicherungsleistungen weiterhin nach bisherigem
Recht (Art. 104 Vorsorgereglement FINMA).
Das Vorsorgewerk der FINMA-Mitarbeitenden
Nach fünf Dienstjahren hat ein Mitarbeitender
ist seit 1. Januar 2009 mit Anschlussvertrag vom
Anrecht auf ein sogenanntes Dienstaltersgeschenk
19. Dezember 2008 der Pensionskasse des Bundes
(DAG). Ende des Geschäftsjahrs werden die
(PUBLICA) angeschlossen. Die FINMA kann auf
aufgelaufenen Ansprüche der DAG per Stichtag
die Geschäftspolitik der PUBLICA keinen Einfluss
31. Dezember ermittelt und der Betrag auf den
nehmen. Sämtliche vorsorgerelevanten Entschei-
Stichtag abdiskontiert. Anschliessend wird die Ver-
dungen werden jedoch vom paritätischen Organ
bindlichkeit für DAG erfolgswirksam diesem Betrag
des Vorsorgewerks FINMA gefällt (50% FINMA-
Arbeitnehmervertreter, 50% Arbeitgebervertreter).
Die Bilanzierung der langfristig fälligen Leistun-
Es entrichtet der PUBLICA die reglementarischen
gen an Arbeitnehmer erfolgt bei der FINMA unter
Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge. Die Bedin-
der Position «übrige langfristige Verbindlichkeiten».
gungen, die Höhe und der Umfang der Vorsorgeleistungen orientieren sich an den Bestimmungen in Ziffer 6 und 7 des Vorsorgereglements FINMA.
Rückstellungen Eine Rückstellung wird bilanziert, wenn
Die in der Bilanz angesetzte Verbindlichkeit
– eine gegenwärtige rechtliche oder faktische
entspricht dem Barwert der leistungsorientierten
Verpflichtung besteht, die auf einem Ereignis
Verpflichtung (DBO) am Bilanzstichtag abzüglich
der Vergangenheit beruht,
des zu Marktwerten bewerteten Vorsorgevermö-
– dieses Ereignis wahrscheinlich einen Abfluss von
gens. Die DBO wird – sofern sich zwischenzeitlich
Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen nach
keine wesentlichen Änderungen der Grunddaten
sich zieht und
ergeben haben – alle zwei bis drei Jahre von einem unabhängigen Versicherungsmathematiker unter
– eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtung möglich ist.
Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode
(Projected Unit Credit Method) neu berechnet. Für
Der als Rückstellung angesetzte Betrag ent-
das Geschäftsjahr 2011 wurde eine Neuberechnung
spricht der bestmöglichen Schätzung der Ausgabe,
vorgenommen. Das Vorsorgevermögen entspricht
die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung
dem auf den Bilanzstichtag ermittelten Austritts­
zum Bilanzstichtag erforderlich ist.
Eventualverbindlichkeiten Bei Eventualschulden, deren Eintritt als nicht
die Gründe für das Unterlassen von Informationen erforderlich.
völlig unwahrscheinlich einzuschätzen ist, ist für
Informationen über Eventualverbindlichkeiten
jede Gruppe eine kurze Beschreibung der Even­
im Zusammenhang mit Verpflichtungen aus Leis-
tualschuld anzugeben. Darüber hinaus sind, sofern
tungen nach oder zwecks Beendigung des Arbeits-
praktikabel, folgende Angaben erforderlich:
verhältnisses sind anzugeben.
– eine Schätzung der finanziellen Auswirkungen, die analog zu Rückstellungen zu bewerten ist; – Aussagen über Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe oder der Fälligkeit der Verpflichtung;
Wenn aus denselben Umständen eine Rückstellung und eine Eventualverbindlichkeit entstehen, ist der Zusammenhang zwischen der Rückstellung und der Eventualverbindlichkeit aufzuzeigen.
– mögliche Erstattungsansprüche. Eigenkapital Sofern die geforderten Angaben aus Gründen
Die FINMA ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt
der Praktikabilität nicht dargelegt werden, wird
und verfügt aufgrund dieser Ausgestaltung über
dies erwähnt. Sollten die geforderten Angaben die
kein gezeichnetes Kapital. Nach Art. 16 FINMAG
Position der FINMA in äusserst seltenen Fällen in
muss die FINMA innerhalb einer angemessenen
einem Rechtsstreit beeinträchtigen, sind die Anga-
Frist Reserven im Umfang eines Jahresbudgets
ben nicht darzulegen. Dennoch sind allgemeine
bilden. Nach Art. 37 FINMA-GebV beträgt die
Angaben über den Charakter des Rechtsstreits und
entsprechende Frist zehn Jahre.
Fremdwährungsumrechnung Kurs per
Der Personalaufwand umfasst auch Spesen-
Gebührenpflichtig ist, wer bei der FINMA eine
und Transportpauschalen TCHF 1’112 (Vorjahr
Verfügung veranlasst, ein Aufsichtsverfahren veran-
TCHF 1’000).
lasst, das nicht mit einer Verfügung endet, oder eine Dienstleistung beansprucht (Art. 5 FINMA-GebV).
Anschaffungen, Unterhalt, Reparaturen, Einrichtungen Diese Position wird aufgrund des geringen Umfangs im übrigen Betriebsaufwand aufgeführt.
Die Gebühren werden als Ertrag verbucht, wenn die Leistungen erbracht worden sind. Noch nicht in Rechnung gestellte Gebühren werden, soweit verlässlich schätzbar, per 31. Dezember als aktive Rechnungsabgrenzung erfasst.
Übrige Erträge Unter den übrigen Erträgen werden die Leistungen der FINMA zusammengefasst, die nicht auf-
Geschäftsjahr 2011 und den auf das Geschäftsjahr 2011 entfallenden Anteil der zu bildenden Reserven, abzüglich der fakturierten Erträge.
grund eines gesetzlichen Auftrags erbracht werden und bei denen die FINMA auf der Grundlage des
Privatrechts handelt. Darunter fallen Erlöse aus dem
Bei der Verbuchung der Einzelpositionen des
Verkauf von Publikationen, vereinnahmte Kurs- und
Finanzergebnisses wird das Bruttoprinzip beachtet,
Teilnehmergebühren aus Veranstaltungen sowie
das heisst, Gewinne und Verluste können nicht
weitere, nicht mit den hoheitlichen Leistungen
miteinander verrechnet werden.
zusammenhängende Erlöse. Die Erträge werden
Die FINMA hält keine derivativen Finanzinstru-
erfasst, wenn die Leistungen erbracht worden sind.
mente und tätigt keine Sicherungsgeschäfte.
Die FINMA erhebt von den der Finanzmarktauf-
Die FINMA ist – mit gewissen Ausnahmen –
sicht Unterstellten (Abgabepflichtigen) jährlich eine
von der Besteuerung durch Bund, Kantone oder
Aufsichtsabgabe (Art. 11 FINMA-GebV in Verbin-
Gemeinden befreit (Art. 20 FINMAG).
dung mit Art. 3 FINMAG). Die Aufsichtsabgaben bemessen sich gestützt auf die Gesamtkosten der FINMA für das Geschäftsjahr 2011 und auf die zu bildenden Reserven.
Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, bei dem ein Leasinggeber gegen Zahlung eines Entgelts die
Die Aufsichtsabgabe setzt sich in allen Auf-
Nutzungsrechte an einem Vermögenswert für einen
sichtsbereichen aus einer fixen Grundabgabe und –
vereinbarten Zeitraum dem Leasingnehmer über-
mit Ausnahme jener der ungebundenen Versiche-
trägt. Werden alle wesentlichen mit dem Eigentum
rungsvermittler sowie der ausländischen kollektiven
am Leasinggegenstand verbundenen Risiken und
Kapitalanlagen – aus einer variablen Zusatzabgabe
Chancen auf den Leasingnehmer übertragen, so
liegt ein Finanzierungs-Leasingverhältnis vor. Zurzeit
Der Ertrag ist periodengerecht auszuweisen.
bestehen in der FINMA keine Financial Leases.
Zum Bilanzstichtag den Abgabepflichtigen noch
In allen anderen Fällen spricht man von operati-
nicht in Rechnung gestellte Aufsichtsabgaben sind
vem Leasing2. Dabei werden die Leasingraten über
mit dem erwarteten Rechnungsbetrag als aktive
die Laufzeit direkt dem betreffenden Aufwandkonto
Rechnungsabgrenzung zu buchen. Dieser umfasst
die zu deckenden Gesamtkosten der FINMA für das
Alle wesentlichen mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbundenen Risiken und Chancen verbleiben beim Leasinggeber.
Management des Finanzrisikos In der FINMA sind die finanziellen Risiken aus
In Liquidationsfällen mit Fremdwährungsbeständen
folgenden Gründen eher gering:
werden Guthaben und Verbindlichkeiten nicht
– Die EFV gewährt der FINMA zur Sicherstellung
konvertiert und deshalb keinem Wechselkursrisiko
der Zahlungsbereitschaft Darlehen zu marktkon-
ausgesetzt. Die FINMA verfügt deshalb über keine
formen Bedingungen.
entsprechenden Sicherungsinstrumente.
– Der überwiegende Teil des Umsatzes entfällt auf Aufsichtsabgaben und Gebühren der Beaufsichtigten nach Art. 3 FINMAG.
Kursrisiko Die FINMA ist keinem Kursrisiko ausgesetzt. Sie
– Die FINMA verfügt über keine derivativen
hat keine Finanzanlagen oder anderen Aktiven, die
Finanzinstrumente und tätigt keine Sicherungs-
Preisänderungen in einem aktiven Markt unterliegen.
geschäfte. – Die FINMA hat keine Beteiligungen an anderen Unternehmen.
Zinsänderungsrisiko Die EFV stellt der FINMA zur Sicherstellung der Zahlungsbereitschaft Darlehen zu marktkonformen
Bedingungen zur Verfügung. Diese Finanzierungs-
transaktionen haben nur einen geringen Einfluss auf
Die FINMA ist keinen wesentlichen Fremdwäh-
den Cashflow der FINMA.
rungsrisiken ausgesetzt. Demgegenüber entstehen
Die Sensitivitätsanalyse betreffend Zinssatzände-
nur wenige Aufwendungen der FINMA in Fremd-
rungen von +/– 0,5% auf dem Darlehenskonto bei
währungen. Das Fremdwährungsrisiko aus Forde-
der EFV kann gemäss folgendem Raster offengelegt
rungen und Verbindlichkeiten trägt die FINMA selbst.
werden (einschliesslich Vorjahr):
Ansteigen Sinken Zinssatz Zinssatz in %	in %
Auswirkungen auf den Gewinn (in TCHF) 60 (20)
Die flüssigen Mittel der FINMA sind entweder
Gehaltszahlungen, der Bezahlung der Sozialab-
auf Postkonten oder beim Bund risikolos angelegt.
gaben, den Verbindlichkeiten aus Lieferung und
Somit besteht kein wesentliches Kreditrisiko.
Leistung sowie bei den übrigen Verbindlichkeiten.
Die FINMA verwaltet ihre liquiden Mittel auf
den dafür eingerichteten Konten bei der Post­
innerhalb einer angemessenen Frist für die Aus-
Finance selbst. Die EFV gewährt der FINMA nach
übung ihrer Aufsichtstätigkeit Reserven im Umfang
Art. 17 Abs. 2 FINMAG zur Sicherstellung der
Zahlungsbereitschaft Darlehen zu marktkonformen Konditionen.
Durch die Anwendung der neuen versicherungstechnischen Grundlagen (BVG-2010-Gene-
rationentafeln), der Veränderung der künftigen
Berechnung eine mögliche Risikoteilung allfälliger
Lohnerhöhungen sowie der Anpassung des Dis-
Sanierungsmassnahmen zwischen Arbeitnehmern
kontierungszinssatzes von 2,75% auf neu 2,30%
und Arbeitgeber nicht berücksichtigt.
ergibt sich nach IAS 19 eine sehr starke Erhöhung der Pensionskassenverbindlichkeiten. Zudem ist ein
erfahrungsbedingter Verlust auf dem Vorsorgever-
Die FINMA verfügt über ein Konzept «Enterprise
mögen entstanden. Diese Erhöhung ist erfolgsneu-
Risk Management», das mindestens jährlich auf
tral und führt im Eigenkapital zur Ausweitung des
seine Aktualität überprüft und angepasst wird. Die
negativen Eigenkapitals um 29,4 Millionen Schwei-
FINMA hat zudem ein Internes Kontrollsystem (IKS),
zer Franken. Diese Veränderung führt zu keinem
unmittelbaren Mittelabfluss. Zudem wird in dieser
Unsicherheit in der Bewertung Die Erstellung von Jahresrechnungen in Über-
gen, bei den Pensionsverpflichtungen und Dienst-
einstimmung mit allgemein anerkannten Rech-
altersgeschenken sowie bei der Festlegung der
nungslegungsprinzipien bedingt die Anwendung
Nutzungsdauer von Sachanlagen und immateriellen
von Schätzwerten und Annahmen, welche die
Anlagen verwendet. Obwohl diese Schätzwerte
ausgewiesenen Beträge von Aktiven und Verbind-
nach bestem Wissen der Geschäftsleitung über die
lichkeiten, die Offenlegung von Eventualforderun-
aktuellen Ereignisse sowie über mögliche künftige
gen und -verbindlichkeiten per Bilanzstichtag sowie
Massnahmen der FINMA ermittelt wurden, können
die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen
die tatsächlich erzielten Ergebnisse von diesen
beeinflussen. Wesentliche Schätzungen werden
Schätzwerten abweichen.
beispielsweise bei der Bemessung der Rückstellun-
Flüssige Mittel 31.12.2011
Postkonto FINMA
18’151
3’659
Postkonto Diverse
Depositokonto EFV
Überfällig 1 – 30 Tage
1’608
2’414
Überfällig 31 – 90 Tage Überfällig mehr als 90 Tage Total Forderungen aus Leistungen (brutto) – Delkredere Total Forderungen aus Leistungen (netto)
Das maximale Kreditausfallrisiko entspricht den ausgewiesenen Buchwerten. In den Forderungen ist eine Position von TCHF 837 enthalten, die im Januar 2012 beglichen wurde (enthalten in der Kategorie «Überfällig 1 – 30 Tage»).
Auflösung Stand per 31.12.
Um das allgemeine Debitorenrisiko abzudecken, wurde am Ende des Geschäftsjahrs anhand einer Fälligkeitsliste die bestehende Wertberichtigung auf sämtlichen ausstehenden Forderungen für Leistungen angepasst. Die Forderungen aus Leistungen bestehen lediglich in Schweizer Franken.
Übrige Forderungen 31.12.2011
Ende 2010 bestanden separate Bankkonten im Umfang von 4,4 Millionen Schweizer Franken und 7,4 Millionen US-Dollar, die im Zusammenhang mit der Tätigkeit als Konkursverwalter geführt werden. Die Wiederanlage der Vermögenswerte im Jahr 2011 erfolgte anhand von Kriterien, die festlegen, dass es sich dabei nicht mehr um finanzielle Vermögenswerte der FINMA im Sinne von IFRS handelt. Deshalb werden diese Vermögenswerte ab 2011 nicht mehr bilanziert.
Aktive Rechnungsabgrenzungen 31.12.2011
Ausstehende Schlussrechnungen der Aufsichtsbereiche
Weil die FINMA-GebV angepasst wurde und dadurch in der zeitlichen Verrechnung der Aufsichtsabgabe eine Systemänderung vorgesehen ist, werden keine Akonto- und Schlussrechnungen mehr gestellt. Dadurch entfällt die Position der ausstehenden Schlussrechnungen der Aufsichtsbereiche ab Ende 2011.
Sachanlagen Mobiliar, Einrichtungen
5’663
5’725
–1’717
–2’597
–1’334
–1’296
–3’931
Nettobuchwert 2011
Anschaffungskosten Stand per 1.1.2011
Kumulierte Abschreibungen Stand per 1.1.2011
–1’278
–1’319
Nettobuchwert 2010
Anschaffungskosten Stand per 1.1.2010
Die Anlagen im Bau betreffen Informatik-Hardware. Es sind keine Beschränkungen und Verfügungsrechte sowie verpfändeten Sachanlagen vorhanden. Es bestehen zurzeit keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen.
Immaterielle Anlagen Gekaufte Software
Selbst erarbeitete Software
3’828
4’526
7’777
Stand per 1.1.2011
–3’203
3’721
–1’273
Per Bilanzstichtag gibt es bei keinem Vermögenswert Anzeichen einer unplanmässigen Wertverminderung. In den aktivierten Anlagen im Bau sind Eigenleistungen im Betrag von TCHF 444 enthalten. Es sind weder Beschränkungen, Verfügungsrechte noch verpfändete immate­ rielle Anlagen vorhanden. Es bestehen vertragliche Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Anlagen im Umfang von TCHF 207. Die Nutzungsdauer einer Position wurde von drei auf fünf Jahre erhöht und bleibt bis 2013 im Einsatz. Aufgrund dieser Anpassung gingen die Abschreibungen im Jahr 2011 um TCHF 522 zurück.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2011
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern und aus Lohnabrechnungen
11’945
Schweizer Franken Euro US-Dollar Total
Depositokonto EFV3 Diverse kurzfristige Verbindlichkeiten Total übrige Verbindlichkeiten
Die Abnahme unter der Position «Depositokonto EFV» ist auf die Reservebildung und den Ausgleich der Forderungen mit der EFV zurückzuführen (unter Ziffer 7 «Übrige Forderungen»). In Verbindung mit den «Verbindlichkeiten aus Hinterlegungen bei Konkursfällen» wurden im April 2011 aus einer Festgeldanlage 4,4 Millionen Schweizer Franken und 7,4 Millionen US-Dollar zurückbezahlt. Die Wiederanlage der Vermögenswerte im Jahr 2011 erfolgte anhand von Kriterien, die festlegen, dass es sich dabei nicht mehr um finanzielle Vermögenswerte der FINMA im Sinne von IFRS handelt. Deshalb werden diese Vermögenswerte ab 2011 nicht mehr bilanziert.
Weitere Erläuterungen siehe «Flüssige Mittel» unter dem Kapitel «Grundsätze der ­Rechnungslegung».
Passive Rechnungsabgrenzungen 31.12.2011
3’628
Auf Basis der individuellen Löhne wird per 31. Dezember der Anspruch auf Ferien, Gleitzeit und Überzeit ermittelt und zurückgestellt.
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 31.12.2011
Nach jeweils fünf Dienstjahren hat ein Mitarbeitender Anrecht auf ein Dienstaltersgeschenk. Bei der Berechnung der Ansprüche auf Dienstaltersgeschenke wurde mit einem Diskontierungssatz von 2,30% (Vorjahr: 2,75%) gerechnet.
Rückstellungen In den Jahren 2010 und 2011 wurden keine Rückstellungen getätigt.
158’362
139’789
5’771
5’741
Planänderung4
24’815
199’413
139’457
122’097
Erwarteter Vermögensertrag
4’952
4’321
–4’556
152’268
–152’268
–139’457
Barwert der Vorsorgeverpflichtungen per 1.1.
Ausbezahlte Leistungen Versicherungsmathematische Verluste auf Verpflichtungen
Ausbezahlte Leistungen Versicherungsmathematischer Gewinn (Verlust) auf Vermögen
Netto Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen
Die Planänderung per 1. Juli 2012 umfasst im Wesentlichen eine Senkung des Umwandlungssatzes (bisher 6,53%, neu 6,15%), verbunden mit einer Anpassung der Altersgutschriften und einer einmaligen Erhöhung des Altersguthabens.
–4’952
–4’321
6’704
17’692
Im OCI zu erfassender Betrag
29’371
–6’766
Netto Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen per 31.12.
7’546
Zusammenfassung Veränderung in der Bilanz Netto Verbindlichkeiten aus leistungsorientierten Plänen per 1.1. Aufwand für leistungsorientierte Pläne
*	Davon vorausbezahlte Arbeitgeberbeiträge
Effektiver Vermögensertrag Erwarteter Vermögensertrag Versicherungsmathematischer Gewinn auf Vermögen Effektiver Vermögensertrag
Erwartete Arbeitgeber-Beitragszahlung im Folgejahr: TCHF 7’972
Die wichtigsten zum Bilanzstichtag verwendeten versicherungsmathematischen Annahmen lauten wie folgt: Wichtigste versicherungsmathematische Annahmen
Mehrjahresvergleiche für Planvermögen und -verbindlichkeiten
Barwert der Vorsorgeverpflichtungen (DBO) Ende Periode
–199’413
–158’362
–139’789
Planüberschuss (-defizit)
–47’145
–18’905
–17’692
Erfahrungsbezogene Gewinne (Verluste) auf Vorsorgeverpflichtungen
7’934
–8’743
Anpassung der Vorsorgeverpflichtungen aufgrund geänderter Annahmen
–16’881
–5’688
Marktwert des Planvermögens Ende Periode
Erfahrungsbezogene Gewinne (Verluste) auf Planvermögen Total versicherungsmathematische Verluste
Forderungen und transitorische Aktiven
28’171
Übrige Finanzverbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungswerten
6’872
20’199
Aktiven Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte
Übrige Finanzverbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungswerten, sind innerhalb der nächsten drei Monate zur Zahlung fällig (Ausnahme Depositokonto bei der EFV, Konkursmassenverwaltungs- und Dividendenhinterlegungskonti). Die Abnahme der Finanzinstrumente ist in der Anpassung der FINMA-GebV begründet, die eine Systemänderung in der zeitlichen Verrechnung der Aufsichtsabgabe vorsieht. Ein weiterer Grund ist die Änderung der Anlage von Konkursmassengeldern (vgl. Ziffer 12). Die erfolgswirksam verbuchten Verluste auf den Forderungen sind in Ziffer 6 erwähnt, die Umrechnungsdifferenzen auf den Forderungen betragen weniger als TCHF 1 (Vorjahr: 0). Die Umrechnungsdifferenzen auf den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen rund TCHF 1 (Vorjahr: TCHF 10). Die Kontospesen betragen TCHF 63 (Vorjahr: TCHF 60).
Erlöse 2011
–89’539
–84’080
–16’517
–15’592
–1’103
–107’026
–100’296
63’186
58’493
4’912
77’946
Übrige Erträge Erlösminderungen Nettoerlös
Per 31. Dezember 2011 betrug der Personalbestand 418 Vollzeitstellen (FullTime Equivalents) (Vorjahr: 379 Vollzeitstellen).
Übriger Betriebsaufwand 2011
5’667
10’664
Bis zu einem Jahr Mehr als ein Jahr, aber nicht mehr als fünf Jahre Mehr als fünf Jahre Total operatives Leasing
5’798
4’979
22’077
12’616
36’473
37’239
Beim operativen Leasing handelt es sich um die Mietzinse. Im Jahr 2011 wurden TCHF 4’655 (Vorjahr: TCHF 4’428) als Mietaufwand verbucht. Für den zusätzlichen Standort in Zürich wurden ab April 2012 Räumlichkeiten dazugemietet.
Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen
FINMA – eine öffentlich-rechtliche Anstalt Direkte Aufsichtsbehörde der FINMA ist der Bundesrat, der die Aufsichtsfunktion über das Eid-
•	Eidgenössische Ausgleichskasse (Arbeitgeberund Arbeitnehmerbeiträge 1. Säule) 8,7 (Vorjahr: 7,7) Millionen Schweizer Franken
genössische Finanzdepartement (EFD) wahrnimmt.
•	Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) für
Die Oberaufsicht über die FINMA liegt nach Art. 21
Miete und Büromaterial 5,3 (Vorjahr: 5,3) Mil-
Abs. 4 FINMAG bei den eidgenössischen Räten.
lionen Schweizer Franken
– Das FINMAG ist das grundlegende Bundesge-
•	Bundesamt für Informatik und Telekommunika-
setz. FINMA-GebV und FINMA-PV werden vom
tion (BIT) für Netzwerkmiete, IT-Dienstleistungen
Bundesrat erlassen. – Der Verwaltungsrat der FINMA wird vom Bundesrat gewählt (Art. 9 Abs. 3 FINMAG). – Die FINMA untersteht der Aufsicht des Parla-
und Kommunikationsgebühren 1,2 (Vorjahr: 1,3) Millionen Schweizer Franken •	Generalsekretariat EFD •	EFV für Zinsen Tresoreriedarlehen
ments und des Bundesrates. – Der Bund gewährt der FINMA zur Sicherstellung
– Post (Versandspesen), PostFinance (Kontospe-
ihrer Zahlungsbereitschaft Darlehen zu Markt­
sen und Zinsen), Schweizerische Bundesbahnen
zinsen (Art. 17 FINMAG). Zudem kann die FINMA
(SBB) (Transporte) 1,2 (Vorjahr: 1,0) Millionen
ihre überschüssigen Mittel beim Bund zu Marktzinsen anlegen.
Schweizer Franken – Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung (im Rahmen von ordentlichen
Mandatsverträgen und Anstellungsverhältnissen)
Im Jahr 2011 haben zwischen der FINMA und folgenden nahestehenden Personen Transaktionen
werden grundsätzlich zu Marktpreisen («at arm’s
– Bundesverwaltung im Sinne von Art. 6 RVOV,
length») getätigt.
insbesondere •	PUBLICA für Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge 2. Säule 12,3 (Vorjahr: 10,8) Millionen Schweizer Franken
Vergütung des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung Anzahl Mitarbeitende: 4271 (405)
1. Oberstes Leitungsorgan (Verwaltungsrat) Beschäftigungsgrad (prozentuale Beanspruchung)
Übrige Mitglieder: 7 (8) Total
Durchschnitt 28% (28%)
Entschädigung 320’000 (320’000) 0 (0) 10’000 ( 0)
599’9992 (709’807) 0 (0) 0 (0)
85’7142 (88’726) 0 (0) 0 (0)
330’000 (320’000)
599’999 (709’807)
85’714 (88’726)
63’267 (63’357)
40’978 4 (39’338)
5’854 4 (4’917)
–	Beitragsvolumen des Arbeitgebers in % des gesamten Beitragsvolumens
64%4 (66%)
–	Total abgerechnete Sozialversicherungsbeiträge5
83’711 (82’410)
77’366 (80’091)
11’052 (10’011)
–	Honorar (Art. 4 KadLV) –	Bonifikationen (Art. 5 KadLV) –	Andere Nebenleistungen (Art. 4 Abs. 2 und Art. 5 KadLV), Gesamtbetrag3
X Spesen- und Repräsentationspauschalen
X GA SBB zum privaten Gebrauch (Präsidentin und beide Vizepräsidenten, die je >90 Dienstreisetage haben)
Mobiltelefon für Privatgebrauch (eines Vizepräsidenten)
Total CHF Weiteres –	Berufliche Vorsorge (Art. 6 Bst. a KadLV) –	Beitragsvolumen des Arbeitgebers in CHF
Bemerkungen/Kommentare Einschliesslich Erläuterungen von Abweichungen zum Vorjahr nach Art. 14 KadLV 1 Die FINMA beschäftigte 2011 durchschnittlich 427 Mitarbeitende auf 396 Vollzeitstellen. Die durchschnittliche Anzahl Mitarbeitende wird ohne den Verwaltungsrat ausgewiesen. Die Differenzen zum Vorjahr entstehen dadurch, dass der Verwaltungsrat ein Mitglied weniger umfasste und an drei Verwaltungsratsmitglieder für das Jahr 2010 – gestützt auf den Beschluss des Bundesrates vom 28. April 2010 – Zusatzvergütungen für Mehraufwände im Jahr 2009 in der Höhe von CHF 29’807 ausgerichtet wurden.
Für das Präsidium wurde im Jahr 2011 – gestützt auf die Genehmigung der Departementsvorsteherin EFD vom 18. Juli 2011 – eine Spesen- und Repräsentationspauschale nach Art. 50 Abs. 3 VBPV von CHF 10’000 ausgerichtet. Die Betroffenen haben mindestens 90 Dienstreisetage pro Jahr. Nach Art. 53 VBPV beträgt die Vergünstigung auf dem Generalabonnement 100%. Deshalb wird kein Anteil für den privaten Gebrauch ausgewiesen.
Bei den übrigen Mitgliedern wurden in der beruflichen Vorsorge nur die Vizepräsidenten versichert. Die Differenzen zum Vorjahr entstehen dadurch, dass der Koordinationsabzug der beruflichen Vorsorge per 1. Januar 2011 erhöht wurde (die Beiträge werden damit etwas reduziert). Zudem wechselte ein Mitglied aufgrund der Altersstaffelung in eine andere Beitragsklasse (höhere Beiträge). Das Verhältnis der Beitragserhöhung ist für das Mitglied höher als für die FINMA, daher die Reduktion des Beitragsvolumens des Arbeitgebers in % des gesamten Beitragsvolumens.
Die Sozialversicherungsbeiträge (AHV/IV/EO und ALV) wurden für das Jahr 2011 erhöht.
Anzahl Mitarbeitende: 4271 (405)
2. Geschäftsleitung Entlöhnung (Art. 3 und 7 KadLV)
Übrige Mitglieder: 62 (5) Total
–	Fixe Anteile (Art. 3 Abs. 2 Bst. a KadLV) –	Einmalige Geldleistungen zur Abgeltung besonderer Aufgaben und Einsätze (Art. 3 Abs. 2 Bst. b KadLV) –	Besondere Geldleistungen nach Funktion oder Arbeitsmarkt (Art. 3 Abs. 2 Bst. c KadLV) –	Bonifikationen (Art. 5 und Art. 10 Abs. 4 KadLV) –	Andere Nebenleistungen (Art. 5 KadLV), Gesamtbetrag3
450’000 (450’000) 0 (0) 0 (0) 78’400 (78’400) 14’400 (13’068)
1’633’780 (1’538’872) 0 (0) 0 (0) 115’000 (85’000) 74’400 (70’668)
316’216 (307’774) 0 (0) 0 (0) 22’258 (17’000) 14’400 (14’134)
542’800 (541’468)
1’823’180 (1’694’540)
352’874 (338’908)
88’426 4 (88’502)
263’682 (263’448)
51’035 (52’690)
X GA SBB zum privaten Gebrauch (Anspruch auf GA nach Art. 9 FINMA-Personalreglement)
Total CHF Weitere Vertragsbedingungen –	Berufliche Vorsorge (Art. 6 Bst. a) –	Beitragsvolumen des Arbeitgebers in CHF
–	Abgangsentschädigungen (Art. 6 Bst. b und Art. 10 Abs. 2 – 3 KadLV) –	Total abgerechnete Sozialversicherungsbeiträge
0 (0) 119’6035 (118’079)
0 (0) 374’065 (360’207)
0 (0) 72’400 (72’041)
Bemerkungen/Kommentare Einschliesslich Erläuterungen von Abweichungen zum Vorjahr nach Art. 14 KadLV 1 Die FINMA beschäftigte 2011 durchschnittlich 427 Mitarbeitende auf 396 Vollzeitstellen. Die durchschnittliche Anzahl Mitarbeitende wird ohne den Verwaltungsrat ausgewiesen. 2
Die Geschäftsleitung der FINMA bestand bis Mitte März 2011 aus fünf Mitgliedern (inkl. Direktor). Per 15. März 2011 wurde die Abteilung «Enforcement» aus dem Geschäftsbereich «Märkte» ausgegliedert und als eigenständiger Geschäftsbereich geführt. Zudem wurde ein neuer Geschäftsbereich «Operations» geschaffen, dessen Leiter seine Stelle bei der FINMA am 1. August 2011 antrat. Somit besteht die Geschäftsleitung der FINMA per Ende 2011 aus sieben Mitgliedern (inkl. Direktor). Die aufgeführten Leistungen an «übrige Mitglieder» sind nach den oben beschriebenen Reorganisationen ausgewiesen. Für die Berechnung des Durchschnitts wurde der Mittelwert des Bestandes der Geschäftsleitung über das ganze Jahr berücksichtigt (das heisst 5,17 Mitglieder ohne Direktor).
Im Jahr 2011 wird der volle Betrag der Spesen- und Repräsentationspauschalen ausgewiesen. Im Vorjahr wurden davon die durch die Geschäftsleitung selber finanzierten Beträge für die Privatnutzung des Mobiltelefons abgezogen.
Durch die Erhöhung des Koordinationsabzuges der beruflichen Vorsorge im Jahr 2011 wurde der versicherte Verdienst etwas reduziert. Somit gingen auch die Beiträge leicht zurück.
noch der genaue Betrag der Verpflichtung verlässlich
Die FINMA genehmigte für den Einsatz von
schätzen lassen, werden die möglichen Verbind-
Beauftragten und deren Entschädigungen in ver-
lichkeiten als Eventualverbindlichkeiten im Anhang
schiedenen Fällen Kostengarantien, die eine Art Bürg-
offengelegt und nicht bilanziert. Dies betrifft pau-
schaft darstellen, falls der Beauftragte seine Kosten
schale Kosten­garantien von total TCHF 208 (Vorjahr:
nicht direkt über den Beaufsichtigten decken lassen
TCHF 605) per 31. Dezember 2011, davon wurden
kann. In Fällen, in denen sich weder die Fälligkeit
2011 TCHF 70 (Vorjahr: TCHF 105) beansprucht.
24	Staatshaftungsgesuche Im Jahr 2011 waren bei der FINMA verschiedene
20. Dezember 1968 (SR 172.021) werden keine
Staatshaftungsverfahren hängig. Gestützt auf das
weiteren Angaben zu diesen Rechtsangelegenheiten
Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren vom
Seit dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, welche die Aussagefähigkeit der Jahresrechnung 2011 beeinflussen.
Vom Verwaltungsrat der FINMA genehmigt Bern, 27. Februar 2012
Pro Aufsichtsbereich muss die FINMA eine Kostendeckung erreichen (Art. 15 FINMAG). In der folgenden Darstellung wird die Erlös- und Kostensituation pro Aufsichtsbereich dargestellt. Dabei handelt es sich nicht um eine Segment­ berichterstattung nach IFRS 8, und die Spartenzahlen sind ungeprüft.
Banken5 Versiche­rungen
45’883
34’183
5’498
50’046
37’966
14’033
–45’497
–34’515
–12’757
–1’274
–1’449
–1’011
–4’550
–3’451
Aufwand Ergebnis vor Reservebildung Anteil an Reservebildung Ergebnis
Die Bereiche Grossbanken und die mit ihnen als Finanzgruppe verbundenen Gesellschaften, die übrigen Banken und Effektenhändler und der Börsenbereich nach Art. 3 Abs. 1 Bst. a – ater FINMA-GebV wurden in der Spalte «Banken» zusammengefasst.
FINMA Jahresrechnung 2011 DE
FINMA, Jahresrechnung 2011