Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/460
Timestamp: 2018-08-15 20:32:24
Document Index: 297141961

Matched Legal Cases: ['§ 460', 'BGH', '§ 460', 'BGH', 'BGH', '§ 460', 'BGH', 'BGH', '§ 460', 'BGH', '§ 460', '§ 477', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 460']

§ 460 BGB: Wiederkauf zum Schätzungswert
BGH, URTEIL vom 3.0.1995, Az. VIII ZR 224/93 Obwohl der Vertrag der Parteien den Regeln über den Gattungskauf unterliegt, findet § 460 BGB hier unabhängig davon, ob diese Vorschrift auf den Gattungskauf generell anzuwenden ist, deswegen Anwendung, weil der - unterstellte - Mangel der ganzen Gattung der bestellten und gelieferten Tabletts anhaftet (vgl. BGH, Urteil vom 13. Mai 1981 - VIII ZR 113/80 = WM 1981, 815 unter 3 b aa).
BGH, URTEIL vom 1.5.1979, Az. VIII ZR 224/78 Möglichkeit eines durch Verschleiß entstandenen erheblichen Mangels rechnen muß (vgl. dazu das Senatsurteil vom 14. März 1979 - VIII ZR 129/78 = WM 1979, 672) oder sich ihm sonst angesichts seiner Erfahrung und Sachkunde der Verdacht des Vorliegens eines Mangels aufdrängen muß, mit dem der Käufer seinerseits (vgl. dazu § 460 Satz 2 BGB) nicht zu rechnen braucht (BGHZ 63, 382, 386).
BGH, URTEIL vom 3.5.1978, Az. VIII ZR 112/77 So haben auch das Reichsgericht (RG JW 1930, 3472, 3473 a.E., dort für den Fall der grob fahrlässigen Unkenntnis des Käufers bei Eigenschafttszusicherung durch den Verkäufer) und das OLG Düsseldorf (NJW 1952, 1177 = JR 1953, 183) die Regelung in § 460 BGB verstanden.
BGH, URTEIL vom 5.9.1976, Az. y ZR 245/74 Es trifft auch zu - wie die Revision im Anschluß an das OLG Düsseldorf (NJW 1971, 436, 43S/439) meint -, daß der Rückgriff auf die letztgenannten Rechtsinstitute selbst dann ausgeschlossen ist, wenn trotz Vorliegens eines Sachmangels die Gewährleistungsrechte des Käufers im Einzelfall ausgeschlossen oder nicht durchsetzbar sind, sei es wegen Kenntnis oder grob fahrlässiger Unkenntnis des Mangels (§ 460 BGB), sei es wegen Verjährung des Gewährleistungsanspruchs (§ 477 BGB).
BGH, URTEIL vom 1.4.1970, Az. VII ZK 134/68 Er muß nach Treu und Glauben verpflichtet sein, diesen Umstand mitzuteilen• Er muß das trotzdem nicht getan haben (vgl. BGH JZ 1963? 596 = Schafer-Finnern Z, 3» 01 Bl* 230)» Arglistiges Verschweigen erfordert nicht, daß der Beklagte bev/ußt die Polgen der vertragswidrigen Ausführung, d.he die tatsächlich eingetretenen Schäden in Kauf genommen hat (BGH VII ZR 78/63 vom 11, Februar 1965)° Er mußte sich nur der vertragswidrigen Ausführung bewußt gewesen sein (BGH VII ZR 110/63 vom 7» Januar 1965 Schäfer-Pinnern Z.2. 414 Bl. 150)• Bas arglistige Verschweigen verlangt keine Schädigungsabsicht und keinen eigenen Vorteil (Staudinger, 11. Aufl„ § 460 BGB, Rdn. 13)