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Timestamp: 2016-10-23 12:07:12
Document Index: 153481057

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'Art. 16', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'Art. 36', 'BGE']

S.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________,
A.- Die 1930 geborene S.________ war seit 16. September 1981 in der Firma D.________ AG als B�roangestellte t�tig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Am 12. Mai 1996, ihrem letzten Ferientag, st�rzte sie mit dem Fahrrad. Nach der Ferienr�ckkehr nahm sie ihre Teilzeitarbeit ohne Unterbruch wieder auf. Da sie unter zunehmenden R�ckenschmerzen litt, liess sie sich am 14. Mai 1996 von Dr. med. B.________, Allgemeine Medizin FMH, untersuchen, welcher ein Lumbovertebralsyndrom beidseits nach Impressionsfraktur der Deckplatte des LWK 3 diagnostizierte und ab 1. Juli 1996 bis auf weiteres eine 100 %ige Arbeitsunf�higkeit attestierte (Arztzeugnis vom 31. Juli 1996). Vom 28. Juni bis 8. August 1996 unterzog sie sich einer station�ren Behandlung in der Klinik f�r Rheumatologie und Rehabilitation, Spital T.________ (nachfolgend: Spital T.________; Bericht des Dr. med. P.________, Oberarzt, Spital T.________, vom 30. August 1996). Seit Januar 1997 geht S.________ ihrer Erwerbst�tigkeit in reduziertem Umfang wieder nach.
Die SUVA kl�rte ihre Leistungspflicht ab und holte die Stellungnahmen des Dr. med. B.________ vom 31. Juli 1996, des Dr. med. P.________ vom 30. August 1996 und des Dr. med. M.________, SUVA-�rzteteam Unfallmedizin, vom 4. November und 23. Dezember 1996 ein. Zudem zog sie einen Bericht des Dr. med. Z.________, stellvertretender Leiter Radiologie, Orthop�dische Universit�tsklinik X.________, Schweizerisches Paraplegikerzentrum, Klinik B.________, �ber die MRI-Untersuchung der Lendenwirbels�ule vom 18. November 1996 bei. Gest�tzt auf diese Unterlagen lehnte sie einen Anspruch auf Versicherungsleistungen ab, da die R�ckenbeschwerden auf ein vorbestehendes krankhaftes Leiden zur�ckzuf�hren seien und auch keine unfall�hnliche K�rpersch�digung vorliege (Verf�gung vom 6. Januar 1997). Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 26. M�rz 1997 fest.
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich ab (Entscheid vom 4. Mai 1999).
C.- S.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei die SUVA zu verpflichten, f�r den Unfall vom 12. Mai 1999 (recte: 1996) die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.
Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsge- richtsbeschwerde, w�hrend sich das Bundesamt f�r Sozialver- sicherung nicht vernehmen l�sst.
1.- Die Vorinstanz hat die vorliegend massgebenden Gesetzesbestimmungen �ber den Anspruch auf Heilbehandlung (Art. 10 Abs. 1 UVG), Taggelder (Art. 16 UVG) und Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG) sowie die vom Eidgen�ssischen Versicherungsgericht entwickelten Grunds�tze zu dem f�r die Leistungspflicht zun�chst vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) zutreffend dargelegt. Ebenfalls richtig sind die Ausf�hrungen zum im Sozialversicherungsrecht im Allgemeinen erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 125 V 195 Erw. 2 mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden.
2.- Streitig und zu pr�fen ist, ob der Fahrradunfall vom 12. Mai 1996 f�r die R�ckenbeschwerden, welche ab 14. Mai 1996 eine �rztliche Behandlung sowie vom 28. Juni bis 8. August 1996 eine Hospitalisation erforderten und zu zeitweiliger Arbeitsunf�higkeit f�hrten, in nat�rlich-kausaler Weise verantwortlich ist.
3.- Gem�ss der von Dr. med. P.________ unterzeichneten Zusammenfassung der Krankengeschichte vom 30. August 1996 sp�rte die Versicherte im Anschluss an ihren Sturz vom Fahrrad vor�bergehend einen Schmerz im lumbalen Bereich. W�hrend dreier Wochen litt sie unter sakralen Schmerzen, als Ende Mai pl�tzlich erneut lumbale, ins Ges�ss ausstrahlende Beschwerden auftraten. Nach dem Heben schwerer Waren bestanden ab Mitte Juni 1996 massive lumbale Schmerzen, weshalb sie der Hausarzt zur Abkl�rung und Behandlung ins Spital einwies. Anl�sslich ihres station�ren Aufenthaltes im Spital T.________ wurde unter anderem ein akutes Lumbovertebralsyndrom infolge Deckplattenimpression von LWK 2, 3 und 4 bei Osteoporose und partieller Sakralisation von LWK 5 diagnostiziert. Radiologisch waren sodann auch Deckplattenimpressionsfrakturen von BWK 2 und 3 feststellbar. Als Ursache der Frakturen gab Dr. med. P.________ die neu diagnostizierte Osteoporose an. Dies best�tige auch die computertomographische Dichtemessung. Die Ursache der Osteoporose sei wahrscheinlich sekund�r nach Hyperthyreose vor Jahren (Bericht vom 30. August 1996). Die von Dr. med. Z.________ am 18. November 1996 durchgef�hrte MRI-Untersuchung der Lendenwirbels�ule zeigte eine neue Deckplattenimpression LWK 5. Er beurteilte die multiplen Deckplatteneinbr�che auf der H�he von LWK 2 als sicher alte, von LWK 3 als subakute und von LWK 4 als neuere Ver�nderungen (Stellungnahme vom 18. November 1996). Dr. med. M.________ f�hrte am 4. November 1996 aus, die mehr oder weniger spontan aufgetretenen Frakturen seien eindeutig krankhafter Natur. Am 23. Dezember 1996 �usserte er die Auffassung, auf Grund der inzwischen durchgef�hrten kernspintomographischen Diagnose d�rfte die Fraktur von LWK 2 eher vor Mai 1996 eingetreten sein. Obwohl die Beschwerdef�hrerin ein eindr�ckliche Symptome ausl�sendes Sturzereignis geschildert habe, "d�rfte dieses dennoch eher nicht zur erheblichen Kompressionsfraktur von LWK 2 gef�hrt haben".
ist durchaus glaubw�rdig, dass die Versicherte vor dem 12. Mai 1996 keinerlei R�ckenbeschwerden hatte. Es kann ihm allerdings insoweit nicht beigepflichtet werden, als es den Anspruch auf Versicherungsleistungen im Wesentlichen mit der Begr�ndung verneinte, die auf die Osteoporose zur�ckzuf�hrenden Wirbelk�rperfrakturen tr�ten mehr oder weniger spontan auf und k�nnten daher nicht als unfallkausal angesehen werden. Denn f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen Unfallereignis und eingetretenem Schaden gen�gt es, wenn dem Unfall neben dem unfallfremden Faktor die Bedeutung einer Teilursache zukommt (BGE 121 V 329 Erw. 2a, 119 V 338 Erw. 1 in fine, 117 V 360 Erw. 4b). Dabei ist unerheblich, ob eine �rztliche Behandlung fr�her oder sp�ter auch ohne Unfall notwendig geworden w�re. Auf Grund der vorhandenen medizinischen Unterlagen l�sst sich nicht zuverl�ssig beantworten, ob das Unfallereignis eine Teilursache der seit 12. Mai 1996 auftretenden R�ckenbeschwerden bildet. Weder der Hinweis des Dr. med. P.________ (vom 30. August 1996), wonach die Ursache der Deckplattenimpressionsfrakturen eine neu festgestellte Osteoporose sei, noch die Angaben des Dr. med. M.________ (vom 4. November und 23. Dezember 1996), es handle sich um krankhafte Frakturen und der Sturz d�rfte eher nicht zur erheblichen Kompressionsfraktur LWK 2 gef�hrt haben, geben Aufschluss dar�ber, ob sich der Gesundheitszustand (zumindest teilweise) bedingt durch das Unfallereignis massgeblich verschlechtert hat. Auch der Stellungnahme des Dr. med. Z.________ (vom 18. November 1996) kann nichts �ber allf�llig vorhandene oder ausgebliebene Auswirkungen des Sturzes vom 12. Mai 1996 auf die R�ckenbeschwerden entnommen werden. Das Arztzeugnis des Dr. med. B.________ (vom 31. Juli 1996), in welchem ohne weitere Begr�ndung angegeben wird, es l�gen ausschliesslich Unfallfolgen vor, ist schon deshalb nicht massgebend, weil es erstellt wurde, bevor das Osteoporoseleiden bekannt war.
5.- Nach dem Gesagten ist die Sache an die SUVA zur�ckzuweisen, damit sie das Vorliegen des nat�rlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und den R�ckenbeschwerden abkl�re. Sollte sie zum Ergebnis gelangen, ein
entsprechender Kausalzusammenhang liege vor, wird sie Folgendes beachten m�ssen: Ist die Unfallkausalit�t einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entf�llt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nach einiger Zeit �berhaupt keine nat�rliche Ursache des Gesundheitsschadens mehr darstellt, wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich vom unfallfremden Faktor beherrscht wird (Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 474). Dies trifft dann zu, wenn - nach vor�bergehender Verschlimmerung oder erstmaliger Manifestierung des krankhaften Vorzustandes - entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsm�ssigen Verlauf auch ohne Unfall fr�her oder sp�ter eingestellt h�tte (status quo sine) erreicht ist (Morger, Zusammentreffen verschiedener Schadensursachen [Art. 36 UVG] in: Versicherungskurier 42/1987 S. 133). Ebenso wie der leistungsbegr�ndende nat�rliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse M�glichkeit nunmehr g�nzlich fehlender urs�chlicher Auswirkungen des Unfalles gen�gt nicht (BGE 117 V 360 Erw. 4a und 376 Erw. 3a, 115 V 142 Erw. 8b mit Hinweisen). Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegr�ndender nat�rlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 Erw. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76 Erw. 4b).
rungsgerichts des Kantons Z�rich vom 4. Mai 1999 und
der Einspracheentscheid vom 26. M�rz 1997 aufgehoben
werden und die Sache an die SUVA zur�ckgewiesen wird,
damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Er-
w�gungen, �ber den Leistungsanspruch neu verf�ge.