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Timestamp: 2016-10-23 22:11:46
Document Index: 48260386

Matched Legal Cases: ['Art. 230', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 132', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 82', 'BGE', 'Art. 82', 'BGE', 'BGE', 'Art. 230', 'BGE', 'Art. 81', 'Art. 52', 'Art. 52', 'BGE', 'BGE', 'Art. 14', 'BGE', 'Art. 268', 'BGE', 'Art. 206', 'Art. 206', 'BGE', 'Art. 170', 'Art. 134', 'e contrario', 'Art. 156']

H 300/00 (04.09.2001)
H 300/00 Vr
Pr�sident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und nebenamtlicher
Richter Maeschi; Gerichtsschreiber Fl�ckiger
2. B.________, Beschwerdef�hrer, beide vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Schelbert, Unterm�li 6, 6302 Zug,
A.- A.________war Pr�sident des Verwaltungsrates, B.________ Mitglied des Verwaltungsrates und G.________ Haupt- bzw. Alleinaktion�r der I.________ AG, welche sich laut Eintragung im Handelsregister mit der Erbringung von Dienstleistungen im Bereich des EDV-Supports befasste. Am 5. M�rz 1996 wurde �ber die Gesellschaft der Konkurs er�ffnet, welcher am 26. April 1996 mangels freier Aktiven im Sinne von Art. 230 SchKG eingestellt wurde. Mit Verf�gungen vom 23. April 1997 verpflichtete die Ausgleichskasse des Kantons Zug A.________, B.________ und G.________ zur Bezahlung von Schadenersatz gem�ss Art. 52 AHVG im Betrag von Fr. 104'423. 50. Die Betroffenen erhoben hiegegen Einspruch.
B.- Am 26. Juni 1997 reichte die Ausgleichskasse des Kantons Zug beim Verwaltungsgericht des Kantons Zug Klage ein mit dem Antrag, A.________ und B.________ seien zur Bezahlung von Schadenersatz f�r nicht bezahlte Sozialversicherungsbeitr�ge in der verf�gten H�he zu verpflichten.
Am 27. Juni 1997 reichte sie eine gleich lautende Klage gegen G.________ ein.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug vereinigte die beiden Verfahren und hiess die Klagen insoweit teilweise gut, als es die Beklagten solidarisch verpflichtete, der Ausgleichskasse Schadenersatz im Betrag von Fr. 104'021. 50 zu bezahlen.
C.- A.________ und B.________ f�hren Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei die Schadenersatzklage abzuweisen.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug und die Ausgleichskasse des Kantons Zug beantragen Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
Das Bundesamt f�r Sozialversicherung und der als Mitinteressierter beigeladene G.________ verzichten auf Vernehmlassung.
1.- a) Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist nur so weit einzutreten, als sie Forderungen betrifft, die sozialversicherungsrechtliche Beitr�ge des Bundes zum Gegenstand haben. Ob die Schadenersatzforderung bez�glich der Beitr�ge an die kantonale Familienausgleichskasse zu Recht besteht, ist im vorliegenden Verfahren nicht zu pr�fen (BGE 119 V 80 Erw. 1b, 118 V 69 Erw. 1b, 101 V 3 Erw. 1b).
b) Da es sich bei der angefochtenen Verf�gung nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen handelt, hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht nur zu pr�fen, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzt hat, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG).
2.- Streitig ist zun�chst, ob die Schadenersatzverf�gungen vom 23. April 1997 rechtzeitig erfolgt sind.
a) Nach Art. 82 Abs. 1 AHVV "verj�hrt" die Schadenersatzforderung, wenn sie nicht innert Jahresfrist seit Kenntnis des Schadens durch Erlass einer Schadenersatzverf�gung geltend gemacht wird. Bei dieser Frist handelt es sich entgegen dem Wortlaut der Bestimmung um eine Verwirkungsfrist, die von Amtes wegen zu ber�cksichtigen ist (BGE 121 III 388 Erw. 3b, 119 V 92 Erw. 3, 118 V 195 Erw. 2b, je mit Hinweisen).
Kenntnis des Schadens im Sinne von Art. 82 Abs. 1 AHVV ist in der Regel von dem Zeitpunkt an gegeben, in welchem die Ausgleichskasse unter Beachtung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit erkennen muss, dass die tats�chlichen Gegebenheiten nicht mehr erlauben, die Beitr�ge einzufordern, wohl aber eine Schadenersatzpflicht begr�nden k�nnen (BGE 121 III 388 Erw. 3b, 119 V 92 Erw. 3, 118 V 195 Erw. 3a, je mit Hinweisen).
Im Falle eines Konkurses oder Nachlassvertrages hat die Ausgleichskasse praxisgem�ss in der Regel bereits dann ausreichende Kenntnis des Schadens, wenn die Kollokation der Forderungen er�ffnet bzw. der Kollokationsplan (und das Inventar) zur Einsicht aufgelegt wird (BGE 126 V 443, 119 V 92 Erw. 3 mit Hinweisen). L�sst die Auflage des Kollokationsplanes eine volle Deckung der Beitragsforderung erwarten, kann sich die fristausl�sende Kenntnis des Schadens auch in einem sp�teren Stadium des Konkurses oder Nachlassvertragsverfahrens verwirklichen (nicht ver�ffentlichtes Urteil P. vom 14. November 1991, H 143/90). Anderseits kann eine Kenntnis des Schadens ausnahmsweise bereits vor Auflegung des Kollokationsplanes bestehen (AHI 1993 S. 81, ZAK 1992 S. 477). Auch im Falle des summarischen Konkursverfahrens hat die Ausgleichskasse in der Regel im Zeitpunkt der Auflage des Kollokationsplanes und des Inventars Kenntnis des Schadens (nicht ver�ffentlichtes Urteil I. vom 27. Juni 2000, H 12/99). Bei Einstellung des Konkurses mangels Aktiven besteht in der Regel Kenntnis des Schadens im Zeitpunkt der Publikation der Einstellung im Schweizerischen Handelsamtsblatt (SHAB); dies gilt auch dann, wenn ein Gl�ubiger nach Art. 230 Abs. 2 SchKG die Durchf�hrung des Konkursverfahrens verlangt (Urteil S. vom 7. Januar 2000, H 224/98; nicht ver�ffentlichtes Urteil D. vom 28. September 1995, H 105/95).
b) Im vorliegenden Fall wurde der Konkurs am 5. M�rz 1996 er�ffnet und am 26. April 1996 mangels Aktiven eingestellt.
Die Publikation der Einstellung erfolgte im SHAB vom ..., in welchem Zeitpunkt die Ausgleichskasse praxisgem�ss Kenntnis vom Schaden erlangt hat. Die Schadenersatzverf�gungen vom 23. April 1997 wurden daher rechtzeitig innert der Frist von einem Jahr seit Kenntnis des Schadens erlassen. Entgegen den Ausf�hrungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bestehen keine Gr�nde, welche einen fr�heren Zeitpunkt der Schadenskenntnis zu rechtfertigen verm�chten. Dass die I.________ AG der Ausgleichskasse im Zusammenhang mit einer Betreibung am 27. November 1995 mitgeteilt hatte, dass sie sich wegen Vertragsbruchs seitens mehrerer Vertragspartner in Liquidit�tsschwierigkeiten befand und �ber eine Bewilligung f�r Kurzarbeit verf�gte, und die Ausgleichskasse nach den Angaben der Beschwerdef�hrer am 26. Februar 1996 Kenntnis davon erhielt, dass die beantragte Nachlassstundung vom Betreibungsamt nicht bewilligt worden war, vermag eine Kenntnis des Schadens durch die Ausgleichskasse nicht zu begr�nden, ebenso wenig die Pf�ndung des technischen Inventars und die entsprechende Abtretungserkl�rung durch die I.________ AG vom 28. Februar 1996. Wie die Beschwerdef�hrer selber ausf�hren, musste die Ausgleichskasse unter diesen Umst�nden zwar damit rechnen, dass ihr ein Schaden entstehen k�nnte; auf Grund der Ende 1995/Anfang 1996 bekannt gewesenen Tatsachen musste sie indessen nicht davon ausgehen, dass ihr ein Schaden effektiv auch erwachsen wird. Die Kenntnis des Schadens setzt zudem voraus, dass die Ausgleichskasse in der Lage ist, die H�he der Beitragsforderung und damit die H�he des Schadens zu beziffern (Urteil S. vom 7. Januar 2000, H 224/98). Vom konkreten Schaden hatte die Ausgleichskasse indessen erst auf Grund des Berichts vom 5. Mai 1996 �ber die Arbeitgeberkontrolle, fr�hestens aber mit der am 3. Mai 1996 im SHAB publizierten Einstellung des Konkursverfahrens mangels Aktiven Kenntnis. Fehl geht schliesslich der Einwand, auch wenn vom Datum der Konkurseinstellung (26. April 1996) ausgegangen werde, seien die am Freitag, den 23. April 1997 erlassenen Verf�gungen versp�tet, weil die Ausgleichskasse nicht nachzuweisen verm�ge, dass die Beschwerdef�hrer sie vor dem 27. April 1997 erhalten h�tten. Abgesehen davon, dass es f�r die Rechtzeitigkeit der Schadenersatzverf�gung auf den Zeitpunkt der Postaufgabe und nicht auf denjenigen der Er�ffnung an den Verf�gungsadressaten ankommt (BGE 119 V 96), beginnt der Fristenlauf nach dem Gesagten nicht mit dem Datum des Einstellungsbeschlusses, sondern mit demjenigen der Publikation der Konkurseinstellung im SHAB. Es muss daher bei der Feststellung bleiben, dass die Schadenersatzverf�gungen vom 23. April 1997 rechtzeitig erlassen wurden. Unbestritten ist, dass auch die Klage vom 26. Juni 1997 fristgem�ss eingereicht wurde (Art. 81 Abs. 3 AHVV).
3.- Dass den Beschwerdef�hrern in ihrer Eigenschaft als ehemaliger Pr�sident bzw. ehemaliges Mitglied des Verwaltungsrates der I.________ AG Organstellung im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 52 AHVG zukam, ist unbestritten.
Streitig und zu pr�fen ist, ob ihnen ein haftungsbegr�ndendes Verschulden anzurechnen ist.
a) Im vorinstanzlichen Entscheid werden die f�r die Schadenersatzpflicht nach Art. 52 AHVG insbesondere f�r die verantwortlichen Organe von Aktiengesellschaften geltenden Grunds�tze zutreffend dargelegt, sodass darauf verwiesen werden kann (vgl. auch BGE 123 V 15 Erw. 5b, 122 V 66 Erw. 4a, 119 V 405 Erw. 2, je mit Hinweisen).
Der Vorinstanz ist auch darin beizupflichten, dass es sich bei der I.________ AG um einen verh�ltnism�ssig kleinen Betrieb mit einer einfachen Struktur handelte. Praxisgem�ss beurteilen sich die Anforderungen an die Sorgfaltspflicht der Gesellschaftsorgane daher nach einem strengen Massstab (BGE 108 V 202 Erw. 3a).
b) Aus den Akten geht hervor, dass die I.________ AG im Jahre 1994 eine T�tigkeit im Bereich des EDV-Supports aufgenommen und hief�r ab September 1994 Mitarbeiter angestellt hat. Am 24. August 1994 schloss sie mit der W.________ AG einen Vertrag, mit dem sie sich zur F�hrung einer so genannten Hotline f�r PC- und Softwaresupport verpflichtete. Einen �hnlichen Vertrag ging sie im April 1995 mit R.________ S.A. ein. Nach Darstellung der Beschwerdef�hrer k�ndigte die W.________ AG den Vertrag am 11. September 1995 auf den 31. Dezember 1995, ohne die der I.________ AG vertraglich zustehenden Quartalsgeb�hren und Anteile aus den Verk�ufen von Personalcomputern ab dem dritten Quartal 1995 zu bezahlen, was einem Betrag von rund Fr. 300'000.- entsprochen habe. Am 17. Oktober 1995 habe auch die R.________ S.A. den Vertrag aufgel�st, womit der I.________ AG ein zus�tzlicher Schaden von sch�tzungsweise Fr. 120'000.- entstanden sei. Wegen dieser Ausst�nde von insgesamt rund Fr. 400'000.- sei die Gesellschaft schliesslich nicht mehr in der Lage gewesen, die laufenden Ausgaben zu decken.
Die Vorinstanz h�lt dem zu Recht entgegen, dass f�r die eingetretenen Beitragsverluste vorab andere Gr�nde ausschlaggebend gewesen sind. Zun�chst hat die I.________ AG ab September Arbeitnehmer eingestellt, ohne der Ausgleichskasse hievon Kenntnis zu geben und ohne die entsprechenden L�hne zu deklarieren. Eine Lohnbescheinigung f�r 1994 hat sie erst nach mehreren Mahnungen und Androhung des Veranlagungsverfahrens sowie strafrechtlicher Folgen am 15. August 1995 eingereicht. Die Gesellschaft ist damit der ihr nach Art. 14 Abs. 1 AHVG obliegenden Beitragsabrechnungspflicht nicht ordnungsgem�ss nachgekommen, woran auch die geltend gemachten personellen Probleme nichts zu �ndern verm�gen. Das Abrechnungsformular f�r 1994 hatte die Firma bereits am 15. November 1994 erhalten mit der Aufforderung, die Bescheinigung bis 16. Januar 1995 einzureichen. Die Beschwerdef�hrer k�nnen sich daher nicht darauf berufen, die hief�r zust�ndige Mitarbeiterin habe die Firma am 28. Februar 1995 verlassen und es habe keine �bergabe der Pendenzen stattfinden k�nnen, weil die Nachfolgerin die Arbeit erst am 1. April 1995 aufgenommen habe. Es w�re vielmehr Sache der verantwortlichen Organe der Gesellschaft gewesen, eine andere Person mit der Erstellung der Lohnbescheinigung zu beauftragen oder n�tigenfalls selber f�r die erforderlichen Angaben zu sorgen, was umso eher zumutbar gewesen w�re, als es sich um ausgesprochen einfache Verh�ltnisse (elf Arbeitnehmer mit einer Besch�ftigungszeit von einem bis drei Monaten) gehandelt hat. Dazu kommt, dass die Gesellschaft der Beitragszahlungspflicht von Anfang an nicht nachgekommen ist und bis zur Konkurser�ffnung im M�rz 1997 nicht einmal die von den ausbezahlten L�hnen in Abzug gebrachten Arbeitnehmerbeitr�ge abgeliefert hat. Unmittelbar nach Erhalt der Lohnbescheinigung f�r 1994 vom 15. August 1995 hat die Ausgleichskasse die entsprechenden Beitr�ge am 18. August 1995 in Rechnung gestellt. Am 18. Oktober 1995 wurde die Firma erfolglos gemahnt, worauf die Ausgleichskasse die Forderung auf dem Betreibungsweg geltend machte.
Gegen den entsprechenden Zahlungsbefehl erhob die Firma Rechtsvorschlag, was sie im bereits erw�hnten Schreiben an die Ausgleichskasse vom 27. November 1995 mit Liquidit�tsschwierigkeiten begr�ndete. Die Beschwerdef�hrer behaupten jedoch nicht, die Gesellschaft sei bereits in jenem Zeitpunkt zahlungsunf�hig gewesen. Gerade im Hinblick auf die K�ndigung der beiden Vertr�ge am 11. September 1995 bzw.
17. Oktober 1995 und die ung�nstige Gesch�ftsentwicklung h�tte Anlass zu einer sofortigen Zahlung der bereits in Rechnung gestellten Beitr�ge und zu einer Sicherstellung der geschuldeten, noch nicht in Rechnung gestellten Beitr�ge bestanden. Indem die Firma dieser Pflicht nicht nachgekommen ist, und insbesondere die von den ausbezahlten L�hnen in Abzug gebrachten Arbeitnehmerbeitr�ge nicht abgeliefert hat, hat sie den Betrieb zumindest teilweise zu Lasten der Sozialversicherung weiter gef�hrt und den der Ausgleichskasse entstandenen Schaden schuldhaft verursacht.
Dieses Verschulden ist den Beschwerdef�hrern als den verantwortlichen Organen der Gesellschaft anzurechnen. Auch wenn sie nicht mit der Gesch�ftsf�hrung beauftragt waren, w�re es angesichts der ihnen bekannten Umst�nde ihre Pflicht gewesen, sich unter anderem �ber die ordnungsgem�sse Abrechnung und Zahlung der geschuldeten Sozialversicherungsbeitr�ge zu vergewissern und n�tigenfalls entsprechende Massnahmen zu verlangen. Indem sie trotz Kenntnis der ung�nstigen Gesch�ftsentwicklung nicht f�r eine ordnungsgem�sse Abrechnung und Zahlung der Sozialversicherungsbeitr�ge gesorgt haben, haben sie den der Ausgleichskasse entstandenen Schaden schuldhaft mitverursacht. Wenn die Vorinstanz das Verschulden in W�rdigung der gesamten Umst�nde als grobfahrl�ssig qualifiziert hat, so beruht dies weder auf einer mangelhaften Feststellung des Sachverhalts noch verst�sst es sonst wie gegen Bundesrecht.
4.- Zu pr�fen ist des Weiteren, ob Exkulpations- und Rechtfertigungsgr�nde oder Herabsetzungsgr�nde gegeben sind.
a) Nach der Rechtsprechung kann eine Schadenersatzpflicht trotz schuldhafter Missachtung von AHV-Vorschriften entfallen, wenn besondere Umst�nde die Nichtbefolgung der einschl�gigen Vorschriften als erlaubt oder nicht schuldhaft erscheinen lassen. So l�sst sich die Nichtbezahlung der Beitr�ge ausnahmsweise rechtfertigen, wenn sie im Hinblick auf eine nicht zum Vornherein aussichtslose Rettung des Betriebes durch Befriedigung lebenswichtiger Forderungen in der begr�ndeten Meinung erfolgt, die geschuldeten Beitr�ge sp�ter ebenfalls bezahlen zu k�nnen. Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber im Zeitpunkt, in welchem die Zahlungen erfolgen sollten, nach den Umst�nden damit rechnen durfte, dass er die Beitragsschuld innert n�tzlicher Frist werde tilgen k�nnen (BGE 108 V 188, ZAK 1987 S. 298).
Im vorliegenden Fall ist zun�chst festzustellen, dass die Gesellschaft von Anfang an und lange bevor sie in Zahlungsschwierigkeiten geriet, ihrer Abrechnungs- und Zahlungspflicht nicht nachgekommen ist. Auch durften die Beschwerdef�hrer nach der K�ndigung der Vertr�ge, welche die Gesellschaft mit der W.________ AG und der R.________ S.A.
abgeschlossen hatte, nicht davon ausgehen, dass es sich um bloss vor�bergehende Zahlungsschwierigkeiten handelte, welche durch das Nichtbezahlen der Sozialversicherungsbeitr�ge �berbr�ckt werden k�nnten. Da auch keine konkrete Aussicht auf eine baldige Sanierung des schon damals stark verschuldeten Unternehmens bestand, durfte nicht ernsthaft damit gerechnet werden, dass die Forderungen der Ausgleichskasse innert n�tzlicher Frist beglichen werden k�nnten, zumal erhebliche weitere Zahlungsr�ckst�nde (insbesondere Mietzinsen) vorlagen. Auch der Umstand, dass die Gesellschaft der Ausgleichskasse am 28. Februar 1996 das bereits gepf�ndete technische Inventar zur Sicherstellung der ausstehenden Beitr�ge abgetreten hat, vermag die Beschwerdef�hrer nicht zu exkulpieren. Abgesehen davon, dass damit bestenfalls ein Teil der ausstehenden Beitragsschulden h�tte gedeckt werden k�nnen, wurde das gesamte Gesch�ftsinventar bereits am 8. M�rz 1996 auf Verlangen der U.________ AG, welcher die I.________ AG Mietzinsen im Betrag von Fr. 129'736. 80 schuldete, gem�ss Art. 268 OR mit Retention belegt. Zudem war die I.________ AG allein (das heisst ohne Zustimmung des Betreibungsamtes) gar nicht befugt, mittels einer Abtretung �ber die gepf�ndeten Verm�gensgegenst�nde zu verf�gen. Es kann diesbez�glich auf die zutreffenden Erw�gungen der Vorinstanz verwiesen werden.
b) Es sind sodann keine Gr�nde gegeben, welche im Sinne von BGE 122 V 189 Erw. 3c zu einer Herabsetzung des Schadenersatzes wegen Mitverschuldens der Verwaltung f�hren k�nnten. Weder hat die Verwaltung gegen elementare Vorschriften des Beitragsbezugs verstossen, noch hat sie sich sonstwie einer groben Pflichtverletzung schuldig gemacht.
Wenn die Beschwerdef�hrer geltend machen, die Ausgleichskasse habe den Schaden mitverursacht, indem sie nach erfolgter Pf�ndung und Abtretung des gesamten technischen Inventars nichts gegen die Retention dieser Gegenst�nde durch den Mietzinsgl�ubiger unternommen habe, so ist dem entgegenzuhalten, dass bereits am 5. M�rz 1996 �ber die Gesellschaft der Konkurs er�ffnet wurde, was zur sofortigen Einstellung der Betreibungsverfahren f�hrte (Art. 206 Abs. 1 SchKG). Es kann der Ausgleichskasse daher nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass sie bez�glich des von ihr am 21. Februar 1996 gepf�ndeten Inventars im Sch�tzungswert von Fr. 60'000.- kein Verwertungsbegehren gestellt hat. Die Konkurser�ffnung hatte im �brigen zur Folge, dass auch der Mietzinsgl�ubiger seine Forderung und das Retentionsrecht im Konkurs anzumelden hatte. Nach der Rechtsprechung kann das Retentionsrecht nicht der Pfandbestellung durch einen Dritten gleichgestellt werden, welche nach der Ausnahmeregelung von Art. 206 Abs. 1 Satz 2 SchKG im Konkurs des Schuldners die Aufhebung der Betreibung verhindert (BGE 124 III 215). Es ist daher nicht ersichtlich, welche weiteren Vorkehren die Ausgleichskasse zur Beibringung der Beitragsausst�nde h�tte vornehmen sollen. Von einer groben Pflichtverletzung, wie sie praxisgem�ss f�r die Herabsetzung des Schadenersatzes wegen Mitverschuldens der Verwaltung vorausgesetzt ist, kann mithin nicht die Rede sein.
5.- a) Zu bejahen ist sodann der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem pflichtwidrigen Verhalten und dem eingetretenen Schaden. W�re die I.________ AG der Abrechnungspflicht nachgekommen, h�tten die Beitr�ge sowohl f�r 1994 als auch f�r 1995 ordnungsgem�ss in Rechnung gestellt und rechtzeitig bezahlt werden k�nnen. Der eingetretene Schaden h�tte damit vermieden werden k�nnen.
b) Unbestritten ist schliesslich das Massliche des Schadens, wobei die Vorinstanz die Kosten f�r die Arbeitgeberkontrolle zu Recht nur im Teilbetrag von Fr. 402.- anerkannt hat (Art. 170 Abs. 3 AHVV).
6.- Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 134 OG e contrario). Entsprechend dem Ausgang des Prozesses gehen die Gerichtskosten zu Lasten der Beschwerdef�hrer (Art. 156 Abs. 1 OG).
II.Die Gerichtskosten von Fr. 5000.- werden den Beschwerdef�hrern je zur H�lfte auferlegt und mit den geleisteten Kostenvorsch�ssen verrechnet; der Differenzbetrag
von je Fr. 2500.- wird den Beschwerdef�hrern zur�ckerstattet.
III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, dem Bundesamt f�r Sozialversicherung und G.________ zugestellt.