Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=30.10.2014&Aktenzeichen=2%20C%2039.13
Timestamp: 2019-07-15 23:11:08
Document Index: 307032806

Matched Legal Cases: ['Art. 3', '§ 15', 'EuG', 'EuG', '§ 15', 'EuG', '§ 15']

BVerwG, 30.10.2014 - 2 C 39.13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,32077
BVerwG, 30.10.2014 - 2 C 39.13 (https://dejure.org/2014,32077)
BVerwG, Entscheidung vom 30.10.2014 - 2 C 39.13 (https://dejure.org/2014,32077)
BVerwG, Entscheidung vom 30. Januar 2014 - 2 C 39.13 (https://dejure.org/2014,32077)
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RL 2000/78/EG Art. 3 Abs. 4 ; AGG § 15 Abs. 4
taz.de (Pressebericht, 01.11.2014)
Altersdiskriminierung: Nur geringe Entschädigung
OVG Rheinland-Pfalz, 20.02.2013 - 10 A 11167/12
BVerwG, 24.09.2013 - 2 B 48.13
Vorliegend ist die entscheidungserhebliche Rechtslage durch die Verkündung des Urteils des EuGH in Sachen Hennigs und Mai am 8. September 2011 hinreichend geklärt worden (BVerwG, Urteile vom 30.10.2014 - hier zitiert aus 2 C 39.13 - juris Rd. 20, dort unter Zitierung des EuGH-Urteils vom 19.06.2014 - Rs. C-501/12 [Specht], Rd. 104 juris).
Musste danach, ausgehend von dem Verkündungstermin 08.09.2011 die schriftliche Geltendmachung des Anspruchs spätestens am 08.11.2011 erfolgen, so ist die Geltendmachung des Anspruchs mit am 28.11.2013 beim Beklagten eingegangenem Schreiben vom 26.11.2013 - aus dem der Beklagte (frühestens) die Auffassung des Klägers entnehmen konnte, wegen des Verhaltens des Dienstherrn bestünden Ansprüche nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz - eindeutig zu spät erfolgt (s. auch: BVerwG, Urteile 30.10.2014 - 2 C 36/13, 2 C 38.13, 2 C 39.13 - und 2 C 47/13, wo die jeweiligen Antragsschreiben von Ende Dezember 2011 [27. bzw. 28.12.2011] datierten; s. auch: K. von der Weiden, juris-BVerwG 11/2015 Anm. 2B. II.4. letzter Satz; zu einem Schreiben vom Dezember 2011 vgl. auch: BVerwG, Urteil vom 20.05.2015 - 2 A 9.13 -, juris Rd. 13).
Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinen Urteilen vom 30. Oktober 2014 ausdrücklich festgestellt, dass die - vor dem Hintergrund des § 15 Abs. 4 AGG - entscheidungserhebliche Rechtslage (bereits) durch die Verkündung des Urteils des EuGH in Sachen E. und D. am 8. September 2011 (- C - 297/10 - und - C - 298/10 -, juris) geklärt worden sei (…- BVerwG 2 C 3.13 -, juris Rn. 53f.;… - BVerwG 2 C 6.13 -, juris Rn. 52f.;… - BVerwG 2 C 9.13 -, juris Rn. 54f.;… vgl. auch - BVerwG 2 C 36.13 -, juris Rn. 20;… - BVerwG 2 C 38.13 -, juris Rn. 20; - BVerwG 2 C 39.13 -, juris Rn. 20;… - BVerwG 2 C 47.13 -, juris Rn. 20).
vgl. BVerwG, Urteil vom 30. Oktober 2014 - 2 C 36.13 -, ZBR 2015, 275 = juris, Rn. 20; entsprechende Entscheidungen ergingen am gleichen Tag in den parallel geführten Revisionsverfahren 2 C 38.13, 2 C 39.13 und 2 C 47.13 (Vorinstanz jeweils OVG Rheinland-Pfalz).
Das Bundesverwaltungsgericht hat im Urteil vom 30.10.2014 (2 C 6.13) sowie in weiteren Parallelentscheidungen vom 30.10.2014 (C 36.13, 2 C 38.13 und 2 C 39.13) entschieden, dass es für die für den Fristbeginn maßgebliche Kenntnis auf die Verkündung des Urteils des Gerichtshofs der Europäischen Union vom 8. September 2011 ankommt.
Das Bundesverfassungsgericht hat die Verfassungsbeschwerden, die sich gegen die Bestimmung des Beginns der Frist des § 15 Abs. 4 AGG in den Parallelentscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 30.10.2012 - 2 C 36.13, 2 C 38.13 und 2 C 39.13 - gerichtet hatten, mit Beschlüssen vom 30.06.2015 nicht zur Entscheidung angenommen (BVerfG, 2 BvR 756/15, 2 BvR 757/15 und 2 BvR 758/15).