Source: https://issuu.com/kalischundpartner/docs/geschaeftsbericht_fh_web_2016
Timestamp: 2017-09-19 16:22:25
Document Index: 157567496

Matched Legal Cases: ['§ 242', '§ 264', '§ 267', '§ 275', 'Art. 75', '§ 277']

Geschäftsbericht 2016 by Kalisch & Partner - issuu
Inhalt Bericht des Vorstandes
Bericht über die Lage der Genossenschaft
Wirtschaftliche Verhältnisse der Genossenschaft
Nachtragsbericht und Bauleistungen der Genossenschaft
Organe der Genossenschaft, Personal und Mitgliedschaften
Die Mitgliedsunternehmen im Siedlungswerk Baden e.V.
Titelbild: Lahr, Am GoetheBrunnen
Tr채ume brauchen R채ume Planen. Bauen. Wohnen. Mieten. Vermieten. Kaufen. Verkaufen. Vermitteln. Verwalten. Betreuen. Sanieren. Modernisieren. Renovieren.
Tr채ume brauchen R채ume
Bericht des Vorstandes Vorwort Unser Auftrag als genossenschaftliches Wohnungsunternehmen liegt vor allem darin, guten und bezahlbaren Wohnraum für unsere Mitglieder und Mieter zu schaffen. Qualität und Nachhaltigkeit stehen im Mittelpunkt unserer Geschäftstätigkeit. Mit unseren aktuellen Neubauprojekten erhöht sich unser Wohnungsbestand innerhalb von drei Jahren um 118 Wohnungen auf insgesamt 1.115 Wohnungen: In Ettenheim konnten wir im April 2016 neun Mietwohnungen übergeben. Weitere sieben Wohnungen in Offenburg werden im Juli 2017 fertiggestellt und vermietet. An unserem derzeit größten Neubauprojekt am GoetheBrunnen in Lahr werden wir noch in diesem Jahr 54 Mietwohnungen fertigstellen.
Alexander Huber und Siegbert Hauser
In Rust bauen wir zwei Wohnhäuser mit insgesamt 18 Wohnungen. Voraussichtlich zum Jahresende werden auch diese Wohnungen bezugsbereit sein. In Kehl laufen die Planungen für 30 neue Mietwohnungen. Mit diesen umfassenden Investitionen im Mietwohnungsbau tragen wir zur Entlastung auf dem regionalen Wohnungsmarkt bei und bieten gleichzeitig attraktiven Wohnraum. Insgesamt bleibt die Situation auf dem Wohnungsmarkt angespannt. Das Wirtschaftsministerium in BadenWürttemberg geht davon aus, dass der Bedarf in den nächsten Jahren bei rund 75.000 Wohnungen pro Jahr liegen wird. Im Jahr 2015 wurden mit rund 33.500 Wohnungen weniger als die Hälfte gebaut. Die Fertigstellungen legen zwar weiter zu, reichen aber bei weitem nicht aus.
Hinzu kommt, dass vor allem Sozialwohnungen und preisgünstiger Wohnraum fehlen. Der Zuzug in die Städte mit guter Infrastruktur und in die Ballungsräume hält weiter an, und auch die Unterbringung der Flüchtlinge erfordert schnell eine große Anzahl an bezahlbarem Wohnraum. Der Verband Baden-Württembergischer Wohnungsunternehmen e.V. hat ermittelt, dass die Hauptursachen für das Wohnungsdefizit vor allem darin liegen: Bauland zu „normalen“ Preisen fehlt steigende Baukosten und damit verbunden hohe Herstellungskosten durch starke Nachfrage, Energieeinsparverordnung (EnEV), u.a. hohe und unflexible Baustandards durch gesetzliche Vorgaben Mietrechtsverschärfungen hemmen Investitionen zu lange Bauplanungs- und Baugenehmigungsverfahren • •
Abzuwarten bleibt, was die Politik beschließt und wie sie die strukturpolitischen Maßnahmen ausgestaltet, um im Sinne der Bürger ein positives Neubauklima für mehr Wohnraum und mehr Lebensqualität möglich zu machen. Nähere Informationen aus der Wohnungswirtschaft und zur Entwicklung Ihrer Baugenossenschaft Familienheim Mittelbaden eG geben wir Ihnen mit dem beiliegenden Geschäftsbericht. Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.
Achern, im Juni 2017
Siegbert Hauser Vorstandssprecher
Alexander Huber Vorstand
Der Wohnungsmarkt braucht bessere Rahmenbedingungen: bundes- und landesweit, aber auch auf kommunaler Ebene, zum Beispiel: •
Keine weitere Verschärfung der energetischen Anforderungen Die soziale Wohnraumförderung muss Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern bleiben steuerliche Förderung, Sonderabschreibungen für den sozialen Wohnungsbau bzw. Investitionszulagen Förderprogramme und Zuschüsse
Lahr, Am GoetheBrunnen
TrĂ¤ume brauchen RĂ¤ume
Träume brauchen Räume 1. Allgemeine wirtschaftliche Lage
Die rezessiven Tendenzen in Russland und Brasilien entschärften sich zum Jahresende 2016. Dagegen hat sich die politische Landschaft im Laufe des Jahres 2016 stark verändert, was weitreichende Konsequenzen für die Weltwirtschaft in den kommenden Jahren haben könnte. So entschied sich Großbritannien im Juni 2016 mit einem Referendum für den Austritt aus der Europäischen Union. Gleichzeitig wirft die überraschende Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten eine Vielzahl von Fragezeichen bezüglich der künftigen wirtschaftspolitischen Ausrichtung der größten Volkswirtschaft der Welt auf.
Deutsche Wirtschaft weiterhin auf Wachstumskurs Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9 % höher als im Vorjahr. Damit setzte die deutsche Wirtschaft das robuste Wachstum des Jahres 2015 (+ 1,7 %) fort. Auch 2014 war das Bruttoinlandsprodukt in ähnlicher Größenordnung angestiegen. In längerfristiger Betrachtung lag das Wirtschaftswachstum 2016 gut über dem Durchschnittswert der letzten sieben Jahre, der + 1,6 % betrug.
In der Summe hat sich 2016 die moderate Erholung auch in den Ländern des Euroraums fortgesetzt. Mit 1,7 % war die wirtschaftliche Entwicklung spürbar aufwärtsgerichtet. Bis auf Griechenland scheinen alle Euroländer erneut auf einen Wachstumspfad zurückgefunden zu haben. Dennoch liegt das Produktionsniveau etwa in Spanien oder in Italien aktuell immer noch unter dem Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2008. Dementsprechend wird die Arbeitslosigkeit nur langsam abgebaut.
Insgesamt kam die Weltwirtschaft vor allem in der zweiten Jahreshälfte wieder etwas mehr in Schwung. Vor allem in den entwickelten Volkswirtschaften nahm die Konjunktur zuletzt etwas Fahrt auf; insbesondere in den USA blieb das Wachstum kräftig. In wichtigen Schwellenländern – darunter China – sorgten expansive wirtschaftspolitische Maßnahmen für eine Stützung der Nachfrage.
Angesichts der gemischten externen Impulse wird auch 2017 die Binnennachfrage der Wachstumsimpuls für die deutsche Wirtschaft bleiben. Die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts dürfte nach Meinung der füh-
Bruttowertschöpfungsanteil der Immobilienwirtschaft Anteil der Wirtschaftsbereiche an der Bruttowertschöpfung 2016, nominal
0,6 % Landwirtschaft Dienstleistungen ohne Grundstücks- und Wohnungswesen 25,7 %
2,822 Mrd. €
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 18, Bruttowertschöpfung nach Wirtschaftsbereichen; Bruttowertschöpfung zuzüglich Steuern abzüglich Subventionen entspricht dem Bruttoinlandsprodukt GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. © GdW-Schrader – 17.01.2017
4,8 % 10,9 %
renden Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland im laufenden Jahr bei etwa 1,5 % liegen. Durch einen Kalendereffekt – das Jahr 2017 hat fast 3 Arbeitstage weniger als 2016 – fällt dabei die Wachstumsrate um 0,2 Prozentpunkte geringer aus. Kalenderbereinigt läge die Wachstumsrate bei etwa 1,7 %, und damit über dem langjährigen Durchschnitt. Wirtschaftsleistung der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft wächst um 0,8 % Die Wirtschaftsleistung ist 2016 in allen Wirtschaftsbereichen in Deutschland gestiegen. Überdurchschnittlich entwickelte sich das Baugewerbe, das im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % zulegte. Auch im Produzierenden Gewerbe nahm die Wirtschaftsleistung zu, allerdings mit + 1,6 % sehr viel moderater. Deutliche Zunahmen gab es daneben in den meisten Dienstleistungsbereichen: Information und Kommunikation, Finanz- und Versicherungsdienstleister sowie Handel, Verkehr, Gastgewerbe hatten Wachstumsraten von jeweils über 2 %. Die Grundstücks- und Immobilienwirtschaft, die 10,9 % der gesamten Bruttowertschöpfung erzeugte, wuchs um 0,8 % etwa mit derselben Rate wie im Vorjahr (0,9 %). In jeweiligen Preisen erzielte die Grundstücksund Immobilienwirtschaft damit eine Bruttowertschöpfung von 307 Milliarden EUR. Die leicht unterdurchschnittliche Wachstumsrate unterstreicht die tendenziell geringere Konjunkturabhängigkeit der Immobiliendienstleister. So hatte die Grundstücks- und Immobilienwirtschaft beispielsweise im Krisenjahr 2009 als einer der wenigen Wirtschaftsbereiche ein positives Wachstum aufzuweisen. Erwerbstätigkeit erreicht erneut einen historischen Höchststand – Zuwanderung sinkt deutlich Die Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2016 von knapp 43,5 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das ist der höchste Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2016 rund 429.000 Personen oder 1 % mehr erwerbstätig als ein Jahr zuvor.
Damit setzte sich der seit über zehn Jahren anhaltende Aufwärtstrend fort. Der Anstieg fiel im Jahr 2016 wieder etwas stärker aus als in den Jahren zuvor (+0,9 % im Jahr 2015 und +0,8 % im Jahr 2014). Eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte glichen dabei negative demografische Effekte aus. Isoliert betrachtet hätte die Alterung der Bevölkerung das Arbeitskräfteangebot im Jahr 2016 um 310.000 Personen schrumpfen lassen. Ein Demografie-Effekt in gleicher Höhe ist auch 2017 zu erwarten. Damit das Erwerbspersonenpotenzial auch in Zukunft nicht schrumpft, müsste die Nettozuwanderung nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg offensichtlich deutlich höher sein als in der Vergangenheit. Modellrechnungen des IAB zeigen, dass im Zeitraum 2015 bis 2025 rund 450.000 Zuzüge pro Jahr, zwischen 2026 bis 2035 etwa 600.000 Zuzüge pro Jahr und zwischen 2036 bis 2050 rund 550.000 Zuzüge pro Jahr netto notwendig wären, um das Arbeitskräftepotenzial einigermaßen konstant auf heutigem Niveau zu halten. Das kontinuierliche Wirtschaftswachstum und der anhaltend günstige Trend der Arbeitsmarktentwicklung haben Deutschland in den Jahren seit 2010 zu einem Hauptwanderungsziel der EU-Binnenmigration werden lassen. Die tatsächliche Nettozuwanderung im Jahr 2016 (Ausländer und Deutsche) kann aufgrund der vorliegenden Daten des Ausländerzentralregisters auf insgesamt 750.000 Personen geschätzt werden. Gegenüber dem Jahr 2015, das durch eine einmalig sehr hohe Flüchtlingszuwanderung geprägt war, lag die Nettozuwanderung im abgelaufenen Jahr etwa 34 % niedriger. Die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland ist mit Schließung der sogenannten Balkanroute deutlich zurückgegangen. Im Dezember 2016 wurden 16.000 neu in Deutschland eintreffende Flüchtlinge im EASY-System der Ersterfassung registriert. Im Vergleich zum Vorjahr zeichnet sich ein starker Rückgang der Fluchtmigration nach Deutschland ab: Seit April 2016 hat sich die Zahl der neu erfassten Flüchtlinge bei 16.000 Personen eingependelt, im November 2015 hatte sie noch 206.000 betragen.
Im gesamten Jahr 2016 sind rund 320.000 Flüchtlinge neu erfasst worden. Wie im Vorjahr muss dabei beachtet werden, dass beim EASY-System wegen der zu diesem Zeitpunkt noch fehlenden erkennungsdienstlichen Behandlung und der fehlenden Erfassung der persönlichen Daten Fehl- und Doppelerfassungen unterlaufen. Das Bundesinnenministerium rechnet deshalb in ersten Modellrechnungen mit einem Nettozugang von rund 280.000 Flüchtlingen im Jahr 2016.
die Anlageinvestitionen das BIP-Wachstum. Leicht gedämpft wurde es dagegen vom Außenbeitrag. Maßgebend für die positive Wirtschaftsentwicklung war der inländische Konsum. Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2 % höher als ein Jahr zuvor. Die staatlichen Konsumausgaben erhöhten sich mit + 4,2 % sogar noch deutlich stärker. Dieser kräftige Anstieg ist unter anderem auf die hohe Zuwanderung von Schutzsuchenden und
Die Herkunftsländer der Flüchtlingsmigration konzentrieren sich auf Länder, die von Kriegen, Bürgerkriegen oder starker politischer Verfolgung betroffen sind. Mit Schließung der Balkanroute wurde die Ursache der Flüchtlingsbewegung allerdings nicht gelöst, sondern die Last lediglich in andere europäische Staaten verlagert. Die Nettozuwanderung in Deutschland insgesamt dürfte auch 2017 und 2018 auf einem hohen Niveau liegen und Werte oberhalb von 400.000 Personen erreichen. Konsum wichtigster Wachstumsmotor Ausschlaggebend für die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2016 war die inländische Verwendung. Neben dem Konsum stützten vor allem 10
die daraus resultierenden Kosten zurückzuführen. Einen stärkeren Zuwachs des Staatskonsums hatte es zuletzt 1992 infolge der deutschen Wiedervereinigung gegeben. Insgesamt legten die Konsumausgaben um 2,5 % zu und waren auch im Jahr 2016 die größte, jedoch nicht die einzige Stütze des deutschen Wirtschaftswachstums. Auch die Bruttoanlageinvestitionen – das sind Ausrüstungsinvestitionen, Bauinvestitionen sowie sonstige Anlagen – stützten das Wachstum und legten im Vorjahresvergleich deutlich zu (+ 2,5 %). Entscheidend für diesen Zuwachs waren die Investitionen in Wohnbauten, die um 4,3 % höher waren als im Jahr zuvor. Die Bauinvestitionen insgesamt stiegen im Jahr 2016 um 3,1 %. In Ausrüstungen – das sind vor allem Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – wurde preisbereinigt um 1,7 % mehr investiert als im Vorjahr.
Trotz bremsender Impulse konnte auch der deutsche Außenhandel im Jahresdurchschnitt 2016 zulegen: Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 2,5 % höher als im Vorjahr. Die Importe zeigten allerdings eine deutlich stärkere Dynamik (+ 3,4 %). Preisbereinigt überstieg der Wert der Importe den der Exporte leicht, sodass der Außenbeitrag das Wirtschaftswachstum geringfügig bremste. Der private Verbrauch dürfte auch 2017 weiter zulegen, wenn auch nicht mehr so deutlich wie in der Vergangenheit. Ein fortgesetzter Beschäftigungsausbau sowie die Ausweitung von Sozialleistungen, unter anderem durch zusätzliche Leistungen für die anerkannten Flüchtlinge, lassen das nominal verfügbare Einkommen steigen. Eine höhere Inflation als bisher dürfte den Zuwachs beim privaten Konsum aber bremsen. Unter dem Strich rechnen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute für 2017 mit einem Wachstum des privaten Konsums um 1,4 %. Der Zuwachs beim Staatskonsum dürfte mit dem Rückgang der zusätzlichen Aufwendungen für Flüchtlinge nicht mehr so dynamisch ausfallen. Insgesamt rechnen die Institute nur noch mit einem Anstieg des Staatskonsums um rund 2,5 %. Im Einklang mit der weltwirtschaftlichen Entwicklung, die nach Meinung der Institute einen vorläufigen Höhepunkt im ersten Quartal 2017 haben dürfte, sind vom Außenhandel auch 2017 keine Impulse für das Wirtschaftswachstum zu erwarten.
Entwicklung der Bau- und Wohnungswirtschaft Gutes Klima für den Wohnungsbau Die Bauinvestitionen insgesamt stiegen im Jahr 2016 um 3,1 %, und damit deutlich stärker als im Vorjahr (0,3 %). Der Wohnungsbau entwickelte sich wie in den Vorjahren deutlich überdurchschnittlich und stieg um 4,3 %, während die Nichtwohnbauten lediglich um 1,4 % zulegten. Der öffentliche Hoch- und Tiefbau entwickelte sich dabei deutlich dynamischer (2,4 %) als der gewerbliche Bau (0,9 %). Hier schlagen die besser gefüllten Steuerkassen und auch die zusätzlichen Ausgaben zur Bewältigung der Flüchtlingsunterbringung zu Buche. In den Neubau und die Modernisierung der Wohnungsbestände flossen 2016 rund 189,4 Milliarden EUR.
Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau gestalten sich weiterhin positiv. Die Zinsen für Baugeld befinden sich auf einem äußerst niedrigen Niveau, gleichzeitig sind die Renditen für Anlagealternativen gering. Die Arbeitsmarkt- und Einkommensaussichten sind positiv. Die hohe Nettozuwanderung steigert die Nachfrage nach Wohnraum zusätzlich deutlich. Alle vorlaufenden Indikatoren im Wohnungsbau deuten darauf hin, dass der Aufwärtstrend 2017 deutlich kräftiger fortgesetzt wird. Im Verlauf des Jahres 2016 hatten die Baugenehmigungen sehr deutlich zugenommen, vor allem im Mietwohnungsbau. Die Bauinvestitionen werden auch 2017 um etwa 1,8 % gegenüber dem Vorjahr expandieren. Getragen wird diese Entwicklung vor allem vom Wohnungsbau, der seinen Höhenflug 2017 leicht vermindert fortsetzen wird. Hier rechnen die Institute mit einem weiteren Zuwachs der Investitionen um 2,7 %. Dagegen sind die Aussichten für den Wirtschaftsbau eher verhalten. Die derzeit rückläufige Auftragsentwicklung lässt die Mehrheit der Institute vermuten, dass das Vorjahresniveau des gewerblichen Baus 2017 nicht gehalten werden kann. Der öffentliche Bau kann angesichts einer sich weiter verbesserten Kassenlage der öffentlichen Hand weiterhin expandieren. Hier spielen auch zusätzliche Mittel zur Förderung kommunaler Investitionen zum Beispiel im Rahmen der Städtebauförderung eine wichtige Rolle. Der Zuwachs könnte nach Berechnungen der Institute 2017 nochmals 2,3 % betragen. Rund 375.000 Baugenehmigungen in 2016 – Zuwachs auf 400.000 im Jahr 2017 erwartet Im Jahr 2016 dürften nach letzten Schätzungen Genehmigungen für rund 375.000 neue Wohnungen auf den Weg gebracht worden sein. Dies entspricht einer Steigerung um 19,7 % gegenüber dem Vorjahr. 2015 hatte der Anstieg noch bei 6,3 % gelegen. Der Mietwohnungsneubau wuchs wie in den Vorjahren am schnellsten (+ 34,9 %). Mit rund 91.000 neu genehmigten Wohneinheiten lag die Zahl der Genehmigungen bei Mietwohnungen um fast 23.500 Einheiten höher als im Vorjahr. Die Genehmigungen für Eigentumswohnungen zeigten nach dem leichten Einbruch im Vorjahr 2016 mit einem Plus von 18,2 % wieder deutlich nach oben. Insgesamt wurden im Geschosswohnungsbau 176.000 Wohnungen auf den Weg gebracht.
Rust, Innerer Ring
Die Genehmigungen bei Ein- und Zweifamilienhäusern sind 2016 wie im Vorjahr leicht angewachsen. Im Vergleich zu 2015 stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern um 1,7 % auf 118.000 Einheiten. Das Genehmigungsvolumen im Geschosswohnungsbau liegt nun bereits seit fünf Jahren über dem im Ein- und Zweifamilienhausbau – und das mit steigender Tendenz. Insgesamt kann bei einem Genehmigungsvolumen von rund 375.000 Einheiten im Jahr 2016 davon ausgegangen werden, dass etwa 211.000 dieser Wohnungen zur Vermietung zur Verfügung stehen werden. Dabei wird berücksichtigt, dass auch von den neu genehmigten Ein- und Zweifamilienhäusern sowie von den Eigentumswohnungen ein Teil vermietet wird, die in Wohnheimen erstellten Wohnungen vollständig sowie ein Großteil der durch Maßnahmen im Bestand erstellten Wohneinheiten den Mietwohnungen zuzurechnen sind. Die derzeitige Lagebeurteilung und die Geschäftserwartungen der Wohnungsbauunternehmen sind nach übereinstimmenden Erhebungen der Institute äußerst positiv. Gerade in den großen Städten und Verdichtungsräumen bleibt die Nachfrage nach Wohnimmobilien vor dem Hintergrund der guten Arbeitsmarkt- und Einkommensaussichten und der anhaltenden Zuwanderung hoch. Das Genehmigungsvolumen dürfte deshalb 2017 nochmals um knapp 7 % auf 400.000 Wohneinheiten steigen. Davon würden schätzungsweise 193.000 Wohneinheiten im Mehrfamilienhausbau entstehen. Fertigstellungen liegen weiterhin unter dem Bedarf Allerdings zeigt die Bautätigkeitsstatistik eine wachsende Lücke zwischen Baugenehmigungen und Baufertigstellungen, die wohl nicht mehr in Gänze als Bauüberhang interpretiert werden kann. Nach einem insgesamt nur geringen Zuwachs von weniger als 1 % im Jahr 2015 dürften die Baufertigstellungen 2016 um insgesamt 17 % auf 290.000 neu errichtete Wohnungen gestiegen sein. Im laufenden Jahr 2017 dürften sich die Wohnungsfertigstellungen weiter beleben, sodass die Zahl der neu errichteten Wohnungen auf etwa 325.000 Wohnungen steigen könnte. Dieser Zuwachs dürfte weiterhin schwerpunktmäßig von einer Ausweitung des Mietwohnungsneubaus getragen werden. In Deutschland müssten zwischen 2015 und 2020 allerdings rund 400.000 Wohnungen pro Jahr neu gebaut
werden. Davon werden rund 80.000 Wohnungen pro Jahr im sozialen Mietwohnungsbau und weitere 60.000 Wohnungen im preisgünstigen Marktsegment benötigt, insgesamt also 140.000 im bezahlbaren Segment. Das geht aus einer Studie des Pestel-Instituts (Hannover) im Auftrag des Verbändebündnisses Wohnungsbau hervor. Grund dafür sind der bestehende Nachholbedarf, der starke Zuzug in die Städte und die Zuwanderung aus der EU sowie der Zuzug von Flüchtenden. Wohnungen fehlen insbesondere in Großstädten, Ballungszentren und Universitätsstädten. Hier hat es in den vergangenen Jahren enorme Versäumnisse der Wohnungsbaupolitik gegeben. Es wurde schlicht zu wenig gebaut. Bereits vor der aktuell breit diskutierten Flüchtlingszuwanderung hat sich in Deutschland ein Wohnungsdefizit aufgebaut. Die Wohnungsbautätigkeit in einer Größenordnung von 400.000 Wohnungen pro Jahr ist somit erforderlich, um erstens bei einer Nettozuwanderung von 300.000 Personen jährlich den jeweils aktuellen Wohnungsbedarf abzudecken und zweitens zusätzlich das bis Ende 2015 aufgelaufene Wohnungsdefizit, das sich in der Summe auf 800.000 Wohnungen beläuft, bis 2025 vollständig abzubauen. Für die ersten fünf Jahre wird der Defizitabbau mit rund 100.000 Wohneinheiten p.a. (innerhalb der 400.000 insgesamt notwendigen) etwas höher veranschlagt als in den Jahren 2020 – 2025 (60.000 Einheiten p.a.). Das weiter fortbestehende Delta zwischen Wohnungsbedarf und Bautätigkeit führt vor allem eines vor Augen: Es braucht ein konzertiertes Handeln aller Akteure und gezielte Förderung von Bund, Ländern und Kommunen, um bestehende Hürden für mehr bezahlbaren Wohnungsbau aus dem Weg zu räumen.
2. Bericht über die Lage der Genossenschaft Im Geschäftsjahr 2016 hat sich die gute Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt. Mit der Weiterführung des zukunftsorientierten, nachhaltigen Modernisierungs- und Instandhaltungsprogramms sichert sich die Genossenschaft die Werterhaltung bzw. Wertsteigerung ihres Wohnungsbestandes. Die Mieter erhalten dadurch einen attraktiven und zeitgemäßen Wohnstandard.
Betriebsbereiche Betriebsbereiche Hausbewirtschaftung Bau-, Verkaufs- und Betreuungstätigkeit Kapitaldienst
2016 Tj
2015 Tj
Veränderungen Tj
2.383,1 352,7
1.989,3 632,7
393,8 -280,0
Summe Verwaltungskosten
-1.880,1
- 2.179,5
Übrige Rechnung
Jahresergebnis vor Steuern von Einkommen und Ertrag
Die Aufwendungen für Instandhaltungen und Modernisierungen werden mit ca. 1,9 Mio. € pro Kalenderjahr auf gleichbleibendem Niveau weitergeführt und aus den laufenden Mieteinnahmen finanziert.
dings aufgrund fehlender baureifer Projekte nicht mehr den Umfang der Vorjahre erreichen. Zehn Bauplätze in Ottenhöfen befinden sich nach wie vor im Vorratsbestand der Genossenschaft.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Jahr 2016 betrug 3.494,4 T€ (Vorjahr 4.297,8 T€).
Das Dienstleistungsangebot „Baubetreuung“ wurde im Geschäftsjahr 2016 nicht nachgefragt.
Weitere Geschäftsfelder sind neben der Bewirtschaftung und Verwaltung des eigenen und fremden Wohnungsbestandes, die Bau- und Verkaufstätigkeit sowie die Planung und technische Betreuung privater Bauvorhaben. Auch die Vermittlung von Immobilien gehört dazu.
Ebenso wurde das Geschäftsfeld Immobilienvermittlung bzw. Maklertätigkeit nicht in Anspruch genommen.
Neubau, Verkauf, Vermittlung Beim Neubau- und Bauträgergeschäft sowie beim Verkauf haben wir folgende Immobilien veräußert: das Objekt in der Kaiserstraße 89 in Lahr. Zwei Eigentumswohnungen wurden in der Simon-Bruder-Straße 4 in Appenweier verkauft. Somit sind in diesem Objekt alle Wohnungen verkauft. Im Neubauprojekt Hauptstraße 96/1 in Achern mit zwölf Eigentumswohnungen wurde ebenfalls die letzte Wohnung verkauft. In 2017 wurden die beiden Reihenhäuser in SeelbachWittelbach verkauft. Die Umsatzerlöse werden aller-
Der Baulandvorrat bleibt unverändert bei 10.466 m², was einem Buchwert von 987.648,51 € entspricht. Im Vorratsbestand befinden sich derzeit noch zwei Reihenhäuser in Seelbach-Wittelbach.
Bau- und Modernisierungstätigkeit Bautätigkeit
Überhang 2015
davon Fertigstellungen in 2016
Modernisierungstätigkeit eigener Bestand
Modernisierung und Sanierung Die Genossenschaft hat im Geschäftsjahr 2016 für die Instandhaltung und Sanierung ihres Wohnungsbestandes 1,9 Mio. € investiert. Für den Bau des Mietshauses in Ettenheim ist in 2016 noch ein Restbetrag von 198 T€ angefallen. Als Baukosten für neue Mietshäuser sind in Lahr 4.560 T€, in Offenburg ca. 609 T€ und in Rust 596 T€ angefallen. Die Vermietung der Genossenschaftswohnungen war gut. Die Nachfrage nach Wohnraum ist nach wie vor groß. Die Wohnungsleerstände (1,11%) sind gegenüber dem Vorjahr (1,48%) gesunken. Die Erlösschmälerung bei den Mieten im Jahr 2016 beläuft sich auf rund 59.000 € gegenüber rund 74.000 € im Vorjahr. Die monatliche Durchschnittsmiete im Jahr 2016 bei den Mietwohnungen betrug 5,62 € je Quadratmeter (Vorjahr 5,38 €).
Bewirtschaftung des genossenschaftlichen Mietshausbestandes An den Orten Bühl, Sasbach, Achern, Renchen, Appenweier, Oberkirch, Kehl, Offenburg, Lahr, Seelbach und Ettenheim bewirtschaftet die Genossenschaft:
Verwaltungsbestand Eigentümer
Verwaltungseinheiten Wohnungen
Genossenschaft Dritte Eigentümer Gesamt
Gewerbliche 13 0 13
3. Wirtschaftliche Verhältnisse der Genossenschaft Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Genossenschaft sind geordnet, die Ansätze des Anlage- und Umlaufvermögens in der Bilanz gemäß den gesetzlichen Vorschriften bewertet und ausgewogen finanziert.
Jahresabschluss 2016 Die Bilanzsumme des Jahresabschlusses 2016 beträgt in Aktiva und Passiva 48.788.702,81 € (Vorjahr 43.575.496,59 €) und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5.213.206,22 €.
Mietwohnungen in 47 Häusern Garagen gewerbliche Einheiten
Aus der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich ein Jahresüberschuss von 688.401,30 € (Vorjahr 499.317,03 €). Der ausgewiesene Bilanzgewinn beläuft sich, nach 637.000,00 € Einstellung in die Ergebnisrücklage, auf 51.615,03 €.
Zum eigenen Bestand der Genossenschaft gehören zum Bilanzstichtag 1.006 Wohnungen, 351 Garagen sowie 13 gewerbliche Einheiten incl. zwei eigengenutzte Einheiten.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Mitgliederversammlung für das Geschäftsjahr 2016 die Verwendung des Bilanzgewinns wie folgt vor:
1.006 351 13
Verwaltungsbetreuung Der Verwaltungsbestand betrug im zurückliegenden Geschäftsjahr 962 Eigentumswohnungen in 48 Gemeinschaften und 82 Mietwohnungen Dritter. Die Verwaltung von Wohnungseigentum („Dritte Eigentümer“) wurde nach den Bestimmungen des Wohnungseigentumsgesetzes ordnungsgemäß durchgeführt. Es wurden 50 Eigentümerversammlungen und 19 Beiratssitzungen durchgeführt. Die Abrechnungen für die entsprechenden Wirtschaftseinheiten Dritter wurden termingerecht abgewickelt. Die Verwaltervergütungen wurden regelmäßig geprüft und dem Marktniveau angepasst. Träume brauchen Räume
Einstellung in die gesetzliche Rücklage mind. 10 % aus dem Jahresüberschuss 69.000,00 € Einstellung in die freien Rücklagen 568.000,00 € Ausschüttung an die Mitglieder 4 % 51.098,59 € Gewinnvortrag auf 2017 516,44 €
Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Genossenschaft hat das Geschäftsjahr 2016 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Der erzielte Gewinn dient vor allem der Finanzierung der notwendigen Instandhaltung der Mietshäuser. Soweit wirtschaftlich vertretbar, wurden zur Erweiterung des eigenen Wohnungsbestandes Neubauvorhaben durchgeführt.
Offenburg, BrachfeldstraĂ&#x;e
Vermögenslage und Kapitalstruktur Tj
31.12.2016 %
45.755,5 3,6
93,8 0,0
39.717,9 3,6
91,2 0,0
6.037,6 0,0
1.285,0 1.465,9 144,3 124,1 10,3
2,6 3,0 0,3 0,3 0,0
2.023,7 1.425,4 72,2 317,6 15,1
4,6 3,3 0,2 0,7 0,0
-738.7 40,5 72,1 -193,5 -4,8
48.788,7
43.575,5
31.12.2015 Tj Tj %
Eigenkapital Fremdkapital Rückstellungen Pensionsrückstellungen Übrige Rückstellungen Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Erhaltene Anzahlungen Übrige Verbindlichkeiten
19.802,8
19.107,1
2.300,9 76,5
2.172,0 77,2
128,9 -0,7
23.396,1 1.602,1 1.610,3
47,9 3,3 3,3
19.049,3 1.568,3 1.601,6
43,7 3,6 3,7
4.346,8 33,8 8,7
Vermögensstruktur Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Finanzanlagen Umlaufvermögen Bautätigkeit Unfertige Leistungen Flüssige Mittel Übriges Umlaufvermögen Rechnungsabgrenzungsposten Gesamtvermögen
Am Erwerb von Gebrauchtimmobilien ist die Genossenschaft auch in Zukunft interessiert. Vor dem Kauf werden die Objekte umfassend geprüft und bei gegebener Wirtschaftlichkeit erworben.
Vermögenslage Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 spiegelt sich in der Bilanz wider. Die Bilanzsumme beträgt knapp 48,8 Mio. € (Vorjahr 43,6 Mio. €). Den Zugängen beim Anlagevermögen mit ca. 6,4 Mio. € durch Anlagen im Objekt Ettenheim und Baukosten für die Objekte in Lahr, Offenburg und Rust stehen Abgänge beim UmlaufTräume brauchen Räume
vermögen von ca. 700 T€, durch den Verkauf der Eigentumswohnungen in Achern und der beiden Eigentumswohnungen in Appenweier, gegenüber. Der Baulandvorrat beträgt unverändert 10.466 m², das entspricht einem Buchwert von 987.648,51 €. Die Vermögensstruktur wird bestimmt durch das Anlagevermögen. Die Anlagenintensität beträgt rund 93,8 % (Vorjahr 91,2 %). Das Anlagevermögen ist nahezu ausschließlich langfristig durch Eigen- und Fremdkapital finanziert.
Die Wohnungen wurden an folgenden Orten errichtet: Bauort Achern Appenweier Baden-Baden-Neuweier Baden-Baden-Steinbach Baden-Baden-Varnhalt Bad Peterstal Bühl Bühlertal Ettenheim Friesenheim Gengenbach Hohberg-Niederschopfheim Kappel-Grafenhausen Kappelrodeck Kehl Kippenheim Lahr Lauf Lichtenau Mahlberg Meißenheim Neuried Gesamtbauleistung zum 31.12.2016
Wohnungen 1.009 100 28 39 11 16 593 88 210 75 6 1 5 130 638 15 565 40 33 60 10 28
Die Kapitalstruktur ist geprägt durch das Eigenkapital und die Dauerfinanzierungsmittel. Das bilanzielle Eigenkapital der Genossenschaft hat sich vor allem aufgrund des Jahresüberschusses erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 40,6 % (Vorjahr 43,8 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich von 19,1 Mio.€ auf 23,4 Mio.€ (4,35 Mio.€) erhöht. Dies resultiert aus der Neuvalutierung von Darlehen für Investitionen in das Anlagevermögen. Die Vermögenslage der Genossenschaft ist geordnet.
Finanzlage Die Finanzlage im Berichtsjahr 2016 war geordnet und entwickelte sich planmäßig. Die Genossenschaft war jederzeit in der Lage, die vereinbarten Tilgungen zu leisten und die Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Liquide Mittel standen durch Inanspruchnahme von Giro- und Zwischenkrediten ausreichend zur Verfügung.
Bauort Oberkirch Offenburg u. Offenb. Land Ottenhöfen Ottersweier Renchen Rheinau Rheinmünster Ringsheim Rust Sasbach Sasbachwalden Schuttertal Schutterwald Schwanau Seebach Seelbach Sinzheim Willstätt Wolfach Wyhl a. Kaiserstuhl Zell a. Harmersbach
Wohnungen 255 450 38 108 145 29 61 3 74 297 14 34 4 9 14 269 167 29 5 2 8 5.715
rungen. Die Zinsen für langfristige Darlehen werden i.d.R. mindestens 10 Jahre – teilweise auch bis zu 25 Jahre – gesichert. Die Finanzverbindlichkeiten haben sich im Wesentlichen durch die Aufnahme des Investitionsdarlehens zur Finanzierung der Neubaumaßnahmen in Lahr, Rust und Offenburg insgesamt um 4.348 T€ erhöht. Die Zahlungsströme des Berichtsjahres setzen sich aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 3.494,4 T€ (Vorjahr 4.297,8 T€), dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von -7.112,4 T€ (Vorjahr -2.157,3 T€) und dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 3.816,0 T€ (Vorjahr -2.178,1 T€) zusammen. Insgesamt ergab sich somit ein Zufluss von Zahlungsmitteln in Höhe von 198 T€ (Vorjahr -37,6 T€). Am Bilanzstichtag bestanden freie Kreditlinien in Höhe von 1.665,5 T€.
Die Zahlungsfähigkeit war stets gegeben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern betreffen ausschließlich langfristige Objektfinanzie20
Das Jahresergebnis 2016 hat sich gegenüber dem Vorjahr um 189 T€ erhöht. Das Ergebnis aus der Bau-, Verkaufs- und Betreuungstätigkeit resultiert hauptsächlich aus der Verkaufstätigkeit im Umlaufvermögen (23,0 T€),
der verwaltungsmäßigen Betreuung (267,2 T€), dem Betrieb von Photovoltaikanlagen (62,5 T€). Das Ergebnis der Hausbewirtschaftung ist geprägt von höheren Mieten (ca. + 133 T€) und geringeren Ausgaben für Instandhaltung (ca. - 310 T€). Die Ertragslage ist zufriedenstellend.
4. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft auswirken, haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.
5. Bauleistungen der Genossenschaft Durch die Bautätigkeit 2016 sind neun Mietwohnungen fertiggestellt worden. Dadurch erhöhte sich die Leistungsbilanz unserer Genossenschaft, seit der Gründung im Jahr 1949, auf insgesamt 5.715 Wohnungen/ Fertigstellungen. Nach Rechtsbeschaffenheit bzw. Wohnformen ergibt sich folgende Gliederung: 1.071 Wohnungen in genossenschaftlichen Mietshäusern 3.605 Wohnungen in Kaufeigenheimen und Eigentumswohnungen 1.039 Wohnungen im Betreuungsverfahren (Eigenheime und Geschosswohnungen) Hinzu kommen zahlreiche Maßnahmen der Infrastruktur sowie Wohnfolge- und Versicherungseinrichtungen: Ladengeschäfte, Büros, Praxen, Verwaltungsgebäude, Kindergärten, Betreuungseinrichtungen im Betreuten Wohnen.
6. Organe der Genossenschaft, Personal und Mitgliedschaften Mitglieder/Mitgliederversammlung Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder hat sich im Berichtsjahr von 1.861 auf 1.898 erhöht. 137 Mitgliedschaften wurden neu begründet, 100 endeten. Die Zahl der Geschäftsanteile beläuft sich auf 5.818, die Geschäftsguthaben sind mit einer Gesamtsumme von 1.382.155,88 € ausgewiesen. Die Mitgliederversammlung hat unter Beachtung der nach Gesetz und Satzung vorgeschriebenen Regularien am 12. Juli 2016 in Achern stattgefunden. Unseren verstorbenen Mitgliedern gilt ein ehrendes Gedenken, den Angehörigen unsere Anteilnahme. Träume brauchen Räume
Die langjährigen Mitglieder wurden bei der Mitgliederversammlung im Juli 2016 geehrt.
Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat hat regelmäßig in gemeinsamen Sitzungen mit dem Vorstand über die Belange der Genossenschaftberaten, die erforderlichen Beschlüsse gefasst und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Verpflichtungen wahrgenommen. In der Besetzung des Aufsichtsrates gab es im Berichtsjahr keine Veränderungen. Die Mandate von zwei Aufsichtsratsmitgliedern sind turnusgemäß abgelaufen. Sie wurden einstimmig um eine weitere Amtsperiode verlängert. Der Aufsichtsrat ist unverändert mit 8 Personen besetzt.
Vorstand und Verwaltung Dem Vorstand gehörten am 31.12.2016 die hauptamtlich tätigen Vorstandsmitglieder Siegbert Hauser, Offenburg, und Alexander Huber, Renchen, an. In der Verwaltung der Genossenschaft in Achern und in der Geschäftsstelle Lahr waren neben den Vorstandsmitgliedern zum Jahresende 29 Personen tätig: 16 kaufmännische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (davon 10 Teilzeitkräfte) 2 technische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 7 Hausmeister / Handwerker 2 Reinigungskräfte 2 Auszubildende Außerdem hat die Genossenschaft im eigenen Namen und für den Bereich WEG-Verwaltung weitere rund 100 Nebenerwerbsverhältnisse für die örtliche Hausmeisterbetreuung unter Vertrag, für die ebenfalls die Lohn- und Personalverwaltung durch die Genossenschaft erbracht wird.
Vereinigung, Verbände
Während des Geschäftsjahres 2016 war unsere Genossenschaft Mitglied in folgenden Verbänden und Vereinigungen: vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs	und Immobilienunternehmen e.V., Stuttgart •
Siedlungswerk Baden e.V., Karlsruhe Vereinigung von Wohnungsunternehmen in der Erzdiözese Freiburg •
• KSD Katholischer Siedlungsdienst e.V., Berlin • DESWOS Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e.V., Köln/Berlin
7. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Für das Jahr 2017 sehen wir eine positive Geschäftsund Ertragsentwicklung. Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Konjunkturperspektiven erwarten wir eine anhaltende Nachfrage nach attraktivem Wohnraum. Die gute Konjunktur und die damit verbundene Zunahme bzw. Sicherung der Arbeitsplätze beeinflusst die Einkommenssituation positiv und sorgt für eine gute Zahlungsmoral der Mieter. Mit der sorgfältigen Auswahl bei der Neubelegung von Wohnungen wird der Gefahr von Mietausfällen entgegengewirkt. Forderungsausfällen wird durch ein effizientes Mahnwesen begegnet. Das Ergebnis aus dem Bauträgergeschäft zum Gesamtbetriebsergebnis befindet sich leider auf keinem zufriedenstellenden Niveau. Es fehlt zum einen an geeigneten und bezahlbaren Grundstücken, und zum anderen sind die Baukosten sehr hoch. Die hohen Gestehungskosten
nähern sich zusammen mit den hohen Grundstückspreisen fast dem zu erzielenden Verkaufspreis. Dabei sind aber weder die Vertriebskosten, ein Risikozuschlag oder der Gewinnanteil eingerechnet. Für unsere Genossenschaft ist damit ein Risiko verbunden, das wir nicht eingehen werden. Eine Investition ohne Ertrag ist nicht darstellbar. Die Vielzahl der regionalen und überregionalen Mitbewerber gestalten das Bauträgergeschäft künftig noch schwieriger.	Mit einer Eigenkapitalquote von 40,6 % ist die Genossenschaft komfortabel ausgestattet. Günstige Finanzierungsmittel werden für die Bestandsmodernisierung in Anspruch genommen. Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund langfristiger Zinsbindungen nicht. Die Risiken aus der Finanzwirtschaft werden im Rahmen des vorhandenen Risiko-Managements mit den Aufsichtsgremien turnusmäßig behandelt und dokumentiert, sie erfordern gegenwärtig keinen Handlungsbedarf. Aufgrund gestaffelter, langjähriger Zinsfestschreibungen und Verteilungen auf mehrere Banken, ist das Zinsänderungsrisiko gering. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden nicht gesehen. Die wesentlichen wohnwirtschaftlichen Kennzahlen werden im Rahmen eines Risikofrühwarnsystems zeitnah beobachtet. Risikoreiche Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Es bestehen zum Bilanzstichtag nur originäre Finanzinstrumente. Dazu zählen im Wesentlichen Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, liquide Mittel und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Beschaffung von Finanzmitteln ist unproblematisch. Die Beobachtung und Beurteilung der weiteren Entwicklung auf dem Finanzmarkt ist Teil des praktizierten Risikomanagements.
8. Prognosebericht Die Baugenossenschaft Familienheim Mittelbaden eG wird auch künftig ihre solide Unternehmenspolitik fortsetzen und die Chancen am Wohnungsmarkt nutzen. Mit dem Bau von insgesamt 79 neuen Mietwohnungen wollen wir unseren Bestand an attraktiven Wohnungen in guter Lage ausbauen: Es entstehen zwei neue Mietshäuser in Rust mit insgesamt 18 Wohneinheiten, 54 Mieteinheiten in Lahr und sieben Mieteinheiten in Offenburg. Mit den geplanten 30 Mieteinheiten in Kehl und den schon fertiggestellten neun Einheiten in Ettenheim werden wir den Bestand um fast 120 neue Mieteinheiten innerhalb von drei Jahren erhöhen. Die Einschätzungen der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein sind folgende: Seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2009 befindet sich die Wirtschaft am südlichen Oberrhein auf stetem Wachstumskurs. Wie schon zuletzt verharrt der Index der Geschäftslage unverändert bei seinem Höchstwert von 50 Punkten. Während sich die Bauwirtschaft und Industrie nochmals in ihrer Lageeinschätzung verbesserten, gab es geringe Einbußen bei Dienstleistung und Handel. Insgesamt befindet sich der Index nun bereits seit sieben Jahren im positiven Bereich. Eine geringe Inflation, vermehrte Staatsausgaben im Zuge der Unterbringung von Flüchtlingen und eine historisch niedrige Arbeitslosigkeit haben die Grundlagen dafür geschaffen, dass sich die Region auch in Zeiten eines wenig dynamischen weltwirtschaftlichen Umfelds über eine hohe Binnennachfrage behaupten konnte. Für das Land Baden-Württemberg geht das Statistische Landesamt von einem realen Wirtschaftswachstum von 1,5 % für das abgelaufene Jahr aus. Damit wäre es auch für Baden-Württemberg das siebte Jahr mit realwirtschaftlichen Zuwächsen in Folge. Eine derart lange Wachstumsphase gab es zuletzt in den Jahren 1994 bis 2001. Die Erwartungen im Hinblick
auf die Zukunft bleiben vorsichtig optimistisch. 27 % der Unternehmen glauben, dass sich ihre Geschäfte in den kommenden zwölf Monaten verbessern werden, wohingegen 12 % mit einer Verschlechterung rechnen. Der Index der Geschäftserwartung gibt im Vergleich zum Herbst nochmals um zwei Punkte nach und befindet sich mit 15 Punkten weiterhin im leicht positiven Bereich. Zahlreiche Unsicherheitsfaktoren dürften für diese Diskrepanz zwischen Geschäftslage und Geschäftserwartung verantwortlich sein. So drohen nach den Wahlen in den USA und der Abstimmung zum Brexit, in vielen Ländern isolationistische Strömungen vermehrt Zulauf zu erhalten. Zunehmend werden der freie Warenhandel und Personenverkehr, die in den vergangenen Jahrzehnten zu großen Wohlfahrtssteigerungen in Europa geführt haben, in Frage gestellt. Besonders für eine stark exportorientierte Wirtschaft wie die baden-württembergische stellt dies ein zunehmendes Risiko für die mittelfristige wirtschaftliche Entwicklung dar. Hinzu kommt, dass sich im Jahr 2017 im Zuge der Bundestags- und zahlreicher Landtagswahlen die politische Landschaft in Deutschland nochmals gravierend ändern könnte. So geben zum Jahresbeginn 37 % der Unternehmen an, dass sie in der Wirtschaftspolitik ein Risiko für ihr eigenes Unternehmen sehen – ein Wert, der zuletzt vor zwei Jahren so hoch lag. Ein kurzer Blick in die Branche „Bauwirtschaft“ zeigt, dass die Lageeinschätzung der Bauwirtschaft am Oberrhein nur eine Richtung kennt: aufwärts! Schon seit der Überwindung der globalen Finanzkrise wurden sehr hohe Zufriedenheitswerte der Branche registriert, die zum Jahresbeginn 2017 nochmals ein neues Allzeithoch erreichen: 78 % der befragten Unternehmen geben an, dass ihre Geschäftslage gut sei, weitere 22 % sind zufrieden. Der Index der Geschäftslage gewinnt nochmals zehn Punkte hinzu und erreicht nun mit 78 Punkten einen neuen Spitzenwert.
Weiterhin profitiert die Branche vom starken Zuzug an den südlichen Oberrhein und die damit einhergehende expansive Wohnungsbautätigkeit. Mit knapp 120 neuen Mietwohnungen innerhalb von drei Jahren kommen wir der Nachfrage nach attraktivem Wohnraum in verstärktem Maße nach. Für unsere Baugenossenschaft bleiben die Neubautätigkeit und der Verkauf in den nächsten Jahren weiterhin wichtig. Wir berücksichtigen die unterschiedlichen Ansprüche und Wohnwünsche der verschiedenen Zielgruppen. Eine gute und zentrale Lage der Wohnungen ist dabei ein wichtiges Kriterium. Mit den zuletzt gebauten und den im Bau befindlichen Objekten in guter Wohnlage in Rust, Lahr, Offenburg und Ettenheim sowie den Planungen in Kehl stellt sich die Genossenschaft den Anforderungen des Mietermarktes. Für weitere Neubauvorhaben, insbesondere im Geschosswohnungsbau, suchen wir weiterhin geeignete und bezahlbare Grundstücke. Das Bauträgergeschäft leidet unter fehlenden Grundstücken zu fairen Preisen und den hohen Gestehungskosten. Beides zusammen lassen die Gewinnerwartungen schrumpfen, weil in gleichem Maße steigende Verkaufspreise nicht realistisch sind. In der Immobilienvermittlung bleiben wir weiterhin tätig und verstärken unsere Aktivitäten durch die Kontakte zu den Eigentümern, für die wir als Verwalter tätig sind. Nach wie vor gibt es einen Mangel an guten Objekten bzw. Gebrauchtimmobilien. Dem stehen eine Vielzahl an Maklern gegenüber, die an diesem Geschäft teilhaben wollen. Auch bei den Verkaufsimmobilien in unseren Neubauten hat sich gezeigt, dass sich die Wohnungen nicht selbstverständlich verkaufen lassen. Wir arbeiten daher erfolgreich mit den Immobilienabteilungen der regionalen Banken zusammen, die einen wesentlich breiteren Interessentenpool (Kapitalanleger und Eigennutzer) einbringen und vor allem die Finanzierung im Vorfeld abklären können. Die Einnahmen aus der Einspeisevergütung der Photovoltaik-Anlagen auf 19 eigenen Mietshäusern belaufen sich auf rund 142 T€ (Vorjahr 153 T€) und liegen damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Organisation und Risikomanagement befinden sich auf aktuellem Stand. Organisatorische Maßnahmen und personelle Strategien sind darauf ausgerichtet, bei
gleichbleibendem Sach- und Personalaufwand höhere Erträge aus den einzelnen Geschäftsbereichen zu erwirtschaften. Im Vordergrund steht unser umfassendes Dienstleistungsangebot durch fachlich gut geschultes und motiviertes Personal. Aufgrund der hohen Investitionen in die Bestandsimmobilien, können die Mieten angepasst und somit höhere Erlöse aus der Bewirtschaftung erzielt werden. Ein Anstieg der Sollmieten von 4,98 Mio. € auf 5,11 Mio. € konnte insbesondere durch Mietanpassungen erreicht werden. Die Vermietung ist das wichtigste Standbein der Genossenschaft. Sie trägt maßgeblich zum Betriebsergebnis bei. Neben einem bedarfsgerechten Wohnungsangebot beschäftigen wir uns mit den Zukunftsfragen des Wohnens. Attraktive Mietwohnungen an guten Standorten und ein umfassendes Dienstleistungsangebot tragen zur langfristigen Mieter- und Mitgliederbindung bei und vermindern das Leerstandsrisiko (1,11 %) und die Fluktuationsrate (7,3 %). Für 2017 rechnen wir weiterhin mit rückläufigen Umsätzen aus dem Bauträgergeschäft, außerdem mit höheren Zinsaufwendungen durch die verstärkte Bautätigkeit im Mietwohnungsbau. Das hat zur Folge, dass das Jahresergebnis und auch die Eigenkapitalquote zurückgehen werden. Für die fernere Zukunft werden sich diese Faktoren allerdings wieder umkehren und der Genossenschaft stabile Erträge zuführen. Wir erwarten einen Rückgang der Umsatzerlöse von ca. 500 T€. Der Jahresüberschuss wird zwischen 150 T€ und 200 T€ liegen. Die Eigenkapitalquote wird auf ca. 35 % zurückgehen. Bestandsgefährdende Risiken sowie sonstige Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft nehmen, sind nicht erkennbar.
Achern, 17. Mai 2017 Baugenossenschaft Familienheim Mittelbaden eG Der Vorstand Siegbert Hauser
Bericht des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr 2016 regelmäßig über die Lage und die Entwicklung der Genossenschaft sowie über die Aktivitäten in den Bereichen Wohnungsneubau, Vermittlung, Modernisierung und Miethausbewirtschaftung informiert und vom Vorstand berichten lassen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Finanzund Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Die dem Aufsichtsrat obliegenden Prüfungen wurden in gesonderten Sitzungen vorgenommen und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Die gesetzliche Prüfung durch den vbw, Verband badenwürttembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., als zuständigem Prüfungsverband erfolgte im Mai/Juni 2017 in den Geschäftsräumen der Genossenschaft. Die schriftlichen Prüfungsberichte liegen vor und werden der Mitgliederversammlung am 20. Juli 2017 bekannt gegeben. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates wurde am 31. Mai 2017 und der Gesamtaufsichtsrat am 22. Juni 2017 durch den Prüfungsverband mündlich über die erfolgten Prüfungen und deren Ergebnisse informiert.
In der letzten Mitgliederversammlung am 12. Juli 2016 sind die Aufsichtsratsmandate der Herren Roland Hailer, Offenburg, und Bernd Siefermann, Renchen, turnusgemäß abgelaufen. Ihre Wiederwahl war zulässig und wurde der Mitgliederversammlung vorgeschlagen. Die Verlängerung der Mandate um eine weitere Amtszeit erfolgte einstimmig. In der Mitgliederversammlung 2017 laufen die Mandate der Herren Manfred Basler, Offenburg, Dr. Christian Enders, Kehl, Dr. Wolfgang G. Müller, Lahr, Heinz Panter, Baden-Baden, und Claus Preiss, Kehl, ab. Ihre Wiederwahl ist zulässig und wird der Mitgliederversammlung vorgeschlagen. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die offene, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank geht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie haben die positive Entwicklung der Baugenossenschaft Familienheim Mittelbaden eG entscheidend mitgestaltet. Sie haben sich den Herausforderungen an ein wohnwirtschaftliches Unternehmen gestellt und sich für das Wohl der Genossenschaft eingesetzt. Die Zufriedenheit der Mitglieder, Mieter und Geschäftspartner der Baugenossenschaft stand immer im Mittelpunkt. Der Aufsichtsrat bedankt sich für das gute und kooperative Zusammenwirken. Achern, im Juni 2017 Manfred Basler Aufsichtsratsvorsitzender
Der Jahresabschluss 2016 und der Lagebericht des Vorstandes werden der Mitgliederversammlung vom Aufsichtsrat zur Genehmigung empfohlen. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Ergebnisverwendung stimmt der Aufsichtsrat zu.
Aktiva E
31.12.2016 E
31.12.2015 E
A. AnlAGEVERMöGEn I. Immaterielle Vermögensgegenstände II. Sachanlagen 1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 2. Grundstücke mit Geschäfts- und anderen Bauten 3. Grundstücke ohne Bauten 4. Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 5. Technische Anlagen 6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7. Anlagen im Bau 8. Bauvorbereitungskosten
34.611.291,32
33.531.820,80
695.019,20
724.452,20
246.708,00 19.643,83 881.344,00 143.949,16 9.152.101,60 2.892,10
45.752.949,21
966.011.06 19.643,83 960.888,00 99.922,12 1.466.957,16 1.945.221,90
0,51 3.550,00 45.759.093,72
0,51 3.550,00 39.721.450,58
2.802.284,95
987.648,51 647,66 491.636,79 543.771,80 1.425.385,55 65.417,10
72.724,78
24.264,85 171.794,00 6.359,81 49.794,41
144.329,52
72.203,42
48.788.702,81
43.575.496,59
III. Finanzanlagen 1. Sonstige Ausleihungen 2. Andere Finanzanlagen
B. UMlAUFVERMöGEn I. Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte 1. Grundstücke ohne Bauten 2. Bauvorbereitungskosten 3. Grundstücke mit unfertigen Bauten 4. Grundstücke mit fertigen Bauten 5. Unfertige Leistungen 6. Andere Vorräte II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Vermietung 2. Forderungen aus Verkauf von Grundstücken 3. Forderungen aus Betreuungstätigkeit 4. Sonstige Vermögensgegenstände III. Flüssige Mittel Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
987.648,51 647,66 0,00 296.698,07 1.465.935,12 51.355,59
17.873,66 0,00 16,53 54.834,59
C. REChnUnGSABGREnZUnGSpoSTEn 1. Geldbeschaffungskosten 2. Andere Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzsumme 28
A. EIGEnkApITAl 1. Geschäftsguthaben der mit Ablauf des Geschäftsjahres ausgeschiedenen Mitglieder der verbleibenden Mitglieder aus gekündigten Geschäftsanteilen Rückständige fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile E 17.925,40 (Vorjahr E 14.215,29) 2. Ergebnisrücklagen a) Gesetzliche Rücklage davon aus JÜ Geschäftsjahr eingestellt E 69.000,00 (Vorjahr E 50.000,00) b) Bauerneuerungsrücklage c) Andere Ergebnisrücklagen davon aus JÜ Geschäftsjahr eingestellt E 568.000,00 (Vorjahr E 401.000,00)
61.941,28 1.320.214,60 0,00
48.301,92 1.277.464,71 690,00 1.382.155,88
2.159.000,00
5.480.000,00 10.730.000,00
18.369.000,00
5.480.000,00 10.162.000,00
51.615,03
48.639,73
19.802.770,91
19.107.096,36
2.377.415,00
2.172.030,00 20.830,00 56.354,00
26.608.516,90
19.028.208,31 21.065,26 1.568.321,71 402.218,41 0,00 203.679,96 995.692,58
3. Bilanzgewinn Eigenkapital gesamt
B. RÜCkSTEllUnGEn 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2. Steuerrückstellungen 3. Sonstige Rückstellungen
2.300.912,00 21.890,00 54.613,00
C. VERBIndlIChkEITEn 1. Vbdl. gegenüber Kreditinstituten 2. Vbdl. gegenüber anderen Kreditgebern 3. Erhaltene Anzahlungen 4. Vbdl. aus Vermietung 5. Vbdl. aus Betreuungstätigkeit 6. Vbdl. aus Lieferungen und Leistungen 7. Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern E 967.298,76 (Vorjahr E 939.004,63) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit E 9.317,73 (Vorjahr E 9.739,20)
Bilanzsumme Träume brauchen Räume
23.376.045,05 20.042,68 1.602.149,18 380.775,96 1.212,41 199.662,51 1.028.629,11
8.223.936,22
6.650.571,95 4.195.857,36 309.117,89 168.230,36
-698.160,95
-1.439.562,13
157.300,40
251.979,74
3.005.825,76
3.055.977,26 2.448.184,34 0,00
4.677.249,91
4.632.033,57
1.568.630,17
1.317.114,78 591.838,06
1.075.593,20
1.042.867,32
542.756,42
354.397,52
199,26 894,05
199,26 261,67
623.838,51
647.472,27
19.780,49
20.075,59
847.744,43
658.728,96
159.343,13
159.411,93
688.401,30
499.317,03
-637.000,00
-451.000,00
E Umsatzerlöse a) aus der Hausbewirtschaftung b) aus Verkauf von Grundstücken c) aus Betreuungstätigkeit d) aus and. Lieferungen und Leistungen
6.791.666,72 1.018.215,62 267.248,85 146.805,03
Erhöhung / Verminderung des Bestandes an zum Verkauf bestimmten Grundstücken mit fertigen und unfertigen Bauten sowie unfertigen Leistungen Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen a) Aufw. für Hausbewirtschaftung b) Aufw. für Verkaufsgrundstücke c) Aufw. für andere Lieferungen und Leistungen
2.804.364,64 201.461,12 0,00
RohERGEBnIS Personalaufwand a) Löhne und Gehälter b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung, davon für Altersversorgung E 19.174,44 (Vorjahr E 351.682,41) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlageverm. und Sachanlagen Sonstige betriebliche Aufwendungen Erträge aus Ausleihungen u.a. Finanzanlagen Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Gewinnvortrag Einstellung in Ergebnisrücklagen Bilanzgewinn
1.308.154,74 260.475,43
A. Allgemeine Angaben Die Baugenossenschaft Familienheim Mittelbaden eG ist beim Amtsgericht Mannheim unter Nummer GnR 220027 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des BilanzrichtlinienUmsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Genossenschaftsgesetzes und den Regelungen der Satzung der Genossenschaft aufgestellt. Die Baugenossenschaft Familienheim Mittelbaden eG ist eine kleine Kapitalgesellschaft gem. § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach der Verordnung über Formblätter für die Gliederung des Jahresabschlusses von Wohnungsunternehmen in der Fassung vom 17. Juli 2015. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde erstmalig unter Anwendung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) gem. Art. 75 EGHGB aufgestellt. Durch die erstmalige Anwendung des BilRUG sind die Vorjahreszahlen der Posten Umsatzerlöse aus anderen Lieferungen und Leistungen und Sonstige betriebliche Erträge aufgrund der Neufassung des § 277 Abs. 1 HGB nicht vergleichbar. Unter Anwendung von BilRUG bereits im Vorjahr hätten sich Umsatzerlöse aus anderen Lieferungen und Leistungen von 157.439,03 f und Sonstige betriebliche Erträge von 241.345,74 f ergeben.
B. Erläuterungen zu den Bilanzierungsund Bewertungsmethoden Bei der Aufstellung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:
Anlagevermögen Entgeltlich von Dritten erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr anteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter 150,00 f sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Kosten der Allgemeinen Verwaltung, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, wurden nicht aktiviert. Nachträgliche Herstellungskosten werden auf die Restnutzungsdauer der Bauten verteilt. Bei umfassend modernisierten Altbauten wird die Restnutzungsdauer neu festgesetzt. Wohnbauten werden über eine Gesamtnutzungsdauer von 50 bis 80 Jahren und Geschäftsbauten sowie Garagen über eine Gesamtnutzungsdauer von 25 bis 33 Jahren linear abgeschrieben. Bei den technischen Anlagen handelt es sich um Photovoltaikanlagen. Diese werden über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren linear abgeschrieben. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird mit Sätzen von 10 bis 33 % linear abgeschrieben. Vermögensgegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 150,00 f netto nicht überschreiten, werden im Zugangsjahr als Aufwand erfasst. Liegen die Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen 150,01 f und 1.000,00 f netto, werden jahresbezogene Sammelposten gebildet, die linear über 5 Jahre abgeschrieben werden. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.
Umlaufvermögen Unter den Unfertigen Leistungen werden noch nicht abgerechnete Heiz- und Betriebskosten ausgewiesen. Die Anderen Vorräte enthalten die Bestände an Heizöl. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach der FIFO-Methode (First in – First out). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die Flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Von dem bestehenden Bilanzierungswahlrecht für Geldbeschaffungskosten wurde Gebrauch gemacht. Die aktivierten Geldbeschaffungskosten werden über die jeweilige Zinsbindung abgeschrieben.
Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen wurden gemäß Sachverständigengutachten nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen sowie den zugrunde liegenden Sterbetafeln errechnet. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende Parameter zugrunde: Biometrische ParameterRichttafeln 2005G nach Heubeck Zinssatz der Deutschen Bundesbank 31.12.2016: 4,01 % p.a. Gehaltstrend: 3,00 % p.a. Künftige Anpassung der Renten: 2,00 % p.a. Fluktuationswahrscheinlichkeit: 0,00 % p.a. Vom Wahlrecht, die aufgrund des BilMoG erforderliche Zuführungen auf bis zu 15 Jahre zu verteilen, wurde in den Vorjahren Gebrauch gemacht. Der noch ausstehende Restbetrag wurde 2016 in voller Höhe (163.125,00 f) zugeführt. Bei der Bildung der Steuerrückstellungen wurde der Auffassung der Finanzverwaltung gemäß BMF-Schreiben vom 16.05.2002 gefolgt, dass die Steuerrückstellung erst in dem Jahr zu bilden ist, in dem die Ausschüttung abgeflossen ist. Die Sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmän32
nischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Für Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrages gebildet.
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Erhaltenen Anzahlungen beinhalten ausschließlich Vorauszahlungen der Mieter auf noch nicht abgerechnete Heiz- und Betriebskosten.
C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagespiegel. 2. Im Posten Unfertige Leistungen sind im Geschäfts- und Vorjahr ausschließlich noch nicht abgerechnete Betriebskosten enthalten. 3. Die Forderungen haben ausnahmslos eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 4. Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Unter den flüssigen Mitteln werden Mietkautionen von 380,6 Tf (Vorjahr 371,3 Tf) ausgewiesen, denen Verbindlichkeiten aus Vermietung in entsprechender Höhe entgegenstehen. 5. Bei den Pensionsrückstellungen besteht zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 267.810,00 f. Dieser unterliegt der Ausschüttungssperre.
6. Im Posten Sonstige Rückstellungen sind keine Rückstellungen mit einem nicht unerheblichen Umfang enthalten.
3. Mitgliederbewegung Mitglieder
7. In den Verbindlichkeiten sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.
Abgang 2016
8. Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten (u. a. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr) sowie die zur Sicherheit gewährten Pfandrechte o. ä. Rechte ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.
4. Name/Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:
II. Gewinn- und Verlustrechnung Im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen für die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 88.304,00 f (Vorjahr 89.249,00 f) sowie für die Aufzinsung von Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 8.961,80 f (Vorjahr 14.082,83 f) enthalten. Die außerordentlichen Aufwendungen enthalten 163.125,00 f (Vorjahr 20.390,00 f) für die Erhöhung der Pensionsrückstellungen aufgrund der geänderten Bewertung nach BilMoG. Der Ausweis erfolgt abweichend zum Vorjahr aufgrund der geänderten Bilanzierungsvorschriften unter dem Sonstigen betrieblichen Aufwand.
D. Sonstige Angaben 1. Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene Verpflichtungen: Aus einem abgeschlossenen Generalübernehmervertrag für Investitionen in das Bauprojekt Lahr, Am GoetheBrunnen, sind bis zur Fertigstellung noch Kosten in Höhe von 5.402 Tf zu erwarten. 2. Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug: Vollzeit
Mitarbeiter im Regiebetrieb, Hausmeister etc.
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr um 42.749,89 f erhöht.
vbw, Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. Herdweg 54, 70174 Stuttgart 5. Mitglieder des Vorstandes: Siegbert Hauser, Offenburg Alexander Huber, Renchen
6. Mitglieder des Aufsichtsrates: Manfred Basler, Offenburg Roland Hailer, Offenburg Bernd Siefermann, Renchen Dr. Christian Enders, Kehl Dr. Wolfgang G. Müller, Lahr Heinz Panter, Baden-Baden Claus Preiss, Bühl Ulrike Vath, Achern
7. Vorschlag zur Gewinnverwendung Der Jahresabschluss wurde aufgrund eines Beschlusses von Vorstand und Aufsichtsrat unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Mitgliederversammlung wird vorgeschlagen, den sich ergebenden Bilanzgewinn in Höhe von 51.615,03 f an die Mitglieder auszuschütten und 516,44 f auf neue Rechnung vorzutragen.
Achern, 15. Mai 2017
Zusätzlich werden zwei Auszubildende beschäftigt. gez. Hauser
Anlagespiegel 2016 Anschaffungs- und Herstellungskosten Umbuchungen Stand zum 01.01.2016 E
Stand zum 31.12.2016 E
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
123.657,43
125.225,73
51.132.588,57
326.226,80
1.665.074,72
53.123.890,09
1.956.310,42
966.011,06
246.708,00
19.643,83
1.590.565,69
531.355,59
96.854,94
541.607,70
1.466.957,16
6.438.986,20
2.911.232,96
9.152.101,60
II. Sachanlagen 1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 2. Grundstücke mit Geschäftsund anderen Bauten 3. Grundstücke ohne Bauten 4. Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 5. Technische Anlagen und Maschinen 6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 7. Anlagen im Bau
1.945.221,90
59.608.654,22
7.111.668,04
4.576.307,68
66.633.719,43
Summe Immat. VG + Sachanlagen
59.732.311,65
7.113.236,34
66.758.945,16
III. Finanzanlagen 0,51
3.550,51
59.735.862,16
66.762.495,67
Ottenhöfen: 10 attraktive Bauplätze in traumhafter Hanglage zu verkaufen 34
(Kumulierte) Abschreibungen
Stand zum 01.01.2016 (kumuliert) E
Abschreibungen des Gesch채ftsjahres E
Abg채nge
Stand zum 31.12.16 (kumuliert) E
120.674,43
122.631,73
17.600.767,77
911.831,00
18.512.598,77
1.231.858,22
1.261.291,22
629.677,69
709.221,69
881.344,00
960.888,00
431.433,47
52.827,90
397.658,54
143.949,16
99.922,12
19.893.737,15
1.073.635,90
20.880.770,22
39.714.917,07
20.014.411,58
21.003.401,95
45.755.543,21
39.717.900,07
45.759.093,72
39.721.450,58
Verbindlichkeitenspiegel 2016 insgesamt
Restlaufzeit unter 1 Jahr
Restlaufzeit unter 1 Jahr (Vorjahr)
Restlaufzeit 1–5 Jahre
23.376.045,05 E
3.020.165,96 E
3.173.231,72 E
7.698.354,85 E
12.657.524,24 E
20.042,68 E
21.065,26 E
1.602.149,18 E
1.568.321,71 E
380.775,96 E
402.218,41 E
355.591,74 E
1.212,41 E
199.662,51 E
203.679,96 E
1.028.629,11 E
911.544,78 E
26.608.516,90 E
6.252.637,81 E
6.280.061,84 E
23.731.636,79 E
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Verbindlichkeiten Gesamtbetrag GPR = Grundpfandrecht BÜ = Bankbürgschaft
Quelle: Siedlungswerk Baden e.V.
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Geschäftsbericht 2016 der Baugenossenschaft Familienheim Mittelbaden e.G., Achern