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Timestamp: 2019-03-24 08:56:56
Document Index: 212952090

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

RD a.D. Hugo Gebhard OLG Karlsruhe, Az. 7 U 13/10
RD a.D. Hugo Gebhard
aid-Heft zur Verkehrssicherungspflicht
Urteilsdatenbank_
VG Münster, Az. 5 K 3212/13
VG Düsseldorf, Az. 28 K 8502/14
AG Göttingen, Az. 27 C 60/04
AG Hamburg, Az. 7 c C 102/05
AG Siegburg, Az. 102 C 157/11
LG Arnsberg, Az. 2 O 293/06
LG Baden-Baden, Az. 4 O 44/14
LG Bad Kreuznach, Az. 1024 Js 629/10
LG Braunschweig, Az. 2 O 2817/01
LG Bonn, Az. 1 O 149/09
LG Bonn, Az. 4 O 102/13
LG Bonn, Az. 1 O 172/13
LG Duisburg, Az. 6 O 106/13
LG Gera, Az. 4 O 2007/04
LG Görlitz, Az. 2 S 159/15
LG Göttingen, Az. 4 S 69/04
LG Heidelberg, Az. 5 O 39/11
LG Kempten, Az. 1 O 291/91
LG Köln, 5 O 144/08
LG Köln, Az. 5 O 372/14
LG Osnabrück, Az. 10 O 2356/12
LG Saarbrücken, Az. 12 O 271/06
LG Trier, Az. 7 Ns 8012 Js 4098/13
LG Tübingen, Az. 2 O 292/05
LG Wuppertal, Az. 9 S 77/10
Bay. OLG, Az. 5 Z RR 209/00
OLG Brandenburg, Az. 5 U 174/06
OLG Brandenburg, Az. 5 U 104/13
OLG Bamberg, Az. 4 U 179/07
OLG Celle, Az. 14 U 147/05
OLG Celle, Az. 8 U 191/08
OLG Celle, Az. 8 U 61/12
OLG Düsseldorf, Az. 18 U 357/97
OLG Düsseldorf, Az. 4 U 73/01
OLG Düsseldorf, Az. I-15 U 124/05
OLG Düsseldorf, Az. 19 U 28/07
OLG Düsseldorf, Az. 9 U 38/13
OLG Frankfurt, Az. 13 U 56/12
OLG Hamm, Az. 9 U 106/83
OLG Hamm, Az. 9 U 193/00
OLG Hamm, Az. 13 U 62/06
OLG Hamm, 9 U 219/08
OLG Hamm, Az. 6 U 160/09
OLG Hamm, Az. I - 11 U 100/12
OLG Hamm, Az. I-11 U 38/13
OLG Hamm, Az. 11 U 57/13
OLG Hamm, Az. 11 U 113/14
OLG Karlsruhe, Az. 14 U 276/94
OLG Karlsruhe, Az. 12 U 103/10
OLG Karlsruhe, Az. 7 U 13/10
OLG Karlsruhe, Az. 7 U 106/11
OLG Koblenz, Az. 1 U 516/98
OLG Koblenz, Az. 1 U 1161/99
OLG Koblenz, Az. 12 U/ 103/10
OLG Koblenz, Az. 12 U 794/11
OLG Koblenz, Az. 5 U 34/13
OLG Köln, Az. 7 U 227/86
OLG Köln, Az. 19 U 109/92
OLG Köln, Az. 7 U 26/07
OLG Köln, Az. 7 U 31/10
OLG München, Az. 1 U 5951/91
OLG Naumburg, Az. 10 24/06
OLG Nürnberg, Az. 4 U 2/75
OLG Rostock, Az. 1 U 144/99
OLG Saarbrücken, 4 U 212/04
OLG Saarbrücken, Az. 4 U 482/09 - 140
OLG Saarbrücken, Az. 1 U 177/10 - 46
OLG Saarbrücken, Az. 4 U 397/12
OLG Saarbrücken, Az. 4 U 64/14
OLG Sachsen-Anhalt, Az. 12 U 158/14
OLG Stuttgart, Az. 2 U 117/76
OLG Stuttgart, Az. 5 U 138/87
OLG Stuttgart, Az. 9 U 104/92
OLG Stuttgart, Az. 5 W 9 / 08
Thüringer OLG, Az. 4 U 441/12
BGH, Az. VI ZR 115/72
BGH, Az. VI ZR 193/83
BGH, Az. V ZR 250/92
BGH, Az. V ZR 230/03
BGH, Az. V ZR 33/04
BGH, Az. V ZR 84/04
BGH, Az. VI ZR 311/11
BGH, Az. III ZR 352/13
Aktualisierungsnachweis für Urteilsdatenbank
Steinbruchfall - Urteil des OLG Karlsruhe vom 8. 12. 2010,
Az. 7 U 13/10
Veröffentlicht in NuR 2011, 823, ferner in juris
Sachverhalt: Der Kläger stürzte nachts in einen 10 m tiefen Steinbruch, dessen Abbruchkante von Bäumen und Sträuchern umgeben und nicht eingezäunt war. Der Kläger verließ auf dem Nachhauseweg den 10 m vor der Steinbruchkante endenden Waldweg und lief in der Dunkelheit Richtung Steinbruchkante, wobei er zuvor noch eine ein Meter tiefe Grabenböschung durchquerte. Anschließend wollte er entlang der Abbruchkante einen Berg besteigen, wobei er wegen des beleuchteten Vereinsheims an der Sohle des Steinbruchs erkennen konnte, dass er entlang der Abbruchkante ging. Der Kläger stürzte ab und erlitt eine inkomplette Querschnittslähmung. Er klagte auf 200.000 € Schmerzensgeld und auf weiteren Schadensersatz.
Während das LG Karlsruhe in der ersten Instanz der Klage teilweise stattgab, wies das OLG Karlsruhe die Klage u. a. mit folgenden Gründen ab:
Es sei fraglich, ob eine Verkehrssicherungspflicht dahingehend bestehe, die Abbruchkante zur Verhinderung von Abstürzen mit einem Zaun zu versehen, denn im Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg stehe, dass durch das jedermann zustehende Recht, den Wald auf eigene Gefahr zu betreten, keine neuen Sorgfalts- oder Verkehrssicherungspflichten der betroffenen Waldbesitzer begründet würden.
Im vorliegenden Fall überwiege das Mitverschulden des Klägers aber so schwer, dass ein mögliches Mitverschulden der Stadt Ettlingen wegen des fehlenden Zauns an der Abbruchkant zurücktrete. Folgendes wiege nämlich schwer:
Ø Der Kläger habe den Waldweg verlassen und habe danach wegen dem Erkennen des beleuchteten Vereinsheims an der Sohle des Steinbruchs gewusst, dass er den Berg entlang der Abbruchkante besteigen wolle.
Ø Damit habe sich der Kläger „sehenden Auges“ nicht nur den allgemeinen Gefahren der Dunkelheit und des Verlassens von Waldwegen ausgesetzt, sondern auch einer dadurch erheblichen gesteigerten konkreten Sturzgefahr.
Dieses Mitverschulden wiege so schwer, dass es eine Haftung der beklagten Stadt Ettlingen ausschließe.