Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=21%20U%20111/94
Timestamp: 2020-02-19 11:20:41
Document Index: 167784455

Matched Legal Cases: ['§ 249', '§ 249', '§ 249', '§ 249', '§ 249', 'BGH']

OLG Frankfurt, 12.07.1995 - 21 U 111/94 - dejure.org
OLG Frankfurt, 12.07.1995 - 21 U 111/94
https://dejure.org/1995,10747
OLG Frankfurt, 12.07.1995 - 21 U 111/94 (https://dejure.org/1995,10747)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 12.07.1995 - 21 U 111/94 (https://dejure.org/1995,10747)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 12. Juli 1995 - 21 U 111/94 (https://dejure.org/1995,10747)
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NJW-RR 1996, 984
Diese Meinung steht der Auffassung nahe, wonach der Abzug für ersparte Aufwendungen entfällt, wenn der Geschädigte ein Kfz niedrigerer Mietwagenklasse mietet und dadurch ca. 10% der Kosten für die Miete eines Fahrzeugs gleichen Typs erspart (vgl. OLG Celle, NJW-RR 1993, 1052; OLG Nürnberg NJW-RR 1994, 924; OLG Frankfurt NJW-RR 1996, 984;… Heinrichs in: Palandt, BGB, 66. A., § 249 Rz. 32;… Schubert in: Bamberger/Roth, Beck'scher Online-Kommentar, § 249 Rz. 245).
Haftungsverteilung bei Kollision mit einem verbotswidrig am linken Fahrbahnrand …
In neuerer Zeit wird zunehmend die Auffassung vertreten, daß der Geschädigte, der ein klassetieferes Fahrzeug anmietet und dadurch Mietwagenkosten in Höhe der ersparten Eigenbetriebskosten vermeidet, keinen Abzug hinzunehmen braucht, und zwar unabhängig davon, ob der Versicherer dem HUK-Abkommen beigetreten ist oder ob er ähnliche Erklärungen gegenüber der Öffentlichkeit abgegeben hat (vgl. OLG Celle v. 1.4.1993 - 14 U 62/92, VersR 1994, 741 = NJW-RR 1993, 1052; OLG Frankfurt v. 12.7.1995 - 21 U 111/94, OLGR Frankfurt 1995, 175 NJW-RR 1996, 984; OLG Hamm v. 26.10.1993 9 U 103/93, NZV 1994, 316; Notthoff, VersR 1995, 1017;… Palandt/Heinrichs, BGB, § 249 Rz. 14 a seit der 56. Aufl.).
Allgemein kann derzeit der Vorteil ersparter Aufwendungen mit 10 % angesetzt werden (OLG Frankfurt NJW-RR 1996, 984).
Diese Meinung steht der Auffassung nahe, wonach der Abzug für ersparte Aufwendungen entfällt, wenn der Geschädigte ein Kfz niedrigerer Mietwagenklasse mietet und dadurch ca. 10% der Kosten für die Miete eines Fahrzeugs gleichen Typs erspart (vgl. OLG Celle, NJW-RR 1993, 1052 [OLG Celle 01.04.1993 - 14 U 62/92] ; OLG Nürnberg NJW-RR 1994, 924; OLG Frankfurt NJW-RR 1996, 984;… Heinrichs in: Palandt, BGB, 66. A., § 249 Rz. 32;… Schubert in: Bamberger/Roth, Beck'scher Online-Kommentar, § 249 Rz. 245).
Ist für den Unfallgeschädigten vorhersehbar, dass er einen Unfallersatzmietwagen für einen längeren Zeitraum benötigt, ist er verpflichtet, den Mietwagenunternehmer nach einem eventuellen Wochenpauschaltarif zu fragen, der im Verhältnis zum Tagestarif deutlich günstiger ist, und nach dem Tarif zu mieten ( so OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 12.07.1995, Az. 21 U 111/94, OLG Köln, NZV 2007, 199; LG Mönchengladbach, Urteil vom 20.01.2009, Az. 5 S 110/08, jeweils zit. nach Juris ).
Wer ein klassentieferes Fahrzeug anmietet und dadurch Mietwagenkosten in Höhe der ersparten Eigenbetriebskosten vermeidet, braucht grundsätzlich keinen Abzug hinzunehmen (vgl. nur OLG Celle, VersR 94, 741 = NJW-RR 93, 1052; OLG Frankfurt NJW-RR 96, 984).
Allerdings trifft ihn diese Erkundigungspflicht, die nicht mit einer zu verneinenden Pflicht zur Marktforschung zu verwechseln ist, nach der auch von der Kammer geteilten obergerichtlichen Rechtsprechung nur dann, wenn - für ihn erkennbar - von vornherein eine längere Anmietzeit von zwei bis drei Wochen notwendig ist oder absehbar ist, dass das Fahrzeug für längere Strecken benötigt wird, und daher nicht unerhebliche Kosten zu erwarten sind (BGH, NJW 1985, 2639, 2640; VersR 1996, 903; OLG Düsseldorf, MDR 1992, 134; OLG Frankfurt, NJW-RR 1996, 984; OLG Hamm, ZfS 1993, 10, 11; r + s 1994, 177; VersR 1996, 773; OLG München, DAR 1995, 254, 255; OLG Nürnberg, ZfS 1990, 191; ZfS 1991, 195; VersR 1994, 235; OLG Stuttgart, NZV 1994, 313, 314).