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Timestamp: 2016-12-05 08:35:41
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⭐Noris-Fonds. Jahresbericht vom 1. Oktober September 2010
Noris-Fonds. Jahresbericht vom 1. Oktober September 2010
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1 Noris-Fonds Jahresbericht vom 1. Oktober September 20102 Noris-Fonds3 Inhalt Jahresbericht 2009/2010 vom bis (gemäß 44 (1) InvG) TOP 50 Europa 00 TOP Hinweise Jahresbericht Noris-Fonds 4 Vermögensaufstellung zum Jahresbericht Vermögensaufstellung und Ertrags- und Aufwandsrechnung 6 Besonderer Vermerk des Abschlussprüfers Kurzangaben über die für die Anleger bedeutsamen Steuervorschriften4 Hinweise Wertentwicklung Der Erfolg einer Investmentfondsanlage wird an der Wertentwicklung der Anteile gemessen. Als Basis für die Wertberechnung werden die Anteilwerte (=Rücknahmepreise) herangezogen, unter Hinzurechnung zwischenzeitlicher Ausschüttungen; bei inländischen thesaurierenden Fonds wird die nach etwaiger Anrechnung ausländischer Quellensteuer vom Fonds erhobene inländische Kapitalertragsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag hinzugerechnet. Die Berechnung der Wertentwicklung erfolgt nach der BVI-Methode. Angaben zur bisherigen Wertentwicklung erlauben keine Prognosen für die Zukunft. Darüber hinaus ist in dem Bericht auch der entsprechende Vergleichsindex soweit vorhanden dargestellt. Alle Grafikund Zahlenangaben geben den Stand vom 30. September 2010 wieder. Die Texte wurden am 31. Oktober 2010 abgeschlossen. 25 Jahresbericht6 Noris-Fonds Geschäftsjahr vom bis zum Anlageziel und Anlageergebnis im Berichtszeitraum Der in internationale Standardaktien anlegende Noris-Fonds zielt auf einen Kapitalzuwachs in Verbindung mit einem stetigen Ertrag und eine angemessene jährliche Ausschüttung ab. Er bewegte sich in einem Umfeld, das von einer leichten Konjunkturerholung, aber zunehmenden Risiken aufgrund der erhöhten Staatsverschuldung und heftigen Schwankungen an den Devisenmärkten geprägt war. Vor diesem Hintergrund erzielte der Fonds im Geschäftsjahr von Anfang Oktober 2009 bis Ende September 2010 einen Wertzuwachs von 11,0% je Anteil (nach BVI-Methode, unter Berücksichtigung der anrechenbaren Kapitalertragsteuer). Die Benchmark (51% DAX, 49% MSCI World ex GER NDR) erreichte ein Plus von 12,2%, jeweils in Euro. Vor allem im ersten Geschäftshalbjahr hat die Schwäche des Euros die relative Performance im Vergleich zur Benchmark geschmälert. Zudem nahm der im MSCI World Index enthaltene hohe Anteil an Small Cap- Titeln überproportional an der zu beobachtenden Kurserholung teil, welche llerdings im Sondervermögen unterrepräsentiert waren. Dagegen zahlte sich die offensivere Ausrichtung des Portfolios mit positiven Beiträgen vor allem aus Asien und den Sektoren Industrie und Rohstoffe aus. Dennoch kam der Fonds trotz richtiger Sektorpositionierung nicht ganz an seine Vergleichsgröße heran. Anlagepolitik im Berichtszeitraum Der Fonds nahm die Chancen wahr, die sich aus dem Wachstum der Emerging NORIS-FONDS: Zusammengefasste Vermögensaufstellung Branchen (Aktien): 98,9% ( ) / 99,3% ( ) Industrien Finanzsektor Dauerhafte Konsumgüter Grundstoffe Informationstechnologie Gesundheitswesen Versorger Hauptverbrauchsgüter Telekommunikationsdienste Energie Sonstige Bankguthaben u. Sonstiges Jeweils Anteil in % des Fondsvermögens zum Jeweils Anteil in % des Fondsvermögens zum Markets ergaben. Zum einen durch eine Ausweitung der Asienallokation und zum anderen durch die gezielte Auswahl von Einzeltiteln in Europa und Amerika, deren Gewinne maßgeblich von den Emerging Markets abhängen (z.b. Swatch, Daimler). Das Management sah in einer erneuten wirtschaftlichen Abkühlung ein wesentliches Risiko für das Sondervermögen. Angesichts der Aufwärtsbewegung an den internationalen Aktienbörsen investierte der Noris- Fonds weltweit in ertragsstarke Unternehmen mit soliden Geschäftsmodellen und attraktiver Bewertung. Bei der Titelauswahl legte das Management insbesondere Wert auf die Dynamik der Gewinnentwicklung. So bevorzugte es bei der Branchenselektion neben Engagements aus dem Rohstoffsektor vor allem Werte aus dem konjunkturabhängi- 8,1 17,2 14,4 16,1 19,9 14,4 11,2 13,7 11,5 10,2 7,8 8,4 6,3 9,0 5,4 5,4 4,3 6,4 2,0 6,3 0,2 0,0 1,1 0, WKN: ISIN: DE Stand: geren Industriesektor. Dagegen wurden die defensiveren Branchen Gesundheitswesen und Versorger untergewichtet. Das Management fuhr die Positionierung im Energiesektor zurück und erhöhte dafür den Anteil an Industriewerten. So wurden z. B. Komatsu und Leighton neu ins Portfolio aufgenommen. Zudem erwarb der Fonds im Zuge der Erholung im Welthandel Anteile am dänischen Industrietitel A.P.Møller- Mærsk, eines der größten Logistikunternehmen weltweit. In den defensiveren Sektoren wurde das Gewicht im Telekommunikationssektor gesenkt. Wesentliche Quellen des Veräußerungsergebnisses Die wesentlichen Quellen des Veräußerungsergebnisses waren realisierte Gewinne bei Aktien. 47 Vermögensaufstellung und Ertrags- und Aufwandsrechnung zum Jahresbericht8 Jahresbericht Noris-Fonds Vermögensaufstellung zum Stück Käufe/ Verkäufe/ Kurswert %-Anteil Wertpapierbezeichnung bzw. Whg. Bestand Zugänge Abgänge Kurs in am Fondsin 1000 im Berichtszeitraum EUR vermögen Börsengehandelte Wertpapiere ,04 98,86 Aktien Australia and New Zealand Banking Group (AU000000ANZ3) Stück AUD 23, ,75 0,53 BHP Billiton (AU000000BHP4) Stück AUD 38, ,27 0,85 Leighton Hldgs (AU000000LEI5) Stück AUD 33, ,63 0,74 Barrick Gold (CA ) Stück CAD 48, ,48 0,49 The Bank of Nova Scotia (CA ) Stück CAD 54, ,01 0,40 The Toronto-Dominion Bank (CA ) Stück CAD 74, ,47 0,37 Viterra (new) (CA92849T1084) Stück CAD 8, ,05 0,40 ABB Reg. (CH ) Stück CHF 20, ,70 1,09 Adecco Reg. (CH ) Stück CHF 51, ,46 0,96 Aryzta Reg. (CH ) Stück CHF 43, ,19 0,54 Holcim Reg. (CH ) Stück CHF 63, ,68 0,56 Nestlé Reg. (CH ) Stück CHF 52, ,56 0,85 The Swatch Group (CH ) Stück CHF 368, ,58 1,73 A.P.Møller-Mærsk B (DK ) Stück DKK , ,42 0,87 adidas (DE ) Stück EUR 45, ,00 0,90 Allianz SE (DE ) Stück EUR 82, ,00 3,73 Banco Bilbao Vizcaya Argentaria Reg. (ES ).. Stück EUR 9, ,00 0,62 BASF Reg. (DE000BASF111) Stück EUR 46, ,00 3,62 Bayer (DE000BAY0017) Stück EUR 51, ,00 3,80 Continental (DE ) Stück EUR 56, ,00 1,34 Daimler Reg. (DE ) Stück EUR 46, ,50 4,52 Deutsche Bank Reg. (DE ) Stück EUR 40, ,00 2,39 Deutsche Bank Right (DE000A1E8H87) Stück EUR 3, ,00 0,21 Deutsche Börse Reg. (DE ) Stück EUR 48, ,00 0,43 Deutsche Lufthansa Vink. Reg. (DE ) Stück EUR 13, ,00 0,58 DeutscheTelekom Reg. (DE ) Stück EUR 10, ,00 3,20 E.ON Reg. (DE000ENAG999) Stück EUR 21, ,00 4,33 Essilor International (FR ) Stück EUR 50, ,00 0,53 Fresenius Medical Care (DE ) Stück EUR 45, ,00 0,75 Fresenius SE Pref. (DE ) Stück EUR 60, ,00 0,78 HeidelbergCement (DE ) Stück EUR 35, ,00 0,56 Henkel Pref. (DE ) Stück EUR 39, ,00 1,54 Hochtief (DE ) Stück EUR 63, ,00 0,74 ING Groep CVA (NL ) Stück EUR 7, ,00 1,01 Linde (DE ) Stück EUR 96, ,00 1,88 MAN Ord. (DE ) Stück EUR 80, ,00 1,33 Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Vink. Reg. (DE ) Stück EUR 101, ,00 0,88 RWE Ord. (DE ) Stück EUR 49, ,50 1,99 SAP (DE ) Stück EUR 36, ,00 3,26 Siemens Reg. (DE ) Stück EUR 77, ,00 6,35 Societe Generale (FR ) Stück EUR 42, ,00 1,07 Software (DE ) Stück EUR 88, ,00 0,80 Telefonica (ES E18) Stück EUR 18, ,00 0,25 ThyssenKrupp AG (DE ) Stück EUR 24, ,00 0,38 Tognum (DE000A0N4P43) Stück EUR 16, ,00 0,50 TUI Reg. (DE000TUAG000) Stück EUR 9, ,00 0,56 Unilever (NL ) Stück EUR 21, ,00 0,66 United Internet Reg. (DE ) Stück EUR 11, ,00 1,03 Volkswagen Pref. (DE ) Stück EUR 89, ,40 1,49 Wacker Chemie (DE000WCH8881) Stück EUR 135, ,00 0,69 Amec (GB ) Stück GBP 9, ,72 0,59 Anglo American (GB00B1XZS820) Stück GBP 25, ,57 0,75 Barclays (GB ) Stück GBP 3, ,79 0,90 HSBC Holdings (GB ) Stück GBP 6, ,07 0,44 Lloyds TSB Group (GB ) Stück GBP 0, ,72 0,75 Cathay Pacific Airways (HK ) Stück HKD 21, ,49 0,94 COSCO Pacific (BMG2442N1048) Stück HKD 11, ,75 0,56 Dongfeng Motor Group Co. Cl.H (CNE )..... Stück HKD 15, ,50 1,41 SJM Holdings (HK ) Stück HKD 8, ,18 0,85 Tencent Holdings (KYG ) Stück HKD 169, ,93 0,53 Komatsu (JP ) Stück JPY 1 938, ,85 1,21 Mazda Motor Corp (JP ) Stück JPY 201, ,21 0,94 Nomura Holdings (JP ) Stück JPY 404, ,99 0,61 Shin-Etsu Chemical Co. (JP ) Stück JPY 4 065, ,53 0,95 69 Noris-Fonds Stück Käufe/ Verkäufe/ Kurswert %-Anteil Wertpapierbezeichnung bzw. Whg. Bestand Zugänge Abgänge Kurs in am Fondsin 1000 im Berichtszeitraum EUR vermögen Frontline (BMG3682E1277) Stück NOK 167, ,88 0,49 Noble Group (BMG6542T1190) Stück SGD 1, ,09 0,51 Accenture (IE00B4BNMY34) Stück USD 42, ,74 0,85 America Movil S.A. de C.V. ADR (US02364W1053)..... Stück USD 52, ,95 0,81 Archer-Daniels-Midland Co. (US ) Stück USD 32, ,88 0,75 Bank of America Corp. (US ) Stück USD 13, ,35 0,81 Cameron International (US13342B1052) Stück USD 43, ,15 0,59 CF Industries Holdings (US ) Stück USD 99, ,28 1,37 Check Point Software Technologies (IL ).... Stück USD 36, ,75 0,68 Corning (US ) Stück USD 18, ,64 0,36 Genzyme Corp. Gen. Div. (US ) Stück USD 71, ,14 0,98 Gilead Sciences (US ) Stück USD 35, ,67 0,36 Google A (US38259P5089) Stück USD 527, ,94 0,30 Hewlett-Packard Co. (US ) Stück USD 42, ,93 0,73 JPMorgan Chase & Co. (US46625H1005) Stück USD 38, ,17 1,18 MasterCard Cl.A (US57636Q1040) Stück USD 222, ,71 0,75 Microsoft Corp. (US ) Stück USD 24, ,95 0,44 Newmont Mining Corp. (US ) Stück USD 63, ,78 1,56 Norfolk Southern Corp. (US ) Stück USD 59, ,87 0,86 Oracle Corp. (US68389X1054) Stück USD 27, ,35 0,27 Samsung Electronics GDR 144a (US ) Stück USD 337, ,32 0,49 Schlumberger N.Y. Shares (AN ) Stück USD 61, ,28 0,35 Starbucks Corp. (US ) Stück USD 25, ,28 0,63 Taiwan Semiconductor ADR (US ) Stück USD 10, ,69 0,43 The Procter & Gamble Co. (US ) Stück USD 60, ,88 0,66 UnitedHealth Group (US91324P1021) Stück USD 35, ,66 0,63 Yingli Green Energy Holding Co. (US98584B1035) Stück USD 12, ,76 0,52 Summe Wertpapiervermögen ,04 98,86 Derivate Bei den mit Minus gekennzeichneten Beständen handelt es sich um verkaufte Positionen Devisen-Derivate ,54-0,02 Devisenterminkontrakte (Verkauf) Offene Positionen JPY/EUR 1 133,00 Mio ,54-0,02 Bankguthaben und nicht verbriefte Geldmarktinstrumente ,84 1,18 Bankguthaben ,84 1,18 Depotbank (täglich fällig) EUR - Guthaben EUR ,47 % ,47 0,93 Guthaben in sonstigen EU/EWR-Währungen EUR ,78 % ,78 0,09 Guthaben in Nicht-EU/EWR-Währungen Australische Dollar AUD ,93 % ,03 0,05 Kanadische Dollar CAD ,71 % ,10 0,01 Schweizer Franken CHF 8 778,07 % ,46 0,00 Hongkong Dollar HKD ,55 % ,31 0,04 Japanische Yen JPY ,00 % ,90 0,02 Singapur Dollar SGD ,73 % ,07 0,01 US Dollar USD ,96 % ,72 0,02 Sonstige Vermögensgegenstände ,72 0,11 Zinsansprüche EUR 632,22 % ,22 0,00 Dividendenansprüche EUR ,08 % ,08 0,05 Quellensteueransprüche EUR ,42 % ,42 0,06 Sonstige Verbindlichkeiten EUR ,42 % ,42-0,10 Verbindlichkeiten aus Anteilscheingeschäften EUR ,32 % ,32-0,03 Fondsvermögen ,32 100,00 Anteilwert 273,58 Umlaufende Anteile ,000 Durch Rundung der Prozentanteile bei der Berechnung können geringfügige Rundungsdifferenzen entstanden sein. 710 Noris-Fonds Zusammensetzung des Vergleichsvermögens (gem. 9 Abs. 5 Satz 4 DerivateV) 51% DAX (RI), 49% MSCI World Potenzieller Risikobetrag für das Marktrisiko (gem. 10 Abs. 1 Satz 2 und 3 DerivateV) kleinster potenzieller Risikobetrag % 8,006 größter potenzieller Risikobetrag % 18,990 durchschnittlicher potenzieller Risikobetrag % 11,237 Die Risikokennzahlen wurden für den Zeitraum vom bis auf Basis der Methode der historischen Simulation mit den Parametern 99% Konfidenzniveau, 10 Tage Haltedauer unter Verwendung eines effektiven, historischen Beobachtungszeitraumes von einem Jahr berechnet. Als Bewertungsmaßstab wird das Risiko eines derivatefreien Vergleichsvermögens herangezogen. Unter dem Marktrisiko versteht man das Risiko, das sich aus der ungünstigsten Entwicklung von Marktpreisen für das Sondervermögen ergibt. Bei der Ermittlung des Marktrisikopotenzials wendet die Gesellschaft den qualifizierten Ansatz im Sinne der Derivate-Verordnung an. Devisenkurse (in Mengennotiz) per Australische Dollar AUD 1, = EUR 1 Kanadische Dollar CAD 1, = EUR 1 Schweizer Franken CHF 1, = EUR 1 Dänische Kronen DKK 7, = EUR 1 Britische Pfund GBP 0, = EUR 1 Hongkong Dollar HKD 10, = EUR 1 Japanische Yen JPY 113, = EUR 1 Norwegische Kronen NOK 7, = EUR 1 Singapur Dollar SGD 1, = EUR 1 US Dollar USD 1, = EUR 1 Erläuterungen zur Bewertung Die Bewertung erfolgt durch die Depotbank unter Mitwirkung der Kapitalanlagegesellschaft. Die Depotbank stützt sich hierbei grundsätzlich auf externe Quellen. Sofern keine handelbaren Kurse vorliegen, werden Bewertungsmodelle zur Preisermittlung (abgeleitete Verkehrswerte) genutzt, die zwischen Depotbank und Kapitalanlagegesellschaft abgestimmt sind und sich so weit als möglich auf Marktparameter stützen. Diese Vorgehensweise unterliegt einem permanenten Kontrollprozess. Preisauskünfte Dritter werden durch andere Preisquellen, modellhafte Rechnungen oder durch andere geeignete Verfahren auf Plausibilität geprüft. Die in diesem Jahresbericht ausgewiesenen Anlagen werden nicht zu abgeleiteten Verkehrswerten bewertet. 811 Noris-Fonds Während des Berichtszeitraums abgeschlossene Geschäfte, soweit sie nicht mehr in der Vermögensaufstellung erscheinen Käufe und Verkäufe in Wertpapieren, Investmentanteilen und Schuldscheindarlehen (Marktzuordnung zum Berichtsstichtag) Stück Käufe Verkäufe Wertpapierbezeichnung bzw. Whg. bzw. bzw. in 1000 Zugänge Abgänge Börsengehandelte Wertpapiere Aktien Helvetia Holding Reg. (CH ) Stück UBS Reg. (CH ) Stück Vestas Wind Systems (DK ) Stück ArcelorMittal (new) (LU ) Stück BASF (DE ) Stück BMW Ord. (DE ) Stück BMW Pref. (DE ) Stück CFAO - Compagnie Française de l Afrique Occide (FR ) Stück France Telecom (FR ) Stück Metro Ord. (DE ) Stück Pfeiffer Vacuum Technology (DE )..... Stück Rheinmetall Ord. (DE ) Stück Saipem (IT ) Stück Sartorius Pref. (DE ) Stück Societe Generale Right (FR ) Stück SolarWorld (DE ) Stück STADA Arzneimittel Vink. Reg. (DE )... Stück Total (FR ) Stück UniCredit (IT ) Stück BG Group (GB ) Stück BP (GB ) Stück Vodafone Group (GB00B16GWD56) Stück Shanghai Electric Group Co. Cl.H (new) (CNE ) Stück Mitsui & Co. (JP ) Stück Nintendo Co. (JP ) Stück ACE (CH ) Stück Activision Blizzard (US00507V1098) Stück Air Products & Chemicals (US ) Stück Anadarko Petroleum Corp. (US ) Stück AT & T (US00206R1023) Stück Avon Products (US ) Stück CVS/Caremark (US ) Stück Emerson Electric Co. (US ) Stück EOG Resources (US26875P1012) Stück Exelon Corp. (US30161N1019) Stück Goldman Sachs Group (US38141G1040) Stück Hess (US42809H1077) Stück Itron (US ) Stück Legg Mason (US ) Stück Microchip Technology (US ) Stück Nucor Corp. (US ) Stück Parker-Hannifin Corp. (US ) Stück Philip Morris International (US ) Stück Scripps Networks Interactive - Cl. A (US ) Stück SunPower Corp. A (US ) Stück Sybase (US ) Stück Thermo Fisher Scientific Inc. (US ).... Stück Transocean Reg. (CH ) Stück V.F. Corp. (US ) Stück Weatherford International Reg. (CH ).. Stück Yum! Brands (US ) Stück Nicht notierte Wertpapiere Aktien Volkswagen Pref. (new) (DE000A1DAJ09) Stück12 Noris-Fonds Ertrags- und Aufwandsrechnung (inkl. Ertragsausgleich) Entwicklung des Sondervermögens 2009/2010 für den Zeitraum vom bis I. Erträge 1. Dividenden inländischer Aussteller EUR ,32 2. Dividenden ausländischer Aussteller (vor Quellensteuer) EUR ,20 3. Zinsen aus Liquiditätsanlagen im Inland EUR 5 040,79 4. Abzug ausländischer Quellensteuer EUR ,04 Summe der Erträge EUR ,27 II. Aufwendungen 1. Zinsen aus Kreditaufnahmen EUR -217,60 2. Verwaltungsvergütung EUR ,96 3. Depotbankvergütung EUR ,70 4. Prüfungs- und Veröffentlichungskosten EUR ,79 5. Sonstige Aufwendungen EUR ,54 Summe der Aufwendungen EUR ,59 III. Ordentlicher Nettoertrag EUR ,68 IV. Veräußerungsgeschäfte Realisierte Gewinne EUR ,31 Realisierte Verluste EUR ,84 Ergebnis aus Veräußerungsgeschäften EUR ,47 V. Ergebnis des Geschäftsjahres EUR ,15 Gesamtkostenquote (BVI - Total Expense Ratio (TER)) Die Gesamtkostenquote belief sich auf 1,49%. Die Gesamtkostenquote drückt die Summe der Kosten und Gebühren (ohne Transaktionskosten) als Prozentsatz des durchschnittlichen Fondsvolumens innerhalb eines Geschäftsjahres aus. Hinweis gem. 41 Abs. 5 InvG (Kosten und Kostentransparenz) Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 erhielt die Kapitalanlagegesellschaft Deutsche Asset Management Investmentgesellschaft mbh für das Sondervermögen Noris-Fonds keine Rückvergütung der aus dem Sondervermögen an die Depotbank und an Dritte geleisteten Vergütungen und Aufwendungserstattungen. Die Gesellschaft zahlt von der Verwaltungsvergütung keine Provision an Vermittler von Anteilen des Sondervermögens auf den Bestand von vermittelten Anteilen. I. Wert des Sondervermögens am Beginn des Geschäftsjahres EUR ,65 1. Ausschüttung/Steuerabschlag für das Vorjahr EUR ,53 2. Mittelzufluss (netto) EUR ,26 a) Mittelzuflüsse aus Anteilscheinverkäufen EUR ,07 b) Mittelabflüsse aus Anteilscheinrücknahmen EUR ,33 3. Ertrags- und Aufwandsausgleich EUR ,99 4. Ordentlicher Nettoertrag EUR ,68 5. Realisierte Gewinne EUR ,31 6. Realisierte Verluste EUR ,84 7. Nettoveränderung der nicht realisierten Gewinne/Verluste EUR ,32 II. Wert des Sondervermögens am Ende des Geschäftsjahres EUR ,32 Verwendung der Erträge des Sondervermögens Insgesamt Je Anteil I. Berechnung der Ausschüttung 1. Vortrag aus dem Vorjahr EUR ,02 37,62 2. Ergebnis des Geschäftsjahres EUR ,15 2,72 II. Zur Ausschüttung verfügbar EUR ,17 40,34 1. Vortrag auf neue Rechnung EUR ,78-38,78 III. Gesamtausschüttung EUR ,39 1,56 1. Endausschüttung a) Barausschüttung EUR ,97 1,16 b) Einbehaltene Kapitalertragsteuer..... EUR ,08 0,38 c) Einbehaltener Solidaritätszuschlag... EUR ,34 0,02 Entwicklung von Fondsvermögen und Anteilwert im 3-Jahres-Vergleich Fondsvermögen am Ende des Geschäftsjahres EUR Anteilwert EUR ,32 273, ,65 250, ,14 261, ,53 376,09 Abwicklung von Transaktionen für Rechnung des Fondsvermögens über eng verbundene Unternehmen (auf Basis wesentlicher Beteiligungen des Deutsche Bank-Konzerns) Der Anteil der Transaktionen, die im Berichtszeitraum für Rechnung des Sondervermögens über Broker ausgeführt wurden, die eng verbundene Unternehmen und Personen (Anteil von fünf Prozent und mehr) sind, betrug 6,27 Prozent der Gesamttransaktionen. Ihr Umfang belief sich hierbei auf insgesamt ,56 EUR. 1013 Besonderer Vermerk des Abschlussprüfers Wir haben gemäß 44 Absatz 5 des Investmentgesetzes (InvG) den Jahresbericht des Sondervermögens Noris-Fonds für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 geprüft. Die Aufstellung des Jahresberichts nach den Vorschriften des InvG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Kapitalanlagegesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresbericht abzugeben. Wir haben unsere Prüfung nach 44 Absatz 5 InvG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf den Jahresbericht wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Verwaltung des Sondervermögens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und die Nachweise für die Angaben im Jahresbericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze für den Jahresbericht und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter der Kapitalanlagegesellschaft. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresbericht den gesetzlichen Vorschriften. Frankfurt am Main, den 25. Januar 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Kuppler Wirtschaftsprüfer Neuf Wirtschaftsprüfer 1114 Kurzangaben über die für die Anleger bedeutsamen Steuervorschriften (ab dem geltendes Recht) Investmentvermögen nach deutschem Recht Allgemeines Die Aussagen zu den steuerlichen Vorschriften gelten nur für Anleger, die in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig sind. Dem ausländischen Anleger empfehlen wir, sich vor Erwerb von Anteilen an dem im Verkaufsprospekt beschriebenen Investmentvermögen mit seinem Steuerberater in Verbindung zu setzen und mögliche steuerliche Konsequenzen aus dem Anteilserwerb in seinem Heimatland individuell zu klären. Das Investmentvermögen ist als Zweckvermögen von der Körperschaft- und Gewerbesteuer befreit. Die steuerpflichtigen Erträge des Investmentvermögens werden jedoch beim Privatanleger als Einkünfte aus Kapitalvermögen der Einkommensteuer unterworfen, soweit diese zusammen mit sonstigen Kapitalerträgen den Sparer-Pauschbetrag von jährlich 801 (für Alleinstehende oder getrennt veranlagte Ehegatten) bzw (für zusammen veranlagte Ehegatten) übersteigen. Einkünfte aus Kapitalvermögen unterliegen grundsätzlich einem Steuerabzug von 25% (zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer). Zu den Einkünften aus Kapitalvermögen gehören auch die vom Investmentvermögen ausgeschütteten Erträge, die ausschüttungsgleichen Erträge, der Zwischengewinn sowie der Gewinn aus dem An- und Verkauf von Fondsanteilen, wenn diese nach dem 31. Dezember 2008 erworben wurden bzw. werden. Der Steuerabzug hat für den Privatanleger grundsätzlich Abgeltungswirkung (sog. Abgeltungsteuer), so dass die Einkünfte aus Kapitalvermögen regelmäßig nicht in der Einkommensteuererklärung anzugeben sind. Für den Privatanleger werden bei der Vornahme des Steuerabzugs durch die inländische depotführende Stelle grundsätzlich bereits Verlustverrechnungen vorgenommen und anrechenbare ausländische Quellensteuern angerechnet. Der Steuerabzug hat u. a. aber dann keine Abgeltungswirkung, wenn der persönliche Steuersatz geringer ist als der Abgeltungsteuersatz von 25%. In diesem Fall können die Einkünfte aus Kapitalvermögen in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Das Finanzamt setzt dann den niedrigeren persönlichen Steuersatz an und rechnet auf die persönliche Steuerschuld den vorgenommenen Steuerabzug an (sog. Günstigerprüfung). Sofern Einkünfte aus Kapitalvermögen keinem Steuerabzug unterlegen haben (weil z. B. ein Gewinn aus der Veräußerung von Fondsanteilen in einem ausländischen Depot erzielt wird), sind diese in der Steuererklärung anzugeben. Im Rahmen der Veranlagung unterliegen die Einkünfte aus Kapitalvermögen dann ebenfalls dem Abgeltungsteuersatz von 25% oder dem niedrigeren persönlichen Steuersatz. Trotz Steuerabzug und höherem persönlichen Steuersatz können Angaben zu den Einkünften aus Kapitalvermögen erforderlich sein, wenn im Rahmen der Einkommensteuererklärung außergewöhnliche Belastungen oder Sonderausgaben (z. B. Spenden) geltend gemacht werden. Sofern sich die Anteile im Betriebsvermögen befinden, werden die Erträge als Betriebseinnahmen steuerlich erfasst. Der Steuerabzug hat in diesem Fall keine Abgeltungswirkung; eine Verlustverrechnung durch die depotführende Stelle findet nicht statt. Die steuerliche Gesetzgebung erfordert zur Ermittlung der steuerpflichtigen bzw. der kapitalertragsteuerpflichtigen Erträge eine differenzierte Betrachtung der Ertragsbestandteile. I Anteile im Privatvermögen (Steuerinländer) 1. Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren, Gewinne aus Termingeschäften und Erträge aus Stillhalterprämien Gewinne aus der Veräußerung von Aktien, eigenkapitalähnlichen Genussrechten und Investmentanteilen, Gewinne aus Termingeschäften sowie Erträge aus Stillhalterprämien, die auf der Ebene des Investmentvermögens erzielt werden, werden beim Anleger nicht erfasst, solange sie nicht ausgeschüttet werden. Zudem werden die Gewinne aus der Veräußerung der in 1 Abs. 3 Satz 3 Nr. 1 Buchstaben a) bis f) InvStG genannten Kapitalforderungen beim Anleger nicht erfasst, wenn sie nicht ausgeschüttet werden. Hierunter fallen folgende Kapitalforderungen: a) Kapitalforderungen, die eine Emissionsren- dite haben, b) Kapitalforderungen mit fixem oder variab- lem Kupon, bei denen die Rückzahlung des Kapitals in derselben Höhe zugesagt oder gewährt wird (z. B. normale Anleihen, Floater, Reverse Floater oder Down-Rating-Anleihen), c) Risiko-Zertifikate, die den Kurs einer Aktie oder eines veröffentlichten Index für eine Mehrzahl von Aktien im Verhältnis 1:1 abbilden, d) Aktienanleihen, Umtauschanleihen und Wandelanleihen, e) ohne gesonderten Stückzinsausweis (flat) gehandelte Gewinnobligationen und Fremdkapital-Genussrechte und f) cum -erworbene Optionsanleihen. Werden Gewinne aus der Veräußerung der o. g. Wertpapiere/Kapitalforderungen, Gewinne aus Termingeschäften sowie Erträge aus Stillhalterprämien ausgeschüttet, sind sie grundsätzlich steuerpflichtig und unterliegen i. d. R. dem Steuerabzug von 25% (zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer). Ausgeschüttete Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren und Gewinne aus Termingeschäften sind jedoch steuerfrei, wenn die Wertpapiere auf Ebene des Investmentvermögens vor dem erworben bzw. die Termingeschäfte vor dem eingegangen werden. Für Anleger, die Anteile an einem Investmentvermögen nach dem erwerben, erfolgt eine fiktive Zurechnung dieser steuerfrei ausgeschütteten Gewinne bei der Ermittlung des Veräußerungsgewinns (siehe unten Punkt I 6.). Ergebnisse aus der Veräußerung von Kapitalforderungen, die nicht in der o.g. Aufzählung enthalten sind, sind steuerlich wie Zinsen zu behandeln (siehe unten Punkt I 2.). 2. Zinsen und zinsähnliche Erträge sowie ausländische Dividenden Zinsen und zinsähnliche Erträge sowie inund ausländische Dividenden sind beim Anleger grundsätzlich steuerpflichtig. Dies gilt unabhängig davon, ob diese Erträge thesauriert oder ausgeschüttet werden. Ausgeschüttete oder thesaurierte Zinsen und zinsähnliche Erträge sowie ausländische Dividenden des Investmentvermögens unterliegen i. d. R. dem Steuerabzug von 25% (zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer). Handelt es sich um ein steuerrechtlich thesaurierendes Investmentvermögen, so wird der Steuerabzug auf thesaurierte Zinsen, zinsähnliche Erträge sowie ausländische Dividenden des Investmentvermögens in Höhe von 25% (zuzüglich Solidaritätszuschlag) durch die Kapitalanlagegesellschaft selbst abgeführt. Der Ausgabe- und Rücknahmepreis der Fondsanteile ermäßigt sich insoweit um den Steuerabzug zum Ablauf des Geschäftsjahres. Da die Anleger der Kapitalanlagegesellschaft regelmäßig nicht bekannt sind, kann in diesem Fall kein Kirchensteuereinbehalt erfolgen, so dass kirchensteuerpflichtige Anleger insoweit Angaben in der Einkommensteuererklärung zu machen haben. 3. Inländische Dividenden Inländische Dividenden, die vom Investmentvermögen ausgeschüttet oder thesauriert werden, sind beim Anleger grundsätzlich steuerpflichtig. Bei Ausschüttung oder Thesaurierung wird von der inländischen Dividende ein Steuerabzug in Höhe von 25% (zuzüglich Solidaritätszuschlag) von der Kapitalanlagegesellschaft vorgenommen. Die inländische depotführende Stelle berücksichtigt bei Ausschüttungen zudem einen ggf. vorliegenden Antrag auf Kirchensteuereinbehalt. 4. Negative steuerliche Erträge Verbleiben negative Erträge nach Verrechnung mit gleichartigen positiven Erträgen auf der Ebene des Investmentvermögens, werden diese auf Ebene des Investmentvermögens steuerlich vorgetragen. Diese können auf Ebene des Investmentvermögens mit künftigen gleichartigen positiven steuerpflichtigen Erträgen der Folgejahre verrechnet werden. Eine direkte Zurechnung der negativen steuerlichen Erträge auf den Anleger ist nicht möglich. Damit wirken sich diese negativen Beträge beim Anleger bei der Einkommensteuer erst in dem Veranlagungszeitraum (Steuerjahr) aus, in dem das Geschäftsjahr des Investmentvermögens endet bzw. die Ausschüttung für das Geschäftsjahr des Investmentvermögens erfolgt, für das die negativen 1215 steuerlichen Erträge auf Ebene des Investmentvermögens verrechnet werden. Eine frühere Geltendmachung bei der Einkommensteuer des Anlegers ist nicht möglich. 5. Substanzauskehrungen Substanzauskehrungen sind nicht steuerbar. Substanzauskehrungen, die der Anleger während seiner Besitzzeit erhalten hat, sind allerdings dem steuerlichen Ergebnis aus der Veräußerung der Fondsanteile hinzuzurechnen, d. h. sie erhöhen den steuerlichen Gewinn. 6. Veräußerungsgewinne auf Anlegerebene Werden Anteile an einem Investmentvermögen, die nach dem erworben wurden, von einem Privatanleger veräußert, unterliegt der Veräußerungsgewinn dem Abgeltungsteuersatz von 25% (zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer). Werden Anteile an einem Investmentvermögen, die vor dem erworben wurden, von einem Privatanleger innerhalb eines Jahres nach Anschaffung (Spekulationsfrist) wieder veräußert, sind Veräußerungsgewinne als Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften grundsätzlich steuerpflichtig. Auf solche Veräußerungsgewinne ist der individuelle Steuersatz des Privatanlegers anzuwenden. Ein Steuerabzug auf solche Veräußerungsgewinne erfolgt nicht. Beträgt der aus privaten Veräußerungsgeschäften erzielte Gesamtgewinn im Kalenderjahr weniger als 600, ist er steuerfrei (Freigrenze). Wird die Freigrenze überschritten, ist der gesamte private Veräußerungsgewinn steuerpflichtig. Bei einer Veräußerung der vor dem erworbenen Anteile außerhalb der Spekulationsfrist ist der Gewinn bei Privatanlegern steuerfrei. Bei der Ermittlung des Veräußerungsgewinns für die Abgeltungsteuer sind die Anschaffungskosten um den Zwischengewinn im Zeitpunkt der Anschaffung und der Veräußerungserlös um den Zwischengewinn im Zeitpunkt der Veräußerung zu kürzen, damit es nicht zu einer doppelten einkommensteuerlichen Erfassung von Zwischengewinnen (siehe unten) kommen kann. Zudem ist der Veräußerungserlös um die thesaurierten Erträge zu kürzen, die der Anleger bereits versteuert hat, damit es auch insoweit nicht zu einer Doppelbesteuerung kommt. Eine Hinzurechnung zum Veräußerungserlös erfolgt in Höhe der gezahlten, um einen Ermäßigungsanspruch geminderten ausländischen Steuer im Sinne des 4 Abs. 2 InvStG bzw. Kapitalertragsteuer im Sinne des 7 Abs. 3 und 4 InvStG, soweit diese auf die während der Besitzzeit erzielten thesaurierten Erträge entfällt sowie in Höhe der ausschüttungsgleichen Erträge der vor der Besitzzeit liegenden Geschäftsjahre, die innerhalb der Besitzzeit ausgeschüttet wurden. Sofern der Anleger Anteile an einem Investmentvermögen nach dem erworben hat, sind ab dem steuerfrei ausgeschüttete Termingeschäftsgewinne sowie Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren dem Veräußerungsgewinn hinzuzurechnen. Der Gewinn aus der Veräußerung nach dem erworbener Fondanteile ist insoweit steuerfrei, als er auf die während der Besitzzeit im Fonds entstandenen, noch nicht auf der Anlegerebene erfassten, nach DBA-steuerfreien Erträge zurückzuführen ist (sog. besitzzeitanteiliger Immobiliengewinn). Sofern für die Beteiligung eine Mindestanlagesumme von oder mehr vorgeschrieben ist oder die Beteiligung natürlicher Personen von der Sachkunde der Anleger abhängig ist (bei Anteilsklassen bezogen auf eine Anteilsklasse), gilt für die Veräußerung oder Rückgabe von Anteilen, die nach dem 9. November 2007 und vor dem 1. Januar 2009 erworben wurden, Folgendes: Der Gewinn aus der Veräußerung oder Rückgabe solcher Anteile unterliegt grundsätzlich dem Abgeltungsteuersatz von 25%. Der steuerpflichtige Veräußerungsgewinn aus dem Verkauf oder der Rückgabe der Anteile ist in diesem Fall jedoch auf den Betrag der auf Fondsebene thesaurierten Gewinne aus der Veräußerung von nach dem erworbenen Wertpapiere und der auf Fondsebene thesaurierten Gewinne aus nach dem eingegangenen Termingeschäften begrenzt. Diese Begrenzung des steuerpflichtigen Veräußerungsgewinns erfordert den Nachweis des entsprechenden Betrags. Nach Auffassung des Bundesfinanzministeriums (BMF-Schreiben vom ) kann für Anleger, deren Anlagesumme sich tatsächlich auf einen Betrag i.h.v. mindestens beläuft, unterstellt werden, dass die Mindestanlagesumme i. H. v vorausgesetzt ist und von den Anlegern eine besondere Sachkunde gefordert wird, wenn das wesentliche Vermögen eines Investmentvermögens einer kleinen Anzahl von bis zu zehn Anlegern zuzuordnen ist. II Anteile im Betriebsvermögen (Steuerinländer) 1. Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren, Gewinne aus Termingeschäften und Erträge aus Stillhalterprämien Gewinne aus der Veräußerung von Aktien, eigenkapitalähnlichen Genussrechten und Investmentanteilen, Gewinne aus Termingeschäften sowie Erträge aus Stillhalterprämien, die auf der Ebene des Investmentvermögens erzielt werden, werden beim Anleger nicht erfasst, solange sie nicht ausgeschüttet werden. Zudem werden die Gewinne aus der Veräußerung der in 1 Abs. 3 Satz 3 Nr. 1 Buchstaben a) bis f) InvStG genannten Kapitalforderungen beim Anleger nicht erfasst, wenn sie nicht ausgeschüttet werden. Hierunter fallen folgende Kapitalforderungen: a) Kapitalforderungen, die eine Emissionsren- dite haben, b) Kapitalforderungen mit fixem oder variab- lem Kupon, bei denen die Rückzahlung des Kapitals in derselben Höhe zugesagt oder gewährt wird (z. B. normale Anleihen, Floater, Reverse Floater oder Down-Rating-Anleihen), c) Risiko-Zertifikate, die den Kurs einer Aktie oder eines veröffentlichten Index für eine Mehrzahl von Aktien im Verhältnis 1:1 abbilden, d) Aktienanleihen, Umtauschanleihen und Wandelanleihen, e) ohne gesonderten Stückzinsausweis (flat) gehandelte Gewinnobligationen und Fremdkapital-Genussrechte und f) cum -erworbene Optionsanleihen. Werden diese Gewinne ausgeschüttet, so sind sie steuerlich auf Anlegerebene zu berücksichtigen. Dabei sind Veräußerungsgewinne aus Aktien bei Anlegern, die Körperschaften sind, grundsätzlich steuerfrei; 5% gelten jedoch als nichtabzugsfähige Betriebsausgaben. Bei sonstigen betrieblichen Anlegern (z. B. Einzelunternehmen) sind Veräußerungsgewinne aus Aktien zu 40% steuerfrei (Teileinkünfteverfahren). Veräußerungsgewinne aus Renten/Kapitalforderungen, Gewinne aus Termingeschäften und Erträge aus Stillhalterprämien sind hingegen in voller Höhe steuerpflichtig. Ergebnisse aus der Veräußerung von Kapitalforderungen, die nicht in der o. g. Aufzählung enthalten sind, sind steuerlich wie Zinsen zu behandeln (siehe unten Punkt II 2.). 2. Zinsen und zinsähnliche Erträge Zinsen und zinsähnliche Erträge sind beim Anleger grundsätzlich steuerpflichtig. Dies gilt unabhängig davon, ob diese Erträge thesauriert oder ausgeschüttet werden. Die zu versteuernden Zinsen, die aus Zinserträgen im Sinne des 4h Abs. 3 Satz 3 EStG stammen, sind gemäß 2 Abs. 2a InvStG im Rahmen der Zinsschrankenregelung nach 4h EStG zu berücksichtigen. Ausgeschüttete oder thesaurierte Zinsen und zinsähnliche Erträge unterliegen i. d. R. dem Steuerabzug von 25% (zuzüglich Solidaritätszuschlag). 3. In- und ausländische Dividenden Dividenden in- und ausländischer Aktiengesellschaften, die auf Anteile im Betriebsvermögen ausgeschüttet oder thesauriert werden, sind mit Ausnahme von Dividenden nach dem REITG bei Körperschaften grundsätzlich steuerfrei; 5% gelten jedoch als nichtabzugsfähige Betriebsausgaben. Bei sonstigen betrieblichen Anlegern (z. B. Einzelunternehmen) sind diese Erträge zu 40% steuerfrei (Teileinkünfteverfahren). Inländische und ausländische Dividenden unterliegen grundsätzlich dem Steuerabzug von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag. 4. Negative steuerliche Erträge Verbleiben negative Erträge nach Verrechnung mit gleichartigen positiven Erträgen auf der Ebene des Investmentvermögens, werden diese steuerlich auf Ebene des Investmentvermögens vorgetragen. Diese können auf Ebene des Investmentvermögens mit künftigen gleich- 1316 artigen positiven steuerpflichtigen Erträgen der Folgejahre verrechnet werden. Eine direkte Zurechnung der negativen steuerlichen Erträge auf den Anleger ist nicht möglich. Damit wirken sich diese negativen Beträge beim Anleger bei der Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer erst in dem Veranlagungszeitraum (Steuerjahr) aus, in dem das Geschäftsjahr des Investmentvermögens endet, bzw. die Ausschüttung für das Geschäftsjahr des Investmentvermögens erfolgt, für das die negativen steuerlichen Erträge auf Ebene des Investmentvermögens verrechnet werden. Eine frühere Geltendmachung bei der Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer des Anlegers ist nicht möglich. 5. Substanzauskehrungen Substanzauskehrungen sind nicht steuerbar. Dies bedeutet für einen bilanzierenden Anleger, dass die Substanzauskehrungen in der Handelsbilanz ertragswirksam zu vereinnahmen sind, in der Steuerbilanz aufwandswirksam ein passiver Ausgleichsposten zu bilden ist und damit technisch die historischen Anschaffungskosten steuerneutral gemindert werden. 6. Veräußerungsgewinne auf Anlegerebene Gewinne aus der Veräußerung von Anteilen im Betriebsvermögen sind für Körperschaften grundsätzlich steuerfrei, soweit die Gewinne aus noch nicht zugeflossenen oder noch nicht als zugeflossen geltenden Dividenden und aus realisierten und nicht realisierten Gewinnen des Investmentvermögens aus in- und ausländischen Aktien herrühren (sogenannter Aktiengewinn); 5% des Aktiengewinns gelten jedoch als nichtabzugsfähige Betriebsausgaben. Bei sonstigen betrieblichen Anlegern (z. B. Einzelunternehmen) sind diese Erträge zu 40% steuerfrei (Teileinkünfteverfahren). Der Gewinn aus der Veräußerung der Anteile ist zudem insoweit steuerfrei, als er auf die während der Besitzzeit im Fonds entstandenen, noch nicht auf der Anlegerebene erfassten, nach DBAsteuerfreien Erträge zurückzuführen ist (sog. besitzzeitanteiliger Immobiliengewinn). III Abstandnahme vom Steuerabzug bzw. Erstattung einbehaltener Kapitalertragsteuer 1. Steuerinländer Verwahrt der inländische Privatanleger die Anteile eines Investmentvermögens in einem inländischen Depot bei der Kapitalanlagegesellschaft oder einem anderen Kreditinstitut (Depotfall) und legt der Privatanleger rechtzeitig einen in ausreichender Höhe ausgestellten Freistellungsauftrag nach amtlichem Muster oder eine NV-Bescheinigung vor, so gilt Folgendes: Im Falle eines (teil-)ausschüttenden Investmentvermögens nimmt das depotführende Kreditinstitut als Zahlstelle vom Steuerabzug Abstand bzw. erstattet von der Kapitalanlagegesellschaft abgeführte Kapitalertragssteuer. In diesem Fall wird dem Anleger die gesamte Ausschüttung ungekürzt gutgeschrieben. Im Falle eines thesaurierenden Investmentvermögens erhält der Anleger von seiner depotführenden Stelle den durch die Kapitalanlagegesellschaft abgeführten Steuerabzug auf thesaurierte Zinsen, zinsähnliche Erträge sowie ausländische Dividenden auf seinem Konto gutgeschrieben. Die depotführende Stelle nimmt Abstand vom Steuerabzug auf den im Veräußerungserlös/ Rücknahmepreis enthaltenen Zwischengewinn sowie Gewinne aus der Veräußerung der Investmentanteile. Verwahrt der inländische Anleger Anteile an einem Investmentvermögen, welche er in seinem Betriebsvermögen hält, in einem inländischen Depot bei der Kapitalanlagegesellschaft oder einem anderen Kreditinstitut (Depotfall), nimmt das depotführende Kreditinstitut als Zahlstelle vom Steuerabzug Abstand bzw. erstattet von der Kapitalanlagegesellschaft abgeführte Kapitalertragsteuer soweit der Anleger eine entsprechende NV-Bescheinigung rechtzeitig vorlegt (ob eine umfassende oder nur teilweise Abstandnahme/ Erstattung erfolgt, richtet sich nach der Art der jeweiligen NV-Bescheinigung) bzw. bei Gewinnen aus der Veräußerung von Wertpapieren, Gewinnen aus Termingeschäften, Erträgen aus Stillhalterprämien, ausländischen Dividenden sowie Gewinnen aus der Veräußerung der Investmentanteile, auch ohne Vorlage einer NV-Bescheinigung, wenn der Anleger eine unbeschränkt steuerpflichtige Körperschaft ist oder die Kapitalerträge Betriebseinnahmen eines inländischen Betriebs sind und der Gläubiger dies der auszahlenden Stelle nach amtlich vorgeschriebenen Vordruck erklärt. Sofern der Freistellungsauftrag oder die NV-Bescheinigung nicht bzw. nicht rechtzeitig vorgelegt wird, erhält der Anleger auf Antrag von der depotführenden Stelle eine Steuerbescheinigung über den einbehaltenen und nicht erstatteten Steuerabzug und den Solidaritätszuschlag. Der Anleger hat dann die Möglichkeit, den Steuerabzug im Rahmen seiner Einkommensteuer-/Körperschaftsteuerveranlagung auf seine persönliche Steuerschuld anrechnen zu lassen. 2. Steuerausländer Verwahrt ein Steuerausländer Anteile an ausschüttenden Investmentvermögen im Depot bei einer inländischen depotführenden Stelle, wird vom Steuerabzug auf Zinsen, zinsähnliche Erträge, Wertpapierveräußerungsgewinne, Termingeschäftsgewinne und ausländische Dividenden sowie auf den im Veräußerungserlös/Rücknahmepreis enthaltenen Zwischengewinn und Gewinne aus der Veräußerung der Investmentanteile Abstand genommen, sofern er seine steuerliche Ausländereigenschaft nachweist. Ob und inwieweit eine Anrechnung oder Erstattung des Steuerabzugs auf inländische Dividenden für den ausländischen Anleger möglich ist, hängt von dem zwischen dem Sitzstaat des Anlegers und der Bundesrepublik Deutschland bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen ab. Für die Erstattung zuständig ist das Bundeszentralamt für Steuern. Sofern die Ausländereigenschaft der depotführenden Stelle nicht bekannt bzw. nicht rechtzeitig nachgewiesen wird, ist der ausländische Anleger gezwungen, die Erstattung des Steuerabzugs gemäß 37 Abs. 2 AO zu beantragen. Zuständig ist das Betriebsstättenfinanzamt der depotführenden Stelle. Hat ein ausländischer Anleger Anteile thesaurierender Investmentvermögen im Depot bei einer inländischen depotführenden Stelle, wird ihm bei Nachweis seiner steuerlichen Ausländereigenschaft der Steuerabzug in Höhe von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag, soweit dieser nicht auf inländische Dividenden entfällt, erstattet. Erfolgt der Antrag auf Erstattung verspätet, kann wie bei verspätetem Nachweis der Ausländereigenschaft bei ausschüttenden Fonds eine Erstattung gemäß 37 Abs. 2 AO auch nach dem Thesaurierungszeitpunkt beantragt werden. IV Solidaritätszuschlag Auf den bei Ausschüttungen oder Thesaurierungen abzuführenden Steuerabzug ist ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5% zu erheben. Der Solidaritätszuschlag ist bei der Einkommensteuer und Körperschaftsteuer anrechenbar. Fällt kein Steuerabzug an bzw. erfolgt bei Thesaurierung die Vergütung des Steuerabzugs beispielsweise bei ausreichendem Freistellungsauftrag, Vorlage einer NV-Bescheinigung oder Nachweis der Steuerausländereigenschaft, ist kein Solidaritätszuschlag abzuführen bzw. wird bei einer Thesaurierung der einbehaltene Solidaritätszuschlag vergütet. V Kirchensteuer Soweit die Einkommensteuer bereits von einer inländischen depotführenden Stelle (Abzugsverpflichteter) durch den Steuerabzug erhoben wird, wird die darauf entfallende Kirchensteuer nach dem Kirchensteuersatz der Religionsgemeinschaft, der der Kirchensteuerpflichtige angehört, als Zuschlag zum Steuerabzug erhoben. Zu diesem Zweck kann der Kirchensteuerpflichtige dem Abzugsverpflichteten in einem schriftlichen Antrag seine Religionsangehörigkeit benennen. Ehegatten haben in dem Antrag zudem zu erklären, in welchem Verhältnis der auf jeden Ehegatten entfallende Anteil der Kapitalerträge zu den gesamten Kapitalerträgen der Ehegatten steht, damit die Kirchensteuer entsprechend diesem Verhältnis aufgeteilt, einbehalten und abgeführt werden kann. Wird kein Aufteilungsverhältnis angegeben, erfolgt eine Aufteilung nach Köpfen. Die Abzugsfähigkeit der Kirchensteuer als Sonderausgabe wird bereits beim Steuerabzug mindernd berücksichtigt. 1417 VI Ausländische Quellensteuer Auf die ausländischen Erträge des Investmentvermögens wird teilweise in den Herkunftsländern Quellensteuer einbehalten. Die Kapitalanlagegesellschaft kann die anrechenbare Quellensteuer auf der Ebene des Investmentvermögens wie Werbungskosten abziehen. In diesem Fall ist die ausländische Quellensteuer auf Anlegerebene weder anrechenbar noch abzugsfähig. Übt die Kapitalanlagegesellschaft ihr Wahlrecht zum Abzug der ausländischen Quellensteuer auf Fondsebene nicht aus, dann wird die anrechenbare Quellensteuer bereits beim Steuerabzug mindernd berücksichtigt. VII Gesonderte Feststellung, Außenprüfung Die Besteuerungsgrundlagen, die auf Ebene des Investmentvermögens ermittelt werden, sind gesondert festzustellen. Hierzu hat die Investmentgesellschaft beim zuständigen Finanzamt eine Feststellungserklärung abzugeben. Änderungen der Feststellungserklärungen, z. B. anlässlich einer Außenprüfung ( 11 Abs. 3 InvStG) der Finanzverwaltung, werden für das Geschäftsjahr wirksam, in dem die geänderte Feststellung unanfechtbar geworden ist. Die steuerliche Zurechnung dieser geänderten Feststellung beim Anleger erfolgt dann zum Ende dieses Geschäftsjahres bzw. am Ausschüttungstag bei der Ausschüttung für dieses Geschäftsjahr. Damit treffen die Bereinigungen von Fehlern wirtschaftlich die Anleger, die zum Zeitpunkt der Fehlerbereinigung an dem Investmentvermögen beteiligt sind. Die steuerlichen Auswirkungen können entweder positiv oder negativ sein. VIII Zwischengewinnbesteuerung Zwischengewinne sind die im Verkaufs- oder Rückgabepreis enthaltenen Entgelte für vereinnahmte oder aufgelaufene Zinsen sowie Gewinne aus der Veräußerung von nicht in 1 Abs. 3 Satz 3 Nr. 1 Buchstaben a) bis f) InvStG genannten Kapitalforderungen, die vom Fonds noch nicht ausgeschüttet oder thesauriert und infolgedessen beim Anleger noch nicht steuerpflichtig wurden (etwa Stückzinsen aus festverzinslichen Wertpapieren vergleichbar). Der vom Investmentvermögen erwirtschaftete Zwischengewinn ist bei Rückgabe oder Verkauf der Anteile durch Steuerinländer einkommensteuerpflichtig. Der Steuerabzug auf den Zwischengewinn beträgt 25% (zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer). Der bei Erwerb von Anteilen gezahlte Zwischengewinn kann für den Privatanleger im Jahr der Zahlung einkommensteuerlich als negative Einnahme abgesetzt werden. Er wird für den Privatanleger bereits beim Steuerabzug steuermindernd berücksichtigt. Wird der Zwischengewinn nicht veröffentlicht, sind jährlich 6% (pro rata temporis) des Entgelts für die Rückgabe oder Veräußerung des Investmentanteils als Zwischengewinn anzusetzen. IX Folgen der Verschmelzung von Investmentvermögen In den Fällen der Übertragung aller Vermögensgegenstände eines Sondervermögens in ein anderes Sondervermögen gem. 40 InvG kommt es weder auf der Ebene der Anleger noch auf der Ebene der beteiligten Sondervermögen zu einer Aufdeckung von stillen Reserven, d. h. dieser Vorgang ist steuerneutral. Das gleiche gilt für die Übertragung aller Vermögensgegenstände eines Sondervermögens auf ein Teilgesellschaftsvermögen einer Investmentaktiengesellschaft, die von der gleichen Kapitalanlagegesellschaft verwaltet wird. Ein ausschüttendes Sondervermögen ist in seinem letzten Geschäftsjahr vor der Zusammenlegung steuerlich wie ein thesaurierendes Sondervermögen zu behandeln. X Transparente, semitransparente und intransparente Besteuerung Die oben genannten Besteuerungsgrundsätze (sog. transparente Besteuerung) gelten nur, wenn sämtliche Besteuerungsgrundlagen im Sinne des 5 Abs. 1 InvStG bekannt gemacht werden (sog. steuerliche Bekanntmachungspflicht). Dies gilt auch insoweit, als das Investmentvermögen Anteile an anderen inländischen Investmentvermögen, EG-Investmentanteilen und ausländischen Investmentanteilen, die keine EG- Investmentanteile sind, erworben hat (Zielfonds i. S. d. 10 InvStG) und diese ihren steuerlichen Bekanntmachungspflichten nachkommen. Sofern die Angaben nach 5 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. c oder f InvStG nicht vorliegen, sind die Erträge in vollem Umfang steuerpflichtig (sog. semitransparente Besteuerung). Wird die Bekanntmachungspflicht nach 5 Abs. 1 InvStG verletzt und handelt es sich nicht um den Fall der semitransparenten Besteuerung, so sind die Ausschüttungen und der Zwischengewinn sowie 70% des Mehrbetrags beim Anleger anzusetzen, der sich zwischen dem ersten und letzten im Kalenderjahr festgesetzten Rücknahmepreis des Investmentanteils ergibt, mindestens aber 6% des letzten im Kalenderjahr festgesetzten Rücknahmepreises (sog. intransparente Besteuerung). Erfüllt ein Zielfonds seine Bekanntmachungspflichten nach 5 Abs. 1 InvStG nicht, ist für den jeweiligen Zielfonds ein nach den vorstehenden Grundsätzen zu ermitteltender steuerpflichtiger Ertrag auf Ebene des Investmentvermögens anzusetzen. XI EU-Zinsrichtlinie/ Zinsinformationsverordnung Die Zinsinformationsverordnung (kurz ZIV), mit der die Richtlinie 2003/48/EG des Rates vom 3. Juni 2003, ABL. EU Nr. L 157 S. 38 umgesetzt wird, soll grenzüberschreitend die effektive Besteuerung von Zinserträgen natürlicher Personen im Gebiet der EU sicherstellen. Mit einigen Drittstaaten (insbesondere mit der Schweiz, Liechtenstein, Channel Islands, Monaco und Andorra) hat die EU Abkommen abgeschlossen, die der EU- Zinsrichtlinie weitgehend entsprechen. Dazu werden grundsätzlich Zinserträge, die eine im europäischen Ausland oder bestimmten Drittstaaten ansässige natürliche Person von einem deutschen Kreditinstitut (das insoweit als Zahlstelle handelt) gutgeschrieben erhält, von dem deutschen Kreditinstitut an das Bundeszentralamt für Steuern und von dort aus letztlich an die ausländischen Wohnsitzfinanzämter gemeldet. Entsprechend werden grundsätzlich Zinserträge, die eine natürliche Person in Deutschland von einem ausländischen Kreditinstitut im europäischen Ausland oder in bestimmten Drittstaaten erhält, von der ausländischen Bank letztlich an das deutsche Wohnsitzfinanzamt gemeldet. Alternativ behalten einige ausländische Staaten Quellensteuern ein, die in Deutschland anrechenbar sind. Konkret betroffen sind folglich die innerhalb der Europäischen Union bzw. in den beigetretenen Drittstaaten ansässigen Privatanleger, die grenzüberschreitend in einem anderen EU-Land ihr Depot oder Konto führen und Zinserträge erwirtschaften. U. a. Luxemburg und die Schweiz haben sich verpflichtet, von den Zinserträgen eine Quellensteuer i. H. v. 20% (ab : 35%) einzubehalten. Der Anleger erhält im Rahmen der steuerlichen Dokumentation eine Bescheinigung, mit der er sich die abgezogenen Quellensteuern im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung anrechnen lassen kann. Alternativ hat der Privatanleger die Möglichkeit, sich vom Steuerabzug im Ausland befreien zu lassen, indem er eine Ermächtigung zur freiwilligen Offenlegung seiner Zinserträge gegenüber der ausländischen Bank abgibt, die es dem Institut gestattet, auf den Steuerabzug zu verzichten und stattdessen die Erträge an die gesetzlich vorgegebenen Finanzbehörden zu melden. Wenn das Vermögen eines Fonds aus höchstens 15% Forderungen im Sinne der ZIV besteht, haben die Zahlstellen, die letztendlich auf die von der Kapitalanlagegesellschaft gemeldeten Daten zurückgreifen, keine Meldungen an das Bundeszentralamt für Steuern zu versenden. Ansonsten löst die Überschreitung der 15%-Grenze eine Meldepflicht der Zahlstellen an das Bundeszentralamt für Steuern über den in der Ausschüttung enthaltenen Zinsanteil aus. Bei Überschreiten der 40%-Grenze (ab : 25%-Grenze) ist bei der Rückgabe oder Veräußerung der Fondsanteile der Veräußerungserlös zu melden. Handelt es sich um einen ausschüttenden Fonds, so ist zusätzlich im Falle der Ausschüttung der darin enthaltene Zinsanteil an das Bundeszentralamt für Steuern zu melden. Handelt es sich um einen thesaurierenden Fonds, erfolgt eine Meldung konsequenterweise nur im Falle der Rückgabe oder Veräußerung des Fondsanteils. 1518 Hinweis: Die steuerlichen Ausführungen gehen von der derzeit bekannten Rechtslage aus. Sie richten sich an in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtige oder unbeschränkt körperschaftsteuerpflichtige Personen. Es kann jedoch keine Gewähr dafür übernommen werden, dass sich die steuerliche Beurteilung durch Gesetzgebung, Rechtsprechung oder Erlasse der Finanzverwaltung nicht ändert. Gesonderter Hinweis für betriebliche Anleger: Anpassung des Aktiengewinns wegen des EuGH-Urteils in der Rs. STEKO Industriemontage GmbH Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in der Rs. STEKO Industriemontage GmbH (C-377/07) entschieden, dass die Regelung im KStG für den Übergang vom körperschaftsteuerlichen Anrechnungsverfahren zum Halbeinkünfteverfahren in 2001 europarechtswidrig ist. Das Verbot für Körperschaften, Gewinnminderungen im Zusammenhang mit Beteiligungen an ausländischen Gesellschaften nach 8b Absatz 3 KStG steuerwirksam geltend zu machen, galt nach 34 KStG bereits in 2001, während dies für Gewinnminderungen im Zusammenhang mit Beteiligungen an inländischen Gesellschaften erst in 2002 galt. Dies widerspricht nach Auffassung des EuGH der Kapitalverkehrsfreiheit. Die Übergangsregelungen des KStG galten entsprechend für die Fondsanlage nach dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften ( 40 und 40a i.v.m. 43 Abs. 14 KAGG). Insbesondere für Zwecke der Berücksichtigung von Gewinnminderungen im Rahmen der Ermittlung des Aktiengewinns nach 40a KAGG könnte die Entscheidung Bedeutung erlangen. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 28. Oktober 2009 (Az. I R 27/08) entschieden, dass die Rs. STEKO grundsätzlich Wirkungen auf die Fondsanlage entfaltet. Für die Prüfung, ob bei Anteilen im Betriebsvermögen Steuerbescheide ab 2001 offen gehalten werden sollten, ist gegebenenfalls ein Steuerberater hinzuzuziehen. Eine Reaktion der Finanzverwaltung liegt zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht vor. 1619 Darstellung der Ausschüttung (je Anteil) in EUR ISIN/WKN Ausschüttungstag Ertragsteuerliche Behandlung Ausschüttung (inkl. Kapitalertragsteuer) je Anteil davon nicht steuerbar je Anteil Betrag der ausgeschütteten Erträge Betrag der ausschüttungsgleichen Erträge In der Ausschüttung enthaltene steuerpflichtige Zinsen und andere Erträge steuerpflichtige Bruttodividenden REIT-Erträge Einkünfte, die aufgrund von DBA steuerfrei sind im Privatvermögen steuerfreie Veräußerungsgewinne - Veräußerungsgewinne, die dem Teileinkünfteverfahren bzw. der Steuerfreistellung nach 8b (2) KStG unterliegen steuerpflichtige Veräußerungsgewinne KapSt-Bemessungsgrundlage aus inländischen Dividenden KapSt-Bemessungsgrundlage aus ausländischen Dividenden inkl. Veräusserungsgewinnen KapSt-Bemessungsgrundlage aus Zinsen anzurechnende KapSt Erträge im Sinne des 2 Abs. 2a InvStG Absetzung für Abnutzung Körperschaftsteuerminderungsbetrag nach 37 Abs. 3 KStG anrechenbare bzw. fiktive ausländische Quellensteuer ausländische Einkünfte, auf die ausländische Quellensteuer einbehalten wurde bzw. als einbehalten gilt fiktive ausländische Quellensteuer ausländische Einkünfte, auf die ausländische Quellensteuer als einbehalten gilt (fiktive Quellensteuer) Prozentsatz für Werbungskosten gem. Teileinkünfteverfahren Noris-Fonds* DE / Privatvermögen Betriebsvermögen Personenges./ andere Unternehmen Betriebsvermögen Körperschaften 1,5637 1,5637 1,5637 0,0004 0,0004 0,0004 1,8438 1,8438 1,8438 0,5260 0,5260 0,5260 0,0000 0,0000 0,0000 2,3697 2,3697 2,3697 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 1,5392 1,5392 1,5392 0,8305 0,8305 0,8305 0,0000 0,0000 0,0000 0,5924 0,5924 0,5924 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,1809 0,1809 0,1809 0,5359 0,5359 0,5359 0,0089 0,0089 0,0089 0,0300 0,0300 0, ,86% * Eine steuerliche Bescheinigung nach 5 InvStG wurde durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Frankfurt erstellt. 1720 Mehr anzeigen
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