Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:418333-2017:TEXT:DE:HTML&src=0
Timestamp: 2020-08-04 08:13:05
Document Index: 381785115

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 39', '§ 135', '§ 155', '§ 160', '§ 135']

Lieferungen - 418333-2017 - TED Tenders Electronic Daily
Lieferungen - 418333-2017
Deutschland-Hannover: Schienenfahrzeuge
2017/S 203-418333
Kontaktstelle(n): Thomas Nawrocki
Telefon: +49 51153333115
Beschaffung von Triebzügen mit innovativer Brennstoffzellentechnik sowie entsprechender Energieversorgung.
Auftrag über die Lieferung, Instandhaltung und Energieversorgung von besonders energieeffizienten und umweltfreundlichen Triebzügen mit Brennstoffzellentechnik zum Einsatz im Weser-Elbe-Netz.
Die LNVG beabsichtigt, im Weser-Elbe-Netz (Cuxhaven – Bremerhaven – Bremervörde – Buxtehude) besonders umweltfreundliche Triebzüge einzusetzen. Die LNVG hat sich deshalb für die Beschaffung von vierzehn emissionsfreien Triebzügen mit innovativem Brennstoffzellenantrieb entschieden. Zu diesem Zweck beabsichtigt die LNVG die Firma Alstom Transport Deutschland GmbH („Alstom“) mit der Lieferung und Instandhaltung der emissionsfreien Triebzüge mit Brennstoffzellenantrieb zu beauftragen. Alstom ist derzeit weltweit das einzige Unternehmen, das einen vollständig entwickelten und im öffentlichen SPNV einsetzbaren emissionsfreien Triebzug mit Brennstoffzellenantrieb liefern kann. Das Fahrzeug wurde auf der Innotrans im September 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt. Alstom hat bereits erste Testfahrten mit Prototypen des brennstoffzellenbetriebenen Triebzugs „Coradia iLint“ im April 2017 erfolgreich durchgeführt. Anfang 2018 soll der Einsatz dieser Fahrzeuge mit Fahrgästen starten. Die notwendige Energieversorgung soll Alstom ebenfalls sicherstellen. Da Alstom selbst kein Wasserstofflieferant ist und auch die notwendigen Tankstellen nicht bauen kann, hat sich Alstom für die Erbringung dieser Leistung einen Konsortialpartner, die Linde AG gesucht. Die LNVG beabsichtigt daher, das Konsortium bestehend aus Alstom und Linde mit der Energieversorgung der Züge für deren Betriebsdauer zu beauftragen.
Lieferung von bis zu 33 weiteren Triebzügen gleicher Bauart.
Der gemischte Liefer- und Dienstleistungsauftrag kann aus technischen Gründen und aufgrund des Schutzes von Ausschließlichkeitsrechten (bspw. Patentrechte an der Fahrzeugleittechnik) nur von Alstom und dem Konsortialpartner Linde erbracht werden, sodass eine Direktvergabe nach § 14 Abs. 4 Nr. 2 lit.b) und lit. c) VgV ausnahmsweise gerechtfertigt ist. Um das Ziel eines emissionsfreien SPNV zu erreichen, beabsichtigt die LNVG im Weser-Elbe-Netz (Cuxhaven – Bremerhaven – Bremervörde – Buxtehude) besonders umweltfreundliche Züge einzusetzen. Sie hat sich für die Beschaffung von vierzehn emissionsfreien Triebzügen mit Brennstoffzellenantrieb entschieden. Die Fahrzeuge müssen zulassungsfähig und sollen ohne Einschränkungen möglichst frühzeitig im SPNV einsetzbar sein. Die LNVG legt bei dieser neuartigen Technologie Wert darauf, dass Herstellung, Instandhaltung und Energieversorgung hauptverantwortlich aus einer Hand für die gesamte Lebensdauer der Fahrzeuge erfolgen. Alstom ist derzeit weltweit das einzige Unternehmen, das einen vollständig entwickelten und im öffentlichen SPNV einsetzbaren emissionsfreien Triebwagen mit Brennstoffzellenantrieb liefern kann. Da es für die Energieversorgung noch keine eigenständige zuverlässige Infrastruktur gibt, soll der Fahrzeughersteller zusammen mit dem von ihm ausgewählten Konsortialpartner Linde auch für die Betankung der Züge mit Wasserstoff verantwortlich sein. Die LNVG beabsichtigt daher, die Firma Alstom direkt mit der Beschaffung der emissionsfreien Triebzüge mit innovativem Brennstoffzellenantrieb sowie deren Instandhaltung und das Konsortium bestehend aus Alstom und Linde mit der Energieversorgung zu beauftragen. Das Projekt zur Einführung eines Brennstoffzellentriebzuges wurde vom BMVI als besonders förderungswürdig eingestuft. Da der Beschaffungsbedarf jetzt besteht, ist es für die LNVG nicht zumutbar abzuwarten, bis möglicherweise weitere Unternehmen in der Lage wären, Züge mit Brennstoffzellenantrieb zu liefern.
Offizielle Bezeichnung: Alstom Transport Deutschland GmbH
Postanschrift: Linke-Hofmann-Busch-Straße 1 D
NUTS-Code: DE912 Salzgitter
Postleitzahl: D-38239
Internet-Adresse: http://www.alstom.com/germany/de/
Offizielle Bezeichnung: Linde AG, Gases Division Germany
Postanschrift: Seitnerstrasse 70
NUTS-Code: DE21H München
Postleitzahl: D-82049
Internet-Adresse: http://www.linde-gas.de/de/index.html
A) Der angegebene Gesamtwert der Beschaffung bzw. der Wert des Auftrages entspricht nicht dem tatsächlichen Wert der Beschaffung bzw. des Auftrages. Dieser Wert wird entsprechend § 39 Abs. 6 VgV nicht veröffentlicht, da er u. a. den geschäftlichen Interessen des erfolgreichen Bieters schadet und den lauteren Wettbewerb beeinträchtigt und auch nach § 135 Abs. 3 S.2 GWB nicht zwingend bekanntzumachen ist. Da es sich technisch um ein Pflichtfeld handelt, wird der Betrag 0,01 EUR eingegeben.
b) Aus technischen Gründen kann kein in der Zukunft liegendes Datum des Vertragsschlusses angegeben werden. Der Vertragsschluss erfolgt frühestens nach Ablauf der Frist von 10 Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung dieser Ex-ante-Transparenzbekanntmachung.
Vorschriften über die Einlegung von Rechtsbehelfen finden sich in §§ 155 ff. GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen). Auf die Zulässigkeitsvoraussetzungen eines Nachprüfungsantrags zur
Vergabekammer gemäß §§ 160 ff. GWB wird hingewiesen. Daneben ist auf § 135 GWB hinzuweisen, der folgenden Wortlaut hat:
(2) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenden Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.
3. der Vertrag nicht vor Ablauf einer Frist von mindestens zehn Kalendertagen, gerechnet ab dem Tag nach der Veröffentlichung dieser Bekanntgabe, abgeschlossen wurde.
Die Bekanntmachung nach Satz 1 Nummer 2 muss den Namen und die Kontaktdaten des öffentlichen Auftraggebers, die Beschreibung des Vertragsgegenstands, die Begründung der Entscheidung des Auftraggebers, den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union zu vergeben, und den Namen und die Kontaktdaten des Unternehmens, das den Zuschlag erhalten soll, umfassen.“.