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Timestamp: 2019-11-15 21:46:01
Document Index: 190296828

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 3', '§ 5', '§ 3', 'BGH', 'BGH']

OLG Frankfurt am Main, 21.06.2012 – 6 U 24/11 › Krau Rechtsanwälte
OLG Frankfurt am Main, 21.06.2012 – 6 U 24/11
1. Die Angabe “CE-geprüft” für ein Produkt ist irreführend, wenn der Verwender mit dem CE-Zeichen lediglich selbst die Konformität seines Produkts mit den einschlägigen Vorschriften bestätigt.
Die mit dem Berufungsantrag des Klägers (Klageantrag zu I. 2.) angegriffene Werbung ist irreführend (§ 5 UWG), weil die Angabe „CE-geprüft“– unabhängig von der Frage einer Werbung mit Selbstverständlichkeiten – bei dem angesprochenen Verkehr den Eindruck erweckt, die beworbenen Spielzeugwaren seien einer Überprüfung durch eine vom Hersteller unabhängige Stelle unterzogen. Dieser Eindruck ist unzutreffend, weil der Verwender mit dem CE-Zeichen lediglich selbst die Konformität seines Produkts mit den einschlägigen Vorschriften bestätigt (vgl. Köhler/Bornkamm, UWG, 30. Aufl., Anh. zu § 3 III, Rdz. 2.2). Die hervorgerufene Fehlvorstellung ist auch geeignet, die Kaufentscheidung zu beeinflussen.
Eine relevante Irreführung im Sinne von § 5 UWG (Klageantrag zu I. 2.) überschreitet stets die Spürbarkeitsschwelle des § 3 II UWG (vgl. BGH GRUR 2009, 888 [BGH 26.02.2009 – I ZR 219/06]– Thermoroll, Tz. 18).
OLG Frankfurt am Main, 21.06.2012 – 2 U 46/12 OLG Frankfurt am Main, 21.06.2012 – 6 U 55/11