Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=StGH%201/06
Timestamp: 2019-07-19 07:25:05
Document Index: 116827028

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 57', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 57', 'Art. 28', 'Art. 57', 'Art. 57', '§ 4', 'Art. 57']

Rechtsprechung: StGH 1/06 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: StGH Niedersachsen, 23.01.2007
https://dejure.org/2007,33467
StGH Niedersachsen, 06.12.2007 - StGH 1/06 (https://dejure.org/2007,33467)
StGH Niedersachsen, Entscheidung vom 06.12.2007 - StGH 1/06 (https://dejure.org/2007,33467)
StGH Niedersachsen, Entscheidung vom 06. Dezember 2007 - StGH 1/06 (https://dejure.org/2007,33467)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2007,33467) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
36 Art. 2 Abs. 1 NV formuliert damit ein Strukturprinzip der Verfassungsordnung (vgl. Niedersächsischer StGH, Urt. v. 6.12.2007 - StGH 1/06 -, juris Rn. 86).
Art. 57, 58 NV verwirklichen für das Land Niedersachsen die bundesverfassungsrechtliche Garantie der kommunalen Selbstverwaltung (Art. 28 GG) und haben nach Zweck und Entstehungsgeschichte jedenfalls denselben Mindestgehalt wie Art. 28 Abs. 1 Sätze 2 und 3 und Abs. 2 GG (Nds. StGH, Beschluss vom 15. August 1995 -StGH 2, 3, 6 bis 10/93-, Nds. StGHE 3, 136, 155 f.; Urteile vom 15. November 1997 -StGH 14/95 u. a.-, Nds. StGHE 3, 299, 311; vom 16. Mai 2001 -StGH 6/99 u. a.-, LVerfGE 12, 255, 273; vom 6. Dezember 2007 -StGH 1/06-, NdsVBl. 2008, S. 37, 39).
Im Gegensatz dazu räumt Art. 57 Abs. 1 NV bereits von seinem Wortlaut her den Kommunen die individuelle Befugnis zur eigenverantwortlichen Selbstverwaltung ihrer Angelegenheiten ein und geht damit über den Regelungsgehalt des Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG hinaus (vgl. Nds. StGH, Urteile vom 13. März 1996 -StGH 1, 2, 4, 6 bis 20/94-, Nds. StGHE 3, 199, 213 f.; vom 6. Dezember 2007 -StGH 1/06-, NdsVBl. 2008, S. 37, 40) Auch die Art. 57 Abs. 1 NV ergänzende Bestimmung in Art. 57 Abs. 3 NV, wonach die Kommunen in ihrem Gebiet grundsätzlich die ausschließlichen Träger der gesamten öffentlichen Aufgaben sind, ist von ihrem Wortlaut her nicht als bloße objektive Gewährleistung, sondern als subjektive Befugnisnorm gefasst.
Dem Anhörungserfordernis wird hinreichend Genüge getan, wenn die kommunalen Spitzenverbände - wie im vorliegenden Fall am 22. Mai 2007 in der 155. Sitzung des Ausschusses für Inneres und Sport - während der Beratungen im federführenden Ausschuss des Niedersächsischen Landtags Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten (vgl. Nds. StGH, Urteil vom 6. Dezember 2007, StGH 1/06, Nds. StGHE 4, 170, 186).
Eine vertikale Zusammenarbeit von Landkreisen und kreisangehörigen Gemeinden war grundsätzlich unzulässig, wenn nicht die dem Zweckverband übertragenen Aufgabe(n) ausnahmsweise in gleicher Weise den Landkreisen wie auch bestimmten Gemeinden, etwa den großen selbstständigen Städten, zugewiesen war(en) (…vgl. Nordholtz, Das Niedersächsische Gesetz über die kommunale Zusammenarbeit, 2008, S. 63 ff. mit umfangreichen Nachweisen; ebenso NStGH, Urt. v. 6.12.2007 - StGH 1/06 -, juris Rn. 81 = NdsVBl 2008, 37).
Die Antragstellerinnen, zwei Samtgemeinden sowie acht ihrer Mitgliedsgemeinden, bestreiten mit einer bei dem Niedersächsischen Staatsgerichtshof anhängigen Kommunalverfassungsbeschwerde (StGH 1/06) die Vereinbarkeit des § 4 des Gesetzes zur Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung im Landkreis Lüchow-Dannenberg (Lüchow-Dannenberg-Gesetz) vom 23. Mai 2006 (Nds. GVBl. S. 215) mit Art. 57 NV.
https://dejure.org/2007,46764
StGH Niedersachsen, 23.01.2007 - StGH 1/06 (https://dejure.org/2007,46764)
StGH Niedersachsen, Entscheidung vom 23.01.2007 - StGH 1/06 (https://dejure.org/2007,46764)
StGH Niedersachsen, Entscheidung vom 23. Januar 2007 - StGH 1/06 (https://dejure.org/2007,46764)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2007,46764) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Zu den Anforderungen an Äußerungen eines Richters in der Vorbereitung und während des Gesetzgebungsverfahrens als Verhinderungsgrund