Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=09.07.1957&Aktenzeichen=VI%20ZR%20261/56
Timestamp: 2019-10-23 07:01:28
Document Index: 275080584

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 898', 'BGH', '§ 898']

BGH, 09.07.1957 - VI ZR 261/56 - dejure.org
https://dejure.org/1957,2527
BGH, 09.07.1957 - VI ZR 261/56 (https://dejure.org/1957,2527)
BGH, Entscheidung vom 09.07.1957 - VI ZR 261/56 (https://dejure.org/1957,2527)
BGH, Entscheidung vom 09. Juli 1957 - VI ZR 261/56 (https://dejure.org/1957,2527)
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VersR 1957, 615
(Die Entscheidung betrifft im übrigen selbständige Landwirte, die einander beim Steineladen behilflich waren.) Ebenso steht die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 9. Juli 1957 VI ZR 261/56 nicht entgegen, da es sich in dieser Entscheidung um zwei Arbeitnehmer handelte, die zwar auf dem gleichen Bau, aber für verschiedene Arbeitgeber (Baufirma und Elektrofirma) arbeiteten.
a) Auszuscheiden haben deshalb Fallgestaltungen, in denen der Verunglückte von den Gefahren des Unfallbetriebs bei der Verrichtung von Arbeiten für seinen "Stammbetrieb" wie ein "Außenstehender" ("Externer") nur deshalb betroffen wird, weil seine Arbeitsstelle im Einflussbereich des Unfallbetriebs liegt, mag diese "Arbeitsberührung" auch auf gemeinsame Aufgaben zurückzuführen sein (zB auf die Beteiligung mehrerer Unternehmer an einem Bauvorhaben: Senatsurteile vom 9. Juli 1957 - VI ZR 261/56 = VersR 1957, 615; vom 25. Februar 1958 - VI ZR 38/57 = VersR 58, 362; vom 21. März 1958 - VI ZR 216/57 = VersR 1958, 376, 377; vom 7. Januar 1966 - VI ZR 165/64 = VersR 1966, 387).
Insbesondere fehlt es hiernach an einer Eingliederung des Klägers in den Betrieb der Bundesbahn nach Art eines ihrer eigenen Arbeitnehmer, wie der erkennende Senat sie beim sogen. Leiharbeiterverhältnis als Voraussetzung für die Einschränkung der Schadenersatzansprüche gemäß § 898 RVO erfordert (vgl. BGHZ 21, 207; Urteile vom 4. Juli 1956 - VI ZR 117/55 und VI ZR 250/55 = VersR 1956, 552 und 660; Urt. vom 9. Juli 1957 - VI ZR 261/56).
Im ü b rig en könnten etw aige S chw ierigkeiten d ie s e r A rt den R ic h te r n ic h t erm ächtigen, e in e n m öglicherw eise bew eis baren Anspruch von v o rn h e rein zu versagen 3. Daß d ie S insehränkurig der Schadenersatzansprüche von Arbeitnehm ern gemäß §§ 898, 899 RVO auch u n te r den besonderen V e rh ä ltn isse n d er E rric h tu n g von Bauten durch eine V ielza h l unabhängig voneinander b e t e i l i g t e r Unternehmer nur dann e in - t r i t t , wenn d ie A rbeitnehm er b e i i h r e r T ä tig k e it in den B e trie b des sch ad en su rsäch lich en Unternehmens in der A rt e in e s eigenen A rbeitnehm ers e in g e g lie d e rt waren, s te h t in d e r R echtsprechung des erkennenden S enats inzw ischen b e r e i t s f e s t (U rt. vom 9- J u l i 1957 - VI ZR 261/56 = VersR 1957, 615$ U rt. vom 21. Januar 1958 - VI ZR 309/56 -)« Das vom B eru fu n g sg erich t hervorgehobene Hinwirken au f e in e in h e itlic h e s Werk, dessen Vollendung e in gew isses Zusammenwirken a l l e r an dem Bau b e s c h ä ftig te n U nter nehmer und Handwerker e r f o r d e r t, r e ic h t danach n ic h t a u s, die Grenzen d er B e trie b sz u g e h ö rig k e it und i h r e r h a ftu n g s re c h tlic h e n Wirkungen aufzüheben.