Source: https://www.iww.de/asr/steuern-und-abgaben/umsatzsteuer-in-einer-rechnung-besonders-auf-die-anwendung-der-differenzbesteuerung-hinweisen-f67038
Timestamp: 2020-07-03 10:20:01
Document Index: 239797206

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 14', '§ 14', '§ 26']

Umsatzsteuer | In einer Rechnung besonders auf die Anwendung der Differenzbesteuerung hinweisen?
10.06.2013 ·Fachbeitrag ·Umsatzsteuer
In einer Rechnung besonders auf die Anwendung der Differenzbesteuerung hinweisen?
| Eine Leserin möchte wissen, wie sie in einer Rechnung auf die Differenzbesteuerung hinweisen muss. Sie habe gelesen, dass seit 1. Januar 2013 neue Regeln gelten würden. |
Frage: Ist es richtig, dass beim Verkauf eines differenzbesteuerten Fahrzeugs ab 2013 in der Rechnung mit der Formulierung „Gebrauchtgegenstände/Sonderregelung“ auf die Differenzbesteuerung hingewiesen werden muss?
Unsere Antwort: Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Amtshilferichtlinie sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften ist § 14a Abs. 6 Satz 1 UStG geändert worden, allerdings erst mit Wirkung ab 30. Juni 2013 (am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt vom 29. Juni 2013). § 14 Abs. 6 UStG lautet jetzt wie folgt:
Wortlaut § 14a Abs. 6 UStG neue Fassung
In den Fällen der Besteuerung von Reiseleistungen nach § 25 hat die Rechnung die Angabe „Sonderregelung für Reisebüros“ und in den Fällen der Differenzbesteuerung nach § 25a die Angabe „Gebrauchtgegenstände/Sonderregelung“ (Hervorhebung der Redaktion), „Kunstgegenstände/Sonderregelung“ oder „Sammlungsstücke und Antiquitäten/Sonderregelung“ zu enthalten.
Beachten Sie | Bisher reichte eine Angabe in umgangssprachlicher Form. Zum Beispiel im Fall von § 25a UStG das Wort „Differenzbesteuerung“ (§ 14a Abs. 6 UStG; Abschnitt 14a.1. Abs. 8 Satz 2 Umsatzsteuer-Anwendungserlass).
Die Umsetzung der „Vorgaben aus Brüssel“ in den neuen § 14a Abs. 6 UStG ist ein reiner „Papiertiger“. Auch wenn Sie die vorgegebene Formulierung nicht auf die Rechnung nehmen, hat das in der Praxis (noch) keine Folgen: Es ist weder eine Ordnungswidrigkeit nach § 26a UStG noch wird dadurch ein Steueranspruch gefährdet.
Da aber nicht sicher ist, dass das in Zukunft so bleibt, und um sich unnötige Diskussionen mit dem Betriebsprüfer zu ersparen, empfehlen wir Ihnen:
Drucken Sie ab sofort auf alle Ausgangsrechnungen über den Verkauf eines differenzbesteuerten Fahrzeugs: Gebrauchtgegenstände/Sonderregelung.
Achten Sie darauf, dass auch Eingangsrechnungen über den Ankauf differenzbesteuerter Fahrzeuge diese Formulierung enthalten. Fordern Sie eine korrigierte Rechnung an, wenn der Vermerk fehlt.
Quelle: Ausgabe 07 / 2013 | Seite 11 | ID 38550120
28.07.2016 · Umsatzsteuer