Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20106/79
Timestamp: 2019-04-19 13:52:41
Document Index: 110972913

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 15', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 16', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 16', 'BGH', '§ 17', '§ 15', 'BGH', '§ 17', '§ 17', 'BGH', 'BGH']

BGH, 03.07.1981 - I ZR 106/79 - dejure.org
Schadensersatzanspruch wegen Eingriffs in das urheberrechtliche Vervielfältigungsrecht und Verbreitungsrecht - Selbststängige Herstellung eines Masterbandes - Urheberrechtliche Zustimmung - Vertrieb an gewerbliche Abnehmer zum Zwecke der Herstellung von Tonträgern - Rechtsschutzbedürfnis an einer Auskunft hinsichtlich der Gesamtproduktion
NJW 1982, 335
MDR 1982, 381
GRUR 1982, 102
Dabei ist es unerheblich, dass die Aufzeichnung lediglich die spätere Filmauswertung vorbereitet, weil die Verwertungsrechte dem Urheber grundsätzlich die Kontrolle darüber geben sollen, ob, wann und wie sein Werk verwendet wird (vgl. BGHZ 152, 317, 325 - Sender Felsberg; BGH, Urt. v. 3.7.1981 - I ZR 106/79, GRUR 1982, 102, 103 - Masterbänder;… vgl. weiter Schricker/v. Ungern-Sternberg, Urheberrecht, 2. Aufl., § 15 UrhG Rdn. 1, 6).
Auch der Bundesgerichtshof sieht den Schutzzweck ausschließlicher Verwertungsrechte in einem möglichst umfassenden, lückenlosen Schutz des Rechtsinhabers (vgl. BGH GRUR 1982, 102, 103 für das Urheberrecht; BGHZ 23, 100, 106 für das Patentrecht).
Ein etwaiger Rechtsirrtum würde die Beklagte grundsätzlich nicht entlasten, und zwar selbst dann nicht, wenn sie vor der Rechtsverletzung eine Rechtsauskunft eingeholt hätte (vgl. BGH, Urt. v. 3.7. 1981 - I ZR 106/79, GRUR 1982, 102, 104 - Masterbänder).
Die Darbietung ist 1951 von der DECCA auf ein Masterband aufgenommen worden, also auf einen Tonträger i.S. von § 16 Abs. 2 UrhG (vgl. BGH, Urt. v. 3.7.1981 - I ZR 106/79, GRUR 1982, 102, 103 - Masterbänder).
Diese Vorgänge fallen unter den Vervielfältigungsbegriff, der jede körperliche Festlegung eines Werkes erfaßt, die geeignet ist, das Werk den menschlichen Sinnen auf irgendeine Weise unmittelbar oder mittelbar wahrnehmbar zu machen (vgl. Amtl. Begr., BT-Drucks. IV/270 S. 47; BGH, Urt. v. 3.7. 1981 - I ZR 106/79, GRUR 1982, 102, 103 - Masterbänder;… BGH, Urt. v. 1.7. 1982 - I ZR 119/80, GRUR 1983, 28, 29 - Presseberichterstattung und Kunstwerkwiedergabe II).
Der Irrtum des Beklagten über die Freigabe der Platten für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland bzw. über das Vorliegen der Zustimmung zum Vertrieb im EWG-Mitgliedsstaat Dänemark muß daher vorliegend zu seinen Lasten gehen (vgl. BGH, Urt. v. 3.7.1981 - I ZR 106/79, GRUR 1982, 102, 104 - Masterbänder).
vgl. BGH, Urteile vom 3. Juli 1981- I ZR 106/79 -, MDR 1982, 381 = juris Rn. 13, und vom 18. Mai 1955 - I ZR 8/54 -, BGHZ 17, 266; Schulze, in: Dreier/Schulze, UrhG, § 16Rn.
Ein etwaiger Rechtsirrtum entschuldigt grundsätzlich nicht (BGH, Urt. v. 03.07.1981 - I ZR 106/79, GRUR 1982, 102, 104 - Masterbänder).
Das Landgericht ist zwar zu Recht davon ausgegangen, daß auch für den Begriff der Öffentlichkeit in § 17 Abs. 1 UrhG grundsätzlich die Legaldefinition des § 15 Abs. 3 UrhG gilt (vgl. BGH, Urt. v. 3.7.1981 - I ZR 106/79, GRUR 1982, 102, 103 - Masterbänder;… v. Gamm, Urheberrecht, 1968, § 17 Rdn. 5;… Schricker/Loewenheim, Urheberrecht, 1987, § 17 Rdn. 5;… E. Ulmer, Urheber- und Verlagsrecht, 3. Aufl. 1980, S. 234).
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Dementsprechend hat der Bundesgerichtshof entschieden, daß die Zweckbestimmung für den Tonträgerbegriff keine Rolle sspiele (BGH, Urt. v. 3.7.1981 - I ZR 106/79, GRUR 1982, 102, 103 - Masterbänder).
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