Source: https://www.deubner-recht.de/produkte/familienrecht-100-mandate/p/uebergang-von-einer-bezifferten-leistungsklage-in-eine-stufenklage-nach--254-zpo-als-nachtraegliche-375061
Timestamp: 2020-04-06 20:53:23
Document Index: 18148416

Matched Legal Cases: ['§ 1361', '§ 1605', '§ 254', '§ 263', '§ 264', '§ 269', '§ 254', '§ 263', '§ 269']

OLG München - Urteil vom 20.10.1994
16 UF 797/94
BGB § 1361 Abs. 4 S. 4 § 1605 ; ZPO § 254 § 263 § 264 Nr. 2 § 269 ;
FamRZ 1995, 678
AG München, - Vorinstanzaktenzeichen 514 F 2216/92
OLG München, Urteil vom 20.10.1994 - Aktenzeichen 16 UF 797/94
DRsp Nr. 1995/6683
Der Übergang von einer bezifferten Leistungsklage in eine Stufenklage nach § 254 ZPO ist als nachträgliche objektive Klagehäufung zu behandeln. Auf die nachträgliche objektive Klagehäufung, die keine Klageänderung ist, ist § 263 ZPO analog anzuwenden. Die nachträgliche objektive Klagehäufung ist in der Berufungsinstanz unter denselben Voraussetzungen zulässig wie in erster Instanz. Selbst wenn der Auskunftsanspruch im Rahmen einer Stufenklage wirksam nach § 269 Abs. 3 ZPO zurückgenommen worden ist, kann er erneut im anhängigen Verfahren in erster oder zweiter Instanz geltend gemacht werden.