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Timestamp: 2018-12-10 22:26:23
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Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 2', 'Art. 31', 'Art. 32', 'Art. 2', 'Art. 31', '§ 12']

Verwertung mineralischer Abfälle - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Ebner Nehls Geändert vor über 5 Jahren
Präsentation zum Thema: "Verwertung mineralischer Abfälle"— Präsentation transkript:
1 Verwertung mineralischer Abfälle
- Überblick über die aktuellen Entwicklungen - RA Reinhard Fischer, GF, Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe, Duisburg Fachveranstaltung der Entsorgergemeinschaften Nord am in Neumünster
2 Interessenvertretung der deutschen Recycling-Baustoff-Industrie Deutschland und EU EPRA (Europ.Plattform für RC-Baustoffe) Businesseurope	CEPMC	UEPG F.I.R. (europ.Industrieverband) (EU Baustoff (europ.Verband (europ.Verband produzenten) Gesteinskörnungen) RC-Baustoffind.) BDI BBS*) BRB Entsorgergemeinschaften Landesverbände Nord, Hamburg (jeweils FG RC-Baustoffe) Unternehmen EC TC *) 5 AA bzw. PG
3 Gliederung EU I.	EG-Abfallrahmenrichtlinie 1. Inkrafttreten/Umsetzung 2. Ende Abfalleigenschaft II.	REACH-VO 1. Art. 2 Abs Einstufung RC-Baustoff, wenn Sekundärprodukt Deutschland I.	Grundwasserverordnung 1. Inhalt und Bedeutung bezüglich RC-Baustoffe 2. Stand/Verfahren
4 II.	Ersatzbaustoffverordnung (EBV)
1. Notwendigkeit 2. Fortentwicklung des 1. AE 3. Feststoffwerte 4. Eluatwerte (inkl. BRB-Projekte I und II) III. Existenziell – für „Recyclinggesellschaft“ und RC-Produzenten
5 EU EG-Abfallrahmenrichtlinie (EG-Abf.RRL) vom 19.11.2008, 2008/98/EG
1.	Inkraft seit , Umsetzung ins deutsche Recht bis , s. lfd. Verfahren zum Kreislaufwirtschaftsgesetz
6 2. Ende Abfalleigenschaft („Sekundärprodukt“), Art. 6
für bestimmte Abfallströme, insbesondere 6 Kandi- daten, u.a. RC-Baustoffe Aufbereitungsverfahren spez. Voraussetzungen erfüllt (insbesondere Markt, techn. Qualität für best. Zwecke, Einhalten von Standards für originäre Produkte, keine negativen Einflüsse auf Umwelt und Gesundheit) Kriterien/Einzelheiten sind zu entwickeln (z.B. Schadstoffparameter und Grenzwerte) Ausschussverfahren (EG-Ebene) Falls keine Einigung: Entscheidung je Abfallstrom durch Mitgliedstaat, Notifizierung
7 aktueller Stand - Ausgangspunkt: Untersuchung/Bericht IPTS (Sevilla) Ende 2008 (ca. 300 Seiten) Ziel: Entwicklung genereller Methode für verschiedenste Materialien Anwendung der Ergebnisse auf 3 Materialien, RC-Baustoffe, Metallschrott sowie Kompost - derzeit Diskussion der Ergebnisse zwischen EG-Kom- mission und RC-Baustoffindustrie (EPRA, für Deutschland in Abstimmung mit BRB)
8 Grundsatz-. Kriterien durch EG oder durch jeden diskussion z
Grundsatz Kriterien durch EG oder durch jeden diskussion z.Zt: Mitgliedstaat selbst jeweils Vor- und Nachteile für nationale RC-Industrie Position EPRA/BRB zurzeit in Abstim mung (BMU-Auffassung ?) BRB-Fazit: RC-Baustoffe derzeit rechtlich noch Abfall später wohl Splittung in Sekundär produkte (RC-1?) und Abfall (RC-3)
9 REACH-VO (19078/2006/EG) Art. 2 Abs. 2
Abfall i.S. Abfallrahmenrichtlinie = nicht Stoff, Zubereitung oder Erzeugnis → keine Registrierungspflicht → kein Sicherheitsdatenblatt gem. Art. 31, keine Informationspflicht gem. Art. 32
10 2. RC-Baustoff als Sekundärprodukt (demnächst,s.o. A I 2)
a) Einstufung: Stoff, Zubereitung oder Erzeugnis - schwierige, kontroverse Debatte seit Mitte 2007 - BRB-Auffassung ständig öffentlich vorgetragen: Erzeugnis Kontaktaufnahme und Diskussion auf deutscher und europäischer Ebene (u.a. EG-Kommission, ECHA, CEN TC 154, F.I.R./UEPG/EPRA, BMU, UBA, BAuA) seit Juni verschiedene Entwürfe des REACH- Leitfadens zu Recycling von EG-Kommission und ECHA Endfassung ECHA Mai → Erzeugnis
11 günstigste aller möglichen Lösungen
• keine Registrierung • auch keine Ermittlung der Inhaltsstoffe (zur Prüfung, ob diese schon – als originäre Stoffe – registriert worden sind); Art. 2 Abs. 7 nicht relevant • kein Sicherheitsdatenblatt und kein Informations- papier, s. Art. 31 und 32
12 B Deutschland Grundwasserverordnung (GrwV)
1. Inhalt und Bedeutung bezüglich RC-Baustoffe - Umsetzung EG-Grundwasserrichtlinie (Jan. 2007) - entscheidende Basis für Ersatzbaustoffverordnung (EBV) - Festlegung von • Schadstoffparametern und zulässigen –werten (Geringfügigkeitsschwellenwerte, GFS-Werte) • „Ort der Beurteilung“
13 - 48 Parameter (EG-Vorgabe: mindestens 9), strenge Werte (Maßstab: Sickerwasser hat mindestens Trinkwasserqualität) Einhaltung (OdB): bei Eintritt ins Grundwasser - Grundlage für Ermittlung/Berechnung von (Labor-) Eluatwerten = Materialwerte der EBV - starker Widerstand Wirtschaft (Federführung BDI), Unterstützung u.a. durch Bundeswirtschafts- ministerium - jedoch lange schon EG-Umsetzungsfrist verstrichen, Strafzahlungen in 3-stelliger Millionenhöhe drohen
14 2. Stand/Verfahren - Juni 2010 überraschend „flache“ neue Fassung, im Wesentlichen nur Umsetzung der zwingenden europäischen Vorgaben; Zustimmung Kabinett erfolgte, Befassung Bundesrat Ende September Jedoch keine Aufgabe des Konzepts durch BMU (Grundwasserschutz und notwendige Vorgaben für Materialwerte EBV) - ca. Spätherbst Ergänzungs-/Änderungs-VO, im Paket mit (2. AE? Referentenentwurf?) EBV BBodSchV (insbesondere § 12 a, Verfüllung)
15 Ersatzbaustoffverordnung (EBV)
Notwendigkeit a) rechtlich - BverwG: bisherige Länderregelungen, z.B. LAGA M 20, nur Verwaltungsregelungen gesetzliche Regelungen gehen vor (WHG, BBodSchG, KrW-/AbfG) - Folge/aktueller Stand: jeweils Einzelfallprüfung anhand der (zum Teil nur allgemein formulierten) Gesetze → inakzeptabler Zustand b) im Übrigen - bundeseinheitliches umfassendes Regelwerk klare (gesetzliche) Parameter, Werte, Einbauweisen etc Entfall wasserrechtliche Erlaubnis – für jede Materialqualität
16 2. Fortentwicklung des 1. AE (November 2007)
BMU-eigene Überprüfungen Vielzahl von generellen „Branchengesprächen“ mit den Bundesverbänden, u.a. BRB (auch IGAM) darüber hinaus BRB (auch IGAM) Anzahl von Kontakten, Besprechung bestimmter Probleme, Übergabe von BRB- Untersuchungen offene und sachliche Diskussionen / Akzeptanz und Verständnis für Argumente deutliche Verbesserungen zu erwarten (insbesondere Materialwerte, Einbaumöglichkeiten)
17 3. Feststoffwerte neu: Feststoffwerte, aber wohl nur - für Bodenmaterial - für übrige Ersatzbaustoffe nur PAK (RC mg/kg?) BRB:	wohl zu akzeptieren
18 4. Entscheidend: Eluatwerte
a) gut: nur noch 4 Schadstoff-Parameter Chrom, Kupfer, Sulfat und – neu – Vanadium; zusätzlich PAK (bis optional?)
19 b) Mit welchem Labor-/Analyseverfahren kann der zulässige „Echtwert“ = GFS-Wert am besten abgebildet werden? • Neues Säulenverfahren W/F 2 : 1 gem. DIN statt DEV S-4 W/F 10 : 1 Begründung: bessere Wiedergabe des tatsächlichen Auslaugverhaltens • außerdem Prüfung, ob auch neues Schüttelverfahren W/F 2 : 1 gem. DIN anwendbar (ja, falls selbe Wertetabelle möglich)
20 BRB: Säulenverfahren realitätsnäher, konsolidiert, vom VO-Geber unbedingt gewollt, daher Ablehnung grundsätzlich nicht sinnvoll obwohl ● keine sichere Einschätzung des Verfahrens und der Bedeutung der Werte für Verwertung möglich, weil keinerlei Erfahrungen und Kenntnisse keine „Umrechnung“ möglich (S4-Säule) ● Bei Deponierung und Deponiebau (= Verwertung) weiter Schüttelverfahren W/F 10 : 1/DEV S4 (DIN ) ● Säulenverfahren zeitaufwändiger und teurer ? Erhebliche Einrichtungskosten für Labore ?
21 c) Wegen neuer Säulenanalytik (W/F 2 : 1)
BRB-Projekt I (Frühjahr 2008): Vergleich desselben RC-Materials/Haufwerks nach DEV S-4 (W/F 10 : 1) und DIN (Säule) bezüglich aller relevanten Parameter außerdem noch Schüttelverfahren W/F 2:1 gem. DIN zzgl. Untersuchung Vanadium (neuer Parameter) ca. 30 Untersuchungen am güteüberwachten aufbereiteten, gemäß Augenschein und Herkunft guten Material (~ RC-1) Fragen: Mengenverschiebung von bisher Z 1.1-Material zu RC 2 (oder gar von Verwertung zu Beseitigung)? Korrelation Werte S4- und Säulenverfahren? Korrelation Werte Säulen- und W/F 2:1-Verfahren?
22 BRB-Projekt II (2. Hälfte 2009):
wie Projekt I, 55 Untersuchungen Zusätzlich aber RC-1-Wert für PAK (Vergleich Feststoff-/ Eluatwert) -	Korrelation Säulen- und W/F 2 : 1-Verfahren
23 BRB-Projekt II (nur Bereich NRW)
Proben aus der laufenden Fremdüberwachung der Quartale (gesamt: 44 Proben) III.2009 und IV.2009 der KM GmbH 4 RC-Baustoffproben (2 Werke) Körnung 0/4 mm 2 RC-Baustoff-Proben Körnung 0/32 mm 38 RC-Baustoff-Proben Körnung 0/45 mm Auslaugungsverfahren: Schüttel 10:1, Schüttel 2:1, Säulenschnelltest 2:1 Parameter: pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Sulfat, Chrom, Kupfer, Vanadium, PAK
29 Zwischenfazit I I. Einstufung gemäß Sulfat
- S 4 (150 mg/l): 95 % Z 1.1 (42 von 44) - Säule (350 mg/l): 75 % RC-1 (33 von 44), bis 2020 (200 mg/l):	61 % RC-1 (27 von 44), ab 2020 - S 2 (350 mg/l):	86 % RC-1 (38 von 44), bis 2020 (200 mg/l):	63 % RC-1 (28 von 44), ab 2020 II.	Vergleich Eluatanalyseverfahren (Säule – S 2): gewisse Vergleichbarkeit, S 2 tendenziell günstiger, einheitliche Wertetabelle wohl vertretbar
35 Zwischenfazit II I. Einstufung gemäß Chrom
- S 4 (30 µg/l): % Z 1.1 (44 von 44) - Säule (50 µg/l):	100 % RC-1 (44 von 44) - S 2 (50 µg/l):	100 % RC-1 (44 von 44) → Chrom kein Problem II.	Vergleich Analyseverfahren (Säule – S 2): gewisse Vergleichbarkeit, S 2 tendenziell etwas günstiger, einheitliche Wertetabelle akzeptabel
41 Zwischenfazit III I. Einstufung gemäß Kupfer
- S 4 (100 µg/l): % Z 1.1 (44 von 44) - Säule (40 µg/l):	84 % RC-1 (37 von 44) - S 2 (40 µg/l): % RC-1 (38 von 44) → Kupfer kein größeres Problem II.	Vergleich Eluatanalyseverfahren (Säule – S 2): gewisse Vergleichbarkeit, kein Verfahren nennenswert günstiger, einheitliche Wertetabelle wohl in Ordnung
42 Zwischenfazit IV I. Einstufung gemäß Sulfat, Chrom, Kupfer
- S 4:	95 % Z 1.1 (42 von 44) - Säule:	59 % RC-1 (26 von 44), bis 2020 45 % RC-1 (20 von 44), ab 2020 - S 2:	68 % RC-1 (32 von 44), bis 2020 50 % RC-1 (22 von 44), ab 2020 II.	Vergleich Analyseverfahren (Säule – S 2): S 2 insgesamt etwas günstiger, einheitliche Wertetabelle wohl vertretbar
47 Zwischenfazit V I. Einstufung gemäß Vanadium
- S 4:	(95 % Z 1.1, ohne Vanadium) - Säule: % RC-1 (23 von 44) - (30 µg/l) 70 % RC-1 (31 von 44) - (40 µg/l) 89 % RC-1 (39 von 44) - (60 µg/l) - S 2: % RC-1 (37 von 44) - (30 µg/l) 93 % RC-1 (41 von 44) - (40 µg/l) 98 % RC-1 (43 von 44) - (60 µg/l) II.	Vergleich Analyseverfahren (Säule – S 2): gewisse Vergleichbarkeit (einzelne deutliche Varianzen, s. z.B. Proben 21 und 30); S 2 erheblich günstiger, einheitliche Wertetabelle? (für RC-Baustoff-Industrie nicht ungünstig)
50 Gesamtfazit (ohne PAK)
Bisher: Z 1.1 (Sulfat, Chrom, Kupfer) 95 % (42 von 44) E-EBV: RC-1 (Sulfat, Chrom, Kupfer, Vanadium) bis 2020 (Sulfat 350 mg/l) Säule: % (14 von 44) – (Vanadium 30 µg/l) 43 % (19 von 44) – (Vanadium 40 µg/l) 50 % (22 von 44) – (Vanadium 60 µg/l) S 2: % (27 von 44) – (Vanadium 30 µg/l) 66 % (29 von 44) – (Vanadium 40 µg/l) 71 % (31 von 44) – (Vanadium 60 µg/l)
51 E-EBV: RC-1 (Sulfat, Chrom, Kupfer, Vanadium)
ab 2020 (Sulfat 200 mg/l) Säule: % (12 von 44) – (Vanadium 30 µg/l) 36 % (16 von 44) – (Vanadium 40 µg/l) 41 % (18 von 44) – (Vanadium 60 µg/l) S 2: % (17 von 44) – (Vanadium 30 µg/l) 43 % (19 von 44) – (Vanadium 40 µg/l) 45 % (20 von 44) – (Vanadium 60 µg/l) Hauptprobleme Vanadium und Sulfat, z.T. auch Kupfer ganz wichtig: Überschreitungsregelung erforderlich (z.B. „4 von 5, mit Deckelung“) Verbesserungen im 2. AE EBV zu erwarten Intensive Diskussionen/Erkenntnisaustausch mit BMU (Branchengespräche)
58 Fazit PAK Keine Vergleichbarkeit von Säulen- und S 2-Verfahren (Eluat)
Säulenverfahren ergibt grundsätzlich niedrigere Werte Einheitliche Wertetabelle nicht möglich Feststoff- (5 mg/kg) prinzipiell ungünstiger als Eluatwerte (3 µg/l) PAK (Eluat kein beschränkender Parameter
59 III.	Existenziell - für „Recyclinggesellschaft“ und RC-Produzenten -: Abnahme von RC-Baustoffen
- Industrie geht Weg der EBV, z.T. mit Verschärfungen/ Mehraufwand verbunden, grundsätzlich mit - Staat muss aber gesetzliche Pflicht vorrangiger Verwendung erfüllen, siehe entsprechende Landes- gesetze; erfolgt unzureichend; - Vorbildfunktion, strahlt auf Private aus.
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