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Timestamp: 2020-06-01 04:46:44
Document Index: 15803892

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', '§ 6', '§ 6', '§ 126', '§ 4', 'BGH']

Anwaltsgebühren durch Auftrag des Anwalt - frag-einen-anwalt.de
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12.10.2006 16:15 |
Folgende Fragen bitte ich mit gesetzlichen § bzw. mit Verordnngen
zu begründen. Eine subektive Meinng nützt mir nichts.
Er beauftragte einen deutschen Anwalt zur Prüfung auf Erfolgaussicht eines Prozesses. Es wurde kein schriftlicher Sondervertrag zwischen Mandat./. Anwalt abgeschlossen. Es gibt nur ein schriftliche Auftragserteilung, in diesem bestimmten Fall die Prozessaussichten eines deutschen Schuldners zu klären.
Es ging um Regressforderungen, die Landes übergreifend waren.
Offensichtlich war der beauftragte Anwalt überfordert, und hat ohne seinem Wissen, einen weiteren Kollegen beauftragt, da dieser die Rechtslage angeblich in dem Ausland besser mitbeurteilen könnte. Es lag uns bereits eine Stellungsnahme eines Anwalts aus diesem Land vor, der empfahl, die Ansprüche vor einem deutschen Gericht klären zu lassen. Der beauftragte Anwalt in Deutschland sollte laut schriftlicher Auftragerteilung nur die Rechtslage über den deutschen Schuldner bei einem deutschen Gericht prüfen.
Nun stellt der von Ihm nicht beauftragte Anwalt eine Rechnung in Höhe für 3 Stunden Arbeit von 870,-&#8364;.
Der von Ihm beauftragte Anwalt behauptet,der Mandat hätte Ihm mündlich den Auftrag erteilt einen weiteren Kollegen zu beauftragen.
Was jedoch nicht stimmt. Der Mandat hatte bis zur Rechnungsstellung des zweiten Anwalts keine Ahnung über dessen Auftrag.
Auch wurde Ihm keine Korrespondenz zwischen den Anwälten in der Zeit zu gesandt.
Kann ein Anwalt ohne schriftliche Zustimmung des Mandanten ein weiteren Kollegen beauftragen und
gleichzeitig ein Sonderhonorar vereinbaren?
Gibt es hier Richtlinie bzw. Rechtsprechungen?,dieser Punkt ist mir ganz wichtig nur wenn Sie eine klare Rechtsprechung
übermitteln sehe ich den Auftrag als erfüllt.Subektive Meinung
sind nicht Interessant.
Auftrag Auftrag Anwalt Zustimmung
sofern schriflich nur die Prüfung der Erfolgsaussichten vereinbart und der Auftrag darauf beschränkt worden ist, kann der Anwalt kein Sonderhonorar verlangen, wenn er ohne weitere Aufklärung einen Kollegen seinerseits beauftragt.
Dieses ergibt sich aus § 15 RVG, wonach Vorbereitungehandlungen, Abwicklungs- und Nebentätigkeiten als "dieselbe Angelegenheit" gelten (Gerold/Schmidt, RVG § 15, Rn 50 ff) und mit der Vergütung dann abgegolten sind.
Auch kann sich der Anwalt in dem von Ihnen geschilderten Fall nicht auf § 6 RVG berufen, da es eben an einem Auftrag des Mandanten an en "weiteren Kollegen" fehlt, so dass diese Vorschrift nicht zugunsten des Rechtsanwaltes eingreift (Gerold/Schmidt, RVG § 6 Rn 10).
Hier kann der Rechtsanwalt also die Kosten des "weiteren Kollegen" nicht geltend machen.
Letzerer hat ebenfalls keinen Anspruch gegen den Mandant, da schon kein Mandatsverhältnis zustandegekommen ist. Daneben wäre die Forderung auch hier mangels Schriftform nichtig. Denn der Geltendmachung des Stundensatzes verlangt nach § 126 BGB in Verbindung mit § 4 RVG zwingend die eigenhändige Unterschrift des Mandanten (BGH, Az.: IVa ZR 111/80 in: NJW 81, 1900), die ja nach Ihrer Darstellung nicht vorliegt.
Hier wird sich der beauftragte Anwalt daher allein mit dem von ihm herangezogenen weiteren Kollegen auseinandersetzen müssen.
Nachfrage vom Fragesteller	13.10.2006 | 10:03
Sehr gehrte Frau Rechtsanwältin True-Bohle
Ich bedanke mich für Ihre schnelle und gezielte Bearbeitung,
Mein Mandat hätte noch eine Zusatzfrage.
Der nicht beauftrage Anwalt droht mit Klage, er will den Anwalt als Zeuge benennen der Ihn beauftragt hatte, ( also der von meinem Mandat beauftrag war.) Dieser wird bei seiner Zeugenaussage natürlich erklären, das mein Mandant
Ihn beauftragt hätte, einen zweiten Anwalt in dieser Angelegenheit zu beauftragen.
Wie weit hat diese Aussage bei Gericht eine Wertigkeit, oder muss das Gericht die von Ihnen
aufgeführten § als primäre Urteilsfindung heran ziehen.
Wir bedanken uns schon im Voraus für Ihre weitere Bemühung.
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.10.2006 | 10:15
ich kann mir nicht vorstellen, dass der Rechtsanwalt dann vor Gericht die Unwahrheit saht und damit seine Zulassung riskiert.
Sollte es tatsächlich zur Beweisaufnahme kommen, kann die Aussage aber hinsichtlich des Auftrages zwar gewertet werden, wird aber hier den Anwälten auch nicht recht weiterhelfen.
Denn die Vereinbarung eines Stundenhonorares bedarf auch dann der Schriftform und diese kann nach Ihrer Darstellung ja nicht vorliegen.
Das Gericht wird dann die von mir zitierten Vorschriften heranziehen und dann die Honorarforderung mangels Schriftform zurückweisen.
Da Sie von Ihrem Mandanten sprechen, verbleibe ich