Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=18.10.2012&Aktenzeichen=1%20BvR%202366%2F11
Timestamp: 2019-08-20 21:45:30
Document Index: 343727518

Matched Legal Cases: ['Art 2', 'Art 3', 'Art 20', '§ 23', '§ 92', '§ 705', '§ 128', 'Art. 2', 'Art. 3', '§ 130']

BVerfG, 18.10.2012 - 1 BvR 2366/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,37265
BVerfG, 18.10.2012 - 1 BvR 2366/11 (https://dejure.org/2012,37265)
BVerfG, Entscheidung vom 18.10.2012 - 1 BvR 2366/11 (https://dejure.org/2012,37265)
BVerfG, Entscheidung vom 18. Januar 2012 - 1 BvR 2366/11 (https://dejure.org/2012,37265)
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Haftung von BGB-Gesellschaftern für Altverbindlichkeiten der GbR - kein Vertrauensschutz bei Erkennbarkeit der Altverbindlichkeiten und Haftungsübernahme
Art 2 Abs 1 GG, Art 3 Abs 1 GG, Art 20 Abs 3 GG, § 23 Abs 1 S 2 BVerfGG, § 92 BVerfGG
Nichtannahmebeschluss: Haftung von BGB-Gesellschaftern für Altverbindlichkeiten der GbR - kein Vertrauensschutz bei Erkennbarkeit der Altverbindlichkeiten und Haftungsübernahme
GG Artt. 2 Abs. 1, 3 Abs. 1, 20 Abs. 3; BGB § 705; HGB §§ 128, 130
Anwendung geänderter Rechtsprechung zur Haftung eines eintretenden GbR-Gesellschafters für Altverbindlichkeiten auf Beitrittsfälle vor Rechtsprechungsänderung verfassungsgemäß
Zur Haftung der Gesellschafter einer Immobilienfonds-GbR für Altverbindlichkeiten der Gesellschaft
Zur Haftung von Gesellschaftern eines Immobilienfonds in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts für vor ihrem Beitritt aufgenommene Gesellschaftsdarlehen
GG Art. 2 Abs. 1; GG Art. 3 Abs. 1; HGB § 130
Vertrauensschutz bei Haftung des beitretenden Gesellschafters einer GbR für Altverbindlichkeiten
ZIP 2012, 2437
WM 2012, 2273
NZG 2013, 96
Soweit durch eine gefestigte Rechtsprechung ein Vertrauenstatbestand begründet wurde, kann diesem erforderlichenfalls durch Bestimmungen zur zeitlichen Anwendbarkeit oder durch Billigkeitserwägungen im Einzelfall Rechnung getragen werden (BVerfG, Beschluss vom 15. Januar 2009 - 2 BvR 2044/07 - BVerfGE 122, 248 und Kammerbeschluss vom 18. Oktober 2012 - 1 BvR 2366/11 - NJW 2013, 523 ; BVerwG…, Beschluss vom 8. Juni 2015 - 9 B 84.14 - juris Rn. 3 m.w.N.).
Soweit durch gefestigte Rechtsprechung ein Vertrauenstatbestand begründet wurde, kann diesem erforderlichenfalls durch Bestimmungen zur zeitlichen Anwendbarkeit oder Billigkeitserwägungen im Einzelfall Rechnung getragen werden (BVerfG…, Beschluss vom 15.1.2009, NJW 2009, 1469/1475 Rz. 85 m.w.N.; BVerfG, Beschluss vom 18.10.2012, NJW 2013, 523/524).
Soweit sich daraus eine unechte Rückwirkung zu Lasten der Antragsteller ergeben kann, weil diese bei der Durchführung des Spruchverfahrens möglicherweise eine höhere Barabfindung als angeboten hätten erstreiten können, ist dies verfassungsrechtlich unbedenklich (vgl. zur Rückwirkung: BVerfG, Beschluss vom 18.10.2012, 1 BvR 2366/11, NJW 2013, 523; LG München…, Beschluss vom 28.05.2014, 5 HK O 19239/07, ZIP 2014, 1429, Rn. 31 ff, juris; Glienke/Röder, BB 2014, 899; a. A.: Lochner/Schmitz, AG 2014, 489).
(vgl. BVerfG, Beschluss vom 15. Januar 2009 - 2 BvR 2044/07 - BVerfGE 122, 248 m.w.N.; Kammerbeschluss vom 18. Oktober 2012 - 1 BvR 2366/11 - NJW 2013, 523 ).