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Timestamp: 2016-10-24 01:53:41
Document Index: 9129140

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

T.________, 1954, Beschwerdef�hrer, vertreten
(Entscheid vom 16. M�rz 2006)
T.________, geboren 1954, st�rzte am 30. April 1987 beim Fussballspielen und verletzte sich dabei am R�cken. Der am 4. Mai 1987 konsultierte Dr. med. S.________, Spezialarzt f�r orthop�dische Chirurgie und Traumatologie, speziell Handchirurgie, fand eine Druckdolenz L5/S1 und Bl�ue in diesem Gebiet. Die R�ntgenuntersuchung und Laborabkl�rungen blieben ohne pathologischen Befund. Er stellte die Diagnose einer traumatisierten Diskushernie L5/S1. Die "Z�rich" Versicherungs-Gesellschaft (im Folgenden: Z�rich) erbrachte Leistungen nach UVG in Form von Heilkosten und Taggeldern. Ab 25. Juni 1987 bestand wieder eine volle Arbeitsf�higkeit und die Behandlung wurde am 7. September 1987 abgeschlossen.
Am 14. November 2003 liess T.________ �ber Dr. S.________ eine R�ckfallmeldung zum Unfall vom 30. April 1987 erstatten. Die Z�rich verneinte mit Verf�gung vom 27. Mai 2004 einen nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem damaligen Ereignis und dem nunmehr bestehenden Gesundheitsschaden und lehnte ihre Leistungspflicht ab. Im Verlaufe des daraufhin angehobenen Einspracheverfahrens liess die Unfallversicherung durch Prof. Dr. med. H.________, Chefarzt f�r Neurochirurgie am Spital X.________, den Versicherten begutachten und hielt gest�tzt auf die am 10. Dezember 2004 erstattete Expertise an ihrer Beurteilung fest (Entscheid vom 17. Mai 2005).
Das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt wies die dagegen gef�hrte Beschwerde ab (Entscheid vom 16. M�rz 2006).
T.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei festzustellen, dass die Z�rich insbesondere bez�glich seiner attestierten Arbeitsunf�higkeit leistungspflichtig sei. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Z�rich schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf Vernehmlassung verzichtet.
1.1 Streitig und zu pr�fen ist, ob die gesundheitlichen Beeintr�chtigungen des Beschwerdef�hrers ab November 2002 in einem rechtserheblichen Kausalzusammenhang zum versicherten Unfall vom 30. April 1987 stehen und - in diesem Zusammenhang - ob der massgebliche Sachverhalt hinreichend abgekl�rt ist.
1.2 Nach den hier anwendbaren allgemeinen Grunds�tzen des intertemporalen Rechts und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (vgl. BGE 129 V 4 Erw. 1.2, 169 Erw. 1, 356 Erw. 1, je mit Hinweisen) ist die strittige Leistungspflicht des Unfallversicherers f�r die Zeit bis 31. Dezember 2002 nach den damals - mithin vor In-Kraft-Treten des Bundesgesetzes �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 per 1. Januar 2003 - g�ltig gewesenen Bestimmungen des UVG zu beurteilen. Demgegen�ber ist hinsichtlich einer allf�llig fortbestehenden Leistungspflicht ab 1. Januar 2003 bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides (hier: 17. Mai 2005), welcher rechtsprechungsgem�ss die zeitliche Grenze der richterlichen �berpr�fungsbefugnis bildet (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis; vgl. auch BGE 129 V 4 Erw. 1.2 mit Hinweisen), die Rechtslage unter der Herrschaft des ATSG massgebend (vgl. zum Ganzen: BGE 130 V 446 f. Erw. 1.2.1 und 1.2.2). Diesen intertemporalrechtlichen �berlegungen kommt insofern nur beschr�nkte Tragweite zu, als durch das In-Kraft-Treten des ATSG insbesondere am unfallversicherungsrechtlichen Begriff des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhangs und dessen Bedeutung als eine Voraussetzung f�r die Leistungspflicht nach UVG nichts ge�ndert hat (Urteil H. vom 13. Februar 2006, U 271/05, Erw. 1.2 mit Hinweisen).
1.3 Das kantonale Gericht hat die Grunds�tze zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 UVG vorausgesetzten nat�rlichen (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1 je mit Hinweisen) und ad�quaten Kausalzusammenhang (BGE 129 V 181 Erw. 3.2 mit Hinweis) sowie zum Leistungsanspruch bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen (Art. 11 UVV; BGE 118 V 296 Erw. 2c) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. Richtig sind auch die Ausf�hrungen �ber die aus dem Grundsatz der freien Beweisw�rdigung abgeleiteten Vorgaben hinsichtlich des Beweiswertes �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweisen).
2.1 Zur Begr�ndung ihres Standpunktes beruft sich die Z�rich - best�tigt durch das kantonale Gericht - im Wesentlichen auf die gutachterlichen Schlussfolgerungen des Prof. Dr. med. H.________ vom 10. Dezember 2004 und vom 25. Januar 2005. Darin kam dieser zum Ergebnis, dass der Beschwerdef�hrer am 30. April 1987 eine Prellung der Lendenwirbels�ule erlitten hatte. Die von Dr. med. S.________ diagnostizierte traumatisierte Diskushernie L5/S1 konnte er nicht best�tigen, da die damals erstellten R�ntgenbilder einen normalen, nicht pathologischen Befund ergeben h�tten. Der Unfallmechanismus (Ausrutschen beim Fussballspielen und r�ckw�rts auf die H�nde st�rzen mit sofortigen Schmerzen im R�cken) sei nicht geeignet gewesen, einen traumatischen Bandscheibenvorfall zu verursachen, da hierzu eine extreme axiale aussergew�hnliche Belastung der Lendenwirbels�ule Voraussetzung sei, die nicht stattgefunden habe. Auch m�sse f�r diese Diagnose ein sofortiger extrem heftiger radikul�rer Schmerz in einem oder beiden Beinen eintreten, der in der Regel mit neurologischen Funktionsst�rungen und mit Nachbarverletzungen der angrenzenden Wirbelk�rpergrund- und Deckplatten verbunden sei. Auch sp�tere bildgebende Untersuchungsverfahren, so die R�ntgenaufnahmen vom 4. September 2000 und die Kernspintomographie vom 14. April 1997 w�rden rein degenerative Ver�nderungen im Bereich der Bandscheibe zwischen dem 4. und 5. Lendenwirbelk�rper zeigen. Hinweise f�r einen Bandscheibenvorfall oder irgendeine andere traumatische Einwirkung auf die Lendenwirbels�ule habe es nicht gegeben. Die Diagnose des Gutachters lautet auf chronisch rezidivierende Lumbago bei Osteochondrose und Spondylarthrose LWK 4/5. Da der Unfallmechanismus im Jahre 1987 nicht geeignet gewesen sei, derartige Befunde und Ver�nderungen an der Lendenwirbels�ule zu erzeugen, st�nden sie in keinerlei Zusammenhang mit dem damaligen Ereignis. Die Verletzung durch den Unfall vom 30. April 1987 - Prellung der Lendenwirbels�ule - sei nach vier bis sechs Wochen vollst�ndig ausgeheilt gewesen, was auch die tats�chliche Arbeitsaufnahme am 25. Juni 1987 belege.
2.2 Der Beschwerdef�hrer bringt insbesondere vor, das genannte Gutachten des Prof. H.________ sei mangelhaft. Dieser setze sich darin nicht mit den abweichenden Beurteilungen des Dr. med. S.________ auseinander. Indem die Vorinstanz nicht auf die schon im kantonalen Prozess vorgebrachten diesbez�glichen R�gen eingegangen sei, habe sie sein rechtliches Geh�r verletzt.
3.1 Trotz der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ge�usserten Kritik ist mit der Vorinstanz auf das Gutachten vom 10. Dezember 2004 abzustellen. Es wird sowohl hinsichtlich der Grundlagen als auch inhaltlich den von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an eine beweiskr�ftige medizinische Stellungnahme (BGE 125 V 352 Erw. 3a) gerecht. Die Ergebnisse werden ausgehend von den Befunden, unter Ber�cksichtigung aller angegebenen Symptome und in Auseinandersetzung mit den Vorakten nachvollziehbar begr�ndet und erl�utert.
3.2 Demgegen�ber sind die Berichte des Dr. med. S.________ nicht �berzeugend. Bereits im "Arztzeugnis UVG" vom 28. Oktober 1987 stellte er zwar die Diagnose einer traumatisierten Diskushernie, hielt aber gleichzeitig fest, dass auf dem R�ntgenbild keine pathologischen Befunde erhoben wurden. Offenbar ist auch dieser Arzt nicht davon �berzeugt, dass sich die gesundheitliche Beeintr�chtigung des Beschwerdef�hrers auf das Unfallereignis im Jahre 1987 zur�ckf�hren l�sst. Auf eine entsprechende Frage der Z�rich anwortet er in seinem Schreiben vom 3. Dezember 2003: "Es ist wohl das Beste, wenn Ihr beratender Arzt diesen Patienten einmal aufbietet, ihn anh�rt und untersucht". Dem ist die Z�rich mit dem Begutachtensauftrag an Prof. H.________ nachgekommen. Der fundierten und �berzeugenden Analyse des Experten hatte der behandelnde Arzt nichts entgegengesetzt, sodass - anders als in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde behauptet - nicht von "zwei widerspr�chlichen Expertenmeinungen" ausgegangen werden kann. Indem Prof. H.________ nachvollziehbar und �berzeugend erkl�rt hat, dass sich der Beschwerdef�hrer am 30. April 1987 mit Sicherheit keine traumatische Diskushernie zugezogen hatte, hat er sich sehr wohl mit den �usserungen des Dr. S.________ auseinandergesetzt. Dies ist auch von der Vorinstanz in hinreichender Art gew�rdigt worden. Das rechtliche Geh�r des Beschwerdef�hrers wurde nicht verletzt und es besteht kein Anlass, in Bezug auf die Kausalit�tsfrage ein weiteres Gutachten in Auftrag zu geben.