Source: https://www.bonitaetspruefung.com/moegliche-negativmerkmale-bei-einer-bonitaetsauskunft/
Timestamp: 2020-02-20 15:59:36
Document Index: 156853867

Matched Legal Cases: ['§ 903', '§ 26', '§ 107', '§ 108', '§ 202', '§ 163', '§ 11', '§ 99', '§ 90', '§ 4', '§ 5']

Mögliche Negativmerkmale einer Bonitätsprüfung
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I. „weiche“ Negativmerkmale (Daten aus Inkassoverfahren – vorgerichtlicher Bereich):
IA Inkasso-Mahnverfahren eingeleitet
AM Fortlauf des außergerichtlichen Inkasso-Mahnverfahrens nach Teil- bzw. bei Ratenzahlung
IE Einstellung des außergerichtlichen Inkasso-Mahnverfahrens wegen Aussichtslosigkeit
II. „mittlere“ Negativmerkmale (Daten aus Inkassoverfahren – gerichtlicher Bereich):
MB Antrag auf Mahnbescheid
VB Antrag auf Vollstreckungsbescheid
TR Ratenzahler nach Forderungstitulierung
ZWA Zwangsvollstreckung in das bewegliche Vermögen
ZWI Zwangsvollstreckung in das unbewegliche Vermögen
FRP fruchtlose Pfändung
LP Lohn- oder sonstige Forderungspfändung aufgrund eines gerichtl. Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses
UF uneinbringliche, titulierte Forderung
UBV unbekannt verzogen (unter Hinterlassung von Verbindlichkeiten aus Geld- oder Warenkrediten)
III. „harte“ Negativmerkmale (Schuldnerverzeichnis und (Verbraucher-) Insolvenzdaten):
HB Haftbefehl zur Erzwingung der eidesstattlichen Versicherung
HV Vollstreckung des Haftbefehls zur Erzwingung der eidesstattlichen Versicherung
EV eidesstattliche Versicherung („Offenbarungseid“)
EEV Ergänzung der eidesstattlichen Versicherung
WEV wiederholte eidesstattliche Versicherung (§ 903 ZPO)
IVE außergerichtlicher Einigungsversuch im Rahmen des Insolvenzverfahrens
ISP Schuldenbereinigungsplanverfahren eingeleitet / Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens
IVS Anordnung von vorläufigen Sicherungsmaßnahmen im Insolvenzverfahren
IVA Aufhebung von vorläufigen Sicherungsmaßnahmen im Insolvenzverfahren
IBE Eröffnung des Insolvenzverfahrens / Beschluss
IBA Abweisung bzw. Einstellung des Insolvenzverfahrens mangels Masse (§ 26 Abs. 2 InsO)
IWP Aufhebung des Insolvenzverfahrens
IRB Erteilung der Restschuldbefreiung
IRV Versagung der Restschuldbefreiung
KON Abweisung des Antrags auf Eröffnung des Konkurses mangels Masse (§ 107 KO)
KER Eröffnung des Konkursverfahrens (§ 108 KO)
KEM Einstellung des Konkursverfahrens mangels Masse (§§ 202, 204 KO)
KAS Aufhebung des Konkursverfahrens (nach Schlusstermin) (§ 163 KO)
VGE Eröffnung des Vergleichsverfahrens (§ 11 ff VerglO)
VGA Abweisung des Antrages auf Eröffnung des Vergleichsverfahrens
VEM Einstellung des Vergleichsverfahrens nach Rücknahme des Vergleichsvorschlages (§ 99 ff VerglO)
VAS Aufhebung des Vergleichsverfahrens (§ 90 ff VerglO)
GVA Abweisung des Antrages auf Eröffnung der Gesamtvollstreckung mangels Masse (§ 4 Abs. 2 GesO)
GVE Eröffnung bzw. Anordnung der Gesamtvollstreckung (§ 5 GesO)
GEM Einstellung des Gesamtvollstreckungsverfahrens
GAS Aufhebung des Gesamtvollstreckungsverfahrens
VI. Negativmerkmale „unter Vorbehalt“ – bei abweichenden Anfragedaten:
Wenn zum angefragten Datensatz keine hundertprozentige Übereinstimmung festgestellt werden kann, jedoch aufgrund phonetischer und/oder assoziativer Suchalgorithmen, Anfragedaten mit (geringfügiger) Abweichung vorliegen, erfolgt ein entsprechender Hinweis.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die dem übermittelten Hinweis zugrunde liegenden Daten nicht unbedingt der angefragten Person zuzuordnen sind, sondern u. U. (lediglich) einer Person gleichen bzw. sehr ähnlichen Namens und gleicher bzw. sehr ähnlicher Anschrift. D. h., der übermittelte Code lässt nicht ohne weiteres Rückschlüsse auf die finanziellen Verhältnisse bzw. das Zahlungsverhalten der angefragten Person zu. Der Hinweis soll den Teilnehmer auch lediglich veranlassen und auch in die Lage versetzen, ggf. seine Anfragedaten, die Daten, die der Bonitätsprüfung zugrunde liegen und/oder die Identität der angefragten Person zu überprüfen.
Der besagte Hinweis erfolgt in Form eines 3-stelligen Codes, der sich wie folgt zusammensetzt:
Die 1. Stelle beinhaltet die Anzahl der gefundenen, (leicht) abweichenden Datensätze (max. 9).
Die 2. Stelle zeigt die „härteste“ Ausprägung der jeweils vorliegenden Negativmerkmale.
H „hart“ (siehe III.)Schuldnerverzeichnis/(Verbraucher-)Insolvenz
M „mittel“ (siehe II.) Gerichtliches Mahnverfahren
W „weich“ (siehe I.)Vorgerichtliches Inkasso-Mahnverfahren
Die 3. Stelle markiert den Adressbestandteil, der bei der abweichenden Adresse mit der „härtesten“ Merkmalsausprägung von der angefragten Adresse abweicht.
Folgende Kennzeichnungen sind möglich:
N Abweichender Nachname
A Abweichende Anschrift
V Abweichender Vorname
G Abweichendes Geburtsdatum
Das angegebene Datum ist das Entstehungsdatum des vorliegenden Negativmerkmals; bei mehreren Merkmalen ist es das Datum, des jüngsten, „härtesten“ Merkmals.
Beispiel: 3HV 20.05.2008
Bezogen auf die Anfragedaten konnte systemseitig kein Datensatz mit 100%iger Übereinstimmung ermittelt werden. Jedoch wurden 3 Datensätze mit Negativmerkmalen ermittelt. Die „härteste“ Ausprägung der vorliegenden Negativmerkmale ist dem „harten“ Merkmalsbereich (= Schuldnerverzeichnis-Eintragung vom 20.05.2008) zuzuordnen. Die Abweichung beim Datensatz mit dem „harten“ Merkmal liegt im Vornamen.
Hinweis: Wenn Sie eine Auskunft mit „Merkmalen unter Vorbehalt“ vorliegen haben, dann kann dies nur eine ältere Bonitätsauskunft sein. Seit 2015 werden aus Datenschutzgründen keine Merkmale unter Vorbehalt mehr ausgegeben. Somit ist das Risiko von Verwechslungen eliminiert.