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Timestamp: 2019-01-24 11:21:03
Document Index: 189729557

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 25', 'Art. 50', 'Art. 49', 'Art. 104', 'Art. 49']

Die Finanzierung des Gesundheitswesens mit Fokus Langzeitpflege - PDF
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1 Die Finanzierung des Gesundheitswesens mit Fokus Langzeitpflege Jubiläumsanlass 10 Jahre Spitex Bern Referat von Peter Marbet Leiter der Abteilung Politik und Kommunikation Mitglied der Direktion santésuisse Projekt: 10 Jahre Spitex Bern: Podiumsveranstaltung Finanzierung des Gesundheitswesens Datum: Folie: 1
2 Übersicht I. Die Finanzierung des schweizerischen Gesundheitswesens II. Die Finanzierung der Pflege heute III. Die Pflegevorlage in den Eidgenössischen Räten 2
3 Gesundheitskosten vs. Systemkosten KVG Private Haushalte 27.75% Krankenversicherung (KVG) -Prämien (inkl. Prämienverbilligung) 32.4% -Kostenbeteiligung 5.15% -Staat: Bund, Kant. Gemeind. 15.2% 32.40% Private Krankenversicherung Andere private Finanzierung Andere Sozialversicherungen (UVG, AHV, IV, MV) 10.50% 1.00% 8.00% 15.20% 5.15% 3
4 Soziale Finanzierung -- bereits heute Tatsache KVG-Kosten einer vierköpfigen Familie '000 40'000 60'000 80' ' ' ' ' '000 Bruttoeinkommen pro Jahr Prämienbelastung Prämienverbilligung Steuern für KVG Gesamtbelastung 4
5 Die Kostenblöcke der Grundversicherung 2006 Bruttoleistungen in Mio. Franken Ärzte (Behandlungen) Medikamente Arzt Apotheken Spital ambulant Spital stationär Pflegeheime SPITEX Laboratorien Physiotherapie Übriges 5
6 Kostenentwicklung Übriges Pflege Bruttoleistungen in der Grundversicherung (nach Behandlungsbeginndatum) 25'000 Spital stationär Spital ambulant Medikamente in Millionen Franken 20'000 15'000 10'000 Arztbehandlungen 17' ' ' ' ' ' Quelle: santésuisse-datenpool 6
7 Kostenentwicklung im ersten Halbjahr 2007 (im Vergleich zum Vorjahressemester) 7
8 Übersicht I. Die Finanzierung des schweizerischen Gesundheitswesens II. Die Finanzierung der Pflege heute III. Die Pflegevorlage in den Eidgenössischen Räten 8
9 Pflege im KVG Die Grundversicherung übernimmt gemäss KVG die Kosten der krankheitsbedingten Pflegeleistungen im Spital, Pflegeheim oder in der Spitex Vor Einführung KVG am war die Pflege keine Pflichtleistung Die krankheitsbezogenen Pflegeleistungen sind Pflichtleistungen und wurden vom Bundesrat in Art. 7 KLV konkretisiert Der Bundesrat hat in Art. 7a KLV die Rahmentarife festgeschrieben Im Spital besteht für die Pflege eine Vollkostenfinanzierung Grundsatzfrage Was wird über Kopfprämien (KVG), was über Steuergelder bezahlt, und was können die Versicherten selber beitragen? 9
10 Absicht des Gesetzgebers Grundsätzlich wird statuiert, dass der Grundsatz gilt: Gleichbehandlung von Pflegeheimen und Spitex. - schliesslich einen Beitrag an die Kosten der allgemeinen Grundpflege.. Wir stellen allerdings fest, dass eine Pflegeversicherung, etwa im Sinne der deutschen Pflegeversicherung, im schweizerischen Recht nicht besteht. Kommissionssprecher Ständerat Dr. Hans Jörg Huber Debatte im Ständerat vom 17. Dezember
11 Die Pflege im KVG KVG Art. 25 Allgemeine Leistungen bei Krankheit 1 Die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt die Kosten für die Leistungen, die der Diagnose oder Behandlung einer Krankheit und ihrer Folgen dienen. 2 Diese Leistungen umfassen: a. Die Untersuchung, Behandlungen und Pflegemassnahmen, die ambulant, bei Hausbesuchen, stationär, teilstationär oder in einem Pflegeheim durchgeführt werden von: 1. Ärzten oder Ärztinnen; 2. Chiropraktoren oder Chiropraktorinnen; 3. Personen, die auf Anordnung oder im Auftrag eines Arztes oder einer Ärztin Leistungen erbringen; b. ( ) 11
12 Die Pflege im KVG KVG Art. 50 Tarifverträge mit Pflegeheimen Beim Aufenthalt in einem Pflegeheim ( ) vergütet der Versicherer die gleichen Leistungen wie bei ambulanter Krankenpflege und bei Krankenpflege zu Hause. Er kann mit dem Pflegeheim pauschale Vergütungen vereinbaren. Die Absätze 6 und 7 von Art. 49 sind sinngemäss anwendbar. KVG Art. 104a Übernahme der Kosten für ( ) 1 (bei ambulanter Krankenpflege)( ) kann das Departement durch Verordnung festlegen, in welchem Ausmass diese Leistungen übernommen werden dürfen. 2 (bei Pflegeheimen)( ) kann das Departement durch Verordnung festlegen, in welchem Ausmass diese Leistungen übernommen werden dürfen. 12
13 0-5 J J. 25'000 20'000 15'000 10'000 5'000 0 Bruttoleistungen pro Versicherten in Fr J J J J J J J J J J J J J J J J J J J J. Die Pflegekostenverteilung Kosten pro Versicherten nach Pflegeheim und Spitex 2005 Spitex / Versicherte Pflegeheim / Versicherte Übriges / Versicherte Altersgruppen Quelle santésuisse-datenpool, Jahresdaten 2005,
14 Übersicht I. Die Finanzierung des schweizerischen Gesundheitswesens II. Die Finanzierung der Pflege heute III. Die Pflegevorlage in den Eidgenössischen Räten 14
15 Pflegefinanzierung: Wo stehen wir? Ziel: Alle Pflegebedürftigen in unserem Land müssen zu finanziell tragbaren Bedingungen und unabhängig vom Ort der erbrachten Leistungen die notwendige Behandlung und Pflege erhalten Pflegekosten steigen seit Einführung des KVG 1996 überproportional (z.b. 2006: Pflegeheime 4,2% - Spitex 7,6%) Grundsatzfrage: Was wird über Kopfprämien (KVG), was über Steuergelder bezahlt, und was können die Versicherten selber beitragen? 15
16 Pflegefinanzierung: Beitragslösung Vorschlag Ständerat Gleiche Finanzierung von ambulant und stationär Beiträge der OKP werden je nach Pflegegrad in Franken festgesetzt Erweiterung des Anspruchs auf Hilflosenentschädigung und Ergänzungsleistungen Versicherte übernehmen von den nicht gedeckten KVG- Pflegekosten höchstens 20% des höchsten vom BR festgesetzten Pflegebeitrages Übernahme der Restkosten müssen die Kantone regeln Belastung der OKP bleibt im heutigen Rahmen und muss der Teuerung nicht automatisch angepasst werden 16
17 Pflegefinanzierung: Beschluss Nationalrat Beschluss Nationalrat vom 4. Dezember 2007: "Die Kosten der ärztlich angeordneten Akut- und Übergangspflege werden nach den Regeln der Spitalfinanzierung gemäss Artikel 49 Absatz 1 KVG (bzw. Art. 49 a Abs. 2 KVG gemäss KVG Teilrevision Spitalfinanzierung) anteilmässig von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und dem Kanton übernommen. Für die Vergütung der Leistungen vereinbaren die Vertragsparteien Pauschalen." Begriffe Akut-, Übergangs- und Langzeitpflege sind nicht definiert. Sie bezeichnen ein institutionelles Setting und nicht konkrete Leistungen. Die Leistungen sind jene, die bereits in KLV 7 umfassend definiert sind. 17
18 Pflegefinanzierung: Kostenübernahme gemäss Spitalfinanzierung Vorschlag gemäss Nationalrat Neuer Vorschlag schafft neue Schnittstellen und damit falsche Anreize Neue Pflegeformen und Begriffe werden eingeführt, die nicht definiert sind und über ein zeitliches Kriterium (Anzahl Pflegetage) abgegrenzt werden müssen Automatische Anpassung an Kostenentwicklung der Pflege (kompatibel mit Beschluss zu Akut- und Übergangspflege?) Ausbau Ergänzungsleistungen und Hilflosenentschädigung der AHV bringt Entlastung für den Patienten Versicherte übernehmen von den nicht gedeckten KVG-Pflegekosten höchstens 20% des höchsten vom BR festgesetzten Pflegebeitrages Übernahme der Restkosten müssen die Kantone regeln 18
19 Pflegefinanzierung: Beitragslösung Vorteile des Vorschlags Ständerats aus Sicht santésuisse: Es werden Leistungen bezahlt statt Kosten erstattet. Keine neuen Begriffe / Definitionen (Pflege = Pflege) Finanzierung der Pflege im Grundsatz gesichert bei kontrollierter Kostenentwicklung in der OKP. Träger der Leistung (Heime / Spitex) wird in die Pflicht genommen, eine qualitativ hoch stehende Pflege zu günstigen Tarifen anzubieten. Keine automatische Anpassung an Teuerung bzw. Kostenentwicklung der Pflege => Keine automatische Prämiensteigerung. Vorschlag schafft Rechtssicherheit und ist leicht umsetzbar. 19
20 Die Pflegefinanzierungs-Reform auf eine nachhaltige Basis stellen! Leistungsorientierte Abgeltung der ambulanten und stationären Pflege -- keine Rückkehr zum Kostendeckungs-Denken -- Pflegebedarfs-bezogene Pauschalen und Zeittarif Pflege bleibt Pflege, keine neuen nicht-definierten Pflegeformen einführen -- neue Schnittstellen schaffen neue Fehlanreize Ambulante und stationäre Pflege gleichbehandeln -- bietet echte Wahlmöglichkeiten für Pflegepatienten Eine nachhaltige Pflegefinanzierung muss zwingend in einer Kombination zwischen Finanzierung durch den Patienten, Finanzierung durch Steuermittel (Träger) und Finanzierung durch die Krankenversicherung bestehen. 20
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Sozialwesen Schweiz Das Gesundheitswesen als Beispiel Modul der Vorlesung Dr. Erwin Carigiet, Universität Freiburg i. Ue. Stand 2004 Das Gesundheitswesen als Teil des Sozialwesens Schweiz Darstellung an