Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20BvR%201965/02
Timestamp: 2020-04-03 21:53:05
Document Index: 147118211

Matched Legal Cases: ['Art. 12', '§ 7', 'Art. 1', 'EuG', 'Art. 10', 'Art. 5', 'Art. 12', '§ 43', '§ 7', '§ 43', 'EuG', 'EGMR', '§ 59', 'Art. 12', '§ 7', '§ 43', 'Art. 53', 'EuG', 'Art. 12', 'BVerG', '§ 86', '§ 86', '§ 86', 'Art. 12']

BVerfG, 21.11.2002 - 1 BvR 1965/02 - dejure.org
BVerfG, 21.11.2002 - 1 BvR 1965/02
https://dejure.org/2002,1653
BVerfG, 21.11.2002 - 1 BvR 1965/02 (https://dejure.org/2002,1653)
BVerfG, Entscheidung vom 21.11.2002 - 1 BvR 1965/02 (https://dejure.org/2002,1653)
BVerfG, Entscheidung vom 21. November 2002 - 1 BvR 1965/02 (https://dejure.org/2002,1653)
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Gelbe-Seiten-Eintrag des Rechtsanwalts
Art. 12 GG, § 7 BORA, Werbebeschränkungen;
Art. 1 ff MRK, die Rechtsprechung des EuGMR ist von deutschen Gerichten auch aus verfassungsrechtlichen Gründen zu beachten
Art. 10 EMRK; Art. 5 GG; Art. 12 GG; § 43b BORA; § 7 Abs. 1 BORA
Meinungsfreiheit (Rechtsanwaltswerbung; Angabe von Tätigkeitsschwerpunkten; Sachlichkeitsgebot); Berufsfreiheit; Verhältnis zwischen Verfassungsrecht und EMRK
Zur Verhängung einer Rüge wegen gegen das Sachlichkeitsgebot des BRAO § 43b verstoßender Werbung eines Rechtsanwalts - Bedeutung der Rspr von EuGH und EGMR für Berufsgericht
Verfassungsmässigkeit einer Rüge eines Rechtsanwaltes wegen Verstosses gegen das Sachlichkeitsgebot
Anwaltliche Werbung - zur Auslegung und Anwendung von Satzungsrecht
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§ 59b BRAO
GG Art. 12 Abs. 1; BORA § 7 Abs. 1; BRAO § 43b
Standesrechtliche Werbebeschränkungen
uni-koeln.de (Entscheidungsbesprechung)
Was will uns das Bundesverfassungsgericht sagen?
AnwG Koblenz, 06.09.2002 - AG 2/02 B IV 90/01
NJW 2003, 344
NVwZ 2003, 472 (Ls.)
AnwBl 2003, 304
Der Konventionstext und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte dienen nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts auf der Ebene des Verfassungsrechts als Auslegungshilfen für die Bestimmung von Inhalt und Reichweite von Grundrechten und rechtsstaatlichen Grundsätzen des Grundgesetzes, sofern dies nicht zu einer - von der Konvention selbst nicht gewollten (vgl. Art. 53 EMRK) - Einschränkung oder Minderung des Grundrechtsschutzes nach dem Grundgesetz führt (vgl. BVerfGE 74, 358 ; 83, 119 ; 111, 307 ; 120, 180 ; BVerfGK 3, 4 ; 9, 174 ; 10, 66 ; 10, 234 ; 11, 153 ; 12, 37 ;… BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 20. Dezember 2000 - 2 BvR 591/00 -, NJW 2001, S. 2245 ff.; Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 21. November 2002 - 1 BvR 1965/02 -, NJW 2003, S. 344 ;… Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 2. Juli 2008 - 1 BvR 3006/07 -, NJW 2008, S. 2978 ;… Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 18. Dezember 2008 - 1 BvR 2604/06 -, NJW 2009, S. 1133 f.;… Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 4. Februar 2010 - 2 BvR 2307/06 -, EuGRZ 2010, S. 145 ).
FG Niedersachsen, 08.02.2007 - 6 K 410/06
Dementsprechend ist bei der Auslegung und Anordnung von Satzungsrecht auch mit Rücksicht auf Art. 12 Abs. 1 GG eine strikte Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes unter konkreter Benennung der vom parlamentarischen Gesetzgeber vorgegebenen Gemeinwohlbelange gefordert (vgl. Beschluss des BVerG vom 21. November 2002 1 BvR 1965/02, NJW 2003, 344), so dass etwa die freie Berufsausübung nur im Interesse des Gemeinwohls und nur mit sachgerechten und vernünftigen Erwägungen eingeschränkt werden darf (…Kuhls/ Meurers/ Maxl-Maxl, a.a.O., Rdz. 21 f. zu § 86; Bonner Handbuch der Steuerberatung, Anm. B 1232.2 und B 1232.3 zu § 86 StBerG;… Gehre/von Borstel, a.a.O., Rdz. 7 zu § 86).
LG Nürnberg-Fürth, 17.12.2003 - 3 O 11003/02
Richtig ist zwar, dass nach der Entscheidung des BVerfG v. 21.11.2002 (NJW 2003, 344) bei der Auslegung und Anwen- dung von Satzungsrecht auch mit Rücksicht auf Art. 12 Abs. 1 GG eine strikte Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsat- zes unter konkreter Benennung der vom parlamentarischen Gesetzgeber vorgegebenen Gemeinwohlbelange gefordert wird, aber zum einen geht es im vorliegenden Fall nicht um die Auslegung von Satzungsrecht und zum anderen liegen klare Verstöße des Bekl. gegen das Verbot der Angabe von Erfolgs- und Umsatzzahlen vor, die noch dazu in einer Pressemitteilung veröffentlicht worden sind, so dass ein Verstoß gegen den Ver- hältnismäßigkeitsgrundsatz nicht ersichtlich ist.