Source: https://www.schumann-kanzlei.de/profil/
Timestamp: 2019-11-22 22:27:52
Document Index: 48579839

Matched Legal Cases: ['§ 152', '§ 269', '§ 216', '§ 237', 'BGH', '§ 177', '§ 184', '§ 146', '§ 267', '§ 174', '§ 202', '§ 269', '§ 303']

Schumann Kanzlei / Verteidigung und Beratung im Strafrecht Düsseldorf
Rechtsanwalt Dr. Kay H. Schumann wurde 1975 in Essen geboren und studierte Rechtswissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Nach Bestehen beider Staatsexamina und Promotion zum Dr. jur. mit einer Arbeit zur Fälschung elektronischer Zahlungskarten, Erstzulassung zum Rechtsanwalt im Jahre 2004. Tätigkeit als Rechtsanwalt in mittelständischer Bonner Sozietät, in der er auch für die Bearbeitung der strafrechtlichen Mandate verantwortlich zeichnete (insb. strafrechtliche Aufarbeitung von Unternehmensinsolvenzen und Arzthaftungsfällen; daneben Tötungsdelikte im Straßenverkehr und Sexualstraftaten).
Wenige Jahre später Wechsel zum strafrechtlichen Institut der Universität Bonn zur weiteren wissenschaftlichen Qualifizierung. Dort Vorlesungen und Seminare zum Allgemeinen und Besonderen Teil des Strafrechts, Strafverfahrensrecht sowie Wirtschaftsstrafrecht. 2014 Habilitation mit einer Arbeit zur Verteidigung von Berufsgeheimnisträgern sowie Vorträgen zum Meineid und zur Notwehrtötung. Erteilung der Hochschul-Lehrbefugnis für die Fächer Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechtsphilosophie; seither Privatdozent der Universität Bonn.
Nach Lehrstuhlvertretungen in Freiburg im Breisgau und Bonn, 2018 Wiederzulassung zur Rechtsanwaltschaft durch die Rechtsanwaltskammer Düsseldorf und Gründung der Kanzlei.
Rechtsanwalt Dr. Schumann verteidigt und berät seine Mandantschaft grundsätzlich auf dem gesamten Gebiet des Straf-, Ordnungswidrigkeiten- und Disziplinarrechts (einschließlich Approbationsrecht). Zu seinen allgemeinstrafrechtlichen Kerninteressen zählt die Arbeit in Fragen des Revisionsrechts, des Vermögensstrafrechts, des strafrechtlichen Schutzes von Privat- und Geschäftsgeheimnissen, der Urkunden- und Geldfälschungsdelikte sowie des Sexualstrafrechts.
Ausgesuchte Bereiche des Wirtschafts- und Medizinstrafrechts runden das Profil durch das Angebot der Betreuung von Fällen im IT-Strafrecht, Insolvenz- und Korruptionsstrafrecht bzw. Vorwürfen wegen Abrechnungs- und Behandlungsfehlern sowie wegen der Verletzung von Berufsgeheimnissen ab.
Die Verteidigungsstrategie von Rechtsanwalt Dr. Schumann ist in der Regel darauf ausgelegt, möglichst früh mit Ermittlungsbehörden und Gerichten in Dialog zu treten und sie von der Rechtsansicht der Verteidigung zu überzeugen. Dies vor allem mit dem Ziel, soweit möglich eine Anklage und die für die Mandantinnen und Mandanten häufig besonders belastende öffentliche Hauptverhandlung zu vermeiden. Wenn auf der Gegenseite keine Bereitschaft besteht, den Argumenten der Verteidigung Beachtung zu schenken oder die prozessualen Rechte der Beschuldigten zu respektieren, muss allerdings der Weg einer – notfalls harten – Konfrontation gewählt werden, um die Rechtstaatlichkeit des Verfahrens im Interesse der Mandantinnen und Mandanten zu sichern.
Gerade im Wirtschafts- und Medizinstrafrecht liegt Rechtsanwalt Dr. Schumann viel an der schon sehr frühen präventiven Beratung der Mandantschaft. Durch entsprechende Begutachtung etwa von Betriebsabläufen oder Schulung von Mitarbeitern kann erreicht werden, dass den Ermittlungsbehörden bereits kein Anlass für Ermittlungen gegeben wird.
Herr Dr. Schumann hält neben seiner hauptberuflichen anwaltlichen Tätigkeit als Privat-
dozent und Lehrbeauftragter an der Universität Bonn Vorlesungen und Seminare,
seit einigen Jahren insbesondere im Sexualstrafrecht. Seit 2006 unterstützt er regelmäßig die Ausbildung der Bundespolizei gemeinsam mit dem Lehrstuhl für IT-Sicherheitsstrukturen der Universität Erlangen-Nürnberg (Prof. Dr. Felix Freiling), insb. zur IT-Forensik.
Die sowohl praktische als auch wissenschaftliche Befassung mit dem Straf- und Strafprozessrecht sichert das durchgehend hohe Niveau der angebotenen Verteidigungs- und Beratungsleistungen.
Zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge zu straf- und strafprozessrechtlichen Themen (Auswahl):
Monografien, Bücher:
Die elektronische Geldbörse auf Chipkartenbasis – Eine Untersuchung ihres strafrechtlichen Schutzes durch die §§ 152a und 152b StGB, 2004
Prozessuale Verteidigung durch Geheimnisverrat, 2016
Strafprozessrecht (Kindhäuser/Schumann), 5. Aufl., 2019 (angekündigt)
Probleme des Datenbegriffs am Beispiel des § 269 StGB (mit Dornseif), Juristische Rundschau 2002, 52 ff.
Tatsächliche und rechtliche Risiken drahtloser Computernetzwerke (mit Dornseif, Klein), Datenschutz und Datensicherheit 2002, 226 ff.
“Brechmitteleinsatz ist Folter”?, Strafverteidiger 2006, 661 ff.
Protokollberichtigung, freie Beweiswürdigung und formelle Wahrheit im Strafverfahren, Juristenzeitung 2007, 927 ff.
Das 41. Strafrechtsänderungsgesetz, Neue Zeitschrift für Strafrecht 2007, 675 ff.
Von der sog. “objektiven Zurechnung” im Strafrecht, Juristische Ausbildung 2008, 408 ff.
2012 übersetzt ins Chinesische von Dr. Guisheng Cai, erschienen in Tsinghua Law Review 2013, 213 ff.
Der Notar im Strafverfahren in: Strafrechtliche Aspekte notarieller Tätigkeit, Kindhäuser u.a. (Hrsg.), 2009, 71 ff.
zugleich Vortrag im Rahmen des Symposiums „Strafrechtliche Aspekte notarieller Tätigkeit“ November 2008, Universität Bonn
Die „Binding/Hoche Untersuchung“ – Zugleich eine Reflexion über den Lebensschutz im Strafrecht, Vortrag im Rahmen des portugiesisch-deutschen Symposiums, Mai 2008, Universität Coimbra
übersetzt ins Portugiesische von Prof. Inês Godinho, als „A reflexão Binding/Hoche. Simultaneamente uma reflexão sobre a protecção da vida em direito penal“, in: José de Faria Costa/Urs Kindhäuser (Hrsg.), O Sentido e o Conteúdo do Bem Jurídico Vida Humana, Coimbra: Coimbra Editora, 2013, S. 37-56
§ 216 StGB: Voluntary Euthanasia in a nutshell (or: why we seem to be at our wit‘s end) – Vortrag im Rahmen des Int. Kongresses zu Fragen des Lebensschutzes, Mai 2009, Universität Coimbra
Der Täter und sein Opferwerkzeug in: Strafrechtswissenschaft als Analyse und Konstruktion – Festschrift für Ingeborg Puppe, 2011, 971 ff.
Gedanken zur Selbstverletzung des Werkzeugs bei mittelbarer Täterschaft, Vortrag im Rahmen des spanisch-deutschen Symposiums im Juni 2010, Universität Pompeu Fabra, Barcelona
Der neue Straftatbestand der Zwangsheirat (§ 237 StGB), Juristische Schulung 2011, 789 ff.
Telefonische Sterbehilfe? – Zu der Beteiligungsfrage im „Sterbehilfe-Urteil“ des BGH, Juristische Rundschau 2011, 142 ff.
danach: Ein Anschauungsstück des chaotischen Zustandes der Beteiligungsrechtsprechung in Deutschland, Vortrag im Rahmen des spanisch-deutschen Symposiums, Mai 2011, Universität Pompeu Fabra, Barcelona
Zur Betrugsrelevanz eines abgebrochenen Telefonanrufs (sog. Ping-Anrufe), (mit Mayer Lux, Chile), Zeitschrift für Wirtschaftsstrafrecht und Haftung im Unternehmen 2013, 10 ff.
Die besondere Handlungsqualität des „Schwörens“ beim Meineid, Vortrag Februar 2014, Universität Bonn
Veröffentlichung in Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft 2014, 615 ff.
Repetitorium Strafrecht: Brandstiftung (Teil 1: Systematik und Allgemeines), Bonner Rechtsjournal 2015, 55 ff.
Repetitorium Strafrecht: Brandstiftung (Teil 2: Ausgewählte Einzelprobleme), Bonner Rechtsjournal 2015, 135 ff.
Das sog. Stealthing als Prüfstein des § 177 StGB n.F., Festschrift für Urs Kindhäuser, 2019 (mit Schefer, im Erscheinen)
Vortrag „Zum Anwendungsbereich des Tatbestandes der sexuellen Belästigung gem. § 184i StGB“, November 2018, Universität Bonn
NOMOS-Kommentar zum StGB, seit 4. Auflage (je Weiterbearbeitung der Kommentierung Puppes):
Kommentierung der Geld- und Wertzeichenfälschungsdelikte (§§ 146 ff.) und
Kommentierung der Urkundenfälschungsdelikte (§§ 267 ff., 348)
NOMOS-Kommentar zum StGB, ab 5. Auflage (Neukommentierung; in Vorbereitung) Kommentierung der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, Pornographie- und Prostitutionsdelikte (§§ 174 ff.)
NOMOS-Kommentar zum gesamten Medienstrafrecht (Arbeitstitel – in Vorbereitung):
Kommentierung der Tatbestände der rechtswidrigen Datenerlangung (§ 202a ff.,)
Kommentierung der Fälschung beweiserheblicher Daten (§ 269)
Kommentierung der Datensabotage- und -veränderungsdelikte (§§ 303a ff.; 316b ff.)
Handbuch des Strafrechts, Band 3 (im Erscheinen), Abschnitt „Betrug und betrugsähnliche Delikte“ (mit Kindhäuser)
Mitherausgeber der Festschrift für Urs Kindhäuser, 2019 (in Vorbereitung)