Source: https://kirchenrecht-ekkw.de/document/42590
Timestamp: 2019-02-16 23:24:55
Document Index: 31915918

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 8', '§ 5']

553 Prüfungsordnung für den kirchenmusikalischen Eignungsnachweis (PrüfungsO Eignungsnachweis) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
553 Prüfungsordnung für den kirchenmusikalischen Eignungsnachweis (PrüfungsO Eignungsnachweis)
§ 1 Ziel der Prüfung zum kirchenmusikalischen Eignungsnachweis
§ 2 Anmeldung zur Prüfung
§ 5 Prüfungsanforderungen für die Basisfächer
§ 6 Prüfungsanforderungen für den Eignungsnachweis Gottesdienstliches Instrumentalspiel
§ 7 Prüfungsanforderungen für den Eignungsnachweis Chorleitung
§ 8 Prüfungsanforderungen für den Eignungsnachweis Kinderchorleitung
§ 9 Prüfungsanforderungen für den Eignungsnachweis Posaunenchorleitung
§ 10 Prüfungskommissionen
Prüfungsordnung für den
kirchenmusikalischen Eignungsnachweis
KABl. S. 10
Das Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat gemäß § 8 des Kirchengesetzes zur Ordnung des kirchenmusikalischen Dienstes in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (Kirchenmusikgesetz) vom 27. April 2007, KABl. S. 106, in Verbindung mit Artikel 139 Absatz 1 Buchstabe g) der Grundordnung vom 22. Mai 1967 (KABl. S. 19) am 18. Dezember 2018 die folgende Ordnung erlassen:
Ziel der Prüfung zum kirchenmusikalischen Eignungsnachweis
Die Prüfung zum kirchenmusikalischen Eignungsnachweis dient dem Nachweis grundlegender Kenntnisse und Fähigkeiten für den nebenberuflichen kirchenmusikalischen Dienst.
1 Die Anmeldung zur Prüfung erfolgt schriftlich bei der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte Schlüchtern. 2 Aus der Anmeldung muss hervorgehen, in welchem Fach der Eignungsnachweis angestrebt wird. 3 Mit der Anmeldung sind vorzulegen:
Lebenslauf mit Lichtbild mit besonderer Berücksichtigung des musikalischen Werdeganges,
Zeugnisse von Ausbildungsinstituten bei anzuerkennenden Prüfungsleistungen.
Bei der Anmeldung zum Eignungsnachweis Gottesdienstliches Instrumentalspiel: eine Repertoireliste von 20 Liedbegleitungen.
1 Die Prüfungsgebühr wird vom Landeskirchenamt (Dezernat Theologisches Personal und Gemeindeentwicklung) festgesetzt und im Kirchlichen Amtsblatt veröffentlicht. 2 Die Prüfungsgebühr ist vor Beginn der Prüfung zu entrichten; bei Rücktritt von der Prüfung erfolgt keine Rückzahlung.
( 1 ) Der Eignungsnachweis kann in den Bereichen Gottesdienstliches Instrumentalspiel (Schwerpunkt Orgel, Klavier/Keyboard oder Gitarre), Chorleitung (Schwerpunkt Klassik oder Popularmusik), Kinderchorleitung und Posaunenchorleitung abgelegt werden.
( 2 ) Die Prüfung zum Eignungsnachweis setzt sich aus den Basisfächern Musiktheorie, Gehörbildung, Gottesdienstkunde und Gesangbuchkunde und den fachspezifischen Fächern der jeweiligen Eignungsnachweise zusammen.
( 3 ) 1 Die Prüfungen in den Basisfächern und den fachspezifischen Fächern der jeweiligen Eignungsnachweise können getrennt voneinander abgelegt werden. 2 Bestandene Basisfächer werden bei Prüfungen in weiteren Eignungsnachweisen anerkannt.
Prüfungsanforderungen für die Basisfächer
Kenntnis von Intervallen
Kenntnis von Tonleitern
Kenntnis von gebräuchlichen Akkorden und ihren Umkehrungen
Wiedergabe von notierten Rhythmen
Bestimmen von Intervallen
Nachklopfen von Rhythmen
Mündliche Prüfung (5 Minuten) oder schriftliche Prüfung
Kenntnis der aktuellen Gottesdienstordnungen
Musikalische Gestaltungsmöglichkeiten im Gottesdienst
Kenntnis des Kirchenjahres
Aufbau des EG und des EGplus
Singen von Kirchenliedern und liturgischen Weisen
Prüfungsanforderungen für den Eignungsnachweis Gottesdienstliches Instrumentalspiel
Der Eignungsnachweis Gottesdienstliches Instrumentalspiel kann mit den Schwerpunkten Orgel, Klavier/Keyboard oder Gitarre abgelegt werden.
Gottesdienstliches Instrumentalspiel
Spielen eines Gottesdienstes
Begleiten der liturgischen Stücke des Abendmahls
Begleiten von Liedern aus einer Repertoireliste
Literaturkunde/Stilkunde
Überblick über die Literatur für den gottesdienstlichen Gebrauch
Bei Wahl des Schwerpunkts Orgel:
Kenntnis der wichtigsten Formen und Komponistinnen und Komponisten
Bei Wahl des Schwerpunkts Klavier/Keyboard oder Gitarre:
Kenntnis der wichtigsten Stilbereiche und Künstlerinnen und Künstler
Kenntnis der wichtigsten Registergruppen nach Bauart und Klang
Grundlagen des Registrierens
Grundlagen der Funktionsweise und Bedienung eines Verstärkers/einer Beschallungsanlage
Prüfungsanforderungen für den Eignungsnachweis Chorleitung
Das Fachmodul Chorleitung besteht aus folgenden Prüfungsfächern:
Einstudieren und Dirigieren eines vorgegebenen einfachen Chorstückes
Praktische Prüfung (5 Minuten)
Singen von Chorstimmen
Theorie der Chorleitung
Aufführungspraktische Grundlagen
Prüfungsanforderungen für den Eignungsnachweis Kinderchorleitung
Einsingen des Kinderchores
Einstudieren und Dirigieren eines vorgegebenen einfachen ein- oder mehrstimmigen Kinderchorliedes
Theorie der Kinderchorleitung
Praktische und pädagogische Aspekte des Singens mit Kindern
Kinderchorliteraturkunde
Prüfungsanforderungen für den Eignungsnachweis Posaunenchorleitung
Einblasen des Posaunenchores
Einstudieren und Dirigieren eines vorgegebenen einfachen Bläserstückes
Praktische Prüfung (10 Minuten)
Spielen von Einzelstimmen
Spielen von Kirchenliedern
Theorie der Posaunenchorleitung
Posaunenchorliteraturkunde
( 1 ) 1 Die Prüfungen zum Eignungsnachweis werden von Fachprüferinnen und Fachprüfern unter der Leitung der Landeskirchenmusikdirektorin oder des Landeskirchenmusikdirektors abgenommen. 2 Alle Prüfenden sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.
( 2 ) Die Landeskirchenmusikdirektorin oder der Landeskirchenmusikdirektor kann eine hauptberufliche Kirchenmusikerin oder einen hauptberuflichen Kirchenmusiker mit ihrer oder seiner Vertretung beauftragen.
( 3 ) Für die Prüfungen in den Einzelfächern werden Prüfungskommissionen wie folgt gebildet:
In den Einzelfächern Gottesdienstliches Instrumentalspiel, Chorleitung, Kinderchorleitung und Posaunenchorleitung: Drei Prüferinnen oder Prüfer.
In allen übrigen Einzelfächern: Zwei Prüferinnen oder Prüfer.
( 4 ) Die in den §§ 5 bis 9 festgelegten Prüfungszeiten für mündliche oder praktische Einzelprüfungen stellen Richtwerte für regelmäßige Prüfungszeiten dar, Abweichungen durch die Prüfungskommissionen sind zulässig.
( 5 ) 1 Über den Verlauf jeder Einzelprüfung wird ein Protokoll angefertigt. 2 Es enthält den Namen der Bewerberin oder des Bewerbers, der Prüfenden, Prüfungsort und Datum, die Prüfungsgegenstände und deren Bewertungen sowie die Unterschriften der Prüferinnen und Prüfer.
( 1 ) Die Prüfungen in den Einzelfächern werden als „bestanden“ oder „nicht bestanden“ gewertet.
( 2 ) Ein Eignungsnachweis ist bestanden, wenn alle Einzelfächer bestanden sind.
( 3 ) Wurde die Prüfung in einem Einzelfach nicht bestanden, so kann dieses bei einem zweiten Prüfungstermin wiederholt werden; dieser darf nicht später als zwölf Monate nach dem ersten Prüfungstermin liegen.
( 4 ) Bei überdurchschnittlichen Leistungen kann bei Einzelfächern oder für den gesamten Eignungsnachweis „mit Auszeichnung bestanden“ angemerkt werden.
( 1 ) Über jeden bestandenen Eignungsnachweis wird ein Zeugnis ausgestellt, das von der Landeskirchenmusikdirektorin oder dem Landeskirchenmusikdirektor unterzeichnet wird.
( 2 ) Das Zeugnis enthält die Auflistung der Einzelfächer des jeweiligen Eignungsnachweises.
1 Diese Ordnung tritt am 1. Januar 2019 in Kraft. 2 Zum gleichen Zeitpunkt tritt die in der Landeskirche geltende Prüfungsordnung für den Eignungsnachweis (gültig ab 1. Januar 1999) außer Kraft.
1 Wird in Kirchengesetzen und Verordnungen auf Bestimmungen früherer Fassungen der Prüfungsordnung für den Eignungsnachweis verwiesen, so treten an deren Stelle die Bestimmungen dieser Ordnung.