Source: https://www.elo-forum.org/weiterbildung-umschulung-sinnlose-massnahmen/73767-integrationsmassnahme.html
Timestamp: 2018-06-20 10:16:55
Document Index: 272638946

Matched Legal Cases: ['§ 59', '§ 309', '§ 28', '§ 59', '§ 77', '§ 77']

Integrationsmaßnahme - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
Post #841918 (1)
23.05.2011, 10:19 #1
ich lese hier schon längere Zeit mit und habe mich jetzt hier registriert weil ich einige Fragen an euch habe.
Mir wurde eine Einladung (nach § 59 SGB II i.V.m. § 309 SGB III) vom Jobcenter zugeschickt für eine Integrationsmaßnahme. Der Tag der Info-Veranstaltung soll auch der Maßnahmebeginn sein.
Es existiert für diese Maßnahme bisher keine EGV, kein EGV-VA und auch noch keine Zuweisung für diese Maßnahme.
Soweit mir bekannt ist soll eine EGV abgeschlossen werden wenn die Info-Veranstaltung ist. Sicher wird mir dann auch die Zuweisung zu der Maßnahme vorgelegt.
Dass ich keine EGV abschliessen werde ist natürlich klar. Aber es wird dann sicher ein VA erlassen. Schliesslich will man mich ja in diese sinnlose Maßnahme pressen.
Nun aber zum Hauptproblem! Der Maßnahmeträger ist mir von früheren Maßnahmen schon bekannt. Somit weiss ich schon vorher, dass er einen Vertrag unterschrieben haben möchte. In diesem Vertrag ist dann auch die Hausordnung die Datenschutzerklärung und alles weiter enthalten. Dazu kommt dann noch der Fahrkostenantrag usw.
Ich habe mir diese Zwangsmaßnahme natürlich nicht selber ausgesucht. Es ist eine Maßnahme mit Bewerbungstraining (welches ich schon hatte), Datensammelei und der Versuch die Hilfeempfänger in die Zeitarbeit o.ä. zu vermitteln. Der Maßnahmeträger hat wohl auch eine eigene Arbeitsvermittlung.
Meine Frage ist nun, wie verhalte ich mich wenn es um die Unterzeichnung des Maßnahmevertrags und sonstiges was die sofort unterschrieben haben wollen geht?
Selbst wenn ich mich dazu entschliesse diese Maßnahme über mich ergehen zu lassen, will ich dennoch nicht ohne weiteres der Weitergabe meiner Daten zustimmen. Auch nicht, dass ich bedingungslos den Anweisungen des Maßnahmeträgers folge. Ich weiss ja nicht vorher was die für einen Unsinn verlangen.
Wenn ich den Vertrag nicht unterschreibe kann das Jobcenter mich deshalb sanktionieren?
Gilt das Unterschreiben z.B. der Hausordnung oder Fahrkostenantrag schon als Zustimmung für diese Maßnahme?
Eine weitere Frage habe ich noch in Bezug auf die Rechtsfolgenbelehrung in dem Einladungsschreiben. Seit 01.04. bedarf es ja nun nicht unbedingt einer schriftlichen Rechtsfolgenbelehrung.
Was aber wenn diese Einladung eine schriftliche enthält aber diese fehlerhaft ist?
Ist eine schriftliche Rechtsfolgenbelehrung immer noch angreifbar sollte sie fehlerhaft sein?
Für diese Maßnahme verlangt der Maßnahmeträger übrigens einen Bildungsgutschein. Für so einen Unfug werden scheinbar ohne weiteres Bildungsgutscheine von Jobcenter verteilt. Aber für sinnvolle Weiterbildung nicht.
Muss ich da auch irgendwas in Bezug auf den Bildungsgutschein unterschreiben damit der Maßnahmeträger den bekommt. Oder wird der einfach so zwischen Jobcenter und Träger über den Tisch geschoben?
Ich würde mich freuen wenn ihr mir ein paar Ratschläge geben könntet!
Geh hin und nimm alles, was du unterschreiben sollst, zum Prüfen mit nach Hause - wie auch bei einer EGV.
Und prüfen lassen dauert - vor allem wenn man ja tagsüber in der Maßnahme hockt und abends nicht mehr so viel Zeit hat
Man wird dich dann wahrscheinlich nach ein paar Tagen nach Hause schicken...du schreibst ja selbst, die wollen daß man unterschreibt.
Laß dich nicht unter Druck setzen - rede so wenig wie möglich deshalb...nur wiederholen: ich möchte das erst prüfen lassen - das ist mein gutes Recht.
Zuhause alles einscannen... und dann Originale wieder mitnehmen... vieleicht nehmen sie es dir dann ja auch weg und du kannst es gar nicht mehr prüfen lassen ;-)
23.05.2011, 11:38 #3
Ist der einzige Weg, den Kiwi da beschreibt, aber dafür brauchst Du starke Nerven, kann gut sein, dass die mit mehreren Leuten versuchen werden Dich weichzukochen.
Aber Du darfst nicht gezwungen werden, irgendetwas ungeprüft zu unterschreiben. Und mach Dich drauf gefasst, dass die Mehrzahl der eingeladenen Schäfchen das klaglos unterschreiben wird.
23.05.2011, 11:58 #4
Nichts unterschreiben!!!!
Nichts unterschreiben!!!!!
Für diesen Fall führe ich stets einen großen Hefter und ein großes Lächeln bei mir. Dort kommt alles lächelnd hinein, was mir da so "zur sofortigen Unterschrift - sonst Sanktion" untergejubelt werden soll. Danach verschwindet der Hefter in meiner Tasche, und von dort gehts weiter in die Tiefen meiner Schublade. Ich diskutiere nicht. Lasse mich nicht einschüchtern. Ich sitze einfach nur da.
Eine gesunde Grundeinstellung!
Nein. Obwohl sie es natürlich gern versuchen werden ===> http://www.elo-forum.org/weiterbildu...ausverbot.html. Es gibt Verträge zwischen JC und Träger, diese müssen erfüllt werden. Und um Zugiff auf VerBis zu bekommen, braucht der Träger die EGV - und wohl auch noch die hauseigenen Datenschutzerklärungen. Deswegen ja auch der Druck.
Warum willst du Hausordnungen anerkennen, wenn du die Maßnahme gar nicht antreten möchest? Und wieso sollte die Anerkennung oder Zurkenntnisnahme einer Hausordnung unterzeichnet werden? Und wozu brauchst du Fahrgeld, wenn du da gar nicht hin willst? Ich würde nichts unterschreiben. Mit meiner Unterschrift, bzw. meinem Antrag würde ich ja indirekt deren Bedingungen akzeptiere .... Nö, ,....ohne mich!
Frag da mal unseren User "aufruhig", der kennt sich da besser mir dem Kleingedruckten aus.
Mit dem Bildungsgutschein kannst du selbst eine Maßnahme aussuchen. Dass ist ja Sinn dieses Gutscheins. Da würde ich gar nichts unterschreiben!
23.05.2011, 17:36 #5
Hallo Kiwi, gelibeh und M. Twain,
Ich werde es wohl so machen wie auch von Euch geraten. Ich stecke alle Schriftstücke erstmal ein und sage, dass ich die Verträge und sonstiges erstmal in Ruhe prüfen möchte.
Wäre es denn rein theoretisch möglich für den Maßnahmeträger auch ohne unterzeichneten Vertrag und was er sonst noch von den HE immer unterschrieben haben will die Maßnahme durchzuführen?
Gäbe es da noch andere Wege, dass auch ohne Unterschriften von mir der Maßnahmeträger mit dem Jobcenter das anderweitig regelt?
Diese Maßnahme ist sinnlos, aber vom Zeitumfang relativ kurz. Ich habe teilweise schon überlegt die einfach *abzusitzen*. Auf der anderen Seite ist mir der Gedanke zuwider dort meine Zeit zu verschwenden nur weil der FM mich endlich mal aus der Statistik befördern will.
Aber insbesondere möchte ich eben nicht, dass meine Daten vom Maßnahmeträger wahllos an die ZAF verteilt werden.
In den Maßnahmeverträgen von diesem Maßnahmeträger zur Datenerhebung steht folgendes:
***Der/die Teilnehmende stimmt der Erfassung von personenbezogenen Daten unter Beachtung des Bundesdatenschutzgesetzes zu.
Hinweis nach §§ 28, 33 Abs. 1+2 Bundesdatenschutzgesetz:
Ihre personenbezogenen Daten werden für die Durchführung des Vertragsverhältnisses elektronisch gespeichert und verarbeitet. Eine Übermittlung der personenbezogenen Daten an Dritte erfolgt nur, soweit es zur Wahrung berechtigter Interssen der Dritten, insbesondere der Kostenträger, oder zur Erfüllung öffentlich-rechtlicher Verpflichtungen der (Name Maßnahmeträger), insbesondere gegenüber der (Name der Krankenkasse) und gegenüber der Trägern der Sozialversicherung, erforderlich ist. Eine Weitergabe an Dritte ausserhalb der genannten Verpflichtungen erfolgt nicht.***
Soviel zur Datenerhebung! Wenn man sowas unterschreiben würde, was hätte das für Konsequenzen für den HE?
Wegen dem Fahrkostenantrag hatte ich deshalb gefragt weil ich ja erstmal die Maßnahme antreten muss und ich dann die Fahrkosten vom Regelsatz abknapsen muss und dann wohl auf den Kosten sitzen bleibe :-(.
Du sagst, dass die Jobcenter gern mal versuchen zu sanktionieren wenn man sich weigert Verträge mit den Maßnahmeträger abzuschliessen.
Auf was beruft sich dann das Jobcenter um zumindest *vorläufig* zu sanktionieren?
Die Leistung solcher Unterschriften fällt ja sicher nicht unter die Mitwirkungspflicht nein? Versuchen die Jobcenter die Mitwirkungspflicht dennoch als Grund anzugeben?
Oder drehen die dem HE ein Strick draus weil er auf diese Weise die Maßnahme *vereitelt* hat? Das wäre doch dann sicher nicht wasserdicht oder? Was kann der HE dafür wenn die mit ihrem Gemauschel zig Unterschriften noch extra brauchen um den HE zu verwursten?
Hmmm, selbst wenn das Jobcenter versucht zu sanktionieren. Wie sehen die Chancen aus, dass das SG die Sanktion wieder kassiert? Hat das Jobcenter überhaupt eine reelle Chance?
Ist denn ein HE bisher bekannt der auf einer Sanktion unter diesen Umständen sitzen geblieben ist?
23.05.2011, 18:35 #6
Keine Ahnung, ich weiß aber von einem, wo die Sanktion vom Gericht gekippt wurde. Weiß jetzt aber nicht wer das hier im Forum war.
Edit: gefunden http://www.elo-forum.org/weiterbildu...tml#post747866
25.05.2011, 03:46 #7
Ich stecke alle Schriftstücke erstmal ein und sage, dass ich die Verträge und sonstiges erstmal in Ruhe prüfen möchte.
Gar nichts sagen. Einstecken - und gut.
Ja. Die Möglichkeit hat er immer. Wenn er keine Unterschriften aller Art möchte/braucht, dann läuft die Maßnahme.
Zeit kann man zu Hause wesentlich angenehmer und sinnvoller verbringen.
Eine Übermittlung der personenbezogenen Daten an Dritte erfolgt nur, soweit es zur Wahrung berechtigter Interssen der Dritten, insbesondere der Kostenträger, oder zur Erfüllung öffentlich-rechtlicher Verpflichtungen der (Name Maßnahmeträger), insbesondere gegenüber der (Name der Krankenkasse) und gegenüber der Trägern der Sozialversicherung, erforderlich ist. Eine Weitergabe an Dritte ausserhalb der genannten Verpflichtungen erfolgt nicht.***
Was gehen mich die Interessen Dritter an....?
Wenn du die Maßnahme angetreten hast, kannst du nicht sanktionsfrei abbrechen. Sinn der Nichtunterzeichnung von Datenschutzerklärung/Informationsmüll des Trägers ist ja, dass er das Interesse an dir verliert.
Sollte er nicht das Interesse an dir verloren haben, kannst du immer noch den Fahrtkostenantrag stellen, und das JC darauf hinweisen, dass du die Maßnahme erst dann antreten kannst, wenn die Fahrtkosten auf deinem Konto eingegangen sind, da im RS kein ausreichender Bedarf zum Kauf einer Monatskarte vorgesehen ist.
Dass man die Mitwirkungspflichten nicht erfüllt hat.
"Vereitelung" könnte eine andere Variante der Sanktionskonstruktion sein.
Aus meiner Sicht nicht. Da gibt es auch irgendwo ein Urteil - bin aber zu müde und zu faul zum suchen - dass das JC nicht sanktionieren kann und darf, wenn man die Unterschrift unter Trägermüll verweigert. Frag mal den User "aufruhig", der kann dir sicher mehr dazu sagen.
Ich habe den Eindruck, dass du die 100%ige Sicherheit haben willst, dass es keine Sanktion gibt, oder das SG dir uneingeschränkt recht gibt.
Doch diese Sicherheit gibt es nicht, ein Restrisiko ist leider immer dabei.
25.05.2011, 08:51 #8
Wenn eine Einladung nach Meldepflicht nicht zum gesetzlich vorgeschriebenen Meldeort erfolgt, dann rechtswidrig und ein nichterscheinen ist somit nicht sanktionierbar !
Noch ein Grund, nicht zu erscheinen !
Denn ohne vorherige Zuweisung auch kein Maßnahmebeginn !
Es wird nicht mit Einladungen nach § 59....zu Infoveranstaltungen eingeladen und schon gar nicht zu Maßnahmebeginn !!!
Für diese Maßnahme verlangt der Maßnahmeträger übrigens einen Bildungsgutschein. Für so einen Unfug werden scheinbar ohne weiteres Bildungsgutscheine von Jobcenter verteilt.
Genau ! Denn Bildungsgutscheine müssen vom Leistungsberechtigten beantragt werden !!!
Es passiert nun immer häufiger, dass Leistungsberechtigte mit Einladungen nach Meldepflicht zu Infoveranstaltungen und gleichzeitigen Maßnahmebeginn zu Maßnahmeträgern eingeladen werden !
So hofft man, dass der Betroffene zu Kreuze kriecht, ohne die erforderlichen Verwaltungsverfahren (Zuweisung) vorzuschalten !
Ist ja dann einfach für eine Behörde ! Es kann keinen Rechtsstreit geben, weil keine rechtmäßige Zuweisung !
Der Doofi hat ja freiwillig alles unterschrieben, ohne von jemand zu dieser Maßnahme verpflichtet worden zu sein !
Wenn man die Absicht hat, nicht daran teilzunehmen oder nichts zu unterschreiben, dann erübrigt sich auch ein Erscheinen, da keine Pflicht !
Den Müll dann mit nach Hause nehmen, bringt dann auch wenig Sinn !
Hier besteht noch die Möglichkeit, ohne Sanktion davonzukommen, indem die Einladung ignoriert wird !
Denn am Tag eines Maßnahmebeginns zu erscheinen, kann als Abbruch gewertet werden, falls man dann nicht mehr erscheint !
Einer Meldepflicht nicht nachkommen = 10% Sanktion !
Was hier nicht durchgesetzt werden könnte, aber versucht werden kann, da unzulässiger Meldeort.
Maßnahmeabbruch = 30% Sanktion
Was auch schwierig werden dürfte, da keine Zuweisung.
25.05.2011, 08:55 #9
Deine Meinung - ich meine, daß SB die Chance nutzen wird zu sanktionieren - und man die Sanktion einklagen muß.
Ich halte es für besser sich anders zu wehren... zu sofortigen Unterschriften beim Maßnahmeträger kann man nicht gezwungen werden. Und wer wurde deshalb schon einmal sanktioniert?
Sealpoint, bitte mal die Beiträge zum Thema Unterschriftenverweigerung lesen...
dann muß ich mich nicht ständig wiederholen und Wossi hat keine Gelegenheit mich blöd anzumachen.
25.05.2011, 09:04 #10
Lasse Dir doch bitte eine eigene Beratungsecke eröffnen, wo niemand außer Dir antworten darf und spiele hier nicht die angemachte, ohne das jemand angemacht hat !!!
25.05.2011, 09:41 #11
Aber es gäbe ja auch die Möglichkeit freiwillig zu dieser Maßnahme zu gehen und sich zu orientieren. Neue Erkenntnisse schaden im Zweifelsfall nie oder besser mir haben neue Erkenntnisse immer genutzt.
25.05.2011, 12:13 #12
Genau ! Neue Erkenntnisse über Sinnlosmaßnahmen schaden nie !
Wenige Ausnahmen sind natürlich möglich !
Dann aber bei Bildungsträgern, die anerkannt werden und ordentliche Abschlüsse vorzeigbar sind.
Danach sieht es beim Themenersteller aber nicht aus !
Selbst wenn ich mich dazu entschliesse, diese Maßnahme über mich ergehen zu lassen !
25.05.2011, 12:33 #13
Ich wußte es... du mußt stänkern... nur weiter so!
Ich spiel aber nicht mehr mit...
Bestehe darauf, daßdu sie im Voraus erhältst... hab ich schon für jemanden durchgesetzt!
Wenn die nicht mitspielen, noch ein guter Grund, dann kann man eben nicht teilnehmen!
Sofort klären!
Mir nicht - und Wossi fordere ich immer wieder auf, mir einen zu nennen... aber da kommen nur provozierende Antworten.
Die HE, die ich kenne bzw von denen ich weiß, daß sie so wie beschrieben gehandelt haben, haben nicht mal ne Anhörung, geschweige denn eine Sanktion erhalten.
Heißt ja nicht umsonst: Auf hoher See und vor Gericht sind wir in Gottes Hand...
Fakt ist aber, daß die Chancen sehr gut stehen, keine Sanktion zu erhalten. Sonst würde ich diesen Weg nicht empfehlen.
25.05.2011, 13:06 #14
Traurig, wenn man nicht mehr abschätzen kann, wer mit stänkern anfängt !!!
25.05.2011, 13:11 #15
Zu fordern hast Du hier gar nichts !!!
Ich habe leider nicht deutschlandweit Einblick in alle JC und dessen Sanktionsvorgänge !
Da bist Du mir natürlich weit voraus !!!
25.05.2011, 13:27 #16
Das Problem ist nur, sobald man "freiwillig" zu einer Maßnahme geht, dann muss man die auch bis zum Ende durchziehen, auch wenn einem die Inhalte dort absolut nicht zusagen. Ansonsten gibt es Sanktionen
Da in meinen Augen 99,9 % aller Maßnahmen vom Jobcenter absolut sinnlos ist, lohnt es sich nicht, dass Risiko einzugehen soetwas "freiwillig" anzutreten.
Am Besten ist meiner Ansicht nach immer im Vorfeld es so hinzukriegen, dass man diese Maßnahme erst gar nicht antreten muss.
Besser als, wenn man feststellen musst, dass die Maßnahme Mist ist und dort dann beispielsweise 6 Monate rumhocken muss.
25.05.2011, 13:29 #17
Könnt ihr das nicht woanders klären, anstatt die Threads der Anderen mit euren Kleinkriegen zu zerschreddern?
25.05.2011, 13:32 #18
Ja, klar - aber wie überzeugt man seinen SB, daß er keine unberechtigte Sanktion verhängen darf, wenn man sie - aus wichtigem Grund - nicht antritt?
Wichtige Gründe werden meist erst vor dem Sozialgericht anerkannt - wird man aber der Maßnahme verwiesen wird meiner Erfahrung nach gar nicht sanktioniert, weil Jobcenter Angst hat vor Urteilen zugunsten der HE, die diesen Weg dann vermehrt gehen würden.
25.05.2011, 13:36 #19
In dem Einladungsschreiben wird darauf hingewiesen, dass jemand vom Jobcenter vorort ist der über alles informieren will. Soweit mir bekannt ist das doch erlaubt, dass das Jobcenter auch an einen anderen Ort einlädt wenn jemand vom Jobcenter anwesend ist oder?
Das hat sich das Jobcenter auch clever ausgedacht (die sehen das ja immer mit dem Hintergund, dass alle Schäfchen sofort alles unterschreiben was ihnen vorgelegt wird). Erst ist die Infoveranstaltung und es soll da mit jedem HE eine EGV abgeschlossen werden. Ganz sicher wird zugleich dann die Zuweisung der Maßnahme auch vorgelegt (so war es immer). Anschliessend ist der Jobcenter-Mensch weg und der Maßnahmeträger kommt mit seinen Verträgen und allerlei weitern Schriftstücken die er unterschrieben haben will. Auch da weiss der Maßnahmeträger, dass jeder artig sofort unterschreibt weil alle denken man muss das tun sonst Sanktion.
Und wegen dem Bildungsgutschein könnte mich mich am meisten erbrechen! Seit sehr sehr langer Zeit versuche ich einen Bildungsgutschein zu bekommen für eine Weiterbildung die ich mir wünsche und das wird mir permanent verwehrt. Aber für so einen unnützen Dreck werden Bildungsgutscheine verteilt.
Die HE die jetzt in diese Integrationsmaßnahme sollen haben mit Sicherheit alle nicht den Bildungsgutschein beantragt. Für diese Billigmaßnahmen werden den HE die Bildungsgutscheine quasi aufgedrängt obwohl die niemand will. Können die rein rechtlich den HE einfach einen Bildungsgutschein aufdrängen wenn man ihn nicht will?
Soweit mir bekannt hat diese Maßnahme auch überhaupt nix mit *Bildung* zu tun. Da gehts um Profiling, Bewerbungstraining, Coatching und Datensammelei für die eigene ZAF .
Ich gehe auch davon aus, dass der FM die Chance nutzt um zu sanktionieren. Das Jobcenter lauert schon länger darauf dazu endlich Gelegenheit zu haben. Dadurch, dass in einer weiteren Sache derzeit auch noch nicht klar ist ob noch eine weitere Sanktion *versucht* wird möchte ich versuchen den ungefährlichsten Weg zu gehen.
Ich habe das Thema *Unterschriftenverweigerung* schon gelesen.
Eine PN kann ich Dir leider noch nicht schreiben weil ich noch nicht ausreichend Beiträge geschrieben habe bisher. Bin hier noch zu *frisch*.
Nee, leider gibts bei dieser Maßnahme nix zum orientieren! Neue Erkenntnisse braucht man da nicht zu erwarten. Dieser Maßnahmeträger ist mir bekannt weil ich dort schon häufiger war.
In der mir angedachten Maßnahme geht es um Profiling, Bewerbungstraining und Coatching.
Nun, ich habe genau bei diesem Bildungsträger schon ein sehr ausgiebiges Bewerbungstraining und sogar mehrfach ein Profiling gemacht. Tja, und anschliessend.....war's alles für die Katz'!
Und diesmal.....wäre es ebenfalls für die Katz'...jedenfalls für mich!
Für den Maßnahmeträger jedoch gibts für die Bespaßung Geld und ggf. *Material* zum verwursten für seine eigene Leihbude.
Für meinen FM ein paar Fleißbienchen weil es endlich geschafft wurde mich aus der Statistik zu buksieren für ein Weilchen.
25.05.2011, 14:05 #20
Deswegen wird ein Maßnahmeträger nicht zur Behörde oder dessen Außenstelle, die alleine zu Einladungszwecken nach Meldepflicht gesetzlich vorgeschrieben sind !
Wird ein Fleischergeschäft zum Krankenhaus, wenn dort ein Arzt steht ???
Eben ! Deswegen sollte man genau entscheiden, ob man es tun muss !!
Deswegen wehre Dich gegen solchen Dreck !!!
Normalerweise muss ein Bildungsgutschein beantragt werden !
Kein Antrag, kein Bildungsgutschein ???
Genau gesagt, es wird den Maßnahmeschmarotzern Geld in den Rachen geworfen !!!
Genau das solltest Du, wenn Du zu dieser Infoveranstaltung gehst, öffentlich sagen !!!
Der will Dich dann garantiert nicht mehr "bilden"
25.05.2011, 14:05 #21
Erstmal versuchen den SB davon zu überzeugen, dass einem die Maßnahme nichts bringt und der SB somit davon absieht einen Verwaltungsakt mit Maßnahme zu schicken.
Da dies wohl nur äußerst selten klappen wird, würde zumindestens ich dann den Weg gehen zur Maßnahme zu gehen und dort halt nichts unterschreiben und hoffen, dass ich dann dort rausgenommen werde.
25.05.2011, 14:46 #22
Stimmt, das ist das erste,was man tun sollte - aber wenn hier jemand "Hilfe" schreit hat er das fast immer schon.
mal schauen, wenn ich eine neue SB hab - dann werd ich es vielleicht auf diesem Weg selbst auch versuchen müssen.
Aber ich werde dann zweigleisig fahren - Widerspruch ebenfalls - schaden kann das ja nicht.
26.05.2011, 08:40 #23
Erstmal möchte ich mich bei Euch für eure Antworten und Ratschläge bedanken!
Ich hätte da noch ein paar Fragen zu dem Elend auf das ich gut vorbereitet sein möchte.
Der Maßnahmeträger wird Personenfragebögen ausgefüllt haben wollen. Da geht es ja unter anderen auch um Fragen wie Fähigkeiten/Fertigkeiten, Fragen zur Person, Stärken/Schwächen uns vieles weitere. Eben das komplette Programm der Datenerhebung.
Wie genau müssen solche Fragen beantwortet werden? Es ist sehr gut möglich, dass diese Fragebögen gleich am 1. Maßnahmetag ausgefüllt werden sollen.
Ich werde ja beim Maßnahmeträger nix unterschreiben. So haben die natürlich auch nicht meine Zustimmung meine Daten an Dritte weiterzugeben.
Wenn aber solche Personenfragebögen ausgefüllt werden, inwieweit kann der Maßnahmeträger mit den Daten etwas anfangen? Wäre es unschädlich für mich wenn der Maßnahmeträger Daten von mir bekommt aber sie sowieso nicht weitergeben darf bzw. damit nicht arbeiten kann?
Das Nächste wäre eine Frage zu meinen Bewerbungsunterlagen. Die Ingegrationsmaßnahme enthält ja offenbar ein Bewerbungstraining und es sollen (mal wieder) aktuelle Bewerbungsunterlagen erstellt werden. Welche Unterlagen muss ich dem Maßnahmeträger vorlegen und welche nicht? Einen Lebenslauf werden die ja dann auf jeden Fall haben wollen. Was darf der noch einsehen bzw. sogar von mir behalten?
Und als letztes ging mir nochmal die Sache mit dem Bildungsgutschein durch den Kopf.
Es ist eine Integrationsmaßnahme und keine Weiterbildung/Bildungsmaßnahme. Wieso bekommt der Maßnahmeträger dafür einen Bildungsgutschein?
Ich las nochmal im Internet nach. Demnach ist es ja eigentlich so (wie Wossi auch sagte), dass laut § 77 SGB III ein Bildungsgutschein vom HE beantragt wird. Dann wenn der FM so gnädig ist einen zu gewähren hat der HE die Möglichkeit innerhalb von 3 Monaten sich einen Maßnahmeträger und Bildungsmaßnahme selbst zu suchen.
In meinem Fall wäre es dann aber so, dass ich keinen Bildungsgutschein beantragt habe. Es wird für eine Maßnahme die mir aufgezwungen wird dem Maßnahmeträger ein Bildungsgutschein über den Tisch geschoben. Quasi gegen meinen Willen!
Was wäre wenn ich sage, dass ich für die Integrationsmaßnahme keinen Bildungsgutschein möchte?
Ich überlege ob es rechtlich überhaupt ok ist, dass das Jobcenter einfach so tut als hätte ich einen Antrag für einen Bildungsgutschein gestellt und stellt einen Gutschein aus für etwas was ich nicht haben wollte?!
Andere Bildungsträger sind somit ja benachteilig weil das Jobcenter *mauschelt* und gezielt nur einen Maßnahmeträger vorsieht der die Bildungsgutscheine/Geld bekommen soll.
26.05.2011, 09:47 #24
Profiling und Datenerhebung in einem Aufwasch.
Wie genau möchtest du solche Fragen beantworten? Zumal dir ja nichts an der Maßnahme liegt......
Ich persönlich würde so einen Bogen dem anderen Info-Müll hinzufügen und abheften.
Ich werde ja beim Maßnahmeträger nix unterschreiben....
.... und nix ausfüllen!!!
Wenn aber solche Personenfragebögen ausgefüllt werden, inwieweit kann der Maßnahmeträger mit den Daten etwas anfangen?
Er kann deine Daten an Dritte - z.B. ZAFs weiterreichen, mit den viele Träger nicht nur eng zusammenarbeiten, sondern von denen sie etliche selbst gegründet haben!
Wäre es unschädlich für mich wenn der Maßnahmeträger Daten von mir bekommt aber sie sowieso nicht weitergeben darf bzw. damit nicht arbeiten kann?
Deine Frage sollte besser sein: Möchte ich, dass ein Träger, dessen Maßnahme für mich keine sinnvolle Weiterbildung beinhaltet, meine Daten erhält?
Wie ich vorgehe, ist nicht für jedermann geeignet, denn von mir bekommen Träger nichts verwertbares. Ich überlasse denen weder meine Bewerbungsunterlagen, noch bekommen die Einsicht in meinen Lebenslauf. Und mir ist es auch egal ob die mich "meinem" SB melden. Ich halte mich z.B. an das "Maßnahmeziel - Teilnahme an Maßnahme X zur Feststellung x-beliebig festgestellter multipler Vermittlungshemnisse blabla", und da steht dann nichts von Lebenslauf. Also gibt es auch keinen.
Möglicherweise weil er als Bildungsmaßnahme eingekauft wurde.
Ich würde dem SB mitteilen, dass ich hocherfreut über die Ausstellung des BGS bin, und mir damit gemäß § 77 SGB III eine passende Bildungsmaßnahme aussuchen werde.
Man wird argumentieren, dass man ihn dir eben ausgehändigt hat, um im Rahmen einer Bildungsmaßnahme Vermittlungshemmnisse zu beseitigen.
Nicht nachweisbar. Ich vermute, dass "dein" JC diese Bildungsmaßnahme eingekauft hat, und nun irgendwie die Hütte voll kriegen muss, um die Verträge zu erfüllen.
26.05.2011, 10:20 #25
Was den Bildungsgutschein angeht wäre ich natürlich auch erfreut einen zu bekommen um mir eine Weiterbildung *meiner Wahl* zu suchen.
Aber bei uns läuft das so, dass der Bildungsgutschein erst den HE gegeben wird an dem Tag an dem die Zwangsmaßnahme beginnt. Der Bildungsgutschein enthält auch exakt das Datum, bis wann er gültig ist, an dem die Maßnahme beginnt.
Da kann ich leider mir das *gute Stück* nicht mehr schnappen und damit eilig aus dem Haus laufen um mir eine gute Weiterbildung zu suchen :-). Tja, das hat das Jobcenter schon vor Jahren so gemacht. Dass das jetzt immer noch so funktioniert liegt wohl daran, dass fast alle HE glauben sie können dagegen nix machen .