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Timestamp: 2016-10-27 07:01:27
Document Index: 10002293

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 108', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 4', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66']

8C_75/2011 (21.06.2011)
8C_75/2011
Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 15. Dezember 2010.
Der 1946 geborene M.________ war seit 2. April 1990 als Lastwagenchauffeur f�r die X.________ AG t�tig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Am 8. Juni 1998 st�rzte er bei der Arbeit von einer Hebeb�hne, prallte auf eine Eisenkante und zog sich dabei gem�ss Arztzeugnis des Hausarztes Dr. med G.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 5. Juli 1998 eine Kontusion der Halswirbels�ule (HWS), der rechten Schulter, des Thorax dorsal und des Beckens zu. Bei einem weiteren Sturz am 27. Juni 1998 verletzte er sich am Kleinfinger rechts. Die SUVA erbrachte Versicherungsleistungen und stellte diese kurz darauf, gest�tzt auf die Ergebnisse der kreis�rztlichen Untersuchung vom 20. August 1998, wieder ein.
Seit 1. Juni 1999 bezog M.________ eine ganze Rente der Invalidenversicherung, basierend auf einem 100%igen Invalidit�tsgrad (Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Aargau vom 24. November 2000; in Gutheissung der gegen die rentenaufhebende Revisionsverf�gung vom 24. April 2009 gef�hrten Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau die Sache mit Entscheid vom 7. Juli 2010 zur Vornahme weiterer Abkl�rungen im Sinne der Erw�gungen an die IV-Stelle zur�ck).
Nachdem M.________ am 30. Februar 2000 (gem�ss Operationsbericht; recte wohl: 1. M�rz 2000) an der rechten Schulter operiert worden war, liess er am 17. Mai 2000 einen R�ckfall zum Unfall vom 8. Juni 1998 melden. Die SUVA erbrachte erneut Versicherungsleistungen, bis sie den Fall mit Verf�gung vom 6. Oktober 2000 per 20. September 2000 wiederum abschloss. Auf Einsprache hin hob sie diesen Verwaltungsakt auf und anerkannte ihre Leistungspflicht (formloser Abschluss des Einspracheverfahrens durch Mitteilung vom 26. September 2001). Nach weiteren Abkl�rungen, namentlich Einholung der Gutachten des Prof. Dr. med. A.________, Chefarzt, Klinik f�r Orthop�dische Chirurgie, Spital Y.________, vom 24. November 2003 und der Frau PD Dr. med. T.________, Chef�rztin, Klinik f�r Neurologie, Spital Y.________, vom 30. Dezember 2005 sowie der polydisziplin�ren Expertise des Zentrums W.________ vom 22. Mai 2007 stellte sie ihre Leistungen per 30. Juni 2007 ein und lehnte einen Rentenanspruch ab (Verf�gung vom 28. Juni 2007). Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2008).
Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau wies die dagegen erhobene Beschwerde ab (Entscheid vom 15. Dezember 2010).
M.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und das Rechtsbegehren stellen, es sei ihm eine Rente "bei einer Invalidit�t von 100 %" zuzusprechen; eventualiter sei eine R�ckweisung der Sache anzuordnen, verbunden mit der Auflage, ein polydisziplin�res Gutachten zu veranlassen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG). Das Bundesgericht pr�ft grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu pr�fen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen wurden (BGE 135 II 384 E. 2.2.1 S. 389 mit Hinweisen; Urteil 8C_934/2008 vom 17. M�rz 2009 E. 1, nicht publ. in: BGE 135 V 194, aber in: SVR 2009 UV Nr. 35 S. 120).
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze zum Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung im Allgemeinen (Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG) und zum Anspruch auf eine Invalidenrente im Besonderen (Art. 18 Abs. 1 UVG) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt f�r die Grunds�tze zu dem f�r einen Leistungsanspruch nebst anderem vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und eingetretenem Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen), zu der im Weiteren erforderlichen Ad�quanz des Kausalzusammenhangs generell (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181) sowie bei psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 ff.; ferner BGE 123 V 98 und 119 V 335) und zum Wegfall unfallbedingter Ursachen eines Gesundheitsschadens bei Erreichen des Status quo sine vel ante und die damit verbundene Beweislast (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2, 8C_901/2009). Darauf - wie auch auf die Erw�gungen zu dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125) und zu den bei der beweism�ssigen Auswertung medizinischer Berichte zu beachtenden Grunds�tzen (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232 mit Hinweis) - wird verwiesen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob die SUVA zu Recht die Leistungen im Zusammenhang mit dem Unfall vom 8. Juni 1998 per 30. Juni 2007 eingestellt und den Anspruch auf Invalidenrente verneint hat.
4.1 Das kantonale Gericht ist der Auffassung, dass keine unfallbedingten, organisch hinreichend nachweisbare Beschwerden mehr bestehen. Es st�tzt sich dabei namentlich auf das Gutachten des Zentrums W.________ vom 22. Mai 2007, in welchem eine beidseitige L�sion der Rotatorenmanschette (Reruptur nach beidseitiger Rotatorenmanschettennaht), eine Subluxation der langen Bizepssehne an der linken Schulter und eine zervikale Spondylose ohne Myelo- oder Radikulopathie diagnostiziert werden. Dr. med. P.________, Facharzt f�r Chirurgische Orthop�die und Traumatologie FMH, stellt im Rahmen der Begutachtung des Zentrums W.________ fest, f�r alle aktuellen Leiden, welche das Gebiet der Orthop�die betreffen, seien ausschliesslich unfallfremde Ursachen verantwortlich. Interdisziplin�r wird von einer vollen Arbeitsf�higkeit ab 24. August 1998 ausgegangen, wie dies vom Kreisarzt am 20. August 1998 festgestellt worden war. Bei massiven degenerativen Ver�nderungen, welche als Vorzustand zu ber�cksichtigen seien, sei der status quo sine sp�testens am 24. August 1998 erreicht gewesen.
4.2.1 Dr. med. P.________ weist aus orthop�discher Sicht darauf hin, dass der Versicherte am 20. August 1998 nur noch �ber Schmerzen in der rechten H�fte klagte. Obwohl infolge des Unfalls auch eine Schulterprellung rechts angegeben worden sei, habe die Funktionsf�higkeit der rechten Schulter bis zum vollst�ndigen Abschluss der unfallbedingten Arbeitsunf�higkeit (28. Juni 1998 gem�ss Hausarzt; 24. August 1998 gem�ss Kreisarzt) keine Rolle gespielt. Die erst sp�ter festgestellte Rotatorenmanschettenruptur sei aufgrund ihrer Auspr�gung zwar eher auf ein traumatisches Ereignis zur�ckzuf�hren. Gegen eine Verursachung durch das Unfallereignis vom 8. Juni 1998 spreche aber, dass bei einer derart ausgepr�gten Sehnenruptur sofort erhebliche Schmerzen und Funktionseinschr�nkungen aufgetreten w�ren, die zu einem unmittelbaren Arztbesuch und zu entsprechenden diagnostischen Abkl�rungen gef�hrt h�tten. Der Versicherte habe aber seine Arbeit nach dem Unfall vom 8. Juni 1998 (Montag) ohne fremde Hilfe bis Freitag fortgesetzt. Der danach konsultierte Hausarzt habe R�ntgenbilder der HWS, nicht aber der Schulter anfertigen lassen. Es lasse sich zudem ausschliessen, dass bei einer derart ausgepr�gten Rotatorenmanschettenruptur schon zwei Wochen nach dem Unfall bereits wieder eine ganze Arbeitsf�higkeit attestiert worden w�re. Die Ruptur sei erst eineinhalb Jahre nach dem Unfallereignis sonographisch diagnostiziert worden. Zur Ursache der Ruptur finde sich im Bericht der neurologischen Abteilung der Klinik S.________ �ber die Konsultation vom 8. September 1999 der Hinweis auf seit drei Tagen bestehende, massive Schmerzen im rechten Schultergelenk nach intensiven Putzarbeiten, bzw. die Aussage des Versicherten vom 29. September 1999, wonach er ein direktes Trauma des vorderen Schulterbereichs, einen "Schlag mit Schl�ger", erlitten habe, was die damaligen Befunde erkl�ren k�nne. Die linke Schulter sei beim Unfall vom 8. Juni 1998 nicht "involviert" gewesen, so dass die L�sion der Rotatorenmanschette links ebenfalls nicht auf dieses Ereignis zur�ckzuf�hren sei. Schmerzen in der linken Schulter seien erstmals im Jahr 2000 angegeben worden, nachdem die sonographische Untersuchung vom 8. Dezember 1999 noch keinen pathologischen Befund an der linken Schulter gezeigt habe. Im MRT vom 4. Mai 2007 seien neben der Blockwirbelbildung C4/5 multiple degenerative Ver�nderungen an der HWS feststellbar gewesen. In den R�ntgen-�bersichtsaufnahmen eine Woche nach dem Sturzereignis vom 8. Juni 1998 seien keine traumatischen, aber bereits vielf�ltige degenerative Ver�nderungen objektivierbar. Ferner wird in der Expertise des Zentrums W.________ dargelegt, weshalb der Versicherte am 8. Juni 1998 keine milde traumatische Hirnverletzung erlitten haben kann.
4.2.2 Insgesamt ergibt die interdisziplin�re Abkl�rung des Zentrums W.________, dass neben der angeborenen Blockwirbelbildung schon vor dem Unfall vom 8. Juni 1998 schwere degenerative Ver�nderungen im HWS-Bereich vorhanden waren und der Sturz nur sehr kurz und klinisch wenig bedeutsam zu einer vor�bergehenden Verschlimmerung des Gesundheitszustandes gef�hrt hat. Darauf stellt das kantonale Gericht ab. Der Beschwerdef�hrer ist damit nicht einverstanden und beruft sich zum Nachweis persistierender Unfallfolgen auf die Gutachten des Prof. Dr. med. A.________ vom 24. November 2003 und der Frau PD Dr. med. T.________ vom 30. Dezember 2005. Prof. Dr. med. A.________ geht allerdings auf einen Unfall vom 9. Juni 1979 ein, als der Versicherte von einer Leiter gest�rzt war. Der status quo ante bez�glich dieses Ereignisses war indessen bereits am 18. Juli 1979 wieder erreicht (Expertise der Frau PD Dr. med. T.________ vom 30. Dezember 2005) und Prof. Dr. med. A.________ schildert denn auch in seinen folgenden Ausf�hrungen nicht diesen Unfall, sondern einen etwas differenten Ablauf des Ereignisses vom 8. Juni 1998. Gest�tzt auf die Annahme, der Versicherte sei w�hrend "45 Minuten bewusstlos" gewesen, nachdem er beim Abladen einer 900 kg schweren Palette gegen einen Eisencontainer gedr�ckt worden sei, diagnostiziert er einen Status nach beidseitiger Rotatorenmanschetten-Revision und beantwortet die Frage der SUVA, ob die Beschwerden mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 8. Juni 1998 zur�ckzuf�hren seien, mit "Ja". Seiner Einsch�tzung, welche dazu noch auf einer unzutreffenden Unfallschilderung beruht, kann schon deshalb nicht gefolgt werden, weil er sie nicht weiter erkl�rt. Frau PD Dr. med. T.________ unterscheidet demgegen�ber in ihrer Beurteilung korrekt zwischen den Unfallereignissen vom 9. Juni 1979, 8. Juni 1998 und 27. Juni 1998. Sie best�tigt die schweren vorbestehenden degenerativen Ver�nderungen der HWS und schliesst nicht aus, dass es durch das Sturzereignis vom 8. Juni 1998 zu einer richtunggebenden Verschlimmerung der Beschwerden �ber einen l�ngeren Zeitraum kam, w�hrend die anderen Unf�lle keine dauerhafte Verschlechterung der Gesundheitssituation h�tten bewirken k�nnen. Die Rotatorenmanschettenruptur der rechten Schulter "kann" nach ihrer Meinung traumatisch bedingt infolge des Unfalls vom 8. Juni 1998 aufgetreten sein. Dies wird allerdings von der orthop�dischen Fachperson im Gutachten des Zentrums W.________ unter anderem mit dem Hinweis auf die sp�te Entwicklung von erheblichen Schulterschmerzen in Frage gestellt. Wie es sich damit verh�lt, muss entgegen der Ansicht des Versicherten nicht durch ein weiteres polydisziplin�res Gutachten abgekl�rt werden. Fest steht n�mlich, dass jedenfalls im Zeitpunkt der Untersuchung durch die Gutachter des Zentrums W.________ (vom 27. M�rz und 4. April 2007), mehr als acht Jahre nach dem Sturz vom 8. Juni 1998, keine somatischen Unfallrestfolgen mehr gefunden wurden. Ob allenfalls bei der Abkl�rung durch Prof. Dr. med. A.________ (10. November 2003) und durch Frau PD Dr. med. T.________ (11. September und 10. November 2003) noch unfallbedingte Beschwerden gegeben waren, ist mit Blick darauf, dass die SUVA die Versicherungsleistungen erst per 30. Juni 2007 eingestellt hat, nicht entscheidrelevant. Massgebend ist f�r den vorliegenden Prozess einzig, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung keine organischen Beschwerden mehr vorhanden waren, welche auf den Unfall vom 8. Juni 1998 h�tten zur�ckgef�hrt werden k�nnen. Ob tats�chlich schon wenige Wochen nach dem Ereignis vom 8. Juni 1998 keine Unfallfolgen mehr persistierten, wie dies im Gutachten des Zentrums W.________ angenommen wird, kann an dieser Stelle offenbleiben. Die SUVA hatte nach Einstellung der Versicherungsleistungen Ende August 1998 im Rahmen der R�ckfallmeldung vom 17. Mai 2000 ihre Leistungspflicht erneut anerkannt, bis sie am 28. Juni 2007 die Einstellungsverf�gung, best�tigt durch den Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2008, erliess. Es kann nicht bezweifelt werden, dass es ihr zustand, in diesem Zusammenhang, insbesondere auch mit Blick auf die vom Versicherten geforderte Invalidenrente, eine erneute �berpr�fung des rechtserheblichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 8. Juni 1998 und den geklagten Beschwerden vorzunehmen.
4.3.1 Ein im Sinne der Rechtsprechung (vgl. Urteil 8C_806/2007 vom 7. August 2008 E. 8.2 mit zahlreichen Hinweisen) objektiv nachgewiesener Schaden, welcher Ende Juni 2007 noch h�tte auf den Unfall vom 8. Juni 1998 zur�ckgef�hrt werden k�nnen, liegt somit nicht vor. Wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat, kann darauf verzichtet werden, Bestand und nat�rliche Kausalit�t der nicht mit dem im Sinne der Rechtsprechung objektiv nachgewiesen Schaden erkl�rbaren Einschr�nkungen und Beschwerden n�her abzukl�ren, wenn es sich erweist, dass ein allf�lliger nat�rlicher Kausalzusammenhang nicht ad�quat und damit nicht rechtsgen�glich w�re (BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472). Der Versicherte verkennt, dass vorliegend f�r eine einwandfreie Ad�quanzpr�fung keine zus�tzlichen Abkl�rungen zum psychischen Gesundheitszustand mehr notwendig sind. Soweit das kantonale Gericht im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren (Entscheid vom 7. Juli 2010, VBE.2009.358) zum Ergebnis gelangte, auf das Gutachten des Zentrums W.________ sei nicht abzustellen, kann der Beschwerdef�hrer im vorliegenden Prozess nichts zu seinen Gunsten daraus ableiten. Die von der Vorinstanz in diesem Zusammenhang festgestellten Unklarheiten in der von der SUVA eingeholten Expertise betreffen allesamt Punkte, welche f�r die Invalidenversicherung als finaler Versicherungstr�ger relevant sind (namentlich die krankheitsbedingten somatischen und psychischen Beschwerden und deren Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit), nicht aber f�r die Unfallversicherung, wenn sich - wie vorliegend - ergibt, dass die organischen Beschwerden nicht mehr unfallkausal sind und die medizinisch nicht hinreichend nachweisbaren Leiden nicht in einem ad�quat kausalen Zusammenhang mit dem Unfall stehen.
4.3.2 Liegen keine organisch objektivierbaren Unfallfolgen mehr vor, l�sst sich der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall vom 23. M�rz 2007 nicht ohne besondere Pr�fung bejahen (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112). Da der Versicherte - wie im angefochtenen Gerichtsentscheid zutreffend dargelegt - weder ein Schleudertrauma noch eine �quivalente Verletzung der HWS oder ein Sch�del-Hirntrauma erlitten hat, ist die Ad�quanzpr�fung nach BGE 115 V 133 unter Ausschluss psychischer Aspekte durchzuf�hren. Bei dieser zu den psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall entwickelten Praxis hat das Bundesgericht im Rahmen seiner Pr�zisierung der Schleudertrauma-Praxis in BGE 134 V 109 keinen Handlungsbedarf gesehen (BGE 134 V 109 E. 6.1 S. 116). Entgegen den Vorbringen in der Beschwerde sind die Ad�quanzkriterien gem�ss BGE 134 V 109 E. 10.2 S. 127 ff. im vorliegenden Fall nicht relevant. Die Vorinstanz zeigt mit nachvollziehbarer Begr�ndung auf, dass - unter Ausserachtlassung psychischer Faktoren (vgl. BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140) - von den f�r eine Bejahung der Ad�quanz erforderlichen Kriterien weder eines in besonders ausgepr�gter Form erf�llt ist, noch mehrere dieser Kriterien in geh�ufter Weise zu bejahen sind.
4.4 Soweit der Beschwerdef�hrer schliesslich Einw�nde gegen den Experten des Zentrums W.________ Dr. med. B.________, Verfasser der neurologischen und psychiatrischen Teilgutachten, vorbringt, er�brigen sich Weiterungen, da dessen Erhebungen im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren ohne Relevanz bleiben.
Dem Prozessausgang entsprechend sind die Gerichtskosten vom Beschwerdef�hrer als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).