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Timestamp: 2016-10-24 07:05:54
Document Index: 136293041

Matched Legal Cases: ['Art. 25', 'Art. 86', 'Art. 82', 'Art. 83', 'Art. 90', 'Art. 89', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'Art. 75', 'Art. 25', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 25', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 3', 'Art. 22', 'Art. 3', 'Art. 109', 'Art. 68']

Einwohnergemeinde Gelterkinden, Beschwerdef�hrerin, handelnd durch den Gemeinderat, Marktgasse 8, 4460 Gelterkinden, und dieser vertreten durch Advokat Daniel Levy,
Bundesamt f�r Verkehr, Abteilung Infrastruktur,
Plangenehmigung (L�rmsanierung),
Am 30. Juni 2003 ersuchten die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB AG) das Bundesamt f�r Verkehr (BAV) um Durchf�hrung des ordentlichen Plangenehmigungsverfahrens betreffend L�rmsanierungsmassnahmen in der Gemeinde Gelterkinden mit einem integrierten Gemeindeprojekt �ber die Erschliessung von Bauland. Dabei beantragte die SBB AG den Bau von L�rmschutzw�nden mit einer Wandh�he von 1-2 m ab Schienenoberkante, den Einbau von Schallschutzfenstern und Schalld�mml�ftern sowie Erleichterungen, wo trotz der vorgesehenen Massnahmen weiterhin Immissionsgrenzwert�berschreitungen vorliegen w�rden.
Das in das L�rmsanierungsprojekt integrierte kommunale Erschliessungsprojekt sah vor, die im Gebiet "R�tschacher" geplante L�rmschutzwand zu verl�ngern und von 2 m auf 4 m zu erh�hen. Beabsichtigt war, die Wand bis zur H�he von 2 m �ber den Fonds f�r die Eisenbahngrossprojekte (Fin�V-Fonds) und dar�ber hinaus aufgrund bahnbetriebsfremder Interessen durch Dritte zu finanzieren. Die SBB AG wies im Plangenehmigungsverfahren ausserdem darauf hin, dass parallel zum vorliegenden Dossier ein Projekt "L�rmschutzwall R�tschacher" eines privaten Konsortiums aufliege (ARGE R�tschacher). Dieses Projekt sehe im Gebiet R�tschacher/Bodenacher vor, statt der L�rmschutzw�nde aus Beton 3 bzw. 4 m hohe Steinkorbmauern zu errichten und die Mulde hinter diesen Steink�rben mit Aushubmaterial zu einem Wall aufzuf�llen. Dieses Projekt werde im kantonalen Verfahren behandelt; ein entsprechendes Baugesuch sei eingereicht worden. Durch diese Variante sei der Eisenbahndamm optisch weitgehend nicht mehr sichtbar. Die Realisierung des L�rmsanierungsprojektes m�sse bis zum kantonalen Entscheid zu diesem Baugesuch ausgesetzt werden.
Im Rahmen eines ersten Einspracheverfahrens waren die baulichen Massnahmen zur L�rmsanierung (L�rmschutzwand bis 2 m H�he) im Gebiet R�tschacher nicht strittig. Gegen eine h�here Wand wehrten sich hingegen sowohl Anwohnende vorab aus Gr�nden des Orts- und Landschaftsschutzes wie auch Grundeigent�mer von nicht erschlossenem Bauland aufgrund der Absicht der Gemeinde, ihnen die Mehrkosten der L�rmschutzwand als Vorzugslast aufzuerlegen.
Das Bauinspektorat des Kantons Basel-Landschaft wies das Gesuch um Auff�llung (Teil des Gesuchs der ARGE R�tschacher) bis zur rechtskr�ftigen Erledigung der neuen Zonenzuteilung im betroffenen Baugebiet 2. Etappe ab und hiess die entsprechenden Einsprachen gut. Auf die Einsprachen gegen die L�rmschutzw�nde trat es mangels Zust�ndigkeit nicht ein, weil es das Baugesuch hinsichtlich der L�rmschutzw�nde an das BAV weitergeleitet habe.
Gegen diesen Entscheid f�hrte die ARGE R�tschacher Beschwerde bei der kantonalen Rekurskommission. Weil das Bauinspektorat ank�ndigte, seinen Entscheid in Wiedererw�gung zu ziehen, wurde das Verfahren vor der Rekurskommission am 24. Juni 2004 als erledigt abgeschrieben.
Die Bau- und Umweltdirektion des Kantons Basel-Landschaft erteilte der ARGE R�tschacher am 6. September 2004 eine "Ausnahmebewilligung f�r die Gel�ndeauff�llung" unter der Voraussetzung, dass die SBB AG die Variante der ARGE R�tschacher w�hle und ausf�hre. Die gegen das Baugesuch erhobenen Einsprachen wurden abgewiesen, soweit sie nicht durch die entsprechenden Auflagen in der Baubewilligung erf�llt wurden.
Diejenigen Anwohner, welche in erster Instanz unterlagen, erhoben gegen die "Gel�ndeauff�llung" Einsprache beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft. Zwecks Einigung zwischen den Parteien wurde das Verfahren sistiert.
Mit Zwischenentscheid vom 10. April 2006 verf�gte das BAV, dass das Plangenehmigungsverfahren Gelterkinden in zwei Etappen weitergef�hrt werde. Die erste Etappe umfasse dabei die Teilbereiche L1-L3 und R1-R5, die zweite Etappe den Teilbereich L4 (R�tschacher); das Verfahren betreffend L4 werde bis zum rechtskr�ftigen Entscheid �ber die Beschwerden gegen die am 6. September 2004 ergangene Verf�gung der Bau- und Umweltschutzdirektion sistiert.
Am 5. Januar 2007 erteilte das BAV die Plangenehmigung hinsichtlich der L�rmsanierung in den Teilbereichen L1-L3 und R1-R5. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft.
Nachdem die ARGE R�tschacher am 14. M�rz 2007 ihr Baugesuch betreffend die Gel�ndeauff�llung zur�ckgezogen hatte, wurde das kantonale Verfahren mit Verf�gung vom 10. Mai 2007 als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
Am 10. August 2007 reichte die SBB AG beim BAV ein ge�ndertes Plangenehmigungsgesuch betreffend L�rmsanierungsmassnahmen im Teilbereich L4 ein. Das Projekt sieht den Bau von L�rmschutzw�nden mit einer Gesamtl�nge von 827 m und einer H�he von (unver�ndert) 2 m ab Schienenoberkante vor (wogegen das Gemeindeprojekt eine H�he von 3 bzw. 4 m vorgesehen hatte). Ausserdem wurde um Genehmigung von Erleichterungen in Bezug auf rund 60 Liegenschaften ersucht, bei denen trotz Rollmaterialsanierung und baulicher Massnahmen die Immissionsgrenzwerte nicht eingehalten werden k�nnten.
Mit Verf�gung vom 8. Dezember 2008 schrieb das BAV das urspr�ngliche Plangenehmigungsgesuch vom 30. Juni 2003 als gegenstandslos geworden ab und genehmigte die Projekt�nderung vom 10. August 2007 mit Auflagen und Vorbehalten.
Mit Eingabe vom 9. Dezember 2009 f�hrt die Einwohnergemeinde Gelterkinden Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Sie verlangt eine teilweise Aufhebung bzw. �nderung des Urteils vom 4. November 2009. Dabei beantragt sie (u.a.), die SBB AG sei zu verpflichten, die L�rmsanierungsmassnahmen mit dem kommunalen Erschliessungsprojekt in konstruktiver und zeitlicher Hinsicht zu koordinieren. Mit Blick darauf stellt sie zudem das Gesuch, der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung beizulegen.
Die SBB AG und das BAV beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, w�hrend das Bundesverwaltungsgericht auf eine Stellungnahme verzichtet.
Das Bundesamt f�r Raumentwicklung hat sich ebenfalls zur Angelegenheit vernehmen lassen und kann im Vorgehen des BAV keine Verletzung von Art. 25a RPG erkennen.
Der Pr�sident der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung hat das Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung mit Verf�gung vom 3. Februar 2010 abgewiesen.
1.1 Der angefochtene Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts (Art. 86 Abs. 1 lit. a BGG) st�tzt sich in erster Linie auf Bundesverwaltungsrecht (eidgen�ssisches Eisenbahn- resp. Umweltrecht) und betrifft demzufolge eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit im Sinne von Art. 82 lit. a BGG. Ein Ausschlussgrund nach Art. 83 BGG liegt nicht vor. Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Die Beschwerdef�hrerin ist durch die Ausgestaltung der baulichen L�rmschutzmassnahmen auf Gemeindegebiet und das vorgegebene Zeitprogramm zur Vollendung der Erschliessungsbauten in ihren hoheitlichen Befugnissen und Aufgaben betroffen. Sie ist durch den abweisenden Entscheid der Vorinstanz in besonderem Masse ber�hrt, zumal das Bundesverwaltungsgericht die Rechtm�ssigkeit der geplanten L�rmsanierung best�tigt hat. Entsprechend ist die Beschwerdef�hrerin zur Beschwerde im Sinne von Art. 89 Abs. 1 BGG legitimiert (BGE 134 II 137 E. 1.2 S. 139; 131 II 753 E. 4.3.3 S. 759; Urteil 1C_101/2007 vom 26. Februar 2008 E. 1.3). Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass, weshalb auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde unter Vorbehalt von E. 1.2 hiernach einzutreten ist.
Strengere Anforderungen gelten, wenn die Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willk�rlichen Anwendung von kantonalem oder kommunalem Recht und Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung - BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255) geltend gemacht wird. Dies pr�ft das Bundesgericht nicht von Amtes wegen, sondern nur insoweit, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). F�r derartige R�gen gelten die gleichen Begr�ndungsanforderungen, wie sie gest�tzt auf Art. 90 Abs. 1 lit. b OG f�r die staatsrechtliche Beschwerde gegolten haben (BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254 mit Hinweisen). Die Beschwerdeschrift muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen; auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein. Wird eine Verletzung des Willk�rverbots geltend gemacht, muss anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261 mit Hinweisen).
Die Beschwerdef�hrerin macht im Wesentlichen geltend, das angefochtene Urteil verletze Art. 75 Abs. 2 BV und Art. 25a RPG, weil das umstrittene eisenbahnrechtliche L�rmsanierungsprojekt ungen�gend mit dem kommunalen Projekt zur Erschliessung der Bauzone im Gebiet R�tschacher koordiniert sei.
2.1 Das Gebot der Koordination von raumplanerischen und umweltrechtlichen Verfahren verlangt in materieller Hinsicht, dass die Rechtsanwendung inhaltlich abgestimmt wird, wenn f�r die Verwirklichung eines Projekts verschiedene materiellrechtliche Vorschriften anzuwenden sind und zwischen diesen Vorschriften ein derart enger Sachzusammenhang besteht, dass sie nicht getrennt und unabh�ngig voneinander angewendet werden d�rfen (BGE 122 II 81 E. 6d/aa S. 87 mit Hinweisen). In formeller Hinsicht folgt aus der Koordinationspflicht, dass dort, wo f�r die Errichtung oder �nderung einer Baute Verf�gungen mehrerer Beh�rden n�tig sind, eine Beh�rde zu bezeichnen ist, die f�r ausreichende Koordination zu sorgen hat (vgl. Art. 25a Abs. 1 RPG in der Fassung vom 6. Oktober 1995; Bundesgesetz �ber die Koordination und Vereinfachung von Entscheidverfahren vom 18. Juni 1999, AS 1999 S. 3071 ff.). So sind unter anderem die Gesuchsunterlagen gemeinsam �ffentlich aufzulegen und d�rfen die Verf�gungen keine Widerspr�che enthalten (Art. 25a Abs. 2 lit. b und Abs. 3 RPG). Zur formellen Koordination geh�rt grunds�tzlich auch, dass anschliessend an die verfahrensrechtlich und zeitlich verbundene Er�ffnung der Bewilligungen ein einheitliches Rechtsmittelverfahren durchgef�hrt wird. Ein solches ist indessen - wie schon in BGE 122 II 81 E. 6d/aa S. 88 festgehalten worden ist - dann nicht m�glich, wenn die zur Bewilligung eines Vorhabens massgeblichen Rechtsfragen teils durch Bundes- und teils durch kantonale Beh�rden zu beurteilen sind. Ein einheitliches Rechtsmittelverfahren f�llt demnach ebenfalls ausser Betracht, wenn die projektierte Baute oder Anlage nach der gesetzlichen Regelung aus einem dem kantonalen und einem dem eidgen�ssischen Recht unterliegenden Teil besteht und eine Ausdehnung der einen oder anderen Kompetenz nicht m�glich ist. In diesen F�llen beschr�nkt sich die Koordination auf eine inhaltlich abgestimmte Rechtsanwendung.
2.2 Gem�ss Art. 18 Abs. 1 und 2 EBG d�rfen Eisenbahnanlagen nur mit einer Plangenehmigung erstellt oder ge�ndert werden, wobei mit Ausnahme gewisser im Anhang zum EBG definierter Grossprojekte das BAV Genehmigungsinstanz ist. Mit der Plangenehmigung werden s�mtliche nach Bundesrecht erforderlichen Bewilligungen erteilt. Kantonale Bewilligungen und Pl�ne sind nicht erforderlich. Das kantonale Recht ist zu ber�cksichtigen, soweit es die Bahnunternehmung in der Erf�llung ihrer Aufgaben nicht unverh�ltnism�ssig einschr�nkt (Art. 18 Abs. 3 und 4 EBG). Dem kantonalen Recht unterstehen demgegen�ber die Erstellung und �nderung von Bauten und Anlagen, die nicht ganz oder �berwiegend dem Bahnbetrieb dienen (Art. 18m Abs. 1 EBG).
2.3 Um vorliegend zu beurteilen, ob das Koordinationsgebot beachtet wurde, ist zun�chst die Ausgangslage detaillierter zu schildern. Das Bundesverwaltungsgericht hat dies in E. 10 getan:
Demnach besprachen im August 2001 Vertreter der Beschwerdef�hrerin, der Beschwerdegegnerin, des BAV und des Kantons Basel-Landschaft offene Fragen zur ausstehenden Eisenbahnl�rmsanierung im Hinblick darauf, dass die Beschwerdef�hrerin beabsichtigte, das Bauland im R�tschacher zu erschliessen. Die Beschwerdegegnerin erkl�rte sich gem�ss unbestrittener Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz bereit, das kommunale Erschliessungsprojekt in ihr L�rmsanierungsprojekt mit Kostenteiler zu integrieren. Zu diesem Zweck sah die ARGE R�tschacher (siehe lit. A hiervor) den Bau von 3 bzw. 4 m hohen Steink�rben und die Auff�llung der Gel�ndemulde zwischen der bestehenden Wohnzone und der geplanten L�rmschutzwand vor, damit die Wandh�he nicht �berm�ssig in Erscheinung trete. Nachdem die Baubewilligung f�r das kommunale Projekt der Gel�ndeauff�llung schliesslich erteilt worden war, zog die ARGE R�tschacher im M�rz 2007 das Baugesuch zur�ck, weil niemand von privater, kommunaler oder kantonaler Seite gegen�ber der Beschwerdegegnerin die geforderte Stabilit�t des Bahndamms nach der Aufsch�ttung garantieren wollte. Um die Erschliessung von Bauland im R�tschacher zu erm�glichen, blieb allein das kommunale Vorhaben, die L�rmschutzw�nde mit einer H�he von 3 bzw. 4 m H�he auszuf�hren, gegen welches verschiedene Einsprachen vorlagen. Angesichts dieser Umst�nde entschied sich die Beschwerdegegnerin, das Plangenehmigungsgesuch auf ihr Projekt der L�rmsanierung zu beschr�nken, weil f�r die h�here Wand ohne Aufsch�ttung keine raumplanungsrechtliche Auseinandersetzung erfolgt war, sich das Erschliessungsprojekt mit dem Wegfall der Aufsch�ttung als ungen�gend erwiesen hatte und die h�here Wand umstritten war. Die Beschwerdegegnerin als sanierungspflichtige Bahnunternehmung wollte dadurch eine Verz�gerung um weitere Jahre vermeiden. Zudem war die Frage der kommunalen Erschliessungsfinanzierung in absehbarer Zeit nicht gekl�rt.
2.4 Das Bundesverwaltungsgericht qualifiziert zun�chst das urspr�ngliche Projekt, die kombinierte Wand gem�ss dem Plangenehmigungsgesuch vom 30. Juni 2003, als eine Mischbaute, welche �berwiegend dem Bahnbetrieb dienen sollte und f�r die ebenfalls Art. 18 ff. EBG zur Anwendung gelangt w�re. Das eisenbahnrechtliche Plangenehmigungsverfahren werde von der Dispositionsmaxime beherrscht. Demnach leite die Infrastrukturbetreiberin das Verfahren ein und nur sie k�nne �ber den Inhalt des Gesuchs bestimmen. Nachdem niemand die Stabilit�t des Bahndamms nach der projektierten Aufsch�ttung habe garantieren k�nnen und gegen die kommunal vorgesehenen L�rmschutzw�nde verschiedene Einsprachen vorgelegen h�tten, habe sich die Beschwerdegegnerin aus guten Gr�nden veranlasst gesehen, ihr Projekt zu �ndern. Denn sie sei verpflichtet, ihr Eisenbahnnetz bis 2015 in l�rmrechtlicher Hinsicht zu sanieren. Das Einreichen einer Projekt�nderung sei dann zul�ssig, wenn dem Koordinationsgebot weiterhin ausreichend Beachtung geschenkt werde. In seiner weiteren Pr�fung gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss, dass dem so sei.
2.5 Das ARE f�hrt zur R�ge der Beschwerdef�hrerin aus, Art. 25a RPG beziehe sich auf Situationen, in denen f�r ein bestimmtes Vorhaben Verf�gungen mehrerer Beh�rden n�tig seien. Damit solle beispielsweise verhindert werden, dass zuerst die eine Beh�rde die Baubewilligung f�r ein Vorhaben erteile, sp�ter eine andere die daf�r notwendige Rodungsbewilligung verweigere. Die Koordination mehrerer Bau- bzw. Ausbauetappen sei jedoch nicht Gegenstand von Art. 25a RPG. Diese sei Sache der Bauherrschaft bzw. der Bauherrschaften. W�rden verschiedene Vorhaben, welche die gleichen Gebiete betr�fen, in die Zust�ndigkeit verschiedener Beh�rden fallen, so h�tten diese ihre Planungen aufeinander abzustimmen. Diese Abstimmungspflicht betreffe allerdings prim�r das r�umliche Ergebnis: Es sei eine r�umliche Situation anzustreben, mit welcher die r�umlichen Anliegen der verschiedenen planenden Gemeinwesen m�glichst gut ber�cksichtigt w�rden. �ber die Frage, wer welchen Aufwand und welche Kosten zu tragen habe, sei damit nichts gesagt. Wenn die Beschwerdef�hrerin anstrebe, die Realisierung der eisenbahn- und umweltschutzrechtlich notwendigen L�rmschutzw�nde aufzuschieben, um aus kommunaler Sicht erw�nschte zus�tzliche L�rmschutzmassnahmen kosteng�nstiger zu verwirklichen, k�nne sie diese Forderung aus Sicht des ARE nicht auf Art. 25a RPG st�tzen.
2.6 Diese Argumentationen stehen in �bereinstimmung mit der Rechtslage. Zun�chst setzt Art. 3 des Bundesgesetzes �ber die L�rmsanierung von Eisenbahnen vom 24. M�rz 2000 (BGLE; SR 742.144) die Frist f�r die Durchf�hrung der baulichen Massnahmen an bestehenden ortsfesten Eisenbahnanlagen und die Schallschutzmassnahmen an bestehenden Geb�uden auf den 31. Dezember 2015 fest. Nach Art. 22 Abs. 1 der Verordnung �ber die L�rmsanierung von Eisenbahnen vom 14. November 2001 (VLE; SR 742.144.1) sind die baulichen L�rmschutzmassnahmen auf den Strecken der Huckepackkorridore Gotthard (Basel - Brugg - Rotkreuz - Chiasso, Giubiasco - Caviano, Thayngen - Z�rich - Brugg, Killwangen - Othmarsingen) und L�tschberg (Basel - Olten - Bern - Thun - Brig), sowie auf der Strecke Olten - Lenzburg vor den Massnahmen auf den �brigen Sanierungsstrecken durchzuf�hren. Gelterkinden liegt an der wichtigen Achse Basel - Olten. Bereits am 28. Mai 2001 veranlasste das BAV darum die Beschwerdegegnerin, die Auflageprojekte zur Strecke Frenkendorf - Trimbach bis Ende Juni 2003 aufzulegen. Die entsprechenden Plangenehmigungsverfahren konnten - mit Ausnahme des hier strittigen - seit l�ngerem abgeschlossen werden. Bauarbeiten sind einzig noch im Raum Liestal im Gange. Es kann nicht angehen, dass die Beschwerdef�hrerin mit ihrem Projekt zur Bauzonenerschliessung die der Beschwerdegegnerin obliegende L�rmsanierung auf ungewisse Zeit hin verz�gert. Zudem haben die Anwohner einen Anspruch auf rasche Re-duktion des �berm�ssigen Bahnl�rms. Wie das BAV zu Recht zu bedenken gibt, ist auch ein Scheitern des kommunalen Erschliessungsprojekts nicht auszuschliessen, zumal die Beschwerdef�hrerin selber einr�umt, es k�nne noch mehrere Jahre dauern bis zur Baureife ihres Erschliessungsprojekts. Einzig deswegen die umweltschutz- und eisenbahnrechtlich gebotene L�rmsanierung hinauszuschieben, sprengt den Rahmen des Koordinationsgebots. Mit den Auflagen, welche das BAV f�r die Fundamente und die Stahlprofile der L�rmschutzwand 1 gemacht hat, ist der Koordination Gen�ge getan: Die Fundamente sind f�r 4 m hohe L�rmschutzw�nde ausgelegt und wurden vom Fin�V-Fonds finanziert. Weiter verf�gte das BAV, die Stahlprofile mit Schrauben auf den Fundamenten zu befestigen, sodass sie allenfalls ohne unverh�ltnism�ssigen Aufwand durch l�ngere ersetzt und mit zus�tzlichen Wandelementen erg�nzt werden k�nnten. Dadurch sollten sp�tere Erdarbeiten bahnseitig der L�rmschutzw�nde vermieden werden. Zudem wurde erm�glicht, die Fundamente gleichzeitig mit den �brigen L�rmschutzw�nden in Gelterkinden zu erstellen, sodass eine erneute Baustelleneinrichtung vermieden werden kann. Solange die Finanzierung des kommunalen Erschliessungsprojekts nicht gesichert ist, ist eine weiter gehende Koordination gar nicht m�glich. Die Beschwerdef�hrerin begr�ndet denn auch nicht rechtsgen�glich, worin die Verletzung des Koordinationsgebots bestehen soll, sondern nennt lediglich Probleme, welche sich ihr bei der fraglichen Baulanderschliessung stellen. Finanzielle Beweggr�nde auf ihrer Seite verm�gen ein weiteres Zuwarten mit der L�rmsanierung der Eisenbahnstrecke aber nicht zu rechtfertigen. Derart eng ist der Sachzusammenhang zwischen dem Sanierungsprojekt und der Erschliessung des Baulands nicht. Hinzu kommt, dass die Beschwerdef�hrerin zwar Mehrkosten in unermesslicher H�he geltend macht, dazu aber keinerlei konkrete Zahlen vorlegt. Schon die Vorinstanz hat festgehalten, entgegen der Meinung der Beschwerdef�hrerin sei nicht mit erheblichen Mehrkosten bei einer allf�lligen sp�teren Erh�hung der L�rmschutzw�nde zu rechnen. Hingegen seien weiter gehende bauliche Massnahmen zulasten des Kredits Fin�V nicht zul�ssig, zumal ein konkretes und finanziell abgesichertes kommunales Erschliessungsprojekt nicht vorliege. Damit setzt sich die Beschwerdef�hrerin nicht substanziiert auseinander, sondern beharrt auf ihrem Standpunkt.
2.7 Dem Bundesverwaltungsgericht ist demnach keine Verletzung von Verfassungs- oder Bundesrecht vorzuwerfen. Was die Beschwerdef�hrerin im Zusammenhang mit ihrer h�ngigen Baulanderschliessung verlangt, l�sst sich nicht mit dem Koordinationsgebot begr�nden.
Ebenfalls nicht zu h�ren ist die Beschwerdef�hrerin mit ihrer R�ge, das vom BAV gesetzte Zeitprogramm sei zu knapp bemessen. In der von der Beschwerdef�hrerin bem�ngelten Auflage (Ziff. 4.6.3 Abs. 2 des Genehmigungs-Dispositivs) legt das BAV fest, die baulichen Massnahmen seien innert zwei Jahren ab Rechtskraft der Plangenehmigungsverf�gung fertig zu stellen. Vorbehalten werde eine Erstreckung dieser Frist um ein Jahr, falls f�r das Erschliessungsprojekt innert einem Jahr ab Rechtskraft der Plangenehmigungsverf�gung eine rechtskr�ftige Baubewilligung sowie eine gesicherte Finanzierung vorl�gen. Das Bundesverwaltungsgericht stimmt der Beschwerdef�hrerin sinngem�ss darin zu, dass die kommunale Entscheidfindung langwierig sein kann, stellt aber die Wichtigkeit der L�rmsanierung und den Zeithorizont bis 2015 in den Vordergrund. Es zieht zu Recht in Erw�gung, dass nicht prognostiziert werden k�nne, wie lange sich die Prozesse auf Gemeindeebene hinz�gen. Mit Blick auf die L�rmsanierung w�re es aus Sicht der Vorinstanz darum unverantwortlich und mit Art. 3 BGLE nicht vereinbar, die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die rechtskr�ftige Erledigung des kommunalen Baugesuchsverfahrens abzuwarten. Diese Ausf�hrungen treffen zu, und es ist nichts beizuf�gen (Art. 109 Abs. 3 BGG).
Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 68 Abs. 3 BGG). Parteientsch�digungen sind keine zuzusprechen, da die Beschwerdegegnerin nicht anwaltlich vertreten ist.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesamt f�r Verkehr, dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt und dem Bundesamt f�r Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.