Source: https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/archiv/detail/nachzahlung-ausbildungszeiten-mehrere-antraege-fuer-einzelne-monate-in-den-naechsten-jahren.html
Timestamp: 2020-02-27 05:06:28
Document Index: 315175665

Matched Legal Cases: ['§ 207', '§207', '§ 14', '§ 14', '§207', '§38']

Nachzahlung Ausbildungszeiten | Mehrere Anträge für einzelne Monate in den nächsten Jahren | Ihre Vorsorge
Nachzahlung Ausbildungszeiten | Mehrere Anträge für einzelne Monate in den nächsten Jahren
ich plane für das 17. Lebensjahr Beiträge nachzuzahlen und beabsichtige das in Etappen zu beantragen.
Ich meine nicht Ratenzahlung, sondern ich beantrage beispielsweise erstmal nur 1 der 12 für mich möglichen Monate.
Spielt es für die Berechnung der belegungsfähigen Monate eine Rolle, ob ich in meinem ersten Antrag mit dem Monat meines 16. Geburtstags beginne oder ist es besser mit dem Monat vor meinem 17. Geburtstag zu beginnen?
Die Überlegung zu meiner Frage ist, wenn ich erstmal nur mit einem Monat beginne, ob dann gleich 12 Monate in die Berechnung als belegungsfähige Monate aufgenommen werden?
Dies würde meinem Grundwert verschlechtern, bis ich alle 12 Monate belegt habe und da ich das nun Jahr für Jahr machen würde, würde das dauern und in der Zeit kann sich einiges ändern.
vllt. sollten Sie zuerst einmal beim RV-Träger nachfragen, ggfls. in einer persönlichen Vorsprache in der Auskunfts- und Beratungsstelle, für welche Zeiten überhaupt eine Zahlung von Beiträgen möglich ist.
Normalerweise sind dies meist die Zeiten vom 16. bis zum 17. Geburtstag und für die Anrechnungszeiten die über die 8 Jahre hinausgehen und deshalb nicht mehr angerechnet werden.
Ab dem 17. Lebensjahr werden die Ausbildungszeiten als Anrechnungszeiten anerkannt, für diese Monate ist dann eine Beitragszahlung nicht möglich.
Voraussetzung für eine erfolgreiche Beratung ist natürlich, dass eine vollständige Kontenklärung schon stattgefunden hat.
Es gibt doch immer wieder Ideen, die sind so genial oder auch völlig abwegig, dass man sich fragen muss, ist der Fragesteller so gut im Thema oder einfach nur verwirrt? Mir ist noch nie ein Fall untergekommen, wo die Nachzahlung von freiwilligen Beiträgen für Schulzeiten in Raten gezahlt wurde.
Ich hoffe nicht das ich zu verwirrt bin, auch wenn ich Genialität leider auch ausschließe.
Das Ratenzahlung möglich ist, ist dem ganz normalen Antrag für Nachzahlungen zu entnehmen.
Den Tipp einen Antrag nur für einzelne Monate zustellen, habe hier im Forum erhalten.
Somit zu meiner Aussgangsfrage zurück:
Spielt es eine Rolle für die Anzahl der belegungfähigen Monate, wenn mit nur erstmal für den Monat des 16.Geburtstags ein Antrag gestellt wird. Beginnt dann die Berechnung der belegungsfähigen Monate mit diesem Monat und somit bleiben bis zu einem weiteren Antrag erstmal 11 Monate offen?
Ob das Sinn macht, wage ich nicht zu beantworten, aber ...
Die belegungsfähigen Monate werden ab dem 17. Lebensjahr berechnet und dann kommen die MOnate drauf, die ggf. davor lagen ... ob das mun ein Monat ist oder mehr ... Eine "Lücke" vor dem 17. Lebensjahr sollte nicht als Lücke zählen.
Vielen Dank senf-dazu.
Das klingt nach der Antwort die ich erhofft hatte.
Was macht Ihrer Meinung nach keinen Sinn?
„Der Gesamtzeitraum verlängert sich um Kalendermonate mit rentenrechtlichen Zeiten vor Vollendung des 17. Lebensjahres. Dabei kommt es allein auf einzelne, mit rentenrechtlichen Zeiten belegte Kalendermonate vor dem vollendeten 17. Lebensjahr an. Der Gesamtzeitraum wird somit nicht durch Lücken verlängert, die nach dem erstmaligen Vorliegen einer rentenrechtlichen Zeit, aber vor vollendetem 17. Lebensjahr liegen.“
http://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_72R3
Warum eine stückweise Zahlung unsinnig sein sollte, sehe ich nicht. Bei Mindestbeiträgen vielleicht; aber das Geld für zwölf Höchstbeiträge hat man im allgemeinen nicht in der Portokasse.
Informationen zur Nachzahlung für schulische Ausbildungszeiten finden Sie unter folgendem Link:
http://rvliteratur.drv-bund.de/pdf/recht_sv/info_nachzahlung_p207.pdf
Beachten Sie bitte hierzu im Abschnitt "Hinweise zu Vermeidung einer unzweckmäßigen Nachzahlung" besonders den Absatz "Nachzahlung für eine Ausbildung vor dem 17. Lebensjahr".
Den Ausführungen von "chi" kann ich mich anschließen. Ungeachtet dessen empfehle ich Ihnen eine persönliche, individuelle Beratung in einer Auskunfts- und Beratungsstelle Ihres Rentenversicherungsträgers. Gerade bei diesem Thema erhalten Sie dort auch wertvolle Hinweise, ob, für welche Zeiträume und in welcher Höhe eine Nachzahlung von Beiträgen unter Berücksichtigung Ihrer bisherigen Versicherungsbiografie in Ihrem konkreten Einzelfall sinnvoll sein könnte.
Ob das Splitten eines Antrages in 12 Einzelanträge (Antrag, Bearbeitung, Einzahlung, Verbuchung, Beleg schicken) sinnvoll ist darüber kann man sich trefflich streiten.
Aus Sicht der Bürokratie sicher nicht - macht 12 fache Arbeit!
chi, ERNEUT herzlichen Dank.
Auch an die Experten der DRV ein dankeschön.
Zu der oft wiederholten Empfehlung des persönlichen Termins in einer Beratungsstelle. In zwei Angelegenheiten bin ich bereits vorstellig geworden und leider mir flaschen Auskünften beraten worden.
Allein deshalb ziehe ich eine Fragesstellung hier vor, die allen die Möglichkeit gibt einen Sachverhalt in Ruhe zu beantworten und nicht ad-hoc in einem Termin mit
detailliertesten Fragen überfallen zu werden. Und: Jeder hat mal einenn schlechten Tag.
Ergänzend zum ursprünglichen Sachverhalt:
1. 1 Jahr (Fast)-Höchstbeitrag aus der Portokasse ist die eine Frage
2. Die steuerliche Absetzbarkeit eine andere
3. Und ja, der Wert für die Grundbewertung würde sich verschlechtern, wenn durch ein splitten der Anträge Lücken (wenn auch nur temporär geplant) entstehen würden
4. Möchte ich mir alle 12 Monate als Zeiten freiwilliger Beiträge sichern, damit es mir aus heutiger Sicht egal sein kann, was ich in den letzten zwei Jahren vor der Rente für besonders langjährig Versicherte mache.
ob die Beratungen/Auskünfte die sie in der Beratungsstelle erhalten haben falsch waren, oder nur nicht ihren Wünschen oder Vorstellungen entsprochen haben, kann hier im Forum keiner beurteilen. Mit Sicherheit hatte der/die Berater/in aber Zugriff auf ihre Versicherungsdaten und konnte daraus die entsprechenden fundierten Auskünfte erteilen und ggf. Berechnungen durchführen.
Hier im Forum werden sie diese Auskünfte, selbst vom Experten und allen anderen Usern niemals bekommen.
Hier erhalten sie immer nur allgemeine Empfehlungen und Hinweise und teilweise auch Vermutungen, aber keine Rechtsverbindliche Auskunft, diese können sie tatsächlich nur persönlich in einer DRV-Beratungsstelle oder auf schriftliche Anfrage von ihrem zuständigen RV-Träger erhalten.
Keine Frage, da gebe ich ihnen Recht.
Ich muss auch zugeben das eine gewisse Verärgerung mitschwingt.
2011 habe ich mich über das Thema Altersrente für besonders langjährige Versicherte etwas besser informieren wollen und habe das bei der online Termin Vereinbarung auch angegeben.
Die Dame in der Beratungsstelle wollte mir partout einreden, das für mich die Altersrente für langjährig Versicherte wichtiger wäre.
Dieses Jahr habe ich zum Thema Nachzahlung für Ausbildungszeiten einen Termin online vereinbart. Der Termin war mit einer Wartezeit von ca. 2 Monaten möglich. Das ist noch halb so wild.
Auch hier habe ich dann in dem Notizfeld das Thema angegeben und auch konkret formuliert, das ich gerne zwei Probeberechnungen mit den jeweiligen Beiträgen erstellt haben möchte.
Termin war am 25.03. und die Berechnungen habe ich heute NOCH NICHT, sondern werden mir mit der Post zugesandt.
Dafür muss ich zum Termin?
Das eService Portal der DRV war dem Mitarbeiter leider unbekannt.
Auch wurde mir gesagt, das die Nachzahlung als Pflichtbeitragszeit aufgenommen wird.
Was mir leider auch in beiden Termin gefehlt hat, wären pro-aktive Hinweise zum meinem Versicherungsverlauf. Da kam in beiden Fällen nicht wirklich was und so erarbeite ich mir das Wissen und freue mich dazu über die Unterstützung hier sehr.
Sorry, für meine Ausführungen, aber vielleicht verstehen Sie das meine Begeisterung für die Terminempfehlungen sich in Grenzen hält.
lesen Sie sich doch noch mal die Frage von @John Doe durch und die Antworten von @senf-dazu und @chi. @John Doe hat genau die Auskünfte bekommen, die er haben wollte. Von zwei Usern hier im Forum - nicht in der Beratungsstelle!
Im Übrigen: Das sind zwei super Antworten, knapp und präzise auf den Punkt gebracht. Da hätte sich der Aufwand mit einem Beratungstermin wirklich nicht gelohnt und das hätte auch kein Berater besser machen können!
Mit Sicherheit hatte der/die Berater/in aber Zugriff auf ihre Versicherungsdaten und konnte daraus die entsprechenden fundierten Auskünfte erteilen und ggf. Berechnungen durchführen.
Welche Berechnungen hätte der Berater denn Ihrer Meinung nach durchführen sollen, um @John Does Frage zu beantworten? Hätte er zunächst eine Berechnung mit Nachzahlung für den frühesten Monat und anschließend eine Berechnung mit Nachzahlung für den letzten Monat durchführen sollen, um dann herauszufinden, was bereits schwarz auf weiß in der Rechtlichen Arbeitsanweisung steht (siehe Link in der Antwort von @chi)?
Sorry, aber das braucht's wirklich nicht.
Zu allem Übel würde @John Doe die von Ihnen in Aussicht gestellten Berechnungen wohl gar nicht bekommen, da sogenannte Optimierungsberechnungen für die Nachzahlung nach § 207 SGB VI gar nicht durchgeführt werden sollen:
http://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_207R5&a=true
Fazit: Hier im Forum geht mehr, als Sie denken!
@John Doe: Sie haben alles richtig gemacht und Ihre Überlegungen sind nicht dumm, sondern clever.
[quote=320891]
Hallo @ von Unwissende und John Doe,
ich habe mir die Frage von John Doe und auch die korrekten Antworten von Senf-dazu und chi sehr wohl genau durchgelesen und seine/ihre Überlegungen sind mit Sicherheit nicht dumm.
Die Antworten zum Gesamtzeitraum/Gesamtleistungsbewertung etc. hätten sie aber schon vom Berater bekommen sollen , shit happens.
Das der Berater vor Ort keine Optimierungsberechnungen vorgenommen hat war schon klar, aber Anspruch auf eine Rentabilitätsberechnung besteht schon.
Siehe Zitat aus der GRA §207 R5
Im Rahmen der Beratungspflicht (§ 14 SGB I >>(SGB I § 14 G0)) zur Nachzahlung sind zwar sogenannte Optimierungsberechnungen nicht vorzunehmen, jedoch besteht nach der Rechtsprechung des BSG die Pflicht, einen Rat zu geben, der möglichst nahe an die günstigste Verwendung nachgezahlter Beiträge herankommt. Eine fiktive Berechnung der Rentenanwartschaften mit der beabsichtigten Nachzahlung neben einer Rentenauskunft unter Berücksichtigung der tatsächlich zurückgelegten Zeiten ist daher vorzunehmen, um das Ergebnis der beabsichtigten Gestaltungsmöglichkeit (Nachzahlung) aufzuzeigen.
Auch hätte der/die Berater/in aus den vorhanden Daten den aktuellen Gesamtleistungswert ermitteln können und zumindest eine Empfehlung zur Beitragshöhe für die Nachzahlung geben können.
da sie die Nachzahlung gem. §207 u.U. auf einen Zeitraum von bis zu 12 Raten/Jahren verteilen wollen, nehme ich an das sie jetzt ca. Mitte 30 sind.
Das sie dann bereits im Jahr 2011 !? also mit Anfang/Mitte 20 und noch vor Inkrafttreten (01.01.2012) des §38 SGB 6 eine Beratung zur Altersrente für besonders langjährig Versicherte ab dem 65 LJ. haben wollten hätte mich als Berater auch irritiert und aus damaliger Sicht, war die Empfehlung der Beraterin, sich doch vorrangig um die Wartezeit von 35 J für die AR für langjährig Versicherte und für Schwerbehinderte zu kümmern schon richtig.
John Doe sie sollten die Dinge ruhiger angehen und zu einer angemessenen Zeit. Keep cool!
PS. Auf meine Probeberechnung habe ich 3 Monate gewartet.
eine Rentabilitätsberechnung ist ja ganz schön und gut, aber eine Rentabilitätsberechnung hätte @John Does Frage leider nicht beantworten können...
Auch hätte der/die Berater/in aus den vorhanden Daten den aktuellen Gesamtleistungswert ermitteln können
nehme ich an das sie jetzt ca. Mitte 30 sind.
Ganz ehrlich: Wenn Sie davon ausgehen, dass @John Doe jetzt Mitte 30 ist, dann macht die Berechnung des aktuellen Gesamtleistungswerts vor dem Hintergrund der Fragestellung wenig Sinn.
Für die zahlreichen sachlichen Beiträge bedanke ich mich sehr.
Wenn ich mit den Berichten von meinen Erfahrungen dem ein oder anderen auf den Schlips getreten bin, dann bitte ich dafür um Nachsicht.
Ich habe nicht vor meinen Antrag in 12 Anträge zu splitten.
Mein Beispiel mit dem Antrag für einen Monat Nachzahlung, war als Veranschaulichung meiner Fragestellung gedacht.
Auch hier bitte ich um Nachsicht, das ich als Laie das nicht besser formuliere.
Auch wenn ich mit den Beratungen vor Ort Pech hatte, soll das nicht als pauschale Kritik verstanden werden.
Insbesondere die Experten der DRV hier im Forum habe es meiner Meinung nach schwerer etwas zu beantworten.
Ein Forumsteilnehmer wie ich, stellt eine auf seine persönliche Situation abzielende Frage und dann sollen die Experten die individuelle Frage so beantworten, das die allgemeingültigkeit der Antwort gewahrt wird. Nicht einfach. Mein Respekt. Allein deshalb mach die Empfehlung zu einer persönlichen Beratung mehr als Sinn.
Was mir aber unverständlich bleibt, wie private teilnehmende Experten hier im Forum in Fragestellungen Sachverhalte interpretieren, die absolut unerheblich sind.
Welche Rolle spielt es, ob ich in meinem Beispiel von 1 oder 12 Anträgen spreche?
Auch der Hinweis auf eine Kontenklärung oder ob ich Nachzahlen darf, hat in diesem Fall nichts mit meiner Frage zu tun.
Auch die tolle Antwort, weil es jemandem noch nie vorkommen ist, das Ratenzahlung für Nachzahlungen gewählt wird, ist ein überflüssiger und auch noch falscher Beitrag.
Und zu der Terminempfehlung:
Die Antwort hier habe ich innerhalb eines Tages erhalten.
Vereinbare ich wieder einen Termin mit einer Vorlaufzeit von 2 Monaten und muss dann 3 Monate auf eine Proberechnung warten, dann steht das doch in keinem Verhältnis.
Ein Tag gegen Monate, hier kann ich nicht erkennen, wo mir die Ruhe fehlen soll.
Auch der Hinweis zur angemessenen Zeit stammt vermutlich von jemandem der mir im Alter von 45 sagen würde, ich hätte mich zu angemessener Zeit darum kümmern sollen.
Ergänzend bitte ich auch hier zu bedenken, selbst wenn ich in einem Termin Antworten erhalte, können sich mit dem neu erworbenen Wissen weitere Fragen ergeben, ob die mir aber alle sofort im Termin noch einfallen ist dann die Frage.
Zu meinem Gesamtleistungswert:
Hier bleibt mir nichts anderes übrig als den zu prognostizieren und anhand dessen meinen notwendigen Nachzahlungsbetrag zu ermitteln.
Ach ja, ich bin 40.