Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGH%201%20StR%20157/10
Timestamp: 2019-06-26 15:24:28
Document Index: 302921937

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 154', '§ 154', '§ 274', '§ 154', '§ 265', '§ 274', '§ 154', '§ 154', '§ 344', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 344', 'BGH']

BGH, 29.06.2010 - 1 StR 157/10 - dejure.org
https://dejure.org/2010,5220
BGH, 29.06.2010 - 1 StR 157/10 (https://dejure.org/2010,5220)
BGH, Entscheidung vom 29.06.2010 - 1 StR 157/10 (https://dejure.org/2010,5220)
BGH, Entscheidung vom 29. Juni 2010 - 1 StR 157/10 (https://dejure.org/2010,5220)
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Strafschärfende Berücksichtung ausgeschiedener Taten und Gesetzesverletzungen (Anforderungen an den erforderlichen Hinweis; Unzulässigkeit von Verfahrensrügen infolge widersprüchlichen Revisionsvorbringens)
§ 154 StPO, § 154a StPO, § 274 StPO
Strafverfahren: Hinweis auf beabsichtigte Verwertung von ausgeschiedenem Verfahrensstoff und Protokollinhalt
Hinweispflicht eines Gerichts zur strafschärfenden Einbeziehung von mit Diebstählen einhergehenden Sachbeschädigungen bei Einstellung der Sachbeschädigungen nach § 154a Strafprozessordnung (StPO)
StPO § 265; StPO § 274
Hinweispflicht eines Gerichts zur strafschärfenden Einbeziehung von mit Diebstählen einhergehenden Sachbeschädigungen bei Einstellung der Sachbeschädigungen nach § 154a Strafprozessordnung ( StPO )
Teileinstellung, aber dennoch Strafschärfung - Hinweis in der HV wesentliche Förmlichkeit? Ja oder nein?
Die strafschärfende Berücksichtigung von nach §§ 154, 154a StPO ausgeschiedenem Prozessstoff
LG Würzburg, 29.10.2009 - JK KLs 943 Js 9121/08
StV 2011, 399
b) Die Revision bleibt durch widersprüchliches Vorbringen auch die erforderliche klare Bezeichnung der Angriffsrichtung schuldig, mithin werden die den Mangel begründenden Tatsachen nicht in einer § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO genügenden Weise dargetan (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Januar 2010 - 1 StR 620/09; BGH, Beschluss vom 29. Juni 2010 - 1 StR 157/10).
Unbeschadet der Frage nach der gebotenen Klarheit der "Angriffsrichtung" dieser Rüge (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Januar 2010 - 1 StR 620/09, NStZ 2010, 403, 404 mwN) in tatsächlicher Hinsicht, erscheint zweifelhaft, ob, wie für eine zulässige Verfahrensrüge stets erforderlich (vgl. BGH, Beschluss vom 29. Juni 2010 - 1 StR 157/10, StV 2011, 399; BGH, Beschluss vom 19. Oktober 2005 - 1 StR 117/05, NStZ-RR 2006, 181, 182 mwN), der Vortrag widerspruchsfrei ist.
Der vom Gesetz geforderte Tatsachenvortrag muss zudem für eine zulässige Verfahrensrüge in sich widerspruchsfrei sein (vgl. BGH, Beschlüsse vom 19. Oktober 2005 - 1 StR 117/05, NStZ-RR 2006, 181, 182; vom 29. Juni 2010 - 1 StR 157/10, StV 2011, 399; vom 23. August 2011 - 1 StR 153/11 (insoweit in BGHSt 57, 1 f. nicht abgedruckt); siehe auch Cirener NStZ-RR 2012, 65 f.;… Gericke in KK-StPO, 7. Aufl., § 344 Rn. 38 mwN).
Der Senat teilt allerdings nicht ihre Auffassung, dass ein solcher Hinweis als wesentliche Verfahrensförmlichkeit aus dem Protokoll der Hauptverhandlung ersichtlich sein müsste (BGH, Beschluss vom 29. Juni 2010 - 1 StR 157/10 mwN).