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Timestamp: 2016-10-01 12:05:25
Document Index: 199722418

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 79', 'BGE', 'BGE', 'Art. 319', 'Art. 101', 'Art. 6', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 41', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 83', 'Art. 3', 'Art. 53', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_134/2016 (11.07.2016)
4A_134/2016 � � Urteil vom 11. Juli 2016
B.________ Bau AG,
Haftpflicht; Streitverk�ndungsklage,
Im Jahr 2005 f�hrte A.________ (Beklagter, Streitverk�ndungskl�ger, Beschwerdef�hrer) an der Fassade seines Hauses Renovationsarbeiten durch, wobei er zun�chst plante, die anfallenden Arbeiten zusammen mit seiner Familie weitgehend selbst auszuf�hren. F�r die Renovationsarbeiten ben�tigte er ein Fassadenger�st. Von der B.________ Bau AG (Streitverk�ndungsbeklagte, Beschwerdegegnerin), deren Verwaltungsratspr�sidenten C.________ er pers�nlich kannte, wurden ihm das Ger�stmaterial sowie zwei Mitarbeiter f�r den Ger�staufbau zur Verf�gung gestellt. Bei den Aufbauarbeiten befestigte einer der beiden Mitarbeiter, D.________, einen Gel�nderholm, der �ber die daf�r vorgesehene Halterung hinausragte, behelfsm�ssig mit einem St�ck Draht. Am 21. Mai 2005 arbeitete E.________ (Kl�ger), ein Mitarbeiter des Dachdeckerunternehmens, auf dem ersten Boden des Ger�sts in rund zwei Metern H�he. Um eine Stelle am Dach besser erreichen zu k�nnen, stieg der Kl�ger auf den mit Draht befestigten Gel�nderholm. Dieser hielt der vertikalen Belastung nicht stand und gab nach, worauf der Kl�ger r�cklings auf die darunter liegenden Steinplatten fiel und sich schwere Verletzungen zuzog.
B.a.�Mit Klage vom 26. September 2012 beim Regionalgericht Bern-Mittelland beantragte der Kl�ger, der Beklagte sei zu verurteilen, ihm Fr. 1'228'687.-- nebst Zins zu bezahlen, welchen Forderungsbetrag er an der Hauptverhandlung vom 29. Oktober 2013 auf Fr. 1'261'672.-- erh�hte.
B.b.�Mit der Klageantwort hatte der Beklagte ein Gesuch um Zulassung einer Streitverk�ndungsklage gegen die Streitverk�ndungsbeklagte gestellt. Er beantragte, diese sei zu verpflichten, ihm einen Betrag zu bezahlen, der einer Quote von 50 % desjenigen Betrages entspricht, zu dem er selber im Hauptprozess verurteilt wird. Mit Verf�gung vom 5. M�rz 2013 wurde die Streitverk�ndungsklage zugelassen.
B.c.�In der Folge wurde das Verfahren fortgef�hrt. Anl�sslich der zweiten Fortsetzungsverhandlung im Gesamtverfahren beschr�nkte das Regionalgericht das Verfahren auf die Frage der Haftung bzw. der Haftungsquoten. Mit Entscheid vom 21. August 2015 stellte es fest, der Beklagte hafte dem Kl�ger f�r dessen in der H�he noch zu bestimmenden Schaden zu einer Quote von 50 % (Ziff. 1). Die Streitverk�ndungsklage wies es ab (Ziff. 2). Bez�glich der Streitverk�ndungsklage regelte es sodann die Kostenfolgen (Ziff. 4 und 5).
B.d.�Der Streitverk�ndungskl�ger reichte gegen diesen Entscheid Berufung beim Obergericht des Kantons Bern ein mit folgenden Antr�gen: "
1. Die Berufungsbeklagte/Streitverk�ndungsbeklagte sei zu verurteilen, dem Berufungskl�ger/Streitverk�ndungskl�ger einen Betrag zu bezahlen, der einer Quote von 50% desjenigen Betrages entspricht, zu dem der Berufungskl�ger/Streitverk�ndungskl�ger im Hauptprozess CIV 12 6471 (Kl�ger: E.________) verurteilt wird.
2.1. Die Berufungsbeklagte/Streitverk�ndungsbeklagte sei zu verurteilen, dem Berufungskl�ger/Streitverk�ndungskl�ger einen Betrag von mindestens CHF 315'418.00 zu bezahlen, zuz�glich Zins zu 5% ab mittlerem Verfall zwischen 21. Mai 2005 und Urteilstag.
2.2. Das Verfahren sei bis zum rechtskr�ftigen Endentscheid in der Hauptsache zu sistieren.
3. [...] "
Mit Entscheid vom 28. Januar 2016 wies das Obergericht die Berufung kostenf�llig ab.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt der Beschwerdef�hrer dem Bundesgericht, diesen Entscheid aufzuheben, und er h�lt seine im Berufungsverfahren gestellten Rechtsbegehren aufrecht.
Die Beschwerdegegnerin tr�gt auf kostenf�llige Abweisung der Beschwerde an, soweit darauf einzutreten sei. Das Obergericht hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Der Beschwerdef�hrer stellt vor Bundesgericht erneut ein Rechtsbegehren auf Verpflichtung zur Zahlung; im Hauptbegehren ein nicht beziffertes (50 % des Betrages zu dem der Beschwerdef�hrer im Hauptprozess verpflichtet wird), im Eventualbegehren mit dem Antrag, einerseits auf Zusprechung eines bezifferten (Mindest-) Forderungsbetrages und anderseits auf Sistierung bis zum rechtskr�ftigen Entscheid in der Hauptsache. Zur Begr�ndung seiner Rechtsbegehren f�hrt er an, die Erg�nzung mit dem Eventualbegehren erfolge f�r den Fall, dass die Streitverk�ndungsklage auch im vorliegenden Fall zu beziffern sei. Mit dem Eventualbegehren werde ein Mindestbetrag eingeklagt auf der Basis des ersten Parteivortrags im Hauptverfahren - gemeint der dort geltend gemachten Forderung im Betrag von Fr. 1'261'672.-- - bei der im angefochtenen Entscheid im Hauptprozess angenommenen Haftungsquote von 50 %. Hierbei handle es sich aber um einen Mindestbetrag, unter Vorbehalt des Endentscheids in der Hauptsache. Daher m�sste das Verfahren betreffend die Streitverk�ndungsklage sistiert werden bis zum Endurteil in der Hauptsache.
1.1.�Das Bundesgericht entschied in einem Grundsatzurteil vom 26. Januar 2016, dass die Rechtsbegehren einer Streitverk�ndungsklage (bereits im Zulassungsverfahren) beziffert sein m�ssen und nicht vom Ausgang des Hauptverfahrens abh�ngig gemacht werden d�rfen. Eine Bezifferung kann unterbleiben, wenn bereits die Hauptklage nicht beziffert ist (BGE 142 III 102; kritisch: MELANIE LEHMANN, Die Bezifferung der Streitverk�ndungsklage, in: Jusletter vom 30. Mai 2016). Auf diese Rechtsprechung bezieht sich der Beschwerdef�hrer.
1.2.�F�r das Eintreten auf die Beschwerde muss darauf nicht n�her eingegangen werden. Das Hauptverfahren �ber den Umfang der Anspr�che des Kl�gers ist noch nicht abgeschlossen. Daher k�nnte das Bundesgericht, sollte es der Argumentation des Beschwerdef�hrers folgen, materiell nicht selbst entscheiden, sondern m�sste die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens zur�ckweisen. F�r die Beschwerde an das Bundesgericht ist unter diesen Umst�nden ein blosser R�ckweisungsantrag ausreichend und muss kein materieller Antrag gestellt werden (BGE 134 III 379 E. 1.3 S. 383 mit Hinweis).
1.3.�Aber auch davon abgesehen braucht die Frage nicht vertieft zu werden. Anders als in BGE 142 III 102 wurde die Streitverk�ndungsklage zugelassen, ohne dass die mangelhafte Bezifferung beanstandet worden w�re, und das Verfahren wurde zu Ende gef�hrt. Ein Nichteintreten auf die Streitverk�ndungsklage h�tte zur Folge, dass s�mtliche Verfahrensschritte zwischen denselben Parteien in einem neuen Prozess wiederholt werden m�ssten. Dies liefe dem vom Gesetzgeber mit der Zulassung der Streitverk�ndungsklage verfolgten Zweck einer Kosten- und Ressourcenersparnis (vgl. Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], BBl 2006 7284, Ziff. 5.5.5 zu Art. 79 und 80 E-ZPO) zuwider. Daran besteht kein sch�tzenswertes Interesse (vgl. BGE 137 III 556 E. 4.6 S. 561 f.), und es w�rde, gerade wenn aus materiellen Gr�nden eine Abweisung der Streitverk�ndungsklage erfolgte, zu unhaltbaren Ergebnissen f�hren. Der Streitverk�ndungsbeklagte w�rde um seinen Prozesserfolg gebracht wegen eines prozessualen Fehlers der Gegenpartei, dem bei Abweisung der Streitverk�ndungsklage keinerlei Bedeutung zukommt. Da es, wie zu zeigen sein wird, bei der Abweisung der Streitverk�ndungsklage bleibt, kann auch offenbleiben, wie unter den gegebenen Umst�nden im Falle einer Gutheissung der Streitverk�ndungsklage vorzugehen w�re.
2.1.�Vor der Vorinstanz hatte der Beschwerdef�hrer die Auffassung vertreten, die Parteien h�tten einen Werkvertrag geschlossen. Die Vorinstanz folgte dieser Einsch�tzung in rechtlicher Hinsicht nicht. Sie st�tzte sich auf die im Kern �bereinstimmenden Angaben der Parteien. Danach habe der Beschwerdef�hrer C.________ mitgeteilt, er wolle das Ger�st selbst aufstellen, ben�tige dabei aber die Hilfe von Mitarbeitern der Beschwerdegegnerin. C.________ habe eingewilligt, dem Beschwerdef�hrer das Ger�stmaterial sowie zwei Mitarbeiter zum Aufstellen zur Verf�gung zu stellen. Die Vorinstanz erwog, zwischen den Parteien habe ein Mietvertrag �ber eine bewegliche Sache (Ger�stmaterial) und ein Dienstverschaffungsvertrag (Entsendung von zwei Mitarbeitern) bestanden. Dies anerkennt vor Bundesgericht auch der Beschwerdef�hrer. Die Vorinstanz erkannte, die Beschwerdegegnerin sei verpflichtet gewesen, zwei zum vorgesehenen Einsatz taugliche Mitarbeiter zu entsenden. Diese Pflicht habe sie verletzt, indem der von ihr entsandte Arbeiter D.________ nicht �ber umfassende Kenntnisse der allgemeinen Sicherheitsvorschriften im Ger�stbau - namentlich der im Unfallzeitpunkt geltenden Verordnung �ber die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Bauarbeiten vom 29. M�rz 2000 (aBauarbeitenverordnung; aBauAV, AS 2000 1403) - verf�gt habe. Solche Kenntnisse seien geeignet, das Gefahrenbewusstsein zu f�rdern und den Sicherheitsanliegen im Ger�stbau Nachachtung zu verschaffen.
Jedoch verneinte sie, dass diese Pflichtverletzung ad�quat kausal f�r den Eintritt des Schadens gewesen sei. Zwar liege die Pflichtverletzung in einem Handeln (Entsendung eines nur teilweise tauglichen Mitarbeiters); als Schadensursache werde aber eine fehlende Eigenschaft der entsandten Person angesehen. Es gehe somit um einen hypothetischen Kausalzusammenhang. Massgeblich und vom Beschwerdef�hrer zu beweisen sei, ob die fehlenden Kenntnisse von D.________ betreffend die Sicherheitsvorschriften f�r den Unfall urs�chlich waren und ob der Schaden mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit h�tte vermieden werden k�nnen, wenn sie vorhanden gewesen w�ren. Diesbez�glich stellte sie in tats�chlicher Hinsicht fest, D.________ sei angelernter Maurer gewesen und mit den technischen Anforderungen des Ger�stbaus vertraut, weil die Beschwerdegegnerin, die selber nicht im Ger�stbau t�tig war, f�r ihre Arbeiten teilweise eigene Ger�ste erstellt habe. Er habe nach seinen Angaben mehrmals pro Jahr ein Ger�st aufgestellt. Aus den Fotografien der Kantonspolizei ergebe sich, dass D.________ auch gewusst habe, wie die Ger�stkupplungen, mit denen Ger�stholme an den Rohren befestigt werden, zu handhaben sind. Es gebe keine Anzeichen, dass D.________ nicht in der Lage gewesen w�re, ein in technischer Hinsicht einwandfreies und standfestes Ger�st zu errichten. D.________ habe als erfahrener Arbeiter auch ohne Kenntnis spezieller Sicherheitsvorschriften gewusst, dass der Ger�stholm h�tte mit einer Ger�stkupplung befestigt werden m�ssen und nicht mit einem St�ck Draht. Insoweit h�tten die (ihm bekannten) technischen Anforderungen und die Sicherheitsvorschriften �bereingestimmt. "Es stellt sich daher die Frage (so die Vorinstanz weiter), ob man �berhaupt von ungen�gender Vorschriftskenntnis sprechen kann". Denn massgeblich d�rfte allein sein, dass er den Inhalt der Vorschrift kannte ( "ein Ger�stholm ist mit einer Ger�stkupplung zu befestigen"), und nicht, ob diese Vorschrift aus Sicherheitsgr�nden oder aus technischen Gr�nden bestehe. Er habe gewusst, dass er eine behelfsm�ssige L�sung gew�hlt hatte, die nach den f�r den Ger�stbau geltenden (technischen) Regeln grunds�tzlich zu vermeiden gewesen w�re, unabh�ngig von den (nicht vorhandenen) Detailkenntnissen �ber die Sicherheitsvorschriften.
In einer Eventualbegr�ndung erwog die Vorinstanz, selbst wenn die Entsendung eines nicht gen�gend ausgebildeten Mitarbeiters f�r den Schadeneintritt als kausal anzusehen w�re, h�tte der Beschwerdef�hrer in das dadurch geschaffene Risiko eingewilligt. In tats�chlicher Hinsicht setzte sie dabei voraus, dass der Beschwerdef�hrer zwar nicht �ber Detailkenntnisse im Bereich des Ger�stbaus verf�gte, jedoch �ber breite Fachkenntnisse und langj�hrige Erfahrung im Baubereich. D.________ sei seiner Weisungsgewalt unterstanden. Nach seinen eigenen Angaben habe er D.________ dabei geholfen, den Gel�nderholm mit dem Draht zu befestigen. Jeder Laie habe erkennen k�nnen, dass die behelfsm�ssige Befestigung nicht die Sicherheit wie eine Ger�stkupplung bot, umso mehr der bauerfahrene Beschwerdef�hrer. Es liege daher eine Einwilligung in das eingegangene Risiko vor, wenn er an der sch�digenden Handlung sogar selber mitwirke, obwohl er diese aufgrund seiner Weisungsgewalt ohne weiteres h�tte verhindern k�nnen.
2.2.�Der Beschwerdef�hrer r�gt die Ausf�hrungen der Vorinstanz zum Kausalzusammenhang als willk�rlich, weil widerspr�chlich. Einerseits nehme die Vorinstanz an, auf die Spezialkenntnisse komme es gar nicht an, andererseits begr�nde sie die Pflichtverletzung gerade damit, Spezialkenntnisse �ber Sicherheitsvorschriften w�ren notwendig gewesen, um das Gefahrenbewusstsein zu f�rdern. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, ein Mitarbeiter, bei dem dieses Gefahrenbewusstsein vorhanden gewesen w�re, h�tte mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit nicht die L�sung mit einem Draht vorgeschlagen und sich nicht bewusst �ber diese Regeln hinweggesetzt.
Die Argumentation der Vorinstanz erscheint in der Tat als widerspr�chlich. Wenn die Kenntnis der Sicherheitsvorschriften und damit ein daraus abgeleitetes (erh�htes) Gefahrenbewusstsein entscheidend sein soll, um wegen deren Fehlen eine Vertragsverletzung der Beschwerdegegnerin zu begr�nden, kann nicht im Rahmen des Kausalzusammenhangs umgekehrt davon ausgegangen werden, diese Kenntnisse h�tten keine Rolle gespielt und h�tten nicht dazu gef�hrt, dass eben nicht behelfsm�ssig vorgegangen worden w�re.
2.3.�Diesem Punkt kommt indessen keine Bedeutung zu. Die Ausf�hrungen der Vorinstanz zeigen n�mlich, dass keine Vertragsverletzung vorliegt, wie auch die Beschwerdegegnerin geltend macht. Die Vorinstanz merkte denn auch wie erw�hnt im Rahmen ihrer Ausf�hrungen zum Kausalzusammenhang selber an, es stelle sich die Frage, ob man �berhaupt von ungen�gender Vorschriftskenntnis sprechen k�nne. Es wird vor Bundesgericht von keiner Partei bestritten, dass die beiden Arbeiter von der Beschwerdegegnerin im Rahmen eines - gelegentlichen - Personalverleihvertrages ausgeliehen wurden. Zwischen dem Verleiher und dem Entleiher geh�rt diese Vereinbarung in die Kategorie der Dienstverschaffungvertr�ge. Wer sich verpflichtet, einem anderen f�r bestimmte Arbeiten gegen Entgelt einen seiner Angestellten zur Ver�gung zu stellen, haftet dem anderen grunds�tzlich nur f�r die geh�rige Erf�llung dieser Pflicht, d.h. daf�r, dass er einen f�r die fragliche T�tigkeit geeigneten Angestellten abordnet (BGE 91 II 291 E. 2b S. 295; WOLFGANG PORTMANN/ROGER RUDOLPH, in: Basler Kommentar, 6. Aufl. 2015, N. 34 zu Art. 319 OR). D.________ arbeitete also nicht als Hilfsperson (Art. 101 OR) der Beschwerdegegnerin im Rahmen deren Vertragserf�llung; mit anderen Worten, die Beschwerdegegnerin schuldete selber nicht die geh�rige (allen Sicherheitsvorschriften entsprechende) Errichtung des Bauger�sts. Das ergibt sich auch ohne weiteres aus der von der Vorinstanz zitierten Aussage des Beschwerdef�hrers im Strafverfahren gegen C.________, wonach er dieser keinen Auftrag erteilt habe und diese das Ger�st (deshalb) auch nicht habe abnehmen m�ssen.
Es ist somit zu pr�fen, von welchen F�higkeiten des einzusetzenden Arbeiters im Hinblick auf die zu erledigenden Arbeiten die Parteien nach Treu und Glauben ausgehen durften und mussten. Dies ist aufgrund der von der Vorinstanz festgestellten Aussagen der Parteien im Straf- und Zivilverfahren zu beurteilen. Nach seinen eigenen Angaben fragte der Beschwerdef�hrer C.________, ob er von ihm ein Bauger�st haben k�nne. Er wolle die Arbeiten (Renovation der Fassade) selber ausf�hren. Es sei damals noch nicht klar gewesen, dass er einen Dachdecker brauchen werde. Er teilte C.________ mit, es brauche nur ein einfaches Ger�st, da er es nur mit der Familie und dem Holzbauer ben�tzen werde. Er wolle das Ger�st selber aufstellen, ben�tige dazu jedoch die Hilfe von Mitarbeitern der Beschwerdegegnerin. Aufgrund dieser Angaben konnte die Beschwerdegegnerin davon ausgehen, dass sich der Beschwerdef�hrer den Auftrag an ein professionelles Ger�stbauunternehmen ersparen wollte, da er lediglich eine gleichsam "privat" durchzuf�hrende Renovation geplant hatte. Bei der Anfrage an C.________ ging es dem Beschwerdef�hrer um das Ger�st, da er �ber kein solches verf�gte; die beiden Arbeiter ben�tigte er nur, weil er nicht in der Lage war, das Ger�st allein aufzustellen. Es war auch klar, dass die Arbeiten nicht unter der Aufsicht eines Poliers oder von C.________ selber erfolgen w�rden. Die Beschwerdegegnerin durfte deshalb davon ausgehen, dass es gen�ge, wenn der von ihr zur Verf�gung gestellte Arbeiter wusste, wie technisch ein solches Ger�st fachm�nnisch aufgebaut wird. Dass er dar�ber hinaus alle Sicherheitsvorschriften kennen m�sse, die in Bezug auf den Ger�stbau relevant sein k�nnten und um die allenfalls ein Verantwortlicher im Hinblick auf die Abnahme eines solchen Werkes wissen muss, musste sie nicht annehmen. Insofern hat die Beschwerdegegnerin einen geeigneten Arbeiter zur Verf�gung gestellt, denn es ist unbestritten, dass D.________ die technischen Anforderungen an den Ger�stbau kannte.
Es liegt daher keine Vertragsverletzung durch Entsendung eines untauglichen Arbeiters vor. Unter diesen Umst�nden muss auch auf die von der Vorinstanz in ihrer Eventualbegr�ndung gepr�fte Frage der Einwilligung des Beschwerdef�hrers in das eingegangene Risiko nicht eingegangen werden.
Der Beschwerdef�hrer hatte zudem geltend gemacht, die Beschwerdegegnerin habe ihre Aufkl�rungspflicht verletzt. Sie h�tte ihn dar�ber informieren m�ssen, dass die Arbeitskr�fte vom Ger�stbau nichts verstehen. Die Vorinstanz liess offen, ob eine solche Aufkl�rungspflicht �berhaupt bestehe. Denn jedenfalls w�re deren Verletzung f�r den Schaden nicht kausal. Der Beschwerdef�hrer habe D.________ bei dessen unsachgem�sser Arbeitsausf�hrung sogar noch geholfen. Es erscheine daher unwahrscheinlich, dass er anders gehandelt h�tte und die beabsichtigte Befestigung untersagt h�tte, wenn er bereits vorg�ngig �ber die teilweise fehlenden Kenntnisse �ber Sicherheitsvorschriften seitens von D.________ informiert worden w�re.
Auf die Begr�ndung der Vorinstanz muss nicht weiter eingegangen werden. Ist nach den obigen Ausf�hrungen davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin eine taugliche Arbeitskraft zur Verf�gung stellte, kann ihr konsequenterweise auch nicht vorgeworfen werden, sie h�tte den Beschwerdef�hrer dar�ber informieren m�ssen, dass der betreffende Angestellte �ber nicht gen�gende Kenntnisse verf�gte. Daf�r bestand f�r sie kein Anlass, durfte sie doch von der Tauglichkeit D.________s ausgehen.
Schliesslich r�gt der Beschwerdef�hrer eine Rechtsverweigerung, weil die Vorinstanz feststellte, er habe im Berufungsverfahren eine ausservertragliche Anspruchsgrundlage nicht mehr geltend gemacht, und deshalb nicht darauf einging. Er macht geltend, er habe sich in Art. 6 seiner Berufung auf eine ausservertragliche Haftung berufen. Die Vorinstanz habe daher Art. 29a BV verletzt (gemeint ist wohl Art. 29 Abs. 2 BV, Verletzung des rechtlichen Geh�rs).
In Art. 6 der Berufung hatte der Beschwerdef�hrer geltend gemacht, es bestehe ein zivilrechtliches Verschulden im Sinne von Art. 41 OR von C.________ als Organ der Beschwerdegegnerin. Nach der Regressordnung gem�ss Art. 50 OR st�nden zwei aus Verschulden haftende Personen auf gleicher Stufe. Daraus ergebe sich ein Regressanspruch des Beschwerdef�hrers von 50 % gegen�ber der Beschwerdegegnerin. Die R�ge einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs ist daher berechtigt. Dieser Mangel des vorinstanzlichen Verfahrens kann jedoch ausnahmsweise dadurch behoben werden, dass die erhobenen R�gen im bundesgerichtlichen Verfahren mit voller Kognition gepr�ft werden, zumal diesbez�glich keine Erg�nzungen des Tatsachenfundaments erforderlich sind (BGE 124 II 460 E. 3a S. 469 f.; GEROLD STEINMANN, in: St. Galler Kommentar zur Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014, N. 61 zu Art. 29 BV). Eine "Heilung" der formellen Rechtsverletzung ist umso eher angebracht, als der Beschwerdef�hrer selber nicht die R�ckweisung an die Vorinstanz zur Beurteilung dieser Frage verlangt.
Materiell kann dem Beschwerdef�hrer aber nicht gefolgt werden. Er verweist darauf, C.________ sei wegen der Verletzung von Art. 83 Abs. 1 UVG (SR 832.20) i.V.m. Art. 3 Abs. 1 und 2 aBauAV verurteilt worden. Diese Verurteilung ist indessen f�r das Zivilgericht nicht verbindlich (Art. 53 OR). Ist aber davon auszugehen, dass die Arbeiten nicht unter der Aufsicht eines Poliers oder von C.________ selber erfolgen sollten und die Beschwerdegegnerin (und f�r sie C.________) einen geeigneten Arbeiter zur Verf�gung gestellt hat, f�llt ein Fehlverhalten von C.________ ausser Betracht. Aus diesem leitet der Beschwerdef�hrer aber seinen Regressanspruch ab. Insoweit haftet die Beschwerdegegnerin aber auf jeden Fall nicht ausservertraglich gegen�ber E.________.
Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird der Beschwerdef�hrer kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).