Source: http://vaeternotruf.de/amtsgericht-buxtehude.htm
Timestamp: 2017-05-27 11:51:00
Document Index: 304851542

Matched Legal Cases: ['§1671', '§ 1680', '§ 1696', '§ 59', '§ 59', '§ 59', 'BGH', '§ 59', 'Art. 6', 'BGH', '§ 1666', 'BGH', '§ 1666', '§ 55', '§ 34', '§ 37', '§ 36', '§ 59', '§ 18', '§ 37', '§ 1696', '§ 34', '§ 84', '§ 70']

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Internetauftritt des Amtsgerichts Buxtehude
Amtsgericht Buxtehude - Geschäftsverteilungsplan
06.01.2014 Bundesland Niedersachsen
Direktor am Amtsgericht Buxtehude: Dr. Norbert Aping (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1952) - Richter am Amtsgericht Buxtehude / Direktor am Amtsgericht Buxtehude (ab 04.01.1999, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz
1998 ab 03.05.1982 als Richter am Amtsgericht Buxtehude aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 04.01.1999 als Direktor am Amtsgericht Buxtehude aufgeführt. 2012: Familiensachen. Namensgleichheit
mit: Gabriele Scheel-Aping (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1952) - Richterin am Amtsgericht Stade
/ stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Stade (ab
18.03.2002,
..., 2012) - im Handbuch der Justiz 1988 ab 02.01.1981 unter den Namen
Scheel als Richterin am Amtsgericht Buxtehude aufgeführt (Familiengericht). Im Handbuch der Justiz
1998 ab 02.01.1981 unter den Namen
Scheel-Aping als Richterin am Amtsgericht Buxtehude - halbe Stelle - aufgeführt ... zensiert
2012 ab 18.03.2002 als stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Stade aufgeführt.
Stellvertretender Direktor am Amtsgericht Buxtehude: Nora Sielbeck (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1956) - Richterin am Amtsgericht Buxtehude /stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Buxtehude (ab 23.07.2015, ..., 2016 - im Handbuch der Justiz 2012 und 2014 ab 17.09.1987 als Richterin am Amtsgericht Buxtehude
- 3/4 Stelle - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 23.07.2015 als stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Buxtehude - 3/4 Stelle - aufgeführt. Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Niedersachsen beschäftigen am
Amtsgericht Buxtehude eine uns zur Zeit unbekannte Anzahl von Richter/innen,
Jugendamt Buxtehude -
Richter: Dr. Norbert Aping (geb. zensiert
Dr. Anne-Kathrin Fenner (geb. zensiert
Richterin am Amtsgericht Buxtehude(ab 20.03.2013, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz
2012 ab 02.05.2006 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Celle - halbe Stelle - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 und 2016 ab 20.03.2013 als Richterin am Amtsgericht Buxtehude
- halbe Stelle - aufgeführt. 2016:
Amtsgericht Buxtehude / Familiensachen - Abteilung 8. Ralf Kerfack (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1965) - Richter am Amtsgericht Buxtehude (ab , ..., 2004, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 05.02.2001
als Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Stade aufgeführt. Im Handbuch der Justiz
2004 und 2016 ab 05.02.2001
als Richter am Amtsgericht Buxtehude aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz
zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. 2012: Familiensachen - Abteilung 8. Amtsgericht Buxtehude - 8F 167/09 S - Beschluss vom 18.02.2010
Sorgerechtsentzug bei einer Mutter nach §1671 BGB.
Wolfgang Lindemann (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1961) - Richter am Amtsgericht Buxtehude (ab
02.09.1994, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2012 ab 02.09.1994 als Richter am Amtsgericht Buxtehude
- beurlaubt - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 02.09.1994 als Richter am Amtsgericht Buxtehude aufgeführt.
Erik Paarmann (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1980) - Richter am Amtsgericht Buxtehude (ab
25.06.2014, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2014 ab 01.04.2009 als Richter auf Probe im OLG-Bezirk Celle aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 25.06.2014 als Richter am Amtsgericht Buxtehude aufgeführt.
Nora Sielbeck (geb. zensiert
- 3/4 Stelle - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 23.07.2015 als stellvertretende Direktorin am Amtsgericht Buxtehude - 3/4 Stelle - aufgeführt. Julia Thelen (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1973) - Richterin am Amtsgericht Buxtehude (ab 24.05.2005, ...,
2016) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.08.2000 als Richterin auf Probe im
OLG-Bezirk Celle aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2006 ab 24.05.2005 als Richterin am Amtsgericht Buxtehude
- beurlaubt - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2012 und 2016 ab 24.05.2005 als Richterin am Amtsgericht Buxtehude
Richter auf Probe: Dr. Stephanie Hupka (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1982) - Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Celle (ab 16.01.2012, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2014 unter dem Namen Stephanie Hupka nicht aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 16.01.2012 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Celle aufgeführt. Amtsgericht Buxtehude - 2016: Richterin auf Probe / Familiensachen - Abteilung 8. Namensgleichheit
29.06.2012, ..., 2014) - im Handbuch der Justiz 2012 ab 19.05.2008 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Celle aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 29.06.2012 als Richterin am Amtsgericht Rotenburg an der Wümme aufgeführt.
Ab 03.04.2000 Präsident am Landgericht Hildesheim. Im Handbuch der Justiz 2014 ab 16.09.2009 als Präsident am Oberlandesgericht Braunschweig aufgeführt.
Abteilungen am Familiengericht Buxtehude:
8 F - Dr. Anne-Kathrin Fenner (geb. zensiert
Nicht mehr als Richter am Amtsgericht Buxtehude tätig:
Jäkel (geb. zensiert durch
Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1947) - Richter am Amtsgericht Tostedt / stellvertretender Direktor am Amtsgericht
Tostedt (ab 18.07.1994, ..., 2010) - im Handbuch der Justiz 1994 ab
02.04.1980 als Richter am Amtsgericht Buxtehude aufgeführt. Im Handbuch der Justiz
2010 ab 18.07.1994 als stellvertretender Direktor am Amtsgericht
Tostedt - Altersteilzeit - aufgeführt.
Michael Köppe (Jg. 1962) - Richter am Amtsgericht
Buxtehude (ab 19.08.1994, ..., 2002) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 19.08.1994
als Richter am Amtsgericht Buxtehude aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008
und 2012 nicht aufgeführt. Namensgleichheit
mit: Maja Köppe (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1971) - Richterin am Landgericht Kiel (ab
16.01.2003, ..., 2012) - im Handbuch der Justiz 2012 ab 16.01.2003 als Richterin am Landgericht
Kiel aufgeführt. Bis 30.06.2014: abgeordnet an das Oberlandesgericht Schleswig.
Gabriele Scheel-Aping (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1952) - Richterin am Amtsgericht Stade (ab
..., 2008) - im Handbuch der Justiz 1988 ab 02.01.1981 unter den Namen
Scheel als Richterin am Amtsgericht Buxtehude aufgeführt (Familiengericht). ... zensiert
mit: Dr. Norbert Aping (geb. zensiert
durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1952) - Richter am Amtsgericht Buxtehude / Familiengericht
/ Direktor am Amtsgericht Buxtehude (ab 04.01.1999, ..., 2011)
Gunhild Schneider (Jg. 1942) - Richterin am Amtsgericht Buxtehude (ab
19.03.1973, ..., 2002)
Buxtehude (ab 01.09.2009, ..., )
Buxtehude für den Wirkungskreis ... (ab 01.09.2009, ..., )
http://familienberatung-buxtehude.de
http://familien-beratung-stade.de
Außenstelle von Stade -
Harburger Str. 2 21614 Buxtehude
Telefon: über 04141 / 5214-0
E-Mail: info@diakonieverband-buxtehude-stade.de
Internet: http://www.diakonieverband-buxtehude-stade.de
(einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Jugendberatung, Familienberatung
Diakonieverband Beratungsstelle Buxtehude
E-Mail: diakonieverband.buxtehude@evlka.de
und Scheidung), Krisenintervention, Partnerberatung, Jugendberatung,
Beratung bei Trennung und Scheidung), Schwangerschaftsberatung mit Ausstellung
die Bundesstiftung "Mutter und Kind", Sozialberatung, Schuldner- und
Insolvenzberatung, Suchtberatung
Fachgruppe Jugend, Soziales und Familie - Allgemeiner Sozialdienst
Breite Str. 4/6 21614 Buxtehude
Telefon: 04161 / 501-257
Internet: http://www.buxtehude.de
erziehender Mütter und Väter, Familienberatung, Sozialberatung
Rechtsanwalt und Notar Buchholzer Str. 6 21271 Hanstedt
Gutachter: Dr. Christine Lamertz
sogenanntes "Institut für Rechtspsychologie" -
oder auch: Blankeneser Hauptstr. 162, 22587 Hamburg
Beauftragung am Amtsgericht Buxtehude, Amtsgericht Stade
Frau Lamertz wird vom Väternotruf nicht empfohlen.
Männerhaus Landkreis Stade
Telefon: 04141 / 44123
Kein Beschwerderecht der vormals alleinsorgeberechtigten Mutter, wenn das
Familiengericht das Sorgerecht in einem neuen Verfahren nunmehr vom Amtsvormund
auf den leiblichen Vater des Kindes überträgt.
OLG Oldenburg (Oldenburg) 2. Senat für Familiensachen, Beschluss vom
15.06.2012, 3 UF 37/12
§ 1680 Abs 2 S 2 BGB, § 1696 Abs 1 BGB, § 59 Abs 1 FamFG
Die Beschwerde der Antragsgegnerin gegen den Beschluss des Amtsgerichts Leer
vom 28. Februar 2012 wird auf ihre Kosten als unzulässig verworfen.
Das Verfahren betrifft die elterliche Sorge für das Kind J…S…, geboren
am … 2003. Das Kind wurde nichtehelich geboren. Der Kindesvater hat seine
Vaterschaft anerkannt.
J…wuchs zunächst bei der Kindesmutter auf. Der Kindesvater übte
anfänglich ein monatliches Umgangsrecht aus. Später unterband die Kindesmutter
diesen Kontakt. J… war zu diesem Zeitpunkt ungefähr drei Jahre alt. Daraufhin
setzte der Kindesvater sein Umgangsrecht gerichtlich durch. Seinen ebenfalls
anhängig gemachten Antrag auf Übertragung der elterlichen Sorge zog er auf
anwaltlichen Rat hin wieder zurück.
Seitens des Jugendamtes des Landkreises S… wurde im Jahr 2010 beim
Amtsgericht Buxtehude ein Verfahren auf Entziehung der elterlichen Sorge
(Hauptsacheverfahren zum Aktenzeichen 8 F 412/10 SO) der Kindesmutter anhängig
gemacht. Mit Beschluss vom 25. Januar 2011 entzog das Amtsgericht Buxtehude im
Wege der einstweiligen Anordnung (Az. 8 F 42/11 EASO) antragsgemäß wesentliche
Bereiche der elterlichen Sorge. Der Landkreis S… wurde zum Amtsvormund
bestellt. Die dagegen gerichtete Beschwerde (u. a.) der Kindesmutter wies das
Oberlandesgericht Celle mit Beschluss vom 11. April 2011 zurück. Mit Beschluss
vom 14. April 2011 entzog das Amtsgericht Buxtehude der Kindesmutter in der
Hauptsache die elterliche Sorge vollständig. In dem rechtskräftig gewordenen
Beschluss wurde hervorgehoben, dass es wünschenswert sei, die elterliche Sorge
auf den Kindesvater zu übertragen, was aber wegen dessen Weigerungshaltung
derzeit nicht in Betracht komme. Der Kindesvater lehnte es wegen der „massiven
Entwicklungsverzögerungen und psychischen Belastungen des Kindes“ ab, J… zu
sich und seiner Familie zu nehmen.
Der Senat nimmt auf die genannten Beschlüsse wie auch auf das seinerzeit
eingeholte Gutachten des Instituts für Rechtspsychologie und Mediation Hamburg
In dem psychologischen Gutachten wurde die Erziehungsfähigkeit der
Kindesmutter verneint, die des Kindesvaters hingegen bejaht. Die
Sachverständige stellte bei dem Kind „autistische
Züge“ fest, die in erster Linie auf eine häusliche Verwahrlosung und eine
emotionale Vernachlässigung durch die Kindesmutter in kindeswohlgefährdendem
Ausmaß zurückzuführen seien.
J… befindet sich derzeit in einer Wohngruppe einer Jugendhilfeeinrichtung
des L… e.V. in U… im Landkreis L…. Die Unterbringung ist auf Dauer
Anlass für das jetzt anhängig gemachte Verfahren ist die - nunmehr
erklärte - Bereitschaft des Kindesvaters gewesen, die elterliche Sorge bei
gleichzeitigem Verbleib von J… in der genannten Einrichtung zu übernehmen.
Der Amtsvormund hat im Hinblick darauf beim Amtsgericht beantragt, die
elterliche Sorge auf den Kindesvater, hilfsweise aber die Vormundschaft auf den
Landkreis Leer zu übertragen.
Die Kindesmutter hat erklärt, mit dem Verbleib von J… in der Einrichtung
und gegebenenfalls auch der Übertragung der Vormundschaft auf den Landkreis L…einverstanden
zu sein. Es sei jedoch keine Veränderung der Situation seit dem Erlass der
Entscheidung des Amtsgerichts Buxtehude eingetreten, weshalb eine Übertragung
der Sorge auf den Kindesvater nicht erfolgen könne.
Mit dem angefochtenen Beschluss hat das Amtsgericht die elterliche Sorge
antragsgemäß auf den Kindesvater übertragen. Auf die Gründe der Entscheidung
Mit ihrer Beschwerde macht die Kindesmutter zunächst die Verletzung von
Verfahrensvorschriften durch das Amtsgericht geltend. Der Beschluss sei aber
auch in der Sache unrichtig. Der angefochtene Beschluss gehe über die
ursprüngliche Entscheidung des Amtsgerichts Buxtehude hinaus, da ihr seinerzeit
nur Teilbereiche der Sorge entzogen worden seien. Im Übrigen wiederholt sie ihr
den angefochtenen Beschluss aufzuheben, hilfsweise die entzogenen
Teilbereiche der elterlichen Sorge auf den Landkreis L…als Amtsvormund zu
Der Amtsvormund beantragt,
Die Beschwerde der Kindesmutter ist unzulässig, da sie nicht
beschwerdeberechtigt ist.
1.) Entsprechend der mit Verfügung des Senatsvorsitzenden vom 29. Mai 2012
zwecks Gelegenheit zur Stellungnahme mitgeteilten Rechtsauffassung des Senats
Die Ausführungen des Kreisjugendamtes S… im Schreiben vom 24. April 2012
treffen zu. An der mit Verfügung vom 26. April 2012 geäußerten, vorläufigen
Ansicht des Senats wird nach erneuter Beratung nicht festgehalten.
Gemäß § 59 Abs. 1 FamFG ist beschwerdeberechtigt, wer durch den
angefochtenen Beschluss in seinen Rechten beeinträchtigt ist. Unerheblich ist
insoweit der Aspekt, dass die Kindesmutter in I. Instanz beteiligt worden ist.
Entscheidend ist allein die materielle Rechtsbeeinträchtigung, auf die formelle
Beteiligtenstellung kommt es dagegen nicht an (vgl. Feskorn, in: Zöller, 29.
Aufl., § 59 Rn. 7 m. w. N.).
Zu verlangen ist eine unmittelbare Rechtsbeeinträchtigung (BGH FamRZ 2009,
220, Rn. 13; vgl. auch aktuell zum FamFG ebenso: OLG Celle, FamRZ 2011, 121 und
Feskorn, a. a. O. sowie Meyer-Holz, in: Keidel, 17. Aufl., § 59 Rn. 70 ff.,
jeweils mit Beispielen aus der Rechtsprechung). Dass der Beschwerdeführer ein
berechtigtes Interesse an der Änderung oder Beseitigung der Entscheidung haben
mag, genügt hingegen genauso wenig wie der allgemeine Umstand, dass er
(ebenfalls) Träger des Elternrechts gemäß Art. 6 Abs. 2 GG ist (BGH, a. a.
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass dem nie sorgeberechtigt gewesenen
Vater gegen die Ablehnung von Maßnahmen nach § 1666 BGB gegen die Kindesmutter
mangels einer unmittelbaren Rechtsbeeinträchtigung kein Beschwerderecht zusteht
(ebenda). Die Frage, wie der Fall zu entscheiden wäre, wenn dem
Beschwerdeführer – wie hier - die ihm zunächst
zustehende Sorge später entzogen wurde, hat der BGH dagegen ausdrücklich
offengelassen (ebenda, Juris Rn. 15; gleichfalls offengelassen von OLGR
Saarbrücken 2008, 169).
Der Senat ist der Auffassung, dass jedenfalls in der vorliegende
Fallgestaltung keine unmittelbare Rechtsbeeinträchtigung der früher
sorgeberechtigten Mutter anzunehmen ist. Es geht ausschließlich um das quasi „ideelle“
Interesse der Kindesmutter, auch den Kindesvater von dem Sorgerecht
auszuschließen. Da ihr in der Vergangenheit die elterliche Sorge rechtskräftig
vollständig entzogen wurde, kann sie durch die angefochtene Entscheidung nicht
in einem – ihr gar nicht mehr zustehenden - Recht
beeinträchtigt werden. Sie ist darauf zu verweisen, gegebenenfalls eine
Abänderung der Entscheidung des Amtsgerichts Buxtehude in einem neuen Verfahren
Gegenstand des jetzigen Verfahrens ist nur noch die Umsetzung der
vorangegangenen Entscheidung über die Entziehung der elterlichen Sorge der
Kindesmutter. Diese Folgeentscheidung ist von geringerem Gewicht als die Frage,
ob entsprechend dem vom Bundesgerichtshof entschiedenen Sachverhalt Maßnahmen
nach § 1666 BGB wegen Kindeswohlgefährdung gegen den aktuell sorgeberechtigten
Elternteil ergriffen werden sollen. Insoweit mag man ein Beschwerderecht des
früher einmal Sorgeberechtigten im Gegensatz zu dem Fall des nie
sorgeberechtigt gewesenen Elternteils in Erwägung ziehen. Darum geht es hier
aber nicht. Die Kindesmutter behauptet zudem nicht, dass durch die Übertragung
der Sorge von dem Amtsvormund auf den Kindesvater das Wohl von J… gefährdet
Die Argumentation der Beschwerdeführerin in der Sache beschränkt sich
vielmehr auf die Aussage, ihr könne die Ausübung des Sorgerechts in der
derzeitig vorgesehenen Art und Weise (Verbleib des Kindes in der
Jugendhilfeeinrichtung) genauso wie dem Vater anvertraut werden.
Die mangelnde Eignung der Kindesmutter zur Ausübung der elterlichen Sorge
ist aber bereits im Ausgangsverfahren rechtskräftig verneint worden. Ihre
(erneute) gegenteilige Meinung kann kein Beschwerderecht gegen die Entscheidung
zur Übertragung der Sorge von dem Amtsvormund auf den Kindesvater begründen.
Der vorliegende Fall ist vergleichbar der Entscheidung des Familiengerichts
über die Auswahl eines Vormunds oder Ergänzungspflegers für das Kind.
Insoweit wird ebenfalls ein Beschwerderecht der nicht mehr sorgeberechtigten
Eltern verneint (vgl. Keidel, a. a. O., Rn. 70 m. w. N.).
Auch die Verletzung von Anhörungspflichten durch das Familiengericht,
insbesondere die unterbliebene Anhörung des Kindes, begründet kein
Beschwerderecht. Eine zwar verfahrenswidrig ergangene, in ihrer Form dem Gesetz
nicht entsprechende Entscheidung kann ohne materielle Beschwer kein Rechtsmittel
eröffnen (Keidel, ebenda, Rn. 7 m. w. N).
b) An dieser Auffassung hält der Senat auch unter Berücksichtigung der
weiteren Ausführungen der Kindesmutter in ihrem Schriftsatz vom 6. Juni 2012
Soweit darin ein fehlendes Antragsrecht des Jugendamtes des Landkreises S…
moniert wird, wird bereits verkannt, dass im vorliegenden Fall der Amtsvormund
im Sinne von § 55 SGB VIII, eine Mitarbeiterin des Jugendamtes S… (Frau K…),
Antragsteller ist. Das ergibt sich aus der Antragsschrift wie auch aus dem
Protokoll der Anhörung vor dem Amtsgericht. Warum der Amtsvormund als
gesetzlicher Vertreter von J… nicht antragsbefugt sein soll, erschließt sich
dem Senat nicht. Abgesehen davon begründen vermeintliche Verfahrensfehler
ohnehin kein Beschwerderecht, solange keine materielle Rechtsbeeinträchtigung
geltend gemacht wird bzw. werden kann (s.o.).
Es kommt auch nicht darauf an, ob das Amtsgericht irrig angenommen hat, im
vorangegangenen Verfahren sei die elterliche Sorge nur teilweise entzogen
worden. Entscheidend ist allein, dass die Sorge der Kindesmutter bereits
seinerzeit durch das Amtsgericht Buxtehude tatsächlich vollständig entzogen
wurde. Im Übrigen mag der Tatbestand der angefochtenen Entscheidung insoweit
zwar missverständlich sein. Aus der rechtliche Würdigung (Ziffer II.) des
Beschlusses ergibt sich aber durch die Bezugnahme auf die Entscheidung des
Amtsgerichts Buxtehude in der Hauptsache, dass auch das Familiengericht richtig
von einer erfolgten vollständigen Entziehung der Sorge ausgegangen ist.
Wenn die Kindesmutter meint, durch die Übertragung der elterlichen Sorge
verschlechtere sich ihre Situation im Hinblick auf eine Unterstützung durch „das
Amt“, trifft das nicht zu. Denn die hier in Frage stehenden Leistungen der
Jugendhilfe gemäß §§ 34, 36 ff. SGB VIII sehen in jedem Fall eine
Einbeziehung der leiblichen Eltern vor (§ 37 SGB VIII). § 36 SGB VIII
beinhaltet demgegenüber zwar nur eine Mitwirkung des Personensorgeberechtigten –
künftig also des Kindesvaters - bei der Aufstellung des Hilfeplanes und
schließt die Kindesmutter folglich insoweit aus. Das beruht aber auf der
Entziehung der elterlichen Sorge und folgt nicht erst aus der angefochtenen
Entscheidung. Es handelt sich zudem nur um eine mittelbare Rechtsfolge der
Entscheidung des Amtsgerichts Buxtehude und nicht um eine unmittelbare
Beeinträchtigung von materiellen Rechten im Sinne von § 59 Abs. 1 FamFG.
Was das Umgangsrecht der Kindesmutter angeht, folgt aus § 18 Abs. 3 Satz 2
SGB VIII, dass der Staat insoweit unabhängig davon Unterstützung zu gewähren
hat, wer Inhaber der elterlichen Sorge ist.
Aus der bereits zitierten Bestimmung des § 37 Abs. 1 SGB VIII ergibt sich
zudem, dass der Kindesmutter auch künftig Unterstützung für ihre „weitere
Fortentwicklung“ zu gewähren ist. Auch insoweit ist eine nachteilige
Auswirkung der Übertragung der Sorge auf den Kindesvater zu verneinen.
In diesem Zusammenhang verkennt der Senat nicht, dass eine Rückkehr des
Kindes zu der Mutter in der Zukunft von Rechts wegen möglich bleibt und auch
vom Amtsgericht Buxtehude für möglich gehalten wurde.
Eine Rückkehr zu der Mutter würde gemäß § 1696 Abs. 1 BGB allerdings
triftige, das Wohl des Kindes nachhaltig berührende Gründe erfordern. Mit
zunehmendem Zeitablauf wird zudem eine Rückführung des Kindes unabhängig von
den weiteren zu berücksichtigenden Gesichtspunkten unter dem Aspekt der
Kontinuität unwahrscheinlicher. Das gilt aber unabhängig davon, ob sich das
Kind – wie derzeit –
in einem Heim, in einer Pflegefamilie oder bei seinem Vater aufhält. Auch
insoweit ist mit der angefochtenen Entscheidung eine Verschlechterung der
rechtlichen Situation der Kindesmutter nach Auffassung des Senats nicht
Faktisch ist das auch deshalb nicht der Fall, weil die Unterbringung von J…in
der Jugendhilfeeinrichtung gemäß § 34 Satz 2 Nr. 3 SGB VIII auf Dauer
angelegt ist. Das ergibt sich aus dem Hilfeplan. Es steht zudem außer Streit,
dass der Kindesvater den dortigen Aufenthalt von J… nicht nur hinnimmt,
sondern sogar positiv unterstützt, so dass eine Veränderung dieses
Sachverhalts in absehbarer Zukunft nicht zu erwarten sein wird.
Die im vorliegenden Verfahren zu Recht unterbliebene erneute Prüfung der
Erziehungseignung der Kindesmutter beruht darauf, dass ihr die elterliche Sorge
bereits rechtskräftig entzogen worden ist. Der Senat wiederholt, dass es ihr
unbenommen bleibt, eine Änderung der Entscheidung über die Entziehung der
Sorge in einem neuen Verfahren zu beantragen.
Dass der Beschluss des Amtsgerichts Buxtehude eine Überprüfung der
Sorgerechtsentziehung von Amts wegen erst im Jahr 2014 vorsieht, steht einem
Abänderungsantrag der Kindesmutter zu einem früheren Zeitpunkt nicht entgegen.
Sie wird durch die angefochtene Entscheidung daher auch insoweit nicht rechtlos
c) Die Kostenentscheidung beruht auf § 84 FamFG.
Da die Frage der Beschwerdeberechtigung in der vorliegenden Konstellation
noch nicht höchstrichterlich entschieden ist und grundsätzliche Bedeutung hat,
lässt der Senat gemäß § 70 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 FamFG die Rechtsbeschwerde
zum Bundesgerichtshof zu.
http://www.rechtsprechung.niedersachsen.de/jportal/portal/page/bsndprod.psml?doc.id=KORE218542012&st=null&showdoccase=1&paramfromHL=true
Bernd Schnardthorst aus Niedersachsen wünscht sich nichts sehnlicher als
seinen behinderten Sohn, der unter Betreuung steht, endlich wieder zu sehen.
Seit über vier Jahren kämpft der geschiedene Geschäftsmann um sein Kind.
Nicht einmal Briefe darf er ihm schreiben. Wir begleiten ihn zum Gericht, wo er
mal wieder einen neuen Antrag auf Besuchsrecht einreichen will.
Bernd Schnardthorst: „Über vier Jahre lang Briefe geschrieben und Anträge
geschrieben, man hört von den Gerichten nur man solle keine Anträge stellen,
sie werden nicht beschienen.“
Bernd Schnardthorst reicht beim Familiengericht einen Antrag nach dem anderen
ein, eine Dienstaufsichtsbeschwerde folgt der nächsten. Oft nicht gerade sehr
freundlich formuliert. Auf Antrag der gegnerischen Anwältin leitet das
Amtsgericht Buxtehude ein Entmündigungsverfahren gegen den Ingenieur ein.
Bernd Schnardthorst: „Das Verfahren läuft so, man hat mir mitgeteilt in
einem trockenen Dreizeiler, dass also die Anwältin meiner Frau dieses Verfahren
angeregt hätte und ich musste mich dann einer psychiatrischen Begutachtung im
Elbeklinikum in Stade stellen, das habe ich gemacht, sonst hätte das Gericht
ohne mich entschieden.“
Ein Interview lehnt das zuständige Amtsgericht ab. Schriftlich wird report
MÜNCHEN jedoch bestätigt: der zuständige Amtsrichter hat einen internen
Vermerk über Herrn Schnardthorst angefertigt. Darin spricht der zuständige
Richter Zitat „von Querulantentum und dies könne einen Krankheitswert
Mechthild Dyckmans, Bundestagsabgeordnete, FDP: „Familiengerichtsverfahren
sind oft mit ganz großen Emotionen betroffen. Und da darf der Richter nicht
seine eigenen Emotionen reinbringen. Ich weiß aus meiner Erfahrung, dass
Querulanten unangenehm sind. Aber nicht jeder Querulant ist, weil er Querulant
ist, prozessunfähig. Und auch ein Querulant hat seinen Anspruch auf ein
ordnungsgemäßes rechtstaatliches Verfahren.“
Der Hamburger Rechtsprofessor Sonnen bemüht sich im Fall Schnardthorst um
eine außergerichtliche Einigung. Für ihn ist das Vorgehen des Buxtehuder
Amtsgerichtes schlichtweg unverständlich.
Prof. Bernd-Rüdeger Sonnen, Universität Hamburg: „Wenn es in einem
Sorgerechtsstreit hoch hergeht auf beiden Seiten. Dann kann man nicht sagen,
hier ist jemand, der wirklich kämpft Querulant und deswegen müssen wir ihn
unter Betreuung stellen, das ist voll daneben würden wir heute sagen.“
Schnardthorst muss sich einer psychiatrischen Untersuchung unterziehen. Der
Gutachter erklärt: Schnardthorst sei selbstverständlich geistig normal. Eine
rechtliche Betreuung sei derzeit entbehrlich.
Bernd Schnardthorst: „Ja mein Junge hat damals sehr gerne mit mir zusammen
Schiffe gebaut und er ist dafür sehr begabt.“
Bernd Schnardthorst ist kein Einzelfall. Seit sechs Jahren streitet Karin
Kelly um ein Umgangsrecht mit ihrem Enkel.
Karin Kelly: „Hier stehen die ganzen Geschenke seit letztem Jahr. Von zwei
Geburtstagen, von Ostern, von Weihnachten.“
Knapp 10.000 Euro Gerichts- und Anwaltskosten hat Karin Kelly bislang
bezahlt, ohne ihren Enkel auch nur einmal in die Arme nehmen zu dürfen. Dabei
hat der Bub jahrelang in diesem Zimmer in ihrem Haus gelebt. Als 2007 weitere
Zahlungen anstehen, weigert sie sich zu zahlen. Lieber gehe sie ins Gefängnis:
Karin Kelly: „Ich werde weiter kämpfen, erst recht jetzt, weil die
Mürbemachung immer weiter geht und ich lass mich nicht mürbe machen, das sag
ich immer wieder.“
Mehrmals kommt der Gerichtsvollzieher, um das Geld einzutreiben. Jedes Mal
weist ihm Karin Kelly die Tür. Doch dann, im Dezember letzten Jahres wird den
Kellys von dritter Seite ein Protokoll sowie ein Beschluss des Amtsgerichtes
Rockenhausen zugespielt. Danach hat das Gericht Zitat: „Zweifel an der
Verfahrensfähigkeit der Schuldnerin.“ Im Klartext: Auch hier stellt ein
Gericht die Zurechnungsfähigkeit in Frage.
Karin Kelly: „Dass jetzt meine Verfahrensfähigkeit in Frage gestellt ist
und ein Richter so etwas beschließt, der mich nicht kennt, und ohne Anhörung.“
Der Gerichtsvollzieher hält sogar, Zitat: „eine Überprüfung, ob
vormundschaftsgerichtliche Maßnahmen angebracht sind“, für sinnvoll. Karin
Kelly droht im schlimmsten Fall ein Entmündigungsverfahren.
Rudolf Kelly: „Es war ein riesig großer Schock, ich habe es dann auch
weitergeleitet und hab es dann meiner Frau gegeben und die hat es auch dann
gelesen und die war dann auch genauso schockiert wie ich auch.“
Im Amtsgericht Rockenhausen wiegelt man ab. Noch sei ja nichts passiert. Im
Übrigen sei alles juristisch korrekt gelaufen.
Thomas Edinger, Direktor Amtsgericht Rockenhausen: „Sicher in dem Fall ist
das völlig unglücklich, dass Frau Kelly dann auf diesem Weg davon erfahren
hat. Wobei und noch mal, das ist das ganz Wichtige, für Sie hat das zunächst
keine Auswirkungen, keine negativen Auswirkungen. Und insofern ja, sicher ist
das natürlich unglücklich, aber es war vom Verfahren her nicht zu beanstanden.“
Mit anderen Worten: Frau Kelly droht nach wie vor ein Entmündigungverfahren.
Für den Familienrichter Jürgen Rudolph ist der Fall Kelly ein Musterbeispiel,
wie es nicht ablaufen sollte. Der Experte weiß um die weit reichenden
Konsequenzen solcher Beschlüsse.
Jürgen Rudolph, Familienrichter: „Dass ihr jetzt obendrein noch attestiert
wird, dass sie nicht verfahrensfähig also mit anderen Worten nicht
zurechnungsfähig sei, dass habe ich im ersten Moment als unrealistisch
empfunden und als Satire und im zweiten Moment habe ich gedacht, hier passiert
ja doch was ganz realistisches und hier ist eine ganz große Gefahr, die in so
einem System entstehen kann und wenn hier nicht sofort interveniert wird und
niemand intervenieren würde, könnte es tatsächlich sein, dass Frau Kelly
eines Tages für unzurechnungsfähig erklärt wird und ihr möglicherweise auch
noch eine Betreuung angediehen wird.“
report MÜNCHEN hakt beim Bundesjustizministerium nach, aber die
Justizministerin Zypries sieht keinen Handlungsbedarf. Menschen mit
Entmündigung zu drohen ist also weiterhin möglich. Geistig völlig gesunden
Menschen, die einfach nur um ihr Recht kämpfen, droht damit weiterhin die
Gefahr für unzurechnungsfähig erklärt zu werden.
Amtsgericht Buxtehude auf dem Boden des Grundgesetzes
In einer dem Väternotruf vorliegenden, bisher nicht bekannt gewordenen
Entscheidung hat das Amtsgericht Buxtehude auf einen Antrag eines
nichtverheirateten Vater hin, beiden Eltern das gemeinsame Sorgerecht
übertragen. Aktenzeichen 8 F 267/01 (SO) Beschluss vom 27.8.2001. Das Amtsgericht Buxtehude ist damit eines der wenigen Amtsgerichte in
Deutschland, dass sich hinsichtlich der Rechte nichtverheirateter Väter auf dem
Boden des Grundgesetzes bewegt. An den meisten deutschen Amtsgerichten ist es dagegen noch immer übliche Praxis, offensichtlich
verfassungswidrige Bestimmungen im Bürgerlichen Gesetzbuch (1626a BGB)
unhinterfragt zur Arbeitsgrundlage zu machen und sich damit dem wohl nicht
unberechtigten Vorwurf der Rechtsbeugung auszusetzen. zurück