Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/116
Timestamp: 2019-09-24 09:18:56
Document Index: 373009301

Matched Legal Cases: ['§ 116', '§ 114', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§116', '§116', '§ 116', '§ 80', '§80', '§80', '§ 116', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', '§116', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', '§ 116', '§ 116', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', '§ 116', '§ 116', '§ 116', '§ 80', '§ 80', '§80', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', '§ 116', '§116', '§ 116', '§ 116', 'BGH', 'BGH', '§ 116', 'BGH', '§ 116', '§ 116', 'BGH', '§ 116', 'BGH', '§116', '§ 116', 'BGH', 'BGH', '§ 116', 'BGH', '§116', '§ 114', 'BGH', '§ 116', '§ 114', '§ 114', '§ 116', '§80', '§51', '§ 116', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', '§116', 'BGH', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', '§ 116', '§ 114', '§ 116', '§ 116', '§ 116', 'BGH', '§ 116', 'BGH', '§116', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 116', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', '§ 116', 'BGH', 'BGH', '§ 116', '§ 116', 'BGH']

§ 116 ZPO: Partei kraft Amtes; juristische Person; parteifähige Vereinigung
1.eine Partei kraft Amtes, wenn die Kosten aus der verwalteten Vermögensmasse nicht aufgebracht werden können und den am Gegenstand des Rechtsstreits wirtschaftlich Beteiligten nicht zuzumuten ist, die Kosten aufzubringen;
2.eine juristische Person oder parteifähige Vereinigung, die im Inland, in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum gegründet und dort ansässig ist, wenn die Kosten weder von ihr noch von den am Gegenstand des Rechtsstreits wirtschaftlich Beteiligten aufgebracht werden können und wenn die Unterlassung der Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung allgemeinen Interessen zuwiderlaufen würde.§ 114 Absatz 1 Satz 1 letzter Halbsatz und Absatz 2 ist anzuwenden. Können die Kosten nur zum Teil oder nur in Teilbeträgen aufgebracht werden, so sind die entsprechenden Beträge zu zahlen.
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2015, Az. IX ZR 244/14 Die Vorschrift des § 116 Satz 1 Nr. 1 ZPO ist auch für das Insolvenzverfahren keinesfalls darauf gerichtet, die Gewährung von Prozesskostenhilfe an Parteien kraft Amtes zur Regel und die Versagung zu einer besonderer Begründung bedürftigen Ausnahme zu machen (BGH, Beschluss vom 4. Dezember 2012 - II ZA 3/12, NZI 2013, 82 Rn. 3 mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 1.11.2012, Az. IX ZR 280/12 Nach ständiger, nahezu unbestrittener Rechtsprechung (vgl. BGH, Beschluss vom 7. Juli 1997 - II ZB 7/97, NJW 1997, 3318, 3319; vom 24. März 1998 -XI ZR 4/98, BGHZ 138, 188, 193; BVerwG, ZIP 2006, 1542, 1544; OLG Stuttgart, Justiz 2011, 156, 157; OLG Hamburg, ZlnsO 2010, 1701 f; OLG Köln, InVo 2006, 346, 357; s. auch Stein/Jonas/Bork, ZPO, 22. Auf I., §116 Rn. 16; MünchKomm-ZPO/Wax, 3. Aufl., §116 Rn. 15; Prütting/ Gehrlein/Völker/Zempel, ZPO, § 116 Rn. 9; FK-lnsO/Schmerbach, 6. Aufl., § 80 Rn. 53; HmbKomm-lnsO/Kuleisa, 4. Aufl., §80 Rn. 55c; Uhlenbruck, InsO, 13. Aufl., §80 Rn. 124; Pape, ZIP 1988, 1293, 1300 f; Steenbuck, MDR 2004, 1155, 1159; aA Mitlehner, NZI 2001, 617, 621; Gelpcke/Hellstab/Wache/Wei-gelt, Der Prozesskostenhilfeanspruch des Insolvenzverwalters, Rn. 1.236 ff), auf die der Senat schon in seinem Beschluss vom 13. September 2012 hingewiesen hat, ist es für die Anwendung des § 116 Satz 1 Nr. 1 ZPO bedeutungslos, ob die am Gegenstand des Rechtsstreits wirtschaftlich beteiligten Gläubiger zur Aufbringung der Prozesskosten bereit sind.
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2012, Az. VII ZR 30/12 Denn dieses Vorbringen war angesichts der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu § 116 Satz 1 Nr. 2 ZPO (vgl. nur BGH, Beschluss vom 24. Juni 2010 - III ZR 48/10, GuT 2010, 367) für das Erfordernis, dass die Unterlassung der Rechtsverfolgung allgemeinen Interessen zuwiderlaufen würde, erkennbar unzureichend.
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2012, Az. II ZA 3/12 Für die Voraussetzung der Unzu demutbarkeit der Kostenaufbringung für die am Gegenstand des Rechtsstreits wirtschaftlich Beteiligten (§116 Satz 1 Nr. 1 ZPO) enthält das Gesetz keine abweichende Regelung (BGH, Beschluss vom 24. März 1998 -XI ZR 4/98, BGHZ 138, 188, 191 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2012, Az. II ZA 3/12 Für die Prüfung der Voraussetzungen des § 116 Abs. 1 Nr. 1 ZPO kommt es auf die Zumutbarkeit der Kostenaufbringung an und nicht auf die Bereitschaft des Gläubigers, die Kosten vorzuschießen (BGH, Beschluss vom 7. Juli 1997 - II ZB 7/97, ZIP 1997, 1553, 1554; Beschluss vom 24. März 1998 -XI ZR 4/98, BGHZ 138, 188, 193; Beschluss vom 13. September 2012 - IX ZA 1/12, ZlnsO 2012, 2198 Rn. 6; OLG Hamburg, ZIP 2011, 99; Musielak/Fischer, ZPO, 9. Aufl., § 116 Rn. 7; Zöller/Geimer, ZPO, 29. Aufl., § 116 Rn. 12).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2012, Az. II ZA 3/12 Nach § 116 Abs. 1 Nr. 1 ZPO hängt die Gewährung von Prozesskostenhilfe von der Unzu demutbarkeit der Kostenaufbringung durch die wirtschaftlich Beteiligten ab; es genügt gerade nicht, dass sich der Insolvenzverwalter vergeblich bemüht hat, diese zur Kostenaufbringung zu veranlassen (BGH, Beschluss vom 24. März 1998 - XI ZR 4/98, BGHZ 138, 188, 193; Beschluss vom 13. September 2012 - IX ZA 1/12, ZlnsO 2012, 2198 Rn. 6).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2012, Az. IX ZA 1/12 Denn es ist im Fall des § 116 Satz 1 Nr. 1 ZPO bedeutungslos, ob die Gläubiger zur Aufbringung der Prozesskosten bereit sind (vgl. BGH, Beschluss vom 7. Juli 1997 - II ZB 7/97, NJW 1997, 3318, 3319; vom 24. März 1998 - XI ZR 4/98, BGHZ 138, 188, 193; BVerwG, ZIP 2006, 1542, 1544; OLG Stuttgart, Justiz 2011, 156, 157; OLG Hamburg, ZlnsO 2010, 1701 f; OLG Köln, InVo 2006, 346, 357; Stein/Jonas/Bork, ZPO, 22. Aufl., § 116 Rn. 16; MünchKomm-ZPO/Wax, 3. Aufl., § 116 Rn. 15; Prütting/Gehrlein/ Völker/Zempel, ZPO, § 116 Rn. 9; FK-lnsO/Schmerbach, 6. Aufl., § 80 Rn. 53; HmbKomm-lnsO/Kuleisa, 4. Aufl., § 80 Rn. 55c; Uhlenbruck, InsO, 13. Aufl., §80 Rn. 124; Pape, ZIP 1988, 1293, 1300 f; Steenbuck, MDR 2004, 1155, 1159; aA Mitlehner, NZI 2001, 617, 621; Gelpcke/Hellstab/Wache/Weigelt, Der Prozesskostenhilfeanspruch des Insolvenzverwalters, Rn. 1.236 ff).
BGH, BESCHLUSS vom 4.7.2012, Az. VII ZR 30/12 Soweit die Klägerin Steuerverbindlichkeiten bzw. Steuerausfälle geltend macht, ist dies für § 116 Satz 1 Nr. 2 ZPO nicht ausreichend (vgl. BGH, Beschluss vom 24. Juni 2010 - Ill ZR 48/10, GuT 2010, 367, Rn. 4, in juris dokumentiert).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2011, Az. X ZR 3/11 Soweit der Senat das Gesuch der Beklagten zu 1 zurückgewiesen hat, weil die für sie zusätzlich geltenden Voraussetzungen des § 116 Nr. 2 ZPO in ihrer Person nicht erfüllt sind, hat sie das Rechtsmittel damit noch vor Ablauf der ihr dafür zustehenden Überlegungsfrist (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Januar 2009 - VIII ZA 21/08, WuM 2009, 186) eingelegt.
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2011, Az. IX ZB 145/09 am Rechtsverkehr eigene Rechte und Pflichten begründet, als parteifähige Vereinigung im Sinne des § 116 Satz 1 Nr. 2 ZPO anzusehen (vgl. OLG Dresden MDR 2008, 818; MünchKomm-ZPO/Motzer, 3. Aufl. §116 Rn. 20; Zöller/ Geimer, ZPO 27. Aufl. § 116 Rn. 11a; Musielak/Fischer, ZPO 7. Aufl. Rn. 11; P/GA/ölker/Zempel, ZPO 2. Aufl. § 116 Rn. 16).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2011, Az. IX ZB 145/09 8	b) Das nach dem Willen des Gesetzgebers auf besondere Ausnahmefälle (BGH, Beschl. v. 20. Januar 1965 -VIIIZR 304/62, NJW 1965, 585) zugeschnittene Tatbestandsmerkmal des § 116 Satz 1 Nr. 2 ZPO, wonach die Unterlassung der Rechtsverfolgung allgemeinen Interessen zuwiderlaufen würde, ist im Streitfall nicht erfüllt.
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2011, Az. IX ZB 145/09 Vor diesem Hintergrund will die Regelung des § 116 Satz 1 Nr. 2 ZPO Vorsorge dagegen treffen, dass mittellose Vereinigungen wirtschaftliche Interessen auf Kosten der Allgemeinheit verwirklichen (OLG Hamburg MDR 1988, 782, 783; MünchKomm-ZPO/Motzer 3. Aufl. § 116 Rn. 25).
BGH, BESCHLUSS vom 1.0.2011, Az. X ZA 1/10 1	Der	Antrag	der	Beklagten zu 1 ist zurückzuweisen, weil das für die Bewilli- gung von Prozesskostenhilfe zu ihren Gunsten nach § 116 Nr. 2 ZPO erforderliche Allgemeininteresse an ihrer Rechtsverteidigung weder dargetan noch ersichtlich ist (zu den Anforderungen BGH, Beschluss vom 4. Mai 2010 -XZR 135/09; Musielak/ Fischer, ZPO, 7. Aufl., §116 Rn. 17).
LAG Düsseldorf, Beschluss vom 4.11.2010, Az. 3 Ta 654/10 Vielmehr kommt es dort - anders als in Ziffer 2 - bei der Insolvenz einer juristischen Person oder parteifähigen Vereinigung i.S. des § 116 S. 1 Nr. 2 ZPO gerade nicht darauf an, ob die Unterlassung der Rechtsverfolgung oder -verteidigung allgemeinen Interessen zuwiderlaufen würde, was auch für den Insolvenzverwalter einer juristischen Person oder parteifähigen Vereinigung gilt (BGH, Beschluss v. 27.09.1990 - IX ZR 250/89, BB 1991, 162; KG, Beschluss v. 19.09.1989 - 7 W 5491/89, NJW 1990, 459; BGH, Beschluss v. 15.02.2007 - I ZR 73/06, MDR 2007, 851, OLG Hamm v. 29.03.1995 - 31 W 57/94, ZIP 95, 758, Zöller/Geimer § 116 Rz. 2 b; Künzel/Koller, Prozesskostenhilfe, 2. Aufl., Rz. 29).
BGH, BESCHLUSS vom 1.11.2010, Az. II ZB 13/09 Teilweise wird, wie vom Beschwerdegericht, die Auffassung vertreten, eine solche Rechtsverfolgung sei wegen 'Umgehung' der Anforderungen des §116 Satz 1 Nr. 1 ZPO grundsätzlich unzulässig (OLG Hamm, OLGR2001, 374; OLG Köln, InVo 2006, 356, 357) oder mutwillig im Sinne des § 114 Satz 1 ZPO (OLG Celle, OLGR 2007, 202).
BGH, BESCHLUSS vom 1.11.2010, Az. II ZB 13/09 -4- (OLG Hamm, ZIP 2003, 42, 43 mit zustimmender An. Pape, EWiR § 116 ZPO 1/03, 139, 140; OLG Celle, ZIP 2008, 433 mit zustimmender An. Baumert, Fachdienst Insolvenzrecht 2008, 255780; ebenso Werres, KTS 61 (2000), 251, 256; Gundlach/Frenzel/Schmidt, NJW2003, 2412, 2416 Fn.46; Musielak/ Fischer, ZPO, 7. Aufl., § 114 Rn. 42; Reichold in Thomas/Putzo, ZPO, 31. Aufl., § 114 Rn. 8; Hk-ZPO/Pukall, 2. Aufl., § 116 Rn. 11; Uhlenbruck, InsO, 13. Aufl., §80 Rn. 120; Huber in Gottwald, Insolvenzrechtshandbuch, 4. Aufl., §51 Rn. 37) oder als in der unlauteren Absicht erhoben angesehen werden könne, die Voraussetzungen des § 116 ZPO zu umgehen (OLG Celle, ZIP 2008, 433; OLG Hamburg, ZIP 2009, 1636).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2010, Az. VII ZB 71/08 9	a)	Das	Beschwerdegericht	ist zutreffend davon ausgegangen, dass für die Frage, ob nach § 116 Satz 1 Nr. 1 ZPO den am Gegenstand des Rechtsstreits wirtschaftlich Beteiligten zuzu demuten ist, die Kosten für den beabsichtigten Rechtsstreit des Insolvenzverwalters aufzubringen, eine wertende Abwägung aller Gesamtumstände des Einzelfalls erforderlich ist (vgl. BGH, Beschluss vom 27. Mai 2009 - III ZB 15/09, juris Rn. 5; Beschluss vom 23. Oktober 2008 -IIZR211/08, juris Rn. 3; Beschluss vom 27. September 2007 - IX ZB 172/06, WM 2007, 2201 Rn. 9; Beschluss vom 6. März 2006 - II ZB 11/05, NJW-RR 2006, 1064 Rn. 15).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2010, Az. IV ZA 15/09 Dies entspricht einem übergeordneten Rechtsgrundsatz, der in §116 Satz 1 ZPO seinen Niederschlag gefunden hat (BGH, Beschluss vom 16. September 1991 aaO m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.2009, Az. III ZB 15/09 Danach ist für die Frage, ob nach § 116 Satz 1 Nr. 1 ZPO den am Gegenstand des Rechtsstreits wirtschaftlich Beteiligten zuzu demuten ist, die Kosten für den beabsichtigten Rechtsstreit des Insolvenzverwalters aufzubringen, eine wertende Abwägung aller Gesamtumstände des Einzelfalles erforderlich (vgl. BGH, Beschluss vom 23. Oktober 2008 - II ZR 211/08 - juris Rn 3; Beschluss vom 6. März 2006 - II ZB 11/05 - NJW-RR 2006, 1064, 1065; Beschluss vom 27. September 2007 - IX ZB 172/06- WM 2007, 2201, 2202 Rn. 9).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2007, Az. IX ZR 77/06 2	In	der	Rechtsprechung	des	Bundesgerichtshofs ist anerkannt, dass das Erfordernis der Unzu demutbarkeit der Kostenaufbringung durch wirtschaftlich Beteiligte im Rahmen des § 116 Satz 1 Nr. 1 ZPO auch für den Steuerfiskus gilt (BGH, BeschI. v. 24. März 1998 -XIZR 4/98, ZIP 1998, 789, 790; Beschl. v. 8. Februar 1999 - II ZB 24/98, ZIP 1999, 494, 495).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2007, Az. IX ZR 77/06 ständen kann Unzu demutbarkeit im Sinne von § 116 Satz 1 Nr. 1 ZPO nicht angenommen werden (vgl. BGH, Beschl. v. 24. März 1998 aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.7.2006, Az. IX ZB 200/05 Beabsichtigt der Insolvenzverwalter, Ansprüche geltend zu machen, die nicht zu dem verwalteten Vermögen gehören, ist § 116 ZPO nicht einschlägig; es gelten §§ 114, 115 ZPO (OLG Hamm JurBüro 1988, 1059, 1060; Saenger/Rathmann/Pukall, ZPO, § 116 Rn. 4; Zöller/Philippi, ZPO 25. Aufl. § 116 Rn. 3; Stein/Jonas/Bork, ZPO 22. Aufl. § 116 Rn. 2).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2006, Az. II ZA 1/06 Eine Bewilligung nach § 116 Satz 1 Nr. 1 ZPO kommt nicht in Betracht, da der Liquidator keine Partei kraft Amtes ist (BFH, Beschl. v. 27. Januar 1994 - VS 16/93, BFH/NV 1995, 332, 333; OLG Frankfurt, Beschl. v. 3. März 2006 - 2 W 64/05, iuris Tz. 2).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2006, Az. II ZA 1/06 Großunternehmen, Banken, Körperschaften des öffentlichen Rechts und vergleichbare Institutionen, die hier die überwiegende Mehrzahl der Gläubiger darstellen, bedürfen keines sozialen Schutzes unter dem Gesichtspunkt des Interesses der Allgemeinheit im Sinne von §116 Satz 1 Nr. 2 ZPO (OLG Frankfurt aaO Tz. 7 ff.; OLG Celle, Besohl, v. 22. Dezember 2000 - 3 W 95/00, iuris Tz. 12 ff.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2005, Az. IX ZB 224/04 Der Antragsteller, der mit seinem Vergütungsanspruch selbst der rangbeste Massegläubiger ist, hat dabei allerdings außer Betracht zu bleiben, weil er nicht als 'wirtschaftlich Beteiligter' im Sinne des § 116 Satz 1 Nr. 1 ZPO angesehen werden kann (vgl. BGH, Beschl. v. 18. September 2003 -IXZB 460/02, NZI 2004, 26, 27).
BGH, vom 4.3.1999, Az. VIII ZR 139/89 Das von der Klägerin geltend gemachte Interesse größerer Teile der Bevölkerung oder des Wirtschaftslebens an der Klärung von Rechtsfragen ist kein allgemeines Interesse im Sinne von § 116 Satz 1 Nr. 2 ZPO (vgl. BGH, Beschluß vom 20. Dezember 1989 - VIII ZR 139/89 aaO m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 1.10.1998, Az. II ZB 15/98 Die Auslegung des § 116 Satz 1 Nr. 1 ZPO durch das Oberlandesgericht, wonach es keine generelle Freistellung des Steuerfiskus von der Kostenaufbringung als wirtschaftlich Beteiligter gibt, steht im Einklang nicht nur mit zahlreichen Stimmen in Literatur und obergerichtlicher Rechtsprechung, sondern insbesondere mit der jüngsten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (vgl. BGH, Beschl. v. 24. März 1998 - XI ZR 4/98, ZIP 1998, 789 ff. mit eingehender Begründung und umfangreichen Nachweisen).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.1998, Az. IX ZA 4/98 Gründe Dem Antrag auf Bewilligung von Prozeßkostenhilfe ist der Erfolg zu versagen, weil der Kläger - Sequester im Konkurseröffnungsverfahren über das Vermögen einer GmbH - nicht dargetan hat, daß die am Gegenstand des Rechtsstreits wirtschaftlich Beteiligten, d.h. diejenigen Gläubiger der Schuldnerin, die bei einem erfolgreichen Abschluß der beabsichtigten Rechtsverfolgung wenigstens mit einer teilweisen Befriedigung ihrer Ansprüche rechnen können (vgl. BGHZ 119, 372, 377; BGH, Beschl. v. 27. September 1990 - IX ZR 250/89, NJW 1991, 40, 41), die Kosten nicht aufbringen können oder daß ihnen nicht zuzu demuten ist, die Kosten aufzubringen (§ 116 Satz 1 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.1998, Az. XI ZR 4/98 6 deshalb nicht für die Auslegung des § 116 Satz 1 Nr. 1 ZPO maßgebend sein kann, weil es hier nicht nur um Gerichtskosten, sondern auch um außergerichtliche Kosten geht (BGH, Beschluß vom 20. September 1994 aaO S. 661).
BGH, BESCHLUSS vom 1.6.1997, Az. II ZB 7/97 Mit seinem rechtlichen Ansatz, wonach wirtschaftlich beteiligt im Sinne des § 116 Satz 1 Nr. 1 ZPO nur diejenigen Gläubiger sind, die bei einem erfolgreichen Abschluß des konkreten Rechtsstreits wenigstens mit einer teilweisen Befriedigung ihrer Ansprüche aus der Masse rechnen können, befindet sich das Oberlandesgericht in Übereinstimmung mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung (vgl. nur BGHZ 119, 372, 377 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.1965, Az. VIII ZR 304/62 ZPO § 116 An der Auffassung, daß die Unterlassung der Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung nicht schon dann allgemeinen Interessen zuwiderlaufen würde (§ 116 Satz 1 Nr. 2 ZPO), wenn bei der Entscheidung des Rechtsstreits Rechtsfragen von allgemeinem Interesse zu beantworten sind (BGH Beschluß vom 20. Januar 1965 - VIII ZR 304/62 = NJW 1965, 585), ist auch nach Inkrafttreten des Gesetzes über die Prozeßkostenhilfe festzuhalten.