Source: https://issuu.com/alptransit/docs/geschaeftsbericht_2013
Timestamp: 2016-12-11 05:21:51
Document Index: 291696041

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 14', 'Art. 11', 'Art. 5', 'Art. 762']

Geschaeftsbericht 2013 by AlpTransit Gotthard AG - issuu
2013 Gesch채ftsbericht
Wichtiges in K端rze
Stand der Arbeiten GBT und CBT
Das Projekt in Bildern, von Norden nach S端den
ATG-Sekretariate, Interviews
«Erstmals Highspeed im Gotthard-Basistunnel» – «Tests
cun trens che van 160 km/h» – «Esami di maturità per
il tunnel» – «Mit Vollgas durch den längsten Tunnel
der Welt» – «Festa inaugurazione nuovo tunnel in 900
giorni nel giugno 2016» – «Doris Leuthard à grande
vitesse dans le tunnel du Gothard»:
Das waren die Schlagzeilen in den Medien am Tag nach
dem 16. Dezember 2013, jenem Tag, an dem Bundesrätin Doris Leuthard den Versuchsbetrieb in der Weströhre
des Gotthard-Basistunnels offiziell gestartet hatte. Zum
ersten Mal fuhr an diesem Tag ein Zug auf der rund 13
Kilometer langen Versuchsstrecke von Bodio bis Faido
mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h, und die Verkehrsministerin freute sich, auf dieser historischen Fahrt
mit von der Partie gewesen zu sein: «Innovation, Präzision, Sicherheit und Zuverlässigkeit – das sind die Werte,
die unser Land voranbringen – und darauf gründet auch
der Bau des Gotthard-Basistunnels. Wir dürfen stolz sein
auf das bisher Erreichte.»
Nach den Medien haben nun die Techniker wieder das
Sagen. Auf der Versuchsstrecke werden bis im Sommer 2014 weitere Tests durchgeführt. Dabei sollen Geschwindigkeiten von bis zu 220 km/h erreicht werden.
Ziel des Versuchsbetriebs ist eine erste Bestätigung, dass
das Tunnelsystem die gestellten Anforderungen erfüllt.
Der Versuchsbetrieb ist aber auch eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die AlpTransit Gotthard AG Anfang
Juni 2016 dem Bund und den SBB eine betriebsbereite
Anlage übergeben kann.
Bis aber am Donnerstag, 2. Juni 2016 der längste
Tunnel der Welt offiziell eingeweiht werden kann,
gibt es noch einiges zu tun. Der Rohbau am Gotthard-Basistunnel ist zwar beendet und die Installationsplätze in Amsteg, Sedrun, Faido und Bodio sind
zurückgebaut und weitgehend rekultiviert worden.
Der Einbau der Lüftungs- und Entwässerungsanlagen
läuft aber nach wie vor auf Hochtouren. Auch bei der
Bahntechnik geht es zügig vorwärts. Bereits sind mehr
als zwei Drittel der bahntechnischen Anlagen installiert.
Wenn alles klappt, wird der Gotthard-Basistunnel im
Herbst 2014 durchgehend auf Schienen befahrbar sein.
Beim Ceneri-Basistunnel haben die Mineure in der
Zwischenzeit mehr als 70 Prozent des insgesamt rund
40 Kilometer langen Tunnelsystems ausgebrochen. Im
Sommer 2013 vergab die AlpTransit Gotthard AG die
Bahntechnikarbeiten für den Ceneri-Basistunnel. Beide
Vergaben wurden beim Bundesverwaltungsgericht
angefochten. Ende Oktober 2013 erteilte das Gericht
diesen Beschwerden die aufschiebende Wirkung. Terminliche Auswirkungen auf die Inbetriebnahme des
Ceneri-Basistunnels 2019 können nicht mehr ausgeschlossen werden.
Wir sind auf dem langen und manchmal sicher noch
steinigen Weg bis zur Inbetriebnahme der Flachbahn durch die Alpen nach wie vor stark gefordert.
Verwaltungsrat und Geschäftsleitung danken allen
Mitarbeitenden, Behörden, Aufsichts- und Bewilligungsorganen, den an Planung und Bau beteiligten
Ingenieurbüros und Unternehmungen mit all ihren
Angestellten für die mit viel Engagement geleistete Arbeit. Wir haben noch spannende und arbeitsintensive
Jahre vor uns!
di ventilazione e di smaltimento delle acque procedono
a pieno regime. Anche alla tecnica ferroviaria si avanza
celermente. Più di due terzi delle installazioni di tecnica
ferroviaria sono stati posati. Se tutto va bene, nell’autunno 2014 la Galleria di base del San Gottardo sarà
completamente transitabile su rotaie.
Questi erano alcuni dei titoli apparsi sui media il giorno
dopo il 16 dicembre 2013, giorno in cui la consigliera
federale Doris Leuthard ha ufficialmente dato avvio alle
corse di prova nella canna ovest della Galleria di base del
San Gottardo. Quel giorno, per la prima volta, un treno
ha raggiunto la velocità di 160 km/h circolando lungo i
circa 13 chilometri della tratta di prova da Bodio a Faido.
La ministra dei trasporti è stata felice di poter essere
partecipe di questo storico viaggio: «Innovazione, precisione, sicurezza e affidabilità – questi sono i valori che
il nostro paese porta avanti e sui quali si fonda anche
la realizzazione della Galleria di base del San Gottardo.
Dobbiamo essere fieri di quanto sin ora realizzato.»
Nel frattempo, alla Galleria di base del Ceneri i minatori hanno scavato più del 70% dei totali 40 chilometri
di sistema di gallerie. Nell’estate 2013, AlpTransit San
Gottardo SA ha aggiudicato i lavori di tecnica ferroviaria per la Galleria di base del Ceneri. Purtroppo contro
questa aggiudicazione sono stati inoltrati dei ricorsi al
Tribunale amministrativo federale. Alla fine di ottobre
2013, il Tribunale ha ordinato l’effetto sospensivo. Ripercussioni tempistiche in merito alla messa in esercizio
della Galleria di base del Ceneri nel 2019 non possono
Dopo i rappresentanti dei media, i tecnici hanno ripreso
le redini in mano. Entro l’estate 2014 verranno effettuati altri test sulla tratta di prova che potranno raggiungendo i 220 km/h. Scopo delle corse di prova è ottenere
una prima conferma che il sistema di gallerie soddisfi
le condizioni richieste. Le corse di prova sono però anche un importante presupposto affinché AlpTransit San
Gottardo SA possa consegnare all’inizio di giugno 2016
a Confederazione e FFS degli impianti pronti per l’uso.
Ma prima di giovedi 2 giugno 2016, quando la galleria
più lunga del mondo potrà essere ufficialmente inaugurata, ci sono ancora alcuni passi da compiere. La
costruzione grezza della Galleria di base del San Gottardo è ormai terminata e i piazzali d’installazione di
Amsteg, Sedrun, Faido e Bodio sono stati smantellati
e in gran parte ricoltivati. L’installazione degli impianti
La via che ci porterà alla messa in esercizio della linea di
pianura attraverso le Alpi è ancora lunga e irta. Il Consiglio d’Amministrazione e la Direzione ringraziano per
l’impegno tutti i collaboratori, le autorità, gli organi di
sorveglianza e di approvazione, gli studi d’ingegneria e
le imprese con i loro impiegati che collaborano alla progettazione e alla realizzazione. Davanti a noi abbiamo
ancora anni di intenso e appassionante lavoro!
Gotthard-Basistunnel (Kosten)
9’815
10’085
Mutmassliche Endkosten*
Anlagen im Bau**
12’438
12’399
Anlagen im Bau** (aus Bilanz)
11’350
Ceneri-Basistunnel (Kosten)
Summe Achse Gotthard
* Preisstand 1998, ohne MWST, Bauzinsen, Teuerung ** Preisstand effektiv
Gotthard-Basistunnel (Bahntechnik)
Einbaufortschritt per
Offene Strecke Nord
Erstfeld − Sedrun Ost
Erstfeld − Sedrun West
Multifunktionsstelle Sedrun Ost
Multifunktionsstelle Sedrun West
Sedrun − Faido Ost
Sedrun − Faido West
Multifunktionsstelle Faido Ost
Multifunktionsstelle Faido West
Faido − Bodio Ost
Faido − Bodio West
Offene Strecke Süd
Gesamtfortschritt Einbau Bahntechnik
Ceneri-Basistunnel (Leistungen)
Vortriebsstand per
Basistunnel (total: 31’234 Meter)
Querschläge (total: 2’259 Meter)
21’369 Meter
15’922 Meter
1’166 Meter
6’306 Meter
28’841 Meter
23’055 Meter
Erschliessungssystem Sigirino
(total: 6’306 Meter)
Alle Vortriebe (total: 39’799 Meter)
Projekt AlpTransit Gotthard
Am Projekt beteiligtes Personal
AlpTransit Gotthard AG:
Unternehmungen auf den Baustellen:
km 99.727
Zugangsstollen Sedrun
Länge 909 m
Entlüftungsstollen
Länge 336 m
Schacht I+II
Tiefe 850/820 m
Oströhre 
Zugangsstollen Amsteg
Länge 2222 m
Kabelstollen
Länge 1884 m
Einbaufortschritt Bahntechnik
Stand der Arbeiten GBT per 31.12.2013
Stato dei lavori GBG
Einbaufortschritt Bahntechnik per 31.12.2013
Progresso d'installazione tecnica ferroviaria
Einbau Bahntechnik im Gang
Installazione della tecnica ferroviaria in corso
Gesamtfortschritt 64%
Progresso totale
Einbau Bahntechnik abgeschlossen
Installazione della tecnica ferroviaria terminata
Einbaurichtungen
Sensi dell'installazione
Übergabe an Bahntechnik noch ausstehend
Consegna alla tecnica ferroviaria ancora da discutere
Stand der Arbeiten CBT per 31.12.2013
Stato dei lavori GBC
Von 39,8 km Tunnel und Stollen
sind 28,84 km oder 72,5% ausgebrochen
Dei 39,8 km di gallerie e cunicoli
sono stati scavati 28,84 km, pari al 72,5%
Noch auszubrechen
Ancora da scavare
Scavo terminato
Vortrieb und Ausbau abgeschlossen
Scavo e rivestimento terminato
km 256.817
Vigana/Camorino
km 256.231
km 242.848
Länge 2646 m
km 156.831
von Norden nach S端den
Auf dem Installationsplatz Erstfeld montieren Bahntechniker die erste Hydrostarweiche f端r die Multifunktionsstelle Sedrun. Anschliessend wird sie mit dem
Zug in den Tunnel transportiert, verlegt, vermessen und einbetoniert.
NORDPORTAL ERSTFELD
Premiere am Gotthard: Am 30. August 2013 ist der gesamte Gotthard-Basistunnel
von Bodio bis Erstfeld nach 端ber sechs Stunden zum ersten Mal befahren und
begangen. 2016 dauert die Fahrt noch rund 20 Minuten.
Die Mineure warten auf eine der letzten Fahrten mit der Schwerlastfรถrderanlage
durch den Schacht II zur Multifunktionsstelle Sedrun. Nach der Inbetriebnahme
des Gotthard-Basistunnels entweicht hier im Ereignisfall die Abluft.
Beim Zugangsstollen Faido wird das Portalgeb채ude mit der L체ftungszentrale gebaut. Ventilatoren werden bei einem Brand den Rauch absaugen und Frischluft
in den Tunnel einblasen.
FAIDO – BODIO
FAIDO–BODIO
Leuthard eröffnet
drücken Werner
VersuchsbeAndreas
trieb inund
der Renzo
des(von
Gotthard-Basistunnels.
links nach rechts) am
16.ersten
Mal fuhr
2013ein
auf der rund
für13den
Versuchsbetrieb.
Versuchsstrecke von Bodio bis Faido mit einer
Geschwindigkeit von 160 km/h.
KNOTEN GIUSTIZIA
Beim Anschluss Giustizia, s端dlich von Biasca, wird die neue Br端cke 端ber den Canale Froda betoniert. Weitere Bauwerke bei Giustizia sind der Tagbautunnel und
das R端ckhaltebecken des Riale Stabiello.
KNOTEN CAMORINO
Ab 2019 rollt der Eisenbahnverkehr vierspurig auf den neuen Brücken über die
A2. Zwei Gleise sind für die bestehende Linie Bellinzona–Locarno bestimmt, zwei
Gleise führen Richtung Nordportal des Ceneri-Basistunnels.
Die beiden eingleisigen Bahnviadukte f端hren 端ber die vierspurige Kantonsstrasse
direkt zum Nordportal des Ceneri-Basistunnels. Markant an den rund einen Kilometer langen Viadukten sind die V-Pfeiler.
Beim Nordportal des Ceneri-Basistunnels sind die Abdichtungsarbeiten in der
WestrĂśhre im April 2013 abgeschlossen. Ende 2013 sind sĂ¤mtliche Rohbauarbeiten in der Bretella, der unterirdischen Verzweigungskaverne, beendet.
In der Oströhre des Ceneri-Basistunnels stehen die Ausbrucharbeiten in Richtung
Süden beim Verzweigungsbauwerk. Hier kann später die Verlängerung des Tunnels in Richtung Chiasso und Como gebaut werden.
Der grösste Teil des Ausbruchmaterials des Ceneri-Basistunnels wird auf
Förderbändern nach Sigirino transportiert. Die Materialablagerung hat eine
Kapazität von 7,5 Millionen Tonnen.
Seit Januar 2013 laufen beim Südportal des Ceneri-Basistunnels die Arbeiten an
den beiden 170 Meter langen Tagbautunnels. Die Übergangsblöcke zwischen
Untertag- und Tagbautunnel sind Ende 2013 fertig betoniert.
ATG-Sekretariate
Kompetent in der Bürokommunikation
Sekretariat VGL, ist in Luzern zuhause
Fast seit dem ersten Tag ist sie dabei. Hildegard Wenzl arbeitet seit dem 1. Januar 1999 für die AlpTransit Gotthard
AG, davon die ersten Monate noch in Bern. Von Anfang
an war sie im Sekretariat der Geschäftsleitung tätig. Organisieren und Koordinieren, das sind ihre Hauptaufgaben.
Bei ihrer täglichen Arbeit sind Vertrauen und Diskretion
gefragt. In den 15 Jahren bei der AlpTransit Gotthard AG
hat sie nicht nur viel über den Tunnelbau erfahren, sondern auch geschäftliche und private Erfolge und Schicksale miterlebt.
Seit Oktober 2008 arbeitet Patrizia Leonardi im Sekretariat von Faido. Bis vor einem Jahr war sie zu 100% für
das Sekretariat zuständig, heute arbeitet sie 50% für das
Kostencontrolling. Sie schätzt es, dass die Arbeit so vielfältig ist und sie viel über das Projekt und die laufenden
Arbeiten erfährt. Aktuell sind diese hauptsächlich noch
vom Rohbau geprägt, schon bald wird die Bahntechnik
dazukommen. «Diese Vielseitigkeit ist sicher ein Vorteil
der Aussenstandorte.» Unvergesslich war für Patrizia
Leonardi der Hauptdurchschlag. Sie war in Faido mit dabei, als die Tunnelbohrmaschine die letzten Meter Fels
nach Sedrun durchbrach.
Gefreut hat sie sich bei jedem Meilenstein, den die AlpTransit Gotthard AG erreichte. «Besonders in Erinnerung
blieb mir aber eine Barbara-Feier, bei der ich persönlich
dabei sein durfte. Das war für mich ergreifend, emotional,
unvergesslich.» Den Ausgleich zur täglichen Arbeit sucht
Hildegard Wenzl auf dem Golfplatz oder zwischen den
vielen Blumen in ihrem Garten.
Sekretariat, Kostencontrolling/Faido, wohnt in Quinto
Die Natur und die Berge mag Patrizia Leonardi. Sei es in
ihrer Berghütte oder beim Wandern. Wenn sie im Winter
nicht am Skifahren ist, kann es sein, dass sie Tickets für
die Heimspiele des HC Ambri-Piotta verkauft. Zudem mag
sie klassische Musik. Seit zwei Jahren spielt sie Geige und
nimmt Privatunterricht.
Nadia Berther
Sekretariat Sedrun, lebt in Sedrun
Kaufmännische Assistentin/Abt. Technik, lebt in Schattdorf
Seit September 2008 ist Nadia Berther für das Sekretariat in Sedrun verantwortlich. Ihre Arbeit hat sich mit dem
Ende des Rohbaus verändert, denn es wird ruhiger auf der
Baustelle. Protokolle und Korrespondenzen nehmen ab,
während die Archivarbeiten zunehmen. Der 15. Oktober
2010 bleibt Nadia Berther noch lange in Erinnerung. Am
Tag des Hauptdurchschlags schaute die ganze Welt nach
Sedrun. «Es war eine sehr freudige Stimmung im Dorf, ein
Volksfest. Trotz der vielen Arbeit war es einer der schönsten Tage. Einfach unvergesslich.»
Seit Juli 2011 unterstützt Stefanie Arnold die Projektleiter
der Abteilung Technik/Bahntechnik bei den administrativen Aufgaben. Sie organisiert Anlässe, koordiniert Termine und führt Vernehmlassungen durch. Zuvor hat sie
über drei Jahre im Infocenter Erstfeld das Besucherwesen
betreut und rund sechs Jahre im Sekretariat in Altdorf gearbeitet. Sie begleitet das Projekt seit August 2002, hat
eine Sprengung in Amsteg miterlebt und war mehrmals
zuvorderst auf der Tunnelbohrmaschine. Während des
Hauptdurchschlags war sie im Ausland, wollte sich diesen
Meilenstein aber nicht entgehen lassen. «In Neuseeland
bin ich um 2.00 Uhr morgens aufgestanden und habe
den emotionalen Moment – den Weltrekord am Gotthard
– im Internet mitverfolgt.»
Gar nicht zu Sedrun passt der Berner Dialekt von Nadia
Berther. Kein Wunder, ihre Wurzeln sind im Emmental,
der Liebe wegen ist sie nach Sedrun gezogen. Die Heimat besucht sie regelmässig. Manchmal mit dem alten
VW-Bus, mit dem sie und ihr Mann Reisen quer durch die
Schweiz und Europa unternehmen. Aber auch die Bündner Berge schätzt sie. Im Sommer beim Wandern und im
Winter beim Skifahren.
In ihrer Freizeit trainiert Stefanie Arnold im Turnverein
Flüelen die Kids und ist im Vorstand aktiv. Falls sie mal
die Ruhe sucht, findet sie diese beim Wandern in den
Urner Bergen.
Ende 2013 waren im Gotthard-Basistunnel 64% sämtlicher bahntechnischen Installationen sowie der Grossteil der Rohbau-Ausrüstung eingebaut.
Die AlpTransit Gotthard AG erreichte wichtige Meilensteine: unter anderem die erste Durchfahrt teils auf
Pneus, teils auf Schienen durch den gesamten GotthardBasistunnel im August 2013 und den offiziellen Start
des Versuchsbetriebs auf der Teilstrecke Bodio–Faido im
Am Ceneri-Basistunnel liefen die Vortriebe im Jahr 2013
von Sigirino Richtung Norden und Süden weiter. Über
70% von den insgesamt rund 40 Kilometer Stollen und
Tunnelröhren sind ausgebrochen. Bei den Gegenvortrieben Vigana und Vezia sind die Ausbauarbeiten im Gang
und der Tagbautunnel in Vezia entsteht.
Am Ceneri-Basistunnel wurden die Bahntechniklose
«Fahrbahn & Logistik» sowie «Bahntechnik & Gesamtkoordination» vergeben. Gegen beide Vergaben wurde
beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde eingereicht.
Die Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels ist auf
das Jahr 2016 und jene des Ceneri-Basistunnels auf das
Jahr 2019 geplant.
Am 30. August 2013 feierte die AlpTransit Gotthard AG
eine Premiere. Zum ersten Mal wurde der gesamte Gotthard-Basistunnel von Bodio bis Erstfeld durchfahren bzw.
durchgangen. Sechs Stunden waren Unternehmer, Projektverfasser, das Bahntechnikkonsortium und Medienvertreter mit der Bauherrin AlpTransit Gotthard AG auf der
57 Kilometer langen Strecke mit Zug, in Bussen und zu
Der längste Tunnel der Welt lockt bis heute ein sehr breit
interessiertes Publikum auf die NEAT-Baustellen und
in die Infocenter Erstfeld, Sedrun und Pollegio. Am
23. August 2013 konnte die AlpTransit Gotthard AG
den millionsten Besucher begrüssen.
Entlang der offenen Strecke zwischen Altdorf und Erstfeld wurden diverse Arbeiten abgeschlossen.
Die Landschaft rund um Erstfeld veränderte sich im
vergangenen Jahr stark. Die Wasserbehandlungsanlage
wurde zurückgebaut, mit den Renaturierungsarbeiten
im Materialzwischenlager Chalchofen östlich des Tagbautunnels wurde begonnen. Die Stützmauer Stägwald wurde eingefärbt. Ende Oktober 2013 platzierte
der Unternehmer die letzten Steinblöcke, und Ende
Jahr schloss er die letzten Arbeiten an der Sichelmauer
und dem Überwerfungsgleis ab. Die beiden Wildbäche Leidtal- und Wijertalbach mit den dazugehörigen
Geschiebesammlern wurden fertiggestellt. Nach rund
12 Monaten Bauzeit übergab die AlpTransit Gotthard
AG im September 2013 die neue Kantonsstrasse mit
der Unterführung Erstfeld dem Verkehr. Nach der
Eröffnung des Gotthard-Basistunnels fahren die Züge
von und in Richtung Erstfeld über die neue Strassenunterführung.
Auf dem Installationsplatz Amsteg baute der Unternehmer Rohbau sämtliche Anlagen zurück und schloss die
Rückbau- und Rekultivierungsarbeiten ab. Der ehemalige Installationsplatz ist wieder grün. Wiesen, Trockensteinmauern und Wanderwege sind jetzt dort, wo bis
vor Kurzem noch Silos, Förderbänder und riesige Materialzwischenlager standen.
Auch auf dem Installationsplatz Sedrun wurden verschiedene provisorische Bauten abgebrochen und
rückgebaut. Der Unternehmer Rohbau demontierte die
Betonanlage, die grossen Lagerhallen und Dutzende
Container sind verschwunden.
Beim Zugangsstollen Faido entstand in den letzten zwei
Jahren das Portalgebäude (Bahntechnikgebäude und
Lüftungszentrale). Die Rohbauarbeiten sind seit Ende
Oktober 2013 abgeschlossen.
Im Juli 2013 wurden die Betonarbeiten der Bankette
von der Multifunktionsstelle Faido in Richtung Süden
abgeschlossen. Ende August 2013 fand die Abnahme
sämtlicher Untertagbauwerke statt.
Ende Mai 2013 wurden in der Oströhre Bodio die letzten Bankette betoniert. Auf dem Installationsplatz Bodio
liefen das ganze Jahr die Rückbau-, Aufräum- und Demontagearbeiten weiter. Die Rohbauarbeiten konnten
Ende August 2013 erfolgreich beendet werden. Bis am
31. August 2013 stand die Weströhre zur Versorgung
der Baustellen im Teilabschnitt Bodio–Faido zur Verfügung. Der Huckepackverkehr diente hauptsächlich Logistiktransporten des Unternehmers Rohbau sowie dem
Abtransport von Rohbauausrüstungselementen.
Ende 2013 waren sämtliche Rohbauarbeiten untertags
Im September 2013 informierte die AlpTransit Gotthard
AG, dass ein Teil der im Gotthard-Basistunnel eingebauten Entwässerungsrohre möglicherweise eine reduzierte
Dauerhaftigkeit aufweisen. Ein Ausbau bereits eingebauter Entwässerungsrohre steht nicht zur Diskussion,
da die Gebrauchstauglichkeit gewährleistet ist.
Beim Nodo della Giustizia wurden die Arbeiten an wichtigen Bauwerken weitergeführt. Bei der Brücke über
den Canale Froda ist die Tragplatte fertiggestellt. Die Arbeiten am Tagbautunnel Giustizia und am Damm für die
neue Linienführung der Kantonsstrasse laufen weiter.
Rohbau-Ausrüstung und Bahntechnik
Auf der offenen Strecke Nord zwischen Altdorf und
Erstfeld wurden nach dem Belagseinbau die Bankette
fertiggestellt, die Rohböschungen modelliert, Wildschutzzäune montiert sowie Mastfundamente für die
Fahrleitung betoniert und Kabeltröge verlegt.
Im Bahntechnikgebäude Erstfeld wurden Steuerschränke und Sicherungsanlagen eingebaut. Diverse
Verkabelungsarbeiten laufen. Ende 2013 begannen die
Tests für das Datennetz der Sicherungsanlagen.
Das Bahntechnikgebäude Amsteg und der Speisepunkt
Amsteg wurden mit Steuerschränken ausgerüstet. Der
Unternehmer Bahntechnik zog Niederspannungs- und
Lichtwellenleiterkabel ein. Im Juli 2013 wurde die NoBreak-Anlage im Kraftwerk Amsteg eingerichtet, die
dafür sorgen wird, dass bei einem Stromausfall immer
genügend Strom für den Tunnel produziert wird.
Ein Jahr dauerte der Bau des Bahntechnikgebäudes auf
dem Installationsplatz in Sedrun, Ende Oktober 2013
war das Gebäude im Rohbau fertiggestellt. Das Flachdach des Gebäudes wurde gedämmt, abgedichtet und
angesät. Seit November 2013 läuft der Einbau der Rohbauausrüstung mit Türen, Toren, Doppelböden, Schaltschränken und Trafostationen.
Ende März 2013 waren in der Multifunktionsstelle Sedrun alle Rohbauausrüstungsanlagen installiert und
Ende des Jahres war die Feste Fahrbahn in der Oströhre
zwischen Erstfeld und Faido fertig eingebaut. In der
Weströhre waren die Arbeiten zwischen Sedrun und
Faido im Gang. Nachfolgend zur Fahrbahn wurden in
beiden Tunnelröhren die Fahrleitung eingebaut, die
Lichtwellenleiterkabel eingeblasen, Handläufe, Achszähler, Balisen und Signaltafeln montiert.
Ende Juni 2013 baute der Unternehmer in der Multifunktionsstelle Sedrun die vier Hydrostarweichen sowie
die Verbindungsgleise der Spurwechsel ein.
Im März 2013 wurden die beiden Spurwechseltore für
die Multifunktionsstelle Faido angeliefert, anschliessend
eingebaut und geprüft. Nebst den Spurwechseltoren
sind sämtliche Türen und Tore wie beispielsweise das
Abschlusstor des Abluftsystems oder die Nothaltestellentüren Ost und West eingebaut.
Für die Betriebslüftung Faido wurden Ende September
2013 zwei grosse Strahlventilatoren angeliefert und
im Untergeschoss der Lüftungszentrale eingebaut. Die
Arbeiten im Lüftungsstollen sind beendet. Bodentore,
Ventilatoren, Kanäle und Abschlussklappen wurden
Am 16. Juli 2013 weihten die AlpTransit Gotthard AG
und die SBB AG die neu verlegte Stammlinie und das
elektronische Stellwerk in Pollegio ein. Die Gleise der
alten Stammlinie wurden bis Ende August 2013 zurückgebaut.
Im Raum Camorino liefen die Arbeiten an verschiedenen Teilprojekten und Kunstbauten weiter.
Am 7. Oktober 2013 konnte das fahrbare Unterwerk
Pollegio in Betrieb genommen werden, die Fahrleitung
im Abschnitt Faido–Bodio West wurde am 2. Dezember
2013 eingeschaltet.
Der letzte Tunnelabschnitt ist am 1. Dezember 2013
vom Rohbau an den Unternehmer Bahntechnik übergeben worden.
2013 liefen die ersten Inbetriebsetzungsarbeiten, beispielsweise im Kraftwerk Amsteg, Speisepunkt Amsteg
oder in den Querschlägen zwischen Amsteg und Sedrun.
Im Taskforce-Raum des Centro d’esercizio di Pollegio
(CEP) begann im Januar 2013 die Ausrüstung der Arbeitsplätze für den Versuchsbetrieb. Seit Dezember
2013 wird im CEP der Versuchsbetrieb mit Systemen
der Bahn- und Tunnelleittechnik überwacht.
Am 16. Dezember 2013 startete Bundesrätin Doris Leuthard offiziell den Versuchsbetrieb in der Weströhre des
Gotthard-Basistunnels. Zum ersten Mal fuhr ein Zug auf
der rund 13 Kilometer langen Versuchsstrecke von Bodio bis Faido mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h.
Trotz des schlechten Wetters zog der Tag der offenen
Baustelle in Camorino und Vigana am 27. April 2013
viele Interessierte an. 3500 Besucherinnen und Besucher informierten sich über den Stand der Arbeiten am
Am 10. März 2013 verschob der Unternehmer die neue
Eisenbahnbrücke über der Autobahn A2 nahe der Ausfahrt Bellinzona in deren definitive Position. Mehrere
Hundert Leute standen im Einsatz, als die neue Brücke
auf der Zubringerstrecke zum Ceneri-Basistunnel um
14 Meter verschoben wurde. Am 26. November 2013
wiederholte sich das Prozedere mit der zweiten Brücke.
Am 13. Juni 2013 weihte Regierungsrat Michele Barra
die neue Unterführung der Kantonsstrasse ein. Die Arbeiten an der 405 Meter langen Unterführung für den
Verkehr zwischen Bellinzona und Locarno begannen im
Bis Ende März 2013 wurden das Innengewölbe der Bretella und jenes der Oströhre verkleidet. Anschliessend
wurden in den beiden Kavernen Schalungs-, Abdichtungs- und Betonarbeiten ausgeführt. Ende 2013 waren in der Kaverne West nur noch wenige Betonarbeiten
auszuführen. Sämtliche Arbeiten in der Bretella, in der
Oströhre und in der Zwischenröhre sind seit Ende 2013
Von Sigirino aus lief der Sprengvortrieb das ganze Jahr
an allen vier Vortrieben weiter. Gleichzeitig wurde die
Sohle an allen Arbeitsstätten eingebracht.
In Richtung Süden sind die Vortriebsarbeiten bereits bei
dem Verzweigungsbauwerk Sarè angelangt. Die Arbeiten an der Brillenwand Ost und West sind abgeschlossen. In der Oströhre werden in Richtung Norden sowie
in Richtung Süden die Tunnelgewölbe betoniert.
Seit Januar 2013 laufen in Vezia die Arbeiten an den
beiden Tagbautunnels. Die Übergangsblöcke zwischen
Untertag- und Tagbautunnel sind fertig betoniert. Entlang der künftigen Gemeindestrasse, bergseits der Stützmauer, liefen Infrastruktur- und Strassenbauarbeiten.
Beim Ceneri-Basistunnel waren Ende Jahr fast 29 km
oder 72,5% des insgesamt fast 40 Kilometer langen
Tunnelsystems ausgebrochen. In Richtung Süden sind
noch Vortriebsarbeiten auf einer Länge von rund 1,5 Kilometer und in Richtung Norden von rund 4,2 Kilometer
Der Verwaltungsrat der AlpTransit Gotthard AG vergab
am 12. August 2013 die Bahntechniklose «Fahrbahn &
Logistik» sowie «Bahntechnik & Gesamtkoordination».
Gegen beide Vergaben wurde beim Bundesverwaltungsgericht je eine Beschwerde eingereicht. Das Bundesverwaltungsgericht erteilte beiden Beschwerden die aufschiebende Wirkung.
962’566
35’128
17’457
429’638
997’820
11’095
504’289
1’445’471
1’547'264
825’580
97’125
849’218
103’283
48’280
21’855
11’038
6’076
1’445’460
1’548’099
Ertrag aus Aktivierungen von
Ertrag aus Lieferungen und Leistungen
Ertrag aus A-fonds-perdu-Beiträgen FinöV-Fonds
aus Pilotprojekt Anlagentransfer Altdorf Rynächt
aus Auflösung Rückstellung
aus Veräusserung von Sachanlagen
A1/C7
Aufwand für bauliche Anlagen
Aufwand Bauleistungen
Honoraraufwand Dritte
Landerwerbsaufwand
Aufwand nicht rückforderbare Steuern
Sachversicherungsaufwand
Aufwand Projektinformation
Bildung von Wertberichtigungen
2’059
4’146
gegenüber Eidgenössischer Steuerverwaltung (MWST)
8’143
12’786
6’354
6’166
12’236’568
-5’791’672
11’350’393
-5’362’034
6’453’485
5’998’045
6’461’628
6’010’831
Porta Alpina, Sedrun
B2/C1/C9
Anschaffungs- bzw. Erstellungswert
B3/C2/C9
267’815
240’425
8’576
279’910
258’323
6’173’591
5’743’954
6’174’980
5’745’806
6’454’890
6’004’129
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten ATG
gegenüber Aktionärin SBB AG
Vorauszahlungen Porta Alpina, Sedrun
Langfristige Darlehen Eidgenossenschaft (FinöV-Fonds)
Bedingt rückzahlbare Darlehen
Vortrag von Vorjahr
A Rechnungslegungsgrundsätze
A 3. Finanzierung
A 1. Grundlagen
Die Finanzierung des Projektes AlpTransit Gotthard
erfolgt mit Wirkung ab 1. Januar 1998 nach der Verordnung der Bundesversammlung über das Reglement
des Fonds für Eisenbahn-Grossprojekte vom 9. Oktober
1998 (SR 742.140).
Soweit namentlich die Vorschriften der NEAT-Controlling-Weisung (NCW) nichts Abweichendes bestimmen,
richtet sich die Rechnungsführung gemäss Art. 3 Abs.
7 der Verordnung über den Bau der Schweizerischen
Eisenbahn-Alpentransversale (SR 742.104.3) nach dem
Nach der Vereinbarung vom 5. Juli 2000 zwischen der
Schweizerischen Eidgenossenschaft (Bund) einerseits
und der AlpTransit Gotthard AG (ATG) andererseits
über Projektierung, Bau und Finanzierung der Neuen
Eisenbahn-Alpentransversale gemäss Art. 5bis Bst. a und
c des Alpentransit-Gesetzes (SR 742.104) dürfen während der Bauzeit keine Abschreibungen vorgenommen
werden, sofern sich diese nicht aus Wertberichtigungen
im Umfang der A-fonds-perdu-Beiträge und Forderungsverzichte des FinöV-Fonds ergeben.
Deshalb werden sämtliche im Zusammenhang mit dem
Werk Achse Gotthard (Gotthard- und Ceneri-Basistunnel) stehenden Investitionen und Aufwände der
AlpTransit Gotthard AG aktiviert. Die A-fonds-perduBeiträge (und Forderungsverzichte) des FinöV-Fonds
werden vollumfänglich als Wertberichtigung auf den
Anlagen im Bau berücksichtigt. Dieses Vorgehen entspricht Art. 14 Abs. 3 Bst. b des Bundesgesetzes über
Finanzhilfen und Abgeltungen (Subventionsgesetz,
SuG, SR 616.1) sowie den Absprachen mit dem Bundesamt für Verkehr (BAV).
A 2. Stetigkeit
Die Jahresrechnung 2013 wurde gemäss der NCW
Version 7.0 vom 30. November 2012 (Ziffer 10.2.1.2)
erstellt und ist vollumfänglich mit dem Vorjahr vergleichbar.
B Bewertungsgrundsätze
B 1. Finanzanlagen
Der Gegenwert des Aktienkapitals sowie der Reserven
wird in langfristigen Obligationen und Fonds angelegt.
B 2. Mobile Sachanlagen
Die mobilen Sachanlagen werden zu Anschaffungswerten abzüglich der betriebsnotwendigen Abschreibungen bewertet (Grundlage: SBIL – Schweizerische
Bauinventarliste). Dieser Abschreibungsaufwand steht
im Zusammenhang mit der Erbringung von Eigenleistungen durch die AlpTransit Gotthard AG, welche bei
den Anlagen im Bau aktiviert werden (siehe separate
Positionen unter Ziffer C1). Die Abschreibungsmethode
ist linear. Die Abschreibungsdauer beträgt:
B 3. Anlagen im Bau
Gemäss NCW 10.3.5 werden während der Bauzeit
keine Abschreibungen getätigt.
Wie unter Ziffer A1 bereits dargelegt, werden dagegen
die vom FinöV-Fonds geleisteten A-fonds-perdu-Beiträge und Forderungsverzichte vollumfänglich als Wertberichtigung auf den Anlagen im Bau berücksichtigt.
Der aktivierte Landerwerbsaufwand beinhaltet: Land,
Gebäude und Entschädigungen für Inkonvenienzen.
Allfällige Erträge aus Vermietung und Verpachtung werden in Abzug gebracht.
Die Position «Nicht rückforderbare Steuern» betrifft
vorwiegend die Mehrwertsteuer (MWST) (seit 1. Januar 1995), welche von der Gesellschaft nicht zurückgefordert werden kann. Ebenfalls enthalten sind
die Ausgaben für die Warenumsatzsteuer (WUST; bis
31. Dezember 1994), welche der AlpTransit Gotthard
AG in Rechnung gestellt wurden.
C Erläuterungen, Anmerkungen
C 1. Mobile Sachanlagen
9’182
20’139
7’610
9’225
17’904
-1’285
14’664
20’364
C 2. Anlagen im Bau: Gotthard
-6’726
136’022
Kauf Grundstücke und Gebäude
78’009
-5’280
73’602
Aufwand Land-/Rechtserwerb
63’093
-1’446
62’419
8’961’822
808’929
-83’622
9’687’129
Honorare und übrige Kosten
1’330’479
108’082
-15’777
1’422’784
364’158
34’715
-5’127
393’746
Nicht rückforderbare Steuern
468’635
512’679
84’197
84’208
997’427
-111’252
-485’220
55’582
5’988’359
512’207
-55’670
6’444’896
Landerwerb*
* Der Aufwand Land-/Rechtserwerb besteht aus
Rechtserwerb, vorübergehenden Landbeanspruchungen, enteignungsrechtlichen Inkonvenienzentschädigungen, Parteientschädigungen, Entschädigungen
infolge nachbarrechtlicher Abwehransprüche, Abgeltungen für ökologische Ausgleichsmassnahmen,
Kaufnebenkosten, Abbruchkosten von kleineren, baufälligen Gebäuden sowie aus Reparaturen und Unterhalt im Zusammenhang mit den bewirtschafteten
Per Ende 2013 wurden im Rahmen eines Pilotprojektes (Anlagentransfer Altdorf Rynächt) erstmals Anlagen
in die Verantwortung der SBB übergeben (dargestellt
unter Abgänge). Die Abwicklung sowie die Bewertung
erfolgten gemäss dem zwischen BAV, SBB und ATG erarbeiteten Konzept Anlagenübergang Achse Gotthard
und den Aktivierungsregeln des Bundes.
C 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
Die Position umfasst nebst vorerfassten Rechnungen
auch Rückstellungen für Nachtrags- und Schadenersatzforderungen.
C 4. Langfristige Darlehen Eidgenossenschaft
(FinöV-Fonds)
Diese Darlehen werden vom Bund über den FinöV-Fonds
(Fonds für Bau und Finanzierung der Infrastruktur des
öffentlichen Verkehrs) wie folgt zur Verfügung gestellt:
Art der vom FinöV-Fonds 31.12.2013
Bedingt rückzahlbar
Auf den bedingt rückzahlbaren Darlehen – 50% der ursprünglichen Darlehenssumme – werden keine Zinsen
Die bedingt rückzahlbaren Darlehen im Zusammenhang
mit dem Pilotprojekt Anlagentransfer Altdorf Rynächt
wurden per 31. Dezember 2013 an die SBB übertragen.
Weitere 50% der Darlehen (A-fonds-perdu-Beiträge)
werden als Wertberichtigung behandelt (siehe Erläuterungen unter den Ziffern A1, C8 und C10).
C 7. Ertrag aus A-fonds-perdu-Beiträgen
des FinöV-Fonds
Der Ertrag aus den Entnahmen des Fonds wird in
gleicher Höhe als Wertberichtigung auf den Anlagen im Bau verwendet (siehe dazu auch Ziffer
A1). Der kumulierte A-fonds-perdu-Beitrag entspricht
den kumulierten Wertberichtigungen auf dem Projekt
Gotthard; er ist aus dem Anlagespiegel der Anlagen im
Bau ersichtlich (siehe Ziffer C2).
C 8. Ausserordentlicher Ertrag
C 5. Steuern
Pilotprojekt Anlagentransfer Altdorf Rynächt
Gemäss Verfügung der Steuerverwaltung des Kantons
Luzern vom 15. April 1999 ist die AlpTransit Gotthard
AG von der Steuerpflicht für die direkten Kantons-, Gemeinde- und Bundessteuern befreit. Die Steuerbefreiung wurde mit Datum vom 18. Oktober 2007 von der
Steuerverwaltung des Kantons Luzern bestätigt.
Die Übertragung an die SBB erfolgte leicht über dem
Buchwert von 50% der Anlagekosten.
C 6. Ertrag aus Aktivierungen
Mit Ausnahme des Ertrags aus A-fonds-perdu-Beiträgen (dem Ertrag aus Forderungsverzichten) sowie des
Ertrags auf den Wertschriften werden alle Erfolgspositionen beim Ertrag aus Aktivierungen berücksichtigt.
Der Ertrag aus aktivierten Eigenleistungen entspricht
dem Gegenwert folgender Aufwandpositionen: Personalaufwand, Raumaufwand, Informatikaufwand, Büround Verwaltungsaufwand sowie Bildung von Wertberichtigungen auf Maschinen, Einrichtungen, Informatik
und Fahrzeugen.
Der Ertrag aus der Aktivierung von Drittleistungen ergibt
sich aus allen übrigen Aufwandpositionen, wobei die
verbleibenden Erträge ebenfalls eingerechnet werden.
Auf den jährlichen Prämienzahlungen der Bauwesenversicherung GBT wurde in der Vergangenheit ein Teil
der Prämie als gestundeter Vorausrabatt gewährt und
zurückgestellt. Infolge guten Schadenverlaufs und gemäss vertraglicher Vereinbarung kann diese Rückstellung nun schrittweise über die Jahre 2013–2016 aufgelöst werden.
C 9. Unsicherheit in der Bewertung der Anlagen
Die aufgelaufenen Kosten für die Achse Gotthard wurden gemäss NCW vollständig aktiviert. Eine abschliessende Beurteilung des Nutzwertes der aktivierten Kosten ist zum heutigen Zeitpunkt nicht möglich, da er
hauptsächlich von zukünftigen, von der Gesellschaft
nicht beeinflussbaren Faktoren abhängig ist.
Nach der Verordnung der Bundesversammlung über
das Reglement des Fonds für Eisenbahn-Grossprojekte
belaufen sich die A-fonds-perdu-Beiträge und Forderungsverzichte des FinöV-Fonds auf 50% der Investitionsausgaben. Sie werden gemäss dem Bundesgesetz
über Finanzhilfen und Abgeltungen vollumfänglich als
Wertberichtigung auf den Anlagen im Bau berücksichtigt. Nach diesen Wertberichtigungen verbleibt
noch ein Restbuchwert von 50% der Investitionen
(bilanziert unter «Anlagen im Bau»). Weitergehende
Abschreibungen sind während der Bauzeit nicht zulässig. Der hier genannte Tatbestand hat Einfluss auf
die nachfolgenden Erfolgs- und Bilanzpositionen:
Aufwand nicht rückforderbare MWST B3, Bildung von
Wertberichtigungen C2.
C 10. Aufwand für Leistungen der SBB
Von der Alleinaktionärin SBB wurden der AlpTransit
Gotthard AG folgende Leistungen in Rechnung gestellt:
Bauleistungen, Honorare
und übrige Kosten
35’369
57’382
Die Leistungen der SBB beinhalten im Wesentlichen:
Bauleistungen, Honorare, Kauf von Fahrvergünstigungen, Mieten, Interne Revision und Sachversicherungsprämien.
C 11. Jahresgewinn
Anlagen im Bau C2, Langfristige Darlehen Eidgenossenschaft C4.
Im Zeitpunkt der Übergabe des Werkes von der Erstellergesellschaft an die Betreibergesellschaft erfolgt die
Bewertung der Anlagen nach den Weisungen des Bundes. Allfällige Minder- bzw. Mehrwerte werden über die
Passivdarlehen des FinöV-Fonds ausgeglichen, d. h. zusätzliche Forderungsverzichte bei Minderwerten (Übernahmewert des Tunnels liegt unter dem Buchwert) bzw.
Rückgängigmachung von früheren Forderungsverzichten bei Mehrwerten (Übernahmewert des Tunnels liegt
über dem Buchwert). Diesbezüglich verweisen wir auf
Nachtrag Nr. 1 (Art. 11 Abs. 5) zur Vereinbarung vom
5. Juli 2000 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft (Bund) einerseits und der AlpTransit Gotthard AG
andererseits über Projektierung, Bau und Finanzierung
der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale, Art. 5bis Bst.
a und c des Alpentransit-Gesetzes.
Mit Ausnahme des Wertschriftenerfolges werden sämtliche Erträge in den FinöV-Fonds zurückgeführt. Damit
fällt kein Gewinn an nach üblicher kaufmännischer
Terminologie. Der ausgewiesene Jahresgewinn resultiert somit ausschliesslich aus dem Wertschriftenerfolg
(Finanzanlage) und wird vollumfänglich auf die gesetzlichen Reserven übertragen.
C 12. Finanzertrag
Der Finanzertrag resultiert aus den Anlagen des Eigenkapitals.
C 13. Risikobeurteilung
Der Verwaltungsrat stellt mit seiner Riskpolicy einen Risikomanagement-Prozess sicher, welcher eine halbjährliche Berichterstattung über die Risikobewertung sowie
die definierten risikomindernden Massnahmen beinhaltet. Die im Internen Kontrollsystem (IKS) eingerichteten
Kontroll- und Steuerungssysteme werden regelmässig
durch die Interne Revision geprüft.
Bei der Bilanzierung und Bewertung werden, im Rahmen
der NCW und der gesetzlichen Vorschriften, Einschätzungen und Annahmen bezüglich der Zukunft getroffen. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr
keine Risiken identifiziert, die zu einer dauerhaften oder
wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Unternehmens führen könnten.
C 14. Abstimmung mit dem Standbericht
Halbjährlich verfasst die AlpTransit Gotthard AG einen
Standbericht. Dieser wird gemäss NCW zuhanden des
Bundesamtes für Verkehr (BAV), des Eidgenössischen
Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) und der Eidgenössischen Finanzverwaltung
(EFV) erstellt. Darin wird ein Überblick über Bezugsbasen (Zielwerte), Situation (Ist-Werte) und Prognosen
(Planwerte) des Gesamtvorhabens sowie Erläuterungen
und Steuerungsmassnahmen gegeben.
Nachfolgende Darstellung zeigt den Nachweis der Anlagen im Bau Gotthard nach erfolgter Anlagenübergabe
Pilotprojekt Altdorf Rynächt an die SBB.
Aktivierte Ausgaben vor Anlagentransfer (Bilanz)
davon Pilotprojekt Anlagentransfer Altdorf Rynächt
12’349’968
11’353’912
-111’165
Total aktivierte Ausgaben nach Anlagentransfer (Bilanz)
12’238’803
davon Anlagen im Bau Gotthard
11’350’392
Aufgelaufene Netto-Investitionskosten (Standbericht)
11’513’568
10’618’049
Aktivierte Ausgaben (Bilanz)
836’400
735’864
davon mobile Sachanlagen
Nachfolgende Darstellung zeigt die Abstimmung zwischen Standbericht und Jahresabschluss.
Abweichung Gotthard
Dies betrifft folgende Positionen:
84’162
Abgrenzungen von Bau- und anderen Leistungen
239’559
183’066
Abweichungen Gotthard
Nicht rückforderbare MWST
Die abgegrenzten Bau- und anderen Leistungen werden
im Standbericht des Folgejahres berücksichtigt.
C 15. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Seit dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 sind keine
Ereignisse eingetreten, welche die Aussagefähigkeit der
Jahresrechnung 2013 beeinflussen.
Zuweisung an allgemeine gesetzliche Reserven
der AlpTransit Gotthard AG, Luzern
wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass
Als Revisionsstelle haben wir die beiliegende Jahresrechnung der AlpTransit Gotthard AG, bestehend aus
Erfolgsrechnung, Bilanz und Anhang, für das am 31.
Dezember 2013 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.
Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet Ausgestaltung, Implementierung
und Aufrechterhaltung eines Internen Kontrollsystems
mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die
frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von
sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich.
Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der
Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen
wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung
als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der
Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das
Interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der
Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen,
nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit
des Internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung
eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.
ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem
schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben
und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen.
Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinns dem schweizerischen Gesetz
Marc Musfeld
Mit dem Alpentransit-Gesetz vom 4. Oktober 1991
(Stand 1. September 2009) wurde der Grundstein gelegt für die Erweiterung des SBB-Netzes durch den Bau
der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) am
Das Schweizer Volk hatte am 29. November 1998 in
der Abstimmung über den Bundesbeschluss über Bau
und Finanzierung von Infrastrukturvorhaben des öffentlichen Verkehrs (FinöV) die langfristige Verkehrspolitik
bestätigt und mit der Zustimmung zur Schaffung des
Fonds für Eisenbahngrossprojekte die Finanzierung des
grössten Umweltschutzprojektes der Schweizerischen
Eidgenossenschaft sichergestellt.
Nach der Evaluation mehrerer Organisationsvarianten
wurde 1998 durch die SBB die AlpTransit Gotthard AG
gegründet. Der Bund beauftragte die AlpTransit Gotthard AG mit der Planung und Realisierung der Basistunnels am Gotthard und am Ceneri.
Die AlpTransit Gotthard AG ist seit ihrer Gründung in
ein umfassendes Kontrollsystem eingebunden. Das eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie
und Kommunikation (UVEK) erliess dazu die NEAT-Controlling-Weisung (NCW).
Ein integriertes Managementsystem mit den zertifizierten Bereichen Qualitätsmanagement (ISO 9001:2008),
Umweltmanagement (ISO 14001:2004), Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (OHSAS 18001:2007) sowie Informationssicherheit (ISO/IEC 27001:2005), ein
Internes Kontrollsystem sowie die Tätigkeit der Externen
Revision sind Elemente des Kontrollsystems. Im Umfeld
sorgen das Bundesamt für Verkehr mit den Fachstellen
des Bundes und die Eidgenössische Finanzkontrolle für
eine umfassende Projektaufsicht. Mit der Internen Revision ist die Revision SBB beauftragt. Sie ist dem Audit
Committee der ATG gegenüber verantwortlich.
Als politische Aufsichtsbehörde setzten die eidgenössischen Räte die NEAT-Aufsichtsdelegation (NAD) ein.
Mit ihrer periodischen Koordination sorgt die Eidgenössische Finanzkontrolle zudem für eine Abstimmung aller
Revisions- und Prüfungstätigkeiten. Der Fokus liegt auf
den phasenbezogenen Projektrisiken.
Die Ausführungen zur Corporate Governance der AlpTransit Gotthard AG orientieren sich an den bestehenden Gesetzen sowie den speziellen für die Gesellschaft
geltenden Rechten, den Richtlinien der Schweizer
Börse SIX Swiss Exchange sowie am Swiss Code of Best
Practice for Corporate Governance des Schweizerischen
Wirtschaftsverbandes Economiesuisse.
Die Prinzipien und Regeln zur Corporate Governance
sind in den Statuten, dem Organisations- und Geschäftsreglement sowie den Reglementen der Verwaltungsratsausschüsse festgelegt. Der Verwaltungsrat
überprüft regelmässig Inhalt und Aktualität der Corporate-Governance-Regeln.
Die AlpTransit Gotthard AG mit Sitz in Luzern ist eine
hundertprozentige, nicht konsolidierte Tochtergesellschaft der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB AG).
Es bestehen weder Tochtergesellschaften noch Kreuzbeteiligungen.
Das Aktienkapital beträgt 5 Mio. CHF, eingeteilt in 5000
Namenaktien zu einem Nennwert von je 1000.00 CHF.
Seit der Gründung der Gesellschaft im Jahre 1998 erfolgten keine Kapitalveränderungen.
Besteller Bund
Alleinaktion채rin SBB AG
Nomination u.
Tunnel- und Trasseebau
Der Verwaltungsrat bildet das oberste Entscheidungs-,
Führungs- und Kontrollorgan der AlpTransit Gotthard
AG. Der Verwaltungsrat besteht aus höchstens acht
Am 31. Dezember 2013 bestand der Verwaltungsrat
aus sieben Mitgliedern. Die Mitglieder des Verwaltungsrates nehmen in der Unternehmung keine Exekutivfunktionen wahr, stehen in keiner geschäftlichen Beziehung
zur AlpTransit Gotthard AG und sind damit alle unabhängig.
Jahr gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich. Gestützt auf
Art. 762 OR, hat die Schweizerische Eidgenossenschaft
das Recht, maximal drei Vertreter in den Verwaltungsrat
abzuordnen. Ein Mitglied des Verwaltungsrates scheidet
spätestens an der ordentlichen Generalversammlung,
die auf das Kalenderjahr folgt, in dem es das 70. Altersjahr vollendet, aus dem Verwaltungsrat aus.
Der Präsident und die Mitglieder wurden zuletzt an der
Generalversammlung vom 14. Mai 2013 gewählt. Als
neues Mitglied wurde Roland Kobel gewählt, der den
altershalber ausgeschiedenen Werner Müller ersetzt.
Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden von der
Generalversammlung für eine Amtsdauer von einem
bis GV
Mitglied Ausschuss Technik
Roland Kobel*
Mitglied Nomination und
Hans-Jürg Spillmann
Vorsitz Nomination und
Vorsitz Ausschuss Technik
Werner Müller**
* Mitglied seit der GV 2013
** Mitglied bis zur GV 2013
Hauptaufgaben und Arbeitsweisen
Der Verwaltungsrat versammelt sich auf Einladung des
Präsidenten, sooft es die Geschäfte erfordern, mindestens aber viermal im Jahr. Eine Sitzung muss unverzüglich einberufen werden, wenn dies von einem Mitglied
des Verwaltungsrates unter Angabe der Gründe schriftlich verlangt wird. Die Traktanden sind bei der Einberufung bekannt zu geben. Gleichzeitig werden die notwendigen Unterlagen zugestellt.
Der Verwaltungsrat ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder anwesend ist. Beschlüsse werden
mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen
gefasst. Der Vorsitzende stimmt mit. Bei Stimmengleichheit steht dem Vorsitzenden der Stichentscheid zu.
Über die Verhandlungen und Beschlüsse ist ein Protokoll
zu führen, das vom Vorsitzenden und vom Sekretär zu
unterzeichnen ist. Das Protokoll ist vom Verwaltungsrat
jeweils an der nächsten Sitzung zu genehmigen.
Die Angaben zur Person und zu den weiteren Tätigkeiten und Interessenbindungen der einzelnen
Mitglieder des Verwaltungsrates lauten wie folgt:
lic. iur., Rechtsanwalt, Schweizer, 1957
Im Verwaltungsrat seit 2009
Dipl. Bauingenieur ETH, Schweizer, 1945
Im Verwaltungsrat seit 2007
Regierungsrat des Kantons Glarus, Vorsteher der Direktion des Innern und der
Advokatur- und Notariatsbüro, Glarus
Wichtige übrige Tätigkeiten und Interessenbindungen:
– Präsident des Verwaltungsrates der Billag AG,
– Mitglied des Verwaltungsrates der
Bell Holding AG, Basel
– Mitglied verschiedener Verwaltungsräte von KMU
Vizedirektor Nordostschweizerische
Kraftwerke AG, Baden
Motor Columbus Ingenieurunternehmung AG, Baden
Zschokke Wartmann AG, Brugg
Keine wichtigen übrigen Tätigkeiten und Interessenbindungen
Bauingenieur SIA, Schweizer, 1950
Im Verwaltungsrat seit der GV 2013
Rechtsanwalt und Notar, Schweizer, 1944
Im Verwaltungsrat seit 1998
SBB AG, Gesamtprojektleiter Durchmesserlinie Zürich
Prader Losinger AG Zürich, stv. Direktor
Prader AG Tunnelbau Zürich, Mitglied
der Geschäftsleitung, stv. Direktor
COO, Direktor CEO
Diasond AG (Tochtergesellschaft von
Prader AG), Geschäftsführer Bohr- und
Ankerarbeiten, Sondierbohrungen
Prader AG Zürich, Assistent, Bauführer
und stv. Baustellenchef Seelisberg-,
Gubrist- und Zürichbergtunnel, Projektleiter im Tunnelbau ganze Schweiz
Partner der Anwalts- und Notariatskanzlei Respini Rossi Beretta Piccoli
& Jelmini, Lugano
Tessiner Staats- und Ständerat
– Mitglied des Verwaltungsrates der BSI, Lugano
– Präsident oder Mitglied von Verwaltungsräten
verschiedener KMU im Tessin
Betriebsökonom, Schweizer, 1947
Im Verwaltungsrat seit 2002
lic. rer. pol., Schweizer, 1945
Im Verwaltungsrat seit 2004
seit Okt. 2010 Inhaber Hans-Jürg Spillmann
Consulting, Belp
Senior Consultant SBB Consulting
Group, Bern
Stv. Leiter Division Infrastruktur SBB,
Mitglied GL SBB Cargo AG, Basel
Direktor Infrastruktur-Management
Generalsekretär SBB, Bern
Direktor Marketing Personenverkehr
der Swisscom AG, Bern
der ELCO Looser Holding AG, Zürich;
seit 1995 zusätzlich auch COO und
– Vizepräsident des Verwaltungsrates der
– Mitglied des Verwaltungsrates der Kuoni Reisen
Holding AG, Zürich
– Stiftungsrat der Kuoni- und Hugentobler-Stiftung,
– Verwaltungsratsmandate weiterer nicht kotierter
– Mitglied des Verwaltungsrates der SBB, Bern
– Mitglied des Verwaltungsrates Rhätische Bahn, Chur
– Mitglied des Verwaltungsrates zb Zentralbahn AG,
– Mitglied des Verwaltungsrates VMCV SA, Montreux
– Geschäftsführer RAILplus AG, die Meterspurigen, Bern
(bis 31. März 2013)
Bauingenieur SIA, Schweizer, 1943
TCE-Teuscher Peter GmbH,
Consulting Engineer, Bern
VGL BLS AlpTransit AG, Thun
Kreisoberingenieur Berner Oberland,
Emch+Berger AG, Bern
Projektleiter Lötschberg-Basistunnel
Projektleiter Emch+Berger AG, Bern
Losinger AG, Bern
– Handelsrichter Kanton Bern
– Vizepräsident des Aufsichtsrates der
Fa. Herrenknecht AG, Schwanau, D
– Technical Advisory Board Herrenknecht AG
– Mitglied im Planungsausschuss des Aufsichtsrates
der Brenner Basistunnel SE, Innsbruck/Bolzano
– Mediator Koralmtunnel, A (öBB/STRABAG)
– Verwaltungsrat Nant de Drance SA (Pumpspeicherkraftwerk)
Der Ausschuss Technik des Verwaltungsrates ist ein
ständiger, von der Geschäftsleitung unabhängiger Ausschuss des Verwaltungsrates, welcher diesen in den unentziehbaren Aufgaben in technischen Belangen unterstützt.
Der Ausschuss Technik erfüllt folgende Hauptaufgaben:
]Festlegung
der Grundsätze in technischen
Genehmigung der Ausschreibungsbedingungen
zur Vergabe von Bauarbeiten sowie der Vergabe
selbst bei Kosten zwischen 10 Mio. CHF und
Genehmigung des Abschlusses eines Vertrages
für Land- und Rechtserwerb sowie Dienstleistungen mit Kosten zwischen 5 Mio. CHF und
Genehmigung von Projektänderungen und Nachträgen im Zuständigkeitsbereich des Ausschusses
Technik des Verwaltungsrates.
Das Audit Committee ist ein ständiger, von der Geschäftsleitung unabhängiger Ausschuss des Verwaltungsrates, welcher diesen in den unentziehbaren
Aufgaben bezüglich Oberaufsicht und Finanzkontrolle
Das Audit Committee erfüllt die folgenden Hauptaufgaben:
Festlegung der Grundsätze für die Interne und die
Externe Revision und Überwachung der Umsetzung
mithilfe des Assurance-Konzeptes zuhanden des
] Beurteilung des Einsatzes, der Qualität und der
Zusammenarbeit der Internen und der Externen
Festlegung des Programms der Internen Revision
sowie des Prüfungsmandats der Externen Revision
zuhanden des Verwaltungsrates.
] Behandlung der Prüfberichte und periodische Berichterstattung zuhanden des Verwaltungsrates über:
– Prüfberichte der Internen und der Externen Revision
– Prüfberichte der Eidgenössischen Finanzkontrolle
– Prüfberichte des Bundesamtes für Verkehr (BAV)
– Prüfberichte über die IT
Nomination und Remuneration Committee
Das Nomination und Remuneration Committee ist ein
ständiger, von der Geschäftsleitung unabhängiger Ausschuss des Verwaltungsrates, welcher diesen in den unentziehbaren Aufgaben bezüglich der Festlegung der
Organisation sowie der Ernennung und Abberufung
der mit der Geschäftsleitung beauftragten Personen
Das Nomination und Remuneration Committee erfüllt
Vorbereitung personeller Angelegenheiten zuhanden
– Wahl und Konstituierung des Verwaltungsrates
– Festlegung der Entschädigung der Mitglieder
– Zusammensetzung, Anstellungsbedingungen
und Organisation der Geschäftsleitung
– jährliche Zielsetzungen und deren Abnahme
für den Vorsitzenden und die Mitglieder der
– Personal- und Lohnpolitik sowie Personalvorsorgemassnahmen
– Personalentwicklungsmassnahmen
]Vorbereitung
Zum Instrumentarium des Verwaltungsrates gehören
unter anderem die Überwachung der Umsetzung
des Risikomanagements, die Budget- und Mittelfristplanung, die Genehmigung des halbjährlichen Standberichtes sowie der Jahresrechnung.
organisatorischer Massnahmen
zuhanden des Verwaltungsrates:
– Organisationsstruktur und Organisationsreglement
��� Verteilung von Aufgaben, Kompetenzen und
Verantwortlichkeiten sowie Zeichnungsberechtigungen
Gesamtübersicht Sitzungen Verwaltungsrat und Ausschüsse
Anzahl Sitzungen 2013
Mitglieder der Geschäftsleitung, weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen
Der Vorsitzende der Geschäftsleitung führt in Zusammenarbeit mit den übrigen Mitgliedern der Geschäftsleitung die Gesellschaft operativ. Er ist für die Erarbeitung und Umsetzung der unternehmerischen Ziele der
AlpTransit Gotthard AG verantwortlich.
Die Geschäftsleitung der AlpTransit Gotthard AG bestand am 31. Dezember 2013 aus dem Vorsitzenden
sowie vier weiteren Mitgliedern.
Geschäftsleitung (VGL)
Bereich, stv. VGL
Leiter Inbetriebsetzung
Leiter Tunnel- und
Dr. sc. techn., dipl. Bauingenieur ETH, Schweizer, 1961
der AlpTransit Gotthard AG
Helbling Beratung + Bauplanung,
Zürich, Co-Geschäftsleiter
Zürich, Mitglied der Geschäftsleitung
Ernst Basler und Partner, Zürich,
Leiter Bauherrenberatung Tiefbau
ETH Zürich, Abt. VIII, Zürich,
Lehrbeauftragter (Nebenamt)
ETH Zürich, Institut für Orts-, Regionalund Landesplanung, Zürich, wissenschaftlicher Mitarbeiter
Tausky, Leu, Müller (Tochtergesellschaft
Gruner AG, Basel), Sachbearbeiter
im Tief- und Hochbau (Teilzeit)
Gruner AG Ingenieurberatung,
Basel, Sachbearbeiter Tiefbau
Wichtige übrige Tätigkeiten:
– Beirat der Projektgesellschaft der Stuttgart-Ulm
GmbH (PSU) der DB
Leiter Kaufmännischer Bereich, stv. Vorsitzender der
Geschäftsleitung, Betriebsökonom HWV, exec. MBA
(Luzern), Schweizer, 1958
Dr. phil. nat. Diplomphysiker, exec. MBA
(Rochester, USA), Schweizer, 1962
Leiter Kaufmännischer Bereich AlpTransit Gotthard AG, Mitglied der Geschäftsleitung, seit 2006 stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung
Projektleiter und verschiedene Leitungsfunktionen, Leiter des Geschäftsbereiches Regionaler Personenverkehr,
Leitung strategische Regionalverkehrsprojekte, Leiter Aufbau Finanz- und
Führungssysteme Division Personenverkehr
Leiter Inbetriebsetzung AlpTransit
Gotthard AG, seit 2002 Mitglied der
Leiter Bahntechnik AlpTransit Gotthard AG
SBB AG, Baudirektion, Bern
Sektionschef, verantwortlich für Bahntechnik und Aero- und Thermodynamik
von unterirdischen Verkehrsanlagen
Swisscom, Bern, Entwicklungsabteilung
Center, Palo Alto, USA
Fachhochschule (FH) Burgdorf, Universität Bern. Nebenamtlicher Dozent an
der FH Burgdorf (Abt. Elektrotechnik),
Dissertation an der Universität Bern
Leiter Tunnel- und Trasseebau
Dipl. Bauingenieur FH, Schweizer, 1964
Dipl. Bauingenieur FH, Schweizer, 1952
AlpTransit Gotthard AG, seit 2012
SBB AG, Zürich, stv. Gesamtprojektleiter Durchmesserlinie Zürich,
Abschnittsleiter Durchmesserlinie
(Weinbergtunnel), Projektleiter Tunnelbau, Bauabteilung Kreis III
StahlTon AG, Zürich, Product Manager
Geotechnik, Bauführer Vorspanntechnik
Werner Höhn Ingenieurbüro,
Winterthur, Bauingenieur
Werner Galli Ingenieurbüro, Glattbrugg,
Projektleiter Tunnel- und Bahnbau
Leiter Bahntechnik AlpTransit Gotthard
AG, seit 2012 Mitglied der Geschäftsleitung
Leiter Bahntechnik Ausführung,
SBB AG Infrastruktur/Kreisdirektion II,
Stellvertreter Gesamtprojektleiter Bahn
2000 Mattstetten–Rothrist, Projektleiter
Tunnel Murgenthal
SBB Kreisdirektion II, Projektleiter
Grauholzlinie, Projektleiter Wisenbergtunnel, Projektleiter Sanierung Hauenstein-Basistunnel
Es gibt keine Managementverträge mit Gesellschaften
oder natürlichen Personen ausserhalb der AlpTransit
Gotthard AG.
Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhalten ein fixes
Jahreshonorar.
Die Summe aller während des Berichtsjahres ausgerichteten Entschädigungen an amtierende Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung
betrug an Mitglieder der Geschäftsleitung insgesamt
CHF 1,44 Mio. (2012: CHF 1,67 Mio.), an die Mitglieder des Verwaltungsrates CHF 0,49 Mio. (2012:
CHF 0,49 Mio.).
Der variable Anteil der Entschädigung der Mitglieder der
Geschäftsleitung beträgt 11% der Gesamtkompensation und wird in Abhängigkeit der Erreichung qualitativer und quantitativer Ziele ausbezahlt. Die Ziele werden
jährlich formuliert und orientieren sich zu 60% an den
gemeinsamen Zielen der Geschäftsleitung und zu 40%
an den individuellen Zielen der einzelnen Geschäftsbereiche.
Höchste Gesamtentschädigung
Die höchste entrichtete Entschädigung betrug an ein
Mitglied des Verwaltungsrates CHF 0,11 Mio. (2012:
CHF 0,11 Mio.), an ein Mitglied der Geschäftsleitung
CHF 0,36 Mio. (2012: CHF 0,36 Mio.).
Zusätzliche Honorare und Vergütungen,
Mitgliedern des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung und diesen nahestehenden Personen wurden
keine Honorare oder Vergütungen für zusätzliche
Dienstleistungen entrichtet. Ebenso wurden keine Darlehen, Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Die Generalversammlung wählt die Revisionsstelle auf
Antrag des Verwaltungsrates jeweils für ein Geschäftsjahr. Letztmals wurde am 14. Mai 2013 die Revisionsstelle Ernst & Young AG Bern bestätigt, welche diese
Funktion seit Gründung der AlpTransit Gotthard AG am
12. Mai 1998 wahrnimmt. Das Mandat wird seit 2009
durch Frau Bernadette Koch geleitet.
Der Revisionsstelle wurde im Berichtsjahr ein Revisionshonorar von CHF 0,06 Mio. entrichtet.
Die AlpTransit Gotthard AG informiert mit halbjährlichem Standbericht die Aufsichtsorgane in einem standardisierten Ablauf. Form und Inhalte sind in der NEATControlling-Weisung (NCW) abschliessend definiert. Bei
ausserordentlichen Ereignissen mit erheblichen Auswirkungen erfolgt die Information unverzüglich in Form
einer Ereignismeldung oder eines Ereignisberichtes.
Gegenüber den Aufsichtsbehörden des Bundes besteht
die Pflicht zur Gewährung der vollen Akteneinsicht und
Titelbild: Ceneri-Basistunnel, Brücke über die A2
Seiten 3, 20–23, 26–31, 36–37
Foto Nicola Demaldi
Foto Michael Zwahlen, ATG
Seiten 14/15, 18/19, 24/25, 34/35
Foto Maurus Huwyler, ATG
Seiten 16/17,
Foto Gaetan Bally, Keystone
Redaktion: Stefanie Schlüter, ATG
Layout und Gestaltung: Brigitta Schamberger, ATG
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