Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=05.05.2003&Aktenzeichen=1%20BvR%202357/02
Timestamp: 2019-05-20 11:43:44
Document Index: 101426699

Matched Legal Cases: ['§ 522', '§ 522', '§ 522', '§ 522', '§ 522', '§ 522']

BVerfG, 05.05.2003 - 1 BvR 2357/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,10053
BVerfG, 05.05.2003 - 1 BvR 2357/02 (https://dejure.org/2003,10053)
BVerfG, Entscheidung vom 05.05.2003 - 1 BvR 2357/02 (https://dejure.org/2003,10053)
BVerfG, Entscheidung vom 05. Mai 2003 - 1 BvR 2357/02 (https://dejure.org/2003,10053)
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Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde gegenüber einer Geltendmachung der Verfassungswidrigkeit des § 522 Abs 2 ZPO im fachgerichtlichen Verfahren; mangelnde Substantiierung
Annahme einer Verfassungsbeschwerde zur Entscheidung; Grundsatz der Subsidiarität; Substantiierte Behauptung der Verletzung; Behauptung der Verfassungswidrigkeit des § 522 Abs. 2 und 3 Zivilprozessordnung (ZPO) wegen Verstoßes gegen Justizgewähranspruch und Gleichheitssatz; Ankündigung der Zurückweisung der Berufung; Beweislast hinsichtlich Kausalität von Behandlungsfehler und Schaden im Arzthaftungsprozess
OLG Köln, 20.11.2002 - 5 U 51/02
NJW 2003, 2738
Ein Angriff gegen die Verfassungsmäßigkeit von § 522 Abs. 2 und 3 ZPO muss spätestens auf den gerichtlichen Hinweis nach § 522 Abs. 2 Satz 2 ZPO hin erhoben und konkret dargelegt werden (vgl. BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 5. Mai 2003, NJW 2003, S. 2738 ).
Die Regelung trägt dazu bei, den Rechtsschutz den besonderen Funktionen von Bundesverfassungsgericht und Fachgerichten entsprechend auszugestalten (vgl. BVerfGE 71, 305 ; BVerfG, 3. Kammer des Ersten Senats, NJW 2003, S. 2738 ).
Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts müssen Einwände gegen die Verfassungsmäßigkeit des § 522 Abs. 2 und 3 ZPO daher spätestens dann vorgebracht werden, wenn das Berufungsgericht nach § 522 Abs. 2 Satz 2 ZPO mitgeteilt hat, wie es zu entscheiden beabsichtige (vgl. BVerfG, NJW 2003, S. 2738 ).
Die Regelung trage dazu bei, den Rechtsschutz den besonderen Funktionen von Verfassungsgericht und Fachgerichten entsprechend auszugestalten (vgl. BVerfGE 71, 305, 336; BVerfG, 3. Kammer des 1. Senats, NJW 2003, S. 2738, 2739).