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Timestamp: 2016-10-24 20:11:14
Document Index: 195509817

Matched Legal Cases: ['Art. 42', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 100', 'Art. 43', 'Art. 190', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 190', 'Art. 186', 'Art. 190', 'Art. 190', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 178', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 66', 'Art. 68']

Tribunal Arbitral du Sport (TAS) vom 19. M�rz 2012.
A.a Y.________ (Kl�ger, Beschwerdegegner) mit Wohnsitz in A.________ ist ein professioneller Fussballtrainer.
Der FC X.________ (Beklagter, Beschwerdef�hrer) ist ein Fussballclub in B.________. Er ist Mitglied des nationalen Fussballverbands von B.________ und der professionellen Fussballliga des Landes, die beide der Asian Football Confederation (AFC) angeh�ren. Der Nationalverband von B.________ ist zudem Mitglied der F�d�ration Internationale de Football Association (FIFA).
A.b Am 25. M�rz 2009 unterzeichneten die Parteien zusammen mit der W.________ GmbH, Zug, ein Memorandum of Understanding �ber die Hauptpunkte eines noch abzuschliessenden Arbeitsvertrags.
Am 6. Juni 2009 schlossen die Parteien sowie die W.________ GmbH eine als "Employment Agreement" bezeichnete Vereinbarung ab, die sowohl auf Englisch als auch auf Portugiesisch verfasst wurde. Danach verpflichtete sich der FC X.________ dazu, Y.________ als Trainer seiner ersten Mannschaft anzustellen f�r den Zeitraum vom 1. Juli 2009 bis zum 31. Dezember 2010, es sei denn, das Arbeitsverh�ltnis werde durch gegenseitige �bereinkunft bis 31. Dezember 2011 verl�ngert oder vorzeitig gem�ss den entsprechenden Vertragsbestimmungen beendet.
Ziffer 11 des Employment Agreement mit der �berschrift "Verg�tung" ("Compensation") lautet (in seiner englischen Fassung) wie folgt:
Ziffer 19 des Employment Agreement mit der �berschrift "Default Termination" sieht Folgendes vor:
Ziffer 25, �berschrieben mit "Governing Law", sieht Folgendes vor:
A.c An einem nicht genauer bekannten Datum unterzeichneten der Kl�ger und der Beklagte eine zweite Vereinbarung ("Second Agreement"), abgefasst auf Russisch und Englisch, ebenfalls betreffend die Anstellung des Kl�gers als Cheftrainer f�r den Zeitraum vom 1. Juli 2009 bis 31. Dezember 2010, deren Ziffer 7.1 wie folgt lautet:
A.d Am 26. Mai 2010 unterzeichneten die Parteien sowie W.________ GmbH eine als "Settlement Agreement" bezeichnete Vereinbarung. Diese enth�lt die folgende Pr�ambel:
Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass die im Settlement Agreement vereinbarten Zahlungen an den Kl�ger ausgeblieben sind.
B.a Am 16. August 2010 erhob Y.________ beim Tribunal Arbitral du Sport (TAS) Schiedsklage gegen den FC X.________ und beantragte, dieser sei zur Zahlung von EUR 750'000.--, zuz�glich Zins zu 5 % seit 1. Januar 2010, sowie EUR 2.5 Mio., zuz�glich Zins zu 5 % seit 26. Mai 2010, zu verurteilen.
Mit Eingabe vom 25. Oktober 2010 bestritt der Beklagte die Zust�ndigkeit des TAS; sollte sich das Schiedsgericht f�r zust�ndig erkl�ren, sei die Klage abzuweisen.
B.b Am 30. M�rz 2011 setzte das TAS dem Kl�ger Frist an zu einer thematisch streng beschr�nkten Stellungnahme sowie einer kurzen und abschliessenden �usserung zum Einwand der fehlenden Zust�ndigkeit. Die entsprechende Eingabe des Kl�gers erfolgte am 25. April 2011.
Am 18. Mai 2011 beantragte der Beklagte, es seien infolge Missachtung der vom Schiedsgericht am 30. M�rz 2011 angeordneten thematischen Beschr�nkung der Stellungnahme mehrere vom Kl�ger eingereichte Beilagen aus dem Recht zu weisen; zudem sei ihm selbst die M�glichkeit einer weiteren Eingabe zu gew�hren.
Mit Verf�gung vom 3. Juni 2011 wies das Schiedsgericht das Ersuchen des Beklagten hinsichtlich der beanstandeten Beilagen zur�ck. Demgegen�ber gew�hrte es ihm die M�glichkeit zur Stellungnahme zu den Beilagen.
Am 22. und 24. August 2011 beantragte der Rechtsvertreter des Beklagten, es sei auf die Hauptverhandlung zu verzichten, eventualiter sei diese zu verschieben; gleichzeitig teilte er dem TAS mit, dass er den Beklagten ab dem 24. August 2011 nicht mehr vertrete. Der Kl�ger widersetzte sich einer Verschiebung und sprach sich daf�r aus, das Datum der Verhandlung vom 31. August 2011 beizubehalten.
Am 26. August 2011 teilte das TAS den Parteien mit, die Hauptverhandlung werde am 17. Oktober 2011 abgehalten und forderte die Parteien auf, ihre Teilnahme zu best�tigen und dem Schiedsgericht die Namen ihrer Rechtsvertreter, �bersetzer, Zeugen und Gutachter bis zum 16. September 2011 bekannt zu geben. Dieses Schreiben wurde den Parteien per Telefax und DHL zugestellt und wurde vom Beklagten empfangen (d.h. es liegt ein positiver Sendebericht vom 26. August 2011 und eine Best�tigung von DHL hinsichtlich der Zustellung vom 5. September 2011 vor).
B.c Mit Schiedsentscheid vom 19. M�rz 2012 hiess das TAS die Schiedsklage teilweise gut und verurteilte den Beklagten zur Zahlung von EUR 2.5 Mio., zuz�glich Zins zu 5 % seit 1. Juni 2010.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt der Beklagte dem Bundesgericht, es sei der Schiedsspruch vom 19. M�rz 2012 aufzuheben und die Zust�ndigkeit des TAS zur Beurteilung der Streitsache zu verneinen. Eventualiter sei der angefochtene Schiedsspruch aufzuheben und die Sache zwecks Erg�nzung der Sachverhaltsermittlung an das Schiedsgericht zur�ckzuweisen.
In prozessualer Hinsicht beantragt der Beschwerdef�hrer, es sei der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen; zudem seien die schiedsgerichtlichen Akten beizuziehen, es sei ihm Akteneinsicht zu gew�hren und Frist zur Erg�nzung der Beschwerde anzusetzen.
Der Beschwerdef�hrer wurde mit Pr�sidialbrief vom 9. August 2012 darauf aufmerksam gemacht, dass es ihm freigestellt sei, eine Beschwerdeerg�nzung einzureichen, wenn er eine solche f�r zul�ssig erachte, dass �ber deren Zul�ssigkeit und Ber�cksichtigung bei der Entscheidfindung jedoch erst im Endurteil entschieden werde, weshalb keine Frist zur Erg�nzung der Beschwerde angesetzt werde. Am 17. August 2012 reichte der Beschwerdef�hrer dem Bundesgericht eine Beschwerdeerg�nzung ein.
Der Beschwerdef�hrer reichte dem Bundesgericht am 12. November 2012 eine Replik, der Beschwerdegegner am 30. November 2012 eine Duplik ein.
Mit Verf�gung vom 30. Juli 2012 erteilte das Bundesgericht der Beschwerde aufschiebende Wirkung und stellte dem Beschwerdef�hrer die Akten des TAS zur Einsichtnahme zu.
2.5 In der Beschwerde wird hinsichtlich der Notwendigkeit einer Beschwerdeerg�nzung ausgef�hrt, der Beschwerdef�hrer habe die entscheidrelevanten Unterlagen "in der K�rze der Zeit" nicht erh�ltlich machen k�nnen; auch sei er vor der Vorinstanz "nicht rechtsgen�glich vertreten" gewesen. Er verf�ge deshalb auch �ber keine Prozessakten. Die Vorinstanz habe ihm die Akten trotz entsprechenden Gesuchs bisher nicht zugestellt. Mit Eingabe vom 6. August 2012 berief sich der Beschwerdef�hrer pauschal darauf, es sei ihm die "zur Begr�ndung der Beschwerde ans Bundesgericht notwendige Einsicht in die Vorakten" innerhalb der Beschwerdefrist nicht gew�hrt worden. Auch in seiner Beschwerdeerg�nzung vom 17. August 2012 weist der Beschwerdef�hrer in allgemeiner Weise darauf hin, aufgrund der bisher fehlenden "Einsicht in die entscheidrelevanten Akten" habe sich die Notwendigkeit einer Erg�nzung der Beschwerde ergeben.
Eine Nachfristansetzung zur Erg�nzung einer nicht gen�gend begr�ndeten Beschwerde ist in Art. 42 Abs. 5 und 6 BGG nicht vorgesehen (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247). Vielmehr hat die Begr�ndung gem�ss Art. 42 Abs. 2 BGG in der innerhalb der Rechtsmittelfrist (vgl. Art. 100 BGG) einzureichenden Beschwerdeschrift zu erfolgen. Erg�nzende Beschwerdeschriften sind nur unter den engen Voraussetzungen von Art. 43 BGG m�glich, die vorliegend nicht erf�llt sind. Der Beschwerdef�hrer vermag mit seinen Ausf�hrungen auch nicht etwa aufzuzeigen, dass die M�glichkeit einer Beschwerdeerg�nzung im Beschwerdeverfahren nach Ablauf der Rechtsmittelfrist zur Wahrung des rechtlichen Geh�rs erforderlich w�re. Der Beschwerdef�hrer war bis zum 24. August 2011 im Verfahren vor dem TAS unbestrittenermassen rechtlich vertreten. Der Umstand, dass er ab diesem Zeitpunkt auf eine aktive Verfahrensteilnahme verzichtete, sich bis zum Urteilszeitpunkt passiv verhielt und auf verfahrensleitende Anordnungen des TAS nicht reagierte, kann nicht dazu f�hren, dass eine gesetzliche und nicht erstreckbare Frist zur Einreichung und Begr�ndung einer Beschwerde in Zivilsachen hinf�llig wird. Sein Begehren, nach einer pauschalen Einsicht in die gesamten Vorakten nochmals Gelegenheit zur Erg�nzung der Beschwerdeschrift einger�umt zu erhalten, verdient keinen Rechtsschutz.
�berdies wurden gem�ss Eingabe des TAS vom 25. Mai 2012 sowie dem beigelegten Schreiben an den heutigen Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers (Beilage 9) diesem die Akten f�r den Zeitraum nach dem 24. August 2011 vom Generalsekret�r des TAS am 4. Mai 2012 - und damit noch innerhalb der mit Entscheidzustellung per Post am 25. April 2012 ausgel�sten Beschwerdefrist - zugestellt. Der Beschwerdef�hrer best�tigt in mehreren Eingaben selber, dass ihm der Generalsekret�r des TAS am 4. Mai 2012 verschiedene Dokumente in Kopie zugestellt hat. Er verzichtet in seiner Stellungnahme vom 10. Juli 2012 ausdr�cklich auf Bemerkungen zum betreffenden Schreiben und zeigt auch in seiner Beschwerdeerg�nzung vom 17. August 2012 nach gew�hrter Akteneinsicht durch das Bundesgericht nicht auf, von welchen Dokumenten er erst durch diese Akteneinsicht Kenntnis erlangt h�tte und inwiefern diese eine Erg�nzung der Beschwerdeschrift erfordern w�rden. Vielmehr �ussert sich der Beschwerdef�hrer auch in seiner Beschwerdeerg�nzung unter Hinweis auf den angefochtenen Entscheid sowie seine eigenen Eingaben im Schiedsverfahren zur angeblichen Unzust�ndigkeit des TAS und r�gt eine unzutreffende Auslegung der im Schiedsentscheid aufgef�hrten Vereinbarungen sowie eine Verletzung des Geh�rsanspruchs. Seine Ausf�hrungen lassen nicht im Entferntesten erkennen, inwiefern er dies erst infolge der gew�hrten Akteneinsicht nach Ablauf der Beschwerdefrist h�tte vorbringen k�nnen. Seine Ausf�hrungen in der Beschwerdeerg�nzung vom 17. August 2012 zur Zust�ndigkeitsfrage haben somit unbeachtet zu bleiben. Entsprechendes gilt f�r die Geh�rsr�ge im Zusammenhang mit seinem am 18. Mai 2011 im Rahmen des Schiedsverfahrens gestellten Ersuchen, zur Eingabe des Beschwerdegegners vom 25. April 2011 Stellung nehmen zu k�nnen.
Ob seine �brigen Ausf�hrungen in der Beschwerdeerg�nzung vom 17. August 2012 ber�cksichtigt werden k�nnen, mit denen er eine Ungleichbehandlung der Parteien und eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs behauptet, braucht nicht vertieft zu werden: Soweit sich seine Vorbringen zum Verfahrensablauf ab dem 24. August 2011 nicht als appellatorisch erweisen, indem er in unzul�ssiger Weise von den tats�chlichen Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid abweicht und dem Bundesgericht seine eigene Sicht der Dinge unterbreitet, w�ren sie ohnehin haltlos, wie anschliessend zu zeigen ist.
Die in der Beschwerdeerg�nzung vom 17. August 2012 erhobenen R�gen der Ungleichbehandlung der Parteien und der Verletzung des rechtlichen Geh�rs sind nicht stichhaltig.
Die Partei, die sich durch eine Verweigerung des rechtlichen Geh�rs oder eines anderen nach Art. 190 Abs. 2 IPRG relevanten Verfahrensmangels f�r benachteiligt h�lt, verwirkt ihre R�gen, wenn sie diese nicht rechtzeitig im Schiedsverfahren vorbringt und nicht alle zumutbaren Anstrengungen unternimmt, um den Mangel zu beseitigen. Es widerspricht Treu und Glauben, einen Verfahrensmangel erst im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens zu r�gen, obwohl im Schiedsverfahren die M�glichkeit bestanden h�tte, dem Schiedsgericht die Gelegenheit zur Behebung des angeblichen Mangels zu geben (BGE 119 II 386 E. 1a S. 388; Urteile 4A_16/2012 vom 2. Mai 2012 E. 3.3; 4A_617/2010 vom 14. Juni 2011 E. 3.1; 4P.72/2001 vom 10. September 2001 E. 4c). Treuwidrig und rechtsmissbr�uchlich handelt insbesondere die Partei, die R�gegr�nde gleichsam in Reserve h�lt, um diese bei ung�nstigen Prozessverlauf und voraussehbarem Prozessverlust nachzuschieben (vgl. BGE 136 III 605 E. 3.2.2 609; 129 III 445 E. 3.1 S. 449; 126 III 249 E. 3c S. 254).
Der Beschwerdef�hrer war bis zum 24. August 2011 im Verfahren vor dem TAS unbestrittenermassen rechtlich vertreten. Ab diesem Zeitpunkt unterliess er jegliche Teilnahme am Verfahren, reagierte nicht mehr auf verfahrensleitende Anordnungen des Schiedsgerichts und liess sich erst wieder nach Ergehen des Entscheids vom 19. M�rz 2012 vernehmen. Abgesehen davon, dass er sich mit den Ausf�hrungen in der Beschwerdeerg�nzung in unzul�ssiger Weise �ber die - f�r das Bundesgericht verbindliche (Art. 105 Abs. 1 BGG) - Sachverhaltsfeststellung hinwegsetzt, wonach ihm die Verf�gung vom 26. August 2011 hinsichtlich der Ansetzung der Hauptverhandlung auf den 17. Oktober 2011 sowohl per Telefax als auch per DHL-Kurier zuging, erfolgt der nunmehr vor Bundesgericht unter Hinweis auf Art. 190 Abs. 2 lit. d IPRG erhobene Vorwurf, er sei seit dem 24. August 2011 nicht mehr am Verfahren beteiligt worden und habe daher auch an der Verhandlung nicht teilnehmen k�nnen, treuwidrig. Der - damals noch rechtlich vertretene - Beschwerdef�hrer hatte mit Schreiben vom 10. bzw. 24. Juni 2011 einer Ansetzung der Verhandlung auf den 31. August 2011 zugestimmt und mit Eingaben vom 22. bzw. 24. August 2011 dem Schiedsgericht noch beantragt, die Verhandlung abzusagen bzw. zu verschieben. Es musste ihm daher bewusst sein, dass eine Verhandlung bevorstand und das Verfahren seinen Lauf nehmen w�rde. Selbst wenn seine Behauptung zutreffen sollte, dass ihn die nachfolgenden Verf�gungen des Schiedsgericht nicht mehr erreicht h�tten - wovon nach den Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid nicht auszugehen ist -, konnte der Beschwerdef�hrer nicht einfach unt�tig bleiben und �ber ein halbes Jahr zuwarten. Indem er jegliche weitere Beteiligung am Verfahren unterliess und abwartete, ob das Urteil zu seinen Gunsten ausfallen w�rde, verwirkte er das Recht, sich im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren auf die geltend gemachten Verfahrensm�ngel zu berufen.
Dies gilt nicht f�r die Einrede der Unzust�ndigkeit des TAS (vgl. Art. 186 Abs. 2 IPRG), die der Beschwerdef�hrer im Schiedsverfahren rechtzeitig erhoben hat.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das TAS habe sich zu Unrecht f�r zust�ndig erkl�rt, da keine g�ltige Schiedsvereinbarung vorliege (Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG).
4.1 Das Bundesgericht pr�ft die Zust�ndigkeitsr�ge nach Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG einschliesslich materieller Vorfragen, von deren Beantwortung die Zust�ndigkeit abh�ngt, in rechtlicher Hinsicht frei. Demgegen�ber �berpr�ft es die tats�chlichen Feststellungen des angefochtenen Schiedsentscheids auch im Rahmen der Zust�ndigkeitsr�ge nur, wenn gegen�ber diesen Sachverhaltsfeststellungen zul�ssige R�gen im Sinne von Art. 190 Abs. 2 IPRG vorgebracht oder ausnahmsweise Noven ber�cksichtigt werden (BGE 138 III 29 E. 2.2.1 S. 34; 134 III 565 E. 3.1 S. 567; 133 III 139 E. 5 S. 141).
4.2 Die G�ltigkeit einer Schiedsvereinbarung beurteilt sich gem�ss Art. 178 Abs. 2 IPRG in inhaltlicher Hinsicht nach dem von den Parteien gew�hlten, dem auf die Streitsache, insbesondere dem auf den Hauptvertrag anwendbaren oder dem schweizerischen Recht. Das TAS pr�fte das Zustandekommen der Schiedsvereinbarung zutreffend nach schweizerischem Recht. Zu Recht beruft sich auch der Beschwerdegegner nicht auf Bestimmungen einer ausl�ndischen Rechtsordnung, die im konkreten Fall anwendbar und hinsichtlich der materiellen G�ltigkeit der Schiedsklausel vorteilhafter als das schweizerische Recht w�ren.
Unter einer Schiedsvereinbarung ist eine �bereinkunft zu verstehen, mit der sich zwei oder mehrere bestimmte oder bestimmbare Parteien einigen, eine oder mehrere, bestehende oder k�nftige Streitigkeiten verbindlich unter Ausschluss der urspr�nglichen staatlichen Gerichtsbarkeit einem Schiedsgericht nach Massgabe einer unmittelbar oder mittelbar bestimmten rechtlichen Ordnung zu unterstellen (BGE 130 III 66 E. 3.1 S. 70). Entscheidend ist, dass der Wille der Parteien zum Ausdruck kommt, �ber bestimmte Streitigkeiten ein Schiedsgericht, d.h. ein nichtstaatliches Gericht, entscheiden zu lassen (BGE 138 III 29 E. 2.2.3 S. 35; 129 III 675 E. 2.3 S. 679 f.).
Steht bez�glich der Schiedsvereinbarung kein tats�chlich �bereinstimmender Wille der Parteien fest, so ist diese nach dem Vertrauensprinzip auszulegen, d.h. der mutmassliche Wille ist so zu ermitteln, wie er vom jeweiligen Erkl�rungsempf�nger nach Treu und Glauben verstanden werden durfte und musste (BGE 138 III 29 E. 2.2.3 S. 35 f.; 130 III 66 E. 3.2 S. 71; 129 III 675 E. 2.3 S. 680). Bei der Auslegung einer Schiedsvereinbarung ist deren Rechtsnatur zu ber�cksichtigen; insbesondere ist zu beachten, dass mit dem Verzicht auf ein staatliches Gericht die Rechtsmittelwege stark eingeschr�nkt werden. Ein solcher Verzichtswille kann nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht leichthin angenommen werden, weshalb im Zweifelsfall eine restriktive Auslegung geboten ist (vgl. BGE 138 III 29 E. 2.3.1 S. 36 f.; 129 III 675 E. 2.3 S. 680 f.; 128 III 50 S. 58 E. 2c/aa). Steht demgegen�ber als Auslegungsergebnis fest, dass die Parteien die Streitsache von der staatlichen Gerichtsbarkeit ausnehmen und einer Entscheidung durch ein Schiedsgericht unterstellen wollten, bestehen jedoch Differenzen hinsichtlich der Abwicklung des Schiedsverfahrens, greift grunds�tzlich der Utilit�tsgedanke Platz; danach ist m�glichst ein Vertragsverst�ndnis zu suchen, das die Schiedsvereinbarung bestehen l�sst (BGE 138 III 29 E. 2.2.3 S. 36; 130 III 66 E. 3.2 S. 71 f.; 129 III 675 E. 2.3 S. 681).
4.3 Entgegen dem, was der Beschwerdegegner anzunehmen scheint, hat das TAS keine tats�chliche Willens�bereinstimmung der Parteien festgestellt, bestimmte Streitigkeiten verbindlich unter Ausschluss der urspr�nglichen staatlichen Gerichtsbarkeit einem Schiedsgericht zu unterbreiten. Dem angefochtenen Entscheid lassen sich keine Feststellungen einer tats�chlichen Einigung der Parteien hinsichtlich der Streiterledigung entnehmen; das Schiedsgericht hat seiner Auslegung der fraglichen Vereinbarungen daher zutreffend eine objektivierte Betrachtung zugrunde gelegt.
W�hrend das Employment Agreement sowohl eine Schiedsvereinbarung zugunsten des TAS als auch eine Gerichtsstandsklausel enth�lt, l�sst sich dem Settlement Agreement lediglich eine Gerichtsstandsklausel entnehmen. Das nach dem Employment Agreement abgeschlossene Second Agreement sieht eine eigene Regelung hinsichtlich der Streiterledigung vor; es enth�lt nach zutreffender Ansicht des TAS jedoch keine Schiedsklausel, auf die es seine Zust�ndigkeit im konkreten Fall st�tzen k�nnte. Der Beschwerdegegner bringt denn auch zu Recht nicht vor, die Zust�ndigkeit des TAS ergebe sich im zu beurteilenden Fall aus dem Second Agreement, sondern erachtet dieses in �bereinstimmung mit dem angefochtenen Schiedsentscheid als nicht massgebend.
4.4 Das Schiedsgericht hat zum Employment Agreement zwar festgehalten, dass dieses neben der Schiedsvereinbarung in Ziffer 7 auch eine Gerichtsstandsklausel (Ziffer 25) zugunsten der (nicht ausschliesslichen) Zust�ndigkeit der Schweizer Gerichte enth�lt. Es hat die Schiedsklausel jedoch als g�ltig erachtet, ohne �berhaupt auf das Verh�ltnis der beiden Klauseln einzugehen. Nachdem der angefochtene Entscheid keine tats�chliche Einigung der Parteien festgestellt hat, die Streitsache von der staatlichen Gerichtsbarkeit auszunehmen und einer schiedsgerichtlichen Entscheidung zu unterstellen, ist die Vereinbarung nach dem Vertrauensprinzip auszulegen.
Die beiden Vertragsbestimmungen sehen je eine unterschiedliche Art der Streiterledigung vor: W�hrend die Schiedsklausel in Ziffer 7 von der ausschliesslichen Zust�ndigkeit des TAS ausgeht, unterwerfen sich die Parteien nach der Gerichtsstandsklausel von Ziffer 25 der nicht ausschliesslichen Zust�ndigkeit der Schweizer Gerichte. Weder der Wortlaut des Employment Agreement noch weitere Umst�nde des Vertragsschlusses lassen konkrete R�ckschl�sse hinsichtlich des Verh�ltnisses der sich widersprechenden Vertragsbestimmungen zu. Der vertraglichen Abmachung fehlt es damit an der Bestimmtheit hinsichtlich der Streitentscheidung durch ein Schiedsgericht; ihr l�sst sich nach dem Vertrauensprinzip keine �bereinstimmende Willenserkl�rung entnehmen, Streitsachen aus dem Vertrag von der staatlichen Gerichtsbarkeit auszunehmen und einer Entscheidung durch ein Schiedsgericht zu unterstellen. Insbesondere l�sst der Umstand, dass Ziffer 25 die nicht ausschliessliche Zust�ndigkeit der Schweizer Gerichte vorsieht, nach Treu und Glauben nicht etwa auf den mutmasslichen Willen der Parteien schliessen, dem Kl�ger wahlweise den Rechtsweg an das TAS oder die staatlichen Gerichte zu er�ffnen. Abgesehen davon, dass Ziffer 7 eine ausschliessliche Zust�ndigkeit des TAS vorsieht ("will be submitted exclusively to the Court of Arbitration for Sport") und damit einem solchen Wahlrecht widerspricht, ist die Wahl eines nicht ausschliesslichen Gerichtsstands ("submits to the non-exclusive jurisdiction") grunds�tzlich dahingehend aufzufassen, dass neben dem vertraglich als zust�ndig erkl�rten auch andere staatliche Gerichte angerufen werden k�nnen. In Ziffer 25 werden daher lediglich die Schweizer Gerichte als zust�ndig erkl�rt, ohne einen Zivilprozess vor einem anderen zust�ndigen staatlichen Gericht auszuschliessen.
Der Beschwerdegegner beruft sich denn auch zu Recht nicht auf ein entsprechendes Wahlrecht, und es kann offenbleiben, unter welchen Voraussetzungen ein solches zul�ssig w�re (dazu etwa BERNHARD BERGER/FRANZ KELLERHALS, International and Domestic Arbitration in Switzerland, 2. Aufl. 2010, Rz. 460; JEAN-FRAN�OIS POUDRET/S�BASTIEN BESSON, Comparative law of international arbitration, 2. Aufl. 2007, Rz. 159; vgl. auch JENS-PETER LACHMANN, Handbuch f�r die Schiedsgerichtspraxis, 3. Aufl., K�ln 2008, Rz. 407). Entgegen der in der Beschwerdeantwort vertretenen Ansicht bestehen im �brigen keine Hinweise darauf, dass die Gerichtsstandsklausel als reine Ersatzzust�ndigkeit f�r den Fall zu verstehen w�re, dass die Schiedsklausel keine Wirkung entfalten sollte; es trifft demnach nicht zu, dass die Auslegung des Employment Agreement nach dem Vertrauensprinzip eine eindeutige Rangfolge zwischen den beiden Bestimmungen ergeben w�rde.
Angesichts der widerspr�chlichen vertraglichen Bestimmungen im Employment Agreement kommt darin nach dem Vertrauensprinzip kein hinreichend klarer Wille der Parteien zum Ausdruck, bestimmte Streitigkeiten von der staatlichen Gerichtsbarkeit ausnehmen und dar�ber ein Schiedsgericht entscheiden zu lassen. Damit bleibt - entgegen der Ansicht des Beschwerdegegners - f�r den Utilit�tsgedanken, nach dem m�glichst ein Vertragsverst�ndnis zu suchen ist, das die Schiedsvereinbarung bestehen l�sst, kein Raum (BGE 138 III 29 E. 2.2.3 S. 36; 130 III 66 E. 3.2 S. 71 f.; je mit Hinweisen).
4.5 Zum gleichen Ergebnis f�hrt eine Gesamtbetrachtung des Employment Agreement vom 6. Juni 2009 und des Settlement Agreement vom 26. Mai 2010, die direkt miteinander in Verbindung stehen, indem dieses eine vergleichsweise Beendigung des gest�tzt auf das Employment Agreement eingegangenen Arbeitsverh�ltnisses bezweckt. Das Settlement Agreement sieht lediglich eine (nicht ausschliessliche) Gerichtsstandsklausel vor (Ziffer 8); eine Schiedsklausel ist darin nicht enthalten. Entgegen der Ansicht des TAS kann in Ziffer 5.1 des Settlement Agreement keine Schiedsvereinbarung mittels Verweisung auf Ziffer 7 des Employment Agreement erblickt werden. Abgesehen davon, dass sich die im Employment Agreement enthaltene Schiedsklausel als unwirksam erwiesen hat, verkennt der angefochtene Schiedsentscheid, dass nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine zwischen Vertragsparteien in einer aussergerichtlichen Vergleichsvereinbarung enthaltene Gerichtsstandsvereinbarung die in einem fr�her geschlossenen Vertrag eingef�gte Schiedsklausel ersetzt und diese dahinfallen l�sst, sofern die Parteien im Vergleich keinen gegenteiligen Willen zum Ausdruck gebracht haben (BGE 121 III 495 E. 5 S. 496 ff.). Selbst wenn zutreffen sollte, dass gewisse Klauseln des Employment Agreement gest�tzt auf Art. 5.1 des Settlement Agreement weiter gelten, regelt Letzteres die H�he der Entsch�digung des Beschwerdegegners, die mit der Schiedsklage eingeklagt wird, abschliessend. Entgegen dem, was das TAS anzunehmen scheint, ergibt sich aus Ziffer 5.1 nach Treu und Glauben keine Willens�usserung der Parteien, die Streitsache einem Schiedsgericht zu unterbreiten. Im Gegenteil l�sst Ziffer 8 des Settlement Agreement eindeutig darauf schliessen, die staatliche Gerichtsbarkeit beibehalten zu wollen. Unabh�ngig davon, ob die Vereinbarung der (nicht ausschliesslichen) Zust�ndigkeit der Schweizer Gerichte g�ltig oder - wie der Beschwerdegegner vorbringt - infolge mangelnder Bestimmtheit unwirksam ist, l�sst sich daraus bei objektiver Betrachtung einzig auf den mutmasslichen Willen der Parteien schliessen, die ordentliche Gerichtsbarkeit der staatlichen Gerichte zu erhalten.
4.6 Damit kommt nach dem Vertrauensprinzip weder im Employment Agreement noch im Settlement Agreement ein hinreichend klarer Wille der Parteien zum Ausdruck, die Streitsache von der staatlichen Gerichtsbarkeit auszunehmen und dar�ber ein Schiedsgericht entscheiden zu lassen. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die Parteien nicht auf die staatliche Gerichtsbarkeit verzichten, sondern den ordentlichen Rechtsweg im Gegenteil offen halten wollten. Entgegen dem angefochtenen Schiedsentscheid liegt keine g�ltige Schiedsvereinbarung vor und das vom Beschwerdegegner angerufene TAS hat sich f�r die Beurteilung der Streitsache zu Unrecht f�r zust�ndig erkl�rt.
Der angefochtene Schiedsentscheid ist in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und es ist antragsgem�ss festzustellen, dass das TAS f�r die zu beurteilende Streitsache nicht zust�ndig ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdegegner kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG und Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Schiedsentscheid des Tribunal Arbitral du Sport vom 19. M�rz 2012 wird aufgehoben.
Es wird festgestellt, dass das Tribunal Arbitral du Sport f�r die zu beurteilende Streitsache nicht zust�ndig ist.
Der Beschwerdegegner hat den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 22'000.-- zu entsch�digen.