Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20D%C3%BCsseldorf&Datum=21.11.2014&Aktenzeichen=22%20U%2037/14
Timestamp: 2019-11-19 10:33:45
Document Index: 196451148

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', 'BGH', '§ 2', '§ 2', '§ 1', '§ 2', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 648', '§ 683', '§ 681', '§ 683']

OLG Düsseldorf, 21.11.2014 - I-22 U 37/14 - dejure.org
OLG Düsseldorf, 21.11.2014 - I-22 U 37/14
https://dejure.org/2014,40409
OLG Düsseldorf, 21.11.2014 - I-22 U 37/14 (https://dejure.org/2014,40409)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 21.11.2014 - I-22 U 37/14 (https://dejure.org/2014,40409)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 21. November 2014 - I-22 U 37/14 (https://dejure.org/2014,40409)
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Vergütung zusätzlicher Leistungen gem. § 2 Abs. 6 Nr. 1 VOB/B
Keine Urkalkulation vorgelegt: Nachträge werden nicht vergütet! (IBR 2015, 119)
Keine Anordnung des Auftraggebers: Keine Mehrvergütung für zusätzliche Leistung! (IBR 2015, 179)
Ausführung von zusätzlicher Leistung nicht angekündigt: Kein Anspruch auf Mehrvergütung! (IBR 2015, 238)
Ausführung von zusätzlicher Leistung nicht dringlich: Keine Vergütung nach § 2 Nr. 8 VOB/B! (IBR 2015, 239)
LG Mönchengladbach, 13.02.2014 - 10 O 154/09
BauR 2015, 494
Da der notwendige Prozessvortrag in einem Schriftsatz insbesondere nicht durch eine Bezugnahme auf ihm beigefügte Anlagen ersetzt, sondern allenfalls erläutert oder belegt werden kann (OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.11.2014, 22 U 37/14, dort Rn. 220), reicht der Verweis auf vorprozessual dem Prozessgegner zur Kenntnis gebrachte Unterlagen erst recht nicht aus.
Anlagen können lediglich zur Erläuterung des schriftsätzlichen Vortrags dienen, diesen aber nicht ersetzen (vgl. BGH, Beschl. v. 12.12.2013 - IX ZR 299/12, BeckRS 2014, 00765;… Urt. v. 02.07.2007 - II ZR 111/05, NJW 2008, 69; OLG Düsseldorf, Urt. v. 21.11.2014 - 22 U 37/14, BauR 2015, 495; OLG Zweibrücken, Urteil vom 20.06.2012 - 1 U 105/11, BauR 2013, 1453).
Insbesondere fehlt es an einer nachvollziehbaren Darlegung der Preisgrundlagen aufgrund der vorzulegenden Auftrags-/Urkalkulation bzw. einer plausiblen Nachkalkulation für geltend gemachte Mehrvergütungsansprüche bei Nachträgen im Sinne von § 2 Abs. 5 VOB/B bzw. § 2 Abs. 6 VOB/B. Auch aus diesem Grund ist die Klage unschlüssig (OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.11.2014 - 22 U 37/14, IBRRS 2015, 0203).
Da entgegen der Rechtsansicht des Erstgerichts die Klage somit unschlüssig ist, wären an sich die Voraussetzungen für eine endgültige Klageabweisung gegeben (OLG Düsseldorf, Urteil vom 29.11.2014 - 22 U 37/14, a.a.O.).
Ergibt die durchgeführte Beweisaufnahme, dass eine solche Preisvereinbarung nicht getroffen wurde, aber eine wirksame Anordnung der Beklagten im Sinne des § 1 Abs. 3 oder 4 VOB/B gegeben ist, so bedarf es für einen schlüssigen Klagevortrag einer nachvollziehbaren Darlegung der Preisgrundlagen für diese Nachtragsposition aufgrund der von der Klägerin vorzulegenden Auftrags-/Urkalkulation bzw. einer plausiblen Nachkalkulation (OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.11.2014 - 22 U 37/14, a.a.O.).
Es entspricht der ganz herrschenden Ansicht in Rechtsprechung und Literatur, dass die Grundlage für die Festlegung des neuen Preises i.S.v. § 2 Nr. 5 bzw. Nr. 6 VOB/B stets der zuvor vereinbarte Preis ist (BGH, Urteil vom 25.01.1996, Az.: VII ZR 233/04; OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.11.2014, Az. 22 U 37/14 Rdnr. 212; jeweils mit weiteren Nachweisen).
Insoweit hatte die Klägerin als Auftragnehmerin auch den unvernünftigen Willen der Beklagten zu beachten (s. OLG Düsseldorf, Urt. v. 21.11.2014 - 22 U 37/14 = BauR 2015, 494 Rz. 227 mit BGH-Nachw.).
Eine Anordnung im Sinne von § 2 Nr. 5 VOB/B (2002) setzt eine den Auftragnehmer eindeutig verpflichtende Vertragserklärung des Auftraggebers im Sinne der Rechtsgeschäftslehre voraus (vgl. nur jeweils m.w.N. OLG Düsseldorf v. 21.11.2014, 22 U 37/14, BauR 2015, 494, zit. nach juris [Rn. 185] = BeckRS 2015, 00226 [Rn. 168];… Keldungs, in Ingenstau/Korbion, VOB, 15. Aufl. 2004, § 2 Nr. 5 VOB/B Rn. 22 - zur VOB/B 2002;… ders., VOB, 17. Aufl. 2010, § 2 Abs. 5 VOB/B Rn. 26 - zur VOB/B 2009).
OLG Koblenz, 07.06.2016 - 4 U 66/16
Auftragnehmer fordert § 648a BGB-Sicherheit: Werklohn muss schlüssig vorgetragen …
Die Klägerin hat nämlich nicht behauptet, dass die von ihr behauptete Geschäftsführung dem Willen der Beklagten entsprach; indes setzt auch der Anspruch gem. § 683 BGB voraus, dass der Wille des Geschäftsherrn vom Geschäftsführer vor Beginn der Ausführung mit zumutbarem Aufwand erforscht wird; vorher darf er nur unaufschiebbare Maßnahmen durchführen, vgl. § 681 Satz 1 BGB (vgl. OLG Düsseldorf, BauR 2015, 494;… Palandt/Spreu, BGB, 75. Aufl., § 683 Rz. 5).
Der Senat vermag daher der Klägerin nicht darin zu folgen, dass die Ausschreibung einer Schalung nicht die entsprechende Stützkonstruktion umfasst (vgl. die Ausführungen auf Seite 22 der Berufungsbegründung, Bd. III Bl.63 d.A.), zumal jedwede nachvollziehbare Erklärung dazu fehlt, auf welche Weise sie die notwendige Abstützung der von ihr geschuldeten Schalung durchführen wollte und wie diese kalkuliert wurde (so auch in einem vergleichbaren Fall OLG Düsseldorf, Urteil vom 21.11.2014 \u0097 1-22 U 37/14, BeckRS 2015, 00226, Rdn. 340 -342 "für jeden in der Branche tätigen erkennbar.).