Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%201978,%2052
Timestamp: 2019-06-25 14:51:06
Document Index: 358517092

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9', '§ 249', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.02.1976 - I ZR 1/75 - dejure.org
https://dejure.org/1976,1662
BGH, 13.02.1976 - I ZR 1/75 (https://dejure.org/1976,1662)
BGH, Entscheidung vom 13.02.1976 - I ZR 1/75 (https://dejure.org/1976,1662)
BGH, Entscheidung vom 13. Februar 1976 - I ZR 1/75 (https://dejure.org/1976,1662)
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Anspruch auf Rechnungslegung bei der Vorbereitung des Schadensersatzanspruchs wegen irreführender Werbung oder Auskunftsanspruch - Umfang des Auskunftsanspruchs
Fernschreibverzeichnisse
MDR 1976, 735
GRUR 1978, 52
BB 1976, 662
DB 1976, 862
Auch einer in der gegebenen Situation allenfalls zu erwägenden beschränkten Auskunftserteilung in der Art eines Wirtschaftsprüfervorbehalts (vgl. BGH, GRUR 1978, 52 - "Fernschreibverzeichnisse") durch Offenlegung der Identität des Verfassers an einen vom Betroffenen zu benennenden, zur Verschwiegenheit verpflichteten Dritten, den der Betroffene ermächtigt und verpflichtet hat, ihm mitzuteilen, ob der die Bewertung in dem Portal der Beklagten platzierende Verfasser Patient des Klägers war, kommt nicht in Betracht.
Dabei sind Art und Schwere der Rechtsverletzung von Bedeutung (BGH, Urt. v. 13.2.1976 - I ZR 1/75, GRUR 1978, 52, 53 - Fernschreibverzeichnisse).
Aus dem Vortrag der Klägerin lassen sich keine konkreten Anhaltspunkte dafür gewinnen, daß im Streitfall ausnahmsweise die Mitteilung der Verkaufspreise für die Ermittlung der Höhe eines der Klägerin entstandenen Schadens erforderlich oder jedenfalls zur Kontrolle der sonstigen Informationen sinnvoll und nützlich wäre (vgl. BGH, Urt. v. 13.2.1976 - I ZR 1/75, GRUR 1978, 52, 53 = WRP 1976, 306 - Fernschreibverzeichnisse;… Teplitzky aaO Kap. 38 Rdn. 19).
Ein Wirtschaftsprüfervorbehalt stellt kein Minus dar, sondern nur eine Modifizierung des Auskunftsantrags (BGH GRUR 1978, 52, 53;… Köhler in Köhler/Bornkamm, § 9 Rn. 4.20).
Die Auskunftspflicht richtet sich dabei nach Art und Umfang - unabhängig davon, ob sie sich aus Treu und Glauben herleitet oder eine unmittelbare Folge der Verpflichtung des Verletzers zum Schadensersatz nach § 249 BGB ist - in Anwendung der Grundsätze von § 242 BGB nach den Bedürfnissen des Verletzten unter schonender Rücksichtnahme auf die Belange des Verletzers (BGH, Urt. v. 13.2.1976 - I ZR 1/75, GRUR 1978, 52, 53 = WRP 1976, 306 - Fernschreibverzeichnisse).
Nur ausnahmsweise ist bei Wettbewerbsverletzungen die Auskunftsverpflichtung auch auf die Angabe von Abnehmern erstreckt worden, wenn andernfalls eine Schadensberechnung (…vgl. BGH, Urt. v. 4.7.1975 - I ZR 115/73, GRUR 1976, 367, 369 = WRP 1975, 727 - Ausschreibungsunterlagen; mit Wirtschaftsprüfervorbehalt soweit es nur um die Stichprobenkontrolle geht: BGH, Urt. v. 13.2.1976 - I ZR 1/75, GRUR 1978, 52, 53 = WRP 1976, 306 - Fernschreibverzeichnisse), eine Störungsbeseitigung (…vgl. RG, Urt. v. 19.11.1938 - II 69/38, GRUR 1939, 494, 500 - Wegengagieren) oder auch die Wiederherstellung des früheren Zustandes (…vgl. BGH, Urt. v. 21.12.1973 - I ZR 161/71, GRUR 1974, 351, 352 = WRP 1974, 152 - Frisiersalon) ausscheiden.
Da in der Gewährung des in der Klageschrift nicht vorgesehenen Wirtschaftsprüfervorbehaltes keine teilweise Klageabweisung zu sehen ist (vgl. BGH, GRUR 1978, 52 - Fernschreibverzeichnisse), bleibt die insoweit von Amts wegen vorgenommene Gewährung ohne Kostenfolge.
BGH DB 1978 S. 862 = GRUR 1978 S. 52, 53.
Im Hinblick auf das Wettbewerbsverhältnis war der Verfügungsbeklagten - insoweit ohne Kostenfolge (vgl. BGH, GRUR 1978, 52 - Fernschreibverzeichnisse) - zudem von Amts wegen ein Wirtschaftsprüfervorbehalt einzuräumen (vgl. OLG B, InstGE 5, 249 - Faltenbalg).
BSG, 26.04.1977 - 4 RJ 61/76
Anrechnung fremder Leistungen - Jugoslawien - Träger der Sozialversicherung - …
Unter "Zustimmung des Gegners" im Sinne des % 161 Abs. 1 Satz 3 SGG ist nicht auch diejenige des Beigeladenen zu verstehen, abgesehen von dem hier nicht vorliegenden Fall, daß dieser verurteilt werden ist (Beschluß des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe vom 16. März 1976, NJW 1976, 1682 - MDR 1976, 735).