Source: https://www.zivi.admin.ch/zivi/de/home/einsatzbetriebwerden/spezielles.html
Timestamp: 2020-08-11 04:19:32
Document Index: 261044201

Matched Legal Cases: ['Art. 42', 'Art. 43', 'Art. 47', 'Art. 55', 'Art. 63', 'Art. 29', 'Art. 63']

Spezielles selected
Die Einsatzmöglichkeiten von Zivis in der Landwirtschaft sind vielfältig: Zivis werden in Tal- und Berggebieten zur Pflege des Waldes oder im Bereich Umwelt-, Naturschutz und Landschaftspflege eingesetzt. Zivis unterstützen auch bei Projekten, für die landwirtschaftliche Einsatzbetriebe Investitionshilfe für Strukturverbesserungsmassnahmen erhalten.
Zwar sind sie keine geschulten Landwirte, aber Zivis ermöglichen Ihnen eine Entlastung und grössere Flexibilität in Ihrer täglichen Arbeit. Beachten Sie aber bitte: Ein Einsatzplatz für Zivis schafft noch keine Garantie, einen Zivi zu erhalten.
Weil das aktuelle Angebot an Einsatzplätzen die Nachfrage weit übersteigt, anerkennt das Bundesamt für Zivildienst vorläufig keine neuen landwirtschaftlichen Betriebe im Berg- und Talgebiet (gemäss Art. 42 Abs. 3 ZDG).
Neuanerkennungen von Sömmerungsbetrieben sind gemäss dieser Tabelle in einzelnen Kantonen möglich (weitere Informationen hier). Möchten Sie sich als Einsatzbetrieb anerkennen lassen, so nehmen Sie mit dem zuständigen Regionalzentrum Kontakt auf.
In Sömmerungsbetrieben pflegen Zivis beispielsweise Naturschutz- oder Biodiversitätsförderflächen, verhindern Waldeinwuchs oder bekämpfen Problempflanzen. Zudem sind Gruppeneinsätze von Zivis möglich.
Hang- oder Steillagenbeiträge (Art. 43 oder 44 DZV),
Sömmerungsbeiträge (Art. 47 DZV) für Gemeinschaftsweide- und Sömmerungsbetriebe mit einer Mindestgrösse von 10 Normalstössen,
Biodiversitätsbeiträge (Art. 55 DZV) oder
Landschaftsqualitätsbeiträge (Art. 63 und 64 DZV);
Investitionshilfen nach der Strukturverbesserungsverordnung (SVV).
Wofür kann ich Zivis einsetzen?
für jene Arbeiten, für die Sie Direktzahlungen erhalten (siehe oben)
für Projekte zur Strukturverbesserung
für den Umwelt- und Naturschutz sowie für die Landschaftspflege
Wie lange bleiben die Zivis?
Ein Einsatz dauert mindestens vier Wochen
Gleichzeitig kommt nur ein Zivi zum Einsatz (für Einsätze auf Alpbetrieben können Sie unter gewissen Voraussetzungen auch Gruppen von Zivis einsetzen)
Was bringt ein Zivi mit?
Ausbildungskurse des ZIVI (Motorsägekurs für kleinere Arbeiten im Wald)
Wie finde ich Zivis?
Die Stelle erscheint unter «Einsatz suchen und vereinbaren» in E-ZIVI
Die Zivis bewerben sich direkt beim Betrieb
Der Betrieb wählt den passenden Zivi
Was kosten Zivis?
5 Franken Taschengeld, pro Tag
eine Abgabe an den Bund, wenn das betriebliche Jahreseinkommen 25 000 Franken übersteigt (13.70 Franken pro Tag, die ersten 26 Tage zum halben Preis)
60 Franken für vier Wochen an Kleider und Schuhe (max. 240 Franken), wenn Sie diese nicht zur Verfügung stellen
Was muss ich sonst noch bieten?
Ist ein Zivi versichert?
Der Zivi ist im Einsatz gegen Krankheit und Unfall militärversichert.
zur Pflege der Alp (Unterhalt der Biodiversitätsförderflächen, Offenhaltung, Entfernung von Problempflanzen) und der Weiden
für den Bau und Unterhalt von Natur- und Landschaftsschutzelementen (Trockensteinmauern, Lesesteinhaufen etc.)
Ein Zivi bleibt mindestens 26 Tage bei Ihnen auf der Alp. Längere Einsätze (Alpsommer) sind möglich. Sie bestimmen die Mindesteinsatzdauer.
Grundsätzlich kommt ein einzelner Zivi zum Einsatz. Unter gewissen Voraussetzungen sind auch Gruppeneinsätze möglich.
Fachwissen aus dem Ausbildungskurs «Alp-Pflege»
bei Bedarf Motorsägekurs für einfache Arbeiten mit der Motorsäge
Wir publizieren den Einsatzplatz in E-ZIVI und Sie dürfen selber Werbung für den Einsatzplatz machen.
Die Zivis bewerben sich direkt bei Ihnen.
Sie wählen den passenden Zivi aus.
5 Franken Taschengeld pro Tag
eine Abgabe von 13.70 Franken pro Tag an den Bund; die ersten 26 Tage gibt's zum halben Preis (Sömmerungsbetriebe, die aus einem privaten Bewirtschafter oder einer privaten Bewirtschafterin bestehen und ein Jahreseinkommen unter 25 000 Franken haben, sind von dieser Abgabe befreit)
60 Franken pro Monat an Kleider und Schuhe (max. 240 Franken), wenn Sie diese nicht zur Verfügung stellen
Ihr Betrieb ist ein anerkannter Gemeinschaftsweide- oder Sömmerungsbetrieb nach Landwirtschaftlicher Begriffsverordnung (LBV) Art. 29a und hat mindestens 10 Normalstösse. Der Bewirtschafter bzw. die Bewirtschafterin erhält mindestens einen der folgenden Direktzahlungsbeiträge:
Landschaftsqualitätsbeiträge (Art. 63 & 64 DZV)
Finanzhilfe im Umweltbereich und in der Kulturgütererhaltung
Das ZIVI kann Einsätze von Zivis in Projekten mit praktischen Arbeiten im Umwelt- und Naturschutz oder in der Landschaftspflege sowie Projekte für die Kulturgütererhaltung finanziell unterstützen.
Einsätze im Umweltbereich und in der Kulturgütererhaltung sind beliebt, sie bieten Platz für ganze Gruppen von Zivildienstleistenden. Oft fehlen jedoch die finanziellen Mittel. Mit einem Gesuch um Finanzhilfe können Einsatzbetriebe des Zivildienstes finanzielle Unterstützung zur Umsetzung von Projekten mit Zivis beantragen.
Der Bund unterstützt Projekte von öffentlichem Interesse, die sonst – trotz nachgewiesener Sparanstrengungen – nicht realisiert werden könnten. Er hat seinerseits ein Interesse, mit Gruppeneinsätzen möglichst viele Einsatzplätze für Zivildienstleistende zu schaffen – zu Gunsten von Umwelt, Natur, Landschaft und Kulturgütern.
Das Bundesamt für Zivildienst kann nur Projekte von anerkannten Einsatzbetrieben unterstützen, welche in der Schweiz realisiert werden. In der Landschaftspflege müssen sie Einsätze für ganze Gruppen von Zivildienstleistenden ermöglichen – die übliche Beschränkung betreffend maximaler Anzahl Zivis entfällt. Die Einsätze müssen praktische Arbeiten im Umweltschutz, im Naturschutz, in der Wald- oder Landschaftspflege oder in der Kulturgütererhaltung enthalten. Möglich ist auch die Unterstützung administrativer Arbeiten, die mit den Einsätzen der Zivis in Zusammenhang stehen.
Eine Fachstelle des Bundes oder des zuständigen Kantons beurteilt anschliessend die Notwendigkeit, die Zweckmässigkeit und die Wirtschaftlichkeit des Projektes. Das ZIVI unterbreitet dem Einsatzbetrieb den Entscheid mittels Verfügung. Diese enthält auch ein Kostendach für die Pauschalentschädigung pro Diensttag.
Finanzhilfebetriebe erhalten im Normalfall monatlich eine in der Verfügung definierte Akontozahlung. Spätestens zwei Monate nach Abschluss des letzten Einsatzes hat der Einsatzbetrieb dem ZIVI einen Schlussbericht abzuliefern. Abweichungen während des Projektverlaufs sind dem ZIVI umgehend mittels Zwischenberichten zu melden .
Um Angebot und Nachfrage zu steuern, beschränkt das ZIVI seit 1.7.2019 die Anerkennung neuer Betriebe. Einsatzbetriebe werden nur noch dann neu anerkannt, wenn sie Einsätze in den Schwerpunktprogrammen «Pflege und Betreuung» sowie «Umwelt- und Naturschutz» durchführen und dafür genügend Nachfrage besteht (hier erhalten Sie mehr Informationen zu diesem Entscheid). Da Auslandeinsätze nicht in diesen Schwerpunktprogrammen angeboten werden, ist die Neuanerkennung von Pflichtenheften mit Auslandeinsätzen nicht möglich. Einsätze in den bestehenden Einsatzbetrieben sind auch in den Tätigkeitsbereichen Kulturgütererhaltung sowie Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe nach wie vor uneingeschränkt möglich.
Übersichtstabelle Neuanerkennungen (PDF, 81 kB, 03.06.2020)
10 Merkblatt Anerkennung Landwirtschaftsbetriebe (PDF, 144 kB, 01.07.2016)
https://www.zivi.admin.ch/content/zivi/de/home/einsatzbetriebwerden/spezielles.html