Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/176351,130.html
Timestamp: 2019-12-09 20:58:43
Document Index: 272889784

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 123', '§ 123', '§ 240', '§ 240', '§ 238', '§ 238', '§ 123', '§ 123', '§ 123', '§ 123', '§ 240', '§ 240']

Verfasst am: 18 März 2008 - 10:17:22 Titel:
Nochmal grds. zum § 123 und der 2. Alt (Verweilen):
Die Handlungsvariante des „Nichtentfernens trotz Aufforderung“ ist nur dann erfüllt ist, wenn nicht auch ein „Eindringen“ i.S.d. § 123 I, 1.Alt. gegeben ist. Sofern ein Eindringen bejaht werden kann, tritt dahinter die 2. Alternative des § 123 I zurück.
D.h. wenn Eindringen (+), scheidet ein Verweilen automatisch aus (-)
Verfasst am: 18 März 2008 - 14:21:12 Titel:
Die Problematik mit den Rechtfertigungsgründen könnte man demnach wie bereits einige vorher schon gesagt haben bei § 240 (drohen mit abstechen) ansprechen.
*gradbissiaufmschlauchsteh*
.......werds aber glaub ich so machen
Verfasst am: 18 März 2008 - 14:34:35 Titel:
Bittersweet85 hat folgendes geschrieben:
Genau!! Wenn das "Eindringen" ( ) bejaht wird, ist kein Platz mehr für das "Verweilen" und dadurch auch keine Möglichkeit die Rechtfertigungsgründe dort ins Spiel zu bringen.
Die Möglichkeit hast Du dann aber bei § 240, etc.
Verfasst am: 18 März 2008 - 14:42:28 Titel:
@ Lässt_Dich_nicht_im_Stich
wie genau willst du das mit den rechtfertigungsgründen machen, hast du dich damit schon beschäftigt?
Verfasst am: 18 März 2008 - 14:44:42 Titel:
prüfst du beim abstechen auch wie einige hier versuchte nötigung, wollte gleich nötigung prüfen und bin jetzt etwas verwirrt ??
Verfasst am: 18 März 2008 - 15:27:02 Titel:
Habe Dir wegen des Problems mal eine Nachricht geschickt.
Wer die Lösungsskizzen auch mal abgleichen mag, kann sich gerne per PM bei mir melden.
Bis dahin, beste Grüße!!
der_jurist
Verfasst am: 18 März 2008 - 17:22:07 Titel: Nachstellung?
Wg. der Kontaktanzeige:
Prüft von euch denn niemand den "neuen" § 238 Abs. 1 Nr. 3? Dachte der ist hier in diesem Zusammenhang zu prüfen...?
Verfasst am: 19 März 2008 - 12:41:58 Titel:
An der_Jurist
bei einmaligen Belästigungen kommt eine Strafbarkeit nach § 238 nicht in Betracht.
wär gut ,wenn wir mal den Aufbau vergleichen könnten.
Für die ersten beiden Abschnitte hab ich folgende Gliederung.Sicher noch ausbaufähig ,für Verbesserungsvorschläge und tipps würd ich mich freuen.
Teil 1.1.Hausfriedensbruch 123 I 1 AltTb
1.obj Tb:a)Tatobjekt:Wohnung +
b)Tathandlung
aa) Eindringen
bb) gegen den Willen des Berechtigten
cc) Zumutbarkeit bei Unkenntnis +
Teil 2. 2. Hausfriedensbruch
A. L gem § 123 I 1.Alt
-alles wie oben ,aber bei cc )Zumutbarkeit -,vorsatz +,rw,s+
also strafbar gem § 123 I 1.Alt
B.§ 123 I 2.alt-hab nur erwähnt ,dass diese hinter 1.alt zurücktritt.
C. F gem § 123 I 1.Alt,26
I.strafbarkeit des Haupttäters
II.Strafbarkeit des Anstifters
a)obj, Tb
aa) vors /rw Haupttat
bb )Bestimmen +
b)subj.Tb
aa )betimmte Tat
c.)Ergebnis
III.RW
V.Ergebnis +
D.1.Drohung M gem § 240
1.obj .Tb
a.) Nötigungsmittel (-),da keine Drohung mit empfindlichen Übel
E.2.Drohung M gem § 240
I.Tbm
1.obj tb
a )Nötigungsmittel +
b) kausaler Nötigungsrefolg +,da kurz danach gegangen
II.subj Tb +
1.RFG,hier hab ich kurz eine rechtfertigung wegen Angriff auf hausrecht erwähnt,aber scheitert bei mir an erforderlichkeit ,da milderes Mittel als Drohung ihn abzustechen gegeben,außerdem ist L ebenfalls gerechtfertigt.Wie ich das hier in die Gliederung einbaue weiß ich noch nich genau.Aufjedenfall scheidet eine rfg des M bei mir aus.
2.Verwerflichk.Z-M-R.
Is nur so ne grobe Gliederung ,wie habt ihr das gemacht?Hab sicher auch noch einiges übersehen.Was sind für euch die Schwerpunkte in der Hausarbeit ?
Verfasst am: 19 März 2008 - 14:27:49 Titel:
ich versteh nicht ganz wieso Ihr dden Hausfriedensbruch in 1. und 2 Abschnitt aufteilt.
Am 24. 11 wurde doch erst das Hausverbot ausgesrochen. Am 29.11. wurde dieser dann zunächst gebrochen.
Zwischem dem 24 und 29 war er also nicht da, konnte L also den Bruch erst begehen nachdem das Hausverbot ausgeprochen wurde oder nicht?
Oder meint ihr den Teil als er nach Hause kam und tobte, ihn zum verlassen aufforderte, er jedoch zunächst blieb und Ihn dann nochmals mit der Drohung ihn abzustehen aufforderte zu verschwinden?
Verfasst am: 19 März 2008 - 14:30:50 Titel:
@nila04,
hinsichtlich des 2. Komplexes habe ich eine andere Lösung
Aus meiner Sicht handelt M ab dem Hausfriedensbruch vom 29.11.2007 eindeutig in Notwehr, da sein Hausrecht durch L verletzt wurde.
Ich sehe in M´s Drohung den L "abzustechen" eine Notwehrhandlung und bin auch der Meinung, daß es sich durchaus um das mildeste Mittel handelt. DIese Drohung ist schließlich nichts anderes als der Warnruf vor einem Schusswaffeneinsatz, deshalb sehe ich keinen Grund hier an der Angemessenheit zu zweifeln.
Unstreitig wäre dann aber die Verwirklichung der Drohung unangemessen !!
Wenn diese Logik so stimmt, hat L kein Notwehr/Nothilferecht (gegen eine gerechtsfertigte Notwehrhandlung gibt es keine Notwehr) sondern müßten und könnten sich sofort trollen und F ggf. mitnehmen (wenn diese wirklich in Gefahr wäre !