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Timestamp: 2016-10-27 03:08:45
Document Index: 111684381

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 112', 'Art. 112', 'Art. 31', 'Art. 5', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 66']

X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanw�lte Andreas Fankhauser und
X.________ wird des mehrfach begangenen Einbruchdiebstahls verd�chtigt. Gest�tzt auf den vom 9. September 2010 datierten Antrag des Untersuchungsrichters hat der Haftrichter 1 des Haftgerichts II Emmental-Oberaargau den Beschuldigten mit Entscheid vom 10. September 2010 in Untersuchungshaft versetzt.
Mit Eingabe vom 13. September 2010 f�hrt X.________ Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht. Er beantragt zur Hauptsache, der Haftentscheid vom 10. September 2010 sei - insbesondere auch wegen Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r und wegen nur ungen�gender Begr�ndung - aufzuheben, wobei er unverz�glich aus der Haft zu entlassen sei; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an den Haftrichter zur�ckzuweisen.
3.2 Der hier angefochtene Entscheid enth�lt keine eigene Begr�ndung. Der Haftrichter beschr�nkt sich darauf, auf den Antrag des Untersuchungsrichters zu verweisen, und f�gt dem lediglich bei: "Der dringende Tatverdacht ist gegeben. Kollusionsgefahr liegt vor. Ersatzmassnahmen k�nnen keine angeordnet werden. Die Versetzung in Untersuchungshaft ist verh�ltnism�ssig."
Zwar kann es grunds�tzlich zul�ssig sein, dass der Haftrichter zur Begr�ndung seines Entscheides auf den Haftantrag der Untersuchungsbeh�rde verweist (vgl. BGE 123 I 31 E. 2 S. 33 ff.). Dem hier angefochtenen Entscheid lassen sich jedoch keinerlei Anhaltspunkte zur Frage entnehmen, inwiefern der Haftrichter sich mit den Vorbringen des Untersuchungsrichters in dessen Antrag vom 9. September 2010 auseinandersetzte bzw. allf�llig erhobene Einw�nde des Inhaftierten pr�fte. Nach dem in vorstehender E. 3.1 Ausgef�hrten ist der angefochtene Entscheid in Anwendung von Art. 112 Abs. 3 BGG aufzuheben und die Sache an den Haftrichter zur�ckzuweisen, damit er einen Entscheid treffe, der den Anforderungen von Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG gen�gt.
Der Haftrichter wird unter Beachtung des besonderen Beschleunigungsgebots in Haftsachen (Art. 31 Abs. 4 BV, Art. 5 Ziff. 4 EMRK) neu zu verf�gen haben. Da Haftgr�nde nicht offensichtlich fehlen, kommt die Haftentlassung durch das Bundesgericht nicht in Betracht.
Beim vorliegenden Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens obsiegt oder unterliegt keine Partei (s. etwa Urteil 1B_61/2008 vom 3. April 2008 mit Hinweisen). Dem Kanton werden keine Gerichtskosten auferlegt (Art. 66 Abs. 4 BGG). Dagegen rechtfertigt es sich, gem�ss Art. 68 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 66 Abs. 3 BGG den Kanton Bern zur Zahlung einer Entsch�digung an den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu verpflichten.
Der am 10. September 2010 ergangene Entscheid des Haftrichters 1 des Haftgerichts II Emmental-Oberaargau wird aufgehoben und die Sache zu neuem Entscheid an den Haftrichter zur�ckgewiesen.
Das Gesuch um unverz�gliche Haftentlassung wird abgewiesen.
Der Kanton Bern hat dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 2'000.-- zu bezahlen.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer sowie dem Untersuchungsrichteramt II, der Staatsanwaltschaft II und dem Haftgericht II Emmental-Oberaargau, Haftrichter 1, schriftlich mitgeteilt.