Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFH/NV%202006,%20104
Timestamp: 2019-02-20 06:23:19
Document Index: 42876907

Matched Legal Cases: ['§ 133', '§ 115', '§ 133', '§ 115', '§ 133', '§ 115']

Rechtsprechung: BFH/NV 2006, 104 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BFH, 14.09.2005
BFH/NV 2006, 104
Soweit der Kläger hilfsweise Gegenvorstellung erhoben hat, kann der Senat offenlassen, ob eine Gegenvorstellung gegen Gerichtsentscheidungen, die --wie beispielsweise die Zurückweisung oder Verwerfung einer Nichtzulassungsbeschwerde-- in materielle Rechtskraft erwachsen, neben der gesetzlich geregelten Anhörungsrüge (§ 133a FGO) noch statthaft ist (zustimmend z.B. BFH-Beschlüsse vom 28. August 2006 V S 17/06, juris; vom 14. September 2005 VII S 47/05, BFH/NV 2006, 104; vom 13. Oktober 2005 IV S 10/05, BFHE 211, 13, BStBl II 2006, 76;… vom 30. März 2005 VII S 13/05, BFH/NV 2005, 1349;… vom 13. Januar 2005 VII S 31/04, BFH/NV 2005, 898;… offengelassen von BFH-Beschluss vom 27. September 2006 X S 13/06, BFH/NV 2006, 2304;… ablehnend z.B. Gräber/Ruban, a.a.O., 6. Aufl., vor § 115 Rz 29, m.w.N.).
Der Senat kann offenlassen, ob eine Gegenvorstellung gegen Gerichtsentscheidungen, die --wie beispielsweise die Zurückweisung oder Verwerfung einer Nichtzulassungsbeschwerde-- in materielle Rechtskraft erwachsen, neben der gesetzlich geregelten Anhörungsrüge (§ 133a FGO) noch statthaft ist (zustimmend z.B. BFH-Beschluss vom 14. September 2005 VII S 47/05, BFH/NV 2006, 104;… ablehnend z.B. Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., Vor § 115 Rz 29, m.w.N.).
Soweit der Kläger nicht die Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör, sondern einen Verstoß gegen das Willkürverbot und das Rechtsstaatsprinzip rügt, kann der Senat offenlassen, ob die Eingabe als Gegenvorstellung im bisher verstandenen Sinne neben der gesetzlich geregelten Anhörungsrüge (§ 133a FGO) noch statthaft ist (zustimmend z.B. BFH-Beschluss vom 14. September 2005 VII S 47/05, BFH/NV 2006, 104;… ablehnend z.B. Gräber/Ruban, a.a.O., Vor § 115 Rz 29, m.w.N.).
Das Gericht ist nicht verpflichtet, sich mit jedem Vorbringen in den Entscheidungsgründen ausdrücklich zu befassen (z.B. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 5. Dezember 1995 1 BvR 1463/89, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1996, 153, m.w.N.;… BFH-Beschlüsse in BFH/NV 2005, 1614, und vom 14. September 2005 VII S 47/05, BFH/NV 2006, 104, beide m.w.N.).