Source: http://sin-forum.de/steuern_buchhaltung_recht/vorsteueranmeldung_3548.0.html
Timestamp: 2017-06-29 14:16:46
Document Index: 369204995

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 14', '§13', '§ 15', '§ 14', '§13', '§15']

29.06.2017, 15:16:46
Thema: Vorsteueranmeldung (Gelesen 2183 mal)
« am: 01.06.2016, 11:05:57 »
Guten Tag,ich habe letzten Monat eine Rechnung von einem Lieferanten bekommen, die ich erst heute (Juni) bezahlt habe.Welches Datum ist ausschlaggebend für die Vorsteuer? Das Rechnungs-Eingangsdatum oder das Überweisungsdatum?Sollte es das Eingangsrechnungsdatum sein, so müsste ich die Vorsteuer ja bereits jetzt für Mai einrechnen. Würde das Überweisungsdatum zählen, so könnte ich erst Anfang Juli für Juni die Steuer berechnen.
« Antwort #1 am: 13.06.2016, 19:05:38 »
Die Vorsteuer darfst du in dem Monat ansetzen, in dem du die ordnungsgemäße Rechnung erhalten hast, unabhängig davon wann du die Rechnung bezahlst. Im Zweifel rate ich immer wieder ein entsprechendes Gründungsseminar bei der IHK zu absolvieren oder entsprechendes Fachpersonal zu rate zu ziehen. Hier in diesem Falle wäre wohl ein Steuerberater ratsam.Wie immer sind meine Auskünfte ohne Gewähr und stellen keine steuerliche oder rechtliche Beratung dar. Gespeichert
« Antwort #2 am: 15.06.2016, 07:45:00 »
Hallo zusammen,ich bin auch kein Steuer- oder Rechtsberater. Daher würde ich, wenn man sich nicht 100% sicher ist, immer professionelle Hilfe zu Rate ziehen. Auch wenn es sich um so kleine Angelegenheiten handelt, man sollte den Fehler vermeiden, bevor er schon begangen wurde!In so einer Situation würde ich einen Steuerberater kontaktieren und über die aktuelle Situation und Problematik austauschen. Die meisten können sogar auch in anderen Angelegenheiten fundierte Auskunft geben, da sie sich auf weitere Tätigkeitsfelder, wie Erbrecht, Familienrecht, usw. spezialisiert haben!Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen!Viele Grüße.
« Letzte Änderung: 27.10.2016, 08:31:00 von Peer Wandiger »
rumopix
« Antwort #3 am: 03.01.2017, 18:14:15 »
Ob Du das Datum an dem die Lieferantenrechnung ausgestellt wurde oder jenes, an dem die Lieferantenrechnung bezahlt wurde (Cashflow) für die Vorsteuer zugrunde legst hängt vom Buchhaltungsverfahren ab, das du bei der Anmeldung gewählt hast.
« Antwort #4 am: 12.01.2017, 19:58:01 »
Zitat von: rumopix am 03.01.2017, 18:14:15Ob Du das Datum an dem die Lieferantenrechnung ausgestellt wurde oder jenes, an dem die Lieferantenrechnung bezahlt wurde (Cashflow) für die Vorsteuer zugrunde legst hängt vom Buchhaltungsverfahren ab, das du bei der Anmeldung gewählt hast.Dies ist ein sehr guter Beitrag!Nur leider einer um Aufzuzeigen wie falsch es sein kann sich in einem einfachen Forum fachlichen Rat zu holen. Ich verstehe nur nicht, warum sich extra jemand in einem Forum anmeldet, um solch falsche Aussagen zu verbreiten. Es hebt weder die Qualität des Forums, noch hilft es dem Threadersteller oder den anderen Forumslesern weiter.Schade!!!
« Antwort #5 am: 31.01.2017, 20:51:21 »
Die Umsatzsteuer kennt die Versteuerung nach vereinnahmten oder vereinbarten Umsätzen. Dies betrifft aber nur die Entstehung der Umsatzsteuer.Die Vorsteuer entsteht nach Ausführung der Leistung mit Erhalt der Rechnung. Hier gibt es den Unterschied vereinnahmte / vereinbarte nicht.
« Antwort #6 am: 11.05.2017, 18:50:23 »
Zitat von: Herdux am 31.01.2017, 20:51:21Die Umsatzsteuer kennt die Versteuerung nach vereinnahmten oder vereinbarten Umsätzen. Dies betrifft aber nur die Entstehung der Umsatzsteuer.Die Vorsteuer entsteht nach Ausführung der Leistung mit Erhalt der Rechnung. Hier gibt es den Unterschied vereinnahmte / vereinbarte nicht.Diese Info ist schlichtweg FALSCH! Umsatzsteuer und Vorsteuer - bei Vereinbarten Entgelten (Soll-Versteuerer) zum Zeitpunkt der Leistungsausführung, spätestens jedoch mit dem Rechnungsdatum!- bei Vereinnahmten Entgelten (Ist-Versteuerer) zum Zeitpunkt der Zahlung/Überweisung!In den häufigsten Fällen handelt es sich um den IST-Versteuerer (-> Jahresabschluss EÜR), sobald man das Gewerbe gründet. Ansonsten hat man die Option freiwillig sich für die SOLL-Versteuerung zu entscheiden (-> Bilanzieren) oder man wartet bis man gewisse Grenzen übersteigt und vom Finanzamt dazu aufgefordert wird. Gespeichert
« Antwort #7 am: 11.05.2017, 21:24:06 »
Zitat von: Osman am 11.05.2017, 18:50:23Zitat von: Herdux am 31.01.2017, 20:51:21Die Umsatzsteuer kennt die Versteuerung nach vereinnahmten oder vereinbarten Umsätzen. Dies betrifft aber nur die Entstehung der Umsatzsteuer.Die Vorsteuer entsteht nach Ausführung der Leistung mit Erhalt der Rechnung. Hier gibt es den Unterschied vereinnahmte / vereinbarte nicht.Diese Info ist schlichtweg FALSCH! Umsatzsteuer und Vorsteuer - bei Vereinbarten Entgelten (Soll-Versteuerer) zum Zeitpunkt der Leistungsausführung, spätestens jedoch mit dem Rechnungsdatum!- bei Vereinnahmten Entgelten (Ist-Versteuerer) zum Zeitpunkt der Zahlung/Überweisung!In den häufigsten Fällen handelt es sich um den IST-Versteuerer (-> Jahresabschluss EÜR), sobald man das Gewerbe gründet. Ansonsten hat man die Option freiwillig sich für die SOLL-Versteuerung zu entscheiden (-> Bilanzieren) oder man wartet bis man gewisse Grenzen übersteigt und vom Finanzamt dazu aufgefordert wird. Jetzt wird es Wirr, aber die von Osman getätigte Aussage das Herdux seine Aussage falsch sei ist wiederum sowas von falsch und inhaltlich sinnlos. Sorry! Herdux seine Aussage ist korrekt.Zitat von: Herdux am 31.01.2017, 20:51:21Die Umsatzsteuer kennt die Versteuerung nach vereinnahmten oder vereinbarten Umsätzen. Dies betrifft aber nur die Entstehung der Umsatzsteuer.Die Vorsteuer entsteht nach Ausführung der Leistung mit Erhalt der Rechnung. Hier gibt es den Unterschied vereinnahmte / vereinbarte nicht. Hier geht es nur um die Betrachtung der USt.Osman würfelt ganz offensichtlich irgendetwas aus dem EkSt-Bereich in den USt-Bereich. Ganz gefährlich, wenn jemand nicht in der Lage ist in seinen Gedanken die beiden Bereiche strickt von einander zu trennen!!! Ich empfehle klar, bitte keine Beiträge zu Themen schreiben die nicht verstanden wurden und die Hinzuziehung eines Steuerberaters bei der Erstellung der eigenen UST- und EKSt-Erklärungen!!Gruß, Kalkulator
« Antwort #8 am: 15.05.2017, 12:46:48 »
ZitatJetzt wird es Wirr, aber die von Osman getätigte Aussage das Herdux seine Aussage falsch sei ist wiederum sowas von falsch und inhaltlich sinnlos. Sorry! Herdux seine Aussage ist korrekt.Zitat von: Herdux am 31.01.2017, 20:51:21Die Umsatzsteuer kennt die Versteuerung nach vereinnahmten oder vereinbarten Umsätzen. Dies betrifft aber nur die Entstehung der Umsatzsteuer.Die Vorsteuer entsteht nach Ausführung der Leistung mit Erhalt der Rechnung. Hier gibt es den Unterschied vereinnahmte / vereinbarte nicht. Hier geht es nur um die Betrachtung der USt.Osman würfelt ganz offensichtlich irgendetwas aus dem EkSt-Bereich in den USt-Bereich. Ganz gefährlich, wenn jemand nicht in der Lage ist in seinen Gedanken die beiden Bereiche strickt von einander zu trennen!!! Ich empfehle klar, bitte keine Beiträge zu Themen schreiben die nicht verstanden wurden und die Hinzuziehung eines Steuerberaters bei der Erstellung der eigenen UST- und EKSt-Erklärungen!!Gruß, KalkulatorMoment mal..§ 15 UStG - Vorsteuerabzug Absatz 1, Satz 2: Die Ausübung des Vorsteuerabzugs setzt voraus, dass der Unternehmer eine ausgestellte Rechnung nach §§ 14, 14a besitzt. Soweit der gesondert ausgewiesene Steuerbetrag auf eine Zahlung vor Ausführung dieser Umsätze entfällt, ist er bereits abziehbar, wenn die Rechnung vorliegt und die Zahlung geleistet worden ist.-Die Frage habe ich gut verstanden, daher meine Äusserung zu dem Thema.Empfehlenswert ist immer die Hinzuziehung eines Steuerberaters, da gebe ich dir Recht.LGOsman
« Antwort #9 am: 15.05.2017, 20:46:19 »
Hi Osman,jetzt noch mal ganz langsam für uns alle. Du schriebst erst: ZitatUmsatzsteuer und Vorsteuer- bei Vereinbarten Entgelten (Soll-Versteuerer) zum Zeitpunkt der Leistungsausführung,spätestens jedoch mit dem Rechnungsdatum!- bei Vereinnahmten Entgelten (Ist-Versteuerer) zum Zeitpunkt der Zahlung/Überweisung!Das ist falsch, da sich lediglich die Umsatzsteuer nach §13 UStG "Entstehung der Steuer" in vereinbarte und vereinnahmte Entgelte gliedert. Nicht aber die Vorsteuer.Dann kopierst du uns die § 15 UStG - Vorsteuerabzug hinein. Mache ich auch mal und trenne die beiden Aussagen in diesem Absatz:ZitatAbsatz 1, Satz 2: Die Ausübung des Vorsteuerabzugs setzt voraus, dass der Unternehmer eine ausgestellte Rechnung nach §§ 14, 14a besitzt.Leistung ist ausgeführt, Rechnung geht ein. VSt wird gezogen. PunktZitat Soweit der gesondert ausgewiesene Steuerbetrag auf eine Zahlung vor Ausführung dieser Umsätze entfällt, ist er bereits abziehbar, wenn die Rechnung vorliegt und die Zahlung geleistet worden ist.Lediglich bei Vorkasse ist sie erst nach Zugang und nach Zahlung ansetzbar.Jetzt noch mal zum von dir bemängelten Zitat Zitat von: Herdux am 31.01.2017, 20:51:21Die Umsatzsteuer kennt die Versteuerung nach vereinnahmten oder vereinbarten Umsätzen. Dies betrifft aber nur die Entstehung der Umsatzsteuer. korrekt nach §13 UStG Abs. 1 Satz 1 Buchstaben a+bDie Vorsteuer entsteht nach Ausführung der Leistung mit Erhalt der Rechnung. Hier gibt es den Unterschied vereinnahmte / vereinbarte nicht. korrekt nach §15 UStG Abs. 1 Satz 1 erster SatzSorry kann mir bitte jemand aufzeigen wo der Fehler in Herdux Aussage ist??? Ich sehe es nicht. Maximal wäre vorzuwerfen, dass er nicht auf den Fall der Vorkasse eingegangen ist. War aber nicht Teil der Fragestellung.Diese kleine Diskussion sollte dem Laien und startenden Selbstständigen zeigen, wie wichtig es sein kann, eine Fachkraft in Form eines Steuerberaters mit fachkundigen Steuerfachangestellten hinzuzuziehen. Gespeichert
« Antwort #10 am: 19.05.2017, 22:02:29 »
Hi Kalkulator,dann hatte ich das Missverstanden. Danke für die Erklärung am Beispiel. Ich meine aber trotzdem, dass aus Vereinfachungsgründen es doch sinnvoller wäre bei einer Gewinnermittlung (vereinnahmte) die Vorsteuer auch erst bei Zahlung zu ziehen. Denn sonst stellt sich mir hier die Frage, wie man es mit einem professionellem Buchungsprogramm buchen sollte? - Debitoren/Kreditoren gibt's nunmal bekanntlich bei einem Gewinnermittler nicht.Danke und Gruß Gespeichert