Source: http://www.juraforum.de/urteile/olg-koeln/olg-koeln-urteil-vom-20-06-2008-az-6-u-908
Timestamp: 2017-09-23 20:07:36
Document Index: 3268361

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 58', '§ 58', '§ 171', '§ 182', '§ 37', '§ 178', '§ 171']

OLG-KOELN - 20.06.2008, 6 U 9/08 - JuraForum.de
OLG-KOELN – Aktenzeichen: 6 U 9/08
Urteil vom 20.06.2008
Rechtsgebiete: HWG, UWG
Vorschriften: § 3 HWG, § 4 Nr. 11 UWG, § 5 UWG
Verfahrensgang: LG Köln, 81 O 220/07 vom 30.11.2008
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OLG-KOELN – Beschluss, 24 U 38/08 vom 20.06.2008
OLG-KOELN – Beschluss, 2 Ws 207/08 vom 03.06.2008
1. Zahlungen, die ein Pflichtverteidiger für seine Tätigkeit im Ermittlungsverfahren von seinem Mandanten erhalten hat, sind nach § 58 Abs. 3 RVG auf seine Pflichtverteidigergebühren für die gesamte erste Instanz anzurechnen. Dieses Ergebnis ist weder durch die Gestaltung des Kostenfestsetzungsantrages noch durch Honorarvereinbarungen zu umgehen.
2. Auch Zahlungen auf Auslagen (Reisekosten) sind grundsätzlich nach § 58 Abs. 3 RVG anzurechnen.
OLG-KOELN – Beschluss, 2 Ws 249/08 vom 26.05.2008
1. In der gegenüber einer Suchtberatungsstelle abgegebenen "Einverständniserklärung", mit der bestätigt wird, dasss die Post an die Einrichtung geschickt werden soll, kann eine Bevollmächtigung der in der Einrichtung tätigen Personen zur Entgegennahme von Zustellungen liegen, die eine Zustellung nach § 171 ZPO ermöglicht.
2. Die Beweiskraft der Zustellungurkunde nach § 182 Abs. 1 S. 2 in Verb. mit 418 ZPO wird nicht in Frage gestellt, wenn in der Zustellungsurkunde vom Fall einer Ersatzzustellung nach § 37 Abs. 1 StPO in Verb. mit § 178 Abs. 1 Nr. 3 ZPO ausgegangen wird, bei zutreffender rechtlicher Bewertung aber eine Zustellung nach § 171 ZPO anzunehmen ist.
3. Von der Möglichkeit der öffentlichen Zustellung soll wegen der damit für den Zustellungsempfänger regelmäßig verbundenen Nachteile nur als "ultima ratio" Gebrauch gemacht werden.
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