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Timestamp: 2016-10-25 10:23:54
Document Index: 188691286

Matched Legal Cases: ['Art. 63', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 82', 'Art. 83', 'Art. 85', 'Art. 95', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 112', 'Art. 95', 'Art. 37', 'Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 96', 'Art. 112', 'Art. 112', 'Art. 112', 'Art. 112', 'Art. 95', 'Art. 111', 'Art. 96', 'Art. 111', 'Art. 95', 'Art. 112', 'Art. 95', 'Art. 95', 'Art. 112', 'Art. 112', 'Art. 96', 'BGE', 'Art. 96', 'Art. 87', 'Art. 321', 'BGE', 'Art. 321', 'Art. 321', 'Art. 321', 'Art. 321', 'Art. 96', 'Art. 82', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 66', 'Art. 68']

8C_446/2010 (25.01.2011)
U.________, vertreten durch Rechtsanw�ltin Karin Caviezel,
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 16. Februar 2010.
U.________ war seit 1. Juni 1997 (bis 31. Mai 2009) Pr�sidentin der Vormundschaftsbeh�rde X.________ und ab 1. Januar 2008 als Mitarbeitende der Verwaltung dem st�dtischen Personalrecht unterstellt. Am 24. Januar 2008 teilte U.________ dem Kreisrat X.________ mit, sie habe seit Mai 2004 bis Ende Februar 2008 ca. 2000 Stunden betriebsnotwendige �berzeit geleistet und ersuche den Kreisrat um einen Vorschlag, wie diese �berzeit kompensiert oder abgegolten werden k�nne. Am 31. Januar 2008 antwortete ihr der Kreispr�sident, der Kreisrat habe ihr schon in der Vergangenheit mitgeteilt, dass keine Entsch�digung f�r die Mehrarbeit erfolgen werde. Am 12. Februar 2008 schlug U.________ vor, einen Teil der angef�hrten �berstunden mit Freizeit zu kompensieren (1/3) und den Rest (2/3) finanziell abzugelten; die Frage der �berzeit sei endlich verbindlich zu kl�ren. Mit Beschluss vom 26. M�rz 2008 lehnte der Kreisrat sowohl die Kompensation als auch die Auszahlung von �ber die Sollarbeitszeit hinaus geleisteten Arbeitsstunden ab. Ihr wurde indes zugebilligt, den maximalen Gleitzeitsaldo (50 Stunden) zu kompensieren.
Mit Eingabe vom 29. April 2008 beantragte U.________ beim kantonalen Verwaltungsgericht, der Kreis X.________ sei zu verpflichten, ihr als Abgeltung der geleisteten �berzeit in der Zeit vom 1. Mai 2004 bis 29. Februar 2008 Fr. 106'666.60 abz�glich Sozialversicherungsbeitr�ge nebst 5% Zins seit 1. April 2008 (Ziff. 1) und eine Genugtuung wegen erlittener seelischer Unbill zufolge Mobbings nach richterlichem Ermessen, mindestens aber Fr. 45'000.- nebst 5% Zins seit 1. Januar 2006 zu bezahlen (Ziff. 2); alles unter Kosten- und Entsch�digungsfolge zulasten des Kreises X.________ (Ziff. 3). Das Verwaltungsgericht nahm die Rechtsschrift als Klage gem�ss Art. 63 Abs. 1 lit. e VRG entgegen und wies diese mit Entscheid vom 16. Februar 2010 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst U.________ an ihren vorinstanzlich gestellten Rechtsbegehren festhalten.
Der Kreis X.________ l�sst Abweisung der Beschwerde beantragen, soweit darauf einzutreten sei.
1.1 Der angefochtene Entscheid ist ein Endentscheid einer letzten kantonalen Instanz (Art. 86 Abs. 1 lit. d, Art. 90 BGG) und betrifft ein �ffentlich-rechtliches Arbeitsverh�ltnis, d.h. eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit im Sinn von Art. 82 lit. a BGG. Es handelt sich um eine verm�gensrechtliche Streitigkeit, weshalb der Ausschlussgrund von Art. 83 lit. g BGG nicht gegeben ist. Diesfalls ist die Beschwerde nur zul�ssig, wenn ein Streitwert von Fr. 15'000.- erreicht wird (Art. 85 Abs. 1 BGG) oder wenn sich eine Rechtsfrage von grunds�tzlicher Bedeutung stellt (Abs. 2). Vorliegend ist der Streitwert offensichtlich gegeben und ist auf die Beschwerde einzutreten.
1.2 Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten k�nnen Rechtsverletzungen im Sinne von Art. 95 BGG ger�gt werden. R�gen gegen die Sachverhaltsfeststellung sind nur zul�ssig, wenn diese offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252). Das Bundesgericht pr�ft die Auslegung des eidgen�ssischen und kantonalen Verfassungsrechts frei, die Auslegung des kantonalen Gesetzesrechts dagegen nur unter dem Gesichtspunkt der Willk�r (BGE 128 I 3 E. 2b S. 9; Urteil 2C_187/2009 vom 1. Dezember 2009 E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148). Die R�ge, im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung sei der grundrechtliche Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt worden, kann jedoch uneingeschr�nkt erhoben werden (Urteil 1C_560/2008 vom 6. April 2009 E. 1.2 mit Hinweis).
1.3 Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 132 II 257 E. 2.5 S. 262; 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
2.1 Die Beschwerdef�hrerin arbeitete teilzeitlich, n�mlich bis Ende Februar 2006 mit einem Pensum von 70% und danach mit einem Pensum von 90%. F�r die Zeit vom 1.September 2006 bis 31. August 2007 wurde ihr Pensum befristet um 10% aufgestockt. Sie macht gest�tzt auf Art. 95 in Verbindung mit Art. 112 der Ausf�hrungsbestimmungen zur Personalverordnung der Stadt Chur (ABzPVO, RBC 204; in Kraft seit 1. Januar 2005) eine Entsch�digung geltend f�r �ber die Sollarbeitszeit hinaus bis zum Erreichen eines Vollzeitpensums geleistete Stunden, im Einzelnen im Jahr 2004: Fr. 28'968.50; 2005: Fr. 45'804.00; 2006: 15'590.00; 2007: Fr. 5'332.00; 2008: Fr. 2'770.00, total Fr. 98'464.50. Unter Ber�cksichtigung einer Ferienentsch�digung von 8,33 % ergibt sich der geltend gemachte Betrag von Fr. 106'666.60. Die relevanten Bestimmungen der ABzPVO lauten wie folgt:
Art. 95 �berstunden
Als �berstunden gelten nur von den Vorgesetzten angeordnete oder monatlich anerkannte bzw. genehmigte Arbeitsstunden ausserhalb der Block- und Gleitzeiten.
1 �berstunden sind grunds�tzlich durch Gew�hrung von Freizeit gleicher Dauer auszugleichen. Der Ausgleich hat, sofern m�glich, im gleichen Kalenderjahr, bei �berstundenleistungen w�hrend der Nacht, so rasch als m�glich, zu erfolgen.
2 Ist ein Zeitausgleich aus betrieblichen Gr�nden nicht m�glich, werden die �berstunden ausnahmsweise verg�tet. Dienststellenleiterinnen und -leiter haben keinen Anspruch auf Barverg�tung.
Die Arbeitszeit der Teilzeitangestellten wird im Einvernehmen mit dem Personalamt individuell festgelegt. Die einmal gew�hlte Arbeitszeit gilt als Sollarbeitszeit. (...)
Die �ber die Soll-Arbeitszeit hinaus geleisteten Stunden sind im Rahmen der Gleitzeit zu kompensieren. Ist eine Kompensation aus betrieblichen Gr�nden nicht m�glich, so werden die zus�tzlichen Stunden ohne Zuschlag bis zum Erreichen eines Vollzeitpensums mit einer Ferienentsch�digung gem�ss Art. 37 Abs. 2 verg�tet. F�r �berstunden gelten die Art. 95 ff.
2.2 Das kantonale Gericht nahm erstens an, Dienststellenleitende h�tten gem�ss Art. 96 Abs. 2 ABzPVO keinen Anspruch auf Barverg�tung von �berstunden. Die vorinstanzliche Kl�gerin sei aber unbestritten Dienststellenleiterin in diesem Sinn und habe daher - auch als teilzeitlich Angestellte - grunds�tzlich keinen Entsch�digungsanspruch. Zweitens ist es zur Ansicht gelangt, es g�be berechtigte Zweifel an der Betriebsnotwendigkeit der geltend gemachten �berstunden und drittens habe sie auch nicht den hinreichenden Nachweis erbracht, dass die geltend gemachten Stunden tats�chlich geleistet worden seien.
2.3 Die Beschwerdef�hrerin bestreitet, dass sie als teilzeitlich angestellte Pr�sidentin der Vormundschaftsbeh�rde gem�ss Art. 96 Abs. 2 Satz 2 ABzPVO grunds�tzlich keinen Entsch�digungsanspruch f�r �berstunden besitze. Damit werde Art. 112 ABzPVO willk�rlich ausgelegt. Diese Bestimmung gelte f�r alle Teilzeitangestellten unabh�ngig davon, ob sie eine Dienststelle leiten w�rden oder nicht. Die �ber die Sollarbeitszeit hinaus bis zum Erreichen eines Vollpensums geleisteten Mehrstunden seien aufgrund der Gesetzessystematik und des Wortlauts von Art. 112 ABzPVO keine �berstunden und demnach (bei fehlender Kompensationsm�glichkeit) ohne Zuschlag zu verg�ten. Der Gesetzgeber habe somit bei Art. 112 ABzPVO bewusst (qualifiziertes Schweigen) keinen Vorbehalt f�r Dienststellenleitende gemacht. Die von der Vorinstanz vertretene Auffassung, von leitenden Angestellten werde grunds�tzlich erwartet, dass sie etwas mehr als die �bliche Arbeitszeit arbeiteten, unabh�ngig ob sie voll- oder teilzeitlich angestellt seien, sei unhaltbar. Diese Begr�ndung w�rde im Ergebnis dazu f�hren, dass entgegen der Formulierung von Art. 112 ABzPVO teilzeitlich angestellte Dienststellenleitende unterschiedlich zu anderen Teilzeitangestellten behandelt w�rden und teilzeitlich angestellte Dienststellenleitende, deren Pensum nicht dem Arbeitsanfall entsprechend dotiert sei, unentgeltlich arbeiten m�ssten.
2.4.1 Strittig ist das systematische Verh�ltnis zwischen Art. 95 f. und Art. 111 f. ABzPVO. Nach Auffassung der Vorinstanz gilt der allgemeine Grundsatz, dass leitende Angestellte nicht f�r �berstunden entsch�digt werden, wie es in Art. 96 Abs. 2 ABzPVO festgehalten ist, "selbstredend" auch f�r das �berschreiten der Soll-Arbeitszeit. Die Beschwerdef�hrerin argumentiert dementgegen, Teilzeitarbeitsverh�ltnisse nach Art. 111 f. ABzPVO w�rden selbst�ndig geregelt, insbesondere sei Mehrarbeit unabh�ngig von den Bestimmungen zu den �berstunden zu entsch�digen.
Diese Ansicht widerspricht der Systematik. W�rde dies zutreffen, w�re Mehrarbeit �ber die Sollstunden hinaus immer zu entsch�digen, unabh�ngig davon, ob sie im Sinne von Art. 95 ABzPVO angeordnet war, da gem�ss Art. 112 ABzPVO die Entsch�digung nicht von dieser Bedingung abh�ngig ist. Das macht auch die Beschwerdef�hrerin selber nicht geltend, begr�ndet sie doch ausf�hrlich, weshalb in ihrem Fall die �berstunden betriebsnotwendig und daher im Sinne von Art. 95 ABzPVO (implizit) angeordnet gewesen seien. Es w�re denn auch nicht einsichtig, weshalb eigentliche �berstunden nur entsch�digt w�rden, wenn sie angeordnet bzw. betriebsnotwendig w�ren, die tats�chlich erbrachte Mehrarbeit von Teilzeitangestellten hingegen voraussetzungslos. Aufgrund der Gesetzessystematik ist somit davon auszugehen, dass Art. 95 f. ABzPVO auch f�r Teilzeitangestellte gelten. Sinn und Zweck des Art. 112 ABzPVO ist vielmehr ein anderer. �berstunden liegen grunds�tzlich vor, soweit die normale Arbeitszeit �berschritten wird. Das w�rde bei teilzeitlich T�tigen mangels einer speziellen Regelung zur Folge haben, dass sie bei grossem Arbeitsanfall und Mehrarbeit bis zu einem Vollpensum f�r die gleiche Arbeit mehr Lohn erhielten (n�mlich den Grundlohn plus den �berstundenzuschlag) als ihre mit einem Vollzeitpensum angestellten Kolleginnen und Kollegen, die f�r die genau gleiche Anzahl Arbeitsstunden nur den Grundlohn erhielten. Wenn der Arbeitgeber dies als unbillig empfindet, muss er f�r diese Mehrarbeit bis zur Vollzeit den �berstundenzuschlag wegbedingen (JUDITH BREGNARD-LUSTENBERGER, �berstunden- und �berzeitarbeit, 2006, S. 302; HANS-PETER EGLI, Neue Tendenzen bei der Teilzeitarbeit, SJZ 2000, S. 205 ff., S. 214). Genau dies ist der Inhalt von Art. 112 ABzPVO. Art. 96 Abs. 2 Satz 2 ABzPVO gilt demnach auch f�r teilzeitlich angestellte Dienststellenleitende. Es trifft zu, wie die Beschwerdef�hrerin geltend macht, dass damit teilzeitlich angestellte Dienststellenleitende unterschiedlich zu anderen Teilzeitangestellten behandelt werden und teilzeitlich angestellte Dienststellenleitende allenfalls unentgeltlich Mehrarbeit leisten m�ssen. Auch vollzeitlich t�tige Dienststellenleitende m�ssen aber gegebenenfalls unentgeltlich Mehrarbeit leisten, wenn ihr Vollpensum zur Bew�ltigung der anfallenden Arbeit nicht ausreicht. Der Gesetzgeber behandelt damit alle Dienststellenleitende - ob voll- oder teilzeitlich angestellt - gleich. H�tte er demgegen�ber im Sinne der Beschwerdef�hrerin alle Teilzeitangestellten - ob gew�hnliche Angestellte oder Dienststellenleitende - gleich zu behandeln, w�rde dies bewirken, dass leitende Funktionen von der Verwaltung nicht mehr in Teilzeit besetzt w�rden.
2.4.2 Hinsichtlich der f�r die Zeit von Mai bis Dezember 2004 beantragten Entsch�digungsforderung in der H�he von Fr. 28'968.50 sind nach den Grunds�tzen des intertemporalen Rechts (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220, 130 V 445 E. 1 S. 446 f. mit Hinweisen) die bis Ende 2004 g�ltig gewesenen Bestimmungen heranzuziehen.
Die Personalverordnung (PVO) der Stadt Chur vom 13. Juni 1975 sowie die entsprechenden Ausf�hrungsbestimmungen zur Personalverordnung (Personalreglemente) enthalten einzig Regelungen zur �berzeit. Analog zum seit 1. Januar 2005 in Kraft stehenden Art. 96 Abs. 2 ABzPVO wurde in Art. 87 Abs. 3 (der bis 31. Dezember 2004 g�ltig gewesenen) PVO festgehalten, dass Chefbeamte keinen Anspruch auf Barentsch�digung der �berzeit haben und angeordnete �berzeit durch Freizeit zu kompensieren ist. Dementsprechend gilt das hievor (E. 2.4.1) Gesagte auch f�r die Forderung aus der bis Ende 2004 geltend gemachten Mehrarbeit.
2.5.1 Die Vorinstanz berief sich in ihrer Begr�ndung zudem auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 321c OR. Gem�ss BGE 129 III 171 E. 2.1 S. 173 gilt die in einem Betrieb �bliche Arbeitszeit f�r leitende Angestellte nicht; von ihnen wird erwartet, dass sie etwas mehr leisten als nur das �bliche Pensum. Wegleitend ist die �berlegung, dass mit der �bernahme einer leitenden Funktion der Umfang und das Gewicht der vom Arbeitnehmer zu erf�llenden Aufgaben die Gegenleistung des Arbeitgebers in bedeutenderem Masse bestimmen als die w�chentliche Arbeitszeit und leitende Angestellte ihrer verantwortungsvollen und selbst�ndigen Stellung entsprechend die Arbeitszeit weitgehend frei einteilen k�nnten. Leitende Angestellte haben ohne ausdr�ckliche Regelung der Arbeitszeit deshalb nur dann einen Anspruch auf �berstundenentsch�digung, wenn ihnen zus�tzliche Aufgaben �ber die vertraglich vereinbarten Pflichten hinaus �bertragen werden oder wenn die ganze Belegschaft w�hrend l�ngerer Zeit in wesentlichem Umfang �berstunden leistet (Urteil des Bundesgerichts 4C.320/1996 vom 6. Februar 1997, E. 5a mit Hinweisen, publ. in: Jahrbuch des schweizerischen Arbeitsrechts [JAR] 1998 S. 145 f.). Die gesetzliche Regelung von Art. 321c OR gilt jedoch auch f�r leitende Angestellte, soweit der zeitliche Umfang vertraglich ausdr�cklich verabredet ist.
2.5.2 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz sei in diesem Zusammenhang aktenwidrig davon ausgegangen, bei ihr sei keine feste Arbeitszeit, sondern lediglich das Arbeitspensum geregelt gewesen. Gem�ss ihren Arbeitsvertr�gen sei nicht nur das Arbeitspensum, sondern auch die Wochenarbeitszeit beziffert worden. Aus der Personalgesetzgebung resultiere sodann, dass die Blockzeiten, soweit im Rahmen des Teilzeitpensums m�glich, einzuhalten waren und sie daher ihre Arbeit keineswegs frei einteilen konnte. Dies sei von Bedeutung im Blick auf die Frage, ob sie im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 321c OR als leitende Angestellte gelte.
2.5.3 Diese Ausf�hrungen sind unbehelflich. Art. 321c OR regelt ganz allgemein die �berstundenarbeit und enth�lt keine Sonderregelung f�r leitende Angestellte. Die Abgrenzung der leitenden Angestellten und deren Erfassung musste daher von der Rechtsprechung entwickelt werden. Jene Kriterien sind aber nicht - auch nicht analog - auf das Personalrecht der Stadt Chur �bertragbar, denn im Gegensatz zu Art. 321c OR bestimmt der auch auf Teilzeitangestellte anwendbare (vgl. E. 2.4) Art. 96 Abs. 2 ABzPVO, dass Dienststellenleitende keinen Verg�tungsanspruch besitzen und zwar unabh�ngig davon, ob die Arbeitszeit festgelegt ist. Im �brigen wurde nicht nur die Arbeitszeit der Beschwerdef�hrerin bestimmt; das Gesetz legt auch die Arbeitszeit der Vollzeitangestellten fest (Art. 82 ABzPVO). Entscheidend ist einzig, ob jemand eine Dienststelle leitet, was auf die Beschwerdef�hrerin unbestritten zutrifft.
2.6.1 Schliesslich erachtet die Beschwerdef�hrerin die vorinstanzliche Auslegung des Personalrechts auch im Ergebnis als willk�rlich. Es gehe nicht darum, dass nur "etwas Mehrarbeit" nicht entsch�digt werde, sondern Mehrarbeit in erheblichem Ausmass. Es w�rde dem Gerechtigkeitsgedanken in stossender Weise zuwiderlaufen, wenn der Arbeitgeber diese entgegen nehmen d�rfte und daf�r belohnt w�rde, dass er die Stellen der dienststellenleitenden Person und ihrer Abteilung �berhaupt nicht dem effektiven Arbeitsanfall entsprechend besetzt habe.
2.6.2 Auch diese Begr�ndung betrifft nicht spezifisch eine teilzeitlich arbeitende Dienststellenleiterin, sondern auch den vollzeitlich Angestellten. Hintergrund des vorliegenden Verfahrens sind unterschiedliche Auffassungen der Parteien dar�ber, wie die Vormundschaftsbeh�rde und besonders die Stelle der Beschwerdef�hrerin angesichts des Arbeitsanfalls zu dotieren gewesen w�re. Der Beschwerdegegner weigerte sich stets, eine Aufstockung des Pensums vorzunehmen und war entsprechend auch nicht gewillt, �berstunden oder Mehrarbeit zu entsch�digen. Da die Beschwerdef�hrerin diese Auffassung offenbar nicht teilte, h�tte sie es in der Hand gehabt, die Stelle zu k�ndigen bzw. bei Ablauf der Amtsperiode am 31. Mai 2005 sich f�r keine weitere Amtsdauer zur Verf�gung zu stellen. Wenn sie trotzdem blieb - im Wissen um die Haltung der Gegenpartei - ist es selbst bei Mehrarbeit in erheblichem Ausmass nicht stossend, dass sie gem�ss der gesetzlichen Regelung keine zus�tzliche Entsch�digung erhielt.
2.7 Es besteht demnach grunds�tzlich kein Anspruch auf Entsch�digung der Mehrarbeit, weshalb auf die zus�tzlichen Erw�gungen der Vorinstanz betreffend Betriebsnotwendigkeit und fehlendem Nachweis der geltend gemachten Stunden nicht n�her einzugehen ist.
3.1 Die Beschwerdef�hrerin stellt sodann eine Genugtuungsforderung wegen Mobbing �ber mindestens Fr. 45'000.-. In diesem Zusammenhang wendet sie ein, das kantonale Gericht habe es unterlassen, sich mit den einzelnen von ihr als pers�nlichkeitsverletzend geschilderten Handlungen auseinander zu setzen und diese nur pauschal auf pers�nliche Differenzen mit dem Kreisratspr�sidenten und dem Kreisrat und das Austragen einer arbeitsrechtlichen Streitigkeit reduziert, weshalb das rechtliche Geh�r verletzt sei. Da der Vorinstanz bei der Beurteilung, ob Mobbing vorliege, ein erheblicher Entscheidungsspielraum zugestanden habe, h�tte die Begr�ndung eines Mobbing verneinenden Entscheids h�heren Anforderungen zu gen�gen. Aus der Begr�ndung des Entscheids sei nicht ersichtlich, ob sich die Vorinstanz von sachlichen Kriterien habe leiten lassen.
3.2 Das rechtliche Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid st�tzt (BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88 mit Hinweisen). Diesen Anforderungen gen�gt der angefochtene Entscheid; die Beschwerdef�hrerin war denn auch in der Lage, ihn sachgem�ss anzufechten. Zwar w�re es w�nschenswert gewesen, wenn sich die Vorinstanz kurz zu einzelnen beschwerdeweise vorgebrachten Indizien ge�ussert h�tte, auch wenn es nur darum gegangen w�re, sie zu widerlegen. Diese Indizien sind aber nicht geeignet, den Ausgang des Verfahrens zu beeinflussen (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. nachfolgend E. 3.2.2; ebenso Urteil 4A_245/2009 Vom 6. April 2010 E. 2.4).
4.1 Mobbing ist nach einer auch vom Bundesgericht verwendeten Definition ein systematisches, feindliches, �ber einen l�ngeren Zeitraum anhaltendes Verhalten, mit dem eine Person an ihrem Arbeitsplatz isoliert, ausgegrenzt oder gar von ihrem Arbeitsplatz entfernt werden soll (Urteile 8C_826/2009 vom 1. Juli 2010 E. 4.2; 4A_32/2010 vom 17. Mai 2010 E. 3.2; 4A_245/2009 vom 6. April 2010 E. 4.2, je mit Hinweisen). Das Opfer ist oft in einer Situation, wo jede Einzelhandlung unter Umst�nden als zul�ssig zu beurteilen ist, jedoch die Gesamtheit der Handlungen zu einer Destabilisierung des Opfers und bis zu dessen Entfernung vom Arbeitsplatz f�hren kann. Mobbing liegt aber nicht schon dann vor, wenn ein Arbeitskonflikt oder eine schlechte Arbeitsatmosph�re besteht, oder wenn eine angestellte Person aufgefordert wird - auch nicht auf eindringliche Weise oder mit der Androhung von Disziplinarmassnahmen oder einer Entlassung - seinen Arbeitspflichten nachzukommen (Urteile 4A_32/2010 vom 17. Mai 2010 E. 3.2; 4A_245/2009 vom 6. April 2010 E. 4.2, je mit Hinweisen). Mobbing ist schwierig zu beweisen. Ein Beweis kann in der Regel nur auf der W�rdigung einer Vielzahl von Indizien beruhen. Dabei muss aber stets auch in Erw�gung gezogen werden, dass sich die betroffene Person das Mobbing nur einbildet oder sich sogar missbr�uchlich darauf beruft (Urteile 8C_826/2009 vom 1. Juli 2010 E. 4.2; 4A_32/2010 vom 17. Mai 2010 E. 3.2; 4A_245/2009 vom 6. April 2010 E. 4.2; 8C_358/2009 vom 8. M�rz 2010 E. 5.1; 4C_179/2004 vom 14. September 2004 E. 2.1, je mit weiteren Hinweisen). Weil die Beurteilung auf einer Gesamtw�rdigung der Umst�nde beruht, insbesondere der Indizien, welche das Mobbing ausmachen, ist rechtsprechungsgem�ss selbst in F�llen, wo freie Kognition besteht, dem kantonalen Gericht ein Ermessensspielraum zuzugestehen (Urteile 4A_32/2010 vom 17. Mai 2010 E. 3.3.4 und 4A_245/2009 vom 6. April 2010 E. 4.3.3).
4.2.1 Gem�ss den Vorbringen der Beschwerdef�hrerin habe das kantonale Gericht vielfache Mobbing-Indizien, namentlich wiederholte feindselige und herabw�rdigende Ausdrucksweisen, nicht in seine W�rdigung einbezogen und damit die Beweise willk�rlich zugunsten des Beschwerdegegners gewertet. So habe der Kreisratspr�sident ihr immer wieder F�hrungsschw�che vorgeworfen, sie delegiere zu wenig und komme ihren Pflichten als Amtsstellenleiterin nicht nach; sie sei "meilenweit vom Ziel entfernt" und ihre �berzeiten eine "dornenvolle Geschichte"; sie sei zudem nicht einsichtig und nicht bereit, "mit �berzeugung und Volldampf an der Behebung der gravierenden M�ngel" zu arbeiten, ihr Verhalten erwecke ferner den "Eindruck von Beliebigkeit und fehlender Planung". Der Kreisrat und insbesondere sein Pr�sident habe ihre Darstellung der �berlastung nicht ernst genommen und sich bewusst passiv verhalten und viel zu sp�t geeignete Massnahmen ergriffen.
4.2.2 Mobbing setzt, wie dargelegt (E.4.1), ein systematisches, auf Ausgrenzung gerichtetes feindseliges Verhalten voraus. Die hievor (E. 4.2.1) geschilderten �usserungen k�nnten Indizien f�r Mobbing sein; massgeblich ist indessen, in welchem Zusammenhang sie ge�ussert wurden. Der Kreisrat lehnte mit Beschluss vom 24. November 2003 ein Gesuch der Beschwerdef�hrerin um Aufstockung ihres Pensums von 70% auf 100% ab. Am 28. November 2003 fand diesbez�glich eine Aussprache zwischen ihr und dem Kreisratspr�sidenten statt und es wurde vorgesehen, wenigstens im Dezember 2003 und Januar 2004 keine �berstunden mehr zu machen, wie sie selber festhielt. Die monierte Feststellung des Kreisratspr�sidenten, sie sei "meilenweit vom Ziel entfernt" bezog sich auf diese Aussprache und die Tatsache, dass die Beschwerdef�hrerin in der Folge trotzdem auch f�r diese beiden Monate wieder betr�chtliche �berstunden geltend machte. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern diese Formulierung unsachlich gewesen sein soll. Es trifft auch nicht zu, dass der Kreisrat passiv blieb. Am 19. Februar 2004 setzte er einen Ausschuss ein, um sich vertieft mit der Arbeitsbelastung auseinanderzusetzen. Am 1. M�rz 2005 wurde der Beschwerdef�hrerin mitgeteilt, man werde voraussichtlich eine aussenstehende Fachperson zur Analyse beiziehen; "das kostet zwar Geld, so besteht jedoch hoffentlich Gew�hr, dass f�r die VB (Vormundschaftsbeh�rde) eine L�sung gefunden werden kann, die befriedigt und auch mittelfristig Bestand hat". In der Folge wurde der (schon fr�her beigezogene) Experte F.________ beauftragt. Dieser erachtete in seiner Organisationsanalyse vom 5. Juli 2005 einerseits eine Pensenaufstockung als n�tig, wobei diese erst definitiv festgelegt werden k�nnte, wenn die aktuell ungen�gende statistische Erfassung der Fallzahlen verbessert sei. Gleichzeitig wies er auf strukturelle M�ngel und F�hrungsdefizite der Beschwerdef�hrerin hin. Als �bergangsl�sung wurde ein 60%-Pensum f�r einen befristeten Einsatz einer vom Experten vermittelten "Springerin" bewilligt. Im Schlussbericht des Experten vom 22. Dezember 2005, der seinerseits auf den zweimonatigen Erfahrungen der Springerin beruhte, wurden verschiedene Pensenerh�hungen in der ganzen Beh�rde vorgeschlagen und vom Kreisrat in der Folge am 15. Februar 2006 bewilligt. Auch das Pensum der Beschwerdef�hrerin wurde befristet auf ein Jahr von 70% auf 100% aufgestockt mit der Auflage, mindestens 50% f�r die anstehende Reorganisation einzusetzen, trotz Bedenken des Kreisrats bez�glich Einhaltung dieser Auflage. Der externe Berater formulierte im Schlussbericht vom 22. Dezember 2005 erneut ein F�hrungsproblem. Die Reorganisationsvorschl�ge w�rden nur z�gerlich umgesetzt. Es fehle etwas das "feu sacr�". Wenn der Kreisratspr�sident der Beschwerdef�hrerin vorgeworfen haben sollte, dass sie nicht einsichtig sei, "mit �berzeugung und Volldampf an der Behebung der gravierenden M�ngel" zu arbeiten, so deckt sich dies mit der Feststellung des Experten und war auch nicht unn�tig harsch formuliert. Am 21. Februar 2007 stellte die Beschwerdef�hrerin ein Gesuch um Sofortmassnahmen f�r den Rechtsdienst der Vormundschaftsbeh�rde (zus�tzliches Pensum von 120 Stunden in der Zeit vom 1. M�rz bis 30. April 2007), wobei sie darauf hinwies, dass sie vom 23. Februar bis 5. M�rz 2007 ferienabwesend sein werde. In seiner Antwort vom 2. M�rz 2007 schrieb der Kreisratspr�sident: "Es ist der Sache sicher auch nicht dienlich, wenn Du mit Deinem Begehren bis vor Ferienantritt zuwartest, den Rest Deiner Stellvertretung �berl�sst und einen �berst�rzten Arbeitsbeginn der Aushilfe beantragst, der in Deine Ferienzeit f�llt. Das erweckt den Eindruck der Beliebigkeit und fehlenden Planung." Auch letztere ger�gte Formulierung kann, im Zusammenhang betrachtet, nicht als feindlich verstanden werden. Es trifft zu, dass es ein sehr kurzfristiges Begehren war gest�tzt auf andererseits "seit L�ngerem" bestehende Pendenzen und dass es wenig geplant erscheint, den Stellenantritt w�hrend der Ferienabwesenheit der Vorgesetzten anzusetzen. Schliesslich ist auch nicht ersichtlich, weshalb die Bezeichnung der �berzeiten als "dornenvolle Geschichte" absch�tzig sein soll.
4.2.3 Wenn die Vorinstanz vor diesem Hintergrund festhielt, es habe sich um die Austragung einer Arbeitsstreitigkeit zwischen dem vorgesetzten Beklagten und der weisungsgebundenen vorinstanzlichen Kl�gerin gehandelt, ist dies nicht als willk�rlich zu erachten. Mobbing kann noch nicht deshalb bejaht werden, weil ein Arbeitgeber Ziele setzt, welche der Mitarbeiter nicht erreicht und er deshalb unter Druck steht (DOMINIQUE QUINTON, Le concept du mobbing - cas cliniques, in Harc�lement au travail (Hrsg. Gabriel Aubert/Jean-Marc Guinchard/ Marcel Piccot), 2002, S. 65 ff., S. 69).
Das kantonale Gericht berief sich namentlich auf die Organisationsanalyse, welche den Vorwurf der F�hrungsschw�che gest�tzt habe. Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, damit seien die entgegenstehenden Zeugenaussagen E.________ und P.________ nicht ber�cksichtigt worden, was einer willk�rlichen Beweisw�rdigung entspreche. Es ist indessen nicht willk�rlich, vor allem auf den externen Experten abzustellen statt auf die der Beschwerdef�hrerin eher nahestehenden Zeugen, zumal die vom Experten vermittelte Springerin mit ihrer zweimonatigen T�tigkeit im Betrieb die M�glichkeit hatte, einen guten Einblick zu gewinnen, und in ihrem Bericht ihrerseits den fehlenden Ver�nderungswillen und die F�hrungsdefizite der Beschwerdef�hrerin (zu gr�ndliches Arbeiten am Einzelfall, mangelndes Vertrauen in Mitarbeitende und aussenstehende Institutionen, Mitarbeitende bearbeiten F�lle zu lange, gleichsam wie als Mandatstr�ger) best�tigte. Schliesslich begr�sste die Beschwerdef�hrerin selbst den Beizug des Experten F.________ und w�nschte sich ihn auch als anschliessenden externen Begleiter des Reorganisationsprojekts. Erst nachdem dieses nicht innerhalb des geplanten Zeitrahmens fortschritt, machte sie mangelnde Sachlichkeit des Experten geltend (Schreiben vom 20. April 2007).
An der fehlenden Willk�r der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung �ndern auch die weiteren, von der Beschwerdef�hrerin vorgebrachten und von der Vorinstanz nicht ausdr�cklich gew�rdigten Indizien (nachfolgend E. 4.3 bis 4.5) nichts.
4.3.1 In der Beschwerde wird ferner eingewendet, das kantonale Gericht habe in unhaltbarer Weise nicht gew�rdigt, dass sich der Beschwerdegegner nicht von einem Zeitungsbericht distanzierte, der von Missst�nden in der Vormundschaftsbeh�rde berichtete und nur aufgrund einer Indiskretion seitens des Kreisrats entstanden sein konnte. Dieser Bericht und die fehlende Richtigstellung seien geeignet gewesen, ihr berufliches und soziales Ansehen zu sch�digen und h�tten den Weg geebnet, sie sukzessive in eine Ecke zu dr�ngen und sie letztlich entmutigt aufgeben zu lassen, indem sie sich im Jahr 2009 nicht wieder zur Wahl gestellt habe.
4.3.2 Der Zeitungsbericht datiert vom 2. November 2005 und stammt damit aus dem ersten Jahr der bis 2009 laufenden Amtsdauer. Allein schon deshalb ist nicht ersichtlich, inwiefern der behauptete Kausalzusammenhang bestehen soll. Das Anzetteln einer Zeitungskampagne kann zwar in der Tat eine (extreme) Form des Mobbings sein. Vorliegend ist jedoch zu ber�cksichtigen, dass es sich um eine einmalige Berichterstattung handelte, wobei F�hrungsm�ngel zwar (gest�tzt auf den ersten Bericht des Experten F.________) erw�hnt wurden, aber ebenso organisatorische Probleme. Im Kommentar der Zeitung wurde zudem herausgestrichen, dass die fehlende Anpassung der Strukturen auch den politischen Beh�rden anzulasten sei. Schliesslich wurde der Kreisratspr�sident in dem Sinn zitiert, als er den ebenfalls ge�usserten Vorwurf �berrissener Geh�lter entschieden zur�ckweise und aufgrund der eingeleiteten Massnahmen eine positive Entwicklung erwarte. Insgesamt l�sst sich aus der Indiskretion kein gezieltes Schlechtmachen der Beschwerdef�hrerin ableiten, weshalb die W�rdigung der Vorinstanz, welche diesen Aspekt nicht einbezog, nicht willk�rlich war.
4.4.1 Weitere Indizien f�r Mobbing sieht die Beschwerdef�hrerin darin, dass der Kreisrat ihr einen "Maulkorb" verh�ngt und ihr in ungerechtfertigter Weise illoyales Verhalten und Indiskretion vorgeworfen, umgekehrt jedoch hinter ihrem R�cken mit einem ihrer Untergebenen (C.________) ihre Arbeitsweise er�rtert habe.
4.4.2 Anlass f�r das Telefongespr�ch des Kreisratspr�sidenten mit C.________ war ein E-mail der Beschwerdef�hrerin vom 21. November 2005, worin diese den Kreisratspr�sidenten informierte, C.________ m�sse aus gesundheitlichen Gr�nden "vorl�ufig k�rzer treten". Einen Grund gab sie nicht an. Der Kreisratspr�sident wandte sich daraufhin direkt an C.________. Aufgrund der Angaben des letzteren gegen�ber der Beschwerdef�hrerin habe ihn der Kreisratspr�sident dann nach der Arbeitsweise der Beschwerdef�hrerin gefragt. Er seinerseits habe erw�hnt, sie arbeite sehr genau und sorgf�ltig und er bekunde teils M�he mit gewissen R�ckfragen, die ihm manchmal als zu detailliert erschienen. Gleichzeitig habe er auf eine sehr gute Zusammenarbeit im Team und mit der Pr�sidentin hingewiesen. Der Wille des Kreisratspr�sidenten sie ins Abseits zu Dr�ngen oder eine Isolation von ihren Mitarbeitenden zu erreichen, l�sst sich daraus nicht ableiten. Nachdem bereits in der Organisationsanalyse vom Juli 2005 gerade auch bezogen auf das Verh�ltnis Pr�sidentin/Sekret�r (C.________) eine zu starke Kontrolle und Anbindung festgestellt worden war, ist es nachvollziehbar, dass sich der Kreisratspr�sident unmittelbar bei C.________ informieren wollte.
Inwiefern sodann das Schreiben des Kreispr�sidenten vom 2. M�rz 2007 ein Mobbing-Verhalten beinhalten soll, ist nicht ersichtlich. Mit dem Schreiben des Kreisrats vom 18. April 2007, worin dieser auf den Zwischenbericht des Experten vom 15. M�rz 2007 reagierte, spitzte sich die Situation zu. Weshalb der Kreisrat dieses als vertraulich bezeichnete, um der Beschwerdef�hrerin mangelnde Loyalit�t vorzuwerfen, nachdem diese es trotzdem bei den Mitgliedern der Vormundschaftsbeh�rde verteilt hatte, ist in der Tat nicht einsichtig. Darauf muss jedoch nicht weiter eingegangen werden. Mobbing durch Isolierung einer Person - worauf sich die Beschwerdef�hrerin in diesem Zusammenhang beruft - kann nicht durch ein einmaliges Verhalten in einer zugespitzten Situation stattfinden, sondern nur durch wiederholtes Vorgehen (Quinton, a.a.O., S. 67).
4.5 Schliesslich habe die Vorinstanz auch nicht gew�rdigt, dass ihr der Kreisratspr�sident einen v�llig ungerechtfertigten und �ber das Ziel hinausschiessenden Verweis erteilte, weil sie mit drei Mitarbeitern, nach Absprache mit diesen, keine Mitarbeiterbeurteilungen durchf�hrte. Das Erteilen von Weisungen, die sachlich nicht nachvollziehbar sind und lediglich als Schikane erscheinen, sind charakteristisch f�r Mobbing (Urteil 4C.343/2003 vom 13. Oktober 2004 E. 3.2). Die Beschwerdef�hrerin hatte - nachvollziehbar - begr�ndet, weshalb in diesen drei Ausnahmef�llen auf die Mitarbeitergespr�che verzichtet werden k�nnte. Der Kreisratspr�sident erteilte einen Verweis, weil er diese Weigerung "als klare Verletzung der Vorgesetztenstellung und Autorit�t des KP" betrachtete. Allgemein war offenbar im Kreisrat die Meinung, die Beschwerdef�hrerin w�rde die Beh�rde nicht als weisungsberechtigte vorgesetzte Stelle akzeptieren. Anderseits sagte Amtsvormund U.________ als Zeuge aus, der Kreisratspr�sident h�tte allgemein im Umgang mit den Abteilungsleitern einen "direktiven Umgang" gepflegt. Das zeigt, dass es weniger um eine spezifische Schikane der Beschwerdef�hrerin, sondern vielmehr allgemein um Durchsetzung eines Machtanspruchs ging.
Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdegegner hat keinen Anspruch auf Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 3 BGG; vgl. Urteil 1C_279/2007 vom 25. M�rz 2008 E. 3).
Die Gerichtskosten von Fr. 4500.- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt.