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Timestamp: 2016-10-21 13:17:55
Document Index: 204049655

Matched Legal Cases: ['Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 86', 'BGE', 'Art. 51', 'Art. 42', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 49', 'Art. 76', 'Art. 50', 'Art. 109', 'Art. 109', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 68']

2C_1134/2013 (20.12.2013)
2C_1134/2013 � � Urteil vom 20. Dezember 2013
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 2. Kammer, vom 23. Oktober 2013.
�X.________ (geb. 1975) stammt aus �gypten und heiratete am 16. Juni 2009 eine Schweizer B�rgerin (geb. 1986), worauf ihm im Familiennachzug eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. Am 22. Juni 2012 lehnte das Migrationsamt des Kantons Z�rich es ab, diese zu verl�ngern, nachdem die Beziehung am 3. Januar 2011 auseinandergegangen war. Die kantonalen Rechtsmittel hiergegen blieben ohne Erfolg. X.________ ersucht vor Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. Oktober 2013 aufzuheben, seiner Eingabe aufschiebende Wirkung beizulegen und ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren.
�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann diesen bloss berichtigen oder erg�nzen, wenn er offensichtlich unrichtig oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensrechte ermittelt worden ist (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die beschwerdef�hrende Person muss rechtsgen�gend dartun, dass und inwiefern der festgestellte Sachverhalt bzw. die beanstandete Beweisw�rdigung klar und eindeutig mangelhaft erscheint (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3). Auf rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung und an der Beweisw�rdigung geht das Bundesgericht nicht ein (BGE 136 II 101 E. 3 S. 104 f.). In rechtlicher Hinsicht muss der Beschwerdef�hrer - in Auseinandersetzung mit der Begr�ndung im angefochtenen Urteil - dartun, inwiefern dieses Recht verletzt (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 - 2.3). Es gen�gt nicht, lediglich auf die Ausf�hrungen und die Akten im kantonalen Verfahren zu verweisen; erforderlich sind�
sachbezogene Darlegungen�zu den rechtlichen �berlegungen der Vorinstanz, deren blosse Bestreitung gen�gt nicht. Die vorliegende Beschwerdeschrift gen�gt den gesetzlichen Begr�ndungsanforderungen nur teilweise (vgl. Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG; BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144).
3.1.�Ausl�ndische Ehegatten von Schweizer B�rgern haben unter Vorbehalt von Art. 51 Abs. 1 AuG (SR 142.20) Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit ihrem Partner zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AuG). Der Bewilligungsanspruch besteht trotz Aufl�sens bzw. definitiven Scheiterns der Ehegemeinschaft fort, wenn diese mindestens drei Jahre gedauert und die betroffene ausl�ndische Person sich hier erfolgreich integriert hat (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG; BGE 136 II 113 E. 3.3.3) oder wichtige Gr�nde einen weiteren Aufenthalt erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG). Eine (relevante) Ehegemeinschaft besteht, solange die eheliche Beziehung tats�chlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille fortdauert. Dabei ist im Wesentlichen auf die nach aussen wahrnehmbare eheliche Wohngemeinschaft abzustellen (Urteil 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.2). Mit Blick auf Art. 49 AuG, der den Ehegatten bei weiterdauernder Familiengemeinschaft gestattet, aus "wichtigen" Gr�nden getrennt zu leben, was auch bei vor�bergehenden Schwierigkeiten in der Ehe�
kurzfristig�der Fall sein kann (vgl. Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit [VZAE; SR 142.201]), ist jeweils aufgrund s�mtlicher Umst�nde im Einzelfall zu bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die eheliche Gemeinschaft (ausl�nderrechtlich) als definitiv aufgel�st zu gelten hat (Urteil 2C_82/2012 vom 31. Januar 2012 E. 2.2.1).
3.2.�Der Beschwerdef�hrer bestreitet nicht, dass die Ehegemeinschaft am 3. Januar 2011 aufgegeben und in der Folge nicht wieder aufgenommen worden ist. Er hat somit weniger als drei Jahre in der Ehe mit seiner Frau in der Schweiz zusammengelebt, weshalb er sich nicht auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG berufen kann. Zu Recht hat die Vorinstanz auch das Vorliegen eines nachehelichen H�rtefalls verneint: Der Beschwerdef�hrer ist erst mit 34 Jahren in die Schweiz gekommen und hat sich hier korrekt integriert. Doch ist f�r ihn mit seinen sprachlichen Kenntnissen und seiner Erfahrung im Touristikbereich eine Wiedereingliederung in der Heimat m�glich und zumutbar, auch wenn diese zurzeit eine gewisse politische Instabilit�t durchl�uft. Falls er sich nicht in der N�he von Kairo niederlassen will, steht es ihm frei, Besch�ftigung in einem ruhigeren Teil nahe den Tourismusgebieten zu suchen. Er hat sich letztlich nur kurz in der Schweiz aufgehalten und ist mit den Verh�ltnissen in �gypten immer noch bestens vertraut. F�r die Bejahung eines nachtr�glichen ehelichen H�rtefalls gen�gt eine gute Integration allein nicht; es braucht vielmehr dar�ber hinaus, wichtige pers�nliche Gr�nde, welche einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen. Der blosse Umstand, dass die Sicherheits- und Wirtschaftslage in der Schweiz besser ist als im Heimatstaat, bildet keinen wichtigen pers�nlichen Grund, auch wenn der Betroffene - wie hier - in der Schweiz integriert erscheint, eine Landessprache relativ gut spricht, eine Arbeitsstelle hat und nicht straff�llig geworden ist (vgl. THOMAS HUGI YAR, Von Trennungen, H�rtef�llen und Delikten - Ausl�nderrechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, in: Achermann et al. [Hrsg.], Jahrbuch f�r Migrationsrecht 2012/13, 2013, S. 31 ff., dort S. 83 mit weiteren Hinweisen).
4.1.�Die Beschwerde ist ohne Weiterungen im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird. Erg�nzend kann auf die zutreffende Begr�ndung im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG). Mit dem vorliegenden Urteil in der Sache selber wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.
4.2.�Der unterliegende Beschwerdef�hrer hat die Kosten f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG), da sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen ist (vgl. Art. 64 AuG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).
2.2.�Die Kosten von Fr. 1'500.-- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt.