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Timestamp: 2017-08-19 09:13:26
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Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 31', '§ 25', '§ 53', '§ 29', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 31', '§ 14']

Holsteiner Verband | Zucht | Körung
Zucht/ Körung
Die Hengst-Körung
Körung in Holstein
I. Körung älterer Hengste und Hengstbucheintragungsveranstaltungen im Januar und April in Elmshorn
Es beginnt vormittags mit dem Messen der Hengste im Innenhof der kleinen Reithalle. Dann folgt die Vorstellung auf festem Boden, anschließend werden die Hengste in der Halle im Freilaufen und im Freispringen (nur Pflicht für drei- und vierjährige Hengste) präsentiert. Daran schließt sich die Vorstellung aller Hengste unter dem Reiter an. Die vierjährigen Hengste mit abgelegter HLP können zusätzlich zum Freispringen auch unter dem Reiter ihrem Ausbildungsstand entsprechend im Parcours gezeigt werden, die fünfjährigen und älteren Hengste müssen ihrem Ausbildungsstand entsprechend im Parcours gezeigt werden. Danach werden die Hengste auf dem Dreieck vorgestellt. Die Bekanntgabe der Körergebnisse erfolgt am nächsten Tag, ab mittags, im Internet.
II. Ablauf und Vorauswahl der Hauptkörung im November
Der Ernst des Lebens beginnt bei Hengsten, die zur Körung vorgestellt werden sollen, in der Regel im Alter von zwei Jahren. Es wird im Frühsommer angefangen die Hengste aufzustallen und regelmäßig zu bewegen. Führmaschine, Longieren und Freispringtraining sind angemessen in diesem Alter.
Heutzutage gibt es professionelle Betriebe, die das Training speziell für die Körung übernehmen. Früher wurde diese Vorbereitung noch häufiger vom erfahrenen Hengstaufzüchter selbst übernommen.
Die Körung in Neumünster ist sowohl für das nationale als auch für das internationale Publikum der Höhepunkt des Zuchtjahres. Diese Veranstaltung wird schon seit weit über 30 Jahren in Neumünster auf der Anlage der Holstenhallenbetriebe ausgerichtet. Die Junghengstkörung spiegelt das Niveau des gesamten Jahrgangs, der Zucht und den erreichten Zuchtfortschritt wider.
Nicht jedes Prämien- oder Championatsfohlen schafft den direkten „Durchmarsch" zum gekörten Hengst.
Es ist sehr viel Fachkenntnis, Fingerspitzengefühl und Durchhaltevermögen erforderlich, um einen Junghengst erfolgreich durch die Körung zu bringen.
Für die Anmeldung zur Vorauswahl der Junghengste muss eine schriftliche Anmeldung im Zuchtbüro Kiel bis Ende Juni für die Körveranstaltung Anfang November vorliegen. Es werden jedes Jahr ca. 400 bis 500 Hengste für die Vorauswahl angemeldet. Die Junghengste können danach auf zentralen Plätzen in Holstein vorgestellt werden.
Die Vorauswahl beginnt mit dem Messen der Junghengste. Um zur Körung zugelassen zu werden, muss der Junghengst ein Stockmaß von mindestens 162 cm vorweisen. Es gibt immer wieder Hengste, die sehr klein, aber trotzdem sehr gut sind. Diese können jedoch aufgrund ihrer mangelnden Größe vorerst nicht zur Körung zugelassen werden. Quidams Rubin schaffte diese Klippe als Junghengst nicht. Er wurde jedoch später dank seiner guten Leistung und Zuchterfolge in Oldenburg und auch in Holstein zur Zucht zugelassen.
Es werden drei Merkmale bei der Vorauswahl beurteilt:
Für jedes Merkmal gibt es eine Note. Liegt diese Note bei 7,0 oder besser, erhält der Hengst die Kör- und Auktionszulassung für Neumünster.
Die Körkommission bei der Vorselektion besteht aus mindestens drei Mitgliedern. In der Regel sind dies der Kommissionsvorsitzende, der Vertreter der Privathengsthalter und der Zuchtleiter. Die Kommission übernimmt eine große Verantwortung. Es wird jeder Junghengst einzeln beurteilt und mit den anderen verglichen, wodurch immer wieder umfangreiche Diskussionen entstehen.
Nach Besichtigung aller Hengstanwärter des Jahrganges erhält der Hengsteigentümer die Bewertungsnote schriftlich. In der Regel erhalten rund 70-80 Hengste die Körzulassung.
Für unzufriedene Eigentümer gibt es in Elmshorn etwa eine Woche nach Bekanntgabe der Teilnahmeentscheidung eine zweite Chance (Widerspruch). Hier sitzt eine andere Kommission als bei der Vorauswahl, um die Hengste noch einmal objektiv beurteilen zu können.
Es sind ca. 20 Hengste, die zum Widerspruchstermin in Elmshorn angemeldet werden. Die zweite Chance ist für Junghengste gedacht, die am Tag der Vorauswahl ein gesundheitliches Tief hatten und somit noch eine reelle Chance auf die Qualifikation bekommen. Es hat sich gezeigt, dass so in jedem Jahr etwa ein bis zwei Junghengste, das "erste Lot" noch ergänzen können.
Die professionelle Vorbereitung sowie zunehmender wirtschaftlicher Druck bereiten der Körkomission bei der Beurteilung der Springbegabung immer wieder Probleme.Ein Mittel zur Verwarnung zu ehrgeiziger Trainer war die Einführung der sogenannten gelben Karte mit dem Verweis, den Hengst an einem späteren Tag erneut vorzustellen. Mittlerweile führt jedoch das Vorstellen eines "präparierten" Hengstes sofort zum Ausschluss.
Ein weiteres Merkmal ist der gesundheitliche Faktor. Es wird sehr auf den optimalen gesundheitlichen Zustand der Junghengste geachtet, da jeder Mangel sich auf die Zuchttauglichkeit auswirken kann. Es werden mehrere tierärztliche Untersuchungen durchgeführt. Der dafür verantwortliche Tierarzt ist Dr. Werner Jahn von der Pferdeklinik Bargteheide. Diese Fachärzte beurteilen die Röntgenbilder der Gliedmaßen aller Hengste. Alle Befunde werden im Röntgenprotokoll festgehalten. Hengste mit deutlich negativen Befunden werden von der Körveranstaltung ausgeschlossen, um die Population langfristig auch in diesen Merkmalen zu verbessern.
Neben den strengen Gesundheitskontrollen wird auch das Thema Doping offen angegangen. Es werden regelmäßig Stichproben unter den Körkandidaten durchgeführt und es wird viel Aufklärungsarbeit geleistet. Die Kontrollen beziehen sich hauptsächlich auf Schmerzmittel und Anabolikasubstanzen.
Als Körung wird die Selektion der Hengste für die Zuchtzulassung bezeichnet. Die Körveranstaltungund die Reitpferdeauktion läuft seit 2011nur noch über drei Tage. In Holstein beginnt die Körung mit der Vorstellung der Hengste auf festem Boden. Diese Musterung findet auf dem Außengelände der Holstenhallenbetriebe statt. Das Laufen auf festem Boden bietet der Kommission einen genauen Blick auf die Korrektheit der Gliedmaßen des Hengstes. Stellungsfehler am Fundament sind im Schritt und Trab gut erkennbar.
Der zweite Teil der Veranstaltung findet am Nachmittag des ersten Tages statt. Die Hengste werden in der Holstenhalle auf der Dreiecksbahn in Schritt und Trab gezeigt. Nach der individuellen Beurteilung von zehn Hengsten wird die gesamte Gruppe auf dem Schrittring beurteilt. Hier kann man wichtige Vergleiche ziehen und es können sowohl der Schritt als auch die Charaktereigenschaften registriert werden.
Am zweiten Körtag steht das Freispringen der Hengste auf dem Plan. Durch den guten Ruf der Holsteiner Hengste im Springsport ist dieser Tag ein ganz entscheidender. Hier hat die Kommission die Aufgabe unter den gut springenden Hengsten die richtigen Zuchtentscheidungen zu treffen. Nur das perfekte Verhalten vor, zwischen und über den Sprüngen führt zu der Note 10.
Nach der Springbeurteilung beginnt die Beratungs- und Entscheidungsarbeit für die Körkommission. Es folgen lange Diskussionen über die Vor- und Nachteile eines jeden Hengstes.
Am dritten Körtag werden alle Hengste nach erneuter Vorstellung auf der Dreiecksbahn zur Verkündung der Körentscheidung in Zehnergruppen vorgeführt. Hier überprüfen die Kommissionsmitglieder zum letzten Mal ihre Entscheidung und kommen meistens recht zügig zum Ergebnis. Manchmal kommen einigen Mitgliedern noch Zweifel, sodass erneut über die Entscheidung diskutiert werden muss. Falls man auf keinen gemeinsamen Nenner kommt, stimmen die Kommissionsmitglieder ab.
Das Körergebnis wird direkt nach der letzten Gruppe bekannt gegeben und es werden die Züchter und Besitzer der gekörten Hengste geehrt. Zur Proklamation des Siegerhengstes kommen alle Hengste, die eine Prämie erhalten haben, noch einmal in den Ring. Es gibt den Siegerhengst, einen Reservesieger und einen 2. Reservesieger.
Auch hier gibt es ein Widerspruchsverfahren für unzufriedene Züchter. Eine neu zusammengestellte Kommission kann den Hengst erneut objektiv bewerten. Wenn auch gegen die Entscheidung der Widerspruchkommission ein Einwand besteht, kann ein Schiedsverfahren eingeleitet werden. Dazu muss ein Schiedsgericht gebildet werden, dessen Urteil unter Ausschluss des Rechtsweges endgültig ist.
Auszug aus der Satzung des Verbandes der Züchter des Holsteiner Pferdes e.V.
Auzug aus der Satzung
Die Körung ist eine Leistungsprüfung auf deren Grundlage die Körkommission des Verbandes
über den Zuchteinsatz eines Hengstes im Rahmen des Zuchtprogramms als Voraussetzung
für die Eintragung in das Hengstbuch I entscheidet. In die Entscheidung gehen
die Wertungen in den Bereichen Exterieur, Bewegung und Springen (gem. § 26 Ziff.2.1.1) ein.
2. Antrag und Zulassungsvoraussetzungen
2.1 Die Körung eines Hengstes ist bei der Geschäftsstelle des Verbandes, Abteilung Zucht, Kiel innerhalb der veröffentlichten Frist zu beantragen. Mit der Anmeldung muss auch die Körgebühr entrichtet werden.
2.2 Damit ein Hengst zur Körung zugelassen werden kann, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
der Hengst muss mindestens 2 Jahre alt sein
bei der Durchführung von Vorauswahlterminen muss der Hengst mit positivem Ergebnis vorgestellt worden sein
der Hengst muss die Voraussetzungen gemäß der Abstammung für die Eintragung in das Hengstbuch I gem. § 31 Ziff. 1.2 erfüllen; für fremdblütige Hengste gelten die Voraussetzungen des § 25
der Abstammungsnachweis muss vorliegen
das Stockmaß muss als Junghengst mindestens 162 cm, bei Hengsten im Alter ab 36 Monaten 164 cm, betragen.
Vollbluthengste erfüllen die Größenanforderung bei einem Stockmaß von mindestens 162 cm.
Voraussetzung für die Zulassung zur Körung und für die Körung selbst ist, dass der Hengst:
keine gesundheitlichen Mängel aufweist, die die Zuchttauglichkeit und den Zuchtwert beeinträchtigen,
frei von den früheren gesetzlichen Hauptmängeln ist,
keine Anomalien des Gebisses und der Hoden aufweist,
keine operativen Eingriffe zum Zwecke körperlicher Korrekturen erfahren hat,
frei von vererbbaren Krankheiten ist,
nach der Beurteilung der Röntgenbilder seiner Gliedmaßen, durch eine aus mind. 3 Fachtierärzten bestehende Kommission, die durch den Vorstand nach Beratung im Zuchtausschuss benannt wird, nicht von einer Zulassung auszuschließen ist (diese Regelung gilt für Hengste ab dem Geburtsjahr 1997),
kein Überträger von EVA (Equine Virusarteritis) ist,
frei von jeglicher Beeinflussung durch Dopingmittel ist, was im Einzelfall durch eine von der Körkommission angeordnete Stichprobe ermittelt werden kann.
Die tierärztlichen Untersuchungen sowie die Dopingkontrollen werden durch vom Vorstand bestimmte Tierärzte durchgeführt.
2.3 Vor der Körung ist die Identität der Hengste zu überprüfen. Hengste ohne ausreichende Kennzeichnung sind von der Körveranstaltung ausgeschlossen. Die in § 53 Ziff. 3 geforderten Unterlagen zur Identitätssicherung müssen vorgelegt werden.
3. Durchführung der Körung
3.1 Junghengste im Sinne dieser Vorschrift sind 2 1/2-jährige Hengste.
3.2 Es finden jährlich grundsätzlich mindestens zwei Körveranstaltungen des Verbandes statt.
3.2.1 Eine Körveranstaltung mit anschließender Auktion in Neumünster, zu der nur Junghengste im Sinne dieser Vorschrift zugelassen werden.
Voraussetzung für die Zulassung des Junghengstes ist neben den in § 29 Ziff. 1. und 2. genannten Anforderungen:
der durch den Holsteiner Verband ausgestellte Pferdepass
Auswahl durch die Vorselektion
Für diese Vorselektion besteht eine Anmeldepflicht. Der Meldetermin wird veröffentlicht.
Die Mitglieder der Auswahlkommission setzen sich zusammen aus:
dem Vorsitzenden der Körkommission
einem weiteren Mitglied der Körkommission
dem Mitglied der Hengsthaltervertretung in der Körkommission
dem Zuchtleiter
Jedes Mitglied der Kommission ist durch ein anderes Mitglied der Körkommission ersetzbar.
Die Beurteilung der Hengste erfolgt unter Anwendung der Kriterien gem. § 26 Ziff.
2.1.1. Die Kommission entscheidet über die Vorstellung der Hengste in den Bereichen Exterieur, Bewegung und Springen. Dabei muss zur Teilnahme an der Veranstaltung in
Neumünster die Mindestdurchschnittsnote 7,0 betragen.
Der Hengstaufzüchter erhält unmittelbar nach Beendigung der Vorselektion über das Ergebnis schriftlich Nachricht. Sollte er mit der Entscheidung nicht einverstanden sein, so
besteht die Möglichkeit einer erneuten Vorstellung des Hengstes vor anderen Mitgliedern der Auswahlkommission. Diese Mitglieder werden vom Vorstand benannt und setzen
sich aus den weiteren Mitgliedern der Körkommission und aus Mitgliedern der Widerspruchskommission zusammen. Zu diesem Termin können auch Hengste erneut vorgestellt
werden, die von der Auswahlkommission eine entsprechende Empfehlung erhalten haben.
3.2.2 Eine Körveranstaltung in Elmshorn, zu der alle Hengste zugelassen sind, die die Bestimmungen nach Ziff. 2.2 erfüllen. Es findet keine Vorselektion statt.
3.2.3 Der Vorstand kann im Falle eines besonderen Bedarfs eine weitere Körung in Elmshorn veranstalten, sofern mindestens 5 zuzulassende Hengste angemeldet worden sind.
4. Die Körentscheidung
4.1 Die Körentscheidung lautet:
Vorläufig nicht gekört
4.2 Die Körentscheidung lautet "gekört", sofern der Hengst bei der Bewertung der Merkmale (a-h):
I. Exterieur
a) Typ (Rasse und Geschlechtstyp)
b) Oberlinie (Kopf, Hals, Widerrist, Rücken, Kruppe, Schweif)
c) Vorderhand (Korrektheit der Vordergliedmaßen)
d) Hinterhand (Korrektheit der Hintergliedmaßen)
II. Bewegungsablauf
e) Schritt (Korrektheit, Takt und Raumgriff)
f) Trab ( Korrektheit, Schub und Schwung)
g) Galopp (Korrektheit und Raumgriff)
III. Springen/Dressur
h) Freispringen od. Springen unter dem Reiter (Manier und Vermögen), bei älteren Hengsten alternativ Dressur (Bewegung und Rittigkeit) gemäß § 26 Ziff. 2.1.1.
mindestens die Gesamtnote von 7,5 erhält. Die Gesamtnote ist der Durchschnitt aus den drei Bereichsnoten (I. Exterieur, II. Bewegungsablauf und III. Springen/Dressur). Die Bereichsnoten sind Durchschnittsnoten der dem Bereich zugeordneten Einzelmerkmale (ah).
Dabei muss im Bereich I. Exterieur, der Typ (a) mindestens mit der Note 7,0 gemäß der Notenskala (§ 26 Ziff. 2.) beurteilt worden sein.
Bei Althengsten (ab 15-jährig) muss die Gesamtnote aus den Bereichen I., II. + III. mindestens 7,0 betragen. Dabei muss im Bereich I. Exterieur, der Typ (a) mit mindestens der Note 6,5 gemäß der Notenskala (§ 26 Ziff. 2.) beurteilt worden sein.
Althengste, die in der Gesamtnote zwischen 7,0 und 7,5 beurteilt wurden, werden im Zuchteinsatz auf maximal 20 Stuten pro Jahr begrenzt. Diese Begrenzung erfolgt auf 3
Jahre. Danach kann der Hengsthalter einen schriftlichen Antrag an den Zuchtausschuss zur Erhöhung der jährlich begrenzten Stutenzahl richten. Der Zuchtausschuss entscheidet
anhand der Qualität der Nachzucht und über den Antrag.
Die Körentscheidung lautet "vorläufig nicht gekört", wenn der Hengst die Anforderungen nicht erfüllt, jedoch zu erwarten ist, dass er sie künftig erfüllen kann. Mit der Körentscheidung ist die Frist festzusetzen, bis zu deren Ablauf der Hengst wieder zur Körung vorgestellt werden kann. Der Hengst muss die gesamte Körung neu durchlaufen.
4.3 Die Körung des Hengstes erfolgt unter der Bedingung, dass der Hengst die leistungsmäßigen Voraussetzungen gemäß § 26 Ziff. 4.2 der Satzung für eine Eintragung in das
Hengstbuch I des Verbandes gem. § 31 Ziff. 1 erfüllt bzw. erfüllen wird.
4.4 Die Körentscheidung ist dem Besitzer des Hengstes schriftlich mitzuteilen. Bei der Körentscheidung "nicht gekört" und "vorläufig nicht gekört" kann der Besitzer des Hengstes zum Zeitpunkt der Körentscheidung das Körprotokoll schriftlich beim Verband anfordern. Die Entscheidung "gekört" ist in den Abstammungsnachweis einzutragen.
4.5 Die Körung
ist zurückzunehmen, wenn sich herausgestellt hat, dass eine zunächst angenommene Voraussetzung für ihre Erteilung nicht vorgelegen hat.
ist zu widerrufen, wenn eine der Voraussetzungen nachträglich weggefallen ist.
kann widerrufen werden, wenn mit ihr eine Auflage verbunden ist und der Besitzer diese nicht oder nicht fristgerecht erfüllt hat.
4.6 Wer zum Zeitpunkt der Körung Eigentümer des vorgestellten Hengstes ist, kann gegen die Entscheidung "nicht gekört" oder "vorläufig nicht gekört" Widerspruch einlegen.
Die Widerspruchsfrist beträgt 14 Tage ab Zugang der schriftlichen Bekanntgabe der Entscheidung.
Der Widerspruch ist schriftlich mit einer Begründung an die Geschäftsstelle, Abteilung Zucht, Kiel, zu richten. Über den Widerspruch entscheidet die Widerspruchskommission
(§ 14 Ziff. 2).