Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=26.11.2009&Aktenzeichen=Xa%20ZR%20132/08
Timestamp: 2020-07-06 10:09:34
Document Index: 198055062

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 11', 'BGH', 'BGH', 'Art. 11', 'BGH']

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist im - hier gegebenen - Fall des sog. CodeSharing dasjenige Luftfahrtunternehmen als "ausführend" im Sinne der Verordnung zu betrachten, welches mit dem von ihm bereitgestellten Flugzeug und Personal die Beförderungsleistung tatsächlich erbringt (BGH, Urteil vom 26.11.2009 - Xa ZR 132/08 - RRa 2010, 85 Rdnr. 8a).
Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, wird in Art. 11 der Verordnung (EG) Nr. 2111/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14.12.2005 der Vertragspartner für die Beförderung im Luftverkehr dazu verpflichtet, die Fluggäste bei der Buchung über die Identität des ausführenden Luftfahrtunternehmens zu unterrichten (vgl. auch BGH, Urteil vom 26.11.2009 - Xa ZR 132/08, - juris Rdnr. 11 a.E.).
In der Entscheidung vom 26.11.2009 (Xa ZR 132/08, NJW 2010, 1522), musste sich der BGH nicht mit den Folgen einer Informationspflichtverletzung auseinandersetzen, da in dem Fall das ausführende Luftfahrtunternehmen aus den Buchungsunterlagen erkennbar war, mithin gerade keine Informationspflichtverletzung nach Art. 11 VO (EG) Nr. 2111/05 vorlag (vgl. BGH, Urteil vom 26.11.2009, a.a.O., Rdnr. 2).
Reiserecht - EU-Ausgleichszahlung ist vom ausführenden Luftfahrtunternehmen zu …
LG Berlin, 02.09.2014 - 57 S 277/13
Codesharing-Flug - Fluggastrechte - Nachweis des "ausführenden …
AG Bremen, 18.01.2013 - 4 C 516/11
Reiserecht - Tochter- und Mutterunternehmen - wer ist das ausführende …
AG Frankfurt/Main, 19.04.2013 - 32 C 1916/12
Reiserecht - Subcharter und das ausführende Luftfahrtunternehmen