Source: https://www.rechtswoerterbuch.de/erbrecht/
Timestamp: 2020-04-04 09:14:51
Document Index: 102481504

Matched Legal Cases: ['§ 2231', '§ 516', '§ 1939', '§ 2325', '§ 2305', '§ 2100', '§ 2353', '§ 2253']

Erbrecht - Begriffe, Definitionen und Erläuterungen
04.04.2020 | 87 User
Das Erbrecht (im objektiven Sinne) bezeichnet die Summe aller Rechtsnormen, welche die privatrechtlichen, vermögensrechtlichen Folgen des Todes eines Menschen regeln.
Denn mit dem Tod eines Menschen endet dessen Rechtsfähigkeit (die Fähigkeit, Träger von Rechten und Pflichten zu sein). Deshalb tritt nach dem Tode eines Menschen ein anderes Rechtssubjekt an seine Stelle und wird Träger der mit dem Tode nicht erlöschenden Rechte und Pflichten.
Das Erbrecht regelt nur die vermögensrechtlichen Folgen des Todes eines Menschen. Fragen, die mit der Beisetzung des Verstorbenen zusammenhängen, werden dagegen nicht behandelt. Die Pflicht zur Bestattung ist Teil des öffentlichen Rechts.
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Erblasser ist derjenige, dessen Vermögen mit dem Tode auf eine oder mehrere Personen [...]
Das Erbrecht (im objektiven Sinne) bezeichnet die Summe aller Rechtsnormen, welche die privatrechtlichen, vermögensrechtlichen Folgen des Todes eines Menschen regeln. Denn mit dem Tod [...]
Ein Testament ist eine vom Erblasser einseitig getroffene Verfügung von Todes wegen. Innerhalb der ordentlichen Testamente wird zwischen dem öffentlichen Testament nach § 2231 BGB und dem [...]
Testierfreiheit bedeutet, dass der Erblasser durch Rechtsgeschäft frei bestimmen kann, an welche Person mit dem Erbfall sein Vermögen fallen [...]
Eine Schenkung ist ein einseitig verpflichtender Vertrag, der auf eine unentgeltliche Zuwendung gerichtet ist (vgl. § 516 BGB). Es muss eine Zuwendung vorliegen, durch die der Schenker [...]
Die Erbschaft ist das Vermögen des Erblassers, das mit dessen Tod auf die Erben übergeht. Die Erbschaft umfasst sämtliche vermögensrechtliche Positionen mit Aktiva und [...]
Der Erbfall tritt durch den Tod eines Menschen ein, unabhängig davon, ob Vermögen vorhanden ist oder [...]
Testament, Auslegung
Bei der Testamentsauslegung kommt es - im Gegensatz zu den Auslegungsregeln von empfangsbedürftigen Willenserklärungen - nicht darauf an, wie die Erklärung von dem Bedachten verstanden [...]
Ein Vermächtnis nach § 1939 BGB ist die Zuwendung eines Vermögensvorteils von Todes wegen, die weder eine Erbeinsetzung noch eine Auflage ist. Das Vermächtnis ist keine Ereinsetzung. Der [...]
Einträge zum Thema Erbrecht in zufälliger Reihenfolge.
Der Wert des Nachlasses ergibt sich, indem von den Aktiva die Erblasserschulden und die Erbfallschulden abgezogen werden. Unter die Nachlassverbindlichkeiten fallen auch die Steuerschulden [...]
Gesellschaftsanteile (Vererblichkeit)
Ist die Anordnung der Nachlassverwaltung oder die Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahrens wegen Mangels einer den Kosten entsprechenden Masse nicht tunlich oder wird aus diesem Grund die [...]
Wer ein Testament, das nicht in besondere amtliche Verwahrung gebracht ist, im Besitz hat, ist verpflichtet, es unverzüglich, nachdem er von dem Tode des Erblassers Kenntnis erlangt hat, an [...]
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04.09.2019 | Bei einem Erlassvermächtnis wird der Beschwerte verpflichtet, den Bedachten von einer Verbindlichkeit gegenüber dem Erblasser, dem Beschwerten oder einem Dritten gegenüber zu befreien. Der [...]
03.09.2019 | Die Annahme der Erbschaft kann ausdrücklich oder konkludent erklärt werden. Die Annahmeerklärung ist grundsätzlich nicht formbedürftig. Voraussetzung einer stillschweigenden [...]
03.09.2019 | Eine Nachfolgeklausel im Gesellschaftsvertrag ist Voraussetzung für eine Vererbung des Gesellschaftsanteils. Eine einfache Nachfolgeklausel ermöglicht es, den Gesellschaftsanteil zu [...]
03.09.2019 | Der Wert des Nachlasses ergibt sich, indem von den Aktiva die Erblasserschulden und die Erbfallschulden abgezogen werden. Unter die Nachlassverbindlichkeiten fallen auch die Steuerschulden [...]
03.09.2019 | Hat der Erblasser innerhalb der letzten zehn Jahre vor dem Erbfall eine Schenkung an einen Dritten getätigt, hat der Pflichtteilsberechtigte nach § 2325 BGB einen Anspruch auf [...]
03.09.2019 | Der Pflichtteilsanspruch ist zwingendes Recht und steht daher nicht zur Disposition des Erblassers. Ausnahmsweise entfällt der Anspruch bei besonders schweren Verfehlungen des [...]
03.09.2019 | Nach § 2305 BGB hat der Miterbe, der wertmäßig hinter der Hälfte des gesetzlichen Erbteils zurückbleibt, einen Anspruch auf den sog. Zusatzpflichtteil. Dieser Pflichtteilsrestanspruch [...]
28.08.2019 | Nacherbe ist, wer erst dann Erbe des Erblassers wird, wenn zuvor ein anderer Erbe war (§ 2100 BGB). Durch die Bestimmung einer Vor- und Nacherbschaft kann der Erblasser demnach anordnen, [...]
21.08.2019 | Ein Teilerbschein gemäß § 2353 BGB ist ein Erbschein, der das Erbrecht eines von mehreren Miterben ausweist. Diese Art von Erbschein kommt in der Praxis immer dann vor, wenn weitere Erben [...]
20.08.2019 | Der Widerruf eines Testamentes ist gemäß § 2253 BGB grundstzlich möglich. Er ist ausdruck der Testierfähigkeit. Die Wirksamkeit des Widerrufs ist abhängig von der gewählten Art des [...]