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Timestamp: 2016-10-24 18:31:42
Document Index: 149685104

Matched Legal Cases: ['Art. 51', 'Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 317', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 99', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_72/2012 (12.04.2012)
X.________ und Y.________ haben die gemeinsame Tochter Z.________, geb. 27. September 2007. Nach rund 15-j�hrigem Zusammenleben heirateten sie am 15. August 2008. Seit dem 1. Juli 2010 leben sie getrennt.
Mit Eheschutzgesuch vom 24. August 2010 verlangte die Ehefrau die Regelung des Getrenntlebens und dabei Unterhaltsbeitr�ge f�r die Tochter von Fr. 1'650.-- und f�r sich selbst von Fr. 3'000.-- ab der Trennung bzw. von Fr. 2'770.-- ab Oktober 2010 bzw. von Fr. 4'600.-- ab Januar 2011. Der Ehemann war gem�ss seiner Antwort vom 17. September 2010 einzig zu Kinderunterhaltsbeitr�gen von Fr. 1'000.-- bereit.
Mit Urteil vom 12. Mai 2011 regelte der Gerichtspr�sident A.________ das Getrenntleben, wobei er u.a. Unterhaltsbeitr�ge f�r die Tochter von Fr. 1'125.-- und f�r die Ehefrau von Fr. 1'495.-- ab der Trennung, von Fr. 1'420.-- ab Oktober 2010, von Fr. 1'410.-- ab Januar 2011, von Fr. 1'400.-- ab April 2011 und von Fr. 1'665.-- ab November 2011 zusprach.
Auf beidseitige Berufung hin setzte das Obergericht des Kantons Aargau den Unterhalt f�r die Tochter auf Fr. 1'500.-- bis Juli 2012 und auf Fr. 1'300.-- ab August 2012 sowie denjenigen f�r die Ehefrau auf Fr. 1'483.-- ab der Trennung, auf Fr. 1'408.-- ab Oktober 2010, auf Fr. 2'256.-- ab Januar 2011, auf Fr. 2'242.-- ab April 2011, auf Fr. 2'547.-- ab November 2011, auf Fr. 3'147.-- ab Januar 2012 und auf Fr. 3'195.-- ab August 2012 fest.
Gegen dieses Urteil hat der Ehemann eine Beschwerde in Zivilsachen erhoben mit dem Begehren um dessen Aufhebung und Festsetzung eines Kinderunterhaltes von Fr. 1'000.--, eventualiter um R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz. Mit Pr�sidialverf�gung vom 10. Februar 2012 wurde das Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen. In der Sache selbst wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.
Angefochten sind die Fr. 30'000.-- �bersteigenden verm�gensrechtlichen Belange in einer kantonal letztinstanzlich entschiedenen Zivilsache; auf die Beschwerde ist somit im Grundsatz einzutreten (Art. 51 Abs. 4, Art. 72 Abs. 1, Art. 74 Abs. 1 lit. b, Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG).
Weil Eheschutzentscheide vorsorgliche Massnahmen im Sinn von Art. 98 BGG darstellen (BGE 133 III 393 E. 5.1 S. 397), kann einzig die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden. Hierf�r gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit m�glich belegte R�gen pr�ft, w�hrend es auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt. Wird die Verletzung des Willk�rverbots ger�gt, reicht es sodann nicht aus, die Lage aus Sicht des Beschwerdef�hrers darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willk�rlich zu bezeichnen; vielmehr ist im Einzelnen darzulegen, inwiefern das kantonale Gericht willk�rlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
Vorliegend wird eine Verletzung des Willk�rverbotes und des rechtlichen Geh�rs ger�gt, wobei die Ausf�hrungen in der Beschwerde die an Verfassungsr�gen zu stellenden Begr�ndungsanforderungen �ber weite Strecken nicht erf�llen; darauf wird im Sachzusammenhang zur�ckzukommen sein.
Die aargauischen Instanzen sind von der Methode der beidseitigen Existenzminimumsberechnung und �berschussverteilung (60 % an Mutter mit Kind, 40 % an Vater) ausgegangen. Das Obergericht hat ein Existenzminimum der Ehefrau von Fr. 5'070.-- ab der Trennung, von Fr. 4'884.-- ab Oktober 2010, von Fr. 4'906.-- ab Januar 2011, von Fr. 4'872.-- ab April 2011 und von Fr. 4'494.-- ab August 2012 sowie ein Existenzminimum des Ehemannes von Fr. 4'095.-- ab Trennung, von Fr. 4'120.-- ab Januar 2011 und von Fr. 3'613.-- ab November 2011 festgestellt.
Heftig umstritten war das Einkommen der Ehegatten, namentlich dasjenige des Ehemannes, der bis kurz vor der Trennung bei der B.________ ein Nettoeinkommen von Fr. 13'000.-- erzielt hatte und sich im Anschluss an seine Entlassung ein eigenes Anwaltsb�ro im Zentrum von Z�rich aufbaute. Dabei machte er geltend, nur wenige und kleine Mandate zu haben; im Jahresabschluss 2010 sind Ertr�ge von Fr. 99'529.-- und ein Aufwand von Fr. 82'105.-- verzeichnet, was rechnerisch einem Gewinn von Fr. 17'424.-- entspricht. Das Obergericht hat anerkannt, dass sich das Anwaltsb�ro im Aufbau befindet, aber aufgrund zahlreicher Indizien befunden, dass das wahre Einkommen viel h�her sein muss: Bei Einnahmen von rund Fr. 100'000.-- im Jahr 2010 w�ren nur gerade rund 400 Stunden verrechnet worden, was selbst f�r den Anfang weit unterdurchschnittlich w�re und in nicht gekl�rtem Gegensatz zu seinen �usserungen stehe, dass er bereits sehr gut ausgelastet sei, dass er vor lauter Terminen und Tagesgesch�ften gar nicht zur Aufarbeitung der Pendenzen komme und dass der Gang in die Selbst�ndigkeit das Beste gewesen sei, was er je habe tun k�nnen. Diese nicht bestrittenen �usserungen st�nden in Einklang mit den Ausf�hrungen in seiner E-Mail vom 27. Juni 2010 an eine Drittperson. Die Behauptung der Ehefrau, er habe rund 80 Mandate von der fr�heren Arbeitgeberin mitnehmen k�nnen, habe er nur unsubstanziiert bestritten (es sei "keine solch hohe Anzahl von F�llen" gewesen; bei "zahlreichen F�llen" sei es nur um den Abschluss gegangen; nur "ein blosser Bruchteil" seien "substanzielle F�lle" gewesen; man habe davon "nicht auch ann�hernd ein volles Pensum" bestreiten k�nnen). Vor diesem Hintergrund sei der von der Ehefrau ge�usserte Verdacht, der Ehemann verf�ge �ber weitere Gesch�ftskonti oder erstelle bewusst keine Honorarrechnungen und verlange kaum Kostenvorsch�sse, nachvollziehbar. Im �brigen habe der Ehemann f�r die berufliche Vorsorge einen Verdienst von Fr. 150'000.-- versichert, was darauf schliessen lasse, dass jedenfalls in absehbarer Zeit ein solches Einkommen erwartet werde. Unter diesen Umst�nden k�nne nicht auf die - im �brigen nicht unterzeichnete - Bilanz und Erfolgsrechnung f�r das Jahr 2010 bzw. die darin wiedergegebenen unglaubw�rdigen Zahlen abgestellt werden. Es sei der Ehefrau zu folgen, welche f�r das Jahr 2010 ein vermutliches Einkommen von Fr. 7'500.-- akzeptiere und f�r die Jahre 2011 und 2012 ein solches von mindestens Fr. 9'000.-- bzw. Fr. 10'000.-- verlange, betrage doch der j�hrliche Gewinn eines selbst�ndigen Anwaltes im Durchschnitt Fr. 150'000.-- und bei einer Unkostengemeinschaft Fr. 180'000.--, wobei die Werte f�r den Kanton Z�rich sogar noch h�her l�gen. Die von der Ehefrau angegebenen Werte erschienen deshalb unter Ber�cksichtigung der Startphase einerseits und des Startvorteils der Mandatsmitnahme andererseits als realistisch. Schliesslich hat das Obergericht mit Bezug auf das Vorbringen des Ehemannes, vom Wertschriftenkonto (Verm�gen) seien erheblich Transaktionen auf sein pers�nliches Postkonto gemacht worden (der Gesamtbetrag der Gutschriften zwischen 15. Juni 2010 bis 3. M�rz 2011 betrage Fr. 179'900.--), befunden, die Behauptung der Frau, er habe sich damit den fr�heren Lebensstandard (Gesamteinkommen von Fr. 16'800.--) weiterfinanziert, sei nicht von der Hand zu weisen; im �brigen k�nne dies bei Unterstellung einer vern�nftigen Lebensweise nur dahin gedeutet werden, dass der Ehemann in K�rze wiederum ein solches Einkommen erwarte. Zu den vorgenannten Annahmen aus Erwerbseinkommen (Fr. 7'500.-- f�r 2010; Fr. 9'000.-- f�r 2011; Fr. 10'000.-- ab 2012) rechnete das Obergericht einen Betrag von Fr. 990.-- aus Mietzinseinnahmen hinzu: Zum einen mache die Ehefrau geltend, aus der Vermietung der ehelichen Liegenschaft, deren gleichberechtigte Eigent�mer sie seien, entstehe den Parteien ein Einkommen von je Fr. 490.--, was der Ehemann nicht substanziiert bestreite; zum anderen sei der von der Ehefrau auf Fr. 500.-- bezifferte Anteil am Mietertrag einer zusammen mit seinem Bruder geerbten Liegenschaft nicht bestritten, weshalb dieser ebenfalls anzurechnen sei.
Mit Bezug auf die Ehefrau erwog das Obergericht, sie habe ihre Erwerbst�tigkeit nach der Geburt der Tochter aufgegeben, aber seit Februar 2009 wieder zu arbeiten begonnen. Momentan betreue sie die noch nicht schulpflichtige gemeinsame Tochter und arbeite zu 40 % als Erwachsenenpsychiaterin am Kantonsspital C.________, wo sie im Jahr 2010 einen monatlichen Nettolohn von Fr. 3'671.-- erzielt habe und danach einen solchen von Fr. 3'831.--. Bei erfolgreich abgeschlossener Facharztausbildung wolle sie eine eigene Praxis er�ffnen und weiterhin teilzeitlich arbeiten. Der Ehemann habe ausgef�hrt, es sei das Ziel bzw. zwischen den Parteien abgesprochen gewesen, dass sie ihr Einkommen ab 2011 mit selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit erheblich steigere; nach Erlangung des FMH-Ausweises und Wegfall der Ausbildungszeit k�nne sie dies nunmehr auch tun (vor Bezirksgericht habe er bei 50 % und Honorar von Fr. 150.--/Std. ein Bruttoeinkommen von Fr. 8'400.-- geltend gemacht, vor Obergericht bei 40 % und Honorar von Fr. 120/Std. ein solches von Fr. 5'760.--). Indes sei zu ber�cksichtigen, dass sich die Situation nach der Trennung insofern anders pr�sentiere, als die Ehefrau nunmehr alleine f�r die Kinderbetreuung verantwortlich sei. Angesichts des Alters des Kindes von vier Jahren k�nne ihr deshalb kein h�heres Pensum zugemutet werden. Ausgehend von den von der Ehefrau eingereichten Unterlagen (Schweizerische �rztezeitung 2010, S. 484), wonach Psychiater mit freier Praxis ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 118'150.-- erzielen w�rden, werde die Ehefrau auch bei selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit kein h�heres als das bisherige Einkommen generieren. Das Obergericht rechnete ihr in der Folge den beim Kantonsspital erzielten Verdienst sowie den Mietertrag von Fr. 490.-- als Einkommen an.
In der Beschwerde r�gt der Ehemann mehrfach eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs.
3.1 Soweit geltend gemacht wird, das Obergericht habe aktenwidrig festgestellt, dass er die Behauptung der Ehefrau, er sei bereits gut ausgelastet, nicht substanziiert bestritten habe, so betrifft dies nicht das rechtliche Geh�r, sondern die Beweisw�rdigung; im �brigen wird aber auch nicht dargetan, inwiefern dies auf das Entscheidergebnis einen konkreten Einfluss gehabt haben soll.
Soweit kritisiert wird, dass das Obergericht auf die Erhebung in der Schweizerischen �rztezeitung 2010, S. 484, statt auf diejenige in der Schweizerischen �rztezeitung 2011, S. 1364, abgestellt habe, zeigt der Ehemann nicht auf, dass und an welcher Stelle er die betreffenden Unterlagen bereits im kantonalen Verfahren eingereicht h�tte, weshalb seine diesbez�gliche Geh�rsr�ge ins Leere st�sst; im �brigen betrifft ohnehin auch dieses Vorbringen prim�r die Beweisw�rdigung.
3.2 Soweit im Zusammenhang mit der behaupteten Geh�rsverletzung die Begr�ndungspflicht als Teilgehalt des rechtlichen Geh�rs angesprochen wird, ist die R�ge unbegr�ndet:
Die Begr�ndung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur m�glich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich �ber die Tragweite des Entscheides ein Bild machen k�nnen. In diesem Sinn m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid st�tzt. Es ist jedoch nicht n�tig, dass sich die Beh�rde mit jeder tats�chlichen Behauptung und mit jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschr�nken (BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 136 I 229 E. 5.2 S. 236).
Diesen Begr�ndungsanforderungen hat das Obergericht in seinem 25-seitigen Urteil nachgelebt. Es hat nicht nur kurz die zentralen Punkte seiner �berlegungen genannt, sondern sich mit allen wesentlichen und prozesskonform eingebrachten Ausf�hrungen des Ehemannes auseinandergesetzt. Dessen 40-seitige Beschwerde dokumentiert im �brigen, dass er in jeder Hinsicht in der Lage war, den Entscheid sachgerecht anzufechten.
4.1 Soweit er geltend macht, das Obergericht habe Art. 317 ZPO verletzt, indem es die seitens der Ehefrau vorgebrachten Noven ber�cksichtigt habe, scheitert die R�ge bereits daran, dass nicht aufgezeigt wird, um welche Vorbringen es sich handelt und inwiefern sie f�r den Ausgang des Verfahrens von Bedeutung waren.
4.2 Soweit der Beschwerdef�hrer sodann geltend macht, es d�rfe ihm kein hypothetisches Einkommen angerechnet werden, ist festzuhalten, dass das Obergericht nicht ein hypothetisches Einkommen - d.h. ein Einkommen, wie es bei zumutbarer Anstrengung erzielbar w�re - angerechnet, sondern befunden hat, das tats�chliche Einkommen k�nne aufgrund zahlreicher Indizien unm�glich mit dem deklarierten �bereinstimmen; das Obergericht hat folglich nicht ein hypothetisches, sondern ein tats�chliches Einkommen festgestellt bzw. gesch�tzt.
Immerhin aber h�tte das Obergericht angesichts des fr�heren Einkommens des Ehemannes aus unselbst�ndiger Erwerbsarbeit von Fr. 13'000.-- willk�rfrei auch befinden d�rfen, es sei ihm als langj�hrig t�tigem Rechtsanwalt mit einschl�giger Erfahrung zuzumuten, sich in seinem angestammten Bet�tigungsfeld wiederum um eine unselbst�ndige Erwerbsarbeit zu bem�hen. Vor diesem Hintergrund erweisen sich die dem Ehemann angerechneten Einkommen von Fr. 7'500.-- bzw. Fr. 9'000.-- bzw. Fr. 10'000.-- jedenfalls im Ergebnis nicht als willk�rlich, womit den weiteren R�gen der Boden entzogen ist, weil ein Entscheid erst dann aufzuheben ist, wenn er sich nicht nur in der Begr�ndung, sondern auch im Ergebnis als willk�rlich erweist (BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211; 133 I 149 E. 3.1 S. 153; 134 I 140 E. 5.4 S. 148). Dennoch sei in E. 4.3 auf die weiteren Willk�rr�gen in der gebotenen K�rze eingegangen.
4.3 Mit Bezug auf das Vorbringen, es d�rfe nicht ohne Begr�ndung von den vorgelegten Jahresabschl�ssen abgewichen werden, ist zu bemerken, dass das Obergericht sehr wohl und umfassend begr�ndet hat, weshalb diese offensichtlich falsch seien. Willk�r ist mithin nicht ersichtlich.
Ebenso wenig hat das Obergericht ausser Acht gelassen, dass sich das Advokaturb�ro des Ehemannes im Aufbau befindet; es ist deshalb weit unter die durchschnittlichen Einkommenszahlen bei selbst�ndig erwerbenden Rechtsanw�lten gegangen, hat aber den "Startvorteil" der mitgenommenen Mandate ber�cksichtigt. Dies ist nicht willk�rlich.
Keine Willk�r ist sodann ersichtlich im Zusammenhang mit der Ber�cksichtigung der E-Mail vom 27. Juni 2010, in welcher der Ehemann gegen�ber einem Dritten erkl�rt hatte, bereits gut ausgelastet zu sein. Das Obergericht hat befunden, die Mail sei vor der Trennung geschrieben worden und k�nne deshalb von der Ehefrau sehr wohl auf legalem Weg erlangt worden sein. Mit dem Verweis auf die Privatsph�re und der blossen Behauptung, man habe getrennte Computer gehabt, ist keine Willk�r darzutun, zumal nicht die Geheimsph�re betroffen und auch nicht dargetan ist, dass die Ausblendung dieser Mail zu einem anderen Entscheidergebnis f�hren m�sste.
Das Obergericht hat ausf�hrlich begr�ndet, weshalb die Anwaltskanzlei offensichtlich bereits im Fr�hling 2009 gegr�ndet wurde. Damit setzt sich der Ehemann entgegen seinen R�gepflichten nicht auseinander. Allein mit der Behauptung, er versteuere erst ab Beginn des Jahres 2010 ein Einkommen aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit und f�hre erst ab diesem Zeitpunkt kaufm�nnisch Buch dar�ber, ist keine Willk�r darzutun, zumal er selbst festh�lt, dass der genaue Zeitpunkt nichts daran �ndert, dass sich die Kanzlei noch in Aufbau befinde; genau dies hat das Obergericht aber durch Anrechnung eines moderaten Einkommens ber�cksichtigt.
Ebenso wenig vermag der Ehemann mit Bezug auf die mitgenommenen Mandate Willk�r oder eine Geh�rsverletzung aufzuzeigen. Dem Obergericht ist nicht entgangen, dass er diese Mandate in Zahl und Gewicht zu verkleinern versuchte. Es hat dies ausdr�cklich festgehalten, aber f�r unglaubw�rdig befunden, dies angesichts der verschiedenen Indizien und Hinweise, welche das Gegenteil nahelegten. Die weiteren Vorbringen hierzu (z.B.: anhand von R�ckfragen h�tte man aus den erstinstanzlich eingereichten Unterlagen letztlich herauslesen k�nnen, dass es sich um 33 F�lle mit einem durchschnittlichen Honorar von gerundet Fr. 2'080.-- gehandelt habe) ersch�pfen sich in einer eigenen Sachverhaltsdarstellung, welche appellatorischer Natur und somit zur Begr�ndung von Willk�rr�gen untauglich ist (vgl. E. 1).
Appellatorisch ist sodann das Vorbringen, die noch nicht in Rechnung gestellten Arbeitsleistungen m�ssten unter "Debitoren" verbucht werden. Im �brigen ist das Obergericht ohnehin davon ausgegangen, dass ein grosser Teil der Arbeit gar nicht erst verbucht wurde; Hinweise auf die Buchhaltung bzw. die dort ausgewiesenen Zahlen gehen mithin an der Sache vorbei.
Wenn der Ehemann geltend macht, den versicherten Jahreslohn inzwischen von Fr. 150'000.-- auf Fr. 75'000.-- herabgesetzt zu haben, so handelt es sich dabei - abgesehen davon, dass dies ausschliesslich prozesstaktisch motiviert sein d�rfte - um ein unbeachtliches Novum (Art. 99 Abs. 1 BGG). Die Erkl�rungen, weshalb er urspr�nglich einen Lohn von Fr. 150'000.-- versichert habe (Absicherung der Familie, u.�.), sind appellatorischer Natur; darauf ist im Zusammenhang mit Willk�rr�gen nicht weiter einzugehen.
Keine Willk�r ist schliesslich ersichtlich im Zusammenhang mit den Erw�gungen betreffend die Verschiebung von Fr. 180'000.-- auf das Privatkonto, wird doch nicht ausgef�hrt, inwiefern diese eher peripheren Ausf�hrungen vor dem Hintergrund der vorstehenden, ein klares Bild ergebenden Umst�nde einen konkreten Einfluss auf das Entscheidergebnis gehabt haben sollen.
4.4 Wie die vorstehenden Ausf�hrungen zeigen, ist im Zusammenhang mit den Annahmen zum tats�chlichen Erwerbseinkommen des Ehemannes keine Willk�r gegeben. Es bleiben die R�gen zum Einkommen der Ehefrau zu pr�fen.
Der Vorwurf des Ehemannes, gem�ss dem gemeinsam entworfenen Lebensplan h�tte die Ehefrau l�ngst eine selbst�ndige Erwerbsarbeit aufnehmen m�ssen, zumal der Praxis-Stopp per Januar 2012 aufgehoben worden sei, steht in keinem Zusammenhang mit einer Willk�rr�ge.
Sodann ist mit der Vorlage anderer Unterlagen zu den durchschnittlichen �rzteeinkommen (Schweizerische �rztezeitung 2011, S. 1364) keine Willk�r darzutun, denn der Ehemann zeigt nicht auf, dass und an welcher Stelle er diese bereits im kantonalen Verfahren prozesskonform eingef�hrt h�tte, weshalb sie unbeachtliche Noven darstellen (Art. 99 Abs. 1 BGG). Ohnehin geben die betreffenden Einkommenserhebungen lediglich Durchschnittswerte wieder und wurde beim Ehemann mit Blick auf die Aufbauphase ein deutlich unter dem Durchschnitt liegendes Einkommen angenommen, weshalb ein entsprechendes Vorgehen auch bei der Ehefrau sachgerecht w�re, wenn auf die vom Ehemann nunmehr vorgebrachte (etwas h�here Werte auff�hrende) statt auf die vom Obergericht verwendete Erhebung (siehe E. 2) abgestellt w�rde; von Willk�r kann jedenfalls keine Rede sein. Im �brigen zeigt sich darin, dass die �ber die ganze Beschwerde wiederholte Behauptung, alle Elemente seien einseitig zu seinen Lasten und zu Gunsten der Ehefrau ber�cksichtigt worden, unzutreffend ist, weshalb auch im Ergebnis nicht von einem willk�rlichen Entscheid gesprochen werden kann.
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass mit Bezug auf die Feststellungen und Erw�gungen zum relevanten Erwerbseinkommen der Ehefrau ebenfalls keine Willk�r auszumachen ist.
Nach Auffassung des Ehemannes d�rfte der Kinderunterhalt den im Kreisschreiben des Obergerichts f�r ein Kind im Alter von 1 bis 6 Jahren vorgesehenen Betrag von Fr. 1'306.-- keinesfalls �bersteigen.
Angesichts des Richtliniencharakters des Kreisschreibens, des weiten Ermessens des Sachgerichtes bei der Unterhaltsfestsetzung, der gehobenen Einkommenssituation und unter Ber�cksichtigung der Krippenkosten l�sst sich beim Kinderunterhaltsbeitrag von Fr. 1'500.-- f�r die Zeit bis Juli 2012 nicht im Ansatz von Willk�r sprechen, soll doch das Kind an der Lebenshaltung der Eltern partizipieren d�rfen und w�re der Betrag f�r ein Einzelkind im Alter von 1 bis 6 Jahren beispielsweise nach den Z�rcher Tabellen sogar deutlich h�her.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde in Zivilsachen abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Gerichtskosten sind mithin dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG) und er hat die Gegenseite f�r die Stellungnahme zum abgewiesenen Gesuch um aufschiebende Wirkung zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 2 BGG). In der Sache selbst ist der Gegenseite kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden.
Der Beschwerdef�hrer hat die Beschwerdegegnerin mit Fr. 750.-- zu entsch�digen.