Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MittBayNot%202005,%20300
Timestamp: 2019-10-15 05:27:16
Document Index: 256812469

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 794', '§ 10', '§ 496', '§ 10', '§ 1', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 147', '§ 1', '§ 147', '§ 1', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 308', '§ 10', '§ 10', '§ 308', '§ 308', '§ 10', '§ 308', '§ 10', '§ 147', 'BGH', 'BGH', '§ 10', '§ 308', '§ 10']

Rechtsprechung: MittBayNot 2005, 300 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Dresden, 26.06.2003
https://dejure.org/2004,1648
BGH, 23.11.2004 - XI ZR 27/04 (https://dejure.org/2004,1648)
BGH, Entscheidung vom 23.11.2004 - XI ZR 27/04 (https://dejure.org/2004,1648)
BGH, Entscheidung vom 23. November 2004 - XI ZR 27/04 (https://dejure.org/2004,1648)
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ZPO § 794 Abs. 1 Nr. 5; VerbrKrG § 10 Abs. 2; BGB §§ 496 Abs. 2, 780, 781
Persönliche Zwangsvollstreckungsunterwerfung auch bei Verbraucherkreditvertrag zulässig
Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend einen Kreditvertrag zur Finanzierung von Grundeigentum mangels Vorliegens einer Haustürsituation
MittBayNot 2005, 300
Er hat § 10 Abs. 2 VerbrKrG vielmehr bewußt auf Wechsel und Schecks beschränkt (Senatsbeschluß vom 23. November 2004 - XI ZR 27/04, Umdruck S. 3).
Unter Hinweis insbesondere auf eine Entscheidung des OLG Thüringen (Urteil vom 13.01.2004, Az.: 5 U 250/03 = OLGR 2005, 238 f.), die der Bundesgerichtshof durch Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde gebilligt habe (Beschluss vom 23.11.2004, Az.: XI ZR 27/04,) ist die Klägerin der Ansicht, dass mit der notariellen Belehrung ein etwaiges Überraschungsmoment aus der Haustürsituation beseitigt sei.
Dafür sind Wortlaut, Entstehungsgeschichte und Schutzzweck der Norm zu eindeutig (siehe Senatsurteile vom 15. März 2005 - XI ZR 135/04, Umdruck S. 15 f., XI ZR 136/04, Umdruck S. 16 f., XI ZR 137/04, Umdruck S. 15 f., XI ZR 323/04, Umdruck S. 10 f., XI ZR 324/04, Umdruck S. 10 f., XI ZR 325/04, Umdruck S. 10 f. und XI ZR 334/04, Umdruck S. 12; siehe auch bereits Senatsbeschluß vom 23. November 2004 - XI ZR 27/04, Umdruck S. 3).
Nach § 1 Abs. 2 Nr. 3 HWiG entfällt bei einer notariellen Beurkundung mit dem Überraschungsmoment der Gesetzeszweck; dies gilt auch im Hinblick auf die Belehrungspflicht (…Palandt/Putzo, BGB, 61. Aufl., § 1 HausTWG Rdnr. 26; vgl. zu gleichgelagerten Sachverhalten: BGH, Beschluss vom 23. November 2004 - XI ZR 27/04 -, vorangehend Thüringer Oberlandesgericht, OLGR Jena 2005, 238; OLG Düsseldorf, Beschluss vom 10. Mai 2006 - I-16 W 66/05 - ).
Auch bei ihm entfällt der Überraschungsmoment, wenn - wie hier - das Darlehen der Finanzierung des Immobilienkaufes dient und die Vertragsanbahnung sowohl für den Immobilienkauf als auch für die Finanzierung zusammen erfolgt ist (…vgl. dazu OLG Thüringen OLGR 2005, 238 - juris Rnr. 21; BGH Beschluss vom 23. November 2004 - XI ZR 27/04 - zitiert nach juris).
LG Münster, 12.04.2005 - 14 O 42/05
Hinreichende Erfolgsaussicht einer Klage als Voraussetzung für eine Bewilligung …
https://dejure.org/2003,2881
OLG Dresden, 26.06.2003 - 19 U 512/03 (https://dejure.org/2003,2881)
OLG Dresden, Entscheidung vom 26.06.2003 - 19 U 512/03 (https://dejure.org/2003,2881)
OLG Dresden, Entscheidung vom 26. Juni 2003 - 19 U 512/03 (https://dejure.org/2003,2881)
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Notare Bayern , S. 40 (Volltext und Entscheidungsanmerkung)
§§ 147, 150 BGB; §§ 1, 10 Nr. 1 AGBG
Angemessenheit von Bindungsfristen in notariell beurkundeten Angeboten
BGB §§ 147, 150; AGBG §§ 1, 10 Nr. 1
Zulässigkeit von Annahmefristklauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen; Angemessenheit einer Bindungsfrist bei Wohnungskaufverträgen
AGBG § 10 Nr. 1
Bindungsfrist von zehn Wochen für die Annahme eines formularmäßigen notariellen Angebots zum Kauf einer Eigentumswohnung unangemessen lang im Sinne des § 10 Nr. 1 AGBG
Anbahnung des Vertrages: Annahmefrist von 10 Wochen unwirksam!
Anbahnung eines Bauträgervertrages: Annahmefrist von 10 Wochen unwirksam! (IBR 2004, 372)
Zusammenfassung von "Zur Angemessenheit und Unangemessenheit von Bindungsfristen in notariellen Urkunden - Zugleich Anmerkung zu OLG Dresden - 19 U 512/03" von Notar Dr. Matthias Cremer und Notarass. Dr. Matthias Wagner, Dresden, original erschienen in: NotBZ 2004, 331 - ...
LG Leipzig, 13.02.2003 - 11 O 6642/01
BauR 2004, 1345 (Ls.)
BauR 2005, 559
(1) Auch bei finanzierten und beurkundungsbedürftigen Verträgen, deren Abschluss regelmäßig eine Bonitätsprüfung vorausgeht, kann der Eingang der Annahmeerklärung jedenfalls innerhalb eines Zeitraumes von vier Wochen erwartet werden (…vgl. auch v. Westphalen in Löwe/v. Westphalen/Trinkner, AGBG, 2. Aufl. 1983, § 10 Nr. 1 Rdn. 13;… Basty, Der Bauträgervertrag, 6. Aufl., Rdn. 171; großzügiger: OLG Dresden BauR 2005, 559, 560;… Bamberger/Roth/Becker, BGB, 2. Aufl. 2007, § 308 Nr. 1 Rdn. 9; strenger: Cremer/Wagner NotBZ 2004, 331, 333).
Die Frage, ob eine längere Bindungsfrist des Antragenden bei Bauträgerverträgen anzuerkennen ist (siehe dazu OLG Nürnberg in Bunte, AGBE Band I Nr. 5 zu § 10 Nr. 1; OLG Dresden, BauR 2005, 559, 560; LG Frankfurt am Main in Bunte, AGBE Band II Nr. 19 zu § 10 Nr. 1;… Bamberger/Roth/Becker, BGB, 3. Aufl., § 308 Nr. 1 Rn. 9;… Staudinger/Coester-Waltjen, BGB [2006], § 308 Nr. 1 Rn. 11;… Graf von Westphalen in Löwe/Graf von Westphalen/Trinkner, AGBG, 2. Aufl., § 10 Nr. 1 Rn. 13;… Dammann in Wolf/Lindacher/Pfeiffer, AGB-Recht, 5. Aufl., § 308 Nr. 1 Rn. 14;… Basty, Der Bauträgervertrag, 7. Aufl., Rn. 170 ff.;… Blank, Bauträgervertrag, 4. Aufl., Rn. 1215; Cremer/Wagner, NotBZ 2004, 331, 333; Eue, MittBayNot 2007, 390, 391; Walchshöfer, WM 1986, 1041, 1044), hat der Senat bisher offengelassen.
Dementsprechend wurde in der obergerichtlichen Rechtsprechung darauf erkannt, dass die in einem formularmäßigen notariellen Angebot zum Kauf einer Eigentumswohnung bestimmte Bindungsfrist von zehn Wochen gegen § 10 Nr. 1 AGBG verstößt und an die Stelle der unwirksamen Annahmefristklausel die gesetzliche Regelung des § 147 BGB tritt (OLG Dresden, MittBayNot 2005, 300, 301 f).
Das Oberlandesgericht Dresden hat eine Bindungsfrist von sechs Wochen beim Angebot zum Erwerb einer nicht sanierten Wohnung für angemessen gehalten (OLG Dresden BauR 2005, 559).
Dass der Kläger vor 2010 von den Umständen erfahren hätte, die dazu führen, dass ein Vertrag nicht zustande gekommen ist - etwa von der Entscheidung des Oberlandesgerichts Dresden vom 26.6.2003 (BauR 2005, 559) -, ist nicht ersichtlich, so dass auch nicht davon gesprochen werden kann, er sei längere Zeit unter Umständen untätig geblieben, die eigentlich eine Rückforderung des Kaufpreises erwarten ließen.
Die von der Revision angeführten obergerichtlichen Entscheidungen aus der Zeit vor 2008 betrafen ebenfalls nur die Länge von Bindungsfristklauseln (OLG Dresden, Urteil vom 26. Juni 2003 - 19 U 512/03, juris Rn. 15, 22; Brandenburgisches OLG…, Urteil vom 30. Juni 2005 - 5 U 118/03, juris Rn. 26, 34 ff).
Grundsätzlich darf auch bei finanzierten und beurkundungsbedürftigen Verträgen, deren Abschluss regelmäßig eine Bonitätsprüfung vorausgeht, der Eingang der Annahmeerklärung grundsätzlich jedenfalls innerhalb eines Zeitraumes von vier Wochen erwartet werden können (vgl. BGH…, Urteil vom 11. Juni 2010 - V ZR 85/09 -, Rn. 12, juris m.w.N. auch aus der Literatur und Überblick über Streitstand; vgl. für den Bauträgerkaufvertrag auch BGH…, Urteil vom 27. September 2013 - V ZR 52/12, Rn. 12 f., juris; 6 Wochen: OLG Dresden, Urteil vom 26. Juni 2003 - 19 U 512/03 -, Rn. 27, juris; Kesser in: RNotZ 2010, 533, 534; 5-6 Wochen: Herrler/Suttmann in: DNotZ 2010, 883, 884).
So wurde bei Mietverträgen eine Frist von 2 bis 3 Wochen für angemessen erachtet (OLG Dresden, NZG 2005, 72; OLG Naumburg, NZG 2005, 75), während beim Erwerb einer Eigentumswohnung eine Zeitspanne von 6 Wochen zugebilligt wurde (OLG Dresden, BauR 2005, 559).
Jedenfalls letzteres war für den Beklagten im Zeitpunkt der Beurkundung aber nicht erkennbar, denn bis dahin gab es die oben zitierte höchstrichterliche Rechtsprechung noch nicht, sondern lediglich Spezialliteratur zum AGBG (vgl. Herrler, DNotZ 2013, 887, 891 mit Fn. 15) sowie ein Urteil des OLG Dresden vom 16. Juni 2003, wonach eine formularmäßige Bindungsfrist von mehr als vier Wochen beim Kauf einer Eigentumswohnung gegen § 10 Nr. 1 AGBG (heute § 308 Nr. 1 BGB) verstößt (MittBayNot 2005, 303 = NotBZ 2004, 356).
Bei dem Kauf einer Eigentumswohnung verstößt bereits eine Bindungsfrist von mehr als 4 Wochen regelmäßig gegen § 10 Nr. 1 AGBG (OLG Dresden, Urt. v. 26. Juni 2003 - Az. 19 U 512/03 - m. w. Nachw.).