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Timestamp: 2018-05-27 10:44:24
Document Index: 25609974

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art.7', 'Art. 8', 'Art.9']

Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen - PDF
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1 Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen ArbmedVV und berufsgenossenschafliche Grundsätze I. Quartal 2011
3 G -Untersuchungen G Mineralischer Staub, Teil 1: Quarzhaltiger Staub G Mineralischer Staub, Teil 2: Asbestfaserhaltiger Staub G Künstl. mineralischer Staub, Teil 3: Faserstaub der Kat. 1 oder 2 G Staubbelastung G 2 - Blei oder seine Verbindungen (mit Ausnahme der Bleialkyle) G 3 - Bleialkyle G 4 - Gefahrstoffe die Hautkrebs hervorrufen oder zur Krebsbildung neig. Hautveränderungen hervorrufen G 5 - Glykoldinitrat oder Glycerinnitrat (Nitroglykol oder Nitroglycerin) G 6 - Kohlendisulfid (Schwefelkohlenstoff) G 7 - Kohlenmonoxid G 8 - Benzol G 9 - Quecksilber oder seine Verbindungen G 10 - Methanol G 11 - Schwefelwasserstoff G 12 - Phosphor (weißer) G 14 - Tetrachlormethan (Tetrachlorkohlenstoff), Trichlorethen (Trichlorethylen), Tetrachlorethen (Perchlorethylen), Tetrachlorethan ( Pentachlorethan), Monochlormethan, Methylchlorid G 15 - Chrom-VI-Verbindungen G 16 - Arsen oder seine Verbindungen G 19 - Dimethylformamid G 20 - Lärm G 21 - Kältearbeiten S. 7 S. 7 S. 8 S. 8 S. 8 S. 9 S. 9 S. 9 S. 9 S. 10 S. 10 S. 10 S. 11 S. 11 S. 12 S. 12 S. 12 S. 13 S. 13 S. 14 S. 14 3
4 G 22 - Säureschäden der Zähne G 23 - Obstruktive Atemwegserkrankungen G 24 - Hauterkrankungen (mit Ausnahme von Hautkrebs) G 25 - Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten G 26 - Atemschutzgeräte G 27 - Isocyanate G 29 - Benzolhomologe (Toluol, Xylol) G 30 - Hitzearbeiten G 31 - Überdruck G 32 - Cadmium oder seine Verbindungen G 33 - Aromatische Nitro- oder Aminoverbindungen G 34 - Fluor oder seine anorganischen Verbindungen G 35 - Arbeitsaufenthalt im Ausland unter bes. klimatischen und gesundheitlichen Belastungen Tropen G 36 - Vinylchlorid G 37 - Bildschirmarbeitsplätze G 38 - Nickel oder seine Verbindungen G 39 - Schweißrauche G 40 - Krebserzeug. und erbgutverändernde Gefahrstoffe - allgemein G 41 - Arbeiten mit Absturzgefahr G 42 - Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung, Biotechnologie G 44 - Hartholzstäube G 45 - Styrol G 46 - Belastungen des Muskel- und Skelettsystems einschließlich Vibrationen S. S. 15 S. 17 S. 18 S. 18 S. 18 S. 19 S. 19 S. 19 S. 20 S. 20 S. 21 S. 21 S. 22 S. 23 S. 23 S. 23 S. 24 S. 27 S. 28 S. 28 S. 29 S. 29 4
5 Mit der ArbmedVV werden die Anforderungen an eine arbeitsmedizinische Vorsorge, die bisher in mehreren unterschiedlichen Regelwerken festgelegt waren, gebündelt. Ziel der ArbmedVV ist es, durch Maßnahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge arbeitsbedingte Erkrankungen und Berufskrankheiten frühzeitig zu erkennen und zu verhüten. Die Arbeitsmedizinische Vorsorge soll zugleich einen Beitrag zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit und zur Fortentwicklung des betrieblichen Gesundheitsschutzes leisten. Die ArbmedVV ändert folgende staatliche Arbeitsschutz-Verordnungen: GefStoffV (Art. 2) BiostoffV (Art. 3) GenTSV (Art. 4) LärmVibrationsArbSchV (Art. 5) DruckluftV (Art. 6) BildschArbV (Art.7) BetrSichV (Art. 8) ArbStättV (Art.9) in denen bisher Untersuchungsanlässe verankert waren. Was bedeutet das? Staatliche Rechtsvorschriften haben Vorrang vor berufsgenossenschaftlichen UVV. Somit wird die BGVA 4 als Satzungsrecht der Unfallversicherungsträger, überflüssig. Eignungs- und Tauglichkeitsuntersuchungen wie G 25 und G 41 sind auch in der neuen Rechtsvorschrift nicht geregelt. Für diese Untersuchungsanlässe ist eine innerbetriebliche Regelung z.b. in Form einer Betriebsvereinbarung zu empfehlen. Untersuchungen Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen dienen der Früherkennung arbeitsbedingter Gesundheitsstörungen sowie der Feststellung, ob bei Ausübung einer bestimmten Tätigkeit eine erhöhte gesundheitliche Gefährdung besteht. Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen umfassen Pflichtuntersuchungen, Angebotsuntersuchungen, Wunschuntersuchungen und Eignungsuntersuchungen. Pflichtuntersuchungen sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, die bei bestimmten besonders gefährdenden Tätigkeiten zu veranlassen sind. 5
6 Angebotsuntersuchungen sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, die bei bestimmten gefährdenden Tätigkeiten anzubieten sind. Wunschuntersuchungen sind arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, die der Arbeitgeber den Beschäftigten nach 11 des Arbeitsschutzgesetzes zu ermöglichen hat. Eignungsuntersuchungen sollen die Eignung für bestimmte Tätigkeiten feststellen. So soll auch eine Gefährdung von Arbeitskollegen, Dritten oder von wesentlichen Sachgütern minimiert werden zum Beispiel bei Fahr- oder Steuertätigkeiten. Untersuchungen müssen je nach Gesundheitsrisiko durchgeführt oder angeboten werden Im Folgenden eine Liste mit Vorsorge-/Eignungsuntersuchungen. In einer späteren Version werden noch die Grenzwerte sowie Maßstäbe für Angebots-, Pflicht- und Wunschuntersuchungen aufgenommen. Der Arbeitgeber hat auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung eine angemessene arbeitsmedizinische Vorsorge zu gewährleisten und zur Durchführung der arbeitsmedizinischen Vorsorge einen nach 7 ASiG berechtigten Arzt zu beauftragen. Der untersuchende Arzt hat den Untersuchungsbefund und das Ergebnis schriftlich festzuhalten, die untersuchte Person zu beraten und ihr eine Bescheinigung auszustellen. Nur im Falle einer Pflichtuntersuchung erhält der Arbeitgeber eine Kopie der Bescheinigung. 6
7 G-Untersuchungen en sind vor Aufnahme der Tätigkeit durchzuführen. Für Nachuntersuchungen gelten in der Regel die nachstehend genannten Fristen: G 1.1 Mineralischer Staub, Teil 1: Quarzhaltiger Staub Nach 36 Monaten Nach 36 Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit Nach mehrwöchiger Erkrankung oder körperlicher Beeinträchtigung, die Anlass zu Bedenken gegen die Fortsetzung der Tätigkeit geben könnte Tätigkeit am Arbeitsplatz vermutet GesBergV : siehe dort 2 Abs. 4 und 3 G 1.2 Mineralischer Staub, Teil 2: Asbestfaserhaltiger Staub Nach Monaten Nach Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit Nach mehrwöchiger Erkrankung oder körperlicher Beeinträchtigung, die Anlass zu Bedenken gegen die Fortsetzung der Tätigkeit geben könnte Erstmals 15 Jahre nach Expositionsbeginn oder nach Vollendung des 45. Lebensjahres, dann nach 12 bis 36 Monaten in Abhängigkeit von der kumulativen Expositionshöhe und dem Befund 7
8 G 1.3 Mineralischer Staub, Teil 3: Keramikfaserhaltiger Staub Nachuntersuchungsfristen (in Monaten) Keramische Fasern Nachuntersuchung G 1.4 Staubbelastung Nachuntersuchungen Nach 36 Monaten, bei Lebensalter unter 40 Jahren nach 60 Monaten oder bei Beendigung der Tätigkeit Nach mehrwöchiger Erkrankung oder körperlicher Beeinträchtigung, die Anlass zu Bedenken gegen die Fortsetzung der Tätigkeit geben könnte (insbesondere Beschwerden, die auf eine Atemwegsobstruktion durch Allergene oder chemisch-irritative bzw. toxische Substanzen hindeuten) G 2 Blei oder seine Verbindungen (mit Ausnahme der Bleialkyle) Nach 12 Monaten Nach 12 Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit Nach mehrwöchiger Erkrankung oder körperlicher Beeinträchtigung, die Anlass zu Bedenken gegen die Fortsetzung der Tätigkeit geben könnte 8
9 G 3 Bleialkyle Nach Monaten Nach Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit Nach mehrwöchiger Erkrankung oder körperlicher Beeinträchtigung, die Anlass zu Bedenken gegen die Fortsetzung der Tätigkeit geben könnte G 5 Glykoldinitrat oder Glycerintrinitrat (Nitroglykol oder Nitroglycerin) Nach 6-12 Monaten Nach Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit G 6 Kohlendisulfid (Schwefelkohlenstoff) Nach 6-12 Monaten Nach 6-12 Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit 9
10 G 7 Kohlenmonoxid Nach 24 Monaten Nach 24 Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit G 8 Benzol Nach 6-12 Monaten Nach 6 12 Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem Nach Beendigung der Beschäftigung G 9 Quecksilber oder seine Verbindungen Bei Alkyl-Quecksilber-Verbindungen, metallischem Quecksilber, anorganischen und organischen Nicht-Alkyl-Quecksilber- Verbindungen nach 6 12 Monaten Nach 6-12 Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit 10
11 G 10 Methanol Nach Monaten Nach 24 Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit G 11 Schwefelwasserstoff Nach Monaten Nach Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit 11
12 G 12 Phosphor (weißer) Nach Monaten Nach Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit G 14 Trichlorethen (Trichlorethylen) und andere Chlorkohlenwasserstoff-Lösungsmittel Nur bei Trichlorethen: Nach Monaten Nach Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem Besc häftigungsverhältnis Nach Beendigung der Beschäftigung G 15 Chrom-VI-Verbindungen Nach 6-12 Monaten Nach Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit 12
13 Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem Nach Beendigung der Beschäftigung G 16 Arsen oder seine Verbindungen (mit Ausnahme des Arsenwasserstoffs) Nach Monaten Nach Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem Nach Beendigung der Beschäftigung G 19 Dimethylformamid Nach 6-12 Monaten Nach Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit 13
14 G 20 Lärm Nach 12 Monaten Nach 36 Monaten Nach 60 Monaten bei Tages-Lärmexpositionspegeln LEX, 8h < 85 db(a) oder Spitzenschalldruckpegeln LpC, peak < 137 db(c) Bei Beendigung der Tätigkeit z.b. Nach ärztlichem Ermessen in Einzelfällen, z.b. bei befristeten gesundheitlichen Bedenken Auf Wunsch eines Beschäftigten, der den ursächlichen Zusammenhang seiner Erkrankung und seiner Tätigkeit am Arbeitsplatz vermutet Wenn infolge einer Erkrankung oder eines Unfalls Hörstörungen auftreten (wie z.b. nach Schädel-Hirn-Trauma) und/oder bei Ohrgeräuschen G 21 Kältearbeiten Nachuntersuchungsfristen (in Monaten) Kältearbeiten erste Nachuntersuchung weitere Nachuntersuchungen Temp. 25 C bis - 45 C 6 12 Temp. Kälter als 45 C
15 G 23a Obstruktive Atemwegserkrankungen, hier: Mehlstaub Nach 6-12 Monaten Nach Monaten und bei Beendigung dieser Tätigkeit Beim Auftreten von Beschwerden, die auf eine Atemwegsobstruktion durch Allergene oder irritative Substanzen hinweisen und nach mehrwöchiger Atemwegserkrankung, die Anlass zu Bedenken gegen die Fortsetzung der Tätigkeit geben könnten Auf Wunsch des Beschäftigten, der einen ursächlichen G 23b Obstruktive Atemwegserkrankungen, hier: Platinverbindungen Nach 6-12 Monaten Nach Monaten und bei Beendigung dieser Tätigkeit Beim Auftreten von Beschwerden, die auf eine Atemwegsobstruktion durch Allergene oder irritative Substanzen hinweisen und nach mehrwöchiger Atemwegserkrankung, die Anlass zu Bedenken gegen die Fortsetzung der Tätigkeit geben könnten Auf Wunsch des Beschäftigten, der einen ursächlichen G 23c Obstruktive Atemwegserkrankungen, hier: Getreide- und Futtermittelstäube Nach 6-12 Monaten Nach Monaten und bei Beendigung dieser Tätigkeit 15
16 Beim Auftreten von Beschwerden, die auf eine Atemwegsobstruktion durch Allergene oder irritative Substanzen hinweisen und nach mehrwöchiger Atemwegserkrankung, die Anlass zu Bedenken gegen die Fortsetzung der Tätigkeit geben könnten Auf Wunsch des Beschäftigten, der einen ursächlichen G 23d Obstruktive Atemwegserkrankungen, hier: Labortierstaub in Tierhaltungsräumen und -anlagen Nach 6-12 Monaten Nach Monaten und bei Beendigung dieser Tätigkeit Beim Auftreten von Beschwerden, die auf eine Atemwegsobstruktion durch Allergene oder irritative Substanzen hinweisen und nach mehrwöchiger Atemwegserkrankung, die Anlass zu Bedenken gegen die Fortsetzung der Tätigkeit geben könnten Auf Wunsch des Beschäftigten, der einen ursächlichen G 23e Obstruktive Atemwegserkrankungen, hier: Naturgummilatexhandschuhe Nach 6-12 Monaten Nach Monaten und bei Beendigung dieser Tätigkeit 16
17 Beim Auftreten von Beschwerden, die auf eine Atemwegsobstruktion durch Allergene oder chemisch-irritative bzw. toxische Substanzen hinweisen Nach mehrwöchiger Atemwegserkrankung, die Anlass zu Bedenken gegen die Fortsetzung der Tätigkeit geben könnten Auf Wunsch des Beschäftigten, der einen ursächlichen. G 23f Obstruktive Atemwegserkrankungen, hier: Unausgehärtete Epoxidharze Nach 6-12 Monaten Nach Monaten und bei Beendigung dieser Tätigkeit Beim Auftreten von Beschwerden, die auf eine Atemwegsobstruktion durch Allergene oder chemisch-irritative bzw. toxische Substanzen hinweisen Nach mehrwöchiger Atemwegserkrankung, die Anlass zu Bedenken gegen die Fortsetzung der Tätigkeit geben könnten Auf Wunsch des Beschäftigten, der einen ursächlichen. G 23g Obstruktive Atemwegserkrankungen, hier: Atemwegsreizendende Stoffe (chemisch-irritative und chemischtoxische) Die Maßnahmen umfassen eine arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung im Rahmen der mündlichen Unterweisung (GefStoffV). Tätigkeiten oder Stoffe, die im Anhang Teil 1 der ArbMedVV aufgelistet sind, erfordern ggf. eine arbeitsmedizinische Angebots- oder Pflichtuntersuchung. Diese sind von einem Arzt mit der Gebietsbezeichnung Arbeitsmedizin oder Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin entsprechend dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen G 23 Obstruktive Atemwegserkrankungen durchzuführen. G 24 Hauterkrankungen mit Ausnahme von Hautkrebs Hauterkrankungen (mit Ausnahme von Hautkrebs) erste Nachuntersuchung Nachuntersuchungsfristen (in Monaten) weitere Nachuntersuchung 17
18 9 24 oder nach Ermessen des Arztes nach Ermessen des Arztes spätestens nach 60 G 25 Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten Nachuntersuchung Bis zum vollendeten 40. Lebensjahr nach 36 bis 60 Monaten * ab dem vollendeten 40. bis zum vollendeten 60. Lebensjahr nach 24 bis 36 Monaten * ab dem vollendeten 60. Lebensjahr nach 12 bis 24 Monaten Nach längerer Arbeitsunfähigkeit (mehrwöchige Erkrankung) oder körperlicher Beeinträchtigung, die Anlass zu Bedenken gegen die weitere Ausübung der Tätigkeit geben könnte Bei Aufnahme einer neuen Tätigkeit Auf Wunsch des Beschäftigten, der eine Gefährdung aus gesundheitlichen Gründen bei weiterer Ausübung seiner Tätigkeit vermutet Wenn Hinweise auftreten, die aus anderen Gründen Anlass zu Bedenken gegen die weitere Ausführung dieser Tätigkeit gebe G 26 Atemschutzgeräte Nachuntersuchungsfristen (in Monaten) Tragen von Atemschutzgeräten erste Nachuntersuchung weitere Nachuntersuchungen Personen bis 50 Jahre Personen über 50 Jahre Gerätegewicht bis 5 kg Gerätegewicht über 5 kg G 27 Isocyanate Nach 3-12 Monaten Nach Monaten und bei Beendigung dieser Tätigkeit 18
19 G 29 Benzolhomologe (Toluol, Xylole) Nach Monaten Nach Monaten und bei Beendigung dieser Tätigkeit G 30 Hitzearbeiten Nachuntersuchungsfristen (in Monaten) Hitzearbeiten erste Nachuntersuchung weitere Nachuntersuchungen Personen bis 50 Jahre Personen über 50 Jahre G 31 Überdruck Vor Ablauf von 12 Monaten Vor Ablauf von 12 Monaten und bei Beendigung dieser Tätigkeit 19
20 Nach Drucklufterkrankungen, nach einer Erkrankung von mehr als 6 Wochen oder nach mehrmaliger Erkrankung innerhalb eines halben Jahres ist eine Vorstellung beim ermächtigten Arzt erforderlich zur Entscheidung, ob die Art der durchgemachten Erkrankung einen Einsatz in Überdruck wieder zulässt oder ob eine vorzeitige Nachuntersuchung erforderlich ist. Diese Vorstellung ist auch zu veranlassen, wenn Hinweise auftreten, die Anlass zu gesundheitlichen Bedenken geben. Auf Wunsch des Beschäftigten, der einen ursächlichen. G 32 Cadmium oder seine Verbindungen Nach Monaten Nach Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem Nach Beendigung der Beschäftigung G 33 Aromatische Nitro- oder Aminoverbindungen Nach 6-12 Monaten Nach 6 12 Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit 20
21 Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem Nach Beendigung der Beschäftigung G 34 Fluor oder seine anorganischen Verbindungen Nach Monaten Nach Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit G 35 Arbeitsaufenthalt im Ausland unter besonderen klimatischen und gesundheitlichen Belastungen Beratung Vor jedem Arbeitsaufenthalt im Ausland im Sinne der Handlungsanleitung ist eine Beratung über die jeweiligen besonderen klimatischen gesundheitlichen Belastungen und über die ärztliche Versorgung am vorgesehenen Tätigkeitsort erforderlich. Die Beratung schließt Hinweise auf eine erforderliche Malaria- und Impfprophylaxe ein. Die Beratung ist zu dokumentieren. Ungeachtet der Dauer des Arbeitsaufenthaltes ist bei besonderen Bedingungen je nach Einsatzort und Einsatzart (z.b. bei besonders schlechter ärztlicher Versorgung, ständig wechselndem Einsatzort, besonders hoher Infektionsgefahr, besonderer beruflicher Belastung) eine anschließende ärztliche Untersuchung erforderlich. Bei Arbeitsaufenthalten von insgesamt mehr als 3 Monaten pro Jahr muss vor der ersten Ausreise stets eine vorgenommen werden. 21
22 Vor einem erneuten Arbeitsaufenthalt im Ausland ist eine nicht erforderlich, wenn die Rückkehruntersuchung nicht länger als 1 Jahr zurückliegt. Eine ärztliche Beratung ist weiterhin geboten. Erste und weitere Nachuntersuchungen Nach Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit Nach mehrwöchiger Erkrankung oder körperlicher Beeinträchtigung, die Anlass zu Bedenken gegen die Fortsetzung der Tätigkeit geben könnte Nach ärztlichem Ermessen in Einzelfällen (z.b. bei befristeten Wenn in ein Land mit erheblich verschiedener klimatischer oder gesundheitlicher Belastung gewechselt wird Auf Wunsch eines Beschäftigten, der einen ursächlichen Zusammenhang zwischen seiner Erkrankung und seiner Tätigkeit am Arbeitsplatz vermutet G 36 Vinylchlorid Nach Monaten Nach Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem Nach Beendigung der Beschäftigung 22
23 G 37 Bildschirmarbeitsplätze Personen bis 40 Jahre: vor Ablauf von 60 Monaten Personen über 40 Jahre: vor Ablauf von 36 Monaten Personen bis 40 Jahre: vor Ablauf von 60 Monaten Personen über 40 Jahre: vor Ablauf von 36 Monaten Nach ärztlichem Ermessen G 38 Nickel oder seine Verbindungen Nach Monaten Nach Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem G 39 Schweißrauche Nach 36 Monaten Nach 36 Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit 23
24 Nach mehrwöchiger Erkrankung oder körperlicher Beeinträchtigung, die Anlass zu Bedenken gegen die Fortsetzung der Tätigkeit geben könnte (insbesondere Beschwerden, die auf eine Bronchial- oder Lungenerkrankung hindeuten) Bei Aluminiumschweißrauchexposition zusätzlich spätestens binnen 3 Monaten, wenn der BAT-Wert von 200 μg Aluminium/l Urin überschritten war und aufgrund ungünstiger Expositionsbedingungen (z.b. Schweißen in engen Räumen) ein rascher Anstieg der Aluminiumbelastung möglich ist G 40a Krebserzeugende und erbgutverändernde Stoffe allgemein, hier: Acrylnitril Nach Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition Nach Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition und bei Beendigung der Tätigkeit Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem G 40b Krebserzeugende und erbgutverändernde Stoffe allgemein, hier: Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe Nach Monaten Nach Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit 24
25 Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem Nach Beendigung der Beschäftigung G 40c Krebserzeugende und erbgutverändernde Stoffe allgemein, hier: Beryllium Nach Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition Nach Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition und bei Beendigung der Tätigkeit Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem G 40d Krebserzeugende und erbgutverändernde Stoffe allgemein, hier: 1,3-Butadien Nach Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition Nach Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition und bei Beendigung der Tätigkeit 25
26 Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem G 40e Krebserzeugende und erbgutverändernde Stoffe allgemein, hier: 1-Chlor-2,3-epoxypropan (Epichlorhydrin) Nach Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition Nach Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition und bei Beendigung der Tätigkeit Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem G 40f Krebserzeugende und erbgutverändernde Stoffe allgemein, hier: Cobalt oder seine Verbindungen (bioverfügbar, in Form atembarer Stäube, Aerosole) Nach Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition Nach Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition und bei Beendigung der Tätigkeit Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem 26
27 G 40g Krebserzeugende und erbgutverändernde Stoffe allgemein, hier: Dimethylsulfat Nach Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition Nach Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition und bei Beendigung der Tätigkeit Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem G 40h Krebserzeugende und erbgutverändernde Stoffe allgemein, hier: Hydrazin Nach Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition Nach Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition und bei Beendigung der Tätigkeit Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem G 41 Arbeiten mit Absturzgefahr Nachuntersuchungsfristen (in Monaten) Arbeiten mit Absturzgefahr erste Nachuntersuchung weitere Nachuntersuchungen Personen 25 bis 50 Jahre Personen ab 50 Jahre
28 G 42 Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung Vor Ablauf von 12 Monaten Nach Schutzimpfung je nach Impfschutzdauer Bei lebenslanger Immunität kann die Nachuntersuchung entfallen Vor Ablauf von 36 Monaten und bei Beendigung der Tätigkeit (Nach Schutzimpfung je nach Impfschutzdauer, bei lebenslanger Immunität kann die Nachuntersuchung entfallen) Nach Infektion oder schwerer oder längerer Erkrankung, die Anlass zu Bedenken gegen die Fortsetzung der Tätigkeit geben könnte Nach Verletzung mit der Möglichkeit des Eindringens von Infektionserregern Bei unfallartigem Geschehen Nach einer Tätigkeit in biotechnischen und/oder gentechnischen Laboratorien gemäß TRBA 310 G 44 Hartholzstäube Bis zum 45. Lebensjahr: weniger als 60 Monate Ab dem 45. Lebensjahr: weniger als 18 Monate (sofern Expositionsbeginn mehr als 15 Jahre zurückliegt) Bis zum 45. Lebensjahr: weniger als 60 Monate Ab dem 45. Lebensjahr: weniger als 18 Monate (sofern Expositionsbeginn mehr als 15 Jahre zurückliegt) und bei Beendigung der Tätigkeit 28
29 Nach Ausscheiden aus dieser Tätigkeit bei bestehendem G 45 Styrol Nach 24 Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition Nach 24 Monaten je nach Art und Ausmaß der Exposition und bei Beendigung der Tätigkeit G 46 Belastungen des Muskel- und Skelettsystems einschließlich Vibrationen Nachuntersuchungen an Arbeitsplätzen, an denen erhöhte Belastungen des Muskel-/ und Skelettsystems auftreten und die Kriterien erfüllt sind Nach 60 Monaten, ab 40 Jahre nach 36 Monaten nach Beendigung der Tätigkeit z.b. wenn bei einer Untersuchung Befunde erhoben werden, die eine kürzere, vom Arzt zu bestimmende Frist, angeraten erscheinen lassen auf Wunsch eines Beschäftigten, der einen ursächlichen Zusammenhang zwischen seiner Erkrankung und der Tätigkeit am Arbeitsplatz vermutet zur Beurteilung der individuellen Belastbarkeit, z.b. bei Wiedereingliederung nach längerer Erkrankung oder Operation 29
30 Gartenstr Braunsbedra Tel.: