Source: http://www.kinderschutz-in-nrw.de/en/fuer-fachkraefte/materialien/kooperationen.html
Timestamp: 2018-12-18 11:22:28
Document Index: 192217056

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 42', '§ 61', '§ 72']

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Bei vielen Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe bestehen Unsicherheiten in der Kenntnis und Anwendung der Rechtsgrundlagen, die die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ermöglichen oder vorschreiben. Deshalb werden deren Rechte häufig nicht aktiv wahrgenommen und umgesetzt und damit Chancen der Beteiligung nicht hinreichend genutzt.
Hans-Jürgen Schimke arbeitete vor seiner Pensionierung viele Jahre lang als Professor für Recht in der Sozialpädagogik und weiß, dass Gesetze der Rahmen für die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen sind. Für ihn ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche im pädagogischen Alltag mitentscheiden können, wenn es um ihre Belange geht.
In einer Expertise für das Kompetenzzentrum Kinderschutz fasst Hans-Jürgen Schimke zusammen, welche Beteiligungsrechte es für Kinder und Jugendliche in der Jugendhilfe gibt und was sich noch verbessern müsste.
Der Diplom-Psychologe und Psychologische Psychotherapeut Günther Deegener bietet neben einer Bestandsaufnahme des aktuelle n Kinder- und Jugendhilfesystems auch praxisnahe Vorschläge zur Problemlösung.
Eine Orientierungshilfe für Jugendämter
Mit welchen Kriterien lässt sich aber die Qualifikation einer insoweit erfahrenen Fachkraft beschreiben? Und wie kann der erweiterte Beratungsanspruch gemäß § 8b Abs. 1 SGB VIII konzeptionell und fachlich angemessen vor Ort umgesetzt werden? Auf diese Fragen gibt die Orientierungshilfe Antwort.
Im Projekt „Kooperation und Vernetzung im Kinderschutz – Nachhaltigkeit sichern“ hat sich das Kompetenzzentrum Kinderschutz mit Vereinbarungsprozessen und Kooperationsstrukturen in der Jugendhilfepraxis
in Nordrhein-Westfalen auseinandergesetzt und diese exemplarisch untersucht.
Im Fokus des Projektinteresses stand dabei die Frage, wie Vereinbarungen in der Praxis von den Kooperationspartnern mit Leben gefüllt werden, wie sie umgesetzt werden und ob es Veränderungsbedarfe gibt. Dabei ging es neben der Frage nach der Gestaltung von Schnittstellen zwischen Trägern der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe mit anderen Akteuren im Kinderschutz (z. B. Trägern der freien Jugendhilfe, Institutionen im Schul- und Gesundheitswesen), auch um die damit einhergehende institutionsinterne Auseinandersetzung mit der bisherigen Kinderschutzpraxis.
Es waren Kinder wie Kevin aus Bremen oder Lea- Sophie aus Schwerin, die die Fachwelt vor einigen Jahren aufrüttelten. Sie starben durch Misshandlung oder unzureichende Versorgung. Wie können Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe aus solchen dramatischen oder auch weniger tragischen Fällen lernen? Welche Möglichkeiten und Modelle gibt es, um Kinderschutzfälle aufzuarbeiten und die Praxis der Zukunft zu verbessern?
Darauf will das Projekt „Modelle der methodischen Aufarbeitung von Kinderschutzfällen und der Praxis im Kinderschutz” des Kompetenzzentrums Kinderschutz eine Antwort finden.
Die Broschüre bietet einen Überblick über Methoden und Verfahren sowie Empfehlungen für die Praxis.
Vorträge des Fachtags "Heute schon kooperiert?!"
„Heute schon kooperiert?!“ – Anforderungen für gelingende Vereinbarungen gemäß § 8a Abs. 4 SGB VIII
Wie können die Schnittstellen zwischen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe mit anderen Akteuren im Kinderschutz gestaltet werden? Wie können Vereinbarungen von den Kooperationspartnern mit Leben gefüllt werden? Wie kann eine nachhaltige Zusammenarbeit im Kinderschutz gelingen? Um diese Fragen ging es bei zwei Fachtagungen in Münster (20. Oktober 2014) und Köln (24. November 2014).
Die Vorträge der Veranstaltungen können Sie hier zum Nachlesen herunterladen.
Prof. Dr. Dr. Reinhard Wiesner: Rechtliche Rahmenbedingungen für Vereinbarungen gemäß § 8a Abs.4 SGB VIII
Anja Meyer: Kooperation und Vernetzung im Kinderschutz – Nachhaltigkeit sichern
Dr. Monika Weber/Sandra Eschweiler: Grundsätze und Maßstäbe zur Bewertung der Qualität einer insoweit erfahrenen Fachkraft - Bericht aus der Arbeit zur Erstellung einer Orientierungshilfe für Jugendämter
Anja Meyer: Modelle der methodischen Aufarbeitung von Kinderschutzfällen und der Praxis im Kinderschutz
Abschlussbericht Modellprojekt "Kooperativer Kinderschutz"
Das Modellprojekt „Kooperativer Kinderschutz“, das vom Deutschen Kinderschutzbund Kreisverband Unna von 2012 bis 2014 durchgeführt wurde, hatte zum Ziel, die Zusammenarbeit im örtlichen Kinderschutzsystem in Unna zu verbessern. Im landesgeförderten Modellprojekt wurde unter Anwendung des Bundeskinderschutzgesetzes versucht, die lokale Verantwortungsgemeinschaft zu stärken und die Rolle und Aufgabe von Kinderschutzfachkräften zu profilieren und zu qualifizieren. Der Abschlussbericht bilanziert das Projekt.
Konstruktiv kooperieren im Kinderschutz
Empfehlungen für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte.
Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung – Arbeitshilfe zur Kooperation zwischen Jugendamt und Trägern der freien Kinder- und Jugendhilfe
Am 1. Oktober 2005 trat das Gesetz zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe (KICK = Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz) in Kraft. In diesem Zusammenhang wurde im SGB VIII u. a. der „Schutzauftrag“ der Kinder- und Jugendhilfe bei Gefährdungen des Kindeswohls verstärkt. Ein effektiverer Schutz des Kindeswohls soll insbesondere durch die Konkretisierung des Schutzauftrags des Jugendamtes und der Träger von Einrichtungen und Diensten (§ 8a SGB VIII), die Neuordnung der vorläufigen Maßnahmen bei Krisenintervention (§ 42 SGB VIII), eine stärkere Berücksichtigung des Kindeswohls beim Sozialdatenschutz (§§ 61 ff. SGB VIII) und der verschärften Prüfung von Personen mit bestimmten Vorstrafen (§ 72a SGB VIII) erreicht werden.
NeFF – Arbeitshilfe zur Entwicklung und Steuerung von Netzwerken Früher Förderung
Das vom LVR-Landesjugendamt Rheinland initiierte und begleitete Projekt „Netzwerk Frühe Förderung“ (NeFF) hatte zum Ziel, Konzepte eine kommunalen Netzwerkorganisation und -steuerung zur frühen Förderung von Kindern und Familien zu entwickeln. Dazu wurden in der Stadt Dormagen, der Stadt Mönchengladbach, der Stadt Pulheim, der Stadt Velbert, der Stadt Wiehl und im Rheinisch-Bergischen Kreis im Rahmen von Modellprojekten sozialräumliche Netzwerke installiert.
Förderprogramm „Kommunale Netzwerke gegen Kinderarmut“, Vortrag von Christoph Gilles, LVR-Koordinationsstelle Kinderarmut