Source: http://www.thomasblechschmidt.de/tag/gleichheit/
Timestamp: 2019-02-22 09:52:52
Document Index: 351737585

Matched Legal Cases: ['§ 55', '§ 55', '§ 55', '§ 55', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12']

Gleichheit | Thomas Blechschmidt – Political author
TToG II § 55
§ 55. Children, I confess, are not born in this full state of equality, though they are born to it. Their parents have a sort of rule and jurisdiction over them, when they come into the world, and for some time after; but it is but a temporary one. The bonds of this subjection
are like the swaddling clothes they are wrapt up in, and supported by, in the weakness of their infancy: Age and reason, as they grow up, loosen them, till at length they drop quite off, and leave a man at his own free disposal.
§ 55. Ich gebe zu, Kinder werden nicht in diesen Zustand der Gleichheit geboren, sie werden für ihn geboren. Ihre Eltern haben über sie eine bestimmte Art Befugnis für Regeln und Rechtsprechung, wenn sie auf die Welt kommen und für eine Zeit danach. Aber nur vorübergehend. Die Fesseln dieser Unterordnung Sind wie die Windeln, mit denen sie als hilflose Babies gewickelt, gestützt und aufrecht gehalten werden. Alter und Vernunft lösen sie, je größer die Kinder werden, bis sie schließlich entfallen und der Mensch seiner eigenen freien Verfügung überlassen wird.
absoluteAnspruchArbeitArtauthorityAutoritätBesitzBevölkerungbondscommoncommonwealthcommunitycompactconfessdisposaldominionEigentumElternequalityFesselnforceFreedomFreiheitgebe zuGemeinbesitzGemeinschaftGemeinwesenGesellschaftGesetzGewährGleichheitgovernedgovernmentgovernorHerrschaftHerrscherhilflose BabiesJohn Lockejurisdictionjusticelaborlawlaw of naturelawfulLeutelibertyMachtmagistratemankindMenscheitnackte GewaltNaturgesetzNaturrechtObrigkeitparentspeoplepoliticpolitischpositivpossessionpowerprivatprivatepropertyreasonRechtrechtmäßigRechtmäßigkeitRechtsprechungRegelRegelnRegentschaftRegierenRegierungrightrohe GewaltrulesocietiessocietysortSouveränitätsovereignsovereigntystatesubjectionswaddling clothesTToG II § 55Two Treatises of GovernmentUnterordnungVerfügungVernunftVertragviolenceVolkweakness of their infancyWindelnZustand
TToG II § 13
§ 13. To this strange doctrine, viz. that in the state of nature everyone has the executive power of the law of nature I doubt not but it will be objected, that it is unreasonable for men to be judges in their own cases, that self-love will make men partial to themselves and their friends: And on the other side, that ill-nature, passion and revenge will carry them too far in punishing others; and hence nothing but confusion and disorder will follow; and that therefore God hath certainly appointed government to restrain the partiality and violence of men.
I easily grant, that civil government is the proper remedy for the inconveniences of the state of nature, which must certainly be great, where men may be judges in their own case, since it is easy to be imagined, that he who was so unjust as to do his brother an injury, will scarce be so just as to condemn himself for it; but I shall desire those who make this objection, to remember, that absolute monarchs are but men; and if government is to be the remedy of those evils, which necessarily follow from men’s being judges in their own cases, and the state of nature is therefore not to be endured, I desire to know what kind of government that is, and how much better it is than the state of nature, where one man, commanding a multitude, has the liberty to be judge in his own case, and may do to all his subjects whatever he pleases, without the least liberty to anyone to question or control those who execute his pleasure? And in whatsoever he doth, whether led by reason, mistake or passion, must be submitted to? Much better it is in the state of nature, wherein men are not bound to submit to the unjust will of another: And if he that judges, judges amiss in his own, or any other case, he is answerable for it to the rest of mankind.
§ 13. Gegen die seltsame Lehre, jeder habe im Naturzustand eine vollziehende Macht durch Naturrecht, wird zweifelsfrei eingewendet werden, es sei unvernünftig, wenn Menschen Richter in eigener Sache seien. Selbstliebe werde sie für das eigene und ihrer Freunde Interesse parteiisch machen. Andererseits ist zu erwarten, sie ließen sich durch Bosheit, Leidenschaft und Rachsucht bei der Bestrafung anderer zu weit fortreißen und daraus entstünde nichts als Verwirrung und Chaos. Gott habe sicherlich deshalb Regierungen eingesetzt, um Parteilichkeit und Gewalttätigkeit der Menschen in Schranken zu halten.
Ich gebe gern zu, dass ich eine zivile Regierung als geeignete Medizin gegen die Unannehmbarkeiten des Naturzustands sehe, welche sicher bedeutend sein müssen, solange die Menschen Richter in eigener Sache sind. Denn man kann sich schlecht vorstellen, dass jemand, wer so ungerecht war, seinem Bruder Unrecht zuzufügen, wohl so gerecht sein wird, sich selbst dafür zu verurteilen.
An dieser Stelle möchte ich diejenigen, welche diesen Einwand erheben, bitten sich zu erinnern, dass auch absolute Monarchen nichts als gewöhnliche Menschen sind. Wenn nun Monarchie das Heilmittel gegen alle Übel sein soll, die zwangsläufig daraus folgen, dass Menschen Richter in eigener Sache sind, und die dadurch den Naturzustand unerträglich machen, so drängt es mich zu wissen, wie diese Regierung aussehen könnte und um wie viel besser sie ist als der Naturzustand.
Ein Zustand, indem ein über eine große Anzahl herrschender Mensch jede Freiheit hat, in eigener Sache Richter zu sein, mit allen seinen Untertanen nach Belieben verfahren kann, wie es ihm passt, ohne dass es irgendjemand im mindesten gestattet wäre, darüber Rechenschaft zu verlangen oder alle jene, welche seine Wünsche umsetzen, kontrollieren zu dürfen? Wo man allem was er anordnet gehorcht werden muss, egal ob er von Vernunft, Irrtum oder Leidenschaft geleitet wird?
Sehr viel besser wird es im Naturzustand sein, in welchem die Menschen nicht gezwungen sind, sich dem ungerechten Willen eines anderen zu unterwerfen und in dem, wenn derjenige, welcher richtet, in seinem eigenen oder eines anderem Fall falsch richtet, er der übrigen Menschheit dafür verantwortlich ist.
absoluteAnspruchauthorityAutoritätBesitzBevölkerungBosheitbrotherBruderChaoscommoncommonwealthcommunityconfusiondisorderdominiondoubtEigentumeingewendetEinwandequalequalityErhaltexecutiveexekutiveforceFreedomFreiheitgeeigneteGemeinbesitzGemeinschaftGemeinwesengerechtGesetzgesetzgebendeGewährgleichGleichheitgovernedgovernmentgovernorHeilmittelHerrschaftHerrscherill-natureinconveniencesinjuryIrrtumJohn LockejudgesjurisdictionjusticeKrieglawlaw of natureLebenlegislativeLeidenschaftLeutelibertylifeMachtmagistratemankindMedizinMenschheitmistakeMonarchenmonarchsnackte GewaltNaturnaturalnatureNaturgesetznatürlichNaturrechtNaturzustandobjectedObrigkeitpassionpeoplepositivpossessionpowerpreservationpreserveprivatprivateproperpropertyRachsuchtreasonRechtRechtmäßigkeitRechtsprechungRegentschaftRegierenRegierungremedyrevengeRichterrightrohe GewaltscarcesecuritySelbstliebeself-loveseltsame LehreSicherheitSouveränitätsovereignsovereigntyState of Naturestrange doctrinesubjectsTToG II § 13Two Treatises of GovernmentUnannehmbarkeitenungerechtunjustunreasonableUnrechtUntertanenunvernünftigVernunftVerwirrungviolenceVolkwarwhatsoeverzweifle
TToG II § 12
§ 12. By the same reason may a man in the state of nature punish the lesser breaches of that law. It will perhaps be demanded, with death? I answer, each transgression may be punished to that degree, and with so much severity, as will suffice to make it an ill bargain to the offender, give him cause to repent, and terrify others from doing the like. Every offence, that can be committed in the state of nature, may in the state of nature be also punished equally, and as far forth as it may, in a commonwealth:
For though it would be besides my present purpose, to enter here into the particulars of the law of nature, or its measures of punishment; yet, it is certain there is such a law, and that too, as intelligible and plain to a rational creature, and a studier of that law, as the positive laws of commonwealths: Nay, possibly plainer; as much as reason is easier to be understood, than the fancies and intricate contrivances of men, following contrary and hidden interests put into words; for so truly are a great part of the municipal laws of countries, which are only so far right, as they are founded on the law of nature, by which they are to be regulated and interpreted.
§ 12. Aus demselben Grund darf ein Mensch im Naturzustand auch geringere Verletzungen dieses Gesetzes bestrafen. Die Frage könnte auftauchen: Mit dem Tod? Ich antworte, jedes Verbrechen darf in dem Grad und mit der Strenge bestraft werden, die erforderlich ist, sie den Gesetzesbrecher als zu teuer empfinden zu lassen, ihn zur Reue zu treiben und andere abzuschrecken Gleiches zu tun. Jede Untat die im Naturzustand begangen wird, darf im Naturzustand in gleicher Weise bestraft werden und genauso in einem Staat, sofern das möglich ist. Es liegt aber außerhalb meines gegenwärtigen Zwecks, auf die Einzelheiten des Naturrechts oder sein Strafmaß einzugehen. Bis jetzt ist es sicher: Es gibt ein solches Recht. Für mit Vernunft begabte Wesen und Kundige des Rechts, wenn sie darüber Nachdenken ebenso verständlich und klar wie die positiven Gesetze der Staaten. Womöglich klarer, insofern als Vernunft leichter zu verstehen ist als die Phantastereien und verwickelten Kniffe von Menschen die in Worte gekleidete widersprüchliche und getarnte Interessen verfolgen. In Realität und Wahrheit verhält es sich bei einem großen Teil der öffentlichen Gesetze vieler Länder geradeso. Sie sind nur soweit gerecht wie sie auf das Naturrecht zurückgehen, nach dem sie zu gestalten und auszulegen sind.
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