Source: https://www.claudia-thoms.de/jump-jugend-mit-perspektive/
Timestamp: 2019-10-21 22:42:07
Document Index: 85024365

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 36', '§ 7', '§ 22', '§ 27', '§ 30', '§ 35', '§ 41', '§ 7', '§ 22']

JumP - Jugend mit Perspektive - Claudia Thoms
Claudia Thoms Individuelle Jugend- und Familienhilfe, Schleswig-Flensburg
Individuelle Familienhilfe
JumP – Jugend mit Perspektive
Lunique – Das Weiterbildungsinstitut
Bei „JumP-Jugend mit Perspektive“ handelt es sich um eine ambulante Jugendhilfemaßnahme nach dem SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) mit dem Schwerpunkt: Verselbständigung
Jugendliche haben oft ein starkes Verselbständigungsbedürfnis, das häufig mit der tatsächlichen Kompetenz in Bezug auf Alltag, Schule/Beruf und psychischer Belastbarkeit nicht im Einklang steht.
Ziel von JumP ist es, realistische Perspektiven in schulischer, beruflicher und lebenspraktischer Hinsicht für ein selbständiges und eigenverantwortliches Leben in der eigenen Wohnung zu erarbeiten.
Die ambulante Betreuung findet auf der Grundlage abgesprochener Termine aufsuchend in den eigenen Räumlichkeiten der zu Betreuenden statt.
JumP ist ein JugendhilfeANGEBOT.
Diese Maßnahme ist freiwillig.
„Du gibst uns den Auftrag!“
Jedem Jugendlichen stehen mindestens 5,25 Fachleistungsstunden / Woche (inkl. Familienarbeit und Rufbereitschaft) zur Verfügung. Es werden feste Termine verabredet, bei denen die Jugendlichen die Möglichkeit haben, unter vier Augen über Probleme zu reden.
Oft geht es dabei um Themen wie z.B. Probleme mit sich oder anderen, Wut, Angst, Einsamkeit, Eltern, Schule / Ausbildung, Liebe und Sexualität.
Sollte hier zusätzlich psychologische Unterstützung sinnvoll erscheinen, wird gemeinsam nach einem geeigneten Beratungsangebot gesucht. Selbstverständlich geht es aber bei den Gesprächsterminen auch oft darum, was noch zu erledigen ist und wie man das am besten anpackt.
Entscheidend für den Erfolg der Hilfe ist, dass die Jugendlichen in schulische oder berufliche Maßnahmen oder Ausbildung eingebunden sind oder eine konkrete Perspektive für schulische oder berufliche Maßnahmen entwickeln können und möchten.
Es ist vor allem notwendig, dass JumP eine Entscheidung ist, die nach ausführlicher Beratung über die Art der Hilfe eigenständig und bewusst getroffen wird. Ebenso entscheidend ist die Zustimmung der Sorgeberechtigten.
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Zielgruppe, Voraussetzungen und Ausschlusskriterien
Geeignet für JumP sind Jugendliche ab 15 Jahren oder junge Volljährige,
die bereit sind, am Erfolg der Maßnahme mitzuwirken und sich an Absprachen zu halten
die aus stationären Hilfen (§ 34) herausgewachsen sind
bei denen familiäre Konflikte im Elternhaus einen Verbleib dort erschweren oder unmöglich machen
die ohne Unterstützung nicht in ausreichendem Maße eigenverantwortlich ihren Lebensalltag in Form von Schule, Ausbildung, soziale Kontakte etc. gestalten können
die sich auf Grund ihrer Biographie in der Verselbständigungsphase befinden und Unterstützung bei dem Selbständigkeitsprozess möchten
die einen so hohen Grad an Selbständigkeit aufweisen, dass sie keine „Rund-um-die-Uhr-Betreuung“ mehr brauchen
die bereit sind, an Perspektiven für die persönliche, schulische und berufliche Entwicklung zu arbeiten
für die im Rahmen des Hilfeplanverfahrens (§ 36 SGB VIII) festgestellt wurde, dass JumP konzeptionell geeignet ist (Voraussetzung: § 7 Abs. 1 Satz 1 SGB II und § 22 Abs. 5 SGB II)
Nicht geeignet sind Jugendliche:
mit alltagsbestimmendem Drogen- und Alkoholkonsum
mit einem Bedarf an intensiver psychiatrischer Betreuung
die suizidgefährdet sind
die sich prostituieren
Welche Ziele verfolgen wir und um welche Betreuungsinhalte geht es bei JumP?
Unser Ziel ist es den Jugendlichen Strategien zu vermitteln, um sich sicher und verantwortlich im normalen Alltag zu bewegen. Die Jugendlichen sollen die Möglichkeit erhalten, sich schrittweise eine eigene Lebensgestaltung zu erarbeiten, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, Problematiken zu erkennen und zu bearbeiten, um später erfolgreich entstehenden Problemsituationen Stand zu halten. Dabei ist es unser Anliegen individuell und den Möglichkeiten entsprechend zu fördern, immer mit dem Anspruch, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten:
Vermittlung von Handlungskompetenzen bei der Sicherung des Lebensunterhalts, einen Überblick über das Sozialsystem und bürokratischer Kompetenzen für die Lebensführung
Organisation des eigenen Haushaltes und Erfüllung von Pflichten
Selbständiger und verantwortungsvoller Umgang mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln
Entwicklung von schulischen und beruflichen Perspektiven, vor allem realistische Perspektivenplanung in Richtung Schulabschluss, Ausbildung oder berufsvorbereitende Maßnahmen; Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit
Ausbau der eigenverantwortlichen Lebensführung, vor allem Umgang mit Geld, Kontoführung, Alltagsstrukturierung, Haushaltsführung, Einkauf
Ausbau persönlicher Kompetenzen, vor allem Umgang mit Krisen, verantwortungsvoller Umgang mit sich selbst
Ausbau sozialer Kompetenzen, vor allem Kritik- und Konfliktfähigkeit, Kontaktfähigkeit, Empathie
Aufbau bzw. Fortführung von Kontakten zu den Eltern und anderen Angehörigen, soweit dies vom Jugendlichen gewünscht wird
Positive Beziehungsgestaltung innerhalb des sozialen Lebensumfeldes
Verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität / Verhütung
Angemessenes Verhalten im Umgang mit Suchtmitteln sowie bei kriminellem Verhalten
Sensibilisierung für eigene Bedürfnisse und Entwicklung von Rücksichtnahme für fremde Bedürfnisse
Was erwarten wir? Mitwirkung!
Vereinbarung und Einhaltung von Terminen
Teilnahme am wöchentlichen Meeting und soz. Kompetenztraining
Absprachefähigkeit und -bereitschaft
Die Bereitschaft an Perspektiven für persönliche, schulische und berufliche Entwicklung zu arbeiten
Die Finanzierung der Fachleistungsstunden sowohl für die ambulante Betreuung nach § 27.2 SGB VIII i. V .m. § 30, § 35a und § 41 als auch für die gruppenbezogenen Leistungen (Meeting und Sozialtraining) erfolgt über eine Leistungsvereinbarung mit dem Kreis Schleswig-Flensburg.
Der Betreuungsumfang (mind. 5,25 FLS inkl. Familienarbeit und Rufbereitschaft) wird vom zuständigen Sozialarbeiter des Jugendamtes überprüft und festgelegt.
Der Lebensunterhalt wird über das eigene Einkommen der Jugendlichen, BAB, BAFÖG, Kindergeld, SGB II etc. gesichert. Die Voraussetzungen für Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts ergeben sich aus § 7 Abs. 1 Satz 1 SGB II und § 22 Abs. 5 SGB II (U-25 Bescheinigung des Jugendamtes).
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