Source: http://borovac-knabe.de/2012/07/solarfoerderung-kroatien-zusammenfassung-2012/2932
Timestamp: 2016-05-25 16:48:57
Document Index: 232869176

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 13', 'Art. 19', 'Art. 23', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 14', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 8', 'Art. 12', 'Art. 15', 'Art. 14', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 23', 'Art. 25']

Solarförderung Kroatien – Zusammenfassung 2012 | Biogas, Erneuerbare Energie, Kroatien, Photovoltaik, Recht | Borovac-Knabe und Partner
Kroatien > Solarförderung Kroatien – Zusammenfassung 2012	Kroatien senkt Solar-Einspeisetarife zugunsten von Dachanlagen Deutsche Übersetzung des Tarifsystems Kroatiens 2014
Solarförderung Kroatien – Zusammenfassung 2012
On 3. Juli 2012 Wir haben die Bestimmungen des neuen kroatischen Tarifsystems zur Förderung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen für Sie zusammengefasst. Den Text zum Download als PDF-Datei finden Sie hier. Das Tarifsystem im Original findet sich hier.
Eine vollständige deutsche Übersetzung des seit Juni 2012 geltenden Einspeisetarif für Kroatien können Sie zum Preis von 120 EUR zzgl. 19% Mehrewertsteuer bei uns bestellen.
Tarifsystem Kroatien
Tarifsystem für elektrische Energie aus erneuerbaren Energiequellen
und Kraftwärmekopplung
Tarifni sustav za proivodnju električne energije iz obnovljivih izvora energije i kogeneracije
Narodne Novine (Amtsblatt) Nr. 63, in Kraft getreten am 6.6.2012
Das Tarifsystem für elektrische Energie aus erneuerbaren Energiequellen und Kraftwärmekopplung besteht aus vier Teilen.
Teil 1 Allgemeine Bestimmungen (Art. 1 bis 2)
Teil 2 Einspeisevergütung (Art. 3 bis 12)
Teil 3 Einspeisevertrag (Art. 13 bis 18)
Teil 4 Abrechnung und Zahlung (Art. 19 bis 24)
Teil 5 Übergangs- und sonstige Bestimmungen (Art. 23 bis 28)
Dieser Text stellt die wichtigsten Bestimmungen des Tarifsystems für Photovoltaikanlagen vor. Alle Angaben sind ohne Gewähr.
1.1 Aufteilung der Vergütung
Der Einspeisetarif besteht aus einem fixen und einem flexiblen Teil. Letzterer bemisst sich am Beitrag der jeweiligen Anlage zur Entwicklung der betroffenen Städte und Gemeinden (Art. 1 Abs. 3)
1.2 Regelmäßige Anpassung
Änderungen des Tarifsystems für das Folgejahr sollen künftig bis 31. Oktober des laufenden Jahres verabschiedet werden. (Art. 1 Abs. 5)
1.3 Unterscheidung Dach- und Freiflächen
Die Verordnung unterscheidet so genannte integrierte Anlagen (integrirane sunčane elektrane), die auf Gebäuden und anderen Bauten errichtet werden sowie Freiflächenanlagen. (Art. 2 Abs. 2 Nr. 3 bzw. Nr. 7).
2 Teil 2 Einspeisevergütung
Einen Anspruch auf Zahlung der Einspeisevergütung haben Energieproduzenten, die den Status des begünstigten Erzeugers entsprechend des Gesetzes über den elektrischen Energiemarkt erlangt haben. Betreiber von Anlagen, auf die besondere Bedingungen für „einfache Bauten“ zutreffen (Art. 3 Abs. 1) benötigen diesen Status nicht.
Zudem ist der Abschluss eines Einspeisevertrages nötig. (Art. 3 Abs. 2)
2.2 Einspeisevergütung (fixer Teil)
Das Tarifsystem unterscheidet zwischen Freiflächenanlagen und Dachanlagen sowie zwischen reinen PV-Dachanlagen und solchen mit integrierter Solarthermie.
PV kn/kWh
bis einschließlich 10 kW
10 bis einschließlich 30 kW
über 30 kW bis einschließlich 300kW
über 300 kW bis einschließlich 1 MW sowie Freiflächenanlagen
Der Tarifzuschlag für PV-Dachanlagen mit Solarthermie wird nur gezahlt, wenn das Verhältnis von installierter Leistung der Solarthermie-Anlage zur PV-Anlage mindestens wie folgt lautet:
Die Einspeisevergütung wird jährlich um die für das vorhergegangene Jahr vom Statistikamt festgestellte Inflation angepasst. (Art. 14 Abs. 6)
2.3 Einspeisevergütung (flexibler Teil)
Auf Antrag wird zusätzlich eine flexible Einspeisevergütung gezahlt, die bis zu 15% des jeweiligen fixen Vergütung betragen kann. Entsprechend einer vorgegeben Formel werden u.a. die Zahl der entstandenen Arbeitsplätze, der Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Gemeinde und andere Faktoren in den flexiblen Zuschlag umgerechnet (Art. 5).
Voraussetzung zur Erlangung des Status als bevorzugter Erzeuger ist, dass die Anlage durch einen zugelassenen Installateur errichtet wird. Entsprechende Vorschriften muss das Bauministerium erlassen. Bis dahin gelten Übergangsregelungen (Art. 6).
2.5 Anlagengröße
Mehrere Anlagen, die sich auf demselben Flurstück befinden, gelten als einer Anlage im Sinne der Verordnung. Eine Reparzellierung ist nicht gestattet. Ausgenommen sind unter bestimmten Bedingungen integrierte Anlagen auf unterschiedlichen Gebäuden (Art. 8).
2.6 Jährlicher Zubau
Der jährliche Zubau wird auf zehn MW für integrierte Anlagen und fünf MW für Freiflächenanlagen begrenzt. Der Energiemarktbetreiber schließt Verträge bis diese Obergrenzen im Laufe des Jahres erreicht werden. (Art. 12 Abs. 5)
3 Teil 3 Einspeisevertrag
Der Einspeisevertrag hat eine Laufzeit von 14 Jahren. (Art. 15, Abs. 1)
Voraussetzung für den Abschluss eines Einspeisevertrages ist ein schriftlicher Antrag mit folgenden Anlagen:
Netzanschluss(vor)vertrag
vorläufiger Bescheid über die Erlangung des Status als begünstigter Erzeuger (außer bei den genannten Ausnahmen)
Bei Anlagen über 300kW muss eine Bankgarantie in Höhe von 10% der geplanten Investition geleistet werden.
Der Einspeisevertrag muss innerhalb von 60 Tagen nach Eingang des vollständigen Antrags geschlossen werden. (Art. 14 Abs. 4)
Der Marktbetreiber schließt Einspeiseverträge solange die gesamte Energieproduktion aus erneuerbaren Energiequellen nicht den durch eine besondere Verordnung festgelegten Mindestanteil erreicht hat. (Art. 18 Abs 1)
4 Teil 4 Abrechnung und Zahlung
Der Marktbetreiber ist für die monatliche Abrechnung und Auszahlung der Einspeisevergütung zuständig (Art. 19. Abs. 1 und Art. 23).
5 Teil 5 Übergangs- und sonstige Bestimmungen
5.1 Zahlungen an die Kommunen
Für PV-Anlagen über 0,3 MW zahlt der Energieerzeuger der jeweiligen Kommune, auf deren Gebiet die Anlage steht, eine Gebühr von 0,01 kn/kWh ausgelieferter Energie. Diese Bestimmung gilt, bis eine entsprechende Regelung nach dem Energiemarktgesetz erlassen worden ist. (Art. 25)
Den Text zum Download als PDF-Datei finden Sie hier.
Das Tarifsystem im Original findet sich hier.
Kroatien senkt Solar-Einspeisetarife zugunsten von Dachanlagen
Getagged mitBiogas • Erneuerbare Energie • Kroatien • Photovoltaik • Recht Hinterlasse eine Antwort Antworten abbrechen