Source: https://www.das.de/de/rechtsportal/Gesetzestexte/V/ViehVerkV/Content.aspx
Timestamp: 2018-12-15 10:21:42
Document Index: 164117026

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 25', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 15', '§ 17', '§ 18', '§ 2', '§ 19', '§ 17', '§ 20', '§ 21', '§ 34', '§ 25', '§ 22', '§ 17', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 27', '§ 27', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 34', '§ 26', '§ 37', '§ 35', '§ 36', '§ 37', '§ 38', '§ 26', '§ 15', '§ 26', '§ 15', '§ 26', '§ 41', '§ 42', '§ 43', '§ 44', '§ 44', '§ 44', '§ 44', '§ 26', '§ 26', '§ 25', '§ 46', '§ 47', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 45', '§ 19', '§ 20', '§ 19', '§ 34', '§ 39', '§ 19', '§ 44', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 17', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 27', '§ 27', '§ 30', '§ 31', '§ 27', '§ 30', '§ 31', '§ 27', '§ 30', '§ 28', '§ 32', '§ 30', '§ 31', '§ 30', '§ 31', '§ 26', '§ 15', '§ 26', '§ 34', '§ 26', '§ 36', '§ 10', '§ 37', '§ 15', '§ 26', '§ 42', '§ 26', '§ 15', '§ 26']

D.A.S. Rechtsschutz der ERGO » Rechtsportal » Gesetzestexte » V » ViehVerkV - Viehverkehrsverordnung » Content
(Viehverkehrsverordnung - ViehVerkV) 1)
Richtlinie 90/426/EWG des Rates vom 26. Juni 1990 zur Festlegung der tierseuchenrechtlichen Vorschriften für das Verbringen von Equiden und für ihre Einfuhr aus Drittländern (ABl. L 224 vom 18.8.1990, S. 42, L 296 vom 27.10.1990, S. 66), die zuletzt durch die Richtlinie 2004/68/EG (ABl. L 139 vom 30.4.2004, S. 321, L 226 vom 25.6.2004, S. 128) geändert worden ist,
In der Fassung der Bekanntmachung vom 3. März 2010 (BGBl. I S. 203)
Zuletzt geändert durch Artikel 6 der Verordnung vom 3. Mai 2016 (BGBl. I S. 1057)
§ 1 ViehVerkV Viehtransportfahrzeuge
§ 2 ViehVerkV Viehladestellen
§ 3 ViehVerkV Viehausstellungen, Viehmärkte
Die Wege und Straßen sowie die Plätze zum Be- oder Entladen von Viehtransportfahrzeugen müssen befestigt, leicht zu reinigen und desinfizierbar sein.
(2) Für Viehausstellungen, für Viehmärkte geringen Umfangs und für Jahr- und Wochenmärkte, die nach § 25 Absatz 2 des Tiergesundheitsgesetzes von der amtstierärztlichen Beaufsichtigung befreit sind, kann die zuständige Behörde Ausnahmen von Absatz 1 Nummer 1 bis 7 genehmigen, soweit Belange der Tierseuchenbekämpfung nicht entgegenstehen.
(3) Die zuständige Behörde kann für Viehmärkte anordnen, dass diese
durch eine feste Einfriedung abgeschlossen werden,
insgesamt mit befestigtem, leicht zu reinigendem und desinfizierbarem Boden versehen werden,
Gefälle zu einem Abfluss erhalten, der an die Kanalisation oder eine sonstige Einrichtung zur Beseitigung von Abwasser angeschlossen ist.
§ 4 ViehVerkV Anzeige, Beschränkung und Verbot
(1) Viehausstellungen, Viehmärkte und Veranstaltungen ähnlicher Art sind der zuständigen Behörde vom Veranstalter unter Angabe der Art der Veranstaltung mindestens vier Wochen vor dem jeweiligen Beginn schriftlich anzuzeigen.
(2) Die zuständige Behörde kann Veranstaltungen nach Absatz 1 beschränken oder verbieten, soweit dies aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung erforderlich ist.
§ 5 ViehVerkV Auftrieb
Auf Viehausstellungen, Viehmärkten oder Veranstaltungen ähnlicher Art dürfen Tiere, für die eine Kennzeichnung nach dieser Verordnung oder nach unmittelbar geltenden Rechtsakten der Europäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Union vorgeschrieben ist, nur aufgetrieben werden, soweit die Tiere mit der vorgeschriebenen Kennzeichnung dauerhaft gekennzeichnet sind. Die Auftriebszeit muss, soweit nicht für eine ausreichende künstliche Beleuchtung gesorgt ist, so festgesetzt sein, dass der Auftrieb nicht vor Sonnenaufgang beginnt und nicht nach Sonnenuntergang endet. Die zuständige Behörde kann den Auftrieb auf bestimmte Stunden beschränken.
§ 6 ViehVerkV Amtstierärztliche Untersuchung
(1) Die Tiere sind beim Auftrieb auf Viehmärkte amtstierärztlich zu untersuchen. Die zuständige Behörde kann Ausnahmen genehmigen, soweit Belange der Tierseuchenbekämpfung nicht entgegenstehen. Soweit es aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung erforderlich ist, kann sie weitere amtstierärztliche Untersuchungen der Tiere anordnen.
(2) Die zuständige Behörde kann beim Auftrieb von Vieh auf Viehausstellungen eine amtstierärztliche Untersuchung anordnen, soweit dies aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung erforderlich ist. In Zeiten erhöhter Seuchengefahr kann sie ferner eine amtstierärztliche Untersuchung der Tiere beim Auftrieb auf Schlachtstätten anordnen.
§ 7 ViehVerkV Abtrieb von Schlachtviehmärkten und Schlachtstätten
Der Abtrieb des Viehs von einem Schlachtviehmarkt oder einer Schlachtstätte bedarf der Genehmigung der zuständigen Behörde. Die Genehmigung darf nur erteilt werden
für fehlgeleitete oder tragende Tiere, soweit sichergestellt ist, dass die Tiere im Bereich der zuständigen Behörde verbleiben oder die für den Bestimmungsort zuständige Behörde zugestimmt hat,
für Tiere, die von einem Schlachtviehmarkt abgetrieben und in einen Mastbetrieb verbracht werden sollen, soweit sichergestellt ist, dass sie bis zum Verbringen zur Schlachtung dort verbleiben,
und Belange der Tierseuchenbekämpfung nicht entgegenstehen. Satz 1 gilt nicht für Tiere, die unmittelbar auf einen anderen Schlachtviehmarkt oder in eine Schlachtstätte verbracht werden.
§ 8 ViehVerkV Gastställe
Gastställe müssen folgende Anforderungen erfüllen:
Die Ställe müssen einen flüssigkeitsundurchlässigen Boden und glatte Wände haben.
Die Ställe müssen ausreichend beleuchtbar sein.
Die Stalleinrichtung, insbesondere Zwischenwände, Krippen, Tränken und Vorratsbehälter, muss aus leicht zu reinigendem und zu desinfizierendem Material sein.
§ 9 ViehVerkV Viehkastrierer
Personen, die gewerbsmäßig Vieh kastrieren, ohne Tierarzt zu sein, dürfen Tiere nicht kastrieren, die an einer anzeigepflichtigen Tierseuche leiden oder bei denen der Verdacht auf eine solche Tierseuche vorliegt.
§ 10 ViehVerkV Wanderschafherden
(1) Wer Wanderschafherden über das Gebiet mehrerer Kreise oder kreisfreier Städte treiben will, bedarf, vorbehaltlich des Satzes 2, der Genehmigung der zuständigen Behörde. Wer Wanderschafherden nur im Gebiet eines Kreises oder einer kreisfreien Stadt sowie in an diese Gebiete angrenzende Gemeindegebiete treiben will, hat dies der zuständigen Behörde jährlich, spätestens vor Beginn der Weidesaison, anzuzeigen.
(2) Die Genehmigung nach Absatz 1 Satz 1 ist von dem Halter der Herde unter Angabe der Anzahl der Tiere und des Treibweges zu beantragen. Sie ist zu erteilen, soweit
durch amtstierärztliches Zeugnis nachgewiesen ist, dass die Herde frei von äußeren Erscheinungen ist, die auf eine Tierseuche schließen lassen, und
Die Genehmigung kann insbesondere auf bestimmte Wege oder Flächen beschränkt und mit der Auflage verbunden werden, dass während der Wanderung weitere Nachweise über den Gesundheitszustand der Schafe zu erbringen sind.
(3) In den Fällen des Absatzes 1 Satz 1 hat der Halter der Herde über die Zu- und Abgänge Aufzeichnungen zu machen. Er hat diese Aufzeichnungen und die Genehmigung nach Absatz 1 Satz 1 während der Wanderung mitzuführen und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.
§ 11 ViehVerkV Anzeige
§ 12 ViehVerkV Viehhandelsunternehmen
die Anforderungen nach Anlage 1 erfüllt sind und
sichergestellt ist, dass die Bestimmungen nach Anlage 2 eingehalten werden.
§ 13 ViehVerkV Transportunternehmen
die Anforderungen nach Anlage 1 Nummer 1 Satz 4 und 5 und Nummer 3 bis 5 Buchstabe a erfüllt sind und
sichergestellt ist, dass die Bestimmungen nach Anlage 2 Nummer 2 bis 4 eingehalten werden.
§ 14 ViehVerkV Sammelstellen
die Anforderungen nach Anlage 1 erfüllt sind,
sichergestellt ist, dass die Bestimmungen nach Anlage 2 Nummer 2 bis 4 eingehalten werden, und
die Sammelstelle gleichzeitig nur für Zucht- und Nutztiere oder nur für Schlachttiere betrieben wird.
§ 15 ViehVerkV Registrierung und Bekanntmachung der Zulassung, Anerkennung von Zulassungen
Stellt die zuständige Behörde bei einem zugelassenen Viehhandelsunternehmen, Transportunternehmen oder einer zugelassenen Sammelstelle fest, dass die Voraussetzungen für die Zulassung nicht mehr erfüllt sind, so ordnet sie bis zur Behebung der festgestellten Mängel für einen bestimmten Zeitraum das Ruhen der Zulassung an. Im Falle eines Betriebes oder einer Schlachtstätte bestimmt sich das Ruhen der Zulassung nach den in § 15 Absatz 2 genannten Vorschriften.
§ 17 ViehVerkV Transportmittel
§ 18 ViehVerkV Flächen, Räume und Gerätschaften
(1) Viehladestellen, Laderampen, Räume für die vorübergehende Unterkunft und die Vermarktung von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, Pferden oder Geflügel, Zu- und Abtriebswege, Plätze zum Be- und Entladen auf Viehmärkten, auf Sammelstellen, in Schlachtstätten und bei Viehhandelsunternehmen sowie die dort benutzten Gerätschaften sind vom jeweiligen Betreiber der Einrichtung oder vom jeweiligen Veranstalter nach jeder zusammenhängenden Benutzung zu reinigen und zu desinfizieren oder reinigen und desinfizieren zu lassen. Gastställe und die Betriebsstätten von Viehhandelsunternehmen sind vom Betreiber nach jeder Räumung oder bei ständiger Belegung in regelmäßigen Abständen von höchstens einer Woche zu reinigen und zu desinfizieren oder reinigen und desinfizieren zu lassen.
(2) Für Viehladestellen kann die zuständige Behörde Ausnahmen unter den Voraussetzungen des § 2 Absatz 4 genehmigen.
(3) Die zuständige Behörde kann anordnen,
dass die in Absatz 1 genannten Wege, Plätze, Räume und Gerätschaften in kürzeren Zeitabständen als dort vorgeschrieben gereinigt und desinfiziert werden müssen,
dass bei Viehhandelsunternehmen, Transportunternehmen, Sammelstellen oder in Schlachtstätten eine häufigere Reinigung und Desinfektion durchgeführt werden muss, als im Reinigungs- und Desinfektionsplan vorgesehen ist,
welche Art des Desinfektionsmittels zu verwenden ist,
soweit dies zur Tierseuchenbekämpfung erforderlich ist.
§ 19 ViehVerkV Dung, Streumaterial und Futterreste
Der für die Reinigung und Desinfektion nach den §§ 17 und 18 jeweils Verantwortliche hat anfallenden Dung, anfallendes Streumaterial und anfallende Futterreste unschädlich zu beseitigen oder beseitigen zu lassen oder so zu behandeln oder so behandeln zu lassen, dass Tierseuchenerreger abgetötet werden.
§ 20 ViehVerkV Ursprungszeugnisse, Gesundheitszeugnisse
Auf Anordnung der zuständigen Behörde beizubringende Ursprungszeugnisse gelten 30 Tage, Gesundheitszeugnisse, soweit in der Anordnung keine kürzere Frist bestimmt ist, zehn Tage jeweils vom Tag ihrer Ausstellung an. Die Gesundheitszeugnisse müssen von der zuständigen Behörde oder einem von ihr beauftragten Tierarzt ausgestellt sein.
§ 21 ViehVerkV Viehhandels- und Transportkontrollbücher
(1) Ein Viehhandelskontrollbuch über die im Besitz befindlichen und die gehandelten, transportierten oder vermittelten Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen oder Pferde sowie über das im Besitz befindliche und das gehandelte, transportierte oder vermittelte Geflügel hat nach Maßgabe der Sätze 2 und 3 zu führen, wer
gewerbsmäßig Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Pferde oder Geflügel handelt, transportiert oder vermittelt oder eine Sammelstelle betreibt,
eine Genossenschaft und Erzeugergemeinschaft, die Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Pferde oder Geflügel übernimmt oder abgibt, sowie für Brütereien, die Küken, auch aus Bruteiern anderer Betriebe, erbrütet und abgibt.
Das Viehhandelskontrollbuch muss folgende Angaben enthalten:
Ort und Tag der Übernahme sowie Name und Anschrift des bisherigen Besitzers,
Tag der Abgabe sowie Name und Anschrift des Übernehmers,
die Registriernummer des Transportunternehmens, das die Tiere zu oder von einer Sammelstelle oder einem Viehhandelsunternehmen transportiert, sowie das Kraftfahrzeugkennzeichen des Viehtransportfahrzeuges,
folgende Beschreibung der Tiere:
bei Rindern die Ohrmarkennummer,
bei Schweinen Stückzahl, ungefähres Alter und Kennzeichnung,
bei Schafen und Ziegen
für vor dem 10. Juli 2005 geborene Tiere Stückzahl und Kennzeichnung,
für nach dem 9. Juli 2005 geborene Tiere Stückzahl und Kennzeichnung nach § 34 Absatz 3,
bei Pferden Geschlecht, Farbe, ungefähres Alter, Abzeichen und Markierungen,
bei Geflügel Stückzahl, Rasse und ungefähres Alter.
Nach anderen Vorschriften erforderliche Bescheinigungen über die Tiergesundheit sind im Viehhandelskontrollbuch zu vermerken und diesem beizufügen. Ohne Genehmigung der zuständigen Behörde darf das Viehhandelskontrollbuch aus dem Betrieb nicht entfernt werden.
(2) Während des Transportes ist ein Transportkontrollbuch mitzuführen, das die nach Absatz 1 erforderlichen Angaben über die jeweils transportierten Tiere sowie Abfahrtszeit und Fahrtziel, zusammen mit nach anderen Vorschriften erforderlichen Bescheinigungen über die Tiergesundheit, enthält. Die Eintragungen sind abweichend von § 25 Absatz 2 vor Beginn des Transportes vorzunehmen. Satz 1 gilt nicht für Transporte, auf denen Vieh aus dem eigenen Bestand mit bestandseigenen Viehtransportfahrzeugen zu einer Schlachtstätte transportiert wird.
§ 22 ViehVerkV Desinfektionskontrollbuch
(1) Der Fahrer eines Viehtransportfahrzeuges, für das nach § 17 Absatz 1 bis 3 eine Reinigung und Desinfektion vorgeschrieben ist, hat für jedes Fahrzeug gesondert ein Desinfektionskontrollbuch mitzuführen, das folgende Angaben enthält:
Tag des Transportes,
Art der beförderten Tiere,
Ort und Tag der Reinigung und Desinfektion des Fahrzeuges,
Handelsname des verwendeten Desinfektionsmittels.
(2) Der Viehhandelsunternehmer, der Transportunternehmer und der Betreiber einer Sammelstelle oder einer Schlachtstätte haben über Art und Verbrauch des verwendeten Desinfektionsmittels schriftliche Aufzeichnungen zu machen.
§ 23 ViehVerkV Kastrations- und Klauenpflegekontrollbuch
Personen, die gewerbsmäßig Vieh kastrieren, ohne Tierarzt zu sein, haben ein Kastrationskontrollbuch zu führen, aus dem hervorgeht, wann und an welchen Orten und in welchen Betrieben sie Kastrationen vorgenommen haben. Für Personen, die gewerbsmäßig Klauenpflege betreiben, ohne Tierarzt zu sein, gilt Satz 1 mit der Maßgabe entsprechend, dass sie ein Klauenpflegekontrollbuch zu führen haben.
§ 24 ViehVerkV Deckregister
Tierhalter, die einen Hengst, einen Bullen, einen Eber oder einen Bock zum Decken fremder Tiere verwenden, haben ein Deckregister zu führen, das folgende Angaben enthalten muss:
Name und Anschrift des Vatertierhalters,
Art, Rasse, Alter, Ohrmarkennummer oder anderes Kennzeichen und gegebenenfalls Zuchtnummer des Vatertieres,
Name und Anschrift des Halters des gedeckten Tieres,
Rasse, Alter, Ohrmarkennummer oder anderes Kennzeichen des gedeckten Tieres,
Tag des Deckaktes.
§ 25 ViehVerkV Form, Aufbewahrung und Vorlage der Kontrollbücher und des Deckregisters
§ 26 ViehVerkV Anzeige und Registrierung
die nach Artikel 4 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 1739/2005 der Kommission vom 21. Oktober 2005 zur Festlegung der Veterinärbedingungen für die Verbringung von Zirkustieren zwischen Mitgliedstaaten (ABl. L 279 vom 22.10.2005, S. 47) zu registrierenden Zirkusse
§ 27 ViehVerkV Kennzeichnung
ein Nurlese-Passivtransponder verwendet wird, dessen Codierung nach der ISO-Norm 11784 2) aufgebaut und schreibgeschützt ist und die Angaben der Ohrmarke nach Anlage 4 enthält,
der Nurlese-Passivtransponder mit einem Gerät ablesbar ist, das den Anforderungen der ISO-Norm 11785 2) entspricht, und
§ 28 ViehVerkV Anzeige der Kennzeichnung
im Falle des § 27 Absatz 1 Nummer 1, des Geburtsdatums, des Geschlechts und der Rasse nach dem Schlüssel der Anlage 6 des Tieres sowie der Ohrmarkennummer des Muttertieres,
im Falle des § 27 Absatz 1 Nummer 2, des Geburtsdatums, des Geschlechts, der Rasse nach dem Schlüssel der Anlage 6, des Ursprungslandes, des Drittlandes, aus dem das Rind eingeführt worden ist, sowie der ursprünglichen Kennzeichnung des Tieres,
§ 29 ViehVerkV Anzeige von Bestandsveränderungen
der Registriernummer seines Betriebes sowie,
bezogen auf das einzelne Tier,
der Ohrmarkennummer,
des Zugangsdatums mit Ausnahme des Geburtsdatums,
des Abgangsdatums.
des Verbringens eines Rindes aus einem anderen Mitgliedstaat unmittelbar in seinen Bestand den betreffenden Mitgliedstaat, das Ursprungsland und das Geburtsdatum, auch im Falle des Verbringens zur unmittelbaren Schlachtung,
der Einfuhr eines Rindes zur unmittelbaren Schlachtung das in der Tiergesundheitsbescheinigung angegebene Geburtsdatum,
des Verbringens eines Rindes nach einem anderen Mitgliedstaat den betreffenden Mitgliedstaat,
der Ausfuhr das betreffende Drittland, in das das Rind ausgeführt worden ist,
des Todes eines Rindes, ob dieses Rind geschlachtet, notgeschlachtet oder auf andere Weise getötet worden oder verendet ist,
§ 30 ViehVerkV Rinderpass
§ 31 ViehVerkV Stammdatenblatt
§ 32 ViehVerkV Bestandsregister
§ 33 ViehVerkV Verbot der Übernahme, Inverkehrbringen von Ohrmarken
§ 34 ViehVerkV Kennzeichnung
(3) Soweit sich aus der Verordnung (EG) Nr. 21/2004 und den zu ihrer Durchführung erlassenen unmittelbar geltenden Rechtsakten der Europäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Union nichts anderes ergibt, muss bei Schafen und Ziegen
das erste Kennzeichen im Sinne des Artikels 4 Absatz 2 Buchstabe a der Verordnung (EG) Nr. 21/2004
aus einem Ohrmarken-Transponder bestehen,
dessen Codierung die für Ohrmarken nach Anlage 9 Nummer 1 Abschnitt A oder Nummer 3 Abschnitt A vorgeschriebenen Angaben enthält und
der im Falle der Codierung
nach Anlage 9 Nummer 1 Abschnitt A dem Muster der Anlage 9 Nummer 1 Abschnitt A und B Unterabschnitt A oder
nach Anlage 9 Nummer 3 Abschnitt A dem Muster der Anlage 9 Nummer 3 Abschnitt A
entspricht und die dort vorgeschriebenen Angaben in schwarzer Schrift auf gelbem Grund enthält,
aus einem Bolus-Transponder bestehen, dessen Codierung die für Ohrmarken nach Anlage 9 Nummer 1 Abschnitt A vorgeschriebenen Angaben enthält, oder
aus einer Ohrmarke bestehen, die dem Muster der Anlage 9 Nummer 1 Abschnitt A und B Unterabschnitt B entspricht und die dort vorgeschriebenen Angaben in schwarzer Schrift auf gelbem Grund enthält,
das zweite Kennzeichen im Sinne des Artikels 4 Absatz 2 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 21/2004
im Falle der Verwendung eines Ohrmarken-Transponders oder eines Bolus-Transponders als erstem Kennzeichen
aus einer Ohrmarke bestehen, die dem Muster der Anlage 9 Nummer 1 Abschnitt A und B Unterabschnitt B oder Nummer 3 Abschnitt B entspricht und die dort vorgeschriebenen Angaben in schwarzer Schrift auf gelbem Grund enthält, oder
aus einer Fußfessel bestehen, die die für Ohrmarken vorgeschriebenen Angaben nach Anlage 9 Nummer 1 Abschnitt A in schwarzer Schrift auf gelbem Grund enthält, oder
im Falle der Verwendung einer Ohrmarke als erstem Kennzeichen aus einem Ohrmarken-Transponder nach Nummer 1 Buchstabe a oder einem Bolus-Transponder nach Nummer 1 Buchstabe b bestehen.
die Tätowiernummer das für den Sitz des Geburtsbetriebs geltende amtliche Kraftfahrzeugkennzeichen des Landkreises oder der kreisfreien Stadt und die letzten sieben Ziffern der Registriernummer nach § 26 Absatz 2 Satz 2 enthält und
die Tätowierung von
der zuständigen Behörde oder
einer tierzuchtrechtlich anerkannten Züchtervereinigung
die Ohrmarken-Transponder dem Muster der Anlage 9 Nummer 1 Abschnitt A und C Unterabschnitt A und die Ohrmarken dem Muster der Anlage 9 Nummer 1 Abschnitt A und C Unterabschnitt B entsprechen und die dort jeweils vorgeschriebenen Angaben in schwarzer Schrift auf gelbem Grund enthalten,
Schafe oder Ziegen mit nur einer Ohrmarke gekennzeichnet werden, soweit sichergestellt ist, dass die Schafe und Ziegen vor der Vollendung des ersten Lebensjahres im Inland geschlachtet werden und die Ohrmarke der
Anlage 9 Nummer 1 Abschnitt A und C Unterabschnitt B entspricht und die dort vorgeschriebenen Angaben in schwarzer Schrift auf gelbem Grund oder
Anlage 9 Nummer 2 entspricht und die dort vorgeschriebenen Angaben in schwarzer Schrift auf weißem Grund
diese Kennzeichen den Anforderungen der Absätze 1 und 3 entsprechen und
die geänderte Kennzeichnung in das Bestandsregister nach § 37 eingetragen worden ist.
§ 35 ViehVerkV Anzeige von Bestandsveränderungen
der Anzahl der in seinen Bestand verbrachten Tiere,
des Datums des Verbringens,
der Registriernummer des abgebenden Betriebes,
des Datums des Zugangs, soweit es vom Datum des Verbringens abweicht.
§ 36 ViehVerkV Begleitpapier
§ 37 ViehVerkV Bestandsregister
§ 38 ViehVerkV Verbot der Übernahme, Inverkehrbringen von Ohrmarken
so beschaffen sein, dass sie nur einmal verwendbar ist,
auf der Vorderseite in deutlich lesbarer schwarzer Schrift auf weißem Grund mindestens folgende Angaben (Ohrmarkennummer) enthalten:
"DE" (für Deutschland),
das für den Sitz des Betriebes geltende amtliche Kraftfahrzeugkennzeichen des Landkreises oder der kreisfreien Stadt und
die letzten sieben Zeichen der Registriernummer nach § 26 Absatz 2 Satz 2.
unmittelbar zur Abgabe an eine Schlachtstätte bestimmt sind und
nach Anhang III Abschnitt I Kapitel IV Nummer 3 der Verordnung (EG) Nr. 853/2004 so gekennzeichnet sind, dass ihr Herkunftsbetrieb unmittelbar identifiziert werden kann.
der seinem Viehhandelsunternehmen, seinem Transportunternehmen oder seiner Sammelstelle nach § 15 Absatz 1, seinem Betrieb nach § 26 Absatz 2 oder seiner Schlachtstätte nach Artikel 3 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 854/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 mit besonderen Verfahrensvorschriften für die amtliche Überwachung von zum menschlichen Verzehr bestimmten Erzeugnissen tierischen Ursprungs (ABl. L 139 vom 30.4.2004, S. 206, L 226 vom 25.6.2004, S. 83) in der jeweils geltenden Fassung erteilten Registrier- oder Zulassungsnummer,
der dem abgebenden Viehhandelsunternehmen, dem abgebenden Transportunternehmen, der abgebenden Sammelstelle nach § 15 Absatz 1, dem abgebenden Betrieb nach § 26 Absatz 2 oder der Schlachtstätte nach Artikel 3 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 854/2004 erteilten Registrier- oder Zulassungsnummer,
der Anzahl der übernommenen Schweine und
des Datums der Übernahme.
§ 41 ViehVerkV Begleitpapier
Angaben zu dem Namen und der Anschrift des abgebenden Tierhalters oder die Registriernummer seines Betriebes,
die Angabe der Anzahl der verbrachten Schweine und
§ 42 ViehVerkV Bestandsregister
im Falle eines Zugangs Name und Anschrift des bisherigen Tierhalters oder die Registriernummer seines Betriebes und das Datum des Zugangs sowie
im Falle eines Abgangs Name und Anschrift des Erwerbers oder die Registriernummer seines Betriebes und das Datum des Abgangs
die erforderlichen Angaben aus anderen Unterlagen hervorgehen,
diese Unterlagen dem Bestandsregister als Ablichtung in chronologischer Reihenfolge beigefügt sind und
in Spalte 7 des Bestandsregisters nach Anlage 12 auf diese Unterlagen verwiesen wird.
§ 43 ViehVerkV Verbot der Übernahme, Inverkehrbringen von Ohrmarken
§ 44 ViehVerkV Kennzeichnung
(2) Die letzten 15 Ziffern des Codes im Sinne des Artikels 2 Absatz 2 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 504/2008 in Verbindung mit der ISO-Norm 11784 3) müssen wie folgt zusammengesetzt sein:
drei Ziffern "276" für "Deutschland" nach der ISO-Norm 3166 4) ,
zwei Ziffern "02" als Tierartenkenncode für "Einhufer",
§ 44a ViehVerkV Equidenpass
§ 44b ViehVerkV Verbot der Übernahme
§ 44c ViehVerkV Anzeige der Kennzeichnung
(1) Die Halter von Gehegewild, Kameliden und nicht in § 26 Absatz 1 aufgeführten Klauentieren haben ihren Betrieb entsprechend § 26 Absatz 1 Satz 1 und 2 und Absatz 3 anzuzeigen. Sie haben ein Bestandsregister zu führen, in das die Gesamtzahl der am 1. Januar eines jeden Jahres im Bestand vorhandenen Tiere der jeweiligen Tierart und die Zu- und Abgänge einzutragen sind. Zusätzlich sind
im Falle eines Zugangs Name und Anschrift des bisherigen Besitzers und das Datum des Zugangs sowie
im Falle eines Abgangs Name und Anschrift des Erwerbers und das Datum des Abgangs
anzugeben. § 25 Absatz 1 Satz 1 und 2 und Absatz 2 und 3 gilt entsprechend.
(2) Für nach dieser Verordnung kennzeichnungspflichtiges Vieh, das in Zoos, Wildparks, Zirkussen oder ähnlichen Einrichtungen gehalten wird, kann die zuständige Behörde andere Kennzeichnungen genehmigen, soweit deren jederzeitige Ablesbarkeit gewährleistet ist.
§ 46 ViehVerkV Ordnungswidrigkeiten
§ 47 ViehVerkV Übergangsvorschriften
(1) Wer am 13. Juli 2007 eine Viehladestelle betreibt, hat dies der zuständigen Behörde abweichend von § 2 Absatz 1 bis zum 31. Oktober 2007 anzuzeigen. § 2 Absatz 2 ist auf Viehladestellen, die am 13. Juli 2007 bestehen, erstmals ab dem 31. Juli 2008 anzuwenden. Bis zu diesem Tage ist § 2 Absatz 3 der Viehverkehrsverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. März 2003 (BGBl. I S. 381), die zuletzt durch Artikel 411 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, weiter anzuwenden.
(2) Wer das Halten der in § 26 Absatz 1 Satz 1 genannten Tiere nach den Vorschriften der Viehverkehrsverordnung in der in Absatz 1 genannten Fassung nicht angezeigt hat oder nicht in § 26 Absatz 1 aufgeführte Klauentiere hält, hat dies abweichend von § 26 Absatz 1 Satz 1 oder § 45 Absatz 1 Satz 1 der zuständigen Behörde bis zum 31. Januar 2008 anzuzeigen.
(3) Auf Rinder, die bis zum 27. Oktober 1995 nach den §§ 19a und 19c der Viehverkehrsverordnung vom 23. April 1982 (BGBl. I S. 503), die zuletzt durch die Verordnung vom 8. August 1994 (BAnz. S. 8417) geändert worden ist, gekennzeichnet worden sind, sind abweichend von Abschnitt 10 die §§ 20, 24c und 25 der Viehverkehrsverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. Juni 1998 (BGBl. I S. 1194) anzuwenden.
(4) Auf Schafe und Ziegen, die bis zum 13. Juli 2007 nach § 19d der Viehverkehrsverordnung in der in Absatz 1 genannten Fassung gekennzeichnet worden sind, ist § 34 Absatz 1, 3 und 4 nicht anzuwenden.
(5) Auf Schweine, die vor dem 1. April 2003 geboren worden sind, ist abweichend von § 39 Absatz 3 Nummer 2 Buchstabe c der § 19c Absatz 3 Nummer 2 Buchstabe c der Viehverkehrsverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. April 2001 (BGBl. I S. 576, 1016), die durch Artikel 364 der Verordnung vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785) geändert worden ist, anzuwenden.
(7) Für Einhufer, die vor dem 1. Juli 2009 geboren worden sind und für die nach den Vorschriften dieser Verordnung in der bis zum 8. März 2010 geltenden Fassung ein Equidenpass ausgestellt worden ist, ist § 44 dieser Verordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 6. Juli 2007 (BGBl. I S. 1274, 1967), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 17. Juni 2009 (BGBl. I S. 1337) geändert worden ist, anzuwenden.
Anlage 1 ViehVerkV Voraussetzungen für die Zulassung eines Viehhandelsunternehmens, eines Transportunternehmens oder einer Sammelstelle
(zu § 12 Absatz 2, § 13 Absatz 2, § 14 Absatz 2 und § 17 Absatz 3)
Anlagen, die verwendet werden sollen, müssen geeignet sein, die Tiere ordnungsgemäß zu entladen und artgerecht zu halten. Diese Anlagen müssen leicht zu reinigen und zu desinfizieren sein. Ställe müssen mit flüssigkeitsundurchlässigem Boden und glatten Wänden ausgestattet sein. Ferner müssen geeignete Einrichtungen zur Lagerung von Einstreu und Dung, in Viehhandelsunternehmen und Sammelstellen auch von flüssigen Stallabgängen, vorhanden sein, soweit nicht der Nachweis erbracht wird, dass die Lagerung durch Dritte besorgt wird. Vorhandene Räume und Laderampen müssen ausreichend beleuchtet sein.
In Anlagen nach Nummer 1 müssen geeignete Einrichtungen zur Fixierung, Überwachung und Absonderung von Tieren vorhanden sein, so dass beim Auftreten einer ansteckenden Krankheit alle seuchenkranken und verdächtigen Tiere abgesondert werden können.
Für die Transportfahrzeuge, die im Rahmen des Viehhandels- oder Transportunternehmens oder des Betriebs einer Sammelstelle verwendet werden sollen, müssen ein geeigneter Platz zum Waschen mit unter Druck stehendem warmen Wasser und eine geeignete Desinfektionsvorrichtung vorhanden sein, soweit nicht der Nachweis erbracht wird, dass die Reinigung und Desinfektion der Transportfahrzeuge durch Dritte besorgt werden. Die Desinfektionseinrichtung muss das ganze Jahr über eine ausreichende Desinfektion gewährleisten. Der Boden des Waschplatzes muss befestigt und flüssigkeitsundurchlässig sein und Gefälle zu einem Abfluss haben, der in eine Einrichtung zur Sammlung des Abwassers mündet.
Einrichtungen zur Reinigung und Desinfektion der Hände und des Schuhwerks sowie,
soweit erforderlich, ein Raum für den beamteten Tierarzt
Viehhandelsunternehmer, Transportunternehmer und Betreiber einer Sammelstelle müssen über einen schriftlichen Plan für die Reinigung und die Desinfektion
der Transportfahrzeuge,
der Stallungen und Verkehrswege
verfügen. Aus dem Plan müssen die Art und Weise und die Häufigkeit der Reinigung und Desinfektion sowie das vorgesehene Desinfektionsmittel ersichtlich sein. Der Plan ist der zuständigen Behörde auf Anforderung während der üblichen Geschäftszeiten jederzeit vorzulegen.
Auf dem Betriebsgelände müssen alle Verkehrswege, auf denen Tiere transportiert werden sollen, sowie alle Plätze zum Ver- und Entladen von Tieren befestigt, leicht zu reinigen und desinfizierbar sein.
Betriebe, die über Anlagen nach Nummer 1 verfügen, müssen so eingefriedet sein, dass Tiere nur durch überwachbare Ein- und Ausgänge in den oder aus dem Betrieb verbracht werden können.
Anlage 2 ViehVerkV Anforderungen an den Betrieb eines Viehhandelsunternehmens, eines Transportunternehmens oder einer Sammelstelle
(zu § 12 Absatz 2, § 13 Absatz 2 und § 14 Absatz 2)
Der Viehhandelsunternehmer hat dafür Sorge zu tragen, dass
eine Ausbreitung von Tierseuchen verhindert wird und
das Personal regelmäßig im Umgang mit den Tieren geschult wird.
Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Pferde oder Geflügel dürfen nur gehandelt, transportiert oder auf andere Weise verbracht werden, wenn die Tiere keine Anzeichen aufweisen, die auf eine übertragbare Krankheit hinweisen, es sei denn, die Tiere werden mit Genehmigung der zuständigen Behörde unmittelbar zur Tötung und unschädlichen Beseitigung verbracht.
Zucht- und Nutztiere dürfen nicht zusammen mit Schlachttieren aus einem anderen Betrieb und Zucht- und Nutztiere verschiedener Tierarten dürfen nicht zusammen in einem Fahrzeug transportiert werden.
Zucht- und Nutztiere dürfen nach Verlassen des Betriebes oder der Sammelstelle auf dem Transport bis zur Ankunft am Bestimmungsort nicht mit Tieren in Berührung kommen, die keinen gleichwertigen Gesundheitsstatus haben.
Anlage 3 ViehVerkV Muster für Kontrollbücher
Abgabe Identifizierung Übernehmer
Ort und Datum der Übernahme bisheriger Besitzer
b) Registriernummer bei Transport-
c) Kfz-Kennzeichen des Transport-
fahrzeugs bei Rindern Ohrmarkennummer;
bei Schweinen Stückzahl, ungefähres Alter, Kennzeichnung;
bei Schafen und Ziegen Stückzahl, Kennzeichnung;
bei Pferden Geschlecht, Farbe, ungefähres Alter, Abzeichen, Markierungen;
bei Geflügel Stückzahl, Rasse, ungefähres Alter Datum der Abgabe Name und Anschrift gegebenenfalls Nummer der Bescheinigung
a) Ort und Datum der Übernahme
b) Uhrzeit des Verladebeginns
c) Abfahrtszeit
d) voraus-
sichtliche Dauer der Beförderung Name und Anschrift des bisherigen Tierhalters bei Rindern Ohrmarkennummer;
bei Geflügel Stückzahl, Rasse, ungefähres Alter Datum und Zeitpunkt der Übergabe Fahrtziel Name und Anschrift des Übernehmers gegebenenfalls Nummer der Bescheinigung
Datum des Transports Art der beförderten Tiere Datum der Reinigung und Desinfektion Ort der Reinigung und Desinfektion Desinfektionsmittel/eingesetzte Konzentration
Anlage 4 ViehVerkV Ohrmarken zur Rinderkennzeichnung
(zu § 27 Absatz 3 und 4)
Anlage 5 ViehVerkV Regelung über den Typ und die Struktur des Strichcodes gemäß § 27 Absatz 3 Satz 2, § 30 Absatz 2 Satz 2 und § 31 Satz 2
(zu § 27 Absatz 3, § 30 Absatz 2 und § 31 Satz 2)
Der auf dem Vorderteil einer Ohrmarke anzubringende und der auf dem Rinderpass einzutragende Strichcode ist wie nachfolgend beschrieben aufzubauen:
Art des Strichcodes
Es kommt der Strichcode Typ 2/5 überlappt mit Prüfziffernberechnung zur Anwendung.
Kriterien des Strichcodetyps
Zeichensatz numerisch, Zeichenvorrat 10 Ziffern, variable Zeichenlänge mit der Bedingung immer geradzahlig.
Die Prüfziffer (PZ) wird durch eine zusätzliche Ziffer unmittelbar vor dem Stopp-Zeichen des Strichcodes dargestellt. Die Prüfziffer wird zusammen mit dem Strichcode gelesen. Stimmt diese gelesene Prüfziffer nicht mit der vom Lesegerät errechneten Prüfziffer überein, wird der Strichcode nicht übertragen.
Nachfolgend ein Beispiel einer Berechnung, gültig für Strichcodes der 2/5 Familie nach Modulo 10 mit der Gewichtung 3. Die Gewichtungsfaktoren 3, 1, 3, 1, ... werden mit 3 beginnend von rechts nach links unter der Nutzziffernfolge verteilt:
Klartext: 0 8 9 0 1 3 3 5 0 8 0 7
Nutzziffernfolge: 0 8 9 0 1 3 3 5 0 8 0
Gewichtungsfaktoren: 3 1 3 1 3 1 3 1 3 1 3
Einzelprodukte: 0 8 27 0 3 3 9 5 0 8 0
Summe Einzelprodukte: 0 + 8 + 27 + 0 + 3 + 3 + 9 + 5 + 0 + 8 + 0 = 63
Modulo 10: 63 Mod. 10 = 3 (63/10 = 6 Rest 3)
Differenz zu 10 ergibt die Prüfziffer: 10 - 3 = 7
Zu beachten ist, dass, da der Code 2/5 überlappt immer eine geradstellige Nummer fordert, dann, wenn die auszugebende Zahl inklusive Prüfziffer nicht geradstellig ist, immer vor der Prüfziffer eine Null (0) gesetzt werden muss. Diese gesetzte Null (0) geht auch in die Prüfziffernberechnung ein (siehe 2.).
Strichcode auf der Ohrmarke (§ 27 Absatz 3 Satz 2)
Auf dem Vorderteil einer Ohrmarke werden im Strichcode nur die folgenden Teile der Ohrmarkennummer dargestellt:
Auf Ohrmarke in Klarschrift dargestellt
Ja1) Nein2)
LS3) Individuelle Nummer 04) PZ5)
1) Felder 5-14 auf Ohrmarke in Klarschrift dargestellt.
2) Felder 15-16 auf Ohrmarke nicht in Klarschrift dargestellt.
1)+2) Felder 5-16 als Strichcode dargestellt.
3) Felder 5-6, Länderschlüssel.
4) Feld 15, als "Füller" wird die Ziffer Null (0) gesetzt, notwendig, damit Zeichenlänge geradzahlig wird (siehe Beispiel).
5) Feld 16, Prüfziffer.
Strichcode auf dem Rinderpass (§ 30 Absatz 2 Satz 2)
Darstellung des Strichcodes der Ohrmarkennummer wie folgt:
Auf dem Rinderpass in Klarschrift dargestellt
Nein, dafür DE1) Nein 2) Ja3) Nein 4)
2 7 65) 0 06) LS7) Individuelle Nummer PZ8)
1)+3) DE und Felder 5-14 in Klarschrift auf dem Rinderpass dargestellt.
5)+6)+8) Felder 0-4 und 15 nicht in Klarschrift auf dem Rinderpass.
1)+2)+3)+4) Felder 0-15 als Strichcode dargestellt.
5) Felder 0-2, Numerischer Code für "DE".
6) Felder 3-4, "Füller" mit Nullen.
7) Felder 5-6, Länderschlüssel.
8) Feld 15, Prüfziffer.
Anlage 6 ViehVerkV Rasseschlüssel
(zu § 28 und § 32 Absatz 1)
Holstein-Schwarzbunt 01 Ungarisches Steppenrind 53
Holstein-Rotbunt 02 Zwerg-Zebus 54
Jersey 03 Grauvieh 55
Braunvieh 04 Dexter 56
Angler 05 White Galloway 57
Rotvieh alter Angler Zuchtrichtung 06 Longhorn 58
Doppelnutzung Rotbunt 09 South Devon 59
Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind (DSN) 10 Fjäll-Rind 60
Fleckvieh 11 Tuxer 61
Gelbvieh 12 Telemark 65
Pinzgauer 13 Fleckvieh Fleischnutzung 66
Hinterwälder 14 Uckermärker 67
Murnau-Werdenfelser 15 Blaarkop 68
Vorderwälder 16 Witrug 69
Limpurger 17 Lakenfelder 70
Braunvieh alter Zuchtrichtung 18 Rotes Höhenvieh (RHV) 71
Ayrshire 19 Ansbach-Triesdorfer 72
Vogesen-Rind 20 Glanrind 73
Charolais 21 Pinzgauer Fleischnutzung 74
Limousin 22 Pustertaler Schecken 75
Weißblaue Belgier 23 Gelbvieh Fleischnutzung 76
Blonde d'Aquitaine 24 Braunvieh Fleischnutzung 77
Maine Anjou 25 Rotbunt Fleischnutzung 78
Salers 26 Hinterwälder Fleischnutzung 79
Montbeliard 27 Murnau-Werdenfelser Fleischnutzung 80
Aubrac 28 Vorderwälder Fleischnutzung 81
Piemonteser 31 Limpurger Fleischnutzung 82
Chianina 32 Brahman 83
Romagnola 33 Bazadaise 84
Marchigiana 34 Auerochse (Heckrind, Rückkreuzung Auerochse) 85
White Park 35 Beefalo 86
Angus (DA) 41 Wasserbüffel (Bubalus bubalus) 87
Angus/AA (AA) 42 Bison/Wisent 88
Hereford 43 Yak 89
Deutsches Shorthorn 44 Sonstige Rassen (SON) 90
Highland 45 Sonstige taurine Rinder (Bos taurus) 91
Welsh-Black 46 Sonstige Zebu-Rinder (Bos indicus) 92
Galloway 47 Sonstige taur indicus-Rinder 93
Lincoln Red 48 Wagyu Rind 94
Belted Galloway 49 Kreuzung Fleischrind × Fleischrind 97
Luing 50 Kreuzung Fleischrind × Milchrind 98
Brangus 51 Kreuzung Milchrind × Milchrind 99
Normanne 52
Anlage 7 ViehVerkV
(zu § 30 Absatz 1 und § 31)
Ausgebende Stelle Rinderpass
nach § 30/Stammdatenblatt nach § 31 der Viehverkehrsverordnung
(Passnummer) .......................................................................
(Logo) (Barcode) Ohrmarkennummer
(Barcode) Registrier-Nr. nach § 26 der Viehverkehrsverordnung
Tierhalter (Name, Vorname, Anschrift) 1. Tierdaten
Ohrmarkennummer des Muttertieres:
2. Herkunft des Tieres, sofern nicht aus dem Ursprungsbetrieb:
aus folgendem Mitgliedstaat der EU:
aus folgendem Drittland eingeführt:
vom Drittland vergebene Ohrmarkennummer:
3. Angaben zu den Vorbesitzern des Tieres:
Registriernummer:.........................................
Datum des Zugangs:........................................ Datum des Abgangs:.......................................
4. Ort, Datum, Unterschrift des letzten Tierhalters
Anlage 8 ViehVerkV Bestandsregister für Rinderhaltungen
Registriernummer nach § 15 oder § 26 Absatz 2:
1 2 3 4 5 6 7a 7b 7c 8a 8b 8c 9
Lfd. Nr. Ohrmarken-
nummer Geburts-
datum Geschlecht m/w 1) Rasse nach Rasseschlüssel Ohrmarken-
nummer des Muttertieres Zugang Abgang Bemerkungen 2)
Datum Vorheriger Tierhalter, Name und Anschrift oder Registrier-
nummer des vorherigen Tierhalters oder Geburt im eigenen Betrieb Datum Name und Anschrift des Übernehmers oder Registrier-
nummer des Übernehmers oder Tod im eigenen Betrieb
Angaben im Fall der Überprüfung
Datum der Überprüfung: Zuständige Behörde:
Unterschrift des Vertreters der zuständigen Behörde:
m = männlich, w = weiblich.
Datum der Beantragung und des Erhalts einer Ersatzohrmarke; Ursprungsland bei nicht im Inland geborenen Tieren; ursprüngliche Kennzeichnung von aus Drittländern stammenden Tieren u.a.
Anlage 9 ViehVerkV Ohrmarken zur Kennzeichnung von Schafen und Ziegen
(zu § 34 Absatz 3 und 4)
Abschnitt A (Vorderseite/Dornteil)
Logo der ausgebenden Behörde oder beauftragten Stelle
Ländercode "DE" (Deutschland) und 12-stellige Nummer (zweizeilig):
- "01" (Tierartenkenncode)
- 2 Ziffern (Bundesland)*)
- 8 Ziffern (individuell)
Mindestgröße der Ohrmarke
Abschnitt B (Rückseite/Lochteil)
Unterabschnitt A Unterabschnitt B
Mindestdurchmesser der Ohrmarke
25 mm ohne Beschriftung
- letzte sieben Ziffern der nach § 26 Absatz 2 Satz 2 erteilten Registriernummer
25 mm Ländercode "DE" (Deutschland) und
Abschnitt A (Vorderseite/Loch- und Dornteil, mit Transponder)
Ländercode "DE" (Deutschland) und 12-stellige Nummer (einzeilig):
Breite 9 mm (Corpus) und 11 mm (Loch- und Dornteil)
Abschnitt B (Vorderseite/Loch- und Dornteil, ohne Transponder)
*) 01 = Schleswig-Holstein 07 = Rheinland-Pfalz 13 = Mecklenburg-Vorpommern
02 = Hamburg 08 = Baden-Württemberg 14 = Sachsen
03 = Niedersachsen 09 = Bayern 15 = Sachsen-Anhalt
04 = Bremen 10 = Saarland 16 = Thüringen
05 = Nordrhein-Westfalen 11 = Berlin
06 = Hessen 12 = Brandenburg
Anlage 10 ViehVerkV Begleitpapier
(zu § 36 Absatz 1)
für Schafe |_| für Ziegen |_|
Angaben zum abgebenden Betrieb
Angaben zum Bestimmungsbetrieb (Tierhalter/Schlachthof) 1)
oder Registriernummer:
bei Wanderschafherden: Bestimmungsort oder Ablichtung der Genehmigung nach § 10 Absatz 1 2)
Angaben zu den zu verbringenden Tieren
Anzahl Schafe 3) : Anzahl Ziegen 3) :
Angaben zum Transportmittel
Ort, Datum Unterschrift des abgebenden Tierhalters
Nicht zutreffenden Bestimmungsbetrieb streichen.
Nicht zutreffende Tierart streichen.
Anlage 11 ViehVerkV Bestandsregister
(zu § 37 Absatz 1)
Name: Nutzungsart:
Anschrift: Zucht
|_| Milch
|_| Mast
|_| Gesamtanzahl am 1. Januar ...
Registriernummer nach § 15 oder § 26 Absatz 2: Schafe: Ziegen:
B. Angaben zum Verbringen von Schafen und Ziegen 1)
Lfd. Nr. Datum des Zugangs oder des Abgangs Zugang Abgang Kennzeichen des Tieres oder der Tiere Anzahl Bemerkungen 2)
Name und Anschrift oder Registriernummer des vorherigen Tierhalters Name und Anschrift oder Registriernummer des Übernehmers Name und Anschrift oder Registriernummer des Transportunternehmers, Kfz-Kennzeichen des Transportmittels
C. Angaben zu im Betrieb geborenen und/oder verendeten Schafen und Ziegen 3)
Lfd. Nr. Kennzeichen des Tieres Geburtsjahr Datum der Kennzeichnung Rasse Genotyp,
soweit bekannt Tod
(Monat und Jahr) Ersatzkennzeichen Bemerkungen
Datum der Überprüfung:
Unterschrift des Vertreters der zuständigen Behörde
Ersatz der Angaben durch Beifügen einer Ablichtung des Begleitdokuments mit diesen Angaben möglich.
Z. B. Angabe des Ersatzkennzeichens; ursprüngliche Kennzeichnung von aus Drittländern stammenden Tieren.
Ersatz der Angaben durch Vorlage des Zuchtbuches mit diesen Angaben möglich.
Anlage 12 ViehVerkV Bestandsregister für Schweinehaltungen
(zu § 42 Absatz 1)
Name: Gesamtzahl am Stichtag nach § 26 Absatz 3:
Anschrift: davon Zuchtsauen:
Registriernummer nach § 15 oder § 26 Absatz 2: davon sonstige Zucht- und Mastschweine über 30 Kilogramm:
davon Ferkel bis 30 Kilogramm:
1 2 3 4a 4b 5a 5b 6 7
Lfd. Nr. Anzahl Ohrmarken-
nummern/
Kennzeichen Zugang Abgang aktueller Bestand Bemerkungen 1)
Datum Name und Anschrift oder Registriernummer des vorherigen Tierhalters oder Geburt im eigenen Betrieb Datum Name und Anschrift oder Registriernummer des Übernehmers oder Tod im eigenen Betrieb
Datum der Nachkennzeichnung, Ursprungsland bei nicht im Inland geborenen Tieren, ursprüngliche Kennzeichnung von aus Drittländern stammenden Tieren u.a.