Source: https://gesetze-in-app.de/FamFG/63
Timestamp: 2019-05-21 08:28:33
Document Index: 342628832

Matched Legal Cases: ['§ 63', 'BGH', '§ 63', '§ 113', '§ 63', '§ 63', 'BGH', '§63', '§ 63', '§ 63', '§ 63', '§63', 'BGH', '§ 63', '§ 63', 'BGH', '§ 63', '§63', '§63', '§ 63', '§ 63', '§63', '§ 63', 'BGH', '§ 63', '§ 113', '§ 63', '§ 63', 'BGH', '§63', '§ 63', '§ 63', '§ 63', '§63', 'BGH', '§ 63', '§ 63', 'BGH', '§ 63', 'BGH', '§ 63', '§63', '§ 63', '§ 63', '§63', '§ 63', 'BGH', '§ 63', '§63', '§63', '§ 63']

§ 63 FamFG: Beschwerdefrist
1.Endentscheidungen im Verfahren der einstweiligen Anordnung oder
2.Entscheidungen über Anträge auf Genehmigung eines Rechtsgeschäfts.
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2015, Az. XII ZB 572/13 -5- 10	aa) Gemäß dem auch in Ehe- und Familienstreitsachen anwendbaren § 63 Abs. 1 FamFG (vgl. §§ 113, 117 FamFG) beginnt die Beschwerdefrist von einem Monat grundsätzlich mit der schriftlichen Bekanntgabe des Beschlusses an die Beteiligten; erforderlich ist hierfür die Bekanntgabe des in vollständiger Form abgefassten Beschlusses (Musielak/Borth FamFG 4. Aufl. § 63 Rn. 3; Zöller/Feskorn ZPO 30. Aufl. § 63 FamFG Rn. 5).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2015, Az. XII ZB 572/13 23	(a)	Nach überwiegender Auffassung soll die Fünf-Monats-Frist nur dann beginnen, wenn die Bekanntgabe aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht möglich war bzw. (vergeblich) versucht wurde, die Entscheidung dem betreffenden Beteiligten zuzustellen (OLG Zweibrücken Beschluss vom 24. Februar 2014 - 2 UF 148/13 - juris; OLG Celle FamRZ 2013, 470, 471; OLG Köln FamRZ 2013, 1913, 1914; MünchKommFamFG/Fischer 2. Aufl. §63 Rn. 32; Zöller/Feskorn ZPO 30. Aufl. § 63 FamFG Rn. 6; Kräft in Bahrenfuss FamFG 2. Aufl. § 63 Rn. 7; Bork/Jacoby/Schwab/Müther FamFG 2. Aufl. § 63 Rn. 10.1; Prütting/Helms/Abramenko FamFG 3. Aufl. §63 Rn. 11; Schulte-Bunert/
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2015, Az. XII ZB 572/13 24	(b) Nach der Gegenmeinung läuft die Fünf-Monats-Frist immer, wenn die Zustellung an den - bereits förmlich - Beteiligten (aus welchen Gründen auch immer) unterblieben ist (OLG Zweibrücken Beschluss vom 13. August 2013 - 2 UF 59/13 - juris; Keidel/Sternal FamFG 18. Aufl. § 63 Rn. 45 e, der sich für eine entsprechende Anwendung der Norm ausspricht; vgl. auch Senatsbeschluss vom 10. Juli 2013 -XII ZB 411/12- FamRZ 2013, 1566 Rn. 16 ff., wonach die Beschwerdefrist auch dann nach Ablauf der fünfmonatigen Frist des § 63 Abs.3 Satz 2 FamFG beginnt, wenn die erforderliche Zustellung mit Mängeln behaftet war).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2015, Az. XII ZB 572/13 Ferner wurde diese Auffassung, die § 63 Abs.3 Satz 2 FamFG beim bloßen Unterbleiben der Zustellung für nicht anwendbar hielt, von wesentlichen Teilen der Kommentarliteratur gestützt (Joachim/Kräft in Bahrenfuss FamFG [2009] §63 Rn. 7; Prütting/Helms/ Abramenko FamFG 2. Aufl. [2011] §63 Rn. 11; Zöller/Feskorn ZPO 29. Aufl. § 63 FamFG Rn. 6 und - damals noch - Keidel/Sternal FamFG 17. Aufl. [2011] § 63 Rn. 44; aA damals noch Johannsen/Henrich/Althammer Familienrecht 5. Aufl. [2010] §63 FamFG Rn. 14 und Bork/Jacoby/Schwab/Müther FamFG [2009] § 63 Rn. 9).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2015, Az. XII ZB 571/13 -5- 10	aa) Gemäß dem auch in Ehe- und Familienstreitsachen anwendbaren § 63 Abs. 1 FamFG (vgl. §§ 113, 117 FamFG) beginnt die Beschwerdefrist von einem Monat grundsätzlich mit der schriftlichen Bekanntgabe des Beschlusses an die Beteiligten; erforderlich ist hierfür die Bekanntgabe des in vollständiger Form abgefassten Beschlusses (Musielak/Borth FamFG 4. Aufl. § 63 Rn. 3; Zöller/Feskorn ZPO 30. Aufl. § 63 FamFG Rn. 5).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2015, Az. XII ZB 571/13 23	(a)	Nach überwiegender Auffassung soll die Fünf-Monats-Frist nur dann beginnen, wenn die Bekanntgabe aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht möglich war bzw. (vergeblich) versucht wurde, die Entscheidung dem betreffenden Beteiligten zuzustellen (OLG Zweibrücken Beschluss vom 24. Februar 2014 - 2 UF 148/13 - juris; OLG Celle FamRZ 2013, 470, 471; OLG Köln FamRZ 2013, 1913, 1914; MünchKommFamFG/Fischer 2. Aufl. §63 Rn. 32; Zöller/Feskorn ZPO 30. Aufl. § 63 FamFG Rn. 6; Kräft in Bahrenfuss FamFG 2. Aufl. § 63 Rn. 7; Bork/Jacoby/Schwab/Müther FamFG 2. Aufl. § 63 Rn. 10.1; Prütting/Helms/Abramenko FamFG 3. Aufl. §63 Rn. 11; Schulte-Bunert/
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2015, Az. XII ZB 571/13 24	(b) Nach der Gegenmeinung läuft die Fünf-Monats-Frist immer, wenn die Zustellung an den - bereits förmlich - Beteiligten (aus welchen Gründen auch immer) unterblieben ist (OLG Zweibrücken Beschluss vom 13. August 2013 - 2 UF 59/13 - juris; Keidel/Sternal FamFG 18. Aufl. § 63 Rn. 45 e, der sich für eine entsprechende Anwendung der Norm ausspricht; vgl. auch Senatsbeschluss vom 10. Juli 2013 -XII ZB 411/12- FamRZ 2013, 1566 Rn. 16 ff., wonach die Beschwerdefrist auch dann nach Ablauf der fünfmonatigen Frist des § 63 Abs.3 Satz 2 FamFG beginnt, wenn die erforderliche Zustellung mit Mängeln behaftet war).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2015, Az. XII ZB 571/13 43	Denn	in der hier maßgeblichen Zeit zwischen Verkündung der Entschei- dung am 29. August 2012 und Ablauf der Beschwerdefrist nach vorangegangener Fünf-Monats-Frist (§ 63 Abs.3 Satz 2 FamFG) Ende Februar 2013 lag nur eine einschlägige, in einer Fachzeitschrift veröffentlichte Oberlandesgerichtsentscheidung vor; diese sprach für die Auffassung der Verfahrensbevollmächtigten des Antragstellers (OLG Celle [Beschluss vom 18. Juni 2012] FamRZ 2013, 470, 471; s. auch OLG Köln [Beschluss vom 29. Januar 2013] FamRZ 2013, 1913, 1914, dessen Entscheidung zu jenem Zeitpunkt allerdings noch nicht in einer Fachzeitschrift veröffentlicht war).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2015, Az. XII ZB 571/13 -16- (Joachim/Kräft in Bahrenfuss FamFG [2009] § 63 Rn. 7; Prütting/Helms/ Abramenko FamFG 2. Aufl. [2011] §63 Rn. 11; Zöller/Feskorn ZPO 29. Aufl. § 63 FamFG Rn. 6 und - damals noch - Keidel/Sternal FamFG 17. Aufl. [2011] § 63 Rn. 44; aA damals noch Johannsen/Henrich/Althammer Familienrecht 5. Aufl. [2010] §63 FamFG Rn. 14 und Bork/Jacoby/Schwab/Müther FamFG [2009] § 63 Rn. 9).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.2012, Az. 1 ZB 48/12 19	bb)	Teilweise	wird	die	Ansicht	vertreten,	wer	am	erstinstanzlichen	Ver- fahren nicht beteiligt gewesen sei, aber von dem Beschluss in seinen Rechten beeinträchtigt werde und daher beschwerdebefugt sei, könne gemäß § 63 Abs.3 Satz 1 FamFG nur fristgemäß Beschwerde einlegen, bis die Frist für den letzten Beteiligten abgelaufen sei (vgl. OLG Köln, ZUM-RD 2011, 558; Bumiller/ Harders, FamFG, 10. Aufl., §63 Rn. 6; Keidel/Sternal, FamFG, 17. Aufl., §63 Rn. 45).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 5.3.2013, Az. 11 UF 382/13 Da die Bundesrepublik Deutschland bei der Zustellung der Entscheidung übergangen worden ist, konnte sie zu demindest bis zu dem Zeitpunkt, bis zu welchem die weiteren Beteiligten gegen die Entscheidung fristgerecht Beschwerde erheben konnten, ebenfalls die Beschwerdefrist wahren (vgl. Zöller/Feskorn, ZPO, 29. Auflage, Rn. 6 zu § 63 FamFG).