Source: https://www.saarpfalz-kreis.de/sicherheit-ordnung/waffenrecht
Timestamp: 2019-12-09 09:50:07
Document Index: 294981719

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 2', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 4', '§14', '§14', '§14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§20', '§10', '§10', '§21', 'Art. 116']

Zuständig für alle Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem Waffenrecht ist die für Ihren Wohnsitz zuständige Waffenbehörde bei den Landkreisen, dem Regionalverband Saarbrücken, der Landeshauptstadt Saarbrücken bzw. den Mittelstädten St. Ingbert und Völklingen.
Die Waffenbehörde des Saarpfalz-Kreises ist somit zuständig für alle Einwohnerinnen und Einwohner die im Saarpfalz-Kreis Ihren 1. Wohnsitz haben. (außer Mittelstadt St. Ingbert)
Hier auf dieser sowie auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen zum Waffenrecht und es stehen Ihnen die notwendigen Formulare als Download zur Verfügung.
Das deutsche Waffenrecht unterwirft den Erwerb und Besitz von Schusswaffen oder Munition generell einer Erlaubnispflicht. Grundlage hierfür ist das deutsche Waffengesetz (WaffG) in der zurzeit gültigen Fassung.
Wesentliche Vorrausetzungen gem. § 4 Abs. 1 WaffG hierfür sind:
• Die Vollendung des 18. Lebensjahres (§ 2 Abs.1 WaffG)
• Die erforderliche Zuverlässigkeit (§ 5 WaffG)
• Die persönliche Eignung (§ 6 WaffG)
• Die erforderliche Sachkunde (§ 7 WaffG)
• Der Nachweis eines Bedürfnisses (§ 8 WaffG) für den Erwerb und Besitz der beantragten Waffe.
• Jugendliche ab 14 Jahren dürfen Reizstoffsprühgeräte, die ein amtliches Prüfzeichen tragen, erlaubnisfrei erwerben, besitzen und in der Öffentlichkeit führen.
Die Waffenbehörde bearbeitet sämtliche Anträge zum Erwerb und Besitz erlaubnispflichtiger Schusswaffen im Zusammenhang mit einer Waffenbesitzkarte (WBK) für Jäger, Sportschützen und Erben, Waffenscheinen, Europäischen Feuerwaffenpässen (EFP), Verbringungserlaubnisse, Einfuhrerlaubnisse, Munitionserwerbsscheine, Waffenhandels- und herstellungserlaubnisse sowie Ausnahmegenehmigungen von der Alterserfordernis.
Hinweise auf die speziellen Voraussetzungen und die notwendigen Unterlagen erhalten Sie hier.
Zur Vermeidung von Wartezeiten und Wegen finden Sie nachfolgend die speziellen Voraussetzungen und eine Auflistung der benötigten Unterlagen.
Erteilung einer WBK (Erst- /Neuerteilung)
Gültiger Jagdschein ist für das aktuelle Jagdjahr gelöst.
Antrag auf waffenrechtliche Erlaubnisse oder Eintragungen für Jagdscheininhaber
Kaufvertrag mit Personalien des Überlassers (inkl. Geb. Datum) oder
Rechnung (Kopie)
Nachweis der sicheren Aufbewahrung (nur bei Ersterteilung)
Lichtbilder /Rechnung des Sicherheitsbehältnisses (nur bei Ersterteilung)
Eintragung / Austragung von Langwaffen
Erwerbsvermerk/ Eintragung / Austragung von Kurzwaffen
Bis zu max. 2 Kurzwaffen in Besitz
für den Erwerbsvermerk für Kurzwaffen (1. und 2.)
Bedürfnisnachweis des jagdsportlichen Schießens (zum Erwerb der dritten Kurzwaffe)
Austragung von Kurzwaffen in der Regel sofort / Eintragung von Kurzwaffen und Erwerbsvermerk ca. 3-5 Wochen
Zusätzlich zu den allgemeinen Voraussetzungen gem. § 4 WaffG werden zur Vermeidung von Wartezeiten und Wegen nachfolgend aufgelistete spezielle Voraussetzungen und Unterlagen benötigt:
Vollendung des 21. Lebensjahres (für Kaliber > .22 l.r. und Einzellader Langwaffen mit glatten Läufen , Kaliber > 12) inklusive Gutachten der Vollendung des 25. Lebensjahres
Bedürfnisbescheinigung des Schießsportverbandes gem. §14 Abs.2 WaffG (Standard-WBK, grün)
mit Angabe dass das Mitglied seit mindestens 12 Monaten den Schießsport in einem Verein regelmäßig als Sportschütze betreibt und die zu erwerbende Waffe für eine Sportdisziplin nach der Sportordnung des Schießsportverbandes zugelassen und erforderlich ist.
Bedürfnisbescheinigung des Schießsportverbandes gem. §14 Abs.3 WaffG (Standard-WBK, grün) für den Erwerb und Besitz von mehr als drei halbautomatischen Langwaffen und mehr als zwei mehrschüssigen Kurzwaffen wonach die weitere Waffe von Ihm zur Ausübung weiterer Sportdisziplinen benötigt wird oder zur Ausübung des Wettkampfsportes erforderlich ist und der Antragsteller regelmäßig an Schießsportwettkämpfen teilgenommen hat.
Bedürfnisbescheinigung des Schießsportverbandes gem. §14 Abs.4 WaffG (Sportschützen-WBK, gelb) Sportschützen die einem Schießsportverband als gemeldetes Mitglied nachgehen und die zum Erwerb von Einzellader-Langwaffen mit glatten und gezogenen Läufen, von Repetier-Langwaffen mit gezogenenen Läufen sowie Einzellader-Kurzwaffen für Patronenmunition und von mehrschüssigen Kurz- und Langwaffen mit Zündhütchenzündung (Perkussionswaffen).
Erteilung einer WBK mit Erwerbsvermerk nach § 14 Abs. 2 und Abs. 3 WaffG
Allgemeine und spezielle Voraussetzungen für Sportschützen
Sachkundenachweis (nur bei Ersterteilung)
Bedürfnisbescheinigung nach § 14 Abs. 2, Abs. 3 WaffG
ca. 3-5 Wochen (je nach Rücklauf der Auskunftserteilungen)
Erteilung einer WBK nach § 14 Abs. 4 WaffG
Bedürfnisbescheinigung nach § 14 Abs. 4 WaffG
Eintragungen und Austragungen
Kaufvertrag mit pers. Angaben des Käufers /Verkäufers (s. Musterkaufvertrag)
Anzeige über erworbene Schusswaffen
Erteilung einer WBK im Wege der Erbfolge (§20 WaffG)
Eine Besonderheit im Waffenrecht stellt der Erwerb und Besitz von Waffen im Wege der Erbfolge dar.
Nach dem Tode eines Inhabers einer waffenrechtlichen Erlaubnis, kann der / die Erben oder Vermächtnisnehmer alle legalen, in entsprechenden Erlaubnissen eingetragenen, Waffen im Wege der Erbfolge übernehmen. Voraussetzung hierfür ist, dass die sichere Aufbewahrung gewährleistet ist und dass ein Bedürfnis bereits vorliegt. (Diese gilt bei Jägern und Sportschützen bereits als nachgewiesen) Liegt kein bereits bestehendes Bedürfnis vor, so kann der Erbe / Vermächtnisnehmer die Waffen nur übernehmen, wenn diese durch einen Stand der Technik zugelassenenes Blockiersystem gesichert wurden. Für welche Kaliber zugelassene Blockiersysteme bestehen, können Sie der Internetseite der Physikalisch Technischen Bundesanstalt unter http://www.ptb.de/cms/index.php?id=10713
Folgende Kosten können durch die Beantragung entstehen:
Erteilung einer Waffenbesitzkarte (je Karte) 50 € + 15 € je Waffe
Gebühr für die Regelüberprüfung (alle 3 Jahre) 30,00 €
2. Kosten der Blockiersysteme
Pro Lauf einer Langwaffe ca. 240 €
Pro Kurzwaffe ca. 220 €
Abgabe zur Vernichtung (bei der Waffenbehörde) kostenlos
Austragung aus der Waffenbesitzkarte (bei Abgabe) kostenlos
Die abgegebenen Gegenstände werden grundsätzlich der Vernichtung zugeführt. Hierüber erhalten Sie von der Waffenbehörde eine Quittung.
Erbe ist Jäger (ohne Blockierpflicht)
Erbe ist Sportschütze (ohne Blockierpflicht)
Erbe mit Sachkundenachweis (ohne Blockierpflicht)
Erbnachweis (Testament, Erbschein o.ä.)
ca. 4 Wochen (je nach Rücklauf der Auskunftserteilungen)
Erteilung /Verlängerung eines Europäischen Feuerwaffenpasses (EFP)
Antrag nach der Ersten Verordnung zum Waffengesetz (1.WaffV) LINK
2 Lichtbilder (nur bei Ausstellung eines Dokumentes)
Einladung zur Jagd / schießsportlichen Veranstaltung
Ausstellung eines Dokumentes ca. 1 Woche (je nach Rücklauf der Auskunftserteilungen)
Ein-/ Austragungen in der Regel sofort
Erteilung eines Waffenscheines (§10 Abs.4 Satz 1 WaffG)
Wer erlaubnispflichtige Schusswaffen außerhalb seiner Wohnung, seinen Geschäftsräumen oder seines befriedeten Besitztums bei sich tragen will, bedarf eines Waffenscheines.
Dieser kann erteilt werden, wenn die Voraussetzungen für die WBK gegeben sind und hinsichtlich des Bedürfnisses nachgewiesen werden kann, dass der Antragsteller mehr als die Allgemeinheit durch Angriffe auf Leib und Leben oder Seele gefährdet ist und das Führen der Waffe geeignet ist, diese Gefährdung zu mindern. Eine Gefahrenanalyse wird dann seitens des Landespolizeipräsidiums durchgeführt.
Nowendige Unterlagen:
Schriftliche Bedürfnisbegründung (ausführlich)
Erteilung eines kleinen Waffenscheines (§10 Abs.4 Satz 4 WaffG)
Wer Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen mit dem PTB Zeichen, außerhalb seiner Wohnung, seinen Geschäftsräumen oder seines befriedeten Besitztums bei sich tragen will, bedarf eines kleinen Waffenscheines.
Dieser ist beim Führen der Waffe in der Öffentlichkeit mit sich zu führen und nur in Verbindung mit dem Personalausweis gültig.
Erteilung einer Waffenhandels-Herstellungserlaubnis (§21 WaffG)
Die Erlaubnis zur gewerbsmäßig oder selbstständigen im Rahmen einer wirtschaftlichen Unternehmung betriebenen Herstellung, Bearbeitung oder Instandsetzung von Schusswaffen oder Munition wird durch eine Waffenherstellungserlaubnis, zum entsprechenden Handel mit Schusswaffen durch eine Waffenhandelserlaubnis erteilt. Unter Handel versteht man das Ankaufen, verkaufen, feilhalten, Bestellungen entgegennehmen oder aufsuchen, anderen überlassen oder den Erwerb, den Vertrieb oder das Überlassen vermitteln.
Deutscher gem Art. 116 GG
Gewöhnlicher Aufenthalt in der BRD
Antrag auf Erteilung einer Herstellungs- Handelserlaubnis
Sicherheitskonzept über die Aufbewahrung der Waffen
Telefon: (0 68 41) 1 04 - 83 21
Abgabe von zu vernichtenden Waffen
Antrag für Jäger
Antrag für Sportschützen und Erben
Antrag für Europäischen Feuerwaffenpass
Anzeige erworbene Schusswaffe
Erfassungsbogen sichere Aufbewahrung
Leih- und Verwahrbeleg für Waffen
Musterkaufvertrag für Waffen
Verlusterklärung Schusswaffen für Erben
Verlusterklärung Waffenbesitzkarte für Erben