Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BSG_18_03_2015_B_5_R_56_15_B_Rente_wegen_Erwerbsminderung_Su-d7320418.html
Timestamp: 2016-10-28 14:40:04
Document Index: 34569129

Matched Legal Cases: ['BGer', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 169', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 109', '§ 103', '§ 103', '§ 160', '§ 103', '§ 128', '§ 160', '§ 160', '§ 193']

BSG, 18.03.2015 - B 5 R 56/15 B - Rente wegen Erwerbsminderung; Substantiierung eines Verfahrensmangels; Darlegung der Kausalität | Urteile auf anwalt24.de
BSG, 18.03.2015 Suche
RechtsprechungBSG2015März
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BSG, 18.03.2015 - B 5 R 56/15 B - Rente wegen Erwerbsminderung; Substantiierung eines Verfahrensmangels; Darlegung der Kausalität
BundessozialgerichtBeschl. v. 18.03.2015, Az.: B 5 R 56/15 BGericht: BSGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 18.03.2015Referenz: JurionRS 2015, 14995Aktenzeichen: B 5 R 56/15 B Verfahrensgang:vorgehend:LSG Baden-Württemberg - 15.01.2015 - AZ: L 11 R 2597/14SG Karlsruhe - AZ: S 8 R 2744/11Rechtsgrundlagen:§ 160 Abs. 2 Nr. 3 SGG§ 160a Abs. 2 S. 3 SGGRedaktioneller Leitsatz:1. Wird eine Nichtzulassungsbeschwerde darauf gestützt, dass ein Verfahrensmangel vorliege, auf dem die angefochtene Entscheidung beruhen könne (§ 160 Abs. 2 Nr. 3 Hs. 1 SGG), so müssen bei der Bezeichnung des Verfahrensmangels (§ 160a Abs. 2 S. 3 SGG) zunächst die den Verfahrensmangel (vermeintlich) begründenden Tatsachen substantiiert dargetan werden.2. Darüber hinaus ist die Darlegung erforderlich, dass und warum die Entscheidung des LSG ausgehend von dessen materieller Rechtsansicht auf dem Mangel beruhen kann, also die Möglichkeit einer Beeinflussung des Beschlusses besteht.in dem RechtsstreitAz: B 5 R 56/15 BL 11 R 2597/14 (LSG Baden-Württemberg)S 8 R 2744/11 (SG Karlsruhe)........................,Klägerin und Beschwerdeführerin,Prozessbevollmächtigte: .........................................,gegenDeutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg,Gartenstraße 105, 76135 Karlsruhe,Beklagte und Beschwerdegegnerin.Der 5. Senat des Bundessozialgerichts hat am 18. März 2015 durch den Vorsitzenden Richter Dr. B e r c h t o l d , die Richterin Dr. G ü n n i k e r und den Richter Dr. K o l o c z e kbeschlossen:Tenor:Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision im Beschluss des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 15. Januar 2015 wird als unzulässig verworfen.Die Beteiligten haben einander für das Beschwerdeverfahren keine Kosten zu erstatten.Gründe1Mit Beschluss vom 15.1.2015 hat das LSG Baden-Württemberg einen Anspruch der Klägerin auf Gewährung von Rente wegen voller, hilfsweise wegen teilweiser Erwerbsminderung verneint.2Gegen die Nichtzulassung der Revision in diesem Beschluss hat die Klägerin Beschwerde beim BSG eingelegt. Sie beruft sich auf Verfahrensmängel iS von § 160 Abs 2 Nr 3 SGG.3Die Nichtzulassungsbeschwerde der Klägerin ist unzulässig, weil sie nicht formgerecht begründet ist.4Die Revision ist nur zuzulassen, wenn- die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat (§ 160 Abs 2 Nr 1 SGG),- das Urteil von einer Entscheidung des BSG, des GmSOGB oder des BVerfG abweicht und auf dieser Abweichung beruht (aaO Nr 2) oder- ein Verfahrensmangel geltend gemacht wird, auf dem die angefochtene Entscheidung beruhen kann (aaO Nr 3).5Derartige Gründe werden in der Beschwerdebegründung nicht nach Maßgabe der Erfordernisse des § 160a Abs 2 S 3 SGG dargetan. Die Beschwerde ist daher gemäß § 160a Abs 4 S 1 iVm § 169 SGG zu verwerfen.6Wird eine Nichtzulassungsbeschwerde darauf gestützt, dass ein Verfahrensmangel vorliege, auf dem die angefochtene Entscheidung beruhen könne (§ 160 Abs 2 Nr 3 Halbs 1 SGG), so müssen bei der Bezeichnung des Verfahrensmangels (§ 160a Abs 2 S 3 SGG) zunächst die den Verfahrensmangel (vermeintlich) begründenden Tatsachen substantiiert dargetan werden. Darüber hinaus ist die Darlegung erforderlich, dass und warum die Entscheidung des LSG ausgehend von dessen materieller Rechtsansicht auf dem Mangel beruhen kann, also die Möglichkeit einer Beeinflussung des Beschlusses besteht. Gemäß § 160 Abs 2 Nr 3 Halbs 2 SGG kann der geltend gemachte Verfahrensmangel nicht auf eine Verletzung der §§ 109 und 128 Abs 1 S 1 SGG und auf eine Verletzung des § 103 SGG nur gestützt werden, wenn er sich auf einen Beweisantrag bezieht, dem das LSG ohne hinreichende Begründung nicht gefolgt ist.7Die Klägerin rügt einen Verstoß gegen die tatrichterliche Sachaufklärungspflicht (§ 103 SGG). Gemäß § 160 Abs 2 Nr 3 Halbs 2 SGG kann eine Nichtzulassungsbeschwerde auf eine Verletzung des § 103 SGG nur gestützt werden, wenn der Verfahrensmangel sich auf einen Beweisantrag bezieht, dem das LSG ohne hinreichende Begründung nicht gefolgt ist. Die Klägerin hat aber nicht aufgezeigt, im Berufungsverfahren einen (prozessordnungsgemäßen) Beweisantrag gestellt zu haben.8Mit ihrem übrigen Vorbringen greift die Klägerin die Beweiswürdigung des Berufungsgerichts an. Auf einen Verstoß gegen § 128 Abs 1 S 1 SGG kann die Nichtzulassungsbeschwerde indes ausweislich § 160 Abs 2 Nr 3 Halbs 2 SGG nicht gestützt werden.9Von einer weiteren Begründung wird abgesehen, weil sie nicht geeignet wäre, zur Klärung der Voraussetzungen der Revisionszulassung beizutragen (vgl § 160a Abs 4 S 2 Halbs 2 SGG).10Die Kostenentscheidung beruht auf einer entsprechenden Anwendung des § 193 Abs 1 und 4 SGG.Dr. BerchtoldDr. GünnikerDr. KoloczekHinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.
BSG, 18.03.2015BSG, 18.03.2015