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Timestamp: 2020-08-15 09:20:15
Document Index: 330141008

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 37', '§ 101', '§ 19', '§ 21', '§ 21']

Drohnen: Unbemannte Luftfahrzeugsysteme | Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Drohnen: Unbemannte Luftfahrzeugsysteme
Unter dem Oberbegriff „unbemannte Fluggeräte", umgangssprachlich „Drohnen", fasst man unbemannte Luftfahrzeugsysteme und Flugmodelle zusammen.
Für jedes unbemannte Fluggerät, unabhängig vom Gewicht, muss eine Haftpflichtversicherung nach den Vorschriften gemäß § 33 ff. LuftVG (Haftungshöchstbetrag § 37 Abs. 1a) in Verbindung mit § 101 ff. LuftVZO abgeschlossen sein. Da es sich jeweils um den Betrieb eines Luftfahrzeugs handelt, sind Unfälle, die von Drohnen verursacht werden, in der Regel nicht über die Privathaftpflichtversicherung abgedeckt. Vielmehr ist eine sogenannte Halter-Haftpflichtversicherung erforderlich. Ein entsprechender Versicherungsnachweis ist bei Antragstellung vorzulegen.
Alle unbemannten Fluggeräte ab 0,25 kg müssen nach § 19 Abs. 3 LuftVZO seit dem 1. Oktober 2017 gekennzeichnet werden. Eigentümer*innen müssen an sichtbarer Stelle den Namen und die Anschrift in dauerhafter und feuerfester Beschriftung an dem Fluggerät anbringen. Wichtig ist, dass die Kennzeichnung nicht nur dauerhaft und feuerfest, sondern auch fest mit dem Gerät verbunden ist.
Für unbemannte Fluggeräte über 2 kg Abflugmasse, beim Betrieb von Nicht-Multicoptern (z. B. Modellflugzeug, Modellhelikopter) über 100 m Höhe oder ab einer Risikostufe 3 gem. SORA-GER ist ein Kenntnisnachweis gem. § 21a Abs. 4 LuftVO erforderlich.
eine gültige Erlaubnis als Luftfahrzeugführer*in oder eine beglaubigte Kopie derselben;
- Betrieb außerhalb der Sichtweite für Geräte unter 5 kg (§ 21b Abs. 1 Nr. 1 LuftVO); außer Sichtweite wird das Gerät betrieben, wenn es ohne optische Hilfsmittel nicht mehr zu erkennen ist. Das Fliegen mit Videobrille (FPV-Fliegen) ist - obgleich tatsächlich nicht in Sichtweite der Fernpilot*innen betrieben wird - zulässig, wenn das Gerät nicht höher als 30 m aufsteigt und es entweder nicht schwerer als 0,25 kg ist oder es bei dem Betrieb eine zweite Person gibt, die den Luftraum beobachtet und den*die Fernpilot*in auf mögliche Gefahren hinweisen kann.
Erlaubnisinhaber*innen haben einen Nachweis über den Einsatz der Drohne (Flugbuch) mit folgenden Angaben zu führen:
Tel: (05331) 8587-215
Tel: (0511) 3034-2533
Dezernat 52 (Luftverkehr)
drohnen@nlstbv.niedersachsen.de