Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=11.10.1994&Aktenzeichen=VI%20ZR%20234/93
Timestamp: 2013-05-22 23:38:24
Document Index: 334637380

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung BGH, 11.10.1994 - VI ZR 234/93 Volltextver�ffentlichungen (2)
Wird zitiert von ... (14) BGH, 15.09.1995 - 5 StR 713/94 Rechtsbeugung von Richtern und Staatsanw�lten der DDR bei Anwendung "politischen …In demselben Sinne verh�lt sich der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in seinem Urteil vom 11. Oktober 1994 (zum Abdruck in BGHZ bestimmt = NJW 1995, 256).
BGH, 15.12.1998 - VI ZR 386/97 Begr�ndetheit von Schadensersatzanspr�chen gegen die PDS als Rechtsnachfolgerin …Eine derartige Pflichtverletzung kann in der - auch mittelbar bewirkten - Herbeif�hrung der Freiheitsberaubung eines Menschen im Sinne des � 131 des Strafgesetzbuchs der DDR liegen; einen pflichtwidrig verursachten Schaden vermag gem�� � 324 ZGB auch die Beeintr�chtigung des pers�nlichen Eigentums eines B�rgers darzustellen, zu dem dessen Arbeitseink�nfte z�hlen, auf deren Entziehung der Kl�ger vorliegend seinen Schadensersatzanspruch wegen Verdienstausfalls st�tzt (vgl. zu diesen Fragen im einzelnen BGHZ 127, 195, 199 f. m.w.N.).Dies gilt auch unter Ber�cksichtigung des Grundsatzes, da� diejenigen gesetzlichen Vorschriften der ehemaligen DDR, die bei der Beurteilung abgeschlossener Altf�lle heranzuziehen sind, an den Grundrechtsgarantien und den grundlegenden Wertungen der Verfassungsordnung des Grundgesetzes gemessen werden m�ssen (vgl. hierzu BGHZ 127, 195, 204 m.w.N.).Der Senat verkennt nicht, da� die Inhaftierung des Kl�gers, auf die er den geltend gemachten Verdienstausfallschaden zur�ckf�hrt, in unmittelbarem Zusammenhang mit der - den B�rgern die Ausreisefreiheit verweigernden - Rechtspraxis der DDR stand, die mit rechtsstaatlichen Anforderungen g�nzlich unvereinbar war und v�lkerrechtlichen Verpflichtungen der DDR ebenso wie den Menschenrechtsgarantien widersprach (vgl. dazu BGHZ 127, 195, 203 f.; BGHSt 39, 1, 17 ff.).
BGH, 25.03.1997 - VI ZR 63/96 Hemmung der Verj�hrung des SchadensersatzanspruchsDie danach gebotene Auslegung und Anwendung von Vorschriften des Zivilrechts der DDR hat unter Ber�cksichtigung der Rechtspraxis in der ehemaligen DDR zu erfolgen; die betreffenden Rechtsvorschriften sind so anzuwenden, wie sie von den Gerichten der DDR angewendet worden w�ren (vgl. Senatsurteile BGHZ 123, 65, 68; 126, 87, 91; 127, 195, 199).Auch wenn die gesetzlichen Vorschriften der ehemaligen DDR, die nur noch bei der Beurteilung abgeschlossener Altf�lle heranzuziehen sind, an den Grundrechtsgarantien und den grundlegenden Wertungen der Verfassungsordnung des Grundgesetzes gemessen werden m�ssen (vgl. Senatsurteil BGHZ 127, 195, 204 m.w.N.), ist unter diesem Gesichtspunkt die Ber�cksichtigung einer solchen Unkenntnis im Rahmen der Verj�hrungshemmung weder geboten noch m�glich; sie w�rde dem Sinn und Zweck ebenso wie der rechtlichen Systematik der genannten Regelungen zuwiderlaufen.
OLG K�ln, 10.03.1999 - 2 U 99/98 BGB � 826; DDR- ZGB � 330Die Anordnung der partiellen Fortgeltung des Altrechts soll die Betroffenen in dem damals geltenden Rechtszustand belassen (BGH, NJW 1993, 2531; NJW 1995, 256 [257]).Im �brigen mu� bei der Auslegung und Anwendung des Rechts der ehemaligen DDR gepr�ft werden, ob die Rechtsanwendung, wie sie im konkreten Fall auf der Grundlage der Rechtspraxis der DDR vorzunehmen w�re, zu einem Ergebnis f�hren kann, das mit den Grundrechtsgarantien und den tragenden verfassungsrechtlichen Wertungen des Grundgesetzes in Einklang steht (BGH NJW 1995, 256 [258]).Insoweit ist das Grundgesetz nicht nur f�r das auf der Grundlage des Art. 9 EinigungsV fortgeltende DDR-Recht ma�gebend; vielmehr sind auch diejenigen gesetzlichen Vorschriften der ehemaligen DDR, die nur noch bei der Beurteilung abgeschlossener "Altf�lle" heranzuziehen sind, an den Grundrechsgarantien und den grundlegenden Wertungen der Verfassungsordnung des Grundgesetzes zu messen (BGH, NJW 1993, 2531 [2532] m.w.N.; BGH, NJW 1995, 256 [258]).
BGH, 15.11.1994 - VI ZR 2/94 Durchbrechung der Rechtskraft arglistig erschlichener gerichtlicher …a) Die Auslegung und Anwendung von Vorschriften des Zivilrechts der DDR hat unter Ber�cksichtigung der Rechtspraxis in der ehemaligen DDR zu erfolgen; das f�r "Altf�lle" fortwirkende Recht ist grunds�tzlich so anzuwenden, wie es von den Gerichten der DDR ausgelegt worden w�re (vgl. Senatsurteile vom 22. Juni 1993 - VI ZR 302/92 - VersR 1993, 158; vom 3. Mai 1994 - VI ZR 278/93 - VersR 1994, 825, 826 und vom 11. Oktober 1994 - VI ZR 234/93 - zur Ver�ffentlichung in BGHZ vorgesehen).Zwar mu� bei der Auslegung und Anwendung des Rechts der ehemaligen DDR, auch soweit es nicht um fortgeltendes, sondern um f�r "Altf�lle" fortwirkendes Recht geht, gepr�ft werden, ob die Rechtsanwendung, wie sie im konkreten Fall auf der Grundlage der Rechtspraxis der DDR vorzunehmen ist, zu einem Ergebnis f�hren kann, das mit den Grundrechtsgarantien und den tragenden verfassungsrechtlichen Wertungen des Grundgesetzes, insbesondere dem Rechtsstaatsprinzip, nicht in Einklang steht (vgl. dazu Senatsurteil vom 11. Oktober 1994 - VI ZR 234/93 - zur Ver�ffentlichung in BGHZ vorgesehen - m.w.N.).
BGH, 08.07.1999 - III ZR 159/97 Haftung f�r Bergsch�den im Gebiet der ehemaligen DDRLediglich Bestimmungen und Auslegungsgrunds�tze, die von spezifisch sozialistischen Wertungen gepr�gt oder sonst mit dem Grundgesetz nicht vereinbar sind, bleiben unber�cksichtigt (BGHZ 123, 65, 68 f.; 126, 87, 91 f.; 127, 195, 199; 135, 158, 161 f.; BGH, Urteil vom 15. Dezember 1998 - VI ZR 386/97, NJW 1999, 1475, 1476).
BGH, 21.04.1998 - VI ZR 230/97 Schadensersatz f�r eine unerlaubte Handlung gegen�ber dem Eigentum an einer Sache …Das darf auch dort, wo es um die Auslegung des auf Altf�lle anzuwendenden DDR-Rechtes geht, nicht au�er Acht gelassen werden (vgl. hierzu die Senatsurteile in BGHZ 123, 65, 68 und BGHZ 127, 195, 203 f.).
BGH, 08.02.1995 - 5 StR 157/94 StGB � 241a, � 336, � 239Nach der erw�hnten neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHSt 40, 125) hat sich ein DDR-B�rger, mag sein Verhalten - wie hier - noch so verwerflich gewesen sein, jedenfalls dann nicht wegen Freiheitsberaubung nach � 131 StGB-DDR strafbar gemacht, wenn er von einer sogenannten Republikflucht vor deren Beendigung glaubhaft Kenntnis erlangt und sich darauf beschr�nkt hat, dies bei einer Dienststelle der Sicherheitsorgane der DDR zur Anzeige zu bringen und in einem sp�teren DDR-Strafverfahren als Zeuge zu bekunden, es sei denn gegen�ber dem Angezeigten w�ren schwere und offensichtliche Menschenrechtsverletzungen begangen worden und der Anzeigeerstatter h�tte dies billigend in Kauf genommen (BGHSt 40, 125 = NStZ 1994, 426 = NJW 1994, 3174; vgl. auch BGH Urteil vom 11. Oktober 1994 - VI ZR 234/93 -).
BGH, 06.12.1996 - V ZR 177/95 Eigentum an einer neu gegr�ndeten LPG �berlassenen Grundst�ckenEs geht um Auslegung und Anwendung von Vorschriften des Zivilrechts der DDR, die unter Ber�cksichtigung der damaligen Rechtsauffassung und Rechtspraxis der DDR zu erfolgen hat (BGHZ 127, 195, 199 m.w.N.).
KG, 21.06.1996 - 1 Ss 189/95 DDR: StGB �� 131, 225Auch wenn nicht ersichtlich ist, da� ein derartiges Zusammenwirken mit den Organen der Staatssicherheit auf "offizieller" Rechtsgrundlage geschehen w�re, die im Sinne eines geschriebenen Rechtfertigungsgrundes einen Ausschlu� der Rechtswidrigkeit gem�� � 131 StGB/DDR bewirken k�nnte, so ist doch nicht zu verkennen, da� ein derartiges vorgehen auch unter Ausnutzung famili�rer und freundschaftlicher Vertrauensverh�ltnisse in der Staatspraxis der DDR nicht un�blich, sondern st�ndig praktizierte Art der Informationsbeschaffung und daher im Sinne des staatlichen Systems erw�nscht war (vgl. insoweit zur zivilrechtlichen W�rdigung des vorliegenden Sachverhalts BGH NJW 1995, 256, 259).Diese W�rdigung hat auch der Bundesgerichtshof in dem aufgrund derselben Vorg�nge betriebenen Zivilproze� seiner Entscheidung zugrunde gelegt, indem er feststellte, die gegen den Nebenkl�ger im Rahmen der Strafverfolgung ergriffenen Ma�nahmen, so unvereinbar sie auch mit rechtsstaatlichen Grunds�tzen waren, seien nicht �ber die durch die Gesetzeslage gedeckte �bliche Praxis der DDR in F�llen des ungesetzlichen Grenz�bertritts hinausgegangen und seien nicht als weitergehende besondere Willk�rakte erkennbar (vgl. BGH NJW 1995, 256, 259).
BGH, 26.02.1996 - II ZR 101/95 LAG Berlin, 15.09.1995 - 16 Sa 60/95 Arbeitsverh�ltnis: erzwungene Aufl�sung nach Ausreiseantrag - Schadensersatz - …
LG K�ln, 03.09.1998 - 24 O 309/97 Urteile zum allgemeinen Versicherungsrecht