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Timestamp: 2017-08-23 08:17:35
Document Index: 91416429

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 20', 'BGH', 'BGH']

Die Selbstdichtung (Selbstheilung) von Trennrissen - ein Risiko in der WU-Richtlinie - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 9
Autor: Dr.-Ing. Heinz Meichsner/Prof. Dr.-Ing. habil. Stefan Rohling
Statische Gesichtspunkte bei der Instandsetzung von Stützen und Wänden von Tiefgaragen - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 14
Autor: Dipl.- Ing. Beate Nutsch-Kohlsdorf/Prof. Dr.-Ing. Christoph Dauberschmidt/Dipl.- Ing. (FH) Stephan Vestner
Bei der Instandsetzung von Tiefgaragen wird meist der Fokus auf die Sicherstellung der Dauerhaftigkeit der vorhandenen Bewehrung gelegt. So werden Wandfüße, bei denen die Bewehrung durch chloridinduzierte Korrosion geschädigt bzw. gefährdet ist, aufwändig instand gesetzt, ohne dass die statische Notwendigkeit dieser Bewehrung überprüft wird. Die vorgestellten statischen Betrachtungen ergeben, dass in vielen Fällen die Wandfuß-Bewehrung statisch nicht erforderlich ist. Wird der Bauherr hinreichend über die möglichen Risiken aufgeklärt, kann auf eine Instandsetzung dieser Wandbereiche aus statischer Sicht verzichtet werden.
Funktionale Innenwände! Wie lange? - Die zunehmende Anzahl an Streitfällen um die Eigenschaften von Innenwandflächen erfordert spezielle Sachkunde, aber auch in wachsendem Maße Analytik von Sachverständigen. - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 22
Autor: Ingo Rademacher
Die Zunahme an Funktionsflächen und die wachsende Bedeutung des gesunden und ökologischen Wohnungsbaus stellen erhöhte Anforderungen an die Art der Anstriche sowie an das richtige Vorgehen bei Renovierungen.
Zu den Funktionsflächen und den »gesunden« und »ökologischen« Wandaufbauten gehören z.B. Klima-, Anti-Schimmel- und Lehmputze im Wohnungsbau. Derartige Putzsysteme ermöglichen eine
optimierte Feuchteaufnahme in Innenräumen und versprechen eine bessere Innenraum-Bauklimatik. Auch spezielle schadstoffabsorbierende bzw. schadstoffadsorbierende Putzmörtel werden angeboten und sind voll im Trend.
Geruchsreklamationen - häufig Anlass von Konflikten und Beschwerden - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 25
Autor: Dipl.-Ing. Wolfram Steinhäuser
Neben der Feuchteproblematik sind Geruchsbeanstandungen die häufigsten Anlässe von Reklamationen in der Fußbodenbranche. Bei den Auseinandersetzungen um Gerüche stehen leider vor allem Emotionen und nicht die Fakten im Mittelpunkt. Bei nahezu allen Geruchsreklamationen vermuten Bauherrn und Nutzer, dass die Ursache für die auftretenden Gerüche den neu verlegten Bodenbelägen bzw. dem Parkett und den Verlegewerkstoffen zuzuordnen sind. Die Hersteller des Bodenbelages und der Verlegewerkstoffe sind dann in der Regel gleichzeitig »Angeklagter« und »Gutachter«. Man erwartet von ihnen die Aufklärung der Geruchsursache unabhängig davon, ob sie verantwortlich gemacht werden können oder nicht. Die Erwartungshaltung der Bauherrn, Planer, Architekten und Vermieter lauten dann häufig, den neu verlegten Oberbelag und die Verlegewerkstoffe zu entfernen und eine Neuverlegung durchzuführen, auch wenn die Ursache nicht geklärt ist. Die vorschnelle Schlussfolgerung, dass Emissionen aus den Oberbelägen und/oder den Verlegewerkstoffen zu Geruchsbelästigungen führen, ist eindeutig abzulehnen.
Aussagefähigkeit von Holzfeuchtemessungen für das Nutzerverhalten - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 29
Autor: Michael Silberhorn
DEGA-Memorandum BR 0104 >>Schallschutz im eigenen Wohnbereich.<< Kommentar-Teil 1: Technik - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 42
Autor: Christian Burkhart
DEGA-Memorandum BR 0104 >>Schallschutz im eigenen Wohnbereich.<< Kommentar-Teil 2: Recht - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 45
EnEV 2014 verschärft den Neubau-Standard ab 2016 - Beratung, Planung und Nachweisführung bei neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 48
Der Beitrag gibt einen Überblick, was Bausachverständige bei der Beratung, Planung und Nachweisführung von neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden beachten sollten.
Zunächst die gute Nachricht: Bausachverständige dürfen noch dieses Jahr einem Bauboom entgegensehen, denn so mancher Bauherr wird sein Neubau-Vorhaben auf jeden Fall noch 2015
beginnen wollen. Die Medien haben die Gründe für die Eile vielfach mit kritischen Berichten geschürt: Ab 2016 verschärft die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014)1 die energetischen Anforderungen an neue Wohn- und Nichtwohnbauten und erhöht damit unweigerlich auch die Baukosten. Der Beitrag bringt eine Übersicht (siehe Tabelle 1) und erläutert die wichtigsten Aspekte der Verschärfung.
Fallstricke im Bauträgervertrag - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 54
Der Bau einer eigenen Immobilie beeinflusst das Leben in ungeahnter Weise. Aus diesem Grund realisieren die meisten Menschen dieses Vorhaben nur ein einziges Mal in ihrem Leben. Intransparente Klauseln im Bauvertrag können dabei zu überraschenden Regelungen für den Erwerber und Bauträger führen. Manche Baubeschreibungen lesen sich für den Profi wie eine Ansammlung von Selbstverständlichkeiten, ohne dass die wichtigen Informationen genannt werden.
Mindestlohn und Mindestarbeitsbedingungen im Baugewerbe - Compliance und praktische Fallstricke - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 62
Autor: Caroline Siegel/Johannes Traut
Haftung für Legionelleninfektion des Mieters - Erhöhte Legionellenkonzentration im Trinkwasser - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 66
Besprechung des BGH-Urteils vom 6.5.2015 (Az. VIII ZR 161/14) zur Vermieterhaftung bei Tod eines Wohnraummieters durch Legionelleninfektion und insbesondere zur Vermieterpflicht zur regelmäßigen Trinkwasseruntersuchung.
Wie lange muss ein Dach halten? - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 68
In der Praxis findet häufig eine Vermischung zwischen der Frage der Mangelhaftigkeit und dem Ablauf der Mangelhaftungsfrist statt. So wird teilweise die (irrige) Ansicht vertreten, ein Dach müsse nur fünf Jahre halten. Dies führt regelmäßig zu Problemen bei der Begutachtung, die vermieden werden können und sollten. Der Autor beschäftigt sich in seinem Beitrag mit der notwendigen Abgrenzung zwischen der Beurteilung durch den Sachverständigen, ob ein Mangel vorliegt, auf der einen und der Dauer der Mangelhaftungsfrist auf der anderen Seite.
Anderweitige Ausführung ist ein Mangel! - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 71
Autor: BGH, Beschluss vom 30.7.2015 - VII ZR 70/14
2. Wirkt sich eine Abweichung von der vereinbarten Beschaffenheit nicht oder nur in geringem Maße nachteilig aus, kann dies zwar die Prüfung veranlassen, ob Mängelansprüchen des Auftraggebers der Einwand entgegensteht, der Mängelbeseitigungsaufwand sei unverhältnismäßig. An dem Vorliegen eines Mangels in derartigen Fällen ändert dies allerdings
Verjährung Mängelansprüche - Herausgabe Mängelbürgschaft - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 72
Autor: BGH, Urteil vom 9.7.201 5 - VII ZR 5/15
Kein Schutz bei Schwarzarbeit! - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 73
Ist ein Werkvertrag wegen Verstoßes gegen das Verbot des § 1 Abs. 2 Nr. 2 SchwarzArbG vom 23.7.2004 nichtig, steht dem Besteller, der den Werklohn bereits gezahlt hat, gegen den Unternehmer kein Rückzahlungsanspruch unter dem Gesichtspunkt einer ungerechtfertigten Bereicherung zu.
Bauprodukte ohne CE-Kennzeichnung = Baumangel! - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 74
Autor: LG Mönchengladbach, Urteil vom 17.6.2015 - 4 S 141/14
1. Ein Unternehmer, der mit Bauleistungen im weiteren Sinne betraut ist, hat seine Arbeiten so auszuführen, dass öffentlich-rechtliche Vorschriften eingehalten werden und die Errichtung in baupolizeilich ordnungsgemäßer Weise erfolgt, insbesondere bauordnungsrechtlich genehmigungsfähig ist.
2. Verwendet der Unternehmer Bauprodukte, die entgegen § 20 Abs. 1 BauO-NW weder ein Übereinstimmungszeichen noch die Konformitätskennzeichnung der Europäischen Gemeinschaft (CE-Kennzeichnung) tragen, stellt sich das Werk regelmäßig als mangelhaft dar. Ob die Produkte die Voraussetzungen für eine entsprechende Kennzeichnung erfüllen, ist in diesem Zusammenhang unbeachtlich.
Planung nicht genehmigungsfähig, aber der Architekt haftet nicht! - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 75
Autor: OLG Celle, Urteil vom 10.6.2015 - 14 U 180/14
1. Hat ein Architekt eine genehmigungsfähige Planung übernommen, so hat er seine vertraglich zugesagte Leistung nicht mangelfrei erbracht, wenn die angestrebte Baugenehmigung zunächst zwar erteilt, jedoch später von Dritten erfolgreich angefochten worden ist.
2. Eine Haftung des Architekten kann jedoch im Einzelfall wegen schwerwiegenden Eigenverschuldens des Bauherrn entfallen, wenn diesem die Risiken der mangelnden Genehmigungsfähigkeit der Planung bekannt sind und er trotz ihm bekannter Hindernisse und rechtzeitigem Hinweis des Architekten vor »Rechtskraft« der Baugenehmigung mit dem Bauvorhaben beginnt und dieses fortsetzt.
Fehlen die Dehnungsfugen, haften Architekt und Statiker! - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 76
Autor: BGH, Beschluss vom 21.5.2015 - VII ZR 8/15
1. Die Anlegung von Dehnungsfugen im Baukörper gehört zu den konstruktiven Aufgaben. Für deren Einplanung ist in erster Linie der Statiker verantwortlich, daneben der planende und - falls sie nicht in den Bauzeichnungen vorgesehen sind - auch der die Bauleitung oder die Bauaufsicht führende Architekt.
2. Der Bauherr darf sich bei der Beauftragung eines Statikers und eines Architekten darauf verlassen, dass diese in der erforderlichen Weise zusammenwirken.
Abnahme des Architektenwerks - Beginn der Verjährung! - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 77
Autor: BGH, Beschluss vom 11.6.2015 - VII ZR 116/13
Die fünfjährige Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche gegen den Architekten beginnt mit der Abnahme der Architektenleistung zu laufen. Fehlt es an einer Abnahme, läuft die Verjährungsfrist ab dem Zeitpunkt, ab dem der Auftraggeber keine Erfüllung des Vertrags mehr verlangt und das vertragliche Erfüllungsverhältnis in ein Abwicklungs- und Abrechnungsverhältnis übergegangen ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der Auftraggeber die Abnahme endgültig verweigert.
Gutachtenerstellung ist Sache des Sachverständigen! - Der Sachverständige 05/2015, Seite 78
Autor: LG Gera, Beschluss vom 17.7.2015 - 3 OH 54/12
3. Nach Entscheidung des Gerichts über eine Befangenheit eines Gutachters ist aus Vertrauensschutzgesichtspunkten eine Nachfrist für den einzuzahlenden Prozesskostenvorschuss
Befangenheit des Sachverständigen? - Der Bausachverständige 05/2015, Seite 79
Autor: OLG Hamm, Beschluss vom 7.4.2015 - 1 W 1/15
1. Die Äußerung des gerichtlich bestellten Sachverständigen, dass er bestimmte Konstruktionen als nicht schadensfrei herstellbar ansehe und grundsätzlich einen Planungsfehler annehme, obwohl es andere Fachmeinungen gäbe, begründet nicht die Besorgnis der Befangenheit.
2. Die Äußerung des gerichtlich bestellten Sachverständigen, er kenne den Inhalt der Gutachten eines bestimmten Privatsachverständigen und er brauche »da nicht einmal hineinzuschauen« begründet nicht die Besorgnis der Befangenheit, wenn aus dem Sachverhalt gleichzeitig ersichtlich ist, dass er gleichwohl beabsichtigt, sich mit dem konkreten Privatgutachten auseinanderzusetzen.
3. Anhaltspunkte für eine mangelhafte Unparteilichkeit gehen grundsätzlich nicht aus dem Vorwurf mangelnder Sorgfalt, mangelnder Sachkunde oder unzureichender Tatsachenermittlung hervor.