Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NVwZ-RR%202011,%20371
Timestamp: 2019-09-16 21:21:12
Document Index: 263682799

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 33', 'Art. 48', '§ 89', '§ 2', 'Art. 3', 'Art. 33', 'Art. 48', 'Art 2', 'Art 33', 'Art 48', 'Art 3', '§ 33', 'Art. 33', '§ 33', 'Art. 48', '§ 3', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 51', '§ 46', '§ 33', '§ 33', '§ 33', 'Art. 48']

BVerwG, 16.12.2010 - 2 C 11.09 - dejure.org
https://dejure.org/2010,3508
BVerwG, 16.12.2010 - 2 C 11.09 (https://dejure.org/2010,3508)
BVerwG, Entscheidung vom 16.12.2010 - 2 C 11.09 (https://dejure.org/2010,3508)
BVerwG, Entscheidung vom 16. Dezember 2010 - 2 C 11.09 (https://dejure.org/2010,3508)
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GG Art. 3 Abs. 1, Art. 33 Abs. 2, Art. 48 Abs. 2; BBG a. F. § 89a; AbgG § 2 Abs. 2
Nachzeichnung; fiktive Fortschreibung; dienstliche Beurteilung; Regelbeurteilung; Mandat; Abgeordnete; Wiederaufnahme des Dienstes; Benachteiligungsverbot; Leistungsgrundsatz; Grundsatz der Bestenauslese; Auswahlentscheidung; belastbare Prognose; Tatsachengrundlage; ...
GG Art. 3 Abs. 1, Art. 33 Abs. 2, Art. 48 Abs. 2
Art 2 Abs 2 AbgG BY, Art 33 Abs 2 GG, Art 48 Abs 2 GG, Art 3 Abs 1 GG, § 33 Abs 3 BLV vom 12.02.2009
Belastbare Tatsachengrundlage als Voraussetzung für die fiktive Fortschreibung vergangener Beurteilungen; Vorliegen einer belastbaren Tatsachengrundlage bei einem Zeitraum von weniger als 16 Jahren zwischen dem für die aktuelle Beurteilung anzusetzenden Stichtag und der ...
VG München, 10.07.2007 - M 5 K 06.3384
BVerwG, 05.02.2009 - 2 C 11.09
NVwZ-RR 2011, 371
DÖV 2011, 490
Abgesehen davon, dass es für eine fiktive Fortschreibung der Beurteilung des Klägers aus dem Jahr 2001 - wie das Arbeitsgericht zu Recht festgestellt hat - an einer belastbaren Tatsachengrundlage fehlt ( näher zur fiktiven Fortschreibung einer Beurteilung BVerwG 16. Dezember 2010 - 2 C 11/09 - Rn. 8 ff. ), ist der Kläger seinerzeit auch nur mit der Gesamtnote "C" beurteilt worden.
vgl. BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2010- 2 C 11.09 -, juris, Rn. 9, m. w. N.
vgl. BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2010- 2 C 11.09 -, juris, Rn. 10.
Er macht insoweit geltend: Die von der Beklagten aufgestellte Achtjahresfrist weiche deutlich von der durch das Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 16. Dezember 2010- 2 C 11.09 - angeführten Frist von sechszehn Jahren ab und sei im Lichte des Art. 33 Abs. 2 GG und des besonderen Benachteiligungsverbots auch für Beamte bei den Postnachfolgeunternehmen rechtlich bedenklich.
vgl. BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2010- 2 C 11.09 -, juris, Rn. 11.
Allgemein zu dem Gesichtspunkt der Vergleichbarkeit in diesem Sinne: BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2010 - 2 C 11.09 -, juris, Rn. 11. Speziell zu zur begrenzenden Wirkung der veränderten Anforderungen an die dienstliche Tätigkeit in der Laufbahn des technischen Fernmeldedienstes für den Nachzeichnungszeitraum vgl. VG Gelsenkirchen, Beschluss vom 31. Januar 2017 - 12 L 2885/16 -, juris, Rn. 21 ff., insb.
- BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2010- 2 C 11.09 -, juris, Rn. 11 - ausgeführt, dass die der letzten Beurteilung der Klägerin vor der Beurlaubung zugrunde liegenden tatsächlichen Erkenntnisse "jedenfalls bei einem Zeitraum von- wie hier - fast 16 Jahren zwischen dem Beginn der Beurlaubung und der Wiederaufnahme des Dienstes" keine tragfähige Grundlage für eine verlässliche Prognose über die voraussichtliche Leistungsentwicklung vermittelten.
Allein der Umstand, dass die Frage nach dem maximal zulässigen Zeitraum fiktiver Fortschreibung nicht anhand abstrakt festgelegter fester Grenzen, sondern abhängig von den maßgeblichen Gegebenheiten des jeweiligen Einzelfalls zu beantworten ist, vgl. BVerwG, Beschluss vom 23. Dezember 2015- 2 B 40.14 -, juris, Rn. 31, unter Verweis auf sein Urteil vom 16. Dezember 2010 - 2 C 11.09 -, juris, Rn. 10 f., lässt diese Frage noch nicht als komplex erscheinen.
BVerwG, Beschluss vom 23. Dezember 2015- 2 B 40.14 -, juris, Rn. 31, unter Verweis auf sein Urteil vom 16. Dezember 2010 - 2 C 11.09 -, juris, Rn. 10 f.
Auf welche Weise der Dienstherr dies sicherstellt, ist grundsätzlich ihm überlassen (vgl. BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2010 - 2 C 11.09 - Buchholz 232.1 § 33 BLV Nr. 3 Rn. 15 zum Behinderungsverbot des Art. 48 Abs. 2 GG).
Wie dieser Grundsatz im Einzelnen zu verwirklichen ist, liegt im Ermessen des Dienstherrn (BVerwG, Urteile vom 10. April 1997 - 2 C 38.95 - Buchholz 236.1 § 3 SG Nr. 16 S. 35 und vom 16. Dezember 2010 - 2 C 11.09 - Buchholz 232.1 § 33 BLV Nr. 3 Rn. 15).
Ab welcher Zeitspanne zwischen der letzten beurteilten Dienstleistung und dem Stichtag die tatsächlichen Erkenntnisse eine Prognose über die Leistungsentwicklung nicht mehr tragen können, ist eine Frage des Einzelfalles und einer rechtsgrundsätzlichen Klärung nicht zugänglich (BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2010 - 2 C 11.09 - Buchholz 232.1 § 33 BLV Nr. 3 Rn. 10 f.).
Dies gilt nicht, wenn der Dienstherr plausibel darlegt, dass ein Fortkommen ohne die Freistellung nicht in Betracht gekommen wäre (im Anschluss an Urteile vom 21. September 2006 - BVerwG 2 C 13.05 - BVerwGE 126, 133 und vom 16. Dezember 2010 - BVerwG 2 C 11.09 - Buchholz 232.1 § 33 BLV Nr. 3).
Das Regelungskonzept für die fiktive Nachzeichnung ist geeignet, eine Benachteiligung zu vermeiden, wenn seine Anwendung zu nachvollziehbaren, weil durch Tatsachen fundierten Aussagen über die fiktive Leistungsentwicklung und den sich daraus ergebenden Werdegang führt (Urteil vom 16. Dezember 2010 - BVerwG 2 C 11.09 - Buchholz 232.1 § 33 BLV Nr. 3 Rn. 9 f.).
Es wird fingiert, dass das freigestellte Personalratsmitglied eine berufliche Entwicklung genommen hätte, die der durchschnittlichen Entwicklung der Mitglieder der Vergleichsgruppe entspricht (Urteil vom 16. Dezember 2010 a.a.O. Rn. 9).
vgl. BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2010 - 2 C 11.09 -, IÖD 2011, 63 = juris, Rn. 9; Urteil des Senats vom 8. Juni 2010 - 1 A 2859/07 -, PersV 2010, 463 = juris, Rn. 95 ff. = NRWE, Rn. 101 ff., sowie OVG NRW, Beschlüsse vom 14. Februar 2005 - 6 B 2496/03 -, PersV 2005, 271 = juris, Rn. 15 ff. = NRWE, Rn. 16 ff., und vom 4. April 2007 - 6 B 57/07 -, ZBR 2007, 421 = juris, Rn. 15 = NRWE, Rn. 16; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 20. August 2012 - 2 B 10673/12 -, juris, Rn. 16, unter Hinweis auf die dort relevante Erlasslage.
vgl. BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2010 - 2 C 11.09 -, IÖD 2011, 63 = juris, Rn. 8 ff.
Mit dem Rechtsinstitut der fiktiven Fortschreibung vergangener Beurteilungen (vgl. § 33 Abs. 3 Nr. 4 BLV) wird nicht nur eine tatsächlich im Beurteilungszeitraum nicht erbrachte Dienstleistung fingiert, sondern auch eine Fortentwicklung der Leistungen entsprechend dem durchschnittlichen beruflichen Werdegang einer Gruppe vergleichbarer Beamter unterstellt (Urteil vom 16. Dezember 2010 - BVerwG 2 C 11.09 - Buchholz 232.1 § 33 BLV Nr. 3 Rn. 9).
Auf welche Weise der Dienstherr sicherstellt, dass die Freistellung nicht zu einer Beeinträchtigung des beruflichen Werdegangs führt (§ 51 Abs. 3 Satz 1 SBG i.V.m. § 46 Abs. 3 Satz 6 BPersVG), obliegt grundsätzlich seiner Entscheidung (Urteil vom 16. Dezember 2010 - BVerwG 2 C 11.09 - Buchholz 232.1 § 33 BLV Nr. 3 Rn. 15).
OVG Nordrhein-Westfalen, 20.08.2019 - 6 B 274/19
Dienstliche Beurteilung Nachzeichnung Benachteiligungsverbot Referenzgruppe …
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 21. Juli 2016 - 1 WB 8.16 -, juris Rn. 36, und vom 25. Juni 2014 - 2 B 1.13 -, IÖD 2014, 220 = juris Rn. 14, sowie Urteil vom 16. Dezember 2010 - 2 C 11.09 -, NVwZ-RR 2011, 371 = juris Rn. 9; OVG NRW, etwa Beschlüsse vom 7. März 2017 - 1 B 1355/16 -, juris Rn. 35, und vom 15. März 2013 - 1 B 133/13 -, NVWBl 2013, 320 = juris Rn. 72 f., m. w. N.
LAG Mecklenburg-Vorpommern, 19.03.2019 - 2 Sa 213/18
Freigestelltes Personalratsmitglied - fiktiver beruflicher Werdegang - …
Das Regelungskonzept der Vergleichsgruppenbildung für die fiktive Nachzeichnung ist geeignet, eine Benachteiligung zu vermeiden, wenn seine Anwendung zu nachvollziehbaren, weil durch Tatsachen fundierten Aussagen über die fiktive Leistungsentwicklung und den sich daraus ergebenden Werdegang führt (…BVerwG 30. Juni 2014 aaO; BVerwG 16. Dezember 2010 - 2 C 11.09 - ZTR 2011, 327 = Buchholz 232.1 § 33 BLV Nr. 3).
Auf welche Weise der Dienstherr dies sicherstellt, ist grundsätzlich ihm überlassen (vgl. Urteil vom 16. Dezember 2010 - BVerwG 2 C 11.09 - Buchholz 232.1 § 33 BLV Nr. 3 Rn. 15 zum Behinderungsverbot des Art. 48 Abs. 2 GG).
VG Düsseldorf, 31.08.2012 - 13 L 834/12
Zulässigkeit der fiktiven Laufbahnnachzeichnung einer seit langer Zeit vom Dienst …
Zulassung der Berufung; Fortsetzungsfeststellungsklage; Beamtenrecht; …
OVG Nordrhein-Westfalen, 15.11.2012 - 6 A 1534/11
Berufungszulassungsantrag eines als Vorsitzender des Personalrats freigestellten …
OVG Berlin-Brandenburg, 28.05.2019 - 10 S 34.18
Konkurrentenstreitverfahren; Auswärtiges Amt; Beförderung nach A 16; dienstliche …
OVG Nordrhein-Westfalen, 29.10.2012 - 6 B 1108/12
VG Freiburg, 21.10.2014 - 3 K 1230/12
Zur dienstlichen Beurteilung eines freigestellten Personalratsmitglied im …
VGH Bayern, 23.03.2015 - 7 ZB 14.2052
Die Zeitdauer, während derer die Rechte und Pflichten aus dem Dienstverhältnis …
VG Augsburg, 06.07.2017 - Au 2 K 17.168
Berechnungsmethode zur Ermittlung der "durchschnittlichen Entwicklung"
VGH Bayern, 05.03.2013 - 6 CE 13.137
Bundesbeamtenrecht; Nichtberücksichtigung bei Beförderung; vorläufige; …
VG Köln, 20.11.2013 - 3 K 5787/12
Anspruch einer Polizeibeamtin auf ungekürzten Familienzuschlag
VG Düsseldorf, 23.11.2011 - 10 K 2131/11
Beurteilungsnachzeichnung dienstliche Beurteilung Feststellungsvermerk fiktiv …
VG München, 26.09.2017 - M 5 K 17.1229
Fiktive Beurteilung eines freigestellten Personalratsmitglieds