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Timestamp: 2018-01-22 00:38:11
Document Index: 280966729

Matched Legal Cases: ['§ 43', '§ 7', 'Art. 10', '§ 7', '§ 24', '§ 7', '§ 7', '§ 23']

Tacheles Rechtsprechungsticker KW 32/2016 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht Rechtsanwalt in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1. 1 BSG, Urteil vom 24.02.2016 – B 8 SO 13/14 R
2. 1 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 01.08.2016 – L 19 AS 1437/16 B ER – rechtskräftig
2. 2 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 19.07.2016 – L 7 AS 934/16 B ER – rechtskräftig
Erbringung vorläufiger Leistungen bei Zuständigkeitskonflikt im einstweiligen Rechtsschutzverfahren – Rumänischer Antragsteller hat Anspruch auf Regelleistung
1. Vorläufig bewilligte Leistungen sind als aliud gegenüber endgültigen Leistungen anzusehen, deren Bewilligung keine Bindungswirkung für die endgültige Leistung entfaltet (BSG, Urteil vom 29.04.2015 – B 14 AS 31/14 R ) und die daher unabhängig von der Ablehnung endgültig zustehender Leistungen erbracht werden können.
2. In dem Leistungsantrag ist im Zweifel auch ein Antrag i. S. d § 43 Abs. 1 Satz 2 SGB I zu sehen, vorläufige Leistungen zu erbringen. Ein Antrag ist jede gegenüber dem erstangegangenen Leistungsträger abgegebene Willenserklärung, aus der – erforderlichenfalls durch Auslegung – zu entnehmen ist, dass der Berechtigte zumindest vorläufige Leistungen wünscht.
2. 3 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil v. 20.12.2011 – L 11 AS 734/09
Zur Bewilligung von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes (Arbeitslosengeld II – Alg II) nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) für den Bewohner einer sozialtherapeutischen Wohngruppe ( hier bejahend ).
2. 5 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Urteil v. 30.06.2016 – L 2 AS 260/15 – Die Revision wird zugelassen.
3. Die Rückausnahme des § 7 Abs 4 Satz 3 Nr 1 SGB II will nach ihrem Regelungszweck zur klaren Abgrenzung der Existenzsicherungssysteme des SGB II und des SGB XII einen Wechsel aus dem Leistungssystem des SGB II in das des SGB XII bei einer nur absehbar kurzzeitigen Krankenhausunterbringung vermeiden. In den Blick zu nehmen ist deshalb bei der am Zeitpunkt der Aufnahme der SGB II-Leistungen begehrenden Person in das Krankenhaus auszurichtenden Prognoseentscheidung auch, ob die betreffende Person sich schon vor dieser Aufnahme im Leistungssystem des SGB XII befand, ob sich also die Frage der Vermeidung eines Wechsels zwischen den existenzsichernden Leistungssystemen überhaupt stellt (Anschluss an BSG, Urteil vom 12. November 2015 – B 14 AS 6/15 R ).
2. 6 Thüringer Landessozialgericht, Urteil v. 12.05.2016 – L 9 AS 635/14 rechtskräftig
2. 7 Thüringer Landessozialgericht, Urteil v. 17.03.2016 – L 9 AS 898/15 – rechtskräftig
Rechtstipp: so wohl auch im Ergebnis; LSG NRW, Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 21.12.2015 – L 12 AS 1884/15 B ER; LSG München, Urteil v. 26.02.2015 – L 7 AS 781/14; LSG NW, Beschluss vom 20.03.2014 – L 19 AS 373/14 B ER; LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 10.02.2014 – L 5 AS 997/13 B ER; LSG Hamburg, Urteil vom 15. November 2012 – L 4 AS 73/12
2. 8 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss v. 01.07.2016 – L 26 AS 1421/16 B ER – rechtskräftig
EU-Ausländer – Leistungsausschluss – Aufenthaltsrecht – Schulbesuch – elterliche Sorge – Schutz von Ehe und Familie
3. Schließlich sind die Aufenthaltsrechte nach Art. 10 VO Nr. 492/11/EU nicht davon abhängig, dass Eltern und Kinder über ausreichende Existenzmittel oder einen umfassenden Krankenversicherungsschutz verfügen ( BSG, Urteil vom 03. Dezember 2015 – B 4 AS 43/15 R -, m. w. N., s. a. LSG Hamburg, Beschluss vom 27. Mai 2016 – L 4 AS 160/16 B ER -, LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 29. April 2016 – L 4 AS 182/16 B ER -, LSG für das Land Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 27. Januar 2016 – L 19 AS 29/16 B ER).
2. 9 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil v. 08.06.2016 – L 18 AS 3341/14
Stationäre Einrichtung im Sinne des § 7 Abs. 4 SGB II – Arbeitslosengeld II – Hilfe zum Lebensunterhalt – Stiftung Synanon
3. 1 SG Gotha, Beschluss v. 02.08.2016 – S 15 AS 5157/14
3. 2 Sozialgericht Chemnitz, Urteil v. 09.06.2016 – S 10 AS 2368/14 – Berufung anhängig beim Sächs. LSG – L 8 AS 830/16
Miteigentum an einem Grundstück – § 24 Abs. 5 SGB II darlehensweise Leistung rechtswidrig bei Nichterstellung einer Prognose
3. 3 SG Mainz, Beschluss v. 18.04.2016 – S 3 AS 99/14
Rechtstipp: SG Mainz, Beschluss v. 18.04.2016 – S 3 AS 149/16 – Verfassungswidrigkeit des § 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB II und des § 7 Abs. 5 SGB II
3. 4 SG Hildesheim, Beschluss v. 21.07.2016 – S 36 AS 4143/16 ER
2. Der Leistungsträger ist auch nicht berechtigt, die Annahme eines – nach seiner Auffassung – unvollständig ausgefüllten Antrages zu verweigern.
Rechtstipp: ebenso SG Nürnberg, Beschluss v. 22.12.2008 – S 20 AS 1415/08 ER; SG Augsburg, Urteil v. 28.10.2008 – S 6 AS 844/08
4. 1 Sozialgericht Leipzig, Urteil v. 09.06.2016 – S 1 AL 251/15 – rechtskräftig
5. 1 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss v. 06.04.2016 – L 8 SO 4/16 B ER – rechtskräftig
5. 2 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss v. 31.05.2016 – L 8 SO 8/16 B ER – rechtskräftig
1. Nur in Fällen des abschließend geklärten Aufenthaltsrechts eines Unionsbürgers kann die vom BSG in seinem Urteil vom 3. Dezember 2015 (- B 4 AS 44/15 -, juris) angenommene Ermessensreduzierung auf Null vorliegen. Der Senat schließt sich dem 15. Senat des LSG Berlin-Brandenburg (Beschluss vom 13. April 2016 – L 15 SO 53/16 B ER -, juris) an.
6. 1 SG Mainz, Beschluss v. 07. 07.2016 – S 12 SO 81/16 ER
SGB XII – EU-Ausländer nach 6 Monaten
2. Bei einem verfestigten Aufenthalt ist das Ermessen des Sozialhilfeträgers nach § 23 Abs. 1 Satz 3 SGB XII auf Null reduziert ( (vgl. BSG, Urteil vom 03.12.2015 – B 4 AS 44/15 R ).
6. 2 Pressemitteilung SG Osnabrück v. 06.06.2016 – Zur Berücksichtigung eines Bestattungsvorsorgevertrages im Rahmen der Vermögensprüfung nach dem SGB XII
Ein Kriterium zur Beurteilung des Vorliegens einer Härte stellt der Zeitpunkt des Abschlusses des Bestattungsvorsorgevertrages dar. Hier ist zu prüfen, ob der Vertrag in einem Zeitpunkt abgeschlossen wurde, als ein grundsätzlich anzuerkennender Wunsch zur Regelung der Bestattung und nicht zur Sicherung des Vermögens und zur Entlastung der Angehörigen im Vordergrund stand. Wird ein Bestattungsvorsorgevertrag kurz vor oder kurz nach Aufnahme in die Pflegeeinrichtung geschlossen, spricht der zeitliche Ablauf dafür, dass bei Abschluss des Vertrages die Sicherung des Vermögens und die Entlastung der Angehörigen im Vordergrund stehen. Ist ein Bestattungsvorsorgevertrag in größerem zeitlichem Abstand zum Eintritt der Pflegebedürftigkeit geschlossen worden – gegebenenfalls auch in Zusammenhang mit weiteren objektiv erkennbaren Vorkehrungen für den Fall der Pflegebedürftigkeit -, spricht dies eher für eine Härte.
6. 3 Sozialgericht Karlsruhe, Urteil v. 28.07.2016 – S 3 SO 3787/15 – Die Berufung wird zugelassen.
Zwangsverrentung aktuell – Aktualisierter Artikel aus dem A-Info Nr. 177, Juni 2016 [PDF, 1 Seite]