Source: https://www.xn--kndigung-65a.cc/kuendigungsschutz/kuendigung/sonderkuendigungsschutz/
Timestamp: 2020-04-04 21:20:23
Document Index: 237814256

Matched Legal Cases: ['§ 168', '§ 168', '§ 17', '§ 22', '§ 2', '§ 78', '§ 15', '§ 103']

Sonderkündigungsschutz - Kündigung.CC - Dipl.-Jur. Jens Usebach, LL.M. │ RechtsAnwalt
Sonderkündigungsschutz nach je eigenen Vorschriften genießen spezielle Gruppen von Arbeitnehmern, etwa Frauen während und zeitlich befristet nach der Schwangerschaft, Arbeitnehmer in Elternzeit oder während des Wehrdienstes, behinderte Menschen, Auszubildende, Betriebsratsmitglieder, tariflich unkündbare langjährige Arbeitnehmer usw.
Entgegen einem verbreiteten Rechtsirrtum genießen erkrankte Arbeitnehmer keinen besonderen Kündigungsschutz.
Bei Schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten Arbeitnehmern ist eine vorherige Zustimmung des Integrationsamtes nötig (§ 168 SGB IX).
Die Schwerbehinderung oder Gleichstellung muss bei Zugang der Kündigung jedoch bereits anerkannt sein, oder der Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis oder auf Gleichstellung muss mindestens drei Wochen vor Zugang der Kündigung gestellt sein.
Kündigung von Schwerbehinderten nur mit Zustimmung des Integrationsamtes, § 168 SGB IX
Verbot der Kündigung von werdenden Müttern bis vier Monate nach der Entbindung, § 17 MuSchG
ordentlichen Kündigung von Auszubildenden nach Ende der Probezeit, § 22 BBiG
Verbot der ordentlichen Kündigung während der Ableistung von Wehr- oder Zivildienst, § 2 ArbPlSchG / § 78 ZDG
Verbot der ordentlichen Kündigung von Betriebsratsmitgliedern, Wahlvorstandsmitgliedern und Wahlbewerbern zum Betriebsrat (§ 15 KSchG), außerordentliche Kündigung nur mit Zustimmung des Betriebsrats (§ 103 BetrVG).
Verbot der ordentlichen Kündigung von Personalratsmitgliedern, Wahlvorstandsmitgliedern und Wahlbewerbern hierzu
Verbot der ordentlichen Kündigung von Mitgliedern von Jugend- und Auszubildendenvertretungen
Hinweis: Ist eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses eines Arbeitnehmers mit Sonderkündigungsschutz durch den Arbeitgeber rechtswidrig, der Arbeitnehmer erhebt aber nicht innerhalb der Klagefrist von 3 Wochen ab Zugang der Kündigung die Kündigungsschutzklage zum Arbeitsgericht, dann wird die rechtswidrige Kündigung dennoch wirksam.