Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FGPrax%202003,%20224
Timestamp: 2020-07-07 01:00:31
Document Index: 53699316

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 67', '§ 11', 'BGH', '§ 158', 'BGH', '§ 158', 'BGH', '§ 67', 'BGH', 'BGH', 'Art. 103', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 67', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.06.2003 - XII ZB 169/99 - dejure.org
https://dejure.org/2003,1030
BGH, 25.06.2003 - XII ZB 169/99 (https://dejure.org/2003,1030)
BGH, Entscheidung vom 25.06.2003 - XII ZB 169/99 (https://dejure.org/2003,1030)
BGH, Entscheidung vom 25. Juni 2003 - XII ZB 169/99 (https://dejure.org/2003,1030)
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Möglichkeit der Anfechtbarkeit der Bestellung eines Verfahrenspflegers durch den Betroffenen bei Vorliegen eines erheblichen Eingriffs in seine persönliche Sphäre
Bestellung eines Verfahrenspflegers, Anfechtbarkeit
Betreuungsrecht - Bestellung eines Verfahrenspflegers ist unanfechtbar
NJW-RR 2003, 1368
NJW-RR 2003, 1369
FGPrax 2003, 224
FamRZ 2003, 1275
Rpfleger 2003, 500
Gleiches hat der Senat schon für die bisherige Vorschrift des § 67 FGG entschieden (Senatsbeschluss vom 25. Juni 2003 - XII ZB 169/99 - FamRZ 2003, 1275, 1276).
Nur im Ansatz zutreffend stellt die Rechtsbeschwerde dar, dass eine Anfechtung von Zwischenentscheidungen ausnahmsweise möglich ist, wenn diese in so einschneidender Weise in die Rechte des Betroffenen eingreifen, dass ihre selbständige Anfechtbarkeit unbedingt geboten ist (BVerfGK 15, 180; BVerfGE 101, 106; Senatsbeschluss vom 25. Juni 2003 - XII ZB 169/99 - FamRZ 2003, 1275, 1276 mwN).
(4) Schließlich war bereits zum früheren Recht in der Rechtsprechung anerkannt, dass eine Anfechtung von Zwischenentscheidungen ausnahmsweise möglich ist, wenn die Entscheidung in so einschneidender Weise in die Rechte des Betroffenen eingreift, dass ihre selbständige Anfechtbarkeit unbedingt geboten ist (BVerfGK 15, 180; BVerfGE 101, 106; Senatsbeschlüsse vom 15. Mai 2013 - XII ZB 283/12 - FamRZ 2013, 1301 und vom 25. Juni 2003 - XII ZB 169/99 - FamRZ 2003, 1275, 1276 mwN).
Durch die in Rede stehende Bestellung des gemeinsamen Vertreters wird das Spruchverfahren anders als durch eine Entscheidung nach § 11 SpruchG nicht erledigt; vielmehr dient die Bestellung - ähnlich der Bestellung eines Verfahrenspflegers (vgl. dazu insbesondere BGH, FGPrax 2003, 224) - nur der Förderung des Fortgangs des Verfahrens und hat damit lediglich vorbereitenden Charakter.
Die nochmalige und nach der Gesetzesbegründung nicht im engeren Sinne erforderliche Klarstellung war nämlich motiviert durch die divergierenden Auffassungen zur Anfechtbarkeit der Bestellung eines Verfahrenspflegers, die selbst nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 25. Juni 2003 (FGPrax 2003, 224) hierzu fortbestanden (…vgl. Keidel/Engelhardt, FamFG, 16. Aufl. § 158 Rdn. 43).
Jedoch rechtfertigt eine derartige Kostenbelastung allein eine gesonderte Anfechtbarkeit einer gerichtlichen Entscheidung in aller Regel nicht (…vgl. BT-Drucks 16/6308, S. 239; BGH, FGPrax 2003, 224;… Keidel/Engelhardt, FamFG, 16. Aufl., § 158 Rdn. 43 zur Bestellung eines Verfahrensbestandes bzw. eines Verfahrensvertreters).
Soweit sich die weitere Beschwerde gegen die vom Amtsgericht vorgenommene Bestellung der Beteiligten zu 3) zur Verfahrenspflegerin wendet, ist das Rechtsmittel schon deshalb unzulässig, weil die Bestellung eines Verfahrenspflegers eine verfahrensleitende Verfügung ist, gegen die weder eine Beschwerde noch eine weitere Beschwerde statthaft ist (BGH NJW-RR 2003, 1369 = FGPrax 2003, 224).
Die Bestellung eines Verfahrenspflegers nach § 67 FGG kann von dem Betroffenen grundsätzlich nicht angefochten werden (im Anschluss an BGH, FamRZ 2003, 1275).
Diese vom Senat in ständiger Rechtsprechung vertretene Ansicht hat der Bundesgerichtshof in einer auf Vorlage des Oberlandesgericht Köln (vgl. FamRZ 2000, 492) ergangenen Entscheidung ausdrücklich bestätigt (BGH, Beschluss vom 25. Juni 2003, XII ZB 169/99, veröffentlicht in FamRZ 2003, 1275).
LG Kleve, 23.04.2014 - 4 T 81/14
Aufhebung; Zurückverweisung; Beschwerde; Entscheidung; Verfahrenspfleger
Durch die Bestellung des Verfahrenspflegers sollen die auf einem gesundheitlichen Mangel beruhenden Einschränkungen der Fähigkeit des Betroffenen ausgeglichen werden, sich im Betreuungsverfahren selbst angemessen vertreten zu können; die vorrangige Aufgabe des Verfahrenspflegers besteht daher darin, gegenüber dem Gericht den Willen des Betroffenen kundzutun und dessen aus Art. 103 Abs. 1 GG folgenden Anspruch auf Gewährung rechtlichen Gehörs zu verwirklichen (BGH NJW 2014, 785, 786); der Betroffene soll nicht lediglich das Objekt des Betreuungsverfahrens sein (vgl. BGH FamRZ 2003, 1275, 1276; dort noch zum alten Recht).
Der Verfahrenspfleger wird dem Betroffenen zur Seite gestellt, damit dessen objektive Interessen auch dann geltend gemacht werden können, wenn er selbst sie nicht mehr in ausreichendem Maße wahrnehmen kann; der Betroffene soll nicht lediglich Objekt des Betreuungsverfahrens sein (vgl. BGH FamRZ 2003, 1275/1276;… Keidel/Kayser FGG 15. Aufl. § 67 Rn. 10).
OLG Köln, 05.10.2001 - 16 Wx 198/01
Familien- und Betreuungsrecht; Anfechtung der Bestellung eines Verfahrenspflegers
Auch dann, wenn die Bestellung eines Verfahrenspflegers grundsätzlich anfechtbar sein sollte, wie der Senat in seinem Vorlagebeschluss an den BGH vom 05.03.1999 - 16 Wx 14/99 - dargelegt hat, über den der BGH (Aktenzeichen des BGH XII ZB 169/99) noch nicht entschieden hat, wäre vorliegend das Rechtsschutzbedürfnis für eine solche Anfechtung entfallen.
OLG Frankfurt, 26.11.2008 - 5 WF 240/08
Unanfechtbarkeit der Verfahrenspflegerbestellung
OLG Hamm, 16.07.2007 - 4 UF 9/07
Zur Anfechtbarkeit der Aufhebung einer Verfahrenspflegschaft - Verbleib des …
OLG Frankfurt, 15.06.2005 - 5 WF 58/03
Verfahrenspflegschaft: Unanfechtbare Auswahl und Bestellung des …
OLG Köln, 04.07.2007 - 16 Wx 160/07
Keine Beschwerde gegen Nichtbestellung eines Verfahrenspflegers
KG, 04.07.2006 - 18 WF 119/06
Sorgerechtsverfahren: Anfechtbarkeit der Bestellung eines Verfahrenspflegers
OLG Hamm, 16.07.2007 - 4 WF 126/07
Keine Entlassung des Verfahrenspflegers bei Konflikten mit dem gerichtlich …
OLG München, 22.07.2004 - 17 WF 1219/04
Zulässigkeit der Beschwerde gegen die Bestellung eines Verfahrenspflegers für ein …
KG, 18.10.2007 - 19 WF 232/07
Familiensache: Zulässigkeit einer isolierten Beschwerde gegen die Ablehnung der …
KG, 04.07.2006 - 18 WF 127/06
LG Ingolstadt, 02.04.2007 - 12 T 565/07
Zulässigkeit der Beschwerde gegen die Bestellung zum Verfahrenspfleger; …
KG, 29.04.2019 - 16 WF 42/19
Beschwerde gegen eine Verfahrensbeistandsbestellung
LG Wuppertal, 26.10.2005 - 6 T 647/05
Ablehnung der Bestellung eines Verfahrenspflegers für ein …
KG, 02.05.2019 - 16 WF 42/19