Source: https://neuried.net/satzung-detail/gutachterausschussgebuehrensatzung.html
Timestamp: 2019-01-20 16:48:04
Document Index: 287717123

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 2', '§ 196', '§ 3', '§ 6', '§ 5']

Gutachterausschussgebührensatzung - - Gemeinde Neuried - Ferienregion
Aufgrund des § 4 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg in der Fassung vom 03.10.1983, zuletzt geändert am 08.11.1999 in Verbindung mit den §§ 2 und 8 a des Kommunalabgabengesetzes in der Fassung vom 28. Mai 1996 hat der Gemeinderat der Gemeinde Neuried am 08.11.2000 folgende Satzung beschlossen:
(1) Die Gemeinde Neuried erhebt für die Erstattung von Gutachten durch den Gutachterausschuss Gebühren.
(2) Für Amtshandlungen der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, insbesondere für Auskünfte aus der Kaufpreissammlung, für die Ableitung wesentlicher Daten für die Wertermittlung, für Richtwertauskünfte und Auskünfte über die ermittelten wesentlichen Daten werden Gebühren nach den Vorschriften der Verwaltungsgebührenordnung der Gemeinde Neuried erhoben.
(2) Sind in einem Gutachten für mehrere Grundstücke eines Gebietes besondere Bodenrichtwerte (§ 196 Abs. 1 Satz 5 BauGB) zu ermitteln, so gilt als Wert der doppelte Wert des gebiets- oder lagetypischen Grundstücks. Bei mehreren gleichartigen Bodenrichtwerten ist der höchste Wert zugrundezulegen. Die maßgebliche Grundstücksgröße beträgt höchstens 800 m².
(3) Sind im Rahmen einer Wertermittlung mehrere Sachen oder Rechte, die sich auf ein Grundstück oder ein grundstücksgleiches Recht beziehen, zu bewerten, so ist die Gebühr aus der Summe der maßgeblichen Werte der einzelnen Gegenstände zu berechnen. Gleiches gilt, wenn Wertunterschiede auf der Grundlage unterschiedlicher Grundstückseigenschaften zu ermitteln sind. Wertermittlungen mehrerer Eigentumswohnungen auf einem Grundstück oder gleichartiger unbebauter Grundstücke gelten hier als eine Wertermittlung.
(4) Sind Wertermittlungen für Sachen oder Rechte auf unterschiedliche Stichtage durchzuführen, ohne dass sich die Zustandsmerkmale (§ 3 Abs. 2 WertV) wesentlich geändert haben, so ist für den ersten Stichtag der volle Wert und für jeden weiteren Stichtag der halbe Wert zugrundezulegen. Sind die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse antragsgemäß unverändert, ist hierfür ein Viertel des Wertes zugrundezulegen.
(5) Wird der Wert eines Miteigentumsanteils ermittelt, das nicht mit Sondereigentum nach dem Wohnungseigentumsgesetz verbunden ist, so wird die Gebühr aus dem Wert des gesamten Grundstücks berechnet.
bis 50 000 DM................................................................400 DM
bis 200 000 DM................................................................400 DM
zzgl. 0,4% aus dem Betrag über 50 000 DM
bis 500 000 DM ...............................................................1 000 DM
zzgl. 0,25% aus dem Betrag über 200 000 DM
bis 1 Mio. DM..................................................................1 750 DM
zzgl. 0,13 % aus dem Betrag über 500 000 DM
bis 10 Mio. DM................................................................2 400 DM
zzgl. 0,06 % aus dem Betrag über 1 Mio. DM
über 10 Mio. DM.............................................................7 800 DM
zzgl. 0,04 % aus dem Betrag über 10 Mio. DM
Ab 01.01.2002 beträgt die Gebühr bei einem Wert
bis 25.000 Euro............................................................200 Euro
bis 100 000 Euro..........................................................200 Euro
zzgl. 0,4% aus dem Betrag über 25 000 Euro
bis 250 000 Euro .........................................................500 Euro
zzgl. 0,25% aus dem Betrag über 100 000 Euro
bis 500.000 Euro..........................................................900 Euro
zzgl. 0,13 % aus dem Betrag über 250.000 Euro
bis 5 Mio. Euro............................................................1.200 Euro
zzgl. 0,06 % aus dem Betrag über 500.000 Euro
über 5 Mio. Euro.........................................................4.000 Euro
zzgl. 0,04 % aus dem Betrag über 5 Mio Euro
(3) Bei geringem Aufwand (Kleinbauten, z. B. Garagen oder Gartenhäuser; Berechnung des Herstellungswertes baulicher Anlagen nach vorhandenen Unterlagen) oder wenn dieselben Sachen oder Rechte innerhalb von drei Jahren erneut zu bewerten sind, ohne dass sich die tatsächlichen Verhältnisse geändert haben, ermäßigt sich die Gebühr auf die Hälfte.
(4) Ist das Gutachten auf Antrag entsprechend § 6 Abs. 3 Satz 2 Gutachterausschussverordnung unter besonderer Würdigung der Vergleichspreise und Darlegung der angewandten Methoden auszuarbeiten, erhöht sich die Gebühr um 50%.
(5) Für die Erstattung eines Gutachtens nach § 5 Abs. 3 Bundeskleingartengesetz vom 28. Februar 1983 beträgt die Gebühr 400 DM.
(6) In den Gebühren ist eine Ausfertigung des Gutachtens für den Antragsteller und eine weitere für den Eigentümer enthalten, soweit dieser nicht Antragsteller ist; für jede weitere Ausfertigung bzw. jeden weiteren Auszug aus der Wertermittlung, auch aufgrund gesetzlicher Vorschriften, werden dem Antragsteller Gebühren nach der Verwaltungsgebührenordnung der Gemeinde Neuried berechnet.
Wird ein Antrag auf Erstellung eines Gutachtens zurückgenommen, bevor der Gutachterausschuss einen Beschluss über den Wert des Gegenstandes gefasst hat, so wird eine Gebühr nach dem Bearbeitungsstand von bis zu 90 % der vollen Gebühr erhoben.
Die Satzung tritt am 01. Dezember 2000 in Kraft; gleichzeitig tritt die Gutachterausschussgebührensatzung vom 11. November 1980 außer Kraft.
Neuried, den 09.11.2000
Jan 20 Jugendtheateraufführung der Laienspielgruppe Dundenheim e.V. Details