Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/2/82160000026.htm
Timestamp: 2018-12-15 02:55:32
Document Index: 31333032

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 2', '§ 5', '§ 5', '§ 64', '§ 22', '§ 4', '§ 5']

2.16.026 Vorderes Michelbachtal
VO gilt für die LSG 2.16.026 und 2.16.027.
Verordnung des Landratsamtes Rastatt über die Landschaftsschutzgebietes "Vorderes Michelbachtal" und "Vorderes Sulzbachtal" vom 27. Januar 1993 (Amtsblatt Gaggenau vom 18.02.1993).
Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Biotopschutzgesetz vom 19.11.1991 (GBl. S. 701), wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Gaggenau werden zu Landschaftsschutzgebieten erklärt. Die Landschaftsschutzgebiete führen die Bezeichnungen "Vorderes Michelbachtal" und "Vorderes Sulzbachtal".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet "Vorderes Michelbachtal" hat eine Größe von rund 100 ha.
Es umfaßt ganz oder teilweise die Gewanne Obere Steinäcker, Untere Steinäcker, Obere Rustäcker, Untere Rustäcker, Michelbach, Heil, Heilrain, Langäckerklamm, Lohweg, Borndt und die Waldbereiche Gemeindewald der Stadt Gaggenau, Distrikt XX "Großer Wald" sowie Gemeindewald Distrikt III Zwischet.
· Im Norden durch das anschließende Landschaftsschutzgebiet "Um den Eichelberg und Mahlberg";
· im Westen durch die Wege entlang der Gewanne Borndt und Langäckerklamm, die Gemarkungsgrenze Michelbach und den Ortsrand von Gaggenau;
· im Süden durch den Wald Sulbacher Eck, die Gemarkungsgrenze Michelbach und den Weg entlang der Gewanne Lohweg und Untere Rustäcker;
· im Osten durch den Ortsrand von Michelbach.
(2) Das Landschaftsschutzgebiet "Vorderes Sulzbachtal" hat eine Größe von rund 41 ha.
Es umfaßt ganz oder teilweise die Gewanne Rockenhelm, Grafenrötel, Heuacker, Striet, Sulzbach-Wiesen, In der Stried, In der Heck, Tiergarten, Mennäcker, Winterhald, Eschbutz, Auf der Dung, Sulzbach sowie Teile des Gemeindewaldes Distrikt IV Erlich, nordwestlich der K 3705 und Distrikt V "Wiebelsbach" nordwestlich des Winterhaldeweges.
· Im Norden durch den Parallelweg im Gemeindewald Distrikt IV Erlich und den Weg entlang des Gewannes Rockenhelm;
· im Westen durch den Ortsrand von Ottenau;
· im Süden durch den Gemeindewald Distrikt V Wiebelsbach;
· im Osten entlang der Gewanne Auf der Dung und In der Striet und durch den Ortsrand von Sulzbach.
(3) Die Grenzen der Landschaftsschutzgebiete sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 flächig grau und in einer Karte im Maßstab 1 : 5 000 mit durchgezogener grüner, grau angeschummerter Linie eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Rastatt und beim Bürgermeisteramt der Stadt Gaggenau, beginnend mit dem Tag der öffentlichen Bekanntmachung, auf Dauer zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
1. die Erhaltung einer in Jahrhunderten gewachsenen Kulturlandschaft mit ihren charakteristischen Eigenarten wie z.B. Wiesentäler, Streuobstwiesen, naturnahe Bachläufe;
2. die Erhaltung der strukturellen Vielfalt der Gebiete wie z.B. Bachläufe, Gehölzsäume, Talwiesen, Streuobstwiesen, Hecken, Feldgehölze, Waldränder, Wald, als Grundlage für die reiche Tier- und Pflanzenwelt;
3. die Erhaltung der Bachläufe in ihrem naturnahen Zustand für ihre zahlreichen Aufgaben im Naturhaushalt;
4. die Erhaltung der offenen Wiesentäler für ihre Aufgaben im Klimahaushalt angrenzender Siedlungsflächen; Störungen dieser Funktion z.B. durch Verbauungen oder Aufforstungen sollen verhindert werden;
14. Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Umwandlung von Grünland in Acker- oder Gartenland, Anlage von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;
16. Entwässerung von Wiesen.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nrn. 13, 14, 15 und 16;
3. für die ordnungsgemäße Unterhaltung und Instandsetzung der Straßen, Wege, Plätze und Gewässer sowie Anlagen und Einrichtungen, die der öffentlichen Versorgung dienen, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 15;
Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in den Landschaftsschutzgebieten vorsätzlich oder fahrlässig
1. entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter der Gebiete verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen,
2. entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter der Gebiete verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können.
Rastatt, den 27. Januar 1993