Source: http://albatros-lueneburg.de/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=36&Itemid=53
Timestamp: 2018-03-21 01:02:01
Document Index: 392503814

Matched Legal Cases: ['§ 75', '§ 45', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 34', '§ 35', '§ 41', '§ 36', '§ 34']

Informationen zum Verein Albatros e.V.
Der Albatros e. V. bietet seit 1980 Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen Erziehungshilfen in Form von Betreuung und Beratung an. Dieses Angebot wurde aufgrund eines sich wandelnden Bedarfs an Hilfeformen kontinuierlich den gesellschaftlichen Anforderungen und Standards der Jugendhilfe entsprechend verändert und differenziert.
Träger der Einrichtung ist der als gemeinnützig anerkannte Verein Albatros e. V.. Er ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband, anerkannter Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 KJHG und besitzt die Betriebserlaubnis gemäß § 45 KJHG von der Bezirksregierung Lüneburg.
Die Geschäftsstelle des Vereins liegt in zentraler Lage gut erreichbar in der Innenstadt Lüneburgs. In ihr ist neben der Betreuungs- auch die Jugend- und Sozialberatungsstelle sowie der Verwaltungsbereich angesiedelt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, weitere Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe für z.B. Gruppenaktivitäten zu nutzen.
4. Gesamtleistungsangebot
Das Gesamtleistungsangebot des Albatros e.V. erstreckt sich durch eine flexible Ausgestaltung individueller Hilfen im stationären und ambulanten Bereich schwerpunktmäßig auf Rechtsgrundlagen des KJHG. Zusätzlich bestehen auch Angebote im Bereich des BSHG.
5. Jugendhilfeleistungsangebot
Das gegenwärtige Jugendhilfeangebot des Albatros e.V. ist stark differenziert und orientiert sich an dem Leitgedanken, durch „Hilfen aus einer Hand“ fachlich fundiert, umgehend und flexibel auf unterschiedlichste Problem- und Bedarfslagen reagieren zu können. In diesem Zusammenhang wird davon ausgegangen, daß sich die einzelnen Hilfeformen durch ihr jeweils eigenes sozialpädagogisches Wirkungsprofil zwar deutlich voneinander abgrenzen, sich in ihrer Gesamtheit aber bezüglich der Bewältigung komplexerer Problemkonstellationen wirkungsvoll ergänzen.
Derzeit erstreckt sich das Jugendhilfeangebot im Bereich der Hilfen zur Erziehung gemäß
§§ 27 ff KJHG auf folgende Leistungen:
Kinder-, Jugend- und Sozialberatung gemäß § 28 KJHG
Soziale Gruppenarbeit gemäß § 29 KJHG
Erziehungsbeistandschaft gemäß § 30 KJHG
Sozialpädagogische Familienhilfe gemäß § 31 KJHG
Sonstige betreute Wohnformen gemäß § 34 KJHG
Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung gemäß § 35 KJHG
Hilfe für junge Volljährige gemäß § 41 KJHG
Entsprechend der langjährigen Praxis bezüglich der beständigen Weiterentwicklung bestehender Jugendhilfeangebote besteht von seiten des Albatros e. V. das ausgesprochene Interesse, an der weiteren Vernetzung des o.g. Hilfesystems. Um in diesem Zusammenhang z.B. ergänzende bedarfsorientierte Formen der Hilfe konzipieren zu können, wird angestrebt, die bestehende enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden Entsendestellen bzw. Kostenträgern fortzusetzen.
Entsprechend des oben angeführten Leistungsangebots wendet sich der Albatros e.V. mit seinen Hilfen an Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Familien und Alleinerziehende oder Lebensgemeinschaften mit mindestens einem Kind.
7. Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter
Der Albatros e.V. beschäftigt im Beratungs- und Betreuungsdienst Diplom-Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter mit mehrjähriger Berufserfahrung. In wöchentlichen Dienstbesprechungen und durch regelmäßige Supervision sowie Fachberatung findet eine kontinuierliche Auseinandersetzung und Reflexion der Betreuungstätigkeit sowie der sozialpädagogischen Herangehensweisen statt. Die Teilnahme der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Tagungs-, Fortbildungs- und Weiterbildungsveranstaltungen gewährleisten eine den beruflichen Anforderungen entsprechende Weiterqualifizierung.
8. Pädagogische Grundsätze
Die oben genannten Leistungen im Bereich der Jugendhilfe besitzen einen ausschließlichen Angebotscharakter, so daß die Freiwilligkeit und das grundsätzliche Einverständnis der Personen notwendig sind, die entsprechende Maßnahmen in Anspruch nehmen wollen. Außerdem wird nach einer konkreteren Erhebung der Bedarfslage und gemeinsamen Festlegung der Ziele der Hilfe vorausgesetzt, daß die Klientel Bereitschaft zur Mitarbeit und Interesse an Veränderungen signalisiert.
Der grundsätzliche Bezugs- und Orientierungsrahmen für Maßnahmen ist die Lebenswelt und der Sozialraum der Hilfesuchenden. Vor dem Hintergrund einer akzeptierenden Grundhaltung, die von individueller Wertschätzung geprägt ist, orientiert sich die Arbeit im wesentlichen an der gegebenen persönlichen Ressourcenlage. Hier wird angestrebt, eben diese durch beratende und begleitende Hilfen zu verbessern. Um diese übergeordnete Zielsetzung durch Erhöhung individueller Kompetenzen zu erreichen, erfolgt in den Betreuungsmaßnahmen in der Regel der Aufbau einer professionellen Beziehung im Rahmen eines Personenbezugssystems, welches für die Hilfesuchenden ein hohes Maß an Sicherheit, Kontinuität und Zuverlässigkeit beinhaltet.
Im weiteren wird angestrebt, durch die Förderung individueller Fähigkeiten Entwicklungsprozesse einzuleiten, die letztendlich das Erreichen der vorher festgelegten Zielsetzungen ermöglichen. In diesem Zusammenhang werden ergänzend auch gruppen- und freizeitpädagogische Maßnahmen angeboten, die entweder themen- bzw. gesprächs- oder aber aktions- bzw. erlebnisorientiert ausgerichtet sein können. Sind o.g. Zielsetzungen erreicht, erfolgt eine geplante schrittweise Ablösung von der laufenden Hilfe.
Bei Einleitung einer Maßnahme wird grundsätzlich gemeinsam mit dem zuständigen Jugendamt, der oder den hilfesuchenden Person/en und dem Albatros e.V. als Jugendhilfeträger ein Hilfeplan gemäß § 36 KJHG aufgestellt. In diesem werden neben der Bedarfslage, der zu gewährenden Art der Hilfe auch die notwendigen Leistungen durch Formulierung konkreter Aufgaben und Zielsetzungen festgelegt. Durch regelmäßige Fortschreibungen des Hilfeplans unter Mitwirkung aller o.g. Beteiligten wird eine Bewertung der Ergebnisqualität der Jugendhilfeleistung garantiert.
Die konkreten, im Hilfeplan festgelegten Zielsetzungen, sind entsprechend des differenzierten Leistungsangebots unterschiedlich. So liegt z.B. ein wesentlicher Schwerpunkt im Bereich der familienunterstützenden Maßnahmen, die auf eine Stabilisierung der familiären Situation ausgerichtet sind, wie die Erziehungsbeistandschaft und die Sozialpädagogische Familienhilfe. In beiden Hilfeformen geht es grundsätzlich um die Stärkung der vorhandenen Ressourcen aller Familienmitglieder, um z.B. Lebens- bzw. Erziehungsbedingungen herzustellen oder wiederherzustellen, so daß Fremdunterbringungen von beteiligten Kindern und Jugendlichen vermieden werden können. Im Gegensatz zur Sozialpädagogischen Familienhilfe, bei der es im wesentlichen um die Bewältigung familiärer Alltagsprobleme, Konflikte und Krisen geht, orientiert sich bei der Erziehungsbeistandschaft jedoch das sozialarbeiterische Handeln unmittelbar an den Problemen und Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen.
Ein weiterer Schwerpunkt bezüglich der übergeordneten Zielsetzungen liegt im Bereich der Verselbständigung. Eine nachhaltige Förderung eben dieser wird z.B. in der Erziehungsbeistandschaft unter Erhaltung des Lebensbezugs zur Familie angestrebt und läßt sich im weiteren Sinne hinsichtlich der Entwicklung und Stärkung sozialer Kompetenzen auch auf die Soziale Gruppenarbeit beziehen. Bei Betreuungsmaßnahmen gemäß der §§ 34, 35 und 41 KJHG ist die Zielsetzung der Verselbständigung weiter gefaßt und hinsichtlich des Erlangens von selbständigem und verantwortungsbewußtem Handeln auf die Erlangung einer eigenverantwortlichen Lebensführung ausgerichtet.
Informationen und Beschreibungen sind den entsprechenden Konzeptionen der einzelnen Hilfeformen zu entnehmen.