Source: https://www.steuerschroeder.de/steuergesetze/erbsth/E.13a.12?s=Steuer
Timestamp: 2020-08-11 03:16:32
Document Index: 11809858

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13']

Erbschaftsteuer - ErbStH H E E.13a.12
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H E 13a.12 ErbStH
Auf A als Alleinerbin ist ein Gewerbebetrieb (Steuerwert 800 000 EUR) und ein KG-Anteil (Steuerwert 400 000 EUR) übergegangen. Die Betriebe verfügen über Verwaltungsvermögen von weniger als 50 % des gemeinen Werts. Ein Antrag nach § 13a Absatz 8 ErbStG wurde nicht gestellt. Beide Betriebe haben jeweils nicht mehr als 20 Beschäftigte.
Im vierten Jahr veräußert sie den KG-Anteil für 450 000 EUR. Für die Nachversteuerung ergibt sich der Wert des steuerpflichtigen Betriebsvermögens wie folgt:
./. 680 000 EUR
Verschonungsabschlag (85 %) 340 000 EUR zeitanteilig zu gewähren ⅗ =
Abzugsbetrag 150 000 EUR, höchstens Wert des begünstigt verbleibenden Vermögens
Bei der Berechnung des Abzugsbetrags ist von 120 000 EUR auszugehen, weil nur insoweit nach Abzug des Verschonungsabschlags begünstigtes Betriebsvermögens verbleibt. Der veräußerte KG-Anteil gehört mit Rückwirkung in vollem Umfang nicht mehr zum begünstigten Vermögen (§ 13a Absatz 5 Satz 2 ErbStG).
Auf B als Alleinerben ist ein Gewerbebetrieb (Steuerwert 4 000 000 EUR) übergegangen. Die Betriebe verfügen über Verwaltungsvermögen von weniger als 50 % des gemeinen Werts. Ein Antrag nach § 13a Absatz 8 ErbStG wurde nicht gestellt.
Im vierten Jahr veräußert B den Gewerbebetrieb. Eine Reinvestition erfolgt nicht. Die tatsächliche Lohnsumme im Zeitpunkt der Veräußerung beläuft sich auf 220 % der Ausgangslohnsumme.
Kürzung des Verschonungsabschlags wegen Veräußerung
Zeitanteilig zu gewähren ⅗
Kürzung des Verschonungsabschlags wegen Nichterreichens der Mindestlohnsumme
Mindestlohnsumme 400,00 %
Tatsächliche Lohnsumme 220,00 % unterschreitet Mindestlohnsumme um 180,00 %, das sind 45,00 %
Kürzung des Verschonungsabschlags
45,00 % von 3 400 000 EUR
./. 1 530 000 EUR
Abzugsfähig niedrigerer Betrag
./. 1 870 000 EUR
Abzugsbetrag (entfällt weiterhin)
Auf B als Alleinerben ist ein Gewerbebetrieb (Steuerwert 4 000 000 EUR) übergegangen. Der Betrieb verfügt über Verwaltungsvermögen von weniger als 50 % des gemeinen Werts des Betriebs. Ein Antrag nach § 13a Absatz 8 ErbStG wurde nicht gestellt. Der Betrieb hat nicht mehr als 20 Beschäftigte. Zum Betrieb gehört als wesentliche Betriebsgrundlage ein Betriebsgrundstück (Grundbesitzwert 1 500 000 EUR).
Im dritten Jahr veräußert B das Betriebsgrundstück und entnimmt den Veräußerungserlös von 1 800 000 EUR. Für die Nachversteuerung ergibt sich der Wert des steuerpflichtigen Betriebsvermögens wie folgt:
./. 2 125 000 EUR
Zeitanteilig zu gewähren ⅖
./. 510 000 EUR
+ 990 000 EUR
./. 37 500 EUR
1 327 500 EUR
./. 112 500 EUR
727 500 EUR
Bei der Nachversteuerung ist vom Grundbesitzwert im Zeitpunkt der Steuerentstehung auszugehen. Auf den Veräußerungserlös oder den (fiktiven) Grundbesitzwert im Zeitpunkt der schädlichen Verfügung ist nicht abzustellen.
Auf B als Alleinerben ist ein Gewerbebetrieb (Steuerwert 4 000 000 EUR) übergegangen. Der Betrieb verfügt über Verwaltungsvermögen von weniger als 50 % des gemeinen Werts des Betriebs. Ein Antrag nach § 13a Absatz 8 ErbStG wurde nicht gestellt. Der Betrieb hat mehr als zwanzig Beschäftigte. Zum Betrieb gehört als wesentliche Betriebsgrundlage ein Betriebsgrundstück (Grundbesitzwert 1 500 000 EUR).
Im dritten Jahr veräußert B das Betriebsgrundstück und entnimmt den Veräußerungserlös von 1 800 000 EUR. Die tatsächliche Lohnsumme nach Ablauf von fünf Jahren beträgt 300 % der Ausgangslohnsumme.
Kürzung des Verschonungsabschlags wegen Veräußerung einer wesentlichen Betriebsgrundlage
Verschonungsabschlag (85 %) 1 275 000 EUR zeitanteilig zu gewähren ⅖
+ 510 000 EUR
Kürzung des Verschonungsabschlags wegen Nichterreichens der Lohnsumme
Tatsächliche Lohnsumme 300,00 % unterschreitet Mindestlohnsumme um 100,00 %, das sind 25,00 %
Kürzung des Verschonungsabschlags 25,00 % von 3 400 000 EUR
./. 2 550 000 EUR
1 412 500 EUR
Nachversteuerung bei positivem und negativem Wert des begünstigungsfähigen Vermögens
Auf A als Alleinerbin ist ein Gewerbebetrieb I (Steuerwert 4 000 000 EUR) und der Gewerbebetrieb II (Steuerwert – 500 000 EUR) übergegangen. Die Betriebe verfügen über Verwaltungsvermögen von weniger als 50 % des gemeinen Werts. Ein Antrag nach § 13a Absatz 8 ErbStG wurde nicht gestellt. Beide Betriebe haben jeweils nicht mehr als 20 Beschäftigte.
Steuerwerte des erworbenen Betriebsvermögens (saldiert)
Abzüglich Steuervergünstigung nach § 13a ErbStG
./. 2 975 000 EUR
514 700 EUR
Betriebsvermögen (begünstigt – saldiert)
./. 187 500 EUR
Im vierten Jahr gibt die Alleinerbin den Gewerbebetrieb II auf. Für die Nachversteuerung ergibt sich der Wert des steuerpflichtigen Betriebsvermögens wie folgt:
Verschonungsabschlag (85 %) 0 EUR zeitanteilig zu gewähren ⅗
Berechnung des Reinnachlasses für Nachversteuerung
Auf A als Alleinerbin ist ein Gewerbebetrieb I (Steuerwert 4 000 000 EUR) und der Gewerbebetrieb II (Steuerwert – 1 000 000 EUR) übergegangen. Die Betriebe verfügen über Verwaltungsvermögen von weniger als 50 % des gemeinen Werts. Ein Antrag nach § 13a Absatz 8 ErbStG wurde nicht gestellt. Beide Betriebe haben jeweils nicht mehr als 20 Beschäftigte.
439 700 EUR
3.000 000 EUR
E und F haben einen Gewerbebetrieb zu gleichen Teilen geerbt und fortgeführt. Der Verschonungsabschlag und Abzugsbetrag wurden jeweils berücksichtigt. Nach drei Jahren veräußert einer der Erben seinen Anteil an dem Gewerbebetrieb.
Die Steuerfestsetzung ist in diesem Fall nur bei dem Erben zu ändern, der gegen die Behaltensregelung verstoßen hat. Die Entlastung des anderen Erben durch Verschonungsabschlag und Abzugsbetrag bleibt unberührt.