Source: http://starnberg.de/buergerservice-verwaltung/was-erledige-ich-wo/leistungen/bauantraege-baugenehmigungen-vorbescheide-voranfragen/
Timestamp: 2019-08-25 16:37:43
Document Index: 99946208

Matched Legal Cases: ['§ 31', '§ 36', 'Art. 61', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 71', 'Art. 57', 'Art. 57', 'Art. 57', 'Art. 2', 'Art. 57', 'Art. 57', 'Art. 63', '§ 14', '§ 19', 'Art. 78']

Bauanträge Baugenehmigungen, Vorbescheide, Voranfragen | Stadt Starnberg
Bauanträge Baugenehmigungen, Vorbescheide, Voranfragen
Bauanträge, Vorbescheide, Voranfragen
Baurechtliche Anträge und Genehmigungen
Die Stadt Starnberg ist weder Baugenehmigungs-, noch Bauaufsichtsbehörde. Dies ist vielmehr das Landratsamt Starnberg.
Über die Zulässigkeit von Vorhaben nach den §§ 31, 33 bis 35 BauGB wird im bauaufsichtlichen Verfahren von der Baugenehmigungsbehörde im Einvernehmen mit der Stadt entschieden (§ 36 BauGB). Die Mitwirkung der Stadt beruht auf der gemeindlichen Planungshoheit.
An dieser Stelle können nur allgemeine Hinweise zu den Antragsverfahren gemacht werden. Die Vielfältigkeit der Bauten und die topografische Lage Starnbergs machen eine für alle Anträge gültige und vollständige Liste der erforderlichen Unterlagen unmöglich. Deshalb regen wir eine individuelle Bauberatung möglichst bereits zu Beginn Ihrer Planungsüberlegungen an.
Für Bauvorhaben ist grundsätzlich eine Genehmigung erforderlich. Laut Bayerischer Bauordnung (Art. 61 BayBO) muss die Planerstellung durch Bauvorlagenberechtigte erfolgen. Wählen Sie daher für die Erstellung der Eingabepläne eine Fachfrau bzw. einen Fachmann. Alle erforderlichen Unterlagen (Bauvorlagen) zur Beurteilung des Antrages müssen dem Antrag beigefügt sein.
Zu den allgemeinen Bauvorlagen zählen folgende Unterlagen:
Amtlicher Lageplan (Auszug aus dem Katasterkartenwerk)
Bauzeichnungen inklusive Lageplan
Baubeschreibung*
Betriebsbeschreibung (nur bei Gewerbe)
Statistischer Erhebungsbogen*
Unterlagen für denkmalrechtlich zu behandelnde Vorhaben
Die mit *gekenntzeichneten Unterlagen können beim Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr heruntergeladen werden.
Allen Eigentümerinnen und Eigentümern von Nachbargrundstücken, bzw. allen Erbbauberechtigten sind die Bauzeichnungen zur Unterschrift vorzulegen. Die Unterschrift gilt als Zustimmung. Nachbargrundstücke sind Grundstücke, die unmittelbar an das Baugrundstück angrenzen, auch sog. Punktnachbarn und gegenüberliegende Nachbargrundstücke, sofern die Abstandsfläche die Straßenmitte überschreitet oder wenn die Verkehrsfläche keine trennende Wirkung hat (insbesondere schmale Fußwege).
Geben Sie in den Plänen und im Antragsformblatt die Namen aller Nachbarn und die betroffenen Flurstücksnummern sowie die vollständige Anschrift an. Die entsprechenden Daten können Sie über das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Landsberg a. Lech, Außenstelle Starnberg beziehen.
Städtische Planungsvorgaben
Für diverse Grundstücke innerhalb des Stadtgebiets ergeben sich durch Bebauungspläne städteplanerische Vorgaben. Ob für das Sie betreffende Grundstück ein solcher Bebauungsplan besteht, können Sie aus unserem Geoinformationssystem ersehen. Bitte beachten Sie auch unsere Satzungen.
Akteneinsicht und Auskünfte zu Bauleitplänen und Einzelbauvorhaben
Allgemeine Auskünfte zu den einzelnen Bebauungsplänen erteilt die Bauverwaltung, spezifische und auf eine konkrete Planung ausgerichtete Beratung bietet Ihnen unsere Bauberatung.
Die Stadt verfügt regelmäßig für jedes Bestandsgebäude über die Genehmigungspläne. Als Eigentümer oder als von diesem bevollmächtigte Person können die Bestandspläne eingesehen werden. Zur Klärung, ob für das Sie betreffende Grundstück tatsächlich Genehmigungsunterlagen vorliegen und zur Vereinbarung eines Termins können Sie sich an die Bauverwaltung wenden. Im Weiteren wird auf „Allgemeines zu Auskünften“ verwiesen.
Antrag auf Genehmigungsfreistellung (Art. 58 BayBO)
Bei Vorliegen der Voraussetzungen des Art. 58 BayBO ist für Bauvorhaben die Freistellung vom Genehmigungsverfahren zu beantragen. Bitte beachten Sie aber, dass Sie auch dazu Bauvorlagen nach der Bauvorlagenverordnung einreichen müssen.
Das beabsichtigte Bauvorhaben muss hier den Festsetzungen eines qualifizierten oder eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans in allen Teilen entsprechen. Ein qualifizierter Bebauungsplan enthält mindestens Festsetzungen über die Art und Nutzung, das Maß der Nutzung, die überbaubare Grundstücksflächen und die örtlichen Verkehrsflächen. Die Liste aller im Stadtgebiet geltenden Bebauungspläne finden Sie hier.
Erklärt die Stadt innerhalb eines Monats nach Vorlage der erforderlichen Unterlagen nichts Gegenteiliges, kann mit dem Bauvorhaben begonnen werden.
Antrag auf Vorbescheid (Art. 71 BayBo)
Mit einem Antrag auf Vorbescheid können Einzelfragen zu einem beabsichtigten Bauvorhaben geklärt werden. Stellen Sie bitte konkrete und zielgerichtete Fragen, die mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Allgemein formulierte Fragen wie z.B. „Ist das Bauvorhaben genehmigungsfähig?“, „Welche GFZ ist zulässig?“ können im Rahmen eines Vorbescheidsverfahrens nicht beantwortet werden. Änderungen in einem laufenden Vorbescheidsverfahren, die sich vom Inhalt der Ersteingabe im Wesentlichen unterscheiden, erfordern in der Regel einen neuen Antrag. Während gleichfalls das amtliche Antragsformular verwendet werden muss, entfällt die Notwendigkeit zur Eingabe ausgearbeiteter Pläne.
Abbruch baulicher Anlagen (Art. 57 BayBo)
Einen vollständigen Abbruch müssen Sie grundsätzlich bei der Stadt und der Bauaufsichtsbehörde mit dem vorgeschriebenen Formblatt und einem Lageplan (1:1.000) mindestens einen Monat zuvor anzeigen (Art. 57 Abs. 5 BayBO). Hiervon ausgenommen sind allerdings
Anlagen, die verfahrensfrei errichtet werden dürfen (Art. 57 Abs. 1 bis 3 BayBO)
Freistehende Gebäude der Gebäudeklassen 1 und 3 (vgl. Art. 2 Abs. 3 BayBO)
Sonstige Anlagen, die keine Gebäude sind, mit einer Höhe von bis zu 10 m
Der Teilabbruch eines Gebäudes bzw. die teilweise Beseitigung einer baulichen Anlage ist baurechtlich genehmigungspflichtig. Dazu müssen Sie einen Bauantrag einreichen.
Unabhängig von Vorstehendem darf ein Denkmal nur beseitigt werden, wenn hierfür eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis vorliegt. Diese ist bei der Unteren Denkmalschutzbehörde im Landratsamt Starnberg zu beantragen.
Eine Änderung der Nutzung ist dann genehmigungspflichtig, wenn für die Nutzung andere öffentlich-rechtliche, insbesondere auch planungsrechtliche Anforderungen als für die bisherige (genehmigte) Nutzung in Betracht kommen (z.B. Anzahl der Stellplätze, Änderung von nichtstörendes in störendes Gewerbe, Änderung von Lager- in Verkaufsflächen). Für den Antrag verwenden Sie bitte das Formular für Bauanträge und legen alle erforderlichen Planungsunterlagen bei.
Werbeanlagen sind unter bestimmten Voraussetzungen verfahrensfrei (Art. 57 Abs. 1 Nr. 12 BayBO). Doch selbst wenn dies zutrifft, muss die städtische Werbeanlagensatzung beachtet werden.
Bitte geben Sie die Straße und Hausnummer des Anbringungsortes der Werbeanlage sowie die Anzahl der Werbeanlagen und die genaue Bezeichnung an. Ein Beispiel: eine Leuchtschrift aus Einzelbuchstaben, zwei Flachtransparente, jeweils mit vier Einzelstrahlern angestrahlt, drei Plakattafeln beleuchtet.
Verlängerung von Baugenehmigungen und erteilten Vorbescheiden
Baugenehmigungen gelten regelmäßig vier Jahre, Vorbescheide regelmäßig drei Jahre. Anträge auf Verlängerung sind etwa zwei Monate vor Ablauf durch ein formloses Schreiben an die Stadt Starnberg zu richten. Eine Verlängerung kann um jeweils zwei Jahre erfolgen, wobei dem jedoch eine neuerliche Prüfung des Bauvorhabens bzw. der Einzelfragen vorangeht. Eine Verlängerung kann grundsätzlich unzählige Male erfolgen.
Anträge auf isolierte Befreiung / Abweichung
In Art. 57 BayBO sind diejenigen Vorhaben aufgeführt, die keiner Genehmigung bedürfen (sog. verfahrensfreie Vorhaben). Gelten für das beabsichtigte Vorhaben allerdings städtische Bauvorschriften wie etwa Bebauungspläne, die Werbeanlagensatzung oder die Satzung über Stellplätze, Garagen und Einfriedungen, so müssen auch diese beachtet werden. Soll davon abgewichen werden, ist hierfür ein gesonderter Antrag auf isolierte Ausnahme oder Befreiung an die Stadt Starnberg zu richten (Art. 63 Abs. 2 und 3 BayBO). Ansonsten entscheidet das Landratsamt über Abweichungen; diese sind entweder gesondert zu beantragen oder, soweit es sich um ein genehmigungspflichtiges Vorhaben handelt, im Rahmen des dazu erforderlichen Antragsverfahrens.
Formular - Antrag auf isolierte Befreiung / Abweichung
Anträge auf Ausnahme von einer Veränderungssperre
Zur Sicherung ihrer Planungsziele kann die Stadt eine sogenannte Veränderungssperre erlassen. Innerhalb deren Geltungsbereichs sind sodann jedwede baulichen und sonstigen wertverändernden Maßnahmen untersagt. Soll hiervon abgewichen werden, bedarf dies einer gesonderten Beantragung und Genehmigung. Rechtsgrundlage ist § 14 BauGB.
Soweit eine Veränderungssperre besteht, ist dies im Geoinformationssystem dargestellt. Die jeweilige Satzung finden Sie unter Satzungen und Verordnungen.
Grundstücksteilungen bedürfen keiner Genehmigung. Gemäß § 19 BauGB dürfen hierdurch allerdings keine Verhältnisse entstehen, die den Festsetzungen eines etwa für das Grundstück geltenden Bebauungsplans widersprechen. Den Antrag auf Teilung richten Sie bitte an das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Landsberg a. Lech, Außenstelle Starnberg. Dieses ist auch bei allen Grenzfragen Ihr Ansprechpartner.
Die Aufnahme der Nutzung genehmigter Bauvorhaben muss dem Landratsamt Starnberg angezeigt werden (Art. 78 BayBO). Daneben wird um Zuleitung einer Kopie an die Stadt Starnberg gebeten.
08151/148-160
Mo, Di, Do 7:00 - 18:00 Uhr
Mi 7:00 - 14:00 Uhr