Source: https://rd.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-10663-8_10
Timestamp: 2018-02-22 05:19:36
Document Index: 123162248

Matched Legal Cases: ['§ 242', '§ 241', '§ 264', '§ 162', '§ 2', '§ 7', '§ 8', '§ 7']

Steuerliche Einkunftsermittlungsmethoden | Springer for Research & Development
Bilanzierung im Handels- und Steuerrecht pp 123-133 | Cite as
Klaus von SichererEmail author
Handelsrechtlich hat grundsätzlich jeder Kaufmann nach § 242 HGB einen Jahresabschluss aufzustellen, der sich aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zusammensetzt. Nur Einzelkaufleute i. S. des § 241a HGB sind davon ausgenommen. Kapitalgesellschaften erstellen nach § 264 Abs. 1 HGB einen Jahresabschluss, der um einen Anhang zu erweitern ist.
Steuerlich sind bei den drei Gewinneinkunftsarten als Einkünfte der Gewinn bzw. der Verlust festzustellen. Steuerrechtlich stehen zur Ermittlung der Einkünfte folgende Gewinnermittlungsverfahren zur Verfügung:
Gewinnermittlung durch Einnahmen-Ausgabenrechnung,
Pauschale Ermittlung des Gewinns aus Land- und Forstwirtschaft,
Pauschale Gewinnermittlung bei Handelsschiffen im internationalen Verkehr,
Schätzung des Gewinns nach § 162 AO (wobei es sich hier nicht um eine selbständige Gewinnermittlungsmethode handelt).
Ein wesentliches Ziel eines jeden Unternehmens ist die Erreichung wirtschaftlichen Erfolges, der sich in Gewinn oder Verlust niederschlägt. Die Bestimmung des Erfolges dient u. a. der eigenen Wirtschaftlichkeits- und Erfolgskontrolle sowie als Bemessungsgrundlage der Steuerfestsetzung für die:
Einkommensteuer bei den Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbständiger Arbeit (§ 2 Abs. 2 Nr. 1 EStG),
Körperschaftsteuer (§ 7 Abs. 1 und § 8 Abs. 1 KStG),
Gewerbeertragsteuer (§ 7 Abs. 1 GewStG).
von Sicherer K. (2016) Steuerliche Einkunftsermittlungsmethoden. In: Bilanzierung im Handels- und Steuerrecht. Springer Gabler, Wiesbaden
DOI https://doi.org/10.1007/978-3-658-10663-8_10
Print ISBN 978-3-658-10662-1
Online ISBN 978-3-658-10663-8