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Timestamp: 2016-10-28 12:15:18
Document Index: 95410721

Matched Legal Cases: ['Art. 172', 'Art. 72', 'Art. 75', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 113', 'Art. 118', 'Art. 116', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 176', 'Art. 176', 'BGE', 'Art. 176', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 68']

X.________ (geb. 1968) und Y.________ (geb. 1965) haben am 10. Januar 2003 in ihrer gemeinsamen Heimat A.________ geheiratet. Y.________ (nachfolgend Beschwerdegegner) reiste 1993 in die Schweiz ein und X.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrerin) folgte 2003 ihrem Ehemann hieher. Am 30. April 2005 wurde der gemeinsame Sohn B.________ geboren. Der Beschwerdegegner �bt die Obhut �ber die nicht gemeinsame Tochter C.________ (geb. 1992) aus, die sich seit dem 12. April 2008 in der Schweiz befindet und in der ehelichen Wohnung lebt. Die Beschwerdef�hrerin ist dipl. �rztin f�r innere Medizin, und der Beschwerdegegner ist Maschinist von Beruf; seit dem 16. April 2007 ist er infolge eines Motorradunfalls zu 100% arbeitsunf�hig.
B.a Mit Eingabe vom 13./16. M�rz 2009 ersuchte die Beschwerdef�hrerin vor dem Einzelrichter des Bezirks D.________ um Erlass von Eheschutzmassnahmen: Das Kind B.________ sei unter die elterliche Obhut der Mutter zu stellen und der Beschwerdegegner sei zu verpflichten, der Beschwerdef�hrerin an ihren pers�nlichen Unterhalt Fr. 2'000.-- und f�r das Kind Fr. 800.-- pro Monat zu bezahlen.
Mit superprovisorischer und prozessleitender Verf�gung vom 17. M�rz 2009 wurde der Sohn mit Wirkung ab 16. M�rz 2009 und die weitere Dauer des eheschutzrichterlichen Verfahrens unter die Obhut der Mutter gestellt. Mit Klageantwort vom 21. April 2009 begehrte der Vater insbesondere, das gemeinsame Kind sei unter seine Obhut zu stellen; eventualiter sei ihm unverz�glich ein gerichts�bliches Besuchsrecht zu gew�hren und f�r das Kind eine Beistandschaft anzuordnen. Sodann sei die Beschwerdef�hrerin zu verpflichten, ihm einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'000.-- zuz�glich allf�llige gesetzliche und vertragliche Kinderzulagen zu bezahlen.
B.b Mit superprovisorischer Verf�gung vom 23. April 2009 wurde dem Vater das Recht einger�umt, das Kind B.________ jedes zweite und vierte Wochenende pro Monat ab Freitagabend, 18.00 Uhr, bis Sonntagabend, 19.00 Uhr, zu sich auf Besuch zu nehmen.
B.c Die Beschwerdef�hrerin widersetzte sich in ihrer Stellungnahme vom 19. Mai 2009 dem Begehren des Vaters, beharrte auf der Obhutszuteilung und verlangte von Letzterem einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 800.--.
Nach Anh�rung der Parteien verf�gte der Einzelrichter am 20. Juni 2009 in Aufhebung der superprovisorischen Verf�gungen vom 17. M�rz 2009 und 23. April 2009:
1.1. Dem Beschwerdegegner wird superprovisorisch vorsorglich mit Wirkung ab 23. Juni 2009 bis zur Rechtskraft der nachfolgenden Dispositiv-Ziffer 2 der Endverf�gung die Obhut �ber das der Ehe entsprossene Kind B.________ zugeteilt, so dass die Beschwerdef�hrerin verpflichtet ist, B.________ am 23. Juni 2009 dem Beschwerdegegner in die ehemals eheliche Wohnung zur�ckzubringen.
1.2. Der Beschwerdef�hrerin wird superprovisorisch vorsorglich mit Wirkung ab 23. Juni 2009 bis zur Rechtskraft der nachfolgenden Dispositiv-Ziffer 2 der Endverf�gung das Recht einger�umt, das der Ehe entsprossene Kind, n�mlich B.________, geb. 2005, jedes erste und dritte Wochenende pro Monat ab Freitagabend, 18.00 Uhr, bis Sonntagabend, 19.00 Uhr, zu sich auf Besuch sowie w�hrend insgesamt 14 Tagen mit sich in die Ferien zu nehmen.
Mit der am gleichen Tag erlassenen Endverf�gung wurde das gemeinsame Kind B.________ ab 23. Juni 2009 und die weitere Dauer des eheschutzrichterlich bewilligten Getrenntlebens dem Beschwerdegegner zur Obhut zugeteilt (Dispositiv-Ziffer 2). Der Mutter wurde ein gerichts�bliches Besuchs- und Ferienrecht einger�umt (Dispositiv-Ziffer 3). Der Beschwerdegegner wurde verpflichtet, der Beschwerdef�hrerin an deren Unterhalt ab 1. Juli 2009 bis 30. November 2009 monatlich und im Voraus einen Beitrag von Fr. 400.-- zu bezahlen.
B.d Am 13. Juli 2009 erhob die Beschwerdef�hrerin beim Kantonsgericht Schwyz Rekurs. Am 11. September 2009 verf�gte die Kantonsgerichtsvizepr�sidentin in Aufhebung der superprovisorischen Verf�gung des Einzelrichters vom 20. Juni 2009 unter anderem, dass der Sohn superprovisorisch vorsorglich mit Wirkung ab 11. September 2009 f�r die weitere Dauer des Rekursverfahrens unter die Obhut der Mutter gestellt und dem Vater mit sofortiger Wirkung ein (gerichts�bliches) Besuchs- und Ferienrecht einger�umt wird.
Anl�sslich der Vergleichsverhandlung vom 25. September 2009 kam keine Einigung �ber die Obhutsunterstellung des gemeinsamen Kindes B.________ und den Beitrag an den Ehegattenunterhalt zustande. Die Parteien verglichen sich jedoch hinsichtlich des Besuchs- und Ferienrechts und des Kinderunterhaltsbeitrags von Fr. 600.-- pro Monat zuz�glich Kinderzulagen.
Am 13. Oktober 2009 bzw. 19. Oktober 2009 beantworteten das Chinderhus D.________ und das Tagesheim E.________, F.________, die Fragen der Kantonsgerichtsvizepr�sidentin. Die Parteien nahmen dazu Stellung.
B.e In Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 3 der angefochtenen Endverf�gung des Einzelrichters vom 20. Juni 2009 und in Genehmigung des Vergleichs vom 25. September 2009 wurde der Beschwerdef�hrerin mit Beschluss des Kantonsgerichts vom 28. Dezember 2009 f�r die weitere Dauer des eheschutzrichterlich bewilligten Getrenntlebens das vereinbarte Besuchs- und Ferienrecht zugesprochen; die Beschwerdef�hrerin wurde verpflichtet, f�r die Dauer des eheschutzrichterlich bewilligten Getrenntlebens dem Beschwerdegegner an den Unterhalt des Kindes B.________ monatlich im Voraus einen Beitrag von Fr. 600.-- zuz�glich allf�lliger Kinderzulagen zu bezahlen (Ziff. 1). Im �brigen wurde der Rekurs abgewiesen, soweit darauf einzutreten war (Ziff. 2). Die Beschwerdef�hrerin wurde verurteilt, 7/8 der Gerichtsgeb�hr (Fr. 1'750.--) und dem Beschwerdegegner eine reduzierte Parteientsch�digung von Fr. 1'650.-- zu bezahlen (Ziff. 3 und 4), wegen Prozessarmut der Beschwerdef�hrerin wurden die Geb�hr und die Parteientsch�digung einstweilen auf die Gerichtskasse genommen (Ziff. 5a und 5d).
Die Beschwerdef�hrerin gelangt mit Eingabe vom 1. Februar 2010 an das Bundesgericht und beantragt, die Ziffern 1, 2, w (recte: 3) und 4 des angefochten Entscheids seien aufzuheben und die Sache sei an die Vorinstanz zu neuer Beurteilung zur�ckzuweisen; eventualiter sei die Obhut �ber das Kind ihr zuzuteilen. Sodann stellt die Beschwerdef�hrerin ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Mit Verf�gung der Pr�sidentin der II. Zivilrechtlichen Abteilung vom 16. Februar 2010 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1 Die Anordnung von Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft (Art. 172 ff. ZGB) ist eine Zivilsache im Sinn von Art. 72 Abs. 1 BGG. Strittig sind im vorliegenden Fall gem�ss dem angefochtenen Entscheid die Obhut �ber den gemeinsamen Sohn der Parteien und der Ehegattenunterhalt (Vergleichsverhandlung vom 25. September 2009, Urteil S. 7). Strittig ist hier zur Hauptsache die Zuteilung der Obhut �ber das gemeinsame Kind, mithin eine Frage nicht verm�gensrechtlicher Natur. Die von der Beschwerdef�hrerin vorgebrachten R�gen k�nnen mit keinem weiteren kantonalen Rechtsmittel erhoben werden, sodass die Beschwerde in Zivilsachen auch aus der Sicht von Art. 75 Abs. 1 BGG offen steht (BGE 133 III 393 E. 2 S. 395). Sodann gelten Eheschutzentscheide als Endentscheide im Sinn von Art. 90 BGG (BGE 133 III 393 E. 4 S. 395 f.).
1.2 Eheschutzentscheide gelten nach der Rechtsprechung als vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG (BGE 133 III 393 E. 5.2 S. 397), so dass nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte geltend gemacht werden kann. Deshalb gelangen die Art. 95 und Art. 97 BGG und auch Art. 105 Abs. 2 BGG nicht zur Anwendung. Die hier gegebenen Verh�ltnisse entsprechen denjenigen bei der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG). Wie dort (Art. 118 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 116 BGG) kommt eine Berichtigung oder Erg�nzung der Sachverhaltsfeststellungen hier nur dann in Frage, wenn die kantonale Instanz verfassungsm�ssige Rechte verletzt hat (BGE 133 III 585 E. 4.1 S. 588). Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit m�glich belegte R�gen pr�ft, w�hrend es auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt. Wird die Verletzung des Willk�rverbots ger�gt, reicht es sodann nicht aus, die Rechtslage aus Sicht der Beschwerdef�hrerin darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willk�rlich zu bezeichnen; vielmehr ist im Einzelnen darzulegen, inwiefern das kantonale Gericht willk�rlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246). Die massgeblichen und sachbezogenen Ausf�hrungen m�ssen in der Beschwerdeschrift selber enthalten sein; der Verweis auf Rechtsschriften im vorausgegangenen kantonalen Verfahren ist unzul�ssig (BGE 133 II 396 E. 3.2 S. 400).
Die Beschwerdef�hrerin r�gt vorab mit Bezug auf das Protokoll der Vergleichsverhandlung vom 25. September 2009 eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, weil im zugestellten Kurzprotokoll die Ergebnisse der Parteibefragung nicht enthalten seien. Dieser Vorwurf ist vorab zu pr�fen.
2.1 F�r die Protokollierung von Gerichtsverhandlungen und Befragungen hat das Bundesgericht erkannt, der Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) sei nur dann gewahrt, wenn die Ausf�hrungen und Eingaben der Parteien und allf�lliger Dritter (Zeugen, Sachverst�ndige usw.) zu Protokoll genommen w�rden. Dies bedeute allerdings nicht, dass insbesondere s�mtliche Partei�usserungen zu protokollieren seien. Das Protokoll k�nne sich auf die f�r die Entscheidfindung im konkreten Fall wesentlichen Punkte beschr�nken (BGE 124 V 389 E. 4 S. 390). Es diene einerseits den Richtern und dem Gerichtsschreiber als Ged�chtnisst�tze, andererseits solle es Auskunft �ber die Einhaltung der Verfahrensvorschriften geben und die Rechtsmittelinstanzen in die Lage versetzen, den angefochtenen Entscheid zu �berpr�fen (Urteil 2A.450/1999 vom 14. Januar 2000 E. 3b/aa).
2.2 Es trifft zu, dass im fraglichen Kurzprotokoll lediglich vermerkt wurde, dass die Kantonsgerichtsvizepr�sidentin die Parteien einer Parteibefragung unterziehe. �ber das Ergebnis dieser Befragung l�sst sich dem Protokoll in der Tat nichts entnehmen. Die (anwaltlich vertretene) Beschwerdef�hrerin muss sich indes vorhalten lassen, dass sie selber feststellen musste, dass die Kantonsgerichtsvizepr�sidentin auf eine f�rmliche Protokollierung der Parteibefragung verzichtete, was jene in der Verhandlung nicht beanstandete. Ebenso hat sie aus ihr eigenen Gr�nden darauf verzichtet, umgehend ein Protokoll zu verlangen, was ihr umso mehr zuzumuten gewesen w�re, als das Beweisverfahren nicht abgeschlossen wurde, sondern die Befragung von Dritten (das Chinderhus D.________ und das Tagesheim E.________; s. E. B.d hiervor) in Aussicht genommen wurde. Schliesslich hatte die Beschwerdef�hrerin Gelegenheit, nach Eingang der fraglichen Stellungnahmen Schlussbemerkungen einzureichen. Auch zu jenem Zeitpunkt h�tte die Beschwerdef�hrerin gen�gend Veranlassung gehabt, Einsicht in das fragliche Protokoll zu verlangen, was sie aber erst im Januar 2010, also nach der Zustellung des angefochtenen Urteils getan hat. Ihre Unterlassungen hat sie sich selber zuzuschreiben; auf die R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs wird nicht eingetreten.
Haupts�chlich beantragt die Beschwerdef�hrerin, die Obhut �ber das Kind sei ihr zuzuteilen.
3.1 Das mit der "Regelung des Getrenntlebens" (Marginalie zu Art. 176 ZGB) befasste Eheschutzgericht trifft nach den Bestimmungen �ber die Wirkungen des Kindesverh�ltnisses die n�tigen Massnahmen, wenn die Ehegatten unm�ndige Kinder haben (Art. 176 Abs. 3 ZGB). F�r die Zuteilung der Obhut an einen Elternteil gelten grunds�tzlich die gleichen Kriterien wie im Scheidungsfall. Nach der Rechtsprechung hat das Wohl des Kindes Vorrang vor allen anderen �berlegungen, insbesondere vor den W�nschen der Eltern. Vorab muss deren Erziehungsf�higkeit gekl�rt werden. Ist sie bei beiden Elternteilen gegeben, sind vor allem Kleinkinder und grundschulpflichtige Kinder demjenigen Elternteil zuzuteilen, der die M�glichkeit hat und dazu bereit ist, sie pers�nlich zu betreuen. Erf�llen beide Elternteile diese Voraussetzung ungef�hr in gleicher Weise, kann die Stabilit�t der �rtlichen und famili�ren Verh�ltnisse ausschlaggebend sein. Schliesslich ist - je nach Alter der Kinder - ihrem eindeutigen Wunsch Rechnung zu tragen. Diesen Kriterien lassen sich die weiteren Gesichtspunkte zuordnen, so die Bereitschaft eines Elternteils, mit dem anderen in Kinderbelangen zusammenzuarbeiten, der Grundsatz, Geschwister nach M�glichkeit nicht zu trennen, oder die Forderung, dass eine Zuteilung der Obhut von einer pers�nlichen Bindung und echter Zuneigung getragen sein sollte (vgl. die Zusammenfassung der Rechtsprechung in BGE 115 II 206 E. 4a S. 209 und 317 E. 2 und E. 3 S. 319 ff. sowie 117 II 353 E. 3 S. 354 f.; HAUSheer/Reusser/Geiser, Berner Kommentar, 1999, N. 45, und Br�m, Z�rcher Kommentar, 1998, N. 89 zu Art. 176 ZGB).
Bei der Beurteilung der f�r die Obhutszuteilung massgebenden Kriterien verf�gt das Sachgericht �ber grosses Ermessen (vgl. alle soeben zitierten Urteile). Auf Willk�rbeschwerde hin kann das Bundesgericht deshalb nur eingreifen, wenn das Sachgericht grundlos von in Rechtsprechung und Lehre anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn es Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn es umgekehrt rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht gelassen hat. Der Ermessensentscheid muss sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 109 la 107 E. 2c S. 109; 128 III 4 E. 4b S. 7).
3.2 Die Vorinstanz hat zusammenfassend erwogen, die Erziehungsf�higkeit beider Parteien k�nne nicht in Frage gestellt werden. B.________ sei bis kurz vor seinem zweiten Geburtstag von der Beschwerdef�hrerin ganztags betreut worden. Seither sei w�hrend der Woche, ab 13.00 bzw. 13.30 Uhr, grunds�tzlich die Beschwerdef�hrerin um die Betreuung von B.________ besorgt gewesen. Aber auch der Beschwerdegegner habe seinen Teil dazu beigetragen, insbesondere w�hrend der Zeit, in welcher er nach seinem Motorradunfall vom 16. April 2007 und der anschliessenden Rehabilitation wegen seiner bis heute bestehenden Arbeitsunf�higkeit von 100% zu Hause gewesen sei. Fraglich erscheine, ob die Beschwerdef�hrerin auch k�nftig in der Lage sein werde, B.________ von Montag bis Freitag auch nur jeweils w�hrend eines halben Tages pers�nlich zu betreuen. Demgegen�ber sei der Beschwerdegegner wegen seiner vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit viel zu Hause und w�re deshalb zumindest einstweilen in der Lage, B.________ pers�nlich zu betreuen. Die Beschwerdef�hrerin habe ihren Sohn Mitte M�rz 2009 ohne glaubhafte Not aus dessen gewohnter Umgebung in D.________ herausgerissen. Bei ihr erscheine auch k�nftig die Stabilit�t der �rtlichen Verh�ltnisse fraglich. Beim Beschwerdegegner best�nden indessen keine Anhaltspunkte, welche dessen �rtliche Stabilit�t in Frage stellten. Der Beschwerdef�hrerin komme gegen�ber dem Beschwerdegegner f�r ihren vierj�hrigen Sohn kein nat�rlicher Vorrang zu. Indessen fehle es ihr im Unterschied zum Beschwerdegegner an der n�tigen Bindungstoleranz. Eher f�r den Beschwerdegegner spreche, dass der Kontakt zwischen B.________ und seiner Halbschwester C.________ beibehalten w�rde und Letztere, sofern n�tig, zu ihrem kleinen Halbbruder schauen k�nnte. Unter W�rdigung der gesamten Umst�nde halte das Gericht daf�r, dass dem Wohl von B.________ besser gedient sei, wenn er f�r die Dauer des Eheschutzverfahrens unter die Obhut des Vaters gestellt wird, und zwar mit Zeitpunkt ab Rechtskraft dieses Beschlusses.
3.3 Die Beschwerdef�hrerin bringt dagegen unter dem Titel "Bisherige Erziehungs- und Sorgeverh�ltnisse" vor, es sei festzuhalten, dass sie das Kind bisher de facto ausschliesslich betreut und erzogen habe, der Beschwerdegegner habe sich jedoch wenig bis gar nicht darum gek�mmert. Dieser gehe heute an Kr�cken und sei auch aus diesen Gr�nden (unabh�ngig des fehlenden Willens) nicht in der Lage, das Kleinkind zu betreuen. Die Beschwerdef�hrerin halte klar daf�r, dass ein anderes Betreuungsverh�ltnis vorliege und die Vorinstanz auf Vermutungen und nicht auf bewiesene oder zumindest glaubhaft gemachte Fakten abstelle, was als willk�rliche tats�chliche Annahmen im Sinne des Willk�rverbotes nach Art. 9 BV ger�gt werde.
Weiter wird in der Beschwerde zur "Zuk�nftigen Prognose" geltend gemacht, die Annahme, beim Ehemann seien die Verh�ltnisse stabiler zu beurteilen, sei willk�rlich. Die Beschwerdef�hrerin habe anl�sslich der Verhandlung vor Kantonsgericht unmissverst�ndlich zum Ausdruck gebracht, dass der Standort F.________ beibehalten werde, dort eine Wohnung in Aussicht stehe, sie ihre berufliche T�tigkeit im Rahmen von 50% gestalten und auf die Bed�rfnisse des Kindes R�cksicht nehmen werde (wof�r es auch in ihrem Beruf als �rztin M�glichkeiten gebe [etwa Reha-Klinik ohne Notf�lle]), sie beabsichtige, Arbeit und Kinderbetreuung mit einander in Einklang zu bringen.
3.4 Selbst wenn man zugunsten der Beschwerdef�hrerin davon ausgeht, dass sie diese - nicht protokollierten - Tatsachenbehauptungen form- und fristgerecht vorgetragen hat, und sie zutreffen, vermag dies am Ergebnis nichts zu �ndern, denn die Beschwerdef�hrerin zeigt mit ihrer weitestgehend auf die Darlegung der Situation aus ihrer Sicht beschr�nkten, d.h. appellatorisch vorgetragenen Kritik nicht auf, inwiefern das Kantonsgericht grundlos von in Rechtsprechung und Lehre anerkannten Grunds�tzen abgewichen sein soll, dass und welche Gesichtspunkte es ber�cksichtigt hat, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, bzw. dass und welche rechtserheblichen Umst�nde es ausser Acht gelassen haben soll, sodass die vorinstanzlich getroffene Obhutsregelung nicht als offensichtlich unangemessen erscheint. Die R�ge ist unbegr�ndet.
Lediglich der guten Ordnung halber sei angef�gt, dass bereits der erstinstanzliche Richter die Obhut dem Beschwerdegegner zugeteilt hat und die Beschwerdef�hrerin schon in ihrem Rekurs die f�r eine (zwingende) �bertragung der Obhut auf sie massgeblichen Gr�nde hat darlegen k�nnen (vgl. die Pl�doyernotizen der Rechtsanw�ltin der Beschwerdef�hrerin vor dem Einzelrichter, act. VII).
3.5 Nach dem Ausgef�hrten hat das Kantonsgericht kein verfassungsm�ssiges Recht verletzt, wenn es f�r die Dauer des Eheschutzverfahrens den Sohn unter die Obhut des Beschwerdegegners gestellt hat.
Ferner beanstandet die Beschwerdef�hrerin ihre Verpflichtung zur Zahlung eines Unterhaltsbeitrages f�r den Sohn.
4.1 Das Kantonsgericht f�hrt in der Sache aus, anl�sslich der Vergleichsverhandlung vom 25. September 2009 h�tten sich die Parteien hinsichtlich des Kinderunterhaltsbeitrags dahingehend geeinigt, dass der nicht obhutsberechtigte Elternteil sich verpflichtet, f�r die Dauer des eheschutzrichterlich bewilligten Getrenntlebens, dem anderen Elternteil an den Unterhalt des Kindes B.________ monatlich und monatlich im Voraus einen Beitrag von Fr. 600.-- zuz�glich allf�lliger Kinderzulagen zu bezahlen (act. 14). Die Beschwerdef�hrerin sei somit zu verpflichten, dem Beschwerdegegner an den Unterhalt des Kindes B.________ monatlich und monatlich im Voraus Fr. 600.-- (zuz�glich allf�lliger Kinderzulagen) zu bezahlen. Diese Unterhaltszahlungspflicht beginne mit �bergang der Obhut �ber des Kindes an den Vater (S. 24 E. 4b). Zur Frage der tats�chlichen M�glichkeit, ein Erwerbseinkommen zu erzielen, erwog das Kantonsgericht, nach Abschluss ihrer Sprachschule Ende November 2009 sei der Beschwerdef�hrerin eine unselbst�ndige Erwerbst�tigkeit als �rztin zuzumuten und ihr entsprechendes Einkommen anzurechnen, da sie von den w�chentlichen Betreuungspflichten gegen�ber B.________ befreit sei. Mit dem (hypothetischen) Einkommen werde die Beschwerdef�hrerin ihren Lebensunterhalt selber decken k�nnen. Wenn nicht in der Schweiz, so verm�ge die Beschwerdef�hrerin doch in A.________, wo sie als �rztin t�tig sein k�nne, ein Einkommen zu erwirtschaften (angefochtene Verf�gung E. 8-10 S. 9 f.).
4.2 Die Beschwerdef�hrerin tr�gt dagegen vor, nach ihrer Erinnerung sei es richtig, dass sie mit einem Unterhaltsbeitrag von Fr. 600.-- sowie dem Besuchsrecht einverstanden gewesen sei (unabh�ngig davon, wem die Obhut zugeteilt werde). Sie habe aber klar darauf hingewiesen, dass sie nach wie vor keine Arbeit habe und von der F�rsorgebeh�rde wirtschaftliche Hilfe erhalte und demgem�ss erst bezahlen k�nnte (sollte sie nicht obhutsberechtigt erkl�rt werden), wenn sie einer Arbeit nachgehe.
4.3 Die Beschwerdef�hrerin setzt sich nicht mit den Erw�gungen der Vorinstanz, wonach es ihr m�glich sei, ab Dezember 2009 einer Erwerbst�tigkeit nachzugehen, auseinander, sodass von vornherein auf diese R�ge nicht einzutreten ist (E. 1.2).
Es bleibt der Beschwerdef�hrerin indes unbenommen, gegebenenfalls ein �nderungsverfahren einzuleiten, wenn sich herausstellen sollte, dass sie aus Gr�nden, die sie nicht zu vertreten hat, entgegen den vom Kantonsgericht getroffenen Annahmen nicht in der Lage war bzw. ist, eine Erwerbst�tigkeit aufzunehmen.
Unklar bleibt, was die Beschwerdef�hrerin punkto pers�nliche Unterhaltsbeitr�ge will. Einerseits f�hrt sie aus, "[u]nseres Wissens hat die Bf im �brigen auch kein [sic!] Verzicht auf pers�nlichen Unterhalt erkl�rt, wie das in lit. c S. 24 des angefochtenen Urteils festgehalten wird. Die Frage nach der Alimentierung der Bf wird sich im Rahmen des Neuentscheides deshalb wieder stellen." Andererseits stellt sie in diesem Punkt kein reformatorisches Rechtsbegehren noch begr�ndet sie, weshalb das Bundesgericht im vorliegenden Fall mangels tats�chlicher Feststellungen nicht entscheiden k�nnte. Ausserdem fehlt jegliche Begr�ndung. Darauf ist nicht einzutreten.
Ausgangsgem�ss wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Damit wird die Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Ihr Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen, zumal die Beschwerde von vornherein aussichtslos war (Art. 64 Abs. 1 BGG). Dem Beschwerdegegner ist kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden (Art. 68 Abs. 1 BGG).