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Timestamp: 2019-12-06 15:00:15
Document Index: 190633524

Matched Legal Cases: ['§ 92', '§ 92', '§ 92', '§ 92', 'Art. 9', 'Art. 12']

ddc:330 (607)
ddc:650 (59)
Mitbestimmung (38)
Betriebsrat (30)
ddc:340 (29)
ddc:370 (29)
Arbeitsmarktpolitik (28)
EU-Staaten (23)
ddc:360 (20)
Branchenentwicklung (19)
Arbeitsmarktintegration (18)
Gewerkschaftspolitik (16)
Arbeitszeitgestaltung (14)
Beschäftigungseffekt (14)
Wirkungsanalyse (14)
Arbeitsbeziehungen (13)
Personalmanagement (13)
2010-2014 (81)
2005-2009 (130)
Loi sur l'élection des représentants des travailleurs aux organes des enterprises: Rapport à la lumière de l'affaire devant la CJUE Konrad Erzberger ./. TUI AG, C 566/15 (2017)
Mulder, Bernhard Johann
Description: La Cour de justice de l'Union européenne examine la conformité de la loi allemande sur la cogestion par rapport au droit de l'Union. Selon le professeur de droit Bernard Johann Mulder, de l'Université d'Oslo, le droit national n'est pas incompatible avec le droit de l'UE dans le cas d'espèce. En conséquence, il n'y a aucune discrimination fondée sur la nationalité, et aucun obstacle à la libre circulation des travailleurs.
Description: The European Court of Justice examines the conformity of German co-determination under European law.Professor of law Bernard Johann Mulder, University of Oslo, argues that, in the case at issue, national law is not incompatible with EU law. Consequently, there is no discrimination on the grounds of nationality, and there is no obstacle to the free movement of workers.
Keywords: ddc:330 ; Mitbestimmung ; Europäisches Arbeitsrecht ; Nationales Recht ; Antidiskriminierungsrecht ; Deutschland
Wissensarbeit: Aktuelle arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse (2017)
Arlinghaus, Anna
Description: Digitalisierte Produktionsprozesse und neue Technologien verändern Arbeitsweisen und -abläufe, Kommunikation mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden. Aus arbeitswissenschaftlicher Sicht entstehen neue Belastungen und Beanspruchungen für Beschäftigte. Wissensarbeit ist fokussiert darauf, neues Wissen und Informationen zu erwerben und anzuwenden. Wissensarbeiter sind oft räumlich und zeitlich flexibel, arbeiten mobil. Folgen mobiler Arbeit und komplexe Wirkmechanismen sind nicht hinreichend untersucht. Daher wurde zunächst der aktuelle Stand arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse prägnant zusammengetragen. Offene Fragen: Wie lassen sich Ruhe- und Erholzeiten bei unterschiedlichen Belastungsbedingungen und persönlichen Konstellationen definieren? Wie wirken sich selbstverantwortliches und selbst organisiertes Arbeiten aus? Inwieweit wird Arbeitszeit wirklich frei und selbstbestimmt festgelegt? Inwieweit erzeugen Zeitdruck, ständige Erreichbarkeit und Selbstausbeutung eine verhältnismäßig größere Belastung als bei weniger selbstbestimmten Arbeitsformen?
Keywords: ddc:330 ; Hochqualifizierte Arbeitskräfte ; Arbeitswelt ; Computerunterstützung ; Ergonomie ; Deutschland
Das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BILRUG): Wichtige Neuerungen aus Sicht des Aufsichtsrates (2017)
Sekanina, Alexander
Description: Bilanzrichtlinienumsetzungsgesetz (kurz BilRUG) hat der deutsche Gesetzgeber die Rechnungslegung nach HGB in einigen wesentlichen Aspekten reformiert. Die wichtigsten Änderungen betreffen die neuen Schwellenwerte für Unternehmensgrößenklassen sowie den Aufbau der Gewinn-und-Verlustrechnung. Aufsichtsräte sollten diesen Aspekten in der aktuellen Bilanzsaison besondere Aufmerksamkeit widmen.
Keywords: ddc:330 ; Bilanzrecht ; Rechnungswesen ; Deutschland
Der MB-ix und "Gute Arbeit" - Was wir messen können: Wirkungen der Mitbestimmung auf Personalstruktur und Arbeitsbedingungen (2017)
Description: Der Mitbestimmungsindex "MB-ix" misst die Verankerung der Mitbestimmung in Unternehmen, um diese mit verschiedenen Indikatoren der Unternehmensentwicklung in Beziehung zu setzen. Für die Ausgestaltung von Arbeitsbedingungen offenbart der Report, dass Unternehmen mit einer starken Verankerung der Mitbestimmung gekennzeichnet sind von einer höheren Bedeutung der Personalarbeit im Vorstand, einer verstärkten Aktivität in der berufichen Ausbildung, einer höheren Beschäftigungssicherung und einer höheren Zahl an Frauen in den Vorständen
Keywords: ddc:330 ; Mitbestimmung ; Messung ; Unternehmenserfolg ; Arbeitsbedingungen ; Personalmanagement ; Deutschland
The law concerning the election of employees'representatives in company bodies: Report in light of the CJEU case Konrad Erzberger v TUI AG, C 566/15 (2017)
Mitbestimmung mit EU-Recht vereinbar: Juristische Kommentierungen zu den Schlussanträgen des Generalanwalts im Verfahren Erzberger/TUI (2017)
Krause, Rüdiger ; Mulder, Bernhard Johann
Description: Am 4. Mai 2017 hat der Generalanwalt am Gerichtshof der Europäischen Union Saugmandsgaard Øe seine mit Spannung erwarteten Schlussanträge in der Rechtssache C-566/15 (Erzberger), auch als sog. TUI-Verfahren bekannt, vorgelegt. Die renommierten Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Rüdiger Krause aus Göttingen und Prof. Dr. Bernard Johann Mulder aus Oslo nehmen zu den Anträgen Stellung. So zeigt Prof. Krause auf, dass der Generalanwalt mit seinen klaren und nüchternen Ausführungen die Debatte über einen vermeintlichen Verstoß des deutschen Mitbestimmungsrechts gegen europäisches Recht weiter in ein deutlich ruhigeres Fahrwasser gelenkt hat.
Keywords: ddc:330 ; Mitbestimmung ; EU-Recht ; Rechtsprechung ; Deutschland
Private Equity Monitor 2016: Die aktuelle Tätigkeit von Finanzinvestoren in Deutschland (2017)
Scheuplein, Christoph ; Sekanina, Alexander ; Teetz, Florian
Description: In den Jahren 2014/2015 wurden jeweils rund 200 Unternehmen mit zusammen 100.000 Beschäftigten von Finanzinvestoren in Deutschland übernommen. Dieses konstant hohe Niveau an Übernahmen wird im "Private Equity-Monitor Deutschland 2016" der Hans-Böckler-Stiftung belegt. Dabei werden zum einen die übernommenen Unternehmen und ihre Beschäftigtenstrukturen dargestellt, und zum anderen die beteiligten Akteure wie die Private Equity-Gesellschaften, ihre Fonds und die Käufer nach einem Ausstieg der Finanzinvestoren betrachtet. Zusätzlich wurde die langfristige wirtschaftliche Entwicklung anhand von Unternehmen, die im Jahr 2007 übernommen worden waren, untersucht. Die teilweise kurzfristigen Eigentümerwechsel, die hohen Renditen der Fonds und der Anstieg des Verschuldungsgrades in den übernommenen Unternehmen belegen, dass die Aktivitäten von Finanzinvestoren weiterhin mit problematischen Wirkungen aus der Sicht der Beschäftigten verbunden sind.
Keywords: ddc:330 ; Unternehmensfinanzierung ; Private Equity ; Deutschland
Sucht und Suchtmittelmissbrauch (2016)
Danigel, Cornelia ; Heegner, Sabine
Description: Beim Thema Sucht und Suchtmittelgebrauch im Betrieb denkt man nicht mehr in erster Linie an Alkoholkonsum. In einer wachsenden Zahl werden in Betriebsvereinbarungen auch andere, stoffungebundene Suchtformen behandelt.Gegenüber der ersten Auswertung aus dem Jahr 2004 haben sich einige Themen verändert: Die Prävention ist stärker ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt; Verhaltenssüchte werden vielfach beachtet. Die Benennung von betrieblichen Ansprechpersonen für Suchtfragen ist eine beliebte Methode, die Suchtarbeit im Unternehmen zu verstetigen. Viele Vereinbarungen formulieren ein Suchtmittelverbot und Stufenpläne, die mit einem Fürsorgegespräch angekündigt werden. Vielfach wird auch die Information und Schulung der betreffenden Akteure in den Vereinbarungen geregelt.Die Empfehlungen aus der ersten Auswertung und die Qualitätsstandards der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen finden sich immer öfter in Vereinbarungen wieder.
Keywords: ddc:330 ; Betriebsvereinbarung ; Sucht ; Drogenkonsum ; Suchtprävention ; Betriebliches Gesundheitsmanagement ; Mitbestimmung ; Deutschland
Quereinstiege in Kindertagesbetreuung und Altenpflege: Ein Bundesländervergleich (2016)
Weimann-Sandig, Nina ; Weihmayer, Lena Sophie ; Wirner, Lisa
Description: Mit der Study zeichnen die Autorinnen die Quereinstiegsbemühungen der einzelnen Bundesländer für die Bereiche der Kindertagesbetreuung und Altenpflege nach. Die entwickelten Länderprofile verdeutlichen die unterschiedlichen Förderlogiken im Umgang mit Quereinstiegen in diese Bereiche. Auch zwischen den Bereichen bestehen Unterschiede: Beispielsweise ist die Integration von Arbeitslosen in den Quereinstiegsmodellen in der Altenpflege deutlicher erkennbar als im Bereich der Kindertagesbetreuung.
Keywords: ddc:330 ; Kinderbetreuung ; Altenhilfe ; Arbeitsmarktintegration ; Deutschland
Datenschutz im Konzern der Deutschen Bahn AG (2016)
Description: Zu Beginn des Jahres 2009 geriet die Deutsche Bahn AG in eine datenschutzrechtliche Krisensituation. Als Konsequenz aus Verstößen gegen das Datenschutzrecht wurde eine Konzernbetriebsvereinbarung Beschäftigtendatenschutz entwickelt, verhandelt und abgeschlossen mit dem Ziel, einen transparenten und vorbildlichen Datenschutz zu verwirklichen. Der Konzern und seine Mitbestimmungsakteure haben auf die Verfehlungen umfassend reagiert und neue Verfahrensweisen entwickelt. Ein vorbildliches Datenschutzmanagementsystem wurde ins Leben gerufen bestehend aus Transparenz, Nachhaltigkeit und Vertrauen. Das Ziel der Publikation ist, die Veränderungen im Konzern durch diese Regelungen ausführlich zu dokumentieren und einzuordnen. Dafür wurden Hintergründe recherchiert und die gesammelten Erfahrungen maßgeblich beteiligter Akteure dokumentiert. Expertinnen und Experten des Betriebsrats, der Arbeitgeberseite und des Datenschutzes kamen zu Wort wie auch beteiligte externe Berater der Arbeitnehmerseite.
Keywords: ddc:330 ; Informationsmanagement ; Datenschutz ; Betriebsvereinbarung ; Eisenbahnunternehmen ; Deutschland
Greve, Silke
Description: Obwohl die cloudgestützte Verarbeitung von Beschäftigtendaten ansteigt, bildet sich diese Tatsache nicht in Betriebsvereinbarungen ab. Werden zwingende Mitbestimmungsrechte nicht oder zumindest noch nicht ausgeübt? Der Grund kann in der Unkenntnis darüber liegen, dass Anwendungen, die ehemals serverbasiert eingesetzt wurden, nun - von vielen Gremien unbemerkt - in Clouds überführt werden. Großteils sind die Namen der Anwendungen gleich geblieben und es ist nur aus den Namenszusätzen zu erkennen, dass sich wesentliche Details bei der Datenverarbeitung geändert haben. Zum anderen ist auch die steigende Komplexität der Systeme und der dahinterstehenden Clouds ein Grund, warum BR-Gremien bei der Bearbeitung der Materie kaum mehr genug Zeit zur Verfügung steht. Von wem, an welchen Standorten und von welchen Unternehmen werden die Daten der eigenen Beschäftigten verarbeitet? Die Verfolgung dieser Frage kann sich zur Sisyphusarbeit ausweiten, die erheblichen Sachverstand und viel Zeit in Anspruch nimmt.Daten in Clouds auszulagern kann effizient für das Unternehmen sein, muss aber von den Mitbestimmungsgremien auf die Rechtmäßigkeit hin überprüfbar bleiben. Daher sollten Betriebsräte hier keinesfalls auf den kontrollierenden Blick und die Ausübung ihrer Rechte verzichten.
Keywords: ddc:330 ; Elektronisches Personalmanagement ; Cloud Computing ; Betriebsvereinbarung ; Mitbestimmung ; Betriebsrat ; Deutschland
Branchenanalyse Luftverkehr: Entwicklung von Beschäftigung und Arbeitsbedingungen (2016)
Wilke, Peter ; Schmid, Katrin ; Gröning, Stefanie
Description: Der Luftverkehr wächst weltweit seit Jahrzehnten. Dieses Wachstum setzt sich fort, aber gleichzeitig steckt die Branche in Deutschland und Europa aufgrund von Deregulierung und freiem Marktzugang in einem Strukturwandel, der durch Rationalisierungen bei Strecken und Personal, steigender Arbeitsintensität und Druck auf die Löhne und Gehälter für die Beschäftigten geprägt ist. Die Studie beschreibt, wie sich die strukturellen Veränderungen des Wettbewerbs (Auswirkungen von Liberalisierung und Globalisierung) auf Unternehmen im Luftverkehr, auf Unternehmensstrategien, auf Personalstrategien sowie Beschäftigung und Entlohnung ausgewirkt haben. Im Mittelpunkt steht die Situation bei den Luftverkehrsgesellschaften, bei den Bodenverkehrsdiensten und an den Flughäfen.
Keywords: ddc:330 ; Fluggesellschaft ; Flughafen ; Branchenentwicklung ; Arbeitskräfte ; Lohnniveau ; Wettbewerb ; Deutschland
Internationalisierung der Berufsausbildung als Herausforderung für Politik und Betriebe: Eine explorative Studie (2016)
Busse, Gerd ; Frommberger, Dietmar
Description: Angesichts sich verändernder Anforderungen an die Arbeitswelt mit zunehmenden grenzüberschreitenden Austauschbeziehungen und transnational agierenden Unternehmen ist die Internationalisierung der Berufsausbildung ein Thema von wachsender Bedeutung. Für den Erwerb internationaler beruflicher Handlungskompetenz spielt die Förderung der Auslandsmobilität der Auszubildenden eine entscheidende Rolle. Auf Grundlage betrieblicher Fallstudien und Experteninterviews untersucht die explorativ angelegte Studie die Motive sowie die Umsetzung und Regelung betrieblicher Initiativen zur Internationalisierung von Berufsausbildung. Die Studie zeigt, dass die konkrete betriebliche Umsetzung jedoch bislang hinter ihren (rechtlichen) Möglichkeiten zurückbleibt und adressiert daher Handlungsempfehlungen für Betriebe, betriebliche Interessenvertretungen wie auch für die Politik.
Keywords: ddc:330 ; Betriebliches Bildungsmanagement ; Internationales Personalmanagement ; Arbeitsmobilität ; Auszubildende ; Auslandsaufenthalt ; Deutschland
Manager to Worker Pay Ratio (2016)
Weckes, Marion ; Berisha, Qendresa
Description: Die Manager der DAX-30-Unternehmen verdienen durchschnittlich das 57fache ihrer Beschäftigten. Die Studie zeigt eine große Spannbreite der Manager to Worker Pay Ratio im DAX 30 auf. Der Durchschnitt liegt beim 57fachen, der Median beim 48fachem. In den USA wird es ab dem Jahr 2017 eine Ausweispflicht für die Einkommensdifferenz geben. Auch der Deutsche Corporate Governance Kodex könnte den Ausweis im Vorstandsvergütungsbericht innerhalb der Gewährungstabelle mit aufnehmen und vom Aufsichtsrat eine Begründung für die unternehmensindividuelle Ratio einfordern. Das würde garantieren, dass sich zukünftig Aufsichtsräte mit der Thematik beschäftigen und eine Bewertung vornehmen müssten.
Keywords: ddc:330 ; Managervergütung ; Lohnstruktur ; Corporate Governance ; Deutschland
Geheimwirtschaft bei Transparenz zum gesellschaftlichen Engagement? Zum Kreis der vom CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetz potentiell betroffenen Unternehmen (2016)
Kluge, Norbert ; Sick, Sebastian
Description: Professor Walter Bayer und Thomas Hoffmann (Universität Jena) haben untersucht, welche Unternehmen von der Pflicht zur CSR-Berichterstattung nach dem Gesetzesentwurf zur Umsetzung der europäischen CSR-Richtlinie erfasst wären: lediglich 536. Große nicht börsennotierte Unternehmen, die schon die gesetzliche Mitbestimmung vermeiden oder umgehen, werden vom neuen Gesetz nicht gezwungen, wenigstens auf diesem Wege etwas über ihre Geschäftsstrategien offenbaren zu müssen. Aldi, Lidl, Alba und Co. bleiben auch bei Transparenz in Sachen CSR außen vor.
Keywords: ddc:330 ; Corporate Social Responsibility ; Unternehmenspublizität ; Transparenz ; Geschäftsgeheimnis ; Deutschland
Das Thema Mitbestimmung in BWL- und Management-Studiengängen: Ein blinder Fleck? (2016)
Allespach, Martin ; Dusse, Brigitta
Description: Ergebnis 1: Verankerung des Themas Mitbestimmung. Das Thema Mitbestimmung ist nicht grundsätzlich Teil des Lehrplans. Die untersuchten Studiengänge greifen es selten und selektiv auf. - Ergebnis 2: Verortung des Themas Mitbestimmung. Mit dem Thema Mitbestimmung setzen sich am ehesten die Lehrbereiche Arbeitsrecht, Personalmanagement/Human Resource Management und Unternehmensverfassung/Corporate Governance auseinander. Veranstaltungen im Pflichtbereich thematisieren die Mitbestimmung selten. Hauptsächlich greifen Wahlpflichtveranstaltungen und konsekutive Masterstudiengänge des Personalmanagements das Thema auf. - Ergebnis 3: Reflexionskontexte. Das Thema Mitbestimmung erweist sich in BWL- und Management-Studiengängen überwiegend als „blinder Fleck“. Eine individualistische, unilaterale Sichtweise dominiert Lehrgebiete, die mitbestimmungsrelevante Themengebiete behandeln, z. B. Personalwesen, Changemanagement, Corporate Social Responsibility (CSR) und Wirtschaftsethik. Wenn „Mitbestimmung“ gelehrt wird, dann überwiegend als Rahmenbedingung und aus juristischer Perspektive.
Keywords: ddc:330 ; Mitbestimmung ; Betriebswirtschaftsstudium ; Lehrplan ; Deutschland
Aktuelle Debatten und Entwicklungen in der betrieblichen Altersversorgung (2016)
Campagna, Sebastian
Description: Die Europäische Zentralbank hat erstmals in der europäischen Geschichte den Leitzins auf null Prozent gesenkt. Diese überraschende Entscheidung wurde am 10.03.2016 in den Medien verbreitet. Der Report wurde verfasst vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Niedrigzinsphase und den hieraus erwachsenen Herausforderungen für die betriebliche Altersversorgung in Deutschland. Er vermittelt, welche Auswirkungen sinkende Zinssätze in der Unternehmenspraxis auf die Pensionsrückstellungen haben und skizziert den Umgang der Unternehmen mit diesem Problem und den möglichen Folgen für die Beschäftigten. In diesem Kontext beschreibt der Report, welche Maßnahmen gegenwärtig politisch diskutiert werden, die helfen, die Bilanzen der Unternehmen zu entlasten. Schließlich analysiert dieser Report die aktuellen politischen Debatten zur betrieblichen Altersversorgung sowohl in Deutschland als auch auf europäischer Ebene, die mit dem Ziel verfolgt werden, die betriebliche Altersversorgung zu stabilisieren und zu fördern.
Keywords: ddc:330 ; Betriebliche Altersversorgung ; Pensionsverpflichtungen ; Niedrigzinspolitik ; Altersvorsorge ; EU-Staaten ; Deutschland
Der Mitbestimmungsindex MB-ix (2016)
Scholz, Robert ; Vitols, Sigurt
Description: Der neu entwickelte Mitbestimmungsindex "MB-ix" misst die Verankerung der Mitbestimmung in Unternehmen auf einer Skala zwischen 0 und 100. Erste Ergebnisse zeigen: Die durchschnittliche Verankerung der Mitbestimmung ist vor allem in kleinen und/oder auf Hochtechnologie ausgerichteten Unternehmen weitaus geringer als in den großen und mittelgroßen sowie technologisch breiter aufgestellten Konzernen.
Keywords: ddc:330 ; Mitbestimmung ; Wirtschaftsindikator ; Deutschland
Mitbestimmung als notwendige Bedingung für Integration (2016)
Giertz, Jan-Paul ; Maschke, Manuela ; Werner, Nils
Description: 2015 flüchteten 1,1 Millionen Menschen nach Deutschland. Trotz dieser massiven Herausforderung kann Deutschland eine erfolgreiche Einwanderungsgesellschaft werden, wenn es gelingt, die Menschen über Arbeit zu integrieren. Der Weg in Arbeit ist für Flüchtlinge allerdings voraussetzungsvoll und langwierig. Dieser Report stellt dar, inwiefern die Mitbestimmung als gelebte Demokratie im Betrieb sowie die betriebliche Bildung, die traditionell in Deutschland auch für gesellschaftspolitische Verantwortung von Unternehmen steht, eine besonders hohe integrative Kraft haben. Diese wichtigen Faktoren müssen bei der gesamtgesellschaftlichen Diskussion in besonderer Weise berücksichtigt und durch die Politik in ihren Ressourcen gestärkt werden.
Keywords: ddc:330 ; Flüchtlinge ; Arbeitsmarktintegration ; Mitbestimmung ; Betriebliches Bildungsmanagement ; Deutschland
Beginnender Kulturwandel oder absehbare Stagnation bei 30%? (2016)
Weckes, Marion
Description: Auf einen Blick - Über alle Indizes hinweg gibt es erst seit dem Jahr 2010 signifikante Entwicklungen. - Die Arbeitnehmerbank stellt noch die Mehrzahl der Aufsichtsrätinnen. - Weiterhin gibt es 31 Unternehmen in den vier Leitindizes die keine Kontrolleurinnen haben. - Ob das Quotengesetz auch Auswirkungen auf die von ihm nicht erfassten Unternehmen hat, kann noch nicht prognostiziert werden.
Keywords: ddc:330 ; Mitbestimmung ; Aufsichtsrat ; Aktiengesellschaft ; Geschlechterunterschiede ; Deutschland
Digitalisierung der Arbeitswelt!? (2016)
Absenger, Nadine ; Ahlers, Elke ; Herzog-Stein, Alexander ; [et al.] Lott, Yvonne ; Maschke, Manuela ; Schietinger, Marc
Description: Der vorliegende Report greift die laufenden Diskussionen um die Digitalisierung der Wirtschaft und Arbeitswelt auf. Aus Sicht der Beschäftigten und ihrer Interessensvertretungen stellen sich aktuell viele Fragen: Wo werden Veränderungen durch Digitalisierung in unserer Wirtschaft und Arbeitswelt tatsächlich relevant? Was bedeutet Digitalisierung aus Perspektive der Mitbestimmung, des Arbeitsschutzes und für die Gestaltung des Arbeits- und Sozialrechts? Der Report zeigt: Die Digitalisierung ist ein gesellschaftlicher Prozess, der an bestehende Institutionen, Prozesse, Verhältnisse sowie Normen und Werte anknüpft. Dieser Prozess kann und muss durch die Interessenvertretungen der Beschäftigten und Akteure der Mitbestimmung mitgestaltet werden.
Keywords: ddc:330 ; Computerunterstützung ; Arbeitswelt ; Beschäftigungseffekt ; Geschlechterunterschiede ; Arbeitsbedingungen ; Mitbestimmung ; Arbeitsrecht ; Sozialrecht ; Deutschland
Die Folgen der EU-Abschlussprüfungsreform für den Aufsichtsrat und den Prüfungsausschuss: Eine handlungsorientierte kommentierte Darstellung der neuen Rechtslage (2016)
Prangenberg, Arno
Description: Der vorliegende Report gibt einen Überblick über die zentralen Änderung, die sich für die gesetzliche Abschlussprüfung und die Arbeit im Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss aus den jüngsten Reformgesetzen AReG (Abschlussprüfungsreformgesetz) und APAReG (Abschlussprüferaufsichtsreformgesetz) ergeben. Insbesondere Aufsichtsräte in kapitalmarktorientierten Unternehmen müssen sich mit einer Reihe von Neuerungen auseinandersetzen. Zu nennen sind u. a. die Einführung der "externen Rotation" der Prüfungsgesellschaft, die Durchführung eines Ausschreibungsverfahrens, deutlich verschärfte Anforderungen an die Unabhängigkeit des Prüfers und deren Überwachung durch den Aufsichtsrat bzw. Prüfungsausschuss sowie ergänzende Vorschriften zum Prüfungsbericht und zum Bestätigungsvermerk. Anhand kommentierter Ablaufpläne werden die Änderungen für Unternehmen diverser Fallkonstellationen aus Rechtsform, Mitbestimmungsstatut und Kapitalmarktorientierung detailliert dargestellt.
Keywords: ddc:330 ; Abschlussprüferrecht ; EU-Politik ; Aufsichtsrat ; Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats ; Wirkungsanalyse ; Deutschland
Einflussgrößen auf den Wissenstransfer in der betrieblichen Interessenvertretung: Eine empirische Untersuchung (2015)
Virgillito, Alfredo ; Bertermann, Britta ; Wilkesmann, Uwe ; [et al.] Naegele, Gerhard
Description: Was passiert mit dem Wissen von Betriebs- und Personalratsmitgliedern, die in den Ruhestand gehen? Während die Frage nach einem Wissenstransfer zwischen ausscheidenden Älteren und nachrückenden Jüngeren in den Arbeitsorganisationen schon in einem unterschiedlichen Maße untersucht wurde, stellt sich das für die betrieblichen Interessenvertretungen noch etwas anders dar. Hier anzusetzen und sowohl theoretische als auch praktische Lösungen zu erarbeiten, war sowohl im Hinblick auf die Qualität der Mitbestimmung in Deutschland als auch für den Umgang mit dem demografischen Wandel und dem Miteinander der Generationen im betrieblichen Kontext bedeutsam.Der hier vorliegende erste Band zu der von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie Wissenstransfer von ausscheidenden Interessenvertretungsmitgliedern untersucht zum ersten Mal empirisch den Wissenstransfer im Betriebsratsgremium, indem insbesondere quantitative Daten herangezogen werden, um Einflussfaktoren auf den Wissenstransferprozess zu erklären. Als Zielgruppe soll dieser Band vor allem die Wissenschaftler/innen ansprechen.(Auch in dieser Edition: Band 2, Werkzeugkasten Wissenstransfer Entwicklung einer praktischen Handlungshilfe für Betriebs- und Personalräte).
Keywords: ddc:330 ; Betriebsrat ; Wissenstransfer ; Deutschland
Closed frontiers: Why German multinationals don't utilise the European works council directive (2015)
Whittall, Michael ; Lücking, Stefan ; Trinczek, Rainer ; [et al.] Gunkel, Jennifer
Description: In 1994 the European Works Councils Directive was adopted. It marked a major breakthrough for workers representation at the European level. Twenty years later, however, the outcome of this legal provision remains ambivalent. While around 1,000 multinationals have set up a European Works Council, a considerable number has failed to take advantage of this legal option. The lack of implementation is particularly pronounced in Germany, a country with well-organized works councils. Hence, the question arises: What factors prevail that wittingly or unwittingly hinder German employee representatives from setting up a European Works Council?Based on a research project funded by the Hans Böckler Foundation this book provides possible answers to this question. As will be demonstrated, four reasons appear to explain the dearth of EWCs in German firms. These include, (1) a knowledge deficit about the legal provisions and a lack of transparency regarding company structure; (2) limited resources and the uncertain added value of a European Works Council; (3) attitudes of German employee representatives regarding foreign subsidiaries; and (4) different types of internationalisation.
Keywords: ddc:300 ; Internationaler Betriebsrat ; Betriebsrat ; Deutsch ; Multinationales Unternehmen ; Deutschland
Das Initiativrecht nach § 92a BetrVG zur Beschäftigungssicherung - ein hilfreiches Instrument für die Mitbestimmung? Eine explorative Studie zur Mitbestimmungspraxis von Betriebsräten auf Grundlage des § 92 a BetrVG (2015)
Haipeter, Thomas ; Röhrig, Reinhard ; Röwer, Hagen ; [et al.] Thünken, Oliver
Description: Die Fallstudien des Forschungsprojektes zeigen, dass ein erfolgreicher Einsatz des Initiativrechts nach § 92 a BetrVG durch die Betriebsräte stark mit einer beteiligungsorientierten Miteinbeziehung der Belegschaften als Arbeitsplatzexperten einhergeht. In gemeinsamen Diskussionen und Bewertungen von innerbetrieblichen Themen können sich unter anderem die Kommunikation, die Solidarität und die Wahrnehmung zwischen Betriebsrat und Belegschaft verbessern. Allerdings ist dafür nicht in allen Fällen das Initiativrecht verantwortlich zu machen. Vielmehr nutzen offensive Betriebsräte auch andere Instrumente wie Tarifabweichungen oder sind so stark, dass es für die Einbringung eigener Konzepte eines formalen Bezugs auf das BetrVG nicht bedarf. Zudem lässt sich feststellen, dass die Anwendung des § 92 a BetrVG abhängig von der Unternehmensgröße und der jeweiligen Branche ist. Auch spielt das Initiativrecht bei der Beratung der Betriebsratsgremien durch gewerkschaftliche Institutionen und arbeitsorientierte Beratungsgesellschaften eine eher untergeordnete Rolle. Nicht zuletztdeshalb ist der Einsatz des Initiativrechts stark abhängig von den handelnden Personen und den organisatorischen Rahmenbedingungen des Betriebsratsgremiums.
Keywords: ddc:330 ; Mitbestimmung ; Vorschlagswesen ; Beschäftigungssicherung ; Industrie ; Deutschland
Werkzeugkasten Wissenstransfer: Entwicklung einer praktischen Handlungshilfe für Betriebs- und Personalräte (2015)
Bertermann, Britta ; Virgillito, Alfredo ; Naegele, Gerhard ; [et al.] Wilkesmann, Uwe
Description: Was passiert mit dem Wissen von Betriebs- und Personalratsmitgliedern, die in den Ruhestand gehen? Während die Frage nach einem Wissenstransfer zwischen ausscheidenden Älteren und nachrückenden Jüngeren in den Arbeitsorganisationen schon in einem unterschiedlichen Maße untersucht wurde, stellt sich das für die betrieblichen Interessenvertretungen noch etwas anders dar. Hier anzusetzen und sowohl theoretische als auch praktische Lösungen zu erarbeiten, war sowohl im Hinblick auf die Qualität der Mitbestimmung in Deutschland als auch für den Umgang mit dem demografischen Wandel und dem Miteinander der Generationen im betrieblichen Kontext bedeutsam. Der hier vorliegende zweite Band zu der von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie "Wissenstransfer von ausscheidenden Interessenvertretungsmitgliedern" beschreibt die Entwicklung und Erprobung eines Werkzeugkastens für einen selbstorganisierten Wissensaustausch in und zwischen Betriebs- und Personalräten und soll damit vor allem die Praktiker/innen als Zielgruppe ansprechen. (Auch in dieser Edition: Band 1, "Einflussgrößen auf den Wissenstransfer in der betrieblichen Interessenvertretung - Eine empirische Untersuchung").
Keywords: ddc:330 ; Betriebsrat ; Mitbestimmung ; Wissenstransfer ; Alternde Bevölkerung ; Deutschland
Verfassungs- und sozialrechtliche Probleme einer Änderung der Beitragsbemessungsgrenze in der GKV (2014)
Description: Seit mehr als zehn Jahren fordern viele politische Akteure eine Ausdehnung der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung und der Gesetzlichen Rentenversicherung auf alle Erwerbstätigen bzw. die gesamte Bevölkerung. Die verfassungs- und sozialrechtlichen Aspekte dieses Vorhabens werden in dieser Arbeit nunmehr in zweiter Auflage auf dem neuesten Stand von Literatur und Rechtsprechung umfassend behandelt. In der Rentenversicherung geht es im Wesentlichen um die Einbeziehung aller Selbständigen in die Versicherungspflicht. In der Kranken- und Pflegeversicherung ist die unterschiedliche Zuweisung zur gesetzlichen und zur privaten Krankenversicherung und das Wahlrecht der höher verdienenden abhängig Beschäf-tigten zu untersuchen, wie auch die An- oder gar Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze und die Beitragspflichtigkeit aller Einkommensarten. Gegenüber der ersten Auflage werden zudem die Rechtspositionen der privaten Versicherungsunternehmen und das Übergangsrecht intensiver behandelt.
Keywords: ddc:340 ; Gesetzliche Krankenversicherung ; Sozialversicherungsbeitrag ; Besteuerungsverfahren ; Staatsrecht ; Sozialrecht ; Deutschland
Arbeit und Innovationen für den sozial-ökologischen Umbau in Industriebetrieben (2014)
Blöcker, Antje
Description: In Industriebetrieben standen viele Jahre die Arbeitskosten im Mittelpunkt der Unternehmensstrategien. Um die Reduzierung von Material und Energie und um den Aufbau karbonarmer Prozesse und Produkte wurde sich wenig gekümmert. Seit einigen Jahren hat sich das geändert. Verbindet sich dahinter nur ein Greenwashing, ein umweltfreundliches Mäntelchen, das sich die Unternehmen aus Imagegründen umhängen? Welche Rolle spielen die Mitbestimmungsakteure beim ökologischen Umbau der Industrie? In der Studie stehen 232 sozial-ökologische Prozess- und Produktinnovationen in 163 Industriebetrieben im Vordergrund. In den Betrieben wurden in sieben Handlungsfeldern sozial-ökologische Projekte initiiert. Hinsichtlich der Nutzung regenerativer Energie am Standort hat Mitte des Jahres 2013 ein Umdenken in Richtung Eigennutzung stattgefunden. Belegschaftsgenossenschaften sind aber noch die Ausnahme. Das Engagement für den Aufbau neuer Produktlinien hängt stark mit der Reduzierung von einseitigen Branchenabhängigkeiten zusammen. Insgesamt sind es kleine Projekte in den grünen Umbau. Eine umfassende gesellschaftspolitische Debatte um die Grenzen des Wachstums steht noch aus.
Keywords: ddc:650 ; Industrie ; Umweltmanagement ; Innovationsmanagement ; Organisatorischer Wandel ; Ökoeffizienz ; Arbeitsbedingungen ; Mitbestimmung ; Deutschland
Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement bei Kreditinstituten (MaRisk) (2014)
Sollanek, Achim ; Klessig, Jeanette
Description: Die Einrichtung eines wirksamen Risikomanagementsystems sollte zu den selbstverständlichen Aufgaben einer verantwortungsbewussten Unternehmensleitung gehören. Nicht zuletzt die Finanzkrise der vergangenen Jahre hat jedoch gezeigt, dass insbesondere viele Finanzinstitute in dieser Hinsicht noch große Schwächen haben. Um Arbeitnehmer, Kunden und letztlich die Allgemeinheit vor den Folgen einer möglicher Bankpleite zu schützen, wurden im Rahmen der internationalen Vorschriften des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht u. a. genaue Anforderungen an das Risikomanagement von Banken veröffentlicht (so genannte zweite Säule von Basel II). In den "Mindestanforderungen an das Risikomanagement" (MaRisk) wurden diese Vorgaben in deutsches Recht umgesetzt. Die vierte Novellierung der MaRisk trat zum 01.01.2013 in Kraft. Dem Aufsichtsrat kommt als Kontrollorgan des Kreditinstituts eine zentrale Rolle bei der Gewährleistung eines wirksamen Risikomanagements zu. Insbesondere die Arbeitnehmerbank kann hier durch ihre Innensicht auf das Institut wertvolle Hinweise auf mögliche Schwachpunkte geben und somit zur Verbesserung und Weiterentwicklung des Systems beitragen. Die vorliegende Handlungshilfe soll die Arbeitnehmervertreterinnen und Arbeitnehmervertreter bei dieser Tätigkeit unterstützen. Sie bietet einen Überblick über die wichtigsten Anforderungen, welche die MaRisk an das Risikomanagementsystem einer Bank stellen. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf den Handlungsmöglichkeiten, Aufgaben und Informationsrechten des Aufsichtsrates.
Keywords: ddc:330 ; Bankrisiko ; Risikomanagement ; Basler Akkord ; Aufsichtsrat ; Mitbestimmung ; Deutschland
Reformen auf dem Arbeitsmarkt und in der Alterssicherung - Folgen für die Einkunftslage im Alter (2014)
Kistler, Ernst ; Trischler, Falko
Description: Die Renten- und Arbeitsmarktreformen der letzten zwei Jahrzehnte haben zu mehr Unsicherheit und Ungleichheit in der Alterssicherung geführt. Das wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Atypische Beschäftigung, steigende Arbeitslosigkeit und ein stark angewachsener Niedriglohnsektor führen zu einem deutlichen Rückgang der Alterssicherungsansprüche. Zusätzliche Risiken ergeben sich aus der Absenkung des Lohnersatzniveaus der gesetzlichen Renten und der Einschränkung von Möglichkeiten eines vorzeitigen Renteneintritts bzw. der Rente mit 67. Auch die ergänzende private Vorsorge wird die Folgen gerade für besonders Betroffene nicht auffangen. Schlechte Erwerbsbiografien führen so direkt zu einem steigenden Armutsrisiko im Alter. Betroffen sind vor allem die heute jüngeren Arbeitnehmer/-innen, zu deren Nutzen die Reformmaßnahmen eigentlich gedacht waren. Die Vermeidung unzureichende Alterssicherung ist allerdings nur durch eine Re-Regulierung des Arbeitsmarkts und eine Rücknahme der langfristig angelegten Absenkung des Leistungsniveaus der gesetzlichen Rente zu erreichen.
Keywords: ddc:330 ; Rentenreform ; Arbeitsmarktreform ; Kritik ; Altersvorsorge ; Altersarmut ; Niedriglohn ; Atypische Beschäftigung ; Rentner ; Ältere Arbeitskräfte ; Gesetzliche Rentenversicherung ; Deutschland
Nachhaltige Wertschöpfungsstrategie: Unternehmensstrategie im Kontext von Industriepolitik und Megatrends (2014)
Dispan, Jürgen ; Pfäfflin, Heinz
Description: Globale Megatrends wie Klimawandel, Globalisierung, Urbanisierung, demografischer Wandel, Ressourcenknappheit stellen die Wirtschaftspolitik und die Unternehmenspolitik vor die Herausforderung eines sozial-ökologischen Umbaus der Industriegesellschaft. Spezifische Stärken in den Feldern Innovation, Qualifikation, Qualität, Produktivität, Partizipation sorgen nach wie vor dafür, dass Deutschland ein attraktiver Industriestandort ist. Insbesondere Zukunftsfelder rund um Greentech (Effizienzlösungen, erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität etc.) und rund um systemische Lösungen für Produktion, Mobilität, Infrastruktur, Energie (Internet der Dinge, Big Data Management) bieten Potenziale für künftige Wertschöpfung. Aufgabe von Industriepolitik der EU, des Bundes und der Länder ist es, für geeignete Rahmenbedingungen und nachhaltige Anreizsysteme für die Weiterentwicklung industrieller Wertschöpfung in Europa und in Deutschland zu sorgen.Strategische Unternehmenspolitik und damit die langfristige Ausrichtung eines Unternehmens ist für die Träger der Mitbestimmung in höchstem Maße relevant. Das Projekt "Industriepolitik und Unternehmensstrategie" sollte einen Beitrag dazu leisten, die verschiedenen unternehmensstrategischen Belange einzuordnen in übergeordnete Themen der Industriepolitik und der nachhaltigen Entwicklung im Kontext globaler Megatrends. Für die Unternehmen gilt es, Chancen am Heimatmarkt, in seiner Vorreiterrolle für viele Zukunftsfelder, zu nutzen. Ein Konzept zur nachhaltigen Standort- und Beschäftigungssicherung, eine "Wertschöpfungsstrategie Deutschland", könnte hierfür ein geeignetes Instrument darstellen. Globale Qualitätsproduktion setzt dabei den Rahmen. In den komplexen Vorreitermärkten rund um Energiewende, nachhaltige Mobilität und Industrie 4.0 ist neben starker Forschung und Entwicklung ein relevanter "Produktions-Footprint" im Heimatmarkt notwendig. In einer ganzheitlichen Sicht sollte eine nachhaltige Wertschöpfungsstrategie also alle Funktionen adressieren, die für den Technologiestandort und den Produktionsstandort, für Service, Marketing und Vertrieb sowie für die weltweite Steuerung im Rahmen globaler Qualitätsproduktion wichtig sind.Die im Resümee der Studie skizzierten Bausteine für eine nachhaltige Wertschöpfungsstrategie geben hierfür Anhaltspunkte für Betriebsräte und weitere Träger der Mitbestimmung. Die Erarbeitung einer nachhaltigen Wertschöpfungsstrategie sollte in einem interaktiven Prozess unter starker Einbeziehung der Mitbestimmungsträger erfolgen. Die Arbeitnehmervertreter können hierbei wichtige Beiträge leisten, nicht zuletzt auf Grundlage vielfältiger Erfahrungen in Handlungsfeldern rund um Beschäftigungssicherung und strategischer Personalpolitik.
Keywords: ddc:650 ; Betriebliche Wertschöpfung ; Wettbewerbsstrategie ; Nachhaltige Entwicklung ; Industriepolitik ; Umweltwirtschaft ; Hochtechnologie ; Zukunft ; Produktionsstandort ; Deutschland
Das Grundsicherungsniveau: Ergebnis der Verteilungsentwicklung und normativer Setzungen. Eine empirische Analyse auf Basis der EVS 2003 und 2008 (2014)
Becker, Irene ; Schüssler, Reinhard
Description: Die Kritik am Verfahren zur Bemessung der Grundsicherungs- bzw. Sozialhilfeleistungen reißt auch nach der Reform von 2011 nicht ab. Vor diesem Hintergrund wird zunächst der Frage nachgegangen, ob der methodische Ansatz (Statistikmodell) und die vom Gesetzgeber gewählten Referenzgruppen unter Berücksichtigung der Verteilungsentwicklung weiterhin geeignet sind, um das soziokulturelle Existenzminimum zu ermitteln. Darüber hinaus wird der Einfluss fiktiver Szenarien auf das Grundsicherungsniveau geprüft. Zum einen wird untersucht, inwieweit die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns zu höheren Regelbedarfen führen würde. Zum anderen werden die Effekte der normativen Neuausrichtung, die mit dem reformierten Verfahren der Bedarfsermittlung erfolgt ist, quantifiziert: Alternativrechnungen zeigen, dass die Umsetzung der verfassungsgerichtlichen Vorgaben zu einer deutlichen Erhöhung des Grundsicherungsniveaus geführt hätte, die aber durch Streichungen von Gütern aus dem regelbedarfsrelevanten Konsum und durch eine Verkleinerung des Referenzeinkommensbereichs überkompensiert wurde.
Keywords: ddc:330 ; Öffentliche Sozialleistungen ; Grundbedürfnisse ; Haushaltsstatistik ; Einkommensverteilung ; Mindestlohn ; Deutschland
Zukunft der Süßwarenindustrie. Update der Studie der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2008 (2014)
Maack, Klaus ; Schmid, Katrin ; Westhäußer, Katharina
Description: In diesem Update werden Ergebnisse der Studie "Zukunft der Süßwarenindustrie" aus dem Jahr 2008 mit den aktuellen Daten und Entwicklungen in der Süßwarenindustrie abgeglichen, sowie neue Trends und Entwicklungen zu Markt-, Struktur- und Beschäftigungsentwicklung in der Branche dargestellt.Umsatz und Beschäftigung in der deutschen Süßwarenindustrie sind trotz krisenhafter Entwicklung in Europa in den letzten Jahren stabil geblieben, wobei die Teilbranche "Herstellung von Süßwaren" eine deutlich positivere Entwicklung verzeichnen konnte als die Teilbranchen "Speiseeis" und "Feine Backwaren". Deutschland ist nach wie vor der größte Süßwarenproduzent in der EU. Vor allem steigende Exportanteile in der Teilbranche "Herstellung von Süßwaren" haben zur stabilen Entwicklung beigetragen. Trotz dieser entspannten Entwicklung wachsen die Herausforderungen der Branche u.a. durch die demografische Entwicklung, Nachhaltigkeitsbewusstsein und veränderte Konsummuster sowie eine angespannte Situation auf den Rohstoffmärkten. Gleichzeitig steht die mittelständisch geprägte Süßwarenindustrie in Deutschland weltweit immer größeren Anbietern und Konzentrationsprozessen gegenüber. Die Qualität der Arbeit und der Arbeitsverhältnisse bleibt auch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung ein Dauerthema der Branche. Für die Branche wird es zukünftig eine der größten Herausforderung sein, trotz eines hohen Grades an Flexibilität und Saisonarbeit gute Arbeitsbedingungen und Entlohnung sowohl für Kernbelegschaften als auch für Saisonkräfte zu gewährleisten.
Keywords: ddc:330 ; Branchenentwicklung ; Süßwarenindustrie ; Deutschland
Altersübergänge in der Bauwirtschaft gestalten: Prekarisierung vermeiden - Erwerbsbeteiligung stärken (2014)
Brussig, Martin ; Schwarzkopf, Manuela
Description: Die Anhebung der Altersgrenzen in der Gesetzlichen Rentenversicherung erfordert längere Erwerbsphasen und einen späteren Erwerbsausstieg. Die Chancen für eine derartige Verlängerung des Erwerbslebens sind in einer Reihe von Branchen ausgesprochen ungünstig. Ziel der vorliegenden Studie ist, typische Risikokonstellationen für den Altersübergang aufzuzeigen, vor allem aber, Überlegungen anzustellen, mit welchen bestehenden oder neu zu schaffenden Instrumenten diese Risiken minimiert oder deren Folgen gelindert werden können. Zielgruppe der hier entwickelten Vorschläge sind ältere Beschäftigte, die auf Grund gesundheitlicher Einschränkungen ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben können, die Voraussetzungen für den Bezug einer Erwerbsminderungsrente aber (noch) nicht erfüllen. Ziel Br, ihre Erwerbsbeteiligung zu sichern und durch eine vollzeitige Beschäftigung auf bisherigem Entgeltniveau Prekarisierung im Altersübergang zu vermeiden. Sollte sich eine Beschäftigung nur in einem zeitlich reduzierten Umfang realisieren lassen, wird der Einkommensausfall durch eine Lohnersatzleistung - das Altersübergangskurzarbeitergeld (AÜ-KuG) - kompensiert. Konzeptioneller Ausgangspunkt für die Gestaltungsvorschläge sind bestehende sozialrechtliche Regelungen und Leistungen, die zielgruppenspezifisch weiter entwickelt und durch tarifvertragliche Leistungen ergänzt werden.
Keywords: ddc:330 ; Ältere Arbeitskräfte ; Altersgrenze ; Bauwirtschaft ; Atypische Beschäftigung ; Altersarmut ; Deutschland
Zur Einführung des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 € in Deutschland (2014)
Bosch, Gerhard ; Weinkopf, Claudia
Description: In dieser Expertise wird der Stand der internationalen und deutschen Forschung zu den Wirkungen von Mindestlöhnen zusammengefasst. Die neuere Forschung zeigt übereinstimmend, dass sich keine negativen Beschäftigungswirkungen feststellen lassen. Diese Ergebnisse lassen sich auch auf Deutschland übertragen. Der Wert des geplanten Mindestlohns in Relation zum mittleren Lohn (Median) ist im Vergleich zu Nachbarländern moderat und die Unternehmen haben ein Jahr Zeit sich anzupassen. Weiterhin gehört die deutsche Wirtschaft zu den Innovationsführern in Europa, kann also gut mit Effizienzsteigerungen auf eine Lohnuntergrenze zu reagieren. Dies gilt auch für Klein- und Mittelbetriebe. Zudem erleichtert die gute Qualifikation der betroffenen Beschäftigten die Umsetzung des Mindestlohns: Gut drei Viertel der Beschäftigten mit Stundenlöhnen unter 8,50 Euro haben einen Berufs- oder akademischen Abschluss. Zentral sind auch die geplanten Maßnahmen zur Stärkung der Tarifautonomie. Internationale Vergleiche zeigen, dass nur eine Kombination von Mindestlöhnen und hoher Tarifbindung zu einer wirksamen Eindämmung des Niedriglohnsektors beitragen kann.
Keywords: ddc:330 ; Mindestlohn ; Einführung ; Wirkungsanalyse ; Beschäftigungseffekt ; Deutschland
Die Anwendung von sozialen und ökologischen Kriterien in der Vorstandsvergütung: Im Kontext der Entwicklung der Vorstandsbezüge 2012 in den DAX-30-Unternehmen (2014)
Hadwiger, Felix ; Schmid, Katrin ; Wilke, Peter
Description: Das vorliegende Arbeitspapier gibt einen Überblick über den Stand der Diskussion um soziale oder ökologische Kriterien in der Vorstandsvergütung und untersucht, welche Erfahrungen und Einschätzungen Arbeitnehmervertreter/innen in den Aufsichtsräten mit der Einführung erweiterter Kriterien gemacht haben und welche Hürden und Probleme sich dabei zeigen. Es fasst die wichtigsten Ergebnisse einer Befragung von Arbeitnehmervertreter/innen in Aufsichtsräten zusammen und gibt Hinweise darauf, worauf bei der Einführung von sozialen oder ökologischen Kriterien in die Vorstandsvergütung aus Sicht von Arbeitnehmervertreter/innen geachtet werden sollte. Im zweiten Teil des Arbeitspapieres wird in Kontinuität zu den Vorstandsvergütungsberichten der Hans Böckler Stiftung die Entwicklung der Vergütungshöhe und -zusammensetzung der Vorstandsvergütung in den deutschen DAX-30-Unternehmen untersucht und die wichtigsten Trends der Entwicklung dargestellt.
Keywords: ddc:330 ; Managervergütung ; Betriebliche Sozialleistungen ; Umweltschutz ; Corporate Social Responsibility ; Aktiengesellschaft ; Deutschland
Arbeitsreport Krankenhaus: Eine Online-Befragung von Beschäftigten deutscher Krankenhäuser (2014)
Bräutigam, Christoph ; Evans, Michaela ; Hilbert, Josef ; [et al.] Öz, Fikret
Description: Ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen erfordert es, das Zusammenspiel von Patienteninteressen, Mitarbeiterinteressen und Wirtschaftlichkeit stärker in den Blick zu nehmen. Und es bedeutet, die Konsequenzen der Reorganisationsprozesse der vergangenen Jahre zu thematisieren. Wichtige Ergebnisse auf den Punkt gebracht: - Die Beschäftigten in den Krankenhäusern sehen sich nicht auf der Sonnenseite des Arbeitslebens. Arbeitsbedingungen, Vergütung und Wertschätzung werden insbesondere in der Pflege als unangemessen erlebt. Große Skepsis herrscht auch bei den Zukunftserwartungen. - Die Beschäftigten haben ein hohes Interesse am Patientenwohl und die Identifikation mit den sozial- und gesundheitspolitischen Zielen und Aufgaben der Krankenhäuser ist hoch. Die Arbeitsbedingungen verhindern zunehmend ein erfolgreiches Erreichen dieser Ziele und eine ausreichende Versorgung. Insbesondere die Interaktionsanteile der Arbeit bleiben auf der Strecke. Die Beschäftigten sind wenig zuversichtlich, dass sich die Lage zukünftig verbessern wird, sowohl mit Blicke auf die Arbeitsbedingungen als auch mit Blick auf die Versorgung der Patienten. - Der in Fachkreisen viel diskutierte Ruf nach einer neuen Arbeitsteilung zwischen den Gesundheitsberufen - insbesondere zwischen Pflege, Medizin und Assistenzdiensten - ist in den Kliniken längst Alltag, allerdings ohne positive Effekte für Beschäftigte und Patienten. Experimentiert wird nach wie vor überwiegend mit der Verschiebung einzelner Tätigkeiten zwischen Medizin und Pflege sowie dem Einsatz von Assistenz- und Servicediensten. Eine echte Reorganisation der Aufgabenkomplexe ist selten. - Die Beschäftigten zeigen hohes Engagement bei der Fort- und Weiterbildung, werden dabei aber von den Arbeitgebern unzureichend unterstützt. Das Engagement führt zwar zu steigender Verantwortung, zahlt sich jedoch selten durch finanzielle Gratifikation oder Verbesserung der beruflichen Position aus. - Die Beschäftigten sehen nur wenig Spielräume und Autonomie bei der Gestaltung des eigenen Arbeitsplatzes und fühlen sich bei strategischen Entscheidungen des Krankenhauses unzureichend informiert und beteiligt. Dies konterkariert Professionalisierung in ihren Zielen.
Keywords: ddc:330 ; Krankenhaus ; Arbeitswelt ; Arbeitsgestaltung ; Arbeitsbedingungen ; Pflegeberufe ; Ärzte ; Deutschland
Die Verfassungsmäßigkeit des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns (2014)
Preis, Ulrich ; Ulber, Daniel
Description: Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Tarifautonomie vorgelegt ("Tarifautonomiestärkungsgesetz"). Darin vorgesehen ist ein Gesetz über einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn (MilOG) in Höhe von 8,50 . Dieser wirft vielfältige verfassungsrechtliche Fragen auf. Die Vereinbarkeit des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns mit dem Grundgesetz stellt sich dabei nicht nur hinsichtlich des vorgesehenen Mindestlohns, sondern auch hinsichtlich etwaiger Ausnahmen. Die vorliegende Untersuchung skizziert zunächst die relevanten Regelungen des Gesetzesentwurfes. Anschließend wird das System der Mindestlohnrechtsetzung in Deutschland dargestellt, um das Regelungsproblem klar herauszuarbeiten. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Kernvorschriften des MiLoG. Diese werden auf ihre Verfassungskonformität hin überprüft. Das betrifft die Vereinbarkeit des gesetzlichen Mindestlohnes mit der Koalitionsfreiheit (Art. 9 Abs. 3 GG) und mit der Berufsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 GG). Schließlich wird auch die Verfassungskonformität möglicher Ausnahmen von den Regelungen des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns untersucht. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, ob eine Ausnahme für den Bereich der Pressezusteller erforderlich ist.
Keywords: ddc:330 ; Mindestlohn ; Arbeitsrecht ; Staatsrecht ; Deutschland
Wie nachhaltig wirkt die Leiharbeit für die Betroffenen? Eine empirische und repräsentative Untersuchung mit Hilfe des Sozioökonomischen Panels (SOEP) 2001 bis 2012 (2014)
Schlese, Michael
Description: Untersucht wurden Beschäftigungsbedingungen der Leiharbeit (LA) sowie Übergänge von Arbeitslosigkeit (AL) in LA und Beschäftigung außerhalb der LA. Es wurde versucht das Konzept der Nachhaltigkeit auf die LA anzuwenden mit einem Betrachtungszeitraum von 2001 bis 2012 und unter Nutzung personenbezogener, repräsentativer Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP). Alles in allem kann LA nicht als eine nachhaltige Beschäftigungsform bezeichnet werden: Erstens handelt es sich um eine transitorische Beschäftigung. Zweitens ist die Beschäftigung während der LA und nach der LA mit spezifischen Benachteiligungen verbunden. Drittens betreffen Benachteiligungen auch die Beschäftigungsstabilität bzw. die Integration in das Beschäftigungssystem. Viertens kann daran gezweifelt werden, ob LA in der Zukunft eine relevante Beschäftigungsform darstellt.
Keywords: ddc:330 ; Leiharbeit ; Arbeitsmarktintegration ; Kritik ; Deutschland
Transfer guter Praxis - Ansätze zur Lösung demografischer Herausforderungen in der Ernährungsindustrie (2013)
Stracke, Stefan ; Maack, Klaus
Description: Der demografische Wandel stellt die Unternehmen der Ernährungsindustrie vor große Herausforderungen. Die strukturellen Veränderungen schlagen sich bereits heute in den Altersstrukturen der Betriebe nieder - und sie werden sich den Prognosen zur zufolge in den Betrieben in den nächsten Jahren weiter zuspitzen. Ungeachtet der bestehenden Situation beschäftigt sich ein Großteil der Unternehmen der Ernährungsindustrie wenig mit der Frage, wie eine betriebliche Personalpolitik angelegt sein muss, die mit dem demografischen Wandel produktiv umgeht. Spezifische Strategien und Maßnahmen einer demografiebewussten Personalpolitik, die die Stärken und Problemlagen verschiedener Altersgruppen aufgreifen, fehlen in vielen Unternehmen der Ernährungsindustrie weitestgehend.Anhand von fünf Unternehmensbeispielen wird aufgezeigt, welche Lösungsansätze zur Bewältigung und Gestaltung des demografischen Wandels sich in der Praxis bewährt haben. Das Spektrum reicht von systematischer Nachfolgeplanung und altersgerechten Schichtmodellen (Nordzucker), über altersgerechte Personalentwicklung und gleitende Übergänge in den Ruhestand (Ritter), Qualifizierung und betrieblicher Wissenstransfer zwischen Alt und Jung (Nirosta) bis hin zu einem ganzheitlichen Ansatz eines Demografiemanagements (Fraport) und einer umfassenden Demografievereinbarung auf Konzernebene (Unilever).
Keywords: ddc:330 ; Ernährungsindustrie ; Personalmanagement ; Ältere Arbeitskräfte ; Deutschland
Die Zukunft des Gastgewerbes - Beschäftigungsperspektiven im deutschen Gastgewerbe (2013)
Maack, Klaus ; Haves, Jakob ; Homann, Birte ; [et al.] Schmid, Katrin
Description: Die vorliegende Studie untersucht die Markt- und Strukturentwicklungen im Gastgewerbe in den letzten zehn Jahren, deren Auswirkungen auf Beschäftigung und Arbeitsbedingungen und gibt einen Ausblick auf die Branchenentwicklung bis ins Jahr 2017. Dafür werden die Entwicklungen in den drei Teilbranchen Beherbergungsgewerbe, Gastronomie und Catering analysiert. Während im Beherbergungsgewerbe und im Catering die Umsätze gewachsen sind, musste - mit Ausnahme der Systemgastronomie - die speisen- und vor allem die getränkegeprägte Gastronomie in den letzten Jahren Umsatzeinbußen hinnehmen. Das führte zu insgesamt sinkenden Umsatzzahlen im gesamten Gastgewerbe. Trotzdem wurde in den letzten Jahren im Gastgewerbe nach den großen Beschäftigungsrückgängen der 1990er Jahre erstmals wieder Beschäftigung aufgebaut. Dieser Beschäftigungsaufbau ist allerdings geprägt durch eine starke Zunahme an Minijobs und Teilzeitbeschäftigten. Das Gastgewerbe zählt bereits heute mit 1,96 Millionen Erwerbstätigen zu den beschäftigungsintensivsten Branchen in Deutschland. Fast jede/r zweite Beschäftigte ist geringfügig beschäftigt. 70 Prozent der seit 2007 im Gastgewerbe hinzugekommenen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten waren Teilzeitbeschäftigte. Damit einher geht die weite Verbreitung von Niedriglöhnen in der Branche. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, dann werden in fünf Jahren bereits über zwei Millionen Menschen in Deutschland im Gastgewerbe beschäftigt sein und die Mehrheit dieser Beschäftigten wird ein atypisches Beschäftigungsverhältnis ausüben.
Keywords: ddc:330 ; Gastgewerbe ; Branchenentwicklung ; Beschäftigungseffekt ; Deutschland
Der Erfolg des Sozialverbands VdK: Wie sich ein Verband zum Mitgliedermagnet transformiert (2013)
Futh, Sascha Kristin ; Jeanrond, Hanna
Description: Seit den 1960er Jahren bis heute weisen viele Interessenorganisationen in Deutschland abnehmende Mitgliederzahlen auf. Da es dem Sozialverband VdK jedoch gelungen ist, seine Mitgliederstruktur mehrfach erfolgreich zu transformieren, konnte er sich ab den 1990er Jahren diesem Trend entgegensetzen und sich seither als "Mitgliedermagnet"beweisen. Die vorliegende Studie hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen enormen Mitgliederzuwachs zu erklären.Dabei zeigen die Ergebnisse, dass die persönliche Betreuung und Unterstützung der Mitglieder auf Ortsebene sowie die kostenfreie Sozialrechtsberatung die wichtigsten Gründe für einen Beitritt in den VdK sind. Zudem wird der Erfolg des VdK durch die Sozialgesetzgebung ab den 1990er Jahren begünstigt.Während in einigen - besonders den südlichen - Landesverbänden die guten historischen Voraussetzungen für die erfolgreiche Mitgliederentwicklung mitverantwortlich sind, werden in anderen Landesverbänden gezielt zukunftsweisende Projekte zur Mitgliedergewinnung etabliert. Zudem ermöglicht die enorme Flächenpräsenz des Verbands seine Verbreitung.
Keywords: ddc:330 ; Gemeinnützige Organisation ; Nonprofit-Organisation ; Sozialleistungsempfänger ; Mitgliedschaft ; Deutschland
Soziales Recht zum Ausgleich von Erwerbsminderung: Reformoptionen für Präventionen, Rehabilitation und soziale Sicherung bei Erwerbsminderung (2013)
Welti, Felix ; Groskreutz, Henning
Description: Die Erwerbsminderungsrente war in Politik und Wissenschaft ein Randthema. Erwerbsgeminderte hatten keine starke Lobby. Allzu oft wurde das Thema unter "Frührente" als notwendiges Übel abgetan. Im Arbeitspapier werden Reformoptionen für Prävention, Rehabilitation und soziale Sicherung bei Erwerbsminderung dargestellt. Ausgangspunkt für eine Reform ist die Definition von Risiko und Ziel der Sicherung bei Erwerbsminderung. Das Risiko sollte als Ausfall von Erwerbseinkommen durch Einschränkung der Teilhabe am Arbeitsleben definiert werden. Das Wort "Rente" weckt die falsche Assoziation einer unbefristeten, eng an bisherigen Einzahlungen orientierten Dauerleistung. Der Begriff "Erwerbsminderungsgeld" wäre passender. Für Prävention und Rehabilitation, Zugangsvoraussetzungen und Leistungshöhe wird Reformbedarf beschrieben. So sollte das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) als wirksames und frühzeitiges Präventionsinstrument weiterentwickelt werden. Insbesondere ist für Betriebe ohne Betriebsrat eine obligatorische Beteiligung des Rentenversicherungsträgers beim BEM zu prüfen. Bei den versicherungsrechtlichen Voraussetzungen in der Rentenversicherung, ist zu diskutieren, ob die Vorversicherungszeit verkürzt werden könnte oder ob darauf bei einer Risikoversicherung nicht sogar gänzlich verzichtet werden könnte. Wenn als Sicherungsziel eine Lebensstandardsicherung in Proportion zum Erwerbseinkommen erreicht werden soll, etwa in Höhe von 67% wie im Falle der Arbeitslosigkeit, dann muss die Erwerbsminderungsrente anders berechnet werden. So könnten etwa die Grundsicherung integriert werden und die Zurechnungszeit an das steigende Renteneintrittsalter angepasst werden. Jedenfalls müsste auf die schon heute systemwidrigen Abschläge verzichtet werden. Einige Vorschläge, gerade in den Bereichen Prävention und Verfahren, können kurzfristig umgesetzt werden. Ansonsten kann das Rentenversicherungsrecht - jedenfalls bei der Sicherung von Erwerbsminderung - mit einem sehr alten Computerprogramm verglichen werden. Ein Update ist nicht mehr ausreichend und eine Neuprogrammierung wäre besser.
Keywords: ddc:330 ; Erwerbsminderungsrente ; Sozialrecht ; Reform ; Rehabilitation ; Gesundheitsvorsorge ; Deutschland
Berufsgewerkschaften als lobbyistische Akteure: Potenziale, Instrumente und Strategien (2013)
Greef, Samuel ; Speth, Rudolf
Description: Öffentlichkeitswirksam haben sich in den letzten Jahren einzelne Berufsgewerkschaften als eigenständige Akteure in der tarifpolitischen Arena etabliert. Gewerkschaften treten jedoch nicht nur als Arbeitsmarktakteure in Erscheinung. Neben ihrer auf die Mitgliedschaft gerichteten Solidarfunktion, versuchen sie insbesondere Einfluss auf die Politik zu nehmen. Kurzum, sie sind politische Akteure. Inwieweit agieren Berufs- und Spartengewerkschaften dabei aber als lobbyistische Akteure? Zunächst gehören Berufsgewerkschaften, aufgrund ihrer historischen Entwicklung als Berufsverbände, von vornherein zu den klassischen Lobbyorganisationen. Sie haben schon immer Lobbying betrieben, um die berufspolitischen Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten. Wie bei anderen traditionellen Interessengruppen auch, nimmt der Stellenwert lobbyistischer Aktivitäten, insbesondere aufgrund von Medialisierung und Interessenpluralisierung zu. Darüber hinaus hat sich jedoch auch infolge der Vergewerkschaftung ihre Rolle als politischer Akteur verändert. So haben sich die von ihnen in der politischen Arena zu bearbeitenden Themen stark erweitert. Neben die berufspolitischen treten dabei nicht nur tarifpolitische Interessen, sondern auch sozial-, bildungs- oder fiskalpolitische Fragen. Der Stellenwert von Lobbying wird daher auch bei Berufsgewerkschaften weiterhin zunehmen.
Keywords: ddc:330 ; Gewerkschaftspolitik ; Interessenpolitik ; Deutschland
Dienstleistungsforschung und Dienstleistungspolitik: Eine Bestandsaufnahme internationaler Literatur zu 'service science' und 'service work' (2013)
Birken, Thomas ; Dunkel, Wolfgang
Description: Das Arbeitspapier 'Dienstleistungsforschung und Dienstleistungspolitik' hat sich zur Aufgabe gemacht, einen Überblick zu aktuellen internationalen (vor allem angloamerikanischen) Studien zur Dienstleistungsforschung zu geben. Dabei werden zwei Schwerpunkte gesetzt, die jeweils unterschiedliche disziplinäre und theoretische Traditionen zusammenfassen: Während sich die service science primär für die Frage interessiert, wie in der systematischen Integration ökonomischer und technologischer Kompetenzen unter Einbezug von Marketingperspektiven innovative Dienstleistungen zur Marktfähigkeit gebracht werden können, interessiert sich die service-work-Forschung unter Rückgriff auf kritisch-sozialwissenschaftliche Theorieansätze vor allem für die Arbeitsbedingungen von Dienstleistungsbeschäftigten am unteren Ende der beruflichen Statushierarchie. Aus beiden Teilsträngen der Dienstleistungsforschung lassen sich Folgerungen für die Weiterentwicklung von Dienstleistungspolitik ziehen. Diese Folgerungen werden im abschließenden Kapitel des Arbeitspapiers zur Diskussion gestellt
Keywords: ddc:330 ; Dienstleistung ; Dienstleistungssektor ; Arbeitsbedingungen ; Dienstleistungsberufe ; Deutschland ; Welt
Dienstleistungsarbeit unter Druck: Der Fall Krankenhauspflege. Ergebnisse einer Befragung von Pflegepersonal im Krankenhaus und vergleichende Analyse zu Befunden aus Altenpflege und Jugendhilfe (2013)
Nock, Lukas ; Hielscher, Volker ; Kirchen-Peters, Sabine
Description: Soziale Dienstleistungsarbeit heute - Wie sehen Beschäftigte der Pflege, der Kindertagesbetreuung und der Jugendhilfe ihre Arbeitssituation? Im Rahmen einer von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie wurde nach den Folgewirkungen der zunehmenden Ökonomisierung des Sozialen und des Paradigmenwechsels hin zum "aktivierenden Sozialstaat" gefragt. Die Studie war als empirischer Vergleich der stationären und ambulanten Altenpflege, des Allgemeinen Sozialen Dienstes der Jugendämter und der Kindertagesbetreuung angelegt (Hielscher et al. 2013). In der vorliegenden Publikation werden die Ergebnisse nun um eine Zusatzbefragung von Pflegepersonal in Allgemeinkrankenhäusern erweitert. Die Ökonomisierung im Krankenhaus hat eine eigene Charakteristik: Intervenierende Faktoren sind hier zum einen die Vermarktlichung der Krankenhauslandschaft mit zunehmendem Wettbewerb und dem Trend zur Privatisierung der Kliniken. Zum anderen ist die 2003 erfolgte Umstellung der Finanzierungslogik auf ein Fallpauschalen-System (DRG) von großer Bedeutung für die Arbeitssituation von Ärzten und Pflegekräften. Die quantitative Befragung war darauf ausgelegt, auf einer breiten empirischen Basis die Situation von Pflegekräften im Krankenhaus zu beleuchten. Gegenstand waren die Wahrnehmung der Ökonomisierung (u.a. Einschätzung der finanziellen und personellen Situation, Zeitdruck), der externen und fachlichen Anforderungen (u.a. Patientenerwartungen, Aktivierung, Dokumentation) sowie der Arbeitsbedingungen (u.a. Belastung, Wechselabsichten). Die Daten ermöglichen einen direkten Vergleich der Situation in der Krankenhauspflege, in der stationären und ambulanten Altenpflege, im Allgemeinen Sozialen Dienst der Jugendämter und in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung.
Keywords: ddc:330 ; Pflegeberufe ; Krankenhaus ; Arbeitsbedingungen ; Deutschland
Chancen und Grenzen nachhaltiger Standorte- und Beschäftigungssicherung: Das Beispiel der Opel-Standorte in Bochum (2013)
Blöcker, Antje ; Esteban Palomo, Mark ; Wannöffel, Manfred
Description: Das Projekt analysiert die institutionellen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen zukunftsorientierter Standort- und Beschäftigungssicherungsstrategien im Zuge der Umstrukturierung des Opel/GM-Konzerns am Beispiel des Standortes Bochum aus einzelbetrieblicher wie auch aus europäischer Perspektive. Vor dem Hintergrund der tiefen Struktur- und Absatzkrise auf dem europäischen Automobilmarkt planen Endhersteller wie Opel/GM ihre grenzüberschreitenden Produktionsnetzwerke zu restrukturieren, um Überkapazitäten abzubauen, Kosten zu reduzieren und im harten Wettbewerb um Marktanteile konkurrenzfähig zu bleiben. Für die Opel-Standorte in Deutschland sind die aktuellen Sanierungspläne die Fortsetzung einer 15-jährigen Geschichte von Restrukturierungen, die mit massivem Beschäftigungsabbau, Arbeitskämpfen und zuletzt mit der Schließung des Delta-Plattform-Montagewerkes in Antwerpen in Dezember 2010 einherging. Nach Antwerpen steht nun vor allem der Opel-Standort Bochum unter Druck, den harten Sanierungsvorgaben des GM-Konzerns zu genügen, um betriebsbedingte Kündigungen oder sogar eine drohende Schließung im Jahr 2014 zu verhindern. Im Zuge der bisherigen Entwicklung ist es den Betriebsräten und der IG Metall in Bochum immer wieder gelungen, Auslagerungen von Teilen der Fertigung und massivem Beschäftigungsabbau durch 'concession bargaining', standortübergreifende europäische Rahmenabkommen und Solidarität, Arbeitskämpfe sowie durch kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit entgegen zu wirken. Die Spielräume regionaler Standort- und Beschäftigungssicherungsstrategien am Beispiel des Opel-Standortes Bochum sind daher Gegenstand einer Untersuchung der Gemeinsamen Arbeitsstelle RUB/IGM in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Wir bedanken uns bei allen InterviewparterInnen und den TeilnehmerInnen an den Projekt-Workshops sowie bei Dr. Stefan Lücking von der Hans-Böckler-Stiftung für die sehr gute Betreuung.Unser besonderer Dank gilt schließlich Dr. Marc Schlette von IGM Bezirksleitung NRW. Ohne sein Engagement wäre das Projekt zu Opel Bochum nie zustande gekommen.
Keywords: ddc:330 ; Produktionsstandort ; Standortpolitik ; Beschäftigungssicherung ; Kfz-Industrie ; Deutschland
Arbeitsbedingungen und Belastungen im öffentlichen Dienst: Ein Überblick zum Forschungsstand und Forschungsbedarf (2013)
Brandl, Sebastian ; Stelzl, Bernhard
Description: Die Studie fragt nach den arbeits- und leistungspolitischen Ursachen der Arbeitsbelastungen im Öffentlichen Dienst (ÖD). Probleme zeigen sich in überdurchschnittlichen Fehltagen und in hohen subjektiven Unzufriedenheiten mit den Arbeitsbedingungen. Hierzu wird die vorliegende neuere Literatur zur Themenstellung gesichtet. Ziel ist es, Forschungslücken zu identifizieren und weiteren Forschungsbedarf abzuleiten. Eingegrenzt wird die Analyse auf interaktionsintensive Bereiche des (ehemaligen) unmittelbaren ÖD (Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen, Polizei, Schulen und Kitas sowie Krankenhäuser). Als Ursachen der hohen Arbeitsbelastungen lassen sich Restrukturierungsmaßnahmen, die Personalbemessung, eine Steigerung der Arbeitsintensität, die Alterung der Beschäftigten sowie eine unzureichende Beteiligung der Beschäftigten und zu geringe Entlastungsmöglichkeiten in der Arbeit festhalten. In der Organisation der Dienststellen und der Arbeitsprozesse selbst liegt eine wesentliche Belastungsursache. Die eingesetzten Maßnahmen setzen hingegen eher am individuellen Verhalten denn an den leistungs- und organisationspolitischen Aspekten an. Als notwendig wird der Aufbau einer systematischen Belastungsberichterstattung erachtet (Trendreports). Wissensbedarf besteht beispielsweise hinsichtlich des Zusammenhangs von individuellen Teilzeitstrategien und Belastungen. Den von den arbeitspolitischen Akteuren gewählten Strategien zur Regulierung der Leistungsproblematik wäre nachzugehen. Ebenso sollten die Reaktionen der Beschäftigten darauf und generell die Ursachen der hohen subjektiven Unzufriedenheiten vertiefend untersucht werden.
Keywords: ddc:330 ; Öffentlicher Dienst ; Arbeitsbedingungen ; Stress ; Deutschland
Der Beitrag der kapitalgedeckten Altersversorgung zur Lebensstandardsicherung (2013)
Fachinger, Uwe ; Künemund, Harald ; Schulz, Martin F. ; [et al.] Unger, Katharina
Description: Vor dem Hintergrund des demographischen und erwerbsstrukturellen Wandels und den damit verbundenen Finanzierungsproblemen der gesetzlichen Alterssicherungssysteme ist in der Bundesrepublik Deutschland ein Paradigmenwechsel vollzogen und den Systemen der betrieblichen und der privaten Altersvorsorge eine stärkere Bedeutung zugewiesen worden. In der Folge kommt dem Zusammenspiel der drei Schichten des Alterssicherungssystems zur Gewährleistung der materiellen Absicherung im Alter eine höhere Bedeutung zu. Ziel des Projektes war es daher, zur Klärung der Frage beizutragen, in welchem Ausmaß die kapitalgedeckte Alterssicherung durch Altersvorsorgeprodukte der zweiten und dritten Schicht bisher zur Absicherung des Einkommensniveaus in der Altersphase beigetragen hat. Dazu wurde auf der Basis eines Datensatzes der Stiftung Warentest für Lebensversicherungsunternehmen und Pensionskassen die bisherige Entwicklung der Leistungen aufgezeigt. Es wurde dargestellt, inwieweit bei betrieblichen Altersvorsorgeprodukten eine Leistungsanpassung in der Auszahlungsphase erfolgte und inwieweit im Rahmen der privaten Altersvorsorge Leistungen von zertifizierten und nicht zertifizierten Altersvorsorgeprodukten bisher dynamisiert wurden. [...]
Keywords: ddc:330 ; Altersvorsorge ; Kapitaldeckungsverfahren ; Lebensversicherung ; Pensionskasse ; Ältere Menschen ; Lebensstandard ; Deutschland
Internationale Bilanzpolitik: Einfluss der Bilanzpolitik nach IFRS und US GAAP auf die Darstellung der wirtschaftlichen Unternehmenslage mit Beipielen internationaler Automobilzulieferer (2012)
Pochmann, Günter ; Sendel-Müller, Markus ; Kischewski, Sven ; [et al.] Houben, Marion
Description: Bilanzpolitik ist die zielgerichtete Gestaltung des Jahresabschlusses. Damit versucht die Geschäftsleitung das Bild der wirtschaftlichen Lage in ihrem Sinne einzufärben. Der Bilanzanalyst versucht nun seinerseits, genutzte Gestaltungsspielräume aufzudecken. Sein Ziel ist es, ein "ehrlicheres" Bild von der wirtschaftlichen Situation zu zeichnen, als es der veröffentlichte Jahresabschluss tut. Die vorliegenden Analyse stellt die bilanzpolitischen Spielräume dar, die der Unternehmensleitung nach den internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS und US GAAP zur Verfügung stehen. Daneben zeigt sie, wie der Bilanzleser solche Spielräume aufdecken kann. Die theoretischen Ausführungen werden durch eine empirische Auswertung der Jahresabschlüsse von zwölf Automobilzulieferern über die Jahre 2005-2009 veranschaulicht. Die Auswertung zeigt, dass internationale Rechnungslegungsstandards keineswegs wie häufig behauptet und von den Rechnungslegungsvorschriften auch angestrebt als kapitalmarktorientiert gelten können, sondern vielmehr als managementorientiert . Der Unternehmensleitung stehen also vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung des Jahresabschlusses zur Verfügung, was wiederum die Arbeit des Aufsichtsrats als Beratungs- und Kontrollinstanz der Geschäftsführung behindern kann.
Keywords: ddc:650 ; Automobilzulieferindustrie ; Multinationales Unternehmen ; Bilanzpolitik ; IFRS ; Bilanzierungsgrundsätze ; Deutschland
Compliance: Ein Thema für Betriebs- und Aufsichtsräte (2012)
Pütz, Lasse ; Maschke, Manuela
Description: Compliance umfasst alle Maßnahmen, die dazu dienen, dass ein Unternehmen und seine Beschäftigten Recht, Gesetz und Richtlinien des Unternehmens einhalten. Im anschaulichen Überblick werden wesentliche Aspekte, die Betriebs- und Aufsichtsräte im Zusammenhang mit dem Thema Compliance kennen und beachten sollten, erläutert. Dazu gehören: Juristische Grundlagen, die für die Aufgabenwahrnehmung des Aufsichtsrates sowie des Betriebsrates von Bedeutung sind, Entwicklung von betrieblichen Vereinbarungen zur Umsetzung von Whistleblowing-Systemen, das Zusammenspiel von Compliance- und Risiko-Management-Systemen sowie Fragen zur externen Zertifizierung und Prüfung von Compliance-Systemen.
Keywords: ddc:650 ; Compliance-Management ; Deutschland
Die IG Metall lokal: Akteure in gewerkschaftlichen Handlungsfeldern (2012)
Geiling, Heiko ; Meise, Stephan ; Eversberg, Dennis ; [et al.] Otte, Rüdiger
Description: Veränderte gesellschaftlich-politische Rahmenbedingungen und neuartige Branchen-, Tarif- und Beschäftigtenstrukturen gelten als zentrale Herausforderungen der deutschen Industriegewerkschaften. Insbesondere deren erhebliche Mitgliederverluste seit den 1990er Jahren haben zu vielfältigen, oft normativ aufgeladenen Diskussionen über die zukünftige Rolle von Industriegewerkschaften als Massenorganisationen geführt. In Zeiten zugespitzter gesellschaftlicher Kämpfen um Arbeitspolitik und gewerkschaftliche Interessenvertretung thematisiert diese Studie die grundlegenden Beziehungsdimensionen, in denen sich die gewerkschaftlichen Akteure vor Ort bewegen, um über in der Regel symbolisch geführte politische Kämpfe hinaus die Ebenen gewerkschaftlicher Alltagsarbeit zur Kenntnis zu nehmen. In den unterschiedlichen lokalen gewerkschaftlichen Handlungsfeldern kommen weitgehend unterschätzte gewerkschaftliche Handlungspotenziale und Ressourcen der befragten hauptamtlichen Gewerkschafter, Betriebsräte, Vertrauensleute sowie einfachen Mitglieder und Nichtmitgliedern in den Blick. Es zeigen sich Hinweise auf typische Verhaltens- und Konfliktmuster, die sowohl Macht- wie auch Nähe- und Distanzbeziehungen sowohl zur eigenen Organisation wie auch zu potenziellen Mitgliedergruppen beeinflussen.
Keywords: ddc:330 ; Metallindustrie ; Gewerkschaft ; Betriebsrat ; Gewerkschaftspolitik ; Deutschland
Die arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung: Entwicklungen, Risiken und Probleme (2012)
Campagna, Sebastian ; Röhricht, Dietmar
Description: Zunehmend geringere Leistungen in der gesetzlichen Rentenversicherung führen zu einer steigenden Bedeutung der betrieblichen Altersversorgung. Im vorliegenden Beitrag sind aktuelle Entwicklungen sowie Risiken und Probleme der arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung dargestellt. Nach einer knappen Einführung zu den Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung ist der Trend zu beitragsorientierten Zusagen und zur Kapitaldeckung beschrieben. Die Funktionsweise der von vielen Unternehmen neuerdings genutzten Contractual Trust Arrangements (CTA) wird erläutert.Einen großen Teil nimmt die Auseinandersetzung mit ausgewählten für die Beschäftigten bestehenden Risiken ein, die sich z.B. bei Veränderungen der Altersversorgungszusage, bei einem Betriebsübergang oder im Falle einer Unternehmensinsolvenz ergeben.Größere Veränderungen gab es auch bei der Bilanzierung von Versorgungsverpflichtungen. Hier werden die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes dargestellt sowie die Veränderungen nach IFRS, die ab 2013 für Unternehmen, die nach IFRS bilanzieren, zwingend anzuwenden sind.
Keywords: ddc:330 ; Betriebliche Altersversorgung ; Risiko ; Pensionsverpflichtungen ; Bilanzierung ; Deutschland
Offshore-Windenergie: Perspektiven für den deutschen Schiffbau (2012)
Ludwig, Thorsten ; Seidel, Holger ; Tholen, Jochen
Description: Die Grundfrage dieses empirischen Projektes bezog sich darauf, wie die deutsche Werftindustrie von dem zu erwartenden Boom der Offshore Windindustrie partizipieren wird.Dazu wurden zwischen Januar 2011 und Januar 2012- 44 Expertengesprächen mit den Akteuren aus Werften/maritimer Zulieferindustrie, der Offshore Windenergie und der Politik sowie schriftliche Befragungen von Werften und Windparkbetreibern- und vier Fallstudien als unterschiedliche Markterschließungsstrategien von Werften in Richtung Offshore Windenergie durchgeführt.Ergebnisse:- Nur wenige Werften haben sich bisher strategisch auf das Produkt Schiff für den Offshore-Windenergiebereich ausgerichtet, andere Werften sind am Bau von Großkomponenten beteiligt (Umspannplattformen, Gründungsstrukturen etc.)- Aber: Bei den meisten Werften ist allerdings bislang keine entsprechende Strategie zu erkennen- Bei den Windparkbetreibern gibt es bisher keine Überlegungen, Spezialschiffe bei deutschen Werften zu bestellen. Aber: Werften kommen als Produzenten von Gründungsstrukturen und Plattformen in Frage- Es existiert eine signifikante Diskrepanz zwischen der Einschätzung der Rolle der Werften hinsichtlich ihrer Beteiligung am Offshore-Windenergie-Geschäft einerseits und der Einschätzung der Windparkbetreiber zur Rolle der Werften andererseits.
Keywords: ddc:330 ; Schiffbau ; Wettbewerbsstrategie ; Windenergieanlage ; Offshore-Industrie ; Deutschland
Die Last der Stereotype: Geschlechterrollenbilder und psychische Belastungen im Betrieb (2012)
Gümbel, Michael ; Nielbock, Sonja
Description: Psychische Belastungen in der Arbeitswelt haben seit einigen Jahren an Bedeutung gewonnen. Der Wandel der Erwerbsarbeit und ein verändertes Verständnis der Zusammenhänge von Belastungen und Gesundheit haben neue Aufgaben für die betriebliche Gesundheitspolitik in den Mittelpunkt gestellt. In der Gesundheitsforschung und -praxis beginnt sich ein geschlechtersensibler Ansatz zu etablieren. Einerseits werden Maßnahmen dabei zielgenauer, andererseits lassen sich damit bisherige Benachteiligungen zwischen den Geschlechtern ausgleichen. Es liegt also nahe, auch bei den psychischen Belastungen und Ressourcen die Geschlechterkategorie mit zu berücksichtigen. Wie das aussehen kann, dazu gibt es bisher nur wenige Ansätze. Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse der Genderstudies liegt es nahe, einen ersten Zugang über die symbolische Ebene von Geschlecht zu wählen, also bei den Bildern, Vorstellungen und Bewertungen der sozialen Geschlechterrollen.Die vorliegende Studie stellt Vorstellungen von Beschäftigten über die Belastungen und Ressourcen von Frauen und Männern in drei Betrieben dar. Welche Bilder existieren hierzu in den Betrieben? Werden bestimmte Belastungen eher einem Geschlecht zugeschrieben und werden bestimmte Ressourcen eher bei einem anderen Geschlecht wahrgenommen? Dabei konnten vielfältige Zusammenhänge zwischen einzelnen Belastungskategorien und Ressourcen einerseits und Geschlechterrollenbildern andererseits aufgezeigt werden. Die erhobenen Geschlechterrollenbilder wurden in den Betrieben zur Entwicklung von Praxisansätzen genutzt, die zugleich auf eine Verbesserung der Belastungssituation wie auf eine Veränderung der Geschlechterverhältnisse hinwirken sollten. Dabei stand im Mittelpunkt der Aktivitäten das Vorgehen bei der Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz. Anhand der drei Fallstudien werden wesentliche Hinweise für die weitere Erforschung der Geschlechterdimension psychischer Arbeitsbelastungen gegeben sowie Anregungen für die betriebliche Praxis aufgezeigt.
Keywords: ddc:650 ; Stress ; Geschlecht ; Soziale Rolle ; Geschlechterforschung ; Deutschland
Going-offshore - Standortverlagerung ins Ausland: Handbuch. Handlungshilfe für den Betriebsrat (2012)
Klepzig, Heinz-Jürgen ; Lachhammer, Johann ; Dambmann, Ulrike Martina
Description: "Going-offshore" erscheint vielen Unternehmen als die einzige Lösung, um konkurrenzfähig zu bleiben. "Going-offshore" ist aber auch zum Reizwort geworden für Beschäftigte und Betriebsräte. Denn mit der Verlagerung droht der Verlust von Arbeitsplätzen.Gibt es in dieser Situation eine Möglichkeit zur Einigung, trotz gegensätzlicher Interessen? Die Antwort der vorliegenden Handlungshilfe lautet: Ja. Notwendige Voraussetzung ist allerdings eine gemeinsame Grundlage, auf der Arbeitgeber und Arbeitnehmer verhandeln können.Hier liefert die Handlungshilfe vor allem Betriebsräten in mittleren Unternehmen praktische Anwendungs- und Argumentationshilfen für eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber - sowohl vor dem Schritt ins Ausland als auch zur Überprüfung einer bereits getroffenen Offshoring-Entscheidung.Teil I befasst sich aus theoretischer Sicht mit dem Entscheidungsverlauf eines Going-offshore und mit den Konflikten, die dabei typischerweise auftreten.Die Auswertungen von 20 Interviews, die die Autoren mit Managern, Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsvertretern geführt haben, geben Einblicke in das Denken und Entscheiden von Managern, Arbeitnehmer- und Gewerkschaftsvertretern. Auf dieser Grundlage zeigt Teil II, ein Handbuch für Betriebsräte, die Stufen, Methoden und Rahmenbedingungen einer Standortentscheidung. Intensiv behandeln die Autoren die unterschiedlichen Herausforderungen, die sich für den Betriebsrat in dieser Situation ergeben - je nach dem, ob und wie rechtzeitig er in die Entscheidung des Unternehmens eingebunden wird. Vor allem aber geht es um Alternativen zur Standortverlagerung: Verbesserungen am alten Standort, Unternehmensnetzwerke oder Innovationen als Basis der Arbeitsplatzsicherung im Inland. Vorschläge zur optimalen Verhandlungsführung runden das Instrumentarium für den Betriebsrat ab.
Keywords: ddc:650 ; Auslandsverlagerung ; Betriebsrat ; KMU ; Deutschland
Arbeitsverdichtung im Fahrdienst als Folge der Restrukturierung im ÖPNV (2012)
Resch, Hubert
Description: Wettbewerbsdebatte und EU-Verordnung haben in den letzten 10 Jahren im öffentlichen Personennahverkehr eine Restrukturierung und Rationalisierung ausgelöst. Diese Studie untersucht die sozialen Folgen für die Fahrerinnen und Fahrer. Sie sind am stärksten betroffen.Die Arbeitsbedingungen im Fahrdienst haben sich deutlich verschärft. Insbesondere bedeutet die längere Lenkzeit pro Dienst eine höhere Belastung für die Fahrer. Sie ist bedingt durch den Wegfall bzw. die Verkürzung anderer Zeiten wie z. B. Wegezeiten, Vor- und Abschlusszeiten, bezahlter Pausen, Wendezeiten. Was auf der Unternehmensseite als Produktivitätssteigerung zu registrieren ist, bedeutet auf der anderen Seite eine erhöhte intensive Arbeitsleistung und Belastung für die Fahrer. Die nach wie vor geringe Anzahl an freien Wochenenden wird ebenso beklagt wie die nur einzelfreien Tage, die nur geringe Erholung bieten. Insgesamt gesehen herrscht ein tiefer Unmut über die derzeitige Lage. Aus Sicht der Fahrer ist die Schmerzgrenze für negative Veränderungen erreicht.
Keywords: ddc:330 ; Öffentlicher Nahverkehr ; Verkehrsberufe ; Stress ; Organisatorischer Wandel ; Deutschland
Studierende mit Migrationshintergrund und Interkulturalität: Expertise im Rahmen des Projektes "Chancengleichheit in der Begabtenförderung" der Hans-Böckler-Stiftung (2012)
Rokitte, Rico
Description: Die rein quantitative Steigerung der Anteile von Studierenden mit Migrationshintergrund in den vergangenen Jahren lässt sich vor allem über den steigenden Anteil von Bevölkerungsteilen mit Migrationshintergrund erklären. Eine erfolgreiche Bildungsintegration kann dadurch noch nicht belegt werden. Für Hochschulen und Begabtenförderung ergeben sich vielfältige Anknüpfungspunkte, um durch gezielte Förderung die Studienaufnahme, den Einstieg und den nachhaltigen Studienerfolg und die erfolgreiche Berufseinmündung von Studierenden mit Migrationshintergrund sicherzustellen. Dabei ist die Diversität der Zielgruppe entscheidend für den Erfolg von Fördermaßnahmen: Der unterschiedliche soziale Hintergrund und die Verschiedenheit der Migrationserfahrungen erfordern differenzierte Angebote und Unterstützungsleistungen.
Keywords: ddc:370 ; Studierende ; Migranten ; Multikulturelle Gesellschaft ; Bildungschancen ; Deutschland
Studierende aus nichtakademischen Elternhäusern im Studium: Expertise im Rahmen des Projektes "Chancengleichheit in der Begabtenförderung" der Hans-Böckler-Stiftung (2012)
Büchler, Theresa
Description: Studierende ohne familiären akademischen Bildungshintergrund sind bekannterweise in deutlich geringerem Maße an deutschen Hochschulen vertreten als Studierende aus Akademikerfamilien. Neben der Frage des reinen Zugangs zum Hochschulstudium ist für einen nachhaltigen Bildungsaufstieg relevant, welche Faktoren zum Erfolg oder Misserfolg während des Studiums führen. Für Hochschulen und die Begabtenförderung besteht die Aufgabe, über die Verbesserung des Hochschulzugangs hinaus durch geeignete Unterstützungsmaßnahmen den Studieneinstieg und den nachhaltigen Studienerfolg bis zur erfolgreichen Berufseinmündung zu unterstützen.
Keywords: ddc:370 ; Studierende ; Soziale Schicht ; Bildungschancen ; Deutschland
Arbeitnehmermitbestimmung in der Selbstverwaltung des Handwerks (2012)
Description: Das Bundesverwaltungsgericht hat in einer Grundsatzentscheidung die inhaltlichen und verfahrensrechtlichen Anforderungen an die Abgabe von Stellungnahmen durch Industrie- und Handelskammern sowie deren Arbeitsgemeinschaften auf Landes- und Bundesebene präzisiert. Neben der thematischen Beschränkung auf den Aufgabenbereich der jeweiligen Kammer und die Pflicht zu einem Höchstmaß an Sachlichkeit kommt dabei auch der Berücksichtigung und Kenntlichmachung von Minderheitspositionen eine besondere Bedeutung zu. Die Grundsätze dieser Entscheidung können auf den Bereich der Handwerkskammern übertragen werden. Für die Arbeitnehmer in der Vollversammlung gilt der Grundsatz, dass sie zwar primär ihrer handwerklichen Sparte zugeordnet sind, aber bei Themenbereichen, die die spezifischen Interessen der Arbeitnehmer tangieren, auf Grund ihrer Gruppenzugehörigkeit das Recht zu einem Minderheitenvotum in Anspruch nehmen können. In Fragen der Berufsbildung ist darüber hinaus die Beteiligung der Arbeitnehmer im Berufsbildungsausschuss von besonderer Bedeutung. Die Untersuchung zeigt zudem, wie dieses Recht verfahrensrechtlich in den Arbeitsgemeinschaften der Handwerkskammern und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks abzusichern ist.
Keywords: ddc:330 ; Mitbestimmung ; Handwerkskammer ; Deutschland
Konkurrenz oder Komplementarität? Duale Ausbildungsformen in Betrieben der Metall- und Elektroindustrie (2012)
Description: Das duale Studium bricht als Angebot für die berufliche Erstqualifizierung die Grenzen zwischen Hochschule und Arbeitswelt auf. Durch seine Organisation in theoretische und in betriebspraktische Phasen rückt dieses Modell in die Nähe des klassischen dualen Bildungstyps, der Berufsausbildung. Immer mehr Unternehmen nutzen das duale Studium, um ihren akademischen Nachwuchs schon frühzeitig auszuwählen und an sich zu binden.Wie wirken sich die hohen Zuwächse beim dualen Studium auf den Stellenwert der dualen Berufsausbildung aus? Anhand dreier Betriebsfallstudien in großen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie werden Indizien für Entwicklungen und mögliche Veränderungen bei den Zahlen der Ausbildungsplätze, den betrieblichen Aufstiegswegen, den dahinterstehenden Personalstrategien und der Rolle des Betriebsrats gesammelt.Im gewerblich-technischen Bereich kommt es bislang zu punktuellen Verschiebungen, der kaufmännische Bereich steht stärker in Konkurrenz zum dualen Studium. Die Untersuchung liefert Hinweise dafür, dass sich Verdrängungstendenzen in Zukunft verstärken können.
Keywords: ddc:330 ; Metallindustrie ; Elektroindustrie ; Betriebliche Ausbildung ; Studium ; Betriebliches Bildungsmanagement ; Deutschland
Soziale Ungleichheit in der vollqualifizierenden beruflichen Bildung: Ausgewählte Forschungsbefunde und Forschungsbedarf (2012)
Fritsche, Miriam ; Quante-Brandt, Eva
Description: Dem Ausbildungsniveau kommt eine wesentliche Bedeutung für Ausgrenzungsrisiken, die Verteilung von Erwerbschancen und damit auch für gesellschaftliche Teilhabe sowie die Entstehung von Bildungsarmut zu. Vor diesem Hintergrund fragt die Untersuchung nach jenen Prozessen, sozialen Merkmalen und/oder Ressourcenausstattungen, über die das bundesdeutsche Ausbildungssystem soziale Ungleichheit produziert bzw. reproduziert. Betrachtet werden unterschiedliche Determinanten sozialer Ungleichheit - genauer: die sozialstrukturellen Merkmale 'schulisches Vorbildungsniveau', 'soziale Herkunft', 'Geschlecht', 'Migrationshintergrund', 'Alter' und 'regionale Herkunft' - in ihrer Bedeutung für den Zugang zu dualen und zu vollzeitschulischen Ausbildungen. Deutlich wird, dass Schulberufs- und duales System eher zu einer Reproduktion von im Rahmen vorgelagerter Bildungsprozesse entstandenen Ungleichheiten als zu deren Abschwächung beitragen. Dieser Befund führt zur abschließenden Formulierung von Handlungsperspektiven zur Verbesserung der Zugangschancen in das berufliche Ausbildungssystem.
Keywords: ddc:330 ; Betriebliche Ausbildung ; Berufsbildung ; Bildungschancen ; Soziale Ungleichheit ; Deutschland
Einsatz der Balanced Scorecard in der betrieblichen Gesundheitspolitik (2012)
Wellmann, Holger
Description: In dieser Literaturstudie wird der Frage nachgegangen, welchen anwendungsorientierten Nutzen die Balanced Scorecard (BSC) leisten kann, um die Herausforderungen der betrieblichen Gesundheitspolitik und des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) besser bewältigen zu können. Die Resultate der Untersuchung weisen dabei auf eine Reihe von Potenzialen einer Gesundheits-BSC für die verschiedenen Unternehmensakteure, aber auch für die überbetrieblichen Akteure hin (z. B. die stärkere Integration der betrieblichen Gesundheitspolitik in die Unternehmensstrategie, ein verbesserter Steuerungsprozess des BGM und ein höheres Maß an Partizipation in der betrieblichen Gesundheitspolitik). Den bisher noch nicht empirisch ableitbaren Plausibilitätsüberlegungen stehen allerdings Risiken gegenüber, z. B. die Umsetzung einer "falschen" Gesundheitsstrategie oder ein inadäquater Umgang mit Gesundheitsdaten. Momentan muss darüber hinaus konstatiert werden, dass es zwar mehrere konzeptionelle Ansätze einer BGM-BSC gibt, Berichte aus deren Umsetzungspraxis jedoch nur vereinzelt zu finden sind.
Keywords: ddc:650 ; Balanced Scorecard ;