Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F10-12-2013-2C_719-2013
Timestamp: 2016-10-26 17:14:13
Document Index: 332919958

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 50', 'Art. 8', 'Art. 82', 'Art. 83', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 3', 'Art. 23', 'Art. 43', 'Art. 50', 'Art. 51', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 77', 'Art. 50', 'Art. 4', 'Art. 77', 'Art. 4', 'Art. 54', 'Art. 96', 'Art. 50', 'Art. 42', 'Art. 43', 'BGE', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 50', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 105', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 51', 'EGMR', 'Art. 50', 'Art. 8', 'EGMR', 'Art. 66', 'Art. 64']

2C_719/2013 (10.12.2013)
2C_719/2013 � � Urteil vom 10. Dezember 2013
Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III, vom 12. Juni 2013.
A.a.�X.________, geboren 1967, kosovarischer Staatsangeh�riger, reiste am 8. Februar 1988 in die Schweiz ein und stellte gleichentags ein Asylgesuch, das am 27. Dezember 1990 abgeschrieben wurde, nachdem X.________ am 16. November 1990 eine in der Schweiz niedergelassene italienische Staatsangeh�rige geheiratet hatte. Daraufhin erhielt er eine Aufenthaltsbewilligung. Das Paar hat zwei gemeinsame S�hne (geb. 1993 und 1994). Die Ehe wurde am 11. M�rz 1993 geschieden, worauf die Aufenthaltsbewilligung von X.________ mit Verf�gung vom 1. September 1993 nicht mehr verl�ngert wurde. Nachdem X.________ am 7. August 1995 seine Ex-Ehefrau erneut geheiratet hatte, wurde ihm mit Verf�gung vom 17. August 1995 wiedererw�gungsweise die Aufenthaltsbewilligung bis zum 16. Dezember 1995 verl�ngert. Im September 1999 trennten sich die Eheleute wieder. Mit Vorbescheid vom 30. November 2000 und Verf�gung vom 8. Oktober 2001 der Eidgen�ssischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung wurde ein Gesuch von X.________ auf Leistung einer IV-Rente abgewiesen.
Am 17. Dezember 2002 wies das Migrationsamt des Kantons Z�rich ein Gesuch von X.________ um Erteilung einer Niederlassungsbewilligung ab, doch wurde ihm am 21. November 2007 eine Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA, g�ltig bis zum 31. Dezember 2012, erteilt.
A.b.�X.______ wurde mehrmals in der Schweiz strafrechtlich verurteilt:
- Mit Strafbefehl der damaligen Bezirksanwaltschaft Z�rich vom 9. Februar 1990 wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand etc. zu sieben Tagen Gef�ngnis bedingt und einer Busse von Fr. 500.--;
- mit Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 28. September 1994 wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand mit 45 Tagen Gef�ngnis unbedingt;
- mit Strafbefehl vom 23. Juli 1997 der damaligen Bezirksanwaltschaft Uster wegen Vergehens gegen die Verordnung �ber den Erwerb und das Tragen von Schusswaffen durch jugoslawische Staatsangeh�rige mit 14 Tagen Gef�ngnis, bedingt auf eine Probezeit von drei Jahren und einer Busse von Fr. 300.-- . Daraufhin verwarnte ihn die damalige Fremdenpolizei des Kantons Z�rich mit Verf�gung vom 26. September 1997;
- mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Uster vom 18. Oktober 2001 wegen Fahrens im angetrunkenem Zustand, F�hrens eines nicht betriebsf�higen Fahrzeuges und Widerhandlungen gegen die Verkehrsregelverordnung zu einer Gef�ngnisstrafe von 60 Tagen unbedingt. Daraufhin wurde der Beschwerdef�hrer vom Migrationsamt des Kantons Z�rich mit Verf�gung vom 4. Dezember 2001 erneut verwarnt;
- mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Z�rich vom 25. Oktober 2007 wegen mehrfacher Drohung, mehrfacher Drohung w�hrend der Ehe, Sachbesch�digung, mehrfachen T�tlichkeiten und mehrfachen T�tlichkeiten w�hrend der Ehe zu 240 Stunden gemeinn�tziger Arbeit;
- mit Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 10. Juli 2008 wegen Drohung, T�tlichkeiten, Widerhandlung gegen das Waffengesetz und der �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes mit acht Monaten Freiheitsstrafe sowie einer Busse von Fr. 800.--., teilweise als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Z�rich vom 25. Oktober 2007 ausgef�llten Strafe;
- mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland des Kantons Z�rich vom 22. Juni 2009 wegen Fahrens in fahrunf�higem Zustand, der groben Verletzung der Verkehrsregeln, der Verletzung der Verkehrsregeln und der �bertretung der Verordnung �ber die Strassenverkehrsregeln mit 240 Stunden gemeinn�tziger Arbeit.
A.c.�Am 5. Dezember 2008 schied das Bezirksgericht Uster die Ehe von X.________. Die beiden S�hne wurden unter die elterliche Sorge der Mutter gestellt. Das Migrationsamt des Kantons Z�rich veranlasste aufgrund der Scheidung eine neue Pr�fung des Aufenthaltes von X.________. Am 10. Februar 2010 verweigerte das Bundesamt f�r Migration die Zustimmung zur Verl�ngerung der vom Kanton bef�rworteten Aufenthaltsbewilligung. Gleichzeitig wies es den Beschwerdef�hrer aus der Schweiz weg und r�umte ihm eine Ausreisefrist von acht Wochen ab Eintritt der Rechtskraft der Verf�gung ein.
X.________ erhob dagegen am 12. M�rz 2010 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht und beantragte die Aufhebung der vorinstanzlichen Verf�gung und die Erteilung der Zustimmung zur Verl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung. Eventualiter sei die Sache zur erneuten Abkl�rung an das BFM zur�ckzuweisen. In prozessualer Hinsicht beantragte er die unentgeltliche Rechtspflege. Mit Urteil vom 12. Juni 2013 wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde unter Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung ab.
Mit Eingabe vom 19. August 2013 erhebt X.________ beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag, der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts sei aufzuheben und das BFM sei anzuweisen, die Zustimmung zur Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Zudem beantragt er Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege. Das Bundesverwaltungsgericht verzichtet auf Vernehmlassung. Das BFM beantragt Abweisung der Beschwerde.
Mit Verf�gung des Pr�sidenten der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts vom 23. August 2013 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1.�Der Beschwerdef�hrer beruft sich in vertretbarer Weise (vgl. BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179) auf einen Aufenthaltsanspruch aufgrund von Art. 50 AuG und Art. 8 EMRK, so dass die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Endentscheid des Bundesverwaltungsgerichts zul�ssig ist (Art. 82 lit. a, Art. 83 lit. c Ziff. 2, Art. 86 Abs. 1 lit. a und Art. 90 BGG).
1.2.�Als Ehemann einer EU-Angeh�rigen hatte der Beschwerdef�hrer einen Bewilligungsanspruch gem�ss Art. 3 Anhang I FZA und erhielt demgem�ss seinerzeit eine bis Ende 2012 befristete Bewilligung EU/EFTA. Nach der Scheidung besteht ein Anspruch gem�ss FZA nicht mehr und die Bewilligung h�tte widerrufen werden k�nnen (Art. 23 Abs. 1 VEP [SR 142.203]). Nach den Feststellung im angefochtenen Urteil erfolgte offenbar kein solcher Widerruf. Nachdem die Bewilligung aber ohnehin Ende 2012 abgelaufen w�re, hat die Vorinstanz mit Recht die Lage im Hinblick auf die Erteilung einer neuen Bewilligung gepr�ft.
2.1.�Ausl�ndische Ehegatten von Personen mit Niederlassungsbewilligung haben Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 43 Abs. 1 AuG). Gem�ss Art. 50 Abs. 1 AuG besteht nach Aufl�sung der Ehe oder der Familiengemeinschaft der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung nach den Artikeln 42 und 43 weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht (lit. a) oder wenn wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b). Die Anspr�che nach Artikel 50 erl�schen u.a. wenn Widerrufsgr�nde nach Artikel 62 vorliegen (Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG).
2.2.�Die Integration soll l�ngerfristig und rechtm�ssig anwesenden Ausl�nderinnen und Ausl�ndern erm�glichen, am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben der Gesellschaft teilzuhaben (Art. 4 Abs. 2 AuG; vgl. BGE 134 II 1 E. 4.1 S. 4 f.). Dazu ist erforderlich, dass sich Ausl�nderinnen und Ausl�nder mit den gesellschaftlichen Verh�ltnissen und Lebensbedingungen in der Schweiz auseinandersetzen und insbesondere eine Landessprache erlernen (Art. 4 Abs. 4 AuG). Nach Art. 77 Abs. 4 VZAE liegt eine erfolgreiche Integration nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG vor, wenn die Ausl�nderin oder der Ausl�nder namentlich die rechtsstaatliche Ordnung und die Werte der Bundesverfassung respektiert (lit. a) sowie den Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb der am Wohnort gesprochenen Landessprache bekundet (lit. b). Nach Art. 4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber die Integration von Ausl�nderinnen und Ausl�ndern (VintA; SR 142.205) zeigt sich der Beitrag der Ausl�nderinnen und Ausl�nder zu ihrer Integration namentlich in der Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung und der Werte der Bundesverfassung (lit. a), im Erlernen der am Wohnort gesprochenen Landessprache (lit. b), in der Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen in der Schweiz (lit. c) sowie im Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung (lit. d). Das Bundesgericht hat festgehalten, dass das Adverb "namentlich", welches sowohl in Art. 77 Abs. 4 VZAE wie auch in Art. 4 VintA verwendet wird, auf den nicht ausschliesslichen Charakter der in diesen Bestimmungen aufgez�hlten Kriterien hinweist. Bei der Pr�fung der Integrationskriterien verf�gen die zust�ndigen Beh�rden �ber einen grossen Ermessensspielraum, in welchen das Bundesgericht nur zur�ckhaltend eingreift (vgl. Art. 54 Abs. 2 und Art. 96 Abs. 1 AuG; vgl. Urteil 2C_668/2011 vom 23. Juli 2012 E. 3.2.1). Bei einem Ausl�nder, der in der Schweiz beruflich integriert ist und eine feste Anstellung hat, immer finanziell unabh�ngig war, sich korrekt verh�lt und die �rtliche Sprache beherrscht, bedarf es ernsthafter besonderer Umst�nde, um eine erfolgreiche Integration zu verneinen (Urteile 2C_749/2011 vom 20. Januar 2012 E. 3.3; 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 E. 7.1.2). Nicht erforderlich ist eine besonders qualifizierte berufliche Karriere (Urteil 2C_430/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 4.2). Auch das Fehlen besonders enger sozialer Beziehungen schliesst f�r sich allein eine erfolgreiche Integration nicht aus (Urteil 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 E. 7.1.2). Keine erfolgreiche Integration liegt vor, wenn eine Person kein Erwerbseinkommen erwirtschaften kann, welches ihren Konsum zu decken vermag, und w�hrend einer substantiellen Zeitdauer von Sozialleistungen abh�ngig ist (Urteile 2C_857/2010 vom 22. August 2011 E. 2.3.1; 2C_546/2010 vom 30. November 2010 E. 5.2.3 f.). Umgekehrt ergibt sich aus dem Umstand, dass die ausl�ndische Person sich strafrechtlich nichts zuschulden hat kommen lassen und ihr Unterhalt ohne Sozialhilfe gew�hrleistet erscheint, f�r sich allein noch keine erfolgreiche Integration (Urteil 2C_830/2010 vom 10. Juni 2011 E. 2.2.2). Ein Indiz gegen eine erfolgreiche Integration ist der Umstand, dass das gesellschaftliche Leben einer ausl�ndischen Person prim�r mit Angeh�rigen des eigenen Landes erfolgt (Urteile 2C_749/2011 vom 20. Januar 2012 E. 3.3; 2C_546/2010 vom 30. November 2010 E. 5.2.4; 2C_930/2012 vom 10. Januar 2013 E. 3.1).
2.3.�Wichtige pers�nliche Gr�nde im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG k�nnen namentlich vorliegen, wenn der Ehegatte das Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht aus freien Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gef�hrdet erscheint (Abs. 2). Diese Gr�nde sind nicht abschliessend; ein nachehelicher H�rtefall setzt aber aufgrund der konkreten Umst�nde eine erhebliche Intensit�t der Konsequenzen f�r das Privat- und Familienleben der ausl�ndischen Person voraus, die mit ihrer Lebenssituation nach dem Dahinfallen der gest�tzt auf Art. 42 Abs. 1 bzw. Art. 43 Abs. 1 AuG abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sind. Hat der Aufenthalt nur k�rzere Zeit gedauert und wurden keine engen Beziehungen zur Schweiz gekn�pft, l�sst sich ein Anspruch auf weiteren Verbleib nicht begr�nden, wenn die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme stellt (Botschaft AuG, BBl 2002 3709 Ziff. 1.3.7.6 S. 3754). Entscheidend ist, ob die pers�nliche, berufliche und famili�re Wiedereingliederung als stark gef�hrdet zu gelten hat und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher w�re (zum Ganzen BGE 138 II 229 E. 3.1 S. 231 f.; 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350). Nach der Rechtsprechung ist bei der Anwendung von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG nicht von Bedeutung, wie stark das �ffentliche Interesse an einer Begrenzung der Einwanderung gewichtet wird, sondern allein, wie sich die Pflicht des Ausl�nders, die Schweiz verlassen zu m�ssen, nach der gescheiterten Ehe auf seine pers�nliche Situation auswirkt (BGE 137 II 1 E. 4.1 S. 7, 345 E. 3.2.1 S. 348). Schliesslich ist im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG jeweils den Interessen allf�lliger Kinder Rechnung zu tragen, falls eine enge Beziehung zu ihnen besteht und sie in der Schweiz ihrerseits gut integriert erscheinen (Botschaft AuG, BBl 2002 3709 Ziff. 1.3.7.6 S. 3754; BGE 138 II 229 E. 3.1 S. 231 f.; 137 II 345 E. 3.2.2 S. 349). Dabei sind auch die Anforderungen zu ber�cksichtigen, die sich aus Art. 8 EMRK ergeben, denn die wichtigen pers�nlichen Gr�nde im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG k�nnen nicht einschr�nkender verstanden werden als allf�llige sich aus Art. 8 EMRK ergebende Anspr�che auf Erteilung bzw. Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung (Urteil 2C_578/2011 vom 1. Dezember 2011 E. 3.4.1; 2C_173/2011 vom 24. Juni 2011 E. 4.3, RTiD 2012 I S. 120; BGE 137 I 247 nicht publ. E. 2.2).
2.4.�Art. 8 EMRK (Recht auf Familienleben) sch�tzt im Zusammenhang mit der Bewilligung der Anwesenheit in der Schweiz in erster Linie die Kernfamilie, d.h. die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderj�hrigen Kindern (BGE 135 I 143 E. 1.3.2 S. 146, 129 II 11 E. 2 S. 14). Geht es um Personen, die nicht der eigentlichen Kernfamilie zuzurechnen sind, setzt eine sch�tzenswerte famili�re Beziehung voraus, dass der um die fremdenpolizeiliche Bewilligung ersuchende Ausl�nder vom hier Anwesenheitsberechtigten abh�ngig ist oder umgekehrt (BGE 120 Ib 257 E. 1d S. 260; Urteil 2C_942/2010 vom 27. April 2011 E. 1.3). Auch ohne solche famili�re Beziehungen kann eine ausl�nderrechtliche Fernhaltemassnahme Art. 8 EMRK (Recht auf Privatleben) verletzen, namentlich bei Ausl�ndern der zweiten Generation (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.2 S. 20), im �brigen aber nur unter besonderen Umst�nden: Eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration gen�gen hierzu nicht; erforderlich sind besonders intensive, �ber eine normale Integration hinausgehende private Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur (BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286; 126 II 377 E. 2c S. 384 ff.; 120 Ib 16 E. 3b S. 22; vgl. auch BGE 138 I 246 E. 3.2.1 S. 250 f.).
3.1.�Die Vorinstanz hat einen Anspruch gest�tzt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG verneint; zwar habe die Ehegemeinschaft mehr als drei Jahre gedauert, doch bestehe keine erfolgreiche Integration: Der Beschwerdef�hrer sei mehrmals strafrechtlich verurteilt worden, was aufzeige, dass er �ber eine l�ngere Zeit nicht gewillt gewesen sei, die schweizerische Rechtsordnung zu respektieren. Er sei zudem seit dem 1. Juni 2006 bis 1. M�rz 2013 durch die Sozialhilfe mit insgesamt rund Fr. 240'000.-- unterst�tzt worden; er habe offene Verlustscheine von rund Fr. 72'757.-- und Betreibungen in der H�he von rund Fr. 43'135.--. Er habe schon zu Beginn seines Aufenthalts in der Schweiz M�he gehabt, sich in die Arbeitswelt zu integrieren, es sei ihm immer weder gek�ndigt worden - weil er Mitarbeiter und Arbeitgeber t�tlich angegriffen habe, wegen zu vielen ungen�gend begr�ndeten Absenzen bzw. weil die Arbeit nicht seinen Vorstellungen entsprochen habe - oder er habe selber das Arbeitsverh�ltnis aufgel�st, weil ihm die Arbeit zu schwer gewesen sei. Er habe sich nicht viel M�he gegeben, eine Stelle zu finden. Gem�ss �rztlichen Berichten aus den Jahren 2000 und 2010 sei er f�r leichtere Arbeiten zu 100 % arbeitsf�hig gewesen. Gem�ss Protokoll der Sozialbeh�rde habe er vom 29. September 2011 bis im Juli 2012 in der Jobwerkstatt D�bendorf gearbeitet und sei dann bis zum 29. Dezember 2012 arbeitsunf�hig gewesen. Darauf sei er bei der IV zur Fr�herfassung angemeldet worden und bem�he sich gem�ss Rechtsvertreter wieder um eine Arbeit in der Jobwerkstatt. Diese Feststellungen spr�chen nicht f�r eine berufliche Integration. Dass er sich bem�he, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, gut Deutsch spreche und mit den Lebensverh�ltnissen in der Schweiz gut vertraut sei, falle nicht ins Gewicht; insgesamt k�nne nicht von einer erfolgreichen Integration gesprochen werden.
3.2.�Sodann hat die Vorinstanz erwogen, es best�nden auch keine spezifischen Gr�nde im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG; der Umstand, dass seine Ehe in der Schweiz gescheitert sei, lasse die soziale Wiedereingliederung in der Heimat nicht als stark gef�hrdet erscheinen. Die Kinder seien mittlerweilen vollj�hrig; eine Abh�ngigkeit bestehe nicht: Der Beschwerdef�hrer sei weder pflege- noch betreuungsbed�rftig, sondern eher auf wohlwollende moralische Unterst�tzung durch seine Verwandten angewiesen, doch k�nne der Kontakt auch anders als mit einer Aufenthaltsbewilligung aufrechterhalten werden. Eine H�rtefallsituation ergebe sich auch nicht aus seiner gesundheitlichen Situation: Trotz seiner gesundheitlichen Beschwerden sei ihm w�hrend langer Zeit eine 100-prozentige Arbeitsf�higkeit bescheinigt worden. Laut Arztbericht w�ren ihm leichte Arbeiten durchaus zumutbar. Die Behandlung seiner Krankheit sei auch in der Heimat sichergestellt, das dazu erforderliche Medikament erh�ltlich und erschwinglich. Trotz 25-j�hriger Anwesenheit in der Schweiz erscheine eine R�ckkehr in die Heimat zumutbar, zumal er erst im Alter von 21 Jahren in die Schweiz eingereist und sprachlich und kulturell nach wie vor mit den Gepflogenheiten des Herkunftsstaats vertraut sei.
3.3.�Soweit es sich bei diesen Erw�gungen der Vorinstanz um Sachverhaltsfeststellungen handelt, werden sie vom Beschwerdef�hrer nicht in Frage gestellt und erscheinen auch sonst nicht als offensichtlich unrichtig, so dass sie f�r das Bundesgericht verbindlich sind (Art. 105 BGG).
3.4.�Bei dieser Sachverhaltslage ist die rechtliche W�rdigung durch die Vorinstanz nicht zu beanstanden:
3.4.1.�Der Beschwerdef�hrer ist weder beruflich erfolgreich integriert noch finanziell unabh�ngig, sondern war w�hrend einer substanziellen Zeitspanne von der Sozialhilfe abh�ngig, und zwar bereits ab 2006, also zu einer Zeit, da er f�r leichtere Arbeiten zu 100 % arbeitsf�hig war. Negativ fallen zudem die strafrechtlichen Verurteilungen ins Gewicht. Sie wiegen zwar je f�r sich nicht allzu schwer, zeigen aber in ihrer H�ufung doch einen Mangel an Respekt gegen�ber der Rechtsordnung. Zudem ist zumindest die Verurteilung vom 10. Juli 2008 nicht als geringf�gig zu gewichten: Der Beschwerdef�hrer wurde zu acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, u.a. wegen Drohung, wobei das Gericht als erwiesen erachtete, dass der Beschwerdef�hrer einem Dritten drohte, ihn umzubringen. Das Gericht verneinte auch eine g�nstige Prognose und ordnete deshalb keinen Aufschub des Vollzugs an. Angesichts dieser Umst�nde gen�gt es nicht f�r eine erfolgreiche Integration im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG, dass der Beschwerdef�hrer Deutsch spricht, lange hier lebte, die hiesigen Lebensverh�ltnisse kennt und hier verheiratet war und Kinder aufgezogen hat (vorne E. 2.2).
3.4.2.�Ebenso wenig liegen wichtige Gr�nde im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG vor. Namentlich ist die Wiedereingliederung des Beschwerdef�hrer in der Heimat nicht schon deshalb stark gef�hrdet, weil er lange Zeit in der Schweiz gelebt hat. Auch die gesundheitliche Situation f�hrt nicht zu einer starken Gef�hrdung, da nach den Feststellungen der Vorinstanz die notwendige medikament�se Therapie auch im Kosovo verf�gbar ist.
3.4.3.�Hat der Beschwerdef�hrer somit keinen Rechtsanspruch nach Art. 50 AuG, stellt sich die Frage nicht, ob Erl�schensgr�nde im Sinne von Art. 51 Abs. 2 AuG vorliegen, was der Beschwerdef�hrer bestreitet.
3.4.4.�Im Lichte der Beziehung zu den S�hnen sind die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers zum Besuchsrecht gegenstandslos, da die S�hne inzwischen vollj�hrig sind. Dass ein Abh�ngigkeitsverh�ltnis im Sinne der dargelegten Rechtsprechung (E. 2.4) bestehen w�rde, macht er selber nicht geltend. Auch der EGMR hat in dem vom Beschwerdef�hrer zitierten Urteil�
Hasanbasic g. Schweiz�vom 11. Juni 2013 (52166/09), � 60, ausgef�hrt, mangels eines �ber das normale affektive Verh�ltnis hinausgehenden Abh�ngigkeitsverh�ltnisses k�nne sich der Beschwerdef�hrer nicht auf famili�re Beziehungen zu seinen erwachsenen Kindern berufen, auch wenn diese Beziehungen nicht "compl�tement d�pourvus de pertinence" f�r die Beurteilung der famili�ren Situation seien. Zudem unterscheidet sich die Situation des Beschwerdef�hrers in einem entscheidenden Punkt von derjenigen im Urteil Hasanbasic: Dort war n�mlich der Beschwerdef�hrer nach wie vor mit einer in der Schweiz aufenthaltsberechtigten Frau verheiratet.
3.4.5.�Schliesslich entf�llt auch ein Aufenthaltsanspruch des Beschwerdef�hrers gest�tzt auf das Recht auf Privatleben: Wenn die Integration nicht erfolgreich im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG ist (E. 3.4.1), so ist sie auch nicht besonders intensiv und �ber eine normale Integration hinausgehend (vgl. vorne E. 2.4). Selbst soweit ein solcher Anspruch grunds�tzlich anerkannt w�rde, w�re der Eingriff in das Privatleben angesichts der Sozialhilfeabh�ngigkeit des Beschwerdef�hrers, seiner schlechten beruflichen Integration und der M�glichkeit der Wiedereingliederung in der Heimat gerechtfertigt im Sinne von Art. 8 Ziff. 2 EMRK (vgl. Urteil des EGMR�
Gezginci g. Schweiz�vom 9. Dezember 2010 [16327/05], � 64 ff.).
Die Beschwerde erweist sich damit als unbegr�ndet. Der Beschwerdef�hrer tr�gt die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG). Da der angefochtene Entscheid der st�ndigen Rechtsprechung entspricht, muss die Beschwerde als aussichtslos bezeichnet werden, so dass die unentgeltliche Rechtspflege nicht gew�hrt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Migrationsamt des Kantons Z�rich, dem Bundesamt f�r Migration und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III, schriftlich mitgeteilt.