Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20262/91
Timestamp: 2020-04-04 10:02:59
Document Index: 155154574

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3']

BGH, 05.05.1992 - VI ZR 262/91 - dejure.org
BGH, 05.05.1992 - VI ZR 262/91
https://dejure.org/1992,1210
BGH, 05.05.1992 - VI ZR 262/91 (https://dejure.org/1992,1210)
BGH, Entscheidung vom 05.05.1992 - VI ZR 262/91 (https://dejure.org/1992,1210)
BGH, Entscheidung vom 05. Mai 1992 - VI ZR 262/91 (https://dejure.org/1992,1210)
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Sorgfaltspflicht des Autofahrers - Straßenverkehr - Passieren der Straße - Gefährdung von Verkehrsteilnehmern - Bremsbereitschaft
StVO (1970) § 3 Abs. 2 a
NJW-RR 1992, 1116
MDR 1993, 27
NZV 1992, 360
VersR 1992, 890
So hatte in dem der Senatsentscheidung vom 5. Mai 1992 (- VI ZR 262/91 - VersR 1992, 890) zugrundeliegenden Fall ein fünfjähriges Kind sich von der Begleitung seiner Mutter auf dem Gehweg gelöst und war selbständig in Richtung Fahrbahn gelaufen.
Zudem hat der erkennende Senat mehrfach darauf hingewiesen, daß die Anforderungen an die Sorgfaltspflicht des Kfz-Fahrers nicht überspannt werden dürfen und daß auch gegenüber Kindern der Vertrauensgrundsatz gilt, so daß der Fahrer besondere Vorkehrungen für seine Fahrweise nur dann treffen muß, wenn das Verhalten der Kinder oder die Situation, in der sie sich befinden, Auffälligkeiten zeigt, die zu einer Gefährdung führen können (Senatsurteile vom 2. Juli 1985 - VI ZR 22/84 - VersR 1985, 1088, 1089 und vom 5. Mai 1992 - VI ZR 262/92 - VersR 1992, 890, 891).
Zwar dürfen die danach zu stellenden Anforderungen an die Sorgfaltspflichten des Kraftfahrers nicht überspannt werden, wenn nach der gewöhnlichen Lebenserfahrung eine Gefährdung nicht zu erwarten ist (vgl. BGH NJW 1986, 184/185; BGH NZV 1992, 360/361).
Ist ein Kind erkennbar, muß es der Kraftfahrer, sofern die sonstige Verkehrslage das zuläßt, beobachten, solange die Möglichkeit einer Gefährdung besteht (BGH NZV 1992, 360/361).
Vor allem bei Anzeichen eines Unfallgeschehens ist danach eine deutliche situationsadäquate Verlangsamung angezeigt, damit der Fahrer notfalls sofort anhalten kann (BGH, st. Rspr.; vgl. Urteile vom 10.10.2000 - VI ZR 268/99, VersR 2000, 1556; vom 05.05.1992 - VI ZR 262/91, VersR 1992, 890, und vom 23.06.1987 - VI ZR 188/86; Saarl.
So ist vor allem bei Anzeichen eines Unfallgeschehens eine deutliche situationsadäquate Verlangsamung angezeigt, damit der Fahrer notfalls sofort anhalten kann (…vgl. BGH, Urt. v. 10.10.2000 - VI ZR 268/99, VersR 2000, 1556; Urt. v. 5.5.1992 - VI ZR 262/91, VersR 1992, 890;… Urt. v. 23.6.1987 - VI ZR 188/86; Saarl. OLG MDR 2006, 89;… Hentschel aaO § 3 StVO Rdnr. 29, jew. m.w.N.).
OLG Oldenburg, 01.12.1992 - 12 U 33/92
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