Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=18.11.2010&Aktenzeichen=I%20ZR%20168/07
Timestamp: 2020-07-09 17:21:59
Document Index: 58679279

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 284', '§ 4', '§ 284', '§ 287', '§ 4', '§ 284', 'Art. 103', '§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 4', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 4', 'BGH', '§ 4', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 18.11.2010 - I ZR 168/07 - dejure.org
https://dejure.org/2010,936
BGH, 18.11.2010 - I ZR 168/07 (https://dejure.org/2010,936)
BGH, Entscheidung vom 18.11.2010 - I ZR 168/07 (https://dejure.org/2010,936)
BGH, Entscheidung vom 18. November 2010 - I ZR 168/07 (https://dejure.org/2010,936)
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UWG § 4 Nr. 11; StGB §§ 284, 287
§ 4 Nr 11 UWG, § 284 StGB, § 287 StGB, GlSpielWStVtr
Wettbewerbsverstoß im Internet: Privates Angebot von Sportwetten und anderen Wetten vor und nach dem Sportwetten-Urteil des BVerfG - Lotterien und Kasinospiele
Zur Wettbewerbswidrigkeit von Sportwetten
Wettbewerbsmäßigkeit eines Angebots anderer Wetten als Sportwetten ohne behördliche Erlaubnis vor Erlass des Sportwettenurteils des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 28.03.2006; Zulässigkeit eines privaten Angebots von Sportwetten und anderen Wetten ohne behördliche ...
Zur Frage der Wettbewerbswidrigkeit von Sportwetten
Ausländischer Anbieter von Glückspielen und deutsches Glückspielmonopol
§ 4 Nr. 11 UWG; §§ 284, 287 StGB
LG Köln, 02.12.2005 - 81 O 29/05
GRUR 2011, 169
MMR 2011, 334
K&R 2011, 198
Das in Art. 103 Abs. 2 GG und in § 1 StGB für das Strafrecht und in § 3 OWiG für das Recht der Ordnungswidrigkeiten statuierte Bestimmtheitsgebot wirkt sich zwar auf die wettbewerbsrechtliche Beurteilung aus, wenn die Marktverhaltensregelung, auf die wettbewerbsrechtliche Ansprüche gemäß § 3a (§ 4 Nr. 11 UWG aF) gestützt werden, selbst eine Vorschrift des Straf- oder Ordnungswidrigkeitenrechts ist (vgl. BGH, Urteil vom 18. November 2010 - I ZR 168/07, GRUR 2011, 169 Rn. 45 = WRP 2011, 2123 - Lotterien und Kasinospiele).
Dauerhandlungen bilden einen einheitlichen Klagegrund, so dass auch die fortgesetzten Handlungsabschnitte zum Streitgegenstand gehören (BGH, Urteil vom 18. November 2010 - I ZR 168/07, GRUR 2011, 169 Rn. 23 = WRP 2011, 213 - Lotterien und Kasinospiele; v. Ungern-Sternberg, GRUR 2009, 1009, 1013).
Das dort für den Bereich des Strafrechts und gemäß § 3 OWiG auch für den Bereich des Ordnungswidrigkeitenrechts statuierte Bestimmtheitsgebot schlägt allerdings dann auf die wettbewerbsrechtliche Beurteilung durch, wenn die Marktverhaltensregelung, auf die wettbewerbsrechtliche Ansprüche gemäß § 4 Nr. 11 UWG gestützt werden, selbst eine Vorschrift des Straf oder Ordnungswidrigkeitenrechts ist (vgl. BGH, Urteil vom 18. November 2010 - I ZR 168/07, GRUR 2011, 169 Rn. 45 = WRP 2011, 213 - Lotterien und Kasinospiele).
Zwar muss jedwede gesetzliche Vorschrift, deren Verletzung unter dem Aspekt des § 4 Nr. 11 UWG gerügt wird, naturgemäß ihrerseits wirksam sein, also insbesondere mit Grundrechten kompatibel sein (BGH GRUR 2008, 438 Rn 24 - ODDSET; BGH GRUR 2011, 169 Rn 30 ff - Lotterien und Kasinospiele; BGH WRP 2014, 844 Rn 17 - Teil-Berufsausübungsgemeinschaft).
Entscheidend ist, dass die Vorschrift für den Handelnden verbindlich ist (BGH GRUR 2011, 169 Rn 45 - Lotterien und Kasinospiele).
Die Frage, ob die Klägerin die begehrte Unterlassung beanspruchen kann, ist nach dem zum Zeitpunkt der Entscheidung geltenden Recht zu beurteilen (BGH, GRUR 2011, 169 Rn. 18 - Lotterien und Casinospiele).
Dauerhandlungen bilden einen einheitlichen Klagegrund, so dass auch die fortgesetzten Handlungsabschnitte zum Streitgegenstand gehören (BGH, Urteil vom 18. November 2010 I ZR 168/07, GRUR 2011, 169 Rn. 23 = WRP 2011, 213 - Lotterien und Kasinospiele; v. Ungern-Sternberg, GRUR 2009, 1009, 1013).