Source: http://www.stmelf.bayern.de/coronavirus%20%20%20%20
Timestamp: 2020-06-05 04:09:09
Document Index: 104541721

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 14', '§ 2', '§ 2']

Coronavirus – Wichtige Informationen - StMELF
Stand 3. Juni 2020
Bayern hat weitreichende Maßnahmen zur Bekämpfung des neuen Corona-Virus Sars-CoV-2 eingeleitet. In den nachgeordneten Behörden des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten werden deshalb soziale Kontakte auf ein zwingend notwendiges Maß beschränkt.
Veranstaltungen finden bis auf Weiteres nicht statt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die jeweilige Behörde.
Hilfe für die bayerische Landwirtschaft
Die bayerischen Obst-, Gemüse- und Hopfenbauern benötigen dringend Unterstützung, da viele ausländische Saisonarbeitskräfte momentan nicht einreisen können. Auf daslandhilft.de oder saisonarbeit-in-deutschland.de oder bei anderen Organisationen können landwirtschaftliche Betriebe Arbeitsangebote und Helferinnen und Helfer Arbeitsgesuche einstellen.
Fragen/Antworten zu Auswirkungen der aktuellen Maßnahmen
Rechtsgrundlagen zu den aktuellen Maßnahmen zur Coronavirus-Bekämpfung
Rechtsgrundlagen – Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP)
Antworten auf generelle Fragen zu den Regelungen
Häufige Fragen und Antworten – Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration (StMI)
Ergänzend hierzu stellt das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf dieser Seite nach bestem Wissen und möglichst aktuell Fragen und Antworten speziell zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Land- und Forstwirtschaft sowie die Ernährung zusammen.
Die Antworten sind allgemeine Auskünfte und beziehen sich auf die jeweils aktuell bekannte Sachlage, die sich allerdings sehr schnell ändern kann. Wir bitten um Verständnis dafür, dass keine Aussagen zu Einzel- und Spezialfällen bzw. zu einzelnen Rechtsangelegenheiten gemacht werden.
Folgende häufig gestellte Fragen und Antworten haben unsere Ernährungsexperten zusammengestellt. Die jeweiligen Links bieten weiterführende Informationen.
Kann man sich über Lebensmittel mit dem neuartigen Coronavirus anstecken?
Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit dem Coronavirus infiziert haben. Dasselbe gilt auch für eine Ansteckung über kontaminierte Gegenstände. Wie auch sonst gilt: Hygieneregeln im Umgang mit und bei der Zubereitung von rohem Fleisch und Fleischprodukten sollten eingehalten werden. Ein etwaiges Risiko der Ansteckung kann durch Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich reduziert werden, da das Virus hitzeempfindlich ist.
Bundesinstitut für Risikobewertung - Fragen/Antworten
Kann das Coronavirus über das Trinkwasser übertragen werden?
Nein. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) kann eine Übertragung des Coronaviurs über die öffentliche Trinkwasserversorgung ausgeschlossen werden.
Landesamt für Gesundheit - Fragen/Antworten
Helfen Nahrungsergänzungsmittel wie zum Beispiel Vitamin C oder Vitamin D gegen Corona?
Nein. Weder Supplemente wie Vitamin C oder Vitamin D noch andere Nahrungsergänzungsmittel können vor einer Infektion mit Corona schützen noch dienen sie zur Behandlung bereits Erkrankter. Nahrungsergänzungsmittel dürfen keine arzneiliche Wirkung entfalten, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit betont. Zum Schutz der Abwehrkräfte ist vorrangig eine ausgewogene Ernährung, kombiniert mit Bewegung, das Mittel der Wahl. Generell sollte die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln daher nicht willkürlich erfolgen, sondern idealerweise in Absprache mit dem Hausarzt.
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit - Fragen/Antworten
Verbraucherzentrale - Nahrungsergänzungsmittel
Wieviel Vorräte sind sinnvoll?
Viele Menschen füllen derzeit ihre Vorrats- und Kühlschränke mit großen Mengen an Lebensmitteln. Damit die angeschafften Lebensmittel nicht vorzeitig verderben und weggeworfen werden müssen, sollten sie richtig gelagert und regelmäßig verbraucht werden. Unter www.vorratshaltung.bayern.de gibt es Tipps zur richtigen Vorratshaltung (Vorratskalkulator), Lagerung und zu Vorratsschädlingen im Haushalt.
Generell gilt: Vorratshaltung ist sinnvoll, sog. Hamsterkäufe sind überflüssig.
www.vorratshaltung.bayern.de
Wird Stillen zurzeit empfohlen?
Ja. Nach der Nationalen Stillkommission gibt es aktuell keine ausreichenden Kenntnisse, dass das Coronavirus über die Muttermilch übertragen wird. Hauptrisikofaktor für eine Übertragung beim Stillen ist der enge Hautkontakt. Da die Vorteile des Stillens überwiegen, wird das Stillen unter Einhaltung der erforderlichen Hygienemaßnahmen empfohlen. Infizierte Mütter oder Verdachtsfälle sollten beim Stillen durch Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen vor und nach dem Kontakt mit dem Kind und durch das Tragen eines Mundschutzes eine Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion verhindern.
Max-Rubner Institut - Nationale Stillkommission
Ist es möglich, sich beim Kauf von Eis in der Waffel anzustecken?
Es gibt derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel oder den Kontakt mit trockenen Oberflächen wie einer Eiswaffel bekannt.
Wäre es besser, Obst und Gemüse zu schälen?
In manchen Fällen. Da die meisten gesundheitsförderlichen Stoffe von Apfel oder Gurke in der Schale stecken, wird ein Schälen normalerweise nicht empfohlen. Allerdings: Theoretisch könnte nach dem sorgfältigen Waschen ein Schälen von Obst und Gemüse, wo dies möglich ist, das Risiko einer Aufnahme des neuartigen Coronavirus nochmals weiter reduzieren, das gilt etwa für Menschen, die zur Risikogruppe zählen oder einfach besonders vorsichtig sein wollen. Vor und nach dem Zubereiten von Lebensmitteln sollten auch die Hände (mit Seife) gewaschen werden.
Bundesinstitut für Risikobewertung - Schutz vor Lebensmittelinfektionen (PDF) Dokument vorlesen
Verbraucherzentrale - Lebensmittel und Verpackungen
Wird das Virus durch Spülen mit der Hand oder in der Geschirrspülmaschine inaktiviert?
Ja. Seifen und Geschirrspülmittel enthalten fettlösende Substanzen. Coronaviren, deren Erbgut von einer Fettschicht (Lipidschicht) umhüllt ist, reagieren empfindlich auf diese Fettlöser. Wenngleich für das neue Coronavirus hierfür noch keine spezifischen Daten vorliegen, ist es laut BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) hoch wahrscheinlich, dass durch diese Substanzen die Virusoberfläche beschädigt und das Virus inaktiviert wird. Das gilt insbesondere dann, wenn im Geschirrspüler das Geschirr mit 60 Grad Celsius oder höherer Temperatur gereinigt und getrocknet wird.
Gemeinschaftsverpflegung (Kitas, Schulen, Betriebe)
Ist eine Verpflegung in den Kitas derzeit möglich? (07.05.2020)
Ja, Essen gehört in der Kita zum festen Tagesablauf.
Wie die Verpflegung im Rahmen des Hygienekonzepts einzelner Kitas derzeit umgesetzt wird, stimmt jede Kita in Absprache mit ihrem Träger und dem zuständigen Gesundheits- und Jugendamt ab.
Welche Regelungen gelten für die Schulverpflegung und die Betriebsgastronomie? (akt. 08.05.2020)
Eine Ausnahme von der Betriebsuntersagung für Gastronomie gilt für die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken.
Seit dem 11.05.2020 gilt nach § 13 der 4. BayIfSMV eine weitere Ausnahme für nicht öffentlich zugängliche Betriebs- und Schulkantinen, wenn gewährleistet ist, dass der Abstand zwischen den Gästen mindestens 1,5 m beträgt.
Der Betreiber der Betriebs- oder Schulkantine hat ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen. Die zuständige Kreisverwaltungsbehörde kann im Einzelfall ergänzende Anordnungen erlassen, soweit es aus infektionsschutzrechtlicher Sicht erforderlich ist.
Hygienekonzept Gastronomie (Stand: 25.05.2020)
Gemeinsame Handlungsempfehlungen des Wirtschaftsministeriums und des Gesundheitsministeriums zum Wiederhochfahren der gastgewerblichen Betriebe
Hygienekonzept Gastronomie - Bekanntmachung vom 14.05.2020
Hygienekonzept Gastronomie - Änderung der Bek. vom 25.05.2020
Hinweise für die Praxis bietet das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn)
Gemeinschaftsverpflegung in Zeiten der Coronapandemie (KErn)
Berufsaus- und -fortbildung/Prüfungen
Grundsätzlich gilt bei allen Fragen: Weitere Auskünfte erteilen die Bildungsberater/-innen an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten oder die zuständige Stelle.
Kann ich meine Ausbildung in einem Agrarberuf weiter fortführen? (akt. 14.05.2020)
Die von staatlicher Seite angeordneten Beschränkungen und sonstigen Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie lassen die Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsverhältnis grundsätzlich unberührt. Insbesondere sind die Ausbildenden weiterhin zur Ausbildung verpflichtet (§ 14 BBiG). Alle dem Ausbildungsbetrieb zur Verfügung stehenden Möglichkeiten sind auszuschöpfen. Bei der Durchführung der Ausbildung sind aber selbstverständlich die jeweils aktuell angeordneten behördlichen Maßnahmen zu beachten. Ausdrücklich soll jeder zur Arbeit gehen, soweit dies möglich ist. Falls dies nicht möglich ist (z. B. wegen bestätigten Corona-Fällen), sollten von den Auszubildenden Selbstlernphasen/Telearbeit o. Ä. soweit als möglich genutzt werden.
Kann von meinem Ausbildungsbetrieb Kurzarbeit angeordnet werden? (06.04.2020)
Auszubildenden gegenüber kann in der Regel keine Kurzarbeit angeordnet werden. Der Ausbildungsbetrieb ist dazu verpflichtet, alle Mittel auszuschöpfen, um die Ausbildung ordnungsgemäß fortzusetzen. Auch bei Ausbildern sollte Kurzarbeit nur in Ausnahmefällen angeordnet werden, da der Betrieb gewährleisten muss, dass der Ausbilder/die Ausbilderin der Ausbildungspflicht gegenüber dem Auszubildenden nachkommt. Der Auszubildende muss weiterhin in Vollzeit ausgebildet werden können.
Muss ich in meinem Ausbildungsbetrieb arbeiten, wenn der Schulunterricht aufgrund der geschlossenen Berufsschulen ausfällt? (akt. 07.05.2020)
Die schrittweise Wiederaufnahme des Unterrichts läuft seit dem 27. April 2020. Seit dem 11. Mai werden an den Berufsschulen jeweils die Klassen, die in den Jahren 2020 und 2021 zum Abschluss führen, sowie die Klassen des vollzeitschulischen Berufsgrundschuljahres (BGJ) wieder beschult.
Um eine gleichmäßige Auslastung der Schulgebäude zu erreichen, kann der Unterricht gestaffelt in geteilten Lerngruppen erfolgen, die sich i. d. R. wöchentlich (im Einzelfall vor Ort ggf. auch tageweise) abwechseln ("rollierendes System"). Die Berufsschulen informieren ihre Schülerinnen und Schüler.
Für die Auszubildenden, die derzeit nicht in der Berufsschule beschult werden, wird das "Lernen zuhause" bis auf Weiteres fortgeführt. Sie bekommen weiterhin von den jeweiligen Berufsschulen Unterrichtsmaterial über Lernplattformen oder in ähnlicher Art und Weise zur Verfügung gestellt.
Solange und soweit der Berufsschulunterricht ausfällt, sind Auszubildende grundsätzlich verpflichtet zur Fortsetzung der Ausbildung im Betrieb zu erscheinen; der Freistellungstatbestand aus § 15 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 BBiG entfällt.
Die Auszubildenden sind grundsätzlich von den Ausbildungsbetrieben in dem Rahmen freizustellen, in dem auch der reguläre Präsenzunterricht stattfinden würde. Der konkrete Umfang der Freistellung für das "Lernen zuhause" kann bei Bedarf zwischen den dualen Partnern in vertrauensvoller Abstimmung festgelegt werden. Der Begriff "Lernen zuhause" ist in diesem Zusammenhang nicht nur auf das häusliche Umfeld beschränkt und kann daher auch ziel- und handlungsorientiert im Betrieb erfolgen. Wo sich der Lernort für den Onlineunterricht befindet, legen Ausbildungsbetriebe und Auszubildende fest. Wenn Betriebe vertragswidrig die Auszubildenden am Schulbesuch oder der Teilnahme an schulischen Angeboten im Rahmen von "Lernen zuhause" hindern, ist dies den zuständigen Stellen mitzuteilen und auf Abhilfe zu drängen. Das gemeinsame Ziel der dualen Partner, Betriebe und Schulen, ist die erfolgreiche berufliche Qualifizierung der Auszubildenden. Dies kann unter den aktuellen Umständen nur in gemeinsamer Anstrengung erfolgen. Eine regelmäßige Kommunikation und ggf. Abstimmung zwischen allen Beteiligten ist dabei wesentliche Voraussetzung.
So geht es an den Schulen in Bayern weiter (StMUK)
Findet Unterricht an den Fachschulen bzw. Meister- und Technikerschulen statt? (akt. 07.05.2020)
Die Wiederaufnahme des Unterrichtsbetriebs läuft seit dem 27. April 2020. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes werden für den Unterricht besondere Rahmenbedingungen entsprechend der Regelungen an den allgemeinbildenden Schulen angewendet (ggf. gestaffelter Unterricht).
Seit dem 11. Mai 2020 findet der Unterricht an allen Fachschulen im Geschäftsbereich des StMELF und an der Fachakademie für Landwirtschaft Fachrichtung Ernährungs- und Versorgungsmanagement statt. Auskünfte erteilen die jeweiligen Schulen.
Finden berufliche Prüfungen statt (Abschluss-, Meister-, Fortbildungsprüfungen)? (akt. 07.05.2020)
Abschlussprüfungen, Meister- und sonstige Fortbildungsprüfungen sowie Ausbildereignungsprüfungen wurden bis 19.4.2020 abgesagt. Mögliche Ersatztermine von entfallenen Terminen werden derzeit geplant. Sofern sich keine weiteren Einschränkungen ergeben, ist keine Verschiebung der ab Mitte Mai geplanten Prüfungstermine vorgesehen.
Finden Zwischenprüfungen statt? (06.04.2020)
Zwischenprüfungen, die regulär im laufenden Ausbildungsjahr bis 31.07.2020 vorgesehen sind, entfallen ersatzlos. Da seitens der Auszubildenden keinerlei Verschulden vorliegt, kann im Hinblick auf die anstehenden Zulassungen zur Abschlussprüfung vom Nachweis der Zwischenprüfung abgesehen werden. Die Zwischenprüfung gilt somit als abgelegt bzw. teilgenommen und die Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung trotzdem als erfüllt. Bei Bewerbern mit Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung 2020 gelten infolgedessen nur die Regeln des § 45 Abs. 1 BBiG (Anhörung des Ausbildenden und der Berufsschule).
Wie läuft das Bildungsprogramm Landwirt (BiLa) weiter? (akt. 20.04.2020)
Auf den Leistungsnachweis im Bildungsprogramm Landwirt (BiLa), der für eine Zulassung nach § 45 Abs. 2 Satz 3 BBiG für die Abschlussprüfung im Beruf im Landwirt/in relevant ist, wird verzichtet. Der bayernweit einheitliche Termin für die schriftliche Prüfung am 03.04.2020 wurde abgesagt. Für die Zulassung nach § 45 Abs. 2 Satz 3 BBiG werden die sonstigen Kriterien (z. B. mind. 48 Monate Praxiszeit, Teilnahme an den Pflichtmodulen) herangezogen.
Maßnahmen im Rahmen des Bildungsprogramms Landwirt (BiLa) sind wie Fachschulunterricht zu beurteilen und können entsprechend den Maßgaben zur Verhinderung von Corona-Infektionen für Teilnehmer an der Abschlussprüfung 2020 seit 27.04.2020 durchgeführt werden.
Findet die überbetriebliche Ausbildung wieder statt? (akt. 06.05.2020)
Die Durchführung von überbetrieblicher Ausbildung (Lehrgangsbetrieb) und Lehrlingsschulungen sind entsprechend den Maßgaben zur Verhinderung von Corona-Infektionen für die Teilnehmer an der Abschlussprüfung im Jahr 2020 seit 27.04.2020 möglich.
Seit dem 11. Mai ist eine Ausweitung für Teilnehmer im Jahr vor der Abschlussprüfung möglich. Die Teilnehmer werden wie bisher von den zuständigen Stellen und/oder den Lehrgangsanbietern (ggf. über die Berufsschulen) informiert.
Können sich Nutztiere anstecken oder das Coronavirus übertragen?
Nach aktuellem Stand der Wissenschaft kann das Coronavirus nicht von Tieren auf Menschen oder umgekehrt von Menschen auf Tiere übertragen werden.
Friedrich Löffler-Institut - Welche Rolle spielen Haus- und Nutztiere? (PDF) Dokument vorlesen
Welche Tätigkeiten darf ein landwirtschaftlicher Betrieb noch verrichten im Falle einer häuslichen Quarantäne? (akt. 06.04.2020)
Die Quarantäne wird von der örtlichen Kreisverwaltungsbehörde bzw. dem Gesundheitsamt angeordnet. Die erforderlichen Modalitäten hängen vom Einzelfall ab. Bei der Einzelfallentscheidung sollte berücksichtigt werden, dass an der Aufrechterhaltung der Landwirtschaft ein erhebliches Interesse besteht. Wenn auf einem landwirtschaftlichen Anwesen Maßnahmen möglich sind, die eine Weiterverbreitung des Coronavirus verhindern, sollte landwirtschaftliches Arbeiten möglich sein. Dazu sind Zusammenarbeit und v. a. Nähe zu anderen Menschen zu vermeiden, sofern diese nicht zur häuslichen Familie gehören und ebenfalls unter Quarantäne stehen. Der Zweck der Quarantäne darf nicht gefährdet werden und muss gegebenenfalls von den Behörden vor Ort festgelegt werden.
Allein verbindlich ist die Quarantäneanordnung des Gesundheitsamts mit den darin verfügten Auflagen. Im Quarantänefall wird Betrieben empfohlen, rasch Kontakt mit den örtlichen Behörden aufzunehmen. Soweit dies möglich ist, sollten Betriebe bereits im Vorfeld selbst organisatorische Vorkehrungen für einen Quarantänefall treffen.
Können bayerische Landwirte nach Tschechien fahren, um dort ihre Flächen zu bewirtschaften? (akt. 02.04.2020)
Seit Samstag, 21.3.2020 gibt es eine Ausnahme für deutsche Landwirte, die Ackerland in Tschechien bewirtschaften. Die Deutsche Botschaft in Prag hat im Internet wichtige Hinweise zusammengestellt.
Die Verhaltensregeln (u. a. Mundschutzpflicht) gelten dabei für alle, die sich auf dem Gebiet der Tschechischen Republik aufhalten – also auch für Pendler und Landwirte. Im Moment gibt es kein Formular (von Tschechien) für die Landwirte. Als Nachweis für bayerische Landwirte bzw. deren Mitarbeiter werden Bestätigungen empfohlen. Diese sollten einen Stempel des Betriebes haben. Diese Vorlagen (für Landwirt bzw. Mitarbeiter), die derzeit von den tschechischen Grenzbeamten akzeptiert werden, können Sie per E-Mail anfordern.
Es besteht kein Anspruch auf Einreise.
Anforderung per E-Mail (Referat-G5@stmelf.bayern.de)
Deutsche Botschaft Prag - Ausnahmeregelungen für Ein- und Ausreise
Pensionspferdehaltung und Pferdezucht
Hinweis: Die Antworten sind allgemeine Auskünfte und beziehen sich auf die jeweils aktuell bekannte Sachlage, die sich allerdings sehr schnell ändern kann.
Darf Reitunterricht stattfinden? (akt. 02.06.2020)
Der Trainingsbetrieb (einschließlich Reitunterricht) ist an der frischen Luft, im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen oder in Reithallen unter Einhaltung der folgenden Voraussetzungen zulässig:
•	Einhaltung der Abstandsregel von mind. 1,5 m zwischen zwei Personen,
• Ausübung allein oder in kleinen Gruppen von bis zu 5 Personen (inklusive Trainer/ Reitlehrer), ab dem 8. Juni 2020 in Gruppen von bis zu 20 Personen,
•	kontaktfreie Durchführung,
•	konsequente Einhaltung der Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei gemeinsamer Nutzung von Sportgeräten,
•	keine Nutzung von Umkleidekabinen in geschlossenen Räumlichkeiten,
•	keine Nutzung der Nassbereichein geschlossenen Räumlichkeiten, die Öffnung von gesonderten WC-Anlagen ist jedoch möglich,
•	Vermeidung von Warteschlangen beim Zutritt zu Anlagen,
•	außerhalb des Trainings besteht in geschlossenen Räumlichkeiten Maskenpflicht (insbesondere beim Betreten und Verlassen der Reithalle sowie bei der Nutzung von WC-Anlagen),
•	keine besondere Gefährdung von vulnerablen Personen und
•	keine Zuschauer.
Dürfen Reitturniere stattfinden? (02.06.2020)
Ab dem 8. Juni 2020 ist der Wettkampfbetrieb für kontaktlose Sportarten an der frischen Luft, im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportstätten wieder zulässig, sofern die folgenden Voraussetzungen vorliegen:
• Der Veranstalter hat ein auf den jeweiligen Standort und Wettkampf zugeschnittenes Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage des Corona-Pandemie – Rahmenhygienekonzepts Sport auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen,
• Einhaltung der Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern zwischen zwei Personen,
• Ausübung in Gruppen von maximal bis zu 20 Personen,
• kontaktfreie Durchführung,
• keine Nutzung von Umkleidekabinen in geschlossenen Räumlichkeiten,
• konsequente Einhaltung der Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei gemeinsamer Nutzung von Sportgeräten,
• keine Nutzung von Nassbereichen in geschlossenen Räumlichkeiten, die Öffnung von gesonderten WC-Anlagen ist jedoch möglich,
• Vermeidung von Warteschlangen beim Zutritt zu oder Verlassen von Anlagen,
• außerhalb des eigentlichen Wettkampfs, insbesondere beim Durchqueren von Eingangsbereichen, bei der Entnahme und dem Zurückstellen von Sportgeräten sowie bei der Nutzung von WC-Anlagen, besteht in geschlossenen Räumen Maskenpflicht,
• keine besondere Gefährdung von vulnerablen Personen,
• keine Zuschauer.
Rahmenhygienekonzept Sport - Bekanntmachung vom 29.05.2020 (PDF)
Was ist bei reittherapeutischen Maßnahmen (Hippotherapie) zu beachten? (02.06.2020)
Es ist durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Patienten eingehalten werden kann. Für Therapeuten, Patienten und Begleitpersonen gilt Maskenpflicht. Die Maskenpflicht entfällt, soweit die Art der Leistung sie nicht zulässt. Der Mindestabstand von 1,5 m muss zwischen Therapeut und Patient nicht zwingend eingehalten werden, es wird jedoch dazu geraten, wo immer möglich auf den Mindestabstand zu achten.
Gilt auf Betrieben mit Pensionspferdehaltung eine Maskenpflicht? (03.06.2020)
Ab dem 8. Juni 2020 gilt in geschlossenen Räumen von Einrichtungen, die dem Trainingsbetrieb dienen, eine Maskenpflicht. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht demnach außerhalb des eigentlichen Reittrainings in allen geschlossenen Räumlichkeiten, insbesondere in Reithallen, Stallungen, WC-Anlagen, Sattelkammern, etc.
Was ist, wenn bei einer Person, die auf dem Betrieb lebt, Corona nachgewiesen wird? Wird die Anlage gesperrt und wer kümmert sich um die Pferde? (akt. 08.04.2020)
Im Falle einer Coronainfektion einer auf dem Betrieb lebenden Person, sind die Anordnungen des Gesundheitsamtes zu beachten. Sofern diese Person in der Betreuung der Pferde tätig war, muss deren Tätigkeit dann von einer anderen Person übernommen werden. Für den Fall einer Quarantäne sind Planung und Organisation im Vorfeld wichtig. Es empfiehlt sich, bereits vorab Vertretungsregelungen zu treffen und die Arbeit in einem strikten Schichtsystem vorzunehmen.
Weitere Informationen zur häuslichen Quarantäne finden sich auch im Reiter "Landwirtschaft".
Betriebsuntersagungen/-einschränkungen
Welche Geschäfte wann wieder öffnen dürfen, entnehmen Sie den Hinweisen "Corona-Krise und Wirtschaft" auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (StMGP).
Bayern‐Plan Corona‐Krise und Wirtschaft (StMGP) - PDF Dokument vorlesen
Grundsätzlich dürfen alle Handels- und Dienstleistungsbetriebe seit dem 11. Mai 2020 öffnen, müssen aber geeignete Infektionsschutzmaßnahmen umsetzen. Bitte beachten Sie die aktuelle Fassung der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.
Rechtsgrundlagen (StMGP)
Dürfen Übernachtungen im Rahmen von "Urlaub auf dem Bauernhof" angeboten werden? (30.05.2020)
Seit dem 30. Mai sind sämtliche Übernachtungen, auch zu touristischen Zwecken, unter Einhaltung der folgenden Voraussetzungen von § 14 der 5. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (5. BayIfSMV) wieder zulässig:
• Der Betreiber stellt durch geeignete Maßnahmen sicher, dass zwischen Gästen, die im Verhältnis zueinander nicht zu dem in § 2 Abs. 1 5. BayIfSMV bezeichneten Personenkreis (d.h. Angehörige des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie Angehörige eines weiteren Hausstands) gehören, und zwischen Gästen und Personal grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird.
• Gäste, die im Verhältnis zueinander nicht zu dem in § 2 Abs. 1 5. BayIfSMV bezeichneten Personenkreis (d.h. Angehörige des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie Angehörige eines weiteren Hausstands) gehören, dürfen nicht zusammen in einem Zimmer oder einer Wohneinheit untergebracht werden.
• Jedes Zimmer oder jede Wohneinheit verfügt über eine eigene Sanitäreinrichtung.
• Für das Personal im Servicebereich oder in Bereichen, in denen ein Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann, sowie für die Gäste, solange sie sich nicht am Tisch des Restaurantbereichs oder in ihrer Wohneinheit befinden, gilt Maskenpflicht.
• Der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept auf der Grundlage eines von den Staatsministerien für Gesundheit und Pflege und für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie bekannt gemachten Rahmenkonzepts für Beherbergungsbetriebe sowie, falls Gästeparkplätze zur Verfügung gestellt werden, ein Parkplatzkonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.
Um einen größtmöglichen Infektionsschutz zu gewährleisten, haben das Wirtschaftsministerium und das Gesundheitsministerium gemeinsam ein verbindliches staatliches Rahmenkonzept zur Umsetzung der Hygienevorgaben erarbeitet. Für Urlaub-auf-dem-Bauernhof-Betriebe hat die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) darauf abgestimmte Umsetzungshinweise zusammengestellt.
Hygienekonzept Beherbergung - Bekanntmachung vom 22.05.2020 Dokument vorlesen
Maßnahmenkataloge zum Wiederhochfahren der Bauernhofgastronomie und des Landtourismus (LfL)
Informationen zur Jagd gibt es im Wildtierportal unter www.wildtierportal.bayern.de/corona
Corona und Jagd (Wildtierportal)
Hilfen und Unterstützung für betroffene Unternehmen
In ihrer Existenz bedrohte Unternehmen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und weiterer Branchen der Urproduktion sowie nicht landwirtschaftlicher Unternehmenszweige (z. B. Urlaub auf dem Bauernhof, Angebote zur Gemeinschaftsverpflegung) können die "Soforthilfe-Corona" beantragen.
Soforthilfe-Corona - Antragstellung beim bayerischen Wirtschaftsministerium (StMWi)
Die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet mit Unterstützung des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMEL) Liquiditätssicherungsdarlehen an, die mit einer Bürgschaft kombiniert sind. Das Programm richtet sich an Unternehmen aus der Landwirtschaft einschließlich Wein- und Gartenbau, Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur, die unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden und nicht über ausreichend Sicherheiten verfügen.
Corona-Bürgschaftsprogramm (Rentenbank)
Wo können Betriebe die Einreise ausländischer Saisonarbeitskräfte anmelden? (akt. 08.04.2020)
Der Deutsche Bauernverband (DBV) übernimmt die Organisation der Einreise von Saisonarbeitern aus dem Ausland und erteilt Auskünfte an interessierte landwirtschaftliche Betriebe.
Über das Portal www.saisonarbeit2020.bauernverband.de können Betriebe der Landwirtschaft (einschließlich Weinbau) und des Gartenbaus die Einreise von Saisonarbeitskräften organisieren. In dem Portal werden die für die Bundespolizei erforderlichen Anreisedaten gemeldet und an die Bundespolizei übermittelt.
Registrierung und Anmeldung landwirtschaftlicher Saisonarbeitskräfte (DBV)
Dürfen Saisonarbeitskräfte länger als 70 Tage in Deutschland arbeiten? (akt. 24.03.2020)
Ja, Saisonarbeitskräfte dürfen bis zum 31. Oktober eine kurzfristige Beschäftigung für bis zu 115 Tage sozialversicherungsfrei ausüben.
Dürfen Saisonarbeitskräfte eine Nebenbeschäftigung aufnehmen? (akt. 24.03.2020)
Ja, Einkommen aus einer Nebenbeschäftigung wird übergangsweise bis Ende Oktober 2020 bis zur Höhe des Nettolohns aus dem eigentlichen Beschäftigungsverhältnis nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet.
Wo kann ich mich informieren, welche landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland Saisonarbeitskräfte suchen? Wie können Betriebe Saisonarbeitskräfte finden? (akt. 30.03.2020)
Auf daslandhilft.de oder saisonarbeit-in-deutschland.de oder bei anderen Organisationen können landwirtschaftliche Betriebe Arbeitsangebote und Helferinnen und Helfer Arbeitsgesuche einstellen.
www.daslandhilft.de (Bundesverband der Maschinenringe)
www.saisonarbeit-in-deutschland.de (GLFA)
Gemeinschaftsaktion des StMELF: Arbeiten für die Ernte! (www.landwirtschaft.bayern.de/erntehelfer)
+++ Die Seite wird Zug um Zug mit wichtigen Informationen ergänzt. +++
Coronavirus in Bayern –
Lebensmittelversorgung ist sicher
Die Lebensmittelversorgung in Bayern ist sicher. Es gibt keine Veranlassung für "Hamsterkäufe". Lebensmittelengpässe sind nicht zu befürchten. Die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs ist sichergestellt.
Allgemeine Verhaltensempfehlungen
Bleiben Sie so oft es geht zu Hause. Schränken Sie insbesondere die persönlichen Begegnungen mit älteren oder chronisch kranken Menschen zu deren Schutz ein. Nutzen Sie stattdessen vermehrt die Kommunikation per Telefon und E-Mail.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat grundsätzliche Fragen und Antworten zusammengestellt.
Fragen und Antworten (BMEL)
Regionale Betriebe online finden
Direktvermarkter, Gastronomie, Gärtnereien, Baumschulen und viele andere bieten Lieferdienste an.
Direktvermarkter und Wochenmärkte
(Bauernverband)
Regionale Gastronomie-Angebote
www.lokalhelden.bayern
Gärtnerei-Suche
(Bayerischer Gärtnereiverband)
Baumschulen-Suche
(Landesverband Bayern - BdB)