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Timestamp: 2016-10-22 01:58:42
Document Index: 201443573

Matched Legal Cases: ['Art. 308', 'Art. 72', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 317', 'Art. 107', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 317', 'Art. 229', 'BGE', 'Art. 296', 'Art. 273', 'Art. 274', 'Art. 13', 'Art. 8', 'Art. 273', 'BGE', 'Art. 274', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66']

5A_528/2015 (21.01.2016)
5A_528/2015 � � Urteil vom 21. Januar 2016
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, vom 29. Mai 2015.
Nachdem die Eltern die Kinder abwechslungsweise betreut hatten, hob die Pr�sidentin der Sozialbeh�rde D.________ am 15. Oktober 2008 auf Grund einer Gef�hrdungsmeldung des Vaters die elterliche Obhut der Mutter �ber die Kinder auf, ordnete deren Fremdbetreuung an und errichtete eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB. Mit Beschluss vom 15. September 2009 stellte die Sozialbeh�rde die drei Kinder wieder unter die Obhut der Mutter, unter Beibehaltung der Beistandschaft. Mit Beschluss vom 11. Januar 2011 ordnete sie ein Gutachten an, welches geeignete Massnahmen zur Beruhigung und Stabilisierung des famili�ren Beziehungssystems aufzeigen sollte. Mit Beschluss vom 1. Februar 2011 sistierte sie auf Antrag der Beist�ndin das Besuchsrecht des Vaters gegen�ber allen drei Kindern f�r die Dauer der Begutachtung. Eine gegen diesen Beschluss erhobene Beschwerde des Vaters hiess der Bezirksrat E.________ am 23. M�rz 2011 gut; er hob die Sistierung des Besuchsrechts auf und wies die Sozialbeh�rde D.________ an, nach Anh�rung der Eltern sowie der drei Kinder den Umfang und die Modalit�ten des Besuchsrechts zu regeln, unter Festsetzung eines vorl�ufigen Besuchsrechts bis zu diesem Entscheid. Eine dagegen erhobene Berufung der Mutter wies das Obergericht des Kantons Z�rich mit Urteil vom 24. Juni 2011 ab.
Nachdem der KJPD Z�rich am 25. November 2011 das Gutachten und der Beistand am 19. April 2012 einen Zwischenbericht erstattet hatten, beschloss die Sozialbeh�rde am 24. April 2012, dass die Beistandschaft aufrecht erhalten bleibe; sodann beliess sie die Kinder in der Obhut der Mutter, unter Best�tigung des Besuchsrechts des Vaters. Gegen diesen Entscheid erhob der Vater Beschwerde beim Bezirksrat E.________, weil er im Wesentlichen das Besuchsrecht genauer umschrieben haben wollte. Am 24. Oktober 2012 hiess der Bezirksrat E.________ die Beschwerde teilweise gut und legte insbesondere ein Besuchsrecht an jedem zweiten Wochenende fest, wobei es die Modalit�ten der Aus�bung detailliert regelte.
Auf die von Y.________ gegen den Entscheid des Bezirksrats hin erhobene Beschwerde verweigerte das Obergericht des Kantons Z�rich mit Urteil vom 26. August 2013 X.________ ein Besuchsrecht.
Die hiergegen von X.________ erhobene Beschwerde hiess das Bundesgericht am 17. Oktober 2014 dahingehend gut, dass es die Sache zur neuen Beurteilung an das Obergericht zur�ckwies (Verfahren 5A_719/2013).
Das Obergericht h�rte die drei S�hne in der Folge erneut an und bestellte ihnen eine Vertretung. Mit Urteil vom 29. Mai 2015 ging es von einer ge�nderten Sachlage aus und verweigerte dem Vater deshalb erneut das Besuchsrecht.
Gegen diesen Entscheid hat X.________ am 2. Juli 2015 wiederum eine Beschwerde in Zivilsachen eingereicht mit den Begehren um dessen Aufhebung und Gew�hrung eines Besuchsrechts von Freitag Schulschluss bis Sonntag, 18 Uhr, an jedem zweiten Wochenende sowie eines Ferienrechts von zwei Wochen pro Jahr; eventualiter verlangt er die R�ckweisung der Sache zur Neubeurteilung. Es wurden keine Vernehmlassungen, aber die kantonalen Akten eingeholt.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid �ber das Besuchsrecht des Vaters und damit �ber eine nicht verm�gensrechtliche Zivilsache; die Beschwerde in Zivilsachen ist zul�ssig (Art. 72 Abs. 1, Art. 75 Abs. 2 und Art. 90 BGG).
In verfahrensrechtlicher Hinsicht macht der Vater geltend, das Obergericht habe die Bindungswirkung des bundesgerichtlichen R�ckweisungsentscheides missachtet, indem es einen anderen als den bisherigen Sachverhalt gew�rdigt habe; dies stelle eine Rechtsverweigerung gem�ss Art. 29 BV dar und verletze das Recht auf ein faires Verfahren im Sinn von Art. 6 EMRK. Ferner habe das Obergericht auch Art. 317 Abs. 1 ZPO verletzt, indem es beliebige Noven zugelassen habe; insbesondere h�tte der Beweisantrag auf erneute Anh�rung der S�hne in einem fr�heren Verfahrensstadium erfolgen m�ssen und sei er deshalb als versp�tet anzusehen.
Die mit einem R�ckweisungsurteil im Sinn von Art. 107 Abs. 2 BGG verbundene Bindungswirkung bedeutet zun�chst, dass sowohl die Vorinstanz als auch das Bundesgericht selbst an die darin enthaltenen rechtlichen Erw�gungen gebunden sind; die Vorinstanz darf sich nicht mehr auf einen verworfenen, wohl aber auf einen neuen Rechtsstandpunkt st�tzen (vgl. BGE 131 III 91 E. 5.2 S. 94; 133 III 201 E. 4.2 S. 208; Urteil 5A_11/2013 vom 28. M�rz 2013 E. 3.1).
Wenn der Beschwerdef�hrer dar�ber hinaus geltend macht, das Bundesgericht habe einen bestimmten Sachverhalt festgestellt, supponiert er, dass es vorliegend um einen in der Vergangenheit liegenden abgeschlossenen Sachverhalt geht, wie er typischerweise bei einer Forderung, aber auch bei zahlreichen anderen Streitigkeiten gegeben ist. Vorliegend geht es aber um die Ausgestaltung eines Besuchsrechts; der diesbez�gliche Sachverhalt ist (schon nur aufgrund des fortschreitenden Alters der Kinder) zwangsl�ufig stetigen �nderungen unterworfen. Inwiefern diese im obergerichtlichen Verfahren Eingang finden k�nnen oder inwieweit sie zum Gegenstand eines Ab�nderungsverfahrens gemacht werden m�ssten, bestimmt sich nach den einschl�gigen Bestimmungen der anwendbaren Verfahrensordnung, mithin nach der ZPO. Soweit nach dieser eine Ber�cksichtigung neuer Sachverhaltselemente m�glich ist, wird dies nicht durch die Bindungswirkung des r�ckweisenden Urteils durchkreuzt (vgl. BGE 133 III 201 E. 4.2 S. 208; 135 III 334 E. 2 S. 335). Selbstverst�ndlich kann aber die Ber�cksichtigung nur solche Punkte betreffen, f�r welche an die Vorinstanz zur�ckgewiesen worden ist (vgl. BGE 131 III 91 E. 5.2 S. 94; 135 III 334 E. 2 S. 335). Das ist vorliegend der Fall, ging und geht es doch um das Besuchsrecht.
F�r das obergerichtliche Verfahren gilt Art. 317 Abs. 1 ZPO, unter Ausschluss einer analogen Anwendung von Art. 229 Abs. 3 ZPO (vgl. BGE 138 III 625 E. 2.2 S. 627 f.). Indes kam, weil es sich um ein familienrechtliches Verfahren handelt, die Untersuchungs- und Offizialmaxime zum Tragen (vgl. Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO), so dass es dem Obergericht m�glich war, von sich aus Untersuchungen anzustellen und ohne Bindung an die Parteibegehren zu entscheiden. Entsprechend konnte nach dem Gesagten auch keine Bindungswirkung in dem Sinn bestehen, dass der Sachverhalt auf den Zeitpunkt der Beweiserhebungen im Rahmen des ersten Entscheides fixiert gewesen w�re, wie der Beschwerdef�hrer dies sinngem�ss geltend macht. Dem Obergericht gereicht es nicht zum Vorwurf, wenn es aufgrund der mehr als zwei Jahre zur�ckliegenden Anh�rung die drei S�hne erneut angeh�rt und sich damit ein Bild �ber die aktuelle Lage verschafft hat. Sodann durfte das Obergericht gerade nicht ausblenden, dass seit seinem ersten Entscheid die Kontakte zwischen dem Vater und den S�hnen vollst�ndig zum Erliegen gekommen sind. Schliesslich durfte und musste es in die Entscheidfindung miteinbeziehen, was die neusten Entwicklungen - namentlich das Instrumentalisieren der S�hne in den zwischen den Eltern laufenden Strafverfahren, indem der Vater sie dort als Zeugen angerufen hatte - f�r das Kindeswohl bedeuten.
Inwiefern sich aus den angeblich verletzten Verfassungsbestimmungen etwas anderes als aus den einschl�gigen gesetzlichen Bestimmungen, mit welchen das obergerichtliche Vorgehen in Einklang steht, ergeben soll, tut der Beschwerdef�hrer nicht substanziiert dar.
Bei ihrer erneuten Anh�rung am 19. November 2014 haben sich alle drei S�hne dahingehend ge�ussert, dass seit der letzten Anh�rung keine freiwilligen Besuche stattgefunden h�tten, sie sich aber Besuche beim Vater vorstellen k�nnten bzw. sogar w�nschen w�rden. Alle drei kn�pften dies aber an die (klar und teilweise wiederholt ge�usserte) Bedingung, dass es nachher nicht �rger gebe, insbesondere dass der Vater dies nicht gegen die Mutter in den zwischen den Eltern h�ngigen Prozessen verwende. A.________ schilderte diesbez�glich, dass der letzte Besuch unangenehm gewesen sei, weil der Vater alles dokumentiert und gefilmt habe; man wisse nie, was sagen, da man Angst haben m�sse, es w�rde in der Folge vom Vater vor Gericht kommen. C.________ sagte diesbez�glich aus, er f�hle sich beim Vater nicht so wohl und er m�chte insbesondere nicht, dass dieser zum Fussballtraining erscheine, weil das Streit zwischen den Eltern gebe. B.________ hielt diesbez�glich fest, es gebe nach jedem Treffen �rger, der Vater verstehe immer etwas falsch, dagegen k�nnten sie nichts machen.
In seiner Stellungnahme vom 27. Februar 2015 hielt der Kindesvertreter fest, dass die S�hne �ber ihre Rechte gut informiert seien und die R�ckweisung durch das Bundesgericht intellektuell nachvollziehen k�nnten, daf�r aber kein Verst�ndnis h�tten. Sie h�tten ihre Aussagen bei der erneuten gerichtlichen Anh�rung unter der Pr�misse gemacht, dass eine Kontaktregelung unvermeidlich sei. Sie wollten jedoch keinen Kontakt zum Vater und h�tten glaubhaft in Aussicht gestellt, einen allenfalls erzwungenen Kontakt zu verweigern bzw. zu unterlaufen. Sie h�tten als Gr�nde die Unaufrichtigkeit, die fehlende Verbindlichkeit im Umgang mit ihnen, die Rechthaberei sowie die Nachl�ssigkeit des Vaters genannt und sie empf�nden es als unzumutbaren �bergriff auf ihre Privatsph�re, ihm Auskunft �ber ihre Zeit mit der Mutter geben zu m�ssen. Dieser habe sie mit Fragen richtiggehend verfolgt, dann oft gleichzeitig alles dokumentiert und aufgezeichnet, zum Teil auch heimlich. Er warte nach der Schule auf sie, verwickle sie in ein Gespr�ch, und es breche Streit aus. Sie h�tten den Eindruck, um sie als Pers�nlichkeiten habe er sich nie wirklich gek�mmert.
Das Obergericht erwog in seinem Urteil vom 29. Mai 2015, die Zwillinge A.________ und B.________ seien inzwischen 15-j�hrig und C.________ sei 14 Jahre alt. Bei der Anh�rung vor der Kammer am 19. November 2014 h�tten sie Besuche beim Vater nicht kategorisch abgelehnt, aber es treffe zu, dass ihre Aussagen unter der Pr�misse gemacht worden seien, dass Besuche nach den Vorgaben des Bundesgerichts anzuordnen seien; vorg�ngig zur Einzelanh�rung seien alle drei Jugendlichen �ber diese Vorgabe informiert worden, was auch aus dem Protokoll ersichtlich sei. Dass sie von sich aus keine Besuche wollten, zeige sich im Umstand, dass sie in den vergangenen Jahren nie Kontakt mit dem Vater aufgenommen h�tten und dass sie sich gegen�ber dem Kindesvertreter (ohne die erw�hnte Pr�misse) dezidiert ge�ussert h�tten. Auch der Vater bestreite die ablehnende Haltung der S�hne nicht, f�hre dies aber auf den Einfluss der Mutter zur�ck. Aus der obergerichtlichen Anh�rung und den �usserungen gegen�ber dem Kindesvertreter gehe indes hervor, dass die stark negativen Gef�hle und die fehlende Bereitschaft zu Besuchen auf der nunmehr seit Jahren erlebten Tatsache gr�ndeten, dass es bei oder nach jedem Besuch, Treffen oder anderweitigen Kontakt zu Streit, �rger und Anschuldigungen sowie Gerichtsverfahren komme. Die S�hne m�ssten diese Entwicklung bei jeder ihrer �usserungen gegen�ber dem Vater bef�rchten. Alle drei h�tten ausgesagt, sich beim Vater unwohl zu f�hlen. Ihr zentralstes Anliegen sei �bereinstimmend, dass Besuche nicht im Nachgang zu neuem �rger f�hren d�rften. Zum Zeitpunkt des ersten obergerichtlichen Entscheides h�tten sich aus dem bis dahin gef�hrten Verfahren nur im Ansatz Hinweise darauf ergeben, dass zwischen den Eltern so viel Streit bestehe und Verfahren h�ngig seien; jedenfalls �ber deren Art und Ausmass habe sich aus den Akten kaum Aufschluss ergeben. Inwischen sei die eskalierte Streitsituation manifest. Nach dem bundesgerichtlichen Entscheid seien neue Verfahren angehoben und entschiedene weitergezogen worden, wobei ein H�hepunkt darin erreicht scheine, dass der Vater die S�hne in einem an die Berufungsinstanz weitergezogenen Strafverfahren gegen die Mutter als Zeugen angerufen habe. Die Vehemenz der Streitsituation habe also weiter zugenommen und die Belastungssituation f�r die Jugendlichen sei weiter erh�ht worden. Das Bestreben, mit Besuchen eine Orientierungsm�glichkeit an einer v�terlichen Identifikationsfigur zu bieten, erscheine unter den gegebenen Umst�nden als aussichtslos. Die ablehnenden Willens�usserungen der Jugendlichen zeichneten sich durch eine hohe Konstanz aus. Sie w�rden alle drei unter den unabl�ssigen Streitereien leiden und die Kontaktverweigerung erscheine f�r sie als einzige M�glichkeit, dieser Belastungssituation auszuweichen. Die Jugendlichen h�tten die ihnen im obergerichtlichen Entscheid vom 26. August 2013 gew�hrte M�glichkeit freiwilliger Kontakte nie genutzt. Vielmehr scheine ihre anhaltende Ablehnung heute derart gefestigt, dass der Vollzug eines allf�lligen Besuchsrechtes angesichts ihres inzwischen erreichten Alters als nicht mehr realisierbar erscheine. Insgesamt m�sse davon ausgegangen werden, dass die Festsetzung eines Besuchsrechts aufgrund der zu erwartenden heftigen Streitereien f�r das Wohl der Jugendlichen eine Gef�hrdung darstelle, welcher nur mit dem Verzicht auf eine solche Anordnung begegnet werden k�nne.
Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung von Art. 273 ff. ZGB, insbesondere von Art. 274 Abs. 2 ZGB. Der Entzug des Besuchsrechts sei eine�
ultima ratio�und d�rfe nur bei einer Gef�hrdung des Kindeswohls angeordnet werden. Die S�hne h�tten sich bei der erneuten Anh�rung am 19. November 2014 �hnlich ge�ussert wie schon am 20. M�rz 2013. Es l�gen mithin keine ver�nderten Tatsachen vor. Dass sie sich gegen�ber dem Kindesvertreter anders ge�ussert h�tten, sei einzig darauf zur�ckzuf�hren, dass die Gespr�che bei den Kindern zuhause stattgefunden h�tten; die dort gemachten �usserungen seien deshalb als Beweismittel nicht zu gebrauchen, weil zweifellos auch die Mutter dort gewesen sei und sich die Knaben nicht frei h�tten �ussern k�nnen. Im �brigen h�tten diese den Elternkonflikt bereits im Rahmen des ersten Entscheides genannt und es seien schon damals zwischen den Eltern verschiedene Verfahren h�ngig gewesen, so dass auch diesbez�glich keine ver�nderten Verh�ltnisse gegeben seien. Insbesondere habe auch die Vehemenz des Konfliktes nicht zugenommen. Schliesslich sei der Kindeswille nur eines von mehreren Kriterien; oberste Maxime bleibe das Kindeswohl. Die Kinder h�tten sich bei der Anh�rung nicht grunds�tzlich gegen Kontakte ausgesprochen und deshalb w�rden diese das Kindeswohl auch nicht gef�hrden. Ein Besuchsrecht sei deshalb auszusprechen. Im �brigen habe das Obergericht keine milderen Mittel (z.B. weniger h�ufige Besuche) und damit die Verh�ltnism�ssigkeit nicht �berpr�ft. Bei einem g�nzlichen Kontaktausschluss seien insbesondere auch Art. 13 f. BV und Art. 8 EMRK verletzt.
Strittig ist, ob bei der vorstehend geschilderten Ausgangslage ein Besuchsrecht festzusetzen ist oder ob der ge�usserte Wille der Kinder und das Kindeswohl dem entgegenstehen; gegebenenfalls w�rde sich auch die Frage nach dem Umfang des Besuchsrechts stellen.
5.1.�Gem�ss Art. 273 Abs. 1 ZGB haben Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das unm�ndige Kind gegenseitig Anspruch auf angemessenen pers�nlichen Verkehr. Dabei handelt es sich um ein gegenseitiges Pflichtrecht, wobei es in erster Linie dem Interesse des Kindes dient und oberste Richtschnur f�r seine Ausgestaltung das Kindeswohl ist, welches anhand der Umst�nde des konkreten Einzelfalles zu beurteilen ist (BGE 122 III 229 E. 3a/bb S. 232 f.; 122 III 404 E. 3b S. 406 f.; 131 III 209 E. 5 S. 212).
Bei einer auf Art. 274 Abs. 2 ZGB gest�tzten Beschr�nkung des pers�nlichen Verkehrs ist das Gebot der Verh�ltnism�ssigkeit zu beachten. So darf er in der Regel nicht allein wegen elterlichen Konflikten dauerhaft eingeschr�nkt werden, jedenfalls soweit das Verh�ltnis zwischen dem besuchsberechtigten Elternteil und dem Kind gut ist (BGE 130 III 585 E. 2.2.1 S. 589; Urteil 5C.221/2006 vom 16. Januar 2007 E. 2.2). Der g�nzliche Ausschluss eines Elternteils vom pers�nlichen Verkehr kommt schliesslich nur als�
ultima ratio�in Frage; er ist einzig dann statthaft, wenn sich die nachteiligen Auswirkungen eines Besuchsrechts nicht anderweitig in f�r das Kind vertretbaren Grenzen halten lassen (BGE 120 III 229 E. 3b/aa S. 233; 122 III 404 E. 3b S. 407; Urteile 5P.369/2004 vom 25. November 2004 E. 4.1; 5A_341/2008 vom 23. Dezember 2008 E. 4.3; 5A_716/2010 vom 23. Februar 2011 E. 4; 5A_505/2013 vom 20. August 2013 E. 2.3).
Bei der Regelung des pers�nlichen Verkehrs ist aber nebst s�mtlichen anderen Begebenheiten der konkreten Situation insbesondere auch dem Alter der betroffenen Kinder und mit fortschreitendem Alter zunehmend auch dem von ihnen ge�usserten Willen Rechnung zu tragen. Es besteht die gefestigte Rechtsprechung, dass zu respektieren ist, wenn fast vollj�hrige Kinder den pers�nlichen Verkehr mit ihrem Vater ablehnen (BGE 126 III 219 E. 2b S. 221 f.; Urteile 5C.250/2005 vom 3. Januar 2006 E. 3.2.1; 5A_107/2007 vom 16. November 2007 E. 3.2; 5A_716/2010 vom 23. Februar 2011 E. 4). Es muss diesfalls den Kindern �berlassen bleiben, ob und gegebenenfalls wann sie bereit sind, einen Kontakt wieder aufzunehmen. Der pers�nliche Verkehr dient in erster Linie dem Kindeswohl. Dieses Ziel ist mit einem erzwungenen Kontakt bei fast vollj�hrigen Kindern, die seit Jahren einen festen Willen �ussern, nicht (mehr) zu erreichen.
5.2.�Vorliegend ergibt sich aus den Feststellungen des Obergerichtes - welche vom Vater teilweise kritisiert werden, freilich nur in appellatorischer Weise und nicht mit Willk�rr�gen, wie dies erforderlich w�re (Art. 97 Abs. 1 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445; 140 III 264 E. 2.3 S. 266) -, dass sich der Konflikt zwischen den Eltern seit dem letzten Entscheid noch deutlich versch�rft und insbesondere der Vater begonnen hat, die S�hne in den elterlichen Konflikt einzubinden, was darin kulminierte, dass er sie vor Berufungsinstanz in einem gegen die Mutter eingeleiteten Strafverfahren als Zeugen anrufen wollte. Seit dem letzten Urteil des Obergerichtes vor zwei Jahren hat kein freiwilliger Kontakt zwischen dem Vater und den S�hnen mehr stattgefunden. Es ist noch zu wenigen zuf�lligen Treffen gekommen, wobei diese meist zu Streit f�hrten, weil der Vater davon Aufzeichnungen machte und diese gegen�ber der Mutter verwenden wollte. Alle drei S�hne lehnen Besuche beim Vater mit ausf�hrlicher Begr�ndung ab, wobei sie sich unter Zwang stattfindende Besuche vorstellen k�nnten, soweit diese im Nachgang nicht zu Streitereien unter den Eltern f�hren; allerdings w�rden sie sich aber auch solchen Besuchen nach M�glichkeit entziehen bzw. versuchen, diese zu unterlaufen.
Inzwischen sind die S�hne 15� bzw. �ber 14 Jahre alt. Sie stehen damit noch nicht unmittelbar vor dem M�ndigkeitsalter, aber es handelt sich faktisch nicht mehr um Kinder, sondern um Jugendliche. Sie �ussern ihren Willen seit Jahren in konstanter Weise und sie begr�nden diesen mit dem als ungew�hnlich invasiv zu bezeichnenden und rechthaberischen Verhalten ihres Vaters, welches chronisch zu Streitigkeiten zwischen den Eltern f�hrt, in welche der Vater die S�hne direkt hineinzieht, indem er ihre Aussagen dokumentiert und gegen�ber der Mutter verwendet.
Auch wenn die S�hne bis zum Erreichen ihrer Vollj�hrigkeit nicht autonom bestimmen k�nnen, ob und zu welchen Bedingungen sie Umgang mit dem nicht sorge- oder obhutsberechtigten Elternteil haben m�chten (BGE 111 II 405 E. 3 S. 407; 127 III 295 E. 4a S. 298; Urteil 5A_107/2007 vom 16. November 2007 E. 3.2) und der von ihnen ge�usserte Wille nicht das alleinige Element bei der richterlichen Entscheidfindung sein kann (BGE 134 III 88 E 4 S. 91; Urteile 5A_764/2009 vom 11. Januar 2010 E. 5.5; 5A_674/2011 vom 31. Oktober 2011 E. 3.3; 5A_799/2013 vom 2. Dezember 2013 E. 5.7), so muss diesem vorliegend doch entscheidende Bedeutung zukommen. Entgegen der Behauptung des Vaters liegt keineswegs die identische Situation wie vor zwei Jahren vor. Vielmehr sind die S�hne �lter geworden, hat sich der elterliche Konflikt versch�rft und manifestiert sich die nicht kindesgerechte Art, wie der Vater die S�hne im Nachtrennungskonflikt zu instrumentalisieren versucht, in einer neuen Dimension. Insbesondere dieses Verhalten ist dem Kindeswohl in hohem Grad abtr�glich. Die Aussagen der Jugendlichen, dass sie sich beim Vater unwohl f�hlen, und ihre Bef�rchtung, dass Besuche stets neue Folgekonflikte heraufbeschw�ren, sind vor dem Hintergrund des v�terlichen Verhaltens ernst zu nehmen.
Konnte es nach den Ausf�hrungen im R�ckweisungsurteil bereits in jenem Zeitpunkt nicht um die Festsetzung eines �blichen Besuchsrechts gehen - zu denken war beispielsweise an ein Mittagessen oder einen gemeinsamen Abend pro Monat oder an einige "Begegnungstage" im Jahr, wobei die konkrete Ausgestaltung dem Obergericht, welches die Kinder angeh�rt hatte und sich auch von den Eltern ein pers�nliches Bild machen konnte, �berlassen werden sollte -, so steht heute aufgrund des verst�rkten Elternkonfliktes, angesichts der Tatsache, dass seither �berhaupt keine freiwilligen Besuche mehr stattgefunden haben, und vor dem Hintergrund, dass die S�hne inzwischen zu Jugendlichen herangereift sind, welche demn�chst der Schulpflicht entwachsen sein werden, das Kindeswohl der zwangsweisen Festsetzung eines Besuchsrechts entgegen. Mit Zwang l�sst sich in der Situation, wie sie sich heute pr�sentiert, kein erspriesslicher Kontakt mehr herstellen. Vielmehr gebietet das Kindeswohl, auf eine autoritative Besuchsregelung zu verzichten und es den S�hnen zu �berlassen, inwiefern sie von sich aus Kontakt mit dem Vater aufnehmen wollen. Ergibt sich dies aus der konkreten Situation, bedeutet der g�nzliche Verzicht auf ein gerichtlich festgesetztes Besuchsrecht keine Verletzung des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzips.
5.3.�Soweit das Gericht in Auslegung der einschl�gigen Normen des ZGB und in Ber�cksichtigung des Kindeswohls sowie des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzips zu einem Ergebnis gelangt, ist die Behauptung von Verfassungsverletzungen konsumiert.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Gerichtskosten sind bei diesem Verfahrensausgang dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Gegenpartei ist kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden.
Dieses Urteil wird den Parteien, A.________, B.________, C.________ und dem Obergericht des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.