Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=15.05.2018&Aktenzeichen=VI%20ZR%20233/17
Timestamp: 2020-07-09 21:57:58
Document Index: 283578815

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 7', '§ 115', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 4', '§ 28', '§ 1', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 28', '§ 9', 'Art. 25', '§ 28', '§ 1', '§ 3', '§ 2', '§ 3', '§ 1', '§ 28', '§ 3', 'Art. 25', '§ 371', 'Art. 6', 'Art. 20', '§ 286', 'Art. 103', 'Art. 1', 'Art. 8', '§ 43', '§ 44', '§ 38', '§ 201', 'Art. 14', '§ 142', '§ 34', '§ 22', '§ 22', '§ 562', '§ 563', 'Art. 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

https://dejure.org/2018,12056
BGH, 15.05.2018 - VI ZR 233/17 (https://dejure.org/2018,12056)
BGH, Entscheidung vom 15.05.2018 - VI ZR 233/17 (https://dejure.org/2018,12056)
BGH, Entscheidung vom 15. Mai 2018 - VI ZR 233/17 (https://dejure.org/2018,12056)
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§ 7 Abs. 1, § ... 17 StVG, § 115 VVG, § 6b Bundesdatenschutzgesetz (im Folgenden: BDSG), § 6b Abs. 1 BDSG, § 6b Abs. 1 Nr. 3 BDSG, § 4 Abs. 1 BDSG, § 28 Abs. 1 BDSG, § 1 Abs. 2 Nr. 3 Halbsatz 2 BDSG, § 6b BDSG, § 6b Abs. 3 BDSG, § 6b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 BDSG, § 28 BDSG, § 9 BDSG, Art. 25 DSGVO, § 28 Abs. 1 Nr. 2 BDSG, § 1 Abs. 2 Nr. 3 BDSG, § 3 Abs. 2 BDSG, § 2 Abs. 4 Satz 1 BDSG, § 3 Abs. 1 BDSG, Richtlinie 95/46/EG, § 1 BDSG, § 28 Abs. 1 Nr. 1 BDSG, § 3a BDSG, Art. 25 Abs. 2 DS-GVO, § 371 Abs. 1 ZPO, Art. 6 EMRK, Art. 20 Abs. 3 GG, § 286 ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG, Art. 1 Abs. 1 GG, Art. 8 EMRK, § 43 Abs. 2 BDSG, § 44 Abs. 1 BDSG, § 38 Abs. 5 BDSG, § 201 Abs. 1 Nr. 1 StGB, Art. 14 Abs. 1 GG, § 142 StGB, § 34 StVO, § 22 KUG, §§ 22, 23 KUG, § 562 Abs. 1, § 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO
Verwertung von Dashcam-Aufnahmen zur Aufklärung eines Unfallgeschehens im Zivilprozess; Vereinbarkeit der permanenten und anlasslosen Aufzeichnung des Verkehrsgeschehens mit den datenschutzrechtlichen Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG); Verwertung von ...
Art. 1 Abs. 1, 2 Abs. 1, 103 Abs. 1 GG
Verwertung von Dashcam-Aufnahmen zur Aufklärung eines Unfallgeschehens im Zivilprozess; Vereinbarkeit der permanenten und anlasslosen Aufzeichnung des Verkehrsgeschehens mit den datenschutzrechtlichen Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes ( BDSG ); Verwertung von ...
heise.de (Pressebericht, 05.10.2018)
Was bedeuten Urteil und DSGVO für Dashcams?
Die Verwertung von rechtswidrig erhobenen Dashcam-Aufzeichnungen, die ein Unfallbeteiligter vom Unfallgeschehen gefertigt hat, sind dennoch als Beweismittel zulässig
Zu Dashcams: Videoaufzeichnung als Beweismittel im Unfallhaftpflichtprozess verwertbar
Verwertung von Dashcam-Aufzeichnungen im Zivilprozess zulässig
Dashcams: Aufnahmen als Beweismittel zugelassen
Dashcams zwar datenschutzwidrig, aber dennoch zulässiges Beweismittel?
Verboten, aber verwertbar - Zum Einsatz von Dashcams im Straßenverkehr
Zivilprozessuale Verwertbarkeit von Videoaufzeichnungen des Verkehrsraums durch sog. Dashcams
BGHZ 218, 348
(1.2.2) Der Bundesgerichtshof macht ein Verwertungsverbot rechtswidrig erlangter Beweismittel ebenfalls von dem Ergebnis der Abwägung zwischen den Rechten des Betroffenen auf der einen und den für die Verwertung sprechenden rechtlich geschützten Interessen auf der anderen Seite abhängig (BGH, Urteil vom 15. Mai 2018 - VI ZR 233/17 -, BGHZ 218, 348-377, Rn. 29).
Aus ihnen folge die grundsätzliche Verpflichtung der Gerichte, den von den Parteien vorgetragenen Sachverhalt und die von ihnen angebotenen Beweise zu berücksichtigen (BGH, Urteil vom 15. Mai 2018 - VI ZR 233/17 -, BGHZ 218, 348-377, Rn. 29).
Nichts anderes ergibt sich auch unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zur evtl. Rechtmäßigkeit sog. "Dash-Cams" (BGH, Urteil vom 15. Mai 2018 - VI ZR 233/17, BGHZ 218, 348).
Dieses Recht umfasst die Befugnis des Einzelnen, grundsätzlich selbst zu entscheiden, wann und innerhalb welcher Grenzen persönliche Lebenssachverhalte offenbart werden, und daher grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung persönlicher Daten zu bestimmen (st. Rspr., vgl. nur LG Berlin, Urt. v. 15. Mai 2018 - VI ZR 233/17, NJW 2018, 2883, beckonline Tz. 41).
Die Nichtverwertung vorliegender Beweise ist daher eine begründungsbedürftige Ausnahme (vgl zum Zivilprozess: BGH vom 15.5.2018 - VI ZR 233/17 - BGHZ 218, 348 RdNr 29; zum Strafprozess: BVerfG vom 7.12.2011 - 2 BvR 2500/09, 2 BvR 1857/10 - BVerfGE 130, 1, 26 ff) .
Aufgrund der im Parallelverfahren 9 C 321/18 durch das Gericht, die Klägerin und den Klägervertreter in Augenschein genommenen und auch dem Beklagtenvertreter bekannten Dash-Cam-Aufnahme, die das Gericht im Streitfall unter Berücksichtigung der Ausführungen des Bundesgerichts im Urteil vom 15.05.2018, Aktenzeichen VI ZR 233/17 für verwertbar hält, ist partei- und gerichtsbekannt, dass das Klägerfahrzeug unmittelbar vor dem Beklagtenfahrzeug in die linke Fahrspur gefahren ist.