Source: https://www.datenschutzexperte.de/eu-dsgvo/gesetzestexte/artikel-28/
Timestamp: 2018-09-20 10:45:24
Document Index: 187243057

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 40', 'Art. 42', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28']

Artikel 28 EU-DSGVO: Auftragsverarbeiter | Datenschutzexperte.de
Artikel 28 EU-DSGVO: Auftragsverarbeiter
Nimmt der Auftragsverarbeiter die Dienste eines weiteren Auftragsverarbeiters in Anspruch, um bestimmte Verarbeitungstätigkeiten im Namen des Verantwortlichen auszuführen, so werden diesem weiteren Auftragsverarbeiter im Wege eines Vertrags oder eines anderen Rechtsinstruments nach dem Unionsrecht oder dem Recht des betreffenden Mitgliedstaats dieselben Datenschutzpflichten auferlegt, die in dem Vertrag oder anderen Rechtsinstrument zwischen dem Verantwortlichen und dem Auftragsverarbeiter gemäß Absatz 3 festgelegt sind, wobei insbesondere hinreichende Garantien dafür geboten werden muss, dass die geeigneten technischen und organisatorischen Maßnahmen so durchgeführt werden, dass die Verarbeitung entsprechend den Anforderungen dieser Verordnung erfolgt. 2Kommt der weitere Auftragsverarbeiter seinen Datenschutzpflichten nicht nach, so haftet der erste Auftragsverarbeiter gegenüber dem Verantwortlichen für die Einhaltung der Pflichten jenes anderen Auftragsverarbeiters.
Der Vertrag oder das andere Rechtsinstrument im Sinne der Absätze 3 und 4 ist schriftlich abzufassen, was auch in einem elektronischen Format erfolgen kann
Kommentar zu Artikel 28 EU-DSGVO
Was sagt Art. 28 DSGVO aus?
DSGVO Art. 28 definiert die rechtliche Position, die Anforderungen an, das Vertragsverhältnis mit sowie die Verantwortlichkeit von Stellen, die im Auftrag Daten verarbeiten (Auftragsverarbeiter) in zehn Absätzen. Es gelten folgenden Grundsätze:
1. Auftragsverarbeiter müssen die Gewähr für Datenschutzkonformität mit der DSGVO bieten, das setzt bei diesen wie bei dem Verantwortlichen entsprechende technisch-organisatorische Maßnahmen voraus.
2. Die Auftragsverarbeitung erfolgt auf Grundlage eines Vertrages, der unter anderem im Hinblick auf die Verarbeitung
deren Gegenstand, Dauer, Art und Zweck
die Art und Kategorien der betroffenen personenbezogenen Daten
die Pflichten und Rechte des Verantwortlichen
Folglich wird der Auftragsverarbeiter nur aufgrund einer schriftlich dokumentierten Weisung des Verantwortlichen tätig.
verpflichtet sich zur Vertraulichkeit
hält bei der Unterbeauftragung weiterer Auftragsverarbeiter die Regelungen der DSGVO ein.
unterstützt den Verantwortlichen bei der Erfüllung von Auskunftspflichten gegenüber dem Betroffenen.
gibt bei Beendigung der Tätigkeit die Daten zurück oder löscht sie.
Die Einhaltung genehmigter Verhaltensregeln nach Art. 40 DSGVO und ein genehmigtes Zertifizierungsverfahren nach Art. 42 DSGVO können als Nachweis der Datenschutzkonformität des Auftragsverarbeiters gelten.
Es gibt Möglichkeiten, durch die Kommission entwickelte oder nach Entwicklung durch die Aufsichtsbehörden von der Kommission gebilligte Standardklauseln in Verträge über die Auftragsverarbeitung einzuführen.
Ein Auftragsverarbeiter, der bei der Datenverarbeitung gegen die DSGVO verstößt, gilt als Verantwortlicher.
Wie ist Art. 28 DSGVO zu verstehen?
DSGVO Art. 28 soll sicherstellen, dass in den Verarbeitungsprozess einbezogene Dritte ihrerseits datenschutzkonform arbeiten und mit in die datenschutzrechtliche Verantwortung gezogen werden.
Welche Folgen ergeben sich aus Art. 28 DSGVO?
DSGVO Art. 28 setzt praktikable und rechtssichere Routinen für die Einsetzung von Auftragsverarbeitern im Unternehmen voraus, vor allem in der Vertragsgestaltung. Wenn bei der Schaffung dieser Routinen Unsicherheiten bestehen, finden Sie weiterführende Unterstützung bei datenschutzexperte.de, zum Beispiel im Rahmen einer Datenschutzberatung https://www.datenschutzexperte.de/unsere-leistungen/datenschutz-beratung/.
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