Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Sachsen&Datum=02.03.2011&Aktenzeichen=D%206%20A%20253/10
Timestamp: 2020-01-28 07:30:07
Document Index: 54804061

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 67', '§ 410', '§ 15', '§ 15', '§ 15']

OVG Sachsen, 02.03.2011 - D 6 A 253/10 - dejure.org
https://dejure.org/2011,13995
OVG Sachsen, 02.03.2011 - D 6 A 253/10 (https://dejure.org/2011,13995)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 02.03.2011 - D 6 A 253/10 (https://dejure.org/2011,13995)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 02. März 2011 - D 6 A 253/10 (https://dejure.org/2011,13995)
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SächsDO § 15 Abs. 1, § 67 Abs. 1; StPO § 410
Tatsächliche Feststellungen entfalten im Disziplinarverfahren keine Bindungswirkung i.S.v. § 15 Abs. 1 S. 1 Sächsische Bauordnung (SächsBO); Pflichtverletzung von besonderem disziplinarrechtlichen Gewicht bei schuldhafter Weigerung eines alkoholkranken Beamten zur ...
VG Dresden, 23.02.2010 - 10 K 1531/08
DÖV 2011, 699
Ein Strafbefehl kann im Gegensatz zu einem Urteil die Bindungswirkung gemäß § 15 Abs. 1 Satz 1 SächsDO nicht herbeiführen (vgl. SächsOVG, Urt. v. 2. März 2011 - D 6 A 253/10 -, juris Rn. 42 f.).
Die dienstlichen Auswirkungen der Alkoholkrankheit sind somit nicht nur Folgen, sondern selbst Tatbestandsmerkmal des Dienstvergehens (…BVerwG, Urt. v. 27. November 2001 - 1 D 64.00 -, juris Rn. 24 a. E.;… BVerwG, Urt. v. 24. August 1993 - 1 D 37.92 -, juris Rn. 54;… BVerwG, Urt. v. 10. Juli 1991 - 1 D 84.90 -, juris Rn. 17; SächsOVG, Urt. v. 2. März 2011 - D 6 A 253/10 -, juris Rn. 53).
Bei einem vorsätzlich verursachten Rückfall und dadurch bedingter Dienstunfähigkeit ist danach regelmäßig die Höchstmaßnahme, d. h. die Entfernung aus dem Dienst bzw. die Aberkennung des Ruhegehalts, angemessen (…BVerwG, Urt. v. 27. November 2001 - 1 D 64.00 -, juris Rn. 34, m. w. N.; SächsOVG, Urt. v. 2. März 2011 - D 6 A 253/10 -, juris Rn. 53).
Die dienstlichen Auswirkungen der Alkoholkrankheit sind somit nicht nur Folgen, sondern selbst Tatbestandsmerkmal des Dienstvergehens (…BVerwG, Urt. v. 27. November 2001 - 1 D 64.00 -, juris Rn. 24 a. E.;… BVerwG, Urt. v. 10. Juli 1991 - 1 D 84.90 -, juris Rn. 17; Senatsurt. v. 2. März 2011 - D 6 A 253/10 -, juris Rn. 53).
Bei einem vorsätzlich verursachten Rückfall und dadurch bedingter Dienstunfähigkeit ist allerdings regelmäßig die Höchstmaßnahme, d. h. die Entfernung aus dem Dienst bzw. die Aberkennung des Ruhegehalts, angemessen (…BVerwG, Urt. v. 27. November 2001 - 1 D 64.00 -, juris Rn. 34, m. w. N.; Senatsurt. v. 2. März 2011 - D 6 A 253/10 -, juris Rn. 53).
Da das auf den beschränkten Einspruch des Angeklagten zu erlassende Strafurteil den Schuldspruch des vorangegangenen Strafbefehls ohne weitere Prüfung übernimmt, bietet ein Strafurteil nicht die von § 15 Abs. 1 Satz 1 SächsDO vorausgesetzte besondere Richtigkeitsgewähr hinsichtlich der den Schuldspruch tragenden tatsächlichen Feststellungen (Senatsurteil v. 2. März 2011 - D 6 A 253/10 - Rn. 33 ff., abrufbar unter http://www.justiz.sachsen.de/ovgentsch/documents/10A253.pdf oder beck-online, BeckRS 2011, 654).
Er ergeht ohne Hauptverhandlung und gerichtliche Beweisaufnahme und bietet damit nicht das Maß an Ergebnissicherheit, das Voraussetzung für eine Bindungswirkung ist (…vgl. BVerwG, Urt. v. 29. März 2012 - 2 A 11.10 -, juris Rn. 35, 37; Senatsurt. v. 2. März 2011 - D 6 A 253/10 -, juris Rn. 33 ff.).
Disziplinarrechtlich ist die Alkoholsucht erst relevant, wenn die Abhängigkeit Folgen zeigt, die in den dienstlichen Lebensbereich hineinreichen, sei es, dass die Beamten im Dienst oder unangemessene Zeit vor Dienstleistung Alkohol zu sich nehmen, sei es, dass sie mit der Folge zeitweiliger oder gar dauernder Dienstunfähigkeit Alkohol trinken (vgl. BVerwG, Urteil vom 10. Juli 1991, - 1 D 84/90 - Sächsisches OVG, Urteil vom 2. März 2011, - D 6 A 253/10 -).
OVG Sachsen, 10.09.2013 - D 6 B 359/13
Weitergewährung Unterhaltsbeitrag, Darlegungslast, Höhe des Unterhaltsbeitrages
Dem Antragsteller des dortigen Verfahrens war durch das vorangegangene Urteil des Disziplinarsenats (v. 2. März 2011 - D 6 A 253/10 -, juris) ein Unterhaltsbeitrag in Höhe von 75 von Hundert bewilligt worden; die Neubewilligung des Unterhaltsbeitrags beschränkte sich dann auf eine Höhe von 50 von Hundert für einen Zeitraum von sechs Monaten.
OVG Sachsen, 11.09.2012 - D 6 E 27/12
Unterhaltsbeitrag, Einleitungsbehörde
Bei dieser Beurteilung berücksichtigt der Disziplinarsenat die im vorangegangenen Berufungsverfahren (Senatsurt. v. 2. März 2011 - D 6 A 253/10 -) festgestellten schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Antragstellers, der aufgrund einer langjährigen chronischen Alkoholabhängigkeit schließlich dienstunfähig wurde.