Source: https://www.lecturio.de/jura/archiv-3-sitzung-2-le-diebstahl--242-ff-teil-3.vortrag
Timestamp: 2020-07-11 18:04:26
Document Index: 78644740

Matched Legal Cases: ['§ 242', '§ 242', '§ 242', '§ 263', '§ 242', '§ 246', '§ 242', '§ 17', '§ 242']

Archiv - 3. Sitzung: Diebstahl, §§ 242 ff Teil 3
Archiv - 3. Sitzung: Diebstahl, §§ 242 ff Teil 3 von RA Wolfgang Bohnen
Der subjektiv Tatbestand, das Handeln in der Absicht rechtswidriger Zueignung bilden der Schwerpunkt dieser Sitzung. Behandelt wird auch der Irrtum über Stück-, Gattungs- und Geldschulden.
Der Vortrag „Archiv - 3. Sitzung: Diebstahl, §§ 242 ff Teil 3“ von RA Wolfgang Bohnen ist Bestandteil des Kurses „Archiv - Strafrecht Besonderer Teil - Vermögensdelikte“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Aufgabe der Enteignungskomponte
Aufgabe der Aneignungskomponte
Irrtum über Stückschuld
Irrtum über Gattungsschuld
Irrtum über Geldschuld
Die Sache oder der unmittelbar in ihr verkörperte Wert.
Nur der Wert, da der Täter einen geldwerten Vorteil erstrebt.
Der Täter nimmt ein Sparbuch weg, hebt bei der Bank Geld ab und legt das Sparbuch wie von Anfang an geplant zurück. Scheitert ein Diebstahl am fehlenden Enteignungsvorsatz?
Nein, er will den Wert der Sache auf Dauer entziehen.
Ja. Nach h.M. liegt nur ein Betrug durch Täuschung der Berechtigung gegenüber dem Bankangestellten vor.
Ja. Der Zueignungsbegriff muss eng verstanden werden, sodass Gegenstand nur die Sache selbst sein kann.
Liegt ein Diebstahl an einer Geldautomatenkarte vor, wenn der Täter sie nach Gebrauch am Automaten wegwirft?
Ja, Fallgruppe Preisgabe nach Gebrauch.
Es liegt bereits ein Diebstahl bei der Wegnahme vor, da nach h.M. die Geldautomatenkarte vergleichbar mit einem Sparbuch ist.
Nein, es liegt nur § 263 a vor.
Ist die Rechtswidrigkeit der Zueignung bei §§ 242, 246 im objektiven Tatbestand zu prüfen?
Bei § 246 ist sie im objektiven, bei § 242 ist sie im subjektiven Tatbestand zu prüfen.
Ja, da die Rechtswidrigkeit ein objektives Tatbestandsmerkmal normativer Art ist.
Die Rechtswidrigkeit bei allen Zueignungsdelikten ist immer im subjektiven Tatbestand zu prüfen.
Zu welchem Ergebnis kommt die Wertsummentheorie wenn der Täter bei einer Geldschuld irrig glaubt, dass er auf das weggenommene Geld einen Übereignungsanspruch hat?
Dann scheitert der Diebstahl an der Rechtswidrigkeit der Zueignung.
Es liegt nur ein Verbotsirrtum nach § 17 vor.
Der Irrtum ist einem Tatbestandsirrtum gleichzustellen, da der Laie die Geldschuld als Stückschuld begreift und somit der Vorsatz entfällt.
Dozent des Vortrages Archiv - 3. Sitzung: Diebstahl, §§ 242 ff Teil 3
... Wegnahme. III. Subjektiver Tatbestand: 1. Vorsatz (d. e.) bzgl. ...
... T will sich als Eigentümer gerieren. b) Gegenstand der Zueignung: Sache ...
... III. Subjektiver Tatbestand: 2. Zueignungsabsicht: c) Komponenten der Zueignung: Enteignung, Ausschluss des Berechtigten ...
... straflosen Gebrauchsanmaßung, bei der Vorsatz nur auf eine vorübergehende ...
... III. Subjektiver Tatbestand: 2. Zueignungsabsicht; 3. Rwk der Zueignung: objektives Tbm normativer Art. a) Definition: ...
... 1. Struktur von Regelbeispielen: a) TB, Folge: nicht abschließend, nur Indizwirkung; ...