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Timestamp: 2016-10-24 22:05:40
Document Index: 307951912

Matched Legal Cases: ['Art. 308', 'Art. 75', 'Art. 75', 'BGE', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 72', 'Art. 76', 'Art. 100', 'Art. 46', 'Art. 113', 'Art. 314', 'Art. 450', 'Art. 440', 'Art. 117', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 296', 'Art. 57', 'Art. 296', 'Art. 29', 'Art. 112', 'Art. 9', 'Art. 117', 'Art. 29', 'Art. 28', 'Art. 265', 'Art. 117', 'Art. 29', 'Art. 9', 'Art. 117', 'Art. 6', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 117', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 64', 'Art. 64']

5A_49/2015 (04.05.2015)
5A_49/2015 � � Urteil vom 4. Mai 2015
Bezirksgericht Aarau, Familiengericht, Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde,
unentgeltliche Rechtspflege (pers�nlicher Verkehr),
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer, vom 8. Dezember 2014.
A.A.________ und B.________ sind die Eltern von C.A.________ (geb. 2012). Am 13. Juni 2014 reichte A.A.________ bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde (Bezirksgericht Aarau, Familiengericht) ein Gesuch um Kindesschutzmassnahmen ein. Sie verlangte, dem Vater im gerichts�blichen Umfang ein begleitetes Besuchsrecht in einem Besuchstreffpunkt zu gew�hren (Ziff. 1). Zudem sei eine Beistandschaft im Sinn von Art. 308 Abs. 2 [ZGB] einzurichten, mit den Aufgaben, den pers�nlichen Verkehr und die Regelung von �ber- und R�ckgabe des Kindes zu �berwachen sowie f�r das Inkasso der Kinderunterhaltsbeitr�ge besorgt zu sein (Ziff. 2). Gleichzeitig ersuchte die Gesuchstellerin um unentgeltliche Rechtspflege und um Beiordnung des unterzeichneten Rechtsanwalts als unentgeltlichen Rechtsvertreter (Ziff. 3). Mit Eingabe vom 16. Juni 2014 wandte sich B.________ an das Familiengericht und ersuchte diese Beh�rde um eine (wenn n�tig gerichtliche) "Regelung des Unterhaltsvertrags ab Aufl�sung der Hausgemeinschaft".
B.a.�In der Folge strebten die Eltern zun�chst eine g�tliche Einigung an. Auf ihr Betreiben hin sistierte der Gerichtspr�sident am Familiengericht das Verfahren mit Verf�gung vom 22. Juli 2014 bis zum 31. August 2014. Mit Schreiben vom 19. und 22. September 2014 ersuchten die Eltern das Gericht, das Verfahren wieder aufzunehmen (A.A.________) bzw. zur "notwendigen Gerichtsverhandlung" vorzuladen (B.________). Hierauf hob der Gerichtspr�sident die Sistierung auf und setzte den Eltern eine Frist von vierzehn Tagen, um zu ihren jeweiligen Eingaben vom 13. bzw. 16. Juni 2014 (s. Bst. A) Stellung zu nehmen (Verf�gung vom 24. September 2014). Am 30. Oktober 2014 stellte der Gerichtspr�sident den Parteien die Stellungnahmen ihres jeweiligen Gegners "zur Kenntnis" zu.
B.b.�Mit Verf�gung vom 6. November 2014 gew�hrte der Gerichtspr�sident am Familiengericht Aarau A.A.________ und B.________ je die unentgeltliche Rechtspflege f�r die Gerichtskosten (Ziff. 1.1. und 1.2.). Ihre jeweiligen Antr�ge um unentgeltliche Rechtsverbeist�ndung wies er hingegen ab (Ziff. 2.1. und 2.2.). Gerichtskosten wurde keine erhoben (Ziff. 3), und es wurden auch keine Parteientsch�digungen zugesprochen (Ziff. 4).
C.a.�Gegen die Verf�gung vom 6. November 2014 erhob A.A.________ am 12. November 2014 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Aargau. Sie verlangte, diese Verf�gung aufzuheben und ihr f�r das Verfahren vor dem Familiengericht die vollumf�ngliche unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren. Zudem ersuchte sie auch f�r das Beschwerdeverfahren um unentgeltliche Rechtspflege und beantragte, ihr den unterzeichneten Rechtsanwalt als unentgeltlichen Rechtsvertreter beizuordnen.
C.b.�Mit Entscheid vom 8. Dezember 2014 beschloss das Obergericht, das Armenrechtsgesuch f�r das Beschwerdeverfahren abzuweisen. Auch die Beschwerde gegen die Verf�gung des Familiengerichts wies das Obergericht ab. Es auferlegte A.A.________ die obergerichtliche Entscheidgeb�hr von Fr. 200.--. Die obergerichtlichen Parteikosten wurden nicht �bernommen.
A.A.________ (Beschwerdef�hrerin) wendet sich mit Beschwerde in Zivilsachen bzw. subsidi�rer Verfassungsbeschwerde vom 19. Januar 2015 an das Bundesgericht. Sie verlangt, den Entscheid der Vorinstanz vom 8. Dezember 2014 vollumf�nglich aufzuheben (Ziff. 2). Eventualiter verlangt sie, den Entscheid der Vorinstanz vollumf�nglich aufzuheben und zur Neubegr�ndung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen (Ziff. 3). Subeventualiter verlangt sie, den vorinstanzlichen Entscheid teilweise aufzuheben und ihr f�r das vorinstanzliche Verfahren die vollumf�ngliche unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren (Ziff. 4). F�r das Verfahren vor dem Bundesgericht beantragt die Beschwerdef�hrerin die unentgeltliche Rechtspflege und die Beiordnung des unterzeichneten Rechtsanwalts als unentgeltlichen Rechtsbeistand.
Der Pr�sident der II. zivilrechtlichen Abteilung hat der Beschwerde am 29. Januar 2015 antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung zuerkannt (Ziff. 1) und verf�gt, dass die Kosten des Zwischenverfahrens zur Hauptsache geschlagen werden (Ziff. 2).
1.1.�Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid (Art. 75 Abs. 1 BGG) �ber die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung. In Bezug auf die Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Verbeist�ndung f�r das Verfahren vor dem Familiengericht hat das Obergericht als Rechtsmittelinstanz geurteilt. Auch soweit das Obergericht das Armenrechtsgesuch der Beschwerdef�hrerin f�r das kantonale Rechtsmittelverfahren abwies, ist die Beschwerde unter dem Blickwinkel von Art. 75 Abs. 2 BGG zul�ssig (BGE 137 III 424 E. 2.2 S. 426 f. mit Hinweisen).
1.2.�Das Familiengericht hatte das Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung mittels einer selbst�ndigen, vorab er�ffneten Verf�gung abgewiesen. In dieser Hinsicht betrifft der angefochtene Entscheid also einen Zwischenentscheid, der nach der Rechtsprechung einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 Bst. a BGG bewirken kann (Urteile 5A_765/2014 vom 5. Dezember 2014 E. 1 und 5D_158/2013 vom 24. September 2013 E. 1). Bei Zwischenentscheiden folgt der Rechtsweg demjenigen der Hauptsache (BGE 133 III 645 E. 2.2 S. 647 f.). Dort dreht sich der Streit um Massnahmen auf dem Gebiet des Kindesschutzes. Das ist eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Zivilrecht steht und der Beschwerde in Zivilsache unterliegt (Art. 72 Abs. 2 Bst. b Ziff. 6 BGG). Das gleiche Rechtsmittel ist daher gegen den angefochtenen Zwischenentscheid zul�ssig. Unter denselben Voraussetzungen steht die Beschwerde im �brigen auch gegen den Entscheid offen, welcher der Beschwerdef�hrerin f�r das kantonale Rechtsmittelverfahren die "vollumf�ngliche unentgeltliche Rechtspflege" versagt. Denn das Obergericht hat diesen Entscheid nicht unabh�ngig vom Gegenstand des Rechtsmittelverfahrens gef�llt.
1.3.�Die Beschwerdef�hrerin ist ohne Weiteres legitimiert, die Verweigerung der von ihr beantragten unentgeltlichen Rechtspflege anzufechten (Art. 76 BGG). Die Beschwerdefrist ist eingehalten (Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 Abs. 1 Bst. c BGG). Auf die Beschwerde in Zivilsachen ist einzutreten. Die gleichzeitig eingereichte subsidi�re Verfassungsbeschwerde erweist sich damit als gegenstandslos (Art. 113 BGG).
Im Bereich des Kindesschutzes sind die Bestimmungen �ber das Verfahren vor der Erwachsenenschutzbeh�rde sinngem�ss anwendbar (Art. 314 Abs. 1 ZGB). Diese verwiesenen Normen regeln indessen nicht, unter welchen Voraussetzungen jemand in einem Verfahren des Erwachsenenschutzes Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege hat. Nach Art. 450f i.V.m. Art. 440 Abs. 3 ZGB sind in diesem Fall die Bestimmungen der ZPO (Art. 117-123 ZPO) sinngem�ss anwendbar, soweit die Kantone nichts anderes bestimmen. � 65b des aargauischen Einf�hrungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch vom 28. M�rz 1911 (SAR 210.100) verweist f�r die unentgeltliche Rechtspflege im Kindesschutzverfahren auf die Bestimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung. Mit Blick auf das Verfahren der Beschwerde in Zivilsachen gelten diese Bestimmungen als erg�nzendes kantonales Recht (Urteil 5A_765/2014 vom 5. Dezember 2014 E. 2). Soweit aber allein die Anwendung des kantonalen Rechts in Frage steht, kann die Beschwerdef�hrerin nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte, namentlich des Willk�rverbots geltend machen (s. BGE 139 III 225 E. 2.3 S. 231). F�r diese Vorbringen gilt das R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2; E. 2). Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und soweit m�glich belegte Vorw�rfe. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246). Was den Sachverhalt angeht, ist das Bundesgericht grunds�tzlich an die Feststellungen der Vorinstanz gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diesbez�glich kann die Beschwerdef�hrerin einzig vorbringen, die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 97 Abs. 1 BGG). Auch daf�r gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254).
Umstritten ist zum einen, ob das Familiengericht Aarau der Beschwerdef�hrerin zu Recht die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters f�r das erstinstanzliche Verfahren verweigert hat.
3.1.�Die Vorinstanz macht geltend, dass in Kinderbelangen die uneingeschr�nkte Untersuchungsmaxime gelte und das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen erforsche (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Die Parteien seien deshalb zwar nicht von ihrer Mitwirkungspflicht befreit, doch m�sse das Gericht auch ohne entsprechende Parteiantr�ge von sich aus t�tig werden und alle notwendigen Abkl�rungen treffen. F�r das Sammeln des Prozessstoffs sei unter diesen Umst�nden die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands nicht erforderlich. Da das Gericht das Recht von Amtes wegen anwende (Art. 57 ZPO), sei auch nicht notwendig, dass die Beschwerdef�hrerin das schweizerische Recht kenne. Schliesslich gelte die Offizialmaxime, unter deren Geltung das Gericht ohne Bindung an die Parteiantr�ge entscheide (Art. 296 Abs. 3 ZPO). Deshalb sei an die Voraussetzungen, unter denen eine Verbeist�ndung durch einen Rechtsanwalt sachlich geboten sei, ein strenger Massstab anzulegen. Ferner habe das Gericht in familienrechtlichen Angelegenheiten vornehmlich die Interessen des Kindes und nicht diejenigen der Eltern zu wahren. Allf�llige elterliche Interessen m�ssten gegen�ber dem Kindeswohl zur�ckstehen. Im Vordergrund st�nde das Kindeswohl, sodass das Verfahren nicht oder zumindest nicht besonders stark in die Rechtsposition der Beschwerdef�hrerin einzugreifen drohe.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin wirft der Vorinstanz vor, bei der Beurteilung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege nicht alle Argumente zu pr�fen. Insbesondere ber�cksichtige die Vorinstanz die an ihr ver�bte h�usliche Gewalt nicht. Angesichts der Drohungen des Kindsvaters habe sie sich aufgrund ihrer psychischen Verfassung nicht alleine vor Gericht gegen den Kindsvater und dessen Anwalt zur Wehr setzen k�nnen. Im Weiteren lege die Vorinstanz nicht dar, welche Behauptungen neu und daher unbeachtlich seien. Damit verletze das Obergericht ihren Anspruch auf einen begr�ndeten Entscheid (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 112 Abs. 1 Bst. b BGG). Sie sei den Angriffen des Vaters des Kindes momentan nicht gewachsen. Die Schl�sse der Vorinstanz seien damit willk�rlich (Art. 9 BV). Die Vorinstanz verstosse gegen gefestigte bundesgerichtliche Rechtsprechung, weil sie bei Kindesschutzverfahren generell keine unentgeltliche Rechtsverbeist�ndung zulassen wolle. Dies verletze Art. 117 ZPO und Art. 29 Abs. 3 BV und sei im Ergebnis krass ungerecht und damit willk�rlich. Es m�sse im Einzelfall gepr�ft werden, ob die Voraussetzungen f�r die unentgeltliche Rechtspflege gegeben seien. Die Tatsache, dass gegen den Kindsvater in derselben Sache gest�tzt auf Art. 28b ZGB und Art. 265 ZPO eine superprovisorische und eine vorsorgliche Fernhaltemassnahme angeordnet worden sei, belege, dass ihre Interessen als Mutter besonders stark betroffen seien.
Willk�rlich sei es auch, wenn die Vorinstanz die tats�chlichen und rechtlichen Schwierigkeiten des Verfahrens verneine. Das Obergericht gehe selbst davon aus, dass sie, die Beschwerdef�hrerin, die massgeblichen Rechtsinstitutionen nicht kenne. In subjektiver Hinsicht lasse das Obergericht damit erneut ausser Acht, dass sie Opfer von h�uslicher Gewalt geworden sei und �ber keinerlei Rechtskenntnisse verf�ge. Damit verletze die Vorinstanz Art. 117 ZPO und Art. 29 Abs. 3 BV und wende diese willk�rlich an (Art. 9 BV). Der Kindsvater habe ihr gedroht, er werde sie fertigmachen, bis sie freiwillig gegen eine Mauer fahre. Dies f�hre auf subjektiver Seite zu einer erheblichen Belastung, wenn es zu einer Konfrontation vor Gericht komme. Sie k�nnte sich anl�sslich einer Verhandlung wegen ihrer Emotionen nicht hinreichend �ussern. Sie sei immer noch geschockt und tief verunsichert �ber die Wutausbr�che des Kindsvaters.
Weiter habe das Familiengericht versp�tet �ber das Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung entschieden und h�tte es in diesem Moment nicht mehr ablehnen d�rfen. Die Problematik liege dabei darin, dass die KESB bei ihrem Entscheid �ber die unentgeltliche Rechtspflege nicht mehr vom Sachverhalt ausgegangen sei, wie er zu Beginn des Verfahrens bestanden habe. Dies verletze Art. 117 ZPO, wonach der Entscheid sofort zu f�llen sei und nicht erst nach Durchf�hrung eines doppelten Schriftenwechsels. Dies habe der KESB die Arbeit wesentlich erleichtert. Dass ihr, der Beschwerdef�hrerin, damit erhebliche Kosten erwachsen seien, die sie nicht zu bezahlen verm�ge, werde nicht ber�cksichtigt.
Schliesslich verletze der vorinstanzliche Entscheid auch den Grundsatz der Waffengleichheit als Bestandteil des Fairnessgebots (Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 29 Abs. 1 BV). Die Beschwerdef�hrerin habe sich nie abf�llig �ber die Familie des Kindsvaters ge�ussert und ihm auch nie gedroht. Die Ausgangslage der beiden Parteien sei also von vorneherein ungleich. Unter diesen Umst�nden habe sie einen wesentlichen Nachteil gegen�ber ihrem Ehemann, der sich sehr wohl alleine zu verteidigen wisse und zudem anwaltlich vertreten sei.
3.3.�Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung besteht ein Anspruch auf unentgeltliche Verbeist�ndung, wenn die Interessen der bed�rftigen Partei in schwerwiegender Weise betroffen sind und der Fall in tats�chlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, die den Beizug eines Rechtsvertreters erforderlich machen. Droht das in Frage stehende Verfahren besonders stark in die Rechtsposition der betroffenen Person einzugreifen, ist die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters grunds�tzlich geboten, sonst nur dann, wenn zur relativen Schwere des Falles besondere tats�chliche oder rechtliche Schwierigkeiten hinzukommen, denen der Gesuchsteller auf sich alleine gestellt nicht gewachsen w�re (BGE 130 I 180 E. 2.2 S. 182). Der vorinstanzliche Entscheid ist vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden.
Anders als die Beschwerdef�hrerin behauptet, stellt sich die Vorinstanz nicht auf den Standpunkt, dass eine unentgeltliche Verbeist�ndung in Verfahren des Kindesschutzes nie in Frage kommt. Das Obergericht ist bloss der Meinung, dass dabei ein "strenger Massstab" anzulegen ist. Inwiefern sich ein solcher Massstab mit ihren verfassungsm�ssigen Rechten nicht vertr�gt, vermag die Beschwerdef�hrerin nicht zu erkl�ren. Auch von einer mangelhaften Begr�ndung des Entscheids kann nicht die Rede sein. Der Entscheid der Vorinstanz ist ausf�hrlich begr�ndet. Dabei ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz bei der W�rdigung des Sachverhalts wesentliche Punkte �bers�he. Inwiefern sich die Vorinstanz dar�ber hinwegsetzen w�rde, dass die Beschwerdef�hrerin Opfer von h�uslicher Gewalt geworden ist, tut die Beschwerdef�hrerin nicht dar. Vor allem aber zeigt sie auch nicht auf, weshalb dieser Umstand f�r die Frage, ob sie im h�ngigen Kindesschutzverfahren auf einen unentgeltlichen Rechtsbeistand angewiesen ist, von ausschlaggebender Bedeutung sein soll. Das Gleiche gilt f�r den Hinweis der Beschwerdef�hrerin, dass es ihr schwerer als dem Kindesvater falle, sich zu wehren, und sich Letzterer erst noch einen Rechtsvertreter leisten k�nne. Nicht zu beanstanden ist ferner, dass die Vorinstanz die beantragten Kindesschutzmassnahmen, namentlich das begleitete Besuchsrecht, nicht als schwerwiegenden Eingriff in die Elternrechte bewertet hat. Dass solche Ermessensentscheide immer auch anders ausfallen k�nnen, begr�ndet noch keine Bundesrechtsverletzung.
An der Sache vorbei geht schliesslich der Vorwurf, das Familiengericht habe �ber das Armenrechtsgesuch erst nach Durchf�hrung eines "doppelten Schriftenwechsels" entschieden. Denn bei genauem Hinsehen lud das Obergericht die Beschwerdef�hrerin lediglich dazu ein, sich ein
erstes�Mal zur Eingabe von B.________ vom 16. Juni 2014 zu �ussern. Entgegen dem, was die Beschwerdef�hrerin glauben machen will, f�hrte das Obergericht keinen zweiten schriftlichen Meinungsaustausch im Sinne von Replik und Duplik durch. Dass dieser (einzige) Schriftenwechsel erst im Herbst 2014 stattfand, haben sich die Streitparteien selbst zuzuschreiben. Denn sie haben durch ihre jeweiligen Anw�lte die Sistierung des Kindesschutzverfahrens veranlasst, die sich bis Ende September 2014 hinzog (s. Sachverhalt Bst. B.a). Wollte die Beschwerdef�hrerin schon die besagte erste Stellungnahme zum gegnerischen Schriftsatz nicht ohne Zusage der unentgeltlichen Verbeist�ndung erstellen lassen, w�re es an ihr gewesen, das Familiengericht um einen sofortigen Entscheid �ber das Armenrechtsgesuch bzw. um Abnahme der entsprechenden Frist bis zur Erledigung des Gesuchsverfahrens zu bitten. Dass sie dies getan h�tte und mit einem solchen Ansinnen nicht geh�rt worden w�re, behauptet die Beschwerdef�hrerin nicht und ergibt sich auch nicht aus den Akten.
4.1.�Alsdann wehrt sich die Beschwerdef�hrerin dagegen, dass ihr das Obergericht das Armenrecht f�r das kantonale Rechtsmittelverfahren insgesamt versagt. Das Obergericht weist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege f�r das kantonale Beschwerdeverfahren ab. Es begr�ndet diesen Entscheid mit folgendem Satz: "Sie [die Beschwerde] hat sich als aussichtslos erwiesen, sodass auch das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege f�r das Beschwerdeverfahren abzuweisen ist (Art. 117 lit. b ZPO; BGE 139 III 475 Erw. 2.2)." Die Beschwerdef�hrerin bestreitet die vorinstanzliche Beurteilung der Erfolgsaussichten ihrer kantonalen Beschwerde.
4.2.�Aussichtslos im Sinne von Art. 29 Abs. 3 BV sind nach der Rechtsprechung Prozessbegehren, bei denen die Gewinnaussichten betr�chtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden k�nnen. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungef�hr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Ob im Einzelfall gen�gende Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vorl�ufigen und summarischen Pr�fung der Verh�ltnisse zur Zeit, in der das Armenrechtsgesuch gestellt wurde (BGE 133 III 614 E. 5 S. 616 mit Hinweisen). Bei der Beurteilung der Erfolgsaussichten eines Rechtsmittels kommt es darauf an, ob das Rechtsmittel prozessual unzul�ssig oder aussichtslos ist. Mithin ist zu ber�cksichtigen, dass ein erstinstanzlicher Entscheid vorliegt, der mit den gestellten Rechtsbegehren verglichen werden kann (Urteil 5A_765/2014 vom 5. Dezember 2014 E. 3 mit Hinweisen).
4.3.�Allein aus der Tatsache, dass das Familiengericht der Beschwerdef�hrerin die unentgeltliche Verbeist�ndung im Ergebnis zu Recht verweigert hat (vgl. E. 3.3), folgt nach dem Gesagten nicht, dass das Rechtsmittel gegen den Entscheid des Familiengerichts aussichtslos ist. Immerhin ben�tigte das Obergericht beinahe sechs Textseiten, um der Beschwerdef�hrerin zu erkl�ren, weshalb ihr das Familiengericht die unentgeltliche Verbeist�ndung zu Recht verweigerte. Angesichts dessen kann nicht gesagt werden, dass die Gewinnaussichten der Beschwerdef�hrerin von Anfang an betr�chtlich geringer waren als die Gefahr, im kantonalen Beschwerdeverfahren zu unterliegen. Insofern erweist sich die Beschwerde als begr�ndet. Das Obergericht wird in einem neuen Entscheid pr�fen m�ssen, ob die Beschwerdef�hrerin auch nicht �ber die Mittel verf�gt, um ihren Prozess selbst finanzieren zu k�nnen. Bei diesem Ergebnis er�brigen sich Er�rterungen zur weiteren R�ge, dass der angefochtene Entscheid den verfassungsm�ssigen Anforderungen an eine geh�rige Begr�ndung (Art. 29 Abs. 2 BV) nicht gen�ge.
Bei diesem Ausgang des Beschwerdef�hrers obsiegt die Beschwerdef�hrerin teilweise. Im Umfang ihres Unterliegens hat sie f�r die Gerichtskosten aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Dem Kanton Aargau sind keine Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 4 BGG). Er hat die Beschwerdef�hrerin aber im Umfang ihres Obsiegens im Verfahren vor dem Bundesgericht zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Das Gesuch der Beschwerdef�hrerin um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen, soweit es nicht gegenstandslos geworden ist (Art. 64 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdef�hrerin wird auf die R�ckerstattungspflicht hingewiesen (Art. 64 Abs. 4 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Beschluss und die Ziffern 2 und 3 des Entscheids des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer, werden aufgehoben. Die Sache wird im Sinne der Erw�gungen zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Das Gesuch der Beschwerdef�hrerin um unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren wird gutgeheissen und es wird der Beschwerdef�hrerin Rechtsanwalt Julian Burkhalter als Rechtsbeistand beigegeben.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt, vorl�ufig aber auf die Bundesgerichtskasse genommen.
Der Kanton Aargau hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren mit Fr. 1'000.-- zu entsch�digen.
Rechtsanwalt Julian Burkhalter wird aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 1'000.-- entsch�digt.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer, und dem Bezirksgericht Aarau, Familiengericht, schriftlich mitgeteilt.