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Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 10', '§ 2', '§ 3', '§ 3', '§3', '§ 3', '§3', '§1631']

Verfasst am: 21.04.2006, 08:41 Titel: Hessen - Förderpläne für versetzungsgefährdete SchülerInnen
der Text stammt aus dem Internetauftritt des hessischen Kultusministeriums:
http://www.kultusministerium.hessen....26-2901-be59-2697ccf4e69f
"Förderpläne als Hilfe für versetzungsgefährdete Schülerinnen und Schüler
Die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern war schon immer konstitutiver Auftrag von Schule und eine Verpflichtung für jede Lehrerin und jeden Lehrer. Im Hessischen Schulgesetz ist der Förderauftrag der Schule ausdrücklich formuliert. Dort heißt es in § 3 Abs. 6:
Die Schule ist so zu gestalten, dass die gemeinsame Erziehung und das gemeinsame Lernen aller Schülerinnen und Schüler in einem möglichst hohen Maße verwirklicht wird und jede Schülerin und jeder Schüler unter Berücksichtigung der individuellen Ausgangslage in der körperlichen, sozialen und emotionalen sowie kognitiven Entwicklung angemessen gefördert wird. Es ist Aufgabe der Schule, drohendem Leistungsversagen und anderen Beeinträchtigungen des Lernens, der Sprache sowie der körperlichen, sozialen und emotionalen Entwicklung mit vorbeugenden Maßnahmen entgegenzuwirken.
Der Förderauftrag der Schulen wurde mit der Novellierung von zwei Verordnungen noch deutlicher betont ("Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses" und "Verordnung zur Ausgestaltung der Bildungsgänge und Schulformen der Grundstufe (Primarstufe) und der Mittelstufe (Sekundarstufe I) und der Abschlussprüfungen der Mittelstufe - VOBGM"). Demnach sollen ab diesem Schuljahr in Hessen für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die nicht versetzt werden oder deren Versetzung gefährdet ist, Förderpläne erstellt werden. So heißt es in § 10 Abs. 4 der Verordnung zur Gestaltung des Schulverhältnisses:
Im Falle der Nichtversetzung ist ein individueller Förderplan für die Schülerin oder den Schüler zu erstellen und den Eltern und der Schülerin oder dem Schüler zur Kenntnis zu geben.
Weiterhin wird in § 2 der VOBGM Folgendes ausgeführt:
Fördermaßnahmen und Lernförderung
(1) Die Förderung der einzelnen Schülerin und des einzelnen Schülers ist Prinzip des gesamten Unterrichts und Aufgabe der gesamten schulischen Arbeit. Jedes Kind soll mit anderen Kindern zusammen und auch durch sie gefördert werden. Die individuelle Förderung ist in den Gesamtzusammenhang schulischer Lernförderung zu stellen. Im Fall drohenden Leistungsversagens ist als Maßnahme nach § 3 Abs. 6 Satz 2 des Hessischen Schulgesetzes ein individueller Förderplan zu erstellen.
(2) Unterschiede in den Begabungen und Neigungen, im Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten sind als individuelle Entwicklungschance zu sehen. Ihnen ist durch ein differenziertes Lernangebot und einen binnendifferenzierenden Unterricht Rechnung zu tragen. Hierbei gilt es auch, das Selbstwertgefühl, das Selbstvertrauen in die eigene Leistung und die Leistungsfreude der Schülerin oder des Schülers zu stärken.
(3) Die Gesamtkonferenz soll durch die Entwicklung eines schulischen Förderkonzeptes nach den Grundsätzen des Schulprogramms eine gemeinsame pädagogische Orientierung des Kollegiums sichern sowie die Kontinuität von Unterrichts- und Erziehungsprozessen gewährleisten. Die Lernförderung muss sich an den Curricula des Regelunterrichts orientieren. Sie soll nicht nur Lerndefizite beheben, sondern Lernbereitschaft und Lernfähigkeit insgesamt weiterentwickeln und fördern sowie Begabungs- und Leistungsschwerpunkte unterstützend begleiten und besondere Begabungen fördern.
(4) Förderunterricht ist in der Regel als binnendifferenzierte Maßnahme zu organisieren. Über die allgemeine Lernförderung nach Abs. 1 hinausgehende besondere Fördermaßnahmen sind
* zeitlich begrenzte Hilfen zur Überwindung von Lerndefiziten
* Fördermaßnahmen zur Behebung partieller Lernausfälle oder Sprachdefizite insbesondere bei Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund,
* Fördermaßnahmen zur Rückführung und Eingliederung von Schülerinnen und Schülern aus Förderschulen in den Regelunterricht,
* Maßnahmen zur Förderung von besonderen Begabungen und Hochbegabungen.
Diese Maßnahmen sind nach den personellen, sächlichen und organisatorischen Voraussetzungen der Schule durchzuführen.
(5) Fördermaßnahmen nach Abs. 4 sollen ihre Grundlage in zu erstellenden Förderplänen für die einzelnen Kinder haben. In ihnen sind der Entwicklungsstand und die Lernausgangslage, individuelle Stärken und Schwächen, Förderchancen und Förderbedarf, Förderaufgaben und Fördermaßnahmen festzuhalten. Für Kinder, die eine Vorklasse besuchen oder an einer besonderen Fördermaßnahme teilnehmen, müssen Förderpläne entwickelt werden.
(6) Die Schule nimmt nach Maßgabe der Verordnung über die sonderpädagogische Förderung vom 22. Dezember 1998 (ABl. 1999, S. 47) in der jeweils geltenden Fassung die Aufgabe wahr, durch vorbeugende Maßnahmen einer drohenden Beeinträchtigung der Schülerinnen und Schüler entgegenzuwirken und ihre Auswirkungen zu verringern sowie Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im gemeinsamen Unterricht zu fördern.
Förderpläne sind vor allem Vereinbarungen zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern; sie sollen auch Eltern und andere am Erziehungs- und Bildungsprozess beteiligte Personen einbeziehen. Der Förderplan soll je Fach von der jeweiligen Fachlehrkraft ausgestaltet werden. Dabei ist es wichtig, ausgehend vom individuellen Lernstand der betroffenen Schülerinnen und Schüler gemeinsam Zielvereinbarungen für die Zukunft zu treffen. Dies kann in kurzer schriftlicher Form geschehen, indem definitive Vereinbarungen getroffen, dokumentiert und von den Eltern unterschrieben werden. Ziel ist auch, die Schülerinnen und Schüler auf die Verantwortung für ihren eigenen Lernprozess hinzuweisen.
Anregungen und Beispiele kann die vom Kultusministerium im Februar 2005 erstellte und vielfach nachgefragte Materialsammlung "Individuelle Lernpläne" geben. Sie dokumentiert die Ergebnisse eines zweijährigen Projekts "Individuelle Lernpläne", an dem Lehrerinnen und Lehrer aus verschiedenen integrierten Gesamtschulen und Förderstufen beteiligt waren. Die Materialsammlung enthält verschiedene Tipps und Formblätter für individuelle Lern- und Förderpläne (insbesondere ab Seite 72ff). Sie finden die Materialsammlung unter: http://sform.bildung.hessen.de/igs/materialien/lernplan.pdf "
Verfasst am: 11.05.2006, 12:00 Titel:
in der Schule die meine Kinder besuchen erhält jeder Schüler, dessen Versetzung gefährdet ist, einen individuellen Förderplan zusammen mit dem Halbjahreszeugnis ausgehändigt.
Die Eltern werden darauf hingewiesen, dass die Versetzung ihres Kindes gefährdet ist.
Dieser Förderplan wird dann nochmals mit der Mahnung zusammen verschickt.
Es werden die Fächer aufgeführt , in denen schlechter als ausreichende Leistungen erbracht werden, aufgeteilt in ?Hauptfächer? und ?Nebenfächer?.
Bereits stattgefundene Elterngespräche und dabei eventuell getroffene Vereinbarungen werden erwähnt.
Derzeit festgestellte Leistungen des Kindes in Lern- und Arbeitsverhalten werden tabellarisch
für die gemahnten Fächer festgehalten, sortiert nach:
- Umfang der mündlichen Mitarbeit
- Qualität der mündlichen Mitarbeit
Danach gibt es einen Punkt ?Fächerspezifische Ergänzungen?, wo aufgeführt wird, wie
das wünschenswerte Arbeitsverhalten des Schülers aussehen soll, z. B. sorgfältige Nacharbeit
der Unterrichtsstunden.
Nun werden die Maßnahmen zur Förderung des Kindes aufgeführt, aufgeteilt in schulische
Fördermaßnahmen und Maßnahmen durch das Elternhaus.
Die einzige schulische Fördermaßnahme, die an unserer Schule existiert, ist die kostenpflichtige Hausaufgabenbetreuung für die Klassen 5 ? 7.
Die Fördermaßnahmen durch das Elternhaus sehen natürlich als Erstes Nachhilfeunterricht in den entsprechend gemahnten Hauptfächern vor.
Die weiteren Fördermaßnahmen durch das Elternhaus sind dann:
Schaffung eines besseren häuslichen Lernumfeldes; wir beraten sie gerne
Stetige Kontrolle der Erledigung der Hausaufgaben
Regelmäßige persönliche/telefonische Kontakte mit den Lehrkräften
Bearbeitung selbständiger Übungsaufgaben, z. B. anhand folgender Lernsoftware und Bücher
Dieser Förderplan muss dann am Ende auf einem abzutrennenden Abschnitt von Eltern und Kind unterschrieben werden , der dann an die Schule zurückgegeben wird.
Es würde mich interessieren, wie eure Meinungen zu diesem Förderplan sind.
Verfasst am: 11.05.2006, 21:13 Titel:
in § 3 Abs. 6 (HSchG) heiß es:
....Es ist Aufgabe der Schule, drohendem Leistungsversagen und anderen Beeinträchtigungen des Lernens, der Sprache sowie der körperlichen, sozialen und emotionalen Entwicklung mit vorbeugenden Maßnahmen entgegenzuwirken.
Angesichts dieser Verpflichtung von Schule ist es dreist von Eltern das Aufarbeiten der Lerndefizite durch teure, private Nachhilfestunden, Lernsoftware etc. einzufordern.
Deiner Schilderung nach macht die Schule zwar eine Bestandsaufnahme der Defizite und formuliert wünschenswerte Ziele, aber es fehlt völlig, welche Fördermaßnahme der einzelne Fachlehrer mit Deinem Kind durchführt, wie der zeitliche Rahmen aussieht und wann die Kontrollen zum Lernfortschritt erfolgen.
Daher bezweifle ich, dass eure Schule Sinn und Zweck solcher Förderpläne erfasst hat.
Letztendlich wird die Verantwortung an euch Eltern abgeschoben.
Wer dann keine Nachhilfe etc. finanzieren kann.... Pech gehabt! ?
Frag doch mal bei der Schule oder Deinem zuständigen Schulamt nach, wer für Deine finanziellen Aufwendungen aufkommt.
Verfasst am: 12.05.2006, 08:15 Titel:
Ulis Einschätzung "Daher bezweifle ich, dass eure Schule Sinn und Zweck solcher Förderpläne erfasst hat" schließe ich mich an. Es scheint Lehrern unendlich schwer zu fallen anzuerkennen, dass gerade sie Verantwortung für die Leistung ihrer Schüler haben.
Auf dem hessischen Bildungsserver gibt es eine Seite zum Thema "Beurteilen und Fördern" http://buf.bildung.hessen.de/
Ein Beitrag von Bärbel Brömer unter "Zum Thema" heißt "Begründung", er gibt Informationen zu den Beweggründen einer anderen Leistungsbewertung als Erkenntnis aus PISA und IGLU, folgende Schwachpunkte werden aufgezählt:
·	die unzureichende Diagnosekompetenz von Lehrerinnen und Lehrern,
·	die Mängel hinsichtlich eines konstruktiven Umgangs mit der in allen Lerngruppen gegebenen Heterogenität und den zu wenig ausgeprägten Gedanken der individuellen Förderung,
·	den hohen Anteil von ?Risikoschülern?, die im Bereich Leseverständnis und in ihren mathematischen und naturwissenschaftlichen Fähigkeiten die erforderlichen Grundkompetenzen nicht erreichen,
·	den engen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen;
·	die relativ geringe Anzahl von Schülern auf der höchsten Kompetenzstufe,
·	den hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern, die durch Zurückstellungen, freiwillige Wiederholungen, Sitzenbleiben bzw. Rückstufungen stark prägende Misserfolgserlebnisse in ihrer Schullaufbahn hinnehmen müssen.
Weil es bis jetzt keinerlei Kontrollen gibt, wie etwas 'von oben' erwünschtes angewendet und umgesetzt wird, müssen wir Eltern aktiv werden. Das Kultusministerium fühlt sich schon dadurch auf der sicheren Seite, weil eine gewissen Anzahl von LehrerInnen an einem Crashkurs zur pädagogischen Diagnostik teilgenommen hat. Was davon an der Basis umgesetzt wird? Who cares.
Verfasst am: 25.05.2006, 16:44 Titel:
hier ein aktuelles Beispiel für einen Lern- und Förderplan im Fach Mathematik - Gymnasium 9. Klasse:
"Individueller Lern- und Förderplan
XY hat deutliche Lücken im Fachwissen. Er beteiligt sich nur selten am Unterrichtsgespräch. Die Arbeitsanweisungen (Übungen und Hausaufgaben) werden oft oberflächlich bearbeitet.
Lern- und Förderempfehlung für den Zeitraum 8.5.06 bis Ende des Schuljahres:
XY sollte aufgetretene Wissenslücken durch selbstständiges Wiederholen, schließen; ggf. wäre die Hilfe einer fachlich versierten Person förderlich.
Aktuelle Unterrichtsergebnisse so lernen, dass sie im folgenden Unterricht genutzt werden können! Fragen stellen!
Termin für die Überprüfung 29.5.06 Wiederholende Übungen und aktuelle Lernprodukte im Mathematikheft vorlegen.
Wir haben den individuellen Förderplan für unser Kind XY Klasse, Datum, im Fach Mathematik erhalten und werden insbesondere im häuslichen Bereich an der Umsetzung der Förderempfehlung mitwirken.
Unterschrift Schüler Erziehungsberechtigte"
Interessant ist, dass die Hilfe einer fachlich versierten Person förderlich ist. Ist die Lehrerin keine?
Bemerkenswert ist, dass der Schüler im Vorjahr die Note "drei" in Mathe hatte, jetzt nach einem Lehrerwechsel auf "fünf" abgerutscht ist. Die Verantwortung dafür tragen natürlich der Schüler und die Mutter - wer auch sonst?
Die Mutter hatte bereits Anfang März einen Gesprächstermin mit der Lehrerin, bei dem sich Mutter und Lehrerin einigten, die Arbeit des Schülers regelmäßig zu kontrollieren. Die Mutter hat ihren Teil dazu beigetragen, die Lehrerin hat sich aber, laut Aussage des Schülers, für seine Hausaufgaben nicht weiter interessiert.
"(5) Fördermaßnahmen nach Abs. 4 sollen ihre Grundlage in zu erstellenden Förderplänen für die einzelnen Kinder haben. In ihnen sind der Entwicklungsstand und die Lernausgangslage, individuelle Stärken und Schwächen, Förderchancen und Förderbedarf, Förderaufgaben und Fördermaßnahmen festzuhalten."
"Förderunterricht ist in der Regel als binnendifferenzierte Maßnahme zu organisieren."
Auf schriftliche Rückfrage der Mutter, ob die Lehrerin nicht noch etwas genauer sagen könne, wo es hakt, die Empfehlung der Lehrerin, sich das Buch vom letzten Schuljahr zu besorgen und durchzuarbeiten.
Der Text, den die Erziehungberechtigten zu unterschrieben haben, sollte besser lauten:
Wir erklären uns bereit, einen Förderplan selbst zu erstellen, teure Nachilfe zu bezahlen und die ganzen Lasten und Kosten allein zu tragen.
Dass die Lehrerin vergessen hat, ihren Teil zu unterschrieben, darüber sehen wir mal großzügig hinweg.
Verfasst am: 28.05.2006, 09:53 Titel:
nachdem ich den oben beschriebenen 'Indviduellen Lern- und Förderplan' in der Hand hatte, rief ich bei der zuständigen Schulrätin an und wollte wissen, wie ein Förderplan idealerweise aussehen soll und ob es besondere Vorgaben dafür gibt. Das Ergebnis war, die Schulrätin hörte von mir zum ersten Mal, dass "Förderplänen für versetzungsgefährdete Schüler" geschrieben werden sollen. Aber sie wiegelte gleich ab, zuviel solle man von den ohnhin so überlasteten Lehrern der Gymnasien da nicht erwarten.
Meine Anfrage beim zuständigen Schuljuristen, welchen juristischen Stellenwert diese Förderpläne haben, blieb bis jetzt unbeantwortet. Ich habe bereits dreimal angerufen und daran errinnert. Jedesmal wurde mir gesagt, noch am gleichen Tag würde ich garantiert einen Anruf erhalten. Sieben Arbeitstage sind derweil vergangen - ohne Antwort.
Verfasst am: 31.10.2006, 09:28 Titel:
Hallo Doris, hallo Mithessen,
zum Glück war keines meiner Kinder bisher versetzungsgefährdet, so dass ich keine eigenen Erfahrungen zu Förderplänen habe.
Da ich auch die Verlautbarungen des Hessischen Kultusministeriums verfolge, fällt mir auf, dass in Hessen gaaaanz viel geschrieben steht, wovon vielleicht 1% Prozent umgesetzt wird - wenn überhaupt.
Mein Kind ist hochbegabt und hat ADS. Die Hochbegabung ist der Schule seit Jahren bekannt, dass ADS wurde vor einigen Monaten erkannt und der Schule mitgeteilt.
Keine REAKTION, keine Vorschläge, keine Nachfrage - nichts!!!
Ich weiß nicht wie es wäre, wenn mein Sohn permanent stören würde oder wenn er eine nur Sechsen schreibt oder schwänzt.
Aus Erfahrungen von anderen weiß ich, dass selbst dann die Schule nicht auf die Eltern zukommt.
Ein einziges Mal ist eine Klassenlehrerin auf uns zugekommen - ich bin ihr noch heute dankbar dafür.
Es ist schon ein einseitiges Geschäft, die "Zusammenarbeit" mit der Schule. Da bin selbst ich als Mutter einfach nur demotiviert und muss mich immer wieder am Zügel reißen, um nicht nachzulassen.
P.S. Ich habe gelesen, dass Du Schullaufbahnberaterin bist. Hast Du eine Ahnung, wie man Lehrern mehr Interesse an ihren Schülern beibringen kann??? Kennst Du einen "Fall" bei ein hochbegabtes Kind einen Förderplan bekommen hat? Obwohl ich mittlerweile viele HBs bzw. deren Eltern kenne: Alle singen das gleiche Lied.
Immer habe ich die Hoffnung, wir könnten mal auf eine Lehrkraft stoßen, die sich für unser Kind interessiert.
Dass ich alle Gelegenheiten nutze, um Kontakt zu den Lehrern zu bekommen und zu halten, darfst Du voraussetzen.
Verfasst am: 31.10.2006, 10:32 Titel:
meine Antwort auf deine Frage "Hast Du eine Ahnung, wie man Lehrern mehr Interesse an ihren Schülern beibringen kann???" Nein, leider nicht. Ich hoffe, dass langfristig eine veränderte Lehrerbildung, in der auch die auszubildenden jungen Menschen und der Umgang mit ihnen einen Platz haben wird, sowie eine eigenverantwortliche Schule, in der die Verantwortung für das eigene Handeln übernommen werden muss, langfristig zu einer Verbesseung führen.
Das mangelnde Interesse der Lehrer an ihren Schülern beklage ich auch schon lange. Aber dieses Interesse kann man nicht einfach durch Verordnungen von 'oben' in die Schule bringen. Ich denke das ist ein längerer Prozess.
Besonders dieser (nicht neue) Teil des hessischen Schulgesetzes wird von vielen Lehrern bis heute nicht akzeptiert!
...§3 (6).... Es ist Aufgabe der Schule, drohendem Leistungsversagen und anderen Beeinträchtigungen des Lernens, der Sprache sowie der körperlichen, sozialen und emotionalen Entwicklung mit vorbeugenden Maßnahmen entgegenzuwirken.
Das geht natürlich nicht so einfach in die Köpfe der Lehrer, die ihren Hauptauftrag in der Selektion sehen. Immerhin bringen die Förderpläne eine Diskussion in die Schulen. Aber man muss auch sehen, dass sich Lehrer (noch) weigern diese Förderpläne zu schreiben, weil sie diese Aufgabe unzumutbar finden. Ihr Argument: sie sind nicht dafür ausgebildet. Dass sie sich in den letzten 10/20/ 30 Jahren hätten weiterbilden sollen, kommt ihnen häufig gar nicht in den Sinn! Alles was von ihnen verlangt wird, empfinden sie als unzumutbar. Die Kultusminister gehen aber davon aus, dass das was sie verordnen von den braven Beamten schon irgendwie umgesetzt wird. Auch sie übernehmen nicht wirklich Verantwortung für ihr Handeln. Denn dann sollte ihnen bekannt sein, dass diese wechselnden Verordnungen seit Jahrzehnten ignoriert wurden!
Ich bin gespannt, ob der "Schul - TÜV" an diesem Zustand etwas ändern kann.
Hallo Doris, guten Morgen,
also bleibt für uns - hier und jetzt - nur warten und hoffen und die Wartezeit ausfüllen mit Briefen, Telefonaten und Gesprächen mit Leuten, die - eigentlich - gar nicht mit uns reden wollen.
Das habe ich als zweifache Mutter mit zusammengerechnet 28 Jahren Schulerfahrung (eigene plus Kinder) gelernt:
Das einzige, was ich für meine Kinder tun kann, ist immer wieder da zu sein, um damit allem "ja, wenn das Elternhaus nicht mitarbeitet" und weiterem Weiterschieben der Verantwortung zuzuvorkommen. Ich nehme meine Verantwortung sehr ernst. Bewirkt hat es immerhin, dass meinem hochbegabten Kind der Weg ins Gymnasium nicht versperrt wurde. Unter Protest(!) bekam er eine Empfehlung für den gymnasialen Zweig der Gesamtschule.
Der Schul-TÜV. Hm-naja.
Die Förderstufenleiterin meines Sohnes ist nun Schulinspektorin. Ein gut bezahlter Posten, man verdient mehr als in der Schule und muss sich nicht ständig das Genöle von Schülern und Eltern anhören. Besagte Förderstufenleiterin hat es fertiggebracht, nach neun Wochen und zweimaligem Nachfragen ihre Zusage in die Tat umzusetzen, meinen Sohn im Unterricht zu beobachten.
Heraus kam, dass das Verhalten meines Sohnes altersgerecht und tolerierbar sei. Toll nicht? Da brauchte man nämlich nichts unternehmen. Dass sich alle Lehrer über seine schlechte Arbeitshaltung beklagten, hat dann nicht weiter gestört.
Und dass diese Frau selbst Mutter von zwei hochbegabten Töchtern ist, hat die Sache auch nicht befördert. Vielleicht eher im Gegenteil: Möglicherweise sind beide Einserschülerinnen mit fünf anspruchsvollen Hobbies und etlichen gewonnenen Wettbewerben.
Hast Du auch (nehme mal an, wir sind etwa im selben Alter - ich bin Jahrgang 1962) den Eindruck, als ob sich die Schule eher zurückentwickelt? Als ob heutzutage Fragen zu Problemen gemacht werden, die früher einfach gelöst wurden? Dass es früher Lehrer gab, die sich noch Gedanken um ihre Klasse, ihre Schüler, ihr Fach machten? Die die Verantwortung für eine schlecht ausgefallene Arbeit auch mal bei sich suchten? Und die sich dann bemühten, dass alle Schüler wieder den Anschluss fanden?
Heute undenkbar. Und wenn doch, dann ein großer Glücksfall.
Also Forderungen an die Politik sind nutzlos, denn die haben "ihre Hausaufgaben gemacht" wie Frau W. sagen würde und wie die vielen wohlklingenden Gesetze zeigen.
Der Beamtenstatus der Lehrer bringt uns auch nicht weiter, denn sie sind nicht gehorsam, sondern eher trotzig und machen Dienst nicht einmal nach Vorschrift. Schlechte Lehrer wird man nicht los. (Da gibt es an unserer Schule einen, der kriegt sämtliche Entlastungsstunden, damit er nicht vor der Klasse stehen muss.)
Gute Lehrer werden vom Kollegium solange gemobbt bis sie gefügig sind oder sich in eine anders Bundesland versetzen lassen (auch an unserer Schule passiert).
Engagierte Eltern lässt man ins Leere laufen. Alle guten Vorschläge der Eltern sind angeblich schon längst umgesetzt oder haben sich vor etlichen Jahren nicht bewährt. Überhaupt werden Eltern über Rechte nicht informiert, Informationen erfolgen spärlich zu spät. Zusagen werden nicht eingehalten. Eltern wird grundsätzlich nie recht gegeben. Angeblich hat man nie etwas von angesprochenen Problemen, Gesetzen, Themen und was weiß ich gehört. Angeblich ist man dafür nicht ausgebildet und wenn gar kein Argument mehr herhalten kann - dann fehlt das Geld.
Ich könnte endlos weitermachen...
Was mache ich alles in Job, Familie und Firma meines Mannes, das ich nie gelernt habe! Wie tausende andere auch...
Und unsere Kinder haben noch Glück: Ihre Eltern kümmern sich wirklich. Was ist mit den anderen?
Verfasst am: 15.12.2006, 18:15 Titel: Ergänzung
Zwei Punkte möchte ich zum Thema Hessen und Förderpläne ergänzen:
1. Ich führte ein Gespräch mit einer Fachfrau von einer vom Land Hessen finanzierten Beratungsstelle:
Sie sagte klar und deutlich, dass Differenzierung nicht eingefordert werden kann. Wenn es die betreffenden Lehrkräfte nicht tun, hilft außer einem Schulwechsel nichts. Man darf auf ein gewisses Verständnis hoffen, den eigentlich müsste sich immer wenigstens ein Lehrer finden, der kooperativ sei. Dass so gar niemand Interesse zeigt, konnte sie sich gar nicht vorstellen.
2. Unsere Schule ist jetzt auf den Trichter gekommen, das Erstellen individueller Förderpläne in das Schulprogramm aufzunehmen.
Ja ist denn die Schule dazu nicht sowieso verpflichtet?
Ins Schulprogramm gehören m. E. die Dinge, die eine Schule von anderen unterscheidet, die das besondere Schulprofil ausmachen.
Verfasst am: 16.12.2006, 12:48 Titel:
rosaria: Sie sagte klar und deutlich, dass Differenzierung nicht eingefordert werden kann. Wenn es die betreffenden Lehrkräfte nicht tun, hilft außer einem Schulwechsel nichts.
Viele Lehrer weigern sich Förderpläne zu schreiben, weil sie dafür keine Ausbildung haben. Vom pädagogischen Standpunkt ist differenzieren seit Jahrzehnten ein selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts- auch hier gibt es Lehrer die sich weigern, weil sie auch dafür keine Ausbildung haben. Dass sie sich entsprechend fortbilden sollten, ist ihnen leider, trotz Verpflichtung dazu in den Dienstvorschriften, nicht aufgefallen!
Im hessischen Schulgesetz steht schon seit etwa 15 Jahren folgendes:
§ 3 Grundsätze für die Verwirklichung
Selbstverständlich ist es für einen Lehrer verpflichtend was im Schulgesetz steht - immerhin handelt es sich um einen Beamten, der für die Erfüllung seiner Arbeit besondere Vergütungen bekommen! Eine Dienstaufsichtbeschwerde wäre bei einer Verweigerung möglich.
Aber wie heißt es so schön: Wo kein Kläger, da ist auch kein Richter!
Verfasst am: 16.12.2006, 22:41 Titel: Förderpläne - Arbeitsverweigerung - mangelhafte Ausbildung ?
Wie schon an anderer Stelle gesagt, bin ich in vielen Fakten Deiner Meinung.
Leider, und dieses bereitet mir Unbehagen, kann und werde ich Dich wohl nie verstehen.
Unter Bezugnahme der Ausführungen von rosaria kann ich Deiner Darstellung keinerlei positiven Aspekt zur Bewältigung bzw. Abstellung der Untätigkeiten seitens der Lehrkräfte erkennen. Ich betone hier ausdrücklich, dass ich manchmal nicht erkennen kann auf welcher Seite Du stehst.
Auch im vorliegenden ist dieses so ;
.... wäre bei Verweigerung möglich.
Sie ist nicht nur möglich, nein diese ist zwingend erforderlich. Es nützt nicht darauf hinzuweisen,
Wo kein Kläger, da ist auch kein Richter!
Doris Du führst hier den §3 des HessSchG richtigerweise an, leider kommentierst Du das Verhalten der Lehrkräfte, nämlich der Untätigkeit - in der Privatwirtschaft ist das der Tatbestand der Arbeitsverweigerung - was einer sofortigen Kündigung zur Folge haben kann, mit der lapidaren Bemerkung und Zugeständnis der mangelnden Ausbildung.
Ja Du nimmst diese ja noch ausdrücklich in Schutz ;
Dass sie sich entsprechend fortbilden sollten, ist ihnen leider, trotz Verpflichtung dazu in den Dienstvorschriften, nicht aufgefallen!
Im Umkehrschluß könnte ich jetzt dieses interprtieren, die armen Lehrer haben ja so viel zutun und jetzt noch Fortbildung !
Mir wird seitens der Gestzgebung vorgeschrieben das ich mindestens 32 stunden Forbildung im Jahr zu absolvieren habe, aber ich bin ja kein Beamter.
Wenn ich in meinem Beruf mich für eine Arbeitsverweigerung auf mangelnde Ausbildung berufe darf ich den Beruf nicht ausüben.
Wenn ich gegen ein Gesetz verstoße werde ich ohne wenn und aber verurteilt. Bei den Lehrer gilt dieses wohl nicht ? weil sie Beamte sind ???
Es würde mich erfreuen wenn wir uns, bei aller Meinungsverschiedenheiten, ausschließlich im Interesse unserer Kinder und Enkelkinder bei der Beurteilung von Mißständen in den Schulen, nicht in allen, aber auch nur hier in der Bundesrepublick egal welches Bundesland und deren Abstellung einigen könnten.
Sofern innerhalb dieser Initiative solch gravierdende Abweichungen vorkommen können wir uns von weiteren Anstrengungen bezüglich der Vereinsgründung auf der Stelle verabschieden. Es lohnt sich nicht, wenn bei aller Wertschätzung gegenüber den betreffenden Lehrkräften, diesen für eine entwürdigende Maßnahme gegenüber den Schutzbefohlenen noch Verständnis gefordert wird.
in einem anderen Beitrag hast du dafür plädiert, dass sich die SchülerInnen auch den entwürdigenden Umständen anpassen müssen.
Damit gibst du der Institution Schule das Recht gegen den §1631 BGB, ohne Folgen zu befürchten, verstoßen zu können. Im gleichen Beitrag forderst du dieses indirekt auch von den Eltern.
Verfasst am: 17.12.2006, 18:51 Titel:
ich stehe auf keiner Seite, sondern habe Interesse das aktuelle Schulsystem zu verbessern - für Schüler, Eltern und Lehrer!
Welchen positiven Aspekt erwartest du? Welches Wunder könnte ich vollbringen das "zur Bewältigung bzw. Abstellung" der Untätigkeiten seitens der Lehrer führt. Wenn du ein Problem mit den Lehrern deines Sohnes hast, musst du dich einsetzen, wenn rosaria Probleme mit ihrem Kind hat, muss sie sich dafür einsetzen und so weiter! Was der Einzelne macht, bleibt ihm überlassen - ich gebe nur die Informationen.
Heinz. "Sie [die Dienstaufsichtbeschwerde] ist nicht nur möglich, nein diese ist zwingend erforderlich. Es nützt nicht darauf hinzuweisen"
Also wenn du eine Dienstaufsichtbeschwerde in deinem Fall für notwendig hälst, dann stelle sie! Du scheinst zu übersehen, dass ich nicht die Dienstaufsicht für Hessens Beamte habe!
Wenn ich Gesetzestexte angebe, ist das eine Information! Wenn du aber 'wild interpretierst' was ich mit dem Zitat gemeint haben könnte, lässt es zwar Schlüsse auf deine überbordende Fantasie zu - mehr aber auch nicht!
In dem entsprechenden Thread hatte ich dir bereits ausführlich geantwortet, ich kopiere den entsprechenden Teil noch mal hier hin:
Wir Eltern sollten uns nicht zu sehr anpassen - das sehe ich auch. Aber wenn die Jugendlichen oder jungen Erwachsenen sich aus eigener Einsicht anpassen, ist das ein wichtiger Entwicklungsschritt, den wir Eltern akzeptieren sollten, selbst wenn es unseren Vorstellungen widerspricht. Mir ist das Wohlbefinden meiner Kinder wichtiger, als ein Durchsetzen meiner Vorstellungen. Was ist daran gefährlich? Ist es nicht viel gefährlicher sich nicht anzupassen und eventuell ohne Abschluss die Schule zu verlassen und sich den Rest der Lebens als Versager zu empfinden und Hass zu entwickeln?
Es ist aber bei Kindern in der Pubertät auch wichtig, solange kritisch zu bleiben bis man den Lehrer persönlich kennengelernt hat. Manchmal muss man auch zwischen zwei schlecht harmonierenden Persönlichkeiten vermitteln. In der Pubertät sind die meisten Jugendlichen sehr egozentrisch, sie beziehen alles Gesagte negativ auf sich selbst - ein Lehrer sollte das wissen und vorsichtig mit seinen Äußerungen sein. Wir Eltern sollten das aber auch wissen und und uns erst mal ein eigenes Bild von dem Lehrer machen. Dass manche Lehrer auch erschreckend unsensibel sein können, wurde von mir kritisiert und dann kann eine klare Entscheidung der Eltern nötig sein... http://emgs.de/forum-emgs/viewtopic.php?t=636&start=15
Verfasst am: 18.12.2006, 09:44 Titel:
Liebe Doris, lieber Heinz,
es ist das Dilemma aller Familien, dass sie einer übermächtigen Institution Schule gegenüber stehen. Alles ist schwer durchschaubar; es fängt damit an, dass die Eltern ihre Rechte nicht kennen und auch gut dafür gesorgt wird, dass es so bleibt. Oder kennt Ihr eine Ausnahme, dass eine Schule die Eltern/Schüler über ihre Rechte aufklärt? Die Eltern müssen sich mühselig über Selbsthilfegruppen oder Internet ihre Informationen beschaffen.
Wie diese Familie: Die Tochter ist seit der Grundschulzeit schwerhörig. Dass sie einen Anpruch auf Nachteilsausgleich hat, erfuhren die Eltern erst nach Jahren!
Die Klasse bekam einen neuen Klassenraum, der soviel Nachhall hatte, dass das Hörgerät nicht funktionierte... Die Leistungen der Schülerin gingen in den Keller.
Natürlich haben sich die Eltern eingesetzt, natürlich sind sie von Pontius zu Pilatus gelaufen.
Wie das immer so ist, hat einer die Verantwortung auf den anderen geschoben. Der Schulträger auf die Schule. Die Schule auf... Es dauerte Monate bis sich an der Situation was änderte!
Stellt Euch vor, die Eltern hätten gegen irgendeinen der Beteiligten eine Dienstaufsichtsbeschwerde losgelassen.
Meint Ihr, der Tochter wäre eher geholfen worden?
Meint Ihr, die Familie hätte noch auf irgendein Entgegenkommen rechnen können?
Wir haben am eigenen Leib erfahren, dass unser Kind vor der Klasse durch den Klassenlehrer bloßgestellte wurde, nur weil wir eine Frage gestellt hatten.
Eine Schulaufsichtsbeamtin hat mit ins Gesicht gesagt: Das Schulamt hat keine Ressourcen, um etwas für hochbegabte Kinder tun zu können. Weder finanziell noch personell. Fertig! Keine Angebote, keine Ratschläge, keine Bereitschaft das Gespräch mit der Schule zu suchen.
Wenn bereits die [/u]Schulaufsicht [/u] so eine Aussage macht, wo sollte dann meine Beschwerde ernsthaft geprüft werden?
Nirgendwo sonst ist die Kluft zwischen vollmundigen Politikerversprechen und der Realität größer als in der Schule!
Die wirlich engagierten und interessierten Lehrer sind so dünn gesäht, dass man als Schüler schon eine realistische Chance hat, niemals im ganzen Schülerleben einem solchen zu begegnen.
Warum funktionieren diese Mechanismen alle so hervorragend? Die staatliche Schule hat das Monopol auf Bildung, mehr noch: Sie hat die Macht, Kinder in die Schule zu zwingen.
Die wenigen Privatschulen sind für viele Eltern nicht bezahlbar und oft sind in erreichbarer Nähe keine vorhanden.
Von einem erfolgreichen Schulabschluss hängt alles ab: Ausbildungsstelle/Studium, Lebensunterhalt, Selbstverwirklichung im Beruf, soziale Stellung.
Die Familien sind vom Wohlwollen der Lehrer/Schule abhängig.
Ich habe nun schon nach verschiedenen Seiten die Fühler ausgestreckt, so wie ich auch hier meine Fragen gestellt habe. Es gibt keine Möglichkeit, aus einem ignoranten Lehrer einen interessierten zu machen. Weder im Guten noch im Bösen. Und der "böse" Weg, die Beschwerde, führt nur dazu, dass ich meinem Kind den Boden unter den Füßen wegziehe, es geradezu ins offene Messer laufen lasse.
Verfasst am: 18.12.2006, 20:01 Titel:
was du beschreibst ist leider die bedrückende Wirklichkeit, die viele Eltern so erleben.
Ich überlege, was wir als Elterninitiative dagegen unternehmen könnten. Hast du Ideen / Vorschläge?