Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Bayern&Datum=11.01.2006&Aktenzeichen=11%20CS%2005.2391
Timestamp: 2020-02-21 11:03:40
Document Index: 258417823

Matched Legal Cases: ['Art. 20', '§ 315', '§ 24', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 24', '§ 24', '§ 13', '§ 24', '§ 46']

VGH Bayern, 11.01.2006 - 11 CS 05.2391 - dejure.org
https://dejure.org/2006,28466
VGH Bayern, 11.01.2006 - 11 CS 05.2391 (https://dejure.org/2006,28466)
VGH Bayern, Entscheidung vom 11.01.2006 - 11 CS 05.2391 (https://dejure.org/2006,28466)
VGH Bayern, Entscheidung vom 11. Januar 2006 - 11 CS 05.2391 (https://dejure.org/2006,28466)
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VG Regensburg - RN 5 S 05.1101
Nur wenn eine Behörde einen Ermessens- oder Beurteilungsspielraum hat, nicht auch im Rahmen der Anwendung bindender Vorschriften, hat die Behörde den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu beachten (vgl. BVerfGE 69, 161 ff.;… Jarras/Pieroth, GG, 5. Aufl. 2000, RdNr. 88 zu Art. 20 GG; vgl. auch BayVGH vom 11.1.2006 Az. 11 CS 05.2391; vom 12.11.2007 Az. 11 CS 07.1181).
Vergleichbare Fälle der Nichtbeibringung eines angeforderten Gutachtens nach zwei Verkehrszuwiderhandlungen unter Alkoholeinfluss sind sowohl von der Kammer als auch oberverwaltungsgerichtlich schon häufig entschieden worden (vgl. u.a. BayVGH vom 9.6.2010 in Blutalkohol 47, 368, vom 19.4.2010 Az. 11 ZB 09.2982, vom 2.4.2010 Az. 11 ZB 09.1282, vom 24.9.2009 Az. 11 C 08.1563, vom 28.7.2009 Az. 11 CS 09.1219, vom 16.2.2009 Az. 11 CS 09.20, vom 13.2.2009 Az. 11 CS 08.2664, vom 25.6.2008 Az. 11 ZB 08.1123, vom 23.6.2008 Az. 11 ZB 08.1011, vom 6.5.2008 Az. 11 CS 08.551, vom 27.3.2008 Az. 11 ZB 07.2654, vom 21.11.2007 Az. 11 CS 07.1435, vom 12.11.2007 Az. 11 CS 07.1181 zu VG Bayreuth vom 18.4.2007 Az. B 1 S 07.158, vom 5.10.2006 Az. 11 CS 06.836, vom 11.1.2006 Az. 11 CS 05.2391 und vom 13.1.2005 Az. 11 CS 04.2968; VGH Baden-Württemberg vom 10.12.2010 in Blutalkohol 48, 50; Sächsisches OVG vom 13.10.2009 in Blutalkohol 47, 48 und vom 24.7.2008 Az. 3 B 18/08, Ls. in VRR 2008, 403; OVG Nordrhein-Westfalen vom 29.7.2009 in NZV 2009, 522 = DAR 2009, 598; OVG Berlin-Brandenburg vom 7.8.2008 Az. 1 S 100.08 und vom 6.6.2007 Az. 1 S 55.07).
Voraussetzung hierfür ist, dass die Forderung zur Beibringung eines Fahreignungsgutachtens rechtmäßig ist (vgl. etwa BayVG vom 11.1.2006, 11 CS 05.2391, Juris-Dokument: BYRE 060301699).
Zuwiderhandlungen im Sinne der Vorschrift sind dabei nicht nur Straftaten z.B. nach den §§ 315c oder 316 StGB, sondern auch Ordnungswidrigkeiten nach § 24a Abs. 1 Straßenverkehrsgesetz (StVG) (…vgl. Dauer in Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 40. Auflage 2009, Rdnr. 22 zu § 13 FeV; BayVGH vom 11.1.2006, Az. 11 CS 05.2391, Juris).
Ergänzend ist im Hinblick auf das Beschwerdevorbringen lediglich nochmals klarzustellen, dass die Trunkenheitsfahrt vom 28. August 2004 als Ordnungswidrigkeit geahndet worden ist und dass sie zusammen mit der Trunkenheitsfahrt vom 7. Oktober 2001 zur Erfüllung der Voraussetzungen von § 13 Satz 1 Nr. 2 b FeV ausreicht (vgl. Wortlaut "wiederholte Zuwiderhandlungen im Straßenverkehr" ), da unter Zuwiderhandlungen nicht nur Straftaten sondern auch Ordnungswidrigkeiten zu verstehen sind (vgl. BayVGH vom 11.1.2006 Az. 11 CS 05.2391).
Nach dem Wortlaut von § 13 Satz 1 Nr. 2 b FeV ("Zuwiderhandlung") und der ständigen Rechtsprechung des Senats rechtfertigen bereits zwei Trunkenheitsfahrten im Sinne von § 24 a Abs. 1 StVG die Anordnung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens (vgl. BayVGH vom 11.1.2006 Az. 11 CS 05.2391; vom 5.10.2006 Az. 11 CS 06.836; vom 22.3.2007 Az. 11 CS 06.1634).
Dem ist zu entgegnen, dass nach ständiger Rechtsprechung des Senats tatsächlich bereits zwei Trunkenheitsfahrten im Sinne von § 24 a Abs. 1 StVG die Anordnung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens rechtfertigen (vgl. etwa vom 11.1.2006 Az. 11 CS 05.2391).
Im Bereich der gebundenen Entscheidungen im Fahrerlaubnisrecht, in denen - wie vorliegend - die Behörde keine alternative Entscheidungsmöglichkeit hat, wurden die Verhältnismäßigkeitserwägungen im Wesentlichen bereits durch den Gesetzgeber angestellt (BayVGH, Beschluss vom 11. Januar 2006 - 11 CS 05.2391 -, juris).
VGH Bayern, 09.08.2011 - 11 CS 11.1098
Entziehung der Fahrerlaubnis wegen Nichtbeibringung des geforderten Gutachtens
Dem ist entgegen zu halten, dass nach dem Wortlaut von § 13 Satz 1 Nr. 2 Buchst. b FeV und der ständigen Rechtsprechung der Obergerichte bereits zwei Trunkenheitsfahrten im Sinne von § 24 a Abs. 1 StVG die Anordnung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens rechtfertigen (vgl. etwa BayVGH vom 11.1.2006 Az. 11 CS 05.2391 und Jagow, Fahrerlaubnis- und Zulassungsrecht, Loseblattkommentar, § 46 FeV S. 113 g).
VGH Bayern, 04.02.2010 - 11 ZB 09.1282