Source: http://www.thomasblechschmidt.de/tag/great/
Timestamp: 2019-04-18 16:40:57
Document Index: 386434408

Matched Legal Cases: ['§ 230', '§ 230', '§ 230', '§ 230', '§ 202', '§ 202', '§ 202', '§ 202']

great | Thomas Blechschmidt – Political author
Schlagwort-Archive: great
John Locke, Two Tracts on Government, Tract I, Section 83, Absatz 83,
Tract I, Section 83, Absatz 83,
“So that a man who were not a Christian at all would find as good, nay perhaps better usage from the imposer, than he who laboring and endeavoring to live up to other parts of Christian faith, shall yet forbear to practice thou ceremonies: Which is not only harsh and cruel but very incongruous dealing, that a Jew or Mahometan should be better regarded than a weak or scrupulous Christian.”
Whatever other country do, England is clear of this imputation. Yet I shall further add that he who thinks he ought to allow a Turk as well as a Christian the free use of his religion, hath as little reason to force or abridge the one contrary to his Quran as the other contrary to his Gospel, and can as little forbid circumcision to the one as baptism to the other.
But yet nevertheless he retains an absolute authority over all those indifferent actions which the respective law of each hath left undetermined, but the reason why perhaps he determines the indifferent things of his own profession whilst he leaves those which he disregards free is (by the example of the great lawmaker who though he strictly tied up his own people to ceremony in the true worship yet never prescribed a form to the idolaters in their false) lest by enjoining positive ceremonies in their religion he might seem to countenance and command its profession and by taking care for their worship acknowledge something good and right in it; it being irrational that the magistrate should impose (possibly he might forbid) any indifferent actions in that religion wherein he looks on the whole worship as false and idolatrous.
The Christian Prince that in any public calamity should enjoin a fast and command the Christians in their public place of worship to send up their prayers to God and implore his mercy might perhaps at the same time prohibit his subject Turks the ordinary works of their vocations, but would never send them in sackcloth and ashes to their mosques to intercede with Mohamed for a blessing (which he might be well supposed to do were he of their persuasion) and so encourage their Superstition by seeming to expect a blessing from it; this would be to condemn his own prayers, to affront his own religion and to provoke God whom he endeavors to appease, and proclaim his distrust of him whilst he seeks help from another. Though those of different religions have hence small occasion to boast of the advantage of their condition, whatsoever is bated in ceremonies being usually doubled in taxes, and the charge their immunity puts them to in constant tributes will be found far heavier than the occasional penalties of nonconforming offenders.
“Damit wäre möglich, dass ein Mensch, der überhaupt kein Christ ist, vom Verfügenden eine ebenso gute, nein, vielmehr bessere Behandlung erfährt, als der, sich zwar stetig müht und anstrengt, den göttlich bestimmten Bestanteilen des christlichen Glaubens Genüge zu tun, sich aber dennoch wiedersetzt, Eure Zeremonien zu vollziehen: Es wäre nicht nur eine harsche und grausame Behandlung, sondern gar eine sehr unangemessene, wenn ein Jude oder Muslim wohlwohlender betrachtet würde, als ein schwacher oder vom Gewissen geplagter Christ.“
Was auch immer in anderen Ländern vor sich geht, England ist frei von dieser Unterstellung. Dennoch muss ich hier weiter gehend anmerken: Wer denkt, er müsse einem Türken gleichermaßen wie einem Christen zugestehen, den eigenen Glauben vollumfänglich unbeschränkt auszuüben, hat folglich kaum vernünftige Gründe, den einen entgegen dessen Koran zu etwas zu drängen oder ihm etwas zu verbieten, als er diese dem anderen gegenüber entgegen dessen Evangelium hätte. Er könnte deshalb dem einen die Beschneidung ebenso wenig verbieten, wie dem anderen die Taufe.
Nichtsdestotrotz behielte die Obrigkeit dennoch absolute Autorität betreffend alle jene unbestimmten Angelegenheiten und Handlungen, welche das jeweils zugehörige Recht unbestimmt gelassen hat. Der Grund aber, warum sie möglicherweise tatsächlich unbestimmte Gegebenheiten des eigenen Bekenntnisses bestimmt, während sie solche eines anderen Glaubens, welchen sie nicht beachtet, offen lässt, besteht darin (dem Beispiel des großen Gesetzgebers folgend, der, selbst wenn er sein eigenes Volk strikt an Zeremonien zur wahren Huldigung band, dennoch niemals den Götzendienern eine Form für deren Irrglauben vorschrieb) dass sie nicht den Eindruck erwecken will, deren Glauben zu dulden und anzuleiten. Oder gar durch die Sorge um deren Huldigung gar irgendetwas Gutes und Richtiges darin anzuerkennen. Es wäre vollkommen irrational, würde eine Obrigkeit über irgendwelche unbestimmten und unbedeutenden Handlungen bei einer Religion verfügen, deren Huldigungsform sie insgesamt als falsch und götzendienerisch betrachtet.
Ein christlicher Fürst, der anlässlich irgendeines öffentlichen Unglücks ein Fasten anordnet und den Christen aufträgt, sich zur Huldigung an ihren öffentlich dazu vorgesehenen Orten einzufinden, um ihre Gebete zu Gott zu erheben und seine Gnade zu erflehen, vermag womöglich gleichzeitig seinen türkischen Untertanen die reguläre Verrichtung ihrer Berufung zu untersagen, aber er würde sie niemals in Sack und Asche in ihre Moscheen schicken, um sich bei Mohamed für einen Segen einzusetzen (wozu er durchaus berechtigt wäre, wäre er ihrer Überzeugung) und dadurch ihren Aberglauben bestärken, indem er den Eindruck erweckt, er erwarte dadurch eine Segnung. Das wäre eine Verunglimpfung der eigenen Gebete, eine Attacke auf die eigene Religion und eine Provokation Gottes, den er eigentlich zu besänftigen versucht. Es wäre vielmehr sogar eine Proklamation des Misstrauens gegenüber ihm, indem er bei einem anderen Hilfe sucht.
Demzufolge haben die Mitglieder anderer Religionen wenig Gelegenheit mit den Vorteilen ihrer religiösen Situation zu prahlen, denn was man ihnen bei den Zeremonien freistellt, gleichen sie gewöhnlich durch einen doppelten Steuersatz aus, weswegen der Preis für ihre Immunität sie ständig einem höheren Tribut aussetzt, der mit Fug und Recht als deutlich schwerer zu betrachten ist, als die gelegentlichen Strafen für abweichlerische Christen.
AberglaubenabridgeAbsatz 83absoluteabweichlerischeacknowledgeactionsaddadvantageaffrontallallowanderenAngelegenheitenanlässlichanmerkenanordnetanotheranstrengtanzuerkennenanzuleitenappeaseAscheashesat allAttackeauch immeraufträgtaussetztauszuübenauthorityAutoritätbandbaptismbatedbeachtetBehandlungbehielteBeispielBekenntnissesberechtigtBerufungbesänftigenBeschneidungbessereBestanteilenbestärkenbestehtbestimmtbestimmtenBetrachtenbetrachtetbetreffendbetterblessingboastcalamitycareceremoniesceremonychargeChristChristenChristianChristianschristlichenchristlichercircumcisionclearcommandcondemnconditionconstantcontrarycountenancecountrycrueldadurchdealingDemzufolgedenktdennochdessendeterminesdeutlichdifferentdisregardsdistrustdoppeltendoubleddrängenduldendurchausebensoeigeneeigeneneigeneseigentlichEindruckeinzufindeneinzusetzenencourageendeavoringendeavorsEnglandenjoinenjoiningentgegenerfährterflehenerhebenerwarteerweckenerwecktetwasEureEvangeliumexampleexpectfaithfalschfastFastenfolgendfolglichforbearforbidforceFormfoundfreefreifreistelltfromFugFürstfurthergarGebeteGegebenheitengegenübergehendgelassenGelegenheitgelegentlichenGenüge zu tungeplagterGesetzgebersGewissengewöhnlichGlaubenGlaubensgleichengleichermaßengleichzeitigGnadeGodgoodgospelGottGottesgöttlichgötzendienerischGötzendienerngrausamegreatgroßenGrundGründeGüteGutesHandlungenharscheharshheavierhelphenceHilfehöherenHuldigungHuldigungsformidolatersidolatrousImmunitätimmunityimploreimposeimposerimputationincongruousindifferentinsgesamtintercedeirgendeinesirgendetwasirgendwelcheirrationalIrrglaubenJewJohn LockeJudekaumkeinKoranlaboringLändernlässtlawlawmakerleavesleftlestlittlelive upmagistrateMahometanMenschmercymightMisstrauensMitgliedermöglichmöglicherweiseMohamedMoscheenmosquesmühtMuslimmüssenayneverneverthelessNichtsdestotrotzniemalsnonconformingObrigkeitoccasionoccasionaloffenoffendersöffentlichöffentlichenoneonlyordinaryOrtenotheroughtoverownpartspenaltiespeopleperhapspersuasionpositivepossiblypracticeprahlenprayersPreisprescribedprinceproclaimprofessionprohibitProklamationProvokationprovokepublicputsQuranreasonRechtregardedreguläreReligionreligionsreligiösenrespectiveretainsRichtigesrightSacksackclothschickenschwächerschwererscrupulousSection 83seeksseemingSegenSegnungsehrsendSituationsmallsogarsomethingsondernSorgeständigstetigSteuersatzStrafenstrictlystriktsubjectsuchtsuperstitionsupposedtakingtatsächlichTaufetaxesthingsthinksthosetied upTract ITributtributestrueTurkTürkentürkischenTurksTwo Tracts on GovernmentüberhauptÜberzeugungunangemesseneunbedeutendenunbeschränktunbestimmtunbestimmteunbestimmtenundeterminedUnglücksuntersagenUnterstellungUntertanenusageuseusuallyverbietenverfügenVerfügendenvermagvernünftigeVerrichtungversuchtVerunglimpfungveryvielmehrvocationsVolkvollkommenvollumfänglichvollziehenvor sich gehtvorgesehenenvorschriebVorteilenwahrenwasweakweiterwellwenigwereweswegenwhateverwhatsoeverwhilstwiedersetztWillwohlwohlenderwomöglichworksworshipyetZeremonienzugehörigezugestehenzwar
John Locke, Two Tracts on Government, Tract I, Section 73, Absatz 73,
Tract I, Section 73, Absatz 73,
“I know very well that the argument is specious and often urged why should men be so scrupulous? Most pleading for ceremonies as Lot did for Zoar, are not the little things? But I answer, 1. that a little thing unwarrantably done is a great sin.” (Quotation Bagshaw)
Unwarrantably against a positive precept, not unwarrantably without a special commission.
“2. that a little thing, unjustly gained makes way for a greater.”
Though little things make way for greater yet still they will be within the compass of indifferent, beyond that we plead for no allowance and whether a power to impose these be unjustly gained must be judged by the arguments already urged.
Ich weiß sehr gut: Das Argument, warum Menschen so gewissenhaft sein sollten ist fadenscheinig und oft betont. Betreffen nicht die meisten Bitten für Zeremonien wie es Lot für Zoar tat, lediglich kleine Gegebenheiten? Doch ich antworte: 1. Auch eine Kleinigkeit verantwortungslos ausgeführt ist eine große Sünde.“ (Zitat Bagshaw)
Verantwortungslos gegen eine gültige Vorschrift ist etwas anderes als verantwortungslos gegen „ohne“ besonderen Auftrag.
„2. Eine unrechtmäßig bewirkte Petitesse öffnet den Weg für Größeres.“
Selbst wenn Kleinigkeiten den Weg für Größeres frei machen, verbleiben sie noch immer im Bereich des Unbestimmten, außerhalb dessen wir um keine Gestattungen bitten. Ob nun Macht über diese zu verfügen unrechtmäßig erlangt wurde, ist an Hand der bereits angetragenen Argumente zu beurteilen.
Absatz 73againstallowancealreadyangetragenenargumentArgumenteArgumentsAuftragaußerhalbausgeführtBagshawBereichBereitsbesonderenbetontbeurteilenbewirktebeyondBittenceremoniescommissioncompassdoneerlangtfadenscheinigfreigainedGegebenheitengegenGestattungengewissenhaftgreatgreatergroßeGrößeresgültigeHandimposeindifferentJohn LockejudgedkeinekleineKleinigkeitKleinigkeitenlediglichlittleLotMachtmakesmenMenschenöffnetoftPetitessepleadpleadingpositivepowerpreceptQuotationscrupulousSection 73sinspecialspeciousSündeTatthingsTract ITwo Tracts on GovernmentunbestimmtenunjustlyunrechtmäßigunwarrantablyurgedverantwortungslosverbleibenverfügenVorschriftwayWegwithoutZeremonienZitatZoar
John Locke, Two Tracts on Government, Tract I, Section 71, Absatz 71,
Tract I, Section 71, Absatz 71,
But it is like to produce far different effects among a people that are ready to conclude God dishonored upon every small deviation from that way of his worship which either education or interest hath made sacred to them and that therefore they ought to vindicate the cause of God with swords in their hands, and rather to fight for this honor than their own; who are apt to judge every other exercise of religion as an affront to theirs, and branding all others with the odious names of idolatry, Superstition or will-worship, and so looking on both the persons and practices of others as condemned by God already, are forward to take commission from their own zeal to be their executioners, and so in the actions of the greatest cruelty applaud themselves as good Christians, and think with Paul they do God good service.
And here, should not the magistrate’s authority interpose itself and put a stop to the secret contrivances of deceivers and the passionate zeal of the deceived, he would certainly neglect his duty of being the great conservator pacis, and let the very foundations of government and the end of it lie neglected, and leave the peace of that society is committed to his care open to be torn and rent in pieces by everyone that could but pretend to conscience and draw a sword.
Sie taugt jedoch eher dazu, deutlich verschiedene Wirkungen bei einer Bevölkerung auszulösen, die bereitwillig schlussfolgert, Gott missbillige jede kleine Abweichung von der Art und Weise seiner Huldigung, die entweder Ausbildung oder Interesse ihnen heilig hat werden lassen und dass sie deshalb die Sache Gottes mit dem Schwert in der Hand verteidigen und dabei vielmehr für diese Ehre als ihre eigene kämpfen sollten. Alle die fähig sind jede andere Religionsausübung als Beleidigung der Ihrigen zu beurteilen und alle anderen mit den hässlichen Begriffen Götzendienst, Aberglaube oder willkürliche Huldigung brandmarken, und dessentwegen andere Personen und Praktiken als ohnehin bereits durch Gott verurteilt betrachten, sind bereits prädisponiert aus ihrem eigenen Eifer den Auftrag abzuleiten Vollstrecker in eigener Sache zu sein. So kommt es, dass sie sich selbst bei der Begehung grausamster Taten als gute Christen beglückwünschen und mit den Worten des Paulus denken, sie leisteten Gott einen guten Dienst.
Sollte die Obrigkeit nicht genau dann mit ihrer Autorität den unerkannten Täuschungen und ebenso dem leidenschaftlichen Treiben der Getäuschten ein Ende setzen, würde sie mit Sicherheit ihre Pflicht als der wichtigste Conservator Pacis (Bewahrer des Friedens) vernachlässigen und ließe damit auch die Grundlagen aller Regentschaft überhaupt und deren Zwecke und Ziel ebenso im Stich. Sie würde zulassen, dass der Frieden dieser Gesellschaft, der ihrer Fürsorge anvertraut war, durch jeden der unter Berufung auf sein Gewissen ein Schwert zieht, in Stücke gerissen und verschenkt würde.
AberglaubeAbsatz 71AbweichungabzuleitenactionsaffrontalreadyanvertrautapplaudaptArtAuftragAusbildungauszulösenauthorityAutoritätBegehungbeglückwünschenBegriffenBeleidigungBereitsbereitwilligBerufungBetrachtenbeurteilenBevölkerungBewahrerbrandingbrandmarkencarecausecertainlyChristenChristianscommissioncommittedconcludecondemnedconscienceconservatorcontrivancescrueltydazudeceiveddeceiversdenkenDeshalbdessentwegendeutlichdeviationDienstdifferentdishonoreddrawdurchdutyebensoeducationeffectseherEhreEifereigeneeigenereitherendEndeentwedereveryeveryoneexecutionersexercisefähigfightforwardfoundationsFriedenFriedensfromFürsorgegenaugerissenGesellschaftGetäuschtenGewissenGodgoodGottGottesGötzendienstgovernmentgrausamstergreatgreatestGrundlagenGütegutenHandHandshässlichenheilighonorHuldigungidolatryIhrigenInteresseinterestinterposeitselfjedejedochJohn LockejudgekämpfenkleinekommtlassenleaveleidenschaftlichenleistetenlieließelookingmagistratesmissbilligenamesneglectneglectedObrigkeitodiousohnehinotheroughtownpacispassionatePaulPauluspeacepeoplePersonenpersonsPflichtpiecespracticesprädisponiertPraktikenpretendproduceputratherreadyRegentschaftReligionReligionsausübungrentSachesacredschlussfolgertSchwertsecretSection 71servicesetzenSicherheitsmallsocietyStichstopStückesuperstitionswordswordstakeTatentaugtTäuschungenthemselvesthereforetornTract ItreibenTwo Tracts on GovernmentüberhauptunerkanntenuntervernachlässigenverschenktverschiedeneverteidigenverurteiltveryvielmehrvindicateVollstreckerwayweisewichtigstewill-worshipwillkürlicheWirkungenworshipWortenzealziehtZielzulassenZwecke
John Locke, Two Tracts on Government, Tract I, Section 49, Absatz 49,
Tract I, Section 49, Absatz 49,
“You that are strong bear with the infirmities of the weak – whereas this practice will be so far from easing the burdens of the weak, that if men are at all scrupulous, it only lays more load upon them” (Quotation Bagshaw). What was meant by imposing or burdening the conscience I showed but now. But this text relating to scandal, which the author makes one of his arguments will be there more fitly spoken to, I shall here only say that bear with the infirmities signifies no more than not despise in the beginning of the foregoing chapter, and so is a rule to private Christians not to slight or undervalue those their brethren who being weak in the faith, i.e.: Not so fully informed and satisfied of the extent of their Christian liberty, scruple at matters indifferent, and are ready, as they are there described, to judge those that allow and practice them; and this a magistrate may do whilst he makes laws for their observance, he may pity those whom he punishes, nor in his thoughts condemn them because not so strong in the faith as others.
So that “this kind of rigor is not utterly inconsistent” as our author would persuade us with the rules of Christian charity, prescribed in this place, “which no Christian magistrate ought to think himself absolved from. Since though as magistrate he hath a power in civil things; yet as a Christian he ought to have a care that in things of spiritual concernment he grieves not the minds of any, who are upon that relation not his subjects so much as his brethren.” (Quotation Bagshaw)
If outward indifferent things be things of spiritual concernment I wish our author would do us the courtesy to show us the bounds of each and tell us where civil things end and spiritual begin. Is a courteous saluting, a friendly compellation, a decency of habit according to the fashion of the place, and indeed subjection to the civil magistrate, civil things, and these by many are made matters of conscience and there is no action so indifferent which a scrupulous conscience will not fetch in with some consequence from Scripture and make of spiritual concernment, and if nothing else will scandal at least shall reach him.
‚Tis true a Christian magistrate ought to deal tenderly with weak Christians, but must not so attend the infirmities and indulge the distempers of some few dissatisfied as to neglect the peace and safety of the whole.
The Christian magistrate is a brother to his fellow Christians and so may pity and bear with them but he is also their magistrate and must command and govern them, and if it be certain that to prescribe to the scrupulous be against this Scripture and be to lay load upon the weak, he will find it impossible not to offend, and burden a great part, some being as conscientiously earnest for conformity as others for liberty, and a law for toleration would as much offend their consciences as of limitation others. The magistrate he confessed may bound not abridge their liberty, a sentence very difficult to be understood and hard to be put into other words.
“Ihr, die ihr stark seid, tragt mit an den Lasten der Schwachen – wobei diese Praxis sehr weit weg davon sein würde, die Lasten der Schwachen zu erleichtern. Falls die Menschen überhaupt Skrupel haben sollten, wird sie ihnen nur noch mehr aufbürden.“
(Zitat Bagshaw).
Was mit Verfügung oder Belastung des Gewissens gemeint war, habe ich soeben gezeigt. Da sich dieser Text jedoch auf den Skandal bezieht, woraus sich der Autor eines seiner Argumente bastelt, wird darüber andernorts noch in passender Weise zu sprechen sein. Hier will ich mich damit begnügen klar zu machen, die Formel „die Schwächen mit zu tragen“ bedeutet nicht mehr, als anfangs des vorangegangenen Kapitels das „nicht schmähen“. Eben deshalb gilt als Regel im Privaten unter Christen, ihre Glaubensbrüder nicht zu kränken oder zu erniedrigen, weil sie schwach im Glauben sind. Damit ist gemeint:
Sie sind bezüglich der Reichweite ihrer Freiheit als Christen weder wirklich sattelfest noch gut informiert, haben wegen der unbestimmten und nebensächlichen Angelegenheiten Gewissensbisse und sind nur zu bereit, so wie sie dort beschrieben werden, über jene zu urteilen, die solche gestatten und ausführen. Die Handlungsfreiheit einer Obrigkeit besteht darin, verbindliche Gesetze über deren Ausübung zu erlassen. Sie kann diejenigen bedauern, die sie bestraft, darf sie dabei aber keineswegs in Gedanken verurteilen, nur weil sie nicht so stark im Glauben sind wie andere.
Wie unser Autor uns mittels der Regeln christlicher Barmherzigkeit gern überzeugen möchte, wie an dieser Stelle vorgeschrieben „ist diese Art der Strenge nicht vollkommen mit eben jenen Regeln unvereinbar, von denen sich keine christliche Obrigkeit je freigestellt zu sein glaubt. Denn als Obrigkeit hat sie zwar Macht in staatsbürgerlichen Angelegenheiten. Als Christen jedoch sollten sie dafür sorgen, dass sie bezüglich aller spirituellen Gegebenheiten nicht die Seelen eines einzigen kränken, der in dieser Hinsicht weder ihr Untergeordneter noch ihr Glaubensbruder ist.“
Sofern äußerliche unbestimmte und nebensächliche Angelegenheiten wirklich Angelegenheiten spiritueller Befindlichkeit sein sollten, wünschte ich, unser Autor würde uns die Höflichkeit erweisen, uns für jede einzelne deren Grenzen nachzuweisen und uns klar zu erläutern, wo die staatsbürgerlichen Gegebenheiten enden und die geistigen beginnen. Sind höfliche Formen zu grüßen, freundlicher Nachdruck, Schicklichkeit der Bekleidung gemäß der lokalen Mode und tatsächliche Unterordnung unter die bürgerliche Obrigkeit nicht etwa staatsbürgerliche Angelegenheiten und handelt sich bei vielen Leuten dabei nicht etwa um Herausforderungen für ihr Gewissen? Es gibt dabei keine wirklich unbestimmte und unbedeutende Handlung, derer sich ein pedantisch gewissenhafter Geist nicht umgehend und nachhaltig mittels Belegen aus der Heiligen Schrift bemächtigen könnte, um daraus eine spirituelle Bewandtnis zu konstruieren, und die, selbst wenn damit nichts aufzubauschen ist, zumindest ihn bekannt macht.
Stimmt. Eine christliche Obrigkeit sollte sorgfältig mit schwachen Christen umgehen. Dennoch sollte sie sich keinesfalls derer Glaubensschwächen annehmen und der Griesgrämigkeit einiger weniger Unzufriedener nachgeben, damit sie dabei Frieden und Sicherheit aller nicht vernachlässigt.
Die Mitglieder der christlichen Obrigkeit sind gleichzeitig Glaubensbrüder ihrer Mitchristen, dürfen deshalb mit ihnen leiden und alle Lasten mittragen, und sind deren Obrigkeit, haben sie zu verwalten und zu regieren. Wäre es sicher, Vorschriften entgegen Gewissensnöte einiger zu erlassen, verstieße gegen dieses Gebot der Heiligen Schrift und bedeute, den Schwachen unrechtmäßig Lasten aufzuerlegen, dann würde sie es unmöglich vermeiden können, zu beleidigen oder einen Großteil zu belasten, da etlichen ihre Konformität eine ebenso ernsthafte Angelegenheit ist, wie vielen anderen ihre Freiheit, und ein Recht auf Toleranz würde deren Gewissen ebenso belasten wie eines der Einschränkung das der anderen. Die Obrigkeit, so gesteht der Autor zu, darf deren Freiheit begrenzen, aber nicht verringern. Diesen Satz zu verstehen oder in alternative Worte zu kleiden ist mehr als eine Herausforderung.
abridgeAbsatz 49absolvedaccordingactionallowAlternativeandernortsAnfangsAngelegenheitAngelegenheitenArgumenteArgumentsattendaufbürdenaufzubauschenaufzuerlegenäußerlicheausführenAusübungauthorAutorBagshawBarmherzigkeitbasteltbearbecausebedauernbedeutebedeutetBefindlichkeitbeginbeginnenbeginningbegnügenbegrenzenbekanntbelastenBelastungbelegenbeleidigenbemächtigenbeschriebenbestehtbestraftBewandtnisbeziehtbezüglichboundsbrethrenbrotherburdenburdeningburdensbürgerlichecarecertainchaptercharityChristenChristianChristianschristlichenchristlichercivilcommandcompellationconcernmentcondemnconfessedconformityconscienceconscientiouslyconsequencecourteouscourtesydafürdannDarfdealdecencydescribedDeshalbdespisediejenigendifficultdissatisfieddistempersdürfeneachearnesteasingEinschränkungeinzigenendenentgegenerlassenerläuternerleichternerniedrigenernsthafteerweisenetlichenextentfaithfashionfellowfetchfewfitlyforegoingFormelFormenfreigestelltFreiheitfreundlicherFriedenfriendlyfullyGebotGedankenGegebenheitenGeistgeistigengemäßGemeintGesetzegestattengesteht zugewissenhafterGewissensGewissensbisseGewissensnötengezeigtGlaubenGlaubensbrüderglaubtgleichzeitiggoverngreatGrenzengrievesGroßteilgrüßenguthabithandeltHandlungHandlungsfreiheithardHeiligen SchriftHerausforderungHerausforderungenHinsichthöflicheHöflichkeitimposingimpossibleinconsistentindeedindifferentindulgeinfirmitiesinformedinformiertJohn LockejudgeKapitelskeinesfalls Glaubensschwächen annehmen GriesgrämigkeitKeineswegskindklarklar zu machenkleidenKonformitätkonstruierenkränkenlastenlawslaylaysleidenLeutenlibertylimitationloadlokalenMachtmagistratemakesmattersmeantmenMenschenmindsmit zu tragenMitchristenMitgliedermittelsModeNachdrucknachgebennachhaltignachzuweisennebensächlichenebensächlichenneglectObrigkeitobservanceoffendoughtouroutwardpassenderpeacepedantischpersuadepityplacepowerpracticePraxisprescribeprescribedprivateprivatenpunishesQuotationRechtRegelRegelnRegierenReichweiterelatingrelationrigorrulerulessafetysalutingsatisfiedsattelfestSatzscandalSchicklichkeit BekleidungschmähenschwachSchwächenscripturescruplescrupulousSection 49seelensentenceshowshowedsicherSicherheitsignifiessinceSkandalSkrupelslightsoebensorgensorgfältigspiritualspirituellenspokensprechenstaatsbürgerlichenstarkStelleStimmtStrengestrongsubjectionsubjectstatsächlichetelltenderlyTextthingsthinkthoughthoughtsToleranztolerationTract ItragtTwo Tracts on GovernmentüberhauptüberzeugenumgehendunbedeutendeunbestimmteunbestimmtenunderstoodundervalueunmöglichunrechtmäßigUntergeordneterUnterordnungunvereinbarUnzufriedenerurteilenusutterlyverbindlicheVerfügungvermeidenvernachlässigtverringernverstehenverurteilenverwaltenveryvollkommenvorangegangenenvorgeschriebenVorschriftenweakweisewenigerwholewirklichWorteyetZitatzu bereit
TToG II § 230
§ 230. Nor let anyone say, that mischief can arise from hence as often as it shall please a busy head or turbulent spirit, to desire the alteration of the government. It is true, such men may stir, whenever they please; but it will be only to their own just ruin and perdition: For till the mischief be grown general and the ill designs of the rulers become visible or their attempts sensible to the greater part, the people, who are more disposed to suffer than right themselves by resistance, are not apt to stir.
The examples of particular injustice or oppression of here and there an unfortunate man moves them not. But if they universally have a persuasion, grounded upon manifest evidence that designs are carrying on against their liberties and the general course and tendency of things cannot but give them strong suspicions of the evil intention of their governors, who is to be blamed for it? Who can help it, if they, who might avoid it, bring themselves into this suspicion?
Are the people to be blamed, if they have the sense of rational creatures and can think of things no otherwise than as they find and feel them? And is it not rather their fault, who put things into such a posture, that they would not have them thought to be as they are?
I grant, that the pride, ambition, and turbulence of private men have sometimes caused great disorders in commonwealths and factions have been fatal to states
and kingdoms. But whether the mischief hath oftener begun in the people’s wantonness and a desire to cast off the lawful authority of their rulers or in the rulers insolence and endeavors to get and exercise an arbitrary power over their people; whether oppression or disobedience gave the first rise to the disorder, I leave it to impartial history to determine.
This I am sure, whoever, either ruler or subject, by force goes about to invade the rights of either Prince or people, and lays the foundation for overturning the constitution and frame of any just government, is highly guilty of the greatest crime, I think, a man is capable of, being to answer for all those mischiefs of blood, rapine, and desolation, which the breaking to pieces of governments bring on a country. And he who does it, is justly to be esteemed the common enemy and pest of mankind, and is to be treated accordingly.
§ 230. Niemand soll behaupten, es entstünde jedes Mal ein Unheil, wenn es einem umtriebigen Kopf oder unsteten Geist beliebt, eine Änderung der Regierung zu verlangen. Es trifft zu, solche Menschen können sich erregen, so oft sie wollen, es wird aber nur zu ihrem eigenen Verderben und Untergang sein. Bis der Missstand die Allgemeinheit erreicht, die perversen Absichten der Herrscher sichtbar und ihre Versuche für eine Mehrheit spürbar werden, ist die Bevölkerung, die stets mehr zur Duldung bereit ist als sich durch Widerstand Recht zu verschaffen, zu Aufruhr unfähig.
Beispiele einzelnen Unrechts und Unterdrückung oder hier und da eines unglückseligen Menschen berühren sie nicht. Wenn die Bevölkerung aber durchweg die auf klare Beweise begründete Überzeugung hat, es seien Anschläge gegen seine Freiheiten im Gang und der allgemeine Lauf sowie der Trend der Gegebenheiten ihm starken Verdacht gegen schlimme Absichten der Regierung einflössen, wer wäre dafür zu kritisieren? Wer könnte es verhindern, wenn jene, die es vermeiden könnten, sich selbst in diesen Verdacht bringen?
Ist einer Bevölkerung als Vorwurf zu machen, es habe den Verstand vernünftiger Wesen und könne von Gegebenheiten nicht anders denken kann, als es sie sieht und fühlt? Ist es nicht vielmehr Schuld derer, welche die Dinge so präsentiert haben, dass die Bevölkerung sie nicht als das erkennt, was sie in Wirklichkeit sind?
Ich gebe zu: Stolz, Ehrgeiz und Unstetigkeit einzelner Menschen haben oft großes Chaos in Gemeinwesen angerichtet und Aufruhr war für Staaten und Königreiche verhängnisvoll. Ob das Unglück häufiger aus Mutwilligkeit der Bevölkerung und dem Verlangen, die rechtmäßige Autorität seiner Regenten abzuwerfen begonnen hat oder durch Anmaßung der Regenten und den Versuchen willkürliche Macht über die Bevölkerung zu erlangen und auszuüben; ob Unterdrückung oder Ungehorsam Anstoß für Unordnung gegeben haben, überlasse ich der unparteiischen Geschichte zu entscheiden.
Dessen aber bin ich sicher: Wer auch immer, ob Regent oder Bürger, es unternimmt mit physischer Gewalt in die Rechte des anderen, Fürst oder Volk, einzugreifen und den Grund für Umsturz der Verfassung und des gesamten Aufbaus einer rechtmäßigen Regierung zu legen, sich in hohem Grad des größten Verbrechens schuldig macht, dessen, nach meinem Gefühl ein Mensch fähig ist. Er hat all das Unglück, Blutvergießen, Raub und Verwüstung zu verantworten, die Zerstörung der Regierung über ein Land bringt. Wer so handelt, ist mit Recht als gemeinsamer Feind, als Plage der Menschheit zu betrachten und demgemäß zu behandeln.
AbsichtenabsoluteabzuwerfenaccordinglyAllgemeinheitalterationambitionÄnderungAngehörigenangerichtetAnmaßungAnschlägeAnspruchAnstoßaptarbitraryattemptsAufbausAufruhrauszuübenavoidbegründetebehandelnBeispielebeliebtbereitBesitzBetrachtenBevölkerungBeweiseblamedbloodBlutvergießenbreaking to piecesbusycapablecarryingcast offcausedChaoscommoncommonwealthcommunityconstitutioncoursecreaturescrimedemgemäßdesignsdesiredesolationdeterminedisobediencedisordersdisposeddominionDuldungdurchwegEhrgeizeigenenEigentumeinzelneneinzugreifenendeavorsenemyentscheidenErhalterregenEs trifft zuestateesteemedevidenceevilexamplesexercisefactionsfähigfatalfaultFeindforcefortunesfoundationframeFreedomFreiheitFriedenfühltFürstGehorsamGeistGemeinbesitzGemeinschaftGemeinwesengenerallGeschichteGesellschaftGesetzGewährGewaltgovernmentgrantgreatgreatestgroßesgrößtengroundedGrundguiltyheadHerrschaftHerrscherhighlyhistoryhohem GradIch gebe zuillim GangimpartialinjusticeinsolenceintentioninvadeJohn LockejurisdictionjustjustlykingdomsklareKönigreicheKopfkritisierenLauflawlaw of natureleaveLebenlegislativeLeutelibertieslibertylifelivelivesMachtmagistratemanifestmankindMenschheitmischiefmischiefsmit RechtMutwilligkeitnackte GewaltNaturgesetzNaturrechtNaturzustandobedienceObrigkeitopposedoppressionoverturningparticularpeacepeopleperditionpersuasionperversenpestPlagepleasepoliticpolitischpositivpossessionposturepowerpräsentiertpreservationprideprinceprivatprivatepropertyrapinerationalRaubreasonRebellenrebellionrebelsRechtRechtsprechungRegentenRegentschaftRegierensRegierungrepresentativesresistanceRevolutionenrevolutionsrightriserohe GewaltruinschlimmeSchuldschuldigsensesensiblesichtbarso oft sie wollensocietiessocietyspiritspürbarStaatenStarkenState of NaturestatesstirStolzstrongsubjectsuffersuspicionsuspicionstendencytitletreatedTrendtrueTToG II § 230turbulenceturbulentTwo Treatises of GovernmentüberlasseÜberzeugungUmsturzumtriebigenunfähigunfortunateungehorsamUnglückunglückseligenUnheiluniversallyunparteiischenUnrechtsunstetenUnstetigkeiUnterdrückungUntergangVerbrechensVerdachtverderbenVerfassungverhängnisvollverhindernVermögenVernunftvernünftigerversucheversuchenVertreterVerwüstungviolencevisibleVolkwantonnessWesenwidersetzenWiderstandwillkürlicherZerstörung
TToG II § 202
§ 202. Wherever law ends, tyranny begins, if the law be transgressed to another’s harm; and him whosoever in authority exceeds the power given him by the law, and makes use of the force he has under his command, to compass that upon the subject, which the law allows not, ceases in that to be a magistrate; and, acting without authority, may be opposed, as any other man, who by force invades the right of another. This is acknowledged in subordinate magistrates. He that hath authority to seize my person in the street, may be opposed as a thief and a robber, if he endeavors to break into my house to execute a writ, notwithstanding that I know he has such a warrant, and such a legal authority, as will empower him to arrest me abroad.
And why this should not hold in the highest, as well as in the most inferior magistrate, I would gladly be informed. Is it reasonable, that the eldest brother, because he has the greatest part of his father’s estate, should thereby have a right to take away any of his younger brothers portions? Or that a rich man, who possessed a whole country, should from thence have a right to seize, when he pleased, the cottage and garden of his poor neighbor?
The being rightfully possessed of great power and riches, exceedingly beyond the greatest part of the sons of Adam, is so far from being an excuse, much less a reason, for rapine and oppression, which the endamaging another without authority is, that it is a great aggravation of it:
For the exceeding the bounds of authority is no more a right in a great, than in a petty officer; no more justifiable in a King than a constable; but it is so much the worse in him, in that he has more trust put in him, has already a much greater share than the rest of his brethren, and is supposed, from the advantages of his education, employment, and counselors, to be more knowing in the measures of right and wrong.
§ 202. Wo auch immer Rechtmäßigkeit endet, fängt Tyrannei an, sobald das Gesetz zum Schaden eines anderen überschritten wird. Wer kraft Autorität über ihm gesetzlich gewährte Macht hinausgeht und die Macht, über die er verfügt, missbraucht, um Mitbürgern aufzuzwingen, was das Gesetz nicht gestattet, gibt seinen Status als Amtsperson auf. Da er ohne Autorität handelt, darf ihm wie jedem anderen, der mit nackter Gewalt in das Recht eines anderen eingreift, Widerstand geleistet werden. Bei untergeordneten Beamten wird dies als selbstverständlich angenommen. Jedem der ermächtigt ist, mich als Person auf der Straße zu verhaften, darf ich mich wie einem Dieb und Räuber widersetzen, sobald er versucht in mein Haus einzudringen, um einen Haftbefehl zu vollstrecken. Ungeachtet dessen ob mir bekannt wäre, er verfüge über einen Befehl und eine gesetzliche Ermächtigung, mich draußen festzunehmen.
Jetzt würde ich freundlicherweise erfahren, weshalb dies für den höchsten Beamten nicht ebenso gelten sollte wie für den niedrigsten?
Ist vernunftmäßig nachvollziehbar, der älteste Bruder sollte, weil er den größten Teil väterlichen Vermögens hat, deshalb ein Recht haben, etwas von dem Anteil seiner jüngeren Brüder zu nehmen? Oder ein reicher Mann, der ein ganzes Land besitzt, sollte deshalb ein Recht haben nach Belieben die Hütte und den Garten seines armen Nachbarn an sich zu reißen?
Rechtmäßiger Besitz von großer Macht und Reichtum, die weit über die größten Anteile der Söhne Adams hinausgehen, sind so wenig eine Entschuldigung, noch weniger eine Rechtfertigung für Ausplünderung und Unterdrückung, wie es unrechtmäßige Schädigung anderer wäre. Es sind vielmehr Verschlimmerungen:
Das Überschreiten von Grenzen der Autorität ist bei hohen Beamten kein bisschen mehr rechtmäßig als bei einem einfachen, keine bessere Rechtfertigung für einen König als für einen Wachtmeister. Es ist in des Königs Fall umso schlimmer, weil ihm mehr Vertrauen geschenkt wird, da er einen viel größeren Anteil an Macht und Gütern besitzt als seine Mitmenschen und weil man voraussetzt, ihm sei durch die Vorzüge seiner Ausbildung, seiner Stellung und seiner Berater der Maßstab für Recht und Unrecht umso besser bekannt.
abroadabsoluteacknowledgedactingAdamadvantagesaggravationallowsältesteangenommenAnordnungenAnspruchAnteilarbitraryarrestaufzuzwingenAusbildungAusplünderungauthorityAutoritätBeamtenBeraterBesitzBevölkerungbeyondboundsbreakbrethrenbrotherBruderceasescommandcommoncommonwealthcommunitycompassconsentconstablecottagecounselorsDiebdominiondraußeneducationEigentumeinfacheneingreiftEinvernehmenEinvernehmen TyranteinzudringeneldestemploymentempowerendamagingendeavorsendsEntschuldigungerfahrenErhaltermächtigtErmächtigungestateexceedingexceedinglyexceedsexcuseexecutefathersfestzunehmenforceFreedomFreiheitgardenGartenGemeinbesitzGemeinschaftGemeinwesenGesellschaftGesetzgesetzlichegestattetGewährgibtgoverngovernedgovernmentgovernorgreatGrenzenHaftbefehlhandeltharmHerrschaftHerrscherhighesthinausgehenhinausgehthöchstenhohenHütteinferiorinformedinvadesJohn LockejurisdictionjustjusticejustifiablekingKöniglawlaw of naturelawfulLebenlegalLeutelibertylifelivelivesMachtmagistrateMaßstabmeasuresMitbürgernMitmenschenNachbarnnackte GewaltNaturgesetzNaturrechtNaturzustandneighborniedrigstennotwithstandingObrigkeitofficeropposedoppressionpeoplePersonpettypleasedpoliticpolitischportionspositivpossessionpowerpreservationprivatprivatepropertyrapineRäuberreasonreasonableRechtRechtfertigungrechtmäßigRechtmäßigkeitRechtsprechungRegelRegentenRegentschaftRegierenRegierungreicherrichesrightrobberrohe GewaltruleSchadenSchädigungschlimmerseizessharesocietiessocietySouveränitätsovereignsovereigntyState of NatureStellungsubjectsubjectionsubordinatesupposedTeilthieftransgressedtrustTToG II § 202Two Treatises of GovernmentTyrannTyranneityrannyüberschreitenüberschrittenUngeachtet dessenunjustunjustlyunlawfulunrechtmäßigunrechtmäßigeunrechtmäßigerUnterdrückungUntergeordnetenUnterordnungväterlichenVatersverfügtverhaftenVermögenVernunftvernunftmäßigVerschlimmerungenversuchtVertrauenviolenceVolkvollstreckenvoraussetztVorzügeWachtmeisterwarrantweitwidersetzenWiderstandwillkürlichenworsewritZiele