Source: http://versicherungsausbildung.de/fach/e/rewe_v5.htm
Timestamp: 2018-11-17 15:09:47
Document Index: 281521230

Matched Legal Cases: ['§255', '§238', '§247', '§92', '§92', '§87', '§87', '§87', '§255', '§253', '§7', '§ 249', '§247', '§ 249', '§341', '§253', '§272', '§272', '§229', '§272', '§341', '§25', '§11', '§252', '§341', '§26', '§341', '§ 341', '§29', '§36']

versicherungsausbildung.de_Rechnungswesen_zum Druck nicht geeignet
Grundlagen der Buchführung_ 4
Musterinventar 5
Musterbilanz 6
Musterbilanz -Kurzform_ 6
Grundsätze der Doppelten Buchführung: 7
Die Auflösung der Bilanz in Konten 7
Buchung von Aufwendungen und Erträgen 8
Zuordnung von Aufwand und Ertrag zu den Erfolgskonten 9
Betriebsfremde (neutrale) Aufwendungen und Erträge 10
Die Gehaltsabrechnung_ 11
SV-Beiträge 11
Vorsteuerabzugsberechtigung 12
Vermögenswirksame Leistungen 12
Lohnnebenkosten 13
Buchungen von Personalaufwendungen 13
Buchungen der Agentur 14
Provisionsbuchungen_ 14
Exkurs: Agenturinkasso_ 15
Antragsinkasso_ 16
Entschädigungszahlungen durch die Agentur 17
Abschreibungen auf Anlagen_ 18
Anschaffungskosten [§255 (1)] HGB] 18
Wertminderungen 18
Der Abschreibungsplan 18
Das gemilderte Niederstwertprinzip_ 19
Steuerrechtliche Abschreibungen / Steuerbilanz 19
Zeitanteilige Abschreibung 20
Betriebswirtschaftliche Beurteilung der Abschreibungen 21
Überlegungen zur Abschreibungsmethode 21
Buchungen von Abschreibungen_ 22
Direkte Abschreibungen 22
Indirekte Abschreibungen 22
Geringwertige Wirtschaftsgüter 23
Verkauf von abgeschriebenen Wirtschaftsgütern 24
Verkauf indirekt abgeschriebener Anlagegüter 24
Periodengerechte Zuordnung von Erfolgsvorgängen_ 26
Transitorische Posten der Rechnungsabgrenzung 26
Antizipative Posten der Rechnungsabgrenzung 27
Aktivierung eines Damnums/Disargio_ 28
Rückstellungen_ 28
Buchung von Rückstellungen 29
Gläubigerschutzprinzip des HGB_ 29
Zwischenfinanzierng durch Rückstellungen 29
Bewertung der Schlussbestände 30
Sonstige Kapitalanlagen 30
Das Strenge Niederstwertprinzip_ 30
Interpretation der Bilanzergebnisse 31
Bilanzzeitvergleich 31
Aufbereitung der Bilanz, Kennzahlen_ 31
einseitige (vertikale) Bilanzkennzahlen 31
zweiseitige (horizontale) Bilanzkennzahlen 32
Interpretation der GuV-Rechnung_ 32
betriesbedingter Erfolg 32
Kapitalrentabilität 33
Cashflow_ 33
Formen von Wertpapieren 34
Das Konto Wertpapiere 34
Ankauf von Wertpapieren_ 34
An und Verkauf von Aktien 34
Festverzinsliche Wertpapiere_ 35
Kauf von festverzinslichen Wertpapieren 35
Dividenden_ 36
steuerliche Behandlung von Dividenden 36
Rendite_ 36
laufende Verzinsung (Barrendite) 36
Effektivverzinsung (Anlagenrendite) 37
Jahresabschluss eines VR_ 38
Posten der Versicherungsbilanz 38
Zusammensetzung des Eigenkapitals 38
Versicherungstechnische Rückstellungen 39
Posten der Gewinn- und Verlustrechnung_ 41
Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 41
Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung 42
statistische Kennzahlen aus dem Geschäftsbericht 42
Schadenquote 43
Verwaltungskostenquote 43
Selbstbehaltsquote 43
laufende Durchschnittsverzinsung 43
Kosten/Leistungsrechnung_ 44
Überblick über das Rechnungswesen 44
Kostenartenrechnung 45
Aufwandsseite der GuV einer Agentur 46
Controllinginstrumente einer Agentur 47
· Buchführung ist eine Zeitrechnung
- alle Geschäftsfälle eines Unternehmens in einem Zeitabschnitt (Geschäftsjahr, Quartal) planmäßig, geordnet und lückenlos aufzuzeichnen.
- Kosten: die bei der Produktion des Gutes Versicherung verbrauchten Produktionsfaktoren
- Leistungen: den bei Produktion entstandenen Wertzuwachs
Jeder Kaufmann ist verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung ersichtlich zu machen.[§238 (1) HGB]
· mengen- und wertmäßige Erfassung der in einem Unternehmen vorhandenen Vermögensteile und Schulden zu einem bestimmten Zeitpunkt.
· körperliches: Aufnahme aller körperlichen Gegenstände und deren Wer in DM.
· buchliches: alle sonstigen Vermögenswerte und Schulden in Form von Konten und ausstehenden Rechnungen.
→Wenn das Inventurergebnis mit den Buchführungsunterlagen nicht übereinstimmen, dann müssen Berichtigungsbuchungen vorgenommen werden.
· Verzeichnis der Vermögen und Schulden eines Unternehmens
· Ergebnis der Bestandsaufnahme durch die Inventur
· Dieses Verzeichnis muss 10 Jahre lang aufbewahrt werden.
· kurzgefasste Ausführung des Inventars in Form eines Kontos. (bilancia= Waage).
· Die Aktivseite zeigt die Kapitalverwendung, die Passivseite die Kapitalherkunft/Finanzierung der Investition.
· Werterhöhungen von Gegenständen werden in der Bilanz meistens nicht berücksichtigt
· in der Realität sind Steuerbilanzen maßgeblich und nicht die betriebswirtschaftlichen Bilanzen
· ausführlich
· kurz gefasst
· Mengen-, Einzel- und Gesamtwerte
· Gesamtwerte
· Vermögen, Schulden, Reinvermögen
· Vermögen, Kapital
· Staffelform
· Kontenform
· alle Gegenstände des Betriebes sowie Forderungen einschließlich Geld
· vom Unternehmer frei wählbar, max. 12 Monate lang
· Steuer muß innerhalb eines Kalenderjahres abgerechnet werden (Abschlagszahlung 4x am 10. jedes Quartals)
· Veröffentlichung der Geschäftsjahreserträge max. 8 Monate nach Geschäftsjahresende
Musterinventar
Inventar zum 31.12.19..
der Provisionsagentur...
A. Vermögen [§247 HGB]
I. Anlagevermögen (dient dauernd dem Betrieb)
PKW: COE-CV-371
PKW: COE-MC-44
4. Geringwertige Wirtschaftsgüter (Zwischenbilanz)
II. Umlaufvermögen(Verm. Gegenst., die sich dauernd ändern)
1. Forderungen gegen die Direktion lt. Anlage
2. Forderungen gegen Arbeitnehmer
4. Kassenbestand lt. Kassenbericht vom ...
6. Aktive Rechnungsabgrenzung
____200,-
I. Langfristige Schulden (Fälligkeitsfrist über 4 Jahre)
1. Hypothekenverbindlichkeiten
2. Darlehen bei ...
II. Kurzfristige Schulden (Fälligkeitsfrist unter 4 Jahre)
2. Verbindlichkeiten bei Untervertretern
____1.500,-
=Reinvermögen
189.910,-
Aktiva Bilanz zum 31.12.1999 Passiva
1. Forderungen gegen die Direktion
2. Forderungen gegen die Arbeitnehmer
4. Verbindlichkeiten bei Untervertretern
5. Verbindlichkeiten beim Finanzamt
6. Verb. bei Sozialversicherungsträger
8. Wertberichtigungen auf Kfz
9. Wertberichtigungen auf Anlagen
10. Passive Rechnungsabgrenzung
ÞMittelverwendung
ÞMittelherkunft
Musterbilanz -Kurzform
Bilanz zum ....
182.010,-
HypVerb
DarlVerb
408.805,-
Grundsätze der Doppelten Buchführung:
· Alle Geschäftsfälle werden in einem Grundbuch (Buchungssätze/zeitliche Ordnung) und in einem Hauptbuch (Konten/sachliche Ordnung) festgeschrieben.
- Jeder Geschäftsfall berührt mindestens zwei Positionen, wobei das Gleichgewicht in jedem Fall erhalten bleibt!
- Für jede Bilanzposition wird ein eigenes Konto eröffnet mit der Eröffnungsbuchung als Anfangsbestand
- jeder Geschäftsfall wird nun auf diesen Konten gebucht (mindestens auf zwei Konten ergeben sich Veränderungen)
- am Ende des Jahres erfolgt ein Kontenabschluss bei dem ein Abschlusskonto- eröffnet wird
- dieses Konto muss mit der aus der Inventur und dem Inventar gebildeten Bilanz übereinstimmen
· Das aktive Bestandskonto beginnt mit dem Anfangsbestand auf der Soll-Seite.
· Das passive Bestandskonto beginnt mit dem Anfangsbestand auf der Haben-Seite.
· Das Eröffnungsbilanzkonto hat die Sollseite mit Kapitalherkunft und die Habenseite mit Kapitalverwendung (umgekehrt)
· Jede Buchung erfolgt mit einem Buchungssatz. Bei einem Kontoeintrag ist immer das Gegenkonto zu vermerken
Þ keine Verbindlichkeitskonten im Soll, dann ausnahmsweise ein Forderungskonto einrichten
Eröffnungsbilanz ...
-Minderungen
+Mehrungen
=Schlussbestand
· Mehrungen erhöhen den Anfangsbestand, sie stehen auf der gleichen Kontoseite
· Minderungen vermindern den Anfangsbestand, sie stehen auf der Gegenseite
· Durch Saldieren erhält man der Endbestand (also Saldo)
Þ Grundsatz: Soll an Haben
an DarlVerb
→ wo es sinnvoll ist und übersichtlich bleibt, ist der Zusammenschluss mehrerer Buchungen möglich
Zusammengesetzter Buchungssatz:
ÞForderungen + Verbindlichkeiten werden nur in der tatsächlichen Höhe ausgewiesen (Nettobuchung)
13.000,- 5.520,-
an Verb. Dir
Beispiel: Agenturinkasso
Veränderungen der Aktiva und Passiva bei Buchungen
Aktivtausch: Þnur Positionen der Aktivseite berührt – Bilanzsumme gleich
Passivtausch: Þnur Positionen der Passivseite berührt – Bilanzsumme gleich
Aktiv-Passiv-Mehrung: Aktiv- und Passivseite berührt - Bilanzsumme steigt
Aktiv-Passiv-Minderung: Aktiv- und Passivseite berührt - Bilanzsumme sinkt
Erfolgskonten sind Unterkonten des Kontos Eigenkapital.
Erfolgsverbuchung direkt auf das EK-Konto sind unüblich, weil:
· EK-Konto wird zu unübersichtlich
· Höhe der einzelnen Erfolge aus dem EK-Konto nur mühsam ermittelbar
· Gewinn- und Verlusthöhe ist nicht unmittelbar aus dem EK-Konto ablesbar
Zuordnung von Aufwand und Ertrag zu den Erfolgskonten
Þ Das Eigenkapital wird vermehrt durch Erträge, vermindert durch Aufwendungen
· Haus- und Grundstücksertrag (bei Nebenverdiensten) (HuGA)
· Mietertrag (bei Wohnungsbaugenossenschaften u.s.w.)
· Kassendifferenzertrag (KdiffE)
· Provisionsertrag (PE)
-Abschlussprovision
-Bonifikation (immer von der Direktion gezahlt)
-Folgeprovision (auch Betreuungs-, Arbeits-, Pflege oder Verwaltungsprovision
· Sonstiger betrieblicher Ertrag (perioden- oder betriebsfremde Erträge, z.B. Verkauf eines KFZ über dem Buchwert) (SobE)
· Zinsertrag (ZE)
· Zuschüsse/Garantien (Starthilfe) (Z/G)
· Abschreibungen auf Anlagen (AbaA)
· Abschreibungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter (AbaGWG)
· Abschreibungen auf KFZ (AbaKFZ)
· Energieaufwand (einschl. Wasser) (EgieA) (nur, wenn ausschließlich Büroräume beheizt werden, sonst HUG)
· Haus- und Grundstücksaufwand (Aufwand aus Nebenverdiensten) (HuGA)
· Kassendifferenzaufwand (KdiffA) (Kassenmanko)
· KFZ- Aufwand (alle Aufwendungen in Bezug auf das Geschäfts- KFZ, z.B. Leasingraten) (KfzA)
· Mietaufwand (MietA)
· Provisionsaufwand (an UV) (PA)
· Sonstiger betrieblicher Aufwand (SobA)
· Sozialer Aufwand (SozA)
· Steueraufwand (nur Betriebssteuern) (SteuA)
· Verwaltungsaufwand (VerwA)
- BüromaterialÞ geringwertige Wirtschaftsgüter bis 100,- (-steuerlich –800 DM )
- Telefon, Fachzeitschriften, Fachbücher, Kontogebühren, Geschäftsversicherungen, Renovierungskosten. von gemieteten Büros, Prozesskosten
· Werbe- und Reiseaufwand (WuRA)
· Zinsaufwand (ZA)
Betriebsfremde (neutrale) Aufwendungen und Erträge
· Immobilien dürfen mit ihren Anschaffungskosten aktiviert werden (z.B. Maklercourtage, Grunderwerbsteuer, Notariatskosten, Gerichtsgebühren, Architektenhonorare)
· Mietertrag: wird gebucht, wenn dieser die Hauptleistung des Unternehmens ist (z.B. bei Wohnungsbaugenossenschaften
Abschluss der Erfolgskonten am Jahresende
Abschluss der Gewinn- und Verlustkontos über das Konto Eigenkapital
Gehaltstarife der Versicherungswirtschaft
1. Gehaltstarifvertrag für das private Versicherungsgewerbe
2. Gehaltstarifvertrag für das Versicherungsvermittlungsgewerbe
3. Bundesangestelltentarif
Eingeteilt in Gehaltsgruppen II-VII
= Steuer-und Sozialversicherungspflichtiges Einkommen
­ Lohnsteuer
­ Soli- Zuschlag (5,5% der Lohnsteuer)
­ Kirchensteuer (8-9% der Lohnsteuer)
­ gesetzl. Rentenvers. (19,1% - ½ AN, ½ AG) [Gruppe K/L]
­ gesetzl. Arbeitslosenvers. (6,5% - ½ AN, ½ AG) [Gruppe M]
­ gesetzl. Pflegevers. (1,7% - ½ AN, ½ AG) [Gruppe PV]
­ gesetzl. Krankenvers. (~13,5%, 1/2 AN, ½ AG)[b1]
- Vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers
Þ Überweisungsbetrag
· Die SV Beiträge sind spätestens zum 15. des Folgemonates an die Krankenkassen zu zahlen, bei Zahlung des Lohnes in der ersten Monatshälfte am 25. des Folgemonates
· Die Beiträge zur Unfallversicherung werden nach Aufforderung der Berufsgenossenschaft vom AG für alle AN gezahlt
· Die Lohnsteuer wir spätestens zum 10. des Folgemonates beim Finanzamt fällig
· Umsatzsteuer ist jeden Monat fällig (max. bis zum 15. des Folgemonates)
- Agenturen + Versicherungsunternehmen sind nicht Vorsteuerabzugsberechtigt.
- Sie sind an der Umsatzsteuer nicht beteiligt
®Die Versicherungssteuer ist keine Umsatzsteuer
Steuererhebung des selbst. Handelsvertreters
steuerpflichtige Erträge des Vorjahres werden zur Berechnungsgrundlage der Steuer des Geschäftsjahres verwendet
Zahlung der Steuer am 10. jedes Quartales (10.03./10.06./10.09./10.12.)
Kriterien der Lohnsteuer, Soli- Zuschlag und Kirchensteuer
Lohnsteuerrelevant
- Höhe der Gehaltes/Lohnes
- Steuerklasse (Familienstand)
- Steuerfreibeträge (Behinderung, erhöhte Sonderausgaben und Werbungskosten,...)
Soli- Zuschlag
- Lohnsteuerabhängig, 5,5% der abzuführenden Lohnsteuer
- Bei Kinderfreibeträgen wird von einer fiktiven Lohnsteuer abgerechnet, die geringer ist als die Tatsächliche
- bei geringem Einkommen fällt der Soli- Zuschlag weg Þüberproportionale Staffelung, z.B. Steuer- Kl. 3Þkein Soli, da zu wenig Einkommen
Kirchensteuerrelevant
- prozentual von der zu zahlenden Lohnsteuer
- Bundeslandabhängig ( in Bayern, Baden-Württemberg, Bremen und Hamburg 8%, alle übrigen 9%) der abzuführenden Lohnsteuer)
- Religionszugehörigkeit (nur bei Konfession katholisch/evangelisch)
- Der Soli- Zuschlag ist nicht Kirchensteuerpflichtig
- Bezüge von pensionierten Beamten, sie enthalten gegenüber der normalen Lohnsteuer Altersfreibeträge
· Vorsteuer wird verwendet für die Steuern, die die Lieferanten erheben
· Umsatzsteuer wird verwendet für die Mehrwertsteuer die auf den Endverbraucher erhoben wird
+Vorsteuersteuer
Überweisung an FA
· Zugelassene Anlageformen
- Anlage in Unternehmen (Aktien, GmbH-Anteile, Genossenschaftsanteile)
- Anlage in Investmentfonds
- Verwendung für den Wohnungsbau
- Rentensparverträge
- Kapital-Lebensversicherungen (keine Förderberechtigung)
· Förderung durch den Staat
- Arbeitnehmersparzulage (10%)
- Wohnungsbauprämie (10%)
· Gesetzesentwurf: Investivlohn, d.h. Anlage von Lohnanteilen in Unternehmen bis 700,- jährlich sollen bis zu 20% gefördert werden
· Lohnfortzahlung im Urlaubsfall
· freie Soziale Leistungen
Buchungen von Personalaufwendungen
an VbFA
an VbSVT
Sozialer Aufwand
VbSVT
VB FA
VB für VWL
Buchung eines Gehaltsvorschusses
Þ Vorschuss Þkurzfristiges Arbeitgeberdarlehen
2) Verrechnung des Vorschusses mit dem Gehalt
an FgAN
Buchungen der Agentur
· Versicherungsvertreter hat Anspruch auf Provision für Geschäfte, die auf seine Tätigkeit zurückzuführen sind
- Anspruch ab Prämienzahlung des VN [§92.4 HGB]
- andere Vertragsregelungen gelten vorrangig [§92.2 HGB]
- Anspruch auf Vorschuss [§87 a1 HGB]
- monatliche Abrechnung [§87 c HGB] ®vgl. BWL: Handelsvertreter
· Storno-Reserve Konto
- bei Vertragsstorno innerhalb einer gewissen Zeit ist die Provision zurückzuzahlen (Provisionsbindung) [§87 a2 HGB]
- Vertragsvereinbarung, wonach der VR Teile der Provision für den Vertreter auf einem Konto einbehält, sie stellen Forderungen gegen die Direktion dar
- früher Inkassoprovision ÞAgenturinkasso
- für längere Vertragsbindung zwischen VN und Agentur
- finanzieller Ausgleich für laufende Betreuung
- gleiches Abrechnungsverfahren wie bei der Abschlussprovision
Provisionsgutschriftanzeige der Direktion
Þ „Kontoauszug“ der Direktion, Erträge des Vertreters im HabenÞVerbindlichkeiten der Direktion beim Vertreter
· bei größeren Agenturen werden die Provisionskonten zur besseren Analyse der Geschäftsergebnisse nach Sparten getrennt
Buchung der Provisionsgutschrift
an Prov. ertrag
Buchung der Rückprovision
Prov. ertrag
an FgDir
Buchung einer Abschlagszahlung
- vertraglich z.B. 80% der Abschlussprovision des Hauptvertreters für den UV
- kein Anspruch auf Folgeprovision
- HV hat dem UV über die Provision Abrechnung zu erteilen
Buchung der Provision des UV
an VbUV
Exkurs: Agenturinkasso
· Versicherungsschein oder Folgeprämienrechnung werden an die Agentur gesandt
· Agentur hat Verbindlichkeiten bei der Dir / Forderungen gegen VN
· Agentur fordert VN zur Zahlung auf
· Agentur führt Zahlungserinnerung durch
· unbezahlt gebliebene Beitragsrechnungen gehen an die Direktion zurück
· Die Agentur erhält Inkassoprovision, die mit den Verbindlichkeiten verrechnet werden, die er von der kassierten Prämie einbehalten darf
· An die Untervertreter weitergeleiteten Prämienrechnungen werden als Forderungen gegen UV verbucht
Buchung eines Inkassobetrages
13.000,- 6.000,-
Buchung der Provision
an FgUV
Prämienrechnung für die Agentur/Agenturinhaber werden mit FgVN verrechnet
an FgVN
Ein VN Überweist die Prämie
Antragsinkasso
- kurzfristige Versicherungen
- Blockpolicen
- KFZ- Barzahlung der Erstprämie
· Die eingenommene Prämie stellt eine Verbindlichkeit bei der Direktion dar und wird deswegen mit den bestehenden Forderungen verrechnet
Antragsinkasso durch den UV
Entschädigungszahlungen durch die Agentur
- Agenturen haben zum Teil Regulierungsvollmacht (z.B., bis 2.000,- DM)
- verstärkt im Zuge der Kundenorientierung
1) Agentur tritt in Vorlage
a) eigenes Forderungskonto „Schadenvorauszahlung“
b) zwei Konten (Unterkonten des Kontos FgDir)
Entschädigungen Þ versicherter Schaden
Regulierungsaufwand Þ Kosten der Schadenreg. (z.B. Kostenvoranschlag)
2) Agentur erhält von der Dir ein Budget zur Verfügung
3) Agentur erhält Kontovollmacht
ein Konto der Dir, Zahlung per Verrechnungsscheck
(das Konto wird am Geschäftsjahresende mit dem Konto FgDir verrechnet)
Regulierung durch die Agentur
Abschlagszahlung durch die Direktion (auch bei Eingang einer Schadenregresszahlung)
an Entsch
an RegA
Abschluss der Unterkonten am Ende des Geschäftsjahres
Anschaffungskosten [§255 (1)] HGB]
Listenpreis (ohne Umsatzsteuer)
-Anschaffungspreisminderungen (Rabatte, Skonto)
(für Transporte, Versicherung, Installation, Provision, Gerichts- und Notarkosten, Vermessungsgebühren, Inbetriebnahme) Þkeine Finanzierungskosten (Zinsen ...)
+Umsatzsteuer (für Unternehmen, die nicht Vorsteuerabzugsberechtigt sind)
· Bei Buchung des Kaufes dürfen die Anschaffungskosten als Anschaffungswert auf dem Bestandskonto erfasst werden (Aktivierung zu Anschaffungskosten)
- die Nebenkosten (eigentlich Aufwand) werden mit auf das Bestandskonto gebucht, weil der Wert der Anlage für den Betrieb erst durch die Betriebsbereitschaft entsteht
→Notwendigkeit von Abschreibungen
Anlagegüter der Provisionsagentur
Sie verlieren (mit Ausnahme von Grundstücken) ständig an Wert durch
- Verschleiß durch ständigen Gebrauch
- Veralterung infolge technischen Fortschrittes und Modewechsel
- Beschädigung und Zerstörung durch höhere Gewalt, Fehlbedienung,...
Durch Abschreibungen wird die Wertminderung buchmäßig erfasst
Anschaffungskosten - Abschreibungen (Wertminderungen) =Buchwert
Der Abschreibungsplan
Anlagegüter, deren Nutzungsdauer zeitlich begrenzt ist, sind planmäßig abzuschreiben
Der Abschreibungsplan muß enthalten [§253 HGB]
- Tag der Anschaffung
- Anschaffungskosten (gebuchter Wert beim Kauf)
- voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer
- jährliche Abschreibungsbeträge
· Die Abschreibungen sollen betriebswirtschaftlich so kalkuliert sein, dass der Buchwert nie unter dem tatsächlichen Wert liegt
· lt HGB sollen die Abschreibungen den tatsächlichen Wertverlust ausweisen (nach dem Marktwert) ®in der Praxis jedoch Steuerbilanzen
· eventuelle Werterhöhungen dürfen im Vergleich zum strengen Niederstwertprinzip (vgl. Wertpapiere) auch berücksichtigt werden →Zuschreibungen
· Betriebswirtschaftliche Überlegungen:
- technische Nutzungsdauer
- wirtschaftliche Nutzungsdauer (meistens geringer als d. technische)
· angewendet beim Anlagevermögen
= Unterbewertung der Passiva
z.B. durch Annahme der ungünstigsten Wechselkursschwankung
Steuerrechtliche Abschreibungen / Steuerbilanz
Abschreibungsbetrag =Anschaffungsbetrag / Nutzungsdauer
· laut Steuergesetzgebung wird für jedes Anlagegut ein eigenes „Karteiblatt“ geführt, in das planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen vermerkt werden
· AFA-Tabelle (Absetzung für Abschreibungen) gibt die Nutzungsdauer vor
aus Mauerwerk und Beton
PKW-und Kombiwagen
Computer (vor 01.07.97)
4 (5) Jahre
· Anlagegüter sind planmäßig abzuschreiben
· für die Abschreibungen ist ein Abschreibungsplan zu erstellen
· es gibt zwei steuerlich anerkannte Abschreibungsmethoden
- Anschaffungskosten werden gleichmäßig auf die Jahre der Nutzung verteilt
- Abschreibung vom Anschaffungswert
- konstanter Abschreibungssatz
- jährlich gleich bleibender Abschreibungsbetrag
- Abschreibung vom Buchwert (Restwert)
- konstanter Abschreibungssatz (in % vom Buchwert)
Þ max. 30 % / max. das 3-fache des linearen %-Satzes vom Anschaffungswert [§7 EstG]
- jährlich fallender Abschreibungsbetrag
- der verbleibende Restwert wird zusammen mit der letzten Abschreibung planmäßig abgeschrieben
· Wechsel von degressiver zur linearen Abschreibung ist möglich
der vorhandene Restwert wird gleichmäßig auf die Restnutzungsdauer verteilt
· Wird ein komplett abgeschriebenes Anlagegut weiter genutzt, so bleibt es mit 1 DM Erinnerungswert in den Geschäftsbüchern stehen
· Güter, die im Laufe des Geschäftsjahres gekauft werden, dürfen nur zeitanteilig abgeschrieben werden
Für bewegliche Güter des Anlagevermögens gilt die Vereinfachungsregel:
· Anschaffungen in der ersten Jahreshälfte werden für ein volles Jahr abgeschrieben
· Anschaffungen in der zweiten Jahreshälfte wird der halbe Abschreibungsbetrag abgeschrieben, die nicht abgeschriebene Hälfte wird im Geschäftsjahr nach Ende der Nutzungsdauer angesetzt
Beispieltabelle für die Abschreibungsmethoden
1 LKW: Anschaffung 100.00,- Nutzungsdauer 8 J., Anschaffungsdatum: 01.03.95
degressive Abschr. (30% Restwert)
Wenn der LKW komplett abgeschrieben ist (Ende 2002), dann bleibt er mit 1 DM (Erinnerungswert) in der Bilanz erhalten
Betriebswirtschaftliche Beurteilung der Abschreibungen
· mindern den Gewinn ÞSteuerentlastung
· mindern den Buchwert des Anlagegutes
Finanzierung aus freigesetztem Kapital / durch Abschreibungen[b2]
- Einsatz der Anlagegüter bringen Erträge
- Sie müssen so bemessen sein, dass sie den Aufwand decken und Gewinn abwerfen
- Überden Ertrag fließt das investierte Kapital an den Unternehmer zurück
- die Abschreibungen können bis zum Ersatz der Anlagegüter für andere Finanzierungen genutzt werden
· Abschreibung muss vom Markt vergütet werden
· Abschreibungen müssen dem tatsächlichem Wertverlust entsprechen
· konstanter Wiederbeschaffungspreis
· unveränderter Technikstandart
Maschinenkauf, 1 pro Jahr für 10.000,- DM, Nutzungsdauer 4 Jahre und lineare Abschreibung
jährl. Abschr.
liquide Mittel insg.
-Reinvestition
freigesetzte Mittel
Überlegungen zur Abschreibungsmethode
· in den ersten Jahren höhere Abschreibungen Þhöhere Steuerentlastung
· Liquiditätsverbesserung, da die Kosten der Anschaffung schneller relativiert werden (ÞSteuerersparnis)
· Abschreibungen in den ersten Jahren oft höher als die WertminderungÞUnterbewertung der AktivaÞStille Rücklagen →werden bei Verkauf sichtbar = Auflösung der Stillen Reserven
· beim Verkauf steht das freigesetzte Kapital für neue Finanzierungszwecke zur Verfügung und muß nicht an Teilhaber (Aktionäre) als Gewinn ausgeschüttet werden
Þ ist als Investitionsanreiz geschaffen worden
· betriebswirtschaftliche Investitionen führen erst in den späteren Jahren zum gewünschten Ertrag
· Steuerentlastungen sollen in den späteren ertragreicheren Jahren erhalten bleiben
· für Unternehmen, deren Investitionen in Zukunft zunehmend ertragreicher werden
®Startups, Neugründungen
Buchungen von Abschreibungen
- durch planmäßiges Abschreiben werden die Anschaffungskosten nach und nach als Aufwand auf die Nutzungsdauer verteilt
- am Geschäftsjahresende wird der Wertverlust auf dem Aufwandskonto: „Abschreibungen auf Anlagen“ erfasst
- das Konto „AbaA“ wird über das GuV- Konto abgeschlossen
· der Abschreibungsbetrag ist direkt auf dem Konto BGA erkennbar
· die Anschaffungskosten und die Abschreibungsmethode ist nicht erkennbar
· in der Bilanz wird nur der Buchwert ausgewiesen
Þ erschwert die Beurteilung der Finanzlage des Unternehmens
Konto:Abschreibungen auf Anlagen
· Aufwandskonto
· für den Wertverlust des gesamten Anlagevermögen oder für jedes Anlagekonto separat eingerichtet
an AbaA
· erhöhen die Aussagefähigkeit der Bilanz
· Die Gegenbuchung zu „AbaA“ erfolgt mit Buchung auf das passive Bestandskonto „Wertberichtigungen auf Anlagen (WbaA)
· Anschaffungswert und Höhe der Abschreibungen bleiben in der Bilanz sichtbar
· interessant für „Outsider“, sie können anhand der Differenz zw. z.B. „KFZ“ und „WbaKFZ“ erkennen wie alt die Gegenstände sind
· für Aktiengesellschaften verboten
an WBaA
- Anschaffungskosten max. 800 ,- DM (ohne Mehrwertsteuer)
- Anschaffungen bis 100,- DM werden unmittelbar als Verwaltungsaufwand gebucht
- muss zum beweglichen Anlagevermögen gehören und abnutzbar sein
- muss selbständig bewertet und genutzt werden können (Gegenbeispiel: Festplatte am Computer)
· werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgabe abgesetzt Þabgeschrieben
· sind in einem laufenden Verzeichnis zu führen
· beim Kauf Buchung auf das Aktive Bestandskonto „Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)“
· beim Jahresabschluss Buchung über das Aufwandskonto „Abschreibungen auf GWG (AbaGWG)“
· bei Abschreibungen in der 2. Jahreshälfte nur hälftige Abschreibung in dem Jahr, das Konto GWG wird mit in das neue Geschäftsjahr genommen
Buchung des Kaufes
AbaGWG
an GWG
an AbaGWG
Verkauf von abgeschriebenen Wirtschaftsgütern
1. Verkauf zum Buchwert
an Kfz
2. Verkauf über dem Buchwert
- Ertrag aus „Abgang von Vermögensgegenständen“
- Buchung auf das Ertragskonto „Sonstiger betrieblicher Ertrag (SobE)“
an SobE
3. Verkauf unter dem Buchwert
- Buchung auf das Aufwandskonto „Sonstiger betrieblicher Aufwand (SobA)“
Verkauf indirekt abgeschriebener Anlagegüter
die im Laufe der Jahre gebildete Wertberichtigung wird auf das Konto Kfz zurückgebucht
Es ergibt sich auf dem Konto KFZ der tatsächliche Buchwert als Differenz von Anschaffungswert und Wertberichtigung
WbaKfz
Kauf eines neuen Anlagegutes bei gleichzeitiger Inzahlungnahme eines alten Anlagegutes
bei indirekter Abschreibung
Periodengerechte Zuordnung von Erfolgsvorgängen
· das HGB fordert eine periodengerechte Erfolgsermittlung [§ 249, 250 HGB]
· zum Ende des Geschäftsjahres sind die Konten abzuschließen, dies geschieht im Rahmen der "vorbereiteten Abschlussbuchungen" (Umbuchungen)
- Abschluss der Konten des Hauptbuches
- Erstellen des GuV
- Abschluss GuV auf EK
- Abschluss der Bestandskonten auf dem SBK
(lat. transire = hinübergehen)
· belegorientierte Buchführung führt dazu, dass Erfolgsvorgänge des nächsten Geschäftsjahres im laufenden Geschäftsjahr gebucht werden
· bereits erfolgte Geschäftsfälle, deren Erfolge das neue Geschäftsjahr betreffen sind zeitlich abzugrenzen über die Konten:
- Aufwand für das kommende Geschäftsjahr
- Zahlung im laufenden Geschäftsjahr
Passive Rechnungsabgrrenzung
- Ertrag für das kommende Geschäftsjahr
· Die Konten sind in der Bilanz gesondert aufzuführen [§247 (1) HGB]
· Bei der Auflösung der Rechnungsabgrenzung im neuen Geschäftsjahr werden die Unterlagen des alten Geschäftsjahres für die Zuordnung auf die verschiedenen betroffenen Erfolgskonten hinzugezogen.
Beispiel: Die Betriebshaftpflichtvers. für die Agentur wird im Oktober fällig
(Jahresbeitrag, Verrechnung mit den „FgDir“)
Buchung des Geschäftsvorfalles zum 01.10.2000
vorbereitende Abschlussbuchung am 31.12.00
an VerwA
Abschlussbuchung am 31.12.00
Auflösung der Rechnungsabgrenzung am 02.01.2001
an EBK
(lat. anticipere =vorwegnehmen)
· Erfolgsvorgänge des laufenden Geschäftsjahres werden erst im kommenden gezahlt
· die zukünftigen Geschäftsfälle (Zahlungen) sind vorwegzunehmen
· Vorbereitende Abschlussbuchung auf den Konten
"Sonstige Verbindlichkeiten"(Aufwand) oder "sonstige Forderungen (Ertrag)
an HuGE
an SoFord
Buchung der ZahlungÞAuflösung der Forderungen
- nachträgliche ZinszahlungÞauf den Ertragszeitraum achten!
- "für die Monate Januar - Dezember je..."Þauf den Gesamtbetrag achten!
- Aktivierung eines Damnums
Aktivierung eines Damnums/Disargio
(=Abschlag)
Kreditaufnahme: nominal 50000,-/ Laufzeit 5 Jahre/Auszahlung 95 %
Buchung bei Kreditaufnahme
an Darl.Verb
ÞSonderfall: Eigentlich müsste ein Konto Damnum eingerichtet werden (wird in der Praxis auch gemacht)
hier wird das Konto ARA ausnahmsweise im Geschäftsjahr eröffnet
· Jahresweise Verrechnung des Damnums als Zinsaufwand
· bei Kreditaufnahme in der 2.Jahreshälfte darf nur der hälftige Betrag angesetzt werden
· Damnum darf höchstens 1% des Darlehens pro Kreditjahr betragen (steuerrechtlich)
· Steuerrechtlich: Zinsen können nur dann abgesetzt werden (gegengerechnet), wenn sie der Finanzierung von ertragsbringende Investitionen dient
®. besteht keine Chance, dass durch die Erträge einer Firma eine auf Dauer positive Bilanz entsteht, werden die Finanzierungskosten vom FA nicht anerkannt
· aus Gründen der periodengerechten Erfolgsermittlung müssen für bestimmte Fälle Rückstellungen gebildet werden [§ 249 HGB]
- Grund eines Aufwandes ist bekannt
- Höhe und/oder Fälligkeit ist ungewiss (Þ sonst wären es Verbindlichkeiten)
· Rückstellungen zählen bilanzmäßig zum Fremdkapital
· Durch Überbewertung der Aufwendungen (Passiva) entsteht eine Stille Rücklage
Wesentliche Rückstellungen der Provisionsagentur
- Provisionsrückforderungen
- zu erwartende Steuernachzahlungen
- Pensionszusagen an Mitarbeiter
- die Kosten von schwebenden Prozessen
· unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, sofern diese innerhalb von 3 Monaten nachgeholt werden
Þ das HGB kennt weiter die Pflicht zur Bildung von Rückstellungen für Gewährleistungen ohne Rechtspflicht (Rückrufaktionen, Konkurs eines Schuldners)
· der geschätzte Aufwand (er muss betriebswirtschaftlich und steuerrechtlich begründet sein) wird fiktiv belastet und statt Zahlung auf das Passivkonto "sonstige Rückstelllungen" gebucht
Buchung der Rückstellung
an SoRST
1. Aufwand = Rückstellung
2. Aufwand > Rückstellung
3. Aufwand < Rückstellung
Gläubigerschutzprinzip des HGB
→ der Gläubiger soll auf jeden Fall sein Geld bekommen
· sobald ein Aufwand erkennbar ist, müssen Rückstellungen gebildet werden
· mögliche Erträge der Zukunft dürfen nicht berücksichtigt werden
Zwischenfinanzierng durch Rückstellungen
· Würde der Aufwand direkt bezahlt, bedeutete dies ein Liquiditätsabfluss
· das Geld wird jedoch nicht bezahlt, sondern bleibt bis zur Auflösung im Unternehmen →das Unternehmen kann damit also zwischenfinanzieren
Bewertung der Schlussbestände
grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
· Bewertung des Anlagevermögens mit den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen [vgl. §341b (1), §253 HGB]
· Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
· Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
· Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen
· Sonstige Ausleihungen (z.B. Schuldscheindarlehen, Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine in der LV)
· Einlagen bei Kreditinstituten
· Andere Kapitalanlagen
→Wertpapiere werden mit den Anschaffungskosten (z.B. Provisionen, Gebühren) bilanziert
→Hypotheken- und andere Forderungen können auch mit dem Nennwert bilanziert werden
→Anwendung beim Umlaufvermögen (am Beispiel von Wertpapieren)
· jedes Wertpapier ist einzeln zu Bewerten
· jedes Wertpapier ist vorsichtig zu Bewerten
· Gewinne dürfen nur ausgewiesen werden, wenn sie realisiert sind ( im Gegensatz zum gemilderten Niederstwertprinzip)
· Verluste müssen ausgewiesen werden, auch wenn sie noch nicht realisiert (entstanden)sind
Imparitätsprinzip (=Ungleichbehandlung)
Ausweisung von nicht realisierten Verlusten, Nichtausweisung von nicht realisierten Gewinen
Interpretation der Bilanzergebnisse
Bilanzzeitvergleich
· Vergleich zu den Vorjahren
· Feststellung von Entwicklungen
· Abschlusszahlen werden mit anderen Provisionsagenturen verglichen
· Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. stellt für seine Mitglieder einen Betriebsvergleich an
- Versicherungsbesttand
- Kosten angemieteter Geschäftsräume
· Erkennung eigener Schwachpunkte für den Agenturinhaber
Aufbereitung der Bilanz, Kennzahlen
Bilanzpositionen sind zu Gruppen zusammengefasst
· Anlagevermögen (GuB, KFZ, BGA)
- kurzfristig flüssige Mittel (FgDir)
- sofort flüssige Bestände (Kasse + Bank)
· Eigenkapital
· Fremdkapital
- langfristige Schulden →Fälligkeit >4 Jahre (Darlehen)
- kurzfristige Schulden (VerbUV, SoVerb)
einseitige (vertikale) Bilanzkennzahlen
· Zahlen aus einer Bilanzseite
Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen=
Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen=
· in der Regel ist der Anteil des Umlaufvermögens geringer als der des Anlagevermögens, da kein Warenbestand vorhanden sein muss (außer beim Agenturinkasso, da FgVN)
Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital=
Gesamtgesamtkapital
Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital=
→ wenn der Anteil des Fremdkapitals überwiegt, ist die Agentur eventuell noch im Aufbau
zweiseitige (horizontale) Bilanzkennzahlen
Kennzahlen zur Finanzstruktur
Anteil des Eigenkapitals am Anlagevermögen=
Anteil des EK und langfr. FK am Anlagevermögen=
(EK + langfr. FK) x 100
· langfristig genutztes Anlagevermögen soll mit langfristig verfügbarem Kapital gedeckt sein
Kennzahlen zur Liquiditätsstruktur
sofort flüssige Mittel x 100
kurzfristig fälliges Fremdkapital
(kurzfristige Forderungen + sofort flüssige Mittel) x 100
· Die Liquiditätslage der Versicherungsagentur ist in der Regel besser als nach den Kennzahlen, da die Forderungen des Untervertreters (=kurzfr. fälliges FK) erst gezahlt werden müssen, wenn die Direktion die ausstehenden Provisionsforderungen der Agentur überweist
· Die Liquiditätskennzahlen gelten nur für den Bilanzstichtag, kommende Zahlungen (z.B. Miete + Versicherung im neuen Geschäftsjahr) werden nicht berücksichtigt
Interpretation der GuV-Rechnung
betriesbedingter Erfolg
es sind nur die Erfolge zu berücksichtigen, die mit der eigentlichen Geschäftstätigkeit einer Provisionsagentur zu tun haben
Zuordnung von Aufwendungen und Erträgen
betriebsneutral
Sonstiger betriebl. Aufwand
Kassendifferenzaufwand
Haus- und Grundstücksaufwand
KFZ- Aufwand
Kassendifferenzertrag
Haus- und Grundstücksertrag
Zinsaufwand (für privat genutztes Kapital)
Zinsaufwand (für betr.bedingtes FK)
Zuschüsse/Garantien
aus Vereinfachungsgründen wird oft das Kapital am Ende des Geschäftsjahres zu Grunde gelegt. Streng genommen müsste das durchschnittliche Kapital nach folgender Formel errechnet werden:
durchschnittliches Kapital =
Anfangskapital des Geschäftsjahres + Endkapital des Geschäftsj.
(Gewinn – fiktiver Unternehmerlohn) x100
(Gewinn + Zinsaufwand– fiktiver Unternehmerlohn )x100
→ Die Zinsaufwendungen müssen neutralisiert werden, weil errechnet werden soll, wie mit dem gesamten Kapital (unabhängig ob Eigen oder Fremdkapital) gewirtschaftet worden ist. Die Zinsaufwendungen haben den Gewinn jedoch schon beeinflusst, das heißt sie müssen in der Rechnung hinzuaddiert werden.
· Steigt die Gesamtrentabilität über den Zinssatz für Fremdkapital lohnt sich die Aufnahme weiteren Fremdkapitals, weil mit der Gewinnsteigerung durch Investitionen möglicherweise auch die Eigenkapitalrentabilität gesteigert wird
(=Kassenfluss)
Messzahl für die Selbstfinanzierungsmöglichkeit
gebuchte Aufwendungen, die noch zu keiner Ausgabe geführt haben (z.B. Abschreibungen, Rückstellungen)
gebuchte Erträge, zu denen die Einnahme noch aussteht (z.B. ausstehende Zahlungen von Mietern)
Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
· Teilhaberpapiere (z.B. Aktien, Investmentzertifikate)
· Gläubigerwertpapiere (Renten)
· Sonderformen (Optionsscheine)
3 Teile eines Wertpapiers
· Zinsscheinbogen / Dividendenscheinbogen
· Erneuerungsschein (Talon)
Das Konto Wertpapiere
· gemischtes Konto
· nach dem strengen Niederstwertprinzip ermittelter Wertpapierbestand wird auf dem Konto Wertpapiere als Schlussbestand gebucht (an das SBK)
· durch anschließendes Saldieren wird der Kursgewinn oder –verlust ermittelt.
→Zwischenkonto Kursgewinn-/Kursverlust
übliche Spesensätze
0,6 % vom Kurswert
0,75 %o bei Nennwert bis 50.000,-
ansonsten 0,5 %o
1% vom Kurswert
(evtl. Mindestgebühr 50,- DM
0,5% vom Kurswert, bei Kursen unter 100% vom Nennwert
An und Verkauf von Aktien
Bsp.: Kauf von 60 Aktien, Nennwert je 50,- , Stückkurs je 620,-
Käuferabrechnung
-37.200,00
+37.200,00
Banklastschrift/-gutschrift
-37.594,34
+36.905,68
immer begrenzte Laufzeit (ca. 1-30 Jahre, meistens 5-10 Jahre)
Nennwert 100 DM aufgedruckter Wert, von dem die Verzinsung berechnet wird.
Der Kurs wird in Prozent notiert.
Ein oder mehrere Zinstermine im Jahr (z.B. J.J.= Januar + Juli), üblicherweise nachträgliche Zahlung.
Ausgabemöglichkeiten für Festverzinsliche Wertpapiere
· um ein Wertpapier interessant zu machen muss die Effektivverzinsung über dem Marktzins liegen
Ausgabe unter Pari
- Unternehmen bekommt nicht 100% des Nennwertes, muss aber 100% zurück zahlen, hat dafür aber eine geringe Zinsbelastung
- Käufer zahlt nur 97%, bekommt am Ende 100%. Die 3% Damnum (Disargio) müssen nicht versteuert werden, die Zinsen schon
Ausgabe über Pari
- Unternehmen bekommt über 100%, zahlt nur 100% zurück, dafür aber geringe Verzinsung
- Käufer bekommt viel Zinsen, muss aber über 100% bezahlen
Kauf von festverzinslichen Wertpapieren
· Zinsen werden vom Nennwert berechnet
· Käufer erhält am Ende der Zinsperiode Zinsen für 360 Tage
· er muss dem Verkäufer die anteiligen Zinsen vom Ende der letzten Zinsperiode bis zum Tag der Zinsvaluta erstatten
· Zinsvalutatermin =Tag bis zu dem die Zinsen zu berechnen sind
Bsp.: Pfandbrief 5%, Kurs 99%, Nennwert 100.000,-, 1.6. Zahlungstermin, Ankauf (Wertstellung) 7.9.
Kurswert = 99.000,-
Dividende = 5.000,-
Zinsen für 97 Tage (Zinszeitraum endet am 30.05., daher wird der 1.6. mitgerechnet)
Anteilige Dividende=
5.000,- x 97 T
= 1.347,22
+ Kurswert
+ 99.000,-
= auszumachender Betrag
=100.347,22 DM
auszumachender Betrag
-100.347,22
+100.347,22
Banklastschrift/gutschrift
100.897,22
+99.7925,22
· Große Unternehmen erstellen den Jahresbericht ca. 2-3 Monate nach Geschäftsjahresschluss.
· Dividendenausschüttung ist am Banktag nach der Hauptversammlung.
· Dividendenberechtigt ist der Aktionär, der am Tag der Hauptversammlung die Aktie hält
· Juristische Personen zahlen Körperschaftssteuer auf einbehaltene Gewinne (3/7 oder 45[m3] % ?)
· Für ausgeschüttete Gewinne müssen sie für den Aktionär Körperschaftssteuer an das Finanzamt abführen (30%).
· Der Aktionär muss auf die ausgeschütteten Gewinne noch 25% Kapitalertragssteuer zahlen.
- Er kann jedoch bis zu gewissen Grenzen (KEST-Freibeträge) einen Freistellungsauftrag bei der AG einreichen, so dass Ihm die Bruttodividende ausgezahlt wird.
- Reicht er keinen Freistellungsauftrag ein, so werden die gezahlte Körperschaftssteuer und die KEST auf seine persönliche Einkommensteuer aufgerechnet.
Þ beim Lohnsteuerjahresausgleich werden alle Einkunftsarten zusammen gerechnet. Dann wird der persönliche Steuersatz ermittelt. Zuviel bezahlte Steuer wird erstattet
Körperschaftssteuer+ KEST
persönlicher Steuersatz lt. Jahreseinkommen
Rendite=
Ertrag x 100
laufende Verzinsung (Barrendite)
· laufende Erträge einbezogen (Zinsen bei festverzinslichen Wertpapieren bzw. Dividenden und Steuergutschriften bei Aktien)
laufende Verzinsung=
Jahresertrag des Nennwertes x 100
z.B. Ankauf von 100 Stk. Daimler
Effektivverzinsung (Anlagenrendite)
· laufenden Erträgen
· Kursgewinn –oder Verlust
· Kosten des Erwerbs (Ankaufsspesen) und des Verkaufs (Verkaufsspesen)
· Spesen und Gebühren der Verwaltung
Bsp: Kauf von 170 Aktien am 04.04.1994 zu 400 DM
Verkauf aller Aktien am 04.09.1995 zu 445 DM
An-/Verkaufsspesen je 1,06 % vom Kurswert
Depotgebühren: 160 DM
Bruttodividende: 10+11 DM/Stück
(170 x 400 )+ 1,06%
68720,80
(170 x 445)- 1,06%
74848,11
- Bruttodividende
-Kapitaleinsatz
-68720,80
6127,31
Gesamtertrag für 870 Tage:
9537,31
3946,47
(3946,47 * 100)/68720,80
bei festverzinslichen Wertpapieren und Disargio
laufende Nennwertverzinsung=
+ laufende Disargioverzinsung=
Disargio x 100
Ankaufspreis x Restlaufzeit
= Effektivverzinsung
Jahresabschluss eines VR
Posten der Versicherungsbilanz
1. Gezeichnetes Kapital (Grundkapital des AG)
· Summe der Nennwerte aller ausgegebenen Aktien
· hat bei der Versicherungs- AG Garantiefunktion (Garantiefond)
· zum geringen Teil zur Finanzierung der Anfangsinvestition (Organisationsfond), ist beim VU im Vergleich zur Industrie sehr gering
· häufig nur teilweise eingezahlte Aktien (vinkulierte Namensaktien)→Gegenkonto: "Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital" auf der Aktivseite
· lt HGB das Kapital, mit dem die Gesellschaft gegenüber Gläubigern haftet [§272 (1) HGB]
"Gründungsstock" beim VVaG
"Feste Kaution" bei Niederlassungen ausländischer VR
Differenz zwischen Nennwert und Ausgabekurs der Aktie (Überpari- Emission)
lt. HGB und AktG noch weitere Fälle möglich, die in der Kapitalrücklage auszuweisen sind [vgl. §272 (2) HGB, §229ff AktG]
Rücklagen = zurückgehaltene Gewinne
- nur die Beiträge, die im letzten oder in früheren Geschäftsjahren aus dem Ergebnis gebildet worden sind [§272 (3) HGB]
- jährlich sind 5% des Gewinnes einzustellen, bis die Rücklage 10% des Grundkapitals entspricht
- Stärkung des Garantiefond
· "Verlustrücklage" beim VVaG
· "Sicherheitsrücklage" beim öffentl. rechtl. VR
andere Gewinnrücklagen[bU4]
- Rücklagen durch Beschluss der Hauptversammlung
- Bei einer durch Satzung bestimmten Rücklage ist diese als "Satzungsmäßige Rücklage" auszuweisen (max 50 %)
4. "Bilanzgewinn/ Bilanzverlust"
- wird ausgewiesen, wenn das Jahresergebnis teilweise zur Bildung von Rücklagen verwendet wird, sonst Ausweisung als "Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag"
- Oberbegriff für bestimmte im Zusammenhang mit dem Versicherungsgeschäft stehende Vorgänge
· Rückstellungen lt. HGB
· Rechnungsabgrenzungen
· echte Verbindlichkeiten
Besonderheit: Rückstellungen zur fondgebundenen LV und aus Tontienengeschäften
1. Beitragsüberträge
· in der Versicherungswirtschaft wird die Prämie immer im Voraus bezahlt
· wird für den Prämienanteil gebildet, der im alten Geschäftsjahr schon für das neue Geschäftsjahr gezahlt wurde
· ist im Wesen eine passive Rechnungsabgrenzung und keine Rückstellung
- Wird nicht bei kurzfristigen Verträgen und für Verträge mit echten Monatsprämien (z.B. Kranken) ermittelt
Ermittlung der Beitragsüberträge
a) Pro rata temporis (prt): Ermittlung für jeden Vertrag nach Tagen
b) Bruchteilmethode: Prämieneinnahmen werden in verschiedenen Zeitabschnitten betrachtet
c) Pauschalsystem: Beitragsübertrag z.B. pauschal x % der Prämieneinnahmen
Darstellung der Beitragsüberträge in der Bilanz
· die Beitragsüberträge für das in Rückdeckung gegebene Geschäft sind gesondert auszuweisen und vom Bruttobetrag der Beitragsüberträge abzuziehen
211 Mio
davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
5. Deckungsrückstellung
· besonders bedeutend in der Lebensversicherung (dem Lebensversicherungs- und nach Art der Lebensversicherung betriebenen Versicherungsgeschäft )
· für die Verpflichtungen aus den Verträgen zu bilden
· in Höhe ihres versicherungsmathematisch errechneten Wertes einschl. bereits zugeteilter Überschussanteile(..)zu bilden →prospektive Methode [vgl. §341f HGB, §25 RechVersV ]
· wird vom Verantwortlichen Aktuar berechnet [§11a VAG]
Berechnung der Deckungsrückstellung
Barwert des Erwartungswertes der künftigen Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen
Barwert der erwarteten künftigen Beiträge
6. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
· auch Schadenrückstellung oder Schadenreserve
· für zukünftige Zahlungsverpflichtungen aus Versicherungsfällen des Geschäftsjahres
· sind einzeln und nach dem Grundsatz der Vorsicht zu bewerten [§252 (1) HGB]
Berechnung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
einzeln und pauschal bewertete Vers.fälle (ohne Rentenvers.fälle)
Renten-Deckungsrückstellung für Rentenversicherungsfälle
pauschal bewertete Spätschäden (eingetretene, aber noch nicht gemeldete Schäden)
Schadenregulierungsaufwendungen [§341 g(1) HGB]
Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen [§26(2) RechVersV]
Bruttobetrag der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Schadenfälle
Provenues = Erlös aus der Verwertung von Gegenständen, die nach einer Regulierung in den Besitz des VR übergegangen sind
in der LV: bisher noch nicht abgewickelte Rückkäufe und Rückgewährbeiträge
in der KV: für noch ausstehende Leistungen, die in Anspruch, aber noch nicht in Rechnung gestellt wurden (keine Rückstellungen für Folgebehandlungen)
7. Schwankungsrückstellung
· nur von Schaden- Unfall und Rückversicherungsunternehmen gebildet
· nach HGB zu bilden, wenn ...[§341h HGB]
- nach den bisherigen Erfahrungen mit erheblichen Schwankungen zu rechnen ist
- die Schwankungen nicht durch Prämien ausgeglichen werden und
- die Schwankungen nicht durch Rückversicherung gedeckt sind
· dient dem Risikoausgleich in der Zeit
[zu weiteren Einzelheiten und Besonderheiten vgl § 341h (2) HGB, §29 RechVersV]
8. Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen
· enthält durch Gesetz, Satzung oder geschäftsplanmäßige Erklärung zugesicherte Beitragsrückerstattungen
in der LV die nach Zuteilung der Direktgutschrift verbleibenden Überschussanteile, die mit Verzögerung von 2 Jahren gutgeschrieben werden
in der KV zur Vermeidung von Beitragserhöhungen innerhalb von 3 Jahren
Veränderung (Umsatzsaldo) der Bruttobeitragsüberträge
Veränderung (Umsatzsaldo) des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen
1. Gebuchte Bruttobeiträge
alle Beiträge für das selbst abgeschlossene und das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft [zur genauen Zuordnung der gebuchten –Fälligkeiten vgl§36 (1) RechVersV]
2. Veränderung der Beitragsüberträge
Berechnung der Beitragsüberträge
Beitragsüberträge des Vorjahres
Beitragsüberträge des Geschäftsjahres
Veränderung der Beitragsüberträge
· die Formblätter sehen nur eine Darstellung nach dem Umsatzsaldoprinzip vor
· Darstellung des Saldo als „Veränderung der Beitragsüberträge“
- Saldo negativ: ® lässt auf Höhere Prämieneinnahmen als im Vorjahr schließen (wenn mehr Prämien eingenommen worden sind wird der Anteil der bereits bezahlten Prämien für das nächste Geschäftsjahr auch größer)
- Saldo positiv: ® lässt auf Prämienrückgang schließen
Buchung nach dem Umsatzsaldoprinzip
· Konto Beitragsübertrag (BÜ)
- passives Bestandskonto
· Konto: Veränderung der Beitragsüberträge (VdBÜ)
- Erfolgskonto
- Abschluss über GuV
Buchung der Veränderung der Beitragsüberträge
VdBÜ
3. Abgegebene Rückversicherungsbeiträge
· den Rückversicherern gutgeschriebene Beiträge und Nebenleistungen der VN
· an den Versicherungspool abgegebenen Beiträge
Ermittlung der Bruttozahlungen für Versicherungsfälle im Geschäftsjahr
Zahlungen für Versicherungsfälle des Geschäftsjahres und der Vorjahre
Rentenzahlungen, Rückkäufe, Rückgewährbeiträge
externe und interne Regulierungsaufwendungen
in Geschäftsjahr erhaltene Zahlungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen (RPT)
Bruttozahlungen für Versicherungsfälle im Geschäftsjahr
1. Abwicklungsergebnis
· dient zur Ermittlung der Genauigkeit der Schadenrückstellungen
- positiv bei zu hohen Schadenrückstellungen des Vorjahres
- negativ bei zu niedrigen Schadenrückstellungen des Vorjahres
Ermittlung des Abwicklungsergebnisses
Schadenrückstellung zu Beginn des Geschäftsjahres
Zahlungen für Vorjahresversicherungsfälle
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Vorjahres-Versicherungsfälle
2. Veränderung der Schadenrückstellungen
Beispiel: Auszug aus einem Geschäftsbericht:
Schadenrückstellung zum Ende des Vorjahres
560 Mio
für Vorjahresschäden
für Geschäftsjahresschäden
660 Mio
Schadenrückstellungen zum Ende des Geschäftsjahres
davon Schadenrückst. für V-Fälle des Vorjahres die noch nicht abgewickelt wurden
570 Mio
Veränderung der Schadenrückstellungen
Bruttozahlungen für Versicherungsfälle
990 Mio
Abwicklungsergebniss
+160 Mio
statistische Kennzahlen aus dem Geschäftsbericht
· der Geschäftsbericht weist absolute Zahlen aus
· für die Vergleichsanalyse und Darstellung von Trends sind relative Zahlen notwendig
Unterscheidung von 3 Arten der Analyse mit Kennzahlen
· Einzelanalyse
- wurden die Ziele des Geschäftsjahres erreicht?
· Zeitanalyse
- Ergebnisse mehrerer Geschäftsjahre werden verglichen
· Betriebsanalyse
- Ergebnisse werden mit der anderer VU verglichen
= Prozentteil an Schadenaufwendungen der auf das Geschäftsjahr fallenden Beiträge
Nettoschadenquote =
Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rg. x 100
· drückt aus, wie stark der verdiente Beitrag durch Schadenzahlungen belastet wird, die der Erst- VR selbst aufbringen muss.
· der Rückversicherungsanteil ist abgezogen
Bruttoschadenquote =
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle x 100
· bedeutendste Kennzahl, drückt die Entwicklung des größten Aufwandspostens aus
· durch Vergleich der Brutto- mit der Nettoschadenquote ist erkennbar, ob die Rückversicherung effektiv eingesetzt wurde
=Prozentteil der Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen der auf das Geschäftsjahr fallenden Beiträge
Nettokostenquote =
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb x 100
· Berücksichtigung der Beteiligung des Rück-VR an den Provisions- und Gewinnanteilszahlungen, diese sind abgezogen
Bruttokostenquote =
Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb x 100
=Anteil der verdienten Beiträge für eigene Rechnung an den gebuchten Bruttobeiträgen
Selbstbehaltsquote =
· zeigt, welcher Anteil der Prämien beim Erstversicherer bleibt
Durchschnittsverzinsung=
laufende Erträge – Aufwendungen für Anlagenverwaltung
mittlerer Kapitalbestand
Agenturbuchführung
Betriebsbuchhaltung →intern
- Erfassung der Kosten
· GuV
- Verteilung der Kosten auf Betriebsbereiche
- Darstellung des Unternehmensergebnissen
=Vermögensverzehr
=Zweckaufwand
· betriebsfremde (Verlust aus Kapitalgeschäft)
· periodenfremde (Steuernachzahlung)
· sonstiger betrieblicher Aufwand
- keine Kosten, sie entstehen nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Leistungserstellung
· Zweckaufwand, aufwandsgleiche Kosten
· Anderskosten
- Aufwendungen (z.B. Abschreibungen über Wertverlust), die in der Kosten-Leistungsrechnug anders angesetzt werden müssen
· Zusatzkosten (Eigenkapitalzins, Miete, Unternehmerlohn)
· betriebsfremde (Gewinne aus Kapitalgeschäft)
· periodenfremde (Steuererstattung)
· sonstiger betrieblicher Ertrag3
· Grundkosten
· Kalkulatorische Kosten
· nach Zurechenbarkeit auf die Kostenstellen
- Einzelkosten (Antragsbearbeitung Hausrat...)
- Gemeinkosten (Revisionskosten, Kosten der Personalschulung)
· nach Zurechenbarkeit auf die Kostenträger
- Einzelkosten, direkte Kosten (Schadenkosten eines Versicherungszweiges, Reisekosten für Schadenregulierer)
- Gemeinkosten(Gehälter für Mitarbeiter der PB- Abteilung, Reinigungskosten)
· Abhängigkeit von der Beschäftigung
- rein fixe (Gehälter, Mieten)
- rein variable (Provisionen, Schadenkosten)
- semi-variable (Stromkosten, Zeitlöhne)
Aufwandsseite der GuV einer Agentur
- VerwA
- AbA BGB
- AbA Kfz
- KfzA
- SteuerA
- außerordentlicherA
- KaDiffA
- ZinsA
Güterverzehr, der zu Kosten führt
Güterverzehr, der zu neutralem
Aufwand führt
periodenbezogener
periodenfremder