Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=26.11.2004&Aktenzeichen=V%20ZR%20119/04
Timestamp: 2019-05-20 03:44:20
Document Index: 369520169

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', '§ 157', '§ 313', '§ 284', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.11.2004 - V ZR 119/04 - dejure.org
https://dejure.org/2004,4937
BGH, 26.11.2004 - V ZR 119/04 (https://dejure.org/2004,4937)
BGH, Entscheidung vom 26.11.2004 - V ZR 119/04 (https://dejure.org/2004,4937)
BGH, Entscheidung vom 26. November 2004 - V ZR 119/04 (https://dejure.org/2004,4937)
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Überprüfbarkeit der tatrichterlichen Auslegung eines Kaufvertrags durch das Revisionsgericht bei Entnahme der auszulegenden Regelungen aus einem Formularbuch; Auslegung anhand des von den Parteien gewählten Wortlauts
BGB § 133 § 157 § 313 (a.F.) § 284
Fälligkeit des Kaufpreises aus einem Grundstückskaufvertrag bei Abhängigkeit von einer Fälligkeitsanzeige des Notars
Beweislast für Zugang der Fälligkeitsmitteilung
Diese tatrichterliche Würdigung ist revisionsrechtlich nur eingeschränkt überprüfbar (…dazu: BGH, Urt. v. 14. Oktober 2003, VI ZR 425/02, NJW-RR 2004, 425, 426; Senat, Urt. v. 26. November 2004, V ZR 119/04, Mitt-BayNot 2005, 395;… Urt. v. 5. Mai 2006, V ZR 236/05, NJW-RR 2006, 1242).
Seine tatrichterliche Würdigung ist revisionsrechtlich nur eingeschränkt überprüfbar (…dazu: BGH, Urt. v. 14. Oktober 2003, VI ZR 425/02, NJW-RR 2004, 425, 426; Senat , Urt. v. 26. November 2004, V ZR 119/04, MittBayNot 2005, 395;… Urt. v. 5. Mai 2006, V ZR 236/05, NJW-RR 2006, 1242;… Urt. v. 16. Januar 2009, V ZR 133/08, NJW 2009, 1262, 1264, vorgesehen für BGHZ 179, 238).
Für Verstöße gegen Auslegungsregeln, Denkgesetze oder allgemein anerkannte Erfahrungssätze, auf die die Überprüfung der tatrichterlichen Auslegung auch einer vertraglichen Regelung über den Eintritt der Fälligkeit nach Mitteilung des Notars beschränkt ist (Senat, Urt. v. 26. November 2004, V ZR 119/04, MittBayNot 2005, 395), ist nichts ersichtlich und auch nichts vorgetragen.
Auch die Auslegung von Regelungen, die einem Formularbuch entnommen sind und in gleicher oder ähnlicher Weise allgemeine Verwendung finden, ist bei einem ansonsten individuell gestalteten Vertrag ein Fall der tatrichterlichen Würdigung, die der revisionsrechtlichen Prüfung nur eingeschränkt zugänglich ist (vgl. Senat, Urteil vom 26. November 2004 - V ZR 119/04, MittBayNot 2005, 395).
Diese Auslegung des Bezugsrechts durch das Berufungsgericht ist, weil das Recht nicht im Grundbuch eingetragen ist (dazu Senat, BGHZ 37, 147, 149 ; 92, 351, 355 ;… Urt. v. 19. September 2008, V ZR 164/07, NJW 2008, 3703), revisionsrechtlich nur eingeschränkt überprüfbar (…dazu: BGH, Urt. v. 14. Oktober 2003, VI ZR 425/02, NJW-RR 2004, 425, 426; Senat , Urt. v. 26. November 2004, V ZR 119/04, MittBayNot 2005, 395;… Urt. v. 5. Mai 2006, V ZR 236/05, NJW-RR 2006, 1242).
(2) Das Beschwerdegericht hat nicht hinreichend berücksichtigt, dass bei der Auslegung von dem von den Beteiligten gewählten Wortlaut der Erklärungen auszugehen ist (Senat, Urteil vom 26. November 2004 - V ZR 119/04, MittBayNot 2005, 395).
So nimmt die Rechtsprechung auch in anderen Fällen einer streitigen Anzeige an, dass ohne ausdrückliche Regelung im Vertrag die Parteien billigerweise keine nicht erkennbaren Rechtsnachteile für den Erklärungsempfänger vorsehen und ihm nicht den Beweis einer negativen Tatsache auferlegen wollen, der kaum zu erbringen ist, während der Beweis des Zugangs einer Anzeige bei einer entsprechenden Versendungsart ohne weiteres geführt werden kann (BGH, Urt. v. 26.11.2004 - V ZR 119/04 - MittBayNot 2005, 395).
Die Fälligkeit auf Grund einer solchen Fälligkeitsmitteilung setzt, sofern nach dem Vertragswortlaut nicht deren Absendung genügt (vgl. BGH, MittBayNot 2005, 395), regelmäßig den Zugang der Mitteilung bei den Käufern voraus (Hertel, DNotZ 2001, 910 (915)).