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Timestamp: 2019-10-18 20:34:19
Document Index: 5749110

Matched Legal Cases: ['§ 79', '§ 79', '§ 70', '§ 79', '§ 137', 'BGH', '§ 87', '§ 58', 'Art. 19', '§ 76', '§ 79']

BVerwG, 27.10.1966 - II C 128.64 - dejure.org
BVerwG, 27.10.1966 - II C 128.64
https://dejure.org/1966,225
BVerwG, 27.10.1966 - II C 128.64 (https://dejure.org/1966,225)
BVerwG, Entscheidung vom 27.10.1966 - II C 128.64 (https://dejure.org/1966,225)
BVerwG, Entscheidung vom 27. Januar 1966 - II C 128.64 (https://dejure.org/1966,225)
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Voraussetzungen der Anerkennung eines Unfalls als Dienstunfall - Rechtsfolgen eines verspäteten Widerspruchs - Voraussetzungen der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Zulässigkeit einer Klage gegen den Widerspruchsbescheid bei verspätetem Widerspruch - Entscheidung ...
DVBl 1967, 237
DÖV 1967, 355
Die Zulässigkeit der Klage hat das Revisionsgericht von Amts wegen festzustellen, ohne insoweit an die tatsächlichen Feststellungen des Berufungsgerichts gebunden zu sein (BVerwGE 36, 317 [321]; Urteile vom 27. Oktober 1966 - BVerwG 2 C 128.64 - [Buchholz 310 § 79 VwGO Nr. 4 = DÖV 1967, 355 = DVBl. 1967, 237] und vom 14. Juli 1969 - BVerwG 6 C 39.65 -).
Dies entspreche offenbar auch der Auffassung, des Bundesverwaltungsgerichts, wie sich aus dem Urteil vom 27. Oktober 1966 - BVerwG II C 128.64 - (DVBl. 1967, 237) ergebe.
Beruft sich die Behörde nicht auf die Fristversäumung, entscheidet sie vielmehr zur Sache, so darf das später angerufene Verwaltungsgericht nicht von sich aus die Klage wegen Versäumung der Widerspruchsfrist als unzulässig abweisen (…BVerwG Urteile vom 16. Januar 1964 - VIII C 72.62 - a.a.O.; vom 27. Oktober 1966 - II C 128.64 - Buchholz BVerwG 310, § 79 VwGO Nr. 4 = DVBl. 1967, 237 = DÖV 1967, 355 = Verwaltungsrechtsprechung Bd. 18 S. 881).
Etwas anderes gilt nur dann, wenn sich die Behörde gerade auf die Fristversäumung beruft und deshalb eine Entscheidung zur Sache ablehnt (BVerwG Entscheidungen vom 26. November 1959 - VII CB 165.59 - DVBl. 1960, 107; vom 8. Dezember 1961 - VII C 71.61 - unveröffentlicht - vom 27. Oktober 1966 - II C 128.64 - a.a.O.; vgl. auch Urteil vom 4. Dezember 1959 - VII C 36.58 - NJW 1960, 1074 - insoweit in BVerwGE 10, 47 [BVerwG 04.12.1959 - VII C 36/58] nicht abgedruckt -).
BVerwG, 02.07.1975 - VI C 76.73
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Widerspruchsfrist …
Ob der Widerspruch rechtzeitig erhoben ist und ob, wenn dies nicht der Fall ist, dem Widerspruchsführer Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zusteht, ist eine die Zulässigkeit der Klage betreffende verfahrensrechtliche Frage (vgl. Urteile vom 15. Januar 1970 - BVerwG VIII C 164.67 - [Buchholz 310 § 70 VwGO Nr. 5], vom 27. Oktober 1966 - BVerwG II C 128.64 - [Buchholz 310 § 79 VwGO Nr. 4] und vom 11. Juni 1969 - BVerwG VI C 56.65 - [DÖD 1969, 196]).
Bei der Prüfung, ob diese Rüge begründet ist, ist das Revisionsgericht nicht an die tatsächlichen Feststellungen in dem angefochtenen Urteil gebunden (vgl. das bereits angeführte Urteil vom 27. Oktober 1966 - BVerwG II C 128.64 - [a.a.O.]).
Gegen die Auffassung, bei einer Fallkonstellation wie der vorliegenden sei - vereinfacht ausgedrückt - die Rechtzeitigkeit des Widerspruchs Voraussetzung eines Urteils über die Rechtmäßigkeit des Verwaltungsakts selbst, können grundsätzliche Bedenken nicht erhöben werden (vgl. dazu auch das Urteil vom 27. Oktober 1966 - BVerwG II C 128.64 - [Buchholz a. a. O. Nr. 4 = DÖV 1967, 355 = DVBl. 1967, 337] mit weiteren Hinweisen).
Ob die Sachurteilsvoraussetzung endgültig fehlt, kann nach dem bisherigen Verfahrensstand nicht beurteilt werden; dies auch dann nicht, wenn der Senat, wie im Fall einer Sachurteilsvoraussetzung zulässig, ohne Bindung im Sinne des § 137 Abs. 2 VwGO die festgestellten Tatsachen selbständig würdigt und (oder) aus den Akten selbst Feststellungen trifft (vgl. das angeführte Urteil BVerwG II C 128.64, ferner BVerwGE 30, 274 sowie BGHZ 7, 280 [284]; 31, 279).
Im Revisionsverfahren müssen deshalb, sofern eine mündliche Verhandlung stattfindet, die Sachentscheidungsvoraussetzungen im Zeitpunkt dieser mündlichen Verhandlung noch erfüllt sein (stRspr; vgl. z.B. Urteile vom 24. Februar 1966 BVerwG 2 C 45.64 ; vom 27. Oktober 1966 BVerwG 2 C 128.64 ; vom 23. Juni 1995 BVerwG 3 C 6.94 ).
Diese Rechtsauffassung steht in Übereinstimmung mit den Entscheidungen des BVerwG vom 27. November 1963 V CB 76.63 (DVBl 1964, 190), vom 27. Oktober 1966 II C 128.64 (DVBl 1967, 237), vom 24. Mai 1969 VII B 106.67 (HFR 1970, 131) und des BSG vom 28. September 1959 11 RV 492/59 (Sozialrechtliche Entscheidungen, SGG § 87 Nr. 2).
Das entspricht der Auffassung, die auch ein Teil der Senate des BVerwG für das verwaltungsgerichtliche Verfahren vertreten (vgl. die Entscheidungen VII CB 165.59 vom 26. November 1959, Deutsches Verwaltungsblatt 1960 S. 107 -- DVBl 1960, 107 --; VII C 36.58 vom 4. Dezember 1959, NJW 1960, 1074; VII C 71.61 vom 8. Dezember 1961, unveröffentlicht, zitiert in DVBl 1967, 237; IV C 78.65 vom 7. Mai 1965, BVerfGE 21, 93 [BVerfG 12.01.1967 - 1 BvR 168/64]; I C 113/63 vom 31. Januar 1967, NJW 1967, 1245; VII C 106/67 vom 24. Mai 1969, HFR 1970, 131; a. A. V CB 76.63 vom 27. November 1963, DVBl 1964, 190; VIII C 72.62 vom 16. Januar 1964, DVBl 1965, 89; II C 128/64 vom 27. Oktober 1966, DVBl 1967, 237), wobei es sich allerdings zum Teil um für die Entscheidungen nicht erhebliche Äußerungen (obiter dicta) handelt.
Das ist unrichtig, weil auch dieser Widerspruchsbescheid - durch den der Finanzminister wegen Versäumung der in § 58 Abs. 2 VwGO bestimmten Ausschlußfrist den Widerspruch des Klägers gegen die Festsetzung seiner Versorgung als unzulässig zurückwies - zu den von Art. 19 Abs. 4 des Grundgesetzes - GG - erfaßten Akten der öffentlichen Gewalt gehört und rechtzeitig mit der Klage angegriffen worden ist und weil die Entscheidung über die Zulässigkeit des auf den Verpflichtungsausspruch gerichteten eigentlichen Klagebegehrens von der Entscheidung über die Rechtmäßigkeit des Widerspruchsbescheides abhängig ist (ebenso schon Urteil des Senats vom 27. Oktober 1966 - BVerwG II C 128.64 -).
BVerwG, 26.11.1970 - VIII C 89.68
Stellung der Wehrbereichsverwaltungen im Aufbau der Wehrersatzbehörden - …
Da die Frage der ordnungsgemäßen Vertretung einer prozeßunfähigen Partei aber zu den Sachurteilsvoraussetzungen gehört, kann das Revisionsgericht - wie bei allen Sachurteilsvoraussetzungen - deren Vorliegen frei prüfen und ohne Bindung an den von der Tatsacheninstanz festgestellten Sachverhalt die erforderlichen tatsächlichen Feststellungen selbst treffen (Urteil vom 24. Februar 1966 - BVerwG II C 45.64 - [Buchholz 310 § 76 VwGO Nr. 1 [S. 3]]; Urteil vom 27. Oktober 1966 - BVerwG II C 128.64 - [Buchholz 310 § 79 VwGO Nr. 4 [S. 16] - DÖV 1967, 355 = DVBl. 1967, 237 [S. 16]]; Urteil vom 15. Januar 1970 - BVerwG VIII C 164.67 -).
Die Unanfechtbarkeit des Ausgangsbescheids, auf die sich der Beklagte berufen hat, hat zur Folge, daß dieser nicht mehr zulässigerweise zur gerichtlichen Prüfung gestellt werden kann (BVerwG, Urt. v. 27.10.1966 - II C 128.64 -, DVBl 1967, 237, 238;… Hufen, Verwaltungsprozeßrecht, 2. Aufl. 1996, Rdnr. 149).
BVerwG, 28.11.1986 - 8 C 34.86
Wiedereinsetzung in vorigen Stand - Versäumung der Widerspruchsfrist
BVerwG, 08.03.1983 - 1 C 35.80
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Widerspruchsfrist - …
BVerwG, 11.02.1975 - VI CB 76.73
Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer - Geltendmachung von …
BVerwG, 19.02.1997 - 8 B 213.96
Wehrdienstrechtliche Ausgestaltung der Durchsetzung des Anspruchs auf Aussetzung …
BVerwG, 02.06.1975 - 6 B 21.75
Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer - Geltendmachung einer Verfahrensrüge mit …
BVerwG, 28.05.1975 - VI B 76.74
Ablehnung eines Antrags auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer - Erhebung …
BVerwG, 18.11.1983 - 4 B 221.83
Notwendigkeit einer höchstrichterlichen grundsätzlichen Klärung einer Rechtsfrage
OVG Schleswig-Holstein, 28.05.1993 - 3 L 43/93
VGH Baden-Württemberg, 31.05.1972 - VI 1029/70