Source: https://www.lecturio.de/jura/strafrecht-at-2/abgrenzungstheorien-taeterschaft-oder-teilnahme.vortrag
Timestamp: 2019-09-20 01:32:38
Document Index: 165323990

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 25', '§ 340', '§ 25']

Abgrenzungstheorien: Täterschaft oder Teilnahme – Strafrecht
Abgrenzung von Täterschaft und Teilnahme (§§ 25-27 StGB)
Abgrenzung von Täterschaft und Teilnahme (§§ 25-27 StGB) von Dr. jur. Dennis Federico Otte
Der Vortrag „Abgrenzung von Täterschaft und Teilnahme (§§ 25-27 StGB)“ von Dr. jur. Dennis Federico Otte ist Bestandteil des Kurses „Strafrecht Allgemeiner Teil 2: Täterschaft und Teilnahme, Versuch und Rücktritt, Irrtumslehre und Konkurrenzen“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Täter und Teilnehmer
Fälle, in denen die Abgrenzung entbehrlich ist
Fallbeispiel: Schmiere stehen
Was versteht man unter "Beteiligung" im Sinne des StGB
Anstiftung und die Beihilfe
Nur die Mittäterschaft
Welche Formen der Teilnahme kennt das StGB?
Die Anstiftung in § 26 StGB
Die Behilfe in § 27 StGB
Es gibt die Mittäterschaft, die in § 25 II StGB geregelt ist
Die Nebentäterschaft, die im Gesetz nicht ausdrücklich geregelt ist
Es gibt nur eine Form der Teilnehmerschaft
Welche Formen der Täterschaft kennen Sie?
Die unmittelbare Täterschaft
Die Mittäterschaft
Die mittelbare Täterschaft
Die Nebentäterschaft
Worauf kommt es nach der Tatherrschatslehre für die Abgrenzung zwischen Täterschaft und Teilnahme an?
Nach dieser Theorie ist Täter, wer die Tat beherrscht, d.h. wer das Tatgeschehen als Schlüsselfigur nach seinem Willen hemmen, lenken oder mitgestalten hemmen oder ablaufen lassen kann. Teilnehmer ist, wer die Tat nicht beherrscht und lediglich als Randfigur die Begehung der Tat veranlasst oder in irgendeiner Weise fördert
Nach dieser Theorie ist Täter, wer die Tat als eigene verwirklichen will. Teilnehmer ist, wer die Tat als fremde will
Nach dieser Theorie ist Täter, wer am Tatort anwesend ist. Teilnehmer ist, wer nicht am Tatort anwesend ist
Nach dieser Theorie ist Täter, wer einen Vorteil aus der Tat zieht. Teilnehmer ist, wer hingegen keinen eigenen Vorteil aus der Tatbegehung zieht
Worauf kommt es nach der eingeschränkt subjektiven Theorie der heutigen Rechtsprechung für die Abgrenzung zwischen Täterschaft und Teilnahme an?
Es kommt grds. darauf an, ob derjenige, dessen Strafbarkeit geprüft wird die Tat als eigene Tat verwirklichen Will (dann Täterschaft) oder die Tat nur als fremde Tat veranlassen oder Fördern will (dann Teilnahme). Für die Beantwortung dieser Frage werden allerdings eine Reihe weiterer auch objektiver Kriterien mit herangezogen wie bspw. das Gewicht des eigenen Tatbeitrags
Es kommt darauf an, ob der Täter die Tat als Zentralgestalt des Geschehens planvoll lenkend in den Händen hält (dann Täterschaft) oder die Tat nur als Randfigur des Geschehns erscheint (dann Teilnahme)
Wie der Name der Theorie schon sagt, kommt es für die Abgrenzung von Täterschaft zu Teilnahme einzig und allein auf den inneren Willen desjenigen an, dessen Strafbarkeit geprüft wird
Das ist eine Fangfrage. Die Rechtsprechung vertritt die formal-objektive Theorie und nicht die eingeschränkt subjektive Theorie
Kann eine Person die nicht Amtsträger ist den § 340 StGB täterschaftlich verwirklichen?
Nein, denn die Person gehört nicht zum möglichen Täterkreis. Es handelt sich um ein Sonderdelikt.
Ja, wenn die Person Tatherrschaft hat
Nein, weil eine solche Person niemals Tatherrschaft haben kann
Nur wenn die Person die Tat als eigene verwirklichen will
Dozent des Vortrages Abgrenzung von Täterschaft und Teilnahme (§§ 25-27 StGB)