Source: https://www.bussgeldkatalog.org/fahrradbeleuchtung-batterie/
Timestamp: 2019-05-20 22:43:39
Document Index: 308395429

Matched Legal Cases: ['§ 67', '§ 67', '§ 67', '§ 67', '§ 67', '§ 67', '§ 67', '§ 67']

﻿ Fahrradbeleuchtung mit Batterie - Tipps für Fahrradlicht 2019
Welche Vorteile Batteriebeleuchtung am Fahrrad hat und welche Formen es gibt
Die Fahrradbeleuchtung darf mit Batterie anstelle eines Dynamos betrieben werden.
Um nachts sichtbar zu sein, benötigen nicht nur Autos und Krafträder, sondern auch Drahtesel eine ausreichende Fahrradbeleuchtung. Reflektoren oder „Katzenaugen“ reichen dabei nicht aus: Die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) schreibt für jedes Fahrrad einen weißen Scheinwerfer an der Vorderseite und eine rote Schlussleuchte an der Rückseite zwingend vor. Ursprünglich war auch ein Dynamo Pflicht, um diese Leuchten mit Spannung zu versorgen.
Doch so ein Dynamo hat auch Nachteile: Wenn Sie mit den Pedalen nicht nur Ihr Rad bewegen, sondern auch noch elektrische Spannung produzieren müssen, kostet Sie das zusätzliche Energie. Die Helligkeit des Lichtes hängt außerdem davon ab, wie schnell Sie unterwegs sind, so dass die vordere und hintere Lampe des Rades bei Schrittgeschwindigkeit nur mäßig hell sind und überhaupt nicht leuchten, wenn das Rad steht. Außerdem sind manche Konstruktionstypen von Dynamos – wie beispielsweise der Seitenläuferdynamo – anfällig für die Witterungsverhältnisse und haben vor allem bei Regen oder Schnee einen geringeren Wirkungsgrad.
Gut zu wissen, dass Sie bei Ihrem Fahrrad das Licht auch per Batterie mit Strom versorgen dürfen. Doch welche Arten einer Fahrradbeleuchtung mit Batterie stehen Ihnen dabei zur Auswahl? Und wie können Sie solche Lampen befestigen? Das erklären wir Ihnen in unserem Ratgeber.
Wenn Sie batteriebetriebene Fahrradbeleuchtung kaufen möchten, finden Sie in unserem Fahrradbeleuchtungsvergleich passende Produkte.
Erlaubt der Gesetzgeber Batterielicht am Fahrrad?
Welche Arten von Fahrradbeleuchtung für Batterie- oder Akkuantrieb gibt es?
Ursprünglich musste jeder Fahrradfahrer eine Lichtmaschine an seinem Fahrzeug befestigt haben. Es war dennoch zulässig, Fahrradlicht mit einer Batterie zu betreiben, wenn an diese Leuchten zusätzlich ein Fahrraddynamo angeschlossen war.
Am 5. Juli 2013 stimmte der Bundesrat einer Gesetzesänderung zu, nach der Akkus und Batterien am Fahrrad als Spannungsquelle statt eines Dynamos eingesetzt werden dürfen. § 67 Absatz 1 der StVZO lautet seitdem wie folgt:
Fahrräder müssen für den Betrieb des Scheinwerfers und der Schlussleuchte mit einer Lichtmaschine, deren Nennleistung mindestens 3 W und deren Nennspannung 6 V beträgt oder einer Batterie mit einer Nennspannung von 6 V (Batterie-Dauerbeleuchtung) oder einem wiederaufladbaren Energiespeicher als Energiequelle ausgerüstet sein.
Auch das Rücklicht von einem Fahrrad kann mittels Batterie mit Spannung versorgt werden.
Demnach ist ein Dynamo an einem verkehrssicheren Fahrrad nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Grund für diese Gesetzesänderung waren unter anderem auch technische Entwicklungen, welche Batterien hervorbrachten, die über einen langen Zeitraum hinweg die Lampen mit Strom versorgen können.
Allerdings war es gemäß § 67 Absatz 9 der StVZO bereits vor der Gesetzesreform 2013 zulässig, zusätzlich zu einem Dynamo das Fahrradlicht mit einer Batterie zu versorgen, wenn die Lampen bei langsamer Geschwindigkeit selbstständig von Dynamo- auf Batteriebetrieb umschalten.
Die Vorder- und Rückleuchte müssen nach § 67 Absatz 1 der StVZO nicht mehr zusammen einschaltbar sein, wenn die Fahrradbeleuchtung durch eine Batterie mit Strom versorgt wird.
Sie sollten die Gesetzesänderung nutzen und bei Ihrem Fahrrad auf ein Rücklicht mit Batterie wechseln, wenn Sie der Ansicht sind, dass Ihre bisherigen Dynamolampen nicht bei feuchtem Wetter und jeder Geschwindigkeit hell genug leuchten.
Eine Fahrradbeleuchtung mit Batterie lässt sich leicht abmontieren und eignet sich für Rennräder.
An jedem Fahrrad sind zwei Leuchten vorgeschrieben: Ein weißer Scheinwerfer, der nach vorne gerichtet ist (§ 67 Abs. 3 StVZO) und mindestens eine Beleuchtungsstärke von 10 Lux hat (TA 23 der StVZO) sowie eine Schlussleuchte mit rotem Licht (§ 67 Abs. 4 StVZO).
Wenn Sie sich eine Fahrradlampe mit Batterie anschaffen wollen, müssen Sie vor allem darauf achten, dass die Nennspannung 6 Volt beträgt. Eine Batterielampe für ein Fahrrad kann mit zwei Arten von Leuchten ausgestattet sein:
Suchen Sie für Ihr Fahrrad ein Batterielicht, eignen sich beispielsweise Halogenscheinwerfer. Bei diesen befindet sich der Glühdraht, welcher durch Strom zum Leuchten gebracht wird, in einem Behälter mit Halogengas. Dies sorgt dafür, dass der Draht sich auch bei hohen Temperaturen und Helligkeiten nicht so schnell verbraucht wie beispielsweise bei Glühbirnen. Halogenlampen sind zwar günstiger als LED-Leuchten, sie wandeln die elektrische Energie jedoch nur zu einem kleinen Teil in Licht um und haben eine kürzere Lebensdauer als LEDs.
Auch LED-Lampen eignen sich für eine Fahrradbeleuchtung, die mit Batterie betrieben wird. Wenn an eine LED-Lampe eine Spannung angelegt wird, geben die Elektronen im Draht Energie in Form von Licht ab, welches auf eine bestimmte Wellenlänge und damit Farbe beschränkt ist. Dadurch können die Vorderscheinwerfer ein rein weißes Licht abgeben, während bei Halogenleuchten nur eine gelbliche Farbe möglich ist. LED-Lampen erreichen durch höhere Lichtausbeute außerdem ein deutlich helleres Licht als Halogenscheinwerfer und halten generell länger als diese. Dafür sind sie im Preis auch teurer und wenn eine LED kaputt geht, lässt sie sich nicht einfach austauschen.
Wenn Sie Ihr Fahrrad mit Batteriebeleuchtung ausstatten wollen, müssen Sie nicht tief in die Tasche greifen. Ein Halogenscheinwerfer ist schon ab 7 bis 8 Euro erhältlich. Viele LED-Leuchten liegen im Preisbereich von 10 bis 20 Euro. Für besonders hochwertige Modelle hingegen sind auch Preise im niedrigen dreistelligen Bereich möglich.
Wie können Sie eine Fahrradbeleuchtung mit Batterie befestigen?
Eine Fahrradbeleuchtung mit Batterie ist dazu geeignet, ein Mountainbike nachzurüsten.
Haben Sie für Ihr Fahrrad einen weißen Scheinwerfer mit Batterie besorgt, können Sie diesen am besten vorne am Lenker anbringen, und zwar so, dass er sich nicht aus Versehen verstellen kann. Sie müssen jedoch auf dessen genaue Ausrichtung achten: Der vordere Scheinwerfer muss nach StVZO so geneigt sein, dass die Mitte von seinem Lichtkegel in 5 Meter Entfernung vor dem Rad nur noch halb so hoch liegt wie die Mitte des Scheinwerfers.
Bei einem normalen Fahrrad werden Rücklicht-LED und Batterie üblicherweise am Gepäckträger montiert. Dabei muss sich der niedrigste Punkt der leuchtenden Fläche mindestens 25 Zentimeter über der Fahrbahn befinden.
Die StVZO schreibt in § 67 Absatz 2 vor, dass sämtliche Lampen an einem Fahrrad „fest angebracht sowie ständig betriebsfertig“ sein müssen. Stecklampen, die tagsüber beispielsweise im Gepäck verstaut sind und erst bei anbrechender Dunkelheit montiert werden, sind für normale Fahrräder nach wie vor nicht zulässig.
Ausnahmen bestehen allerdings für Rennräder, wie § 67 Absatz 11 StVZO zu entnehmen ist. Deren Fahrer müssen Fahrradbeleuchtung und dazugehörige Batterie bei Tageslicht lediglich mitführen und nicht die ganze Zeit über fest am Fahrrad montiert haben. Dies ist erst bei einbrechender Dunkelheit erforderlich, um Fahrradunfälle zu vermeiden. Der Scheinwerfer eines Rennrades darf auch eine niedrigere Nennspannung als 6 Volt aufweisen.
Zusätzlich zum gesetzlich vorgeschriebenen Scheinwerfer und der Rückleuchte dürfen Sie nach § 67 Absatz 5 ein rotes Standlicht an der Rückseite Ihres Fahrrads befestigen, welches auch dann leuchtet, wenn Sie nicht in die Pedale treten. Dieses muss sich jedoch unabhängig von den anderen Leuchten einschalten lassen.
Das Rennrad als sportliche Alternative im Straßenverkehr
Das Rennrad kommt ursprünglich aus dem Radsport und wurde mit Zeit auch für den Straßenverkehr entdeckt. Welche Merkmale für solch ein Rennfahrrad charakteristisch sind, welche Vorschriften bei der Nutzung beachten werden müssen und wie es hier um die Verkehrssicherheit bestellt ist, können Sie im neuen Ratgeber zum Thema nachlesen.
Kam es zum Führerscheinverlust wegen Alkohol am Steuer müssen Betroffene häufig zur medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU). Im Ratgeber klären wir, ob bei der MPU kontrolliertes Trinken ausreicht oder ob der Nachweis der Abstinenz erforderlich ist.