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Timestamp: 2016-10-28 17:56:44
Document Index: 232755001

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE']

8C_90/2010 (23.07.2010)
8C_90/2010
Der 1962 geborene S.________ war als Hilfsarbeiter t�tig und �ber den Arbeitgeber bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert, als er sich am 13. Juli 1983 bei einem Motorradunfall eine schwere Verletzung am linken Knie zuzog. Die SUVA sprach ihm f�r die verbleibende Beeintr�chtigung mit Verf�gung vom 4. M�rz 1985 und rechtskr�ftigem Einspracheentscheid vom 21. Juli 1986 ab 1. Dezember 1984 eine Invalidenrente gest�tzt auf einen Invalidit�tsgrad von 15 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung aufgrund einer Integrit�tseinbusse von 20 % zu.
Mit Unfallmeldung vom 15. Juni 2005 teilte die Firma X.________, ein bez�glich Unfallversicherung der SUVA unterstellter Betrieb, dem Versicherer mit, S.________, der seit 1. Mai 2005 in einem 80%-Pensum als technischer Leiter bei ihr arbeite, sei am 3. Juni 2005 auf einer Baustelle ausgerutscht. Gem�ss Arztberichten erlitt S.________ dabei namentlich eine Distorsion am linken Knie und am linken Fuss. Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht, gew�hrte Heilbehandlung und richtete Taggeld aus. Am 19. Januar 2007 teilte sie dem Versicherten mit, es handle sich um einen R�ckfall zum Unfall von 1983. Weitere strukturelle traumatische L�sionen aus dem Ereignis vom 3. Mai 2005 seien nicht nachgewiesen. Da von weiteren Massnahmen keine wesentliche Besserung der Beschwerden mehr erwartet werden k�nne, w�rden die Leistungen auf den 30. April 2006 (recte offensichtlich: 2007) eingestellt. Mit Verf�gung vom 3. Februar 2007 sprach die SUVA S.________ f�r die seit dem Unfall von 1983 eingetretene Verschlimmerung des Gesundheitsschadens am linken Knie eine zus�tzliche Integrit�tsentsch�digung entsprechend einer Integrit�tseinbusse von 15 % zu. Eine Erh�hung der bezogenen Invalidenrente lehnte der Versicherer mit der Begr�ndung ab, die Restfolgen des Unfalls vom 3. Juni 2005 h�tten keine zus�tzliche Erwerbseinschr�nkung bewirkt. S.________ erhob gegen die Mitteilung vom 19. Januar 2007 und die Verf�gung vom 3. Februar 2007 je Einsprache, welche die SUVA mit Entscheid vom 3. April 2008 abwies.
Die von S.________ hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 30. November 2009 ab, soweit es darauf eintrat.
S.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids seien �ber den 30. April 2007 hinaus Heilbehandlung und Taggeld, eine h�here Invalidenrente von mindestens 70 % sowie eine um mindestens 30 % h�here Integrit�tsentsch�digung zuzusprechen. Weiter wird um unentgeltliche Rechtspflege ersucht.
Mit Eingabe vom 12. Juli 2010 l�sst S.________ das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zur�ckziehen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (Urteil 8C_934/2008 vom 17. M�rz 2009 E. 1 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 135 V 194, aber in: SVR 2009 UV Nr. 35 S. 120). Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG).
Die Vorinstanz ist auf die kantonale Beschwerde insofern nicht eingetreten, als darin "die Aufhebung der SUVA-Verf�gung vom 19. Januar 2007" beantragt wurde. Zur Begr�ndung f�hrte das kantonale Gericht aus, dabei habe es sich lediglich um ein Schreiben und nicht um eine einsprachef�hige Verf�gung des Versicherers gehandelt.
Der Beschwerdef�hrer beantragt vorliegend die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids, �ussert sich aber nicht zur Nichteintretensfrage. Insofern kann daher auf die letztinstanzliche Beschwerde mangels Begr�ndung nicht eingetreten werden. Dies schadet dem Versicherten aber unter den gegebenen Umst�nden nichts. Denn die am 19. Januar 2007 mitgeteilte Einstellung der vor�bergehenden Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) auf den 30. April 2007 wurde in der Verf�gung vom 3. Februar 2007 best�tigt, indem gepr�ft wurde, ob aufgrund von Folgen des Unfalls von 2005 die laufende Invalidenrente aus dem fr�heren Unfall von 1983 ab 1. Mai 2007 zu erh�hen und eine zus�tzliche Integrit�tsentsch�digung auszurichten sei. Im Einspracheentscheid vom 3. April 2008 wurden dann auch die Einw�nde gegen die Einstellung der vor�bergehenden Leistungen behandelt. Den Einspracheentscheid �berpr�fte dann in allen Teilen das kantonale Gericht und dessen Entscheid bildet, bis auf den demnach nicht weiter relevanten Gesichtspunkt der Mitteilung vom 19. Januar 2007, den Streitgegenstand im vorliegenden Verfahren.
Streitig und zu pr�fen ist, ob aus dem Unfall/R�ckfall vom 3. Juni 2005 Anspruch auf Heilbehandlung und Taggeld �ber den 30. April 2007 hinaus sowie auf eine Erh�hung der f�r den fr�heren Unfall vom 13. Juli 1983 zugesprochenen Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung besteht.
Die Bestimmungen �ber den Anspruch auf die geltend gemachten Leistungsanspr�che aus der obligatorischen Unfallversicherung im Grund- und im R�ckfall sind im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt. Gleiches gilt f�r die zu beachtenden kausal- und beweisrechtlichen Grunds�tze. Darauf wird verwiesen.
Umstritten ist vorab, ob der Unfall von 2005 zu strukturellen L�sionen gef�hrt hat, welche f�r die nach dem 30. April 2007 noch bestandene Beeintr�chtigung mitverantwortlich ist. SUVA und Vorinstanz haben dies verneint. Die persistierende Beeintr�chtigung sei, als Folge im Sinne einer unmittelbaren Sch�digung und einer seither eingetretenen spontanen posttraumatischen Verschlimmerung, auf den ersten Unfall von 1983 zur�ckzuf�hren. Der Versicherte ist anderer Meinung.
Welche dieser Auffassungen zutrifft, muss indessen nicht abschliessend beurteilt werden, wenn sich im Folgenden ergibt, dass die tats�chlich noch bestehende unfallbedingte Beeintr�chtigung verl�sslich festgestellt und in die Pr�fung der Leistungsanspr�che einbezogen wurde. Diesfalls er�brigt sich, nach den Folgen des einen oder des anderen Unfalles zu differenzieren, ist doch die SUVA bei beiden Unf�llen zust�ndiger Versicherer.
In der Beschwerde wird wie schon vorinstanzlich geltend gemacht, der Versicherer h�tte den Fall nicht auf den 30. April 2007 abschliessen d�rfen und habe daher �ber diesen Zeitpunkt hinaus Heilbehandlung zu gew�hren sowie Taggeld auszurichten.
5.1 Der Unfallversicherer hat einen Fall (unter Einstellung der vor�bergehenden Leistungen und mit Pr�fung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integrit�tsentsch�digung) abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr erwartet werden kann und allf�llige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4 S. 113 ff.).
Eingliederungsmassnahmen der IV stehen im vorliegenden Fall nicht zur Diskussion. Die Rechtm�ssigkeit des Fallabschlusses beurteilt sich demzufolge danach, ob von weiterer �rztlicher Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden konnte. Das kantonale Gericht hat dies verneint. Der Beschwerdef�hrer vertritt die gegenteilige Auffassung. Er beruft sich hiebei auf einen im Bericht der Klinik A.________ vom 5. Februar 2007 erw�hnten operativen Eingriff. Daraus gehe hervor, dass der medizinische Endzustand noch nicht eingetreten gewesen sei.
5.2 Die Frage, ob eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann, beurteilt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsf�higkeit, soweit unfallbedingt beeintr�chtigt. Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen gen�gen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115 mit Hinweisen). Sodann gilt, dass der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht auf Grund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen ist (RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388, U 244/04 E. 3.1 mit Hinweisen). Dabei gibt weder die blosse M�glichkeit eines positiven Resultates einer weiteren �rztlichen Behandlung noch ein von weiteren Heilmassnahmen, wie zum Beispiel einer Badekur, zu erwartender, nur unbedeutender therapeutischer Fortschritt Anspruch auf deren Durchf�hrung (Urteil U 244/04 vom 20. Mai 2005, in: RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388 nicht ver�ffentlichte E. 2 mit Hinweisen).
Der Bericht der Klinik A.________ vom 5. Februar 2007 vermag bei genauer Betrachtung die Auffassung des Beschwerdef�hrers nicht zu st�tzen. Die Klinik�rzte �usserten sich gest�tzt auf die am 25. Januar 2007 durchgef�hrte Untersuchung vielmehr dahingehend, seit der letzten Konsultation (offenbar vom 7. November 2006, �ber welche die Klinik am 20. November 2006 berichtet hatte) sei keine Besserung der Beschwerden eingetreten. Es seien nunmehr s�mtliche konservativen orthop�dischen Therapieoptionen bez�glich des linken Knies ausgesch�pft. Ein operativer Eingriff (Implantation einer Knietotalprothese) wurde sodann ausdr�cklich nur als M�glichkeit diskutiert, wobei die Klinik�rzte auch Argumente gegen die baldige Durchf�hrung eines solchen Eingriffs anf�hrten und die Erfolgschancen relativierten. Zudem findet sich keine Aussage, was sich mit der Operation - die dann nicht stattgefunden hat - bez�glich Arbeitsf�higkeit h�tte ergeben sollen. Im Lichte der dargelegten Grunds�tze kann daher aus dem Klinikbericht vom 5. Februar 2007 nicht hergeleitet werden, eine Fortsetzung der �rztlichen Behandlung h�tte eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwarten lassen. Entsprechendes ergibt sich auch nicht aus den �brigen medizinischen Akten. Der Fallabschluss und damit die Einstellung der vor�bergehenden Leistungen erfolgten somit zu Recht.
Bez�glich Rentenanspruch ergibt sich Folgendes:
6.1.1 Das kantonale Gericht hat festgestellt, am linken Kniegelenk best�nden eine Bewegungseinschr�nkung in Flexionsrichtung, eine Belastungsintoleranz, belastungsabh�ngige Schmerzen, eine Ver�nderung der Kniegelenkskonturen mit den typischen Zeichen f�r eine femorotibiale und retropatell�re Arthrose mit Gelenksspaltver-schm�lerung, Bewegungsschmerzen und einer Druckdolenz. Bild-gebend seien massive Knorpelver�nderungen nachgewiesen. Auch l�gen benachbarte Muskelatrophien sowie reizlose Weichteil- und Narbenverh�ltnisse vor und die Bandstabilit�t sei in allen Richtungen leicht gelockert. Beim linken oberen Sprunggelenk (OSG) seien eine Druckdolenz, eine leichte Bewegungseinschr�nkung mit Spitzfuss-komponente von 10� und belastungsabh�ngig verst�rkte Bewegungs-schmerzen bei erhaltener Gelenksstabilit�t vorhanden. Die Vorinstanz hat weiter erwogen, der Versicherte k�nne den Beruf eines Bauarbeiters nicht mehr aus�ben. In einer leidensangepassten T�tigkeit sei aber eine volle Arbeitsf�higkeit gegeben.
6.1.2 Diese Beurteilung beruht auf einer sorgf�ltigen W�rdigung der medizinischen Akten. Das kantonale Gericht hat einl�sslich und �berzeugend dargelegt, wie es zu den genannten Folgerungen gelangt ist.
Was hiegegen vorgebracht wird, rechtfertigt keine andere Betrachtungsweise. Hervorzuheben ist, dass die Vorinstanz entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung nicht nur die Stellungnahmen von SUVA-�rzten, und hiebei namentlich die Untersuchungsberichte des Kreisarztes Dr. med. B.________, Facharzt f�r Chirurgie FMH, sondern auch die Berichte der Klinik A.________ in ihre Beurteilung einbezogen hat. Die Aussagen der Klinik�rzte wurden zudem von Kreisarzt Dr. med. B.________, Facharzt f�r Chirurgie FMH, mitber�cksichtigt, der auch die entsprechenden orthop�dischen Abkl�rungen an der Klinik veranlasst hatte. Aus dem Einwand, SUVA-Arzt Dr. med. D.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie, habe lediglich gest�tzt auf die Akten Stellung genommen, ergibt sich ebenfalls nichts, was den vorinstanzlichen Entscheid in Frage stellen k�nnte. Das kantonale Gericht hat zum einen erwogen, dass haupts�chlich auf die kreis�rztlichen Untersuchungsberichte des Dr. med. B.________ abzustellen sei, und es hat zum anderen erkannt, dass dessen Aussagen im Wesentlichen mit denjenigen des Dr. med. D.________ �bereinstimmten. Diese Beurteilung ist nach Lage der Akten richtig. Die Vorinstanz hat zudem entgegen den Vorbringen des Versicherten dem Umstand Rechnung getragen, dass sich Dr. med. D.________ lediglich gest�tzt auf die Akten ge�ussert hat. Nicht zu beanstanden ist im weiteren die vorinstanzliche Erkenntnis, wonach sich aus den Berichten der Klinik A.________ nichts ergibt, was ein Abweichen von der vorstehenden Umschreibung von Gesundheitszustand und Arbeitsf�higkeit rechtfertigen k�nnte. Widerspr�che in den �brigen Akten, welche dies zu begr�nden verm�chten, liegen ebenfalls nicht vor. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung hat die Vorinstanz auch die Verwendung eines Gehstocks durch den Versicherten in nicht zu beanstandender Weise gew�rdigt. Mit dem kantonalen Gericht ist �berdies die Notwendigkeit weiterer medizinischer Abkl�rungen zu verneinen. Die unfallbedingte Beeintr�chtigung des Gesundheitszustandes und die sich daraus ergebende Beeintr�chtigung in der Arbeitsf�higkeit lassen sich gest�tzt auf die vorhandenen fach�rztlichen Berichte zuverl�ssig beurteilen. Von einer Beweiserg�nzung ist kein entscheidrelevanter neuer Aufschluss zu erwarten.
6.2 Gem�ss Einsprache- und vorinstanzlichem Entscheid sind die erwerblichen Auswirkungen der beschriebenen unfallbedingten Beeintr�chtigung in Anwendung von Art. 16 ATSG mittels Einkommensvergleich festzulegen, wobei die Verh�ltnisse im Jahr 2007 (Beginn einer allf�lligen Rentenerh�hung [1. Mai 2007]) den massgeblichen Vergleichszeitpunkt bilden. Das ist zu Recht nicht umstritten.
6.2.1.1 SUVA und kantonales Gericht haben erkannt, bei der Bestimmung des im Jahr 2007 ohne unfallbedingte Beeintr�chtigung mutmasslich erzielten Einkommens (Valideneinkommen) sei zwar in der Regel an den zuletzt erzielten Verdienst anzukn�pfen. Hier sei aber ein Ausnahmefall im Sinne von BGE 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 gegeben, welcher ein Abweichen von diesem Grundsatz rechtfertige. Begr�ndet wird dies damit, dass am ........ �ber die Firma X.________ der Konkurs er�ffnet und am 4. September 2006 mangels Aktiven eingestellt wurde.
Diese Beurteilung ist richtig. Es ist evident, dass das Anstellungsverh�ltnis bei der konkursiten Firma X.________ nicht h�tte weitergef�hrt werden k�nnen. In der Beschwerde wird denn auch nichts vorgebracht, was eine andere Betrachtungsweise rechtfertigen k�nnte.
Es ergeben sich aber auch weitere Anhaltspunkte aus den Akten, welche ein Abstellen auf den bei der Firma X.________ erzielten Lohn fraglich erscheinen lassen. So sticht ins Auge, dass dieser Lohn die bis dahin erzielten Berufseink�nfte des Versicherten, wie sie sich aus den Akten ergeben, bei weitem �berstieg. Dabei ist schwer einsehbar, welcher Art die Qualifikationen des Beschwerdef�hrers gewesen sein sollen, die einen so hohen Lohn gerechtfertigt h�tten. N�herer Betrachtung bed�rften sodann die Umst�nde der Anstellung bei der Firma X.________. Alleine der Gesichtspunkt, dass sich der Unfall vom 3. Juni 2005 nur gut einen Monat nach dem geltend gemachten Beginn des Arbeitsverh�ltnisses ereignete, mag noch keine Zweifel begr�nden. Gleiches gilt f�r den Umstand, dass die Firma X.________ am 20. Februar 2006 angab, den Arbeitsvertrag mit dem Versicherten per 31. Januar 2006 gek�ndigt zu haben. Auffallend ist aber, dass der Versicherte die Firma X.________ gleich danach und kurz vor der im ........ erfolgten Konkurser�ffnung im ........ �bernahm und ab diesem Zeitpunkt als deren einziger Gesellschafter und Gesch�ftsf�hrer fungierte. Das ergibt sich aus dem bei den vorinstanzlichen Akten liegenden Auszug aus dem Handelsregister vom ........ und dem SHAB vom ......... Dies wirft mit Blick auf die Umst�nde des Anstellungsverh�ltnisses Fragen auf, zumal die Firma X.________ in der Folge im Mai und am 7. sowie 27. Juni 2006 gegen�ber der SUVA Angaben zu Lohn und T�tigkeitsprofil des Versicherten machte, ohne erkennbar anzuzeigen, dass dieser die Firma mittlerweile �bernommen hatte. Abschliessend m�ssen diese Gesichtspunkte aber nicht beurteilt werden, da bei der hier vorzunehmenden Invalidit�tsbemessung schon nach dem zuvor Gesagten nicht auf den geltend gemachten Lohn bei der Firma X.________ abzustellen ist.
6.2.1.2 Das kantonale Gericht hat im Weiteren, den Einspracheentscheid best�tigend, erwogen, das Valideneinkommen sei anhand des Landesmantelvertrags f�r das Schweizerische Bauhauptgewerbe 2006-2008 (LMV 2006) festzusetzen, zumal der darin genannte Lohn von Fr. 4'971.- im Rahmen des gem�ss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE; konkret Ausgabe LSE 2006, Tabelle TA1, S. 25) im Baugewerbe auf dem Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive T�tigkeiten) erzielbaren Lohnes liege und �berdies angesichts der Angaben in den Ausz�gen aus dem individuellen Konto (IK) des Versicherten zu dessen Gunsten ausfalle. Das Valideneinkommen f�r das Jahr 2007 betrage demnach Fr. 64'623.- (Fr. 4'971.- x 13).
In der Beschwerde wird eingewendet, der Versicherte sei Bauf�hrer und nicht einfacher Bauarbeiter gewesen. Bei Anwendung der LSE sei daher von einem statistischen Monatslohn von Fr. 6'202.- pro Monat f�r T�tigkeiten im Baugewerbe auf dem Anforderungsniveau 1 und 2 gem�ss LSE 2006, Tabelle TA1, S. 25, auszugehen. Daraus resultiere ein Valideneinkommen von Fr. 74'424.-.
Der Versicherte hat keine Berufslehre absolviert. Er war zun�chst �ber Jahre hinweg an vielen verschiedenen Stellen namentlich als Fischverk�ufer, als Hilfsarbeiter und als Hilfskoch t�tig und erhielt daf�r niedrige L�hne ausbezahlt. Im Jahr 1991 nahm er eine selbstst�ndige Erwerbst�tigkeit im Bereich Altpneuentsorgung und Kleintransporte auf. Die Angaben, welche hiezu - namentlich aus dem IK - erh�ltlich gemacht werden konnten, sprechen nicht daf�r, dass die dabei erzielten Eink�nfte das von Versicherer und Vorinstanz angenommene Valideneinkommen erreichten oder �berstiegen. Das gilt erst recht nicht in Bezug auf das vom Versicherten gest�tzt auf die LSE geltend gemachte Valideneinkommen oder gar hinsichtlich des noch h�heren Verdienstes, welcher bei der Firma X.________ erzielt worden sein soll. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt sich jedenfalls nicht, das Valideneinkommen �ber dem von der Vorinstanz angenommenen Betrag anzusetzen.
Anzuf�gen bleibt, dass eine deutlich h�here berufliche Qualifikation des Versicherten, wie sie geltend gemacht wird, zweifellos nicht nur beim Validen-, sondern auch beim nachfolgend zu pr�fenden Invalideneinkommen ber�cksichtigt werden m�sste.
6.2.2 Die SUVA hat das Invalideneinkommen f�r das Jahr 2007 gest�tzt auf Angaben aus ihrer Dokumentation �ber die Arbeitspl�tze (DAP) auf Fr. 55'214.- festgesetzt. Das kantonale Gericht hat dies best�tigt. Die ausgew�hlten Arbeitspl�tze entspr�chen der festgestellten unfallbedingten Beeintr�chtigung und der Versicherer sei auch im �brigen entsprechend der Rechtsprechung zur Festsetzung des Invalideneinkommens mittels DAP-L�hnen (BGE 129 V 472) vorgegangen.
Diese Beurteilung ist richtig. Zu erw�hnen ist dabei - mit Blick auf das zuvor Gesagte (E. 6.2.1 in fine) - namentlich, dass die SUVA Arbeitsplatzprofile mit geringem Anforderungsniveau ausgew�hlt hat. Das wirkt sich, aufgrund des daraus resultierenden niedrigen Invalideneinkommens, zugunsten des Versicherten aus.
Was in der Beschwerde vorgebracht wird, f�hrt zu keinem anderen Ergebnis. Dass die unfallbedingte Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit der Aus�bung der entsprechenden T�tigkeiten entgegensteht, trifft nicht zu, wie das kantonale Gericht �berzeugend begr�ndet hat. Geltend gemacht wird sodann, man k�nne "nicht einfach von einem LSE-Lohnbetrag ausgehen". Vielmehr sei, unter anderem wegen der erforderlichen Teilzeitarbeit, ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen. Dabei wird �bersehen, dass das Invalideneinkommen nicht mittels LSE-L�hnen, sondern anhand der DAP bestimmt wurde. Rechtsprechungsgem�ss sind hiebei keine leidensbedingten Abz�ge zul�ssig (BGE 129 V 472 E. E. 4.2.3 S. 482). Was im Besonderen den Einwand betreffend Teilzeitarbeit betrifft, ist �berdies festzustellen, dass die unfallbedingte Beeintr�chtigung einer Vollzeitarbeit nicht entgegensteht (E. 6.1 hievor).
6.2.3 Nach dem Gesagten bleibt es bei einem Invalideneinkommen von Fr. 55'214.-. Die Gegen�berstellung mit dem von der Vorinstanz festgestellten Valideneinkommen von Fr. 64'623.- ergibt eine Verdiensteinbusse von Fr. 9'409.-, was einem Invalidit�tsgrad von 14.56 resp. gerundet 15 % entspricht. Damit besteht kein Anspruch auf Erh�hung der seit Dezember 1984 bezogenen Invalidenrente.
Anzumerken bleibt, dass das Valideneinkommen wie erw�hnt nach dem LMV 2006 festgesetzt wurde (E. 6.2.1.1 hievor). Damit stellt sich grunds�tzlich die Frage einer teuerungsbedingten Erh�hung aufs Vergleichsjahr 2007. Darauf braucht aber nicht weiter eingegangen zu werden, da sich jedenfalls kein Valideneinkommen erg�be, welches eine Erh�hung der Invalidenrente zu begr�nden verm�chte.
Zu pr�fen bleibt die Integrit�tsentsch�digung.
Nach dem ersten Unfall von 1983 wurde eine solche Entsch�digung aufgrund einer Integrit�tseinbusse von 20 % ausgerichtet. Die Beschwerdegegnerin ist im hier streitigen Einspracheentscheid vom 3. April 2008 zum Ergebnis gelangt, zwischenzeitlich seien an OSG und Unterschenkel degenerative Ver�nderungen und eine OSG-Arthrose eingetreten, welche in Anwendung von SUVA-Tabelle 5 "Integrit�tsschaden bei Arthrosen" im Rahmen von 15 % einzusch�tzen seien. Dies rechtfertige eine entsprechende weitere Integrit�tsentsch�digung. Der Versicherer st�tzte sich dabei namentlich auf die am 30. Oktober 2006 durch Kreisarzt Dr. med. B.________ vorgenommene Beurteilung des Integrit�tsschadens.
Das kantonale Gericht hat in einl�sslicher und �berzeugender W�rdigung der kreis�rztlichen Beurteilung und weiterer medizinischen Akten �berzeugend begr�ndet, weshalb kein h�herer Integrit�tsschaden vorliegt und der Einsprachentscheid daher zu best�tigen ist.
S�mtliche Einw�nde des Versicherten rechtfertigen kein anderes Ergebnis. Der medizinische Sachverhalt ist hinreichend abgekl�rt. Dem Umstand, dass zu gegebener Zeit allenfalls eine Endoprothese am Kniegelenk erforderlich sein wird, haben Versicherer und Vorinstanz in einer Weise Rechnung getragen, welche in allen Teilen rechtm�ssig ist und insbesondere auch den in SUVA-Tabelle 5 festgelegten Regeln entspricht. Sodann trifft nicht zu, dass das Bein unbrauchbar ist. Dieses kann nachgewiesenermassen mit bestimmten Einschr�nkungen eingesetzt werden. Daran �ndert nichts, wenn der Versicherte, wie er geltend macht, einen Gehstock verwendet. Die Beschwerde ist somit auch diesbez�glich unbegr�ndet.