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Timestamp: 2016-10-26 13:20:12
Document Index: 378536455

Matched Legal Cases: ['Art. 310', 'Art. 292', 'Art. 314', 'Art. 310', 'Art. 71', 'Art. 24', 'e contrario', 'Art. 72', 'Art. 93', 'Art. 98', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 93', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 76', 'Art. 19', 'Art. 314', 'Art. 98', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 420', 'Art. 314', 'Art. 314', 'Art. 397', 'Art. 9', 'Art. 49', 'Art. 310', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 76', 'Art. 66', 'Art. 64']

5A_166/2012 (05.04.2012)
5A_166/2012
5A_167/2012
Beschwerdef�hrer im Verfahren 5A_166/2012,
Beschwerdef�hrer im Verfahren 5A_167/2012,
vertreten durch das Oberamt P.________,
Kindesschutz (Obhutsentzug und Unterbringung
in einem Heim),
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn vom 25. Januar 2012.
A.a A.X.________ und B.X.________ sind die Eltern der drei Kinder Z.________ (geb. 1995), V.________ (geb. 1996) und W.________ (geb. 2001). Das Ehepaar X.________ ist tamilischer Herkunft. Die Vormundschaftsbeh�rde E.________ ist nach Eingang von Gef�hrdungsmeldungen seit dem Jahr 2006 mit Kindesschutzmassnahmen zugunsten der drei Kinder befasst. Hintergrund ist die Alkoholsucht des Vaters (A.X.________), die sich in k�rperlicher Gewalt gegen die Kinder und seine Ehefrau niedergeschlagen hat. Zudem bestehen kulturelle Probleme, die die Durchsetzung der Kindesschutzmassnahmen erschweren.
A.b Nachdem bei Z.________ unter anderem eine auditive Merkf�higkeitsschw�che bei ausgepr�gter Vergesslichkeit verbaler Informationen diagnostiziert und festgestellt worden war, dass sein Entwicklungsstand und sein intellektuelles Potential unterhalb der Altersnorm liegen, wurden mit Verf�gung vom 28. April 2011 sonderp�dagogische Massnahmen (Besuch der Heilp�dagogischen Sonderschule F.________) f�r das 9. Schuljahr bewilligt, dies insbesondere mit Blick auf die berufliche Eingliederung. Z.________ leidet zudem an einer Lebensmittelallergie, die sich �hnlich wie eine Neurodermitis auswirkt.
Bereits am 13. April 2011 hatte die Vormundschaftskommission E.________ eine Erziehungsbeistandschaft f�r die drei Kinder errichtet. Zur Beist�ndin war S.________ ernannt worden.
Mit Verf�gung vom 30. Juni 2011 stellte die Vormundschaftskommission das Ungen�gen einer blossen Erziehungsbeistandschaft fest. Die Kinder seien gef�hrdet, da sie von den Eltern nicht die n�tige Unterst�tzung, z.B. f�r die Schule, erhielten. Die Kinder seien oft unp�nktlich und h�tten die Arbeitsutensilien nicht dabei. Die Eltern k�nnten die Freizeit nicht sinnvoll planen. Sie hielten auch die Therapie gegen die Allergie von Z.________ nicht ein. Die Kinder h�tten vor allem vor dem Vater Angst, schliefen deshalb sehr schlecht und seien in der Schule v�llig �berm�det. Mit dem erkl�rten Ziel, eine Fremdplatzierung zu vermeiden, wurde daraufhin den Eltern die Weisung erteilt, mit der Sozialp�dagogischen Familienbegleitung intensiv zusammenzuarbeiten und in administrativen und finanziellen Angelegenheiten Unterst�tzung anzunehmen. A.X.________ habe die Termine zur w�chentlichen Alkoholkontrolle wahrzunehmen und eine Antabus-Kur zu beginnen.
Am 16. August 2011 trat Z.________ in die Heilp�dagogische Sonderschule in F.________ ein.
Mit Beschluss vom 1. September 2011 wurde T.________ zur neuen Beist�ndin der drei Kinder ernannt. In ihrem Schlussbericht f�hrte S.________ aus, dass der Zustand der Haut von Z.________ sehr schlecht gewesen sei. Er befinde sich in einem Loyalit�tskonflikt, da er den Eltern nicht in den R�cken fallen wolle. Der Vater habe die Alkoholabstinenz nicht einhalten k�nnen. Die Familienbegleiterin habe angegeben, dass die Eltern h�ufig streiten w�rden und der Vater nicht wolle, dass die Familienbegleiterin in der Familie sei. Die Familienbegleiterin schaffe es fast nicht, etwas Ordnung in die Familie zu bringen. Alle Hilfsmassnahmen h�tten viel Druck erzeugt. Verbesserungen seien jeweils kurzfristig eingetreten, aber nie von Dauer gewesen.
Am 27. September 2011 f�hrte ein Eingliederungsfachmann der IV-Stelle des Kantons Solothurn eine Interessen- und einfache Leistungsabkl�rung an Z.________ durch (Bericht vom 10. November 2011). Z.________ sei stark verhaltensauff�llig und wirke psychisch instabil. Er sei berufswahlunreif und es sei unrealistisch, dass er im Sommer 2012 eine Lehre beginnen k�nne. Er m�sse sich zuerst stabilisieren und pers�nlich entwickeln k�nnen. Aufgrund der angespannten psychosozialen Situation (famili�re Problematik) w�re es sinnvoll, wenn Z.________ die weitere Schulzeit im Rahmen eines betreuten Wohnens verbringen k�nnte.
A.c Mit Vizepr�sidialbeschluss der Vormundschaftskommission vom 10. Oktober 2011 wurde den Eltern gest�tzt auf Art. 310 Abs. 1 ZGB die Obhut �ber Z.________ entzogen und dieser per 17. Oktober 2011 im Zentrum f�r Sonderp�dagogik in C.________ platziert.
Mit Verf�gung vom 9. November 2011 hob die Vormundschaftskommission den Obhutsentzug und die Platzierung im Zentrum f�r Sonderp�dagogik per 11. November 2011 wieder auf. Sie ordnete an, dass Z.________ ab diesem Zeitpunkt wieder bei der Familie wohne und die Heilp�dagogische Schule in F.________ besuche. Die Beist�ndin T.________ wurde per sofort aus ihrem Amt entlassen und als neue Beist�ndin der drei Kinder U.________ eingesetzt. Zur Begr�ndung f�hrte die Vormundschaftskommission aus, die Gr�nde seien nicht mehr vorhanden, um am Entscheid vom 10. Oktober 2011 festzuhalten. Die Alkoholprobleme des Vaters seien nicht mehr vorhanden. Er sei bereit, eine Antabus-Kur unter �rztlicher Kontrolle zu machen und habe damit bereits begonnen. Z.________ leide unter der Trennung von Eltern und Geschwistern. Er sei weder kriminell noch suchtgef�hrdet und sei zuhause weder Gewalt noch sittenwidrigen T�tigkeiten ausgesetzt. Die Eltern und Z.________ k�nnten den Entscheid vom 10. Oktober 2011 auch nach der Schnupperzeit im Zentrum f�r Sonderp�dagogik nicht mittragen. Eine optimale heilp�dagogische Betreuung des Kindes setze aber eine gute und enge Zusammenarbeit zwischen den Eltern und dem Zentrum f�r Sonderp�dagogik voraus. Die definitive Aufnahme im Zentrum w�rde einen Aufenthalt von mindestens zwei Jahren voraussetzen. Die verz�gerte Entwicklung von Z.________ gen�ge f�r eine solche Massnahme nicht.
B.a Mit Schreiben vom 10. November 2011 gelangten T.________ und R.________, Leiter der Sozialregion Q.________, an die vormundschaftliche Aufsichtsbeh�rde (Departement des Innern des Kantons Solothurn, vertreten durch das Oberamt P.________ [fortan: Departement bzw. Aufsichtsbeh�rde]). Sie f�hrten aus, sie k�nnten den Entscheid der Vormundschaftskommission vom 9. November 2011 fachlich nicht nachvollziehen und die Verantwortung daf�r nicht �bernehmen.
Mit Verf�gung vom 11. November 2011 er�ffnete das Departement hinsichtlich des Verfahrens zum Schutz der drei Kinder der Familie X.________ ein Aufsichtsverfahren gegen die Vormundschaftsbeh�rde E.________ zur Pr�fung der bisherigen vormundschaftlichen Massnahmen und gegen ihren Pr�sidenten zur Pr�fung eines m�glichen Ausstands. Das Departement verf�gte, das vormundschaftliche Verfahren w�hrend des Aufsichtsverfahrens selber zu f�hren. Es schob die Vollstreckung der Verf�gung vom 9. November 2011 superprovisorisch und vollumf�nglich auf. Der Obhutsentzug und die Platzierung blieben somit bestehen und auch T.________ blieb berechtigt und verpflichtet, als Beist�ndin f�r die Kinder zu handeln. Das Departement erteilte den Eltern Weisungen im Zusammenhang mit der Platzierung unter Androhung der Ungehorsamsstrafe gem�ss Art. 292 StGB. Zur Begr�ndung f�hrte das Departement aus, es werde zu erw�gen sein, die Verf�gung vom 9. November 2011 als offensichtlich rechtswidrig aufsichtsrechtlich aufzuheben. Eine einmal vollzogene Platzierung sei f�r eine gewisse Mindestdauer beizubehalten, ausser sie erweise sich als offensichtlich unbegr�ndet, was vorliegend nicht der Fall sei. Insbesondere sei die Begr�ndung der Verf�gung vom 9. November 2011, die Alkoholsucht sei nicht mehr vorhanden, absurd, da diverse Massnahmen den Vater jahrelang nicht hinreichend vom Alkohol abgehalten h�tten. Tatsachenwidrig sei die Behauptung, das Kind sei zuhause keiner Gewalt ausgesetzt. Bis die n�tigen Abkl�rungen vorgenommen seien, d�rfe die nicht rechtskr�ftige Verf�gung vom 9. November 2011 keine Wirkung haben.
Gegen die Verf�gung des Departements vom 11. November 2011 erhoben A.X.________ und B.X.________ sowie Z.________, alle vertreten durch Advokat Stefan Suter, am 21. November 2011 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn. Sie verlangten die Aufhebung der angefochtenen Verf�gung und die Best�tigung derjenigen vom 9. November 2011. Am 2. Dezember 2011 erteilte das Verwaltungsgericht die beantragte aufschiebende Wirkung nicht und teilte zudem mit, es f�hre das Verfahren als Beschwerdeverfahren betreffend Platzierung im Sinne von Art. 314a ZGB. Advokat Suter wurde am 9. Dezember 2011 zum unentgeltlichen Rechtsbeistand der Beschwerdef�hrer ernannt.
B.b Am 14. Dezember 2011 verf�gte das Departement in Best�tigung der Verf�gung vom 11. November 2011, Z.________ f�r die Dauer des weiteren Abkl�rungsverfahrens gem�ss Art. 310 ZGB im Zentrum f�r Sonderp�dagogik unterzubringen. �ber die weiteren Abkl�rungen werde nach der Instruktionsverhandlung des Verwaltungsgerichts vom 20. Dezember 2011 befunden. Zugleich passte es die Weisungen an die Eltern an. Das Departement hielt insbesondere fest, es erw�ge, f�r die Kindesschutzverfahren aller drei Kinder eine externe Fachperson mit der Pr�fung der bisherigen und k�nftigen Massnahmen zu beauftragen.
Am 15. Dezember 2011 erhoben A.X.________ und B.X.________ sowie Z.________, alle vertreten durch Advokat Suter, beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen diese Verf�gung und verlangten deren Aufhebung.
B.c Am 20. Dezember 2011 f�hrte das Verwaltungsgericht eine separate Anh�rung von Z.________ durch und gleichentags eine Instruktionsverhandlung mit den Beteiligten. Ein von A.X.________ und B.X.________ bei dieser Gelegenheit gegen den Instruktionsrichter gestelltes Ablehnungsbegehren blieb erfolglos (Urteil 5A_10/2012 vom 14. M�rz 2012).
Am 23. Dezember 2011 zeigte Advokatin Sandra Sutter-Jeker an, dass sie nunmehr Z.________ vertrete. Am 4. Januar 2012 wurde sie zu seiner unentgeltlichen Prozessbeist�ndin eingesetzt. Am 12. Januar 2012 beantragte sie im Namen von Z.________ die Aufhebung der Verf�gungen des Departements vom 11. November und 14. Dezember 2011 und die Best�tigung der Verf�gung der Vormundschaftskommission vom 9. November 2011.
B.d Mit Urteil vom 25. Januar 2012 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerden ab, soweit es auf sie eintrat. Zugleich bestimmte es die Entsch�digungen der unentgeltlichen Rechtsvertreter. Die Entsch�digung von Advokatin Sutter-Jeker wurde auf Fr. 3'153.40 (inkl. Auslagen und MwSt) festgesetzt.
Am 17. Februar 2012 haben sowohl A.X.________ und B.X.________ (Verfahren 5A_166/2012) als auch Z.________ (Verfahren 5A_167/2012) gegen dieses Urteil Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. A.X.________ und B.X.________ beantragen die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Anweisung an die Vorinstanz, Z.________ umgehend den Eltern zur�ckzugeben. Zudem ersuchen sie um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung. Z.________ beantragt die Aufhebung des angefochtenen Urteils und die Best�tigung der Verf�gung der Vormundschaftskommission vom 9. November 2011. Zudem sei seiner Vertreterin f�r das Verfahren vor Verwaltungsgericht ein Honorar von Fr. 4'190.70 zuzusprechen. Schliesslich ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung f�r das bundesgerichtliche Verfahren.
Die Beschwerdef�hrer fechten dasselbe Urteil an und stellen im Wesentlichen identische Antr�ge. Die beiden Verfahren sind deshalb zu vereinigen (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 24 Abs. 3 BZP [SR 273] e contrario).
2.1 Die Beschwerde in Zivilsachen ist sowohl auf dem Gebiet des Kindesschutzes als auch der Aufsicht �ber die Vormundschaftsbeh�rden zul�ssig (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 5 und Ziff. 7 BGG).
2.2 Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid sowohl �ber die Beschwerde gegen die superprovisorische Verf�gung vom 11. November 2011 wie auch �ber die Beschwerde gegen die Best�tigung dieser Verf�gung vom 14. Dezember 2011 entschieden, ohne das gegenseitige Verh�ltnis der beiden Verf�gungen genauer zu bestimmen. Soweit das verwaltungsgerichtliche Urteil die superprovisorische Verf�gung �ber den Obhutsentzug vom 11. November 2011 betrifft, stellt es einen Zwischenentscheid gem�ss Art. 93 BGG (Urteil 5A_678/2007 vom 8. Januar 2008 E. 2) �ber eine vorsorgliche Massnahme gem�ss Art. 98 BGG dar. Der Verf�gung vom 11. November 2011 kommt allerdings - soweit vorliegend von Interesse - keine Bedeutung mehr zu, da sie durch die Best�tigung der Massnahme in der Verf�gung vom 14. Dezember 2011 ersetzt wurde. Ihr �briger Inhalt bezieht sich auf die Er�ffnung des Aufsichtsverfahrens als solches. Die Beschwerdef�hrer haben zwar dem Wortlaut ihrer Antr�ge nach die Aufhebung der gesamten Verf�gung vom 11. November 2011 verlangt. Dass das Departement ein Aufsichtsverfahren er�ffnen darf, ist jedoch nicht bestritten. Es geht den Beschwerdef�hrern offenbar um die von der Aufsichtsbeh�rde angeordneten vormundschaftsrechtlichen Massnahmen bzw. die Kompetenz der Aufsichtsbeh�rde dazu und nicht um das Aufsichtsverfahren gegen die Vormundschaftsbeh�rde E.________ als solches.
Gem�ss Ziff. 1 des Dispositivs der Verf�gung vom 14. Dezember 2011 wird Z.________ f�r die Dauer des Abkl�rungsverfahrens platziert. Das Departement hat zugleich erwogen, zur �berpr�fung aller Massnahmen eine Fachperson zu beauftragen. Die den Obhutsentzug und die Platzierung best�tigende Verf�gung ist damit bloss eine vorsorgliche Massnahme (Art. 98 BGG) zur Aufrechterhaltung des bisherigen Zustands f�r die Dauer des Abkl�rungsverfahrens. Da die Verf�gung nicht im Rahmen eines eigenst�ndigen Verfahrens ergangen ist, handelt es sich um einen Zwischenentscheid (BGE 134 I 83 E. 3.1 S. 86 f.), der allerdings einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil nach sich ziehen kann (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG). Zwar ist unklar, ob das Verwaltungsgericht die Rechtsnatur dieser Verf�gung richtig aufgefasst hat: Es spricht an verschiedenen Orten (unter anderem in E. I.8) davon, die Verf�gung sei definitiv. Da das Verwaltungsgericht jedoch nicht �ber den Anfechtungsgegenstand hinausgehen kann und insbesondere auch nicht bestimmt hat, dass es gar keiner weiteren Abkl�rungen bedarf, ist sein Entscheid als Zwischenentscheid �ber eine vorsorgliche Massnahme zu behandeln.
2.3 Die Angelegenheit untersteht keiner Streitwertgrenze (Art. 74 BGG), der angefochtene Entscheid stammt von einer zul�ssigen Vorinstanz (Art. 75 BGG) und alle Beschwerdef�hrer haben vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen und haben ein schutzw�rdiges Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Urteils, soweit es um den Obhutsentzug und die Unterbringung geht (Art. 76 Abs. 1 BGG). Z.________ ist unm�ndig, aber zur selbst�ndigen Beschwerdef�hrung legitimiert (Art. 19 Abs. 2 und Art. 314a Abs. 2 ZGB).
2.4 Die Qualifikation als vorsorgliche Massnahme hat zur Folge, dass einzig die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden kann (Art. 98 BGG). Es gilt demnach das strenge R�geprinzip gem�ss Art. 106 Abs. 2 BGG. Eine Verfassungsr�ge muss pr�zise vorgebracht und begr�ndet werden (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88). Dies bedeutet, dass anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen (BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234 mit Hinweisen).
Die erhobenen R�gen m�ssen in der Beschwerdeschrift selber enthalten sein (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 400). Die vom Rechtsvertreter von A.X.________ und B.X.________ vorgenommene pauschale Verweisung auf seine Ausf�hrungen in der Beschwerde im Verfahren 5A_10/2012 ist folglich unzul�ssig.
3.1 Die Beschwerdef�hrer hatten vor der Vorinstanz vorgebracht, das Departement sei nicht berechtigt gewesen, die Vollstreckung der Verf�gung der Vormundschaftsbeh�rde vom 9. November 2011 aufzuschieben und diese Verf�gung aufzuheben, da gegen diese Verf�gung kein ordentliches Rechtsmittel erhoben worden sei.
Dazu hat das Verwaltungsgericht erwogen, der Regierungsrat sei Aufsichtsbeh�rde des Departements und nicht das Verwaltungsgericht. Soweit die Beschwerdef�hrer aufsichtsrechtliche Einw�nde gegen die beiden Departementsverf�gungen vom 11. November und 14. Dezember 2011 vorgebracht h�tten, k�nne darauf nicht eingetreten werden. Sofern im �brigen die Voraussetzungen von � 22 des solothurnischen Gesetzes vom 15. November 1970 �ber den Rechtsschutz in Verwaltungssachen (Verwaltungsrechtspflegegesetz; BGS 124.11 [fortan VRPG/SO]) erf�llt seien, sei das Departement zum Widerruf einer rechtskr�ftigen Verf�gung berechtigt. Ob diese Voraussetzungen vorgelegen haben, w�re aber Gegenstand eines aufsichtsrechtlichen Verfahrens und vom Regierungsrat zu kl�ren.
F�r das Verfahren vor Verwaltungsgericht sei einzig relevant, dass ein beschwerdef�higes Anfechtungsobjekt vorliege. Dies sei der Fall, denn das Departement sei vormundschaftliche Aufsichtsbeh�rde und nach � 117 des Gesetzes vom 4. April 1954 �ber die Einf�hrung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (BGS 211.1 [fortan: EGZGB/SO]) berechtigt, Weisungen zu erlassen, von sich aus Massnahmen einzuleiten und die geeigneten Verf�gungen zu treffen. Gem�ss � 118 EGZGB/SO k�nnten Verf�gungen des Departements in Vormundschaftssachen mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden.
3.2 Die Beschwerdef�hrer halten diese Erw�gungen f�r willk�rlich. Gegen die Verf�gung der Vormundschaftskommission vom 9. November 2011 sei kein Rechtsmittel (gem�ss Art. 420 Abs. 2 ZGB), sondern bloss eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht worden. Eine Aufsichtsbeschwerde k�nne nicht zur Aufhebung des Entscheids der Vormundschaftsbeh�rde f�hren. Vor Verwaltungsgericht sei es um diese verfahrensrechtliche Frage gegangen und nicht um die materielle, ob Z.________ in einem Heim unterzubringen sei oder nicht. Die Aufsichtsbeschwerde k�nne sich zwar gegen eine Verf�gung richten, doch sei sie subsidi�r zu den ordentlichen Rechtsmitteln. Eine formell rechtskr�ftige Verf�gung k�nne durch die Aufsichtsbeh�rde nur bei Nichtigkeit aufgehoben werden. Dies gelte auch im Rahmen von � 22 VRPG/SO.
3.3 Das Kindesschutzverfahren untersteht grunds�tzlich kantonalem Recht und ist nur punktuell bundesrechtlich geregelt (allgemein Art. 314 ZGB; f�r die Unterbringung in einer Anstalt: Art. 314a i.V.m. Art. 397d ff. ZGB). Die Vorinstanz hat f�r die von den Beschwerdef�hrern aufgeworfene Frage der Kompetenz des Departements zum Vollstreckungsaufschub bzw. zur Aufhebung der Verf�gung der Vormundschaftsbeh�rde vom 9. November 2011 � 22 VRPG/SO und � 117 EGZGB/SO angewandt. � 22 Abs. 1 VRPG/SO sieht vor, dass Verf�gungen und Entscheide durch die zust�ndige Beh�rde oder die Aufsichtsbeh�rde abge�ndert oder widerrufen werden k�nnen, falls sich die Verh�ltnisse ge�ndert haben oder, sofern R�ckkommensgr�nde bestehen, �berwiegende Interessen dies erfordern. Sie sieht somit ausdr�cklich vor, dass auch eine Aufsichtsbeh�rde auf eine bereits erlassene Verf�gung zur�ckkommen kann. � 117 EGZGB/SO r�umt dem Departement als Aufsichtsbeh�rde die Kompetenz ein, die geeigneten Verf�gungen zu treffen. Die Beschwerdef�hrer legen nicht detailliert dar, inwiefern in der Anwendung dieser Normen auf den vorliegenden Sachverhalt eine Verfassungsverletzung (z.B. eine Verletzung von Art. 9 oder Art. 49 Abs. 1 BV) liegen soll. Insbesondere legen sie nicht dar, weshalb die entsprechenden Normen nicht gelten sollten, wenn die Aufsichtsbeh�rde aufgrund einer Aufsichtsbeschwerde die F�hrung des Kindesschutzverfahrens an sich zieht und nicht auf anderem Wege mit dem Fall befasst worden ist. Auf die entsprechende R�ge kann demnach nicht eingetreten werden.
4.1 Das Verwaltungsgericht hat sodann in der Sache den Obhutsentzug und die Unterbringung im Zentrum f�r Sonderp�dagogik beurteilt. Es hat zun�chst festgehalten, aus dem in den Akten dokumentierten Verlauf (gek�rzt wiedergegeben oben in lit. A) ergebe sich, dass A.X.________ seit etwa zehn Jahren �berm�ssig Alkohol konsumiere und unter Alkoholeinfluss sehr aggressiv reagiere. Er schlage seine Ehefrau. W�hrend gewisser Zeit habe er auch Z.________ geschlagen, wobei unterschiedliche Angaben best�nden, ob dies weiterhin der Fall sei. Die Gewaltproblematik sei nicht nur f�r die physische Gesundheit von Z.________ sch�dlich, sondern erzeuge auch grossen psychischen Stress. Zugleich befinde sich Z.________ in einem Loyalit�tskonflikt. Das Alkoholproblem des Vaters sei nicht gel�st. Die gegenteilige Erw�gung in der Verf�gung vom 9. November 2011 sei nicht nachvollziehbar, da damals bereits bekannt gewesen sei, dass er auf die Antabus-Kur nicht anspreche und die Ehefrau mitgeteilt habe, dass er weiterhin Alkohol trinke. Notwendig w�re ein vollkommener Entzug, der f�r l�ngere Zeit durchgehalten werde. Vorher liege keine Ver�nderung der Verh�ltnisse vor. Das Kindswohl von Z.________ bleibe aufgrund der Gewaltanwendung und der Alkoholproblematik ernstlich gef�hrdet.
Die Eltern seien zudem mit der Erziehung �berfordert. Es best�nden finanzielle Schwierigkeiten und kulturelle Integrationsprobleme. Die Eltern spr�chen oder verst�nden kaum Deutsch, was die Zusammenarbeit mit Schule und Sozialbeh�rden stark erschwere. In organisatorischen Belangen schienen sie nicht in der Lage zu sein, die Kinder gen�gend zu unterst�tzen, obwohl Z.________ laut diversen Fachmeinungen auf enge F�hrung und Unterst�tzung angewiesen w�re. Die Eltern wehrten sich zudem gegen s�mtliche Hilfestellungen. Dass die Eltern den Anforderungen nicht gewachsen seien, zeige sich auch daran, dass sich die Mutter nicht an die Di�t-Vorschriften halte, die Z.________ aufgrund seiner Allergie einhalten m�sste. Das Verwaltungsgericht hat offengelassen, ob die Verhaltensauff�lligkeiten von Z.________ durch die famili�re Situation oder ein Asperger-Syndrom bedingt seien. Fest stehe jedenfalls, dass er aufgrund seiner Defizite einer besonders intensiven Betreuung bed�rfe.
Nachdem die milderen Massnahmen gescheitert seien, erscheine es als mildestes und einzig geeignetes Mittel, Z.________ aus der Familie herauszunehmen und in einem Internat unterzubringen. Vorliegend k�nne nicht davon ausgegangen werden, dass sich die Verh�ltnisse inzwischen wesentlich verbessert h�tten. Eine �nderung sei erst dann zu beachten, wenn der Zustand eine gewisse Zeitspanne andauere und eine gewisse Stabilit�t aufweise. Ein Hin und Her bei der Platzierung w�re dem Kindeswohl abtr�glich. Die Voraussetzungen von Art. 310 ZGB f�r einen Obhutsentzug und eine Platzierung seien somit erf�llt.
4.2 Die Beschwerdef�hrer wenden sich gegen den Obhutsentzug und die Fremdplatzierung. Sie machen geltend, das Verwaltungsgericht habe dar�ber nicht befinden d�rfen, da dies nicht Verfahrensthema sei, sondern einzig die Zust�ndigkeit des Departements zum Aufschub bzw. zur Aufhebung der Verf�gung der Vormundschaftsbeh�rde. Das Alkoholproblem des Vaters bestehe nicht mehr. Z.________ wolle lieber bei den Eltern und nicht im Zentrum f�r Sonderp�dagogik wohnen. Angesichts seines Alters m�ssten seine Aussagen ernst genommen werden und ein Interessenkonflikt sei auszuschliessen. Es liege zudem keine fach�rztliche Untersuchung bzw. kein Gutachten f�r die Unterbringung von Z.________ vor. Insbesondere gen�ge der Abkl�rungsbericht der IV-Stelle vom 10. November 2011 dazu nicht. Eine akute Gef�hrdung von Z.________ liege nicht vor. W�re Z.________ gef�hrdet, w�ren es auch seine beiden Br�der, die aber nach wie vor zu Hause wohnen w�rden. Zudem verbringe Z.________ die Ferien, die Wochenenden und den Mittwochnachmittag zu Hause, was bei einer akuten Kindswohlgef�hrdung nicht zu verantworten w�re. Das Verwaltungsgericht habe aufgrund �lterer und nicht mehr aktueller Berichte geurteilt. Z.________ leide an einem Asperger-Syndrom, das durch den Besuch der Heilp�dagogischen Schule in F.________ aufgefangen werden k�nne. Es sei viel zu wenig ber�cksichtigt worden, dass die Probleme von Z.________ mit dem Asperger-Syndrom zusammenhingen und nicht mit den famili�ren Umst�nden. Die bisherigen vormundschaftlichen Massnahmen h�tten schliesslich in ihrer Gesamtheit gegriffen.
4.3 Diese R�gen gen�gen den Begr�ndungsanforderungen weitgehend nicht und sind im �brigen unbegr�ndet. Was zun�chst die Kompetenz des Verwaltungsgerichts angeht, so setzen sich die Beschwerdef�hrer nicht mit den von der Vorinstanz angewandten Normen auseinander: Das Verwaltungsgericht hat n�mlich ausgef�hrt, gem�ss � 118 EGZGB/SO k�nnten Verf�gungen des Departements in Vormundschaftssachen mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht gezogen werden. Im �brigen beschr�nken sich die Beschwerdef�hrer weitgehend darauf, den Sachverhalt aus ihrer Sicht darzustellen und ihn zu erg�nzen bzw. die von der Vorinstanz genannten Sachverhaltselemente anders zu gewichten. Ohne eine gen�gende Willk�rr�ge zu erheben, bestreiten sie z.B. den Fortbestand des Alkoholproblems des Vaters oder die Existenz eines Loyalit�tskonflikts von Z.________. Dass Z.________ den Obhutsentzug und die Platzierung nicht w�nscht, hat die Vorinstanz ber�cksichtigt, dabei aber ausf�hrlich dargelegt, wieso die Massnahme dennoch erforderlich ist. Zudem hat sie die entsprechenden �usserungen gerade auf seine Zerrissenheit zur�ckgef�hrt, welche von den Beschwerdef�hrern allerdings unsubstantiiert bestritten wird. Die Betonung des angeblichen Asperger-Syndroms von Z.________ geht an der Sache vorbei: Das Verwaltungsgericht hat n�mlich offengelassen, ob die Schwierigkeiten von Z.________ auf die famili�ren Umst�nde oder dieses Syndrom zur�ckzuf�hren seien, hat aber als wesentlich erachtet, dass die Eltern so oder anders mit der Situation �berfordert seien. Dass das Verwaltungsgericht einzig aufgrund veralteter Unterlagen entschieden habe, trifft nicht zu, hat es doch ausf�hrlich Aktenst�cke, die bis in die j�ngste Vergangenheit reichen, zitiert und in seine Beurteilung einfliessen lassen. Zutreffend ist, dass im Zusammenhang mit der Platzierung bisher kein �rztliches Gutachten eingeholt worden ist. Wie die Anw�ltin von Z.________ selber ausf�hrt, hat das Departement des Innern mit Verf�gung vom 3. Februar 2012 jedoch angek�ndigt, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag zu geben (zur Notwendigkeit solcher Gutachten bei Kindern, die schwer gesch�digt sind BGE 131 III 409 E. 4.3 S. 410 f.). Es ist keine Verfassungsverletzung darin ersichtlich, dass dies noch nicht geschehen ist, zumal Z.________ ohnehin nicht schwer gesch�digt zu sein scheint. Dass die bisherigen Massnahmen gegriffen h�tten, stellt wiederum bloss eine Wertung der Beschwerdef�hrer dar, mit der nicht konkret belegt werden kann, inwiefern der gegenteilige Schluss der Vorinstanz willk�rlich w�re. Schliesslich kann auch nichts daraus abgeleitet werden, dass die Br�der von Z.________ nach wie vor bei den Eltern wohnen. Sie sind nicht Gegenstand des Verfahrens und die Platzierung st�tzt sich auf eine Vielzahl von Gr�nden, die nicht notwendigerweise auch auf sie zuzutreffen brauchen. Schliesslich erscheint die Unterbringung auch nicht als unhaltbar angesichts der Tatsache, dass Z.________ dennoch relativ viel Zeit zu Hause verbringen darf.
5.1 Z.________ wendet sich schliesslich dagegen, dass die Vorinstanz die von seiner Rechtsvertreterin geltend gemachte Entsch�digung gek�rzt hat.
5.2 Bei der unentgeltlichen Verbeist�ndung handelt es sich um ein �ffentlich-rechtliches Verh�ltnis zwischen dem Staat und dem Rechtsanwalt (BGE 132 V 200 E. 5.1.4 S. 205), das einen Honoraranspruch des Rechtsbeistands gegen�ber dem Staat und nicht gegen�ber dem Vertretenen begr�ndet. Entsch�digt der Staat im Rahmen der gew�hrten unentgeltlichen Rechtspflege den amtlichen Vertreter, kann dieser keine weitergehende Honorarforderung an die von ihm vertretene Partei stellen (BGE 108 Ia 11 E. 1 S. 12 f.; 117 Ia 22 E. 4e S. 26; 122 I 322 E. 3b S. 325 f.). Die amtlich verbeist�ndete Partei hat kein sch�tzenswertes Interesse (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG) an der Erh�hung der Entsch�digung ihres amtlichen Anwalts. Dadurch w�rde einzig der Betrag erh�ht, den sie gegebenenfalls dem Gemeinwesen zur�ckzuzahlen h�tte, sofern nach dem massgebenden kantonalen Recht ein Nachforderungsanspruch des Staates besteht und die Partei nachtr�glich zu hinreichenden finanziellen Mitteln gelangt (Urteil 5A_451/2011 vom 25. Juli 2011 E. 1.2 mit Hinweisen). Es obliegt vielmehr dem amtlichen Anwalt, in eigenem Namen gegen eine seines Erachtens zu tief ausgefallene Entsch�digung Beschwerde zu f�hren (Urteil 5D_67/2010 vom 6. September 2010 E. 1.3 mit Hinweis).
5.3 Die Anw�ltin von Z.________ f�hrt den die Entsch�digung betreffenden Teil der Beschwerde nicht in eigenem Namen, sondern - wie den Rest der Beschwerde - im Namen von Z.________. Auf diesen Punkt kann demnach nicht eingetreten werden.
Die Beschwerden sind folglich abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann.
Es rechtfertigt sich, auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Den Beschwerdef�hrern wird das Recht zur unentgeltlichen Rechtspflege erteilt. A.X.________ und B.X.________ wird Advokat Dr. Stefan Suter als unentgeltlicher Rechtsvertreter und Z.________ wird Advokatin Sandra Sutter-Jeker als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt. Die Rechtsvertreter werden aus der Bundesgerichtskasse angemessen entsch�digt (Art. 64 BGG).
Die Verfahren 5A_166/2012 und 5A_167/2012 werden vereinigt.
Den Beschwerdef�hrern wird das Recht zur unentgeltlichen Rechtspflege erteilt. A.X.________ und B.X.________ wird Advokat Dr. Stefan Suter als unentgeltlicher Rechtsvertreter beigeordnet. Z.________ wird Advokatin Sandra Sutter-Jeker als unentgeltliche Rechtsvertreterin beigeordnet.
Den beiden Rechtsvertretern wird eine Entsch�digung von je Fr. 1'500.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.