Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=2013-01-15&Aktenzeichen=XI%20ZR%2022%2F12
Timestamp: 2017-03-24 02:14:17
Document Index: 128617643

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'Art. 3', '§ 242', '§ 3', 'Art 3', '§ 242', '§ 307', 'Art. 3', '§ 242', '§ 242', 'Art. 3', 'BGH', '§ 675', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', '§ 492', '§ 504', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', '§ 6', 'BGH', 'BGH']

BGH, 15.01.2013 - XI ZR 22/12 - dejure.org
Rechtsprechung BGH, 15.01.2013 - XI ZR 22/12 Volltextveröffentlichungen (12)
AGB-Banken 2002 Nr. 19 Abs. 1; GG Art. 3 Abs. 1; BGB § 242
§§ 3 Abs. 1, 242 BGB; Nr. 19 Abs. 1 AGB-Banken2002
Nr 19 Abs 1 BankAGB 2002, Art 3 Abs 1 GG, § 242 BGB, § 307 BGBKündigung eines Girovertrages: Erforderlichkeit einer Interessenabwägung; mittelbare Drittwirkung des allgemeinen Gleichheitssatzes
Kündigung eines Girokontos auch ohne sachlichen Grund
AGB-Banken 2002 Nr. 19 Abs. 1Zur wirksamen ordentlichen Kündigung eines Girovertrages durch Bank
Bank darf Girokonto jederzeit ordentlich kündigen
Girovertrag - Kündigung durch Bank - Interessenabwägung, Erforderlichkeit von
Privatbank kann Girokonto jederzeit kündigen - Wird dem Kunden eine angemessene Kündigungsfrist eingeräumt, sind seine Interessen ausreichend berücksichtigt
AGB-Bk Nr. 19 Abs. 1 a. F.; GG Art. 3 Abs. 1; BGB § 242Kündigung eines Girokontos auch ohne sachlichen Grund
Zum ordentlichen Kündigungsrecht der privaten Banken
Ordentliches Kündigungsrecht eines Girovertrags
Grundlose ordentliche Kündigung eines Girokontos durch Bank
sueddeutsche.de (Pressemeldung, 15.01.2013)
Commerzbank darf Rechtsextremen kündigen
Privatautonomie - Bank darf Girokonto grundlos kündigen
taz.de (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 12.01.2013)
AGB-Bk Nr. 19 Abs. 1 a. F.; BGB § 242; GG Art. 3 Abs. 1Kündigung eines Girokontos auch ohne sachlichen Grund
LG Bremen, 06.01.2011 - 2 O 2150/09
OLG Bremen, 09.12.2011 - 2 U 20/11
NJW 2013, 1519
ZIP 2013, 304
NJ 2013, 257
WM 2013, 316
Wird zitiert von ... (10) BGH, 05.05.2015 - XI ZR 214/14 Zur Wirksamkeit einer Klausel zum ordentlichen Kündigungsrecht der SparkassenDas Recht der ordentlichen Kündigung eines Girovertrages war damals - anders als heute (§ 675h Abs. 2 Satz 1 BGB) - noch nicht von einer ausdrücklichen Vereinbarung abhängig (Senatsurteil vom 15. Januar 2013 - XI ZR 22/12, WM 2013, 316 Rn. 14 mwN).
BGH, 14.02.2017 - VI ZB 24/16 Auslegung eines Prozessvergleichs über die "Kosten des Rechtsstreits"a) Ob die tatrichterliche Auslegung eines Prozessvergleichs im Rechtsbeschwerdeverfahren nur darauf überprüft werden kann, ob anerkannte Auslegungsgrundsätze, gesetzliche Auslegungsregeln, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt sind oder ob, weil es sich (auch) um eine Prozesshandlung handelt, die Auslegung eines Prozessvergleichs auch hinsichtlich seines materiell-rechtlichen Teils unbeschränkt überprüft und damit selbständig vorgenommen werden kann, wird in der Rechtsprechung nicht einheitlich beantwortet (vgl. für eine uneingeschränkte Überprüfbarkeit: BAGE 42, 244, 249 f.; dagegen: BGH, Urteil vom 4. April 1968 - VII ZR 152/65, MDR 1968, 576; offenlassend: BGH, Urteile vom 11. Mai 1995 - VII ZR 116/94, NJW-RR 1995, 1201, 1202; vom 8. Dezember 1999 - I ZR 101/97, NJW-RR 2001, 614, 619; vom 22. Juni 2005 - VIII ZR 214/04, NJW-RR 2005, 1323, 1324; vom 15. Januar 2013 - XI ZR 22/12, NJW 2013, 1519 Rn. 34 [jeweils zum Revisionsverfahren]; BGH;… Beschluss vom 29. September 2011 - V ZB 241/10, juris Rn. 13).
BGH, 16.07.2013 - XI ZR 260/12 Allgemeine Geschäftsbedingungen der Banken: Inhaltskontrolle für …Diese Kündigung erfordert auch bei nicht fristgebundenem Kündigungsrecht jedenfalls eine entsprechende Erklärung des Darlehensgebers, die im Einzelfall Beschränkungen unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben (§ 242 BGB) unterliegen (vgl. Senatsurteil vom 15. Januar 2013 - XI ZR 22/12, WM 2013, 316 Rn. 25, 30, jeweils mwN) sowie an die Wahrung der Textform (§ 492 Abs. 5 i.V.m. § 504 Abs. 2 Satz 2 BGB) geknüpft sein kann (vgl. OLG Schleswig, WM 2012, 1914, 1919 f.).
BGH, 28.01.2014 - XI ZR 424/12 Allgemeine Geschäftsbedingungen der Sparkassen: Inhaltskontrolle für eine …Sollte sie dies gleichwohl tun, wird ihr die Berufung auf Nr. 7 Abs. 3 Satz 1 AGB-Sparkassen nach § 242 BGB verwehrt sein (vgl. Senatsurteil vom 15. Januar 2013 - XI ZR 22/12, WM 2013, 316 Rn. 25).
OLG Frankfurt, 26.03.2013 - 6 U 184/12 Unlautere Geltendmachung von Forderungen aus "Abofallen"; Eingriff in den …Selbst wenn die Bank 1 nicht zum Mittel der fristlosen Kündigung des Kontovertrages hätte greifen wollen, hätte das Schreiben jedenfalls Anlass für eine ordentliche Kündigung des Vertrages geben können, für die nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. zuletzt Urteil vom 15.1.2013 - XI ZR 22/12) nicht einmal besondere Gründe angeführt werden müssen.
BGH, 22.01.2015 - VII ZR 353/12 Bauvertrag mit dem öffentlichen Auftraggeber über die Errichtung einer Brücke: …Zu diesen Auslegungsgrundsätzen gehört, dass neben den beiderseitigen Interessen in erster Linie der von den Parteien gewählte Wortlaut und der diesem zu entnehmende objektiv erklärte Wille der Parteien zu berücksichtigen ist (BGH, Urteile vom 15. Januar 2013 - XI ZR 22/12, NJW 2013, 1519 Rn. 36;… vom 26. Oktober 2009 - II ZR 222/08, NJW 2010, 64 Rn. 18;… vom 17. Dezember 2009 - IX ZR 214/08, NJW-RR 2010, 773 Rn. 14).
OLG Nürnberg, 29.04.2014 - 3 U 2038/13 Inhaltskontrolle von Sparkassen-AGB: Untersagung der ordentlichen Kündigung eines …Der Bundesgerichtshof habe die Rechtsansicht der Beklagten in den Urteilen vom 11.12.1990 - XI ZR 54/90 zu § 6 Abs. 1 SpkG Baden-Württemberg, vom 11.3.2006 - XI ZR 403/11 zur hier einschlägigen Regelung und vom 15.1.2013 - XI ZR 22/12 zu Nr. 19 Abs. 1 AGB-Banken bestätigt.
ArbG Stuttgart, 09.07.2014 - 11 Ca 1767/14 Hausverbot nach beendetem Arbeitsverhältnis; Einschränkung bei …Eine Bindung der Beklagten in diesem Sinne fände ihre Rechtfertigung in der mittelbaren Einflussnahme auf die Vertragsbeziehungen zwischen dem Kläger und anderen Arbeitgebern (zur Auswirkung von (sozialen) Machtverhältnissen auf das Verhältnis einzelner Privatrechtsobjekte zueinander für den Gleichheitssatz: BGH 15.01.2013 -XI ZR 22/12- Rn: 26 ff, juris "Kündigung eines Bankvertrages").
OVG Schleswig-Holstein, 15.01.2015 - 2 LB 21/13 Anspruch eines Verlagsunternehmens mit rechtsradikalem Schriftgut auf Eröffnung …Die Revision der Klägerin führte zur Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils und zur Zurückverweisung der Sache an das Oberlandesgericht Bremen als Berufungsgericht durch Urteil vom 15.01.2013 (Az. XI ZR 22/12, veröffentlicht in DB 2013, 749).
OLG Düsseldorf, 13.07.2016 - U (Kart) 1/16 Mit Rücksicht auf die privatrechtliche Vertragsfreiheit bejaht die höchstrichterliche Rechtsprechung eine Geltung des Gleichheitssatzes im Privatrecht nur, wenn und soweit zwischen den in Rede stehenden Privatrechtssubjekten ein (soziales) Machtgefälle besteht (vgl. BGH, NJW 2013, 1519, juris Rn. 27).