Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=20.07.1955&Aktenzeichen=1%20BvO%2021/54
Timestamp: 2019-08-25 06:25:58
Document Index: 329681973

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'Art. 100', 'Art. 126', '§ 86', 'Art. 126', '§ 86', 'Art. 126', '§ 86', 'Art. 124']

BVerfG, 20.07.1955 - 1 BvO 21/54 - dejure.org
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BVerfG, 20.07.1955 - 1 BvO 21/54 (https://dejure.org/1955,106)
BVerfG, Entscheidung vom 20.07.1955 - 1 BvO 21/54 (https://dejure.org/1955,106)
BVerfG, Entscheidung vom 20. Juli 1955 - 1 BvO 21/54 (https://dejure.org/1955,106)
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BGH, 29.04.1954 - 3 StR 861/52
BGH, 13.10.1955 - 3 StR 861/52
BVerfGE 4, 214
NJW 1955, 1271
DVBl 1955, 748
BVerfG, 14.04.1959 - 1 BvL 23/57
Aus dem Zusammenhang des Beschlusses ergibt sich jedoch, daß das Finanzgericht nicht nur Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit dieser Vorschrift hat, sondern sie wegen Verstoßes gegen das Grundgesetz für nichtig hält (vgl. BVerfGE 1, 184 [189]; 2, 406 [411]; 4, 214 [218]).
Inzwischen hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluß vom 20. Juli 1955 (BVerfGE 4, 214 [218]) ausgesprochen, daß eine Vorlage nach Art. 100 Abs. 1 GG zulässig und geboten ist, wenn ein Gericht annimmt, ein entscheidungserhebliches Gesetz aus der Zeit zwischen dem 23. Mai und dem 7. September 1949 verstoße gegen das Grundgesetz.
Die in ihrem Rang umstrittene Rechtsnorm gilt noch (vgl. BVerfGE 4, 214 [216]).
Er hat vielmehr den Standpunkt eingenommen, daß das Prinzip, wonach eine Vorlage gemäß Art. 126 GG nur bezüglich einer Vorschrift zulässig sei, die das vorliegende Gericht für gültig halte (BVerfGE 4, 214 (216)), hier nicht anwendbar sei.
Das Bundesverfassungsgericht hat in der Entscheidung vom 20. Juli 1955 (BVerfGE 4, 214 (216)) ausgeführt, eine Vorlage nach § 86 Abs. 2 BVerfGG setze voraus, daß das vorlegende Gericht die Norm für gültig hält; jedenfalls aber habe das Bundesverfassungsgericht über die Geltung der Vorschrift als Vorfrage zu entscheiden.
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts wäre eine Vorlage schon dann unzulässig, wenn das Gericht lediglich Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit einer Norm hat (vgl. BVerfGE 1, 184 [189]; 2, 406 [411]; 4, 214 [218]; 7, 29 [35]; 16, 188 [189]; 22, 175 [177]).
Der Senat hält sich dort zu eigener Entscheidung für befugt, obgleich der 3. Strafsenat vorher in derselben Frage [Fortgeltung als Bundesrecht] das Bundesverfassungsgericht freilich unzulässigerweise angerufen hatte [BVerfGE 4, 214 [216]].
BVerfG, 07.05.1963 - 2 BvL 8/63
Das Gericht muß Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit eines Gesetzes überwinden und sich zu dieser Frage eine feste Meinung bilden (BVerfGE 4, 214 (218)).
Beschränkt sich jedoch die Meinungsverschiedenheit schlechthin auf die Frage der Geltung des Gesetzes, so kommt ein Verfahren nach Art. 126 GG , § 86 Abs. 2 BVerfGG nicht in Betracht (BVerfGE 4, 214 (216)).
Daß das Bundesverfassungsgericht befugt ist, für die Entscheidung maßgebliche Inzidentfragen zu prüfen, entspricht seiner ständigen Rechtsprechung (BVerfGE 4, 214 [216]; 8, 186 [190]; vgl. auch BVerfGE 2, 181 [193]).
Die Entscheidung kann ohne mündliche Verhandlung ergehen (BVerfGE 2, 213 [217 f.]; 4, 214 [216]).
BVerfG, 23.07.1963 - 2 BvO 1/63
Ein Gericht hat sein Verfahren nach Art. 126 GG i. V. m. § 86 Abs. 2 BVerfGG auszusetzen und die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts einzuholen, wenn in diesem Verfahren streitig und erheblich ist, ob ein gültiges Gesetz auf Grund eines der Tatbestände der Art. 124 und 125 GG als Bundesrecht fortgilt (BVerfGE 1, 162 [164 f.]; 2, 341 [345]; 3, 354 [356]; 3, 357 [35Sf.]; 3, 368 [373]; 4, 214 [216]; Beschluß vom 7. Mai 1963 - 2 BvL 8/63 - S. 10 f.).
BVerfG, 11.02.1958 - 2 BvO 1/57
Unzulässigkeit der richtervorlage wegen eigener Entscheidungskompetenz