Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=27.03.2009&Aktenzeichen=VIII%20B%20184/08
Timestamp: 2019-07-18 04:04:14
Document Index: 132308748

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 4', '§ 9', '§ 9', '§ 34', '§ 52', '§ 115', '§ 115', '§ 4', '§ 9', '§ 4', '§ 9', '§ 4', '§ 118', '§ 116', '§ 118']

BFH, 27.03.2009 - VIII B 184/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,662
BFH, 27.03.2009 - VIII B 184/08 (https://dejure.org/2009,662)
BFH, Entscheidung vom 27.03.2009 - VIII B 184/08 (https://dejure.org/2009,662)
BFH, Entscheidung vom 27. März 2009 - VIII B 184/08 (https://dejure.org/2009,662)
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EStG § 3 Nr. 9, § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b, § 9 Abs. 1 Satz 1, § 9 Abs. 5, § 34 Abs. 1, § 52 Abs. 4a; FGO § 115 Abs. 2 Nr. 1, § 115 Abs. 2 Nr. 2
Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer eines Kapitalanlegers; Abzugsbeschränkung verstößt nicht gegen das objektive Nettoprinzip; Mittelpunkt der gesamten beruflichen Betätigung; Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtsfrage, die ausgelaufenes Recht betrifft; Vorliegen von a
Abzugsbeschränkung verstößt nicht gegen das objektive Nettoprinzip
EStG § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6b; EStG § 9 Abs. 5
Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer eines Kapitalanlegers; Mittelpunkt der gesamten beruflichen Betätigung; Abzugsbeschränkung verstößt nicht gegen das objektive Nettoprinzip
Werbungskosten/Betriebsausgaben - Häusliche Arbeitszimmer: Aktuelle Rechtsprechung lässt wieder hoffen
Abzugsfähigkeit von Aufwendungen eines Steuerpflichtigen für ein häusliches Arbeitszimmer bei Einkünften aus Kapitalvermögen; Anwendbarkeit des § 4 Abs. 5 S. 1 Nr. 6b Einkommensteuergesetz (EStG) auf Einkünfte aus Kapitalvermögen
Absetzbarkeit des häuslichen Arbeitszimmers bei Kapitaleinkünften
Kein Abzug für Arbeitszimmer eines Kapitalanlegers in VZ 2006
Anleger haben kein Arbeitszimmer
Kapitalanleger: Arbeitszimmer absetzen
Aufwendungen eines Kapitalanlegers für häusliches Arbeitszimmer als Werbungskosten
Anleger haben kein steuerbegünstigtes Arbeitszimmer
BStBl II 2010, 850
dd) Diese Beurteilung steht auch nicht im Widerspruch zu den Ausführungen im BFH-Beschluss in BFHE 224, 458, BStBl II 2009, 850.
In seinem Beschluss vom 27. März 2009 VIII B 184/08 (Kapitalanleger) stelle der Bundesfinanzhof (BFH) zwar darauf ab, dass auch Tätigkeiten, die der Nutzenziehung dienten, in die Gesamtschau einzubeziehen seien, er erwähne jedoch ausdrücklich "teilweise" sonstige Einkünfte.
Diese Rechtsprechung ist auf alle Berufsgruppen anzuwenden (vgl. BFH-Beschluss vom 27. März 2009 VIII B 184/08, BStBl II 2009, 850 mwN.).
Insbesondere sind auch solche Einkunftsarten einzubeziehen, bei denen keine berufliche Tätigkeit, sondern die bloße Nutzenziehung im Vordergrund steht, weil § 9 Abs. 5 Satz 1 EStG eine nur sinngemäße Anwendbarkeit des unmittelbar nur für den Betriebsausgabenabzug geltenden Tatbestandes für alle Überschusseinkünfte vorsieht (BFH-Urteil vom 27. März 2009 VIII B 184/08, BStBl. II 2009, 850; s. auch bereits BFH-Beschluss vom 9. März 2009 IX B 186/08, juris).
In seinem Beschluss vom 27. März 2009 VIII B 184/08 BStBl. II 2009, 850 hat er nur ausgeführt, die Bestimmungen für den Abzug von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer seien bei allen Einkunftsarten anzuwenden, und zwar auch bei solchen, bei denen die Nutzenziehung im Vordergrund stehe "(Einkünfte aus Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung sowie - teilweise - sonstige Einkünfte)".
Die Entscheidung des BFH vom 27. März 2009 VIII B 184/08, BStBl. II 2009, 850 steht dieser Auffassung nicht entgegen.
a) Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist der "Mittelpunkt" i.S. des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 3, 2. Halbsatz EStG --für alle Berufsgruppen gleichermaßen (BFH-Beschlüsse vom 27. März 2009 VIII B 184/08, BFHE 224, 458, BStBl II 2009, 850;… vom 14. Juli 2010 VI B 43/10, BFH/NV 2010, 2053)-- nach dem inhaltlichen (qualitativen) Schwerpunkt der betrieblichen und beruflichen Betätigung eines Steuerpflichtigen zu bestimmen (vgl. BFH-Urteile vom 13. November 2002 VI R 28/02, BFHE 201, 106, BStBl II 2004, 59;… vom 15. März 2007 VI R 65/05, BFH/NV 2007, 1133, m.w.N;… BFH-Beschluss vom 22. Oktober 2007 XI B 12/07, BFH/NV 2008, 47, m.w.N.).
Beurteilungsgrundlage ist dabei die gesamte der Erzielung von Einkünften dienende Tätigkeit des Steuerpflichtigen (BFH-Beschluss in BFHE 224, 458, BStBl II 2009, 850).
Dabei muss der Beschwerdeführer von den vom FG getroffenen tatsächlichen Feststellungen ausgehen, die den BFH gemäß § 118 Abs. 2 FGO auch im Beschwerdeverfahren wegen Nichtzulassung der Revision grundsätzlich binden (BFH-Beschluss vom 27. März 2009 VIII B 184/08, BFHE 224, 458, BStBl II 2009, 850, unter II.2.b).
Ein Klärungsbedarf besteht nicht, wenn sich eine Rechtsfrage ohne Weiteres aus dem klaren Wortlaut und Sinngehalt des Gesetzes beantworten lässt oder die Rechtsfrage offensichtlich so zu entscheiden ist, wie es das FG getan hat, die Rechtslage also eindeutig ist (ständige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschlüsse vom 27. März 2009 VIII B 184/08, BFHE 224, 458, BStBl II 2009, 850; vom 6. Mai 2004 V B 101/03, BFHE 205, 416, BStBl II 2004, 748, und vom 29. Oktober 2013 V B 58/13).
Diese Rechtsfrage ist indes offensichtlich so zu entscheiden, wie es das FG --mit bejahender Antwort-- getan hat und deshalb nicht klärungsbedürftig (ständige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschluss vom 27. März 2009 VIII B 184/08, BFHE 224, 458, BStBl II 2009, 850).
Selbst wenn man aber davon ausgehen wollte, dass die Darlegungen der Klägerin den Anforderungen des § 116 Abs. 3 Satz 3 FGO noch genügten, so wäre die aufgeworfene Rechtsfrage jedenfalls nicht klärungsbedürftig, weil sie offensichtlich so zu entscheiden ist, wie es das FG getan hat, die Rechtslage also eindeutig ist (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschlüsse vom 27. März 2009 VIII B 184/08, BFHE 224, 458, BStBl II 2009, 850; vom 6. Mai 2004 V B 101/03, BFHE 205, 416, BStBl II 2004, 748).
Dabei muss der Beschwerdeführer von den vom FG getroffenen tatsächlichen Feststellungen ausgehen, die den BFH gemäß § 118 Abs. 2 FGO auch im Beschwerdeverfahren wegen Nichtzulassung der Revision grundsätzlich binden (BFH-Beschluss vom 27. März 2009 VIII B 184/08, BFHE 224, 458, BStBl II 2009, 850).
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