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Timestamp: 2016-10-28 23:37:57
Document Index: 340533440

Matched Legal Cases: ['§ 11', 'Art. 229', '§ 6', '§ 497', '§ 11', '§ 497', '§ 11']

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Anwalt? Hier lang www.frag-einen-anwalt.de Wirtschaftsrecht, Bankrecht, Wettbewerbsrecht Verjährung?
28.09.2006 20:53 | Preis: ***,00 € |
Meine Frau hat aus erster Ehe mit ihrem Ex-Mann 27450 € Schulden. Von Kerditen 1996-1999
Die Bank hatte März 2002 eine Mahnbescheid über 1000€ geschickt worauf Anwaltlich wiedersprochen wurde. Erst im August diesen Jahres meldete sich die Bank wieder mit einer Forderung von 27.450€ daraufhin wurde von meiner Frau Einrede auf Verjährung gestellt.
Worauf wir Heute einen Brief erhielten, die Forderung ist nicht verjährt. Insoweit ist wohl kaum abzustellen auf den 15.10.1999 als Datum des Kerditvertragabschlusses. Selbst eine Kreditforderung aus 1999 wäre nicht verjährt, vgl. §§ 11 Abs. 1 und Abs. 3 Verbrkeg, 195, 198 BGB a. F.,197 Abs. 1 und Abs. 3 Satz 3 und 4, 209 BGB n. F., Art. 229 § 6 Abs. 1 und Abs. 4 EGBGB, noch weniger ein Kreditkündigungssaldo vom 29.01.2002, dessentwegen die Beklagte mit anwaltlichem Schreiben vom 29.03.2002 eine Rückzahlungsverpflichtung grundweg in Abrede stellen ließ.
Ist es nun verjährt oder nicht?
-- Einsatz geändert am 28.09.2006 21:35:32
-- Einsatz geändert am 28.09.2006 21:36:02 Achtung Archiv
Ihre Angaben sind leider etwas knapp.
§ 497 BGB ersetzte seit dem 01.01.2002 den § 11 VerbrKG.
§ 497 Abs. 3 S. 3 BGB bestimmt nun für die Verjährung eines infolge Zahlungsverzuges des Kunden gekündigtes Darlehen, das die Verjährung bis zur Titulierung (maximal jedoch 10 Jahre) gehemmt sein soll.
§ 11 VerbrKG sah so etwas nicht vor. War früher auch nicht nötig, weil Darlehen nach altem Recht (195 a.F) der dreissigjährigen Verjährungsfrist unterlagen.
Nun beruht die Einführung des Hemmungstatbestandes hier darauf, dass mit der allgemeinen Vereinheitlichung der Verjährungsfristen nunmehr nach neuem Recht auch die Darlehen bereits nach 3 Jahren verjähren. Damit hätte der Bankkunde, der auf das Darlehen Zahlungen leistet, das Problem, dass die Bank gleichwohl alle drei Jahre die Zinsen titulieren müsste (veränderte Tilgungsreihenfolge des 497 III S.1).
Die Normen die die Bank nennt kommen in Frage, jedoch sollten Sie anwaltlich anhand der Unterlagen die vorliegen, den genauen Zeitpunkt prüfen. Ferndiagnosen sind in derartigen Fällen nicht angemessen. Dies ist umso mehr angezeigt, da es wirtschaftlich um eine nicht unbeträchtliche Summe geht.
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