Source: https://gesetze-in-app.de/SGB%209/102
Timestamp: 2019-11-22 09:36:07
Document Index: 279242218

Matched Legal Cases: ['§ 102', '§ 102', '§ 117', '§ 68', '§ 72', '§ 75', '§ 14', '§ 16', '§ 101']

§ 102 SGB 9: Aufgaben des Integrationsamtes
§ 102 SGB 9
1.die Erhebung und Verwendung der Ausgleichsabgabe,
2.den Kündigungsschutz,
3.die begleitende Hilfe im Arbeitsleben,
4.die zeitweilige Entziehung der besonderen Hilfen für schwerbehinderte Menschen (§ 117).Die Integrationsämter werden so ausgestattet, dass sie ihre Aufgaben umfassend und qualifiziert erfüllen können. Hierfür wird besonders geschultes Personal mit Fachkenntnissen des Schwerbehindertenrechts eingesetzt.
1.an schwerbehinderte Menschen
a)für technische Arbeitshilfen,
b)zum Erreichen des Arbeitsplatzes,
c)zur Gründung und Erhaltung einer selbständigen beruflichen Existenz,
d)zur Beschaffung, Ausstattung und Erhaltung einer behinderungsgerechten Wohnung,
e)zur Teilnahme an Maßnahmen zur Erhaltung und Erweiterung beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten und
f)in besonderen Lebenslagen,
2.an Arbeitgeber
a)zur behinderungsgerechten Einrichtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen für schwerbehinderte Menschen,
b)für Zuschüsse zu Gebühren, insbesondere Prüfungsgebühren, bei der Berufsausbildung besonders betroffener schwerbehinderter Jugendlicher und junger Erwachsener,
c)für Prämien und Zuschüsse zu den Kosten der Berufsausbildung behinderter Jugendlicher und junger Erwachsener, die für die Zeit der Berufsausbildung schwerbehinderten Menschen nach § 68 Abs. 4 gleichgestellt worden sind,
d)für Prämien zur Einführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements und
e)für außergewöhnliche Belastungen, die mit der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen im Sinne des § 72 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a bis d, von schwerbehinderten Menschen im Anschluss an eine Beschäftigung in einer anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen oder im Sinne des § 75 Abs. 2 verbunden sind, vor allem, wenn ohne diese Leistungen das Beschäftigungsverhältnis gefährdet würde,
3.an Träger von Integrationsfachdiensten einschließlich psychosozialer Dienste freier gemeinnütziger Einrichtungen und Organisationen sowie an Träger von Integrationsprojekten.Es kann ferner Leistungen zur Durchführung von Aufklärungs-, Schulungs- und Bildungsmaßnahmen sowie nachrangig zur beruflichen Orientierung erbringen.
(6) § 14 gilt sinngemäß, wenn bei dem Integrationsamt eine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben beantragt wird. Das Gleiche gilt, wenn ein Antrag bei einem Rehabilitationsträger gestellt und der Antrag von diesem nach § 16 Abs. 2 des Ersten Buches an das Integrationsamt weitergeleitet worden ist. Ist die unverzügliche Erbringung einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben erforderlich, so kann das Integrationsamt die Leistung vorläufig erbringen. Hat das Integrationsamt eine Leistung erbracht, für die ein anderer Träger zuständig ist, so erstattet dieser die auf die Leistung entfallenden Aufwendungen.
§ 101 SGB 9