Source: https://www.rab-asr.ch/de/aufsicht/informationen-der-rab.html
Timestamp: 2017-06-24 20:45:30
Document Index: 87613043

Matched Legal Cases: ['Art. 728', 'Art. 728', 'Art. 728', 'Art. 727', 'Art. 3', 'Art. 730', 'Art. 34', 'Art. 15']

Beaufsichtigte Revisionsunternehmen - Eidg. Revisionsaufsichtsbehörde RAB
Informationen an staatlich beaufsichtigte RevisionsunternehmenDie wichtigsten Informationen an staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen finden Sie in den nachfolgenden Rubriken:
Wegleitung Aufsichtsabgabe RAB
Permalink E-Mail Drucken Die Eidgenössische Revisionsaufsichtsbehörde (RAB) erhebt von den staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen jährlich eine Aufsichtsabgabe zur Finanzierung der nicht durch Gebühren gedeckten Kosten. Die Wegleitung zur Meldung der Prüfhonorare zur Ermittlung der Aufsichtsabgabe (Stand 1. August 2015) gibt entsprechende Hinweise.
Wegleitung Aufsichtsabgabe RAB 2015
Wesentliche Unsicherheit bezüglich der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Permalink E-Mail Drucken Bei einzelnen geprüften Gesellschaften können erhebliche Zweifel an der Annahme der Unternehmungsfortführung bestehen. Welchen Einfluss hat dies auf die Berichterstattung der Revisionsstelle, falls die Annahme der Fortführung trotz wesentlicher Unsicherheit vertretbar ist?Kommt die Revisionsstelle bei einer ordentlichen Revision einer Publikumsgesellschaft aufgrund der erlangten Prüfungsnachweise zum Schluss, dass die Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit („going concern") trotz wesentlicher Unsicherheiten vertretbar ist, sind folgende Abweichungen vom Normalwortlaut des Revisionsberichtes möglich:
Falls die Ereignisse oder Bedingungen zur wesentlichen Unsicherheit in der Jahres- oder Konzernrechnung durch den Abschlussersteller hinreichend umschrieben und dargelegt werden, gibt die Revisionsstelle ein nicht modifiziertes Prüfungsurteil ab. In diesem Fall ist durch den Prüfer ein Absatz zur Hervorhebung eines Sachverhaltes („emphasis of matter") im Vermerk anzubringen. In diesem ist die wesentliche Unsicherheit kurz zu beschreiben und auf die einschlägige Anmerkung im geprüften Abschluss zu verweisen. Der Prüfer hat im Absatz zur Hervorhebung eines Sachverhaltes explizit zu erwähnen, dass die „Unsicherheit wesentlich" („material uncertainty") und die „Zweifel erheblich" („significant doubt") sind (vgl. PS/ISA 570.19 i.V. mit PS/ISA 706). In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass ein nicht modifiziertes Prüfungsurteil nur dann möglich ist, sofern im Anhang der Jahres- oder Konzernrechnung analog zum Revisionsstellenbericht unmissverständlich auf die „wesentliche Unsicherheit" und auf die „erheblichen Zweifel" hingewiesen wird (PS/ISA 570.18).
Falls durch den Abschlussersteller keine angemessenen Angaben zur wesentlichen Unsicherheit in der Jahres- oder Konzernrechnung gemacht wurden, muss die Revisionsstelle ein eingeschränktes1 oder versagtes2 Prüfungsurteil abgeben (PS/ISA 570.20). Das Prüfungsurteil ist entsprechend der Prüfungsstandards zu modifizieren (PS/ISA 705).
Diese Unterscheidung zwischen Absatz zur Hervorhebung eines Sachverhalts oder Modifizierung des Prüfungsurteils ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Adressaten der Jahres- und Konzernrechnung über die wesentliche Unsicherheit betreffend Fortführungsfähigkeit hinreichend informiert werden.1 PS 705.7: „Der Abschlussprüfer muss ein eingeschränktes Prüfungsurteil abgeben, wenn (a) er nach Erlangung ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise zu der Schlussfolgerung kommt, dass falsche Darstellungen einzeln oder insgesamt für den Abschluss wesentlich, jedoch nicht umfassend sind, oder (b) er nicht in der Lage ist, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für das Prüfungsurteil zu erlangen, jedoch zu der Schlussfolgerung gelant, dass die möglichen Auswirkungen von etwaigen nicht aufgedeckten falschen Darstellungen auf den Abschluss wesentlich, jedoch nicht umfassend sein könnten". 2 PS 705.8: „Der Abschlussprüfer muss ein versagtes Prüfungsurteil abgeben, wenn er nach Erlangung ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise zu der Schlussfolgerung gelangt, dass falsche Darstellungen einzeln oder insgesamt für den Abschluss sowohl wesentlich als auch umfassend sind". Datum der Veröffentlichung: 26. September 2011 (angepasst per 6. November 2013)
RAB-Rundschreiben Nr. 1/2009 über den umfassenden Revisionsbericht an den Verwaltungsrat Permalink E-Mail Drucken Staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen haben bei der Revision von Publikumsgesellschaften im Zusammenhang mit dem umfassenden Bericht an den Verwaltungsrat gemäss Art. 728b Abs. 1 OR das Rundschreiben Nr. 1/2009 der RAB einzuhalten.Gemäss Art. 728b Abs. 1 OR hat die Revisionsstelle einen umfassenden Bericht an den Verwaltungsrat abzugeben. Gemäss den Vorgaben von EXPERTsuisse (PS 260 «Kommunikation mit den für die Überwachung Verantwortlichen») ergibt sich der Berichtsinhalt primär aus dem Gesetz (Art. 728b Abs. 1 OR) und sekundär aus dem PS 260. EXPERTsuisse hat keine verbindlichen Vorgaben für den minimalen Inhalt des umfassenden Berichts vorgeschrieben. Damit die RAB im Rahmen ihrer Überprüfungen der staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen beurteilen kann, ob der umfassende Bericht den gesetzlichen Bestimmungen entspricht, sind die Inhalte des umfassenden Berichts zu definieren. Die RAB hat deshalb am 1. Juli 2009 das Rundschreiben 1/2009 über den umfassenden Revisionsbericht an den Verwaltungsrat in Kraft gesetzt. PS 260 bleibt für alle ordentlichen Prüfungen verbindlich. Das Rundschreiben 1/2009 ergänzt diesen Standard aber in Bezug auf die umfassenden Berichte an den Verwaltungsrat von Publikumsgesellschaften. Der RAB geht es mit dem Rundschreiben 1/2009 nicht darum, den Revisionsstellen ein verbindliches Raster vorzuschreiben. Die Form der Berichte bleibt frei, und nicht zutreffende Inhalte müssen nicht kommentiert werden, d.h. es sind nicht zwingend Negativbestätigungen vorzunehmen. Datum der Veröffentlichung: 1. März 2010 (angepasst per 6. November 2013)
Prüfung von Briefkastenfirmen
Permalink E-Mail Drucken Welche Rolle und Aufgaben hat der Konzernabschlussprüfer1 bei der Prüfung einer Publikumsgesellschaft mit rechtlichem Sitz in der Schweiz? Worauf ist zu achten, wenn die Geschäftsvorfälle und Buchführung vorwiegend im Ausland stattfinden und die für die Überwachung Verantwortlichen und das Konzernmanagement hauptsächlich im Ausland tätig sind?AusgangslageEinzelne Publikumsgesellschaften (nachfolgend „Briefkastenfirmen") verfügen nur über einen rechtlichen Sitz in der Schweiz. Die für die Überwachung und das Konzernmanagement Verantwortlichen, wie auch die Buchführung, befinden sich im Ausland. Anwendbare PrüfungsstandardsJahres- und Konzernrechnungen von Publikumsgesellschaften mit Sitz in der Schweiz, die in Übereinstimmung mit ausländischen Rechnungslegungsstandards erstellt wurden, müssen nach den International Standards on Auditing (ISA) des International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) und den Schweizer Prüfungsstandards der EXPERTsuisse (PS) geprüft werden2. Zur Prüfung einer Konzernrechnung3 sind insbesondere folgende Standards anwendbar:
PS/ISA 600 „Besondere Überlegungen zu Konzernabschlussprüfungen";
PS/ISA 220 „Qualitätssicherung bei einer Abschlussprüfung"4;
PS/ISA 230 „Prüfungsdokumentation"5.
Prüfung von BriefkastenfirmenDer für die Konzernabschlussprüfung verantwortliche Prüfer (leitender Revisor), welcher über die notwendige Zulassung der RAB verfügt und bei einer Briefkastenfirma den Prüfvermerk zur Konzernrechnung unterzeichnet, muss die oben zitierten Vorgaben zur Konzernabschlussprüfung vollumfänglich einhalten. Die Verantwortung des leitenden Revisors zur Konzernrechnung bei Briefkastenfirmen zur Anleitung, Überwachung und Durchführung des Auftrags kann nicht übertragen oder delegiert werden6. Firmeninterne Weisungen zur Prüfung von Briefkastenfirmen, dürfen diese Vorgaben nicht umgehen oder abschwächen.Zur Prüfung von Briefkastenfirmen hat das Konzernprüfungsteam ausreichend geeignete Prüfungsnachweise über die Finanzinformationen der Teilbereiche sowie über den Konsolidierungsprozess zu erlangen. Der leitende Revisor muss ein Prüfungsurteil darüber abgeben, ob die Konzernrechnung in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit dem massgebenden Regelwerk der Rechnungslegung aufgestellt wurde7. Dies setzt auf sämtlichen Ebenen der Konzernabschlussprüfung eine umfassende und zeitgerechte Beteiligung des Konzernprüfungsteams und des leitenden Revisors voraus. Im konkreten Fall bedeutet dies, dass die Prüfungshandlungen zum Konsolidierungsprozess nicht an den Teilbereichsprüfer im Land mit den hauptsächlichen Geschäftsaktivitäten und dem Sitz der Konzernführung delegiert werden können. Die Prüfungshandlungen sind durch das Konzernprüfungsteam selbständig zu planen und durchzuführen, damit dieses auf die beurteilten Risiken wesentlicher falscher Darstellung in der Konzernrechnung reagieren kann8. Auch ist die Delegation der Prüfung von einer bedeutenden Subkonsolidierung an einen Teilbereichsprüfer, mit Verbleib von minimalen Prüfungshandlungen zur finalen Konsolidierung beim Konzernabschlussprüfer, nicht erlaubt. Integriertes PrüfungsteamBei der Prüfung von Briefkastenfirmen ist der Ansatz eines „integrierten Prüfungsteams" denkbar. Das Konzernprüfungsteam kann sich in einem solchen Fall aus Mitarbeitenden verschiedener Länder, von Revisionsunternehmen aus dem gleichen Firmennetzwerk, zusammensetzen. Die Verantwortung zur Konzernabschlussprüfung, inkl. der damit zusammenhängenden Aufgaben, verbleibt aber in jedem Fall beim leitenden Revisor der Konzernrechnung. Diese Verantwortlichkeit ist innerhalb des Firmennetzwerkes, wie auch gegenüber dem geprüften Unternehmen, klar zu kommunizieren bzw. auszuüben. Zudem muss auch beim Ansatz eines „integrierten Prüfungsteams" die Aufbewahrung sämtlicher relevanten Arbeitspapiere zur Konzernabschlussprüfung nach Schweizer Recht in der Schweiz gewährleistet sein9. Weiter ist sicherzustellen, dass die auftragsbegleitende Qualitätssicherung gemäss den geltenden Vorgaben erfolgt10. 1 Revisionsstelle gemäss Art. 727 Abs. 1 OR.2 Art. 3 ASV-RAB sowie Rundschreiben Nr. 1/2008.3 PS/ISA 600.9.j: Eine Konzernrechnung enthält Finanzinformationen von mehr als einem Teilbereich.4 PS/ISA 600.4-5, wonach PS/ISA 220.14-15 anwendbar sind: Bestimmung des Prüfungsteams und Auftragsdurchführung (Anleitung, Überwachung und Durchführung).5 PS/ISA 600.50, wonach PS/ISA 230.8-11 und A6 (Form, Inhalt und Umfang der Prüfungsdokumentation) anwendbar sind.6 PS/ISA 600.11.7 PS/ISA 600.8.ii.8 PS/ISA 600.32-37.9 Art. 730c OR.10 QS 1/ISQC 1.35 ff.Datum der Veröffentlichung: 23. Oktober 2013
Offenlegung der Inspektionsergebnisse der RAB gegenüber geprüften Publikumsgesellschaften Permalink E-Mail Drucken Im Rahmen der Überprüfung staatlich beaufsichtigter Revisionsunternehmen überprüft die RAB die Qualität der erbrachten Revisionsdienstleistungen unter anderem aufgrund von Arbeitspapieren zu einzelnen Revisionsmandaten ("File Review"). Ist eine Weiterleitung der Ergebnisse aus den File Reviews an die betroffenen Publikumsgesellschaften möglich?Die Ergebnisse aus den File Reviews finden Eingang in den Überprüfungsbericht der RAB, der sich an das staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen richtet und dessen Verwaltungsrat zugestellt wird.Aufgrund der Bindung der RAB an das Amtsgeheimnis (Art. 34 RAG) darf die RAB die Ergebnisse ihrer File Reviews nicht an die betroffenen Publikumsgesellschaften oder an deren Audit Committees weiterleiten.Die staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen hingegen unterstehen dem Amtsgeheimnis nicht und sind dementsprechend in der Lage, den geprüften Publikumsgesellschaften oder deren Audit Committees die betreffenden Ergebnisse aus der File Review (Auszug aus dem Überprüfungsbericht der RAB) weiterzuleiten.Eine Weiterleitung der Ergebnisse aus den File Reviews unterstützt die Audit Committees in ihrer Aufgabe, die Arbeit der Revisionsstelle zu evaluieren und laufend zu überprüfen, und fördert die Sicherstellung und Weiterentwicklung der Qualität von Revisionsdienstleistungen. Die RAB begrüsst daher die Weiterleitung der Ergebnisse ihrer File Reviews an die betroffenen Publikumsgesellschaften bzw. deren Audit Committees durch die staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen.Datum der Veröffentlichung: 5. Juli 2012
Meldepflicht Permalink E-Mail Drucken Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen und ihre zugelassenen Mitarbeitenden verpflichtet sind, der Aufsichtsbehörde jede Änderung einer Tatsache mitzuteilen, die im Revisorenregister eingetragen ist (Art. 15 Abs. 3 RAG). Hierunter fallen sämtliche Daten, die Sie oder Ihre Mitarbeitenden im Rahmen Ihres Gesuchs an die RAB übermittelt haben. Zu denken ist insbesondere an die Daten zur Erreichbarkeit (Adresse, Telefon, E-Mail), aber auch an die Firma bzw. den Namen des Revisionsunternehmens, das Sie beschäftigt. Die Mitteilungspflicht (9. Juni 2008, pdf-file 29kb) wird erfüllt, indem der entsprechende Eintrag im betroffenen RAB-Benutzerkonto innerhalb von 10 Arbeitstagen abgeändert wird.
Aufsichtsverordnung der RAB – Inkrafttreten per 1. April 2008
Permalink E-Mail Drucken Gerne teilen wir Ihnen mit, dass die Bundeskanzlei am 26. März 2008 die Aufsichtsverordnung der RAB (17. März 2008, pdf-file 106kb) publiziert hat (ASV-RAB). Diese Verordnung ist am 1. April 2008 in Kraft getreten und gilt für Revisionsunternehmen, die Revisionsdienstleistungen für Gesellschaften des öffentlichen Interesses erbringen und unter der Aufsicht der RAB stehen sowie für Revisionsunternehmen, die sich freiwillig der Aufsicht durch die RAB unterstellt haben.
Die ASV-RAB regelt einerseits die Prüfstandards, die bei der Erbringung von Revisionsdienstleistungen eingehalten werden müssen, und andererseits das Verfahren zur Überprüfung der staatlich beaufsichtigten Revisionsunternehmen durch die RAB (Inspektion).
Publikation des U.K Auditing Practice Board
Permalink E-Mail Drucken Diese Publikation (auf Englisch) gibt einen Überblick über wichtige Fragestellungen, welche im Zusammenhang von Prüfungen von Jahresrechnungen 2007 nach den International Standards on Auditing (ISAs) und den aktuellen schwierigen Marktbedingungen („Credit Crunch") auftreten können.
Diejenigen Bereiche der Publikation, welche nur spezifische Verhältnisse in den U.K. abdecken (zum Beispiel Sektion zum Directors‘ report), sind selbstverständliche nicht zu beachten. Bitte berücksichtigen Sie, dass die in der Publikation aufgeführten Punkte (z.B. Fragen der Unternehmensfortführung) auch bei Unternehmen ausserhalb des Finanzsektors von Bedeutung sein können.
AufsichtBeaufsichtigte RevisionsunternehmenAudit CommitteesStellungnahmen der RAB RAB