Source: https://www.jahressteuergesetz.de/modernisierung-besteuerungsverfahrens-stmoderng-uebersicht/stmoderng-weitere-aenderungen/
Timestamp: 2019-10-21 09:38:30
Document Index: 228140489

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 39', '§ 39', '§ 45', '§ 50', '§ 65', '§ 4', '§ 41']

Modernisierung des Besteuerungsverfahrens: Weitere Änderungen | Jahressteuergesetz
StModernG: Weitere Änderungen
Der Herstellungskostenbegriff
Ab wann: anwendbar auf Wirtschaftsjahre, die vor dem 23.7.2016 enden
Norm: § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1b EStG
Neuregelung: Mit dem StModernG erhält der Steuerpflichtige künftig ein Wahlrecht, das ihm erlaubt, angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige Leistungen und für die betriebliche Altersvorsorge nicht mit in die Berechnung der steuerlichen Herstellungskosten einbeziehen zu müssen. Das Wahlrecht muss er jedoch einheitlich in der Handels- und Steuerbilanz anwenden.
Neuregelung zu ELStAM
Ab wann: 2017
Norm: § 39e Abs. 5a, § 39b Abs. 2 und 3 EStG
Neuerung: Für verschiedenartige Bezüge als Arbeitslohn können Arbeitgeber oder die von ihm Beauftragten künftig Lohnsteuer für den zweiten und jeden weiteren Betrag ohne Abruf weiterer elektronischer Lohnsteuerabzugsmerkmale nach der Steuerklasse VI einbehalten. In solchen Fällen ist nicht nach dem mitgeteilten ELStAM abzurechnen; es besteht jedoch eine Veranlagungspflicht.
Ab wann: 1.1.2017
Norm: § 45a EStG
Neuregelung: Der jährliche Ausgleich der betrieblichen Lohnsteuer muss vom Arbeitgeber bereits bis Ende Februar des Folgejahres durchgeführt werden und nicht mehr bis Ende März.
Bescheinigung der Kapitalertragssteuer
Ab wann: 23.7.2016
Neuregelung: Die Bescheinigung an einen Gläubiger von Kapitalerträgen kann künftig auch elektronisch überstellt werden – jedoch weiterhin nach amtlich vorgeschriebenem Muster. Auf Verlangen des Gläubigers muss sie auch weiterhin in Papierform übersandt werden.
Ab wann: anzuwenden auf alle Zuwendungen des Steuerpflichtigen, die dem Empfänger nach 2016 zufließen
Norm: § 50 EStDV
Neuregelung: Künftig muss der Steuerpflichtige für den Zuwendungsabzug die notwendigen Unterlagen nicht mehr zusammen mit der Erklärung einreichen. Das Finanzamt wird im Gegenzug ermächtigt, eine Einsicht in die Unterlagen binnen eines Jahres ab der Bekanntgabe der Steuerfestsetzung zu verlangen. Beachten Sie hierzu unseren Beitrag „StModernG: Das ändert sich beim Nachweis über Zuwendungen“.
Ab wann: Wird vom BMF bekannt gegeben
Norm: § 65 EStDV
Neuregelung: Um einen Behinderten-Pauschbetrag gewährt zu bekommen, muss der Steuerpflichtige künftig nicht mehr bei jeder Steuererklärung die entsprechenden Unterlagen vorlegen. Sie sind nur noch zusammen mit der erstmaligen Geltendmachung des Pauschbetrags oder bei Änderungen vorzulegen.
Im Übrigen setzt die Gewährung des Behinderten-Pauschbetrags voraus, dass die für die Feststellung der Behinderung verantwortliche Stelle ihre Feststellung an die Finanzbehörde übermittelt hat.
Ein Nachweis in Papierform hierüber ist nicht mehr notwendig – jedoch hat der Steuerpflichtige für die Übermittlung der Feststellung (elektronisch oder in Papierform) einen Antrag zu stellen.
Die „Digitale LohnSchnittstelle“
Ab wann: anzuwenden für im Lohnkonto aufzuzeichnende Daten ab 1.1.2018
Norm: § 4Abs 2a LStDV i.V.m. § 41 Abs. 1 Satz 7 EStG
Neuregelung: Ab 2018 sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, die im Lohnkonto aufgezeichneten Daten in einer amtlich vorgeschriebenen Form für die Finanzbehörde bereitzustellen.
Weitere Änderungen (aktuell)