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Timestamp: 2018-12-17 08:24:15
Document Index: 295421738

Matched Legal Cases: ['§ 1747', '§ 1618', '§ 1628', '§ 2', 'BGH', '§ 1628', '§ 1685']

Seite drucken - Adoption und Namensgebung
Themen => Die Kinder => Thema gestartet von: distance am 10. Juli 2018, 14:10:51
Titel: Adoption und Namensgebung
Beitrag von: distance am 10. Juli 2018, 14:10:51
momentan spitzt sich die Sache mit meinen Kindern und meiner Ex echt zu.
Meine Ex wird wohl heiraten... Hurra endlich nervt die mich nicht mehr!!!
ABER sie sagte mir das ihr Freund meine Kinder adoptieren und denen seinen Namen geben will.
Ich habe kein Sorgerecht mehr, sie hat das alleinige und ich bin auf tausend!
Titel: Re: Adoption und Namensgebung
Beitrag von: Inselreif am 10. Juli 2018, 14:16:00
Ganz eindeutig - ohne Deine Zustimmung geht weder das eine noch das andere (wenn die Kinder Deinen Namen tragen).
Der Zustimmung kann in gewissen Fällen ersetzt werden aber das ist seeeehr schwierig durchzubringen und dazu lass die beiden erst mal einige Jahre verheiratet sein.
Also: ruhig bleiben, nicht reagieren, lass sie sich selbst eine blutige Nase holen.
Beitrag von: distance am 10. Juli 2018, 14:18:03
Auch wenn sie das alleinige Sorgerecht hat? Ich hoffe, weil das würde mir endgültig das Herz brechen.
Beitrag von: Inselreif am 10. Juli 2018, 14:20:47
Ja, auch dann. Ausnahmsweise hast Du auch mal Rechte .-)
Beitrag von: distance am 10. Juli 2018, 14:22:03
Beitrag von: Inselreif am 10. Juli 2018, 14:26:04
Adoption: § 1747 BGB
Einbenennung: § 1618 BGB
Beitrag von: distance am 10. Juli 2018, 15:21:48
Wunderbar! Vielen Dank :-)
Beitrag von: Kasper am 10. Juli 2018, 15:26:18
Beantragt ein Elternteil gemäß § 1628 BGB die Übertragung der Entscheidungsbefugnis den Antrag auf Namensänderung des Kindes gemäß §§ 2, 3 NamÄndG stellen zu können, reicht nicht, dass die Namensänderung dem Kindeswohl dient. Eine Notwendigkeit einer Namensänderung ist erst dann gegeben, wenn unter Berücksichtigung der Gründe für die Beibehaltung des bisherigen Namens eine Namensänderung dringend geboten ist. Das ist nur dann der Fall, wenn bei Beibehaltung des Namens schwerwiegende Nachteile für das Kind zu erwarten sind oder die Namensänderung für das Kind solche Vorteile mit sich bringt, dass die Beibehaltung des Namensbandes zum anderen Elternteil (zumeist dem Vater) nicht zumutbar erscheint (Fortführung von BverfG, NJW 2002, Seite 2406).
Gericht : BGH
Datum : 09.11.2016
Aktenzeichen : XII ZB 298/15
Leitparagraph : BGB § 1628
Quelle : FamRZ 2017, Seite 119; NZFam 2017, Seite 25
Beitrag von: nadda am 10. Juli 2018, 19:13:21
wenn ich das lese habe ich wieder den Eindruck das deine Ex versucht dich zu stressen.
Falls sie sich erkundigt hat müsste sie wissen das sie damit nicht durch kommt, also
könnte es sein, dass ihre ganzen Aktionen nur das Ziel haben dir Stress zu verursachen.
Wenn das so ist, dann solltest du deine Reaktionen auf ihren Quatsch ändern - dann hat
sie weniger Spaß dran.
Beitrag von: distance am 11. Juli 2018, 10:22:25
war während der Ehe nicht anders. Ich habe nur wegen der Kinder durchhalten wollen, aber konnte zum Schluß einfach nicht mehr.
Im letzten Jahr der Ehe, habe ich stark zugenommen, hatte Hautausschlag und Haarverlust. Sie hat mir meine Arbeit bei einem sehr großen Poster Hersteller kaputt gemacht, dass sogar mein Arbeitgeber das mitbekommen hat.
Es kommen halt immer und immer wieder Stichelleien, auch gegen meine Frau und unserer Familien.
Leider kenne ich die Gesetzeslage nicht und steigere mich erstmal in alles hinein.
Danke für eure Hilfe, das weiß ich zu schätzen und die Zeit die ihr investiert!!!
Beitrag von: Kasper am 11. Juli 2018, 12:05:00
Moin Distance,
ich kann Dich nur zu gut verstehen. Oft erlebe ich mit, dass so manche Ex - warum auch immer - nur darauf bedacht ist, den ehemaligen Partner "fertig" zu machen. Warum und welchen letzendlichen Zweck dies (außer der perfiden Rachebefriedigung für was auch immer) letztendlich dienen soll, kann keiner Beurteilen.
Auch habe ich oft den Eindruck, dass fast immer der Ex(Mann) die Schuld hat. Wenn Du Dich mit meiner Ex unterhalten würdest, Du hättest von mir keine Vorstellung, was ich doch für ein schlechter und abgrundtief niederträchtiger Mann ich doch bin :wink:.
Was letztendlich dagegen hilft ... störrische Ignoranz.
Ich weigere mich schlicht, mich mit der KM meiner Kinder zu unterhalten. Denn in der Vergangenheit kam (über Jahre) nur Müll raus. Es ist alles geregelt, was es zu regeln gibt. Wenn sie was will, kann sie eine Mail schicken (hab ich noch nie bekommen) und ansonsten ist sie auf meinem Telefon gesperrt (Anrufe, SMS und WA). Seit ich das gemacht habe, werden auch die anonymen Anrufe Nachts langsam weniger ... ab und zu flammt da nochmal was auf, aber mit einer gut eingestellten Nachtsperre ist auch da an vernünftigen Schlaf zu denken.
Und seit dem geht es mir richtig gut. Ich verschwende keinen Gedanken an sie. Wenn sie meint ihr Ding zu machen, soll sie, mit allen Konsequentzen. Wenn es keinen Konsentz gibt, dann übergeb ich das dem Anwalt ... ich reg mich da nciht mehr auf.
Gerade in diesem Fall der Namensänderung kann man Dir nur sagen, dass sie ja erst einmal mit irgendwelchen Papieren kommen muss. Und dann bist Du immer noch nicht verpflichtet, diese zu unterschreiben ...
Mal abgesehen davon, wenn der Neue der Km die Kinder adoptieren will, dann hat sie kein Druckmittel mehr gegen Dich. Dann bist Du KU und alle Verpflichtungen los ... will sie das? Ich denke nicht.
Man könnte das ganze auch noch weiterspinnen ... der Neue adoptiert die Kinder, ist für alles zuständig, aber Du klagst den Umgang ein, der Dir dennoch zusteht. Das blöde Gesicht will ich mal sehen ...
Beitrag von: Pegasus am 11. Juli 2018, 13:04:33
Im Grunde stimme ich Kaspar zu, bis auf den Punkt mit dem eventuellem einklagen des Umgangs. Nach meiner Kenntnis ist dies bei einer
Zustimmung zur Adoption nicht mehr möglich.
Beitrag von: MJ1977 am 11. Juli 2018, 13:11:49
Auch ein kollektives Moin,
dann reihe ich mich auch mal in die Reihe der schlechten Menschen (Männer) ein. Meine KM ist da ähnlich gestrickt, nur hat sie weniger Hebel die sie ansetzen kann. Ich mache in Bezug aufs Kind ja auch so gut wie alles falsch, selbst wenn sie Probleme bei der Abgabe im KiGa hat (ich jedoch nicht) ist dass natürlich meine Schuld und ich soll mir eine Lösung überlegen. Wir kommunizieren fast ausschließlich per Whatsapp und seitdem ich angefangen habe, für meine Einschätzung unwichtige Texte einfach zu ignorieren und nicht mehr zu kommentieren geht’s mir besser.
Ich kann nicht bestreiten, dass meine KM ist auch immer wieder mal schafft mich zu „triggern“ und ich innerlich die Wand hochgehen könnte, aber das ist im großen und ganzen das eigene, persönliche Problem es einfach nicht zuzulassen.
Ganz ehrlich Distance, versuche Deinen Namen umzusetzen und eine gewisse (emotionale) Distanz zwischen KM und Dir schaffen.
Beitrag von: Inselreif am 11. Juli 2018, 13:39:03
Zitat von: Pegasus am 11. Juli 2018, 13:04:33
bis auf den Punkt mit dem eventuellem einklagen des Umgangs. Nach meiner Kenntnis ist dies bei einer
O doch. Der Umgang geht dann über den Umweg "ehemals enge Bezugsperson", § 1685 BGB.
Beitrag von: Pegasus am 11. Juli 2018, 15:03:38
Wäre eventuell eine Möglichkeit. Aber sicherlich nicht ganz so einfach. Merkwürdigerweise können alle, selbst die Großeltern, meist
einfacher Rechte einklagen als der leibliche Vater.
Ich habe hier vorschnell vermutet, dass diese Umstände nicht gegeben sind. Da man auch nicht ganz so einfach, dass Sorgerecht
Beitrag von: nadda am 11. Juli 2018, 16:45:28
das Recht auf Umgang besteht weiterhin, und ich vermute das man die Adoption auch nicht bekommen würde,
wenn es Zweifel gibt ob der Umgang weiter durchgeführt werden kann.
Eine Stiefkindadoption ist nichts, was man mal eben schnell so bekommt.
Du musst dir da jetzt erstmal gar keine Gedanken machen. Sie wird die Kinder weder von ihrem neuen einfach
adoptieren lassen können, noch kann sie den Nachnamen einfach so ändern - sie braucht dazu deine Zustimmung,
oder einen verdammt guten Grund um die Zustimmung vom Gericht ersetzen zu lassen.
Woran du jetzt arbeiten musst ist die Art und Weise wie du mit ihren Aktionen umgehst.
Das ist nicht ganz einfach, aber du solltest versuchen es ruhig anzuhören und dich dann erstmal schlau zu machen
was Sache ist. Es hilft niemandem, am wenigsten dir selbst, wenn du dir ständig irre Sorgen machst.
Dein Leben solltest du dir von ihr möglichst wenig beeinflussen lassen. Das das nicht einfach ist weis ich auch.
Genau an dem Punkt kämpfe ich auch noch 11 Jahre nach der Trennung von meinem Ex immer wieder. Zum Glück,
hält der sich aus unserem Leben inzwischen raus. Seit 8 Jahren quälen mich die Aktionen der Exfrau meines Mannes,
bisher kein Ende in Sicht. Manchmal bin ich total wütend darauf, dass ich so viele Jahre lang immer Emotionale Tiefs
erleben musste und mich nicht dagegen wehren kann. Manche können besser damit umgehen, andere schlechter.
Klar ist, du brauchst eine Strategie,um dein Leben nicht komplett, nach den Vorstellungen deiner Ex, in Stress zu verbringen.
Das schlimme ist ja, sie bestimmt trotz eurer Trennung viel in deinem Leben. Die Frage ist nun, wie viel Macht willst du ihr noch
erlauben und wo fängst du an Grenzen zu ziehen.
Beitrag von: distance am 11. Juli 2018, 17:52:25
sie meldet sich ja nur wenn es um's Geld geht. Wenn ich anrufe z.B. zu den Geburtstagen oder Weihnachten, dann ist ja ständig besetzt (geblockt).
Dann fängt sie plötzlich an zu jammern, wie schwer alles ist und sie gerade so über die Runden kommt. 2 Minuten später erklärt sie mir dann den Krieg(-> ihre Ausdrucksweise) und will uns fertig machen.
Wie oft hat sie gesagt ich solle die Kinder holen, sie könne nicht mehr. Sobald ich dem zustimme, kommen über WhatsApp nur noch 30 Mittelfinger geflogen, mit den Worten , dass ich einen Sch... dürfe.
Leider ist der Umgang ortsabhängig, d.h. ich muss, um meine Kinder zu sehen nach München und nur in Begleitung eines JA Mitarbeiters in deren Büros. An diesem Gerichtsurteil klammert sie sich fest, als würde ich die Kinder entführen wollen.
Ich bin sowas von **tsts - ID 20** worden, bei der Scheidung. Habe auf Anraten meines RA auf das Sorgerecht verzichtet, um besser dar zustehen und den Umgang bei mir haben zu können, weil ALLE es befürwortet hatten, das meine EX das alleinige Sorgerecht erhält.
Also JA, Verfahrensbeauftragte, Therapeutin und ihr RA .... alles Frauen! Wahrscheinlich hätte ich das Sorgerecht eh verloren, aber so kampflos .... da war ich sowas von dumm!
Beitrag von: nadda am 11. Juli 2018, 18:22:48
dann nochmal so das wir alles wissen.
Du hast auf das Sorgerecht freiwillig verzichtet? Ganzes Sorgerecht oder nur ABR? Irgendwo schreibst du du hast das Sorgerecht aber sie hat die Erlaubnis bekommen umzuziehen und den Lebensmittelpunkt zugesprochen bekommen. Was denn nun?
Und wieso hast du in München begleiteten Umgang? Begleiteter Umgang muss ja begründet werden.
Beitrag von: Kasper am 11. Juli 2018, 19:01:38
Zitat von: nadda am 11. Juli 2018, 18:22:48
Begleiteter Umgang muss ja begründet werden.
Viel wichtiger, begleiteter Umgang ist zeitlich begrenzt.
Auch ist begleiteter Umgang nicht in einem Büro durchzuführen.
Auf was für einen **tsts - ID 1** hast Du Dich da eingelassen?
Beitrag von: nadda am 11. Juli 2018, 19:11:13
stimmt, begleiteter Umgang sollte auch zeitlich begrenzt sein, aber bei uns lief das auch relativ lang.
Aber was sind die Gründe?
Wenn es dir lieber ist, das nicht in einem öffentlichen Forum zu besprechen, kann man dir ein Sonderfallforum
einrichten auf das dann nicht jeder zugreifen kann. Aber mit Halbwissen können wir dir nicht wirklich weiterhelfen.
Beitrag von: Celine am 12. Juli 2018, 08:26:13
Zitat von: nadda am 11. Juli 2018, 19:11:13
Aber das hat er doch alles schon einmal geschrieben: Organisierte Kriminalität, Drogen, versuchter Totschlag, Menschenhandel in seiner Vergangenheit.
Beitrag von: Inselreif am 12. Juli 2018, 08:31:08
Glaub ich nicht, dann hätte er mehr Geld
Beitrag von: distance am 12. Juli 2018, 09:50:53
@Inselreif das war 1998 und damals hatte ich richtig Kohle! Bin ich jetzt nicht stolz drauf, damals war es aber cool!
Wie man sieht, kann man es auch schaffen, wenn man nur will. Ich habe mein Leben komplett umgekrempelt, eine Ausbildung gemacht, mich weiter gebildet und mein Leben auf die Reihe bekommen.
Ich sollte 1999 für 5 Jahre in Gefängnis, pro nachgewiesenem Kilo 1 Jahr, am Ende meiner "Karriere" waren es sicherlich viel mehr, aber ich habe mich auf einen Deal eingelassen. Entgiftung, Therapie und Nachsorge.
Das "witzige" war, ich wurde nie erwischt und das über fast 1 Jahrzehnt, alles beruhte nur auf Zeugen Aussagen von "Kunden".
Das habe ich aber schon alles aufgearbeitet und verarbeitet, als meine Söhne geboren worden sind, hat es mir den Schalter umgelegt.
Meine Kinder haben mir mein Leben gerettet, ohne es zu wissen! <3 <3
Vor Gericht wurde der Umgang als zu gefährlich für die Kinder eingestuft, obwohl dazwischen schon 6 Jahre bei Scheidung lagen, mittlerweile sind es 12 Jahre (-> gerechnet seit der Weltmeisterschaft in Deutschland), seitdem bin ich sauber :-)
Vermutlich hätte ich das Sorgerecht eh verloren, mein Anwalt riet mir darauf zu verzichten und guten Willen zu zeigen. Wir hätten dann größere Chancen auf einen Umgang bei mir zu Hause, leider is dem nicht so!
Meine Ex hat sämtliche Gerichtsurteile und ärztliche Versorgungen vor Gericht offengelegt, also mein halbes Leben, d.h. alles eiskalt berechnet und meine Unterlagen geklaut!
Es hat niemanden interessiert, was ich eigentlich geleistet habe, wie viele Menschen ich verloren habe und was ich in Zukunft machen will. Meine Vergangenheit wird mich immer wieder einholen und damit können nur sehr wenige Menschen umgehen.
Heute bin ich in der IT Branche tätig, Programmieren ist meine neue Droge, genauso wie der Sport. Alles ist geregelt und wenn alles gut läuft werde ich bald auch mein eigener Chef sein :-)
Manche Menschen müssen einen Umweg gehen, um an ihr Ziel zu gelangen.
Beitrag von: Kasper am 12. Juli 2018, 11:25:22
Das hört sich doch aber ziemlich gut an ...
Was ich nicht verstehe, ist das doch scheinbar 6 Jahre vorher alles in Ordnung war und keiner ein Problem mit Dir und den Kindern hatte. Die kamen erst auf, als die Trennung anstand. Richtig?
So, nun Vergangenheit ist Vergangenheit und es gibt auch Urteile, die selbst einer Drogensucht der Mutter nicht die Kinder wegnehmen ... also warum sollte es dann bei Umgang so sein!?
Hast Du mal die Chancen ausgelotet, den Umgang neu Regeln zu lassen?
Beitrag von: distance am 12. Juli 2018, 12:57:06
Es hat 6 Jahre niemanden gejuckt, erst während der Scheidung wurde ein Trallalla daraus gemacht.
Wie gesagt, ich bin ja wegen meinem Gehalt schon beim Anwalt, dann werde ich sicherlich auch das Umgangsrecht ansprechen.
Ob die Kinder dann zu mir wollen, ist eine andere Frage, aber wie soll ich wieder Vertrauen aufbauen, wenn alles unter Kontrolle steht?
Während der Verhandlungen (ca. Oktober 2012 und August 2013) durfte ich meine Kinder auch nicht sehen, das JA meinte, es würde die Kinder verwirren und speziell der große wäre dann tagelang durcheinander.
Verstand ich damals nicht, weil bis Juli 2012 hatte ich ja dort gelebt und war täglich mit meinen Kindern zusammen, bis dahin gab es ja auch immer wieder mal telefonischen Kontakt.
Im Mai 2014 habe ich meine Kinder zum letzten mal gesehen, das war zur Kommunion, seitdem ist der Kontakt nur noch sporadisch. Wie gesagt, neue Festnetz- und Handynummer und demnächst wohl auch eine neue Adresse. Immer wenn ich etwas vereinbaren wollte, kamen, wie gesagt, über WhatsApp die Mittelfinger geflogen.
Besonders der große war sehr stark auf mich fixiert, lt. der Therapeutin war ich für ihn Dauerthema. Der kleine war noch etwas zu jung um es zu verstehen.
Beitrag von: Susi64 am 12. Juli 2018, 14:08:57
die Sache ist an sich kompliziert und es wurden leider auch in der Vergangenheit Fehler gemacht, die sich nicht so einfach korrigieren lassen.
Vernünftigerweise sollte es schon Umgang geben können. Zum einen haben die Kinder Recht darauf und außerdem gibt es eigentlich keinen Grund ihn zu verweigern. Nun hat es aber seit der Scheidung praktisch nie normalen Umgang gegeben. Das wird Dir heute mit Sicherheit vorgeworfen.
Ex wird mit Sicherheit behaupten, dass Du einfach kein Interesse an den Kindern hast und jetzt nur Skandal machst, weil sie wieder heiratet und Du keinen Unterhalt zahlen willst.
Versuche auf diese Anschuldigungen dahingehend einzugehen, dass Du durchaus Fehler gemacht hast, Du aber auch aus Deinen Fehlern gelernt hast und es keinen Grund gibt, dass kein Umgang stattfindet. Vermeide es die KM schlecht zu machen (auch wenn das meiste der Realität entspricht, das bringt keine Pluspunkte beim JA oder vor Gericht, aber ein ruhiges, sachliches Auftreten eines an seinen Kindern interessierten Vaters durchaus).
Der Umgang wird sich natürlich erst schrittweise entwickeln können. Andereseits sind die Kinder in einem Alter, wo man die Anbahnung relativ kurz gestalten kann. Zunächst erst einmal ein gemeinsames Treffen, dann einen Tag gemeinsam, dann ein Wochenende und in den Ferien dann eine Woche. Das klingt jetzt alles furchtbar lange und das ist es auch. Aber es wird auch nicht schneller gehen. Mache dahingehend einen Plan.
Und nein, betreuter Umgang ist Quatsch, dafür gibt es keinen Grund! U.U. muss das Ganze durch einen Umgangspfleger begleitet und unterstützt werden. Die Aufgabe eines Umgangspflegers ist es den Umgang zu organisieren und ggf. dahingehend zu unterstützen, dass er die Kinder abholt und evtl. auch wieder bringt.
Beitrag von: Kessie am 16. Juli 2018, 15:53:23
Ich kenne jetzt die ganze Hintergrundgeschichte nicht und auch das Alter der Kids nicht, sehe es aber ziemlich pragmatisch:
Ich kann verstehen, wenn ein Vater um seine Kinder kämpft. Aber hier wohnt die KM offensichtlich weit weg, es besteht kein Sorgerecht und der Umgang geht nur unter Aufsicht. Man kann jetzt versuchen sein Umgangsrecht gerichtlich zu erstreiten und wird dann ggf. vom Gericht hören, was für ein schlechter Mensch man in der Vergangenheit war... Die Kinder sind emotional am Ende und wollen nur noch Frieden. Und den gibt es mit einem neuen Nachnamen (ist zwar Unsinn, aber Gerichte sehen es leider oft auch genau so...). Dann ist zwar ggf. die Adoption vom Tisch, aber mit dem Nachnamen wird sie vielleicht Glück haben. Zudem hat man dann immer noch kein Sorgerecht und einen erschwerten Umgang, der mit den Jahren garantiert nicht besser wird, da die Kids immer weiter entfremdet werden.
Oder man geht den schweren Weg und sagt ja zur Adoption. Der klare Vorteil liegt auf der Hand: kein Unterhalt! Einen Nachteil kann es natürlich geben, da die Kids gar nicht mehr zu sehen sein werden. Aber da muss man vielleicht auch genau abwägen, ob sich in der Zukunft überhaupt daran was ändern würde... Und dann werden eines Tages die Kinder 18 und man kann sie sorglos anschreiben und vielleicht mit einem Sparbuch überraschen, an dem sie sehen können, dass es nicht Papas wirklicher Wunsch war auf die Kinder zu verzichten, sondern die Umstände ihn quasi gezwungen haben...
Ich glaube einfach daran, dass es bei deutschen Gerichten keine Gerechtigkeit für Väter gibt! Die KM hat immer bessere Karten und man degradiert nach und nach zunehmend zum Zahler, gerade wenn die _Kinder weit weg wohnen.
Beitrag von: Kasper am 16. Juli 2018, 18:06:17
Kessie, Du schreibst unverständliches Zeug.
Die Rechtslage ist klar und es gibt keinen Grund, dass der Nachname geändert werden muss.
Es wäre nicht das erste mal, dass Kinder instrumentalisiert werden und wenn sie älter sind, dann Fragen stellen bzw. die Zusammenhänge besser verstehen.
Es gibt keinen Grund, dass der Nachname geändert werden muss. Und so besteht die Verbindung zum Vater und die Kinder werden regelmäßig daran erinnert.
Wenn eine KM alle Brücken abbrechen will, dann auch mit eigener Konsequenz. Das Problem ist nur - wie auch hier - dass diese nicht die KM selber trägt, sondern das (ihr) Problem von einem Mann auf einen anderen verlagert ...
Beitrag von: Kessie am 16. Juli 2018, 20:37:27
so unverständlich finde ich es gar nicht, da es bei uns auch zur Namensänderung kam. Allerdings bestand nie Kontakt zum Kind... Das Kind wollte auf eigenen Wunsch den Namen des Stiefvaters annehmen mit 16 Jahren. Die Anwälte fingen da auch an mit psychischen Problemen des Kindes etc.... Warum sollte man sich da gegen stellen? Sicherlich ist es hier anders gelagert, da der Vater Kontakt zu den Kids hat. Aber dank solcher Mütter wird es voraussichtlich weniger werden und weniger und weniger...
Beitrag von: midnightwish am 16. Juli 2018, 20:44:01
Naja, die sog. Einbennung ist u.U. ja auch eifnacher möglich.
Trägt das Kind weder den Nachnamen des Vaters, noch besteht GSR, dann kann die Mutter ohne weiteres ihren "neuen" Ehenamen einmalig als Namen für das Kind bestimmen lassen.
Trägt das Kind aber den Nachnamen des Vater geht das nicht so einfach, auch wenn der Vater kein SR hat.
Wenn keinerlei Verbindungen bestehen ist es auch noch verständlich, in allen anderen Fällen nicht
Beitrag von: Kessie am 16. Juli 2018, 21:41:24
Bei uns trug das Kind den Nachnamen des Vaters... Ich hatte damals gegoogelt und gelesen, dass bei alleinigem Sorgerecht der KM und Wunsch des Kindes eigentlich nicht viel zu machen ist. Ok, Google ist nicht allwissend ;-), aber da nie Kontakt zum Kind bestand, lag unsere Hoffnung auch dahin gehend, dass der Neue das Kind adoptiert... Aber so weit ging die Liebe dann doch nicht und bleibt es beim Unterhalt. Der Anwalt der Gegenpartei hatte damals von der Materie auch null Plan und behauptet, dass mein Mann zum Amt muss und die Einbennenung anzuleiern. Stimmte aber nicht: die Mutter, samt Kind und Neuem mussten zu ihrem Amt und es dort selbst umschreiben lassen. Mein Mann hatte sein Einverständnis gegeben... Aber wie gesagt: bei uns auch ein spezieller Fall und warum sollte man das Kind zwingen den Namen eines Mannes zu tragen, den es nie gesehen hat. Allerdings spätestens mit 18 kann er dann den Namen annehmen.... Bis dahin haben die meisten Mütter genug Zeit dem Kind einzutrichtern wie schrecklich der Vater ist...
Beitrag von: Inselreif am 17. Juli 2018, 11:52:36
Mit 18 ist der Name dann aber auch schon so etabliert, dass man ihn nicht mal eben so ändert.