Source: https://steuerbuch.lu.ch/index/band_2_weisungen_stg__quellensteuer_steuerabrechnungbezug.html
Timestamp: 2020-05-27 22:13:49
Document Index: 289581253

Matched Legal Cases: ['§ 101', '§ 101', '§ 121', '§ 121', '§ 19', '§ 19', '§121', '§ 114', '§ 211', '§ 174', '§ 226', '§ 20']

§ 101 - 123 Nr. 7: Steuerabrechnung und Bezug
§ 101 - 123 Nr. 7
7.1 Abrechnungsmodus
7.2 Inhalt der Abrechnung
7.3 Bezugsprovision
7.4 Bezug
7.6 Straffolgen
7.7 Arbeitnehmer/innen mit Wohnsitz in einem anderen Kanton
7. Steuerabrechnung und Bezug
Über den Lohnstandard-CH (ELM Quellensteuer) können ab dem 1. Januar 2014 die Quellensteuerdaten mit sämtlichen Kantonen in einem einheitlichen und standardisierten Prozess elektronisch abgerechnet werden. Mit der elektronischen Verarbeitung der Quellensteuerdaten wird der Aufwand der SSL sowie die Gefahr von Übertragungsfehlern stark reduziert. Details dazu können unter www.steuern.lu.ch / Natürliche Personen / Quellensteuer heruntergeladen werden.
Die Quellensteuer verfällt mit dem Abzug (§ 121 Abs. 2 StG). Die Dienststelle Steuern (siehe Ziffer 8.1) kann den SSL Monats- oder Quartalsabrechnungen gestatten. Die Abrechnung muss jeweils innert 30 Tagen nach der Abrechnungsperiode eingereicht werden.
Für verspätet abgerechnete Quellensteuern schulden die SSL einen Verzugszins
(§ 121 Abs. 4 StG).
Für die Abrechnung sind die von der Dienststelle Steuern abgegebenen Formulare oder genehmigten EDV-Formulare zu benützen, sofern nicht mit ELM abgerechnet wird. Darauf sind alle erforderlichen Angaben wie Name und Vorname des/der Arbeitnehmers/Arbeitnehmerin, Wohnort, Abrechnungsperiode, Bruttolohn pro Monat (gemäss Ziffer 4.10), Quellensteuer, angewandte Tarife, Anzahl zulagenberechtigte Kinder, Konfession und allfällige Ein- und Austritte während der Abrechnungsperiode einzusetzen. Unerlässlich für die Kontrolle sind auch die Angaben über die Dauer unbezahlter Abwesenheiten sowie die Änderung des Zivilstandes und der Kinderzahl. Die SSL sind verpflichtet, der Dienststelle Steuern zur Kontrolle der Steuererhebung Einblick in alle Unterlagen zu gewähren.
Die SSL erhalten für die Mitwirkung bei der Steuererhebung eine Entschädigung von 2% des abgezogenen Steuerbetrags. Bei Kapitalleistungen beträgt die Entschädigung 1% (§ 19 Abs. 1 QStV).
Verletzen die SSL Verfahrenspflichten, kann die Dienststelle Steuern die Bezugsprovision herabsetzen oder aufheben. Bei einer Ermessenseinschätzung entfällt die Bezugsprovision (§ 19 Abs. 2 QStV).
Die Dienststelle Steuern erstellt eine Verfügung/Rechnung aufgrund der von den SSL eingereichten Abrechnungen. Der Betrag ist innert 30 Tagen seit Rechnungstellung zu bezahlen. Auf verspäteten Einzahlungen wird ein Verzugszins berechnet (§121 Abs. 4 StG).
Die SSL haften für die Entrichtung der Quellensteuer (§ 114 Abs. 3 StG). Die Haftung setzt weder ein Verschulden des SSL voraus noch wird die Haftung durch ein Mitverschulden von Steuerpflichtigen oder Dritten herabgesetzt.
Wer zum Steuerabzug an der Quelle verpflichtet ist und vorsätzlich oder fahrlässig einen Steuerabzug nicht oder nicht vollständig vornimmt, hat gemäss § 211 Abs. 1 b StG eine Busse sowie eine Nachsteuer gemäss den §§ 174 ff. StG zu entrichten.
Wer zum Steuerabzug an der Quelle verpflichtet ist und abgezogene Steuern zu seinem oder eines andern Nutzen verwendet, macht sich der Veruntreuung von Quellensteuerngeldern strafbar und wird mit Gefängnis oder mit Busse bis zu CHF 30'000.-- bestraft (§ 226 StG).
Die SSL haben die Quellensteuer auch für Arbeitnehmer/innen, welche in einem anderen Kanton Wohnsitz haben, zu erheben. Dabei empfiehlt es sich, direkt mit diesem Kanton abzurechnen, da die SSL für die Quellensteuer vollumfänglich haften. In diesem Fall sind die Tarife des andern Kantons anzuwenden (§ 20 QStV).