Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:070737-2020:TEXT:DE:HTML&src=0
Timestamp: 2020-05-27 23:07:54
Document Index: 157665502

Matched Legal Cases: ['Art. 112', '§ 305', '§ 123', '§ 123', '§ 124', '§ 21', '§ 98', '§ 21', '§ 305', '§ 160']

Dienstleistungen - 70737-2020 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 70737-2020
12/02/2020 S30 Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Offenes Verfahren
Deutschland-München: Dienstleistungen des Gesundheits- und Sozialwesens
2020/S 030-070737
Kontaktstelle(n): Zentrale Vergabestelle und Einkauf
Telefon: +49 8962212262
Fax: +49 896221442262
Hauptadresse: www.landkreis-muenchen.de/landratsamt/ausschreibungen/
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.staatsanzeiger-eservices.de/aJs/EuBekVuUrl?z_param=185081
Schuldner- und Insolvenzberatung für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises München
Mit Hilfe der Schuldner- und Insolvenzberatung soll Menschen in oft ausweglos erscheinenden Finanzlagen Hilfe bei der Überwindung ihrer Schuldenprobleme und wieder eine Zukunftsperspektive gegeben werden. Die Schuldnerberatung soll aber nicht erst bei bestehenden Schulden tätig werden, sondern durch die Präventionsarbeit helfen, Schulden zu vermeiden. Der Landkreis München sucht für die Erbringung der o. g. Leistungen Auftragnehmer, die über eine umfangreiche Erfahrung in der Schuldner- und Insolvenzberatung oder im Bereich einer anderen sozialen Beratungsstelle verfügen und bereit sind, vertrauensvoll mit dem Auftraggeber zusammen zu arbeiten.
Die Schuldnerberatung ist der Insolvenzberatung vorgelagert. Beide gehen nahtlos ineinander über und ergänzen sich somit.
Dementsprechend schreibt der Landkreis München die Errichtung von Beratungsstellen, die sowohl Schuldner- als auch Insolvenzberatung anbieten, aus (Art. 112 Abs. 2 Ziff. 2 AGSG).
Schuldner- und Insolvenzberatung für Bürgerinnen und Bürger des Landkreises München – Los 1
Der Auftragnehmer hat im Rahmen der Schuldnerberatung die folgenden Leistungen zu erbringen:
— Kurzberatung – persönlich oder telefonisch – von Bürgern in finanziellen Notlagen,
— Anamnesegespräch mit Bürgern mit Abklärung der persönlichen und finanziellen Situation sowie Abklärung des weiteren Hilfebedarfs und ggf. Weitervermittlung an andere Dienste/Behörden,
— Informationen über den Ablauf und die Bedingungen des Verfahrens bei einem außergerichtlichen Einigungsversuch, eines gerichtlichen Schuldenbereinigungsplans, des Insolvenzverfahrens, der Wohlverhaltensperiode und die Erlangung und den Widerruf der Restschuldbefreiung,
— Aktenanlage,
— Erstellen und laufende Aktualisierung der Forderungsverzeichnisse,
— Erstellen der Haushaltsplanung,
— Gläubigerforderungen sichten und prüfen,
— Vorbereitung des außergerichtlichen Einigungsversuchs,
— Kontaktaufnahme mit Gläubigern und Forderungsüberprüfung,
— Vorschlag zur außergerichtlichen Einigung erstellen,
— Entwicklung eines außergerichtlichen Einigungsversuchs,
— Vergleichsverhandlungen führen,
— Präventive Arbeit,
— Erstellung von Berichten und Statistiken sowie Beteiligung an der Überschuldungsstatistik des Bundes.
Der Auftragnehmer hat im Rahmen der Insolvenzberatung die folgenden Leistungen zu erbringen:
— bei Scheitern der Vergleichsverhandlungen Information des jeweils betroffenen Bürgers über das Insolvenzverfahren und das Restschuldbefreiungsverfahren,
— Ausstellen der Bescheinigung über das Scheitern nach § 305 Abs. 1 Nr. 1 InsO,
— Erstellen der Antragsunterlagen für das InsO-Verfahren,
— Durchführung des Schuldenbereinigungsplanverfahrens,
— Erstellung von Berichten und Statistiken.
Der Auftraggeber geht aufgrund seiner Erfahrungen in den vergangenen Jahren davon aus, dass pro Vertragsjahr in jedem Los mindestens 750
Beratungsfälle im Bereich der Schuldnerberatung und mindestens 100 Beratungsfälle im Bereich der Insolvenzberatung anfallen.
Wert ohne MwSt.: 3 403 362.00 EUR
Der geschätzte Wert in Höhe von 6 806 723 EUR (ohne MWSt) bezieht sich auf jeweils ein Los (3 403 362 EUR für Los 1 und 3 403 362 EUR für Los 2).
Schuldner- und Insolvenzberatung für Bürgerinnen und Bürger des Landkreises München – Los 2
Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung / Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit / Technische und berufliche
1) Eigenerklärung zum Nichtvorliegen Ausschlussgründen nach §§ 123 Abs. 1 bis 3 GWB, §§ 123 Abs. 4 GWB, §§ 124 Abs. 1 Nrn. 1-4, 7 und 8 GWB, § 21 Arbeitnehmer-Entsendegesetz, § 98 Aufenthaltsgesetz und § 21 Mindestlohngesetz;
2) Vorlage Bescheid, über Anerkennung, als „geeignete Stelle“ im Sinne von § 305 Abs. 1 Nr. 1 Insolvenzordnung;
3) Vorlage Auszug aus dem Berufs- oder Handelsregister;
4) Nachweis über eine bestehende Berufshaftpflichtversicherung des Bewerbers;
5) Eigenerklärung des Bieters über den Gesamtumsatz und den Umsatz im Tätigkeitsbereich des Auftrages;
6) Eigenerklärung über mind. 1 Referenz gemäß Vergabeunterlagen;
7) Eigenerklärung des Bieters zu Qualitätssicherungsmaßnahmen;
8) Eigenerklärung zur durchschnittlichen Zahl der Beschäftigten und Führungskräfte des Bieters.
Alle Details siehe in den Vergabeunterlagen.
Die Schuldner- und Insolvenzberatung wird als Festpreisvergabe ausgeschrieben. Für die Leistung stehen im Jahr insgesamt 675 000 EUR (inklusive Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer) je Los zur Verfügung. Daher haben Bieter bei dieser Ausschreibung keine Preise anzugeben. Als Zuschlagskriterium wird die Qualität der angebotenen Leistung bewertet. Hierzu haben die Bieter ein Konzept (max. 20 Seiten) einzureichen.
Alle Zuschlagskriterien sind detailliert in den Vergabeunterlagen aufgeführt.
www.staatsanzeiger-eservices.de zur Verfügung. Der Bieter hat die Vollständigkeit der Vergabeunterlagen zu überprüfen. Enthalten die Vergabeunterlagen Unklarheiten oder Fehler, so hat der Bieter den Auftraggeber darauf hinzuweisen. Fragen zu den Vergabeunterlagen oder zu dieser Ausschreibung im Allgemeinen können bis 6 Tage vor Ablauf der Angebotsfrist ausschließlich über die Vergabeplattform gestellt werden. Später eingehende Fragen werden nicht berücksichtigt.
Die Bindefrist wird auf 22.5.2020 festgelegt, da für die Zuschlagserteilung der Beschluss eines Gremiums erforderlich ist.
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, § 160 Abs. 3 GWB, soweit: