Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81180000064.htm
Timestamp: 2018-11-12 23:18:47
Document Index: 303840072

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 64', '§ 2', '§ 5', '§ 8', '§ 28', '§ 47', '§ 2']

Bachwiesental)
1.18.064 Neckartal zwischen Großingersheim und Hessigheim mit Umgebung (insbesondere Beutenbachtal, Wurmberg, Kallenberg, Salen, Hart und Bachwiesental)
Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Neckartal zwischen Großingersheim und Hessigheim mit Umgebung (insbesondere Beutenbachtal, Wurmberg, Kallenberg, Salen, Hart und Bachwiesental)" vom 04.01.1989 (Ludwigsburger Kreiszeitung vom 27.01.1989).
Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654) geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Steinheim und der Gemeinden Hessigheim, Ingersheim, Mundelsheim und Pleidelsheim werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Neckartal zwischen Großingersheim und Hessigheim mit Umgebung (insbesondere Beutenbachtal, Wurmberg, Kallenberg, Salen, Hart und Bachwiesental)".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 435 ha und umfaßt die nachstehenden Landschaftsteile im Bereich des Neckartales zwischen Großingersheim und Hessigheim und die angrenzenden Gebiete:
· Markung Höpfigheim: Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Häfele, Jägersberg, Beutenmühle, Unteres Tal, Siehdichfür, Fuchsschwanz.
Auf dem Gebiet der Gemeinde Hessigheim:
· Markung Hessigheim: Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Haldenrain und Halden.
· Markung Großingersheim:Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Seelesbrunnen, Siegental, Wurmberg, Holzwert, Mühlberg, Tiergarten, Brühl, Feld, Rain, Ecken, Schneckenberg, Hausviertel und Salen.
· Markung Kleiningersheim:Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Siegental, Mühlberg, Oberes Tal, Ödenberg, Gäßlesäcker, Krumme Äcker, Kallenberg, Au, Langes Gewand, Karchweg, Unteres Tal, Flecken, Kleiningersheimer Mühle, Gehrn, Salen, Hecken und Seelesbrunnen.
· Markung Mundelsheim: Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Äußere Au, Auäcker, Paradies, Innere Mühlbachweinberge, Mittlere Mühlbachweinberge, Äußere Mühlbachweinberge, Bachweingärten, Bachweinberg, Nußacker, Bachwiesen, Ober den Bachwiesen, Hart, Galgenberg und Halden.
· Markung Pleidelsheim: Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Galgengraben, Siehdichfür, Saure Wiesen und Beutenmühle.
(3) Beide Karten enthalten die rechtsverbindliche Festsetzung des Landschaftsschutzgebietes und sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten ist bei der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Ludwigsburg in 7140 Ludwigsburg verwahrt und kann während der Sprechzeiten eingesehen werden.
Schutzzweck ist die Erhaltung und Sicherung des Charakters einer vielgestaltigen Flußkulturlandschaft mit ihren Steilhängen, die in landschaftlicher und ökologischer Verflechtung mit ihren umliegenden Bereichen in ihrer Funktion für den gesamten Naturhaushalt stehen. Für die wildlebende Tier- und Pflanzenwelt soll damit der ökologisch notwendige Frei- und Rückzugsraum gesichert werden. Insbesondere soll das Gebiet in seiner Bedeutung als Naherholungsbereich erhalten und die naturnah erhaltene Kulturlandschaft vor störenden und beeinträchtigenden Veränderungen bewahrt werden. Dazu gehört auch das Verhindern von weiteren Kleinbauten und Einfriedigungen sowie die Aufrechterhaltung der bestehenden Nutzungsstrukturen, besonders der historischen Terrassenweinberge mit ihren Natursteinmauern und -treppen. Die Wiesenaue des Neckartales sowie die Obstbaumwiesen an den Hanglagen und auf den Randhöhen sind als landschaftlich und ökologisch wertvolle Landschaftsbestandteile besonders schützenswert.
1. die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter nahhaltig gestört,
15. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Hecken, Gebüschen, Feld- und Ufergehölzen, Schilf- und Röhrichtbeständen, Weinbergmauern und ‑treppen, Felsen und ähnlichen Naturerscheinungen sowie die Beseitigung von Obstbäumen und der Umbruch von Wiesen im Talbereich des Neckars.
2. für die Beseitigung von einzelnen absterbenden Obstbaumhochstämmen, wenn anstelle des alten Baumes auf dem Grundstück ein junger Obstbaum (Hochstamm) gepflanzt wird;
4. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 15;
5. für die Unterhaltung der Bundeswasserstraße Neckar nach § 8 Bundeswasserstraßengesetz und der Gewässer nach § 28 Wasserhaushaltsgesetz und § 47 Abs. 1 des Wassergesetzes für Baden-Württemberg durch die Unterhaltspflichtigen. Eingriffe in das Ufergehölz sowie die Schilf- und Röhrichtbestände im Rahmen der Gewässerunterhaltung sind jedoch im Benehmen mit der unteren Naturschutzbehörde vorzunehmen;
(2) Gleichzeitig tritt außer Kraft: § 2 Abs. 3 Ziff. 19 der Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg über die einstweilige Sicherstellung von Schutzgebieten im Landkreis Ludwigsburg vom 25.3.1985, soweit diese das in der Anlage zu dieser Verordnung abgegrenzte Gebiet betrifft.
Ludwigsburg, den 04.01.1989
Durch VO vom 23.09.2002 (NSG 1.252 „Oberes Tal“) Fläche um 18 ha verringert.