Source: https://www.bussgeldkatalog.org/rettungsgasse/
Timestamp: 2019-05-24 17:39:22
Document Index: 238349420

Matched Legal Cases: ['§11', '§ 11', '§ 2', '§ 16', '§ 11', '§34']

﻿ Rettungsgasse bilden auf der Autobahn - Unfall-Ratgeber 2019
Von Sandra, letzte Aktualisierung am: 23. Mai 2019
Platz, um Leben zu retten: Die Rettungsgasse
Wir erklären Ihnen, wie Sie die Rettungsgasse richtig bilden.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie eine Rettungsgasse korrekt gebildet wird, was Sie dabei beachten sollten und welche Strafen bei einer Missachtung der Vorschriften fällig werden.
Die Rettungsgasse zügig bilden: Kurz und einfach erklärt
Überblick: Rettungsgasse bilden bei 2, 3 und 4 Spuren
Bußgeldrechner zu Einsatzfahrzeugen mit Blaulicht
Ein-, zwei-, mehrspurig: Wo müssen Sie die Rettungsgasse bilden?
Die Rettungsgasse im Recht: Die Straßenverkehrsordnung
Bußgeldtabelle „Rettungsgasse“
Au­to­bahn ist ...
Ret­tung­sgas­se bil­den zwi­schen ...
zwei­spu­rig lin­ker und rech­ter Spur
drei­spu­rig lin­ker und mit­tle­rer Spur
vier­spu­rig lin­ker Spur und dem Fahr­strei­fen di­rekt da­ne­ben
In vielen Ländern steht das Nichtbilden der Rettungsgasse unter Strafe.
Wichtig: Sobald eine Straße mehr als eine Spur aufweist, verläuft die Rettungsgasse nicht mehr auf der linken Spur, sondern auf der direkt daneben. Häufig lässt sich beobachten, dass Autofahrer hektisch versuchen, diese Fahrspur für die Rettungskräfte freizuhalten. Dabei begehen sie aber eine Ordnungswidrigkeit.
Neue Bußgelder beim Nichtbilden einer Rettungsgasse seit 19.10.2017
Wer die Rettungsgasse auf der Autobahn nicht bildet, hält Einsatzfahrzeuge auf.
Alte Bußgelder beim Nichtbilden einer Rettungsgasse
Sie bildeten auf einer Autobahn oder Außerortsstraße keine freie Gasse zur Durchfahrt von Polizei- oder Hilfsfahrzeugen, obwohl der Verkehr stockte. 20 Euro -
Sie unterließen es, einem Einsatzfahrzeug mit eingeschaltetem blauen Blinklicht und Einsatzhorn sofort freie Bahn zu schaffen. 20 Euro -
Überholen auf der rechten Spur 100 Euro 1
Die Rettungsgasse in Österreich
Der österreichische Bußgeldkatalog für die Rettungsgasse sieht höhere Bußgelder vor.
Bei unseren Nachbarn fielen die Bußgelder bezüglich der Rettungsgasse bisher deutlich höher aus. Mit der Anpassung zum 19.10.2017 sind auch die Bußgelder hierzulande für einen entsprechenden Verstoß empfindlich gestiegen. Dennoch können die Sanktionen in anderen Ländern immer noch wesentlich höher ausfallen.
Auch in Österreich muss die Gasse auf Autobahnen und Außerortsstraßen gebildet werden, sobald der Verkehr stockt oder sich staut, damit die Feuerwehr im Ernstfall schnellstmöglich vorankommt.
Bestimmte Initiativen setzen sich dafür ein, die Strafen und Bußgelder auch in Deutschland anzuheben. Denn: So ärgerlich ein Stau auf der Autobahn auch sein mag, durch die Bildung einer Rettungsgasse geht kaum Zeit verloren, wenn die Regelungen befolgt werden. Dafür rettet die Gasse Leben.
Sergey A. sagt:
17. Juli 2016 um 10:51 Uhr
Sie vermitteln eine sehr gefährliche Botschaft, wie eine Rettungsgasse auf einer 4-Spugiren Autobahn zu bilden ist. In Deutschland schreibt §11 StVO vor, dass eine freie Gasse generell „in der Mitte der Richtungsfahrbahn“ zu bilden ist, nur „bei Fahrbahnen mit drei Fahrstreifen für eine Richtung zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen“. Also bei 4 Spuren – zwischen der 2-en und der 3-en. Sie schreiben aber „zwischen der 1-en und der 2-en von links“. In Österreich, wo das Video stammt, mag es anderes sein. Darauf sollten Sie aber hinweisen.
Das muss unbedingt eindeutig geklärt werden, sonst kostet es Leben!
§ 11 StVO gibt in diesem Punkt keine klare Formulierung. Die entsprechende Richtlinie wird aus diesem Grund momentan noch überarbeitet. Es ist jedoch so, dass Rettungsgassen generell neben der linken Spur gebildet werden.
ThomasRS sagt:
16. März 2017 um 22:21 Uhr
Seit 2017-01-01 gilt:
Der Begriff „Stockender Verkehr“ wurde klargestellt: Schrittgeschwindigkeit fahren oder Fahrzeuge befinden sich im Stillstand. Weiterhin wurde präzisiert, dass die Rettungsgasse zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen für eine Richtung zu bilden ist. Damit wird den Verkehrsteilnehmern eine einprägsame und leicht verständliche Verhaltensregel zur Verfügung gestellt, die ein reibungsloseres Bilden der Rettungsgasse ermöglichen soll. Zukünftig sollen Rettungskräfte behinderungsfrei und damit schneller zum Einsatzort gelangen.
Wo ist gesetzlich festgelegt, in welchem Umfang der Standstreifen befahren werden darf?
in § 2 Absatz 1 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) steht, dass der Seitenstreifen nicht Bestandteil der Fahrbahn ist.
Wenn der Standsteifen nicht zur Fahrbahn gehört und nicht befahren werden darf wie Sie auf die Frage antworten, wie kommt es dann dass Sie oben im Artikel folgendes schreiben:
„Kfz, welche die rechte Spur benutzen, fahren möglichst weit nach rechts. Dabei ist der Standstreifen ausnahmsweise zu benutzen, um auszuweichen.“
Wo ist denn diese Ausnahmeregelung niedergeschrieben?
hierbei handelt es sich um keine feste Ausnahmeregelung, sie ist nicht im Gesetz festgelegt. Besteht jedoch keine andere Möglichkeit, um Platz zu machen, kann es durchaus nötig sein, dass ein Fahrzeug mit seiner halben oder sogar der ganzen Fahrzeugbreite den Standstreifen nutzen muss.
2. März 2017 um 1:56 Uhr
Wenn das nicht gesetzlich festgelegt/vorgeschrieben ist, heißt das also auch, dass es theoretisch keine Verpflichtung gibt den Standstreifen befahren zu müssen, wenn die Rettungsgasse immer noch zu eng wäre (z.B. bei vielen LKW der Fall)? Wenn es kein Gesetz gibt, das das Befahren des Standstreifen befürwortet, so kann es theoretisch auch zum Zweck der Rettungsgassenbildung trotzdem bestraft werden… Meiner Meinung nach eine Lücke wo noch Anpassungsbedarf besteht. Denn uneinsichtigen Verkehrsteilnehmer kann man somit auch nicht vorschreiben den Standstreifen zu befahren, was aber an vielen Autobahnstellen zwingend erforderlich wäre, da bei dem Verkehrsaufkommen (LKW auf zwei Spuren) eine adäquate Rettungsgasse immer noch nicht möglich ist!
Gemäß § 16 Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG, rechtfertigender Notstand) kann im konkreten Einzelfall auch die (Mit-)Benutzung des Seitenstreifens zur Bildung der Rettungsgasse gerechtfertigt sein, z.B. weil nur so eine für Rettungs- und Hilfsfahrzeuge ausreichend breite Rettungsgasse gebildet werden kann.
4. Januar 2017 um 9:01 Uhr
Die Regelung, wo die Gasse zu bilden ist ist ja nun einheitlich geregelt, egal wie viele Fahrspuren. Aber was immer noch unterschiedlich auch veröffentlicht wird (online, TV und Printmedien) ist die Nutzung des Standstreifens.
Video: Standsteifen mitverwenden; wird 3 mal ausdrücklich betont.
Text oben: Wieso nicht den Standstreifen nutzen?
Vielleicht könnten Sie das klarstellen. Vielen Dank.
5. Juli 2017 um 9:28 Uhr
Das Video stammt von einer österreichischen Gesellschaft, der ASFINAG. Daher würde ich davon ausgehen, dass das Video die Situation in Östereich beschreibt und nicht direkt auf Deutschland angewendet werden kann.
Warum bekommen unsere Behörden das nicht hin mit der rettungsgasse bilden es müsste mal so gemacht werden wie in Österreich.
Hier ist ein Menschen leben 20€ wert und das ist nichts warum so wenig da reagiert kein Autofahrer bei 3000€ da reagiert jeder, da muss mal was passieren in unseren bußgeld Katalog
17. März 2017 um 14:23 Uhr
Ich finde auch, dass bei den Bußgeldern drei Nullen zu wenig aufgeführt sind. Diese Größenordnung tut niemanden weh. Heute erst war in einem Spiegelartikel von Behinderungen in der Rettungsgasse auf der A5 die Rede. Die Einsatzkräfte mussten zu Fuß weiter. Es sollen hohe Bußgelder drohen. Daraufhin habe ich recherchiert wie hoch konkret diese sein können und bin entsetzt!
@bussgeldkatalog.org
Die Feststellung von @Katrin M. vom 04.01.2017 ist leider(!) korrekt. Im Artikel wird der Autofahrer zunächst aufgefordert, den Standstreifen entweder nicht oder nur maximal mit der Hälfte des Fahrzeuges zu nutzen. Das Video hingegen enthält die Aufforderung, explizit den Standstreifen zu nutzen. Diese Aussagen widersprechen sich. http://www.bussgeldkatalog.org fordert mindestens mit einer Aussage die Autofahrer zur Begehung einer Ordnungswidrigkeit auf. Dies ist sehr ärgerlich und sollte von der Redaktion dringend geändert werden.
die Nutzung des Standstreifen ist ein Streitthema und wird unterschiedlich bewertet. Gesetzlich gesehen darf dieser nicht befahren werden. Im Notfall wird es aber keine Bußgelder hageln, wenn Sie den Standstreifen befahren, um einem Einsatzfahrzeug Platz zu machen. Das Video dient lediglich der Veranschaulichung.
Fritz meint sagt:
Wer hat diese tolle Gasse endeckt?
Rechts und Links stehen Fahrzeuge und die Rettungsdienste sollen so schnell wie möglich zwischen durchfahren.
Jahrzehnte war der Standstreifen (Wenn vorhanden) der schnellste Weg zum Unfallort. Und jeder Autofahrer wusste sich zu Verhalten!
Wer solche Änderungen befürwortet, fährt wohl meistens mit der Bahn.
Sollte ich nun der einzige sein der bei Stau auf der Autobahn auf den Standstreifen ausweicht und alle anderen auf der rechten Spur bleiben, darf ich dann auf dem Standstreifen weiter fahren? Laut Gesetz darf der Standstreifen nicht befahren werden. Zur Bildung einer Rettungsgasse darf man darauf ausweichen… Heist das ich soll auf dem Standstreifen stehen bleiben, auch wenn vor mir frei währe?
hier können Sie sich über die Verkehrsregeln zum Standstreifen informieren: https://www.bussgeldkatalog.org/seitenstreifen/
5. Juli 2017 um 8:34 Uhr
Ihr habt das ja erklärt. Leider führt der Link zu den Bußgeldern bei Nutzung des Seitenstreifens absolut in die falsche Richtung!
„Im Notfall wird es aber keine Bußgelder hageln, wenn Sie den Standstreifen befahren, um einem Einsatzfahrzeug Platz zu machen.“
Tja, bei solchen Formulierungen – und einer Gesetzeslücke, die es wohl grundsätzlich gibt – braucht man sich nicht zu wundern, daß der Standstreifen nicht genutzt wird. Wenn Lkws unterwegs sind – auf vielen Erklärvideos zur Rettungsgasse fehlen die, wobei in der Realität z.B. auf 3spurigen Autobahnen oft die Lkws auf den beiden (!) rechten Spuren im Stau stehen bzw. fahren – geht es ohne Mitbenutzung des Standstreifens gar nicht.
Leute, da braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Bildung einer Rettungsgasse nicht klappt. (Daß man natürlich nicht erst damit anfangen soll, wenn die Einsatzfahrzeuge kommen, kommt da noch dazu.)
Wie verläuft der Retungsweg Bei einer drei Spurigen Autobahn
Bitte um eine Informationen
wie Sie auf dem Bild sehen können, fahren die Fahrzeuge auf der linken Spur äußerst links und die anderen Fahrzeuge versuchen soweit rechts wie möglich zu fahren. Somit befindet sich die Rettungsgasse zwischen der mittleren und äußerst linken Spur.
Wenn die Linke nicht weiß was die Rechte tut.
Krasser Widerspruch zum Video:
Was gilt jetzt? Halbes Fahrzeug in den Standstreifen oder komplette Nutzung des Standstreifens! Es kusieren auch Videos (ADAC) wo der Standstreifen nicht benutzt werden darf. Man muss sich nicht wundern, wenn die Bildung einer Rettungsgasse bei so widersprüchlichen Aussagen nicht funktioniert.
das Thema „Seitenstreifen im Stau“ wird weiterhin kontrovers diskutiert. Anfragen bei den verschiedenen Verkehrsministerien haben unterschiedliche Antworten ergeben. Einige weisen darauf hin, dass der Seitenstreifen nicht befahren werden sollte, wiederum andere gehen davon aus, dass der Seitenstreifen je nach Einzelfall befahren werden darf, damit Rettungsfahrzeuge problem- und gefahrlos durchfahren können. Eine pauschale Regelung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, welches für die bundesweit einheitliche Rechtsauslegung der StVO zuständig ist, steht noch aus. Sie können sich mit Ihrer Frage direkt an das Ministerium wenden.
Hallo–ich habe beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur nachgefragt.Es ging um das „Erklärvideo“–„Die Rettungsgasse rettet Leben“, auf das auch das Bundesministerium verwiesen hat.
Antwort :“..vielen Dank für Ihre E-Mail, in der Sie das Video „Die Rettungsgasse rettet Leben“ auf der Internetseite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur hinterfragen.
Der Einsteller wurde gebeten,dieses zu ändern. Hierfür erhielten wir eine Zusage. Es wird ein Video geben,das der Rechtslage entspricht…“
4. September 2017 um 11:16 Uhr
Hält man sich an das „Erklärvideo“–„Die Rettungsgasse rettet Leben“(Text oben)–und nutzt den Seitenstreifen, wird man jetzt also evtl. wegen „verbotswidrigen Vorankommens“ zu mindestens 75 Euro Geldbuße und einem Punkt in Flensburg verdonnert.–Ich hatte mit so etwas gerechnet–deshalb hatte ich das Bundesverkehrsministerium kontaktiert!–Beweisen, dass man lediglich Platz für eine Rettungsgasse machen wollte–das wird man wohl nicht können–oder wie sehen Sie das?
wir dürfen an dieser Stelle keine kostenlose Rechtsberatung anbieten.
8. Oktober 2017 um 21:58 Uhr
Freitag, 22.09.2017 13:08 Uhr
Potentieller Ersthelfer sagt:
Wenn ich als potentieller Ersthelfer (Sanitätsausbildung, entsprechendes Material und v.a. ein ordentlicher Feuerlöscher im Privatauto an Bord) bei dem Unfall, der den Stau verursacht, helfen möchte (evtl. weil ich sogar mitbekommen habe, wie es paar 100 m vor mir gekracht hat), noch bevor Rettungsdienst und Feuerwehr da sind, kann ich damit rechnen, daß ich hier ohne bestraft zu werden, vorfahren kann? Ich meine, wenn ich brav im Auto sitzen bleibe, hinter mir griffbereit ein gescheiter 12kg-Pulverlöscher, vorne qualmt’s schon, wäre das alles unterlassene Hilfeleistung. Mein Auto alleine im Stau stehen zu lassen und mit dem Feuerlöscher 200m vorlaufen ist da auch nicht sinnvoll.
laut § 11 Abs. 2 StVO darf die Rettungsgasse nur von Polizei- und Hilfsfahrzeugen befahren werden. Ob Ersthelfer dazu gehören, entzieht sich leider unserer Kenntnis.
Koschu sagt:
27. Oktober 2017 um 9:05 Uhr
Da sieht man mal, was für ein Chaos – die einen nutzen verbotener Weise den Pannenstreifen, die anderen halten sich an das Gesetz und nutzen ihn nicht eigenmächtig. Den Pannenstreifen darf man nur „AUF ANordnung“ ausnahmsweise nutzen – nicht weil man meinst, etwas gutes zu tun!
Des weiteren frage ich mich, wer die Bußgelder für das Nichteinhalten der Rettungsgasse ahnden soll? Die Kräfte im Einsatz wohl kaum, die haben wichtigeres zu zun. Oder laufen demnächst einige Polizisten durch die StauKolonne und schreiben auf…..
Nicht dass der Eindruck entsteht ich bin gegen Rettungsgasse, aber sollte mal gesagt werden!
als Vielfahrer und Feuerwehrmann muss ich sagen, dass die Vergehen im Bezug auf Rettungsgassen zu selten geahndet werden. Rettungsgassen werden oft nur kurz für ein nahendes Rettungsfahrzeug gebildet und oft recht schnell dahinter wieder geschlossen. Bei stehendem Verkehr steigen Leute zum Teil aus ihren Fahrzeugen aus und gehen selbst bei herannahenden Rettungsfahrzeugen zögerlich zu ihren Fahrzeugen zurück.
Die Retter haben selber wenig Zeit und Sinn sich Nummernschilder zu merken und dann entsprechende KFZ – Führer belangen zu lassen.
Aus meiner Sicht sollten Rettungsfahrzeuge mit sogenannten Dash-Cams ausgestattet werden, so dass man nach einem Einsatz eine Auswertung machen kann um KFZ – Führer zu belangen. Dies erfordert aber einige Gesetzesänderungen.
Weiter fällt immer wieder auf, dass KFZ – Führer ihre Fahrt verlangsamen und mit ihrem Handy das Unfallgeschehen zu filmen. Selbst Polizisten werden bei der Aufforderung rasch weiter zu fahren angepöbelt. Aber das scheint ein Gesellschaftsproblem zu sein…
Was ich mich immer wieder frage ist, wie verhält es sich, wenn aus einer 3spurigen eine 2spurige Autobahn wird oder umgekehrt? Die linke Spur muss sich in die Mitte einfädeln, die mittlere und rechte fahren zumindest theoretisch einfach weiter. Die Rettungsgasse muss ja nun auf die andere Seite der (zunächst) mittleren Spur. Wie soll das ohne Probleme klappen?
eine gute Frage. Am sinnvollsten ist es vermutlich, wenn die Autofahrer dort mitdenken und im Übergangsbereich entsprechend Platz schaffen.
Loxi sagt:
18. April 2018 um 9:19 Uhr
was mich ein bisschen irritiert ist, dass das Thema bei den Autobahnauffahrten kaum berücksichtigt wird. Ich hab es schon oft erlebt, dass die Fahrzeugführer sich an die linke Bande quetschen um den Rest der Strasse und den Standstreifen (den man ja nicht benutzen/befahren soll) frei zu halten. Klar ist aber, dass die Rettungskräfte dann aber gar nicht erst in die Rettungsgasse einfahren können. Am Übergang steht immer einer der da nicht hingehört, und im schlimmsten Fall ist es ein LKW der nicht weg kann. Dementsprechend warten die Rettungskräfte auf der Auffahrt geduldig, bis sich der ganze Tross auf die rechte Seite begibt. Das ist auch unnötiger Zeitverlust und sollte ebenfalls kommuniziert werden finde ich.
wie verhält man sich bzgl. der Rettungsgasse in einer einspurigen Baustelle auf der Autobahn richtig, wenn die Fahrbahn durch die Baustellenbegrenzungen so eng ist, dass man keine Möglichkeit hat, rechts ran zu fahren um die Rettungsfahrzeuge vorbei zu lassen?
Mein Bruder hatte diesen Fall kürzlich. Da er keine Möglichkeit zum ausweichen / Platz machen sah, entschied er sich, möglichst zügig ans Ende der Baustelle zu kommen, wo er dann natürlich direkt rechts ran gefahren ist, so dass der Rettungswagen überholen konnte.
Er hat hierfür jetzt eine Anzeige wegen nicht bilden der Rettungsgasse + Behinderung (240€/2 Punkte/1 Monat Fahrverbot) bekommen.
Das kann dann ja auch nicht der richtige Weg sein, wenn definitiv kein Platz ist …
ist aufgrund einer Baustelle nicht genug Platz für eine Rettungsgasse, sollten Sie versetzt fahren und mind. fünf Meter Abstand zum Vordermann halten. In diesem Fall sollten Fahrer unter Umständen auch auf Sperrflächen ausweichen dürfen.
27. Mai 2018 um 17:38 Uhr
Eine sehr gewagte Behauptung, man dürfe in diesem Fall auf Sperrflächen ausweichen.
Das wäre meiner Ansicht nach nur im Rahmen eines rechtfertigenden Notstands, §34 StGB straffrei und Der wäre erst gegeben, wenn tatsächlich ein Rettungsfahrzeug durchfahren wollte.
Wenn ich also vorsorglich auf einer Sperrfläche halte liegt eine strafbewehrte Ordnungswidrigkeit vor, wenn ich in einer Engstelle halte und die Rettungsgasse versperre liegt ebenfalls eine strafbewehrte Ordnungswidrigkeit vor.
Genauso verhält es sich beim Seitenstreifen. Den darf ich im Rahmen eines rechtfertigenden Notstands benutzen.
Der allerdings liegt erst vor, wenn tatsächlich ein Rettungsfahrzeug vorbei muß und nicht bereits, wenn ein Stau entsteht.
Dann ist es für einen Lkw mit Anhänger, der im Stau zum stehen gekommen ist, allerdings zu spät, denn der kann im stehenden Verkehr meist keinen Platz mehr machen.
Die Frage, ob der Seitenstreifen und Sperrflächen straffrei zur Bildung einer Rettungsgasse werden dürfen,
sollte umgehend geregelt werden, dann klappts auch mit der Rettungsgasse.
Eppler sagt:
21. Mai 2018 um 19:43 Uhr
Heute am Feiertag auf der A5 bei Neuenburg, zwei Fahrspuren : ein rasender PKW ohne hinteres Nummernschild überholt rechts und auf dem Standstreifen. Nach Stau mit Rettungsgasse rasen zwei Polizeiautos mit Blaulicht heran und wir sehen einige Polizisten sportlich über einen Zaun auf ein Firmengelände klettern und auf ein Gebäude zu rennen. Dann kommt auf der Standspur ein weiteres Polizeiauto , weitere Polizisten klettern über den Zaun. Die Rettungsgasse war frei, nur ein PKW stand halb auf dem Standstreifen und behinderte dadurch unnötig die Polizei. Also wäre die Regel, dass die Standspur nicht befahren werden darf, gut gewesen. Bei LKW Verkehr dagegen hätte die Rettungsgasse nicht zuverlässig gebildet werden können ohne Benutzung der Standspur.
Eine allgemeine Regelung scheint mir deshalb fragwürdig.
5. Juni 2018 um 9:14 Uhr
bei diesen erquicklichen Diskussionen bezgl Rettungsgassen suche ich vergeblich eine Regelung zur Auflösung selbiger innerorts.
Es ist sehr schwierig sich nach Passieren der Einsatzkräfte auf die ursprüngliche Fahrtrichtung ein zu ordnen, entweder stellt der nachfolgende Verkehr, der sich hinter den Einsatzkräften befand, an der Ampel die Fahrspuren zu, oder oder es wird mit nicht angepasster Geschwindigkeit die Rettungsgasse hinter den Einsatzfahrzeugen zum schnellleren vorankommen genutzt.
So wichtig ich die Rettungsgasse sehe, aber so schwierig ist es, diese 1:1 umzusetzen. Mit der Bestimmung, dass dies bereits bei stockendem Verkehr zu erfolgen hat, gibt es auf 3-spurigen Autobahnen ein massives Sicherheitsproblem. Um eine funktionierende Rettungsgasse zu ermöglichen, muss nämlich die mittlere Spur die Spurlinie rechts davon überfahren und das bei bereits noch rollendem Verkehr. Da sind zusätzliche Unfälle vorprogrammiert! Bleibt man dagegen nur am rechten Rand der mittleren Spur, passt durch die Rettungsgasse ggf. kein LKW mehr durch. Man kann ja durchaus davon ausgehen, dass in der Mitte ein Bus mit 2.55m Breite fährt und links so etwas wie ein Cayenne mit nahezu 2m Breite, dies jeweils zuzüglich Außenspiegel.
Was mich aber am neuen Bußgeld am meisten stört, ist die drastische Erhöhung auf einen Betrag, den man nicht einmal zu löhnen hat, wenn man mit 40kmh schneller als erlaubt unterwegs ist. Macht dann bitte Nägel mit Köpfen und bestraft endlich auch einmal die krassen Verkehrsvergehen in angemessener Form, welche manche Rettungsgasse erst erforderlich machen! Vor allem, krasse Geschwindigkeitsverstöße geschehen aus Vorsatz, was man beim Verschlafen, eine Rettungsgasse zu bilden, in den meisten Fällen nicht sagen kann. Aber Geschwindigkeit ist in D einfach heilig, Hauptsache es läuft nun alles in besten Bahnen ab, nachdem es gekracht hat.
Nochmals: Uneingeschränktes Ja zur Rettungsgasse, wenn aber jemand, der diese verschlafen hat und ein erstes Einsatzfahrzeug aufläuft, bereits 1 Monat Fahrverbot erhält und jemand, der um 40kmh zu schnell unterwegs war keines, dann stimmt etwas gewaltig nicht!
Vor kurzem bei mir folgendes passiert. Dass war auf vierspurige Straße mit zweispuren in jedem Richtig (Fahrbahn getrennt). In gegen Richtung Fahrbahn gesperrt wegen Unfall auf dem Kreuzung davor. Deswegen Rettungswagen müssen in gegen Richtung fahren. Weiter fahren war keine Möglichkeit deswegen muss ich fünf Meter zurückzufahren. Und mit anderem PKW getroffen.( Nur Blech schaden) Was erwartet mich?