Source: https://isa-muenster.de/arbeitsbereiche/kinder-und-jugendhilfe/kompetenzzentrum-kinderschutz/
Timestamp: 2019-07-19 23:07:08
Document Index: 218419382

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 4', '§ 8', '§ 4', '§ 8', '§ 4']

Kompetenzzentrum Kinderschutz | ISA Münster
Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in im Projekt DialOGStandorte
Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen im Projekt Talentschulen
Das Kompetenzzentrum Kinderschutz ist die Fachstelle für den intervenierenden Kinderschutz in Nordrhein-Westfalen, die Kompetenzen bündeln und der Praxis zur Verfügung stellen will.
Das Kompetenzzentrum Kinderschutz berät und begleitet in allen Bereichen des intervenierenden Kinderschutzes. Es schafft Netzwerke, setzt sich dafür ein, die Praxis zu verbessern und fachliche Ansätze im intervenierenden Kinderschutz weiterzuentwickeln. Außerdem erstellt es praxisnahe Materialien.
Das Kompetenzzentrum Kinderschutz ist ein Kooperationsprojekt des Instituts für soziale Arbeit e.V. (ISA) und des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband NRW e.V. (DKSB).
Gefördert wird die Arbeit vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen.
An diesen Projekten arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ISA im Rahmen des Kompetenzzentrums Kinderschutz aktuell:
Untersuchung zur Umsetzung der Beratung gemäß § 8b Abs. 1 SGB VIII und § 4 Abs. 2 KKG in NRW
Mit dem Bundeskinderschutzgesetz wurde der Anspruch auf Beratung durch eine Kinderschutzfachkraft im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung für Berufsgeheimnisträger (z.B. Lehrkräfte, Ärzte/Ärztinnen) und weitere Personengruppen, die in beruflichem Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen, eingeführt. Diese außerhalb der Jugendhilfe tätigen Personengruppen können ihren Anspruch gegenüber dem öffentlichenTräger der Jugendhilfe wirksam machen. Es stellt sich nun die Frage, wie die Beratung nach § 8b SGB VIII und § 4 KKG bisher in den Kommunen umgesetzt wird.
Ziel des Forschungsprojektes ist es, einen Überblick über den Stand der Umsetzung in NRW zu geben, verschiedene Modelle darzustellen und Empfehlungen für die Praxis zu erarbeiten. Dabei soll sowohl die strukturelle und inhaltliche Umsetzung der Beratung aus Sicht der Kommunen und Kinderschutzfachkräfte als auch die Perspektive der Adressat(inn)en der Beratung untersucht werden. Hierbei liegt der Fokus auf den verschiedenen Adressatengruppen des Gesundheitswesens.
Zur Umsetzung des Vorhabens werden qualitative Methoden eingesetzt, da hier explorativ und beispielhaft vorgegangen wird. Es werden leitfadengestützte Interviews mit Fachkräften geführt, die für § 8b SGBVIII und § 4 KKG zuständig sind. Ergänzend werden vorliegende Konzepte, Vereinbarungen o.Ä. analysiert. Zum Einbezug der Adressat(inn)en der Beratung finden weitere Interviews mit ausgewählten Berufsgruppen statt.
Fallanalysen im Kinderschutz im Rahmen von Lern- und Entwicklungswerkstätten
Ein Angebot für Jugendämter zur Qualitätsentwicklung
Kinderschutz bedeutet professionelles Handeln in der konkreten Fallbearbeitung, in der Entwicklung von Strukturen und Verfahren innerhalb der Institutionen sowie in der übergreifenden Gestaltung der kommunalen Kinderschutzsysteme. Der Prozess der Qualitätsentwicklung im Kinderschutz erfordert die fortlaufende Auseinandersetzung mit diesen Handlungsebenen. Zur Sicherung der Qualität können systematische Aufarbeitungen von Kinderschutzfällen einen wichtigen Beitrag leisten. Die beteiligten Fachkräfte erhalten hier die Möglichkeit, den Fallverlauf und den Einfluss der eigenen Organisationsstrukturen zu reflektieren, Risikomuster zu erkennen und übergreifende Aspekte herauszuarbeiten. Im Sinne einer konstruktiven Fehler- und Reflexionskultur können somit aus »schwierigen« Fallverläufen Erkenntnisse für die zukünftige Fallbearbeitung und die Weiterentwicklung der Organisation sowie der Kooperation gewonnen werden.
Gemeinsam mit Jugendämtern aus Nordrhein-Westfalen möchte das Institut für soziale Arbeit e.V. (ISA) in 2016/2017 die Qualitätsdiskussion im Kinderschutz fortführen. Hierfür werden im Rahmen von Lern- und Entwicklungswerkstätten auf der Basis von laufenden Fällen Risikomuster im Kinderschutz analysiert und bearbeitet. Die Werkstätten werden in Anlehnung an das Landesmodellprojekt »Qualitätsentwicklung Kinderschutz in Jugendämtern in Rheinland-Pfalz« (2009–2011) gestaltet und in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Christian Schrapper und Monika Thiesmeier durchgeführt.
Auf der Internetseite des Kompetenzzentrums werden weitere Projekte, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DKSB durchgeführt werden, dargestellt. Außerdem erhalten Sie dort umfassende aktuelle Informationen und Materialien zum Thema Kinderschutz.
Ansprechpartnerinnen zum Projekt:
Fon: 0251/20 07 99-42
Fon: 0251/20 07 99-45