Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=21.11.2014&Aktenzeichen=V%20ZR%2032%2F14
Timestamp: 2018-05-24 02:35:01
Document Index: 366847472

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 32', '§ 196', 'Art. 233', '§ 2', '§ 886', 'Art. 233', '§ 2', '§ 32', '§ 61', 'Art. 233', '§ 2', 'Art. 233', '§ 2', '§ 885', '§ 7', 'Art. 233', '§ 2', 'Art. 233', '§ 2', 'Art. 233', '§ 2', 'Art. 233', '§ 4', '§ 111', 'Art. 231', '§ 5', 'Art. 233', '§ 4', 'Art. 233', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 121', '§ 79', '§ 214', '§ 194', 'Art. 233', '§ 3', '§ 902', '§ 4', 'Art. 233', '§ 2', '§ 14', '§ 3', '§ 195', '§ 108', 'Art. 233', '§ 2', '§ 32', '§ 61', '§ 82', 'Art. 233', '§ 2', '§ 195', '§ 200', 'Art. 229', '§ 6', '§ 604', '§ 695', '§ 696', '§ 31', '§ 16', '§ 204', '§ 87', '§ 16', '§ 97', '§ 200', 'Art. 233', '§ 32', '§ 32', '§ 61', '§ 196', '§ 200', '§ 886', '§ 32', '§ 196', 'Art. 229', '§ 6', 'Art. 233', '§ 2', 'Art. 233', '§ 2', '§ 32', 'Art. 233', 'BGH', 'Art. 233', '§ 2', 'Art. 233', '§ 2', '§ 196', 'Art. 229', '§ 6', '§ 196', '§ 32', 'Art. 233', '§ 2', '§ 14', '§ 104', 'Art. 233', '§ 2', '§ 986', 'BGH', 'BGH', '§ 204', 'BGH', 'BGH', '§ 82', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 902', 'BGH', '§ 196', 'BGH', 'Art. 229', '§ 6', '§ 196', 'BGH']

BGH, 21.11.2014 - V ZR 32/14 - dejure.org
SachenRBerG §§ 32, 61; BGB §§ 196, 200, 902; EGBGB Art. 233 §§ 2a, 2c
§ 886 BGB, § ... 196 BGB, Art. 233 § 2c Abs. 2 Satz 1 EGBGB, § 32 Satz 1, § 61 Abs. 1 SachenRBerG, Art. 233 § 2c Abs. 2 Satz 3 EGBGB, Art. 233 § 2a EGBGB, § 885 Abs. 2 BGB, § 7 Abs. 2 Satz 2 GGV, Art. 233 § 2c Abs. 2 Satz 1 Halbsatz 2 EGBGB, Art. 233 § 2a Abs. 2 Satz 1 EGBGB, Art. 233 § 2c EGBGB, Art. 233 § 4 EGBGB, § 111 SachenRBerG, Art. 231 § 5 Abs. 3 Satz 1 und Art. 233 § 4 Abs. 2 Satz 1 EGBGB, Art. 233 § 2a Abs. 1 Satz 2 EGBGB, § 3 Abs. 3, § 4, § 121 SachenRBerG, § 79 Abs. 3 Satz 2 SachenRBerG, § 214 Abs. 1 BGB, § 194 BGB, Art. 233 § 3 Abs. 3 EGBGB, § 902 BGB, §§ 4, 121 SachenRBerG, Art. 233 § 2a Abs. 1 Satz 3 EGBGB, § 14 Abs. 1 Satz 1 SachenRBerG, § 3 Abs. 1 Satz 1 SachenRBerG, § 195 BGB, § 108 SachenRBerG, Art. 233 § 2a Abs. 1 Satz 8 EGBGB, § 32 Satz 2, § 61 Abs. 2 SachenRBerG, § 82 Abs. 3 Satz 3 SachenRBerG, Art. 233 § 2a Abs. 1 Satz 7 EGBGB, §§ 195, 199 BGB, § 200 BGB, Art. 229 § 6 Abs. 4 Satz 1 EGBGB, § 604 Abs. 5, § 695 Satz 2, § 696 Satz 3 BGB, § 31 Satz 1, § 16 Abs. 1 SachenRBerG, § 204 Abs. 1 Nr. 1 BGB, § 87 Abs. 2 SachenRBerG, § 16 Abs. 2, 3 SachenRBerG, § 97 Abs. 1 ZPO
§§ 200, 902, 196 BGB; Art. 233 EGBGB; §§ 32, 61 SachenRBerG
§ 32 S 1 SachenRBerG, § 61 Abs 1 SachenRBerG, § 196 BGB, § 200 BGB, § 886 BGB
Verjährung des Bereinigungsanspruchs eines Nutzers; Anspruch eines Grundstückseigentümers auf Löschung des Besitzrechtsvermerks vom Nutzer nach Verjährung des Bereinigungsanspruchs
SachenRBerG §§ 32 S. 1, 61 Abs. 1; BGB §§ 196, 200, 886, 902; EGBGB Art. 229 § 6 Abs. 4 S. 1, Art. 233 § 2a, Art. 233 § 2c
Voraussetzungen und Folgen der Verjährung des Bereinigungsanspruchs
Sachenrechtsbereinigungsanspruch; Verjährung; Fristbeginn; Besitzrecht; Erlöschen; Löschung des Besitzrechtsvermerks
Löschung des den Bereinigungsanspruch sichernden Besitzrechtsvermerks nach Verjährung des Anspruchs mit Frist von 10 Jahren seit 1.1.2002
Zur Verjährung des Bereinigungsanspruchs des Nutzers nach § 32 Satz 1, 61 Abs. 1 SachenRBerG; zum Löschungsanspruch des Grundstückseigentümers gegen den Nutzer nach Verjährung des Bereinigungsanspruchs hinsichtlich des Besitzrechtsvermerks nach Art. 233 2c Abs. 2 EGBGB
Sachenrechtsbereinigung: Wann verjährt der Bereinigungsanspruch und was sind die Folgen?
Verjährung des Bereinigungsanspruchs des Nutzers nach dem SachenRBerG
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 21.11.2014" von Notar a.D. Prof. Walter Böhringer, original erschienen in: NotBZ 2015, 144 - 147.
LG Potsdam, 07.12.2012 - 10 O 92/12
NJW-RR 2015, 338
DNotZ 2015, 199
WM 2015, 940
Nachdem der Bundesgerichtshof entschieden hat, dass solche Ansprüche in zehn Jahren verjähren und mit der Erhebung der Einrede der Verjährung durch den Grundstückseigentümer das Besitzrecht erlischt (Urteil vom 21. November 2014 - V ZR 32/14, ZfIR 2015, 152 Rn. 12 f.), verlangt der Kläger Zahlung von Wertersatz für das Gebäude in Höhe von 117.000 EUR nebst Zinsen an sich, hilfsweise an sich und seinen Bruder als Gesamtgläubiger.
Dieser Ausschluss gilt nicht nur für den Zeitraum bis zur Verjährung der wechselseitigen Bereinigungsansprüche, in dem der Nutzer nach Art. 233 § 2a Abs. 1 Satz 3 EGBGB ungeachtet der Rechtsform seiner Nutzung des fremden Grundstücks zu dessen Besitz berechtigt ist, sondern auch nach dem Erlöschen dieses Besitzrechts mit dem Eintritt der Verjährung und der Berufung des Grundstückseigentümers darauf (dazu: Senat, Urteil vom 21. November 2014 - V ZR 32/14, ZfIR 2015, 152 Rn. 13).
Bei all diesen Nutzern führt die Verjährung des primären Bereinigungsanspruchs und die Erhebung der Einrede der Verjährung durch den Grundstückseigentümer dazu, dass sie ihr gesetzliches Recht zum Besitz des bebauten Grundstücks nach Art. 233 § 2a Abs. 1 Satz 3 EGBGB verlieren (vgl. dazu: Senat, Urteil vom 21. November 2014 - V ZR 32/14, ZfIR 2015, 152 Rn. 13).
Für sie gilt die besondere Verjährungsfrist nach § 196 BGB (Senat, Urteil vom 21. November 2014 - V ZR 32/14, ZfIR 2015, 152 Rn. 22), die nach der Überleitungsvorschrift in Art. 229 § 6 Abs. 4 Satz 1 EGBGB frühestens mit dem 1. Januar 2002 begonnen hat und damit unter Einrechnung der bis zu diesem Zeitpunkt verstrichenen früheren Verjährungsfrist insgesamt immerhin 17 Jahre beträgt.
Für die Ansprüche auf An- bzw. Verkauf von selbständigem Gebäudeeigentum ergibt sich das aus den Erwägungen, mit denen der Senat die Anwendung von § 196 BGB auf die in den §§ 32, 61 SachenRBerG bezeichneten Ansprüche begründet hat (vgl. Urteil vom 21. November 2014 - V ZR 32/14, ZfIR 2015, 152 Rn. 22).
(1) In diesem Sinne hat der Senat bereits für das Besitzrecht des privaten Nutzers nach Art. 233 § 2a EGBGB entschieden (Senat, Urteil vom 21. November 2014 - V ZR 32/14, NJW-RR 2015, 338 ff.).
Daher erlischt es, wenn der Bereinigungsanspruch entweder seinerseits erlischt oder nach Erhebung der Einrede der Verjährung nicht mehr erfüllt werden muss (Senat, Urteil vom 21. November 2014 - V ZR 32/14, NJW-RR 2015, 338 Rn. 15).
Ob die Ausschlussfrist durch die Einleitung eines notariellen Vermittlungsverfahrens nach § 14 Abs. 2 Satz 1 VerkFlBerG hätte gehemmt werden können (bejaht für § 104 SachenRBerG in Senat, Urteil vom 21. November 2014 - V ZR 32/14, NJW-RR 2015, 338 Rn. 27 a.E.), bedarf keiner Entscheidung, weil die Beklagte ein solches Verfahren nicht (fristgerecht) eingeleitet hat.
Eine Klärung ist bislang nur für das Besitzrecht nach Art. 233 § 2a EGBGB und für dieses auch erst durch das Urteil des Senats vom 21. November 2014 (V ZR 32/14, NJW-RR 2015, 338 ff.) erfolgt.
Erlöschen, Verjährung und Verwirkung des Ankaufsanspruchs nach SachenRBerG
Der Besitzanspruch i.S.d. § 986 BGB erlischt jedoch auch dann, wenn der Bereinigungsanspruch aufgrund eingetretener Verjährung nicht mehr erfüllt werden muss (…BGH, Urt. v. 17.07.2015, V ZR 207/14, NJW 2015, 3723; BGH, Urt. v. 21.11.2014, V ZR 32/14, NJW-RR 2015, 338 = WuM 2015, 101).
Die Durchführung des Vermittlungsverfahrens führt jedoch zur Hemmung der Verjährung gem. § 204 BGB (BGH, Urt. v. 21.11.2014, a.a.O.).
Der BGH hat ausgesprochen, dass die Einleitung des notariellen Vermittlungsverfahrens die Verjährung analog § 82 Abs. 3 Satz 3 SachenRBerG hemmt (BGH, Urt. v. 21.11.2014, a.a.O.).
Der BGH hat in seinem Urteil vom 21.11.2014 (a.a.O.) gerade Gegenteiliges ausgeführt.
Zwar kann der Eigentümer abwarten, bis der Berechtigte tätig wird oder dessen Anspruch verjährt und ist seinerseits nicht verpflichtet, die Klärung der Rechtslage herbeizuführen (BGH, Urt. v. 21.11.2014, a.a.O.).
Es besteht auch, wenn der Anspruch verjährt ist (BGH NJW-RR 2015, 338 Tz. 31), da für den Kläger die Klärung der Frage von Interesse ist, ob der Beklagte die Erfüllung des Anspruchs verweigern darf.
Zwar unterliegen Ansprüche aus dem Sachenrechtsbereinigungsgesetz grundsätzlich der Verjährung, § 902 BGB ist weder unmittelbar noch entsprechend anwendbar (BGH NJW-RR 2015, 338 Tz. 18).
Die nach dem Inkrafttreten des Schuldrechtsmodernisierungsgesetzes anwendbare kürzere Verjährungsfrist von 10 Jahren entsprechend § 196 BGB (BGH NJW-RR 2015, 338, Tz. 22) ist ab dem 1. Januar 2002 zu berechnen, Art. 229 § 6 Abs. 4 Satz 1 EGBGB, die ohne Unterbrechung mit Ablauf des 31. Dezember 2011 geendet hätte.
Sie verjähren in entsprechender Anwendung des § 196 BGB in einer Frist von zehn Jahren ab Entstehen, da sie auf die Verschaffung des Eigentums bzw. des Erbbaurechts an einem Grundstück gerichtet sind, das heißt auf Verschaffung eines dinglichen Rechts (BGH NJW-RR 2015, 338 m. w. N.).