Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202007,%20944
Timestamp: 2020-04-10 19:07:28
Document Index: 152261433

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9']

Rechtsprechung: VersR 2007, 944 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Koblenz, 13.01.2006
https://dejure.org/2007,65
BGH, 22.03.2007 - III ZR 218/06 (https://dejure.org/2007,65)
BGH, Entscheidung vom 22.03.2007 - III ZR 218/06 (https://dejure.org/2007,65)
BGH, Entscheidung vom 22. März 2007 - III ZR 218/06 (https://dejure.org/2007,65)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2007,65) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Pflicht eines Anlagevermittlers zur Offenlegung einer für den Vertrieb gezahlten, im Prospekt für den Beitritt zu einem Immobilienfond nicht aufgeführten Innenprovision; Stillschweigendes Zustandekommen eines Auskunftsvertrags mit Haftungsfolgen zwischen einem ...
Pflicht des Anlagevermittlers zur Offenlegung einer im Immobilienfondsprospekt nicht aufgeführten Innenprovision
Offenlegungspflicht von Vereinbarungen über Innenprovision
Anlagevermittler; Innenprovision; Beitritt zu Immobilienfonds
Zur Pflicht des Anlagevermittlers, eine für den Vertrieb gezahlte Innenprovision offen zu legen, die im Prospekt für den Beitritt zu einem Immobilienfonds nicht aufgeführt war
Anlagenvermittler - Offenlegung der gezahlten Innenprovision
Muss Innenprovision offen gelegt werden?
Wann sind Innenprovisionen offenzulegen?
Anlagevermittlung - Wann sind Innenprovisionen offenzulegen?
Zur Pflicht des Anlagevermittlers, eine dem Vertrieb gezahlte Innenprovision offen zu legen, die im Beteiligungsprospekt nicht aufgeführt war
Fondvermittler müssen Innenprovisionen geschlossener Fonds offen legen
Aufklärungspflichten des Anlagevermittlers über Vertriebs- und Vermittlungsprovision
Aufklärungspflicht des Anlagevermittlers
WGS-Fonds:Vermittler mussten Anleger korrekt über Innenprovisonen aufklären
123recht.net (Entscheidungsbesprechung, 14.10.2008)
Banken und Beraterhaftung: Schadensersatz bei Geldanlagen und Aktienfonds
Anlagevermittler müssen nicht prospektierte Innenprovisionen offenlegen! (IMR 2007, 200)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 22.3.2007, Az. III ZR 218/06 (Pflicht des Anlagevermittlers zur Offenlegung einer im Immobilienfondsprospekt nicht aufgeführter Innenprovision)" von RA Michael Fuchs, original erschienen in: ZfIR 2007, 445 - 446.
LG Heilbronn, 21.11.2005 - 1 O 197/04
LG Heilbronn, 23.08.2007 - 1 O 197/04
OLG Stuttgart, 23.08.2007 - 13 U 92/07
NJW-RR 2007, 925
ZIP 2007, 871
MDR 2007, 895
NZM 2007, 614
VersR 2007, 944
WM 2007, 873
Wie der Senat bereits entschieden hat (…Senatsbeschluss vom 9. März 2011 - XI ZR 191/10, WM 2011, 925 Rn. 27), geht aus dem Prospekt zu V 3 bei der gebotenen objektiven und daher vom Senat selbst vorzunehmenden Auslegung (BGH, Urteile vom 22. März 2007 - III ZR 218/06, WM 2007, 873 Rn. 6 …und vom 19. Juli 2011 - II ZR 300/08, WM 2011, 1658 Rn. 46; BGH…, Beschluss vom 1. August 2007 - III ZR 300/05, juris Rn. 2) nicht hervor, dass die Beklagte Empfängerin der dort genannten Vertriebsprovisionen oder des Agios sein sollte.
Von einem Treuhandkommanditisten kann erwartet werden, dass er den bei den Beitrittsverhandlungen verwendeten Prospekt im Rahmen einer Plausibilitätskontrolle dahin überprüft, ob dieser ein in sich schlüssiges Gesamtbild über das Beteiligungsobjekt gibt und ob die darin enthaltenen Informationen, soweit er dies mit zumutbarem Aufwand zu überprüfen in der Lage ist, sachlich richtig und vollständig sind (s. Senatsurteile vom 12. Februar 2004 - III ZR 359/02, BGHZ 158, 110, 116 und vom 22. März 2007 - III ZR 218/06, WM 2007, 873 Rn. 4 zum Maßstab bei der Plausibilitätsüberprüfung eines Anlageprospekts durch einen Anlagevermittler).
Zur Begründung hat es u.a. ausgeführt: Zur Aufklärung über die Innenprovision sei die Beklagte nicht verpflichtet gewesen, weil diese weniger als 15 % ausgemacht habe (vgl. BGH, Urt. v. 22.3.2007 - III ZR 218/06, ZIP 2007, 871, Rz. 9).
Das Berufungsgericht hat sich jedoch mit keinem Wort mit diesem Vortrag befasst, sondern unter Berufung auf das Urteil des III. Zivilsenats des BGH vom 22. März 2007 (III ZR 218/06, ZIP 2007, 871 = WM 2007, 873, 874, Rz. 9) lediglich in einem Satz ausgeführt, zu einer Aufklärung über die Innenprovision sei die Beklagte nicht verpflichtet gewesen, weil die Provision weniger als 15 % ausgemacht habe.
Auch gegen diese Feststellung ist aus Rechtsgründen nichts zu erinnern (vgl. Senat, BGHZ 168, 1, Tz. 61; vgl. auch BGH, Urteil vom 22. März 2007 - III ZR 218/06, WM 2007, 873, Tz. 11).
Vertreibt der Vermittler die Anlage anhand eines Prospekts, muss er im Rahmen der geschuldeten Plausibilitätsprüfung den Prospekt darauf kontrollieren, ob dieser ein in sich schlüssiges Gesamtbild über das Beteiligungsobjekt gibt und ob die darin enthaltenen Informationen, soweit er das mit zumutbarem Aufwand zu überprüfen in der Lage ist, sachlich vollständig und richtig sind (…vgl. Senatsurteile vom 12. Februar 2004 aaO; vom 22. März 2007 - III ZR 218/06, NJW-RR 2007, 925 Rn. 4 und 5. März 2009 aaO Rn. 12 sowie Senatsbeschluss vom 21. Mai 2008 aaO).
Hierbei handelt es sich um Texte, die wie Allgemeine Geschäftsbedingungen einem zahlenmäßig nicht begrenzten Personenkreis auch zur Information über die rechtlichen Beziehungen für den angebahnten Vertrag unterbreitet wurden und deshalb wie Allgemeine Geschäftsbedingungen oder andere Prospekte vom Revisionsgericht selbst auszulegen sind (…vgl. BGH, Urteile vom 14. Dezember 1999, aaO unter I 2 b;… vom 28. Oktober 2010, aaO Rn. 12; zu Kapitalanlageprospekten: BGH, Urteile vom 22. März 2007 - III ZR 218/06, NJW-RR 2007, 925 Rn. 6;… vom 19. Juli 2011 - II ZR 300/08, MDR 2011, 1187 Rn. 46;… vom 8. Mai 2012 - XI ZR 262/10, BGHZ 193, 159 Rn. 22;… Beschluss vom 21. Oktober 2014 - XI ZB 12/12, BGHZ 203, 1 Rn. 75;… Urteil vom 11. Dezember 2014 - III ZR 365/13, NJW-RR 2015, 732 Rn. 19).
Als solcher schuldete er dem Kläger nach Maßgabe der in der Senatsrechtsprechung entwickelten Grundsätze eine richtige und vollständige Information über diejenigen tatsächlichen Umstände, die für den Anlageentschluss des Interessenten von besonderer Bedeutung waren (vgl. z.B. Senatsurteile vom 13. Juni 2002 - III ZR 166/01 = NJW 2002, 2641, 2642;… vom 19. Oktober 2006 - III ZR 122/05 = NJW-RR 2007, 348, 349 Rn. 9; vom 22. März 2007 - III ZR 218/06 = ZIP 2007, 871 Rn. 4; jeweils m.w.N.).
Dies gilt unabhängig davon, ob - was das Berufungsgericht offen gelassen hat - zwischen der Klägerin und der Beklagten ein Vertrag über Anlageberatung zustande gekommen ist oder ob die Beklagte aus einem stillschweigend zustande gekommenen Auskunftsvertrag haftet, der den Vermittler zu richtiger und vollständiger Information über diejenigen tatsächlichen Umstände verpflichtet, die für den Anlageentschluss des Interessenten von besonderer Bedeutung sind (vgl. Senatsurteile vom 13. Mai 1993 - III ZR 25/92 - NJW-RR 1993, 1114 f; vom 13. Januar 2000 - III ZR 62/99 - NJW-RR 2000, 998; vom 11. September 2003 - III ZR 381/02 - NJW-RR 2003, 1690;… vom 19. Oktober 2006 - III ZR 122/05 - NJW-RR 2007, 348, 349 Rn. 9; vom 22. März 2007 - III ZR 218/06 - ZIP 2007, 871 Rn. 4).
(2) Ferner hat der Bundesgerichtshof dem Anlagevermittler (Senat, Urteile vom 12. Februar 2004 - III ZR 359/02, BGHZ 158, 110, 116 ff, 121;… vom 9. Februar 2006 - III ZR 20/05, NJW-RR 2006, 685, 686 Rn. 5; vom 22. März 2007 - III ZR 218/06, NJW-RR 2007, 925, 926 Rn. 9;… vgl. auch - zu den Aufklärungspflichten eines Geschäftsbesorgers - Versäumnisurteil vom 28. Juli 2005 - III ZR 290/04, NJW 2005, 3208, 3210 sowie - zu den Aufklärungspflichten eines Treuhandkommanditisten - Urteil vom 29. Mai 2008 - III ZR 59/07, BKR 2008, 301, 304 Rn. 21) und dem Anlageberater (so BGH…, Urteil vom 25. September 2007 - XI ZR 320/06, BKR 2008, 199, 200 f Rn. 11 f, 14 ff zur anlageberatenden Bank) die Pflicht auferlegt, über Vertriebsprovisionen Aufklärung zu geben, wenn diese eine Größenordnung von 15 % des von den Anlegern einzubringenden Kapitals überschreiten.
Unbeschadet dessen müssen unrichtige oder irreführende Angaben zu Vertriebsprovisionen generell unterbleiben oder rechtzeitig richtiggestellt werden (…s. Senatsurteile vom 12. Februar 2004 aaO S. 118, 122; vom 22. März 2007 aaO Rn. 8 …und vom 29. Mai 2008 aaO).
Der Senat kann die vom Berufungsgericht vorgenommene Auslegung uneingeschränkt überprüfen, weil der Emissionsprospekt über den Bezirk des Berufungsgerichts hinaus verwendet wurde und daher ein Bedürfnis nach einer einheitlichen Auslegung besteht (BGH, Urteil vom 22. März 2007 - III ZR 218/06, ZIP 2007, 871 Rn. 6;… Urteil vom 19. Juli 2011 - II ZR 300/08, ZIP 2011, 1657 Rn. 46).
BGH, 14.06.2007 - III ZR 300/05
BGH, 21.05.2008 - III ZR 174/07
Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend die Pflicht zur …
OLG Frankfurt, 19.08.2009 - 17 U 98/09
Bankenhaftung: Aufklärungspflichten bei Anlageberatung über den Beitritt zu einem …
BGH, 06.03.2008 - III ZR 219/06
OLG München, 23.12.2015 - 15 U 4569/14
Keine Aufklärungspflicht eines Rechtsanwaltes bzgl. einer möglichen Rückvergütung …
BGH, 06.03.2008 - III ZR 39/07
OLG Frankfurt, 14.07.2010 - 17 U 230/09
Zum Vorliegen von aufklärungspflichtigen Rückvergütungen (VIP 3 Medienfonds)
OLG München, 03.06.2008 - 30 U 106/08
Haftung aus Kapitalanlagevermittlung: Stillschweigendes Zustandekommen eines …
LG Essen, 28.08.2008 - 6 O 171/07
OLG Saarbrücken, 23.02.2010 - 4 U 571/07
Anfechtung eines Grundstückskaufvertrages wegen arglistiger Täuschung durch …
OLG Zweibrücken, 13.04.2015 - 4 U 86/14
LG Essen, 26.04.2012 - 11 O 3/09
Geltendmachung eines Schadenersatzanspruches gegenüber einer Bank auf Grundlage …
OLG Düsseldorf, 18.11.2010 - 6 U 36/10
Pflicht des freien Anlageberaters zur Aufklärung des Anlegers über die …
LG Wiesbaden, 21.12.2009 - 14 O 26/08
Zu Aufklärungspflichten bei Innenprovisionen
LG Wuppertal, 24.09.2009 - 3 O 266/08
Vermittler von Kapitalanlagen macht sich im Falle fehlender Aufklärung über …
LG Essen, 25.09.2008 - 6 O 227/07
Übertragung eines Anteils einer GmbH und Co. KG in Höhe des Nominalbetrages; …
KG, 06.02.2017 - 11 U 9/16
Kapitalanlagevermittlung: Haftung des Anlagevermittlers bei Auskunft über die …
LG Essen, 28.10.2009 - 11 O 30/09
Haftung einer Bank bei fehlendem Hinweis auf die an sie gezahlten Provisionen; …
KG, 22.01.2008 - 27 U 153/06
LG Wuppertal, 06.04.2011 - 3 O 329/10
Mangelnde Aufklärung über Rückvergütungen im Rahmen einer Beteiligung an einem …
LG Hanau, 12.05.2011 - 4 O 1138/10
Bankenhaftung bei Kapitalanlageberatung: Pflicht zur Aufklärung über …
LG München I, 10.01.2008 - 22 O 24432/07
AG Kiel, 01.12.2010 - 118 C 739/09
Anspruch auf Auszahlung der Rückvergütung aus Ausgabeaufschlägen für …
LG München I, 25.10.2007 - 22 O 523/07
LG München I, 17.01.2008 - 22 O 22359/07
OLG Koblenz, 13.01.2006 - 10 U 145/03
https://dejure.org/2006,28706
OLG Koblenz, 13.01.2006 - 10 U 145/03 (https://dejure.org/2006,28706)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 13.01.2006 - 10 U 145/03 (https://dejure.org/2006,28706)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 13. Januar 2006 - 10 U 145/03 (https://dejure.org/2006,28706)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2006,28706) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
prettl.de
LG Bad Kreuznach, 10.01.2003 - 2 O 60/01
Insoweit hat sich das Berufungsgericht der Entscheidung des Oberlandesgerichts Koblenz vom 13. Januar 2006 (r+s 2007, 326 ff.) angeschlossen.
Entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts und des Oberlandesgerichts Koblenz (r+s 2007, 326) kommt es aber auch in diesem Rahmen für die Ermittlung des Zwecks der Ausschlussklausel auf deren - dem Versicherungsnehmer aus dem Klauselwortlaut nicht erschließbare - Entstehungsgeschichte oder zugrunde liegende wirtschaftliche Erwägungen des Versicherers selbst dann nicht an, wenn deren Berücksichtigung zu einem dem Versicherungsnehmer günstigeren Ergebnis führen könnte (Senatsurteil vom 25. September 2002 - IV ZR 248/01, r+s 2003, 16 unter 2 a).
Vertragliche Obliegenheiten im Gebäudeversicherungsvertrag
Nur auf der Grundlage solcher fundierter Feststellungen kann jedoch die Rechtsfrage beantwortet werden, ob der seinem Wortlaut nach unbeschränkte Risikoausschluss des § 9 Abs. 4 lit. e VGB 88 im Sinne der von dem Kläger zitierten - teleologisch einschränkenden - Rechtsprechung des Oberlandesgerichts Koblenz (RuS 2007, 326) gegebenenfalls dann zu Gunsten des Versicherers eingreift, wenn der Leitungswasserschaden zum Wachstum des "besonders zerstörerischen echten Hausschwamms" geführt hat.