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Timestamp: 2020-08-08 15:49:49
Document Index: 123159996

Matched Legal Cases: ['§ 164', '§ 558', '§ 164', '§ 535', '§ 164', 'BGH']

Mieterhöhungsverlangen durch die Hausverwaltung | Rechtslupe
Die­se Auf­fas­sung teilt der Bun­des­ge­richts­hof nicht, weil sie mit der gesetz­li­chen Rege­lung in § 164 Abs. 1 Satz 2 BGB, wonach auch ein kon­klu­den­tes Han­deln in frem­dem Namen genügt, nicht ver­ein­bar ist. Es besteht auch kein Anlass, in Abwei­chung hier­von aus Grün­den des Mie­ter­schut­zes für das Miet­erhö­hungs­ver­lan­gen nach § 558a BGB eine aus­drück­li­che Offen­le­gung der Ver­tre­tung zu for­dern. Die erfor­der­li­che Klar­heit über den Ver­trags­part­ner bei einer Stell­ver­tre­tung ist – wie bei jedem ande­ren Rechts­ge­schäft – durch eine Aus­le­gung der Erklä­rung und der sie beglei­ten­den Umstän­de gemäß § 164 Abs. 1 BGB gewähr­leis­tet. Gibt eine Haus­ver­wal­tung, die nicht selbst Ver­mie­te­rin ist, im Rah­men eines Miet­ver­hält­nis­ses eine Erklä­rung gegen­über dem Mie­ter ab, ist aus die­sen Umstän­den – wie das Beru­fungs­ge­richt zu Recht ange­nom­men hat – regel­mä­ßig zu ent­neh­men, dass sie im Namen des Ver­mie­ters han­delt [5].
LG Ber­lin, GE 1994, 1447; Schmidt-Fut­te­rer/­Blank, aaO, Vor § 535 BGB Rn. 294; Erman/­Mai­er-Rei­mer, BGB, 13. Aufl., § 164 Rn. 8; vgl. auch BGH, Urteil vom 08.01.2004 – VII ZR 12/​03, NJW-RR 2004, 1017 unter – II 2 a, zur Ver­ga­be von Bau­leis­tun­gen durch den Haus­ver­wal­ter[↩]