Source: https://www.schwaben-evangelisch.de/empfehlungen-des-landeskirchenrates-zum-kirchlichen-leben-zeiten-der-corona-pandemie-stand-25-juni
Timestamp: 2020-07-04 01:34:05
Document Index: 187075021

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 4', '§ 21', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 2']

Empfehlungen des Landeskirchenrates zum kirchlichen Leben in Zeiten der Corona-Pandemie (Stand 25. Juni 2020) | Der Kirchenkreis Augsburg und Schwaben
Seelsorger und Seelsorgerinnen werden zu den systemrelevanten Berufen gerechnet. Für ihre Kinder ist Notbetreuung in den Kindertagesstätten möglich.
Praktische Hinweise für Kindergottesdienste und Familiengottesdienste finden Sie in
Wem aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht möglich oder zumutbar ist, ist von der Trageverpflichtung befreit (§ 1 Abs. 2 Z. 2 der 6. BayIfSMV).
Seelsorgebesuche in Krankenhäusern, Pflegeheimen u.dgl. fallen nicht unter das Besuchsverbot, müssen aber von der Einrichtungsleitung vorab genehmigt werden (§ 4 Abs. 2 S. 2 der 6. BayIfSMV). Die Begleitung Sterbender ist nun jederzeit zulässig, nicht nur für nächste Angehörige.
5.1 Für Trauergottesdienste im Kirchenraum gelten die „Grundsätze …“ (siehe oben Nr. 1)
5.2 Für Bestattungen (d.h. alle Vollzüge eines Trauergottesdienstes und einer Beisetzung außerhalb des kircheneigenen Gottesdienstraums) gilt das aktualisierte Schreiben des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 24. Juni 2020: „Aktualisierte Informationen zu Bestattungen aufgrund der Sechsten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 19. Juni 2020“.
5.3 Für die Einhaltung aller Rechtsvorschriften und die Verkehrssicherungspflicht bei Bestattungen ist immer der Träger des Friedhofs verantwortlich. Der Träger muss für den Friedhof ein Schutzkonzept erstellen, das die staatlichen Anforderungen aus dem Rundschreiben des bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege vom 24. Juni berücksichtigt. Ausnahmen gelten nur, wenn die komplette Verwaltung des Friedhofs – unabhängig von der kirchlichen Trägerschaft – vertraglich auf die Kommune übertragen wurde.
5.4 Für Aussegnungen gilt die Regelung für private Zusammenkünfte zuhause, nach der sich die Höchstzahl der Teilnehmenden aus der Einhaltung der Abstandsregeln ergibt. In den Orten, in denen es üblich ist, dass die ganze Nachbarschaft zur Aussegnung kommt, sollte die Tür zugeschlossen werden mit Hinweis per Schild: „Bitte haben Sie Verständnis, dass der Abschied vom Verstorbenen nur im allerengsten Familienkreis möglich ist“. Wenn ein Pfarrer bzw. eine Pfarrerin sich nicht in der Lage sieht, der Bitte um Aussegnung zu folgen (Sorge um Gesundheit, bei Vorerkrankungen), soll im Kollegenkreis für eine geeignete Vertretung gesorgt werden.
Einerseits ermutigen wir, gute Angebote weiterzuführen und dafür Ressourcen einzuplanen. Andererseits bitten wir Sie, das Streamen von Gottesdiensten und Veranstaltung oder die anderweitige Wiedergabe über das Internet entsprechend nur dann einzusetzen, wenn Gottesdienste und Veranstaltungen noch nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden können oder wenn das Profil Ihrer Gemeinde es nahelegt, dass ein Online-Angebot notwendig ist, um weite Teile der Gemeinde zu erreichen. Denn es gilt zu beachten, dass ursprünglich die Vereinbarungen mit der Gema nur für die Zeit der Corona-Pandemie mit den entsprechenden Beschränkungen gelten sollten. Mit den Lockerungen und der Möglichkeit, nun wieder Gottesdienste mit der Gemeinde zu feiern, ist die Frage aufgetreten, ob die Verabredung mit der GEMA auch dann gilt, wenn Gottesdienste mit einer anwesenden Gemeinde parallel gestreamt oder auf andere Weise über das Internet wiedergegeben werden.
Das DW-Bayern und Mission EineWelt erbitten Spenden für die Arbeit im Inland und in unseren Partnerkirchen angesichts der weltweiten Corona-Krise. Jede dieser Spenden wird noch bis einschließlich Juli 2020 aus Mitteln der ELKB verdoppelt werden.
Hingewiesen sei auch auf die Segens-Bändchen und Karten „… bis wir uns wiedersehen“, die – insbesondere (aber nicht nur) für die Konfiarbeit – beim AfG erhältlich sind (www.afgshop.de unter Nr. 300901, kostenfrei gg. Versandkostenersatz).
Häusliche Gewalt ist eine besorgniserregende Begleiterscheinung der notwendigen Kontakteinschränkung. Kirchengemeinden können helfen, indem sie darauf aufmerksam machen und Unterstützung anbieten.
„Kulturelle Veranstaltungen in Theatern, Konzerthäusern, auf sonstigen Bühnen und im Freien sowie die dafür notwendigen Proben“ (§ 21 Abs. 2 der 6. BayIfSMV) sind unter bestimmten Auflagen zulässig. (Anlage 11 neu)
Insbesondere ist ein Mindestabstand von 2 m bei Blasinstrumenten und Gesang 2 m einzuhalten. Bei sonstigen Instrumenten beträgt der Abstand 1,5 m.
Chorgesang im Bereich der Laienmusik ist seit 22. Juni 2020 erlaubt. Neben dem Mindestabstand ist auf regelmäßige Lüftungsintervalle und eine Begrenzung der Probendauer zu achten. Das staatliche Hygiene-Rahmenkonzept ist zu beachten. Für jeden Chor ist in Anwendung dieses staatlichen Konzeptes ein Hygienekonzept zu beschließen.
Anders als in Gottesdiensten müssen Besucher in Konzerten durchgehend Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
„Veranstaltungen, die üblicherweise nicht für ein beliebiges Publikum angeboten oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besucht werden“, sind bei Vorlage eines Schutzkonzepts wieder möglich (bis 50 Tn. in Räumen, 100 Tn. im Freien), vgl. § 5 Abs. 2 der 6. BayIfSMV.
Darauf hinzuweisen ist, dass diese Lockerung sich überwiegend auf einmalige Veranstaltungen bezieht, um u.a. Hochzeiten, Beerdigungen, Geburtstagsfeiern und Schulabschlussfeiern wieder zu ermöglichen. Damit können bspw. auch Konfirmationen im kleineren Kreis stattfinden. Eine gewisse Regelmäßigkeit ist mit Blick auf die in der Verordnung genannten Beispiele für Gruppen zwischen 50 und 100 Personen jedoch nicht vorgesehen! Einzige Ausnahme bilden diesbezüglich Vereins- und Parteisitzungen. Wie bei Kirchenvorstandssitzungen empfiehlt sich auch hier (sowie bei allen anderen Angeboten) gut zu prüfen, welche Veranstaltungen – trotz Lockerungen - einerseits nötig und andererseits, unter den gegebenen Bedingungen, sinnvoll sind.
Hinweisen möchten wir auf eine gewisse Diskrepanz, die sich durch die derzeitige Ungleichzeitigkeit staatlicher Verlautbarungen ergibt und die wir auch als ELKB nicht auflösen können. Trotz der Möglichkeit, sich zu zehnt zu treffen, untersagt bspw. das Kultusministerium im Bereich der Erwachsenenbildung nach wie vor die Gruppenarbeit. Wir deuten diese Einschränkung daher analog zum Bayerischen Jugendring nicht als generelles Verbot von Gruppenstunden als Angebotsformat, sondern als Hinweis auf die methodische Sozialform. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass Mischformen möglich sind. Beispiel: Einzelne (also nicht regelmäßig wiederkehrende) Konfi-Treffen in der Großgruppe (je nach Gegebenheit mit bis zu 50 Personen innen bzw. 100 Personen außen) sind als Veranstaltung im Sinne des § 5 Abs. 2 der 6. BayIfSMV möglich, z.B. auch mit gemeinsamer Andacht (vgl. § 6 der 6.BayIfSMV) zu Beginn und Abschluss. Dazwischen ist die Arbeit in möglichst konstanten Kleingruppen mit bis zu 10 Personen incl. Leitung möglich (§ 2 Abs. 1 Nr.2 der 6. BayIfSMV), sinnvoller Weise in der gleichen Zusammensetzung, wie bei etwaigen wöchentlichen Treffen.
Grundsätzlich gilt, dass die Zusammensetzung der Teilnehmenden möglichst konstant bleiben soll.
17.1 Kirchliche Gebäude und Einrichtungen in Kirchengemeinden und Dekanatsbezirken
17.2 Hygiene und Schutzkonzepte in der Jugendarbeit
Hinsichtlich der Erstellung von Hygiene- und Schutzkonzepten für die Jugendarbeit schließt sich das Landeskirchenamt ELKB den Empfehlungen des Bayerischen Jugendrings an, die unter www.bjr.de stets aktualisiert werden. Die hier beschriebenen Empfehlungen sind ministeriell genehmigt.
Ausführliche Hinweise zur Jugendarbeit und zu Jugendfreizeiten geben das Dekanatsrundschreiben und eine exemplarische Checkliste („Prüffragen“) für Freizeiten vom 29.5. sowie FAQs zum Storno- und Reiserecht vom 3.6. ( unter https://www2.elkb.de/intranet/node/1863).
17.3 Hygiene und Schutzkonzepte in der Konfirmandenarbeit
Die Empfehlungen der Jugendarbeit können auf die Hygiene- und Schutzkonzepte in der Konfirmandenarbeit übertragen werden, insb. die Empfehlung zu Gruppenstunden und Maßnahmen der Jugendarbeit ab Seite 12 (www.bjr.de).
Als Teil kirchlicher Bildungsarbeit ist auch Konfirmandenarbeit in kleinen Gruppen wieder möglich. Empfehlenswert ist es weiterhin, in möglichst konstanten Kleingruppen zu arbeiten. Konzeptionelle Hinweise zur Konfi-Arbeit unter Bedingungen der Corona-Pandemie entnehmen Sie bitte dem Rundschreiben der Abteilung C vom 22.5. (https://www2.elkb.de/intranet/node/1863).
18.7 Hygienekonzepte für weitere Zielgruppen (Frauen, Männer, Familien, Senioren etc.)
Neben Veranstaltungen, die nach dem Erwachsenenbildungsförderungsgesetz gefördert werden, sind seit 22. Juni „nicht für ein beliebiges Publikum angebotene oder aufgrund ihres persönlichen Zuschnitts nur von einem absehbaren Teilnehmerkreis besuchte Veranstaltungen“ bis zu 50 Teilnehmern (im Gebäude) bzw. 100 (im Freien) möglich. Ein Schutz- und Hygienekonzept muss für die jeweilige Gruppe bzw. den Kreis vorliegen. Für alle Zielgruppen gelten die oben beschriebenen allgemeinen Hinweise und die jeweils gültigen staatlichen und lokalen Vorgaben (Abstand, Mund-Nasen-Bedeckung, Hygienemaßnamen etc.). Jedes Konzept ist auf die räumlichen Gegebenheiten und den inhaltlichen Bedarf anzupassen. Hilfreiche sind insbesondere die Hinweise der Arbeitsgemeinschaft für Evangelischen Erwachsenenbildung: https://www.aeeb.de. Unter anderem für Träger der Erwachsenenbildung hat das Kultusministerium ein Rahmenkonzept erstellt, dessen Inhalte auch gut auf unterschiedliche Zielgruppen innerhalb der ELKB übertragbar sind: https://www.km.bayern.de/ministerium/erwachsenenbildung.html.
17.5 Vorbereitung und Vorhaltung von Hygiene- und Gesundheitsschutzkonzepten