Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81270000057.htm
Timestamp: 2018-12-11 23:06:52
Document Index: 808082

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 5']

umgebende Landschaftsteile bei Schainbach
1.27.057 Schainbachtal, Honigbergwasen und umgebende Landschaftsteile bei Schainbach
Verordnung des Landratsamtes Schwäbisch Hall über das Landschaftsschutzgebiet "Schainbachtal, Honigbergwasen und umgebende Landschaftsteile bei Schainbach" vom 01.07.1987 (Mitteilungsblatt der Gemeinde Wallhausen vom 10.07.1987).
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Wallhausen werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Schainbachtal, Honigbergwasen und umgebende Landschaftsteile bei Schainbach".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rd. 41 ha.
(2) Das Landschaftsschutzgebiet umfaßt nach dem Stand vom März 1987 folgende Landschaftsteile:
Das Schainbachtal mit dem Honigberg und umgebenden Landschaftsteilen auf den Gemarkungen Wallhausen und Hengstfeld, Gemeinde Wallhausen, mit den Gewannen Äulesäcker, Honigbergwasen, Honigbergäcker, Gäßlesäcker, Bergäcker, Gäßleswiesen, Weidlesrain, Buckäcker, Bühl, Bühläcker, Seeteile, Bühlberg, Sauerloch und Brenntenholz.
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Karte des Landratsamtes Schwäbisch Hall vom März 1987 im Maßstab 1 : 25 000 und in einer Flurkarte im Maßstab 1 : 2 500 eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Außerdem sind in den Flurkarten die besonders geschützten Heiden und Magerwiesen schraffiert eingetragen. Die Verordnung mit Karten wird beim Bürgermeisteramt Wallhausen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung des Gleichgewichtes im Naturhaushalt, des charakteristischen Landschaftsbildes, seine Bewahrung vor Belastungen, seine Sicherung als Lebens- und Erholungsraum und die Erhaltung der Heideflächen und der anderen Magerrasen mit ihren typischen Pflanzen- und Tierarten.
(1) In dem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere, wenn dadurch
2. eine geschützte Flächennutzung auf Dauer geändert, mit Ausnahme der Beweidung durch Pferde,
3. das Landschaftsbild nachteilig geändert oder die natürliche Eigenart der Landschaft auf andere Weise beeinträchtig oder
(2) Auf den Heideflächen oder anderen Magerrasen ist eine andere Nutzung als die extensive Schaf- oder Ziegenbeweidung verboten.
3. Verlegen oder Ändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art, nicht jedoch das Verlegen oder Ändern von Drainagen oder Leitungen zur Bewässerung von Sonderkulturen;
4. Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen, oder die Veränderung der Bodengestalt auf andere Weise;
16. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen, die zur Zierde oder Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen, wie z.B. Bäume, Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Rohrbestände und ähnlichen Naturerscheinungen.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke nach dem jeweiligen Stand der Technik und Wissenschaft, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 16 und der Verbote in § 4 Abs. 2 hinsichtlich Heideflächen und Magerrasen;
2. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung forstwirtschaftlicher Grundstücke, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 15 und 16 und der Verbote in § 4 Abs. 2 hinsichtlich Heideflächen und Magerrasen;
4. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, Bahnanlagen und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 16;
6. für die behördlich angeordneten oder zugelassenen Beschilderungen.
Schwäbisch Hall, den 01.07.1987
Iländer, Oberregierungsrat