Source: https://ausschreibungen-deutschland.de/227105_Beschaffung_von_leichten_elektrischen_Triebzuegen_fuer_den_Zweckverband_Schoenbuchbahn_2015_Boeblingen
Timestamp: 2018-11-15 02:51:00
Document Index: 312923520

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 3', '§ 4', '§ 107']

Öffentliche Ausschreibung Böblingen 2015 Beschaffung von leichten elektrischen Triebzügen für den Zweckverband Schönbuchbahn ("Lieferung E-Triebzüge ZVS - II"). 2015-05-27
Ausschreibungen Böblingen
Beschaffung von leichten elektrischen Triebzügen für den Zweckverband Schönbuchbahn ...
Beschaffung von leichten elektrischen Triebzügen für den Zweckverband Schönbuchbahn ("Lieferung E-Triebzüge ZVS - II").
Zu Händen von: Herrn Günther Springer
Telefon: +49 70316631887
Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches Beschaffungssystem) verschicken: NVBW - Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg
Zu Händen von: Herrn Krauß
Angebote oder Teilnahmeanträge sind zu richten an: NVBW - Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg
Sonstige: Verkehr und Infrastruktur
Gegenstand und Ziel der Ausschreibung ist es, 9 Triebzüge mit den nachfolgend genannten Eigenschaften für den Verkehr auf der Schönbuchbahn zu beschaffen (Basislieferung).
Der Auftraggeber behält sich vor, über eine 1. Lieferoption den Lieferauftrag über 9 Triebzüge nachträglich bis zu 3 Jahren nach Abnahme der Fahrzeuge um 2 weitere baugleiche Triebzüge zu erweitern, um eine über seine Verkehrsprognosen hinaus ansteigenden Verkehrsnachfrage oder einen anderweitigen Fahrzeugmehrbedarf abdecken zu können.
Die Triebzüge gehen in den aufgabenträgereigenen Fahrzeugpool des ZVS ein und sollen - nach Durchführung eines separaten Wettbewerbsverfahrens - dem zukünftigen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) für die Dauer des jeweiligen Verkehrsvertrages auf Mietbasis für die Erbringung der SPNV-Leistungen zur Verfügung gestellt werden.
Der Auftraggeber behält sich vor im Verlauf des Verfahrens ein 2. Lieferoption zu definieren, die im Verhandlungsweg so ausformuliert wird, dass sie nicht nur vom Auftraggeber selbst eingelöst werden kann sondern auch vom Auftraggeber an einen benachbarten oder/und kooperierenden Aufgabenträger übertragen werden kann, damit dieser selbst baugleiche Triebzüge im Anschluss an die Basislieferung oder zusammen mit einer eingelösten 1. Lieferoption bestellen kann.
Des Weiteren kann die Instandhaltung der Triebzüge zum Gegenstand der Vergabe gemacht werden. Die Bieter werden dazu in den ersten Verhandlungsrunden aufgefordert, die diesbezüglichen Möglichkeiten des Herstellers aufzuzeigen und darzulegen, ob die (zeitlich begrenzte) Instandhaltung der Triebzüge als Vertragsbestandteil oder als optionaler Bestandteil angeboten werden kann.
Die Instandhaltung der Triebzüge beinhaltet u. a.:
- den Betrieb des Betriebswerks für leichte Instandhaltung;
- die Vorhaltung eines Ausbesserungswerks für Revisionen/Hauptuntersuchungen und schwere Instandsetzung (z. B. bei Unfallschäden) oder alternativ Zugriff auf entsprechende Kapazität bei Dritten/Kooperataionspartnern;
- die präventive und korrektive Instandhaltung;
- die regelmäßige Wiederherstellung des Abnutzungsvorrats von Verschleißteilen (Bremsen, Stromabnehmer, Räder, …);
- Gewährleistungsarbeiten, Behebung von Serienmängeln;
- Bauartbetreuung, ECM für Fahrzeuge, Obsoleszenzmanagement.
Die Entscheidung, ob die Instandhaltung Bestandteil der Vergabe wird, wird rechtzeitig vor der Aufforderung zur Abgabe eines Indikativen Angebots getroffen.
Sollte die Herstellerinstandhaltung nicht Gegenstand der Vergabe werden, so muss der Hersteller ersatzweise belastbare Angaben zu den oben genannten Inhalten in einer Detailierungstiefe bereitstellen, dass ein EVU oder Dritte sein Instandhaltungsprogramm definieren und seine Aufwendungen für die Instandhaltung kalkulieren kann. Auch für diese Angaben sind Erfahrungen beim Hersteller hinsichtlich der Kalkulation und Durchführung von Instandhaltungs- und Instandsetzungsaufgaben erforderlich.
Gremienvorbehalt:
Ob die Instandhaltung der Triebzüge zum Gegenstand der Vergabe wird, steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Gremien des Zweckverbandes Schönbuchbahn. Der Auftraggeber behält sich daher vor, das Vergabeverfahren diesbezüglich aufzuheben, wenn kein Beschluss herbeigeführt wird.
9 Elektrotriebwagen; zusätzlich eine 1. Option für bis zu 2 weitere Elektrotriebwagen; zusätzlich Möglichkeit der Instandhaltung der Triebzüge und eine 2. weitere Möglichkeit auf baugleiche Triebzüge für andere.
Beschreibung der Optionen: Der Auftraggeber behält sich vor, zusätzlich eine 1. Option für bis zu 2 weitere Elektrotriebwagen; zusätzlich Möglichkeit der Instandhaltung der Triebzüge und eine 2. weitere Möglichkeit auf baugleiche Triebzüge für andere zu beauftragen.
Vorgaben zu Vergütung und Zahlungsfristen werden in den Vergabeunterlagen enthalten sein, die im zweiten Schritt versendet werden, und Gegenstand der Verhandlungen sein.
Es gelten die Besondere Vertragsbedingungen zur Erfüllung der Tariftreue- und Mindestentgeltverpflichtungen nach dem Tariftreue- und Mindestlohngesetz für öffentliche Aufträge in Baden-Württemberg (Landestariftreue- und Mindestlohngesetz - LTMG) (siehe Unterlagen).
Der Nachweis der Eignung einer Bietergemeinschaft muss von allen an der Bietergemeinschaft beteiligten Unternehmen rechtsverbindlich unterschrieben sein. Fehlt die Unterschrift eines Mitgliedes, so liegt kein rechtsverbindlicher Nachweises zur Eignung der Bietergemeinschaft vor. Der Bietergemeinschaft ist in einem solchen Fall von der Wertung auszuschließen. Kommt jedoch einem Mitglied aufgrund eines rechtsgültigen Gesellschaftsvertrages zum Zeitpunkt der Öffnung Alleingeschäftsführerbefugnis zu oder ist er aufgrund entsprechender Erklärung aller Mitglieder für alle bevollmächtigt, so genügt die Unterschrift dieses Mitglieds. Die Alleingeschäftsführerbefugnis ist in diesem Fall nachzuweisen.
Geben mehrere Unternehmen ein gemeinschaftliches Angebot ab, so hat die Bietergemeinschaft in ihrem Angebot eine von allen Mitgliedern unterschriebene Erklärung abzugeben. In dieser Erklärung muss die Bildung einer Bietergemeinschaft im Auftragsfall organisatorisch geregelt sein. Darüber hinaus sind alle Mitglieder der Bietergemeinschaft aufzuführen und der für die Durchführung des Vertrages bevollmächtigte Vertreter zu benennen. Die entsprechende Vollmacht ist dem Angebot beizufügen. Darüber hinaus ist zu erklären, dass alle Mitglieder als Gesamtschuldner haften.
Die oben genannten Nachweise müssen für jedes Mitglied einer Bietergemeinschaft vorgelegt werden. Bei der Beurteilung der Eignung einer Bietergemeinschaft wird die Bietergemeinschaft als Ganzes beurteilt. Die Bildung von Bietergemeinschaften nach Angebotsabgabe ist unzulässig.
Darlegung der besonderen Bedingungen: Haushaltsvorbehalt:
Die Erteilung des Zuschlags steht unter dem Vorbehalt der Zurverfügungstellung von Haushaltsmitteln, insbesondere der endgültigen Förderzusage des Landes Baden-Württemberg für die Elektrifizierung der Schieneninfrastruktur. Der Auftraggeber behält sich daher vor, das Vergabeverfahren aufzuheben, wenn keine wirtschaftlich tragfähige Finanzierung der Fahrzeugbeschaffung gefunden wird.
Der Auftraggeber behält sich ferner vor, das Vergabeverfahren vorzeitig aufzuheben, wenn im Ergebnis der Auswertung der ersten Angebote sowie der Führung ggf. erforderlicher Aufklärungsgespräche mit hinreichender Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass auch nach der Führung entsprechender Vertragsverhandlungen mit den noch im Verfahren befindlichen Bietern kein wirtschaftliches abschließendes verbindliches Angebot eingehen wird.
Der Auftragnehmer muss die geforderten Leistungen grundsätzlich selbst erbringen. Falls Subunternehmer beauftragt werden sollen, sind Angaben über diese Kooperationspartner und Produktionsstätten zu machen. Der Auftragnehmer hat in diesem Fall in seinem Angebot Art und Umfang der Leistungen anzugeben, die er an Unterauftragnehmer übertragen will. Die Unterauftragnehmer sind zu benennen bzw. bekannt zu geben. Dies betrifft nicht Lieferanten für Fahrzeugkomponenten.
Unternehmen, die sich mehrfach - sei es als einzelnes Unternehmen, Mitglied einer Bietergemeinschaft oder Nachunternehmer - an diesem Vergabeverfahren beteiligen, können wegen Verstoßes gegen das Wettbewerbsprinzip ausgeschlossen werden.
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Von der Teilnahme am Vergabeverfahren können Bieter ausgeschlossen werden, die keine ausreichende finanzielle oder wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (siehe Ziff. 5.2) oder keine ausreichende Fachkunde, Erfahrung oder Zuverlässigkeit (siehe Ziff. 5.3) nachweisen.
Von der Teilnahme am Vergabeverfahren können Bieter ferner ausgeschlossen werden, die:
a. nachweislich eine schwere Verfehlung begangen haben, die ihre Zuverlässigkeit als Bewerber in Frage stellt,
b. im Vergabeverfahren vorsätzlich unzutreffende Erklärungen in Bezug auf ihre Eignung abgegeben haben,
c. im Vergabeverfahren vorsätzlich unzutreffende Erklärungen in Bezug auf ihre Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit abgegeben haben oder
d. aufgrund eines der in Artikel 57 Absatz 1 der Richtlinie 2014/24/EU genannten Gründe rechtskräftig verurteilt worden sind.
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Im Rahmen des Nachweises der Eignung sind zur Beurteilung der finanziellen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zwingend folgende Angaben zu machen:
1. Eigenerklärung gemäß einem bei der genannten Kontaktstelle anzufordernden Formblatt:
1.1. dass über das Vermögen ein Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzliches Verfahren weder beantragt noch eröffnet wurde und dass ein Antrag auf Eröffnung nicht mangels Masse abgelehnt worden ist (§ 6 Abs. 6 a) VOL/A-EG);
1.2. dass sich das Unternehmen nicht im Verfahren der Liquidation befindet (§ 6 Abs. 6 b) VOL/A-EG);
1.3. dass das Unternehmen die Pflicht zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung nicht verletzt oder verletzt hat (§ 6 Abs. 6 d) VOL/A-EG);
Die Eigenerklärung ist für jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft abzugeben.
Zu den in der Eigenerklärung geforderten Angaben sind mit dem Nachweis keine Bescheinigungen oder Erklärungen von Behörden oder sonstigen Einrichtungen vorzulegen. Der Auftraggeber behält sich vor, die Bestätigung der in der Eigenerklärung gemachten Angaben durch weitergehende Nachweise zu verlangen.
Im Rahmen des Nachweises der Eignung sind in bei der Kontaktstelle anzufordernden Formblättern zwingend folgende Angaben zu machen:
1.1. Nachweis der Fachkunde und Erfahrung in der Zulassung von elektrischen Triebzügen in Deutschland mit Angabe von Referenzen.
1.2. Nachweis der Fachkunde und Erfahrung in der Herstellung und Inbetriebsetzung von elektrischen Triebzügen für 15kV / 162/3 Hz.
1.3. Nachweis der Fachkunde und Erfahrung in der Herstellung und Inbetriebsetzung von Regionalstadtbahnfahrzeugen mit Angabe von Referenzen. Unter Regionalstadtbahnen sind Schienenfahrzeuge zu verstehen, die sowohl auf Straßenbahn-Infrastruktur als auch auf Vollbahn-Infrastruktur betrieben werden.
1.4. Nachweis der Fachkunde und Erfahrung in der Instandhaltung und Instandsetzung von angetrieben Schienenfahrzeugen insbesondere jedoch von elektrischen Triebzügen. Entsprechend den vier ECM Funktionsebenen (Vorhaltung Instandhaltungsmanagement, Instandhaltungsentwicklung, Flottenmanagement, Instandhaltungserbringung) ist je Referenzbeispiel darzustellen, welche Aufgaben und Verantwortungen vom Hersteller unmittelbar selbst wahrgenommen werden.
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern: Die Eignung der Teilnehmer wird anhand der nachzuweisenden finanziellen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (siehe Ziff. 5.2) sowie anhand der nachzuweisenden Fachkunde, Erfahrung und Zuverlässigkeit (siehe Ziff. 5.3) festgestellt.Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt ggfls. durch folgende Kriterien:
1. Erfahrungen des Unternehmens mit der Zulassung von elektrischen Triebzügen in Deutschland seit 2010 25 % Bewertung: 5 Punkte = liegt vor und es werden bedeutende Erfahrungen angegeben, 3 Punkte = liegt vor aber es werden keine bedeutende Erfahrungen angegeben, 0 Punkte = Keine aussagekräftigen Angaben.
2. Erfahrungen des Unternehmens mit der Herstellung und Inbetriebsetzung von elektrischen Triebzügen für 15kV / 162/3 Hz seit 2000 25 % Bewertung: 5 Punkte = liegt vor und es werden bedeutende Erfahrungen angegeben, 3 Punkte = liegt vor, aber es werden keine bedeutende Erfahrungen angegeben, 0 Punkte = Keine aussagekräftigen Angaben.
3. Erfahrungen des Unternehmens mit der Herstellung und Inbetriebsetzung von Regionalstadtbahnfahrzeugen seit 2000.
Unter Regionalstadtbahnen sind Schienenfahrzeuge zu verstehen, die sowohl auf Straßenbahn-Infrastruktur als auch auf Vollbahn-Infrastruktur betrieben werden. 25 % Bewertung: 5 Punkte = liegt vor und es werden bedeutende Erfahrungen angegeben, 3 Punkte = liegt vor, aber es werden keine bedeutende Erfahrungen angegeben, 0 Punkte = Keine aussagekräftigen Angaben
4. Erfahrungen des Unternehmens mit der Instandhaltung von angetriebenen Schienenfahrzeugen insbesondere elektrischen Triebzügen 25 % Bewertung: 5 Punkte = liegt vor und es werden bedeutende Erfahrungen der Instandhaltung von mit elektrischen Triebzügen angegeben, 3 Punkte = liegt vor und es werden bedeutende Erfahrungen mit der Instandhaltung von angetrieben Schienenfahrzeugen angegeben, 2 Punkt = liegt vor, aber es werden keine bedeutende Erfahrungen mit der mit der Instandhaltung von angetriebenen Schienenfahrzeugen oder elektrischen Triebzügen angegeben 0 Punkte = Keine aussagekräftigen Angaben.
Die Zuschlagskriterien und deren Gewichtung sowie Einzelheiten der Bewertung werden den zum weiteren Verfahren zugelassenen Bewerbern mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe und den Vergabeunterlagen übersandt. Die Bewertung für die Fahrzeuge wird insbesondere die in den Unterlagen genannten Kernziele berücksichtigen.
Ausschr. SchBB II
Bekanntmachungsnummer im ABl: 2013/S 107-182879 vom 5.6.2013
Schlusstermin für die Anforderung von Unterlagen oder die Einsichtnahme: 7.7.2015 - 12:00
16.7.2015 - 12:00
Als Liefertermin für den letzten der 9 Triebzüge ist derzeit abhängig zum Zulassungsaufwand der angebotenen Triebzugbauart der September 2019 oder September 2020 vorgesehen, um zum nachfolgenden Fahrplanwechsel im Dezember den Elektrischen Betrieb auf der Schönbuchbahn aufnehmen zu können. An die Abnahme der Triebzüge schließt sich eine Gewährleistungsphase an. Der Auftraggeber behält sich vor, für bestimmte Baugruppen der Triebzüge eine verlängerte Gewährleistung zu fordern. Die Einlösung von Lieferoptionen verlängert die Laufzeit.
Falls die Instandhaltung der Fahrzeuge Gegenstand der Vergabe wird, schließt sich die Laufzeit des Instandhaltungsvertrages an die Lieferung an und endet zum Ende des Jahres der Instandhaltungslaufzeit.
Der Vertrag kommt mit dem Zuschlag zustande. Vertragsbestandteile werden kumulativ:
- der endverhandelte Werkliefervertrag, dessen Entwurf die ausgewählten Bieter mit den Verdingungsunterlagen erhalten, einschließlich seiner Anlagen;
- das endverhandelte Pflichtenheft, dessen Entwurf in Form eines Lastenhefts die ausgewählten Bieter mit den Verdingungsunterlagen erhalten, einschließlich seiner Anlagen;
- die Leistungsbeschreibung aus dem verbindlichen Angebot des Bieters;
- die Verhandlungsergebnisse;
- die Allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Leistungen (VOL/B).
Allgemeine Geschäftsbedingungen der Teilnehmer werden nicht akzeptiert und führen zum Ausschluss.
Es wird eine europaweite Ausschreibung des Verhandlungsverfahrens gemäß der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL/A-EG) durchgeführt.
Gemäß § 3 Abs. 4 lit a) VOL/A-EG erfolgt die Vergabe im direkten Verhandlungsverfahren ohne vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb. Um allen Interessenten die Teilnahme am Verfahren zu ermöglichen, wurde das Vergabeverfahren im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Interessierte Bieter können ihre Beteiligung bei der Vergabestelle formlos anzeigen.
Der Auftraggeber weist zum Verfahrensablauf und Zeitplan auf Folgendes hin (jede Verhandlungsrunde kann mehrere Gesprächstage umfassen):
Stufe 1: Teilnahmemitteilung:
Die Mitteilung einer Beteiligung sollte möglichst frühzeitig erfolgen. Den interessierten Bietern werden zunächst diese Teilnahmebedingungen und die vorliegenden Anforderungen an das Fahrzeug zur Verfügung gestellt.
Stufe 2a: Erste Verhandlungsrunde:
Auf Basis dieser Unterlagen sollen bereits in einer ersten Verhandlungsrunde im Juni/Juli 2015 die gegebenen Möglichkeiten erörtert und die übersandten technischen Anforderungen verhandelt werden. Dazu werden die Bieter nach Mitteilung der Teilnahme jeweils zu einem Gespräch eingeladen. Schwerpunkt der Verhandlungsrunde sollen folgende Punkte sein:
- Darstellung der Fahrzeugbasis für das Angebot oder eines ersten Entwurfs durch Hersteller;
- Durchsicht vom Lastenheft und Rückfragen der Bieter zu technischen Anforderungen;
- Einhaltung Musterfahrplan, Fahrzeitreserven;
- Darstellung des geplanten Zulassungsverfahren durch Hersteller;
- Darstellung der Erfahrungen und Referenzen des Herstellers für die Herstellerinstandhaltung.
Stufe 2b: Nachweis der Eignung:
Die interessierten Bewerber werden hiermit aufgefordert, den Nachweis ihrer Eignung gemäß den hier genannten Anforderungen zu erbringen.
Der Auftraggeber behält sich vor, anhand der Auswahlkriterien die Zahl der geeigneten Bewerber, mit denen weitere Verhandlungsrunden geführt werden und die zur Abgabe eines Indikativen Angebotes aufgefordert werden, auf maximal fünf zu reduzieren.
Die Bieter werden nach Ablauf der Frist gemäß Kapitel 3.2 und Auswertung aller eingegangenen Nachweise informiert, ob sie für die weiteren Verhandlungen zugelassen worden sind.
Stufe 2c: zweite Verhandlungsrunden:
In der zweiten Verhandlungsrunde werden die Verhandlungen über die technischen Themen auf Basis des vom Bieter kommentierten Lastenhefts, eines vollständigen Fahrzeugentwurfs sowie der Fahrzeitberechnungen des Herstellers fortgeführt. Ziel ist es, alle wesentlichen fahrzeugtechnischen Themen zu einem Abschluss zu führen.
Stufe 2d: Versand weiterer Vergabeunterlagen:
Im Nachgang zur zweiten Verhandlungsrunde werden den Bietern der Entwurf des Werkliefervertrags und dessen über die vorgenannten technischen Anforderungen hinausgehenden Anlagen übersandt (Preisblatt, Umfang baubegleitenden Prüfungen, Vorgaben an Fahrzeugdokumentation) incl. einer Aktualisierung diese Dokuments (Version 3.0). Der Bieter erhält ferner das Dokument 1407-41 mit Vorgaben zur Angebotsgestaltung.
Stufe 2e: weitere Verhandlungsrunden:
Die fahrzeugtechnischen Themen sollen abgeschlossen werden. Verhandlungsschwerpunkt einer dritten Verhandlungsrunde wird dann der Liefervertrag und seine Anlagen sein. Die Verhandlungen werden zudem auf die Themen Instandhaltbarkeit oder Hersteller-instandhaltung sowie ggf. einer 2.Lieferoption erweitert. Die entsprechenden Unterlagen (Werkliefervertrag, Vorgaben zur Instandhaltung, …) werden den Bietern jeweils vorab rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Die Anzahl der Verhandlungsrunden richtet sich nach dem Fortschritt in den Verhandlungen mit den Bietern und der Entscheidung ob die Instandhaltung Bestandteil der Vergabe wird.
Stufe 3: Indikatives Angebot:
Auf Basis der Verhandlungsergebnisse der Stufe 2 wird der Auftraggeber die Vergabeunterlagen anpassen und die in Stufe 2b "zugelassenen" Bieter auffordern, indikative Angebote zu erstellen. Dies ist für den Spätherbst 2015 geplant. Diese Angebote werden ausgewertet, geprüft und bei Bedarf aufgeklärt.
Alle Bieter, deren indikative Angebote den in den Vergabeunterlagen bekannt gegebenen Anforderungen an Form und Inhalt der Angebote entsprechen und fristgerecht eingereicht wurden, werden vom Auftraggeber in der nächsten Phase des Vergabeverfahrens, welches zur Abgabe von verbindlichen Angeboten führen soll, zu Verhandlungsgesprächen eingeladen. Ziel dieser letzten Verhandlungsgespräche ist es, vor Abgabe der verbindlichen Angebote die endgültigen Vorgaben an die verbindlichen Angebote für sämtliche Bieter festzulegen.
Stufe 4: letzte Verhandlungsrunde/letztverbindliches Angebot:
Im Anschluss daran beginnt eine letzte (Vertrags-)Verhandlungsrunde, in der Möglichkeiten eine wirtschaftlichen Optimierung von Vorgaben und Angebot ausgelotet werden sollen und die bis zum Jahresanfang 2016 abgeschlossen sein soll.
Anschließend werden die Bieter, mit denen solche Verhandlungsgespräche geführt wurden, auf Basis der Verhandlungsergebnisse und der fortgeschriebenen, finalisierten Vergabeunterlagen in einem nächsten Schritt aufgefordert, ein letztverbindliches Angebot einzureichen.
Alle fristgerecht abgegebenen verbindlichen Angebote werden entsprechend den in den Vergabeunterlagen bekannt gegebenen formellen und inhaltlichen Anforderungen sowie entsprechend den ebenfalls in den Vergabeunterlagen bekannt gegebenen Zuschlagskriterien geprüft und bewertet. Es wird eine Rangfolge erstellt. Der Auftraggeber behält sich vor, die Zuschlagserteilung in Ansehen des Ergebnisses dieser Rangfolge ohne die Durchführung von weiteren Verhandlungsgesprächen vorzunehmen.
Der Auftraggeber behält sich ebenfalls vor, 2 Bieter, die ein verbindliches Angebot abgegeben haben und nach der Wertung auf den ersten 2 Rangplätzen liegen, zu weiteren Verhandlungsgesprächen einzuladen oder diese Bieter - ggf. nach Durchführung der Verhandlungsgespräche - zur Abgabe eines überarbeiteten Angebotes aufzufordern. Auch die überarbeiteten Angebote werden entsprechend den formellen und inhaltlichen Anforderungen sowie entsprechend den Zuschlagskriterien geprüft und bewertet. Der Auftraggeber behält sich vor, abhängig von den Verhandlungsergebnissen weitere Verhandlungsgespräche durchzuführen.
Nach Abschluss aller aus Sicht des Auftraggebers erforderlichen Verhandlungsrunden soll der Zuschlag auf das Angebot des Bieters erfolgen, welches unter Anwendung der Zuschlagskriterien das wirtschaftlich günstigste Angebot darstellt. Der Zuschlag soll im Frühjahr 2016 erteilt werden.
Der Bieter hat, auch nach Beendigung der Angebotsphase, über die ihm bei seiner Tätigkeit bekannt gewordenen geschäftlichen Angelegenheiten des Auftraggebers Verschwiegenheit zu wahren. Er hat hierzu auch die bei der Erstellung und Vorbereitung des Angebotes beschäftigten Mitarbeiter zu verpflichten. Ebenso verpflichten sich die NVBW und der ZVS, alle Angebotsunterlagen vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiterzugeben.
Der Nachweis zur Eignung muss vollständig, in deutscher Sprache und von einer zeichnungsberechtigten Person unterschrieben bis zum Donnerstag, 16.7.2015, 12:00 Uhr in zweifacher identischer Ausführung in Papierform und in elektronischer Form bei der
Die Nachweise zur Eignung müssen verschlossen und von außen als solche kenntlich ("Ausschreibung Fahrzeuge Schönbuchbahn") gemacht sein. Nachweise zur Eignung, die zu diesem Zeitpunkt nicht in vollständiger Form vorliegen, werden nicht berücksichtigt.
Die Öffnung erfolgt am selben Tag um 14:00 Uhr bei der NVBW. Bieter sind bei der Eröffnung nicht zugelassen.
Die Nachweise zur Eignung werden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen vertraulich behandelt. Die von den Bietern erbetenen personenbedingten Angaben werden im Rahmen des Vergabeverfahrens verarbeitet und gespeichert.
Enthalten die Verdingungsunterlagen nach Auffassung des Bewerbers Unklarheiten, so hat der Bewerber unverzüglich den Auftraggeber vor Abgabe in schriftlicher oder fernschriftlicher Form (Brief, Fax, E-Mail) darauf hinzuweisen.
Rügen und Fragen zum Verhandlungsverfahren müssen ausschließlich schriftlich in deutscher Sprache bis zum Dienstag, den 7.7.2015, 12:00 Uhr
bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH, Herr Krauß,
Wilhelmsplatz 11, 70182 Stuttgart, , Fax +49 7112399123
und der E-Mail-Adresse:
Die Antworten werden ebenfalls schriftlich gegeben. Sowohl Fragen als auch Antworten werden, soweit sie von allgemeinem Interesse sind, in anonymisierter Form an alle Bewerber bekannt gegeben.
Aufwendungen, die bei der Erstellung der Nachweise zur Eignung und im weiteren Verlauf des Ausschreibungsvorgangs entstehen, werden nicht erstattet.
Formale Anforderungen an den Nachweis zur Eignung.
Abgabe in deutscher Sprache.
Der der Nachweis zur Eignung ist in allen seinen Bestandteilen, inklusive aller geforderten Nachweise und Erklärungen, in deutscher Sprache abzufassen. Fremdsprachliche Unterlagen müssen neben dem Original auch eine deutsche Übersetzung der Nachweise und Erklärungen beilegen. Hierfür entstehende Kosten sind vom Bieter zu tragen. Die Bieter tragen die Verantwortung für die korrekte Übersetzung der eingereichten Nachweise und Erklärungen.
Inhalte und Vollständigkeit des Nachweises zur Eignung.
Der Nachweis zur Eignung muss vollständig sein; unvollständige Nachweise können ausgeschlossen werden.
Änderungen des Bewerbers an seinen Eintragungen müssen zweifelsfrei sein. Alle Eintragungen müssen dokumentenecht sein. Änderungen an den Verdingungsunterlagen sind unzulässig.
Der Nachweis zur Eignung muss im Original von einer zeichnungsberechtigten Person unterschrieben sein und alle geforderten Nachweise enthalten. In den zusätzlichen Exemplaren reichen Kopien aus.
Aufbau und Gliederung des Nachweises zur Eignung soll sich grundsätzlich an der Struktur dieser Verdingungsunterlagen orientieren. Der Nachweis zur Eignung muss umfassen:
- Nachweis des Bieters mit einer rechtsverbindlichen Unterschrift;
- Benennung eines verantwortlichen Ansprechpartners für das Vergabeverfahren;
- Bestätigung der Bindefrist..
Der Nachweis muss zudem folgende Erklärungen enthalten:
- Der Bewerber verpflichtet sich zur Einhaltung allgemeiner Verschwiegenheit und Vertraulichkeit hinsichtlich der durch die Leistungserbringung erworbenen Informationen.
- Abgabe einer Mindestentgelterklärung gem. § 4 Abs. 1 Landestariftreue- und Mindestlohngesetz Baden-Württemberg (LTMG), gemäß Anlage, ggf. von jedem Mitglied der Bietergemeinschaft und von Subunternehmern.
Bindefrist/Zuschlagsfrist:
Die Bindefrist des Teilnahmeantrags läuft bis 31.7.2016. Bis zum Ablauf dieses Datums ist der Bieter an seinen Teilnahmeantrag gebunden.
Unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen:
Angebote von Bewerbern und Bietergemeinschaften, die sich im Zusammenhang mit diesem Vergabeverfahren an einer unzulässigen Wettbewerbsbeschränkung beteiligen, werden ausgeschlossen.
Der Auftraggeber behält sich vor, die bei Abgabe des Nachweises der Eignung nicht vorliegenden bzw. nicht den Anforderungen entsprechenden Dokumente nach Ziff. 5.1 bis 5.4 der Unterlagen unter Fristsetzung von den Bietern nachzufordern. Sollte ein Bieter der Nachforderung nicht fristgerecht nachkommen, kann dieser Bieter vom weiteren Verfahren ausgeschlossen werden.
Weitere Informationen zur Teilnahme sind in den Unterlagen ersichtlich, diese sind anzufordern unter Kontaktstelle.
Vergabekammer Baden-Württemberg, beim Regierungspräsidium Karlsruhe
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Etwaige Vergabeverstöße muss der Bieter gem. § 107 Abs. 3 GWB unverzüglich rügen. Ein Vergabenachprüfungsantrag ist innerhalb von 15 Kalendertagen nach der Mitteilung der Auftraggeber, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, bei der Vergabekammer einzureichen.