Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ+162,+143
Timestamp: 2018-12-19 04:25:12
Document Index: 158648567

Matched Legal Cases: ['§ 133', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 140', 'BGH', 'BGH']

Vorsätzliche Benachteiligung gemäß § 133 Abs. 1 der Insolvenzordnung (InsO); Anfechtbarkeit von Zwangsvollstreckungshandlungen (Forderungspfändung); Notwendigkeit einer vorsätzlichen Rechtshandlung des Schuldners; Veranlassung zur verspäteten Stellung eines Insolvenzantrags; Haftung des Veranlassers gegenüber der Masse
Der Schuldner handelt dann mit Benachteiligungsvorsatz, wenn er die Benachteiligung der Gläubiger im Allgemeinen als Erfolg seiner Rechtshandlung will oder als mutmaßliche Folge erkennt und billigt (BGHZ 155, 72, 84; 162, 143, 153;… BGH, Urt. v. 8. Dezember 2005 - IX ZR 182/01, NZI 2006, 159, 161).
a) Benachteiligungsvorsatz hat, wer bei Vornahme der Rechtshandlung die Benachteiligung der Gläubiger im Allgemeinen als Erfolg seiner Rechtshandlung will oder als mutmaßliche Folge erkennt und billigt (BGHZ 155, 72, 84; 162, 143, 153).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat der Schuldner die angefochtene Rechtshandlung jedoch dann mit Benachteiligungsvorsatz vorgenommen, wenn er zur Zeit ihrer Wirksamkeit (§ 140 InsO) zahlungsunfähig war (BGHZ 155, 75, 83 f; 162, 143, 153; 167, 190, 195;… BGH, Urt. v. 8. Dezember 2005, aaO S. 193;… krit. Bork, Handbuch des Anfechtungsrechts Kap. 5 Rn. 46, 48).