Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=16.11.2007&Aktenzeichen=V%20ZR%20208/06
Timestamp: 2019-07-20 08:52:35
Document Index: 23856489

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 328', '§ 328', '§ 679', '§ 328', '§ 677', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 328']

BGH, 16.11.2007 - V ZR 208/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,1108
BGH, 16.11.2007 - V ZR 208/06 (https://dejure.org/2007,1108)
BGH, Entscheidung vom 16.11.2007 - V ZR 208/06 (https://dejure.org/2007,1108)
BGH, Entscheidung vom 16. November 2007 - V ZR 208/06 (https://dejure.org/2007,1108)
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BGB §§ 328, 677
Erfordernis der Bestimmbarkeit des begünstigten Dritten in einem Vertrag zugunsten Dritter ; Notwendigkeit der konkreten Bezeichnung des begünstigte Dritten; Ersatz der Aufwendungen für die Errichtung einer Stellplatzanlage; Vertragliche Verpflichtung zur Beteiligung an den Errichtungskosten einer Stellplatzanlage
Vertrag zugunsten Dritter - Bezeichnung des Dritten/Bestimmbarkeit
Wirksamkeit eines Vertrages zugunsten Dritter (hier: Bauplatzverkauf einer Gemeinde an unterschiedliche Bauherren mit Stellplatzerrichtungspflicht) schon bei Bestimmbarkeit des Dritten
Vertrag zugunsten Dritter; Bestimmbarkeit des Dritten
Zur ausreichenden Bezeichnung des begünstigten Dritten in einem Vertrag zugunsten Dritter
Vertrag zugunsten Dritter (§ 328 BGB): Bestimmbarkeit des Drittbegünstigten ausreichend; Geschäftsführung ohne Auftrag in Form des "Auch-fremden-Geschäfts"; Vermutung des Fremdgeschäftsführungswillens beim "objektiv fremden Geschäft"; Berechtigung der GoA: Interesse und Wille des Geschäftsherrn, Unbeachtlichkeit des entgegenstehenden Willens gem. § 679 BGB
BGB § 328 § 677
Bestimmbarkeit des Dritten reicht bei Vertrag zugunsten Dritter!
Anspruch auf Beteiligung an Stellplatzerrichtung aufgrund Vertrag zu Gunsten Dritter? (IMR 2008, 92)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 16.11.2007, Az.: V ZR 208/06 (Wirksamkeit eines Vertrages zugunsten Dritter)" von Notar Prof. Dr. Dr. Herbert Grziwotz, original erschienen in: ZfIR 2008, 195 - 196.
Kurznachricht zu "Hinweis zum Urteil des BGH v. 16.11.2007, Az.: V ZR 208/06 (Aufwendungsersatz bei gescheitertem gemeinschaftlichen Erwerb zur Stellplatzsicherung)" von Notar Dr. Alfons Hueber, original erschienen in: NotBZ 2008, 151 - 152.
AG Bocholt, 15.12.2005 - 1 O 674/04
LG Bochum, 15.12.2005 - 1 O 674/04
OLG Hamm, 24.08.2006 - 5 U 25/06
NJW-RR 2008, 683
NZBau 2008, 380
NZBau 2008, 381
WM 2008, 491
BauR 2008, 673
Die Person des begünstigten Dritten muss bei Abschluss des Rechtsgeschäfts im Deckungsverhältnis noch nicht feststehen; es genügt, wenn sie bestimmbar ist (BGH, Urteil vom 16. November 2007 - V ZR 208/06 - NJW-RR 2008, 683 Tz. 10).
Bei der Willenserforschung sind aber auch der mit der Erklärung verfolgte Zweck, die Interessenlage der Parteien und die sonstigen Begleitumstände zu berücksichtigen, die den Sinngehalt der gewechselten Erklärungen erhellen können (BGH, Urteil vom 16. November 2007 - V ZR 208/06, NJW-RR 2008, 683 Rn. 7 mwN).
Sodann sind der mit der Absprache verfolgte Zweck, die Interessenlage der Parteien und die sonstigen außerhalb des Erklärungsaktes liegenden Begleitumstände in die Auslegung einzubeziehen, soweit sie einen Schluss auf den Sinngehalt der Erklärung zulassen (vgl. BGH, Urteil vom 16.11.2007, V ZR 208/06, NJW-RR 2008, 683, Rn. 7, m.w.N).
Bei seiner Willenserforschung hat der Tatrichter aber auch den mit der Absprache verfolgten Zweck, die Interessenlage der Parteien und die sonstigen Begleitumstände zu berücksichtigen, die den Sinngehalt der gewechselten Erklärungen erhellen können (BGH, Urteil vom 16. November 2007 - V ZR 208/06, NJW-RR 2008, 683, Tz. 7 m.w.N.).
Der Dritte muss dabei noch nicht konkret bezeichnet sein; es genügt, dass er bestimmbar ist (BGH, Urteil vom 28. Juni 1979 - VII ZR 248/78, BGHZ 75, 78 f; vom 3. Mai 1995 - XII ZR 29/94, BGHZ 129, 297, 305; vom 16. November 2007 - V ZR 208/06, WM 2008, 491 Rn. 10; RGZ 102, 127, 129; 106, 120, 126).
Ein engeres Verständnis der Regelung ließe sich jedenfalls, anders als das Berufungsgericht meint, nicht mit dem Wortlaut, sondern nur unter Rückgriff auf den Zweck der Regelung (vgl. BGH, Urteil vom 10. Oktober 1989 - VI ZR 78/89, BGHZ 109, 19, 22), die Interessen der Beteiligten (vgl. Senat, Urteil vom 9. Mai 2003 - V ZR 240/02, NJW-RR 2003, 1053, 1054 und BGH, Urteil vom 13. März 2003 - IX ZR 199/00, NJW 2003, 2235, 2236) und die sonstigen Begleitumstände begründen, die den Sinngehalt der Erklärung erhellen können (vgl. Senat, Urteile vom 5. Juli 2002 - V ZR 143/01, NJW 2002, 3164, 3165 und vom 16. November 2007 - V ZR 208/06, WM 2008, 491 Rn. 7).
Bei der Willenserforschung sind aber auch der mit der Erklärung verfolgte Zweck, die Interessenlage der Parteien und die sonstigen Begleitumstände zu berücksichtigen, die den Sinngehalt der gewechselten Erklärungen verdeutlichen können (BGH, Urteil vom 16. November 2007 - V ZR 208/06, NJW-RR 2008, 683 Rn. 7 mwN; BGH, Urteil vom 16. Oktober 2012 - X ZR 37/12 -, BGHZ 195, 126-134).
Für eine Fremdgeschäftsführung genügt es aber, wenn das Geschäft auch ein fremdes ist (BGHZ 65, 354, 357 ; 65, 384, 387 ; 110, 313, 314 f. ;… Senat , Urt. v. 8. Dezember 2006, V ZR 103/06, NJW-RR 2007, 672, 673; Urt. v. 16. November 2007, V ZR 208/06, NJW-RR 2008, 683, 685).
Ein Anspruch auf Aufwendungsersatz aus Geschäftsführung kann nämlich auch bestehen, wenn der Geschäftsführer neben dem eigenen auch ein fremdes Geschäft führt (BGHZ 65, 354, 357 ; 65, 384, 387 ; 110, 313, 315 ;… Senat, Urt. v. 8. Dezember 2006, V ZR 103/06 NJW-RR 2007, 672, 673; Urt. v. 16. November 2007, V ZR 208/06, NJW-RR 2008, 683, 685).
Es kann sich etwa auch um noch nicht existente Personen handeln (s. BGH NJW-RR 2008, 683, 684 Tz 10; BGHZ 129, 297 = NJW 1995, 2028; BGHZ 75, 75 = NJW 1979, 2036;… Grüneberg in: Palandt, a.a.O., § 328 Rn 2).