Source: https://dejure.org/Drucksachen/Bundestag/BTDrucks%2015/38
Timestamp: 2019-04-22 21:14:48
Document Index: 248088761

Matched Legal Cases: ['§ 53', '§ 34', '§ 95', '§ 95', '§ 53', '§ 19', 'Art. 1', '§ 53', '§ 52', '§ 52', '§ 52', '§ 52', '§ 52', '§ 52', 'Art. 5', '§ 52', '§ 52', '§ 52', '§ 52', '§ 52', 'Art. 5', '§ 823']

Bundestag: BT-Drs. 15/38 - dejure.org
Bundestag - Drucksache 15/38
BGBl. I 2003 S. 1774
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2003 Teil I Nr. 46, ausgegeben am 12.09.2003, Seite 1774
06.01.2003 BT Regierung soll über erweiterten Urheberschutz Auskunft geben
29.01.2003 BT Erweiterung des Urheberschutzes ist umstritten
09.04.2003 BT Union stimmt "schweren Herzens" der Neuregelung des Urheberrechts zu
04.06.2003 BT Bundesrat will neuem Urheberrecht nur nach Ergänzungen zustimmen
BGBl. I 2004 S. 312 (Berichtigung)
c) Die Informationsgesellschafts-Richtlinie (…Richtlinie 2001/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22.5.2001 zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft, ABl. L 167 vom 22.6.2001 S. 10 = GRUR Int. 2001, 745), die bis zum 22. Dezember 2002 umzusetzen war (vgl. nunmehr den Gesetzesbeschluß des Deutschen Bundestages vom 11.4.2003, BR-Drucks. 271/03 für ein Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft), hat die urheberrechtliche Beurteilung von Hyperlinks, wie sie hier in Rede stehen, nicht verändert (vgl. Burgstaller/Krüger, MR 2003, 37; Nolte, ZUM 2003, 540, 541 f.;… a.A. Wiebe in Ernst/Vassilaki/Wiebe aaO Rdn. 33 ff.; Stomper, MR 2003, 33, 34).
Vervielfältigungen können zwar auch dann als unentgeltlich im Sinne des § 53 Abs. 1 Satz 2 UrhG anzusehen sein, wenn dem Hersteller ein Entgelt gezahlt wird, das lediglich der Kostendeckung dient (vgl. Begründung des Regierungsentwurfs eines Gesetzes zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft, BT-Drucks. 15/38, S. 20 f.).
Mit dem Erfordernis der Unentgeltlichkeit von Vervielfältigungen durch Dritte soll - im Hinblick auf die Gefahr von Missbrauch - die Notwendigkeit des privaten Charakters derartiger Vervielfältigungen betont werden (Begründung des Regierungsentwurfs eines Gesetzes zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft, BT-Drucks. 15/38, S. 20).
Er ist entgegen der Ansicht der Revision nicht auf ein Handeln zu gewerblichen Zwecken beschränkt und erfasst - wie hier - auch das private und einmalige Verkaufsangebot (…vgl. Peukert in Loewenheim aaO § 34 Rdn. 18;… Schricker/Götting aaO § 95a UrhG Rdn. 23 und 29;… Wandtke/Bullinger/Ohst aaO § 95a UrhG Rdn. 77; Pleister/Ruttig, MMR 2003, 763, 764 f.; vgl. auch BT-Drucks. 15/38, S. 29).
Die Bundesregierung sah in ihrem 2002 entstandenen Entwurf eines Gesetzes zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft lediglich Bedarf für eine "Klarstellung", dass § 53 UrhG auch für die digitale Vervielfältigung gilt; eine inhaltliche Änderung gegenüber dem geltenden Recht ergebe sich daraus nicht (BTDrucks 15/38, S. 20;… vgl. auch bereits BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 7. Oktober 2009 - 1 BvR 3479/08 -, GRUR 2010, S. 56).
§ 19a UrhG ist eingeführt worden durch Art. 1 Abs. 1 Nr. 5 des Gesetzes vom 10.9.2003, BGBl. I 1774 und gilt seit dem 13.9.2003.
Dieses beruht auf dem Gesetzentwurf der Bundesregierung für ein Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft vom 6.11.2002 (BT-Drucksache 15/38) und geht zurück auf die EG-Richtlinie 2001/29/EG.
Die durch das Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft vom 10.09.2003 (BGBl. I 2003, 1774) neu in das UrhG eingefügte Vorschrift entspricht inhaltlich § 53 Abs. 3 Nr. 1 UrhG, weshalb anerkannt ist, dass die dazu entwickelten Grundsätze übertragen werden können (… Dreier /Schulze, UrhG, 3. Aufl. 2008, § 52a Rn. 1;… Dustmann in Fromm/Nordemann, UrhG, 10. Aufl. 2008, § 52a Rn. 1;… Loewenheim in Schricker/Loewenheim, UrhG, 4. Aufl. 2010, § 52a Rn. 1).
Der Gesetzgeber hat die Parallelität der Vorschriften ausdrücklich betont (BT-Drucks. 15/38 Seiten 35, 40; BT-Drucks. 15/837 Seite 34).
Der Gesetzgeber hat durch den Hinweis auf die Eröffnung der Möglichkeit der Nutzung moderner Kommunikationsformen (BT-Drucks. 15/38, Seite 20) und die Regelung eines Vergütungsanspruchs in § 52a Abs. 4 Satz 1 UrhG deutlich gemacht, dass ein ausreichend bedeutsames Interesse der Allgemeinheit die Einschränkung des ausschließlichen Nutzungsrechts des Urhebers/Verwerters rechtfertigt.
Andererseits wird mit den Schrankenbestimmungen - und also auch mit der Regelung des § 52a Abs. 1 Nr. 1 UrhG - besonderen verfassungsrechtlich geschützten Positionen Rechnung getragen, im Fall des § 52a Abs. 1 Nr. 1 UrhG u.a. der durch Art. 5 Abs. 3 GG geschützten Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre (vgl. BT-Drucks. 15/38, Seite 20).
Zum anderen liefe die Vorschrift dann weitgehend leer, auch die Anpassung im Gesetzgebungsverfahren (BR-Drucks. 684/1/02 Seite 4) spricht für ein weitergehendes Verständnis (… Dreier /Schulze, UrhG, 3. Aufl. 2008, § 52a Rn. 6).
Die Materialien dürfen nur denjenigen Schülern und Studenten online zugänglich gemacht werden, die der betreffenden Klasse angehören, das betreffende Fach belegen oder die betreffende Veranstaltung besuchen, abzustellen ist auf den der jeweiligen Unterrichtseinheit angehörenden Personenkreis (BT-Drucks. 15/38, Seite 20;… Dreier /Schulze, UrhG, 3. Aufl. 2008, § 52a Rn. 8;… Dustmann in Fromm/Nordemann, UrhG, 10. Aufl. 2008, § 52a Rn. 11; Harder UFITA 2004/III, 643 [646];… Loewenheim in Schricker/Loewenheim, UrhG, 4. Aufl. 2010, § 52a Rn. 10).
Der deutsche Gesetzgeber hat im Rahmen der Umsetzung der Multimediarichtlinie davon Abstand genommen, den Drei-Stufen-Test ausdrücklich und gesondert in das UrhG (hier § 52a UrhG) zu übernehmen, weil die Ausgestaltung der Schrankenregelungen des UrhG inhaltlich bereits den Anforderungen von Art. 5 Abs. 5 der Multimediarichtlinie entspreche (BT-Drucks. 15/38, Seite 15).
Die Gesetzesmaterialien sehen dies ebenfalls entsprechend eingeschränkt (BT-Drucks. 15/837, Seite 34).
Beihilfe durch Verlinkung auf urheberrechtswidrige Kopier-Software (§§ 823 Abs. …
LG Braunschweig, 12.08.2009 - 9 S 417/08
Zeitungsartikel dürfen online archiviert werden
LG Köln, 12.12.2007 - 28 O 612/06
Verletzung des Aufnahme-, Vervielfältigungs- und Verbreitungsrechts durch …
OVG Schleswig-Holstein, 11.08.2011 - 2 LB 2/11
Doppelt-dynamische Verweisung nationalen Gesetzes auf EU-Richtlinie; technische …
OLG München, 03.03.2011 - 34 SchH 9/09
Schlichtungsverfahren im Urheberrecht: Kostenentscheidung im Bestellungsverfahren …
LG Berlin, 06.03.2018 - 16 O 47/18
LG Erfurt, 26.02.2009 - 3 O 1618/08