Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F12-10-2012-8C_269-2012
Timestamp: 2016-10-24 05:18:44
Document Index: 185954913

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 100', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'Art. 86', 'Art. 68', 'Art. 65', 'Art. 66', 'BGE', 'Art. 68']

A.a M.________, geboren 1962, bezog f�r die dauerhaften Restfolgen eines 1993 erlittenen, nach UVG obligatorisch bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Allianz) versicherten Unfalles mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS) seit 1. September 1999 eine Invalidenrente aufgrund einer unfallbedingten Erwerbseinbusse von 8,5 %; zudem richtete ihm die Allianz eine Integrit�tsentsch�digung auf der Basis einer ihm dauerhaft verbleibenden Beeintr�chtigung der gesundheitlichen Unversehrtheit von 15 % aus.
A.b Vom 15. Juli 1998 bis 30. September 2006 war M.________ mit einem Vollzeitpensum als Magaziner/Lagermitarbeiter bei der Firma Q.________ S.A. angestellt und in dieser Eigenschaft bei der AXA Winterthur Versicherungen AG (nachfolgend: AXA oder Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. In Bezug auf die Folgen eines Auffahrunfalles mit HWS-Distorsion vom 24. Juni 2005 anerkannte die AXA ihre Leistungspflicht gem�ss UVG. Nach diesem Unfall war der Versicherte bis zum 24. Juli 2005 zu 100 % und seither zu 50 % arbeitsunf�hig. Am 4. August 2006 meldete er sich wegen anhaltender R�ckenbeschwerden bei der IV-Stelle Luzern zum Leistungsbezug an. Nach einem station�ren Ergonomie-Training in der Rehaklinik X.________ vom 19. Juni bis 28. Juli 2006 zum Zwecke der Steigerung der Arbeitsf�higkeit im Auftrag der AXA, einem mehrt�gigen Aufenthalt in der Beruflichen Abkl�rungsstelle (nachfolgend: BEFAS) und dem erfolglosen Abschluss der Arbeitsvermittlung verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch bei einem Invalidit�tsgrad von 26 % (Verf�gung vom 17. Februar 2009). Letztinstanzlich hob das Bundesgericht diese Verf�gung sowie den diese best�tigenden kantonalen Gerichtsentscheid auf und wies die Sache zur Durchf�hrung einer interdisziplin�ren Abkl�rung an die IV-Stelle zur�ck (Urteil 8C_420/2010 vom 27. Oktober 2010). Letztere veranlasste sodann das Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle (MEDAS) vom 6. Oktober 2011 (nachfolgend: MEDAS-Gutachten). Mit Verf�gung vom 6. April 2010, best�tigt durch Einspracheentscheid vom 11. August 2010, verneinte die AXA den nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang der �ber den 31. Juli 2009 hinaus geklagten Beschwerden mit dem Unfall vom 24. Juni 2005 und schloss den Fall folgenlos ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst M.________ unter Aufhebung des kantonalen Gerichts- und des Einspracheentscheides beantragen, die AXA habe ihm die gesetzlichen Leistungen nach UVG auszurichten, insbesondere habe sie ihm "bis heute weiterhin ein mindestens 50%-UVG-Taggeld auszurichten und die Heilungskosten zu �bernehmen"; eventualiter sei "anstelle des Taggeldes eine Rente von nicht unter 50% und die Integrit�tsentsch�digung festzulegen." Zudem "seien der MEDAS Zusatzfragen zur (Teil-) Unfallkausalit�t zu unterbreiten."
W�hrend die AXA auf Abweisung der Beschwerde schliesst, soweit darauf einzutreten sei, verzichtet das Bundesamt f�r Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung.
Streitig ist, ob die vom Versicherten �ber den 31. Juli 2009 hinaus geklagten Beschwerden weiterhin in einem anspruchsbegr�ndenden, nat�rlich und ad�quat kausalen Zusammenhang mit dem bei der AXA versicherten Unfall vom 24. Juni 2005 stehen.
4.1 Der Versicherte hatte im vorinstanzlichen Verfahren seine Beschwerde gegen den von der AXA verf�gten folgenlosen Fallabschluss bereits bei der zust�ndigen Abteilung des kantonalen Gerichts eingereicht, als dieses im Verfahren betreffend Leistungen der Invalidenversicherung vom bundesgerichtlichen R�ckweisungsurteil 8C_420/2010 vom 27. Oktober 2010 an die IV-Stelle zur interdisziplin�ren Neubegutachtung Kenntnis erhielt. Dennoch stellte die Vorinstanz im hier angefochtenen Entscheid vom 16. Februar 2012 - offenbar in Unkenntnis des zwischenzeitlich erstellten MEDAS-Gutachtens vom 6. Oktober 2011 - gest�tzt auf die bisherige medizinische Aktenlage des Unfallversicherers fest, das Impingement an der linken Schulter und das chronische lumbospondylogene Syndrom rechts seien ebenso wenig wie die �brigen, anhaltend geklagten R�cken- und Schulterbeschwerden nat�rlich unfallkausal. Es verneinte organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen, welche �ber den 31. Juli 2009 hinaus einen Anspruch auf Leistungen nach UVG zu begr�nden verm�chten. Im �brigen st�nden die seither geklagten Beschwerden nach der hier unbestritten anwendbaren sogenannten "Schleudertrauma-Praxis" (BGE 134 V 109) nicht in einem ad�quat kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 24. Juni 2005.
4.2 Demgegen�ber h�lt der Beschwerdef�hrer die im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides vom 11. August 2010 massgebende medizinische Aktenlage (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2 S. 446 mit Hinweisen) f�r ungen�gend, um gest�tzt darauf am folgenlosen Fallabschluss per 31. Juli 2009 festzuhalten. Er stellte deshalb schon im vorinstanzlichen Verfahren den Eventualantrag, es sei ein unabh�ngiges medizinisches Gutachten einzuholen. Vor Bundesgericht ersuchte er darum, es seien der MEDAS Zusatzfragen zur (Teil-)-Unfallkausalit�t zu unterbreiten. Aus dem MEDAS-Gutachten schliesst der Versicherte, dass er zumindest teilurs�chlich als nat�rlich und ad�quat kausale Folge des Unfalles vom 24. Juni 2005 anhaltend zu 50 % arbeitsunf�hig sei. Die MEDAS-Gutachter h�tten zumindest teilweise unfallkausale somatische Befunde erhoben. Diesbez�glich lasse sich die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nicht �ber den Weg der Ad�quanzpr�fung verneinen. Zudem seien das Cervicobrachialsyndrom und das PHS (Periarthropathia humeroscapularis Syndrom) gem�ss MEDAS-Gutachten noch einer weiteren Heilbehandlung zug�nglich. Soweit die ab 1. August 2009 fortgesetzt geklagten Beschwerden organisch nicht objektiv ausgewiesen seien, m�sse deren Unfallad�quanz nach der Schleudertrauma-Praxis bejaht werden.
5.1 Vorweg ist klarzustellen, dass das MEDAS-Gutachten ausschliesslich im Auftrag der IV-Stelle veranlasst wurde und demzufolge s�mtliche im Zusammenhang mit dem von der AXA angestrebten Fallabschluss relevanten unfallversicherungsrechtlichen Fragen betreffend Kausalit�t (insbesondere: richtunggebende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes oder nur vor�bergehende Verschlimmerung mit Erreichen des Status quo sine), Heilbehandlungsabschluss und allf�lligem Anspruch auf Langfristleistungen (Integrit�tsentsch�digung und Invalidenrente nach UVG) nicht Gegenstand der fach�rztlichen Er�rterungen bildeten. Insofern kommt dem MEDAS-Gutachten hinsichtlich des hier strittigen folgenlosen Fallabschlusses eine sehr beschr�nkte Aussagekraft zu.
5.2 Sodann ist festzuhalten, dass der Beschwerdef�hrer laut anamnestischen Angaben in zahlreichen medizinischen Unterlagen wiederholt tatsachenwidrig behauptete, vor dem hier interessierenden, bei der AXA versicherten zweiten Unfall vom 24. Juni 2005 beschwerdefrei gewesen zu sein. Vielmehr stand er seit 15. Juni 2005 wegen chronischer zervikaler Beschwerden beim Chiropraktor Dr. B.________ in chiropraktischer und physiotherapeutischer Behandlung, weshalb ihm dieser Therapeut auch bereits ab 15. Juni 2005 - also schon neun Tage vor der zweiten HWS-Distorsion vom 24. Juni 2004 - Arbeitsunf�higkeit bescheinigte. Vor der Behandlung bei Dr. B.________ liess sich der Versicherte nach Verordnung des Dr. med. G.________ bereits vom 12. Oktober 2004 bis 4. Januar 2005 infolge belastungsabh�ngiger lumbaler Schmerzen und Schulterverspannungen physiotherapeutisch behandeln. Laut Berichten des medizinischen Zentrums Y.________ klagte der Beschwerdef�hrer schon am 3. Oktober 2004 �ber eine belastungsbedingt aufgetretene beidseitige Blockade des Iliosakralgelenks und am 29. Mai 2005 �ber Drehschwindel bei HWS-Syndrom, eine Rotationsblockierung der oberen HWS und einen linksseitigen schmerzhaften Muskelhartspann. Es trifft somit nicht zu, dass der Versicherte - wie er es auch anl�sslich der Untersuchungen im Rahmen der MEDAS-Begutachtung behauptete - beim Unfall vom 24. Juni 2005 "voll arbeitsf�hig und v�llig beschwerdefrei" gewesen war. Jedenfalls vermag er diesbez�glich aus dem im Auftrag der Invalidenversicherung erstellten MEDAS-Gutachten nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Denn entgegen seiner Argumentation vor Bundesgericht vermochten die Gutachter r�ckwirkend den genauen Zeitpunkt des Eintrittes der von ihnen aus Sicht der Invalidenversicherung zu ber�cksichtigenden Arbeitsunf�higkeit zeitlich eben gerade nicht am Unfallereignis vom 24. Juni 2005 anzukn�pfen. Zudem hatten sich die MEDAS-Gutachter bisher auftragsgem�ss nicht zur Unfallkausalit�t der untersuchten Gesundheitsst�rungen zu �ussern.
6.1 Das Bundesgericht hatte die medizinische Aktenlage, welche im Wesentlichen auf der von der AXA nach dem Unfall vom 24. Juni 2005 �bernommenen Heilbehandlung sowie auf Arztberichten zum Vorzustand und dessen Behandlung basierte, bereits im Verfahren betreffend Leistungen der Invalidenversicherung unabh�ngig von der Kausalit�tsfrage hinsichtlich der rechtserheblichen Tatsachenfeststellungen zu w�rdigen und gelangte dabei mit Urteil 8C_420/2010 vom 27. Oktober 2010 E. 4 zur Auffassung, dass der Sachverhalt offensichtlich unrichtig und unvollst�ndig festgestellt sei. Es fehle an einer den praxisgem�ssen Anforderungen (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) gen�genden (insbesondere neurologischen, rheumatologischen und psychiatrischen) Abkl�rung aller geklagter Beschwerden unter Mitber�cksichtigung der vollst�ndigen medizinischen Aktenlage (einschliesslich der Unterlagen zum ersten Unfall vom 5. Juli 1993). Die geforderte umfassende interdisziplin�re Begutachtung habe durch mit diesen Verletzungsarten (HWS-Distorsionen mit zus�tzlichem Einfluss degenerativer Ver�nderungen an der Wirbels�ule) besonders vertraute Spezial�rzte zu erfolgen und den allgemein g�ltigen Anforderungen an beweiskr�ftige medizinische Berichte und Gutachten zu entsprechen (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125 f., 231 f. E. 5.1; Urteil 8C_65/2010 vom 6. September 2010 E. 3.2).
6.2 Entgegen Verwaltung und Vorinstanz fehlt es auch hinsichtlich der unfallversicherungsrechtlich ausschlaggebenden Fragen (vgl. E. 5.1 hievor) nach dem Kausalzusammenhang der anhaltend �ber den folgenlosen Fallabschluss per 31. Juli 2009 hinaus geklagten Beschwerden zum Unfall vom 24. Juni 2005 an den erforderlichen rechtserheblichen Tatsachenfeststellungen. Angesichts der aus fachmedizinischer Sicht umstrittenen Kausalit�tsbeurteilungen, des erheblichen degenerativen Vorzustandes an der Wirbels�ule sowie der bereits vor dem Unfall vom 24. Juni 2005 vorbestehenden Beschwerdesymptomatik mit Arbeitsunf�higkeit gen�gt es nicht (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 i.f. S. 470), auf das versicherungsinterne reine Aktengutachten des Dr. med. H.________ vom 6. Juli 2009 sowie auf eine allgemeine medizinische Erfahrungstatsache zum Regelverlauf des Heilungsprozesses nach HWS-Distorsion bei vorbestehenden degenerativen Erkrankungen der Wirbels�ule zu verweisen (Urteil 8C_476/2011 vom 5. Dezember 2011 E. 7.2.4 mit Hinweisen). Dem kantonalen Gericht ist unter den gegebenen Umst�nden nicht beizupflichten, soweit es mit angefochtenem Entscheid die Auffassung vertrat, mit Blick auf die genannte Erfahrungstatsache seien von weiteren spezialmedizinischen Erhebungen keine entscheidrelevanten neuen Aufschl�sse zu erwarten. Denn in Bezug auf die bei Fallabschluss bekannten und dar�ber hinaus geklagten Beschwerden (vgl. dazu zum Beispiel den Bericht des Spitals Z.________ vom 23. Juni 2009 sowie das MEDAS-Gutachten S. 32 f.) ist weder allein gest�tzt auf das reine Aktengutachten des Dr. med H.________ noch basierend auf der erw�hnten Erfahrungstatsache darauf zu schliessen, dass sich unter den diagnostizierten Gesundheitsst�rungen mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit keine organisch objektiv ausgewiesene Beschwerden finden, welche aufgrund eines zumindest teilweise nat�rlich kausalen Zusammenhangs mit dem Unfall vom 24. Juni 2005 vor�bergehend st�rker symptomatisch oder gar richtunggebend verschlimmert wurden. Diese Fragestellung war bisher im Rahmen der umfassenden interdisziplin�ren Begutachtung nicht Gegenstand der medizinisch fach�rztlichen Untersuchungen. Zudem empfahlen die MEDAS-Gutachter - ohne sich bisher zur Kausalit�t dieses Gesundheitsschadens ge�ussert zu haben - weitergehende Abkl�rungen (in Bezug auf eine allf�llige Indikation zur operativen Sanierung) der Impingementsymptomatik an der linken Schulter, da diese mit dem seit Jahren geklagten Zervikobrachialsyndrom interferiere.
6.3 Die Sache ist deshalb unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides an die Vorinstanz zur�ckzuweisen (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264), damit sie bei der MEDAS unter Bereitstellung der vollst�ndigen Aktenlage zu beiden Unf�llen von 1993 und 2005 die relevanten Fragen (vgl. E. 5.1 hievor) im Zusammenhang mit dem von der Beschwerdegegnerin angestrebten folgenlosen Fallabschluss per 31. Juli 2009 abkl�ren lasse. Sollten aus fach�rztlicher Sicht der MEDAS-Gutachter organisch objektiv ausgewiesene, (zumindest teilweise) nat�rlich kausale Folgen des Unfalles vom 24. Juni 2005 per 31. Juli 2009 nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit auszuschliessen sein, wird die Vorinstanz die Sache zur weiteren Leistungsfestsetzung unter Beachtung von Art. 100 Abs. 3 UVV an die AXA zur�ckweisen.
6.4 Steht aus medizinischer Sicht nach Abschluss der ausstehenden Abkl�rungen mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass der Versicherte ab 31. Juli 2009 nicht mehr an unfallkausalen, organisch objektiv ausgewiesenen Beschwerden litt, bleibt es hinsichtlich der ab 1. August 2009 geklagten Beschwerden organisch nicht objektivierbarer Natur bei der vom kantonale Gericht mit angefochtenem Entscheid zu Recht verneinten Unfallad�quanz dieser Beeintr�chtigungen. Dies aus folgenden Gr�nden:
6.4.1 Mit Verwaltung und Vorinstanz ist der hier zur Diskussion stehende Auffahrunfall vom 24. Juni 2005 mit einer unbestrittenen, durch den Heckanstoss bedingten Geschwindigkeits�nderung (Delta-v) von 10-13 km/h unter den gegebenen Umst�nden als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen zu qualifizieren, so dass praxisgem�ss f�r die Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhangs vier Kriterien erf�llt sein m�ssen, sofern nicht einzelne dieser Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt sind (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100, 8C_897/2009 E. 4.5 mit Hinweisen).
6.4.2 Besonders dramatische Begleitumst�nde oder eine besondere Eindr�cklichkeit des Unfalles sind unbestritten zu verneinen.
6.4.3 Nicht erf�llt ist auch das Kriterium der �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert h�tte. Entgegen dem Versicherten finden sich weder im angef�hrten Verweis auf das MEDAS-Gutachten noch in den �brigen Akten Anhaltspunkte f�r eine solche Fehlbehandlung mit entsprechenden Auswirkungen.
6.4.4 Aus der �rztlichen Behandlung und den erheblichen Beschwerden - welche im Rahmen der spezifischen Ad�quanzkriterien zu ber�cksichtigen sind - darf nicht auf einen schwierigen Heilungsverlauf und/oder erhebliche Komplikationen geschlossen werden; es bedarf hiezu besonderer Gr�nde, welche die Heilung beeintr�chtigt haben (Urteil 8C_57/2008 vom 16. Mai 2008 E. 9.6.1 mit Hinweisen). Solche Gr�nde legt der Beschwerdef�hrer nicht dar. Die von ihm angef�hrten Umst�nde sind vielmehr im Rahmen der spezifischen Ad�quanzkriterien zu pr�fen. Ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sind zu verneinen.
6.4.5 Zwar verweist der Versicherte mit Blick auf das Kriterium der erheblichen Arbeitsunf�higkeit auf die Tatsache, dass er trotz anhaltender Arbeitsunf�higkeit von 50 % zun�chst solange weitergearbeitet habe, bis ihm die angestammte Stelle gek�ndigt worden sei. Dass er dabei in Nachachtung der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht eine �berm�ssige Anstrengung unternommen h�tte, welche ihm nach �rztlicher Einsch�tzung nicht ohnehin zumutbar war (vgl. Urteil 8C_369/2007 vom 6. Mai 2008 E. 4.3.2), wird nicht geltend gemacht. Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunf�higkeit ist nicht erf�llt.
6.4.6 Obwohl der Beschwerdef�hrer schon vor dem Unfall vom 24. Juni 2005 an erheblichen Beschwerden litt und deswegen arbeitsunf�hig war (vgl. E. 5.2 hievor), ist nicht daran zu zweifeln, dass er nach diesem Unfall durch einen starken Schmerzschub von unbekannter Dauer zus�tzlich beeintr�chtigt war. Das Kriterium ist aufgrund der dokumentierten Umst�nde mit dem Versicherten als erf�llt anzunehmen, aber nicht in besonders ausgepr�gter Form, da er abgesehen von wenigen station�ren Rehabilitationsaufenthalten und dem ersten Monat nach dem Unfall zu 50 % arbeitsf�hig blieb sowie kurze Spazierg�nge zu unternehmen und einfache Haushaltsarbeiten zu verrichten vermochte (vgl. Urteil 8C_57/2008 vom 16. Mai 2008 E. 9.4 mit Hinweisen). Ob es sich bei den gesundheitsbedingten Beeintr�chtigungen, wie von der Beschwerdegegnerin moniert, zur Hauptsache um unfallfremde Beschwerden handelt, kann dahingestellt bleiben (vgl. Urteil 8C_31/2008 vom 2. Juli 2008 E. 5.2.1.2).
6.4.7 Gem�ss BGE 134 V 109 gen�gt die Annahme eines HWS-Schleudertraumas f�r sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der daf�r typischen Beschwerden oder besonderer Umst�nde, welche das Beschwerdebild beeinflussen k�nnen (SVR 2007 UV Nr. 26 S. 86, U 339/06, E. 5.3; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04, E. 5.2.3 mit Hinweisen). Eine HWS-Distorsion, welche eine bereits durch einen fr�heren versicherten Unfall erheblich vorgesch�digte HWS betrifft, ist demnach speziell geeignet, die typischen Symptome hervorzurufen, und deshalb als Verletzung besonderer Art zu qualifizieren (SVR 2007 UV Nr. 1 S. 1, U 39/04 E. 3.4.2). Fest steht, dass es beim zweiten Unfall mit HWS-Distorsion zu einer Verst�rkung der Symptomatik kam (vgl. Urteil 8C_266/2008 vom 22. August 2008 E. 4.2.3). Das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung ist mit Verwaltung und Vorinstanz als in einfacher Form erf�llt zu qualifizieren.
6.4.8 F�r das Kriterium der �rztlichen Behandlung entscheidwesentlich ist, ob nach dem Unfall bis zum Fallabschluss eine fortgesetzt spezifische, die versicherte Person belastende Behandlung notwendig war (BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128). Die Behandlung bestand unmittelbar nach der zweiten HWS-Distorsion vom 24. Juni 2005 in erster Linie in ambulanten, physiotherapeutischen und chiropraktischen Massnahmen. Eine Behandlungsbed�rftigkeit (in Form medikament�ser Schmerz- und Physiotherapie) w�hrend zwei bis drei Jahren nach einem HWS-Schleudertrauma respektive �quivalenten Verletzungen mit �hnlichem Beschwerdebild ist durchaus �blich (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.2.4 in fine, U 380/04; Urteil 8C_402/2007 vom 23. April 2008, E. 5.2.3). Auch Begutachtungen, manualtherapeutische und medikament�se Behandlung sowie Verlaufskontrollen verm�gen dieses Kriterium nicht zu erf�llen (Urteile 8C_614/2007 vom 10. Juli 2008 E. 5.2.2 und 8C_500/2007 vom 16. Mai 2008 E. 5.4). Abgesehen vom knapp sechsw�chigen Aufenthalt in der Rehaklinik X.________ ein Jahr nach dem Unfall war der Beschwerdef�hrer zus�tzlich noch zweimal gut eine Woche zur station�ren Rehabilitation hospitalisiert. Infiltrationen erfolgten ambulant.
6.4.9 Auch wenn das zuletzt genannte Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden �rztlichen Behandlung (E. 6.4.8 hievor) unter den gegebenen Umst�nden als drittes Ad�quanzkriterium in allenfalls nicht besonders ausgepr�gter Form als erf�llt anerkannt werden k�nnte, bleibt es dabei, dass Verwaltung und Vorinstanz die Unfallad�quanz der �ber den 31. Juli 2009 hinaus geklagten, organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beeintr�chtigungen praxisgem�ss angesichts von bloss drei erf�llten Kriterien (vgl. E. 6.4.1 i.f.) zu Recht verneint haben.
6.5 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass sich die zus�tzlich erforderlichen Abkl�rungen (vgl. E. 6.3 f.) auf organisch objektiv ausgewiesene Beschwerden beschr�nken.
Die R�ckweisung der Sache an das kantonale Gericht oder an den Versicherungstr�ger zur erneuten Abkl�rung (mit noch offenem Ausgang) gilt praxisgem�ss (BGE 132 V 215 E. 6.1 S. 235 mit Hinweisen) f�r die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientsch�digung grunds�tzlich als volles Obsiegen im Sinne von Art. 86 Abs. 1 sowie Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG, unabh�ngig davon, ob sie �berhaupt beantragt, oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird (Urteil 8C_956/2011 vom 20. Juni 2012 E. 6 mit Hinweisen). Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG) von der AXA als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Dem Beschwerdef�hrer als aufgrund der angeordneten R�ckweisung obsiegenden Partei (BGE 132 V 215 E. 6.2) steht gegen�ber der AXA eine Parteientsch�digung zu (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 16. Februar 2012 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zur�ckgewiesen wird, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber die Beschwerde neu entscheide.