Source: https://www.hartz4hilfthartz4.de/eingliederungsvereinbarung/
Timestamp: 2018-05-22 04:00:41
Document Index: 365483514

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 66', '§ 44', 'Art. 1', '§16', '§ 31']

Eingliederungsvereinbarung | Hartz 4 & ALG 2
Bei der Eingliederungsvereinbarung (EGV) handelt es sich um einen Vertrag zwischen der Agentur für Arbeit und einem Leistungsbe­rechtigten. Daher ist eine Unterschrift grundsätzlich freiwillig. Wird die EGV allerdings per Verwaltungsakt erlassen, so ist diese bindend und bei Missachtung der Pflichten drohen Leistungskürzungen. Ob dadurch das Grundrecht auf Vertragsfreiheit untergraben wird, ist von den Gerichten noch nicht abschließend beurteilt worden.
In der Eingliederungsvereinbarung soll festgehalten werden, welche Leistungen der Hartz-IV-Empfänger zur Eingliederung in die Arbeit erhält, welche Bemühungen er unternimmt und wie diese nachgewiesen werden sollen.
Müssen Sie die Eingliederungsvereinbarung unterschreiben?
Ziel der Eingliederungsvereinbarung vom Arbeitsamt/Jobcenter ist es, Sie auf dem Weg zu einem neuen Arbeitsplatz zu unterstützen. Dafür müssen auch Eigenleistungen erbracht und nachgewiesen werden. Wenn Sie die Eingliederungsvereinbarung unterschreiben, schließen Sie quasi einen Vertrag mit der Behörde. Erfüllen Sie die Ihnen auferlegten Aufgaben nicht, können Hartz-IV-Sanktionen folgen.
Spezifische Artikel zum Thema “Eingliederungsvereinbarung”:
Eingliederungsvereinbarung unterschreiben? Mitteilungs- & Mitwirkungspflicht Was ist ein Verwaltungsakt? Eingliederungsvereinbarung per Verwaltungsakt Widerspruch gegen die EGV
Ob bei einer Eingliederungsvereinbarung das Unterschreiben Pflicht ist und wie eine solche als Muster aussehen kann, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.
1 Wie wird die Eingliederungsvereinbarung erstellt?
1.1 Inhalte der Eingliederungsvereinbarung
1.2 Müssen Sie die Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II sofort unterschreiben?
1.3 Können Hartz-4-Empfänger die Eingliederungsvereinbarung verweigern?
2 Eingliederungsvereinbarung als Muster zur Orientierung
Wie wird die Eingliederungsvereinbarung erstellt?
Die Eingliederungsvereinbarung (EGV) ist ein Vertrag zwischen dem Arbeitslosen und der Arbeitsagentur.
Zuerst muss ein Profil des Erwerbsfähigen erstellt werden. Es wird ermittelt, welche beruflichen Qualifikationen, welche Schwächen, Erfahrungen und Neigungen der Hartz-IV-Hilfebedürfige hat. In diesem Zusammenhang spricht man von einer Potenzialanalyse.
Diese wird zusammen mit Ihrem Sachbearbeiter erstellt. Es empfiehlt sich, dass Sie sich darauf vorbereiten. Machen Sie sich klar, wo Ihre Stärken liegen. Auch mögliche Schwächen sollten selbstreflektierend ermittelt werden. Je genauer Ihre Angaben sind, desto erfolgreicher kann die Potenzialanalyse verlaufen.
Hier sammelt das Jobcenter für die Eingliederungsvereinbarung (auch Wiedereingliederungsvereinbarung genannt) wertvolle Informationen. Dies kann helfen, Ihnen die passenden Jobangebote zu vermitteln. Dazu ist es natürlich wichtig, dass der Sachbearbeiter Sie möglichst gut einschätzt.
Die Potenzialanalyse geht der Erstellung der Eingliederungsvereinbarung für Hartz-4-Empfänger voraus. Je genauer das Profil erstellt wird, desto zielgerichteter kann nach einem passenden Arbeitsplatz für den Arbeitslosen gesucht werden.
Inhalte der Eingliederungsvereinbarung
Die gesetzliche Grundlage zur Eingliederungsvereinbarung ist in § 15 Sozialgesetzbuch II (SGB II) gegeben. In Absatz zwei wird definiert, was diese enthalten soll:
[…] In der Eingliederungsvereinbarung soll bestimmt werden,
Die Eingliederungsvereinbarung wird im SGB II definiert.
Es werden also die Pflichten beider Parteien genau definiert. Für den ALG-II-Beziehenden wird beispielsweise festgelegt, wie viele Bewerbungen dieser pro Monat zu verschicken hat. Ein entsprechender Nachweis der Bemühungen muss erbracht werden.
Auch die Arbeitsagentur soll durch Leistungen bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt helfend zur Seite stehen. Dies können zum Beispiel Fort-, Weiterbildungen oder sogar eine Umschulung sein.
Wichtig: Sie können aktiv an der Gestaltung Ihrer Eingliederungsvereinbarung mitwirken. So stellen Sie sicher, dass die Ihnen auferlegten Pflichten gerecht und erfüllbar sind.
Müssen Sie die Eingliederungsvereinbarung nach § 15 SGB II sofort unterschreiben?
Die Eingliederungsvereinbarung soll in der Regel für sechs Monate geschlossen werden. Sie müssen die Vereinbarung jedoch nicht sofort unterschreiben. Sie haben das Recht sich zwei bis drei Tage Bedenkzeit einzuräumen.
Können Hartz-4-Empfänger die Eingliederungsvereinbarung verweigern?
Die Eingliederungsvereinbarung wird für einen Zeitraum von sechs Monaten getroffen.
Grundsätzlich ist niemand verpflichtet, die Eingliederungs­vereinbarung zu unterschreiben. Tun Sie dies allerdings nicht, können Hartz-IV-Sanktionen folgen.
Eine Eingliederungsvereinbarung kann per Verwaltungsakt erlassen werden. In diesem Fall ist sie bindend für den Arbeitslosengeld-2-Beziehenden. Ein Widerspruch hat wenig Aussicht auf Erfolg, wenn der Vertrag erst einmal unterschrieben wurde.
Verstoßen Sie gegen die im Vertrag festgelegten Eigenbemühungen, können Hartz-IV-Sanktionen im Rahmen von Leistungskürzungen ausgesprochen werden. Bei einer erstmaligen Pflichtverletzung erfolgt eine Kürzung der Leistungen vom Hartz-IV-Regelsatz um 30 Prozent.
Eingliederungsvereinbarung als Muster zur Orientierung
Da jede Eingliederungsvereinbarung individuell erstellt wird, kann diese unterschiedliche Inhalte haben. Eine allgemeingültige Vorlage existiert nicht. Einige Punkte sollten dennoch immer enthalten sein. Vor allem die Rechtsfolgebelehrung ist dabei von großer Wichtigkeit.
Hier finden Sie das Muster einer Eingliederungsvereinbarung zur Veranschaulichung. Dieses können Sie kostenlos herunterladen und verwenden.
Eingliederungsvereinbarung als Muster (.pdf)
41 Gedanken zu „Was ist eine Eingliederungsvereinbarung mit dem Jobcenter?“
Irene G. 11. November 2016 um 20:56
Mich würde interessieren, warum Sie schreiben, dass eine Eingliederungsvereinbarung sanktioniert wird, wenn man diese nicht unterschreibt !
Eingliederungsvereinbarungen werden seit 2011 nicht mehr sanktioniert, da dass so festgelegt wurde.
Des Weiteren kritisiere ich ihre neue aufgebaute Webseite. Die vorhergehende Webseite war vom Aufbau, den Informationen sowie den Videobeiträgen her wesentlich besser und verständlicher für diejenigen, welche sich mit der Harz 4 Problematik nicht zurecht finden !!
Vor allem die Videobeiträge waren sehr aufschluss-und hilfreich.
hartz4hilfthartz4.de 14. November 2016 um 11:26
das Nicht-Unterschreiben der Eingliederungsvereinbarung kann normalerweise nicht sanktioniert werden, das ist korrekt. Wird allerdings ein Verwaltungsakt erlassen, so kann in bestimmten Fällen nach Verweigerung der Unterschrift ohne triftigen Grund die Anordnung von Sanktionen folgen.
Ich 20. November 2016 um 9:20
“Kann !”
Da die EGV allerdings gegen meine Grundrechte verstösst, lege ich ich eine Feststellungsklage und einen Antrag auf einstweiligen Rechtschutz beim Sozialgericht ein.
Somit hat die Klage eine aufschiebende Wirkung (Paragraph 39 SGB II greift dadurch NICHT mehr) und das Gericht entscheidet, ob ich Recht habe.
Gibt es mir kein Recht, klage ich vor einem höherem Gericht. Bis das durch ist, sind auch 6 Monate rum. Und einer Kürzung kann nur innerhalb von 6 Monaten, nach der Feststellung des Regelverstosses, stattfinden.
Arbeitets du für den Staat, oder warum klärst du nicht auf ?
Im Gegenteil ! Du forderst ja quasi zum unterschreiben auf.
Und somit zur Abgabe der eignenen Grundrechte.
Edit: Paragraphen zu meinem Kommentar:
– Vertraglicher Einigungsmangel nach Paragraph 154 BGB findet Anwendung durch Paragraph 61 SGB II
-Aufschiebende Wirkung durch einstweiligen Rechtschutz nach Paragraph 86b, Abs.1, Nr.2 SGG
Sollte eine Sanktion angedroht werden, falls nicht unterschrieben wird, dann:
– Paragraph 240 StGB = Nötigung
Unterschrieben Verträge können angefochten werden, sofern ein Zeuge bei Unterschrift zugegen war:
– Anfechtbarkeit wegen Täuschung oder Drohung = Paragraph 123 BGB
Edit: Feststellungsklage beim Sozialgericht nach Paragraph 55 SGG
hartz4hilfthartz4.de 30. November 2016 um 15:31
Hallo “Ich”,
wir bemühen uns auf unseren Seiten um eine objektive Klärung der wichtigsten Fragen rund um das Arbeitslosengeld 2, da wir der Meinung sind, dass Hartz-4-Empfängern so am besten geholfen werden kann.
Aus diesem Grund erklären wir im obigen Ratgeber, dass in einer Eingliederungsvereinbarung des Jobcenters grundsätzlich auch die Wünsche des Hartz-4-Empfängers berücksichtigt werden können und diese nicht direkt unterschrieben werden muss, sondern es grundsätzlich ein paar Tage Bedenkzeit gibt. Gleichermaßen kann eine Eingliederungsvereinbarung ebenfalls Pflichten des Jobcenters festhalten, die dem Bezugsberechtigten dazu dienen, auf der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle Unterstützung zu erhalten. Wird eine Eingliederungsvereinbarung nicht unterschrieben, erfolgen auch keine Eigenbemühungen, eine neue Arbeitsstelle zu finden und bleiben die regelmäßigen Termine beim Jobcenter aus, so kann dies als Verweigerung der Mitwirkung gesehen werden, die nach § 66 des SGB II mit Leistungskürzungen sanktioniert werden kann.
Stephan 7. Januar 2018 um 1:16
Hallo, Sie schreiben da verwirrendes.
1.) Alg 2 Bezieher sind keine Sozialhilfeempfänger
2.) Man kann sich sehr wohl selbst bemühen ( Eigenbemühungen ), auch wenn man die Eingliederungsvereinbarung nicht unterschrieben hat ! Man kann doch trotzdem z.B. Bewerbungen schreiben.
3.) Was soll das ” ….bleiben die regelmäßigen Termine beim Jobcenter aus, so kann dies als Verweigerung der Mitwirkung gesehen werden…. ” bedeuten ?
Wenn die Termine ausbleiben kann ich diese auch nicht verweigern, eben weil es keine gibt ! Sie meinen wohl, dass man sanktioniert werden kann , wenn man einer Meldeaufforderung nicht nachkommt.
Zu den Anforderungen an eine Eingliederungsvereinbarung ( per Verwaltungsakt ) lesen Sie bitte mal die Entscheidungen des Bundessozialgerichts, B 4 AS 26/13 R, B 14 AS 30/15 R und B 14 AS 42/15 R.
( einfach die Aktenzeichen googeln )
hartz4hilfthartz4.de 8. Januar 2018 um 9:01
den ersten Punkt haben wir korrigiert. Zu 2. das ist richtig, deswegen können Sanktionen drohen, wenn Sie keine Eigenbemühungen aufbringen. Zu 3. kommen Sie einer Aufforderung des Jobcenters nicht nach und nehmen mehrere Termine ohne Grund nicht wahr, drohen ebenfalls Sanktionen.
Jürgen 3. Juni 2017 um 8:58
Ein Verwaltungsakt gibt es nur bei einer Behörde! Jobcenter ist ein unternehmen!
hartz4hilfthartz4.de 6. Juni 2017 um 10:05
laut § 44b Absatz 1 des Zweiten Sozialgesetzbuchs sind Jobcenter als gemeinsame Einrichtungen dazu befugt, Verwaltungsakte zu erlassen.
Marco K. 23. November 2017 um 14:44
Wenn ich eine EGV nicht unterschreibe ist ein Vertrag (Vereinbarung) gar nicht erst zustande gekommen, weil ich für die Abtretung meiner Grundrechte nicht unterschreibe. Bei Vertragsabschluss müssen immer beide Parteien unterschreiben. So kann auch ein Vertragsbruch nicht stattfinden und eine Sanktionierung kann als Betrug strafrechtlich verfolgt werden. Der Betroffene kann sagen, dass die EGV, per Verwaltungs-akt, hinter seinem Rücken erlassen wurde und er nichts davon wusste. Er hat ja nichts unterschrieben. Ein Vertrag den es nicht gibt kann nicht gebrochen werden, wenn nicht beide Parteien unterschrieben haben.
sascha 10. Februar 2018 um 0:45
Da kann man aber Einspruch einlegen?
hartz4hilfthartz4.de 12. Februar 2018 um 9:50
erst gegen den Verwaltungsakt kann Widerspruch eingelegt werden.
Axel 23. November 2016 um 22:26
Fast überall liest man “Behörde”. Irgendwo stand, dass einige Sozialgerichte das Jobcenter zwar als Behörde ansehen oder ähnliches, aber es ist nirgendwo verankert, dass diese eine “Behörde” darstellt.
Zudem werden “die fleißigen Helfer” des Jobcenter als Beamte betitelt, also hätten die ja demzufolge so oder so das Hoheitsrecht, [von der Redaktion editiert] das ist eben die BRiD, BRD, Deutschland…
Ich selber bin schon damals mit der Unterschrift auf die Nase gefallen, zu der Zeit existierten keine Infos dass es nicht Pflicht ist, zu unterschreiben, eine Unterschrift kann einem den “Leistungsbezug” komplett entziehen, da man mit seiner Unterschrift alle Grundrechte (AGB geltend für das “Volk/Personen”, nicht für Politiker und Co.) an einem SGB (AGB für “Hilfebedürftige”) abtritt.
Sanktionen sind Menschenunwürdig…
hartz4hilfthartz4.de 8. Dezember 2016 um 10:45
das Jobcenter stellt laut SGB 2 eine ‘gemeinsame Einrichtung’ und keine Behörde dar, das ist soweit korrekt. Trotzdem wird die EGV zwischen dem arbeitslosen Erwerbsfähigen und der Bundesagentur für Arbeit geschlossen. Diese wiederum stellt eine Behörde dar. Zudem werden in Jobcentern sowohl Beamte/Beamtinnen als auch Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen beschäftigt.
Jürgen 3. Juni 2017 um 9:01
Bundes Agentur für Arbeit, ist ebenfalls keine Behörde sondern ein unternehmen!
hartz4hilfthartz4.de 6. Juni 2017 um 9:57
die Bundesagentur für Arbeit stellt eine Behörde dar, da sie Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnimmt.
Axel 8. Dezember 2016 um 4:31
Wenn zum Beispiel ein WBA gestellt werden musste und eine EGV mit dem JC noch nicht abgeschlossen wurde, kann die Unterschrift erzwungen werden damit das Geld freigegeben wird (Fiktiver Fall: Person des JC verlangete vom “Kunden”, dass dieser die EGV zu unterschreiben hat, würde dieser diese nicht unterschreiben, so erhält dieser keine Leistungen mehr, das hieße, ohne Unterschrift der EGV = kein Geld, keine Miete, keine Krankenversicherung…, der “Kunde” hatte leider keine andere Wahl als die EGV mit Protest zu unterschreiben, obwohl dessen Rechte ignoriert wurden und die Person im JC fast einen Tobsuchtsanfall bekam…).
Könnte gegen die Person des JC’s eine Beschwerde oder gar angezeigt werden?
hartz4hilfthartz4.de 8. Dezember 2016 um 11:31
ob die EGV gegen die Grundrechte verstößt, ist von den hiesigen Gerichten noch nicht eindeutig geklärt worden. Wenn Sie Beschwerde einreichen oder gar eine Anzeige erstatten wollen, sollten Sie sich dazu an einen Anwalt wenden.
Ich2 13. Dezember 2016 um 16:21
Unfassbar ! Seit wann entscheidet ein Gericht darüber, ob man als ” Erwerbsloser ” Grundrechte hat und ob sie gegen das Grundgesetz verstoßen. Das steht doch eindeutig im Grundgesetz (Art. 1-19) beschrieben, dass JEDER Mensch diese Grundrechte besitzt und auch hat. Jeden hat sich daran zu halten, auch die FIRMA Jobcenter.
Eine FIRMA JC hat NULL hoheitsrechtliche Befugnisse irgendetwas einzufordern, noch durchzusetzen und das wissen sie !
Die Hartz lV Kommission hat es eindeutig dargelegt.
Wortwörtliche Aussage: DA WURDE DAS GRUNDGESETZ HER GENOMMEN UND DANN HAT MAN VERSUCHT DIESEN MIST (das SGB ll) ZU LEGALISIEREN !
Diesen Beitrag habe ich mir gesichert, womit man jederzeit argumentieren sollte !!
Gerrlinde 15. Dezember 2016 um 7:59
ich habe eine neue egv bekommen die ist jetzt unbefristet , ist das richtig?
hartz4hilfthartz4.de 15. Dezember 2016 um 8:31
Hallo Gerrlinde,
laut SGB 2 ist eine Eingliederungsvereinbarung alle sechs Monate neu zu verfassen, bzw. zu bearbeiten. Ohne Begründung ist eine darüber hinausgehende Gültigkeit normalerweise nicht vorgesehen. Wenden Sie sich an einen Anwalt, um den Sachverhalt zu klären.
Nicole 2. Februar 2017 um 16:19
ich habe mal eine Frage und zwar mußte ich heute wieder ins Jobcenter um über meine berufliche Perspektive zu reden (meine EGV ist Ende Januar ausgelaufen) und prompt will meine Fallmanager mir wieder eine neue EGV aufbrummen (ich hatte davor schon eine). Ist das so in Ordnung oder kann ich diesmal sagen, dass ich sie nicht unterschreiben will oder muß ich dann mit Kürzungen rechnen?
hartz4hilfthartz4.de 6. Februar 2017 um 13:51
grundsätzlich müssen Sie eine Eingliederungsvereinbarung nicht direkt unterschreiben. Sie haben einige Tage Bedenkzeit. Wird diese allerdings durch einen Verwaltungsakt erlassen, so ist sie auch ohne Unterschrift gültig. Sprechen Sie darüber allerdings noch einmal mit Ihrem Sachbearbeiter oder im Zweifelsfall mit einem Anwalt.
Marco K. 23. November 2017 um 14:50
Gezwungen zu werden etwas zu unterschreiben widerspricht der Willensfreiheit und ich sehe das als Nötigung, Bedrohung und Erpressung.
Gabriele 13. Februar 2017 um 6:59
wollte nur Fragen , ob meine SB mich zwingen kann, eine Eingliederungsvereinbarung zu unterschreiben in welcher ausdrücklich die §16 Abs.1SGBII, also die Kostenübernahme von Bewerbungs und Fahrtkosten zu Bewerbungsgesprächen von Ihr gestrichen wurden und das Jobcenter nur noch beratende Funktion übernimmt.
hartz4hilfthartz4.de 13. Februar 2017 um 11:46
da Sie grundsätzlich mitentscheiden können, was in Ihrer EGV festgelegt wird, ist eine Streichung bestimmter Paragraphen ohne Ihre Zustimmung normalerweise nicht möglich. Wenden Sie sich an einen Anwalt für Sozialrecht, um das Problem zu klären.
PAUL 15. April 2017 um 20:59
SEIT CA 14 MONATEN HATTE ICH KEINE GÜLTIGE EINGLIEDERUNSVEREINBARUNG. … LETZTE WOCHE HABE ICH VON MEINEM SACHBEARBEITER, EINEN VORSCHLAG ZUKÜNFTIGER EGV ERHALTEN.- DIE EGV HABE ICH NICHT UNTERSCHRIEBEN – NACH HAUSE GENOMMEN. … UND GESTERN HAT ER MIR , PER POST GLEICH EINEN (TOTAL-UNINTERESSANTEN) VERMITTLUNGSVORSCHLAG – JOBANGEBOT ZUGESCHICKT.
….. MEINE FRAGE IST, OB ICH VERPFLICHTET BIN AUF DIESEN VERMITTLUNGSVORSCHLAG ZU REAGIEREN ???
… DANKE , GRUSS
hartz4hilfthartz4.de 19. April 2017 um 11:26
auch ohne gültige EGV gelten für Sie die Regeln des SGB 2. Laut § 31 geht man von einer Pflichtverletzung aus, wenn Sie trotz Kenntnis der Rechtsfolgen eine zumutbare Arbeitsgelegenheit durch Ihr Verhalten verhindern. Entsprechend sollten Sie auf den Vermittlungsvorschlag reagieren, um Sanktionen zu vermeiden.
PAUL 19. April 2017 um 16:31
ICH HABE NOCH EINE FRAGE … UND ZWAR GEHT ES UM DEN VERWALTUNGSAKT. … SAGEN SIE MIR BITTE,
… WELCHE VOR UND NACHTEILE HAT Z.B. EIN GUT AUSGEHANDELTER (WIDERSPROCHENER) VERWALTUNGSAKT DER ENTSPRECHENDEN EGV GEGENÜBER ???
… ANGEBLICH IST ES SO : BEKOMMT MAN DEN VERWALTUNGSAKT, … BRAUCHT MAN DIE NEUEN-NÄCHSTEN EGVs NICHT ZU UNTERSCHREIBEN. … UND SGB KENNT KEINE SANKTIONEN BEI NICHTEINHALTUNG EINER EGV, DIE PER VERWALTUNGSAKT ERLASSEN WURDE. … IST DAS WAHR ?
hartz4hilfthartz4.de 24. April 2017 um 9:32
mit einem Verwaltungsakt geht normalerweise bereits die aktuelle EGV einher. Die Sanktionen, die aufgrund einer Pflichtverletzung verhängt werden, gelten in der Regel auch im Hinblick auf diese EGV.
Marco K. 23. November 2017 um 14:53
Fred D. 9. Mai 2017 um 10:21
Hallo Team von H4 hilft,
ich bekam heute eine EGV mit einer Maßnahme von 3 Monaten, nennt sich VIDA 50
und bedeutet 3 Monate bei einem Bildungsträger von 8:30 bis 15 Uhr abzusitzen.
Ich habe die EVG mit dem hinweis : unter Vorbehalt Unterschrieben, ich hoffe das
war richtig, um mir weitere Maßnahmen gegen den JC offen zu halten ! Ich hoffe ihr habt noch einen Tipp
für mich, wie ich diese Maßnahme verhindern kann, da ich mit 55 keine Lust mehr
habe Sinnlose Beschäftigungsmaßnahmen, die nur der Statistik dienen zu machen.
Mfg. Fred Dosch
hartz4hilfthartz4.de 15. Mai 2017 um 11:39
wenn Sie die EGV unterschrieben haben, können Sie auch gezwungen werden, die Maßnahme anzutreten. Im anderen Fall müssen Sie mit Sanktionen in Form einer Kürzung des ALG 2 rechnen. Wenden Sie sich im zweifel an einen Anwalt für Sozialrecht. Dieser kann Ihnen dabei behilflich sein, die Maßnahme eventuell umgehen zu können.
Stefan J. 24. Mai 2017 um 3:19
ich habe nach einer Beratung im Jobcenter blöderweise eine EGV unterschrieben, die eine Weiterbildungsmaßnahme beinhaltet. Im Gespräch war nur von einem Beratungsgespräch über Bewerbungsinfos die Rede. Ich bin 53 Jahre alt, seit 5 Monaten unverschuldet arbeitslos und beziehe Arbeitslosengeld II. Bewerbungen schreibe ich regelmäßig, bisher leider ohne Erfolg. Meine Bewerbungen sind tip-top in Ordnung, meine beruflichen Qualifikationen ebenfalls und ich weiß auch, wie man sich in Bewerbungsgesprächen verhält. Nun will man mir eine Weiterbildungsmaßnahme für ein halbes Jahr, also bis zum 31.12.17 aufdrücken. Die EGV ist allerdings nur befristet bis 05.06. (wohl ein Tippfehler). Ich habe sofort, nachdem ich das “Kleingedruckte” dann daheim las, bei der BfA angerufen und den Fall geschildert. Dort sagte man mir, ich solle mit meinem Betreuer noch mal sprechen, das könne man mit Sicherheit rückgängig machen. Aber wie man weiß: Betreuer haben die Macht. Was kann ich tun, um dieser halbjährigen Maßnahme zu entgehen, wenn sich der Betreuer quer stellt? Ich will weder umschulen noch brauche ich eine Weiterbildung, da ich mich auf dem neuesten Stand meines Berufes befinde. Ich will einfach nur einen neuen Job, den ich mit Sicherheit auch finden werde. Aber die Schulbank drücke ich mit Sicherheit nicht mehr.
hartz4hilfthartz4.de 29. Mai 2017 um 11:28
Sie sollten zunächst tatsächlich versuchen, mit Ihrem Sachbearbeiter zu sprechen und diesem Ihr Anliegen zu erklären. Sollte das nichts bringen, kommt es auf den genauen Wortlaut Ihrer EGV an. Wenn die Weiterbildungsmaßnahme Teil der EGV ist und Sie diese unterschrieben haben, kann es sein, dass Sie an dieser trotzdem teilnehmen müssen.
flip 6. Juni 2017 um 15:51
wenn ich eine EGV unterschrieben habe, in Arbeit gekommen bin, aber nach ca 2 monaten nun schon wieder gekündigt bin, gilt dann die alte EGV weiterhin (noch 2 monate rest auf dem papier) oder wird diese neu besprochen und ausgehandelt?
hartz4hilfthartz4.de 7. Juni 2017 um 9:17
normalerweise läuft eine Eingliederungsvereinbarung aus, wenn Sie in Arbeit vermittelt werden und muss danach neu verhandelt werden, wenn Sie wieder hilfebedürftig sind. Wenden Sie sich diesbezüglich bitte direkt an Ihren Sachbearbeiter.
Tanja W. 26. Juli 2017 um 14:13
ich habe zum ersten mal 2 Vermittlungen erhalten (in 1 Tages Abstand von einander) und beide zurück gesandt mit Ablehnung, da ich krank bin und nach über 7 Wo. immer noch keine Krankenkassen Karte bei Neuanmeldung der gesetzlichen erhalten habe (auch bis dato nicht). Ich habe mich telefonisch 1x per Woche im JC seit Anfang Juni gemeldet und erfragt, wann ich einen positiven Bescheid über den Bedarf erhalte (da ich zu einem Arzt muss) und ohne kann mich keine KK aufnehmen als Mitglied. Mehrfache Arzt Termine mussten abgesagt werden, da ich natürlich Termine vereinbarte (in der Hoffnung das nach mind 1-2 Wochen für die Terminvereinbarung auch ein Bescheid/KK-Karte bis dato for liegt). Meine bereits ausgewählte und beauftragte KK hatte keinen Bescheid vom JC erhalten (laut Aussage vom Arzt am 21 Juli 2017). Ich habe allerdings einen Genehmigung Bescheid vom Bezug über das JC am 17 Juli 2017 per Post dann endlich und auch Rückwirkend zum Juni 2017 erhalten. Morgen habe ich zum ersten mal einen Termin mit meinem Sachbearbeiter beim JC, meine Frage lautet also heute: Können Sanktionen gegen mich nun erlassen werden, da ich mich wegen Krankheit nicht bei den beiden ersten Jobvorschlägen beworben habe und diese “Aus Krankheitsgründen” ablehnte. Des weiteren, handelte es sich um “Assistentin der Assistentin” Jobs und ich habe nicht nur 2 x Staatsexamen, sondern auch ein M.A. von der Universität für meine Berufsbezeichnung (das war ein weiterer Grund warum ich mir die extra Energy und Schmerzen erspart hatte).
hartz4hilfthartz4.de 4. August 2017 um 12:48
grundsätzlich muss ein Job unzumutbar sein, damit Sie diesen ablehnen können. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Sie ein ärztliches Attest aufweisen können. Da dies bei Ihnen nicht der Fall ist, könnte vom Jobcenter eine Sanktion drohen, weil Sie die Vermittlungen nicht angenommen haben. Sie sollten bei der Krankenkasse in jedem Fall Druck machen, damit Sie eine Karte erhalten, um zum Arzt gehen zu können.
Cornelia B. 3. Februar 2018 um 22:07
Seit 6 Jahre bin in Ewerbsminderungs Rente und kriege Aufstockung von Jobcenter.Zusezlich hab ein Minijob ein mal der Woche ,der Minijob ist bei Jobcenter bekant,jetzt noch meine fragen:
In all die Jahre habe nicht gewusst habe Rechte auf Urlaub.Meine Zwilling Schwester lebt über 40 Jahre in Kanada und möchte ich Sie Besuchen.Was muss machen ? Brauche ein Genehmigung von Jobcenter? Mein Schwester zahlt alles für mich,darf ich 2 Monate bei Sie Urlaub machen?
hartz4hilfthartz4.de 12. Februar 2018 um 8:52
eine Ortsabwesenheit muss beim Jobcenter beantragt werden. Unter Angabe besonderer Gründe (Reha, Kur etc.) ist dies für bis zu sechs Wochen im Jahr möglich. Darüberhinaus verfällt der Anspruch auf Hartz 4.
Gabi 6. Februar 2018 um 13:19
auch ich hätte da mal eine Frage. Ich lebe in einer Bedarfsgemeinschaft, verdiene im Monat 800,00 Euro (Teilzeit 5 Tage/Woche) und bekomme aufstockend HartzIV. Mein Sachbearbeiter möchte nun, dass ich monatlich 5 Bewerbungen schreibe und mich um einen Vollzeitjob bemühe. Soweit ok. Außerdem hat er mir einen Job angeboten, bei dem ich sofort auf PROBE anfangen könnte.
Dieses habe ich jedoch abgelehnt, weil es sich nicht um einen Job handelt, den ich haben möchte. Ich bin im Büro tätig und möchte das auch bleiben. Mir wurde ein Job als Kosmetikerin angeboten nur weil ich diesen vor fast 30 Jahren!!!!! einmal erlent habe. Und wer garantiert mir, dass ich nach der PROBE übernommen werde. Mein Sachbearbeiter hat mir wortwörtlich gesagt, dass das mein Pech dann wäre……unfassbar. Dann wäre meine jetzige Stelle flöten und die neue auch…..ich bin fassungslos!! Und das alles nur, damit seine Statistik stimmt……!! Aber gut zu wissen, dass ich eine EGV NICHT unterschreiben muss…..bei der nächsten werde ich dies keinesfalls mehr tun. Dann nehme ich eben Sanktionen hin oder erscheine gar nicht erst zum Termin…..mir auch egal. Ich bin jeden falls nicht deren Lakai….!!! Beste Grüße, Gabi