Source: https://www.flugrechte.eu/6357/flugverschiebung-und-flug%C3%A4nderung-mit-austrian-airlines
Timestamp: 2019-10-16 18:05:17
Document Index: 83987043

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'Art.7', 'EuG', 'Art. 7', 'Art.19', 'Art. 19', 'Art. 5', 'Art. 19', 'Art. 8']

Flugverschiebung und FlugÄnderung mit Austrian Airlines - FLUGGASTRECHTE
ich habe im Oktober 2015 Flüge der bei Austrian gebucht. Geht von Wien zuerst nach N.Y und von dort weiter nach Miami und zurück nach wien. Ursprünglich hatten wir Abflug am 22. Juni 2016 geplant, nun wurde uns im Jannuar Mitgeteilt das der Flug am 22. Juni ersatzlos gestrichen wurde und sie uns auf den 23. Juni umgebucht haben.
Wir haben in Florida eine Rundreise organisiert und mussten nun natürlich Mietauto und Hotels bzw Route wiederum anpassen dadurch entstehen uns zumindest mehrkosten in der Höhe von 300 Euro.
Zwar haben wir uns über den Tag mehr nun schon gefreut allerdings war die mit einem massiven Aufwand verbunden. Welche Rechtliche Möglichkeiten habe ich nun gegenüber der "Austrian". Gutschein, Upgrade Flüge???
Vielen dank schon im Voruas
flugänderun
austrian-airlines-musterbrief
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Gefragt 16, Mär 2016 in Flugzeitenverschiebung von Anonym
Bearbeitet 16, Mär 2016 von admin
Sie haben im Oktober 2015 Flüge bei Austrian gebucht. Geht von Wien zuerst nach N.Y und von dort weiter nach Miami und zurück nach Wien. Ursprünglich hatten Sie den Abflug am 22. Juni 2016 geplant, nun wurde Ihnen im Jannuar mitgeteilt, dass der Flug am 22. Juni ersatzlos gestrichen wurde und Sie nun auf den 23. Juni umgebucht wurden.
Damit handelt es sich in Ihrem Fall um eine Annullierung Ihres ursprünglichen Fluges. Bei einer Annullierung kann dem Fluggast ein Anspruch aus der europäischen Fluggastrechte Verordnung zustehen.
EuGH, Urteil vom 13.10.2011, Az.: C-83/10 (ganz einfach zu finden, wenn Du bei Google eingibst: " EuGH C-83/10 reise-recht-wiki.de“)
Dann stehen dem Fluggast Ausgleichszahlungen zu. Diese bemessen sich wiederrum nach der Entfernung.
Beantwortet 20, Mär 2016 von George (8,030 Punkte)
Ihr Flug mit Austrian von Wien nach Miami über New York City am 22. Juni wurde annuliert, und Sie stattdessen auf einen Flug am 23. Juni umgebucht. Dadurch entstehen Ihnen Mehrkosten in Höhe von etwa 300 Euro. Sie Fragen nun, welche Ansprüche Sie gegenüber der Fluggesellschaft Austrian haben.
Im Falle einer Annullierung können Ihnen Ansprüche auf Ausgleichsleistungen gegenüber Austrian nach der EU-Fluggastrechteverordnung zustehen.
Ihr Flug wurde umgebucht. Es handelt sich demnach bei Ihnen um eine Annulierung des Fluges.
Es könnte Ihnen, ob der Entfernung zwischen Wien und Miami und einer Verschiebung ihres Fluges und somit Ihrer Ankunftszeit am Zielort von mehr als 4 Stunden eine Entschädigungszahlungen von 600 Euro pro Fluggast zustehen.
Von diesem Anspruch auf Ausgleichsleistungen kann sich die Fluggesellschaft allerdings befreien. Und zwar, wenn sich die Fluggesellschaft beispielsweise auf außergewöhnliche Umstände beruft. Ihrer Nachricht ist diesbezüglich aber nichts zu entnehmen.
Um Ihre Frage abschließen zu beantworten: Sie haben die Möglichkeit diesen Anspruch auf Ausgleichszahlungen gegenüber Austrian geltend zu machen, und möglicherweise auch einen Anwalt hinzuzuziehen.
Beantwortet 22, Mär 2016 von KatjaG (11,820 Punkte)
Ihre Flüge (von Wien → New York → Miami → Wien), die Sie im Oktober 2015 bei Austrian Airlines gebucht haben, sollten ursprünglich am 22.06.16 starten. Nun wurden Sie allerdings auf einen Flug am 23.06 umgebucht, da der Flug vom 22.06 gestrichen wurde.
In einem solchen Fall handelt es sich eindeutig um eine Flugannullierung.
Bei einer Flugannullierung haben Sie nun verschiedene Ansprüche.
Zunächst ergeben sich aus Art.7 der Fluggasrechteverordnung einen Anspruch auf Ausgleichszahlungen:
Hier müssen Sie allerdings insbesondere beachten, dass Ihnen solche Zahlungen nicht geleistet werden müssen, wenn Sie die Information über die Annullierung mehr als 2 Wochen im Voraus bekamen. Dies liegt vor allem daran, dass sich auf kürzere oder längerer Sicht Flugdaten immer wieder ändern können, um Terminengpässe zu beseitigen. Dies bedeutet für Sie, dass ein solcher Anspruch leider wegfällt.
Zudem kommt, dass Ihnen eine Ersatzbeförderung angeboten wurde und Sie diese ja (wie ich aus dem Text herauslese) auch wahrnehmen wollen.
Somit haben Sie leider keinerlei Ansprüche.
Beantwortet 24, Mär 2016 von Bugrad (24,500 Punkte)
Sie haben einen Flug bei Austrian Airlines von Wien nach New York und von New York nach Miami gebucht. Der Flug sollte ursprünglich am 22. Juni 2016 stattfinden. Nun wurden Sie jedoch im Januar darüber informiert, dass der Flug ersatzlos gestrichen wurde. Sie wurden dann auf den 23. Juni 2016 umgebucht.
Die Strecke befindet sich außerhalb der EU und Sie haben auch eine Verspätung von über 4 Stunden. Sie könnten also einen Anspruch auf eine Entschädigung in Höhe von 600 EUR pro Fluggast haben.
Gemäß Artikel 5 Absatz 1 c) i) entfällt der Anspruch auf Ausgleichszahlungen jedoch, wenn Sie über die Annullierung mindestens zwei Wochen vor der planmäßigen Abflugzeit unterrichtet werden. In Ihrem Fall wurden Sie bereits im Januar über die Annullierung des Fluges informiert. Die Frist wurde also eingehalten. Sie haben also leider keinen Anspruch auf Ausgleichszahlungen.
sie interessieren sich für mögliche Ansprüche, da ihr Flug vom 22.06.2016 auf den 23.06.2016 verlegt wurde. Es könnte sich hier um eine Flugannullierung handeln. Ist dies der Fall, kommt zunächst eine Ausgleichszahlung aufgrund der Verordnung (EG) Nr. 261/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Februar 2004 in Betracht.
Zunächst müsste die Verlegung des Rückfluges vom 22.Juni 2016 auf den 23. Juni 2016 eine Flugannullierung darstellen. Im Zuge dessen ist zu prüfen, ob eine wesentliche Abweichung vorliegt. Konkretisierend führt der EuGH dazu aus, dass der Luftfahrtunternehmen seine ursprüngliche Flugplanung für die vorgesehene Strecke aufgeben muss.
Es könnte sich daher ein Anspruch auf Ausgleichszahlung gemäß Art. 7 VO ergeben.
 Sie nicht spätestens 14 Tage vor Abflug Bescheid bekommen haben,
 ihnen kein Alternativflug angeboten wurde, der innerhalb der folgenden Annullierungsfristen nur eine geringe Verspätung hat.
Hier wurde sowohl die 14tägige Frist eingehalten, als auch ein Alternativflug angeboten. Es wäre jedoch möglich, dass der Abflug einen Tag später und die daraus folgende spätere Ankunft am Zielflughafen eine erhebliche Verspätung darstellen. Denkenswert wäre ein Anspruch aus Art.19 des Montrealer Übereinkommens.
Art. 19, Verspätungen MÜ
Es verlangt jedoch einer sehr extensiven Auslegung eine Flugverlegung, welche alle Voraussetzungen der Annullierung erfüllt, nun im Lichte einer Verspätung nach dem Montrealer Übereinkommen zu betrachten. Für eine ausführliche rechtliche Betrachtung sollte daher der Rat eines Rechtsanwaltes eingeholt werden.
Beantwortet 25, Mär 2016 von Kaktum (4,860 Punkte)
in einem solchen Fall, in dem die Airline nach Buchung des Fluges die Konditionen noch einmal ändert, kommen vor allem Ansprüche nach der europäischen Fluggastrechte-VO und dem Übereinkommen von Montreal in Betracht.
Nach der europäischen Fluggastrechte-VO besteht grundsätzlich die Möglichkeit gem. Art. 5 und 7 VO von der Airline eine Ausgleichszahlung zu verlangen. Voraussetzung für eine solche Zahlung ist jedoch, dass die Airline den Reisenden weniger als 2 Wochen vor dem geplanten Abflug über die Änderungen informiert hat. Dies scheint bei Ihnen jedoch nicht der Fall zu sein, wenn die Flüge erst für Juni 2016 geplant sind.
Alternativ könnten Sie einen Anspruch gegen die Airline nach dem Übereinkommen von Montreal gem. Art. 19 MÜ haben. Hiernach muss der Luftfrachtführer dem Reisenden nämlich die Schäden ersetzten, die durch eine verspätete Beförderung entstehen. Von einer solchen verspäteten Beförderung könnte man auch in Ihrem Fall ausgehen, da Sie ja nun einen Tag später fliegen sollen und somit auch einen Tag später ankommen. D.h. für ihren Fall Sie könnten gegenüber der Airline die Mehrkosten geltend machen, die Ihnen allein durch die spätere Beförderung entstehen. Diese können sie grundsätzlich in Form einer Schadenersatzzahlung verlangen. Sie müssen daher eventuell angebotene Upgrads oder Gutscheine von der Airline nicht akzeptieren, wenn Sie dies nicht wollen.
ihr Flug wurde um einen Tag verlegt, was einer Annulierung ihres ursprünglichen Fluges entspricht.
Dies ist in ihrem Fall geschehen, daher kommen Ausgleichszahlungen nicht in Betracht. Für Sie könnte jedoch Art. 8 VO (EG) 261/2004 in Frage kommen, da dort ihr Anspruch auf Erstattung oder anderweitige Beförderung enthalten ist.
Binnen sieben Tagen kann Ihnen nun der Flugpreis vollständig erstattet werden. Sie können aber auch darauf bestehen, unter gleichen Bedingungen sowohl zum frühstmöglichen Zeitpunkt oder einem späteren Zeitpunkt eine anderweitige Beförderung zum Zielort zu bekommen.