Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2004/04'5'09.htm
Timestamp: 2018-01-23 19:21:55
Document Index: 4047816

Matched Legal Cases: ['§ 67', '§ 2', '§ 3', '§ 27', '§ 4', '§ 5', '§ 6']

14. Jahrgang, Nr. 5 vom 9. November 2004, S. 32
Aufgrund der §§ 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die folgende Änderung der Studienordnung für den Studiengang Ingenieurwissenschaften / Vertiefung Ingenieur-Informatik am Fachbereich Ingenieurwissenschaften an der Martin-Luther-Universität beschlossen.
Die Studienordnung für den Studiengang Ingenieurwissenschaften / Vertiefung Ingenieur-Informatik am Fachbereich Ingenieurwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 02.05.2000 (ABl. 2001, Nr. 1, S. 32) wird wie folgt geändert:
(1) § 2 Abs. 1 wird ergänzt durch folgenden Satz 3:
„Hinsichtlich des späteren Einsatzgebietes ist wahlweise eine Orientierung auf Bioingenieurwesen oder Chemie- und Umweltingenieurwesen möglich.“
(2) § 3 erhält folgende Fassung:
(1) Voraussetzung ist das Zeugnis der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife oder eine gemäß § 27 HSG LSA anerkannte Hochschulzugangsberechtigung.
(2) Der reguläre Studienbeginn liegt im Wintersemester.“
(3) § 4 erhält folgende Fassung:
(6. - 8. Semester)
· das Grundstudium, das mit der Diplom-Vorprüfung abgeschlossen wird, mit Lehrveranstaltungen über 4 Semester
· das Hauptstudium, das mit der Diplomprüfung abgeschlossen wird, mit Lehrveranstaltungen über 4 Semester sowie einem Semester für die Diplomarbeit
(3) Das Lehrangebot erstreckt sich über acht Semester und umfasst Lehrveranstaltungen im Gesamtumfang von 170 Semesterwochenstunden (SWS). Davon entfallen auf das Grundstudium je nach Wahl der Orientierung auf Bioingenieurwesen oder Chemie- und Umweltingenieurwesen 98 bzw. 99, auf das Hauptstudium entsprechend 71 bzw. 70 Semesterwochenstunden.“
(4) § 5 wird wie folgt geändert:
„(1) Im Modul 1 werden neben natur- und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen bereits fachspezifische Grundlagen vermittelt, im Modul 2 erfolgt eine studiengangsspezifische Vertiefung der Grundlagen. Die Module 3 und 4 vermitteln die für die spätere Berufstätigkeit erforderlichen spezifischen Kenntnisse. Neben der Absolvierung von Pflichtfächern haben die Studierenden die Möglichkeit, Wahlpflichtfächer zu belegen, die ihren spezifischen Interessen und den Erfordernissen einer späteren beruflichen Tätigkeit entsprechen. In diesem Studienabschnitt sollen sich die Studierenden verstärkt auf selbständiges wissenschaftliches Arbeiten konzentrieren. Diesem Anliegen entsprechen insbesondere
· zwei Studienarbeiten mit einem Bearbeitungsumfang von jeweils ca. 300 Stunden und
· die Diplomarbeit mit einer Bearbeitungszeit von 6 Monaten (einschließlich Kolloquium).“
„(3) Lehrfächer und Stundenaufteilung:
20 bzw. 21
Fachspezifische Wahlpflichtfächer der übrigen Ingenieurstudiengänge des Fachbereiches
Studiengangsspezifische Vertiefung (wahlweise):
Orientierung Bioingenieurwesen
Orientierung Chemie- und Umweltingenieurwesen
Grundlagen des Bioingenieurwesens (bei Orientierung auf Bioingenieurwesen)
· Grundlagen der Stoff- und Wärmeübertragung
· Grundlagen der Mechanischen Verfahrenstechnik
· Grundlagen der Reaktionstechnik
Grundlagen des Chemieingenieurwesens (bei Orientierung auf Chemie- und Umweltingenieurwesen)
Einsatzgebietvertiefung (wahlobligatorisch)
Methoden der Ingenieur-Informatik
· wahlobligatorische Anwendung
· Oberseminar „Informationsorientierte Systemtechnik“
72 bzw.71
Einsatzgebietvertiefung (es sind 8 SWS zu wählen)
· Einsatzgebiet Bioingenieurwesen (wahlweise)
· 8 SWS Bioverfahrenstechnik (einschließlich Praktikum und Seminar)
· 4 SWS Bioverfahrenstechnik + 4 SWS Downstream Processing
· Einsatzgebiet Chemie- und Umweltingenieurwesen (wahlweise)
· 8 SWS Chemieingenieurwesen
(zwei Gebiete aus: Mechanische VT II, Thermische VT I, Reale Reaktoren oder
Anlagentechnik)
· 8 SWS Umwelttechnik
(2 SWS Umweltrecht + 2 SWS Recycling + 4 SWS Luftreinhaltung)
· 8 SWS Energietechnik
(4 SWS Grundlagen der Energietechnik + 4 SWS Spezielle Gebiete der
Energietechnik)
· 8 SWS Sicherheitstechnik
(2 SWS Grundlagen der Sicherheitstechnik + 4 SWS Anlagensicherheit +
2 SWS Praktikum)
Wahlpflichtfächer (es sind 6 SWS zu wählen)
· Messtechnik (falls noch nicht belegt)
· noch nicht belegte Lehrveranstaltungen der Vertiefung Ingenieur-Informatik
· Lehrangebote anderer Ingenieurstudiengänge des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften
Semesterwochenstunden (Verteilungsplan der SWS in der Anlage 1)
Leistungsnachweis (erfolgreiche Teilnahme)“
cc) Abs. 4 wird gestrichen. Die Ziffernfolge wird entsprechend angepasst.
(5) § 6 erhält folgende Fassung:
„(1) Für das Studium im Studiengang Ingenieurwissenschaften, Vertiefung Ingenieur-Informatik, sind insgesamt 20 Wochen berufspraktischer Tätigkeit erforderlich, die studienbegleitend in Form eines Industrie- bzw. Betriebspraktikums als Grund- und Fachpraktikum zu absolvieren sind. Die Praktikantin bzw. der Praktikant führt eigenverantwortlich mit der sie bzw. ihn beschäftigenden Einrichtung Absprachen zur Durchführung des Praktikums.
(6) Die Anerkennung abgeleisteter Industriepraktika erfolgt durch das Praktikantenamt des
Fachbereiches Ingenieurwissenschaften.
Weitere Informationen zu Inhalt und Organisation des Industriepraktikums sind der Praktikumsordnung in Anlage 2 zu entnehmen.
(7) Wird das Fachpraktikum bzw. Teile davon mit einer Studienarbeit gekoppelt, ersetzt die von der Betreuerin bzw. dem Betreuer anerkannte Studienarbeit den Praktikumsbericht. Die Zeiten für die beiden Tätigkeiten müssen jedoch eindeutig getrennt ausgewiesen werden. Das Prüfungs- und Praktikantenamt des Fachbereiches erhält darüber von der Betreuerin bzw. von dem Betreuer einen schriftlichen Bescheid.“
(6) Anlage 1 „Modularer Aufbau des Studienganges Ingenieurwissenschaften, Vertiefung Ingenieurinformatik“ entfällt.
(7) Anlage 2 wird „Anlage 1“ und erhält folgende Fassung:
Modellstudienplan für den Studiengang Ingenieurwissenschaften
- Vertiefung Ingenieur-Informatik -
a) Orientierung Bioingenieurwesen
b) Orientierung Chemie- und Umweltingenieurwesen
wahlobligatorische LV zu LG 3-5
· Vorlesungsangebote des Fachbereiches Mathematik / Informatik
1. Zwei Studienarbeiten im Hauptstudium;
2. Diplomarbeit im 9. Semester;
3. In Lehrgebieten, die Praktika beinhalten, ist die erfolgreiche Teilnahme an diesen Praktika Zulassungsvoraussetzung zur Prüfung in dem entsprechenden Lehrgebiet;
4. Berufspraktische Ausbildung (Industrie- bzw. Betriebspraktikum) mit insgesamt 20 Wochen Dauer (wovon das Grundpraktikum von mindestens 8, maximal 12 Wochen Dauer bereits vor Studienbeginn abgeleistet werden kann)“.
(8) Anlage 3 „Vertiefungs- und Wahlpflichtfächer“ entfällt.
(9) Anlage 4 wird „Anlage 2“ und wird wie folgt geändert:
aa) In Punkt 1 wird der Abs. 1 gestrichen. Die Ziffernfolge wird entsprechend angepasst.
bb) Punkt 2 erhält folgende Fassung:
„2. Dauer und Inhalte der berufspraktischen Ausbildung
Die berufspraktische Ausbildung beträgt insgesamt 20 Wochen, ist in Form eines Industrie- bzw. Betriebspraktikums zu absolvieren und gliedert sich in das Grundpraktikum und das Fachpraktikum.“
cc) Punkt 2.1. wird wie folgt geändert:
aaa) Abs. 1 erhält folgende Fassung:
„(1) Das Grundpraktikum beträgt mindestens 8, maximal 12 Wochen und ist spätestens bis zur Diplom-Vorprüfung nachzuweisen. Es wird empfohlen, das Grundpraktikum möglichst vor Studienbeginn abzuleisten. Die ununterbrochene Tätigkeitsdauer in einem Unternehmen sollte mindestens 3 Wochen betragen.“
bbb) Abs. 2 erhält folgende Fassung:
„(2) Die Studienbewerberinnen und Studienbewerber bzw. die Studierenden niederer Semester erhalten durch die Tätigkeit in der industriellen Praxis einen Einblick in wichtige Gebiete der späteren Berufswelt.“
ccc) In Abs. 3 erhält Abs. Buchstabe „e“ folgende Bezeichnung:
„e) Tätigkeit im chemischen/biochemischen, mikrobiologischen oder physikalischen Labor“
dd) Punkt 2.2. wird wie folgt geändert:
„(1) Das Fachpraktikum beträgt mindestens 8, maximal 12 Wochen. Es kann in Blöcken von 4 - 6 Wochen in der vorlesungsfreien Zeit zwischen den Semestern in der Regel nach bestandener Diplom-Vorprüfung absolviert werden und ist bis zum Beginn der Diplomarbeit nachzuweisen.“
bbb) In Abs. 3 wird das Wort „Industriepraktikum“ ersetzt durch das Wort „Fachpraktikum“.
ccc) In Abs. 4 erhält der Buchstabe „a)“ folgende Fassung:
„a) Anwendung von Methoden der Automatisierungstechnik, Kommunikationstechnik und Informatik in Technologien der stoffwandelnden Industrie,“
ddd) In Abs. 4 wird Buchstabe „f)“ gestrichen.
Die Buchstabenfolge wird entsprechend angepasst.
eee) Abs. 6 wird gestrichen.
(10) In Punkt 6 Abs. 2 wird der Satz 3 Unterpunkt 3 gestrichen.
(11) In Punkt 13 Abs. 8 erhält folgende Fassung:
„(8) Eine Unfallversicherung während des Praktikums besteht für eingeschriebene Studierende der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bei der zuständigen Berufsgenossenschaft für das Unternehmen.“
(1) Diese Satzung gilt für alle Studierenden, die ab Wintersemester 2004/2005 im Studiengang Ingenieurwissenschaften, Vertiefung Ingenieur-Informatik, an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingeschrieben worden sind.
(2) Für Studierende, die zum Wintersemester 2004/2005 das mindestens dritte Fachsemester beginnen, gilt die Studienordnung für den Studiengang Ingenieurwissenschaften, Vertiefung Ingenieur-Informatik, vom 02.05.2000.
Diese Ordnung wurde beschlossen vom Fachbereichsrat des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften am 19.04.2004 ; der Akademische Senat hat hierzu Stellung genommen am 14.07.2004; der Rektor hat die Ordnung genehmigt am 07.09.2004.