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Timestamp: 2016-10-27 01:15:30
Document Index: 85449058

Matched Legal Cases: ['Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 24', 'Art. 24', 'in fine', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'e contrario', 'Art. 24', 'Art. 66']

1C_107/2010 (17.06.2010)
1C_107/2010
Interessengemeinschaft Segelflugschlepp
Limberg, bestehend aus:
1.1. X.________,
1.2. Y.________,
1.3. Z.________,
2. Modellfluggruppe Erlenbach,
c/o W.________,
Beschwerdef�hrer, alle vertreten durch Rechtsanw�lte Dr. Ulrich Kohli und Xavier Dobler,
Beschwerdegegner, alle vertreten durch
Christoph Fritzsche, Baurechtsberatung,
Gemeinde K�snacht ZH, Abteilung Hochbau,
Baudirektion des Kantons Z�rich, Generalsekretariat.
Beschwerde gegen den Entscheid vom 17. Dezember 2009 des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich,
Die Interessengemeinschaft Segelflugschlepp Limberg (IGS), bestehend aus X.________, Y.________ und Z.________, sowie die Modellfluggruppe Erlenbach (im Folgenden: die Gesuchsteller bzw. die Beschwerdef�hrer) ersuchten den Gemeinderat K�snacht am 24. M�rz 2006 um die Bewilligung eines Modellflugplatzes auf dem s�dwestlich des Weilers Limberg gelegenen Wiesengrundst�ck Kat.-Nr. 6789 (sog. Leuenwis), und zwar einstweilen f�r drei Jahre ab Erteilung der Bewilligung.
Die Gesuchsteller nutzen dieses Gel�nde seit Jahren als Start- und Landeplatz f�r den ferngesteuerten Segelflug mit Grossmodellen (Spannweiten ab 4.5 m). Die Graspiste ist 100 m lang und 15 m breit. Im �brigen verf�gen die Gesuchsteller �ber 15 Parkpl�tze und eine sanit�re Anlage beim Grundeigent�mer im rund 400 m entfernten Limberg.
F�r den Flugbetrieb schleppt ein ferngesteuertes (Modell-)Motorflugzeug die Modellsegler auf eine H�he von rund 300 m �ber Boden, wo das Gespann, wenig mehr als eine Minute nach dem Start, entkoppelt wird. W�hrend die Zugmaschine mit Leergas zur Graspiste zur�ckkehrt, bem�hen sich die Piloten, die Segelflugzeuge m�glichst lange in der Luft zu halten. Laut dem "Reglement Modellsegelflugzeugschlepp Limberg K�snacht" vom 16. M�rz 2006, das dem Bewilligungsgesuch beilag, findet der Flugbetrieb an Samstagen von 9 bis 19 Uhr statt, ausnahmsweise (zu den selben Zeiten) auch unter der Woche an Arbeitstagen.
Am 25. September 2007 lehnte die Baudirektion des Kantons Z�rich die Erteilung einer ordentlichen Bewilligung wie auch einer Ausnahmebewilligung f�r das Vorhaben ab. Diese Verf�gung wurde den Gesuchstellern zusammen mit dem Verweigerungsbeschluss des Gemeinderats K�snacht vom 9. Oktober 2007 er�ffnet, worin dieser zudem anordnete, dass der Modellflugbetrieb bis zum 31. Oktober 2007 einzustellen sei.
Am 14. November 2007 �nderte die IGS ihr Reglement. Danach ist der Flugbetrieb mit Verbrennungsmotoren an h�chstens 15 Samstagen pro Jahr von 10-12 Uhr sowie von 13-18 Uhr erlaubt. Modelle mit leisen Elektroantrieben d�rfen zu den gleichen Zeiten auch an anderen Tagen geflogen werden.
Am 16. November 2007 erhoben die Gesuchsteller bei der Baurekurskommission II des Kantons Z�rich Rekurs gegen beide baurechtliche Entscheide. Sie beantragten, es sei festzustellen, dass der Flugbetrieb keiner baurechtlichen Bewilligung bed�rfe; eventuell sei hierf�r eine Ausnahmebewilligung zu erteilen.
Die Baurekurskommission lud verschiedene Personen bei und f�hrte am 28. November 2008 einen Augenschein durch. Am 21. April 2009 hiess sie die Rekurse gut und wies die Baudirektion Z�rich und die Baukommission K�snacht an, f�r die Modellsegelflugnutzung auf der Leuenwis bei Limberg eine auf drei Jahre befristete Ausnahmebewilligung gem�ss Art. 24 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 �ber die Raumplanung (RPG; SR 700) zu erteilen.
Dagegen erhoben A.________ und weitere Beigeladene Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich. Am 17. Dezember 2009 hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde gut und hob den Rekursentscheid auf. Die Verf�gungen der Baudirektion vom 25. September 2007 und der Beschluss der Baukommission K�snacht vom 9. Oktober 2007 wurden wiederhergestellt.
Gegen den verwaltungsgerichtlichen Entscheid haben die Mitglieder der IGS und die Modellfluggruppe Erlenbach am 17. Februar 2010 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht erhoben. Sie beantragen, der Entscheid des Verwaltungsgerichts, die Verf�gung der Baudirektion des Kantons Z�rich vom 25. September 2007 und der Beschluss der Baukommission der Gemeinde K�snacht vom 9. Oktober 2007 seien aufzuheben; die Baudirektion und die Baukommission K�snacht seien anzuweisen, den Beschwerdef�hrern f�r die Modellsegelflugzeugnutzung mit Modellschleppflugzeugen auf dem Grundst�ck Kat.-Nr. 6789 eine Ausnahmebewilligung gem�ss Art. 24 RPG zu erteilen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Verwaltungsgericht und die privaten Beschwerdegegner beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Baukommission K�snacht hat auf einen Antrag in der Sache verzichtet. Die Baudirektion des Kantons Z�rich schliesst auf Abweisung der Beschwerde.
Das Bundesamt f�r Raumentwicklung (ARE) hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Mit Verf�gung vom 29. M�rz 2010 wurde das Gesuch der Beschwerdef�hrer um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen.
Gem�ss Art. 105 Abs. 1 BGG legt das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat. Deren Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
Das Verwaltungsgericht bejahte die negative Standortgebundenheit der Modellsegelflugpiste i.S.v. Art. 24 lit. a RPG: Einerseits sei der Betrieb f�r die Anrainer mit einer erheblichen L�rmbelastung verbunden, auch wenn sich der Einsatz von Motoren auf die Schleppphase beschr�nke; andererseits sei der Modellflug mit Gefahren verbunden, wenn Flugzeuge ausser Kontrolle gerieten und abst�rzten. Es nahm jedoch an, dass dem Vorhaben �berwiegende Interessen i.S.v. Art. 24 lit. b RPG entgegenstehen: Mit den Baubeh�rden sei davon auszugehen, dass dem Interesse der rund 40, aus einem relativ breiten Einzugsgebiet stammenden, Modellflieger an der Aus�bung ihres Hobbys am umstrittenen Standort �berwiegende �ffentliche Interessen an der Erhaltung eines Erholungsraums entgegenstehen, zumal keine gen�genden Abkl�rungen in Bezug auf einen Alternativstandort vorgenommen worden seien. Die Tatsache, dass lediglich eine auf drei Jahre befristete Bewilligung beantragt worden sei, k�nne nicht zugunsten der Gesuchsteller ber�cksichtigt werden, weil kein sachlicher Grund f�r eine Befristung bestehe.
Die Beschwerdef�hrer beanstanden zun�chst die Erw�gungen des Verwaltungsgerichts zu Befristung. Die Baurekurskommission habe den Umstand, dass lediglich um eine befristete Bewilligung nachgesucht wurde, nicht zu Gunsten der Gesuchsteller ber�cksichtigt. Die Beschwerdef�hrer machen geltend, die Befristung auf Anraten der kommunalen Beh�rden beantragt zu haben, weil nach Ablauf der befristeten Bewilligung die Auswirkungen auf Grund der gewonnenen Erkenntnisse erneut beurteilt werden k�nnten. Im �brigen k�nne es nur auf den Antrag (Befristung auf 3 Jahre) und nicht auf die inneren Beweggr�nde der Gesuchsteller ankommen. Es verstosse auch gegen das Gebot der Rechtsgleichheit, ein befristetes Gesuch gleich zu behandeln wie ein unbefristetes.
3.1 Mit der R�ge der Verletzung des Rechtsgleichheitsgebotes unterstellen die Beschwerdef�hrer selbst, dass befristete und unbefristete Gesuche unterschiedlich zu beurteilen sind, was im Kontext nicht anders verstanden werden kann, als dass an befristete Gesuche geringere Anforderungen zu stellen sind als an unbefristete. In den Erw�gungen der Baurekurskommission (E. 8.2 in fine) wird denn auch die Befristung des Bewilligungsgesuchs auf drei Jahre als eines (von mehreren) Argumenten zu Gunsten der Bewilligungserteilung ber�cksichtigt.
3.2 Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid (E. 8.2) dargelegt und dokumentiert, dass die Befristung von Bewilligungen nicht der Regelfall, sondern begr�ndungsbed�rftig ist. Mit diesen Ausf�hrungen setzen sich die Beschwerdef�hrer nicht auseinander. Eine Befristung erfolgt praxisgem�ss vor allem bei provisorischen Bauten sowie in dringlichen F�llen, in denen die Realisierung eines gesetzeskonformen Projekts unm�glich oder f�r den Bauherrn unzumutbar ist. Dabei kommt es in der Tat nicht auf die inneren Beweggr�nde der Gesuchsteller an, wohl aber darauf, ob sachliche Gr�nde bestehen, die eine befristete Bewilligung rechtfertigen.
3.3 Weder im Baubewilligungs- noch im Rekursverfahren haben die Beschwerdef�hrer begr�ndet, weshalb die Bewilligung nur auf drei Jahre befristet zu erteilen sei. Es ist auch nicht zu sehen, inwiefern eine "Testphase" von drei Jahren f�r die Beurteilung erforderlich ist und Erkenntnisse hervorbringen k�nnte, �ber die man nicht schon heute verf�gt. Unter diesen Umst�nden w�rde eine - wenn auch nur befristet erteilte - Bewilligung bei den Adressaten die Erwartung wecken, dass diese - jedenfalls bei unver�nderter Faktenlage - nach Ablauf der Frist verl�ngert w�rde. Dies rechtfertigt es, an die Erteilung der befristet beantragten Bewilligung die selben Anforderungen zu stellen wie an eine unbefristete Bewilligung.
3.4 Die Annahme der Vorinstanz, die Baurekurskommission habe das Element der Befristung zu Unrecht zu Gunsten der Gesuchsteller ber�cksichtigt, ist daher nicht zu beanstanden.
Die Vorinstanz stufte die Suche nach Alternativstandorten als ungen�gend ein. Im Einzelnen beanstandete sie, dass sich die Gesuchsteller darauf beschr�nkt h�tten, f�nf lokal benachbarte Modellfluggruppen zu kontaktieren (darunter auch die Modellfluggruppe Erlenbach, die selbst Gesuchstellerin sei), obwohl allein zur Region Nordostschweiz 40 Modellfluggruppen geh�rten. Es sei auch nicht abgekl�rt worden, ob sich andere geeignete Standorte in der Landwirtschaftszone finden lassen, die in geringerem Mass der Erholung dienen.
Die Beschwerdef�hrer werfen der Vorinstanz diesbez�glich vor, ihre auf Rechtskontrolle beschr�nkte Kognition �berschritten und willk�rlich in den Ermessensentscheid der Baurekurskommission eingegriffen zu haben. Auch in der Sache selbst habe das Verwaltungsgericht willk�rlich geurteilt.
4.1 Nach st�ndiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist f�r die Erteilung einer Ausnahmebewilligung gem�ss Art. 24 RPG die Abkl�rung von Alternativstandorten geboten, wobei offen bleiben kann, ob dies Teil der umfassenden Interessenabw�gung nach lit. b ist (so BGE 118 Ib 17 E. 3 S. 23 mit Hinweisen) oder bereits zur Pr�fung der Standortgebundenheit geh�rt (so BGE 129 II 63 E. 3.2 S. 68 f.; vgl. auch Urteil 1A.186/2002 vom 23. Mai 2003, E. 3.3-3.7, in: ZBl 105/2004 S. 103, RDAF 2005 I S. 591). Ob die Gesuchsteller bzw. die Vorinstanzen eine taugliche Evaluation von Alternativstandorten vorgenommen haben, ist eine Rechtsfrage, die vom Verwaltungsgericht frei gepr�ft werden konnte.
4.2 Die Beschwerdef�hrer geben zu, keine umfangreiche Dokumentation beigebracht zu haben. Allein mit der Behauptung, dass wichtige Kriterien f�r den Standort Limberg sprechen w�rden, so namentlich auch die M�glichkeit, auf privatem Grund Fahrzeuge zu parkieren, aber auch mit den Hinweisen auf gute Erreichbarkeit f�r den Grossteil der Mitglieder und die Kapazit�tsgrenzen der angeschriebenen Gruppen, ist der Vorwurf der nicht sachgerechten Evaluation von vornherein nicht zu widerlegen.
Es ist auch nicht ersichtlich, dass das Verwaltungsgericht die Anforderungen an die Suche von Alternativstandorten �berspannt h�tte. Entgegen dem Minderheitsantrag des Verwaltungsgerichts ist der Segelflugschleppbetrieb nicht vergleichbar mit Veranstaltungen, die nur an wenigen Tagen im Jahr stattfinden (z.B. Fussball-Gr�mpelturnieren, Radquer-Rennen, Schwingfesten, Open-Air-Kinos usw.), und bei denen deshalb geringere Anforderungen an die Standortevaluation gestellt werden.
Entscheidend f�r die Versagung der Bewilligung durch das Verwaltungsgericht war jedoch nicht die ungen�gende Abkl�rung von Alternativstandorten, sondern die Beeintr�chtigung eines wichtigen Naherholungsgebiets durch den L�rm des Segelschleppbetriebs: Die Graspiste befinde sich in einer Entfernung von 500-1100 m von einem Landschaftsobjekt von kantonaler Bedeutung und einem Landschaftsgebiet von regionaler Bedeutung. Zusammen mit den vorhandenen weitfl�chigen W�ldern bildeten diese ein wichtiges Naherholungsgebiet zwischen Z�richsee und Forch und w�rden von einer Vielzahl Erholungssuchender aufgesucht. Die Schleppfl�ge beschallten unweigerlich grosse Teile des Erholungsgebiets und seien dem Ruhebed�rfnis der Besucher und Nutzer abtr�glich. Der L�rm mindere das Erholungsgebiet herab, f�hre zu Nutzungskonflikten mit anderen Erholungssuchenden und widerspreche der anzustrebenden Schonung naturnaher Landschaften. Das Verwaltungsgericht warf der Baurekurskommission vor, diese Gesichtspunkte �berhaupt nicht ber�cksichtigt zu haben, und mass ihnen - im Rahmen seines reformatorischen Entscheides - bei der Interessenabw�gung massgebendes Gewicht zu.
5.1 Die Beschwerdef�hrer machen zun�chst geltend, die Baurekurskommission habe eine umfassende und vollst�ndige Interessenabw�gung vorgenommen, und habe insbesondere auch die Auswirkungen des Flugbetriebs auf den Erholungsraum ber�cksichtigt. Aus den von den Beschwerdef�hrern zitierten Erw�gungen der Baurekurskommission ergibt sich aber nicht, dass diese die spezifischen Vorz�ge der in Frage stehenden Landschaft und deren Charakter als Naherholungsgebiet in ihre Interessenabw�gung einbezogen h�tte. Insofern kann dem Verwaltungsgericht keine offensichtlich falsche Sachverhaltsfeststellung vorgeworfen werden.
5.2 Die Beschwerdef�hrer r�gen weiter, die Beurteilung des Verwaltungsgerichts beruhe in stossender Weise auf reinen Vermutungen, die mit einer sorgf�ltigen und sachgerechten Sachverhaltsfeststellung nichts gemein h�tten. Dagegen habe die Baurekurskommission einen Augenschein vorgenommen und sei zu einem diametral entgegengesetzten Ergebnis gelangt.
Das Verwaltungsgericht hat im Zusammenhang mit der Frage der Standortgebundenheit Feststellungen zur Intensit�t der Immissionen gemacht (E. 5.2 des angefochtenen Entscheids), aber auch die Feststellungen der Baurekurskommission ausf�hrlich wiedergegeben (E. 6.3). In den Baugesuchsakten befindet sich ein Schallpegelkataster. �berdies konnte sich das Verwaltungsgericht auf die protokollierten und fotografierten Erhebungen der Baurekurskommission am Augenschein st�tzen. Vor Verwaltungsgericht hatten die Beschwerdef�hrer keinen Augenschein beantragt. Bei dieser Sachlage ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Beurteilung der Vorinstanz auf blossen Vermutungen beruhen soll. Diese R�ge ist unbegr�ndet.
5.3 Die Beschwerdef�hrer werfen dem Verwaltungsgericht weiter vor, nicht ber�cksichtigt zu haben, dass an einem Flugtag in der Regel nicht mehr als 15 bis 18 Schleppfl�ge absolviert werden. Der L�rm verursachende Schleppvorgang dauere wenig mehr als eine Minute und erfolge nur sporadisch. �berdies k�nnten die Immissionen durch entsprechende betriebliche oder technische Auflagen beschr�nkt werden. Die Beschwerdef�hrer weisen darauf hin, dass sie sich mit einem sehr restriktiven Reglement bereits selbst erheblichen Einschr�nkungen unterworfen h�tten.
Das Verwaltungsgericht hat die Angaben der Modellflieger zu Dauer und H�ufigkeit der Schleppfl�ge im Sachverhalt seines Entscheids festgehalten und zitierte auch die Reglemente der IGS mit den darin enthaltenen Einschr�nkungen des Flugbetriebs. Es beanstandete auch die Schlussfolgerung der Baurekurskommission nicht, wonach die Schleppfl�ge nur geringf�gige, f�r die betroffene Bev�lkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich st�rende L�rmimmissionen verursachen, und das Vorhaben verschiedensten Emissionsbegrenzungen zug�nglich sei.
Es ging dennoch - mit der Baudirektion - davon aus, dass die Immissionen, die beim Start der Schleppflieger 86 Dezibel betragen und (auf einer Flugh�he von 300 m �ber Boden) ein relativ grossfl�chiges Gebiet beschallen, den Erholungswert der Landschaft schm�lern. Zudem f�nden die Fl�ge regelm�ssig an Samstagen im Sommer statt, wenn sich erfahrungsgem�ss am meisten Ruhesuchende im Erholungsgebiet aufhalten.
Diese Beurteilung ist nicht zu beanstanden. Es ist eine Erfahrungstatsache, dass auch nur sporadisch, aber unvermittelt auftretende L�rmimmissionen die Ruhebed�rftigkeit Erholungssuchender empfindlich beeintr�chtigen k�nnen.
Es liegt auch kein Widerspruch vor zwischen der Feststellung, wonach die Schleppfl�ge nur geringf�gige, die betroffene Bev�lkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich st�rende L�rmst�rungen verursachen, diese aber geeignet seien, das Ruhebed�rfnis einer Vielzahl Erholungssuchender zu beeintr�chtigen. In der Tat d�rfte die ortsans�ssige Bev�lkerung st�rkerem und l�nger anhaltendem L�rm (z.B. Strassenverkehrsl�rm, L�rm von Handwerksbetrieben usw.) ausgesetzt sein, dem gegen�ber der - im Dorfbereich wahrnehmbare - L�rm der Schleppflugzeuge kaum ins Gewicht f�llt. Erholungsgebiete werden dagegen gerade von ruhebed�rftigen Menschen aufgesucht, um dem L�rm, dem sie t�glich ausgesetzt sind, zu entgehen. Es ist deshalb keineswegs widerspr�chlich, wenn die Vorinstanz mit Blick auf diese speziellen Bed�rfnisse einen strengeren Massstab angelegt hat, als sie ihn anlegen w�rde, ginge es (nur) darum, die Vertr�glichkeit des Schleppflugl�rms f�r die ortsans�ssige Bev�lkerung zu beurteilen.
Die Tatsache, dass das in Frage stehende Gebiet ohnehin nicht frei von anderem L�rm ist, l�sst den angefochtenen Entscheid nicht als unverh�ltnism�ssig erscheinen. So argumentieren hiesse, der schleichenden Zunahme der L�rmbelastung Vorschub zu leisten, zumal sich heute kaum noch Gegenden finden, die wirklich frei von L�rm sind.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer kann es f�r die Interessenabw�gung durchaus bedeutsam sein, ob Immissionen aus einer zonenkonformen oder einer zonenfremden Nutzung stammen, zumal wenn die zonenkonforme Nutzung als Erwerbsgrundlage dient (z.B. L�rm aus Landwirtschafts- oder Handwerksbetrieb), w�hrend die zonenfremde Nutzung aus einer Freizeitbesch�ftigung herr�hrt (z.B. Schleppflugzeugl�rm).
Auch mit Hinweis auf bislang unterbliebene Reklamationen Erholungssuchender und der Mutmassung, dass diese die Begegnung mit diesem Sport als bereicherndes Erlebnis empfinden, ist keine unzul�ssige oder gar willk�rliche Interessenabw�gung durch das Verwaltungsgericht zu begr�nden.
5.4 Die Beschwerdef�hrer monieren ferner, dass mit dem Argument der "Beeintr�chtigung eines Erholungsraumes" praktisch jede nicht zonenkonforme menschliche T�tigkeit verhindert werden k�nne, bestehe doch die Schweiz ausserhalb von D�rfern und St�dten mehr oder weniger aus Erholungsgebiet. Die Beschwerdef�hrer verkennen jedoch, dass auch infolge st�ndig wachsender Freizeitaktivit�ten selbst ehedem abgelegene, ruhige und f�r die Erholung geeignete Gebiete zunehmend unter Druck geraten und mit Immissionen unterschiedlichster Art konfrontiert sind.
Im �brigen hat das Verwaltungsgericht die Bedeutung des vorliegend betroffenen Naherholungsgebiets begr�ndet (grosses zusammenh�ngendes Nichtbaugebiet; N�he zu Landschaftsschutzobjekten); die diesbez�glichen Feststellungen der Vorinstanz werden von den Beschwerdef�hrern nicht bestritten. Mit Blick auf dieses Erholungsgebiet hat sie einen strengen Massstab angelegt. Dies ist aus bundesrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden.
5.5 Schliesslich werfen die Beschwerdef�hrer dem Verwaltungsgericht vor, seine Kognition �berschritten zu haben, indem es in der Sache selbst entschieden und damit in das Ermessen der Baurekurskommission eingegriffen habe.
Gem�ss � 50 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetz vom 24. Mai 1959 (VRG) pr�ft das Verwaltungsgericht Ermessensmissbrauch und Ermessens�berschreitung, nicht aber (e contrario) bloss unzweckm�ssige Ermessensaus�bung (ALFRED K�LZ/J�RG BOSSHART/MARTIN R�HL, VRG-Kommentar, 2. Aufl., N. 70 ff. zu � 50), w�hrend die Baurekurskommission die Ermessensaus�bung - vorbeh�ltlich Fragen der Gemeindeautonomie - uneingeschr�nkt �berpr�fen kann (K�LZ/BOSSHART/ R�HL, a.a.O., N. 17 zu � 20 VRG). Hebt das Verwaltungsgericht eine angefochtene Verf�gung auf, so kann es gem�ss � 63 VRG selbst neu entscheiden. Nach der einschl�gigen Rechtsprechung verf�gt es dabei �ber die selbe Kognition wie die Instanz, deren Anordnung es aufgehoben hat, und kann demzufolge auch in Ermessensfragen frei entscheiden (Urteil des Z�rcher Verwaltungsgerichts vom 29. Januar 1973, ZBl 74/1973 S. 418 E. 5; K�LZ/BOSSHART/R�HL, a.a.O., N. 114 zu � 50). Die von den Beschwerdef�hrern erhobene Kognitionsr�ge geht schon aus diesem Grund fehl.
Im �brigen steht der in Art. 24 RPG einger�umte Beurteilungsspielraum in erster Linie der zust�ndigen kantonalen Beh�rde, d.h. der Baudirektion, zu. Deren Interessenabw�gung wurde vom Verwaltungsgericht best�tigt, nachdem es diejenige der Baurekurskommission f�r fehlerhaft befunden hatte.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdef�hrer kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 und 68 BGG).
Die Beschwerdef�hrer haben die privaten Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Gemeinde K�snacht, der Baudirektion und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 3. Abteilung, 3. Kammer, sowie dem Bundesamt f�r Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.