Source: http://www.kirchengewerkschaft-baden.de/infothek/lohnfort.htm
Timestamp: 2019-04-22 13:27:38
Document Index: 51099832

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 44', '§ 47', '§ 48', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 13', '§ 6']

Kirchengewerkschaft - Baden : Lohnfortzahlung / Krankengeld
Im Falle einer Arbeitsunfähigkeit (Krankheit, Unfall, Rehabilitationsmaßnahme etc.) wird bis zu sechs Wochen das Entgelt durch den Arbeitgeber weiter bezahlt. (§ 22 Absatz 1 TVöD und Entgeltfortzahlungsgesetz)
Nach Ablauf der sechs Wochen bezahlt die Krankenkasse auf Antrag ein Krankengeld (§ 44 ff SGB V) in Höhe von 70% des Bruttoentgelts, jedoch maximal 90% vom Nettoentgelt. (= BRUTTO-Krankengeld) (§ 47 Absatz 1 Satz 1 SGB V)
Das Krankengeld unterliegt der Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherungspflicht (ergibt NETTO-Krankengeld)
Das Krankengeld wird längstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren für die selbe Krankheit bezahlt. (§ 48 Absatz 1 Satz 1 SGB V)
Krankengeldzuschuss des Arbeitgebers (§ 22 Absatz 1 TVöD)
1. Beschäftigung bis zu einem Jahr:
2. Beschäftigung über ein Jahr bis zu drei Jahren:
3. Beschäftigung über drei Jahre:
bis zu 39 Wochen,
wobei die Dauer jeweils ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit gerechnet wird. (§ 22 Absatz 2 TVöD)
Der Krankengeldzuschuss errechnet sich aus dem Unterschiedsbetrag von Netto-Arbeitsentgelt und BRUTTO-Krankengeld. Die Arbeitnehmer-Beiträge zur Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung werden danach abgezogen. (§ 22 Absatz 2 TVöD)
Für Beschäftigte, die am 30.06.1994 und seither ununterbrochen beim selben Arbeitgeber beschäftigt waren, errechnet sich der Krankengeldzuschuss aus dem Unterschiedsbetrag von Netto-Arbeitsentgelt und NETTO-Krankengeld. Hier sind die Arbeitnehmer-Beiträge zur Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung schon vorher abgezogen worden. (§ 13 Absatz 1 TVÜ i.V.m. § 6 Nr. 13 Arbeitsrechtsregelung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter AR-M)