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Timestamp: 2019-10-21 14:05:15
Document Index: 318673102

Matched Legal Cases: ['de lege lata', 'Art. 21', 'Art. 22', 'Art. 5', 'de lege ferenda', 'de lege ferenda']

Vorwort und Danksagung : Die Parteiautonomie im europäischen Erbrecht
Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2019. 398 S., 8 farb. Abb., 4 s/w Abb.
Erstes Kapitel: Kollisionsrechtliche Privatautonomie im europäischen Erbrecht
A Definition des Instruments der Rechtswahl
B Historische Perspektive der professio iuris
C Die Rechtswahlmöglichkeiten im europäischen Erbrecht vor Inkrafttreten der Erbrechtsverordnung
D Fazit. Die bisherige Rolle der Parteiautonomie im europäischen Erbkollisionsrecht
Zweites Kapitel: Die Rechtswahl in der europäischen Erbrechtsverordnung und ihre Schranken de lege lata
A Die neue Erbrechtsverordnung im Rahmen der Vereinheitlichung des Kollisionsrechts in Europa
B Die allgemeine Zuständigkeit in Artikel 4 und die objektive Anknüpfung an den letzten gewöhnlichen Aufenthalt des Erblassers in Art. 21 EU-ErbVO
C Die Einführung einer begrenzten Rechtswahlmöglichkeit in Art. 22 EU-ErbVO
D Die in Art. 5 EU-ErbVO erlaubte Gerichtsstandsvereinbarung
E Alternative Vorschläge in unterschiedlichen Stellungnahmen
F Anwendungsfragen der europäischen Erbrechtsverordnung
G Fazit. Die Aufnahme einer (sehr) beschränkten professio iuris in der europäischen Erbrechtsverordnung
Drittes Kapitel: Analyse einer umfassenderen Rechtswahlfreiheit im Erbkollisionsrecht de lege ferenda
A Das Bedürfnis nach mehr Parteiautonomie im europäischen Erbrecht
B Vorteile einer weitläufigeren professio iuris
C Nachteile einer ausgedehnteren erbrechtlichen Rechtswahl
D Abwägung zugunsten höherrangiger Interessen. Befürwortung einer umfassenderen Willensfreiheit
E Erweiterungsmöglichkeiten der erbrechtlichen Rechtswahl de lege ferenda
F Lösungsvorschlag: die Zulassung eines „offenen“ Katalogs an wählbaren Rechten (auch zugunsten einzelner Vermögenswerte)
Schlussfolgerungen und Ausblick auf eine größere Rechtswahlfreiheit im europäischen Erbkollisionsrecht
Diese Dissertation wurde im Wintersemester 2018/19 von der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg angenommen. Sie beinhaltet im Wesentlichen den Stand der Veröffentlichungen bis Oktober 2018, zum Teil auch bis April 2019.
Mein größter Dank gilt meinem Doktorvater, Herrn Prof. em. Dr. Dr. h.c. mult. Jürgen Basedow, der mich nach meiner Magisterarbeit dazu ermutigt hat, eine Doktorarbeit zu schreiben. Ohne seinen Anstoß wäre dieses Werk nicht entstanden. Für die Erstellung des Zweitgutachtens möchte ich mich bei Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Marian Paschke bedanken.
Den Professoren Jesús Gómez Taboada und Jorge Luis Collantes González bin ich sehr dankbar, dass sie während meines Jurastudiums an der Universitat Internacional de Catalunya ein Interesse an internationalen Erbfällen in mir weckten. Professor Gómez Taboada danke ich insbesondere dafür, dass er mir bereits im Jahr 2012 das Buch „La professio iuris sucesoria“ von seinem Freund Josep M. Fontanellas Morell schenkte. Wie von ihm richtig vermutet, hat das Werk mich tatsächlich erst ein paar Jahre später in seinen Bann gezogen. Dafür dann aber richtig.
Die Arbeit entstand während meiner Tätigkeit als wissenschaftliche Assistentin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht. Einen besseren Ort hätte ich mir für die Recherche nicht vorstellen können. Ich betrachte es als ein Privileg, Zugang zur Institutsbibliothek, die eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen zum internationalen Privatrecht und zu ausländischen...
I Die südamerikanischen Zivilgesetzbücher des 19. Jahrhunderts
II Der italienische codice civile von 1865
III Die Schweiz
IV Die Vereinigten Staaten von Amerika
I Völkerrechtliche Übereinkommen: Das Haager Abkommen über das auf die Rechtsnachfolge von Todes wegen anzuwendende Recht von 1989
II Die begrenzten Rechtswahlmöglichkeiten in den autonomen IPR-Vorschriften der europäischen Länder
1 Rechtswahl zugunsten des Heimat- und Aufenthaltsrechts des Erblassers (Modell HÜErb)
a) Niederlande
f) Tschechien
g) Schweden (Entwurf)
h) Nichteuropäische Länder
2 Rechtswahl zugunsten des Rechts des gewöhnlichen Aufenthalts des Erblassers
b) Südkorea
3 Rechtswahl zugunsten des Rechts der Staatsangehörigkeit des Erblassers (Modell EU-ErbVO)
e) Frankreich (Entwurf)
f) Ukraine
g) Weißrussland
4 Teilrechtswahl zugunsten der lex rei sitae
b) Nichteuropäische Länder
5 Andere Rechtswahlmöglichkeiten
a) Moldawien
c) Österreich (Entwurf)
d) Nichteuropäische Länder
I Formerfordernisse und Wirksamkeitsvoraussetzungen
II Beschränkung auf die Wahl des Heimatrechts des Erblassers
III Beschränkung auf den gesamten Nachlass
IV Andere Einschränkungen
I Erweiterung des Kreises der wählbaren Rechte
1 Das Recht einer früheren Staatsangehörigkeit
2 Das Aufenthaltsrecht
3 Das Güterstatut des Erblassers
4 Das Recht am Ort der Belegenheit des Grundstücks
5 Für gemeinschaftliche Testamente und Erbverträge: das Heimat- oder Aufenthaltsrecht von nur einem Erblasser im Zeitpunkt der Rechtswahl
6 Andere Rechte
7 Freie Rechtswahl?
II Zulassung einer Teilrechtswahl
I Die Reichweite des Erbstatuts und seine Abgrenzung zu anderen Statuten
1 Errichtungs- und Formstatut
2 Güterrechtsstatut
3 Gesellschaftsstatut
4 Sachenrechtsstatut
5 Andere Statute
II Wirkung der Rechtswahl
1 In einseitigen Testamenten
2 In gemeinschaftlichen Testamenten
3 In Erbverträgen
4 In Rechtsgeschäften unter Lebenden auf den Todesfall?
a) In Schenkungen auf den Todesfall
b) In Verträgen zugunsten Dritter auf den Todesfall
c) In weiteren Rechtsgeschäften
III Rechtswahl im Verhältnis zu Mehrrechtsstaaten
IV Änderung und Widerruf der Rechtswahl
I Entgegenstehende Interessen der Familienmitglieder und des Ehegatten
1 Die Rechtswahl als Umgehungsmechanismus – Pflichtteilsshopping?
a) Der Konflikt zwischen der Testierfreiheit und dem Pflichtteilsrecht
b) Ein Blick auf die spanische legítima im Gegensatz zur Freedom of Testation im Common Law
aa) Das Noterbrecht des Código Civil
bb) Die (absolute) Testierfreiheit im anglo-amerikanischen Rechtskreis
(1) Das englische Recht
(2) Das amerikanische Recht
2 Der ordre public-Vorbehalt i.V.m. der vom Bundesverfassungsgericht geforderten Mindestteilhabe der Abkömmlinge am Nachlass bei Anwendung eines ausländischen Rechts, das kein Pflichtteilsrecht kennt
3 Fazit zu den entgegenstehenden Interessen naher Angehöriger
II Andere entgegenstehende Interessen
1 Entgegenstehende Interessen Dritter
2 Entgegenstehende staatliche Interessen
3 Entgegenstehende Ordnungsinteressen i.Z.m. der Zulassung einer Gerichtsstandsbestimmung durch den Erblasser
III Eintritt der Nachlassspaltung bei einer Teilrechtswahl
IV Der möglich fehlende Bezug zum anwendbaren Erbrecht bei Zulassung einer freien Rechtswahl
I Durch einen erweiterten Katalog an wählbaren Rechten
II Durch die Einführung einer Rechtswahl zugunsten jeder Rechtsordnung, zu der eine objektive Beziehung besteht
III Durch die Zulassung einer freien Rechtswahl
1 Begriff einer unbegrenzten Rechtswahlfreiheit
a) Berufung des Rechts jedes beliebigen Staates der Welt
b) Anerkennung der Wahl nichtstaatlichen Rechts im Erbrecht?
2 Vergleich zur Rechtswahlfreiheit im (vertraglichen und außervertraglichen) Schuldrecht und Ablehnung einer freien Rechtswahl im Erbrecht
IV Durch den Eintritt einer gespaltenen Rechtswahl zugunsten einzelner Nachlassgegenstände (dépeçage volontaire)