Source: https://www.ibr-online.de/IBRSeminare/seminardetails.php?zg=0&Seminartermin=3641
Timestamp: 2018-05-22 10:10:38
Document Index: 239892267

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 650', '§ 650', '§ 650', '§ 2', '§ 6', '§ 650']

ibr-online: Kalkulationsgrundlagen, Nachtragskalkulation und Nachtragsprüfung - bei Ansprüchen aus §§ 2 und 6 VOB/B sowie § 650c BGB
Die sachgerechte Bewertung von Nachtragsforderungen im VOB/B- und BGB Vertrag nach dem ab dem 01.01.2018 geltenden neuen Bauvertragsrecht bereitet in der Praxis teilweise erhebliche Probleme. Neben nicht selten überzogenen Forderungen der Auftragnehmer, willkürlicher Prüfung oder einer Ist-Kostenerstattung sind die Grundsätze der Preisfortschreibung und hiervon zulässige Ausnahmen im VOB/B-Vertrag schon seit langem ständiger Grund von Auseinandersetzungen zwischen den Projektbeteiligten. Die Frage, wann die hinterlegte Urkalkulation den tatsächlich notwendigen Kosten nach § 650c ABS. 2 BGB entspricht, was angemessene Zuschläge für Allgemeine Geschäftskosten sind oder was überhaupt tatsächlich notwendige Kosten gem. 3 650c ABS. 1 BGB sein sollen, stellt Neuland dar und erleichtert die Prüfung von Nachtragsforderungen bei BGB-Verträgen keineswegs. Vielmehr werden alle Beteiligten vor neue Probleme gestellt.
Ziel dieses Seminars ist es, Kompetenzen im sicheren Umgang mit der Prüfung von Nachtragsforderungen dem Grunde und der Höhe nach bzw. Kompetenzen bei der Aufstellung auf der Grundlage der VOB/B und des neuen Bauvertragsrechtes nach BGB zu verbessern. Dazu werden in einem ersten Teil des Seminars die Kalkulationsgrundlagen und Kalkulationsverfahren und die Auswirkungen von Änderungen etc. auf die Preisbildung vermittelt. Anhand praktischer Beispiele werden grundlegende Systematiken der Nachtragserstellung und Prüfung erarbeitet. Ferner werden die Grundlagen nach der VOB/B sowie nach dem Vergabehandbuch des Bundes, Leitfaden zur Vergütung bei Nachträgen, anhand der verschiedenen Anspruchsgrundlagen erörtert. Dem werden die Grundsätze nach dem neuen Bauvertragsrecht nach § 650c BGB gegenübergestellt und erläutert.
1. Kalkulationsgrundlagen
2. Ansprüche aus § 2 VOB/B
3. Ansprüche aus § 6 VOB/B sachgerecht erstellen bzw. bewerten
4. Ansprüche aus § 650c BGB sachgerecht erstellen bzw. bewerten
Was versteht der Gesetzgeber unter „tatsächlich notwendigen Kosten“? Wie sind diese zu ermitteln bzw. nachzuweisen? Wann kann unterstellt werden, dass die in einer vereinbarungsgemäß hinterlegten Urkalkulation tatsächlich notwendigen Kosten entsprechen bzw. Was ist zu tun, wenn der Auftraggeber oder der Auftragnehmer das bestreitet? Was sind angemessen Zuschläge für Allgemeine Geschäftskosten und welche Auswirkung hat diese Regelung auf den Umgang mit zeitabhängige Allgemeinen Geschäftskosten?