Source: https://blog.minijob-zentrale.de/corona-krise-minijobber-bonuszahlungen/
Timestamp: 2020-07-15 01:04:52
Document Index: 237763757

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 8', '§ 8', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

Corona: Steuerfreie Bonuszahlungen in Minijobs - Die Minijob-Zentrale
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Posted on 29. April 2020 30. Juni 2020
Bis Ende des Jahres können Arbeitgeber ihren Beschäftigten steuerfreie Bonuszahlungen gewähren. Diese Zahlungen bleiben dann ebenfalls beitragsfrei in der Sozialversicherung. Damit würdigt die Bundesregierung besondere Leistungen von Beschäftigten in der Corona-Krise. Auch Minijobber profitieren hiervon. Was genau zu beachten ist und wie hoch diese Sonderzahlungen bei Minijobbern sein dürfen, erklären wir in diesem Beitrag.
Ein Minijobber erhält einen monatlichen Verdienst von 450 Euro. Als Anerkennung für seine besondere Leistung in der Corona Krise zahlt ihm der Arbeitgeber im Mai 2020 zusätzlich zum vereinbarten Verdienst eine Sonderzahlung in Höhe von 500 Euro aus.
Die Beschäftigung bleibt weiterhin ein 450-Euro-Minijob, da es sich bei der Sonderzahlung um eine steuerfreie und sozialversicherungsfreie Leistung handelt.
69 Kommentare zu “Wertschätzung in der Corona-Krise: Auch Minijobber können steuerfreie Bonuszahlungen erhalten”
Janine Beckert sagt:
Hallo, ich arbeite als Minijobber in der ambulanten Pflege (Betreuung und Hauswirtschaftliche Versorgung von Patienten). Ich arbeite dort ca.9 Stunden die Woche. Habe ich ein Anrecht auf die Bonuszahlung?
Ich befürchte das meine Chefin sich sträubt da ich auch keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erhalte.
auch Minijobber können grundsätzlich einen Pflegebonus erhalten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie innerhalb des Zeitraums vom 1. März bis zum 31. Oktober 2020 mindestens drei Monate in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung beschäftigt sind. Da es sich bei einem Minijob um eine Teilzeitbeschäftigung handelt, steht der Pflegebonus Minijobbern nur anteilig zu.
Die Auszahlung des Pflegebonus erfolgt spätestens bis zum 15. Juli durch die Pflegekasse an den Arbeitgeber. Die Arbeitgeber sollen diesen Bonus dann spätestens mit der nächsten Gehaltsüberweisung an ihre Arbeitnehmer weitergeben.
Wir empfehlen Ihnen daher, sich mit Ihrer Frage an Ihre zuständige Pflegekasse zu wenden. Die Pflegekasse ist bei Ihrer Krankenkasse angesiedelt.
Unabhängig davon müssen Sie natürlich auch als Minijobberin eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erhalten, wenn Sie vorher mindestens 4 Wochen bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt waren.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich werde mich bei der Pflegekasse informieren.
Zu der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall: Das habe ich meiner Chefin auch schriftlich mit geteilt. Ihre Antwort darauf war das es daß in diesem Betrieb nicht gibt und wenn es mir nicht passt kann ich ja gehen.
Pflegehelfer sagt:
ich arbeite mit einem Rahmenvertrag ohne festgelegte Wochenarbeitszeit vom 27.03.-31.10.2020 in einem Altenpflegeheim. Ich kann innerhalb dieses Zeitraums bis zu 70 Tage sozialversicherungsfrei eingesetzt werden. Habe ich Anspruch auf die Pflegeprämie? So wie ich es verstehe, gibt es die auch für geringfügig Beschäftigte entsprechend der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit. Allerdings ist bei mir ja unklar, wie viel ich überhaupt eingesetzt werde. Bisher waren es rund 200 Stunden.
Hallo Pflegehelfer,
der Bundestag hat eine Bonuszahlung für alle in der Altenpflege arbeitenden Beschäftigten beschlossen (sogenannter Pflegebonus), der den Arbeitgebern von den Pflegekassen spätestens zum 15. Juli ausgezahlt werden soll. Die Arbeitgeber sollen diesen Bonus dann spätestens mit der nächsten Gehaltsüberweisung an ihre Arbeitnehmer weitergeben.
Auch Minijobber können grundsätzlich einen Pflegebonus erhalten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sie innerhalb des Zeitraums vom 1. März bis zum 31. Oktober 2020 mindestens drei Monate in einer zugelassenen Pflegeeinrichtung beschäftigt sind. Da es sich im Minijob um Teilzeitbeschäftigte handelt, steht der Pflegebonus Minijobbern nur anteilig zu.
Bei Fragen zum Pflegebonus bitten wir Sie, sich an Ihre zuständige Pflegekasse zu wenden.
Was ist der Betrag für Minijobber? Also der Bonus?
bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs.
Bei Fragen zur Höhe des Pflegebonus ist Ihr richtiger Ansprechpartner Ihre zuständige Pflegekasse.
6. Juli 2020 um 14:16 Uhr
ich habe bereits einen Bonus i.H.v. 250€ erhalten, mein Chef würde mir aber gerne einen weiteren Corona – Bonus gewährleisten. Ist dies denn möglich? Oder hätte der Bonus direkt auf einen Schlag sein müssen?
zur Steuerpflicht oder Steuerfreiheit der geplanten Zahlung berät Ihren Arbeitgeber das zuständige Finanzamt. Das Bundesamt für Finanzen hat auf seiner Homepage darüber hinaus einen FAQ „Corona“ zu steuerrechtlichen Fragen veröffentlicht:
https://t1p.de/BMF-FAQ-Corona-Steuern
Stephan Ullrich sagt:
Guten Tag, ich arbeite Vollzeit und habe zusätzlich einen 450 Euro Job. Beide Arbeitgeber (Pflegestationen) zahlen nun die Coronaprämie. Für meine Vollzeitbeschäftigung erhalte ich 1500 Euro. Der Arbeitgeber des 450 Euro Jobs beruft sich auf die Prämien – Festlegungen des GKV – Spitzenverbandes und meint, ich dürfe deshalb keine weitere Prämie erhalten, beziehungsweise müsste dann den Betrag über 1500 Euro an die Pflegekasse zurückerstatten. In der Tat lesen sich die Prämien – Festlegungen des GKV – Spitzenverbandes wie ein Widerspruch zu den Angaben hier. Meine Fragen: Darf der Arbeitgeber des 450 Euro Jobs mich (im Gegensatz zu den anderen Angestellten) von der Prämienzahlung ausschließen? Muss ich mich bei einer weiteren Prämienzahlung, die dann die Summe von 1500 Euro überschreiten würde, bei der Pflegekasse melden und etwas zurückzahlen? Vielen Dank!
die Festlegungen des GKV-Spitzenverbandes betreffen die Finanzierung der Sonderleistungen für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen. Für Pflegekräfte wurde diese Sonderzahlung gesetzlich festgelegt und ein finanzieller Rahmen vereinbart. Bei Fragen hierzu bitten wir Sie, sich an die zuständige Pflegekasse zu wenden.
Unabhängig davon können jedoch auch Arbeitgeber in anderen Bereichen außerhalb der Pflege die Möglichkeit der steuerfreien Prämienzahlung nutzen. Die Zahlungen sind dann nicht gesetzlich vorgeschrieben sondern werden durch die Arbeitgeber freiwillig geleistet. Eine solche freiwillige Prämienzahlung des Arbeitgebers können Beschäftigte auch aus mehreren Beschäftigungsverhältnissen erhalten.
Darüber hinaus berät Sie bei Fragen zur Steuerpflicht oder -freiheit Ihr zuständiges Finanzamt.
24. Juni 2020 um 20:15 Uhr
wir möchten unseren Mitarbeitern für Ihre Leistungen während der Corona Zeit den Bonus auszahlen. Bei zwei unserer Mitarbeiter die als Minijober angestellt sind ist der Fall aber etwas komplizierter.
Eine Mitarbeiterin bezieht Bafög und darf nicht mehr als die EUR 450,- monatl. verdienen, ein zweiter Mitarbeiter eine Halbwaisenrente mit ebenfalls einem Verdienstlimit von EUR 450,- / Monat.
Wie verhält sich das hier bei Auszahlung des Corona Bonus? Hat der Gesetzgeber das bedacht oder verlieren beide Ihre Ansprüche für die Auszahlung von Bafög und Halbwaisenrente, wenn wir Ihnen den Bonus auszahlen?
25. Juni 2020 um 13:06 Uhr
wir bitten Sie zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Aus sozialversicherungsrechtlicher Sicht sind steuerfreie Zuwendungen des Arbeitgeber nicht als Arbeitsentgelt zu werten. Sie unterliegen damit nicht der Beitrags- und Meldepflicht in der Sozialversicherung.
Ob und in welchem Rahmen diese Zahlungen Auswirkungen auf Bafög- oder Rentenzahlungen haben bitten wir Sie, bei den jeweils auszahlenden Stellen zu erfragen.
22. Juni 2020 um 11:04 Uhr
Ich habe zwei Minijobs ( 1x 200 Euro und 1x 250 Euro) bei zwei verschiedenen Arbeitgebern. Können beide Arbeitgeber mir den Bonus in Höhe von 1.500 Euro auszahlen?
22. Juni 2020 um 13:36 Uhr
als Beschäftigte können Sie von beiden Arbeitgebern eine Sonderzahlung von jeweils bis zu 1.500 Euro steuerfrei erhalten.
welche Möglichkeiten gibt es, diesen Bonus zu erhalten? muss ich eine schriftliche Anfrage an den Arbeitgeber stellen? oder reicht eine mündliche Behandlung? hat der Arbeitgeber das Recht, den kronenbonus abzulehnen?
Inna Raiscaia sagt:
18. Juni 2020 um 14:03 Uhr
welche Möglichkeiten gibt es, diesen Bonus zu erhalten? muss ich eine schriftliche Anfrage an den Arbeitgeber stellen? oder reicht eine mündliche Behandlung? hat der Arbeitgeber das Recht, den „Coronabonus“ abzulehnen?
19. Juni 2020 um 06:06 Uhr
bei diesem Bonus handelt es sich um eine Zahlung, welche der Arbeitgeber freiwillig leisten kann. Es besteht kein gesetzlicher Anspruch auf diese Zahlung. Suchen Sie am besten das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber.
Sauerkirsche sagt:
Hallo bei der Minijobzentrale, wie verhält es sich, wenn der AG nur einzelne MA herauspickt, denen er den Bonus zahlt? Gilt das auch? Von Corona sind doch alle gleichermaßen betroffen??
bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an dieser Stelle keine umfassende rechtliche Beurteilung vornehmen können. Die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahren zur Sozialversicherung für Minijobs. In diesem Zusammenhang informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Ausführliche Informationen zum Thema Arbeitsrecht erhalten Sie bei dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.
Nadja Ginster sagt:
6. Juni 2020 um 14:37 Uhr
Kann der steuerfreie Bonus auch an kurzfristig Beschäftigte Arbeitnehmer ausgezahlt werden (deren Bezüge sozialversicherungsfrei, aber steuerpflichtig sind?
die Möglichkeit der steuerfreien Bonuszahlungen ist nicht an die Art der Beschäftigung gebunden, sondern kann grundsätzlich jedem Beschäftigten zu Gute kommen.
Bei Fragen zur Steuerpflicht oder Steuerfreiheit der geplanten Zahlung berät Sie Ihr zuständiges Finanzamt.
Henrike Huchtkemper sagt:
ich habe von meinem Arbeitgeber einen einmaligen Corona-Bonus in einer Höhe von 100,-€ erhalten. Nun frage ich mich, ob mir theoretisch mehr Geld zustehen würde? Gibt es da eventuell eine gesetzliche Regelung?
Ich finde es doch sehr ungünstig, dass alle Festangestellten ihr KuG erhalten und sogar jetzt arbeiten können, seitdem unsere Kneipe wieder geöffnet hat und die Aushilfen überhaupt nicht arbeiten dürfen, obwohl sie auch anderweitig kein Geld erhalten.
Über weitere Informationen wäre ich sehr dankbar!
grundsätzlich ist der Arbeitgeber weiter zur Entgeltzahlung verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit ist, auch wenn die Arbeitsleistung vom Arbeitgeber nicht abgerufen wird. In unserem Blog-Beitrag „Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns “ haben wir Informationen zu diesem arbeitsrechtlichen Sachverhalt unter -Anmerkung- erläutert. https://t1p.de/Blogbeitrag-Coronavirus
Die Möglichkeit der steuerfreien Bonuszahlungen im Rahmen der Corona-Krise besteht auch im Rahmen eines Minijobs. Eine Bedingung zur Steuerfreiheit dieser Zahlungen ist jedoch, dass sie zusätzlich zum laufenden Verdienst gewährt wird. Einen generellen gesetzlichen Anspruch auf einen Corona-Bonus haben Arbeitnehmer nicht..
31. Mai 2020 um 22:56 Uhr
Hallo, wir möchten unseren AN den ‚Coronabonus‘ auszahlen.
Was muss ich dabei beachten? Meldung etc?
es gibt keine zusätzlichen Vorschriften von Seiten der Sozialversicherung. Diese orientiert sich am Steuerrecht. Das bedeutet: Bleibt die Zahlung steuerfrei ist sie auch sozialversicherungsfrei und muss nicht zur Sozialversicherung gemeldet werden.
Zu den Bedingungen der Steuerfreiheit berät Sie Ihr zuständiges Finanzamt.
Vielleicht interessiert Sie in diesem Zusammenhang auch unser Blogbeitrag „Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns“ : https://t1p.de/Blogbeitrag-Coronavirus
Zu Ihrer Frage zur Zahlung eines Corona-Bonus möchten wir Ihnen Folgendes mitteilen:
Die Möglichkeit der steuerfreien Bonuszahlungen ist nicht an bestimmte Berufsgruppen oder Tätigkeiten gebunden. Steuerfreie Zahlungen dürfen auch Arbeitgeber im Minijob leisten. Eine Bedingung zur Steuerfreiheit ist jedoch, dass die Zahlung zusätzlich zum laufenden Verdienst gewährt wird. Ein gesetzlicher Anspruch auf einen Corona-Bonus besteht nicht.
29. Mai 2020 um 17:42 Uhr
Werte Damen und Herren der Minijob-Zentrale,
ich würde gern als Freiberufler meiner angestellten Verwaltungskraft (450 €-Jobber) eine Prämie auszahlen. Ich habe bereits gelesen, dass dies unschädlich bis zu einer Höhe von insgesamt 1.500 € bis zum 31.12.2020 möglich ist. Sie haben auf die besondere Dokumentationspflicht hingewiesen. Ich werde meiner Angestellten ein Anschreiben mit der Prämienankündigung zusenden und im Folgemonat den Betrag ohne Abzüge überweisen. Dies ist ja auf dem Kontoauszug vermerkt. Ich muss dann bei der Minijob-Zentrale keine Meldung oder etwaiges vornehmen? Eine interne Dokumentation des Vorganges ist damit völlig ausreichend?
von Seiten der Minijob-Zentrale bestehen keine zusätzlichen Vorschriften zur Dokumentation einer steuerfreien Zahlung. Das Sozialversicherungsrecht orientiert sich in dieser Frage am Steuerrecht: Bleibt die Zahlung steuerfrei, ist sie auch sozialversicherungsfrei. In diesem Fall müssen keine Beiträge zusätzlich bei der Minijob-Zentrale nachgewiesen oder gezahlt werden. Auch in der Meldung zur Sozialversicherung ist die steuerfreie Zahlung nicht berücksichtigt werden.
Welche Dokumentation von Seiten der Finanzbehörde erwartet wird bitten wir Sie, mit Ihrem zuständigen Finanzamt zu besprechen.
Barbara Peuker sagt:
28. Mai 2020 um 14:08 Uhr
Hallo, ich habe folgende Frage…….wie hoch ist der Corona-Sonderbonus für Pflegehilfskräfte?
wir bitten Sie zu berücksichtigen, dass wir ein Sozialversicherungsträger sind und unsere Kernkompetenz somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts liegt. Federführend in Finanz- und Steuerfragen ist das Bundesministerium für Finanzen. Wir bitten Sie daher, sich mit Ihrer Frage dorthin zu wenden.
unsere familienversicherte Angestellte hat in der Fachabteilung der Barmer die Aussage bekommen, dass sie sich selbst versichern müsse sobald die Einkommensgrenze von 5400,- € überschritten wird. Ich habe mich dann selbst auch noch durch das Netz gelesen und habe es eigentlich anders verstanden. Daraufhin habe ich noch einmal bei der Barmer nachgehakt und bekam die Antwort, dass sie in der Familienversicherung bleiben würde….also eine Krankenkasse, zwei Antworten! Habe jetzt eine schriftliche Klärung veranlasst.
Anja Bender sagt:
8. Mai 2020 um 13:57 Uhr
Ich bin Kursleiterin und konnte meinen Job nicht ausüben weil die Kurse nicht stattfinden durften. Ich bin als Minijobberin angestellt und habe aber noch zusätzlich eine sozialversicherungspflichtige Anstellung. Ich war ausserdem ab dem 13.3. arbeitsunfähig aufgrund einer Influenza.
Wie sieht das hier aus? Ich habe mein Entgelt anteilmässig bis zum 13.3. erhalten. Darüber hinaus fehlt mit das Entgelt als Kursleiterin. Steht mir in irgendeinerweise Entgelt zu? Danke für ihre Antwort
Wenn Sie krank sind muss Ihnen Ihr Arbeitgeber Ihren Lohn (Entgeltfortzahlung) für 6 Wochen weiterzahlen. Voraussetzung hierfür ist, das Sie bereits 4 Wochen bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt waren. Sie haben dann Anspruch auf den Lohn, den Sie bekommenen hätten, wenn Sie nicht krank gewesen wären.
Darüber hinaus erreichen uns momentan viele Anfragen zur Frage, wie Arbeitgeber und ihre Minijobber abgesichert sind, wenn der Arbeitgeber die Tätigkeit untersagt bzw. der Arbeitnehmer die Tätigkeit nicht ausüben kann und eine Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz nicht gegeben ist. Wir haben dies zum Anlass genommen, eine aktuelle Anmerkung zu unserem Blogbeitrag „Coronavirus und Minijob – Ihre Fragen an uns“ zu geben. Die Anmerkung finden Sie am Ende des Blog-Beitrags: https://t1p.de/Blogbeitrag-Coronavirus
Auch wenn ich nicht arbeiten konnte, weil die Kurse aufgrund von Corona nicht stattfinden konnten, erhalte ich aufgrund meiner AU Lohnfortzahlung in meinem Mini-Job? Mein Verein hat nämlich bisher noch nichts für die AU im März gezahlt.
20. Mai 2020 um 14:06 Uhr
Auch als Minijobber haben Sie Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Wir gehen davon aus, dass Sie vor Ihrer Erkrankung bereits mindestens 4 Wochen bei Ihrem Minijob-Arbeitgeber beschäftigt waren.
Markus Thole sagt:
Angenommen, der Mitarbeiter bekommen 450 Euro/mtl. Mini-Job (12 Monate) und dann noch 10 Monate im Jahr 44 Euro Sachgutschein (auch freiwillige Leistung).
Darf er jetzt noch zusätzlich 1500 Euro bekommen oder müssen die Sachgutscheine rausgerechnet werden, also nur 1500-10*44 = 1060 Euro Sonderprämie?
Die Gutscheine werden in dem Modus seit einigen Jahren schon gegeben.
das Bundesministerium für Finanzen äußert sich hierzu wie folgt:
„Andere Steuerbefreiungen, Bewertungsvergünstigungen oder Pauschalbesteuerungsmöglichkeiten (wie z. B. § 3 Nummer 34a, § 8 Absatz 2 Satz 11, § 8 Absatz 3 Satz 2 EStG) bleiben hiervon unberührt und können neben der hier aufgeführten Steuerfreiheit nach § 3 Nummer 11 EStG in Anspruch genommen werden.“
Somit sind auch steuerfreie Sachbezüge, wenn sie 44 Euro im Kalendermonat nicht übersteigen, zusätzlich zur Bonuszahlung aufgrund der Corona-Pandemie möglich. Sie müssen nicht vom Betrag der 1.500 Euro abgezogen werden.
Hallo, wie verhält es sich, wenn jemand neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit einen 450 €-Job hat und in seiner hauptberuflichen Tätigkeit bereits die Corona-Sonderzahlung erhält? Kann ich diesem Mitarbeiter in seinem Minijob die Corona-Sonderzahlung ebenfalls geben?
Hat sich erledigt, siehe letzter Absatz vor den Kommentaren…
kann oder kann nicht ? Also zweimal Bonuszahlung oder geht das nicht. habe die Antwort nicht gefunden
Dies steht auf dieser Seite weiter oben – Somit kann er 2x bis zu 1.500 Euro als Bonuszahlung erhalten
Gilt die Bonuszahlung auch für Gutscheinkarten , die wir benutzen, mit denen in bestimmten Geschäften oder Tankstellen eingekauft werden kann?
laut Aussage des Bundesministeriums der Finanzen sollen Sonderzahlungen für Beschäftigte in der Corona-Krise bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei sein.
6. Mai 2020 um 11:25 Uhr
Wie kommen Sie darauf, dass die steuerliche Frage nicht geklärt wäre?
squasher sagt:
Weil eine Wertschützung (siehe Überschrift) für eine besondere Leistung keine Zuwendung bei Hilfsbedürftigkeit (§ 3 Nr. 11 EStG) ist.
6. Mai 2020 um 12:06 Uhr
„Nach einem Erlass des BMF können Arbeitgeber ihren Beschäftigten aufgrund der Corona-Krise Beihilfen und Unterstützungen bis zu 1.500 EUR steuerfrei auszahlen.
Zu den Bedingungen gehört normalerweise, dass die Unterstützungen von einer unabhängigen Einheit oder in Abstimmung mit dem Betriebsrat oder sonstigen Arbeitnehmer­vertretern gewährt werden. Nach dem Erlass brauchen diese Voraussetzungen (R 3.11 Abs. 2 LStR) Satz 2 Nr. 1 bis 3 LStR) aktuell nicht vorzuliegen. Aufgrund der gesamt­gesellschaftlichen Betroffenheit durch die Corona-Krise kann zudem allgemein unterstellt werden, dass ein die Beihilfe und Unterstützung rechtfertigender Anlass (sonst z.B. Krankheits- oder Unglücksfälle, vgl. R 3.11 Absatz 2 Satz 1 LStR) vorliegt.“
Mehr Rechtssicherheit als durch eim BMF-Schreiben, an das die Finanzämter zwingend gebunden sind, ist wohl kaum drin.
Susanne Eberhardt sagt:
Wenn mein Mini-Jöbbler normalerweise nur 300 Euro/Monat verdient, darf er dann auch 1500 Euro Sonderbonuszahlung erhalten oder müssen erst die „450 Euro“ aufgefüllt sein?
eine der Voraussetzungen für die Steuerfreiheit ist, dass der Bonus zusätzlich zum regulären Lohn gezahlt wird. Er darf beispielsweise nicht zur Abgeltung von Überstunden genutzt werden und den Lohn damit ersetzen. Eine Mindesthöhe des Lohnes ist jedoch nicht festgeschrieben.
Sind Sie nicht sicher, ob die geplante Zahlung steuerfrei zu behandeln ist, fragen Sie am besten an Ihr zuständiges Finanzamt.
6. Mai 2020 um 09:56 Uhr
Hallo, ich bin etwas verwundert, dass die Minijobzentrale zu steuerrechtlichen Themen Stellung bezieht. M.E. muss doch erst mal belastbar geklärt werden, unter welchen Voraussetzungen die Steuerfreiheit gilt. Der Verweis auf § 3 Nr. 11 EStG lässt Übles ahnen. Getreu nach dem Motto gut gemeint (Bonus/Anerkennung für Einsatz in Corona-Zeiten) aber schlecht gemacht (Verweis § 3 Nr. 11 EStG: Beihilfen und Unterstützungen in Notlagen). Und sollte ein Lohnsteuer-Außenprüfer eine Steuerfreiheit nicht anerkenne, so wäre auch die Minijobbetrachtung dahin.
die Minijob-Zentrale ist die zentrale Servicestelle für die Abwicklung des Melde- und Beitragsverfahrens zur Sozialversicherung für Minijobs. Unsere Kernkompetenz liegt somit im Bereich des Sozialversicherungsrechts.
Unsere Auskünfte zur Möglichkeit von steuerfreien Bonuszahlungen beschränken sich nur darauf, über die gesetzliche Neuregelung zu informieren. Federführend bei der Klärung von steuerrechtlichen Fragen bleibt das Ministerium für Finanzen. Bei individuellen Fragen zur Steuerpflicht oder -freiheit einer Zahlung informiert Sie daher Ihr zuständiges Finanzamt.
Dominik Klein sagt:
Die Einkommensgrenze für die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung liegt für Minijobber 2020 bei 455 Euro im Monat. Sofern nun Sonderzahlungen bis zu 1.500 EUR gewährt werden wird diese Grenze überschritten. Muss sich der Betroffene dann selbst versichern, oder gibt es für die Familienversicherung ebenfalls eine „Corona“ Sonderregelung?
in welchem Umfang steuer- und sozialversicherungsfreie Bonuszahlungen Auswirkungen auf die Familienversicherung haben bitten wir Sie, bei Ihrer zuständigen Krankenkasse zu erfragen.
Kann der Arbeitgeber den steuerfreien Betrag in monatlichen Zahlungen (insg. 1.500,– €) aufteilen, oder muss/darf der Zuschuss nur als einmalige Zahlung erfolgen?
6. Mai 2020 um 13:38 Uhr
das Bundesministerium für Finanzen stellt die Steuerfreiheit von Sonderzahlungen für Beschäftigte in der Corona-Krise bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 in Aussicht. Dies kann Sonderzahlungen oder Sachleistungen, die den Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 vom Arbeitgeber gewährt werden. Demnach sind auch Teilzahlungen im genannten Zeitraum möglich.
Ob die geplante Zahlung grundsätzlich die Bedingungen für die Steuerfreiheit erfüllt, dazu berät Sie Ihr zuständiges Finanzamt.
Ursula Mäschig sagt:
6. Mai 2020 um 09:47 Uhr
Wenn ich als besonders langjährig Versicherte nach 45 Jahren in Rente gehe und nebenbei einen 450,00 €-Job in einem Steuerbüro habe, kann der Arbeitgeber trotzdem diese Bonuszahlung vornehmen, ohne das sie sich negativ auf die Rentenzahlung auswirkt?
die Möglichkeit der steuerfreien Bonuszahlungen ist nicht an bestimmte Berufsgruppen oder Tätigkeiten gebunden. Steuerfreie Zahlungen dürfen auch Arbeitgeber im Minijob leisten.
Erfüllt die Zahlung den Umstand der Steuerfreiheit, kann Sie zusätzlich zum laufenden Verdienst gewährt werden und gefährdet den Minijob nicht. Steuerfreie Einnahmen bleiben bei der Prüfung der Einhaltung der Verdienstgrenze im Minijob grundsätzlich unberücksichtigt.
4. Mai 2020 um 16:59 Uhr
Hallo, ich bin in einem Gasthaus auf 25 Stunden/Monat angestellt. Seit 1.3. bekomme ich keinen Lohn mehr überwiesen. Vorläufig drei Monate lang nicht. Bin aber weiterhin gemeldet. Wohin kann ich mich zwecks Unterstützung wenden. Bei meinem zweiten Minijob (eur 100 im Monat) bekomme ich weiterhin den Lohn.
Ob Sie gegebenenfalls Anspruch auf Unterstützungen wie Wohngeld, Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung haben, können Sie nur bei den zuständigen Stellen direkt anfragen.
Mein Arbeitgeber kann nicht bezahlen.
Von wo bekomme ich jetzt Geld?
pauschal können wir Ihre Frage leider nicht beantworten. Wir empfehlen Ihnen, sich bei Ihrem zuständigen Arbeitsamt, Jobcenter oder ggf. auch Sozialamt zu melden und dort um Unterstützung zu bitten.
5. Mai 2020 um 00:49 Uhr
Es ist keine Frage sondern eine Feststellung und Beurteilung der ERwerbslosenberatung Hamburg.
Was muss in den Lohnunterlagen für diese steuerfreie Bonuszahlung als Nachweis hinterlegt werden ? Muss zwingend ein Grund für die Zahlung angegeben werden? Diese Zahlung ist ja für ALLE Berufsgruppen, nicht nur für Pflege und Supermarkt ! Danke.
4. Mai 2020 um 08:52 Uhr
Eine spezielle Anforderung der Form gibt es nicht.
mikeu4 sagt:
Nach dieser seit März bestehenden neuen Übergangsgesetze von BASFI sollen alle Anträge auf SGB2 als auch SGB12 [ Gleichschaltung der Ausführung um Benachteiligung zu vermeiden ] Menschen mit Jobverlust, also auch zuverdienende Altersrenter die im SGBXII zu verorten sind, einen vereinfachten Antrag für die Übernahme der Brutto Mietkosten [ inkl. Heizkosten ] stellen, und dieser solle ohne weitere Prüfung von Einkommen und sonstigen persönlichen Angaben wie Vermögen usw. , von den Fachämtern / Sozialämtern so akzepiert werden.
Die Praxis sieht nach meiner Erfahrung etwas anders aus. Die Verordnung gibt es seit Mitte März und wurde auch mit Drucksache Nr. 148/20 dd. 26.3. veröffentlicht.
Auf Anfrage am 6. April erhielt ich vom zuständigen Fachamt ein Antrag auf Sozialleistungen mit der Anforderung von etwa 12 persönlichen schriftlichen Belegen zwecks Prüfung für eine Leistungsgewährung. Meine e-email mit entsprechenden Hinweisen wurde nicht beantwortet. Nachdem ich den Antrag abgegeben hatte erhielt ich wiederum die Aufforderung für Nachweise früherrer Lohnabrechnungen, Kontoauszüge, Renteneinkünfte usw. . Meine telefonische Rückfrage ergab nur Unkenntnis der Sachbearber/in. Daraufhin habe ich [ ehemaliger Erwerbslosenberater SGB 2+3 ] dann bei den vorgesetzen Stellen angerufen. Leider mußte ich auch hier erneut Unkenntnis der Sachlage in den behördlichen Abteilungen feststellen. Daraufhin habe ich dann emails mit der Verordung, die immerhin auch vom Mieterverein und von Verdi veröffentlicht wurden, an die Sekretariatsbüros der Leitung versendet-bisher ohne jedwede Reaktion. Ich frage mich nun wirklich ob man immer erst eine KLAGE anstreben muß. Denn geklagt habe ich auch gegen die KV/PV nach mehrmaliger Ablehnung für eine höhere Pflegestufe für meine im Rollstuhl sitzende und erblindete Mutter. Alle Anträge wurden über Jahre abgelehnt. Erst ein privat beauftragtes Gutachten hatte erfolg. So wurde binnen 8 Tagen vom „grünen Tisch “ alles bewilligt, ohne weitere Besuche vom MDK. Inzwischen sind mir die Haare ausgefallen. Es ist doch wirklich alles zum Haare ausreißen mit den Behörden. Zum —K–zen.
https://www.hamburg.de/contentblob/13771696/b37e74ed1d8958a48643b540f3f89456/data/merkblatt-sozialschutzpaket.pdf