Source: https://amt24.sachsen.de/ZFinder/verfahren.do?action=showdetail&modul=VB&id=34085!0
Timestamp: 2018-01-17 01:18:39
Document Index: 101113901

Matched Legal Cases: ['§ 128', '§ 311', '§ 8', '§ 17', '§ 415', '§ 17']

Das Gesetz gibt für manche Rechtsgeschäfte besondere Formvorschriften vor (Textform, Schriftform, öffentliche Beglaubigung, notarielle Beurkundung). Die notarielle Beurkundung durch die Notarin oder den Notar dient dabei meist sowohl dazu, einen Beweis für die Echtheit einer Unterschrift zu liefern, als auch dazu, den Unterschreibenden auf die Bedeutung seiner Erklärung hinzuweisen.
Die so genannte öffentliche Urkunde begründet die vollständige Beweiskraft für den Beurkundungsvorgang. Bei der Beurkundung erforscht die Notarin oder der Notar den Willen der Beteiligten, klärt den Sachverhalt, belehrt sie über die rechtliche Tragweite des Geschäfts und gibt ihre Erklärungen klar und eindeutig in der Niederschrift wieder.
die Einwilligung zur Adoption eines Kindes,
den Abschluss und die Änderung des Gesellschaftsvertrages einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder die Feststellung der Satzung einer Aktiengesellschaft (AG),
einen Grundstückskaufvertrag,
ein Schenkungsversprechen
einen Erbverzichtsvertrag.
In anderen Fällen ist es sinnvoll und empfehlenswert, Erklärungen durch eine Notarin oder einen Notar beurkunden zu lassen (Beispiel: Vorsorgevollmacht).
Wenden Sie sich an ein Notariat Ihrer Wahl, der Notar oder die Notarin steht Ihnen beratend zur Seite und bereitet auch den Entwurf des Dokumentes vor.
Der Notar prüft die Identität und Geschäftsfähigkeit der Beteiligten und belehrt sie.
nach Erfordernis weitere Nachweise, Belege und Unterlagen (zum Beispiel Entwurf des Gesellschaftsvertrages, Kaufvertrag)
im Falle der rechtlichen Vertretung von Beteiligten: Vollmacht
§ 128 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) – Notarielle Beurkundung
§ 311b Absatz 1 Satz 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) – Beurkundungspflicht für Grundstückskaufverträge
§§ 8 bis 16 Beurkundungsgesetz (BeurkG) – Vorschriften über die Niederschrift der Beurkundung
§§ 17 bis 21 Beurkundungsgesetz (BeurkG) – Prüfungs- und Belehrungspflichten des Notars
§ 415 Zivilprozessordnung (ZPO) – Beweiskraft öffentlicher Urkunden
§ 17 Bundesnotarordnung (BNotO)