Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%20149/91
Timestamp: 2020-04-07 08:30:30
Document Index: 273013529

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 164', 'BGH', 'BGH', '§ 164', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 28.01.1992 - XI ZR 149/91 - dejure.org
https://dejure.org/1992,1224
BGH, 28.01.1992 - XI ZR 149/91 (https://dejure.org/1992,1224)
BGH, Entscheidung vom 28.01.1992 - XI ZR 149/91 (https://dejure.org/1992,1224)
BGH, Entscheidung vom 28. Januar 1992 - XI ZR 149/91 (https://dejure.org/1992,1224)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1992,1224) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Scheck zur Begleichung von Gesellschaftsschulden - Grundsätze über die Zurechnung unternehmensbezogener Geschäfte - Zurechnung bei Nutzung von Privatschecks sowie Unterschrift ohne Vertretungszusatz - Scheckrechtlicher Rückgriffsanspruch wegen persönlicher Verpflichtung ...
Kein Unternehmensbezug eines Schecks allein wegen Begleichung von Gesellschaftsschulden bei Ziehung auf das Privatkonto des GmbH-Geschäftsführers
Gesellschaftsrecht; Privatscheck eines Gesellschafter-Geschäftsführers
Die Darlegungs- und Beweislast für ein Handeln in fremdem Namen trägt, was das Berufungsgericht nicht berücksichtigt hat, derjenige, der ein Vertreterhandeln behauptet (Senatsurteil vom 28. Januar 1992 - XI ZR 149/91, WM 1992, 567, 568).
Materiell-rechtlich richtet sich dies nach deutschem Recht, das die Parteien insoweit übereinstimmend ihren Ausführungen zugrundegelegt und damit eine Vereinbarung hinsichtlich der Rechtsanwendung getroffen haben (BGH, Urteil vom 28. Januar 1992 - XI ZR 149/91 = NJW 1992, 1380 [BGH 28.01.1992 - XI ZR 149/91] m. Nachw.).
Geht der Geschäftsführer einer GmbH eine dem Unternehmen dienende Verpflichtung ohne Vertretungszusatz ein, kommt ein Handeln im eigenen Namen vor allem dann in Betracht, wenn für den Vertragspartner Zweifel an der Bonität der GmbH bestehen, und er deswegen möglicherweise an einer persönlichen Haftung des Geschäftsführers interessiert ist (vgl. zu solchen Fällen BGH, NJW-RR 1995, 991 ; BGH, Urteil vom 28.01.1992 - XI ZR 149/91 -, zitiert nach Juris).
b) Diese Beurteilung entspricht der Auslegungsregel, wonach von einem Eigengeschäft auszugehen ist, wenn Zweifel verbleiben, ob ein Fremdgeschäft oder ein Eigengeschäft vorliegt (vgl. § 164 Abs. 2 BGB; BGHZ 85, 252, 258 f.; BGH, Urt. v. 28.1.1992 - XI ZR 149/91, NJW 1992, 1380, 1381;… Habermeier in Bamberger/Roth, BGB, § 164 Rdn. 47 m.w.N.).
Die Anwendbarkeit deutschen materiellen Rechts folgt, worauf das Berufungsgericht ebenfalls zutreffend hinweist, jedenfalls daraus, daß beide Parteien ihrem Sachvortrag deutsches Recht zugrunde gelegt haben, worin eine stillschweigende Rechtswahl zu sehen ist (vgl. BGH, Urteile vom 28. Januar 1992 - XI ZR 194/91 unter II 1 = WM 1992, 567 und vom 12. Mai 1993 - VIII ZR 110/92 unter B II = WM 1993, 1755).
Die Grundsätze über die Einbeziehung außerhalb der Urkunde liegender Umstände bei der Auslegung im Verhältnis zwischen den Parteien des Begebungsvertrages (vgl. dazu BGH, Urteil vom 29. Januar 1981 - II ZR 73/80 - WM 1981, 375; BGHZ 22, 148, 152 f.; BGH, Urteil vom 18. Oktober 1976 - II ZR 194/75 - WM 1976, 1244 (1245 unter II., und unter I. a.E.); Reinicke DB 1960, 344 (345 f.);… Baumbach-Hefermehl, Wechselgesetz und Scheckgesetz 18. Aufl. Einleitung WG Rdn. 57; Pflug, ZHR 148 (1984) S. 1, 21; ferner Senat, Urteile vom 23. Oktober 1990 - XI ZR 113/89 - NJW-RR 1991, 229 (230 unter II. 1.) und vom 28. Januar 1992 - XI ZR 149/91 - NJW 1992, 1380 [BGH 28.01.1992 - XI ZR 149/91] (unter II. 2.), jeweils zum Scheck) sind für die Beurteilung der Wirksamkeit eines Akzepts ohne Bedeutung.
OLG Köln, 18.06.1999 - 19 U 211/98
Auftragserteilung durch Architekten: Wer wird verpflichtet?
OLG Brandenburg, 11.02.1998 - 7 U 66/97
Zahlungsanspruch gegen den Scheckaussteller; Auslegung einer Scheckurkunde; …