Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/1/1018.htm
Timestamp: 2018-11-15 13:23:02
Document Index: 301411656

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 10', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 2', '§ 21', '§ 13', '§ 22']

1.018 Kupfermoor
Verordnung des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg über das Naturschutzgebiet ”Kupfermoor” auf Gemarkung Übrigshausen, Landkreis Sehwäbisch Hall vom 18.April 1967 (GBl. v. 31.05.1967, S. 79).
Auf Grund der §§ 4 und 15 des Reichsnaturschutzgesetzes vorn 26. Juni 1935 (RGBI.1 S.821) in der Fassung des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 8. Juni 1959 (GBl. S. 53) sowie auf Grund des § 10 dieses Gesetzes in Verbindung mit den §§ 3 und 4 der Verordnung zur Durchführung des Reichsnaturschutzgesetzes und des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes in der Fassung vom 17. Oktober 1962 (GBl. S. 203) wird mit Zustimmung des Kultusministeriums folgendes verordnet:
(1) Die 3,6971 ha große Parzelle 685/2 der Gemarkung Übrigshausen, Landkreis Schwäbisch Hall, wird mit dem Tage des Inkrafttretens dieser Verordnung in das Naturschutzbuch eingetragen und als Naturschutzgebiet unter den Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes gestellt.
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in roter Farbe in eine beim Regierungspräsidium Nordwürttemberg aufliegende Karte im Maßstab 1 : 1 000 eingetragen. Weitere Ausfertigungen dieser Karte befinden sich beim Kultusministerium Baden-Württemberg in Stuttgart, bei der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege in Stuttgart und beim Landratsamt Schwäbisch Hall.
(1) Im Naturschutzgebiet dürfen, unbeschadet der in § 3 genannten Ausnahmen, keine Veränderungen vorgenommen werden.
- bauliche Anlagen aller Art, einschließlich Beobachtungsstände, zu errichten;
- Pflanzen zu beschädigen, auszureißen, auszugraben oder Teile davon abzupflücken, abzuschneiden oder abzureißen, Buschwerk zu roden, Bäume aufzuasten, zu fällen oder zu roden;
- freilebenden Tieren nachzustellen, sie zu beunruhigen, zu ihrem Fang geeignete Vorrichtungen anzubringen, sie zu fangen oder zu töten oder Puppen, Larven, Eier oder Nester und sonstige Brut- und Wohnstätten solcher Tiere fortzunehmen oder zu beschädigen;
- Pflanzen oder Tiere einzubringen;
- zu lärmen, Wege oder Pfade zu verlassen, den Moorweier zu befahren, Feuer anzumachen, Abfälle wegzuwerfen oder das Gelände auf andere Weise zu beeinträchtigen;
- Bodenbestandteile abzubauen, Sprengungen oder Grabungen vorzunehmen oder Drahtleitungen zu erstellen, Schutt, Unrat, Chemikalien oder Bodenbestandteile einzubringen oder die Bodengestalt, einschließlich der natürlichen Wasserflächen, auf andere Weise zu verändern oder zu beschädigen;
- Bilder oder Schrifttafeln anzubringen, soweit sie nicht auf den Schutz des Gebietes hinweisen.
(2) In besonderen Fällen kann das Regierungspräsidium auf Antrag Ausnahmen von den in § 2 aufgeführten Verboten zulassen.
(1) Wer den in § 2 aufgeführten Schutzbestimmungen zuwiderhandelt, wird nach § 21 des Reichsnaturschutzgesetze bestraft oder nach § 13 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes mit Geldbuße belegt.
(2) Neben der Strafe kann auf Einziehung der bewegliche Gegenstände, die durch die Tat erlangt sind, erkannt werden, sofern sie dem Täter oder einem Teilnehmer gehören (§ 22 des Reichsnaturschutzgesetzes).
Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündung im Gesetzblatt für Baden-Württemberg in Kraft.
Stuttgart, den 18. April 1967