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Timestamp: 2016-10-21 20:25:26
Document Index: 307876428

Matched Legal Cases: ['Art. 86', 'Art. 100', 'Art. 66', 'Art. 147', 'Art. 51', 'Art. 328', 'Art. 410']

1C_373/2009 (30.08.2010)
1C_373/2009, 1C_467/2009
2.3 Bei den nach Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG zu ergreifenden ausserordentlichen Rechtsmitteln handelt es sich (nur) um solche, die gegen Entscheide eines oberen kantonalen Gerichts bei einer "zus�tzlichen kantonalen Gerichtsinstanz" erhoben werden k�nnen, mithin beim iudex ad quem. Das ergibt sich aus Art. 100 Abs. 6 BGG (der franz�sische Gesetzestext lautet: "Si la d�cision d'un tribunal cantonal sup�rieur peut �tre d�f�r�e � une autre autorit� judiciaire cantonale..."), wonach (nur) in diesen F�llen erst mit der Er�ffnung des Entscheids dieser Instanz die Rechtsmittelfrist gegen den Entscheid eines oberen kantonalen Gerichts zu laufen beginnt. Das trifft auf die sogenannte kassatorische Revision, mit welcher wie vorliegend Verfahrensverletzungen beim iudex a quo geltend gemacht werden k�nnen, nicht zu. Im �brigen ist die kassatorische Revision ein spezifisches Institut des �ffentlichen Verfahrensrechts (z.B. Art. 66 Abs. 2 lit. c VwVG [SR 172.021], Art. 147 Abs. 1 lit. b DBG [SR 642.11] bzw. Art. 51 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 [StHG; SR 642.14] sowie zahlreiche kantonale Verwaltungsrechtspflegegesetze). Die kantonalen Zivilprozessordnungen sehen sie nur vereinzelt vor (VOGEL/SP�HLER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8. Auflage, 13. Kapitel Rz. 88). Weder die Schweizerische Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; AS 2010 1739; Art. 328 und 396) noch die Schweizerische Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 (StPO; AS 2010 1881; Art. 410) kennen sie.