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Timestamp: 2019-07-20 10:45:42
Document Index: 128924292

Matched Legal Cases: ['§ 79', '§ 119', '§ 122', '§ 125', '§ 171', '§ 197', '§ 196', 'BGH', '§ 125', '§ 125', '§ 125', '§ 100', '§ 197', '§ 9', '§ 122', 'BGH', '§ 9', '§ 171', '§ 171', '§ 171', '§ 171', '§ 122', 'Art. 13', '§ 287', '§ 287', 'Art. 13', '§ 200', 'Art. 13', '§ 173', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 96', '§ 118', '§ 12', '§ 116', '§ 145', '§ 116', '§ 116', '§ 145', '§ 145', 'Art. 7', '§ 115', '§ 116', '§ 116', '§ 116', '§ 116', '§ 116', '§ 116', '§ 119', '§ 124', '§ 125', '§ 115', '§ 119', '§ 125', '§ 115', '§ 13']

Rechtsprechung: DB 1989, 28 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BFH, 04.10.1988 | BFH, 28.09.1988 | BFH, 12.10.1988 | BFH, 12.10.1988 | BFH, 12.10.1988
https://dejure.org/1988,202
BFH, 18.10.1988 - VII R 123/85 (https://dejure.org/1988,202)
BFH, Entscheidung vom 18.10.1988 - VII R 123/85 (https://dejure.org/1988,202)
BFH, Entscheidung vom 18. Januar 1988 - VII R 123/85 (https://dejure.org/1988,202)
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AO 1977 § 79 Abs. 1 Nr. 3, § 119 Abs. 2 Satz 1, § 122 Abs. 1 Satz 1, § 125 Abs. 1, § 171 Abs. 4 Satz 1, § 197
BFHE 154, 446
BFHE 154, 447
NJW 1989, 1056 (Ls.)
DB 1989, 28
BStBl II 1989, 76
Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung stellt die Festlegung des Prüfungsbeginns einen eigenständigen Verwaltungsakt dar, der von der Prüfungsanordnung als solcher zu unterscheiden ist (BFH-Entscheidungen vom 18. Dezember 1986 I R 49/83, BFHE 149, 104, BStBl II 1987, 408, unter 3.1; vom 4. Februar 1988 V R 57/83, BFHE 152, 217, BStBl II 1988, 413, unter II.1.; vom 18. Oktober 1988 VII R 123/85, BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76, unter I.1.; vom 25. Januar 1989 X R 158/87, BFHE 156, 18, BStBl II 1989, 483, unter I.; vom 19. Juni 2007 VIII R 99/04, BFHE 218, 1, BStBl II 2008, 7, unter II.2.b dd, …und vom 19. März 2009 IV R 26/08, BFH/NV 2009, 1405, unter II. vor 1.).
Die Schriftform ist in § 196 AO ausdrücklich nur für die Prüfungsanordnung vorgeschrieben, nicht aber für den davon zu trennenden Verwaltungsakt über die Festlegung des Prüfungsbeginns (BFH-Urteile in BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76, unter I.2.a, und in BFHE 218, 1, BStBl II 2008, 7, unter II.2.b dd).
Ein schwerwiegender Mangel ist nur dann offenkundig, wenn jeder verständige Dritte bei Unterstellung der Kenntnis aller in Betracht kommenden Umstände in der Lage ist, den Fehler der Verwaltungsmaßnahme in seiner besonderen Schwere zu erkennen (ständige Rechtsprechung und übereinstimmende Auffassung in der Literatur, vgl. Senatsurteil vom 13. Februar 1996 VII R 43/95, BFH/NV 1996, 530, und BFH-Entscheidung vom 18. Oktober 1988 VII R 123/85, BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76, sowie BGH-Urteil in NJW 1993, 735, 736, jeweils m.w.N.;… von Wedelstädt in Beermann, a.a.O., § 125 AO 1977 Rz. 18;… Klein/Brockmeyer, Abgabenordnung, 7. Aufl., § 125 Rz. 2;… Tipke/Kruse, a.a.O., § 125 AO 1977 Rz. 6).
Insoweit kommt unangefochtenen Prüfungs-Verwaltungsakten Bindungswirkung zu (vgl. BFH-Urteil vom 18. Oktober 1988 VII R 123/85, BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76).
Dementsprechend gibt es im Steuerrecht nach der ständigen Rechtsprechung des BFH grundsätzlich nur ein verfahrensrechtliches Verwertungsverbot, auf das sich nur derjenige berufen kann, der die Prüfungsanordnung --oder einzelne Prüfungsmaßnahmen mit Verwaltungsaktcharakter-- erfolgreich angefochten hat bzw. der nach Abschluss der Prüfung oder Erledigung des betreffenden Prüfungs-Verwaltungsakts dessen Rechtswidrigkeit nach § 100 Abs. 1 Satz 4 FGO hat feststellen lassen (s. BFH-Urteile vom 4. Oktober 2006 VIII R 53/04, BStBl II 2007, 227, 233, unter II. 4. b der Gründe; vom 25. November 1997 VIII R 4/94, BFHE 184, 255, BStBl II 1998, 461; in BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76).
Im Unterschied zur Prüfungsanordnung ist für die Bestimmung des Prüfungsbeginns keine Schriftform angeordnet, weshalb sie auch mündlich (BFH-Urteil in BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76;… a.A. möglicherweise Tipke in Tipke/Kruse, a.a.O., § 197 AO Rz 3) oder durch schlüssiges Handeln erfolgen kann.
Wird die Erklärung einem Empfangsboten übermittelt, ist sie daher zu dem Zeitpunkt zugegangen, zu dem unter regelmäßigen Umständen damit zu rechnen ist, dass der Empfangsbote die Erklärung weiterleitet (vgl. BFH-Urteil in BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76, unter I.2.b).
Nach Sinn und Zweck des § 9 Abs. 1 VwZG tritt eine Heilung von Zustellungsmängeln jedoch nicht ein, wenn das Schriftstück lediglich dadurch nach den für die Bekanntgabe nach § 122 Abs. 1 Satz 1 AO 1977 geltenden Grundsätzen zugeht, daß es einem Empfangsboten übergeben wird, ohne daß es anschließend tatsächlich den Empfangsberechtigten erreicht (zum Empfangsboten BFH-Urteil vom 18. Oktober 1988 VII R 123/85, BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76, 78; Urteil des BGH vom 15. März 1989 VIII ZR 303/87, NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht 1989, 757; bejahend allerdings Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 9 VwZG Tz. 2).
BFH, 10.04.2003 - IV R 30/01
Der Lauf der Festsetzungsfrist wird in einem solchen Fall nicht gemäß § 171 Abs. 4 Satz 1 AO 1977 gehemmt (Abgrenzung zu den BFH-Urteilen vom 18. Oktober 1988 VII R 123/85, BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76, und vom 25. Januar 1989 X R 158/87, BFHE 156, 18, BStBl II 1989, 483).
Mit seiner Auffassung weicht der Senat nicht vom BFH-Urteil vom 18. Oktober 1988 VII R 123/85 (BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76) ab.
Wenn das BFH-Urteil vom 18. Oktober 1988 VII R 123/85 (BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76) und unter Bezugnahme hierauf der erkennende Senat (Urteil vom 14. März 1990 X R 104/88, BFHE 160, 207, BStBl II 1990, 612) ausführen, die Rechtmäßigkeit der Festsetzung des Prüfungsbeginns sei nicht Voraussetzung für eine wirksame Ablaufhemmung, wird dies begründet mit der Tatbestandswirkung der nicht angefochtenen diesbezüglichen Anordnung.
Dabei hemmen rechtzeitig vorgenommene Prüfungshandlungen des FA den Ablauf der Feststellungsfrist auch dann, wenn die Prüfungshandlungen aufgrund einer zwar rechtswidrigen, aber nicht unwirksamen Prüfungsanordnung ergehen, sofern die Prüfungsanordnung nicht mit Erfolg angefochten worden ist (vgl. BFH-Urteile vom 18. Oktober 1988 VII R 123/85, BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76; vom 14. März 1990 X R 104/88, BFHE 160, 207, BStBl II 1990, 612; Ruban in Hübschmann/Hepp/ Spitaler, Kommentar zur Abgabenordnung und Finanzgerichtsordnung, § 171 AO 1977 Rz.42; Frotscher in Schwarz, Abgabenordnung, § 171 Rz.8; Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, § 171 AO 1977 Tz.12).
Ein Verwaltungsakt verdient nur dann keine Beachtung - und ist deshalb als nichtig anzusehen -, wenn er die an eine ordnungsmäßige Verwaltung zu stellenden Anforderungen in einem so erheblichen Maße verletzt, daß von niemandem erwartet werden kann, ihn als unverbindlich anzuerkennen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76, 78 m.w.N.).
Er war zumindest dessen Empfangsbote (vgl. BFH in BFHE 154, 446, BStBl II 1989, 76, 78 m.w.N.;… Tipke/ Kruse, a.a.O., § 122 AO 1977 Tz.6).
FG Hamburg, 17.08.2011 - 2 K 42/11
Tonnagesteuer: Keine Mindestbetriebszeit bei einer Option zu Tonnagesteuer
FG Münster, 21.04.2010 - 6 K 3514/09
BFH, 16.09.1992 - X R 171/90
Rückwirkende Heilung eines Vertretungsmangels einer Einspruchseinlegung durch …
FG Baden-Württemberg, 11.09.2003 - 10 K 134/03
Mündliche Bekanntgabe des Beginns einer Außenprüfung; …
https://dejure.org/1988,1821
BFH, 04.10.1988 - VII R 59/86 (https://dejure.org/1988,1821)
BFH, Entscheidung vom 04.10.1988 - VII R 59/86 (https://dejure.org/1988,1821)
BFH, Entscheidung vom 04. Januar 1988 - VII R 59/86 (https://dejure.org/1988,1821)
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GG Art. 13; AO 1977 § 287 Abs. 1
Vollstreckung - Durchsuchung - Betretungsrecht
AO (1977) § 287 Abs. 1; GG Art. 13
Betreten von Geschäfts- oder Betriebsräumen zur Pfändung offen ausgelegter Waren durch Vollziehungsbeamte ohne richterlichen Durchsuchungsbeschluß zulässig
NJW 1989, 855
BB 1989, 279
BStBl II 1989, 55
Die vom BVerfG geforderten Voraussetzungen (BVerfGE 32, 54, 76) sind hier zweifelsfrei gegeben: Eine besondere Vorschrift (§ 200 Abs. 3 Satz 2 AO 1977) ermächtigt zum Betreten der Geschäftsräume zu einem grundsätzlich erlaubten und aus dem Gesetz erkennbaren Zweck, nämlich zur Durchführung einer Außenprüfung (vgl. BFH-Urteile vom 4. Oktober 1988 VII R 59/86, BFHE 154, 435, BStBl II 1989, 55, und in BFHE 155, 4, BStBl II 1989, 180).
Hierbei wird unter einer Durchsuchung stets das ziel- und zweckgerichtete Suchen staatlicher Organe nach Personen oder Sachen oder zur Ermittlung eines Sachverhalts verstanden, um etwas aufzuspüren, was der Inhaber der Wohnung bzw. der sonstigen Räumlichkeit von sich aus nicht offenlegen oder herausgeben will (vgl. etwa BVerfG, Beschluss vom 3.4.1979 1 BvR 994/76, BVerfGE 51, 97 ff., unter C.I.2.a aa; BFH, Urteil vom 4.10.1988 VII R 59/86, NJW 1989, 279, unter II.3.a).
Hier ist in verfassungsrechtlicher Hinsicht nicht erforderlich, dass eine vorherige richterliche Anordnung ergeht (vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 6.9.1974 I C 17.73, BVerwGE 47, 31, unter 2.; BFH-Urteil in NJW 1989, 855, unter II.3.a, jeweils m.w.N. aus der Rechtsprechung; siehe auch etwa Papier in Maunz/Dürig, Art. 13 GG Rz 21 ff.;… Jarass in Jarass/Pieroth, !3. Aufl. 2014 Rz 14 f.).
Der auch im Steuerrecht geltende Grundsatz von Treu und Glauben verbietet dem FA unter Berufung auf das nachträgliche Bekanntwerden einer Tatsache, einen Änderungsbescheid nach § 173 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO zu erlassen, wenn dem FA die Tatsache vor dem Erlass des zu ändernden Bescheids infolge Verletzung der ihm obliegenden Ermittlungspflicht (zunächst) unbekannt geblieben ist (z.B. Urteile des BFH vom 20. Dezember 1988 VIII R 121/83, BStBl II 1989, 55; vom 11. November 1987 I R 108/85, BStBl 1988, 115, jeweils mit weiteren Nachweisen).
Kennzeichnend für die Durchsuchung ist das ziel- und zweckgerichtete Handeln staatlicher Organe in einer Wohnung, um dort planmäßig etwas aufzuspüren (BVerfGE 51, 97, 106 [BVerfG 03.04.1979 - 1 BvR 994/76] = NJW 1979, 1539; BFH NJW 1989, 855 [BFH 04.10.1988 - VII R 59/86] m.w.N.).
BFH, 28.09.1988 - X R 49/81
https://dejure.org/1988,1669
BFH, 28.09.1988 - X R 49/81 (https://dejure.org/1988,1669)
BFH, Entscheidung vom 28.09.1988 - X R 49/81 (https://dejure.org/1988,1669)
BFH, Entscheidung vom 28. September 1988 - X R 49/81 (https://dejure.org/1988,1669)
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UStG 1967/1973 § 12 Abs. 2 Nr. 1 i.V.m. Nr. 43 der Anlage 1; ZT Vorschrift Nr. 4 zu Kap. 49, Tarifnr. 49.11
Ermäßigter Steuersatz - Fremdenverkehrsprospekte - Faltprospekte - Werbezwecke - Inhaltlicher Bezug
§ 12 Abs. 2 UStG 1967
Umsatzsteuer; Steuersatz bei Lieferung von Fremdenverkehrsprospekten
BFHE 154, 200
BFHE 155, 200
BB 1989, 613
BStBl II 1989, 208
afp 1989, 602
a) "Werbung" ist die zwangfreie und absichtliche Form der Beeinflussung, die die Menschen zur Erfüllung des Werbeziels veranlassen soll (BFH vom 28. September 1988 X R 49/81, BFHE 155, 200, BStBl II 1989, 208 m.w.N.).
Es kommt nicht darauf an, auf welche Weise die Einflussnahme im Einzelnen verwirklicht werden soll, sondern nur darauf, dass sie (erkennbar) beabsichtigt ist (vgl. BFH vom 28. September 1988 X R 49/81, BFHE 155, 200, BStBl II 1989, 208; Lange in Offerhaus/Söhn/Lange, UStG, § 12 Abs. 2 Nr. 1, Rd. 459).
Teilweise wird das Raumverhältnis als gänzlich unerheblich angesehen (Langer in Hartmann/Metzenbacher, UStG, § 12 Abs. 2 Nr. 1 Rd. 118 b) und nach vorstehenden Kriterien auch nicht ergänzend herangezogen (BFH vom 28. September 1988 X R 49/81, BFHE 155, 200, BStBl II 1989, 208 zu 2 c a.E. m.w.N.).
Ausgehend von den allgemein anerkannten Auslegungskriterien ergibt sich die Entscheidung aus der tatrichterlichen Würdigung und Überzeugung gemäß § 96 FGO (…vgl. betreffend § 118 Abs. 2 FGO: BFH vom 2. April 1996 VII R 119/94, BFHE 180, 231, BFH/NV 1996, 306 zu II 2 a;vom 28. September 1988 X R 49/81, BFHE 155, 200, BStBl II 1989, 208 zu 4).
BFH, 17.08.1993 - VII R 34/93
Bereits nach dem Wortlaut der Vorschrift kommt es in der zweiten Alternative - im Gegensatz zur ersten - auf die Person des Werbungtreibenden (im Sinne eines Wirtschaftsunternehmens) nicht an; entscheidend ist vielmehr, daß ein Druck nach seiner Beschaffenheit und seiner erkennbaren Zweckbestimmung überwiegend Werbezwecken dient (vgl. BFH-Urteil vom 28. September 1988 X R 49/81, BFHE 155, 200, 203, BStBl II 1989, 208).
Gestützt auf diese Erläuterungen hielt es der Senat für geboten, für die Bestimmung des Begriffs Werbung im Sinne der Vorschrift 4 zu Kap. 49 GZT den weitgespannten Werbungsbegriff zugrunde zu legen, den die Rechtsprechung des BFH entwickelt hat (BFHE 155, 200).
Dabei ist von folgendem auszugehen: Ob Werbezwecke überwiegen, ist nach der Beschaffenheit und der erkennbaren Zweckbestimmung der Druckschrift zu beurteilen (BFHE 155, 200, 203 m.w.N.).
Entscheidend ist, ob ein Druck nach seiner Beschaffenheit und seiner erkennbaren Zweckbestimmung, also nach Art der Aufmachung, des Inhalts und Herausgabezwecks, soweit diese ihren Niederschlag in dem Druck gefunden haben, überwiegend Werbezwecken dient (…BFH-Urteile in BFH/NV 1994, 433, und vom 28. September 1988 X R 49/81, BFHE 155, 200, BStBl II 1989, 208).
FG Düsseldorf, 22.11.1995 - 4 K 5847/94
Antrag auf verbindliche Zolltarifauskunft über die Einreichung einer …
Der Senat ist von dem weitgespannten Werbebegriff ausgegangen, den die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) entwickelt hat (insbesondere Urteil vom 28. September 1988 X R 49/81, BFHE 155, 200, 203, BStBl II 1989, 208).
Dabei ist davon auszugehen, daß nach der Beschaffenheit und der erkennbaren Bestimmung der Druckschrift zu beurteilen ist, ob Werbezwecke überwiegen (BFHE 155, 200, 203, m. w. N.).
Es ist nach der Beschaffenheit und der erkennbaren Zweckbestimmung der Druckschrift --nicht nur nach der Seitenzahl-- zu beurteilen, ob die Schrift überwiegend darauf ausgerichtet ist, durch zwangfreie und absichtliche Beeinflussung den Werbeadressaten zur Erfüllung des Werbeziels, d.h. insbesondere zur Inanspruchnahme entgeltlicher Waren oder Dienstleistungen zu veranlassen (…vgl. z.B. BFH-Entscheidungen vom 24. November 2005 V B 197/04, BFH/NV 2006, 624;… vom 18. Februar 1997 VII R 26/96, BFH/NV 1997, 726, Zeitschrift für Zölle und Verbrauchsteuern --ZfZ-- 1997, 234; vom 2. April 1996 VII R 119/94, BFHE 180, 231, ZfZ 1996, 378;… vom 17. August 1993 VII R 34/93, BFH/NV 1994, 433; vom 28. September 1988 X R 49/81, BFHE 155, 200, BStBl II 1989, 208; vom 10. Dezember 1974 VII K 2/73, BFHE 114, 519, ZfZ 1975, 203).
Werbung ist - auch im Sinne von Vorschrift 4 zu Kapitel 49 GZT - eine Einflußnahme zur Erfüllung des Werbeziels, und zwar jedenfalls dann, wenn der werbende Einfluß den Entschluß zum Erwerb von Gegenständen oder zur Inanspruchnahme entgeltlicher Leistungen hervorrufen soll (Bundesfinanzhof, Urteil vom 28. September 1988 X R 49/81, BFHE 155, 200, 203, BStBl II 1989, 208 - Fremdenverkehrsprospekte).
FG Berlin-Brandenburg, 21.03.2013 - 5 K 5106/12
Für die Abgrenzung ist nicht entscheidend auf das Raumverhältnis zwischen werbendem und anderem Text, sondern auf die Art der Aufmachung, den Inhalt und den Herausgabezweck des Druckerzeugnisses abzustellen, sofern diese Kriterien in dem Druckerzeugnis ihren Niederschlag gefunden haben (Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 28.9.1988 X R 49/81, BStBl II 1989, 208;…Husmann in Rau/Dürrwächter, Umsatzsteuergesetz, § 12 Rn. 661).
Werbezwecken dient deshalb auch eine in die Form einer Sachinformation gekleidete positive Darstellung eines Objekts, die dem Adressaten eine bestimmte Entscheidung im Sinne des jeweiligen Werbeziels nahelegen soll (vgl. BFH vom 28.9.1988 X R 49/81, BStBl II 1989, 208).
FG Rheinland-Pfalz, 14.12.2001 - 3 K 2673/98
Kein ermäßigter Steuersatz für die Lieferung von Druckschriften, die überwiegend …
Unter Werbung ist im allgemeinen wie im wirtschaftswissenschaftlichen Sprachgebrauch zu verstehen eine "zwangfreie und absichtliche Form der Beeinflussung, welche die Menschen zur Erfüllung des Werbeziels veranlassen soll" (BFH-Urteil vom 28. September 1988 X R 49/81, BStBl II 1989, 208 m. w. N.).
Ob ein Druck überwiegend Werbezwecken dient, bestimmt sich nach Art. der Aufmachung, Inhalt und Herausgabezweck, soweit diese ihren Niederschlag in dem Druck gefunden hat (BFH-Urteil vom 28. September 1988 X R 49/81 a. a. O.).
Als Werbung in diesem Sinne versteht der Senat in Einklang mit der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung die zwangfreie und absichtliche Form der Beeinflussung, welche Menschen zur Erfüllung des Werbeziels veranlassen soll, und zwar mindestens insoweit, als das Werbeziel darin besteht, den Entschluss zum Erwerb von Gegenständen oder zur Inanspruchnahme von sonstigen Leistungen auszulösen (vgl. BFH-Urteile vom 24. September 1987 V R 105/77, BStBl II 1988, 303 und vom 28. September 1988 X R 49/81, BStBl II 1989, 208).
FG Berlin-Brandenburg, 08.11.2011 - 5 K 5278/08
Ferienmagazin als umsatzsteuerlich dem Regelsteuersatz unterliegende, überwiegend …
BFH, 12.10.1988 - I R 210/84
https://dejure.org/1988,1473
BFH, 12.10.1988 - I R 210/84 (https://dejure.org/1988,1473)
BFH, Entscheidung vom 12.10.1988 - I R 210/84 (https://dejure.org/1988,1473)
BFH, Entscheidung vom 12. Januar 1988 - I R 210/84 (https://dejure.org/1988,1473)
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FGO § 116 Nr. 5, § 145 Abs. 1
Rüge von Verfahrensfehlern - Kostenentscheidung - Fehlende Begründung
Finanzgerichtsordnung; unzulässige Revision bei Verfahrensrüge nur bezüglich der Kostenentscheidung
BFHE 154, 489
BStBl II 1989, 110
Dies schließt eine Nichtzulassungsbeschwerde selbst dann aus, wenn Revisionszulassungsgründe hinsichtlich der Kostenentscheidung der Sache nach vorliegen (Senatsbeschluss vom 14. Oktober 1999 IV B 122/98, BFH/NV 2000, 345, unter Hinweis auf BFH-Beschluss vom 12. Oktober 1988 I R 210/84, BFHE 154, 489, BStBl II 1989, 110 zur früheren zulassungsfreien Revision).
Es muß vielmehr ein Zulassungsgrund in bezug auf die Hauptsache vorliegen, wenn die Nichtzulassungsbeschwerde erfolgreich sein soll (vgl. auch BFH-Beschluß vom 12. Oktober 1988 I R 210/84, BFHE 154, 489, BStBl II 1989, 110, zur vergleichbaren Frage bei einer nur auf die Kostenentscheidung bezogenen Rüge nach § 116 Nr. 5 FGO für eine zulassungsfreie Revision).
Es muß vielmehr in bezug auf die Hauptsache ein Zulassungsgrund ordnungsgemäß dargelegt werden, wenn die Nichtzulassungsbeschwerde zulässig sein soll (vgl. auch Beschluß des BFH vom 12. Oktober 1988 I R 210/84, BFHE 154, 489, BStBl II 1989, 110, zur vergleichbaren Frage bei einer nur auf die Kostenentscheidung bezogenen Rüge nach § 116 Nr. 5 FGO für eine zulassungsfreie Revision).
BFH, 21.08.2007 - VII B 247/06
Unzulässigkeit einer Nichtzulassungsbeschwerde wenn Abweisung der Klage auf …
Dies gilt auch für die Nichtzulassungsbeschwerde, und zwar selbst dann, wenn in Bezug auf die Kostenentscheidung Revisionszulassungsgründe hinsichtlich der Kostenentscheidung der Sache nach vorliegen (BFH-Beschluss vom 14. Oktober 1999 IV B 122/98, BFH/NV 2000, 345, unter Hinweis auf BFH-Beschluss vom 12. Oktober 1988 I R 210/84, BFHE 154, 489, BStBl II 1989, 110, zur früheren zulassungsfreien Revision).
BFH, 30.01.2012 - VII B 187/11
Beschwerde gegen die Kostenentscheidung des FG; Verfahrensrüge bei kumulativer …
Das gilt auch, wenn das Rechtsmittel in der Hauptsache --wie im Streitfall die Nichtzulassungsbeschwerde-- keinen Erfolg hat (§ 145 FGO), und zwar selbst dann, wenn in Bezug auf die Kostenentscheidung Revisionszulassungsgründe hinsichtlich der Kostenentscheidung der Sache nach vorliegen (BFH-Beschluss vom 14. Oktober 1999 IV B 122/98, BFH/NV 2000, 345, unter Hinweis auf den BFH-Beschluss vom 12. Oktober 1988 I R 210/84, BFHE 154, 489, BStBl II 1989, 110, zur früheren zulassungsfreien Revision).
Die insoweit erhobene Rüge eines Verfahrensmangels kann nicht zur Zulassung der Revision führen (…Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 4. Aufl. 1997, § 145 Rz. 1; ebenso für die zulassungsfreie Revision BFH-Beschluß vom 12. Oktober 1988 I R 210/84, BFHE 154, 489, BStBl II 1989, 110).
Diese durch das Gesetz zur Änderung der Finanzgerichtsordnung und anderer Gesetze vom 21. Dezember 1992 (BGBl 1, 2109) neugefaßte Vorschrift, die hier nach dessen Art. 7 Satz 2 bereits anzuwenden ist, hat zur Folge, daß die Revision wegen der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtsfrage, die sich nur im Hinblick auf die Kostenentscheidung stellt, oder eines der sonstigen Zulassungsgründe des § 115 Abs. 2 FGO, der allein die Kostenentscheidung betrifft, nicht zuzulassen ist (Beschluß des Senats vom 18. März 1994 III B 543/90, BFHE 173, 506 [BFH 18.03.1994 - III B 543/90], BStBl II 1994, 473; vgl. Beschlüsse des Bundesfinanzhofs -- BFH -- vom 12. November 1993 III B 234/92, BFHE 173, 196, BStBl II 1994, 401, und vom 12. Oktober 1988 I R 210/84, BFHE 154, 489, BStBl II 1989, 110 zur Revisionsrüge nach § 116 Nr. 5 FGO; Beschluß des Bundesverwaltungsgerichts -- BVerwG -- vom 14. Juni 1966 VII 78/64, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung -- HFR -- 1966, 440).
Es muß vielmehr in bezug auf die Hauptsache ordnungsgemäß ein Zulassungsgrund dargelegt werden, wenn die Nichtzulassungsbeschwerde zulässig sein soll (vgl. auch BFH-Beschluß vom 12. Oktober 1988 I R 210/84, BFHE 154, 489, BStBl II 1989, 110 zur vergleichbaren Frage bei einer nur auf die Kostenentscheidung bezogenen Rüge nach § 116 Nr. 5 FGO für eine zulassungsfreie Revision).
BFH, 02.11.1995 - III R 184/94
Anforderungen an einen wesentlichen Verfahrensmangel für die Zulassungsfreiheit …
Der gemäß § 116 Abs. 1 Nr. 5 FGO zu rügende wesentliche Verfahrensmangel muß sich deshalb auf die Entscheidung in der Hauptsache beziehen (…vgl. BFH-Beschlüsse vom 5. Dezember 1986 VI R 58/86, BFH/NV 1987, 175, und vom 12. Oktober 1988 I R 210/84, BFHE 154, 489, BStBl II 1989, 110;… Tipke/Kruse, Abgabenordnung -- Finanzgerichtsordnung, 15. Aufl., § 116 FGO Tz. 20).
BFH, 27.02.1995 - VI R 61/94
Der gemäß § 116 Abs. 1 Nr. 5 FGO zu rügende wesentliche Mangel des Verfahrens muß sich deshalb auf die Entscheidung in der Hauptsache beziehen (…vgl. BFH-Beschlüsse vom 5. Dezember 1986 VI R 58/86, BFH/NV 1987, 175, und vom 12. Oktober 1988 I R 210/84, BFHE 154, 489, BStBl II 1989, 110;… Tipke/Kruse, Abgabenordnung- Finanzgerichtsordnung, 15. Aufl., § 116 FGO Tz. 20).
BFH, 29.11.1995 - II B 100/95
https://dejure.org/1988,1987
BFH, 12.10.1988 - II B 85/88 (https://dejure.org/1988,1987)
BFH, Entscheidung vom 12.10.1988 - II B 85/88 (https://dejure.org/1988,1987)
BFH, Entscheidung vom 12. Januar 1988 - II B 85/88 (https://dejure.org/1988,1987)
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AO 1977 § 119 Abs. 1, § 124 Abs. 3, § 125; FGO § 115 Abs. 2 und 3
Steuerbescheid - Rechtswidrigkeit - Anfechtbarkeit - Nichtigkeit - Fehlende inhaltliche Bestimmtheit - Mehrere Rechtsvorgänge - Unaufgegliederte Zusammenfassung - Allgemeiner Rechtssatz - Offenkundiger Fehler
BFHE 154, 439
BStBl II 1989, 12
BStBl II 1989, 439
Auf die mögliche Nichtigkeitsfolge bei unaufgegliederter Zusammenfassung mehrerer Rechtsvorgänge in einem Steuerbescheid hat der erkennende Senat auch bereits in seinem Beschluss vom 12. Oktober 1988 II B 85/88 (BFHE 154, 439) hingewiesen und dabei betont, dass die zur Gesellschaftsteuer ergangenen BFH-Entscheidungen vom 30. Januar 1980 II R 90/75 (BFHE 130, 74, BStBl II 1980, 316), in BFHE 131, 448, BStBl II 1981, 84, und in BFHE 139, 432, BStBl II 1984, 140 für alle Steuerarten allgemeine Rechtsprechungsgrundsätze zu den Anforderungen an den notwendigen Inhalt von Steuerbescheiden enthalten, mit denen mehrere selbständig steuerpflichtige Erwerbsvorgänge erfasst werden sollen.
Im Übrigen führe die unaufgegliederte Festsetzung von Aussetzungszinsen sowohl für das außergerichtliche als auch für das gerichtliche Rechtsbehelfsverfahren - wie schon im Einspruchsverfahren ausgeführt - dazu, dass der Verwaltungsakt mangels inhaltlicher Bestimmtheit (§ 119 Abs. 1 AO) nichtig sei (BFH-Urteil vom 30.01.1980 II R 90/75, BStBl. II 1980, 316; BFH-Beschluss vom 12.10.1988 II B 85/88, BStBl. II 1989, 12).
Der BFH-Beschluss vom 12.10.1988 II B 85/88 aaO betraf mehrere der Grunderwerbsteuer unterliegende Erwerbsvorgänge.
Der Kläger hat nicht beachtet, dass die Streitfrage, ob gewillkürtes Betriebsvermögen vorliegt, "weil die Unterbeteiligung bzw. die Forderung objektiv dazu geeignet war, den Betrieb zu fördern", nur unter Heranziehung der tatsächlichen Besonderheiten des konkreten Sachverhalts entschieden werden kann (vgl. BFH-Beschluss vom 12. Oktober 1988 II B 85/88, BFHE 154, 439, BStBl II 1989, 12).
Sie haben außer Acht gelassen, dass sich die Frage, welcher Fehler besonders schwerwiegend und offenkundig i.S. des § 125 Abs. 1 der Abgabenordnung (AO 1977) ist und zur Nichtigkeit des davon betroffenen Bescheids führt, nur von Fall zu Fall --unter Heranziehung der tatsächlichen Besonderheiten des konkreten Sachverhalts-- entscheiden lässt (vgl. BFH-Beschluss vom 12. Oktober 1988 II B 85/88, BFHE 154, 439, BStBl II 1989, 12).
https://dejure.org/1988,1637
BFH, 12.10.1988 - I R 212/84 (https://dejure.org/1988,1637)
BFH, Entscheidung vom 12.10.1988 - I R 212/84 (https://dejure.org/1988,1637)
BFH, Entscheidung vom 12. Januar 1988 - I R 212/84 (https://dejure.org/1988,1637)
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FGO § 115 Abs. 1; GKG § 13 Abs. 1
Erledigung in der Hauptsache - Erledigungserklärung - Streitwert - Kosteninteresse
Finanzgerichtsordnung; Streitwert bei Erledigung in der Hauptsache
BStBl II 1989, 106
b) Es ist zwar grundsätzlich geklärt, dass sich der Streitwert einer Revision gegen ein die Erledigung der Hauptsache feststellendes oder diese ablehnendes FG-Urteil in der Regel nur noch nach dem sog. Kosteninteresse des Klägers bemisst (BFH-Beschluss vom 12. Oktober 1988 I R 212/84, BFHE 154, 491, BStBl II 1989, 106).
Da der Beklagte der Erledigungerklärung der Kläger nicht zustimmt, ist Gegenstand des Rechtsstreits nunmehr die Frage der Erledigung und die Kostenfrage (vgl. BFH, Beschluss vom 12. Oktober 1988 I R 212/84, BStBl II 1989, 106 ).
Da das FA dem nicht zugestimmt hat, war Gegenstand des Rechtsstreits nunmehr allein die Frage der Erledigung und die Kostenfrage (vgl. z.B. BFH, Beschluss vom 12. Oktober 1988 I R 212/84, BStBl II 1989, 106).