Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=07.07.1994&Aktenzeichen=III%20ZR%2052/93
Timestamp: 2020-07-13 12:26:34
Document Index: 221955176

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 07.07.1994 - III ZR 52/93 - dejure.org
https://dejure.org/1994,852
BGH, 07.07.1994 - III ZR 52/93 (https://dejure.org/1994,852)
BGH, Entscheidung vom 07.07.1994 - III ZR 52/93 (https://dejure.org/1994,852)
BGH, Entscheidung vom 07. Juli 1994 - III ZR 52/93 (https://dejure.org/1994,852)
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Schutzimpfung - Impfärztin - Amtspflicht
LG Berlin, 12.03.1992 - 13 O 400/91
KG, 23.03.1993 - 9 U 3564/92
KG, 20.02.1996 - 9 U 5492/94
BGHZ 126, 386
NJW 1994, 3012
MDR 1995, 585
VersR 1994, 1228
Einer solchen Risikoaufklärung bedarf es auch bei einer freiwilligen Impfung, und zwar selbst dann, wenn diese öffentlich empfohlen ist (BGHZ 126, 386; BGH, Urteil vom 15. Februar 1990 - III ZR 100/88 - VersR 1990, 737 zu 3.; vgl. auch BGH, Urteil vom 26. Januar 1959 - III ZR 213/57 - VersR 1959, 355).
d) Mit Recht macht die Revisionserwiderung allerdings geltend, daß die Beklagten nach dem bereits mehrfach erwähnten Urteil des Bundesgerichtshofs in BGHZ 126, 386 auf die Gefahr der Ansteckung von Kontaktpersonen der mit Lebendviren geimpften Klägerin hätte hinweisen müssen, was hier nicht geschehen ist.
Ihre Unterlassung stellt daher einen Behandlungsfehler dar, der Schadensersatzansprüche von seiten geschädigter Dritter auslösen kann (BGHZ 126, 386, 388).
Es muß mithin eine besondere Beziehung zwischen der verletzten Amtspflicht und dem geschädigten "Dritten" bestehen (Senat BGHZ 110, 1, 8 f.; BGHZ 122, 317, 320 f; BGHZ 126, 386, 393; BGHZ 129, 23, 25).
BSG, 20.07.2005 - B 9a/9 VJ 2/04 R
Impfung - Impfschaden - öffentliche Impfempfehlung - Bekanntmachung - …
Versäumnisse bei der therapeutischen Beratung sind als Behandlungsfehler zu werten (vgl BGHZ 126, 386, mwN).
Entscheidend für Bestehen und Umfang der ärztlichen Aufklärungspflicht ist zunächst, ob das betreffende Risiko dem Eingriff spezifisch anhaftet und ob es bei seiner Verwirklichung die Lebensführung des Patienten besonders belastet (BGHZ 126, 386, 389; BGH, VersR 1996, 330, 331).
Unabhängig davon, dass statistischen Risikowerten bei der Frage des Bestehens einer Aufklärungspflicht ohnehin nur eine vergleichsweise geringe Bedeutung zukommt (BGHZ 126, 386, 389), sind die von den Sachverständigen ermittelten Schadenswahrscheinlichkeiten nicht in einer zu vernachlässigenden Weise gering.
Maßgebend ist vielmehr, ob das betreffende Risiko dem Eingriff spezifisch anhaftet und es bei seiner Verwirklichung die Lebensführung des Patienten besonders belastet ( vgl. BGHZ 126, 386, 389 und BGH in VersR 1996, 330, 331 ).
BGH, 09.05.1996 - III ZR 109/95
Drittbezogenheit von Amtspflichten eines Soldaten
Anspruch auf Schmerzensgeld hinsichtlich der Folgen einer durch den Kontakt mit …
Gewährung von Versorgung wegen gesundheitlicher Folgen von Schutzimpfungen; …
LG Berlin, 12.04.2007 - 6 O 386/05
LG Dortmund, 04.05.2011 - 4 O 55/09
Unterbliebene Aufklärung über die Risiken der Leitungsanästhesie führt auch bei …