Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20112,%20229
Timestamp: 2020-02-25 21:18:31
Document Index: 300817472

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2306', 'BGH', '§ 2270', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1944', '§ 2260', 'BGH', '§ 1944', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2262', '§ 1944', 'BGH']

BGH, 26.09.1990 - IV ZR 131/89 - dejure.org
https://dejure.org/1990,296
BGH, 26.09.1990 - IV ZR 131/89 (https://dejure.org/1990,296)
BGH, Entscheidung vom 26.09.1990 - IV ZR 131/89 (https://dejure.org/1990,296)
BGH, Entscheidung vom 26. September 1990 - IV ZR 131/89 (https://dejure.org/1990,296)
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Verfügung von Todes wegen - Verkündung - Eröffnung des Testaments - Ladung des Erben - Kenntniserlangung des Erben - Eigener unmittelbarer Vorteil - Anfechtungsrecht - Ausschlagungsfrist
Zum Beginn der Ausschlagungsfrist gemäß § 2306 Abs. 1 S. 2 BGB
BGHZ 112, 229
NJW 1991, 169
FamRZ 1991, 52
WM 1991, 146
BB 1990, 2296
DB 1991, 39
Rpfleger 1991, 111
b) Dementsprechend ist auch in der Frage, ob und in welchem Umfang in einem gemeinschaftlichen Testament getroffene Anordnungen wechselbezüglich i.S.d. § 2270 I BGB sind, ausschließlich auf den übereinstimmenden Willen der Ehegatten zum Zeitpunkt der Testamentserrichtung abzustellen (BGHZ 112, 229, 233).
Handelt es sich - wie hier - um ein gemeinschaftliches Testament, dann ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes bei der Auslegung stets zu prüfen, ob ein nach dem Verhalten des einen Ehegatten mögliches Auslegungsergebnis auch dem Willen des anderen Teiles entsprochen hat (BGHZ 112, 229, 233).
Maßgeblich ist der übereinstimmende Wille der Ehegatten zum Zeitpunkt der Testamentserrichtung (BGHZ 112, 229/233).
Als Verkündung einer Verfügung von Todes wegen im Sinne des § 1944 Abs. 2 Satz 2 BGB reicht die schlichte Eröffnung gemäß § 2260 Abs. 2 Satz 2 und 3 BGB, wenn der Erbe zu ihr nicht geladen wird, nicht aus (vgl. BGHZ 112, 229/234 ff.).
Eine derartige Kenntnis ist unverzichtbar, weil es sich bei der in § 1944 Abs. 2 Satz 2 BGB an die Verkündung geknüpften Rechtsfolge um einen erheblichen Eingriff in die Rechtsstellung des Erben handelt, der ohne dessen Kenntnis kaum gerechtfertigt erschiene (BGHZ 112, 229/236).
Maßgeblich ist der übereinstimmende Wille der Ehegatten zum Zeitpunkt der Testamentserrichtung (BGHZ 112, 229/233f.).
OLG München, 02.12.2010 - 31 Wx 67/10
Beginn der Erbausschlagungsfrist: Kenntniserlangung des Nacherben vom …
Verkündet ist dann erst, wenn der Erbe von der Eröffnung Kenntnis erlangt (BGHZ 112, 229/234 ff.).
Bei einer schriftlichen Kundgabe ist dies dann der Fall, wenn die schriftliche Kundgabe vom Inhalt wie auch von der Adressierung her an ihn als etwaigen Beteiligten im Sinne des § 2262 BGB gerichtet ist, so dass eine frühere Kenntnisnahme (a.A. Staudinger/Otte BGB § 1944 Rn. 19 unter Ablehnung von BGHZ 112, 229/234 ff.) oder eine solche bei Gelegenheit nicht ausreichend ist.
OLG Düsseldorf, 17.12.2019 - 25 Wx 55/19
BayObLG, 30.09.1992 - BReg. 1 Z 72/91
BayObLG, 19.03.1992 - BReg. 1 Z 56/91
Erbschaftsausschlagung bei auf dem Gebiet der ehemaligen DDR belegenem …
BayObLG, 27.05.1991 - BReg. 1 Z 24/91
Umfang der Abänderungsbefugnis eines Ehegatten beim gemeinschaftlichen Testament
OLG Brandenburg, 15.10.1996 - 10 Wx 51/95
Pflicht zur Aufklärung des Sachverhalts von Amts wegen; Erblasser, die vor dem …