Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F19-09-2003-2A-426-2003
Timestamp: 2016-10-22 13:34:40
Document Index: 366597189

Matched Legal Cases: ['Art. 100', 'Art. 17', 'Art. 108', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 156', 'Art. 153', 'Art. 153']

2A.426/2003 (19.09.2003)
Beschwerdef�hrer, vertreten durch A.________,
Der t�rkische Staatsangeh�rige A.________ (geboren 1955) ist seit 1987 im Besitz der Niederlassungsbewilligung. Nach der Scheidung seiner Ehe mit einer Landsfrau kehrten seine beiden S�hne C.________ (geboren 1982) und B.________ (geboren 1988) mit ihrer Mutter in die T�rkei zur�ck. C.________ reiste 1999 als Besucher wieder in die Schweiz ein und erhielt im Jahre 2000 eine humanit�re Aufenthaltsbewilligung.
Am 25. Juli 2001 reiste der Sohn B.________ mit einem 60 Tage g�ltigen Besuchervisum in die Schweiz ein. Er h�lt sich seither bei seinem Vater und seinem �lteren Bruder in St. Gallen auf. Am 24. April 2002 stellte A.________ ein Familiennachzugsgesuch f�r B.________. Das Ausl�nderamt des Kantons St. Gallen wies das Gesuch mit Verf�gung vom 29. Oktober 2002 ab. Erfolglos rekurrierte A.________ dagegen an das Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen.
Gegen den Departementsentscheid erhob A.________ mit Eingabe vom 12. Mai 2003 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen und ersuchte gleichzeitig um Ansetzung einer angemessenen Nachfrist zur Beschwerdebegr�ndung. Diesem Begehren wurde entsprochen. Nachdem A.________ innert der angesetzten und in der Folge noch erstreckten Frist keine Erg�nzung des Rechtsmittels eingereicht hatte, ist das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen mit Urteil vom 11. August 2003 androhungsgem�ss auf die Beschwerde nicht eingetreten.
Mit Eingabe vom 15. September 2003 hat A.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht eingereicht mit dem Antrag, dem Gesuch um Erteilung der Niederlassungsbewilligung zu entsprechen und die Ausl�nderbeh�rde anzuweisen, den Aufenthalt des betroffenen Sohnes bis zum Beschwerdeentscheid zu erlauben.
Das Bundesgericht hat davon abgesehen, die kantonalen Beh�rden zur Vernehmlassung einzuladen.
Das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen ist eine letztinstanzliche kantonale Verf�gung, welche der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht unterliegt (vgl. Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG, Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder [ANAG; SR 142.20]). Ob der minderj�hrige Sohn, dem im vorinstanzlichen Verfahren nicht Parteistellung zukam, zur F�hrung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde befugt ist, kann offen bleiben.
2.1 Nach Art. 108 Abs. 2 OG hat die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter anderem die Begehren und deren Begr�ndung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten. Die Begr�ndung braucht nicht zuzutreffen, aber sie muss sachbezogen sein. Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen Nichteintretensentscheide der Vorinstanz, die lediglich eine Auseinandersetzung mit der materiellen Seite des Falles enthalten, gelten nicht als sachbezogen begr�ndete und damit als rechtsgen�gliche Beschwerden (BGE 118 Ib 134 E. 2 S. 136).
2.2 Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist das Urteil, mit dem das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen auf die Beschwerde in Sachen Familiennachzug nicht eingetreten ist. Die Eingabe an das Bundesgericht befasst sich indessen lediglich mit den materiellen Gesichtspunkten des Rechtsstreits, w�hrend eine Auseinandersetzung mit der prozessualen Erledigung durch die Vorinstanz fehlt und deren Vorgehen nicht einmal ger�gt wird. Mangels einer sachbezogenen Begr�ndung kann daher auf die Rechtsvorkehr nicht eingetreten werden.
3. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich somit als offensichtlich unzul�ssig und ist im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG zu erledigen. Mit diesem Entscheid wird das Gesuch um vorsorgliche Massnahme gegenstandslos.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 und 7 in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG)