Source: http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsanwalt/strafrecht/strafmuendigkeit
Timestamp: 2016-10-23 09:37:53
Document Index: 38256528

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 1', '§ 19', '§ 1', '§ 3', '§ 1', '§ 20', '§ 21', '§ 186']

Strafmündigkeit - Infos und Rechtsberatung
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StrafmündigkeitStand: 30.10.2013 Vorab: der Begriff der Strafmündigkeit wird nicht vom Gesetzgeber gebraucht. Er beschreibt lediglich die Schuldfähigkeit eines Menschen.
Die gegenwärtige Gesetzeslage unterscheidet entsprechend § 19 StGB und § 1 Abs 2 JGG vier strafrechtlich relevante Alterstufen:
- Kinder sind Personen unter 14 Jahren. Sie fallen nicht unter das Jugendstrafrecht, weil sie nach der ausdrücklichen gesetzlichen Bestimmung des § 19 StGB schuldunfähig sind.
- Jugendlicher ist, wer zur Zeit der Tat 14 aber noch nicht 18 Jahre alt ist, § 1 Abs 2 JGG. Ein Jugendlicher ist nur dann strafrechtlich verantwortlich, wenn er zur Tatzeit nach seiner sittlichen und geistigen Entwicklung reif genug ist, das Unrecht der Tat einzusehen und nach dieser Einsicht zu handeln, § 3 S 1 JGG.
- Heranwachsender ist, wer zur Zeit der Tat 18 aber noch nicht 21 Jahre alt ist, § 1 Abs 2 JGG. Die strafrechtliche Verantwortlichkeit eines Heranwachsenden wird vom Gesetz unterstellt und kann nur im Einzelfall nach Maßgabe der § 20 StGB, § 21 StGB ausgeschlossen sein.
- Erwachsener ist, wer zur Zeit der Tat 21 Jahre und älter ist.
Diese nach formalen Kriterien getroffene Einteilung, die insbesondere den materiellen Gehalt dessen, was einen Jugendlichen ausmacht, nicht kennzeichnet, wird den biologischen und psychologischen Erkenntnissen eines kontinuierlichen Reifungsprozesses allerdings nur unzureichend gerecht. Für die Altersberechnung gelten mangels (jugend)strafrechtlicher Vorschriften die §§ 186 BGB. Weiteres zum Thema erhalten Sie bei den Rechtsanwälten der Deutschen Anwaltshotline
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