Source: https://judicialis.de/Bundesarbeitsgericht_5-AZR-160-01_Urteil_09.10.2002.html
Timestamp: 2020-02-24 14:45:20
Document Index: 69068512

Matched Legal Cases: ['§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 253']

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 09.10.2002 mit dem Az.: 5 AZR 160/01	/* Banner Ads */
Aktenzeichen: 5 AZR 160/01
5 AZR 160/01
1. Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz vom 16. November 2000 - 4 Sa 1081/00 - aufgehoben.
2. Die Berufung des Klägers gegen das Urteil des Arbeitsgerichts Trier vom 25. Juli 2000 - 3 Ca 624/00 - wird zurückgewiesen.
I. Nach § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO muß die Klageschrift die bestimmte Angabe des Gegenstandes und des Grundes des erhobenen Anspruchs enthalten. Der Kläger muß eindeutig festlegen, welche Entscheidung er begehrt. Er hat mehrere selbständige Ansprüche bestimmten Teilbeträgen zuzuordnen. Dieselbe Zuordnung ist erforderlich, wenn er nur einen Teil seiner angeblich höheren Gesamtforderung geltend macht. Jeder Anspruch muß identifizierbar sein. Der Kläger muß die begehrte Rechtsfolge aus einem konkreten Lebensvorgang ableiten. Vorzutragen sind die Tatsachen, die den Streit unverwechselbar festlegen. Der zugrunde liegende Sachverhalt darf nicht beliebig sein (BAG 11. November 1997 - 9 AZR 598/96 - nv., zu 2 der Gründe; Thomas/Putzo ZPO 24. Aufl. § 253 Rn. 8 ff.; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann ZPO 60. Aufl. § 253 Rn. 30 ff.; Zöller/Greger ZPO 23. Aufl. § 253 Rn. 11 ff.; Musielak/Foerste ZPO 3. Aufl. § 253 Rn. 24 ff.; MünchKommZPO-Lüke 2. Aufl. § 253 Rn. 65 ff., 74 ff.).