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Timestamp: 2016-10-24 12:19:35
Document Index: 183024653

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134']

U 343/06 (19.11.2007)
Der 1962 geborene W.________ war seit 2. Mai 2000 als Handlanger bei der Firma Q.________ angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 27. August 2000 war er als Motorradfahrer auf einem Rundkurs im Elsass unterwegs, geriet in einer Rechtskurve aus der Fahrbahn und wurde �ber den Lenker hinweg geschleudert, wobei er mit dem Helm/ Kopf und der rechten Schulter auf dem Boden aufschlug. Der am Folgetag konsultierte Dr. med. P.________, Allgemeine Medizin FMH, stellte im Arztzeugnis UVG vom 12. September 2000 die Diagnosen einer Kontusion der rechten Schulter sowie einer Kontusion/Distorsion der unteren Halswirbels�ule (HWS) rechts. Die SUVA holte Verlaufsberichte von Dr. med. P.________ ein und liess den Versicherten mehrmals kreis�rztlich untersuchen. Zudem veranlasste sie radiologische Untersuchungen, eine spezial�rztliche Abkl�rung durch den Neurologen Dr. med. I.________ (Bericht vom 7. Dezember 2000), sowie einen station�ren Aufenthalt in der H�henklinik X.________ vom 1. bis 23. M�rz 2001. Am 18. September 2001 erstellte Dr. phil. K.________, Klinik V.________, ebenfalls im Auftrag der SUVA einen neuropsychologischen Untersuchungsbericht. In der Folge wurden Berichte des Dr. med. M.________, Otorhinolaryngologie FMH, vom 10. Januar 2002, des Instituts Dr. G.________ vom 11. Januar 2002, der Klinik Y.________ vom 27. Mai 2002, des Dr. med. D.________, Chefarzt Neurologie an der Klinik Z.________, vom 22. Oktober, 6. November und 16. Dezember 2002 sowie ein Gutachten von Dr. med. S.________, Neurologie FMH, vom 4. September 2002 eingeholt. Die Allgemeine Versicherungs AG T.________/DE liess ein hals-nasen-ohren�rztliches Gutachten der Klinik AA.________/DE vom 22. August 2003, ein neuropsychologisches Zusatzgutachten des Klinikums BB.________/DE, Neurologische Klinik, vom 23. August 2003 sowie ein neurologisch-psychiatrisches Gutachten von Dr. med. U.________/DE, vom 7. Oktober 2003 erstellen. Diese Unterlagen wurden der SUVA zur Kenntnis gebracht.
Nach einer erneuten Untersuchung durch den Kreisarzt Dr. med. R.________ vom 23. Januar 2004 stellte die SUVA mit Verf�gung vom 26. Januar 2004 die Heilbehandlung und die Taggelder auf Ende Februar 2004 ein. Bereits am 21. November 2003 hatte es die Anstalt abgelehnt, den Taggeldansatz, wie es der Versicherte verlangt hatte, mit Blick auf eine im Gesundheitsfall mutmasslich eingetretene Lohnerh�hung zu korrigieren. Der Versicherte liess Einsprache erheben und ein im Auftrag der Rechtsschutzversicherung CC.________ AG erstattetes Gutachten des Neurologen Dr. med. N.________ vom 6. Januar 2005 einreichen. Diesem wurden ein neuropsychologisches Gutachten von lic. phil. E.________ vom 18. September 2004 sowie Berichte der Firma DD.________ �ber seitliche Funktionsaufnahmen der HWS und ein MRT der HWS vom 27. Mai 2004 beigelegt. Mit Entscheid vom 27. Januar 2005 wies die SUVA die Einsprachen ab und best�tigte ihre Verf�gungen vom 21. November 2003 und 26. Januar 2004.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden nach Durchf�hrung eines doppelten Schriftenwechsels ab (Entscheid vom 2. Juni 2006). Im Verlauf des Rechtsmittelverfahrens reichte der Versicherte ein weiteres im Auftrag der Allgemeinen Versicherungs AG T.________/DE erstelltes Gutachten des Orthop�dischen Forschungsinstituts EE.________/DE, Prof. Dr. med. C.________, vom 23. Dezember 2003 sowie ein der IV-Stelle erstattetes Gutachten des �rztlichen Begutachtungsinstituts FF.________ vom 20. Januar 2006 ein. Die SUVA legte Stellungnahmen des ORL-Spezialisten Dr. med. L.________, SUVA-Abteilung Arbeitsmedizin, vom 14. Juni 2005 und der Neurologin Dr. med. A.________, SUVA-Abteilung Versicherungsmedizin, vom 17. Oktober und 22. Dezember 2005 auf.
W.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, es sei die SUVA zu verpflichten, ihm �ber den 29. Februar 2004 hinaus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.
Das kantonale Gericht hat (teilweise unter Verweisung auf den Einspracheentscheid vom 27. Januar 2005) die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers (Art. 6 Abs. 1 UVG) vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und anspruchsbegr�ndendem Gesundheitsschaden (BGE 129 V 177 E. 3,1 S. 181; vgl. auch BGE 129 V 402 E. 4.3.1 S. 406, 119 V 335 E. 1 S. 337, 118 V 286 E. 1b S. 289, je mit Hinweisen) sowie den im Sozialversicherungsrecht regelm�ssig erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. auch BGE 126 V 353 E. 5b S. 360, 125 V 193 E. 2 S. 195, je mit Hinweisen, sowie BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3 S. 324 f.) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Richtig sind auch die vorinstanzlichen Erw�gungen zur �berdies erforderlichen Ad�quanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (vgl. auch BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 402 E. 2.2 S. 405, 125 V 456 E. 5a S. 461 f. mit Hinweisen) sowie im Besonderen bei psychischen Fehlentwicklungen (BGE 115 V 133) oder einem HWS-Schleudertrauma (BGE 117 V 359) respektive einem diesem ad�quanzrechtlich gleichgestellten Verletzungsmechanismus (BGE 117 V 369; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2, U 183/93).
Streitig und zu pr�fen ist, ob die SUVA f�r das Unfallereignis vom 27. August 2000 �ber den 29. Februar 2004 hinaus Leistungen zu erbringen hat. Nicht mehr beanstandet wird dagegen die Bemessung der Taggelder, welche Gegenstand der Verf�gung vom 21. November 2003 und des diesbez�glichen Rechtsmittelverfahrens gebildet hatte.
3.1 Die Vorinstanz erwog, f�r die Bejahung der Leistungspflicht des Versicherers w�hrend des zur Diskussion stehenden Zeitraums sei erforderlich, dass die vorhandenen Beschwerden sowohl in einem nat�rlichen als auch in einem ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis st�nden. Die Ad�quanzpr�fung habe nach der Praxis zu den "psychischen Unfallfolgen" zu erfolgen. Der Unfall sei als mittelschwer zu qualifizieren und die dementsprechend massgebenden Kriterien l�gen nicht in geh�ufter oder auffallender Weise vor. Diese Feststellung f�hre zur Verneinung der Ad�quanz. Damit k�nne offen bleiben, ob die nat�rliche Kausalit�t gegeben sei.
3.2 Der Beschwerdef�hrer l�sst einwenden, es gehe nicht an, dass die Vorinstanz die medizinischen Fakten einfach ausblende und ohne Auseinandersetzung mit der entsprechenden Aktenlage eine rechtliche Beurteilung des Kausalzusammenhangs vornehme. Es sei denn auch nicht klar, auf welche Unterlagen sich das kantonale Gericht bei seiner Beurteilung der Ad�quanz st�tze. Insbesondere habe die Vorinstanz nicht ber�cksichtigt, dass mit Sicherheit von Unfallfolgen auszugehen sei, welche einem klar organisch objektivierbaren Substrat zugeordnet werden k�nnten.
4.1 Dem Beschwerdef�hrer ist darin zuzustimmen, dass ein Verzicht auf n�here Abkl�rungen zur nat�rlichen Kausalit�t mit der Begr�ndung, es fehle jedenfalls an einem ad�quaten Kausalzusammenhang (zu diesem Vorgehen allgemein SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 3c S. 68, U 183/93), nur dann zul�ssig ist, wenn die zur Diskussion stehenden gesundheitlichen Beeintr�chtigungen organisch nicht (hinreichend) nachgewiesen werden k�nnen. Gehen dagegen die f�r den Anspruch auf Versicherungsleistungen relevanten Symptome und die daraus resultierende Behandlungsbed�rftigkeit oder Arbeitsunf�higkeit auf Sch�digungen zur�ck, welche sich mit bildgebenden Verfahren objektivieren lassen, kommt der ad�quaten Kausalit�t praktisch keine zus�tzliche Bedeutung zu (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103). Die Vorinstanz h�tte daher in der Tat zun�chst pr�fen m�ssen, ob beim Beschwerdef�hrer eine organisch hinreichend nachweisbare Symptomatik vorliegt, welche mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis steht.
4.2.1 In mehreren �rztlichen Stellungnahmen wird mehr oder weniger deutlich von einer nachweisbaren Verletzung der HWS gesprochen. So erkl�rte der Neurologe Dr. med. S.________ in seinem Gutachten vom 4. September 2002, durch die bildgebende Funktionsdiagnostik habe sich eine eingeschr�nkte Rotation im Segment C2/C3 nach rechts gefunden, wobei diese Dysfunktion der HWS f�r die Rotation traumatischer Genese sei. Prof. Dr. med. D.________ erw�hnt in seinem Bericht vom 22. Oktober 2002 einen Status nach direkter Sch�del- und indirekter HWS-Verletzung "mit Verdacht auf urs�chliche Pathologie im Segment C2/C3". Dr. med. N.________ gelangt im Gutachten vom 6. Januar 2005 zum Ergebnis, die von ihm in Auftrag gegebenen R�ntgenuntersuchungen erg�ben eindeutige Befunde, welche f�r eine Verletzung der HWS spr�chen. So sei im Segment C1/C2 praktisch keine Inklination und Reklination zu beobachten. Ferner bestehe eine eingeschr�nkte Kopfrotation nach beiden Seiten durch eine wahrscheinlich partielle Blockierung der atlanto-axialen Rotation. Gem�ss dem im Gutachten des �rztlichen Begutachtungsinstituts FF.________ vom 20. Januar 2006 enthaltenen Bericht �ber die neurologische Untersuchung vom 6. Dezember 2005 durch Dr. med. B.________ ist aufgrund der Aktenlage eine Funktionsst�rung der oberen HWS auch radiologisch dokumentiert.
4.2.2 Die Akten enthalten andererseits auch verschiedene Stellungnahmen, in welchen eine organisch nachweisbare Sch�digung verneint wird. So f�hrt Dr. med. U.________/DE in seinem neurologisch-psychiatrischen Gutachten vom 7. Oktober 2003 sinngem�ss aus, die bildgebenden Untersuchungen h�tten keine organischen L�sionen der HWS (sondern nur eine Diskushernie im Bereich des Segments Th 1) zutage gef�rdert. Dr. med. C.________ �ussert sich ebenfalls in diesem Sinn; allerdings beschr�nkt sich seine Untersuchung auf den zervikothorakalen Bereich. Die SUVA-�rztin Dr. med. A.________ gelangt in ihrer ausf�hrlichen neurologischen Beurteilung vom 17. Oktober 2005, welche eine unter Mitwirkung des Orthop�den Dr. med. O.________ vorgenommene Befundung s�mtlicher R�ntgenbilder enth�lt, zum Ergebnis, die bildgebenden Untersuchungen h�tten lediglich eine strukturelle Ver�nderung in der oberen Brustwirbels�ule gezeigt, die nur m�glicherweise im Zusammenhang mit dem Trauma stehe. Weitere strukturelle Ver�nderungen seien nicht nachgewiesen worden und erg�ben sich insbesondere auch nicht aus den durch Dr. med. N.________ veranlassten radiologischen Untersuchungen.
4.2.3 Die Beurteilung von Dr. med. A.________ ist in diesem Punkt nachvollziehbar und �berzeugend. Insbesondere legt die �rztin mit ausf�hrlicher und in allen Teilen einleuchtender Begr�ndung dar, dass und warum die Aufnahmen der Firma DD.________ vom 27. Mai 2004 nicht geeignet sind, eine strukturelle Ver�nderung im Bereich der HWS nachzuweisen. Dementsprechend kann nicht von organisch nachweisbaren Funktionsausf�llen im Sinne der Gerichtspraxis gesprochen werden.
4.3 Da keine organisch (hinreichend) nachweisbare, durch den Unfall vom 27. August 2000 verursachte Sch�digung der HWS vorliegt, kommt neben dem Erfordernis der nat�rlichen Kausalit�t auch demjenigen des ad�quaten Kausalzusammenhangs erhebliche Bedeutung zu. Falls sich dieser nach Lage der Akten verneinen l�sst, kann, wie es das kantonale Gericht getan hat, auf weitere Abkl�rungen zur nat�rlichen Kausalit�t verzichtet werden. F�r die Art der Ad�quanzbeurteilung ist in dieser Konstellation entscheidend, ob die versicherte Person ein Schleudertrauma der HWS (bzw. eine ad�quanzrechtlich gleichgestellte Verletzung) erlitten hat oder nicht (vgl. BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103). Die Vorinstanz hat sich zu dieser Frage und der daraus abzuleitenden Methode der Ad�quanzpr�fung nicht explizit ge�ussert. Nach Lage der Akten ist erstellt, dass der Beschwerdef�hrer auf einem Motorrad-Rundkurs ein Fahrtraining absolvierte. Er war mit rund 100 km/h, nach dem Bremsen noch mit rund 80 km/h unterwegs, geriet in einer Kurve �ber die Fahrbahn hinaus in das angrenzende Kiesland, wurde �ber den Lenker des Motorrads hinweg geschleudert und prallte mit dem durch einen Helm gesch�tzten Kopf sowie der rechten Schulter auf dem Boden auf. Dieser Mechanismus ist grunds�tzlich geeignet, eine dem Schleudertrauma �quivalente Verletzung hervorzurufen. Dr. med. P.________ diagnostizierte denn auch in seinem Bericht vom 12. September 2000 eine Distorsion der HWS. Nach dem Unfall traten "innert Stunden" Kopf- und Nackenbeschwerden auf. Im weiteren Verlauf berichtete der Versicherte �ber zus�tzliche Elemente des so genannten typischen Beschwerdebildes (dazu BGE 119 V 335 E. 1 S. 338 oben), insbesondere Schwindel sowie Seh-, Konzentrations- und Schlafst�rungen. Anhaltspunkte f�r eine erhebliche psychisch begr�ndete Symptomatik bestehen dagegen nicht; ein entsprechender Verdacht wurde erst im Bericht des Kreisarztes Dr. med. R.________ vom 14. M�rz 2003, also mehr als zweieinhalb Jahre nach dem Unfall, explizit ge�ussert (die anf�nglichen Hinweise des Dr. med. P.________ auf m�gliche Aggravation k�nnen nicht in diesem Sinn gedeutet werden). Das neurologisch-psychiatrische Gutachten vom 7. Oktober 2003 ergab keine Hinweise auf eine Pers�nlichkeitsst�rung. Die im Gutachten des �rztlichen Begutachtungsinstituts FF.________ vom 20. Januar 2006 diagnostizierte leichte depressive Episode (ohne Einfluss auf die Arbeitsf�higkeit) bildet ebenfalls keine Grundlage f�r die Annahme einer w�hrend des Zeitraums seit dem Unfall dominierenden psychischen Komponente. Unter diesen Umst�nden ist von einem Verletzungsmechanismus und anschliessenden Symptomen auszugehen, welche zu einer Ad�quanzpr�fung nach Massgabe der mit BGE 117 V 359 begr�ndeten Rechtsprechung f�hren. Den in der Vernehmlassung der SUVA vertretenen Standpunkt, die Annahme einer dem Schleudertrauma �quivalenten Verletzung setze voraus, dass das gesamte typische Beschwerdebild innerhalb von h�chstens 72 Stunden nach dem Unfall aufgetreten ist, hat die Rechtsprechung inzwischen verworfen (SVR 2007 UV Nr. 23 S. 75 E. 5, U 215/05).
4.4 Der Unfall vom 27. August 2000 ist im Rahmen der f�r die Belange der Ad�quanzpr�fung vorzunehmenden Einteilung den mittelschweren Ereignissen zuzuordnen. Die Beurteilung h�ngt somit davon ab, inwieweit die bei dieser Kategorie massgebenden Kriterien (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367) erf�llt sind.
4.4.1 Der fragliche Unfall ereignete sich weder unter besonders dramatischen Begleitumst�nden noch ist er als besonders eindr�cklich zu bezeichnen. Das Risiko eines Sturzes ist dem Befahren eines derartigen Rundkurses im Rahmen eines Fahrtrainings (ohne Geschwindigkeitsbegrenzung) immanent. Nicht zuletzt aus diesem Grund steht hierf�r ein spezielles, vom allgemeinen Verkehr getrenntes Gel�nde zur Verf�gung. Der Unfallhergang weist keine spezifischen Elemente auf, welche ihn als besonders dramatisch oder eindr�cklich erscheinen liessen.
4.4.2 Der Beschwerdef�hrer zog sich am 27. August 2000 eine Kontusion der rechten Schulter sowie eine Distorsion der HWS zu. Dabei handelt es sich nicht um Verletzungen besonderer Art oder Schwere im Sinne der Rechtsprechung.
4.4.3 Es bestehen keine Hinweise auf eine �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert h�tte.
4.4.4 Zur Art und Dauer der �rztlichen Behandlung l�sst sich den Akten entnehmen, dass von Beginn an Physiotherapie und zun�chst auch eine medikament�se Behandlung durchgef�hrt wurden. Im M�rz 2001 befand sich der Versicherte zur muskuloskelettalen Rehabilitation in der H�henklinik X.________. Anschliessend wurden die physio- und bewegungstherapeutischen Massnahmen fortgesetzt. Eine erneute medikament�se Therapie hatte der Patient gem�ss dem Austrittsbericht der H�henklinik abgelehnt, weil fr�here Versuche erfolglos geblieben waren. Die weiteren Behandlungen waren im Wesentlichen physiotherapeutischer Art (die in der Klinik Y.________ durchgef�hrten Massnahmen dienten diagnostischen Zwecken). Von einer aussergew�hnlich lange dauernden kontinuierlichen, mit einer gewissen Planm�ssigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichteten �rztlichen Behandlung (Urteil U 479/05 vom 6. Februar 2007, E. 8.3) kann unter diesen Umst�nden nicht gesprochen werden (vgl. auch RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.2.4 S. 238 f., U 380/04, mit Hinweisen). Das Kriterium ist nicht erf�llt.
4.4.5 Vor dem Unfall hatte der Versicherte seine bisherige T�tigkeit auf dem Bau aufgegeben. Nach den Ferien h�tte er eine Arbeit als Lastwagenchauffeur bei der Firma GG.________ AG antreten sollen, was jedoch wegen der Unfallfolgen nicht m�glich war. Anl�sslich der bereits am 21. September 2000 durchgef�hrten ersten kreis�rztlichen Untersuchung wurde die Arbeitsf�higkeit ab 25. September 2000 auf 50 % und ab 9. Oktober 2000 wieder auf 100 % beziffert. Am 14. November 2000 postulierte der Kreisarzt Dr. med. F.________ eine volle Arbeitsf�higkeit ab 11. Dezember 2000. Der Beschwerdef�hrer nahm an diesem Tag zu 50 % eine Arbeit als Chauffeur bei einer Getr�nkehandels-Firma auf, brach diesen Versuch aber nach einer Woche wegen zunehmender Beschwerden (nach dem Tragen von Harassen mit einem Gewicht von 10 bis 25 kg) wieder ab. In der Folge wurde ihm wieder volle Arbeitsunf�higkeit attestiert. Die �rzte der H�henklinik X.________ gingen im Austrittsbericht vom 23. M�rz 2001 von einer zun�chst 25%igen, steigerungsf�higen Arbeitsf�higkeit aus. Eine solche liess sich jedoch nicht realisieren. Der Neurologe Dr. med. S.________ h�lt in seinem Gutachten vom 4. September 2002 eine Wiederaufnahme der T�tigkeit als Chauffeur f�r ausgeschlossen, weil sie keine wechselpositionierte Arbeit zulasse. Eine geeignete T�tigkeit (in Wechselposition, ohne schwere k�rperliche Arbeiten) sei aus neurologischer Sicht zu 70 % zumutbar, w�hrend aus neuropsychologischer Sicht eine Arbeitsf�higkeit von 50 % bestehe. Dr. med. D.________ f�hrte am 16. Dezember 2002 aus, er sehe vom Befund her keine eindeutige Rechtfertigung der vollen Arbeitsunf�higkeit. Im Bericht des Kreisarztes Dr. med. R.________ vom 14. M�rz 2003 wird, gest�tzt auf die Stellungnahme des Dr. med. S.________, ab 5. Mai 2003 bezogen auf die Arbeit als Handlanger/ Hilfsarbeiter eine Arbeits-/Vermittelbarkeit von 50 % in einem ad�quaten beruflichen Umfeld als gegeben erachtet. In seiner Stellungnahme vom 23. Januar 2004 gelangte der Kreisarzt Dr. med. R.________ schliesslich - unter Ber�cksichtigung der Vorakten einschliesslich der zwischenzeitlich in Deutschland erstellten neurologisch-psychiatrischen, neuropsychologischen sowie hals-nasen-ohren-�rztlichen Gutachten - zum Ergebnis, in einer Arbeit mit wechselbelastenden Positionen und angepassten k�rperlichen Anforderungen bestehe grunds�tzlich volle Arbeitsf�higkeit. Diese Einsch�tzung - f�r die Zeit ab 1. M�rz 2004 - liegt auch der Verf�gung vom 26. Januar 2004 zu Grunde. Dr. med. N.________ sch�tzt die Arbeitsf�higkeit in einer angepassten T�tigkeit mit wechselnd sitzender/stehender K�rperhaltung, ohne Kopfzwangshaltung und ohne Schulterg�rtelbelastung auf 50 %. Das Gutachten des �rztlichen Begutachtungsinstituts FF._________ gelangt im Wesentlichen zum gleichen Resultat.
Mit Blick auf die dazu entwickelte Praxis (RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 f., U 56/00) hat das Kriterium der nach Grad und Dauer erheblichen Arbeitsunf�higkeit bei dieser Sachlage als erf�llt zu gelten, dies allerdings nicht in einer Intensit�t, welche f�r sich allein die Bejahung der Ad�quanz zu rechtfertigen verm�chte.
4.4.6 Ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen k�nnen nach der neueren Rechtsprechung nicht bereits aus dem Fortbestehen bestimmter Symptome abgeleitet werden, sondern setzen voraus, dass besondere Gr�nde gegeben sind (Urteil U 479/05 vom 6. Februar 2007, E. 8.5). Nach Lage der Akten liess sich anf�nglich eine allseitige deutliche Bewegungseinschr�nkung im Bereich der HWS objektivieren. �berdies waren verschiedene Elemente des "typischen" Beschwerdebildes gegeben. Der Neurologe Dr. med. I.________ stellte am 7. Dezember 2000 eine eindeutige Besserung der Symptome fest; nach dem kurz darauf unternommenen, gescheiterten Arbeitsversuch zeigten sich jedoch wieder verst�rkte Beschwerden. Ab Mitte M�rz 2001 berichtete der Beschwerdef�hrer neben den bereits zuvor angegebenen Symptomen (Nacken- und Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Schlafst�rungen, teilweise �belkeit) �ber einen Tinnitus. Ob dessen Auftreten grunds�tzlich geeignet sein k�nnte, einen schwierigen Heilungsverlauf bzw. erhebliche Komplikationen zu begr�nden, ist jedoch nicht n�her zu pr�fen, da die Unfallkausalit�t dieses Leidens nicht hinreichend erstellt ist: Dr. med. M.________ neigt in seinem Gutachten vom 10. Januar 2002 zur Bejahung der Frage, ob diese Symptomatik in einem (nat�rlichen) Kausalzusammenhang mit dem Unfall stehe. Der Arzt vermag jedoch keine schl�ssige Erkl�rung f�r die Latenzzeit von sechs bzw. sieben Monaten seit dem Unfall zu liefern. Das Gutachten der Hals-Nasen-Ohren-Klinik AA.________/DE vom 22. August 2003 f�hrte zum Ergebnis, es k�nne mit hinreichender Wahrscheinlichkeit vom Vorliegen eines Ohrger�usches ausgegangen werden. Ein Kausalzusammenhang mit dem Unfall m�sse aber aufgrund der grossen zeitlichen Latenz als unwahrscheinlich bezeichnet werden. Unter diesen Umst�nden kann zwar der Aussage des kantonalen Gerichts, der Tinnitus sei "offenkundig unfallfremd", nicht beigepflichtet werden. Die Einsch�tzung der Vorinstanz trifft aber im Ergebnis insofern zu, als der Nachweis f�r die Unfallkausalit�t nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erbracht ist. Andere Faktoren, welche im Sinne von "besonderen Gr�nden" geeignet w�ren, das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs als gegeben erscheinen zu lassen, sind nicht ersichtlich.
4.4.7 In den �rztlichen Berichten wird seit dem Unfall �ber Kopf- und Nackenschmerzen berichtet. Verschiedentlich traten vor�bergehend kurzfristige Besserungen ein, welche aber jeweils nicht anhielten. Unter diesen Umst�nden sind unfallkausale k�rperliche Dauerschmerzen ausgewiesen. Auf die gegenteiligen Ergebnisse des neurologisch-psychiatrischen Gutachtens des Dr. med. U.________/DE vom 7. Oktober 2003 kann nicht abgestellt werden, da die Aussage, die Kopfschmerzen liessen sich "aus neurologischer Sicht mit dem Unfallgeschehen nicht in Verbindung bringen", direkt aus den unauff�lligen Ergebnissen der bildgebenden Untersuchungen abgeleitet wird. Gleiches gilt f�r die Stellungnahme der Dr. med. A.________ vom 17. Oktober 2005, soweit darin die nat�rliche Kausalit�t mit der Begr�ndung verneint wird, leichte so genannte Scherverletzungen im Rahmen von Sch�del-Hirntraumata heilten nach einem Jahr aus, w�hrend schwerere mit einer initial schwerwiegenden Klinik sowie im MRI nachweisbaren L�sionen verbunden sein m�ssten. Diese Aussagen lassen sich nicht mit der Rechtsprechung vereinbaren. Nach dieser k�nnen bei einem Schleudertrauma der HWS, einem Sch�del-Hirntrauma oder einer �quivalenten Verletzung auch ohne nachweisbare pathologische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausf�lle verschiedenster Art auftreten (BGE 117 V 359 E. 5d/aa S. 363). Das Kriterium der Dauerbeschwerden ist daher, insbesondere gest�tzt auf das Gutachten des Dr. med. N.________, zu bejahen. Dies stimmt mit der Beurteilung durch die SUVA im Einspracheentscheid vom 27. Januar 2005 �berein.
4.5 Zusammenfassend sind die Kriterien der nach Grad und Dauer erheblichen Arbeitsunf�higkeit sowie der Dauerbeschwerden erf�llt. Dies gen�gt nicht, um die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zu bejahen. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher abzuweisen.
Das Verfahren ist kostenfrei (Art. 134 Satz 1 OG in der vom 1. Juli bis 31. Dezember 2006 g�ltig gewesenen Fassung).
Ursprung Fl�ckiger