Source: http://www.labor-hofheim.de/index.php?id=26
Timestamp: 2019-05-25 14:07:05
Document Index: 357312921

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 42', '§ 7', '§ 7', '§ 8']

Labor Hofheim: Meldepflicht/ Infektionsschutzgesetz
Infektionsschutzgesetz (IfSG) und Meldepflicht
Nach § 1 hat das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz - IfSG), "übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und Ihre Weiterverbreitung zu verhindern".
Im Rahmen der Umsetzung des IfSG kommt dem Robert Koch-Institut in Berlin eine besondere Bedeutung zu. Hier sind auch weitergehende Informationen im Hinblick auf das Infektionsschutzgesetz aktuell verfügbar. Hier erhalten Sie auch aktuelle Informationen über die Falldefinitionen, die durch die Gesundheitsbehörden der Länder per Länderverordnung ausgeweitet werden können.
Namentliche Meldung für Krankheiten nach § 6 IfSG
Namentliche Meldung für Krankheitserreger nach § 7 IfSG
Nichtnamentliche Meldung für Krankheitserreger nach § 7 IfSG
Namentliche Meldung bei Krankheitsverdacht, Erkrankung sowie Tod an:
humaner spongiformer Enzephalopathie, außer familiär-hereditärer Form
enteropathischem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS)
Typhus abdominalis/Parathyphus
Namentliche Meldung bei Erkrankung und Tod:
behandlungsbedürftige Tuberkulose (auch ohne bakterologischem Nachweis)
Namentliche Meldung bei Krankheitsverdacht und Erkrankung an:
mikrobielle Lebensmittelvergiftung bzw. akute infektiöse Gastroenteritis, wenn Umgang mit Lebensmitteln (§ 42 IfSG) bzw. zwei oder mehrere gleichartige Erkrankungen mit epidemischem Zusammenhang auftreten
Namentliche Meldung bei:
Verdacht einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung
Verletzung eines Menschen durch eine tollwuterkranktes. -verdächtiges oder -ansteckungsverdächtiges Tier sowie das Berühren eines solchen Tieres oder Tierkörpers
Auftreten einer bedrohlichen Erkrankung oder Auftreten von zwei oder mehr gleichartigen Erkrankungen mit epidemischem Zusammenhang (wahrscheinlich, vermutet), wenn Hinweis auf eine schwerwiegende Gefahr für die Allgemeinheit und Krankheitserreger als Ursache in Betracht kommen, die nicht in § 7 genannt sind.
Verweigerung oder Abbruch einer notwendigen Behandlung bei behandlungsbedürftiger Lungentuberkulose
Nichtnamentliche Meldung als Ausbruch bei:
gehäuftes Auftreten nosokomialer Infektionen mit wahrscheinlichem oder vermuteten epidemischen Zusammenhang
Namentliche Meldung des direkten oder indirekten Nachweises von Krankheitserregern bei Hinweis auf eine akute Infektion bei:
Adenoviren (nur direkter Erregernachweis im Konjunktivalabstrich)
Campylobacter species (darmpathogen)
Haemophilus influenzae (nur direkter Nachweis aus Liquor und Blut)
Hepatitis C-Virus (soweit nicht eine chronische Infektion bekannt ist)
Hapatitis E-Virus
Influenzaviren (nur direkter Nachweis)
Listeria monocytogenes (nur direkter Nachweis aus Liquor, Blut und normalerweise sterilen Substraten, Abstrichen von Neugeborenen)
Mycobacterium tuberculosis/africanum, bovis (direkter Erregernachweis, Ergebnis der Resistenzbestimmung sowie vorab Nachweis säurefester Stäbchen im Sputum)
Neisseria meningitidis (direkter Nachweis aus Liquor, Blut, hämorrhagischen Hautinfiltraten und normalerweise sterilen Substraten)
Norwalk-ähnliches Virus (direkter Nachweis aus Stuhl)
Salmonella Paratyphi (alle direkten Nachweise)
Salmonella Typhi (alle direkten Nachweise)
andere Erreger hämorrhagisches Fieber
Nichtnamentliche Meldung des Nachweises von Krankheitserregern (§ 7 IfSG)
Meldung innerhalb von 2 Wochen nach Kenntnis erforderlich (siehe auch §§ 8-11 IfSG)
Nichtnamentliche (anonyme) Meldung des direkten oder indirekten Nachweises von Krankheitserregern bei:
Treponema pallidum (Lues, Syphilis)
Rubellavirus (NUR bei konnatalen Infektionen)
Toxoplasma gondii (NUR bei konnatalen Infektionen)