Source: http://www.rechtso.info/RSP/zvpr/Zivilprozessrecht/zivilprozess.html
Timestamp: 2018-01-18 16:08:54
Document Index: 329107609

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 198', 'Art. 23', 'BGH', 'BGH', '§ 263', 'BGH', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', '§ 343', 'BGH', '§ 40', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 23', '§ 198', 'Art. 23', 'BGH']

BGH: Der Erlass eines Teilurteils über einen Vorschussanspruch in Höhe der für die Besei-tigung von Schallschutzmängeln erforderlichen Kosten ist unzulässig, wenn der Be-steller daneben einen auf dieselben Mängel gestützten, auf Ersatz eines Mietausfalls sowie auf Ersatz vorgerichtlicher Sachverständigenkosten gerichteten Schadenser-satzanspruch geltend macht, über den nicht zugleich entschieden wird.
Urteil vom 21. August 2014 - VII ZR 24/12
BGH: Zur Hemmung der Verjährung bei der Geltendmachung von Schadenersatz (unter anderem bei Umstellung von kleinem auf großen Schadensersatz) im Mahnverfahren.
Urteil vom 5. August 2014 - XI ZR 172/13
BGH: a) Die Frage der Erhebung beziehungs-weise Rechtzeitigkeit einer Verzögerungsrüge betrifft nicht die Zulässigkeit, sondern die Begründetheit einer Entschädigungsklage nach § 198 GVG.
b) Eine Verzögerungsrüge ist noch "unverzüglich" im Sinne des Art. 23 Satz 2 ÜGRG erhoben, wenn sie spätestens drei Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes über den Rechtsschutz bei überlangen Gerichtsverfahren und strafrechtlichen Ermittlungsverfahren beim Ausgangsgericht eingegangen ist.
Urteil vom 17. Juli 2014 - III ZR 228/13
BGH: a) Ist das Beschwerdegericht versehentlich davon ausgegangen, dass die Rechtsbeschwerde gegen seine Entscheidung statthaft ist (hier: Vergütung in einer Betreuungssache), und hat es deshalb die Rechtsbeschwerde nicht zugelassen, kann es ihre Zulassung weder durch einen Berichtigungsbe-schluss noch durch eine nachträgliche Zulassung bewirken.
b) Ebenso wenig kann das Rechtsbeschwerdegericht selbst über die Zulassung der unstatthaften Rechtsbeschwerde befinden .
Beschluss vom 9. Juli 2014 - XII ZB 7/14
BGH: a) Stützt der Kläger seine Zahlungsklage mit dem Hauptantrag auf ein Schuldverhältnis und erst im Lauf des Rechtsstreits hilfsweise auf einen Vergleich über das Schuldverhältnis, ist dies als nachträgliche Klagehäufung in Eventual-stellung anzusehen, die unter den Voraussetzungen von § 263 ZPO zulässig sein kann.
b) Haupt- und Hilfsantrag dürfen einander widersprechen oder sich gegenseitig aus-schließen.
BGH: a) Werden gegen das Organ einer Gesellschaft Ansprüche aus unerlaubter Handlung geltend gemacht, so bilden den Gegenstand des Verfahrens nicht ein Vertrag oder Ansprüche aus einem Vertrag im Sinne der Art. 5 Nr. 1 LugÜ I bzw. Art. 5 Nr. 1 Buchst. a LugÜ II. Eine internationale Zuständigkeit kann sich aus Art. 5 Nr. 3 LugGÜ I/II ergeben.
b) Beim Schweizer Nachlassverfahren handelt es sich um ein ausländisches Insolvenzverfahren im Sinne des deutschen internationalen Insolvenzrechts (Anschluss an Senatsurteil vom 20. Dezember 2011 - VI ZR 14/11, WM 2012, 852 Rn. 32 ff.).
c) Die gerichtliche Bestätigung eines Schweizer Nachlassver-trages wird gemäß § 343 Abs. 2, Abs. 1 Satz 1 InsO im Inland anerkannt.
Urteil vom 24. Juni 2014 - VI ZR 315/13
BGH: a) Zum Rechtsschutzinteresse für einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung gegen einen Zwischenentscheid, mit dem sich ein Schiedsgericht für zuständig erklärt hat, wenn das Schiedsgericht zugleich in einem Schiedsspruch über Teile des Streitgegenstands entschieden hat (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 19. September 2013 - III ZB 37/12, SchiedsVZ 2013, 333).
b) Zur Frage der (teilweisen) Undurchführbarkeit einer Schiedsvereinbarung, wenn es einer Partei im Hinblick auf § 40 Abs. 1 Satz 1 DRiG verwehrt ist, einen Berufsrichter als ihren Schiedsrichter zu benennen.
c) Weist ein angerufenes staatliches Gericht in den Gründen seines eine Entscheidung in der Sache treffenden Urteils die von einer Partei erhobene Schiedsabrede zurück, so entfaltet diese Entscheidung hinsichtlich der Wirksamkeit der Schiedsabrede keine Bindungswirkung gegenüber Personen, die nicht Parteien dieses staatlichen Verfahrens waren oder deren Rechtsnach-folger sind.
Beschluss vom 18. Juni 2014 - III ZB 89/13
BGH: Ein Schriftstück, mit dem eine bei einem Gericht zu wahrende Frist eingehalten werden sollte, gelangt nicht schon zu dem Zeitpunkt fristwahrend tatsächlich in die Verfügungsgewalt des Gerichts, zu dem der mit der Annahme von Schrift-stücken beauftragte Mitarbeiter des Gerichts die ihm von einem Rechtsanwalt oder einem Mitarbeiter einer Rechtsanwaltskanzlei übergebene Postmappe zum Zwecke der Anbringung des Eingangsstempels auf den Schriftstücken und Einbehaltung der für das Gericht bestimmten Exemplare annimmt.
Beschluss vom 22. Mai 2014 - I ZR 70/14
BGH: Die Unterbrechung des Rechtsstreits bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Hauptpartei tritt auch ein, wenn diese durch einen Streithelfer, der dem Rechtsstreit als Nebenintervenient beigetreten ist, unterstützt wird.
Beschluss vom 15. Mai 2014 - IX ZR 287/12
BGH: Erteilt das Gericht einen rechtlichen Hinweis in einer entscheidungserheblichen Frage, so darf es diese Frage im Urteil nicht abweichend von seiner geäußerten Rechtsauffassung entscheiden, ohne die Verfahrensbeteiligten zuvor auf die Änderung der rechtlichen Beurteilung hingewiesen und ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben zu haben.
BGH: a) Zur Unverzüglichkeit einer Verzögerungsrüge in einem Verfahren, das bei Inkrafttreten des Gesetzes über den Rechtschutz bei überlangen Gerichts-verfahren und strafrechtlichen Ermittlungsverfahren (ÜGRG) bereits verzögert war.
b) Wird die Verzögerungsrüge gemäß Art. 23 Satz 2 ÜGRG nicht unverzüglich erhoben, besteht ein Entschädigungsanspruch nach § 198 GVG erst vom Rügezeitpunkt an (Umkehrschluss aus Art. 23 Satz 3 ÜGRG).
Urteil vom 10. April 2014 - III ZR 335/13
BGH: Zur Glaubhaftmachung des rechtzeitigen Beginns der Übertragung einer Rechtsmittelbegründung mittels Telefax.
Beschluss vom 8. April 2014 - VI ZB 1/13
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