Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=FG%20M%C3%BCnster&Datum=01.02.2013&Aktenzeichen=4%20K%20997%2F12
Timestamp: 2020-01-18 03:55:59
Document Index: 394400933

Matched Legal Cases: ['Art. 45', 'EuG', 'Art. 68', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 14']

FG Münster, 01.02.2013 - 4 K 997/12 Kg - dejure.org
FG Münster, 01.02.2013 - 4 K 997/12 Kg
https://dejure.org/2013,2713
FG Münster, 01.02.2013 - 4 K 997/12 Kg (https://dejure.org/2013,2713)
FG Münster, Entscheidung vom 01.02.2013 - 4 K 997/12 Kg (https://dejure.org/2013,2713)
FG Münster, Entscheidung vom 01. Februar 2013 - 4 K 997/12 Kg (https://dejure.org/2013,2713)
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Anspruch auf Kindergeld für ein in Belgien lebendes Kind
FG Münster, 01.02.2013 - 4 K 997/12 K
BFH, 07.07.2016 - III R 11/13
EFG 2013, 709
Das Finanzgericht (FG) gab der Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 709 veröffentlichten Urteil statt.
Dies muss ebenso für Vorerwägungen zu den Beschlüssen gelten (FG Münster, Urteile vom 30.11.2012 4 K 812/12 Kg, EFG 2013, 308 und vom 1.2.2013 4 K 997/12 Kg, EFG 2013, 709; FG Hamburg, Urteil vom 28.2.2013 1 K 109/12, EFG 2013, 1056).
Dieser Auffassung, nach der im Rahmen einer sog. Familienbetrachtung unterstellt werden könne, dass alle beteiligten Personen der Familie unter die Rechtsvorschriften des anspruchsgewährenden Mitgliedstaates fielen und dort wohnten, folgt der Senat mit der herrschenden finanzgerichtlichen Rechtsprechung nicht (FG Münster, Urteile vom 26.7.2012 4 K 3940/11 Kg, EFG 2012, 2134; vom 30.11.2012 4 K 812/12 Kg, EFG 2013, 308 und vom 1.2.2013 4 K 997/12 Kg, EFG 2013, 709; FG Düsseldorf, Urteile vom 9.2.2012 16 K 1564/11 Kg, EFG 2012, 1369 und vom 29.5.2013 15 K 1511/12 Kg, Juris; FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 14.12.2011 2 K 2085/10, EFG 2012, 716).
Anderenfalls wäre es den Mitgliedstaaten durch Ausgestaltung der Anspruchsvoraussetzungen in ihren nationalen Rechtsvorschriften freigestellt zu bestimmen, an welcher Stelle in der europarechtlichen Rangfolge sie leistungsverpflichtet sein wollen (vgl. FG Münster, Urteil vom 01.02.2013 4 K 997/12 Kg, EFG 2013, 709).
Der Auffassung des FG Bremen, nach der im Rahmen einer sog. Familienbetrachtung unterstellt werden könne, dass alle beteiligten Personen der Familie unter die Rechtsvorschriften des anspruchsgewährenden Mitgliedstaates fielen und dort wohnten, folgt der Senat mit der herrschenden finanzgerichtlichen Rechtsprechung nicht (vgl. u.a. FG Düsseldorf, Urteil vom 29.05.2013 15 K 1511/12 Kg, juris; FG Düsseldorf, Urteil vom 13.03.2013 15 K 3501/10 Kg, juris; FG Münster, Urteil vom 01.02.2013 4 K 997/12 Kg, EFG 2013, 709; FG Münster, Urteile vom 26.07.2012 4 K 3940/11 Kg, EFG 2012, 2134; Urteil vom 30.11.2012 4 K 812/12 Kg, juris; FG Düsseldorf, Urteil vom 09.02.2012 16 K 1564/11 Kg, EFG 2012, 1369; FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 14.12.2011 2 K 2085/10, EFG 2012, 716).
Einem Ausschluss des Differenz-Kindergeldes für im Inland Erwerbstätige steht die Grundfreiheit der Arbeitnehmerfreizügigkeit nach Art. 45, 48 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) entgegen (EuGH-Urteil vom 12.06.2012 C-611/10 und C-612/10, Rs. Hudzinski und Wawrzyniak, Amtsblatt der EU Nr. C 227, 4 - zur bis Mai 2010 geltenden VO (EWG) Nr. 1408/71; vgl. u.a. auch FG Münster, Urteil vom 01.02.2013 4 K 997/12 Kg, EFG 2013, 709; FG Köln, Urteil vom 23.04.2013 1 K 3128/10, juris).
FG Berlin-Brandenburg, 22.04.2015 - 10 K 10044/12
Kindergeldanspruch des in Deutschland Leistungen zur Sicherung des …
Anderenfalls wäre es den Mitgliedstaaten durch Ausgestaltung der Anspruchsvoraussetzungen in ihren nationalen Rechtsvorschriften freigestellt zu bestimmen, an welcher Stelle in der europarechtlichen Rangfolge sie leistungsverpflichtet sein wollen (FG Münster, Urteil vom 01. Februar 2013 - 4 K 997/12, EFG 2013, 709, Revision anhängig BFH III R 11/13).
FG Sachsen, 06.04.2016 - 2 K 727/14
Anspruch auf Kindergeld bei durch den anderen Elternteil im Ausland bezogenen …
Anderenfalls wäre es den Mitgliedstaaten durch Ausgestaltung der Anspruchsvoraussetzungen in ihren nationalen Rechtsvorschriften freigestellt zu bestimmen, an welcher Stelle in der europarechtlichen Rangfolge sie leistungsverpflichtet sein wollen (Urteil des Finanzgerichts Münster vom 1. Februar 2013 - 4 K 997/12, EFG 2013, 709, nicht rechtskräftig).
Die Regelung begründet jedoch keine materiell-rechtlichen Ansprüche, sondern enthält im Wesentlichen verfahrensrechtliche Regelungen zu der Frage, wer formell berechtigt ist, bei der zuständigen Behörde einen Leistungsantrag zu stellen (vgl. FG Münster Urteile vom 1. Februar 2013 4 K 997/12 Kg, EFG 2012, 1684, FG Hamburg Gerichtsbescheid vom 10. Mai 2012 1 K 19/11, EFG 2012, 1684, Niedersächsisches FG, Urteil vom 08.02.2012, 9 K 353/10, juris, m. w. N.).
FG Berlin-Brandenburg, 21.10.2013 - 3 K 3137/12
Neues EU Kindergeldrecht (ab Mai 2010)
11 Die Frage, was die Ansprüche auslöst gemäß Art. 68 Abs. 1 GVO, bestimmt sich nicht nach nationalem Recht, sondern nach Art. 11 bis 16, insbesondere Art. 11 Abs. 3 der GVO (so ständige Rechtsprechung der Finanzgerichte, vgl. z. B. FG Köln…, Urteil vom 23.04.2013 1 K 3128/10, Juris Rn. 14; FG Münster, Urteil vom 01.02.2013 4 K 997/12, EFG 2013, 709, Juris Rn. 14).
Zwar ist diese Entscheidung zu entsandten Arbeitnehmern und Saisonarbeitern ergangen (Art. 14 Abs. 1 bzw. 14a Abs. 3 VO (EWG) 1408/71), doch gelten diese Grundsätze aufgrund der Interessengleichheit für alle unter die VO fallenden Personen (vgl. FG Köln Urteil vom 30.01.2013 15 K 47/09, EFG 2013, 114; FG Münster Urteil vom 01.02.2013 4 K 997/12 KG, EFG 2013, 709).