Source: https://paraguay-fuehrerschein.de.tl/Anerkennung-ausl.ae.ndischer-F.ue.hrerscheine.htm
Timestamp: 2019-06-18 21:16:37
Document Index: 18204323

Matched Legal Cases: ['§ 28', '§ 28', '§ 29', '§ 23', '§ 31', '§ 10', '§ 31', '§ 31']

paraguay-fuehrerschein - Anerkennung ausländischer Führerscheine
Begründet der Inhaber einer EU- oder EWR-Fahrerlaubnis einen ordentlichen Wohnsitz im Inland, richtet sich seine weitere Berechtigung zum Führen von Kraftfahrzeugen nach den §§ 28 und 29 der Fahrerlaubnis-Verordnung. Führerscheine aus EU- oder EWR-Mitgliedsstaaten werden in Deutschland unbeschränkt anerkannt und brauchen, auch bei Wohnsitzbegründung in Deutschland, nicht umgeschrieben werden.
Hierbei handelt es sich um Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) oder um Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Gültige Führerscheine aus diesen Staaten werden in Deutschland unbeschränkt, d.h. im Umfang der ausländischen Fahrberechtigung anerkannt und brauchen auch bei Wohnsitzverlegung nach Deutschland - wie bereits erwähnt - nicht umgeschrieben werden.
Die Vorschriften über die Geltungsdauer von Fahrerlaubnissen der Klassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE und D1E gelten auch für die entsprechenden EU-und EWR-Fahrerlaubnisse (§ 28 Abs. 3 FeV).
es sich um eine Fahrerlaubnis der Klassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE oder D1E handelt (§ 29 Abs. 1 FeV).
Damit unterliegen Inhaber einer EU- oder EWR-Fahrerlaubnis den inländischen Bestimmungen über die Fahrerlaubnis auf Probe sowie den Beschränkungen hinsichtlich der Geltungsdauer von LKW- und Kraftomnibus-Klassen gem. § 23 FeV.
Die Antragsfrist zur Umschreibung ausländischer Führerscheine beträgt maximal 3 Jahre, beginnend ab dem Datum der Wohnsitzbegründung. Wird die Umschreibung nicht innerhalb dieser Frist beantragt, wird zur Erteilung einer deutschen Fahrerlaubnis eine komplette Fahrausbildung und -prüfung erforderlich (§ 31 Abs. 1 FeV).
Zur Umschreibung anerkannt werden grundsätzlich nur solche ausländischen Fahrberechtigungen, wenn der Inhaber zum Zeitpunkt des Erwerbs einen ordentlichen Wohnsitz im Ausstellerstaat hatte. Führerscheine, die z.B. während eines kurzen Urlaubsaufenthaltes erworben wurden, sind in der Bundesrepublik ungültig und berechtigen lediglich zum Führen von Kraftfahrzeugen in dem Staat, in dem der Führerschein ausgestellt wurde.
Zur Umschreibung sind die deutschen Bestimmungen über das Mindestalter maßgeblich (§ 10 FeV). Auch wenn die Bestimmungen des jeweiligen Ausstellerstaates ein anderes Mindestalter zum Führen bestimmter Kraftfahrzeugarten vorsehen, unterliegt der Betreffende mit Wohnsitzbegründung im Bundesgebiet dem deutschen Fahrerlaubnisrecht und damit den hiesigen Bestimmungen über das Mindestalter.
Eine Abgabe des ausländischen Führerscheins an deutsche Verwaltungsbehörden kam bislang bei Umschreibung nur dann in Betracht, wenn der ausländische Führerschein prüfungsfrei umgeschrieben werden konnte. Dies wurde inzwischen geändert, d.h. der ausländische Führerschein ist im Rahmen der Umschreibung grundsätzlich abzugeben - siehe Fußnote bei untenstehender Tabelle. *)
Der (deutsche) Führerschein ist demnach nur gegen Abgabe des ausländischen Führerscheins auszuhändigen. Die Fahrerlaubnisbehörde sendet ihn über das Kraftfahrt-Bundesamt an die Stelle zurück, die ihn ausgestellt hat, wenn mit dem betreffenden Staat eine entsprechende Vereinbarung besteht. In den anderen Fällen nimmt sie den Führerschein in Verwahrung. Er darf nur gegen Abgabe des auf seiner Grundlage ausgestellten inländischen Führerscheins wieder ausgehändigt werden. In begründeten Fällen kann die Fahrerlaubnisbehörde davon absehen, den ausländischen Führerschein in Verwahrung zu nehmen oder ihn an die ausländische Stelle zurückzuschicken (§ 31 Abs. 4 FeV).
"EU-/EWR"
"Listenstaat"
Hiesige Fahrberechtigung ohne Wohnsitz in Deutschland?
Umschreibung nach Wohnsitzbegründung in Deutschland notwendig?
Theoretische und praktische Prüfung zur Umschreibung erforderlich?
Ausbildung in Fahrschule vor Prüfungen erforderlich?
Abgabe des ausländischen Führerscheins erforderlich?
*) Neu seit 01. September 2002 (FeVÄndVO vom 07. August 2002, BGBl. I S. 3267):
Zitat: "Der auf Grund des Absatzes 1 [= "Listenstaaten"] oder 2 [= "Drittstaaten"] ausgestellte Führerschein ist nur gegen Abgabe des ausländischen Führerscheins auszuhändigen" (vgl. § 31 Abs. 4 FeV).