Source: http://www.damm-legal.de/tag/bezeichnung
Timestamp: 2015-08-02 22:26:51
Document Index: 109885327

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 37', '§ 8', '§ 3', '§ 5', '§ 5', '§ 823', '§ 185', '§ 186', 'Art. 1', 'Art. 2', '§ 132', '§ 823', '§ 132', '§ 823', '§ 3', '§ 5', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 12', '§ 5', '§ 132', '§ 4', '§ 12', '§ 12', '§ 4', 'BGH', 'BGH', '§ 14', '§ 23', '§ 49', 'BGH', '§ 49', 'BGH', '§ 5', '§ 29', '§ 2', '§ 2', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 8', 'BGH', 'BGH']

Bezeichnung | Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte
Persönlichkeitsrecht (380)
Urteile & Beschlüsse (6090)
Werbung (1215)
Wettbewerbsrecht (2411)
Widerrufsrecht (213)
wettbewerbswidrig	Artikel-Schlagworte: „Bezeichnung“
OVG Koblenz: Ein aromatisiertes weinhaltiges Getränk darf als “Aperitivo Sprizz” bezeichnet werden
Montag, 23. März 2015 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
OVG Koblenz, Urteil vom 11.02.2015, Az. 8 A 10959/14.OVG
Das OVG Koblenz hat entschieden, dass die Bezeichnung “Aperitivo Sprizz” für ein aromatisiertes weinhaltiges Getränk zulässig ist. Verbraucher würden dadurch nicht in die Irre geführt, da der Ausdruck “Aperitivo” bzw. “Aperitif” keine besondere Qualitätsvorstellung wecke. Insoweit komme es nicht darauf an, ob es sich bei dem Getränk um aromatisierten Wein oder lediglich um ein aromatisiertes weinhaltiges Getränk handele. Zum Volltext der Entscheidung:
Schlagworte:Aperitivo Sprizz, Beschaffenheit, Bezeichnung, Etikettierung, irreführend, Irreführung, Oberverwaltungsgericht Koblenz, OVG Koblenz, Täuschung, Verkehrsbezeichnung, Wein, Weinrecht Veröffentlicht in Urteile & Beschlüsse, Verwaltungsrecht, Werbung, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
OLG Hamburg: Der behördliche Zulassungsbescheid besitzt eine Legalisierungswirkung hinsichtlich der Bezeichnung eines Arzneimittels
Mittwoch, 11. Februar 2015 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt | Fachanwältin für Gewerblichen Rechtsschutz
OLG Hamburg, Beschluss vom 08.04.2014, Az. 3 W 22/14
§ 3 HWG; § 3 UWG, § 4 Nr. 5 UWG, § 4 Nr. 11 UWG
Das OLG Hamburg hat entschieden, dass der Zusatz “kardio” in einer Arzneimittelbezeichnung nicht irreführend hinsichtlich einer therapeutischen Wirkung ist, weil der arzneimittelrechtliche Zulassungsbescheid insoweit eine Legalisierungswirkung besitzt. Dies gelte jedenfalls dann, wenn der Bezeichnungszusatz “kardio” (auch) Gegenstand der behördlichen Prüfung gewesen sei. Vorliegend sei auch nicht von einer Nichtigkeit des Zulassungsbescheides auszugehen. Zum Volltext der Entscheidung:
Schlagworte:Arzneimittel, Bezeichnung, irreführend, Irreführung, kardio, Legalisierungswirkung, Oberlandesgericht Hamburg, OLG Hamburg, therapeutisch, Zulassungsbescheid Veröffentlicht in Arzneimittelgesetz, Urteile & Beschlüsse, Werbung, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
Donnerstag, 20. November 2014 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
OLG Karlsruhe, Urteil vom 22.10.2014, Az. 6 U 152/13
Das OLG Karlsruhe hat entschieden, dass der bekannte ehemalige Wetter-Moderator Jörg Kachelmann seine ehemalige Lebenspartnerin Claudia D. nicht als “Kriminelle” bezeichnen durfte, nachdem dieser von dem Vorwurf der schweren Vergewaltigung, welcher auf eine Anzeige von Claudia D. zurückzuführen war, freigesprochen worden war. Zur Pressemitteilung vom 30.10.2014: (more…)
Schlagworte:Beleidigung, Bezeichnung, Kriminelle, Krimineller, Oberlandesgericht Karlsruhe, OLG Karlsruhe, Persönlichkeitsrechtsverletzung, Urteil, Verletzung Veröffentlicht in Persönlichkeitsrecht, Urteile & Beschlüsse | Keine Kommentare »
Donnerstag, 28. November 2013 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt | Fachanwältin für Gewerblichen Rechtsschutz
OVG Koblenz, Urteil vom 11.09.2013, Az. 8 A 10343/13.OVG
§ 37 Abs. 1 WeinV
Das OVG Koblenz hat entschieden, dass die Angabe “mit Eiswein dosiert” für einen Sekt nicht zulässig ist. Gemäß der Weinverordnung dürften bestimmten Begriffe wie z.B. “Eiswein”, “Spätlese” oder “Trockenbeerenauslese” ausschließlich im Zusammenhang mit Wein als Bezeichnung verwendet werden, weil es sich um Prädikate handele. Dies gelte auch, wenn die streitgegenständliche Angabe lediglich einen Zusatz zum Sekt bezeichnen solle, da auch diese Angabe Teil der Verkehrsbezeichnung sei. Zum Volltext der Entscheidung:
Schlagworte:Bezeichnung, Eiswein, irreführend, Irreführung, Oberverwaltungsgericht Koblenz, OVG Koblenz, Prädikat, Sekt, Verkehrsbezeichnung, Versanddosage, Weinverordnung Veröffentlicht in Urteile & Beschlüsse, Verwaltungsrecht, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
Dienstag, 19. März 2013 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
Das VG Lüneburg hat entschieden, dass der Hinweis “ohne Kristallzucker” auf einem Getränk nicht verwendet werden darf, wenn anderer Zucker (z.B. Fruchtzucker, Traubenzucker) enthalten ist. Der Verbraucher gehe bei der Werbung “ohne Kristallzucker” davon aus, dass gar kein Zucker enthalten sei und werde daher in die Irre geführt. Zum Text der Pressemitteilung:
Schlagworte:Bezeichnung, irreführend, Irreführung, Kristallzucker, Lebensmittel, Verwaltungsgericht Lüneburg, VG Lüneburg, Werbung, Zucker Veröffentlicht in Heilmittel / Ernährung, Urteile & Beschlüsse, Verbraucherschutz, Verwaltungsrecht, Werbung | Keine Kommentare »
Freitag, 14. Dezember 2012 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt | Fachanwältin für Gewerblichen Rechtsschutz
OLG Düsseldorf, Urteil vom 14.08.2012, Az. I-20 U 122/11
§ 8 Abs. 1, Abs. 3 Nr. 2 UWG, § 3 UWG, § 5 Abs. 1 UWG
Das OLG Düsseldorf hat entschieden, dass eine Buchhalterin, die Buchhaltungsdienstleistungen erbringt, nicht mit dem Begriff “Buchführungsbüro” werben darf. Durch die Benutzung dieses Begriffs werde dem angesprochenen Verkehrskreis suggeriert, dass dort u.a. auch uneingeschränkte Hilfeleistungen in Steuersachen angeboten und erbracht würden, welche in den Bereich “Buchführung” fielen. Dies sei tatsächlich jedoch nicht der Fall, da bestimmte Tätigkeiten nach dem Steuerberatungsgesetz nicht von einer Buchhalterin ausgeführt werden dürften. Zum Volltext der Entscheidung:
Schlagworte:Abmahnung, Bezeichnung, Buchführungsbüro, Düsseldorf, irreführend, Irreführung, Oberlandesgericht, OLG, Steuersachen, Unterlassungserklärung, Werbung Veröffentlicht in Urteile & Beschlüsse, Werbung, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
Dienstag, 23. Oktober 2012 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
OLG Karlsruhe, Urteil vom 28.03.2012, Az. 6 U 146/10
§ 5 Abs. 1 S. 1, S. 2 Nr. 3 UWG
Das OLG Karlsruhe hat entschieden, dass die Kanzleibezeichnung “… & Associates” eine Irreführung über die geschäftlichen Verhältnisse der Kanzlei bewirke, da der durchschnittlich informierte und situationsadäquat aufmerksame Rechtssuchende durch den Zusatz “& Associates” annehme, dass in der betreffenden Kanzlei neben der Inhaberin selbst noch mindestens zwei weitere Berufsträger tätig seien. Der Zusatz “& Associates” sei zwar in englischer Sprache gehalten; der durchschnittliche Adressat sei dieser Sprache jedoch so weit mächtig, dass er die Endungsform als Pluralform des Substantivs erkenne und deshalb darauf schließe, dass neben der in der Kanzleibezeichnung genannten Inhaberin (die Rechtsanwältin war) mehrere Berufsträger dauerhaft tätig seien.
Schlagworte:Abmahnung, Associates, Berufsträger, Bezeichnung, Firma, irreführend, Irreführung, Kanzlei, Name, Oberlandesgericht Karlsruhe, OLG Karlsruhe, Rechtsanwalt, Urteil Veröffentlicht in Berufsrecht / RVG, Urteile & Beschlüsse, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
Dienstag, 9. Oktober 2012 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
LG München I, End-Urteil vom 29.03.2012, Az. 25 O 11702/11
§ 823 Abs. 1 BGB, 823 Abs. 2 BGB, § 185 BGB; § 186 StGB; Art. 1 Abs. 1 GG, Art. 2 Abs. 1 GG
Das LG München I hat entschieden, dass ein Mieter nicht gegen einen anderen Wohnungseigentümer wegen dessen Auftreten gegenüber Dritten als Rechtsanwalt rechtlich vorgehen kann. Der Mieter hatte sich auf § 132a StGB berufen und insoweit ein Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB angenommen. Insgesamt, so die Kammer, sei die Einordnung von § 132 a StGB als Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB zweifelhaft. Das Delikt falle unter den Titel “Straftaten gegen die öffentliche Ordnung”. Klare Zielsetzung der Vorschrift sei es, den Rechtsverkehr in seiner Gesamtheit vor Personen zu schützen, die durch unberechtigte Angabe einer geschützten Berufsbezeichnung wie Rechtsanwalt ein besonderes, auf diesem Berufsbild und der diesem zugrunde liegenden Ausbildung beruhendes Vertrauen für sich fälschlich in Anspruch nähmen. Damit komme ein Drittschutz allenfalls im Verhältnis zum konkreten Adressaten in Betracht, gegenüber dem der Falschbezeichnete auftrete und dieses Vertrauen in Anspruch nehme. Im Verhältnis zu Dritten, die ihrerseits nicht Adressat seien, scheide jedoch ein individueller Anspruch aus. Ziel der Vorschrift ist es nicht, jedem Einzelnen einen dem wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsanspruch vergleichbaren Unterlassungsanspruch ohne konkreten Eingriff in eigene schützenswerte Rechtspositionen zuzubilligen. Zum Volltext der Entscheidung: (more…)
Schlagworte:Beweis, Bezeichnung, falsche, Landgericht München, LG München, Meinungsäußerung, Mieter, Rechtsanwalt, Tatsachenbehauptung, Tatsachenkern, Urteil, Versammlung, Wohungseigentümer Veröffentlicht in Persönlichkeitsrecht, Urteile & Beschlüsse | Keine Kommentare »
OLG Düsseldorf: Modifikationen einer Open Source-Software dürfen so lange unter dem ursprünglichen Namen der Software vertrieben werden, wie sie ihr “ähnlich” bleibt
Freitag, 21. September 2012 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
Schlagworte:Bezeichnung, Enigma, General Public License, GPL, GPLv2, Marke, Nutzen, Nutzung, Oberlandesgericht Düsseldorf, OLG Düsseldorf, Open Source, Software, Urteil, verwenden, Verwendung Veröffentlicht in Markenrecht, Software, Urteile & Beschlüsse | Keine Kommentare »
Donnerstag, 7. Juni 2012 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt | Fachanwältin für Gewerblichen Rechtsschutz
OLG Karlsruhe, Urteil vom 05.03.2012, Az. 6 U 189/10
§ 3 UWG, § 5 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 UWG
Das OLG Karlsruhe hat entschieden, dass die Bezeichnung “Park Hotel” (hier: “Park Hotel Stadt Freiburg”) irreführend und damit wettbewerbswidrig ist, wenn die Umgebung des Hotels keinen parkähnlichen Charakter sowie Ruhe und Naturnähe aufweise. Befinde sich das so bezeichnete Hotel in einem gewerblichen genutzten Umfeld zwischen Bahn und verkehrsstarker Verbindungsstraße, liege ein Wettbewerbsverstoß vor. Die Vorinstanz hatte unter der Bezeichnung “Park Hotel” noch lediglich einen Hinweis auf eine gehobene Güte des so bezeichneten Hotels gesehen, nicht jedoch auf die Umgebung. Eine Verwechslungsgefahr mit dem “Parkhotel Post” des Klägers auf Grund ähnlicher Namen verneinte das Gericht allerdings. Auf die Entscheidung wies die Wettbewerbszentrale (hier) hin.
Schlagworte:Bezeichnung, Gewerbegebiet, Hotel, irreführend, Irreführung, Karlsruhe, Oberlandesgericht, OLG, Park Hotel Veröffentlicht in Urteile & Beschlüsse, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
LG München I: Einfach mal als “Rechtsanwalt” auftreten, um Eindruck zu schinden, kann mit einstweiliger Verfügung und Strafverfolgung enden
Donnerstag, 15. März 2012 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
LG München I, Urteil vom 06.09.2011, Az. 33 O 10509/11
§ 3 UWG, § 4 Nr. 11 UWG, § 5 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 UWG, § 12 Abs. 4 BRAO Das LG München hat entschieden, dass das Auftreten einer Privatperson als “Rechtsanwalt” keinesfalls eine Bagatelle ist. Das Führen einer gesetzlich geschützten Berufsbezeichnung ohne die entsprechende Erlaubnis sei stets irreführend im Sinne des § 5 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 UWG und unter Umständen sogar strafbar nach § 132 a StGB. Zugleich liege in der unzutreffenden Bezeichnung ein Verstoß gegen § 4 Nr. 11 UWG i.V.m. § 12 Abs. 4 BRAO. § 12 Abs. 4 BRAO sei eine Marktverhaltensregelung im Sinne des § 4 Nr. 11 UWG, da die Betätigung auf dem Markt der Rechtsdienstleistungen einer öffentlichrechtlichen Erlaubnis bedarf und die betreffende Norm damit gleichzeitig im Interesse der Marktpartner, insbesondere der Verbraucher, eine bestimmte Qualität der Dienstleistungen sicherstellen wolle. Zum Volltext der Entscheidung: (more…)
Schlagworte:Abmahnung, Auftreten, Bezeichnung, Führen, Landgericht, LG, München, Rechtsanwalt, Unterlassung, Urteil, Wettbewerbsverstoß, wettbewerbswidrig Veröffentlicht in Berufsrecht / RVG, Urteile & Beschlüsse, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
BGH: Wo “TÜV” draufsteht, muss auch “TÜV” drin sein / Zur gebräuchlichen Bezeichnung
Donnerstag, 13. Oktober 2011 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt | Fachanwältin für Gewerblichen Rechtsschutz
BGH, Urteil vom 17.08.2011, Az. I ZR 108/09 - TÜV II
§ 14 MarkenG, § 23 MarkenG, § 49 MarkenG
Der BGH hat entschieden, dass eine private GmbH, die u.a. auf den Gebieten Arbeitsschutz, Brandschutz und technische Überwachung tätig ist, nicht mit Bezeichnungen wie “erster privater TÜV” und dem Anbieten von “TÜV-Dienstleistungen” werben darf. Die Marke TÜV sei zwar weithin bekannt und werde häufig beschreibend verwendet, eine gebräuchliche Bezeichnung im Sinne von § 49 MarkenG sei daraus jedoch nicht entstanden. Deshalb nutze die Beklagte durch die Bezeichung als “privater TÜV” die Wertschätzung der Marke “TÜV” in unzulässiger Weise für eigene Zwecke aus, da der Verkehr die Werbung unweigerlich mit dem bekannten Zeichen verknüpfe. Zum Volltext der Entscheidung:
Schlagworte:bekannt, Bekanntheit, Bezeichnung, BGH, Bundesgerichtshof, gebräuchlich, Marke, privater TÜV, TÜV, Unterscheidungskraft, Wertschätzung Veröffentlicht in Markenrecht, Urteile & Beschlüsse | Keine Kommentare »
LG Wuppertal: Zu der Frage, wann ein Veranstaltungsort als “Schloss” bezeichnet werden darf / Zu der fehlenden Klagebefugnis eines Wettbewerbsvereins
Sonntag, 24. Juli 2011 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt | Fachanwältin für Gewerblichen Rechtsschutz
LG Wuppertal, Urteil vom 19.07.2011, Az. 11 O 51/11
§§ 5, 8 Abs. 3 Nr. 2 UWG
Das LG Wuppertal hat entschieden, dass es bei der Bezeichnung eines Veranstaltungsgebäudes als “Schloss” nicht auf die Frage ankommt, welche architektonischen und historischen Kriterien an ein Schloss zu stellen sind und ob der Erbauer des “Schlosses” ein Adeliger war. Vielmehr sei bei der Frage, ob eine Angabe zur Irreführung geeignet ist, maßgeblich auf die Auffassung der Verkehrskreise abzustellen, an die die Werbung gerichtet sei und weniger auf den Wortsinn. Im vorliegenden Fall sei die Werbung an Brautpaare, Ausrichter von Firmenveranstaltungen und von Familienfesten gerichtet. Für diese sei nicht entscheidend (anders als für einen Historiker, Adelsforscher oder Adeligen), ob das Gebäude von einem (weitgehend unbekannten Adeligen) erbaut worden sei, sondern dass die Feier in einem festlichen Rahmen in schlossähnlicher Architektur und großzügiger Umgebung abgehalten werden könne. Das sei bei dem Anwesen des Beklagten der Fall. Zum Volltext der Entscheidung: (more…)
Schlagworte:Abmahnung, Aktivlegitimation, Bezeichnung, Einstweilige Verfügung, Gebäude, Irreführung, Klagebefugnis, Landgericht, LG, Schloss, Urteil, Veranstaltungsort, Wettbewerbsverein, Wuppertal Veröffentlicht in Urteile & Beschlüsse, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
OVG Nordrhein-Westfalen: “Nasenchirurg” ist eine erlaubte Bezeichnung für HNO-Arzt
Freitag, 12. November 2010 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
OVG NRW, Beschluss vom 29.09.2010, Az. 6t E 963/08.T
§ 29 Abs. 1 HeilBerG i.V.m. §§ 2 Abs. 2, 27 Abs. 3 Berufsordnung (BO) der Ärztekammer Westfalen-Lippe Das OVG Nordrhein-Westfalen hat entschieden, dass berufsrechtlich nichts dagegen spricht, wenn ein HNO-Arzt sich in Telefonbuch- und Internetwerbung als “Nasenchirurg” bezeichnet. Weder sei ersichtlich, dass die Werbemaßnahmen des Beschuldigten zur Irreführung von Patienten beitrügen, noch lasse sich ihnen vorhalten, dass sie nicht wenigstens für diejenigen Patienten, die einer operativen Behandlung ihrer Nase bedürfen oder eine solche wünschen, sachgerechte Informationen enthielten. Die beanstandeten Textpassagen leisteten weder einer unerwünschten Kommerzialisierung des Arztberufes Vorschub noch beeinträchtigten sie das Vertrauen der Bevölkerung in den ärztlichen Berufsstand. Dass die in der Werbung vom Beschuldigten gewählten Bezeichnungen keine Formulierungen darstellten, die in der Weiterbildungsordnung enthalten seien, sei in diesem Zusammenhang unbeachtlich; eine Vertrauensbeeinträchtigung wäre allenfalls dann anzunehmen, wenn der Beschuldigte Begriffe aus der Weiterbildungsordnung verwendete, die er nach deren Maßgabe nicht berechtigt verwenden dürfte. Zum Volltext der Entscheidung:
Schlagworte:Beruf, Berufsbezeichnung, Berufsrecht, Bezeichnung, HNO-Arzt, Internet, Nasenchirurg, Nordrhein-Westfalen, NRW, Oberverwaltungsgericht, OVG, Telefonbuch, Werbung Veröffentlicht in Berufsrecht / RVG, Urteile & Beschlüsse, Werbung, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
OLG Bremen: Akronym “swb” darf nur durch Stadtwerke Bremen verwendet werden
Sonntag, 25. April 2010 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
OLG Bremen, Beschluss vom 22.10.2009, Az. 2 W 92/09
§§ 2 Abs. 1 Nr. 3; 3 Abs. 1; 5 Abs. 1 S. 2 Nr. 3; 8 Abs. 3 Nr. 1 UWG
Das OLG Bremen hat entschieden, dass die Verwendung der Kurzbezeichnung „swb” für „Stadtwerke Bremen” stehe und einer privatwirtschaftlichen Unternehmung - hier einem privaten Anbieter auf dem Gassektor, der seine Produkte nahezu im gesamten Bundesgebiet, darunter auch in Bremen und Bremerhaven, anbot - diese Kurzbezeichnung verwehrt ist. Zitat: (more…)
Schlagworte:Akronym, Bezeichnung, Bremen, Oberlandesgericht, OLG, OLG Bremen, Stadtwerke, Stadtwerke Bremen, swb, Urteil Veröffentlicht in Urteile & Beschlüsse, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
OLG Düsseldorf: Ein Rechtsanwalt darf sich nicht ohne weiteres als “European Patent & Trademark Attorney” bezeichnen / Zur Unzulässigkeit des Hinweises “Vertretungsberechtigt bei …”
Dienstag, 2. Juni 2009 von Rechtsanwältin Katrin Reinhardt | Fachanwältin für Gewerblichen Rechtsschutz
OLG Düsseldorf, Urteil vom 15.04.2008, Az. 20 U 122/07
Das OLG Düsseldorf hat darauf hingewiesen, dass sich ein Rechtsanwalt nur dann als “European Patent & Trademark Attorney” oder “European Patent Attorney” bezeichnen darf, wenn er entsprechend zugelassen ist. Die Zulassung setzt ein besonderes Prüfungsverfahren voraus. Geklagt hatte ein Patentanwalt gegen einen Rechtsanwalt. Letzterer vertrat die Ansicht auch “European Patent & Trademark Attorney” zu sein und erklärte auf seinem Briefbogen, vertretungsberechtigt zu sein bei folgenden Behörden: “Bundespatentgericht, Deutsches Patent- und Markenamt, Europäisches Patentamt, EU-Amt für gewerblichen Rechtsschutz, Weltorganisation für geistiges Eigentum“. (more…)
Schlagworte:Abmahnung, Attorney, Bezeichnung, European, Oberlandesgericht, OLG, Patent, Patentanwalt, Rechtsanwalt, Trademark, Unterlassung, Urteil Veröffentlicht in Berufsrecht / RVG, Urteile & Beschlüsse, Werbung, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »
BGH: Wann darf die Kanzlei den Begriff “& Associates” verwenden?
Dienstag, 24. März 2009 von Rechtsanwalt Dr. Ole Damm | Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Fachanwalt für IT-Recht
BGH, Urteil vom 03.11.2008, Az. AnwSt (R) 10/08
§§ 3, 5 UWG, § 8 BORA
Der BGH hat in diesem anwaltsgerichtlichen Verfahren wegen Verletzung anwaltlicher Pflichten darauf hingewiesen, dass der Begriff “& Associates” nicht verwendet werden kann, wenn mit dem derart bezeichneten Rechtsanwalt bzw. der Rechtsanwaltskanzlei keine gesellschaftliche oder partnerschaftliche Verbindung besteht. Der betroffene Rechtsanwalt betrieb eine Einzelkanzlei. Er war ausschließlich beratend tätig. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag im Wirtschaftsbereich. Der Rechtsanwalt stellte für jeden Einzelfall seiner Beratungstätigkeit ein Team aus erfahrenen Spezialisten zusammen, die sodann gemeinsam das konkrete Einzelmandat durchführten. Der Betroffene verwendete für seine Schriftsätze, mit denen er als Rechtsanwalt auch gegenüber Dritten nach außen in Erscheinung getreten war, folgenden Briefkopf: “Dr. L. & Associates, Dr. A. L., Rechtsanwalt und Steuerberater, Fachanwalt für Steuerrecht - Associates: Dr. L. & Associates Unternehmensberatungs GmbH, Dr. L. & Partner Steuerberatungs GmbH, bzw. Steuerberatungs-gesellschaft mbH“. (more…)
Schlagworte:Associates, Bezeichnung, BGH, Bundesgerichtshof, Eindruck, Irreführung, Kanzlei, Partner, Zusammenarbeit Veröffentlicht in Urteile & Beschlüsse, Werbung, Wettbewerbsrecht | Keine Kommentare »