Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%201995,%201011
Timestamp: 2020-07-14 20:22:21
Document Index: 150076391

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', '§ 286', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 157', '§ 133', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: MDR 1995, 1011 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 09.02.1995
https://dejure.org/1995,221
BGH, 22.06.1995 - VII ZR 118/94 (https://dejure.org/1995,221)
BGH, Entscheidung vom 22.06.1995 - VII ZR 118/94 (https://dejure.org/1995,221)
BGH, Entscheidung vom 22. Juni 1995 - VII ZR 118/94 (https://dejure.org/1995,221)
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Erlaßvertrag - Verzicht
Kein konkludenter Abschluß eines Erlaßvertrags durch widerspruchslose Annahme einer Teilleistung
Verzicht: Auslegung
Stillschweigender Verzicht
Teilweiser Verzicht auf vereinbarte Bürgschaft bei Entgegennahme einer "halben" Sicherheit ? (IBR 1995, 411)
NJW-RR 1996, 237
ZIP 1995, 1195
MDR 1995, 1011
WM 1995, 1677
BauR 1995, 701
ZfBR 1995, 264
Wegen der damit übernommenen Risiken sind, ähnlich wie an einen Verzicht auf Rechte (vgl. BGH, Urteil vom 22. Juni 1995 - VII ZR 118/94, BauR 1995, 701, 702 = ZfBR 1995, 264), strenge Anforderungen an die Annahme einer derartigen Vereinbarung zu stellen.
Da ein Verzicht auf Rechte im allgemeinen nicht zu vermuten ist, muß sich deren Aufgabe aus einem unzweideutigen Verhalten ergeben (…BGH, Urt. v. 16. November 1993 - XI ZR 70/93, NJW 1994, 379, 380; v. 22. Juni 1995 - VII ZR 118/94, WM 1995, 1677, 1678).
In der Entscheidung des BGH, BauR 1995, 701 wird die Frage behandelt, ob der Gläubiger auf eine einmal vereinbarte Bürgschaft teilweise verzichtet hat, weil der Schuldner nur zur Stellung einer Bürgschaft über die halbe Bürgschaftssumme bereit war.
Wenn feststeht oder davon auszugehen ist, daß eine Forderung entstanden ist, verbietet dieser Umstand im allgemeinen die Annahme, der Gläubiger habe sein Recht einfach wieder aufgegeben (…Sen.Urt. v. 18.4.1989 - X ZR 85/88, NJW-RR 1989, 1373, 1374;… ebenso BGH, Urt. v. 16.11.1993 - XI ZR 70/93, NJW 1994, 379, 380; ähnlich - "strenge Anforderungen" - BGH, Urt. v. 22.6.1995 - VII ZR 118/94, NJW-RR 1996, 237).
Entsprechende Vereinbarungen sind eng auszulegen (BGH NJW-RR 1996, 237; 2000; 130).
An die Annahme eines solchen Verzichts sind strenge Anforderungen zu stellen (…BGH, Urt. v. 28.10.1993 - IX ZR 252/92, NJW 1994, 379, 380; Urt. v. 22.6.1995 - VII ZR 118/94, NJW-RR 1996, 237).
Es kommt mithin allein darauf an, daß Umstände vorliegen, aus denen sich ein Verzichtswille eindeutig ergibt; denn die Erklärung muß gerade im Hinblick auf die mit ihr verbundenen weitreichenden Folgen zweifelsfrei im sinne eines Verzichts zu verstehen sein (…BGH, Urt. v. 16.11.1993 - XI ZR 70/93, NJW 1994, 379, 380; BGH, Urt. v. 22.06.1995 - VII ZR 118/94, MDR 1995, 1011).
OLG Brandenburg, 16.10.2019 - 4 U 80/18
Voraussetzungen eines Mindermengenzuschlags bei Unterschreitung des vorgesehenen …
AG Nordhorn, 22.02.2001 - 3 C 39/01
Haftung des sorgeberechtigten Elternteils wegen Schädigung des Kindesvermögens: …
BGH, 21.07.2005 - IX ZR 247/02
BGH, 29.09.1999 - VIII ZR 256/98
Wirksamkeit einer verschuldensunabhängigen Vertragsstrafe in einem …
OLG Dresden, 15.09.2004 - 18 U 181/04
Auswirkung eines Vergleichs auf mithaftende Gesamtschuldner
OLG Düsseldorf, 22.01.2000 - 24 U 92/99
Straßenreinigungsentgelt in Berlin: Verzugsbegründung durch im Amtsblatt von …
OLG Koblenz, 22.11.2006 - 2 U 564/06
Erlass: Zustandekommen eines Erlassvertrages bei einfachem Kopfnicken
OLG Jena, 12.10.2005 - 2 U 293/05
KG, 09.01.2004 - 25 U 104/03
Straßenreinigung in Berlin: Fälligkeit des Straßenreinigungsentgelts
OLG Köln, 17.01.1996 - 11 W 86/95
KG, 19.10.2010 - 7 U 41/10
Architektenhonorar: Unterschreitung des Mindestsatzes bei Nichtansatz des Umbau- …
KG, 09.01.2004 - 25 U 101/03
OLG Oldenburg, 24.10.1995 - 5 U 62/95
Untergang des Pflichtteilanspruchs durch Erlassvertrag; Beweiswürdigung einer …
OLG Hamm, 08.06.2003 - 22 U 176/97
Im Zweifel kein konkludenter Vorkaufsrechtsverzicht vor
KG, 13.08.2010 - 7 U 41/10
Umbau- u. Modernisierungszuschlag mindestsatzrelevant
https://dejure.org/1995,1944
BGH, 09.02.1995 - VII ZR 143/93 (https://dejure.org/1995,1944)
BGH, Entscheidung vom 09.02.1995 - VII ZR 143/93 (https://dejure.org/1995,1944)
BGH, Entscheidung vom 09. Februar 1995 - VII ZR 143/93 (https://dejure.org/1995,1944)
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Sachverständiger - Leistungsbeschreibung - Leistungsverzeichnis
Leistungsverzeichnis; Verkehrssitte; Leistungsbeschreibung; Sachverständigengutachten; Schalldämmung; Türanlage
BGB §§ 133, 157; ZPO § 286
Auslegung eines Leistungsverzeichnisses; Sachverständige Begutachtung eines Leistungsverzeichnisses
Auslegung von Leistungsverzeichnissen, Sachverständige
Türen: Welcher Schalldämmwert wird geschuldet? (IBR 1995, 325)
NJW-RR 1995, 914
WM 1995, 1321
BauR 1995, 538
ZfBR 1995, 191
BGH, 17.06.2004 - VII ZR 75/03
Diese Beweisfrage kann auch durch ein Gutachten eines Bausachverständigen beantwortet werden (vgl. BGH, Urteil vom 9. Februar 1995 - VII ZR 143/93, BauR 1995, 538 = ZfBR 1995, 191).
Auch hinsichtlich der Einhaltung formaler Standards, der vollständigen Verwertung der vom Gericht vorgegebenen Anknüpfungs- oder Befundtatsachen (vgl. BVerfGE 91, 176 = NJW 1995, 40;… BGH WM 2007, 1901 = BGHReport 2008, 39), der Gesetzmäßigkeit der Befunderhebung, der dem Gutachten zugrundeliegenden juristischen Vorstellungen (vgl. BGH NJW-RR 1995, 914 [915]; GRUR 2006, 131 - Seitenspiegel und GRUR 2007, 410 - Kettenradanordnung; BayObLG FamRZ 2002, 1066 [1067]); FamRZ 2006, 68), insbesondere auch des zugrundegelegten, in verschiedenen Rechtsgebieten auch noch sehr unterschiedlichen Kausalitätsbegriffs und Beweismaßes (vgl. BGHZ 159, 254 = NJW 2004, 2828 = MDR 2004, 1313 [unter II 2 b aa]; OLG Hamm NZV 1994, 189 [190];… OLG Brandenburg, Urt. v. 8.3.2007 - 12 U 48/06 [Juris];… Senat, Urt. v. 14.7.2006 - 10 U 5624/05 [Juris];… Schneider, Beweis und Beweiswürdigung, 5. Aufl. 1994, Rz. 1441) und der Plausibilität der Argumentation seitens der Sachverständigen haben sich für den Senat keinerlei Anhaltspunkte für Zweifel ergeben.
Es ist dabei nicht am Buchstaben zu haften, sondern ein Sinn zu ermitteln, wie er sich für einen verständigen Empfänger der Erklärungen unter Berücksichtigung von Verkehrssitte und Treu und Glauben ergibt (BGH Urteil vom 9. Februar 1995 - VII ZR 143/93 - NJW-RR 1995, 914, 915).
Die beschränkt sich im wesentlichen darauf, das für die Beurteilung bedeutsame Fachwissen zu vermitteln, also etwa Fachsprache und Üblichkeiten, vor allem wenn sie sich zu einer Verkehrssitte im Sinne von § 157 BGB verdichtet haben (im Anschluß an Senatsurteil vom 9. Februar 1995 - VII ZR 143/93 - BauR 1995, 538 - ZfBR 1995, 191).«.
Von einem Bauherrn gegenüber dem Architekten getroffene Anordnungen sind nach den Grundsätzen der Vertragsauslegung, also insbesondere nach §§ 133, 157 BGB auszulegen (hierzu und zu den folgenden Überlegungen vgl. Senatsurteil vom 9. Februar 1995 - VII ZR 143/93 - ZfBR 1995, 191 f - BauR 1995, 538 f).
Entscheidend ist der vertraglich vorausgesetzte Gebrauch (BGH BauR 95, 538).
OLG Koblenz, 03.07.1996 - 1 U 1375/94
Vertragsumfang bei Pauschalvertrag im Bauwesen
Sie beschränkt sich im wesentlichen darauf, das für die Beurteilung bedeutsame Fachwissen zu vermitteln, vor allem, ob das zu prüfende Leistungsverzeichnis ingenieurtechnisch korrekt aufgestellt worden ist (BGH MDR 1995, 1011 ).
Umfang und Gegenstand der Prüfungspflichten sind danach zu bestimmen, ob das bauliche "Umfeld" den Erfolg der Leistung negativ zu beeinflussen vermag (BGH BauR 1995, 538).