Source: http://dictionary.sensagent.com/Kirchengemeindeleitung/de-de/
Timestamp: 2013-05-22 07:41:08
Document Index: 347135378

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 37', '§ 18', '§ 30', '§ 86', '§ 26', '§ 121']

Kirchengemeindeleitung : definition of Kirchengemeindeleitung and synonyms of Kirchengemeindeleitung (German)
Hoheitszeichen · Georg Bell · webalizer · Geremi Njitap · (Christoph · Lockheed F-104 · COLORS · bourmont · plepelic · eugen bircher · 5273 online visitors
Die römisch-katholische Kirche kennt hierfür den Pfarrverwaltungsrat, teilweise auch als Stiftungsrat, Kirchenvorstand oder Kirchenverwaltung bezeichnet. Handelt es sich jedoch um eine öffentlich-rechtliche Körperschaft wie in vielen Kantonen der Schweiz, untersteht die Kirche staatlichem Recht (im dualen System) und die Kirchgemeinde untersteht der Leitung der Kirchenpflege (im Gegensatz zur Pfarrei unter der Leitung des Pfarrers oder Gemeindeleiters und dem Pfarreirat).
Kirchengemeinderat (Evangelische Landeskirche in Baden und Evangelische Landeskirche in Württemberg)
3.1.6 Evangelische Kirche von Westfalen
3.2 Evangelisch-methodistische Kirche
Bedeutung in der römisch-katholischen Kirche
Die öffentlich-rechtliche Anerkennung ist an gewisse Bedingungen gebunden. In der Schweiz sind dies die demokratische Ausgestaltung. Während in der Pfarrei alle Katholiken mitreden können, sind dies in der Kirchgemeinde nur stimm- und wahlberechtigte. Im Kanton Zürich wurden die diesbezüglichen staatlichen (kantonalen) Gesetze und Verordnungen auf das Jahr 2010 dahingehehend angepasst, dass das Stimm- und Wahlrecht in kirchlichen Belangen neben dem Wohnort nicht mehr von der in staatlichen belangen massgebenden Staatsangehörigkeit, sondern von der Taufe und der Konfessionszugehörigkeit abhängen.[2]
Nach Kirchenrecht
Im Namen „Ältestenkreis“ oder „Presbyterium“ kommt die für die evangelischen Kirchen typische geistliche Dimension des Amtes zum Ausdruck. Betont wird also das evangelische Grundanliegen des allgemeinen Priestertums aller Gläubigen und die Ablehnung der römisch-katholischen Trennung in geweihte Priester (Klerus) und Laien. Infolgedessen haben die evangelischen Leitungsorgane weit umfassendere Mitspracherechte als ein römisch-katholischer Pfarrgemeinderat, insbesondere auch in den Bereichen Seelsorge und Gottesdienstgestaltung. Die Grundordnung der Evangelischen Landeskirche in Baden bestimmt etwa in § 20 Abs. 1 S. 2: Der Ältestenkreis „leitet die Gemeinde und trägt die Verantwortung dafür, dass der Gemeinde Gottes Wort rein und lauter gepredigt wird, die Sakramente recht verwaltet werden und der Dienst der Liebe getan wird.“
In bewusster Abweichung vom staatlichen Recht kennt die Badische Landeskirche kein Listen-, sondern ein Mehrheitswahlrecht (vgl. dazu und zum Folgenden die Kirchliche Wahlordnung mit Durchführungsbestimmungen). Die Ältestenkreiswahlen finden alle sechs Jahre statt, zuletzt im Jahr 2007. Die Legislaturperiode ist auf die der württembergischen Kirchengemeinderäte abgestimmt, um in Baden-Württemberg einen einheitlichen Wahltermin zu erreichen. Die Ältestenwahlen finden als allgemeine Kirchenwahlen statt, es werden also alle kirchlichen Wahlämter gleichzeitig neu besetzt. Jeder neu gewählte Ältestenkreis wählt daher auch Mitglieder der Synode des Kirchenbezirks, die neue Bezirkssynode wiederum Synodale der Landessynode. Auch die Gemeindeversammlung wählt nach den Kirchenwahlen ihren Vorsitzenden neu.
Die Aufgaben des Kirchengemeinderates sind unter anderem die Besetzung der Pfarrstelle, Festlegung der örtlichen Gottesdienstordnung, Verwaltung des Gemeindevermögens und Ausübung des Hausrechts. Dem Kirchengemeinderat gehört kraft Amtes ein gewählter „Kirchenpfleger“ an, der den Kirchengemeinderat in Rechts-, Verwaltungs- und Vermögensangelegenheiten unterstützt, § 37 KGO.
Die Befugnisse des aus Pfarrer und gewählten Mitgliedern bestehenden Kirchenvorstands sind in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern durch §§ 18 ff. der Kirchengemeindeordnung festgelegt. Der Kirchenvorstand wählt aus seiner Mitte einen „Kirchenpfleger“, der für die Einhaltung des Haushaltsplanes verantwortlich ist. Die Amtszeit des Kirchenvorstands beträgt sechs Jahre, § 30 Abs. 1 KGO. Wahlberechtigt sind alle, die das 14te Lebensjahr vollendet haben oder bereits konfirmiert sind. Die letzten Kirchenvorstandswahlen fanden am 22. Oktober 2006 statt. Benachbarte Gemeinden können sich zu Gesamtkirchengemeinden zusammenschließen, sie werden dann von der Gesamtkirchenverwaltung geleitet, die aus Pfarrern und Kirchenvorstehern besteht (§§ 86 ff KGO).
In der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers sind Gemeindemitglieder ab 16 Jahren wahlberechtigt. Die Amtszeit des Kirchenvorstands (vgl. dazu §§ 26 ff Kirchengemeindeordnung) beträgt sechs Jahre. Die letzte Kirchenvorstandswahl fand, gemeinsam mit den Wahlen in anderen Landeskirchen Niedersachsens, am 18. März 2012 statt.[3]
Lehre, Verfassung und Ordnung der Evangelisch-methodistischen Kirche. Auf Beschluss der Zentralkonferenz in Deutschland. Medienwerk der Evangelisch-Methodistischen Kirche u. a., Stuttgart 2000, § 121 (bisherige Regelungen).
↑ www.landeskirche-hannover.de, abgerufen am 18. März 2012
Von „http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kirchengemeindeleitung&oldid=107412339“	Kategorien: Evangelisches KirchenrechtProtestantismusMethodismusKirchenverwaltung This entry is from Wikipedia, the leading user-contributed encyclopedia. It may not have been reviewed by professional editors (see full disclaimer)Donate to Wikimedia
All translations of Kirchengemeindeleitung