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Timestamp: 2016-10-25 06:48:06
Document Index: 112980089

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 27', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 27', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

I 294/99 (04.07.2000)
I 294/99 Hm
O.________, 1945, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch F�rsprecher Alain Pfulg, Genfergasse 3, Bern,
A.- Die 1945 geborene O.________ meldete sich am 12. Juni 1995 unter Hinweis auf seit einem Verkehrsunfall vom 25. Mai 1994 bestehende Schulter- und Armbeschwerden links mit Ausstrahlungen in den R�cken sowie Schlafst�rungen und psychischen Problemen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach Abkl�rungen in medizinischer, beruflich-erwerblicher und haushaltlicher Hinsicht sowie dem Beizug der SUVA-Akten verneinte die IV-Stelle Bern mit Verf�gung vom 10. Juni 1998 einen Anspruch auf eine Invalidenrente.
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 30. M�rz 1999 ab.
C.- O.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und ihr eine halbe Rente zuzusprechen; eventuell sei die Sache zur weiteren medizinischen Abkl�rung an die IV-Stelle zur�ckzuweisen.
1.- Das kantonale Gericht hat die massgeblichen Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG), die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG), bei Nichterwerbst�tigen, namentlich im Haushalt besch�ftigten Versicherten, nach der spezifischen Methode (Art. 28 Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 und 2 IVV; BGE 104 V 136 Erw. 2b; ZAK 1982 S. 500 Erw. 1) sowie bei teilerwerbst�tigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 27bis Abs. 1 IVV; BGE 104 V 148 f. Erw. 1; ZAK 1992 S. 128 Erw. 1b, 1984 S. 137 Erw. 3a) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Ausf�hrungen zur Bedeutung �rztlicher Ausk�nfte im Rahmen der Invalidit�tssch�tzung (Meyer-Blaser, Bundesgesetz �ber die Invalidenversicherung [IVG], Z�rich 1997, S. 227 f. mit weiteren Hinweisen) sowie bez�glich der Pflicht der Versicherten zur Schadenminderung und Selbsteingliederung (BGE 113 V 28 Erw. 4a; RKUV 1987 Nr. U 26 S. 391; vgl. auch BGE 117 V 278 Erw. 2b, 400, je mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden.
2.- a) Es steht nicht in Frage, dass vorliegend zur Ermittlung des Invalidit�tsgrades die gemischte Methode nach Art. 27bis Abs. 1 IVV (vgl. dazu BGE 125 V 146) zur Anwendung gelangt. W�hrend die Bemessungsfaktoren Anteile Erwerbst�tigkeit (31 %) und Haushaltsf�hrung (69 %) sowie der Grad der Arbeitsunf�higkeit im Haushaltsbereich (50 %) nunmehr unwidersprochen geblieben sind, herrscht �ber die zumutbare Leistungsf�higkeit im erwerblichen Bereich Uneinigkeit. Diesbez�glich hat das kantonale Gericht in einl�sslicher W�rdigung der im Administrativverfahren eingeholten �rztlichen Berichte, insbesondere der polydisziplin�ren Expertise des Zentrums f�r Medizinische Begutachtung (ZMB) vom 2. April 1998, festgestellt, der Beschwerdef�hrerin sei in der angestammten T�tigkeit als Briefsortiererin sowie in s�mtlichen anderen, den Leiden angepassten leichten k�rperlichen Besch�ftigungen ein Arbeitspensum im bisherigen Ausmass m�glich und zumutbar. Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiegegen vorgebrachten Einw�nde verm�gen an diesem Ergebnis nichts zu �ndern. Insbesondere sind den medizinischen Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen, wonach entgegen den gutachtlichen Schlussfolgerungen von einer vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit in jeglichem T�tigkeitsbereich auszugehen w�re. Soweit sich die Beschwerdef�hrerin auf den letztinstanzlich aufgelegten Bericht des Hausarztes Dr. med. C.________, Innere Medizin FMH, Spez. Rheumaerkrankungen, vom 21. Mai 1999 beruft, ist festzuhalten, dass das Sozialversicherungsgericht nach st�ndiger Rechtsprechung die Rechtm�ssigkeit der Verwaltungsverf�gungen in der Regel nach dem Sachverhalt beurteilt, der zur Zeit des Verf�gungserlasses gegeben war (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither ver�ndert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverf�gung sein (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen). Da der genannte Bericht in erster Linie den Zustand Ende Mai 1999 wiedergibt bzw. von dessen Verschlechterung seit der Begutachtung durch das ZMB (im M�rz 1998) spricht ("... Vermehrt besteht auch eine Periarthropathie der rechten Schulter, die zum Zeitpunkt der Untersuchung im ZMB aber noch nicht von relevantem Ausmass war. ... Es besteht eine erhebliche depressive Verstimmung. ... Massiv verschlechtert hat sich die psychische Situation nach dem Tod einer zweiten Tochter im Oktober 98, ... ."), ist er nicht geeignet, die Beurteilung im Verf�gungszeitpunkt (10. Juni 1998) zu beeinflussen.
b) In erwerblicher Hinsicht ist ferner anzumerken, dass die Beschwerdef�hrerin bei zumutbarer Ausn�tzung der ihr attestierten Arbeitsf�higkeit durchaus in der Lage ist, in der angestammten T�tigkeit oder bei Aus�bung einer anderen f�r sie in Frage kommenden Besch�ftigung einen Verdienst in der H�he des unbestrittenen Valideneinkommens von Fr. 18'947. - zu erzielen. Dies namentlich auch im Hinblick darauf, dass es der Beschwerdef�hrerin gem�ss ZMB-Gutachten aus gesundheitlichen Aspekten zuzumuten ist, als Briefsortiererin - und damit in jeder k�rperlich leichten T�tigkeit, welche keine �berkopfarbeiten und repetitive Kraftentfaltung des linken Armes beinhaltet - vollschichtig zu arbeiten. Angesichts des Umstands, dass eine gewisse Entlastung bei der Haushaltsf�hrung durch den arbeitslosen Ehemann der Beschwerdef�hrerin sowie der noch zu Hause lebenden minderj�hrigen Tochter bereits stattfindet und die zu ber�cksichtigende Mithilfe von Familienmitgliedern weiter geht als die ohne Gesundheitssch�digung �blicherweise zu erwartende Unterst�tzung (ZAK 1984 S. 138 ff. Erw. 5), erscheint eine Ausweitung der ausserh�uslichen T�tigkeit der Versicherten auf mindestens 50 % als realistisch und in Anbetracht der Erwerbslosigkeit des Ehegatten bereits aus finanziellen Gr�nden indiziert. Zudem k�me eine entsprechende Verlagerung des T�tigkeitsbereichs der Situation der Beschwerdef�hrerin insofern entgegen, als sie durch ihre Leiden im Haushaltsbereich deutlich st�rker beeintr�chtigt ist als in einer ihren Bed�rfnissen angepassten erwerblichen Besch�ftigung.
Vorinstanz und Verwaltung haben einen Rentenanspruch mangels invalidit�tsbegr�ndender Behinderung daher zu Recht verneint.