Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=08.11.1996&Aktenzeichen=V%20ZR%207/96
Timestamp: 2019-10-15 00:28:50
Document Index: 336622324

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 116', '§ 116', '§ 116', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 7', '§ 5', 'BGH', '§ 7', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH']

BGH, 08.11.1996 - V ZR 7/96 - dejure.org
https://dejure.org/1996,1151
BGH, 08.11.1996 - V ZR 7/96 (https://dejure.org/1996,1151)
BGH, Entscheidung vom 08.11.1996 - V ZR 7/96 (https://dejure.org/1996,1151)
BGH, Entscheidung vom 08. November 1996 - V ZR 7/96 (https://dejure.org/1996,1151)
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Sachenrechtsbereinigung - Flächennutzung - Bauliche Investition - Nutzungsvertrag
Anwendbarkeit des Schuldrechtsanpassungsgesetzes bei Errichtung von Kleingewächshäusern auf von GPG überlassener Fläche
Bebauungen auf vertraglicher Grundlage; Nutzerinvestition; Hauswirtschaftsfläche
BGHZ 134, 50
NJW 1997, 457
ZIP 1997, 127
ZIP 1997, 128
MDR 1997, 233
NJ 1997, 147
WM 1997, 124
Entscheidend ist vielmehr, daß eine dingliche oder vergleichbare Absicherung nach dem Recht der DDR möglich gewesen wäre (Senat BGHZ 134, 50, 54;… vgl. auch Urt. v. 14. November 2004, V ZR 72/03, VIZ 2004, 193, 194 zu § 116 SachenRBerG) und die faktische Nutzung des fremden Grundstücks nach der Verwaltungspraxis der DDR oder nach den DDR-typischen Gegebenheiten als rechtmäßig angesehen wurde (…Senat, Urt. v. 9. Mai 2003, V ZR 388/02, VIZ 2003, 385, 386 für § 116 SachenRBerG) und rechtsbeständig war (BVerfG, NJ 2003, 533;… für § 116 SachenRBerG: Senat, Urt. v. 14. November 2003, V ZR 28/03, VIZ 2004, 195;… Urt. v. 22. Oktober 2004, V ZR 70/04, bisl. unveröff.).
Zum anderen soll sie eine Abgrenzung zwischen Sachenrechtsbereinigung und Schuldrechtsanpassung ermöglichen, die nicht ausschließlich auf die Rechtsform der Nutzung mit baulicher Investition abstellt (Senat, Urteil vom 8. November 1996 - V ZR 7/96, NJW 1997, 457).
Er enthält lediglich Regelbeispiele für eine der Sachenrechtsbereinigung unterfallende bauliche Nutzung fremder Grundstücke und versperrt daher nicht die Erfassung auch anderer Sachverhalte, und zwar über die als Auffangtatbestand ausgestaltete Regelung des Absatzes 1 (vgl. Senat, BGHZ 134, 50, 53;… Urt. v. 25. September 1998, V ZR 166/97, Umdruck S. 5, nicht veröffentlicht).
Sie setzt grundsätzlich eine bauliche Investition des Nutzers voraus, die nach dem Boden- und dem Wirtschaftsrecht der DDR durch Verleihung eines Nutzungsrechts hätte abgesichert werden können, mag es auch im Einzelfall hierzu nicht gekommen sein (Senat, BGHZ 134, 50, 53 f.).
In diesem Zusammenhang sind auch Rechtsverhältnisse zu bereinigen, denen bauliche Investitionen zugrunde liegen, die nach dem Recht der DDR durch eine dingliche Rechtsposition abgesichert waren oder hätten abgesichert werden können (BGH, Urt. v. 8. November 1996, V ZR 7/96, zur Veröffentlichung bestimmt).
Nach der Rechtsprechung des Senats ist der für Eigenheimfälle geltende Auffangtatbestand des § 5 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 SachenRBerG (ebenso wie der Auffangtatbestand für gewerbliche und andere Nutzungen, § 7 Abs. 1 SachenRBerG) auf "unentdeckte Fälle" heranzuziehen, die bei wertender Betrachtung einem der Regelfälle, hier des Satzes 2 des § 5 Abs. 1 Nr. 3 SachenRBerG, gleichzustellen sind (BGHZ 134, 50, 53;… Urt. v. 3. Mai 2002, V ZR 246/01, zur Veröffentl. bestimmt).
Dies begründet einen Anspruch auf Erwerb des Grundstücks oder auf Bestellung eines Erbbaurechts an diesem nach § 7 Abs. 1 SachenRBerG, wenn die Investition der Genossenschaft nach dem Recht der DDR durch die Verleihung eines Nutzungsrechts hätte dinglich abgesichert werden können (Senat, BGHZ 134, 50, 53 ff).
Aus der von der Revision angeführten Entscheidung BGHZ 134, 50 ergibt sich nichts anderes.
Der Umstand, daß die Überlassung - entgegen § 1 Abs. 1 LPGG 1959 - faktisch nicht freiwillig war, steht der Annahme einer den genossenschaftlichen Akt begleitenden und die Rechte und Pflichten konkretisierenden Nutzungsvereinbarung nicht entgegen (vgl. BGHZ 134, 50, 55 f).
Er soll als Oberbegriff einer irgendwie gearteten Einengung schuldrechtlicher Beziehung vorbeugen und erfaßt jeden ausdrücklich oder konkludent zustande gekommenen Vertrag, der zur Nutzung berechtigte (Senat, BGHZ 134, 50, 56).