Source: http://dedocz.com/doc/1068506/friedrich-alexander-universit%C3%A4t-erlangen
Timestamp: 2017-01-16 22:08:28
Document Index: 214082815

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 81', 'Art. 88', 'Art.\n50', 'Art. 18', 'Art. 61', 'Art. 32']

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Der Text dieser Pr&uuml;fungsordnung ist nach dem aktuellen Stand sorgf&auml;ltig erstellt; gleichwohl ist ein Irrtum nicht ausgeschlossen. Verbindlich ist der amtliche, beim Pr&uuml;fungsamt einsehbare, im offiziellen Amtsblatt ver&ouml;ffentlichte Text
Diplompr&uuml;fungsordnung f&uuml;r Evangelische Theologie
der Friedrich-Alexander-Universit&auml;t Erlangen-N&uuml;rnberg
Vom 9. August 2000 (KWMBl II S. 1171)
ge&auml;ndert durch Satzung vom
12. April 2002 (KWMBl II 2003 S. 1232)
26. M&auml;rz 2004 (KWMBl S. 1856)
Aufgrund von Art. 6 in Verbindung mit Art. 81 Abs. 1 des Bayerischen Hochschulgesetzes erl&auml;sst die Universit&auml;t Erlangen-N&uuml;rnberg folgende Pr&uuml;fungsordnung:
Die Bezeichnung weiblicher und m&auml;nnlicher Personen durch die jeweils maskuline
Form in der nachstehenden Satzung bringt den Auftrag der Hochschule, im Rahmen
ihrer Aufgaben die verfassungsrechtlich gebotene Gleichstellung von Mann und Frau
zu verwirklichen und die f&uuml;r Frauen bestehenden Nachteile zu beseitigen, sprachlich
nicht angemessen zum Ausdruck. Auf die Verwendung von Doppelformen oder andere Kennzeichnungen f&uuml;r weibliche und m&auml;nnliche Personen (z.B. Bewerberin/Bewerber) wird jedoch verzichtet, um die Lesbarkeit und &Uuml;bersichtlichkeit zu wahren. Mit allen im Text verwendeten Personenbezeichnungen sind stets beide Geschlechter gemeint.
Zweck der Pr&uuml;fung
An der Theologischen Fakult&auml;t der Universit&auml;t Erlangen-N&uuml;rnberg k&ouml;nnen Studenten der Theologie auf Antrag die Diplompr&uuml;fung in Evangelischer Theologie ablegen.
Die Diplompr&uuml;fung dient dem Nachweis, dass der Kandidat sein Theologiestudium
mit Erfolg absolviert hat; es bildet einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss.
Der Nachweis bezieht sich auf Grundwissen, methodisches K&ouml;nnen und kritisches
Nach bestandener Diplompr&uuml;fung wird der Grad eines Diplom-Theologen Univ.
(Dipl.-Theol. Univ.) verliehen.
Die Regelstudienzeit betr&auml;gt einschlie&szlig;lich der Zeit f&uuml;r die Abschlusspr&uuml;fung neun
Semester. 2Der H&ouml;chstumfang der zum planm&auml;&szlig;igen Studium erforderlichen Lehrveranstaltungen betr&auml;gt 168 SWS.
Pr&uuml;fungsfristen
(1) Die Pr&uuml;fung soll am Ende des achten Semesters begonnen werden.
(2) Meldet sich ein Bewerber aus von ihm zu vertretenden Gr&uuml;nden nicht so rechtzeitig ordnungsgem&auml;&szlig; zur Diplompr&uuml;fung, dass er sie bis zum Beginn der Lehrveranstaltungen des 14. Semesters abgelegt hat, oder legt er die Diplompr&uuml;fung, zu der er
sich gemeldet hat, nicht bis zum Beginn der Lehrveranstaltungen des 14. Semesters
ab, gilt die Diplompr&uuml;fung in Evangelischer Theologie als erstmals abgelegt und nicht
(3) 1&Uuml;berschreitet der Bewerber die Frist nach Absatz 2 aus von ihm nicht zu vertretenden Gr&uuml;nden, gew&auml;hrt der Pr&uuml;fungsausschuss auf Antrag eine Nachfrist. 2Die
Frist verl&auml;ngert sich um
1. f&uuml;r die Ablegung von Wiederholungspr&uuml;fungen ben&ouml;tigte Semester und
2. die Inanspruchnahme der Schutzfristen des &sect; 3 Abs. 2 und des &sect; 6 Abs. 1 des
Mutterschutzgesetzes sowie der Fristen f&uuml;r die Gew&auml;hrung von Erziehungsurlaub
nach Art. 88 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Bayerisches Beamtengesetz (BayBG), &sect;&sect; 12 und 15
Urlaubsverordnung.
(1) 1F&uuml;r die Organisation und Durchf&uuml;hrung der Diplompr&uuml;fung an der Theologischen
Fakult&auml;t der Universit&auml;t Erlangen-N&uuml;rnberg wird ein Pr&uuml;fungsausschuss eingesetzt.
Der Pr&uuml;fungsausschuss besteht aus dem Dekan als Vorsitzendem, seinem Stellvertreter sowie weiteren f&uuml;nf gew&auml;hlten Mitgliedern, von denen drei Professoren sein
(2) 1Die weiteren Mitglieder des Pr&uuml;fungsausschusses und der Schriftf&uuml;hrer werden
nach Vorschlag der Versammlung aller Pr&uuml;fer vom Fachbereichsrat gew&auml;hlt. 2Zu
Mitgliedern des Pr&uuml;fungsausschusses k&ouml;nnen nur die der Theologischen Fakult&auml;t
angeh&ouml;renden Hochschullehrer und die das Fach Evangelische Theologie vertretenden Hochschullehrer der Universit&auml;ten Bamberg, Bayreuth und W&uuml;rzburg gew&auml;hlt
(3) 1Die Amtszeit der Mitglieder betr&auml;gt zwei Jahre. 2Eine Wiederbestellung ist m&ouml;glich.
(4) 1Dem Pr&uuml;fungsausschuss obliegt die Durchf&uuml;hrung der Pr&uuml;fungsverfahren, insbesondere die Planung und Organisation der Pr&uuml;fungen. 2Der Pr&uuml;fungsausschuss
achtet darauf, dass die Bestimmungen der Pr&uuml;fungsordnung eingehalten werden. 3Er
berichtet regelm&auml;&szlig;ig dem Fachbereichsrat &uuml;ber die Entwicklung der Pr&uuml;fungen und
Studienzeiten und gibt ihm gegebenenfalls Anregungen zur &Auml;nderung der Studienund Pr&uuml;fungsordnung.
(5) 1Der Pr&uuml;fungsausschuss ist beschlussf&auml;hig, wenn s&auml;mtliche Mitglieder schriftlich
unter Einhaltung einer mindestens einw&ouml;chigen Ladungsfrist geladen sind und die
Mehrheit der Mitglieder anwesend und stimmberechtigt ist. 2Er beschlie&szlig;t mit der
Mehrheit der abgegebenen Stimmen in Sitzungen. 3Stimmenthaltung, geheime Abstimmung und Stimmrechts&uuml;bertragung sind nicht zul&auml;ssig. 4Bei Stimmengleichheit
gibt die Stimme des Dekans den Ausschlag. 5Der Schriftf&uuml;hrer nimmt an den Sitzungen des Pr&uuml;fungsausschusses teil; er hat kein Stimmrecht.
(6) 1Der Dekan beruft die Sitzungen des Pr&uuml;fungsausschusses ein. 2Er ist befugt,
anstelle des Pr&uuml;fungsausschusses unaufschiebbare Entscheidungen allein zu treffen. 3Hiervon hat er dem Pr&uuml;fungsausschuss unverz&uuml;glich Kenntnis zu geben.
Dar&uuml;ber hinaus kann, soweit diese Pr&uuml;fungsordnung nichts anderes bestimmt, der
Pr&uuml;fungsausschuss dem Dekan die Erledigung von einzelnen Aufgaben widerruflich
(7) 1Bescheide in Pr&uuml;fungsangelegenheiten, durch die jemand in seinen Rechten
beeintr&auml;chtigt werden kann, bed&uuml;rfen der Schriftform; sie sind zu begr&uuml;nden und mit
Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. 2Dem Kandidaten ist vor ablehnenden Entscheidungen Gelegenheit zur &Auml;u&szlig;erung zu geben.
(1) 1Der Pr&uuml;fungsausschuss bestellt f&uuml;r jedes Semester eine Pr&uuml;fungskommission f&uuml;r
die Diplompr&uuml;fung und benennt Ersatzleute. 2Der Pr&uuml;fungsausschuss bestimmt den
Vorsitzenden der Pr&uuml;fungskommission.
(2) 1Die Pr&uuml;fungskommission besteht aus f&uuml;nf Fachpr&uuml;fern, und zwar je einem Vertreter f&uuml;r die f&uuml;nf F&auml;cher: Altes Testament, Neues Testament, Historische Theologie,
Systematische Theologie, Praktische Theologie, und dem Dekan. 2Dazu kommt gegebenenfalls der Fachvertreter eines Wahlpflichtfaches gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Satz 1
Buchst. g.
(3) Zu Pr&uuml;fern k&ouml;nnen alle Hochschullehrer sowie nach der Hochschulpr&uuml;ferverordnung (BayRS 2210-1-1-6-WFK) in der jeweils geltenden Fassung zur Abnahme von
Hochschulpr&uuml;fungen Befugte bestellt werden.
(4) 1Die Bestellung der Pr&uuml;fungskommission soll in geeigneter Form bekannt gegeben werden. 2Ein kurzfristig vor Beginn der Pr&uuml;fung aus zwingenden Gr&uuml;nden notwendig werdender Wechsel von Pr&uuml;fern ist zul&auml;ssig. 3Scheidet ein pr&uuml;fungsberechtigtes Hochschulmitglied aus der Hochschule aus, bleibt dessen Pr&uuml;fungsberechtigung in der Regel bis zu einem Jahr erhalten.
(5) Der Vorsitzende der Pr&uuml;fungskommission tr&auml;gt daf&uuml;r Sorge, dass alle Entscheidungen der Pr&uuml;fungskommission in einem Protokoll verzeichnet werden.
(6) Die Pr&uuml;fungskommission berichtet dem Pr&uuml;fungsausschuss &uuml;ber den Verlauf der
Ausschluss wegen pers&ouml;nlicher Beteiligung, Verschwiegenheitspflicht
(1) Der Ausschluss von der Beratung und Abstimmung im Pr&uuml;fungsausschuss sowie
von einer Pr&uuml;fungst&auml;tigkeit wegen pers&ouml;nlicher Beteiligung bestimmt sich nach Art.
50 BayHSchG.
(2) Die Pflicht der Mitglieder des Pr&uuml;fungsausschusses, der Pr&uuml;fer und sonstiger mit
Pr&uuml;fungsangelegenheiten befasster Personen zur Verschwiegenheit bestimmt sich
nach Art. 18 Abs. 4 BayHSchG.
Bekanntgabe der Pr&uuml;fungstermine und Pr&uuml;fer
(1) Die Diplompr&uuml;fung in Evangelischer Theologie wird in der Regel einmal innerhalb
eines jeden Semesters abgehalten.
(2) Der Pr&uuml;fungsbeginn ist vom Dekan mit Angabe der Meldefrist f&uuml;r die Bewerber
sp&auml;testens zwei Monate vorher, jedenfalls noch w&auml;hrend der Vorlesungszeit, durch
Aushang bekannt zu geben.
(3) 1Sp&auml;testens zwei Wochen vor Pr&uuml;fungsbeginn sind die zur Pr&uuml;fung zugelassenen
Kandidaten unter Nennung der Mitglieder der Pr&uuml;fungskommission sowie gegebenenfalls weiterer hinzugezogener Pr&uuml;fer (gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 Buchst. g)
schriftlich zu laden. 2Zugleich damit sind ihnen die Termine f&uuml;r die Anfertigung einer
wissenschaftlichen Hausarbeit und die Ausarbeitung einer homiletischen und/oder
einer religionsp&auml;dagogischen Aufgabe sowie die Termine und Pr&uuml;fungsr&auml;ume f&uuml;r die
Klausuren mitzuteilen.
(4) Zu den m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fungen sind die Kandidaten unter Angabe der Termine
und Pr&uuml;fungsr&auml;ume sp&auml;testens zwei Wochen vorher schriftlich zu laden.
Der Bewerber hat sich innerhalb von vier Wochen nach der Bekanntgabe des Termins f&uuml;r den Pr&uuml;fungsbeginn gem&auml;&szlig; &sect; 8 Abs. 2 schriftlich beim Dekan zur Pr&uuml;fung
zu melden. 2Der Meldung sind die in &sect; 10 Abs. 1 und 2 genannten Nachweise und
(1) 1Voraussetzungen f&uuml;r die Zulassung zur Diplompr&uuml;fung sind:
a) Nachweis der Mitgliedschaft in einer evangelischen Kirche; auf den Antrag eines
Bewerbers hin, der vom erweiterten Fachbereichsrat bef&uuml;rwortet sein muss, kann der
Pr&uuml;fungsausschuss in begr&uuml;ndeten Ausnahmef&auml;llen einen Bewerber zulassen, der
einer anderen im &Ouml;kumenischen Rat der Kirchen vertretenen Kirche angeh&ouml;rt, insbesondere wenn diese &uuml;ber keine gleichwertige Ausbildungsst&auml;tte in der Bundesrepublik verf&uuml;gt;
b) Nachweis der Hochschulreife oder der einschl&auml;gigen fachgebundenen Hochschulreife unter Ber&uuml;cksichtigung der Qualifikationsverordnung vom 6. Dezember 1993
(BayRS 2210-1-1-3-UK/WFK) in der jeweils geltenden Fassung;
c) Nachweis ausreichender Kenntnisse in der hebr&auml;ischen, griechischen und lateinischen Sprache;
d) Nachweis &uuml;ber die erfolgreiche Ableistung der Zwischenpr&uuml;fung durch Vorlage
des Zwischenpr&uuml;fungszeugnisses;
e) Nachweis eines ordnungsgem&auml;&szlig;en Studiums der Evangelischen Theologie, davon
mindestens das letzte Semester vor der Pr&uuml;fung an der Universit&auml;t ErlangenN&uuml;rnberg;
f) Vorlage je eines Hauptseminarscheines aus den Pr&uuml;fungsf&auml;chern Altes Testament,
Neues Testament, Historische Theologie (einschlie&szlig;lich Bayerische Kirchengeschichte) und Systematische Theologie, davon zwei aufgrund einer schriftlichen Seminararbeit mit mindestens Note 4,0 (= ausreichend) benotet; au&szlig;erdem m&uuml;ssen aus
der Praktischen Theologie Hauptseminarscheine &uuml;ber zwei fachlich verschiedene
Seminare vorgelegt werden;
g) Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an einer einf&uuml;hrenden und einer vertiefenden Lehrveranstaltung von je mindestens zwei Semesterwochenstunden aus einem
Wahlpflichtfach aufgrund benoteter Scheine (mindestens Note 4,0 = ausreichend).
An der Erlanger Theologischen Fakult&auml;t werden folgende Wahlpflichtf&auml;cher gelehrt:
Christliche Arch&auml;ologie und kirchliche Kunst
Kirchenmusik (Grundlagen und Geschichte)
Religions- und Missionswissenschaft.
Seminarscheine aus der Bayerischen Kirchengeschichte, die zur Erf&uuml;llung der Voraussetzung gem&auml;&szlig; Satz 1 Buchst. f eingereicht werden, k&ouml;nnen nicht nochmals zur
Erf&uuml;llung der Voraussetzungen gem&auml;&szlig; Satz 1 Buchst. g verwendet werden. 4Ein
Kandidat, der den erforderlichen Nachweis in seinem Wahlpflichtfach nicht erbringt,
ist in seinem Wahlpflichtfach m&uuml;ndlich zu pr&uuml;fen. 5F&uuml;r diesen Vorgang geh&ouml;rt der
Pr&uuml;fer zur Pr&uuml;fungskommission. 6Die in Satz 1 Buchst. f und g geforderten Scheine
werden aufgrund schriftlicher Arbeiten, Referate, m&uuml;ndlicher Pr&uuml;fungen oder anderweitiger individueller Leistungsnachweise erteilt. 7Die Lehrperson gibt zu Beginn der
Lehrveranstaltung die zum Scheinerwerb erforderlichen Studienleistungen bekannt.
Der Versuch, die Scheine zu erwerben, kann innerhalb der Frist des &sect; 4 Abs. 2 wiederholt werden.
(2) Der Meldung zur Pr&uuml;fung sind &uuml;ber die in Absatz 1 genannten Unterlagen hinaus
a) eine Darlegung des Studienganges (nach F&auml;chern differenzierter Studienbericht),
in der auch die Wahl des Schwerpunktfaches (vgl. &sect; 13 Abs. 4) und des Wahlpflichtfaches (vgl. &sect; 10 Abs. 1 Buchst. g) begr&uuml;ndet sowie Spezialstudiengebiete innerhalb
der einzelnen F&auml;cher (vgl. &sect; 17 Abs. 1) angegeben werden; ferner hat der Bewerber
mitzuteilen, welche Pr&uuml;fungsaufgaben er aus dem Fach Praktische Theologie (&sect; 13
Abs. 2) anfertigen will;
b) gegebenenfalls ein Antrag auf Anrechnung der biblischen Klausur aus der Zwischenpr&uuml;fung (vgl. &sect; 13 Abs. 3);
c) ein kurzgefasster Lebenslauf;
d) eine Erkl&auml;rung dar&uuml;ber, ob der Bewerber bereits eine gleichwertige Pr&uuml;fung endg&uuml;ltig nicht bestanden hat, oder ob er sich in einem schwebenden Pr&uuml;fungsverfahren
befindet, oder ob er unter Verlust des Pr&uuml;fungsanspruches exmatrikuliert worden ist;
e) gegebenenfalls ein Antrag gem&auml;&szlig; &sect; 17 Abs. 7 Satz 2.
(3) Ist ein Bewerber ohne sein Verschulden nicht in der Lage, die erforderlichen Unterlagen in der vorgeschriebenen Weise zu erbringen, so kann der Pr&uuml;fungsausschuss gestatten, die Nachweise in anderer Art zu f&uuml;hren.
(4) Die Zulassung zur Pr&uuml;fung ist zu versagen, wenn
a) der Bewerber die nach Absatz 1 vorgeschriebenen Zulassungsvoraussetzungen
nicht erf&uuml;llt oder
b) die Unterlagen unvollst&auml;ndig sind oder
c) der Bewerber unter Verlust des Pr&uuml;fungsanspruches exmatrikuliert worden ist oder
d) der Bewerber eine Pr&uuml;fung nach dieser Pr&uuml;fungsordnung oder eine gleichwertige
Pr&uuml;fung endg&uuml;ltig nicht bestanden hat.
(5) Die Entscheidung &uuml;ber die Zulassung ist dem Bewerber sp&auml;testens zwei Wochen
vor Pr&uuml;fungsbeginn schriftlich mitzuteilen.
(6) Studieng&auml;nge mit Abschluss durch das erste Theologische Examen einer Landeskirche oder mit Abschluss durch das theologische Magisterexamen (Mag.theol.)
sind im Sinne von Art. 61 Satz 1 Nr. 4 BayHSchG verwandte, im grundlegenden
fachwissenschaftlichen Studium der Evangelischen Theologie (Grundstudium) gleiche Studieng&auml;nge.
Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Pr&uuml;fungsleistungen
(1) 1Studienzeiten, Studienleistungen und Pr&uuml;fungsleistungen in demselben Studiengang an einer Universit&auml;t oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich
des Hochschulrahmengesetzes werden ohne Gleichwertigkeitspr&uuml;fung anerkannt.
Dasselbe gilt f&uuml;r Zwischenpr&uuml;fungen.
(2) 1Studienzeiten, Studienleistungen und Pr&uuml;fungsleistungen in anderen Studieng&auml;ngen werden anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt ist.
Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Studienzeiten, Studienleistungen und Pr&uuml;fungsleistungen in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen des entsprechenden Studiums an der aufnehmenden Hochschule im wesentlichen entsprechen. 3Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und
Gesamtbewertung vorzunehmen. 4Bei der Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Pr&uuml;fungsleistungen, die au&szlig;erhalb des Geltungsbereiches des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, sind die von Kultusministerkonferenz und
Hochschulrektorenkonferenz gebilligten &Auml;quivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulpartnerschaften zu beachten.
(3) F&uuml;r Studienzeiten, Studienleistungen und Pr&uuml;fungsleistungen in staatlich anerkannten Fernstudien gelten die Abs&auml;tze 1 und 2 entsprechend.
(4) Studienzeiten an Fachhochschulen und dabei erbrachte Studien- und Pr&uuml;fungsleistungen werden angerechnet, soweit sie den Anforderungen des weiteren Studiums entsprechen.
(5) 1Bei Vorliegen der Voraussetzungen der Abs&auml;tze 1 bis 4 besteht ein Rechtsanspruch auf Anerkennung. 2Der Student hat die f&uuml;r die Anrechnung erforderlichen Unterlagen vorzulegen. 3Die Entscheidungen trifft der Pr&uuml;fungsausschuss, in den F&auml;llen
gem&auml;&szlig; Abs&auml;tzen 2 bis 4 jedoch nur auf Antrag des Studenten.
Gliederung der Pr&uuml;fung
Die Diplompr&uuml;fung wird in einem Abschnitt durchgef&uuml;hrt.
Umfang und Art der Pr&uuml;fung
(1) Die Pr&uuml;fungsf&auml;cher sind: Altes Testament, Neues Testament, Historische Theologie, Systematische Theologie und Praktische Theologie.
(2) 1Es werden folgende Pr&uuml;fungsleistungen gefordert:
1) eine wissenschaftliche Hausarbeit;
2) im Pr&uuml;fungsfach Praktische Theologie entweder
a) die Ausarbeitung einer homiletischen und einer religionsp&auml;dagogischen Aufgabe
b) die Ausarbeitung einer homiletischen oder religionsp&auml;dagogischen Aufgabe und
eine Klausur;
3) je eine Klausur aus den Pr&uuml;fungsf&auml;chern Altes Testament, Neues Testament, Historische Theologie und Systematische Theologie;
4) je eine m&uuml;ndliche Pr&uuml;fung in allen f&uuml;nf Pr&uuml;fungsf&auml;chern.
In dem Fach, in dem die Hausarbeit angefertigt wurde, entf&auml;llt die Klausur. 3Wird die
Hausarbeit im Fach Praktische Theologie angefertigt, entf&auml;llt eine der beiden in Satz
1 Nr. 2 Buchst. a genannten Pr&uuml;fungsleistungen.
(3) Wurden in der Zwischenpr&uuml;fung sowohl eine Klausur in einem biblischen Fach
wie eine Klausur in Kirchen- und Dogmengeschichte geschrieben, gilt folgende Regelung:
a) auf Antrag des Kandidaten wird die biblische Klausur aus der Zwischenpr&uuml;fung f&uuml;r
die Diplompr&uuml;fung angerechnet; die m&uuml;ndliche Pr&uuml;fung hat dann den thematischen
Schwerpunkt &quot;Theologie des Alten beziehungsweise Neuen Testaments in ihren historischen Bez&uuml;gen&quot;;
b) f&uuml;r die Klausur in Historischer Theologie wird mindestens ein Thema aus jeder der
f&uuml;nf klassischen Epochen der Kirchengeschichte gestellt; die m&uuml;ndliche Pr&uuml;fung erstreckt sich auf ein nicht zu eng gefasstes Schwerpunktgebiet und seine Einordnung
in die Kirchengeschichte.
(4) 1Der Kandidat hat eines der Pr&uuml;fungsf&auml;cher als Schwerpunktfach zu w&auml;hlen.
Diesem Fach wird das Thema der wissenschaftlichen Hausarbeit entnommen.
(5) Hat der Kandidat keinen Nachweis &uuml;ber Studienleistungen in seinem Wahlpflichtfach vorgelegt (vgl. &sect; 10 Abs. 1 Buchst. g), so hat er auch in diesem Fach eine
m&uuml;ndliche Pr&uuml;fung abzulegen.
(6) Die Pr&uuml;fung baut auf den Studieninhalten der ihr zugrunde liegenden Studienabschnitte auf.
(1) 1F&uuml;r die schriftlichen Arbeiten (die wissenschaftliche Hausarbeit, die Ausarbeitung
einer homiletischen und/oder einer religionsp&auml;dagogischen Aufgabe und die Klausuren) werden von dem jeweiligen Fachvertreter in der Pr&uuml;fungskommission jeweils
drei Themen beziehungsweise Texte vorgeschlagen. 2Nach Votierung durch die Pr&uuml;fungskommission werden dem Kandidaten jeweils zwei Themen beziehungsweise
Texte zur eigenen Wahl vorgelegt.
(2) In der wissenschaftlichen Hausarbeit soll der Kandidat seine F&auml;higkeit zur selbst&auml;ndigen Darstellung und L&ouml;sung eines wissenschaftlichen Problems nachweisen.
(3) In der Ausarbeitung einer homiletischen und/oder einer religionsp&auml;dagogischen
Aufgabe soll der Kandidat nachweisen, dass er ein Verfahren zur Vorbereitung einer
Predigt beziehungsweise eines Unterrichtsentwurfes reflektieren und anwenden sowie eine Predigt/Katechese anfertigen kann.
(4) In den Klausuren wird besonders das Grundwissen des Kandidaten in dem jeweiligen Fach gepr&uuml;ft.
(5) 1Jede der schriftlichen Arbeiten wird von zwei Pr&uuml;fern bewertet, in der Regel von
dem jeweiligen Fachvertreter in der Pr&uuml;fungskommission und einem weiteren, vom
Pr&uuml;fungsausschuss zu bestimmenden Pr&uuml;fer. 2Bei unterschiedlicher Beurteilung wird
die Note durch Errechnung des arithmetischen Mittels festgelegt.
(6) 1Das Verfahren wird auch dann fortgesetzt, wenn die wissenschaftliche Hausarbeit mit &quot;nicht ausreichend&quot; bewertet wird. 2Auf Wunsch des Kandidaten kann das
Verfahren jedoch beendet werden; dann gilt das Examen als nicht bestanden.
Wissenschaftliche Hausarbeit und Ausarbeitung
einer homiletischen und/oder einer religionsp&auml;dagogischen Aufgabe
(1) Mit Pr&uuml;fungsbeginn werden dem Kandidaten zwei Themen f&uuml;r eine wissenschaftliche Hausarbeit aus derjenigen der f&uuml;nf Disziplinen, die der Kandidat als Schwerpunktfach gew&auml;hlt hat, zur Wahl mitgeteilt.
(2) F&uuml;r die Bearbeitung des Themas stehen acht Wochen Zeit zur Verf&uuml;gung.
(3) 1Nach Ablieferung der wissenschaftlichen Hausarbeit werden dem Kandidaten je
zwei Texte oder Themen zur Wahl f&uuml;r die Ausarbeitung der homiletischen oder der
religionsp&auml;dagogischen Aufgabe mitgeteilt. 2Hat der Kandidat sowohl eine homiletische wie eine religionsp&auml;dagogische Aufgabe anzufertigen, werden die Texte oder
Themen der zweiten Aufgabe nach Abgabe der ersten Ausarbeitung mitgeteilt.
(4) F&uuml;r die Ausarbeitung einer homiletischen oder einer religionsp&auml;dagogischen Aufgabe stehen jeweils drei Wochen Zeit zur Verf&uuml;gung.
(5) Der wissenschaftlichen Hausarbeit und der Ausarbeitung der homiletischen beziehungsweise der religionsp&auml;dagogischen Aufgabe ist ein Verzeichnis der benutzten Literatur sowie die Versicherung, die jeweilige Arbeit selbst&auml;ndig angefertigt zu
haben, beizuf&uuml;gen.
(6) 1Werden die wissenschaftliche Hausarbeit und die Ausarbeitung der homiletischen beziehungsweise der religionsp&auml;dagogischen Aufgabe nicht innerhalb der Bearbeitungsfrist abgegeben, so wird die jeweilige Arbeit mit &quot;nicht ausreichend&quot; bewertet. 2In besonders begr&uuml;ndeten Ausnahmef&auml;llen kann der Vorsitzende der Pr&uuml;fungskommission auf Antrag des Bewerbers die Bearbeitungsfrist um h&ouml;chstens acht beziehungsweise drei Wochen verl&auml;ngern.
(1) 1F&uuml;r jede Klausur steht ein Zeitraum von vier Stunden zur Verf&uuml;gung.
Elementare Hilfsmittel werden zur Verf&uuml;gung gestellt; diese sind im Anhang zu dieser Pr&uuml;fungsordnung aufgef&uuml;hrt.
(2) 1Es findet jeweils nur eine Klausur an einem Tag statt. 2Die zul&auml;ssigen Hilfsmittel
werden zur Verf&uuml;gung gestellt; sie werden rechtzeitig durch Aushang bekannt gegeben.
(1) In den m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fungen sollen unter Ber&uuml;cksichtigung von Spezialstudiengebieten, die der Kandidat in den Zusammenhang des Faches einzuordnen hat, methodisches K&ouml;nnen, Urteilsf&auml;higkeit und kritisches Verst&auml;ndnis des Kandidaten festgestellt werden.
(2) 1Die m&uuml;ndliche Pr&uuml;fung dauert im Schwerpunktfach etwa 30 Minuten und in den
&uuml;brigen vier Pr&uuml;fungsf&auml;chern je etwa 20 Minuten. 2Eine Pr&uuml;fung in einem Wahlpflichtfach (vgl. &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 Buchst. g) dauert etwa 15 Minuten.
(3) 1Die m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fungen erfolgen als Einzelpr&uuml;fungen vor dem jeweiligen
Fachpr&uuml;fer. 2Ein weiteres Mitglied der Pr&uuml;fungskommission f&uuml;hrt Protokoll. 3Die Pr&uuml;fungen finden unter Aufsicht des Dekans als Vorsitzendem des Pr&uuml;fungsausschusses statt.
(4) 1Das &uuml;ber jede m&uuml;ndliche Pr&uuml;fung anzufertigende Protokoll muss enthalten: Ort
und Zeit sowie Zeitdauer der Pr&uuml;fung, Gegenst&auml;nde und Ergebnisse der Pr&uuml;fung, die
Namen des Pr&uuml;fers und des Kandidaten sowie besondere Vorkommnisse. 2Das Protokoll wird vom Pr&uuml;fer und vom Protokollanten unterzeichnet. 3Die Wiedergabe von
Pr&uuml;fungsfragen und Antworten ist nicht erforderlich. 4Das Protokoll ist mindestens
zwei Jahre aufzubewahren.
(5) Das Ergebnis jeder m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fung wird vom Fachpr&uuml;fer gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 2
(6) Die Mitglieder des Pr&uuml;fungsausschusses haben das Recht, den Pr&uuml;fungen beizuwohnen.
(7) 1Bei den m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fungen werden Studenten, die die Zwischenpr&uuml;fung abgelegt haben und die sich der gleichen Pr&uuml;fung unterziehen wollen, im Rahmen der
r&auml;umlichen M&ouml;glichkeiten als Zuh&ouml;rer zugelassen. 2Auf Verlangen des Kandidaten
werden Zuh&ouml;rer ausgeschlossen.
(8) Die Beratung und Bekanntgabe des Pr&uuml;fungsergebnisses erfolgen unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit.
Bewertung der Pr&uuml;fungsleistungen, Bildung der Fachnote
und der Pr&uuml;fungsgesamtnote, Bestehen und Nichtbestehen der Pr&uuml;fung
(1) Der Pr&uuml;fungsbewertung d&uuml;rfen nur individuelle Leistungen des Kandidaten
(2) 1Die Urteile &uuml;ber die einzelnen Pr&uuml;fungsleistungen werden von den jeweiligen
Pr&uuml;fern durch folgende Noten und Pr&auml;dikate ausgedr&uuml;ckt:
= eine Leistung, die erheblich &uuml;ber den durchschnittlichen
= eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen
= eine Leistung, die trotz ihrer M&auml;ngel noch den Anforde4 = ausreichend
rungen gen&uuml;gt;
= eine Leistung, die wegen erheblicher M&auml;ngel den Anfor5 = nicht ausreichend
derungen nicht mehr gen&uuml;gt.
Zur differenzierten Bewertung der Leistungen k&ouml;nnen die Notenziffern um 0,3 erniedrigt beziehungsweise erh&ouml;ht werden. 3Die Noten 0,7 und 5,3 sind ausgeschlossen.
(3) 1In allen Pr&uuml;fungsf&auml;chern werden Fachnoten aus dem Durchschnitt der gem&auml;&szlig;
Satz 2 gewichteten Pr&uuml;fungsleistungen gebildet. 2Dabei z&auml;hlen die wissenschaftliche
Hausarbeit dreifach, die Ausarbeitung der homiletischen und der religionsp&auml;dagogischen Aufgabe, die Klausuren und die m&uuml;ndliche Pr&uuml;fung im Schwerpunktfach zweifach und die &uuml;brigen m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fungen einfach.
Bei einem Durchschnitt bis 1,50 = sehr gut
bei einem Durchschnitt &uuml;ber 1,50 bis 2,50 = gut
bei einem Durchschnitt &uuml;ber 2,50 bis 3,50 = befriedigend
bei einem Durchschnitt &uuml;ber 3,50 bis 4,00 = ausreichend
bei einem Durchschnitt &uuml;ber 4,00 = nicht ausreichend
(5) 1Die Pr&uuml;fungsgesamtnote wird errechnet als Mittel aus der dreifach gewichteten
Note der wissenschaftlichen Hausarbeit, den doppelt gewichteten Noten der Ausarbeitung der homiletischen und der religionsp&auml;dagogischen Aufgabe, den doppelt gewichteten Noten der Klausuren und der m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fung im Schwerpunktfach
sowie den einfach gewichteten Noten der &uuml;brigen vier m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fungen. 2Die
Gesamtnote einer bestandenen Pr&uuml;fung lautet:
(6) Die Pr&uuml;fung ist bestanden, wenn s&auml;mtliche Fachnoten mindestens &quot;ausreichend&quot;
(bis 4,00) sind.
(7) Ist die Fachnote eines Faches weniger als ausreichend (4,00), so ist ein Ausgleich nur bei guten Leistungen (2,50 oder besser) in mindestens einem anderen
Fach m&ouml;glich.
(8) Ist die Fachnote in zwei oder mehr F&auml;chern weniger als ausreichend (4,00), so ist
ein Ausgleich nicht m&ouml;glich.
(9) Das Ergebnis einer m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fung im Wahlpflichtfach wird bei der Errechnung der Gesamtnote nicht ber&uuml;cksichtigt.
(1) Eine Pr&uuml;fungsleistung gilt als mit &quot;nicht ausreichend&quot; bewertet, wenn der Kandidat
zu einem Pr&uuml;fungstermin ohne triftige Gr&uuml;nde nicht erscheint oder wenn er nach Beginn der Pr&uuml;fung ohne triftige Gr&uuml;nde von der Pr&uuml;fung zur&uuml;cktritt.
(2) 1Die f&uuml;r den R&uuml;cktritt oder das Vers&auml;umnis geltend gemachten Gr&uuml;nde m&uuml;ssen
dem Dekan unverz&uuml;glich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden.
Dieser kann bei Krankheit die Vorlage eines vertrauens&auml;rztlichen Attestes verlangen. 3Erkennt der Pr&uuml;fungsausschuss die Gr&uuml;nde an, so setzt er einen neuen Pr&uuml;fungstermin fest.
(3) 1Bei anerkanntem R&uuml;cktritt oder Vers&auml;umnis werden die bereits vorliegenden
Pr&uuml;fungsergebnisse angerechnet. 2Der Pr&uuml;fungsausschuss soll bestimmen, dass die
vers&auml;umten Pr&uuml;fungsleistungen - sofern die anerkannten Gr&uuml;nde dem nicht entgegenstehen - im unmittelbaren Anschluss an den Pr&uuml;fungstermin nachgeholt werden.
(4) 1Versucht der Kandidat das Ergebnis seiner Pr&uuml;fungsleistung durch T&auml;uschung
oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die betreffende
Pr&uuml;fungsleistung als mit &quot;nicht ausreichend&quot; bewertet. 2Ein Kandidat, der den ordnungsgem&auml;&szlig;en Ablauf der Pr&uuml;fung st&ouml;rt, kann von dem jeweiligen Pr&uuml;fer oder Aufsichtsf&uuml;hrenden von der Fortsetzung der Pr&uuml;fungsleistung ausgeschlossen werden;
in diesem Fall gilt die betreffende Pr&uuml;fungsleistung als mit &quot;nicht ausreichend&quot; bewertet.
(5) 1Die Entscheidung, ob der Kandidat von der weiteren Teilnahme an der Pr&uuml;fung
ausgeschlossen wird, trifft der Pr&uuml;fungsausschuss. 2Bei Ausschluss von der weiteren
Teilnahme gilt die Pr&uuml;fung als nicht bestanden.
(6) &sect; 5 Abs. 7 ist zu beachten.
(1) Erweist sich, dass das Pr&uuml;fungsverfahren mit M&auml;ngeln behaftet war, die das Pr&uuml;fungsergebnis beeinflusst haben, ist auf Antrag eines Kandidaten oder von Amts wegen anzuordnen, dass von einem bestimmten oder von allen Kandidaten die Pr&uuml;fung
oder einzelne Teile derselben wiederholt werden.
(2) M&auml;ngel des Pr&uuml;fungsverfahrens oder eine vor oder w&auml;hrend der Pr&uuml;fung eintretende Pr&uuml;fungsunf&auml;higkeit m&uuml;ssen unverz&uuml;glich beim Dekan oder beim Vorsitzenden
der Pr&uuml;fungskommission geltend gemacht werden.
(3) Sechs Monate nach Abschluss der Pr&uuml;fung d&uuml;rfen von Amts wegen Anordnungen
nach Absatz 1 nicht mehr getroffen werden.
Wiederholung der Pr&uuml;fung
(1) Die Pr&uuml;fung kann in dem einen Fach, in dem sie wegen nicht ausreichender oder
nicht durch ein gutes Ergebnis in einem anderen Fach ausgeglichener Leistungen
nicht bestanden ist (vgl. &sect; 18 Abs. 7), zum n&auml;chsten regul&auml;ren Pr&uuml;fungstermin wiederholt werden.
(2) Gilt die Pr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect; 4 Abs. 2 als nicht bestanden, ist sie insgesamt zu wiederholen.
(3) 1Wurde die gesamte Pr&uuml;fung nicht bestanden, so muss sie sp&auml;testens innerhalb
eines Jahres nach Ablauf des Pr&uuml;fungsverfahrens wiederholt werden. 2Diese Frist
wird durch Beurlaubung oder Exmatrikulation nicht unterbrochen. 3&sect; 4 Abs. 3 Satz 2
Nr. 2 gilt entsprechend. 4Bei Vers&auml;umnis der Frist gilt die Pr&uuml;fung als endg&uuml;ltig nicht
bestanden, sofern nicht dem Kandidaten vom Pr&uuml;fungsausschuss wegen besonderer
von ihm nicht zu vertretender Gr&uuml;nde eine Nachfrist gew&auml;hrt wird.
(4) 1Eine zweite Wiederholung desselben Pr&uuml;fungsfaches (vgl. Absatz 1) oder von
maximal zwei Pr&uuml;fungsf&auml;chern, die bei der ersten Wiederholungspr&uuml;fung mit weniger
als ausreichend (4,00) bewertet wurden, ist nur innerhalb von sechs Monaten zul&auml;ssig. 2Voraussetzung ist dabei, dass die wissenschaftliche Hausarbeit bei der ersten
Wiederholungspr&uuml;fung mit mindestens Note 4,00 (= ausreichend) bewertet wurde
und die Fachnoten in wenigstens drei F&auml;chern mindestens 4,00 waren. 3Die wissenschaftliche Hausarbeit und die Fachnoten der nicht zu wiederholenden Pr&uuml;fungsf&auml;cher werden dann f&uuml;r die zweite Wiederholung angerechnet. 4Absatz 3 S&auml;tze 2 bis 4
(5) Bei Wiederholungspr&uuml;fungen ersetzen die Noten der Wiederholungspr&uuml;fung die
Noten der vorangegangenen Pr&uuml;fung.
(6) Die freiwillige Wiederholung einer bestandenen Diplompr&uuml;fung ist nicht zul&auml;ssig.
(1) 1&Uuml;ber die bestandene Pr&uuml;fung ist ein Zeugnis auszustellen. 2Hierbei soll eine Frist
von vier Wochen eingehalten werden.
(2) 1Das Zeugnis enth&auml;lt die in den einzelnen Pr&uuml;fungsf&auml;chern, in der wissenschaftlichen Hausarbeit und in der Ausarbeitung der homiletischen und/oder der religionsp&auml;dagogischen Aufgabe erzielten Noten sowie die Gesamtnote. 2In das Zeugnis wird
auch die Note des Wahlpflichtfaches aus dem Nachweis &uuml;ber die darin erbrachten
Studienleistungen beziehungsweise die Note der m&uuml;ndlichen Pr&uuml;fung aufgenommen.
(3) 1Das Zeugnis wird vom Dekan unterzeichnet und mit dem Siegel der Fakult&auml;t versehen. 2Als Datum des Zeugnisses ist der Tag anzugeben, an dem alle Pr&uuml;fungsleistungen erbracht sind.
(4) Aufgrund der bestandenen Pr&uuml;fung wird eine Urkunde ausgestellt, durch die dem
Bewerber der Grad eines Diplom-Theologen Univ. (Dipl.-Theol. Univ.) verliehen wird.
(5) 1Die Urkunde wird vom Dekan unterzeichnet und mit dem Siegel der Fakult&auml;t versehen. 2Als Datum der Urkunde ist der Tag anzugeben, an dem alle Pr&uuml;fungsleistungen erbracht sind.
(1) Hat der Kandidat bei einer Pr&uuml;fung get&auml;uscht und wird diese Tatsache erst nach
der Aush&auml;ndigung des Zeugnisses bekannt, so kann der Pr&uuml;fungsausschuss nachtr&auml;glich die betroffenen Noten entsprechend berichtigen und die Pr&uuml;fung ganz oder
teilweise f&uuml;r nicht bestanden erkl&auml;ren.
(2) 1Waren die Voraussetzungen f&uuml;r die Zulassung zur Pr&uuml;fung nicht erf&uuml;llt, ohne
dass der Kandidat hier&uuml;ber t&auml;uschen wollte, und wird diese Tatsache erst nach der
Aush&auml;ndigung des Zeugnisses bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen
der Pr&uuml;fung geheilt. 2Hat der Kandidat die Zulassung vors&auml;tzlich zu Unrecht erwirkt,
entscheidet der Pr&uuml;fungsausschuss unter Beachtung der allgemeinen verwaltungsrechtlichen Grunds&auml;tze &uuml;ber die R&uuml;cknahme rechtswidriger Verwaltungsakte.
(4) 1Das unrichtige Pr&uuml;fungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls eine neues
zu erteilen. 2Eine Entscheidung nach Absatz 1 und Absatz 2 Satz 2 ist nach einer
Frist von f&uuml;nf Jahren ab dem Datum des Pr&uuml;fungszeugnisses ausgeschlossen.
Einsicht in die Pr&uuml;fungsakten
(1) Nach Abschluss des Pr&uuml;fungsverfahrens kann der Kandidat auf Antrag in seine
schriftlichen Arbeiten, deren Beurteilung und in die Protokolle &uuml;ber seine m&uuml;ndlichen
Pr&uuml;fungen Einsicht nehmen.
(2) 1Der Antrag ist binnen einem Monat nach Aush&auml;ndigung des Pr&uuml;fungszeugnisses
beim Dekan zu stellen; Art. 32 Bayerisches Verwaltungsverfahrensgesetz
(BayVwVfG) vom 23.12.1976 (GVBl S. 544) gilt entsprechend. 2Der Dekan bestimmt
Ort und Zeit der Einsichtnahme.
Bescheinigung &uuml;ber eine endg&uuml;ltig nicht bestandene Pr&uuml;fung
Hat der Kandidat die Diplompr&uuml;fung in Evangelischer Theologie endg&uuml;ltig nicht bestanden, wird ihm auf Antrag und gegen Vorlage der Exmatrikulationsbescheinigung
eine schriftliche Bescheinigung ausgestellt, aus der sich das Nichtbestehen der Pr&uuml;fung, die in den einzelnen Pr&uuml;fungsf&auml;chern erzielten Noten und gegebenenfalls die
fehlenden Pr&uuml;fungsleistungen ergeben.
Sonderregelung f&uuml;r Behinderte
(1) 1Macht der Kandidat durch ein &auml;rztliches Zeugnis glaubhaft, dass er wegen l&auml;nger
andauernder oder st&auml;ndiger k&ouml;rperlicher Behinderung nicht in der Lage ist, die Pr&uuml;fung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, hat der Pr&uuml;fungsausschuss dem Kandidaten zu gestatten, gleichwertige Studien- und Pr&uuml;fungsleistungen
in einer anderen Form zu erbringen. 2Der Pr&uuml;fungsausschuss kann die Vorlage eines
vertrauens&auml;rztlichen Zeugnisses verlangen.
(2) 1Entscheidungen gem&auml;&szlig; Absatz 1 werden nur auf schriftlichen Antrag hin getroffen. 2Der Antrag ist der Meldung zur Pr&uuml;fung beizuf&uuml;gen.
F&uuml;r Studenten, die ihr Theologiestudium vor dem Wintersemester 1997/98 begonnen haben, gilt folgende Regelung: F&uuml;r den Besuch der Hauptseminare in den Pr&uuml;fungsf&auml;chern Altes Testament, Neues Testament und Historische Theologie ist die
erfolgreiche Teilnahme an entsprechenden Proseminaren Voraussetzung. 2Statt des
nach &sect; 10 Abs. 1 Satz 1 Buchst. d zu f&uuml;hrenden Nachweises &uuml;ber die erfolgreiche
Ableistung der Zwischenpr&uuml;fung sind als weitere Voraussetzungen f&uuml;r die Zulassung
zur Diplompr&uuml;fung die entsprechenden, aufgrund einer schriftlichen Proseminararbeit
mit mindestens Note 4,0 (= ausreichend) benoteten Proseminarscheine aus den Pr&uuml;fungsf&auml;chern Altes Testament, Neues Testament und Historische Theologie vorzulegen. 3Kann nur ein unbenoteter oder ein nicht aufgrund einer schriftlichen Proseminararbeit benoteter Proseminarschein beigebracht werden, so muss der entsprechende Hauptseminarschein aufgrund einer schriftlichen Seminararbeit benotet sein.
Die Verleihung des Diplomgrades erfolgt auf Antrag auch an Absolventen, die ihr
Studium erfolgreich mit der Theologischen Aufnahmepr&uuml;fung der Evang.-Luth. Kirche
in Bayern oder mit dem Theologischen Abschlussexamen der Friedrich-AlexanderUniversit&auml;t Erlangen-N&uuml;rnberg oder - soweit mindestens vier Semester in Erlangen
studiert wurden - mit der Theologischen Aufnahmepr&uuml;fung der Ev.-ref. Kirche (Leer)
Diese Ordnung tritt am Tage nach Ihrer Bekanntmachung in Kraft. 2Gleichzeitig tritt
die Ordnung f&uuml;r das Theologische Abschlussexamen der Friedrich-AlexanderUniversit&auml;t Erlangen-N&uuml;rnberg vom 22. November 1982 (KMBl II 1983 S. 555), zuletzt ge&auml;ndert durch die Satzung zur &Auml;nderung der Pr&uuml;fungsordnungen der Universit&auml;t Erlangen-N&uuml;rnberg vom 26. August 1999 (KWMBl II S. 981), au&szlig;er Kraft.