Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZB%2094/06
Timestamp: 2019-03-24 12:14:24
Document Index: 290708645

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 8']

An den erforderlichen "Überschuss" sind im Rahmen der Prüfung des Gesamtzeichens umso strengere Anforderungen zu stellen, je deutlicher der schutzunfähige, beschreibende Charakter des Wortbestandteils selbst hervortritt (vgl. u. a. BGH, Beschluss vom 2. April 2009 - I ZB 94/06 -, GRUR 2009, 954, Rn. 17 - Kinder III).
denen auch der handschriftlich gestaltete Buchstabe "L" in gehört, und die konkrete Farbwahl, sind nicht ungewöhnlich, sondern einfach und gehören zum Standard der Werbegrafik (s. a. BGH, Beschluss vom 15. Mai 2014 - I ZB 29/13 -, GRUR 2014, 1204, Rn. 20 - DüsseldorfCongress; BGH, Beschluss vom 2. April 2009 - I ZB 94/06 -, GRUR 2009, 954 - Kinder III; BGH, Beschluss vom 21. Februar 2008 - I ZB 24/05 -, GRUR 2008, 710, Rn. 20 - VISAGE;.
Entgegen dem Beschwerdevorbringen ist zunächst die unterschiedliche Farbgestaltung der Buchstaben - hier: in zwei Blautönen - nicht geeignet, der Marke Unterscheidungskraft zu verleihen (vgl. zur Verwendung zweier unterschiedlicher Blautöne beispielsweise: BPatG PAVIS PROMA, Beschluss vom 27. September 2018, 25 W (pat) 564/17 - Cloud für den MITTELSTAND, vgl. ferner etwa BPatG 30 W (pat) 504/17 - LasikCare (türkis und blau); siehe auch BGH GRUR 2009, 954 (Nr. 15-17) - Kinder III in Bestätigung von BPatG GRUR 2007, 324, 326 - Kinder (schwarz-rot); GRUR 2010, 640 (Nr. 17) - hey!; Ströbele/Hacker/Thiering, a. a. O., § 8 Rn. 210).