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Timestamp: 2016-10-24 14:18:54
Document Index: 18540402

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 28', 'Art. 17', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 109']

9C_38/2011 (12.07.2011)
9C_38/2011
vom 25. Oktober 2010.
Nach einem Verkehrsunfall mit Distorsion der Halswirbels�ule (HWS) im Jahre 1997 sprach die IV-Stelle des Kantons Z�rich der 1965 geborenen H.________, gelernte Dekorationsgestalterin und seit 1997 als Grafikerin t�tig, mit Verf�gung vom 18. Oktober 2001 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung mit Wirkung ab 1. Oktober 1999 zu; diese wurde auf den 1. Juli 2001 auf eine halbe Rente erh�ht. Nach einem weiteren Verkehrsunfall im Januar 2002 sprach ihr die IV-Stelle mit Verf�gung vom 26. April 2004 eine ganze Rente ab 1. Mai 2002 gest�tzt auf einen Invalidit�tsgrad von 100 % zu. Nach �berweisung des IV-Dossiers an die IV-Stelle Schwyz infolge Wohnsitzwechsels best�tigte diese im Rahmen einer Rentenrevision am 28. Dezember 2005 den weiterhin bestehenden Anspruch auf eine ganze Rente.
Im Rahmen einer geplanten Rentenrevision stellte die IV-Stelle fest, dass H.________ zwischen 2004 und 2007 an verschiedenen Ausdauersport-Wettk�mpfen teilgenommen hatte (Planoiras Volksskilauf Lenzerheide, 12 km; Einsiedler Skimarathon 21 km; Frauenlauf Engadin 17 km; Engadiner Skimarathon 42 km) und ordnete eine Expertise in der Rehaklinik X.________ an (Gutachten vom 23. Februar 2010). Gest�tzt darauf hob sie nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens mit Verf�gung vom 27. Mai 2010 die Rente auf Ende Juni 2010 auf.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit Entscheid vom 25. Oktober 2010 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst H.________ beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei ihr weiterhin eine Invalidenrente auszurichten.
Streitig ist der Rentenanspruch der Versicherten. Dabei steht insbesondere in Frage, ob im massgebenden Vergleichszeitraum vom 26. April 2004 bis 27. Mai 2010 eine revisionsrechtlich relevante Verbesserung des Gesundheitszustandes eingetreten ist.
2.1 Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze �ber die Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 Abs. 1 ATSG), den Invalidit�tsbegriff (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die H�he des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG), zur Rentenrevision (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a und 88bis IVV) sowie zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis; vgl. auch SUSANNE BOLLINGER, Der Beweiswert psychiatrischer Gutachten in der Invalidenversicherung unter besonderer Ber�cksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, Jusletter vom 31. Januar 2011) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.2 Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz beruhte die Rentenzusprache vom 26. April 2004 im Wesentlichen auf dem Arztbericht des Dr. med. B.________, wonach die Versicherte seit dem zweiten Verkehrsunfall vollst�ndig arbeitsunf�hig sei. Zudem ging dieser von der Annahme aus, die Versicherte verzichte weitgehend auf Freizeitaktivit�ten.
Am 16. April 2009 f�hrte der Regionale �rztliche Dienst (RAD) aus, die von der Versicherten gelaufenen Zeiten, insbesondere am Engadiner Skimarathon, zeigten, dass diese sicherlich sehr gut trainiert sei. Es sei absolut unm�glich, eine solche Zeit zu laufen, ohne sich vorg�ngig sportlich intensiv zu bet�tigen, wie dies die Versicherte anl�sslich einer Besprechung am 11. Dezember 2008 bei der IV-Stelle geltend gemacht habe. Die sportlichen Aktivit�ten st�nden seines Erachtens in totalem Widerspruch zu einer ganzen IV-Rente. Bei Anlaufschwierigkeiten, M�digkeit, Konzentrationsst�rung, Schmerzen in den Schultern und Kopfschmerzen seien Langlaufwettk�mpfe auf diese Distanzen, in diesen Rennzeiten und mit vorg�ngigem Trainingsaufwand nicht m�glich. Eine sichere Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit als Grafikerin k�nne auf Grund dieser Momentaufnahmen an den Wettkampftagen nicht gezogen werden. Was aber gesagt werden k�nne: Eine Arbeitsunf�higkeit sei auf Grund dieser Leistungen eindeutig widerlegt. Das anhaltende Vorhandensein der im rheumatologischen Gutachten des Spitals Y.________ vom April 2003 dargelegten Symptome (Kopfschmerzen, am Morgen st�rker, Bewegungseinschr�nkung im Schulter-Nacken-Bereich, Schmerzen und Par�sthesien in beiden Armen mit Sistierung s�mtlicher Sportaktivit�ten) sei durch die Teilnahme am Skimarathon eindeutig widerlegt - von einer deutlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes ab 2004 sei auszugehen, weshalb eine polydisziplin�re Begutachtung vorgeschlagen werde.
Sodann stellte die Vorinstanz fest, dass im Gutachten der Rehaklinik X.________ vom 23. Februar 2010 demgegen�ber u.a. festgehalten wurde, gem�ss Hinweisen sei das Aktivit�tsniveau der Versicherten h�her als anamnestisch angegeben; durch die Wiederaufnahme der sportlichen T�tigkeiten habe die Versicherte in letztlich durchaus sinnvoller Weise (beabsichtigt oder unbeabsichtigt) eine Selbsttherapie betrieben, die man auch aus fachpsychiatrischer Sicht h�tte bef�rworten m�ssen. K�rperlicherseits seien leichte bis mittelschwere T�tigkeiten ganzt�gig zumutbar. Neuropsychologischerseits seien T�tigkeiten mit leichten und mittleren Anforderungen an die geistige Leistungsf�higkeit ganzschichtig zumutbar, wobei eine gewisse Leistungsminderung im Umfang von etwa 20 % gegen�ber einem Gesunden bestehe. Sozial best�nden keine Einschr�nkungen der Arbeitsf�higkeit.
2.3 Wenn das kantonale Gericht unter diesen Umst�nden mit der IV-Stelle von einer rentenbeeinflussenden Verbesserung des Gesundheitszustandes im massgeblichen Beurteilungszeitraum ausgegangen ist, ist dies weder offensichtlich unrichtig noch verst�sst es sonst wie gegen Bundesrecht. In der Beschwerde an das Bundesgericht wird auch nichts vorgebracht, was im Lichte der gesetzlichen Sachverhaltskognition (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG, vgl. E. 1 hievor) die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz als offensichtlich unrichtig oder die von ihr daraus gezogenen Schlussfolgerungen als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Unbehelflich ist der im Wesentlichen vorgebrachte Einwand, das Gutachten sei nicht beweiskr�ftig, da es eine Dokumentationsl�cke enthalte. Wie bereits die Vorinstanz zutreffend dargetan hat, sind im Rahmen einer antizipierten Beweisw�rdigung vom Beizug zus�tzlicher Berichte der behandelnden �rzte, insbesondere des Hausarztes Dr. med. B.________, keine relevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten, zumal die Versicherte nicht �ber alle sportlichen Aktivit�ten habe Auskunft geben wollen. Beizuf�gen ist, dass die Begutachtung auch eigene Untersuchungen beinhaltete. Sodann dringt die R�ge, die Vorinstanz habe die weit �berdurchschnittlichen sportlichen Aktivit�ten vor den Unf�llen nicht ber�cksichtigt, schon deshalb nicht durch, weil die urspr�ngliche Rentenzusprache in der Annahme erfolgte, die Versicherte k�nne gar keine sportliche Aktivit�t mehr aus�ben.
Schliesslich sind auch die R�gen zum Einkommensvergleich nicht stichhaltig. Wenn die Vorinstanz zur Festsetzung des Valideneinkommens auf die Lohnmeldung der Arbeitgeberin abst�tzte, wonach die Versicherte im Jahr 2004 als Gesunde einen vertraglichen Jahreslohn von Fr. 84'711.- erzielt h�tte, so kann dies entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin ebenfalls nicht als offensichtlich unrichtig qualifiziert werden. Das ins Feld gef�hrte Lohngutachten reicht dazu nicht, zumal darin entgegen den Vorbringen in der Beschwerde nicht dargelegt wird, dass die Versicherte nach dem ersten und erst recht nach dem zweiten Unfall nicht mehr marktkonform entl�hnt worden w�re. Abgesehen davon w�rde auch beim von der Beschwerdef�hrerin geltend gemachten Valideneinkommen gem�ss Lohngutachten von Fr. 98'000.- im Vergleich zum Invalideneinkommen von Fr. 73'282.40 kein rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad resultieren.
Die Beschwerde wird im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG erledigt.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, der Ausgleichskasse Versicherung und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.