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Timestamp: 2019-01-19 03:24:48
Document Index: 371142091

Matched Legal Cases: ['§17', '§17', '§17', '§ 5', '§ 34', '§34', '§ 17', '§ 34', '§ 17']

§17 BewachV - Objekt & Werkschutz - WACHSCHUTZFORUM - Forum für Security und Wachschutz
§17 BewachV
Orion234
5. Januar 2019, 11:45
Hallo zusammen und erstmal ein frohes neues Jahr.
Ich weis, das dieses Thema schon öfters hier abgehandelt wurde, habe mich hier durch ähnliche Forenbeiträge gehangelt, die Gesetzestexte auch gelesen, aber irgendwie blicke ich da immer noch nicht durch.
§17 Übergangsregelung Absatz 2 der BewachV besagt ja folgendes:
(2) Für Personen im Sinne von § 5a Absatz 2 Nummer 4, die am 1. Januar 2003 seit mindestens drei Jahren befugt und ohne Unterbrechung im Bewachungsgewerbe Tätigkeiten nach § 34a Absatz 1a Satz 2 Nummer 1 bis 3 der Gewerbeordnung durchführen, gilt der Nachweis der Sachkundeprüfung als erbracht. Der Gewerbetreibende bescheinigt diesen Personen, dass sie die Voraussetzungen des Satzes 1 erfüllen.​
Es geht dabei um folgenden Sachverhalt:
Ich bin seit 04/1997 im Sicherheitsdienst tätig. 08/1999 (demnach also jetzt quasi 22 Jahre insgesamt) wechselte der Arbeitgeber aber nicht der Arbeitsplatz. Ein Kollege und Freund hat sich selbständig gemacht und ich bin damals mitgezogen, habe das Unternehmen quasi mit aufgebaut. Jedoch nur als normaler Angestellter. Also nicht in leitender Position, auch wenn ich den Chef in manchen Bereichen vertrete. Betrifft aber nur rein dienstliche Abläufe.
Mein Tätigkeitsfeld umfasst, Zugangskontrollen, Taschenkontrollen, Besucherempfang, LKW-Wägungen, LKW-Abfertigung, Schlüsselverwaltung, Ausweiserstellung für Besucher, etc. an der Pforte einer Papierfabrik (in NRW), auf dessen Gelände sich mittlerweile 2 Firmen befinden.
Ungeachtet der Tatsache, das die Teilnahme am Sachkundeunterricht durchaus sinnvoll ist bzw. sogar die Ablegung der Prüfung nach §34a, stellt sich mir folgende Frage, vorausgesetzt das ich den Passus richtig verstanden habe. Diese habe ich auch schon der zuständigen IHK gestellt, wobei da nur vage Aussagen kamen und an das zuständige OA verwiesen wurde, welches sich auf 3 maliges anfragen hin in Schweigen hüllt. Es geht auch nicht darum, das ich es nicht tun will, sondern ist lediglich der Tatsache geschuldet, das ich nicht einsehe, Geld zu investieren, wenn es nicht unbedingt erforderlich ist, abgesehen davon, wie oben bereits erwähnt wurde, das es sinnvoll wäre.
Frage ist also, ob ich es richtig verstanden habe, aufgrund der langjährigen Berufspraxis, das es ausreicht, das mein Arbeitgeber mir lediglich bescheinigen muss, das ich Tätigkeiten im Sinne $34a Absatz 1a Satz 2 Nummer 1 bis 3, durchgeführt habe?
Für sachlich dienliche Antworten wäre ich dankbar.
22 Jahre ohne Sachkunde und/oder Prüfung (seit es halt jeweiliges gibt), und Du siehst es nicht ein "Geld investieren zu müssen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist"... aber es wäre "eigentlich" sinnvoll und es geht auch nicht drum, dass Du es "nicht tun willst".
Wie wenig Anspruch an sich selbst kann man eigentlich haben?
Und wie hast Du das denn die letzten 15 Jahre gemacht?
Ne, brauchst nicht antworten, ich hab' Dir ja auch keine sachdienliche Antwort gegeben. Ich bin nur immer wieder auf's neue erstaunt über unsere Branche.
5. Januar 2019, 13:35
Eine weniger gute Antwort.
Ich kann hier nicht erkennen, weshalb eine Schulung/Prüfung gemacht werden sollte.
Was sollen denn die Sicherheitskräfte machen, die vor 20 Jahren eine Prüfung abgelegt haben?
Diese dürften heute den gleichen Kenntnisstand haben wie Orion234.
Schulungen/Prüfungen alle 5 Jahre sind in unserem Gewerbe nicht vorgesehen.
In Ergänzung des § 17 BewachV kann man noch die Nummern 7.1 und 7.2. der Verwaltungsvorschrift zur Bewachungsverordnung heranziehen.
BewachVwV.pdf
Darin werden diese Befreiungstatbestände nochmals klargestellt. Entscheidend sind meiner Meinung nach folgende Sätze aus dieser Verwaltungsvorschrift:
"Das Bewachungspersonal muss also am Stichtag bei einem Bewachungsgewerbetreibenden mit einer Erlaubnis nach § 34a Abs. 1 GewO beschäftigt gewesen sein, wobei die vorherige Dauer unbeachtlich ist."
"Nur wenn es sich offensichtlich um eine Gefälligkeitsbescheinigung handelt, soll die Behörde eine Nachprüfung vornehmen."
"Angesichts der erhöhten Anforderungen des Sachkundenachweises ist darauf zu achten, dass die Wachpersonen auch tatsächlich gem. § 17 Abs. 2 Satz 1 BewachV ununterbrochen drei Jahre in den o.g. Bereichen tätig waren, um in den Genuss der Besitzstandsregelung zu gelangen."
@Nemere Danke, das bringt mich auf jeden Fall weiter.
@Matthijs das war ja auch mein Gedanke.
@MartinL auch wenn ich deine Argumentation verstehen und nachvollziehen kann, wäre es nicht sinnvoller, erstmal die Frage zu beantworten, anstatt dem Fragesteller einen vor den Latz zu knallen und unterschwellig Unvermögen zu unterstellen? Dafür kennt man sich zu wenig um sich das Recht heraus zu nehmen, jemand anderen zu be-, geschweige denn zu verurteilen aufgrund einiger weniger Sätze. zum Schluss kann man immer noch seine Meinung dazu äußern.
In diesem Sinne, wer Dienstfrei hat, schönes Wochenende.
Ich möchte Orion 234 insofern Zustimmen als das Berufe in der Sicherheitswirtschaft, und viele des öffentlichen Dienstes, Erfahrungsberufe sind. Man kann nicht einfach Polizist A mit B vertauschen und dann erwarten das alles genauso läuft. Der eigentliche Schein ist ein Zugangsschein, es ist die Person die alles mit Sinn und Zweck erfüllt.
So kann der Meister für Jahre in der NSL sitzen, und der Sachkundler seine Zeit auf allerlei Dienstposten zubringen, es muss doch wohl unstrittig sein das sich die Erfahrungen gravierend unterscheiden und jeder in seinem Bereich eine besser Informierte Entscheidung treffen kann. Obiges Beispiel ist beliebig Tauschbar.
Sicherlich ist eine bessere Qualifikation immer anzustreben, schon alleine aus beruflichem Ehrgeiz, sollte man meinen. Eine Garantie dafür das man hinterher einen besseren Job macht ist es nicht. Mir kommts schon manchmal so vor als ob die Scheine an sich hier allzusehr in den Himmel erhoben werden.
WSicherheit schrieb:
Mir kommts schon manchmal so vor als ob die Scheine an sich hier allzusehr in den Himmel erhoben werden.
Hat das irgendwer irgendwo gesagt?
Es wurde eher der Ehrgeiz kritisiert, der Gefahr etwas zu lernen oder sein Wissen aufzufrischen aus dem Weg zu gehen.