Source: https://www.jusline.at/gesetz/noe_lso/gesamt
Timestamp: 2019-01-16 09:11:23
Document Index: 357850335

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 50', '§ 13', '§ 14', '§ 47']

NÖ Landwirtschaftliche Schulordnung (NÖ LSO) - Gesamt - JUSLINE Österreich
Gesamte Rechtsvorschrift NÖ LSO
NÖ Landwirtschaftliche Schulordnung
NÖ LSO
StF: LGBl. 5025/8-0
§ 1 NÖ LSO Ziele
Jede Gemeinschaft benötigt zur Erleichterung des Zusammenlebens bestimmte Regeln. Diese Verordnung soll die Rahmenbedingungen für die Hausordnung der einzelnen landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen schaffen.
§ 2 NÖ LSO Hausordnung
(1) Der Schulgemeinschaftsausschuss (bei Lehrgängen mit einer Dauer unter acht Wochen die Schulkonferenz) hat die Hausordnung für die Schule und für das Schülerheim zu erlassen. Diese muss die §§ 2 bis 11 berücksichtigen und näher ausführen.
(2) Die Hausordnung hat Bestimmungen zu enthalten, die ein harmonisches Zusammenleben in der Schule und im Schülerheim gewährleisten. Jede Hausordnung hat mindestens Regelungen zu enthalten über
die Tageseinteilung,
das Verhalten der Schülerinnen und Schüler in der Schule, im Schülerheim und bei Schulveranstaltungen,
Gestaltungsmöglichkeiten der Umwelt (Räume, Garten, etc.) und über
wobei weitgehend auf demokratische und partnerschaftliche Entscheidungsprozesse und die Selbstverwaltung der Schülerinnen und Schüler Bedacht zu nehmen ist.
§ 3 NÖ LSO Tageseinteilung
Es ist eine Tageseinteilung zu treffen, welche
die konkreten Verhältnisse der Schule und
die Bedürfnisse und die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler in Einklang bringen soll.
§ 4 NÖ LSO Studierzeit
(1) Die Studierzeit ist so festzusetzen, dass den Schülerinnen und Schülern genügend Zeit zur Entspannung nach dem Unterricht eingeräumt wird.
(2) Unter Berücksichtigung der räumlichen Gegebenheiten sind das Gruppenstudium und das Studium in Zimmern zu ermöglichen, soweit pädagogische Erfordernisse diesem nicht widersprechen.
(3) Während der Studierzeit muss den Schülerinnen und Schülern eine Lehrerin bzw. ein Lehrer zur Beratung und zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung stehen.
§ 5 NÖ LSO Ausgang
(1) Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht auf Ausgang. Es darf kein Ausgangsverbot als Disziplinarstrafe für schlechtes schulisches Betragen verhängt werden.
(2) Bei der zeitlichen Festlegung des Ausganges ist auf
die Verkehrsverhältnisse,
die Öffnungszeiten der Geschäfte und
die Erholungsbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler
(3) Der Ausgang der Schülerin bzw. des Schülers ist schriftlich evident zu halten.
§ 6 NÖ LSO Kontakte, Besuche
(1) Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht, in der Freizeit Besuche zu empfangen. Daher sind regelmäßige Besuchszeiten festzusetzen, in denen Schülerinnen und Schüler mit Besuchern in einem allgemein zugänglichen Aufenthaltsraum (nicht jedoch in ihren Zimmern) zusammentreffen können.
(2) Telefonieren ist nur in den Pausen und in der Freizeit gestattet.
§ 7 NÖ LSO Fahrzeugbenützung
Die Verwendung eines privaten Fahrzeuges auf dem Schulgelände ist an die Bewilligung der Schulleitung zu binden. Die Schulleitung darf die Bewilligung nur dann erteilen,
wenn die räumlichen Verhältnisse dies zulassen,
die Verwendung kein Sicherheitsrisiko darstellt und
keine Störung des Unterrichtes und des Heimbetriebes damit verbunden ist.
§ 8 NÖ LSO Sicherheitsbestimmungen
Es sind Bestimmungen festzulegen, die eine körperliche oder sittliche Gefährdung der Schülerinnen und Schüler möglichst ausschließen. Grundsätzlich müssen diese beinhalten:
Verbot der Mitnahme gefährlicher und/oder gefährdender Gegenstände
Abnahme und Verwahrung solcher Gegenstände, soferne gesetzliche Bestimmungen nichts anderes vorsehen
Verbot der eigenmächtigen Inbetriebnahme von Maschinen und Geräten
Verhalten in Brand- und Katastrophenfällen bzw. bei Unfällen
Information und Belehrung der Schülerinnen und Schüler über Gefahrenquellen von Maschinen, Geräten, elektrischen Anlagen, Stoffen und Baulichkeiten
Meldepflichten von drohenden Gefahren
Verwendung privater Geräte (z. B. Elektrogeräte).
§ 10 NÖ LSO Weitere Rechte und Pflichten der Schülerinnen und Schüler
Weitere Rechte und Pflichten der Schülerinnen und Schüler sind in der Hausordnung zu verankern und auszuführen (z. B. Recht auf Information, Organisation, Petition, Wahrung der Intimsphäre, Aussprachemöglichkeiten mit Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern sowie der Schulleitung, Ausgestaltung der Umwelt).
§ 11 NÖ LSO Freizeitgestaltung
(1) Die Freizeit dient der Erholung sowie der Weckung und der Entfaltung der schöpferischen Kräfte der Schülerinnen und Schüler.
(2) Bei ihrer Gestaltung muss den Schülerinnen und Schülern soweit wie möglich ein Mitspracherecht eingeräumt werden. Die Entscheidungen sollen möglichst partnerschaftlich zwischen der Schulleitung und der Vertretung der Schülerinnen und Schüler getroffen werden.
§ 12 NÖ LSO Beurteilung des Verhaltens, Erziehungsmaßnahmen
(1) Die Beurteilung des Verhaltens im Heim darf nicht für die Bewertung des Verhaltens im Unterricht und umgekehrt herangezogen werden.
(2) Im Rahmen des § 50 des NÖ Landwirtschaftlichen Schulgesetzes dürfen folgende Erziehungsmaßnahmen angewendet werden:
bei positivem Verhalten der Schülerin bzw. des Schülers:
Bevorzugte Zulassung zu Neigungsgruppen
Vorrangige Nominierung zu Wettbewerben
Hervorheben bei Schulveranstaltungen
Dank und Auszeichnung durch die Schulbehörde
bei einem Fehlverhalten der Schülerin bzw. des Schülers:
beratendes bzw. belehrendes Gespräch mit der Schülerin bzw. dem Schüler
Versetzung in eine andere Schulklasse
Androhung des Ausschlusses und beratendes bzw. belehrendes Gespräch mit der Schülerin bzw. dem Schüler unter Beiziehung der bzw. des Erziehungsberechtigten
Antrag auf Ausschluss der Schülerin bzw. des Schülers unter der Möglichkeit der Rechtfertigung bzw. Stellungnahme der Schülerin bzw. des Schülers und des Erziehungsberechtigten
Suspendierung vom Unterricht
(3) Erziehungsmaßnahmen - vor allem solche bei einem Fehlverhalten der Schülerin bzw. des Schülers - sollen möglichst unmittelbar erfolgen und in einem sinnvollen Bezug zum Verhalten der Schülerin bzw. des Schülers stehen. Sie müssen der Schülerin bzw. dem Schüler einsichtig sein und eine die Erziehung der Schülerin bzw. des Schülers fördernde Wirkung haben.
§ 13 NÖ LSO Kundmachung, Kenntnisnahme
Die Hausordnung ist so kundzumachen, dass sie jederzeit eingesehen werden kann (z. B. durch Anschlag auf der Mitteilungstafel). Jede Schülerin und jeder Schüler hat bei Eintritt in die Schule durch Unterschrift zu bestätigen, dass die Hausordnung zur Kenntnis genommen wird.
§ 14 NÖ LSO Inkrafttreten
Diese Schul- und Heimordnung tritt am 7. September 1987 in Kraft.
Hausordnungen der einzelnen Schulen dürfen schon vorher beschlossen, aber erst mit 7. September 1987 in Kraft gesetzt werden.
NÖ Landwirtschaftliche Schulordnung (NÖ LSO) Fundstelle
LGBl. 5025/8-1
Die NÖ Landesregierung hat am 24. April 2007 aufgrund des § 47 Abs. 1 des NÖ Landwirtschaftlichen Schulgesetzes, LGBl. 5025–8, verordnet:
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