Source: https://www.kollektivvertrag.at/kv/zeitungen-tageszeitungen-kaufm-ang-ang/zeitungen-tageszeitungen-kaufm-ang-rahmen/4110460
Timestamp: 2020-01-20 04:16:49
Document Index: 258623940

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 5', '§ 19', '§ 22', '§ 2', '§ 21', '§ 5']

Ang. Zeitungen / Tageszeitungen / Lohn-/Gehaltsordnung - 01.04.2019
Zwischen dem Verband Österreichischer Zeitungen (in der Folge: „VÖZ“) und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier, Wirtschaftsbereich Druck, Kommunikation, Papierverarbeitung (in der Folge: „GPA-djp”) wird folgender Vertrag über die Arbeitsbedingungen der kaufmännischen (nichtjournalistischen) Angestellten der Tages- und Wochenzeitungen vereinbart.
Der Vertrag erstreckt sich auf das Gebiet der Republik Österreich und gilt für alle mit der Produktion oder Verwaltung von Tages- und Wochenzeitungen und deren Online- und Nebenausgaben befassten Betriebe ordentlicher und außerordentlicher VÖZ-Mitglieder. Eine Liste aller ordentlichen und außerordentlichen VÖZ-Mitglieder ist im Anhang als „Anhang A zu § 2“ dieses Kollektivvertrags enthalten und wird beim Bundeseinigungsamt jährlich aktualisiert hinterlegt
1. Im Anwendungsbereich der Sonderbestimmungen für den Bereich Transport/Logistik (nachfolgend: „Sonderbestimmungen Transport/Logistik“) bezeichnet „Kollektivvertrag“ den Kollektivvertrag für die kaufmännischen (nichtjournalistischen) Angestellten der Tages- und Wochenzeitungen.
Wenn Überstunden einbezogen werden sollen, ist jeweils zu einem der drei genannten Begriffe der Zusatz „einschließlich Überstunden“ hinzuzufügen.
Die gebührenden Mindestgrundgehälter werden durch den Anhang „Anhang zu § 5.2“ (Gehaltsordnung) geregelt.
Ferialpraktikanten erhalten als Entgelt 75 % des Mindestgrundgehaltes der Tätigkeitsgruppe „ZT“ im 1. Dienstjahr.
3. Punkt 2. gilt nicht für die von § 19a erfassten Promotoren sowie Angestellte in Kundendienstabteilungen (zB Callcenter), wenn diese nach dem Arbeitsruhegesetz (ARG) und/oder einer ARG‐Verordnung zulässige Tätigkeiten verrichten.
Wiedereingegliederte Angestellte sind Angestellte, auf welche dieser Kollektivvertrag nach dem 1. 1. 2012 zur Anwendung gelangt soweit diese in der Vergangenheit schon einmal diesem Kollektivvertrag angehörten und deren unmittelbar nachfolgendes, einem anderen Kollektivvertrag unterworfenes Beschäftigungsverhältnis durchgehend bis zum nach dem 1. 1. 2012 gelegenen Zeitpunkt der neuerlichen Angehörigkeit zu diesem Kollektivvertrag andauerte. Abweichend von § 22a gilt die kollektivvertragliche Übergangsbestimmung zur Abfertigung für wiedereingegliederte Angestellte. Das heißt: Diese Angestellten haben Anspruch auf die erhöhte Abfertigung Alt gem KV (für Eingegliederte, die nicht „wiedereingegliedert“ im obigen Sinne sind, gilt im Falle eines vor dem 1. 1. 2003 begründeten durchgehenden DVs die Abfertigung Alt nach Angestelltengesetz).
Dem Angestellten ist nach Beginn des Arbeitsverhältnisses eine schriftliche Aufzeichnung des Arbeitsvertragsinhaltes im Sinne des § 2 AVRAG („Dienstzettel“) auszuhändigen. In diesem ist das Entgelt wie im Musterdienstzettel gem Anhang „Anhang zu § 21“ aufzuschlüsseln. Bei jeder individuellen Änderung der Bezüge ist dem Angestellten ein neuer Dienstzettel auszuhändigen.
Liste ordentlicher und außerordentlicher VÖZ-Mitglieder (Stand 1. 1. 2016)
Die Parteien halten im Wege der authentischen Interpretation fest, dass der Name des Kollektivvertrages („Kollektivvertrag für die kaufmännischen (nichtjournalistischen) Angestellten bei Tages- und Wochenzeitungen“) keine kollektivvertragliche Regelung betreffend Layouter darstellen soll. Die Frage der Einordnung von Layoutern in den Geltungsbereich dieses Kollektivvertrages oder in den Geltungsbereich der zwischen den Parteien abgeschlossenen Kollektivverträge für Redakteure wird im Zuge der Verhandlungen bezüglich dieser Kollektivverträge weiter erörtert. Sollte eine Klarstellung erforderlich sein, wird eine diesbezügliche Einigung im Zuge der bevorstehenden Verhandlungen betreffend diese Kollektivverträge zu erzielen sein.
Gehaltsordnung (Mindestgrundgehälter)
Bereits KV-angehörige Arbeitnehmer
Die Differenz zwischen dem bisherigen Mindestgrundgehalt und dem Mindestgrundgehalt für die anzuwendende Tätigkeitsgruppe ist der Quinquenniensumme (vgl § 5 Punkt 3.) zuzurechnen und wird daher valorisiert.2. Eingegliederte und wiedereingegliederte Arbeitnehmer
Vom bisherigen Ist-Gehalt des Angestellten ist das „fiktive Kollektivvertragsgehalt“ abzuziehen. Das „fiktive Kollektivvertragsgehalt“ ist das Mindestgrundgehalt in der seiner (überwiegenden) Tätigkeit entsprechenden Tätigkeitsgruppe
Sonderregelung für Angestellte mit ÜZ 1:
Für Angestellte, auf die alle drei Punkte zutreffen, wird festgestellt, welcher Gehaltszuwachs im Herkunfts- KV in der zum Übertrittsstichtag anwendbaren VG noch möglich wäre (Wertfeststellung anhand der zum 1. 5. 2015 gültigen Tabelle des Herkunfts-KVs). Der errechnete Betrag ist der „Dynamikwert“.
Gruppen- / Teamleitung / Leitung kleinerer Abteilungen / Stellvertreter von der „ST 2“ zugehörigen Abteilungsleitern
Mindestgrundgehaltstabelle kaufmännische (nichtjournalistische) Angestellte
Rechenbeispiele zur entgeltlichen Auswirkung einer Umstufung per 1.1.2012