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Timestamp: 2016-10-26 04:12:49
Document Index: 185712705

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 6', 'in dubio', 'Art. 111', 'Art. 22', 'Art. 122', 'Art. 22', 'Art. 122', 'Art. 132', 'e contrario', 'Art. 269', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 32', 'Art. 6', 'Art. 29', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 84', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 156', 'Art. 277', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'Art. 123', 'Art. 122', 'Art. 278']

6P.184/2006 (21.02.2007)
6P.184/2006
6S.417/2006 /rom
Gerichtsschreiber Arquint Hill.
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Jung,
Aa.________, beide vertreten durch Rechtsanwalt Manfred D�hler,
Beschwerdegegner, vertreten durch Frau Bb.________,
Art. 9, 29 und 32 BV sowie Art. 6 EMRK (Strafverfahren; willk�rliche Beweisw�rdigung, Grundsatz "in dubio pro reo", rechtliches Geh�r),
6S.417/2006
Versuchte T�tung; versuchte schwere K�rperverletzung,
Staatsrechtliche Beschwerde (6P.184/2006) und eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde (6S.417/2006) gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 12. Mai 2006.
A.a Y.________ (geb. 12. November 1980), U.________ (geb. 18. Juni 1983), X.________ (geb. 23. Februar 1985), V.________ (geb. 17. Februar 1982), W.________ (geb. 7. Januar 1985), Z.________ (geb. 29. Januar 1983) und T.________ (gest. am 2./3. Juni 2003) geh�rten der rechtsextremen Szene an (teilweise Skinheads, teilweise Angeh�rige der Gruppierung "Blood and Honour"). Da sie von einem Ska-Konzert in Frauenfeld geh�rt hatten, trafen sie sich am Samstagabend, 26. April 2003, zwischen 21.00 Uhr und 22.00 Uhr in einem Restaurant in Marthalen zu einer Lagebesprechung. Sie beschlossen, nach Frauenfeld zu fahren, um "Linke zu verm�beln". Um nicht aufzufallen, hatten sie sich bewusst neutral und unauff�llig gekleidet und f�hrten Handschuhe zum Selbstschutz sowie teilweise auch Gesichtsmasken mit sich. Mehrere von ihnen trugen Milit�rstiefel, teilweise mit Stahlkappen, oder anderes schweres Schuhwerk. Y.________ trug Milit�rstiefel.
A.b B.________ und A.________ wollten am Samstagabend, 26. April 2003, in Frauenfeld ein Ska-Konzert besuchen. Weil sie keine Eintrittskarten hatten und vor Ort auch keine erh�ltlich machen konnten, wurden sie abgewiesen. Zwischen 23.00 Uhr und Mitternacht kamen ihnen auf der Lindenstrasse hinter dem Bahnhof Y.________, U.________, X.________, V.________, W.________, Z.________ und T.________ entgegen. Als diese B.________ und A.________ erblickten, bildeten sie sogleich eine V-Kampfformation �ber die ganze Strassenbreite, um die beiden einzukreisen und an der Flucht zu hindern. Als X.________ auf ihrer H�he war, schlug er A.________ unvermittelt eine rund 555 Gramm schwere leere Glasflasche �ber den Kopf, so dass dieser zu Boden sank, und er versetzte ihm anschliessend einen zweiten Schlag mit der Flasche. Darauf begannen er und die anderen Angreifer - mit Ausnahme von Z.________ - sogleich, A.________ und B.________ mit Fusstritten und einzelnen Faustschl�gen zu traktieren.
B.________ lag bereits nach kurzer Zeit reglos am Boden. Demgegen�ber versuchte A.________ immer wieder, wegzukriechen und aufzustehen. Das stachelte die Angreifer an, auch ihn bis zur Reglosigkeit zusammenzuschlagen. Aus diesem Grund konzentrierten sie sich - mit Ausnahme von Z.________, der keines der Opfer schlug - in der Folge auf A.________ und liessen von B.________ vollst�ndig ab. Sie dr�ckten A.________ mit Gewalt zu Boden und erteilten ihm schwere Fusstritte gegen den Kopfbereich mit dem Ziel, ihn bis zur Reglosigkeit zu verletzen. M�glicherweise wegen eines in der N�he vorbeifahrenden Streifenwagens liessen die Angreifer schliesslich von ihrem Opfer ab. Ohne sich um den schwerverletzten A.________ und den reglos am Boden liegenden B.________ zu k�mmern, fuhren sie mit ihren Fahrzeugen davon, luden Y.________ zu Hause ab und fuhren anschliessend noch in eine Bar nach B�lach.
A.c Kurz vor Mitternacht wurden die verletzten B.________ und A.________ im Bahnhof Frauenfeld auf Sitzb�nken liegend gefunden und in die Notfallstation des Kantonsspitals Frauenfeld eingeliefert.
A.________ wies eine blutende Riss-Quetschwunde am Hinterkopf und zahlreiche Prellmarken beziehungsweise Hautabsch�rfungen am Kopf einschliesslich Gesicht und Hals sowie an Armen und Beinen auf. Am Sonntagmorgen, 27. April 2003, musste er mit dem Verdacht auf ein Subduralh�matom und eine schwere Hirnsch�digung mit der Rega ins Kinderspital Z�rich verlegt werden. Kurz zuvor hatte er das Bewusstsein verloren und musste k�nstlich beatmet werden. In der Folge wurde ihm das rechte Stirnhirn neurochirurgisch entfernt, da ein Teil der Hirnmasse aufgrund der Blutung zwischen harter und weicher Hirnhaut im Scheitel-/Schl�fenbein�bergang rechts abgestorben war. M�glicherweise soll sich die vorbestehende, verletzungsunabh�ngige Kolloidzyste des dritten Ventrikels (eine gutartige Geschwulstbildung) durch die Schl�ge verschoben haben, was zu einer St�rung des Abflusses des Hirnwassers gef�hrt habe.
Der lebensbedrohliche Zustand dauerte bis am 12. Mai 2003. Ohne sofortige medizinische Versorgung w�re A.________ an seinen Hirnverletzungen gestorben. Die Hirnsch�digung f�hrte zu bleibenden schweren neurokognitiven Einschr�nkungen bei psychomotorischer Verlangsamung beziehungsweise St�rung, ausgepr�gten Sprach- und Sprechst�rungen, einer Einschr�nkung des Blickfeldes nach links, einer ausgepr�gten Schluckst�rung bei h�ufigem, unwillk�rlichem Speichelfluss, sowie einer symptomatischen Epilepsie mit epileptischen Anf�llen. A.________ wird lebenslang auf fremde Betreuung angewiesen bleiben.
Bei B.________ wurde die schwerste Verletzung im Bereich des linken Auges beziehungsweise der linken Gesichtsh�lfte festgestellt. Er erlitt eine Gehirnersch�tterung und w�hrend einiger Stunden einen Ged�chtnisschwund. Zudem wies er am Kopf Kontusionsmarken und oberfl�chliche Sch�rfungen auf einer Fl�che von 8x8 cm mit einer leichten Schwellung und am K�rper verschiedene Prellungen und Hautblutungen auf.
Mit Beschluss und Urteil vom 12. Mai 2006 sprach das Obergericht des Kantons Thurgau Y.________ in zweiter Instanz der versuchten vors�tzlichen T�tung gem�ss Art. 111 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von A.________, der versuchten schweren K�rperverletzung gem�ss Art. 122 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von B.________, der fahrl�ssigen St�rung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen, und der Verletzung von Verkehrsregeln schuldig, hingegen nicht schuldig der mehrfachen Unterlassung der Nothilfe. Es verurteilte ihn zu sechseinhalb Jahren Zuchthaus und einer Busse von 500 Franken, widerrief den bedingten Strafvollzug einer Vorstrafe und erkl�rte diese f�r vollziehbar. Hingegen erfolgte keine Verurteilung wegen vollendeter schwerer K�rperverletzung nach Art. 122 StGB zum Nachteil von A.________, ohne dass das Obergericht dies begr�nden w�rde.
Y.________ f�hrt staatsrechtliche Beschwerde mit dem Antrag, den angefochtenen Beschluss und das angefochtene Urteil des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 12. Mai 2006 in Gutheissung der Beschwerde vollst�ndig aufzuheben. Er erhebt �berdies eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde mit dem Antrag, den erw�hnten Beschluss und das Urteil in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben, insbesondere im Schuldspruch und im Strafpunkt, und die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Obergericht des Kantons Thurgau beantragt in seinen Gegenbemerkungen die Abweisung der Beschwerden. Vernehmlassungen wurden nicht eingeholt.
Der angefochtene Entscheid ist vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes �ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (Bundesgerichtsgesetz, BBG; SR 173.110) am 1. Januar 2007 ergangen. Auf die eingereichten Rechtsmittel ist daher noch das bisherige Verfahrensrecht gem�ss OG bzw. BStP anwendbar (Art. 132 Abs. 1 BBG, e contrario).
Am 1. Januar 2007 ist auch der revidierte Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches in Kraft getreten. Die neuen Bestimmungen sind hier aber noch nicht von Bedeutung, da das Bundesgericht im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde nur pr�ft, ob das kantonale Gericht das eidgen�ssische Recht richtig angewendet habe (Art. 269 Abs. 1 BStP), mithin das Recht, welches im Zeitpunkt der Ausf�llung des angefochtenen Entscheids noch gegolten hat (BGE 129 IV 49 E. 5.3, mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer r�gt, das Obergericht habe gegen den Anklagegrundsatz verstossen und Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 32 Abs. 2 BV, Art. 6 Ziff. 3 lit. a EMRK und � 21 StPO/TG verletzt. Die Anklageschrift enthalte die erforderlichen objektiven und subjektiven Tatbestandselemente zum Schuldspruch wegen versuchter schwerer K�rperverletzung zum Nachteil von B.________ nicht (Beschwerde, S. 6-17).
2.1 Der Anklagegrundsatz dient dem Schutz der Verteidigungsrechte des Angeklagten und konkretisiert insofern das Prinzip der Geh�rsgew�hrung (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 EMRK; BGE 120 IV 348 E. 2b). Nach diesem Grundsatz bestimmt die Anklage das Prozessthema. Gegenstand des gerichtlichen Verfahrens k�nnen mithin nur Sachverhalte sein, die dem Angeklagten in der Anklageschrift vorgeworfen werden. Diese muss die Person des Angeklagten sowie die ihm zur Last gelegten Delikte in ihrem Sachverhalt so pr�zise umschreiben, dass die Vorw�rfe im objektiven und subjektiven Bereich gen�gend konkretisiert sind (Umgrenzungsfunktion). An diese Anklage ist das Gericht gebunden. Die Anklage fixiert somit das Verfahrens- und Urteilsthema (Immutabilit�tsprinzip). Zum anderen vermittelt sie dem Angeschuldigten die f�r die Durchf�hrung des Verfahrens und die Verteidigung notwendigen Informationen. Sie dient insofern dem Schutz der Verteidigungsrechte des Angeklagten (Informationsfunktion). Beiden Funktionen kommt gleiches Gewicht zu (BGE 126 I 19 E. 2a; 120 IV 348 E. 2b und c; 116 Ia 455 E. 3a/cc je mit Hinweisen; ferner BGE 103 Ia 6).
2.2 Soweit der Beschwerdef�hrer die Verletzung von � 21 der Strafprozessordnung des Kantons Thurgau r�gt, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Der Beschwerdef�hrer macht in diesem Zusammenhang keine willk�rliche Anwendung der genannten Norm geltend, sondern beschr�nkt sich auf die R�ge der Verletzung des Anklagegrundsatzes. Der blosse Verstoss gegen einfaches Gesetzesrecht der Kantone kann nicht mit staatsrechtlicher Beschwerde ger�gt werden (Art. 84 Abs. 1 OG; BGE 118 Ia 64 E. 1d).
2.3 Im �brigen sind die R�gen des Beschwerdef�hrers unbegr�ndet. Die Anklageschrift schildert den Sachverhalt sehr eingehend. Sie wirft dem Beschwerdef�hrer und seinen Mitt�tern alle wesentlichen Tathandlungen hinreichend genau und detailliert vor. Ob darin eine versuchte schwere K�rperverletzung oder gar T�tung zum Nachteil von B.________ zu sehen ist oder - wie vom Staatsanwalt in der Anklageschrift vertreten - eine einfache K�rperverletzung und Unterlassung der Nothilfe sowie eventuell eine Gef�hrdung des Lebens und ein Angriff, ist eine rechtliche W�rdigung, an welche das Obergericht nicht gebunden war.
Der Beschwerdef�hrer macht nicht geltend, und es ist auch nicht ersichtlich, dass der Vorwurf der versuchten schweren K�rperverletzung zum Nachteil von B.________ f�r ihn �berraschend gekommen sei und das Obergericht seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r und seine Verteidigungsrechte verletzt habe. Angesichts der gleichzeitigen Anklage wegen versuchter T�tung zum Nachteil von A.________ musste der Beschwerdef�hrer auch in Bezug auf das andere Opfer mit einer schwereren rechtlichen Qualifizierung der Tat rechnen, und er hatte jedenfalls im obergerichtlichen Verfahren Gelegenheit, zu diesem Vorwurf Stellung zu nehmen. Da die Anklage auch den f�r die subjektiven Kriterien des Tatbestandes der versuchten schweren K�rperverletzung massgebenden Sachverhalt enth�lt (dazu angefochtenes Urteil, S. 28), verletzt der angefochtene Entscheid den Anklagegrundsatz und damit die verfassungsm�ssigen Rechte des Beschwerdef�hrers nicht. Die subjektiven Tatbestandselemente lassen sich in vorliegendem Fall allein aus den �usseren Tatumst�nden herleiten, weshalb es unter dem Gesichtspunkt des Anklagegrundsatzes nicht zu beanstanden ist, dass die Anklageschrift sich nicht ausdr�cklich dazu �ussert, was der Beschwerdef�hrer wollte und was er in Kauf nahm.
Der Beschwerdef�hrer r�gt, das Obergericht sei in Willk�r verfallen, indem es angenommen habe, die Angeklagten h�tten den Tod eines der Opfer bzw. eine schwere K�rperverletzung der Opfer in Kauf genommen. Das Obergericht st�tze sich bei diesem Schluss auf verschiedene Indizien bzw. Umst�nde, die jeweils willk�rlich festgestellt worden seien. Zudem habe das Obergericht auf Aussagen von Drittpersonen abgestellt, ohne ihm Gelegenheit zu geben, Erg�nzungsfragen zu stellen; insoweit verletze der angefochtene Entscheid seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV.
3.1 Weder der Beschwerdef�hrer noch seine Mitangeklagten haben im kantonalen Verfahren verlangt, mit den von der Polizei in deren Abwesenheit befragten C.________, D.________ und E.________ konfrontiert zu werden und ihnen Erg�nzungsfragen stellen zu k�nnen. Ein solcher Antrag w�re ihnen jederzeit m�glich gewesen. In solchen F�llen ist in der Regel die Verwirkung des Anspruchs anzunehmen (BGE 125 I 127 E. 6c/bb). Dies gilt jedenfalls in einem Fall wie hier, in dem die fraglichen Aussagen nicht die wesentlichen Beweise darstellten (vgl. BGE 125 I 127 E. 6c/cc und dd). Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r ist zu verneinen.
3.2 Willk�r liegt nach st�ndiger Rechtsprechung nicht schon vor, wenn eine andere L�sung vertretbar oder gar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid vielmehr nur auf, wenn dieser mit der tats�chlichen Situation in offensichtlichem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Dabei rechtfertigt sich die Aufhebung des angefochtenen Entscheids nur, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 129 I 49 E. 4 S. 58 mit Verweis). Dem Sachgericht steht insbesondere bei der W�rdigung der Beweise ein grosser Ermessensspielraum zu. Willk�r ist hier nur zu bejahen, wenn das Gericht offensichtlich den Sinn und die Tragweite eines Beweismittels verkannt, ohne vern�nftigen Grund ein wichtiges und erhebliches Beweismittel unber�cksichtigt gelassen oder aus den vorhandenen Elementen offensichtlich unhaltbare Schl�sse gezogen hat (BGE 129 I 8 E. 2.1. S. 9 mit Verweisen).
3.2.1 Der Beschwerdef�hrer bringt auf weiten Strecken eine unzul�ssige appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid vor, die den Begr�ndungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht gen�gt. Das betrifft insbesondere seine R�ge betreffend die Beweisw�rdigung zu den Fragen, ob es ihm gleichg�ltig war, wie die anderen sich bei einem Angriff auf Opfer verhalten w�rden (Beschwerde, S. 19 f.), wie die SMS-Mitteilung zu werten ist, welche die Angeklagten am fraglichen Tag zusammenbrachte (Beschwerde, S. 20), welcher Bedeutung die Ausr�stung der T�ter beizumessen ist (Beschwerde, S. 21), ob einzelne der T�ter Milit�rstiefel mit Stahlkappen trugen (Beschwerde, S. 22 ff.), zu den Feststellungen zum Schlag von X.________ mit der Flasche (Beschwerde, S. 25 ff.), zur Feststellung, alle T�ter - mit Ausnahme von Z.________ - h�tten die Opfer mit den F�ssen getreten (Beschwerde, S. 27 ff.) und zur Verneinung eines Exzesses eines der T�ter (Beschwerde, S. 30 ff.). Darauf ist nicht einzutreten.
3.2.2 Unbegr�ndet ist die Beschwerde, soweit die Feststellung als willk�rlich ger�gt wird, die T�ter h�tten die Opfer bis zur Reglosigkeit schlagen wollen (Beschwerde, S. 29 f.). Das Obergericht gelangt aufgrund der W�rdigung des Tatvorgehens in der Schlussphase des Angriffs zur Annahme, Ziel der Aktion sei das Reglos-Schlagen der Opfer gewesen. Die Angeklagten h�tten auf die sich nicht wehrenden Opfer selbst noch eingepr�gelt bzw. eingetreten, als diese bereits verletzt am Boden gelegen seien. W�re es den Angeklagten nur darum gegangen, den "Gegnern" ihre �bermacht zu demonstrieren, h�tten sie zu diesem Zeitpunkt von den Opfern ablassen m�ssen; stattdessen h�tten sie weiter auf diese eingewirkt. Dass die Opfer reglos geschlagen werden sollten, erh�rtet das Obergericht zus�tzlich anhand von Aussagen einzelner Angeklagten. Nach U.________ h�tten die Opfer versucht, davonzukriechen bzw. zu fliehen. Er habe vom Opfer abgelassen, als es diese Versuche aufgegeben habe (act. 4/779). Z.________ habe angegeben, das beim Absperrgitter liegende Opfer (A.________) werde nicht nur f�nf Minuten, sondern "schon lang genug" liegen bleiben. Als er am Schluss nachgeschaut habe, habe sich A.________ nicht mehr bewegt (act. 8/2055). Nach X.________ habe man weitergemacht, bis man langsam das Gef�hl gehabt habe, das Opfer habe "genug" (act. 6/1536). Vor diesem Hintergrund, namentlich mit Blick auf das Tatvorgehen in der Schlussphase des Angriffs, durfte das Obergericht ohne Willk�r davon ausgehen, dass die T�ter die Opfer reglos schlagen wollten, zumal ein anderes Handlungsziel nicht ersichtlich ist und ein solches von den Angeklagten auch nicht (plausibel) geltend gemacht wird. Daran �ndert entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers nichts, dass die Aussagen Y.________s, U.________s und W.________s darauf schliessen lassen, dass sich das Opfer A.________ am Boden noch bewegte, als die T�ter von ihm abliessen (angefochtener Entscheid, S. 56 mit Verweis auf act. 9/2469, 4/769). Denn es kommt - was der Beschwerdef�hrer bei seiner Kritik verkennt - f�r die Annahme, mit welchem Ziel bzw. mit welcher Absicht die T�ter handelten, letztlich nicht darauf an, ob die Opfer in objektiver Hinsicht reglos auf dem Boden lagen oder sich noch bewegten.
3.2.3 Ohne Grund wird ferner beanstandet, das Obergericht stelle willk�rlich fest, die T�ter h�tten bewusst die Kopfpartien der Opfer als Ziel gesucht und insbesondere mit Fusstritten und nicht nur mit Faustschl�gen traktiert (Beschwerde, S. 38). Wie aus den bei den Akten liegenden Sachverst�ndigenberichten hervorgeht, wiesen beide Opfer vor allem im Kopfbereich Verletzungen auf (act. 13/2998, act. 14/3070 und 3073). Sodann gaben alle Angeklagten an, die Opfer seien mit H�nden und F�ssen geschlagen worden (act. 2/256, act. 4/742 und 779, act. 5/1160,1166,1169 f., act. 6/1565, act. 8/1994). Die Opfer sind dabei rasch zu Boden gegangen. Z.________ hielt fest, ausser ihm h�tten alle Angeklagten die am Boden liegenden Opfer "gestiefelt" (act. 8/1994). Dies best�tigte auch V.________ (act. 5/1160 "als das Opfer am Boden war, wurde mit F�ssen auf dieses Opfer eingeschlagen"), U.________ (act. 4/779 "diese haben mit den Schuhen dreingeschlagen; das Opfer hat dann auch nicht mehr versucht wegzukriechen"), W.________ (act. 9/2457 "die Person ist dann auch sehr schnell zu Boden gegangen; danach haben wir beide Personen noch einige Male "geginggt") sowie X.________ (act. 6/1565 "beim rechten Opfer waren sie auf diesem oben; beim linken Opfer standen die beiden T�ter und haben das Opfer mit Fusstritten traktiert"). Wenn das Obergericht ausgehend von den Verletzungsbildern beider Opfer und vor dem Hintergrund der Aussagen der Angeklagten folgert, die T�ter h�tten vornehmlich die Kopfpartien der Opfer gezielt mit massiven Fusstritten und nicht nur mit Schl�gen traktiert, ist daher nicht ersichtlich, inwiefern diese Beweisw�rdigung schlechterdings unhaltbar sein sollte.
3.2.4 Ohne Erfolg r�gt der Beschwerdef�hrer schliesslich die Annahme des Obergerichts als willk�rlich, er und seine Mitangeklagten h�tten sowohl den Tod von A.________ als auch eine schwere K�rperverletzung von B.________ in Kauf genommen (Beschwerde, S. 33 ff.).
Das Obergericht �ussert sich im Einzelnen zu den konkreten Tatumst�nden - namentlich dem Tragen von Handschuhen, der Verwendung von Gesichtsmasken, der Ausr�stung mit festem Schuhwerk, dem Beziehungsgeflecht zwischen den T�tern, dem Vorgehen in Kampfformation, der krassen �berzahl von sieben Angreifern gegen zwei "Gegner", der Zuf�lligkeit der Opferauswahl, dem intuitiven und unkoordinierten Zusammenwirken der T�ter beim Austeilen der Schl�ge und Fusstritte, dem Einschlagen bzw. Eintreten auf die Opfer, nachdem diese zu Boden gegangen sind, deren Verletzungen vor allem im Kopfbereich, der zumindest teilweisen Erkennbarkeit der Verletzungen der Opfer am Schluss, deren Liegen lassen etc. - sowie zum Motiv und dem Handlungsziel der T�ter (angefochtenes Urteil, S. 64 - 68). Sodann nimmt das Obergericht eine Gesamtw�rdigung s�mtlicher objektiver und subjektiver Umst�nde vor (angefochtenes Urteil, S. 68) Dabei f�hrt es aus, die teilweise erkennbar mit schwerem Schuhwerk ausger�steten Angeklagten h�tten sich am fraglichen Abend zu einer losen Gruppe zusammengefunden. Sie h�tten sich nicht alle gleich gut gekannt. Keiner habe die Gruppe angef�hrt, und die Angeklagten h�tten keine konkrete Absprache �ber das Vorgehen getroffen. Niemand habe �ber das Motiv und die Absicht der anderen Konkretes gewusst. Nach dem Zufallsprinzip h�tten die Angeklagten zwei Opfer ausgesucht, um diese so lange mit wahllos und unkoordiniert ausgeteilten, teilweise erkennbar lebensgef�hrlichen Schl�gen und insbesondere Fusstritten zu traktieren, bis die Opfer reglos bzw. A.________ praktisch reglos liegen geblieben seien. Anschliessend h�tten sie die Opfer ihrem Schicksal �berlassen. Den Angeklagten sei mehr oder weniger gleichg�ltig gewesen, was der eigentliche Grund des Angriffs gewesen sei, wen es treffen w�rde, aus welchen Gr�nden die Opfer reglos liegen geblieben seien und was mit ihnen nach dem Angriff passieren werde. Aufgrund der Vorgehensweise sei es einzig dem Zufall �berlassen gewesen, welche Folge eintreten w�rde. Keiner der Angeklagten habe ernsthaft darauf vertrauen k�nnen, es werde schon nicht zum Tode eines Opfers kommen. Dies h�tten die Angeklagten denn auch nicht getan. Aufgrund der Umst�nde m�sse vielmehr davon ausgegangen werden, dass ihnen das in jenem Zeitpunkt v�llig gleichg�ltig gewesen sei. So sei ihnen h�chstens die blosse Hoffnung geblieben, die Sache werde glimpflich ausgehen. Diese Hoffnung - so sie denn �berhaupt bestanden habe - sei indes derart vage, dass nicht auf ein Vertrauen auf das Ausbleiben eines Erfolgs im Sinne bewusster Fahrl�ssigkeit geschlossen werden k�nne. Vielmehr h�tten die Angeklagten den Tod der Opfer in Kauf genommen.
Mit dieser Gesamtw�rdigung setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander. Er beschr�nkt sich im Wesentlichen darauf, belastende Einzelindizien aus dem Zusammenhang zu l�sen und deren Beweiskraft f�r sich alleine in Frage zu stellen. Damit kann Willk�r nicht dargetan werden. Im �brigen ist auch nicht ersichtlich, inwieweit die Gesamtw�rdigung des Obergerichts willk�rlich sein sollte. Angesichts der Gewalthandlungen der Angeklagten in der Schlussphase ihres Angriffs, d.h. aufgrund der unkoordinierten, aber gezielten Fusstritte mit teilweise festem Schuhwerk gegen den f�r schwerste und t�dliche Verletzungen besonders empfindlichen Kopfbereich der bereits auf dem Boden liegenden wehr- und schutzlosen Opfer, erweist sich die beanstandete Schlussfolgerung des Obergerichts, der Beschwerdef�hrer habe sowohl den Tod von A.________ als auch eine schwere K�rperverletzung von B.________ in Kauf genommen, jedenfalls im Ergebnis als haltbar, zumal es den T�tern in der letzten Phase ihres Tuns darum ging, die Opfer reglos zu schlagen. Von Willk�r kann daher keine Rede sein.
3.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die R�gen der Verletzung des rechtlichen Geh�rs und der willk�rlichen Beweisw�rdigung unbegr�ndet sind, soweit sie rechtsgen�glich vorgebracht sind. Im �brigen verletzt das angefochtene Urteil auch keine anderen Verfassungs- oder Konventionsbestimmungen.
Die staatsrechtliche Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Verfahrensausgang tr�gt der Beschwerdef�hrer die bundesgerichtlichen Kosten (Art. 156 Abs. 1 OG).
Im Verfahren der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde ist der Kassationshof an die tats�chlichen Feststellungen der kantonalen Beh�rde gebunden (Art. 277bis Abs. 1 BStP). Tatfrage und damit im Rahmen der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde nicht �berpr�fbar ist insbesondere, was der T�ter wusste, wollte und in Kauf nahm (BGE 125 IV 242 E. 3c mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz indem er abweichend dazu vorbringt, seine Fusstritte und jene seiner Mitt�ter seien eher schwach gewesen (Beschwerde, S. 9), und sie h�tten lediglich den psychischen Widerstand des Opfers brechen und dieses nicht auch k�rperlich bis zur Reglosigkeit zusammenschlagen wollen (Beschwerde, S. 7). Damit ist er nicht zu h�ren.
Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen seine Verurteilung wegen versuchter vors�tzlicher T�tung zum Nachteil von A.________ und versuchter schwerer K�rperverletzung zum Nachteil von B.________. Er macht ausschliesslich geltend, sein Tatvorsatz habe weder den Tod des einen Opfers noch die schwere K�rperverletzung des anderen auch nur eventuell erfasst. Die Vorinstanz ziehe aus dem Taterfolg unzul�ssigerweise den Schluss auf die entsprechende Absicht. Sie h�tte ihn nur wegen mehrfacher einfacher K�rperverletzung verurteilen d�rfen.
6.1 Rechtsfrage und im Rahmen der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde �berpr�fbar ist, ob im Lichte der von der kantonalen Instanz festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz berechtigt erscheint. Das gilt grunds�tzlich auch, wenn bei Fehlen eines Gest�ndnisses des T�ters aus �usseren Umst�nden auf jene inneren Tatsachen geschlossen werden muss (BGE 130 IV 58 E. 8.5; 125 IV 242 E. 3c S. 251 je mit Hinweisen).
6.2 Zu pr�fen ist nachfolgend ausschliesslich der Tatvorsatz des Beschwerdef�hrers. Nicht angefochten ist unter anderem die Annahme mitt�terschaftlichen Handelns des Beschwerdef�hrers mit den anderen Angreifern, die Verneinung eines Exzesses eines Mitt�ters sowie die Erf�llung der objektiven Elemente des Tatbestandes der versuchten vors�tzlichen T�tung und der versuchten vors�tzlichen schweren K�rperverletzung.
7.1 Die Vorinstanz stellt zum Sachverhalt, teilweise erg�nzend zum oben Dargelegten (E. A), zusammenfassend Folgendes fest:
Die sich mehrheitlich lose aus der rechtsextremen Szene kennenden Y.________, U.________, X.________, V.________, W.________, Z.________ und T.________ (der sp�ter in der Untersuchungshaft Suizid beging) trafen sich am Abend des 26. April 2003 in einem Restaurant in Marthalen. Sp�testens dort fassten sie endg�ltig den Entschluss, nach Frauenfeld zu fahren, wo an diesem Abend ein Ska-Konzert stattfand, um "Linke zu verpr�geln". �ber das Vorgehen sprachen sie sich dort nicht n�her ab. Sie hatten sich im Hinblick auf eine Schl�gerei mit Handschuhen zum Selbstschutz (Y.________, U.________, V.________ und W.________), Milit�rstiefeln mit Stahlkappen beziehungsweise anderes schweres Schuhwerk (Y.________ und U.________, X.________ und Z.________) sowie mit einer Maske beziehungsweise Sturmm�tze mit Sehschlitzen (U.________ und T.________) ausger�stet.
Als die sieben M�nner nach �ber einst�ndiger Suche nach geeigneten Opfern A.________ und B.________ in Frauenfeld antrafen, verteilten sie sich sofort �ber die ganze Strassenbreite, um die Opfer einzukreisen und an der Flucht zu hindern. Einer der Angreifer soll "chomm, di� n�me mir no" gerufen haben. Unmittelbar darauf schlug X.________ A.________ eine rund 555 Gramm schwere Flasche �ber den Kopf, worauf dieser zu Boden fiel. X.________ schlug ein weiteres Mal mit der Flasche auf A.________ ein. Anschliessend traktierten Y.________, X.________ und T.________ das am Boden liegende Opfer mit Fusstritten im Kopfbereich und in den Oberk�rper, w�hrend U.________, V.________ und W.________ auf das andere Opfer B.________ in �hnlicher Weise einschlugen. Weil dieser nach kurzer Zeit reglos liegen blieb, konzentrierten sich die Angreifer in der Folge auf A.________. Der Umstand, dass dieser immer wieder aufzustehen und wegzukriechen versuchte, spornte sie an, das Opfer mit Gewalt niederzudr�cken und es so lange und heftig mit schweren Fusstritten vorwiegend gegen den Kopfbereich zu traktieren, bis es sich nicht mehr bewegte. Sie liessen erst von ihm ab, als sie ihr Ziel weitgehend erreicht hatten. Die Schl�gerei dauerte rund zwei Minuten.
7.2 Nach der Rechtsprechung ist Mitt�ter, wer bei der Entschliessung, Planung oder Ausf�hrung eines Deliktes vors�tzlich und in mass-gebender Weise mit anderen T�tern zusammenwirkt, so dass er als Hauptbeteiligter dasteht. Dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag nach den Umst�nden des konkreten Falles und dem Tatplan f�r die Ausf�hrung des Deliktes so wesentlich ist, dass sie mit ihm steht oder f�llt. Das blosse Wollen der Tat, der subjektive Wille allein gen�gt zur Begr�ndung von Mitt�terschaft nicht. Daraus folgt aber nicht, dass Mitt�ter nur ist, wer an der eigentlichen Tatausf�hrung beteiligt ist oder sie zu beeinflussen vermag. Mitt�terschaft setzt unter anderem einen gemeinsamen Tatentschluss voraus, wobei dieser nicht ausdr�cklich bekundet werden muss; es gen�gt, wenn er konkludent zum Ausdruck kommt. Dabei ist nicht erforderlich, dass der Mitt�ter bei der Entschlussfassung mitwirkt, sondern es reicht aus, dass er sich sp�ter den Vorsatz seiner Mitt�ter zu eigen macht. Wenn die Rechtsprechung angenommen hat, Mitt�terschaft k�nne auch darin liegen, dass einer der Teilnehmer massgeblich bei der Entschliessung oder Planung des Deliktes mitgewirkt hat, so darf daraus nicht geschlossen werden, Mitt�terschaft sei ausschliesslich m�glich, wenn die Tat im voraus geplant und aufgrund eines vorher gefassten gemeinsamen Tatentschlusses ausgef�hrt wurde (BGE 125 IV 134 E. 3; 118 IV 227 E. 5d/aa, 397 E. 2b, je mit Hinweisen).
7.3 Gem�ss Art. 18 Abs. 2 StGB ver�bt ein Verbrechen oder Vergehen vors�tzlich, wer die Tat mit Wissen und Wollen ausf�hrt. Der Vorsatz erfordert auf der Wissensseite ein aktuelles Wissen um die Tatumst�nde (f�r Einzelheiten vgl. Guido Jenny, Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, Art. 18 N 21; G�nter Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Allg. Teil I, 2. Aufl., Bern 1996, � 9 N 71 f.). Bei Delikten, die den Eintritt eines Erfolges erfordern, geh�rt zur Wissensseite des Vorsatzes eine Vorstellung �ber den Zusammenhang zwischen dem eigenen Handeln und dem Erfolg. Der Vorsatz bezieht sich nicht nur auf Tatumst�nde, deren Vorhandensein oder Eintreten der T�ter f�r sicher h�lt. Er kann sich auch auf solche erstrecken, deren Vorhandensein oder Eintreten er nur f�r m�glich h�lt (BGE 130 IV 58 E. 8.1 mit Hinweisen). Neben dem Wissen um die reale M�glichkeit der Tatbestandserf�llung verlangt der Vorsatz auch den Willen, den Tatbestand zu verwirklichen. Der T�ter muss sich gegen das rechtlich gesch�tzte Gut entscheiden.
Neben dem direkten Vorsatz, bei welchem die Verwirklichung des Tatbestandes das eigentliche Handlungsziel des T�ters ist oder ihm als eine notwendige Voraussetzung zur Erreichung seines Zieles erscheint oder eine notwendige Nebenfolge darstellt, erfasst Art. 18 Abs. 2 StGB auch den Eventualvorsatz. Dieser liegt vor, wenn der T�ter den Eintritt des Erfolgs bzw. die Tatbestandsverwirklichung f�r m�glich h�lt, aber dennoch handelt, weil er den Erfolg f�r den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt, sich mit ihm abfindet, mag er ihm auch unerw�nscht sein (BGE 130 IV 58 E. 8.2 mit Hinweisen).
7.4 Das angefochtene Urteil verletzt in diesem Punkt kein Bundesrecht.
7.4.1 Zu Recht nimmt die Vorinstanz an, der m�gliche Eintritt des Todes von A.________ sei vom Vorsatz des Beschwerdef�hrers mitumfasst gewesen. Dabei ist zun�chst darauf hinzuweisen, dass der Vorsatz keine ausdr�ckliche gedankliche Auseinandersetzung mit dem Erfolg voraussetzt. Es gen�gt ein aktuelles Wissen um die Tatumst�nde in Gestalt eines bloss sachgedanklichen, als dauerndes Begleitwissen vorhandenen Mitbewusstseins (BGE 125 IV 242 E. 3e; Guido Jenny, Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, Art. 18 N 21). Ob es dem Beschwerdef�hrer vor dem Angriff in den Sinn gekommen ist, dass er mit seinen Mitt�tern allf�llige Opfer durch Schl�ge t�ten k�nnte, ist daher ebenso wenig von Bedeutung wie der Umstand, dass der Tod von A.________ f�r ihn eine unerw�nschte Folge gewesen sein d�rfte. Aufgrund der gegebenen Umst�nde hat sich ihm jedenfalls w�hrend des Angriffs auf A.________ der Todeseintritt als M�glichkeit zumindest ernsthaft aufdr�ngen m�ssen. Das ergibt sich schon daraus, dass er gemeinsam mit weiteren Angreifern dem vom ersten Schlag mit der Flasche erheblich verletzten und benommen am Boden liegenden Opfer unkontrollierte und wuchtige Fusstritte mit teilweise schwerem Schuhwerk in den Kopfbereich versetzte. Angesichts der Anzahl und Heftigkeit der auf den wohl empfindlichsten K�rperbereich gerichteten Schl�ge, deren Wirkung noch dadurch verst�rkt worden sein d�rfte, dass das Opfer sich nicht gegen die Tritte wehren konnte, nimmt die Vorinstanz einleuchtend an, es habe f�r das Opfer eine nahe Lebensgefahr bestanden (angefochtenes Urteil S. 64). Als ein Teil der Angreifer von B.________ abliess und sich zu den auf A.________ einschlagenden Angreifern gesellte, um gemeinsam aber unkoordiniert mit Fusstritten auf das wehrlose Opfer bis zur Reglosigkeit einzuschlagen, musste der Beschwerdef�hrer ernsthaft damit rechnen, dass ihre zus�tzlichen Fusstritte gegen den Kopf des am Boden liegenden Opfers dessen bereits erlittenen Verletzungen mit t�dlichem Ausgang verschlimmern k�nnten. Unter Ber�cksichtigung dieser besonderen Sachlage verletzt die Annahme der Wissenseite des Vorsatzes kein Bundesrecht (angefochtenes Urteil, S. 24).
Dasselbe gilt f�r die Willensseite. Es mag zwar zutreffen, dass der m�gliche Tod von A.________ nicht das eigentliche Handlungsziel des Beschwerdef�hrers war. F�r die Beurteilung entscheidend ist jedoch auch insoweit die Schlussphase des Angriffs auf das bereits erheblich verletzte, wehrlos am Boden liegende bzw. kriechende Opfer weiter mit Fusstritten einzuwirken und der �bereinstimmende Wille der Angreifer, es bis zur Reglosigkeit zu treten. Indem der Beschwerdef�hrer mit schwerem Schuhwerk gemeinsam mit weiteren Angreifern wuchtig gegen den Kopf des Opfers trat, musste sich ihm nicht zuletzt aufgrund ihres Handlungsziels sp�testens in der Schlussphase des Angriffs (das Opfer reglos zu machen) die Verwirklichung des Erfolgs als so wahrscheinlich aufdr�ngen, dass sein Verhalten vern�nftigerweise nur als dessen Inkaufnahme ausgelegt werden kann (BGE 117 IV 419 E. 4d). Daran �ndert nichts, dass ihm der Eintritt des Erfolgs unerw�nscht gewesen sein mag. Der Eventualvorsatz setzt nicht voraus, dass der T�ter mit dem Erfolg innerlich einverstanden war (BGE 92 IV 65 E. 4a). Insgesamt ist jedenfalls der Schluss der Vorinstanz, der Beschwerdef�hrer habe mit Vorsatz gehandelt, nicht zu beanstanden.
7.4.2 Die Vorinstanz nimmt an, der Beschwerdef�hrer habe auch den Tod des anderen Opfers, B.________, in Kauf genommen, weil es ihm und seinen Mitt�tern letztlich gleichg�ltig gewesen sei, auf welche Art und Weise sie vorgingen und welche Folgen ihre Tat haben w�rde. Aus prozessualen Gr�nden sei eine Verurteilung wegen versuchter T�tung zum Nachteil von B.________ jedoch ausgeschlossen. Da dieser nur einfache Verletzungen im Sinne von Art. 123 StGB erlitten habe, sei der Beschwerdef�hrer insoweit der versuchten eventualvors�tzlichen schweren K�rperverletzung schuldig zu sprechen (angefochtenes Urteil, S. 70).
Dieser Schuldspruch verletzt kein Bundesrecht. Der Beschwerdef�hrer macht zu Recht nicht geltend, die Schl�ge und Tritte seiner Mitt�ter gegen B.________ k�nnten ihm - etwa infolge Exzess - nicht zugerechnet werden. Wer in Absprache mit sechs anderen M�nnern arbeitsteilig zwei junge M�nner zu Boden schl�gt und sie anschliessend teilweise mit Milit�rstiefeln und anderem schwerem Schuhwerk wiederholt wuchtig in den Kopfbereich und den Oberk�rper tritt, um sie bewegungsunf�hig zu schlagen, der nimmt jedenfalls in Kauf, dass die Opfer schwere Verletzungen im Sinne von Art. 122 StGB erleiden. Die geschilderten Tritte sind von ihrer Art, Schwere und Anzahl her betrachtet in hohem Mass geeignet, schwere Verletzungen insbesondere am Kopf, an Rippen und Lungen, an der Milz usw. zu verursachen. Angesichts der hohen Gefahr schwerer Verletzungen k�nnen solche Tritte vern�nftigerweise nur als Inkaufnahme des nahe liegenden m�glichen Verletzungserfolgs ausgelegt werden.
Aus diesen Gr�nden ist die Nichtigkeitsbeschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten des Verfahrens (Art. 278 Abs. 1 BStP).