Source: https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/428273_E21/
Timestamp: 2019-05-22 06:36:16
Document Index: 60899417

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 13', '§ 21', '§ 14', '§ 21', '§ 14', '§ 21', '§ 21', '§ 14']

ErbStH H E 21 - NWB Datenbank
ErbStH H E 21 (Zu § 21 ErbStG)
Der Erblasser E wird von seinem Sohn S allein beerbt. E hinterlässt Kapitalvermögen im Wert von 500 000 EUR, ein von ihm selbst genutztes Familienheim (die Wohnfläche beträgt unter 200 m2) mit einem Grundbesitzwert von 300 000 EUR, in das S unverzüglich einzieht, und ein Geschäftsgrundstück in Spanien mit einem gemeinen Wert von 150 000 EUR. Auf dem Grundstück in Spanien lasten Grundschulden mit einer Valuta von 50 000 EUR. S wird in Spanien zu einer Erbschaftsteuer von 20 000 EUR herangezogen.
Inländisches Familienheim
Befreiung nach § 13 Absatz 1 Nummer 4c ErbStG
Grundstück in Spanien
Nachlassverbindlichkeit (Grundschuld in Spanien)
./. 50 000 EUR
Abzugsfähiger Anteil nach § 21 Absatz 1 Satz 2 ErbStG
Steuer vor Anrechnung ausländischer Steuer × Steuerpflichtiges Auslandsvermögen
Direkt zuzuordnende Grundschulden
Steuerpflichtiges Auslandsvermögen
20 867 EUR × 100 000 EUR : 600 000 EUR =
./. 3 478 EUR
Der Erblasser E wird von seinem Sohn S allein beerbt. E hinterlässt Kapitalvermögen im Wert von 500 000 EUR und ein Geschäftsgrundstück in Spanien mit einem gemeinen Wert von 300 000 EUR. Die Tochter T macht einen Pflichtteil von 200 000 EUR geltend. S wird in Spanien zu einer Erbschaftsteuer von 60 000 EUR herangezogen.
./. 200 000 EUR
Auf eine Zurechnung der anteiligen Pflichtteilslast auf das Auslandsvermögen und das weitere Vermögen kann verzichtet werden, da sich rechnerisch daraus keine Auswirkung auf den abzugsfähigen Teil der ausländischen Steuer ergibt.
20 867 EUR × 300 000 EUR : 800 000 EUR =
7 826 EUR
./. 7 826 EUR
Der Erblasser E hat seinen Wohnsitz in Spanien und setzt seinem in Deutschland wohnenden Sohn S ein Vermächtnis aus. Dieses beinhaltet das Familienheim (die Wohnfläche beträgt unter 200 m2) in Spanien, in das S unverzüglich einzieht, und ein weiteres selbst genutztes Einfamilienhaus im Inland. Das Grundstück in Spanien hat einen gemeinen Wert von 300 000 EUR und das Grundstück im Inland einen Grundbesitzwert von 600 000 EUR. S hat Kosten zur Erlangung des Erwerbs von 10 300 EUR. S wird in Spanien zu einer Erbschaftsteuer von 60 000 EUR herangezogen.
Inländisches Grundstück
Familienheim in Spanien
Kosten zur Erlangung des Erwerbs
20 867 EUR × 0 EUR : 600 000 EUR =
Anrechnung ausländischer Erbschaftsteuer bei der Zusammenrechnung nach § 14 ErbStG
> BFH vom 7.9.2011 (BStBl 2012 II S. 40)
E hat seiner Lebensgefährtin L im Jahr 2003 500 000 EUR geschenkt. Im Jahr 2011 stirbt E. Erben sind seine Kinder. In seinem Testament hat E der L ein Geschäftsgrundstück in Spanien vermacht; der gemeine Wert beträgt 150 000 EUR. L wird in Spanien zu einer Erbschaftsteuer von 23 000 EUR herangezogen, die sie umgehend bezahlt. L beantragt die Anrechnung der ausländischen Steuer.
Persönlicher Freibetrag 2003
494 800 EUR
Steuersatz 29 %
143 492 EUR
Barvermögen 2003
Persönlicher Freibetrag 2011
Fiktive Abzugssteuer 2011 auf Vorerwerb 2003
Persönlicher Freibetrag 2011 (20 000 EUR), höchstens beim Erwerb 2003 verbrauchter Freibetrag
148 440 EUR
Abzuziehen ist die höhere fiktive Abzugssteuer 2011
./. 148 440 EUR
Steuer für den Erwerb 2011
Abzugsfähige ausländische Steuer
./. 23 000 EUR
Da der Erwerb ausschließlich in Auslandsvermögen besteht, entfällt eine Aufteilung nach § 21 Absatz 1 Satz 2 ErbStG.
Die durch den Nacherwerb ausgelöste Steuer beträgt weniger als 50 % des Erwerbs in Höhe von 150 000 EUR, so dass § 14 Absatz 3 ErbStG nicht eingreift (> R E 14.1 Absatz 5).
Die in den Niederlanden lebende A hat ihrem Neffen B mit Wohnsitz in Deutschland im Jahr 2005 100 000 EUR geschenkt. B zahlte dafür in den Niederlanden eine Schenkungsteuer von 20 000 EUR. Im Jahr 2011 schenkt A dem B weitere 200 000 EUR. B zahlte in den Niederlanden eine Schenkungsteuer von 35 000 EUR.
Persönlicher Freibetrag 2005
Steuersatz 17 %
./. 15 249 EUR
Steuer für den Erwerb 2005
Die in die Niederlanden gezahlte Mehrsteuer von 4 751 EUR wird nicht erstattet.
Persönlicher Freibetrag 2011 (20 000 EUR), höchstens beim Erwerb 2005 verbrauchter Freibetrag
(ohne Anrechnung nach § 21 ErbStG)
Tatsächliche Steuer 2005
./. 17 940 EUR
./. 35 000 EUR
Da der Erwerb ausschließlich in Auslandsvermögen besteht, entfällt eine Aufteilung nach § 21 Absatz 1 Satz 2 ErbStG. Es ist jedoch nur die für die Schenkung 2011 erhobene niederländische Steuer anzurechnen.
Die durch den Nacherwerb ausgelöste Steuer beträgt weniger als 50 % des Erwerbs in Höhe von 200 000 EUR, so dass § 14 Absatz 3 ErbStG nicht eingreift (> R E 14.1 Absatz 5).
Die kanadische „capital gains tax“ ist nicht auf die deutsche Erbschaftsteuer anrechenbar, sondern nur als Nachlassverbindlichkeit abzugsfähig (> BFH vom 26.4.1995, BStBl II S. 540). Dies gilt auch für entsprechende Steuern in anderen Staaten.
Die Hypothekarsteuer (imposta ipotecaria) für eine Änderung der Eintragung einer Hypothek im Immobilienregister, die Katastersteuer (imposta catastale) für die Änderung des Katastereintrages sowie die Hypothekargebühr (tassa ipotecaria) und Stempelsteuer (imposta di bollo) sind keine der Erbschaft- und Schenkungsteuer entsprechende Steuern.
> BFH vom 6.3.1990 ( BStBl II S. 786)
> BFH vom 22.9.2010 ( BStBl 2011 II S. 247)
ErbStH H E 21 ablegen in?