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Timestamp: 2016-10-24 20:21:40
Document Index: 20514630

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 80', 'Art. 80', 'Art. 65', 'Art. 80', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 25', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 24', 'Art. 3', 'Art. 14', 'Art. 186', 'BGE', 'Art. 59', 'Art. 14', 'Art. 146', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 146', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 110', 'BGE', 'Art. 662', 'Art. 957', 'BGE', 'Art. 251', 'Art. 251', 'BGE', 'Art. 83', 'Art. 186', 'Art. 251', 'BGE', 'Art. 251', 'Art. 186', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 24', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 14', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 14', 'BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 14', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art.65', 'Art. 4', 'Art. 65', 'BGE', 'Art. 65', 'Art. 65', 'Art. 156']

1A.244/2002 (24.10.2003)
Bundesrichter Aeschlimann, Reeb, F�raud, Catenazzi,
Bundesamt f�r Justiz, Abteilung internationale Rechtshilfe, Sektion Rechtshilfe, 3003 Bern,
private Beschwerdegegner, 1-6 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Markus Weidmann, 7-12 vertreten durch Rechtsanw�lte Peter Burckhardt und Benno Strub,
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart f�hrt eine Strafuntersuchung gegen A.________, B.________, C.________, D.________, E.________ und F.________ wegen des Verdachtes von Steuerdelikten. Es wird ihnen vorgeworfen, sie h�tten als Erben und Rechtsnachfolger des 1987 verstorbenen Firmengr�nders X.________ bzw. dessen Unternehmensgruppe Y.________ zwischen 1995 und 1999 Einkommenssteuern in der H�he von mindestens DEM 24,8 Mio. auf arglistige Weise verk�rzt.
Am 26. November 2001 ersuchte die Staatsanwaltschaft Stuttgart die schweizerischen Beh�rden um Rechtshilfe. Das Ersuchen wurde mit Eingaben vom 4. und 22. Februar sowie 13. M�rz 2002 erg�nzt. Nach erfolgter Anordnung und Durchf�hrung von Rechtshilfemassnahmen (Hausdurchsuchungen, Aktenbeschlagnahmungen, Befragungen, Einholung von Bankausk�nften, Durchsuchung eines Bankschliessfachs, teilweise in Anwesenheit deutscher Ermittlungsbeamter) bewilligte das Bezirksamt Aarau mit Schlussverf�gung vom 25. Juni 2002 das Rechtshilfeersuchen. Gleichzeitig verf�gte es die Herausgabe von diversen Unterlagen an die ersuchende Beh�rde.
A.________, B.________, C.________, D.________, E.________ und F.________, K.________ sowie die G.________ AG, H.________ AG, I.________ AG, L.________ AG und M.________ AG rekurrierten gegen die Schlussverf�gung vom 25. Juni 2002. Mit Entscheid vom 25. September 2002 hiess das Obergericht (Beschwerdekammer in Strafsachen) des Kantons Aargau die Beschwerden gut. Das Obergericht hob die Schlussverf�gung auf und wies das Rechtshilfeersuchen ab.
Gegen den Entscheid des Obergerichtes gelangte das Bundesamt f�r Justiz, Abteilung internationale Rechtshilfe, (BJ) mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 10. Dezember 2002 an das Bundesgericht. Das BJ beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die Bewilligung der Rechtshilfe.
Das Obergericht des Kantons Aargau hat auf eine Vernehmlassung ausdr�cklich verzichtet. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau schliesst sich den Antr�gen und Vorbringen des BJ an, auf eine eigene Stellungnahme hat sie ebenfalls verzichtet. Die privaten Beschwerdegegner beantragen (im Hauptstandpunkt) je die Abweisung der Beschwerde und die Verweigerung der Rechtshilfe. Das BJ hielt in seiner Replik vom 16. Mai 2003 an seinen Antr�gen fest. Die privaten Beschwerdegegner haben am 15. bzw. 16. Juli 2003 dupliziert.
F�r die Rechtshilfe zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz sind in erster Linie die Bestimmungen des Europ�ischen �bereinkommens �ber die Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. April 1959 (EUeR, SR 0.351.1), dem die beiden Staaten beigetreten sind, und der zwischen ihnen abgeschlossene Zusatzvertrag vom 13. November 1969 (SR 0.351.913.61) massgebend. Soweit diese Staatsvertr�ge bestimmte Fragen nicht abschliessend regeln, gelangt das schweizerische Landesrecht (namentlich das Bundesgesetz �ber internationale Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. M�rz 1981 [IRSG, SR 351.1] und die dazugeh�rende Verordnung [IRSV, SR 351.11]) zur Anwendung (vgl. Art. 1 Abs. 1 IRSG).
1.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es ich um einen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid �ber eine Schlussverf�gung, gegen den die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegeben ist (Art. 80f Abs. 1 IRSG). Das BJ ist zur Beschwerdef�hrung legitimiert (Art. 80h lit. a IRSG). Im Hinblick auf den Ausgang des vorliegenden Verfahrens braucht nicht detailliert untersucht zu werden, inwieweit die privaten Beschwerdegegner im einzelnen �berhaupt legitimiert sind, Einw�nde gegen die nachgesuchte Rechtshilfe zu erheben.
1.2 Zul�ssige Beschwerdegr�nde sind die Verletzung von Bundesrecht (inklusive Staatsvertragsrecht), einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unzul�ssige oder offensichtlich unrichtige Anwendung ausl�ndischen Rechts in den F�llen nach Art. 65 IRSG (Art. 80i Abs. 1 IRSG). Die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes durch das Obergericht kann nur auf die Frage der offensichtlichen Unrichtigkeit oder Unvollst�ndigkeit bzw. auf Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen hin gepr�ft werden (Art. 104 lit. b i.V.m. Art. 105 Abs. 2 OG und Art. 25 Abs. 1 IRSG).
Im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde pr�ft das Bundesgericht grunds�tzlich nur Rechtshilfevoraussetzungen, die Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens bilden (BGE 122 II 367 E. 2d S.372).
2.1 Im angefochtenen Entscheid des Obergerichtes wurde in verfahrensrechtlicher Hinsicht erwogen, dass der Beizug deutscher Ermittlungsbeamter bei Rechtshilfemassnahmen zwar grunds�tzlich nicht ausgeschlossen sei. Im vorliegenden Fall habe das Ersuchen jedoch "eine ganze Reihe von Beamten genannt, ohne dass deren Bezug zum Strafuntersuchungsverfahren konkretisiert und die gesetzliche Grundlage genannt" worden w�re. Das Ersuchen erscheine insofern "als ungen�gend begr�ndet", weshalb, "keine generelle Teilnahmebewilligung" h�tte "ergehen d�rfen". Ob die Schlussverf�gung des Bezirksamtes Aarau eine hinreichende Begr�ndung enthielt, liess das Obergericht offen.
In der Sache erwog das Obergericht, es sei Aufgabe der ersuchenden Beh�rde, die Umst�nde darzulegen, aus welchen sich der Vorwurf des Abgabebetruges bzw. des Tatbestandsmerkmals der Arglist ergeben soll. Ein besonders strenger Massstab sei nach der Praxis des Bundesgerichtes anzulegen, wenn sich Anzeichen f�r eine m�gliche Beweisausforschung zu fiskalischen Zwecken ergeben. Zwar werde "im Ersuchen ausgef�hrt, dass von der Erbengemeinschaft X.________ mit verschleierter Beherrschung der G.________ AG als blosser Domizilgesellschaft zur Abf�hrung von in Deutschland erzielten Gewinnen ein eigentliches L�gengeb�ude errichtet worden sei". Es werde jedoch "nicht dargetan, inwiefern die Beschuldigten �berhaupt get�uscht oder aber �ber einen t�uschenden Sachverhalt geschwiegen haben sollen". Es f�nden sich auch keine Hinweise "auf eine unrichtige oder t�uschende Buchf�hrung oder Steuerdeklaration oder dar�ber, dass der geltend gemachte Sachverhalt un�berpr�fbar gewesen w�re". "Vielmehr" l�gen "Aktienkaufvertr�ge mit N.________ und" dem privaten Beschwerdegegner 10 "als Verk�ufer vor" und sei "aus dem Auszug aus dem Ragionenbuch etwa ersichtlich, dass" der private Beschwerdegegner 2 "einzelzeichnungsberechtigtes Mitglied des Verwaltungsrats" der privaten Beschwerdegegnerin 7 (G.________ AG) gewesen sei. "Diese Umst�nde" g�ben nach Ansicht des Obergerichtes "Anlass zur Vermutung, dass sich die untersuchende Beh�rde unter dem Deckmantel eines lediglich behaupteten gemeinrechtlichen oder fiskalischen Betruges Beweise" verschaffen wolle, "die zur Ahndung nicht rechtshilfef�higer Fiskaldelikte dienen sollen". Dabei sei zu ber�cksichtigen, dass es sich "bei den zur Teilnahme an den Durchsuchungshandlungen aufgerufenen Beamten im Wesentlichen um solche aus dem Steuerbereich handelte und im Betreff zum Gesuch ausdr�cklich auch nur von Steuerhinterziehung die Rede ist".
2.2 Das BJ wendet in seiner Beschwerdeschrift ein, es gehe aus dem Ersuchen und seinen Beilagen hervor, dass die Angeschuldigten Einkommenssteuern verk�rzt h�tten, indem der Gewinn ihnen geh�render Gesellschaften der Unternehmensgruppe Y.________ durch t�uschende Vorkehren k�nstlich geschm�lert worden sei. So habe die Y.________ GmbH der Beschwerdegegnerin 7 namentlich Verkaufsrabatte gew�hrt, die g�nstiger gewesen seien als die im Alleinvertriebsvertrag vereinbarten 15 %. Laut Ersuchen habe die Y.________ GmbH auch auf die (vertraglich vereinbarte) �berweisung von Anzahlungen verzichtet. Da die Beschwerdegegnerin 7 von ihren Kunden ihrerseits erhebliche Anzahlungen verlangt habe, sei sie in den Genuss betr�chtlicher Zinsgewinne gekommen. Da die k�nstlich herbeigef�hrte Einnahmenverminderung in den Gesch�ftsb�chern Niederschlag gefunden habe, sei es - nach Ansicht des BJ - zur "Einreichung inhaltlich falscher Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen durch Unternehmen der Gruppe Y.________ bei den deutschen Steuerbeh�rden" gekommen. Die Verwendung falscher Bilanzen und Erfolgsrechnungen sei nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung arglistig, weshalb ein Abgabebetrug vorliege. Es brauche daher "nicht gepr�ft zu werden, ob auch die den von den Beschuldigten kontrollierten Unternehmen (...) zur Last gelegten Gewinnverschiebungen als arglistige Machenschaften zu betrachten sind".
Was die Zulassung deutscher Ermittlungsbeamter bei den Rechtshilfehandlungen betrifft, wird in der Beschwerde die Auffassung vertreten, die Mitwirkung sei bundesrechtskonform erfolgt. "Selbst wenn" dabei "Informationen aus dem Geheimbereich vorzeitig an die Staatsanwaltschaft Stuttgart �bermittelt worden w�ren, w�rde dies" nach Ansicht des BJ "nicht zur Verweigerung der beantragten Rechtshilfe f�hren".
2.3 Die privaten Beschwerdegegner machen (zusammengefasst) im Wesentlichen geltend, es liege kein hinreichender Tatverdacht f�r Abgabebetrug vor, insbesondere sei das Tatbestandsmerkmal der Arglist nicht erf�llt. Im Ersuchen werde den Angeschuldigten - mit Recht - an keiner Stelle die Verwendung unrichtiger Gesch�ftsb�cher, Bilanzen oder anderer Urkunden vorgeworfen. Auch die angebliche verdeckte Gewinnverschiebung und "steuerfreie" R�ckf�hrung der kapitalisierten Gewinne stelle keine arglistige Steuerverk�rzung dar. Sodann seien unzul�ssige Untersuchungshandlungen erfolgt. Deutsche Steuerfahnder seien beim Vollzug der Rechtshilfemassnahmen zugelassen worden und h�tten Einsicht in Dokumente nehmen k�nnen, die unter Geheimnisschutz st�nden. �berdies seien die Untersuchungshandlungen unverh�ltnism�ssig. Zum einen gingen sie �ber die Massnahmen hinaus, die im Ersuchen beantragt w�rden. Zum andern st�nden die erhobenen Dokumente und Konteninformationen in keinem ausreichenden Sachzusammenhang zum Gegenstand der Untersuchung. In der Schlussverf�gung fehle der notwendige Spezialit�tsvorbehalt, und den privaten Beschwerdegegnern sei das rechtliche Geh�r verweigert worden. Die privaten Beschwerdegegner beantragen die Abweisung des Rechtshilfeersuchens. Eventualiter sei die Streitsache an das Bezirksamt Aarau zur�ckzuweisen zur Einr�umung des rechtlichen Geh�rs, zur Ausscheidung der f�r die Rechtshilfe nicht relevanten Dokumente, zur Anbringung des Spezialit�tsvorbehaltes und zum Erlass einer ausreichend begr�ndeten Schlussverf�gung. Subeventualiter sei die Rechtshilfe h�chstens in beschr�nktem Umfang und unter Spezialit�tsvorbehalt zu bewilligen.
Art. 2 lit. a EUeR erlaubt den Vertragsparteien die Verweigerung von Rechtshilfe, wenn sich das Ersuchen auf Sachverhalte bezieht, die vom ersuchten Staat als fiskalische strafbare Handlungen angesehen werden (vgl. BGE 125 II 250 E. 2 S. 251 f.). Nach schweizerischem Recht ist die "kleine" Rechtshilfe bei Abgabebetrug zul�ssig, nicht aber bei Straftaten, die bloss auf eine Verk�rzung fiskalischer Abgaben (Steuerhinterziehung) gerichtet sind (Art. 3 Abs. 3 IRSG). Die Schweiz hat eine entsprechende Vorbehaltserkl�rung zu Art. 2 lit. a EUeR abgegeben.
3.1 Gem�ss Art. 24 Abs. 1 IRSV bestimmt sich der Begriff des Abgabebetruges (im Sinne von Art. 3 Abs. 3 IRSG) nach Art. 14 Abs. 2 des Bundesgesetzes �ber das Verwaltungsstrafrecht vom 22. M�rz 1974 (VStrR; SR 313.0). Danach liegt ein Abgabebetrug vor, wenn der T�ter durch sein arglistiges Verhalten bewirkt, dass dem Gemeinwesen unrechtm�ssig und in einem erheblichen Betrag eine Abgabe, ein Beitrag oder eine andere Leistung vorenthalten oder dass es sonst am Verm�gen gesch�digt wird. Der damit umschriebene Tatbestand ist weiter als jener des Steuerbetrugs gem�ss Art. 186 des Bundesgesetzes �ber die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 (DBG; SR 642.11), der eine T�uschung der Steuerbeh�rden durch gef�lschte, verf�lschte oder inhaltlich unwahre Urkunden wie Gesch�ftsb�cher, Bilanzen, Erfolgsrechnungen, Lohnausweise oder andere Bescheinigungen Dritter voraussetzt (BGE 125 II 250 E. 3a S. 252; 111 Ib 242 E. 4b S. 247 f., je mit Hinweisen; vgl. auch Art. 59 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 [StHG, SR 642.14]).
Der Arglistbegriff von Art. 14 Abs. 2 VStrR orientiert sich grunds�tzlich an der Rechtsprechung zum gemeinrechtlichen Betrugstatbestand, Art. 146 StGB (vgl. BGE 125 II 250 E. 5a S. 257; 115 Ib 68 E. 3a/bb S. 76 f.; s. auch BGE 122 II 422 E. 3a/cc S. 429; Robert Zimmermann, La coop�ration judiciaire internationale en mati�re p�nale, Bern 1999, Rz. 412). Nach der bundesgerichtlichen Praxis setzt Abgabebetrug nicht notwendigerweise die Verwendung falscher oder verf�lschter Urkunden voraus. Zwar seien f�r die Annahme von Arglist "immer besondere Machenschaften, Kniffe oder ganze L�gengeb�ude erforderlich". Unter gewissen Umst�nden k�nnten aber auch blosse Falschangaben oder sogar "blosses Schweigen arglistig sein, wenn der T�uschende den Get�uschten von einer m�glichen �berpr�fung abh�lt oder voraussieht, dass dieser mit R�cksicht auf ein besonderes Vertrauensverh�ltnis von einer �berpr�fung absehen wird" (BGE 125 II 250 E. 3b S. 252, E. 5a S. 257; 115 Ib 68 E. 3a/bb S. 77, je mit Hinweisen).
3.2 Nach der Praxis des Bundesgerichtes zu Art. 146 StGB ist Arglist namentlich im Falle von besonderen betr�gerischen Machenschaften ("manoeuvres frauduleuses") gegeben, wozu beispielsweise Urkundenf�lschungen gez�hlt werden. Auch das Erstellen ganzer L�gengeb�ude gilt als arglistig. Im Falle von blossen Falschdeklarationen m�ssen zur einfachen L�ge weitere Arglistmerkmale hinzutreten. Diese k�nnen grunds�tzlich bejaht werden, wenn der Angeschuldigte den Get�uschten von der �berpr�fung der Falschangaben abh�lt, wenn die Angaben objektiv nicht (oder selbst von der zust�ndigen Veranlagungsbeh�rde nur sehr schwer) �berpr�fbar sind, oder falls der Angeschuldigte Anlass hatte, den Verzicht auf eine �berpr�fung vorauszusehen (vgl. BGE 125 IV 124 E. 2c S. 127, E. 3b S. 128; 122 IV 197 E. 3d S. 205, je mit Hinweisen; zum Arglistbegriff in Abgabestrafsachen s. auch BGE 125 II 250 E. 3b S. 252, E. 5a S. 257; BGE 115 Ib 68 E. 3a/bb S. 77, je mit Hinweisen).
3.3 Als Urkunden im Sinne von Art. 110 Ziff. 5 Abs. 1 StGB gelten unter anderem Schriften, die bestimmt und geeignet sind, eine Tatsache von rechtlicher Bedeutung zu beweisen. Die Beweiseignung und Beweisbestimmung kann sich aus Gesetz oder Verkehrs�bung ergeben (BGE 125 II 250 E. 4a S. 254; 122 IV 25 E. 2a S. 27 f., je mit Hinweisen). Eine falsche Buchung in den Gesch�ftsb�chern erf�llt nach der bundesgerichtlichen Praxis den Tatbestand der Falschbeurkundung, wenn sie Buchungsvorschriften und -grunds�tze verletzt, die errichtet worden sind, um die Wahrheit der Erkl�rung und damit die erh�hte Glaubw�rdigkeit der Buchf�hrung zu gew�hrleisten. Solche Grunds�tze werden namentlich in den gesetzlichen Bestimmungen �ber die ordnungsgem�sse Rechnungslegung des Aktienrechts in Art. 662a ff. OR und in den Bilanzvorschriften der Art. 957 ff. OR aufgestellt, die den Inhalt bestimmter Schriftst�cke n�her festlegen (BGE 122 IV 25 E. 2b S. 28 f.).
Bei der Frage der Urkundenqualit�t von Lieferantenrechnungen oder anderer Bescheinigungen Dritter kommt es auf deren konkreten Verwendungszweck an (vgl. Markus Boog, in: Basler Kommentar StGB, Bd. II, Basel 2003, Art. 251 N. 44 ff., 65 ff.; Bernard Corboz, Le faux dans le titre, ZBJV 131 [1995] 534 ff., S. 540 f.; G�nter Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil II, 5. Aufl., Bern 2000, � 35 N. 9 ff.; ders., Die Falschbeurkundung in der neueren Praxis des Bundesgerichtes, recht 16 [1998] 166 ff.; Stefan Trechsel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kurzkommentar, 2. Aufl., Z�rich 1997, vor Art. 251 N. 5 f.). Sogar vom Steuerpflichtigen selbst verfasste und der Steuerbeh�rde freiwillig eingereichte Dokumente k�nnen grunds�tzlich unter den Urkundenbegriff des schweizerischen Steuerstrafrechts fallen, soweit sie im ausl�ndischen Fiskalverfahren zum Beweis bestimmt und geeignet sind (BGE 125 II 250 E. 3c S. 253, E. 4c S. 255; zum steuerstrafrechtlichen Urkundenbegriff s. auch Andreas Donatsch, in: Martin Zweifel/Peter Athanas [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, Bd. I/2b, Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer [DBG], Art. 83-222, Basel 2000; Art. 186 N. 9 ff.). Urkundendelikte, welche ausschliesslich der Sch�digung des Fiskus dienen, werden nur vom Fiskalstrafrecht und nicht unmittelbar von Art. 251 StGB erfasst (BGE 122 IV 25 E. 3a S. 30; vgl. Boog, a.a.O., Art. 251 N. 107; Donatsch, a.a.O., Art. 186 N. 44). Wer seiner Steuererkl�rung unrichtige oder unvollst�ndige Unterlagen beilegt, handelt unter Umst�nden selbst dann arglistig, wenn es sich dabei nicht um Urkunden im strafrechtlichen Sinne handelt. Dies gilt namentlich, wenn der Steuerpflichtige zum Zweck der T�uschung der Fiskalbeh�rden auf systematische betr�gerische Machenschaften ("manoeuvres frauduleuses") oder ganze L�gengeb�ude zur�ckgreift (BGE 125 II 250 E. 3b S. 252, E. 5a S. 257; 111 Ib 242 E. 4b S. 248, je mit Hinweisen).
3.4 Art. 14 Abs. 2 VStrR (in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 IRSV) schr�nkt den Begriff des Abgabebetruges hinsichtlich der mutmasslichen Deliktssumme ein. Bei der verk�rzten Abgabe muss es sich um einen "erheblichen Betrag" handeln. In Rechtshilfesachen pr�ft das Bundesgericht grunds�tzlich frei, ob es sich um eine Bagatellstrafsache handelt, die keine strafprozessualen Zwangsmassnahmen auf dem Wege der internationalen Rechtshilfe rechtfertigt (vgl. Art. 4 IRSG). Der Ausschluss von offensichtlichen Bagatellstrafsachen gilt grunds�tzlich auch in Rechtshilfeverfahren, die staatsvertraglich geregelt sind.
3.5 Im Urteil 1A.63/2001 vom 20. Juli 2001 hat das Bundesgericht systematisches "�berfakturieren" als Steuerbetrug qualifiziert. Eine Lieferantin hatte der K�uferin k�nstlich �berh�hte Rechnungen gestellt. Die Differenz wurde der K�uferin in verdeckter Form (als "Provisionen") r�ckverg�tet. Die �berh�hten Rechnungen hatte die K�uferin dazu verwendet, die Steuerbeh�rden zu t�uschen und einen k�nstlich erh�hten Betriebsaufwand auszuweisen. Das Bundesgericht hat den Lieferantenrechnungen Urkundencharakter zugesprochen. Ein �hnlicher Sachverhalt lag auch BGE 111 Ib 242 zugrunde. Da es dort jedoch an der unmittelbaren oder mittelbaren Kapitalr�ckf�hrung an die steuerpflichtige Firma fehlte, verneinte das Bundesgericht das Vorliegen eines Abgabebetruges (vgl. BGE 111 Ib 242 E. 5b S. 249 f.).
Keine arglistige T�uschung liegt nach der bundesgerichtlichen Praxis hingegen in der blossen Einreichung von falschen bzw. unvollst�ndigen Steuerdeklarationen, die den Urkundenbegriff nicht erf�llen. Die Urkundenqualit�t der in BGE 125 II 250 beurteilten "Einnahmen-�berschussrechnungen" wurde mangels Buchf�hrungspflicht der Steuerpflichtigen verneint (vgl. BGE 125 II 250 E. 4d S. 256 f., E. 5c S. 258).
3.6 Internationale Rechtshilfe zur Verfolgung eines mutmasslichen Fiskalbetruges setzt voraus, dass sich aus der Sachverhaltsdarstellung des Ersuchens hinreichende Verdachtsmomente f�r den untersuchten Betrugsvorwurf ergeben (vgl. Art. 14 Ziff. 2 EUeR). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes d�rfen keine strafprozessualen Untersuchungshandlungen zur Auffindung von Belastungsmaterial zwecks nachtr�glicher Begr�ndung eines Tatverdachtes durchgef�hrt werden. Eine hinreichend pr�zise Umschreibung der Verdachtsgr�nde soll m�glichen Missbr�uchen vorbeugen. Namentlich ist zu verhindern, dass sich die ersuchende Beh�rde unter dem Deckmantel eines von ihr lediglich behaupteten gemeinrechtlichen oder fiskalischen Betruges Beweise verschafft, die zur Ahndung nicht rechtshilfef�higer Fiskaldelikte dienen sollen (BGE 125 II 250 E. 5b S. 257 mit Hinweisen). Liegt dem Rechtshilfeersuchen der Verdacht zugrunde, die Angeschuldigten h�tten sich des Abgabebetruges schuldig gemacht, so haben sich die schweizerischen Beh�rden beim Entscheid �ber die Frage, ob die T�uschung, welche den Angeschuldigten vorgeworfen wird, arglistig sei, an die Sachdarstellung des Ersuchens zu halten, soweit dieses nicht offensichtliche Fehler, L�cken oder Widerspr�che enth�lt. Der Rechtshilferichter hat sich grunds�tzlich nicht dar�ber auszusprechen, ob die darin angef�hrten Tatsachen zutreffen oder nicht. Hinreichende Verdachtsgr�nde gen�gen, an die im Falle von Abgabebetrug allerdings ein relativ strenger Massstab anzulegen ist (vgl. BGE 125 II 250 E. 5b S. 257; 115 Ib 68 E. 3b/bb S. 78, je mit Hinweisen; Peter Popp, Grundz�ge der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen, Basel 2001, Rz. 181, 242; Kurt Seelmann, Die schweizerische Rechtshilfe in Strafsachen und der Abgabebetrug, NJW 51 [1998] 732 ff., S. 733 f.).
3.7 Der Grundsatz der beidseitigen Strafbarkeit verlangt nicht, dass die Fiskalgesetzgebungen des ersuchenden und des ersuchten Staates identisch w�ren (vgl. BGE 128 II 355 E. 2.7 S. 363; 125 II 250 E. 3b S. 253; 124 II 184 E. 4b/cc S. 188, je mit Hinweisen). Ein Ersuchen darf nicht allein mit der Begr�ndung abgelehnt werden, dass das schweizerische Recht nicht dieselbe Art von Abgaben oder keine Fiskalbestimmungen derselben Art vorsieht (Art. 24 Abs. 2 IRSV). Unter dem Gesichtspunkt der beidseitigen Strafbarkeit ist bei Ersuchen wegen mutmasslichen Abgabebetruges namentlich zu pr�fen, ob ausreichende Anhaltspunkte f�r das Tatbestandsmerkmal der arglistigen T�uschung vorliegen (vgl. BGE 122 II 422 E. 3a/cc S. 429).
3.8 �ber das oben Dargelegte hinaus ist es nicht Aufgabe der Rechtshilfebeh�rde, abschliessend zu beurteilen, ob eine strafbare Handlung vorliegt und welche spezifischen (Fiskal-)Straftatbest�nde erf�llt sind. Diesbez�glich ist grunds�tzlich auch kein Beweisverfahren durchzuf�hren. Der Rechtshilferichter hat vielmehr zu pr�fen, ob sich gest�tzt auf das Ersuchen ausreichend konkrete Verdachtsgr�nde f�r den untersuchten Abgabebetrug ergeben. Das Bundesgericht ist dabei an die tats�chlichen Ausf�hrungen im Ersuchen samt Beilagen gebunden, soweit sie nicht durch offensichtliche Fehler, L�cken oder Widerspr�che sofort entkr�ftet werden (BGE 125 II 250 E. 5b S. 257; 122 II 134 E. 7b S. 137, 367 E. 2c S. 371; 120 Ib 251 E. 5c S. 255; 118 Ib 111 E. 5b S. 121 f.; 117 Ib 64 E. 5c S. 88, je mit Hinweisen).
Gem�ss dem Ersuchen und dessen Erg�nzungen und Beilagen seien die Angeschuldigten (private Beschwerdegegner 1-6) Erben des 1987 verstorbenen Firmengr�nders X.________ und damit Gesellschafter der Unternehmensgruppe Y.________. Diese entwickle und produziere Verpackungsmaschinen bzw. Kunststoffbeh�ltnisse f�r fl�ssige und pastenf�rmige Produkte, namentlich zur sterilen Bef�llung und Verpackung pharmazeutischer Pr�parate. Zum Konzern mit Hauptsitz in Deutschland geh�rten unter anderem die Firmen Y.________ KG, G.________ KG (Deutschland), O.________ GmbH & Co. KG, P.________ GmbH & Co. KG, G.________ GmbH & Co. und Y.________ GmbH. Der private Beschwerdegegner 2 habe sich als Gesch�ftsf�hrer der Fa. Y.________ GmbH bet�tigt.
4.1 Der Produktevertrieb f�r Europa (exklusive Deutschland), Afrika, Asien und Australien sei (per Alleinvertriebsvertrag) �ber die in Buchs/ AG (Schweiz) domizilierte Fa. G.________ AG (private Beschwerdegegnerin 7) erfolgt. Es best�nden Anhaltspunkte daf�r, dass die Angeschuldigten nicht nur (wie von ihnen behauptet) Eigent�mer von 20 % der Kapitalanteile an der Fa. G.________ AG und der Fa. I.________ AG (private Beschwerdegegnerin 9) gewesen seien. �ber schweizerische Treuh�nder bzw. �ber die dazwischengeschaltete Domizilgesellschaft L.________ AG (private Beschwerdegegnerin 11) h�tten sie auch die restlichen 80 % Aktien wirtschaftlich kontrolliert. Dabei sei auch zu ber�cksichtigen, dass der angeschuldigte private Beschwerdegegner 2 nicht nur Gesch�ftsf�hrer der Fa. Y.________ GmbH, sondern zugleich einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat der G.________ AG gewesen sei.
4.2 Diese Vorkehren h�tten zum Ziel gehabt, Gewinne der Unternehmensgruppe Y.________ der Besteuerung in Deutschland zu entziehen. Entgegen dem zwischen der Fa. Y.________ GmbH und der Beschwerdegegnerin 7 (seit 1964) bestehenden Alleinvertriebsvertrag (in der Fassung von August 1991) habe erstere der letzteren nicht nur (wie vereinbart) 15 % Rabatt auf die aus Deutschland gelieferten Verpackungsanlagen gew�hrt, sondern erheblich mehr. Laut Ersuchen habe die Fa. Y.________ GmbH sodann auf die (vertraglich vereinbarte) �berweisung von Anzahlungen verzichtet. Da die Beschwerdegegnerin 7 von ihren Kunden ihrerseits erhebliche Anzahlungen verlangt habe, sei sie in den Genuss betr�chtlicher Zinsgewinne gekommen. Dies habe es ihr erlaubt, der Fa. Q.________, einer amerikanischen Tochtergesellschaft der Fa. Y.________ GmbH, ab 1996 umfangreiche Darlehen zu gew�hren. Die an die Beschwerdegegnerin 7 bezahlten Darlehenszinsen seien von der Fa. Y.________ GmbH (als "Betriebsst�ttenverlust") gewinnmindernd deklariert worden. Ausserdem seien per 1. Januar 1999 die (angeblich in Fremdeigentum befindlichen) 80 % Aktienanteile der Beschwerdegegnerin 7 von der zum Y.________-Konzern geh�renden Fa. G.________ GmbH & Co. f�r CHF 3,2 Mio. (dem Wert des bilanzierten Eigenkapitals) gekauft worden, obwohl der tats�chliche Wert des hochrentablen Unternehmens ca. DEM 14 Mio. betragen habe. In analoger Weise seien die Anteile der Fa. I.________ AG (private Beschwerdegegnerin 9) an die ebenfalls konzernzugeh�rige Fa. O.________ GmbH & Co. KG ver�ussert worden.
4.3 �ber diese Vorkehren seien der Gewinn der deutschen Unternehmensgruppe k�nstlich geschm�lert und zwischen 1995 und 1999 Einkommenssteuern von ca. DEM 24,8 Mio. verk�rzt worden. Das "planm�ssige Zusammenwirken der Steuerpflichtigen" mit den beteiligten Treuh�ndern und Gesellschaften sei "f�r die Finanzbeh�rden nicht durchschaubar" gewesen, zumal zu deren "bewussten T�uschung ein ganzes L�gengeb�ude" errichtet worden sei.
4.4 Diese Sachverhaltsdarstellung entspricht den Anforderungen von Art. 14 Ziff. 2 EUeR. Wie sich aus den nachfolgenden Erw�gungen ergibt, erm�glicht sie insbesondere die Pr�fung, ob ausreichende Verdachtsgr�nde f�r das Vorliegen eines Fiskalbetruges gegeben sind.
Wie bereits dargelegt worden ist, liegt Abgabebetrug im Sinne von Art. 14 Abs. 2 VStrR vor, wenn der T�ter durch sein arglistiges Verhalten bewirkt, dass dem Gemeinwesen unrechtm�ssig und in einem erheblichen Betrag eine Abgabe, ein Beitrag oder eine andere Leistung vorenthalten oder dass es sonst am Verm�gen gesch�digt wird. Nach der Rechtsprechung (s. E. 3.2) ist das (abgaberechtliche) Tatbestandsmerkmal der Arglist namentlich erf�llt, wenn ein ganzes L�gengeb�ude errichtet wurde, welches - angesichts seiner Dichte bzw. Raffiniertheit - selbst f�r die fachlich spezialisierte Fiskalbeh�rde nur schwer durchschaubar ist.
5.1 In der Literatur wird teilweise die Ansicht vertreten, dass bereits die Steuerumgehung mittels Errichtung von "Sitzgesellschaften" (oder �hnlichen Vorkehren) unter gewissen Umst�nden als arglistig anzusehen sei (vgl. Paolo Bernasconi, Das schweizerische Bankgeheimnis und das neue Rechtshilfegesetz in Strafsachen, Schweizer Treuh�nder 57 [1983] 2 ff., S. 14 Fn. 29). Eine allzu extensive Interpretation des abgaberechtlichen Arglistbegriffes k�nnte allerdings Bedenken wecken. Steuereinsparungs- bzw. Steuervermeidungsstrategien, welche sich auf die Aussch�pfung legaler Instrumente des Gesellschafts- und Fiskalrechts beschr�nken (wie z.B. die blosse Errichtung von steuerprivilegierten Domizilgesellschaften), sind grunds�tzlich f�r sich alleine nicht als strafbare arglistige T�uschungsmethoden zu qualifizieren (vgl. Urs R. Behnisch, Das Steuerstrafrecht im Recht der direkten Bundessteuern, Diss. BE 1991, S. 222 f.; Bruno Eggimann, Domizilgesellschaften und Strafrechtshilfe bei Abgabebetrug, Schweizer Treuh�nder 60 [1986] 369 ff., S. 373; Lionel Frei, Zwei Jahre Strafrechtshilfe bei Abgabebetrug, Steuer-Revue 40 [1985] 183 ff., S. 190). Fragen der internationalen Doppelbesteuerung (bzw. der internationalen Harmonisierung des Gesellschafts- und Abgabenrechts) w�ren im Rahmen der einschl�gigen zwischenstaatlichen �bereinkommen zu kl�ren (vgl. z.B. Abkommen zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland vom 11. August 1971 zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm�gen [SR 0.672.913.62]). Rechtshilfe ist hingegen bei Abgabebetrug zu gew�hren, n�mlich wenn t�uschende Vorkehren hinzutreten, die von der Fiskalbeh�rde - bei einer Gesamtw�rdigung der fraglichen Steuerumgehungsmethode - nur schwer durchschaut werden k�nnen.
5.2 Im vorliegenden Fall wird den Angeschuldigten nicht nur die Beteiligung an einer Domizilgesellschaft in der Schweiz zu Zwecken der Steuereinsparung bzw. Steuerumgehung vorgeworfen. Es kommen noch spezifische T�uschungselemente hinzu. Laut Ersuchen h�tten sich die Angeschuldigten (gem�ss Angaben gegen�ber den deutschen Beh�rden) nur zu 20 % am Kapital der privaten Beschwerdegegnerin 7 beteiligt. Es bestehe jedoch der Verdacht, dass sie verdeckt, �ber Treuh�nder bzw. �ber die dazwischengeschaltete Domizilgesellschaft L.________ AG (private Beschwerdegegnerin 11), auch die restlichen 80 % Anteile an der Beschwerdegegnerin 7 wirtschaftlich kontrolliert h�tten. �ber diverse Gesch�fte zwischen der vom Beschwerdegegner 2 geleiteten Fa. Y.________ GmbH und der Beschwerdegegnerin 7 (mit dem Beschwerdegegner 2 als einzelzeichnungsberechtigtem Verwaltungsrat) sei der in Deutschland zu versteuernde Gewinn der Y.________-Gruppe k�nstlich vermindert worden. So habe die Fa. Y.________ GmbH der privaten Beschwerdegegnerin 7 ohne erkennbaren wirtschaftlichen Grund (bzw. entgegen den Vereinbarungen im Alleinvertriebsvertrag) auf Lieferungen erheblich mehr Rabatt gew�hrt als die vereinbarten 15 %. Entsprechende Verg�nstigungen unter Dritten seien nicht branchen�blich. Sodann habe die Fa. Y.________ GmbH auf die (ebenfalls vertraglich vereinbarte) �berweisung von Anzahlungen ebenfalls ohne nachvollziehbaren Grund faktisch verzichtet. Da die Beschwerdegegnerin 7 von ihren Kunden ihrerseits erhebliche Anzahlungen verlangt habe, sei sie in den Genuss betr�chtlicher Zinsgewinne gekommen. Dies habe es ihr erlaubt, der Fa. Q.________, einer (99-prozentigen) amerikanischen Tochtergesellschaft der Fa. Y.________ GmbH, ab 1996 umfangreiche Darlehen zu gew�hren. Die an die Beschwerdegegnerin 7 bezahlten Darlehenszinsen seien von der Y.________ GmbH (als "Betriebsst�ttenverlust") gewinnmindernd deklariert worden. Schliesslich seien per 1. Januar 1999 die (angeblich in Fremdeigentum befindlichen) 80 % Aktienanteile der Beschwerdegegnerin 7 von der zur Y.________-Gruppe geh�renden Fa. G.________ GmbH & Co. f�r lediglich CHF 3,2 Mio. (dem Wert des bilanzierten Eigenkapitals) gekauft worden, obwohl der tats�chliche Wert des hochrentablen Unternehmens ca. DEM 14 Mio. betragen habe. Auf diese Weise seien der Gewinn der deutschen Unternehmensgruppe k�nstlich geschm�lert und zwischen 1995 und 1999 Einkommenssteuern von ca. DEM 24,8 Mio. verk�rzt worden. Die erstgenannten Vorg�nge h�tten der k�nstlichen Schm�lerung des Gewinnes gedient, die letztgenannte Operation der "steuerfreien" R�ckf�hrung der (kapitalisierten) Gewinne in die H�nde der Erbengruppe X.________.
5.3 Was die privaten Beschwerdegegner einwenden, begr�ndet keine offensichtlichen Fehler oder L�cken des Ersuchens, welche die genannten Verdachtsgr�nde sofort entkr�ften.
Zwar ist den Beschwerdegegnern darin zuzustimmen, dass im Ersuchen nirgends (ausdr�cklich) behauptet wird, die Angeschuldigten h�tten zum Zwecke der Steuerverk�rzung falsche Bilanzen oder andere Urkunden verwendet. Im Ersuchen wird die Arglist jedoch anders begr�ndet. Die Angeschuldigten h�tten zum Zwecke der "bewussten T�uschung ein ganzes L�gengeb�ude" errichtet, welches "f�r die Finanzbeh�rden nicht durchschaubar" gewesen sei. Wie aus den nachfolgenden Erw�gungen hervorgeht, kann die Frage offen bleiben, ob das inkriminierte Vorgehen auch zur steuerlichen Verwendung falscher Urkunden f�hrte.
Die privaten Beschwerdegegner 1-6 machen geltend, es werde ihnen keine Verk�rzung ihrer pers�nlich geschuldeten Steuern vorgeworfen. Zwar wird im Ersuchen dargelegt, dass zun�chst die Gewinne der Unternehmensgruppe Y.________ geschm�lert worden seien (namentlich durch �bertragung von der Y.________ GmbH an die Beschwerdegegnerin 7). Es wird jedoch ebenso ausgef�hrt, dass es sich bei den privaten Beschwerdegegnern 1-6 um die Gesellschafter und Miteigent�mer der Unternehmensgruppe handle und dass ihnen pers�nlich strafbare Steuerverk�rzung vorzuwerfen sei. Das Ersuchen schliesst somit auch Abkl�rungen zur pers�nlichen Steuerpflicht der privaten Beschwerdegegner 1-6 ein. Selbst bei anderer (engerer) Auslegung des Ersuchens w�re zumindest eine strafbare Beteiligung der Miteigent�mer an der Verk�rzung der Unternehmensgewinnsteuern Gegenstand der Strafuntersuchung.
Weiter wird geltend gemacht, der Verkauf der Beschwerdegegnerin 7 an die Y.________-Gruppe habe gar keine Steuerpflicht ausgel�st. Auch dieses Vorbringen ist unbehelflich. Den Angeschuldigten wird im Ersuchen nicht vorgeworfen, sie h�tten Steuern verk�rzt, die durch die �bertragung der Aktien der G.________ AG angefallen w�ren. Der Vorwurf geht vielmehr dahin, es sei der Gewinn der Y.________ GmbH k�nstlich geschm�lert und dem Fiskus entzogen worden (namentlich durch Nichtgeltendmachung von vertraglichen Anspr�chen gegen�ber der Beschwerdegegnerin 7). Durch den Verkauf der beg�nstigten Beschwerdegegnerin 7 an die Y.________-Gruppe deutlich unter Wert sei der entzogene Gewinn in kapitalisierter Form "steuerfrei" nach Deutschland zur�cktransferiert worden.
Einen Widerspruch sehen die Beschwerdegegner darin, dass im Ersuchen einerseits die Beschwerdegegnerin 7 als blosse "Domizilgesellschaft" bezeichnet, anderseits aber behauptet werde, die Gesellschaft sei hochprofitabel gewesen und deutlich unter Wert verkauft worden. Im Ersuchen wird nicht behauptet, bei der Beschwerdegegnerin 7 handle es sich um eine reine Domizilgesellschaft ohne eigenen Gesch�ftsbetrieb. Vielmehr wird dargelegt, die G.________ AG habe den Alleinvertrieb der Anlagen f�r die M�rkte Europa (exklusive Deutschland), Afrika, Asien und Australien inne gehabt. Dass die Beschwerdegegnerin 7 von der ersuchenden Beh�rde "als blosser Briefkasten" bezeichnet werde, findet in den Akten keine St�tze.
Zur Bestreitung �berm�ssiger Rabatte an die Beschwerdegegnerin 7 st�tzen sich die Beschwerdegegner u.a. auf OECD-Richtlinien zur Beurteilung grenz�berschreitender konzerninterner Lieferungen und Dienstleistungen. Im Ersuchen wird die un�bliche H�he der Rabatte nicht auf die Preisvergleichs-, Wiederkaufspreis- oder Kostenaufschlagsmethode gest�tzt, sondern auf den Umstand, dass die gew�hrten Rabatte von den im Alleinvertriebsvertrag vereinbarten und branchen�blichen Konditionen stark abwichen. Darin liegt kein offensichtlicher Mangel des Ersuchens.
Weiter wird vorgebracht, der (angebliche) Verzicht auf vertraglich vereinbarte Anzahlungen gegen�ber der Beschwerdegegnerin 7 habe sich gar nicht gewinnmindernd ausgewirkt, da Anzahlungen "Fremdkapital" darstellten und (nach dem "Realisationsprinzip") nicht als Ertrag zu verbuchen seien. Im Ersuchen wird nicht behauptet, dass Anzahlungen in der Buchhaltung der Fa. Y.________ GmbH selbstst�ndig als Ertrag zu verbuchen gewesen w�ren. Vielmehr wird dargelegt, dass das Entgegennehmen von Kunden-Anzahlungen durch die Beschwerdegegnerin 7 (Alleinvertriebsgesellschaft) bei gleichzeitigem Verzicht auf Anzahlungen durch die Fa. Y.________ GmbH (Lieferfirma) zu einem gewinnwirksamen Zinsertrag bei der Beschwerdegegnerin 7 gef�hrt habe. Die Vertriebsgesellschaft habe n�mlich jeweils Anzahlungen ihrer Kunden erhalten, bevor sie der Lieferfirma ihrerseits Anzahlungen bzw. den Kaufpreis zu entrichten hatte. Durch den Verzicht auf Anzahlungen sei der Fa. Y.________ GmbH eine analoge Zinsdifferenz entgangen. Inwiefern diese wirtschaftliche Betrachtungsweise im vorliegenden Zusammenhang offensichtlich falsch w�re, wird von den Beschwerdegegnern nicht dargelegt.
Weiter wird argumentiert, es fehle zum Vornherein an einem Motivationszusammenhang zwischen den angeblich arglistigen Vorkehren und der Steuerverk�rzung. Insbesondere habe die kapitalisierte Gewinnr�ckf�hrung erst nach der Veranlagung stattgefunden. Diese Vorbringen lassen die Tatbestandsm�ssigkeit nicht einfach dahinfallen. Den Angeschuldigten wird namentlich vorgeworfen, sie h�tten bei der Steuerveranlagung die wirtschaftliche Beherrschung der Beschwerdegegnerin 7 verheimlicht, d.h. �ber die tats�chliche Beteiligung am Kapital der G.________ AG falsche Angaben gemacht. Den Fiskalbeh�rden habe deshalb nicht auffallen k�nnen, dass die systematische "Gewinnverschiebung" zugunsten der Beschwerdegegnerin 7 und die anschliessende "steuerfreie" R�ckf�hrung der kapitalisierten Gewinne an die Angeschuldigten zu einer Steuerverk�rzung in erheblicher H�he f�hrten. Die Fiskalbeh�rden h�tten Steuerdeklarationen der Angeschuldigten akzeptiert, welche einen k�nstlich verminderten Gewinn der Unternehmensgruppe auswiesen. Der Hinweis, dass die Unternehmensgewinne buchf�hrungsrechtlich korrekt verbucht worden seien, schliesst eine T�uschung der Veranlagungsbeh�rde �ber die steuerrechtlich massgeblichen Faktoren ("Steuerbilanz") nicht aus (vgl. dazu Urs R. Behnisch, Verdeckte Gewinnaussch�ttungen und Steuerstrafrecht, Schweizer Treuh�nder 67 [1993] 379 ff.). Dass die R�ckf�hrung des kapitalisierten Gewinnes erst nach dieser T�uschung stattgefunden h�tte, l�sst den Tatbestand nicht zum Vornherein entfallen.
Soweit die Beschwerdegegner im �brigen die Sachdarstellung des Ersuchens detailliert bestreiten, aber keine offensichtlichen Fehler, L�cken oder Widerspr�che darlegen, welche die genannten Verdachtsgr�nde sofort entkr�ften, wird kein Rechtshilfehindernis begr�ndet. Unbehelflich ist namentlich der Einwand, die ersuchende Beh�rde habe keine Beweise f�r die geltend gemachten "Gewinnverschiebungen" vorgelegt (vgl. BGE 125 II 250 E. 5b S. 257; 122 II 134 E. 7b S. 137, 367 E. 2c S. 371; 120 Ib 251 E. 5c S. 255, je mit Hinweisen).
5.4 Den Angeschuldigten werden komplexe t�uschende Vorkehren zum Zwecke der Steuerverk�rzung (in der H�he von ca. DEM 24,8 Mio.) vorgeworfen. Bei objektiver W�rdigung s�mtlicher Umst�nde konnten diese Vorkehren auch von der Fiskalbeh�rde nur schwer durchschaut werden, weshalb sie als arglistig einzustufen sind (vgl. BGE 125 II 250 E. 3b S. 252, E. 5a S. 257; 115 Ib 68 E. 3a/bb S. 77, je mit Hinweisen; s. auch Bernasconi, a.a.O., S. 14; Lionel Frei, Die Rechtshilfe bei Abgabebetrug gem�ss Art. 3 Abs. 3 des neuen Rechtshilfegesetzes [IRSG], ASA 50 [1981/82] 337 ff., S. 343; Peter J. Michael, Der Steuer- und Abgabebetrug im schweizerischen Recht, Finanzwirtschaft und Finanzrecht Bd. 59, Diss. SG 1992, S. 124; Popp, a.a.O., Rz. 179; Max Widmer, Die internationale Rechtshilfe bei Abgabebetrug, ASA 51 [1983] 513 ff., S. 524). Im Sinne der dargelegten Lehre und Praxis fiele der inkriminierte Sachverhalt nach schweizerischem Recht somit unter den Tatbestand des Abgabebetruges (vgl. auch BGE 111 Ib 242 E. 5b S. 249). Im Gegensatz zum Sachverhalt, der in BGE 111 Ib 242 zu beurteilen war, wird den Angeschuldigten hier vorgeworfen, dass sie (�ber den Verkauf der privaten Beschwerdegegnerin 7 an die Y.________-Gruppe zum blossen Wert des bilanzierten Eigenkapitals) f�r den indirekten Kapitalr�ckfluss (bzw. f�r die "steuerfreie" Gewinnr�ckf�hrung in kapitalisierter Form) besorgt waren. Es kann dahingestellt bleiben, ob der Umstand, dass die inkriminierten Vorg�nge in den Gesch�ftsdokumenten, Bilanzen und Erfolgsrechnungen der beteiligten Gesellschaften Niederschlag fanden, f�r sich allein schon das Tatbestandsmerkmal der Arglist begr�nden w�rde.
Bei dieser Sachlage kann der Ansicht des aargauischen Obergerichtes und der privaten Beschwerdegegner nicht gefolgt werden, das Ersuchen diene der "Ahndung nicht rechtshilfef�higer Fiskaldelikte". Das Vorbringen, neben der Staatsanwaltschaft Stuttgart seien auch deutsche Steuerfahnder an der fiskalstrafrechtlichen Untersuchung beteiligt, l�sst das Ersuchen nicht als blosse fiskalische Beweisausforschung erscheinen. Ebenso wenig bildet der Umstand ein Rechtshilfehindernis, dass "im Betreff" des deutschen Ersuchens "nur von Steuerhinterziehung die Rede" sei. Wie dargelegt verlangt der Grundsatz der beidseitigen Strafbarkeit nicht, dass die Straf- bzw. Fiskalgesetzgebungen des ersuchenden und ersuchten Staates identisch w�ren. Rechtshilfe in Fiskalstrafsachen setzt lediglich voraus, dass der untersuchte Sachverhalt nach schweizerischem Recht unter den Tatbestand des Abgabebetruges fiele und auch nach deutschem Fiskalstrafrecht strafbar w�re (vgl. BGE 128 II 355 E. 2.7 S. 363; 125 II 250 E. 3b S. 253; 124 II 184 E. 4b/cc S. 188, je mit Hinweisen). Im Gegensatz zum schweizerischen Recht kann in Deutschland bereits Steuerhinterziehung strafrechtlich verfolgt werden (vgl. � 370 der deutschen Abgabeordnung). Der nach schweizerischem Recht als Abgabebetrug zu qualifizierende Sachverhalt w�re somit auch nach deutschem Recht strafbar.
Die privaten Beschwerdegegner machen sodann geltend, der Umfang der erhobenen Dokumente und Bankausk�nfte sei unverh�ltnism�ssig. Es bestehe kein ausreichender Sachzusammenhang zwischen den Rechtshilfemassnahmen und dem Gegenstand der Untersuchung. Ausserdem seien Untersuchungshandlungen erfolgt, die im Ersuchen gar nicht beantragt worden seien.
7.1 Gem�ss Art. 14 Ziff. 1 lit. b EUeR muss die ersuchende Beh�rde den Gegenstand und den Grund ihres Gesuches spezifizieren. Daraus leitet die Praxis ein Verbot der Beweisausforschung ab. Dieses richtet sich gegen Beweisaufnahmen "auf's Geratewohl". Es d�rfen keine strafprozessualen Untersuchungshandlungen zur Auffindung von Belastungsmaterial zwecks nachtr�glicher Begr�ndung eines Tatverdachtes (oder zur Verfolgung nicht rechtshilfef�higer Delikte) durchgef�hrt werden. Eine hinreichend pr�zise Umschreibung der Verdachtsgr�nde soll m�glichen Missbr�uchen vorbeugen. Bei Ersuchen um Beschlagnahme von Gesch�ftsunterlagen oder Kontenerhebungen sind nach der Praxis des Bundesgerichtes grunds�tzlich alle Aktenst�cke zu �bermitteln, welche sich auf den im Ersuchen dargelegten Verdacht beziehen k�nnen. Mithin muss eine ausreichende inhaltliche Konnexit�t zwischen dem untersuchten Sachverhalt und den fraglichen Dokumenten erstellt sein (BGE 122 II 367 E. 2c S. 371; 121 II 241 E. 3a S.242 f.; 112 Ib 462 E. 2b S. 463 f., je mit Hinweisen; vgl. Popp, a.a.O., Rz. 400 ff., 407). Bei der Frage, welche Rechtshilfemassnahmen sachlich geboten und zul�ssig erscheinen, ist ausserdem das Ersuchen sachgerecht zu interpretieren. Damit k�nnen namentlich unn�tige Prozessleerl�ufe (durch das Einreichen neuer konnexer Ersuchen) vermieden werden (vgl. BGE 121 II 241 E. 3a S. 243).
7.2 Es ist Aufgabe der ersuchten Rechtshilfebeh�rde, diejenigen Akten auszuscheiden, f�r die keine Rechtshilfe zul�ssig ist. Daher muss die ersuchte Beh�rde grunds�tzlich aufzeigen, dass zwischen den von der Rechtshilfe betroffenen Unterlagen und dem Gegenstand der Strafuntersuchung ein ausreichender Sachzusammenhang besteht (BGE 122 II 367 E. 2c S. 371). Im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde forscht das Bundesgericht jedoch nicht von sich aus nach Aktenst�cken, die im ausl�ndischen Verfahren (mit Sicherheit) nicht erheblich sein k�nnten. Es obliegt daher den privaten Beschwerdegegnern konkret darzulegen, welche einzelnen Aktenst�cke f�r die Strafuntersuchung offensichtlich entbehrlich seien, und diese Auffassung auch zu begr�nden. Dies gilt besonders bei komplexen Untersuchungen mit zahlreichen Akten (BGE 122 II 367 E. 2d S. 372).
7.3 Der sachliche Bezug der gew�nschten Gesch�fts- und Bankunterlagen zum Gegenstand der Strafuntersuchung wird in den Beilagen zum Ersuchen detailliert genannt. Im Beschluss des Amtsgerichtes Stuttgart (Beilage 1 zum Ersuchen, Seite 2) wird insbesondere konkretisiert, welche Gesch�ftsunterlagen der im Ersuchen genannten Gesellschaften und Treuh�nder einschl�gige "Verbindungen zu den konzernzugeh�rigen Firmen der Y.________-Gruppe aufweisen". Die fraglichen Dokumente werden ausf�hrlich aufgelistet.
7.4 Die privaten Beschwerdegegner 7-12 machen geltend, es sei ihnen "nicht zumutbar", "detailliert und ausf�hrlich darzulegen", welche einzelnen Aktenst�cke f�r die Strafuntersuchung offensichtlich entbehrlich seien. In ihrer Beschwerdeschrift an das Obergericht seien sie ihrer Substanziierungsobliegenheit "im Rahmen des Zumutbaren" nachgekommen. In der genannten Eingabe im kantonalen Verfahren (S. 37-43, Ziff. 103 ff.) wurde auf einzelne Aktenbestandteile Bezug genommen und deren Relevanz bestritten. Allerdings beschr�nkt sich die Bestreitung auf die blosse Auflistung des Aktenverzeichnisses gem�ss Schlussverf�gung und die Behauptung der mangelnden Relevanz. Bei diversen Sammeldossiers wird weder deren Inhalt genannt noch dargelegt, weshalb dieser als zum vornherein unerheblich anzusehen sei. Vielmehr wird lediglich festgestellt, die Bezeichnung der Akten in der Schlussverf�gung lasse keine R�ckschl�sse auf deren Inhalt zu.
Der blosse Umstand, dass die Beschwerdegegner vom jeweiligen Inhalt der Akten keine Kenntnis genommen h�tten, stellt kein Rechtshilfehindernis dar. F�r Dossiers und Aktenst�cke, die offensichtlich einen konkreten Bezug zum untersuchten Sachverhalt aufweisen, gen�gen pauschale Bestreitungen nicht, um die Unzul�ssigkeit der Rechtshilfe zu begr�nden. Dies gilt namentlich f�r Verwaltungsratsdossiers der Beschwerdegegnerin 7 (an denen der Beschwerdegegner 2 beteiligt war), f�r Gesch�ftskorrespondenz zwischen den Beschwerdegegnern und jenen Treuh�ndern, �ber die laut Ersuchen eine wirtschaftliche Kontrolle der Beschwerdegegnerin 7 erfolgt sei, oder f�r Gesch�ftsunterlagen der Beschwerdegegnerin 7 �ber Kundenanzahlungen. Die pauschalen Bestreitungen der Beschwerdegegner lassen die fraglichen Aktenst�cke nicht als zum Vornherein unerheblich erscheinen. Es ist auch nicht die Aufgabe des Bundesgerichtes, in den umfangreichen Akten (ca. 100 Ordner) von sich aus nach entsprechenden Dokumenten zu suchen.
Das Vorbringen, nach der Beschlagnahme seien keine Dokumente als unerheblich ausgeschieden worden, l�sst die Rechtshilfemassnahme nicht als unverh�ltnism�ssig erscheinen, zumal schon bei der Beschlagnahmung (unter Beizug sachverst�ndiger deutscher Ermittlungsbeamter) eine grobe Ausscheidung der gesuchten Dokumente vorgenommen wurde und diese im Ersuchen detailliert beschrieben werden. Im �brigen sind grunds�tzlich alle Aktenst�cke zu �bermitteln, welche sich auf den im Ersuchen dargelegten Verdacht beziehen k�nnen bzw. nicht offensichtlich irrelevant erscheinen (vgl. BGE 122 II 367 E. 2c S. 371; 121 II 241 E. 3a S. 242 f.; 112 Ib 462 E. 2b S. 463 f.).
7.5 Auch die privaten Beschwerdegegner 1-6 machen geltend, sie h�tten sich im kantonalen Beschwerdeverfahren zu den Positionen "des vom Bezirksamt Aarau zu verantwortenden Verzeichnisses ge�ussert". Zwar werfen sie dem BJ eine "ungen�gend substanziierte" Stellungnahme vor. Das BJ h�tte ihrer Auffassung nach "allen Anlass dazu gehabt", darzulegen, inwiefern z.B. "das rote Dossier 'F.________ Ltd.'" der Aufkl�rung des Sachverhaltes dienen k�nnte. Die Beschwerdegegner legen jedoch selber nicht dar, was das fragliche Dossier enth�lt und weshalb die betreffenden Dokumente offensichtlich irrelevant w�ren. Analoges gilt f�r das von den Beschwerdegegnern erw�hnte "erste" in der Schlussverf�gung "aufgelistete Aktenst�ck". Mit diesen Vorbringen bestreiten auch die Beschwerdegegner 1-6 lediglich pauschal die Erheblichkeit der in der Schlussverf�gung aufgelisteten Dokumente, ohne inhaltlich darauf einzugehen. Wie bereits dargelegt, begr�ndet dies im vorliegenden Fall kein Rechtshilfehindernis.
7.6 Die privaten Beschwerdegegner beanstanden weiter, dass der Beschwerdegegner 10 polizeilich einvernommen worden sei, obwohl dies im Ersuchen gar nicht beantragt werde. Das Analoge gelte f�r die Durchsuchung eines Bankschliessfaches der Beschwerdegegnerin 1. Diesbez�glich habe es zudem an einem schriftlichen Durchsuchungsbefehl gemangelt.
Dass der Beschwerdegegner 10 anl�sslich der Hausdurchsuchung und Beschlagnahme (als betroffener Inhaber einer Treuhandfirma) zu Protokoll befragt wurde, stellt keine unzul�ssige oder unverh�ltnism�ssige Ausdehnung der Rechtshilfe dar. Die Befragung diente der ordnungsgem�ssen Durchf�hrung der beantragten Hausdurchsuchung und Beschlagnahme sowie der Wahrnehmung des rechtlichen Geh�rs des Betroffenen. Dieser hat nach den anwendbaren kantonalen Prozessvorschriften das Recht, sich zur Zwangsmassnahme zu �ussern und insbesondere Geheimhaltungsinteressen geltend zu machen. Dass der Betroffene zum Gegenstand der Durchsuchung sachdienlich befragt wurde und freiwillig (ohne von einem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen) Ausk�nfte erteilte, die polizeilich protokolliert wurden, ist nicht zu beanstanden.
Aus den Beilagen zum Ersuchen geht sodann hervor, dass u.a. beantragt wurde, die Wohn- und Nebenr�ume der Eigentumswohnung der Beschwerdegegnerin 1 in Vella/GR nach sachdienlichen Unterlagen zu durchsuchen. Wie sich aus den Vollzugsakten ergibt, wurde dabei der Schl�ssel zu einem Bankschliessfach gefunden, worauf dieses Schliessfach durchsucht und darin befindliche Dokumente sichergestellt wurden. Auch dies stellt keine unzul�ssige Ausdehnung der Rechtshilfe dar. Vielmehr beruht die Untersuchungshandlung auf einer sachgerechten Auslegung des Ersuchens mit dem Ziel, unn�tige Verfahrensleerl�ufe (im Hinblick auf erg�nzende Ersuchen) zu vermeiden (vgl. BGE 121 II 241 E. 3a S. 243). Aktenwidrig ist das Vorbringen, f�r die Hausdurchsuchung in Vella/GR habe "kein schriftlicher Hausdurchsuchungsbefehl" vorgelegen. Dieser erstreckt sich auf "alle" von der Beschwerdegegnerin 1 "benutzten R�umlichkeiten".
Die privaten Beschwerdegegner bringen weiter vor, deutsche Beamte h�tten unzul�ssigerweise an den Untersuchungshandlungen mitgewirkt. Die dabei gewonnenen Informationen d�rften daher nicht verwertet und nicht an die ersuchende Beh�rde weitergeleitet werden. Gem�ss Hausdurchsuchungsprotokollen sei anl�sslich der Hausdurchsuchung bei der Beschwerdegegnerin 1 (in Vella/GR) die Steuerinspektorin Kerstin Weiss anwesend gewesen, anl�sslich der Hausdurchsuchung bei der Beschwerdegegnerin 7 die Amtsr�te Guido Steck und Siegfried Timm. Als Betriebspr�fer der Oberfinanzdirektion Stuttgart h�tten beide Amtsr�te nicht zugelassen werden d�rfen. Das gleiche gelte f�r Steuerinspektor J�rgen Mack, der vermutlich an der Hausdurchsuchung bei der Beschwerdegegnerin 8 teilgenommen habe. Die Anwesenheit von Amtsrat Guido Steck sei ausserdem "weder beantragt noch bewilligt worden". Die Dienstfunktion von Amtsrat Hans Gassner sei vom Bezirksamt Aarau nicht abgekl�rt worden. Da die deutschen Beamten "untereinander und/oder mit den in Deutschland aktiven Kollegen bzw. Vorgesetzten telefonischen Kontakt" gehabt h�tten, seien "vermutlich bereits w�hrend den Durchsuchungen, also vor dem Ergehen einer rechtskr�ftigen Schlussverf�gung, wesentliche Informationen an den ersuchenden Staat weitergegeben" worden. "Angesichts der nicht erforderlichen aber erheblichen Teilnahme ausl�ndischer Beamter" sei "davon auszugehen, dass den ausl�ndischen Beamten Unterlagen zur Durchsicht �bergeben wurden". "Allenfalls" sei ihnen "sogar erlaubt worden, schriftlich oder fernm�ndlich Notizen zu machen". Nur dadurch sei zu erkl�ren, dass "am 13. M�rz 2002, also am Tag der Durchsuchungen in der Schweiz", ein weiteres Begehren um Hausdurchsuchung bei der Beschwerdegegnerin 12 gestellt worden sei.
8.1 Im angefochtenen Entscheid des Obergerichtes wurde erwogen, dass der Beizug deutscher Ermittlungsbeamter bei Rechtshilfemassnahmen zwar grunds�tzlich nicht ausgeschlossen sei. Im vorliegenden Fall habe das Ersuchen jedoch "eine ganze Reihe von Beamten genannt, ohne dass deren Bezug zum Strafuntersuchungsverfahren konkretisiert und die gesetzliche Grundlage genannt" worden w�re. Das Ersuchen erscheine insofern "als ungen�gend begr�ndet", weshalb, "keine generelle Teilnahmebewilligung" h�tte "ergehen d�rfen". In der Beschwerdeschrift vertritt das BJ die Auffassung, die Mitwirkung der deutschen Steuerfahnder sei bundesrechtskonform erfolgt. "Selbst wenn" dabei "Informationen aus dem Geheimbereich vorzeitig an die Staatsanwaltschaft Stuttgart �bermittelt worden w�ren, w�rde dies" nach Ansicht des BJ "nicht zur Verweigerung der beantragten Rechtshilfe f�hren".
8.2 Personen, die am ausl�ndischen Verfahren beteiligt sind, kann die Anwesenheit bei Rechtshilfehandlungen sowie die Akteneinsicht gestattet werden, wenn der ersuchende Staat es gest�tzt auf seine Rechtsordnung verlangt oder wenn dadurch die Ausf�hrung des Ersuchens oder die Strafverfolgung im Ausland erheblich erleichtert werden kann (Art.65a Abs. 1-2 IRSG). Art. 4 Satz 2 EUeR bestimmt, dass die beteiligten Beh�rden und Personen bei der Erledigung des Ersuchens vertreten sein k�nnen, wenn der ersuchte Staat zustimmt. Gem�ss Art.III des Zusatzvertrages zwischen Deutschland und der Schweiz zum EUeR vom 13. November 1969 (SR 0.351.913.61) wird die Anwesenheit von Prozessbeteiligten bei der Vornahme von Rechtshilfehandlungen im ersuchten Staat gestattet, auch wenn dessen Recht die Anwesenheit von Prozessbeteiligten bei Untersuchungshandlungen nicht vorsieht, dies aber nach den innerstaatlichen Vorschriften des ersuchenden Staates zul�ssig ist.
Die Anwesenheit ausl�ndischer Beamter darf indessen nicht zur Folge haben, dass ihnen Tatsachen aus dem Geheimbereich zug�nglich gemacht werden, bevor die zust�ndige Beh�rde �ber Gew�hrung und Umfang der Rechtshilfe entschieden hat (Art. 65a Abs. 3 IRSG). Die ausf�hrende Beh�rde hat daher geeignete Massnahmen zu treffen, um sicherzustellen, dass den bei Rechtshilfehandlungen zugelassenen ausl�ndischen Beamten keine Tatsachen aus dem Geheimbereich zug�nglich gemacht werden, bevor der Richter �ber die Zul�ssigkeit und den Umfang der Rechtshilfe rechtskr�ftig entschieden hat (vgl. BGE 128 II 211 E. 2.1 S. 215 f.).
Nach der Praxis des Bundesgerichtes ist namentlich daf�r zu sorgen, dass die ausl�ndischen Beamten keine Aufzeichnungen �ber die Ergebnisse der Zwangsmassnahmen oder allf�lliger Befragungen t�tigen und dass ihnen vor Rechtskraft des Rechtshilfeentscheides keine Kopien der beschlagnahmten Akten herausgegeben werden. Ausl�ndische Beamte sind grunds�tzlich nur unter dem Vorbehalt zuzulassen, dass sie allf�llige Erkenntnisse, die sie durch ihre Teilnahme an den Untersuchungshandlungen gewonnen haben, bis zum Vorliegen einer rechtskr�ftigen Schlussverf�gung im deutschen Strafverfahren nicht verwenden d�rfen.
Der Beizug von Ermittlungsfachleuten des ersuchenden Staates soll der vollziehenden Beh�rde die Sichtung des Aktenmaterials und eine erste Ausscheidung nicht relevanter Dokumente erleichtern. Dies kann sich insbesondere bei komplexen Untersuchungen mit umfangreichen Akten (wie im vorliegenden Fall) als sachlich geboten aufdr�ngen. Dabei soll den ausl�ndischen Fahndern erm�glicht werden, den ausf�hrenden schweizerischen Organen, welche mit dem zu untersuchenden Sachverhalt nicht im Detail vertraut sind, f�r den Vollzug der Hausdurchsuchung und Beschlagnahme sachdienliche Ausk�nfte zu erteilen und n�tigenfalls Fragen zu beantworten. Im �brigen hat der von der Hausdurchsuchung Betroffene das Recht, allf�llige Geheimhaltungsinteressen geltend zu machen und n�tigenfalls eine Versiegelung der fraglichen Dokumente zu verlangen.
8.3 Im Ersuchen vom 26. November 2001 wurde um die Zulassung deutscher Steuerfahnder ersucht. Es werde beabsichtigt, Amtsrat Siegfried Timm von der Oberfinanzdirektion Stuttgart (zur Hausdurchsuchung bei der Beschwerdegegnerin 7 in Buchs) sowie Steuerinspektorin Kerstin Weiss vom Finanzamt Heilbronn (zur Hausdurchsuchung bei der Beschwerdegegnerin 1 in Vella) zu entsenden. Erg�nzend bzw. bei terminlichen Schwierigkeiten k�nnten auch die Amtsr�te Rudolf Blass und Werner Hagner vom Finanzamt Heilbronn bzw. Werner Kurz vom Finanzamt �hringen mitwirken. Die Leitung der Ermittlungen habe Staatsanwalt Buchele von der Staatsanwaltschaft Stuttgart inne. In den erg�nzenden Ersuchen vom 4. und 22. Februar 2002 wurde zus�tzlich um Zulassung von Staatsanwalt Michael Neef von der Staatsanwaltschaft Stuttgart (zur Hausdurchsuchung bei der Beschwerdegegnerin 7 und beim Beschwerdegegner 10), von Amtsrat Guido Steck (zur Hausdurchsuchung bei der Beschwerdegegnerin 9), von Steuerinspektor J�rgen Mack (zur Hausdurchsuchung bei der Beschwerdegegnerin 8), von Amtsrat Hans Gassner (zur Hausdurchsuchung bei der Beschwerdegegnerin 11) und von Amtsrat Thomas Schubert (f�r die Durchsuchung eines Treuhandb�ros in Zug) ersucht.
8.4 Die Auffassung der Beschwerdegegner, es d�rften nur ausl�ndische Beamte zugelassen werden, die in den Ersuchen (bzw. im ersten Ersuchen) abschliessend aufgez�hlt wurden, und es sei der ersuchenden Beh�rde nicht erlaubt, Ersatzleute oder Stellvertreter nachzumelden, findet in Art. 65a IRSG und im Zusatzvertrag mit Deutschland zum EUeR keine St�tze. Ebenso wenig kann der Ansicht gefolgt werden, es d�rfe in Fiskalstrafsachen ausschliesslich Angeh�rigen "der Steuerfahndungsstelle des zust�ndigen Finanzamtes" (aber keinen Betriebspr�fern der zust�ndigen Oberfinanzdirektion) die Anwesenheit erlaubt werden. Wenn Art. 65a IRSG die Zulassung von Personen erlaubt, die "am ausl�ndischen Verfahren beteiligt" sind, wird damit die Zulassung von Bundesrechts wegen nicht auf Steuerfahnder im engeren Sinne beschr�nkt. Das Vorbringen, es seien Zust�ndigkeitsvorschriften des deutschen Verfahrensrechtes verletzt worden, l�sst die Bewilligung der Rechtshilfe nicht als bundes- oder staatsvertragswidrig erscheinen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegner hat die ersuchte (schweizerische) Beh�rde auch nicht (gest�tzt auf Art. III des Zusatzvertrages mit Deutschland) zu pr�fen, ob die beantragte Anwesenheit deutscher Beamter mit dem deutschen Verfahrensrecht vereinbar sei. Vielmehr d�rfen die schweizerischen Beh�rden davon ausgehen, dass die ersuchende Beh�rde die Zul�ssigkeit ihrer Antr�ge nach eigenem (deutschem) Recht pr�ft. Ein Rechtshilfehindernis ist in diesem Zusammenhang nicht ersichtlich.
8.5 Es lassen sich den vorliegenden Akten auch keine Anhaltspunkte daf�r entnehmen, dass den bei den Hausdurchsuchungen und Aktenkonfiskationen anwesenden deutschen Steuerfahndern unzul�ssigerweise Einsicht in die beschlagnahmten Dokumente gegeben worden w�re bzw. dass die Fahnder unzul�ssige Aufzeichnungen gemacht oder verfr�ht Kopien der sichergestellten Dokumente erhalten h�tten. Die gegenteilige Behauptung der Beschwerdegegner beruht auf reinen Vermutungen. Das Vorbringen, die deutschen Steuerfahnder h�tten telefoniert, l�sst keine Schlussfolgerung zu, es seien ihnen unzul�ssigerweise Tatsachen aus dem Geheimbereich zug�nglich gemacht worden. Analoges gilt f�r das Vorbringen, "am 13. M�rz 2002, also am Tag der Durchsuchungen in der Schweiz," sei ein weiteres Begehren um Hausdurchsuchung bei der Beschwerdegegnerin 12 gestellt worden. Die Beschwerdegegner behaupten denn auch nicht, das fragliche erg�nzende Ersuchen st�tze sich inhaltlich auf Informationen aus dem Geheimbereich. Ebenso wenig erl�utern sie, welche gesch�tzten Geheimnisse ihrer Ansicht nach tangiert worden w�ren bzw. in welche geheimen Dokumente die deutschen Beamten unerlaubterweise Einsicht erhalten h�tten. Im �brigen haben die Vertreter der von den Beschlagnahmungen betroffenen Beschwerdegegnerinnen 7, 11 und 12 die Siegelung der sichergestellten Dokumente verlangt. Ein Rechtshilfehindernis ist auch in diesem Zusammenhang nicht dargetan.
9.1 Die Beschwerdegegner 1-6 machen geltend, das Bezirksamt Aarau habe ihnen das rechtliche Geh�r verweigert. Zwar h�tten sie (bzw. die Beschwerdegegnerin 1 pers�nlich) "einen Tag lang" Gelegenheit zur Akteneinsicht gehabt. Die Akten (ca. 100 Bundesordner in 16 Kisten) seien jedoch ausserordentlich umfangreich und "ungen�gend durch Aktenverzeichnisse erschlossen".
Es l�sst sich den Verfahrensakten nicht entnehmen, dass den Beschwerdegegnern 1-6 im massgeblichen Zeitraum zum Vornherein verweigert worden w�re, l�nger als nur einen Tag Akteneinsicht zu nehmen. Die Sachdarstellung der Beschwerdegegner 1-6 ist im �brigen offensichtlich unvollst�ndig. Wie sich aus den Verfahrensakten ergibt, hat der Rechtsvertreter der Beschwerdegegner 7-12 dem Bezirksamt Aarau am 4. April 2002 schriftlich mitgeteilt, dass er "vorderhand" auch die Beschwerdegegnerin 1 vertrete. Gleichzeitig legte der Rechtsvertreter eine Prozessvollmacht der Beschwerdegegnerin 1 bei. Die vom Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 1 mit Gesuchen vom 18. M�rz, 4. April, 24. April, 7. Mai, 15. Mai und 5. Juni 2002 verlangte Akteneinsicht (�bersendung von Aktenkopien sowie direkte Einsicht) wurde ihm am 25./26. M�rz, 8. April, 24. Mai, 27. Mai und 13. Juni 2002 gew�hrt. Bei der unbeschr�nkten Akteneinsicht vom 24. Mai 2002 waren neben der Beschwerdegegnerin 1 und ihrem Anwalt auch der Beschwerdegegner 2 (sowie Vertreter der Beschwerdegegnerinnen 7 und 12) anwesend. Am 22. Mai 2002 nahm die Beschwerdegegnerin 4 selbstst�ndig Akteneinsicht. Am 12. Juli 2002 wurden den Beschwerdegegnern 1-6 (auf deren Gesuch vom 11. Juli 2002 hin) weitere Unterlagen in Kopie zugestellt. Die Beschwerdegegner hatten in den anschliessenden Beschwerdeverfahren vor Obergericht und Bundesgericht sodann Gelegenheit, sich um weitere Akteneinsicht zu bem�hen. Bei dieser Sachlage ist keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs ersichtlich.
9.2 Die privaten Beschwerdegegner 7-12 machen geltend, das Bezirksamt Aarau habe die Schlussverf�gung nicht ausreichend begr�ndet.
Wie sich aus den Akten ergibt, haben die Beschwerdegegner 7-12 die Schlussverf�gung am 26. Juli 2002 beim Obergericht angefochten. In ihrer 47 Seiten umfassenden Beschwerdeschrift haben sie ausf�hrlich dargelegt, was ihrer Ansicht nach in rechtlicher und tats�chlicher Hinsicht gegen die Bewilligung der Rechtshilfe spricht. Die Beschwerdegegner konnten schon im kantonalen Verfahren alle Gesichtspunkte ausf�hrlich darlegen, die auch Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden. Auch im Verfahren vor Bundesgericht haben die Beschwerdegegner 7-12 in zwei umfangreichen Eingaben zu allen relevanten Fragen ausf�hrlich Stellung nehmen k�nnen. Bei dieser Sachlage ist nicht ersichtlich und wird von den Beschwerdegegnern auch nicht konkret dargelegt, inwiefern die Begr�ndung der Schlussverf�gung es ihnen geradezu verunm�glicht h�tte, ihre Rechte auf dem Beschwerdeweg wirksam wahrzunehmen. Die beanstandete Begr�ndung gen�gt den verfassungsrechtlichen Minimalanforderungen an einen Verwaltungsentscheid.
Die privaten Beschwerdegegner beantragen (subeventualiter), die Rechtshilfe sei h�chstens unter Spezialit�tsvorbehalt zu bewilligen. Dieser Punkt ist gar nicht streitig. Wie das BJ in seiner Beschwerdeschrift (Seite 9 Ziff. 5.6) ausdr�cklich best�tigt, werde ein ausdr�cklicher Spezialit�tsvorbehalt praxisgem�ss sp�testens vor dem Vollzug der bewilligten Rechtshilfe angebracht. Dass nicht schon die Schlussverf�gung des Bezirksamtes Aarau einen solchen Vorbehalt enthielt, stellt kein Rechtshilfehindernis dar. Der Auffassung der Beschwerdegegner, ein in der Vollzugskorrespondenz angebrachter Spezialit�tsvorbehalt habe im Rechtshilfeverkehr zwischen den zust�ndigen Beh�rden keine rechtliche Verbindlichkeit, kann grunds�tzlich nicht gefolgt werden. Im Interesse der Klarheit und Einfachheit ist das Bezirksamt jedoch anzuweisen, einen ausdr�cklichen Spezialit�tsvorbehalt bereits in die Schlussverf�gung aufzunehmen.
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben ist. Die Rechtshilfe wird im Sinne der obigen Erw�gungen und im Rahmen der Schlussverf�gung des Bezirksamtes Aarau bewilligt.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend, sind die Gerichtskosten den privaten Beschwerdegegnern aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG).
Die Rechtshilfe wird im Rahmen der Schlussverf�gung des Bezirksamtes Aarau vom 25. Juni 2002 bewilligt. Das Bezirksamt wird angewiesen, die Schlussverf�gung mit einem Spezialit�tsvorbehalt zu versehen.
Zur neuen Festlegung der Gerichts- und Parteikosten des kantonalen Rekursverfahrens wird die Streitsache an das Obergericht des Kantons Aargau zur�ckgewiesen.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 8'000.-- f�r das Verfahren vor Bundesgericht wird den privaten Beschwerdegegnern auferlegt.