Source: https://quito.diplo.de/ec-de/service/-/1692880
Timestamp: 2019-02-21 15:57:41
Document Index: 44076611

Matched Legal Cases: ['§ 45', '§ 36', '§ 34', '§45', '§ 36', '§45', '§ 36', '§ 36']

Nachbeurkundung Sterbefall
Personenstandsrelevante Ereignisse im Ausland wie Geburten können bei Beteiligung deutscher Staatsangehöriger auch von einem deutschen Standesamt beurkundet werden.
Deutsche Personenstandsurkunden haben im Vergleich zu ausländischen den Vorteil, dass sie gegenüber deutschen Stellen Beweiskraft haben. Aus diesem Grund sollten deutsche Staatsangehörige die Ausstellung einer deutschen Geburtsurkunde für im Ausland geborene Kinder in Erwägung ziehen.
Besondere Bedeutung hat die Nachbeurkundung einer Auslandsgeburt bei der Erstbeantragung eines deutschen Reisepasses. Vor der erstmaligen Ausstellung deutscher Ausweisdokumente müssen für Kinder, die nach dem 01.09.1986 im Ausland geboren wurden, zuerst die Geburtsnamen festgelegt werden. Die Kindeseltern haben dafür die Möglichkeit bei einem deutschen Standesamt entweder eine Erklärung zur Namensführung abzugeben oder alternativ die Auslandsgeburt nachbeurkunden zu lassen. Bei einer Erklärung zur Namensführung können Bescheinigungen über die Namensführung angefordert werden. Die Nachbeurkundung der Geburt hat den Vorteil, dass im Rahmen dieses Antrags nicht nur die Namensführung festgelegt wird, sondern außerdem eine standesamtliche Registrierung der Geburt des Kindes stattfindet und auf Antrag deutsche Geburtsurkunden ausgestellt werden können. Ausnahmen von dieser Regelung sind Kinder die durch eine Gesetzesautomatik bereits von Geburt an einen Geburtsnamen für den deutschen Rechtsbereich führen. Dies ist z. B. der Fall bei Kindern, deren Eltern bei der Beurkundung der Heirat in Deutschland einen Familiennamen festgelegt haben oder deren Mutter zum Zeitpunkt der Geburt ledig und allein sorgeberechtigt war. In diesen Fällen ist ein Antrag freiwillig.
Die Dokumente werden über die Botschaft eingereicht und dem zuständigen Standesamt übermittelt. Das zuständige Standesamt ergibt sich anhand des Wohnortes des deutschen Staatsangehörigen. Bei Personen, die einen aktuellen oder früheren Wohnsitz in der Bundespublik Deutschland haben ist das Standesamt des (letzten) inländischen Wohnortes zuständig, ansonsten liegt die Zuständigkeit beim Standesamt I in Berlin. In diesen Fällen ist es ratsam, sich vorab mit dem deutschen Standesamt in Verbindung zu setzen, um zu erfahren welche Dokumente tatsächlich notwendig sind.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den entsprechenden Zuständigkeitsregelungen:
https://www.berlin.de/labo/_assets/standesamt-i/zustaendigkeitsregelungen.pdf
Zusätzliche Informationen zum Thema vom Standesamt I Berlin
Zusatzerklärung zur Ermittlung des für die Entgegennahme einer Namenserklärung (§ 45 PStG) bzw. des für die Beurkundung einer Geburt (§ 36 PStG) zuständigen Standesamts
Informationen zu den erforderlichen Unterlagen, die man benötigt, um in Deutschland einen Ausländer/eine Ausländerin zu heiraten und wie man ein Ehefähigkeitszeugnis beantragt bekommt man beim zuständigen Standesamt des aktuellen oder letzten deutschen Wohnsitzes.
Weiterführende Informationen zur Eheschließung des Auswärtigen Amtes
Eheschließung in Ecuador
Wenn ein Verlobter Ausländer ist und keinen Aufenthaltstitel („cédula“) hat, kann die Ehe nur von den Standesämtern in Quito, Guayaquil und Cuenca geschlossen werden
Eintrag der Ehe ins Eheregister
Nach den allgemeinen Grundsätzen des Staats- und Völkerrechts entfalten Gerichtsurteile und vergleichbare Hoheitsakte unmittelbare Rechtswirkungen grundsätzlich nur im Gebiet des Staates, in dem sie erlassen worden sind. Jedem Staat steht es frei, ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen er ausländische Hoheitsakte anerkennt, soweit er nicht durch Staatsverträge gebunden ist. Auch die Lösung des Ehebandes ist somit zunächst nur in dem Staat wirksam, in dem sie erfolgte. Im deutschen Rechtsbereich gilt eine im Ausland gelöste Ehe weiterhin als bestehend, d.h. die Ehegatten werden - bis zur Anerkennung der ausländischen Scheidung - in den deutschen Personenstandsbüchern oder Melderegistern als verheiratet geführt („hinkende Ehe“). Eine erneute Eheschließung in Deutschland wäre daher wegen dem Verbot der Doppelehe nicht möglich. Auch bei Nachbeurkundungen von Geburten für Kinder aus Folgeehen, muss die Scheidung der Vorehe bei Beantragung für den deutschen Rechtsbereich anerkannt worden sein.
Deutschland und Ecuador sind Mitgliedsstaaten des VN-Übereinkommens zur Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen im Ausland vom 20.06.1956.
Auf dieser Grundlage können in Deutschland bestehende Unterhaltsansprüche ohne Einschaltung eines ecuadorianischen Rechtsanwalts oder Gerichts in Ecuador durchgesetzt werden. Die zuständigen ecuadorianischen Stellen sind auf Grundlage des Übereinkommens verpflichtet, alle geeigneten Schritte zur Durchsetzung der Ansprüche zu unternehmen. Ersuchen aus Deutschland zur Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen in Ecuador hat der Berechtigte beim deutschen Amtsgericht an seinem Wohnsitz einzureichen, das die Ersuchen an die Übermittlungsstelle - die jeweils zuständige Landesjustizverwaltung - weiterleitet. Das Amtsgericht ist beim Anfertigen des Gesuchs behilflich und erteilt auch Auskünfte über das Verfahren.
Wird ein entsprechendes Gesuch bei ecuadorianischen Stellen anhängig, kann die Botschaft unterstützend tätig werden.
Die Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen durch alleinige Einschaltung der Botschaft hat erfahrungsgemäß wenige Erfolgsaussichten, da die Botschaft keine Zwangsmittel anwenden darf und auf die freiwillige Mitwirkung des Unterhaltsschuldners angewiesen ist.
Bei in Ecuador bestehenden Unterhaltsansprüchen, die gegen einen in Deutschland ansässigen Unterhaltsschuldner durchgesetzt werden sollen, kontaktieren Sie bitte die Botschaft.
Ecuador und Deutschland sind Mitgliedsstaaten des Haager Adoptionsübereinkommens vom 29.05.1993 (HAÜ), welches u.a. die gegenseitige Anerkennung einer grenzüberschreitenden Adoption erleichtert. Auskünfte zur Anerkennung einer Auslandsadoption erteilt die Bundeszentralstelle für Auslandsadoption (BfJ).
Eine nationale Adoption in Ecuador kann für den deutschen Rechtsbereich über ein Feststellungsverfahren nach dem Adoptionswirkungsgesetz (AdWirkG) anerkannt werden. Es ist möglich, diesen Antrag über die Botschaft einzureichen.
Feststellungsverfahren nach dem Adoptionswirkungsgesetz (AdWirkG)
Eine Verpflichtung, einen im Ausland eingetretenen Todesfall in Deutschland nachträglich beurkunden zu lassen, besteht nicht. Auch eine ordnungsgemäße ausländische Sterbeurkunde (ggf. mit Überbeglaubigung und Übersetzung) beweist die Tatsache des Todes einer Person.
Dennoch kann die Vorlage einer deutschen Sterbeurkunde notwendig werden, wenn der ausländische Todesnachweis den inländischen Erfordernissen nicht entspricht, z.B. für ein Nachlass- oder Rentenverfahren.
Bitte vergessen Sie nicht vorab einen Termin in unserem Terminvergabesystem auszumachen:
Sterbeurkunde mit Apostille und Übersetzung ins Deutsche
Ggf. Nachweis über die Auflösung der Ehe / Lebenspartnerschaft
Ausländische Urkunden bedürfen grundsätzlich der Übersetzung ins Deutsche von einem Übersetzer der offiziellen Übersetzerliste der Botschaft und der notwendigen Beglaubigung für den internationalen Urkundenverkehr (in Ecuador muss die Haager Apostille angebracht werden)
Antrag auf Beurkundung eines Auslandssterbefalls
Das für die Beurkundung des Auslandssterbefalles zuständige Standesamt erhebt für die Nachbeurkundung und Ausstellung von Urkunden ebenfalls Gebühren, die in Form einer Zahlungsaufforderung nach Bearbeitung mitgeteilt werden (z.B. Beurkundung Sterbefall € 60,-, Sonderzuschlag bei Anwendbarkeit ausländischen Rechts € 20,-, Sterbeurkunde € 10,-, für jede weitere gleichzeitig bestellte Sterbeurkunde der gleichen Art € 5,-).
Webseite des Standesamts I Berlin zum Thema Sterbefall
Merkblatt zur Beurkundung einer Auslands-Eheschließung im Eheregister
Merkblatt zur Beurkundung einer Auslands-Eheschließung im Eheregister PDF / 230 KB / nicht barrierefrei / 24.01.2019
Antrag auf Beurkundung einer Auslandseheschließung im Eheregister (§ 34 PStG) PDF / 317 KB / nicht barrierefrei
Zusatzerklärung zur Ermittlung des für die Entgegennahme einer Namenserklärung (§45 PStG) bzw. des für die Beurkundung einer Geburt (§ 36 PStG) zuständigen Standesamts
Zusatzerklärung zur Ermittlung des für die Entgegennahme einer Namenserklärung (§45 PStG) bzw. des für die Beurkundung einer Geburt (§ 36 PStG) zuständigen Standesamts DOC / 19 KB / nicht barrierefrei
Merkblatt zur Nachbeurkundung einer Auslandsgeburt PDF / 281 KB / nicht barrierefrei / 24.01.2019
Antrag auf Beurkundung einer Auslandsgeburt im Geburtenregister (§ 36 PStG) PDF / 347 KB / nicht barrierefrei
Erklärung zur Namensführung minderjähriger Kinder DOC / 37 KB / nicht barrierefrei
Erklärung zur Namensführung eines volljährigen Kindes DOC / 31 KB / nicht barrierefrei
Antrag auf Anerkennung einer ausländischen Entscheidung in Ehesachen PDF / 85 KB / nicht barrierefrei
Merkblatt Geburtsbeurkundung PDF / 56 KB / nicht barrierefrei
Änderung im Scheidungsrecht PDF / 16 KB / nicht barrierefrei
Merkblatt Eheschließung PDF / 55 KB / nicht barrierefrei