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Timestamp: 2016-10-27 11:06:05
Document Index: 327594812

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 249/99 (26.01.2000)
Pr�sident Lustenberger, Bundesrichter Meyer und Ferrari; Gerichtsschreiber Widmer
K.________, 1962, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Advokat Dr. P.________,
A.- Mit Verf�gung vom 24. September 1996 er�ffnete die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) dem 1962 geborenen K.________, dass er ab 16. September 1996 mit R�cksicht auf die Folgen zweier am 28. Januar 1995 und 18. April 1996 erlittener Unf�lle wieder zu 50 % arbeitsf�hig sei, weshalb sie ihm ab diesem Datum lediglich noch ein halbes Taggeld ausrichte. Mit Verf�gung vom 7. Mai 1997 stellte die SUVA ferner die bisher gew�hrten Leistungen f�r die Folgen des Unfalls vom 18. April 1996 auf den 18. Mai 1997 ein; in Best�tigung eines fr�heren Schreibens (vom 23. November 1995) stellte sie sodann die Taggeldleistungen f�r die aus dem Unfall vom 28. Januar 1995 resultierende Arbeitsunf�higkeit r�ckwirkend auf den 26. November 1995 ein, w�hrend sie die Heilbehandlung mit sofortiger Wirkung einstellte. Zur Begr�ndung hielt sie fest, dass keine behandlungsbed�rftigen somatischen Unfallfolgen mehr vorl�gen, w�hrend die psychischen Beschwerden in keinem ad�quaten Kausalzusammenhang zu den beiden Unfallereignissen st�nden.
B.- Die hiegegen eingereichte Beschwerde, mit welcher K.________ die Zusprechung eines Taggeldes f�r volle Arbeitsunf�higkeit ab 28. Januar 1995, soweit noch nicht erbracht, sowie die weitere Gew�hrung der Heilbehandlung und die Ausrichtung der �brigen gesetzlichen Leistungen hatte beantragen lassen, wies das Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft ab (Entscheid vom 26. Mai 1999).
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst K.________ die vorinstanzlich gestellten Rechtsbegehren erneuern.
1.- Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht der SUVA vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) zutreffend dargelegt (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 389 Erw. 1b). Richtig wiedergegeben hat die Vorinstanz auch die Rechtsprechung zum weiter vorausgesetzten ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem versicherten Ereignis und der in der Folge eingetretenen psychischen Fehlentwicklung (BGE 115 V 133), namentlich zur Einteilung der Unf�lle auf Grund der Schwere des Ereignisses (S. 138 Erw. 6) sowie zu den Kriterien, die bei Unf�llen aus dem mittleren Bereich f�r die Beurteilung der Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zu ber�cksichtigen sind (S. 140 Erw. 6c aa). Darauf kann verwiesen werden.
2.- Die Vorinstanz ging davon aus, dass keine somatischen Unfallfolgen mehr vorl�gen. Sie anerkannte, dass es sich bei den psychischen Beschwerden um eine nat�rliche Folge der versicherten Unf�lle handle, verneinte jedoch die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zwischen den beiden als mittelschwer qualifizierten Unfallereignissen und der seitens der �rzte festgestellten psychischen Fehlentwicklung, weil die nach der Rechtsprechung massgebenden Kriterien nicht geh�uft vorl�gen und auch kein einzelnes Kriterium in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt sei. Dieser Beurteilung ist beizupflichten.
In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nichts vorgebracht, was zu einem anderen Ergebnis zu f�hren verm�chte. Der Beschwerdef�hrer beanstandet zu Recht nicht, dass die Vorinstanz die Rechtsprechung zur Ad�quanzbeurteilung bei psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) und nicht die bei Schleudertraumen der Halswirbels�ule (HWS) ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle massgebende Gerichtspraxis (BGE 117 V 359) angewendet hat. Denn in F�llen, in welchen die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur ausgepr�gten psychischen Problematik aber - wie hier - ganz in den Hintergrund treten, ist die Beurteilung praxisgem�ss unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall vorzunehmen (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Entgegen den Ausf�hrungen des Versicherten ist der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem psychischen Leiden unbestritten, weshalb sich die Anordnung einer psychiatrischen Expertise er�brigt und auf die Kritik am Gutachten des Dr. med. W.________ vom 5. August 1998 nicht einzugehen ist. Unbehelflich ist ferner der Einwand, der Umstand, dass der Beschwerdef�hrer zwei Unf�lle erlitten hat, m�sse bei der Ad�quanzbeurteilung in besonderer Weise gew�rdigt werden. Tritt im Anschluss an zwei oder mehrere Unf�lle eine psychische Fehlentwicklung ein, ist die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs grunds�tzlich f�r jeden Unfall gesondert gem�ss der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 138 ff. Erw. 6) zu beurteilen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Unf�lle zwei verschiedene K�rperteile betreffen und zu unterschiedlichen Verletzungen f�hren (RKUV 1996 Nr. U 248 S. 177 Erw. 4b mit Hinweis). Ein "zwei Unf�lle umfassendes Geschehen an sich" mit entsprechender Zuordnung im Pr�fungsraster f�llt somit ausser Betracht. Auf Grund des augenf�lligen Geschehensablaufs und der Verletzungen, die sich der Beschwerdef�hrer zugezogen hat, sind bei getrennter Pr�fung beide Unf�lle im mittleren Bereich anzusiedeln. Was schliesslich die Frage nach den unfallbezogenen Kriterien betrifft, welche bei mittelschweren Unf�llen f�r die Ad�quanzbeurteilung heranzuziehen sind, kann im Wesentlichen auf die Erw�gungen des kantonalen Gerichts verwiesen werden, welches richtig festgehalten hat, dass die Unf�lle weder besonders eindr�cklich noch von besonders dramatischen Umst�nden begleitet waren. Die Tatsache, dass sich der zweite Unfall zu einem Zeitpunkt ereignete, als der Beschwerdef�hrer Aussichten auf eine neue Anstellung hatte, ist nicht entscheidend, weil sich das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumst�nde auf �ussere Begebenheiten des Unfallgeschehens bezieht. Von einer ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung kann angesichts des Fallabschlusses am 7. Mai 1997 ebenso wenig die Rede sein wie von einer �rztlichen Fehlbehandlung, einem schwierigen Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen oder einer lang dauernden physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit. Die anhaltende Beeintr�chtigung der Leistungsf�higkeit ist haupts�chlich auf das psychische Leiden zur�ckzuf�hren und hat daher ausser Acht zu bleiben. Gegeben ist hingegen das Kriterium der besonderen Art der erlittenen Verletzungen, hat sich doch der Versicherte beim ersten Unfall (vom 28. Januar 1995) ein Schleudertrauma der HWS zugezogen. Dieser Verletzungsmechanismus ist erfahrungsgem�ss geeignet, eine psychische Fehlentwicklung auszul�sen. Wird daneben mit der Vorinstanz angenommen, der Beschwerdef�hrer leide an k�rperlichen Dauerschmerzen, was angesichts der offenkundigen psychischen �berlagerung zumindest fraglich erscheint, sind lediglich zwei Kriterien erf�llt; da zudem kein einzelnes Kriterium in besonders ausgepr�gter Weise vorliegt, ist die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zwischen den Unf�llen und der psychischen Fehlentwicklung zu verneinen. Den beiden Unfallereignissen kommt f�r die Entstehung der psychisch bedingten Einschr�nkung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit keine massgebende Bedeutung zu. Damit erweisen sich die Herabsetzung der Taggeldleistungen ab 16. September 1996 und deren Einstellung auf den 18. Mai 1997 sowie der Abschluss der Heilbehandlung am 7. Mai 1997 gem�ss vorinstanzlich best�tigtem Einspracheentscheid als rechtens.