Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%201979,%20853
Timestamp: 2019-02-23 05:55:00
Document Index: 270134742

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 4', '§ 4', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 31', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 14', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.05.1979 - I ZR 132/77 - dejure.org
BGHZ 75, 7
NJW 1979, 2400
MDR 1980, 27
GRUR 1979, 853
DB 1979, 2170
Dieser Grundsatz ist für die Kollision von Wort- und Bildmarken anerkannt (vgl. BGH, Urteil vom 26. Februar 1971 - I ZR 67/69, GRUR 1971, 251, 252 = WRP 1971, 312 - Oldtimer; Urteil vom 14. März 1975 - I ZR 71/73, GRUR 1975, 487, 489 = WRP 1975, 357 - WMF-Mondmännchen; Urteil vom 25. Mai 1979 - I ZR 132/77, BGHZ 75, 7, 11 - Lila; Urteil vom 26. September 1985 - I ZR 86/83, GRUR 1986, 248, 249 - Sporthosen; BGH, Urteil vom 9. März 1989 - I ZR 153/86, GRUR 1989, 510, 512 - Teekanne II; BGH, Beschluss vom 18. März 1999 - I ZB 24/96, GRUR 1999, 990, 991 f. = WRP 1999, 1041 - Schlüssel).
Unter Geltung des Warenzeichengesetzes entsprach es ständiger Rechtsprechung (vgl. RG GRUR 1934, 360, 361 - Antimott/Mott-Nie; GRUR 1943, 41, 43 - Strickende Hände;… BGH, Urt. v. 15.4.1966 - Ib ZR 85/64, GRUR 1966, 495, 497 = WRP 1966, 369 - UNIPLAST; Urt. v. 25.5.1979 - I ZR 132/77, GRUR 1979, 853, 854 = WRP 1979, 780 - LILA) und einhelliger Ansicht im Schrifttum (…vgl. Reimer, Wettbewerbs- und Warenzeichenrecht, 4. Aufl., Kap. 5 Rdn. 4 Anm. 3 b;… Tetzner, Warenzeichengesetz, § 4 Rdn. 6;… Baumbach/Hefermehl, Warenzeichenrecht, 12. Aufl., § 4 WZG Rdn. 32, m.w.N.;… v. Gamm, Warenzeichengesetz, Einf. Rdn. 108 und 111;… Busse/Starck, Warenzeichengesetz, 6. Aufl., § 4 Rdn. 3), daß die ordentlichen Gerichte an die Eintragungsentscheidung des Patentamts gebunden sind.
BGH, 26.09.1985 - I ZR 86/83
Wie das Berufungsgericht im Hinblick auf die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zutreffend ausgeführt hat, kann eine Verwechslungsgefahr zwischen einer Bilddarstellung und einem Wortzeichen in Betracht kommen, wenn ein nicht unerheblicher Teil des Verkehrs den Wortbegriff im Bild wiederfindet und beim Anblick des Bildes an das Wort erinnert wird (BGH GRUR 1967, 355, 358 - Rabe), bzw. wenn das Wort die naheliegende ungezwungene und erschöpfende Benennung des Bildes ist (GRUR 1971, 251, 252 - Oldtimer; ebenso GRUR 1979, 853, 854 - Lila).
BGH, 01.07.1993 - I ZR 194/91
Einmal fehlt es an der vom Bundesgerichtshof (…aaO) genannten Voraussetzung der geringen Einprägsamkeit des Wortendes, weil dieses - wie ausgeführt - seinerseits normal kennzeichnungskräftig ist; und zum anderen liegt nach dem natürlichen Sprachrhythmus bei "Schosana" die Betonung nicht auf der ersten Silbe, sondern gerade auf dem verwechslungsfähigen Wortteil "sana", so daß jedenfalls für die - allein ausreichende (vgl. BGHZ 75, 7, 10 - LILA;… BGH aaO - alpi/Alba Moda m.w.N.; st. Rspr.) - klangliche Verwechslungsgefahr der allein durch die zusätzliche Silbe begründete Unterschied keine entscheidende Bedeutung gewinnt.
BGH, 08.11.1989 - I ZR 102/88
"alpi/Alba Moda"; Verwechslungsgefahr zweier Marken
Wie weit auch eine bildliche Ähnlichkeit zu bejahen wäre, bedarf keiner näheren Prüfung, da nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und allgemeiner Meinung in der Literatur die Verwechslungsgefahr in nur einer der drei in Betracht kommenden Hinsichten - Klang, Bild oder Sinngehalt - ausreicht (vgl. BGHZ 21, 320, 324 [BGH 14.07.1956 - V ZR 223/54] - Quick/Glück; BGHZ 75, 7, 10 - LILA;… Baumbach/Hefermehl, Warenzeichengesetz, 12. Aufl., § 31 Rdn. 44).
bb) Da es nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs genügt, wenn die Verwechslungsgefahr in einer der drei in Betracht kommenden Hinsichten - Klang, Bild, Sinngehalt - zu bejahen ist (vgl. BGHZ 21, 320, 324 [BGH 14.07.1956 - V ZR 223/54] - Quick/Glück; BGHZ 75, 7, 10 - LILA;… BGH, Urt. v. 8.11.1989 - I ZR 102/88, GRUR 1990, 367, 368 - alpi/Alba Moda), kommt es auf die Frage, ob die Wortkennzeichen auch bildlich verwechselbar sind - auch insoweit erhebt die Revision Rügen gegen die Beurteilung des Berufungsgerichts - nicht entscheidend an; denn da die klangliche Ähnlichkeit jedenfalls - offensichtlich größer ist als die bildliche, würde bei einer eventuellen Verneinung der ersteren erst recht auch die letztere entfallen, während die Bejahung der ersteren allein bereits zur Annahme der Verwechslungsgefahr ausreichen würde.
Die Klagemarke steht in Kraft mit der Folge, dass für das Verletzungsverfahren von deren Schutz-Fähigkeit auszugehen ist (BGH WRP 2002, 705, 707 mwN - IMS), auch wenn es sich um eine aufgrund Verkehrsdurchsetzung eingetragenen Marke handelt (BGH GRUR 1966, 495, 497 - UNIPLAST; GRUR 1979, 853, 854 - lila).
Es besteht daher keine Veranlassung, bei kraft Verkehrsdurchsetzung eingetragenen Farbmarken von der Rechtsprechung abzuweichen, wonach bei Verkehrsdurchsetzung das Freihaltebedürfnis nicht mehr zu berücksichtigen ist (BGH GRUR 1982, 420, 422 - BBC/DDC; GRUR 1979, 853, 854 - lila; GRUR 1979, 470, 472 - RBB/RBT;… weitere Nachweise bei Ingerl/Rohnke, § 14 Rdn. 221;… vgl. auch EuGH GRUR 1999, 723, 727 Rdn. 47 und 48 - Chiemsee, zu den Anforderungen an die Unterscheidungskraft).
Nach der damaligen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes fehlte einer bloßen konturlosen Farbgebung als solcher jede kennzeichnungsrechtliche Unterscheidungskraft; dem Kennzeichnungsrecht sei daher ein abstrakter Farbenschutz fremd (vgl BGH GRUR 1979, 853, 855 - Lila).
BGH, 10.12.1992 - I ZR 19/91
Verwechslungsgefahr bei Firmenschlagworten mit gleichem Sinngehalt
Derartigen Zeichen eignet, wie der Bundesgerichtshof wiederholt ausgesprochen hat, mindestens normale Kennzeichnungskraft, da sie die ihnen von Hause aus fehlende Unterscheidungskraft überwunden und sich als betriebliches Herkunftszeichen im Verkehr durchgesetzt haben (…BGH, Urt. v. 13.3. 1964 - Ib ZR 119/62, GRUR 1964, 381, 383 li. Sp. - WKS-Möbel; BGHZ 113, 115, 118 - SL m.w.N.), wobei es auf ein etwa bestehendes Freihaltebedürfnis nicht ankommt (BGHZ 75, 7, 13 - LILA).
Dabei hat es jedoch vernachlässigt, daß hier nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht zwei verschiedene Alternativen vorliegen; vielmehr ist die Voraussetzung, daß ein nicht unerheblicher Teil des Verkehrs den Wortbegriff im Bild wiederfindet und beim Anblick des Bildes an das Wort erinnert wird, nur dann als erfüllt anzusehen, wenn das Wort die naheliegende, ungezwungene und erschöpfende Benennung des Bildes ist (so BGHZ 75, 7, 11 - LILA).