Source: https://digital.zlb.de/viewer/fulltext/15690617/1/
Timestamp: 2020-02-27 23:53:15
Document Index: 207981221

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 31', '§ 6', '§ 15', '§ 31', '§ 15', '§ 31', '§ 15', '§ 31', '§ 15', '§ 31', '§ 3', '§ 15', '§ 31', '§ 15', '§ 31', '§ 51', '§ 28', '§ 51', '§ 52', '§ 3', '§ 17', '§ 17', '§ 28', '§ 28', '§ 29', '§ 28', '§ 32', '§ 32', '§ 31', '§ 36', '§ 36', '§ 51', '§ 27', '§ 15', '§ 31']

URN: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-201370
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-201370
Otto-Hahn-Oberschule Berlin-Neukölln
Offener, zweiphasiger Realisierungswettbewerb für Generalplaner Ausschreibung
Offener, zweiphasiger Realisierungswettbewerb für Generalplaner Otto-Hahn-Oberschule, Berlin-Neukölln Ausschreibung
Herausgeber Wettbewerbsdurchführung
Bezirksamt Neukölln von Berlin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Behrenstraße 42 10117 Berlin-Mitte Angelika Fittkau Hans-Joachim Wuthenow, Standort-Fotos 1-8, Buschkrugallee Nr. 53-57 (2001) Copyhaus Vervielfältigungs GmbH
Internetpräsentation Fotos Druck
Inhalt Anlass und Ziel Teil 1 Verfahren 1.01 Auslober, Bauherr, Nutzer 9 1.02 Art des Verfahrens 9 1.03 Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe 10 1.04 Teilnahmeberechtigung 10 1.05 Preisgericht und Vorprüfung 11 1.06 Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen 12 1.07 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten 13 1.08 Grundstücksbesichtigung, Rückfragen und Kolloquium 14 1.09 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen 14 1.10 Geforderte Leistungen 15 1.11 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung 17 1.12 Preise und Ankäufe 17 1.13 Weitere Bearbeitung 18 1.14 Eigentum und Urheberrecht 18 1.15 Verfassererklärung 18 1.16 Bekanntgabe des Ergebnisses/Ausstellung der Arbeiten 18 1.17 Haftung und Rückgabe 19 1.18 Zusammenfassung der Termine 19 Teil 2 Situation und Planungsvorgaben Städtebauliche Situation 23 Historische Entwicklung 26 Städtebauliche Entwicklung 28 Benachbarte Grundstücke 28 Das Wettbewerbsgrundstück 31 Ver- und Entsorgung 35 Freiflächen, Vegetation 35 Verkehr 36 Planungsrecht 36 Teil 3 Wettbewerbsaufgabe Besonderheiten der Wettbewerbsaufgabe 39 Gebäudeentwurf und Außenanlagen 39 Städtebauliche und architektonische Zielvorstellungen 39 Funktionale Anforderungen an das Gebäude 40 Raumprogramm 41 Freiraumgestaltung 44 Erschließung / Stellplätze 45 Bauliche Maßnahmen für Behinderte 45 Lärmschutz 45 Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien 46 Wirtschaftlichkeit 46 Ökologische Zielsetzung 46 Baukonstruktion und Gebäudetechnik 47 Planungs- und Bauorganisation 47 Zusammensetzung und Organisation des Generalplaners 47 Planungs- und Bauablauf 48 Beurteilungskriterien des Preisgerichts 49
2.01 2.02 2.03 2.04 2.05 2.06 2.07 2.08 2.09
3.01 3.02 3.02.01 3.02.02 3.02.03 3.02.04 3.02.05 3.02.06 3.02.07 3.02.08 3.02.09 3.02.10 3.03 3.04 3.04.01 3.04.02 3.05
4.01 4.02 4.03 4.04 4.05 4.06 4.07
Teil 4 Anhang Formblätter für Berechnungen 51 Farbliche Kennzeichnung der Programmbereiche 56 Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen 57 Schichtenverzeichnis 63 Quellennachweis 67 Verfassererklärung Phase 1 68 Verfassererklärung Phase 2 69
Anlass und Ziel Infolge der Diskussion zur Bildungsreform in der Bundesrepublik wurden vom Land Berlin, Anfang der 70er Jahre, 15 Bildungszentren (Gesamtschule mit Volkshochschule) in Fertigteilbauweise errichtet. Darunter auch die Otto-Hahn-Oberschule im Bezirk Neukölln, Buschkrugallee 63. Im Jahre 1988 mußten 13 Bildungszentren Berlins wegen erheblicher Asbestbelastung geschlossen bzw. konnten mittels provisorischer Maßnahmen vorrübergehend weitergenutzt werden. Für sechs spritzasbestbelastete Gebäude, so auch für die Otto-HahnOberschule, wurde vom Abgeordnetenhaus der Abriss und Neubau beschlossen. Im August 1988 wurde in einem sehr schnellen Verfahren das erste Ersatzschuldorf in Berlin an der Haarlemer Straße für die Otto-Hahn-Oberschule erstellt. Dieses Ersatzschuldorf, in reiner Holzbauweise, wurde für eine maximale Nutzung von 5 Jahren geplant und realisiert. Dem jetzigen Verfahren ging ein offener Wettbewerb im Jahr 1992 voraus, in dem das Berliner Architektenbüro Haug und Mathewson den 1. Preis erhielt und in der Folge vom Bezirksamt mit der Planung beauftragt wurde. Aufgrund von Haushaltsproblemen musste das Verfahren im Jahr 1996 abgebrochen werden. Nachdem das Projekt im Jahr 2001 mit veränderten Anforderungen wieder auflebte wurde geprüft, ob der vorhandene Entwurf weiter verwendet werden kann, oder ob er mit vertretbarem Aufwand angepasst werden kann. Dabei ergab sich, dass das damalige Konzept des 1. Preises durch erhebliche Programmänderungen aber auch durch veränderte weitere Anforderungen nicht mehr zu verwenden ist. Durch eine Umplanung können die neuen Bedingungen nicht berücksichtigt werden. Eine Neuplanung ist somit unvermeidlich. Ohne die zu seiner Zeit hervorragende Qualität des 1. Preises damit in Frage zu stellen ist es nicht zu vermeiden, nach 8 Jahren in einem neuen Wettbewerbsverfahren unter anderen Anforderungen wieder die bestmögliche Antwort auf die gestellten Bedingungen zu erfragen. Der offene Wettbewerb erscheint auch heute angemessen, weil er unter Ausschluss von Zufall und Wahrscheinlichkeit die größtmögliche Gewähr bietet, dass die unter architektonischen, Nutzungs- und wirtschaftlichen Maßstäben beste Antwort auf jetzt neu gestellte Anforderungen gefunden werden kann. Der dabei erforderliche Aufwand wird sich direkt oder indirekt bei der Erstellung des neuen Projektes und in seiner Nutzung amortisieren. Zwischenzeitlich wurde eine Verringerung der Zügigkeit der Schule von bisher 8 auf 6 Züge vorgenommen. Obwohl die Nachfrage nach Gesamtschulplätzen im Bezirk überproportional hoch ist, ist die Verringerung wegen der Notwendigkeit einer heterogenen Zusammensetzung der Schülerschaft erforderlich. Eine Gesamtschule mit mehr als 1.000 Schülern ist in der heutigen Zeit aus pädagogischer Sicht nicht mehr vertretbar. Da das Ersatzschuldorf hohen Verschleißerscheinungen unterliegt, die Bauweise dem Schulalltag auf diese lange Dauer nicht mehr gewachsen ist, muss mit jährlichen Kosten von bis zu 150.000,-- DM gerechnet werden. Aus diesem Grunde hält das Bezirksamt Neukölln einen Neubau als dringend erforderlich. Die kritische Situation des Berliner Haushalts mit einer entsprechend begrenzten Finanzzuweisung von 32,9 Mio (Kostengruppe 3-6) für das geplante Bauvorhaben, eine ebenso knappe Terminvorgabe mit einer politisch gewünschten Fertigstellung noch
im Jahr 2005 erfordert eine entsprechend komplexe Optimierung der Planung und Ausführung sowie deren Organisation und Ablauf. Die Serviceeinheit Hochbau des Bezirksamtes Neukölln will diese Bedingungen zum Thema des Planungs- und Bauprozesses machen und als vorbereitende Maßnahme im Rahmen eines offenen, zweiphasigen Realisierungswettbewerbes für Generalplaner feststellen, wie diese Aufgabe optimiert zu erfüllen ist. Die Optimierung bezieht sich dabei sowohl auf die städtebaulich-architektonische und funktionale Qualität des Projektes als auch auf die technischwirtschaftliche und termingerechte Realisierbarkeit. Dabei haben sich die Teilnehmer mit dem Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses vom 05. November 1996 auseinanderzusetzen ... „Alle Schulneubauten sollen bis auf Weiteres in Fertigbauweise oder als Standardbauten erstellt werden, wenn der Grundstückszuschnitt dies zulässt“. Diese mehrdimensionale und mit gleich hohen Prioritäten versehene Aufgabenstellung soll in einem dafür geeigneten Generalplanerkonzept bearbeitet werden. Damit werden bereits im Wettbewerbsverfahren alle erforderlichen Qualifikationen abgefragt. Gleichzeitig sollen dadurch die Vorteile einer treuhänderischen Begleitung des Projektes sowie die Möglichkeiten einer bewährten schrittweisen Optimierung anstelle von „Globalvorgaben“ sichergestellt werden.
Teil 1 Wettbewerbsverfahren
Teil 1 Verfahren 1.01 Auslober, Bauherr, Nutzer Auslober und Bauherr Land Berlin, vertreten durch das Bezirksamt Neukölln von Berlin Serviceeinheit Hochbau Karl-Marx-Str. 83 12040 Berlin Klaus Willrodt Tel.: 030/6809 3356 Fax: 030/6809 3737 Land Berlin, Bezirksamt Neukölln, Abteilung Bildung, Schule und Kultur Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Behrenstraße 42, 10117 Berlin Erika Melzer, II D 15 Tel.: 030/9020-5149 Fax: 030/9020-5653 e-mail:erika.melzer@senstadt.verwalt-berlin.de 1.02 Art des Verfahrens Die Ausschreibung erfolgt als offener, zweiphasiger Realisierungswettbewerb für Generalplaner. Generalplaner bedeutet in diesem Zusammenhang den Zusammenschluss von Architekten und beratenden Ingenieuren in einer geeigneten Rechtsform unter einem Federführer. Der Generalplaner erbringt sämtliche für das Projekt erforderliche Planungsleistungen nach HOAI §§ 15, 64, 73 Phase 2-9 (Vorentwurfsplanung bis Objektbetreuung) sowie Projektsteuerungsleistungen nach § 31 HOAI innerhalb eines Vertrages mit dem Bauherrn. Der Generalplaner kann entweder bereits institutionell bestehen, oder sich - ggf. auch speziell und für dieses Projekt befristet - gebildet haben bzw. sich erst bilden. Eine Verbindung des Wettbewerbsbeitrages sowie der nachfolgenden Planungsleistungen mit einem Angebot von Bauleistungen ist ausgeschlossen. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern wird ausschließlich über das Internet geführt. Die Teilnehmer werden aufgefordert, sich über die Internetseiten über den aktuellen Stand des Verfahrens zu informieren. Das Verfahren richtet sich nach den Bestimmungen der GRW 1995, Punkt 2.3.2 (Zweiphasige Wettbewerbe). In der 1. Phase sind von den Teilnehmern konzeptionelle Lösungsansätze für die Wettbewerbsaufgabe zu entwickeln. Aus den eingereichten Beiträgen wählt das Preisgericht ca. 25 Teilnehmer für eine konkretere Bearbeitung in der 2. Phase aus. Von den ausgewählten Teilnehmern sind die Konzeptionen im Sinne eines Realisierungswettbewerbs (GRW 1995, Punkt 2.1.2) auszuarbeiten.
Nutzer Wettbewerbsausschreibung/Durchführung
1.03 Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe Dem Wettbewerb liegen die Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens (GRW 1995) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Bei der Vorbereitung der Ausschreibung hat die Architektenkammer Berlin entsprechend den Regelungen der GRW sowie die Baukammer beratend mitgewirkt. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. B-2001-10 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der GRW 1995 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse dürfen nur über den Auslober und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, II D, abgegeben werden. Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden: Name, Anschrift, Telefon, e-mail, Bankverbindung, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt. Nachprüfung der Vergabe Vergabekammer im Land Berlin bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie, Martin-Luther-Straße 105, 10820 Berlin. 1.04 Teilnahmeberechtigung Der Auslober beabsichtigt sämtliche für das Projekt erforderlichen Planungsleistungen nach HOAI §§ 15, 64, 73 der Phase 2 bis 9 (Vorentwurfsplanung bis Objektbetreuung) und Projektsteuerungsleistungen nach § 31 an einen Generalplaner zu vergeben (s. auch 1.13, weitere Bearbeitung der Aufgabe). Teilnahmeberechtigt sind Generalplaner. Dabei kann der Generalplaner Architekt oder Ingenieur sein. Im Rahmen des Wettbewerbs ist bereits in der 1. Phase die vorgesehene Organisations- und Rechtsform des Generalplaners darzustellen und die darin vertretenen Fachdisziplinen sind zu benennen (siehe 1.10 geforderte Leistungen sowie Teil 3 Wettbewerbsaufgabe). Zulassung Zum Wettbewerb zugelassen sind: natürliche Personen, die am Tage der Auslobung im Zulassungsbereich ansässig sind und entsprechend den Regelungen ihres Heimatlandes zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt bzw. Ingenieur berechtigt sind. Ist in dem jeweiligen Heimatstaat die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachliche Voraussetzung als Architekt oder Ingenieur, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder sonstige Befähigungsnachweise verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie 85/384/EWG des Rates vom 10. Juni 1985 (EG-Architektenrichtlinie) oder der Richtlinie 89/48/EWG des Rates vom 21. Dezember 1980 (EG-Hochschuldiplomrichtlinie) gewährleistet ist.
Juristische Personen sind teilnahmeberechtigt, sofern deren satzungsmäßiger Geschäftszweck auf Planungsleistungen ausgerichtet ist, die der Wettbewerbsaufgabe entsprechen und mindestens einer der Gesellschafter oder einer der bevollmächtigten Vertreter und der Verfasser der Wettbewerbsarbeit die an natürliche Personen gestellten Anforderungen erfüllt. Teilnahmehindernisse sind nach 3.2.3 GRW geregelt. 1.05 Preisgericht und Vorprüfung Fachpreisrichter Rolf Backmann Architekt, Berlin Prof. Klaus-Theo Brenner Architekt, Berlin Wolf von Horlacher Architekt, Berlin Bernd Tibes Architekt, Berlin Stellvertretende Fachpreisrichter Christian Hartmann Architekt, Berlin Jens Henningsen Landschaftsarchitekt, Berlin Konrad Zander Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Projektvorbereitung und -prüfung Sachpreisrichter Peter Lüttmann Bezirksamt Neukölln, Serviceeinheit Hochbauamt AL Hendrik Schmidt Bezirksamt Neukölln, Fachbereich Schule Christine Würger Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport Stellvertretende Sachpreisrichter Klaus Willrodt Bezirksamt Neukölln, Serviceeinheit Hochbauamt Michael Klein Bezirksamt Neukölln, Abt. Gesundheit, Umwelt, Sport Horst Christiani Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport Sachverständige Klaus Waßmann Bezirksamt Neukölln, Stadtplanungsamt Johann Böhm Bezirksamt Neukölln, Bau- und Wohnungsaufsichtsamt
Jürgen Witte Bezirksamt Neukölln, Naturschutz- und Grünflächenamt Wieland Voskamp Bezirksamt Neukölln, Tiefbauamt Eberhard Dreher Bezirksamt Neukölln, Fachbereich Gebäudetechnik Ulrich Bergner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Projektvorbereitung- und prüfung Ulrich Herrmann Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen für Behinderte Peter Ostendorff Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Wettbewerbe Erika Melzer Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Wettbewerbe Vorpüfer Susanne Holstein Architektin, Berlin N.N. Architekt, Berlin N.N. Architekt, Berlin N.N. Architekt, Berlin Für die 2. Phase wird die Vorprüfung ggf. ergänzt durch Fachleute aus den Bereichen Baukonstruktion, Kostenplanung, Gebäudetechnik und Projektsteuerung. Gäste Karsten Kümmerle Architektenkammer Berlin Herbert Bochnig Baukammer Berlin N.N. Bauausschuss Otto-Hahn-Oberschule Vertreter der in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) des Bezirks vertretenen Fraktionen 1.06 Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen Die Wettbewerbsunterlagen für die 1. Phase können ab 09.11.2001 kostenlos aus dem Internet unter der folgenden Adresse heruntergeladen werden: www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe
Der Auslobungstext kann von den Internetseiten im PDF-Format heruntergeladen werden. Planmaterial steht ebenfalls zum Herunterladen zur Verfügung. Eine persönliche Abholung bzw. die Zusendung der Wettbewerbsunterlagen ist ausgeschlossen. In der 2. Phase des Wettbewerbs wird falls erforderlich, für die ausgewählten Teilnehmer ein zugriffsbeschränkter Bereich auf den Internetseiten eingerichtet. Der Zugriff auf diese Seiten ist nur mit einem Kennwort möglich, das den Teilnehmern mitgeteilt wird. Die Mitteilung über die Auswahl der Teilnehmer für die 2. Phase erfolgt durch eine vom Auslober ausgewählte und vom Verfahren unabhängige Person per e-mail. Alle übrigen Teilnehmer werden durch eine vom Auslober und vom Verfahren unabhängige Person von ihrem Ausscheiden benachrichtigt. Das Kurzprotokoll über den Verlauf der Preisgerichtssitzung der 1. Phase kann ab 11.01.2002 aus dem Internet heruntergeladen werden. 1.07 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten Die Arbeiten der 1. Phase sind am 04.12.2001 von 14.00 bis 17.00 Uhr bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat II D, Berliner Straße 37, 1. OG, 13507 Berlin abzugeben oder am selben Tag oder davor liegend per Post- oder Kurierdienst einzureichen. Als Zeitpunkt der Ablieferung gilt im Falle der Einlieferung bei Post, Bahn oder anderen Transportunternehmern das auf dem Einlieferungsschein angegebene Datum, unabhängig von der Uhrzeit; bei Ablieferung bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung die auf der Empfangsbestätigung vermerkte Zeitangabe. Der Teilnehmer hat dafür zu sorgen, dass er den Nachweis über die rechtzeitige Einlieferung führen kann. Da der Tagesstempel (Post) auf dem Versandgut ein späteres Datum aufweisen kann, ist der Einlieferungsschein maßgebend. EinlieferungsscheinBelege sind daher bis zum Abschluss des Verfahrens aufzubewahren und auf Anforderung vorzulegen. Die Arbeiten der 2. Phase sind am 15.02.2002 von 14.00 bis 17.00 Uhr bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat II D, Berliner Straße 37, 13507 Berlin, abzugeben oder am selben Tag oder davor liegend per Post- oder Kurierdienst einzureichen. Das Modell (nur 2. Phase) ist in transportgerechter und wiederverwendbarer Verpakkung abzuliefern. Es ist am 22.02. 2002 von 14.00 bis 17.00 Uhr an gleicher Stelle oder am selben Tag oder davor liegend per Kurierdienst einzureichen. Die Wettbewerbsarbeiten beider Phasen sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Otto-Hahn-Oberschule“ einzureichen. Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Bei Einlieferung durch Post- oder Kurierdienst (porto- und zustellungsfrei für den Empfänger) gilt die Einlieferungsfrist als erfüllt, wenn der Aufgabestempel das Datum des 04.12.2001 für die 1. Phase bzw. des 15.02.2002 für die 2. Phase oder eines davor liegenden Tages trägt. Für die Einlieferung des Modells der 2. Phase gilt entsprechend das Datum des 22.02.2002. Der Verfasser ist selbst für die Lesbarkeit des Aufgabestempels auf der Sendung verantwortlich. Verspätet eingegangene
Arbeiten, deren Aufgabestempel / Aufgabebeleg fehlt, unleserlich oder unvollständig ist oder dessen Richtigkeit angezweifelt wird, werden vorbehaltlich des späteren Nachweises zeitgerechter Einlieferung, den der Teilnehmer zu erbringen hat, mitbeurteilt. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und jedem Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Die Arbeiten der 1. und 2. Phase sind mit der gleichen Kennziffer zu bezeichnen. Der Generalplaner hat die Verfassererklärung (s. 1.15), getrennt nach Phase 1 und Phase 2 mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben. 1.08 Grundstücksbesichtigung, Rückfragen und Kolloquium Grundstücksbesichtigung Für die Teilnehmer ist eine Grundstücksbesichtigung an folgenden Tagen möglich: Dienstag, den 13. November, 8.00 bis 17.00 Uhr Donnerstag, den 15. November, 8.00 bis 17.00 Uhr Ausnahmen sind nur nach telefonischer Rücksprache mit Herrn Schmidt, Bezirksamt Neukölln, Fachbereich Schule, möglich. Tel.: 6809 3802 Zugang: Haarlemer Straße, neben der Sporthalle. Eine Führung ist nicht vorgesehen. Rückfragen Für die 1. Phase sind keine Rückfragen vorgesehen. Für die 2. Phase können Rückfragen (GRW, Punkt 5.3) nur schriftlich gestellt werden und müssen bis zum 16.0.1.2002 unter dem Kennwort „Realisierungswettbewerb Otto-Hahn-Oberschule“ bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat II D, Behrenstraße 42, 10117 Berlin, per e-mail erika.melzer@senstadt.verwalt-berlin.de eingegangen sein. Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Ausschreibung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Die Rückfragen werden mit dem Preisgericht erörtert. Das Ergebnisprotokoll mit der Zusammenstellung der Fragen und Antworten wird anschließend im Internet zum Herunterladen bereitgestellt. Es ist Bestandteil der Ausschreibung. Das Preisgericht erhält das Protokoll als Papierausdruck zugeschickt. Rückfragenkolloquium Ein Rückfragenkolloquium mit den Teilnehmern ist nicht vorgesehen. 1.09 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen Unterlagen des Wettbewerbs für die 1. Phase sind: - der Auslobungstext im PDF-Format sowie die nachfolgend aufgeführten Planunterlagen: Informationspläne 1. Bestandspläne Sporthalle (JPG-Format) 2. Städtebaulicher Rahmenplan, Konzeptplan - Arbeitsstand vom 15.10.01 Büro Stadt.Land.Fluß, Auftraggeber Bezirksamt Neukölln, (JPG-Format)
3. Lageplan als Übersichtsplan mit Baumbestand und Höhenangaben als Vektorgrafik in den Formaten DXF, DWG, Bezirksamt Neukölln von Berlin, Fachbereich Vermessung 4. Axonometrieplan als Vektorgrafik in den Formaten DXF, DWG 5. Lageplanausschnitt für Modellplatte als Vektorgrafik in den Formaten DXF, DWG 6. Die Modelleinsatzplatte wird den Teilnehmern der 2. Phase durch eine vom Auslober benannte und vom Verfahren unabhängige Person zugeschickt. Für die 2. Phase werden die Unterlagen wie folgt ergänzt: 1. Protokoll der Preisgerichtssitzung der 1. Phase im PDF-Format 2. Rückfragenbeantwortung im PDF-Format Alle vorgenannten Unterlagen werden zum Herunterladen ins Internet gestellt. 1.10 Geforderte Leistungen In der 1. Phase erwartet der Auslober folgende Darstellungen:
Modelleinsatzplatte
1. Axonometrie des städtebaulichen Konzepts mit Darstellung der Gesamtsituation inkl. Freiflächen und Erschließung M 1 : 1000 2. Entwurfsidee für die Schule M 1:1000, Ebenen mit Darstellung der Funktionsbereiche und des Erschließungssystems. Die unterschiedlichen Funktionsbereiche sind entsprechend einem vorgegebenen Farbschema (s. Anhang) anzulegen 3. Darstellung und Beschreibung des baukonstruktiven und gebäudetechnischen Konzepts in Skizzen, ggf. mit kurzen erläuternden Texten 4. Aussagen zur vorgesehenen Planungs- und Bauorganisation (s. Pkt. 3.04) 5. Überschlägige Berechnung von Bruttogrundrissfläche (BGF) und Bruttorauminhalt (BRI), Bruttogrundrissfläche/Hauptnutzfläche, Bruttorauminhalt/Hauptnutzfläche mit nachprüfbarem Rechenansatz 6. Verfassererklärung, Phase 1 (Formblatt siehe Anhang) Die Leistungen gem. Punkt 1 bis 3 sind auf jeweils einem DIN A 3-Blatt Querformat darzustellen. Darüber hinausgehende bzw. abweichende Leistungen können bei der Bewertung nicht berücksichtigt werden. Von den Teilnehmern der 2. Phase werden folgende Leistungen erwartet: 1. Lageplan mit Darstellung der Gesamtsituation, Baukörper, Freiflächen und Erschließung M 1 : 500 2. Grundriss Erdgeschoss Schule, mit Darstellung der Außenanlagen M 1 : 200 3. Darstellung aller übrigen Geschosse, M 1 : 200 4. Ansichten und Schnitte soweit zum Verständnis des Entwurfes erforderlich M 1 : 200 5. Fassadendetail M 1 : 20 (ca. 1 DIN A 4 Blatt) 6. Einfaches Arbeitsmodell M 1 : 500 mit Darstellung des Schulbaukörpers 7. Darstellung und Beschreibung des baukonstruktiven und gebäudetechnischen Konzepts in Skizzen und Textform inkl. Baubeschreibung gem. DIN 276, Kostengruppe 300 und 400 8. Aussagen zur vorgegebenen Planungs- und Bauorganisation: (s. Pkt. 3.04) 9. Prüfpläne, ein Satz Pläne (Lageplan M 1 : 500, Grundrisse, Schnitte, Ansichten M 1 : 200) mit Eintragung der Raumbezeichnungen und Angabe der notwendigen Maße
10. Berechnungen auf den Formblättern 1-5 (s. Anhang) nachprüfbar und aufgestellt nach DIN 277: - Berechnung der Hauptnutzfläche - Berechnung der Brutto-Grundrissfläche BGF - Berechnung des Brutto-Rauminhalts BRI - GRZ und GFZ nach Bau-Nutzungsverordnung (BauNVO) - Berechnung der Hüllfläche (Dach- und Außenwandfläche und Bauwerk gegen Erdreich) 11. Planunterlagen entsprechend Pkt. 1-5 sind zusätzlich auf CD-ROM für Vorprüfbericht, Ergebnisprotokoll, Veröffentlichung einzureichen 12. Verzeichnis der eingereichten Unterlagen, ggf. mit Hängeplan 13. Verfassererklärung, Phase 2 (Formblatt, siehe Anhang) Hinweise zur 2. Phase Die Punkte 7 und 8 sind auf einem oder mehreren Plänen so darzustellen, dass sie dem Preisgericht im Zusammenhang mit den Entwurfszeichnungen präsentiert werden können (keine Broschüren oder Hefter). Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auch in der 2. Phase nur eine skizzenhafte Ausarbeitung - im Sinne einer Teilvorplanung - gefordert ist, die den Entwurfsgedanken der Verfasser darstellt und die Tragfähigkeit des Konzeptes für die vorgesehene Bauaufgabe nachweist. Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Zusätzlich ist eine Kopie der geforderten Planungsleistungen von 1-5 auf CD-Rom für Vorprüfbericht, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung einzureichen. Auf der CD-Rom sind die geforderten Leistungen im TIF-Format für PC abzuspeichern. Bilder, Grafiken und Pläne müssen eine Auflösung von 300 dpi aufweisen. Es werden nur TIF-Formate akzeptiert, ‘offene Dateien’ wie Vektordateien (z.B. CAD-Pläne), Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten TIF-Format für PC-DOS vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-Rom selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-Rom müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Plantitel, gefolgt von der Formatangabe ‘.TIF’. Beispiele: - Lageplan: kennzahl_lageplan.TIF (z.B. 123456_lageplan.TIF) - Grundrisszeichnung Erdgeschoss: kennzahl_grundriss_eg.TIF (z.B. 123456_grundriss_eg.TIF) - Ansichten: kennzahl_ansicht01.TIF (z.B. 123456_ansicht01.TIF) - Schnitte: kennzahl_schnitt01.TIF (z.B. 123456_schnitt01.TIF) In dem Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-Rom ist im Modus PC-DOS zu erstellen. Macintosh-Formate können grundsätzlich nicht verwendet werden. Die Aufgaben der 2. Phase können - entsprechend den Ergebnissen der 1. Phase durch das Preisgericht geringfügig modifiziert werden. Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen Rolltafeln mit einer Fläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung (max. 2 Tafeln pro Arbeit).
Die vom Auslober zur Verfügung gestellten Arbeitspläne sind ein Angebot, den Wettbewerbsbeitrag darzustellen; sie müssen von den Verfassern nicht verwendet werden. Um die Arbeiten jedoch ggf. bei einer späteren Ausstellung in Wechselrahmen präsentieren zu können, sollte kein größeres Blattformat als 1,20 x 0,90 m gewählt werden. Für beide Phasen gilt Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gem. GRW 5.5 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen. Das Umgebungsmodell kann im Bezirksamt Neukölln, Serviceeinheit Hochbau, Blaschkoallee 32, 12359 Berlin, Zimmer 012, nach dem 11.01.2001, montags bis donnerstags von 9.00 -15.00Uhr besichtigt werden. 1.11 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung Die Vorprüfung und das Beurteilungsverfahren sind unter den Punkten 5.5, 5.6 und 5.7 sowie in den Anlagen II und III der GRW 1995 dargestellt. Ergänzend gilt folgendes: Sowohl in der 1. Phase als auch in der 2. Phase werden die eingereichten Beiträge vorgeprüft und nach vorgegebenen Kriterien durch das Preisgericht beurteilt. Entsprechend der Bearbeitungstiefe gelten für die 1. Phase verkürzte Beurteilungskriterien, die die wesentlichen Aspekte der Aufgabenstellung abfragen. Die Beiträge der 2. Phase werden anhand der erweiterten Kriterien beurteilt. Die Sachverständigen können zur Unterstützung der Vorprüfer hinzugezogen werden. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten. Zu den Beurteilungskriterien des Preisgerichts sh. Teil 3.05 der Wettbewerbsaufgabe. Das Preisgericht beurteilt in der 1. Phase, welche der Arbeiten den Anforderungen des Auslobers und der Aufgabenstellung am besten gerecht werden und trifft eine Auswahl von ca. 25 Arbeiten für eine konkretere Bearbeitung in der 2. Phase. 1.12 Preise und Ankäufe Preise und Ankäufe werden nur in der 2. Phase vergeben. Die Auszahlung erfolgt an den Generalplaner. Die Wettbewerbssumme (GRW 4.1) wurde unter Berücksichtigung der §§ 15, 64, 73 und § 31 HOAI in Verbindung mit der GRW 1995 ermittelt. Für Preise und Ankäufe stehen insgesamt 99.000,-- Euro zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis 2. Preis 3. Preis 4. Preis 5. Preis Ankauf Ankauf Ankauf Ankauf Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro 23.000,00 19.000,00 13.000,00 11.000,00 9.000,00 6.000,00 6.000,00 6.000,00 6.000,00
Die Mehrwertsteuer wird zusätzlich auf die Preise und Ankäufe gezahlt. Über die Preise und Ankäufe hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die Preise und Ankäufe werden nach der Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. 1.13 Weitere Bearbeitung Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Der Bauherr wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einem oder mehreren Preisträgern als Generalplaner mit sämtlichen für das Projekt erforderlichen Planungsleistungen nach HOAI §§ 15, 64, 73 Phase 2-9 Phase (Vorentwurfsplanung bis Objektbetreuung) sowie Projektsteuerungsleistungen nach § 31 HOAI beauftragen, - sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht, insbesondere - soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrundeliegende Aufgabe realisiert werden soll (GRW 7.1). Voraussetzung ist, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises oder Ankaufs nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (gem. GRW 7.2). 1.14 Eigentum und Urheberrecht Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten und angekauften Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers (GRW 6.4). Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (GRW 7.3). Der Auslober ist berechtigt, die zur Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt. 1.15 Verfassererklärung Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung (s. Anhang) versichern die Generalplaner, dass sie in der Lage sind, sämtliche für das Projekt erforderlichen Planungsleistungen nach HOAI §§ 15, 64, 73 Phase 2-9 (Vorentwurfsplanung bis Objektbetreuung) und Projektsteuerungsleistungen nach § 31 zu übernehmen, sie gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt sind und mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. 1.16 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten Das Ergebnis des Wettbewerbs wird den Teilnehmern (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung), deren Arbeit in der 2. Phase mit einem Preis oder Ankauf ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts, allen anderen Teilnehmern der 2. Phase durch Übersendung des Ergebnisprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit übers Internet bekanntgegeben (GRW 6.1).
Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten - 1. und 2. Phase - werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Ankäufen sowie dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekanntgegeben (GRW 6.3). 1.17 Haftung und Rückgabe Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens (GRW 6.5). Die nicht prämierten Arbeiten der 2. Phase von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, II D, abgeholt werden. Sind diese Arbeiten, trotz einer Erinnerung 10 Wochen nach dem genannten Termin nicht abgeholt worden, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren Arbeiten aufgegeben haben und wird dann mit diesen Arbeiten nach seinem Belieben verfahren. Die Arbeiten von Teilnehmern, die nicht in Berlin ansässig sind, werden zurückgeschickt. Die Rücksendung kann jedoch nur erfolgen, wenn die Arbeiten in transportgerechter und wiederverwendbarer Verpackung eingereicht wurden. Eine Rückgabe der Arbeiten der 1. Phase ist nicht vorgesehen. 1.18 Zusammenfassung der Termine 1. Phase Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen im Internet Abgabe der Arbeiten Sitzung des Preisgerichts Mitteilung über die Auswahl an die für die 2. Phase zugelassenen Teilnehmer 2. Phase Ausgabe des Ergebnisprotokolls der 1. Phase ins Internet (ggf. Pfad für gesonderten Internetzugang wird mitgeteilt) Rückfragen schriftlich bis Rückfragen-Beantwortung über Internet Abgabe der Arbeiten Abgabe des Modells Sitzung des Preisgerichts
09.11.2001 04.12.2001 20.12.2001 21.12.2001
11.01.2002 16.01.2002 23.01.2002 15.02.2002 22.02.2002 11.03.2002
Luftbild M 1:5000
Teil 2 Situation und Planungsvorgaben 2. 01 Städtebauliche Situation Lage und stadträumliche Verflechtung Das Wettbewerbsgebiet liegt in der Mitte des Bezirkes Neukölln, dem Ortsteil Britz zugehörig, südlich des Kanalkreuzes von Teltowkanal und Britzer Zweigkanal. Noch heute überwindet man, wenn man den Kanal nach Süden überquert, trotz der städtischen Torbebauung an der Brücke eine städtebauliche Grenze. Die Nord-Südmagistrale Buschkrugallee verbindet das städtische Zentrum Neuköllns an der Karl-Marx-Straße mit den Vorstadtsiedlungen sowohl der 20er Jahre als auch der jüngeren Planungsgeschichte. Prominentestes Beispiel dieser Vorstadtsiedlung sind die in der Nähe des Schulstandortes liegenden Siedlungsbauten von Bruno Taut (u.a. Hufeisensiedlung) sowie die weiter entfernt liegende Gropius-Stadt (benannt nach einem Vorentwurf für die Siedlung von Walter Gropius).
Luftaufnahme der Siedlung Britz. Links von der Gehag gebaute Siedlungen, rechts die der DeGeWo
Zu den Besonderheiten dieses Ortes gehören die naturräumlichen, geomorphologischen Gegebenheiten, die wie selten in Berlin, deutlich erkennbar geblieben sind. Die Buschkrugallee markiert die Bruchkante zwischen Teltower Hochfläche und den Niederungen des Berliner Urstromtales, sichtbar in den Höhenunterschieden innerhalb dieses Planungsgebietes. Die aktuelle Situation ist geprägt durch eine stark heterogene Nutzungs- und Baustruktur und kennzeichnet den nicht eindeutig definierten Raum zwischen dem großstädtischen Bereich Neuköllns im Norden des Planungsgebietes und den Vorstadtsiedlungen im Süden. Die Öffnung der Mauer hat an dieser Ausgangssituation wenig geändert. Baustruktur und Landschaftsraum Das Schulgelände liegt an einem entscheidenden Übergang von städtischer Bebauungsstruktur der verdichteten innerstädtischen Wohngebiete Neukölln und den weniger dichten Siedlungsgebieten, wie sie für Vorstädte charakteristisch sind. In dieser Situation hat sich eine heterogene Struktur von Handwerk und Industrie, Vorstadtsiedlung, Kleingärten und privaten und öffentlichen Freizeit- und Dienstleistungseinrichtungen herausgebildet. Der Landschaftsraum wird wesentlich durch das stark begrünte Kanalufer des Teltowkanals, des „Buschkrugparks“ und der Kleingartenkolonie “Pappelheim“ sowie dem Gartenland „Am Delfter Ufer“ bestimmt. Die Uferbereiche entlang des Teltowkanals besitzen zusätzlich eine Verbindungsfunktion zwischen der Innenstadt und den
Stadtbezirken im Südosten Berlins (Steglitz - Tempelhof - Neukölln - Treptow), hinsichtlich wichtiger ökologischer Aspekte wie Klima, Erhohlung und wertvoller Biotopstrukturen. Diesen besonderen gesamtstädtischen Verbindungsfunktionen wird durch die Planung eines öffentlichen Uferweges Rechnung getragen. Er mündet von Norden kommend (Delfter Ufer), vorbei am Standort Otto-Hahn-Oberschule in das Gebiet der Kolonie „Zum Siedlerheim“ ein. Eine deutliche Zäsur erfährt dieser Landschaftsraum durch das 6-geschossige Oberstufenzentrum, das sich zwischen den zukünftigen Schulstandort Otto-Hahn und Teltowkanalufer schiebt. Der Teltowkanal trennt nach Osten die im 19. Jahrhundert angelegten Baumschulen von Franz Späth ab.
Teltowkanal, Blickrichtung Schulstandort
Die städtische Bebauungsstruktur des nördlich des Teltowkanals gelegenen Gebietes findet mit den beiden gründerzeitlichen Wohngebäuden am Brückenkopf der Buschkrugbrücke ihre städtebauliche Grenze.
Torsituation Buschkrugbrücke, Blickrichtung Süd
Dieser räumliche Bereich wird durch eine Wohnsiedlung der 30er, 50er und 60er Jahre zum Süden hin begrenzt. Östlich der Haarlemer Straße haben sich auf den zusammengelegten ehemaligen Gärtnerfluren monostrukturierte gewerbliche Nutzungskomplexe herausgebildet. Der Bereich westlich der Buschkrugallee ist durch einen dreigeschossigen Siedlungsbautypus der 50er Jahre gekennzeichnet. Eine Verdichtung ist nicht vorgesehen.
Buschkrugallee nördlich der Buschkrugbrücke
Kolonie Pappelheim, Buschkrugallee/ Ecke Haarlemer Weg
Gewerbekomplex Haarlemerweg Nr. 57-65
„Die wichtigste Hauptverkehrsverbindung im direkten Umfeld des Planungsgebietes stellt der westlich angrenzende Straßenzug der B 179 (Karl-Marx-Straße / Buschkrugallee / Rudower Straße) dar. Diese Ausfallstraße stellt heute neben der B 96a die
wichtigste radiale Verbindung von der Innenstadt zur Stadtgrenze im Berliner Südosten dar. Die Späthstraße ist Bestandteil einer übergeordneten Ost-West-Verbindung und verbindet die wesentlichen Abschnitte dieser Achse (Gradestraße und Blaschkoallee) mit dem östlichen (Baumschulenstraße bis zur B 96a). Parallel zum Verlauf des Teltowkanals ist die Neutrassierung der BAB 113 (Teltowkanalautobahn) projektiert. Die BAB-Trasse soll als radiale Ausfallstraße den Berliner Südosten (B 179 bzw. B 96a) verkehrlich entlasten und den geplanten Flughafen Berlin Brandenburg International (BBI) an das Stadtzentrum anbinden. Sie schließt am Autobahndreieck Tempelhof an die BAB 110 an (bis auf Höhe der Buschkrugallee bereits realisiert) und soll zukünftig bis zum Teltowkanal an die B 96a (Adlergestell) anschließen und südlich von Adlershof über den Flughafenstandort bis zur BAB 113 bei Waltersdorf geführt werden. Auf Höhe der Späthstraße ist eine vierrampige Anschlußstelle zur BAB 113 geplant. Damit erhalten die Bezirke Tempelhof-Schöneberg, Neukölln und Treptow-Köpenick zukünftig eine bedeutende Anbindung an die Autobahn bzw. das Berliner Autobahnnetz. Zugleich bildet sich hier eine wesentliche „Schnittstelle“ zwischen den Bezirken Neukölln und Treptow-Köpenick. Die regionale und überregionale verkehrliche Bedeutung dieses Knotens wird langfristig durch die geplante Süd-Ost-Verbindung, dargestellt im FNP ´94 von der B 179 (Buschkrugalle) über die neutrassierte Späthstraße und die B96a (Adlergestell) bis zur Rummelsburger Straße und weiter zur Treskowallee, erheblich zunehmen. „Der geplante direkte Autobahnanschluß und die bezirksübergreifende Verbindungsfunktion der neuen Späthstraße lassen bereits erste Umstrukturierungsprozesse innerhalb des Planungsgebietes erkennen. Zukünftig wird die besondere verkehrliche Lagegunst deutliche Entwicklungsimpulse in diesem Bereich auslösen.“ (aus: Städtebaulicher Rahmenplan „Späthstraße“, Büro Stadt.Land.Fluß, Auftraggeber Bezirksamt Neukölln) Das Planungsgebiet verfügt im Nahbereich über keine zentrenrelevanten Verkaufs- und Dienstleistungseinrichtungen. Zu nennen sind ein Holzfachmarkt an der Haarlemer Straße sowie einige Möbel- und KfZ-Anbieter an der Buschkrugallee. Bedingt durch die entstehende verkehrsgünstige Lage ist zukünftig mit Ansiedlungsinteresse insbesondere von Verbraucher- und Fachmärkten im Umfeld der geplanten Anschlussstelle „Späthstraße“ zu rechnen. Die nächstgelegene öffentliche Grünfläche ist der Park am Buschkrug. Im Umkreis von ca. 1-1,5 km Entfernung befinden sich weitere öffentliche Parkanlagen, wie der Gutspark Britz und die Grünanlage am Fennpfuhl. Sie bilden im Zusammenhang eine ringartige Verbindung aus, die über die Grünflächen in der Hufeisensiedlung angebunden werden. An der Buschkrugallee befinden sich Sportflächen (offener Tennisplatz und Sportplatz) sowie eine Tennishalle im Park am Buschkrug. Zwei Kinderspielplätze sind in die Parkanlagen an der Blaschkoallee integriert. 2.02 Historische Entwicklung Die Buschkrugallee war noch im 18. Jahrhundert ein baumgesäumter Fahrweg, der Rixdorf mit Rudow und Königswusterhausen verband. Wichtige Straßen waren einerseits die Grenzallee - Grenze der Feldmark der Dörfer Rixdorf und Britz - und die Späthstraße - alter Weg von Britz nach Köpenick. Zwischen Späthstraße und Grenzallee trennte die Nord-Süd-Achse den Weg, der heute die Buschkrugallee ist, zwischen der Kienheide im Westen und einer feuchten Niederung, dem Elsenbusch. Beiderseits
gehörte das Gelände zur Britzer Gutsherrschaft. In der feuchten Niederung liegen heute der Teltowkanal und seine nördliche Abzweigung, der Neuköllner Schifffahrtskanal. Dass das so umschriebene Gesamtgelände vom Süden nach Norden erst ansteigt, dann wieder abfällt, ist heute noch besonders zu sehen an dem wechselnden Gefälle der Querstraßen zwischen Späthstraße und neuer Haarlemer Straße. Im heutigen Schulbereich näherte es sich dem Niveau des Elsenbusches, so dass nach 1900 hier der Teltowkanal in der Ost-West-Richtung herangeführt werden konnte. Bebauungsgeschichte 1824 wurde das Britzer Gut erstmals von einem Bürger gekauft, Johann Jouanne. Nicht benötigtes Land wurde verpachtet. Die Karte von der Feldmark Britz, 1833, zeigt das Gelände zwischen dem Weg nach Rudow und dem Elsenbusch, größtenteils feinstreifig parzelliert. Die Pächter waren Rixdorfer Bürger. Das Buschkruggelände wurde einerseits abgeholzt, großzügiger parzelliert und in Erbpacht an Rixdorfer Pächter vergeben. Darauf gehen die heutigen geräumigen Gemeindegrundstücke zwischen Haarlemer Straße und Kanal zurück.
Karte von der Feldmark Britz, 1833
Eine Ausnahme von diesem Filigran bildet ein großes trapezförmiges Gärtnergrundstück (Britzer Neudorf), das heutige Schulgelände. Bevor mit dem Bau des Mittelstufenzentrums begonnen wurde - das Mittelstufenzentrum ist bereits wieder abgerissen-, waren noch entscheidende Merkmale der Gärtnerei vorhanden, integriert in dem
Komplex der Kleingartenkolonie Pappelheim: Reste des Wirtschaftshofes, der vollständige Grundstückszuschnitt, der hintere Feldweg, ergänzt durch einen rechtwinklig auf ihn stoßenden Zugangsweg von der Straße aus. Heute sind davon noch vorhanden: Die alte Grundstücksgrenze nach Norden mit ihrer charakteristischen Winkelstellung gegenüber der Buschkrugallee 57 und dem dahinter liegenden Grabeland (Grabeland und Parzellen Nr. 53/55/57). 2.03 Städtebauliche Entwicklung für das Gesamtgebiet Einschätzung zur städtebaulichen Entwicklung Folgende Aspekte können zur Einschätzung des städtebaulichen Zusammenhangs gegeben werden. Die Anlegung des Freizeitzentrums Blub auf dem Areal einer Laubenkolonie ist das deutlichste Signal eines Übergreifens des Verdichtungsprozesses aus dem Neuköllner in den Britzer Bereich gewesen. Für das Gebiet ist beidseits der Ballinstraße seit anderthalb Jahrzehnten eine zunehmende Verdichtung der Gewerbenutzung zu beobachten, die mit dem Neubau Ecke Sieversstraße als Bürokomplex eine qualitative und unerwartete Zuspitzung erfährt. Die Torsituation der beiden Eckgrundstücke an der Buschkrugbrücke signalisiert das Thema „Verstädterung in der Form geschlossener Bebauung“. Während die Hufeisensiedlung auf den Feldern des Gutes Britz abseits der großen Ausfallstraßen angelegt wurde, geht diese eher traditionelle Verstädterung der Buschkrugallee entlang und wird den Siedlungsbereich ebenso umrahmen wie die Kolonieflächen. Das Straßensystem im Gebiet ist rudimentär. Von dem gleichmäßigen Raster, den die preußische Planung vorgehalten hatte, ist kaum etwas realisiert. Aber allein die neue notwendig werdende Vernetzung mit Treptow und die Aussicht auf eine intensive Bebauung jenseits des Teltowkanals machen die Erweiterung des Stadtnetzes zur Notwendigkeit. Dabei ist natürlich der Autobahnbau eine wesentliche Größe. Städtebauliche Rahmenbedingungen Entsprechend eines vom Bezirksamt - Fachbereich Stadtplanung - an das Büro für das geplante Grundstück Stadt.Land.Fluss in Auftrag gegebenen Gutachtens (Arbeitsstand vom Oktober 2001) sind nachfolgend aufgeführte Rahmenbedingungen für das geplante Grundstück wünschenswert: - Durchwegung zwischen den Schulstandorten (Oberstufenzentrum / Otto-HahnOberschule) mit Anbindung der übergeordneten Grün- und Wegeverbindungen entlang des Teltowkanals; - Ausbildung des Blockrandes durch die Schule mit Vorbereich an der Buschkrugallee - visuelle Abpufferung zur Buschkrugallee-; - Eingangsbereich sinnvoll als Eckausbildung (Buschkrugallee / Haarlemer Straße) mit Vorplatz. Als Rahmenbedingungen festgelegt sind folgende Punkte: - Mindestens 3-geschossige Bebauung zur Buschkrugallee; - Schutz und Erhalt des Baumbestandes. 2.04 Benachbarte Grundstücke Buschkrugallee Nr. 53-57/ “Grabeland“ Das gründerzeitliche Wohngebäude an der Ecke zum „Delfter Ufer“ ist in einem guten baulichen Zustand und in Eigentumswohnungen aufgeteilt. Eine Miteigentümerin ist Eigentümerin des benachbarten Grabelandes am Delfter Ufer, dessen Erschließung nur über landeseigene Flächen mit Sonderregelung möglich ist.
Das landeseigene Grundstück Buschkrugallee 55 ist verpachtet und als Stellfläche für einen Schaustellerbetrieb genutzt. Der Eigentümer der Buschkrugallee 57 hat seine Grundstücksfläche einschließlich der darauf befindlichen KFZ-Werkstatt verpachtet.
Wohnbebauung Buschkrugallee, Ecke Delfter Ufer
Buschkrugallee Nr. 53-57, Aufnahme von 1992
Buschkrugallee Nr. 53-57, Aufnahme von 2001
Oberstufenzentrum Metalltechnik
Der sechsgeschossige Baukörper der Berufsoberschule riegelt den Schulstandort in östlicher Richtung zum Teltowkanal hin ab. Der Eingangsbereich vor der Schule, zwischen Sporthalle der Gesamtschule und dem Gewerbegrundstück Haarlemer Straße 31-45, wird von versiegelten Erschließungs- und Abstellflächen für Pkw´s dominiert und hat wenig Aufenthaltsqualität. Die Freiflächen dieser Schule zum Teltowkanal gelegen sind großzügig. Zukünftig geplante Teilflächen werden lt. BP, StEP und FNP zur Zeit privat und kleingärtnerisch genutzt.
Haarlemer Straße 31-45
Diese Grundstücke sind gewerblich genutzt. Ihre derzeitige Lager-Nutzung ist durch die aktuelle Entwicklung in Frage gestellt. Die Flächen sind stark versiegelt; die Räumlichkeiten haben provisorischen Charakter.
Gartenland am Delfter Ufer 45 A-G
Ein Relikt der großen zusammenhängenden kleingärtnerischen Nutzung ist die Restfläche der ehemaligen Kolonie am Delfter Ufer, die sich zwischen Schulstandort des Oberstufenzentrums und dem Treptowkanalufer erhalten hat. Ein Teil dieser Grundstücksparzellen ist öffentlicher, ein anderer Teil privater Besitz. Auf dem Grundstück am Delfter Ufer 45 E, F befindet sich seit September 2000 die Rudergesellschaft Wiking e.v. Berlin.
Buschkrugallee 58-64
Auf ehemals Kleingartengelände wurde vor Jahren das Freizeitbad „Blub“ errichtet. Der landschaftliche Reiz der leicht gewellten Hochfläche mit Pfuhl ging durch die großflächige Anlage und dem hohen Stellplatzbedarf verloren. An der Straßenkante wurden ein Hotel und ein Wohngebäude als Kopfbauten errichtet, so dass ein Einblick zum Freizeitbad „Blub“ weiterhin erhalten bleibt.
2.05 Das Wettbewerbsgrundstück Grundstück / Größe Das bestehende Schulgrundstück, Buschkrugallee 63, in 12045 Berlin, hat eine Grundstücksfläche von 32.233 m². Es setzt sich aus aus dem Flurstück 123 und teilweise aus den Flurstücken 122 und 133 zusammen. Auf dem Flurstück 122/1 befinden sich zur Zeit Autohändler, deren Pachtverträge kurzfristig kündbar sind. Das Freimachen erfolgt durch die Pächter. Das Flurstück befindet sich im Vermögen des Landes Berlin. Es ist denkbar, dass diese Flächen von der Schule z.B. für Fahrradständer oder als Vorgarten genutzt werden. Eigentümer Eigentümer des Grundstücks ist das Bezirksamt Neukölln von Berlin, Abteilung Bildung, Schule und Kultur.
Vorhandene Bebauung und Die Grundstücksfläche ist mit einer doppelgeschossigen Sporthalle mit 5 Hallenteilen Planungsbindungen und einem Technikgebäude (Gasanschlußraum) im Bereich der Haarlemer Straße bebaut. Die Sporthalle wurde zur gleichen Zeit wie das abgerissene Schulgebäude zu Beginn der 70er Jahre errichtet. Das Sporthallengebäude ist ein „Typenentwurf“, der ebenfalls auf den anderen Gesamtschulstandorten zur Ausführung kam. Da die Sporthalle als Stahlbetonbau errichtet wurde, konnte die Halle nach Beseitigung der asbesthaltigen Verkleidungselemente wieder in Betrieb genommen werden. Die Sporthalle und das Gasanschlussgebäude an der Haarlemer sind zu erhalten und bei der Planung zu berücksichtigen. Das Bootshaus im nördlichen Bereich des Grundstücks wird abgerissen und bleibt bei der Planung unberücksichtigt.
Kamerastandorte für die folgenden 8 Bilder
Bild 1 Blick auf die Ecke Buschkrugallee / Haarlemer Straße
Blick auf die Buschkrugallee
Bild 3 Blick auf die Sporthalle und das dahinterliegende Oberstufenzentrum
Bild 4 Blick von der tieferliegenden Sportfreifläche auf das Oberstufenzentrum und die Sporthalle
Bild 5 Blick auf die Sporthalle
Bild 6 Blick über den Hartplatz auf das Oberstufenzentrum
Bild 7 Blick in den Zwischenraum zwischen der Sporthalle und dem tieferliegenden Hartplatz
Bild 8 Blick an der Sporthalle vorbei in Richtung Buschkrugallee
Das Schulgelände ist im Umweltatlas Berlin als Altlastenverdachtstandort mit Nachweis von Bauschutt dargestellt. Gesonderte Bodenuntersuchungen wurden bisher nicht durchgeführt. Für den Baugrund in diesem Gebiet sind folgende generelle Aussagen, die für den Bau des ehemaligen Bildungszentrums getroffen wurden, auch heute noch zutreffend. Soweit der Boden nicht durch menschliche Eingriffe gestört ist, steht unter der Mutterbodendecke zunächst feinkörniger Sand an, der nach der Tiefe zu mittel- und grobkörnig wird. Ab etwa 5,0 m ist mit einer Geröllschicht, darunter mit hartem Geschiebemergel zu rechnen. Die Sande sind mitteldicht gelagert und bilden einen tragfähigen Baugrund, der nach DIN 1054 belastet werden kann. Beim Abriss des früheren Bildungszentrums wurde ordnungsgemäß aufgefüllt für die damals geplante Bebauung.
Der aktuelle höchste Grundwasserstand (3/91) liegt bei 32,50 über NN. Er lag in den Jahren 70/78/79 bei 32,80 m ü. NN und ist damit konstant. Das Gelände ist leicht geneigt. Der Höhenunterschied von der Buschkrugallee/Haarlemer Straße mit ca. 38,40 m ü. NN beginnend fällt in der Mitte des Geländes bzw. bis zum Beginn der Sportfreiflächen auf ca. 36,40 m ü. NN ab. 2.06 Ver- und Entsorgung Es ist davon auszugehen, dass alle für den Standort erforderlichen technischen Infrastruktureinrichtungen vorhanden sind.
Trafostation / Heizzentrale
Lediglich die Trafostation der BEWAG und die Heizzentrale sind zu ersetzen, falls die Gebäude durch den Neubau der Oberschule beeinträchtigt werden. 2.07 Freiflächen, Vegetation
Baumbestand / Grün
Der Bewegungsraum vor dem ehemaligen Schulgebäude zur Buschkrugallee und Haarlemer Straße hin, wird durch größere Vegetationsflächen mit Strauchbepflanzung untergliedert, die keine weitere Planungsbindung darstellen. Dies gilt für den Baumbestand entlang der Straßenkanten nur eingeschränkt. Die drei ca. 15 bis 20-jährigen Platanen an der Kante zur Buschkrugallee sollten als straßenraumprägende Baum-
standorte erhalten werden. Die weiteren Platanen in diesem Bereich stehen zur Disposition. Der bisherige Pkw-Stellplatz in paralleler Führung zur Haarlemer Straße wurde durch zwei Baumreihen mit Platanen, die einen insgesamt guten Zustand aufweisen, begrenzt. Zur Straßenkante hin wurde die Platanenreihe mit zum großen Teil erhaltenswerten Kugelahorne ergänzt. Der Vegetationsbestand der schulgenutzten Freifläche ist überwiegend als Abgrenzungsvegetation zwischen unterschiedlichen Sportfeldern oder zu den Nachbarbereichen charakterisiert. Die Baumstandorte an der nördlichen Grenze des Schulhofes stellen im Verbund mit dem „Grabeland“ einen herausragenden Vegetationsbestand mit Gartencharakter dar. Ein Niveausprung von 1 bis 2 m an der Grenze zum Grabeland ermöglicht einen intensiven Einblick vom Schulgelände aus in einen Grünraum, der insgesamt kulturell geprägt ist. Einzelne Baumstandorte des Grabelandes als auch der grüne Zwischenraum zum Schulgelände sind der Spontanvegetation zuzuordnen. Ein über Jahrzehnte gewachsenes Ensemble von Robinien, Kastanien, Ahornbäumen, sowie der Esche und Eiche am Saum auf dem Schulgelände prägen diesen Grün- und Landschaftsraum und bilden den Übergangsbereich zum Landschaftsraum am Teltowkanal. In diesem Übergangsbereich zum Grabeland liegt der ehemalige Schulgarten. 2.08 Verkehr Öffentlicher Personennahverkehr Der Schulstandort ist durch den öffentlichen Personennahverkehr gut erschlossen. sowohl das U-Bahn-Netz, U-Bahnhof „Grenzalle“ und „Blaschkoallee“(U7), als auch das Verkehrsnetz über Buslinien der Linie 141 Buschkrugallee / Blaschkoallee, der Linie 146 von der Endhaltestelle Haarlemer Straße, sind unmittelbar erreichbar. Die wichtigste Hauptverkehrsverbindung im direkten Umfeld des Planungsgebietes stellt der Straßenzug der B 179 (Karl-Marx-Straße / Buschkrugallee / Rudower Straße) dar. Diese Ausfallstraße stellt heute neben der B 96a die wichtigste radiale Verbindung von der Innenstadt zur Stadtgrenze im Berliner Südosten dar. Ein erheblicher Teil des Verkehrs wird durch die Pendlerbewegung der im Südteil Neuköllns wohnenden Bürger verursacht. Mit der Öffnung der Späthbrücke für den Fahrzeugverkehr wurde eine bessere Anbindung erreicht. Die Späthstraße ist Bestandteil einer übergeordneten Ost-West-Verbindung und verbindet die westlichen Abschnitte der Achse (Gradestraße und Blaschkoallee) mit den östlichen (Baumschulenstraße bis zur B96a). 2.09 Planungsrecht Flächennutzungsplan Im Flächennutzungsplan Berlin in der Fassung der Neubekanntmachung vom 23. Oktober 1998 ist das Wettbewerbsgebiet Bestandteil einer größeren, zusammenhängenden Gemeinbedarfsfläche, beginnend an der Buschkrugallee Nr. 53 bis 63, Ecke Haarlemer Straße. Diese Fläche bezieht sowohl den Standort der Otto-Hahn-Oberschule, des Oberstufenzentrums und einer Großsportanlage mit ein, als auch die derzeit noch als Gartenland genutzten Flächen am Delfter Ufer. Die übrigen Grundstücke dieses Blockes, d.h. das Gebiet zwischen Teltowkanal und der Haarlemer Straße, sind als gewerbliche Baufläche ausgewiesen. Das Gebiet zwischen der Buschkrugallee, der Haarlemer Straße und Leidener Straße wurde als gemischte Baufläche, das Gebiet südlich der Leidener Straße als Wohnbaufläche Typ 2 mit einer GFZ bis 1,5 festgelegt.
Westlich der Buschkrugallee sieht der FNP 98 Wohnbauflächen des Typs 2 mit einer GFZ bis 1,5 vor. Der Uferbereich des Teltowkanals ist als öffentlicher Grünbereich ausgewiesen. Stadtentwicklungsplan STEP 1 Öffentliche Einrichtungen Der Maßnahmeplan des Stadtentwicklungsplanes mit Stand 1995 stellt für das Planungsgebiet die Versorgung mit Schul- und Sportflächen dar. Außer dem Bestand werden auch Erweiterungsflächen der zur Zeit noch als Gartenland genutzten Grundstücke sowie Grabelandfläche unter Buschkrugallee 53 (wie FNP, jedoch ohne Buschkrugallee 53) dargestellt. Laut Landschaftsprogramm von 1994 ist das Wettbewerbsgebiet im Programmplan Naturhaushalt / Umweltschutz als Vorranggebiet für Luftreinhaltung ausgewiesen. Es sind daher Maßnahmen zur Emissionsminderung, Verbesserung des Luftaustausches sowie zum Erhalt bzw. zur Entsiegelung von Freiflächen und zur Erhöhung des Vegetationsanteils erforderlich. Als städtischer Übergangsbereich mit vorwiegend Mischnutzungen kommen der Entwicklung von Grünräumen und Ruderalbiotope auf Infrastrukturflächen besondere Bedeutung zu. Es sollen charakteristische Stadtbildbereiche durch eine differenzierte Grüngestaltung von Straßen- und Siedlungsfreiräumen unter Berücksichtigung ortstypischer Gestaltelemente entwickelt werden. Der Uferbereich südlich des Teltowkanals soll für eine öffentliche Erholungsfunktion erhalten und verbessert werden. Er ist Teil eines Grünwege- und Biotopverbundsystems entlang des Teltowkanals. Planfeststellungsverfahren A 113 Das Planfeststellungsverfahren für den geplanten „Neubau A 113 von der Landesgrenze Berlin / Brandenburg bis zum Autobahndreieck Neukölln und Stadtring A 100 bis zur Anschlussstelle Buschkrugallee“ wurde im September 1999 abgeschlossen. Der Teilabschnitt umfaßt die geplante Trasse der Teltowkanalautobahn sowie die geplante Anschlussstelle Späthstraße und die Anbindung bzw. den Umbau der alten Späthstraße bis zur geplanten Wendeschleife an der Späthbrücke. (aus: Bezirksamt Neukölln von Berlin, Städtebaulicher Rahmenplan „Späthstraße“). Für das Wettbewerbsgebiet gilt der Bebauungsplan XIV 80a von 1972. Hierin sind folgende Festlegungen getroffen: - Gemeindebedarfsfläche mit offener Bauweise; GRZ = 0,4; GFZ = 1,2 - Die Buschkrugallee wird auf ein Straßenprofil von 38 m erweitert - Die Baugrenze tritt 5 m hinter die Straßenbegrenzungslinie zurück; der Zwischenraum ist als Grünstreifen definiert Dieser Plan entspricht nicht mehr den aktuellen, entwicklungspolitischen Leitbildern. Auch wenn diese für das umliegende Gebiet noch nicht abschließend festgelegt sind, werden heute von den zuständigen Planungsstellen des Bezirksamtes für das unmittelbare Wettbewerbsgebiet folgende Festlegungen getroffen: Planungs- und baurechtliche Festlegungen - Die festgesetzte Baugrenze (keine Baulinie) ist einzuhalten. - Gemäß festgesetztem Bebauungsplan ist offene Bauweise vorgesehen; stadtplanerisch gewünscht ist eine Blockrandbebauung. - Im festgesetzten Bebauungsplan ist die Geschossigkeit nicht festgelegt; stadtplanerisch gewünscht sind mindestens 3 Geschosse. - Gemäß BauOBIn sind Abstandflächen auf dem Baugrundstück nachzuweisen. Überschneidungen untereinander sind nicht zulässig.
Zur Unterstützung „der künftig zunehmenden verkehrlichen Funktion und Bedeutung der Anschlussstelle Späthstraße wird durch das bezirkliche Tiefbauamt der Abschnitt der Späthstraße zwischen Buschkrugalle und Haarlemer Straße zweispurig ausgebaut. Die Planung (Stand April 2000) sieht eine Verbreiterung des Straßenprofils nach Norden um ca. 11 m auf insgesamt 23,50 m bis 24,10 m vor.“ (Bezirksamt Neukölln von Berln, Städtebaulicher Rahmenplan „Späthstraße“).
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe 3.01 Besonderheiten der Wettbewerbsaufgabe An dieser Stelle wird nochmals ausdrücklich auf die Besonderheiten dieses Verfahrens hingewiesen. Da es sich nicht um einen Architekten-Wettbewerb, sondern um einen Wettbewerb für Generalplaner handelt, werden nicht nur Aussagen zur Ergebnisqualität der Architektur / Funktion / Gestaltung, Wirtschaftlichkeit bei der Erstellung und den voraussichtlichen Baunutzungskosten erwartet, sondern auch plausible und kompetente Aussagen zur Gewährleistung einer möglichst hohen und störungsunempfindlichen Prozessqualität. Die Komplexität und Herausforderung der Aufgabenstellung ergibt sich aus den besonderen Rahmenbedingungen, unter denen des Projekt steht. Im Einzelnen sind dies: - die Einhaltung und in keinem Fall zu überschreitenden Gesamtkosten (Kostengruppe 3-6) in Höhe von 32,9 Mio DM brutto; - Identität als kostenbewußtes Gebäude mit architektonischem Anspruch; - Baubeginn 2003, Fertigstellung im Sommer 2005. Um unter diesen Rahmenbedingungen zu einem städtebaulich-architektonisch und funktional überzeugenden Ergebnis zu kommen und gleichzeitig eine Optimierung unter Kosten- und Termingesichtspunkten zu erreichen, ist neben der Lösung der Entwurfsaufgabe für Gebäude und Außenanlagen auch die Entwicklung von geeigneten baukonstruktiven und gebäudetechnischen Konzepten sowie eine effektive Planungs- und Bauorganisation unabdingbar. Daher wird im Wettbewerb vorgeschrieben, dass Architekten, Landschaftsarchitekten und beratende Ingenieure der entsprechenden Fachrichtungen und mit den entsprechenden Qualifikationen von der ersten Planungsphase an in einer geeigneten Generalplanerkonstellation zusammenarbeiten. Der Auslober / Bauherr erwartet, daß die fachspezifischen Beiträge und Vorschläge dezidiert angeboten und nachvollziehbar dargestellt werden (siehe auch Teil 1 Verfahren). Entsprechend diesen Zielvorstellungen gliedert sich die Wettbewerbsaufgabe in 3 Teile: 3.02 Gebäudeentwurf und Außenanlagen 3.03 Baukonstruktion und Gebäudetechnik 3.04 Planungs- und Bauorganisation Dabei geht es in der 1. Phase zunächst und vor allem um den Nachweis, dass die Teilnehmer bereit und in der Lage sind, sich mit den genannten Anforderungen kreativ und effektiv auseinanderzusetzen und über die dazu notwendigen Qualifikationen verfügen. In der 2. Phase werden zu den genannten Themenkomplexen konkrete und prüfbare Aussagen und Vorschläge erwartet. 3.02 Gebäudeentwurf und Außenanlagen 3.02.01 Städtebauliche und architektonische Zielvorstellungen Aus städtebaulicher und architektonischer Sicht besteht die Besonderheit der Aufgabenstellung in der Lage des Schulstandortes am Rande eines innerstädtischen Quartiers und aus einem sich in der Entwicklung befindenden Umfeld. An diesem Schnittpunkt sehr unterschiedlicher städtebaulicher Strukturen soll sich das neue Schulgebäude vermittelnd einfügen. Besonderer Wert wird auf die Erkennbarkeit als öffentliches Gebäude gelegt. Entsprechend den wirtschaftlichen Gegebenheiten sollte dies jedoch vor allem durch Klarheit
und Einfachheit sowie durch gestalterische Disziplin erreicht werden – auch vor dem Hintergrund, daß sich die Umgebung durch eine große Vielfalt an unterschiedlichsten Architekturen (Fassadenstrukturen, Materialien, Dachformen usw.) darstellt. Für die Buschkrugallee mit ihrer Funktion als Haupteinfallstraße nach Neukölln und Kreuzberg ist eine straßenbegleitende und straßenraumbildende Bebauung erwünscht (siehe Punkt 2.09 Planungsrecht). Dabei nehmen die von dort ausgehenden Schallund Schadstoffemmissionen besonderen Stellenwert für die Lage und Ausrichtung des neuen Schulgebäudes ein. Der Lärmschutz ist dabei ein wichtiges Thema der Aufgabenstellung. 3.02.02 Funktionale Anforderungen an das Gebäude Bei der Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe sollen die Aussagen zu Funktionszusammenhängen einschließlich der farblichen Darstellung, gemäß Anhang, in der 1. Phase nicht über eine grundsätzliche Verteilung der Programmbereiche (siehe Raumprogramm) hinausgehen. Die konkretere Ausarbeitung sowie die Darstellung der bereichsinternen Funktionszusammenhänge sind erst in der 2. Phase gefordert. Mittelstufe In der Mittelstufe erfolgt der Unterricht im Klassenverband (Stammklassen). Wünschenswert – jedoch nicht zwingend gefordert – ist eine Organisation der Klassenräume in Jahrgangsgruppen. Die Einführungsphase (Klasse 11) stellt das Bindeglied zwischen Mittelstufe und Oberstufe dar. Der Klassenverband ist noch nicht völlig aufgehoben, d. h. den Klassen sind jeweils noch eigene Klassenräume zugeteilt. Der Unterricht im 12. und 13. Jahrgang findet im Kurssystem statt. Hierfür sind neben den Fachräumen die verschiedenen Gruppenräume vorgesehen. In geringem Umfang werden die Gruppenräume auch von der Mittelstufe für Förderer- bzw. binnendifferenzierten Unterricht genutzt. Der Aufenthaltsraum ist der Oberstufe zugeordnet. Die Arbeitsplätze in der Bücherei werden ebenfalls vor allem von der Oberstufe genutzt. Sprachen/Informatik Der Fachbereich Sprachen / Informatik wird von allen Klassenstufen genutzt. Aufgrund der Ausstattung mit hochwertigen Geräten sollte er nicht im Erdgeschoss angeordnet werden (Diebstahlsicherung). Im Prinzip sind sie in die drei Fachbereiche Physik, Chemie und Biologie aufgeteilt, sie werden jedoch auch fachübergreifend genutzt. Vorzugsweise sollten sie auf einer Ebene liegen. Die Sammlung ist jeweils zwischen dem Demonstrationsraum und einem der Demo/ Übungsräume angeordnet. Demo-Sammlung-Demo/Übung bilden somit die Kernraumgruppe eines Fachbereichs. Weitere Demo/Übungsräume schließen an diese Kernraumgruppe direkt an. Alle Räume eines Fachbereichs sind mit direkter Türverbindung vorzusehen. Arbeitslehre Anliegerung, Zentrallager und Werkräume sollten so angeordnet werden, dass ein Lastenaufzug vermieden wird. Die Aula wird auch für außerschulische Veranstaltungen genutzt, d. h. sie muß - möglichst mit WC´s - auch von den anderen Bereichen der Schule räumlich abtrennbar sein. Gewünscht wird eine direkte Verbindung zum Musikbereich für größere Aufführungen oder Veranstaltungen. Gewünscht ist auch die Nähe zur Cafeteria.
Eine räumliche Aufteilung des Aufenthaltsraumes auf die Jahrgänge ist erwünscht. Die vorhandene Sporthalle wird weiterhin genutzt. Sie ist somit nicht Thema des Wettbewerbs, aber funktional und konzeptionell zu berücksichtigen. 3.02.03 Raumprogramm Nach dem bestätigten Bedarfsprogramm wurde ein Raumprogramm mit einer Hauptnutzfläche von 5.920 m² zuzüglich Freiflächen (Außenanlagen und Sportfreiflächen) anerkannt. Der nachgewiesene Bedarf verteilt sich nach Flächenkategorien wie folgt: Allgemeine Unterrichtsräume Informatik / Sprachen Naturwissenschaften Musik / Kunst Arbeitslehre Aula / Mehrzweckraum Bücherei Verwaltung Lehrer Behindertenintergration Summe ohne Sport m² / Schüler: 7,1 2.270 340 895 610 485 475 235 215 315 80 m² m² m² m² m² m² m² m² m² m²
Nachfolgend wird der Bedarf im Einzelnen nach der Nutzungsart aufgezeigt: Raumprogramm für den Neubau (Ersatzbau) der Otto-Hahn-Oberschule, Buschkrugallee; Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe; MS 6 OS 2 Züge; mit offenem Ganztagsbetrieb; aufgestellt von der Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport, April 2001 Züge: Schüler Mittelstufe: Schüler Oberstufe: Summe Schüler: Lehrer: Raumbezeichnung Allgemeine Unterrichtsräume Klassenraum Mittelstufe mit Garderobe Klassenraum Einführungsphase mit Garderobe Leistungsdifferenzierter Unterricht / Gruppenraum MS Kursraum OS Kursraum OS Sammlung Summe Allgemeiner Unterricht 6+2 720 120 840 85 Plätze 30 30 25 25 20 Größe Anzahl 65 m² 65 m² 50 m² 50 m² 40 m² 20 m² 24 2 6 2 2 5 41 Gesamt 1.560 m² 130 m² 300 m² 100 m² 80 m² 100 m² 2.270 m²
Sprachen / Informatik
Sprachenraum Informatik / ITG Sammlung Summe Sprachen / Informatik
30 16/30
80 m² 80 m² 20 m²
80 m² 240 m² 20 m² 340 m² 180 m² 480 m² 225 m² 10 m² 895 m² 160 100 50 240 10 50 m² m² m² m² m² m²
Übung/Demo Physik/Chemie/Bio 30 Übung/Demo Physik/Chemie/Bio 24 Sammlung / Vorbereitung incl. Langzeitversuche/Brennbare Flüssigkeiten Laborwart 1 Summe Naturwissenschaften
90 m² 80 m² 225 m² 10 m²
Musik / Darst. Spiel / Kunst
Musik Fachraum Mehrzweckraum (Darst. Spiel / Musik) Sammlung Kunst-Fachraum / Plastisches Gestalten Vorbereitung / Brennofen Sammlung Summe Musik / Darst. Spiel / Kunst
80 100 50 80 10 50
2 1 1 3 1 1 9
610 m² 160 80 100 80 50 15 m² m² m² m² m² m²
Werkraum - Mechanische Technologie Maschinenraum - Holz / Metall Lehrküche / Esszone / Sammlung Textiles Gestalten / Sammlung Zentrallager Werkstattleiter (incl. Duschen, Waschen, WC) Summe Arbeitslehre
80 80 100 80 50 15
7 m² m² m² m² m² 1 1 1 1 1
485 m² 300 50 50 60 15 m² m² m² m² m²
Mehrzweckraum 300 Cafeteria (incl. Ausgabe / Aufenthalt) 50 Spieleraum 50 Aufenthalt Oberstufe 60 Sozialpädagoge / Erzieher 1 15 Zone für Schließfächer (innerhalb der Verkehrsfläche) Summe Aula
5 125 m² 90 m² 20 m²
475 m² 125 m² 90 m² 20 m² 235 m²
Bücherstellfläche incl. Freihand Einzelarbeit Technische Sammlung Summe Bücherei
Sporthalle (nicht Bestandteil des Wettbewerbs)
Schulleiter Stellvertreter / Stundenplan Mittelstufenleiter Pädagogischer Koordinator Sekretariat incl. Teeküche Erste Hilfe Kopierraum Schülervertretung / Schülerzeitung Postfächer - Lehrer Hausmeister - Dienstraum Hausmeisterwohnung vorhanden Reinigungspersonal Summe Verwaltung
25 15 15 30 30 10 15 35 20 10
10 m² 215 m² 160 m² 35 m² 60 m² 60 m²
Aufenthaltsraum MS Aufteilung auf die Jahrgänge incl. Stillarbeit / Teeküche OS Aufteilung auf Fachbereiche möglich: NW, AL, MU/DstSp/KU Beratungsraum / Elternsprechzimmer 30 (Aufteilung auf die Jahrgänge 4x15 m² möglich) Summe Lehrer
40 m² 35 m² 60 m² 60 m²
315 m² 4 5 80 m² 250 100 10 15 50 m² m² m² m² m² 80 m²
Ruheraum 20 m² Sanitär- und Pflegeraum (WC, Dusche, Wickeltisch) KfZ-Stellplätze für Behinderte Summe Integration Behinderter
Wirtschftsräume Abstellräume / Archiv (im erf. Umfang) ca. (keine HNF) Büchermagazin Garten / Schneeräumgeräte Hausmeister - Keller / Werkstatt Stuhllager Putzmittel 1x je Geschoß / Ebene Technikräume
10 15 50 5
1 1 1 1 nach Bedarf 3 Sitze 14 8 7 3
Summe Wirtschaftsräume (ohne Flächenanteile Putzmittel) WC (keine HNF) WC - Anlagen Mädchen je 30 Knaben je 50 Damen je 6 Herren je 15 Sitze 1 1 1 1 PP 2 2
425 m² PP 17 6
Wasch- und Toilettenräume gleichmäßig auf die einzelnen Etagen des Gebäudes verteilt. Je Ebene ist eine Kabine pro Geschlecht für Rollstuhlfahrer innerhalb der Gesamtzahl vorzusehen. Ist keine Toilette in unmittelbarer Nähe der Mehrzweck- und Fachräume vorhanden, sind für diesen Bereich zusätzlich 2 WC-Sitze für Damen und 1 WC-Sitz für Herren und zwei PP-Becken vorzusehen. Für außerschulische Nutzung des Schulhofes sind zusätzlich gut erreichbar je 1 WC-Sitz pro Geschlecht vorzusehen. Freiflächen Außenanlagen Pausenfläche Schulgarten (Nutzgarten, Biotop) Fahrradständer Kfz-Stellplätze für Behinderte 5 m² /Schüler 300 5 4.200 m² 1.500 m²
Spielfeld 52 x 79 m (Brutto) 100 m - Laufbahn (120 m Brutto) Weitsprung 45 m Anlauf (Brutto) Grube 5,55 m x 9 m Hochsprungkissen 4 m x 6 m, neben dem Spielfeld Kugelstoßen 1 Ring Sektor 40°, 20 m Schenkellänge Gymnastikwiese Summe Sportfreiflächen
4 Bahnen 3 Bahnen
4.760 m² 962 m² 350 m² 40 m² 220 m² 400 m² 6.732 m²
Bei der Planung der Außenanlagen ist der § 3 (3) Kinderspielplatzgesetz zu beachten. 3.02.04 Freiraumgestaltung Innerhalb der Aufgabenstellung sind (unter Beachtung des nachfolgenden Textes) Entwurfskonzepte für die Gestaltung der Außenanlagen der Oberschule sowie der Sportfreiflächen zu entwickeln. Hierbei soll in der 1. Phase lediglich die grundsätzliche Disposition der Freiräume dargestellt werden; eine weitergehende Ausarbeitung ist Teil der 2. Phase. Pausenflächen Im Rahmen des Wettbewerbs sind Entwurfskonzepte für die Gestaltung entsprechender Pausenflächen nach dem vorliegenden Raumprogramm zu entwickeln. Die Konzepte sollen ein vielfältiges Angebot von Aufenthalts- und Bewegungsflächen durch z. B. Bodenmodellierungen, Bepflanzungen, bauliche Elemente beinhalten. Neben der Berücksichtigung der unterschiedlichen Ansprüche und verschiedenen Nutzungsbereiche sollen Möglichkeiten für Veränderungen durch die Schule vorgesehen werden. Die im guten Zustand vorhandenen 2 Spielfelder 22 x 44 neben der Sporthalle decken den Schulbedarf vollständig ab und sind zu erhalten. Die große, desolate Sportfläche steht zur Disposition. Von den Teilnehmern ist die Möglichkeit zum Bau eines zusätzlichen Grossspielfeldes für den Vereinssport, mit einer Fläche von 64 x 100 m, grafisch nachzuweisen.
Als wertvoller und im Zusammenhang zu erhaltender Bereich ist der Uferstreifen am Teltowkanal anzusehen. Durch das geschwungene Ufer, den dichten Baumbestand und die geschlossene Gehölz- und Krautschicht (wilder Wein, Efeu, Brombeeren, Wildkräuter) entsteht beim Betreten des Uferweges vom Delfter Ufer aus der Eindruck
einer naturbelassenen Flußlandschaft. Der Asphaltweg wird sowohl von Fußgängern, als auch von Fahrradfahrern benutzt. Im Rahmen des zu schützenden Baumbestandes des Schulgrundstücks fallen zwei vitale Gehölzgruppen im nördlichen Teil auf sowie die Randpflanzung der Laufbahn durch Flügelnüsse. Die überwiegenden Baumarten auf dem Gelände sind Platanen und Kugelahorne. 3.02.05 Erschließung/Stellplätze Bei der Anlage des internen Erschließungssystems ist eine klare Wegeführung (Differenzierung in Haupt- und Nebenwege) anzustreben. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Vorgaben und des engen Kostenrahmens sind die Verkehrswege möglichst knapp zu halten (der Richtwert BGF / Hauptnutzfläche /Soll < 1,7 ist verbindlich einzuhalten; der Quotient BRI /Hauptnutzfläche/Soll sollte 6 nicht überschreiten). Es können jedoch räumlich gezielt großzügige Bereiche geschaffen werden, die funktional sinnvoll in die geplante Nutzungsstruktur eingebunden werden. Sie sollen vielseitig nutzbar und ggf. mit angrenzenden Nutzungen zusammenschaltbar sein. Auf dem Schulgelände sind 300 Fahrradstellplätze unterzubringen. Diese sollen gut sichtbar und leicht einsehbar angelegt werden. Für Behinderte sind 5 KFZ-Stellplätze vorzusehen. 3.02.06 Bauliche Maßnahmen für Behinderte Sämtliche Bereiche des Gebäudes sind gem. DIN 18024, Teil 2 (Stand November 1996) nutzungs- und funktionsgerecht für Mobilitätsbehinderte anzulegen. Das betrifft sowohl den Baukörper als auch die Außenanlagen. Die Anzahl der Aufzüge ist zu minimieren. Vorrangig ist darauf zu achten, dass bei der Erschließung der Gebäude, der horizontalen und vertikalen stufenlosen Erreichbarkeit der jeweiligen Ebenen sowie der sanitären Angebote für insbesondere mobilitätsbehinderte Personen, diese möglichst direkte Zugänglichkeiten bzw. zentral gelegene Anbindungen erhalten. 3.02.07 Lärmschutz Einen besonderen Stellenwert für die Lage und Ausrichtung des neuen Schulgebäudes haben die von dem Verkehr der Buschkrugallee ausgehenden Schall- und Schadstoffemmissionen. Der Lärmschutz ist dabei ein wichtiges Thema der Aufgabenstellung. Im Abstand des Eckgebäudes Buschkrugallee / Delfter Ufer beträgt der Beurteilungspegel während der Nutzungszeit der Schule Lr = 76 dB (A), im Abstand von 200m Lr = 63 dB (A), berechnet aus den SenVuB-Verkehrsmengenzählungen von 1990. Es ist davon auszugehen, dass die Buschkrugalle durch den Bau der Stadtautobahn mittelfristig entlastet wird. Gesucht werden entwurfliche Lösungen, die die Belastung durch Schall- und Schadstoffemissionen minimieren ohne den Richtwert BGF/ Hauptnutzfläche < 1,7 zu überschreiten oder z.B. eine Klimatisierung erforderlich zu machen.
3.02.08 Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien Bei der Planung sind insbesondere zugrunde zu legen: Vorschriften Bauordnung für Berlin in der Fassung vom 03. September 1997 und ergänzende Vorschriften. Muster-Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen vom 10. Juli 1998 (s. Anhang) 3.02.09 Wirtschaftlichkeit Nach der Landeshaushaltsordnung ist der Bauherr zur sparsamen und wirtschaftlichen Mittelverwendung verpflichtet. In Zeiten einer äußerst angespannten Haushaltslage ist es ein wesentliches Wettbewerbsziel, möglichst wirtschaftliche und kostengünstige Entwurfskonzepte zu erhalten. Die Entwürfe für das Gebäude sind streng danach auszurichten, dass der Kostenrahmen (Kg 3-6 ) von insgesamt 32,9 Mio DM brutto eingehalten wird. Die Wirtschaftlichkeit der Entwurfskonzepte ist gleichrangig bewerteter Teil der Aufgabenstellung. Dies betrifft sowohl die allgemein gültigen Merkmale und Kennzeichen kostengünstigen Bauens als auch die spezifischen Indikatoren in den Bereichen Baukonstruktion und Gebäudetechnik. Auf Grund der spezifischen Nutzung Schule und im Hinblick auf die zukünftigen Kosten der technischen Gebäudeverwaltung (Baunutzungskosten DIN 18960) kann die Lösung nicht in “Billigbauweisen“ liegen. Der Auslober gibt zu bedenken, dass aus der intensiven und z.T. rücksichtslosen Nutzung in allen Bereichen sehr robuste und reparaturfähige Materialien und Konstruktionen erforderlich und erwartet werden. Gleichzeitig ist bei der Auswahl der Baustoffe eine hohe Sensibilität der Nutzer hinsichtlich potentieller gesundheitlicher Auswirkungen zu berücksichtigen (z.B. künstliche Mineralwolle). Auch wenn im Rahmen des Wettbewerbes – und vor allem in der 1. Bearbeitungsphase – eine entsprechende Darstellung und Detaillierung weder möglich noch erforderlich ist, soll bereits an dieser Stelle auf das Spannungsfeld zwischen minimierten Bau- und Betriebskosten und den besonderen Nutzungsanforderungen hingewiesen werden. Dabei reicht das Spektrum des geforderten Mindeststandards von dauerhaften, trittund schlagfesten Konstruktionen der äußeren Hülle (insbesondere im Griffbereich) über mindest doppelt beplankte leichte Trennwände und den Verzicht auf Gipsmaterialien in Feuchträumen bis hin zur Qualität der Installationsobjekte und Armaturen. Diese beispielhaft genannten Mindeststandards dürfen keinesfalls unterschritten werden, während “Komfortstandards” wie schwimmender Estrich oder abgehängte Decken ausdrücklich zu vermeiden sind. Durch die Forderung nach einer frühzeitigen Beteiligung aller kostenbeeinflussenden Planer und Fachrichtungen erwartet der Auslober bereits in der 1. Phase konzeptionelle Lösungsansätze, die diese Forderungen gleichrangig berücksichtigen. In der 2. Phase sind die konzeptionellen Lösungsansätze zu vertiefen und konkrete Aussagen zu den einzelnen Aspekten zu treffen und darzustellen. 3.02.10 Ökologische Zielsetzung Bei Lösung der Entwurfsaufgabe sind die Grundprinzipien ökologischen Bauens zu beachten. Dabei geht es jedoch nicht um den Einsatz aufwendiger Techniken, sondern vielmehr um Fragen der Gebäudekonzeption, wie z.B. die Minimierung von Wärmever-
lusten durch ein günstiges Oberflächen / Volumenverhältnis, die Wärmespeicherfähigkeit der Bauteile, die Orientierung der unterschiedlichen Funktionsbereiche, die natürliche Belichtung und Belüftung aller Räume usw. Für Konstruktion und Bauausführung sollen nur Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich ihrer Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen. Regenwasser von Dachflächen und befestigten Flächen im Freiraum ist durch Sickergruben, Sickerschächte oder ähnliche Anlagen auf dem Grundstück zu versickern, zu verdunsten oder über geeignete Ableitungsmassnahmen an anderer Stelle dem Grundwasser bzw. einem Vorfluter zuzuführen. Eine Ableitung in das öffentliche Entwässerungsnetz ist nur als Überlauf zulässig. 3.03 Baukonstruktion und Gebäudetechnik Eine wesentliche Fragestellung des Wettbewerbs ist es, welche baukonstruktive und gebäudetechnische Konzeption einschließlich Haupttrassenführung die Teilnehmer vorschlagen, um das von ihnen dargestellte Entwurfskonzept unter den genannten Kosten- und Qualitätsanforderungen zu realisieren. Um eine Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge unter diesen Gesichtspunkten zu ermöglichen und gleichzeitig die Kompetenz des Generalplaners bewerten zu können, sollen hierzu im Rahmen des Wettbewerbs sowohl konzeptionelle - 1. Phase - als auch konkrete Aussagen - 2. Phase - getroffen werden. Dabei sind nicht nur die „einmaligen“ Herstellungskosten sondern auch die künftigen und langfristigen Betriebs-, Wartungs- und Unterhaltungskosten zu berücksichtigen. 1. Phase In der 1. Phase soll die baukonstrukive und gebäudetechnische Grundkonzeption beschrieben und dargestellt werden. Besonderer Wert wird dabei auf die Darstellung des konzeptionellen Ansatzes zur Einhaltung des Kostenrahmens und der Qualitätsvorgaben gelegt. Über die konzeptionellen Aussagen hinaus sind Angaben zu folgenden Bauteilen zu machen: 2. Phase Gründung Tragsystem Außenhülle (Wand und Dach) Gebäudetechnik / Technische Anlagen / Haupttrassenführung
In der 2. Phase sind die konzeptionellen Lösungsansätze entsprechend der zunehmenden Bearbeitungstiefe weiterzuentwickeln und zu konkretisieren. Um die Prüfbarkeit und Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge zu gewährleisten, ist dabei – neben der Darstellung des Entwurfsansatzes in Skizzen und Textform – eine Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 KoGr. 300 und 400 gefordert. 3.04 Planungs- und Bauorganisation 3.04.1 Zusammensetzung und Organisation des Generalplaners Nur in einer leistungsfähigen Projektorganisation der Planung und Baudurchführung sind die qualitativen Anforderungen zu erfüllen und die genannten Kosten und Qualitäten einzuhalten. Der Auslober/Bauherr erwartet daher eine schlüssige und hinsichtlich der Leistungsfähigkeit überzeugende Zusammensetzung und Organisation des Generalplaners. Dabei ist es bei gleichwertigen Qualifikationen unerheblich, ob die Planergemeinschaft bereits institutionell besteht oder sich erst – ggf. speziell für das
Projekt befristet – gebildet hat oder bilden wird. Es ist davon auszugehen, dass der Generalplaner sämtliche für das Projekt erforderliche Planungsleistungen nach HOAI §§ 15, 64, 73 Phase 2-9 (Vorentwurfsplanung bis Objektbetreuung) sowie Projektsteuerungsleistungen nach § 31 HOAI übernimmt. 1. Phase In der 1. Phase ist eine Beschreibung und Darstellung der Zusammensetzung und Organisation des Generalplaners in Skizzen und ggf. Textform gefordert (siehe auch 1.10 geforderte Leistungen). Dabei ist davon auszugehen, dass der Generalplanervertrag sämtliche für das Projekt erforderlichen Planungsleistungen nach HOAI §§ 15, 64, 73 Phase 2 bis 9 (Vorentwurfsplanung bis Objektbetreuung) sowie Projektsteuerung nach § 31 HOAI umfaßt. Im Einzelnen sind von den Teilnehmern folgende Fragen zu beantworten: 1. Welche Fachrichtungen / Qualifikationen sollen / müssen nach Auffassung der Teilnehmer zur Erfüllung der geforderten Planungs- und Steuerungsleistungen durch den Generalplaner abgedeckt werden? 2. Wieviele der Generalplaner-Partner haben Erfahrungen in Generalplaner-Verfahren und in welchen Leistungsphasen? 3. Wie wollen Sie die internen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten regeln? 4. Wie viele Mitarbeiter und CAD-Arbeitsplätze würden Sie im Fachbereich Gebäude planung für die Bearbeitung dieses Projektes zur Verfügung stellen? 5. Wie viele Mitarbeiter und CAD-Arbeitsplätze würden Sie im Fachbereich Technische Gebäudeausstattung für die Bearbeitung dieses Projektes zur Verfügung stellen? 6. Wie werden von Ihnen zuverlässig die Kosten gesichert? 7. Welche Referenz für die Steuerungskompetenz des Generalplaners können Sie unter Wahrung der Anonymität - nennen (z. B. Anzahl, Größe, Honorarzone)? 2. Phase In der 2. Phase sind die Aussagen zu präzisieren oder zu ergänzen, so dass die Antworten auf die „Wie“ Fragen der Phase 1 erklären, „Warum“ Sie dieses für sinnvoll halten (z. B.: Wie wollen Sie die internen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten regeln und was versprechen Sie sich davon?) 1. Nennen Sie Verfahrensregelungen, Arbeits- und Organisationsmittel, die Sie zur Qualitätssicherung einsetzen wollen. 2. Wie sollen aus Ihrer Sicht wesentliche Projektentscheidungen herbeigeführt werden? 3. Nennen Sie max. 3 wesentliche Mittel zur Kostensicherung/-steuerung, die Sie einsetzen werden. 3.04.2 Planungs- und Bauablauf Die Teilnehmer sind aufgefordert, einen möglichst wirtschaftlichen Planungs- und Bauablauf vorzuschlagen. Dabei ist von folgenden Eckdaten auszugehen: Beauftragung des Generalpaners: ca. 8 Wochen nach Preisgerichtsentscheidung Prüfung der VPU (Arbeitsergebnis LP2) einschl. vertiefte Kostenschätzung): ca. 6 Wochen Prüfung der BPU (Arbeitsergebnis LP3) einschl. Kostenberechnung): ca. 6 Wochen Die erforderlichen Prüf- und Genehmigungsphasen sind in angemessener Form zu berücksichtigen und in den Ablauf einzupassen. Dabei liegt es in der Verantwortung des Bauherrn, dafür Sorge zu tragen, dass diese Phasen zeitlich auf ein Minimum beschränkt werden.
In der 1. Phase sind von den Teilnehmern die Prinzipien zu nennen nach denen sie den Planungs- und Bauablauf organisieren. In der 2. Phase ist der vorgesehene Planungs- und Bauablauf entsprechend dem vorgeschlagenen Entwurfskonzept, dem baukonstuktiven und gebäudetechnischen Konzept sowie des beabsichtigten Planungablaufs darzustellen. Die wesentlichen Projekttermine bis zur Gesamtfertigstellung sind dabei zu benennen und Maßnahmen zur Sicherung der Prozessqualität darzustellen. Darzustellen ist der Rahmenterminplan für einen wirtschaftlichen und realistischen Planung- und Bauablauf auf der Basis der genannten Eckdaten (Meilensteine: Einreichen VPU, Einreichen BPU, Baubeginn, Rohbau einschlließlich wetterfeste Hülle, Inbetriebnahme/Übergabe an den Nutzer). Darzustellen sind einmal die erforderlichen Planungsleistungen und Planungsschritte in ihrer zeitlichen und inhaltlichen Abfolge bezogen auf die einzelnen Leistungsbereiche bzw. Fachrichtungen. Parallel dazu ist der vorgesehene Bauablauf darzustellen in Abhängigkeit von den entwurfs- und konstruktionsspezifischen Besonderheiten des Projekts. Dabei sollte insbesondere nachvollziehbar sein, inwieweit sich das vorgeschlagene Konzept auf die wirtschaftliche Optimierung des Baugeschehens auswirkt. 3.05 Beurteilungskriterien des Preisgerichts Das Beurteilungsverfahren richtet sich nach den GRW 1995. Die folgenden Kriterien dienen der Entscheidungsfindung des Preisgerichtes:
Städtebau, Gebäudeentwurf, Außenanlagen Baukonstruktion und Gebäudetechnik Freiraumkonzept Planungs- und Steuerungsqualifikation Städtebau, Gebäudeentwurf, Funktion, Außenanlagen Baukonstruktion und Gebäudetechnik Wirtschaftlichkeit und Ökologie Planungs- und Steuerungkompetenz Planungs- und Bauorganisation, Bauablauf
Teil 4 Anhang 4.01 Formblätter für Berechnungen Allgemeine Unterrichtsräume
Raumbezeichnung 24 Klassenräume Mittelstufe 01. Klassenraum 02. Klassenraum 03. Klassenraum 04. Klassenraum 05. Klassenraum 06. Klassenraum 07. Klassenraum 08. Klassenraum 09. Klassenraum 10. Klassenraum 11. Klassenraum 12. Klassenraum 13. Klassenraum 14. Klassenraum 15. Klassenraum 16. Klassenraum 17. Klassenraum 18. Klassenraum 19. Klassenraum 20. Klassenraum 21. Klassenraum 22. Klassenraum 23. Klassenraum 24. Klassenraum 2 Klassenräume Einführungsphase 01. Klassenraum 02. Klassenraum 6 Gruppenräume Mittelstufe 01. Gruppenraum 02. Gruppenraum 03. Gruppenraum 04. Gruppenraum 05. Gruppenraum 06. Gruppenraum 50 50 50 50 50 50 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 65 Soll-m² Ist-m² Bem. d. Vorprüf.
Raumbezeichnung 4 Kursräume Oberstufe 01. Kursraum 02. Kursraum 03. Kursraum 04. Kursraum 5 Räume Sammlung 01. Raum Sammlung 02. Raum Sammlung 03. Raum Sammlung 04. Raum Sammlung 05. Raum Sammlung Summe Allgemeiner Unterricht
Soll-m² 50 50 40 40 20 20 20 20 20 2.270
Ist-m²
Bem. d. Vorprüf.
Raumbezeichnung Sprachenraum 3 Informatikräume 01. Informatikraum 02. Informatikraum 03. Informatikraum Sammlung Summe Sprachen / Informatik
Soll-m² 80 80 80 80 20 340
Raumbezeichnung 8 Übungsräume Ph/Bio/Ch 01. Übungsraum 02. Übungsraum 03. Übungsraum 04. Übungsraum 05. Übungsraum 06. Übungsraum 07. Übungsraum 08. Übungsraum Sammlung Laborwart Summe Naturwissenschaften
Soll-m² 90 90 80 80 80 80 80 80 225 10 895
Raumbezeichnung 2 Musikfachräume 01. Musikfachraum 02. Musikfachraum Mehrzweckraum Sammlung 3 Kunst-Fachräume 01.Kunst-Fachraum 02. Kunst-Fachraum 03. Kunst-Fachraum Vorbereitung / Brennofen Sammlung Summe Musik / Darst. Spiel / Kunst
Soll-m² 80 80 100 50 80 80 80 10 50 610
Raumbezeichnung 2 Werkräume - Mechanische Techn. 01. Werkraum 02. Werkraum Maschinenraum - Holz / Metall Lehrküche / Esszone / Sammlung Textiles Gestalten / Sammlung Zentrallager Werkstattleiter Summe Arbeitslehre
Soll-m² 80 80 80 100 80 50 15 485
Raumbezeichnung Mehrzweckraum Cafeteria Spieleraum Aufenthalt Oberstufe Sozialpädagoge / Erzieher Summe Aula
Soll-m² 300 50 50 60 15 475
Soll-m² 125 90 20 235
Raumbezeichnung Bücherstellfläche incl. Freihand Einzelarbeit Technische Sammlung Summe Bücherei
Raumbezeichnung Schulleiter Stellvertreter / Stundenplan Mittelstufenleiter Pädagogischer Koordinator Sekretariat incl. Teeküche Erste Hilfe Kopierraum Schülervertretung / Schülerzeitung Postfächer - Lehrer Hausmeister - Dienstraum Reinigungspersonal Summe Verwaltung
Soll-m² 25 15 15 30 30 10 15 35 20 10 10 215
Raumbezeichnung 4 Aufenthaltsräume Mittelstufe 01. Aufenthaltsraum 02. Aufenthaltsraum 03. Aufenthaltsraum 04. Aufenthaltsraum Aufenthaltsraum Oberstufe Beratungsraum / Elternsprechzimmer Summe Lehrer
Soll-m² 40 40 40 40 35 insg. 60 315
Soll-m² 20 20 20 20 80
Aufenthalt (Fachber.-aufteilung mögl.) insg. 60
Raumbezeichnung 4 Ruheräume 01. Ruheraum 02. Ruheraum 03. Ruheraum 04. Ruheraum Sanitär- und Pflegeraum Summe Integration Behinderter
Raumbezeichnung Abstellräume / Archiv Büchermagazin Garten / Schneeräumgeräte Hausmeister - Keller / Werkstatt Stuhllager (Putzmittel 1x je Geschoß Summe Wirtschaftsräume (o. Putzm.)
Soll-m² 250 100 10 15 50 5) 425
Soll-m²
Raumbezeichnung Mädchen Knaben Damen Herren 14 Sitze 8 Sitze 15 PP 7 Sitze 3 Sitze 6 PP
Summe WC
Raumbezeichnung Pausenfläche Schulgarten Fahrradständer 300 Stück Kfz- Stellplätze f. Behinderte 5 Stück Summe Außenanlagen
Soll-m² 4.200 1.500
Raumbezeichnung Spielfeld 100 m - Laufbahn Weitsprung Hochsprung Kugelstoßen Gymnastikwiese Summe Sportfreiflächen
Soll-m² 4.760 962 350 40 220 400 6.732
4.02 Farbige Kennzeichnung der Programmbereiche Allgemeine Unterrichtsräume Informatik / Sprachen Naturwissenschaften Musik / Kunst Arbeitslehre Aula / Mehrzweckraum Bücherei Verwaltung Lehrer Behindertenintegration rot dunkelblau hellgrün violett dunkelgrün gelb hellblau braun rosa orange
4.03 Musterrichtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Muster-Schulbau-Richtlinie - MSchulbauR) Fachkommission Bauaufsicht, Stand 10. Juli 1998
Hinweis: Die Verpflichtungen aus der Richtlinie 98/34/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 22. Juni 1998 über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften ( ABI EG Nr. L 204 S: 37) sind beachtet worden.
1. Anwendungsbereich Diese Richtlinie gilt für Anforderungen nach § 51 Abs. 1 MBO an allgemeinbildende und berufsbildende Schulen, soweit sie nicht ausschließlich der Unterrichtung Erwachsener dienen. 2. Anforderungen an Bauteile 2.1. Brandwände Brandwände gemäß § 28 Abs. 1 Nr. 2 MBO sind in Abständen von höchstens 60 m anzuordnen. In Öffnungen in diesen Brandwänden im Zuge notwendiger Flure sind feuerhemmende, rauchdichte und selbstschließende Türen zulässig, wenn die angrenzenden Flurwände in einem Bereich von 2,5 m beiderseits der Tür keine Öffnungen haben. 2.2. Hallen Über mehrere Geschosse reichende Hallen sind zulässig. Türen zwischen Hallen und notwendigen Treppenräumen, notwendigen Fluren und Aufenthaltsräumen müssen feuerhemmend, rauchdicht und selbstschließend sein. 3. Rettungswege 3.1. Allgemeine Anforderungen Für jeden Unterrichtsraum müssen in demselben Geschoß mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege zu Ausgängen ins Freie oder zu notwendigen Treppenräumen vorhanden sein. Anstelle eines dieser Rettungswege darf ein Rettungsweg über Außentreppen ohne Treppenräume, Rettungsbalkone, Terrassen und begehbare Dächer auf das Grundstück führen, wenn dieser Rettungsweg im Brandfall nicht gefährdet ist; dieser Rettungsweg gilt als Ausgang ins Freie. 3.2. Rettungswege durch Hallen Einer der beiden Rettungswege nach Nummer 3.1 darf durch eine Halle führen, wenn die Halle eine Rauchabzugsanlage hat. 3.3. Notwendige Flure Notwendige Flure mit nur einer Fluchtrichtung (Stichflure) dürfen nicht länger als 10 m sein. 3.4. Breite der Rettungswege, Sicherheitszeichen Die nutzbare Breite der Ausgänge von Unterrichtsräumen und sonstigen Aufenthaltsräumen sowie der notwendigen Flure und notwendigen Treppen muß mindestens 1m je 150 darauf angewiesener Benutzer betragen. Es muß jedoch mindestens folgende nutzbare Breite vorhanden sein bei a) Ausgängen von Unterrichtsräumen und sonstigen Aufenthaltsräumen b) notwendigen Fluren, auf die mehr als 180 Benutzer angewiesen sind c) sonstigen notwendigen Fluren d) notwendigen Treppen 0,9 m 2,0 m 1,25 m 1,25 m
Die erforderliche nutzbare Breite der notwendigen Flure und notwendigen Treppen
darf durch offenstehende Türen, Einbauten oder Einrichtungen nicht eingeengt werden. Ausgänge zu notwendigen Fluren dürfen nicht breiter sein als der notwendige Flur. Ausgänge zu notwendigen Treppenräumen dürfen nicht breiter sein als die notwendige Treppe. Ausgänge aus notwendigen Treppenräumen müssen mindestens so breit sein wie die notwendige Treppe. An den Ausgängen zu notwendigen Treppenräumen oder ins Freie müssen Sicherheitszeichen angebracht sein. 4. Treppen, Geländer und Umwehrungen Die nutzbare Breite notwendiger Treppen darf 2,5 m nicht überschreiten. Treppen müssen Tritt- und Setzstufen haben. Notwendige Treppen dürfen keine gewendelten Läufe haben. Geländer und Umwehrungen müssen mindestens 1,1 m hoch sein. 5. Türen Türen, die selbstschließend sein müssen, dürfen nur offengehalten werden, wenn sie Feststellanlagen haben, die bei Raucheinwirkung ein selbsttätiges Schließen der Türen bewirken; sie müssen auch von Hand geschlossen werden können. Türen im Zuge von Rettungswegen müssen in Fluchtrichtung des ersten Rettungsweges aufschlagen. Sie müssen von innen leicht in voller Breite zu öffnen sein. 6. Blitzschutzanlagen Schulen müssen Blitzschutzanlagen haben. 7. Sicherheitsbeleuchtung Eine Sicherheitsbeleuchtung muß in notwendigen Fluren, notwendigen Treppenräumen und fensterlosen Aufenthaltsräumen vorhanden sein. 8. Alarmierungsanlagen Schulen müssen Alarmierungsanlagen haben, durch die im Gefahrenfall die Räumung der Schule oder einzelner Schulgebäude eingeleitet werden kann (Hausalarmierung). Das Alarmsignal muss sich vom Pausensignal unterscheiden und in jedem Raum der Schule gehört werden können. Das Alarmsignal muß mindestens an einer während der Betriebszeit der Schule ständig besetzten oder an einer jederzeit zugänglichen Stelle innerhalb der Schule (Alarmierungsstelle) ausgelöst werden können. An den Alarmierungsstellen müssen sich Telefone befinden, mit denen jederzeit Feuerwehr und Rettungsdienst unmittelbar alarmiert werden können. 9. Sicherheitsstromversorgung Sicherheitsbeleuchtung, Alarmierungsanlagen und Rauchabzugsanlagen müssen an eine Sicherheitsstromversorgungsanlage angeschlossen sein. 10. Feuerwehrplan, Brandschutzordnung Der Betreiber der Schule muß im Einvernehmen mit der für den Brandschutz zuständigen Dienststelle Feuerwehrpläne und eine Brandschutzordnung anfertigen und der örtlichen Feuerwehr zur Verfügung stellen. Begründung Die Muster-Schulbau-Richtlinie (MSchulbauR) ist gegenüber der bisherigen „Bauaufsichtlichen Richtlinie für Schulen“ - Fassung Juni 1976 - (BASchulR 1976) erheblich gestrafft und gekürzt. Die vorliegende Richtlinie beschränkt sich auf die besonderen bauaufsichtlichen Anforderungen oder auch Erleichterungen, die unter Anwendung des § 51 MBO aufgrund der schultypischen Nutzung an Schulen gestellt werden müssen oder zugelassen werden können. Alle in der bisherigen BASchulR 1976 enthaltenen Verweise auf DIN-Normen, VDEBestimmungen, Unfallverhütungsvorschriften, andere bauaufsichtliche Richtlinien,
eingeführte Technische Baubestimmungen und die als autonomes Recht erlassenen Unfallverhütungsvorschriften der Unfallversicherungsträger sind weggefallen. Aus diesem Grunde enthält die MSchulbauR keine speziellen sicherheitstechnischen und ergonomischen Aussagen zu Bauteilen, Einrichtungen und Arbeitsplätzen von Schulen. Die MSchulbauR enthält ferner keine Verweise auf andere bauaufsichtliche Vorschriften, da diese Vorschriften aus sich heraus gelten; so ist z.B. die Muster-Versammlungsstättenverordnung, auf Aulen oder Hallen anzuwenden, die mehr als 200 Besucher fassen und damit Versammlungsräume sind. Desgleichen enthält die MSchulbauR keine Bestimmungen ausschließlich schulbetrieblicher Art. Regelungen über die Größe der Unterrichtsräume oder Betriebsvorschriften sind daher weggefallen. Soweit die MSchulbauR keine besonderen Regelungen trifft, gelten die Vorschriften der MBO. Soweit Unfallverhütungsvorschriften z.B. der Berufsgenossenschaften und der Gemeindeversicherungsverbände Vorschriften für Schulen enthalten, Regelungen der Arbeitsstättenverordnung greifen oder sich für Schulen Regelungen aus landesrechtlichen Vorschriften, insbesondere aus den Schulgesetzen oder aus Vorschriften aufgrund der Schulgesetze ergeben, gelten diese ebenfalls aus sich heraus. Derartige auf Schulen anzuwendende Regelungen finden sich insbesondere in - Richtlinien für Schulen - Bau und Ausrüstung-, GUV 16.3, Ausgabe Januar 1987, - Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz beim Umgang mit Gefahrstoffen im Unterricht, GUV 19.16, Ausgabe Januar 1998. Für die Errichtung und den Betrieb von Schulen bedeutende allgemein anerkannte Regeln der Technik sind zum Beispiel - DIN 58 125 Schulbau - Bautechnische Anforderungen zur Verhütung von Unfällen, Ausgabe Dezember 1984 - die DIN-Reihe: DIN 18032 Sporthallen, Teile 1 bis 6 - die DIN-Reihe: DIN 4844 Sicherheitskennzeichnung, Teile 1 bis 3, - DIN 66 079 Grafische Symbole zur Information der Öffentlichkeit, Symbole für Behinderte, Entwurf Stand 1992 Die MSchulbauR enthält ferner keine über die MBO hinausgehende Regelungen über die Barrierefreiheit von Schulen. Ob und in welchem Umfang Schulen barrierefrei sein müssen, bestimmt sich nach § 52 MBO bzw. nach der entsprechenden landesrechtlichen Regelung über bauliche Maßnahmen für besondere Personengruppen oder nach den jeweiligen schulrechtlichen Bestimmungen des Landes. Soweit Schulen nach landesrechtlichen Vorschriften barrierefrei errichtet werden müssen, kann dafür DIN 18024 Teil 2, Ausgabe November 1996, als Anhalt dienen, soweit sie nicht als Technische Baubestimmung gemäß § 3 Abs. 3 MBO eingeführt ist. Zu den einzelnen Vorschriften: Zu Nummer 1. Anwendungsbereich: Der Anwendungsbereich entspricht der bisherigen Regelung der Nummer 1.1 BASchulR 1976. Der Anwendungsbereich umfaßt nur allgemeinbildende und berufsbildende Schulen, an denen Kinder und Jugendliche unterrichtet werden. Bildungseinrichtungen für Erwachsene fallen wie bisher nicht unter den Anwendungsbereich der MSchulbauR. Die Richtlinie erfasst daher Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen, Sonderschulen, Berufsschulen und vergleichbare Schultypen. Die
Richtlinie erfasst nicht Fachhochschulen und Hochschulen, Akademien, Volkshochschulen, Musik-, Tanz-, oder Fahrschulen oder vergleichbare Bildungseinrichtungen. Zu Nr. 2. Anforderungen an Bauteile Für Schulen gelten grundsätzlich die sich aus der MBO ergebenden Anforderungen an Bauteile. Schulen, an denen Kinder und Jugendliche unterrichtet werden, erfordern ein besonderes Rettungskonzept. Erwachsenen ist es zuzumuten, sich im Gefahrenfall selbst über einen ersten Rettungsweg in Sicherheit zu bringen oder einen zweiten Rettungsweg zu suchen und zu benutzen. Kindern und Jugendlichen kann dies nicht zugemutet werden. In Schulen müssen im Gefahrenfall eine größere Anzahl von Kindern und Jugendlichen gleichzeitig in Sicherheit gebracht und insbesondere auch Paniksituationen vermieden werden. Die Evakuierung ganzer Schulklassen über eine anleiterbare Stelle scheidet schon deswegen aus, weil die Rettung allein einer Person durch die Feuerwehr über eine Leiter je nach Höhe der anleiterbaren Stelle zwischen einer und drei Minuten in Anspruch nimmt. Der zweite Rettungsweg nach § 17 Abs. 4 Satz 1 MBO muss bei diesen Schulen immer ein zweiter baulicher Rettungsweg sein, da eine Rettung ganzer Schulklassen über eine Anleiterung (z.B. gemäß § 17 Abs. 4 Satz 4 MBO) in der im Gefahrenfall erforderlichen kurzen Zeit unrealistisch ist. Da allgemein- und berufsbildende Schulen nur tagsüber als Schulen genutzt werden und die Schulklassen, von den Pausen abgesehen, von Lehrkräften beaufsichtigt werden, ist im Gefahrenfall eine geordnete Evakuierung in kürzester Zeit unter Aufsicht der Lehrkräfte möglich. Dieses Rettungskonzept mit einem zwingenden zweiten baulichen Rettungsweg ermöglicht es, gegenüber der bisherigen BASchulR 1976 erhebliche Erleichterungen im baulichen Bereich zuzulassen; so werden an die tragenden Bauteile von Schulen künftig keine höheren Anforderungen an die Feuerwiderstandsdauer gestellt als nach den Vorschriften der MBO. Abweichend von § 28 Abs. 1 Nr. 2 MBO, der einen Abstand für innere Brandwände im Gebäude von maximal 40 m vorschreibt, lässt Nummer 2.1 Satz 1 einen Abstand der Brandwände von 60 m zu. Die bisherige Ausnahme der BASchulR 1976 ist damit regelmäßig zulässig. Bei einer Grundfläche der Klassenräume von durchschnittlich 60 bis 70 m² können sich somit in einem Brandabschnitt bei einer einhüftigen Anlage maximal 5 bis 6, bei einer zweihüftigen Anlage maximal 10 bis 12 Klassenräume befinden. Abweichend von § 28 Abs. 8 Satz 2 MBO, der für Öffnungen in Brandwänden feuerbeständige Abschlüsse fordert, lässt Nummer 2.1. Satz 2 im Zuge notwendiger Flure in diesen Brandwänden feuerhemmende, rauchdichte und selbstschließende Türen unter der Vorraussetzung zu, dass die Flurwände beiderseits der Brandwand auf einer Länge von 2,50 m keine Öffnung haben. Durch diese Anforderung wird verhindert, dass im Falle eines Brandes in einem direkt an die Brandwand angrenzenden Unterrichtsraum, die Flurtür direkt durch Feuer beaufschlagt wird. Abweichend von § 29 Abs. 9 MBO gestattet Nummer 2.2 Satz 1 über mehrere Geschosse reichende Hallen. Für die tragenden Bauteile, die Decken und die Trennwände dieser Halle gelten die Anforderungen der MBO; soweit es sich bei der Halle um eine Versammlungsstätte handelt, gelten ergänzend die Vorschriften der MVStättV. Abweichend von den Regelungen der MBO, die für Öffnungen in Brandwänden und in feuerbeständigen Wänden feuerbeständige und selbstschließende Türen vorschreibt, genügen nach Nummer 2.2. Satz 2 zwischen Hallen und diesen Räumen feuerhemmende, rauchdichte und selbstschließende Türen.
Zu Nummer 3. Rettungswege: Zu Nummer 3.1. Allgemeine Anforderungen Die MSchulbauR geht von der bisherigen Konzeption der BASchulR 1976 ab, die den vorbeugenden Brandschutz von nach der Geschossigkeit und der Geschossfläche bemessenen Brandabschnitten abhängig gemacht hat und übernimmt die Grundregel des § 28 Abs. 1 Nr. 2 MBO über Brandwände, lässt jedoch auf 60 m vergrößerte innere Brandwandabstände zu. Während nach der bisherigen Nummer 3.7.2 BASchulR 1976 ein zweiter baulicher Rettungsweg erst bei Schulen mit mehr als zwei Vollgeschossen und mehr als 1.600 m² Gesamtgeschossfläche zwingend war, schreibt Nummer 3.1. Satz 1 den zweiten baulichen Rettungsweg nun für alle Schulen unabhängig von der Anzahl der Geschosse oder der Geschossfläche vor. Dies ist Folge des mit baulichen Erleichterungen verbundenen neuen Rettungskonzeptes. Es handelt sich bei dem zweiten Rettungsweg immer um einen baulichen Rettungsweg, da die Regelung auf die Erreichbarkeit der Ausgänge ins Freie oder in notwendige Treppenhäuser abstellt. Satz 2 beinhaltet eine Erleichterung, die bei kleineren Schulen in Betracht kommt. Zu Nummer 3.2. Rettungswege durch Hallen: Unter der Vorraussetzung, dass die Halle eine Rauchabzugsanlage hat, darf einer der beiden Rettungswege durch eine Halle führen. Eine Rauchabzugsanlage wird damit für Hallen jedoch nicht vorgeschrieben. Zu Nummer 3.3. Notwendige Flure: Die Begrenzung der Rettungsweglänge auf maximal 35 m ergibt sich bereits aus § 32 Abs. 2 MBO. Die Rettungsweglänge ist in Lauflinie zu messen. In Verbindung mit der Bemessungsregel der Nummer 3.4. und der Begrenzung der Breite notwendiger Trepen gemäß Nummer 4 auf maximal 2,5 m ergibt sich zwingend eine gleichmäßige Verteilung der notwendigen Treppen über das Gebäude, ohne dass es einer über § 32 Abs. 2 MBO hinausgehenden Reglementierung der Rettungsweglänge in notwendigen Fluren bedürfte. Die Anzahl der erforderlichen notwendigen Treppenräume ergibt sich faktisch aus der Grundregel der Nummer 3.1. sowie der Bemessungsvorschrift der Nummer 3.4. in Verbindung mit Nummer 4. Zu Nummer 3.4. Breite der Rettungswege, Sicherheitszeichen: Die Bemessung der nutzbaren Breite der Rettungswege entspricht im wesentlichen der bisherigen Nummer 3.7.8 BASchulR 1976. Die Mindestbreite der Türen von 0,9 m entspricht DIN 18024 -Teil 2, Ausgabe November 1996. Eine mehrgeschossige Schule mit nicht mehr als 60 m Länge und daher nur einem Brandabschnitt muss schon wegen Nummer 3.1. regelmäßig zwei notwendige Treppenräume haben. Da die nutzbare Breite einer notwendigen Treppe 2,5 m nicht überschreiten darf, dürfen auf eine notwendige Treppe mit 2,5 m nutzbare Breite maximal 375 Personen angewiesen sein. Sind einem Brandabschnitt zwei notwendige Treppen zugeordnet und wird die nutzbare Breite der notwendigen Treppen voll ausgeschöpft, so können sich in diesem Brandabschnitt maximal 750 Personen aufhalten, bei einer Klassenstärke von ca. 30 Schülern, sind dies 24 Schulklassen. Bei einer dreigeschossigen Bauweise ergibt dies maximal 8 Klassen je Geschoss in diesem Brandabschnitt. Zu Nummer 4. Treppen, Geländer und Umwehrungen: Nummer 4 Satz 1 begrenzt die Breite der notwendigen Treppen, da breitere Treppen wegen der höheren Sturzgefahr als Rettungswege nicht geeignet sind. Die Regelungen der Sätze 2 und 3 dienen der Verkehrssicherheit. Satz 4 betrifft nur die Höhen der Geländer gemäß § 31 Abs. 8 MBO und Umwehrungen gemäß § 36 Abs. 5 MBO;
hinsichtlich der Höhe der Fensterbrüstungen gilt unverändert die Regelung des § 36 Abs. 4 MBO (jeweils i.V.m § 51 MBO). Zu Nummer 5. Türen: Die Regelung entspricht der bisherigen Nummer 3.8.9 BASchulR 1976. Die Regelung kommt schulbetrieblichen Belangen entgegen, wenn Türen im laufenden Schulbetrieb offen gehalten werden sollen. Zu Nummer 6. Blitzschutzanlagen Die Vorschrift entspricht der bisherigen Regelung der Nummer 3.20 BASchulR 1976. Zu Nummer 7. Sicherheitsbeleuchtung Eine Sicherheitsbeleuchtung wird abweichend von der bisherigen Regelung der Nummer 3.13.2 BASchulR 1976 nur noch für notwendige Flure, notwendige Treppenräume und fensterlose Aufenthaltsräume vorgeschrieben. Da der Schulbetrieb an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen für Kinder und Jugendliche regelmäßig in der Zeit von 7.30 Uhr bis 17.30 Uhr stattfindet, ist eine allgemeine Sicherheitsbeleuchtung nicht erforderlich. Es ist entbehrlich, die Einzelheiten der Sicherheitsbeleuchtung vorzuschreiben, da dafür DIN VDE 0108 Teil1 - Starkstromanlagen und Sicherheitsstromversorgung in baulichen Anlagen für Menschenansammlungen Allgemeines -, Ausgabe Oktober 1989, herangezogen werden kann. Nummer 8. Alarmierungsanlagen: Die Vorschrift entspricht der bisherigen Regelung der Nummer 3.19.3 BASchulR 1976. Auf die Möglichkeit der Nummer 3.19.4 BASchulR 1976, automatische oder nichtautomatische Brandmeldeanlagen bei größeren Schulanlagen verlangen zu können, wurde verzichtet. Das gleiche gilt für selbsttätige Feuerlöschanlagen nach Nummer 3.19.5 BASchulR 1976. Zu Nummer 9. Sicherheitsstromversorgung Wie eine Sicherheitsbeleuchtung im einzelnen beschaffen sein muss, ist nicht regelungsbedürftig, da insoweit DIN VDE 0108 Teil 1 - Starkstromanlagen und Sicherheitsstromversorgung in baulichen Anlagen für Menschenansammlungen - Allgemeines -, Ausgabe Oktober 1989, herangezogen werden kann. Zu Nummer 10. Feuerwehrplan, Brandschutzordnung: Die Vorschrift entspricht der Regelung des § 27 Abs. 3 MVkVO über Feuerwehrpläne. Feuerwehrpläne können sich an DIN 14095 Teil 1, Ausgabe Januar 1992, (der neue Entwurf der DIN 14095 Teil 1, Stand Januar 1997, ist noch nicht eingeführt) orientieren. Die Brandschutzordnung enthält Regelungen über das Verhalten bei Brand und Panik, insbesondere über die Alarmierung und die Evakuierung der Schule. Die Brandschutzordnung bestimmt auch, wie oft das Lehr- und Schulpersonal über die Brandschutzordnung zu belehren ist; eine solche Belehrung sollte jeweils nach längeren Schulferien, mindestens jedoch zu Beginn des Schuljahres durchgeführt werden.
4.04 Schichtenverzeichnis
Lageplan aus Gutachten vom 05.11.1993, Degebo
Auszug aus Gutachten vom 05.11.1993, Degebo
4.05 Quellennachweis Literatur Ausschreibung Otto-Hahn-Oberschule mit Ruderstützpunkt, Berlin - Neukölln, März 1992 Ausschreibung Gymnasium Waltersdorfer Chaussee, Herausgeber Bezirksamt Neukölln von Berlin, Juni 1997 Städtebaulicher Rahmenplan „Späthstraße“, Büro Stadt.Land.Fluss, Büro für Städtebau und Umweltplanung, beauftragt vom Bezirksamt Neukölln Historische Pläne Situationsfotos Karte von der Feldmark Britz, 1833 Landesarchiv Berlin Ausschreibung Otto-Hahn-Oberschule mit Ruderstützpunkt, Berlin - Neukölln, März 1992
4.06 Verfassererklärung Phase 1 Wettbewerb Kennziffer Generalplaner Anschrift (Büro) Otto-Hahn-Oberschule, Berlin-Neukölln ................................................................... .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. Telefon ................................ Fax .............................. e-mail ........................................... ggf. Architektenkammer-Nr. ................... ggf. Baukammer-Nr. ............................... Mitarbeiter Eintragungsort ....................................... Eintragungsort ......................................
.............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. Konto-Nr. ................................................ BLZ .......................................................... .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. ..............................................................................................................................................
Mit der Teilnahme am Wettbewerb verpflichte ich mich / wir uns, im Falle einer Beauftragung durch den Bauherren, als Generalplaner sämtliche für das Projekt erforderlichen Planungsleistungen nach HOAI §§ 15, 64, 73 (Phase 2-9) und Projektsteuerungsleistungen nach § 31 zu übernehmen und durchzuführen.
..................................................................................................................................................................... Datum / Unterschrift / Firmenstempel
4.07 Verfassererklärung Phase 2 Wettbewerb Kennziffer Generalplaner Anschrift (Büro) Otto-Hahn-Oberschule, Berlin-Neukölln ................................................................... .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. .............................................................................................................................................. Telefon ................................ Fax .............................. e-mail ........................................... ggf. Architektenkammer-Nr. ................... ggf. Baukammer-Nr. ............................... Mitarbeiter Eintragungsort ....................................... Eintragungsort ......................................