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Timestamp: 2016-10-25 15:35:24
Document Index: 281619893

Matched Legal Cases: ['Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 4', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 43', 'Art. 28', 'Art. 17', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 64']

9C_25/2014 (12.11.2014)
9C_25/2014 {T�0/2} � � Urteil vom 12. November 2014
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden
A.________, geboren 1962, arbeitete seit 1979 beim B.________, wobei sie ab 1991 ihr Pensum schrittweise reduzierte und die Stelle auf den 31. Januar 1993 k�ndigte. Am 1. November 1993 meldete sie sich unter Hinweis auf eine Adipositas per magna, eine depressive Entwicklung, eine arterielle Hyptertonie und chronische R�ckenschmerzen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Basel-Stadt traf berufliche und medizinische Abkl�rungen; u.a. holte sie ein Gutachten der Klinik C.________ ein; in diesem wurden eine schwere depressiv-narzisstische Neurose mit Essattacken sowie eine nicht organische Hypersomnie diagnostiziert und eine Arbeitsunf�higkeit von mindestens 75 % attestiert. Mit Verf�gung vom 25. Oktober 1994 sprach die IV-Stelle der Versicherten ab 1. Juni 1994 bei einem Invalidit�tsgrad von 80 % eine ganze Invalidenrente zu.
Im Jahre 1994 verlegte A.________ den Wohnsitz in den Kanton Graub�nden. Die IV-Stelle des Kantons Graub�nden f�hrte in den Jahren 1997, 1999, 2003 und 2006 Rentenrevisionen durch, welche zu einer Best�tigung des Rentenanspruchs f�hrten. Im Rahmen der j�ngsten, am 14. Juni 2011 eingeleiteten Revision holte sie ein psychiatrisches Gutachten des Dr. med. D.________, Facharzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, ein, welches am 10. Januar 2012 erstellt wurde und eine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit aus psychiatrischer Sicht verneinte. Gest�tzt darauf und auf eine Stellung-nahme des Regionalen �rztlichen Dienstes (RAD) vom 11. Januar 2012 hob die IV-Stelle die Invalidenrente am 31. Mai 2012 auf den���31. Juli 2012 auf. Zur Begr�ndung f�hrte sie an, die Versicherte sei sp�testens seit dem Datum der psychiatrischen Untersuchung in der Lage, mit einer k�rperlich leichten T�tigkeit ein rentenausschliessen-des Einkommen zu erzielen.
Mit Entscheid vom 12. November 2013 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden die von A.________ gegen diese Verf�gung eingereichte Beschwerde ab.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei die IV-Stelle zu verpflichten, eine umfassende polydisziplin�re medizinische Begutachtung und eine erwerbsbezogene Abkl�rung der Eignung und Belastungsf�higkeit der Versicherten auf dem ersten Arbeitsmarkt durchzuf�hren und danach �ber die Revision der Invalidenrente neu zu verf�gen. Zudem ersucht sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Seinem Urteil legt es den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz, auf R�ge hin oder von Amtes wegen, berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht, und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine Sachverhaltsfeststellung ist nicht schon dann offensichtlich unrichtig, wenn sich Zweifel anmelden, sondern erst, wenn sie eindeutig und augenf�llig unzutreffend ist (BGE 132 I 42��� E. 3.1 S. 44). Es liegt noch keine offensichtliche Unrichtigkeit vor, nur weil eine andere L�sung ebenfalls in Betracht f�llt, selbst wenn diese als die plausiblere erschiene (vgl. BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; Urteil 9C_967/2008 vom 5. Januar 2009 E. 5.1 mit Hinweisen).
Diese Grunds�tze gelten auch in Bezug auf die konkrete Beweisw�rdigung (vgl. Urteil 9C_999/2010 vom 14. Februar 2011 E. 1). Der Vorinstanz steht als Sachgericht im Bereich der Beweisw�rdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu (vgl. BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur ein, wenn das Sachgericht diesen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211; zum Begriff der Willk�r in der Rechtsanwendung siehe BGE 137 I E. 2.4 S. 5 mit Hinweisen). Inwiefern das Gericht sein Ermessen missbraucht haben soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen oder bloss allgemein gehaltene appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundes-gericht nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit Hinweis).
2.1.�Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt, was von der betreffenden Partei n�her darzulegen ist (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194; SVR 2010 UV Nr. 17 S. 63 E. 4, 8C_239/2008). Das Einbringen von Tatsachen oder Beweismitteln, die sich erst nach dem angefochtenen Entscheid ereignet haben oder entstanden sind (sog. echte Noven), ist vor Bundesgericht unzul�ssig (Urteil 8C_407/2012 vom 18. Juli 2012 E. 2.1 mit Hinweis).
Die Beschwerdef�hrerin legt letztinstanzlich neue �rztliche Berichte auf. Dabei handelt es sich um einen Bericht der Praxis E.________���vom 23. September 2013 betreffend Verdacht auf eine chronische Pankreatitis, Berichte des Spitals F.________ �ber ein MRI Sellink vom 2. August 2013, ein MRI Pankreas vom 15. Oktober 2013 und ein MRI LWS nativ vom 12. Dezember 2013 sowie ein Schreiben der Psychiatrie G._______ vom 31. Dezember 2013 mit einem Heim- und Erzieher-Bericht des Kantonalen Kinderbeobachtungsheims H.________ vom 2. September 1973. Hinsichtlich der neu eingereichten Unterlagen werden keine nach Art. 99 Abs. 1 BGG relevanten Gr�nde geltend gemacht; im �brigen bleibt anzumerken, dass der gerichtliche �berpr�fungszeitraum sich grunds�tzlich nur auf den Sachverhalt erstreckt, wie er sich bis zum Erlass der streitigen Verwaltungsverf�gung (hier: 31. Mai 2012) verwirklicht hat (BGE 130 V 445 E. 1.2 S. 446); alle vorgenannten �rztlichen Berichte sind aber nach diesem f�r die richterliche Beurteilung praxisgem�ss massgeblichen Zeitpunkt erstellt worden und beschreiben neue Befunde. Soweit mit dem aus dem Jahre 1973 stammenden Heimbericht die Unvollst�ndigkeit des psychiatrischen Gutachtens des Dr. med. D.________ vom 10. Januar�2012 belegt werden soll, ist einerseits festzuhalten, dass die Beweiskraft dieses Gutachtens schon im vorinstanzlichen Verfahren zentrales Thema war, weshalb solche die Beweiskraft allenfalls in Frage stellenden Beweismittel dort h�tten eingereicht werden m�ssen; anderseits erscheint der Beweiswert eines 40 Jahre alten Berichts �ber die damals knapp 11- j�hrige Versicherte ohnehin h�chst fraglich. Die neu eingereichten Unterlagen haben deshalb unbeachtlich zu bleiben.
Streitig ist die revisionsweise Aufhebung der Invalidenrente.
3.1.�Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze, namentlich �ber die Begriffe der Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG, Art. 4 Abs. 1 IVG), Arbeitsunf�higkeit (Art. 6 ATSG) und Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 Abs. 1 ATSG), den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG), die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28a Abs. 1 IVG und Art. 16 ATSG; BGE 130 V 343 E. 3.4 S. 348; 128 V 29 E. 1 S. 30; 104 V 135 E. 2a und b S. 136), die Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG) sowie zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
3.2.�Die abweichende medizinische oder rechtliche Einsch�tzung von im Wesentlichen unver�nderten tats�chlichen Verh�ltnissen f�hrt nicht zu einer materiellen Revision (BGE 115 V 308 E. 4a/bb S. 313; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2, I 574/02). Bloss auf einer anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von revisionsbegr�ndenden tats�chlichen Ver�nderungen abzugrenzen (Urs M�ller, Die materiellen Voraussetzungen der Rentenrevision in der Invalidenversicherung, 2003, Rz. 490). Eine �rztliche Schlussfolgerung, die von der fr�heren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht ver�ndert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Aus�bung des �rztlichen Ermessens zur�ckzuf�hren (vgl. BGE 137 V 209 E. 3.4.2.3 S. 253). Auch eine Ver�nderung von versicherungsmedizinischen Beurteilungsparametern kann zu einer abweichenden �rztlichen Schlussfolgerung hinsichtlich eines tats�chlich gleich gebliebenen Zustandes f�hren. Eine neue medizinische Beurteilung etwa, die mit der Entwicklung der Rechtspraxis zur Invalidit�t bei psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352) begr�ndet wird, kann weder unter dem Gesichtspunkt von Art. 17 ATSG noch unter einem anderen Anpassungstitel eine neue Beurteilung des Anspruchs veranlassen (BGE 135 V 201 und 215).
3.3.�Die Feststellung einer revisionsbegr�ndenden Ver�nderung erfolgt durch eine Gegen�berstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes. Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer entscheidungserheblichen Differenz in den - hier dem medizini-schen Gutachten zu entnehmenden - Tatsachen. Die Feststellung des aktuellen gesundheitlichen Befunds und seiner funktionellen Auswir-kungen ist zwar Ausgangspunkt der Beurteilung; sie erfolgt aber nicht unabh�ngig, sondern wird nur entscheidungserheblich, soweit sie tats�chlich einen Unterschied zum fr�heren Zustand wiedergibt. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens h�ngt folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema - erhebliche �nderung (en) des Sachverhalts - bezieht. Einer f�r sich allein betrachtet vollst�ndigen, nachvollziehbaren und schl�ssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend w�re (vgl. dazu BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352), mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer fr�heren abweichenden) �rztliche Einsch�tzung nicht hinreichend dar�ber ausspricht, inwiefern eine effektive Ver�nderung im Gesundheitszustand eingetreten ist. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verh�ltnisse sich ver�ndert haben (SVR 2012 IV Nr. 18 E.4.2, 9C_418/2010).
4.1.�Die Vorinstanz bejaht die Voraussetzungen f�r eine Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG. Sie verweist dabei in Bezug auf die im Vordergrund stehende psychische Problematik auf zwei Arztberichte, die im Zusammenhang mit der urspr�nglichen Rentenzusprechung im Jahre 1994 erstellt wurden (Berichte des Spitals I.________, Abteilung Psychosomatik, vom 12. M�rz 1993 sowie der Klinik C.________ vom 25. Mai 1994); f�r den weiteren Verlauf f�hrt sie verschiedene Berichte des die Versicherte von 1994 bis 2005 behandelnden Psychiaters Dr. med K.________ (vgl. Bericht vom 19. Juli 2006) sowie f�r die Phase der Rentenrevision den Bericht des Psychologen Dr. phil. L.________ vom 20. Dezember 2011 und das Gutachten des Dr. med. D.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 10. Januar 2012, an. Diese Expertise qualifizierte sie als aktuell, umfassend sowie nachvollziehbar und einleuchtend begr�ndet und mass ihr volle Beweiskraft bei. Dr. med. D.________ kam zum Schluss, im Rahmen der Untersuchung h�tten sich keine Hinweise f�r eine psychische St�rung ergeben und die Arbeitsf�higkeit sei aus psychischer Sicht nicht eingeschr�nkt. Im Wesentlichen gest�tzt auf dieses Gutachten ging die Vorinstanz im Einklang mit der Beschwerdegegnerin davon aus, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdef�hrerin seit dem 25. Oktober 1994 - dem Zeitpunkt der urspr�nglichen Rentenzusprechung - bis zum Zeitpunkt der Rentenaufhebung am 31. Mai 2012 wesentlich verbessert habe.
4.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt, der Entscheid �ber die Rentenaufhebung sei aufgrund eines unvollst�ndig abgekl�rten Sachverhalts und damit in Verletzung von Art. 43 ATSG erfolgt. Die IV-Stelle und die Vorinstanz h�tten es insbesondere unterlassen, mittels eines polydisziplin�ren Gutachtens die organischen Ursachen der Leiden abzukl�ren. In somatischer Hinsicht (R�cken) habe sich der Gesundheitszustand eher verschlechtert. Das psychiatrische Gutachten wiederum sei so ausgestaltet, als ob ihr Gesundheitszustand im Rahmen einer erstmaligen Rentenzusprechung zu beurteilen gewesen w�re. Der Gutachter habe nicht dargestellt, wie sich der psychische Zustand seit der Rentenzusprechung entwickelt habe, vielmehr sei seinen Ausf�hrung sinngem�ss zu entnehmen, dass die Beschwerdef�hrerin im Begutachtungszeitpunkt unter den gleichen psychischen Problemen wie im Jahre 1994 gelitten habe. Ein offensichtlicher Mangel des Gutachtens liege im Weitern darin, dass sich der Experte �berhaupt nicht mit der schwierigen Kindheit der Versicherten befasst und nicht einmal s�mtliche verf�gbaren Akten beigezogen habe. Schliesslich h�tte auch die vom Gutachter selbst in die Wege geleitete Testabkl�rung Anlass zu weiteren Untersuchungen geben m�ssen; die festgestellten St�rungen im Pers�nlichkeitsprofil h�tten nicht unter Hinweis auf die fehlenden psychiatrischen Diagnosen als irrelevant erkl�rt werden d�rfen.
4.3.1.�Die auf der W�rdigung der �rztlichen Befunde beruhende vorinstanzliche Feststellung, dass und inwiefern seit der urspr�nglichen Rentenzusprechung eine Ver�nderung in den gesundheitlichen Verh�ltnissen, im funktionellen Leistungsverm�gen sowie in Vorhandensein und Verf�gbarkeit der zur Verwertung des Leistungsverm�gens notwendigen psychischen Ressourcen (vgl. Urteil I 692/06 vom������ 19. Dezember 2006 E. 3.1) eingetreten ist, bindet das Bundesgericht (E. 1 hievor). Insoweit hat die Frage, ob im Einzelfall eine substantielle Ver�nderung der Faktenlage oder aber eine abweichende Beurteilung vorliegt, tats�chlichen Charakter. Rechtlicher Natur ist hingegen, welchen Anforderungen der (gutachtliche) Beweis einer solchen Feststellung gerecht werden muss. Dementsprechend ist letztinstanzlich frei �berpr�fbar, ob die vorinstanzliche Beweisw�rdigung diese beweisrechtlichen Vorgaben beachtet ( SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81 E. 5.1, 9C_418/2010).
4.3.2.�Das kantonale Gericht hat verbindlich festgestellt, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdef�hrerin seit der urspr�nglichen Rentenzusprechung am 25. Oktober 1994 bis zum Zeitpunkt der Revisionsverf�gung am 31. Mai 2012 wesentlich verbessert habe. Es hielt in diesem Zusammenhang daf�r, die Beschwerdegegnerin sei zu Recht gest�tzt auf das Gutachten des Dr. med. D.________ vom 10. Januar 2012 zu diesem Schluss gelangt. Dieser Auffassung ist im Ergebnis beizupflichten. Der Gutachter spricht in der "Stellungnahme zu fr�heren �rztlichen Einsch�tzungen" am Ende seiner Ausf�hrungen von einer Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes. Wie die Versicherte zwar an sich zutreffend vorbringt, l�sst sich dem Gutachten keine klare Aussage zur Entwicklung des Gesundheitszustandes zwischen 1994 und 2012 entnehmen. Dr. med. D.________ hielt lediglich fest, dass derzeit die Diagnose einer eigentlichen depressiven Episode nicht (mehr) gerechtfertigt sei, w�hrend vor vielen Jahren eine neurotisch-depressive Verstimmung diagnostiziert wurde; hinsichtlich der ebenfalls in der Vergangenheit diagnostizierten emotional-instabilen Pers�nlichkeitsst�rung gelangte der Gutachter zum Schluss, im Untersuchungszeitpunkt seien die Kriterien f�r das Vorliegen einer Pers�nlichkeitsst�rung nicht mehr erf�llt gewesen. Aus diesen beiden fach�rztlichen Feststellungen l�sst sich mit der Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz eine Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes ableiten.
4.3.3.�Nicht gefolgt werden kann der Beschwerdef�hrerin, wenn sie ausf�hrt, der Gutachter sei davon ausgegangen, sie leide nach wie vor an den gleichen psychischen Beschwerden wie im Zeitpunkt der Rentenzusprechung. Zu dieser Meinung gelangte sie offenbar aufgrund der Aussage des Gutachters, bei der im Jahre 1994 von der Klinik C.________ diagnostizierten schweren depressiven-narzisstischen Neurose mit Essattacke handle es sich nach heutiger Nomenklatur um eine Dysthymie, welche keine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit begr�ndet. Die Interpretation, daraus sei ein unver�nderter Gesundheitszustand abzuleiten, ist aber schon deshalb nicht zutreffend, weil sich die fragliche Aussage nur auf den Zeitpunkt der Rentenzusprechung bezieht und keinen Vergleich mit dem aktuellen Gesundheitszustand vornimmt. Das kantonale Gericht hat zudem in kritischer Auseinandersetzung mit der Expertise aufgezeigt, dass der Gutachter f�r die von ihm bejahte Verbesserung der gesundheitlichen Situation eine nachvollziehbare Begr�ndung geliefert hat. Diese ergibt sich zwar weniger aus den Darlegungen des behandelnden Psychiaters Dr. med. K.________, aus dessen Berichten der Gutachter eine Besserung des Zustandes herausgelesen hat, als vielmehr daraus, dass sich die Beschwerdef�hrerin seit dem Therapie-abbruch im Jahre 2005 bei Dr. med. K.________ in keine psychiatrische Behandlung mehr begab. Angesichts des Abbruchs der Behandlung und der Nichtwiederaufnahme einer solchen durfte der Gutachter von einer Verbesserung des psychischen Zustandes ausgehen. Die Vorinstanz hat damit zu Recht das Vorliegen eines Revisionsgrundes bejaht.
4.3.4.�Das kantonale Gericht hat sich im �brigen ausf�hrlich mit den bereits im vorinstanzlichen Verfahren gegen die Beweiskraft des Gutachtens vorgebrachten Einwendungen (Dauer der Begutachtung, Fehlen einer Fremdanamnese, usw.) auseinandergesetzt und begr�ndet, weshalb dem Gutachten des Dr. med. D.________ zur Frage der Arbeitsf�higkeit Beweiskraft zukommt. Soweit im bundesgerichtlichen Verfahren die gleichen R�gen vorgebracht werden, kann auf die zutreffenden Erw�gungen des vorinstanzlichen Entscheides verwiesen werden; dies gilt insbesondere auch hinsichtlich des Vorwurfes, Dr. med. D.________ habe sich nicht mit der Kindheit der Versicherten befasst. Das kantonale Gericht r�umt dazu ein, dass der Gutachter zum Thema Missbrauch keine eigene Befragung durchgef�hrt habe; es erachtet es allerdings als legitim, dass er sich auf die vertrauensw�rdigen Ergebnisse fr�herer Untersuchungen abst�tzt. Dem ist beizupflichten, zumal die Missbrauchsfrage nicht besonders im Vordergrund zu stehen scheint, wurde sie doch einzig vom ehemals behandelnden Psychiater Dr. med. K.________ angesprochen, welcher in seiner im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten W�rdigung des psychiatrischen Gutachtens zwar allgemein die Darstellung der Anamnese kritisiert, die Missbrauchsproblematik aber nicht besonders erw�hnt; auch sonst ergeben sich aus dieser Stellungnahme vom 29. Juni 2012 keine Hinweise f�r ein Ungen�gen des Gutachtens. Soweit die Beschwerdef�hrerin schliesslich vorbringt, die bei Dr. phil. L.________ in Auftrag gegebene pers�nlichkeitspsychologische Beurteilung h�tte Anlass zu weiteren Untersuchungen geben m�ssen, kann ihr ebenfalls nicht beigepflichtet werden. Dr. phil. L.________ gelangte zum Schluss, dass der Beschwerdef�hrerin aus pers�nlichkeits-psychologischer Sicht ein volles Arbeitspensum bei voller Belastbarkeit zumutbar sei; es werden in dessen Bericht zwar mit Blick auf die ideal adaptierte Erwerbst�tigkeit gewisse Rahmenbedingen formuliert (vgl. E. 5 hienach); diese sind aber nicht derart, dass deshalb von einer Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit aus psychischen Gr�nden gesprochen werden k�nnte, zumal der Fachpsychologe bei der Versicherten eine leichte �berbetonung der subjektiv geltend gemachten Beschwerden feststellt. In den Schlussfolgerungen stimmen das psychiatrische Gut-achten und die pers�nlichkeitspsychologische Beurteilung weitest-gehend �berein, weshalb kein Anlass f�r zus�tzliche Abkl�rungen besteht.
4.4.�In Bezug auf somatische Leiden geht das kantonale Gericht aufgrund der Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. M.________ davon aus, dass die Versicherte nicht (mehr) unter behandlungsbed�rftigen somatischen Beschwerden mit Auswirkungen auf die Leistungsf�higkeit leidet. Diese �rztliche Einsch�tzung sieht die Vorinstanz dadurch best�tigt, dass die Versicherte offenbar in der Lage ist, die k�rperlichen Anforderungen der Hunde- und Katzenzucht (regelm�ssige Spazierg�nge, Reinigung, usw.) zu meistern. Angesichts dieser Sachlage erachtete das kantonale Gericht die Einholung eines polydisziplin�ren Gutachtens als nicht notwendig, wobei es im Sinne einer antizipierten Beweisw�rdigung davon ausging, dass von einem solchen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten gewesen w�ren. Auch diese vorinstanzliche Feststellung ist f�r das Bundesgericht verbindlich und in der Sache nicht zu beanstanden. Die Aussage der Versicherten, insbesondere die R�ckenbeschwerden h�tten sich verschlimmert, steht im Widerspruch zu den Angaben, die sie bei der somatischen Anamnese gegen�ber dem Gutachter Dr. med. D.________ machte, wo sie das aktuelle Vorliegen somatisch bedingter Schmerzen weitgehend verneinte und im Gegenteil ausf�hrte, seit der Einnahme eines Antibiotikums, das ihr durch einen Rheumatologen verschrieben wurde, seien nicht nur der Tinnitus und die Schwindelanf�lle weg, auch die R�ckenbeschwerden seien ausser bei Belastung verschwunden. Angesichts dieser Aktenlage durfte das kantonale Gericht ohne Verletzung von Bundesrecht auf weitere Abkl�rungen des somatischen Gesundheitszustandes verzichten.
Die Vorinstanz erachtet es aufgrund des psychiatrischen Gutachtens und der pers�nlichkeitspsychologischen Beurteilung als erstellt, dass die Beschwerdef�hrerin in einer angepassten T�tigkeit (k�rperlich wenig belastend, mit einer wohlwollenden, als unterst�tzend erlebten F�hrung durch eine vorgesetzte Person in einem als famili�r erlebten Erwerbsrahmen, m�glichst alleine und in Eigenverantwortung) �ber eine volle Arbeitsf�higkeit verf�ge. Gem�ss Einkommensvergleich, bei welchem das Verwaltungsgericht f�r die Ermittlung des hypothetischen Einkommens ohne Invalidit�t (Valideneinkommen) vom Lohn einer Tierpr�paratorin und f�r die Festlegung des Invalideneinkommens von den Tabellenl�hnen der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes f�r Statistik (LSE) 2010 (Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4) sowie einem Leidensabzug von 15 % ausgegangen ist, ermittelte es einen Invalidit�tsgrad von 39.29 %, welcher keinen Anspruch auf eine Invalidenrente begr�ndet (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Im bundesgerichtlichen Verfahren sind der Einkommensvergleich und die Ermittlung des Invalidit�tsgrades nicht bestritten. Zu einer n�heren Pr�fung von Amtes wegen besteht kein Anlass.
Abschliessend stellt sich die Frage, ob die Versicherte die ihr verbleibende (volle) Arbeitsf�higkeit auf dem Weg der Selbsteingliederung wirtschaftlich verwerten kann, wovon das kantonale Gericht ausgeht, oder ob Eingliederungsmassnahmen notwendig sind, wie in der Beschwerde geltend gemacht wird.
6.1.�Nach st�ndiger Rechtsprechung ist im Regelfall eine medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsf�higkeit grunds�tzlich auf dem Weg der Selbsteingliederung zu verwerten. Nach langj�hrigem Rentenbezug k�nnen jedoch ausnahmsweise Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Anrechnung einer medizinisch vorhandenen Leistungsf�higkeit und m�glichen Leistungsentfaltung entgegenstehen, wenn aus den Akten einwandfrei hervorgeht, dass die Verwertung eines bestimmten Leistungspotenzials ohne vorg�ngige Durchf�hrung bef�higender Massnahmen allein durch Eigenanstrengungen der versicherten Person nicht m�glich ist. Die Verwaltung muss sich vor der Herabsetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente vergewissern, ob sich ein medizinisch-theoretisch wiedergewonnenes Leistungsverm�gen ohne weiteres in einem entsprechend tieferen Invalidit�tsgrad niederschl�gt oder ob daf�r - ausnahmsweise - im Einzelfall eine erwerbsbezogene Abkl�rung (der Eignung, Belastungsf�higkeit usw.) und/oder die Durchf�hrung von Eingliederungsmassnahmen im Rechtssinne vorausgesetzt ist. Diese Praxis ist grunds�tzlich auf F�lle zu beschr�nken, in denen die revisions- oder wiedererw�gungsweise Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente eine versicherte Person betrifft, welche das 55. Al-tersjahr zur�ckgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen hat (SVR 2012 IV Nr. 25 S. 104 E. 3.1). Die �bernahme der beiden Abgrenzungskriterien (vgl. lit. a Abs. 4 der Schlussbestimmungen der �nderung vom 18. M�rz 2011 [6. IV-Revision, erstes Massnahmen-paket]) bedeutet nicht, dass die darunter fallenden Rentnerinnen und Rentner im jeweiligen revisionsrechtlichen Kontext (Art. 17 Abs. 1 ATSG) einen Besitzstandsanspruch geltend machen k�nnten; es wird ihnen lediglich zugestanden, dass - von Ausnahmen abgesehen - auf Grund des fortgeschrittenen Alters oder einer langen Rentendauer die Selbsteingliederung nicht mehr zumutbar ist (SZS 2012 S. 363 E. 3.3, 9C_367/2011).
6.2.�
6.2.1.�Die Beschwerdef�hrerin bezog zum Zeitpunkt der verf�gten Rentenaufhebung per Ende Juli 2012 seit �ber 19 Jahren eine Invalidenrente. Im Regelfall bedeutet dies, dass die Rentenherabsetzung bzw. -aufhebung erst nach einer erwerbsbezogenen Abkl�rung und/oder Durchf�hrung von Eingliederungsmassnahmen Platz greifen kann (vgl. E. 6.1 hievor). Wie das Bundesgericht allerdings wiederholt entschieden hat, kann ausnahmsweise auch bei einer solchen Konstellation eine (sofortige) Selbsteingliederung zumutbar sein (Urteile 9C_68/2011 vom 16. Mai 2011, 8C_39/2012 vom��������� 24. April 2012 E. 5.2, 9C_816/2013 vom 20.Februar 2014 E. 2.2 und 9C_752/2013 vom 27. Juni 2014 E. 4.3.1). Das kantonale Gericht hat im vorliegenden Fall erwogen, dass vor dem Hintergrund der mass-geblichen Aktenlage beim gegebenen medizinisch-theoretischen Zumutbarkeitsprofil entweder eine selbstst�ndige T�tigkeit oder verschiedene Anstellungen in Betracht fallen und die Verwertbarkeit des medizinisch nicht wesentlich beeintr�chtigten Leistungsverm�gens gew�hrleistet ist. Die Versicherte habe Berufsausbildungen als zoologische Pr�paratorin und als Tierpflegerin abgeschlossen und verf�ge �ber weitere Ausbildungen sowie Qualifikationen, so als diplomierte Tierpflegerin, vom Bundesamt f�r Veterin�rwesen anerkannte Hundetrainerin, Katzen- und Hundez�chterin sowie Tiertrainerin. Damit sei sie f�r Dienstleistungen im Tierbereich, insbesondere f�r Hunde und Katzen, bestens geeignet. Solche Dienstleistungen biete sie denn auch bereits an und habe daf�r selbstst�ndig eine geeignete Infrastruktur aufgebaut und Gesch�ftsbeziehungen geschaffen.
6.2.2.�Die Beschwerdef�hrerin wendet ein, sie sei nur hobbym�ssig t�tig und erziele mit ihrer T�tigkeit im Tierbereich kein Erwerbseinkommen. Sie biete zwar Dienstleistungen an, k�nne diese aber nur erbringen, wenn ein Parkplatz zur Verf�gung stehe; Telefonanrufe nehme sie nur an drei Tagen in der Woche entgegen. Diese Ausf�hrungen verm�gen nicht zu �berzeugen. Die Vorbringen zu den r�umlichen und zeitlichen Einschr�nkungen erkl�ren zwar, weshalb die Versicherte aus ihren T�tigkeiten bis anhin offenbar kein Erwerbseinkommen erzielte. Wie das kantonale Gericht aber zutreffend ausf�hrte, ist es auf ihre subjektive Krankheits�berzeugung zur�ckzuf�hren, dass sie ihre beruflichen F�higkeiten im Tierbereich bis anhin nicht gewinnbringend eingesetzt hat; daraus kann jedenfalls nicht auf fehlende berufliche und pers�nliche Ressourcen geschlossen werden. Die selbstst�ndige T�tigkeit als Tierz�chterin oder -betreuerin entspricht zudem dem Profil einer f�r die Beschwerdef�hrerin geeigneten T�tigkeit, hat doch die Abkl�rung durch Dr. phil. L.________ ergeben, dass eine Erwerbst�tigkeit m�glichst alleine und in Eigenverantwortung ausge�bt werden sollte. Dass sich die Versicherte bis anhin offenbar nicht in der Lage f�hlte, die seitens des Psychiaters attestierte volle Arbeitsf�higkeit zu verwerten, ist nicht entscheidend. Das Leistungspotential wurde bereits gutachterlich festgelegt, und zus�tzlicher Abkl�rungsbedarf besteht nicht.
6.2.3.�Angesichts dieser Sachlage ist die tats�chliche Feststellung des kantonalen Gerichts, die Beschwerdef�hrerin sei in der Lage, ihre verbesserte Arbeitsf�higkeit selbstst�ndig zu verwerten, ohne dass eine Abkl�rung des Eingliederungsbedarfs oder Eingliederungsmass-nahmen zu erfolgen h�tten, nicht zu beanstanden.
Dem Gesuch der Beschwerdef�hrerin um unentgeltliche Rechtspflege kann entsprochen werden (Art. 64 BGG; BGE 125 V 201 E. 4a��������� S. 202). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 64 Abs. 4 BGG hingewiesen, wonach sie der Gerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn sie sp�ter dazu in der Lage ist.
Rechtsanw�ltin Karin Caviezel wird als unentgeltliche Vertreterin der Beschwerdef�hrerin bestellt, und es wird ihr aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2'800.- ausgerichtet.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, Kammer 2 als Versicherungsgericht, und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 12. November 2014