Source: https://www.ra-dametz.de/der-eugh-und-das-fernabsatzwiderrufsrecht-bei-prolongationen-von-kredit-und-darlehensvertraegen/
Timestamp: 2020-08-15 19:03:12
Document Index: 316833382

Matched Legal Cases: ['EuG', 'BGH', '§ 312', 'BGH', 'BGH', '§ 495', '§ 312', '§ 495', '§ 495', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'BGH', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art 2', '§ 312', 'EuG', 'Art. 2', 'Art. 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 1', 'EuG', 'BGH', 'BGH', '§ 312', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'Art. 2', 'EuG', 'EuG']

Soll­te der EuGH dem Vor­schlag der Gene­ral­an­wäl­tin fol­gen, wür­de dies wei­te Tei­le der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung in Deutsch­land zum Wider­rufs­recht von Pro­lon­ga­tio­nen von Dar­le­hens- und Kre­dit­ver­trä­gen und sofern es rei­ne Zinspro­lon­ga­tio­nen sind, auch For­ward Dar­le­hen betref­fen.
Der BGH hat ein Wider­rufs­recht für Fern­ab­satz­ver­trä­ge nach §§ 312 ff. BGB bei Zinspro­lon­ga­tio­nen von Dar­le­hens­ver­trä­gen bis­her abge­lehnt (u.a. BGH 15.01.2019 — XI ZR 202/18). Der BGH sieht bei Kon­di­ti­ons­an­pas­sun­gen von Dar­le­hens- und Kre­dit­ver­trä­gen kei­nen Rechts­grund für ein erneu­tes Wider­rufs­recht. Weder wür­de ein Wider­rufs­recht für Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trä­ge nach § 495 BGB begrün­det, noch nach den Rege­lun­gen des Fern­ab­sat­zes nach §§ 312 ff. BGB.
Im ers­ten Fall besteht kein Wider­rufs­recht, weil es kein neu­er Dar­le­hens­ver­trag ist und das Kapi­tal­nut­zungs­recht des Ver­brau­chers unver­än­dert bleibt.
Im zwei­ten Fall wäre ein Wider­rufs­recht nach § 495 BGB nach Wort­laut und Sys­te­ma­tik des deut­schen Rechts aus­ge­schlos­sen, da die­se Kon­di­ti­ons­an­pas­sun­gen von vorn­her­ein ver­trag­lich im Dar­le­hens­ver­trag vor­ge­se­hen sei­en und das Gesetz damit ein Fern­ab­satz­wi­der­rufs­recht wegen des Vor­rangs des Ver­brau­cher­dar­le­hens­wi­der­rufs­rechts nach § 495 BGB aus­schließt und die­ses wie dar­ge­stellt, nicht erneut gilt, weil eben kein (recht­lich) neu­er Dar­le­hens­ver­trag geschlos­sen wur­de.
So im Wesent­li­chen der Tenor der bis­he­ri­gen BGH-Recht­spre­chung.
Eine Vor­la­ge der Fra­ge, ob eine Pro­lon­ga­ti­on eines Dar­le­hens­ver­tra­ges ein Fern­ab­satz­ver­trag von Finanz­dienst­leis­tun­gen im Sin­ne des Fern­ab­satz­wi­der­rufs­rechts für Ver­brau­cher sein kann, lehnt der BGH ab.
Die Aus­le­gung des BGHs von Uni­ons­recht sei so offen­kun­dig rich­tig, dass für ver­nünf­ti­ge Zwei­fel kein Raum bleibt und damit kei­ne Vor­la­ge an den EuGH not­wen­dig ist (BGH 15.01.2019 — XI ZR 202/18). Land­ge­rich­te die ihrer­seits die­se Fra­ge hin­ge­gen dem EuGH vor­ge­legt haben oder woll­ten, weißt der BGH als feh­ler­haft aus (BGH 15.01.2019 — XI ZR 202/18).
Bereits an die­ser Stel­le setzt die Ein­las­sung der Gene­ral­an­wäl­tin im Ver­fah­ren C‑639/18 ein.
„Das vor­le­gen­de Gericht erklärt, dass zur Anwen­dung des natio­na­len Rechts auf den ihm vor­lie­gen­den Streit­fall Hin­wei­se zur richt­li­ni­en­kon­for­men Aus­le­gung erfor­der­lich sei­en. Dem füge ich hin­zu, dass ich – anders als die Spar­kas­se Süd­hol­stein – die Ant­wort auf die Fra­gen des vor­le­gen­den Gerichts nicht für „offen­kun­dig“ hal­te; noch weni­ger tei­le ich die Auf­fas­sung, es sei nicht erfor­der­lich, dass der Gerichts­hof dem natio­na­len Gericht bei der Aus­le­gung der ein­schlä­gi­gen Bestim­mun­gen des Uni­ons­rechts hel­fe.“
SCHLUSSANTRÄGE DER GENERALANWÄLTIN ELEANOR SHARPSTON vom 12. März 2020(1) Rechts­sa­che C‑639/18
Die Gene­ral­an­wäl­tin hält anders als der BGH eine Vor­la­ge der Fra­ge, ob eine Zinspro­lon­ga­ti­on von Dar­le­hens­ver­trä­gen eine Finanz­dienst­leis­tung im Sin­ne des Art 2 Buchst. a der Richt­li­nie 2002/65/EG sein kann und mit­hin ein Wider­rufs­recht für Ver­brau­cher nach dem Fern­ab­satz­recht ent­spre­chend §§ 312 ff. BGB aus­lö­sen kann, für sach­dien­lich.
Ganz kon­kret hat das LG Kiel mit Ent­schei­dung vom 07.09.2018 Az. 12 O 92/18 fol­gen­de Fra­gen dem EuGH vor­ge­legt:
„1. Wird im Sin­ne des Art. 2 Buchst. a der Richt­li­nie 2002/65/EG ein Ver­trag „im Rah­men eines für den Fern­ab­satz orga­ni­sier­ten Ver­triebs- bzw. Dienst­leis­tungs­sys­tems des Anbie­ters geschlos­sen“, mit dem ein bestehen­der Dar­le­hens­ver­trag aus­schließ­lich hin­sicht­lich der Höhe der ver­ein­bar­ten Ver­zin­sung geän­dert wird (Anschluss­zins­ver­ein­ba­rung), wenn eine Fili­al­bank Dar­le­hens­ver­trä­ge zur Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rung mit grund­pfand­recht­li­chen Sicher­hei­ten nur in sei­nen Geschäfts­räu­men abschließt, jedoch in lau­fen­den Geschäfts­be­zie­hun­gen Ver­trä­ge zur Ände­rung bereits geschlos­se­ner Dar­le­hens­ver­trä­ge zum Teil auch unter aus­schließ­li­cher Ver­wen­dung von Fern­kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­teln abschließt?
2. Liegt ein „Finanz­dienst­leis­tun­gen betref­fen­der Ver­trag“ im Sin­ne des Art. 2 Buchst. a der Richt­li­nie 2002/65/EG vor, wenn ein bestehen­der Dar­le­hens­ver­trag aus­schließ­lich hin­sicht­lich der ver­ein­bar­ten Ver­zin­sung geän­dert wird (Anschluss­zins­ver­ein­ba­rung), ohne die Lauf­zeit des Dar­le­hens zu ver­län­gern oder des­sen Höhe zu ver­än­dern?“
LG Kiel 07.09.2018 Az. 12 O 92/18
Die ers­te Fra­ge zielt dar­auf ab, ob ein Kre­dit­in­sti­tut, das sonst plan­mä­ßig kei­ne Fern­ab­satz­ver­trä­ge bei Dar­le­hens­ver­trä­gen anbie­tet, im Rah­men der stan­dard­mä­ßi­gen per Post statt­fin­den­den Pro­lon­ga­tio­nen von Dar­le­hens­ver­trä­gen damit dem Fern­ab­satz­recht unter­fällt.
Die Zwei­te Fra­ge befasst sich damit, ob eine Zinspro­lon­ga­ti­on von Dar­le­hens­ver­trä­gen über­haupt eine Finanz­dienst­leis­tun­gen betref­fen­der Ver­trag ist und damit Gegen­stand des Fern­ab­satz­wi­der­rufs­rechts sein kann.
Die Gene­ral­an­wäl­tin beant­wor­tet die zwei­te Fra­ge zuerst.
Die deut­sche Regie­rung und die hier betrof­fe­ne Bank sehen es wie der BGH:
„Nach Ansicht der Spar­kas­se Süd­hol­stein und der deut­schen Regie­rung sind die Bestim­mun­gen der Richt­li­nie 2002/65 nicht auf Anschluss­zins­ver­ein­ba­run­gen anwend­bar. Eine sol­che Ver­ein­ba­rung betref­fe ledig­lich die Haupt­ver­pflich­tung des Ver­brau­chers aus dem Dar­le­hens­ver­trag und nicht die ande­ren Aspek­te des Ver­trags. Eine Zins­ver­ein­ba­rung sei daher nicht als selb­stän­di­ger Ver­trag anzu­se­hen.“
Die Gene­ral­an­wäl­tin nimmt dabei auf das hier genann­te BGH Urteil vom 15.01.2019 – XI ZR 202/18 Bezug und beant­wor­tet die vor­ge­leg­ten Fra­gen kon­trär zur bis­he­ri­gen BGH-Recht­spre­chung.
„Die­se Ent­schei­dung basier­te nach mei­nem Dafür­hal­ten aus­schließ­lich auf das natio­na­le Recht betref­fen­den Erwä­gun­gen. Wie bereits vor­ste­hend (in Nr. 45) erläu­tert, bewirkt die­se Richt­li­nie 2002/65 grund­sätz­lich eine Voll­har­mo­ni­sie­rung der natio­na­len Rechts­vor­schrif­ten und muss in allen Mit­glied­staa­ten ein­heit­lich aus­ge­legt werden(32). Der Umstand, dass eine Anschluss­zins­ver­ein­ba­rung in einer bestimm­ten natio­na­len Rechts­ord­nung als Teil der ursprüng­li­chen Dar­le­hens­ver­ein­ba­rung klas­si­fi­ziert wird, ist somit für die Aus­le­gung des Begriffs des „Fern­ab­satz­ver­trags“ nach Art. 2 Buchst. a der Richt­li­nie 2002/65 sowie des Begriffs der „Vor­gän­ge“, für den die Bestim­mun­gen der Richt­li­nie nach Art. 1 Abs. 2 der Richt­li­nie nicht gel­ten, nicht von Belang. Die Richt­li­nie schließt aus­drück­lich nur gewis­se „Vor­gän­ge“ von der Anwen­dung ihrer Bestim­mun­gen aus, und bei einer Zins­ver­ein­ba­rung, die bei Ablauf der ers­ten Zins­ver­ein­ba­rung geschlos­sen wird, han­delt es sich aus den von mir genann­ten Grün­den um einen neu­en „Finanz­dienst­leis­tun­gen betref­fen­den Vertrag“(33).
Ich gelan­ge daher zu dem Ergeb­nis, dass der Begriff „Finanz­dienst­leis­tun­gen betref­fen­der Ver­trag“ im Sin­ne von Art. 2 Buchst. a der Richt­li­nie 2002/65 dahin aus­zu­le­gen ist, dass er Anschluss­zins­ver­ein­ba­run­gen, durch die weder die Lauf­zeit des Dar­le­hens ver­län­gert noch der Dar­le­hens­be­trag geän­dert wird, ein­schließt. Eine sol­che Ver­ein­ba­rung ist kein „Vor­gang“ im Sin­ne von Art. 1 Abs. 2 der Richt­li­nie 2002/65, und sie unter­liegt den Bestim­mun­gen der genann­ten Richt­li­nie.“
Im Ergeb­nis führt die Gene­ral­an­wäl­tin damit aus, dass Zinspro­lon­ga­tio­nen von Dar­le­hens­ver­trä­gen Finanz­dienst­leis­tun­gen im Sin­ne des Fern­ab­satz­wi­der­rufs­rechts für Ver­brau­cher sein kön­nen und vom Fern­ab­satz­wi­der­rufs­recht gera­de nicht aus­ge­schlos­sen wer­den.
Damit könn­te ein Wider­rufs­recht bei Zinspro­lon­ga­tio­nen von Kre­dit- und Dar­le­hens­ver­tä­gen in Betracht kom­men.
Die Gene­ral­an­wäl­tin weist dabei vor allem dar­auf hin, dass die zugrun­de­lie­gen­de Richt­li­nie 2002/65 auf eine Voll­har­mo­ni­sie­rung des Rechts in der EU abzielt. Eine Aus­le­gung rein nach natio­na­len Gege­ben­hei­ten und damit abwei­chen­de Aus­le­gung von ande­ren EU-Staa­ten oder eben der Ansicht des EuGHs sieht sie als unzu­läs­sig an.
Dies Bedeu­tet, dass nach Ansicht der Gene­ral­an­wäl­tin nicht nur zu Recht vom Lg Keil vor­ge­legt wur­de und sogar vor­ge­legt wer­den muss­te, son­dern auch die bis­he­ri­ge Aus­le­gung des BGHs von der EU-Richt­li­nie, die angeb­lich so offen­kun­dig wie rich­tig ist, unzu­tref­fend wäre.
Bezüg­lich der ers­ten vor­ge­leg­ten Fra­ge, ob Fern­ab­satz­ver­trä­ge bei Pro­lon­ga­tio­nen von Dar­le­hens­ver­trä­gen vor­lie­gen kön­nen, auch wenn die Bank die Ver­ga­be von Dar­le­hens­ver­trä­gen nicht im Fern­ab­satz anbie­tet und damit die Rege­lun­gen des Fern­ab­satz­rechts gel­ten, beant­wor­tet die Gene­ral­an­wäl­tin auch im Sin­ne der Ver­brau­cher.
Es ist nicht erfor­der­lich, dass der ursprüng­li­che Dar­le­hens­ver­trag im Wege des Fern­ab­sat­zes geschlos­sen wur­de. Für die Annah­me des Fern­ab­sat­zes für eine Pro­lon­ga­ti­on eines Dar­le­hens­ver­tra­ges reicht es aus, wenn die Bank regel­mä­ßig für den Abschluss der Pro­lon­ga­ti­on aus­schließ­lich Fern­kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel ein­setzt und dies Teil des übli­chen Geschäfts­ab­laufs der Bank ist.
Dies dürf­te damit für so ziem­lich jede Bank gel­ten, die ihre Zinspro­lon­ga­tio­nen von Kre­dit- und Dar­le­hens­ver­trä­gen über­li­cher­wei­se ohne per­sön­li­chen Kon­takt vor Ort durch­führt oder dies zumin­dest anbie­tet und dar­auf­hin die Pro­lon­ga­ti­on so abge­schlos­sen wird.
Die Quint­essenz der Vor­la­ge der Gene­ral­an­wäl­tin ist, Zinspro­lon­ga­tio­nen von Dar­le­hens- und Kre­dit­ver­trä­gen kön­nen dem Fern­ab­satz­recht unter­fal­len, wenn sie unter aus­schließ­li­cher Ver­wen­dung von Fern­kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­teln zustan­de­kom­men und dies von der Bank geschäfts­mä­ßig so ange­bo­ten wird.
Damit wür­de anders als es der BGH bis­her sieht, für jede Zinspro­lon­ga­ti­on die­ser Art ein Wider­rufs­recht für Fern­ab­satz­ver­trä­ge nach den §§ 312 ff. BGB bestehen. Es wäre inso­weit über das Wider­rufs­recht zu beleh­ren gewe­sen. Den Ver­brau­chern stün­de somit in vie­len Fäl­len bei feh­len­der oder fal­scher Wider­rufs­be­leh­rung ggf. auch heu­te noch ein Wider­rufs­recht zu.
Der Wider­ruf einer Pro­lon­ga­ti­ons­ver­ein­ba­rung eines Dar­le­hens­ver­tra­ges hät­te nach bis­he­ri­ger BGH-Recht­spre­chung anders als der Wider­ruf des Dar­le­hens­ver­tra­ges nicht den Weg­fall bzw. Rück­ab­wick­lung des gesam­ten Dar­le­hens­ver­tra­ges zur Fol­ge, son­dern nur die Rück­ab­wick­lung der wider­ru­fe­nen Pro­lon­ga­ti­on. Der zugrun­de­lie­gen­de Dar­le­hens­ver­trag wür­de fort­be­stehen, soweit er noch nicht zurück­ge­zahlt ist. Für den Dar­le­hens­ver­trag wäre ggf. eine Kün­di­gung not­wen­dig oder er wür­de nach den Grund­sät­zen fort­be­stehen, die im Dar­le­hens­ver­trag für den Fall einer feh­len­den Pro­lon­ga­ti­ons­ver­ein­ba­rung vor­ge­se­hen sind.
In vie­len Fäl­len kann dies aller­dings von Vor­teil sein, ins­be­son­de­re wenn der Dar­le­hens­ver­trag kurz­fris­tig getilgt oder been­det wer­den soll, da mit dem Wider­ruf der Pro­lon­ga­ti­on die Zins­bin­dung weg­fällt und damit eine i.d.R. kurz­fris­ti­ge Kün­di­gungs­frist gilt, die es der Bank nicht ermög­licht hohe Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gun­gen zu ver­lan­gen.
Es bleibt zunächst aller­dings abzu­war­ten, wie der EuGH in der Sache C‑639/18 Ent­schei­den wird und wie die natio­na­len Gerich­te sodann ggf. dar­auf reagie­ren wer­den.
Update vom 26.06.2020: Mitt­ler­wei­le hat der EuGH in der Sache ent­schie­den und ist nicht der Gene­ral­an­wäl­tin gefolgt.
Art. 2 Buchst. a der Richt­li­nie 2002/65/EG des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 23. Sep­tem­ber 2002 über den Fern­ab­satz von Finanz­dienst­leis­tun­gen an Ver­brau­cher und zur Ände­rung der Richt­li­nie 90/619/EWG des Rates und der Richt­li­ni­en 97/7/EG und 98/27/EG ist dahin aus­zu­le­gen, dass eine Ände­rungs­ver­ein­ba­rung zu einem Dar­le­hens­ver­trag nicht unter den Begriff „Finanz­dienst­leis­tun­gen betref­fen­der Ver­trag“ im Sin­ne die­ser Bestim­mung fällt, wenn durch sie ledig­lich der ursprüng­lich ver­ein­bar­te Zins­satz geän­dert wird, ohne die Lauf­zeit des Dar­le­hens zu ver­län­gern oder des­sen Höhe zu ändern, und die ursprüng­li­chen Bestim­mun­gen des Dar­le­hens­ver­trags den Abschluss einer sol­chen Ände­rungs­ver­ein­ba­rung oder – für den Fall, dass eine sol­che nicht zustan­de kom­men wür­de – die Anwen­dung eines varia­blen Zins­sat­zes vor­sa­hen.
EuGH Urteil vom 18.06.2020 C‑639/18
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