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Timestamp: 2016-10-28 16:04:10
Document Index: 256167451

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 95', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18']

8C_382/2013 � � Urteil vom 16. August 2013
Rechtsdienst, Rue des C�dres 5, 1920 Martigny.
Der 1962 geborene A.________ war bis 28. Februar 2008 Imbissverk�ufer bei der Firma K.________ GmbH. Danach war er arbeitslos und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert. Am ........ 2008 kollidierte er als Autolenker mit einem Tram. Im gleichentags erstellten Bericht des Spitals X.________ wurden beim Versicherten ein leichtes Distorsionstrauma der Halswirbels�ule (HWS) und eine Kontusion Dig. V Hand links diagnostiziert. Die weiteren Abkl�rungen ergaben, dass er bei diesem Unfall Frakturen des Processus spinosi C6 und C 7 erlitt. Die SUVA kam f�r die Heilbehandlung und das Taggeld auf. Seit 1. Januar 2010 war der Versicherte zu 80 % als Gesch�ftsf�hrer der Firma K.________ GmbH angestellt. Mit Verf�gung vom 28. Juli 2011 er�ffnete ihm die SUVA, die Taggelder w�rden ab 13. Dezember 2008 eingestellt, da seither volle Arbeitsf�higkeit bestehe; da keine Beeintr�chtigung der k�rperlichen, geistigen und psychischen Integrit�t vorliege und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Lohneinbusse resultiere, bestehe kein Anspruch auf weitere Leistungen. Die hiegegen erhobene Einsprache hiess sie insofern teilweise gut, als sie dem Versicherten eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 12,5 % zusprach; weitergehende Begehren wies sie ab (Entscheid vom 15. September 2011).
Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich ab, soweit es darauf eintrat (Entscheid vom 28. M�rz 2013).
Mit Beschwerde beantragt der Versicherte, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei die SUVA zu verpflichten, ihm r�ckwirkend ab 13. Dezember 2008 ein angemessenes Taggeld sowie die weiteren gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlungskosten, Invalidenrente) auszurichten.
3.1.�Die Vorinstanz trat auf den Antrag des Versicherten auf Heilungskostenersatz nicht ein, da er nicht begr�ndet habe, welche konkreten Behandlungen die SUVA zu �bernehmen habe. Auf die Gr�nde f�r dieses Nichteintreten geht er nicht ein, weshalb diesbez�glich keine rechtsgen�gliche Beschwerde vorliegt und insoweit auf sie nicht einzutreten ist (BGE 123 V 335; nicht publ. E. 2.1 des Urteils BGE 136 III 102; Urteil 8C_1014/2012 vom 15. M�rz 2013 E. 3).
3.2.�Soweit der Versicherte zur Beschwerdebegr�ndung auf seine Ausf�hrungen in den vorinstanzlichen Rechtsschriften verweist, ist dies unzul�ssig (BGE 134 II 244; SVR 2010 UV Nr. 9 S. 35 E. 6 [8C_286/2009]).
4.1.�Die Vorinstanz hat in W�rdigung der medizinischen Aktenlage mit einl�sslicher Begr�ndung - auf die verwiesen wird - gest�tzt auf die Berichte der Rehaklinik Y.________ vom 15. Dezember 2008 und des Kreisarztes Dr. med. W.________, Facharzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, vom 15. Februar 2011 erkannt, dass der Versicherte in der angestammten T�tigkeit als Fladenbrotbacker arbeitsunf�hig sei; in einer leidensangepassten leichten bis mittelschweren T�tigkeit sei er zu 100 % arbeitsf�hig. Er k�nne keine �berkopfarbeiten mehr ausf�hren. Die von ihm seit 1. Januar 2010 ausge�bte T�tigkeit als Gesch�ftsf�hrer der Firma K.________ GmbH sei mit diesem Zumutbarkeitsprofil sehr gut vereinbar.
Diesem vorinstanzlichen Ergebnis ist beizupflichten. Der Versicherte erhebt keine R�gen, welche die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen zu seinem Gesundheitszustand als unrichtig oder unvollst�ndig (Art. 97 Abs. 2 BGG) oder den angefochtenen Entscheid als rechtsfehlerhaft nach Art. 95 BGG erscheinen lassen. Festzuhalten ist Folgendes:
4.2.�Entgegen dem Versicherten hat die Vorinstanz hinreichend begr�ndet, weshalb auf die Berichte der Rehaklinik Y.________ und des Dr. med. W.________ abgestellt werden kann (zur Begr�ndungspflicht vgl. Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88). Soweit der Versicherte lediglich pauschal darauf verweist, die Vorinstanz habe sich mit den in Ziff. 7.1 der vorinstanzlichen Beschwerde enthaltenen Argumenten nicht auseinandergesetzt, ist dies unzul�ssig (E. 3.2 hievor).
4.3.�Der Fallabschluss unter Einstellung der vor�bergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Pr�fung des Anspruchs auf Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung hat zu erfolgen, wenn von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung �berwiegend wahrscheinlich keine namhafte, ins Gewicht fallende Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4 S. 113 ff.). Die SUVA schloss den Fall auf den 13. Dezember 2008 ab, was die Vorinstanz best�tigte. Dies ist aufgrund der in E. 4.1 hievor angef�hrten Arztberichte nicht zu beanstanden. Hiermit hat es somit sein Bewenden, zumal eine weitere Heilbehandlung ohnehin ausser Betracht f�llt (E. 3.1 hievor).
4.4.�Der Versicherte beruft sich hinsichtlich der Arbeitsf�higkeit auf die Einsch�tzung des PD Dr. med. L.________, Spezialarzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, insbes. Wirbels�ulen-Chirurgie; gest�tzt hierauf sei er noch bis zu 5 bis 7 Stunden t�glich arbeitsf�hig, durchschnittlich somit zu 6 Stunden. PD Dr. med. L.________ hielt im Bericht vom 22. August 2011 zur Arbeitsf�higkeit fest: "Gem�ss unseren Notizen blieb der Patient im eigenen B�ckereibetrieb arbeitsf�hig mit v.a. �berwachungsfunktionen und selbst Mithilfe w�hrend 5-7 Stunden, je nach Arbeitsanfall (Angaben des Patienten vom 08.03.11) ". PD Dr. med. L.________ stellte mithin in erster Linie auf die Darstellung des Versicherten ab, was nicht rechtsgen�glich ist (vgl. Urteil 9C_820/2012 vom 1. Mai 2013 E. 2.2.1 und 2.4). Die Vorinstanz erwog zu Recht, dass damit die Feststellung einer 100%igen Arbeitsf�higkeit in einer leichten bis mittelschweren T�tigkeit nicht in Frage gestellt wird. Gleiches gilt f�r die Empfehlung des PD Dr. med. L.________ vom 22. August 2011, �berkopfarbeiten und Reklinationsstellungen der Sch�dellage aus dem Arbeitspensum zu streichen.
Der Versicherte wendet weiter ein, laut PD Dr. med. L.________ seien die Rehaklinik Y.________ und Dr. med. W.________ f�lschlicherweise davon ausgegangen, die geltend gemachten Beschwerden seien durch die objektivierbaren Gesundheitssch�den nicht vollst�ndig erkl�rbar. Es sei auf die Ergebnisse der Leistungstests in der Rehaklinik Y.________ abzustellen, und zwar auf die Rohdaten, wobei die nachtr�glich von den Untersuchenden dieser Klinik vorgenommenen Korrekturen aufgrund einer vermuteten Symptomausweitung wegzulassen seien. Dieser Einwand ist nicht stichhaltig, da Dr. med. W.________ bei seiner schl�ssigen Beurteilung der Arbeitsf�higkeit des Versicherten die unfallbedingten Frakturen des Processus spinosi C6/C 7 ber�cksichtigte; zudem hatte er Kenntnis von den in der Rehaklinik Y.________ durchgef�hrten Leistungstests.
5.1.�Die Vorinstanz ermittelte das vom Beschwerdef�hrer trotz Gesundheitsschadens erzielbare Invalideneinkommen (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301) gest�tzt auf die von ihm tats�chlich zu 80 % ausge�bte T�tigkeit als Gesch�ftsf�hrer der Firma K.________ GmbH, wobei sie das Einkommen auf das ihm zumutbare 100%ige Arbeitspensum (vgl. E. 4.1 hievor) hochrechnete, was j�hrlich Fr. 58'500.- ([Fr. 3'900.- : 80 x 100] x 12) ergab. Der Versicherte bringt keine substanziierten Einw�nde vor, weshalb es damit sein Bewenden hat.
5.2.1.�Bei der Bestimmung des ohne Gesundheitsschaden erzielbaren Valideneinkommens (BGE 135 V 297 E. 5.1 S. 300) stellte die Vorinstanz auf das Schreiben der Firma K.________ GmbH vom 21. Juli 2011 ab, wonach der Versicherte im Unfallzeitpunkt j�hrlich Fr. 57'437.- verdient habe. Indexiert auf das Jahr 2011 ermittelte die Vorinstanz ein Jahreseinkommen von Fr. 59'677.-, was verglichen mit dem Invalideneinkommen von Fr. 58'500.- einen rentenausschliessenden Invalidit�tsgrad von gerundet 2 % ergab (Art. 18 Abs. 1 UVG). Weiter f�hrte sie aus, das von der Firma Treuhand H.________ AG, am 4. Juli 2011 f�r das Jahr 2011 angegebene Monatseinkommen von Fr. 7'000.- sei nicht rechtsgen�glich ausgewiesen; dies gelte umsomehr, als der Versicherte in der heutigen Anstellung als Gesch�ftsf�hrer hochgerechnet auf ein 100%iges Pensum monatlich Fr. 4'875.- erziele.
5.2.2.�Der Versicherte wendet ein, auch ohne Gesundheitsschaden w�re er Gesch�ftsf�hrer der Firma K.________ GmbH. Das von der Vorinstanz ermittelte Valideneinkommen k�nne schon deshalb nicht richtig sein, weil sie auf sein Einkommen als Mitarbeiter im B�ckereibetrieb statt auf dasjenige als Gesch�ftsf�hrer abgestellt habe. Beim Valideneinkommen als Gesch�ftsf�hrer sei vielmehr gest�tzt auf das Schreiben der Firma Treuhand H.________ AG vom 4. Juli 2011 von j�hrlich Fr. 84'000.- (12 x Fr. 7'000.-) auszugehen. Entgegen der Vorinstanz k�nne sein tats�chliches Einkommen als Gesch�ftsf�hrer nicht auf ein volles Arbeitspensum hochgerechnet werden, weil die Reduktion des Besch�ftigungsgrades eines Gesch�ftsf�hrers - gerade in einem Kleinbetrieb, der von der Leistungsf�higkeit des Chefs entscheinend abh�ngig sei - sich prozentual gesehen st�rker auf die Einkommensh�he auswirke als bei einem Arbeiter oder Hilfsarbeiter. Aufgrund der h�heren Verantwortung und Anforderungen an die Arbeitsleistung sollte er als Gesch�ftsf�hrer ein h�heres Einkommen erzielen als ein Produktionsmitarbeiter. Die gesundheitlichen Einschr�nkungen wirkten sich auf die Kundenakquisition und -pflege besonders negativ aus, so dass der Betrieb nicht ausreichend ausgelastet gewesen sei.
Diese Vorbringen sind unbehelflich. Dass das Einkommen des Versicherten f�r die 80%ige T�tigkeit als Gesch�ftsf�hrer der Firma K.________ GmbH von monatlich brutto Fr. 3'900.- wegen gesundheitlichen Beeintr�chtigungen reduziert ist, geht aus dem von ihm vorinstanzlich aufgelegten Arbeitsvertrag vom 18. Dezember 2009 nicht hervor; vielmehr wird darin ohne weitere Bemerkungen auf die Lohnbestimmungen des L-GAV verwiesen. Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass das vom Versicherten geltend gemachte Valideneinkommen von monatlich Fr. 7'000.- nicht rechtsgen�glich erstellt ist.
5.3.�Nach dem Gesagten ist dem Versicherten die Arbeit als Gesch�ftsf�hrer zu 100 % zumutbar (E. 4.1 und 5.1 hievor), weshalb er keine Erwerbseinbusse erleidet. Folglich besteht kein Leistungsanspruch mehr gegen�ber der SUVA.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Easy Sana Krankenversicherung AG, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich und dem Bundesamt f�r Gesundheit schriftlich mitgeteilt.