Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%201996,%2029
Timestamp: 2020-07-04 13:14:58
Document Index: 371393306

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 32', '§ 16', 'BGH', '§ 34', 'BGH', '§ 32', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.09.1995 - 4 StR 294/95 - dejure.org
https://dejure.org/1995,1319
BGH, 11.09.1995 - 4 StR 294/95 (https://dejure.org/1995,1319)
BGH, Entscheidung vom 11.09.1995 - 4 StR 294/95 (https://dejure.org/1995,1319)
BGH, Entscheidung vom 11. September 1995 - 4 StR 294/95 (https://dejure.org/1995,1319)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1995,1319) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 32 StGB, Erforderlichkeit, Waffe, Androhung, § 16 StGB, Verteidigungswille
Verteidigung - Nebenziele - Notwehr - Rechtswidriger Angriff - Verteidigungsmittel - Zweifelhafte Wirkung - Erforderlichkeit der Handlung - Tatbestandsirrtum
NStZ 1996, 29
StV 1996, 146
Der Angegriffene darf sich grundsätzlich des Abwehrmittels bedienen, das er zur Hand hat und das eine sofortige und endgültige Beseitigung der Gefahr erwarten lässt (BGH NStZ 1996, 29).
Eine Abwägung der betroffenen Rechtsgüter findet bei der Notwehr grundsätzlich nicht statt (anders etwa im Notstandsfall gemäß § 34 StGB; vgl. BGH NStZ 1996, 29;… Tröndle/Fischer aaO § 32 Rdn. 17).
Grundsätzlich darf der Angegriffene das für ihn erreichbare Abwehrmittel wählen, das eine sofortige und endgültige Beseitigung der Gefahr erwarten läßt (vgl. BGHSt 25, 229, 230; BGH NStZ 1996, 29 jeweils mit Nachweisen).
b) Für den Angeklagten gab es in der Situation hier zum - lediglich mit Körperverletzungswillen vorgenommenen - Anlegen des Würgegriffs (jedenfalls zunächst) keine mildere Handlungsalternative: Auf die mehrfache Aufforderung zu Beginn der auch vom Angeklagten gegenüber seinem gewaltbereiten Gegner mit bloßer Körperkraft ausgetragenen Auseinandersetzung, mit seinen Angriffen aufzuhören, ist dieser nämlich nicht eingegangen (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 11. September 1995 - 4 StR 294/95, NStZ 1996, 29).
Grundsätzlich darf der Angegriffene das für ihn erreichbare Abwehrmittel wählen, das eine sofortige und endgültige Beseitigung der Gefahr erwarten lässt (vgl. BGH, Beschluss vom 19. September 1973 - 2 StR 165/73, BGHSt 25, 229, 230; BGH, Urteil vom 11. September 1995 - 4 StR 294/95, NStZ 1996, 29, mwN).