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Timestamp: 2019-12-05 20:02:53
Document Index: 362439617

Matched Legal Cases: ['§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 255', '§ 253']

Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Versuchte Erpressung
Verfasst am: 04 Sep 2007 - 19:41:09 Titel: Versuchte Erpressung
Hallo könnte mir mal bitte jemand weiterhelfen, ich bin grad ziemlich verwirrt wie ich eine versuchte Erpressung aufbauen muss.
Im Moment sieht es ungefähr so bei mir aus.
-Nichtvollendung
-Strafbarkeit nach § 253III
Vorsatz bzgl:
-Drohung mit empfindlichen Übel
-Nötigung zu Handlung(Vermögensverfügung) und daraus resultierendem Vermögensschaden
Bis dahin bin ich mir noch nicht einmal sicher ob ich das überhaupt so machen muss, aber wie ich das obj TB-Merkmal: rechtswidrige Bereicherung einbauen soll hab ich im Moment keine Ahnung.
(Help i need somebody )
unmittelbares Ansetzten.
Rechtsw./Schuld
Wenn jemand Ideen oder Kritik hierzu hat wäre ich sehr dankbar.
Verfasst am: 04 Sep 2007 - 20:31:04 Titel:
Äh... obj. TB = Unmittelbares Ansetzen und subj. TB = Tatentschluss
das scheint bei dir gerade falschrum zu sein
Verfasst am: 04 Sep 2007 - 20:50:15 Titel:
Sorry haste Recht bin etwas verwirrt.
Aber kann ich gleich nochmal was nachfragen, prüft man § 253 II im subjektiven TB oder unter der allg. Rechtswidrigkeit nach dem obj.TB ?
Verfasst am: 05 Sep 2007 - 06:15:15 Titel:
§ 253 II (Verwerflichkeitsklausel) prüft man ganz normal in der Rechtswidrigkeit (wie man auch in jedem BT-Lehrbuch nachschlagen kann) - nach den Rechtfertigungsgründen, weil bei Vorliegen eines Rechtfertigungsgrundes die RWK ohnehin entfällt --> eine gerechtfertigte Tat kann nicht verwerflich sein. Das ist auch beim Versuch nicht anders.
Außerdem würde ich es mir angewöhnen, übersichtliche Prüfungsschema in übersichtlicher Schreibweise zu erstellen, das ist seeeeehr wichtig - auch und gerade in der Klausur für den Korrektor! Das sollte man zu Hause üben, sonst kann man es in der Klausur auch nicht. Die Vorgehensweise ist - grad im Strafrecht - immer die gleiche und die gängigen "Formen" (3-gliedriger TB-Aufbau, Versuchsaufbau, Unterlassungsaufbau, Fahrlässigkeitsaufbau, am besten auch noch Aufbau der Erfolgsqualifikation) muss man drauf haben. Der Aufbau ist das A und O, damit kann man jede Klausur über den Berg bringen (wenn man die richtigen Dinge prüft ).
Versuchte Erpressung prüft man so:
2. Strafbarkeit des Versuchs, §§ 253 III, 12 II, 23 I
II. Tatentschluss (=Subjektiver Tatbestand)
a) bzgl. Nötigungsmittel (Gewalt oder Drohung)
b) bzgl. Nötigungserfolg (Handlung, Duldung, Unterlassung)
c) bzgl. Vermögensverfügung (str.)
d) bzgl. Vermögensschaden
2. Absicht stoffgleicher Bereicherung
III. Unmittelbares Ansetzen (=Objektiver Tatbestand)
2. Verwerflichkeitsklausel, § 253 II
Wenn für die Erpressung qualifizierte Nötigungsmittel verwendet werden (Gewalt gegen eine Person oder Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben), musst du immer an § 255 denken. §§ 253, 255 kannst du dann zusammen prüfen, indem du im Punkt II.1.a) einfach die qualifizierten Nötigungsmittel prüfst.
Zuletzt bearbeitet von Marina85 am 06 Sep 2007 - 20:13:33, insgesamt einmal bearbeitet
Verfasst am: 05 Sep 2007 - 15:46:49 Titel: