Source: https://www.beratungsprozesse.de/leistungen/beratungsmaterialien/?target=Auftragskl%C3%A4rung
Timestamp: 2019-06-27 05:58:54
Document Index: 216436972

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 66', '§ 11', '§ 16', '§ 12', '§ 12', '§ 34', '§ 34', '§ 11', '§ 34', '§ 34', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 19', '§ 11', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 15', '§ 12', '§ 203', '§ 7', 'Art. 6', 'Art. 21', 'BGH', '§ 62', '§ 61', '§ 63', '§ 34', '§ 34', '§ 2']

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Wir entwickeln überzeugende Beratungsmaterialien
Verbessern Sie Ihre Beratung mit unseren Materialien. Unten erklären wir Ihnen alles, was Sie dazu wissen müssen. Im Downloadbereich stehen die Materialien kostenlos bereit.
Die Prozessphase Marktuntersuchung sparen wir aus und beim Antrags- und Vertragsprozess ziehen wir eine Grenze für unsere Arbeit. Hierfür entwickeln wir keine Empfehlungen und Materialien.
Wählen Sie unter den nachstehenden Reitern nun Ihre gewünschte Beratungsphase und informieren Sie sich über die einzelnen Prozessschritte (z.B. Infos über Beratungsleitfäden im Reiter „Auftragsklärung“).
Erstinformationen, Maklervertrag und -vollmacht, Datenschutz- und Kommunikationserklärung
Versicherungs- wie Finanzanlagenvermittler müssen ihren Kunden beim ersten Geschäftskontakt bzw. zu Beginn des Beratungsprozesses grundlegende Informationen geben und die Rahmenbedingungen für ihre Zusammenarbeit schaffen. Die folgenden Materialien regeln die Rechtsbeziehung zwischen Vermittler, Kunde und Versicherer.
Erstinformation bei Versicherungsvermittlern (gem. § 15 VersVermV)
Gemäß § 15 der Versicherungsvermittlerverordnung (VersVermV) muss jeder Versicherungsvermittler dem Kunden beim ersten Geschäftskontakt folgende Angaben klar und verständlich in Textform mitteilen:
als Versicherungsmakler mit einer Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 der Gewerbeordnung,
aa) mit Erlaubnisbefreiung § 34d Abs. 6 der Gewerbeordnung als produktakzessorischer Versicherungsvertreter
aa) mit einer Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 der Gewerbeordnung,
bb) nach § 34d Abs. 7 Satz 1 Nr. 1 der Gewerbeordnung als gebundener Versicherungsvertreter,
cc) mit Erlaubnisbefreiung § 34d Abs. 6 der Gewerbeordnung als produktakzessorischer Versicherungsvertreter oder
als Versicherungsberater mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 2 der Gewerbeordnung
bei der zuständigen Behörde gemeldet und in das Vermittlerregister nach § 34d Abs. 10 der Gewerbeordnung eingetragen ist und wie sich diese Eintragung überprüfen lässt.
Ob er eine Beratung anbietet.
Die Art der Vergütung, die er im Zusammenhang mit der Vermittlung erhält.
Ob die Vergütung direkt vom Kunden zu zahlen ist oder als Provision oder sonstige Vergütung in der Versicherungsprämie enthalten ist.
Ob er als Vergütung andere Zuwendungen erhält.
Ob seine Vergütung aus einer Verknüpfung der in Nummer 6 und 7 genannten Vergütungen besteht.
Anschrift, Telefonnummer (mit Angabe des Mobilfunkhöchstpreises gem. §§ 66a, 66d TKG) und die Internetadresse der gemeinsamen Stelle im Sinne des § 11a Absatz 1 der Gewerbeordnung und die Registrierungsnummer, unter der er im Register eingetragen ist.
Die unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungen von über 10 Prozent, die er an den Stimmrechten oder am Kapital eines Versicherungsunternehmens besitzt.
Die Versicherungsunternehmen oder Mutterunternehmen eines Versicherungsunternehmens, die eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung von über 10 Prozent an den Stimmrechten oder am Kapital des Informationspflichtigen besitzen
Alle Versicherungsvermittler haben sicherzustellen, dass auch seine Beschäftigten die ihm über seine Person obliegenden Mitteilungspflichten erfüllen.
Diese Informationen kann der Vermittler dem Kunden nach § 16 VersVermV wie folgt übermitteln:
Entweder auf Papier
Oder über einen anderen dauerhaften Datenträger als Papier, wenn die Nutzung des dauerhaften Datenträgers im Rahmen des getätigten Geschäfts angemessen ist und der Versicherungsnehmer die Wahl zwischen einer Auskunftserteilung auf Papier oder auf einem dauerhaften Datenträger hatte und sich für diesen Datenträger entschieden hat.
Oder über eine Website, wenn
a) der Zugang für den Versicherungsnehmer personalisiert wird oder
b) wenn:
aa) die Erteilung dieser Auskünfte über eine Website im Rahmen des getätigten Geschäfts angemessen ist,
bb) der Versicherungsnehmer der Auskunftserteilung über eine Website zugestimmt hat,
cc) dem Versicherungsnehmer die Adresse der Website und die dortige Fundstelle der Auskünfte elektronisch mitgeteilt wurden und
dd) es gewährleistet ist, dass diese Auskünfte auf der Website so lange verfügbar bleiben, wie für den Versicherungsnehmer vernünftigerweise abrufbar sein müssen.
Der Mitteilungsweg über eine Webseite ist insbesondere angemessen, wenn der Versicherungsnehmer eine E-Mail-Adresse für die Zwecke dieses Geschäfts mitteilt.
Handelt es sich um einen telefonischen Kontakt, ist die Mitteilung dem Versicherungsnehmer unmittelbar nach dem ersten Geschäftskontakt zu erteilen.
Die Informationen sind nicht zwingend auf einer Visitenkarte anzugeben. Es können auch Informationsblätter oder Flyer verwendet werden.
Downloads Vorlagen…
Erstinformation bei Finanzanlagenvermittlern (gem. § 12 FinVermV)
Gemäß § 12 der Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) muss jeder Finanzanlagenvermittler dem Kunden vor der ersten Anlageberatung bzw. -vermittlung folgende Angaben klar und verständlich in Textform mitteilen:
Seine persönlichen Daten (Familienname, Vorname, Firmen der Personenhandelsgesellschaften, in denen der Eintragungspflichtige als geschäftsführender Gesellschafter tätig ist,
seine betriebliche Anschrift sowie weitere Angaben, die es dem Anleger ermöglichen, schnell und unmittelbar mit ihm in Kontakt zu treten; insbesondere eine Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse oder Faxnummer,
als Finanzanlagenvermittler mit einer Erlaubnis nach § 34f Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 2, und/oder 3 der Gewerbeordnung (GewO) in das Register nach § 34f Abs. 5 in Verbindung mit § 11a Abs. 1 GewO eingetragen ist und wie sich diese Eintragung überprüfen lässt oder als Honorar-Finanzanlagenberater mit einer Erlaubnis nach § 34h Abs. 1 Satz 1 der Gewerbeordnung (GewO)
die Emittenten und Anbieter, zu deren Finanzanlagen er Vermittlungs- oder Beratungsleistungen anbietet (es ist nicht jede Kapitalanlage-/Fondsgesellschaft anzugeben, ausreichend ist es, die Produktgeber in allgemeiner Art zu benennen), sowie
die Anschrift der für die Erlaubniserteilung nach § 34f Abs. 1 GewO zuständigen Behörde sowie die Registrierungsnummer, unter der er im Finanzanlagenvermittler-Register eingetragen ist.
Gem. § 12a FinVermV sind Finanzanlagenvermittler auch verpflichtet, den Anleger in Textform darüber zu informieren, ob sie
vom Anleger eine Vergütung verlangen und in welcher Art und Weise diese berechnet wird oder
im Zusammenhang mit der Anlageberatung oder -vermittlung Zuwendungen von Dritten angenommen oder behalten werden dürfen.
Gemäß § 12 Abs. 3 FinVermV dürfen die Angaben nach § 12 Abs. 1 FinVermV mündlich mitgeteilt werden, wenn der Anleger dies wünscht. In diesem Fall sind dem Anleger die Angaben unverzüglich nach Vertragsschluss in Textform zur Verfügung zu stellen. Im Übrigen bleiben sonstige Vorschriften über Informationspflichten des Gewerbetreibenden nach § 12 Abs. 4 FinVermV unberührt.
Die Informationen sind nicht zwingend auf einer Visitenkarte anzugeben. Es können auch Informationsblätter oder Flyer verwendet werden. Diese Informationen können als Brief, E-Mail, Vordruck oder als Fax erteilt werden. Eine Unterschrift ist nicht erforderlich.
Alle Vermittler haben nach § 19 FinVermV sicherzustellen, dass auch ihre Mitarbeiter diese Mitteilungspflichten nach den §§ 11 bis 18 FinVermV erfüllen.
Erstinformation bei Tätigkeit als Versicherungsvermittler UND Finanzanlagenvermittler
Bei einer Tätigkeit sowohl als Versicherungsvermittler gem. § 34d Gewerbeordnung als auch als Finanzanlagenvermittler gem.§ 34f Abs.1 Gewerbeordnung (oder als Honorar-Finanzanlagenberater nach § 34h Abs. 1 Gewerbeordnung) kann eine kombinierte Erklärung zu den Vorgaben nach § 15 VersVermV und § 12 FinVermV abgegeben werden.
Maklervertrag und -vollmacht
Der Maklervertrag beschreibt das Rechtsverhältnis zwischen Makler und Kunde. Der vom Arbeitskreis erarbeitete Maklervertrag berücksichtigt die gesetzlichen Eckpunkte der Maklertätigkeit. Es wurden daher Passagen des Gesetzes aufgenommen, deren Aufnahme nicht notwendig war, hingegen der Kundentransparenz dienen.
Die vom Arbeitskreis entwickelten Vorlagen richten sich an Versicherungsmakler uns nicht an Finanzvermittler.
Der Arbeitskreis stellt zum Maklervertrag zwei Varianten zur Verfügung. Neben einem generellen Maklervertrag, der die Dauerrechtsbeziehung zum Kunden regelt, steht ein sogenannter Makler-Einzelvertrag zur Verfügung, der nur für eine Sparte verwendet werden kann.
Die Maklervollmacht dient der Legitimation des Maklers gegenüber dem jeweiligen Versicherer und sonstigen Produktgebern.
Hinweis zum SEPA-Verfahren: Die Expertengruppe Recht des Arbeitskreises hat sich intensiv mit einer möglichen Stellvertretung des Maklers im Rahmen des SEPA-Verfahrens beschäftigt. Auf Grund offener Fragen empfiehlt die Arbeitsgruppe Recht derzeit keine Stellvertretung im SEPA-Verfahren. Daher wurde sie nicht mit in die Maklervollmacht aufgenommen.
In der aktuellen Diskussion über den Datenschutz innerhalb des Maklerbüros geraten vor allem die Themenbereiche Datentransfers mit oder über Pools bzw. Dienstleister und Bestandsübertragungen zunehmend in den Fokus.
Der Datenaustausch zwischen Vermittlern und Versicherern wird durch den Einsatz moderner technischer Systeme zwar unauffälliger, stellt aber erhöhte Anforderungen an die Einhaltung datenschutzrechtlicher Bestimmungen, insbesondere wenn Dritte wie Pools oder (technische) Dienstleister in den Datenaustausch einbezogen werden. Denn im Maklermarkt ist es inzwischen üblich, dass neben dem unmittelbaren Vermittler, den der Versicherungsnehmer als seinen Vertragspartner wahrnimmt, auch „Dritte“ Daten empfangen und übermitteln. Hierzu gehören zum Beispiel:
Maklerpools, Maklerverbünde
Technische Dienstleister (im Wesentlichen Anbieter von Vergleichs- und Kundenverwaltungsprogrammen)
Verschachtelte Systeme (Maklerpool, der technische Dienstleister einsetzt)
Wegen der Einbeziehung dieser weiteren Dienstleister und Vermittler ist es deshalb besonders wichtig, beim Datentransfer die datenschutzrechtlichen Regelungen einzuhalten. In der Lebens-, Kranken- und Unfallversicherung sind zudem die Bestimmungen und die Rechtsprechung zum § 203 StGB zu beachten. Dabei ist es strafrechtlich bereits relevant, wenn nur die Information „Name“ und „hat eine Lebensversicherung“ ohne ausdrückliches Einverständnis des Versicherungsnehmers weitergegeben werden. Die strafrechtlichen Anforderungen für Daten der Lebens-, Kranken- und Unfallversicherung sind damit strenger als im übrigen Versicherungsgeschäft.
Der Arbeitskreis Beratungsprozesse entwickelte dazu eine Einwilligungserklärung mit den erforderlichen Informationen für die Kunden zur Datenverarbeitung zum Einsatz im Maklergeschäft.
In der Einwilligungserklärung, die Sie auf Ihre individuellen Firmenbelange anpassen können, finden Sie weitere an Sie gerichtete Hinweise.
Wichtig: Die datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung sollte deutlich getrennt werden von anderen Einwilligungen oder Vertragsinhalten, die die Zusammenarbeit zwischen Makler und Kunde regeln (z.B. von der unten folgenden Kommunikationserklärung). Andernfalls besteht die Gefahr, dass die datenschutzrechtliche Kundeneinwilligung unwirksam ist, vgl. Artikel 7 Abs. 2 DSGVO.
Im Rahmen von Bestandsübertragungen zwischen Vermittlern (z.B. Makler A will den Bestand von Makler B übernehmen, der in den Ruhestand geht) gelten die vorgenannten Anforderungen an das Vorliegen von Kundeneinwilligungen grundsätzlich gleichermaßen. Dabei bietet Artikel 20 des Code of Conduct Datenschutz, den der GDV zusammen mit den Datenschutzaufsichtsbehörden der Länder erarbeitet hat, gewisse Erleichterungen an. Makler A kann seine Kunden vor der geplanten Bestandsübertragung an Makler B über diese Planung informieren, wobei die Kunden dann mindestens zwei Wochen lang Zeit haben müssen, der Übertragung ihrer Verträge und damit der Übermittlung ihrer personenbezogenen Daten an Makler B zu widersprechen (sog. Opt-Out-Einwilligung).
Diese Erklärung soll dem Makler die Kommunikation mit dem Kunden erleichtern und versucht, den Anforderungen von § 7 UWG und Art. 6 Abs. 1 lit. f) und Art. 21 Abs. 2 DSGVO ausreichend Rechnung zu tragen. Klarstellungen dürften im Laufe der Zeit durch die Datenschutzaufsichtsbehörden (Europäischer Datenschutzausschuss) und die Rechtsprechung erfolgen.
Aus Gründen der Rechtssicherheit (vgl. u.a. BGH I ZR 241/97-Telefonwerbung VI) raten wir, die Erklärung nicht in den Maklervertrag zu integrieren.
Tippgebervertrag
Die Tätigkeit eines Tippgebers besteht darin, einen Kontakt zwischen einem an einem Versicherungsvertrag Interessierten und einem Vermittler (oder Versicherer) herzustellen. Der Tippgeber kann für diese Empfehlung eine Vergütung erhalten. Die Durchführung einer Beratung und/oder das Erstellen eines Antrags sind einem Tippgeber untersagt. Neben einem Tippgebervertrag, der zwischen Vermittler und Tippgeber geschlossen wird, stellen wir eine “Einverständniserklärung zur Weiterverarbeitung personenbezogener Daten” zur Verfügung, die vom Interessenten unterschrieben werden sollte. Weitere allgemeine Hinweise zum Thema Tippgeber finden Sie auf den Seiten des GDV.
Die Beratungsleitfäden gehören zu den wichtigsten Materialien des Arbeitskreises. Mit ihnen befragen Sie den Kunden kurz spartenübergreifend, ob und wie die vom Beratungsanlass (z.B. Immobilienerwerb) betroffenen Beratungsaspekte (z.B. Haftungsrisiken) behandelt werden sollen.
Die Beratungsleitfäden
machen dem Kunden den Beratungsbedarf transparent, der typischerweise mit seinem konkreten Beratungsanlass im Gesamtbereich seiner Finanzen ausgelöst wird,
systematisieren und priorisieren dies für den Beratungsprozess,
sorgen dafür, dass der Vermittler nichts übersieht und
können erste Vereinbarungen zum Vorgehen dokumentieren.
Für Vermittler hat dieses systematische Vorgehen auch den Vorteil, dass automatisch mehr Themen angeschnitten werden, als wenn gleich auf Spartenebene argumentiert wird. Während der Bedarfsanalyse auf Spartenebene können nämlich schon aus Zeitgründen selten weitere Handlungsbedarfe des Kunden thematisiert werden – zumal dies regelmäßig als Verkaufsdruck empfunden wird. Durch die vorgelagerte Auftragsklärung ist ein Vermittler eher Berater als Verkäufer.
Wie die Bögen konkret zum Einsatz kommen, steht dem Vermittler frei. Er kann sie im Gespräch nutzen, aber auch online oder im Vorfeld der Kundengewinnung einsetzen, um seine Arbeitsweise zu demonstrieren. Wir stellen kompakte Varianten bereit für Vermittler, die ausschließlich die Versicherungs- oder die Vermögensseite bearbeiten. Sie streifen die jeweils andere Seite nur kurz und empfehlen pauschal eine Bearbeitung durch Spezialisten.
Tipp: Gehen Sie beim Einsatz der Beratungsleitfäden noch nicht in die Spartenberatung, sondern klären Sie mit dem Kunden zunächst nur, welche Beratungsaspekte (z.B. Haftpflicht-, Sachwert- oder Personenrisiken) besprochen werden sollen. So klären Sie in kürzester Zeit mit dem Kunden, zu welchen Bedarfsfeldern er (auch später) beraten werden möchte.
Erst nach der Auftragsklärung schließt sich bei Bedarf die Beratung im jeweils definierten Feld an. Diese detaillierte Analyse auf Spartenebene (Bedarfsanalyse) betrachten wir somit gesondert.
Übrigens stellen wir die Beratungsleitfäden neben der kostenlosen Word-Version auch als Premium-Version im Abonnement zur Verfügung. Ihr Auftritt wirkt dadurch nicht nur wertiger und professioneller, sondern wird noch erfolgreicher.
Downloads Beratungsleitfäden…
Premium-Beratungsleitfäden im Shop…
Kundenbasisdaten, Risikoanalysen, Einnahmen/Ausgaben, Vermögen/Verbindlichkeiten
Die spartenweise Betrachtung, wie sie gängige Praxis in der Vermittlerausbildung und –praxis ist, beginnt beim Arbeitskreis Beratungsprozesse erst in der Prozessphase nach der Auftragsklärung. Ab hier ist dann das klassische Handwerkszeug der Versicherungsberatung und -vermittlung notwendig.
Die Risikoanalysen sind neben den klassischen Erfassungsbögen zu Stamm- und Haushaltsdaten ein Kernelement unserer Materialien. Sie helfen Ihnen, die Risikoverhältnisse des Kunden systematisch zu erfragen und stehen für alle relevanten Sparten zur Verfügung:
Privat-Komposit (Hausrat, PHV, Kfz, Wohngebäude, Rechtsschutz, Unfall)
Versorgung-Privat
Versorgung-bAV
Private Krankenversicherung (Zusatzversicherungen)
Zusammen mit den anderen Elementen aus dem Angebot des Arbeitskreises bilden die Risikoanalysen das Rüstzeug für eine qualitativ hochwertige Beratung. Es wird dabei nicht vorgegeben, wie die Beratung durchzuführen ist, sondern welche Risikoumstände bei der Vertragsgestaltung zu berücksichtigen sind.
Downloads Risikoanalysebögen etc…
Aus der Prozessphase der eigentlichen Marktuntersuchung hält sich der Arbeitskreis Beratungsprozesse bewusst heraus und bietet keine Materialien an. Für Identifikation und Vergleich von Produkten gibt es bereits leistungsstarke Lösungen im Markt.
Auswahlkriterien für den Rat des Maklers
Für diese Phase bietet der Arbeitskreis indirekt eine Unterstützung bei der Auswahl der richtigen Produkte, indem er sich mit verbindlichen Kriterien für die Gesellschafts- und Produktauswahl befasst und Auswahlkriterien für eine fundierte Empfehlung beschreibt.
Die konkrete Durchführung der Produktauswahl und damit auch die Ausdeutung der Auswahlkriterien ist nicht Aufgabe des Arbeitskreises, sondern muss von jedem Vermittler und Berater eigenverantwortlich geleistet werden.
Die Auswahlkriterien setzen auf drei Ebenen an:
Gesellschaftsqualität
Als besonders relevant wurden festgelegt:
Rentabilität/Anlagerisiko
Je nach Sparte besitzen diese Aspekte unterschiedlich hohe Bedeutung, weshalb eine Matrix mit einer Differenzierung nach Sparten und Produktarten entwickelt wurde. Die hoch relevanten Kriterien sollten zwingend zur Begründung einer Empfehlung herangezogen werden, die übrigen sind optional:
Auswahlkriterien für Produkte und Versicherungsgesellschaften
Dokumentation/Protokoll
Die Beratungsdokumentation war das erste Thema, mit dem sich der Arbeitskreis Beratungsprozesse – damals noch unter anderem Namen – beschäftigte. Daher stellen die Dokumentationsvorlagen nach wie vor ein zentrales Tätigkeitsgebiet dar.
Der Arbeitskreis empfiehlt dabei, die Dokumentation/Protokollierung prozessbegleitend umzusetzen. Daher verstehen sich alle Beratungsmaterialien als sinnvolle Dokumentationsbestandteile, die lediglich noch durch spezielle Vorlagen für Protokoll/Dokumentation abgerundet werden. Hierbei gelten unterschiedliche Begrifflichkeiten und Regularien für die Versicherungs- und Finanzanlagenvermittlung.
Beratungs- und Dokumentationspflicht des Versicherungsvermittlers
Der Anlass, die Ergebnisse der Befragung sowie Beratung und die Begründung der erteilten Ratschläge sind gem. § 62 Abs. 1 VVG in Textform zu dokumentieren und an den Kunden zu übermitteln. Obwohl hierzu keine gesetzliche Pflicht besteht, ist vorab eine Bedarfsanalyse im Rahmen der Kundenberatung sinnvoll. In diesem Fall kann sie Bestandteil der Beratungsdokumentation sein.
Der Arbeitskreis hat sich mit der Frage befasst, nach welchen möglichst verbindlichen Kriterien Makler die Gesellschafts- und Produktauswahl gestalten können, um Kunden einen bedarfsgerechten und angemessenen Rat erteilen zu können, aber auch der eigenen, weit gehenden Haftung gerecht zu werden.
Laut § 61 Abs. 2 VVG kann der Versicherungsnehmer auf die Beratung oder die Dokumentation nur durch gesonderte schriftliche Erklärung verzichten, sofern er vom Versicherungsvermittler ausdrücklich darauf hingewiesen worden ist, dass sich ein Verzicht nachteilig auf die Möglichkeit des Versicherungsnehmers auswirken kann, gegen den Versicherungsvermittler einen Schadenersatzanspruch nach § 63 VVG geltend zu machen.
Der Arbeitskreis empfiehlt, den Beratungsverzicht nur in Ausnahmefällen anzuwenden, da der Makler ansonsten – insbesondere bei Verbrauchern – Gefahr läuft, gegen das AGB-Recht zu verstoßen.
Downloads Vorlagen und Hilfen…
Beratungsprotokoll für die Anlageberatung durch Finanzanlagenvermittler
Finanzanlagenvermittler müssen im Falle einer Anlageberatung unverzüglich nach Abschluss der Anlageberatung und vor Abschluss eines Geschäfts ein Protokoll anfertigen und dem Anleger zur Verfügung stellen. Hingegen müssen Finanzanlagenvermittler, die nur eine Finanzanlagenvermittlung betreiben, kein Protokoll anfertigen. Hinweise zur Abgrenzung zwischen Anlageberatung und Anlagevermittlung finden Sie weiter unten.
Die Begrifflichkeiten sind teilweise unscharf. Das Gesetz kennt in § 34f GewO nur eine einheitliche Erlaubnis für Finanzanlagenvermittler. Er kann Anlageberatung betreiben oder Anlagevermittlung. Darüber kann er von Fall zu Fall entscheiden. Wenn er Anlageberatung betreibt, hat er andere Wohlverhaltenspflichten als bei der Anlagevermittlung (z. B. Protokollpflicht nur bei Anlageberatung). Ein Finanzanlagenvermittler bleibt also rechtlich Finanzanlagenvermittler, auch wenn er Anlageberatung betreibt. Einen Finanzanlagenberater kennt das Gesetz nicht, nur einen “Honorar-Finanzanlagenberater” (§ 34h GewO).
Abgrenzung von Anlageberatung und Anlagevermittlung
Bei den Pflichten der Finanzanlagenvermittler unterscheidet die FinVermV zwischen Anlagevermittlung und Anlageberatung. Die Unterscheidung setzt auf die gleichartige Unterscheidung im WpHG auf.
§ 2 Abs. 3 WpHG
(3) Wertpapierdienstleistungen im Sinne dieses Gesetzes sind …
4. die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten (Anlagevermittlung), …
9. die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung).
Anlagevermittlung erbringt, wer einem Anleger ein konkretes Geschäft über die Anschaffung oder über die Veräußerung eines Finanzinstrumentes vorstellt und ihn zu überzeugen versucht, dieses Geschäft abzuschließen.
Anlageberatung erbringt dagegen, wer gegenüber dem Kunden eine persönliche Empfehlung über die Anschaffung oder über die Veräußerung eines Finanzinstrumentes abgibt, die auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Kunden gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird.
Ob eine Anlagevermittlung oder eine Anlageberatung vorliegt, ergibt sich im Zweifel aus den Gesamtumständen des Einzelfalls. Der Unterschied besteht vor allem darin, dass bei der Anlagevermittlung der werbende und anpreisende Charakter der Aussagen im Vordergrund steht (Produktverkauf), während die Anlageberatung eine auf die persönlichen Verhältnisse des Anlegers zugeschnittene Beratung bietet (persönliche Beratung). Die Pflichten des Anlageberaters sind damit umfangreicher als die des Anlagevermittlers.
Maßgeblich dafür, ob die o.g. Umstände im Einzelfall vorliegen, ist die Bewertung des Kunden (Empfängerhorizont). Kurz gesagt: Was glaubt der Kunde, welche Leistung ihm angeboten wird? Wenn Vermittler sich als „Berater“ bezeichnen, laufen sie Gefahr, insoweit bei ihren Kunden auch für Beratungskompetenz und -umfang Vertrauen in Anspruch zu nehmen. Entscheidend ist also, wie Kunden den Gesamtauftritt, Erklärungen und Arbeitsweise des Vermittlers verstehen.
Aber auch die Sicht des Vermittlers ist relevant. So kommt ein Beratungsvertrag auch dann zu Stande, wenn der Vermittler erkennt, dass seine Hinweise und Informationen – seine Beratung – für den Kunden von erheblicher Bedeutung sind und der Kunde die Beratung zur Grundlage seiner Entscheidung machen möchte.
Indizien für Anlagevermittlung:
Vermittler tritt als Repräsentant des Produktanbieters auf, keine Produktauswahl und Produktbewertung, Produktverkauf steht im Vordergrund.
Indizien für Anlageberatung:
Eindruck einer objektiven Beratung wird vermittelt, Berater ermöglicht die Auswahl unter verschiedenen Produkten, Produktauswahl wird am Anlegerinteresse ausgerichtet, Produkte werden bewertet.
Finanzanlagenvermittler sind gut beraten, ihr Auftreten gegenüber Kunden ihrem tatsächlichen Leistungsspektrum im Vorfeld anzupassen. Wer als Berater auftritt, muss auch die Pflichten eines Finanzanlageberaters erfüllen und im Zweifel für formale Verstöße gegen diese Pflichten und materielle Fehler in der Beratung haften.
Lars Seemann
Lars Seemann Mayflower Capital AG
"...mit Hilfe des Arbeitskreises eine ganzheitliche kundenorientierte Beratung des Kunden auf Augenhöhe gewährleistet wird!"
Versicherungsmakler	Lothar Weber
"...ich meine Kunden umfassend und fair berate und den Kundenbedarf in den Vordergrund stelle."
Heiko Siegmann
Heiko Siegmann - Finanzdienstleistungen
"...mich der Arbeitskreis mit seiner Tätigkeit in der Beratung maßgeblich unterstützt."