Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerwGE%20140,%20290
Timestamp: 2019-09-16 01:15:34
Document Index: 283425672

Matched Legal Cases: ['§ 63', '§ 121', '§ 256', '§ 322', '§ 1', '§ 2', '§ 6', '§ 1', '§ 2', '§ 6', '§ 6', '§ 121', '§ 6', '§ 121', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 121']

BVerwG, 31.08.2011 - 8 C 15.10 - dejure.org
https://dejure.org/2011,2835
BVerwG, 31.08.2011 - 8 C 15.10 (https://dejure.org/2011,2835)
BVerwG, Entscheidung vom 31.08.2011 - 8 C 15.10 (https://dejure.org/2011,2835)
BVerwG, Entscheidung vom 31. August 2011 - 8 C 15.10 (https://dejure.org/2011,2835)
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VwGO § 63 Nr. 3, § 121; ZPO § 256 Abs. 2, § 322 Abs. 1; VermG § 1 Abs. 3, § 2 Abs. 1, § 6 Abs. 1a Satz 2 und 4
Anmeldung; Berechtigter; Beschwer; Bindungswirkung; Genossenschaft; Hauptgenossenschaft; materielle Rechtskraft; Mitglieder; Quorum; Restgesellschaft; Rechtskraftwirkung; Restgesellschaft; Restunternehmen; Schädigung; Schädigungszeitpunkt; Spaltgesellschaft; ...
§ 1 Abs 3 VermG, § 2 Abs 1 VermG, § 6 Abs 1a S 2 VermG, § 6 Abs 1a S 4 VermG, § 121 VwGO
Zur Rechtskrafterstreckung eines Urteils im Vermögensrecht; zum Tatbestandsmerkmal der werbenden Tätigkeit
VermG § 6 Abs. 1 Buchst. a S. 4
VG Gera, 01.12.2009 - 3 K 238/06
BVerwGE 140, 290
Die gerichtliche Entscheidung ist die im Entscheidungssatz des Urteils sich verkörpernde Rechtsfolge als Ergebnis der Subsumtion des vorgetragenen Sachverhalts unter das Gesetz, mithin der konkrete Rechtsschluss vom Klagegrund auf das Vorliegen oder Nichtvorliegen der begehrten Rechtsfolge anhand des die Entscheidung unmittelbar tragenden Rechtssatzes (Urteil vom 31. August 2011 - BVerwG 8 C 15.10 - BVerwGE 140, 290 Rn. 20 m.w.N.).
Auf einzelne Urteilselemente, also auf die tatsächlichen Feststellungen, die Feststellung einzelner Tatbestandselemente und sonstige Vorfragen oder Schlussfolgerungen, auch wenn diese für die Entscheidung tragend gewesen sind, erstreckt sich die Rechtskraft nicht (Urteil vom 31. August 2011 a.a.O. m.w.N.).
Streitgegenstand ist der prozessuale Anspruch, der durch die erstrebte, im Klageantrag zum Ausdruck gebrachte Rechtsfolge sowie durch den Klagegrund, nämlich den Sachverhalt, aus dem sich die Rechtsfolge ergeben soll, gekennzeichnet ist (BVerwG, Urt. v. 31.8.2011, 8 C 15/10, BVerwGE 140, 290 ff., juris Rn. 20 m. w. N.).
Einzelne Urteilselemente und so auch die Feststellung der unangemessenen Dauer des Verfahrens 1 E 633/98 werden von der (Teil-)Rechtskraft des Urteils des Verwaltungsgerichtshofs nicht erfasst (vgl. BVerwG, Urteil vom 31. August 2011 - 8 C 15.10 - BVerwGE 140, 290 Rn. 20 m.w.N.).
Streitgegenstand ist der prozessuale Anspruch, der durch die erstrebte, im Klageantrag zum Ausdruck gebrachte Rechtsfolge sowie durch den Klagegrund, nämlich den Sachverhalt, aus dem sich die Rechtsfolge ergeben soll, gekennzeichnet ist (Urteile vom 10. Mai 1994 - BVerwG 9 C 501.93 - BVerwGE 96, 24 = Buchholz 310 § 121 VwGO Nr. 68 und vom 31. August 2011 - BVerwG 8 C 15.10 - BVerwGE 140, 290 = Buchholz 428 § 6 VermG Nr. 75; jeweils m.w.N.).
Streitgegenstand ist der prozessuale Anspruch, der durch die erstrebte, im Klageantrag zum Ausdruck gebrachte Rechtsfolge sowie durch den Klagegrund, nämlich den Sachverhalt, aus dem sich die Rechtsfolge ergeben soll, gekennzeichnet ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 31.8.2011 - 8 C 15/10 -, BVerwGE 140, 290 und juris Rn. 20 m.w.N.).
Die Entscheidung einer Vorfrage in dem rechtskräftigen Beschluss nimmt dagegen an dessen Rechtskraft nicht teil, sofern sie nicht Gegenstand einer besonderen Zwischenfeststellung ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 31.8.2011 - 8 C 15/10 -, BVerwGE 140, 290 und juris Rn. 21 f.).
Die Rechtskraft erstreckt sich insoweit nicht auf die einzelnen Urteilselemente, also nicht auf die tatsächlichen Feststellungen, die Feststellung einzelner Tatbestandsmerkmale und sonstige Vorfragen oder Schlussfolgerungen, auch wenn diese für die Entscheidung tragend gewesen sind (vgl. BVerwG, Urteil vom 31.8.2011 - 8 C 15/10 -, BVerwGE 140, 290 und juris Rn. 20 m.w.N.).
Streitgegenstand ist der prozessuale Anspruch, der durch die erstrebte, im Klageantrag zum Ausdruck gebrachte Rechtsfolge sowie durch den Klagegrund, nämlich den Sachverhalt, aus dem sich die Rechtsfolge ergeben soll, gekennzeichnet ist (BVerwG, Urteile vom 10. Mai 1994 - 9 C 501.93 - BVerwGE 96, 24 und vom 31. August 2011 - 8 C 15.10 - Buchholz 428 § 6 VermG Nr. 75 Rn. 20 m.w.N.; Beschluss vom 14. November 2007 - 8 B 81.07 - ZOV 2008, 53; jeweils m.w.N.).
Nach dem sog. zweigliedrigen Streitgegenstandsbegriff wird der Streitgegenstand im Allgemeinen als der prozessuale Anspruch durch die erstrebte, im Klageantrag umschriebene Rechtsfolge und den Klagegrund, d.h. den Sachverhalt, aus dem sich die Rechtsfolge ergeben soll, gekennzeichnet (stRspr, siehe etwa Urteile vom 31. August 2011 - BVerwG 8 C 15.10 - BVerwGE 140, 290 Rn. 20 = Buchholz 428 § 6 VermG Nr. 75 und vom 10. Mai 1994 - BVerwG 9 C 501.93 - BVerwGE 96, 24 = Buchholz 310 § 121 VwGO Nr. 68 S. 2 ).
Der Streitgegenstand besteht aus der erstrebten Rechtsfolge, die im Klageantrag zum Ausdruck kommt, und dem Klagegrund, d.h. dem Sachverhalt, aus dem sie sich ergeben soll (BVerwG, Urteile vom 31. August 2011 - 8 C 15.10 - BVerwGE 140, 290 Rn. 20 …und vom 30. Januar 2013 - 8 C 2.12 - NVwZ-RR 2013, 489 Rn. 12).
Diese können nur durch ein Zwischenfeststellungsurteil materielle Bindungswirkung erlangen (vgl. BVerwG, Urteil vom 31. August 2011 - 8 C 15.10 - BVerwGE 140, 290 Rn. 22 m.w.N).
OVG Sachsen-Anhalt, 14.09.2016 - 2 L 53/15
Antrag auf Zulassung der Berufung nach Erledigung der Hauptsache