Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NZI%202007,%20598
Timestamp: 2019-12-09 15:23:27
Document Index: 304903722

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 850', '§ 7', '§ 684', '§ 850', '§ 112', 'BGH']

AG Hamburg, 28.06.2007 - 68g IK 272/07 - dejure.org
AG Hamburg, 28.06.2007 - 68g IK 272/07
https://dejure.org/2007,16161
AG Hamburg, 28.06.2007 - 68g IK 272/07 (https://dejure.org/2007,16161)
AG Hamburg, Entscheidung vom 28.06.2007 - 68g IK 272/07 (https://dejure.org/2007,16161)
AG Hamburg, Entscheidung vom 28. Juni 2007 - 68g IK 272/07 (https://dejure.org/2007,16161)
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InsO §§ 4, 36, 109, 112, 119, 313; ZPO § 850k
Pflicht des Treuhänders zum Widerruf von Lastschriften im Einziehungsermächtigungsverfahren auch für Wohnraummiete
AGB-Bk § 7 Abs. 3; BGB § 684 Satz 2; ZPO § 850k
Zulässigkeit des Lastschriftwiderrufs durch den Treuhänder im Verbraucherinsolvenzverfahren
Kurznachricht zu "Lastschriftenwiderspruch des Treuhänders im Verbraucherinsolvenzverfahren - legitimes Mittel zur Kostendeckung oder "Freibrief"?" von WissMit Ass. iur. Carsten Homann, original erschienen in: ZVI 2008, 156 - 163.
Kurznachricht zu "Der Widerruf von Lastschriften durch den Insolvenzverwalter / Treuhänder in Insolvenzverfahren natürlicher Personen" von RA Florian Menn, FAInsR, original erschienen in: NZI 2009, 463 - 466.
NZI 2007, 598
ZMR 2008, 541
Dieser Schutz sei nicht tangiert, wenn Lastschriften aus einer Zeit vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens widerrufen würden (AG Hamburg NZI 2007, 598).
Diese Ansicht hat mit Recht Widerspruch erfahren (Dawe ZVI 2007, 549, 550 ff; Büchler EWiR 2008, 1, 2; Wilhelm DZWIR 2008, 364, 365 f; vgl. ferner Grote ZInsO 2009, 9, 15 ff; Foerste ZInsO 2009, 646, 647 ff; eher zustimmend allein Dahl NJW-Spezial 2007, 453).
Diese Frage lässt sich nicht unter Anwendung der Pfändungsschutzvorschriften beantworten, welche das laufende Einkommen und ggfs. ein daraus resultierendes Kontoguthaben betreffen, nicht hingegen die Verwendung des in der Vergangenheit erzielten Einkommens (insoweit richtig AG Hamburg NZI 2007, 598).
AG Köln, 11.09.2009 - 205 C 158/09
Kündigungssperre für ein Mietverhältnis auf private Wohnräume
Angesichts des offenen Wortlautes gilt § 112 Insolvenzordnung damit auch im Bezug auf die persönliche Wohnung des Schuldners (vgl. Landgericht Karlsruhe, ZIP 2003, 677; AG Hamburg, ZInsO 2007, 721).
Diese Frage lässt sich nicht unter Anwendung der Pfändungsschutzvorschriften beantworten, welche das laufende Einkommen und gegebenenfalls ein daraus resultierendes Kontoguthaben betreffen, nicht hingegen die Verwendung des in der Vergangenheit erzielten Einkommens (insoweit richtig AG Hamburg NZI 2007, 598).
Dieser hat unter Hinweis auf Entscheidungen des BGH vom 4.11.2004, Az IX ZR 22/03 sowie des AG Hamburg vom 28.6.2007, Az 68 g IK 272/07 mit Fax vom 7.12.2007 der kontoführenden Sparkasse gegenüber Lastschriften auf dem Girokonto der Schuldnerin für den Zeitraum 1.10.- 13.11.2007 widersprochen.
Mit der Entscheidung des AG Hamburg (ZinsO 2007, 721 ff.) stimmt das erkennende Gericht nur insoweit überein, als dieses Treuhänder und Insolvenzverwalter, was deren Berechtigung zum Lastschriftwiderruf betrifft, gleich behandelt.
Der Beteiligte zu 2. widerrief diese Lastschriften unter Berufung auf die Entscheidung des AG Hamburg vom 28.06.2007 - 68g IK 272/07 , ZInsO 2007, 721 f. , so dass 171, 88 EUR auf dem nachträglich eingerichteten Insolvenzanderkonto eingingen.
Der Beteiligte zu 2. hatte das Girokonto des Beteiligten zu 1. abrechnen lassen und erfolgte Lastschriften unter Berufung auf die Entscheidung des AG Hamburg vom 28.06.2007 - 68g IK 272/07 , ZInsO 2007, 721 f. widerrufen, so dass 2.470,42 EUR auf dem nachträglich eingerichteten Insolvenzanderkonto eingingen.