Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=26.05.2004&Aktenzeichen=B%2012%20KR%205%2F04%20R
Timestamp: 2019-11-21 06:22:19
Document Index: 222490551

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 6', '§ 14', '§ 321', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 321', '§ 202', '§ 178', '§ 14']

BSG, 26.05.2004 - B 12 KR 5/04 R und B 12 KR 2/04 R - dejure.org
BSG, 26.05.2004 - B 12 KR 5/04 R und B 12 KR 2/04 R
https://dejure.org/2004,2330
BSG, 26.05.2004 - B 12 KR 5/04 R und B 12 KR 2/04 R (https://dejure.org/2004,2330)
BSG, Entscheidung vom 26.05.2004 - B 12 KR 5/04 R und B 12 KR 2/04 R (https://dejure.org/2004,2330)
BSG, Entscheidung vom 26. Mai 2004 - B 12 KR 5/04 R und B 12 KR 2/04 R (https://dejure.org/2004,2330)
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Arbeitsentgelt - Erstattung von Führerscheinkosten - Einkommenssteuerrecht - Arbeitslohn - Auslagenersatz - Werbungskostenersatz
Führerscheinerwerb - Beitragspflichtiges Arbeitsentgelt
SG Gelsenkirchen, 07.05.2003 - S 28 KR 37/01
Dies gilt insbesondere für Vorteile, die sich lediglich als notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzungen darstellen (stRspr des BSG, vgl Urteil vom 26. Mai 2004 - B 12 KR 5/04 R = SozR 4-2400 § 14 Nr. 3; Urteil vom 1. Dezember 2009 - B 12 R708 R = BSGE 105, 66;… Urteil vom 30. Oktober 2014 - B 5 RS 1/13 R = SozR 4-8570 § 6 Nr. 6; BSG…, Urteil vom 30. Oktober 2014 - B 5 RS 3/14 R - juris sowie des erkennenden Senats, vgl. etwa Urteil vom 13. Januar 2016 - L 16 R 770/12 - ebenso: Knospe in: Hauck/Noftz, Kommentar zum SGB IV, § 14, Rn 27 [Stand: Mai 2013]).
d) In gleicher Weise hat das Bundessozialgericht --BSG-- (Beschluss vom 14. Oktober 2004 B 12 KR 5/04 S, n.v.) zu § 321a ZPO erkannt.
Dabei braucht der Senat nicht zu entscheiden, ob das dem Kläger gewährte Verpflegungsgeld zu den in § 14 SGB IV genannten Einnahmen zählt (vgl dazu BSG SozR 4-2400 § 14 Nr. 3 RdNr 16) .
Die danach erforderliche Gesamtwürdigung hat insbesondere Anlass, Art und Höhe des Vorteils, Auswahl der Begünstigten, freie oder nur gebundene Verfügbarkeit, Freiwilligkeit oder Zwang zur Annahme des Vorteils und die besondere Geeignetheit für den jeweils verfolgten betrieblichen Zweck zu berücksichtigen (BFH Urteil vom 5.5.1994 - VI R 55/92 ua - juris RdNr 13 mwN; BFH Urteil vom 14.11.2013 - VI R 36/12 - juris RdNr 10; vgl auch BSG Urteil vom 26.5.2004 - B 12 KR 5/04 R - SozR 4-2400 § 14 Nr. 3 RdNr 17) .
Demzufolge hat der Senat auch bereits entschieden, dass die vom Arbeitgeber dem Beschäftigten erstatteten Kosten für den Erwerb eines LKW-Führerscheins nicht zum beitragspflichtigen Arbeitsentgelt zählen, wenn aufgrund einer Gesamtbetrachtung das eigenbetriebliche Interesse des Arbeitgebers am Führerscheinerwerb deutlich überwog (vgl BSG Urteil vom 26.5.2004 - B 12 KR 5/04 R - SozR 4-2400 § 14 Nr. 3) .
Nach diesem Maßstab hat der Senat bei Erstattung der Kosten für den Erwerb eines Führerscheins diese Zuwendung als beitragsfrei angesehen (vgl Urteil des Senats vom 26.5. 2004, B 12 KR 5/04 R, SozR 4-2400 § 14 Nr. 3 mwN).
Es kann dahinstehen, ob ein solcher auf eine sog "greifbare Gesetzwidrigkeit" gestützter Rechtsbehelf im Sozialgerichtsprozess bereits seit Inkrafttreten des Zivilprozessreformgesetzes vom 27. Juli 2001 (BGBl I 1887, 1892) mit der Einfügung des § 321a in die Zivilprozessordnung iVm § 202 SGG nicht mehr statthaft war (so zB 12. Senat des BSG, Beschluss vom 14. Oktober 2004 - B 12 KR 5/04 S; ebenso BVerwG, Beschluss vom 5. Oktober 2004 - 2 B 90.04 = DVBl 2005, 254) bzw ob dies jedenfalls seit Schaffung des der genannten Regelung nachgebildeten § 178a SGG zum 1. Januar 2005 (BGBl 2004 I 3220) der Fall ist.
In einem Verfahren, in dem es ebenfalls um die Beitragspflicht einer Kostenerstattung für den Erwerb eines Führerscheins der Klasse 2 ging, hat der Senat mit Urteil vom 26. Mai 2004 - B 12 KR 5/04 R - (…zur Veröffentlichung in SozR 4 vorgesehen) entschieden, dass die Erstattung unter den dort gegebenen Verhältnissen kein beitragspflichtiges Arbeitsentgelt war.
Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH), auf die das BSG u.a. in seiner Entscheidung vom 26. Mai 2004 (B 12 KR 5/04 R) verweist, sind solche Vorteile nicht als steuerbarer Arbeitslohn, sondern als Auslagenersatz anzusehen, die sich bei objektiver Würdigung aller Umstände als notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzung erweisen (BFHE 203, 53, 56 = BStBl II 2003, 886, 887).
Das trifft nach der Rechtsprechung des BFH dann zu, wenn sich aus den Begleitumständen wie Anlass, Art und Höhe des Vorteils, Auswahl der Begünstigten, freie oder nur gebundene Verfügbarkeit, Freiwilligkeit oder Zwang zur Annahme des Vorteils und seiner besonderen Geeignetheit für den jeweils verfolgten betrieblichen Zweck ergibt, dass diese Zielsetzung ganz im Vordergrund steht und ein damit einhergehendes eigenes Interesse des Arbeitnehmers, den Vorteil zu erlangen, deshalb vernachlässigt werden kann (BSG, Urteil vom 26. Mai 2004 - B 12 KR 5/04 R -, juris Rn. 17 unter Verweis auf: BFHE 203, 53, 56 = BStBl II 2003, 886, 887 f; BFHE 199, 322, 326 = BStBl II 2002, 829, 831 f; BFHE 195, 373, 375 = BStBl II 2001, 671, 672; BFHE 192, 299, 301 f = BStBl II 2000, 690, 691;… vgl. auch BSG, Urteile vom 30. Oktober 2014 - B 5 RS 1/13 R - juris Rn. 17 und - B 5 RS 3/14 R - juris Rn. 18).
Hier habe das Verpflegungsgeld im Monat der Dienstaufnahme des Klägers etwa 19% seiner Nettobezüge ausgemacht; im Jahr 1983 habe der Anteil nur noch 10% betragen, sei aber damit immer noch erheblich gewesen (vgl. auch BSG, Urteil vom 26.05.2004 - B 12 KR 5/04 R).
Vorteile sind nicht als steuerbarer Arbeitslohn, sondern als Auslagenersatz anzusehen, die sich bei objektiver Würdigung aller Umstände als notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzung erweisen (BSG, Urteil vom 26.05.2004 - B 12 KR 5/04 R - SozR 4-2400 § 14 Nr. 3, juris Rn. 16ff; BFHE 203, 53, 56 = BStBl II 2003, 886, 887).