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Timestamp: 2017-10-21 04:50:18
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 101', 'BGH', '§ 101', 'BGH', '§ 101', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 101', '§ 101', '§ 101', '§ 101', '§ 101', 'BGH', '§ 286', '§ 286', '§ 286', '§ 97', '§ 106', '§ 108', 'BGH', 'BGH', '§ 97', '§ 97', 'BGH', 'BGH', '§ 97', '§ 106', '§ 97', '§ 97', '§ 10', '§ 85', '§ 32', '§ 32', 'BGH', '§ 97', '§ 15', '§ 2', '§ 16', '§ 19', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§ 97', '§ 97', 'BGH', '§ 99', '§ 99', '§ 97', '§ 97', 'BGH', 'BGH', '§ 104', 'BGH', '§ 97', '§ 106', 'BGH', '§ 97', '§ 97', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 97', '§ 97', '§ 97', '§ 97', '§ 97', '§ 97', '§ 97', '§ 97', '§ 97', '§ 97', '§ 97', 'BGH', '§ 174', 'BGH', '§ 174', '§ 174']

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www.urheberrechtsinfo.org http://www.urheberrechtsinfo.org Thu, 05 Jun 2014 10:40:50 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.4.2 BGH entscheidet zur Haftung des Anschlussinhabers bei illegalem Filesharing durch erwachsenen Stiefsohn und zur sekundären Darlegungslast (Urteilsbegründung in dem Urteil des BGH vom 8.1.2014, I ZR 169/12 – Bearshare im Volltext veröffentlicht) http://www.urheberrechtsinfo.org/2014/06/bgh-entscheidet-zur-haftung-des-anschlussinhabers-bei-illegalem-filesharing-durch-erwachsenen-stiefsohn-und-zur-sekundaren-darlegungslast-urteilsbegrundung-in-dem-urteil-des-bgh-vom-8-1-2014-i-zr-16/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2014/06/bgh-entscheidet-zur-haftung-des-anschlussinhabers-bei-illegalem-filesharing-durch-erwachsenen-stiefsohn-und-zur-sekundaren-darlegungslast-urteilsbegrundung-in-dem-urteil-des-bgh-vom-8-1-2014-i-zr-16/#comments Wed, 04 Jun 2014 08:34:46 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1612
Der Bundesgerichtshof hat gestern die Urteilsbegründung in dem Urteil vom 8.1.2014 (I ZR 169/12 – Bearshare) im Volltext veröffentlicht. In dem Urteil hat der BGH entschieden, dass ein Anschlussinhaber für Urheberrechtsverletzungen, die über seinen Internetanschluss von einem erwachsenen Haushaltsangehörigen (hier: Stiefsohn) im Wege des illegalen Filesharing begangen wurden, nicht per se als sog. Störer haftet. Darüber hinaus hat der Bundesgerichtshof seine bisherige Rechtsprechung zur tatsächlichen Vermutung der Verantwortlichkeit des Anschlussinhabers bestätigt. Der Anschlussinhaber, der geltend machen will, die Rechtsverletzung nicht begangen zu haben, hat im Rahmen der ihm obliegenden sekundären Darlegungslast vorzutragen, ob und wenn ja, welche anderen Personen zum Zeitpunkt der Rechtsverletzung selbständigen Zugang zu seinem Internetanschluss hatten und daher als Täter in Betracht kommen, wobei ihn diesbezüglich Nachforschungspflichten treffen.
Weitere Informationen und einen Link zum Urteil im Volltext finden Sie hier sowie auf unserem Tweet bei anwalt.de
verwandte Suchbegriffe: Bearshare, bearshare volltext, BGH, BGH Bearshare, BGH Bearshare Urteilsgründe, BGH Filesharing, BGH I ZR 169/12, BGH Störerhaftung, bgh urteil bearshare, BGH Urteilsbegründung Bearshare, Filsharing Anscheinsbeweis, I ZR 169/12, sekundäre Darlegungslast, sekundäre Darlegungslast beim Filesharing, Störerhaftung, Störerhaftung Bearahare, Störerhaftung erwachsene Kinder, tatsächliche Vermutung, tatsächliche Vermutung beim Filesharing
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2014/06/bgh-entscheidet-zur-haftung-des-anschlussinhabers-bei-illegalem-filesharing-durch-erwachsenen-stiefsohn-und-zur-sekundaren-darlegungslast-urteilsbegrundung-in-dem-urteil-des-bgh-vom-8-1-2014-i-zr-16/feed/ 0 Bundesverband Musikindustrie: DCN-Studie 2012 (Studie zur digitalen Contentnutzung) veröffentlicht http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/08/bundesverband-musikindustrie-dcn-studie-2012-studie-zur-digitalen-contentnutzung-veroffentlicht/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/08/bundesverband-musikindustrie-dcn-studie-2012-studie-zur-digitalen-contentnutzung-veroffentlicht/#comments Fri, 24 Aug 2012 08:01:36 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1601
Die vom Bundesverband Musikindustrie e.V., der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. in Auftrag gegebene Studie zur digitalen Contentnutzung 2012 (DCN-Studie) ist unter folgendem Link abrufbar (PDF): DCN-Studie 2012
Weitere Infos sowie eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie finden Sie hier
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/08/bundesverband-musikindustrie-dcn-studie-2012-studie-zur-digitalen-contentnutzung-veroffentlicht/feed/ 1 BGH: Drittauskunftsanspruch gegenüber Internetprovider gem. § 101 Abs. 2 UrhG ist verfassungsgemäß und setzt kein gewerbliches Ausmaß der Rechtsverletzung voraus (I ZB 80/11) http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/08/bgh-drittauskunftsanspruch-gegenuber-internetprovider-gem-%c2%a7-101-abs-2-urhg-ist-verfassungsgemas-und-setzt-kein-gewerbliches-ausmas-der-rechtsverletzung-voraus-i-zb-8011/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/08/bgh-drittauskunftsanspruch-gegenuber-internetprovider-gem-%c2%a7-101-abs-2-urhg-ist-verfassungsgemas-und-setzt-kein-gewerbliches-ausmas-der-rechtsverletzung-voraus-i-zb-8011/#comments Thu, 16 Aug 2012 13:22:04 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1595 http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/08/bgh-drittauskunftsanspruch-gegenuber-internetprovider-gem-%c2%a7-101-abs-2-urhg-ist-verfassungsgemas-und-setzt-kein-gewerbliches-ausmas-der-rechtsverletzung-voraus-i-zb-8011/feed/ 0 BGH: Gewerbliches Ausmaß der Rechtsverletzung beim Auskunftsanspruch wegen Filesharing nicht erforderlich (I ZB 80/11) http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/08/bgh-gewerbliches-ausmas-der-rechtsverletzung-beim-auskunftsanspruch-wegen-filesharing-nicht-erforderlich-i-zb-8011/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/08/bgh-gewerbliches-ausmas-der-rechtsverletzung-beim-auskunftsanspruch-wegen-filesharing-nicht-erforderlich-i-zb-8011/#comments Fri, 10 Aug 2012 10:00:47 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1586
Der Bundesgerichtshof hat in einem Beschluss vom 19.4.2012 klargestellt, dass es im Rahmen von Verfahren zur Gestattung der Auskunft über Nutzernamen, deren Internetanschlüssen eine bestimmte IP-Adresse zugewiesen war (§ 101 Abs. 9 UrhG), nicht erforderlich ist, dass die dem Antrag des Verletzten zu Grunde liegenden Rechtsverletzungen (jede für sich genommen) ein gewerbliches Ausmaß haben muss (I ZB 80/11). Der Rechtsauffassung des OLG Köln, wonach die Gestattung der Auskunft über Nutzerdaten zu IP-Adressen bei Rechtsverletzungen durch Filesharing (Tauschbörsen) nur dann erteilt wurde, wenn die Rechtsverletzung ein gewerbliches Ausmaß hat, hat der BGH damit eine klare Abfuhr erteilt. Die gestattung der Auskunft gem. § 101 Abs. 9 UrhG setzt somit nach der neuen BGH-Rechtsprechung weder voraus, dass es sich um einen kompletten Album-Tonträger handelt, noch, dass sich das verletzte Werk in der vom OLG Köln auf 6 Monate bemessenen “marktrelevanten Verwertungsphase” befindet. Letzteres hatte zuvor auch schon das OLG München entschieden.
Der BGH führt hierzu wie folgt aus:
Die Vorschrift erfasst vor allem Rechtsverletzungen, die im Internet unter
Nutzung der Möglichkeit vorgenommen werden, dort weitgehend anonym zu
kommunizieren, insbesondere das unbefugte öffentliche Zugänglichmachen von
Musikwerken und Filmwerken über Tauschbörsen. Bestünde kein Auskunftsan-
spruch gegen den Internet-Provider, könnte der Rechtsinhaber diese Rechts-
verletzungen nicht verfolgen, weil er den Verletzer nicht ermitteln könnte (vgl.
Stellungnahme des Bundesrats, BT-Drucks. 16/5048, S. 53 und 59). Wäre ein
Auskunftsanspruch gegen Dritte nur bei einer Rechtsverletzung in gewerbli-
chem Ausmaß gegeben, könnten die Hauptansprüche auf Unterlassung und
Schadensersatz auch nur bei einer Rechtsverletzung in gewerblichem Ausmaß
durchgesetzt werden. Der Rechtsinhaber, dem Ansprüche auf Unterlassung
und Schadensersatz aber nicht nur gegen den im gewerblichen Ausmaß han-
delnden Verletzer, sondern gegen jeden Verletzer zustehen, wäre dann inso-
weit faktisch schutzlos gestellt. Dies widerspräche dem Ziel des Gesetzes,
Rechtsverletzungen im Internet wirksam zu bekämpfen. Insbesondere für
Tauschbörsen, bei denen in großem Umfang Urheberrechtsverletzungen statt-
finden, besteht ein besonderes Interesse an einer Auskunft, ohne die der Ver-
fetzer nicht ermittelt werden kann (BT-Drucks. 16/5048, S. 39 f.). Denn solche
massenhaften Rechtsverletzungen beeinträchtigen die urheberrechtlich ge-
schützten Rechte und wirtschaftlichen Interessen des Rechtsinhabers auch
dann ganz erheblich, wenn die einzelne Rechtsverletzung für sich genommen
kein beträchtliches Ausmaß erreicht.
(BGH, Beschluss vom 19.4.2012, I ZB 80/11)
Weitere Infos zu der Entscheidung finden Sie hier.
Den Volltext finden Sie unter der Rubrik Urteile.
Link zur Pressemitteilung des BGH.
verwandte Suchbegriffe: Auskunftsanspruch, einstweilige Anordnung nach § 101 Abs. 9 UrhG, § 101 UrhG, gewerbliches Ausmaß, gewerbliches Ausmaß beim Filesharing, gewerbliches Ausmaß der Rechtsverletzung, marktrelevante Verwertungsphase, zivilrechtlicher Auskunftsanspruch nach § 101 UrhG, Alles kann besser werden, Bitte hör nicht auf zu träumen,
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/08/bgh-gewerbliches-ausmas-der-rechtsverletzung-beim-auskunftsanspruch-wegen-filesharing-nicht-erforderlich-i-zb-8011/feed/ 1 OLG Köln: Eltern haften auch bei Filesharing durch volljährige Kinder (OLG Köln 6 W 81/12) http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/06/olg-koln-eltern-haften-auch-bei-filesharing-durch-volljahrige-kinder-olg-koln-6-w-8112/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/06/olg-koln-eltern-haften-auch-bei-filesharing-durch-volljahrige-kinder-olg-koln-6-w-8112/#comments Fri, 15 Jun 2012 07:32:42 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1582
Nach Ansicht des OLG Köln (Beschluss vom 4.6.2012, Az. 6 W 81/12) haften Eltern nicht nur bei Rechtsverletzungen minderjähriger Kinder (siehe hierzu unsere Blogbeiträge vom 7.1.2010 und vom 5.4.2012), sondern auch bei volljährigen Kindern wegen Verletzung der Überwachungspflicht. Bei der Überlassung eines Internetanschlusses haben Eltern demnach auch bei volljährigen Kindern wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um Rechtsverletzungen zu verhindern. Geschieht dies nicht, haften die Eltern (Anschlussinhaber).
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/06/olg-koln-eltern-haften-auch-bei-filesharing-durch-volljahrige-kinder-olg-koln-6-w-8112/feed/ 0 Schadensersatz bei illegalem Filesharing eines Musikalbums 2.500,- € http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/05/schadensersatz-bei-illegalem-filesharing-eines-musikalbums-2-500-e/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/05/schadensersatz-bei-illegalem-filesharing-eines-musikalbums-2-500-e/#comments Wed, 09 May 2012 10:39:48 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1579
Das Amtsgericht Hamburg hat in einer aktuellen Entscheidung vom 30.4.2012 (Az.: 36a C 479/11) die Höhe des Schadensersatzes bei einem Musikalbum (bestehend aus 11 Liedern) mit 2.500,- € bemessen. Da in einer Tauschbörse die Anzahl möglicher Downloads unkontrollierbar ist, sei ein Schadensersatzanspruch in Höhe von 2.500,00 € jedenfalls nicht überzogen. Der Streitwert wurde auf 50.000,- € festgesetzt. Die Entscheidung deckt sich hinsichtlich der Höhe mit Urteilen anderer Gerichte. Das OLG Köln sieht 200,- € pro Musiktitel für angemessen (OLG Köln 6 U 67/11 v. 23.3.2012). Das LG Düsseldorf geht von 300,- € pro Musiktitel aus (12 O 521/09) .
verwandte Suchbegriffe: 36a C 479/11, Amtsgericht Hamburg 36a C 479/11, Schadensersatz, Höhe des Schadensersatzanspruches nach Lizenzanalogie, Lizenzanalogie, Schadensersatz bei Filesharing, Schadensersatz bei Musikalbum
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/05/schadensersatz-bei-illegalem-filesharing-eines-musikalbums-2-500-e/feed/ 0 Merkel will shitstorm trotzen (Spiegel-Online vom 27.4.2012) http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/merkel-will-shitstorm-trotzen-spiegel-online-vom-27-4-2012/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/merkel-will-shitstorm-trotzen-spiegel-online-vom-27-4-2012/#comments Fri, 27 Apr 2012 20:42:58 +0000 cweber http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/merkel-will-shitstorm-trotzen-spiegel-online-vom-27-4-2012/
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/merkel-will-shitstorm-trotzen-spiegel-online-vom-27-4-2012/feed/ 0 Tag des geistigen Eigentums 2012 http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/tag-des-geistigen-eigentums-2012/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/tag-des-geistigen-eigentums-2012/#comments Thu, 26 Apr 2012 11:26:40 +0000 cweber http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/tag-des-geistigen-eigentums-2012/
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/tag-des-geistigen-eigentums-2012/feed/ 0 Verwendung von Internetverkehrsdaten zu Zwecken der zivilrechtlichen Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen zulässig (Urteil des Gerichtshofs der EU vom 19.4.2012, C 461/10) http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/verwendung-von-internetverkehrsdaten-zu-zwecken-der-zivilrechtlichen-verfolgung-von-urheberrechtsverletzungen-zulassig-urteil-des-gerichtshofs-der-eu-vom-19-4-2012-c-46110/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/verwendung-von-internetverkehrsdaten-zu-zwecken-der-zivilrechtlichen-verfolgung-von-urheberrechtsverletzungen-zulassig-urteil-des-gerichtshofs-der-eu-vom-19-4-2012-c-46110/#comments Thu, 19 Apr 2012 17:53:09 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1571 http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/verwendung-von-internetverkehrsdaten-zu-zwecken-der-zivilrechtlichen-verfolgung-von-urheberrechtsverletzungen-zulassig-urteil-des-gerichtshofs-der-eu-vom-19-4-2012-c-46110/feed/ 0 Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz für ein Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken (Gesetz gegen das Abmahnunwesen) ein böser Aprilscherz? http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/referentenentwurf-des-bundesministeriums-der-justiz-fur-ein-gesetz-gegen-unseriose-geschaftspraktiken-gesetz-gegen-das-abmahnunwesen/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/referentenentwurf-des-bundesministeriums-der-justiz-fur-ein-gesetz-gegen-unseriose-geschaftspraktiken-gesetz-gegen-das-abmahnunwesen/#comments Thu, 19 Apr 2012 10:39:17 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1561
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/referentenentwurf-des-bundesministeriums-der-justiz-fur-ein-gesetz-gegen-unseriose-geschaftspraktiken-gesetz-gegen-das-abmahnunwesen/feed/ 0 Urheberrechtsdebatte: Legt Euch doch mit Apple an (Spiegel Online vom 12.4.2012) http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/legt-euch-doch-mit-apple-an/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/legt-euch-doch-mit-apple-an/#comments Fri, 13 Apr 2012 13:57:31 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1554
Wir möchten auf den Artikel “Legt Euch doch mit Apple an“, einer Kolumnevon Jan Fleischhauer zur aktuellen Urheberrechtsdebatte, erschienen bei Spiegel-Online, hinweisen.
Link zum Artikel “Legt Euch doch mit Apple an” auf Spiegel online
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/legt-euch-doch-mit-apple-an/feed/ 0 OLG Köln: Haftung der Eltern für Filesharing der Kinder auf Schadensersatz; Höhe des Schadensersatz bei Filesharing eines Musiktitels beträgt 200,- € (OLG Köln 6 U 67/11) http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/olg-koln-haftung-der-eltern-fur-filesharing-der-kinder-auf-schadensersatz-hohe-des-schadensersatz-bei-filesharing-eines-musiktitels-betragt-200-e-olg-koln-6-u-6711/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/olg-koln-haftung-der-eltern-fur-filesharing-der-kinder-auf-schadensersatz-hohe-des-schadensersatz-bei-filesharing-eines-musiktitels-betragt-200-e-olg-koln-6-u-6711/#comments Fri, 13 Apr 2012 08:22:56 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1546 http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/olg-koln-haftung-der-eltern-fur-filesharing-der-kinder-auf-schadensersatz-hohe-des-schadensersatz-bei-filesharing-eines-musiktitels-betragt-200-e-olg-koln-6-u-6711/feed/ 0 Urheberrechtsdebatte: “Lob der Content-Mafia” (Süddeutsche Zeitung v. 4.4.2012) http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/sueddeutsche-zeitung-lob-der-content-mafia/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/sueddeutsche-zeitung-lob-der-content-mafia/#comments Sun, 08 Apr 2012 16:42:52 +0000 cweber http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/sueddeutsche-zeitung-lob-der-content-mafia/
Wir möchten auf den in der Süddeutsche Zeitung erschienen Artikel “Lob der Content-Mafia” des Justiziars des Börsenverein des Deutschen Buchhandels (Landesverband Bayern), Herrn Rechtsanwalt Konstantin Wegner, hinweisen.
Der Gastbeitrag beschäftigt sich mit der aktuellen Urheberrechtsdebatte und zeigt auf, dass das Urheberrecht Kreativität erst ermöglicht und diese gerade nicht verhindert. Dankenswerter Weise räumt der auf fundiertem Wissen basierende Artikel gleich mit mehreren “Märchen” auf, die nach wir vor im Internet, aber leider auch in der seriösen Presse und bei verantwortungslosen Politikern kursieren.
Sehr lesenswert und auf den Punkt gebracht!
Link zum Artikel “Lob der Content-Mafia” (Sueddeutsche Zeitung)
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/sueddeutsche-zeitung-lob-der-content-mafia/feed/ 0 OLG Köln: Eltern haften für Rechtsverletzungen minderjähriger Kinder bei Aufsichtspflichtverletzung auch auf Schadensersatz, welcher bei Filesharing 200,- € pro Musiktitel beträgt (6 U 67/11 v. 23.3.2012) http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/olg-koln-eltern-haften-fur-rechtsverletzungen-minderjahriger-kinder-bei-aufsichtspflichtverletzung-auch-auf-schadensersatz-welcher-bei-filesharing-200-e-pro-musiktitel-betragt-6-u-6711-v-23-3-2/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/olg-koln-eltern-haften-fur-rechtsverletzungen-minderjahriger-kinder-bei-aufsichtspflichtverletzung-auch-auf-schadensersatz-welcher-bei-filesharing-200-e-pro-musiktitel-betragt-6-u-6711-v-23-3-2/#comments Thu, 05 Apr 2012 16:52:02 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1540
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/olg-koln-eltern-haften-fur-rechtsverletzungen-minderjahriger-kinder-bei-aufsichtspflichtverletzung-auch-auf-schadensersatz-welcher-bei-filesharing-200-e-pro-musiktitel-betragt-6-u-6711-v-23-3-2/feed/ 0 Kreative wenden sich gegen “Umsonstkultur” und Piratenpartei (Handelsblatt v. 5.4.2012) http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/kreative-wenden-sich-gegen-umsonstkultur-und-piratenpartei/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/kreative-wenden-sich-gegen-umsonstkultur-und-piratenpartei/#comments Thu, 05 Apr 2012 13:51:35 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1536
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/04/kreative-wenden-sich-gegen-umsonstkultur-und-piratenpartei/feed/ 0 Eine Gesellschaft, die so mit ihren Künstlern umgeht, ist nichts wert! (Interview mit Autor und Element of Crime-Sänger Sven Regener) http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/03/eine-gesellschaft-die-so-mit-ihren-kunstlern-umgeht-ist-nichts-wert-interview-mit-autor-und-element-of-crime-sanger-sven-regener/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/03/eine-gesellschaft-die-so-mit-ihren-kunstlern-umgeht-ist-nichts-wert-interview-mit-autor-und-element-of-crime-sanger-sven-regener/#comments Fri, 30 Mar 2012 11:02:07 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1527
“Man pinkelt uns ins Gesicht!”
Direktlink zum Interview mit Sven Regener
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/03/eine-gesellschaft-die-so-mit-ihren-kunstlern-umgeht-ist-nichts-wert-interview-mit-autor-und-element-of-crime-sanger-sven-regener/feed/ 0 Leutheusser-Schnarrenberger will Abmahnunwesen bekämpfen: Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger outet sich mit Gesetzesinitiative gegen den Abmahnmissbrauch als Piratin und tritt dabei die Rechte von Künstlern und Kreativen mit Füßen http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/03/bundesjustizministerin-sabine-leutheusser-schnarrenberger-outet-sich-mit-gesetzesinitiative-gegen-den-abmahnmissbrauch-als-piratin-und-tritt-dabei-die-rechte-von-kunstlern-und-kreativen-mit-fusen/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/03/bundesjustizministerin-sabine-leutheusser-schnarrenberger-outet-sich-mit-gesetzesinitiative-gegen-den-abmahnmissbrauch-als-piratin-und-tritt-dabei-die-rechte-von-kunstlern-und-kreativen-mit-fusen/#comments Fri, 16 Mar 2012 13:36:02 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1523
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/03/bundesjustizministerin-sabine-leutheusser-schnarrenberger-outet-sich-mit-gesetzesinitiative-gegen-den-abmahnmissbrauch-als-piratin-und-tritt-dabei-die-rechte-von-kunstlern-und-kreativen-mit-fusen/feed/ 3 Spiegel Online: Wer die Marktwirtschaft akzeptiert, aber Urhebern das Recht aufs Wirtschaften abspricht, ist ein Heuchler. http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/03/spiegel-online-wer-die-marktwirtschaft-akzeptiert-aber-urhebern-das-recht-aufs-wirtschaften-abspricht-ist-ein-heuchler/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/03/spiegel-online-wer-die-marktwirtschaft-akzeptiert-aber-urhebern-das-recht-aufs-wirtschaften-abspricht-ist-ein-heuchler/#comments Fri, 16 Mar 2012 12:59:01 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1519
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/03/spiegel-online-wer-die-marktwirtschaft-akzeptiert-aber-urhebern-das-recht-aufs-wirtschaften-abspricht-ist-ein-heuchler/feed/ 0 Rapidshare haftet als Störer: Urteil des OLG Hamburg vom 14. März 2012 (Az.: 5 U 41/11) http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/03/rapidshare-haftet-als-storer-urteil-des-olg-hamburg-vom-14-marz-2012-az-5-u-4111/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/03/rapidshare-haftet-als-storer-urteil-des-olg-hamburg-vom-14-marz-2012-az-5-u-4111/#comments Thu, 15 Mar 2012 16:25:27 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1515
Das Hanseatische Oberlandesgericht hat die bisherige Rechtsprechung des Landgerichts Hamburg bestätigt. Danach sind Filehoster (nach eingegangenem Hinweis der Rechteinhaber, sog Take-Down-Notice) nicht nur verpflichtet, illegale Inhalte zu löschen, sondern darüber hinaus auch Maßnahmen zu ergreifen, die eine Wiederholung der Rechtsverletzung wirksam verhindern. Eine ausführliche Begründung des Urteils wird erst in einigen Wochen erwartet. Nach dieser Rechtsprechung können sich Filehoster nicht mehr aus der Verantwortung stehlen und mit illegalen Angeboten anonymer Nutzer finanziellen Profit erzielen, sondern sind selbst für das Bereitstellen von Nutzer-Speicherplätzen und die Zuteilung von Links zu diesen Speicherplätzen als Störer mitverantwortlich.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/03/rapidshare-haftet-als-storer-urteil-des-olg-hamburg-vom-14-marz-2012-az-5-u-4111/feed/ 0 kinto.to – weitere Anklage im Fall kino.to wegen Urheberrechtsverletzung in 1,1 Millionen Fällen http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/03/kinto-to-weitere-anklage-im-fall-kino-to-wegen-urheberrechtsverletzung-in-11-millionen-fallen/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/03/kinto-to-weitere-anklage-im-fall-kino-to-wegen-urheberrechtsverletzung-in-11-millionen-fallen/#comments Mon, 12 Mar 2012 14:50:15 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1504
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/03/kinto-to-weitere-anklage-im-fall-kino-to-wegen-urheberrechtsverletzung-in-11-millionen-fallen/feed/ 0 Gewerbliches Ausmaß (§ 101 UrhG) ist bei der Nutzung von sog. Tauschbörsen immer gegeben (OLG München, Beschluss vom 12.12.2011, Az. 29 W 1708/11) http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/02/gewerbliches-ausmas-%c2%a7-101-urhg-ist-bei-der-nutzung-von-sog-tauschborsen-immer-gegeben-olg-munchen-beschluss-vom-12-12-2011-az-29-w-170811/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/02/gewerbliches-ausmas-%c2%a7-101-urhg-ist-bei-der-nutzung-von-sog-tauschborsen-immer-gegeben-olg-munchen-beschluss-vom-12-12-2011-az-29-w-170811/#comments Thu, 23 Feb 2012 16:18:56 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1500
Das OLG München bejaht das Vorliegen des gewerblichen Ausmaßes bei der öffentlichen Zugänglichmachung von Musiktiteln in Tauschbörsen aufgrund der Schwere des damit verbundenen Schutzrechtseingriffs.
Zum gewerblichen Ausmaß einer Rechtsverletzung im Rahmen von Auskunftsansprüchen nach § 101 UrhG hat mittlerweile auch der BGH entschieden – siehe hier!
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/02/gewerbliches-ausmas-%c2%a7-101-urhg-ist-bei-der-nutzung-von-sog-tauschborsen-immer-gegeben-olg-munchen-beschluss-vom-12-12-2011-az-29-w-170811/feed/ 0 Skyload.net: Server beschlagnahmt und Betreiber des Raubkopier-Filehosters verhaftet http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/02/skyload-net-server-beschlagnahmt-und-betreiber-des-raubkopier-filehosters-verhaftet/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/02/skyload-net-server-beschlagnahmt-und-betreiber-des-raubkopier-filehosters-verhaftet/#comments Mon, 20 Feb 2012 13:23:33 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1495
Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hat am vergangenen Donnerstag, 16. Februar 2012, im Rahmen einer Durchsuchungsmaßnahme gegen den Raubkopien-Filehoster Skyload.net, der laut Pressemitteilung der GVU in Verbindung zu kino.to steht, die Server beschlagnahmt, auf denen sich tausende urheberrechtlich geschützter Werke (insbesondere Filme) befanden sowie den Betreiber verhaftet. Die Internetseite von Skyload ist seit dem nicht mehr erreichbar. Skyload ermöglichte das Ansehen (Streaming) der dort hochgeladenen audiovisuellen Dateien, als auch den dauerhaften Download der Inhalte. Auf Skyload.net lagen wohl zahlreiche Inhalte, die zuvor bei kino.to gehostet waren. Die Webseite von Skyload.net und teilweise auch die Datenserver waren nach ersten Erkenntnissen bei einem Internetserviceprovider aus Frankfurt gehostet, dessen Verantwortlicher ebenfalls verhaftet wurde.
Weitere Informationen finden Sie auch in dem Artikel “Deutschlands dümmste Filmpiraten verhaftet” auf Bild.de.
Dieser Schlag gegen die organisierte Internet-Piraterie wird sehr begrüßt und trägt hoffentlich zur Abschreckung bei!
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/02/skyload-net-server-beschlagnahmt-und-betreiber-des-raubkopier-filehosters-verhaftet/feed/ 0 Megaupload geschlossen: Internationale Aktion gegen Betreiber von Megaupload und Megavideo erfolgreich – Schäden durch “digitale Hehlerei” mehr als 1 Milliarde US-Dollar! http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/01/internationale-aktion-gegen-betreiber-von-megaupload-und-megavideo-erfolgreich-schaden-durch-digitale-hehlerei-mehr-als-1-milliarde-us-dollar/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/01/internationale-aktion-gegen-betreiber-von-megaupload-und-megavideo-erfolgreich-schaden-durch-digitale-hehlerei-mehr-als-1-milliarde-us-dollar/#comments Fri, 20 Jan 2012 12:27:08 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1484
Laut dem U.S.-amerikanischen Justizministerium haben die internationalen Strafverfolgungsbehörden gestern bei einem großangelegten Schlag gegen professionelle Urheberrechtsverletzer mehrere mutmaßliche Verantwortliche von Megaupload und Megavideo, unter anderem den Ex-Hacker Kim Schmitz festgenommen. Die beiden Internetdienste www.megaupload.com und www.megavideo.com wurden von den Behörden abgeschaltet. Den Betreibern der Portale wird vorgeworfen, durch systematische, durch die Nutzer der Plattform begangene Urheberrechtsverletzungen im Internet rund 175 Mio. Dollar Einnahmen generiert und einen Schaden von mehr als einer Milliarde Dollar bei den betroffenen Rechteinhabern verursacht zu haben. Die Plattform Megaupload hatte ca. 180 Millionen registrierte Nutzer. Allein die Werbeeinnahmen betrugen laut Angaben der Süddeutsche Zeitung ca. 25 Millionen US-Dollar.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutsche Zeitung
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/01/internationale-aktion-gegen-betreiber-von-megaupload-und-megavideo-erfolgreich-schaden-durch-digitale-hehlerei-mehr-als-1-milliarde-us-dollar/feed/ 0 Abmahnung wegen Filesharing – was gilt hier? http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/01/abmahnung-wegen-filesharing-was-gilt-hier/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/01/abmahnung-wegen-filesharing-was-gilt-hier/#comments Fri, 06 Jan 2012 14:04:14 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1464
Das Thema Abmahnung wegen Verstößen gegen das Urheberrechtsgesetz aufgrund der Teilnahme an sog. Internettauschbörsen (Filesharingnetzwerken) spaltet seit einigen Jahren die Internetgemeinde. Die Interessenlage ist klar. Die Rechteinhaber fordern den Schutz ihrer Rechte und lassen diese durch spezialisierte Rechtsanwaltskanzleien – soweit dies möglich ist – durchsetzen. Die in Anspruch genommenen Internetanschlussinhaber fühlen sich hierdurch überrumpelt, weil ihnen – sofern sie die Rechtsverletzung selbst begangen haben – das entsprechende Unrechtsbewußtsein fehlt und – soweit sie die Rechtsverletzung selbst nicht begangen haben – die eigene Haftung als Störer nicht ein leuchten will. Hinsichtlich der Rechtslage existiert mittlerweile eine Vielzahl von gerichtlichen Entscheidungen bis hin zum Bundesgerichtshof, aus denen sich allgemein anerkannte Haftungsgrundsätze ableiten lassen. Darüber hinaus findet man zahlreiche Tipps und Ratschläge in Foren, Blogs und auf Internetseiten, die sich mit der Materie beschäftigen. Diese sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, da sie teils sehr laienhaft und oftmals schlichtweg falsch sind und die Sach- und Rechtslage nur sehr einseitig darstellen. Für die Betroffenen ist es nur sehr schwer zwischen sorgfältig recherchierten und zusammengestellten Informationen und oberflächlichen und undifferenzierten Beiträgen zu unterscheiden. Hierdurch besteht die Gefahr, dass der wegen einer Urheberrechtsverletzung in Anspruch genommene Anschlussinhaber sich in unnötige Kosten und Risiken begibt und am Ende schlechter dasteht, als er ohne die teils widersprüchlichen Informationen aus dem Internet stünde.
Um im Internet den roten Faden nicht zu verlieren und sich von der Flut von Informationen und vermeintlich gut gemeinten Tipps nicht beirren zu lassen, sollten fernab von individuellen Einwänden folgende Grundsätze beachtet werden:
Grundsätzlich gilt, dass die öffentliche Zugänglichmachung von urheberrechtlich geschützten Werken über ein Filesharingnetzwerk (genau wie der Download an sich auch) verboten ist und die Rechte des Schutzrechtsinhabers verletzt. Diesem erwachsen aus der Rechtsverletzung gegenüber dem Verletzer Ansprüche auf Unterlassung und Schadensersatz inklusive der Erstattung der Rechtsverfolgungskosten. Daneben haftet auch der Anschlussinhaber, der seinen Anschluss Dritten zur Verfügung stellt für Rechtsverletzungen, für Rechtsverletzungen, die Dritte über seinen Anschluss begehen als Störer, wenn er zumutbare Sicherungs- und Kontrollpflichten verletzt. Die Ansprüche des Verletzten sind im Klagewege durchsetzbar. Um den – für alle Beteiligten – zeitaufwendigen und kostspieligen Gang vor Gericht zu ersparen, gibt das Gesetz dem Verletzten die Möglichkeit, seine Ansprüche außergerichtlich – sozusagen auf vereinfachtem Wege – geltend zu machen. Dies dient der Prozessökonomie und dem beiderseitigen Erledigungsinteresse.
Einigen sich die Parteien außergerichtlich, z.B. durch Abgabe einer ausreichend strafbewehrten Unterlassungserklärung und Erstattung eines Vergleichsbetrages zur Abgeltung der Rechtsverfolgungskosten, können Arbeitsaufwand und Kosten sowie die Beschäftigung des Gerichts mit der Sache vermieden werden und die Angelegenheit findet eine gütliche Erledigung. Dies ist oft für beiden Parteien die einfachste und mit dem geringsten Kostenrisiko verbundene Lösung. Anstatt also den Fehler zu machen, sich auf den Vortrag immer wiederkehrender Einwendungen, die allesamt nicht geeignet sind, die Grundsaätz der Haftung auszuhebeln, zu verlassen, kann eine vergleichsweise Einigung in der Regel schnell und zielführend erreicht werden und dadurch der Rechtsfrieden wieder hergstellt werden.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/01/abmahnung-wegen-filesharing-was-gilt-hier/feed/ 0 OLG Köln: Richtige Zuordnung der IP-Adresse durch den Internetprovider (Beschluss vom 21.04.2011 – 6 W 58/11) http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/01/olg-koln-richtige-zuordnung-der-ip-adresse-durch-den-internetprovider-beschluss-vom-21-04-2011-6-w-5811/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/01/olg-koln-richtige-zuordnung-der-ip-adresse-durch-den-internetprovider-beschluss-vom-21-04-2011-6-w-5811/#comments Tue, 03 Jan 2012 14:03:03 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1462
Das OLG Köln führt hierzu in der Entscheidung 6 W 58/11 wie folgt aus:
“Der vollen Überzeugung im Sinne des § 286 ZPO steht auch nicht entgegen, dass der Internetprovider die abgefragte IP-Adresse möglicherweise deshalb falsch zugeordnet haben könnte, weil die dort gespeicherte Uhrzeit um bis zu eine Sekunde von der Uhrzeit abweicht, die von der Ermittlungsfirma zugrundegefegt worden ist. Zwar mag danach nicht ausgeschlossen werden, dass die Musikdateien von einem anderen Anschluss aus angeboten worden sind, dem die fragliche IP-Adresse zu dem abgefragten Zeitpunkt neu zugewiesen worden ist, nachdem sie bis eine Sekunde zuvor dem Anschluss der Beklagten zugewiesen war. Die Wahrscheinlichkeit, dass die von den Klägerinnen veranlassten Ermittlungen gerade in der Sekunde begonnen haben, in der die Beklagten ihre Verbindung zum Internet getrennt haben, ist jedoch minimal und liegt bereits bei einer Verweildauer von gut einer Viertelstunde, was weit unter dem Durchschnitt liegen dürfte (insbesondere bei einer Nutzung des Internets über ein WLAN in einem Haushalt, in dem mehrere Personen auf das Internet zugreifen), bei 1 %. Eine richterliche Überzeugung im Sinne des § 286 ZPO setzt aber nicht eine völlige Gewissheit voraus, sondern es genügt ein für das praktische Leben brauchbarer Grad an Gewissheit, der Zweifeln Schweigen gebietet, ohne sie völlig auszuschließen (vgl. PG-Laumen, ZPO, 2. Aufl., § 286 Rdn. 3).”
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2012/01/olg-koln-richtige-zuordnung-der-ip-adresse-durch-den-internetprovider-beschluss-vom-21-04-2011-6-w-5811/feed/ 0 Zuverlässigkeit der Ermittlungssoftware ePAC der Evidenzia GmbH & Co. KG durch OLG Köln bestätigt (OLG Köln, Beschluss v. 17.11.2011, 6 W 234/11) http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/12/olg-koln-zuverlassigkeit-der-ermittlungssoftware-epac-der-evidenzia-gmbh-co-kg-erneut-bestatigt-olg-koln-beschluss-v-17-11-2011-6-w-23411/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/12/olg-koln-zuverlassigkeit-der-ermittlungssoftware-epac-der-evidenzia-gmbh-co-kg-erneut-bestatigt-olg-koln-beschluss-v-17-11-2011-6-w-23411/#comments Mon, 19 Dec 2011 11:18:47 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1452
Häufiger Einwand von Seiten der Rechtsverletzer bzw. von deren Anwälten sind angebliche Fehler bei der IP-Adressermittlung. Tatsächlich führt dieser (meistens pauschale) Einwand regelmäßig nicht dazu, dass die Gerichte die geltend gemachten Ansprüche verneinen bzw. im Ergebnis tatsächlich eine fehlerhafte Ermittlung festgestellt werden kann. Stattdessen birgt der Einwand – so denn er im Gerichtsverfahren erfolgt – allenfalls das Risiko einer kostenintensiven Begutachtung der Ermittlungssoftware durch einen Sachverständigen. Dies kann das Prozesskostenrisiko um einen vier- bis fünfstelligen Betrag erhöhen. Aktuell hat das OLG Köln die Zuverlässigkeit der Ermittlungen der Firma Evidenzia GmbH & Co KG mittels der eingesetzten Ermittlungssoftware ePac bestätigt.
Das OLG Köln hat hierzu in einer Entscheidung vom 17.11.2011 wie folgt ausgeführt:
Der Antragsteller hat glaubhaft gemacht, dass der Titel “S….” von dem-
jenigen Internetanschluss in die Tauschbörse eingestellt worden ist, dem zur Tatzeit
die in der Antragsschrift angegebene IP-Adresse zugewiesen war. Das ergibt sich
aus den von dem Landgericht zutreffend dargelegten Gründen aus den Ergebnissen
der mit der Ermittlung betrauten Evidenzia GmbH & Co KG. Anhaltspunkte dafür,
dass die von jenem Unternehmen eingesetzte Software ePac nicht zuverlässig gear-
beitet haben könnte, bestehen nicht. Im Gegenteil wird die Richtigkeit der Ergebnisse
- auch insoweit schließt sich der Senat den Ausführungen der Kammer an – dadurch
bestätigt, dass die Software zu verschiedenen Zeitpunkten jeweils den Anschluss
des Antragsgegners als denjenigen ermittelt hat, von dem aus Werke in die Tausch-
börse eingestellt worden sind.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/12/olg-koln-zuverlassigkeit-der-ermittlungssoftware-epac-der-evidenzia-gmbh-co-kg-erneut-bestatigt-olg-koln-beschluss-v-17-11-2011-6-w-23411/feed/ 0 WeSaveYourCopyrights Rechtsanwalts-GmbH erwirkt einstweilige Verfügungen gegen Abgemahnte http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/12/wesaveyourcopyrights-rechtsanwalts-gmbh-erwirkt-einstweilige-verfugungen-gegen-abgemahnte/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/12/wesaveyourcopyrights-rechtsanwalts-gmbh-erwirkt-einstweilige-verfugungen-gegen-abgemahnte/#comments Mon, 12 Dec 2011 20:40:57 +0000 cweber http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/12/wesaveyourcopyrights-rechtsanwalts-gmbh-erwirkt-einstweilige-verfugungen-gegen-abgemahnte/
Die WeSaveYourCopyrights Rechtsanwalts-GmbH teilt auf Ihrer Website mit, dass sie gegen zahlreiche Abgemahnte wegen Urheberrechtsverletzungen Einstweilige Verfügungen erwirkt hat, um die in der Abmahnung geltend gemachten Ansprüche gerichtlich durchzusetzen.
Link zu den Entscheidungen
Mehr Informationen zum Thema einstweilige Verfügung finden Sie in unseren Newsbeiträgen “Wenn der Gerichtsvollzieher klingelt: Einstweilige Verfügung wegen Urheberrechtsverletzung (Filesharing)“, “Nichtreagieren auf eine Abmahnung? Welches Risiko besteht?” und “Kostenrisiko: Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung (sog. mod. UE) kann teuer werden” sowie in unseren FAQ – einfach per Schlagwortsuche!
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/12/wesaveyourcopyrights-rechtsanwalts-gmbh-erwirkt-einstweilige-verfugungen-gegen-abgemahnte/feed/ 0 kino.to: 3 Jahre Haft für den Admin von kino.to http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/12/kino-to-3-jahre-haft-fur-den-admin-von-kino-to/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/12/kino-to-3-jahre-haft-fur-den-admin-von-kino-to/#comments Wed, 07 Dec 2011 19:28:17 +0000 cweber http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/12/kino-to-3-jahre-haft-fur-den-admin-von-kino-to/
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/12/kino-to-3-jahre-haft-fur-den-admin-von-kino-to/feed/ 0 kino.to: 2,5 Jahre Haftstrafe für einen der Mittäter http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/12/kino-to-25-jahre-haftstrafe-fur-einen-der-mittater/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/12/kino-to-25-jahre-haftstrafe-fur-einen-der-mittater/#comments Mon, 05 Dec 2011 11:29:26 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1442
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/12/kino-to-25-jahre-haftstrafe-fur-einen-der-mittater/feed/ 0 Filesharing: Klageoffensive der Rechteinhaber (Pressemitteilung des AG München) http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/11/klageoffensive-der-rechteinhaber-pressemitteilung-des-ag-munchen/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/11/klageoffensive-der-rechteinhaber-pressemitteilung-des-ag-munchen/#comments Fri, 18 Nov 2011 11:43:43 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1432
Rechteinhaber, deren Musik-, Film und sonstige urheberrechtlich geschützte Werke in sog. Tauschbörsen illegal verbreitet wurden, setzen sich hiergegen verständlicherweise seit einigen Jahren rechtlich zur Wehr. In der Regel werden ermittelte Rechtsverletzer bzw. Inhaber derjenigen Internetanschlüsse, über die die jeweiligen Rechtsverletzungen erfolgten, zunächst außergerichtlich mittels einer sog. Abmahnung zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung und Erstattung der entstandenen Rechtsverfolgungskosten aufgefordert. Diejenigen, die vermeintlichen Tipps von Internetforen und Verbraucherschutzorganisationen gefolgt sind, dürften nun ihr blaues Wunder erleben. Allein vor dem Amtsgericht wurden – wie aus einer Pressemitteilung des AG München hervorgeht – innerhalb kurzer Zeit mehr als 1400 Klagen anhängig gemacht. Das Amtsgericht München weist darauf hin, dass die Regelung des § 97a Abs. 2 UrhG (Gebührendeckelung der ersatzfähigen Rechtsanwaltskosten für die erste Abmahnung in einfach gelagerten Fällen mit nur unerheblicher Rechtsverletzung) bei Filesharing wegen des massiven Eingriffs in die Rechte der Verletzten nicht anwendbar ist. Diejenigen, die auf die Abmahnung hin eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben haben und auch die finanziellen Forderungen der Rechteinhaber erfüllt bzw. sich mit diesen verglichen haben, haben keine Klage zu befürchten. Diejenigen, die gehofft haben, die Sache auszusitzen, werden nun sehen, dass das vermeintliche Schnäppchen, nämlich der kostenlose Download im Internet in einem Filesharingnetzwerk ganz schön teuer werden kann.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/11/klageoffensive-der-rechteinhaber-pressemitteilung-des-ag-munchen/feed/ 0 Filesharing: WeSaveYourCopyrights Rechtsanwaltsgesellschaft mbH versendet Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen an den Musiktiteln „Miss Sunshine“ des Künstlers R.I.O. und “San Francisco” der Künstlerin Cascada im Auftrag der zooland Music GmbH http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/11/wesaveyourcopyrights-rechtsanwaltsgesellschaft-mbh-versendet-abmahnungen-wegen-urheberrechtsverletzungen-an-den-musiktiteln-%e2%80%9emiss-sunshine%e2%80%9c-des-kunstlers-r-i-o-und-san-francisco-d/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/11/wesaveyourcopyrights-rechtsanwaltsgesellschaft-mbh-versendet-abmahnungen-wegen-urheberrechtsverletzungen-an-den-musiktiteln-%e2%80%9emiss-sunshine%e2%80%9c-des-kunstlers-r-i-o-und-san-francisco-d/#comments Fri, 11 Nov 2011 14:40:01 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1429
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/11/wesaveyourcopyrights-rechtsanwaltsgesellschaft-mbh-versendet-abmahnungen-wegen-urheberrechtsverletzungen-an-den-musiktiteln-%e2%80%9emiss-sunshine%e2%80%9c-des-kunstlers-r-i-o-und-san-francisco-d/feed/ 0 Weitere Festnahme im Fall kino.to http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/11/weitere-festnahme-im-fall-kino-to/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/11/weitere-festnahme-im-fall-kino-to/#comments Tue, 08 Nov 2011 14:54:34 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1427
Nach monatelanger Fahndung im Fall kino.to wurde nach Mitteilung der GVU am Sonntag, dem 6.11.2011 ein weiterer Verdächtiger festgenommen. Gegen den Verdächtigen wird ermittelt, da er an dem illegalen Geschäftsmodell kino.to maßgeblich beteiligt gewesen sein soll und sich daher voraussichtlich wegen gewerbsmäßiger unerlaubter Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke nach den §§ 106, 108a UrhG zu verantworten haben wird. Es droht hier eine Geld- oder sogar Freiheitsstrafe. Nach Berichten der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) hat der nun festgenommene Verdächtige direkt nach dem die Seite kino.to durch die Generalstaatsanwaltschaft Dresden gesperrt worden ist, ein eigenes Angebot zur Verbreitung von Spielfilmen und Serien im Internet gestartet, das nach demselben Prinzip funktionierte wie kino.to.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/11/weitere-festnahme-im-fall-kino-to/feed/ 0 Haftstrafe gegen (Mit-) Betreiber eines BitTorrent Trackers http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/10/haftstrafe-gegen-mit-betreiber-eines-bittorrent-trackers/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/10/haftstrafe-gegen-mit-betreiber-eines-bittorrent-trackers/#comments Thu, 27 Oct 2011 09:35:19 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1422
Vor dem Amtsgericht Ludwigshafen am Rhein wurde ein 42jähriger Betreiber eines BitTorrent-Trackers zu einem Jahr Haft auf Bewährung wegen unerlaubter Verwertung und Verbreitung urheberrechtlich geschützter Werke verurteilt. Ein BitTorrent-Tracker stellt diejenigen Informationen zur Verfügung, die erforderlich sind, damit sich die Beteiligten eines BitTorrent-Netzwerkes miteinander verbinden können. Im vorliegenden Fall lieferte der Tracker aber auch darüberhinausgehende Funktionen wie z.B. eine Suchfunktion. Nutzer, die sich bei dem Tracker registriert hatten, hatten Zugriff auf Hunderte Dateien mit Filmen, Musikstücken und Software. Dem Urteil ging ein umfassendes Geständnis des Angeklagten voraus.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/10/haftstrafe-gegen-mit-betreiber-eines-bittorrent-trackers/feed/ 0 Kino.to: Erste Anklage gegen Mittäter erhoben – Es drohen bis zu 5 Jahre Haft wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzungen http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/10/kino-to-erste-anklage-gegen-mittater-erhoben-%e2%80%93-es-drohen-bis-zu-5-jahre-haft-wegen-gewerbsmasiger-urheberrechtsverletzungen/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/10/kino-to-erste-anklage-gegen-mittater-erhoben-%e2%80%93-es-drohen-bis-zu-5-jahre-haft-wegen-gewerbsmasiger-urheberrechtsverletzungen/#comments Fri, 21 Oct 2011 12:21:35 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1420
Nachdem im Juni im Rahmen einer groß angelegten Razzia Geschäftsräume durchsucht und 13 Verdächtige festgenommen wurden (siehe hier), ist nun – wie die GVU mitteilt – die erste Anklage gegen einen der Beteiligten des „Raubkopierportals“ kino.to vor dem Landgericht Leipzig erhoben worden.
Dem Angeklagten wird vorgeworfen in mehr als einer Millionen Fällen das Urheberrecht in gewerbsmäßiger Weise verletzt zu haben. Hierfür droht gem. § 108a UrhG eine Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren. Weiter fünf Verdächtige sitzen noch in Untersuchungshaft. Es ist zu vermuten, dass in Kürze auch in diesen Fällen Anklage erhoben wird.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/10/kino-to-erste-anklage-gegen-mittater-erhoben-%e2%80%93-es-drohen-bis-zu-5-jahre-haft-wegen-gewerbsmasiger-urheberrechtsverletzungen/feed/ 0 WeSaveYourCopyrights Rechtsanwaltsgesellschaft mbH versendet Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen an dem Lied „Turn This Club Around“ des Künstlers R.I.O. feat. U-Jean im Auftrag der zooland Music GmbH http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/10/wesaveyourcopyrights-rechtsanwaltsgesellschaft-mbh-versendet-abmahnungen-wegen-urheberrechtsverletzungen-an-dem-lied-%e2%80%9eturn-this-club-around%e2%80%9c-des-kunstlers-r-i-o-feat-u-jean-im-auftra/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/10/wesaveyourcopyrights-rechtsanwaltsgesellschaft-mbh-versendet-abmahnungen-wegen-urheberrechtsverletzungen-an-dem-lied-%e2%80%9eturn-this-club-around%e2%80%9c-des-kunstlers-r-i-o-feat-u-jean-im-auftra/#comments Tue, 18 Oct 2011 18:19:09 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1408
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/10/wesaveyourcopyrights-rechtsanwaltsgesellschaft-mbh-versendet-abmahnungen-wegen-urheberrechtsverletzungen-an-dem-lied-%e2%80%9eturn-this-club-around%e2%80%9c-des-kunstlers-r-i-o-feat-u-jean-im-auftra/feed/ 1 WeSaveYourCopyrights Rechtsanwaltsgesellschaft mbH spricht Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen an dem Lied „Niemand (Was Wir Nicht Tun)“ der Künstlerin „Joy Denalane“ im Auftrag der Nesola GmbH aus http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/10/wesaveyourcopyrights-rechtsanwaltsgesellschaft-mbh-spricht-abmahnungen-wegen-urheberrechtsverletzungen-an-dem-lied-%e2%80%9eniemand-was-wir-nicht-tun%e2%80%9c-der-kunstlerin-%e2%80%9ejoy-denalane/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/10/wesaveyourcopyrights-rechtsanwaltsgesellschaft-mbh-spricht-abmahnungen-wegen-urheberrechtsverletzungen-an-dem-lied-%e2%80%9eniemand-was-wir-nicht-tun%e2%80%9c-der-kunstlerin-%e2%80%9ejoy-denalane/#comments Thu, 06 Oct 2011 19:51:46 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1390
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/10/wesaveyourcopyrights-rechtsanwaltsgesellschaft-mbh-spricht-abmahnungen-wegen-urheberrechtsverletzungen-an-dem-lied-%e2%80%9eniemand-was-wir-nicht-tun%e2%80%9c-der-kunstlerin-%e2%80%9ejoy-denalane/feed/ 0 DCN-Studie des Bundesverbands Musikindustrie in Zusammenarbeit mit der GVU und des Börsenvereins des deutschen Buchhandels http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/08/dcn-studie-des-bundesverbands-musikindustrie-in-zusammenarbeit-mit-der-gvu-und-des-borsenvereins-des-deutschen-buchhandels/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/08/dcn-studie-des-bundesverbands-musikindustrie-in-zusammenarbeit-mit-der-gvu-und-des-borsenvereins-des-deutschen-buchhandels/#comments Wed, 31 Aug 2011 09:10:19 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1378
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/08/dcn-studie-des-bundesverbands-musikindustrie-in-zusammenarbeit-mit-der-gvu-und-des-borsenvereins-des-deutschen-buchhandels/feed/ 0 LG Köln: Anschlussinhaber haftet bei ausreichend verschlüsseltem WLAN als Täter – IP-Adress-Ermittlungen von Evidenzia GmbH & Co KG zuverlässig (Beschluss v. 31.8.2011, 33 O 202/11) http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/08/lg-koln-anschlussinhaber-haftet-bei-ausreichend-verschlusseltem-wlan-als-tater-ip-adress-ermittlungen-von-evidenzia-gmbh-co-kg-zuverlassig-beschluss-v-31-8-2011-33-o-20211/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/08/lg-koln-anschlussinhaber-haftet-bei-ausreichend-verschlusseltem-wlan-als-tater-ip-adress-ermittlungen-von-evidenzia-gmbh-co-kg-zuverlassig-beschluss-v-31-8-2011-33-o-20211/#comments Wed, 31 Aug 2011 08:07:07 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1385 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/08/lg-koln-anschlussinhaber-haftet-bei-ausreichend-verschlusseltem-wlan-als-tater-ip-adress-ermittlungen-von-evidenzia-gmbh-co-kg-zuverlassig-beschluss-v-31-8-2011-33-o-20211/feed/ 0 Erfolgshonorar http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/08/erfolgshonorar/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/08/erfolgshonorar/#comments Thu, 18 Aug 2011 12:37:29 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1374
Die Nichtigkeit der auf ein unzulassiges Erfolgshonorar gerichteten Vereinbarung führt nicht zur Gesamtnichtigkeit des Anwaltsvertrages, so dass im Zweifel das gesetzliche Honorar auf Grundlage des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes geschuldet wird (OLG Köln, Beschluss vom 22.07.2011, Az. 6 U 208/10; LG Düsseldorf, Urteil vom 06.07.2011, Az. 12 O 256/10).
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/08/erfolgshonorar/feed/ 0 OLG Köln: Im Fall der Vereinbarung eines (ggf. rechtswidrigen) Erfolgshonorars ist im Zweifel die gesetzliche Vergütung nach RVG geschuldet (Beschluss vom 22.07.2011, Az. 6 U 208/10) http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/08/olg-koln-im-fall-der-vereinbarung-eines-ggf-rechtswidrigen-erfolgshonorarm-zweifel-die-gesetzliche-vergutung-nach-rvg-ges-ist-ischuldet-beschluss-vom-22-07-2011-az-6-u-20810/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/08/olg-koln-im-fall-der-vereinbarung-eines-ggf-rechtswidrigen-erfolgshonorarm-zweifel-die-gesetzliche-vergutung-nach-rvg-ges-ist-ischuldet-beschluss-vom-22-07-2011-az-6-u-20810/#comments Wed, 17 Aug 2011 11:56:43 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1365
In seiner Entscheidung hat sich der 6. Zivilsenat des OLG Köln mit einigen der am häufigsten vorgebrachten Einwendungen gegen Abmahnungen im Filesharing-Bereich auseinandergesetzt.
Die Vertreter des Rechteinhabers sahen sich dem Vorwurf des Rechtsmissbrauchs ausgesetzt. Die Beklagtenseite hatte in den Prozess Umstände eingeführt, die für die Vereinbarung eines Erfolgshonorars sprachen. Ein Erfolgshonorar ist nach den Regelungen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes nur in wenigen Ausnahmefällen möglich. Das OLG Köln lehnte den Einwand des Rechtsmissbrauchs jedoch ab. Der abgemahnte Rechtsverletzer schulde im Fall einer unwirksamen Vergütungsvereinbarung jedenfalls die gesetzlichen Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgestz (RVG).
Das OLG Köln führt hierzu im Beschluss aus:
„Denn die Unwirksamkeit einer derartigen Vereinbarung führt nicht dazu, dass der Mandant seinem Rechtsanwalt keine Vergütung schuldet. … daher kommen in diesem Fall die allgemeinen zivilrechtlichen Regelungen zur Anwendung. Nach diesen tritt an die Stelle der unwirksamen Vergütungsvereinbarung….die für eine solche Tätigkeit übliche Vergütung, also das gesetzliche Anwaltshonorar ( vgl. BGHZ 18, 340, 347)“
Auch ein Beweisverwertungsverbot hinsichtlich der ermittelten IP-Adresse und der daraus folgenden Auskunft über den Anschlussinhaber hat das OLG Köln unter Verweis auf die einschlägige BGH-Rechtsprechung („Sommer unseres Lebens“) erneut abgelehnt.
Darüber hinaus hat das OLG nochmals bestätigt, dass denjenigen, der abgemahnt wird, eine Pflicht auf dieses Abmahnung zu antworten trifft. Wer auf eine Abmahnung nicht antwortet bzw. sich nicht zum Sachverhalt äußert, haftet auf die Rechtsverfolgungskosten, die hierdurch entstehen, wenn der Anspruch gerichtlich geltend gemacht wird.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/08/olg-koln-im-fall-der-vereinbarung-eines-ggf-rechtswidrigen-erfolgshonorarm-zweifel-die-gesetzliche-vergutung-nach-rvg-ges-ist-ischuldet-beschluss-vom-22-07-2011-az-6-u-20810/feed/ 0 OLG Köln: Kein Rechtsmissbrauch bei Vereinbarung von Erfolgshonorar http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/07/olg-koln-kein-rechtsmissbrauch-bei-vereinbarung-von-erfolgshonorar/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/07/olg-koln-kein-rechtsmissbrauch-bei-vereinbarung-von-erfolgshonorar/#comments Fri, 22 Jul 2011 14:34:33 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1369 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/07/olg-koln-kein-rechtsmissbrauch-bei-vereinbarung-von-erfolgshonorar/feed/ 0 Abmahnung als Geschäftsmodell – betreiben Anwälte, die massenhaft Urheberrechtsverstöße abmahnen, ein rechtswidriges Geschäftsmodell? http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/07/abmahnung-als-geschaftsmodell-betreiben-abmahnanwalte-die-massenhaft-urheberrechtsverstose-abmahnen-ein-rechtswidriges-geschaftsmodell/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/07/abmahnung-als-geschaftsmodell-betreiben-abmahnanwalte-die-massenhaft-urheberrechtsverstose-abmahnen-ein-rechtswidriges-geschaftsmodell/#comments Mon, 18 Jul 2011 18:29:58 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1344
Ganz klar nein! Die Behauptung, dass die Rechtsverfolgung von Urheberrechtsverstößen in Peer-to-Peer-Netzwerken rechtsmissbräuchlich oder gar rechtswidrig sei, stellt sich als reine Stimmungsmache dar.
Wie alle anderen Rechtsanwälte vertreten auch Anwälte, die im Bereich des Urheberrechts tätig sind, Ihre Mandanten und sind im Rahmen dessen dazu beauftragt und verpflichtet, deren Interessen wahrzunehmen und deren Ansprüche durchzusetzen. Jeder Rechtsanwalt bzw. jede Rechtsanwaltskanzlei, egal in welchem Rechtsgebiet diese tätig ist, verfolgt ein Geschäftsmodell, nämlich mit der Beratung und Vertretung ihrer Mandanten Geld zu verdienen. Dies ist weder per se rechtswidrig, noch rechtsmißbräuchlich und auch nicht moralisch verwerflich, sondern das tägliche Geschäft eines jeden Rechtsanwalts.
Auch ein massenhaftes Vorgehen gegenüber einer Vielzahl von Rechtsverletzungen bzw. Rechtsverletzern ist nicht per se rechtswidrig, sondern lediglich die Reaktion auf massenhafte Rechtsverstöße, die ein massenhaftes Vorgehen erst erforderlich machen. Das Vorgehen gegenüber Urheberrechtsverletzern stellt die legitime Ausübung der dem jeweiligen Urheber bzw. Rechteinhaber zustehenden Rechte dar. Dabei ist zu beachten, dass ein außergerichtliches Vorgehen mittels Abmahnung dem Rechtsverletzer zu Gute kommt, da dieses auf eine außergerichtliche Erledigung abzielt und somit kostspielige Rechtsstreitigkeiten vermieden werden können. Der Gesetzgeber hat die Abmahnung gerade als Instrument der außergerichtlichen Einigung und zu Zwecken der Prozessökonomie vorgesehen. In den gesetzgebungsmaterialien heisst es hierzu:
“Eine Abmahnung ist eine Mitteilung eines Anspruchsberechtigten an einen Verletzer, dass er sich durch eine genau bezeichnete Handlung rechtswidrig verhalten habe, verbunden mit der Aufforderung, dieses Verhalten in Zukunft zu unterlassen und binnen einer bestimmten Frist eine strafbewehrtes Unterlassungserklärung abzugeben” (BT-Drucksache 15/1487 v. 22.8.2003, S. 25).
Dieser gesetzgeberische Wille hat im Urheberrecht in § 97a UrhG Niederschlag gefunden. Die Abmahnung soll demnach erfolgen, bevor ein Anspruch auf dem gerichtlichen Weg durchgesetzt wird.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/07/abmahnung-als-geschaftsmodell-betreiben-abmahnanwalte-die-massenhaft-urheberrechtsverstose-abmahnen-ein-rechtswidriges-geschaftsmodell/feed/ 0 LG Köln: Zur Widerlegung der tatsächlichen Vermutung der Täterschaft und zur Anwendbarkeit von § 97a Abs. 2 UrhG (Az. 28 O 763/10) http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/lg-koln-zur-widerlegung-der-tatsachlichen-vermutung-der-taterschaft-und-zur-anwendbarkeit-von-%c2%a7-97a-abs-2-urhg-az-28-o-76310/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/lg-koln-zur-widerlegung-der-tatsachlichen-vermutung-der-taterschaft-und-zur-anwendbarkeit-von-%c2%a7-97a-abs-2-urhg-az-28-o-76310/#comments Wed, 29 Jun 2011 20:23:44 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1325
In einer aktuellen Entscheidung vom 11.5.2011 hat sich das LG Köln ausführlich mit der Frage der Beweis- und Darlegungslast auseinandergesetzt. Nach allgemeiner Auffassung bedarf es zur Widerlegung des vom BGH im Urteil “Sommer unseres Lebens” aufgestellten Grundsatzes der tatsächlichen Vermutung der Täterschaft des Anschlussinhabers, wenn über dessen Anschluss bzw. IP-Adresse eine Rechtsverletzung erfolgt ist, einer Darlegung von Umständen, die einen anderen Geschehensablauf nahelegen (sog. sekundäre Darlegungslast). Ein bloßes Bestreiten der eigenen Täterschaft genügt hierzu nach überzeugender Auffassung der 28. Zivilkammer des Landgerichts Köln jedoch gerade nicht. Stattdessen muss ein plausibler Geschehensablauf glaubhaft und substantiiert dargetan werden, der nur den Schluss zulässt, dass der Anschlussinhaber nicht als Täter in Betracht kommt. Hierzu muss entweder der tatsächliche Rechtsverletzer benannt werden oder die Tatbegehung jedenfalls für sich und andere Haushaltsmitglieder so substantiiert bestritten werden, dass nur eine Tatbegehung durch außenstehende Dritte in Betracht kommt. Der bloße Hinweis darauf, dass eine dritte Person die Rechtsverletzung begangen haben könnte, ist nicht ausreichend, um diese sekundäre Darlegungslast zu erfüllen. Denn andernfalls würden die vom BGH aufgestellten Grundsätze der tatsächlichen Vermutung für die Verantwortlichkeit des Anschlußinhabers, die ihren Grund in der Beweisnot des Rechteinhabers finden, im Ergebnis leer laufen. Nur dann, wenn der beklagte Anschlussinhaber “Ross und Reiter” benenne, könne der Kläger, zu dessen Gunsten und wegen dessen Unkenntnis der tatsächlichen Umstände die tatsächliche Vermutung überhaupt besteht, den Prozeß sachgerecht fortführen.
Zur Anwendbarkeit des § 97a Abs. 2 UrhG (Deckelung der erstattungsfähigen Rechtsanwaltskosten der Abmahnung) führt das LG Köln aus, dass diese Vorschrift vorliegend nicht greife, da die Rechtsverletzung an einem Kinofilm die Schwelle der Unerheblichkeit überschreite, zumal dieser zu insg. 5 Zeitpunkten angeboten wurde.
RA Christian Weber, Frankfurt am Main, 29.6.2011
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/lg-koln-zur-widerlegung-der-tatsachlichen-vermutung-der-taterschaft-und-zur-anwendbarkeit-von-%c2%a7-97a-abs-2-urhg-az-28-o-76310/feed/ 0 LG Magdeburg: Keine Deckelung der Abmahnkosten bei Filesharing – Zuverlässigkeit der Ermittlungssoftware ePac bestätigt http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/lg-magdeburg-keine-deckelung-der-abmahnkosten-bei-filesharing-%e2%80%93-zuverlassigkeit-der-ermittlungssoftware-epac-bestatigt/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/lg-magdeburg-keine-deckelung-der-abmahnkosten-bei-filesharing-%e2%80%93-zuverlassigkeit-der-ermittlungssoftware-epac-bestatigt/#comments Mon, 27 Jun 2011 17:28:13 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1316
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/lg-magdeburg-keine-deckelung-der-abmahnkosten-bei-filesharing-%e2%80%93-zuverlassigkeit-der-ermittlungssoftware-epac-bestatigt/feed/ 0 Nichtreagieren auf eine Abmahnung? Welches Risiko besteht? http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/nichtreagieren-auf-eine-abmahnung-einstweilige-verfugung-gegen-filesharer-wegen-culcha-candela-move-it/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/nichtreagieren-auf-eine-abmahnung-einstweilige-verfugung-gegen-filesharer-wegen-culcha-candela-move-it/#comments Sun, 26 Jun 2011 19:26:12 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1302
Welches Risiko besteht, wenn man dem Rat aus einigen Internetforen und Abmahnblogs folgt und auf eine Abmahnung nicht reagiert?
Gegen Urheberrechtsverletzer, die auf ein Abmahnschreiben nicht reagieren, werden von Seiten der Rechteinhaber in letzter Zeit verstärkt einstweilige Verfügungen vor den zuständigen Landgerichten erwirkt. Die Kosten haben in der Regel die Rechtsverletzer zu tragen. Diese sind durchaus erheblich.
Hier finden Sie beispielhaft eine einstweilige Verfügung, die wegen der illegalen öffentlichen Zugänglichmachung der Tonaufnahmen des Musiktitels “Move it” (Culcha Candela) von der Styleheads Gesellschaft für Entertainment mbH gegen eine Nutzerin eines Filesharingnetzwerkes vor dem LG München erwirkt wurde (LG München I, Az. 37 O 631/11). Die Rechtsverletzerin hatte auf das Abmahnschreiben hin nicht reagiert, so dass die Ansprüche der Styleheads Gesellschaft für Entertainment mbH auf gerichtlichem Wege durchgesetzt wurden.
Die Prozesskosten (Anwalts- und Gerichtskosten) eines einstweiligen Verfügungsverfahrens beliefen sich (vorliegend hatte das LG München I den Streitwert auf 10.000,- € festgesetzt) auf mehr als das Doppelte des im vorliegenden Falles im Abmahnschreiben zuvor angebotenen pauschalen Einigungsbetrages. Hinzu kommen die Kosten der Abmahnung sowie der Schadensersatz für die unerlaubte Nutzung. Diese Beträge können unabhängig vom einstweiligen Verfügungsverfahren weiterverfolgt und durchgesetzt werden. Das Prozesskostenrisiko ist folglich beim Nichtreagieren auf eine Abmahnung erheblich.
RA Christian Weber, Frankfurt am Main, 26.06.2011
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/nichtreagieren-auf-eine-abmahnung-einstweilige-verfugung-gegen-filesharer-wegen-culcha-candela-move-it/feed/ 0 Gesetzesentwurf zum „Quick-Freeze-Verfahren” http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/gesetzesentwurf-zum-%e2%80%9equick-freeze-verfahren/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/gesetzesentwurf-zum-%e2%80%9equick-freeze-verfahren/#comments Fri, 24 Jun 2011 19:59:09 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1314
Das Bundesjustizministerium hat einen neuen Gesetzesentwurf zum sogenannten „Quick-Freeze-Verfahren” vorgelegt. Ziel des Quick Freeze (schnelles Einfrieren) soll sein, schnell und effizient an Verkehrs- und Bestandsdaten von Internet-Providern zu gelangen, wenn der Verdacht besteht, dass eine Straftat über einen Internetanschluss begangen wurde. Anders als die seitens des Bundesverfassungsgerichts gestoppte Vorratsdatenspeicherung greift das Quick Freeze-Verfahren nicht anlasslos auf Bestands- und Verkehrsdaten aller Bürger zu. Vielmehr können im Rahmen des Quick Freeze die Strafbehörden nur anlassbezogen die bereits vorhandenen Verkehrsdaten nach einer richterlichen Anordnung einfrieren und anschließend zu Strafverfolgungszwecken nutzen. Durch die schnelle Sicherung (Einfrieren) dieser Verkehrsdaten wäre es den Behörden dann möglich, die meist dynamisch vergebenen IP-Adressen einem bestimmten Anschluss zuzuordnen, beispielsweise um Kinderpornografie im Internet zu bekämpfen oder andere Straftaten aufzuklären. Wichtig erscheint dies, da die Straftaten im Internet in den letzten Jahren drastisch angestiegen sind und dies der einzige Weg ist, die Taten aufzuklären. Ob der Entwurf zu Quick Freeze die Grundlage eines späteren Gesetzes bilden wird, bleibt abzuwarten. Durch das anlassbezogene Speichern der Daten ist das vorgeschlagene Quick-Freeze-Verfahren jedenfalls weniger grundrechtseinschneidend als die gekippte Vorratsdatenspeicherung.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/gesetzesentwurf-zum-%e2%80%9equick-freeze-verfahren/feed/ 0 Erst kino.to, dann drei.to, welches Portal wird als Nächstes geschlossen? http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/erst-kino-to-dann-drei-to-was-kommt-als-nachstes/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/erst-kino-to-dann-drei-to-was-kommt-als-nachstes/#comments Thu, 23 Jun 2011 19:49:19 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1309
Nach dem die Internetseite kino.to vor wenigen Tagen aufgrund erfolgreicher Ermittlungen der GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V.) beschlagnahmt worden ist und die Betreiber in Untersuchungshaft sitzen (siehe hierzu unseren Beitrag vom 10.6.2011), hat der Betreiber der Plattform drei.to die Internetseite freiwillig vom Netz genommen. Laut Informationen der GVU ist der Grund dafür die Angst des Betreibers vor strafrechtlicher Verfolgung. Auf der Internetseite von drei.to waren illegale Links zu 1,5 Millionen Konsolenspielen, Videos und Musikalben hinterlegt.
Die Ermittler der GVU und von SAFE (Schweizerische Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie) waren den Betreibern der Seite drei.to schon seit Jahren auf der Spur. Auch im Fall drei.to wurden mit dem illegalen Angebot von urheberrechtlich geschütztem Material jahrelang hohe Gewinne gemacht. Während der Vernehmungen gab ein ehemaliger Betreiber der Seite an, er habe mit der Seite drei.to über 40.000 Schweizer Franken im Monat verdient. Gegen den früheren Betreiber erging ein Strafbefehl wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung.
RA Christian Kramarz, LL.M. 23.06.2011
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/erst-kino-to-dann-drei-to-was-kommt-als-nachstes/feed/ 0 Filesharerin zu 3 Jahren verurteilt http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/filesharerin-zu-3-jahren-verurteilt/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/filesharerin-zu-3-jahren-verurteilt/#comments Fri, 10 Jun 2011 21:17:54 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1289
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/filesharerin-zu-3-jahren-verurteilt/feed/ 0 Kino.to: Illegale Streaming-Plattform von der Kriminalpolizei geschlossen – Hohe Gewinne mit Urheberrechtsverletzungen http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/kino-to-illegale-streaming-plattform-von-der-kriminalpolizei-geschlossen-hohe-gewinne-mit-urheberrechtsverletzungen/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/kino-to-illegale-streaming-plattform-von-der-kriminalpolizei-geschlossen-hohe-gewinne-mit-urheberrechtsverletzungen/#comments Fri, 10 Jun 2011 10:54:20 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1295
Nachdem die Plattform kino.to am 8. Juni gesperrt wurde und die Ermittlungsbehörden Rechenzentren, Geschäftsräume und Wohnungen durchsuchen ließen, wurde jetzt bekannt, dass die mutmaßlichen Betreiber der Plattform Gewinne in mind. siebenstelliger Höhe erzielt haben. Mutmaßlich dürften die Gewinne sogar noch viel höher liegen.
Die Plattform war ein hochprofessionelles Netzwerk, das auf die massenhafte Verletzung von Urheberrechten ausgerichtet war und Nutzern die Möglichkeit bot, aktuelle Kinofilme über das Internet im Wege des Streaming kostenlos und teilweise noch vor dem offiziellen Kinostart zu Hause am Computer anzuschauen.
Das öffentliche Zugänglichmachen von urheberrechtlich geschützten Inhalten wie z.B. Kinofilmen, Musik etc. im Internet setzt regelmäßig eine Einwilligung des betroffenen Rechteinhabers voraus. Eine solche lag nicht vor. Das System kino.to war darauf ausgerichtet, über sog. Abofallen und Werbung Einnahmen zu generieren. Dabei wurden nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen alle Teilnehmer vom Uploader über den Streamhoster bis hin zur Plattform selbst an den so generierten Umsätzen beteiligt. Nach Informationen der Generalstaatsanwaltschaft Dresden wurden im Rahmen der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen bei den mutmaßlichen Betreibern der Plattform allein über 2,5 Millionen Euro und mehrere Luxusautos beschlagnahmt. Es besteht der Verdacht, dass sich die Betreiber von kino.to wegen der gewerbsmäßigen unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke nach §§ 106, 108a UrhG strafbar gemacht haben. Ob auch gegen die Nutzer vorgegangen wird, werden die weiteren Ermittlungen zeigen. Den Nutzern rechtswidriger Angebote im Internet sollte klar sein, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist und dass die Teilnahme daran die Kreativen schädigt und Geschäftsmodelle fördert, die ihr Geld mit dem Diebstahl geistigen Eigentums verdienen.
Insider-Interview mit einem kino.to-Uploader
GVU-Blog
RA Christian Kramarz, LL.M., Frankfurt am Main, 10.06.2011
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/06/kino-to-illegale-streaming-plattform-von-der-kriminalpolizei-geschlossen-hohe-gewinne-mit-urheberrechtsverletzungen/feed/ 0 AG Düsseldorf: § 97a Abs. 2 UrhG bei Filesharing von Musik nicht anwendbar http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/05/ag-dusseldorf-%c2%a7-97a-abs-2-urhg-bei-filesharing-von-musik-nicht-anwendbar/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/05/ag-dusseldorf-%c2%a7-97a-abs-2-urhg-bei-filesharing-von-musik-nicht-anwendbar/#comments Mon, 16 May 2011 09:35:43 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1286
Das AG Düsseldorf hat in einer aktuellen Entscheidung in Anlehnung an die bisher zu diesem Thema ergangenen Entscheidungen des LG Düsseldorf, des LG Köln sowie des LG Berlin klargestellt, dass es sich beim Einstellen von Musikstücken in Filesharingnetzwerke nicht um “unerhebliche Rechtsverletzungen” i.S.d. § 97a Abs. 2 UrhG handelt. Eine Deckelung der ersatzfähigen Abmahnkosten kommt somit nicht in Betracht. Darüber hinaus fehle es an einem “einfach gelagerten Fall“, da die Beurteilung, ob der Anschlussinhaber als Täter oder als Störer für die Rechtsverletzung verantwortlich ist, gerade nicht auf der Hand liege. Stattdessen weise dies sowohl in tatsächlicher, als auch in rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten auf, die aus dem Rahmen eines einfach gelagerten Falles herausfallen.
Das AG Düsseldorf führt hierzu aus:
(Auszug aus dem Urteil des AG Düsseldorf vom 5.4.2011, Az. 57 C 15740/09)
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/05/ag-dusseldorf-%c2%a7-97a-abs-2-urhg-bei-filesharing-von-musik-nicht-anwendbar/feed/ 0 Aktivlegitimation der Uptunes GmbH bzgl. des Musiktitels “Sunshine 2009″ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/05/aktivlegitimation-der-uptunes-gmbh-bzgl-des-musiktitels-sunshine-2009/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/05/aktivlegitimation-der-uptunes-gmbh-bzgl-des-musiktitels-sunshine-2009/#comments Fri, 13 May 2011 14:07:15 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1278
In mehreren Klageverfahren wurde die Aktivlegitimation der Uptunes GmbH in Bezug auf die Tonaufnahme “Sunshine 2009″ des Interpreten “Dance Nation vs. Shaun Baker” mittlerweile bestätigt. Sowohl das AG Köln, als auch das LG Düsseldorf sahen die Aktivlegitimation als gegeben an. Die Rechteinhaberschaft von Uptunes konnte sowohl anhand der gestzlichen Vermutung des § 10 Abs. 1 i.V.m. § 85 Abs. 4 UrhG, als auch anhand von Verträgen nachgewiesen werden.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/05/aktivlegitimation-der-uptunes-gmbh-bzgl-des-musiktitels-sunshine-2009/feed/ 0 LG Köln: Anschlussinhaber muss zum Ausschluss der täterschaftlichen Haftung im Rahmen der sekundären Darlegungslast “Ross und Reiter” benennen http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/05/lg-koln-anschlussinhaber-muss-zum-ausschluss-der-taterschaftlichen-haftung-im-rahmen-der-sekundaren-darlegungslast-ross-und-reiter-benennen/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/05/lg-koln-anschlussinhaber-muss-zum-ausschluss-der-taterschaftlichen-haftung-im-rahmen-der-sekundaren-darlegungslast-ross-und-reiter-benennen/#comments Wed, 11 May 2011 19:39:20 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1332
Landgericht Köln, 28 O 763/10
Datum:	11.05.2011
Gericht:	Landgericht Köln
Spruchkörper:	28. Zivilkammer
Aktenzeichen:	28 O 763/10
Die Klägerin ist Inhaberin der ausschließlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte an dem Filmwerk “Z”. Sie beauftragte die Firma M. mit der Überwachung, ob dieses Filmwerk in sogenannten Peer-to-Peer-Netzwerken unerlaubt zum Download angeboten wird. Mit Hilfe der von ihr entwickelten Software “Observer” stellte die M. fest, daß das Filmwerk “Z” in dem Peer-to-Peer-Netzwerk D u.a. zu den folgenden Zeitpunkten über die nachfolgend genannten IP-Adressen zum Download bereitgehalten wurde:
•	25.09.2009, 01:16:02 Uhr, IP-Adresse: ####
•	26.09.2009, 01:41:51 Uhr, IP-Adresse: ####
•	26.09.2009, 12:45:48 Uhr, IP-Adresse: ####
•	27.09.2009, 11:04:13 Uhr, IP-Adresse: ####
•	28.09.2009, 15:09:26 Uhr, IP-Adresse: ####
Unter dem 14.04.2010 erhielten die Prozeßbevollmächtigten der Klägerin sodann ohne Angabe eines konkreten Aktenzeichens und ohne sonstigen Bezug eine von den Prozeßbevollmächtigten der Beklagten unterzeichnete und im Namen von 9 Unterlassungsschuldnern, darunter der Beklagten, abgegebene Unterlassungserklärung des Inhalts, daß diese sich bei Meidung einer Vertragsstrafe, deren Höhe für jeden Fall Zuwiderhandlung von der Gläubigerin nach billigem Ermessen festzusetzen und von der zuständigen ordentlichen Gerichtsbarkeit überprüfbar ist, verpflichteten, es zu unterlassen, “geschützte Filmwerke der Unterlassungsgläubigerin oder Teile daraus, ohne Einwilligung der Unterlassungsgläubigerin öffentlich zugänglich zu machen und/oder öffentlich zugänglich machen zu lassen.” Wegen der Einzelheiten dieser Unterlassungserklärung wird auf Bl. 124 d.A. Bezug genommen.
Die Klägerin hat dabei neben dem auf Erstattung der außergerichtlichen Abmahnkosten gerichteten und zunächst auch die Umsatzsteuer beinhaltenden und auf EUR 1.641,96 lautenden Zahlungsantrag ursprünglich den Antrag angekündigt, die Beklagte unter Androhung der gesetzlichen Ordnungsmittel zu verurteilen, es zu unterlassen, urheberrechtlich geschützte Werke der Klägerin, insbesondere den Film “Z” im Internet oder auf sonstige Art und Weise öffentlich zugänglich zu machen, zu verbreiten und/oder wiederzugeben oder diese Handlungen durch Dritte vornehmen zu lassen. Mit Schriftsatz vom 19.01.2011 sowie im Rahmen der mündlichen Verhandlung vom 20.04.2011 hat sie den Unterlassungsantrag abgeändert.
a) es bei Meidung eines für jeden Fall der Zuwiderhandlung fälligen Ordnungsgeldes bis zu EUR 250.000,00 ersatzweise Ordnungshaft bis zu sechs Monaten, im Wiederholungsfalle Ordnungshaft bis zu zwei Jahren, zu unterlassen, den Film “Z” oder Teile davon im Internet öffentlich zugänglich zu machen oder zu vervielfältigen oder diese Handlungen durch Dritte vornehmen zu lassen;
Überdies fehle es an der erforderlichen Wiederholungsgefahr. Denn sie habe schon unter dem 16.02.2010 eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben, nach welcher sie sich bei Meidung einer Vertragsstrafe, deren Höhe für jeden Fall Zuwiderhandlung von der Gläubigerin nach billigem Ermessen festzusetzen und von der zuständigen ordentlichen Gerichtsbarkeit überprüfbar ist, verpflichtet habe, es zu unterlassen, “geschützte Werke der Unterlassungsgläubigerin oder Teile daraus, ohne Einwilligung der Unterlassungsgläubigerin öffentlich zugänglich zu machen und/oder öffentlich zugänglich machen zu lassen.” Wegen der Einzelheiten dieser Unterlassungserklärung, deren Existenz und Zugang die Klägerin bestreitet, wird auf Bl. 126f d.A. Bezug genommen.
Die Klage ist zulässig, insbesondere ist das Landgericht Köln örtlich zuständig. Die örtliche Zuständigkeit folgt aus § 32 ZPO. Die Verletzungshandlung ist überall dort begangen, wo das urheberrechtlich geschützte Werk öffentlich zugänglich gemacht wird, ein Download also erfolgen kann. Insoweit besteht Begehungsgefahr jedenfalls auch im Bezirk des Landgerichts Köln, in dem der Download auch bestimmungsgemäß möglich war und künftig erfolgen könnte. Soweit die Beklagte in diesem Zusammenhang die Auffassung vertritt, § 32 ZPO begründe eine Zuständigkeit nur insoweit, als das angegangene Gericht das sachnächste sei, läßt sich diese Einschränkung weder dem Gesetz noch der in Bezug genommenen Entscheidung BGH VI ZR 217/08 v. 10.11.2009 entnehmen. Insbesondere aus letzterer läßt sich – ungeachtet des Umstandes, daß sich diese Entscheidung im Unterschied zum vorliegenden Fall mit der internationalen Zuständigkeit, Persönlichkeitsrechtsverletzungen und der Begründung und nicht der Verneinung der Zuständigkeit befaßte – nur entnehmen, daß die bloße Abrufbarkeit einer Website nicht genügt. Daran hat auch die Kammer keinen Zweifel; entscheidend ist vielmehr, daß sich die Website bestimmungsgemäß auch an im Bezirk des angerufenen Gerichts ansässige Nutzer richtet und die Rechtsverletzung daher auch in diesem droht. Dies ist bei der hier streitgegenständlichen Verletzung von Urheberrechten im Rahmen von Tauschbörsen schon nach dem Wesen derselben, die auf der Basis der Vernetzung ihrer Nutzer funktionieren, der Fall.
1. Der Unterlassungsanspruch folgt aus §§ 97 Abs. 1, 2, 16, 19a UrhG. Die Klägerin ist unstreitig Inhaberin der ausschließlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte im Sinne der §§ 15, 31 UrhG an dem Filmwerk (§ 2 Abs. 1 Nr. 6, Abs. 2 UrhG) “Z”. In diese Rechte hat die Beklagte rechtswidrig eingegriffen, indem über ihren Internetanschluß das Filmwerk ohne Zustimmung der Klägerin über das Peer-to-Peer-Netzwerk D zu den genannten fünf Zeitpunkten zum Download bereitgehalten und damit vervielfältigt (§ 16 UrhG) und öffentlich zugänglich gemacht (§ 19a UrhG) wurde.
bb) Demnach ist davon auszugehen, daß das geschützte Werk “Z” von IP-Adressen aus, die zu den fraglichen Zeitpunkten der Beklagten zugeordnet waren, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Nach der Entscheidung BGH I ZR 121/08 v. 12.05.2010 – Sommer unseres Lebens – besteht die tatsächliche Vermutung dafür, daß diejenige Person, der die IP-Adresse zugeordnet war, von welcher aus die Rechtsverletzung begangen wurde, auch für die Rechtsverletzung verantwortlich ist. Diese Vermutung kann der Anschlußinhaber nur entkräften, indem er im Rahmen der ihn treffenden sekundären Darlegungslast Umstände dartut, die einen abweichenden Geschehensablauf nahelegen. Ein bloß einfaches Bestreiten der eigenen Täterschaft genügt daher nicht.
Nach Auffassung der Kammer genügt dieser Vortrag den Anforderungen an die sekundäre Darlegungslast nicht. Zwar hat das OLG Köln in einer Entscheidung 6 W 42/11 vom 06.04.2011 hieran keine hohen Anforderungen gestellt und bereits in dem Umstand, daß der zwischenzeitlich verstorbene Ehemann der Beklagten unstreitig ebenfalls Zugriff auf das Internet gehabt habe, die ernsthafte Möglichkeit eines abweichenden Geschehensablauf erkannt, weil auch der Ehemann die Rechtsverletzung begangen haben könnte. Hieraus kann nach Auffassung der Kammer indes nicht der Schluß gezogen werden, daß bereits jeder Hinweis auf die Zugangsmöglichkeit einer dritten Person ohne weitere Nachforschung und Darlegung zu deren Tätigkeit ausreichend wäre, um die sekundäre Darlegungslast zu erfüllen. Denn würde man den schlichten Hinweis auf eine dritte Person als ausreichend ansehen, fiele die vom BGH in der Entscheidung Sommer unseres Lebens aufgestellte tatsächliche Vermutung für die Verantwortlichkeit des Anschlußinhabers, die ihren Grund in der Beweisnot des Rechteinhabers findet, im Ergebnis in sich zusammen. Denn dann bestünde für den Rechteinhaber das Risiko, daß der Anschlußinhaber durch Bestreiten der eigenen Täterschaft und den bloßen Verweis auf die Möglichkeit einer Tatbegehung durch einen Dritten die tatsächliche Vermutung widerlegt und sich hinsichtlich seiner dann nur noch in Betracht kommenden Störereigenschaft entlastet, umgekehrt aber der in Bezug genommene Dritte wiederum die Verantwortlichkeit unter Hinweis auf den Anschlußinhaber abstreitet. Nimmt man die sekundäre Darlegungslast und die sie tragenden Erwägungen ernst, muß daher nach Auffassung der Kammer zumindest “Roß und Reiter” genannt und mitgeteilt werden, wer die Tat begangen hat. Denn nur dann kann der Kläger, zu dessen Gunsten und wegen dessen Unkenntnis der tatsächlichen Umstände die Vermutung überhaupt besteht, den Prozeß sachgerecht fortführen, da eine Störereigenschaft an unterschiedliche Voraussetzungen anknüpft, je nachdem ob die Tat durch Haushaltsangehörige (unterbliebene Belehrung/Kontrolle) oder durch außenstehende Dritte begangen sein soll (unterbliebene Sicherung des Anschlusses). Das setzt voraus, daß die Beklagte mitteilt, ob und wenn ja welcher Haushaltsangehörige die Tat begangen hat oder dass sie auch für diese eine Tatbegehung substantiiert bestreitet, so daß nur eine Tatbegehung durch außenstehende Dritte in Betracht kommt. Die Beklagte muß sich deshalb zur Erfüllung ihrer sekundären Darlegungslast entscheiden, ob sie in einem ersten Schritt in Zweifel zieht, daß die Rechtsverletzung überhaupt über ihren Internetanschluß erfolgte und dann in einem zweiten Schritt entweder für ihre Person die Rechtsverletzung unter Verweis auf andere Familienmitglieder und unter Darlegung der getätigten Kontrollmaßnahmen bestreitet oder aber insgesamt eine Täterschaft in der Familie bestreitet und auf einen Dritten verweist, was indes Darlegungen zu den getroffenen Sicherheitsvorkehrungen erfordert. An einem solchen Vortrag fehlt es hier, so daß die tatsächliche Vermutung gegen die Beklagte streitet.
b) Die Wiederholungsgefahr wird durch die Verletzungshandlung indiziert. Sie ist auch weder durch die Unterlassungserklärung vom 14.04.2010 noch durch diejenige vom 16.02.2010 entfallen. Diese Unterlassungsverpflichtungserklärungen sind einerseits schon inhaltlich unbestimmt, indem sie sich ohne Konkretisierung und ohne Rücksicht auf den konkreten Gegenstand der Abmahnung auf sämtliche “geschützte Werke” der Klägerin beziehen. Überdies begründet die darin liegende Weite der Erklärung auch durchgreifende Zweifel an deren Ernsthaftigkeit.
Die Kostenentscheidung beruht auf §§ 91, 269 ZPO. Soweit die Klägerin die Klage eingeschränkt hat, liegt hierin eine teilweise Klagerücknahme, die zur Auferlegung des hierauf entfallenden Kostenanteils führt. Die Klägerin hat den Antrag, der ursprünglich auf sämtliche ihrer urheberrechtlich geschützten Werke lautete, zum einen auf das konkrete Werk “Z” beschränkt und stützt sich zudem auch nicht mehr auf die Verletzungshandlung des Verbreitens. Weiterhin hat sie den Antrag dahingehend eingeschränkt, daß als Tatmedium allein das Internet erfaßt ist und die unbestimmte Verletzungshandlung eines öffentlich zugänglich Machens “auf sonstige Art und Weise” nicht weiter verfolgt wird. Diese Beschränkung des ursprünglichen Klageantrages ist mit einer Kostenquote von 20% zu bemessen.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/05/lg-koln-anschlussinhaber-muss-zum-ausschluss-der-taterschaftlichen-haftung-im-rahmen-der-sekundaren-darlegungslast-ross-und-reiter-benennen/feed/ 0 Einstweilige Verfügung der Zooland Music GmbH wegen Filesharing des Musiktitels “Like I Love You” des Interpreten R.I.O. http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/05/einstweilige-verfugung-der-zooland-music-gmbh-wegen-filesharing-des-musiktitels-%e2%80%9clike-i-love-you%e2%80%9d-des-interpreten-r-i-o/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/05/einstweilige-verfugung-der-zooland-music-gmbh-wegen-filesharing-des-musiktitels-%e2%80%9clike-i-love-you%e2%80%9d-des-interpreten-r-i-o/#comments Mon, 02 May 2011 08:42:20 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1281 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/05/einstweilige-verfugung-der-zooland-music-gmbh-wegen-filesharing-des-musiktitels-%e2%80%9clike-i-love-you%e2%80%9d-des-interpreten-r-i-o/feed/ 1 Einstweilige Verfügung der Zooland Music GmbH gegen Filesharer wegen des Musiktitels “Like I Love You” des Interpreten R.I.O. http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/einstweilige-verfugung-der-zooland-music-gmbh-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9clike-i-love-you%e2%80%9d-des-interpreten-r-i-o/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/einstweilige-verfugung-der-zooland-music-gmbh-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9clike-i-love-you%e2%80%9d-des-interpreten-r-i-o/#comments Thu, 21 Apr 2011 09:46:04 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1247 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/einstweilige-verfugung-der-zooland-music-gmbh-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9clike-i-love-you%e2%80%9d-des-interpreten-r-i-o/feed/ 0 LG Köln bestätigt die Nichtanwendbarkeit von § 97a Abs. 2 UrhG bei Filesharing (Az. 28 O 611/10 v. 23.3.2011) http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/lg-koln-bestatigt-die-nichtanwendbarkeit-von-%c2%a7-97a-abs-2-bei-filesharing-az-28-o-61110-v-23-3-2011/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/lg-koln-bestatigt-die-nichtanwendbarkeit-von-%c2%a7-97a-abs-2-bei-filesharing-az-28-o-61110-v-23-3-2011/#comments Thu, 21 Apr 2011 09:10:50 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1236
Die Urheberkammer des Landgerichts Köln stellt hinsichtlich der Anwendbarkeit des § 97a Abs. 2 UrhG darauf ab, dass die Vorschrift einen Ausnahmetatbestand regelt. Nach dem Willen des Gesetzgebers sei diese nur anwendbar, wenn es sich um eine Rechtsverletzung handelt, deren Ausmaß in qualittativer und quantitativer Hinsicht gering ist. Dies ist bei einer öffentlichen Zugänglichmachung über ein Filesharingnetzwerk nicht der Fall, insbesondere dann nicht, wenn das gegenständliche Werk sich (noch) in der Verwertungsphase befindet.
Die Entscheidung wurde herbeigeführt durch die Rechtsanwaltskanzlei Schutt & Waetke aus Karlsruhe.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/lg-koln-bestatigt-die-nichtanwendbarkeit-von-%c2%a7-97a-abs-2-bei-filesharing-az-28-o-61110-v-23-3-2011/feed/ 0 OLG Köln: Aufklärungs- und Belehrungspflichten bestehen auch gegenüber erwachsenen Familienangehörigen (6 W 115/10) http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/olg-koln-aufklarungs-und-belehrungspflichten-bestehen-auch-gegenuber-erwachsenen-familienangehorigen-6-w-11510/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/olg-koln-aufklarungs-und-belehrungspflichten-bestehen-auch-gegenuber-erwachsenen-familienangehorigen-6-w-11510/#comments Mon, 18 Apr 2011 21:22:09 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1230
﻿﻿Das OLG Köln hat entschieden, dass der Anschlussinhaber auch für das Verhalten von erwachsenen Familienangehörigen (vorliegend ging es um einen 40-jährigen, bei seinen Eltern lebenden Sohn) als Störer haftet. Damit wird eine bisherige Lücke in der obergerichtlichen Rechtsprechung zur Haftung des Anschlussinhabers geschlossen.
Als Störer auf Unterlassung haftet nach einhelliger Auffassung in Rechtsprechung und Literatur, wer – ohne Teilnehmer oder Täter zu sein – in irgendeiner Weise willentlich und adäquat kausal zur Verletzung eines geschützten Rechts beiträgt, indem er Prüfpflichten verletzt, deren Umfang sich danach bestimmen, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen des Einzelfalles eine Prüfung zuzumuten ist (BGH GRUR 2010, 633, 634 f., Tz. 19 – Sommer unseres Lebens mwN.). Nach Auffassung des OLG Köln muss derjenige, der sich einen Internetanschluss verschafft und diesen Dritten zur Verfügung stellt, über die grundlegenden Bedingungen der Nutzung des Internets informieren, von denen man sich in zumutbarer Weise Kenntnis verschaffen kann. Zu diesen Bedingungen gehört der Umstand, dass es im Internet illegale Angebote, darunter die sog. Tauschbörsen, gibt. Soweit dem Anschlussinhaber die entsprechenden Kenntnisse fehlen, verstößt er jedenfalls willentlich gegen die Pflicht, sich zu informieren und trägt damit – indem er diese Kenntnisse dem erwachsenen Familienangehörigen nicht mitteilen kann – zu dessen Rechtsverletzung bei.
Bereits Ende 2009 hatte das OLG Köln entschieden, dass Eltern für die Rechtsverletzungen, die die minderjährigen Kinder über den Internetanschluss der Eltern begangen haben, als Störer haften (OLG Köln, Urteil v. 23.12.2009, 6 U 101/09).
Rechtsanwalt Christian Weber, Frankfurt am Main, 18.4.2011
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/olg-koln-aufklarungs-und-belehrungspflichten-bestehen-auch-gegenuber-erwachsenen-familienangehorigen-6-w-11510/feed/ 0 Einstweilige Verfügung von Matthew Tasa gegen Filesharer wegen des Musiktitels “Snowflakes” von Dream Dance Alliance http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/einstweilige-verfugung-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9csnowflakes%e2%80%9d-von-dream-dance-alliance/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/einstweilige-verfugung-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9csnowflakes%e2%80%9d-von-dream-dance-alliance/#comments Tue, 12 Apr 2011 13:14:45 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1218 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/einstweilige-verfugung-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9csnowflakes%e2%80%9d-von-dream-dance-alliance/feed/ 0 Störerhaftung von Unternehmen und Arbeitgebern http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/storerhaftung-von-unternehmen-und-arbeitgebern/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/storerhaftung-von-unternehmen-und-arbeitgebern/#comments Tue, 05 Apr 2011 09:32:50 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1208
Die Haftung von in Unternehmen begangenen Urheberrechtsverletzungen bestimmt sich zunächst nach § 99 UrhG. § 99 UrhG stellt für die Haftung darauf ab, ob die rechtsverletzende Tätigkeit einen Unternehmensbezug aufweist. Wenn die Handlung eines Mitarbeiters keinen Unternehmensbezug aufweist, kommt eine Störerhaftung des Unternehmers nach der allgemeinen Vorschrift des § 97 UrhG in Betracht. Der Unternehmer bzw. Arbeitgeber hat daher seine Arbeitnehmer auf das Verbot der privaten, insbesondere der rechtsverletzenden Internetnutzung (z.B. durch Teilnahme an Filesharingnetzwerken) hinzuweisen und den Firmenanschluss hinreichend gegen Fremdzugriffe zu sichern.
Zur Problematik der Störerhaftung von Unternehmen und Arbeitgebern weisen wir auf den äußerst lesenswerten Aufsatz “Die Problematik der Störerhaftung bei Unternehmen und Arbeitgebern“ des Kollegen Dr. Zander, erschienen in der Aprilausgabe (Heft 4/2011) der Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht (ZUM) auf den Seiten 305 f. hin.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/storerhaftung-von-unternehmen-und-arbeitgebern/feed/ 0 Einstweilige Verfügung von Matthew Tasa gegen Filesharer wegen des Musiktitels “Snowflakes” von Dream Dance Alliance http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/einstweilige-verfugung-von-matthew-tasa-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9csnowflakes%e2%80%9d-von-dream-dance-alliance/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/einstweilige-verfugung-von-matthew-tasa-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9csnowflakes%e2%80%9d-von-dream-dance-alliance/#comments Mon, 04 Apr 2011 10:00:10 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1254 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/einstweilige-verfugung-von-matthew-tasa-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9csnowflakes%e2%80%9d-von-dream-dance-alliance/feed/ 0 Einstweilige Verfügung der Styleheads Gesellschaft für Entertainment mbH gegen Filesharer wegen des Musiktitels “Berlin City Girl” des Interpreten Culcha Candela http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/einstweilige-verfugung-der-styleheads-gesellschaft-fur-entertainment-mbh-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9cberlin-city-girl%e2%80%9d-des-interpreten-culcha-candela/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/einstweilige-verfugung-der-styleheads-gesellschaft-fur-entertainment-mbh-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9cberlin-city-girl%e2%80%9d-des-interpreten-culcha-candela/#comments Mon, 04 Apr 2011 09:54:47 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1251 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/einstweilige-verfugung-der-styleheads-gesellschaft-fur-entertainment-mbh-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9cberlin-city-girl%e2%80%9d-des-interpreten-culcha-candela/feed/ 0 LG Düsseldorf bestätigt erneut Schadensersatz in Höhe von 300,- € pro Musiktitel (Urteil v. 9.2.2011, Az. 12 O 68/10) http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/lg-dusseldorf-bestatigt-schadensersatz-in-hohe-von-300-e-pro-musiktitel-urteil-v-9-2-2011-az-12-o-6810/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/lg-dusseldorf-bestatigt-schadensersatz-in-hohe-von-300-e-pro-musiktitel-urteil-v-9-2-2011-az-12-o-6810/#comments Fri, 01 Apr 2011 09:23:27 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1196
Das Landgericht Düsseldorf hat seine bisherige Rechtsprechung zur Berechnung der Höhe des Schadensersatzes im Wege der Lizenzanalogie (zuletzt Urteil vom 24.11.2010, Az. 12 O 521/09) nochmals bestätigt. Danach ist für die öffentliche Zugänglichmachung von Musiktiteln in einem Filesharingnetzwerk eine Betrag in Höhe von 300,- € pro Musiktitel nicht zu beanstanden. Die Möglichkeit, dass sich die Abrufe zahlenmäßig (möglicherweise) im unteren Bereich halten, ist unbeachtlich. Die Anzahl der tatsächlichen Downloads ist nicht bekannt. Filesharing-Programme sind auch nicht auf eine Erfassung der Anzahl der Downloads ausgelegt. Außerdem trägt der Verletzer das Risiko der wirtschaftlichen Verwertung einer Pauschallizenz (vgl. Dreier/Schulze, 3. Aufl. 2008, § 97 UrhG Rn. 62).
Volltext des Urteils des LG Düsseldorf vom 9.2.2011, 12 O 68/10
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/04/lg-dusseldorf-bestatigt-schadensersatz-in-hohe-von-300-e-pro-musiktitel-urteil-v-9-2-2011-az-12-o-6810/feed/ 0 Einstweilige Verfügung der Zooland Music GmbH gegen Filesharer wegen des Musiktitels “Like I Love You” von R.I.O. http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/einstweilige-verfugung-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9csnowflakes%e2%80%9d-von-dream-dance-alliance-2/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/einstweilige-verfugung-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9csnowflakes%e2%80%9d-von-dream-dance-alliance-2/#comments Wed, 30 Mar 2011 13:19:13 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1221 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/einstweilige-verfugung-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9csnowflakes%e2%80%9d-von-dream-dance-alliance-2/feed/ 0 BGH: Auch Minderjährige haften für das unbefugte öffentliche Zugänglichmachen eines Musiktitels (Schadensersatz 7.000,- €) http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/bgh-auch-minderjahrige-haften-fur-das-unbefugte-offentliche-zuganglichmachen-eines-musiktitels/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/bgh-auch-minderjahrige-haften-fur-das-unbefugte-offentliche-zuganglichmachen-eines-musiktitels/#comments Tue, 29 Mar 2011 12:48:01 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1167
BGH, Beschluss vom 3.2.2011, Az. I ZA 17/10
Bei Ansprüchen wegen der öffentlichen Zugänglichmachung fremder, urheberrechtlich geschützter Inhalte im Internbet handelt es um Urheberrechtsverletzungen und somit um deliktische Ansprüche. Diese bestehen auch gegenüber Minderjährigen. Auf die Minderjährigkeit sowie auf Rechtsfragen des Minderjährigenschutzes nach §§ 104 ff. BGB kommt es daher nicht an.
In dem vom BGH entschiedenen Fall haftet der minderjährige Rechtsverletzer auf Unterlassung, Schadensersatz in Höhe von 7.000,- € sowie Ersatz der angefallenen Rechtsanwaltskosten.
Rechtsanwalt Christian Weber, Frankfurt am Main, 29.3.2011
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/bgh-auch-minderjahrige-haften-fur-das-unbefugte-offentliche-zuganglichmachen-eines-musiktitels/feed/ 0 Einstweilige Verfügung der Uptunes GmbH gegen Filesharer wegen des Musiktitels “Frontline” des Interpreten Shaun Baker http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/einstweilige-verfugung-der-uptunes-gmbh-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9cfrontline%e2%80%9d-des-interpreten-shaun-baker/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/einstweilige-verfugung-der-uptunes-gmbh-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9cfrontline%e2%80%9d-des-interpreten-shaun-baker/#comments Fri, 25 Mar 2011 10:13:11 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1265 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/einstweilige-verfugung-der-uptunes-gmbh-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-%e2%80%9cfrontline%e2%80%9d-des-interpreten-shaun-baker/feed/ 0 Einstweilige Verfügung gegen Filesharer wegen des Musiktitels “Victoria S – One In A Million” http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/einstweilige-verfugung-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-victoria-s-one-in-a-million/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/einstweilige-verfugung-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-victoria-s-one-in-a-million/#comments Thu, 24 Mar 2011 14:30:48 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1172 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/einstweilige-verfugung-gegen-filesharer-wegen-des-musiktitels-victoria-s-one-in-a-million/feed/ 0 E-Book-Piraterie in Deutschland hat dramatisch zugenommen http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/e-book-piraterie-in-deutschland-hat-dramatisch-zugenommen/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/e-book-piraterie-in-deutschland-hat-dramatisch-zugenommen/#comments Mon, 14 Mar 2011 19:10:06 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1300
Nachdem die Internetpiraterie über Peer-to-Peer-Netzwerke (sog. Filesharingnetzwerke) in den letzten Jahren vor allem in der Musik-, Film- und Softwarebranche zu gravierenden Umsatzeinbußen geführt hat, sind seit einigen Monaten insbesondere auch die Buch- und Fachbuchverlage von illegalem Filesharing betroffen. Besonders die Einführung sog. Tablet-Computer (z.B. “Kindle” oder “iPad”) haben dazu geführt, dass die illegale Verbreitung von Literatur in den letzten Monaten rasant angestiegen ist.
Link zur Studie “Gutenberg 3.0- EBook-Piraterie in Deutschland”
Siehe hierzu auch die Artikel “Download-Piraten entern nun die Buchverlage” vom 12.3.2011 (Welt Online) sowie “Folge von iPad und Kindle – Piraten erobern Ebook-Markt” vom 12.3.2011 (N-TV)
Die Lösung: Content Protection und Rights Enforcement
Aufgrund unserer jahrelangen Erfahrungen im Kampf gegen Musik- und Software-Piraterie bieten wir interessierten Verlagen eine zweckentsprechende Dienstleistung zum Schutz und zur effektiven Durchsetzung ihrer Rechte im digitalen Umfeld. Weitere Infos erhalten Sie gerne telefonisch oder per Email.
Tel: 069 – 663 68 41 0
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/e-book-piraterie-in-deutschland-hat-dramatisch-zugenommen/feed/ 0 Offensive gegen Raubkopierer: Nümann + Lang und andere Kanzleien erwirken für ihre Mandanten vermehrt einstweilige Verfügungen gegen Filesharer http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/rechteinhaber-erwirken-vermehrt-einstweilige-verfugungen-gegen-filesharer/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/rechteinhaber-erwirken-vermehrt-einstweilige-verfugungen-gegen-filesharer/#comments Fri, 11 Mar 2011 13:28:48 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1020
Das Risiko, nach einer Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung gerichtlich in Anspruch genommen zu werden, hat in den letzten Monaten deutlich zugenommen.
Insbesondere die Zahl der einstweiligen Verfügungsverfahren ist an den verschiedensten Gerichtsstandorten stark angestiegen. Selbst in Fällen, in denen der Rechtsverletzer zunächst eine modifizierte Unterlassungserklärung abgegeben hat, wurden einstweilige Verfügungsverfahren von Seiten der Rechteinhaber bzw. der sie vertretenden Kanzleien erfolgreich durchgeführt (siehe unsere News vom 4.3.2011). Bei einer erfolgreichen gerichtlichen Durchsetzung der Ansprüche der Rechteinhaber sind die dadurch entstehenden Rechtsanwalts- und Gerichtskosten vom Rechteverletzer zu tragen. Diese entstehen zusätzlich zu den außergerichtlichen (Abmahn-)kosten. Die Kosten können sich durch eine gerichtliche Inanspruchnahme somit leicht vervielfachen (siehe unsere News vom 2.3.2011). Sie berechnen sich in der Regel auf Grundlage eines Streitwertes in Höhe von 10.000,- € (vgl. http://www.urheberrechtsinfo.org/urteile/).
Siehe zum Thema “Einstweilige Verfügung wegen Filesharing” auch unsere FAQ vom 30.12.2010.
Beispielhafte Einstweilige Verfügungen verschiedener Landgerichte finden Sie unter der Rubrik “Urteile“.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/rechteinhaber-erwirken-vermehrt-einstweilige-verfugungen-gegen-filesharer/feed/ 0 LG Berlin: Bestreiten der ordnungsgemäßen Funktion der IP-Ermittlungssoftware unbeachtlich – keine Anwaltskostendeckelung gem. § 97a Abs. 2 bei Filesharing http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/lg-berlin-bestreiten-der-ordnungsgemasen-funktion-der-ip-ermittlungssoftware-unbeachtlich-keine-anwaltskostendeckelung-gem-%c2%a7-97a-abs-2-bei-filesharing/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/lg-berlin-bestreiten-der-ordnungsgemasen-funktion-der-ip-ermittlungssoftware-unbeachtlich-keine-anwaltskostendeckelung-gem-%c2%a7-97a-abs-2-bei-filesharing/#comments Fri, 11 Mar 2011 12:48:19 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1008
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/lg-berlin-bestreiten-der-ordnungsgemasen-funktion-der-ip-ermittlungssoftware-unbeachtlich-keine-anwaltskostendeckelung-gem-%c2%a7-97a-abs-2-bei-filesharing/feed/ 0 Kostenrisiko: Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung (sog. mod. UE) kann teuer werden http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/styleheads-erwirken-einstweilige-verfugung-bezuglich-culcha-candela-move-it-gegen-filesharer-wegen-unwirksamer-mod-ue/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/styleheads-erwirken-einstweilige-verfugung-bezuglich-culcha-candela-move-it-gegen-filesharer-wegen-unwirksamer-mod-ue/#comments Fri, 04 Mar 2011 14:09:46 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=757
Styleheads erwirken einstweilige Verfügung bezüglich Culcha Candela “Move it” gegen Filesharer wegen unzureichender mod. UE
Trotz zuvor abgegener modifizierter Unterlassungserklärung erwirkt die Styleheads Gesellschaft für Entertainment mbH eine einstweilige Verfügung gegen einen Filesharer. Diese war in nicht ausreichender Form abgegeben worden und deshalb unwirksam.
Hier zeigt sich wieder einmal das Risiko der sog. modifizierten Unterlassungserklärung. Die gegen den Filesharer festgesetzten Kosten übersteigen den im Abmahnschreiben zur außergerichtlichen Erledigung der Angelegenheit angebotenen Vergleichsbetrag bei Weitem und sind zusätzlich zu den außergerichtlichen Kosten vom Rechtsverletzer zu erstatten.
Einstweilige Verfügung des Landgerichts Hannover vom 26.11.2010
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/styleheads-erwirken-einstweilige-verfugung-bezuglich-culcha-candela-move-it-gegen-filesharer-wegen-unwirksamer-mod-ue/feed/ 0 AG Leipzig: üblicher Streitwert bei Filesharing 20.000,- € http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/ag-leipzig-ublicher-streitwert-bei-filesharing-20-000-e/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/ag-leipzig-ublicher-streitwert-bei-filesharing-20-000-e/#comments Thu, 03 Mar 2011 20:40:42 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1270 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/ag-leipzig-ublicher-streitwert-bei-filesharing-20-000-e/feed/ 0 Wenn der Gerichtsvollzieher klingelt: Einstweilige Verfügung wegen Urheberrechtsverletzung (Filesharing) http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/wenn-der-gerichtsvollzieher-klingelt-einstweilige-verfugung-wegen-urheberrechtsverletzung-filesharing/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/wenn-der-gerichtsvollzieher-klingelt-einstweilige-verfugung-wegen-urheberrechtsverletzung-filesharing/#comments Wed, 02 Mar 2011 16:17:31 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=875
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/wenn-der-gerichtsvollzieher-klingelt-einstweilige-verfugung-wegen-urheberrechtsverletzung-filesharing/feed/ 0 Vollstreckungsbescheid gegen abgemahnten Filesharer in Sachen “Schöne Neue Welt” (David Vogt) http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/vollstreckungsbescheid-gegen-abgemahnten-filesharer-in-sachen-schone-neue-welt-david-vogt-2/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/vollstreckungsbescheid-gegen-abgemahnten-filesharer-in-sachen-schone-neue-welt-david-vogt-2/#comments Tue, 01 Mar 2011 14:48:32 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1187 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/vollstreckungsbescheid-gegen-abgemahnten-filesharer-in-sachen-schone-neue-welt-david-vogt-2/feed/ 1 Einstweilige Verfügung wegen Filesharing des Musiktitels “Real Love” von Sarah Connor http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/einstweilige-verfugung-wegen-filesharing-des-musiktitels-real-love-von-sarah-connor/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/einstweilige-verfugung-wegen-filesharing-des-musiktitels-real-love-von-sarah-connor/#comments Tue, 01 Mar 2011 13:16:28 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1017 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/03/einstweilige-verfugung-wegen-filesharing-des-musiktitels-real-love-von-sarah-connor/feed/ 0 BITKOM: Legale Musikdownloads steigen um 34% http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/legale-musikdownloads-aus-dem-internet-steigen-um-34/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/legale-musikdownloads-aus-dem-internet-steigen-um-34/#comments Fri, 25 Feb 2011 11:11:14 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=840
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/legale-musikdownloads-aus-dem-internet-steigen-um-34/feed/ 0 Einstweilige Verfügung der Styleheads Gesellschaft für Entertainment mbH gegen Filesharer wegen Culcha Candela – Berlin City Girl http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/einstweilige-verfugung-der-styleheads-gesellschaft-fur-entertainment-mbh-wegen-culcha-candela-berlin-city-girl/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/einstweilige-verfugung-der-styleheads-gesellschaft-fur-entertainment-mbh-wegen-culcha-candela-berlin-city-girl/#comments Thu, 24 Feb 2011 14:17:44 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=888 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/einstweilige-verfugung-der-styleheads-gesellschaft-fur-entertainment-mbh-wegen-culcha-candela-berlin-city-girl/feed/ 0 Rechtsschutzversicherung http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/rechtsschutzversicherung/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/rechtsschutzversicherung/#comments Thu, 24 Feb 2011 11:52:11 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=821
Deckt eine Rechtsschutzversicherung die Kosten der Verteidigung gegen eine Abmahnung wegen Urheberrechtsverletzung ab?
Die Kosten der Rechtsverteidigung gegen eine Abmahnung wegen einer unerlaubten öffentlichen Zugänglichmachung von Musik oder anderen urheberrechtlich geschützten Inhalten über Peer-to-Peer-Netzwerke sind regelmäßig nicht vom Umfang einer privaten Rechtsschutzversicherung abgedeckt. Dies gilt sowohl für die außergerichtliche, als auch für die gerichtliche Verteidigung. Es handelt sich bei Verstößen gegen das Urheberrechtsgesetz um Straftaten nach den §§ 106 ff. UrhG. Straftaten sind regelmäßig aus dem Katalog der von den Rechtsschutzversicherungen abgedeckten Haftungsrisiken ausgenommen.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/rechtsschutzversicherung/feed/ 0 Mahnbescheid erhalten? Infos zum Mahnverfahren http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/mahnbescheid-erhalten-infos-zum-mahnverfahren/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/mahnbescheid-erhalten-infos-zum-mahnverfahren/#comments Thu, 24 Feb 2011 11:47:23 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=812
Warum habe ich einen Mahnbescheid erhalten?
Wenn Sie einen Mahnbescheid vom Gericht erhalten haben bedeutet dies, dass gegen Sie ein gerichtliches Verfahren eingeleitet wurde, um eine offene Forderung beizutreiben. Dies kann z.B. dann geschehen, wenn Sie im Rahmen einer Abmahnung die Gelegenheit zur außergerichtlichen gütlichen Erledigung der Angelegenheit durch Zahlung eines in der Abmahnung angebotenen einmaligen Vergleichsbetrages nicht genutzt haben. Durch die Nichtannahme des in der Abmahnung vom Schutzrechtsinhaber unterbreiteten Erledigungsangebots haben Sie zu erkennen gegeben, dass Sie kein Interesse an einer gütlichen Einigung haben. Der Mahnbescheid dient nun der gerichtlichen Durchsetzung der Forderung. Das Mahnverfahren stellt dabei die schnellste und kostengünstigste Möglichkeit der gerichtlichen Durchsetzung dar. Es hat folglich sowohl für den Antragsteller, als auch für den Antragsgegner den Vorteil, dass die Angelegenheit ohne die in einem streitigen Klageverfahren entstehenden erheblichen Rechtsanwalts- und Verfahrenskosten (Prozessrisiko) beendet werden kann. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Verfahrenskosten im streitigen Klageverfahren im Vergleich zu den Kosten des Mahnverfahrens erheblich sind und grundsätzlich der unterliegenden Partei auferlegt werden.
Muss ich die Forderung aus dem Mahnbescheid bezahlen?
Ob Sie die Forderung erfüllen sollten, hängt davon ab, ob diese berechtigt ist oder nicht. Wenn Sie der Meinung sind, die Forderung sei nicht berechtigt und gegen den Mahnbescheid Widerspruch einlegen, wird das Verfahren als streitiges Klageverfahren fortgeführt. Dadurch entstehen weitere nicht unerhebliche Kosten. Das Prozessrisiko eines streitigen Klageverfahrens ist um das Vielfache höher, als das eines Mahnverfahrens. Sollte die Forderung berechtigt sein, ist dieses zusätzliche Kostenrisiko vermeidbar, wenn man die Chance nutzt, auf den Mahnbescheid hin die berechtigte Forderung zu erfüllen.
Welche Folgen hat es, gegen den Mahnbescheid Widerspruch oder Einspruch einzulegen?
Nach dem Einspruch folgt ein streitiges Gerichtsverfahren (Klageverfahren) vor dem zuständigen Zivilgericht. Hierbei kann ein über den im Mahnverfahren geforderter Betrag geltend gemacht werden, sofern es sich bei dem im Mahnverfahren geltend gemachten Betrag (zunächst) nur um den im Abmahnschreiben ursprünglich geltend gemachten pauschalen Einigungsbetrag handelt. Hinzu kommen dann sowohl zusätzliche Rechtsverfolgungskosten sowie Schadensersatz, als auch die Kosten des Mahnverfahrens und die Rechtsanwalts- und Gerichtskosten des streitigen Klageverfahrens selbst. Die Kosten eines Urheberrechtsstreits wegen der unerlaubten Verwertung urheberrechtlich geschützter Werke oder Tonaufnahmen sind von einer Privatrechtsschutzversicherung regelmäßig nicht abgedeckt.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/mahnbescheid-erhalten-infos-zum-mahnverfahren/feed/ 0 coming soon http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/testdownload/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/testdownload/#comments Tue, 22 Feb 2011 16:50:58 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=804 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/testdownload/feed/ 0 Einstweilige Verfügung in Sachen Boomgaarden, Geringas, Klimpel und Mason gegen Filesharer wegen Sarah Connor – Real Love http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/einstweilige-verfugung-in-sachen-boomgaarden-geringas-klimpel-und-mason-gegen-filesharer-wegen-sarah-connor-real-love/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/einstweilige-verfugung-in-sachen-boomgaarden-geringas-klimpel-und-mason-gegen-filesharer-wegen-sarah-connor-real-love/#comments Mon, 14 Feb 2011 15:52:05 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=916 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/einstweilige-verfugung-in-sachen-boomgaarden-geringas-klimpel-und-mason-gegen-filesharer-wegen-sarah-connor-real-love/feed/ 0 Schadensersatz bei Filesharing 300,- € pro Musiktitel http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/schadensersatz-bei-filesharing-300-e-pro-musiktitel/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/schadensersatz-bei-filesharing-300-e-pro-musiktitel/#comments Wed, 09 Feb 2011 09:18:59 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1197 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/schadensersatz-bei-filesharing-300-e-pro-musiktitel/feed/ 0 “Sommer unseres Lebens” – OLG Frankfurt bestätigt Haftung des Anschlussinhabers – Az. 11 U 52/07 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/sommer-unseres-lebens-olg-frankfurt-bestatigt-haftung-des-anschlussinhabers-11-u-5207/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/sommer-unseres-lebens-olg-frankfurt-bestatigt-haftung-des-anschlussinhabers-11-u-5207/#comments Fri, 04 Feb 2011 13:42:08 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=792
In seinem Urteil vom 21.12.2010 (Az. 11 U 52/07) hat das OLG Frankfurt am Main wie erwartet die Haftung des Anschlussinhabers für Rechtsverletzungen, die Dritte über dessen Anschluss begehen, bestätigt.
Siehe hierzu auch: Beitrag zum Urteil des BGH vom 12.5.2010 (“Sommer unseres Lebens”)
mitgeteilt von: Rechtsanwalt Christian Weber, Frankfurt am main, 4.2.2011, www.wesaveyourcopyrights.com
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/02/sommer-unseres-lebens-olg-frankfurt-bestatigt-haftung-des-anschlussinhabers-11-u-5207/feed/ 0 Vollstreckungsbescheid gegen abgemahnten Filesharer in Sachen “Evacuate The Dancefloor” (Cascada) http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/01/vollstreckungsbescheid-gegen-abgemahnten-filesharer-in-sachen-evacuate-the-dancefloor-cascada/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/01/vollstreckungsbescheid-gegen-abgemahnten-filesharer-in-sachen-evacuate-the-dancefloor-cascada/#comments Sat, 29 Jan 2011 14:52:19 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1191 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/01/vollstreckungsbescheid-gegen-abgemahnten-filesharer-in-sachen-evacuate-the-dancefloor-cascada/feed/ 0 dringender Handlungsbedarf: Europäische Kommission fordert stärkere Durchsetzung geistigen Eigentums http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/01/europaische-kommission-fordert-starkere-durchsetzung-geistigen-eigentums/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/01/europaische-kommission-fordert-starkere-durchsetzung-geistigen-eigentums/#comments Wed, 12 Jan 2011 12:17:27 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=785
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/01/europaische-kommission-fordert-starkere-durchsetzung-geistigen-eigentums/feed/ 0 Keine “unerhebliche Rechtsverletzung” i.S.d. § 97a Abs.2 UrhG bei Filesharing http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/01/keine-unerhebliche-rechtsverletzung-i-s-d-%c2%a7-97a-abs-2-urhg-bei-filesharing/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/01/keine-unerhebliche-rechtsverletzung-i-s-d-%c2%a7-97a-abs-2-urhg-bei-filesharing/#comments Mon, 10 Jan 2011 08:33:43 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=994 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/01/keine-unerhebliche-rechtsverletzung-i-s-d-%c2%a7-97a-abs-2-urhg-bei-filesharing/feed/ 0 Einstweilige Verfügung der Styleheads Gesellschaft für Entertainment mbH gegen Filesharer wegen Culcha Candela – Move it http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/01/einstweilige-verfugung-der-styleheads-gesellschaft-fur-entertainment-mbh-gegen-filesharer-wegen-culcha-candela-move-it/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/01/einstweilige-verfugung-der-styleheads-gesellschaft-fur-entertainment-mbh-gegen-filesharer-wegen-culcha-candela-move-it/#comments Mon, 03 Jan 2011 14:55:40 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=902 http://www.urheberrechtsinfo.org/2011/01/einstweilige-verfugung-der-styleheads-gesellschaft-fur-entertainment-mbh-gegen-filesharer-wegen-culcha-candela-move-it/feed/ 0 Einstweilige Verfügung erhalten? Infos zur einstweiligen Verfügung http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/12/einstweilige-verfugung/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/12/einstweilige-verfugung/#comments Thu, 30 Dec 2010 15:12:50 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=781
Eine einstweilige Verfügung dient der gerichtlichen Durchsetzung von Unterlassungsansprüchen im Wege des Eilrechtsschutzes. Sie ist daher das Mittel der Wahl, wenn Ansprüche gerichtlich schnell und effizient durchgesetzt werden sollen, da z.B. ein Rechtsverstoß noch andauert oder dessen Wiederholung droht.
Warum wurde gegen mich eine einstweilige Verfügung erwirkt?
Im Bereich der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen in Filesharingnetzwerken greifen viele Rechteinhaber immer häufiger zum Mittel der einstweiligen Verfügung, wenn ein außergerichtlicher Einigungsversuch gescheitert ist bzw. eine außergerichtliche Einigung nicht aussichtsreich erscheint. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn ein Rechtsverletzer auf eine Abmahnung hin nicht reagiert oder den Unterlassungsanspruch nicht ausräumt.
Derjenige, der eine Abmahnung wegen illegalen Filesharings erhält und die darin gesetzten Fristen fruchtlos verstreichen lässt, macht die gerichtliche Durchsetzung der Ansprüche des Schutzrechtsinhabers erforderlich. Im Rahmen des einstweiligen Verfügungsverfahrens wird der Rechtsverstoß glaubhaft gemacht und dem Unterlassungsschuldner, also dem Rechtsverletzer durch Gerichtsbeschluss untersagt, das betreffende Werk öffentlich zugänglich zu machen.
Warum entstehen mir durch eine einstweilige Verfügung so hohe Kosten?
Die Kosten des einstweiligen Verfügungsverfahrens werden vom Gericht regelmäßig dem unterliegenden auferlegt. Dem Rechtsverletzer entstehen durch die gerichtliche Durchsetzung also erhebliche Rechtsanwalts- und Gerichtskosten. Diese übersteigen in der Regel den im Rahmen der Abmahnung angebotenen pauschalen Abgeltungsbetrag um das Vielfache. Bei Zugrundelöegung üblicher Streitwerte in Urheberrechtssachen (Streitwerte von 10.000,- bis 50.000,- € bei Musik und Filmen) beträgt das Prozessrisiko je nach Ausmaß und Schwere der Rechtsgutsverletztung mehrere tausend Euro.
Kann gegen mich auch eine einstweilige Verfügung erlassen werden, wenn ich vorher eine modifizierte Unterlassungserklärung abgegeben habe?
Sog. modifizierte Unterlassungserklärungen (mod. UE) erfüllen oftmals nicht die Anforderungen, um den Verletzten ausreichend abzusichern. Es kann daher sein, dass aufgrund einer unzureichenden mod. UE eine gerichtliche Durchsetzung mittels einstweiliger Verfügung trotz Abgabe einer Unterlassungserklärung drohen.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/12/einstweilige-verfugung/feed/ 0 Wie berechnet sich der Schadensersatz (Lizenzanalogie)? http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/12/wie-berechnet-sich-der-schadensersatz-lizenzanalogie/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/12/wie-berechnet-sich-der-schadensersatz-lizenzanalogie/#comments Thu, 16 Dec 2010 13:27:50 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=762
Die Höhe des Schadensersatzanspruches berechnet sich gem. § 97 Abs. 2 S. 3 UrhG auf der Grundlage dessen, was der Verletzer zu zahlen hätte, wenn einen branchenüblichen Lizenzvertrag vereinbart hätte, da er nicht besser gestellt werden darf als ein ordnungsgemäßer Lizenznehmer (vgl. BGH, Urteil vom 22.03.1990, I ZR 59/88 = GRUR 1990, 1008 – Lizenzanalogie; BGH Urteil vom 17.06.1992, I ZR 107/90 = GRUR 1993, 55 – Tchibo/Rolex II). Dabei ist unabhängig vom Umfang der tatsächlichen Nutzung ein Lizenzvertrag der im Verkehr üblichen Art zu Grunde zu legen (BGH 16.11.1989 l ZR 15/88 = GRUR 1990, 353 – Raubkopien). Insoweit kommt es auf die Fragen, wie lange die Datei öffentlich zugänglich gemacht wurde und wie viele Downloads tatsächlich stattgefunden haben gar nicht an. Schadensmindernd kann nämlich nicht eingewendet werden, dass sich die Nutzung nur über einen kurzen Zeitraum erstreckt habe oder es nur zu einer geringen Zahl von Zugriffen gekommen sei (LG München I, Urteil vom 15. 11. 2006 – 21 O 506/06). Andernfalls wäre der Rechtsverletzer gegenüber dem redlichen Lizenznehmer besser gestellt.
Es kommt auch nicht darauf an, ob dem Verletzten durch die unberechtigte Nutzungshandlung ein Gewinn entgangen ist. Bei der Berechnung des Schadensersatzes spielt es außerdem keine Rolle, ob der Verletzer ohne Verletzung um eine solche Lizenz überhaupt nachgesucht hätte, denn der Verletzer schöpft immer eine Marktnachfrage ab, die der Verletzte selbst oder im Wege der Lizenzerteilung hätte abschöpfen können (Dreier in: Dreier/Schulze, UrhG, 3. Auflage 2008, § 97 Rn. 61). Der Verletzer muss sich daran festhalten lassen, dass er das fremde Schutzrecht in Anspruch genommen hat. Unerheblich ist, ob der Verletzte oder der Verletzer bereit gewesen wäre, einen Lizenzvertrag abzuschließen, ob der Verletzte in der Lage gewesen wäre, anderweitig eine angemessene Lizenzgebühr zu erzielen, ob und ggf. welchen Gewinn oder gar Verlust der Verletzer bei der rechtswidrigen Benutzung gemacht hat (Wild in: Schricker/Loewenheim, Urheberrecht, 4. Auflage 2010, § 97 Rn. 152).
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/12/wie-berechnet-sich-der-schadensersatz-lizenzanalogie/feed/ 0 Einstweilige Verfügung trotz mod. UE: Styleheads setzen Unterlassungsanspruch bezüglich “Culcha Candela – Move it” gegen Filesharer erfolgreich gerichtlich durch http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/einstweilige-verfugung-trotz-mod-ue-in-sachen-styleheads-gesellschaft-fur-entertainment-mbh-filesharer/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/einstweilige-verfugung-trotz-mod-ue-in-sachen-styleheads-gesellschaft-fur-entertainment-mbh-filesharer/#comments Fri, 26 Nov 2010 15:59:02 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=927 http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/einstweilige-verfugung-trotz-mod-ue-in-sachen-styleheads-gesellschaft-fur-entertainment-mbh-filesharer/feed/ 0 Schadensersatz bei Filesharing 300,- € pro Song (Urteil d. LG Düsseldorf v. 24.11.2010, Az. 12 O 521/09) http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/lg-dusseldorf-bestatigt-schadensersatzanspruch-des-rechteinhabers-gegenuber-filesharer/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/lg-dusseldorf-bestatigt-schadensersatzanspruch-des-rechteinhabers-gegenuber-filesharer/#comments Wed, 24 Nov 2010 14:58:37 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=959 http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/lg-dusseldorf-bestatigt-schadensersatzanspruch-des-rechteinhabers-gegenuber-filesharer/feed/ 0 Bestreiten der Aktivlegitimation ins Blaue hinein unzulässig http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/bestreiten-der-aktivlegitimation-ins-blaue-hinein-unzulassig/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/bestreiten-der-aktivlegitimation-ins-blaue-hinein-unzulassig/#comments Wed, 24 Nov 2010 12:14:04 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=997 http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/bestreiten-der-aktivlegitimation-ins-blaue-hinein-unzulassig/feed/ 0 Vollstreckungsbescheid gegen abgemahnten Filesharer in Sachen “Schöne Neue Welt” (David Vogt) http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/vollstreckungsbescheid-gegen-abgemahnten-filesharer-in-sachen-schone-neue-welt-david-vogt/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/vollstreckungsbescheid-gegen-abgemahnten-filesharer-in-sachen-schone-neue-welt-david-vogt/#comments Thu, 18 Nov 2010 14:46:01 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1183 http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/vollstreckungsbescheid-gegen-abgemahnten-filesharer-in-sachen-schone-neue-welt-david-vogt/feed/ 0 Ich habe gehört, dass ich wegen § 97 a Abs. 2 UrhG bei einer Filesharing-Abmahnung nur 100,- Euro bezahlen muss – stimmt das? http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/ich-habe-gehort-dass-ich-nur-100-euro-bezahlen-muss-stimmt-das/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/ich-habe-gehort-dass-ich-nur-100-euro-bezahlen-muss-stimmt-das/#comments Thu, 11 Nov 2010 10:32:32 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=753
Nein, zunächst ist klarzustellen, dass § 97a Abs. 2 UrhG sich nur auf die Begrenzung der erstattungsfähigen Rechtsanwaltskosten bezieht, nicht auf die Abmahnkosten insgesamt, welche sich aus verschiedenen Beträgen (RA-Kosten, Schadensersatz/Lizenzschaden sowie Ermittlungs- und Auskunftskosten) zusammensetzen. Außerdem ist § 97a Abs. 2 UrhG nur in Ausnahmefällen (Bagatellverstößen) anwendbar, in denen es sich um
1. die erste Abmahnung
2. in einem einfach gelagerten Fall
3. mit nur unerheblicher Rechtsverletzung
handelt. Selbst bei einer Anwendbarkeit von § 97a Abs. 2 UrhG wären nur die RA-Kosten auf 100,- € begrenzt. Darüber hinausgehende Kosten (z.B. Erstattung des Lizenzschadens, Ermittlungskosten) sind voll erstattungsfähig. Bisher ist die Anwendbarkeit des § 97a Abs. 2 UrhG auf Filesharingfälle noch nicht höchstrichterlich geklärt (vgl. OLG Köln, Beschluss v. 24.3.2011, 6 W 42-11).
Die oben genannten vier Voraussetzungen des § 97a Abs. 2 UrhG sind in Filesharing-Fällen aber nicht erfüllt, so dass eine Deckelung der Rechtsanwaltskosten für die Abmahnung nicht in Betracht kommt. Die vom Gesetz erfassten Ausnahmefälle sind nach dem Willen des Gesetzgebers nur z.B. bei der Verwendung eines Produktfotos im Rahmen einer privaten Ebay-Auktion oder bei der Ablichtung eines Liedtextes auf einer privaten Homepage gegeben. Das Anbieten von Werken in Filesharingnetzwerken innerhalb der marktrelevanten Verkaufsphase stellt hingegen eine Rechtsverletzung von gewerblichem Ausmaß dar und fällt nicht darunter. Das Anbieten von Musikwerken in einem weltweiten Tauschbörsennetzwerk stellt gerade keinen Bagatellverstoß dar, sondern ist einer der denkbar weitestgehenden Schutzrechtseingriffe, die überhaupt denkbar sind. Durch die lawinenartige weltweite Verbreitung in Tauschbörsen wird in die dem Rechteinhaber vorbehaltene Werkverwertung derart gravierend eingegriffen, dass eine anderweitige, legale Werkverwertung obsolet wird.
Die Instanzgerichte haben bisher eine Anwendbarkeit des § 97a Abs. 2 UrhG auf Filesharingfälle – auch wenn es sich lediglich um ein einziges Musikstück handelte – mit der Begründung verneint, dass das weltweite öffentliche Anbieten eines Musikstücks in einem P-2-P-Netzwerk grundsätzlich einen gravierenden Schutzrechtseingriff darstellt und damit eine besonders schwere Rechtsverletzung gegeben ist (vgl. LG Köln, Urteile vom 11.05.2011, 28 O 763/10 sowie vom 23.3.2011, 28 O 611/10 sowie vom 21.4.2010, 28 O 596/09; LG Magdeburg, Urteil vom 11.05.2011, 7 O 1337/10; LG Berlin vom 3.3.2011, 16 O 433/10; AG München, 11.11.2009, Az. 142 C 14130/09; AG Frankfurt am Main, 26.10.2009, Az. 31 C 1685/09 – 23; AG Hamburg, Urteil vom 07.06.2011, Az. 36a C 71/11).
Bei einer Haftung als Störer ist nach einer Literaturansicht § 97a Abs. 2 UrhG nicht anwendbar, da sich die Vorschrift nur auf Rechtsverletzer bezieht.
Siehe hierzu auch unseren Beitrag “Wie wirkt sich der neue § 97a Abs. 2 UrhG auf die Höhe der Abmahnkosten aus?” sowie das Urteil des LG Köln vom 23.3.2011 (Az. 28 O 611/10) sowie die Entscheidung des LG Berlin vom 3.3.2011 (Az. 16 O 433/10) sowie den Beschluss des LG Köln vom 10.1.2011 (Az. 28 O 421/10)
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/ich-habe-gehort-dass-ich-nur-100-euro-bezahlen-muss-stimmt-das/feed/ 0 A digital world of opportunities – Forum d’Avignon – Les rencontres internationales de la culture, de l’économie et des médias Avignon http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/a-digital-world-of-opportunities-forum-davignon-les-rencontres-internationales-de-la-culture-de-l%e2%80%99economie-et-des-medias-avignon/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/a-digital-world-of-opportunities-forum-davignon-les-rencontres-internationales-de-la-culture-de-l%e2%80%99economie-et-des-medias-avignon/#comments Tue, 09 Nov 2010 08:57:24 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=743
“Copyright exists to ensure that artists will continue to create. Yet we see more and more often that it is not respected.”
Speech of Neelie Kroes European Commission Vice-President for the Digital Agenda
“A digital world of opportunities” Forum d’Avignon – Les rencontres internationales de la culture, de l’économie et des médias Avignon, 5th November 2010
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/a-digital-world-of-opportunities-forum-davignon-les-rencontres-internationales-de-la-culture-de-l%e2%80%99economie-et-des-medias-avignon/feed/ 1 OLG Hamburg bestätigt tatsächliche Vermutung hinsichtlich der Täterschaft des Anschlussinhabers (Az. 5 W 126/10 v 3.11.2010) http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/olg-hamburg-bestatigt-tatsachliche-vermutung-hinsichtlich-der-taterschaft-des-anschlussinhabers-az-5-w-12610-v-3-11-2010/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/olg-hamburg-bestatigt-tatsachliche-vermutung-hinsichtlich-der-taterschaft-des-anschlussinhabers-az-5-w-12610-v-3-11-2010/#comments Wed, 03 Nov 2010 13:27:39 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1357 http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/11/olg-hamburg-bestatigt-tatsachliche-vermutung-hinsichtlich-der-taterschaft-des-anschlussinhabers-az-5-w-12610-v-3-11-2010/feed/ 0 LG Hamburg: Streitwert von 10.000,- € bei Filesharing von Musik angemessen http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/lg-hamburg-streitwert-von-10-000-e-bei-filesharing-von-musik-angemessen/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/lg-hamburg-streitwert-von-10-000-e-bei-filesharing-von-musik-angemessen/#comments Fri, 29 Oct 2010 13:44:42 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1273 http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/lg-hamburg-streitwert-von-10-000-e-bei-filesharing-von-musik-angemessen/feed/ 0 BGH: Originalvollmacht bei Abmahnung nicht erforderlich http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/bgh-entscheidet-uber-vollmachtsnachweis-abmahnung-mangels-originalvollmacht-zuruckweisbar-gem-%c2%a7-174-bgb/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/bgh-entscheidet-uber-vollmachtsnachweis-abmahnung-mangels-originalvollmacht-zuruckweisbar-gem-%c2%a7-174-bgb/#comments Wed, 27 Oct 2010 10:18:40 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=725
Abmahnung ohne Originalvollmacht nicht zurückweisbar gem. § 174 BGB:
In dem Verfahren ging es um eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung. Der BGH hat hierzu nun entschieden, dass eine Abmahnung wegen fehlender Originalvollmacht jedenfalls dann nicht gemäß § 174 Satz 1 BGB zurückgewiesen werden kann, wenn die Abmahnung mit einem Angebot zum Abschluss eines Unterwerfungsvertrages verbunden ist. Letzteres ist der Regelfall. Die Entscheidung klärt damit eine lange umstrittene Frage (andere Auffassung bislang: OLG Düsseldorf). Die Entscheidung lässt sich dem Grundsatz nach auch auf andere Abmahnungen (z.B. im Marken- und Urheberrecht) übertragen.
Die Vorschrift des § 174 Satz 1 BGB ist auf eine Abmahnung weder direkt noch analog anwendbar, wenn die Abmahnung mit einem Angebot zum Abschluss eines Unterwerfungsvertrages verbunden ist.
Link zur Entscheidung I ZR 140/08
Rechtsanwalt Christian Weber, 27.10.2010 www.wesaveyourcopyrights.com
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/bgh-entscheidet-uber-vollmachtsnachweis-abmahnung-mangels-originalvollmacht-zuruckweisbar-gem-%c2%a7-174-bgb/feed/ 0 Bedarf es im Rahmen einer Abmahnung der Vorlage einer Originalvollmacht? http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/bedarf-es-im-rahmen-einer-abmahnung-der-vorlage-einer-originalvollmacht/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/bedarf-es-im-rahmen-einer-abmahnung-der-vorlage-einer-originalvollmacht/#comments Wed, 27 Oct 2010 10:05:19 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=722
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/bedarf-es-im-rahmen-einer-abmahnung-der-vorlage-einer-originalvollmacht/feed/ 0 Drittunterwerfung im Urheberrecht (Kein Wegfall der Wiederholungsgefahr) http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/drittunterwerfung-im-urheberrecht-kein-wegfall-der-wiederholungsgefahr/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/drittunterwerfung-im-urheberrecht-kein-wegfall-der-wiederholungsgefahr/#comments Fri, 15 Oct 2010 09:46:18 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=711
Eine wirksame Drittunterwerfung, die die Wiederholungsgefahr beseitigt, kommt im Urheberrecht nur in dem Ausnahmefall in Betracht, dass es sich um eine Unterwerfung innerhalb einer Lizenzkette bezüglich des selben Werkes handelt (vgl. Urteil des LG Düsseldorf v. 29.09.2010, Az. 12 O 51/10). Daher ist es insbesondere nicht ausreichend, sich bei der Inanspruchnahme wegen des illegalen Uploads einer mehrere Werke umfassenden Datei lediglich gegenüber einem Rechteinhaber zu unterwerfen.
Siehe hierzu auch unseren Blog.
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/drittunterwerfung-im-urheberrecht-kein-wegfall-der-wiederholungsgefahr/feed/ 0 OLG Köln: zur Höhe des Schadensersatzanspruchs nach Lizenzanalogie bei Filesharing (6 U 31/10) http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/olg-koln-zur-hohe-des-schadensersatzanspruchs-nach-lizenzanalogie-bei-filesharing-6-u-3110/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/olg-koln-zur-hohe-des-schadensersatzanspruchs-nach-lizenzanalogie-bei-filesharing-6-u-3110/#comments Fri, 15 Oct 2010 08:19:52 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=694
Das OLG Köln hat mit Urteil vom 23.7.2010 (Az. 6 U 31/10) die vorinstanzliche Entscheidung des LG Köln vom 13.1.2010 (Az. 28 O 603/09) bestätigt, wonach der Klägerin als Inhaberin der Rechte an einer Software, die einen Verkaufspreis zwischen 1.250,- und 4.000,- € hat, ein Schadensersatzanspruch nach den Grundsätzen der Lizenzanalogie zusteht, der die Höhe des Kaufpreises der Software deutlich übersteigt. Die Höhe der fiktiven Lizenzgebühr bemisst sich danach wegen der nicht kontrollierbaren Zahl möglicher Tauschbörsenteilnehmer anhand des Vielfachen einer Einzellizenz. Der als Mindestschaden geltend gemachte Schadensersatzanspruch in Höhe von 5.001,- € begegnete daher bei den Richtern keinerlei Bedenken.
Zur Höhe des Schadensersatzanspruches und zur Lizenzanalogie siehe auch unsere FAQ.
Siehe hierzu auch den Blog der Kanzlei Nümann+Lang sowie den Blog der Kanzlei Dr. Damm und Partner.
mitgeteilt von: Rechtsanwalt Christian Weber, Frankfurt am Main, 15.10.2010, www.wesaveyourcopyrights.com
]]> http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/olg-koln-zur-hohe-des-schadensersatzanspruchs-nach-lizenzanalogie-bei-filesharing-6-u-3110/feed/ 0 Vollstreckungsbescheid gegen abgemahnten Filesharer in Sachen “Schöne Neue Welt” (David Vogt) http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/vollstreckungsbescheid-gegen-filesharer-in-sachen-schone-neue-welt-david-vogt/ http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/vollstreckungsbescheid-gegen-filesharer-in-sachen-schone-neue-welt-david-vogt/#comments Thu, 14 Oct 2010 14:37:07 +0000 cweber http://wesaveyourcopyrights.org/urheberrechtsinfo/?p=1176 http://www.urheberrechtsinfo.org/2010/10/vollstreckungsbescheid-gegen-filesharer-in-sachen-schone-neue-welt-david-vogt/feed/ 0