Source: https://www.apf.gv.at/de/informationen-fuer-unternehmen-schiff-apf.html
Timestamp: 2019-12-13 00:28:11
Document Index: 93154155

Matched Legal Cases: ['§ 19', 'Art. 23', 'Art. 25', '§71', 'Art. 2', '§71', '§ 71']

Informationen für Schiffsunternehmen - apf
Schifffahrtsunternehmen sowie Hafen- und Terminalbetreiber sind gemäß§ 19 AStG und Art. 23 Abs.3 der Verordnung (EU) Nr. 1177/2010 verpflichtet, Fahrgäste über ihre Rechte zu informieren und dabei auch auf die apf hinzuweisen.
Passagiere, die mit der Entscheidung des Schifffahrtunternehmens nicht einverstanden sind, können sich an die apf wenden. Als kostenlose und unabhängige Schlichtungsstelle sorgt sie im Streitfall für rasche und verbindliche Lösungen und Entschädigungen (z. B. bei Verspätungen, Annullierungen). Damit gewährleistet ist, dass alle notwendigen Unterlagen vorliegen, reichen Sie Ihre Beschwerde bitte mittels Online-Beschwerdeformular ein. Sollte die elektronische Übermittlung für Sie nicht möglich sein senden Sie die Unterlagen per Post an: Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte, Bereich Schiff, Linke Wienzeile 4/1/6, 1060 Wien.
Verfahrensparteien für den Verkehrsträger Schiff
Beschwerdeführende können gemäß Art. 25 der Verordnung (EU) Nr. 1177/2010 in Verbindung mit §§71a und 87a SchFG Nutzer und Nutzerinnen von Häfen und Terminals sowie Fahrgäste von Schifffahrtsunternehmen sein, sofern die Beschwerde eine Verletzung ihrer Rechte aus der zitierten Verordnung betrifft.
Beschwerdegegnerin oder Beschwerdegegner können gemäß Art. 2 und 25 der Verordnung (EU) Nr. 1177/2010 in Verbindung mit §§71a und 87a SchFG Betreiber von Häfen und Terminals in Österreich sowie Schifffahrtsunternehmen sein, deren Sitz in Österreich ist und/oder die Liniendienste mit Fahrgastschiffen oder Kreuzfahrten mit Abfahrts- oder Ankunftsort in Österreich betreiben.
Beschwerdegegenstand für den Verkehrsträger Schiff
Gegenstand einer Beschwerde gemäß §§ 71a und 87a SchFG an die APF können Beschwerdefälle sein, welche die Beförderung von Fahrgästen bzw. die Entschädigung für beschädigte oder verlorene Mobilitätshilfen oder vergleichbare spezielle Ausrüstungen betreffen und behauptete Verstöße gegen anzuwendende Bestimmungen der Verordnung (EU) Nr. 1177/2010 zur Grundlage haben. Darunter fallen alle Beschwerden betreffend Rechte aus dieser Verordnung, beispielsweise wegen Verspätungsentschädigungen, Fahrpreiserstattungen oder Hilfeleistungen wie Taxi- oder Hotelkosten aufgrund von Verspätungen oder Annullierungen.
Auf der Basis der beiderseitigen Vorbringen sowie allfälliger eingeholter Gutachten nimmt die apf eine Beurteilung des Falles in rechtlicher (z. B. Verordnung (EU) Nr. 1177/2010, SchFG, Konsumentenschutzgesetz (KSchG), Allgemeines bürgerliches Gesetzbuch (ABGB), Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)) und tatsächlicher (z. B. Billigkeitserwägungen) Hinsicht vor. Aufgrund dieser Beurteilung erarbeitet die apf – bevorzugt in Zusammenarbeit mit den Verfahrensparteien – einen Lösungsvorschlag.