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Timestamp: 2020-02-18 00:15:10
Document Index: 47094439

Matched Legal Cases: ['Art 33', 'Art 33', '§ 18', '§ 5', 'Art 6', 'Art 33', 'Art. 33', '§ 10', 'Art. 6', 'EuG', 'Art. 21', 'EuG', '§ 10', 'Art. 6', 'EuG', 'Art. 21', 'EuG', 'Art. 33', '§ 52', 'Art. 33', 'Art. 12', '§ 14', '§ 37']

Rechtsprechung: 2 BvR 1322/12 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerfG, 01.12.2015
https://dejure.org/2015,11706
BVerfG, 21.04.2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 (https://dejure.org/2015,11706)
BVerfG, Entscheidung vom 21.04.2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 (https://dejure.org/2015,11706)
BVerfG, Entscheidung vom 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 (https://dejure.org/2015,11706)
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Art 33 Abs 2 GG, Art 33 Abs 5 GG, § 18 Abs 1 Nr 2 BVerfGG, § 5 Abs 1 BG NW, Art 6 Abs 1 S 1 EGRL 78/2000
Zur verfassungsrechtlichen Rechtfertigung von Höchstaltersgrenzen für die Verbeamtung durch das Lebenszeitprinzip und das Alimentationsprinzip - Nordrhein-westfälische Vorschriften zum Einstellungshöchstalter im öffentlichen Dienst mit Art 33 Abs 2 GG unvereinbar, da ...
Anforderungen an die Einführung von Einstellungshöchstaltersgrenzen im Öffentlichen Dienst
Höchstaltersgrenzen für Verbeamtung in Nordrhein-Westfalen verfassungswidrig
NVwZ 2015, 1279
Wie bei der Einschätzung, welche rechtlichen Grundlagen für die Vorgabe von Einstellungshöchstaltersgrenzen erforderlich sind, stellt sich auch im Hinblick auf die Reglementierung des zulässigen Ausmaßes von Tätowierungen bei Beamten die Frage der Wesentlichkeit und damit der Ermächtigungsgrundlage unter dem zwischenzeitlich aktualisierten verfassungsrechtlichen Blickwinkel anders dar als noch vor einigen Jahren (BVerfG, Beschluss vom 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12 u.a. - BVerfGE 139, 19 Rn. 57).
2015 hat das Bundesverfassungsgericht den Parlamentsvorbehalt im Anwendungsbereich des Art. 33 Abs. 2 GG weiter hervorgehoben und eine hinreichend bestimmte Entscheidung des Parlamentsgesetzgebers selbst verlangt (BVerfG, Beschluss vom 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12 u.a. - BVerfGE 139, 19 Rn. 52 ff.).
Dies gilt insbesondere für Regelungen mit statusbildendem oder statusberührenden Charakter, durch die Bedingungen der Einstellung oder Entlassung normiert werden (BVerfG, Beschluss vom 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12 u.a. - BVerfGE 139, 19 Rn. 69).
Auch im Falle der Verordnungsermächtigung muss dabei schon aus der parlamentarischen Leitentscheidung der Ermächtigung erkennbar und vorhersehbar sein, was dem Bürger gegenüber zulässig sein soll (BVerfG, Beschluss vom 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12 u.a. - BVerfGE 139, 19 Rn. 55).
Die Einschränkung von Tätowierungen für Beamte hängt vielmehr von gesellschaftspolitischen Fragestellungen ab, die "in öffentlicher Debatte zu klären" sind (BVerfG, Beschluss vom 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12 u.a. - BVerfGE 139, 19 Rn. 53).
vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 16. Dezember 2015 - 2 BvR 1958/13 -, BVerfGE 141, 56 = juris, Rn. 31, und vom 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 -, BVerfGE 139, 19 = juris, Rn. 76; OVG NRW, Beschluss vom 21. Februar 2017 - 6 B 1109/16 -, a.a.O., Rn. 14.
- 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 -, a.a.O., Rn. 52, mit weiteren Nachweisen.
- 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 -, a.a.O., Rn. 53, mit weiteren Nachweisen.
- 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 -, a.a.O., Rn. 57, mit weiteren Nachweisen.
- 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 -, a.a.O., Rn. 59 f.
(1) § 10 AGG dient der Umsetzung von Art. 6 der Richtlinie 2000/78/EG in das nationale Recht (dazu auch BAG 18. März 2014 - 3 AZR 69/12 - Rn. 21, BAGE 147, 279) , wobei die Richtlinie ihrerseits das primärrechtliche Verbot der Diskriminierung wegen des Alters als allgemeiner Grundsatz des Unionsrechts (EuGH 22. November 2005 - C-144/04 - [Mangold] Rn. 75, Slg. 2005, I-9981; BVerfG 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 - Rn. 63, BVerfGE 139, 19) sowie das in Art. 21 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verankerte Verbot der Diskriminierung wegen des Alters konkretisiert (EuGH 13. September 2011 - C-447/09 - [Prigge ua.] Rn. 38, Slg. 2011, I-8003; BVerfG 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 - aaO) .
Eines parlamentarischen Gesetzes bedurfte die Normierung der Schutzhelmpflicht auch nicht im Hinblick auf die sog. Wesentlichkeitstheorie des Bundesverfassungsgerichts, der zufolge Rechtsstaatsprinzip und Demokratiegebot den Gesetzgeber verpflichten, die für die Grundrechtsverwirklichung maßgeblichen Regelungen im Wesentlichen selbst zu treffen und diese nicht dem Handeln und der Entscheidungsmacht der Exekutive zu überlassen (vgl. im Einzelnen BVerfG, Beschluss vom 21.04.2015 - 2 BvR 1322/12 - BVerfGE 139, 19, Rn. 52 ff. m. w. N.).
vgl. BVerfG, Beschluss vom 21. April 2015, a.a.O..
Geboten ist ein Verfahren, das sich durch Transparenz auszeichnet und das die Beteiligung der parlamentarischen Opposition gewährleistet (vgl. BVerfGE 139, 19 ).
"Wesentlich" bedeutet danach zum einen "wesentlich für die Verwirklichung der Grundrechte" (vgl. BVerfGE 47, 46 ; 98, 218 ; 139, 19 ).
Die Tatsache, dass eine Frage politisch umstritten ist, führt für sich genommen allerdings noch nicht dazu, dass die entsprechende Regelung auch als "wesentlich" verstanden werden müsste (vgl. BVerfGE 49, 89 ; 98, 218 ; 139, 19 ).
197 cc) Das Grundgesetz kennt allerdings keinen Gewaltenmonismus in Form eines umfassenden Parlamentsvorbehalts (vgl. BVerfGE 68, 1 ; 98, 218 ; 139, 19 ).
Er hat also die Befugnis, die Ungültigkeit einer untergesetzlichen Norm, insbesondere einer Rechtsverordnung, festzustellen und sie bei seiner Entscheidung unbeachtet zu lassen (st. Rspr.; vgl. etwa BVerfGE 18, 52, 59; 68, 319, 325 f.; BVerfG, Beschluss vom 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12, juris Rn. 93).
Danach darf eine Ermächtigung nicht so unbestimmt sein, dass nicht mehr vorausgesehen werden kann, in welchen Fällen und mit welcher Tendenz von ihr Gebrauch gemacht werden wird und welchen Inhalt die aufgrund der Ermächtigung erlassenen Verordnungen haben können (BVerfG, Beschluss vom 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12, juris Rn. 55 mwN).
aa) § 10 AGG dient der Umsetzung von Art. 6 der Richtlinie 2000/78/EG in das nationale Recht (dazu auch BAG 18. März 2014 - 3 AZR 69/12 - Rn. 21, BAGE 147, 279) , wobei die Richtlinie ihrerseits das primärrechtliche Verbot der Diskriminierung wegen des Alters als allgemeiner Grundsatz des Unionsrechts (EuGH 22. November 2005 - C-144/04 - [Mangold] Rn. 75, Slg. 2005, I-9981; BVerfG 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 - Rn. 63, BVerfGE 139, 19) sowie das in Art. 21 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verankerte Verbot der Diskriminierung wegen des Alters konkretisiert (EuGH 13. September 2011 - C-447/09 - [Prigge ua.] Rn. 38, Slg. 2011, I-8003; BVerfG 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 - aaO) .
Das Bundesverfassungsgericht hat mit Beschluss vom 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 - (BVerfGE 139, 19) festgestellt, dass das Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen vom 10. November 2010 den Kläger in seinem Recht aus Art. 33 Abs. 2 GG verletzt.
Das Bundesverfassungsgericht hat die frühere landesrechtliche Regelung des Beklagten, welche in § 52 Abs. 1 LVO NRW eine allgemeine Einstellungshöchstaltersgrenze von 40 Jahren vorsah, für mit dem Grundgesetz unvereinbar erklärt, weil eine für die Grundrechte aus Art. 33 Abs. 2 und Art. 12 Abs. 1 GG derartig wesentliche Regelung nicht durch Verordnung getroffen werden könne (Beschluss vom 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 - BVerfGE 139, 19 Rn. 52 ff.).
Das Erfordernis einer ausgewogenen Altersstruktur ist hingegen zur Rechtfertigung von Einstellungshöchstaltersgrenzen weitgehend ungeeignet, weil sich die Altersstruktur im Wesentlichen aus den im Haushalt vorgesehenen Stellen ableiten lässt (BVerfG, Beschluss vom 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 - BVerfGE 139, 19 Rn. 74 ff.).
Das Bundesverfassungsgericht hat insoweit ausgeführt, dass eine Erklärung nur der Unvereinbarkeit insbesondere dann geboten ist, wenn der Gesetzgeber - wie hier - verschiedene Möglichkeiten hat, den Verfassungsverstoß zu beseitigen; sie sei u.a. dann sachgerecht, wenn es an einer hinreichenden Ermächtigungsgrundlage für die Normierung von Höchstaltersgrenzen fehle (BVerfG, Beschluss vom 21. April 2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 - BVerfGE 139, 19 Rn. 92 f.).
OVG Sachsen, 22.06.2017 - 2 B 80/17
Beamter, Laufbahngruppe, Aufstieg, Zulassung, Wesentlichkeitstheorie
OVG Sachsen, 26.09.2016 - 2 B 220/16
Zulassung zum Auswahlverfahren; Polizeivollzugsdienst; Höchstaltersgrenze
VGH Baden-Württemberg, 13.11.2019 - 4 S 2408/19
Beförderung; Konkurrentenstreit; Beförderung; Konkurrentenstreit; Altersteilzeit; …
Revisionszulassung; Einstellungshöchstaltersgrenzen im Öffentlichen Dienst
BVerwG, 12.04.2017 - 2 C 29.16
BVerwG, 12.04.2017 - 2 C 3.17
BVerwG, 12.04.2017 - 2 C 9.17
BVerwG, 12.04.2017 - 2 C 48.16
BVerwG, 12.04.2017 - 2 C 47.16
BVerwG, 12.04.2017 - 2 C 2.17
OVG Nordrhein-Westfalen, 08.10.2015 - 6 E 904/15
Beschwerde eines angestellten Lehrers gegen die Aussetzung eines Verfahrens; …
BVerwG, 26.10.2016 - 1 WDS-VR 6.16
Offizieranwärter; Teilnahme am Offizierlehrgang; Aufhebung der Versetzung; …
VG Düsseldorf, 25.08.2015 - 2 K 7365/14
VG Düsseldorf, 16.09.2015 - 2 K 2376/15
VG Düsseldorf, 25.08.2015 - 2 K 7972/14
VG Düsseldorf, 29.01.2016 - 2 K 5893/15
VG Köln, 03.08.2016 - 19 L 1554/16
Anspruch auf Zulassung zur Förderphase vor dem Studium zum höheren …
VG Berlin, 26.08.2019 - 5 L 254.19
VG Köln, 30.04.2018 - 19 L 359/18
VG Köln, 18.04.2018 - 19 L 4864/17
VG Köln, 13.04.2016 - 19 L 627/16
Anspruch eines Polizeibeamten auf Zulassung zum zweiten Abschnitt des …
VG Düsseldorf, 25.08.2015 - 2 K 3337/14
VG Düsseldorf, 23.12.2015 - 2 K 8358/14
BVerfG, 01.12.2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12
https://dejure.org/2015,47163
BVerfG, 01.12.2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 (https://dejure.org/2015,47163)
BVerfG, Entscheidung vom 01.12.2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 (https://dejure.org/2015,47163)
BVerfG, Entscheidung vom 01. Dezember 2015 - 2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12 (https://dejure.org/2015,47163)
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§ 14 Abs 1 RVG, § 37 Abs 2 RVG