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Timestamp: 2017-11-22 17:38:44
Document Index: 177630243

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 31']

Vermittlungsvorschlag ohne Rechtsfolgebelehrung am Heiligabend erhalten. - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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24.12.2016, 17:13 #1
Vermittlungsvorschlag ohne Rechtsfolgebelehrung am Heiligabend erhalten.
die lassen einen noch nicht mal Weihnachten in ruhe :-(
Habe heute einen sogenannten Vermittlungsvorschlag erhalten, allerdings ohne RV.
Werde mich wohl bewerben müssen. kann ich das so schreiben ???
Bewerbung als Anlagenführer.
soeben erhalte ich von meinem Jobcenter einen Vermittlungsvorschlag mit dem Zwang mich bei Ihnen bewerben zu müssen, damit ich keine Leistungskürzung per Sanktionsbescheid erhalte.
Zuletzt war ich als Technischer Mitarbeiter bei einem großen ........ Unternehmen beschäftigt.
Dort war ich mit der Sachgerechte Bedienung der Gerätschaften, Probenentnahme, Pflege und Instandhaltung der technischen Anlagen unter GMP Bedingungen beauftragt.
Aufgrund meiner Behinderung, teile ich Ihnen mit, das ich trotz einem Grad der Behinderung von
50 % sehr leistungsfähig und belastbar bin, wenn das Arbeitsumfeld keine schwere körperliche
Tätigkeit (schweres Heben und Tragen von Gegenständen über 10 Kilo) erfordert.
Durch mein freundliches, verbindliches Auftreten mit gepflegter Erscheinung und guten
Umgangsformen bin ich im persönlichen Kontakt ein geschätzter Ansprechpartner für interne
Mitarbeiter und Vorgesetzte, daher war ich auch im Betriebsrat und als Vertrauensmann im Betrieb
immer sehr engagiert.
Ich freue mich auf die Gelegenheit, in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen über die Möglichkeit
einer Zusammenarbeit zu sprechen.
AW: Vermittlungsvorschlag ohne Rechtsfolgebelehrung am Heiligabend erhalten.
auf VV ohne RFB muss man sich nicht bewerben.
Aber so, wie die Bewerbung geschrieben ist, könnte man dir aber absichtliche Vereitelung von Anbahnung eines Arbeitsverhältnisses vorwerfen. Kein Arbeitgeber würde dich so einladen wollen.
24.12.2016, 18:13 #3
Wenn du dir OHNE RV deine Ruhe nehmen lässt, man wollte dir sicher nur beweisen, dass vereinzelt Mitarbeiter im Dienst sind und der JC-Drucker noch funktioniert ...
WARUM also meinst du dich dort bewerben zu müssen ???
Trotzdem mal für spätere Bewerbungsschreiben einige Anmerkungen zu deinem Anschreiben ...
Gibt es keinen benannten Ansprechpartner, schon schlecht ...
Das hat darin schon mal NICHTS zu suchen, wurde dir ja schon geschrieben warum ...
Platte "Lüge" nach der Einleitung ...
Sollte bereits deinem Lebenslauf zu entnehmen sein, dürfte ja ziemlich lange her sein ...
Womit du dort "beauftragt" warst ist eher uninteressant, wichtiger wären deine Erfahrungen und wie du dazu deinen Qualifikations-Stand / Fähigkeiten selbst einschätzen würdest.
Gehört überhaupt nicht in eine Bewerbung, wenn man dich wirklich einladen sollte, dann kannst du zum Tatbestand einer Schwerbehinderung immer noch Auskunft geben wenn du das freiwillig tust, denn gesundheitlich "unzumutbare" VV darf dir schon dein SB gar nicht zusenden ... er sollte ja wissen was dir gesundheitlich zumutbar ist und wenn nicht hat er das durch den ÄD feststellen zu lassen...
Die AG sind keine "Samariter" denen schreibt man überhaupt nichts zu gesundheitlichen / körperlichen Einschränkungen in die Bewerbung, entweder bist du in der Lage den angebotenen Job auszuüben ODER es gibt keine Bewerbung ... ich informiere doch nicht jeden AG über meine "Krankenakte", schon gar nicht wenn ich KEIN Interesse habe dort zu arbeiten.
Mitarbeiter und Vorgesetzte, daher war ich auch im Betriebsrat und als Vertrauensmann im Betrieb immer sehr engagiert.
"Bla-Bla-Blubb", schön abgeschrieben aus deinem letzten Arbeitszeugnis, oder der nächste Ansatz für eine Sanktion (dein Engagement für die Kollegen früher hat mit der ausgeschriebenen Stelle sich nicht viel zu tun) ... von deinen charakterlichen Qualitäten will sich ein AG bei Bedarf lieber selbst ein Bild machen ... du sollst dort arbeiten und nicht "schön aussehen und einen verbindlich netten Eindruck machen" ...
Glaubt dir an der Stelle kein AG mehr und die Reaktion des SB dürfte absehbar sein, wie schon angedeutet ... also WARUM willst du dir das antun ohne RFB ... um zu beweisen "wie brav du bist" und wie gut dich das JC schon "erzogen" hat ...
Anlagen zählt man nur auf am Ende des Bewerbungs-Anschreibens und weitere "erforderliche Unterlagen" kann man natürlich immer anbieten, zu einem Gespräch mitzubringen ...
Mehr als eine äußerst knappe Kurzbewerbung (ohne Telefon-Nummer) + (angepasstem) Lebenslauf würde es von mir ohnehin nur geben wenn ICH an der Stelle tatsächlich interessiert wäre, "Gerne können weitere Einzelheiten im persönlichen Gespräch geklärt werden, ich freue mich auf Ihre schriftliche Einladung" ... PUNKT ...
Mit freundlichem Gruß genügt auch, warum so verschwenderisch ...
Geht es um Bewerbung bei einer ZAF dann mag das ja angebracht sein, aber bei "normalen" AG kannst du ja einen frankierten Rückumschlag beifügen und um Zusendung deiner Unterlagen bitten, wenn kein Interesse an deiner Einstellung bestehen sollte.
Wie dein SB das werten würde kann ich aber auch nicht beurteilen ...
Kommt zudem immer drauf an was dazu in dem Stellenangebot steht, die meisten Firmen schicken Unterlagen inzwischen nicht mehr zurück (und antworten auch meist nicht), kein Wunder bei der Bewerber-Inflation dank JC- Bewerbungsforderungen in jeder EGV ...
Da möchte ich auch nicht in einer Perso-Abteilung täglich den angelieferten "Sondermüll" sortieren und entsorgen müssen ... die JC machen doch damit selber noch die letzten Chancen für die Langzeit-Arbeitslosen kaputt ... wenn sich JEDER überall bewerben soll, egal ob das für den Betroffenen (und den AG) überhaupt Sinn ergeben kann oder nicht ...
Ist nur meine "Weihnachts-Meinung" dazu, wegheften, zurücklehnen, Stollen essen und abwarten was das neue Jahr so an JC-Überraschungen auf Lager haben wird ... die meisten Personal-Abteilungen haben bis dahin ohnehin wegen Firmen-Urlaub zum Jahreswechsel geschlossen ...
Wenn dir so sehr danach ist eine massiven und stichhaltigen Sanktionsgrund gegen dich selber zu provozieren und dir selber eine daraus dann gegen dich gerichtete und abgeleitete mögliche Sanktion einzufangen, dann kannst du eine derartig ziemlich deutlich erkennbare beabsichtigte Negativbewerbung durchaus so lassen.
Ansonsten empfehle ich dringends, du orientierst dich besser eher an den deutlichen Hinweisen und Vorschlägen von "Doppeloma", wenn du nicht den innigsten Wunsch nach einer solchen Sanktion verspürst.
Ganz besonders dieser Tipp:
dürfte durchaus nützlich sein.
24.12.2016, 19:34 #5
Das mit der Angabe der Behinderung muss man differenziert sehen. Ich habe als Rollstuhlfahrerin auch meine Behinderung immer zumindest kurz erwahnt. Einfach, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es Menschen gibt, die ohne diese Vorwarnung dann so schockiert sind, dass kein vernuenftiges Gespraech mehr zustande kommt. Sicher gibt es auch Absagen deshalb, aber dann waere dieser Arbeitgeber vermutlich sowieso nicht der Richtige gewesen.
24.12.2016, 23:28 #6
Das mit der Angabe der Behinderung muss man differenziert sehen. Ich habe als Rollstuhlfahrerin auch meine Behinderung immer zumindest kurz erwahnt.
Das ist ja auch so offensichtlich, dass ein AG in der Regel nicht groß nachfragen muss, ob es Behinderungen gibt, zudem kann man ja sinnvoll verpackt (schon im Bewerbungsschreiben) nach den Möglichkeiten fragen den AG / zukünftigen Arbeitsplatz barrierefrei zu erreichen.
Ich denke mal daraus kann dir auch kein SB dann einen "Sanktions-Strick" drehen wollen, wie so oft im Leben macht auch hier die konkrete persönliche Situation und der "Ton die Musike" und du wirst dich in der Regel auch nicht auf Stellen bewerben (müssen), die du mit deinen Einschränkungen gar nicht ausüben könntest.
Einfach, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es Menschen gibt, die ohne diese Vorwarnung dann so schockiert sind, dass kein vernuenftiges Gespraech mehr zustande kommt. Sicher gibt es auch Absagen deshalb, aber dann waere dieser Arbeitgeber vermutlich sowieso nicht der Richtige gewesen.
Da stimme ich dir zu und wenn ein AG "schockiert" ist weil sich Jemand bewirbt, der im Rollstuhl sitzt, dann ist es mit einer positiven Einstellung zu Menschen mit Behinderungen sowieso nicht weit her.
So offensichtlich scheinen die Behinderungen der TE aber nicht zu sein und wenn überall die Gleichbehandlung mit Nichtbehinderten erwartet / eingefordert wird finde ich persönlich das immer ziemlich daneben, die Behinderungen dann doch als "Trumpf" ausspielen zu wollen, um sich nicht zu bewerben oder wenigstens nicht genommen zu werden.
Wie schon betont von mir, sind Behinderungen / gesundheitliche Einschränkungen bereits vom SB bei der Auswahl von VV zu berücksichtigen (gemäß § 10 SGB II), dass es real eher aus der "Lostrommel" kommt ist mir auch bekannt aber dann würde ich doch erst Recht um einen VV OHNE RFB keinen Aufstand machen ... der würde mir doch glatt "ganz nah am Hintern vorbei gehen" ...
War halt das erste völlig "unpassende Weihnachtsgeschenk" ...
25.12.2016, 10:54 #7
Das musst und solltest du nicht machen!
==> http://www.elo-forum.org/zeitarbeit-...ml#post1103472
Natürlich hat das arge Gesindel ein Interesse, wenn es solche Aussagen absondert. Man will dich unter allen Umständen vermittelt bekommen. Wenn die Behinderung aber tatsächlich eine Beeinträchtigung darstellt bzw. sie chronisch ist, dann wird das irgendwann auffliegen und Probleme bereiten. Evtl. sogar Kündigung, denn eine Behinderung kann man nur verschweigen (weglügen), wenn sie wirklich keinen Einfluss auf die Tätigkeit hat.
(Klick auf das blaue Kästchen mit dem weißen Pfeil nach rechts, das sich rechts neben dem Namen der Zitierten befindet, führt zum damaligen Thread.)
Das Verschweigen von gesundheitlichen Beeinträchtigungen kann beim Gegenüber auch Befremden auslösen.
Also die eigene Absicht bekunden, die Arbeit aufnehmen zu wollen: Ja, zwingend notwendig.
Die Absichten des JC bekunden: Nein.
(Damit stellt man die eigene Absicht mindestens infrage, was die Erfüllung der genannten Pflicht ebenso infrage stellt. -> Sanktion möglich.)
Überschäumende Begeisterung heucheln: Öh-nönönö.
Vorschlag: "Dort war ich mit der sachgerechten Bedienung der Gerätschaften, Probenentnahme, Pflege und Instandhaltung der technischen Anlagen unter GMP-Bedingungen beauftragt."
Aufgrund meiner Behinderung, teile ich Ihnen mit, das ich trotz einem Grad der Behinderung [...]
Vorschlag: "Trotz einem Grad der Behinderung [...]"
Die Datenschutzklausel würde ich nicht als Postscriptum einsetzen, da sie sonst ein Teil des Textes werden würde.
Ich würde sie an den unteren Rand des Blattes setzen und mindestens eine Schriftgröße kleiner.
Die ZAF, so es denn eine im Bewerbungsverfahren gäbe, müsste die Daten auch bearbeiten und speichern können,
aber nur im Rahmen des genannten Verfahren, also keine Aufnahme im Bewerberpool/Datenbank.
Um das Rad nicht nochmal neu zu erfinden:
Datenschutzhinweis, Datenschutzklausel bei Bewerbungen, AnonNemo unter https://www.elo-forum.org/zeitarbeit...ml#post2035175
„Der Speicherung und Weitergabe meiner personenbezogenen Daten stimme ich ausschließlich in Verbindung mit der ausgeschriebenen Stelle, mit der oben genannten Referenznummer, zu. Bei Nichtberücksichtigung für die angebotene Stelle sind meine personenbezogenen Daten entsprechend dem Bundesdatenschutzgesetz zu löschen und mir gegenüber schriftlich zu bestätigen.
Mit einer Aufnahme in einen Bewerberpool erkläre ich mich nicht einverstanden.“
25.12.2016, 14:38 #8
Werde mich also nicht bewerben, da keine keine RV angehängt ist.
Hoffe der SB kommt dann nicht mit er EV die ich leider unterschrieben hatte, was ich nächstes Jahr nicht mehr machen werde!!
25.12.2016, 14:52 #9
Meiner Ansicht nach kann es keinem Elo abverlangt werden, immer der Inhalt einer EGV im Kopf zu haben bzw. vor jedem Handeln diese auf eventuelle Fallstricke durchzuackern.
Etwas anderes zu erwarten, ist imo völlig realitätsfern.
Von daher: keine zeitnahe RFB = keine Sanktionsmöglichkeit.
25.12.2016, 15:03 #10
Zum ersten Satzteil: Ob man den Inhalt seiner EGV auswendig kennt oder nicht, ist natürlich irrelevant und wird auch von niemandem verlangt.
Zum zweiten Satzteil: Eine EGV ist ein unterschriebener Vertrag, man hat sehr wohl danach zu Handeln und das zu erwarten ist auch nicht realitätsfern sondern realität.
Das zeitnahe las mal weg. Es kommt sicherlich nicht in einem Extrabrief ein paar Tage später eine gesonderte RFB. Eine RFB kommt zusammen mit einem VV, kommt hingegen nur ein VV ohne RFB, kann man diesen abheften oder auch wegwerfen.
25.12.2016, 15:10 #11
@obi68:Da sei mal nicht so optimistisch. Es kann auch eine Anhörung kommen wegen " Anbahnung eines Arbeitsverhältnis vereitelt" .. das greift dann wieder auf die Elo Pflichten zurück alles zu tun um die Bedürftigkeit zu vermindern oder zu beenden.
So wie Hase die Bewerbung formuliert ist das doch eine Negativbewerbung.
Behinderung kann man nennen, da man ab GdB 50 ja besondere Rechte hat und die nicht ausüben kann wenn der AG darüber nicht informiert wurde vor Vertragsabschluss.
Einschränkungen heben und tragen auch ok - aber "ich bewerbe mich damit ich keine Sanktion bekomme" geht ja wohl nicht. Was geht es den AG an ob du Kürzung bekommst?
Wenn dann sollte man sich auf den vorliegenden VV des JC bewerben, das wäre noch legitim , mehr finde ich überzogen.
25.12.2016, 19:30 #12
Ich sehe das so wenn man ein GdB hat darf man das auch in seiner Bewerbung schreiben . Denn das ist Fakt und von einer Behörde ausgestellt und Anerkannt . Genauso wie ein Abschluss oder Gesellenbrief usw.
Also darf kein Amt da was Sanktionieren oder so . Das würde ja jedes Gericht Sofort wieder kippen .
Denn das sind Fakten die auch Wichtig sein können für den AG.
Und wer Behinderungen hat ja auch einen besonderen Schutz und das kann ein AA nicht einfach Aus hebeln mit einer Begründung als (Sie haben eine Einstellung verhindert)
Es könnte sogar von einem AG als Täuschung ausgelegt werden wenn man etwas verschweigt und damit sich oder andere Gefährdet auf der Arbeit . Oder beim AG Schaden verursacht deswegen.
Beispiel einer hat ein Gdb wegen einer Mehlallergie und das Amt vermittelt ihn zum Bäcker und dieser Verschweigt es dem AG aus Angst eine Sperre zu bekommen und er wird deshalb gleich krank und die Firma kann dar durch die Aufträge nicht Abarbeiten (Schadenersatz).
Also darf/muss ich einen AG auch auf Gesundheitliche Probleme hinweisen wenn sie im Zusammenhang mit dem Job stehen.
Aber nur dann . Bleiben wir bei der Mehlallergie . Wenn er aber als Postbote anfangen will wäre das ohne Bedeutung und muss nicht genannt werden .
25.12.2016, 21:21 #13
Es kommt auch immer drauf an, wie man eine Behinderung darstellt und sich verkauft. Ich kenne eine Frau, E-Rolli und eine wirklich schwere fortschreitende Behinderung. Der ganze Lebenslauf bestand nur aus Diagnosen und Krankenhausaufenthalten. Ich habe mir die Bewerbung dann mal vorgenommen und ihre ihre Staerken in den Vordergrund gestellt. Sie hat zum Beispiel viel Geduld und einen eisernen Willen. Die langen Krankenhauszeiten hatte sie fuer ein Fernstudium genutzt und dabei gelernt, sich den Stoff selber zu erarbeiten.
Die neue Bewerbung hat ihr nach 2 Monaten einen guten Job. Nach 2 Jahren musste sie gesundheitsbedingt auf Teilzeit gehen und inzwischen ist sie in Rente, aber sie wird noch immer zu Weihnachts- und Sommerfesten in die Firma eingeladen.
25.12.2016, 21:22 #14
Vermittlungsvorschlag ohne Rechtsfolgebelehrung kannst du entsorgen oder du entschmückst deinen Baum damit. Bewerbe dich lieber auf vernünftige sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. In der Regel haben die JC nur Piss-Jobs mit Hartz IV Aufstockung im Sortiment. Gute Firmen sind schon lange davon weg, sich von der Trottelbehörde völlig unpassende Arbeitnehmer zwangsweise zuweisen zu lassen. Die Trottelbehörde vermittelt auch gern den Trockenbauer als Pilot und den Pilot als Trockenbauer.
25.12.2016, 23:26 #15
Dürfen darfst du ALLES, ob du das auch wirklich musst (ein GdB unter 50 ist was für den "Po-Po" und interessiert ohne Gleichstellung keine S** ... eh keinen AG wirklich) und es im konkreten Einzelfall erforderlich und sinnvoll ist muss letztlich Jeder Behinderte / Schwerbehinderte für sich selbst entscheiden und einschätzen lernen.
Da wäre ich mir nicht so sicher, wenn man es unnötigerweise schon in der Einleitung einer Bewerbung besonders betont, kann ein SB da durchaus sein Schlüsse draus ziehen, dass man schon "warnen" wollte ein Vorstellungsgespräch überhaupt "in Erwägung zu ziehen" ...
Zunächst mal ist wichtig, ob die Stelle als solche überhaupt geeignet / zumutbar ist, was bereits bedeutet die vorhandenen Einschränkungen sollten dabei eher "unwichtig" sein, denn es bietet kaum ein AG besondere Schon-Arbeitsplätze für Behinderte an, man muss schon überwiegend selbst einschätzen können, ob man diese Arbeit (die lt. Stellen-Angebot erwartet und bezahlt wird) regelmäßig ausführen könnte oder nicht.
Ansonsten sollte man sich darauf gar nicht erst bewerben und ein solcher VV wäre als unzumutbar nach § 10 SGB II auch sanktionslos abzulehnen, da würde dann sicher auch jeder Richter am SG später zustimmen, wenn das nicht beachtet wird / wurde vom JC.
Es wäre gut wenn du solche Aussagen auch belegen würdest, prinzipiell hat KEIN (potenzieller) Mitarbeiter den Garantieschein für unzerstörbare Gesundheit dabei und nach den neuesten Regelungen ( EU Diskriminierungsverbot/ Gleichstellung von Behinderten und Nicht-Behinderten) gilt es schon als Diskriminierung überhaupt danach zu fragen ...
Davon gibt es nur ganz wenige zulässige Ausnahmen (vergleichbar mit der Frage nach einer Schwangerschaft bei Frauen) wo man die Frage offen beantworten müsste (bei direktem Zusammenhang mit der vorgesehenen Tätigkeit), ansonsten darf man sogar LÜGEN, sofern die angebotene Stelle trotzdem vollwertig ausgeübt werden kann ...
Der besondere Kündigungsschutz greift ohnehin erst nach der Probezeit und dann kann man auch seinen Zusatz-Urlaub noch einfordern, in den ersten 6 Monaten bekommt man ohnehin fast nirgens Urlaub genehmigt als neuer Mitarbeiter.
Es wäre zudem eben KEIN zulässiger Kündigungsgrund, weil man das "nicht gleich gesagt hat" ... da hätte wohl eher der AG dann ein Problem und nicht der neue Mitarbeiter ... wenn er das nachträglich als "Vertrauensbruch" ansehen möchte (da hätte der Mitarbeiter ja Recht, wenn das dann zur Kündigung führen soll, er war ja vermeintlich "nicht-behindert" offenbar geeignet eingestellt zu werden).
Wenn jemand sich und andere gefährden könnte, dann ist es entweder nicht die richtige , machbare Tätigkeit oder ein unglücklicher Zufall, der auch bei Nicht-Behinderten auftreten kann ... das ist ziemlich "konstruiert" was du da schreibst ...
Eine "Gefahr" am Arbeitsplatz können auch Mitarbeiter werden, die keinen Schwerbehinderten - Ausweis haben ... ich sage nur Alkohol-Missbrauch und Ähnliches ... das erzählt auch Keiner beim Vorstellungsgespräch oder schreibt es schon in die Bewerbung weil er damit Probleme hat oder mal hatte oder mal bekommen könnte ...
Tolles Beispiel, jeder Bäcker mit Mehlstaub-Allergie würde lieber eine Sperre in Kauf nehmen als sich "freiwillig" dieser Gefahr für sein Leben und seine Gesundheit auszusetzen ...
Da hast du wohl § 10 SGB II und die Bedeutung noch nicht wirklich verstanden, KEIN Bäcker sollte sich auf solche VV überhaupt bewerben, das wird als unzumutbar direkt an den SB zurück gegeben (wenn DER das schon nicht selbst beachtet) ... da fängt die Gegenwehr an und nicht erst im Bewerbungsschreiben oder im Vorstellungsgespräch ...
NEEE, muss man NICHT, denn auf gesundheitlich unzumutbare Job bewirbt man sich gar nicht erst ... und jeder Job den man aus gesundheitlichen Einschränkungen / Behinderungen heraus GAR NICHT leisten KANN, ist bereits UNZUMUTBAR ... da nehme ich gar nicht erst Kontakte zu den AG auf, um mich dann mit denen über meine Krankheiten auszutauschen ...
Es ist doch nicht ohne Grund die gesetzliche Aufgabe der SB NUR zumutbare VV herauszugeben an die LE, dass man sich so wenig Mühe damit macht diese Zumutbarkeit auch konkret in jedem Einzelfall zu prüfen und zu beachten, dafür kann ICH NICHT ...
Wer weiß das schon, auch Bäckereien bekommen Post ... sorry aber dein Beispiel hinkt vorne und hinten ... zudem geht / ging es hier (zunächst mal ganz allgemein) um Angabe einer Schwerbehinderung, ach nee, um einen zumindest unerwünschten "Weihnachts"- VV OHNE RFB ...
Das ist auch noch was ganz Anderes als eine Berufskrankheit wie "Mehlstauballergie" bei einem Bäcker ... aber gut, dass wir mal darüber geschrieben haben ...
26.12.2016, 09:41 #16
...... Es mag sein, dass der Antragsteller gegen seine Verpflichtung aus § 2 Abs. 1 Satz 3 SGB II, zumutbare Arbeitsgelegenheiten anzunehmen, verstoßen hat. § 2 SGB II statuiert keine mit Mitteln des Verwaltungszwanges durchsetzbare Rechtspflichten (Berlit, in: LPK-SGB II, 3.Aufl, § 2 Rn. 10). Leistungsrechtliche Konsequenzen aus einem Verstoß sind Speziell und abschließend in §§ 31,32 SGB II geregelt (Berlit, a.a.O).......
26.12.2016, 09:54 #17
soweit ich weiß werden am Heiligabend ab ner bestimmten Uhrzeit und am 1&2 Weihnachtstag keine Post abgeholt also liegt die sowieso im Postkarten bzw Briefkasten rum
Also erst nach Weihnachten bewerben wenn man denn muss will!
Der Rest wurde ja hier schon geschildert