Source: https://www.anwalt.de/rechtstipps/wohngeld
Timestamp: 2019-04-19 05:16:01
Document Index: 209207006

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 22', '§ 14', '§ 9', '§ 9', '§ 10']

Wohngeld | anwalt.de Wohngeld - Anspruch oder nicht? ➤ Die wichtigsten Fakten!
Wohngeld ist in Deutschland eine Sozialleistung für Personen, die ein geringes Einkommen haben und somit einen Zuschuss für ihre Miete erhalten.
Es wird entweder als Mietzuschuss für Mietwohnungen oder als Lastenzuschuss für eigengenutzte Eigentumswohnungen bzw. Eigenheime gewährt.
Geregelt ist das Wohngeld im Wohngeldgesetz – kurz WoGG.
Wohngeld wird einzig auf Antrag bewilligt.
Es kann für 12 Monate in Anspruch genommen werden. Nach Ablauf dieser Frist muss ein neuer Antrag gestellt werden.
Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zur Miete für Mieterinnen und Mieter oder zu den Kosten für selbst genutztes Wohneigentum für Eigentümerinnen und Eigentümer. Somit gilt das Wohngeld als eine finanzielle Unterstützung für einkommensschwache Bürgerinnen und Bürger bei deren Wohnkosten.
Wohngeld wird auf Antrag gewährt – zuständig ist die örtliche Wohngeldbehörde. Das ist die Gemeinde-, Stadt-, Amts- bzw. Kreisverwaltung.
Wohngeld wird ausschließlich an Personen gezahlt, die keine sogenannten Transferleistungen, wie beispielsweise Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II, in Anspruch nehmen. Denn bei den Transferleistungen sind die Unterhaltskosten bereits eingerechnet.
Der Bezug von Wohngeld ist von folgenden drei Faktoren abhängig:
Mietzuschuss vs. Lastenzuschuss
Wohngeld wird entweder als Mietzuschuss für Mietwohnungen oder als Lastenzuschuss für eigengenutzte Eigentumswohnungen bzw. Eigenheime bewilligt.
Folgende Personen können einen Mietzuschuss beantragen:
der Mieter sowie ein Untermieter des Wohnraums
der Inhaber einer Wohnung im eigenen Haus, das mehr als zwei Wohnungen hat
eine nutzungsberechtigte Person des Wohnraums
Ein Lastenzuschuss kann von folgenden Personen beantragt werden:
Eigentümer einer Eigentumswohnung oder eines Eigenheimes
Die Höhe des Wohngelds
Wohngeld wird für jeden Fall stets individuell berechnet. Die exakte Höhe richtet sich nach den örtlich gültigen Wohngeldtabellen.
Wie das Wohngeld berechnet wird, ergibt sich aus der sogenannten Wohngeldformel, die in § 19 WoGG festgelegt ist. Sie lautet:
1,15 • (M – (a + b • M + c • Y) • Y) Euro
Zur Erklärung der einzelnen Buchstaben:
„M“ ist die zu berücksichtigende monatliche Miete bzw. Belastung in Euro
„Y“ bedeutet das monatliche Gesamteinkommen in Euro
„a“, „b“ und „c“ hängen von der Haushaltsgröße ab
Wer keinen Anspruch hat
Personen, die folgende Leistungen beziehen, dürfen kein Wohngeld beziehen. Dazu zählt beispielsweise
Hartz IV, das heißt Arbeitslosengeld II, nach SGB II
Auch wenn ein zu berücksichtigendes Haushaltsmitglied eine der genannten Leistungen erhält, besteht kein Anspruch auf Wohngeld.
Möchten Sie Wohngeld beziehen, müssen Sie laut § 22 WoGG einen Antrag stellen. Die Formulare erhalten Sie bei der zuständigen Wohngeldbehörde – das ist die Gemeinde-, Stadt-, Amts- bzw. Kreisverwaltung.
Für die Beantragung von Wohngeld sind verschiedene Unterlagen bzw. Angaben nötig, wie zum Beispiel
der ausgefüllte Antrag auf Wohngeld, das heißt der Mietzuschuss- oder der Lastenzuschussantrag
Mietbescheinigung – ist vom Vermieter auszufüllen
Darüber hinaus können – je nach familiärer oder finanzieller Situation, noch weitere Unterlagen benötigt werden. Das sind beispielsweise
Pflegegeldnachweise
Kindergeld- oder Elterngeldbescheide
Die Bearbeitungsdauer des Wohngeldantrags ist von Behörde zu Behörde unterschiedlich. In der Regel sind es zwischen drei und sechs Wochen. Zu einem Wohngeldantrag erteilt die zuständige Behörde dann einen schriftlichen Bewilligungsbescheid.
Es kann ebenso ein Wiederholungsantrag gestellt werden.
Grundsätzlich wird Wohngeld für zwölf Monate bewilligt – ab dem 1. des Monats, in dem der Wohngeldantrag gestellt wurde. Nach Ablauf dieser Frist ist ein neuer Antrag erforderlich.
Am besten stellen Sie einen neuen Antrag spätestens zwei Monate vor Ablauf der ersten Laufzeit, um eine Unterbrechung der Wohngeldzahlung zu verhindern.
Rechtsanwälte (865)
„… Wohngeld zahlen müsse, aber nur 253 DM an Miete erhalte. Bei einem Verkauf würde sie in vermietetem Zustand höchstens 1.200 DM/qm und unvermietet 1.700 DM/qm an Kaufpreis erzielen. Nachdem das …“ Weiterlesen
„… , dass aus ihr das Wohngeld, also der Beitrag an die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer, nicht gezahlt werden konnte. Dies zumindest, als der Mieter ausgezogen war und die Wohnung leer stand. Auch …“ Weiterlesen
„… beim Wohngeld bei Pflegebedürftigkeit i. S. d § 14 SGB XI: 1.500,- EUR wahlweise kann für den Weg zur Arbeit eine Entfernungskostenpauschale von 0,30 €/Km geltend gemacht werden (§ 9 Abs. 1 Nr. 4 EStG …“ Weiterlesen
„… . Diese Kosten sind von dem unterhaltspflichtigen Kind zu tragen, soweit sie nicht durch eigene Einkünfte des Elternteils (z. B. Renteneinkünfte), Zahlungen aus der Pflegeversicherung oder Wohngeld …“ Weiterlesen
„… Leistungen nach SGB VIII oder nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Auf den tatsächlichen Bezug kommt es nicht an. Eine Sicherung des Lebensunterhalts liegt auch dann nicht vor, wenn Wohngeld tatsächlich …“ Weiterlesen
„… auch tatsächlich verfügbar sei (BSG, Urteil vom 13. April 2011, Az.: B 14 AS 106/10 R). Der Gedanke der „Produkttheorie“ liegt übrigens auch schon seit langer Zeit dem Wohngeld zugrunde. Das BVerfG …“ Weiterlesen
„Das Wohngeld ist eine merkwürdige Sozialleistung. Das merken viele, wenn sie sich zum ersten Mal über diese finanzielle Hilfe erkundigen, weil sie sich die Miete nicht mehr leisten können. Denn …“ Weiterlesen
„… werden, hier könnte unter Umständen eine Freigabe durch das Vollstreckungsgericht erforderlich sein. Ebenso kein eine Erhöhung des Pfändungsfreibetrages nicht vorgenommen werden, wenn Wohngeld …“ Weiterlesen
„Sozialhilfebetrug (Täuschungen beim Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Wohngeld, Bafög, bei der Grundsicherung oder Rente) als eigenständigen strafrechtlichen Tatbestand gibt es nicht. Vielmehr fallen …“ Weiterlesen
„… Wohngeld, kann er grundsätzlich ebenfalls kein Hartz IV verlangen. Auch ist das Einkommen eines Lebensgefährten unter Umständen nach § 9 II 1 SGB II zu berücksichtigen, sofern das Paar eine …“ Weiterlesen
„… Antragstellung. Wohngeld Wer nicht arbeitslos ist, aber aufgrund seiner finanziellen Verhältnisse nicht mehr in der Lage ist, ein „angemessenes und familiengerechtes Wohnen“ zu bezahlen, hat …“ Weiterlesen
„… Auskunftsanspruch und Inverzugsetzung 5. Kindesunterhalt Auskunftsanspruch und Inverzugsetzung Jugendamtsurkunde/Titel 6. Öffentliche Leistungen ALG II, Wohngeld, Unterhaltsvorschuss, Verfahrenskostenhilfe etc. 7 …“ Weiterlesen
„… Darlehen gewährt und nicht alsbald zurückgezahlt werden müssen. Auch Wohngeld ist Einkommen. Kein Einkommen sind Leistungen aus der Pflegeversicherung, solche für Kindererziehung und Erziehungsgeld, denn …“ Weiterlesen
„… . Zu den Einkünften zählen Abfindungen, Gratifikationen, Einkünfte aus Kapitalvermögen, aus Vermietung und Verpachtung, Wohngeld, Harz IV, Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II. Einige Oberlandesgerichte …“ Weiterlesen
„… als das BAföG oder Wohngeld und seien daher nicht vergleichbar. Der Gesetzgeber habe zudem bei Familienleistungen einen weiten Gestaltungsspielraum, unter welchen Voraussetzungen er diese gewährt …“ Weiterlesen
„… „Sonstiges – Umlegbare Kosten“, „Sonderkosten“, „Sonstiges“ und „Sonderkosten einzelner Nutzer“ abgerechnet. In der Abrechnung wurden lediglich die Zahlungen auf das Wohngeld und die …“ Weiterlesen
„… Zahlung von Wohngeld bzw. Lastenzuschuss. Der Lastenzuschuss umfasst nach § 10 Abs. 1 Wohngeldgesetz (WoGG) die Kosten für den Kapitaldienst und die Bewirtschaftung von Wohnraum. Mit dem Lastenzuschuss …“ Weiterlesen
Rechtstipp vom 22.09.2016, aktualisiert am 26.09.2018
„… , Gartengerätschaften, Putzmittel, Leuchten, Bargeld, Gartenfrüchte, Verwaltungsunterlagen etc.) als auch sonstige Vermögenswerte (Wohngeld- und Rücklagenkonto, Mietforderungen bei Vermietung von …“ Weiterlesen
„Das Verwaltungsgericht Berlin hat mit einem Urteil vom 26.07.2016, Aktenzeichen: VG 21 K 17.16 , entschieden, dass Wohngeld als Zuschuss zur Miete nicht für eine Zweitwohnung gewährt werden kann. Im …“ Weiterlesen
„… garantiertes, menschenwürdiges Existenzminimum gewährt. Eine Ungleichbehandlung liege nicht vor. Denn das Elterngeld habe, anders als beim Bafög oder Wohngeld, eine andere Zielsetzung und sei nicht …“ Weiterlesen
„Der zweite Teil der Gesetzesänderungen 2016 beleuchtet die Themen „Rente & Altersvorsorge“, „Steuer & Sozialleistungen“ und „Finanzen & Versicherung“. Renten und Wohngeld erfahren im …“ Weiterlesen
„… welchen Voraussetzungen? Wohngeldanspruch bei „Frauentausch” vergeigt Das Verwaltungsgericht Berlin hat den Antrag einer Frau auf Wohngeld mit der Begründung abgelehnt, dass die Frau mit ihrem Vermieter als …“ Weiterlesen
„… der Elternteil alle möglichen Forderungen gegen Dritte, wie zum Beispiel gegen die Pflegeversicherung oder Zahlung der Grundsicherung nach dem SGB XII oder Zahlung von Wohngeld ausgeschöpft hat. Ist …“ Weiterlesen
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