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Timestamp: 2016-10-27 07:05:41
Document Index: 31692974

Matched Legal Cases: ['Art. 308', 'Art. 308', 'Art. 75', 'Art. 113', 'Art. 98', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 313', 'Art. 98', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 8', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 273', 'Art. 274', 'Art. 301', 'BGE', 'Art. 308', 'Art. 273', 'Art. 15', 'Art. 9', 'Art. 303', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 64']

5A_932/2012 (05.03.2013)
vertreten durch Rechtsanw�ltin Sarah Mostafa,
Vormundschaftsbeh�rde der Stadt Y.________, neu: KESB Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde Bezirke Y.________ und Z.________.
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, vom 8. November 2012.
Ab Januar 2010 kam es zu wiederholten Meldungen des Vaters an die Vormundschaftsbeh�rde Y.________. Der Vater brachte seine Sorge um das Wohlergehen seiner Tochter zum Ausdruck. Er warf der Mutter vor, ihre Tochter ungen�gend zu betreuen. Wiederholt sei die Mutter ins Ausland verreist und niemand habe gewusst, wo sie sich aufhalte und wann sie zur�ckkehre. Auch C.________ meldete sich bei der Vormundschaftsbeh�rde. Er berichtete von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten von X.________ und davon, dass ihre Beziehung zu D.________ von h�uslichen Gewaltszenen gepr�gt sei und zu einer starken religi�sen islamischen Ausrichtung gef�hrt habe. A.________ leide stark darunter. An Weihnachten 2009 sei die Mutter nach E.________ gereist, ohne dass die Betreuung von A.________ gesichert gewesen sei. Ende Mai 2011 wurde schliesslich die Lehrerin von A.________ bei der Vormundschaftsbeh�rde vorstellig. Sie teilte dieser mit, A.________ habe ihr gegen�ber erkl�rt, dass sie es bei ihrer Mutter nicht mehr aushalte.
Im Zuge der von der Vormundschaftsbeh�rde veranlassten Abkl�rungen durch das Jugendsekretariat fand am 17. Juni 2011 ein Gespr�ch mit A.________ statt. Dabei wiederholte sie, dass sie Angst habe, �usserte Suizidgedanken und weigerte sich strikt, zur Mutter zur�ckzukehren. In einem Zwischenbericht hielt das Jugendsekretariat fest, dass die Aussagen des Kindes auf eine Gef�hrdung des Kindeswohls hindeuteten, was seine psychosoziale Entwicklung und physische Unversehrtheit betreffe. Die Tiefe des Konflikts zwischen den Eltern, der Umgang mit der fundamental gelebten Religion der Mutter und das Auseinanderdriften der Lebenswelten der Eltern scheine das Kind in traumatisierendem Masse zu �berfordern. In Absprache mit der Vormundschaftsbeh�rde wurde A.________ daher am 17. Juni 2011 notfallm�ssig in einer SOS-Pflegefamilie untergebracht.
D.a Mit Beschluss vom 24. Juni 2011 hob die Vormundschaftsbeh�rde Y.________ im Rahmen superprovisorischer Massnahmen die m�tterliche Obhut �ber A.________ auf und errichtete eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB. Nach Anh�rung beider Elternteile und einem Gespr�ch mit A.________ best�tigte die Beh�rde diese Massnahmen. Der entsprechende Beschluss vom 7. Juli 2011 blieb unangefochten.
D.b Ende Oktober 2011 gingen bei der Vormundschaftsbeh�rde der Abkl�rungsbericht des Jugendsekretariates Y.________ sowie eine diesen erg�nzende kinderpsychologische Abkl�rung ein. Beide Berichte stellen im Ergebnis eine belastete und das Kind belastende Beziehung zu den Eltern fest, weil die Trennung der Eltern unverarbeitet sei und A.________ die Mutter f�r die damit verbundenen Wechsel des Umfelds verantwortlich zu machen scheine. Vordergr�ndig klar werde vom Kind eine eindeutige r�umliche Distanzierung von der Mutter gew�nscht. Gleichzeitig zeige sich auf emotionaler Ebene aber das Bed�rfnis nach Unternehmungen mit der Mutter. Das Jugendsekretariat anerkannte zwar grunds�tzlich die F�higkeit der Mutter zur Pflege der Tochter, hielt allerdings fest, die Mutter sei den Erziehungsfragen und kommenden Themen unter anderem aufgrund der Widerst�nde der Tochter nicht gewachsen. Daraus w�rden gegenseitige Verletzungen resultieren. In der Folge wurde die therapeutische Begleitung von A.________ an die Kinder- und Jugendpsychiaterin Dr. med. F.________ delegiert. Ferner wurde A.________ �ber die Beist�ndin bei der Sozialp�dagogischen Lebensgemeinschaft (Frau G.________) in H.________ umplatziert.
D.c Mit Beschluss vom 14. Februar 2012 nahm die Vormundschaftsbeh�rde Y.________ formell Kenntnis von A.________s Umplatzierung und traf die folgende auszugsweise wiedergegebene Regelung der Besuchs- bzw. Kontaktrechte:
2. Die Mutter, X.________, geb 1963, von I.________, wird vorl�ufig berechtigt erkl�rt,
a) A.________ alle drei Wochen f�r zwei Stunden, nach Organisation und Festlegung der Besuchsmodalit�ten durch die Beist�ndin, begleitet zu sehen;
b) A.________ w�chentlich, Mittwoch abends, in der Sozialp�dagogischen Lebensgemeinschaft H.________ anzurufen.
6. Die Beist�ndin nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB erh�lt im Rahmen der besonderen Befugnisse die zus�tzlichen Auftr�ge,
a) den Besuchskontakt von A.________ zur Mutter gem�ss Dispositiv Ziffer 2 sowie in Ber�cksichtigung der Erw�gungen der Vormundschaftsbeh�rde zu organisieren, sowie nach R�cksprache mit der Therapeutin und den weiteren involvierten Fachpersonen die Kontaktzeit sowie -h�ufigkeit, nach Massgabe vom Wohl von A.________, auszudehnen;
c) den durch die Therapeutin von A.________, Dr. med. F.________, Y.________, erstellten Bericht zur Entwicklungsabkl�rung von A.________ an die Vormundschaftsbeh�rde weiterzuleiten sowie eine schriftliche Einsch�tzung der Therapeutin zur weiteren Besuchskontaktsituation sowie betreffend den allf�lligen weiteren therapeutischen Bedarf von A.________ sowie ihren Eltern, einzuholen;
d) zuhanden der Vormundschaftsbeh�rde bis sp�testens 30. April 2012 Bericht zur Situation von A.________ zu erstatten und gleichzeitig Antrag f�r die weitere Ausgestaltung des Besuchs- und Ferienrechts von A.________ zu ihren Eltern zu stellen.
e) der ordentliche Berichtstermin - 30. Juni 2013 - bleibt unver�ndert.
X.________ beschwerte sich am 27. Februar 2012 beim Bezirksrat Y.________ gegen Dispositiv-Ziffer 2/a des Beschlusses vom 14. Februar 2012. Sie beantragte, ihre Tochter jedes zweite Wochenende unbegleitet zu sich auf Besuch nehmen zu k�nnen. Eventuell sei sie f�r berechtigt zu erkl�ren, A.________ jede zweite Woche f�r drei Stunden unbegleitet zu sich auf Besuch zu nehmen. Der Bezirksrat wies die Beschwerde am 29. Juni 2012 ab. Das Obergericht des Kantons Z�rich wies die dagegen erhobene Berufung ab und best�tigte den Beschluss des Bezirksrats (Urteil vom 8. November 2012).
Gegen dieses Urteil reichte X.________ (im Folgenden: Beschwerdef�hrerin) am 14. Dezember 2012 Beschwerde in Zivilsachen und eventualiter subsidi�re Verfassungsbeschwerde ein. Sie beantragt, das Urteil vom 8. November 2012 des Obergerichts des Kantons Z�rich vollumf�nglich aufzuheben und sie in Ab�nderung von Ziffer 2/a des Beschlusses der Vormundschaftsbeh�rde der Stadt Y.________ vom 14. Februar 2012 f�r berechtigt zu erkl�ren, ihre Tochter jedes zweite Wochenende unbegleitet zu sich auf Besuch zu nehmen. Eventualiter sei sie in Ab�nderung von Ziffer 2/a des erw�hnten Beschlusses f�r berechtigt zu erkl�ren, ihre Tochter jede zweite Woche f�r drei Stunden unbegleitet zu sich auf Besuch zu nehmen. Subeventualiter verlangt die Beschwerdef�hrerin, das Verfahren zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Zur Begr�ndung ihrer Antr�ge legt die Beschwerdef�hrerin zus�tzliche Schreiben von Bekannten und Zeichnungen ihrer Tochter vor. F�r das bundesgerichtliche Verfahren ersucht die Beschwerdef�hrerin ausserdem um unentgeltliche Rechtspflege.
Angefochten ist binnen Frist ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid im Bereich des Kindesschutzes (Art. 75 Abs. 1, 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 7 und 100 BGG in der bis zum 31. Dezember 2012 g�ltigen Fassung). Die Beschwerde in Zivilsachen ist somit gegeben. Auf die subsidi�re Verfassungsbeschwerde (Art. 113 BGG) ist nicht einzutreten.
Der Rechtsmittelbelehrung des Obergerichts zufolge soll der angefochtene Entscheid ein Entscheid �ber vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG sein. Das w�rde bedeuten, dass die Beschwerdef�hrerin nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Recht r�gen kann. Die vorinstanzliche Beurteilung der Rechtslage ist nicht richtig.
2.1 Wohl kann Art. 98 BGG auch Massnahmen erfassen, die losgel�st von einem Hauptverfahren angeordnet wurden. Voraussetzung ist aber, dass die Massnahme in zeitlicher Hinsicht einen bloss vor�bergehenden Charakter aufweist, das in Frage stehende Rechtsverh�ltnis also lediglich vorl�ufig regelt (Urteil 4A_640/2009 vom 2. M�rz 2010 E. 3, nicht publ. in: BGE 136 III 178). Diese Voraussetzung ist etwa dann erf�llt, wenn die zust�ndige Beh�rde den pers�nlichen Verkehr zwischen Mutter und Kind f�r eine genau bestimmte H�chstdauer sistiert und ausdr�cklich anordnet, dass die Situation nach Ablauf der Frist neu zu beurteilen sei (Urteil 5A_523/2012 vom 12. Oktober 2012 E. 1.3). Anders verh�lt es sich im vorliegenden Fall. Zwar verpflichtet die Vormundschaftsbeh�rde in ihrem Beschluss vom 14. Februar 2012 die eingesetzte Beist�ndin, der Vormundschaftsbeh�rde "bis sp�testens 30. April 2012 Bericht zur Situation von A.________ zu erstatten und gleichzeitig Antrag f�r die weitere Ausgestaltung des Besuchs- und Ferienrechts ... zu stellen" (s. Sachverhalt Bst. D.c). Zumindest implizite beh�lt sich die Vormundschaftsbeh�rde damit vor, die getroffene Regelung sp�ter je nach Entwicklung der Situation abzu�ndern. Allein damit geht die zitierte Anordnung aber nicht �ber das hinaus, was schon von Gesetzes wegen gilt, n�mlich dass die Kindesschutzmassnahmen der neuen Lage anzupassen sind, wenn sich die Verh�ltnisse ver�ndern (Art. 313 Abs. 1 ZGB ). Insbesondere l�sst sich die streitige Anordnung nicht dahin gehend verstehen, dass die Begleitung als besondere Modalit�t des Besuchsrechts nach Eingang des Berichts ohne Weiteres dahinfiele. Mithin ist angesichts der getroffenen Anordnungen letztlich nicht absehbar, wie lange das "vorl�ufig" angeordnete begleitete Besuchsrecht konkret gelten soll. Ebenso wenig ist ersichtlich, dass der angefochtene Entscheid nur eine von mehreren im Verfahren aufgeworfenen Fragen regeln w�rde, ein Entscheid �ber andere Begehren noch ausst�nde und die streitige Anordnung aus diesem Grund lediglich vorsorglicher Natur w�re.
2.2 Nach dem Gesagten betrifft der angefochtene Entscheid keine vorsorgliche Massnahme im Sinne von Art. 98 BGG. Das bedeutet, dass in rechtlicher Hinsicht alle R�gen gem�ss Art. 95 f. BGG zul�ssig sind. Das Bundesgericht wendet das Recht in diesem Bereich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG) und pr�ft mit freier Kognition, ob der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Demgegen�ber legt das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdef�hrerin kann die Feststellung des Sachverhalts nur r�gen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252). Will die Beschwerdef�hrerin die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten, so muss sie darlegen, inwiefern die Voraussetzungen einer Ausnahme gem�ss Art. 105 Abs. 2 BGG gegeben sind und das Verfahren bei rechtskonformer Ermittlung des Sachverhalts anders ausgegangen w�re; andernfalls kann ein Sachverhalt, der vom im angefochtenen Entscheid festgestellten abweicht, nicht ber�cksichtigt werden. Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (s. BGE 133 III 462 E. 2.4 S. 466 f.). Soweit die Beschwerdef�hrerin geltend macht, dass das vorinstanzliche Urteil willk�rlich sei oder ihre verfassungsm�ssigen Rechte verletze, gilt ausserdem das R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht pr�ft in diesem Fall nur klar und detailliert erhobene und belegte R�gen; auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein. Wird eine Verletzung des Willk�rverbots geltend gemacht, muss anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 246; 133 III 585 E. 4.1 S. 588 f.).
Gegenstand des vorinstanzlichen Urteils ist einzig der Beschluss des Bezirksrats Y.________ vom 29. Juni 2012, nicht hingegen die sp�teren Probleme bei der Aus�bung des Besuchsrechts, die u.a. darin m�ndeten, dass der Beschwerdef�hrerin ein Hausverbot auferlegt wurde und weitere Besuche unterblieben. Sie sind Gegenstand eines neuen Verfahrens, das auf eine Anpassung bzw. Ab�nderung des Beschlusses der Vormundschaftsbeh�rde vom 14. Februar 2012 zielt.
Neu unterbreitet die Beschwerdef�hrerin dem Bundesgericht sodann verschiedene Zeichnungen und Schriftst�cke. Gem�ss Art. 99 Abs. 1 BGG d�rfen neue Tatsachen und Beweismittel nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt. Zumindest das Schreiben von C.________ vom 19. November 2012 ist erst nach dem angefochtenen Entscheid des Obergerichts entstanden. Als echtes Novum ist das Schreiben unbeachtlich (BGE 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.). Was die anderen, nicht datierten Beweisst�cke angeht, macht die Beschwerdef�hrerin geltend, die Voraussetzung gem�ss Art. 99 Abs. 1 BGG sei erf�llt, weil sie, der Vater und das Kind vor dem Obergericht erneut angeh�rt worden seien. Inwiefern die neuen Dokumente mit diesen Anh�rungen in einem Zusammenhang st�nden, zeigt die Beschwerdef�hrerin indessen nicht auf und ist auch nicht ersichtlich. Auch diese Urkunden kann das Bundesgericht daher nicht ber�cksichtigen.
Die Beschwerdef�hrerin beruft sich eingangs ihrer materiellen Beurteilung auf eine ganze Reihe verfassungsm�ssiger Rechte: auf Art. 8 Abs. 2 BV (Diskriminierungsverbot), Art. 9 BV (Schutz vor Willk�r und Wahrung von Treu und Glauben), Art. 10 BV (Recht auf Leben und auf pers�nliche Freiheit), Art. 14 BV (Recht auf Ehe und Familie) sowie Art. 15 BV (Glaubens- und Gewissensfreiheit). Sie unterl�sst es aber, im Einzelnen aufzuzeigen, weshalb die Vorinstanz diese Bestimmungen missachtet haben soll. Damit gen�gt sie den Begr�ndungsanforderungen nicht (E. 2.2) Auf die entsprechenden Vorw�rfe ist deshalb nicht einzutreten. Dies gilt auch f�r die von der Beschwerdef�hrerin geltend gemachten Verst�sse gegen Art. 8, 9 und 14 EMRK sowie Art. 9 Abs. 3 des �bereinkommens vom 20. November 1989 �ber die Rechte des Kindes (SR 107). Die erw�hnten Bestimmungen bleiben immerhin insoweit beachtlich, als das ZGB verfassungs- und v�lkerrechtskonform auszulegen ist (vgl. BGE 135 III 66 E. 5 S. 72 f. und BGE 123 III 445 E. 2b/bb S. 449).
In der Sache wehrt sich die Beschwerdef�hrerin gegen die Dauer und die Modalit�ten ihres Besuchsrechts. Dabei st�tzt sie sich auf Art. 273 Abs. 1 ZGB, wonach auch Eltern ohne Obhut gegenseitig Anspruch auf angemessenen pers�nlichen Verkehr mit ihrem Kind haben. Ihr Hauptantrag und ihr Eventualantrag zielen auf eine Ausweitung des Besuchsrechts in zeitlicher Hinsicht. Beiden gemeinsam ist die Forderung, das Besuchsrecht ohne Begleitung aus�ben zu k�nnen. Im Folgenden wird in einem ersten Schritt gepr�ft, ob die Anordnung eines begleiteten Besuchsrechts rechtens ist. In einem zweiten Schritt wird der zeitliche Umfang des Besuchsrechts �berpr�ft (unten E. 6).
5.1 Wird das Wohl des Kindes durch den pers�nlichen Verkehr gef�hrdet, �ben die Eltern ihn pflichtwidrig aus, haben sie sich nicht ernsthaft um das Kind gek�mmert oder liegen andere wichtige Gr�nde vor, so kann ihnen das Recht auf pers�nlichen Verkehr verweigert oder entzogen werden (Art. 274 Abs. 2 ZGB). Das Wohl des Kindes ist gef�hrdet, wenn seine ungest�rte k�rperliche, seelische oder sittliche Entfaltung durch ein auch nur begrenztes Zusammensein mit dem nicht obhutsberechtigten Elternteil bedroht ist. Als wichtige Gr�nde fallen beispielsweise Vernachl�ssigung, physische Misshandlungen und �berm�ssige psychische Belastungen des Kindes in Betracht (5P.9/2005 vom 22. Februar 2005 E. 6.1). Anderseits ist zu ber�cksichtigen, dass das Besuchsrecht dem nicht obhutsberechtigten Elternteil um seiner Pers�nlichkeit willen zusteht und ihm daher nicht ohne wichtige Gr�nde ganz abgesprochen werden darf. Eine Gef�hrdung des Kindeswohls ist daher unter diesem Gesichtspunkt nicht leichthin anzunehmen. Sie kann nicht schon deswegen bejaht werden, weil beim betroffenen Kind eine Abwehrhaltung gegen den nicht obhutsberechtigten Elternteil festzustellen ist. Gewiss sind im Rahmen des Eltern-Kindverh�ltnisses die Einstellung und die Pers�nlichkeit des Kindes zu respektieren. Grunds�tzlich untersteht das Kind aber der Autorit�t der Eltern; es schuldet ihnen Achtung und Gehorsam (Art. 301 Abs. 2 ZGB; BGE 111 II 405 E. 3 S. 407 f.).
Aus dem Gesagten folgt, dass Kindesschutzmassnahmen zur Erreichung ihres Ziels erforderlich sein m�ssen (Subsidiarit�t) und immer nur die mildeste Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen ist (Proportionalit�t); diese soll die elterlichen Bem�hungen nicht ersetzen, sondern erg�nzen (Komplementarit�t; Urteil 5A_701/2011 vom 12. M�rz 2012 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Entsprechend darf die Vormundschaftsbeh�rde (seit dem 1. Januar 2013: Kindesschutzbeh�rde) gest�tzt auf Art. 308 Abs. 2 ZGB ein begleitetes Besuchsrecht anordnen, dies aber nur dann, wenn ein unbegleitetes Besuchsrecht aller Voraussicht nach nicht zum Ziel f�hrt. Welche Ordnung des pers�nlichen Verkehrs unter Ber�cksichtigung dieser Massst�be angemessen ist, l�sst sich nicht objektiv und abstrakt umschreiben, sondern entscheidet sich im konkreten Einzelfall nach richterlichem Ermessen (Urteil 5A_432/2011 vom 20. September 2011 E. 2.5; CYRIL Hegnauer, in: Berner Kommentar, 1997, N 61 zu Art. 273 ZGB). Es ist in erster Linie Aufgabe des kantonalen Sachgerichts, diese Interessenabw�gung vorzunehmen. Bei deren �berpr�fung auferlegt sich das Bundesgericht Zur�ckhaltung (Urteil 5A_701/2011 vom 12. M�rz 2012 E. 4.2.1).
5.2 Die Vorinstanz h�lt die Beziehung zwischen der Beschwerdef�hrerin und ihrer Tochter aus verschiedenen Gr�nden f�r belastet. Diese Belastung resultiere nicht allein aus dem religi�sen Wandel der Beschwerdef�hrerin. Eine wesentliche Rolle spiele ihre dominante Pers�nlichkeit. Die Beschwerdef�hrerin befasse sich h�chst ungern, wenn �berhaupt, mit einer anderen als der eigenen Sicht. Das vorhandene Mass an Egozentrik erschwere den Kontakt mit der Beschwerdef�hrerin und st�re massiv die Beziehung zu ihrer Tochter. Hinzu komme die emotionale und zuweilen impulsive Art der Beschwerdef�hrerin, die sich in einem kaum zu stoppenden Redefluss �ussere. Im Verh�ltnis zu ihrer Tochter beschreibt die Vorinstanz die Beschwerdef�hrerin als vereinnahmend. Daraus folgert die Vorinstanz mit dem Bezirksrat, dass nur ein begleitetes Besuchsrecht in Frage komme.
5.3 Die Beschwerdef�hrerin wirft der Vorinstanz in tats�chlicher Hinsicht vor, dass der geschilderte Sachverhalt auf einer "zurecht ger�ckten und kreierten Kindeswohlgef�hrdung" beruhe. In dieser allgemeinen Form gen�gt der Vorwurf den Begr�ndungsanforderungen (E. 2.2) nicht. Mit dem blossen Aneinanderreihen von Superlativen ist weder Willk�r noch sonst wie eine Bundesrechtswidrigkeit dargetan. Darauf kann nicht eingetreten werden. Ins Leere geht auch der Vorwurf, die Vorinstanz sei mit Blick auf einen anderslautenden Bericht von Frau G.________ vom 5. Mai 2012 willk�rlich zur Auffassung gelangt, dass das Kind selbst keinen unbegleiteten Kontakt zu seiner Mutter w�nsche. Fakt ist, dass die Vertreterin des Kindes der Vorinstanz in dessen Namen beantragte, den Beschluss des Bezirksrats und damit das begleitete Besuchsrecht zu best�tigen. Vor diesem Hintergrund kann man es nicht als willk�rlich bezeichnen, wenn die Vorinstanz zur Auffassung gelangte, dass die Tochter mit dem begleiteten Besuchsrecht einverstanden sei. Im �brigen hat die Vorinstanz die ambivalente Haltung des Kindes ihrer Mutter gegen�ber nicht verschwiegen. Schliesslich gilt es zu betonen, dass das mittlerweile zw�lfj�hrige Kind zwar anzuh�ren und seine Meinung zu ber�cksichtigen ist. Die Verantwortung f�r den Entscheid, ob das Besuchsrecht mit oder ohne Begleitung ausge�bt wird, liegt aber bei der Vormundschaftsbeh�rde. Sie h�tte daher das Recht und die Pflicht, auch gegen den Willen des Kindes auf einem begleiteten Besuchsrecht zu beharren, falls sie dies zum Wohl des Kindes f�r n�tig erachtet. Dies gilt umso mehr, als Frau Dr. med. F.________ in ihrem Bericht vom 16. Mai 2012 betonte, dass man den diesbez�glichen Entscheid nicht dem Kind �berlassen d�rfe.
5.4 Ohne Belang ist auch der Vorwurf der Beschwerdef�hrerin, dass die Beh�rden sie in die Enge getrieben bzw. in einer Art und Weise auf das Kind eingewirkt h�tten, die dem Kindswohl nicht entspreche. F�r die Anordnung von Kindesschutzmassnahmen ist unerheblich, auf welche Ursachen die Gef�hrdung zur�ckzuf�hren ist: Sie k�nnen in den Anlagen oder in einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umgebung liegen. Desgleichen spielt keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der Gef�hrdung trifft (Urteil 5C.258/2006 vom 22. Dezember 2006 E. 2.1). Auch mit dem Argument, dass sie gegen�ber dem Kind nie gewaltt�tig geworden sei, vermag die Beschwerdef�hrerin nichts auszurichten. Einschr�nkungen des pers�nlichen Verkehrs k�nnen ihren Grund erkl�rtermassen auch in einer psychischen Belastung f�r das Kind haben (E. 5.1).
5.5 Schliesslich beruft sich die Beschwerdef�hrerin auf die Glaubens- und Gewissensfreiheit (Art. 15 BV und Art. 9 EMRK) und erinnert an Art. 303 ZGB, wonach die Eltern �ber die religi�se Erziehung ihres Kindes verf�gen, bevor dieses sein 16. Altersjahr zur�ckgelegt hat. Wohl steht dieses Recht auch jenen Eltern zu, denen - wie im Fall der Beschwerdef�hrerin - die Obhut, nicht aber die elterliche Sorge �ber ihr Kind entzogen wurde (BGE 129 III 689, E. 1.2 S. 691 f.). Daher kann der blosse Umstand, dass der sorgeberechtigte Elternteil gegen�ber seinem Kind religi�se Regeln durchsetzt, f�r sich allein genommen das Kindeswohl grunds�tzlich nicht gef�hrden. Ob diese Maxime ohne Einschr�nkung auch dann gelten muss, wenn der betreffende Elternteil - wie hier - vom angestammten religi�sen oder kulturellen Milieu der Familie Abstand nimmt bzw. sich mehr oder weniger unversehens einer anderen, aus der Sicht des Kindes fremden Glaubensgemeinschaft zuwendet, kann an dieser Stelle offenbleiben. Dass das Obergericht der Beschwerdef�hrerin ihre "ausgepr�gte Zuneigung zu ihrer Religion" und die "Weitergabe ihrer muslimischen Werte an ihre Tochter" vorwirft, l�sst sich dem angefochtenen Entscheid nicht entnehmen. Soweit die Beschwerdef�hrerin das Gegenteil behauptet, gen�gt ihre Beschwerde den Anforderungen an eine rechtsgen�gliche R�ge nicht (E. 2.2).
5.6 Nach dem Gesagten erweisen sich die Einw�nde, mit denen die Beschwerdef�hrerin die Rechtsm�ssigkeit der �berwachung des Besuchsrechts zu ersch�ttern versucht, als unbegr�ndet. Die angeordnete Kindesschutzmassnahme h�lt vor Bundesrecht stand.
Bleibt es beim begleiteten Besuchsrecht, stellt sich schliesslich die Frage nach dem zeitlichen Umfang. Die Beschwerdef�hrerin m�chte ihre Tochter jedes zweite Wochenende zu sich auf Besuch nehmen oder zumindest alle vierzehn Tage w�hrend dreier Stunden.
Auch bei der Festlegung von Besuchsdauer, -intervallen und -ort handelt es sich um typische Ermessensfragen (E. 5.2). Deren Beantwortung ist letztinstanzlicher Korrektur nur dort zug�nglich, wo das kantonale Gericht das Ermessen rechtsfehlerhaft ausge�bt hat, also Ermessens�berschreitung, -missbrauch oder -unterschreitung vorliegt (Urteil 8C_7/2012 vom 4. April 2012 E. 4.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdef�hrerin �ussert sich lediglich zur Frage der angeordneten �berwachung des pers�nlichen Verkehrs. Hinsichtlich der zeitlichen und �rtlichen Modalit�ten des Besuchsrechts zeigt sie nicht im Einzelnen auf, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegen soll. Ob ihr Schriftsatz den Begr�ndungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG �berhaupt gen�gt (vgl. BGE 121 III 397 E. 2a S. 400; Urteil 4A_22/2008 vom 10. April 2008 E. 1), kann indes offenbleiben. Denn von einem Ermessensfehler kann schon deshalb keine Rede sein, weil der Beschluss der Vormundschaftsbeh�rde vom 14. Februar 2012 nur den minimalen Anspruch auf pers�nlichen Verkehr umschreibt und die Beist�ndin verpflichtet wird, sich f�r eine Ausdehnung der Besuchszeiten einzusetzen.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde Bezirke Y.________ und Z.________ hat keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 3 BGG). Wie den vorstehenden Ausf�hrungen entnommen werden kann, konnte der Beschwerde von Beginn weg kein Erfolg beschieden sein, weshalb es an einer materiellen Voraussetzung f�r die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege fehlt (Art. 64 Abs. 1 BGG) und das Gesuch entsprechend abzuweisen ist.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde Bezirke Y.________ und Z.________, dem Obergericht des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, und A.________, vertreten durch Rechtsanw�ltin Annegret Lautenbach-Koch, schriftlich mitgeteilt.