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Timestamp: 2016-10-22 08:52:23
Document Index: 389545445

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 16', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 61']

8C_6/2014 (12.06.2014)
8C_6/2014 � � Urteil vom 12. Juni 2014
A.________, geboren 1967, war am 30. Juni 2004 in einen Unfall verwickelt und meldete sich am 12. April 2005 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Der zust�ndige Unfallversicherer, die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: SUVA), sprach ihr ab 1. Juni 2008 bei einem Invalidit�tsgrad von 100 % eine Rente zu und verneinte den Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung (Verf�gung vom 10. Juni 2008). Mit Verf�gung vom 3. April 2009 lehnte die IV-Stelle des Kantons Z�rich einen Anspruch auf eine Invalidenrente infolge Wiedererlangung der vollen Arbeitsf�higkeit ab 13. April 2005 ab. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich hiess die dagegen erhobene Beschwerde in dem Sinne gut, dass es die Sache unter Aufhebung der Verf�gung vom 3. April 2009 mit Entscheid vom 23. Dezember 2010 an die IV-Stelle zur weiteren medizinischen Abkl�rung und neuem Entscheid zur�ckwies.
Nach Einholung eines polydisziplin�ren Gutachtens des Zentrums B.________ vom 13. September 2011 und dessen Erg�nzung vom 9. Januar 2012 lehnte die IV-Stelle das Rentengesuch bei einem Invalidit�tsgrad von 7 % erneut ab (Verf�gung vom 5. Dezember 2012).
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies die dagegen erhobene Beschwerde am 31. Oktober 2013 ab.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, es seien der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und ihr eine ganze Rente auszurichten; eventualiter sei die Sache an die IV-Stelle zur�ckzuweisen, damit diese ein neues polydisziplin�res Gutachten einhole und erneut �ber ihren Rentenanspruch verf�ge.
Die Vorinstanz hat in ihrem Entscheid vom 23. Dezember 2010 resp. im vorliegend angefochtenen Entscheid vom 31. Oktober 2013 die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG), namentlich bei psychischen Gesundheitssch�den (BGE 130 V 352 und 396 sowie BGE 136 V 279), und der Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG) zutreffend dargelegt. Dasselbe gilt f�r den Anspruch auf eine Invalidenrente (ab 1. Januar 2008 Art. 28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007 Art. 28 Abs. 1 IVG) und die Ermittlung des Invalidit�tsgrades nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) resp. bei Teilerwerbst�tigen nach der gemischten Methode (ab 1. Januar 2008 Art. 28a Abs. 3 IVG; bis 31. Dezember 2007 Art. 28 Abs. 2ter IVG). Darauf wird verwiesen.
Zu erg�nzen bleibt, dass hinsichtlich des Beweiswertes eines �rztlichen Berichts entscheidend ist, ob dieser f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begr�ndet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352).
Die Vorinstanz hat gest�tzt auf das polydisziplin�re Gutachten des Zentrums B.________ vom 13. September 2011 und dessen Erg�nzung vom 9. Januar 2012 sowie des Berichts des Dr. med. C.________, Facharzt f�r Allgemeine Innere Medizin und Arbeitsmedizin, RAD, vom 28. Januar 2012 in f�r das Bundesgericht verbindlicher Weise (E. 1.2) festgestellt, dass infolge einer Verbesserung des Gesundheitszustandes sp�testens zwei Monate nach dem Unfall vom 30. Juni 2004 keine rentenbegr�ndende Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit mehr gegeben sei, und die Ablehnung einer Invalidenrente best�tigt.
Die Versicherte macht geltend, auf das Gutachten des Zentrums B.________ vom 13. September 2011 k�nne nicht abgestellt werden, da es bez�glich der psychiatrischen Beurteilung nicht �berzeugend sei, so dass es den Anforderungen der Rechtsprechung nicht gen�ge; die Vorinstanz habe demnach mit ihrem Abstellen auf dieses Gutachten den Untersuchungsgrundsatz von Art. 61 lit. c ATSG verletzt. Hingegen entspreche das Gutachten des behandelnden Dr. med. D.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 16. Januar 2013 den Erfordernissen der Rechtsprechung, so dass gest�tzt auf diese Beurteilung von einer vollen Arbeitsunf�higkeit auszugehen sei und der Versicherten eine ganze Invalidenrente zustehe.
Diesen Einw�nden kann nicht gefolgt werden: Einerseits legt der psychiatrische Experte in seinem Teilgutachten in �berzeugender Weise dar, weshalb nach seiner Einsch�tzung keine posttraumatische Belastungsst�rung (ICD-10: F 43.1) mehr gegeben sei (weder Flash back-Erinnerungen noch etabliertes Vermeidungsverhalten, da die Versicherte seit 2006 wieder selbst Auto f�hrt, noch wesentliche Intrusionen oder st�ndige Bilder, die sie tags�ber einholen) und nur mehr eine leichte depressive Episode (ICD-10: F 33.0) feststellbar sei (erhaltene Vigilanz, Kommunikationsf�higkeit, psychische Spannkraft und affektive Schwingungsf�higkeit); weiter bejaht er s�mtliche Kriterien einer generalisierten Angstst�rung (ICD-10: F 41.1). Andererseits vermag der Bericht des behandelnden Dr. med. D.________ vom 16. Januar 2013 diese Einsch�tzung des psychiatrischen Experten nicht in Zweifel zu ziehen, da er - wie die Vorinstanz zu Recht festh�lt - auch nicht ansatzweise darlegt, gest�tzt auf welche Anhaltspunkte er zur Diagnose einer posttraumatischen Belastungsst�rung gelangt und sich mit der Beurteilung des psychiatrischen Experten des Zentrums B.________ nicht auseinandersetzt. Zudem ist zu beachten, dass sich der Behandlungs- und der Begutachtungsauftrag unterscheiden (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1, I 514/06), und es kann nicht ausser Acht gelassen werden, dass behandelnde �rzte im Zweifelsfall mitunter eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353). Demgem�ss liegt keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach Art. 61 lit. c ATSG vor. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz gest�tzt auf die Einsch�tzung der zumutbaren Arbeitsf�higkeit gem�ss Gutachten des Zentrums B.________ vom 13. September 2011 die Ablehnung des Anspruchs auf eine Invalidenrente best�tigte und festhielt, selbst bei Annahme einer bloss 70 %-igen Arbeitsf�higkeit resultiere ein rentenausschliessender Invalidit�tsgrad (E. 4.3 des kantonalen Entscheids). Da die Versicherte im �brigen keine weiteren Einw�nde gegen den kantonalen Entscheid vorbringt und auch keine Anhaltspunkte bestehen, wonach dieser offensichtlich unzutreffend w�re, hat es bei der Ablehnung des Anspruchs auf eine Invalidenrente sein Bewenden.