Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4046.htm
Timestamp: 2018-11-21 08:49:55
Document Index: 230361782

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 58', '§ 64', '§ 22', '§ 2', '§ 64', '§ 4', '§ 5', '§ 33', '§ 4', '§ 5']

4.046 Blauen
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Blauen« vom 20. Februar 1984 (GBl. v. 13.04.1984, S. 272).
Auf Grund von § 21, § 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz ‑ NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden‑württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBI. S. 199) und von § 22 Abs. 2 Landesjagdgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBI. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Sigmaringen, Landkreis Sigmaringen, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung » Blauen «.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 46,84 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Jungnau die Wald-Flurstücke 2045, 2048 (Teilfläche), 2055/1 (Teilfläche), 2056/2 (Teilfläche), 2063/1, 2068, 2076/3, 2078, 2085 bis 2093, 2095, 2115 (Teilfläche) sowie die an diese Flurstücke beidseitig angrenzenden Teile des Weges 3844 und der Wege ohne Bezeichnung.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 1. September 1982 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen und beim Landratsamt Sigmaringen in Sigmaringen auf die Dauer von drei Wochen beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung der vielfältigen Vegetation auf Zementmergeln, die von Rohbodenbesiedlern über ehemalige Schafweiden bis hin zum Wirtschaftswald reicht, wobei die reichhaltige Orchideenflora in besonderem Maße des Schutzes bedarf.
Nr. 8 GBL 1984 273
7. neu aufzuforsten oder sonstige Pflanzen oder Pflanzenteile einzubringen, zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören;
11. das Schutzgebiet außerhalb der befestigten Waldwege zu betreten oder zu befahren;
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang;
2. für ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang im Rahmen anerkannter Grundsätze und entsprechend dem jeweiligen Stand der Technik sowie unter Berücksichtigung der natürlichen Art des Gebietes mit der Maßgabe, daß der Waldwegebau unter größtmöglichster Schonung der geschützten Pflanzenbestände erfolgt,
4. für Pflegemaßnahmen, die von der höheren Naturschutzbehörde oder der von ihr beauftragten Stelle im Einvernehmen mit dem zuständigen staatlichen Forstamt und mit Zustimmung des Eigentümers veranlaßt werden;
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 und § 5 Nr. 1 bis 4 dieser Verordnung verbotene Handlungen vornimmt.
(2) Ordnungswidrig im Sine des § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 und § 5 Nr. 1 dieser Verordnung die Jagd ausübt.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Regierungspräsidiums Südwürttemberg-Hohenzollern über das Naturschutzgebiet »Blauen« auf Gemarkung Jungnau, Landkreis Sigmaringen, vom 20. Februar 1970 (GBl. S. 106), geändert durch die Verordnung vom 23. Juli 1971 (GBI. S. 382), außer Kraft.
TÜBINGEN, den 20. Februar 1984