Source: http://www.drk-muenster.de/angebot/kinderschutzambulanz/leistungsbereiche.php
Timestamp: 2020-08-04 02:03:00
Document Index: 258847654

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 27', '§ 36', '§ 27', '§ 36', '§ 8', '§ 14', '§ 78', '§ 8']

Kinderschutzambulanz / DRK Münster
Leistungsbereiche der Ärztlichen Kinderschutzambulanz
Die folgenden Leistungen gewähren wir nach dem Sozialgesetzbuch, Achtes Buch, Kinder- und Jugendhilfe (SGB VIII):
Erstabklärung des evtl. Diagnostik-, Beratungs- und Therapiebedarfs
für Kinder, Jugendliche und Familien, die von sexueller Kindesmisshandlung, körperlicher Kindesmisshandlung und/oder Kindesvernachlässigung betroffen sind (SGB VIII § 16)
Klienten / Auftraggeber:
Kinder und Jugendliche, die von sexueller Kindesmisshandlung, körperlicher Kindesmisshandlung und/oder Kindesvernachlässigung betroffen / bedroht sind, ihre Sorgeberechtigten und Erziehenden sowie Fachpersonal der Jugendhilfe, Medizin, Psychotherapie und Justiz.
Erstabklärung und ggf. Empfehlung weiterer diagnostischer / therapeutischer Maßnahmen
Erste Evaluation von Verdachtsmomenten in Verdachtsfällen von sexueller Kindesmisshandlung, körperlicher Kindesmisshandlung, Kindesvernachlässigung
Vorgespräche mit bisher beteiligten Fachpersonen, -institutionen
Sichtung und Würdigung von Vorbefunden
Fachgespräche, Hilfeplangespräche
für Kinder, Jugendliche und Familien, die von sexueller Kindesmisshandlung, körperlicher Kindesmisshandlung und/oder Kindesvernachlässigung betroffen sind (SGB VIII § 27 in Verbindung mit § 36)
für sexuell misshandelnde Kinder und Jugendliche und ihre Familien (SGB VIII § 27 in Verbindung mit § 36)
Kinder und Jugendliche, die andere Kinder sexuell misshandelt haben und deren Familien bzw. Erziehende.
Psychologische, ggf. kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik unter besonderer Berücksichtigung der sexuellen Auffälligkeiten und ihres Stellenwertes in der biographischen Entwicklung des Kindes/Jugendlichen
Einschätzung möglicher Rückfallgefährdung, Risikobeurteilung
Entwicklung eines Behandlungssettings und -planes, gemeinsam mit dem Kind/Jugendlichen, den Eltern/Erziehenden, dem Gericht und dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, ggf. Überweisung in eine stationäre medizinische Einrichtung oder Stellungnahme zur evtl. Unterbringung in einer stationären Einrichtung der Jugendhilfe
Thematisierung und Bearbeitung der den sexuellen Auffälligkeiten zugrunde liegenden Konflikte des Kindes/Jugendlichen, gemeinsam mit seinen Eltern/Versorgern
Entwicklung alternativer Verhaltensstrategien mit dem Kind/Jugendlichen
Entwicklung erzieherischer Handlungsstrategien mit den Eltern/Erziehenden
Bearbeitung der Konsequenzen der sexuellen Übergriffe im sozialen Umfeld des Kindes/Jugendlichen (Schule, Freizeit, etc.)
langfristig: möglichst Verhinderung weiterer sexueller Übergriffe (beziehungsweise Straftaten) durch den Jugendlichen und seine psychische Stabilisierung
Voraussetzungen für Klienten:
Kinder- und Jugendliche, die andere Kinder sexuell misshandelt haben und in der Ärztlichen Kinderschutzambulanz zur Diagnostik/ Beratung/Therapie vorgestellt werden, müssen von einer erwachsenen Bezugsperson (Eltern/Erziehenden) begleitet werden. Eltern/Erziehende müssen zur Mitarbeit am diagnostischen/therapeutischen Prozess bereit sein. Dazu gehört auch – gegebenenfalls nach entsprechenden Vorgesprächen in der Ärztlichen Kinderschutzambulanz – die Bereitschaft der Eltern/Erziehenden mit dem KSD zusammen zu arbeiten – und die dem Kind/Jugendlichen zur Last gelegten sexuellen Übergriffe dem KSD gegenüber zu öffnen. Im Fall von strafmündigen, rechtskräftig verurteilten Jugendlichen versteht sich die Notwendigkeit der Kooperation zwischen Jugendgerichtshilfe, Eltern/Erziehenden und Ärztlicher Kinderschutzambulanz von selbst. Eine entsprechende schriftliche Vereinbarung muss unterzeichnet werden.
psychologische Einzel- und Familiendiagnostik (alle gängigen Verfahren), vorwiegend in den Bereichen:
spezifische Diagnostik der sexuellen Auffälligkeiten
bei Bedarf kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik und Beurteilung
Einzelfallbezogene Beratung von Fachkräften und Institutionen der Jugendhilfe und anderen Professionellen in Fällen von sexueller und/oder körperlicher Kindesmisshandlung und/oder Kindesvernachlässigung (SGB VIII §§ 8a / 8b / 14)
Einzelpersonen oder Institutionen, die als Professionelle mit Fällen von sexueller Kindesmisshandlung, körperlicher Kindesmisshandlung und/oder Kindesvernachlässigung konfrontiert sind.
Einschätzung und Beurteilung von Verdachtsmomenten
Beratung, Information zu allen Formen von Kindesmisshandlung, Symptomen, Ursachen, spezifischen Erfordernissen im Umgang mit der Thematik
Planung weiterer Interventionen
Klärung von Konflikten im professionellen Netz
Unterstützung der Professionellen bei der Vor- und Nachbereitung von Interventionsschritten
Ein- oder mehrmalige Einzel- oder Teamberatung
Kontinuierliche fallbezogene Einzel- oder Teamsupervision
Fallübergreifende themenbezogene Fachberatung und Fortbildung für Professionelle der Jugendhilfe und anderen in Fällen von sexueller und/oder körperlicher Kindesmisshandlung und/oder Kindesvernachlässigung (SGB VIII §§ 14 / 16)
Fallübergreifende Fachberatung und Fortbildung für Mitarbeiter der Jugendhilfe und anderer Berufsgruppen zur Prävention und Intervention zu allen Formen von Kindeswohlgefährdung, -misshandlung und Vernachlässigung und zur Arbeit sexuell übergriffigen Kindern und Jugendlichen.
Mitarbeiter der Jugendhilfe und anderer Berufsgruppen
Verbesserung des Kenntnisstandes zur Entstehung, Symptomatik und Interventionsmöglichkeiten bei allen Formen von Kindeswohlgefährdung, -misshandlung und –vernachlässigung sowie der diagnostischen und therapeutischen Arbeit mit sexuell misshandelnden Kindern und Jugendlichen
Teamberatungen, Einzelberatungen
Kontinuierliche themenbezogene Einzel- oder Teamsupervision
Arbeits- und Orientierungshilfe zum Thema „Kindliche Sexualität, sexuelle Entwicklung und auffälliges Verhalten“
(17 Seiten, PDF-Download)
Mitarbeit in Arbeitskreisen und Fachgremien, Öffentlichkeitsarbeit zum Thema sexuelle Kindesmisshandlung, körperliche Kindesmisshandlung, Kindesvernachlässigung (SGB VIII §§ 78 / 80)
Mitarbeit in Arbeitskreisen, Fachgremien
Fachkräfte aus Institutionen der Stadt Münster und/oder der Region, die mit dem Thema Kindeswohlgefährdung, -misshandlung und –vernachlässigung befasst sind (Schulen, Kindergärten, Jugendhilfeeinrichtungen, Ärzte, Ämter für Kinder, Jugendliche und Familien, Polizei, Justiz)
Vernetzung mit anderen Einrichtungen in der Stadt Münster und im weiteren Umkreis
Information über die Arbeitsweise der Ärztlichen Kinderschutzambulanz und Austausch mit anderen Fachstellen
Austausch von Fachkenntnissen zu allen Bereichen des Themas Kindeswohlgefährdung, -misshandlung und –vernachlässigung in allen Formen
Mitgestaltung institutionsübergreifender Konzeptionen zum Umgang mit der Thematik Kindeswohlgefährdung, -misshandlung und –vernachlässigung
Weiterentwicklung und Verbesserung der Hilfestrukturen für betroffene Kinder, Jugendliche und Familien
Frühzeitige Identifikation neuer Problemfelder und institutionsübergreifende Entwicklung adäquater Hilfsangebote
Teilnahme an Arbeitskreisen, Fachgremien
Mitarbeit an Konzepten, ggf. Publikationen
Clearingstelle Kinderschutz
Ein multiprofessionelles, einzelfallorientiertes Fach- und Beratungsgremium
(SGB VIII §§ 8b / 14)
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Die folgende Leistung erbringen wir außerhalb des SGB VIII:
Sachverständigengutachten für Familiengerichte zu Fragen von Kindeswohlgefährdung, -misshandlung und -vernachlässigung
Familienrichter/-innen
Vorbereitung gerichtlicher Entscheidungen zu den o.g. Fragen
entsprechende schriftliche Stellungnahmen und Empfehlungen
florian.stricker@drk-muenster.de
kinderschutzambulanz@drk-muenster.de
Gerlinde Niedick