Source: http://repertorium.at/qu/1399_frankfurt_bac_iudicii.html
Timestamp: 2019-02-23 16:43:40
Document Index: 328174519

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 1', '§ 7', '§ 3', '§ 11', '§ 1', '§ 14']

Quelle: Thomas, Johann Gerhard Christian: Der Oberhof zu Frankfurt am Main und das fränkische Recht in Bezug auf denselben / ein Nachlaß von Johann Gerhard Christian Thomas. Hrsg. von Ludwig Heinrich Euler. Bevorwortet von Jacob Grimm. - Frankfurt am Main : Jäger, 1841. - XXXII, 591 S. [DRWSigle: FrankfOHof.] 222-254.
Zum ersten1 ist zu wissen, das des rijchs gerichte zu Franckfort als von alter herekomen ist, besast sal sin mit xiiij scheffen und mit eym schultheis, die sollent haben eynen schriber der an dem gerichte schribe, wes sich darjnne geboret und sieben richtere, drij fursprechen oder vier, wie die scheffene nach gelegenheit bedunckt dem gerichte nottorftig sin2.[Seite 223]
Es ist auch zu mercken, das von alter gewonheit ist, das man des rijchs gerichte pleget zu halten off mantage, mit [Seite 224] woche und frijtage5 und off keyne andere tage, es were denn jn den messen, so mocht man off andere tage auch gerichte halten, umb fremder geste willen; man sulte aber nit gantz uß sitzen, noch keyn getzuggelt nemen. Es mochte aber zur selben zijt eyn iglicher sin vorerfolgete sache oder scholt wol berechten, glich als am offen gerichte. Man mocht auch zur selben zijt dwyle der schultheis zu gerichte sesse pande offbieten, die richtere rachtunge besagen und alle sache handeln als am offen gerichte; dann alleyne die sachen die sich enden mit erfulgunge, als komere zu offen oder ymanden fur scholt oder anders zu erfulgen: daß muß sin und gescheen an offen gerechte, als vor underscheiden ist. Obe aber die sachen, die sich also an offen gerechte enden mußen, angefangen wurden off die tage so nit ganz uß gesessen worden, so muste der oder die es also angefangen hetten, des nesten gerechtes dar nach warten, so lange biß daß gerichte uß sesse, und da binnen bedurfften sie nit von nuem komern oder gebieten. So es in der heilgen karwochen ist, so siczet man, den gesten zu willen, off mantag, mytwoche und oster abent, doch nit an offen gerechte, sonder in der stuben, und wem da begnuget, als an offen gerechte, dem helffen die scheffen so ferre sie mogen, als am gerechte. Es ist aber nymand darzu getrongen daß sie mußen antwertten, er thu es dan von willen, und dar umb sollen die richtere nymand zwingen mit globde oder anders off die selben vorgenanten tage, so man nit offen gerichte besiczet zu komen, dan alleyne an offen gerechte daß neste darnach komen wirt. Man sal auch wissen, daß man in den messen sich kuntschafft und geczugnisse vermessen und gewißunge tun mag, glich als ußwendig den messen; aber wer sich da jnne geczugnissen oder kuntschafft vermysset, der hat darczu nit ferrer sin tage zu heißen, dan an daß nesten gericht dar nach. Were aber daß die schefphen beduchte, daß mer zijt not were zu siner kuntschaft, so ferre es uberfelt were, so mochten sie von gerechtes wegen den tag erschrechen off eynen benanten tag, abe gerecht werde; werde nit gerechts, so wer es an nesten gerechte darnach, und beyden teilen den tag benemmen, der sach zu warten.[Seite 225]
Der schultheis6 sal des gerichts und was zu sym ampt geboret mit flisse warten und off die gerechts tage wie vor genant sint daß gerecht besitzen zu nune uren, so man zu gerichte geludet hat. Und er ensal nymands die fursprechen erleiben oder gonnen mit ußgesprochen worten, er sicze dan uff dem richterstule. Und er sal auch einen iglichen alsdan fragen, wes er zu vorsprechen begere, den sal derselbe ym nemmen; da weres, daß er ym den nit benennte mit sim namen und obe ym die widderpartij da zuschin hiesche und mit sime namen benennte, er sulte dem selben lesten an sin wort folgen. Jtem obe ymands vor gerechte stunde, dem dar geboden were, und sin widersachen ym zusprechen und yne schuldigete, und der selbe keyne richtege antworte tun oder nit antwyrten wulte, den sal der schultis gebiden, recht zu antwurten, obe yn anders beduncken wil, das es zu enden sii anne die schefphen. Die gebietunge sal er sagen in diese wyse, so ferre anders des andern vorsprechen des an den schultheis gesymet: "Jch gebieden dir von gerechts wegen, daß du antwurtest" und also mit den selben worten zum ander und zu dem dritten male. Antwurte der dan nit vor der dritten gebietunge, so ist er darumb die busse plichtig. Beduchte aber den schultheis daß sich die sache ane die schefphen nit geenden moge, so sal er beiden partien an daß neste gericht darnoch vor die scheppfen bescheiden und tag machen.
Jtem wie die scheffene sollent ernste zum gerichte haben und des mit flisse warten, und bedencken das sie daran an godes stat sitzen, und sich keynerley sache bewegen laßen vom rechten, dan alleyne vor nemen die bloße gerechtigkeyt, die got ist, so ferre sie sich mit allen jren vernunfften versteen odir verwissen wogen, und dar umb ist noit sie dem rechten mit flyße nach zu gedenken7.[Seite 226]
Jtem obe geschee, daß worteil gestalt wurden, und die scheffen, an die sie gestalt wern, eynen ander beden, die zu offen, so ist nit noit zu sagen umb merckunge willen der umbstender, das er des gebeden sij, sonder jn die wise zu sagen: die ortel die gestalt sin han mich die scheffen underwist und duncket mich selbst recht.[Seite 227]
Jtem er sal den lude ir pende zedel nit verziegen wieder iren wyln.[Seite 228]
Jtem wer dem andern gebieten wil fur frabel, es sy umb worte oder umb werke, da bedarff dan, der den frabel begangen hait, nit me dan zu eym male lassen gebieten; und ob der clegere besorgete, daß sich der uß der clage entferrete und wilch deß gerichts nit wartete, so mag er von ym endeschafft nemen, zu clage und zu antwurten an daß gerichte der sachen bis zu enden. Begerte aber der dem gebode were an den andern endeschafft des gerichts zu werten, der richter sulte sin gelobe von ym dar jmb nemen, und sie beider sijt des nesten gerichts[Seite 229] darnach warten und clage und antwirt komen; mochten sie aber nit furkommen, so sulten sie des gerichts so lange warten und die enteschaff were so lange behaffe biß daß die parthijen vor gericht zu clage und antwurt quemen und obe aber der da kynnen [dak ynnen ?] der cleger ußblibe, so mocht der ander daß gezuggelt geben und der sachen ledig werden und der verfielle selbs in den frabel und dem allen sinen gerichtsschaden wider zu keren und darzu were dem geyn dem furder sins rechten unbenommen obe der selbe an ym eynchen frabel jn derselben geschichit begangen hette, er mocht ym darumb auch gebieden und thun wie vorstet. Und were aber daß der ußblibe den zu erste daß gebod gescheen were, so sal der cleger daß gezuggeld geben un yne der sachen erulgen und der iß vorkouffen, nach dem die sache groß oder cleyn ist, nach erkenntnisse der scheffen. Doch so wer demselben erfulgete dannoch sins rechten geyn dem andern unbenommen obe er ym ichts widerumb getan hat, er mußte aber dem zuvorane er ym darumb antworte sinen gerichts schaden geben, ader verlore was er daruff begeret, ob anders de sache in eyner geslicht geschen wer. Weres aber nit in einer geschit geschen, sonder davor oder darnach, so enhette der mit dem gerichts schade ader mit schererlone keynen fustant, jm darumb nit plichtig syn zu antworten, sunder er musse ym antworten und mocht yn glichwol penden fur synen gerichts schade und warfur er yn erwonen hette. ere aber die partien von beiden teilen uß bliben nach dem gebode, so sal der richter es furbrengen und der schultheis nach beyden partijen schicken, und von yn beyden clagen und da mit sie tringen, daß er eyner von andern claget, ehe sie aber nit clagen wulten, der schultheis mag von yn beiden beden clagen den frabel also wol geyn dem der den schaden lidet als geyn dem der den getan hat, und fallen auch beidersijt jn die busse iglich fur sich und yn den gerichts_schaden.
Jtem ist das die partijen mit den frebeln furkomen zu clage und antworte, es synns [Hrsg.: sy umb?] verwonden, slagerne, sliche, wo mit die geschen, werffetegen oder messerczucken, oder ym frebelich warte und der cleger dem zuspracht daz er den frabel an yme begangen habe mit bedachtem beraden mude frebelich off des rijchs strassen oder wie er yn schuldigt, so mus der an [Seite 230] den die clage geschit dar zu ja ader neyn sagen. Saget er neyn, so mag er sich vermessen yn des zu gewisen und sine kuntschafft neme. Zu der kuntschafft mag er nemen was personen dabij gewest sin. es sin man oder frawen, knechte, mede, prister adar juden. Und welcher der persone zweij mans oder ij frawen personen er zu ym hat, die nit die sache und frabel selbs an irer eygen personen antriffet,10 so mag er damit gewijsen und zu der kuntschaff hat er nit lenger tag, dan biß an daß neste gericht darnach. Und er sal die kuntschaff jnschriben und davon geben dem schriber xiiij heller und darnach sinen geczugen lassen gebieten an daß neste gericht, die warheit in der sachen zu sagen. Die geczugen sollent dem gebode gehorsaum sin, und obe sie des nit teden und dadurch dem sumeysse geschee, daß wern die oder der ynne also gesumet hatte im plichtig offzurichten, so er sie darumb mit rechte ersuchte.
Jtem obe aber der die gewisunge tud, also daß der scheffen wiset, daß er gewist habe, daß er sin billich genysse, so sal der durch sinen fursprechen zu ortel stellen lassen nach dem er also bekuntschafft oder gewiset habe ob es der dan [n]it billich verbusse, dar uff wiset der schaffen: Nach dem der verkuntschafft habe, daß er mit ortel gewiset sij, daß er sin billig genysse, so enmoge der nit überg gesin er musse eß verbussen, so daß gewiset ist. So nymet der schultheis der richter stap und der busfellige muß daran griffen, und der schultheis sprichet: daß er dem gerichte und dem rade verbussen und dem cleger an die hant gryffe.11 Und der sal zu dem cleger gen und ym an die hant griffen. Der cleger sal ym als dan sin hant nit versagen. Und wilcher under yn danne mutwilge und des gerichts lauffe dar jn nit nach ginge, die ander parthii mochte dar umb die busse suchen. Obe es aber die partijen nit suchen wolte, der schultheis mochte off sten und es selbs ersuchen. Nu so der dem cleger an die hant hat gegriffen, so sal man den scherer off den[Seite 231] eyd fragen: Obe es anders schaden sin, daß man des scherers dar zu bedurfften hat, wie der schade sy, groß ader cleyn. Die frage dut der schultheis. So er besaget hat so stellet deß cleger fursprechen zu ortel dem der scherer off den eyd besaget habe waß dan der busse sij damit der verfallen sij. Dan wisent die scheffen die buß hoch ader nieder als nach sage deß scherers der schade groß ader cleyne ist; ader mogen daß ortel hinder yn behalden, biß dann nach dem busfelligen darumb geschicht werde von den rechemeyster. Und soliche sache, wie sich das verhandelt hat, sal der cleger lassen jnne schriben und dar umb geben xxi heller, das ist von iglichem ortel vij heller: die ynneschribunge sal off die kreczerri12 furbracht werden, die rechenmeyster sich dar nach wissen zu richten. Des glichen sollent alle frebelich geschichte, erfulgunge ader erkentnus von dem schriber zu der kreczerj bracht werden, so er das von den rechenmeystern bescheyden wirdet; doch daß die scheffen da var under yne erkennen sollen ein igliche busse, obe sie groß ader cleyn sy. Des glichen sollent auch alle frebeliche geschichte von erfulgunge ader erkentnus vor dem helgen gericht13 verhandelt von dem richter oder schriber da selbs auch furbracht und von den scheffen erkennet werden.
Nu ist zu merken das die frebel manerkey gestalt han, und stet doch alle busfellige frebel off drije bussen. Die hoeste busse wirt gewist daß der mit der hoesten busse zu bussen verfallen sy, als eyn wonde, und daß sint xxx lib. heller. Die busse sal gemynert werden eynem burger an xx lib., so er sprichet wieder die rechenmeyster: er begere genade; were er aber so eygenwillich, das er der wort nit sprechen wulte, so weren sie nit plichtig die x lib. abzustellen, sie mochten die xxx lib. gancz nemen. Die hoeste busse darnach wirt gewiset die hohe14 busse als mit eyner wunden, das sint ix lib. heller; begert der gnade ist er burger, man sal ym des dru lb. dar umb abstellen. Die mynste [Seite 232] und nyderste busse xx ß heller und wirt in der wisunge des ortel genant: mustat15
Jtem17 meynestu recht zu haben zu eygen und erbe, welcherleyen das ist, das andere die zu Franckfort wonhafftig sint underhanden hant und da sint, den geburt darumb mit eym richter an daß neste gerichte darnach und warte des gerichts uß. Komet der, so nym die ansprache. Fur mogent er nit an dem gerichte vor [Seite 233] komen, so warte des andern gerichte darnach, und also bis das ir fur koment. Blibet er aber da bynnen uß, so magstu die gezugelt geben und yn der sachen erfulgen. Nym eynen zedel uß des gerichts buche und bide den schultheis, umb den richter der daß gebot getan hat, und lasse dir vor din ansprachen richten an den gutern dar an du recht meynest zu haben. Lesset der die rachtunge furgeen und sprichet nit dar jn, er engildet sin; spricht er aber darin vor gerichte, und gibt dir dinen gerichts_schaden daruff ergangen zu voran, so mag er sin recht fur sich stellen, und was daß recht dan gibt, dabij stet es.
Zum andern mercke, obe der oder die, die daß erbe underhanden hetten, vor sich selbs oder es andern eyn zijt verluen hetten, nit jnhemsch weren so gang zum schultheis vnd gib dem xiij heller, und sage ym die ansprache, und byde yn, das er dir eyns kommers off die guter erkentlich sy. Und gang dan zu des gerichts schriber und lasse den kommer mit diner ansprache jn des gerichtsbuch schriben; darumb gib jm vj heller. Darnach am nesten gerichte lasse den fursprechen den komer offen mit diner [Seite 234] ansprache, lassen die offenunge jn gerichtsbuch schriben und warte des gerichts uß bis off xii uren, stund aber des fur xii uren off, so warte des nesten uß siczenden gerichts darnach. Lasse den komer darnach mit den schultheissen breve und mit sym boden oder obe er nit jnheymsch were mit eym andern gesworn dem verkunden. Were es aber me dan eyn persone und nit elude weren, so schicke iglichem eynen besundern verkunds briff den komer zu verantworten und zu versten. Die zijt des gerichts tages sal man seczen also gerumet, das sie den tag wol gereichen mogen, und wo der dag zu korcz gesast wurde zu erkenntnisse der scheffen, du verlorest kost und arbeit, und mustest von nwen an fohen. Der bode sul berechten off die heiligen, wie er die brieve geantwert habe. Und des benanten gerichts tages saltu warten daß gericht uß. Sesse aber das gericht nit bis zur xij uren oder obe off den tag nit gerichts wurde, so warte des nesten gerichts darnach. Kommet sie nit an daß gerichte, so erfulge sie und lasse es in des gerichtsbuch schriben und nem der sachen zedele uß des gerichtsbuche, nemlich des komers vorm schultheiß, die offenunge, die berechtunge des boden und die erfulgunge, und wise den schultheis die zedele wie ferre du es ergangen hast, bide yn dir den richter zu erleiben vnd nym wilchen richter du wilt, der muß dir helfen off des schultheis warezeichen; die rachtunge sal der richter dar nach vor gerichte besagen vff den eidt. Die besage des richters lasse ynn schriben und lasse dich in din ergangen recht von gerichts wegen seczen.
Nu folget obe man die personen jnn verkundunge zutun nit wißen mochte zu finden18, so sal man yne zu drien dagen und zu drien seß wochen in dru lande verkunden und tag seczen in drien brieven. Die brieve der bade nachheym tragen sal und zu yder zijt sie eyn lant uß suchen und mit flisse so er aller ferst, und den brieff antwurten an die ende da sie zu leste usgescheden woren, nach dem er erfuren, obe er sie nit selbs funde, doch [Seite 235] das er wieder keren sal, also das er vor ußgange deß gesasten tages wider hie sij, und sich off den heiligen beneme wie er damit umb gangen habe. Das sal er driwerbe tun, und du zu ydem den drien tagen und seß wochen des gerichts uß warten, und die gezuggelt geben, und dan den sachen furter nach geen als oben gerort ist.
Und obe der bode den man nit fynden mogte, so sulde er zu iglicher zyt den brieff der frauwen antwurten; weren sie aber beyde in fremden landen, auch nit inheymisch und hetten doch wonunge, da sie ire wesen hetten, so lasse doch verkunden, wie vor steet und findet der bode sie nit, so antwurte er den brieff in ire wonunge zu yder zyt. Obe aber nymant darjnne were, so stosse er die brieve an die thore des huses und thu daz mit kuntschafft etzlicher der nachber daby und thu sin berechtunge und du die irfulgunge, als vor steet. [Seite 236]
Jst es farndehabe20, so machtu sie versetzen oder verkeuffen übernacht, du mochtest sie auch dem zum besten ein zyt hinder dir behalden. Der versatz oder verkauff sal sin, daz die pande in xiiij tagen versteen,21 obe die nit entschudt wurden, und verkunde den daz mit dem egenanten richter, die pande zu entschuden und wo sie steen fur die zinse und fur den gerichts schaden.22 Were aber die rachtunge an dem eygen und erbe [Seite 237] gescheen, die sal der richter am nesten gerichte ungeverlich darnach vor gerichte besagen und sich in dem selben eyde benemen, daz er keyne farnde habe oder nit gnug farende habe funden habe. Die sage des richters lasse jn schriben und erfare dan waz die gude zinse geben, und lasse dir den gerichtsschriber eynen zedel schriben dem fursprechen, die gude fur den zinß und gerichts schaden feyl zu tragen.
(Wie die zedele geschriben und vom fursprechen feyl getragen werden sollent findet man an dem ... blade).
By dem jnsatze y off daz allermynste zwen scheffene by dem schultheiß sin sollen. (Wie der jnsatz gescheen sal, findet man am ... blade.)
Die verkundunge sal der richter vorm gericht besagen. (Wie der richter verkunden sal findet man an dem ... blade.) Kommen die und betzalen den erschienen zinß und gerichtsschaden, so blibet es daby. Teden sie das nit, so gang du an daz neste gerichte, daz nach ußgange der xiiij tage wirdet und warte des gerichts uß. So iß xij geslagen hat gib die getzuggelt und erfulge die der daz erbe gewest ist als erben und auch die zinslude, und lasse es in gerichts buch schriben der sachen.22.1
Obe der, der in daz erbe gesast ist, des einen brieff von gerichts wegen begert, sal man ym einen brieff geben mit des schultheis jngesiegel versiegelt.[Seite 238]
Nota. Obe dir ymand schuldig were, der anfalles von eynchen gutern warten were und du dich diner schulde an yn nit erkobern mochtest, so machtu siner anfalle in kommer legen und den uß und uß mit komer vorm schultheis mit offennge, verkundunge, berechtunge und allen andern sachen nachgeen, in massen hernach steet, wie eygen und erbe fur scholt zu ergeen ist; merke aber: erlebte der den falle nit, so enhettestu auch [Seite 239] daran nichts; erlebet er aber den falle so setzestu dinen fuß jn daz erbe an sin stat und obe er dabynnen solichen sinen anfalle verkeuffen, verußern oder mit willen verzihen wurde, es hilffet yn nit.
Ob aber dem und dir etzwaz in gemeinschafft geborte zu machen und daz ane merklichen schaden nit vertziehen mechtest, komen sie dan nit als vor steet, du macht es alleyne machen lassen, uch beyden zum besten, und macht der selben eygen und erbe dan mit kommer fur ire gebornisse daran furnemen und damit umbgeen, wie hernach von eygen und erbe als fur scholt zu ergeen geschriben stet. Du muß dich auch in den sachen wol fursehen, waz du darjnn tust mit buwen, daz das nottorfftig sy und mit rade oder bywesen der geswornen werklude und des gerichts.[Seite 240]
Lasse dir an dem erbe darfur richten, die rachtunge besagen und es feil tragen, wirt es eym andern nit verkaufft oder versatzt, so magstu es selbs behalden fur als vil dich bedeutet, daz es wert sy und dich darjnn lassen setzen; verkunde es den andern zinßluden in xiiij tagen zu entschuden, entschuden sie es nit in den xiiij tagen, du macht es behalden; du must aber iglichem furter davon sin zinse geben, sie sin vor oder nach dynen zinsen gelegen, und obe du es selbs nit wilt behalden, so sich dich fur, daz du des in keynerley wyse gebruchest, dan lasse den zinß_luden von stunt gebieden fur ein reterunge23. Weren sie nit hie zu Franckenfurd, so lasse yn den schultheißen dartzu tag setzen an daz gericht in sinem versigelten brieff. Koment sie nit, so erfulge sie der reterunge, so bedarfftu yn ire zinse dar affter nit geben; komment sie aber, bistu der leste mit dinen zinsen so gibestu yn daraffter furbaß ire zinse, und nit waß for erschienen vere oder ußerst dich diner zinse und des erbes gein yn; alsdan sin sie dir weder zinse nicht gerichtsschaden plichtig. Lege aber ymand mit sinen zinsen nach dir, der muß daz erbe zu jm nemen und dir dine hurige unverjerte zinse, darfur du gekomert hast und dinen gerichtsschaden ußrichten, oder sich siner zinse und des erbes vertzyhen und er enist auch nit plichtig den andern vor dir [Seite 241] eynche zinse bis dar zu geben, dan alleyn waz von der reterunge an furter erschinet. Daz komet davon daz sie des gerichts nit gesucht han. Desglichen werestu yn auch nit witer ir zinse ußzurichten, dan waz von der selben zyt an furter erschynen wurde, ob du by dem erbe verlibest.
Jtem obe eygen und erbe von fure beschediget wurde und die erbe sich des gen den zinßluden verußern und fur die [Seite 242] zinse ligen lassen wulten; ist der schade von den selben erben selbs gescheen und sie des ubertzuget mogen werden oder des bekentlich weren, die zinßlude sint nit plichtig die ußerunge uffzunemen, es sy dan wider in weselichen buwe bracht als es vor waz anegeverlich oder tragen yn daz sust mit willen abe.
Were sich eygen und erbes verußern und fur die zinse lassen ligen wil, der sal den zinßluden gemeynlich gebieten mit eym richter an daz neste gericht, sie die ußerunge uffzunemen. [Seite 243] Komment sie, so sal die ußerungen gescheen, nach dem vorsteet. Daruff setzt der schultheiß die zinßlude in daz erbe von gerichtswegen iglichen fur sin zinse und yderman zu sim rechte und unschedelich dem ryche etc. als man daz in syme ampte findet.
Die zinßlude mogen sich nach der ußerunge retiren als vor stet. Koment aber ein teil der zinßlude die ußerungen uff zunemen und die andern koment nit, so mogent sie die ußerunge tun, gan den, die da sint, und die andern erfulgen zu ußgange des gerichts. Obe aber dieselben andern by sitzendem gerichte quemen und doch die scheffen uffgestanden weren, so sal der schultheiß beyden parthien an daz neste gericht darnach bescheiden. Koment dieselben zinßlude dan nit, so gebent die ir getzuggelt und sint der ußerunge ledig; bliben aber die ... uße, so geben die zinßlude ire getzuggelt und teden ire erfolgunge und die mochten sie nit wider getrungen die ußerunge uffzunemen, sie hetten yn dan zuvor iren gerichtsschaden betzalt und von nuwens geboden.
Funde man nit farndehabe genug, so mag man furter suchen an eygen und an erbe oder an den lip, als auch vorstet und daraffter so ist dem furter nach zu geen, als davorn im ersten teile geschriben steet.[Seite 244]
Jtem obe ymand dem andern gebieden lesset und der dem geboden wirdet der sache erkentlich ist vorm richter, wil dan der cleger des slechten worten nit glauben sich an das neste gerichte zu stellen, so muß der dem richter hant in hant in guden truwen an eydestat geloben des gerichts zu warten; wulte aber der cleger des gelobde auch nit getruwen, so muß er jnne sloß geen oder endschafft dem cleger tun mit burgen oder gut. Die ware sulte man off das recht hinder ymand legen das es verwart were, oder obe der, dem geboden were burger were, wisete er dan so viel eygen und erbs jm zugehorende in der stede Frankenfurd termany gelegen, das unersatzt und unversperret were, so were er nit plichtig soliche endeschafft zu tun. Und obe aber der cleger keyne begnugen haben wulte, so hette der richter darjnne zu reden zum besten; ader obe er nit dar jnne gereden mocht, so bescheide er beiden parthien vor die burgermeyster und wan auch der, dem geboden ist geyn dem cleger an des richsgericht zu clage und antwurte komet und sinen selbs lib daran stellet, so sint [Seite 245] burger oder guter, damit er ym endeschafft getan hat, ledig und lois.
Jtem wer dem andern mit gerichte zu frankenfurd zusprechen wil fur scholt, der sal wissen, er sy geistlich, werntlich, fremde oder heymsch, wer er sy; ist der burger zu frankenfurd dem er zusprechen wil und ist es ußwendig den messen, das er jm zu drien gerichten furgebieden muß, obe es anders nit [Seite 246] berorende ist hrige unverjerte zinse oder lidelone. Und die gebode sal er tun mit des gerichts gesworem botten, das ist mit eyme richter, dem sal er sin recht darumb geben, mit namen von iglichem gebode, ist es in der alden stat vier heller; jst es aber in der nuwen stat oder zu Sassenhusen seß heller. Und gebe er dem richter nit sin recht oder jm das sust nit vernuget, so der widersacher daz vur sich stelte, das geboid were nicht mechtig. Der richter sal dem auch, so er jm sin recht gibet des geboides nit weygern.
Jst es, das sich die partheie erfulgen lesset und triffet es geltscholt an, so mag der cleger affter solicher erfulgunge die scholt off dem berechten bynnen des jares friste nach der erfulgunge; die berechtunge er vor gerichte off die heiligen mit uffgelachten fingern tun sal mit gelarten worten, die ym der oberste richter vosprechen und den eyd bestaden sal. Den eyd sal er mit den worten also tun: das der persone, dem er also furgeboden und erfulget hat ym soliche gelt recht und redelich schuldig sy und es yme oder nymands von sinen wegen eins teils oder zumale an gelde oder an werde icht betzalt sy. [Seite 247]
Darnach sal der clger fragen durch sinen fursprechen, was jm furter gebore zu tun, das nymanden unrecht geschee.[Seite 248] Die scheffen sollent underwysunge tun, er sulle die besag des richters in daz buch schriben lassen, und die guter den schriber in einen zedel lassen schriben, mit jren zinsen und die xiiij tage den fursprechen feiletragen lassen von stuben zu stuben, die fur das aussteende gelt und den gerichtsschaden zu versetzen oder zu verkauffen.
Die guter jnne dem zedel sal der furspreche, der mit syme namen dajnn verzeichnet steet xiiij tage von stuben zu stuben feile tragen, das ist nemlich zwene sontage, obe ymands sy, der es fur das ußsteende gelt und gerichts_schaden zu im nemen wulde versatzes wyse. Mocht ers nit versetzen, so mocht ers verkauffen. Und obe es also versatzt oder verkaufft wirdet, so sal der persone, dem es versatzt oder verkaufft wirt darnach an gerichte komen mit dem, von des wegen es feile getragen ist und der furspreche sal den schriber den zedel lassen lesen vor gerichte und so der gelesen ist, so sal der schultheis den fursprechen fragen off den eyd, den er zum gerichte getan hat, obe er soliche guter feile getragen habe von gerichts wegen, als sich geboret. Das sal der furspreche nemmen also dure als jm der schultheis das geben hat, als vorsteet, daz er iß also feile getragen habe als gewonlich sy, und habe es versast oder als er es nit mochte versetzen, so habe er es verkaufft dem N. Derselbe sal vor den schultheis geen und der schultheis eynen halme in sin [Seite 249] hant nemen26 und den von gerichts wegen in daz huß setzen fur die somme und fur den gerichts_schaden, nach lude des zedels, dajnne es feile getragen ist, mit diesen worten: ich setzen doch in das gut von gerichts wegen fur die summe und gerichts_schaden, nach lude des zedels jn solicher massen, dem ryche, dem rade und der stat zu frankfurt an iren dinsten, gnaden und fryheiden unschedelich, und den erben und zinßluden zu verkundigen, daz in xiiij tagen zu entschuden, und were es ein ußmerker oder geistlich personen oder ein jude, so sulde er sich des verußern bynnen des jares friste, obe es anders nit entschudt wurde.
Jtem dem fursprechen geboret von dem feile tragen von ydem gulden dry heller alse dure als daz gut versast oder verkeufft ist, doch obe das gut nit besser were dan die zinse, oder nit [Seite 250] als gut als die zinse, also das es nichts engulte, so sulde doch der dem fursprechen ein glichs und ein ziemlichs umb sine genge und erbeit tun.
Die Forme der verkundsbrieve ist also: Jch N. schultheis zu Franckenfort lassen dich N. von gerichts wegen wissen, [Seite 251] das N. din hus und gesesse oder was guter das sin, fur N gulden und fur den gerichts_schaden, der daruff gegangen ist und der furter daruff geen wirt mit des rijchs gerichte zu Franckenfort so ferre ergangen hat, das er daz fur die egenannte somme und fur den gerichtsschaden versast ader verkaufft hat dem N., oder hat es selbs darfur behalden oder fur also viel N in abeslag der vorgenanten somme und beheldet vor jm daz überge. Herumb so verkunden ich dir von gerichts wegen solich vorgenant hus oder guter bynnen den nehsten xiiij tagen oder eym mande neste, nach dem dir diser brieff in die hant oder zu huse und zu hofe geantwurt wirt, als recht ist, zu entschuden. Geschee das nit, so hette das gerichte sinen gang, als desselben gerichts recht ist. Des zu orkunde han ich N. schultheis myn ingesiegl von gerichts wegen an diesen brieff getrucket. Datum etc.
Solichen brieff sal des schultheissen gesworner bode oder obe er nit inheymsch were ein ander gesworner bode von gerichts wegen tragen und die oder den, dem oder den personen, den die verkundunge gescheen in ire hende geben und antwurten und ist sin lone von yder myle xviij heller. Die brieve sal der bode also antwurten: nicht an gewieheten steten als in kirchen oder uff kirchhoffen. Es sint an viel enden gefriheide huser und stede, das jrret heran nit; wulten aber die personen die brieve zu yne nit nemen, so der bode darjn das beste versucht hette, so sulte er yn die brieve fur ire fusse legen, ob es anders off den gewiheten steden nit enwere, weres aber gewihete steden und sie davon nit geen wulten, so sal der bode den brieff oder die brieve ußwendig an die porte der gewiheten stede stossen und hinweg geen. Desglichen obe off slossen oder jn steden der bode nit jngelassen mochte werden, so sal er den prtner bidten die brieve zu yme zu nemen und die den personen zu antwurten. Nymet der portener die zu yme, so steet es daby, wulte er aber [Seite 252] die nit nemen, so sal der bode die in die porte stossen und hin weg geen, und der bode sal dan, so er wider kommet an offen gerichte sweren und off die heiligen berechten, wie er die brieve geandelaget habe, und off welchen tag. Die berechtung sal der cleger den schriber jn des gerichts buch schriben lassen. Davon geboret jm zu geben xiij heller, der sint vier des richters, der den eyd stabt, und zwene des schribers, die ubergen sieben heller gehoren in die gemeinschaft.
Weres aber das solichs berorte farndehabe, die also versast oder verkaufft wurde oder der cleger die selbs hoher behilte, dan ein ander darumb geben wulte, daz er auch also tun mag jm in bezalunge siner schulde und auch der widerparthij zum besten und ginge es dan zwey elude an, So muß die verkundunge mit namen dem manne gescheen, wie vorsteet mit eym richter; were der man aber nit inheymsch und in kortzem nit inheymsch wurde, also das der cleger seiner zukunft nit warten wulte oder obe der furfluchtig, so muste er jm die verkundunge mit des schultheissen brieve tun, als vorsteet, soferre ym eynche wegewyse gegeben mochte werden, wo er zu finden were, mochte jm aber zu male keyne wegewyse gegeben werden, so mag er siner husfrauwen daz mit eym richter verkunden, die entschudung in xiiij tagen zu tun; obe aber jm wegewyse gegeben wurde, wo er zu finden were und er jm mit des schultheissen brieve verkundunge tede, als vorsteet, und yne der bode nit da mochte gehaben oder auch [Seite 253] nit underwyset werden, wo er were; wer er dan da selbs gewest so sulte er den brieff in der herberge lassen, da er verneme, daz er zu leste ußgescheiden were und der frauwen mit dem richter verkundet werden. Obe aber der bode der herberge auch nit erfaren konde, so sulte er den brieff wider tragen und den siner husfrauwen oder obe er keyne hette zu huse und zu hoffe, da er ynne gewonet und zuleste gewest were, antwurten. Stunde aber die husunge wuste, so sal er den brieff an die thore des huses stossen und daz zweyn nachbarn unden und oben allernechst daran gesessen sagen und der bode dan berechten, wie er da mit umbgangen habe.
Were aber daz die sache eygen und erbe berorte, so muste die verkundungen beyde man und frauwen gescheen mit dem richter, obe sie inheymsch weren und der richter die verkundunge besagen, als vor steet; weren sie aber beyde oder ir eyns in vorgeschribener massen nit inheymsch und der cleger nit erfaren mogte, wo sie zu finden weren, so sal yne der schultheis verkundunge tun mit sym brieve, die entschdungen zu tun in xiiij tagen und eym tag, nach dem yn der brieff geantwurt wirt; und die verkundunge muß zu drien xiiij tagen und zu drien tagen gescheen, also zu versteen; funde der bode sie nit zu der er verkunden sal, so sal er wider her gein frankenfort kommen bynnen denselben xiiij tagen, und den brieff zu huse antwurten, wie vorsteet, und am nesten gericht darnach daruff sin berechtunge tun. Und der schultheis sal jn aber zum andernmale also verkunden und zum drittenmale zu yder zyt mit eym andern nuwen verkundebrieve27, und der bode sie also suchen an drier herren landen in solicher wyse als geyn nyderlande, gein oberlande und bij neben, nach dem allermeist zu bedenken ist gelegenheit ires wesens und mit iglichem brieve der lande eyns uß hin mit flisse nach yne erlernen off das ferrest, und doch daz er zu iglicher zyt bynnen den xiiij und eyn tagen wider hie moge gesin, die brieve zu iglicher zyt jn hus oder hoff zu antwurten als vorsteet und [Seite 254] sin berechtunge daruff tun. Obe aber der bode jn der suchunge erlernte und ym zu wissen wurde, daz sie an eynchen denselben enden weren gewest, so sal er jnne dieselbe herberge, darjnne sie gewest weren, den brieff antwurten, und den namen der herberge oder des wirtes erlernen und sin berechtunge hie daruff tun, das er den brieff geantwurtet habe in die herberge, die er erfaren habe, daruß sie zu leste gescheiden sien und sagen, uff welchen tag er den brieff also geantwurtet habe. Und von dem selben tage an zu zelen uber xiiii tage und einen tag am nesten gerichte darnach zu ußgange des gerichts sal der cleger das getzuggelt geben und sie der entschudunge erfolgen, und das in des gerichtsbuch schriben lassen. Und so daz driwerbe mit verkundunge, berechtunge und erfulgunge also gescheen ist, so ist des gerichts gang erfullet.
Vergl. Reform. v. 1578. 1611. Thl. I Tit. III. VII. und VIII.
Das Verzeichniß der Syndicker bei v. Lersner, Chron. Ia, 276 fängt von 1377 an. Sie heißen Meister, Pfaffen, Fürsprechen, später Avocaten. Die Bestallung des ersten urkundlich genannten, Hermann, genannt in dem Baumgarten von Orba, Licentiat in geistlichen Rechten, als Pfaffe und Diener des Raths, s. Böhmer, C. d., pg. 755. Er heißt i. J. 1396 der Stadt Advocat. Böhmer, C. d. pg. 775, 776.
Reform. 1578 und 1611 Thl. I. Tit. IV.
Reform. 1509, XIb, 1578 und 1611 Thl. I, Tit. I. § 21-26, Tit. II.
Es sind heute noch dieselben Tage.
Reform. v. 1578 u. 1611, Thl. I. Tit. III. § 1.
Reform. v. 1578 u. 1611 Thl. I. Tit. III. §. 3. 7. 8.
Reform. v. 1578 u. 1611. Thl. I. Tit. III. § 7.
Reform. v. 1509, Bl. XLVIb. v. 1578. und 1611. Thl. I Tit. IV.
Reform. v. 1578, 1611. Thl. I. Tit. VII
Also zwei Zeugen zum Beweise hinreichend.
So hatte, nach Baierischem Recht, der Zeuge bei Ablegung des Eides dem, für den er zeugte, an die Hand zu greifen. Tittmann's Gesch. d. Strafges. 50.
Rechenei? [Anm. Speer: Vgl. DRW s.v. Kretzerei "Frankfurter Rügegericht; auch das Gebäude, in dem dasselbe tagt"]
Vgl. §. 31. am Ende
Vorher stand hier im Texte hoeste busse, was später gebessert ist, möglicher Weise sind daher die nächstfolgenden Worte nur irrig aus dem obern Satz wiederholt.
Missethat.
Reform. von 1578 u. 1611. Thl. X. Tit. V. §. 1.
Reform. v. 1578 u. 1611. Thl. I Tit. X.
Reform. v. 1578 u. 1611, Thl. I. Tit. X. §. 8.
Reform. von 1578 und 1611. Thl. I. Tit. XLV. §. 13. Rachtung heißt hier pignus praetorium, Execution in die Jmmobilien und dadurch bestelltes Pfand, sonst heißt es Vergleich, und überhaupt alles, wodurch etwas ins rechte Verhältniß zum Gesetz und Recht gebracht wird; daher auch Richter nicht ein Rechtsprechender, sondern das Recht Vollziehender, d.h. das Factum mit dem Recht ins Gleiche Richtender ist. Richten, Rachten und Rechten ist eins.
Reform. l.c. §. 17. u. 18.
versteen, etwa zum Verkaufe verfallen sind?
Reform. v. 1578 u. 1611. Thl. I. Tit. XLVI. § 3. 4 u. 11, wo die 14tägige Entschüttungszeit, jedoch nur bei dem Verkaufe liegender Güter, vorkommt.
Sigillum ad causas.
Rottirung, Reform. v. 1578 u. 1611. Thl. II. Tit. VIII.
Reform. Thl. I. Tit. XLV: von Vollstreckung der Urtheil.
Reform. Thl. I. Tit. XLVI: von Verganntnung der unbeweglichen Güter in der Execution.
Reform. Thl. I. Tit. XLVI. § 11. Vgl. Thl. VI. Tit. II. § 1. Mund und Halm, wie bey uns Herkommen.
Reform. Thl. I. Tit. XII. § 14. Edictalladungen in dreier Herren Lande sind noch bis auf die neuesten Zeiten üblich gewesen. Beyerbachs Samml Frank. Verordnungen, S. 1534. Verordn. vom 20. Mai 1788.