Source: http://www.jurablogs.com/2011/09/09/nicht-erwerbsfaehige-keinen-anspruch-kinderzuschlag-6a-abs-1-nr-4-satz-1-bkgg
Timestamp: 2017-01-23 13:00:50
Document Index: 194920357

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 9', '§ 19', '§ 6', '§ 19', 'Art. 3', '§ 28', '§ 7']

Nicht- Erwerbsfähige haben keinen Anspruch auf Kinderzuschlag nach § 6a Abs. 1 Nr. 4 Satz 1 BKGG
BlogssozialrechtsexperteSeptember 2011Nicht- Erwerbsfähige haben keinen Anspruch auf Kinderzuschlag nach § 6a Abs. 1 Nr. 4 Satz 1 BKGGMit Urteil vom 27.06.2011, - L 19 BK 1/09 - hat das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen fest gestellt, dass nach dem eindeutigen Wortlaut dieser Bestimmung Kinderzuschlag nur zur Vermeidung der Hilfebedürftigkeit nach § 9 SGB II gewährt wird. Die Vermeidung von Sozialhilfe nach dem SGB XII, hier nach § 19 Abs. 2 SGB XII, ist hingegen nicht von § 6 a BKGG umfasst und war mit der Einführung dieser Bestimmung auch nicht bezweckt. Sinn und Zweck der Vorschrift liegt vielmehr darin, dass Eltern nicht nur wegen der Unterhaltsbelastung für ihre Kinder auf Arbeitslosengeld II und Sozialgeld angewiesen sein sollen (vgl. BT-Drucks. 15/1516 S. 83; vgl. auch BSG, Urteil vom 15.12.2010 - B 14 KG 1/09 R, Rn. 13). Da der Kläger und die mit ihm in Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen aber allein Anspruch auf ergänzende Sozialhilfe nach § 19 SGB XII haben können, sind sie demzufolge nicht leistungsberechtigt. Dieser (mittelbare) Ausschluss vom Kinderzuschlag verstößt nicht gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG. Dieser gebietet, alle Menschen vor dem Gesetz gleich zu behandeln. Dem Gesetzgeber ist damit jedoch nicht jede Differenzierung verwehrt. Er verletzt das Grundrecht nur, wenn er eine Gruppe von Normadressaten im Vergleich zu anderen Normadressaten abweichend behandelt, obwohl zwischen beiden Gruppen keine Unterschiede von solcher Art und solchem Gewicht bestehen, dass sie die Ungleichbehandlung rechtfertigen könnten (vgl. BVerfGE 100, 195, 205; 107, 205, 214; 109, 96, 123). Je nach Regelungsgegenstand und Differenzierungsmerkmal ergeben sich aus dem allgemeinen Gleichheitssatz unterschiedliche Grenzen für den Gesetzgeber, die vom bloßen Willkürverbot bis zu einer strengen Bindung an Verhältnismäßigkeitsgrundsätze reichen (vgl. BVerfGE 97, 271, 290; 99, 367, 388; 107, 27, 45) ...Zum vollständigen Artikel10 verwandte ArtikelGewährung von Prozesskostenhilfe, denn die zum 01.01.2011 in Kraft getretene Änderung der Regelsätze nach der Anlage zu § 28 SGB XII ist
wohl möglich verfassungswidrigBVerfG: Anrechnung von BaföG auf Leistungen nach dem SGB IINeue Regelsätze verfassungskonformBSG: Kostenerstattung des Krankenhauses bei Notfallbehandlung NichtversicherterHilfebedürftiges Kind hat Anspruch auf anteiliges Sozialgeld für die Besuche beim Vater - Temporäre BedarfsgemeinschaftUnter 25-jährige schwangere Tochter und ihr nicht erwerbsfähiger Vater bilden eine Bedarfsgemeinschaft im Sinne des § 7 Abs. 3 SGB IIBundesverfassungsgericht: Regelleistungen des SGB II verfassungswidrig (Pressemitteilung im Volltext)Hartz IV – und die Auswahl der OptionskommunenPfändung von Hartz-IV-BezügenBSG: Unterschiedliche Behandlung nicht erwerbsfähiger und erwerbsfähiger Hilfebedürftiger rechtmäßigÜber den ArtikelVeröffentlicht September 9, 2011 6:23am im Blog sozialrechtsexperte.ThemenSgb Ii, Bsg, Arbeitslosengeld Ii, Grenzen, KinderzuschlagTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresBerliner Strafverteidiger bleiben Berliner Strafverteidigervon Carsten R. Hoenig / kanzlei-hoenig.deSonntagswitz: Heute dann zu Trump, Hillary bekommt aber auch ein wenig ab…..von Detlef Burhoff / Burhoff online BlogWann der Mandant ein Narr istvon Carsten R. Hoenig / kanzlei-hoenig.deGrundbucheinsicht bald für jeden (Drohnenbesitzer)?von Tobias Goldkamp / Breuer BlogHaftungsfalle Registrierkasse ab 2017von Udo Schwerd / blogmbh.deAls nächstes lesen - bislang 218 Leser:Sonntagswitz: Heute dann zu Trump, Hillary bekommt aber auch ein wenig ab…..