Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202012,%201827
Timestamp: 2019-06-25 23:03:42
Document Index: 183949266

Matched Legal Cases: ['§ 520', '§ 4', '§ 520', '§ 522', '§ 233', '§ 5', '§ 82', '§ 58', '§ 183', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

OLG Nürnberg, 30.05.2012 - 12 U 2453/11 - dejure.org
OLG Nürnberg, 30.05.2012 - 12 U 2453/11
https://dejure.org/2012,13236
OLG Nürnberg, 30.05.2012 - 12 U 2453/11 (https://dejure.org/2012,13236)
OLG Nürnberg, Entscheidung vom 30.05.2012 - 12 U 2453/11 (https://dejure.org/2012,13236)
OLG Nürnberg, Entscheidung vom 30. Mai 2012 - 12 U 2453/11 (https://dejure.org/2012,13236)
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§§ 520 Abs. 2, 522 Abs. 1, 233 ZPO; §§ 4, 6 Abs. 2 Satz 1 EinhZeitG
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Rechtzeitigkeit des Eingangs eines per Telefax übermittelten Schriftsatzes
ZPO § 520 Abs. 2; ZPO § 522 Abs. 1; ZPO § 233
Anforderungen an die Rechtzeitigkeit des Eingangs bei Übermittlung eines fristwahrenden Schriftsatzes per Telefax; Pflicht des Gerichts zur Dokumentation der Systemzeit
Schriftsatz per Telefax: Wann ist der Eingang rechtzeitig?
Anforderungen an die Rechtzeitigkeit des Eingangs eines per Telefax übermittelten Schriftsatzes; Grundsätze bzgl. der Pflicht des Gerichts zur Dokumentation der Systemzeit
Gerichte müssen keine Atomuhr haben
Bei Gerichtsfaxen ticken die Uhren anders
Berufungsfrist: Telefaxgerät eines Gerichts muss nicht die physikalisch exakte Uhrzeit aufweisen - Vorschriften zur Fristwahrung stellen auf Zeiterfassung der jeweiligen Stelle ab
Nachdenken über Zeitnot
LG Regensburg, 12.10.2010 - 4 O 1391/10
LG Regensburg, 18.10.2011 - 4 O 1391/10
NJW-RR 2012, 1149
FamRZ 2012, 1827
Die Anfechtung einer Kostenentscheidung vermöge an der Qualifikation einer Familiensache als vermögens- oder nicht vermögensrechtlich nichts zu ändern (OLG Düsseldorf FamRZ 2012, 1827, 1828 f.; OLG Nürnberg FamRZ 2010, 998, 999;… Fölsch Das neue FamFG in Familiensachen § 5 Rn. 15;… Kemper/Schreiber/Schneider Familienverfahrensrecht 2. Aufl. § 82 Rn. 34).
Außerdem verleite die Gegenauffassung die Beteiligten dazu, auch dann gegen die Hauptsache Beschwerde einzulegen, wenn lediglich die Kostenentscheidung angefochten werden solle (OLG Düsseldorf FamRZ 2012, 1827, 1828 f.).
Verlangte man mit dem Beschwerdegericht für eine unter § 58 FamFG fallende Kostenbeschwerde in einer nicht vermögensrechtlichen Angelegenheit eine 600 EUR übersteigende Beschwer, gelangte man zu systemwidrigen Ergebnissen (im Ergebnis ebenso OLG Düsseldorf FamRZ 2012, 1827, 1828).
Es macht indes keinen Sinn, einerseits die isolierte Anfechtung einer Kostenentscheidung zu ermöglichen, wenn sie andererseits durch eine - für die Hauptsache nicht geltende - Wertgrenze verhindert würde, mit der Folge, dass der Beschwerdeführer regelmäßig auch die Hauptsache anfechten müsste (so zutreffend OLG Düsseldorf FamRZ 2012, 1827, 1828 f.).
Außerdem hätten die Kindeseltern das Verfahren in gleicher Weise veranlasst, weil sie in der gesetzlichen Empfängniszeit miteinander geschlechtlich verkehrt haben (OLG Düsseldorf FamRZ 2012, 1827, 1829; OLG Brandenburg FamRZ 2012, 1966, 1967; OLG Bamberg FamRZ 2013, 1059, 1060, 24 f.;… Schulte-Bunert/Weinreich/Keske/Schwonberg FamFG 4. Aufl. § 183 Rn. 4).
a) Für die Rechtzeitigkeit des Eingangs eines per Telefax übersandten Schriftsatzes kommt es darauf an, ob die gesendeten Signale bei Ablauf des letzten Tages der Frist am Telefax-Gerät des Gerichts vollständig empfangen, d.h. komplett gespeichert worden sind (vgl. BGH NJW 2006, 2263; NJW 2007, 2045; JurBüro 2011, 222; OLG Nürnberg NJW-RR 2012, 1149; OLG Naumburg MDR 2013, 55;… Greger in: Zöller, ZPO, 29. Aufl., § 167 Rn. 9).
Der Schriftsatz muss somit vor Beginn des Folgetages (00.00 Uhr und 0 Sekunden) eingegangen sein und damit - weil zwischen 24.00 Uhr und 00.00 Uhr keine, auch keine logische Sekunde existiert - vor Ablauf von 23.59 Uhr (vgl. BGH NJW 2007, 2045, 2046; OLG Nürnberg NJW-RR 2012, 1149).
Der Antragsteller hat das Fax so rechtzeitig übersandt, dass er unter gewöhnlichen Umständen mit dem Abschluss des Übermittlungsvorgangs noch vor Terminsbeginn rechnen konnte (vgl. OLG Nürnberg, FamRZ 2012, 1827).
KG, 07.07.2015 - 4 U 175/13
Schriftsatz rechtzeitig eingegangen? Auf die Sekunde kommt es an!
Für die Beurteilung der Rechtzeitigkeit des Eingangs eines per Telefax übersandten Schriftsatzes kommt es allein darauf an, ob die gesendeten Signale noch vor Ablauf des letzten Tages der Frist vom Telefaxgerät des Gerichts vollständig empfangen (gespeichert) worden sind (BGH, Beschluss vom 07. Juli 2011 - I ZB 62/10, HFR 2012, 94-95; BGH, Beschluss vom 18.11.2010 - I ZB 62/10, JurBüro 2011, 222; BGH, Beschluss vom 25. April 2006 - IV ZB 20/05, NJW 2006, 2263-2266; OLG Nürnberg, Beschluss vom 30. Mai 2012 - 12 U 2453/11, NJW-RR 2012, 1149-1150), wobei der Eingang bis 24.00 Uhr des letzten Tages der Frist erfolgen muss; der Schriftsatz muss somit vor Beginn des Folgetages 00:00 Uhr eingegangen sein und damit - weil zwischen 24:00 Uhr und 00:00 Uhr keine, auch keine logische Sekunde existiert - vor Ablauf von 23:59 Uhr.
Ein Eingang nach diesem Zeitpunkt, auch ein Eingang um 00.00 Uhr des Folgetages, wahrt die Frist nicht (BGH, Beschluss vom 08.05.2007 - VI ZB 74/06, NJW 2007, 2045-2046; OLG Nürnberg, Beschluss vom 30. Mai 2012 - 12 U 2453/11, NJW-RR 2012, 1149-1150).
Der gegenteiligen Auffassung (OLG Düsseldorf FamRZ 2012, 1827; OLG Nürnberg FamRZ 2010, 998 - beide zitiert nach Juris) vermag sich der Senat nicht anzuschließen.
OLG Bremen, 16.01.2013 - 5 WF 3/13
Zulässigkeit der Beschwerde gegen die isolierte Kostenentscheidung in einer nicht …
Zum Teil wird vertreten, dass dies nicht der Fall sei, weil in solchen Verfahren auch für die Anfechtung der Hauptsacheentscheidung nebst Kostenentscheidung der Beschwerdewert nicht erreicht sein müsse (so etwa OLG Düsseldorf, FamRZ 2012, 1827; OLG Nürnberg, FamRZ 2010, 998).