Source: https://www.nlwkn.niedersachsen.de/naturschutz/schutzgebiete/einzelnen_naturschutzgebiete/41665.html
Timestamp: 2019-12-09 11:22:21
Document Index: 128276108

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 29', '§ 54', '§ 2', '§ 24', '§ 7', '§ 13', '§ 6']

Verordnungstext zum Naturschutzgebiet "Schwarzer Berg bei Krummasel" | Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Verordnungstext zum Naturschutzgebiet "Schwarzer Berg bei Krummasel"
(NSG LÜ 180)
Amtsblatt der Bezirksregierung Lüneburg Nr. 9 vom 01.05.1990, Seite 99
V e r o r d n u n g der Bezirksregierung Lüneburg über das Naturschutzgebiet "Schwarzer Berg bei Krummasel" in der Gemeinde Küsten, Samtgemeinde Lüchow, Landkreis Lüchow-Dannenberg, vom 11. April 1990
Aufgrund des § 24 und des § 29 Abs. 1 in Verbindung mit § 54 Abs. 2 des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes (NNatG) vom 20. März 1981 (Nds. GVBl. S. 31), zuletzt geändert durch Artikel I des Gesetzes vom 21. März 1990 (Nds. GVBl., S. 86), wird verordnet:
Das in § 2 näher bezeichnete Gebiet in der Gemarkung Krummasel, Gemeinde Küsten, Samtgemeinde Lüchow, Landkreis Lüchow-Dannenberg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung "Schwarzer Berg bei Krummasel".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rd. 3 ha.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ergibt sich aus der auf Seite 101 mitveröffentlichten Karte. Sie verläuft auf der dem Gebiet abgewandten Seite der schwarzen Punktreihe. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
Die Lage des Naturschutzgebietes ergibt sich aus der auf Seite 100 mitveröffentlichten Übersichtskarte.
Schutzzweck ist die Erhaltung und Förderung der in aufgelassenen Sandgruben einer Grundmoräne der Saalekaltzeit entstandenen Sandtrockenrasen und die Erhaltung der Reste des im Gebiet vorhandenen trockenen Stieleichen-Birkenwaldes mit ihren typischen, z.T. seltenen Pflanzen- und Tierarten und Lebensgemeinschaften. Das Gebiet ist vor anthropogenen Schad- und Störeinflüssen (insbesondere Ablagerung von Fremdstoffen und Bodenabbau) zu bewahren.
c) Wohnwagen und andere für die Unterkunft geeignete Fahrzeuge oder Einrichtungen aufzustellen,
d) zu reiten,
f) Pflanzen oder Tiere einzubringen.
Die Anlage von Wildäckern, das Ausbringen von organischen Stoffen auf den Boden sowie die Errichtung von Jagdhütten, mit dem Boden fest verbundenen Hochsitzen und anderen baulichen Anlagen fallen jedoch unter das Veränderungsverbot des § 24 Abs. 2 NNatG.
a) die ordnungsgemäße Nutzung und Pflege des vorhandenen Laubwaldes (einzelstammweise Holznutzung, Naturverjüngung, Verwendung von Baumarten der potentiell natürlichen Vegetation bei der Aufforstung von Bestandeslücken, Schonung der Strauchschicht, Erhaltung vorhandener Sandtrockenrasen),
b) die ordnungsgemäße Nutzung und Pflege des vorhandenen Kiefernwaldes ohne Einbringung nicht standorttypischer Baumarten (z.B. Fichte) unter Erhaltung vorhandener Sandtrockenrasen; die Entfernung von Kiefernwald zum Zwecke der Entwicklung von Sandtrockenrasenvegetation bedarf einer Befreiung gemäß § 7 dieser Verordnung, die eine Waldumwandlungsgenehmigung nach § 13 LWaldG einschließt.
c) das zeitweilige Aufstellen von transportablen Ansitzwarten (maximal 2) in der bisherigen Art und Weise für jagdliche Zwecke,
b) durch andere Behörden und öffentliche Stellen sowie deren Beauftragte nach Herstellung des Einvernehmens mit der Bezirksregierung Lüneburg.
(1) Grundstückseigentümer und Nutzungsberechtigte sind verpflichtet, folgende Maßnahmen zur Pflege und Entwicklung der Sandtrockenrasenbiotope zu dulden:
- Entkusselung,
- extensive Mahd,
- extensive Schafbeweidung,
- Abtrag von Oberboden,
- Beseitigung von abgelagerten Fremdstoffen.
(2) Vor der Durchführung von Maßnahmen nach § 6 Abs. 1 dieser Verordnung unterrichten die zuständigen Naturschutzbehörden rechtzeitig die jeweiligen Grundstückseigentümer und Nutzungsberechtigten. Die Eigentümer und Nutzungsberechtigten können auf Antrag die Maßnahmen selbst durchführen.
Lüneburg, den 11. April 1990
Naturschutzgebiet "Schwarzer Berg bei Krummasel"