Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20D%C3%BCsseldorf&Datum=07.08.2014&Aktenzeichen=2%20U%2091/13
Timestamp: 2019-07-19 08:59:55
Document Index: 207084521

Matched Legal Cases: ['§ 741', '§ 743', '§ 259', '§ 259', 'BGH', '§ 259', '§ 259']

OLG Düsseldorf, 07.08.2014 - I-2 U 91/13 - dejure.org
OLG Düsseldorf, 07.08.2014 - I-2 U 91/13
https://dejure.org/2014,23493
OLG Düsseldorf, 07.08.2014 - I-2 U 91/13 (https://dejure.org/2014,23493)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 07.08.2014 - I-2 U 91/13 (https://dejure.org/2014,23493)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 07. August 2014 - I-2 U 91/13 (https://dejure.org/2014,23493)
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BGB § 741 ; BGB § 743 Abs. 2
GRUR 2014, 1190
Angesichts dessen hat er für die Auskunftspflichten betreffend den Anspruch eines Mitberechtigten an einem Patent, im Rahmen der Billigkeit einen Ausgleich in Geld zu verlangen, entschieden, dass es grundsätzlich angemessen ist, einen Anspruch auf Vorlage von Belegen nur dann einzuräumen, wenn in vergleichbaren vertraglichen Beziehungen (d.h. Lizenzverträgen über die in Rede stehende Patentbenutzung) üblicherweise Belege vorgelegt werden (im Ergebnis ebenso die dortige Vorinstanz: OLG Düsseldorf, GRUR 2014, 1190, 1195).
Der Rechenlegungsanspruch erfordert jedenfalls eine übersichtliche, in sich verständliche Zusammenstellung der auskunftspflichtigen Daten (OLG Düsseldorf, GRUR 2014, 1190 (1195);… Grüneberg, in: Palandt, BGB, Kommentar, 74. Auflage, 2015, § 259, Rn. 8).
Die Kammer folgt der Auffassung, wonach eine Pflicht zur Vorlage von Belegen ausnahmsweise nur dann besteht, wenn dies der Üblichkeit entspricht (OLG Düsseldorf, GRUR 2014, 1190, (1195)), das heißt die Vorlage von Belegen gegenüber dem Rechnungslegungsgläubiger in dem jeweiligen Geschäftsfeld (Gestattung einer Patentbenutzung) der Verkehrssitte entspricht (…Kühnen, ebd., Kap. D., Rn. 517).
Dass in dem von der Beklagten ausgeübten patentbenutzenden Geschäftsverkehr (Vertrieb von Kühlschränken) Belege (in Form von Rechnungen und Lieferscheinen) üblich sind, hat keine Bedeutung, weil es für § 259 Abs. 1 BGB allein darauf ankommt, ob eine Belegvorlage im Verhältnis zum Rechnungslegungsgläubiger und der insoweit entfalteten Geschäftstätigkeit der Verkehrssitte entspricht (OLG Düsseldorf, GRUR 2014, 1190, 1195 - Sektionaltore;… OLG Düsseldorf, Urt. v. 07.07.2016, Az.: I-2 U 5/14, BeckRS 2016, 21120; BGH, NZM 2006, 340, 342;… BeckOK BGB/Lorenz, 43. Edition, Stand: 01.02.2017, § 259 Rz. 11 m.w.N;… Kühnen, Handbuch der Patentverletzung, 10. Aufl., Abschn. D Rz. 570).
Dieser setzt eine Bruchteilsgemeinschaft aus mehreren Inhabern eines Schutzrechtes voraus (OLG Düsseldorf, GRUR 2014, 1190 - Sektionaltorantrieb).
Dass in dem von der Beklagten ausgeübten patentbenutzenden Geschäftsverkehr (Vertrieb von Kühlschränken) Belege (in Form von Rechnungen und Lieferscheinen) üblich sind, hat keine Bedeutung, weil es für § 259 Abs. 1 BGB allein darauf ankommt, ob eine Belegvorlage im Verhältnis zum Rechnungslegungsgläubiger und der insoweit entfalteten Geschäftstätigkeit der Verkehrssitte entspricht (vgl. OLG Düsseldorf, GRUR 2014, 1190, 1195 - Sektionaltorantrieb).