Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201983,%20545
Timestamp: 2019-03-26 17:22:10
Document Index: 310748044

Matched Legal Cases: ['§ 191', '§ 2', '§ 1', '§ 14', '§ 191', '§ 191', '§ 191', '§ 3', '§ 191', '§ 191', '§ 8', '§ 9', '§ 191', '§ 191', '§ 191', '§ 191', '§ 191', '§ 191', '§ 77', '§ 191', '§ 3', '§ 191', '§ 69', '§ 191', '§ 5', '§ 9', '§ 9', '§ 191', '§ 10', '§ 191']

BFH, 31.05.1983 - VII R 7/81 - dejure.org
AO 1977 § 191 Abs. 1; RsprEinhG § 2 Abs. 1; AnfG §§ 1, 3 Abs. 1 Nrn. 4, 5, 7, 9, 10
Anfechtung von unentgeltlichen, da lediglich aus Nächstenliebe, nicht aber aus sittlicher Pflicht erfolgten ("entgeltlichen") Verfügungen unter Ehegatten durch Finanzamt
Deshalb ist im Fall eines auf einem noch nicht rechtsbeständigen Steuerbescheid beruhenden Steueranspruchs in analoger Anwendung des § 14 AnfG der Vorbehalt aufzunehmen, dass die Vollstreckung davon abhängt, dass der noch nicht rechtsbeständige Steuerbescheid rechtsbeständig wird (vgl. Senatsurteile vom 31. Mai 1983 VII R 7/81, BFHE 138, 416, BStBl II 1983, 545;… in BFH/NV 1988, 752).
Nach § 191 AO 1977 kann durch Haftungsbescheid in Anspruch genommen werden, wer kraft Gesetzes für eine Steuer haftet, wobei die Haftung sowohl auf steuerrechtlichen als auch auf zivilrechtlichen Haftungsvorschriften beruhen kann (§ 191 Abs. 1, Abs. 4 AO 1977, vgl. Urteile des erkennenden Senats vom 31. Mai 1983 VII R 7/81, BFHE 138, 414, 418, BStBl II 1983, 545, und vom 27. Juni 1989 VII R 100/86, BFHE 158, 1, BStBl II 1989, 952).
§ 191 Abs. 1 AO 1977 ist nicht, wie das Schleswig-Holsteinische FG meint, eine reine Rechtsfolgenregelung, sondern eine - verfassungsrechtlich unbedenkliche - Spezialregelung, insoweit darin entsprechend dem Wesen des Verwaltungsvollstreckungsverfahrens die Form der Inanspruchnahme auf Rückgewähr durch Verwaltungsakt anstatt durch Klage oder Einrede geregelt ist (Urteile in BFHE 138, 10, 12, BStBl II 1983, 398, und in BFHE 138, 416, 418, BStBl II 1985, 545; vgl. auch Beschluß des Bundesverfassungsgerichts - BVerfG - vom 12. September 1983 1 BvR 1161, 1162/83, Steuerrechtsprechung in Karteiform - StRK -, Anfechtungsgesetz, § 3, Rechtsspruch 6;… Klein/Orlopp, Abgabenordnung, 3. Aufl., § 191 Anm. 2 e).
Die in der Inanspruchnahme der Klägerin liegende Ermessensentscheidung (§ 191 Abs. 1 Satz 1 AO 1977) bedurfte der Begründung (vgl. Urteile des Senats vom 3. Februar 1981 VII R 86/78, BFHE 133, 1, 3, BStBl II 1981, 493, und in BFHE 138, 416, BStBl II 1983, 545, 548).
Diesem Erfordernis ist dadurch genügt, daß das FA im Duldungsbescheid ausgeführt hat, die Vollstreckung in das Vermögen des Steuerschuldners sei ohne Erfolg geblieben (ebenso bereits entschieden im Falle des Urteils in BFHE 138, 416, BStBl II 1983, 545).
BFH, 18.08.1987 - VII E 5/87
Zurechnung der Nichterhebung von Kosten nach § 8 Gerichtskostengesetz (GKG) zum …
Durch Urteil vom 31. Mai 1983 VII R 7/81 (BFHE 138, 416, BStBl II 1983, 545) wies der Senat die Revision der Erinnerungsführerin gegen ein Urteil des Finanzgerichts (FG) kostenpflichtig als unbegründet zurück.
Mit Kostenrechnung vom 28. Juli 1983 KostL 788/83 setzte die Kostenstelle des Bundesfinanzhofs (BFH) die von der Einspruchsführerin zu entrichtenden Gerichtskosten für das Verfahren VII R 7/81 in Höhe von 5 678 DM an.
Zur Begründung trägt die Einspruchsführerin Argumente gegen die Rechtsauffassung vor, die der Senat im Urteil in BFHE 138, 416, BStBl II 1983, 545 vertreten hat.
Diese Voraussetzungen sind hier offensichtlich nicht erfüllt (vgl. auch Senatsurteil vom 10. Februar 1987 VII R 122/84, BFHE 149, 204, in dem der Senat seine u. a. im Urteil in BFHE 138, 416, BStBl II 1983, 545 vertretene Auffassung unter Auseinandersetzung mit der dagegen geäußerten Kritik bestätigt hat).
Entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts ist eine andere Beurteilung auch dann nicht geboten, wenn man mit der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFHE 138, 10, 11 f.; 138, 416, 418 f.; 142, 99, 100 f.; 149, 204, 205 f.) die Finanzverwaltung für befugt hält, den Rückgewähranspruch statt durch Klage nach § 9 AnfG durch einen Duldungsbescheid gemäß § 191 AO geltend zu machen.
Es ist nahezu allgemein anerkannt, daß die in § 191 AO genannte Verpflichtung zur Duldung der Zwangsvollstreckung sich - ebenso wie die in § 191 AO gleichfalls genannte Haftungspflicht - auch aus privatrechtlichen Vorschriften ergeben kann (BFHE 138, 416, 418; BFH BStBl II 1986, 156;… Tipke/Kruse, Abgabenordnung § 191 Rdnr. 2;… Boeker in Hübschmann/Hepp/Spitaler, Abgabenordnung und Finanzgerichtsordnung § 191 AO Rdnr. 19;… Koch/Halaczinsky, Abgabenordung 3. Aufl. § 191 Rdnr. 2; Tiedtke, DStR 1986, 415, 416;… a. A. Schwarz/Dumke, Abgabenordnung § 77 Rdnr. 6 b ff.).
Die Haftungsansprüche können sich sowohl aus dem Steuerrecht als auch aus dem Zivilrecht ergeben (Senatsurteil vom 31. Mai 1983 VII R 7/81, BFHE 138, 416, 418, BStBl II 1983, 545).
Der beschließende Senat teilt die in der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zum Ausdruck gekommene Rechtsansicht, daß die Finanzbehörden - vorliegend die Gemeindebehörden - gemäß § 191 Abs. 1 Satz 1 AO befugt sind, denjenigen, der durch eine nach § 3 AnfG anfechtbare Rechtshandlung des Steuerschuldners einen Gegenstand erworben hat, durch Verwaltungsakt (Duldungsbescheid) in Anspruch zu nehmen (BFH, Urteile vom 2. März 1983 - VII R 120/82 - BFHE 138, 10 , vom 31. Mai 1983 - VII R 7/81 - BFHE 138, 416 , vom 31. Juli 1984 - VII R 151/83 - BFHE 142, 99 undvom 10. Februar 1987 - VII R 122/84 - BFHE 149, 204 ; vgl. auch Tipke/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, § 191 AO, Tz 2, Vor § 69 AO Tz 28; Boeker in Hübschmann/Hepp/Spitaler, Kommentar zur Abgabenordnung und Finanzgerichtsordnung, § 191 AO Anm. 138 f.; Dänzer-Vanotti, BB 1989, 885; App, BB 1983, 309, BB 1985, 728;… Lück.
Es kann dahinstehen, ob das Anfechtungsgesetz anordnet, daß der Rückgewähranspruch, sofern er nicht durch Einrede geltend gemacht wird (vgl. § 5 AnfG), ausschließlich im Wege der Klage nach § 9 AnfG verfolgt werden kann (bejahend: Böhle-Stamschräder /Kilger, a.a.O., § 9 AnfG Anm. IV 4;… verneinend: BFH, Urteile vom 2. März 1983 a.a.O. S. 13 und vom 31. Mai 1983 a.a.O. S. 418) mit der Folge, daß auch der Rückgewähranspruch eines Steuergläubigers durch Klage vor den Zivilgerichten geltend zu machen wäre.
BFH, 23.10.1985 - VII R 187/82
GbR - Umsatzsteuerschuld - Haftung
Solche Haftungsansprüche können sich sowohl aus dem Steuerrecht als auch aus dem Zivilrecht ergeben (vgl. dazu Urteil des erkennenden Senats vom 31. Mai 1983 VII R 7/81, BFHE 138, 416, 418, BStBl II 1983, 545).
Der Senat folge der Auffassung des Bundesfinanzhofs (BFH), daß das FA das Anfechtungsrecht und den daraus entstehenden Rückgewähranspruch durch Duldungsbescheid nach § 191 der Abgabenordnung (AO 1977) geltend machen dürfe (Hinweis auf die Urteile des erkennenden Senats vom 2. März 1983 VII R 120/82, BFHE 138, 10, BStBl II 1983, 398, und vom 31. Mai 1983 VII R 7/81, BFHE 138, 416, BStBl II 1983, 545).
Daß eine dem Vorbehalt des § 10 AnfG entsprechende Bedingung in den Duldungsbescheid nach § 191 Abs. 1 AO 1977 aufgenommen werden kann, hat der Senat bereits in seinem Urteil in BFHE 138, 416, BStBl II 1983, 545, 547 zum Ausdruck gebracht.
Übereignung eines Unternehmens - Voraussetzung für die Übereignung eines lebenden …
FG Nürnberg, 19.08.2003 - I 59/01
Rechtmäßigkeit eines Duldungsbescheides
BFH, 17.05.1984 - VII S 14/83
BFH, 17.07.1984 - VII R 3/83