Source: http://de.slideshare.net/Deubner-Verlag/esterklrung-2015-praxistipps-zu-aktuellen-nderungen
Timestamp: 2017-01-24 17:17:58
Document Index: 152524649

Matched Legal Cases: ['§ 35', '§ 23', '§ 68', '§ 35', '§ 21', '§ 21']

Arztmandate – 5 Tipps wie Sie mit I...
by Deubner Verlag – ...
ESt-Erklärung 2015 –
Praxistipps zu aktuellen Änderungen
Ihr Referent Moderation
Chefredakteur der Steufa-Z
ESt-Erklärungen für 2015
Der Mantelbogen / Sonderausgaben / agB / § 35a
1. Fibu als Basis• Vorsorgeaufwendungen
• Fragen zur zumutbaren
• Haushaltsnahe
o Beschränkter Abzug so. Vorsorgeaufwendungen
• Höchstbetrag 1.900 € / 2.800 €
• Einschränkung ist verfassungsgemäß (BFH)
o Bonuszahlungen von Krankenkassen
• Kürzung der BasisKV???
• Revisionsverfahren anhängig / Ruhen des Verfahrens
• Kürzung überhaupt?
• Gleichartigkeit von Bonuszahlung und KV-Beitrag?
• Az BFH X R 17/15
o Unterhaltsfreibetrag 2015 = 8.472 €
• Ab 2015: Angabe der ID-Nr des Unterhaltsempfängers
o Erwerbsobliegenheit
• weiterhin Prüfung bei Auslandsunterhalt
• „Pflege auf A ruf“ e t i det i ht vo der
Personen mit Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis
o Ausnahmeregelung zur Unterhaltspflicht
• Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis
(§ 23 AufenthG)
• Verpflichtungserklärung § 68 AufenthG
• Übernahme sämtliche Unterhaltskosten
• z. Zt. Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien
agB – zumutbare Belastung
o zumutbare Belastung ist verfassungsgemäß
o zumutbare Belastung Arbeitnehmer / Beamte
• keine Kürzung des GdE bei sv-pflichtigen AN
• Revision (Az VI R 75/14)  ggf. Einspruch einlegen
 Gutachterkosten / Dichtigkeitsprüfung etc.
 Reparaturen auch Vorarbeiten in der Werkstatt
 Winterdienst auf und vor dem Grundstück
 Aus au ei er Ge ei destraße „für de Haushalt“
 Haustierbetreuung – Gassigehen
 § 35 a für Angehörige die Pflegeleistungen übernehmen müssen
(direkte Zahlung an Pflegeheim!!)
 Betreuungspauschale (Rufbereitschaft, Notrufsystem etc.) 
aktuell entschieden BFH 3.9.2015, VI R 18/14
1. Fibu als Basis• Reisekosten
Reisekosten - Zweifelsfragen
• unbefristete Beschäftigung (bis auf Weiteres)
• mehr als 48 Monate
• gesamte Dauer des Arbeitsverhältnisses
Gilt weiterhin auch bei
• erklärter Versetzungsbereit
• befristeter Beschäftigung
• keine Verpflegungsmehraufwendungen
• Firmenwagen  0,03 %-Regelung
Erste Tätigkeitsstätte  ortsfeste betriebliche Einrichtung
• Betriebsgelände mit mehreren ortsfesten Einrichtungen
• Kraftfahrer auf Betriebsgelände
• Flughafengelände
• Klinikgelände
• Schienennetz (Rangierbetrieb)
• Entfernungspauschale Hin-/Rückfahrt
• Reisekostenpauschale = Fahrten im Gelände
Entfernungspauschale bei
• Sammelpunkt
• dauerhafte Festlegung des Arbeitgeber
• Transport zu wechselnden Einsatzstellen
• Arbeitsaufnahme ab Sammelpunkt (Kraftfahrer)
o Nicht:
• andere erste Tätigkeitsstätte
• Aufsuchen nicht an allen Arbeitstagen
• weiträumiges Arbeitsgebiet
• Forstarbeiter
• Flughafengelände, Werksgelände
• Nicht:
• Schornsteinfeger, Pflegedienst
Mahlzeiten / Kürzung Verpflegungspauschalen
• Kürzung max. bis 0 € - Verpflegungspauschale
• Inlands- / Auslandsreisen
• Wert der Mahlzeit < Kürzungsbetrag
• auch bei kleinen Mahlzeiten / Imbiss
(Brötchen, Kuchen etc.)
• Gebäck, Keks zum Kaffee
• Snacks (Schokoriegel, Kekse, Chips, Gummibärchen)
mehrere gleiche Mahlzeiten
• Kürzung der Verpflegungspauschale auch bei Verzicht auf die
• AG kann andere / weitere Mahlzeit stellen
60 € Grenze gilt für die Summe der Mahlzeiten
• Mahlzeit 1 + Mahlzeit 2 < 60 €
 Kürzung der Verpflegungspauschale
 Kostenübernahme nicht steuerpflichtig
• Mahlzeit 1 + Mahlzeit 2 > 60 €
 keine Kürzung der Verpflegungspauschale
 Kostenübernahme der Mahlzeit steuerpflichtig
Essenmarken (max. 3,10 € + Sachbezugswert)
• 1. – 3. Monat
 keine Mahlzeit sondern Verpflegungszuschuss
 steuerfrei bis zur Verpflegungspauschale
 Differenz = Werbungskosten
(VerpflPauschale 12 € - Essenmarke 5 € = 7 €)
• ab 4. Monat (max. Tagessachbezugswert)
 Besteuerung Mahlzeit nur mit Sachbezugswert
 bis 3,10 € = steuerfrei
 keine Verpflegungspauschale
Tätigkeitsmittelpunkt bei Handelsvertretern
• keine abstrakte Ablehnung der Mittelpunktbetrachtung
Arbeitszimmer in Miteigentumsfällen bei nichtehelichen
• Grundsatz = anteiliger BA-Abzug für Schuldzinsen
• Aber: vertragliche Vereinbarung zur Kostenübernahme
• Revisionsverfahren: VI R 41/15
Homeoffice = arbeitszimmertypischer Raum
• überwiegend im Homeoffice (> 3 Tage)
 Arbeitszimmer = Mittelpunkt der Tätigkeit
• nicht überwiegend im Homeoffice (< 2 Tage)
 WK 1.250 €, wenn kein anderer Arbeitsplatz
Poolarbeitsplätze bei Außendienstlern
• Annahme eines fehlenden anderen Arbeitsplatzes ist nicht
• genügt der Poolarbeitsplatz zur Erledigung der
Innendienstarbeiten?
• genügend Poolarbeitsplätze?
• Nutzungseinteilung für die Poolarbeitsplätze?
anderer Arbeitsplatz bei Nutzungseinschränkungen
• kein anderer Arbeitsplatz
• AG hat keine Verfügung zur Nutzung eines anderen
Arbeitsplatzes vorgenommen
• Arbeitsraum ist technisch nicht nutzbar
• Nutzung des anderen Arbeitsplatzes ist
Aufteilungs- und Abzugsverbot bei gemischter Nutzung
• keine Aufteilung und anteiliger Abzug von Kosten
BFH Beschluss vom 27.07.15 GrS 1/14
• gemischte Nutzung  100 % nicht abzugsfähig
private Nutzung von untergeordneter Bedeutung
• keine Arbeitsecken
• keine Durchgangszimmer
• keine nicht abgeschlossenen Räume (Galerie)
Besondere Werbungskosten
Dienstreisekaskoversicherung für AN-KFZ
• Arbeitslohn?
• Kein Lohnzufluss, da eigenbetriebliches Interesse
• keine Kürzung der Kilometerpauschale (0,30 €/km)
• keine Kürzung der Kilometerpauschale
• gesetzliche Regelung 2014 (Reisekostenreform)
• bis 2013 Nichtanwendungserlass
Zuzahlung zu Pkw-Kosten
• Kürzung des geldwerten Vorteils aus der Nutzung
• lt. FinVerw: max bis 0 € Vorteil, Rest verfällt
• lt. FG BW: bis 0 € Vorteil, Rest als WK abziehbar
Barlohn 75.000 €
1 %-Reglung 4.800 €
Wohnung / 1. Tätigkeitsstätte 2.400 €
./. Zuzahlung 4.800 €
Bruttoarbeitslohn lt. LSt-Bescheinigung 77.400 €
Fahrtenbuchmethode 3.600 €
lst-pfl. Vorteil 0 € 0 €
Bruttarbeitslohn 75.000 €
Übersteigende Zuzahlung 1.200 €
Übersteigende Zuzahlung FirmenPkw 1.200
Übernahme von Benzinkosten durch ArbN
• BFH / FinVerw
• 1%-Regelung: keine Anrechnung auf Vorteil
• Fahrtenbuchmethode: keine Gesamtkosten
aber Werbungskosten
(Revision BFH; VI R 2/15)
1. Fibu als Basis• Vermietung an Angehörige
Vermietung an Angehörige / verbilligte Vermietung
• bürgerlich-rechtlich wirksam
• Gestaltung/Durchführung fremdüblich
< 66% ≥ 66 %
gekürzter WK-Abzug im
Verhältnis Miete /
ungekürzter WK-Abzug
Entgeltlichkeitsquote
Zur Ermittlung der Entgeltlichkeitsquote ist von der ortsüblichen
Marktmiete für Wohnungen vergleichbarer Art, Lage und Ausstattung
Die ortsübliche Miete umfasst die ortsübliche Kaltmiete zuzüglich der
umlagefähigen Kosten.
Berechnung bei § 21 Abs. 2 EStG: Vergleich lt. R 21.3 S. 1 und 2 EStR:
Schuldzinsenabzug lt. BMF
• Veräußerungserlös zur Tilgung verwendet
• keine vorherige Aufgabe der Vermietungsabsicht
Zinsen = nachträgliche WK (BFH, IX R 45/13)
• auch bei Verkauf außerhalb der 10-Jahresfrist
• Zinsabzug auch bei späterer Umfinanzierung
BMF-Schreiben vom 27.7.2015 (IV C 1 - S 2211/11/10001)
Erwerb einer neuen Einkunftsquelle
• Fortbestehen des Funktionszusammenhangs
• Abzug als Werbungskosten / Betriebsausgaben
• anteilige Erlösverwendung
 anteiliger Zinsabzug bei neuer Einkunftsquelle
 Rest = nachträgliche Schuldzinsen VuV
Kein Erwerb einer neuen Einkunftsquelle
• Verwendung Erlös zur Darlehnstilgung
• Erlös < Darlehn  anteiliger nachträgl. Zinsabzug
kein Zinsabzug
bei Aufgabe Vermietungsabsicht vor Verkauf
• unentgeltliche Überlassung
• keine nachhaltigen Vermietungsbemühungen
• keine Strukturmaßnahme
• Ferienwohnung mit negativer Überschußprognose
• kurzfristige Vermietung mit Verlusten
• Mietkaufmodelle
• nicht: § 21 Abs. 2 EStG (verbilligte Vermietung)
Vorfälligkeitsentschädigung keine WK VuV
• Zahlung in Zusammenhang mit dem Verkauf
• uneingeschränkt bei Verkauf ab 27.07.2015
• bei Verkauf bis 26.07.2015
ggf. WK bei Ablösung Altdarlehn und Neufinanzierung
Zinsen zur Finanzierung von WK
• Veräußerungen ab 2014 Einschränkung:
Veräußerungserlös reicht nicht aus zur Tilgung
• Veräußerung vor 2014 (Vertrauensschutz)
WK, auch wenn mit Erlös nicht getilgt wird
Diese Checkliste dient der Qualitätssicherung in Ihrer
Kanzlei: Ihre Mitarbeiter haken jeden zu prüfenden Punkt
bei der Einkommensteuerberatung ab. So stellen Sie sicher,
dass jeder Ihrer Mandanten die bestmögliche
Einkommensteuererklärung erhält.