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Timestamp: 2020-07-03 14:15:47
Document Index: 17348850

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 27', '§ 23']

Verordnung über Ergänzungsprüfungen in Latein, Griechisch, Hebräisch vom 13. August 1984 08.09.1984
Eingangsformel 08.09.1984
§ 1 - Zweck der Prüfung 25.01.2008
§ 2 - Prüfungsausschuß 28.07.2015
§ 3 - Meldung, Zulassung und Termine der Prüfungen 28.07.2015
§ 4 - Prüfungsanforderungen 25.01.2008
§ 5 - Teile der Prüfung 25.01.2008
§ 6 - Täuschung und Behinderung 08.09.1984
§ 7 - Prüfungsergebnis 25.01.2008
§ 8 - Zeugnis 28.07.2015
§ 9 - Niederschriften 08.09.1984
§ 10 - Wiederholung der Prüfung 28.07.2015
§ 11 - Schlußbestimmung 01.11.2014
Veröffentlichungsdatum:07.09.1984 Inkrafttreten28.07.2015 Zuletzt geändert durch:§§ 2, 3, 8 und 10 geändert durch Geschäftsverteilung des Senats vom 02.08.2016 (Brem.GBl. S. 434)
FundstelleBrem.GBl. 1984, 223
Gliederungsnummer:223-n-7
Zitiervorschlag: "Verordnung über Ergänzungsprüfungen in Latein, Griechisch, Hebräisch vom 13. August 1984 (Brem.GBl. 1984, 223), zuletzt §§ 2, 3, 8 und 10 geändert durch Geschäftsverteilung des Senats vom 02. August 2016 (Brem.GBl. S. 434)"
juris-Abkürzung: LatPrV BR
Gliederungs-Nr:: 223-n-7
Ausfertigungsdatum: 13.08.1984
Gültig ab: 08.09.1984
Fundstelle: Brem.GBl. 1984, 223
Gliederungs-Nr: 223-n-7
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: §§ 2, 3, 8 und 10 geändert durch Geschäftsverteilung des Senats vom 02.08.2016 (Brem.GBl. S. 434)
Aufgrund § 27 Abs. 2 und 8 des Bremischen Schulgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. Dezember 1981 (Brem.GBl. S. 251 223-a-5) wird verordnet:
(1) Die Senatorin für Kinder und Bildung beauftragt eine Schule mit der Durchführung der Ergänzungsprüfung und bestellt die Vorsitzende oder den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.
(2) Der Prüfungsausschuß besteht aus der oder dem Vorsitzenden und zwei von ihm beauftragten Fachprüferinnen oder Fachprüfern. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses in Latein und Griechisch müssen die entsprechende Lehrbefähigung besitzen; für die Mitglieder des Prüfungsausschusses Hebräisch kann die Senatorin für Kinder und Bildung entsprechende wissenschaftliche Nachweise anerkennen.
(3) Der Prüfungsausschuß beschließt mit Stimmenmehrheit. Stimmenthaltung ist nicht zulässig.
(1) Der Bewerberinnen und Bewerber muß seine Hauptwohnung im Lande Bremen haben oder sein Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife im Lande Bremen erworben haben oder eine Studienbescheinigung der Universität Bremen nachweisen.
(2) Den Antrag auf Zulassung müssen die Bewerberinnen und Bewerber in der Regel jeweils bis zum 31. August an die Senatorin für Kinder und Bildung richten. Dazu haben sie anzugeben, welche Prüfung sie ablegen wollen. Dem Antrag sind beizufügen:
eine beglaubigte Abschrift oder Kopie des Zeugnisses der allgemeinen Hochschulreife oder der Studienbescheinigung der Universität Bremen,
ein Bericht über Art und Umfang der Vorbereitung mit genauen Lektüreangaben,
eine Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls wann und wo der bereits früher den Versuch gemacht wurde, die Prüfung abzulegen,
gegebenenfalls ein Nachweis über die Hauptwohnung im Lande Bremen (Einwohnermeldeamt).
(3) Über die Zulassung entscheidet die Senatorin für Kinder und Bildung.
beim Kleinen Latinum 120-130 Wörtern und zwei Zeitstunden,
bei den anderen Latina mindestens 180 Wörter und drei Zeitstunden,
beim Graecum etwa 200 Wörter und drei Zeitstunden,
beim Hebraicum 10-15 Zeilen der Biblia Hebraica sowie schriftliche Erklärung von drei bis fünf angegebenen Verbalformen und Nominalformen aus dem vorgelegten Text und drei Zeitstunden.
Beim Großen Latinum kann mindestens ein Viertel und höchstens ein Drittel des Übersetzungstextes durch eine Interpretationsaufgabe ersetzt werden.
Ist der gewählte Text inhaltlich nicht in sich geschlossen, so wird der Sinnzusammenhang durch eine einleitende Bemerkung in deutscher Sprache hergestellt. Falls Aufgaben zur Interpretation einbezogen werden, ist die Übersetzungsleistung gegenüber der Interpretationsleistung mindestens doppelt zu gewichten. Der Umfang des Übersetzungstextes ist der Arbeitszeit entsprechend anzupassen.
Ein zweisprachiges Wörterbuch darf benutzt werden. Wo der Text in einzelnen Formen den zu fordernden Schwierigkeitsgrad eindeutig übersteigt, dürfen bis zu drei einzelne Ausdrücke zusätzlich erklärt werden.
(3) Grundlage der mündlichen Prüfung ist beim Latinum ein Text im Umfang von etwa 50, beim Graecum im Umfang von etwa 60 Wörtern und beim Hebraicum drei bis vier Zeilen aus den historischen Schriften des Alten Testaments; eine Einführung in den Sinnzusammenhang des Textes ist zulässig. Die mündliche Prüfung beginnt mit einer Kontrolle des Textverständnisses; daran schließt sich ein Prüfungsgespräch an, das dem Prüfling Gelegenheit gibt, ein vertieftes Verständnis der vorgelegten Textstelle und ihrer grammatikalischen Struktur nachzuweisen. Die mündliche Prüfung dauert etwa 20 Minuten, die Vorbereitungszeit etwa 30 Minuten. Die Prüfungsleistung wird vom Prüfungsausschuß bewertet.
(2) Der Prüfling hat das Recht, so lange an der Prüfung teilzunehmen, bis der Prüfungsausschuß, der unverzüglich einzuberufen ist, die Entscheidung getroffen hat. Vor der Entscheidung hat der Prüfungsausschuß den Prüfling zu hören.
(3) Behindert ein Prüfling durch sein Verhalten die Prüfung so schwerwiegend, daß es nicht möglich ist, seine Prüfung oder die anderer Prüflinge ordnungsgemäß durchzuführen, so kann er durch den Prüfungsausschuß von der weiteren Prüfung ausgeschlossen werden. Gleichzeitig erklärt der Prüfungsausschuß die Prüfung für nicht bestanden. Bis zur Entscheidung des Prüfungsausschusses kann der Prüfling vom Aufsichtsführenden vorläufig von der Teilnahme an der Prüfung ausgeschlossen werden.
(4) Kommt der Prüfungsausschuß zu dem Ergebnis, daß ein Täuschungsversuch oder eine Behinderung nach diesen Bestimmungen vorliegt, wird die Entscheidung unverzüglich schriftlich dem Prüfling bekanntgegeben.
(1) Die Beurteilungen der Prüfungsleistungen werden gemäß § 23 Abs. 1 der Zeugnisordnung in Punkten ausgewiesen. Die Leistung in der schriftlichen Prüfung wird im Verhältnis zu der in der mündlichen mit 1:1 gewertet; die Benotung, die sich aus der schriftlichen Prüfung ergibt, darf sich indes durch das Ergebnis der mündlichen Prüfung um nicht mehr als eine Notenstufe verändern. Kein Prüfungsteil darf mit null Punkten abgeschlossen werden. Der Prüfungsausschuß stellt für jeden Prüfling die Punktzahl des Prüfungsergebnisses fest. Ergibt sich kein ganzzahliger Punktwert, entscheidet der Vorsitzende, ob auf- oder abgerundet wird.
(3) Die Entscheidung über das Bestehen der Prüfung und über die erreichte Punktzahl trifft der Prüfungsausschuß.
Über die bestandene Ergänzungsprüfung wird ein Zeugnis, über die nicht bestandene Ergänzungsprüfung eine Bescheinigung ausgestellt. Das Zeugnis oder die Bescheinigung ist von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterschreiben und mit dem Dienstsiegel zu versehen. Form und Text bestimmt die Senatorin für Kinder und Bildung.
Eine nicht bestandene Prüfung kann einmal und nur im ganzen wiederholt werden. Die Senatorin für Kinder und Bildung kann auf Antrag eine zweite Wiederholung der Prüfung gestatten, wenn ihr Bestehen hinreichend wahrscheinlich ist.
(1) Diese Ordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft.
(2) Die Richtlinien für die Zuerkennung des Kleinen Latinums, des Großen Latinums und des Graecums im Lande Bremen vom 1. März 1976 (BrSBl. 472/25) werden aufgehoben.
Bremen, den 13. August 1984
Vorschrift Verordnung für die Prüfung für Schülerinnen und Schüler nicht anerkannter Ersatzschulen und für Nichtschülerinnen und Nichtschüler zur Erlangung der Einfachen Berufsbildungsreife und der Erweiterten Berufsbildungsreife (NSP-BBR-V) vom 1. Mai 2010