Source: http://www.lexetius.com/AufenthG/25
Timestamp: 2018-01-17 18:06:32
Document Index: 298519161

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 25', '§ 3', '§ 4', '§ 60', '§ 8', '§ 232', '§ 10', '§ 11', '§ 15', '§ 25', '§ 24']

[Titelei] [Inhalt] [Quellen] [<] § 25 AufenthG [>]
Paragraf 25. Aufenthalt aus humanitären Gründen
1§ 25. Aufenthalt aus humanitären Gründen.
(1) 2[1] Einem Ausländer ist eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, wenn er als Asylberechtigter anerkannt ist. [2] Dies gilt nicht, wenn der Ausländer aus schwerwiegenden Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ausgewiesen worden ist. [3] Bis zur Erteilung der Aufenthaltserlaubnis gilt der Aufenthalt als erlaubt. [4] Die Aufenthaltserlaubnis berechtigt zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit.
(2) 3[1] Einem Ausländer ist eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, wenn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Flüchtlingseigenschaft im Sinne des § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes oder subsidiären Schutz im Sinne des § 4 Absatz 1 des Asylgesetzes zuerkannt hat. [2] Absatz 1 Satz 2 bis 4 gilt entsprechend.
(3) 4[1] Einem Ausländer soll eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden, wenn ein Abschiebungsverbot nach § 60 Absatz 5 oder 7 vorliegt. 5[2] Die Aufenthaltserlaubnis wird nicht erteilt, wenn die Ausreise in einen anderen Staat möglich und zumutbar ist oder der Ausländer wiederholt oder gröblich gegen entsprechende Mitwirkungspflichten verstößt. 6[3] Sie wird ferner nicht erteilt, wenn schwerwiegende Gründe die Annahme rechtfertigen, dass der Ausländer
(4) 7[1] Einem nicht vollziehbar ausreisepflichtigen Ausländer kann für einen vorübergehenden Aufenthalt eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden, solange dringende humanitäre oder persönliche Gründe oder erhebliche öffentliche Interessen seine vorübergehende weitere Anwesenheit im Bundesgebiet erfordern. [2] Eine Aufenthaltserlaubnis kann abweichend von § 8 Abs. 1 und 2 verlängert werden, wenn auf Grund besonderer Umstände des Einzelfalls das Verlassen des Bundesgebiets für den Ausländer eine außergewöhnliche Härte bedeuten würde.
8(4a) 9[1] Einem Ausländer, der Opfer einer Straftat nach den §§ 232 bis 233a des Strafgesetzbuches wurde, soll, auch wenn er vollziehbar ausreisepflichtig ist, für einen Aufenthalt eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden. [2] Die Aufenthaltserlaubnis darf nur erteilt werden, wenn
101. seine Anwesenheit im Bundesgebiet für ein Strafverfahren wegen dieser Straftat von der Staatsanwaltschaft oder dem Strafgericht für sachgerecht erachtet wird, weil ohne seine Angaben die Erforschung des Sachverhalts erschwert wäre,
11[3] Nach Beendigung des Strafverfahrens soll die Aufenthaltserlaubnis verlängert werden, wenn humanitäre oder persönliche Gründe oder öffentliche Interessen die weitere Anwesenheit des Ausländers im Bundesgebiet erfordern.
12(4b) 13[1] Einem Ausländer, der Opfer einer Straftat nach § 10 Absatz 1 oder § 11 Absatz 1 Nummer 3 des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes oder nach § 15a des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes wurde, kann, auch wenn er vollziehbar ausreisepflichtig ist, für einen vorübergehenden Aufenthalt eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden. [2] Die Aufenthaltserlaubnis darf nur erteilt werden, wenn
[3] Die Aufenthaltserlaubnis kann verlängert werden, wenn dem Ausländer von Seiten des Arbeitgebers die zustehende Vergütung noch nicht vollständig geleistet wurde und es für den Ausländer eine besondere Härte darstellen würde, seinen Vergütungsanspruch aus dem Ausland zu verfolgen.
(5) 14[1] Einem Ausländer, der vollziehbar ausreisepflichtig ist, kann eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden, wenn seine Ausreise aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen unmöglich ist und mit dem Wegfall der Ausreisehindernisse in absehbarer Zeit nicht zu rechnen ist. [2] Die Aufenthaltserlaubnis soll erteilt werden, wenn die Abschiebung seit 18 Monaten ausgesetzt ist. [3] Eine Aufenthaltserlaubnis darf nur erteilt werden, wenn der Ausländer unverschuldet an der Ausreise gehindert ist. [4] Ein Verschulden des Ausländers liegt insbesondere vor, wenn er falsche Angaben macht oder über seine Identität oder Staatsangehörigkeit täuscht oder zumutbare Anforderungen zur Beseitigung der Ausreisehindernisse nicht erfüllt.
[24. Oktober 2015–15. Oktober 2016]
2. 1. Dezember 2013: Artt. 2 Nr. 2 Buchst. a, 7 S. 1 des Gesetzes vom 28. August 2013.
3. 24. Oktober 2015: Artt. 3 Nr. 4 Buchst. a, 15 Abs. 1 des Gesetzes vom 20. Oktober 2015.
4. 1. Dezember 2013: Artt. 2 Nr. 2 Buchst. c Doppelbuchst. aa, 7 S. 1 des Gesetzes vom 28. August 2013.
5. 24. Oktober 2015: Artt. 3 Nr. 4 Buchst. b, 15 Abs. 1 des Gesetzes vom 20. Oktober 2015.
6. 24. Oktober 2015: Artt. 3 Nr. 4 Buchst. b, 15 Abs. 1 des Gesetzes vom 20. Oktober 2015.
7. 28. August 2007: Artt. 1 Nr. 17 Buchst. c, 10 Abs. 1 des Gesetzes vom 19. August 2007.
8. 28. August 2007: Artt. 1 Nr. 17 Buchst. d, 10 Abs. 1 des Gesetzes vom 19. August 2007.
9. 15. Oktober 2016: Artt. 4 Abs. 2, 6 des Gesetzes vom 11. Oktober 2016.
10. 1. August 2015: Artt. 1 Nr. 11 Buchst. a Doppelbuchst. bb, 9 S. 2 des Gesetzes vom 27. Juli 2015.
11. 1. August 2015: Artt. 1 Nr. 11 Buchst. a Doppelbuchst. cc, 9 S. 2 des Gesetzes vom 27. Juli 2015.
12. 26. November 2011: Artt. 1 Nr. 14, 13 des Gesetzes vom 22. November 2011.
13. 1. August 2015: Artt. 1 Nr. 11 Buchst. b, 9 S. 2 des Gesetzes vom 27. Juli 2015.
14. 1. August 2015: Artt. 1 Nr. 11 Buchst. c, 9 S. 2 des Gesetzes vom 27. Juli 2015.
Umfeld von § 25 AufenthG
§ 24 AufenthG. Aufenthaltsgewährung zum vorübergehenden Schutz