Source: https://www.elo-forum.org/threads/strafbefehl-wg-fahrl-koerperverletzung-einspruch.138876/
Timestamp: 2019-02-19 12:11:08
Document Index: 63401171

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 61', '§ 103', '§ 81', '§ 46', '§ 408']

Strafbefehl wg. fahrl. Körperverletzung, Einspruch | Erwerbslosenforum Deutschland
einspruch fahrl kleine strafsache strafbefehl tagessaetze geldstrafe
ich fühle mich momentan überfordert und überlege, ob ich meinen Einspruch beim Strafgericht zurück nehme.
Bin ALG II.
Kurzfassung des Themas: Strafanzeige wegen fahrl. Körperverletzung bekommen, angeblicher Hundebiss, 3 Zeugen (2 Erwachsene, 1 Kind), Ich keine Zeugen.
Hausbesuch des Ermittlungsbeamten mit Empfehlung die Aussage zu verweigern, eine Vernehmung fand nicht statt. War der Meinung, dass ich zum Termin geladen werde. Staatsanwalt hat somit nur die Zeugenaussagen vorliegen ..., die nicht stimmen.
Strafbefehl erhalten, Geldstrafe in Höhe von 20 € für 40 Tage angesetzt, Beratungsgutschein geholt, Anwalt aufgesucht. Anwalt hat Einspruch ohne Begründung erhoben und Akteneinsicht gefordert. Ich habe Prozesskostenhilfe beantragt - wurde abgelehnt. Habe einen Pflichtverteidiger beantragt - wurde abgelehnt mit Hinweis, dass ich mich selbst verteidigen könne.
Anwalt hat das Mandat niedergelegt, weil er nicht umsonst arbeitet. Habe ich nicht erwartet. Er hätte mich vielleicht über die Kosten aufklären können ...
Erst dachte ich, ich könnte mich alleine verteidigen. Inzwischen bin ich mir nicht mehr so sicher.
Die Ladung vom Gericht zum Termin kam mit Hinweis auf geringen Erfolg. Es wird angefragt, ob Einspruch wegen der Gerichtskosten zurückgenommen wird.
Morgen werde ich mich mit der Haftpflichtversicherung beraten. Vielleicht können die mir einen Sachverständigen an die Seite stellen (Hundebiss auf Fotos nicht zu erkennen), andere Hunde kommen im Geschehen vor.
Der Haftpflichtversicherung habe ich den angeblichen Schaden längst gemeldet, hatte keine Personendaten (Wer, Wie, Wo). Die Haftpflichtversicherung bekam vom Ermittlungsbeamten Akteneinsicht.
Und nun stehe ich momentan hier und weiß einfach nicht weiter ... Ich bin am Verzweifeln.
Wenn ich mich nicht verschulden will, muss ich aufgeben.
Ich rufe aber auf jeden Fall einen anderen Anwalt an und frage nach.
Ich überlege auch, ob ich nicht eine Dienstaufsichtsbeschwerde (auch wenn sie formlos, fruchtlos und ... sein soll) gegen den Ermittlungsbeamten einreiche.
Zumindest wissen die Beamten dann, dass sie die Beschuldigten anhören müssen und eine Aussage aufnehmen müssen, wenn die Beschuldigten dies wollen.
Bitte keine Vorwürfe etc. machen, die helfen mir jetzt nicht.
Verstehe ich dich richtig? Dein Hund hat angeblich niemanden gebissen? Dann wären da 3 Aussagen gegen deine?
Kannst ja mal hier schauen, welche Strafen üblich sind:
frag-einen-anwalt.de (Fragen stellen kostenpflichtig. Suchen kostenlos)
Oder im Forum nachfragen:
Forum - 123recht.net (Fragen stellen kostenlos und unverbindlich)
Kommt noch Schmerzensgeld (Zivilrecht) dazu?
Der Polizeibeamte hat dir sicher nicht geraten keine Aussage zu machen, sondern dich darüber aufgeklärt das du keine Aussage machen musst.
Das PKH abgelehnt wird war nicht anders zu erwarten, denn diese und ein Pflichtverteidiger wird nur dann gewährt wenn eine Straftat im Raum steht wo eine Freiheitsstrafe von > 2 Jahren und damit ohne Bewährung zu erwarten ist, bei PillePalle gibt es keinen Anwalt gestellt
Und das dein Anwalt nicht ohne Kohle arbeitet ist eigentlich bekannt, oder hast du schon einen Monat gearbeitet und freiwillig auf dein Gehalt verzichtet, ein mündiger Bürger fragt bevor er eine Leistung bestellt was denn an €€€ auf einen zukommt, beim Anwalt gilt das RVG oder nach Vereinbarung außerhalb von gerichtlichen Verfahren, wer vorher fragt bekommt hinter keine dicke Rechnung --> der Anwalt wird jetzt bestimmt noch eine Kostenrechnung an dich schicken für den Einspruch und die Akteneinsicht, rechne da mal mit ~ 500 Euro extra.
Wenn du keine Zeugen auf deiner Seite hast, dann spar dir das mit dem Sachverständigen denn dessen Kosten (4-stellig) zahlst du auch noch am Ende
Du kannst jetzt nur warten bis es zu einem Gerichtstermin kommt, als Arbeitsloser wird dann die Höhe vom Tagessatz in der Regel auf ~10 Euro gesenkt, dazu empfehle ich das du einen Wesenstest von deinem Hund machen lässt und den Richter vorlegst, und vielleicht einen Besuch an einer Hundeschule nachweisst damit erkannt wird das du solches Vorkommen in Zukunft verhindern möchtest, Maulkorb ab sofort wäre auch eine maßnahme
Falls die Versicherung zwecks Abwehr zivilrechtlicher Ansprüche einen Sachverständigen beauftragt, ist das doch deren Sache. Warum sollte TE das bezahlen?
Im Eingangspost ist rauszulesen:
Er möchte von der Tierhaftpflichtversicherung einen Sachverständigen im Strafverfahren an die Seite gestellt haben, da dieses mit einer evtl. zivilrechtlichen Auseinandersetzung zwischen Geschädigtem und Versicherung nichts zu tun hat, ist der Sachverständige vom TE zu bezahlen
Er möchte von der Tierhaftpflichtversicherung einen Sachverständigen im Strafverfahren an die Seite gestellt haben
Falls die Versicherung wegen der zivilrechtlichen Seite einen Sachverständigen beauftragt, dann spricht doch nichts dagegen, dessen Erkenntnisse auch im Strafverfahren zu verwenden.
Die Erfahrung sagt das ein zivilrechtliches Verfahren erst dann durchgeführt wird wenn das strafrechtliche abgeschlossen ist, denn aus dem Urteil ergibt sich für die Versicherung möglicherweise ein Grund, um die Leistung an den Geschädigten wegen grober Fahrlässigkeit des TE zu versagen, und das wäre bei einer strafrechtlichen rechtskräftigen Verurteilung der Fall
Der TE müsste dann zusätzlich zu Geldstrafe, Anwaltskosten und den Kosten für den Sachverständigen auch noch das Schmerzensgeld und evtl anfallende Behandlungskosten oder Verdienstausfall aus eigener Tasche bezahlen
Also zahlt der TE für seinen Sachverständigen wenn er verurteilt wird
für Hunde ab einer Schulterhöhe von 50 cm
in allen Fußgängerzonen, in verkehrsberuhigten Bereichen, auf dem Tiergärtnertorplatz und in der Königstorpassage (§ 1 Hundehaltungsverordnung)
im gesamten Stadtgebiet (auch in den Hundefreilaufzonen) (§ 1 Hundehaltungsverordnung)
Könnte man ja mal für die Zukunft drüber nachdenken.....
Was das Thema jetzt im ALG-II-Bereich zu suchen hat, verschließt sich mir völlig....
denn das Schadensregulierungsrecht liegt immer noch allein bei der Versicherung. Kommt diese bei der Abwägung zu der Entscheidung den Schaden zu regulieren (z.B. Kaputte Hose, Reinigung, Schmerzensgeld => Bagatellbetrag), wird sie sicher keinen Rechtsstreit anstreben (nebst evtl. Gutachter).
Die Erfahrung sagt das ein zivilrechtliches Verfahren erst dann durchgeführt wird wenn das strafrechtliche abgeschlossen ist, denn aus dem Urteil ergibt sich für die Versicherung möglicherweise ein Grund, um die Leistung an den Geschädigten wegen grober Fahrlässigkeit des TE zu versagen
Haftpflichtversicherungen zahlen auch bei grober Fahrlässigkeit. Das ist gesetzlich so festgelegt.
Selbst wenn das so ist, aber einen Sachverständigen im Strafverfahren zahlen die zu 100% nicht, und das war hier die Frage.
Du solltest aber unterscheiden zwischen Fahrlässigkeit und grober Fahrlässigkeit, habe mal im Netz gelesen, es ist ein Goodwill der Versicherung bei grober fahrlässigkeit doch zu bezahlen
http://www.hundehaftpflicht-versicherung.info/hundehaftpflicht-info.html
Gesetzlich ist da überhaupt nichts geregelt
Wie wäre es denn, wenn TE erst mal die Situation schildert, ungeschönt?
Welche Hunde waren angeleint bzw. unangeleint?
- der Halter, dessen Hund zum Zeitpunkt nicht angeleint war, bekommt üblicherweise wohl die Alleinschuld, da sein Hund als nicht unter Beherrschung des Halters angesehen wird, und zwar unabhängig davon, ob es eine allgemeine Leinenpflicht hat oder nicht;
Wer wurde gebissen?
- Mensch oder ein anderer Hund?
Wurden Speichelproben gesichert? Immerhin läßt sich daraus DNA ermitteln, an der man feststellen kann, ob der Biß wirklich von dem Hund stammt, von dem behauptet wird, der hätte zugebissen. -> Kein Hundebiß ohne Speichelrückstände an der Bißwunde;
Anderer Hund fällt aus, dann wäre es ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung, denn ein Tier zählt in Deutschland als Sache
Wer soll eine DNA gesichert haben, wer soll die Kosten für eine Analyse bezahlen?
Der TE hätte besser bei der Polizei eine Aussage zum Sachverhalt und vor allem zu seinem Einkommen machen sollen
Hier stehen 3 Aussagen gegen 1 Aussage und der TE hat unterm Strich geloost, eine Körperverletzung liegt sicher auch real vor, sonst gäbe es kein Ermittlungsverfahren das zum Strafverfahren wurde
Der TE sollte alles tun um die Strafe zu mindern oder mit einer Einstellung im Prozess davon zu kommen, deshalb meine Tipps in #3
Vor Gericht geht es jetzt so oder so, es sei denn er zieht den Einspruch zurück und akzeptiert die Strafe
Den ganzen Sachverhalt werde ich nicht vortragen, weil er dann viel zu ausführlich wäre. Fakt ist, dass vier Hunde - nicht angeleint - dort zugegen waren.
Wie es weiter geht, werde ich morgen klären.
habe mal im Netz gelesen, es ist ein Goodwill der Versicherung bei grober fahrlässigkeit doch zu bezahlen (...) Gesetzlich ist da überhaupt nichts geregelt
"Praxistipp: Der in § 61 VVG normierte Ausschluss der Haftung des Versicherers für grobe Fahrlässigkeit gilt in der Haftpflichtversicherung nicht. Hier muss der Versicherer nur bei Vorsatz nicht zahlen."
Siehe: Grobe Fahrlässigkeit
"bei grober Fahrlässigkeit bleibt der Versicherungsschutz gleichwohl bestehen; vergleiche § 103 (besondere Regelung für die Haftpflichtversicherung) im Gegensatz zu § 81 (allgemeine Regelung für die Schadenversicherung) VVG"
Siehe: Haftpflichtversicherung ? Wikipedia
dass vier Hunde - nicht angeleint - dort zugegen waren.
Besteht dort Leinenpflicht?
Es ist nur wenig glaubwürdig, daß ein Hund einen fremden Hundehalter anfällt, wenn alle Hund unangeleint sind; es ist hier viel wahrscheinlicher, daß der eigene Hund seinen Halter gebissen hat, weil der evtl. dazwischen ging, als die Hunde evtl. untereinander lediglich die Rangordnung klärten und (!) sich der eigene Hund gegenüber seinem Halter ranghöher wähnte.
Auch wäre bzw. ist hier von Bedeutung, ob Hund oder Hündin und, wenn Hündin, läufig oder nicht läufig? -> Kein Halter eines intakten Rüden hat seinen Rüden unangeleint im Griff, wenn der hier Bock hat. -> Mehrere intakte Rüden sind selbst bei einer nicht läufigen Hündin unangeleint problematisch zu handhaben.
Bei 4 unangeleinten Hunden sind letztlich eigentlich alle im Boot der Haftung; erst recht, wenn dort am Ort des Geschehens eine allgemeine Leinenpflicht besteht. In diesem Falle sollten sich jene, die Dich angezeigt haben, mal gar nicht so sicher sein, daß es nicht ein Eigentor wird, hatten die doch ihre eigenen Hunde ganz offensichtlich selbst nicht unter Kontrolle.
Im Falle einer Gerichtsverhandlung lasse den bzw. die Kläger doch bitte den Wahrheitsgehalt seiner/ihrer Aussage vor Gericht auf gerichtsübliche Weise beeiden. Wenn auch nur irgendwas an deren Aussage unstimmig bzw. erfunden ist, werden die sich hüten, das zu tun, sofern sie klar bei Sinnen sind. Und die Sicherheit, nicht zufälligerweise beobachtet worden zu sein, sollte heutzutage schon lange keiner mehr haben.
Wenn 4 unangeleinte Hunde untereinander beteiligt waren, läuft das eigentliche Geschehen in Sekundenbruchteilen ab und man bekommt als Halter nichts oder nur ganz wenig mit. Bei einem ähnlichen Vorfall, soll mein Hund einen anderen gebissen haben. Ich habe für die Halterin sofort das Maul meines Hundes geöffnet und ihr gezeigt, dass am Maul meines Hundes keine Blutspuren zu sehen waren. Dafür waren im Maul ihres Hundes Haare zu sehen. So war klar, dass der andere Hund gebissen hat.
Dieses Vorgehen kann ich auch nur empfehlen. Man muss sofort seinen Hund untersuchen. Hinterher kann viel behauptet werden.
Ich würde mich auch gegen den Strafbefehl wehren. Meist haben die Zeugen in der Hauptverhandlung nicht mehr so eine große Klappe.
Wenn die Zeugen sich aber nicht widersprechen dann ist nix mit wehren, schon das unangeleinte spricht gegen den TE vor Gericht
Ich denke auch das man sich kennt und jetzt die einen dem anderen einen reinwürgen wollen, helfen würde da nur ein Liebling Kreuzberg
schon das unangeleinte spricht gegen den TE vor Gericht
Bitte? Das "Unangeleinte" spricht dann nur gegen die TE? Falsch, wenn, dann spricht es gegen alle Beteiligten. Denn die anderen hatten ganz sicher ihre Hunde genauso nicht unter Kontrolle, gell? Da braucht keiner dem anderen was vorwerfen.
Und wenn da wirklich eine allgemeine Leinenpflicht besteht, bekommen die anderen auch noch was rein, garantiert.
Ist alles halt eine Frage der vor Ort tatsächlich bestehenden Verhältnisse.
Die anderen Hundebesitzer sind aber nicht angeklagt, es betrifft nur den TE, denn scheinbar hat nur dessen Hund gebissen
Der TE hätte sich von Anfang an äußern sollen und nicht tote Fliege spielen und nur alle Fehler bei anderen suchen wie Polizist oder Anwalt, sämtliche Fehler einschließlich das nicht anleinen des Hundes wurden von ihm gemacht
Jetzt sollten mal alle Karten auf den Tisch, auch was es überhaupt für ein Hund war
sämtliche Fehler einschließlich das nicht anleinen des Hundes wurden von ihm gemacht
Das ist vermutlich die Position der Gegenpartei.
Ich stehe auf keiner Seite, denn ich bin kein Richter der Recht spricht, es gibt übrigens auch keine Gegenpartei, denn von einer Nebenklage habe ich nichts gelesen, der TE ist der Angeklagte, das was du Gegenpartei nennst wären die Zeugen welche belehrt werden die Wahrheit zu sagen, der Gegner ist wenn man so will, der Staatsanwalt und dazwischen ist der Richter den man überzeugen muss
Hier steht eine begangene Körperverletzung im Raum + 3 Zeugen gegen den TE, der es vorgezogen hat keine Aussage bei der Polizei zu machen und es so von vorne herein nur zu einem Strafbefehl kommen konnte, oder alternativ zu einer Anklageschrift.
Einen Anwalt hat er sich genommen, als er merkte das dieser für seine Arbeit plötzlich €€€ haben will, da trennt er sich von diesem
Jetzt kommt es zu einem Strafprozess wo dann die 3 Zeugen gegen den TE aussagen werden und er im schlechten Licht steht, hat er selber keine Zeugen welche ihn entlasten, so hat er keine Chance auf einen Freispruch, außer er hat einen Liebling Kreuzberg (Das war ein Anwalt in einer Fernsehserie aus den 80er Jahren, dazu Advokat Werbung) der die Zeugenaussagen zerplückt und die Zeugen unglaubwürdig macht.
Sitzt er alleine ohne Anwalt auf der Anklagebank, dann hat er im Prinzip schon verloren, man kann nur versuchen die Strafe zu minimieren oder über eine Einstellung des Verfahrens (mit oder ohne Auflagen) da raus zu kommen
Deshalb mein Tipp zu Hundeschule, Wesenstest, Maulkorb......um den Richter und den Staatsanwalt milde zu stimmen, hier kann man den Schaden meiner Meinung nach nur noch minimieren aber nicht weg zaubern
Ich stehe auf keiner Seite, denn ich bin kein Richter der Recht spricht
Richter sollen auch nicht auf einer Seite stehen, sondern neutral und unparteiisch sein, siehe:
Neutralität des Gerichts ? Wikipedia
es gibt übrigens auch keine Gegenpartei
der Gegner ist wenn man so will, der Staatsanwalt
Hier steht eine begangene Körperverletzung im Raum
Ist das unstrittig, oder ist es bisher nur eine behauptete?
+ 3 Zeugen gegen den TE
Die alle familiär miteinander verbunden sind.
Der Richter schlägt sich aber am Ende auf eine Seite, bezieht also Partei wenn er das Urteil spricht.
Der Staatsanwalt ist im Prinzip ein Gegner des Angeklagten, muss aber auch alles dafür tun diesen zu entlasten,. da der TE aber nichts getan hat außer die Aussage zu verweigern, so kann der Staatsanwalt nichts anderes tun als Anklage erheben oder wie hier einen Strafbefehl zu beantragen.
Die Körperverletzung muss bewiesen werden, z.B durch ärztliches Attest, einfach sagen, der hat mich Aua gemacht reicht nicht, da ein Strafbefehl erstellt wurde, ist die Körperverletzung unstrittig, und da der TE z.B. durch eine Aussage nichts widerlegt hat wird sich das auch nicht ändern
Ob die Zeugen verwandt sind ist auch erstmal egal, da der TE (ich wiederhole mich) keine Aussage zum Sachverhalt gemacht hat
Ich versuche nur mir ein Bild zu machen, denn das der TE hier einen Thread eröffnet hat besagt nichts über Schuld oder Unschuld, der TE hat nur eben bis heute nichts dafür getan sich in ein positives Licht zu stellen, das sollte geändert werden
Wenn jetzt noch wie angekündigt wird der ermittelnde Beamte angegriffen wird, so wird das im Strafprozess mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf den Tisch kommen und das verschlechtert die Position noch mehr
Vielleicht sollte der TE sich doch einen Anwalt nehmen der selbst bezahlt werden muss, die Kosten hierfür werden aber über der zu erwartenden Strafe liegen, einziger Vorteil, kein Eintrag im Führungszeugnis bei Freispruch
A) Der TE darf sich vorm Amtsgericht durchaus äussern.
B) Wie groß der Schaden durch den Beisser war, ist irrelevant. Der Hund hat zugebissen, das zählt.
Klar darf der TE sich vor Gericht äußern, aber es wirft ein besseres Licht auf einen wenn man vorher alles tut um sich zu entlasten, eine Verweigerung der Aussage darf zwar nicht gegen einen verwendet werden, aber wenn es nichts positives gibt, dann schaut es schlecht aus
......hat er selber keine Zeugen welche ihn entlasten, so hat er keine Chance .....
Ein besonders "nettes" Beispiel : Klick
Bei der Strafzugmessung sind die verschuldeten Auswirkungen der Tat nach § 46 II StGB schon relevant.
In der Hauptverhandlung kannst du die Vereidigung der Zeugen beantragen. Meineid ist ein Verbrechen.
Ich habe auch einen Hund über 50 cm Widerristhöhe und ihn von der generellen Leinenpflicht befreien lassen vom Ordnungsamt. In NRW dürfen Hunde im Stadtwald ohne Leine laufen.
Nö, der soll eigentlich das Urteil auf der Basis des geltenden Rechts fällen und eben nicht auf der Basis persönlicher Parteinahme.
Der Staatsanwalt ist im Prinzip ein Gegner des Angeklagten
Eben, und damit ist er Partei.
da ein Strafbefehl erstellt wurde, ist die Körperverletzung unstrittig
"Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes „summarisches Verfahren", bei welchem die Schuld des Beschuldigten nicht zur Überzeugung des Gerichts feststehen muss (im Gegensatz zur Entscheidung durch Urteil). Vielmehr ist es schon ausreichend, wenn die Schuld des Beschuldigten wahrscheinlich ist."
Siehe: https://www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/ordentliche_gerichte/Strafgericht/BesondereVerfahrensarten/strafbefehlsverfahren/index.php
§ 408 III StPO
"(3) Der Richter hat dem Antrag der Staatsanwaltschaft zu entsprechen, wenn dem Erlaß des Strafbefehls keine Bedenken entgegenstehen. Er beraumt Hauptverhandlung an, wenn er Bedenken hat, ohne eine solche zu entscheiden, oder wenn er von der rechtlichen Beurteilung im Strafbefehlsantrag abweichen oder eine andere als die beantragte Rechtsfolge festsetzen will und die Staatsanwaltschaft bei ihrem Antrag beharrt. Mit der Ladung ist dem Angeklagten eine Abschrift des Strafbefehlsantrags ohne die beantragte Rechtsfolge mitzuteilen."
Ein Strafbefehl hat die Wirkung wie ein Urteil.
Hier müßte sich TE wieder melden und den Stand der Dinge präsentieren.
Es wird letztlich wohl alles davon abhängen, ob am Ort des Geschehens eine allgemeine Leinenpflicht besteht oder nicht; je nach Bundesland und Kommune kann da Unterschiedliches gelten.
Und in NRW scheint es speziell da schon kompliziert zu sein?
Wald und Holz NRW: Leinenzwang auf Waldwegen?
Hier in Brandenburg wie auch in Berlin ist's ein-eindeutig; im Wald gehört Hundi an die Leine. Freilich gilt dieses nur für jene Zonen, die per Definition gemäß Bundes- oder Landesrecht als Wald anzusehen sind. Die offizielle Straße durch den Wald bspw. gehört nicht dazu und auch nicht der sie begleitende Fußgänger- und Radweg.
Mit der Leinenpflicht hat das ganze nichts zu tun, wenn gegen diese verstoßen wurde kann es zusätzlich ein OWI Verfahren der Kommune geben
Hier geht es um die Ahndung einer Körperverletzung als Straftat
Ist bzw. bleibt halt die Frage zu klären, ob es wirklich der Hund der TE war.
Dafür gibt es Zeugenaussagen, 3 gegen 1
Der TE hat sich ja selbst durch seine Aussageverweigerung jede Chance genommen etwas anderes zu ermitteln
Darf man dich darauf aufmerksam machen, daß nicht etwa beim TE, sondern beim Ankläger die Beweislast liegt?
TE muß gar nichts beweisen; es reicht schon aus, wenn lediglich die Beweislage der Anklage zu dünn ist.
Und diese läßt sich nicht automatisch auf die simple Rechnung "3 gegen 1" reduzieren.
Richtig, der Ankläger hat seine Beweise --> Zeugenaussage, auf Grund dieser Tatsachen wurde der Strafbefehl beantragt und erlassen und wird auch das Urteil im Strafprozess ergehen, wäre die Beweislage zu dünn gewesen, dann wäre der Strafbefehl erst überhaupt nicht erlassen worden
Wenn der TE aber nichts tut um sich selbst zu entlasten, dann wird er verurteilt, ganz simpel weil er alleine da steht und 3 Zeugenaussagen gegen ihn
.....die TE schrieb,das es Fotos der Bisswunde gibt,die kaum zu erkennen sind (?)....leider sind die Informationen dürftig.Den Tathergang möchte sie nicht erzählen,braucht sie auch nicht .......
Sollte dem Gericht neben den Fotos und den Zeugen auch noch ein ärztliches Attest,das den Biss als den eines Hundes bestätigt vorliegen,kann sie schon mal anfangen Geld zu zählen,das sie in Kürze nicht mehr besitzen wird.
Aber auch mit dem wenigen,was sie preisgegeben hat,sehe ich keine Chance ohne eigene Zeugen,braucht man nur Hundebiss-Urteile zu lesen.
Autofahrer und Hundehalter haben eins gemeinsam : Fast immer Allein-Teil-Mitschuld.....besonders,wenn's dem "bösen Nachbarn so gefällt".
Die Polizei fängt bei sowas nur an zu ermitteln wenn ein Attest vor liegt, und nicht einfach so blos weil jemand was sagt, ohne vorliegen dieses Beweismittels wäre es nie zu einem Strafbefehl wegen Körperverletzung gekommen
Aus diesem Grund ist solange keine entlastenden Beweise auf den Tisch kommen alles gegessen, es kann nur im Tagessatz billiger werden bei Arbeitslosigkeit, 10 Euro sind da die Regel bei einem Harzti
Frage 1: Welche Rasse ist dein Hund, wie alt ist er und hat er schon mal jemand gebissen?
Frage 2: Welche Verletzungen oder Schäden an Kleidung sind vorgekommen? Das müsste erst einmal nachgewiesen werden. Das sollte auch im Strafbefehl drinstehen. Wenn keine Schäden da sind liegt auch keine Straftat vor (unverbindliche Aussage!!!) Vielleicht hat der Hund auch nur zugeschnappt?
Frage 3 (jetzt geht es ans Eingemachte, also Vorsicht beim Diskutieren!!) Wurde dein Hund durch das Verhalten der anderen provoziert? Das wäre ein Mitverschulden. In dem Zusammenhang: jeder, der mit einem Hund zu tun hat, muss wissen, dass er bei fremden Tieren vorsichtig sein muss. Trotz aller Dressur: Hunde sind Raubtiere und daher ist IMMER mit Angriffen, besonders Hundebissen zu rechnen.
Frage 4: Hast du mit den "Gebissenen" Streit, so dass die aus einer Mücke einen Elefanten machen? Da von den beiden Erwachsenen wohl einer erziehungsberechtigt für das Kind ist, kann hier auch eine Beeinflussung des Kindes vorliegen.
Eine Verhandlung wirst du wohl ohne Anwalt durchstehen müssen. Aber: du kannst zur Verhandlung moralische Unterstützung in Form von Bekannten, Verwandten mitnehmen, die allerdings ruhig sein müssen.
Ein T-Shirt "Karola über alles" sollte aber durchgehen.
Im übrigen siehe Thema
.....die TE schrieb,das es Fotos der Bisswunde gibt,die kaum zu erkennen sind (?).
Für die "große Nummer" dürfte das nicht reichen; Schmerzensgeld sicher, auch Schadensersatz ob des evtl. durchbissenen Materials, aber sonst?
Oder auch Staatsanwalt genannt. ^^
Das muss es auch nicht,Pinguin.Es reicht schon,das die TE ein paar hundert Euro Schmerzensgeld zahlen muss und die üblichen Kosten.
Hätte ich auch kein Problem mit,wenn der Hund tatsächlich zugebissen hat.....aber hat er das ? Sie schrieb "angeblich".....
....und ich finde es infam jemanden zu verurteilen einem anderen Geld zu zahlen,wenn der Hund unschuldig ist und der Halter mit Hilfe der "Strafbehörden" abgezockt werden soll.
Mal abgesehen davon,das jeder zubeissende Hund plötzlich als "gefährlich"gilt,mit allen Konzequenzen,die darauf folgen ,wie z.B Maulkorb.....
Ist das Tier unschuldig,ist das eine Schweinerei.
Recht haben und Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe...
Über den Tathergang wissen wir vom TE nur, dass 4 Hunde und 3 Zeugen dabei waren. Wie viele Hunde gehören zum TE, wie viele Hunde zu den Zeugen, wer soll wen gebissen haben, war TE vor Ort?
Interessant wäre auch gewesen, was denn dem TE genau vorgeworfen wird - also in welcher Konstellation die fahrlässige KV zustande gekommen sein soll. Weil je nachdem kommen diverse Ansätze infrage, die aus der Misere führen können.
Steht im EP:
Hund hat andere Person gebissen, 3 Zeugen bestätigen das, Staatsanwalt hat Strafbefehl wegen Körperverletzung beantragt, Gericht hat diesen erlassen
Mit Konstellation war eigentlich gemeint: KV durch Unterlassen oder direkte KV oder.. xxx ?
Das steht im Prinzip in den beiden Beiträgen der TE.
Darunter auch ein entscheidener Hinweis :
Die Ladung vom Gericht zum Termin kam mit Hinweis auf geringen Erfolg.
Das bedeutet nichts anderes als egal ob ihr Hund nun gebissen hat oder nicht,kann die TE keine Zeugen und/oder andere Beweismittel beibringen,das es nicht ihr Hund war,hat sie verloren.......denn 3 Zeugen behaupten,das es ihr Hund war und haben zumindest mit Fotos dokumentiert,das Bisswunden vorhanden sind.
Vielleicht gehören dem TE mehr als nur ein Hund von den vier beteiligten Hunden, vielleicht sogar alle vier. :icon_confused: