Source: https://www.ra-juedemann.de/negative-bewertungen-im-internet-loeschen-jameda-googleyelp-etc/
Timestamp: 2020-05-29 04:00:56
Document Index: 20844423

Matched Legal Cases: ['Art. 5', '§ 185', '§ 186', '§ 187', 'BGH', 'BGH']

Negative Bewertungen im Internet löschen - Jameda, Google,Yelp etcJüdemann Rechtsanwälte
Negative Bewertungen im Internet löschen – Jameda, Google,Yelp etc
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Negative Bewertungen im Internet löschen? Hilfe gegen Online-Pranger
Schlechte Bewertungen auf einschlägigen Bewertungsplattformen im Internet können immense negative Auswirkungen auf die Reputation Ihres Unternehmens und damit mittelbar auf dessen Umsatzzahlen haben. Dabei ist bei weitem nicht jede rufschädigende Bewertung von der Meinungsfreiheit geschützt. Unwahre Tatsachenbehauptungen oder beleidigende Äußerungen sind, ebenso wie Fake-Bewertungen, nicht geschützt und müssen gelöscht werden. Wir beraten und unterstützen Sie bei der Identifizierung unzulässiger negativer Bewertungen und ihrer Löschung zu fairen Pauschalpreisen. Dank unseres Fachwissens in diesem Bereich, langjähriger Erfahrung und Kontakten zu den entsprechenden Stellen sind wir Ihr Partner, wenn es um den Schutz des guten Rufes Ihres Unternehmens geht.
Tatsachenbehauptung vs. Meinung
Gegen eine im Internet geäußerte Meinung lässt sich prinzipiell wenig unternehmen, da sie die Meinungsfreiheit in Art. 5 unseres Grundgesetzes unter besonderen Schutz stellt, sofern sie keine Formalbeleidigung oder Schmähkritik enthält. Allerdings handelt es sich bei vielen Bewertungen nicht um bloße Meinungsäußerungen, sondern um Tatsachenbehauptungen, welche dem Beweis zugänglich sind. Der Wahrheitsgehalt konkreter Aussagen wie etwa des Vorwurfs, das bewertete Unternehmen biete keinen Warenumtausch an oder verkaufe qualitativ unzureichende Produkte, lässt sich nachprüfen und stellt daher keine Meinung dar. Stellt sich eine solche Tatsachenbehauptung als unwahr heraus, wird sie nicht länger von der Meinungsfreiheit geschützt und muss gelöscht werden. Bei anderen Behauptungen, die stark vom subjektiven Empfinden des Bewertenden abhängen, ist die Einordnung als Tatsachenbehauptung allerdings schwieriger.
Meinungsäußerungen sind dagegen zulässig, bis die Grenze zur sogenannten Schmähkritik überschritten ist. Schmähkritik ist eine Äußerung, bei der nicht mehr die Auseinandersetzung in der Sache, sondern die Diffamierung der Person im Vordergrund steht. Polemische oder überspitzte Kritik ist hiervon noch nicht erfasst; erforderlich ist vielmehr, dass die Meinungsäußerung in der Herabsetzung der Person besteht. Es bestehen daher generelle Duldungspflichten, solange die Bewertung als sachliche Kritik zur öffentlichen Meinungsbildung beiträgt.
Löschpflicht der Plattformbetreiber
Zwar besteht für Betreiber von Bewertungsplattformen wie
– Yelp, Jameda, Sanego (Ärztebewertungsportal),
– HolidayCheck.de (Reisen und Hotels),
– anwalt.de (Anwaltsbewertungen),
– Fahrerbewertung.de (Fahrerbewertungen),
– Google+local (lokale Unternehmen),
– spickmich.de (Lehrerbewertungen),
nicht die Pflicht, aktiv nach rechtswidrigen Inhalten zu suchen, doch sind sie verpflichtet, Bewertungen umgehend zu löschen, sobald sie von deren Rechtswidrigkeit Kenntnis erlangen. Wir übernehmen für Sie und Ihr Unternehmen die teils umständliche Kommunikation mit den jeweiligen Plattformen und die Durchsetzung ihrer Löschungsansprüche. Jeder Tag, an dem Sie rechtswidrige (weil unwahre oder beleidigende) Bewertungen auf Plattformen widerspruchslos hinnehmen, bedeutet eine nicht gerechtfertigte Abschreckung potenzieller Kunden – handeln Sie daher zeitnah und beauftragen Sie uns, um die Löschung der entsprechenden Bewertungen schnellstmöglich in die Wege zu leiten.
Bewertungen ohne Kommentar
Auf zahlreichen Plattformen existiert die Möglichkeit, ohne Kommentar eine Sterne-Bewertung zu hinterlassen. Nach der Rechtsprechung sind diese zwar ebenfalls von der Meinungsfreiheit geschützt, doch sie enthalten gleichzeitig eine konkludente Tatsachenbehauptung. Der Bewertende bringt damit nämlich zum Ausdruck, mit dem bewerteten Unternehmen in geschäftlichem Kontakt gestanden zu haben. Kann dieser Umstand nicht nachgewiesen werden oder ist er gar nachweislich unwahr, besteht ein Anspruch auf Löschung der Bewertung.
Ansprüche gegen Verfasser
Neben den Ansprüchen, die Ihnen als geschädigtem Unternehmen gegen die Betreiber der Plattform zustehen, haben sie außerdem auch gegen den Verfasser der rechtswidrigen Bewertung Ansprüche auf Unterlassung und Löschung. In Extremfällen ist sogar eine strafrechtliche Verfolgung möglich – in Betracht kommen hierbei die Beleidigung (§ 185 StGB), die üble Nachrede (§ 186 StGB) oder die Verleumdung (§ 187 StGB). Problematisch gestaltet sich häufig allerdings die Identifizierung des Verfassers, wenn Bewertungen anonym abgegeben wurden: Wir unterstützen Sie professionell sowohl bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche gegen die Plattformbetreiber als auch gegen den Verfasser unzulässiger Bewertungen. Polizei und Staatsanwaltschaft können in besonders schwerwiegenden Fällen hinzugezogen werden.
Zulässigkeit automatisierter Bewertungsauswahl
Wie der Bundesgerichtshof kürzlich entschied, dürfen Bewertungsplattformen wie Yelp eine automatisierte Auswahl an Bewertungen vornehmen, die sich an Kriterien wie der Qualität, Vertrauenswürdigkeit und bisherigen Aktivität von Nutzern orientiert (BGH, Urteil v. 14.1.2020, Az. VI ZR 496/18). Eine Fitnessstudio-Betreiberin hatte gegen Yelp geklagt, da auf der Yelp-Seite ihres Studios zahlreiche positive Bewertungen erst durch Klicken auf einen separaten Link sichtbar gemacht werden konnten. Die interessierten Nutzern angezeigte Durchschnittsbewertung errechnete sich aus wenigen Bewertungen von Nutzerkonten, die vom Algorithmus der Plattform als vertrauenswürdig eingestuft wurden. Diese Trennung durch einen nicht offen gelegten Algorithmus sei zulässig, so der BGH. Hierdurch werde der Manipulation durch gefälschte Bewertungen vorgebeugt.
– Die Entfernung unwahrer oder beleidigender Bewertungen gehört zu unseren Tätigkeitschwerpunkten. Als Anwälte für Medienrecht in Berlin finden wir in folgenden Fällen prägnant, schnell und effizient Lösungen:
– Gezieltes Vorgehen gegen negative Bewertungen, die unwahre Tatsachenbehauptungen, Formalbeleidigungen oder Schmähkritik enthalten,
– Überwachung und Wiederherstellung Ihres guten Rufes (online Reputationsmanagement)
– Geltendmachung von Beseitigungs- und Unterlassungsansprüchen gegenüber Plattformbetreibern (Google etc.) und/oder gegenüber dem Rezensenten
– Durchsetzung von Schadensersatz- und Geldentschädigungsansprüchen,
– gerichtliche Geltendmachung Ihrer Ansprüche (bei besonderer Dringlichkeit auch im einstweiligen Verfügungsverfahren)
Wurden Sie oder Ihr Unternehmen auch zu Unrecht negativ bewertet und die Bewertung enthält unwahre
Nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung, um schnell und unverbindlich Kontakt mit uns aufzunehmen.
Tatsachenbehauptungen oder Schmähkritik?
Wer sind Jüdemann Rechtsanwälte?
Jüdemann Rechtsanwälte sind IP-Anwälte. Wir beraten und vertreten unsere Mandanten u.a. in allen Fragen des Schutzes und der Verwertbarkeit kreativer Leistungen sowie dem Schutz der Persönlichkeitsrechten Die Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Urheberrecht, Medienrecht, Markenrecht und Gewerblichen Rechtsschutz.
Als Teil des Medienrechtes haben wir uns auf das Vorgehen gegen rufschädigende Bewertungen im Internet spezialisiert. Als erfahrene Experten für die Löschung von negativen Bewertungen im Internet beraten wir seit vielen Jahren Unternehmen und Einzelpersonen bundesweit. Dabei legen wir besonderen Wert auf Verlässlichkeit und Kontinuität.