Source: https://www.rechtslupe.de/sozialrecht/befreiung-von-der-versicherungspflicht-bei-fristversaeumung-337311
Timestamp: 2019-08-20 05:11:35
Document Index: 83774587

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 86', '§ 96', '§ 171', '§ 54', '§ 2', '§ 2', '§ 163', '§ 2', '§ 20', '§ 48', '§ 4', '§ 2', '§ 22', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 173', '§ 4', '§ 2', '§ 2', '§ 28', '§ 27', '§ 4', 'Art 3', '§ 231', '§ 34', '§ 85', '§ 4', '§ 85', '§ 2', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 34', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 4', '§ 27', '§ 27', '§ 4', '§ 14', '§ 4', '§ 1', '§ 193', '§ 3', '§ 14', '§ 381', '§ 2', '§ 5', '§ 5', '§ 3', '§ 14', '§ 2', '§ 3', '§ 85', '§ 3', '§ 27', '§ 176', '§ 26', '§ 187', '§ 188', '§ 27', '§ 2', '§ 6', '§ 50', '§ 24']

Befrei­ung von der Ver­si­che­rungs­pflicht bei Frist­ver­säu­mung | Rechtslupe
Befrei­ung von der Ver­si­che­rungs­pflicht bei Frist­ver­säu­mung
Die Ein­räu­mung einer Mög­lich­keit zur Antrag­stel­lung auch aus Anlass einer erst nach Ablauf der Drei-Monats-Frist des § 4 Abs 2 Satz 1 KVLG 1989 erfolg­ten Fest­stel­lung der Ver­si­che­rungs­pflicht ist nicht von Ver­fas­sungs wegen gebo­ten. Es obliegt dem Unter­neh­mer näm­lich, von sich aus zeit­ge­recht den an die Auf­nah­me sei­ner Tätig­keit anknüp­fen­den Ver­pflich­tun­gen nach­zu­kom­men und im Zwei­fels­fall eine Klä­rung über Bestehen und Umfang die­ser Pflich­ten her­bei­zu­füh­ren1.
Mit die­ser Ent­schei­dung hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt die Revi­si­on des Klä­gers gegen ein Urteil des Säch­si­schen Lan­des­so­zi­al­ge­richts zurück­ge­wie­sen. Der Klä­ger ist seit 1991 bzw 1997 Geschäfts­füh­rer zwei­er Unter­neh­men in der Rechts­form einer GmbH, an denen er Gesell­schafts­an­tei­le von 36 % bzw 31 % hält. Die­se bewirt­schaf­ten land­wirt­schaft­li­che Flä­chen von rund 300 ha und über 2000 ha. Nach­dem die Bar­mer Ersatz­kas­se kei­ne Ver­si­che­rungs­pflicht fest­ge­stellt hat­te, hat sich der Klä­ger pri­vat ver­si­chert. Auf­grund eines Katas­ter­hin­wei­ses über­sand­ten die Rechts­vor­gän­ger (Säch­si­sche Land­wirt­schaft­li­che Kran­ken­kas­se bzw Pfle­ge­kas­se – SLKK bzw SLPK) der Beklag­ten (Land­wirt­schaft­li­che Kran­ken­kas­se bzw Pfle­ge­kas­se Mit­tel- und Ost­deutsch­land) dem Klä­ger einen Mel­de­bo­gen zur Über­prü­fung der Mit­glied­schaft als ver­si­che­rungs­pflich­ti­ger land­wirt­schaft­li­cher Unter­neh­mer. Dar­auf­hin bean­trag­te die­ser am 25.7.2001 die Befrei­ung von der Ver­si­che­rungs­pflicht. Die­ser wur­de abge­lehnt und die Ver­si­che­rungs­pflicht in der land­wirt­schaft­li­chen Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung ab 1.1.1995 fest­ge­stellt. Dage­gen hat der Klä­ger Kla­ge erho­ben.
Das Sozi­al­ge­richt2 hat die bis dahin ergan­ge­nen Beschei­de der Beklag­ten auf­ge­ho­ben und die­se ver­ur­teilt, den Klä­ger von der Ver­si­che­rungs­pflicht in der land­wirt­schaft­li­chen Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung zu befrei­en. Dage­gen haben die Beklag­ten Beru­fung ein­ge­legt vor dem Säch­si­schen Lan­des­so­zi­al­ge­richt3. Hier ist das Urteil des Sozi­al­ge­richts geän­dert und die Kla­ge mit der Maß­ga­be abge­wie­sen wor­den, dass die Bei­trags­pflicht des Klä­gers erst ab dem 6. Juli 2003 besteht und er kei­nen Anspruch auf Befrei­ung hat. Der Klä­ger hat Revi­si­on ein­ge­legt.
Im Streit steht zwi­schen den Betei­lig­ten noch die Fest­stel­lung der Ver­si­che­rungs­pflicht des Klä­gers in der land­wirt­schaft­li­chen Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung durch den gemein­sa­men Bescheid der SLKK und SLPK vom 2.7.2003 sowie die Ableh­nung des Befrei­ungs­an­trags des Klä­gers durch die SLKK mit wei­te­rem Bescheid vom sel­ben Tag. Dar­über hin­aus sind im Revi­si­ons­ver­fah­ren (nur noch) Bei­trags­for­de­run­gen für die Zeit ab 6.7.2003 im Streit. Das von den Beklag­ten in der münd­li­chen Ver­hand­lung vor dem Lan­des­so­zi­al­ge­richt mit Rück­sicht auf die Recht­spre­chung des Bun­des­so­zi­al­ge­richts zu den Fol­gen einer rück­wir­ken­den Fest­stel­lung der Mit­glied­schaft in der Kran­ken­ver­si­che­rung4 abge­ge­be­ne – vom Klä­ger ange­nom­me­ne – Teil­an­er­kennt­nis ist als Ver­zicht auf Bei­trags­nach­for­de­run­gen für die Zeit bis 5. Juli 2003 aus­zu­le­gen. Gegen­stand des Rechts­streits sind über § 86 SGG auch die Beschei­de vom 16.1.2004 und 27.1.2005 sowie nach § 96 Abs 1 SGG die Beschei­de vom 19.1.2006, 5.1.2007, 10.1.2008 und – nur den Pfle­ge­ver­si­che­rungs­bei­trag betref­fend – vom 1.7.2008, durch die die unbe­fris­te­ten Bei­trags­fest­set­zun­gen der jeweils vor­her­ge­hen­den Beschei­de mit Wir­kung für die Zukunft geän­dert wur­den. Über die wäh­rend des Revi­si­ons­ver­fah­rens ergan­ge­nen Ände­rungs­be­schei­de hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt dage­gen – ent­ge­gen der Ansicht der Beklag­ten – nicht zu befin­den (vgl § 171 Abs 2 SGG).
Den Bescheid über die Fest­stel­lung der Ver­si­che­rungs­pflicht des Klä­gers in der land­wirt­schaft­li­chen Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung vom 2.7.2003 hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richt zu Recht auf die Anfech­tungs­kla­ge hin nicht auf­ge­ho­ben, denn der Klä­ger wird hier­durch und auch wegen der Fest­stel­lung der Ver­si­che­rungs­pflicht erst ab dem 1.1.1995 nicht iS des § 54 Abs 1 Satz 2 SGG beschwert. Nach § 2 Abs 1 Nr 1 KVLG 19895 sind in der Kran­ken­ver­si­che­rung der Land­wir­te ua ver­si­che­rungs­pflich­tig Unter­neh­mer der Land- und Forst­wirt­schaft (land­wirt­schaft­li­che Unter­neh­mer), deren Unter­neh­men, unab­hän­gig vom jewei­li­gen Unter­neh­mer, eine auf Boden­be­wirt­schaf­tung beru­hen­de Exis­tenz­grund­la­ge bil­det bzw6 auf Boden­be­wirt­schaf­tung beruht und die Min­dest­grö­ße (hier: 4 ha) erreicht. Dabei gel­ten nach § 2 Abs 3 Satz 2 KVLG 19897 auch Mit­glie­der einer juris­ti­schen Per­son als Unter­neh­mer, wenn sie haupt­be­ruf­lich im Unter­neh­men tätig und wegen die­ser Tätig­keit nicht kraft Geset­zes in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung ver­si­chert sind.
Nach den nicht mit Revi­si­ons­rügen ange­grif­fe­nen und daher für das Bun­des­so­zi­al­ge­richt bin­den­den (§ 163 SGG) Fest­stel­lun­gen des Lan­des­so­zi­al­ge­richts haben die­se Vor­aus­set­zun­gen bezo­gen auf die seit Janu­ar 1991 aus­ge­üb­te Geschäfts­füh­rer­tä­tig­keit des Klä­gers zumin­dest seit dem 1.11.1991 und bezo­gen auf die wei­te­re Geschäfts­füh­rer­tä­tig­keit seit dem 15.1.1997 vor­ge­le­gen, wor­über zwi­schen den Betei­lig­ten auch kein Streit besteht. Die Ver­si­che­rungs­pflicht nach § 2 KVLG 1989 begrün­det nach § 20 Abs 1 Satz 2 Nr 3 SGB XI gleich­zei­tig die Ver­si­che­rungs­pflicht in der sozia­len Pfle­ge­ver­si­che­rung, die nach § 48 Abs 1 Satz 1 SGB XI bei der Beklag­ten zu 2. bzw für die Zeit zuvor bei deren Rechts­vor­gän­ge­rin, der SLPK, durch­zu­füh­ren ist.
Der Ver­si­che­rungs­pflicht in der land­wirt­schaft­li­chen Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung steht – anders als in der Revi­si­ons­be­grün­dung ange­deu­tet – auch die im Bescheid der Bar­mer Ersatz­kas­se vom 11.4.1995 getrof­fe­ne Fest­stel­lung des Nicht­be­stehens einer Ver­si­che­rungs­pflicht in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung nicht ent­ge­gen. Wie auch für den Klä­ger anhand der wei­te­ren Aus­füh­run­gen des Beschei­des unschwer erkenn­bar war, bezog sich die­se Fest­stel­lung allein auf den (von der Kran­ken­kas­se bejah­ten) ver­si­che­rungs­recht­li­chen Sta­tus als Selbst­stän­di­ger und auf die bis­her bei der Bar­mer Ersatz­kas­se durch­ge­führ­te „Fehl­ver­si­che­rung” nach SGB V, zu deren Prü­fung die­se Kran­ken­kas­se aus­schließ­lich beru­fen war. Aus­füh­run­gen zu den Beson­der­hei­ten der land­wirt­schaft­li­chen Sozi­al­ver­si­che­rung, ins­be­son­de­re zur Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung die­ses Son­der­sys­tems, ent­hielt der Bescheid nicht.
Der Klä­ger war auf­grund sei­nes Antrags vom 25.7.2001 nicht von der Ver­si­che­rungs­pflicht in der land­wirt­schaft­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung zu befrei­en (wodurch auch die Ver­si­che­rungs­pflicht in der land­wirt­schaft­li­chen Pfle­ge­ver­si­che­rung ent­fal­len wäre), denn die­ser Antrag war ver­spä­tet, ohne dass dem Klä­ger wegen der ver­säum­ten Frist Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand zu gewäh­ren oder dass er nach den Grund­sät­zen über den sozi­al­recht­li­chen Her­stel­lungs­an­spruch so zu stel­len wäre, als hät­te er den Antrag recht­zei­tig gestellt.
Nach § 4 Abs 2 Satz 1 KVLG 1989 ist ein Antrag auf Befrei­ung von der Ver­si­che­rungs­pflicht inner­halb von drei Mona­ten nach Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht bei der zustän­di­gen Kran­ken­kas­se zu stel­len. Die­se Frist war hier bei der ent­spre­chen­den Antrag­stel­lung des Klä­gers im Juli 2001 bereits ver­stri­chen.
Die Ver­si­che­rungs­pflicht auch in der land­wirt­schaft­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung tritt grund­sätz­lich bereits mit dem Vor­lie­gen ihrer Vor­aus­set­zun­gen kraft Geset­zes ein, ohne dass es hier­zu eines fest­stel­len­den Ver­wal­tungs­akts oder der Kennt­nis­er­lan­gung des Ver­si­cher­ten hier­von bedarf8. Dass dies ins­be­son­de­re für die Ver­si­che­rungs­pflicht nach § 2 Abs 1 Nr 1 KVLG 1989 gilt, ver­deut­licht § 22 Abs 1 Nr 1 KVLG 1989, der für den Beginn der Mit­glied­schaft allein an den Tag der Auf­nah­me der Tätig­keit als land­wirt­schaft­li­cher Unter­neh­mer anknüpft, wäh­rend die Mit­glied­schaft der nach § 2 Abs 1 Nr 2 und 5 KVLG 1989 Ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen erst mit deren Auf­nah­me in das Mit­glie­der­ver­zeich­nis beginnt.
An den Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht im vor­ge­nann­ten Sin­ne knüpft § 4 Abs 2 Satz 1 KVLG 1989 nach sei­nem inso­weit ein­deu­ti­gen Wort­laut für den Beginn der Antrags­frist an9. Gleich­zei­tig schließt der Wort­laut des § 4 KVLG 1989 eine Antrag­stel­lung nach Ablauf der ers­ten drei Mona­te nach Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht aus. Eine ent­spre­chen­de Rege­lung, wie sie – aus­ge­hend von einer ers­ten Antrags­frist von einem Monat nach Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht – in § 5 KVLG 1989 für die Befrei­ung von der Ver­si­che­rungs­pflicht wegen Bin­nen­fi­sche­rei, Imke­rei oder Wan­der­schä­fe­rei vor­ge­se­hen ist, fehlt in § 4 KVLG 1989. Dar­auf, dass die­ses Ergeb­nis auch dem Wil­len des his­to­ri­schen Gesetz­ge­bers ent­spricht, deu­tet ins­be­son­de­re die Begrün­dung des Gesetz­ent­wurfs der Bun­des­re­gie­rung zu § 4 KVLG hin10. Danach soll­te die gegen­über der Vor­bild­norm § 173a Abs 2 RVO von einem auf drei Mona­te ver­län­ger­te Antrags­frist gera­de den Beson­der­hei­ten der Land­wirt­schaft („Fest­stel­lung des Ein­heits­werts, Erfas­sung des Per­so­nen­krei­ses”) Rech­nung tra­gen. Einer sol­chen Ver­län­ge­rung hät­te es nicht bedurft, wenn nach der Vor­stel­lung der Ent­wurfs­ver­fas­ser die­se Umstän­de, ins­be­son­de­re die Schwie­rig­kei­ten bei der Erfas­sung des von der Ver­si­che­rungs­pflicht betrof­fe­nen Per­so­nen­krei­ses mit der Fol­ge einer oft rück­wir­ken­den Fest­stel­lung der Ver­si­che­rungs­pflicht zu einer Antrags­be­rech­ti­gung auch nach Ablauf der mit dem Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht begin­nen­den Antrags­frist hät­ten füh­ren sol­len.
Die Ein­räu­mung einer Mög­lich­keit zur Antrag­stel­lung auch aus Anlass einer erst nach Ablauf der Drei-Monats-Frist des § 4 Abs 2 Satz 1 KVLG 1989 erfolg­ten Fest­stel­lung der Ver­si­che­rungs­pflicht ist ent­ge­gen der Ansicht des Klä­gers auch nicht von Ver­fas­sungs wegen gebo­ten.
Zwar hat die Grup­pe der­je­ni­gen, deren Ver­si­che­rungs­pflicht noch wäh­rend der ers­ten drei Mona­te nach ihrem Ein­tritt durch die land­wirt­schaft­li­che Kran­ken­kas­se fest­ge­stellt wird, gegen­über der vom Klä­ger reprä­sen­tier­ten Grup­pe der­je­ni­gen, deren Ver­si­che­rungs­pflicht erst zu einem spä­te­ren Zeit­punkt fest­ge­stellt wird, den Vor­teil, ggf auch ohne eine regel­mä­ßig vor­an­ge­gan­ge­ne Anzei­ge der Auf­nah­me einer land­wirt­schaft­li­chen Unter­neh­mer­tä­tig­keit so zei­tig auf die Ver­si­che­rungs­pflicht hin­ge­wie­sen wor­den zu sein, dass ein frist­ge­rech­ter Befrei­ungs­an­trag noch mög­lich ist. Der mit dem Feh­len eines sol­chen Hin­wei­ses ver­bun­de­ne Nach­teil der­je­ni­gen, deren Ver­si­che­rungs­pflicht erst zu einem spä­te­ren Zeit­punkt fest­ge­stellt wird, recht­fer­tigt sich jedoch aus der Kon­zep­ti­on des KVLG 1989, dass in Ver­bin­dung mit § 2 Abs 2 Nr 3 SGB IV als einen Son­der­fall zur Beschäf­tig­ten­ver­si­che­rung eine Ver­si­che­rungs­pflicht von Unter­neh­mern (§ 2 Abs 1 Nr 1 KVLG 1989) begrün­det. In deren Rah­men obliegt es dem Unter­neh­mer, von sich aus den an die Auf­nah­me sei­ner Tätig­keit anknüp­fen­den Ver­pflich­tun­gen nach­zu­kom­men und im Zwei­fels­fall eine Klä­rung über Bestehen und Umfang die­ser Pflich­ten her­bei­zu­füh­ren11. Neben Mel­de- und Anzei­ge­pflich­ten des Unternehmens‑, Gewer­be- und Steu­er­rechts sowie den sozi­al­recht­li­chen Mel­de­pflich­ten nach § 28a SGB IV gehört hier­zu auch die Ver­pflich­tung nach § 27 Abs 1 KVLG 1989, die Auf­nah­me der Tätig­keit als land­wirt­schaft­li­cher Unter­neh­mer sowie alle sons­ti­gen die Ver­si­che­rungs­pflicht und Bei­trags­hö­he sowie die Mit­glied­schaft berüh­ren­den Tat­be­stän­de inner­halb von zwei Wochen der land­wirt­schaft­li­chen Kran­ken­kas­se zu mel­den. Kommt der Unter­neh­mer die­ser Ver­pflich­tung nicht nach, kann er sich nicht auf eine erst nach Ablauf der Antrags­frist des § 4 Abs 2 Satz 1 KVLG 1989 rück­wir­kend erfolg­te Fest­stel­lung der Ver­si­che­rungs­pflicht beru­fen. Dem ver­gleich­bar hat es das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt als mit Art 3 Abs 1 GG ver­ein­bar ange­se­hen, wenn einem selbst­stän­di­gen Leh­rer die Befrei­ungs­mög­lich­keit von der Ver­si­che­rungs­pflicht in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung nach § 231 Abs 6 SGB VI nur des­halb ver­schlos­sen ist, weil die­se Ver­si­che­rungs­pflicht in sei­nem Fall im Unter­schied zu ande­ren selbst­stän­di­gen Leh­rern bereits vor dem Stich­tag 31.12.1998 durch den Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger fest­ge­stellt wor­den war12. Zugleich hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt auch in der – hier von der Beklag­ten nicht mehr ver­folg­ten – Bei­trags­nach­er­he­bung bei ver­spä­te­ter und unvoll­stän­di­ger Erfas­sung des ver­si­cher­ten Per­so­nen­krei­ses kei­nen Ver­fas­sungs­ver­stoß gese­hen, sofern der Gesetz­ge­ber ua durch eine Mel­de­pflicht Maß­nah­men zur Erfas­sung des betrof­fe­nen Per­so­nen­krei­ses trifft13.
Nach alle­dem ver­bleibt im vor­lie­gen­den Kon­text der land­wirt­schaft­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung für die vom Klä­ger gewünsch­te Über­tra­gung des Rechts­ge­dan­kens aus § 34 Abs 2 Satz 3 iVm Satz 1 ALG, wie sie das Bun­des­so­zi­al­ge­richt in meh­re­ren Ent­schei­dun­gen in Bezug auf § 85 Abs 3 und Abs 3a ALG14 vor­ge­nom­men hat15, auch in Erman­ge­lung einer erkenn­ba­ren Rege­lungs­lü­cke im Recht der land­wirt­schaft­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung (vgl inso­weit die vor­ste­hen­den Aus­füh­run­gen zur Aus­le­gung des § 4 Abs 2 Satz 1 KVLG 1989) kein Raum16.
Dar­über hin­aus ist auch die Situa­ti­on, die das Bun­des­so­zi­al­ge­richt zu die­ser Über­tra­gung ver­an­lasst hat, mit der vor­lie­gen­den Sach­ver­halts­ge­stal­tung nicht zu ver­glei­chen. So hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt die Ver­län­ge­rung der gesetz­lich bis 31.3.1996 bzw 30.6.1996 begrenz­ten Antrags­fris­ten des § 85 Abs 3 und Abs 3a ALG mit der durch die Ein­be­zie­hung der Land­wirts­e­he­gat­ten in die Alters­si­che­rung der Land­wir­te zum 1.1.1995 ent­stan­de­nen Über­gangs­si­tua­ti­on gerecht­fer­tigt. Die­se Über­gangs­si­tua­ti­on war sei­ner­zeit dadurch gekenn­zeich­net gewe­sen, dass eine Viel­zahl von Per­so­nen ohne Ände­rung ihrer per­sön­li­chen Ver­hält­nis­se ver­si­che­rungs­pflich­tig gewor­den, der ent­spre­chen­de Per­so­nen­kreis nicht leicht zu ermit­teln gewe­sen und der Ver­wal­tungs­voll­zug hin­ter der Pro­gno­se des Gesetz­ge­bers zurück­ge­blie­ben war17. Zusätz­lich hat das Bun­des­so­zi­al­ge­richt den damals aus­drück­lich gere­gel­ten Aus­schluss einer Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand her­vor­ge­ho­ben18.
Dem ist die Sach- und Rechts­la­ge im vor­lie­gen­den Fall nicht ver­gleich­bar. Eine Über­gangs­si­tua­ti­on der vor­be­schrie­be­nen Art liegt weder der Ver­si­che­rungs­pflicht land­wirt­schaft­li­cher Unter­neh­mer auch als Gesell­schaf­ter einer juris­ti­schen Per­son nach § 2 Abs 1 Nr 1 iVm Abs 3 KVLG 1989 (bis zum 31.12.1988: § 2 Abs 1 Nr 1 iVm Abs 2 KVLG) zu Grun­de noch der Rege­lung über die Befrei­ung von der Ver­si­che­rungs­pflicht in § 4 KVLG 1989 (zuvor § 4 KVLG). Gleich­zei­tig fehlt ein aus­drück­li­cher Aus­schluss der Mög­lich­keit einer Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand, wel­cher auch bei unver­schul­de­ter ver­spä­te­ter Antrag­stel­lung eine Befrei­ung grund­sätz­lich aus­schließt19. Zudem deu­ten gera­de Rege­lun­gen wie § 34 Abs 2 Satz 3 ALG oder § 7a Abs 6 SGB IV und die mitt­ler­wei­le auf­ge­ho­be­nen, die Ein­füh­rung des Anfra­ge­ver­fah­rens nach § 7a SGB IV flan­kie­ren­den Über­gangs­re­ge­lun­gen in §§ 7b und 7c SGB IV20 dar­auf hin, dass Unkennt­nis oder Unsi­cher­heit über das Vor­lie­gen von Ver­si­che­rungs­pflicht nur aus­nahms­wei­se und nur kraft beson­de­rer gesetz­li­cher Anord­nung für den Beginn der Ver­si­che­rungs- und Bei­trags­pflicht oder hier­mit ver­bun­de­ne wei­te­re Rechts­fol­gen eine Anknüp­fung an deren Fest­stel­lung durch Ver­wal­tungs­akt zulas­sen.
Danach begann vor­lie­gend die Antrags­frist im Hin­blick auf die vom Klä­ger seit Janu­ar 1991 aus­ge­üb­te Geschäfts­füh­rer­tä­tig­keit mit Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht spä­tes­tens am 1.11.1991 und ende­te am 31.1.199221. Einen Antrag auf Befrei­ung von der Ver­si­che­rungs­pflicht stell­te der Klä­ger aber erst­mals am 25.7.2001, mit­hin mehr als neun Jah­re nach Frist­ab­lauf.
Dem Klä­ger ist wegen der ver­säum­ten Frist zur Bean­tra­gung der Befrei­ung von der Ver­si­che­rungs­pflicht in der land­wirt­schaft­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung kei­ne Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand zu gewäh­ren. Dabei braucht das Gericht nicht zu ent­schei­den, ob eine Wie­der­ein­set­zung in die Frist des § 4 Abs 2 Satz 1 KVLG 1989 nach § 27 SGB X all­ge­mein22 oder zumin­dest dann aus­ge­schlos­sen ist, wenn sie allein auf der Unkennt­nis des Ver­si­cher­ten und/​oder Bei­trags­pflich­ti­gen vom Bestehen der Ver­si­che­rung beruht23. Denn die Wie­der­ein­set­zung schei­det bereits nach § 27 Abs 3 SGB X aus, weil im Fal­le des Klä­gers die ver­säum­te Hand­lung nicht inner­halb eines Jah­res nach Ablauf der Frist des § 4 Abs 2 Satz 1 KVLG 1989 am 31.1.1992 nach­ge­holt wur­de. Dass die­se Ver­spä­tung von mehr als einem Jahr auf höhe­rer Gewalt beruh­te, ist nach den – vom Klä­ger im Revi­si­ons­ver­fah­ren nicht bean­stan­de­ten – Tat­sa­chen­fest­stel­lun­gen des Lan­des­so­zi­al­ge­richts nicht erkenn­bar.
Der Klä­ger kann schließ­lich auch nicht nach den Grund­sät­zen über den sozi­al­recht­li­chen Her­stel­lungs­an­spruch ver­lan­gen, so gestellt zu wer­den, als habe er den Befrei­ungs­an­trag frist­ge­recht gestellt. Nach die­sen Grund­sät­zen kann die Ver­let­zung der dem Ver­si­che­rungs­trä­ger gegen­über dem Ver­si­cher­ten oblie­gen­den Betreu­ungs­pflicht (vgl §§ 14, 15 SGB I) dazu füh­ren, dass der Ver­si­che­rungs­trä­ger einen dadurch ent­stan­de­nen sozi­al­recht­li­chen Nach­teil oder Scha­den des Ver­si­cher­ten aus­glei­chen muss, indem er eine (recht­mä­ßi­ge) Amts­hand­lung vor­nimmt und so den Zustand her­stellt, der ohne die Pflicht­ver­let­zung bestehen wür­de24. Zutref­fend hat bereits das Lan­des­so­zi­al­ge­richt dar­auf abge­stellt, dass selbst für den Fall, dass die Bar­mer Ersatz­kas­se im Zusam­men­hang mit der Über­prü­fung der Ver­si­che­rungs- und Bei­trags­pflicht des Klä­gers und der Ertei­lung ihres Beschei­des vom 11.4.1995 die Ver­pflich­tung getrof­fen hät­te, den Klä­ger auf eine mög­li­che Ver­si­che­rungs­pflicht als land­wirt­schaft­li­cher Unter­neh­mer hin­zu­wei­sen, und wenn sich die Beklag­te zu 1. eine sol­che Pflicht­ver­let­zung zurech­nen las­sen müss­te, der vom Klä­ger gel­tend gemach­te Nach­teil nicht – wie erfor­der­lich – durch eben die­se Pflicht­ver­let­zung ent­stan­den wäre. Denn bereits zum Zeit­punkt des Erlas­ses des Beschei­des bestand für den Klä­ger kei­ne Mög­lich­keit mehr, die Befrei­ung von der Ver­si­che­rungs­pflicht in der land­wirt­schaft­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung frist­ge­recht zu bean­tra­gen. Anhalts­punk­te für eine der Beklag­ten zu 1. zure­chen­ba­re oder für eine von ihr selbst ver­ur­sach­te Pflicht­ver­let­zung zu einem frü­he­ren Zeit­punkt hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richt – eben­falls vom Klä­ger im Revi­si­ons­ver­fah­ren unge­rügt – nicht fest­ge­stellt.
Dass die vom Klä­ger auf­grund der Ver­si­che­rungs­pflicht in der land­wirt­schaft­li­chen Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung ab 6.7.2003 zu zah­len­den Bei­trä­ge von der Beklag­ten zutref­fend fest­ge­setzt wor­den sind, zieht er nicht in Zwei­fel. Hier­für bestehen auf Grund­la­ge der Fest­stel­lun­gen des Lan­des­so­zi­al­ge­richts auch kei­ne Anhalts­punk­te. Eben­so feh­len Anhalts­punk­te für eine Ver­wir­kung die­ser unmit­tel­bar mit Bescheid vom 2.7.2003 und den nach­fol­gen­den Ände­rungs­be­schei­den gel­tend gemach­ten Bei­trä­ge. Inso­weit fehlt es hier bereits am Zeit­mo­ment der Ver­wir­kung, also an einem län­ge­ren Zeit­raum, in dem die Beklag­ten die Aus­übung ihres Rechts zur Gel­tend­ma­chung rück­stän­di­ger Bei­trä­ge unter­las­sen hät­ten25.
Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 9. Novem­ber 2011 – B 12 KR 21/​09 R
Befrei­ung von der Ver­si­che­rungs­pflicht bei Frist­ver­säu­mung Die Ein­räu­mung einer Mög­lich­keit zur Antrag­stel­lung auch aus Anlass einer erst nach Ablauf der Drei-Monats-Frist des § 4 Abs 2 Satz 1 KVLG 1989 erfolg­ten Fest­stel­lung der Ver­si­che­rungs­pflicht ist nicht…
Pflicht­ver­si­che­rung und die Wahl der Kran­ken­kas­se Bei Ein­tritt der Ver­si­che­rungs­pflicht hat der Betrof­fe­ne grund­sätz­lich ein Wahl­recht, jeden­falls dann, wenn inner­halb der letz­ten 18 Mona­te vor Beginn der Ver­si­che­rungs­pflicht eine Mit­glied­schaft in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung bei einer…
Kran­ken­ver­si­che­rung der Land­wir­te und Hartz-IV-Bezug Das in der Kran­ken­ver­si­che­rung der Land­wir­te seit 1.4.2007 mög­li­che Neben­ein­an­der der Ver­si­che­rungs- und Bei­trags­pflicht als Bezie­her von Arbeits­lo­sen­geld II zum einen und als land­wirt­schaft­li­cher Unter­neh­mer zum ande­ren gebie­tet kei­ne ein­schrän­ken­de…
Die Bei­hil­fe und die nicht erfüll­te… Der in § 1 Abs. 5 Satz 1 der baden-würt­tem­ber­gi­schen Bei­hil­fe-Veror­dung (BVO BW) für den Fall der Nicht­er­fül­lung der all­ge­mei­nen Kran­ken­ver­si­che­rungs­pflicht aus § 193 Abs. 3 VVG gere­gel­te Aus­schluss von…
vgl BSG SozR 3 – 5868 § 3 Nr 3; BSG SozR 3 – 5850 § 14 Nr 2↩
SG Leip­zig, Urteil vom 18.01.2007 – S 8 KR 20/​05↩
Säch­si­sches LSG, Urteil vom 11.12.2008 – L 1 KR 63/​07↩
BSGE 69, 20 = SozR 3 – 2200 § 381 Nr 2↩
in der ab 01.01.1989 gül­ti­gen Fas­sung durch Gesetz vom 20.12.1988, BGBl I 2477, die nach EinigVtr Anla­ge I Kapi­tel VIII Sach­ge­biet G Abschnitt III Nr 1, BGBl II 1990, 885, 889, 1055, mit den dort genann­ten Maß­ga­ben seit dem 3.10.1990 auch im Bei­tritts­ge­biet Anwen­dung fin­det↩
idF ab 01.01.1995 durch Gesetz vom 29.07.1994, BGBl I 1890↩
idF durch Gesetz vom 29.07.1994, BGBl I 1890; sinn­ge­mäß bereits idF durch Gesetz vom 20.12.1988, BGBl I 2477↩
BSG SozR 5420 § 2 Nr 33, Leit­satz und S 65 ff; BSG Urteil vom 10.06.1980 – 11 RK 11/​79, USK 80157; vgl all­ge­mein zur Kran­ken­ver­si­che­rungs­pflicht zB Peters in Kass­Komm, Stand April 2008, § 5 SGB V RdNr 206; Bai­er in Krauskopf/​Wagner/​Knittel, Sozia­le Kran­ken­ver­si­che­rung Pfle­ge­ver­si­che­rung, Stand Dezem­ber 1997, Vor § 5 SGB V RdNr 3↩
im Ergeb­nis eben­so Noell/​Deisler, Die Kran­ken­ver­si­che­rung der Land­wir­te, 16. Aufl 2001, S 145↩
BT-Drucks VI/​3012 S 27↩
vgl BSG SozR 3 – 5868 § 3 Nr 3 S 17 f; BSG SozR 3 – 5850 § 14 Nr 2 S 5 f↩
BVerfG SozR 4 – 2600 § 2 Nr 10 RdNr 34 ff, 41 ff↩
BVerfG aaO RdNr 34 ff↩
damals idF durch Gesetz vom 15.12.1995, BGBl I 1814↩
BSG, Urtei­le vom 28.03.2000 – B 10 LW 4/​99 R und B 10 LW 2/​99 R; BSG SozR 3 – 5868 § 3 Nr 3; BSG SozR 3 – 5868 § 85 Nr 8↩
zu den Gren­zen der rich­ter­li­chen Rechts­fort­bil­dung all­ge­mein vgl zB BVerfG Beschluss vom 25.01.2011 – 1 BvR 918/​10 – NJW 2011, 836↩
so BSG Urtei­le vom 28.03.2000 – B 10 LW 4/​99 R und B 10 LW 2/​99 R↩
ins­bes BSG SozR 3 – 5868 § 3 Nr 3 S 17↩
vgl aber das noch zur Rechts­la­ge vor In-Kraft-Tre­ten des SGB X am 01.01.1981 ergan­ge­ne BSG Urteil vom 10.06.1980 – 11 RK 11/​79 – jedoch ande­rer­seits BSGE 64, 153 = SozR 1300 § 27 Nr 4 zum Bei­tritts­recht für Schwer­be­hin­der­te nach § 176c RVO↩
jeweils idF durch Gesetz vom 20.12.1999, BGBl I 2000, 2↩
§ 26 Abs 1 SGB X iVm § 187 Abs 2, § 188 Abs 2 Alt 2 BGB; vgl dazu Volbers/​Müller, Kran­ken­ver­si­che­rung der Land­wir­te, 6. Aufl 2005, S 64↩
vgl einer­seits BSG Urteil vom 10.06.1980 – 11 RK 11/​79 – ande­rer­seits BSGE 64, 153 = SozR 1300 § 27 Nr 4↩
vgl BSG SozR 5420 § 2 Nr 33; BSG SozR 4 – 2600 § 6 Nr 5 RdNr 19 mwN↩
stRspr, vgl zB jüngst BSGE 106, 296 = SozR 4 – 2500 § 50 Nr 2, RdNr 25 mwN↩
zu die­ser Vor­aus­set­zung all­ge­mein vgl zB BSG, Urteil vom 27.07.2011 – B 12 R 16/​09 R – RdNr 36 f, zur Ver­öf­fent­li­chung in SozR vor­ge­se­hen; BSG SozR 4 – 2400 § 24 Nr 5 RdNr 31 mwN↩
BeitragspflichtDrei-Monats-FristKrankenversicherungspflichtVersicherungsfreiheitVersicherungspflicht