Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%2044/80
Timestamp: 2019-06-25 03:02:36
Document Index: 38004766

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 20', 'BGH', 'BGH']

BGH, 15.01.1981 - VII ZR 44/80 - dejure.org
https://dejure.org/1981,248
BGH, 15.01.1981 - VII ZR 44/80 (https://dejure.org/1981,248)
BGH, Entscheidung vom 15.01.1981 - VII ZR 44/80 (https://dejure.org/1981,248)
BGH, Entscheidung vom 15. Januar 1981 - VII ZR 44/80 (https://dejure.org/1981,248)
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Erwerb eines mit einem Ferienhauses bebauten Grundstückes - Gewährung einer Steuervergünstigung - Schadensersatz wegen eines Vermögensnachteils auf Grund der Belastung mit der Grundererwerbsteuer
Schaden durch Entgang rechtlich nicht zu beanspruchender Steuervorteile
Entgangener Steuervorteil als Schaden
BGHZ 79, 223
NJW 1981, 920
ZIP 1981, 280
MDR 1981, 575
DB 1981, 1230
Für die Beurteilung, ob bei pflichtgemäßem Verhalten des Beraters das Ausgangsverfahren zugunsten des Mandanten hätte ausgehen müssen, ist die Rechtslage zu dem damaligen Zeitpunkt maßgeblich (BGHZ 79, 223, 228 ff;… BGH, Urt. v. 6. Februar 1991 - VIII ZR 26/90, NJW-RR 1991, 660, 661;… v. 3. Juni 1993, aaO S. 2801).
Zur Beurteilung dieser Frage kommt es im vorliegenden Zusammenhang auf den Rechtszustand zur Zeit des Mandats des Beklagten an (vgl. BGHZ 79, 223, 228 ff;… Zugehör/Fischer, Handbuch der Anwaltshaftung Rn. 1103 m.w.N.).
Aus einer solchen ständigen Verwaltungsübung erwächst ein rechtlich geschütztes Vertrauen des Steuerpflichtigen, das auch bei Beurteilung der Frage, ob er durch das Verhalten des Beraters geschädigt wurde, zu beachten ist (vgl. BGHZ 79, 223, 230 f [BGH 15.01.1981 - VII ZR 44/80];… BGH, Urt. v. 6. Februar 1991 aaO S. 768).
Dabei ist im Anwaltshaftungsprozeß ausschlaggebend, wie das damals anzurufende Arrestgericht richtigerweise hätte entscheiden müssen (BGHZ 79, 223, 225 f; Senatsurteil v. 20. Januar 1994 - IX ZR 46/93, NJW 1994, 1211, 1212 f).
Nichts anderes kann grundsätzlich für einen Mandanten gelten, der im maßgeblichen Zeitpunkt auf eine ständige Verwaltungspraxis vertrauen durfte (vgl. BGH, Urteil vom 15. Januar 1981, aaO;… vom 28. September 1995, aaO; Ganter, NJW 1996, 1310, 1313).
In einem Urteil vom 15.01.1981 (Az. VII ZR 44/80 = BGHZ 79, 223 = NJW 1981, 920), kommt der BGH für eine besondere Fallkonstellation (den Hintergrund bildet die Frage der Grundsteuerpflicht für Ferienhäuser) zu einer Schadensersatzpflicht dafür, dass den Klägern ein rechtswidriger Steuervorteil entgangen ist, weil eine Gemeinde ein Antragsformular vereinbarungswidrig nicht an die Finanzverwaltung weitergeleitet hat.
Die Entscheidung befasst sich mit dem Fall, dass der zuständigen Behörde bei ihrer Entscheidung ein Ermessensspielraum verbleibt und der Schadensersatzrichter die Ermessensentscheidung dieser Behörde festgestellt hat (vgl. hierzu auch BGHZ 79, 223, 226;… Zugehör/Fischer, aaO Rn. 1105 ff).
ccc) Gero Fischer wendet sich im Handbuch der Anwaltshaftung, 4. Aufl., § 5 Rn 115 ff gegen das Urteil des BGH vom 15.01.1981 - VII ZR 44/80 mit der Begründung, ein schutzwürdiger Besitzstand könne nicht durch eine fiktive Entscheidung begründet werden, die gerade mit diesem Inhalt nicht hätte ergehen dürfen.
Das Urteil des BGH vom 15.01.1981 - VII ZR 44/80 beruhe infolgedessen auf einer unzutreffenden rechtlichen Wertung und sei abzulehnen (…G. Fischer aaO Rn 115).
Ebenso wenden sich Vollkommer/Greger/Heinemann, Anwaltshaftungsrecht 4. Aufl., § 20 Rn 30/31 gegen die Anwendung der Grundsätze von BGHZ 79, 223, 229 auf gebundene Verwaltungsentscheidungen.
BGH, 26.10.1983 - IVa ZR 40/83
Ermessen der Finanzverwaltung bezüglich der Gewährung von Berlin-Präferenzen - …