Source: https://www.leichtkredit.de/html/glossar.htm
Timestamp: 2017-06-23 04:56:18
Document Index: 357352692

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 488', '§ 6', '§ 2', '§ 4', '§ 107', '§ 110', '§ 2']

LEICHTKREDIT Kredit Glossar
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Aktie Die Aktie ist ein Wertpapier, das ein Mitgliedschaftsrecht
(wirtschaftlich: Miteigentum) an einer Aktiengesellschaft beurkundet
und einen Bruchteil des Grundkapitals am Unternehmen darstellt. Soweit die
Aktien an der Börse eingeführt sind, werden sie dort börsentäglich
bewertet, indem sogenannte Kurse festgesetzt werden. Der Kurswert einer
Aktie kann über oder unter dem Nennwert liegen. Der Mindestnennbetrag
beträgt gemäß § 8 Aktiengesetz 1,00 €. Man
unterscheidet Inhaberaktien von Namensaktien. Inhaberaktien weisen
keine Namen auf und werden durch Einigung und Übergabe übertragen. Namensaktien
werden hingegen für eine bestimmte Person ausgestellt und im Aktienbuch
eingetragen, das im Falle des Verkaufs der Aktie jeweils zu ändern
ist. Die Übertragung der Namensaktien erfolgt durch Einigung
und Übergabe. Die meisten Aktiengesellschaften geben Inhaberaktien aus,
weil diese schnell und unbürokratisch übertragen werden können.
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) sind alle für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierte Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei (Verwender) der anderen Vertragspartei bei Abschluß eines Vertrages stellt. Gleichgültig ist, ob die Bestimmungen einen äußerlich gesonderten Bestandteil des Vertrages bilden oder in die Vertragsurkunde selbst aufgenommen werden, welchen Umfang sie haben, in welcher Schriftart sie verfaßt sind und welche Form der Vertrag hat. Allgemeine Geschäftsbedingungen liegen nicht vor, soweit die Vertragsbedingungen zwischen den Vertragsparteien im einzelnen ausgehandelt sind. Entscheidend ist, daß es sich um Regelungen handelt, die den Vertragsinhalt gestalten sollen. Bloße Empfehlungen und Bitten sind daher i.d.R. nicht als Allgemeine Geschäftsbedingungen zu qualifizieren.
Ein Anderkonto ist ein Konto, das jemand (z. B. Rechtsanwalt, Notar) im eigenen Namen und mit eigener Verfügungsbefugnis treuhänderisch für einen anderen unterhält. Der Bank gegenüber ist nur der Kontoinhaber berechtigt und verpflichtet.
Als Annuität wird eine gleichbleibende, Zins und Tilgung umfassende Jahreszahlung auf ein gewährte Darlehen bezeichnet. Da sich die Schuldsumme mit fortschreitender Tilgung ständig verringert, ermäßigt sich der in der Annuität enthaltene Zinsanteil und erhöht sich im gleichen Unfang der Tilgungsanteil. Das Annuitätendarlehen ist vorwiegend bei langfristigen Verträgen, insbesondere für die Wohnungsbaufinanzierung i.d.R. als Tilgungshypothek häufig.
Bei einem Avalkredit handelt es sich um eine Kreditgewährung mittels Bürgschaft eines Kreditinstitutes für seine Kunden gegenüber Dritten. Kreditinstitute übernehmen für ihre Kunden Haftungen der verschiedensten Art (z. B. Bürgschaften, Garantien) und für die verschiedensten Zwecke (insbesondere Bauleistungen).
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Bank
Banken sind Kreditinstitute, die Bankgeschäfte gewerbsmäßig oder in einem Umfang betreiben, der einen im kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert. Um Mißständen auf dem sogenannten „grauen Kapitalmarkt“ zu begegnen, unterliegen die Kreditinstitute der Bankenaufsicht nach den Vorschriften des Kreditwesengesetzes (KWG) und bedarf einer Erlaubnis vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen. Insbesondere sind erlaubnispflichtige Bankgeschäfte die Entgegennahme von Sicht-, Termin- und Spareinlagen, die Gewährung von Krediten, die Abwicklung des Zahlungsverkehrs, der Kauf, der Verkauf und die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren im Auftrage Dritter sowie die Beteiligung an Wertpapieremissionen und die Durchführung von Devisengeschäften. Der Begriff „Bank“ hat auch als Oberbegriff für Geldinstitute Platz gefunden.
Eine Bankauskunft enthält allgemein gehaltene Feststellungen und Bemerkungen über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kunden, seine Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit; Betragsmäßige Angaben über Kontostände, Sparguthaben, Debot- oder sonstige der Bank anvertraute Vermögenswerte sowie Angaben über die Höhe von Kreditinanspruchnahmen werden nicht gemacht.
Die Bank ist zur Verschwiegenheit über alle kundenbezogenen Tatsachen und Wertungen verpflichtet, von denen sie Kenntnis erlangt. Informationen über den Kunden darf die Bank nur weitergeben, wenn gesetzliche Bestimmungen dies gebieten oder der Kunde eingewilligt hat oder die Bank zur Erteilung einer Bankauskunft befugt ist.
Jede Bank (Kreditinstitut) und jede Zweigstelle einer Bank (mit wenigen Ausnahmen) verfügt über eine Bankleitzahl. Die Bankleitzahl besteht aus acht Ziffern. Sie ist dazu bestimmt, insbesondere den Zahlungsverkehr schnell und reibungslos zu regeln.
Banknote ist ein Geldschein, der von der nach dem Währungsgesetz des Landes berechtigten Bank ausgegeben worden ist und auf einen runden Betrag von Währungseinheiten lautet. Das Recht zur Ausgabe der Banknoten in der Bundesrepublik Deutschland stand ausschließlich der Bundesbank zu. Ihre Noten lauteten auf „Deutsche Mark“. Nach Verwirklichung der dritten Stufe der Währungsunion steht nunmehr das alleinige Recht zur Ausgabe von Banknoten der Europäischen Zentralbank zu. Die EZB hat nunmehr das alleinige Recht zur Ausgabe der Euro-Banknoten. Die Bundesbank hat jetzt die Stellung einer Landeszentralbank.
Das Bausparen ist eine gezielte und spezielle durch staatliche Förderung empfehlenswerte Sparform, die insbesondere zur Finanzierung von Eigentum aber auch zum Umbau bestehender Immobilien herangezogen werden sollte.
Als Beleihungswert ist derjenige Wert anzusetzen, den z. B. ein Kreditgeber für ein Objekt (z. B. Grundstück, Wertpapier) als mögliche Beleihung festlegt. Der Kreditgeber wird stets, stützt er seine Ausleihung ausschließlich auf ein Objekt, von dem möglichen Veräußerungswert eines Objektes einen Sicherungsabschlag ansetzen. Beträgt der Beleihungswert einer Immobilie z. B. 200.000,00 € und der Sicherungsabschlag 30 %, so ist der Kreditgeber zu einer Beleihung von 140.000,00 € bereit.
Ein Blankokredit wird ohne besondere vom Verbraucher zu erbringenden Sicherheiten gewährt. Es kommt einzig und allein auf die persönlichen Verhältnisse des Verbrauchers an.
Durch den Bürgschaftsvertrag verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten, für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einzustehen. Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen
Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen erteilt Kreditinstituten die Erlaubnis, ihre Geschäfte auszuüben. Es überwacht die Einhaltung von Gesetzen und sonstigen Vorschriften, die für Kreditinstitute erlassen worden sind.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Courtage
Als Courtage wird die Vermittlungsprovision des Maklers genannt, aber auch die einer Bank, wenn sie einen Kredit vermittelt.
Der Versuch, Verbraucher, die bislang nur einen Teil der Leistungspalette in Anspruch nehmen, für weitere Leistungen zu gewinnen.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Darlehen
Bei einem Gelddarlehen (§ 488 BGB) wird der Darlehensgeber verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag in der vereinbarten Höhe zur Verfügung zu stellen. Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, einen geschuldeten Zins zu zahlen und bei Fälligkeit das zur Verfügung gestellte Darlehen zurückzuerstatten. Zwingend vorgeschrieben ist die Schriftform, wenn der Darlehensnehmer ein Verbraucher und der Darlehensgeber ein Unternehmer ist. Dabei ist stets der effektive Jahreszins oder, wenn eine Änderung des Zinssatzes oder anderer preisbestimmender Faktoren vorbehalten ist, der anfängliche effektive Jahreszins. Der effektive Jahreszins ist die in einem Prozentsatz des Nettodarlehensbetrages anzugebende Gesamtbelastung pro Jahr.
Deutsche Finanzgilde e. V.
Die Deutsche Finanzgilde e. V. ist die Spitzenorganisation des kreditvermittelnden Gerwerbes. Sie besteht seit 1976 und hat ihren Sitz in Dortmund. Führende Kreditvermittlungsinstitute sind dort organisiert. Die Deutsche Finanzgilde e. V. unterhält eine Schlichtungskammer, die von Verbrauchern in Anspruch genommen werden kann. Die Inanspruchnahme ist für den Verbraucher kostenfrei.
Diskont ist ein Zinsabzug, wenn eine erst später fällig Forderung früher gezahlt bzw. verkauft wird. Insbesondere erhält der Verkäufer eines Wechsels von dem Käufer nur die um die Zinsen zwischen Verkaufstag und dem Fälligkeitstat verkürzte Wechselsumme ausbezahlt.
Diskontsatz ist der Zinssatz zur Berechnung des Diskonts beim Wechselankauf. Man versteht unter dem Diskontsatz den Zinssatz, zu dem die EZB den Wechsel von den Kreditinstituten ankauft.
Der Dispositionskredit ist ein in der Regel auf Lohn- und Gehaltskonten ohne besondere Formalitäten bereitgestellter Kontokorrentkredit der Sparkassen und Banken, der sich an das monatlich überwiesene Arbeitseinkommen anlehnt; meist bis zum Betrag von ein oder zwei Monatsgehältern.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Effektiver Jahreszins
Der effektive Jahreszins ist die in einem Prozentsatz des Nettodarlehensbetrages anzugebende Gesamtbelastung pro Jahr. Die Berechnung des effektiven und des anfänglichen effektiven Jahreszinses richtet sich nach § 6 der Verordnung zur Regelung der Preisangaben.
Der Eigentumsvorbehalt dient dem Sicherungsbedürfnis
z. B. des Verkäufers, wenn er nicht den Kaufpreis im voraus oder
Zug um Zug gegen Übergabe der gekauften Sache erhält. Durch
den Eigentumsvorbehalt behält sich der Verkäufer, z. B.
der Warenlieferant, bis zur vollständigen Zahlung des Kaufpreises
das Eigentum vor; andererseits ist der Käufer bereits berechtigt,
die Sache in Besitz zu nehmen und zu benutzen. Mit dem Eintritt der
Bedingung (i.d.R. Zahlung der letzten Kaufpreisrate) geht das Eigentum automatisch
auf den Käufer über, ohne das es einer nochmaligen Einigung
Der Einlagensicherungsfonds sichert Verbrauchereinlagen bis zu 30 % des haftenden Eigenkapitals des entsprechenden Kreditinstituts. Dies bedeutet, daß faktisch alle Kundeneinlagen voll abgesichert sind.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Factoring
Factoring ist eine in den USA entwickelte Finanzierungsform durch Ankauf und Bevorschussung kurzfristiger Geldforderungen aus Warenlieferungen. Beim Factoring sind zu unterscheiden: das Factor-Institut (meist eine Bank), der ursprüngliche Gläubiger der Geldforderung und der Schuldner, welcher vom Gläubiger Ware bezogen hat. Der Factor zahlt dem Gläuber der angekauften Forderung bereits vor Fälligkeit des Rechnungsbetrages aus und zieht ihn termingemäß beim Schuldner ein.
Festgelder sind Einlagegelder mit einer bestimmten im voraus vereinbarten Laufzeit und zu einem bestimmten ebenfalls im voraus vereinbarten Zinssatz. Festgelder tragen regelmäßig mehr Zinsen als Sparbücher.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Geld
Geld ist ein Tauschmittel. Es dient als Recheneinheit und ist anerkanntes Zahlungsmittel einer Volkswirtschaft.
Geimeinschaftskonto
Bankkonten werden häufig nicht nur für einen, sondern für mehrere Personen eröffnet, wie dies insbesondere bei Konten für Eheleute geschieht. Inhaber eines Gemeinschaftskontos sind daher mehrere Personen. Es muß bestimmt werden, ob jeder Kontoinhaber allein oder alle nur gemeinsam über das Kontoguthaben verfügen können.
Der Begriff Geschäftsbanken steht für solche Kreditinstitute, bei denen der Verbraucher sämtliche Bankgeschäfte tätigen kann.
Geschäftsfähigkeit ist die Fähigkeit,
durch eigenes Handeln wirksam Rechtsgeschäfte abzuschließen.
Das Gesetz geht davon aus, daß volle Geschäftsfähigkeit
ab Eintritt der Volljährigkeit (Vollendung des 18. Lebensjahres, § 2 BGB) beginnt. Geschäftsunfähig ist, wer das 7. Lebensjahr
noch nicht vollendet hat und wer sich nicht nur vorübergehend in
einem die freie Willlensbestimmung ausschließenden Zustand krankhafter
Störung der Geistestätigkeit befindet (§ 4 BGB). Hat
der Geisteskranke einen sogenannten „lichten Augenblick“,
so ist er in dieser Zeit geschäftsfähig. Beschränkt
geschäftsfähig sind Minderjährige ab vollendetem 7. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit.
Der beschränkt Geschäftsfähige kann Rechtsgeschäfte
vornehmen, die ihm lediglich einen rechtlichen Vorteil bringen (§ 107 BGB) z. B. Annahme einer Schenkung. Ein von einem beschränkt
Geschäftsfähigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters
abgeschlossener Vertrag gilt jedoch von Anfang an als wirksam, wenn
der Minderjährige die vertragsmäßige Leistung mit Mitteln
bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zur freien Verfügung von
dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen
worden sind (§ 110 BGB sog. „Taschengeldparagraf“).
Wird also in diesem Sinne Geld einem Schüler überlassen,
so ist z. B. einem Kauf nicht nur das Verpflichtungs- sondern auch
das Erfüllungsgeschäft voll
wirksam, wenn sich das Restgeschäft in üblichem Rahmen hält (d. h. der Vertreter bei Hingabe des Taschengeldes solche Geschäfte erwarten und damit stillschweigend genehmigen konnte).
Girozentralen sind rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts. Ihre Aufgaben sind die Vermittlung des Geldausgleichs auf regionaler Ebene für die angeschlossenen Sparkassen, die Verwaltung der Liquiditätsreserven der Sparkassen und die Mitwirkung bei großen Kreditgeschäften der Sparkassen. Im Rahmen des bargeldlosen Zahlungsverkehrs (Giroverkehr der Sparkassen) haben sie die zentrale Verrechnung mit den angeschlossenen Sparkassen durchzuführen. Daneben stehen die Girozentralen für alle bankmäßigen Geschäfte zur Verfügung. Spitzeninstitut ist die Deutsche Girozentrale in Düsseldorf.
Häufig wird der Eindruck erweckt, als seien Goldmedaillen gesetzliche Zahlungsmittel. Dies ist nicht der Fall. Denn es handelt sich nicht um staatliche Zahlungsmittel. Daher liegt der reine Goldpreis regelmäßig erheblich über dem Metallwert. Daher muß von einer Kapitalanlage in Goldmedaillen fast ausnahmslos abgeraten werden.
Nur staatliche Prägungen offizieller Zahlungsmittel können als Goldmünzen bezeichnet werden. Goldmünzen haben einen verbrieften Goldgehalt und sind preislich eng an den jeweiligen Goldpreis angelehnt.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Habenzinsen
Im Kreditgewerbe wird zwischen Soll- und Habenzinsen
unterschieden. Habenzinsen sind solche, die Ihnen das Kreditinstitut,
bei dem Sie Ihr Konto unterhalten für Ihr darauf befindliches Guthaben
zahlt. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei Sollzinsen um solche Zinsen,
die Sie Ihrerseits an das Kreditinstitut zahlen, wenn Ihr Konto kein
Guthaben aufweist sondern einen Negativsaldo. Die Bank stellt Ihnen
dann Kapital zur Verfügung, das rechtlich als Darlehen zu werten ist, für
das Sie Zinsen schulden. Die jeweilige Zinshöhe wird maßgebend
von Angebot und Nachfrage bestimmt. Deswegen sind Habenzinsen weitaus
geringer als Sollzinsen. Hier ist anzuraten, genau zu vergleichen. Zinsen
stehen Ihnen ebenfalls für Spar- und Termingeldkonten zu. Vergleichen
Sie auch hier die Konditionen einzelner Kreditinstitute, denn nur
so verdient Ihr Geld das, was es wirklich wert ist.
Die Hypothek ist ein Pfandrecht an einem Grundstück,
das den Gläubiger berechtigt, sich wegen einer Forderung aus dem
Grundstück zu befriedigen. Voraussetzung der Hypothek ist die
Eintragung in das Grundbuch und im Gegensatz zur Grundschuld vom Bestand
einer Forderung abhängig. Dem Kreditgeber gegenüber haftet nicht nur der Kreditnehmer
sondern auch der verpfändete Grundstück, und zwar nicht nur
für den Schuldbetrag, sondern auch für die eingetragenen
und gesetzlichen Zinsen sowie für die Beitreibungskosten. Auf
die Vergabe von Hypotheken sind Hypothekenbanken und Bausparkassen
spezialisiert. Für den Verbraucher ist es in diesem Bereich von besonderer Wichtigkeit,
Zinsen, Kosten und die weiteren Bedingungen der Vergabe von Hypotheken
genau zu vergleichen.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Kapitalanlage
Wenn Sie eine Kapitalanlage tätigen wollen, werden Sie häufig gefragt, ob diese kurz- oder langfristigen Charakter haben soll. Eine echte Anlage sollte immer langfristigen Charakter haben. Denn häufiges Umschichten von Geld ist stets mit Kosten verbunden.
Häufig wird vom Verbraucher unter Konditionen lediglich z. B. bei Krediten der effektive Jahreszins verstanden. Dies ist nur ein Teil des Begriffes Konditionen. Denn ihm unterfällt der Gesamtbereich der Bedingungen, die das Kreditinstitut mit Ihnen vereinbart, wenn es mit Ihnen Geschäfte tätigt.
Kredite, die an Verbraucher vergeben werden, werden als Konsumentenkredite und im neuen gesetzlichen Sprachgebrauch als Verbraucherdarlehen bezeichnet. Für Verbraucherdarlehensverträge gelten spezielle gesetzliche Vorschriften, die von den Kreditinstituten nicht abgeändert und auch nicht durch andere Vertragsgestaltungen umgangen werden können. Dies ist eine im Interesse der Verbraucher zu begrüßende gesetzgeberische Entscheidung. Kredit
Es werden kurz-. mittel- und langfristige Kredite unterschieden. Diese Unterscheidung ist wichtig für den Bilanzansatz der Kreditinstitute. Unter kurzfristig werden solche Kredite verstanden, deren Laufzeit unter sechs Monaten liegt. Unter mittelfristig werden Kredite verstanden, deren Laufzeit unter 48 Monaten liegt (daher leihen verschiedene Kreditinstitute Geld nur mit einer Laufzeit von 47 Monaten). Als langfristige Kredite werden schließlich solche bezeichnet, deren Laufzeit 48 Monate übersteigt.
Als kreditfähig ist grundsätzlich jeder zu bezeichnen, der geschäftsfähig ist. Geschäftsfähig in der Bundesrepublik Deutschland wiederum ist derjenige, der das 18. Lebensjahr vollendet hat (§ 2 BGB). Die Volljährigkeit beginnt also am 18. Geburtstag um 0.00 Uhr.
Die Kreditlinie bezeichnet den Betrag, den ein Kreditinstitut dem Verbraucher oder sonstigem Kunden als Obergrenze für die Inanspruchnahme eines Kredits höchsten gewährt. Werden die Höchstbeträge nicht ausgeschöpft, entstehen sogenannte offene Kreditlinien. Bis zu dieser Höchstgrenze kann der Kunde jederzeit den Betrag in Anspruch nehmen.
Unter Kreditsicherung sind sämtliche Gestaltungen zusammenzufassen, mit denen das Kreditinstitut sicherstellen will, das ausgeliehene Geld auch zurückzubekommen. Kreditinstitute, bei denen der Verbraucher die gesamten Konten unterhält, gehen grundsätzlich ein geringeres Kreditrisiko ein, als solche Institute, bei denen der Verbraucher nur einen Kredit erhält. Denn leistet der Verbraucher nicht, so kann im ersten Fall das Kreditinstitut Rückgriff auf sämtliche anderen Konten nehmen. Sollte ein Guthaben dort in ausreichendem Maße nicht vorhanden sein, so versucht das Kreditinstitut über die Lohn- und Gehaltsabtretung an sein Geld zu kommen. Im zweiten Fall verfügt das Kreditinstitut nicht über Kontenzugriffe, und es stützt seine Kreditsicherung lediglich auf bisherige Erfahrungen mit diesem Verbraucher und auf die Lohn- und Gehaltsabsicherung.
Kreditinstitute werden häufig auch als Kreditvermittler
angesehen. Denn sie nehmen Einlagen von Verbrauchern entgegen und leihen
sie (zu höheren Zinssätzen) an Nachfrager wiederum aus. Im
engeren Sinne sind Kreditinstitute jedoch jedenfalls dann als Kreditvermittler
anzusehen, wenn sie vermittelnd tätig sind, d. h. nachgefragte Kredite
nicht in eigenem Namen und auf eigene Rechnung herauslegen (z. B. Hypotheken).
Weiterhin sind diejenigen als Kreditvermittler anzusehen, die Kreditnachfrage
zwischen Verbrauchern und Darlehensgebern (fast ausschließlich
Kreditinstitute) vermitteln. Solche Kreditvermittler arbeiten mit Häusern
aller Bankengruppen zusammen. Sie erfüllen akquisitorische Aufgaben,
indem sie Kreditinstituten Kunden zuführen. Überdies erfüllen
sie auch Selektionsfunktion. Denn die Annahmepolitik von Kreditinstituten
ist durchaus unterschiedlich. Dem erfahrenen Kreditvermittler sind diese Unterschiede in der Annahmepolitik
der verschiedenen Kreditinstitute durchaus geläufig. Für
die Inanspruchnahme eines Kreditvermittlers muß der Verbraucher
ein Honorar bezahlen, das regelmäßig bis zu 5 % des vermittelten
Kredits beträgt. Dieses Honorar wird nur dann fällig, wenn
der Kredit auch zustande gekommen ist. Ist der Kredit
nicht zustande gekommen, zahlt der Verbraucher kein Honorar. Jedoch kann
der Kreditvermittler mit dem Verbraucher vereinbaren, daß notwendige, entstandene Auslagen zu ersetzen sind. Kreditvermittler sind in dem Berufsverband Deutsche Finanzgilde e. V. zusammengeschlossen.
Kreditwürdig ist ein Schuldner, wenn er die Gewähr bietet, in Zukunft seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Eine Prüfung der Kreditwürdigkeit ist anhand von Auskünften, Untersuchungen über die Einkommensverhältnisse des Schuldners und durch die Stellung von Sicherheiten möglich.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Lastschriftverfahren
Das Lastschriftverfahren ist eine Form des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Erforderlich ist ein von dem Zahlungspflichtigen seiner kontoführenden Stelle (Sparkasse, Bank) gegenüber zu Gunsten des Empfängers erteilter Abbuchungsauftrag oder eine dem Zahlungsempfänger von dem Zahlungspflichtigen erteilte Einzugsermächtigung. Über den Gegenwert kann der Zahlungsempfänger nach Einlösen der Lastschrift durch den Zahlungspflichtigen verfügen. Im Lastschrifteinzugsverkehr werden heute vielfach Warenforderungen, Gemeindesteuern, Stromgeld, Versicherungsprämien, Miete etc. eingezogen.
Leasing ist eine neue Form der Finanzierung durch Vermietung oder Verpachtung von Investitions- und/oder Konsumgütern. Der Leasinggeber überläßt dem Leasingnehmer gegen Entgelt in Form von Leasingraten eine Sache oder Sachgesamtheit zum Gebrauch; dabei trägt regelmäßig der Leasingnehmer die Gefahr bzw. Haftung für Instandhaltung, Untergang oder Beschädigung, während der Leasinggeber dafür seine Ansprüche gegen Dritte (insbesondere den Lieferanten) dem Leasingnehmer überträgt. Das Risiko ist also ähnlich wie beim Kauf verteilt; insbesondere richten sich die Gewährleistungsansprüche wegen Sachmängeln gegenüber dem Lieferanten nach Kaufrecht. Der Leasingzins ist dabei i.d.R. so bemessen, daß er die Vergütung für den Substanzwert darstellt. Das Leasing dient wirtschaftlich somit in erster Linie einer mittelfristigen Finanzierung. zurück
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Makler
Wer gewerbsmäßig den Abschluß von Verträgen vermittelt oder die Gelegenheit zu Vertragsabschluß nachweist, ist Makler. So führt z. B. der Grundstücksmakler die Kauf- und Verkaufsinteressenten von Grundstücken zusammen. Andere Makler vermitteln Waren (Handelsmakler), Wertpapiere (Kursmakler) oder Versicherungsabschlüsse. Der Makler bekommt für seine erfolgreiche Tätigkeit eine Vergütung, die gemeinhin als Maklerlohn bzw. Courtage bezeichnet wird. zurück
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Nettoverzinsung
Unter Nettoverzinsung wird diejenige verstanden, die nach Abzug von Steuern verbleibt.
Namenskonto
Nach ständiger Rechtsprechung ist die Ausführung der beleghaft erteilten Überweisungsaufträge der in dem Auftrag bezeichnete Name des Zahlungsempfängers und nicht die Nummer seines Girokontos maßgeblich. Dieses Prinzip des Namenskontos wird daraus abgeleitet, daß der Name im Vergleich zur Kontonummer eine wesentlich sicherere Individualisierung ermöglicht. Die Kontonummer stellt nur ein technisches Hilfsmittel für das leichtere Auffinden des Überweisungsbegünstigten als Zahlungsempfänger dar. Der Inhalt des Überweisungsauftrages wird also allein durch den Namen des Überweisungsbegünstigten bestimmt.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Obligo
Obligo ist ein Begriff, der soviel wie Haftung, Verpflichtung oder Gewähr bedeutet. Fügt z. B. ein Indossant seinem Indossament den Zusatz „ohne Obligo“ bei, so bringt er damit zum Ausdruck, daß er nicht für die Einlösung des Wechsels haften werde (Freizeichnungsklausel). Unter Wechselobligo versteht man den Gesamtbetrag der Wechselverpflichtungen eines Kunden gegenüber der Bank, für den meist eine Höchstgrenze vereinbart wird.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Personalkredit
Bei einem Personalkredit handelt es sich um eine Kredit, der den Kreditnehmer nicht aufgrund besonderer Sicherheiten, sondern im Vertrauen auf seine persönliche Kreditwürdigkeit gewährt wird. Im weiteren Sinne versteht man darunter Kredite und Darlehen, die nicht langfristig gegen dingliche Belastung von Grundstücken gegeben werden und nicht Hypotheken bzw. sonst dinglich abgesicherte Kredite sind.
Hierbei handelt es sich um von Hypothekenbanken ausgegebene langfristige Zinspapiere, deren Verkauf diesen Banken die Mittel vor allem zur Finanzierung des Wohnungsbaues verschafft. Pfandbriefe sind eine sichere Anlage, da die Hypothekenbanken in ihren Aktivgeschäft nur Darlehen gegen erstrangige Hypotheken gewähren und diese für die Rückzahlung der Pfandbriefe verpfändet sind.
Hierbei handelt es sich um eine hoheitliche Maßnahme, bei dem eine Sache oder einer Recht des Schuldners zum Zwecke der Befriedigung des Gläubigers beschlagnahmt wird. Die Pfändung bewirkt, daß dem Schuldner der Besitz oder die Verfügung über einen Gegenstand entzogen wird. Bei beweglichen Sachen macht der Gerichtsvollzieher die Pfändung durch Anlegen von Siegeln oder Marken kenntlich. Forderungen und andere Rechte des Schuldners läßt der Gläubiger durch das Vollstreckungsgericht pfänden. Dem Schuldnerschutz dient eine Reihe gesetzlicher Bestimmungen über Verbote oder Beschränkung von Pfändungen. Preisaushang
Als Dienstleistungbetriebe unterliegen die Kreditinstitute der Preisauszeichnungspflicht, soweit sie das sogenannte standardisierte Mengengeschäft mit privaten Kunden betreiben. Dazu gehören vor allem die Annahme von Einlagen, die Gewährung von Ratenkrediten und der An- und Verkauf sowie die Verwahrung von Wertpapieren, nicht jedoch beispielsweise Geschäftskredite und Hypothekenkredite Das Verzeichnis über Zinsen und Gebühren für die auszuzeichnenden Leistungen muß im Schalterraum, und, falls vorhanden, im Schaufenster oder Schaukasten an gut sichtbarer Stelle ausgehängt werden. Um dem Kreditsuchenden den Vergleich zwischen einzelnen Angeboten zu erleichtern, muß bei den Angaben über Kreditkosten auch die Höhe des effektiven Jahreszinses ersichtlich sein, wie sie sich ergibt aus der Berücksichtigung der gesamten Laufzeit des Kredits, des ausgezahlten Betrages, der Tilgungsleistung, des Zinssatzes, der Vermittlungskosten und der sonstigen Kosten. Auch Kreditvermittler unterliegen der Preisauszeichnungspflicht.
Prolongation ist das Hinausschieben einer Erfüllungsfrist, insbesondere des Fälligkeitstermins für einen Kredit. Sind vom Verbraucher Fälligkeiten nicht oder nur teilweise einzuhalten, empfiehlt sich vorab eine Rücksprache mit dem Kreditinstitut, das in aller Regel in eine Prolongation einwilligen wird. Steht für den Verbraucher von vornherein fest, daß er regelmäßig nur elf Raten jährlich leisten will, so z. B. nicht im Dezember eines jeden Jahres, so sollte dies allerdings vor Abschluß eines Kreditvertrages mit dem Kreditinstitut ausgemacht werden. Dann muß um eine jährliche Prolongation nicht nachgesucht werden. In der Regel reicht, um eine Rate prolongiert zu bekommen, ein kurzes an den Kreditgeber gerichtetes Anschreiben.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Ratensparvertrag
Bei Schluß eines Ratensparvertrages verpflichtet
sich der Verbraucher über einen Zeitraum von i.d.R. sieben Jahren,
regelmäßig monatlich (auch vierteljährlich möglich)
einen bestimmten Betrag zu sparen. Dieser Betrag wird auf
einem prämienbegünstigten Konto gutgeschrieben. Der Verbraucher kann nach sieben Jahren über den angesparten Betrag nebst Zinsen und Prämien verfügen. Die Regelung ergibt sich aus dem Sparprämiengesetz.
Unter Realkredit ist ein solcher zu verstehen, der durch ein Grundpfandrecht gesichert ist. In der Regel handelt es sich bei einem Realkredit um einen langfristigen Hypothekkredit.
Realkreditinstitute sind Bankbetriebe, die als Hauptaufgabe
langfristige, durch Rechte an Grundstücken gesicherte Kredite gewähren
und sich die hierfür erforderlichen Mittel durch Ausgabe festverzinslicher
Inhaberschuldverschreibungen verschaffen. Die meisten Realkreditinstitute
pflegen außerdem den langfristigen Kommunalkredit durch Ausgabe
von Kommunalobligationen und Verwendung dieser Spargelder für Darlehen
an Gemeinden und Kommunalverbände oder für öffentlich
rechtlich verbürgte Wirtschaftskredite.
Als Realzins wird derjenige bezeichnet, der nach Abzug des Inflationssatzes real verbleibt. Beträgt die Inflationsrate z. B. 2 % und die Verzinsung (z. B. eines Wertpapiers) beträgt 4,5 % so ist als Realzins die Differenz, vorliegend also 2,5 % zu bezeichnen.
Die Refinanzierung ist eine Kreditgewährung, die nicht aus eigenen Mitteln des Kreditgebers erfolgt; dieser muß sich hier vielmehr erst die erforderlichen Mittel beschaffen. Häufigste Form der Refinanzierung ist die Inanspruchnahme des Notenbankkredites durch die kreditgebende Bank im Wege der Rediskontierung. Kreditinstitute refinanzieren sich auch durch Aufnahme von Darlehen, Hereinnahme fremder Gelder u.a.m.
Renten sind durch Gesetz oder Vertrag begründete
regelmäßige Geldleistungen. Nach dem Zeitraum der Zahlung
können es „ewige Renten“, Leibrenten oder Zeitrenten sein; sie können
konstant oder dynamisch sein. Gesetzlich begründet sind Renten
aus der Beamtenversorgung und der Sozialversicherung; vertraglich vereinbart
sind z. B. Renten aus der Individualversicherung, aus Grundstückskaufverträgen
auf Rentenbasis usw. Im Kreditgewerbe ist Rente ein festes und regelmäßig
aus angelegtem Kapitalvermögen. So erzielt man z. B. Renteneinnahmen aus Pfandbriefen, Obligationen oder Grundbesitz. Insoweit ist die Rente mit dem Zins vergleichbar. Restschuldversicherung
Eine Restschuldversicherung ist eine Lebensversicherung mit fallender Summe. Die Versicherungssumme entspricht i.d.R. der noch ausstehenden Kreditschuld. Kommt ein Verbraucher mit der Zahlung seiner Raten in Verzug oder läßt er seine Ratenzahlungen aus anderen Gründen prolongieren, so tritt die Restschuldversicherung i.d.R. nur für den statistisch ausstehenden Betrag ein. Restschuldversicherungen können nur todesfallbezogen sein. Sie können aber auch unter Einzug von Arbeitsunfähigkeit abgeschlossen werden. Letztere Variante ist jedoch heute nur noch vereinzelt zu finden, da Arbeitnehmer i.d.R. durch die Lohnfortzahlung weitestgehend geschützt sind.
Rückscheck
Der Rückscheck ist ein Scheck, der vom bezogenen Kreditinstitut dem Einreicher zurückgegeben wird, weil er nicht in Ordnung ist. In der Regel kommt es zu Rückschecks wegen fehlender Deckung auf dem Bankkonto des Ausstellers.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Safe
Es empfiehlt sich, gewisse Urkunden und/oder Schmuck in ein einbruchssicheres und feuerfestes Banksafe zu geben. Treffen Sie jedoch mit Ihrem Kreditinstitut entsprechende Vereinbarungen über die Versicherung des Inhaltes.
Der Inhaber eines Bankkontos kann mittels eines Schecks seine Bank anweisen, einen bestimmten auf dem Scheck eingetragenen Betrag auszuzahlen. Der Scheck ist eine Variante des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Die Ausstellung eines Schecks kann gegenüber der Bank auch mit „Auflagen“ verbunden werden. So kann der Verbraucher durch Aufbringen des Zusatzes „Nur zur Verrechnung“ seinem Kreditinstitut das Verbot erteilen, den Scheck in bar auszuzahlen. Das Kreditinstitut ist vielmehr gehalten, diesen Betrag nur durch Kontogutschrift einzulösen.
Die Schufa ist eine Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung e. V. mit dem Ziel, durch Auskunftserteilung dem Kreditgewerbe das Risiko bei der Gewährung von Krediten zu verringern. Insbesondere Kreditinstitute holen dort Auskünfte ein.
Als Skonto wird ein Preisnachlaß bezeichnet, der vom Verkäufer dafür gewährt wird, daß der Rechnungsbetrag innerhalb einer bestimmten Frist bezahlt wird. So wird in Kaufverträgen oft vereinbart, daß der Käufer bei Zahlung innerhalb von zehn Tagen 2 % Skonto abziehen darf. Sollzinsen
Unter Sollzinsen sind im Gegensatz zu Habenzinsen solche Zinsen zu verstehen, die der Verbraucher zu zahlen hat, wenn z. B. sein Girokonto überzogen ist.
Sparbücher sind Urkunden, die von einem Kreditinstitut, das berechtigt ist, Spareinlagen entgegenzunehmen, über eine Spareinlage auf den Namen des Kontoinhabers ausgestellt werden. In dem Sparbuch werden übereinstimmend mit dem Sparkonto alle Ein- und Auszahlungen, Zinsgutschriften usw. eingetragen und quittiert. Das Guthaben auf einem Sparkonto ist als Spareinlage zu bezeichnen. Als Spareinlagen dürfen nur Geldeinlagen angenommen werden, die der Vermögensanlage dienen und nicht für den laufenden Geschäftsbetrieb oder den Zahlungsverkehr bestimmt sind. Spareinlagen können mit der gesetzlichen Kündigungsfrist von drei Monaten oder langfristig angelegt werden. Die Zinssätze richten sich nach den Anlegungsfristen. Die Rückzahlung von Spareinlagen erfolgt nur gegen Vorlage des Sparbuches. Zu beachten ist auch, daß über Spareinlagen nicht durch Überweisung oder Scheck verfügt werden darf. Überweisungen von Girokonten auf das Sparkonto sind dagegen zulässig.
Sparkassen sind öffentlich-rechtliche Kreditinstitute. Sie haben einen „Gewährsträger“, der einerseits die Ausfallhaftung, andererseits ein Mitwirkungsrecht bei der Sparkasse hat. Organisation und Geschäfte der Sparkassen werden im Rahmen der Sparkassengesetze der Länder durch Satzung geregelt. Aufgabe aller Sparkassen ist die Pflege des Spargeschäftes und des örtlichen Kreditgeschäftes.
Unter Spezialbanken sind solche zu verstehen, die sich auf bestimmte bankspezifische Geschäfte spezialisiert haben. Teilzahlungsbanken, die (fas) ausschließlich Kredite herauslegen, gehören z. B. dazu. Ebenso aber auch Hypothekenbanken.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Tafelgeschäfte
Unter Wahrung der Anonymität, d.h. der Kunde ist namentlich nicht bekannt, werden dem Kunden gegen Bargeld Wertpapiere überlassen. Am Einlösestichtag (je nach Vereinbarung auch jederzeit) bekommt der Kunde gegen Übergabe der Zinscoupons oder/und des gesamten Papiers wiederum Bargeld. Durch die Zinsbesteuerung hat sich dieser vorher sehr zuwachsstarke Markt insbesondere auf Luxemburg verlagert.
Das Termingeld kann der Verbraucher dem Kreditinstitut für eine bestimmte Laufzeit (meist für einen Monat, zwei oder drei Monate; aber auch länger möglich) und für einen bestimmten Zins überlassen.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Universalbank
Als Universalbank kann sich ein Kreditinstitut bezeichnen, das alle Bankgeschäfte im Hause erledigt. Nach dieser Deutung sind die meisten deutschen Kreditinstitute Universalbanken.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Vermögensbildungsgesetz
Die Vermögensbildung der Arbeitnehmer durch vereinbarte vermögenswirksame Leistungen der Arbeitgeber wird nach dem 5. Gesetz zur Förderung der Vermögensbildung der Arbeitnehmer gefördert. Arbeitnehmer erhalten, wenn die Sparbeiträge eine gewisse Anzahl von Jahren geleistet wurden, eine staatliche Förderung, sofern das Einkommen des Sparers eine vom Gesetz bestimmte Höhe nicht übersteigt. Das vermögenswirksame Sparen kann sowohl als Sparkonto als auch als Bausparkonto oder als Lebensversicherung angelegt werden. Bei der Sparform als Lebensversicherung ist eine Mindestlaufzeit von 12 Jahren vorgeschrieben.
Verzugszinsen werden berechnet, wenn der Schuldner seinen vertraglich übernommenen Pflichten nicht oder nicht rechtzeitig nachkommt.
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Zahlungsmittel
Alle Geldzeichen und geldgleichen Forderungsrechte, die im Zahlungsverkehr verwendet werden. Übliche Zahlungsmittel sind Bargeld, Buchgeld und Geldsorogate wie Wechsel, Scheck etc.
Der Zins ist der vom Geldgeber für die Hergabe seines Geldes oder eines geldwerten Vorteils verlangte Preis.