Source: https://www.xn--remax-in-bad-tlz-zwb.de/EIGENTUeMERSERVICE/TIPPS-RECHTLICHES-NEWS/
Timestamp: 2019-04-19 15:26:21
Document Index: 320257743

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

RE/MAX Bad Tölz: Ihr Immobilienmakler für Bad Tölz und die Region mit dem weltweit größten Maklernetzwerk-TIPPS-RECHTLICHES-NEWS
Der Countdown läuft: Nur noch fünf Tage und der 24. Dezember ist da! An diesem Abend werden die Kerzen am Weihnachtsbaum angezündet und die Häuser und Wohnungen erstrahlen im Lichterglanz ...
... Zur festlichen Stimmung gehört, dass sich die Gäste an diesem Abend weihnachtlich herausputzen und der Weihnachtstisch besonders liebevoll gedeckt wird. Denn viele Familien feiern den Weihnachtsabend gemeinsam mit einem sorgsam zusammengestellten Weihnachtsmenü. REMAX Germany hat ein paar Tipps, wie Sie Ihren Alltags-Esstisch in eine festliche Weihnachtstafel verwandelen.
Immer wieder kommt es zwischen Mietern und Vermietern zum Streit über die Wohnfläche. Denn diese dient als Bemessungsgrundlage sowohl für die Höhe der Miete als auch für eventuelle Mieterhöhungen...
... Nicht selten weicht die Flächenangabe im Mietvertrag von der tatsächlichen Wohnungsgröße ab. Das Amtsgericht München hat in diesem Jahr ein neues Urteil zur Wohnfläche gefällt. Danach können die Vertragsparteien selbst festlegen, welche Räume bei einer Vermietung zu der Wohnfläche einer Immobilie gehören. Denn laut dem Urteil fällt die Bestimmung der Wohnfläche unter den Grundsatz der Privatautonomie. Das heisst, es gilt das Recht private Rechtsverhältnisse nach eigener Entscheidung zu gestalten.
Grundsatz der Privatautonomie ermöglicht Wahlfreiheit bei Vermietung
Ein Urteil des Amtsgerichts München (Az 411 C 19356/17) erregte vor kurzem öffentliches Aussehen. Ein Paar in Taufkirchen verweigerte nicht nur die Zustimmung zu einer Mieterhöhung, sondern kürzte auch die bisherige Mietzahlung. Als Begründung führte das Paar an, dass eine Überprüfung der Wohnfläche ergeben habe, dass die tatsächliche Wohnfläche des bereits 2010 gemieteten Einfamilienhauses 35 Prozent kleiner sei als die vereinbarten 210 Quadratmeter. Nach mehrmaligen erfolglosen Mahnungen kündigte der Vermieter das Mietverhältnis im Dezember 2017 fristlos.
Es kam zum Rechtsstreit. Die beklagten Mieter führten an, dass die Wohnfläche nicht abschließend definiert und vereinbart worden sei. Von daher würden die gesetzlichen Vorschriften, also die Wohnflächenverordnung und die Bayrische Bauordnung, gelten. Nach diesen betrüge die tatsächliche Wohnfläche des Hauses nur 138 Quadratmeter. Das sei ca. 35 Prozent kleiner als vereinbart. Der klagende Vermieter dagegen war der Meinung, dass der Wohnraum im Mietvertrag korrekt angegeben worden sei. Die Mieter hätten seit 2010 gewusst, dass auch das ausgebaute Dachgeschoss mit Bad und ein beheizbarer, großer Hobbyraum zum Wohnraum gehörten. Dies sei auch aus der Internetanzeige klar ersichtlich gewesen. Das Amtsgericht München gab dem Vermieter Recht und die Mieter mussten die rückständige Miete nachzahlen.
Die Begründung des Urteils zur Wohnfläche
Laut der Richterin hätten die Vertragsparteien nach dem Grundsatz der Privatautonomie bei den Berechnungsmaßstäben die freie Wahl. In dem vorliegenden Fall seien sie sich einig gewesen, dass die fraglichen Räume Wohnzwecken dienen sollten. Auch ohne besondere Fachkenntnis sei auf den ersten Blick erkennbar gewesen, dass die Wohnflächen im Erdgeschoss und im Obergeschoss allein keine Gesamtwohnfläche von 210 Quadratmetern betragen würde. Demnach sei „von einer konkludenten Vereinbarung dahingehend auszugehen, dass auch die entsprechenden Räume im Keller und im Dachgeschoss zu den Wohnräumen zählen sollen“. Die Makler/-innen von REMAX Germany wissen, dass die korrekte Ermittlung einer Miete nicht immer einfach ist. Sie helfen Ihnen gerne dabei ein aussagekräftiges Exposé zu erstellen und einen einwandfreien Mietvertrag vorzubereiten. Alles was Sie tun müssen, ist mit dem Immobilienexperten vor Ort Kontakt aufzunehmen.
Gerade in der Erkältungszeit könnte man bei dem Wort Nießbrauch schnell in die völlig falsche Richtung denken. Nießbrauch hat jedoch nichts mit Gesundheit zu tun. Im Falle einer Immobilie steht es vielmehr für ...
... das Recht, diese zu nutzen und auch wirtschaftliche Vorteile aus ihr ziehen zu dürfen, ohne selbst der Eigentümer zu sein. Meistens wird das Nießbrauchrecht bei der Übertragung einer Immobilie auf die Kinder bei einer vorweggenommenen Erbfolge angewandt. Denn durch dieses behält der ursprüngliche Eigentümer, anders als beim bloßen Wohnrecht, sehr umfassende Rechte an seiner Immobilie. Das erleichtert so manchen Eltern die Entscheidung, die eigene Immobilie schon zu Lebzeiten auf die Nachkommen zu übertragen.
Nicht nur sichtbare Gegenstände wie Möbel und Accessoires verleihen einem Raum eine eigene Note. Die Nase entscheidet mit darüber, wie wir unsere nähere Umgebung wahrnehmen. Der Geruch eines Raumes prägt ...
... unser Wohn- und Wohlbehagen nachhaltig. Schon ein paar Tropfen eines naturreinen ätherischen Öls reichen aus, um durch ihren Duft im Wohnraum einer Immobilie eine besondere Atmosphäre zu zaubern.
Wie äthereische Öle die Raumatmosphäre verändern
Gerade in der Winterzeit sind ätherische Öle sehr beliebt. Sie verbreiten in Schalen von dekorativen Duftlampen mit Kerzenlicht oder in beleuchteten elektrischen Diffusoren eine anheimelnde und vorweihnachtliche Atmosphäre. Doch ein Raumduft kann mehr, als nur der Nase schmeicheln. Er wirkt über den Geruchssinn auf unser Unterbewusstsein. Dadurch kann er psychische und physische Prozesse im Körper positiv beeinflussen. So kann das passende Duftöl nach einem langen Arbeitstag Entspannung bringen oder uns mit vitalisierenden Essenzen zu neuer Energie verhelfen.
Ein ätherisches Öl kann sogar helfen, den „Winterblues“ zu lindern und bei Symptomen wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Traurigkeit oder Gereiztheit zumindest unterstützend wirken. Eine belebende Wirkung haben zum Beispiel die Essenzen von Zitrone, Limette, Lemongras sowie Grapefruit, Rosmarin und Jasmin. Stimmungsaufhellend wirken dagegen Bergamotte, Grapefruit, Neroli, Petit Grain, Ylang Ylang, Muskatellersalbei und Rosengeranie. Bei Stress, Gereiztheit und Ruhelosigkeit sind die Duftnoten von Orange, roter Mandarine, Lavendel, Rose, Melisse, Vanille und Sandelholz sehr beruhigend.
Mit einem Raumduft gut durch die Winterzeit kommen
Empfehlenswert für die Erkältungszeit ist Eukalyptus. Er wirkt nicht nur anregend, erfrischend und befreiend, sondern ist außerdem luftreinigend und antiseptisch. So kann Eukalyptus bei Erkältungen sowie bei Konzentrationsproblemen helfen. Die Anwendungen der Duftessenzen sind vielfältig, Wasser mit ein paar Tropfen ätherischer Öle in eine Sprühflasche gefüllt, ergibt einen wunderbaren und chemiefreien Raumduft. Besänftigende Düfte wie Lavendel aufs Kissen gesprüht, sind eine gute Einschlafhilfe. Wasserschälchen mit Duftölen kann man natürlich auch auf die Heizung stellen, sie erhöhen dann gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit. Die REMAX Makler/-innen wünschen Ihnen, dass Sie gesund und entspannt durch die Winterzeit kommen.
Die Vor- und Nachteile von "Nachverdichtung"
In den großen Städten versucht man dem anhaltenden Zustrom an Menschen und dem damit einhergehenden akuten Wohnungsmangel mit Nachverdichtung zu begegnen ...
... Das heißt, man möchte durch Bebauung von freien Flächen den vorhandenen Platz optimal nutzen. Doch nicht überall wird mit Augenmaß zu Werk gegangen. So wird es vielerorts bereits zu eng.
Nachverdichtung birgt großes Potenzial – bringt aber auch Konflikte mit sich
In ganz Deutschland wird um-, auf- und neu gebaut. Es wird versucht freie Flächen im Bereich bereits bestehender Bebauung zu schließen. Denn in den deutschen Städten fehlen, gemäß einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung, 1,9 Millionen Wohnungen. Die „Nachverdichtung“ soll Abhilfe schaffen. Das bedeutet, dass man durch Aufstockung, Anbauten oder Bauen von Immobilien in zweiter Reihe die vorhandene Bauflächen effektiver nutzen möchte. Bis zu 1.5 Millionen neue Wohnungen sollen die Lücken füllen. Laut einer Studie der Quantum Research Unit könnten allein durch Dachaufstockungen 1,1 Millionen neue Wohnungen entstehen.
Grundsätzlich ist das Konzept der Nachverdichtung keineswegs eine Laune übereifriger Stadtplaner. Mit Augenmaß durchgeführt, bringt die Nachverdichtung in der Innenstadt viele Vorteile. Denn die neuen Räume müssen strukturell nicht neu erschlossen werden. So ist die komplette Infrastruktur (Straßen, Strom, Wasser, Telefon, Internet sowie Nahverkehr, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten) bereits vorhanden. Und auch soziale und kulturelle Angebote würden verstärkt Zulauf finden und genutzt.
Die Bundesregierung unterstützt das Konzept, indem sie den Kommunen mehr Spielraum für die Bebauung von Innenstadtflachen einräumt. Fallstudien hätten gezeigt, dass die städtebauliche Nachverdichtung ein beträchtliches Potenzial für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung birgt. Doch nicht überall gelingt der Lückenschluss. So mancher Neubau ist deplatziert und überdimensioniert. Dadurch nimmt er den bestehenden Häuserzeilen Licht und Luft. Immer mehr grüne Oasen schwinden.
Die Immobilien rücken enger zusammen
Besonders die Bebauung von Hinterhöfen und auf Siedlungswiesen stößt auf Ablehnung der alteingesessenen Anwohner. Sie sind durch die zunehmende Enge um ihre Lebensqualität besorgt sind. Die Betroffenen fürchten höhere Mieten, mehr Stress durch Lärm und Verkehr, Platzmangel und soziale Konflikte durch dichtgedrängtes Wohnen. Die räumlich-soziale Verdichtung kann auch zu einer Gentrifizierung führen. Denn die Aufwertung eines Stadtteils durch Sanierung oder Umbau hat nicht selten zur Folge, dass die ansässige Bevölkerung durch wohlhabendere Schichten verdrängt wird. Von daher bleibt die Nachverdichtung ein Streitthema.
Wer muss beim Auszug renovieren? Ein aktuelles BGH-Urteil hat dieses Dauerstreitthema zwischen Vermietern und Mietern nun geklärt. Laut diesem Urteil muss der Mieter ...
... die Malerarbeiten beim Auszug nicht übernehmen, wenn er die Wohnung unrenoviert übernommen hat. Das gilt auch, wenn im Mietvertrag etwas anderes steht oder wenn der Mieter mit seinem Vormieter vereinbart hatte, das Streichen zu übernehmen.
Streichen, ja sicher! Leider fehlt dazu beim Auszug jedoch meist die Motivation. So ging es vermutlich auch einem Mieter im niedersächsischen Celle. Sein Fall hat vor ein paar Wochen den Bundesgerichtshof (BGH) beschäftigt. Der Mieter war seiner vermeintlichen Renovierungspflicht nachgekommen. Doch die vermietende Wohnungsbaugenossenschaft war mit dem Resultat seiner Malerarbeiten nicht zufrieden. Ihrer Ansicht nach waren die Decken und Wände zu „streifig“. Sie beauftragte also einen Maler. Der Mieter sollte die Kosten in Höhe von knapp 800 Euro tragen. Dieser weigerte sich jedoch und damit landete der Fall vor Gericht.
Dass der Streitfall am Ende sogar bis zum BGH vordrang, lag daran, dass eine Vereinbarung zwischen dem beklagten Mieter und dessen Vormieter den Fall verkomplizierte. Der Mieter hatte nämlich ein paar Einrichtungsgegenstände zu einem günstigen Preis von seinem Mietvorgänger übernommen. Im Gegenzug dafür sollte er bei seinem Einzug alle fälligen Malerarbeiten erledigen. Der BGH mußte nun also entscheiden, ob aufgrund dieser Vereinbarung die Wohnung bei der Übergabe als renoviert anzusehen war oder nicht. Denn wenn eine Wohnung frisch gestrichen übergeben wurde, ist der neu Einziehende tatsächlich verpflichtet, zu malern – insofern dies im Mietvertrag vereinbart wurde.
Der Bundesgerichtshof widerlegte mit seinem Urteil (BGH VIII ZR 277/16) die Urteile der Vorinstanzen. Es fußte auf der Tatsache, dass die Wohnung von dem Beklagten bei seinem Einzug vor fünf Jahren in unrenoviertem Zustand übernommen worden war. Die Klausel im Mietvertrag, die den Mieter einer unrenoviert übergebenen Wohnung dazu verpflichtet, Schönheitsreparaturen ohne angemessenen Ausgleich durchzuführen, ist dabei unwirksam. Die Richter begründeten dies damit, dass wenn die Klausel gültig wäre, müsste ein ausziehender Mieter die Räume womöglich schöner hinterlassen, als er sie übernommen hat.
Bedeutendes Urteil bzgl. Schönheitsreparaturen für Vermieter
Die Frage, wer und in welchem Umfang die Schönheitsreparaturen auszuführen hat, führt immer wieder zu Streitigkeiten zwischen Vermietern und Mietern. Aus diesem Grund kommt dem Urteil des BGH eine besondere Bedeutung zu. Es wird dadurch noch wichtiger, dass die Formulierung im Mietvertrag bezüglich Schönheitsreperaturen möglichst wasserdicht ist. Die Makler von REMAX Germany helfen gerne bei der Erstellung eines Mietvertrags. Als Immobilienexperten wissen sie, worauf zu achten ist. Dadurch bleibt beim Mieterwechsel so manchem Vermieter eine Menge Ärger erspart.
Auf der Internationalen Bauausstellung (IBA) 2013 in Hamburg wurde das weltweit erste Haus mit einer Fassade aus lebendigen Algen präsentiert. ...
... Diese Glasfassade ist mit den pflanzlichen Organismen gefüllt, die durch Photosynthese Wärme und Biomasse produzieren. Weitaus weniger beliebt und nützlich sind dagegen Mikroorganismen wie Algen oder Pilze, wenn sie die Hauswand besiedeln. 90 bis 95 Prozent aller Fassadenverschmutzungen werden durch sie herbeigeführt. Dabei erzeugen sie einen unansehnlichen, grau-grünen Schleier und Schlieren. Wie kann man verhindern, dass sich die Hauswand einer Immobilie verfärbt?
Hilfe, die Hauswand meiner Immobilie lebt!
Das Wärmedämm-Verbundsystem gilt als der Klassiker der Gebäudesanierung. Allerdings erweist es sich ausgerechnet in Bezug auf Mikroorganismen als kontraproduktiv. Denn, wenn die Wärme im Gebäude gehalten wird, bleibt die Außenseite der Fassade kalt. Bei kalten Außentemperaturen bildet sich dann Kondenswasser.
Die kühl-feuchte Oberfläche ist der ideale Nährboden für Algen. Von daher wohl dem, der bei der Bauplanung an einen Feuchtschutz gedacht hat. Denn auf trockenen Untergründen können Mikroorganismen nicht gedeihen. Eine dickere Putzschicht, ein Dachüberstand von 60 bis 80 Zentimetern und korrekt angeschlossene Fensterbänke verhindern die Algenbildung.
Auch hydrophile, mineralische Putzsysteme und Anstriche mit Silikatfarbe wirken vorbeugend. Sie nehmen die Feuchtigkeit auf, die später verdunstet. Wer eine Wärmedämmung plant, sollte deshalb ein System mit hinterlüfteter Außenfassade wählen. Damit machen Sie den Algen das Leben schwerer. Da Algen keine trockenen Wände mögen, lautet die simpelste Algenabwehr: mehr Sonnenlicht und weniger Schatten! Aus diesem Grund sollten Sie auch große Pflanzen zurückschneiden und nichts vor den Hauswänden aufstellen. So kann die Sonne das Kondenswasser auf den Wänden schneller trocknen.
REMAX-Tipps zur Säuberung von verschmutzten Fassaden
Ist die Fassade einer Immobilie bereits besiedelt, reinigen Sie sie auf keinen Fall mit einem Hochdruckreiniger. Denn der hohe Druck raut die Oberfläche auf. So können sich Algen künftig noch viel besser ansiedeln. Empfehlenswerter und schonender für den Anstrich und Putz ist es, den wasserliebenden und damit auch -löslichen ungebetenen Gästen, möglichst mit einer Bürste oder einem Schrubber zu Leibe zu rücken. Einen noch stärkeren Reinigungseffekt erreichen Sie, wenn Sie dem Wasser Essigessenz oder einen Löffel Soda-Pulver pro Liter beifügen. Oder Sie stellen einen Brei aus 500 Gramm Speisestärke, 100 Gramm Soda auf fünf Liter Wasser her. Diesen lassen Sie vier Stunden lang einwirken. Dann wird die Fassade mit Wasserstrahl abgewaschen und erstrahlt hoffentlich in neuem Glanz.
Der Einbau eines Aufzugs sorgt für Barrierefreiheit und erhöht normaler Weise den Wohnkomfort...
Nicht zuletzt kritisierten wir die Zinserhöhung in den USA und auch in der europäischen Währungsunion erwarten die meisten Marktteilnehmer die ersten Zinserhöhungen im Frühjahr nächsten Jahres...
... Doch sind Zinsanhebungen für einige Staaten und Unternehmen in Europa angesichts massiver öffentlicher und privater Schuldenberge überhaupt verkraftbar? Die Geldpolitik der EZB sollte eigentlich medikamentös die Symptome der Finanzkrise lindern und der europäischen Wirtschaft wieder auf die Beine helfen. Anscheinend geraten wir zunehmend in eine finanzpolitische Abhängigkeit. Erfahren Sie in der heutigen Ausgabe des Zinskommentars warum wir uns an ein langfristiges Niedrigzinsumfeld gewöhnen müssen beziehungsweise dürfen.
Kurzfristiger Zins: Der 3-Monats-Euribor bleibt nach wie vor nahezu unverändert bei - 0,328%. Bis Ende Q2 erwarten wir eine Seitwärtsbewegung, danach eine leichte Tendenz Richtung – 0,20%, da die Erwartung vom Ausstieg am Quantitative Easing den kurzfristigen Zins sukzessive anheben wird.
Langfristiger Zins: Der 10jährige SWAP-Satz pendelt wieder nach oben und liegt nun bei 0,96 %. Wir erwarten zukünftig weiter niedrige SWAP-Sätze zwischen 0,75% - 1,00%.
Telefon: +49 (8151) 555 098 – 0
www.neuwirth.de
Immer wieder wird von einigen Ökonomen und besonders der Bundesbank vor einer bevorstehenden Immobilienkrise und überhitzten Preisen gewarnt. Doch vergleicht man Deutschland mit anderen europäischen Ländern...
ist der Wohn- und Häusermarkt in der Bundesrepublik äußerst stabil und das schon seit Jahrzehnten. Spekulative Blasen bilden sich vor allem aufgrund expansiver Kreditvergabe und einer unverhältnismäßigen Bautätigkeit. Nichtsdestotrotz trifft beides nicht für Deutschland zu. Es stellt sich also die Frage, warum die Aufregung um Preisstürze? Erfahren Sie in der heutigen Ausgabe des Zinskommentars weshalb Deutschland weit entfernt von einer Immobilienkrise ist.
Kurzfristiger Zins: Der 3-Monats-Euribor bleibt unverändert bei - 0,329%. Bis Ende Q2 erwarten wir eine Seitwärtsbewegung, danach eine leichte Tendenz Richtung – 0,20%, da die Erwartung vom Ausstieg am Quantitative Easing den kurzfristigen Zins sukzessive anheben wird.
Langfristiger Zins: Der 10jährige SWAP-Satz ist weiter im leichten Abwärtstrend und liegt nun bei 0,87 %. Wir erwarten zukünftig weiter niedrige SWAP-Sätze zwischen 0,75% - 1,00%.
Wo keine Blase ist, kann auch keine platzen
Sicherlich schwirrt immer noch vielen die Immobilienkrise aus dem Jahr 2007/2008 in den Köpfen. Hinzu kommen noch die derzeit äußerst günstigen Finanzierungsbedingungen, die zum einen dafür sorgen, dass Geld aus zinstragenden Wertpapieren in andere Anlageobjekte wie Immobilien oder Aktien verschoben wird und damit die Preise steigen ohne fundamentale Nachfragesprünge und zum anderen, dass sich gegebenenfalls Markteilnehmer bei der Kreditaufnahme übernehmen. Doch nun von der Theorie in die Praxis. Seit 1995 stiegen die durchschnittlichen Preise für Wohnimmobilien in Deutschland um lediglich ca. 27 Prozent (Stand 30.09.2017). In Abbildung 1 wird deutlich, dass Deutschland damit weit unter anderen Ländern wie Dänemark, Schweden, Norwegen oder den Niederlanden liegt. Auffallend ist auch die Standhaftigkeit des deutschen Immobilienmarkts während der Finanzkrise vor elf Jahren. Das deutet auf einen äußerst stabilen Markt ohne große Spekulationsblasen hin. Ähnlich konstant verhält sich nach den Daten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) der schweizerische Immobilienmarkt. Alle anderen betrachteten Länder steigen zwar stärker in den Preisen bewegen sich jedoch wesentlich volatiler über die Zeit und waren stark von der Immobilienkrise betroffen.
Wie bereits angesprochen, kann eine exzessive Bautätigkeit zu einem Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage führen und damit zu einer Blase. Doch betrachten wir für Deutschland die Bautätigkeit der letzten Jahre, fällt auf, dass diese noch immer rund 28% unter dem Baubedarf liegt (Vgl. Abbildung 2). Das ergibt sich aus den Untersuchungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nach dem einschließlich 2017 jedes Jahr rund 385.000 Wohneinheiten entstehen müssten, um die Nachfrage decken zu können. 2016 wurden jedoch lediglich 278.000 Einheiten neu gebaut. Bleibt die Bautätigkeit in den nächsten Jahren konstant, werden jedes Jahr über 100.000 fehlende Wohnungen dazu kommen. Das IW sieht besonders in den deutschen Großstädten einen Mangel an Wohnraum (Vgl. Abbildung 3). Besonders nachgefragt sind Wohnungen kleinerer bis mittlerer Größe. In der Zukunft wird es immer mehr Ein-bis Zweipersonenhaushalte geben. In Düsseldorf ist beispielsweise nur 5 Prozent des benötigten Bedarfs an 1-Zimmer Wohnungen gedeckt.
Der große Wohnungsmangel bleibt auch bestehen, sollten die Zinsen wieder steigen, womit eine massive Preiskorrektur äußerst unrealistisch erscheint. Zumal zukünftige potentielle Zinsanhebungen nur moderat von statten gehen würden. Das IW differenziert aber auch und macht deutlich, dass dies nur der Fall ist für Regionen, wo die Bautätigkeit unter dem Baubedarf liegt. So entstehen besonders in ländlichen Regionen unverhältnismäßig viele Einfamilienhäuser aufgrund der günstigen Zinslage und dem verfügbaren Bauland. In Folge der demografischen Entwicklung und zunehmender Urbanisierung herrscht besonders um die Ballungsräume mit starker Infrastruktur und Arbeitsmöglichkeiten Wohnungsmangel. Das hat nichts mit der Kreditvergabe oder dem Zinsumfeld zu tun, sondern mit gesellschaftlicher Veränderung. Letztendlich bleibt die Theorie von dem bevorstehenden Super-Gau auf dem deutschen Immobilienmarkt bisher nur Gerede ohne wirkliches Fundament.