Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WuM%201986,%2053
Timestamp: 2020-04-04 19:02:38
Document Index: 255834099

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 03.07.1985 - IVa ZR 246/83 - dejure.org
https://dejure.org/1985,756
BGH, 03.07.1985 - IVa ZR 246/83 (https://dejure.org/1985,756)
BGH, Entscheidung vom 03.07.1985 - IVa ZR 246/83 (https://dejure.org/1985,756)
BGH, Entscheidung vom 03. Juli 1985 - IVa ZR 246/83 (https://dejure.org/1985,756)
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AGBG §1
Anspruch auf Maklerprovision - Verstoß einer Klausel des Auftragsformulars gegen das Gesetz über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBG) - Verpflichtung des Maklerkunden zur Zuführung selbst geworbener Interessenten zum Makler bzw. zum Abschluss nur unter Zuziehung ...
Aushandeln von AGB nur bei Möglichkeit der inhaltlichen Disposition über den "gesetzesfremden" Kerngehalt einer Klausel
Begriff des "Aushandelns"
Vorformulierte Alternativbedingungen in AGB, Aushandeln, Individualabrede, Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Klauselvarianten zum Ankreuzen
BGH, 18.09.1985 - IVa ZR 246/83
NJW-RR 1986, 54
ZIP 1985, 1272
MDR 1985, 1005
BB 1985, 2069
WuM 1986, 53
Dieser muß die reale Möglichkeit erhalten, den Inhalt der Vertragsbedingungen zu beeinflussen (BGHZ 85, 305, 308; BGH, Urt. v. 3. Juli 1985, IVa ZR 246/83, NJW-RR 1986, 54 f; vgl. auch BGHZ 104, 232, 236).
Nur soweit der Vertragsinhalt nicht nur vom Verwender, sondern ebenso vom Kunden in seinen rechtsgeschäftlichen Gestaltungswillen aufgenommen worden ist, kann er als Ausdruck seiner rechtsgeschäftlichen Selbstbestimmung und Selbstverantwortung gewertet werden (Senatsurteil vom 3.7.1985 aaO unter II. 2. c).
Die Eröffnung einer Wahlmöglichkeit zwischen mehreren vorformulierten Vertragsbedingungen begründet danach grundsätzlich noch keine Individualabrede (BGH, Urteile vom 3. Juli 1985 - IVa ZR 246/83, WM 1985, 1208, 1209 …und vom 10. Oktober 2013 - VII ZR 19/12, NJW 2014, 206 Rn. 19 f.).
Vielmehr kann von »Aushandeln« nur dann gesprochen werden, wenn der Verwender zunächst den in seinen AGB enthaltenen »gesetzesfremden« Kerngehalt, also die den wesentlichen Inhalt der gesetzl. Regelung ändernden oder ergänzenden Bestimmungen inhaltlich ernsthaft zur Disposition stellt und dem Verhandlungspartner Gestaltungsfreiheit zur Wahrung eigener Interessen einräumt mit zumindest der realen Möglichkeit, die inhaltliche Ausgestaltung der Vertragsbedingungen zu beeinflussen (Senatsurteil WM 1985, 1208, 1209).
für eine der Möglichkeiten entscheidet, bleibt es bei der gewählten Form noch immer bei einer für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierten Vertragsbedingung, d.h. einer allgemeinen Geschäftsbedingung (BGH, WuM 1986, 53 ; OLG Bremen, WuM 1982, 317 ; Palandt/Heinrichs, § 1 AGBG , Anm. 4 a)).
Aushandeln einzelner Bestimmungen eines Architekten-Formularvertrages; …
b) Vielmehr kann von "Aushandeln" nur dann gesprochen werden, wenn der Verwender zunächst den in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltenen "gesetzesfremden" Kerngehalt, also die den wesentlichen Inhalt der gesetzlichen Regelung ändernden oder ergänzenden Bestimmungen inhaltlich ernsthaft zur Disposition stellt und dem Verhandlungspartner Gestaltungsfreiheit zur Wahrung eigener Interessen einräumt mit zumindest der realen Möglichkeit, die inhaltliche Ausgestaltung der Vertragsbedingungen zu beeinflussen (vgl. Senat BGHZ 85, 305, 308 m.N.; BGH, Urteil vom 3. Juli 1985 - IVa ZR 246/83 = WM 1985, 1208;… Ulmer/Brandner/Hensen aaO. Rdn. 50 m.N.;… Palandt/Heinrichs aaO.).
BGH, 10.10.1991 - VII ZR 289/90
OLG Rostock, 02.09.1998 - 6 U 175/97
Zulässigkeit verschuldensunabhängiger Vertragsstrafe