Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=FG%20Brandenburg&Datum=23.08.2006&Aktenzeichen=2%20K%202012%2F03
Timestamp: 2019-03-22 19:36:06
Document Index: 143394174

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6']

FG Brandenburg, 23.08.2006 - 2 K 2012/03 - dejure.org
FG Brandenburg, 23.08.2006 - 2 K 2012/03
§ 6a Abs 4 S 2 EStG 1997, § 6a Abs 4 S 3 EStG 1997
Keine Verteilung eines Unterschiedsbetrags i.S.d. § 6a Abs. 4 Satz 2 EStG bei erstmaliger Bildung einer Pensionsrückstellung
EStG (1997) § 6a Abs. 4 S. 3, 6, 2
Bewertung einer 1998 neu gebildeten Pensionsrückstellung - keine Verteilung des Mehrbetrages infolge Umstellung von den Heubeck-Richttafeln 1983 auf die Heubeck-Richttafeln 1998
Ermittlung des Teilwerts einer Pensionsrückstellung ausschließlich auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 1998; Neuberechnung der Rückstellungshöhe aufgrund einer neuen oder geänderten biometrischen Rechnungsgrundlage
Bewertung von Pensionsrückstellungen bei Umstellung der Heubeck-Richttafeln
EFG 2006, 1746
Die Klägerin trägt hierzu vor, nach dem Urteil des FG Brandenburg vom 23.08.2006 2 K 2012/03 (EFG 2006, S. 1746 zum Übergang der Heubeck-Richttafeln 1983 auf 1998) sei der Differenzbetrag der Pensionsrückstellung zwischen den alten und den neuen Heubeck-Richttafeln für die in 2005 erstmalig gebildete Pensionsrückstellung nicht gemäß § 6 a Abs. 4 Satz 3 EStG zu verteilen.
Das Finanzgericht Brandenburg hat bereits am 23.08.2006 (2 K 2012/03, EFG 2006, 1746, DStRE 2007, 140) zum Übergang von den Heubeck-Richttafeln 1983 auf die Heubeck-Richttafeln 1998 entschieden, dass bei erstmaliger Bildung einer Pensionsrückstellung keine Verteilung eines Unterschiedsbetrags i. S. d. § 6 a Abs. 4 Satz 3 EStG erforderlich ist.
Die Verweisung auf die tatbestandlichen Voraussetzungen des § 6 a Abs. 4 Satz 2 EStG in § 6 a Abs. 4 Satz 6 EStG geht aber in Bezug auf § 6 a Abs. 4 Satz 3 EStG fehl (so zutreffend FG Brandenburg, Urteil vom 23.08.2006 2 K 2012/03 a. a. O.).
Die Norm soll nämlich lediglich verhindern, dass sich ein Zuführungsmehrbetrag, der sich aus der erstmaligen Anwendung einer geänderten biometrischen Rechnungsgrundlage ergibt, in geballter Form im ersten Jahr der geänderten Bewertung auswirkt (vgl. FG Brandenburg, Urteil vom 23. August 2006 - 2 K 2012/03, EFG 2007, 140).