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Timestamp: 2016-10-26 13:24:57
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Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 112', 'Art. 83', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 83', 'Art. 30', 'Art. 83', 'Art. 83', 'Art. 113', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 83', 'Art. 99', 'Art. 85', 'Art. 77', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 8', 'Art. 50', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 296', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'EGMR', 'Art. 96', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'EGMR', 'EuG', 'Art. 105', 'Art. 8', 'Art. 95', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 133', 'Art. 255', 'BGE', 'EGMR', 'Art. 95', 'Art. 95', 'Art. 66', 'Art. 65', 'Art. 64', 'BGE', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 64', 'BGE', 'BGE', 'Art. 68']

2C_769/2012 (22.10.2012)
2C_769/2012
Swiss-Exile, Herrn Ricardo Lumengo, lic. iur.,
Zustimmung zur Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung,
Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III, vom 29. Juni 2012.
X.________, geboren 1980, ist Staatsangeh�riger der Republik Peru. Im Dezember 2002 reiste er mit einem f�r drei Monate g�ltigen Touristenvisum in die Schweiz ein. Ziemlich genau ein Jahr sp�ter wurde er bei seiner hier lebenden Schwester aufgegriffen, mit einer zweij�hrigen Einreisesperre belegt und umgehend ausgeschafft. Ebenfalls im Dezember 2003 kam hier sein Sohn zur Welt. Er ging aus einer Beziehung mit einer hier lebenden, im Jahr 1975 geborenen Schweizerb�rgerin hervor. X.________ hat seine Vaterschaft anerkannt. Am 20. Februar 2004 heirateten die Eltern des Knaben in der Heimat des Br�utigams. Nach Aufhebung der Einreisesperre reiste X.________ am 2. Juli 2004 in die Schweiz ein. Er erhielt vom Kanton Bern eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau.
Am 15. Juli 2005 kam es zur Aufl�sung des gemeinsamen Haushaltes, was in einer gerichtlichen Trennungsvereinbarung vom 16. November 2006 festgehalten wurde. Das Obhuts- und Sorgerecht wurde dabei der Mutter zugesprochen, dem Vater ein gerichts�bliches Besuchsrecht einger�umt. Am 20. April 2009 verweigerte das Bundesamt f�r Migration die Zustimmung zur Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung und ordnete die Wegweisung an, unter Einr�umung einer Ausreisefrist von acht Wochen nach Eintritt der Rechtskraft der Verf�gung. Dagegen f�hrte X.________ mit Eingabe vom 19. Mai 2009 Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Dieses wies vorab sein Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege (Prozessf�hrung und Verbeist�ndung) am 8. Juni 2009 ab, was das Bundesgericht mit Urteil 2C_447/2009 vom 22. September best�tigte, unter Abweisung des auch f�r das bundesgerichtliche Verfahren gestellten Gesuchs um unentgeltliche Prozessf�hrung.
Schliesslich wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde vom 19. Mai 2009 mit Urteil vom 29. Juni 2012 kostenf�llig ab. Dagegen gelangt X.________ (hiernach: der Beschwerdef�hrer) mit Eingabe vom 14. August 2012 an das Bundesgericht. In seiner Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst er in der Hauptsache beantragen, das angefochtene Urteil vom 29. Juni 2012 sei aufzuheben und die Sache zur Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Eventualiter wendet er sich sinngem�ss gegen seine drohende Wegweisung und beantragt er die Anordnung der vorl�ufigen Aufnahme. In verfahrensrechtlicher Hinsicht stellt er die Gesuche um Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung, Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Prozessf�hrung und Sistierung etwaiger Wegweisungsmassnahmen.
W�hrend die Vorinstanz auf eine Vernehmlassung verzichtet, beantragt das Bundesamt f�r Migration die Abweisung der Beschwerde.
Mit Verf�gung vom 21. August 2012 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung zuerkannt. �ber die Gesuche um Sistierung des Wegweisungsverfahrens und Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Rechtspflege (Prozessf�hrung und Verbeist�ndung) ist mit der vorliegenden Beschwerde zu entscheiden (dazu E. 4 hiernach).
1.1 Die Beschwerde richtet sich gegen den (End-)Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist grunds�tzlich gegeben (Art. 82 lit. a, 86 Abs. 1 lit. a, 90 BGG i.V.m. Art. 112 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder [AuG; SR 142.20]), unter Vorbehalt der Ausnahmebestimmung gem�ss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG. Danach ist die Beschwerde unzul�ssig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt.
Der behauptete Anspruch ist dabei in vertretbarer Weise geltend zu machen bzw. zu substantiieren (Urteile 2C_940/2012 vom 1. Oktober 2012 E. 2.1; 2C_821/2011 vom 22. Juni 2012 E. 1, nicht publ. in: BGE 138 II 229; Urteil 2C_459/2011 vom 26. April 2012 E. 1.1, zur Publ. bestimmt; generell zur Geltendmachung von Anspr�chen, die sich aus der EMRK ergeben, BGE 137 I 305 E. 2.5 S. 315 f.). Zudem muss der potenzielle Rechtsanspruch ernsthaft in Betracht fallen (vgl. Urteile 2C_42/2011 vom 23. August 2012 E. 1; 2C_942/2010 vom 27. April 2011 E. 1.3; 2C_75/2011 vom 6. April 2011 E. 1.1). Ob die Voraussetzungen des angeblichen Rechtsanspruchs im Einzelnen gegeben sind, ist dann eine Frage der materiellen Beurteilung (BGE 137 I 284 E. 1.3 S. 287; 305 E. 2.5 S. 315).
1.2 Im hier massgebenden ausl�nderrechtlichen Sinn hat die Ehegemeinschaft weniger als drei Jahre gedauert (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG; BGE 137 II 1 E. 3.1 S. 3; 345 E. 3.1.3 S. 347 f.; 136 II 113 E. 3.3 S. 117 ff.). Zu einer Wiedervereinigung der formell verheirateten Gatten ist es nicht gekommen. Seinem schweizerischen Sohn gegen�ber verf�gt der Beschwerdef�hrer �ber ein formelles Besuchsrecht im zivilrechtlichen Sinne. In der Beschwerde setzt sich der Beschwerdef�hrer mit Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG nicht auseinander, r�gt aber in der materiellen Begr�ndung eine Verletzung der EMRK und des �bereinkommens vom 20. November 1989 �ber die Rechte des Kindes (hiernach: KRK; SR 0.107). Seine �berlegungen vertieft er allerdings nicht in einer Weise, die �ber rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil hinausreicht. Ob der Beschwerdef�hrer mithin seinen erweiterten Begr�ndungspflichten, die ihm im Rahmen der Eintretensfrage obliegen, hinreichend nachgekommen ist, erscheint zumindest als fraglich. Dies kann letztlich offenbleiben, nachdem sich die Beschwerde in der Sache selbst ohnehin als unbegr�ndet erweist und abzuweisen ist. Im Hauptantrag kann insoweit auf die Beschwerde eingetreten werden.
1.3 Nicht einzutreten ist hingegen, soweit der Beschwerdef�hrer eine Bewilligung "gem�ss Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG" beantragt. Auch hierf�r ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzul�ssig (Art. 83 lit. c Ziff. 5 BGG).
1.4 In einem Eventualantrag stellt sich der Beschwerdef�hrer auf den Standpunkt, die Wegweisung sei ihm nicht zuzumuten. Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend die Wegweisung sind vom allgemeinen Anwendungsbereich der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ebenfalls ausgenommen (Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG). Ebenso wenig gegeben ist im vorliegenden Fall die subsidi�re Verfassungsbeschwerde; sie steht einzig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen zur Verf�gung (Art. 113 BGG; BGE 137 II 305 E. 1.1 S. 307; Urteil 2C_3/2012 vom 15. August 2012 E. 5.1 und 6.1). Wegweisungsverf�gungen des Bundesamtes f�r Migration werden mithin vom Bundesverwaltungsgericht als letzter Instanz gepr�ft. Insoweit ist hier auf die Beschwerde nicht einzutreten.
1.5 Mit dem Subeventualantrag verlangt der Beschwerdef�hrer erstmals vor Bundesgericht die Anordnung der vorl�ufigen Aufnahme. Auch dieses Begehren ist nicht zu h�ren. Zum einen k�nnen nach dem Prinzip der verp�nten Ausweitung des Streitgegenstandes vor Bundesgericht keine Antr�ge gestellt werden, die nicht bereits vor der Vorinstanz erhoben worden sind (Art. 99 Abs. 2 BGG; BGE 135 I 119 E. 2 S. 121; Urteile 2D_27/2012 vom 11. Juli 2012 E. 1; 5A_158/2012 vom 27. April 2012 E. 1.4). Zum andern ist auch in Bezug auf die vorl�ufige Aufnahme ohnehin die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzul�ssig (Art. 83 lit. c Ziff. 3 BGG).
1.6 Die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen liegen hingegen vor, sodass auf die Sache insoweit einzutreten ist.
Streitgegenstand ist die Verweigerung der Zustimmung des Bundesamtes f�r Migration zur Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung (Art. 99 AuG i.V.m. Art. 85 Abs. 1 lit. a und Art. 77 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit [VZAE; SR 142.201]). Der Beschwerdef�hrer f�hrt seinen angeblichen Anspruch auf Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung haupts�chlich darauf zur�ck, dass er Vater eines - heute bald neunj�hrigen - Knaben sei, der aus der Ehe hervorgegangen sei, in der Schweiz lebe, das Schweizerb�rgerrecht besitze und demgegen�ber er ein Besuchsrecht aus�be.
3.1 Einen Anspruch aufgrund eines nachehelichen H�rtefalls (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG) hat die Vorinstanz verneint. Dennoch setzt sich der Beschwerdef�hrer in seiner Eingabe mit Art. 50 AuG nicht auseinander, sondern beschr�nkt sich auf �berlegungen zu Art. 8 EMRK. Die Voraussetzungen f�r einen Bewilligungsanspruch nach gescheiterter Ehe gest�tzt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG bzw. das konventionsrechtliche Recht auf Achtung des Familienlebens (Art. 8 Ziff. 1 EMRK) �berschneiden sich teilweise (BGE 138 II 229 E. 3.2.2 S. 233 f.; Urteil 2C_578/2011 vom 1. Dezember 2011 E. 3.4.1). Aus diesem Grund ist Art. 50 AuG im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen (Art. 106 Abs. 1 BGG) zu pr�fen.
3.2 Praxisgem�ss ist den Interessen der Kinder im Fall eines behaupteten nachehelichen H�rtefalls unter der Bedingung Rechnung zu tragen, dass eine enge Beziehung zu ihnen besteht und diese in der Schweiz ihrerseits gut integriert sind (BGE 137 II 345 E. 3.3.2 S. 349 mit Hinweis auf die Materialien). Von V�lkerrechts wegen f�llt ein ausl�ndischer Elternteil unter den Schutzbereich des Anspruchs auf Achtung des Familienlebens (Art. 8 Ziff. 1 EMRK), falls er sich auf eine intakte Beziehung zu seinem in der Schweiz lebenden Kind berufen kann. Dies gilt selbst dann, wenn er weder �ber das Sorge- noch das Obhutsrecht gem�ss Art. 296 ff. ZGB verf�gt (BGE 120 Ib 1 E. 1d S. 3 f.). Vorausgesetzt wird, dass das in der Schweiz lebende Kind �ber ein gefestigtes origin�res Anwesenheitsrecht verf�gt (BGE 135 I 143 E. 1.3.1 S. 145 f.; 130 II 281 E. 3.1 mit Hinweisen).
3.3 Schon von seiner Konzeption her begr�ndet Art. 8 Ziff. 1 EMRK kein absolutes Recht auf Aufenthalt in einem Konventionsstaat in dem Sinn, dass dieser verpflichtet w�re, ausl�ndischen Personen die Einreise, die Erteilung oder Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung vorbehaltlos zu gew�hren. Vielmehr l�sst Art. 8 Ziff. 2 EMRK unter Vorbehalt einer umfassenden Abw�gung aller �ffentlichen und privaten Interessen durchaus Eingriffe in den Anspruch auf Achtung des Familienlebens zu (BGE 137 I 247 E. 4.1 S. 249; 135 I 143 E. 2.1 S. 147; 122 II 1 E. 2 S. 6; 120 Ib 22 E. 4a S. 24 f.; Urteil des EGMR Gezginci gegen Schweiz vom 9. Dezember 2010 [16327/05], � 54 ff.). Die konventionsrechtlich erforderliche Interessenabw�gung entspricht den Anforderungen nach Art. 96 Abs. 1 AuG, sodass hier auch die Pr�fung der Verh�ltnism�ssigkeit nach Bundes- und Konventionsrecht in einem gemeinsamen Schritt vorgenommen werden kann (Urteil 2C_54/2012 vom 23. Juli 2012 E. 4.3). Nach der Praxis zu Art. 8 EMRK hat das �ffentliche Interesse an der Verweigerung der ausl�nderrechtlichen Bewilligung das private Interesse an deren Erteilung bzw. Verl�ngerung derart zu �berwiegen, dass sich der Eingriff in das Privat- oder Familienleben als notwendig erweist (BGE 137 I 247 E. 4.1.1 S. 249; 135 I 143 E. 2.1 S. 147).
3.4 Die Durchsetzung einer restriktiven Einwanderungspolitik stellt praxisgem�ss ein anerkanntes �ffentliches Interesse an der Verweigerung oder Nichtverl�ngerung einer auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK beruhenden ausl�nderrechtlichen Bewilligung dar (BGE 137 I 284 E. 2.1 S. 288; 135 I 143 E. 2.2 S. 147; 120 Ib 1 E. 4b S. 5; 22 E. 4a S. 25). Zur Aus�bung des Besuchsrechts ist es nach st�ndiger Praxis des Bundesgerichts erl�sslich, dass der ausl�ndische Elternteil dauerhaft im selben Land lebt wie sein Kind. Ein �berwiegendes privates Interesse des bloss besuchsberechtigten ausl�ndischen Elternteils ist denn auch an eine doppelte Voraussetzung gekn�pft. Zum einen muss zwischen ihm und seinem im Inland lebenden Kind eine in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht besonders enge Beziehung bestehen. Sie m�sste sich, w�rde die Bewilligung verweigert oder nicht verl�ngert, wegen der Entfernung zum Land der Ausreise praktisch nicht aufrechterhalten lassen. Dar�ber hinaus muss sich der ausl�ndische Elternteil in der Schweiz tadellos verhalten haben (BGE 120 Ib 1 E. 3c S. 5; 22 E. 4a/b S. 25 f.; Urteil 2C_704/2012 vom 23. Juli 2012 E. 4.4; Urteil des EGMR Rodrigues da Silva gegen Niederlande vom 31. Januar 2006 [50435/99], � 42 f., in: EuGRZ 33/2006 S. 562).
3.5 Nach den f�r das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) haben die Ehegatten ihren gemeinsamen Haushalt im Juli 2005 aufgehoben. Der damals rund 19 Monate alte Sohn wurde im Eheschutzverfahren unter die Obhut seiner Mutter gestellt und dem Beschwerdef�hrer ein Besuchsrecht einger�umt. Aufenthalt des Kindes und Aus�bung des Besuchsrechts erfuhren dadurch eine Ver�nderung, dass die Mutter im Sommer 2009 inhaftiert wurde und erst im Mai 2012 entlassen wurde.
Aufgrund der mehrj�hrigen Abwesenheit der Mutter, die unter Beistandschaft kam, gelangte der Sohn in eine kinderbetreuende Institution in der Region Bern. In den Jahren 2009 bis 2011 f�hrte dies zu einer Intensivierung der Aus�bung des Besuchsrechts, indem der Beschwerdef�hrer nach den f�r das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz den Sohn jeweils an drei (verl�ngerten) Wochenenden pro Monat und gr�sstenteils w�hrend der Sommerferien zu sich nahm.
3.6 Der Beschwerdef�hrer hat sich w�hrend geraumer Zeit recht intensiv um seinen Sohn gek�mmert. Er ist w�hrend der Inhaftierung der getrennt von ihm lebenden Gattin eingesprungen und hat dem Sohn solange phasenweise die fehlende Mutter ersetzt. Die Vorinstanz billigt dem Kindsvater denn auch zu, mit seinem Sohn eine intakte und gelebte Beziehung zu unterhalten. Damit kann er grunds�tzlich einen Anspruch auf Achtung des Familienlebens gem�ss Art. 8 Ziff. 1 EMRK erheben. Wohl hat sich nach den unbestrittenen Ausf�hrungen der Institution das Besuchsrecht im laufenden Jahr wieder im zuvor ge�bten Rahmen - jedes zweite Wochenende, teils in den Ferien - eingependelt. Die Beziehung ist dessen ungeachtet weiterhin als "gelebt" zu bezeichnen, zumal der Beschwerdef�hrer einer schrittweisen R�ckplatzierung des Sohnes zur Mutter "sehr kritisch" gegen�berstehen soll, wie er vortragen l�sst.
3.7 Die Vorinstanz erw�gt, insgesamt gingen die Kontakte zwischen Vater und Sohn "�ber das �bliche Mass der Besuchsrechtsgestaltung hinaus". Dementsprechend liege im rechtlichen Sinne ein Verh�ltnis vor, das in affektiver Hinsicht als besonders eng bezeichnet werden d�rfe. Nachdem der Beschwerdef�hrer nie Unterhaltsbeitr�ge an sein Kind geleistet und w�hrend geraumer Zeit keine Motivation gezeigt habe, seine Stellung auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, d�rfe allerdings nicht gesagt werden, die Beziehung sei auch in wirtschaftlicher Hinsicht besonders eng. Der Beschwerdef�hrer entgegnet, in den Jahren 2005 und 2006 im Reinigungsbereich t�tig gewesen zu sein. Trotz "intensivster Suchbem�hungen" sei es ihm aber nicht gelungen, "einen Job zu finden". Notgedrungen habe er sich von seiner in der Schweiz lebenden, niederlassungsberechtigten Schwester finanziell unterst�tzen lassen. Der bescheidene Lohn habe es ihm verunm�glicht, "regelm�ssig die teuren Alimente f�r den Sohn" zu entrichten.
3.8.1 Kommt die Vorinstanz zum Ergebnis, die Beziehung zwischen Vater und Sohn erweise sich in wirtschaftlicher Hinsicht nicht als derart ausgepr�gt, dass sie geradezu als "besonders eng" zu bezeichnen w�re, ist dies auch bei der hier massgebenden freien Kognition des Bundesgerichts (Art. 95 lit. a BGG; Urteil 2C_383/2012 vom 6. September 2012 E. 1.4) nicht zu beanstanden. Dass der Beschwerdef�hrer zu keinem Zeitpunkt Kinderalimente geleistet hat, ist unstreitig. Er begr�ndet dies mit seiner wirtschaftlichen Not, die er ihrerseits auf den Umstand zur�ckf�hrt, dass er in den letzten Jahren �ber kein geregeltes Anwesenheitsrecht verf�gt habe. Er habe sich bem�ht, seine Stellung am Arbeitsmarkt zu verbessern, indem er Deutschkurse belegt habe. Auch die Vertiefung der Sprachkenntnisse sei aber letztlich am fehlenden Geld gescheitert.
3.8.2 Die Gr�nde, die der Beschwerdef�hrer f�r seine beschr�nkte wirtschaftliche Leistungsf�higkeit anf�hrt, sind wenig stichhaltig. Mitte 2004 in die Schweiz gereist, vermag er einzig den Besuch eines Deutschkurses im Zeitraum vom Oktober 2007 bis zum Februar 2008 nachzuweisen. Der Kurs soll gem�ss Kursbest�tigung unter anderem der "intensiven Vorbereitung auf die Zertifikatspr�fung A2" gedient haben. Belegt ist die Pr�fungsteilnahme freilich nicht, wenngleich der Beschwerdef�hrer Gelegenheit gehabt h�tte, dies nachzuholen. Mit Zwischenverf�gungen vom 7. November 2011 und 28. M�rz 2012 lud die Vorinstanz ihn ein, die Beschwerde vom 19. Mai 2009 zu erg�nzen. Der Beschwerdef�hrer ergriff, soweit den Nachweis seiner Sprachkompetenz betreffend, diese M�glichkeit allerdings nicht. Ebenso wenig �berzeugt der Einwand, angebliche Schwierigkeiten bei der Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung h�tten sich nachteilig auf die Erwerbsm�glichkeiten ausgewirkt. Die behaupteten Probleme sind nach den Feststellungen der Vorinstanz aktenm�ssig nicht erstellt. Der vom Beschwerdef�hrer behauptete Kausalzusammenhang scheidet damit aus.
3.8.3 Als Folge der fehlenden Erwerbst�tigkeit des Beschwerdef�hrers ergab sich unstreitig eine langfristige Sozialhilfeabh�ngigkeit, seit August 2006 ununterbrochen. �berdies h�uften sich Verpflichtungen an, die gem�ss den vorinstanzlichen Feststellungen im Zeitpunkt der angefochtenen Verf�gung des Bundesamtes f�r Migration einen Umfang von rund Fr. 23'000.-- (Verlustscheine) bzw. Fr. 7'000.-- (laufende Betreibungen) erreicht hatten. Wenn auch die Steuerverwaltung des Kantons Bern die Steuerforderungen, die zu Verlustscheinen gef�hrt hatten, in der Zwischenzeit weitgehend stundete, hat sich die Schuld dadurch nicht vermindert. Den gestundeten Betrag gewissermassen "abzuschreiben", wie dies der Beschwerdef�hrer augenscheinlich tut, greift zu kurz. Fehlt es dem Beschwerdef�hrer anscheinend an Mitteln, die �ber die Unterst�tzung seitens der Sozialhilfebeh�rden hinausgehen, und kam er seiner Unterhaltspflicht in all den Jahren nie nach, scheidet das Vorliegen einer (auch) in wirtschaftlicher Hinsicht besonders engen Beziehung zu seinem Sohn aus.
3.8.4 Nichts anderes ableiten l�sst sich aus der Kinderrechtskonvention (KRK), auf welche sich der Beschwerdef�hrer dar�ber hinaus beruft. Das Bundesgericht hat zwar einzelne Bestimmungen der Kinderrechtskonvention als direkt anwendbare Rechtss�tze bezeichnet; dies trifft namentlich auf Art. 12 KRK betreffend die Anh�rung von Kindern zu allen sie ber�hrenden Angelegenheiten zu (BGE 133 I 286 E. 3.2 S. 291; 124 III 90 E. 3b S. 92). Im hier massgebenden Zusammenhang ist die KRK nach der Praxis freilich nicht direkt anwendbar (self-executing). Das Kindeswohl ist ausl�nderrechtlich ohnehin bloss einer der mehreren im Rahmen der Interessenabw�gung zu ber�cksichtigenden Faktoren. Anders als beim zivilrechtlichen Zuteilungsentscheid (vgl. Art. 133 Abs. 2 und 3 ZGB), wo einzig dieser Aspekt massgebend ist, herrscht ausl�nderrechtlich keine derartige exklusive Geltung (dazu Urteil 2C_250/2012 vom 28. M�rz 2012 E. 2.2.3).
3.9 Der Beschwerdef�hrer ruft erneut in Erinnerung, dass er "juristisch gesehen Vater von zwei Kindern" sei. Die getrennt vom Beschwerdef�hrer lebende Gattin, die vor Abschluss der Ehe bereits Mutter war, scheint aus einer weiteren Beziehung ein drittes Kind zu haben. Er sei, tr�gt der Beschwerdef�hrer, weiter vor, "faktisch (...) f�r alle drei Kinder der verf�gbare, verl�ssliche Elternteil". Daraus leitet der Beschwerdef�hrer einen weiteren pers�nlichen Grund f�r seine erforderliche Anwesenheit in der Schweiz ab, wenngleich er die biologische Vaterschaft gegen�ber dem dritten, w�hrend der Dauer der Ehe geborenen Kind nicht beansprucht. Die "Vaterschaft" beruht damit einzig auf der Ehelichkeitsvermutung gem�ss Art. 255 Abs. 1 ZGB (dazu BGE 137 I 247 E. 5.1.3 S. 253 und Urteil 2C_841/2009 vom 19. Mai 2011 E. 2.4.3; zur umgekehrten Konstellation das Urteil des EGMR Anayo gegen Deutschland vom 21. Dezember 2010 [20578/07] und Urteil 2C_1031/2011 vom 22. M�rz 2012 E. 4.2.6). Kontakte mit dem dritten Kind der Gattin sind nicht nachgewiesen, zumal der Beschwerdef�hrer ihm gegen�ber kein Besuchsrecht hat. Anhaltspunkte f�r eine "in affektiver und wirtschaftlicher Hinsicht besonders enge Beziehung" sind in keiner Weise ersichtlich.
3.10 Bei dieser Ausgangslage ist der Frage, ob das Vorleben des Beschwerdef�hrers in der Schweiz als "tadellos" bezeichnet werden d�rfe, nicht vertieft nachzugehen. Allein der Blick in die verwirkten Strafen zeigt, dass dem nicht so ist.
4.1 Bundes- (Art. 95 lit. a BGG) und V�lkerrecht (Art. 95 lit. b BGG) werden damit durch den angefochtenen Entscheid nicht verletzt.
4.2 Soweit der Beschwerdef�hrer im vorliegenden Verfahren ein Sistierungsgesuch stellt, f�llt dieses inhaltlich mit dem Gesuch um Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung zusammen. Dem Beschwerdef�hrer ging es in erster Linie darum, das Land nicht vor dem h�chstrichterlichen Entscheid verlassen zu m�ssen. Aufgrund der Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung wird das gesondert erhobene Sistierungsgesuch gegenstandslos (Urteil 2C_292/2012 vom 19. Juni 2012).
4.3 Bei diesem Ausgang sind dem Beschwerdef�hrer, der unterliegt, grunds�tzlich die Kosten des Verfahrens vor Bundesgericht aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 i.V.m. Art. 65 BGG). Er stellt ein Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Prozessf�hrung (Rechtspflege und Verbeist�ndung). Die unentgeltliche Rechtspflege setzt gem�ss Art. 64 Abs. 1 BGG voraus, dass die darum ersuchende Partei nicht �ber die erforderlichen Mittel verf�gt, also bed�rftig ist (formelles Kriterium; BGE 135 I 221 E. 5.1 S. 223; 128 I 225 E. 2.5.1 S. 232; 127 I 202 E. 3b S. 205) und dass ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (materielles Kriterium; BGE 138 III 217 E. 2.2.4 S. 218; 133 III 614 E. 5 S. 616; 131 I 113 E. 3.7.3 S. 122; 129 I 129 E. 2.2.2 S. 135); die beiden Voraussetzungen m�ssen kumulativ erf�llt sein.
Als das Bundesgericht sich im Verfahren 2C_447/2009 mit der Absch�tzung der Prozesschancen befasste, stand die Inhaftierung der Kindsmutter noch nicht zur Diskussion. Angesichts der lang w�hrenden Abwesenheit der Kindsmutter l�sst sich trotz an sich �berzeugender Begr�ndung des Urteils nicht sagen, die Anfechtung des vorinstanzlichen Entscheides stelle sich als geradezu aussichtslos dar. Die wirtschaftlichen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers haben hingegen seit der damaligen Beurteilung keine �nderung - namentlich keine Verbesserung - erfahren, sodass das Recht zur unentgeltlichen Prozessf�hrung (Art. 64 Abs. 1 BGG) zu erteilen ist. Es sind keine Gerichtskosten zu erheben.
Soweit die anwaltliche Vertretung sachlich geboten ist, sind vor Bundesgericht nur patentierte Anw�ltinnen und Anw�lte als unentgeltliche Rechtsvertreter zugelassen, die in einem kantonalen Anwaltsregister eingetragen sind oder zumindest die pers�nlichen Voraussetzungen hierf�r erf�llen (Art. 64 Abs. 2 BGG; Verf�gung 2C_323/2011 vom 29. August 2011 E. 2; BGE 135 I 1 E. 7.4.1 S. 4; 132 V 200 E. 5.1.4 S. 205 f.). Aus diesem Grund ist das Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Verbeist�ndung selbst bei nicht geradezu aussichtsloser Beschwerde abzuweisen (BGE 135 I 1 E. 7.4.1 S. 4; 132 V 200 E. 5.1.4 S. 205 f.). Der Beschwerdef�hrer l�sst sich durch einen Verein vertreten, f�r welchen ein Nichtanwalt t�tig geworden ist. Die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Verbeist�ndung fehlen.
Dem Bundesamt f�r Migration, das obsiegt, steht keine Parteientsch�digung zu (Art. 68 Abs. 3 BGG).
2.1 Dem Beschwerdef�hrer wird die unentgeltliche Prozessf�hrung gew�hrt. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
2.2 Das Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung wird abgewiesen.