Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202006,%201582
Timestamp: 2020-02-22 20:50:02
Document Index: 156058959

Matched Legal Cases: ['§ 100', '§ 463', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGB § 100; BGB §§ 463 a.F., 249 a.F. Cb, Ha
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 31.03.2006, Az.: V ZR 51/05 (Berechnung des Nutzungsvorteils eines Grundstückskäufers nach der abnutzungsbedingten Wertminderung der Immobilie ...)" von Notar Dr. Jörn Heinemann, original erschienen in: ZfIR 2006, 851 - ...
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 31.03.2006, Az.: V ZR 51/05 (Bestimmung des Werts der Eigennutzung eines Grundstücks)" von Wiss. Ass. Dr. Peter W. Tettinger, original erschienen in: JR 2007, 286 - 289.
Für eine Bemessung des Wertes der Nutzung auf Basis eines für die Gebrauchsüberlassung zu zahlenden Betrages spricht zudem, dass bei nicht als eigenen erworbenen Gegenständen (vgl. zu diesen etwa BGH…, Urteil vom 25. Oktober 1995 - VIII ZR 42/94, juris Rn. 15 und Rn. 28 ff.), die nur zum vorübergehenden Gebrauch überlassenen wurden (etwa aufgrund eines nichtigen Gebrauchsüberlassungsvertrages), der objektive Verkehrswert der Nutzungen anhand des ortsüblichen Mietzinses für vergleichbare Objekte zu bestimmen sein kann (vgl. BGH…, Urteil vom 6. August 2008 - XII ZR 67/06, juris Rn. 49 mwN, Rn. 53; siehe auch BGH, Urteil vom 31. März 2006 - V ZR 51/05, juris Rn. 10 ff. [zum Grundstückskauf]).
Denn es ist auszuschließen, dass der objektive Wert der von ihm gezogenen Nutzungen unter dem so ermittelten Betrag liegt (vgl. BGH, Urteil vom 31. März 2006 - V ZR 51/05, juris Rn. 13 [zum Unterscheid bei Kauf und Miete]).
Beim Kauf ist der Wert der durch den Gebrauch des Kraftfahrzeugs gezogenen Nutzungen nämlich nach der Methode des linearen Wertschwundes zu bestimmen (vgl. zum [Fahrzeug-]kauf BGH…, Beschluss vom 9. Dezember 2014 - VIII ZR 196/14, juris Rn. 3 mwN;… Urteile vom 9. April 2014 - VIII ZR 215/13, juris Rn. 11 ff. mwN;… vom 17. Mai 1995 - VIII ZR 70/94, juris Rn. 23;… vom 26. Juni 1991 - VIII ZR 198/90, juris Rn. 9 f.; siehe auch BGH, Urteile vom 31. März 2006 - V ZR 51/05, juris Rn. 13;… vom 10. Februar 2004 - X ZR 117/02, juris Rn. 15;… vom 25. Oktober 1995 - VIII ZR 42/94, juris Rn. 28) ohne dass es darauf ankäme, ob der Käufer - ähnlich einem Leasingnehmer - von vornherein die Nutzung des Fahrzeugs nach einer gewissen Dauer aufgeben wollte.
Entscheidend für die Berechnung der Nutzungsentschädigung ist damit allein die Wertminderung, die die Sache durch die Abnutzung erfahren hat, denn diese hätte der Geschädigte auch dann getragen, wenn er eine andere gleichartige Sache angeschafft und für dieselbe Zeitspanne in gleicher Weise genutzt hätte (BGH, Urt. v. 31.3.2006, V ZR 51/05, juris Rn. 13;… Urt. v. 17.5.1995, VIII ZR 70/94, juris Rn. 23;… OLG Hamm, Urt. v. 10.9.2019, 13 U 149/18, juris Rn. 77).
Zu solchen in die Differenzrechnung einzustellenden Vorteilen gehört grundsätzlich auch der Wert der von dem Geschädigten vor der Rückgabe der aufgrund nicht gewollter Verpflichtung erlangten Gegenleistung aus dieser gezogenen Nutzungen (vgl. BGH NJW 2009, 1870 und NJW 2006, 1582 ).