Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFH/NV%202001,%20405
Timestamp: 2020-04-10 10:43:19
Document Index: 202223751

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 27', 'Art. 17', 'Art. 27', 'EuG', '§ 15', '§ 74', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 191', '§ 15', 'Art. 27', 'EuG', 'EuG', 'Art. 191', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 13']

BFH, 30.11.2000 - V R 30/00 - dejure.org
https://dejure.org/2000,1209
BFH, 30.11.2000 - V R 30/00 (https://dejure.org/2000,1209)
BFH, Entscheidung vom 30.11.2000 - V R 30/00 (https://dejure.org/2000,1209)
BFH, Entscheidung vom 30. November 2000 - V R 30/00 (https://dejure.org/2000,1209)
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UStG 1999 § 15 Abs. 1 b, § 27 Abs. 3; Richtlinie 77/388/EWG Art. 17 Abs. 2, Art. 27
Umsatzsteuer - Verstößt der halbierte Vorsteuerabzug gegen EU-Recht?
Vorabentscheidung des EuGH; Ungültigkeit einer Ratsentscheidung; Gültigkeit der Vorschrift
Umsatzsteuer; Zweifel an der Gültigkeit der rückwirkenden Ratsermächtigung für die Bundesrepublik zur Begrenzung des Vorsteuerabzugs bei Fahrzeugen auf 50 v. H.
Vorsteuerabzugsbeschränkung bei Kfz-Kosten EG-konform?
Hälftiger Vorsteuerausschluss bei Kfz-Kosten EG-konform?
Umsatzsteuergesetz 1999, § 15 Abs. 1 b
BFHE 193, 174
BB 2001, 236
BB 2001, 292
DB 2001, 246
DB 2003, 1359
BFH/NV 2001, 405
Der erkennende Senat hat mit Beschluss vom 30. November 2000 V R 30/00 (BFHE 193, 174, BFH/NV 2001, 405) das Verfahren gemäß § 74 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ausgesetzt und dem Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (EuGH) folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt: .
Ausnahmen sind nur zugelassen, wenn sie in der Richtlinie 77/388/EWG selbst vorgesehen sind (…vgl. EuGH-Urteile vom 19. September 2000 Rs. C-177/99, C-181/99, Ampafrance SA und Sanofi Synthelabo, Rdnr. 34, UR 2000, 474, …und vom 6. Juli 1995 Rs. C-62/93, BP Soupergaz, Rdnr. 18, Slg. 1995, I-1883, UR 1995, 404; Senatsbeschluss in BFHE 193, 174, BFH/NV 2001, 405).
Insbesondere war die Beschränkung des Vorsteuerabzugs aufgrund der Entscheidung des Rates 2000/186/EG vom 28. Februar 2000 zur Ermächtigung der Bundesrepublik Deutschland, von den Artikeln 6 und 17 der Sechsten Richtlinie 77/388/EWG zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern - Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage - abweichende Regelungen anzuwenden (Ermächtigung des Rates 2000/186/EG; Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften Nr. 1 59/12), gemeinschaftsrechtskonform (vgl. Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften --EuGH-- vom 29. April 2004 Rs. C-17/01 --Sudholz--, Slg. 2004, I-4243, BStBl II 2004, 806; BFH-Urteil vom 15. Juli 2004 V R 30/00, BFHE 206, 465, BStBl II 2004, 1025).
Der BFH hatte dem EuGH nämlich mit Beschluss vom 30. November 2000 V R 30/00 (BFHE 193, 174) mehrere Fragen vorgelegt, die die Wirksamkeit der Ermächtigung des Rates 2000/186/EG betrafen.
Art. 191 Abs. 3 EGV vor (vgl. Martin, Anm. zu BFH-Beschluss vom 30.11.2000 V R 30/00, HFR 2001, 317 unter Berufung auf die Schlussanträge des Generalanwaltes Fennely zur Rs. Skripalle, C-63/96; a.A. Möhlenkamp/Maunz, UR 2006, 1).
ee) Insbesondere ergibt sich - entgegen der Auffassung des FA - auch keine Ermächtigung zur Einführung von § 15 Abs. 1a Nr. 3 UStG aus der auf Art. 27 der 6. EG-Richtlinie gestützten Befreiungsentscheidung des Europäischen Rates 2000/186/EG vom 28. Februar 2000, abgesehen von der Unwirksamkeit ihrer Rückwirkung auf den 1. April 1999 (vgl. EuGH vom 29. April 2004, Rs. C-17/01 - Sudholz, EuGHE I 2004, 4243, BStBl II 2004, 806 , nachgehend BFH vom 15. Juli 2004, V R 30/00, BFHE 206, 465, BStBl II 2004, 1025, vorgehend BFH vom 30. November 2000, V R 30/00, BFHE 193, 174 , HFR 2001, 365).
Hierbei schadet es nicht, wenn weder der Antrag noch der "Stillschweigende Beschluss" veröffentlicht werden; in jedem Falle liegt eine wirksame Ratsentscheidung i.S.d. Art. 191 Abs. 3 EGV vor (vgl. Martin, Anm. zu BFH-Beschluss vom 30.11.2000 V R 30/00, HFR 2001, 317 unter Berufung auf die Schlussanträge des Generalanwaltes Fennely zur Rs. Skripalle, C-63/96; a.A. Möhlenkamp/Maunz, UR 2006, 1).
Nach ständiger Rechtsprechung des EuGH (vgl. z. B. EuGH-Urteil vom 19. September 2000 Rs C 177 /99, C 181/99, Umsatzsteuerrundschau - UR - 2000, 474) und des BFH (vgl. z. B. BFH-Beschluss vom 30. November 2000 V R 30/00, UR 2001, 70) gehört der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu den allgemeinen Grundsätzen des Gemeinschaftsrechts.
Im Hinblick auf einen Vorlagebeschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 30.11.2000 (Az.: V R 30/00) beim Europäischen Gerichtshof ( EuGH ) zu der Frage, ob die Entscheidung des Rates der Europäischen Union vom 28.02.2000 zur Ermächtigung der Bundesrepublik, von den Artikeln 6 und 17 der Sechsten MwSt-Richtlinie abweichende Regelungen (Einschränkung des Vorsteuerabzugs) anzuwenden, rechtmäßig sei, erhöhte die Astin.
Wegen der Einzelheiten wird auf den Vorlagebeschluss des BFH vom 30. November 2000 (BFHE 193, 174 ) verwiesen.
In einem Beschluss vom 30.11.2000 befand der BFH (DStR 2001, 126), dass die Besteuerung von Geldspielautomatenumsätzen ernstlich zweifelhaft und nach einer summarischen Prüfung nicht ausgeschlossen sei, dass sich der Unternehmer auf die Steuerfreiheit nach Art. 13 B der Richtlinie berufen kann.
FG Berlin, 16.09.2003 - 7 K 7400/02
Erforderliche Mindestangaben in einem Fahrtenbuch
FG Sachsen, 07.04.2003 - 3 K 2571/02
Zulässigkeit einer Klage im finanzgerichtlichen Verfahren hinsichtlich …
FG Sachsen-Anhalt, 07.04.2003 - 3 K 2571/02
Kein Rechtsschutzbedürfnis für eine Klage wegen eines vom FA unter Hinweis auf …