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Timestamp: 2016-10-28 19:42:39
Document Index: 285515636

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 108', 'Art. 106', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_34/2015 (29.06.2015)
8C_34/2015 {T�0/2} � � Urteil vom 29. Juni 2015
Die 1964 geborene A.________ arbeitete seit Februar 2004 teilzeitlich (50 %) als K�chin bei der B.________ und war dadurch bei der Winterthur Schweizerische Versicherungsgesellschaft, St. Gallen (heute: AXA Versicherungen AG; nachfolgend: AXA), obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 10. September 2004 prallte ein von hinten herannahendes Automobil frontal in das Heck des von der Versicherten gelenkten, wegen eines Abbiegeman�vers nach links zum Stillstand gebrachten Personenwagens (vgl. Rapport der Kantonspolizei vom 14. September 2004). Laut Bericht des Spitals C.________ vom 10. September 2004 war ein Schleudertrauma der HWS (Halswirbels�ule) ohne radiologisch nachweisbare Fraktur im Bereich des Dens transbuccal zu diagnostizieren. Die AXA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) und kl�rte den Sachverhalt in beruflicher und medizinischer Hinsicht ab, insbesondere holte sie zusammen mit der Invalidenversicherung das auf interdisziplin�ren Konsensbesprechungen beruhende Gutachten der Klinik D.________ (Prof. Dr. med. E.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH; Dr. med. F.________, Rheumatologie FMH; Dr. med. G.________, Neurologie FMH) vom 28. Januar 2011 ein. Danach war mit Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit eine Migr�ne ohne Aura, ein chronisches zervikozephales und -thorakales, intermittierend zervikospondylogenes Syndrom, ein chronisches lumbovertebrales, intermittierend lumbospondylogenes Syndrom rechts und eine Pers�nlichkeits-/We-sensver�nderung zu diagnostizieren; der Status quo ante (Kopfschmerzen, Konzentrationsst�rungen, Schwitzen, Zittern, K�lte-/Hitzegef�hle, Weinkr�mpfe, Schlafst�rungen, Schwindel etc.) war rund f�nf Monate nach dem Unfall vom 10. September 2004 erreicht. Mit Verf�gung vom 27. Juli 2011 hielt die AXA fest, weil der f�r den Zeitraum vom 1. M�rz bis 3. Dezember 2006 mit der Versicherten abgeschlossene Vergleichsvertrag inzwischen rechtskr�ftig geworden sei, stelle sie die Versicherungsleistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung erst per 4. Dezember 2006 ein. Eine Einsprache lehnte sie ab (Einspracheentscheid vom 20. Februar 2012).
Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden mit Entscheid vom 26. August 2014 ab.
Mit Beschwerde l�sst A.________ im Hauptbegehren beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die Sache an die AXA - eventualiter an das kantonale Gericht - zur weiteren Abkl�rung (Durchf�hrung eines polydisziplin�ren Gutachtens, weitere Beweiserhebungen, etc.) zur�ckzuweisen, damit sie �ber den Anspruch auf Versicherungsleistungen (Taggeld, Rente, Integrit�tsentsch�digung, etc.) ab 4. Dezember 2006 neu verf�ge.
Die AXA l�sst auf Abweisung der Beschwerde schliessen. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
1.1.�Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl.�BGE 132 II 257E. 2.5 S. 262;�130 III 136E. 1.4 S. 140). Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten��� (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG). Das Bundesgericht pr�ft grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen; es ist nicht gehalten, wie eine erst-instanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu pr�fen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen wurden. Es kann die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
1.2.�Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechts-erheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105��� Abs. 3 BGG).
2.1.�Streitig und zu pr�fen ist, ob aus dem Unfall vom 10. September 2004 �ber den 3. Dezember 2006 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung bestand.
2.2.�Das kantonale Gericht hat die dabei zu beachtenden kausal- und beweisrechtlichen Grunds�tze zutreffend dargelegt. Zu wiederholen ist, dass die Leistungspflicht des Unfallversicherers einen nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraussetzt (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181). Dabei spielt im Sozialversicherungsrecht die Ad�quanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die ad�quate weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t deckt. Anders verh�lt es sich bei nat�rlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden. Hier bedarf es einer besonderen Ad�quanzbeurteilung. Dabei ist vom augenf�lligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. Gem�ss der f�r psychische Fehlentwicklungen nach Unfall erarbeiteten sog. Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) werden diese Ad�quanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte gepr�ft, w�hrend nach der bei Schleudertraumen und �quivalenten Verletzungen der HWS sowie Sch�del-Hirntraumen anwendbaren sog. Schleudertrauma-Praxis auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird (zum Ganzen: BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen).
2.3.�Nach der Rechtsprechung ist es zul�ssig, eine Leistungspflicht des Unfallversicherers zu verneinen und die Frage, ob ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den nicht objektivierbaren Beschwerden besteht, offenzulassen mit der Begr�ndung, ein allf�lliger nat�rlicher Kausalzusammenhang w�re nicht ad�quat und damit nicht rechtsgen�glich. Anders ist lediglich in jenen F�llen zu entscheiden, in denen der Sachverhalt f�r eine einwandfreie Ad�quanzpr�fung nicht hinreichend abgekl�rt ist (BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472).
3.1.�Es ist unbestritten und steht aufgrund des Gutachtens der Klinik D.________ vom 28. Januar 2011 fest, dass sp�testens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (3. Dezember 2006) von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung der allenfalls noch bestandenen gesundheitlichen Unfallfolgen keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands mehr erwartet werden konnte (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 3 f. S. 112 ff.).
3.2.�Die Vorinstanz hat zutreffend dargelegt, dass nach der Rechtsprechung von organisch objektivierbaren Unfallfolgen erst dann gesprochen werden kann, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abkl�rungen best�tigt wurden und die hiebei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (vgl. Urteil 8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 135 V 456, aber in: SVR 2010 UV Nr. 6 S. 25). Sie hat weiter erkannt, dass sich aus den medizinischen Akten - entgegen der Auffassung der Versicherten - keine unfallbedingten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen ergaben, die auf ein organisches Substrat im Sinne struktureller Ver�nderungen der Wirbels�ule zur�ckgef�hrt werden konnten (keine Fraktur, keine B�nder- oder Sehnenrisse, keine Bandscheibensequestrierung). Das Bundesgericht verweist auf die nicht zu beanstandenden Erw�gungen im angefochtenen Entscheid, welchen nichts beizuf�gen ist.
3.3.�Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz zu Recht gepr�ft, ob die �ber den 3. Dezember 2006 hinaus geltend gemachten gesundheitlichen Einschr�nkungen ad�quat kausal zum Unfall vom 10. September 2004 und dessen unmittelbaren Folgen standen. Auf das Vorbringen, der Sachverhalt sei zur Beurteilung dieser Frage nicht gen�gend abgekl�rt worden, wird nachfolgend in Zusammenhang mit der Beurteilung der Unfallschwere und den einzeln zu pr�fenden unfallbezogenen Ad�quanzkriterien (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 und E. 10.3 S. 130) eingegangen.
4.1.�Das kantonale Gericht hat zutreffend auf die Rechtsprechung hingewiesen, wonach einfache Auffahrkollisionen in der Regel als mittelschwere Unf�lle im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen zu qualifizieren sind (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.1.2, U 380/04). Es hat erkannt, dass vorliegend keine Umst�nde ersichtlich waren, von dieser Praxis abzuweichen. Was die Beschwerdef�hrein vorbringt, dringt nicht durch. Zun�chst ist nicht ersichtlich, inwiefern von der beantragten biomechanischen Expertise neue relevante Erkenntnisse zu der zu diskutierenden Frage zu erwarten w�ren. Die Vorinstanz hat einl�sslich dargelegt, dass keine Zweifel an der Zuverl�ssigkeit des unfallanalytischen Kurzgutachtens des bei der AXA angestellten Dipl. Ing. H.________ vom 13. April 2010 bestanden. Sie hat zudem zutreffend darauf hingewiesen, dass unfallanalytische oder biomechanische Ausk�nfte bei der Beurteilung der Unfallschwere einbezogen werden k�nnen, die Einstufung eines Unfalles allerdings nicht allein gest�tzt darauf vorgenommen werden darf. In diesem Kontext hat sie weiter richtig aufgezeigt, dass die Sachverst�ndigen der Klinik D.________ davon ausgingen, die beim Auffahrunfall auf die HWS der Versicherten einwirkenden Kr�fte h�tten deutlich �ber der Harmlosigkeitsgrenze gelegen; indes war aufgrund der Anamnese ein vorteilhafter Verlauf anzunehmen.
4.2.�Das kantonale Gericht hat von den zu pr�fenden, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umst�nden, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtw�rdigung einzubeziehen sind (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130), einzig dasjenige der erheblichen Beschwerden ansatzweise als erf�llt betrachtet, was f�r die Annahme eines ad�quaten Kausalzusammenhangs nicht gen�gte.
4.3.1.�Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, dem Kriterium der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls liege der Gedanke zugrunde, dass bei der betroffenen Person w�hrend des Unfallgeschehens oder danach psychische Fehlabl�ufe in Gang gesetzt werden k�nnten. Daher spreche der vorinstanzlich hervorgehobene Umstand, sie sei nach dem Unfall bewusstseinsklar und im Stande gewesen, die Unfallstelle abzusichern und die anderen verletzten Personen zu versorgen, nicht gegen eine besondere Dramatik, zumal das Bundesgericht in F�llen, in welchen die verunfallte Person eine Amnesie oder zumindest eine getr�bte Erinnerung an den Unfallhergang und dessen Begleitumst�nde habe, die Eindr�cklichkeit eher verneine.
Es trifft zu, dass im angerufenen Urteil 8C_15/2013 vom 24. Mai 2013 E. 7.3.2 festgehalten wurde, dem Kriterium der Begleitumst�nde/Eindr�cklichkeit k�nne nicht die gleiche Bedeutung beigemessen werden, wie wenn eine ungetr�bte Erinnerung an den Unfall und die damit verbundenen Begleitumst�nde gegeben w�re. Daraus l�sst sich jedoch nichts zu Gunsten der Beschwerdef�hrerin ableiten, zumal nach st�ndiger, im vorinstanzlichen Entscheid zutreffend zitierter Rechtsprechung jedem mittelschweren Unfall eine gewisse Eindr�cklichkeit eigen ist, die nach objektivierten und nicht nach dem jeweiligen Empfinden der betroffenen Person zu beurteilen ist. Das Verhalten der Beschwerdef�hrerin unmittelbar in Anschluss auf den objektiv betrachtet unspektakul�ren Unfall spricht deutlich gegen die Annahme, die Kollision sei besonders eindr�cklich gewesen.
4.3.2.�Der hinsichtlich des Kriteriums der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen geltend gemachte Umstand, die Beschwerdef�hrerin habe im Zeitpunkt der Kollision eine besondere K�rperhaltung eingenommen, ist wenig nachvollziehbar, zumal sie laut Fragebogen der AXA zum Unfallmechanismus vom 7. M�rz 2005 auf spezifische Nachfrage hin angab, den Kopf gerade gehalten zu haben und vor- und zur�ckgeschleudert worden zu sein. Diese Angaben stimmen mit dem Unfallhergang schl�ssig �berein: Die Versicherte brachte den von ihr gelenkten Personenwagen zum Stillstand, um nach links abzubiegen, weshalb sie den auf der Gegenfahrbahn herannahenden Verkehr beobachten, mithin nach vorne schauen musste. Allerdings ist dem Rapport der Kantonspolizei vom 14. September 2004 zu entnehmen, dass der nachfolgende Personenwagen, wohl nach einem versuchten Ausweichman�ver nach links, frontal in die linke Heckseite des von der Versicherten gelenkten Autos stiess, weshalb entgegen der Auffassung des kantonalen Gerichts die Angabe des Dr. med. I.________, Spital C.________, vom 20. Mai 2005 auf dem Dokumentationsbogen f�r Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma, der Kopf sei zus�tzlich nach rechts und links rotiert worden, durchaus plausibel erscheint. Damit kann ein besonderer Umstand angenommen werden (auf die HWS zus�tzlich einwirkende Scherkr�fte), der geeignet war, das Beschwerdebild beeinflussen zu k�nnen (vgl. dazu BGE 134 V 109 V E. 10.2.2 S. 128 mit Hinweisen). Die medizinischen Sachverst�ndigen der Klinik D.________ haben denn auch im Gutachten vom 28. Januar 2011 diesen den Heilungsverlauf potenziell komplizierenden Faktor in ihre Beurteilung einbezogen, sie kamen aber aufgrund der Anamnese und der aktuellen Untersuchungsergebnisse zum Schluss, dass der Heilungsprozess dennoch eher vorteilhaft ablief, zumal abgesehen von myofaszialen Symptomen keine relevante Einschr�nkung der HWS-Beweglichkeit oder sonstige evidente Symptome eines Zervikalsyndroms, insbesondere keine Druckdolenzen der Muskulatur oder muskul�rer Hartspann zu dokumentieren waren. Unter diesen Umst�nden kann das zur Diskussion stehende Ad�quanzkriterium allenfalls in der einfachen Form als erf�llt gelten.
4.3.3.�Zur Beurteilung der Kriterien der fortgesetzt spezifischen, belastenden �rztlichen Behandlung, der erheblichen Beschwerden sowie der �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmerte, wird auf die nicht zu beanstandenden Erw�gungen im angefochtenen Entscheid verwiesen, welchen nichts beizuf�gen ist.
4.3.4.�Weiter macht die Beschwerdef�hrerin geltend, aufgrund ihrer Pr�disposition (Pers�nlichkeits- und Wesensver�nderung; Verdacht auf eine somatoforme Schmerzst�rung) habe sie nicht �ber die erforderlichen Ressourcen verf�gt, den Heilverlauf nach erlittenem HWS-Schleudertrauma g�nstig zu beeinflussen. Auch in diesem Punkt muss mit der Vorinstanz darauf hingewiesen werden, dass der Sachverhalt objektiviert zu betrachten ist, mithin bei der Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs nicht entscheidend ist, ob und inwieweit die versicherte Person vor dem Unfall an psychischen Problemen litt. Nach der im angefochtenen Entscheid zutreffend zitierten, st�ndigen Rechtsprechung kann das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen nach Schleudertrauma der HWS denn auch nur bejaht werden, wenn nach dem Unfall besondere Gr�nde hinzutraten, welche die Heilung beeintr�chtigten. Solche sind entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin nicht anzunehmen, nachdem ausweislich dem Gutachten der Klinik D.________ vom������ 28. Januar 2011 wenige Monate nach dem Unfall vom 10. September 2004 im Wesentlichen die vorbestandenen gesundheitlichen Beeintr�chtigungen zu therapieren waren.
4.3.5.�Zum Kriterium der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen bringt die Beschwerdef�hrerin vor, es sei unbestritten, dass sie, wenn sich der Unfall vom 10. September 2004 nicht ereignet h�tte, weiterhin wegen der Geburtsgebrechen und deren Auswirkungen als K�chin zu 50 % arbeitsunf�hig gewesen sei (vgl. Bericht des Dr. med. K.________, Spezialarzt f�r innere Medizin FMH vom 11. Oktober 2005). Bis zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung im Dezember 2006 und dar�ber hinaus sei sie trotz intensiver Therapiebem�hungen unfallbedingt im angestammten Pensum als K�chin dauernd zu mindestens 50 % arbeitsunf�hig geblieben. Die von der Invalidenversicherung gew�hrte Umschulung zur Tierpflegerin habe sie zwar letztlich erfolgreich abgeschlossen, sie habe indessen in dieser T�tigkeit nie Fuss fassen k�nnen. Insgesamt sei ausgewiesen, dass sie sich anhaltend angestrengt habe, die Arbeitsunf�higkeit zu �berwinden.
Selbst wenn von diesen, von der vorinstanzlichen Beurteilung teilweise abweichenden Ausf�hrungen ausgegangen w�rde, w�re das zur Diskussion stehende Ad�quanzkriterium jedenfalls nicht in qualifizierter Form gegeben. Die Beschwerdef�hrerin �bersieht insgesamt, dass sie wegen der gem�ss dem insoweit nicht bestrittenen Gutachten der Klinik D.________ vom 28. Januar 2011 bereits vor dem Unfall aufgetretenen und kaum beeinflussbaren Pers�nlichkeits-/Wesensver�nderung auch k�nftig mit interpersonellen Schwierigkeiten zu rechnen haben wird.
4.4.�Zusammenfassend ist festzustellen, dass von den sieben relevanten Kriterien h�chstens drei erf�llt sind (Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; Dauerbeschwerden; Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit), keines davon jedoch in ausgepr�gter Weise. Zur Bejahung der Ad�quanz allf�lliger noch vorhandener unfallbedingter Beschwerden gen�gt dies bei einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Ereignissen nicht. Es kann daher offen bleiben, ob der nat�rliche Kausalzusammenhang gegeben, bzw. ob und wann der Status quo sine vel ante eingetreten war, weshalb von den beantragten weiteren medizinischen und anderen Abkl�rungen abzusehen ist.