Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=StraFo%202012,%20239
Timestamp: 2019-05-20 19:43:33
Document Index: 385808122

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263', '§ 257', '§ 27', '§ 15', '§ 52', '§ 53', '§ 27', '§ 53', 'BGH', 'BGH', '§ 27', 'BGH', '§ 27', '§ 27', 'BGH', '§ 263', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 27', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 51', 'Art. 13', 'Art. 34', '§ 46', 'Art 34', 'BGH', 'BGH', 'Art. 34', 'BGH']

Rechtsprechung: StraFo 2012, 239 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 31.05.2011
https://dejure.org/2012,4324
BGH, 28.02.2012 - 3 StR 435/11 (https://dejure.org/2012,4324)
BGH, Entscheidung vom 28.02.2012 - 3 StR 435/11 (https://dejure.org/2012,4324)
BGH, Entscheidung vom 28. Februar 2012 - 3 StR 435/11 (https://dejure.org/2012,4324)
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§ 263 StGB; § 257 StGB; § 27 StGB; § 15 StGB; § 52 StGB; § 53 StGB
Betrug durch "Phishing" (Abgrenzung zur Begünstigung; Beendigung) Gehilfenvorsatz; Konkurrenzen
Beihilfe zum Computerbetrug: Anforderungen an den Gehilfenvorsatz beim "Phishing"
Möglichkeit einer Beihilfe zum Computerbetrug nur bis zur materiellen Beendigung der Haupttat; Computerbetrug durch Überweisung von Geldbeträgen von Konten der Geschädigten auf Empfängerkonten auf Grund einer Manipulation des Datenverarbeitungsvorgangs durch sog. "Phishing"
StGB § 27 Abs. 1; StGB § 53
Zur Konkretisierung des Vorsatzerfordernisses bei der Beihilfe
LG Wuppertal, 29.03.2011 - 26 KLs 14/11
StraFo 2012, 239
Der Hilfeleistende muss die zentralen Merkmale der Haupttat, namentlich den wesentlichen Unrechtsgehalt und die wesentliche Angriffsrichtung, im Sinne bedingten Vorsatzes zumindest für möglich halten und billigen (…vgl. BGH, Beschlüsse vom 8. Mai 1990 - 3 StR 448/89, BGHR StGB § 27 Abs. 1 Vorsatz 6; vom 20. Januar 2011 - 3 StR 420/10, NStZ 2011, 399, 400; vom 8. November 2011 - 3 StR 310/11, NStZ 2012, 264; vom 28. Februar 2012 - 3 StR 435/11, wistra 2012, 302).
Der Gehilfenvorsatz wird nicht allein durch eine solche unterschiedliche rechtliche Einordnung in Frage gestellt, soweit es sich nicht um gänzlich verschiedene Taten im beschriebenen Sinne handelt; das gilt insbesondere auch für das Verhältnis von Beihilfe zum Betrug und zur Untreue (vgl. BGH, Beschlüsse vom 20. Januar 2011 - 3 StR 420/10, NStZ 2011, 399, 400; vom 28. Februar 2012 - 3 StR 435/11, wistra 2012, 302;… ferner Fischer, StGB, 65. Aufl., § 27 Rn. 22;… BeckOK StGB/Kudlich, § 27 Rn. 18).
BGH, 11.09.2014 - 4 StR 312/14
Leichtfertige Geldwäsche (Gegenstand der Leichtfertigkeit: Katalogtat, Begründung …
Von der materiellen Beendigung einer Tat des Computerbetruges im Sinne von § 263a StGB, bei der auf Grund einer Manipulation von Datenverarbeitungsvorgängen ein Geldbetrag vom Konto des Geschädigten auf ein Empfängerkonto geleitet wird, ist erst auszugehen, wenn entweder das überwiesene Geld vom Empfängerkonto abgehoben oder auf ein zweites Konto weiterüberwiesen worden ist (vgl. BGH, Beschluss vom 28. Februar 2012 - 3 StR 435/11, wistra 2012, 302, Tz. 7).
Dieser muss die Unterstützungshandlung umfassen und sich auf die Vollendung einer vorsätzlich begangenen Haupttat richten, wobei es genügt, dass der Gehilfe die wesentlichen Merkmale der Haupttat, insbesondere ihre Unrechtsund Angriffsrichtung erkennt (vgl. BGH, Beschluss vom 28. Februar 2012 - 3 StR 435/11, StraFo 2012, 239).
Dass der Gehilfe jedwedes oder irgendein Delikt fördern wollte, reicht indes nicht aus (BGH, Beschluss vom 28.02.2012 - 3 StR 435/11).
Insofern war ihm die Dimension des Unrechts der durch Dr. L36 ins Auge gefassten Tat hinreichend bekannt (vgl. BGH, Beschl. v. 13.03.2013, Az. 2 StR 275/12; Beschl. v. 28.02.2012, Az. 3 StR 435/11, BeckRS 2012, 08602;… Heine , a.a.O., § 27 Rz. 19).
Er braucht hingegen Einzelheiten der Haupttat nicht zu kennen und keine bestimmte Vorstellung von ihr zu haben (vgl. BGH, Beschluss vom 28. Februar 2012 - 3 StR 435/11, wistra 2012, 302), insbesondere wenn sein Tatbeitrag - wie hier - nur zu deliktischen Zwecken verwendet werden kann (vgl. Senat, Urteil vom 18. April 1996 - 1 StR 14/96, BGHSt 42, 135, 137 ff.).
Eine andere rechtliche Einordnung der Tat ist für den Gehilfenvorsatz unschädlich, sofern die vorgestellte Haupttat in ihrem Unrechtsgehalt von der tatsächlich begangenen nicht gänzlich abweicht (BGH, Beschluss vom 28. Februar 2012 - 3 StR 435/11 -, Rn. 4, juris).
BGH, 31.05.2011 - 3 StR 97/11
https://dejure.org/2011,10279
BGH, 31.05.2011 - 3 StR 97/11 (https://dejure.org/2011,10279)
BGH, Entscheidung vom 31.05.2011 - 3 StR 97/11 (https://dejure.org/2011,10279)
BGH, Entscheidung vom 31. Mai 2011 - 3 StR 97/11 (https://dejure.org/2011,10279)
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§ 51 StGB; Art. 13 EMRK; Art. 34 EMRK
Kompensationslösung (keine Anwendung auf andere Verfahrensmängel); Relativierung des Prozessrechts; Recht auf Beschwerde
§ 46 StGB, Art 34 MRK
Strafzumessung: Vollstreckungsrabatt wegen Verfahrensverstößen
Rechtsprechung des BGH zur Kompensation rechtsstaatswidriger Verfahrensverzögerungen ist nicht auf andere Verfahrensfehler übertragbar; Übertragbarkeit der Rechtsprechung des BGH zur Kompensation rechtsstaatswidriger Verfahrensverzögerungen auf andere Verfahrensfehler
EMRK Art. 34
Übertragbarkeit der Rechtsprechung des BGH zur Kompensation rechtsstaatswidriger Verfahrensverzögerungen auf andere Verfahrensfehler
LG Duisburg, 30.08.2010 - 35 Ks 11/09