Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=14/7b%20AS%2052/06
Timestamp: 2019-01-20 01:54:59
Document Index: 313599969

Matched Legal Cases: ['§ 65', '§ 65', '§ 5', '§ 9', '§ 5', '§ 12', '§ 9', '§ 12', '§ 9', '§ 9', '§ 14', '§ 9', '§ 12', '§ 14', '§ 9', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 5', '§ 12', '§ 12', '§ 4', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 20', '§ 12']

BSG, 15.04.2008 - B 14/7b AS 52/06 R - dejure.org
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Vermögensberücksichtigung - Kapitallebensversicherung - Verwertbarkeit - Kein erhöhter Grundfreibetrag nach § 65 Abs 5 SGB II - Verfassungsmäßigkeit
Grundsicherung für Arbeitsuchende; Streitgegenstand; Vermögensberücksichtigung; Kapitallebensversicherung; kein erhöhter Grundfreibetrag nach § 65 Abs 5 SGB 2; Privilegierung staatlich geförderten Altersvorsorgevermögens; kein Verwertungsausschluss ...
Möglichkeit des Schutzes eines Lebensversicherungsvermögens wegen des Vorliegens einer besonderen Härte bei Verwertung des Vermögens oder offensichtlicher Unwirtschaftlichkeit der Verwertung; Berücksichtigung einer die Freibetragsgrenze überschreitenden Lebensversicherung bzw. deren Rückkaufswert als Vermögen bei der Berechnung des Lebensunterhaltes eines Hilfebedürftigen; Begriff der Hilfebedürftigkeit i.S.d. Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II); Berechnung des Grundfreibetrages eines volljährigen Hilfebedürftigen nach dessen Lebensjahr; Vereinbarkeit der gesetzlichen Grundlage für die Bildung von Arbeitsgemeinschaften mit dem Verfassungsrecht
Hartz IV: Wenn der Rückkaufswert höher ist als die Beitragszahlungen ...
SG Regensburg - 15 AS 339/05
SG Regensburg, 13.03.2006 - S 15 AS 339/05
SG Regensburg, 21.03.2006 - S 15 AS 339/05
Erforderlich ist insoweit nach geltendem Recht zumindest, dass der Sicherung ein nach § 5 Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG vom 26.6.2001 - BGBl I 1322) durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zertifizierter Altersvorsorgevertrag zugrunde liegt (BSG, Urteil vom 15.4.2008 - B 14/7b AS 52/06 R - juris RdNr 20) .
Erforderlich ist insoweit nach der Rechtsprechung des BSG (BSG vom 15.4.2008 - B 14/7b AS 52/06 R, SozR 4-4200 § 9 Nr. 5 RdNr 20) zumindest, dass der Sicherung ein nach § 5 AVmG (vom 26.6.2001, BGBl I 1310, 1322) durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zertifizierter Altersvorsorgevertrag zugrunde liegt.
Wie das BSG bereits ausgeführt hat, erfolgt im Gegensatz zur üblichen Kapitallebensversicherung die staatliche Förderung der Sicherungsformen des § 12 Abs. 2 Nr. 2 SGB II nur dann, wenn sie grundsätzlich zertifiziert sind und ihre Zweckbestimmung zur Altersvorsorge öffentlich überwacht wird (BSG vom 15.4.2008 - B 14/7b AS 52/06 R, SozR 4-4200 § 9 Nr. 5 RdNr 20) .
§ 12 Abs. 3 S 1 Nr. 6 Alt 2 SGB II setzt daher voraus, dass die Umstände dem Betroffenen ein deutlich größeres Opfer abverlangen als eine einfache Härte und erst recht als die mit der Vermögensverwertung stets verbundenen Einschnitte (BSG vom 15.4.2008 - B 14 AS 27/07 R RdNr 45; vom selben Tag - B 14/7b AS 52/06 R, SozR 4-4200 § 9 Nr. 5 RdNr 32) .
Eine Privilegierung der Lebensversicherung kommt nur dann in Betracht, wenn der Hilfebedürftige das Vermögen nach Eintritt in den Ruhestand zur Bestreitung des Lebensunterhalts für sich verwenden will und eine der Bestimmung entsprechende Vermögensdisposition getroffen hat (BSG vom 15.4.2008 - B 14/7b AS 52/06 R, SozR 4-4200 § 9 Nr. 5 RdNr 33) .
Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit der Verwertung ist auf das ökonomische Kalkül eines rational handelnden Marktteilnehmers abzustellen (…SozR 4-1200 § 14 Nr. 10 RdNr 18; BSG vom 15.4.2008 - B 14/7b AS 52/06 R, SozR 4-4200 § 9 Nr. 5 RdNr 35; vom selben Tag - B 14 AS 27/07 R RdNr 42 und B 14/7b AS 56/06 R RdNr 37;… BSGE 100, 196 = SozR 4-4200 § 12 Nr. 8, RdNr 34 ff; vom 30.8.2010 - B 4 AS 70/09 R RdNr 19) .
Der Substanzwert ergibt sich bei einem Lebensversicherungsvertrag aus den eingezahlten Beiträgen und der Verkehrswert - wie bereits dargelegt - aus dem Rückkaufswert der Versicherung, einschließlich der Überschussanteile (…SozR 4-1200 § 14 Nr. 10 RdNr 18; BSG vom 15.4.2008 - B 14/7b AS 52/06 R, SozR 4-4200 § 9 Nr. 5 RdNr 35; vom selben Tag - B 14 AS 27/07 R, RdNr 42 und B 14/7b AS 56/06 R, RdNr 37;… BSGE 100, 196 = SozR 4-4200 § 12 Nr. 8, RdNr 34 ff; vom 30.8.2010 - B 4 AS 70/09 R RdNr 19) .
Diese Betrachtung ist auch für iS des § 12 Abs. 3 S 1 Nr. 4 SGB II geschütztes Vermögen maßgebend, weil der Gesetzgeber des SGB II die Berücksichtigung von Vermögen in § 12 SGB II im Wesentlichen wie im bisherigen Recht der Arbeitslosenhilfe regeln wollte (BT-Drucks 15/1516 S 53 zu § 12; vgl zB auch bereits BSG Urteil vom 15.4.2008 - B 14/7b AS 52/06 R - FEVS 60, 297 ff) .
Dieser gegenwärtige Verkaufspreis ist dem Substanzwert gegenüberzustellen (vgl. BSG…, Urteil vom 6. September 2007, a. a. O., m. w. N.; BSG, Urteil vom 15. April 2008, a. a. O., m. w. N.).
Bei einer Lebensversicherung kommt nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes das Verhältnis zwischen beiden Werten in der Verlustquote bei einem Vergleich zwischen dem gegenwärtigen Verkehrswert (Rückkaufswert der Versicherung) und dem Substanzwert, der sich aus der Summe der auf den Versicherungsvertrag eingezahlten Beiträge ergibt, zum Ausdruck (vgl. BSG…, Urteil vom 20. Februar 2014, a. a. O., Rdnr. 36; vgl. auch BSG, Urteil vom 15. April 2008 - B 14 AS 27/07 R - juris Rdnr 42; BSG, Urteil vom 15. April 2008 - B 14/7b AS 52/06 R = juris Rdnr. 36).
Im Urteil vom 15. April 2008 (Az. B 14/7b AS 52/06 R) hat das Bundessozialgericht ausgeführt, dass es die Grenze der offensichtlichen Unwirtschaftlichkeit im Sinne von § 12 Abs. 3 Satz 1 Nr. 6 SGB II bei einem Verlust von 12, 9 % noch nicht als erreicht angesehen habe.
Angesichts dessen sei es als zweifelhaft angesehen worden, ob ein Verlust von 18, 5 % (bei rein isolierter Betrachtung des Verhältnisses von eingezahlten Beträgen und Rückkaufswert) noch im Bereich der Wirtschaftlichkeit im Sinne von § 12 Abs. 3 Satz 1 Nr. 6 SGB II liege (vgl. BSG, Urteil vom 15. April 2008, a. a. O., Rdnr. 36).
Dass er bei einer Auflösung der Lebensversicherung nur die Rückerstattung seiner Beiträge - zuzüglich eines kleinen Gewinns - und nicht den wegen der Zuschüsse des A erhöhten Rückkaufswert hätte realisieren können, ist die Folge daraus, dass der Kläger nur eine Chance auf eine höhere Gesamtsumme im Fall der Auszahlung oder der Rentenzahlung hatte (vgl. BSG, Urteil vom 15. April 2008, a. a. O.).
Das Risiko der gesundheitsbedingten Erwerbsminderung wird grundsätzlich durch die gesetzliche Rentenversicherung abgedeckt (vgl. BSG, Urteil vom 15. April 2008 - B 14/7b AS 52/06 R - FEVS 60, 297 ff. = juris Rdnr. 34).
Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (vgl. BSG, Urteil vom 15. April 2008, a. a. O., Rdnr. 33) können außergewöhnlichen Umstände vorliegen, wenn ein erwerbsfähiger Hilfebedürftiger kurz vor dem Rentenalter seine Ersparnisse für die Altersvorsorge einsetzen muss, obwohl seine Rentenversicherung Lücken wegen selbständiger Tätigkeit aufweist.
Erforderlich ist insoweit nach geltendem Recht zumindest, dass der Sicherung ein nach § 5 Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG) durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zertifizierter Altersvorsorgevertrag zugrunde liegt (BSG, Urteil vom 15.04.2008, Az.: B 14/7b AS 52/06 R).
Der 14. Senat hat die Grenze der offensichtlichen Unwirtschaftlichkeit i.S. des § 12 Abs. 3 Satz 1 Nr. 6 SGB II bei einem Verlust von 12, 9 % noch nicht als erreicht angesehen (BSG, Urteile vom 15.04.2008, a.a.O.).
Bei dem Begriff der besonderen Härte handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, der der vollen gerichtlichen Überprüfung unterliegt (BSG, Urteil vom 15.04.2008, Az.: B 14/7b AS 52/06 R).
Maßgebend sind dabei nur außergewöhnliche Umstände, die nicht durch die ausdrückliche Freistellung über das Schonvermögen (§ 12 Abs. 3 Satz 1 SGB II, § 4 Abs. 1 Arbeitslosengeld II/ Sozialgeld-Verordnung i.d.F. vom 20. Oktober 2004 Alg II-V) und die Absetzbeträge nach § 12 Abs. 2 SGB II erfasst werden (BSG, Urteil vom 15.04.2008, Az.: B 14/7b AS 52/06 R).
Es sind also nur besondere, bei anderen Hilfebedürftigen regelmäßig nicht anzutreffende Umstände beachtlich und in ihrem Zusammenwirken zu prüfen (BSG, Urteil vom 15.04.2008, Az.: B 14/7b AS 52/06 R und Urteil vom 07.05.2009, Az.: B 14 AS 35/08 R).
Wegen solcher Lücken wird der Versicherte auf die Rentenversicherungspflicht während des Leistungsbezugs bei Arbeitslosigkeit und den durch die gesetzlich vorgesehenen Mindestschutz verwiesen (BSG, Urteil vom 15.04.2008, Az.: 14/7b AS 52/06 R).
Die Berücksichtigung von Verbindlichkeiten bei der Feststellung der vorhandenen Vermögenswerte ist nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts allenfalls geboten, wenn eine Verbindlichkeit unmittelbar auf dem fraglichen Vermögensgegenstand (z.B. eine auf einem Grundstück eingetragene Hypothek) lastet, da ein solcher Vermögensgegenstand nicht ohne Abzüge veräußert werden kann (BSG, Urteile vom 15.04.2008, Az.: B 14/7b AS 52/06 R und vom 18.02.2010, Az.: B 4 AS 28/09 R; LSG NRW, Beschluss vom 07.07.2010, Az.: L 19 AS 582/10B).
Dieser gegenwärtige Verkaufspreis ist dem Substanzwert gegenüberzustellen (…vgl. BSG , Urteil vom 6. September 2007, a. a. O., m. w. N.; BSG , Urteil vom 15. April 2008, a. a. O., m. w. N.).
Bei einer Lebensversicherung kommt nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes das Verhältnis zwischen beiden Werten in der Verlustquote bei einem Vergleich zwischen dem gegenwärtigen Verkehrswert (Rückkaufswert der Versicherung) und dem Substanzwert, der sich aus der Summe der auf den Versicherungsvertrag eingezahlten Beiträge ergibt, zum Ausdruck (…vgl. BSG , Urteil vom 20. Februar 2014, a. a. O., Rdnr. 36; vgl. auch BSG , Urteil vom 15. April 2008 - B 14 AS 27/07 R - juris Rdnr 42; BSG , Urteil vom 15. April 2008 - B 14/7b AS 52/06 R = juris Rdnr. 36).
Angesichts dessen sei es als zweifelhaft angesehen worden, ob ein Verlust von 18, 5 % (bei rein isolierter Betrachtung des Verhältnisses von eingezahlten Beträgen und Rückkaufswert) noch im Bereich der Wirtschaftlichkeit im Sinne von § 12 Abs. 3 Satz 1 Nr. 6 SGB II liege (vgl. BSG , Urteil vom 15. April 2008, a. a. O., Rdnr. 36).
Dass er bei einer Auflösung der Lebensversicherung nur die Rückerstattung seiner Beiträge - zuzüglich eines kleinen Gewinns - und nicht den wegen der Zuschüsse des A... erhöhten Rückkaufswert hätte realisieren können, ist die Folge daraus, dass der Kläger nur eine Chance auf eine höhere Gesamtsumme im Fall der Auszahlung oder der Rentenzahlung hatte (vgl. BSG , Urteil vom 15. April 2008, a. a. O.).
Das Risiko der gesundheitsbedingten Erwerbsminderung wird grundsätzlich durch die gesetzliche Rentenversicherung abgedeckt (vgl. BSG , Urteil vom 15. April 2008 - B 14/7b AS 52/06 R - FEVS 60, 297 ff. = juris Rdnr. 34).
Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (vgl. BSG , Urteil vom 15. April 2008, a. a. O., Rdnr. 33) können außergewöhnlichen Umstände vorliegen, wenn ein erwerbsfähiger Hilfebedürftiger kurz vor dem Rentenalter seine Ersparnisse für die Altersvorsorge einsetzen muss, obwohl seine Rentenversicherung Lücken wegen selbständiger Tätigkeit aufweist.
Er kann jedenfalls nicht verlangen, dass das von ihm ab 1999 angesparte Vermögen aus der Lebensversicherung unter Gleichbehandlungsgesichtspunkten mit den Sicherungsformen des § 12 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 SGB II gleichgesetzt werde (…vgl. BSGE 100, 196 = SozR 4-4200 § 12 Nr. 8 ; BSG, Urteil vom 15. April 2008 a.a.O. ).
Die Befreiung von der Versicherungspflicht nach den genannten Bestimmungen ist jedoch Voraussetzung für den Privilegierungstatbestand des § 12 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 SGB II (…vgl. BSGE 100, 196 = SozR 4-4200 § 12 Nr. 8 ; BSG, Urteil vom 15. April 2008 a.a.O. ; BSG…, Urteil vom 11. Dezember 2012 a.a.O. ).
Dessen ungeachtet steht der Anwendbarkeit der Härteregelung des § 12 Abs. 3 Satz 1 Nr. 6 Alt. 2 SGB II auch entgegen, dass der Kläger in der streitbefangenen Zeit erst 29 bzw. 30 Jahre alt war und damit noch nicht kurz vor dem Rentenalter und nicht kurz vor dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben gestanden hat (vgl. hierzu etwa BSG, Urteil vom 15. April 2008 - B 14/7b AS 52/06 R - ; BSG…, Urteil vom 11. Dezember 2012 a.a.O. ;… ferner Mecke, a.a.O., Rdnr. 124).
Längere Zeiten der Arbeitslosigkeit stellen im Übrigen keine atypische Erwerbsbiographie dar; denn damit wird ein Risiko verwirklicht, das grundsätzlich im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung durch Berücksichtigung rentenrechtlich relevanter Zeiten abgedeckt wird (vgl. BSG, Urteil vom 15. April 2008 - B 14 AS 27/07 R - ; BSG, Urteil vom 15. April 2008 - B 14/7b AS 52/06 R - ; BSG…, Urteil vom 11. Dezember 2012 a.a.O. ).
Ferner stellt auch der Verlust des Berufsunfähigkeitsschutzes bei Verwertung einen Lebensversicherung keinen eine besondere Härte begründenden Umstand dar (BSG, Urteil vom 15. April 2008 - B 14/7b AS 52/06 R - ; ferner Senatsurteil vom 12. November 2015 - L 7 AS 228/12 - ).
Er kann jedenfalls nicht verlangen, dass das von ihm ab 1985 angesparte Vermögen aus der Lebensversicherung unter Gleichbehandlungsgesichtspunkten mit den Sicherungsformen des § 12 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 SGB II gleichgesetzt werde (…vgl. BSGE 100, 196 = SozR 4-4200 § 12 Nr. 8 ; BSG, Urteil vom 15. April 2008 a.a.O. ).
Der in der streitbefangenen Zeit 46 Jahre alte Kläger stand noch nicht kurz vor dem Rentenalter und damit nicht kurz vor dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben (vgl. hierzu etwa BSG, Urteil vom 15. April 2008 - B 14/7b AS 52/06 R - ; BSG…, Urteil vom 11. Dezember 2012 a.a.O. ;… ferner Mecke, a.a.O., Rdnr. 124); er war sonach noch in der Lage, durch Erwerbstätigkeit das bisher erreichte Altersvorsorgeniveau zu verbessern und weiter auszubauen.
Auch die wiederholten Zeiten der Arbeitslosigkeit stellen keine atypische Erwerbsbiographie dar; denn damit wird ein Risiko verwirklicht, das grundsätzlich im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung durch Berücksichtigung rentenrechtlich relevanter Zeiten - wie hier ausweislich des Versicherungsverlaufs vom 7. Mai 2012 auch geschehen - abgedeckt wird (BSG, Urteil vom 15. April 2008 - B 14 AS 27/07 R - ; BSG, Urteil vom 15. April 2008 - B 14/7b AS 52/06 R - ; BSG…, Urteil vom 11. Dezember 2012 a.a.O. ); ein Mindestschutz ist ferner durch die gesetzlich vorgesehenen Freibeträge (§ 12 Abs. 2 Satz 1 Nrn. 1 und 4 SGB II) hergestellt.
Auch der (teilweise) Verlust des Berufsunfähigkeitsschutzes stellt beim Kläger kein eine besondere Härte begründenden Umstand dar; denn das Risiko der gesundheitsbedingten Erwerbsminderung wird ebenfalls grundsätzlich durch die gesetzliche Rentenversicherung abgedeckt (BSG, Urteil vom 15. April 2008 - B 14/7b AS 52/06 R - ).
Der streitige Zeitraum erstreckt sich in Fällen ablehnender Verwaltungsentscheidungen bis zur letzten mündlichen Verhandlung vor dem Tatsachengericht - hier dem SG (…vgl BSGE 97, 265 = SozR 4-4200 § 20 Nr. 3, jeweils RdNr 19;… BSGE 98, 243 = SozR 4-4200 § 12 Nr. 4, jeweils RdNr 14; Bundessozialgericht [BSG], Urteile vom 31. Oktober 2007 - B 14/11b AS 59/06 R - NJW 2008, 2458, und 15. April 2008 - B 14/7b AS 52/06 R).
LSG Nordrhein-Westfalen, 19.01.2012 - L 6 AS 299/11
LSG Bayern, 10.12.2008 - L 10 AL 186/07
LSG Bayern, 10.12.2008 - L 10 AL 185/07
LSG Nordrhein-Westfalen, 21.01.2008 - L 20 SO 91/06
BSG, 29.08.2012 - B 4 AS 39/12 B
BSG, 21.05.2013 - B 14 AS 338/12 B
SG Düsseldorf, 09.01.2009 - S 7 (44) AS 195/06