Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201994,%201056
Timestamp: 2019-10-15 12:52:53
Document Index: 238465397

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138', '§ 607', '§ 138', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138', 'BGH', 'BGH', '§ 488', 'BGH', '§ 138', 'BGH', '§ 138', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 1994, 1056 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 13.07.1993
https://dejure.org/1994,1295
BGH, 01.02.1994 - XI ZR 105/93 (https://dejure.org/1994,1295)
BGH, Entscheidung vom 01.02.1994 - XI ZR 105/93 (https://dejure.org/1994,1295)
BGH, Entscheidung vom 01. Februar 1994 - XI ZR 105/93 (https://dejure.org/1994,1295)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1994,1295) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Sittenwidrigkeit bei Gelegenheitsdarlehn - Sittenwidriger Vertrag - Rechtsmittelvereinbarung
Keine Unwirksamkeit einer Vereinbarung über Rücknahme eines Rechtsmittels gegen Verurteilung zur Rückzahlung eines Gelegenheitsdarlehens allein wegen dessen Sittenwidrigkeit
BGB § 138 Abs. 1, §§ 607, 826
NJW 1994, 1056
ZIP 1994, 450
MDR 1994, 552
VersR 1994, 563
WM 1994, 455
BB 1994, 596
Daran hat der Bundesgerichtshof entgegen kritischen Stimmen im Schrifttum (…vgl. MünchKomm-Mayer-Maly, 3. Aufl. § 138 Rdn. 111 ff. m.w.Nachw.) jedenfalls in Fällen, in denen nicht bereits der objektive Tatbestand des Rechtsgeschäfts einen krassen Verstoß gegen grundlegende Wertungen der Rechts- oder Sittenordnung enthielt, immer festgehalten (vgl. aus jüngerer Zeit z.B. BGHZ 106, 269, 272; 107, 92, 97; 120, 272, 276; 125, 218, 227, 228; Senatsurteil vom 1. Februar 1994 - XI ZR 105/93 = WM 1994, 455, 457; BGH, Urteil vom 29. März 1995 - IV ZR 207/94 = NJW 1995, 2284 ; jeweils m.w.Nachw.).
cc) Rechtsfehlerhaft ist weiter die Ansicht des Berufungsgerichts, für die Beurteilung der Sachdienlichkeit der Abstandnahme vom Urkundenprozeß in der Berufungsinstanz, die unter den gleichen Voraussetzungen wie eine Klageänderung zuzulassen ist (BGHZ 29, 337, 339; 69, 66, 69; Senatsurteil vom 1. Februar 1994 - XI ZR 105/93, WM 1994, 455, 456), sei auf einen anderen Zeitpunkt abzustellen als für die Beurteilung der Sachdienlichkeit der von der Beklagten erklärten Aufrechnung.
Auch Gelegenheitsdarlehen privater Kreditgeber können sittenwidrig sein, mag auch die Feststellung eines auffälligen Missverhältnisses zwischen Leistung und Gegenleistung beim Gelegenheitsdarlehen eines nicht gewerbsmäßig handelnden Darlehensgebers größere Schwierigkeiten bereiten (…vgl. dazu etwa BGH, Urt. v. 19.06.1990 - XI ZR 280/89 = NJW-RR 1990, 1199; BGH, Urt. v. 01.02.1994 - XI ZR 105/93 = NJW 1994, 1056).
OLG Oldenburg, 23.12.2002 - 15 U 72/02
Darlehensrückzahlungsklage: Darlegungslast bei Verbriefung des Darlehensanspruchs …
Selbst wenn der Beklagte spätestens am 18. September 1996 die 45.000 DM sowie 1.500 DM Zinsen hätte zurückzahlen sollen, kann diese Regelung mit Rücksicht darauf, dass hier kurzfristig ein ungesichertes Darlehen gewährt worden ist, nicht schon als sittenwidrig angesehen werden (vgl. Palandt/Heinrichs, BGB, § 138 Rdn. 32 mit Hinweis auf BGH NJW 1994, 1056).
Hierauf finden die Grundsätze, die in der Rechtsprechung zur Feststellung der Sittenwidrigkeit von gewerbsmäßig ausgereichten Verbraucherdarlehen und ähnlichen Finanzierungshilfen entwickelt worden sind, keine Anwendung (…vgl. dazu BGH, Urt. v. 19.06.1990 - XI ZR 280/89, WM 1990, 1322 = NJW-RR 1990, 1199; Urt. v. 01.02.1994 - XI ZR 105/93, WM 1994, 455 = NJW 1994, 1056;… ferner Jauernig/Mansel, BGB, 13. Aufl., § 488 Rdn. 11).
Es ist vielmehr sowohl in objektiver als auch in subjektiver Hinsicht im Einzelfall zu prüfen, ob ein krasses Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung besteht, das als verwerflich anzusehen ist (BGH NJW 1994, 1056, 1057).
OLG Köln, 07.11.1997 - 19 U 80/97
Rückforderung sittenwidriger Vereinbarung
Bei einem risikoreichen, weil ohne Sicherheiten begebenen Gelegenheitsdarlehen, welches von einem nicht gewerbsmäßigen Kreditgeber gewährt wird, liegt nämlich ein Verstoß gegen § 138 BGB nicht schon deshalb vor, weil er sich für die nur kurzzeitige Zurverfügungstellung die Rückzahlung eines deutlich höheren Betrages versprechen läßt (vgl. hierzu BGH NJW 1994, 1056, 1057 für den Fall der Gewährung eines Darlehens von 72.000,00 DM und der Vereinbarung einer Rückzahlung von 90.000,00 DM nach 6 Wochen;… vgl. auch Palandt/Heinrichs, a.a.O., § 138 Rdnr. 32).
Hingegen ist Sachdienlichkeit im allgemeinen zu verneinen, wenn die ursprüngliche Klage entscheidungsreif ist und mit dem neuen Antrag ein völlig neuer Streitstoff in den Rechtsstreit eingeführt wird, so daß das Ergebnis der bisherigen Prozeßführung nicht verwertet werden kann (…BGH, Urt. v. 14. März 1983 - II ZR 102/82, a.a.O.; v. 1. Februar 1994 - XI ZR 105/93, NJW 1994, 1056; v. 13. April 1994 - XII ZR 168/92, NJW-RR 1994, 1143).
BGH, 13.07.1993 - III ZR 86/92
https://dejure.org/1993,3925
BGH, 13.07.1993 - III ZR 86/92 (https://dejure.org/1993,3925)
BGH, Entscheidung vom 13.07.1993 - III ZR 86/92 (https://dejure.org/1993,3925)
BGH, Entscheidung vom 13. Juli 1993 - III ZR 86/92 (https://dejure.org/1993,3925)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1993,3925) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Unwirksamkeit einer erteilten Zusage - Notwendigkeit der Berücksichtigung eines zu erwartenden Sanierungsvorteils - Anspruch auf Ersatz des Erfüllungsschadens
NJW 1994, 1056 (Ls.)
NVwZ 1994, 91