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Timestamp: 2019-02-17 00:15:30
Document Index: 21516985

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 49', '§ 29', '§ 2', '§ 10', '§ 2']

Kiesabbaustätte „Kiesgrube 72505 Krauchenwies-Göggingen“ der Firma Baresel GmbH & Co. KG, Kies- und Steinwerke; Abbauerweiterung um ca. 14,9 ha auf Teilen der Flurstücke 1988/1 und 1988 auf Gemarkung Göggingen der Gemeinde Krauchenwies - UVP
Kiesabbaustätte „Kiesgrube 72505 Krauchenwies-Göggingen“ der Firma Baresel GmbH & Co. KG, Kies- und Steinwerke; Abbauerweiterung um ca. 14,9 ha auf Teilen der Flurstücke 1988/1 und 1988 auf Gemarkung Göggingen der Gemeinde Krauchenwies
Die Firma Baresel GmbH & Co. KG, Steinwerkstraße 7, 71139 Ehingen, plant eine Erweiterung ihres am Standort Wald-Glashütte bestehenden Kiesabbaus um ca. 14,9 ha in nördlicher und westlicher Richtung. Die Vorhabensfläche erstreckt sich direkt angrenzend an die bestehende Grube auf Teile der Flurstücke 1988/1 und 1988 auf Gemarkung Göggingen der Gemeinde Krauchenwies. Die Erweiterungsfläche befindet sich vollständig im Wald und wird ausschließlich forstwirtschaftlich genutzt. Die Firma Baresel GmbH & Co. KG plant das Kiesvorkommen sowohl im Trocken- als auch im temporären Nassabbauverfahren zu gewinnen. Erwartet wird ein Gesamtabbauvolumen von ca. 2,4 Mio m³. Der Abbauzeitraum ist auf ca. 28 Jahre ausgelegt. Abhängig von den verfügbaren Verfüllmassen soll die Gesamtrekultivierung 17 Jahre nach Abschluss der Abbauarbeiten Ende des Jahres 2062 abgeschlossen sein. Die Aufbereitung des Rohkiesmaterials erfolgt nicht in der Kiesabbaustätte selbst, sondern wie bisher in der Kiesaufbereitungsanlage der Firma Baresel GmbH & Co. KG in Inzigkofen.
Mit Raumordnungsbeschluss des Regierungspräsidiums Tübingen vom 21.01.2016 (Az.: 21-11/2437.3/Kiesabbau Krauchenwies) wurde die Übereinstimmung des Erweiterungsvorhabens mit den Erfordernissen der Raumordnung festgestellt und die beantragte Abweichung von dem raumordnerischen Ziel „Bereich zur Sicherung von Rohstoffvorkommen Nr. 437-112 Glashütter Wald“ auf einer Fläche von ca. 13, 3 ha positiv beschieden. Die darüber hinaus gehende Fläche im Umfang von 1,6 ha ist im Teilregionalplan „Oberflächennahe Rohstoffe 2003“ des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben als „Schutzbedürftiger Bereich zum Abbau oberflächennaher Rohstoffe“ ausgewiesen.
Für das Vorhaben der Firma Baresel GmbH & Co. KG wurde eine naturschutz- und baurechtliche Genehmigung i.S.d. § 19 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 3 Naturschutzgesetz (NatSchG) i.V.m. §§ 49 Abs. 1, 2 Abs. 1 Nr. 1 Landesbauordnung (LBO) und §§ 29 ff Baugesetzbuch (BauGB) beantragt. Für den temporären Nassabbau mit anschließender Wiederverfüllung wurde zusätzlich einer wasserrechtlichen Erlaubnis nach §§ 2, 8 und 9 WHG beantragt. Aufgrund der Vorhabensgröße (über 25 ha mit bestehenden Betriebsflächen) besteht die Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung im Sinne des § 10 Umweltverwaltungsgesetzes (UVwG) in Verbindung mit Ziffer 4.2.1 der Anlage 1. Beim Scoping-Termin am 04.10.2017 im Landratsamt Sigmaringen wurde mit den Trägern öffentlicher Belange, der Gemeinde Krauchenwies sowie der betroffenen Öffentlichkeit der Untersuchungsrahmen festgelegt und besprochen, welche Unterlagen zur Antragstellung benötigt werden. Die nach § 2 UVwG erforderliche frühe Öffentlichkeitsbeteiligung fand am 21.06.2018 in der Landgaststätte „Linde“ in Krauchenwies-Göggingen statt.
Zuständige Genehmigungsbehörde für das Vorhaben auf Gemarkung Göggingen der Gemeinde Krauchenwies ist das Landratsamt Sigmaringen.
07571 102-0
07571 102-1234
Öffentliche Bekanntmachung (Text) ( Öffentliche Bekanntmachung (Text).pdf )