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Timestamp: 2016-10-22 17:55:43
Document Index: 116181080

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 224/00 (25.10.2000)
Bundesrichter Borella, R�edi und nebenamtlicher Richter Maeschi; Gerichtsschreiberin Berger
A.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Rudolf Strehler, Dorfstrasse 21, Ettenhausen TG,
A.- Der 1950 geborene A.________ arbeitete seit M�rz 1983 als Hilfsmaler bei der Firma Z.________ AG und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Am 13. August 1994 wurde er bei der R�ckreise aus den Ferien auf dem Weg zum Flughafen Opfer eines Verkehrsunfalls, bei dem er sich eine mehrfache Fraktur am rechten Arm sowie eine Kopfverletzung zuzog. Nach einer Wundversorgung im Spital von P.________ und der gleichentags erfolgten R�ckreise in die Schweiz wurde im Kantonalen Spital X.________ eine drittgradig offene Ulna- und Olekranonfraktur festgestellt, welche mit Zuggurtung und Fixateur externe versorgt wurde. Am 19. August, 30. August und 14. September 1994 wurden Hauttransplantationen zur Behebung der Weichteildefekte durchgef�hrt. Wegen Radiusk�pfchenluxation wurde am 21. Oktober 1994 eine Ulna-Osteosynthese und Ellenbogen-Gelenksrevision vorgenommen. Am 11. Januar 1995 erfolgte die Metallentfernung am Olekranon nebst einer Narbenkorrektur und am 28. April 1995 die Metallentfernung an der Ulna sowie eine Gelenksrevision. A.________ klagte weiterhin �ber Schmerzen im Bereich des rechten Ellenbogens, welche mit ambulanter Physiotherapie und vom 26. Juni bis 14. Juli 1995 station�r in der Klinik Y.________ angegangen wurden. Im Austrittsbericht vom 14. Juli 1995 stellte die Klinik eine erhebliche Funktionseinschr�nkung im rechten Ellenbogengelenk fest und sch�tzte die Arbeitsf�higkeit auf 50 % unter Hinweis darauf, dass eine Fortsetzung der physiotherapeutischen Behandlung nicht als sinnvoll erscheine, weil der Versicherte eine Behandlung des Gelenkes nicht zulasse. Ein Arbeitsversuch wurde von A.________ am 10. August 1995 bereits nach zwei Stunden abgebrochen; am 26. September 1995 wurde ihm das Arbeitsverh�ltnis auf den 31. Oktober 1995 gek�ndigt. Die SUVA richtete weiterhin ein auf einer Arbeitsunf�higkeit von 50 % basierendes Taggeld aus und traf erg�nzende Abkl�rungen. Nachdem das Kantonsspital S.________ schon am 26. Januar und 9. Februar 1995 die geltend gemachten Beschwerden nicht hatte objektivieren k�nnen, ergaben auch neurologische Untersuchungen im November 1995 keine gravierenden Befunde. Die vom Versicherten neu geklagten Sehst�rungen liessen sich laut Bericht der Klinik f�r Augenkrankheiten des Kantonsspitals S.________ vom 24. November 1995 ebenfalls nicht objektivieren und nur im Rahmen einer psychogenen �berlagerung erkl�ren. Der Sozialpsychiatrische Dienst, wo der Versicherte am 13. und 16. November 1995 untersucht worden war, stellte eine posttraumatische Belastungsst�rung fest, welche psychotherapeutisch behandelt werden sollte. Der behandelnde Dr. med. T.________, Spezialarzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie, gelangte zur Diagnose einer dauernden Pers�nlichkeits�nderung als Folge einer posttraumatischen Belastungsst�rung und ordnete eine station�re Behandlung in der Kantonalen Psychiatrischen Klinik W.________ an, wo sich der Versicherte vom 11. September bis 7. November 1996 aufhielt. In ihrem Bericht vom 3. Dezember 1996 erhob die Klinik die Diagnose einer Anpassungsst�rung und anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung bei andauernder Pers�nlichkeits�nderung nach posttraumatischer Belastungsst�rung und stellte fest, zufolge fehlender Kooperation des Versicherten k�nne die bestehende Problematik weder psychiatrisch noch psychotherapeutisch angegangen werden; zudem habe A.________ zufolge gezielter, nicht krankheitsbedingter Aggressionen aus der Klinik gewiesen werden m�ssen.
Am 10. Juni 1997 erliess die SUVA eine Verf�gung, mit welcher sie die Unfallkausalit�t der psychischen St�rungen verneinte und f�r die organischen Unfallfolgen bis zur Pr�fung der Rentenfrage weiterhin ein Taggeld auf Grund einer 50 %igen Arbeitsunf�higkeit zusprach. Mit einer weiteren Verf�gung vom 22. August 1997 k�ndigte sie dem Versicherten die Verrechnung zu Unrecht und wegen �berentsch�digung zuviel ausgerichteter Taggelder im Gesamtbetrag von Fr. 51'842.80 an. Die gegen beide Verf�gungen erhobenen Einsprachen wies sie mit Einspracheentscheid vom 3. April 1998 ab. Mit einer weiteren Verf�gung vom 12. Mai 1998 sprach sie A.________ eine Invalidenrente auf Grund einer Erwerbsunf�higkeit von 25 % ab 1. September 1997 sowie eine Integrit�tsentsch�digung von Fr. 19'440.-, entsprechend einer Integrit�tseinbusse von 20 %, zu. Der Versicherte erhob auch gegen diese Verf�gung Einsprache mit den Begehren, es sei ihm eine Invalidenrente von 100 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung auf der Basis einer Integrit�tseinbusse von mindestens 50 % auszurichten. Auf Antrag des Einsprechers sistierte die SUVA das Verfahren bis zum Vorliegen eines rechtskr�ftigen Gerichtsurteils bez�glich des Einspracheentscheids vom 3. April 1998.
C.- A.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit den Rechtsbegehren, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei festzustellen, dass die bestehenden psychischen St�rungen in einem ad�quaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 13. August 1994 st�nden, und es seien ihm f�r s�mtliche Unfallfolgen (somatische und psychische Beschwerden) die gesetzlichen Leistungen (Taggeld bzw. Rente von 100 % sowie Integrit�tsentsch�digung) zuzusprechen.
1.- Anfechtungsgegenstand im vorliegenden Verfahren bildet der Einspracheentscheid vom 3. April 1998, mit welchem die SUVA die Unfallkausalit�t der psychischen St�rungen verneint und an der verf�gten Taggeldverrechnung festgehalten hat. Bez�glich des Taggeldes ist der Entscheid lediglich insofern angefochten, als auf Grund der geltend gemachten Unfallkausalit�t der psychischen St�rungen ein h�heres Taggeld beansprucht wird. Streitig und zu pr�fen ist somit einzig die Frage nach der Unfallkausalit�t der psychischen St�rungen. �ber die konkreten Leistungsanspr�che hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht auch im Falle einer Bejahung der Unfallkausalit�t nicht zu entscheiden, weil diesbez�glich separat verf�gt wurde und hier�ber im Rahmen des sistierten Einspracheverfahrens zun�chst die SUVA zu befinden haben wird.
2.- a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gem�ss UVG setzt zun�chst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des nat�rlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umst�nde, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher St�rungen ist; es gen�gt, dass das sch�digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die k�rperliche oder geistige Integrit�t der versicherten Person beeintr�chtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche St�rung entfiele (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen).
b) Die in den Akten enthaltenen psychiatrischen Berichte stimmen darin �berein, dass der Beschwerdef�hrer an einer andauernden Pers�nlichkeits�nderung (ICD-10 F62.0) nach posttraumatischer Belastungsst�rung (ICD-10 F43.1) leidet. Die Psychiatrische Klinik W.________ diagnostiziert des Weiteren eine Anpassungsst�rung mit gemischter St�rung von Gef�hlen und Sozialverhalten (ICD-10 F43.25) sowie eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung (ICD-10 F45.4). Die Diagnose einer andauernden Pers�nlichkeits�nderung nach posttraumatischer Belastungsst�rung erweckt zwar insofern Zweifel, als nach den diagnostischen Leitlinien der ICD-10 eine posttraumatische Belastungsst�rung nur nach traumatisierenden Ereignissen von aussergew�hnlicher Schwere anzunehmen ist und nur bei extremer Belastung zu einer andauernden Pers�nlichkeits�nderung f�hrt; langandauernde �nderungen der Pers�nlichkeit nach einer kurzzeitigen Lebensbedrohung, wie bei einem Autounfall, sind nicht unter ICD-10 F62.0 einzuordnen (Dilling/Mombour/Schmidt, Internationale Klassifikation psychischer St�rungen: ICD-10 Kapitel V [F], 2. Aufl., Bern 1993, S. 169 f. und 234 f.). Auf Grund der �rztlichen Angaben rechtfertigt sich jedoch die Annahme, dass die bestehende psychische St�rung zumindest im Sinne einer Teilursache auf das Unfallereignis vom 13. August 1994 zur�ckzuf�hren ist, was f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs praxisgem�ss gen�gt (BGE 119 V 338 Erw. 1 in fine). Das Vorliegen eines nat�rlichen Kausalzusammenhangs ist denn auch unbestritten.
3.- a) Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als ad�quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuf�hren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als beg�nstigt erscheint (BGE 123 III 112 Erw. 3a, 123 V 103 Erw. 3d, 139 Erw. 3c, 122 V 416 Erw. 2a, 121 V 49 Erw. 3a mit Hinweisen).
F�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschr�nkung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 138 ff. Erw. 6, best�tigt u.a. in SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31) an das Unfallereignis anzukn�pfen. Bei leichten Unf�llen kann der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und nachfolgenden Gesundheitsst�rungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei schweren Unf�llen dagegen ist der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Folgen in der Regel zu bejahen. Denn nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unf�lle geeignet, entsprechende Gesundheitssch�den zu bewirken. Bei Unf�llen aus dem mittleren Bereich l�sst sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalls allein schl�ssig beantworten. Weitere, objektiv erfassbare Umst�nde, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folgen davon erscheinen, sind in eine Gesamtw�rdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
- besonders dramatische Begleitumst�nde oder besondere
Eindr�cklichkeit des Unfalls;
letzungen, insbesondere ihre erfahrungsgem�sse Eig-
nung, psychische Fehlentwicklungen auszul�sen;
- k�rperliche Dauerbeschwerden;
- �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�-
Der Einbezug s�mtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtw�rdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umst�nden kann f�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium gen�gen. Dies trifft einerseits zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren F�llen im mittleren Bereich zu z�hlen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium gen�gen, wenn es in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so m�ssen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unf�llen zuzuordnen ist, m�ssen die weiteren zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sein, damit die Ad�quanz bejaht wird (BGE 115 V 139 Erw. 6a bis c).
b) In RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122 ff. hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht eine �bersicht �ber die seit BGE 115 V 135 als schwerere F�lle im mittleren Bereich qualifizierten Unfallereignisse gegeben. Hiezu geh�ren etwa folgende Verkehrsunf�lle: Eine Radfahrerin wurde von einem nicht vortrittsberechtigten Lastwagen angefahren; diagnostiziert wurde eine obere und untere Schambeinastfraktur links sowie eine Oberschenkelkontusion rechts (RKUV 1995 Nr. U 215 S. 90). Ein Zweiradfahrer wurde von einem Personenwagen frontal erfasst, auf die Motorhaube gehoben und rund 22 m von der Kollisionsstelle weg auf das Trottoir geschleudert; er zog sich dabei eine Commotio cerebri, eine Humerus-Querfraktur rechts, eine proximale Ulnaschaft-Fraktur links, eine proximale Radiushals-Fraktur links sowie eine laterale Tibiakopf-Impressionsfraktur links zu (nicht ver�ffentlichtes Urteil C. vom 23. Dezember 1991, U 90/90). Ein Insasse wurde bei einer Kollision mit einem andern Personenwagen aus dem Fahrzeug geschleudert, wobei das rechte Bein im umgest�rzten Auto eingeklemmt blieb; es wurden eine Commotio cerebri, eine offene Quetschwunde am Hinterkopf, ein Mittelhandbruch rechts sowie eine Kontusion und ein H�matom an der linken Leiste diagnostiziert (nicht ver�ffentlichtes Urteil A. vom 29. Oktober 1991, U 62/90). Eine Mofa-Fahrerin zog sich bei einem Zusammenstoss mit einem Personenwagen eine Tibiakopf-Fraktur zu (nicht ver�ffentlichtes Urteil P. vom 14. Dezember 1989, U 91/87).
Nach der in RKUV 1995 Nr. U 215 S. 90 ff. enthaltenen �bersicht wurden als schwere Unf�lle etwa qualifiziert: Eine Frontalkollision, bei welcher der Versicherte schwere Verletzungen erlitt und ein anderer Fahrzeuginsasse starb (nicht ver�ffentlichtes Urteil I. vom 15. Dezember 1994, U 145/94), der Zusammenstoss einer Autofahrerin mit einem Zug mit Verlust des Unterschenkels (nicht ver�ffentlichtes Urteil T. vom 13. Dezember 1994, U 141/94), ein Unfall auf der Autobahn mit schweren Verletzungen (nicht ver�ffentlichtes Urteil A. vom 11. Januar 1990, U 77/89) sowie der Fall eines Arbeiters, der von einem mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h vorbeifahrenden Lastwagen am Kopf getroffen und weggeschleudert wurde und dabei eine schwere Commotio cerebri erlitt (nicht ver�ffentlichtes Urteil F. vom 17. Oktober 1989, U 53/86).
c) Im Lichte dieser Rechtsprechung kann der hier zur Diskussion stehende Unfall auf Grund des Hergangs (seitlich-frontale Kollision eines Personenwagens mit einem vorschriftswidrig einbiegenden Kleinlastwagen) und der erlittenen Verletzungen (Mehrfachfraktur am rechten Arm und leichte Kopfverletzung) nicht als schwer qualifiziert werden, auch wenn das Unfallfahrzeug beim Zusammenstoss stark besch�digt worden ist. Der Unfall ist mit der Vorinstanz als mittelschwer zu qualifizieren und im Grenzbereich zu den schweren Unf�llen einzuordnen. F�r die Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhangs gen�gt es daher, wenn ein einziges der unfallbezogenen Beurteilungskriterien erf�llt ist (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb).
Dem Unfallereignis vom 13. August 1994 kann eine gewisse Eindr�cklichkeit nicht abgesprochen werden; von einer besondern Eindr�cklichkeit oder besonders dramatischen Begleitumst�nden kann indessen nicht die Rede sein. Auch hat der Versicherte beim Unfall wohl erhebliche, nicht aber ausgesprochen schwere und insbesondere nicht solche Verletzungen erlitten, welche erfahrungsgem�ss zu psychischen Fehlentwicklungen Anlass geben. Im Anschluss an die Frakturbehandlung vom 13. August 1994 musste er sich am 19. August, 30. August und 14. September 1994 kleineren Eingriffen in Form von Hauttransplantationen und am 21. Oktober 1994 einer Reoperation wegen Radiusk�pfchenluxation unterziehen. Bereits am 11. Januar 1995 erfolgte eine erste Metallentfernung mit Narbenkorrektur und am 28. April 1995 die zweite Metallentfernung mit gleichzeitiger Gelenksrevision. In der Folge ben�tigte der Beschwerdef�hrer lediglich noch eine physiotherapeutische Behandlung. Nachdem das Kantonsspital S.________ bereits am 9. Februar 1995 eine psychische �berlagerung der weiterhin geltend gemachten Beschwerden in Betracht gezogen hatte, stellte SUVA-Kreisarzt Dr. med. C.________ am 12. Juni 1995 eine erhebliche Diskrepanz zwischen Befund und Schmerzangaben fest und wies auf die Gefahr einer zunehmenden Fehlverarbeitung des Unfalls hin. Anl�sslich des Aufenthaltes in der Klinik Y.________ vom 26. Juni bis 14. Juli 1995 liessen sich ausser einer Bewegungseinschr�nkung am rechten Ellenbogen keine pathologischen Befunde erheben. Der Versuch einer Mobilisation des Ellenbogengelenkes musste bereits nach kurzer Zeit eingestellt werden, weil der Versicherte durch aktive Muskelverspannungen selbst schonendste Massnahmen verweigerte. Wiederholte neurologische Untersuchungen im Kantonsspital S.________ zeigten normale Befunde. Bereits Ende 1995 stand das psychische Beschwerdebild eindeutig im Vordergrund, wie die psychiatrischen Abkl�rungen best�tigt haben. Damit kann das f�r die Ad�quanzbeurteilung massgebende Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung ebenso wenig als erf�llt gelten wie dasjenige k�rperlicher Dauerschmerzen, zumal sich der Beschwerdef�hrer einer Behandlung allenfalls noch bestehender k�rperlicher Beschwerden entzogen hat. Von einer �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, oder einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen kann ebenfalls nicht gesprochen werden. Was schliesslich das Kriterium von Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit betrifft, ist davon auszugehen, dass der Versicherte aus organischer Sicht sp�testens ab Juli 1995 wieder zu 50 % arbeitsf�hig war und eine weitere Steigerung der Arbeitsf�higkeit m�glich gewesen w�re, wenn er sich bei der Rehabilitationsbehandlung kooperativ gezeigt h�tte. Soweit weiterhin eine volle Arbeitsunf�higkeit bestand, ist sie auf die psychischen St�rungen zur�ckzuf�hren, was im Rahmen der Ad�quanzbeurteilung unber�cksichtigt zu bleiben hat. Da somit keines der von der Rechtsprechung als massgebend bezeichneten Kriterien als erf�llt gelten kann, ist die Ad�quanz zwischen dem psychischen Leiden und dem Unfall vom 13. August 1994 zu verneinen, was zur Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hrt.
richt des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt f�r