Source: https://findok.bmf.gv.at/findok?segmentId=5ce47c46-448a-4a29-b06f-481797669bde
Timestamp: 2020-08-06 01:56:41
Document Index: 123086541

Matched Legal Cases: ['§ 102', '§ 41', '§ 41', '§ 98', '§ 102', '§ 41', '§ 41', '§ 102']

Da auf Grund des § 102 Abs. 2 Z 3 EStG 1988 bei der Veranlagung beschränkt Steuerpflichtiger der § 41 EStG 1988 nicht anwendbar ist, kommt es bei Vorliegen von ausschließlich lohnsteuerpflichtigen Einkünften von einem Arbeitgeber nicht zu einer Pflichtveranlagung. Bezieht ein beschränkt steuerpflichtiger Arbeitnehmer zumindest zeitweise gleichzeitig von mehreren Arbeitgebern lohnsteuerpflichtige Einkünfte, erfolgt kommt es ab der Veranlagung für das Jahr 2020 zu einer Pflichtveranlagung. Dies gilt auch für jene Fälle, in denen neben lohnsteuerpflichtigen Einkünften noch andere veranlagungspflichtige Einkünfte bezogen wurden, deren Gesamtbetrag 730 Euro übersteigt. Die Einschleifregelung des Veranlagungsfreibetrages (§ 41 Abs. 3 letzter Satz EStG 1988) ist dabei anzuwenden. Werden neben den lohnsteuerpflichtigen Einkünften andere Einkünfte im Sinne des § 98 EStG 1988 erzielt, hat eine (Pflicht-)Veranlagung daher nurgemäß § 102 Abs. 1 Z 1 und 2 EStG 1988 auf Antragzu erfolgen. Dieser§ 41 Abs. 3 EStG 1988 Antrag kann im Rechtsmittelverfahren zurückgezogen werdenist dabei sinngemäß anzuwenden.
§ 41 Abs. 3 letzter Satz EStG 1988, Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988
§ 102 Abs. 1 Z 1 und 2 EStG 1988, Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988
Findok-Nr: 19974.19, aufgenommen am: 03.01.2020 08:08:16, Dokument-ID: b509bed1-cf0e-4276-85a6-93fc619ef759, Segment-ID: 5ce47c46-448a-4a29-b06f-481797669bde