Source: https://www.anwalt-suchservice.de/rechtstipps/olg_muenchen_werbeblocker_verstossen_nicht_gegen_kartellrecht_oder_wettbewerbsrecht_23939.html
Timestamp: 2020-02-19 19:33:16
Document Index: 303066793

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'BGH']

22.08.2017, Autor: Herr Bernd Fleischer / Lesedauer ca. 2 Min. (98 mal gelesen)
Hinter den Kulissen geht es jedoch um mehr als um störende Werbung im Internet und deren Blockierung. Es geht um die rechtliche Zulässigkeit solcher Adblocker um Fragen des Wettbewerbsrechts und des Kartellrechts – und diese Fragen beschäftigen die Gerichte. Am Ende wird wohl vom BGH entschieden werden müssen, ob die Anbieter von Werbeblockern gegen das Wettbewerbsrecht, Kartellrecht oder Urheberrecht verstoßen.
Das Oberlandesgericht München hat aktuell zwar entschieden, dass die Werbeblocker zulässig sind, die Revision zum Bundesgerichtshof aber zugelassen. Vor dem OLG München ging es um die Klage mehrerer Medienunternehmen, die den Inhalt ihrer Internetauftritte den Nutzern kostenlos zur Verfügung stellen. Finanziert wird dieses Angebot durch Werbung auf den Webseiten. Mit der unentgeltliche Open Source-Software können diese Werbeeinblendungen unterdrückt werden. Die Software besitzt keine eigene Filter-Funktionalität, sondern muss durch Vorgaben ergänzt werden, welche Inhalte blockiert werden sollen. Dafür werden sog. „Blacklists“ dem User vorgeschlagen. Auf der anderen Seite gibt es auch eine „Whitelist“ mit als nicht störend eingestufter Werbung. Der Trick dabei: Die Webseiten-Betreiber könne an diesem „Whitelisting“ teilnehmen und ihre Seiten freischalten lassen. Betreiber größerer Webseiten müssen dafür aber eine Lizenz entrichten.
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Autor: RA, FA IT-Recht Dr. Aegidius Vogt, RAYERMANN DITTMEIER, München – www.rayermann.de
Unzulässigkeit eines Werbeblockers
Das Anbieten und Vertreiben von Werbeblockern zur Verhinderung von Onlinewerbung ist im Grundsatz nicht wettbewerbswidrig. Unzulässig ist es dagegen, wenn die Entscheidung über die Unterdrückung von Werbung von einer Vergütung abhängig gemacht wird....
04.02.2019, Autor Bernd Fleischer (43 mal gelesen)