Source: https://issuu.com/vlf-brandenburg/docs/aussteller
Timestamp: 2017-07-26 17:49:05
Document Index: 367392865

Matched Legal Cases: ['§ 56', '§ 86', '§ 18', '§ 26', '§ 87', '§ 41', '§ 41', '§ 56', '§ 41', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 40', '§ 41', '§ 1', '§ 56', '§ 41', '§ 1', '§ 56', '§ 41', '§ 56', '§ 1', '§ 41', '§ 32', '§ 56', '§ 86', '§ 41', '§ 86', '§ 41']

Aussteller vlf Brandenburg by VLF Brandenburg - issuu
Bodenordnung für die Zukunft
der Menschen im ländlichen Raum
Als ein Instrument der integrierten ländlichen Entwicklung leistetDie Ausstellung stellt beispielhaftedie Bodenordnung einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der
ländlichen Räume. Ziel ist es, Rahmenbedingungen für eine wett­
bewerbsfähige und leistungsstarke Landwirtschaft zu schaffen.Bodenordnungsverfahren im Land
Brandenburg vor und skizziertSo tragen eine umfassende Neuordnung des bislang zersplitterten
Grundbesitzes und die Beseitigung infrastruktureller Defizite zur
Verbesserung von Wirtschaft und Umwelt bei. Der Erhalt von Arbeits­
plätzen wirkt der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung auf dem
Lande nachhaltig entgegen.die Aufgaben der beteiligten
Institutionen und der
Teilnehmergemeinschaft.Diese Ausstellung wird mit Mitteln aus der Technischen Hilfe vom Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums kofinanziert.
Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, Verwaltungsbehörde ELER
Henning­von­Tresckow­Straße 2 – 8, 14467 Potsdam
www.eler.brandenburg.deEUROPÄISCHE UNION
ländlichen RaumsLELFLandesamt für ländliche Entwicklung,
Landwirtschaft und FlurneuordnungGeschichte der Flurbereinigung in BrandenburgPreußische Gründlichkeit und das
BOV Kloster Zinna
Pionierarbeit in der Flurneuordnung
Um 1764 entstand das Dorf Kloster Zinna, als Friedrich II. in der Nachbarschaft
bauen ließ, nachdem er dort die Ansiedlung von 80 Lausitzer Weberfamilien
befohlen hatte. Sie erhielten zahlreiche Privilegien, ein geräumiges Haus, Gartenland und kleine Äcker. Rechtwinklig und preußisch exakt wurde das neue
Gemeinwesen zu Fuße des ehemaligen Klosters angelegt und sogar mit Stadt-Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitzrecht versehen. Doch die preußische Gründlichkeit erfasste nicht nur die Ortslage. Auch die Feldmark wurde anhand von Karten detailliert beplant und neuVon der preußischen Separation
zur modernen Flurbereinigunggeordnet. So wusste jeder Weber genau wo sein Feld oder Grünlandstück
beginnt und endet. Diese Möglichkeit auf zugeordnetem Eigentum eine Eigenversorgung zu realisieren, war für die Weber ein wichtiger Siedlungsgrund und
sicherte die Existenz.
2007 wurde die Flurneuordnung erneut in Angriff genommen. Bedingt durch...
2010die historisch begründete extreme Kleinteiligkeit und in jüngerer Zeit entstan-Die Zukunftdene Erschließungsprobleme durch den Bau des „Fläming-Skates“ sowie den
Neubau der B 101 ergriffen Landwirte die Initiative zum Bodenordnungsverfah-Zunehmender Entzug von landwirtschaftlichen Nutzflächen, z.B. neben Nahrungsmittelerzeugung für Energieerzeugung,ren (BOV) Kloster Zinna. Auf einer Fläche von fast 3.000 ha wird das Boden-Infrastrukturmaßnahmen, Industrie sowie Bauen bedeuten:ordnungsverfahren, was auch Teile der Ortslage von Kloster Zinna einbezieht,■ Landnutzungskonfliktedurchgeführt. Prägend für die Struktur und weiterer Grund für die Verfahrens-■ Erhöhung der Nachfrage an Bodeneinleitung waren ebenfalls umfangreiche Meliorationsmaßnahmen sowie die■ die Nachfrage an Bodenordung wird steigenAnlage zahlreicher Wege und Gräben zu DDR-Zeiten ohne Beachtung der
Grundstücksgrenzen.2004Brandenburgisches Landentwicklungsgesetz (BbgLEG)
■ der Teilnehmergemeinschaft werden nun Aufgaben der unteren Flurbereinigungsverwaltung übertragenSchnelle Verfahrensschritte im 21. Jahrhundert
Ungeklärte Eigentumsverhältnisse an privaten und kommunalen Wegen sowie
die hohe Anzahl an Kleineigentümern erschwerten Investitionen, aber auch die2000Gründung des Verbandes für Landentwicklung und Flurneuordnung
■ durch den Zusammenschluss von 18 Teilnehmergemeinschaften mit Gründungsversammlung am 02.03.2000 und am 11.04.2000
mit öffentlicher BekanntmachungUmsetzung von Planungen und Verfügungen über die Grundstücke; teilweise
wurde die Bewirtschaftung von Grundstücken sogar ganz aufgegeben. Es gilt
die Rechtsverhältnisse an 4.300 Flurstücken mit etwa 900 Grundstückseigentümern und Erbbauberechtigten zu bereinigen. Die gesamte Feldflur wird neu
eingeteilt und vermessen. Damit wird die zukünftige Entwicklung der Region
auf eine zeitgemäße und geordnete Basis gestellt.1996Zusammenführung von Boden- und Gebäudeeigentum
■ als Hauptarbeitsgebiet der FlurbereinigungsverwaltungenNach nur zwei Jahren steht die Klärung der Eigentumsverhältnisse und die
Bewertung der Grundstücke kurz vor ihrem Abschluss. Die Grundsätze der
Neugestaltung des Verfahrensgebietes einschließlich des Wege- und Gewässer-1991Beauftragter für Flurbereinigung
■ das Landwirtschaftsministerium des Landes Brandenburg „Beauftragte für Flurbereinigung“planes sind erarbeitet und wurden zur Genehmigung eingereicht. Erste Baumaßnahmen werden noch in diesem Jahr durchgeführt. Diese wären ohne die
Potenziale zur Eigentumsregelung im Flurbereinigungsverfahren nicht möglich
gewesen.1990Landwirtschaftsanpassungsgesetz (LwAnpG)
■ Verabschiedung durch die Volkskammer der DDR mit dem Ziel die Landwirtschaft an die soziale Marktwirtschaft anzupassen
■ Bekanntmachung 1991 der Neufassung1989
ab1968Mauerfall
■ Vollzug der Deutschen Wiedervereinigung am 03.10.1990Mit den Instrumenten der Bodenordnung werden
■ zersplitterter Grundbesitz zur Schaffung arrondierter Bewirtschaftungseinheiten
zusammengelegtIndustrialisierung■ die Erschließung aller Grundstücke gesichert■ Ziel war eine endgültige Beseitigung der Rückständigkeit des Dorfes gegenüber der Stadt■ die Wettbewerbsfähigkeit des Landwirtschaftsbetriebes verbessert■ die LPG‘en spezialisierten sich entweder auf die Tierzucht oder auf die Pflanzenproduktion■ die Einheit von natürlichen und topographischen Grenzen mit den
Eigentumsgrenzen wiederhergestelltab1952Kollektivierung■ die Erschließungswege sowie weiterer gemeinschaftlicher und öffentlicher
Anlagen eigentumsrechtlich geregelt■ staatlich organisierter Zusammenschluss von privaten Betrieben zu so genannten landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG)■ die Landschaft mit typischer Vegetation komplettiert■ Zusammenschluss erfolgte teils freiwillig, teilweise jedoch mit ökonomischen und politischen Druck■ die Naherholung durch Schaffung der eigentumsrechtlichen Voraussetzungen gefördertab1945
1937Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone
■ Verteilung von Land der Großgrundbesitzer und Kriegsverbrecher an KleinbauernReichsumlegungsordnung
■ Zersplitterter ländlicher Grundbesitz kann umgelegt werdenKENNZAHLEN
Verfahrensartgemäß § 56 LwAnpG i.V.m. § 86 FlurbGVerfahrensgröße2.933 haAnzahl der Teilnehmerca. 870Anzahl der Flurstücke im Altbestand4.300■ Anordnung einer Umlegung durch die Obere Umlegungsbehörde
■ die Teilnehmergemeinschaft hat insbesondere die gemeinschaftlichen Anlagen herzustellen und zu finanzieren
ZEITLICHER ABLAUF1936Reichsumlegungsgesetz1934Bodenschätzungsgesetz■ Einheitliches Recht für Deutschland■ Klassifizierung des Bodens unabhängig von der Nutzung
■ Bodenunterteilung nach Beschaffenheit und Ertragsfähigkeit in Ackerland und Grünland1821Gemeinheitsteilung
■ eine Form der Bodenordnung nach Landesrecht
■ Gemeinschaftliche Grundstücke werden an Nutzungsberechtigte verteilt1811Regulierungsedikt
■ Abschaffung der Bauern – Frondienste
■ Grundbesitz wird den Bauern ermöglicht1807Oktoberedikt1746Beginn Separation■ jeder preußische Bürger erhält das Recht auf freien Eigentumserwerb■ Neuverteilung der Flächen
■ geometrische AckerformenAufklärung der Beteiligten17.07.2007Verfahrenseinleitung05.11.2007Vorstandswahl22.02.2008Das Ministerium für Infrastruktur
und Landwirtschaft und das LELFDie Abteilung Landentwicklung und Flurneuordnung des Landesamtes für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF, ehemals Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung) unterstützt in
enger Zusammenarbeit mit dem Fachreferat „Ländliche Entwicklung, Oberste
Flurbereinigungsbehörde“ des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft
Initiativen in den ländlichen Regionen zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Auf der Grundlage des Entwicklungsplans für den ländlichen Raum
Brandenburgs und Berlins 2007 – 2013 werden mit Mitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)
und anderen öffentlichen Mitteln (u.a. der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes GAK) Maßnahmen zur
Erhaltung des Dorfbildes, zur Entwicklung ländlicher Infrastrukturen und zur
Schaffung neuer Arbeitsplätze gefördert. Auch die Lösung von Landnutzungskonflikten durch Flurneuordnung sowie die Erhaltung der biologischen Vielfalt
und die Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts gehören zu den Aufgaben der vorgenannten Landesbehörden.
Ziel ist es, mit den vorhandenen Instrumenten die Attraktivität des ländlichen
Raums als Lebens- und Wirtschaftsraum mit eigenständiger Bedeutung sowie
als Natur-, Kultur- und Erholungsraum zu sichern.Landentwicklung
Die Aufgaben der Landentwicklung umfassen die Förderung von investiven und
nicht investiven Fördermaßnahmen für verschiedene Zuwendungsempfänger,
aber auch Aufgaben als Träger öffentlicher Belange der Agrarstruktur.
Förderung der integrierten ländlichen Entwicklung / Leader
Sicherung und Entwicklung des ländlichen Raums als Wirtschafts-, Natur- und
Sozialraum durch Entwicklung von regionalen Aktivitäten, von Infrastruktur und
Zuwendungen für die Landentwicklung und Flurneuordnung im Rahmen von
Flurbereinigungsverfahren, die Neuordnung der Eigentumsverhältnisse und
Zusammenführung von Grund- und Gebäudeeigentum nach dem Landwirtschaftsanpassungsgesetz und dem Flurbereinigungsgesetz sowie zur Umsetzung der sich daraus ergebenden Folgemaßnahmen zur Gestaltung des ländlichen Raums.
Förderung zur Verbesserung des Landschaftswasserhaushalts
und der Bewirtschaftung der Wasserressourcen
Zuwendungen zur Förderung der Verbesserung des Landschaftswasserhaushaltes, vor allem zur Sicherung der Ertragsfähigkeit der Böden für die
Land- und Forstwirtschaft sowie Verbesserung des ökologischen Zustandes
der Fließgewässer, überbetriebliche Anlagen zur Wasserspeicherung.Flurneuordnung
Ländliche Entwicklung durch
■ Feststellung und Neuordnung der Eigentumsverhältnisse
■ Arrondierung und Erschließung von Flurstücken
■ Zusammenführung von getrenntem Boden- und Gebäudeeigentum,
Ortslagenregulierung, Dorfentwicklung
■ Gestaltung der Landschaft aus ökologischen und kulturbautechnischen
■ Lösung von NutzungskonfliktenLELF Dienstsitz Prenzlau
Grabowstraße 33, 17291 Prenzlau
Telefon: (03984) 7187 - 0
Telefax: (03984) 7187 - 77LELF Dienstsitz Neuruppin
Fehrbelliner Straße 4e, 16816 Neuruppin
Telefon: (03391) 838 200
Telefax: (03391) 838 283 o. 838 284LELF Dienstsitz Brieselang
Thälmannstraße 11, 14656 Brieselang
zugleich Sitz der Abteilungsleitung
Telefon: (033232) 30 - 100
Telefax: (033232) 30 - 108LELF Dienstsitz Fürstenwalde
Rathausstraße 6, 15517 Fürstenwalde
Telefon: (03361) 554 300
Telefax: (03361) 554 444LELF Dienstsitz Luckau
Karl-Marx-Straße 21, 15926 Luckau
Telefon: (03544) 403 100
Telefax: (03544) 403 198 o. 403 199Ministerium für Infrastruktur
Henning-von-Tresckow-Str. 2 – 8, 14467 Potsdam
Telefon: (0331) 866 - 8891
Telefax: (0331) 27548 - 8891Die Teilnehmergemeinschaft und ihr VerbandAufgaben der Teilnehmergemeinschaft im FlurbereinigungsverfahrenDie TeilnehmergemeinschaftAufgabenübernahme durch den vlfDie Teilnehmergemeinschaft (TG) entsteht mit Einleitung des Verfahrens.
Sie ist Körperschaft des öffentlichen Rechtes.KassengeschäftDie TG ist vergleichbar mit einer Gemeinde und unterliegt der Selbstverwal-■ Haushaltsplantung. Sie wird gebildet aus den Teilnehmern, also den Grundstückseigentümern■ Verwaltung der Kassenmittel und Eigenanteile
■ Beitrags- und Vorschusshebung
■ Fördermittelmanagement inkl. Vorfinanzierung der Fördermittelund Inhabern grundstücksgleicher Rechte (Erbbauberechtigte, Gebäudeeigen-mit Mitgliedschaft
beim vlf auf Basis der
Beschlüsse der TGtümer etc.)
Die TG ist die Trägerin des Verfahrens. Sie nimmt gemäß § 18 FlurbG die
gemeinschaftlichen Angelegenheiten der Teilnehmer wahr. Die Organe der
Teilnehmergemeinschaft sind die Teilnehmerversammlung und der ehrenamt-Rechtsaufsicht: LELFeigener Wirkungskreis(nach dem Flurbereinigungsgesetz)■ Jahresabschluss
■ gerichtliche Vertretung
■ VertragsmanagementUmsetzung der gemeinschaftlichen
Anlagenliche Vorstand.Das Brandenburgische
Landentwicklungsgesetz
Mit Inkrafttreten des Brandenburgischen Landentwicklungsgesetzes am
5. Juli 2004 wurden die Aufgaben der Flurbereinigungsbehörde im Wesentlichen
auf die Teilnehmergemeinschaft übertragen.■ Ausführungsplanungmit Mitgliedschaft
Beschlüsse der TG■ Vergabe
■ Bauoberleitung / örtliche BauüberwachungDamit ist die TG Flurbereinigungsbehörde im Sinne des Flurbereinigungsgesetzes und zuständig für folgende Aufgaben im übertragenen Wirkungskreis:
■ Neugestaltung des Verfahrensgebietes■ Dokumentation■ Führung aller notwendigen Verhandlungen
■ Erstellung des Flurbereinigungsplanes■ Übergabe■ Ergreifung aller Maßnahmen, die zur AusführungPlanerische Umsetzung des VerfahrensDer Verband für Landentwicklung und
Flurneuordnung Brandenburg (vlf)■ LegitimationFür die jeweiligen – teils sehr komplexen – Aufgaben der TG steht der im JahrErmittlung der Beteiligten und ihrer Rechte an Grundstücken2000 gegründete Verband für Landentwicklung und Flurneuordnung Branden-■ Wertermittlungsverfahren
Durchführung des Wertermittlungsverfahrensnach Beauftragung
durch das Landesamt■ Neugestaltungsgrundsätze inkl. Wege- und Gewässerplan
mit landschaftspflegerischem Begleitplan
im Benehmen mit den Trägern öffentlicher BelangeFachaufsicht: LELFübertragener Wirkungskreis(nach Brandenburgischem Landentwicklungsgesetz)des Flurbereinigungsplanes notwendig sind.burg (vlf) als Dienstleister für die TG bereit.
Der vlf ist ebenso wie jede Teilnehmergemeinschaft eine Körperschaft des
öffentlichen Rechtes. Dem Verband steht fachkundiges Personal zur Verfügung,
das die Beschlüsse der TG vollzieht und einen großen Teil des Verwaltungsaufwandes effizient, schnell und kostengünstig übernimmt.■ Planwunschtermin
Befragung aller Teilnehmer bzgl. ihres Abfindungswunsches■ Erstellung Bodenordnungsplan
Zusammenfassung aller Ergebnisse im Verfahrenvlf IM EIGENEN WIRKUNGSKREIS DER TGvlf IM ÜBERTRAGENEN WIRKUNGSKREIS DER TGaktueller Mitgliederstandaktuelle Beauftragungen durch das LELF106 Mitglieder per 01.05.201072 VerfahrenBilanz ab 2004 (Stand 02/2010)Bilanz 2009
Anzahl der Beitragsbescheide für TGen2.000festgestellte Wertermittlungen33EPLR Fördervolumen 2009ca. 6,3 Mio. €genehmigte Wege- u.Gewässerpläne11freigegebene Zuteilungen26vorläuﬁge Besitzeinweisungen17Anhörungstermine Bodenordnungspläne5Ausführungsanordnungen4Zur Vorbereitung von Verfahren hat der vlf in 2009 im Auftrag des Landesamtes
8 Vorarbeiten i.S.d. § 26 c FlurbG bearbeitet.Niederlassung Kyritz
Hospitalstraße 13, 16866 KyritzNiederlassung Angermünde
Berliner Straße 8, 16278 AngermündeVerband für Landentwicklung und
Flurneuordnung Brandenburg
Hauptgeschäftsstelle und Regionalleitstelle West
Telefon: (0331) 70422 - 10
Telefax: (0331) 70422 - 19
www.vlf-brandenburg.deRegionalleitstelle Ost
Eisenbahnstraße 22, 15517 FürstenwaldeNiederlassung Schlieben
Gartenstraße 43, 04936 SchliebenRegionalleitstelle Süd
Parkstraße 1, 03205 CalauTeilnehmergemeinschaftBensdorfVerfahren mit komplexen Zielstellungen
Das BOV Bensdorf, das Ende 1994 eingeleitet wurde, liegt im Naturraum Unteres Havelland. Eingeleitet wurde das Verfahren aufgrund der vielen privaten
Antragsteller, um die Zielstellungen des Landwirtschaftsanpassungsgesetzes
umzusetzen. Weitere komplexe Zielstellungen sollten bald nach Verfahrenseinleitung mit zu bearbeiten sein.
Für den Neubau der Landesstraße 96 wurde eine Unternehmensflurbereinigung (§ 87 FlurbG) eingeleitet. Die Fläche von 352 ha liegt vollständig im BOV
Bensdorf ebenso wie die 4,8 km lange Neubautrasse. Von der Gesamtfläche
des Verfahrens werden 1,254 ha als Ackerland (46%), 273 ha als Grünland
(10%) und 927 ha als Wald (34%) genutzt. Im Bodenordnungsgebiet wirtschaften
7 Betriebe im Haupterwerb. Im Verfahrensgebiet befinden sich teilweise oder
vollständig ein Landschaftsschutzgebiet, zwei geschützte Landschaftsbestandteile, ein FFH-Gebiet und drei Biotope.
Alle im Plan nach § 41 FlurbG zum Ausbau vorgesehenen Wege sind bereits
im Vorausbau realisiert worden. Es wurden 9,405 km landwirtschaftliche
Wirtschaftswege und 1,007 km Radwege gebaut. In der Ortslage Altbensdorf
wurden im Rahmen von Dorferneuerungsmaßnahmen umfangreiche Straßenund Gehwegebaumaßnahmen durchgeführt. Weitere Wege- und Brückenbaumaßnahmen wurden durch den Unternehmensträger geleistet.Schnellstraße – Forstwirtschaft – Spargel
Der Ausbau der Schnellstraße erfolgte zum großen Teil in Dammlage. Besondere bauliche Anforderungen stellte die Überquerung der Bundesstraße 1 mit
den entsprechenden Anschlüssen dar, sowie die Überquerung des Elbe-HavelKanals mit der parallel verlaufenden Eisenbahnstrecke Berlin-Magdeburg. Am
21.7.2003 erfolgt der Beschluss zur vorläufigen Anordnung zum Besitzübergang
für den Trassenabschnitt nördlich der B1 und am 5.9.2004 Beschluss für den
Trassenabschnitt südlich der B1.
Im Verfahren wurde das landwirtschaftliche Wegenetz so strukturiert, dass ein
Brückenbauwerk ausreichte, um die Durchschneidungsschäden des Wegenetzes
auszugleichen. Am Nordende der neuen Trasse entstand die Auffahrt Vehlen.
Die zunächst nicht geplante Neuordnung der Waldfläche wurde aber vom
Verfahrensbearbeiter wie von den Beteiligten als unverzichtbar angesehen. Um
die Wertschöpfungsmöglichkeiten der Forstwirtschaft deutlich zu verbessern –
unterstützt durch die positive Entwicklung der Holzpreise – wurden viele
Kleinstflächen zusammengelegt.
Auch der Spargelanbau spielt in der Gemeinde Bensdorf eine wichtige Rolle.
Innerhalb der Zeitdauer der Verfahrensbearbeitung hat dieser landwirtschaftliche
Produktionszweig erheblich an Bedeutung gewonnen und profitiert ebenso
vom BOV Bensdorf.KENNZAHLENVERFAHRENSKOSTENZEITLICHER ABLAUFVerfahrensartBodenordnungsverfahren nach LwAnpGAufklärung der Beteiligten27.10.1994Verfahrensgröße2.748,0 haVerfahrenseinleitung16.12.1994Anzahl der Teilnehmer780Vorstandswahl27.09.1995Anzahl der Flurstücke im Altbestand2.878Feststellung der Wertermittlung17.08.2005Anzahl der Flurstücke im Neubestand1.593Durchführung der Planwunschgespräche2005 bis 2008Arrondierungsverhältnis1 : 0,55Zuteilung02.03.2006 (Genehmigung)Änderungsbeschluss (letzter)Verfahrenskosten des Landes
Ingenieurleistung Vermessung1.085.000 €
675.000 €Ausführungskosten der Teilnehmergemeinschaft
(für Ausbau, Vermessung und Verwaltungsaufwand)
Förderperiode 2002 – 20062.146.000 €
1.556.000 €Aufstellung des Bodenordnungsplansgeplant III. Quartal 2010davon aus EU-MittelnVorläuﬁge Besitzeinweisungnoch nicht erfolgtdavon Bund/LandAufstellung des Plans nach § 41 FlurbG07.08.2003 1. Plangenehmigung590.000 €Förderperiode 2007 – 2013600 €davon ELER450 €davon Land/Bund150 €bisher aufgebrachter Eigenanteil gesamtKosten gesamt (Stand 02/2010)BOV Bensdorf
Das Verfahren Bensdorf liegt zwischen den Städten Brandenburg
an der Havel und Genthin im Naturraum Unteres Havelland. Das
Verfahren wird bearbeitet durch
das Vermessungsbüro Pötinger
(www.oebvi-poetinger.de)473.000 €4.379.600 €TeilnehmergemeinschaftBetzinGanzheitliche Entwicklung
Ziel des Verfahrens ist die Neuordnung des Eigentums in den Dörfern Betzin,
Brunne und Karwesee sowie in der Feldlage. Hinzu kommen die Landschaftsanreicherung mit orts- und standorttypischer Vegetation zur Ergänzung und
Vernetzung vorhandener Biotopstrukturen sowie zur Wiederbelebung der
Eigenheiten der Luchlandschaft und des Ländchen Bellin unter Beachtung des
Landschaftsrahmenplanes. Zudem wurde die Förderung der Naherholung
durch verbesserte Erlebnisqualität berücksichtigt.
Die Ortslagen Brunne und Karwesee wurden inzwischen aus dem Verfahren
herausgetrennt. Für beide Ortslagen sind die Ausführungsanordnungen erlassen, die Grundbücher und das Kataster berichtigt. Umfangreiche Dorfentwicklungsmaßnahmen wurden durchgeführt. Die im Verfahren befindliche
stillgelegte Bahntrasse will die Gemeinde als Radweg ausbauen.
Vom Verfahren sind etwa 70% Ackerland, 20% Grünland und 10% Wald- und
sonstige Flächen betroffen. Der südliche und westliche Teil des Verfahrens
in der Niederung des „Ländchen Bellin“ und des „Havelländischen Luches“ umfasst im Wesentlichen die Grünlandstandorte sowie Ackerflächen. Dieser Teil
des Verfahrens ist geprägt durch umfangreiche Meliorationsmaßnahmen. Da
viele Gräben angrenzend an vorhandenen Wegen neu gezogen wurden, sind
hier neue Erschließungswege in Form von nicht befestigten „Grünen Wegen“
notwendig.Flurneuordnung erleichtert
Im nördlichen Teil des Verfahrens auf der Hochfläche des „Ländchens Bellin“
befinden sich ca. 125 ha Wald. Das Eigentum im Wald war gekennzeichnet
durch 208 lange, schmale Flurstücke und daher schwer zu bewirtschaften.
Die Wegeführung hatte sich in den vergangenen Jahren verändert bzw. den
heutigen Erfordernissen der Bewirtschaftung angepasst. Wegen dieser Struktur waren die Grundstücke in der Örtlichkeit nicht mehr eindeutig auffindbar.
Die 49 Waldeigentümer haben sich alle gütlich zur Zusammenlegung auf jetzt
noch 111 Flurstücke geeinigt. Entsprechende Planvereinbarungen wurden mit
jedem Eigentümer getroffen. Grundlage dafür bildete die Bewertung der Flächen. Die Einschätzung und Beurteilung des Bewuchses erfolgte in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung. Auch neue Wege wurden mit der zuständigen Försterin in Lage und Breite abgestimmt und den Anliegern anteilig zum
Eigentum zugeteilt. Die Absteckung und Anzeige der neuen Grenzen im Wald
erfolgte im November/Dezember 2009. Die Eigentümer sind vorläufig in den
Besitz eingewiesen.Wald – AltbestandWald – NeubestandKENNZAHLENZEITLICHER ABLAUFVERFAHRENSKOSTENVerfahrensartgemäß §§ 56 und 63 LwAnpGAufklärung der Beteiligten24.06.1999Verfahrensgröße3.226 ha (davon Wald 125 ha)Verfahrenseinleitung01.07.1999Anzahl der Teilnehmerca. 324Vorstandswahl18.08.1999Anzahl der Flurstücke im Altbestand2235 (Wald 208)Feststellung der Wertermittlung04.10.2005Anzahl der Flurstücke im Neubestand1121 (Wald 111)Durchführung der Planwunschgespräche2007/2008Arrondierungsverhältnis2 :1Zuteilung2009Änderungsbeschluss (letzter)23.10.2006Förderperiode 2002 – 20063.055.000 €Aufstellung des Bodenordnungsplansnoch nicht erfolgtdavon aus EU-Mitteln2.104.000 €Vorläuﬁge Besitzeinweisung01.02.2010 für Teilgebiet Walddavon Bund/LandAufstellung des Plans nach § 41 FlurbG01.07.2003Verfahrenskosten des Landes
Ingenieurleistung Vermessung1.225.000 €
499.000 €Ausführungskosten der Teilnehmergemeinschaft
(für Ausbau, Vermessung und Verwaltungsaufwand)951.000 €Förderperiode 2007 – 201360.000 €davon ELER42.000 €davon Land/Bund18.000 €bisher aufgebrachter Eigenanteil gesamtKosten gesamt (Stand 02/2010)Großräumliche Lage
Das Verfahrensgebiet Betzin liegt mit
seiner Gesamtfläche von 3.224 ha in
den Landkreisen Ostprignitz - Ruppin
und Havelland. Das Verfahren wird
bearbeitet durch den Verband für
Brandenburg (www.vlf-brandenburg.de).590.000 €5.429.000 €TeilnehmergemeinschaftenA14 Karstädt / Dergenthin / WittenbergeAutobahnbau und Landeskultur verbinden
Das Autobahnneubauvorhaben A14 Magdeburg – Schwerin hat eine Gesamtlänge von ca. 150 km. Drei Planfeststellungsabschnitte dieses Vorhabens mit
einer Länge von ca. 35 km verlaufen im äußersten Nordwesten des Landes
Brandenburg, im Landkreis Prignitz.
Im Jahr 2007 begannen Untersuchungen zur Begleitung des Vorhabens durch
eine Unternehmensflurbereinigung. Diese sollten die Auswirkungen des Autobahnbaus auf die allgemeine Landeskultur und speziell auf die Agrarstruktur
zeigen sowie die Möglichkeiten für die Bereitstellung der benötigten Flächen
darstellen. Im Land Brandenburg betreffen die Planungen der Autobahn eine
Fläche von ca. 700 ha. Aufgrund der erheblichen Streuung der zugehörigen
Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen stand von vornherein fest, dass für ca.
250 ha trassenferne Planungen keine Chancen für die Regelung in der Flurbereinigung bestehen.
Der Untersuchungsraum umfasste eine Fläche von 11.630 ha um die geplante
Autobahntrasse. Hierbei war eine Mindestgröße des Untersuchungsraums zu
beachten, die sich aus dem, von der landwirtschaftlichen Berufsvertretung
legitimierten, maximalen Landabzug von 5% ergab. Schwerpunkt der Untersuchung bildete die Betrachtung der Eigentums- und Agrarstruktur. Der Untersuchungsraum wurde hierzu in vier Teilräume gegliedert, welche für sich
betrachtet im Wesentlichen dieselben Eigentümer und agrarstrukturellen Verhältnisse aufwiesen und sich weiterhin mit den Kommunalgrenzen deckten.Minimierung negativer Auswirkungen
Auf der Grundlage einer umfangreichen Bestandsaufnahme und den vorliegenden Planungen zum Autobahnneubau wurden die Auswirkungen des Vorhabens ermittelt und bewertet. Das Hauptaugenmerk galt dem sich ergebenen
Flächenverlust sowie der Zerschneidung des Gebiets. Zusätzlich wurden mit
ausgewählten Eigentümern und zahlreichen Bewirtschaftern Gespräche geführt, in welchen die Möglichkeiten zur Minimierung der negativen Auswirkungen des Vorhabens besprochen wurden. Oftmals wurde in diesen Gesprächen
die Flurbereinigung gefordert. Hintergrund hierfür waren negative Erfahrungen
mit bereits abgeschlossenen Infrastrukturmaßnahmen im Gebiet.
Aus den vier Teilräumen wurden fünf Verfahrensgebiete mit zusammen ca.
10.000 ha Verfahrensfläche abgeleitet. Die derzeitigen Planungen der Bundesrepublik Deutschland sehen den Neubau der A14 aus südlicher Richtung vor.
Aus diesem Grund wurden im Jahr 2009 mit „Karstädt“, „Dergenthin“ und
„Wittenberge“ die ersten drei der fünf geplanten Unternehmensflurbereinigungsverfahren eingeleitet.KENNZAHLENKARSTÄDTKENNZAHLENDERGENTHINKENNZAHLENWITTENBERGEVerfahrensart§ 87 FlurbGVerfahrensart§ 87 FlurbGVerfahrensart§ 87 FlurbGVerfahrensgröße3.073 haVerfahrensgröße1.301 haVerfahrensgröße1.956 haAnzahl Teilnehmerca. 330Anzahl Teilnehmerca. 120Anzahl Teilnehmerca. 290Anzahl Flurstücke im Altbestand2.325Anzahl Flurstücke im Altbestand922Anzahl Flurstücke im Altbestand1.436ZEITLICHER ABLAUFZEITLICHER ABLAUFZEITLICHER ABLAUFAufklärung der Beteiligten11.06.2009Aufklärung der Beteiligten03.06.2009Aufklärung der Beteiligten08.06.2009Verfahrenseinleitung22.07.2009Verfahrenseinleitung22.07.2009Verfahrenseinleitung22.07.2009Vorstandswahl16.09.2009Vorstandswahl15.09.2009Vorstandswahl17.09.2009Änderungsbeschluss (letzter)20.11.2009BOV A14
Die Verfahren A14 Karstädt und
A14 Dergenthin werden bearbeitet
durch den Verband für Landentwicklung
und Flurneuordnung Brandenburg
(www.vlf-brandenburg.de).
Das Verfahren A14 Wittenberge wird
bearbeitet durch das Vermessungsbüro
Pötinger (www.oebvi-poetinger.de)TeilnehmergemeinschaftJerchelNachhaltige Lösung im ländlichen Raum
Das ca. 1.300 ha große Gebiet des agrarstrukturellen Verfahrens „Jerchel“ im
Landkreis Havelland ist durch größtenteils intensiv genutzte, ausgeräumte
Landwirtschaftsflächen geprägt. Im Zentrum befinden sich westlich und östlich
der namensgebenden Ortslage Waldflächen aus überwiegend naturfernen
Kiefernforsten. Aus Sicht des Naturschutzes wertvollster Verfahrensgebietsteil
ist der nördliche Niederungsbereich mit Feuchtwiesen und Röhrichtgesellschaften. Das Verfahrensgebiet besitzt hier eine große ornithologische Bedeutung.
Das Verfahrensgebiet wies aufgrund der mangelnden Übereinstimmung des
Eigentums mit der örtlichen Nutzung, zahlreicher Erschließungsdefizite und
einer sehr kleinteiligen Eigentumsstruktur einen erheblichen Eigentumsneuordnungsbedarf auf. Von Seiten der Forstverwaltung und der Eigentümer war die
Arrondierung der ca. 300 ha forstwirtschaftlicher Fläche ebenfalls gewünscht.
Besonderheiten ergaben sich u. a. aus der eigentumsrechtlichen Sicherung des
im Norden verlaufenden Deichs und einer Müllkippe sowie der Abwendung des
baurechtlichen Bestandsverlustes einer seit kurzem ungenutzten Siloanlage.
Die fortschreitende Verwahrlosung dieser Anlage konnte hierdurch verhindert
werden.Impulse durch die BUGA 2015
Am 15. November 2007 wurde entschieden, dass die Bundensgartenschau
(BUGA) 2015 in der Havelregion stattfindet. Letztgenannte soll für die BUGA
eine zusätzliche Vernetzung erfahren und so für deren Besucher und im Nachgang für Fahrradtouristen besser zu entdecken sein. Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft beschloss, dieses Vorhaben zu unterstützen und für zwei
Radwege Flächen nach § 40 FlurbG bereitzustellen.
In den Plan nach § 41 FlurbG wurden drei in der Ortslage Jerchel und zwei
in der Feldlage verlaufende Wege aufgenommen. Insbesondere die drei
Wege in der Ortslage, von der der Großteil des landwirtschaftlichen Verkehrs
seinen Ursprung nimmt, waren in einer sehr schlechten Qualität. Über zwei
Wegebaumaßnahmen führt heute der überregionale Radwanderweg TourBrandenburg, welcher auf 1.111 km als Rundkurs durch Brandenburg führt
(www.tour-brandenburg.de).
Zudem konnten acht landschaftsgestaltende Anlagen, bestehend aus ca. 3 km
Baumreihen mit 335 Hochstämmen sowie 450 Meter Hecken mit ca. 1.000
Sträuchern, umgesetzt werden, da deren Finanzierung durch den Landesbetrieb Straßenwesen erfolgte. Hierdurch konnte das Landschaftsbild aufgewertet, die Winderosion und der Feuchtigkeitsaustrag aus den landwirtschaftlichen
Flächen vermindert sowie die Biodiversität erhöht werden.Ausschnitt AltbestandKENNZAHLENAusschnitt NeubestandVERFAHRENSKOSTENZEITLICHER ABLAUFVerfahrensart§§ 1 und 37 FlurbG i. V. m. § 56 LwAnpGAufklärung der BeteiligtenAnfang 2004Verfahrensgröße1.305 haVerfahrenseinleitung22.04.2004Anzahl der Teilnehmerca. 200Vorstandswahl26.10.2004Anzahl der Flurstücke im Altbestand1.250Feststellung der Wertermittlung30.01.2007Anzahl der Flurstücke im Neubestand500Durchführung der Planwunschgespräche2007Arrondierungsverhältnis2,5 : 1Zuteilung2008Änderungsbeschluss (letzter)30.07.2008Förderperiode 2002 – 2006298.000 €Aufstellung des BodenordnungsplansEnde 2008davon aus EU-Mitteln222.000 €Vorläuﬁge BesitzeinweisungHerbst 2009davon Bund/LandAufstellung des Plans nach § 41 FlurbG2005 bis 2009Verfahrenskosten des Landes
Planung und Verwaltung524.000 €Ingenieurleistung Vermessung225.000 €Ausführungskosten der Teilnehmergemeinschaft
(für Ausbau, Vermessung und Verwaltungsaufwand)76.000 €Förderperiode 2007 – 2013261.000 €davon ELER187.000 €davon Land/Bundbisher aufgebrachter Eigenanteil gesamtKosten gesamt (Stand 02/2010)BOV Jerchel
Das Verfahren wird bearbeitet durch
den Verband für Landentwicklung und
(www.vlf-brandenburg.de).74.000 €229.000 €1.537.000 €TeilnehmergemeinschaftOehnaIntensive Landwirtschaft auf fruchtbaren Böden
Das Verfahren liegt in einer stark ländlich geprägten Region, die aufgrund ihrer
Wirtschaft- und Siedlungsstruktur sowie der Bevölkerungsdichte zum strukturschwachen Raum des Landes Brandenburg zählt.
Das Verfahrensgebiet umfasst die Ortslagen Bochow, Dennewitz, Langenlipsdorf, Oehna, Rohrbeck und Zellendorf, in denen die Ortslagenregulierung kurz
vor dem Abschluss steht. Im Rahmen des Verfahrens wird die eigentumsrechtliche Sicherung des „Fläming-Skates“ umgesetzt, der mit ca. 21 km Länge das
Verfahrensgebiet durchquert. Auch sollen durch Entflechtung der bisher gemeinsamen Nutzung von Feldwegen durch die Skater und den landwirtschaftlichen Verkehr die daraus entstehenden Gefährdungslagen deutlich entspannt
Aufgrund der für brandenburgische Verhältnisse sehr fruchtbaren Böden mit
bis zu 54 Bodenpunkten wird die sehr weitläufige und wenig strukturierte Feldflur intensiv landwirtschaftlich genutzt. Das Ackerland wird nur in größeren Abständen durch Windschutzstreifen unterbrochen. Der einzige Bereich mit intensiver Grünlandnutzung ist das weitgehend strukturlose Niederungsgebiet der
Nuthe. Waldbereiche sind großflächig nur im Süden und Südwesten des Verfahrensgebietes vorhanden.Wettbewerbsfähige Landwirtschaft im
Einklang mit dem Naturschutz
Hauptziel ist die Zusammenlegung der zersplittert liegenden Eigentumsflächen
der Landwirtschaftsbetriebe auf ca. 2.636 ha Ackerland unter deren Beregnungsanlagen. Dies geschieht unter Abwägung der Interessen aller Beteiligten
durch eine sinnvolle Neuzuteilung der Flurstücke. Beachtung finden dabei
sowohl die Aspekte einer wettbewerbsfähigen Landwirtschaft, als auch die
Belange des Naturschutzes. Im Verfahrensgebiet liegen zahlreiche als Naturdenkmäler gesicherte kleinere Schutzgebiete, zumeist Sölle und Kleingewässer. Daneben existieren 13 geschützte Alleen, davon 3 Obstbaumalleen und
10 Laubbaumalleen. Auch sind ca. 1.563 ha des Verfahrensgebietes als Trappenschongebiet eingestuft.
Um die Ziele zu erreichen, wurden bzw. sollen folgende Maßnahmen
■ 22 Wegebaumaßnahmen, davon bereits 11 realisiert
■ 1 realisiertes Regenrückhaltebecken in Bochow
■ 3 realisierte Kreuzungsbauwerke
■ 22 Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, davon bereits realisiert sind:
1 Wegerückbau, 2 Abrissmaßnahmen, 2 Maßnahmen zur Pufferung
von Stillgewässern, 1 Gehölzpflanzung
■ 4 landschaftsgestaltende Maßnahmen
■ 8 Dorfentwicklungsmaßnahmen, davon bereits 3 realisiertKENNZAHLENVERFAHRENSKOSTENZEITLICHER ABLAUFVerfahrensartgemäß § 1 und 37 FlurbG i.V.m. § 56 und 64 LwAnpGAufklärung der Beteiligten13.11.2003Verfahrensgröße6.196 haVerfahrenseinleitung22.04.2004Anzahl der Teilnehmerca. 880Vorstandswahl26.08.2004Anzahl der Flurstücke im Altbestand4.271Feststellung der Wertermittlung07.01.2008Anzahl der Flurstücke im Neubestandnoch nicht erfolgtDurchführung der Planwunschgespräche2007 – 2009Arrondierungsverhältnisnoch nicht erfolgtZuteilungnoch nicht erfolgtÄnderungsbeschluss (letzter)20.03.2009Förderperiode 2002 – 2006Aufstellung des Bodenordnungsplansnoch nicht erfolgtdavon aus EU-Mitteln805.000 €Vorläuﬁge Besitzeinweisungnoch nicht erfolgtdavon Bund/Land268.000 €Aufstellung des Plans nach § 41 FlurbG13.03.2008Verfahrenskosten des Landes
Planung und Verwaltung2.124.000 €Ingenieurleistung Vermessung1.130.000 €Ausführungskosten der Teilnehmergemeinschaft
1.073.000 €Förderperiode 2007 – 20131.716.000 €davon ELER1.066.000 €davon Land/Bund650.000 €bisher aufgebrachter Eigenanteil gesamt599.000 €Kosten gesamt (Stand 02/2010)Großräumliche Lage
Das Flurbereinigungsverfahrens Oehna
liegt im Süden von Brandenburg in der
Gemeinde Niedergörsdorf im Landkreis
Teltow-Fläming an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Es ist naturräumlich dem
„Fläming“ zuzurechnen. Das Verfahren
wird bearbeitet durch den Verband für
Brandenburg (www.vlf-brandenburg.de).6.642.000 €TeilnehmergemeinschaftBaruthVerfahren mit komplexen Zielstellungen
Das Bodenordnungsverfahren (BOV) Baruth wurde 1993 angeordnet. Ziel war,
die in der ehemaligen DDR im Zuge der Großraumbewirtschaftung durch den
Bau von Wegen, Gräben, Windschutzstreifen in ihrer Nutzung stark veränderten Flurstücke neu zu ordnen. Zudem waren Straßen und Wege in der Feldmark teilweise reine Sandpisten und in einem erbärmlichen Zustand; Grundstückgrenzen im Ortskern Paplitz waren nach einem Brand im 19. Jahrhundert
willkürlich gezogen. Das Verfahren galt noch 1996 als „Sorgenkind“.
Das hat sich heute gründlich geändert: Das BOV Baruth hat nicht nur die Missstände in Eigentumsstruktur und Bewirtschaftung behoben, sondern auch die
Initialzündung für weitere Dorferneuerungsmaßnahmen gegeben. Auf einer
Fläche von 1.600 ha wurden 1.850 Flurstücke, die sich in Händen von 1.250
Eigentümern befanden, großzügig zusammengelegt. Mit erheblichem Aufwand
an Mitteln von Bund, Land und Europäischer Union wurden Erschließungswege
gebaut. Auch neu ausgebaute bzw. angelegte Wege konnten in das Reit- und
Wanderwegenetz der Stadt Baruth/Mark sowie in die Rad- und Skaterwege
„Fläming Skate“ einbezogen werden.Neues Gesicht für Flur und Dörfer
Die Flurneuordnung Baruth hat dem gesamten Verfahrensgebiet und insbesondere den Dörfern Schöbendorf und Paplitz ein neues Gesicht gegeben. So
wurden umfangreiche Wegebaumaßnahmen, unter anderem zur Sanierung der
Hauptstraße in Paplitz und zur Rekonstruktion des historischen „Fürstenweges“
zwischen Baruth und Paplitz durchgeführt. Aber auch Geh- und Radwege sind
gebaut, Straßenbeleuchtungen erneuert und Brücken gesichert sowie Baumpflanzungen realisiert worden.
Die Straße „Eichengrund“ in Paplitz ist mittlerweile ein Schmuckstück des
Ortes und eine begehrte Wohnlage geworden. Durch die Neuregelung in der
Ortslage konnten auch Baugrundstücke bereitgestellt werden, was nicht zuletzt
zu Neuansiedlungen und einer Erhöhung der Einwohnerzahl von 320 auf 400
geführt hat. In diesem
Zuge haben auch viele
Paplitzer ihre Fassaden
erneuert und in eigener
Initiative den Dorfanger
mit einem Backhaus
neu gestaltet. Dass die
zu einem guten Teil der
Bodenordnung zu verdanken ist, daran erinnert ein Gedenkstein, der am
23.04.2004 in Paplitz errichtet wurde. Die Abschlussveranstaltung in Schöbendorf fand am 29.08.2008 statt.KENNZAHLENVERFAHRENSKOSTENZEITLICHER ABLAUFVerfahrensart§ 56 LwAnpG i. V. m. § 1 und 4 FlurbGAufklärung der Beteiligten1993Verfahrensgröße1.613 haVerfahrenseinleitung17.07.1993Anzahl der Teilnehmer605Vorstandswahl1993Anzahl der Flurstücke im Altbestand1.857Feststellung der Wertermittlung06.2002Anzahl der Flurstücke im Neubestand1.312Durchführung der Planwunschgespräche1999 – 2000Arrondierungsverhältnis1,42 : 1Zuteilung2000 – 2001Änderungsbeschluss (letzter)3. Änderungsbeschluss
vom 14.06.2002Aufstellung des Bodenordnungsplans01.2002 – 03.2003Vorläuﬁge Besitzeinweisung03.08.2004Aufstellung des Plans nach § 41 FlurbG2000 – 2001Verfahrenskosten des Landes
Planung und Verwaltung755.400 €Ingenieurleistung Vermessung345.300 €Ausführungskosten der Teilnehmergemeinschaft
Förderperiode 2002 – 2006400.700 €davon aus EU-Mitteln299.400 €davon Bund/Land101.300 €Förderperiode 2007 – 2013270 €davon ELER202 €davon Land/Bundbisher aufgebrachter Eigenanteil gesamtKosten gesamt (Stand 02/2010)Großräumliche Lage
Das Bodenordnungsverfahren Baruth
umfasst Teile des Niederen Flämings
und des Baruther Urstromtals mit den
Flemmingwiesen. Es liegt in direkter
Nachbarschaft zum Spreewald und liegt
rund 60 Kilometer von der Südgrenze
der Stadt Berlin. Das Verfahren wurde
Derksen König (www.derksen-koenig.de).68 €49.900 €1.551.570 €TeilnehmergemeinschaftReitweinWirtschaftsfaktor Land- und Forstwirtschaft
Nach wie vor bilden Land- und Forstwirtschaft den zentralen wirtschaftlichen Faktor im Verfahrensgebiet und sind Hauptakteure bei der Pflege und Entwicklung
der gewachsenen Kulturlandschaft. Die Flächen im tiefliegenden Oderbruch mit
seinen schweren Böden werden zum Teil beregnet und für den Gemüseanbau
genutzt. Der Reitweiner Sporn ist in der Spitze bewaldet, seine leichteren Böden
werden als Ackerflächen genutzt.
Die Produktionsbedingungen werden vor allem durch die Herstellung einer leistungsfähigen und bedarfsgerechten Infrastruktur (Wege und Gewässer) sowie
die Feststellung und Neuordnung der Eigentumsverhältnisse verbessert. Dies
umfasst auch die Zusammenlegung zersplitterten Grundbesitzes, die Neugestaltung unwirtschaftlich geformten Grundbesitzes, die Zusammenführung von
Boden- und Gebäudeeigentum und die Sicherstellung der Erschließung auf
Grundlage des vorhandenen Wege- und Gewässernetzes.Lebenswertes Land
Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist gleichermaßen unverzichtbar
für Land- und Forstwirtschaft, Tourismus und dörfliches Leben. Dies drückt sich
in einer Vielzahl von Natura2000-Gebieten, Naturschutzgebieten, Landschaftsschutzgebieten und § 32-Biotopen im Verfahrensgebiet aus.
Eingriffe in Natur und Landschaft werden vorrangig durch einen 10 Meter
breiten und insgesamt mehr als 10 Kilometer langen Gewässerrandstreifen
als Pufferbereich um die sensiblen Hauptvorfluter Bullergraben und Alte Oder
ausgeglichen. Ergänzend sind eine zwei Kilometer lange Baumreihe und
einige Einzelpflanzungen vorgesehen. Dabei steht der Interessenausgleich
zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Erholung im Vordergrund, wobei
die Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Flächen minimiert wird.
Nach dem Oder-Hochwasser 1997 wurde zudem der an das Verfahrensgebiet
grenzende Deich erneuert. Für Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen wurden
durch Ankauf und Landverzichte im gesamten Verfahrensgebiet rund 100 ha
bereitgestellt und entlang der Oder zugeordnet. Allein in dem sensiblen Bereich
zwischen der Alten Oder und dem Oderdeich konnte dem Landesumweltamt so
eine geschlossene Fläche von rund 70 ha für Extensivierungsmaßnahmen zugeteilt werden.
Die Dorferneuerung wird schließlich dadurch unterstützt, dass die innerörtliche
Verkehrsinfrastruktur verbessert und eigentumsrechtliche Konflikte gelöst werden.
Auch touristische Einrichtungen wie der Schukow-Bunker auf dem Reitweiner
Sporn und die restaurierte Ruine der Stülerkirche in Reitwein werden gesichert.KENNZAHLEN
VerfahrensartVERFAHRENSKOSTENZEITLICHER ABLAUF
Bodenordnungsverfahren nach den §§ 56 ff und 63
Abs. 2 LwAnpG in Verbindung mit § 86 FlurbG
durch Beschluss vom 02.08.2007 aufgeteilt in
die Teilgebiete „Reitwein / Podelzig Ortslage“ und
„Reitwein / Rathstock / Podelzig Feldlage“Verfahrensgröße5.004 ha (4.798 ha Feldlage)Anzahl der Teilnehmer800Anzahl der Flurstücke im Altbestand2.484Anzahl der Flurstücke im Neubestand1.782Arrondierungsverhältnis2,3 : 1Aufklärung der Beteiligten24.10.2002Verfahrenseinleitung10.06.2003Vorstandswahl19.08.2003Feststellung der Wertermittlung30.06.2006Durchführung der Planwunschgespräche2005 / 2006Zuteilung2008Änderungsbeschluss (letzter)09.09.2009Förderperiode 2002 – 20061.893.000 €Aufstellung des Bodenordnungsplans2009davon aus EU-Mitteln1.325.000 €Vorläuﬁge Besitzeinweisung07.05.2008davon Bund/LandAufstellung des Plans nach § 41 FlurbG2003 – 2006Verfahrenskosten des Landes
Ingenieurleistung Vermessung2.414.000 €
988.000 €Ausführungskosten der Teilnehmergemeinschaft
(für Ausbau, Vermessung und Verwaltungsaufwand)Förderperiode 2007 – 2013568.000 €1.612.000 €davon ELER642.000 €davon Land/Bund970.000 €bisher aufgebrachter Eigenanteil gesamt277.000 €Kosten gesamt (Stand 02/2010)Großräumliche Lage
Das Verfahrensgebiet des Bodenordnungsverfahrens Reitwein / Rathstock /
Podelzig liegt im südlichsten Zipfel des
Oderbruchs, etwa 20 km nördlich von
Frankfurt (Oder). Es grenzt auf einer
Länge von etwa 14 km direkt an den
Oderdeich. Das Verfahren wird von
der Spitthöver und Jungemann GmbH
bearbeitet (www.spju-bb.de).7.184.000 €TeilnehmergemeinschaftGroße GrabenniederungLandwirtschaft und Naturschutz
suchen Ausgleich
Der überwiegende Teil des Verfahrensgebietes befindet sich im Naturschutzgebiet „Untere Havel-Nord“ und ist zudem Bestandteil eines Feuchtgebietes
von internationaler Bedeutung und des europäischen Vogelschutzgebietes
„Niederung der Unteren Havel“.
Die ehemals intensive Bewirtschaftung der Großen Grabenniederung wurde
durch die eingeschränkte Nutzung der Schöpfwerke nach 1990 aufgegeben.
Seit diesem Zeitpunkt werden aus Gründen des Natur- und Moorschutzes
die Wasserstände in den Winter- und Frühjahrsmonaten hochgehalten, um
eine halbjährliche Vernässung weiter Teile der Niederung zu erreichen. Aus
betriebswirtschaftlichen Gründen passten die Landwirtschaftsbetriebe ihre
Bewirtschaftung den hydrologischen Verhältnissen an. Eine Extensivierung
der Flächen setzte ein.
Im Rahmen des Vertragsnaturschutzes erfolgen Entschädigungszahlungen an
die betroffenen Nutzer. Schon heute befinden sich im Gebiet jedoch Bereiche,
die dauerhaft bzw. temporär vernässt sind und landwirtschaftlich nicht mehr
genutzt werden können. Vom Naturpark Westhavelland ist eine weitere Erhöhung der Wasserstände geplant, so dass weitere Flächen ebenfalls nicht mehr
landwirtschaftlich nutzbar sein werden. Einzelne, temporär vernässte Grenzstandorte können nur durch eine angepasste extensive Bewirtschaftung in Nutzung bleiben. Die daraus resultierenden unterschiedlichen Nutzungsansprüche
im Zielgebiet (vgl. Karte 3) sollen mit Hilfe des Bodenordnungsverfahrens zu
einem nachhaltigen bodenordnerischen Ausgleich gebracht werden.Austauschflächen als Lösung
Hauptziel ist es, alle konfliktträchtigen Flächen in Landeseigentum zu überführen.
Hierfür stehen umfangreiche Austauschflächen des Landes Brandenburg und
des Naturschutzbunds Deutschland e.V. (NABU) zur Verfügung. Im Gegenzug
sollen alle privaten Eigentümer aus den vernässten Bereichen herausgetauscht
werden. Damit wird gewährleistet, dass die Flächen auch künftig landwirtschaftlich genutzt werden können.
Karte 1: Modellierte ÜberflutungsbereicheIn der künftigen Eigentumsstruktur soll sich die Zonierung des Naturschutzgebietes widerspiegeln. Von großer Bedeutung sind die Interessen der im Gebiet
wirtschaftenden Landwirte, denen durch die Planung ein erheblicher Teil der
landwirtschaftlichen Nutzfläche entzogen wird.
Einbezogen in das Verfahren wurden ebenfalls naturschutzfachlich bedeutsame
Bereiche der Havelniederung. Hier sind im Zusammenhang mit dem Planfeststellungsverfahren „Gewässerrandstreifenprojekt Untere Havelniederung zwischen
Pritzerbe und Gnevsdorf in den Ländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg“ umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen geplant. Die hierfür erforderlichen eigentumsrechtlichen Regelungen sollen in der Flurbereinigung erfolgen.
Karte 3: Bestandsanalyse
der Landes- und NABU-FlächenKarte 2: Projektgebiet des
GewässerrandstreifenprojektesKENNZAHLENVERFAHRENSKOSTENZEITLICHER ABLAUFVerfahrensartVereinfachte Flurbereinigung nach § 86 FlurbGAufklärung der Beteiligten23.10.2008Verfahrensgröße3.188 haVerfahrenseinleitung11.06.2009Anzahl der Teilnehmerca. 235Vorstandswahl15.07.2009Anzahl der Flurstücke im Altbestand1.605Feststellung der Wertermittlungnoch nicht erfolgtAnzahl der Flurstücke im Neubestandnoch nicht erfolgtDurchführung der PlanwunschgesprächeStart Ende 2010 geplantArrondierungsverhältnisnoch nicht erfolgtZuteilungnoch nicht erfolgtÄnderungsbeschluss (letzter)noch nicht erfolgtAufstellung des Bodenordnungsplansnoch nicht erfolgtVorläuﬁge Besitzeinweisungnoch nicht erfolgtAufstellung des Plans nach § 41 FlurbGnoch nicht erfolgtVerfahrenskosten des Landes
Ingenieurleistung VermessungKosten des UnternehmensträgersKosten gesamt (Stand 02/2010)Großräumliche Lage
Das Verfahrensgebiet befindet sich im
Westen des Landes Brandenburg, im
Kreis Havelland, nördlich von Rathenow,
direkt an der Grenze zu Sachsen-Anhalt.
Es umfasst Teile der Gemeinden Havelaue und Seeblick, welche dem Amt
Rhinow angehören. Das Verfahren
Brandenburg (www.vlf-brandenburg.de).1.147.000 €
321.000 €25.000 €346.000 €All pages:123456789101112InfoSaveLikeShareDownloadMoreAussteller vlf Brandenburg Published on Mar 21, 2011 Aussteller vlf Brandenburgvlf-brandenburgFollowRead moreRead moreSimilar toPopular nowJust for youGo explore