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Timestamp: 2016-10-22 03:37:20
Document Index: 203670298

Matched Legal Cases: ['Art. 50', 'Art. 82', 'Art. 83', 'e contrario', 'Art. 86', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 42', 'Art. 54', 'Art. 95', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 100', 'Art. 29', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 97', 'Art. 42', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 77', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 77', 'Art. 4', 'Art. 54', 'Art. 96', 'Art. 95', 'Art. 62', 'Art. 50', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 43', 'BGE', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 83', 'BGE', 'Art. 3', 'EGMR', 'Art. 90', 'Art. 64', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_317/2015 � � Urteil vom 1. Oktober 2015
A.________, z. Zt., Senegal, vertreten durch Groupe Sida Gen�ve, Frau Cornelia Tinguely, Rechtsanw�ltin,
�A.________, (Jahrgang 1971), Staatsangeh�riger des Senegal, reiste im Jahr 2003 in die Schweiz ein und erhielt als Ehegatte einer Schweizer B�rgerin eine Aufenthaltsbewilligung. Nachdem seine Ehefrau am 17. Mai 2004 gestorben war, heiratete er am 20. April 2005 die Schweizer B�rgerin B.________. Seine Aufenthaltsbewilligung wurde letztmals bis 13. Februar 2014 verl�ngert. Im Sommer 2013 reiste A.________ nach Senegal zur�ck; seine Ehefrau meldete ihn am 3. Juli 2013 bei der Gemeinde Glarus ab. Mit Urteil vom 4. September 2013 wurde die Ehe geschieden. Am 1. September 2013 wollte A.________ �ber Belgien in die Schweiz zur�ckkehren, doch wurde ihm am Flughafen Br�ssel die Weiterreise nicht erlaubt, da ihm mangels g�ltigen Aufenthaltstitels in der Schweiz die Einreise in den Schengenraum zu verweigern sei. Am 16. Dezember 2013 ersuchte A.________ die Abteilung Migration des Kantons Glarus um eine Erkl�rung, weshalb ihm die Einreise verweigert worden sei, und um Erlaubnis, wieder in die Schweiz einzureisen. Die Abteilung Migration behandelte die Eingabe als Gesuch um Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung und trat darauf mit Verf�gung vom 10. Februar 2014 mangels Zust�ndigkeit nicht ein, da sich A.________ seit Februar 2012 nicht mehr im Kanton Glarus aufhalte.
�Eine dagegen erhobene Beschwerde hiess das Departement Sicherheit und Justiz des Kantons Glarus am 22. Oktober 2014 teilweise gut, wies aber die Antr�ge auf Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung und Einreise in die Schweiz ab. Es gew�hrte A.________ die unentgeltliche Prozessf�hrung. Das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus wies die dagegen erhobene Beschwerde unter Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Urteil vom 26. Februar 2015 ab.
�A.________ erhebt mit Eingabe vom 16. April 2015 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht. Er beantragt, ihm sei in Aufhebung des Urteils des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus vom 26. Februar 2015 die Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern, eventuell die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Prozessual beantragt er die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Fristansetzung f�r die Einreichung eines �rztlichen Zeugnisses.
�Die Vorinstanz und das Staatssekretariat f�r Migration SEM schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdef�hrer repliziert mit Eingabe vom 14. Juli 2015 und reicht einen Bericht eines senegalesischen Spitals ein.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist zul�ssig, da der Beschwerdef�hrer in vertretbarer Weise einen Anspruch auf Verl�ngerung der Bewilligung gest�tzt auf Art. 50 AuG geltend macht (Art. 82 lit. a, Art. 83 lit. c Ziff. 2 [e contrario], Art. 86 Abs. 1 lit. d und Art. 90 BGG); ob der Anspruch besteht, ist Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f.; Urteil 2C_575/2013 vom 7. Februar 2014 E. 1.1). Der Beschwerdef�hrer, der am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat und mit seinen Antr�gen unterlegen ist, ist zur Beschwerde legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Die Beschwerde ist zul�ssigerweise in franz�sischer Sprache eingereicht worden (Art. 42 Abs. 1 BGG), doch wird das Verfahren in der Sprache des angefochtenen Entscheids gef�hrt (Art. 54 Abs. 1 BGG).
1.2.�Das Bundesgericht pr�ft frei die richtige Anwendung von Bundesrecht (Art. 95 lit. a BGG). Die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht pr�ft es, soweit diese R�gen �berhaupt zul�ssig sind (Art. 95 lit. c, d und e BGG), nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann von Amtes wegen oder auf R�ge hin berichtigt oder erg�nzt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich, ist (BGE 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62) oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 BGG). Rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung und an der Beweisw�rdigung gen�gt den Begr�ndungs- bzw. R�geanforderungen nicht (vgl. BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445 mit Hinweisen). In die Beweisw�rdigung des Sachgerichts greift das Bundesgericht nur ein, wenn diese willk�rlich ist (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; Urteil 4A_56/2013 vom 4. Juni 2013 E. 2). Willk�r liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls in Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen w�re, sondern nur, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 138 IV 13 E. 5.1 S. 22; 134 II 124 E. 4.1 S. 133; 132 III 209 E. 2.1 S. 211). Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Sachgericht offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (vgl. BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Inwiefern die vorinstanzliche Beweisw�rdigung willk�rlich sein soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 130 I 258 E. 1.3 S. 262); es gilt eine qualifizierte R�gepflicht (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.). Insbesondere ist im Einzelnen darzulegen, dass und weshalb die im angefochtenen Entscheid enthaltene Beweisw�rdigung unter gar keinen Umst�nden zutreffen kann. Namentlich gen�gt es nicht, einzelne Beweise anzuf�hren, die anders als im angefochtenen Entscheid gewichtet werden sollen, und dem Bundesgericht in appellatorischer Kritik die eigene Auffassung zu unterbreiten, als ob diesem freie Sachverhaltspr�fung zuk�me (vgl. BGE 116 Ia 85 E. 2b S. 88).
1.3.�Die Begr�ndung ist in der Beschwerdeschrift vorzutragen (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), welche innert der gesetzlichen Beschwerdefrist (Art. 100 BGG) einzureichen ist. Das verfassungs- und konventionsrechtlich garantierte Replikrecht (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 6 EMRK; vgl. BGE 139 I 189 E. 3.2 S. 191 f., 133 I 100 E. 4.3 S. 102, mit zahlreichen Hinweisen auf die Rechtsprechung) umfasst zwar das Recht der Parteien, von jedem Aktenst�ck und jeder dem Gericht eingereichten Stellungnahme Kenntnis zu nehmen und sich dazu zu �ussern, sofern sie es f�r erforderlich halten, dient aber nicht der Erg�nzung der Beschwerdebegr�ndung nach Ablauf der Beschwerdefrist. Soweit die Eingabe des Beschwerdef�hrers vom 14. Juli 2015 �ber eine Replik zu den Vernehmlassungen der Vorinstanz und des SEM (welche sich beide darauf beschr�nken, ohne Begr�ndung die Abweisung zu beantragen) hinausgehen, kann darauf nicht eingegangen werden.
1.4.�Der durch die Vorinstanz erstellte Sachverhalt ist f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG) und bildet die tats�chliche Grundlage f�r die Beurteilung des Rechtsstreits. Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Echte Noven, d.h. Tatsachen, die nach dem angefochtenen Entscheid entstanden sind, k�nnen nicht durch den angefochtenen Entscheid veranlasst worden sein und sind deshalb unzul�ssig (BGE 133 IV 342 E. 2.1 S. 344). Schon aus diesem Grund ist der mit der Eingabe vom 14. Juli 2015 eingereichte Spitalbericht vom 16. Juni 2015 unbeachtlich und ist auch der Antrag auf Fristansetzung f�r die Einreichung eines weiteren medizinischen Berichts unzul�ssig.
�Wie bereits die Vorinstanz erwogen hat, wurde die bis am 13. Februar 2014 g�ltige Aufenthaltsbewilligung nicht widerrufen und wurde dem Beschwerdef�hrer die Einreise am 1. September 2013 zu Unrecht verweigert. Indessen ist diese Aufenthaltsbewilligung in der Zwischenzeit abgelaufen, so dass Streitgegenstand bereits vor der Vorinstanz nur noch die Frage war, ob die Bewilligung zu verl�ngern sei (vgl. zum Begriff des Streitgegenstandes BGE 136 II 457 E. 4.2 S. 463; 133 II 35 E. 2 S. 38; Urteil 2C_961/2013 vom 29. April 2014 E. 3.3). Soweit sich der Beschwerdef�hrer auch vor Bundesgericht wieder auf den angeblichen Bewilligungswiderruf bezieht, ist darauf nicht einzugehen, ebenso wenig auf die damit im Zusammenhang stehende R�ge wegen Geh�rsverletzung (Art. 29 Abs. 2 BV; zur Unzul�ssigkeit der R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs betreffend Sachverhaltselemente, die keinen Einfluss auf den Verfahrensausgang haben, SCHOTT, in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 24 zu Art. 97 BGG).
�Der Beschwerdef�hrer hatte w�hrend der Dauer seines Zusammenlebens mit seiner ehemaligen Ehefrau einen Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung gest�tzt auf Art. 42 AuG. Nach der Aufl�sung der Ehe besteht gem�ss Art. 50 Abs. 1 AuG der Anspruch auf Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht (lit. a) oder wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b) (BGE 137 II 345 E. 3.1.3 S. 347).
�Zu pr�fen ist zun�chst, ob dem Beschwerdef�hrer ein Anspruch auf Verl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung gest�tzt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG zukommt. Die Ehegemeinschaft hat mehr als drei Jahre gedauert, womit die erste der beiden kumulativen Voraussetzungen dieser Bestimmung erf�llt ist. Die Vorinstanz hat jedoch einen solchen Anspruch deswegen verneint, weil keine erfolgreiche Integration bestehe.
4.1.�Die Integration soll l�ngerfristig und rechtm�ssig anwesenden Ausl�nderinnen und Ausl�ndern erm�glichen, am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben der Gesellschaft teilzuhaben (Art. 4 Abs. 2 AuG; vgl. BGE 134 II 1 E. 4.1 S. 4 f.). Dazu ist erforderlich, dass sich Ausl�nderinnen und Ausl�nder mit den gesellschaftlichen Verh�ltnissen und Lebensbedingungen in der Schweiz auseinandersetzen und insbesondere eine Landessprache erlernen (Art. 4 Abs. 4 AuG). Nach Art. 77 Abs. 4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit (VZAE, SR 142.201) liegt eine erfolgreiche Integration nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG vor, wenn die Ausl�nderin oder der Ausl�nder namentlich die rechtsstaatliche Ordnung und die Werte der Bundesverfassung respektiert (lit. a) sowie den Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb der am Wohnort gesprochenen Landessprache bekundet (lit. b, vgl. Urteile 2C_930/2012 vom 10. Januar 2013 E. 3.1, 2C_14/2014 vom 27. August 2014 E. 4.6.1, nicht publiziert in BGE 140 II 345). Nach Art. 4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber die Integration von Ausl�nderinnen und Ausl�ndern (VintA; SR 142.205) zeigt sich der Beitrag der Ausl�nderinnen und Ausl�nder zu ihrer Integration namentlich in der Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung und der Werte der Bundesverfassung (lit. a), im Erlernen der am Wohnort gesprochenen Landessprache (lit. b), in der Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen in der Schweiz (lit. c) sowie im Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung (lit. d). Das Bundesgericht hat festgehalten, dass das Adverb "namentlich", welches sowohl in Art. 77 Abs. 4 VZAE wie auch in Art. 4 VintA verwendet wird, auf den nicht ausschliesslichen Charakter der in diesen Bestimmungen aufgez�hlten Kriterien hinweist. Bei der Pr�fung der Integrationskriterien verf�gen die zust�ndigen Beh�rden �ber einen grossen Beurteilungsspielraum, in welchen das Bundesgericht nur zur�ckhaltend eingreift (vgl. Art. 54 Abs. 2 und Art. 96 Abs. 1 AuG; vgl. Urteil 2C_668/2011 vom 23. Juli 2012 E. 3.2.1). Bei einem Ausl�nder, der in der Schweiz beruflich integriert ist und eine feste Anstellung hat, immer finanziell unabh�ngig war, sich korrekt verh�lt und die �rtliche Sprache beherrscht, bedarf es ernsthafter besonderer Umst�nde, um eine erfolgreiche Integration zu verneinen (Urteile 2C_749/2011 vom 20. Januar 2012 E. 3.3; 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 E. 7.1.2). Nicht erforderlich ist eine besonders qualifizierte berufliche Karriere (Urteil 2C_430/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 4.2). Auch das Fehlen besonders enger sozialer Beziehungen schliesst f�r sich allein eine erfolgreiche Integration nicht aus (Urteil 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 E. 7.1.2), ebenso wenig das Fehlen von Vereinsmitgliedschaften (Urteil 2C_427/2011 vom 26. Oktober 2011 E. 5.3). Keine erfolgreiche Integration liegt vor, wenn eine Person kein Erwerbseinkommen erwirtschaften kann, welches ihren Konsum zu decken vermag, und w�hrend einer substantiellen Zeitdauer von Sozialleistungen abh�ngig ist (Urteile 2C_857/2010 vom 22. August 2011 E. 2.3.1; 2C_546/2010 vom 30. November 2010 E. 5.2.3 f.). Geringf�gige Strafen schliessen eine Integration nicht aus (Urteil 2C_749/2011 vom 20. Januar 2012 E. 4.3). Umgekehrt ergibt sich aus dem Umstand, dass die ausl�ndische Person sich strafrechtlich nichts zuschulden hat kommen lassen und ihr Unterhalt ohne Sozialhilfe gew�hrleistet erscheint, f�r sich allein noch keine erfolgreiche Integration (Urteil 2C_830/2010 vom 10. Juni 2011 E. 2.2.2). Ein Indiz gegen eine erfolgreiche Integration ist der Umstand, dass das gesellschaftliche Leben einer ausl�ndischen Person prim�r mit Angeh�rigen des eigenen Landes erfolgt (Urteil 2C_749/2011 vom 20. Januar 2012 E. 3.3; 2C_546/2010 vom 30. November 2010 E. 5.2.4).
4.2.�Die Vorinstanz hat sachverhaltlich festgestellt, gegen den Beschwerdef�hrer liege strafrechtlich abgesehen von einer geringf�gigen Busse wegen rechtswidriger Einreise im Jahre 2002 und einer Verzeigung wegen Fahrens ohne g�ltiges Billett nichts vor. Er habe aber im M�rz 2004 und ab dem 1. M�rz 2008 bis im Juni 2010 Sozialhilfe bezogen. Seit seiner Einreise in die Schweiz sei er nicht �ber einen l�ngeren Zeitraum einer geregelten Arbeit nachgegangen, welche ihm die Bestreitung seines Lebensunterhalts erm�glicht h�tte. Im Februar 2012 sei er verwarnt worden, weil er seit bald drei Jahren nicht mehr in einem ordentlichen Arbeitsverh�ltnis gestanden habe und Verlustscheine in der H�he von Fr. 4'609.20 aufweise. Daneben bestehe ein Verlustschein wegen nicht bezahlter Steuern in der H�he von Fr. 1'540.--. Er sei mehrmals betrieben worden. Anzeichen daf�r, dass sich die Situation bei einer Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung �ndern w�rde, best�nden nicht.
Diese Feststellungen werden als solche vom Beschwerdef�hrer nicht substantiiert bestritten und sind f�r das Bundesgericht verbindlich (oben, E. 1.2). Soweit der Beschwerdef�hrer r�gt, die Beh�rden h�tten systematisch einseitig auf die Vorbringen der Ehefrau abgestellt, was seinen Geh�rsanspruch verletze, und seien bei der Beweisw�rdigung in Willk�r verfallen, verkennt der Beschwerdef�hrer, dass dem Bundesgericht keine freie Sachverhaltspr�fung, sondern eine auf Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 BGG bzw. auf Willk�r beschr�nkte �berpr�fungsbefugnis des vorinstanzlich erstellten Sachverhalts zukommt und daf�r eine qualifizierte R�gepflicht gilt (oben, E. 1.2). Der Beschwerdef�hrer hat in seiner Beschwerdeschrift nicht aufgezeigt, welche seiner Vorbringen im vorinstanzlichen Verfahren zu Unrecht nicht ber�cksichtigt, welche frist- und formgerecht angebotenen Beweismittel willk�rlich gew�rdigt worden seien, und inwiefern diese M�ngel f�r den Verfahrensausgang erheblich sein sollten, weshalb auf die Sachverhaltsr�ge nicht weiter eingegangen werden kann (oben, E. 1.2). Der Beschwerdef�hrer wirft jedoch der Vorinstanz auch vor, nicht alle Aspekte (in rechtlicher Hinsicht) umfassend gew�rdigt zu haben. Er spreche franz�sisch und deutsch, sei kooperativ und motiviert gewesen, eine feste Anstellung zu finden und habe von 2004-2008 und wieder ab 2010 ohne Sozialhilfe gelebt. Die H�he der bezogenen Sozialhilfe (total rund Fr. 38'000.--) erreiche nicht die H�he, die f�r eine Verneinung der Integration erforderlich sei, und die Schulden seien nicht hoch. Zudem habe die Vorinstanz nicht abgekl�rt, in welchem Umfang die Sozialhilfe von seiner Frau bezogen worden sei.
4.4.�In dem vom Beschwerdef�hrer angerufenen Urteil 2C_777/2013 vom 17. Februar 2014 hatte das Bundesgericht eine erfolgreiche Integration verneint in einem Fall, in dem rund Fr. 146'000.-- an Sozialhilfe bezogen worden war. Das bedeutet jedoch nicht, dass bei geringeren Betr�gen eine erfolgreiche Integration zu bejahen w�re. Namentlich ist daf�r nicht ein Sozialhilfebezug in einer H�he erforderlich, die nach Art. 62 lit. e AuG auch den Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung rechtfertigen w�rde. Auch bei geringeren Betr�gen kann eine erfolgreiche Integration verneint werden, wenn eine Person w�hrend einer substantiellen Zeitdauer von Sozialleistungen abh�ngig gewesen ist, so z.B. w�hrend rund eineinhalb Jahren (Urteil 2C_546/2010 vom 30. November 2010 Lit. B und E. 5.2.4) oder zwei Jahren (Urteil 2C_612/2015 vom 16. Juli 2015 E. 1 und 3.4).
4.5.�Vorliegend hat der Beschwerdef�hrer w�hrend mehr als zwei Jahren Sozialhilfe bezogen. Was den allf�lligen Bezug von Sozialhilfe durch seine ehemalige Ehefrau betrifft, verkennt der Beschwerdef�hrer, dass im Zusammenhang mit Sozialhilfeleistungen ein Ehepaar als wirtschaftliche Einheit zu betrachten ist. Sind sie als Paar unterst�tzungsbed�rftig, m�ssen beide Partner als sozialhilfeabh�ngig gelten, weil sie einander finanziellen Beistand schulden (Urteile 2C_298/2014 vom 12. Dezember 2014 E. 6.4.2; 2C_1160/2013 vom 11. Juli 2014 E. 5.1). Der Beschwerdef�hrer kann daher aus der Tatsache, dass allenfalls auch seine Frau von der Sozialhilfe profitiert hat, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Hinzu kommt, dass er auch ausserhalb der Zeiten seiner Sozialhilfeabh�ngigkeit w�hrend seines rund zehnj�hrigen Aufenthalts in der Schweiz nie �ber einen l�ngeren Zeitraum einer geregelten Arbeit nachgegangen ist. Eine erfolgreiche wirtschaftliche Integration liegt deshalb nicht vor. Dass der Beschwerdef�hrer, wie er geltend macht, Anstrengungen unternommen hat, um seinen Alkoholismus zu �berwinden und eine feste Anstellung zu finden, l�sst noch nicht auf erfolgreiche Integration schliessen. Eine weitere gesellschaftliche Integration in Glarus hat die Vorinstanz nicht festgestellt und hat der Beschwerdef�hrer weder im vorinstanzlichen Verfahren noch vor Bundesgericht geltend gemacht. Insgesamt ist es unter diesen Umst�nden nicht bundesrechtswidrig, wenn die Vorinstanz eine erfolgreiche Integration verneint hat.
�Zu pr�fen bleibt, ob wichtige Gr�nde im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG vorliegen, und die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdef�hrers aus diesem Grund zu verl�ngern ist.
5.1.�Wichtige pers�nliche Gr�nde k�nnen gem�ss Art. 50 Abs. 2 AuG namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht aus freien Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gef�hrdet erscheint. Die Aufz�hlung dieser Gr�nde, welche alternativ zur Anwendung kommen, ist nicht abschliessend (BGE 136 II 1 E. 5.1 ff. S. 3 ff.; 137 II 345 E. 3.2 S. 348 ff.). Entscheidend ist, ob die pers�nliche, berufliche und famili�re Wiedereingliederung als stark gef�hrdet zu gelten hat und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher w�re. Ein pers�nlicher, nachehelicher H�rtefall setzt aufgrund der konkreten Umst�nde eine erhebliche Intensit�t der Konsequenzen f�r das Privat- und Familienleben der ausl�ndischen Person voraus, die mit ihrer Lebenssituation nach dem Dahinfallen der gest�tzt auf Art. 42 Abs. 1 bzw. Art. 43 Abs. 1 AuG abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sind (BGE 138 II 229 E. 3.1 S. 231 f.; 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350). Der Umstand, dass der Ausl�nder in seiner Heimat in den dort allgemein �blichen wirtschaftlichen oder sozialen Umst�nden leben m�sste, ist f�r sich allein kein wichtiger Grund, auch wenn diese Umst�nde weniger vorteilhaft sind als in der Schweiz (vgl. Urteile 2C_536/2013 vom 30. Dezember 2013 E. 2.5.4, nicht publiziert in BGE 140 II 129; 2C_1000/2012 vom 21. Februar 2013 E. 5.2.1; 2C_635/2009 vom 26. M�rz 2010 E. 5.3.2).
5.2.�Das gilt auch f�r die Beurteilung des Gesundheitszustands, der im Rahmen des nachehelichen H�rtefalls zu ber�cksichtigen ist (Art. 31 Abs. 1 lit. f VZAE). Schwere gesundheitliche Probleme k�nnen als wichtige pers�nliche Gr�nde im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG anerkannt werden, wenn sie so gravierend sind, dass eine R�ckkehr ins Herkunftsland in medizinischer Hinsicht unhaltbar erscheint. Ob dies der Fall ist, h�ngt im Wesentlichen von den Behandlungsm�glichkeiten im Herkunftsland ab (Urteile 2C_815/2013 vom 26. Mai 2014 E. 5.1; 2C_268/2013 vom 21. Juni 2013 E. 3.4; 2C_1051/2011 vom 29. Juni 2012 E. 3.2; 2C_316/2011 vom 17. Oktober 2011 E. 3.3). Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG deckt sich insoweit weitgehend mit dem Begriff der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs, wof�r vorausgesetzt ist, dass der Ausl�nder wegen medizinischer Notlage im Heimatstaat konkret gef�hrdet ist (Art. 83 Abs. 4 AuG; Urteil 2C_721/2014 vom 15. Januar 2015 E. 3.2.2). Soweit die medizinische Versorgung im Heimatland gew�hrleistet ist, kann allein der Umstand, dass das Gesundheits- oder Sozialversicherungswesen in einem anderen Staat allenfalls nicht mit demjenigen in der Schweiz vergleichbar ist und die hiesige medizinische Versorgung einem h�heren Standard entspricht, nicht die Unzumutbarkeit der R�ckreise zur Folge haben (BGE 139 II 393 E. 6 S. 403; 128 II 200 E. 5.3 S. 209; Urteile 2C_721/2014 vom 15. Januar 2015 E. 3.2.1; 2C_268/2013 vom 21. Juni 2013 E. 3.4; 2C_833/2011 vom 6. Juni 2012 E. 3.3.2 mit zahlreichen Hinweisen). Dies gilt auch mit Bezug auf Personen, die mit dem HI-Virus infiziert sind (Urteile 2C_815/2013 vom 26. Mai 2014 E. 5.1; 2C_268/2013 vom 21. Juni 2013 E. 3.6). Medizinische Gr�nde k�nnen eine Abschiebung oder Wegweisung auch als unmenschliche Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK erscheinen lassen, doch bestehen insofern relativ hohe Schwellen, da es dabei nicht unmittelbar um Handlungen oder Unterlassungen staatlicher oder privater Akteure geht, sondern ein nat�rlicher Prozess (Krankheit) zu den entsprechenden Konsequenzen (Tod, Verschlechterung des Gesundheitszustands usw.) f�hrt (Urteil 2C_721/2014 vom 15. Januar 2015 E. 3.2.2 unter Verweis auf das EGMR-Urteil�
N. c. Vereinigtes K�nigreich�vom 27. Mai 2008 [Grosse Kammer; Nr. 26565/05]).
5.3.�Die Vorinstanz hat erwogen, der Beschwerdef�hrer sei mit dem HI-Virus infiziert und leide an einer Hepatitis B; daneben sei er in Genf wegen einer mittelschweren Depression sowie Alkoholabh�ngigkeit in psychotherapeutischer Behandlung gewesen. Gem�ss Bericht des Universit�tsspitals Genf habe er sich im Juni 2013 im Stadium A1 der HIV-Infektion befunden und d�rfte mittlerweilen im Stadium A2 sein, mithin nicht in einem akuten Zustand. Die dazu notwendige Therapie sei auch in Senegal grunds�tzlich kostenlos erh�ltlich; der Beschwerdef�hrer habe denn auch in seiner Stellungnahme vom Januar 2015 best�tigt, dass ihm eine antiretrovirale Therapie zug�nglich sei. Eine Behandlungsbed�rftigkeit infolge Hepatitis B-Erkrankung sei weder substantiiert geltend gemacht noch aufgrund der Akten ausgewiesen. Es sei auch nicht dargelegt, inwiefern die Behandlung der psychischen Leiden in Senegal unm�glich sei.
5.4.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, die senegalesische Regierung anerkenne selber eine ungen�gende Medikamentenversorgung im Land. Er r�umt aber ein, dass eine Anzahl antiretroviraler Medikamente gratis erh�ltlich seien, doch sei das Medikament, das er ben�tige, in dieser Form in Senegal nicht erh�ltlich, sondern nur in Form einer Kombination von drei Molek�len; um sich diese zu beschaffen, seien Laboranalysen unentbehrlich, die nicht gratis seien. Zudem seien nicht alle Gesundheitszentren in der Lage, die Analysen durchzuf�hren. Sodann stellt er die Behandlungskosten dem durchschnittlichen Einkommen gegen�ber. Es gebe auch nur zwei Zentren in Senegal f�r die Behandlung der psychischen Probleme und das von ihm ben�tzte Antidepressivum sei nicht erh�ltlich. Das Land verf�ge auch nicht �ber eine Strategie zur Bek�mpfung des Alkoholismus.
5.5.�Diese Ausf�hrungen legen dar, dass der generelle Stand der medizinischen Versorgung in Senegal allenfalls nicht dem in der Schweiz �blichen Stand entspricht. Das Vorbringen, nicht alle erforderlichen Leistungen seien unentgeltlich, �bergeht den Umstand, dass auch in der Schweiz die gesundheitliche Versorgung nicht kostenlos ist, sondern durch die vom Patienten abgeschlossene Krankenversicherung bezahlt werden muss. Sodann trifft es auch f�r die Schweiz zu, dass nicht s�mtliche Gesundheitseinrichtungen s�mtliche Therapien oder Laboranalysen anbieten. Alle diese Vorbringen betreffen aber die gesamte Bev�lkerung des Landes und k�nnen f�r sich alleine keine konkrete, individuelle Gef�hrdung des Beschwerdef�hrers begr�nden. Wie die Vorinstanz zutreffend ausf�hrt, geht aus den im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Dokumenten vielmehr zweifelsfrei hervor, dass der Beschwerdef�hrer in Senegal Zugang zu einer antiretroviralen Therapie hat, was eine konkrete Gef�hrdung des Beschwerdef�hrers wegen seiner HIV-Infektion als sehr unwahrscheinlich erscheinen l�sst. Inwiefern die Vorinstanz im vorinstanzlichen Verfahren zu Unrecht und in unzutreffender Anwendung der Untersuchungsmaxime - welche im ausl�nderrechtlichen Bewilligungsverfahren durch die spezialgesetzlichen Mitwirkungspflichten der gesuchstellenden Person gem�ss Art. 90 AuG relativiert wird, Urteil 2C_2/2015 vom 13. August 2015 E. 2.3, mit zahlreichen Hinweisen - auf eine fehlende konkrete Gef�hrdung des Beschwerdef�hrers wegen einer psychischen oder auf einer Hepatitis B beruhenden Krankheit geschlossen haben soll, wird in der Beschwerdeschrift nicht in einer den prozessualen Anforderungen gen�genden Weise (oben, E. 1.2) geltend gemacht. Dass und inwiefern der weitere Aufenthalt in Senegal dem Beschwerdef�hrer aus gesundheitlichen Gr�nden unzumutbar sein soll, ist nicht dargetan.
�Die Beschwerde erweist sich damit als unbegr�ndet und ist abzuweisen. Der angefochtene Entscheid entspricht dem Gesetz und der st�ndigen Rechtsprechung, weshalb die Beschwerde als aussichtslos erscheinen musste. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist daher abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG). Angesichts der Umst�nde rechtfertigt es sich, von einer Kostenerhebung abzusehen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen werden nicht gesprochen (Art. 68 Abs. 3 BGG).
�Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus und dem Staatssekretariat f�r Migration schriftlich mitgeteilt.