Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_15_04_2010_V_ZR_182_09_Anwendung_der_Regelung_des_Paragr-d3963297.html
Timestamp: 2016-10-24 00:52:43
Document Index: 380315811

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 429', 'BGH', 'BGH', '§ 429', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 429', 'BGH', '§ 429', '§ 429', '§ 429', 'BGH', '§ 429', '§ 889', '§ 1177', '§ 428', 'BGH', '§ 97', '§ 3']

BGH, 15.04.2010 - V ZR 182/09 - Anwendung der Regelung des § 429 Abs. 2 BGB auf den Eigentümer eines mit einer Grundschuld belasteten Grundstücks bei gleichzeitiger Gesamtgläubigereingenschaft des Eigentümers bezüglich der Grundschuld | Urteile auf anwalt24.de
BGH, 29.04.2010 - III ZR 127/09 - Kausalitätsvermutung zugunsten eines sich auf ...…BGH, 15.04.2010 - V ZR 182/09 - Anwendung der Regelung des § 429 Abs. 2 BGB auf ...BGH, 15.04.2010 - V ZR 180/09 - Bestimmung des Gegenstandswertes eines Verfahren...BGH, 15.04.2010 - Xa ZR 89/09 - Bahn Card-Vertrag als Dauerschuldverhältnis trot...BGH, 15.04.2010 - Xa ZR 28/08 - Anforderungen an die Lösung des technischen Prob...BGH, 15.04.2010 - 5 StR 103/10 - Sachrüge gegen den Strafaussspruch eines Gerich...BGH, 15.04.2010 - IX ZR 223/07 - Zahlung des Betrages für eine Neubegründung von...BGH, 15.04.2010 - IX ZR 188/09 - Insolvenzrechtliche Behandlung unselbstständige...BGH, 15.04.2010 - I ZR 145/08 - Freie Wählbarkeit, Austauschbarkeit und Fähigkei...BGH, 15.04.2010 - III ZR 240/09BGH, 14.04.2010 - 2 StR 129/10 - Verwerfung einer Revision i.R.e. Verurteilung w...BGH, 14.04.2010 - 1 StR 114/10 - Verwerfung der Revision wegen UnbegründetheitBGH, 14.04.2010 - 1 StR 54/10 - Abänderung einer Entscheidung über die Dauer des...BGH, 14.04.2010 - 1 StR 127/10 - Revision gegen ein Urteil hinsichtlich des sexu...BGH, 14.04.2010 - 2 StR 515/09 - Möglichkeit eines Vorwegvollzugs eines Teils de...BGH, 14.04.2010 - 1 StR 131/10 - Überprüfen von Ausführungen in Urteilsgründen a...BGH, 14.04.2010 - XII ZR 89/08 - Maßgebliche Vorschriften für einen Anspruch ein...BGH, 14.04.2010 - 1 StR 105/10 - Steuererklärungspflichten des formellen Geschäf...BGH, 14.04.2010 - 1 StR 64/10 - Rücknahme eines Rechtsmittels vor Ablauf der Ein...BGH, 14.04.2010 - IV ZB 6/09 - Höhe der Terminsgebühr eines Rechtsanwalts bei Ve...BGH, 14.04.2010 - 2 StR 42/10 - Erforderlichkeit eines nach rechtlichen Rügen ge...BGH, 14.04.2010 - 5 StR 122/10 - Aufhebung eines Strafausspruches wegen unerlaub...…BGH, 01.04.2010 - 3 StR 456/09 - Qualifizierung der Inbrandsetzung eines Schuppe...
BGH, 15.04.2010 - V ZR 182/09 - Anwendung der Regelung des § 429 Abs. 2 BGB auf den Eigentümer eines mit einer Grundschuld belasteten Grundstücks bei gleichzeitiger Gesamtgläubigereingenschaft des Eigentümers bezüglich der Grundschuld
BundesgerichtshofBeschl. v. 15.04.2010, Az.: V ZR 182/09Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 15.04.2010Referenz: JurionRS 2010, 15543Aktenzeichen: V ZR 182/09 Verfahrensgang:vorgehend:LG Bremen - 05.03.2009 - AZ: 6 O 2328/07OLG Bremen - 07.09.2009 - AZ: 3 U 20/09Rechtsgrundlage:§ 429 Abs. 2 BGBFundstellen:MDR 2010, 856-857MittBayNot 2010, 378NJ 2010, 514NJ 2010, 432-433NJW 2010, 8NotBZ 2010, 341WM 2010, 1475-1476ZfIR 2010, 433Amtlicher Leitsatz:Die Regelung in § 429 Abs. 2 BGB findet keine Anwendung, wenn einer von mehreren Gesamtgläubigern einer Grundschuld Eigentümer des belasteten Grundstücks wird.Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 15. April 2010 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger, die Richter Dr. Lemke und Dr. Schmidt-Räntsch, die Richterin Dr. Stresemann und den Richter Dr. Czub beschlossen:Tenor:Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 3. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Bremen vom 7. September 2009 wird auf Kosten der Klägerin zurückgewiesen.Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt 204.516,75 EUR.Gründe11.Der von der Klägerin einzig geltend gemachte Zulassungsgrund der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung liegt nicht vor. Hätte das Berufungsgericht die Begründetheit des Klageanspruchs unter Berücksichtigung der Vorschrift des § 429 Abs. 2 BGB geprüft, wäre sein Ergebnis nicht anders ausgefallen.22.Zwar gilt das Rechtsinstitut der Gesamtgläubigerschaft auch im Sachenrecht (s. nur Senat, BGHZ 46, 253, 255). Dementsprechend ist eine Gesamtgläubigerberechtigung bei der Grundschuld rechtlich möglich (Senat, Urteil vom 20. Dezember 1974, V ZR 72/73, WM 1975, 135, 136). Aber das hat nicht zur Folge, dass die Vorschrift des § 429 Abs. 2 BGB anwendbar ist, nach welcher bei der Vereinigung von Forderung und Schuld in der Person eines Gesamtgläubigers die Rechte der übrigen Gläubiger gegen den Schuldner erlöschen.3Während im Schuldrecht der unumstößliche Grundsatz gilt, dass niemand gegen sich selbst eine Forderung haben kann, gilt dies nach § 889 BGB im Immobiliarsachenrecht nicht. Es erlaubt deshalb sowohl die originäre Bestellung als auch den nachträglichen Erwerb einer Grundschuld an dem eigenen Grundstück (Eigentümergrundschuld, §§ 1177 Abs. 1, 1196 Abs. 1 BGB). Die Identität von Grundschuldgläubiger und Grundstückseigentümer berührt nicht den Bestand und den Inhalt der Grundschuld. Es tritt keine Konsolidation mit rechtserlöschender Wirkung ein. Für die Gesamtgläubigerschaft an einer Grundschuld bedeutet dies, dass dann, wenn einer der Gesamtgläubiger Eigentümer des belasteten Grundstücks wird, die Grundschuld für ihn als Eigentümergrundschuld und für die anderen Gesamtgläubiger als Fremdgrundschuld bestehen bleibt (zu allem Heilbron, SächsArch 1933, 353, 355 ff.; vgl. auch Senat, Urteil vom 20. Dezember 1974, V ZR 72/73, WM 1975, 135, 136 zur Bestellung einer Grundschuld durch Bruchteilseigentümer an ihren Anteilen für sich als Gesamtgläubiger). Denn es handelt sich nicht um eine einzige, mehreren Personen zustehende Grundschuld, sondern um eine Mehrheit von Rechten, die allerdings nicht unabhängig voneinander bestehen, sondern nach § 428 BGB in der Weise miteinander verbunden sind, dass jeder Gläubiger ein eigenes Befriedigungsrecht hat, die Befriedigung eines einzigen jedoch gegen alle wirkt (Senat, BGHZ 46, 253, 255).43.Nach alledem hat der Eigentumserwerb von F. D. nicht das Erlöschen der Rechte der Beklagten zur Folge gehabt. Gläubiger der Grundschuld sind nach wie vor F. D. und die Beklagte.54.Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO. Den Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens nimmt der Senat mit 40 % des Nennbetrags der Grundschuld an (vgl. Zöller/Herget, ZPO, 28. Aufl., § 3 Rdn. 16 "Löschung").Krüger Lemke Schmidt-Räntsch Stresemann CzubHinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.