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Timestamp: 2016-10-25 05:04:23
Document Index: 311185968

Matched Legal Cases: ['Art. 207', 'BGE', 'Art. 51', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 51', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 74', 'Art. 54', 'Art. 230', 'BGE', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'BGE', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'BGE', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 51', 'Art. 333', 'Art. 51', 'Art. 29', 'Art. 285', 'Art. 333', 'Art. 51', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 333', 'Art. 51', 'Art. 51', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 54', 'Art. 51', 'BGE', 'Art. 51', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 54', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 51', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 11', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 54', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'BGE', 'Art. 54', 'BGE', 'de lege ferenda', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'de lege lata', 'Art. 333', 'Art. 51', 'BGE', 'BGE', 'Art. 54', 'Art. 135', 'Art. 159']

C 321/99 (20.04.2001)
Pr�sident Lustenberger, Bundesrichter Sch�n, Borella, R�edi und Meyer; Gerichtsschreiberin Berger
�ffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, Pratteln, Beschwerdef�hrerin,
1. und 2. vertreten durch Advokat Ren� Brigger, Weisse Gasse 15, Basel,
A.- Die 33 im Rubrum als Beschwerdegegner aufgef�hrten Personen waren Arbeitnehmer der M.________ AG und erhielten mehrheitlich f�r die Monate Oktober bis Dezember 1997, teilweise bereits f�r weiter zur�ckliegende Monate, keinen Lohn f�r geleistete Arbeit. Am 1. Dezember 1997 schloss die M.________ AG mit der T.________ AG in Gr�ndung per 1. Februar 1998 einen Kauf- und �bernahmevertrag ab. Die Gr�ndung der T.________ AG erfolgte am 9. Dezember 1997. Am 12. Dezember 1997 �nderte die M.________ AG ihre Firma in F.________ AG. Ein Grossteil der rubrizierten Arbeitnehmer k�ndigte am 16. Dezember 1997 das Arbeitsverh�ltnis mit der M.________ AG bzw. der F.________ AG wegen Lohngef�hrdung fristlos, anderen hatte die Arbeitgeberin bereits im November 1997 auf Ende Dezember 1997 gek�ndigt, einzelne wurden in der T.________ AG angestellt.
Mit Verf�gungen vom 18. Februar 1998 lehnte die �ffentliche Arbeitslosenkasse Baselland die Gesuche der im Rubrum als Beschwerdegegner aufgef�hrten Personen um Insolvenzentsch�digung ab. Zur Begr�ndung gab sie an, die Ausrichtung von Insolvenzentsch�digung bei der �bernahme einer Firma w�rde zu einer zweckwidrigen Liquidations- bzw. Sanierungshilfe f�hren.
B.- Dagegen erhoben die 33 Betroffenen Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, die Verf�gungen vom 18. Februar 1998 seien aufzuheben und es seien ihnen Insolvenzentsch�digungen samt Zins zu 5 % seit 23. Dezember 1997 auszurichten. Nachdem die Arbeitslosenkasse am 29. April und 4. Mai 1998 auf zwei Wiedererw�gungsgesuche nicht eingetreten war, trat das Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft auf die Beschwerden von F.G.________, O.I.________ und R.H.________ nicht ein, hiess die �brigen Beschwerden im Sinne der Erw�gungen gut und wies die Sache zur Pr�fung der individuellen Anspruchsvoraussetzungen sowie zur Berechnung der Insolvenzentsch�digungen an die Arbeitslosenkasse zur�ck (Entscheid vom 28. April 1999).
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die Arbeitslosenkasse die Aufhebung des kantonalen Entscheides. J.B.________, N.H.________, R.W.________, A.K.________, P.P.________, C.F.________ und M.S.________ lassen die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragen. H.L.________, R.A.________ und A.O.________ schliessen sich der Vernehmlassung des Rechtsvertreters von R.W.________ an, ohne selber Stellung zu nehmen. R.G.________ l�sst sich in abweisendem Sinn vernehmen. Die �brigen Beschwerdegegner reichen keine Stellungnahme ein. Das Staatssekretariat f�r Wirtschaft (seco) schliesst auf Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
M.S.________ haben mit Eingaben vom 1. und 14. Februar 2000 mitgeteilt, dass �ber die T.________ AG am 11. Januar 2000 der Konkurs er�ffnet und das Konkursverfahren am 27. Januar 2000 mangels Aktiven eingestellt worden sei. Die bereits seit Einreichung der Beschwerden beim Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft sistierten Lohnprozesse seien vom Bezirksgericht X.________ daraufhin gem�ss Art. 207
SchKG sistiert worden (Verf�gungen vom 27. Januar 2000).
1. Die Beschwerdef�hrerin beantragt die Vereinigung der Prozesse C 321/99 und C 322/99. Obschon beiden Verfahren identische Verwaltungsgerichtsbeschwerden der gleichen Arbeitslosenkasse zu Grunde liegen, welche sich gegen zwei gleichentags ergangene, �bereinstimmende kantonale Entscheide richten, und sich die gleichen Rechtsfragen stellen, ist auf eine Verfahrensvereinigung zu verzichten, weil die Beschwerdegegner nicht identisch sind (BGE 123 V 215 Erw. 1, 120 V 466 Erw. 1 mit Hinweisen; Poudret, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire, Bd. 1, S. 343 unten f.).
Streitig und zu pr�fen ist, ob die �brigen Beschwerdegegner nach Massgabe von Art. 51 Abs. 1 lit. a AVIG Anspruch auf Insolvenzentsch�digung haben. Unter den Parteien besteht Uneinigkeit dar�ber, ob ein Betriebs�bergang im Sinne von Art. 333 OR vorliegt und, bejahendenfalls, ob die damit verbundene solidarische Haftung der Erwerberin f�r die Lohnforderungen aus den Arbeitsverh�ltnissen zwischen der Ver�usserin und den Arbeitnehmern den Anspruch auf Insolvenzentsch�digung ausschliesst. Umstritten sind somit die Auswirkungen des Art. 333 OR auf die insolvenzentsch�digungsrechtliche Ordnung.
3.- a) Gem�ss Art. 51 Abs. 1 lit. a AVIG haben beitragspflichtige Arbeitnehmer von Arbeitgebern, die in der Schweiz der Zwangsvollstreckung unterliegen oder in der Schweiz Arbeitnehmer besch�ftigen, Anspruch auf Insolvenzentsch�digung, wenn gegen ihren Arbeitgeber der Konkurs er�ffnet wird und ihnen in diesem Zeitpunkt Lohnforderungen zustehen. Die Insolvenzentsch�digung deckt nach Art. 52 Abs. 1 AVIG (in der vom 1. Januar 1996 bis 31. August 1999 geltenden, vorliegend anwendbaren Fassung) Lohnforderungen f�r die letzten sechs Monate des Arbeitsverh�ltnisses, f�r jeden Monat jedoch nur bis zum H�chstbetrag nach Artikel 3 Absatz 1; als Lohn gelten auch die geschuldeten Zulagen.
b) Der gesetzliche Zweck der Insolvenzentsch�digung besteht im Schutz der Lohnguthaben der Arbeitnehmer und in der Sicherstellung des Lebensunterhaltes der Arbeitnehmer im Konkursfall des Arbeitgebers (BBl 1980 III 534 f. und 606; BGE 114 V 58 Erw. 3c). Diesem Zweck entsprechend k�nnen nur effektive Lohnanspr�che, welche von der versicherten Person zumindest glaubhaft zu machen sind (Art. 74 AVIV), Gegenstand des Anspruchs auf Insolvenzentsch�digung bilden (ARV 1998 Nr. 12 S. 62 Erw. 3a).
c) Mit der Ausrichtung der Entsch�digung gehen laut Art. 54 Abs. 1 AVIG die Lohnanspr�che des Versicherten im Ausmass der bezahlten Entsch�digung und der von der Kasse entrichteten Sozialversicherungsbeitr�ge samt dem gesetzlichen Konkursprivileg auf die Kasse �ber. Diese darf auf die Geltendmachung nicht verzichten, es sei denn, das Konkursverfahren werde durch das Konkursgericht eingestellt (Art. 230 SchKG). Nach der angef�hrten Gesetzesbestimmung tritt die Arbeitslosenkasse im Umfang der von ihr entrichteten Insolvenzentsch�digung voll in die Rechte der Arbeitnehmer gegen�ber den Arbeitgebern ein; die Rechtsstellung der Kasse entspricht derjenigen der Arbeitnehmer, deren Lohnforderungen sie anstelle der Arbeitgeber mit gesetzlichem R�ckgriffsrecht auf diese bzw. auf die Konkursmasse befriedigt (BGE 112 V 63 Erw. 2c). Die Arbeitnehmer m�ssen allerdings - gem�ss der allgemeinen Schadenminderungspflicht - im Konkurs- oder Pf�ndungsverfahren alles unternehmen, um ihre Anspr�che gegen�ber den Arbeitgebern zu wahren (Art. 55 Abs. 1 Satz 1 AVIG; BGE 114 V 59 Erw. 3d; ARV 1999 Nr. 24 S. 142 f. Erw. 1c).
4.- a) Nach Art. 333 Abs. 1 OR geht das Arbeitsverh�ltnis mit allen Rechten und Pflichten mit dem Tage der
Betriebsnachfolge auf den Erwerber �ber, wenn der Arbeitgeber den Betrieb oder einen Betriebsteil auf einen Dritten �bertr�gt und der Arbeitnehmer den �bergang nicht ablehnt. Der bisherige Arbeitgeber und der Erwerber des Betriebes haften solidarisch f�r die Forderungen des Arbeitnehmers, die vor dem �bergang f�llig geworden sind und die nachher bis zum Zeitpunkt f�llig werden, auf den das Arbeitsverh�ltnis ordentlicherweise beendigt werden k�nnte oder bei Ablehnung des �bergangs durch den Arbeitnehmer beendet wird (Art. 333 Abs. 3 OR).
b) Der Zweck von Art. 333 Abs. 1 OR in der Fassung vom 25. Juni 1971 bestand urspr�nglich nur darin, den �bergang von Unternehmen zu erleichtern und dem Erwerber des Betriebes die eingearbeiteten Arbeitskr�fte nach M�glichkeit zu sichern; im �brigen konnte der Erwerber einen Arbeitsvertrag aus beliebigem Grund k�ndigen (BGE 114 II 352 Erw. 3). Mit der Revision vom 17. Dezember 1993, in Kraft seit 1. Mai 1994, wurde die Bestimmung jedoch der Richtlinie Nr. 77/187/EWG des Rates vom 14. Februar 1977 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten �ber die Wahrung von Anspr�chen der Arbeitnehmer beim �bergang von Unternehmen, Betrieben oder Betriebsteilen (ABl. Nr. L 61 vom 5. M�rz 1977 S. 26 ff.; modifiziert durch die Richtlinie Nr. 98/50/EG des Rates vom 29. Juni 1998 [ABl. Nr. L 201 vom 17. Juli 1998]) angepasst, mit der die umfassende Wahrung der Interessen der betroffenen Arbeitnehmer beim Betriebs�bergang angestrebt wird (BGE 123 III 468; nicht ver�ffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 25. M�rz 1999, 4C.37/1999; Beat Denzler, Zur Tragweite von Art. 333 OR, in: recht 1998 S. 66 ff.; Staehelin, Z�rcher Kommentar, N 1 zu Art. 333 OR; Rehbinder, Berner Kommentar, N 2 zu Art. 333 OR; Michael E. Winkler, Unternehmensumwandlungen und ihre Auswirkungen auf Arbeitsvertr�ge, Diss. Z�rich 2000, S. 29 f.; Wolfgang Portmann, Individualarbeitsrecht, Z�rich 2000, S. 182 Rz 839; Brunner/B�hler/Waeber, Kommentar zum Arbeitsvertragsrecht, N 3 zu Art. 333; Br�hwiler, Kommentar zum Einzelarbeitsvertrag, 2. Aufl. , Bern 1996, N 1 zu Art. 333 OR; vgl. auch Aubert, Die neue Regelung �ber Massenentlassungen und den �bergang von Betrieben, in: AJP 1994 S. 703 f.). Die Auslegung des Betriebs�bergangsbegriffs im Sinne von Art. 333 OR orientiert sich an der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ�ischen Gemeinschaften (nicht ver�ffentlichte Urteile des Bundesgerichts vom 25. M�rz 1999, 4C.37/1999, und vom 6. August 1996, 4P.66/1996; Winkler, a.a.O., S. 21 f.; Roland A. M�ller, Die neuen Bestimmungen �ber den Betriebs�bergang, in: AJP 1996 S. 150 ff.).
c) Die erw�hnten Interessen der Arbeitnehmer betreffen namentlich die Vertragsdauer, welche durch den arbeitsrechtlichen �bergang nicht unterbrochen wird. Nicht beeintr�chtigt werden zudem dienstaltersabh�ngige Anspr�che wie K�ndigungsschutz, Lohnfortzahlung bei Verhinderung an der Arbeitsleistung, Gratifikation oder Abgangsentsch�digung (Portmann, a.a.O., S. 182 Rz 839; Winkler, a.a.O., S. 63). Zweck der solidarischen Haftung der alten und neuen Arbeitgeber f�r die aus den Arbeitsverh�ltnissen erwachsenen Forderungen der Arbeitnehmer, die vor der �bergabe f�llig geworden sind und die nachher bis zum Zeitpunkt f�llig werden, auf den die Arbeitsverh�ltnisse ordentlicherweise beendet werden k�nnten (Art. 333 Abs. 3 OR), ist der Schutz der Arbeitnehmer vor neuen Arbeitgebern, deren Bonit�t sie nicht kennen (Br�hwiler, a.a.O., N 5 zu Art. 333 OR).
d) Im Gegensatz zur L�sung nach altem Recht (BGE 114 II 352 Erw. 3) geht das Arbeitsverh�ltnis im Falle eines Betriebs�bergangs automatisch auf die erwerbende Person �ber, selbst wenn dies gegen deren Willen geschehen sollte (BGE 123 III 468 Erw. 3b). Die �bernahme der bisherigen Arbeitsverh�ltnisse ist seit der Revision von Art. 333 OR Rechtsfolge und nicht Tatbestandsmerkmal (zur damit verbundenen Erschwernis von Betriebssanierungen durch Gr�ndung von Auffanggesellschaften: Franco Lorandi, Betriebs�bernahmen gem�ss Art. 333 OR im Zusammenhang mit Sanierungen und Zwangsvollstreckungsverfahren, in: Schuldbetreibung und Konkurs im Wandel, Festschrift 75 Jahre Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz, Basel 2000, S. 96 und 101; Hans Hofstetter, Zur Anwendbarkeit von Art. 333 OR bei Unternehmenssanierungen, in: AJP 1998 S. 927 und 929 f.; Rico A. Camponovo, �bernahme von Arbeitsverh�ltnissen gem�ss Art. 333 OR bei Unternehmenssanierungen, in: Der Schweizer Treuh�nder, 1998 S. 1417 ff.; Winkler, a.a.O., S. 103 ff. mit Hinweisen einerseits auf die in der Literatur vorgeschlagenen L�sungsans�tze zur einschr�nkenden Anwendung von Art. 333 OR und anderseits auf die Auswirkungen der neuen Betriebs�bergangsrichtlinie 98/50/EG vom 29. Juni 1998 f�r die Auslegung von Art. 333 OR; ferner Entscheid der Kantonalen Schiedskommission f�r Arbeitslosenversicherung Basel-Stadt vom 22. April 1999, publiziert in: BJM 2000 S. 31 ff. und BlSchK 1999 S. 232 ff.). Die Frage, ob der Erwerber oder die Erwerberin die Arbeitsverh�ltnisse tats�chlich �bernimmt oder nicht, ist also nur insoweit von Bedeutung, als sich daraus R�ckschl�sse auf die Entwicklung der betrieblichen Organisation ziehen lassen (nicht ver�ffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 4. September 1998, 4C.221/1998). Eine Betriebs�bertragung im Sinne von Art. 333 OR setzt im �brigen laut diesem Urteil keine rechtliche Beziehung zwischen altem und neuem Arbeitgeber voraus; es gen�gt, wenn der Betrieb tats�chlich weitergef�hrt oder wieder aufgenommen wird. F�r die Anwendung von Art. 333 OR ist das Vorliegen einer zivilrechtlichen �bertragung folglich unerheblich (Winkler, a.a.O., S. 35; zu den Konsequenzen des als Vorentwurf des EJPD und des EFD vom Dezember 1997 vorliegenden Bundesgesetzes �ber die Fusion, Spaltung und Umwandlung von Rechtstr�gern vgl. Winkler, a.a.O., S. 38 f.; ferner Gasser/Eggenberger, Vorentwurf zu einem Fusionsgesetz - Grundz�ge und ausgew�hlte Einzelfragen, in: AJP 1998 S. 457 ff., insbesondere S. 470 f.).
5.- a) Das kantonale Gericht hat die Frage offen gelassen, ob im vorliegenden Fall ein Betriebs�bergang im Sinne von Art. 333 Abs. 1 OR gegeben sei. Die Regelung nach Art. 333 OR und das Institut der Insolvenzentsch�digung w�rden nebeneinander stehen, weshalb Arbeitnehmer, unabh�ngig davon, ob eine Betriebs�bernahme stattgefunden habe, Anspruch auf Insolvenzentsch�digung h�tten, sofern die Voraussetzungen gem�ss Art. 51 ff. AVIG gegeben seien. Mache der Arbeitnehmer Lohnforderungen gegen�ber dem bisherigen Arbeitgeber geltend und w�rden diese wegen Insolvenz nicht erf�llt, so bestehe Anspruch auf Insolvenzentsch�digung. Die mit Art. 333 OR privatrechtlich einger�umte Wahlfreiheit werde durch die �ffentlich-rechtliche Regelung der Art. 51 ff. AVIG nicht eingeschr�nkt. Eine solche Einschr�nkung m�sste im AVIG ausdr�cklich geregelt sein, was nicht der Fall sei. Bei Zweifeln �ber Anspr�che aus Arbeitsvertrag sei die Arbeitslosenversicherung in analoger Anwendung von Art. 29 AVIG vorleistungspflichtig. Gegen m�gliche Missbr�uche st�nden ihr gegen�ber der konkursiten Gesellschaft die paulianischen Anfechtungsklagen der Art. 285 ff. SchKG zur Verf�gung.
b) Die Arbeitslosenkasse ist der Ansicht, es lasse sich ohne Kl�rung der Bedeutung eines vor Er�ffnung des Konkurses �ber den vorherigen Arbeitgeber erfolgten Betriebs�berganges f�r den Anspruch auf Insolvenzentsch�digung nicht entscheiden, ob es der Schutzzweck der Insolvenzentsch�digung und die Ordnung gem�ss Art. 333 OR zuliessen, unter dem Begriff des Arbeitgebers gem�ss Art. 51 Abs. 1 AVIG ungeachtet eines Betriebs�berganges auch den ehemaligen Arbeitgeber zu erfassen. Das kantonale Gericht verkenne die Absichten des Gesetzgebers, die einer sachgerechten Auslegung von Art. 333 OR zu Grunde zu legen seien.
c) Im Ergebnis - so seco und Arbeitslosenkasse - f�hre die Auffassung der Vorinstanz dazu, dass Art. 333 OR weitgehend seines Anwendungsbereiches beraubt und die im Wirtschaftsleben bereits vielfach praktizierte Methode gewahrt bleibe, sich durch entsprechende Rechtsgestaltungen der Lohnzahlungspflicht zu entledigen und Lohnkosten wirksam der Sozialversicherung zu �berbinden ("Sozialisierung" von Lohnkosten). Der Wortlaut des Art. 51 Abs. 1 lit. a AVIG schliesse aus, den Ver�usserer eines Betriebs, �ber den nach erfolgtem Betriebs�bergang der Konkurs er�ffnet wird, weiterhin als Arbeitgeber im Sinne jener Bestimmung zu betrachten, weil er nicht mehr als Arbeitgeber aus dem Arbeitsverh�ltnis weiterhafte, sondern lediglich auf Grund der gesetzlichen Solidarit�t als Solidarschuldner.
d) Das seco f�hrt an, die Insolvenzentsch�digung gew�hrleiste keine voraussetzungslose R�ckversicherung f�r die Lohnforderungen der Arbeitnehmer gegen�ber jedem beliebigen Schuldner. Insofern der Arbeitnehmer von einer Durchsetzung seiner Lohnforderung gegen�ber dem Arbeitgeber auf dem Weg der Zwangsvollstreckung absehe, erweise sich die Insolvenzentsch�digung als subsidi�r. In F�llen, in welchen zum Zweck einer Sanierung eine Betriebs�bernahme erfolge und �ber den vormaligen Arbeitgeber der Konkurs herbeigef�hrt werde, k�nne das Ziel der Vermeidung einer missbr�uchlichen Abw�lzung von Lohnkosten auf die Gemeinschaft der Versicherten nur �ber eine sach- und zweckgerechte Auslegung und Anwendung der gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen erreicht werden. Die Tatsache, dass dem Arbeitnehmer bei einem Betriebs�bergang in der Person des Erwerbers ein neuer, solventer Schuldner und Arbeitgeber gegen�berstehe, schliesse den Anspruch auf Insolvenzentsch�digung aus (so auch Lorandi, a.a.O. S. 117, der meint, solange der Arbeitnehmer von einer zwangsvollstreckungsrechtlichen Durchsetzung seiner Lohnforderung gegen�ber dem Betriebs�bernehmer absehe, erweise sich die Insolvenzentsch�digung als subsidi�r). Durch den automatischen �bergang des Arbeitsverh�ltnisses erhielten die Arbeitnehmer f�r alle ausstehenden Forderungen einen neuen Schuldner und w�rden dadurch vom Gl�ubigerrisiko, mit ihren ungedeckten Lohnforderungen infolge Insolvenz des ehemaligen Arbeitgebers auszufallen, befreit. Dieser Bestandesschutz des Arbeitsverh�ltnisses bilde das rechtstechnische Instrument, den Arbeitnehmer bei Zahlungsunf�higkeit des ehemaligen Arbeitgebers zu sch�tzen. Eine Lohnforderung, die sich wegen Betriebs�bergangs prim�r gegen den Erwerber richte, k�nne nicht mehr wegen Konkurses des vormaligen Arbeitgebers im Sinne von Art. 51 AVIG insolvenzbedingt ausfallen, weil der Arbeitgeber weggefallen sei.
e) Die Beschwerdegegner machen im Wesentlichen geltend, das Gesetzm�ssigkeitsprinzip werde verletzt, wenn die Verwaltung als Folge der �nderung einer Privatrechtsbestimmung auf dem Weg einer restriktiveren - wirtschaftspolitisch motivierten - Auslegung des Art. 51 Abs. 1 AVIG Leistungseinschr�nkungen vornehme, welche das Gesetz nicht kenne. Soweit die Verwaltung der Meinung sei, infolge der �nderung von Art. 333 OR sei eine neue Rechtslage geschaffen worden, welche die Frage der Reform der Anspruchsvoraussetzungen gem�ss Art. 51 AVIG aufdr�nge, so sei daf�r der erforderliche Gesetzgebungsprozess einzuleiten. Art. 51 AVIG kenne kein Anspruchskriterium "Nichtvorhandensein eines Anspruchs gem�ss Art. 333 OR". Eine vorfrageweise Pr�fung eines Anspruchs gem�ss Art. 333 OR sei nicht notwendig. Die sozialversicherungsrechtliche Auswirkung von Art. 333 OR bestehe darin, dass der Arbeitslosenkasse nach der Subrogation gem�ss Art. 54 AVIG neu zwei Schuldner zur Verf�gung st�nden. Ge�ndert h�tten sich nicht die arbeitslosenversicherungsrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen, sondern die privatrechtlichen Grundlagen f�r den Regress der Kasse. Schliesslich sei die Auslegung der Verwaltung, wonach mit dem Betriebs�bergang der Arbeitgeber gem�ss Art. 51 Abs. 1 AVIG weggefallen sein solle, gesetzwidrig und verletze die Rechtsgleichheit.
6.- a) Arbeitnehmerschutzrechtliche Bestimmungen m�ssen gerade dann greifen, wenn die Gesetze des Marktes unternehmerische Entscheidungen verlangen (so BGE 116 Ib 276 Erw. 4b bez�glich der Ausnahmen vom Nacht- und Sonntagsarbeitsverbot). Aus der St�rkung des Schutzes der Arbeitnehmer bei Betriebs�bernahmen im Sinne einer umfassenden Wahrung der arbeitsvertraglichen Interessen folgt indessen nicht eine Entlastung der Arbeitslosenversicherung. Der Zweck des Instituts der Insolvenzentsch�digung im Arbeitslosenversicherungsrecht l�sst deshalb eine Auslegung gem�ss der Konzeption der Verwaltung nicht zu. Lohnforderungen gegen�ber den bisherigen Arbeitgebern, die sich wegen des Betriebs�berganges nun auch gegen die Erwerber richten, k�nnen nach wie vor im Sinne von Art. 51 AVIG geltend gemacht werden. Das Gesetz kn�pft den Anspruch auf Insolvenzentsch�digung nicht an die Bedingung der Zahlungsunf�higkeit der Arbeitgeber im Zeitpunkt der Aufl�sung der Arbeitsverh�ltnisse; es wird einzig verlangt, dass den Arbeitnehmern im Zeitpunkt der Konkurser�ffnung Lohnforderungen zustehen (vgl. SZS 2001 S. 92). Der in Art. 333 Abs. 1 OR geregelte �bergang des Arbeitsverh�ltnisses und die Haftungsbestimmung von Art. 333 Abs. 3 OR �ndern unter insolvenzrechtlichen Gesichtspunkten nichts an der Arbeitgebereigenschaft der Ver�usserer. Entgegen der Auffassung der Arbeitslosenkasse haften somit vormalige Arbeitgeber, �ber welche nach der �bereignung des Betriebes der Konkurs er�ffnet wird, gem�ss Art. 333 Abs. 1 OR sowohl aus dem ehemaligen Arbeitsverh�ltnis als auch auf Grund der gesetzlichen Solidarit�t (Art. 333 Abs. 3 OR) f�r die ausstehenden Lohnforderungen. Den Arbeitnehmern k�nnte bei einem Betriebs�bergang denn auch in der Regel gar nicht zugemutet werden, ausstehende Lohnforderungen aus dem fr�heren Arbeitsverh�ltnis vorweg gegen�ber den neuen Arbeitgebern, die im �brigen entgegen der Auffassung des seco nicht immer solvent sein m�ssen, zivilprozessual geltend zu machen und vollstreckungsrechtlich auch durchzusetzen.
Die insolvenzrechtliche Auswirkung von Art. 333 OR besteht darin, dass die Arbeitslosenkasse, welche mit der in Art. 54 AVIG geregelten Subrogation in die Rechte der Arbeitnehmer eintritt, ihre zwingend auszu�bende Regressforderung neu gegen�ber zwei Schuldnern, dem bisherigen Arbeitgeber und dem Betriebserwerber geltend machen kann (so auch Winkler, a.a.O., S. 99; anderer Meinung: Geiser, Betriebs�bernahmen und Massenentlassungen im Zusammenhang mit Zwangsvollstreckungsverfahren, in: Hasenb�hler/Schnyder [Hrsg. ], Zivilprozessrecht, Arbeitsrecht, Kolloquium zu Ehren von Professor Adrian Staehelin, Z�rich 1997, S. 113, welcher die Ansicht vertritt, im Falle der Ver�usserung eines Betriebs im Konkurs hafte der �bernehmer nicht solidarisch f�r die Forderungen aus dem Arbeitsverh�ltnis, die vor Konkurser�ffnung entstanden seien - diese seien ausschliesslich aus der Konkursmasse zu befriedigen und es bestehe gegen�ber der Arbeitslosenkasse ein Anspruch auf Insolvenzentsch�digung).
Das Sozialversicherungsgericht hat folglich im Rahmen der Beurteilung des Anspruchs auf Insolvenzentsch�digung nicht zu pr�fen (auch nicht vorfrageweise; vgl. dazu BGE 120 V 382 Erw. 3a mit Hinweisen), ob die Voraussetzungen des Art. 333 OR erf�llt sind.
b) Der auf den 1. Mai 1994 revidierte Art. 333 OR f�hrt deshalb nicht zu einem Koordinationsbedarf. Es ist weder eine neue, restriktivere Auslegung des unver�nderten Art. 51 AVIG noch eine richterliche L�ckenf�llung vorzunehmen. Eine Koordination ist nicht bereits deswegen notwendig, weil das Arbeitslosenversicherungsrecht in einer besonders engen Beziehung zum Arbeitsvertragsrecht steht (vgl. als Beispiel BGE 115 V 437, welchem Urteil ein Meinungsaustausch mit der I. Zivilabteilung zu den arbeitsvertraglichen Grundsatzfragen vorausgegangen ist).
c) Nichts anderes ergibt sich im �brigen aus Art. 29 AVIG. Hat die Kasse begr�ndete Zweifel daran, ob der Versicherte f�r die Zeit des Arbeitsausfalls gegen�ber seinem bisherigen Arbeitgeber Lohn- oder Entsch�digungsanspr�che im Sinne von Art. 11 Abs. 3 AVIG hat oder ob sie erf�llt werden, so zahlt sie Arbeitslosenentsch�digung aus (Art. 29 Abs. 1 AVIG). Mit der Zahlung gehen alle Anspr�che des Versicherten samt dem gesetzlichen Konkursprivileg im Umfang der ausgerichteten Arbeitslosenentsch�digung auf die Kasse �ber (Art. 29 Abs. 2 Satz 1 AVIG). Art. 29 Abs. 1 AVIG regelt zwei unterschiedliche Tatbest�nde, n�mlich einerseits den Fall, dass Zweifel dar�ber bestehen, ob die versicherte Person �berhaupt Anspr�che gegen�ber dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin hat und anderseits den Fall, dass Zweifel �ber die Realisierbarkeit ausgewiesener Anspr�che bestehen (Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. Soziale Sicherheit, Rz 366). Mit der Sonderbestimmung von Art. 29 Abs. 1 AVIG kommt das Gesetz den Versicherten bei Unsicherheit �ber das Bestehen von die Anrechenbarkeit des Arbeitsausfalles (als eine der gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen) ausschliessenden Anspr�chen nach Art. 11 Abs. 3 AVIG entgegen, indem es dieses Anspruchsmerkmal im Sinne einer unwiderlegbaren gesetzlichen Vermutung als gegeben annimmt (BGE 126 V 373 Erw. 3a/bb). Die zu Art. 29 Abs. 2 Satz 1 AVIG von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze zur Legalzession sind auf die Insolvenzentsch�digung gem�ss Art. 54 Abs. 1 AVIG ebenfalls anwendbar (BGE 123 V 78 Erw. 2c). Art. 29 Abs. 1 und 2 AVIG best�tigen f�r den vorliegenden Fall somit sinngem�ss, dass die Arbeitnehmer ihren Anspruch auf Insolvenzentsch�digung unabh�ngig davon, ob ein Betriebs�bergang stattgefunden hat, geltend machen k�nnen.
d) Die Verwaltung ber�cksichtigt bei ihrer Argumentation ferner die Tatsache zu wenig, dass sich die meisten Arbeitnehmer auf Grund ihrer sozial schwachen Stellung dazu gezwungen sehen, ihre Arbeitskraft den �bernehmern ebenfalls zur Verf�gung zu stellen. Gerade bei einem Sanierungsfall sind sie kaum in der Lage, zu erkennen, wie es sich mit der Bonit�t der neuen Gesellschaft verh�lt. Gesellschaftsrechtliche Unternehmensumwandlungen k�nnen die Realisierbarkeit von Arbeitnehmerforderungen mit andern Worten gef�hrden. Der Anspruch auf Insolvenzentsch�digung garantiert den Arbeitnehmerschutz effizienter als die Solidarhaftung gem�ss Art. 333 Abs. 3 OR (vgl. zur Auslegung dieser Bestimmung: Winkler, a.a.O., S. 94 ff.). Dabei ist allerdings einzur�umen, dass die Insolvenzentsch�digung keine volle und voraussetzungslose R�ckversicherung f�r Lohnforderungen der Arbeitnehmer garantiert.
Machen Arbeitnehmer von dem in Art. 333 Abs. 1 OR verankerten Ablehnungsrecht (vgl. Art. 333 Abs. 2 OR) Gebrauch, w�re es f�r sie tats�chlich und rechtlich schwierig, die ihnen gegen die ehemaligen Arbeitgeber zustehenden Lohnanspr�che bei den �bernehmern geltend zu machen. Dieses Hindernis entf�llt bei einem Anspruch auf Insolvenzentsch�digung. Um im Rahmen von Unternehmenssanierungen der von der Arbeitslosenkasse bef�rchteten missbr�uchlichen Abw�lzung von Lohnkosten auf die Versichertengemeinschaft entgegenzutreten (zur rechtsmissbr�uchlichen Gesetzesumgehung: BGE 123 V 238 mit Hinweisen), hat die Arbeitslosenversicherung allerdings ihrer Pflicht nachzukommen, ihre Forderungen auf dem Regressweg geltend zu machen (Art. 54 Abs. 1 Satz 2 AVIG; BGE 123 V 77 Erw. 2c).
e) Nach dem Gesagten entspricht die Leistungspflicht der Arbeitslosenkasse f�r die umstrittene Insolvenzentsch�digung und das Regressrecht der Verwaltung der geltenden Rechtslage. Wie die Beschwerdegegner zutreffend ausf�hren, ist es gegebenenfalls Sache des Gesetzgebers, der von der Verwaltung dargelegten und gew�nschten Konzeption zur L�sung des Problems der r�ckst�ndigen Arbeitnehmerforderungen zum Durchbruch zu verhelfen (vgl. die L�sungsvorschl�ge de lege ferenda von Lorandi, a.a.O. S. 110 ff.).
7.- Bei diesem Ausgang des Verfahrens braucht nicht gepr�ft zu werden, wie es sich mit den K�ndigungen der Arbeitsverh�ltnisse verh�lt. Die Verwaltung vertritt die Auffassung, diese K�ndigungen seien aus Anlass der Betriebs�bernahme und im Interesse der Erwerberin, somit in Umgehung von Art. 333 OR erfolgt. Diesbez�glich ist immerhin darauf hinzuweisen, dass nach der Rechtsprechung sowohl des Bundesgerichts als auch des Gerichtshofes der Europ�ischen Gemeinschaften eine ausschliesslich im Hinblick auf einen Betriebs�bergang ausgesprochene K�ndigung nicht g�ltig ist; offen gelassen hat das Bundesgericht allerdings die Konsequenzen einer K�ndigung mit dem Zweck, den Rechtsfolgen des Art. 333 OR zu entgehen (nicht ver�ffentlichtes Urteil des Bundesgerichtes vom 7. Januar 1999, 4C.333/1998; zum Bestandesschutz �bergehender Arbeitsverh�ltnisse vgl. Winkler, a.a.O., S. 108 ff., der - ebenso wie die Botschaft I �ber die Anpassung des Bundesrechts an das EWR-Recht vom 27. Mai 1992 (BBl 1992 V 402) - zum Schluss kommt, auf Grund von Art. 333 OR bestehe kein erh�hter K�ndigungsschutz).
8.- Zusammenfassend ergibt sich, dass die �bernahmeregelung gem�ss dem revidierten Art. 333 OR und das Institut der Insolvenzentsch�digung sich nicht gegenseitig ausschliessen. Es kann keine Rede davon sein, dass zwingendes Arbeitsvertragsrecht im Hinblick auf sozialversicherungsrechtliche Leistungen zur Disposition gestellt wird. Entgegen der Auffassung der Arbeitslosenkasse und des seco gibt es de lege lata weder ein Konkurrenzproblem noch wird die arbeitslosenversicherungsrechtliche durch die arbeitsprivatrechtliche Leistungspflicht verdr�ngt. Es ist mit anderen Worten f�r das Bestehen eines Anspruchs auf Insolvenzentsch�digung unerheblich, ob eine �bertragung des Arbeitsverh�ltnisses stattgefunden hat. Daraus folgt, dass Arbeitnehmer, unabh�ngig davon, ob ein Anwendungsfall von Art. 333 OR vorliegt, Insolvenzentsch�digung beanspruchen k�nnen, sofern die Voraussetzungen gem�ss Art. 51 AVIG in Bezug auf den bisherigen Arbeitgeber oder die bisherige Arbeitgeberin erf�llt sind. Dieser Anspruch ergibt sich auch aus der in der gesetzlichen Ordnung der Insolvenzentsch�digung begr�ndeten Vorleistungspflicht (BGE 112 V 70 Erw. 4; ARV 1990 Nr. 8 S. 53 Erw. 2). Die Arbeitslosenkasse anderseits kann ihr Regressrecht, das sie zwingend auszu�ben hat (BGE 123 V 77 Erw. 2b), gem�ss Art. 54 AVIG gegen�ber den bisherigen wie auch gegen�ber den neuen Arbeitgebern geltend machen.
Dem Prozessausgang entsprechend sind den anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnern (J.B.________, N.H.________, R.W.________, A.K.________, P.P.________, C.F.________ und M.S.________) Parteientsch�digungen zuzusprechen (Art. 135 in Verbindung mit Art. 159 Abs. 1 OG). Damit erweist sich das Gesuch von J.B.________ und N.H.________ um unentgeltliche Verbeist�ndung als gegenstandslos.
III. F�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht hat die �ffentliche Arbeitslosenkasse Baselland J.B.________ und N.H.________ eine Parteientsch�digung von insgesamt Fr. 5540. 75 (einschliesslich Mehrwertsteuer), R.W.________ eine Parteientsch�digung von Fr. 2500. - (einschliesslich Mehrwertsteuer) und A.K.________, P.P.________, C.F.________ und M.S.________ eine Parteientsch�digung von insgesamt Fr. 2621. 70 (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
IV. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft, dem Kantonalen Amt f�r Industrie, Gewerbe und Arbeit Baselland und dem Staatssekretariat f�r Wirtschaft zugestellt.