Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202009,%20947
Timestamp: 2019-11-14 19:35:10
Document Index: 39097611

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 6', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 18.03.2009 - XII ZR 200/06 - dejure.org
https://dejure.org/2009,1215
BGH, 18.03.2009 - XII ZR 200/06 (https://dejure.org/2009,1215)
BGH, Entscheidung vom 18.03.2009 - XII ZR 200/06 (https://dejure.org/2009,1215)
BGH, Entscheidung vom 18. März 2009 - XII ZR 200/06 (https://dejure.org/2009,1215)
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Durch Individualabrede vereinbarte Endrenovierungsklausel in einem Mietvertrag über Gewerberäume
Wirksamkeit einer in Form einer Individualabrede vereinbarten Endrenovierungsklausel in einem Mietvertrag über Gewerberäume; Voraussetzungen einer Individualabrede bei einem von einer Partei gestellten Vertragstext
Keine Erstattung der Kosten für vom Mieter vorgenommene Endrenovierungsmaßnahmen bei entsprechend individuell vereinbarter Renovierungsklausel
Individuell vereinbarte Endrenovierungsklausel bei Gewerberäumen?
Eine im Gewerberaummietrecht individuell vereinbarte Endrenovierungsklausel ist wirksam
Was gilt denn nun für Individualvereinbarungen?
Geschäftsraummiete: Individuell vereinbarte Endrenovierungsklausel wirksam! (IMR 2009, 198)
AG Berlin-Tiergarten, 24.05.2006 - 5 C 166/06
LG Berlin, 23.10.2006 - 62 S 187/06
NJW-RR 2009, 947
MDR 2009, 678
ZMR 2009, 672
cc) Das in der Stellungnahme der Revision angeführte Urteil des XII. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 18. März 2009 (XII ZR 200/06, NJW-RR 2009, 947) führt zu keiner anderen Beurteilung.
Unabhängig davon, ob durch §§ 6 und 13 des Mietvertrags diese Pflichten überhaupt wirksam auf die Beklagten übertragen wurden (vgl. dazu Senatsurteile BGHZ 151, 13 = NJW 2002, 2383, 2384; vom 6. April 2005 - XII ZR 158/01 - NZM 2005, 863, 864 und vom 18. März 2009 - XII ZR 200/06 - NJW-RR 2009, 947 Rn. 19), ergibt sich ein solcher Anspruch der Kläger weder im Wege der ergänzenden Auslegung des Mietvertrags noch aus einer anderen Anspruchsgrundlage.
Er muss sich also deutlich und ernsthaft zur gewünschten Änderung einzelner Klauseln bereit erklären (…siehe nur Senatsurteil vom 3. November 1999 - VIII ZR 269/98, aaO S. 111 f.; BGH, Urteile vom 5. Dezember 1995 - X ZR 14/93, NJW-RR 1996, 783 unter IV 2 a; vom 14. April 2005 - VII ZR 56/04, NJW-RR 2005, 1040 unter II 2; vom 18. März 2009 - XII ZR 200/06, NJW-RR 2009, 947 Rn. 15; jeweils mwN).
Gegen die Wirksamkeit von zwischen den Parteien individuell vereinbarten Endrenovierungsklauseln bestehen bei der Geschäftsraummiete grundsätzlich keine Bedenken (vgl. nur BGH, Urt. v. 18.03.2009, XII ZR 200/06, MDR 2009, 678).
Der Verwender muss den in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltenen Kerngehalt inhaltlich ernsthaft zur Disposition stellen und dem Verhandlungspartner Gestaltungsfreiheit zur Wahrung eigener Interessen einräumen; der Kunde muss die reale Möglichkeit erhalten, den Inhalt der Vertragsbedingungen zu beeinflussen (st. Rspr.; vgl. nur BGHZ 143, 103, 111 f.; 150, 299, 302 f.; Urteile vom 19.05.2005 - III ZR 437/04, WM 2005, 1373, 1375 und vom 18.03.2009 - XII ZR 200/06, NJW-RR 2009, 947, 948).
Denn beim Zusammentreffen einer für sich allein gesehen unbedenklichen, individuell vereinbarten Klausel mit anderen formularmäßig vereinbarten Klauseln des Vertrags und einem dadurch hervorgerufenen Summierungseffekt verbleibt es bei der Unwirksamkeit der Formularkausel (BGH, Urt. v. 18. März 2009 - XII ZR 200/06, NZM 2009, 397 Tz. 21).