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Timestamp: 2016-10-24 08:46:45
Document Index: 178182341

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE']

8C_171/2016 (29.04.2016)
8C_171/2016 � � Urteil vom 29. April 2016
A.a.�Die 1960 geborene A.________ war als Bez�gerin von Arbeitslosenentsch�digung bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Unfallfolgen versichert, als sie am 31. Dezember 2009 bei einem Fehltritt das linke Knie verletzte. Dr. med. B.________, Facharzt f�r Orthop�dische Chirurgie FMH, Klinik C.________, bei welchem sich A.________ am 31. Dezember 2009 wegen akuter Schmerzen gemeldet hatte, diagnostizierte eine mediale Kapselbandzerrung am linken Knie bei unauff�lligem R�ntgenbild. Diese wurde konservativ behandelt.
A.b.�Nach einer Verschlechterung des gesundheitlichen Zustandes war A.________ vom 6. bis 14. Oktober 2013 im Spital D.________ hospitalisiert. Dort wurden u.a. eine aktivierte Pangonarthrose links mit ausgepr�gtem intraartikul�rem Kniegelenkserguss diagnostiziert und am 11. Oktober 2013 eine Arthroskopie am linken Knie durchgef�hrt. Gest�tzt auf eine Beurteilung des Kreisartzes Dr. med. E.________, Facharzt f�r Orthop�dische Chirurgie FMH, vom 24. Januar 2014 verneinte die SUVA mit gleichentags ergangener Verf�gung ihre Leistungspflicht in Bezug auf den geltend gemachten R�ckfall zum Ereignis vom 31. Dezember 2009, da die R�ckfallkausalit�t nicht �berwiegend wahrscheinlich zu bejahen sei. Die hiegegen erhobene Einsprache, in deren Rahmen A.________ weitere medizinische Berichte einreichen liess, wies die SUVA gest�tzt auf eine �rztliche Beurteilung des Dr. med. E.________ vom 22. Mai 2014 mit Einspracheentscheid vom 30. Juni 2014 ab.
Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen wies die gegen den Einspracheentscheid vom 30. Juni 2014 erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 20. Januar 2016 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst A.________ beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids seien ihr bez�glich Folgen des Unfalls vom 31. Dezember 2009 die gesetzlichen Leistungen, insbesondere Taggelder auf der Basis einer Arbeitsunf�higkeit von 100 %, die Kosten f�r die medizinische Heilbehandlung sowie - ab dem Zeitpunkt, in welchem von medizinischen Massnahmen keine Besserung mehr erwartet werden kann/konnte - eine ganze Invalidenrente und eine Integrit�tsentsch�digung auf der Basis von mindestens 35 % zu entrichten. Eventualiter seien weitere Abkl�rungen zu veranlassen.
Streitig und zu pr�fen ist der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung aus dem Ereignis vom 31. Dezember 2009 f�r die ab Oktober 2013 geklagten Beschwerden am linken Knie.
2.1.�Im kantonalen Entscheid sind die nach der Rechtsprechung f�r den Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 UVG) geltenden Voraussetzungen des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Gesundheitsschaden (BGE 129 V 177 E. 3.1. S. 181 mit Hinweisen), insbesondere bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296), zutreffend dargelegt worden. Darauf wird verwiesen. Ebenfalls richtig sind die vorinstanzlichen Ausf�hrungen zum Nachweis des Vorliegens eines nat�rlichen Kausalzusammenhangs mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125) sowie zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352 ff., je mit Hinweisen).
2.2.�Bei der Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung gem�ss Art. 11 UVV f�r R�ckf�lle und Sp�tfolgen kann der Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhanges beim Grundfall oder bei fr�heren R�ckf�llen behaftet werden, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen k�nnen. Es obliegt - wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat - dem Leistungsansprecher, das Vorliegen eines Kausalzusammenhanges zwischen dem als R�ckfall oder Sp�tfolge geltend gemachten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalit�t mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers; dabei sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis umso strengere Anforderungen zu stellen, je gr�sser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeintr�chtigung ist (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, 8C_816/2009 E. 6; 2005 MV Nr. 1 S. 1, M 1/02 E. 1.2; Urteil 8C_747/2013 vom 18. M�rz 2014 E. 3.2).
3.1.�Die Vorinstanz hat in W�rdigung der medizinischen Aktenlage die Auffassung der SUVA best�tigt, wonach ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 31. Dezember 2009 und den ab Oktober 2013 geklagten Beschwerden am linken Knie nicht rechtsgen�glich nachgewiesen sei. Sie begr�ndete dies im Wesentlichen damit, gem�ss den Akten sei die Behandlung der auf den erw�hnten Unfall zur�ckgehenden Beschwerden am linken Knie ca. Ende Mai 2010 abgeschlossen gewesen, wobei mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit von einem das linke Knie betreffenden Vorzustand auszugehen sei. Es k�nne weder eine unfallbedingte strukturelle L�sion am linken Knie noch eine richtunggebende Verschlimmerung des arthrotischen Vorzustandes belegt werden.
3.2.�Die Einwendungen der Beschwerdef�hrerin sind nicht geeignet, die vorinstanzliche Beurteilung als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen.
3.2.1.�Das kantonale Gericht hat bez�glich der Frage der nat�rlichen Kausalit�t zwischen Unfallereignis vom 31. Dezember 2009 und den Beschwerden am linken Knie im Wesentlichen auf den kreis�rztlichen Bericht des Dr. med. E.________ vom 22. Mai 2014 abgestellt. Diese sehr detaillierte medizinische Beurteilung, welche in der Beschwerde erneut als mangelhaft ger�gt wird, erweist sich als schl�ssig sowie nachvollziehbar begr�ndet und vermag den rechtsprechungsgem�ssen Anforderungen an eine beweiskr�ftige medizinische Entscheidgrundlage zu gen�gen. Sie ist in Kenntnis der massgebenden medizinischen Akten ergangen und setzt sich mit den Vorakten, namentlich auch mit den bildgebenden Untersuchungen vor und nach dem Unfallereignis vom 31. Dezember 2009 auseinander. Soweit sich die Versicherte wiederum auf abweichende medizinische Berichte von behandelnden �rzten beruft, kann auf die zutreffenden vorinstanzlichen Ausf�hrungen verwiesen werden. So sind einerseits �usserungen des Hausarztes Dr. med. F.________, Facharzt f�r Allgemeine Medizin, welche sich auf das Unfallereignis vom 28. November 2007 mit Verletzung des rechten Knies beziehen, nicht geeignet, eine Kausalit�t zum Unfall vom 31. Dezember 2009 zu belegen; andererseits beruht die Argumentation des Dr. med. F.________ wie auch des Dr. med. G.________, Leitender Arzt Rheumatologie am Spital D.________, bez�glich Beschwerdefreiheit bis zum Unfallereignis auf der unzul�ssigen Beweisregel "post hoc ergo propter hoc" (vgl. SVR 2012 UV Nr. 8 S. 27, 8C_380/2011 E. 6.2.1, und Nr. 5 S. 17, 8C_310/2011 E. 4.5.1, je mit Hinweisen). Damit verm�gen weder ein nat�rlicher Kausalzusammenhang noch geringe Zweifel an der kreis�rztlichen Beurteilung begr�ndet werden. Die Vorinstanz hat daher in nicht zu beanstandender antizipierter Beweisw�rdigung von zus�tzlichen medizinischen Abkl�rungen abgesehen (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; Urteil 8C_777/2015 vom 22. M�rz 2016 E. 3.7).
3.2.2.�Das invalidenversicherungsrechtliche Verfahren, auf welches sich die Beschwerdef�hrerin beruft, l�sst sodann keine R�ckschl�sse auf die Unfallkausalit�t der Beschwerden zu, hat doch die Invalidenversicherung als finale Versicherung auch f�r nicht unfallkausale Gesundheitssch�den aufzukommen.
3.3.�Wenn die Vorinstanz zusammenfassend bei der gegebenen medizinischen Aktenlage zum Ergebnis gelangt ist, ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 31. Dezember 2009 und den Beschwerden am linken Knie sei nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, ist dies nicht zu beanstanden. Darauf hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang, dass in Anbetracht des an sich harmlosen Unfallereignisses vom 31. Dezember 2009 bei der Zeitspanne von �ber drei Jahren zwischen Abheilen der Verletzung und Auftreten der erneuten Beschwerden relativ strenge Anforderungen an den Wahrscheinlichkeitsbeweis zu stellen sind (vgl. E. 2.2 hievor), welche vorliegend mitnichten erf�llt sind. Das kantonale Gericht hat die streitigen Leistungsanspr�che daher zu Recht verneint.