Source: https://www.mussenbrock-partner.de/aktuelles/steuer-news/2019/01/01/neue-werte-in-der-sozialversicherung-fuer-2019/
Timestamp: 2019-03-20 09:59:55
Document Index: 240405691

Matched Legal Cases: ['§ 55', '§ 58', '§ 6', '§ 6', '§ 20', '§ 249', '§ 163', '§ 6', '§ 172', '§ 249', '§ 257']

Neue Werte in der Sozialversicherung für 2019 | Mußenbrock & Partner
Ab dem 1. Januar 2019 gelten z. T. neue Werte in der Sozialversicherung (Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung):
(soweit nichts anderes vermerkt, tragen Arbeitgeber und
Arbeitnehmer die Beiträge jeweils zur Hälfte )
Beitragsbemessungsgrenzen[18]
• Renten-/Arbeitslosenversicherung
• Kranken-/Pflegeversicherung
RV: 18,6 % / AV: 2,5 %[20]
KV: 14,6 % / PV: 3,05 %[21]
Versicherungspflichtgrenze[22]
60.750,00 € (5.062,50 €) -
Geringverdienergrenze [23] - 325,00 € -
• Arbeitslohngrenze
bei Beschäftigung in Privathaushalten
• Rentenversicherung[25]
Arbeitgeber: 13 % [24]
Arbeitgeber: 5 % [24]
Arbeitgeber: 15 %[26]
Arbeitnehmer: 3,6 %[25]
Arbeitgeber: 5 %[26]
Arbeitnehmer: 13,6 %[25]
Insolvenzgeldumlage nur Arbeitgeber 0,06 % [27]
Bei Arbeitnehmern, die kranken-, pflege- und rentenversichert sind, trägt der Arbeitgeber regelmäßig die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge;[28] dies gilt ab dem 1. Januar 2019 auch für den kassenindividuellen Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung.[29]
Sind Arbeitnehmer privat krankenversichert, hat der Arbeitgeber einen steuerfreien Zuschuss in Höhe von 50 % der vom Arbeitnehmer zu zahlenden Beiträge zu leisten. Dieser Zuschuss ist jedoch auf den halben Höchstbeitrag (einschließlich der Hälfte des durchschnittlichen kassenindividuellen Zusatzbeitrags von 0,9 %) in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung begrenzt. Für das Jahr 2019 gilt danach ein höchst­möglicher Zuschuss für die private Krankenversicherung des Arbeitnehmers von (50 % von 703,31 Euro =) 351,66 Euro monatlich.[30]
[18] RV = Rentenversicherung; AV = Arbeitslosenversicherung; KV = Krankenversicherung; PV = Pflegeversicherung.
[19] Siehe die Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für 2019.
[20] Senkung des Beitragssatzes auf 2,6 % durch das Qualifizierungschancengesetz sowie (befristet bis Ende 2022) um weitere 0,1 % auf 2,5 % durch eine Beitragssatzverordnung 2019.
[21] Siehe „Pflegeversicherungs-Beitragssatzanpassungsgesetz“. Für kinderlose Versicherungspflichtige in der Pflegeversicherung gilt regelmäßig ein Beitragszuschlag in Höhe von 0,25 %, wenn diese mindestens 23 Jahre alt sind; der Arbeitgeberanteil bleibt dabei unverändert (siehe § 55 Abs. 3 SGB XI). Hinweis: In Sachsen tragen die Beschäftigten vom Grundbeitrag (statt 1,525 %) einen Anteil von 2,025 % (§ 58 Abs. 3 SGB XI).
[22] Die Versicherungspflichtgrenze regelt – unabhängig von der Beitragsbemessungsgrenze – die Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung. Besserverdienende, deren Jahresarbeitsentgelt im laufenden Kalenderjahr diese Grenze übersteigt, können im Folgejahr in eine private Krankenversicherung wechseln (§ 6 Abs. 4 SGB V). Für Arbeitnehmer, die am 31. Dezember 2002 privat krankenversichert waren, gilt für 2018 eine Versicherungspflichtgrenze in Höhe von 54.450 € jährlich bzw. 4.537,50 € monatlich (vgl. § 6 Abs. 7 SGB V).
[23] Überschreitet das regelmäßige Arbeitsentgelt eines Auszubildenden diese Grenze nicht, hat der Arbeitgeber die Sozialversicherungs­beiträge allein zu tragen (siehe § 20 Abs. 3 Nr. 1 SGB IV).
[24] Siehe § 249b SGB V; der Beitrag entfällt, wenn ein geringfügig Beschäftigter privat krankenversichert ist.
[25] Für ab 2013 begründete Beschäftigungsverhältnisse besteht grundsätzlich eine Rentenversicherungspflicht (für geringfügig Beschäftigte gilt eine Mindestbemessungsgrundlage von monatlich 175 €; § 163 Abs. 8 SGB VI). Arbeitnehmer können sich allerdings hiervon befreien lassen; dann fällt nur der pauschale Arbeitgeberbeitrag an (vgl. § 6 Abs. 1b SGB VI).
[26] Siehe § 172 Abs. 3 und 3a SGB VI.
[27] Siehe Insolvenzgeldumlagensatzverordnung 2019 (BGBl 2018 I S. 1700).
[28] Ausnahmen siehe Fußnote 21.
[29] Vgl. § 249 Abs. 1 und 3 SGB V n. F.
[30] Vgl. § 257 Abs. 1, 2 und 2a SGB V.