Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Saarbr%C3%BCcken&Datum=16.02.2011&Aktenzeichen=1%20U%20574/09
Timestamp: 2019-05-21 01:48:02
Document Index: 77481053

Matched Legal Cases: ['EuG', 'Art 5', 'EuG', 'Art 5', 'EuG', 'Art 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'EuG', 'EuG', '§ 513', 'BGH', '§ 513']

OLG Saarbrücken, 16.02.2011 - 1 U 574/09 - 153 - dejure.org
OLG Saarbrücken, 16.02.2011 - 1 U 574/09 - 153
https://dejure.org/2011,7262
OLG Saarbrücken, 16.02.2011 - 1 U 574/09 - 153 (https://dejure.org/2011,7262)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 16.02.2011 - 1 U 574/09 - 153 (https://dejure.org/2011,7262)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 16. Februar 2011 - 1 U 574/09 - 153 (https://dejure.org/2011,7262)
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EuGVVO § Art 5 Nr 3, EuGVVO Art 5 Nr 1 a, EuGVVO Art 5 Nr 1 b
Art. 5 Nr. 1, 5 Nr. 3 Brüssel I-VO
Vertragsgerichtsstand - Erfüllungsort bei Kauf- und Dienstleistungsverträgen - Dienstleistungsvertrag - Gerichtsstand für Deliktsklagen - Der Ort des Schadenseintritts - Besondere Fallgestaltungen
Gerichtsstand der tatsächlichen Leistung bei Schadensersatzansprüchen wegen Pflichtverletzung aus einem unentgeltlichen Beratungsvertrag; Begriff der Ansprüche aus unerlaubter Handlung i.S. von Art. 5 Nr. 3 EuGVVO; Internationaler Gerichtsstand für Produkthaftungsansprüche
LG Saarbrücken, 16.10.2009 - 17 KfH O 152/08
c) Unbehelflich ist auch die Berufung auf die Urteile des OLG Saarbrücken vom 16. Februar 2011 (1 U 574/09, IPRax 2013, 74 Rn. 72 f.) und des OLG Köln vom 16. Dezember 2008 (…9 U 47/07, juris Rn. 38, 44).
Vielmehr muss der äußere Tatbestand eines Vertragsschlusses von der klägerischen Partei substantiiert dargelegt werden und im Rahmen der Amtsprüfung des Gerichts bewiesen werden (Saarländisches Oberlandesgericht, Urteil vom 16. Februar 2011 - 1 U 574/09, juris Rn. 58 mwN).
Ob dagegen ein Vertrag wirksam zu Stande gekommen ist, gehört nicht mehr zur Zuständigkeitsprüfung, sondern zur Begründetheit der Klage (Saarländisches Oberlandesgericht, Urteil vom 16. Februar 2011 - 1 U 574/09, juris Rn. 58 mwN).
Die dermaßen zu begründende Zuständigkeit bestimmt sich dann nach dem Ort, an dem die Verpflichtung erfüllt worden ist oder zu erfüllen wäre (vgl. EuGH NJW 2002, 3159), wobei es auf die konkret streitige Verpflichtung, nicht aber auf die ursprünglich zu erfüllende Vertragspflicht ankommt (vgl. Saarländisches OLG v.16.02.2011 aaO).
Entgegen des zu allgemein gefassten Wortlauts von § 513 Abs. 2 ZPO, wonach mit Rechtsmitteln nicht gerügt werden kann, dass die erste Instanz die örtliche Zuständigkeit zu Unrecht bejaht hat, kann das Fehlen der internationalen Zuständigkeit in der Rechtsmittelinstanz auch dann gerügt werden, wenn das Erstgericht sie unzutreffend angenommen hat (BGH, Urteil vom 16.12.2003, XI ZR 474/02, BeckRS 2004, 01423 - für die Revision; Saarländisches Oberlandesgericht, Urteil vom 16.2.2011 - 1 U 574/09, bei Juris Rn. 44; OLG Köln…, Urteil vom 21.1.2010 - I-12 U 49/09, bei Juris Rn. 25;… Zöller/Heßler, ZPO, 31. Aufl., § 513 Rdn. 8).