Source: http://rechtsanwalt-schwenke.de/der-copyright-hinweis-seine-bedeutung-seine-notwendigkeit-und-praxistipps-teil-1
Timestamp: 2016-08-28 07:01:16
Document Index: 313180616

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 64', '§ 2', '§ 2', '§ 64', '§ 53', '§ 52', '§ 52', '§ 12', '§ 16']

Der Copyright-Hinweis: Seine Bedeutung, seine Notwendigkeit und Praxistipps – Teil 1 | I LAW it
Der Copyright-Hinweis: Seine Bedeutung, seine Notwendigkeit und Praxistipps – Teil 1 In dieser Beitragsreihe erfahren Sie wo der Unterschied zwischen dem Copyright und dem Urheberrecht, wie Sie Ihre Werke kennzeichnen können und welche Bedeutung das ©-Zeichen hat.
14SHARES Über das „Copyright“ bzw. den Urheberrechtsvermerk bestehen immer noch viele Missverständnisse. Dieser dreiteilige Beitrag wird
den Begriff „Copyright“ erläutern,
klären, ob man diesen Hinweis braucht und
praktische Hinweise geben, wie man einen Urheberrechtshinweis setzt.
Was bedeutet der Begriff Copyright?
Der Begriff „Copyright“ kommt aus dem angloamerikanischen Raum und heißt in etwa dasselbe wie „Urheberrecht“. Der Unterschied liegt darin, dass das deutsche (und kontinentaleuropäische) Urheberrecht den Künstler schützen will und das Copyright den Inhaber der Rechte am Werk. Es ist also wirtschaftlicher orientiert und unterscheidet sich insbesondere dann, wenn ein Künstler für einen Auftraggeber arbeitet. In Deutschland hätte der Künstler trotzdem ein Urheberrecht und könnte auf sein Werk damit entscheidend Einfluss nehmen. Beim US-Copyright hat er nur gewisse Vetorechte.
Der Copyright-Hinweis war früher mal notwendig. Z.B. mussten in den USA die Urheberrechte registriert und mit einem solchen Hinweis versehen werden. Ansonsten konnten die Rechte an dem Werk erlöschen. Daher ist der Hinweis so stark verbreitet. Übrigens hatte das Symbol „©“ nie eine rechtliche Wirkung und war schon immer nur ein bloßer Hinweis. Seit dem 1 April 1989 entstehen auch in den USA die Urheberrechte wie in Deutschland automatisch, d.h. sie brauchen den Copyright-Hinweis gar nicht mehr.
Kann ich einen „Copyright“-Hinweis auch für deutsche Werke verwenden?
Ein Copyright-Hinweis ist lediglich ein Fingerzeig auf das Urheberrecht. Also ein Hinweisschild, das keinen Einfluss auf den Inhalt hat. Steht es z.B. auf einer nach US-Recht entstandener Website, dann weist es auf ein amerikanisches Urheberrecht an dieser Seite hin. Steht es auf einer nach deutschem Recht entstandenen Website, dann weist es auf ein deutsches Urheberrecht an der Seite hin. Und sowohl der Begriff „Copyright“ wie auch das Symbol „©“ sind von deutschen Gerichten als Synonym für „Urheberrechtshinweis“ anerkannt.
Auch dieser Hinweis war früher in einigen Ländern notwendig und ist nun überholt. Heute wird er nur dazu genutzt, um zu zeigen, dass man alle Rechte an einem Werk hat. Alle Rechte? Ja, das Urheberrecht ist tatsächlich ein Bündel von Rechten. Z.B. hat ein Zeichner eines Bildes das Recht anderen Kopien zu erlauben (Vervielfältigungsrecht) und das Recht, dass sein Name drunter steht (Recht der Anerkennung der Urheberschaft) oder das Recht, dass keiner das Bild verunglimpfen darf (Entstellungsrecht). Ein Beispiel: Ich poste ein Foto im Internet und schreibe drunter „All rights reserved“. Dann heißt das: „ich habe alle Rechte und kein anderer außer mir darf mit dem Foto außer gucken etwas machen“. Wenn ich das Foto aber unter die „Creative Commons„-Lizenz stelle, dann kann ich „All Rights reserved“ nicht mehr schreiben. Warum? Weil ich die Nutzung des Bildes anderen erlaubt habe. D.h. das Recht zur Nutzung ist nicht mehr „reserved“. Also sind nicht maehr „All rights reserved“.
Man kann dann nur noch „some Rights reserved“ oder „Bestimmte/Einige Rechte vorbehalten“ schreiben (und auf eine genauerere Erklärung welche Rechte es sind verweisen). So sieht das z.B. auf Flickr aus:
Der Begriff „Copyright“ hat zwar einen anderen Hintergrund als unser Urheberrecht, kann aber trotzdem als Hinweis auf das deutsche Urheberrecht benutzt werden. Jedoch ist ein solcher Hinweis gesetzlich nicht notwendig. Denn die Urheberrechte entstehen automatisch. Im zweiten Teil wird es in zwei Tagen um folgende Frage gehen: „Brauche ich einen Copyright-Hinweis, wo die Urheberrechte doch automatisch entstehen?“. Mal vorweggenommen: „ja“.
Alle Teile des Reihe „Der Copyright-Hinweis: Seine Bedeutung, seine Notwendigkeit und Praxistipps“ Teil1: Erläuterung des Begriffs „Copyright“
Teil 2: Ist ein Copyrighthinweis notwendig?
Teil 3: Praktische Hinweise, wie man einen Urheberrechtshinweis setzt.
Advisign.de-Blog – Was Euch hier erwartet
Kommentare Mick Veröffentlicht am 10. Dezember 2007 11:50 Hier noch ein Praxistipp:
Angenommen zwei Personen haben einen Copyright Vermerk an einem digitalen Werk angebracht. Da sich digitale Kopien nicht vom Orginal unterscheiden, wäre es gut, wenn der echte Urheber nachweisen könnte, dass er der Erste war, der hier ein Copyright geltend gemacht hat.
genau das geht mit http://www.copyclaim.com
akdmks Veröffentlicht am 28. Dezember 2007 10:23 wenn ich ein bild auf einer seite verlinken will, was muss ich dann vermerken?
z.b.stammt die person auf dem bild italien und ich kann nicht zurückverfolgen wer nun die rechte hat. das bild veröffentliche ich aber nicht zu kommerziellen zwecken.
nehmen wir an ich bin ein grosser fan von beyonce knowles und ich habe ein paar bilder bei google gefunden.
nun will ich bei studivz eine gruppe eröffnen die beyonce gewidmet werden soll. kann ich ohne jeglichen hinweis das bild dort hochladen oder fällt es doch unter die kommerzielle sparte da ich zwar nichts mit der seite verdiene aber studivz ja irgendwie.
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 1. Januar 2008 21:51 Hallo!
Wenn man den Urheber nicht ermitteln kann, ist das keine Erlaubnis das Bild nutzen zu können. Ganz im Gegenteil!
Fremde Bilder dürfen grundsätzlich gar nicht ohne Einverständnis des Urhebers (hier Fotograf/Agentur) veröffentlicht werden. Egal ob die Nutzung kommerziell oder privat ist. Kann man den Urheber nicht ermitteln, so wird man das Bild nicht veröffentlichen können.
Ausnahme sind Bilder, die laut Urheber ausdrücklich von anderen verwendet dürfen. Oder Bilder unter der „Creative Commons“-Lizenz.
Brigitte Veröffentlicht am 31. Januar 2008 17:46 Hallo
wie ist es wenn ich eine Zeichnung abändere und sie dann weiterverwende. Darf ich das oder verstosse ich gegen das Copyright.
Wenn bei einem Copyright die Jahrzahl 95 steht was bedeutet das und wie lange ist ein Copyright geschützt.
Thomas Veröffentlicht am 1. Februar 2008 10:44 @Brigitte
Wenn Du Zeichnung nur abänderst und deren wesentlichen Züge noch erkennbar sind, so wird es sich i.d.R. um eine Urheberrechtsverletzung handeln. Dann kommt es darauf an, wie Du sie verwendest. Tust Du das z.B. für private Zwecke, um sie bei Dir im Wohnzimmer aufzuhängen, so ist das als Privatkopie zulässig.
Die Zahl hilft nur als Anhaltspunkt weiter. Das Urheberrecht (zumindest das deutsche) erlischt erst 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers.
Henriet Veröffentlicht am 4. Februar 2008 18:12 Hallo, als Autor eines Fachbuches möchte ich folgendes fragen:
Es gibt einen Interessenten, der das copyright für Teile des Inhalts (Programmierbeispiele) erwerben möchte. Wie ist die Vergabe von Copyright in Vergleich zu der einfachen Lizens juristisch zu werten? Welche Rechte erwirbt der Interessent? Wäre schön wenn mir jemand antworten würde.
Thomas Veröffentlicht am 5. Februar 2008 10:45 @Henriet:
Das Copyright ist nur ein englischer Begriff für das Urheberrecht. Mit einer Lizenz kann man das Urheberrecht an andere weitergeben.
Es gibt so genannte ausschließliche Lizenzen, mit denen man jemanden – und nur ihm – die Urheberrechte umfassend einräumt. Derjenige hat dann (fast) soviele Rechte wie der Urheber selbst und nur er darf das Werk (z.B. Buch) nutzen. Er kann z.B. gerichtlich gegen andere Nutzer vorgehen.
Dann gibt es noch einfache Lizenzen. Das bedeutet nur, dass man das Werk nutzen kann. Sonst aber nichts. Der Urheber darf auch andere das Werk nutzen lassen, ohne dass man was dagegen sagen kann.
Bei einem Buch, dass bereits anderen zur Nutzung überlassen ist (z.B. einem Verlag) beiten sich idR nur einfache Lizenzen an. Hier muss man aber schauen, dass man nicht gegen den Vertrag mit dem Verlag verstößt. Jetzt kommen wir aber auch in einen Bereich, den man nur im EInzelfall klären kann. Ich hoffe trotzdem das hat bisschen geholfen.
Mehr unter : Leitfanden MMediaRecht
Sandra Veröffentlicht am 16. Februar 2008 18:22 Hallo,
wenn ich ein layout entwickle (bspw. mit photoshop) für einen flyer hab ich dann automatisch das Urheberrecht daran?? kann ich dann das (c) darunter setzen??
Thomas Veröffentlicht am 17. Februar 2008 04:37 @Sandra,
Das hast Du und kannst auch ein (c) drunter setzen (Am besten mit Name+Datum), wenn das Layout ein „Werk“ im Sinne des Urhebergesetzes ist. Das ist der Fall, wenn es individuell, eigenschöpferisch und besonders kreativ ist. Es muss sich also aus der Masse abheben und vereinfacht gesagt, als „Kunst“ anzusehen sein. Das lässt sich aber nur im Einzelfall beurteilen.
Ich habe schon tolle Flyer gesehen die aus aufwendigen Collagen bestanden und einzgartig waren. Das sind geschützte „Werke“. Es gibt aber auch die klassischen Flyer mit ein paar bunten Querstreifen und einem „Babe“ in der Ecke. Das reicht für ein individuelles „Werk“ nicht aus.
Ceri Veröffentlicht am 2. März 2008 21:41 Hallo meine Anfrage ist folgende:
kann ich meinen Namen schützen durch Copyright?
Wenn ja, an wen muss ich mich da wenden?
Wird das dann so gehandhabt wie bei Brandmarken, also Markenprodukte, die man ja auch an ihrem Namen automatisch zuordnen kann?
Wenn man dann Werbung macht, muss man ja auch dort erst anfragen, ob es denen recht ist, oder?
Grüße Ceri
Thomas Veröffentlicht am 3. März 2008 12:13 @Ceri:
Also einen Namen selbst wirst Du weniger als Copyright schützen können. Du kannst ihn jedoch als Marke für ein Produkt schützen lassen. Zudem werden Namen (Auch Pseudonyme) durch den § 12 BGB automatisch geschützt.
Es kommt ganz drauf an, weswegen Du den Namen schützen oder verteidigen möchtest.
Susanne Veröffentlicht am 10. März 2008 21:50 Hallo,
ein Einzelhändler in unserer Stadt führt seit kurzem das Copyright Zeichen
nach der Bezeichnung „Stadt XY Mitte“, nun haben wir als umliegende Einzelhändler Sorge, dass wir mit der gleichen Nennung gegen Copyright-Rechte verstossen. Weiss jemand, ob es grundsätzlich möglich ist, eine Innenstadt-Bezeichnung wie „Stadt XY Mitte“ mit Copyright zu schüzen? Können wir als andere Einzelhändler irgendwelche Rechte bei gleicher Nutzung verletzen? Übrigens, „Stadt XY Mitte“ wird, wie man sich vorstellen kann, schon lange von vielen in unserer Innenstadt genutzt, nur bislang hatte keiner ein Copyrightzeichen geschrieben.
Andreas Veröffentlicht am 23. März 2008 19:57 Hallo,
Ich habe eine Frage. Will ein Flyer für unseren Club machen und habe Bilder bei Google gefunden mit Autos. Ich habe diese so bearbeitet das nur das Objekt (Auto, Teile,usw.) zu sehen ist und der Rest vom Bild nicht. Darf die da ohne Zustimmung von der Seite und Inhaber das Bild auf meinen Flyer verwenden?
Das sind manchmal Bilder von Autobild.de oder von Treffen, Hifi und sonstige Sachen. Wie oben schon gesagt wir verwenden nur das Objekt und der Rest wird wegradiert.
Thomas Veröffentlicht am 24. März 2008 11:14 @Andreas: Auch Teile eines Fotos sind geschützt. D.h. Du wirst auch beim Teil eines Bildes den Inhaber fragen müssen. Auch das Verwenden von Filtern, z.B. Farbe ändern o.ä. hilft da leider nicht.
Astrid Veröffentlicht am 29. März 2008 17:11 Hallo, wie kann man ein fachspezifisches Skript schützen, dass nur aus einer „Lose-Blatt-Sammlung“ besteht? Wenn es beispielsweise an einen kleinen Personenkreis kostenlos verteilt wird, aber künftig an viele Leute verkauft werden soll.
Thomas Veröffentlicht am 30. März 2008 05:42 @Astrid: Auch Loseblattwerke sind automatisch urheberrechtlich geschützt. Zumeist sind darin Texte, Fotos oder Grafiken, die so geschützt werfen. Und das Urheberrecht „klebt“ an einem Werk auch dann, wenn es kostenlos ausgegeben wird.
Sebastian Veröffentlicht am 30. März 2008 22:20 Hallo,
ich habe Fotos von meinem eigenen Auto gemacht, will sie nun durch das Copyrightzeichen schützen.
Darf ich das Zeichen eigentlich einfach so darunter oder auf das Foto setzen bzw. kann ich Bilder meines eigenen Autos überhaupt copyright-rechtlich schützen?
Thomas Veröffentlicht am 31. März 2008 01:24 @Sebastian:
Hinweis: Ich darf von Gesetzes wegen keine kostenlose Rechtsberatung leisten (s.u.). Daher kann ich keine Einzelfragen zu Fällen beantworten.
In Deinem Fall kann ich es allgemein beantworten. Fotos werden automatisch urheberrechtlich geschützt und Deine Frage zum Copyrightzeichen ist oben im Beitrag beantwortet ;) Du bist in der Platzierung frei. Drauf ist natürlich sicherer.
rene Veröffentlicht am 5. April 2008 00:18 Hallo,
wenn ein Buch oder Heft in Eigenfinanzierung gedruckt werden soll, weil man zB keinen Verlag gefunden hat, tritt man dann der Druckerei automatisch Vervielfältigungsrechte ab? Oder bleiben weiterhin alle Rechte beim Autor?
Patrick Veröffentlicht am 5. April 2008 13:17 Hallo,
ich hab einmal eine Frage, wenn sie mir jemand beantworten könnte.
Un zwar. Wenn ich jetzt eine Website habe und nur
© by Patrick K. hinschreibe. Welche Rechte gelten dann.
All Rights saved oder was gilt dann. Dürfen andere dann diese Website bearbeiten oder sogar das Copyright entfernen? Es wäre vielleicht sinnvoll wenn die Rechte etwas genauer in diesem Themenbereich erläutert würden.
Thomas Veröffentlicht am 7. April 2008 11:43 @Rene – Automatisch nicht, aber ich würde mir den Vertrag genauestens durchlesen. Dort könnte was dazu stehen.
@Patrick – Danke für den Hinweis. Werde mich mal der näheren Erläuterung annehmen! Auch wenn man kein Copyrightzeichen setzt entsteht automatisch der urhberrechtliche Schutz mit „all rights reserved“. Dann darf man eine Website (Sofern sie urheberrechtlich geschützt ist) nicht kopieren, veröffentlichen, verändern oder Urheberangaben entfernen. Eigentlich darf man sie nur nutzen.
Stefanie Veröffentlicht am 23. April 2008 17:04 Hallo Thomas, kannst du bitte mal erklären, wie sich bei Klassikern feststellen lässt, ob ein Copyright besteht. Muss dann kein Verweis auf die eigentliche Quelle mehr angegeben werden? Und ließen sich Texte mit abgelaufenem (C) aktualisieren, verändern und daraus neus (z.B. deutsches) Urheberrecht daraus ableiten? Oder sind auf abgelaufenen Copyrights basierende Bücher für immer und ewig ohne „Besitzer“? Bei Patenten gilt glaube ich, dass ein Patent auf dem anderen aufbauen darf. Wie ist das bei Büchern?
Patrick Veröffentlicht am 27. April 2008 16:55 Hallo Thomas inwiefern kann man eigentlich ein Copyrighzt auf ein Projekts setzen. Bsp.: copyright bei Testprojekt.
Darf man das wenn es nicht rechtlich angemeldet ist?
Isabel Veröffentlicht am 30. April 2008 18:53 Hallo Thomas,
ist es zulässig Illustrationen von ausländischen Künstlern (zb. Japan) für z.B. eigene Visitenkarten oder Briefbögen zu nutzen und mit dem Copyrightzeichen und dem Namen des Künstlers zu versehen?
Thomas Veröffentlicht am 1. Mai 2008 02:51 @Stefanie:
Werke bleiben gem. § 64 UrhG in Deutschland bis zu 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers urheberrechtlich geschützt. D.h. wenn ein Künstler mit 20 ein Buch im Jahr 1890 geschrieben hat und 1950 gestorben ist, dann wird sein Werk noch bis 2020 geschützt sein. Also kann man sich wirklich nur bei ganz alten Klassikern darauf verlassen, dass sie frei vom Urheberrecht sind.
Ansonsten braucht man das Datum, an dem das Wer erstellt wurde und den Todestag des Autors.
Diese Werke sind dann „ohne Besitzer“ im Gemeineigentum (Public Domain) und dürfen frei genutzt werden, d.h. man kann sie kopieren oder bearbeiten ohne den Autor zu zitieren.
Bearbeitungen der Werke, können selbst wieder urheberrechtlich geschützt sein, z.B. Übersetzungen oder Umschreibungen eines Buches (Fanfiction o.ä.).
Copyright/Urheberrecht entsteht automatisch und muss nicht angemeldet werden. Welche Werke geschützt sind, steht unter § 2 UrhG. Wichtig ist, dass keine Ideen geschützt sind, sondern nur deren Ausführungen. Sprich eine Idee für ein Buch ist nicht geschützt, habe ich ein Manuskript geschrieben, ist es urheberrechtlich geschützt. Wenn das Testprojekt also ein Musikstück ist, ein Buchentwurf oder ein Computerprogramm, dann wird es regelmäßig geschützt sein. Ist es nur eine Idee oder ein Plan, dann nicht.
Das Urheberrecht gilt in fast allen Ländern auf der Welt und ist im Prinzip gleich. Sprich auch in Japan sind Bücher oder Bilder urheberrechtlich geschützt. Nur die Gefahr erwischt zu werden kann geringer sein. Aber wenn z.B. ein japanischer Verlag seine Rechte an einem Manga einem deutschen Verlag zum Nachdruck überlässt, könnte es sein, dass dieser einen in Deutschland abmahnt und verklagt.
Jörg Veröffentlicht am 2. Mai 2008 20:30 Hallo
Ich bin zur Zeit privater Keramiker, habe aber vor das in Zukunft gewerblich zu betreiben. Meine Frage daher ist: Darf man (bzw. ich) auf den eigenen Werkstücken neben der individuellen Gestalltung von Form und Farbe die Logos von Autos, Bands etz. verwenden, um Diese später öffentlich auf Märkten, Shops oder per Internet zu verkaufen?
Ich weis nicht ob ich mit dieser Frage hier richtig bin, aber würde mich trotzem über eine Antwort freuen.
Thomas Veröffentlicht am 6. Mai 2008 02:22 @Jörg
Gehe grundsätzlich davon aus, dass es nicht zulässig ist. Es wird sich fast immer um eine Urheberrechts oder Markenrechtsverletzung handeln. Auch könnte Dir unlauterer Wettbewerb zu Lasten gelegt werden. Im Einzelfall (z.B. Parodie) mag es Ausnahmen geben, aber hier solltest Du Dich vom Rechtsanwalt beraten lassen oder selbst in die Materie einarbeiten, die die Grenzen nicht eindeutig sind.
Marc Veröffentlicht am 6. Mai 2008 11:06 Hallo Thomas.
Wenn man ein Buch über geschichtliche Ereignisse schreiben möchte und sich entsprechenden Quellen bedient (Bücher, Internet, Wikipedia, Zeitungsartikel), muss man dann im Impressum oder ähnlichem die einzelnen Quellen nennen? Es ist ja immerhin möglich, auch wenn man versucht Zusammenhänge in eigene Worte zu fassen, daß einzelne Passagen Wort für Wort mit der Quelle übereinstimmen. Herzlichen Dank im voraus für die Beantwortung!!
Thomas Veröffentlicht am 8. Mai 2008 08:33 @Marc
Das Urheberrecht schützt keine Fakten. Fakten sind weder kreativ noch originell. Jeder kann sie sich überall besorgen.
Ausnahme ist es wenn die Fakten in einen kreativen und individuellen Text eingeflochten worden sind. In diesem Fall darf ich zwar alle Fakten aus der Geschichte verwenden, aber nicht den ganzen Text kopieren.
D.h., wenn der Text den man schreibt zufällig mit einem anderen übereinstimmt, weil es sich um Faktenwiedergabe handelt, ist es urheberrechtlich unbedenklich.
Z.B. „Am 10.12.1923 fiel Roman Gorbirisch, dem mutigen Kommandeur der russischen Armee, der fern der Heimat und seiner geliebten Frau diente, eine Geschützgranate auf den Kopf“ wäre reine ungeschützte Faktenwiedergabe.
Dagegen wäre dieser Text (auch wenn schriftstellerisch schlecht ;) ) urheberrechtlich geschützt: „Am 10.12.1923 fröstelte es Roman Gorbirisch sehr, als er schweren Herzens seinen kriegsmüden Blick gen Osten wandte, wo seine große Liebe Tausende von Kilometern weit weg nach ihn schmachtete. Plötzlich erklang ein samowarähnliches Zischen in der Ferne das sich zu einem schmerzenden Jaulen steigerte und bei Roman Gorbirisch einen Fluchtreflex auslöste. Doch kam dieser zu spät, weil just in diesem Augenblick das anfliegende Geschoß mitten auf seiner Schneehasenmütze landete“
Nichtsdestotrotz darfst Du die Fakten aus dem letzten Text nehmen und daraus einen eigenen Text bauen.
Marc Veröffentlicht am 12. Mai 2008 10:54 Vielen Dank für die tolle, schnelle und fundierte Antwort. Hat mir wirklich sehr geholfen. Viele Grüße, Marc
Gabriele Egler Veröffentlicht am 15. Mai 2008 21:19 Es gibt sehr viele Bücher im Bereich des Strickens und Häkelns, die aber seit ca. 20 Jahren nicht mehr lieferbar sind. Ist es erlaubt aus diesen Büchern Anleitungen zu kopieren und auf die eigene Internetseite zu stellen (mit Hinweis auf die Quelle), so dass andere diese Anleitungen nutzen können?
Und ist es erlaubt z.B. in Internet-Groups (nur Mitglieder mit Anmeldung) solche Anleitungen einzustellen (mit Hinweis auf die Quelle)?
Und wie ist das mit Anleitungen aus Büchern, die aktuell noch im Handel sind?
Herzlichen Dank für eine Stellungnahme
Borstel Veröffentlicht am 16. Mai 2008 22:49 Hallo, das ist aber schön aktuell hier!
Grüße an den Thomas, der allen das gewährleistet.
Da möchte ich auch mal etwas fragen und um seine Antwort bitten. Ich formuliere allgemein, kenne die rechtlichen Probs mit dem Beantworten von Anfragen.
Also: Hin und wieder schreibe ich Texte für meine ganz private Website, diese enthält bis jetzt nichts außer Fotos, welche ich selbst mache, Texte aus meinen ureigensten Gedanken (bin u.a. Buchautor) und inhaltlich viel in lebhafter Schreibweise Dargestelltes zum Alltag, Problemen in unserer Gesellschaft etc.
Es gibt weder ein Forum dort, keine allgemeine Werbung, nicht Shop, Blog und sonstig Denkbares.
Meine Webseite bedeutet mir, hin und wieder meinen Gedanken freien Lauf zu lassen wie andere ihren Hobbys nachgehen.
Ich schreibe also meine Texte jederzeit frei und ohne jegliche Vorlagen oder Abluchsereien bei anderen Seiten und/ oder Personen.
Gerade aktuell schreibe ich wieder einen Text, bei dem mir mittendrin der Anfang eines bekannten Liedes in den Sinn summte und vor allem dessen Text.
Dieser fand in mir schnell einen etwas abgeänderten Bezug, der zu meinem aktuellen Schreibthema passt und also notierte ich mir in Word sofort meine Textversoin des Liedes.
Dort ruht nun die Sache, weil ich nicht weiß, ob ich unter Hinweis auf das allgemein sehr bekannte Originallied und dessen Texter und Komponisten (als Quelle) meinen nun abgeänderten (auch: aktualisierten) Text jener bekannten Vorlage auf meine ganz private Webseite setzen darf ohne rechtliche Schwierigkeiten zu bekommen.
Insgesamt veränderte ich in allen 6 Strophen den Haupttext, damit wandelt sich auch der Sinn, das Anliegen dessen, doch im Refrain tauchen noch Elemente des Originaltextes auf (passen weiterhin) und die gesamte Syntax des Textes ist auch erhalten geblieben.
Nun frage ich mich, ob ich Autoren, Komponisten und/ oder Verlage des originalen Liedes um Erlaubnis (die vielleicht sogar teuer werden könnte) bitten muss oder mit dem Hinweis auf die Urheber des Originalliedes in Text und Ton auskomme, ggf. zzgl. Hinweis auf die Verleger.
Der Webmaster meiner Seite konnte mir das so konkret auch nicht beantworten.
Also käme ich u.U. auf die Idee, in meinem Text quasi „nur“ an das bekannte Originallied zu „erinnern“ und lediglich danach einen Vers meiner Variante in meinen neuen Website-Text einzubauen.
Welche Variante ist für mich ratsam bzw. muss ich mich eventuell sogar ganz von der Idee trennen, auch nur ein Zitat des Originalliedes zu verwenden, wenn ich denn gleichzeitig mindestens eine Zeile in (meiner) Abänderungsform mit veröffentlichen möchte?
Immerhin, so privat meine Seite auch ist, steht sie öffentlich im Net.
Bezahlung an die Urheber des Originalwerkes kann ich mir jedoch nicht leisten, da das Lied auch noch ein weltweit und in sehr vielen Sprachen bekannter (deutscher) Song ist (erinnert an ein Stück deutsche Geschichtsvergangenheit).
Meine Version davon schadet andererseits diesem Lied nicht, denn auch ich nehme textlichen Bezug auf Gesellschaft und Geschichte in unserem Land.
Dies zur Klarstellung, dass es hier auch nicht um Spottschrift etc. geht.
Ich bin ein ernsthafter Mensch und freue mich in diesem Sinne auf eine baldige hilfreiche Antwort hier.
Liebe Grüße zu denen, die mit Ihrer Auskunft vielleicht auch mir weiterhelfen können und allen, die hier lesen und sich eigene Gedanken machen.
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 19. Mai 2008 09:29 @Gabriele:
Leider nein . Der Urheberschutz erlischt unabhängig von der Lieferbarkeit 70 Jahre nach dem Tod des Autors. Dass damit nicht lieferbare Werke faktisch der Nutzung entzogen werden ist ein großer Nachteil, aber keine Rechtfertigung.
Erlaubt sind Privatkopien nur in einem kleinen Rahmen. Die Faustformel sagt, dass Du ca. 7 Freunden eine Kopie geben darfst. Eine Internetgroup ist in der Regel mehr als ein „enger Freundeskreis“ und jeder kann ihr beitreten. D.h. auch die Veröffentlichung in einer Internetgroup ist nicht erlaubt.
Die Frage ist ein Einzelfall, den ich leider nicht allgemein beantworten kann. Übernimmt man Passagen aus Liedtexten, kommt es sowohl auf den Umfang, wie auch die Substanz des übernommenen Teils an. So kann schon eine Zeile aus einem Lied eine Urheberrechtsverletzung begründen, wenn sie im Hinblick auf den gesamten Liedtext tragend ist.
Das kann man jedoch nur beantworten, wenn man sich die ursprüngliche Fassung und Deine Version anschaut. Ich kann es gerne für Dich im Rahmen eines Mandates überprüfen, hier kannst Du mich erreichen.
Übrigens stehen die Chancen für „Spottlieder“, sofern sie Parodien darstellen, sogar besser, als für „normale“ Bearbeitungen. ;)
Marcie Veröffentlicht am 28. Mai 2008 17:54 Hallo,
mich würde einmal interessieren, ob es eine Urheberrechtsverletzung darstellt ein Bild, eine Grafik oder z.B. einen Teil eines Musikwerkes (also vielleicht einen Notenausschnitt), das nachweislich gemeinfrei ist, aus einem aktuell erschienen Buch zu kopieren und diese Kopie dann wiederum in einer anderen kommerziellen Publikation zu veröffentlichen.
Ich danke recht herzlich und im Voraus für die Antwort
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 29. Mai 2008 00:54 @Marcie: Gemeinfreie Werke dürfen kommerziell von jedem ohne Rückfrage auch kommerziell genutzt werden. Aufpassen muss man nur bei Bearbeitungen, die selbst ein neues Werk darstellen können. Z.B. ist der Notensatz frei, aber wenn ich die Noten z.B. kaligrafisch besonderst kunstvoll darstelle, kann diese kunstvolle Darstellung geschützt sein. Oder wenn ein gemeinfreies Kunstwerk abfotografiert wird, wird auch an dem Foto (nach herrschender Ansicht) ein Urheberrecht bestehen.
Jeffrey Veröffentlicht am 4. Juni 2008 12:47 Hallo Thomas
Wenn man ein Spiel entiwickelt, hat man dann das Urheberrecht über das Spiel?
Darf ich dann da (c) darunter setzen?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 8. Juni 2008 12:03 @Jeffrey
Ja das kannst Du machen. Jedoch wird nicht die Spielidee selbst geschützt, sondern deren Ausführung, wie z.B. das Gestaltung des Spielfelds, der Anleitung, Spielekarten, etc. Mehr Informationen findest Du hier: http://www.spieleautorenseite.de/. Empfehlenswert ist auch eine Anmeldung Deines Spiels beim Marburger Spielearchiv.
Rita Bröder Veröffentlicht am 10. Juni 2008 10:37 Hallo guten Tag, ich habe eine Frage.
Für unsere Seniorenresidenz habe ich einen sehr schönen Flyer gestaltet. Die Arbeit war sehr mühselig. Dieser Flyer hat viel Text, den ich entworfen und gestaltet habe. Ebenfalls beinhaltet der Flyer 10 Fotos von der Aussenanlage, dem Veranstaltungsraum, Gartenanlage usw. Die Fotos sind von mir fotografiert worden. Nun möchte ich ganz gerne Kopien machen lassen, damit die Hausbewohner oder deren Besucher den ein oder anderen Flyer mitnehmen. Nicht zuletzt auch damit Werbung für unser Haus gemacht wird.
Ich selbst bin Beiratsmitglied und mache alles ehrenamtlich. Jetzt zu meiner Frage: Würde es was nützen, wenn ich unter meiner E-Mail-Adresse das Copyright setzen würde, oder Urheberrecht?
Herzlichen Dank Rita Bröder
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 10. Juni 2008 11:43 @Rita Bröder
Leider kann ich diese Anfrage nicht beantworten, da es sich um eine konkrete Anfrage für einen Einzelfall handelt.
Jeffrey Veröffentlicht am 17. Juni 2008 15:42 Thomas ich meine wenn man ein Computer- oder Videospiel erstellt.
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 18. Juni 2008 01:57 @Jeffrey:
Auf jeden Fall. An einem Computerspiel können der Code, die Animationen, die Musik, die Texte und sogar die Charaktere oder die Umgebung geschützt sein.
Edwin Veröffentlicht am 29. Juni 2008 11:51 Ich habe mir bei einem Strassenverkäufer ein laut dem Verkäufer reproduziertes Ölbild gekauft. Das Bild wurde vom Verkäufer reproduziert. Hinten auf dem Bild befindet sich das Copyright-Zeichen. Darf ich ein solches Bild kopieren, nachdrucken, vervielfältigen?
Außerdem hat mich der Verkäufer darauf hingewiesen, dass ich die Bilder nicht auf dem öfentlichen Platz, wo diese ausgestellt sind, fotografieren darf. (weil Copyright) Ist dies Ok?
Thomas Veröffentlicht am 30. Juni 2008 10:23 @Edwin
Tut mir leid, aber ich darf leider keine Einzelfallberatung im Blog leisten.
Um allgemein zu sprechen, kann man davon ausgehen, dass alle Malereiwerke geschützt sind.
Was das Fotografieren öffentlicher Werke angeht, kommen im Wesentlichen die folgenden Ausnahmen in Frage:
1. Es gibt die Panoramafreiheit, aber sie gilt nur für „bleibende“ Werke. Als nicht für Werke, die nur vorübergehend ausgestellt sind (z.B.: Reichstagsverhüllung von Christo).
2. Dann gibt es noch eine Ausnahme, wenn man über Tagesgeschehnisse berichtet und kaum Zeit hätte die Künstler zu fragen. Ist hier wohl nicht zutreffend.
3. Aber es gibt noch die Privatkopie. D.h. für Privatzwecke darfst Du die Bilder im öffentlichen Raum fotografieren.
Also hat der Verkäufer kein Recht, sofern Du privat fotografiert hast.
Alexandra Veröffentlicht am 30. Juni 2008 15:38 Eine Frage zum Copyright: Welchen rechtlichen Schutz bzw. Rechte könnte man geltend machen, wenn man für eine Schule oder andere Instutitionen ein Skript erarbeiten würde, ohne konkrete Preisabsprachen, und dann der Auftraggeber die geforderte Rechnung nicht begleicht?
Jakob Veröffentlicht am 8. Juli 2008 11:22 Hi alle zusammen!
Ich möchte meine Gedichte im Internet veröffentlichen, ohne Angst zu haben, das mir einer mein Gedicht klaut!
Wie genau beantrage ich meine Rechte und wie lange halten die?
Oben steht ja, das, wenn man eine Website macht, die Rechte schon hat, warum?
Ich wäre euch(dir) echt sehr dankbar, wenn ihr mir helfen könnt, da ich schon unzählige nette Rückmeldungen bekommen habe wie: Wenn du ein Buch raus bringst, hatte ich gerne eins, oder sehr sentimental und sensibel!
Ich schreibe seit 2003 und habe um die 110 Gedichte über Liebes- und Menschenlyrik!
Also dann ich freue mich auf die Antworten ( E- mails sind erwünscht) ;)
Thomas Veröffentlicht am 10. Juli 2008 07:40 @Jakob: Die Rechte ergeben sich aus dem Gesetz: § 2 Abs.1 Nr.1 UrhG
Sandra Veröffentlicht am 10. Juli 2008 08:57 Hallo!
Wenn man eine Internetseite über einen bereits seit über 100 Jahre alten Schriftsteller und dessen Werke mit einer Schulklasse erstellen will, darf man dann Textstellen veröffentlichen und Bilder aus den Büchern einscannen und diese veröfentlichen?
Lena Veröffentlicht am 16. Juli 2008 09:20 Guten Tag,
hat jede Person das Recht, das Werk ihres Schaffens mit dem copyright-Vermerk (c) zu versehen?
Oder muss zuvor ein (kostenpflichtiger) Antrag bei einer Institution gestellt werden, damit die Person als Auto, Künstler usw. offizielle registriert wird?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 16. Juli 2008 09:34 @Lena: Jeder darf das, denn das Urheberrecht entsteht automatisch. Ein Antrag ist nirgendwo notwendig.
Sandra Veröffentlicht am 16. Juli 2008 12:50 Hallo!
Gilt das Gesetz, dass nach 70 Jahren nach dem Tod das Urheberrecht verlischt auch aub Bilder von Künstlern? Darf man die dann kopieren und im Internet veröffentlichen?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 16. Juli 2008 13:06 @Sandra: Ja, § 64 UrhG gilt noch. Das Werk ist dann gemeinfrei und darf von jedem für jeden Zweck verwendet werden.
Kerstin Veröffentlicht am 18. Juli 2008 20:36 Hallo!
Ist es erlaubt, ein im Internet gefundenes copyright-geschütztes Foto (z.B. Natur- oder Produktaufnahme) entwickeln zu lassen und zuhause aufzuhängen?
Josef Veröffentlicht am 23. Juli 2008 23:01 Hallo,
bin nur durch Zufall auf der Seite gelandet, aber die dargestellten Hinweise haben mir sehr weiter geholfen.
Großen Respekt an den Verfasser des Artikels.
Michael Veröffentlicht am 29. Juli 2008 08:14 Hallo,
ich beziehe mich auf einer Web-Site auf Begriffe von Fremdfirmen, die an diesen Begriffen ein Copyright haben. Als Beispiel könnte man Levitra(C) von der Firma Bayer nehmen. Was muss bei der Verwendung solcher Begriffe beachtet werden? Muss das Copyright Zeichen gesetzt werden? Bedarf es eines besonderen Hinweises?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 30. Juli 2008 05:28 @Kerstin : Ja das ist als Privatkopie erlaubt. Das ist anders als das Bild z.B. auf eigener Homepage zu veröffentlichen. Denn eine Homepage ist nicht privat, sondern öffentlich. s. http://de.wikipedia.org/wiki/Privatkopie
@Michael: An Begriffen kann grundsätzlich kein Urheberrecht bestehen. Das kann an dem Produkt oder einem grafischen Logo bestehen. Namen von Produkten oder Unternehmen werden durch das Markenrecht und das Namensrecht geschützt.
Bei der Verwendung musst du im Allgemeinen darauf achten, dass Du die Marke nicht verunglimpfst oder aubeutest (z.B. deine Homepage Coca-Cola nennst). Weiter darfst Du nicht den Eindruck erwecken, dass das Unternehmen/Produkt mit dir verbunden ist.
Steffi Veröffentlicht am 8. August 2008 19:00 Hallo,
ist es zulässig ein copyright-Bild beispielsweise von einer Homepage oder einem Filmscreenshort im Fotolabor entwickeln zu lassen und diese zur Signatur an einen Schauspieler zu senden? Gibt es da von Land zu Land abweichende Regelungen?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 9. August 2008 10:17 @Steffi: Im § 53 Abs.1 UrhG, wo das Recht auf eine Privatkopie geregelt ist, steht:
Sprich, wenn Du das Bild selbst ausdruckst ist es zulässig. Wenn Du jemandem Geld für die Entwicklung gibst (z.B. Fotolabor) dann nicht. In der Regel wird ein Fotolabor die Entwicklung vornehmen. Mir ist aber schon ein Fall begegnet, wo die Entwicklung aus den obigen Gründen verweigert wurde. Dabei ging es aber um die Herstellung eines Mauspads aus einem Internetbild.
Patrick Bassler Veröffentlicht am 22. August 2008 12:40 wie ist die vorgehensweise beim schützen eines
eigenen spiels (Brettspiel mit würfel und strategieanteilen) ?
und was muss alles geschützt werden (idee , utensilien , figuren ,name usw.)
ist die copyright die richtige lösung und wenn wo lass ich
dies dann manifestieren ???
Christin Veröffentlicht am 23. August 2008 17:51 Hallo Thomas,
wenn man sich bei einer Firma z.B. mit Modeentwürfen, Fachzeichnungen oder Fotos um eine Designstelle bewirbt (online oder per Post), darf das Unternehmen meine Ideen kopieren??
Wenn ich das richtig verstanden habe sind die Entwürfe, Zeichnungen u Fotos ob mit oder ohne (C) geschützt, aber die Grundidee eines Entwurfs bzw. eines Kleidungsstückes nicht oder ??
Thomas Veröffentlicht am 24. August 2008 10:11 @Christin
Richtig, das Prinzip ist, dass Ideen nicht geschützt sind, sondern deren konkrete Ausführung. Z.B. die Idee den Reichstag mit Stoff zu verhüllen ist nicht geschützt. Werfe ich eine Blümchendecke drüber, kann mich keiner davon abhalten. Benutze ich jedoch einen silbrigen Stoff und ähnliche Bindung wie Christo es am Reichstag tat, verletze ich seine Urheberrechte. Daher ist es sinnvoll seine Ideen in „eine Form zu gießen“, bevor man sie publiziert. Diese konrekte Ausführung, darf dann grundsätzlich keiner ohne Erlaubnis kopieren. Das ist leider sehr sehr Einzelfallbezogen und lässt sich nur im konkreten Fall (meistens anhand vorhergehender Gerichtsentscheidungen) beantworten.
Thomas Veröffentlicht am 24. August 2008 10:15 @Patrick s. Kommentar Nr.39
Maina Veröffentlicht am 24. August 2008 10:39 Hallo, Tomas,
ich habe ein Musikheft erstellt. Darin sind Stücke von verschiedenen Komponisten, die ich selbst bearbeitet habe und auch meine eigene Kompositionen. Dazu hätte ich Frage, ob ich auf jeder Seite das Copyright-Vermerk mit Datum und meinem Namen stellen darf, ohne das ganze beim Notar zu hinterlegen? Und wenn ja, dürfen die anderen Leute das doch kopieren?
Maina Veröffentlicht am 24. August 2008 10:56 Hallo, Tomas,
wenn man ein Musikheft selbst erstellt, kann man ohne sich beim Patentamt zu registrieren, das Copyright-Vermerk mit seinem Namen benutzen?
Danke und Verzeihung für die vorherige falsche Formulierung!
Thomas Veröffentlicht am 24. August 2008 21:49 @Maina: Eine Hinterlegung ist keine Voraussetzung für die Urheberschaft, sondern Erleichterung für späteren Urheberrechtsnachweis. Also darf man Urheberrechtshinweise auch unabhängig von ihr setzen. (p.s. zum Einzelfall kann ich leider keine Beratung in den Kommentaren geben, bin jedoch per Kontaktformular für weitere Beratung erreichbar)
Evelyn Veröffentlicht am 31. August 2008 20:57 hallo Thomas,
Wenn jemand eine Geschichte für ein Kinderbuch geschrieben hat aber nicht glücklich über sein Ergebnis ist und dieses Manuskript einem Autor oder Semiautor überreicht, der das weiter ausbauen soll (gemeint ist damit einen interessanteren Schreibstil zu verwenden), bei wem liegen dann die Rechte, wenn das buch fertig geschrieben ist? Muß man dem Verlag mitteilen, das es 2 Schreiber gab? Wie sieht die Rechtslage bei Ghostwritern aus?
Über eine Antwort würde ich mit freuen.
P.S.: Ich finde es toll, das es jemanden gibt, der sich Zeit nimmt, die vielen Fragen zu beantworten.
Jasmin Veröffentlicht am 31. August 2008 21:08 hallo,
wenn jemand tiere fotografiert,die bilder jemanden anderen gibt zum bearbeiten im pc (privat od. gewerblich), wer hat dann die rechte über diese bilder? ich habe gelesen, das man sein werk bei www. copyclaim. com speichern lassen kann. ist dies zu empfehlen,ist diese seite seriös und hat schon jemand damit erfahrung gemacht. im voraus schon mal danke für eure info. gruß jasmin
Thomas Veröffentlicht am 1. September 2008 04:52 @Evelyn: Ja, ich beantworte die Fragen gerne, sofern sie zum Thema beitragen. D.h. hier zu dem Urheberrechtshinweis. Die Kommentare sollen ja den Beitrag ergänzen, was leider nicht für alle passt und viele der gestellten Fragen beschreiben private Einzelfälle die anderen Lesern nicht unbedingt helfen.
Das Thema Miturheberschaft ist noch ein bisschen vom Thema erfasst, daher die Antwort: In diesem Fall sind beide Buchautoren Miturheber am Buch, die grundsätzlich nur gemeinsam über die Urheberrechte am Buch verfügen dürfen. Dennoch wird man (es kommt auf den Einzelfall an) in Fällen einer solchen Beauftragung, sei es Verbesserung des Schreibstils oder Ghost writing, davon ausgehen können, dass ein der Beauftragte dem Auftraggeber seine Rechte übertragen hat.
@Jasmin: Grundsätzlich dem Fotografen, es sei denn die beiden haben was anderes vereinbart. Ich habe noch keine Erfahrung mit Copyclaim als Speicherort gemacht und bin auch an Erfahrungen anderer interessiert. Grundsätzlich nutzt man solche Möglichkeiten um den Zeitpunkt eines Werkes nachzuweisen. Jedoch hat man keine 100% Sicherheit, wenn die Gegenseite z.B. mit Entwürfen o.ä. nachweisen kann, dass sie selbst vorher ein gleiches/ähnliches Werk erstellt hat. Ich habe noch vor über das Nachweisthema zu schreiben, weil es sehr viele Möglichkeiten gibt den Zeitpunkt der Werkentstehung nachzuweisen.
pinselchen Veröffentlicht am 5. September 2008 19:13 hallo,
verletze ich ein copyright, wenn ich in einem internetradio als dj ,in meiner freizeit und unentgeldlich ,z.b den namen djdicki trage – es aber diesen namen schon gibt ?
Angelika Veröffentlicht am 11. September 2008 13:13 Hallo,
darf man aus dem Internet ein Bild für den privaten Gebrauch kopieren unter dem steht: All rights reserved. Ist es erlaubt dieses Bild z.B. als Aufkleber für sein privates Auto Drucken zu lassen. Besteht in diesem Fall ein Unterschied zwischen deutschem und amerikanischen Recht?
Rose Veröffentlicht am 6. Oktober 2008 10:50 Hallo,
erstmals ein Kompliment an den Helfer dieser vielen Anfragen!!
Ich bin sehr froh, diese Webseite gefunden zu haben!!!
Vielleicht kann ich auch eine Auskunft zu einer akuten Frage erhalten?
Wir schreiben gerade ein ayurvedisches Kochbuch, dass einige kleine Zitate/Ausführungen aus anderen Büchern enthält.
Wäre es ausreichend, dass die Zitate/Ausführungen mit Quellangaben kenntlich gemacht werden? Oder muß man dafür Genehmigungen von Verlag/Autor einholen?
Dürften z.B. Zitate mit Hinweise zu bsp. „Linsen“ und ihren Inhaltsstoffen, die wir ja nicht selber untersucht haben, mit entsprechenden Textstellen aus anderen Büchern, verwendet werden?
Im Voraus herzlichsten Dank für die Bemühungen!!!
Viele Grüsse aus Nürnberg,
Hidehg Veröffentlicht am 23. Oktober 2008 06:35 Hallo,
ich habe aus zwei grafischen PC Programmen eine Auswertung erstellt. Aus den beiden Programmen werden Tabellen, Graphen, Zeichen erstellt, die eine von mir grafische Auswertung ergibt. Kann ich die schützen? Mit anderen Worten, ich benutze 2 Tools und erstelle eine Dritte, die Auswertung. Aus der Dritten sind natürlich Auszüge aus den 2 Tools vorhanden und erkennbar, aber Layout, Inhalte, Reihenfoge sind aus meinen Gedankenzügen enstanden. Kann ich die urheberrechtlich schützen mit dem Zeichen C oder gibt es da eine Ausnahmen?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 23. Oktober 2008 09:38 @Hidehg:
Um ehrlich zu sein, habe ich das jetzt nicht ganz verstanden. ;) Es hört sich auch wie ein Fall an, den ich nicht werde anhand einer abstrakten Beschreibung beantworten können. „Auszüge“ kann zwischen einer erlaubten Inspiration und einer eindeutigen Urheberrechtsverletzung liegen. Wenn Du möchtest kannst Du den Fall genauer beschreiben und ich kann Dich dazu beraten. Hier geht es zum Kontaktformular/Email
Hasso Schrüber Veröffentlicht am 27. Oktober 2008 19:16 Ist eine komponierte Melodie, die von einer „No Name Band“ auf einigen kleinen Konzerten und durch ein Mittschnitt an eine kleine Öffentlichkeit gekommen ist urheberrechtlich geschützt? Wenn ja, ist dann auch die Benutzung der Melodie durch Radiosender bspw. als Jingle verboten?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 27. Oktober 2008 23:30 @Hasso: Mag die Band noch so no-name sein und deren komponierte Melodien no so unbekannt. Sobald sie auf dem Notenblatt oder einem Aufzeichnungsgerät festgehalten worden ist, ist sie grundsätzlich urheberrechtlich geschützt und darf ohne Zustimmung des/der Komponisten nicht öffentlich wiedergegegeben werden.
Nadine Veröffentlicht am 9. November 2008 16:25 Hallo
Ist ein Konzept z.B. Entwicklung eines Haushaltsführerscheines, automatisch urheberrechtlich geschützt, wenn man es selbst entwickelt und ausgearbeitet hat? Wie sieht das mit Unterlagen aus die man aus Fachbüchern und Kopiervorlagen verwendet hat, muss man um Erlaubnis fragen, wenn man diese benutzen möchte?
Und wie schützt man es davor das andere Leute nicht behaupten das das ihr Werk sei?
laura Veröffentlicht am 13. November 2008 16:10 Erstmal ein großes Lob & Dankeschön für den interessanten & hochhilfreichen Blogg. Hier kommt meine Frage:
Habe aus den USA Bilder für ein Programmheft bekommen, die mit einem (C) – versehen sind.
z.B: ©2008 Warner Bros. Entertainment Inc. All Rights Reserved.
Selbstverständlich werde ich den Urheber/ bzw. Rechteinhaber vermerken .
Ist das (C)- Symbol , sowie All Rights Reserved erforderlich – oder kann ich das auch weglassen.
herzlichen Dank schonmal & liebe Grüße aus Berlin
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 15. November 2008 07:56 @Nadine: Hallo Nadine, dass sind viele Fragen. Bei dem Haushaltsführerschein kommt es darauf an, wie er gestaltet ist. Da ich noch nie einen gesehen habe und insbesondere Deinen nicht kenne, kann ich leider keine Aussage dazu treffen. ;)
Ja, man sollte immer fragen, bevor man Werke anderer außerhalb des Privatbereichs (damit sind Freunde und Familie gemeint, Internet ist kein Privatbereich) benutzt. Am besten sind Zeugen oder Unterlagen wie z.B. Skizzen, die den Entstehungsprozess und den Zeitpunkt der Entstehung nachweisen. Lasse z.B. einen objektiven Dritten (Arbeitskollege etc) auf dem Original oder dessen Kopie mit Datum unterschreiben. Mehr s. http://www.plagiarismus.de/?page_id=8
@Laura: Man kann es weglassen (s. oben im Artikel).
jasmin Veröffentlicht am 25. November 2008 14:23 hallo thomas,
gilt ein copyrigth eigentlich auch für übersetzungen oder orientiert man sich immer nur danach, ob der original-autor schon mehr als 70 jahre tot ist oder eben nicht?
ist es erlaubt, einen teil eines textes eines anderen autors in einem eigenen künstlerischen werk wie z.b. einer collage zu verwenden, ohne dass man dabei gegen das copyright verstößt?
Sandra Brocking Veröffentlicht am 2. Dezember 2008 04:07 hallo thomas,
vielen Dank schonmal. ich hab einige fragen
1. darf ich musikstuecke von diversen artisten auf meinen seminare spielen, oder muss ich dafuer um erlaubnis fragen?
2. als author eines buches in dem ich material von verschiedenen artikeln, buechern, seminaren, etc verwende reicht es aus am Ende des Buches die rechtinhaber der artikel, etc zu vermerken, oder muss ich bei jedem author,etc um erlaubnis fragen ? (z.b. wenn ich die informationen verwende aber in eigene worte verfasse)
3.kann ich sprueche und zitate verwenden, die bereits von anderen authoren in ihren Werken verwendet wurden benutzen ?
4. kann ich informationen von newslettern und research wie z.b rezepte und anleitungen als newsletter versenden ? z.b. als kostenlose newsletter ?
ganz vielen dank fuer die hilfe
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 4. Dezember 2008 15:55 @Sandra:
Deine Fragen betreffen leider Einzelfälle, die ich hier nicht in aller Ausführlichkeit beantworten kann, weil die Angaben nicht ausreichen, um eine hinreichende Antwort zu geben. Falls Du eine Beratung dazu wünschst, schreibe mir bitte.
1. Musikstücke – Es kommt auf die Art der Seminare an. Im Allgemeinen kan ich hierzu auf Voraussetzungen im § 52 UrhG verweisen.
2. Auszüge in Büchern – Auch hier müsste ich Näheres zu den „eigenen Worten“ wissen und welcher Art die Informationen/ Verwendete Textteile sind (Tatsachen, Meinungen, etc). Ansonsten ist grundsätzlich eine Erlaubnis nötig.
3. Sprüche & Zitate – s. 2.
4. Newsletter – ebenfalls s.2.
Christian Veröffentlicht am 13. Dezember 2008 01:18 hallo ich habe mal eine frage wenn ich ein Logo aus dem web ziehe und möchte dieses abgeändert als Firmenlogo verwenden
inwiefern muss das Logo verändert werden bzw. wieviel % oder so dürfen gleich sein?
oder gibt es da eine Richtlinie die ich nachlesen kann wieweit es verändert sein muss ?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 18. Dezember 2008 00:52 @Christian: Prozente gibt es keine. Das wäre meines Erachtens auch nicht möglich, denn wie sollte man z.B. 50% eines Bildes abändern? Was macht die 50% aus? Wieviel % macht eine Farbe aus, etc?
Statt dessen werden folgende Anhaltspunkte zugrunde gelegt:
– Gesamteindruck ist maßgebend.
– Die charakteristischen Eigenheiten, die das Logo prägen müssen verletzt sein
– Maßgeblich ist der geistig-ästhetische, eigenschöpferische Gehalt des Logos.
Das ganze ist natürlich nicht minder nebulös und kann eigentlich nur anhand von Gerichtsurteilen, juristischen Büchern und Erfahrung beantwortet werden.
Als Daumenregel kann man die beiden Logos einem Dritten zeigen und ihn fragen, ob es nach seiner Meinung erkennbar ist, dass das neue Logo als Vorlage für das alte Logo diente.
Freya Veröffentlicht am 28. Dezember 2008 01:42 Hallo, ist meine Information richtig, dass es für Lehrzwecke (PowerPoint-Vorträge in der Erwachsenenbildung) erlaubt ist, Abbildungen aus Publikationen anderer Wissenschaftler zu verwenden, sofern beim Copyright dieser Publikationen nicht ausdrücklich vermerkt ist, dass eine Verwendung auch zu Lehrzwecken untersagt ist und sofern man die Literaturangabe unter den Abbildungen vermerkt bzw. im Vortrag erwähnt?
Marianne Veröffentlicht am 8. Januar 2009 15:39 Hallo!
Muß das auch mal hier Loben, für den tollen Blog und die Mühe dir du Dir machst!
Mich würde mal interessieren wie sich das bei webdesign verhält.
Wenn jemand ein Design für jemand anderen entworfen und programmiert hat,
gehen alle Rechte an den Websitenbetreiber, so das er selbst das Design oder die Programmierung ändern darf, zum Beipsiel ein Bild wo anders Positionieren, oder dem Hintergrundbild ein etwas anderes Ausehen geben ?
Irene Hauser Veröffentlicht am 9. Januar 2009 14:37 Hallo
Wenn eine Firmenwebsite über eine Agentur erstellt wird, wem gehört sie dann urheberrechtlich? Falls das Recht der Agentur gehört, darf die Firma die Website nachbauen ohne grosse Änderungen im Design vorzunehmen?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 13. Januar 2009 09:09 @Freya: Das ist nicht richtig. Auch wenn kein Urheberrechtshinweis unter dieser Publikation stehen würde, darf man sie grundsätzlich nicht verwenden. Es sei denn eine der Ausnahmen wie § 52a UrhG greift, was je nach Art der Bildungseinrichtung hier der Fall sein könnte.
@Marianne: Danke, aber die Frage hat nichts mit dem Copyrighthinweis zu tun. Daher in kürze, grundsätzlich dem Designer, es sei denn es ergibt sich was anderes aus Vertrag/ Vereinbarungen.
@Irene: Hmmm… ich sollte einen Hinweis bei den Kommentaren aufnehmen, damit es hier nicht allzu offtopic wird. ;) M.E. darf ein Kunde eine Website bearbeiten, es sei denn etwas anderes ist vereinbart worden.
Frank Eisenblätter Veröffentlicht am 14. Januar 2009 10:09 Hallo,
wie verhält es sich, wenn ich Erstübersetzer eines englischsprachigen Textes (8 DIN A4 Seiten) mit bestehenden US-Copyright bin:
Ist die Erlaubnis des Copyright Inhabers für eine Übersetzung unabdinglich?
Kann ich ein Urheberrecht auf die Übersetzung geltend machen?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 14. Januar 2009 10:36 @Frank:2xja
bine Veröffentlicht am 4. Februar 2009 16:09 Hallo,
ich arbeite unter einem Künsternamen.
Ich nehme an, diesen zu schützen macht nur Sinn wenn ich reich und berühmt
bin? Meine Webseitenbezeichnung besteht aus einem von mir erfundenem Wort in dem das (c) vorkommt. Hierfür möchte ich schon das Urheberrecht beantragten, da es „mein“ Wort ist und auch zentraler Teil meines Konzepts ist.
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 4. Februar 2009 22:24 @bine: Ein Name wird nicht durch das Urheberrecht geschützt. Namen sind in der Regel zu kurz, um ein eigenschöpferisches Werk zu sein. Jedoch sind Künstlernamen durch das Namensrecht § 12 Bürgerliches Gesetzbuch vor unbefugter Verwendung geschützt. Du kannst den Namen auch als Marke für ein bestimmtes Produkt oder Dienstleistung anmelden.
uwe Veröffentlicht am 12. Februar 2009 20:39 Hallo,
darf man einen Artikel aus einem Zeitschriften-Online-Dienst in ein Forum – beispielsweise für schönen Operngesang – reinkopieren als Zitat gekennzeichnet und natürlich unter Nennung der Quelle?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 13. Februar 2009 01:11 @uwe: Das kommt darauf an. ;) Worauf, kannst Du hier nachlesen: http://www.advisign.de/allgeme.....n-zitieren
Martin Burkhardt Veröffentlicht am 24. Februar 2009 08:45 Wie ist das eigentlich mit Clip Art -Sammlungen, die man legal bzw. mit einem Softwarepaket erworben hat (z.B. Micorosoft Office u.a.). Die Frage ist besonders dringend, wenn in der Dokumentation keine copyright Hinweise zu finden sind. Wie sieht hier die allgemeine Rechtslage aus, da sich ja oft der Weg eines Clips nicht mehr eindeutig nachvollziehen lässt?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 26. Februar 2009 04:37 @Martin: Kurz und knapp: Kann man den Urhber nicht ermitteln, kann man entweder auf die Verwendung des Werkes verzichten oder es unter dem Risiko einer Urhberrechtsverletzung nutzen. Solche Werke nennt man auf Deutsch „Verweiste Werke“ oder auf englisch „Orphan Works„. Sie sind ein Argument für eine Verkürzung der Urhberrechtsdauer.
Susanne Bidonas Veröffentlicht am 9. März 2009 23:38 Ui, ist das alles kompliziert aber du hast dir hier sehr viel Mühe gemacht!
Ich habe da auch mal eine Frage: Wenn man von jemandem z. B. ein gemaltes Bild oder eine Zeichnung kauft, kann man das dann für eigene Zwecke (z. B. für Werbung) benutzen? Oder was kann man dann überhaupt damit anstellen – denn mit dem Copyright drauf ist es doch irgendwie wertlos, oder???
Herzlichen Dank für deine Antwort, Susanne
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 15. März 2009 01:25 @Susanne: Grundsätzlich darf man das bild für Private Zwecke nutzen, d.h. es zu Hause aufhängen, Freunden und Familie zeigen oder das konkrete Bild weiter verkaufen. Weil für vieme Menschen heutzutage das Internet als Teil des privaten Lebens gilt, versteht man nur schwer warum man es z.B. nicht auf der eigenen Homepage veröffentlichen darf und daher mag es wertlos erscheinen.
Dass für gewerbliche Zwecke dem Künstler mehr bezahlt werden muss halte ich jedoch für gerecht. Stell Dir vor ein Unternehmen bezahlt 5 Euro für eine Bildkopie und nutzt es für eine Werbekampagne, mit der es 5 Millionen verdient. Dies würde den Künstler ungerecht ausbeuten.
Zudem hat es nichts mit dem (C)-Zeichen zu tun. Ein urheberrechtlich geschütztes Bild ist auch ohne das Zeichen geschützt. S. Beitrag oben.
lilly Veröffentlicht am 1. April 2009 20:32 meine frage
wenn ich aus dem internet ein bild mit einer frau kopiere und ich schneide nur die frau ausdem bild herraus
gehört mir dann die frauentube oder behält der fotograf die urheberrrechte?
Olaf Veröffentlicht am 13. April 2009 11:56 Hallo allerseits.
Ich habe hier eine historische Frage. Ich besitze zwei Sorten von alten Münchener Bilderbogen aus den 30er Jahren, die ich nur schwer zeitlich zuordnen kann.
Auf der einen Sorte steht „Alle Rechte vorbehalten“. (evtl. Mitte 3oer Jahre, Deutschtümelei??) Die andere Sorte vermerkt „Copyright by …“
Nun meine konkrete Frage: Wurde diese Copyright Regelung auch im Vertrag von Versailles, wie etwa der dort als diskriminierend gedachte Produktursprungsvermerk „Made in Germany“ vorgegeben?
Zur Verdeutlichung: Mein Zeitspannenproblem bewegt sich etwa zwischen 1870 und 1940.
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 13. April 2009 12:42 @Olaf: Bereits seit 1886 einigten sich viele Staaten, unter ihnen Deutschland, in der „Berner Übereinkunft zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst„, dass ein Urheberrechtshinweis nicht notwendig ist. Von einer Pflicht der Siegermächte einen solchen Hinweis zu führen, ist mir nichts bekannt, noch kann ich es mir vorstellen. Ich denke eher, dass wie auch heutzutage, „Copyright by“ und „Alle Rechte vorbehalten“ bunt durcheinander genutzt wurden.
Aaron Veröffentlicht am 21. April 2009 20:50 Hallo,
darf man copyright – geschützte Bilder aus dem Internet herunterladen, dann als Foto entwickeln lassen und für eine Autogrammanfrage verwenden?
Daniel Veröffentlicht am 9. Mai 2009 16:41 Hallo!
Welches Zeichen wird beim/zum Schutz einer Wortmarke verwendet? Die Wortmarke soll beim Patentamt in Deutschland eingetragen werden.
z.B.: „Die Tierschutzbeauftragten“
Im Falle einer erfolgreichen Eintragung – wird diese Wortfolge dann mit einem (R) oder einem (C) versehen? Welche Unterschiede gibt es?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 10. Mai 2009 09:00 @Daniel
Wortmarken werden in Deutschland mit keinen Zeichen geschützt. Aus dem amerikanischen Bereich werden jedoch immer häufiger TM/SM und (R) übernommen.
TM/SM (Trade Mark für Waren und Service Mark für Dienste) bedeutet, dass jemand ein Wort oder Bild als Namen nutzt, aber noch keine Marke hierfür eingetragen bekommen hat. Genau genommen, muss er nicht einmal einen Antrag für eine Markeneintragung gestellt haben.
(R) steht für Registered Trademark. Also eine eingetragene Marke und darf daher erst ab EIntragung verwendet werden.
(C) könnte man rein theoretisch für Markenzeichen verwenden, die einen urheberrechtlichen Schutz genießen. Das ist bei kurzen Sätzen oder gar einzelnen Worten nicht der Fall. Erst wenn eine Bildmarke oder Bild-Wort-Markevorliegt, kommt ein urheberrechtlicher Schutz in Frage. Trotzdem ist es selten, dass neben dem (R) noch ein (C) auftaucht.
Francois Veröffentlicht am 10. Mai 2009 11:53 hallo,
mal in irgend einer zeitschrift gelesen, das wenn man bilder zu 70 % bearbeitet, dann greift das copyright nicht mehr. ist dies wirklich der fall und wo könnte man soetwas genau nachlesen?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 10. Mai 2009 16:51 @Francois: Offtopic, aber weil es so klar unrichtig ist: Diese Information ist falsch. Es gibt keine %-Zahl. Auch wenn nur 1% des Bildes übrig ist (was auch immer 1% ausmacht) kann das für eine Urheberrechtsverletzung ausreichen, wenn dieser Teil (achtung, auf das Folgende kommt es an) für das Bild wesentlich und prägend ist. Ich weiß, das ist nicht einfach zu beurteilen.
Klaus Veröffentlicht am 16. Mai 2009 13:10 Hallo!
Ist, wenn man ein urheberrechtlich geschütztes Werk (Bild, Script oder d.gl.)
auf den Speicherplatz der eigenen Homepage lege ohne es von dieser Homepage zu verlinken, bereits das Urheberrecht verletzt?
Wie wird definiert, wann man dieses Werk öffentlich benutzt?
Dieses Werk ist ja ohne Kenntnis des genaue Links nicht zu erreichen.
(es sei denn, es erscheint in den Ergebnissen einer Suchmaschine)
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 18. Mai 2009 20:23 @Klaus: Da hast Du recht und das Landgericht Berlin (02.10.2007 (Az.: 15 S 1/07) sah es genauso. Aber nicht zu früh gefruet, denn es sah in dem Upload eine Vervielfältigung i.S.d § 16 UrhG. Bei Privatleuten wäre diese u.U. eine erlaubte Privatkopie, bei Gewerbetreibenden ist sie dagegen unzulässig.
Manfred Veröffentlicht am 27. Mai 2009 11:18 Manfred
Fragen zum Thema Videofilmen.
Das Thema ist sicherlich für ein breites Publikum sehr interessant. Gefunden habe ich dazu leider trotzdem nichts.
Nachfolgend also meine Fragen:
Darf Musik, die noch urheberrechtlich geschützt ist ausschließ für private Zwecke im selbst erstellten Videofilm verwendet werden und was ist unter
dem Begriff „private Zwecke “ zu verstehen?
Wie darf sich der Kreis der Zuschauer/Zuhöhrer zusammensetzen?
An welchen Orten darf das geschehen, nur im eigenen Haus oder z. B. im
Verein, Gemeindehaus ect..Natürlich immer vorausgesetzt, es wird kein Eintritt verlangt.
Giebt es Unterschiede in der Rechtsauffassung mit oder ohne GEMA-Hinweis?
Giebt es Unterschiede mit nachweislich gekauften oder frei aufgenommener
Musik z.B. Internet, Radiosender ect.
Ist es sinnvoll oder von Belang den Film eingangsseitig mit dem Hinweis
„Copyright“ zu versehen?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 6. Juni 2009 12:29 @Manfred: Die Fragen gehen leider über das Thema des Beitrag hinaus und würden eher einen eigenen Beitrag rechtfertigen. Die Frage nach dem Copyrighthinweis ist in Teilen 2 und 3 der Beitragsreihe beantwortet. Falls Du zu dem Thema eine Beratung wünschst, sage mir Bescheid (Kontakt). Keine Sorge, die Kosten entstehen nicht automatisch, ich teile Sie Dir vorher mit und Du kannst dann entscheiden.
birte Veröffentlicht am 4. Juni 2009 20:09 Hallo!
Ich würde im meinem Blog gerne Textpassagen aus einem Buch von 1940 zitieren. Dort steht „Copyright 1940 bei Deutscher Verlag, Berlin“.
Das Buch ist im Handel so nicht mehr erhältlich. Es heißt „das Lexikon der Hausfrau“
Wenn ich dazu Titel, Autor, Verlag und Erscheinungsjahr angebe, könnte ich dann Probleme bekommen? Was für Fristen müßte ich beachten und mit welchen Folgen muß ich rechnen?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 6. Juni 2009 12:35 @Birte: Das Urheberrecht erlischt 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. D.h. Du darfst die Textpassagen verwenden, wenn alle Autoren des Buches verstorben sind und diese Zeit seit deren Tod abgelaufen ist. Ansonsten brauchst Du die Zustimmung der Rechteinhaber. Das ist natürlich problematisch, wenn man sie nicht auffinden kann oder sie die Rechte an andere übertragen (z.B. Verlage) haben.
Falls Du jedoch im Rahmen eines Zitates bleibst, darfst Du die Textpassagen auch ohne Zustimmung nutzen.
Holger M Veröffentlicht am 6. Juni 2009 11:24 Hallo,
ich habe eine Geschichte geschrieben und möchte diese gern drucken lassen, allerdings nicht über einen Verlag, und diese dann in meinem Geschäft mit verkaufen. Wo kann ich mir tatsächlich die Rechte auf meine Geschichte sichern und nicht nur das (c) – Zeichen drunter setzen?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 6. Juni 2009 12:39 @Holger M: Mehr Rechtsschutz als das Urheberrecht gibt es für ein literarisches Werk nicht. Die andere Frage ist wie man die Urheberschaft nachweist. D.h. dass nicht jemand kommt und sagt, er hätte das Werk schon vor Dir verfasst. Hier empfiehlt sich z.B. eine Niederlegung bei einem Notar oder zumindest eine Unterschrift + Datum eines Zeugen auf dem Originalmanuskript. So kann man mit dem Manuskript + Unterschrift + Zeugen Nachweis über den Entstehungszeitpunkt führen.
birte Veröffentlicht am 9. Juni 2009 09:00 Vielen Dank, Du hast mir sehr weitergeholfen!
Barbara Veröffentlicht am 20. Juni 2009 15:04 Gilt ein Cobyright Weltweit? Ich meine: Ist ein Cobyright in USA gesetzt auch in Deutschland geschützt?
Heike Veröffentlicht am 26. August 2009 22:38 Vielen Dank für tolle Webseite,
habe ich richtig verstanden, dass z.B. ein Wappen 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers frei verwendet werden kann? Wappen von Köln ca. 1000 Jahre alt?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 28. August 2009 17:00 @Barbara: Ja, Du kannst grob davon ausgehen, dass derselbe Schutz, den es in Deutschland gibt auch überall auf der Welt gilt. Zwar sind viele Einzelheiten des Copyrights anders als im Urheberrecht, aber im täglichen Gebrauch kann man die beiden gleich setzen.
stefan0909 Veröffentlicht am 29. August 2009 20:36 Hallo Thomas.
Darf man aus einem Rezeptbuch, das mit Copyright versehen ist, Seiten kopieren und ins Internet stellen?
Maria Veröffentlicht am 2. September 2009 13:14 Hallo Thomas!
Ich arbeite als Illustratorin. Vor ein paar Tagen fiel mir die Idee auf und habe es so ähnlich wie die Wilden Kerle nachgezeichnet. Jetzt jagt mich ein wenig Angst, wenn ich ich immer wieder von Copyright höre. Da ich mein Motiv selbst fertig gemalt habe, möchte ich es auf dem T-Shirt bei einem Anbieter bedrucken lassen. Macht es strafbar?
Gaelle Veröffentlicht am 2. September 2009 14:11 Hallo,
2 Frage möchte ich stellen:
1/Wie kann man Namen für z.B Bücher Titel schutzen lassen?
2/Wie kann man sich gegen Verlage schützen wenn man die z.b. Konzeptbücher präsentiert?
Hanno Veröffentlicht am 23. September 2009 21:13 Hallo,
ich schreibe ein Sachbuch mit intensiver Recherche aus anderen Quellen. Ich zitiere nichts direkt, verwende aber Inhalt von Untersuchungsergebnissen, beschriebene Methoden.
Ich mache Zusammenfassungen von wissenschaftlichen Artikeln, kombiniere diese ggf. auch mit weiteren Erkenntnissen aus anderen Artikeln, oder schreibe auch nur die Zusammenfassung eines Artikels, oder eines Buchs oder Untersuchung in Kurzform-ohne Zitate. Es kann sein, dass der rote Faden der Quelle schon erkennbar ist, Text, Wortwahl, Abschnitte, Umfang sind aber sicher unterschiedlich.Darf ich das veröffentlichen ohne besondere Genehmigung?
Ich erstelle darin Grafiken, die die Zusammenhänge darstellen, die in ähnlicher Form natürlich auch in den Quellen schon mal vorkommen und gewisse Funktion oder Abhängigkeiten nahe bringen sollen. (aendere vielleicht Zahlen, das Design von Microsoft).
Worauf muss ich ggf. achten, wo sind die Grenzen zum Urheberschutz des Buchs oder Artikels der Recherche?
Vielen Dank im voraus für die, wie immer hier qualifizierte, wertvolle Antwort.
Hanno Veröffentlicht am 23. September 2009 21:16 Hallo,
Wenn man ein Sachbuch mit intensiver Recherche aus anderen Quellen schreibt, nichts direkt zitiert, aber Inhalte von Untersuchungsergebnissen, beschriebene Methoden etc. verwendet, wo liegen hier die Grenzen?
mieschen Veröffentlicht am 11. Januar 2010 13:59 Hallo,
welche Maßnahmen sind denn möglich, wenn eine dritte Person Fotos ohne die Zustimmung des Urhebers im Internet oder ähnlichen Medien verwendet, die beispielsweise bei http://www.flickr.de durch ein Copyright geschützt sind?
Gudrun Veröffentlicht am 15. Januar 2010 11:31 Hallo, Thomas! Ich habe eine quasi entgegengesetzte Frage: Ist es zulässig, aus Skripten oder Internetveröffentlichungen, die mit einem © gekennzeichnet sind, Teile zu übernehmen, diese zu verändern und dann mit einem eigenen © zu versehen?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 15. Januar 2010 17:41 @Gudrun:Das (c)-Zeichen sagt nichts darüber aus, ob der Inhalt urheberrechtlich geschützt ist. Z.B. ein einfacher Text mit (c) wird oft nicht geschützt sein, ein Gedicht ohne, dagegen schon. Im Zweifel würde ich daher immer den Urheber fragen.
Tyra Veröffentlicht am 18. Januar 2010 14:46 Hallo Thomas,
ist es erlaubt Presseartikel auf der eigenen kommerziellen Website zu dem „Produkt“, worüber der Presseartikel berichtet, als Pressespiegel einzustellen? Kann man die Pressefotos des Artikels auch mit Angabe des © / Fotografen / Fotoagentur mit abbilden (Ich glaube nicht…)? Oder muss tatsächlich für jedes Foto nachgefragt werden?
MrGee Veröffentlicht am 7. Februar 2010 20:57 hallo
Ich möchte eine Homepage machen und ein Grafik, das ich aus google habe für mein logo verwenden
ich finde aber den der es erstellt hat leider nicht
was soll ich tuhen damit ich es verwenden kann?
bitte e-mail antwort schreiben
Stefan Veröffentlicht am 8. Februar 2010 09:32 Darf man Kopiervorlagen aus einem Arbeitsheft auch einscannen und bearbeiten, bzw. das Arbeitsblatt für seinen nutzen umgestallten und dieses kopieren und als Arbeitsblatt verwenden? Gilt dies immer noch als gesetzlich zugelassener Verwendungszweck?
Stephanie Veröffentlicht am 10. Mai 2010 12:37 Mich würde mal ganz abstrakt und im Allgemeinen interessieren, wie sich das Problem von online publizierter, nicht kommerzieller Fanfiction im deutschen Recht darstellt. Im amerikanischen Recht wird ja diskutiert, ob das unter „Fair Use“ fallen und daher erlaubt sein könnte. Nun gibt’s ja so eine Generalklausel im deutschen Recht nicht … Aber inzwischen tummeln sich durchaus eine ganze Menge deutsche Websites im Netz auf denen Fanfiction veröffentlicht wird. Auf wie dünnem Eis bewegen sich die Fans da? Gibt’s auch im deutschen Recht Argumente für eine Zulässigkeit von nicht kommerzieller Fanfiction, z.B. übers Zitatrecht? Oder sieht die in diesem Zusammenhang zitierte juristische „Grauzone“ doch eher düster aus?
nina Veröffentlicht am 10. Mai 2010 21:25 ist ein verlag, der hobbyautoren per internet das layouten und herausgeben von büchern anbietet, verantwortlich dafür, dass die kunden (autoren) das copyright einhalten, oder ist der autor in der pflicht? empfiehlt sich ggfs die erwähnung einer entsprechenden klausel im vertrag bzw im buch, die den autor verantwortlich macht?
FrancineAlston24 Veröffentlicht am 27. Mai 2010 00:21 I received my first personal loans when I was 25 and this aided my family a lot. However, I need the college loan also.
Copyrightverstoß Veröffentlicht am 26. Juni 2010 06:24 Hallo,
ich habe ein Problem und ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll. Vorab ich bin Hobby-Künstler. Ich habe eine Zeichnung für eine Auftraggeberin gezeichnet und habe diese Zeichnung auch veröffentlicht. Auch habe ich sie gefragt ob ich die Originalfotos mit veröffentlichen darf,da mich viele ansprachen, und sie gab mir die Erlaubnis. Nun bekam ich eine Nachricht das es nicht ihre“von der Auftraggeberin“ Fotos sind sondern von einer Fotografin gemacht wurden. Wie wird das geregelt? Bekomme ich ärger,obwohl ich es nicht gewusst hatte?
Karin Veröffentlicht am 7. Juli 2010 13:16 Hallo Thomas,
ich habe am 28.05.10 diese Anfrage geschickt, aber leider noch keinen Blogeintrag und Ratschlag hierzu gefunden. Deshalb sende ich Dir heute noch einmal meine Frage:
Ich möchte gerne wissen, wenn bildende Künstler ihre Kunstwerke auf eigener Website vorstellen, müssen sie folgende Copyrights registrieren lassen:
– Copyright für die Website inkl. Inhalt
– Copyright für jedes einzelne Werk (Abbildung der Malerei, Skulpturen etc.)?
Nach meinem Kenntnisstand sind Kunstwerke der bildenden Kunst automatisch urheberrechtlich geschützt. Wäre die Registrierung da nicht eine unnötige Geldausgabe? Und wenn keine (Copyright) Registrierung nötig wäre, wie sind dann die Abbildungen der Werke auf der Website vor Kopierern geschützt?
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 9. Juli 2010 11:26 @Karin: s. den Artikel oben. Ein Copyright/Urheberrecht entsteht automatisch, es brauch keiner Registrierung. Allenfalls zur Beweissicherung des Erstellungszeitpunkts kann man ein Werk z.B. bei einem Notar oder darauf spezialisierten Unternehmen hinterlegen.
Silke Veröffentlicht am 14. Juli 2010 22:10 darf ich screenshots von ggole.earth ausschnitten auf meiner webseite veröffentlichen?
Andi Schmidt Veröffentlicht am 13. November 2010 20:58 Hallo Herr Schwenke,
als Privatperson betreibe ich eine eigene, nicht kommerzielle Website seit ca. 1 Jahr. Inhalt dieser Website ist die Dokumentation der Luftfahrt durch selbst erstellte Fotografien als chronologische Datenbank und eigen entworfenen Texten/Collagen und Bildanimationen in Form eines *news-letters*. Unabhängig von der Resonanz bzgl. der Wertigkeit meiner Website seitens der Nutzer möchte ich natürlich auch nicht gegen geltendes Recht verstoßen. Nun konkret meine Anfrage an Sie:
*Kann ich den Inhalt bzw. Gestaltung meines Internetauftritts von Ihnen in Form eines Mandatsauftrages überprüfen lassen und wie hoch wären für mich die Kosten dafür?*
DerNrwWolf Veröffentlicht am 2. Dezember 2010 00:58 Hallo ich habe eine Frage
Ich habe eine Webseite und bald mit Radio
und da meldet sich wehr und sagt er hat ein patent auf denn Namen zb XXL (sehe webseite ) Frage mache ich mich strafbar wenn ich den gleichen Namen benutze ( Radio Namen ) ?? oder was muss ich berücksichtigen ??
GLG DerNrwWolf
Thomas Schwenke Veröffentlicht am 6. Dezember 2010 14:08 @DerNrwWolf: Dabei handelt es sich um keine Copyright/Urheberrechts-Problem. Vielmehr wird hier das Marken/Namensrechts einschlägig. Da hier die Rechtsverletzungen sehr teuer sein können, würde ich die Anfrage ernst nehmen. Du kannst Dich gerne bei uns melden http://rechtsanwalt-schwenke.de/service/kontakt , falls Du hier Hilfe benötigst.
Amys Welt » Blog Archive » Wenn’s denn ein Photo sein muss: Anwaltskosten vermeiden!
Hundefotos - Forum Haustiere
|>> Copyright
Mal kurz rundgeschaut… #7 – Braekling.de
Hinweis auf Urheberrechte richtig setzen - Online Kröten verdienen