Source: http://www.andreas-knigge.de/leistungen-unternehmer.html
Timestamp: 2020-07-16 04:56:20
Document Index: 141981808

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 8', '§ 9', '§ 8', '§ 9', '§ 4']

Aber auch Mandanten, die ihre Buchhaltung selbst erstellen können und wollen, erhalten steuerliche und ggfs. auch technische Hilfestellung. Die von der Kanzlei angewandten Programme der DATEV e.G. sind Marktstandard und überzeugen durch Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit. Sie genügen stets auch den gesetzlichen Anforderungen (z.B. aktuelle Betriebsprüfungsordnung der Finanzverwaltung).
Allgemeine Hinweise zu einzelnen Steuerarten finden Sie auf den Seiten des Bundesfinanzministeriums.
Für Unternehmer wichtige Details sind im Folgenden aufgeführt:
Die Einkommensteuer erfasst als Personensteuer das Einkommen natürlicher Personen.
Je nach Wohnsitz/gewöhnlichem Aufenthalt wird zwischen verschiedenen Arten der Steuerpflicht (unbeschränkt, beschränkt usw.) unterschieden. Der Einkommensteuer unterliegen nur Einkünfte, die unter eine der sieben Einkunftsarten des § 2 Einkommensteuergesetz fallen. Dazu gehören Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbständiger Arbeit, nichtselbständiger Arbeit, Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung und sonstige Einkünfte. Besteuert wird das zu versteuernde Einkommen, das aus der Summe der (o.a.) Einkünfte abzüglich Altersentlastungs- und Freibetrag für Land- und Forstwirte, abzüglich Sonderausgaben, abzüglich außergewöhnlicher Belastungen, abzüglich Freibeträgen (Kinderfreibeträge, Entlastungsbeträge für Alleinerziehende) ermittelt wird.
Der Gewerbesteuer unterliegen Gewerbebetriebe, die im Inland betrieben werden.
In zwei Stufen erfolgt die Steuerfestsetzung:
Ausgehend von dem nach den Einkommens- oder Körperschaftsteuervorschriften ermittelten Gewinn aus Gewerbebetrieb, der um Hinzurechnungen (§ 8 Gewerbesteuergesetz) erhöht wird und Kürzungen (§ 9 Gewerbesteuergesetz) gemindert wird, ergibt sich der Messbetrag nach dem Gewerbeertrag. Nach Rundung und ggfs. Freibetragsgewährung ergibt sich die Steuermesszahl (einheitlich 3,5 % des Gewerbeertrages bei juristischen Personen und natürlichen Personen).
Die jeweilige hebeberechtigte Gemeinde setzt die eigentliche Steuer auf dieser Basis und der Multiplikation mit dem (örtlich unterschiedlichen) Hebesatz fest. Die Steuer steht ausschließlich den Gemeinden zu.
Gewerbesteuerfreibetrag: 24.500 €
(für natürliche Personen und Personengesellschaften
Steuermesszahl, einheitlich: 3,5 %
(Faktor in der Steuerberechnung siehe unten)
Hebesatz – je nach Gemeinde unterschiedlich –, z.B. München: 490 %
Gewinn ggfs. ./. Freibetrag + Hinzurechnungen (§ 8 Gewerbesteuergesetz) ./. Kürzungen (§ 9 Gewerbesteuergesetz x Steuermesszahl x Hebesatz.
Die Körperschaftsteuer ist die Einkommensteuer der nicht natürlichen Personen (z.B. Kapitalgesellschaften).
Sie wird ermittelt auf Basis des zu versteuernden Einkommens der Körperschaft unter Berücksichtigung der Gewinnermittlungsvorschriften des Einkommenssteuergesetzes und der Sondervorschriften für Körperschaften.
Regelmäßig beträgt der Steuersatz seit 2008 15% des zu versteuernden Einkommens. Mit Einführung des geringen (und für thesaurierte und ausgeschüttete Gewinne gleichen) Steuersatzes (bis 2007 = 25% bzw. 26,5%) wurde das Anrechnungsverfahren der Jahre 1977 bis 2000 beseitigt.
So kommt es zu einer (60%-igen) Doppelbesteuerung im Rahmen des jetzigen Abgeltungsverfahrens. Die ausgeschütteten Einkünfte unterliegen beim Anteilsinhaber (Gesellschafter) zusätzlich der Einkommensteuer ohne Anrechnungsmöglichkeit der hierauf gezahlten Körperschaftsteuer. Ähnlich wie bei der Einkommensteuer ist jedoch eine evtl. gezahlte Kapitalertragsteuer auf die Körperschaftsteuer der Gesellschaft anrechenbar.
Vor- und Nachteile einer Gesellschaftsform, die der Körperschaftsteuer unterliegt, sind bei der Rechtsformwahl des Unternehmens sorgfältig abzuwägen.
Die Umsatzsteuer wird auch als Mehrwertsteuer bezeichnet, da im Ergebnis nur der unternehmerische Mehrwert, d. h. der Unterschied zwischen Eingangs- und Ausgangsleistung erfasst wird.
Der Unternehmer stellt dem Abnehmer die Umsatzsteuer in Rechnung und führt diese an das Finanzamt ab, darf jedoch die ihm wiederum in Rechnung gestellte Vorsteuer abziehen.
Gegenstand der Umsatzsteuer ist die Summe der steuerbaren Umsätze. Ggfs. steuerfreie Lieferungen oder Leistungen (§ 4 Umsatzsteuergesetz) unterliegen nicht der Umsatzsteuer.
Der Steuersatz auf die Bemessungsgrundlage (Aufwand des Leistungsempfängers jedoch ohne die Umsatzsteuer - also Nettoumsatz) beträgt regelmäßig seit 01.01.2007 19% (Ausnahmen die dem ermäßigten Steuersatz oder Sondersteuer- sätzen unterliegen) sind im Gesetz oder Anlagen hierzu beschrieben.
Der Unternehmer führt seine Umsatzsteuer entsprechend der gesetzlichen Vorschriften entweder monatlich, quartalsweise oder jährlich an das Finanzamt ab. Sondervorschriften und Einzelheiten werden Ihnen gerne persönlich erläutert.
Die Berechnung der Löhne und Gehälter (insbesondere der gesetzlichen Abzüge) ist aus verschiedenen Gründen eine verantwortungsvolle Aufgabe. So haftet der Arbeitgeber dem Fiskus bzw. der Sozialversicherung gegenüber für nicht abgeführte Beträge und kann im Innenverhältnis keine Weiterberechnung (mehr) an den Arbeitnehmer vornehmen.
Gleichzeitig ist das Wissen um Freibeträge, Pauschalierungsmöglichkeiten usw. wichtig, um gestalterisch Einsparungen auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite zu ermöglichen.
Nicht nur das rechtliche Wissen, sondern auch die technische Abwicklung können Sie bei mir mit Programmen der DATEV e.G. erhalten. Für weitergehende Auskünfte stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Hilfen für selbstabrechnende Mandanten finden Sie unter folgenden Links:
• Berechnungsprogramm zur Lohnsteuer