Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NVwZ-RR%201990,%20134
Timestamp: 2019-08-22 01:53:09
Document Index: 380802131

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 36', '§ 120', '§ 321', 'BGH', '§ 321', '§ 321', '§ 120', '§ 119', '§ 88', '§ 120', '§ 120', '§ 120', '§ 119', '§ 132', '§ 36']

BVerwG, 10.11.1988 - 3 C 19.87 - dejure.org
BVerwG, 10.11.1988 - 3 C 19.87
https://dejure.org/1988,504
BVerwG, 10.11.1988 - 3 C 19.87 (https://dejure.org/1988,504)
BVerwG, Entscheidung vom 10.11.1988 - 3 C 19.87 (https://dejure.org/1988,504)
BVerwG, Entscheidung vom 10. November 1988 - 3 C 19.87 (https://dejure.org/1988,504)
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Pflanzenschutzmittel - Sonstige Auswirkungen - Wirkungseintritt - Ersetzbarkeit - Nichtverwendungsnachteil - Klageantrag - Rechtshängigkeit
VG Braunschweig, 13.02.1987 - 1 VG A 36/84
BVerwG, 12.01.1989 - 3 C 19.87
BVerwGE 81, 12
NVwZ-RR 1990, 134
Ein Beurteilungsspielraum der Behörde bei der Prüfung der Umstände, die einer Auskunftserteilung nach § 19 Abs. 4 Nr. 1 bis 3 BDSG entgegenstehen, ist ebenfalls nicht gegeben; denn es liegt keine der Ausnahmen vor, die nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts die Annahme einer Einschätzungsprärogative der Behörde rechtfertigen (vgl. dazu BVerwGE 81, 12 (17) [BVerwG 10.11.1988 - 3 C 19/87]; Urteil vom 26. Juni 1990 - BVerwG 1 C 10.88 - Buchholz 451.20 § 36 GewO Nr. 9 mit weit.
Das bedeutet, daß in Fällen, in denen sich bei einem Verpflichtungsbegehren der bei der Verwaltungsbehörde gestellte Antrag auf Erlaß eines Verwaltungsakts vor der (endgültigen) gerichtlichen Entscheidung erledigt hat, das Gericht auf Antrag durch Urteil ausspricht, daß die Versagung - oder Unterlassung - des beantragten Verwaltungsakts rechtswidrig gewesen ist, wenn der Kläger oder die Klägerin ein berechtigtes Interesse an der Entscheidung hat (Urteil vom 10. November 1988 - BVerwG 3 C 19.87 - Buchholz 424.4 PflSchG Nr. 1).
Ausnahmen gelten da, wo sich der gesetzlichen Regelung eine Einschätzungsprärogative der Verwaltung entnehmen läßt (vgl. BVerwGE 81, 12 [BVerwG 10.11.1988 - 3 C 19/87]).
Die Gerichte müssen bei der Anwendung unbestimmter Rechtsbegriffe vielfach Wertungen vornehmen; soweit ihnen dazu erforderliche fachwissenschaftliche Kenntnisse fehlen, sind sie verpflichtet, sich der Hilfe von Sachverständigen zu bedienen (BVerwGE 81, 12 [BVerwG 10.11.1988 - 3 C 19/87]).
Hat das Gericht einen Teil des Streitgegenstandes übergangen, so erlischt die Rechtshängigkeit insoweit mit Ablauf der Ergänzungsantragsfrist des § 120 Abs. 2 VwGO (vgl. BVerwGE 81, 12 (14); VGH Bad.-Württ., Beschluß vom 9. Juli 1992, a.a.O.; ebenso zu § 321 Abs. 2 ZPO BGH, Urteil vom 29. November 1990, NJW 1991, 1683; Münchener Kommentar, a.a.O., § 321 Rn. 10; Zöller, a.a.O., § 321 Rn. 8; Rosenberg/Schwab/Gottwald.
Es entspricht ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, daß das Übergehen eines (bei Entscheidung ohne mündliche Verhandlung schriftsätzlich) gestellten Antrags nur mit einem Antrag auf Urteilsergänzung (§ 120 Abs. 2 VwGO) - ggf. nach Berichtigung des Tatbestandes (§ 119 VwGO) - geltend gemacht werden kann (BVerwGE 81, 12; Urteil vom 3. Juli 1992 - BVerwG 8 C 72.90 - Buchholz 310 § 88 VwGO Nr. 19 = NVwZ 1993, 62; Beschluß vom 22. Februar 1994 - BVerwG 9 B 510.93 - NVwZ 1994, 1116).
Mit Ablauf der Ergänzungsantragsfrist des § 120 Abs. 2 VwGO erlischt die Rechtshängigkeit (BVerwGE 81, 12 ; 95, 269 ).
Mit dem Wegfall der Rechtshängigkeit wird der angefochtene Verwaltungsakt, hier die Auflage Nr. 7, unanfechtbar (vgl. Urteil vom 10. November 1988 - BVerwG 3 C 19.87 - Buchholz 424.4 PflSchG Nr. 1 S. 8; insoweit in BVerwGE 81, 12 nicht abgedruckt).
Darin liegt - entgegen den Ausführungen der Revisionserwiderung - kein Übergehen eines gestellten Antrages im Sinne des § 120 Abs. 1 VwGO, das nicht mit der Revision als Verfahrensmangel, sondern nur mit einem fristgebundenen Antrag auf Urteilsergänzung (§ 120 Abs. 2 VwGO) - gegebenenfalls nach Berichtigung des Tatbestands (§ 119 VwGO) - geltend gemacht werden kann (st. Rspr.; vgl. Beschluß vom 22. November 1979 - BVerwG 7 B 146.78 - Buchholz 310 § 132 VwGO Nr. 180 S. 53 m.weit.Nachw.; Urteil vom 10. November 1988 - BVerwG 3 C 19.87 - Buchholz 424.4 PflSchG Nr. 1 S. 1 ).
vgl. BVerwG, Urteil vom 10. November 1988 3 C 19.87 , NVwZ-RR 1990, 134.
Darüber hinaus liegt keine der Ausnahmen vor, die nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts die Annahme einer Einschätzungsprärogative rechtfertigen (vgl. BVerwGE 81, 12, 17; Urteil vom 26.06.1990, Buchholz 451.20 § 36 GewO Nr. 9).
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