Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=KG&Datum=20.10.2005&Aktenzeichen=12%20U%2031/03
Timestamp: 2020-04-03 23:40:10
Document Index: 379806649

Matched Legal Cases: ['§ 252', '§ 287', '§ 416', '§ 252', '§ 287', '§ 416', 'BGH', '§ 252', 'BGH', 'BGH', '§ 252', 'BGH', '§ 252', 'BGH', 'BGH', '§ 252', 'BGH', 'BGH', '§ 252', 'BGH', '§ 252', 'BGH', '§ 287', 'BGH', '§ 252']

KG, 20.10.2005 - 12 U 31/03 - dejure.org
https://dejure.org/2005,2953
KG, 20.10.2005 - 12 U 31/03 (https://dejure.org/2005,2953)
KG, Entscheidung vom 20.10.2005 - 12 U 31/03 (https://dejure.org/2005,2953)
KG, Entscheidung vom 20. Januar 2005 - 12 U 31/03 (https://dejure.org/2005,2953)
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§ 252 S 2 BGB, § 287 ZPO, § 416 ZPO
Schadenersatz bei Kfz-Unfall: Verdienstausfall eines Studenten, dessen Studienabschluss sich unfallbedingt verzögert; Verwertung einer Privaturkunde
BGB § 252; ZPO § 287 § 416
Zur Darlegungs- und Beweislast hinsichtlich des Verdienstausfalls eines Studenten, dessen Studienabschluss sich unfallbedingt verzögert
Ersatzanspruch eines Studenten auf Verdienstausfallschaden wegen unfallbedingten verzögerten Studienabschlusses; Beweiserleichterung hinsichtlich Geltendmachung einer Gewinnerwartung; Lieferung hinreichender Anhaltspunkte durch den Kläger für die Schadensschätzung ; ...
Kurznachricht zu "Praxishinweis zum Urteil des KG Berlin vom 20.10.2005, Az.: 12 U 31/03 (Verdienstausfallschaden bei verzögertem Berufsbeginn eines Studenten)" von RiLG Dr. Jan Luckey, LL.M., original erschienen in: VRR 2006, 226 - 227.
LG Berlin, 17.12.2002 - 17 O 605/00
NZV 2006, 207
VersR 2006, 794
In der Rechtsprechung wird üblicherweise ein Abzugsbetrag von 5 % des Nettoverdienstes angenommen (OLG Schleswig, 7. Mai 2009 - 7 U 26/08 - OLG Koblenz, 19. November 2007 - 12 U 1400/05 - KG, 20. Oktober 2005 - 12 U 31/03 - OLG Frankfurt am Main, 26. Juli 2005 - 17 U 18/05 - andere Ansicht OLG Celle, 14. April 2010 - 14 U 38/09 -: 2 %).
Genaue Tatsachen, die zwingend auf das Bestehen und den Umfang eines Schadens schließen lassen, braucht er nicht anzugeben ( BGH VersR 1968, 888), denn §§ 252 S. 2 BGB, 287 ZPO mindern auch die Substantiierungslast ( BGH VersR 1968, 888 f.; BAG NJW 1972, 1437 [1438]; KG VersR 2006, 794).
Genaue Tatsachen, die zwingend auf das Bestehen und den Umfang eines Schadens schließen lassen, braucht er nicht anzugeben (BGH VersR 1968, 888), denn §§ 252 S. 2 BGB; 287 ZPO mindern auch die Substantiierungslast (BGH VersR 1968, 888 f.; BAG NJW 1972, 1437 [1438]; KG VersR 2006, 794).
Ohnehin bleibt dieser Einwand aber deswegen ohne Erfolg, weil der Klägerin auch im Rahmen der Beweisführung für den Verdienstausfallschaden die §§ 252 S. 2 BGB, 287 ZPO zugute kommen, die nicht nur zu einer Beweiserleichterung führen, sondern auch die Substantiierungslast mindern (BGH VersR 1968, 888 f.; BAG NJW 1972, 1437 [1438]; KG VersR 2006, 794).
Nachdem an die Substantiierung keine überspannten Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. etwa BVerfG NJW 1994, 848 f. und 1274; BGH NJW-RR 2001, 887; Senat , Beschl. v. 25.11.2005 - 10 U 2378/05) und der Klägerin gerade im Rahmen der Ermittlung des Verdienstausfallschadens die §§ 252 S. 2 BGB, 287 ZPO zugute kommen, die auch die Substantiierungslast mindern (BGH VersR 1968, 888 f.; BAG NJW 1972, 1437 [1438]; KG VersR 2006, 794) bestehen keine Zweifel, dass der klägerische Vortrag ausreichend substantiiert ist.
Genaue Tatsachen, die zwingend auf das Bestehen und den Umfang eines Schadens schließen lassen, braucht er nicht anzugeben (BGH VersR 1968, 888), denn §§ 252 S. 2 BGB, 287 ZPO mindern auch die Substantiierungslast (BGH VersR 1968, 888 f.; BAG NJW 1972, 1437 [1438]; KG VersR 2006, 794).
Genaue Tatsachen, die zwingend auf das Bestehen und den Umfang eines Schadens schließen lassen, braucht er nicht anzugeben, denn §§ 252 S. 2 BGB, 287 ZPO mindern auch die Substantiierungslast (vgl. BGH in VersR 1968, 888 f sowie BAG in NJW 1972, 1437 f, KG VersR 2006, 794 und OLG München a. a. O.).
Es genügt, wenn der Kläger hinreichend Anhaltspunkte für eine Schadensschätzung nach § 287 ZPO liefert ( BGH NJW 1988, 3017; 1993, 2673; 1998, 1633 [1635]; 2005, 3348]; KG VersR 2006, 794 [KG Berlin 20.10.2005 - 12 U 31/03] ).
Unter Berücksichtigung der dem Kläger zugutekommenden Beweiserleichterungen gemäß §§ 252 BGB, 287 ZPO (vgl. hierzu KG Berlin, Urt. v. 20.10.2005, -12 U 31/03-, zitiert nach juris) ist davon auszugehen, dass der Kläger ohne die beim Unfall erlittenen erheblichen Verletzungen ein halbes Jahr früher als tatsächlich geschehen die Tätigkeit bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises D gegen eine Vergütung der Besoldungsgruppe BAT IVa angetreten hätte.