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Timestamp: 2016-10-22 19:44:28
Document Index: 339843967

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'Art. 13', 'Art. 10', 'Art. 46', 'Art. 97', 'Art. 46', 'Art. 12', 'BGE', 'BGE', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 10', 'Art. 13', 'Art. 2', 'Art. 67', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 156', 'Art. 159']

Stadt Kreuzlingen, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch den Stadtrat, Rathaus, Hauptstrasse 62, 8280 Kreuzlingen, dieser vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Mike Gessner, Rheinstrasse 10, Postfach 731, 8501 Frauenfeld,
Bauformat AG, Schorenstrasse 2, 9001 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hubert B�hlmann, Museumstrasse 35, 9000 St. Gallen,
Im Rahmen der Gesamtrevision der Ortsplanung Kreuzlingen liess das Departement f�r Bau und Umwelt des Kantons Thurgau im Herbst 1997 entsprechend Art. 10 Abs. 2 und Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 �ber den Wald (Waldgesetz, WaG; SR 921.0) einen Waldfeststellungsplan (Detailplan Nr. 2) �ffentlich auflegen. Der Plan bezeichnete unter anderem eine Fl�che auf den Parzellen Nrn. 54 und 1430 als Wald.
Gegen diese Waldausscheidung erhob die Bauformat AG, Eigent�merin der Parzelle Nr. 1430, Einsprache beim Departement f�r Bau und Umwelt, welches die Einsprache - nach einer l�ngeren formlosen Sistierung des Verfahrens - am 7. M�rz 2001 abwies. Die Bauformat AG gelangte gegen diese Verf�gung an das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau, welches die Beschwerde am 24. Oktober 2001 nach Durchf�hrung eines Augenscheins guthiess.
Die Stadt Kreuzlingen hat gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts am 18. Dezember 2001 Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht erhoben. Sie beantragt im Wesentlichen, das angefochtene Urteil sei aufzuheben, und es sei festzustellen, dass die Bestockung an der S�dgrenze von Parzelle Nr. 1430 Wald im Rechtssinn bilde; eventuell sei die Angelegenheit zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Departement f�r Bau und Umwelt schliesst auf Gutheissung der Beschwerde, das Verwaltungsgericht und die Bauformat AG auf deren Abweisung.
Das Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) beantragt mit Stellungnahme vom 6. M�rz 2002 die Gutheissung der Beschwerde im Sinne seiner
Ausf�hrungen. Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich dazu zu �ussern; sie halten an ihren Rechtsauffassungen und Antr�gen fest.
1.1 Gegen den angefochtenen kantonal letztinstanzlichen Entscheid �ber eine Waldfeststellung nach Art. 10 Abs. 2 WaG ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig (Art. 46 Abs. 1 WaG, Art. 97 und 98 lit. g OG). Die Beschwerdef�hrerin ist als Standortgemeinde legitimiert, sich mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�r die Qualifikation der umstrittenen Bestockung als Wald einzusetzen (Art. 46 Abs. 3 WaG in Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 �ber den Natur- und Heimatschutz [NHG, SR 451]; BGE 109 Ib 341 ff. = Pra 73/1984 Nr. 145; BGE 118 Ib 614 E. 1c; Urteil des Bundesgerichts 1A.141/2001 vom 20. M�rz 2002, E. 2.3).
1.2 Die Beschwerdef�hrerin kann mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde die Verletzung von �ffentlichem Recht des Bundes, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens geltend machen (Art. 104 lit. a OG), ferner die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des Sachverhalts (Art. 104 lit. b OG). An den dem angefochtenen Urteil zugrunde liegenden Sachverhalt ist das Bundesgericht allerdings gebunden, soweit er vom Verwaltungsgericht nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt wurde (Art. 105 Abs. 2 OG).
1.3 S�mtliche Sachurteilsvoraussetzungen sind erf�llt; auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist einzutreten.
1.4 Aus den nachfolgenden Erw�gung ergibt sich, dass der Sachverhalt offensichtlich unvollst�ndig abgekl�rt wurde, weshalb die Sache an das Verwaltungsgericht zur�ckgewiesen wird. Ein Augenschein durch das Bundesgericht erscheint somit nicht erforderlich.
2.1 Nach feststehender Praxis sind bei der Pr�fung, ob eine Bestockung Wald darstellt, grunds�tzlich die tats�chlichen Verh�ltnisse im Zeitpunkt des (erstinstanzlichen) Entscheids massgebend (BGE 124 II 85 E. 4d S. 92). Abzustellen ist daher vorliegend auf die Verh�ltnisse im Jahr 1997, als das Departement f�r Bau und Umwelt den Waldfeststellungsplan auflegte und damit die fragliche Fl�che als Wald bezeichnete.
2.2 Gem�ss den Angaben der Beschwerdef�hrerin umfasst die umstrittene Bestockung knapp 2'000 m2. Das Departement f�r Bau und Umwelt hat im Einspracheentscheid vom 7. M�rz 2001 erwogen, auf der ganzen fraglichen Fl�che bestehe eine regelm�ssige Bestockung, wobei ein Grossteil der B�ume ein Alter von mindestens 15 Jahren aufweise. Die auf dem Gebiet gewachsenen Waldb�ume und -str�ucher setzten sich mehrheitlich aus Linden, Birken und Ahorn sowie Haselnuss und Brombeer zusammen. Die Bodenvegetation zeige Waldcharakter. Schliesslich komme der Fl�che f�r V�gel und Kleins�uger eine �kologische Funktion (Wohlfahrtsfunktion) zu. Auch die quantitativen Anforderungen von � 2 Abs. 1 des kantonalen Waldgesetzes vom 14. September 1994 (WaG/ TG, RB 921.1) seien erf�llt. Die Bestockung sei daher rechtlich als Wald zu qualifizieren.
Die Grundeigent�merin und heutige Beschwerdegegnerin hat demgegen�ber im kantonalen Verfahren immer bestritten, dass die fragliche Bestockung den rechtlichen Waldkriterien entspreche. Das Verwaltungsgericht hat offen gelassen, ob die entsprechenden Voraussetzungen erf�llt seien, weil es befand, die Bestockung stelle einen verwilderten Park dar, der ohnehin nicht als Wald zu qualifizieren sei.
2.3 In tats�chlicher Hinsicht ist vorab Folgendes festzuhalten: Die Parzelle Nr. 1430 ist Teil des rund 70'000 m2 umfassenden Bellevueareals, auf welchem sich seit ungef�hr der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Jahre 1980 das Sanatorium bzw. die Kuranstalt Bellevue befand. Die Anlage umfasste neben verschiedenen Geb�uden einen weitl�ufigen, der �ffentlichkeit nicht zug�nglichen Park. Im Jahr 1985 beschloss die Stadt Kreuzlingen f�r das Gebiet einen �berbauungsplan, den der Regierungsrat offenbar am 8. Juli 1986 genehmigte.
Der bei den Akten liegenden Botschaft des Stadtrats Kreuzlingen vom 2. Juli 1985 betreffend Erwerb des Bellevue-Areals l�sst sich entnehmen, dass der Gestaltungsplan eine �berbauung des Areals erm�glichen wollte - dies unter Erhaltung des Parks f�r die �ffentlichkeit. Soweit ersichtlich, sieht der Plan die Platzierung der Bauten eher im Randbereich vor, so dass die Arealmitte als Park erhalten bzw. gestaltet werden kann. Aus den Akten geht nicht hervor, inwieweit der Park gem�ss Gestaltungsplan Elemente des bestehenden Parks �bernahm. Im angefochtenen Urteil wird hierzu nur ausgef�hrt, der Gestaltungsplan bezeichne erhaltenswerte B�ume, deren zwei sich innerhalb der hier umstrittenen Bestockung bef�nden.
Ein Teil der im Gestaltungsplan vorgesehenen �berbauung wurde in der Zwischenzeit erstellt. Die Vorbereitung der entsprechenden Bauarbeiten veranlasste den Stadtrat von Kreuzlingen, am 14. November 1988 f�r das Bellevueareal ein Baumf�llverbot zu verf�gen.
Zu Beginn der Neunzigerjahre beabsichtigte die Bauformat AG, ihr Grundst�ck Nr. 1430 ebenfalls zu �berbauen. Sie wurde daran durch eine Verf�gung des Departements f�r Bau und Umwelt vom 19. Dezember 1991 gehindert, welches einen Konflikt des Bauprojekts mit dem auf dem Grundst�ck Nr. 54 projektierten Nationalstrassenzubringer Bellevue feststellte.
3.1 Art. 2 WaG umschreibt den Begriff des Waldes. Nach Abs. 1 gilt als Wald jede Fl�che, die mit Waldb�umen oder Waldstr�uchern bestockt ist und Waldfunktionen erf�llen kann. Entstehung, Nutzungsart und Bezeichnung im Grundbuch sind nicht massgebend. Nicht als Wald gelten hingegen gem�ss Abs. 3 unter anderem Garten-, Gr�n- und Parkanlagen. Die Aufz�hlung von bestimmten Baumbest�nden mit speziellen Funktionen in Abs. 3 dient der Abgrenzung des Waldbegriffs (BGE 124 II 85 E. 4d/aa S. 92; Urteil des Bundesgerichts 1A.141/2001 vom 20. M�rz 2002). In den erw�hnten Urteilen hat sich das Bundesgericht einl�sslich mit dem Begriff der Garten-, Gr�n- und Parkanlage im Sinn von Art. 2 Abs. 3 WaG auseinandergesetzt. Wie sich aus BGE 124 II 85 E. 4d/bb S. 92 f. ergibt, �berschneiden sich die drei Begriffe. In jedem Fall muss es sich um einen eigens angelegten Bestand handeln, was stets ein willentliches, gestalterischen Handeln oder zumindest willentliches Dulden einer aufkommenden Bestockung zu bestimmten Zwecken und mit einem gewissen Bezug zur Umgebung voraussetzt. Solche Baumbest�nde dienen demnach der Versch�nerung des gestalteten Raums oder der Erholung. Es m�ssen nicht bei allen Anlagetypen die gleichen Anforderungen an die Merkmale wie Art des Baumbestandes, gestalterische Elemente und Zweckbestimmung erf�llt sein.
Nach Art. 2 Abs. 4 Satz 1 WaG k�nnen die Kantone innerhalb des vom Bundesrat festgelegten Rahmens bestimmen, ab welcher Breite, welcher Fl�che und welchem Alter eine einwachsende Fl�che sowie ab welcher Breite und welcher Fl�che eine andere Bestockung als Wald gilt. Diesen Rahmen legte der Bundesrat in Art. 1 Abs. 1 der Verordnung vom 30. November 1992 �ber den Wald (WaV, SR 921.01) fest. Erf�llt die Bestockung in besonderem Masse Wohlfahrts- oder Schutzfunktionen, so sind die kantonalen Kriterien nicht massgebend (Art. 2 Abs. 4 Satz 2 WaG und Art. 1 Abs. 2 WaV; BGE 122 II 72 E. 3b S. 79 f.; 125 II 440 E. 3b S. 448).
� 2 Abs. 1 WaG/TG bestimmt, dass eine Bestockung eine Mindestbreite von 12 m und eine Mindestfl�che von 500 m2 aufweisen muss, jeweils unter Einschluss eines zweckm�ssigen Waldsaumes; f�r einwachsende Fl�chen muss sie ein Mindestalter von 15 Jahren aufweisen.
3.2 Das Verwaltungsgericht scheint in Anlehnung an die Dissertation von Stefan M. Jaissle (Der dynamische Waldbegriff und die Raumplanung, Z�rich 1994, S. 77 f.) der Auffassung zuzuneigen - allerdings ohne sich klar festzulegen -, dass es angezeigt sei, verwilderte Parkanlagen �berhaupt nicht der Waldgesetzgebung zu unterstellen, da solche Fl�chen wirksam durch die Natur- und Heimatschutzgesetzgebung gesch�tzt werden k�nnten.
Diese Auffassung widerspricht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach selbst fr�her unbewaldete Fl�chen dadurch, dass dort von selbst Waldb�ume oder -str�ucher wachsen, zu gesch�tztem Waldareal werden, wenn der Eigent�mer nicht alles zur Verhinderung der Bewaldung vorgekehrt hat, was unter den gegebenen Umst�nden vern�nftigerweise von ihm erwartet werden konnte (BGE 124 II 85 E. 4d S. 92; Urteil des Bundesgerichts vom 25. Februar 1997, E. 2b mit Hinweis, in ZBl 99/1998 S. 123 und Pra 86/1997 Nr. 140). Im erw�hnten Urteil vom 25. Februar 1997 hat das Bundesgericht aufgrund einer Gesamtw�rdigung der Verh�ltnisse eine Bestockung von rund 10'500 m2, die aus einer fr�heren Parkanlage entstanden war, als Wald qualifiziert. Es besteht kein Anlass, von dieser Rechtsprechung abzur�cken. Wald geniesst einen bundesrechtlichen Schutz, f�r den der gem�ss der Natur- und Heimatschutzgesetzgebung m�gliche Schutz keinen vollwertigen Ersatz darstellt. Es geht daher nicht an, die Ausnahmen vom Waldbegriff in Art. 2 Abs. 3 WaG �ber den klaren Wortlaut dieser Bestimmung hinaus auszudehnen. Parkanlagen sind solange als Nichtwald anzusehen, wie sie in W�rdigung aller Umst�nde als Parkanlage erkennbar sind und von Wald hinreichend unterschieden werden k�nnen. Ist der Verwaldungsprozess hingegen abgeschlossen, so untersteht eine ehemalige Parkanlage dem Waldgesetz, sofern sie die quantitativen und qualitativen Kriterien erf�llt und nicht ausserhalb der nach Art. 10 und 13 WaG festgelegten Waldgrenzen liegt (Art. 13 Abs. 2 WaG).
3.3 Im konkreten Fall hat das Verwaltungsgericht erwogen, gem�ss seinen Feststellungen am Augenschein k�nne keine Rede davon sein, dass ein jahrzehntelanger Verwaldungsprozess mit dominantem Wuchs den urspr�nglichen Charakter des Parks weitgehend in den Hintergrund gedr�ngt habe. Daher sei die Beschwerde gutzuheissen.
Das BUWAL f�hrt in seiner Stellungnahme aus, die umstrittene Bestockung erf�lle f�r sich allein betrachtet wohl ohne Weiteres die gesetzlichen Anforderungen an Wald. Fraglich sei hingegen, ob sie nicht als bewusst angelegter Teil einer grossen Parkanlage anzusehen sei und deshalb nicht als Wald zu gelten habe. Um diese Frage im Rahmen einer Gesamtw�rdigung schl�ssig beantworten zu k�nnen, sei die historische Anlage und deren Entwicklung anhand von geeignetem Beweismaterial zu w�rdigen und in Bezug zum heutigen Zustand zu setzen.
In der Tat ist die Argumentation im angefochtenen Entscheid wenig differenziert und zudem anhand der Akten nicht nachvollziehbar. Wie das BUWAL mit Recht ausf�hrt, ist die Frage, ob es sich bei der fraglichen Bestockung um Wald oder um einen Park handle, nicht nur nach Massgabe der fr�heren Anlage und deren Entwicklung zu beurteilen, sondern es ist auch zu pr�fen, welche Bedeutung einerseits der Gesamtanlage und anderseits der umstrittenen Bestockung gem�ss dem Gestaltungsplan von 1985 zukam und inwiefern die in der Zwischenzeit realisierten Massnahmen diesem Konzept entsprechen. Somit wird zu untersuchen sein, ob die in der Zwischenzeit errichteten Bauten und deren Umgebungsgestaltung dem Konzept f�r die Erhaltung bzw. Weiterentwicklung des Parks gem�ss dem Gestaltungsplan entsprechen, und ob die urspr�ngliche Bestockung auf Parzelle Nr. 1430 im fraglichen Bereich in diesem Zusammenhang eine Rolle spielt und k�nftig noch eine Rolle spielen kann. Dabei ist auch von Bedeutung, ob die umstrittene Bestockung, wie dies die Beschwerdegegnerin geltend macht, als Teil des Parks angelegt wurde, namentlich um einen Sichtschutz oder eine optische Trennung von den s�dlich angrenzenden Verkehrsanlagen zu schaffen.
3.4 In diesem Zusammenhang vertritt das Departement f�r Bau und Umwelt die Ansicht, dass die umstrittene Bestockung als Parkwald anzusehen und schon deshalb wie Wald zu behandeln sei. Gem�ss Art. 2 Abs. 1 der fr�heren Verordnung betreffend die eidgen�ssische Oberaufsicht �ber die Forstpolizei vom 1. Oktober 1965 (Forstpolizeiverordnung, FpolV), welche durch Art. 67 lit. a WaV aufgehoben wurde, stellten Parkw�lder ausdr�cklich Wald dar, w�hrend Art. 2 WaG diese und andere Sonderformen des Waldes nicht mehr explizit als Wald bezeichnet.
Der Begriff des Parkwaldes ist allerdings nicht klar definiert, weshalb auch die Abgrenzung von Parkanlage und Parkwald als schwierig galt (vgl. etwa Urteil des Verwaltungsgerichts Bern vom 14. Mai 1991, in BVR 1992 S. 47 E. 2d). Als Parkw�lder gelten W�lder, die neben der Holzerzeugung haupts�chlich der Erholung dienen und deshalb auch waldbaulich eine park�hnliche Gestaltung und Nutzung erfahren (Jaissle, a.a.O., S. 77; vgl. auch BVR 1992 S. 47 E. 2d). Das Departement f�r Bau und Umwelt umschreibt in seiner Vernehmlassung an das Bundesgericht Parkw�lder als grosse Landschaftsparks im Umfeld von Herrschaftssitzen, im Stadtgebiet oder auch in Schwimmb�dern, die neben gestalteten Teilen auch gr�ssere naturnahe Bereiche aufweisen, die f�r sich die Kriterien der Walddefinition erf�llen. Das Departement und das kantonale Forstamt h�tten die Waldanteile solcher Parkw�lder in konstanter Praxis als Wald im Rechtssinn behandelt; vorliegend bestehe kein Anlass f�r eine abweichende Behandlung.
Die in der Literatur gegebene Definition des Parkwaldes stellt dessen besonderen Zweck in den Vordergrund, w�hrend das Departement f�r Bau und Umwelt unter Parkwald eher den Wald im Park zu verstehen scheint. Diese Betrachtungsweise ist problematisch. Grunds�tzlich sind W�lder, die alle gesetzlichen Kriterien des Waldes erf�llen, nach Art. 2 Abs. 1 WaG auch dann als Wald anzusehen, wenn sie mit Blick auf die Nutzung zu Erholungszwecken waldbaulich entsprechend genutzt und "park�hnlich" gestaltet werden. Insofern ist der Verzicht auf eine explizite Nennung der Parkw�lder im Waldgesetz nicht Ausdruck einer Rechts�nderung (vgl. Hans-Peter Jenni, Vor lauter B�umen den Wald noch sehen: Ein Wegweiser durch die neue Waldgesetzgebung, Schriftenreihe Umwelt Nr. 210 [Hrsg. BUWAL], Bern 1993, S. 33; Jaissle, a.a.O., S. 77 Fn. 190). Anderseits kann sich bei Bestockungen, die f�r sich allein betrachtet wohl als Wald qualifiziert werden k�nnten, ergeben, dass sie aufgrund einer gesamthaften Betrachtungsweise Teil eines Parks bilden und deshalb nicht als Wald zu gelten haben, sondern unter die Ausnahmebestimmung von Art. 2 Abs. 3 WaG fallen (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Juni 1997, in ZBl 99/1998 S. 121 und Pra 86/1997 Nr. 139).
3.5 Die Frage, ob die umstrittene Bestockung rechtlich Wald darstellt, h�ngt somit nicht von einer begrifflichen Qualifizierung als "Parkwald" ab, sondern zun�chst davon, ob sie (noch) als bewusst angelegter Teil des Bellevueparks wahrgenommen wird. Bei der Beantwortung dieser Frage ist vom historischen Park auszugehen, wobei die mit dem Gestaltungsplan von 1985 eingeleitete Neugestaltung zu ber�cksichtigen ist. Da im kantonalen Verfahren eine systematische Auswertung der verf�gbarer Unterlagen nicht vorgenommen wurde, wurde der Sachverhalt offensichtlich unvollst�ndig ermittelt. Unter diesen Umst�nden ist im Sinne des Eventualantrags der Beschwerdef�hrerin eine R�ckweisung der Angelegenheit zur Erg�nzung des Verfahrens vorzunehmen. Sollte sich ergeben, dass die Bestockung Teil eines Parks ist, so stellt sie nicht Wald im Rechtssinn dar. Ergibt sich hingegen, dass sie nicht mehr als Teil eines Parks und auch f�r sich selbst nicht als Park anzusehen ist, so ist zu pr�fen, ob sie die Voraussetzungen von Wald im Rechtssinn erf�llt, was das Departement f�r Bau und Umwelt bejaht und das Verwaltungsgericht offen gelassen hat.
Das Verwaltungsgericht hat die Beschwerde der Grundeigent�merin auch unter Berufung auf den Grundsatz von Treu und Glauben gesch�tzt. Entgegen den Feststellungen des Departements f�r Bau und Umwelt k�nne der Grundeigent�merin nicht vorgeworfen werden, sie habe nicht alles gegen die Entstehung von Wald vorgekehrt, was unter den gegebenen Umst�nden h�tte erwartet werden d�rfen.
4.1 Die Vertrauensschutzfrage ist grunds�tzlich schon bei der Waldfeststellung zu ber�cksichtigen. Sind die Voraussetzungen des Vertrauensschutzes gegeben, kann der Eigent�mer der Parzelle verlangen, dass diese als unbewaldet behandelt wird, auch wenn die Waldkriterien der Waldgesetzgebung erf�llt sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Februar 1997, E. 4a mit Hinweisen, in ZBl 99/1998 S. 123 und Pra 86/1997 Nr. 140).
4.2 Der dynamische Waldbegriff, - der hier zum Tragen kommt, da bis zum vorliegenden Verfahren noch keine Abgrenzung von Wald und Bauzonen im Sinne von Art. 13 WaG vorgenommen wurde, - schliesst gem�ss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nach 10 - 15 Jahren die Berufung auf Vertrauensschutz grunds�tzlich aus (bereits erw�hntes Urteil des Bundesgerichts vom 25. Februar 1997, E. 4c mit Hinweis). Selbst wenn daher im Gestaltungsplan eine Vertrauensgrundlage zu erblicken w�re, wonach im Gestaltungsplanperimeter kein Wald vorhanden sei, so kann sich die Beschwerdegegnerin darauf gegen�ber der 12 Jahre sp�ter ergangenen Waldfeststellung des Departements f�r Bau und Umwelt nicht berufen. Die Beschwerdegegnerin konnte gest�tzt auf den Gestaltungsplan von 1985 allenfalls darauf vertrauen, dass auf ihrem Grundst�ck zum damaligen Zeitpunkt kein Wald vorhanden sei. Soweit sich die Verh�ltnisse seither ge�ndert haben, ist dem Rechnung zu tragen, weil auch junger Waldwuchs, der in offenes Land vordringt, rechtlich als Wald gesch�tzt ist, wenn er �lter als 10 bis 15 Jahre ist. Die gegenteilige Auffassung des Verwaltungsgerichts und der Beschwerdegegnerin �bersieht, dass es nicht entscheidend ist, welche Ursache die Bewaldung hat; das gesetzliche Gebot der Walderhaltung besteht unabh�ngig vom Willen des Eigent�mers, nicht Wald schaffen zu wollen (BGE 124 II 85 E. 4d S. 92).
Ausserdem ist zweifelhaft, ob der Gestaltungsplan �berhaupt als Vertrauensgrundlage daf�r dienen k�nnte, dass auf dem ganzen Bellevueareal kein Wald vorhanden sei. Jedenfalls gehen die Beteiligten �bereinstimmend davon aus, dass das Geh�lz entlang dem Schoderbach als Wald zu qualifizieren ist, obwohl dieser Bach ebenfalls den Gestaltungsplanperimeter nicht etwa nur abgrenzt, sondern durchquert.
4.3 Das Verwaltungsgericht argumentiert auch, dass die Grundeigent�merin vom Stadtrat an der Pflege der Bestockung gehindert worden sei, weshalb der Vorwurf der mangelnden Pflege der Bestockung Treu und Glauben widerspreche. Diese Begr�ndung ist unhaltbar. Wie vorne (E. 2.3) erw�hnt, sah sich der Stadtrat Kreuzlingen wegen unkontrollierter Baumf�llaktionen veranlasst, am 14. November 1988 f�r das Bellevueareal ein Baumf�llverbot zu verf�gen. Rodungen durften nur noch mit der schriftlichen Bewilligung des Stadtrats anhand eines genehmigten Plans vorgenommen werden. Ausserdem erstattete der Stadtrat Strafanzeige gegen die f�r die widerrechtliche F�llaktion verantwortlichen Personen. Indessen kann keine Rede davon sein, dass mit dieser Verf�gung eine sachgerechte Pflege des bestehenden Baumbestands und Unterhaltsmassnahmen wie etwa die Entfernung von neu aufkommendem Unterholz verboten worden w�re. Die Verf�gung sollte vielmehr klar erkennbar verhindern, dass der bestehende Baumbestand unkontrolliert entfernt wird. F�llbewilligungen konnten im �brigen beantragt werden. Massnahmen zur Erhaltung des Parkcharakters der vorhandenen Bestockung wurden von der Verf�gung �berhaupt nicht erfasst.
Hinzu tritt der Umstand, dass die erw�hnte Verf�gung f�r die Unt�tigkeit der Beschwerdegegnerin offenkundig nicht kausal war, da sie bei dieser seit l�ngerem in Vergessenheit geraten war und erst 2001 wieder zum Vorschein kam, wie der Vertreter der Beschwerdegegnerin am Augenschein des Verwaltungsgerichts erkl�rte. Unter diesen Umst�nden kann sich die Beschwerdegegnerin aber auch diesbez�glich nicht auf den Grundsatz von Treu und Glauben berufen.
4.4 Zur Verf�gung des Departements f�r Bau und Umwelt vom 19. Dezember 1991 ist schliesslich festzuhalten, dass diese ausschliesslich die Vereinbarkeit des damaligen Bauprojekts der Bellevue Grundst�cke AG mit dem auf Parzelle Nr. 54 vorgesehenen Nationalstrassenzubringer betraf. Zusammenfassend f�hrte das Departement aus, dass das Bauprojekt zu unverh�ltnism�ssigen zus�tzlichen technischen Vorkehren beim Strassenbauprojekt f�hren w�rde, was eine erhebliche Verteuerung zu Folge h�tte. Da auch die zu erwartenden L�rmimmissionen der Strasse voraussichtlich die Festlegung von Baulinien auf einen Minimalabstand von 14 m erforderten, sei die Baubewilligung zu verweigern. Die Frage, ob das Bauprojekt auch in Konflikt mit einem allenfalls vorhandenen Wald gerate, war in keiner Weise Gegenstand des damaligen Verfahrens. Es mag zutreffen, dass die damals Beteiligten die Existenz von Wald auf den Parzellen Nr. 1430 und 54 nicht in Betracht zogen. Damit wurde indessen, nachdem das kantonale Forstamt am Verfahren nicht beteiligt war, keine Vertrauensgrundlage zu dieser Frage geschaffen. Somit konnte die heutige Beschwerdegegnerin aus jenem Verfahren auch keine Folgerungen hinsichtlich des Bestehens oder Nichtbestehens von Wald auf ihrer Parzelle ableiten.
Es ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben ist. Die Angelegenheit ist zu neuer Beurteilung im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Dieser steht es frei, die Sache ihrerseits an das Departement f�r Bau und Umwelt zur�ckzuweisen.
Trotz ihres teilweisen Unterliegens sind der Beschwerdef�hrerin keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 2 OG). Hingegen hat die Beschwerdegegnerin eine reduzierte Gerichtsgeb�hr zu bezahlen (Art. 156 Abs. 1 und 3 OG). Der Beschwerdef�hrerin steht keine Parteientsch�digung zu, und die Beschwerdegegnerin hat angesichts des Verfahrensausgangs auch keinen Anspruch auf Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 2 OG).
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird teilweise gutgeheissen, und das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 24. Oktober 2001 wird aufgehoben. Die Angelegenheit wird zu neuer Beurteilung im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Der Beschwerdegegnerin wird eine Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'000.-- auferlegt.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Forstamt, dem Departement f�r Bau und Umwelt und dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau sowie dem Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft schriftlich mitgeteilt.