Source: http://www.cybermobbing24.de/index.php/ehemaliger-arbeitsplatz
Timestamp: 2017-02-23 18:26:39
Document Index: 127215814

Matched Legal Cases: ['Art. 5', '§ 12', '§ 1', '§ 185', '§ 238', '§ 241', '§ 240']

Cybermobbing 24 · Anwalt für Mobbing im Internet - (ehemaliger) Arbeitsplatz
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Internet-Mobbing am (ehemaligen) Arbeitsplatz
Mobbing am Arbeitsplatz zeigt eines extreme Beeinträchtigung weil ihm der Betroffene dort - und nun auch noch in der Freizeit - jeden Tag ausgesetzt ist. Hingegen sind Meinungsäußerungen positiver oder negativer Art im weiten Rahmen zulässig. Werden Meinungsäußerungen über Personen getätigt, so sind die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen mit den Rechten des Äußernden, insbesondere der Meinungs- und Pressefreiheit (Art. 5 Abs. 1 S. 1 und 2 des Grundgesetzes) gegeneinander abzuwägen. Grundsätzlich wird der Meinungs- und Pressefreiheit dabei ein sehr hoher Stellenwert eingeräumt. Der Schutz endet aber wenn die streitgegenständlichen Äußerungen sog. Formal- oder Schmähkritiken darstellen, wenn die Privat- und insbesondere die Intimsphäre betroffen ist oder unwahre Tatsachenbehauptung aufgestellt werden. Dann genießt der Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts Vorrang. Daher ist auch die Einordnung der Äußerung als Meinung oder Tatsachenbehauptung von großer Bedeutung. Es ist im Einzelfall abzuwägen, wie die konkrete Äußerung einzuordnen ist, welche Mittel zur Verfügung stehen und wie ihre jeweiligen Erfolgsaussichten – auch unter Berücksichtigung des jeweils genutzten Verbreitungsmediums – sind. Die Ansprüche auf Löschung, Unterlassen, Schadensersatz und Schmerzensgeld sind primär gegen den Verfasser selbst geltend zu machen. Der Löschungs- und Unterlassungsanspruch kann aber – häufig schneller – unter weiteren Voraussetzungen auch gegen den Forumsbetreiber als Störer durchgesetzt werden. Als eine besondere Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts kann das von § 12 BGB geschützte Namensrecht im Cybermobbing relevant werden. Denn nicht selten werden Profile unter fremden Namen angelegt, häufig sogar unter Verwendung von Daten und Bildern eines Dritten. Solch ein Identitätsklau ist rechtswidrig und muss nicht hingenommen werden. Je nach Ausprägung kann auch ein Verstoß gegen datenschutzrechtliche Vorschriften vorliegen, wenn persönliche Daten unberechtigterweise genutzt werden. In Fällen von besonders hartnäckigem Stalking kann sogar eine gerichtliche Anordnung nach dem Gewaltschutzgesetz die (psychische) Sicherheit des Opfers gewährleisten. § 1 Abs. 2 Nr. 2 b.) Gewaltschutzgesetz sieht nunmehr ausdrücklich eine gerichtliche Anordnung für den Schutz gegen das wiederholte Nachstellen oder eine Verfolgung unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln vor. Eine solche Anordnung kann dem Stalker – neben intensiveren Eingriffen - auch verbieten Verbindung zur verletzten Person, unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln, aufzunehmen. Meistens ist mit den geschilderten zivilrechtlichen Ansprüchen dem Interesse des Geschädigten hinreichend genüge getan; in anderen Fällen müssen auch strafrechtliche Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Hierbei schützen insbesondere die Straftatbestände der §§ 185-187 StGB die Ehre des Opfers. Aber auch der Stalkingparagraf (§ 238 StGB) sowie der Tatbestand der Bedrohung (§ 241 StGB) oder der Nötigung (§ 240 StGB) können im Rahmen der Mobbingbekämpfung relevant sein.
Aktuelle Studien zeigen immer wieder, dass der Arbeitsplatz weiterhin der Mobbing-Tatort ist, an dem auf unterschiedlichste Art gemobbt wird. Betroffen sind Kollegen und Arbeitnehmer aber auch ehemalige Arbeitgeber. Erstere sind täglich psychischer Gewalt ausgeliefert. Dabei gehen die Auswirkungen des Cybermobbings weit über das seit jeher bestehende „Getuschel“ in der Kaffeeküche hinaus. Nach neuen Studien ist fast jeder Zehnte bereits Opfer von psychischer Gewalt am Arbeitsplatz geworden. Die Auswirkungen von psychischer Gewalt betreffen nicht nur die Opfer selbst, sondern schaden auch der Produktivität der Unternehmen und bewirken damit einen volkswirtschaftlichen Schaden. Nicht immer kann dieses Phänomen erfolgreich mit juristischen Mitteln bekämpft werden. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die Verbreitung falscher Tatsachen, ehrverletzender Äußerungen oder von Drohungen keineswegs hingenommen werden muss. In vielen Fällen ist ein Vorgehen mit zivil- und auch strafrechtlichen Mitteln möglich und sinnvoll aber auch notwendig um größeren Schaden zu verhindern. Mobbing am Arbeitsplatz findet unter Kollegen, von Vorgesetzten gegenüber untergebenen Arbeitnehmern und von ehemaligen Arbeitnehmern gegenüber ehemaligen Arbeitgebern statt. Seine Erscheinungsformen reichen vom Ausschluss aus Gruppenkommunikation über die Beauftragung mit unbeliebten Tätigkeiten, bis zu Beleidigungen und Diffamierungen in Firmennetzwerken, Mailinglisten oder sozialen Netzwerken. Sind Sie Arbeitnehmer und werden von Kollegen oder einem Vorgesetzten am Arbeitsplatz gemobbt? Haben Sie Werden Sie als Unternehmen oder Führungsperson von einem ehemaligen Mitarbeiter gemobbt? Sehen Sie in Ihrem Betrieb ein Mobbing-Problem und suchen hierzu Hilfe? Wir unterstützen Arbeitnehmer und Arbeitgeber in juristischen und technischen Fragen rund um das Thema Cybermobbing. Unsere in diesem Bereich angebotenen Dienstleistungen finden Sie beispielhaft rechts aufgelistet Im Folgenden stellen wir Ihnen rechtliche Aspekte des Cybermobbings am Arbeitsplatz vor. Lesen Sie hierzu auch die Beiträge zu Sozialen Netzwerken, des Mobbings per Email und SMS, des Mobbings in Internetforen und in Suchmaschinen.
Die Formen in denen Mobbing am Arbeitsplatz auftritt sind derart vielfältig, dass hier nur einzelne Aspekte des Cybermobbings beleuchtet werden können.