Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%201992,%201300
Timestamp: 2019-04-23 03:11:07
Document Index: 21019466

Matched Legal Cases: ['§ 1381', '§ 1381', '§ 1381', '§ 1381', '§ 1381', '§ 1381', '§ 1381', '§ 1381', '§ 1381', '§ 1381', '§ 1381']

OLG Celle, 07.04.1992 - 18 UF 245/91 - dejure.org
Kein Zugewinnausgleich wegen grober Unbilligkeit
BGB § 1381 Abs. 1
NJW-RR 1993, 903
FamRZ 1992, 1300
Wenn er hiervon keinen Gebrauch macht, ist der Ausgleich - ohne Hinzutreten weiterer Umstände - nicht grob unbillig (ebenso OLG Celle FamRZ 1992, 1300, 1301 f.;… Soergel/Lange BGB 12. Aufl. § 1381 Rn. 18;… MünchKommBGB/Koch 6. Aufl. § 1381 Rn. 23; Koch FamRZ 2013, 831, 832;… Schwab/Schwab Handbuch des Scheidungsrechts 6. Aufl. VII Rn. 250;… Haußleiter/Schulz Vermögensauseinandersetzung bei Trennung und Scheidung 5. Aufl. Kap. 1 Rn. 549 ff.;… Weinreich/Klein Familienrecht 5. Aufl. § 1381 Rn. 20;… Palandt/Brudermüller BGB 72. Aufl. § 1381 Rn. 19;… NK-BGB/Fischinger 2. Aufl. § 1381 Rn. 24;… Erman/Budzikiewicz BGB 13. Aufl. § 1381 Rn. 5;… Hoppenz/Hoppenz Familiensachen 9. Aufl. § 1381 Rn. 17;… Braeuer Der Zugewinnausgleich Rn. 549).
§ 1381 BGB ermöglicht eine Korrektur gerade auch solcher grob unbilligen und dem Gerechtigkeitsempfinden in unerträglicher Weise widersprechenden Ergebnisse, die sich in besonders gelagerten Fällen aus der schematischen Anwendung der Vorschriften zur Berechnung des Ausgleichsanspruchs ergeben können, ohne daß Absatz 1 dieser Vorschrift stets und ausnahmslos ein Verschulden des den Ausgleich verlangenden Ehegatten voraussetzt, wie das Berufungsgericht zu Unrecht aus dem Beispielsfall des Absatzes 2 dieser Vorschrift herleitet (vgl. auch Senatsurteil vom 9. Juli 1980 - IVb ZR 531/80 - FamRZ 1980, 877 f. und OLG Celle FamRZ 1992, 1300, 1301 f.).
§ 1381 BGB ermöglicht eine Korrektur gerade auch solcher grob unbilligen und dem Gerechtigkeitsempfinden in unerträglicher Weise widersprechenden Ergebnisse, die sich in besonders gelagerten Fällen aus der schematischen Anwendung der Vorschriften zur Berechnung des Ausgleichsanspruchs ergeben können, ohne daß Absatz 1 dieser Vorschrift stets und ausnahmslos ein Verschulden des den Ausgleich verlangenden Ehegatten voraussetzt, wie das Berufungsgericht zu Unrecht aus dem Beispielsfall des Absatzes 2 dieser Vorschrift herleitet (vgl. auch Senatsurteil vom 9. Juli 1980 - IVb ZR 531/80 - FamRZ 1980, 877 f. und OLG Celle FamRZ 1992, 1300, 1301 f.).".
Diesem Vermögenszuwachs fehlte auch jede innere Bindung zur ehelichen Lebensgemeinschaft und stand mit ihr in keinerlei Zusammenhang, vgl. zu diesem Merkmal OLG Celle, FamRZ 1992, Seite 1300, 1302.
§ 1381 BGB ermöglicht eine Korrektur gerade auch solcher grob unbilligen und dem Gerechtigkeitsempfinden in unerträglicher Weise widersprechenden Ergebnisse, die sich in besonders gelagerten Fällen aus der schematischen Anwendung der Vorschriften zur Berechnung des Ausgleichsanspruchs ergeben können, ohne daß Absatz 1 dieser Vorschrift stets und ausnahmslos ein Verschulden des den Ausgleich verlangenden Ehegatten voraussetzt, wie das Berufungsgericht zu.U.nrecht aus dem Beispielsfall des Absatzes 2 dieser Vorschrift herleitet (vgl. auch Senatsurteil vom 9. Juli 1980 - IVb ZR 531/80 - FamRZ 1980, 877 f. und OLG Celle FamRZ 1992, 1300, 1301 f.).".