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Timestamp: 2016-10-24 00:07:07
Document Index: 197107444

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 20', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 72', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 74', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 75', 'Art. 75', 'in casu', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 76', 'Art. 74', 'Art. 75', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 75', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 75', 'Art. 76', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 76', 'Art. 74', 'Art. 74', 'Art. 7', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 75', 'BGE', 'Art. 20', 'Art. 20', 'Art. 20', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 20', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'Art. 20', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 20', 'Art. 20', 'BGE', 'in fine', 'in fine', 'BGE', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 21', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 20', 'BGE', 'Art. 20', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 7', 'Art. 21', 'Art. 20', 'Art. 20', 'Art. 74', 'Art. 76', 'Art. 76', 'Art. 21']

138 III 2
138 III 21. Auszug aus dem Urteil der I. zivilrechtlichen Abteilung i.S. A. gegen X. AG (Beschwerde in Zivilsachen)
4A_416/2011 vom 30. Januar 2012
Art. 7 CPC; art. 74 al. 2 let. b et art. 75 al. 2 let. a LTF; art. 76 al. 1, 2e phrase, de la Constitution du canton de Zurich du 27 f�vrier 2005; � 2 al. 2 let. b de la loi zurichoise du 7 mars 1993 sur le Tribunal des assurances sociales; recevabilit� du recours en mati�re civile dans les contestations en mati�re d'assurances compl�mentaires � l'assurance-maladie sociale selon la LAMal. Parce que le Tribunal des assurances du canton de Zurich conna�t en instance cantonale unique, d'apr�s l'art. 7 CPC, des contestations en mati�re d'assurances compl�mentaires � l'assurance-maladie sociale selon la LAMal, le recours en mati�re civile est recevable contre ses d�cisions, selon l'art. 74 al. 2 let. b et l'art. 75 al. 2 let. a LTF, m�me si la valeur litigieuse n'atteint pas 30'000 francs (consid. 1). Regeste b
Art. 20 al. 1-3, art. 21 al. 1 et 2 LCA; exigences concernant la sommation selon l'art. 20 al. 1 LCA. A l'intention de la personne assur�e, les cons�quences de la demeure selon les art. 20 s. LCA (en particulier selon les art. 20 al. 3 et 21 al. 1 LCA) doivent �tre �nonc�es de mani�re explicite, claire et compl�te dans la sommation (consid. 4). Consid�rants � partir de page 3
BGE 138 III 2 S. 3
1. 1.1 Zu beurteilen ist die Leistungspflicht aus einer Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung. Derartige Zusatzversicherungen unterstehen gem�ss Art. 12 Abs. 2 und 3 des Bundesgesetzes vom 18. M�rz 1994 �ber die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) dem Versicherungsvertragsgesetz vom 2. April 1908 (VVG; SR 221.229.1). Streitigkeiten aus solchen Versicherungen sind privatrechtlicher Natur, weshalb als Rechtsmittel an das Bundesgericht die Beschwerde in Zivilsachen gem�ss Art. 72 ff. BGG in Betracht kommt (BGE 133 III 439 E. 2.1 S. 441 f. mit Hinweis).
1.2 Die Beschwerde richtet sich gegen einen Endentscheid (Art. 90 BGG), welcher durch Beschwerde in Zivilsachen grunds�tzlich anfechtbar ist. Bei der vorliegenden Streitsache, mit welcher Taggeldleistungen verlangt werden, handelt es sich um eine verm�gensrechtliche Angelegenheit. Demnach ist die Beschwerde in Zivilsachen u.a. zul�ssig, sofern der Streitwert mindestens Fr. 30'000.- betr�gt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) oder ein Bundesgesetz eine einzige kantonale Instanz vorsieht (Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG). Ferner bedingt das Eintreten auf die Rechtsvorkehr das Vorliegen des Entscheids einer als Rechtsmittelinstanz eingesetzten letzten kantonalen Instanz BGE 138 III 2 S. 4im Sinne von Art. 75 Abs. 1 und 2 (Satz 1 und 2 Teilsatz 1) BGG bzw. einer vom Bundesgesetz vorgesehenen einzigen kantonalen Instanz gem�ss Art. 75 Abs. 1 und 2 (Satz 1 und 2 Teilsatz 2) lit. a BGG.
1.2.1 Unbestrittenermassen liegt der massgebliche Streitwert in casu unter Fr. 30'000.-. Fraglich ist indes, ob das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich den angefochtenen Entscheid als einzige kantonale Instanz im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. b und Art. 75 Abs. 2 lit. a BGG gef�llt hat.
1.2.2 Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich entscheidet in Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach KVG gem�ss kantonalem Recht als einzige kantonale Instanz (Art. 76 Abs. 1 Satz 2 der Verfassung des Kantons Z�rich vom 27. Februar 2005 [KV/ZH; SR 131.211] sowie � 2 Abs. 2 lit. b des Gesetzes vom 7. M�rz 1993 �ber das Sozialversicherungsgericht [GSVGer; LS 212.81]). Es nimmt zwar von seiner Einbettung in die z�rcherische Gerichtsorganisation her die Stellung eines oberen kantonalen Gerichts ein (Art. 74 Abs. 2 KV/ZH), fungiert aber im vorliegenden Fall nicht als Rechtsmittelinstanz im Sinne von Art. 75 Abs. 2 Satz 1 und 2 Teilsatz 1 BGG (BGE 133 III 439 E. 2.2.2.2 S. 442 ff.; Urteil des Bundesgerichts 4A_572/2010 vom 20. Dezember 2010 E. 1; vgl. auch ROLF KUHN, Krankentaggeldversicherung nach VVG: Verfassungswidrige Verk�rzung des Rechtsmittelzuges im Kanton Z�rich-, Jusletter vom 25. Juni 2007 Rz. 17).
Dieser Umstand steht einem Eintreten auf das Rechtsmittel aus folgendem Grund jedoch nicht entgegen: Nach Art. 7 der auf 1. Januar 2011 in Kraft getretenen schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272) k�nnen die Kantone f�r Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach KVG ein Gericht bezeichnen, welches als einzige kantonale Instanz zust�ndig ist. Gleichzeitig wurde Art. 75 Abs. 2 lit. a (sowie Art. 74 Abs. 2 lit. b) BGG dahingehend ge�ndert, dass als Ausnahme vom doppelten Instanzenzug eine einzige kantonale Instanz nicht mehr von einem Bundesgesetz vorgeschrieben sein muss, sondern dass es gen�gt, wenn ein Bundesgesetz eine solche vorsieht (Anhang 1 zur ZPO Ziff. II [�nderung bisherigen Rechts]; Sitzungsprotokoll der nationalr�tlichen Kommission f�r Rechtsfragen vom 3. April 2008, S. 9 oben; Urteile des BGE 138 III 2 S. 5Bundesgerichts 4A_158/2011 vom 6. April 2011 E. 1.1; 4A_584/2010 vom 1. Februar 2011 E. 2.1, in: SJ 2011 I S. 262; 4A_572/2010 vom 20. Dezember 2010 E. 1; 4A_532/2009 vom 5. M�rz 2010 E. 1). Art. 7 ZPO hat demnach in erster Linie die bedeutsame �nderung mit sich gebracht, dass die Kantone das bundesrechtlich in Art. 75 Abs. 2 BGG vorgeschriebene Prinzip der "double instance" durchbrechen d�rfen. Die Bestimmung soll weiterhin eine einheitliche Zust�ndigkeitsordnung f�r Prozesse nach KVG und VVG erm�glichen respektive den Kantonen die Beibehaltung des bisherigen Systems erlauben (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], BBl 2006 7221 ff., insb. 7247 f. Ziff. 3.4.3; AB 2007 S 500 f.; AB 2008 N 644; ferner UELI SPITZ, Eidgen�ssische ZPO und Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung, Jusletter vom 20. Dezember 2010 Rz. 6 und 8 ff.). In der Volksabstimmung vom 26. September 2010 wurde Art. 76 Abs. 1 KV/ZH denn auch nicht zuletzt als Folge der in Art. 7 ZPO stipulierten Regelung insofern erg�nzt, als das Gesetz nun in begr�ndeten F�llen Ausnahmen vom zweistufigen Instanzenzug vorsehen kann, wenn das Bundesrecht die Beurteilung durch eine einzige Instanz zul�sst (SPITZ, a.a.O., Rz. 15). In Umsetzung dieser Norm modifizierte der kantonale Gesetzgeber � 2 Abs. 2 lit. b GSVGer in dem Sinne, als das Sozialversicherungsgericht, soweit es das Bundesrecht vorschreibt oder zul�sst, als einzige kantonale Gerichtsinstanz f�r Klagen �ber Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach dem KVG im Sinne von Art. 7 ZPO zust�ndig ist.
Nach dem Dargelegten hat das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich als einzige kantonale Instanz im Sinne von Art. 7 ZPO (in Verbindung mit Art. 76 Abs. 1 Satz 2 KV/ZH und � 2 Abs. 2 lit. a GSVGer) entschieden, sodass sich die Beschwerde gest�tzt auf Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG trotz Unterschreitung der Streitwertgrenze nach Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG als zul�ssig erweist (so auch: PAUL OBERHAMMER, ZPO, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2010, N. 4 zu Art. 7 ZPO; GASSER/RICKLI, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2010, N. 2 zu Art. 7 ZPO; nicht l�nger einschl�gig: BGE 133 III 439 E. 2.2.2.2 S. 442 ff.; anders f�r das Bundesgesetz vom 19. Dezember 1986 �ber den unlauteren Wettbewerb [UWG; SR 241] betreffende Streitigkeiten: Urteil des Bundesgerichts 4A_584/2010 vom 1. Februar 2011 E. 2.1, in: SJ 2011 I S. 262). Da es sodann als Vorinstanz nach Art. 75 Abs. 2 lit. a BGG t�tig BGE 138 III 2 S. 6geworden ist, kann auf die fristgerecht erhobene Beschwerde eingetreten werden. (...)
4. 4.1 Wird die Pr�mie zur Verfallzeit oder w�hrend der im Vertrag einger�umten Nachfrist nicht entrichtet, so ist der Schuldner unter Androhung der S�umnisfolgen auf seine Kosten schriftlich aufzufordern, binnen 14 Tagen, von der Absendung der Mahnung an gerechnet, Zahlung zu leisten (Art. 20 Abs. 1 VVG). Bleibt die Mahnung ohne Erfolg, so ruht die Leistungspflicht des Versicherers vom Ablauf der Mahnfrist an (Art. 20 Abs. 3 VVG). Wird die r�ckst�ndige Pr�mie nicht binnen zwei Monaten nach Ablauf der in Art. 20 VVG festgesetzten Frist rechtlich eingefordert, so wird angenommen, dass der Versicherer, unter Verzicht auf die Bezahlung der r�ckst�ndigen Pr�mie, vom Vertrag zur�cktritt (Art. 21 Abs. 1 VVG).
Das Gesetz r�umt dem Versicherer somit bei Nichtbezahlung der ausstehenden Pr�mie durch den Versicherungsnehmer ein Wahlrecht ein: Er kann zwischen der Weiterf�hrung des Vertrags oder - unter Verzicht auf die r�ckst�ndige Pr�mie - dessen Beendigung entscheiden (BGE 128 III 186 E. 2a S. 188 mit Hinweis). W�hlt er die Aufl�sung des Vertragsverh�ltnisses, steht es ihm offen, diese durch eine vorzeitige R�cktrittserkl�rung oder durch Fristablauf herbeizuf�hren. Verh�lt der Versicherer sich w�hrend zweier Monate seit Verzugseintritt, d.h. dem Zeitpunkt des Ablaufs der 14-t�gigen Mahnfrist, passiv, indem er die r�ckst�ndige Pr�mie nicht rechtlich einfordert, so wird angenommen, dass er vom Vertrag zur�cktrete (Art. 21 Abs. 1 VVG). Er ist indes nicht gehalten, bis zum Ablauf der zweimonatigen Frist mit der Vertragsbeendigung zuzuwarten. Vielmehr kann er bereits auf den Verzugseintritt hin mit der R�cktrittserkl�rung reagieren (FRANZ HASENB�HLER, in: Basler Kommentar, Versicherungsvertragsgesetz, 2001, N. 4 ff. zu Art. 21 VVG; FELIX RAJOWER, Die Einforderung von Versicherungspr�mien nach VVG, AJP 2002 S. 500 ff., insb. 505).
4.2 Diese Regelung des Zahlungsverzugs weicht von derjenigen des OR erheblich ab. Sie statuiert einschneidende Folgen f�r die versicherte Person. In Anbetracht der gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen hat die Mahnung nach Art. 20 Abs. 1 VVG strengen Anforderungen hinsichtlich Form und Inhalt zu gen�gen, um die Interessen des Schuldners in geeigneter Weise zu wahren BGE 138 III 2 S. 7(BGE 128 III 186 E. 2d S. 189; ANDREA KIEFER, Pr�mienzahlungsverzug nach VVG, 2000, S. 56 oben mit weiteren Hinweisen und S. 60 in fine). Die schriftliche Mahnung muss die Betr�ge nennen, f�r die Zahlung verlangt wird, und ebenso die Zahlungsfrist von 14 Tagen (Urteil des Bundesgerichts 5C.97/2005 vom 15. September 2005 E. 4.3, in: SJ 2006 I S. 271). Vor allem hat sie ausdr�cklich die S�umnisfolgen anzugeben, um diese in das Bewusstsein des Schuldners zu r�cken. Die Androhung der Verzugsfolgen muss explizit, klar und umfassend erfolgen, wobei s�mtliche S�umnisfolgen zu nennen sind, mithin nicht nur das Ruhen der Leistungspflicht des Versicherers nach Art. 20 Abs. 3 VVG, sondern auch das Recht des Versicherers, vom Vertrag zur�ckzutreten, beziehungsweise die Vermutung des R�cktritts gem�ss Art. 21 Abs. 1 VVG (BGE 128 III 186 E. 2 S. 187 ff.; Urteil des Bundesgerichts 4A_397/2010 vom 28. September 2010 E. 4.3). Ein blosser Hinweis auf die (dem Mahnschreiben beigef�gten) Gesetzesnormen von Art. 20 f. VVG reicht dabei ebenso wenig aus wie eine Verweisung auf entsprechende Bestimmungen der Allgemeinen oder Besonderen Versicherungsbedingungen. Ungen�gend ist ferner die Angabe, dass beim Versicherer zus�tzliche Ausk�nfte �ber die Folgen der unterlassenen Zahlung eingeholt werden k�nnen (Urteil des Bundesgerichts 4A_397/2010 vom 28. September 2010 E. 4.3 und 4.4; HASENB�HLER, a.a.O., N. 42 zu Art. 20 VVG; KIEFER, a.a.O., S. 66; RAJOWER, a.a.O., S. 504; BERNARD CORBOZ, Le contrat d'assurance dans la jurisprudence r�cente, SJ 2011 II S. 247 ff., insb. 258 f.; STEPHAN FUHRER, Schweizerisches Privatversicherungsrecht, 2011, N. 9.32 S. 244; ROELLI/KELLER, Kommentar zum Schweizerischen Bundesgesetz �ber den Versicherungsvertrag, Bd. I, 1968, S. 344; ROLAND SCHAER, Modernes Versicherungsrecht, 2007, � 13 Rz. 71 f. und � 15 Rz. 51; ALFRED MAURER, Schweizerisches Privatversicherungsrecht, 3. Aufl. 1995, S. 293). Eine Mahnung, welche nicht auf diese Folgen hinweist, ist rechtswidrig und kann die Wirkungen, auf die zu verweisen sie unterl�sst, nicht erzeugen (BGE 128 III 186 E. 2b in fine S. 188 mit diversen Hinweisen und E. 2f S. 190; ferner Urteil des Bundesgerichts 4A_397/2010 vom 28. September 2010 E. 4.4 in fine; KIEFER, a.a.O., S. 61 oben und 66).
5. 5.1 Das Mahnschreiben der Beschwerdegegnerin vom 13. Februar 2008 enth�lt im Anschluss an die Bezifferung der unbeglichen gebliebenen Pr�mien und der Mahngeb�hr sowie den Hinweis, dass BGE 138 III 2 S. 8der ausstehende Betrag zur Aufrechterhaltung der Versicherungsdeckung vollst�ndig bis zum 27. Februar 2008 bei ihr einzutreffen habe, nachstehenden Passus:
"Bleibt Ihre Zahlung aus, w�rden nach dem 27. Februar 2008 folgende Verzugsfolgen eintreten:
- Die Leistungspflicht der X. ruht, d.h. Sie haben bei einem versicherten Ereignis nach dem 27. Februar 2008 keinen Versicherungsschutz mehr.
- Die X. kann unter Verzicht auf die Pr�mie vom Versicherungsvertrag zur�cktreten.
- Die X. kann den ausstehenden Betrag inkl. Zinsen und Kosten aber auch auf dem Betreibungsweg einfordern. Zudem fallen weitere Betreibungskosten f�r Sie an, welche von den Beh�rden erhoben werden.
- Versp�tete �berweisung des uns geschuldeten Betrages gen�gt zur Abwendung dieser Verzugsfolgen dann nicht mehr."
Dem Schreiben k�nnen somit die Elemente der Zahlungsaufforderung, der Angabe und Aufschl�sselung des ausstehenden Betrages sowie der Fristansetzung entnommen werden. Was die Verzugsfolgen anbelangt, geht daraus f�r den Fall, dass der ausstehende Betrag nicht bis zum 27. Februar 2008 beglichen w�rde, klar die Androhung des Ruhens der Versicherungsdeckung hervor. Ebenfalls vorhanden ist sodann die Anmerkung, wonach der Versicherer unter Verzicht auf die Pr�mie nach Ablauf der 14-t�gigen Mahnfrist, d.h. nach Inverzugsetzung, vom Vertrag zur�cktreten oder den ausstehenden Betrag mittels Betreibung einfordern k�nne und versp�tete �berweisungen die Verzugsfolgen nicht mehr zu beheben verm�chten. Demgegen�ber fehlt der Hinweis auf die in Art. 21 Abs. 1 VVG festgehaltene R�cktrittsvermutung (bzw. -fiktion; BGE 128 III 186 E. 2c S. 189 mit Hinweisen; HASENB�HLER, a.a.O., N. 10 zu Art. 21 VVG; KIEFER, a.a.O., S. 105 f.).
5.2 Hintergrund der unwiderlegbaren Rechtsvermutung nach Art. 21 Abs. 1 VVG bildet das Bestreben des Gesetzgebers, zu verhindern, dass der Versicherer w�hrend l�ngerer Zeit unt�tig bleibt und erst in einem sp�teren Zeitpunkt die r�ckst�ndigen sowie mittlerweile f�llig gewordenen Pr�mien einfordert, ohne aber f�r die Zwischenzeit leistungspflichtig zu werden (HASENB�HLER, a.a.O., N. 10 zu Art. 21 VVG mit weiteren Hinweisen). Der Versicherungsnehmer soll rechtzeitig wissen, woran er ist, damit er gegebenenfalls anderswo Versicherungsschutz finden kann. Der Zweckgedanke liegt BGE 138 III 2 S. 9mit anderen Worten darin, Klarheit in Bezug auf die Weitergeltung des Vertrages zu schaffen. Die Suspension des Versicherungsschutzes bei (vorl�ufig) weiter bestehendem Vertragsverh�ltnis bewirkt einen Schwebezustand, der im Interesse des Versicherungsnehmers - gerade auch im Rahmen von Kollektivkrankentaggeldversicherungsvertr�gen und den dabei unmittelbar betroffenen Arbeitnehmenden als versicherten Personen (siehe im Detail FUHRER, a.a.O., N. 9.46 S. 248; KIEFER, a.a.O., S. 112) - nicht lange andauern darf (HASENB�HLER, a.a.O., N. 2 zu Art. 21 VVG; KIEFER, a.a.O., S. 114 oben). Wird der Versicherungsnehmer bez�glich der R�cktrittsvermutung im Unklaren gelassen, ist f�r ihn ein stillschweigendes Zuwarten des Versicherers (ohne Einforderung der ausstehenden Pr�mien und ohne Erkl�rung des R�cktritts unmittelbar nach Ablauf der 14-t�gigen Mahnfrist) nicht ohne Weiteres einzuordnen. Diese Rechtsunsicherheit gilt es mit einem entsprechenden klaren Hinweis im Mahnschreiben zu verhindern. Im vorliegenden Fall wurde das Vertragsverh�ltnis denn auch erst mit Annullationsschreiben vom 3. Juni 2008 - und damit mehr als drei Monate nach Inverzugsetzung - f�r r�ckwirkend beendet erkl�rt.
5.2.1 Das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 13. Februar 2008 gen�gt folglich den Anforderungen an eine rechtswirksame Mahnung nach Art. 20 f. VVG, insbesondere Art. 21 Abs. 1 VVG, nicht und ist, entgegen der Rechtsauffassung des kantonalen Gerichts, als unvollst�ndig zu bezeichnen. Konnten sich die gesetzlich vorgesehenen S�umnisfolgen damit nicht entfalten, ist mithin weder von einem Ruhen der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gem�ss Art. 20 Abs. 3 VVG auszugehen, noch gilt die Annahme eines Vertragsr�cktritts laut Art. 21 Abs. 1 VVG.
5.2.2 An diesem Ergebnis vermag der Hinweis der Beschwerdegegnerin auf die "gesamten Umst�nde rund um die Mahnung bzw. Vertragsaufhebung", welche ebenfalls zu ber�cksichtigen und n�her abzukl�ren seien, nichts zu �ndern, haben sich die Verzugsfolgen gem�ss Art. 20 f. VVG doch unmittelbar aus dem Mahnschreiben selber zu ergeben. Einer Befragung des ehemaligen Gesch�ftsf�hrers der Y. GmbH zu diesem Punkt, wie seitens der Beschwerdegegnerin beantragt, bedarf es demnach nicht. Ebenso wenig spielt bei der Beurteilung der Rechtsg�ltigkeit des Mahnschreibens der Grund f�r die Pr�mienausst�nde eine entscheidwesentliche Rolle. Selbst wenn die ehemalige Arbeitgeberin des Beschwerdef�hrers aus wirtschaftlichen Motiven auf die Zahlung der Pr�mien bewusst verzichtet h�tte, w�rde dieser Umstand den Versicherer nicht von BGE 138 III 2 S. 10seiner Pflicht entbinden, das Mahnverfahren gem�ss Art. 20 f. VVG im vorstehend beschriebenen Sinne durchzuf�hren. F�r die Behauptung der Beschwerdegegnerin, die Y. GmbH sei bereits im Januar 2008 von der Sistierung der Versicherungsdeckung ausgegangen, bestehen ferner vor dem Hintergrund, dass die Leistungspflicht bei rechtswirksam erfolgter Mahnung vom 13. Februar 2008 erst ab Ende Februar 2008 geruht h�tte, keine Anhaltspunkte, zumal die Beschwerdegegnerin auch diesfalls eine ordentliche Mahnung h�tte vornehmen m�ssen. Schliesslich kann die Beschwerdegegnerin aus dem Argument, dass die in Art. 21 Abs. 1 VVG verankerte Rechtsfolge ohnehin von der sp�teren Vorgehensweise des Versicherers (Eintreiben der Pr�mien oder nicht), nicht aber vom Verhalten des Versicherungsnehmers (mehr) abh�nge, ebenfalls nichts zu Gunsten ihres Standpunktes ableiten. Das Bundesgericht hat mit BGE 128 III 186 (letztmals best�tigt durch Urteil 4A_397/2010 vom 28. September 2010) klar deklariert, dass das Mahnschreiben alle S�umnisfolgen zu nennen hat, d.h. nicht nur das - durch den Versicherungsnehmer mittels Begleichung der ausstehenden Pr�mien samt Kosten innert 14-t�giger Frist noch abwendbare - Ruhen der Leistungspflicht des Versicherers nach Art. 20 Abs. 1 VVG, sondern auch das Recht des Versicherers, vom Vertrag zur�ckzutreten, beziehungsweise die Vermutung des R�cktritts gem�ss Art. 21 Abs. 1 VVG. �berdies tritt, sofern die r�ckst�ndige Pr�mie (samt Zinsen und Kosten) nachtr�glich innerhalb von zwei Monaten nach Ablauf der 14-t�gigen Mahnfrist beglichen und vom Versicherer angenommen wird, der suspendierte Vertrag gem�ss Art. 21 Abs. 2 VVG ohne Weiteres wieder (ex nunc) in Kraft (ROELLI/KELLER, a.a.O., S. 362; HASENB�HLER, a.a.O., N. 25 zu Art. 21 VVG). Der Versicherungsnehmer ist mithin auch nach Beendigung der Frist nach Art. 20 Abs. 1 VVG noch in der Lage, das Schicksal des Vertragsverh�ltnisses durch eigene Handlungen zu beeinflussen. Um diese (rechtzeitig) vornehmen zu k�nnen, ist indes eine vorg�ngige Aufkl�rung bez�glich der nach zwei Monaten eintretenden R�cktrittsfiktion erforderlich.
128 III 186,
133 III 439
Art. 21 Abs. 1 VVG,
Art. 7 CPC,
art. 20 al. 1 LCA,
Art. 21 VVG suite... ,
art. 74 al. 2 let. b et art. 75 al. 2 let. a LTF,
Art. 20 Abs. 3 VVG,
art. 75 al. 2 let. a LTF,
Art. 20 VVG,
art. 21 al. 1 et 2 LCA,
Art. 74 Abs. 2 KV/ZH,
Art. 76 Abs. 1 KV/ZH,
Art. 76 Abs. 1 Satz 2 KV/ZH,
Art. 21 Abs. 2 VVG