Source: https://revosax.sachsen.de/vorschrift_gesamt/1537/27230.html
Timestamp: 2019-06-24 22:26:27
Document Index: 14490915

Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 118', '§ 45', '§ 48', '§ 72', '§ 9']

REVOSax - Landesblindengeldgesetz - LBlindG
Historische Fassung war gültig vom 30.07.2005 bis 31.07.2008
über die Gewährung eines Landesblindengeldes
und anderer Nachteilsausgleiche
(Landesblindengeldgesetz – LBlindG)
Der Sächsische Landtag hat am 13. Dezember 2001 das folgende Gesetz beschlossen:
(1) Blinde erhalten ein monatliches Blindengeld in Höhe von 333 EUR.
Der monatliche Nachteilsausgleich beträgt für
Kürzung des Blindengeldes
bei der Pflegestufe III mit 25 Prozent des Betrages nach § 37 Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 SGB XI
auf das Blindengeld angerechnet.
Antragsverfahren, Übertragung, Pfändung und Vererbbarkeit
(3) Die Leistungen nach diesem Gesetz werden monatlich im Voraus gezahlt. Der Betrag wird auf volle Euro aufgerundet. Für Leistungen für die Zeit nach dem Tode des Berechtigten gilt § 118 Abs. 3 und 4 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Rentenversicherung – (SGB VI) vom 18. Dezember 1989 (BGBl. I S. 2261, 1990 I S. 1337), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 27. Juli 2001 (BGBl. I S. 1939, 1940) entsprechend.
(1) Soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt, finden das Erste Buch Sozialgesetzbuch – Allgemeiner Teil – (SGB) vom 11. Dezember 1975 (BGBl. I S. 3015), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 26. Juni 2001 (BGBl. I S. 1310, 1312) und das Zehnte Buch Sozialgesetzbuch – Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz – (SGB X) in der Fassung der Bekanntmachung vom 18. Januar 2001 (BGBl. I S. 130), zuletzt geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 19. Juni 2001 (BGBl. I S. 1046, 1107) entsprechend Anwendung.
Abweichend von § 45 Abs. 3 Satz 1 SGB X kann ein rechtswidriger begünstigender Verwaltungsakt mit Dauerwirkung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zurückgenommen werden. Leistungen, die zu einer Minderung des Anspruches auf Blindengeld führen, gelten als Einkommen im Sinne des § 48 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 SGB X.
im Sterbefall den Sterbetag,
bei Umzug die neue Wohnanschrift und den Tag des Auszuges.
Kosten, Geltungsdauer
(2) Der Differenzbetrag zwischen den nach diesem Gesetz gewährten Leistungen und dem Betrag, der sich ergeben würde, wenn allen Blinden im gleichen Haushaltsjahr Blindengeld in Höhe der Blindenhilfe gemäß § 72 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII) – Sozialhilfe – (Artikel 1 des Gesetzes vom 27. Dezember 2003, BGBl. I S. 3022, 3023), das zuletzt durch Artikel 27 Nr. 2 des Gesetzes vom 21. März 2005 (BGBl. I S. 818, 835) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, gewährt worden wäre, wird jährlich zur Verwendung spezieller Zwecke der Behindertenförderung in den Staatshaushalt eingestellt. Dieser Betrag ist auf der Basis der Verhältnisse vom 1. Juli des vorangegangenen Haushaltsjahres für das Gesamtjahr zu berechnen, wobei als gewährte Leistung der doppelte Betrag der in der ersten Vorjahreshälfte ausgereichten Leistung gilt.
(3) Dieses Gesetz gilt, bis es durch eine weitergehende Regelung abgelöst wird, die einen entsprechenden Nachteilsausgleich auch für andere als in diesem Gesetz genannte Menschen mit Behinderungen vorsieht. 1
Dresden, den 14. Dezember 2001
§ 9 geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 14. Juli 2005 (SächsGVBl. S. 167, 175)
Quelle: REVOSax http://revosax.sachsen.de/vorschrift_gesamt/1537/27230.html Stand vom 25.06.2019