Source: https://entscheidsuche.ch/kantone/zh_sozverger/IV.2014.00829.html
Timestamp: 2020-07-12 03:34:16
Document Index: 246646771

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 32', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 18', 'Art. 8', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', '§ 26', 'Art. 8', 'Art. 69', '§ 34', '§ 34', 'BGE']

kantone/zh_sozverger/IV.2014.00829.html
IV.2014.00829
Sozialversicherungsrichterin Sager
Ersatzrichterin Lienhard
Gerichtsschreiber Volz
vertreten durch Rechtsanwalt Michael Grimmer
Löwenstrasse 17, Postfach 2217, 8021 Zürich
1.1X.___, geboren 1973, meldete sich am 1. Oktober 2009 unter Hinweis auf einen Verkehrsunfall vom 11. Dezember 2008, bei welchem sie sich eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) und eine Claviculafraktur zugezogen habe, sowie auf psychische Beschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 12/4 Ziff. 7.2-3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihr mit Verfügungen vom 26. September 2011 (Urk. 12/42/1-3) mit Wirkung ab 1. April 2010 bei einem Invaliditätsgrad von 65 % eine Dreiviertelrente zuzüglich Kinderrenten zu.
1.2Nach Eingang des ausgefüllten Revisionsfragebogens vom 13. Juli 2012 (Eingangsdatum; Urk. 12/57) holte die IV-Stelle ein bidisziplinäres psychiatrisches und rheumatologisches Gutachten (Gutachten vom 17. Dezember 2012; Urk. 12/64/2-27, Urk. 12/65/1-10) ein. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2013 (Urk. 12/81) hob die IV-Stelle nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 12/68-69, Urk. 12/74) gestützt auf die Schlussbestimmungen zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 18. März 2011 (SchlB IVG) die bisher ausgerichtete Dreiviertelrente auf den ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung auf und entzog einer dagegen gerichteten Beschwerde die aufschiebende Wirkung.
1.3Gegen die Verfügung vom 16. Dezember 2013 erhob die Versicherte am 31. Januar 2014 Beschwerde und beantragte unter anderem, diese sei aufzuheben, es sei ihr weiterhin eine Dreiviertelrente auszurichten und es sei festzustellen, dass die IV-Stelle ihren Antrag auf Durchführung von Wiedereingliederungsmassnahmen nach Art. 8a IVG gutgeheissen habe. Das hiesige Gericht trat mit dem in Rechtskraft erwachsenen Urteil vom 4. Juli 2014 (Prozess Nr. IV.2014.00127; Urk. 12/99) auf die Beschwerde insoweit nicht ein, als die Versicherte darin die Ausrichtung von Wiedereingliederungsmassnahmen sowie die akzessorische Weiterausrichtung der bisherigen Invalidenrente beantragte, und wies die Beschwerde im Übrigen ab.
1.4Nach Durchführung eines Vorbescheidverfahrens (Urk. 12/90, Urk. 12/93) stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom 28. Mai 2014 (Urk. 12/94) fest, dass die Massnahmen zur Wiedereingliederung im Rahmen der Schlussbestimmungen 6a abgeschlossen worden seien. Mit Verfügung vom 25. Juni 2014 (Urk. 12/98 = Urk. 2) hob die IV-Stelle die Verfügung vom 28. Mai 2014 wiedererwägungsweise auf und stellte fest, dass die Massnahmen zur Wiedereingliederung im Rahmen der Schlussbestimmungen 6a zur Zeit nicht möglich seien.
2.Gegen die Verfügung vom 25. Juni 2014 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 27. August 2014 (Urk. 1) Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, es seien ihr Wiedereingliederungsmassnahmen gemäss Abs. 2 SchlB IVG in Verbindung mit Art. 8a IVG zuzusprechen und es sei ihr für die Dauer der Wiedereingliederungsmassnahmen die bisherige Invalidenrente gemäss Abs. 3 SchlB IVG auszurichten (S. 2). Mit Eingabe vom 16. September 2014 (Urk. 6) reichte die Beschwerdeführerin Kopien verschiedener Bewerbungsschreiben (Urk. 7) und mit Schreiben vom 18. September 2014 (Urk. 8) eine Kopie eines gleichentags verfassten Schreibens an die Beschwerdegegnerin (Urk. 9) ein.
Mit Beschwerdeantwort vom 26. September 2014 (Urk. 11) beantragte die IVStelle die Abweisung der Beschwerde, wovon der Beschwerdeführerin am 10. Oktober 2014 (Urk. 13) eine Kopie zugestellt wurde.
1.1Gemäss lit. a Abs. 1 der Schlussbestimmungen der Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 18. März 2011 (6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket; SchlB IVG) sind Renten, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung zu überprüfen und die Rente ist herabzusetzen oder aufzuheben, wenn die Voraussetzungen nach Artikel 7 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) nicht erfüllt werden, auch wenn die Voraussetzungen von Artikel 17 Absatz 1 ATSG nicht erfüllt sind.
1.2Wird eine Rente, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurde, gestützt auf lit. a Abs. 1 SchlB IVG herabgesetzt oder aufgehoben, so hat die versicherte Person gemäss lit. a Abs. 2 SchlB IVG Anspruch auf Massnahmen zur Wiedereingliederung nach Art. 8a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG); ein Anspruch auf eine Übergangsleistung nach Art. 32 Abs. 1 lit. c IVG entsteht dadurch nicht. Während der Durchführung der Massnahmen zur Wiedereingliederung nach Art. 8a IVG bis zum Abschluss der Massnahmen wird die bisherige Rente weiter ausgerichtet, längstens aber während zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung (lit. a Abs. 3 SchlB IVG). Darauf sind die versicherten Personen anlässlich eines persönlichen Gesprächs ausdrücklich hinzuweisen (vgl. Rz. 1004 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen, BSV, über die Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des IVG, gültig ab 1. März 2013, KSSB). Betroffene können im Rahmen der 6. IV Revision somit Leistungen erwirken, die sie befähigen sollen, ihr Leben durch den Einsatz ihrer Erwerbsfähigkeit und damit ohne Rente zu bestreiten (BGE 139 V 547 E. 9.3).
1.3Laut dem seit 1. Januar 2012 in Kraft stehenden Art. 8a Abs. 1 IVG haben Rentenbezüger Anspruch auf Massnahmen zur Wiedereingliederung, sofern die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich verbessert werden kann (lit. a) und die Massnahmen geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit zu verbessern (lit. b).
Bei den Massnahmen zur Wiedereingliederung handelt es sich gemäss dem Abs. 2 dieser Bestimmung um Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Artikel 14a Absatz 2 IVG (lit. a), um Massnahmen beruflicher Art nach den Artikeln 15-18c IVG (lit. b), um die Abgabe von Hilfsmitteln nach den Artikeln 21-21quater IVG (lit. c) und um die Beratung und Begleitung der Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger und ihrer Arbeitgeber (lit. d).
1.4Erst nach Beendigung dieses Versuchs einer (Re-) Integration in den Arbeitsmarkt wird abschliessend beurteilbar sein, ob der versicherten Person in Berücksichtigung sämtlicher subjektiven und objektiven Elemente der Schritt zurück in das Erwerbsleben zumutbar ist. Da es um den Sonderfall der Überprüfung eines bislang berechtigterweise erfolgten Rentenbezugs geht, sind die Wiedereingliederungschancen unter besonderem Augenmerk auf die Aspekte des Alters der Betroffenen und der Dauer der Erwerbslosigkeit zu prüfen. Dabei ist der Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu beachten. In diesem Sinne ist insbesondere von Bedeutung, dass die fragliche Massnahme eingliederungswirksam ist, was eine subjektive und objektive Eingliederungsfähigkeit der betroffenen Person voraussetzt (Urteil des Bundesgerichts 8C_664/2013 E. 2).
1.5Gemäss der Botschaft des Bundesrates (BBl 2010 S. 1911 f.) bezweckt die Bestimmung von lit. a Abs. 2 SchlB IVG den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben für von einer Herabsetzung oder Aufhebung der Rente betroffene Personen zu erleichtern, indem sie einen Anspruch auf Wiedereingliederungsmassnahmen während höchstens zwei Jahren erhalten, falls diese für eine Wiedereingliederung sinnvoll und nutzbringend sind. Wichtig sei dabei insbesondere die Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG), da diese in der Regel eine Eingliederung ins Erwerbsleben erleichtert und von der IV-Stelle deshalb praktisch in jedem Fall zugesprochen werden könne.
1.6Als Massnahme zur Wiedereingliederung im Sinn von lit. a Abs. 2 SchlB IVG in Verbindung mit Art. 8a IVG kommt sodann der Arbeitsversuch (Art. 18a IVG) in Frage. Beim Arbeitsversuch im Sinne von Art. 18a Abs. 1 IVG geht es im Wesentlichen darum, die tatsächliche Leistungsfähigkeit einer versicherten Person während maximal sechs Monaten im ersten Arbeitsmarkt zu testen. Gemäss der Botschaft des Bundesrates (BBl 2010 S. 1890) ist davon auszugehen, dass sich die Eingliederungschancen mit diesem Instrument in vielen Fällen erhöhen werden.
2.1Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 25. Juni 2014 (Urk. 2) davon aus, dass es der Beschwerdeführerin an einer für Eingliederungsmassnahmen vorausgesetzten minimalen subjektiven Eingliederungsfähigkeit beziehungsweise an einem dafür vorausgesetzten genügendem Eingliederungswillen gefehlt habe. Aus diesem Grunde habe eine sinnvolle, nutzbringende und erfolgreiche Eingliederung nicht durchgeführt werden können. Die Beschwerdeführerin sei nicht genügend motiviert, die Voraussetzungen für eine berufliche Integration zu verbessern, zu Beispiel im Rahmen einer Vertiefung ihrer Kenntnisse der deutschen Sprache. Vielmehr delegiere sie selbst im privaten Bereich die Verantwortung für jegliche Aktivitäten an ihre Angehörigen (S. 2).
Über ihre aktuellen Bewerbungsbemühungen habe die Beschwerdeführerin nicht informiert. Die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Bewerbungsunterlagen bezögen sich auf einen Zeitraum nach Erlass der angefochtenen Verfügung und seien im vorliegenden Verfahren nicht zu würdigen. Auf das Gesuch um Wiederaufnahme von Eingliederungsmassnahmen vom 18. September 2014 sei eingetreten worden (Urk. 11).
2.2Die Beschwerdeführerin bringt hiegegen vor, dass sie bereits am 29. Januar 2014 um die Durchführung von Wiedereingliederungsmassnahmen ersucht habe (Urk. 1 S. 3), dass sie sich selbst für eingliederungsfähig erachte und ihren Eingliederungswillen hiermit bekräftige (Urk. 1 S. 4). Sie habe sich insbesondere anlässlich des Abklärungsgesprächs vom 28. März 2014 gegenüber der Beschwerdegegnerin als willig und motiviert gezeigt, an Wiedereingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Auf ihre Eingliederungswilligkeit sei zudem auch auf Grund der von ihr eingereichten Kopien von Beschwerdeschreiben zu schliessen (Urk. 1 S. 6).
3.1Zu prüfen ist vorerst die objektive Eingliederungsfähigkeit der Beschwerdeführerin.
3.2Das hiesige Gericht erkannte in dem in Rechtskraft erwachsenen Urteil vom 4. Juli 2014 in Sachen der Parteien (Prozess Nr. IV.2014.00127; Urk. 12/99), dass die Beschwerdeführerin gestützt auf die Beurteilung durch Dr. Y.___ und Dr. Z.___ vom 17. Dezember 2012 ausschliesslich durch einen psychischen Gesundheitsschaden im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und einer depressiven Störung vom Schweregrad einer leichten depressiven Episode in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sei, dass es sich bei der leichten depressive Episode weder um eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im Sinne eines verselbstständigten Gesundheitsschadens noch um eine genügend erhebliche, von der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung losgelöste, selbstständige psychische Komorbidität handle, dass auch die übrigen Kriterien, welche gemäss der Rechtsprechung einem adäquaten Umgang mit den geklagten Schmerzen entgegenstehen können, nicht beziehungsweise nicht hinreichend gehäuft und ausgeprägt erfüllt seien, um den Schluss auf eine nicht mit zumutbarer Willensanstrengung überwindbare Schmerzstörung zu gestatten, weshalb davon auszugehen sei, dass die somatoforme Schmerzstörung und deren Begleiterscheinung einer leichten depressiven Episode bei der Beschwerdeführerin keine versicherungsrelevante Arbeitsunfähigkeit zu begründen vermöchten (E. 5.2.3 und E. 5.2.4). Darauf ist vorliegend abzustellen.
3.3Zudem stellten Dr. Y.___ und Dr. Z.___ in ihrem Gutachten vom 17. Dezember 2012 (Urk. 12/64/1-27, Urk. 12/65/1-10) fest, dass die Beschwerdeführerin seit vier Jahren nicht mehr erwerbstätig gewesen sei, weshalb sie ihre verbleibende Arbeitsfähigkeit wohl nur mit integrativen Massnahmen der Invalidenversicherung verwerten könne (Urk. 12/64/1-27 S. 13).
3.4Nach Gesagtem ist daher davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt ist, und dass Dr. Y.___ und Dr. Z.___ in ihrem Gutachten vom 17. Dezember 2012 Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung als sinnvoll und notwendig erachteten. Die objektive Eingliederungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ist demnach gegeben.
4.1Zu prüfen bleibt die subjektive Eingliederungsfähigkeit beziehungsweise die Eingliederungsbereitschaft der Beschwerdeführerin.
4.2Dr. Y.___ und Dr. Z.___ führten in ihrem Gutachten vom 17. Dezember 2012 (Urk. 12/64/1-27, Urk. 12/65/1-10) aus, dass sich die Beschwerdeführerin selbst nicht als arbeitsfähig ansehe (Urk. 12/64/1-27 S. 13).
4.3Anlässlich eines Gesprächs vom 28. Februar 2013 teilte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit, es sei nicht auszuschliessen, dass ihre bisherige Invalidenrente aufgehoben oder herabgesetzt werden könnte, wobei ihr nach einer Aufhebung oder Herabsetzung der Rente während längstens zwei Jahren Eingliederungsmassnahmen ausgerichtet werden könnten, ohne dass ein nahtloses Weiterlaufen der Rente beim Start von allfälligen Eingliederungsmassnahmen zugesichert werden könne (Urk. 12/67/6).
4.4In der Folge teilte die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin am 27. März 2013 (Urk. 12/72) und am 6. Mai 2013 (Urk. 12/74 S. 5 f.) mit, dass sie an einer Teilnahme an Wiedereingliederungsmassnahmen interessiert sei. Am 29. Januar 2014 (Urk. 12/82) forderte die Beschwerdeführerin die Beschwerdegegnerin auf, Wiedereingliederungsmassnahmen in die Wege zu leiten und darüber sowie über den akzessorischen Anspruch auf Weiterausrichtung der bisherigen Rente eine Verfügung zu erlassen.
4.5Dem Verlaufsprotokoll der Beschwerdegegnerin zum Abklärungsgespräch mit der Beschwerdeführerin vom 28. März 2014 (Urk. 12/92) ist zu entnehmen, dass die Tochter der Beschwerdeführerin angegeben habe, sie habe verschiedentlich versucht, kleinere Beschäftigungen für ihre Mutter zu organisieren, dass diese Bemühungen auf Grund der gesundheitlichen Limiten ihrer Mutter jedoch ohne Erfolg geblieben seien, und dass die Beschwerdeführerin sich nur wenig Gedanken über eine berufliche Eingliederung gemacht und sich insbesondere nicht mit berufsspezifischen Fragen auseinandergesetzt habe. Auch habe sie nichts zur Verbesserung ihrer geringen Deutschkenntnisse unternommen (S. 1). Obwohl vor der Rentenaufhebung eine verwertbare Arbeitsfähigkeit bestanden habe, habe die Beschwerdeführerin keinen Kontakt mit möglichen Arbeitgebern für Schnuppereinsätze und Arbeitsversuche aufgenommen. Im Rahmen von Schnuppereinsätzen und Arbeitsversuchen hätte sie sich jedoch neue berufsspezifische Kenntnisse aneignen können. Der Beschwerdeführerin fehle es daher an einem Minimum an subjektiver Eingliederungsfähigkeit und Eingliederungswillen, um eine sinnvolle, nutzbringende und erfolgreiche Eingliederung durchführen zu können (S. 2).
4.6In den Akten befinden sich vier am 5. Juni 2014 verfasste (Urk. 3/8a-d), vier am 29. August 2014 und vierzehn am 2. September 2014 verfasste (Urk. 7) Bewerbungsschreiben der Beschwerdeführerin, worin sie sich auf Arbeitsstellen als Gebäudereinigerin beworben hat.
4.7Mit Schreiben vom 18. September 2014 (Urk. 9) teilte die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin mit, dass sie sich bei der Firma A.___ als Gebäudereinigerin beworben und dass sie auf Grund ihrer persönlichen Abklärungen erfahren habe, dass die Beschwerdegegnerin mit der A.___ einen Rahmenvertrag betreffend die Durchführung von Eingliederungsmassnahmen abgeschlossen habe, und führte aus, dass sie willig und bereit sei, einen Arbeitsversuch bei der Firma A.___ anzutreten.
5.1Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des Einspracheentscheides ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 f. E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen).
Hinsichtlich der beschwerdeweise eingereichten Bewerbungsunterlagen (vorstehende E. 4.67) sind diese Voraussetzungen erfüllt, weshalb sie für das vorliegende Verfahren zu berücksichtigen sind.
5.2Den obenerwähnten Akten ist zu entnehmen, dass die Gutachter Dr. Y.___ und Dr. Z.___ davon ausgingen, dass sich die Beschwerdeführerin selbst nicht als arbeitsfähig ansehe. Eine ausgeprägte subjektive Krankheits- oder Behinderungsüberzeugung, welche die Durchführung beruflicher Massnahmen stark erschweren oder gar verunmöglichen würde, haben die Gutachter indes nicht festgestellt. Während einerseits die Beschwerdegegnerin im Verlaufsprotokoll zum Abklärungsgespräch vom 28. März 2014 (Urk. 12/92) erwähnte, dass verschiedene durch die Tochter der Beschwerdeführerin organisierte kleinere Beschäftigungen auf Grund gesundheitlicher Limiten ohne Erfolg geblieben seien, dass sich die Beschwerdeführerin bis anhin nur in einem geringen Masse mit der beruflichen Eingliederung und mit berufsspezifischen Fragen auseinandergesetzt habe, dass sie nur wenig zur Verbesserung ihrer geringen Deutschkenntnisse unternommen, und dass sie insbesondere keine Schnuppereinsätze und Arbeitsversuche aufgenommen habe, steht andererseits fest, dass die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin wiederholt mitteilte, an Eingliederungsmassnahmen interessiert zu sein (vorstehende E. 4.3 und E. 4.4). Sodann ist auf Grund der Akten davon auszugehen, dass sich die Beschwerdeführerin am 5. Juni 2014, am 29. August 2014 und am 2. September 2014 für offene Stellen als Gebäudereinigerin beworben hat, und dass sie sich gegenüber der Beschwerdegegnerin am 18. September 2014 bereit erklärte, an Eingliederungsmassnahmen im Sinne eines Arbeitsversuchs bei der Firma A.___ teilzunehmen. Darauf ist die Beschwerdegegnerin gemäss eigenen Angaben eingetreten (vgl. Urk. 11 S. 2; Urk. 12/106).
5.3Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69).
5.4In Würdigung der gesamten Umstände lässt sich auf Grund der bestehenden Akten nicht zweifelsfrei auf eine fehlende subjekive Eingliederungsfähigkeit schliessen. Vielmehr bestehen in den erwähnten Akten ernstzunehmende Hinweise, welche für eine Eingliederungsbereitschaft der Beschwerdeführerin sprechen. Demgegenüber erlauben es die bestehenden Akten nicht, mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf eine subjektive Eingliederungsfähigkeit zu schliessen. In Bezug auf die Frage nach der subjektive Eingliederungsfähigkeit der Beschwerdeführerin erscheint der Sachverhalt vorliegend daher nicht als rechtsgenügend abgeklärt. Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den Sachverhalt diesbezüglich und unter Einbezug der aktuellen Bemühungen der Beschwerdeführerin ergänzend abkläre und anschliessend über die Ansprüche der Beschwerdeführerin auf Wiedereingliederungsmassnahmen gemäss lit. a Abs. 2 und 3 SchlB IVG in Verbindung mit Art. 8a IVG und auf akzessorische Weiterausrichtung der bisherigen Invalidenrente neu verfüge.
Demnach ist die Beschwerde gutzuheissen.
6.Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7.Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat, welche in Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses sowie beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 200.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) mit Fr. 1‘100.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bemessen ist.
1.Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom 25. Juni 2014 aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, über die Ansprüche der Beschwerdeführerin auf Wiedereingliederungsmassnahmen und akzessorische Weiterausrichtung der bisherigen Invalidenrente neu verfüge.
2.Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung von Fr. 1'100.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Rechtsanwalt Michael Grimmer
MosimannVolz