Source: https://www.rssbochum.de/unsere-schule/schulabschluesse/?L=802
Timestamp: 2019-11-17 05:33:27
Document Index: 57549169

Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 21', '§ 24', '§ 5', '§ 21', '§ 24', '§ 42', '§ 5', '§ 21', '§ 25', '§ 41', '§ 42']

Schulabschlüsse - RSS Bochum
Abschlüsse an unserer Schule
Bei uns können alle Schulabschlüsse erworben werden, die es an vergleichbaren staatlichen Schulen auch gibt:
Abitur nach Klasse 13
Fachoberschulreife mit oder ohne Qualifikationsvermerk für die Sekundarstufe II nach Klasse 11 Hauptschulabschluss Typ A und Typ B nach Klasse 11
Zum Ende der 12. Klasse erhalten alle Schülerinnen und Schüler den Waldorfschulabschluss.
waldorfeigener Abschluss
Ziel der Rudolf Steiner Schule Bochum ist eine umfassende Erziehung und Bildung in einem breiten, unausgelesenen sozialen Zusammenhang gemäß den Anforderungen des heutigen Lebens auf der Grundlage der Pädagogik Rudolf Steiners durch gleichgewichtigen praktischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Unterricht in zwölf Schuljahren.
Am Ende dieser Zeit steht der Waldorfabschluss. Dort sollen die Fähigkeiten der einzelnen Schüler in umfassender Weise anschaubar werden durch individuelle Jahresarbeiten und deren öffentliche Darstellung, in Klassenspielen, künstlerischen Darbietungen usw.
Das auf diese Weise Sichtbargewordene, sowie das im Unterricht Geleistete wird in einem ausführlichen Gutachtenabschlusszeugnis beschrieben.
Zusätzlich zum Zeugnis erhalten unsere Schüler ein Abschlussportfolio mit den im Verlauf der Schulzeit gesammelten Kompetenznachweisen. Unser Abschlussportfolio hat ein schuleigenes Profil, ist aber in das gemeinsame NRW-Abschlussportfolio der Waldorfschulen eingegliedert. Auf Wunsch erhalten unsere Schüler auch das Europäische Abschlussportfolio.
Waldorfschulen sind in NRW nach SchOG § 37 (6) sog. Ersatzschulen eigener Art, "die versuchen wollen, wertvolle pädagogische Reformgedanken zu verwirklichen". Dadurch haben sie die Gestaltungsfreiheit, die ihnen die Verwirklichung der genannten Erziehungsziele ermöglicht. Andererseits sind sie nicht berechtigt, in gleicher Weise und mit gleicher Wirkung wie staatliche Schulen Zeugnisse auszustellen und staatliche Prüfungen abzuhalten. Die für die meisten Berufsausbildungen erforderlichen Berechtigungen können auf folgende Weise erworben werden:
Auf Antrag bei der Schule kann am Ende der 10. Klasse auf der Grundlage des Jahresgutachtenzeugnisses ein Notenzeugnis auf dem Leistungsniveau der 9. Klasse einer Hauptschule ausgestellt werden.
Bei entsprechenden Leistungen bescheinigt die Bezirksregierung in Arnsberg gem. der Verordnung über den Erwerb von Abschlüssen der Sekundarstufe I an Waldorfschulen (PO-Waldorf-S I) vom 21. Juni 2008 (GV.NRW. S. 533) auf persönlichen Antrag die Gleichwertigkeit dieses Zeugnisses mit einem Hauptschulabschluss nach Klasse 9.
Dem formlosen Antrag ist das Notenzeugnis sowie das Gutachtenzeugnis in Kopie beizufügen. Die Anträge sollen nach Möglichkeit von der Schule gesammelt zur Bezirksregierung in Arnsberg geschickt werden. Die Gleichwertigkeit wird in der Regel nicht bescheinigt, wenn in mehr als einem der Fächer Deutsch und Mathematik oder in mehr als zwei Fächern nicht ausreichende Leistungen vorliegen.
Einzelheiten und Ausnahmen werden entsprechend § 21 Abs. 1 und § 24 Abs. 1 und 2 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung Sekundarstufe I (APO-S I) vom 29.04.2005, zuletzt geändert durch Verordnung vom 31.01.2007 (SGV.NRW.223/BASS 13 – 21 Nr.1.1) entschieden.
Am Ende der 11. Klasse kann ein Schüler einen dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10 gleichwertigen Abschluss erwerben, wenn er nach dem Abschlussverfahren gem. § 5 (POWaldorf-S I) die Versetzungsanforderungen der Hauptschule erfüllt.
Auf Antrag bei der Schule wird (nach einer zentralen schriftlichen Abschlussprüfung in den Fächern Mathematik und Deutsch) auf der Grundlage des Jahresgutachtenzeugnisses ein Notenzeugnis auf dem Leistungsniveau der 10. Klasse (Typ A) einer Hauptschule ausgestellt.
Die Bescheinigung der Gleichwertigkeit dieses Zeugnisses mit einem Hauptschulabschluss nach Klasse 10 durch die Bezirksregierung in Arnsberg muss (entsprechend dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9) persönlich beantragt werden. Die Gleichwertigkeit wird in der Regel nicht bescheinigt, wenn in mehr als einem der Fächer bzw. Lernbereiche Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik) und Gesellschaftslehre (Erdkunde, Geschichte, Politik) oder in mehr als zwei Fächern nicht ausreichende Leistungen vorliegen.
Entscheidungsgrundlage für die Bescheinigung der Gleichwertigkeit sind § 21 Abs. 1 und § 24 Abs. 1 und 2 (APO-S I). Bei Verfehlung der erforderlichen Leistung in nur einem Fach mit nicht zentralen Aufgabenstellungen um nur eine Note ist eine Nachprüfung gem. § 42 Abs. 3 (APO-S I) möglich. In den zentral geprüften Fächern kann der Schüler auf Antrag eine zusätzliche mündliche Prüfung ablegen, wenn die Prüfungsnote um eine oder mehr Noten von der Jahresnote abweicht.
In Fächern mit zentraler Aufgabenstellung finden keine Nachprüfungen statt.
Mittlerer Schulabschluss Fachoberschulreife
Am Ende der 11. Klasse kann ein Schüler einen dem mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife) gleichwertigen Abschluss erwerben, wenn er nach dem Abschlussverfahren gem. § 5 (PO-Waldorf-S I) die Versetzungsanforderungen der Realschule erfüllt.
Auf Antrag bei der Schule wird (nach einer zentralen schriftlichen Abschlussprüfung in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch) auf der Grundlage des Jahresgutachtenzeugnisses ein Notenzeugnis auf dem Leistungsniveau der 10. Klasse einer Realschule ausgestellt.
Bei entsprechenden Leistungen bescheinigt die Bezirksregierung in Arnsberg die Gleichwertigkeit dieses Zeugnisses mit einem mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife). Diese Bescheinigung muss entsprechend dem Verfahren beim Hauptschulabschluss nach Klasse 9 und nach Klasse 10 persönlich beantragt werden. Die Gleichwertigkeit wird in der Regel nicht bescheinigt, wenn die Leistungen in mehr als einem der Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und dem Lernbereich Kunst (Bündelnote aus Malen / Zeichnen, Plastizieren und Kunst als schriftlichem Fach) mangelhaft sind und die mangelhafte Leistung nicht durch eine mindestens befriedigende Leistung in einem anderen Fach dieser Gruppe ausgeglichen wird. Eine weitere nicht ausreichende Leistung in einem der übrigen Fächer bleibt unberücksichtigt.Entscheidungsgrundlage für die Bescheinigung der Gleichwertigkeit sind § 21 Abs. 1 und § 25 (APO-S I).
Die Fachoberschulreife mit dem Qualifikationsvermerk berechtigt zum Übergang in die Oberstufe eines Gymnasiums. Ein Qualifikationsvermerk wird in der Regel erteilt, wenn die Leistungen in allen Fächern befriedigend oder besser sind. Nicht mehr als eine ausreichende Leistung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch ist zulässig, wenn diese durch eine mindestens gute Leistung in einem anderen Fach dieser Gruppe ausgeglichen wird. Bis zu zwei ausreichende Leistungen und eine weitere ausreichende oder mangelhafte Leistung in den übrigen Fächern, die durch gute Leistungen ausgeglichen werden, bleiben unberücksichtigt. Einzelheiten und Ausnahmen werden entsprechend § 41 Abs. 1 (APO-S I) entschieden.
Bei Verfehlung der erforderlichen Leistung in nur einem Fach mit nicht zentralen Aufgabenstellungen um nur eine Note ist eine Nachprüfung gem. § 42 Abs. 4 (APOS I) möglich. In den zentral geprüften Fächern kann der Schüler auf Antrag eine zusätzliche mündliche Prüfung ablegen, wenn die Prüfungsnote um eine oder mehr Noten von der Jahresnote abweicht. In Fächern mit zentraler Aufgabenstellung finden keine Nachprüfungen statt.
In die Vorbereitungsklasse werden diejenigen Schüler zur Probe aufgenommen, die nach Erlangung des Waldorfabschlusses einen schriftlichen Antrag stellen, und deren Leistungen erwarten lassen, dass sie am Ende dieser Vorbereitungsklasse das Abitur bestehen können.
Mindestvoraussetzung für die Aufnahme in die Vorbereitungsklasse ist in der Regel die Fachoberschulreife mit Qualifikation. Grundlage für das Abitur ist die Verordnung über die Abiturprüfung für Schüler an Waldorfschulen vom 31. Januar 2000 (GV.NRW.S.145). Die Prüfer in der Abiturprüfung sind die Waldorflehrer in Prüfungsausschüssen unter dem Vorsitz staatlicher Schulaufsichtsbeamter. Das entsprechende Abiturzeugnis beinhaltet die allgemeine Hochschulreife ohne jede Einschränkung.
Die Fächer der Abiturprüfung sind Deutsch, Mathematik, zwei Fremdsprachen, Geschichte, eine Naturwissenschaft und mindestens zwei (in der Regel vier) weitere Fächer, wobei die Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch zentral geprüft werden. (Die im Rahmen der Prüfungsordnung mögliche Fächerwahl wird durch die Gegebenheiten der Schule eingeschränkt.)
In vier von acht Fächern wird am Ende der 13. Klasse schriftlich und ggfls. mündlich geprüft, in zwei weiteren Fächern mündlich, und im 7. und 8. Fach werden die Kursabschlussnoten angerechnet. Weitere Vorleistungen werden nicht eingebracht. Zwei der Fächer sind Leistungskurse (in der Regel zwei aus den Fächern Mathematik, Deutsch und Geschichte) und sechs der Fächer sind Grundkurse. Für die Durchschnittsnote und das Bestehen werden die Leistungen in den beiden Leistungskursen jeweils zwölffach (bei schriftlicher und mündlicher Prüfung jeweils sechsfach), in den beiden schriftlichen Grundkursen jeweils achtfach (bei schriftlicher und mündlicher Prüfung jeweils vierfach) und in den übrigen vier Grundkursen jeweils vierfach gewertet.
Bei nicht bestandener Abiturprüfung kann der schulische Teil der Fachhochschulreife bescheinigt werden, wenn in sieben Fächern, darunter Deutsch, Mathematik, einer Fremdsprache, einer Naturwissenschaft und Geschichte oder einem anderen gesellschaftswissenschaftlichen Fach, zusammen mindestens 35 Punkte in einfacher Wertung, dabei in Deutsch, Mathematik, einer Fremdsprache und einer Naturwissenschaft zusammen mindestens 20 Punkte in einfacher Wertung erreicht werden.
Dabei dürfen höchstens drei Fächer, darunter höchstens ein Leistungskursfach, mit weniger als 5 Punkten in einfacher Wertung und kein Fach mit null Punkten bewertet sein.
Eine besondere Lernleistung findet keine Berücksichtigung. Schülerinnen und Schüler, die die obigen Voraussetzungen erfüllen, erhalten ein Zeugnis über den schulischen Teil der Fachhochschulreife, welches in Verbindung mit dem Nachweis über eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein einjähriges gelenktes Praktikum als Nachweis der Fachhochschulreife gilt. Es berechtigt zum Studium an einer Fachhochschule des Landes Nordrhein-Westfalen.
Spätestens ein halbes Jahr vor Beendigung der 11. Klasse werden in einer schriftlichen Benachrichtigung die Fächer benannt, durch die aufgrund nicht ausreichender Leistung die Fachoberschulreife oder der Hauptschulabschluss gefährdet ist.
Außerdem können sich die Erziehungsberechtigten jederzeit individuell beim Elternsprechtag über den Leistungsstand im Hinblick auf diese Abschlüsse erkundigen.
Im Februar werden die Schüler der 12. Klassen ausführlich über die Bedingungen der Vorbereitungsklasse (Angebot der Fächer und Wahlmöglichkeiten) im Hinblick auf die Abiturprüfung informiert. Diejenigen Schüler, die die Vorbereitungsklasse besuchen wollen, stellen im Anschluss an die Informationsveranstaltung einen Aufnahmeantrag. Sie geben dabei ihre gewünschten Fächer an und werden von den entsprechenden Fachlehrern mit Bezug auf ihre Leistungen individuell beraten.
Vor den Sommerferien erhalten sie eine schriftliche Mitteilung, in welchen der Fächer Bedenken hinsichtlich einer erfolgreichen Teilnahme an der Vorbereitungsklasse bestehen. Notenzeugnisse auf der Grundlage der Textzeugnisse werden – außer für die oben genannte Beantragung einer Gleichwertigkeitsbescheinigung mit einem Abschluss – nur zum Zwecke der Bewerbung für Ausbildungsplätze oder zum Übergang auf eine andere Schule auf individuellen rechtzeitigen Antrag ausgestellt.
Für die als lern bzw. erziehungshilfebedürftig eingestuften Kinder der Kleinklassen wird das vorangehend Beschriebene entsprechend angewandt.
Die verschiedenen, mit den staatlichen Aufsichtsbehörden getroffenen Vereinbarungen können sich im Rahmen der Veränderungen staatlicher Abschlüsse ändern, was in unserer reformfreudigen Zeit immer wieder der Fall ist. Den Anschluss an diese Entwicklung hält der Bund der Freien Waldorfschulen im Lande Nordrhein-Westfalen durch ständige Kontakte vor allem mit dem Kultusministerium aufrecht.