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Timestamp: 2016-10-25 19:05:13
Document Index: 128444646

Matched Legal Cases: ['Art. 99', 'BGE', 'Art. 44', 'BGE', 'Art. 65', 'Art. 66']

8C_874/2014 (18.02.2015)
8C_874/2014 � � Urteil vom 18. Februar 2015
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 28. Oktober 2014.
A.________, geboren 1979, meldete sich am 25. Januar 2012 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Sie war am 4. Juni 2010 im Zug gest�rzt, hatte sich an der rechten Hand verletzt und klagte seither �ber anhaltende Beschwerden. Ihre Stelle im Verkauf bei der B.________ AG konnte sie zun�chst noch behalten und wurde in eine andere Abteilung versetzt. Aus psychischen Gr�nden konnte sie jedoch ab dem 8. Juli 2011 auch beim telefonischen Kundendienst nicht mehr eingesetzt werden und die Arbeitgeberin k�ndigte ihr auf den 29. Februar 2012. Seither war A.________ nicht mehr erwerbst�tig. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich holte die Akten des Unfallversicherers sowie der behandelnden �rzte ein und liess die Versicherte rheumatologisch und psychiatrisch abkl�ren (Gutachten der Frau Dr. med. und Dr. sc. nat. ETH C.________ sowie des Prof. Dr. med. D.________ vom 10. und 26. Oktober 2013). Gest�tzt darauf lehnte sie das Leistungsbegehren mit Verf�gung vom 13. Juni 2014 ab.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 28. Oktober 2014 ab, soweit darauf eingetreten wurde.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheides und R�ckweisung zur erg�nzenden medizinischen Abkl�rung.
Das kantonale Gericht hat die f�r den Rentenanspruch massgeblichen Bestimmungen und Grunds�tze (insbesondere betreffend psychische Leiden und somatoforme Schmerzst�rungen) zutreffend dargelegt. Es wird darauf verwiesen.
Die Beschwerdef�hrerin macht sinngem�ss im Wesentlichen geltend, dass das psychiatrische Gutachten unzul�nglich und darauf deshalb nicht abzustellen sei. Sie beruft sich auf eine rezidivierende depressive St�rung. Prof. Dr. med. D.________ habe den langj�hrigen Krankheitsverlauf und die Schwere des Leidens nicht hinreichend ber�cksichtigt.
Der nach dem vorinstanzlichen Entscheid verfasste Arztbericht der Frau Dr. med. E.________ vom 16. November 2014 bleibt als neues Beweismittel (echtes Novum) im letztinstanzlichen Verfahren unbeachtlich (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.; Urteil 5A_115/2012 vom 20. April 2012 E. 4.2.2).
Die bundesgerichtliche �berpr�fung der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung hat sich darauf zu beschr�nken, ob mit Blick auf die vorgebrachten R�gen die Sachverhaltsfeststellung im angefochtenen Entscheid offensichtlich unrichtig ist oder eine Rechtsverletzung, namentlich hinsichtlich der Regeln �ber den Beweiswert von �rztlichen Berichten, vorliegt (vgl. E. 1). Zu beachten ist hier der Grundsatz, dass das Gericht Gutachten externer Spezial�rzte, welche von Versicherungstr�gern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechen, vollen Beweiswert zuerkennen darf, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverl�ssigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227; 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353).
Entgegen dem Einwand der Beschwerdef�hrerin hat sich der begutachtende Psychiater zu seiner Diagnosestellung und Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit ausdr�cklich und eingehend ge�ussert. Er f�hrt dazu aus, dass viele Informationen zum Krankheitsverlauf nur anamnestisch zu erfragen, aber nicht dokumentiert und mangels der daf�r erforderlichen Angaben auch nicht objektivierbar seien. Der von Frau Dr. med. F.________ erhobene Psychostatus sei indessen nachvollziehbar und die Diagnose einer rezidivierenden Depression sei unter Annahme der fr�heren depressiven Phasen zu best�tigen (psychiatrisches Gutachten vom 9. August 2012 zuhanden der Krankenversicherung). Prof. Dr. med. D.________ ging von einer Auspr�gung zwischen remittiert bis mittelgradig aus, konnte sich dazu aus den erw�hnten Gr�nden aber ebenfalls nicht abschliessend �ussern. Mit der behandelnden Psychiaterin Frau Dr. med. E.________ erachtete er jedoch das Schmerzgeschehen und die berufliche Situation der Versicherten als �berwiegenden Faktor in der �tiologie der depressiven St�rung. Dar�ber hinaus benannte er sozio-kulturelle und psychosoziale Faktoren in geh�uftem Masse.
Entscheidwesentlich ist aber, dass er sich zur depressiven St�rung nicht nur im Rahmen seiner Ausf�hrungen zur somatoformen Schmerzst�rung ge�ussert hat. Psychiatrisch-versicherungsmedizinisch ist die depressive St�rung der Beschwerdef�hrerin vielmehr auch f�r sich gesehen zumutbarerweise �berwindbar. Ausdr�cklich verwendete Prof. Dr. med. D.________ den Begriff der Zumutbarkeit in diesem Zusammenhang ausschliesslich medizinisch im Sinne der Leistbarkeit aus psychiatrischer Sicht. Nach den dargelegten Ausf�hrungen schloss der Gutachter somit eine rezidivierende Depression nicht aus. Selbst wenn ein rezidivierendes Leiden ausgewiesen w�re, das in der somatoformen Schmerzst�rung nicht aufginge, fehlte es nach seinen Ausf�hrungen an Schwere und Auspr�gung, um eine Einschr�nkung in der Arbeitsf�higkeit zu begr�nden, wie die Beschwerdef�hrerin geltend macht.
Weitere Abkl�rungen sind daher nicht angezeigt und es ist mit dem kantonalen Gericht auf die von der IV-Stelle eingeholten Gutachten abzustellen. Eine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit ist gest�tzt darauf nicht ausgewiesen.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 BGG). Die Gerichtskosten werden der unterliegenden Beschwerdef�hrerin auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).