Source: https://www.bussgeldkatalog.net/umweltschutzordnungswidrigkeiten/bundeswaldgesetz/
Timestamp: 2018-02-25 21:12:56
Document Index: 65313743

Matched Legal Cases: ['§ 70', '§ 42', '§ 42', '§ 29', '§ 29', '§ 18', '§ 19', '§ 29', '§ 29', '§ 43', '§ 20']

Bundeswaldgesetz und die Landeswaldgesetze – was bestimmen sie?
Startseite / Bußgeldkatalog zum Umweltschutz / Bundeswaldgesetz (BWaldG)
Bußgelder bei Verstößen gegen das Landesforstgesetz
Klicken Sie hier auf ein Bundesland, um zum Bußgeldkatalog des Forstgesetz des jeweiligen Landes zu gelangen
Hinweis: Wald- und Forstbestimmungen der anderen Bundesländer finden Sie in deren Naturschutzgesetzen.
Mitführen nicht angeleinter Hunde im Wald außerhalb von Wegen 10 - 125
unbefugtes Radfahren im Wald abseits von Straßen und festen Wegen 15 - 80
nicht rechtzeitiges Anzeigen an die Forstbehörde von organisierten Veranstaltungen 50 - 250
unbefugtes Fahren im Wald 25 - 125
unbefugtes Betreten von Forstkulturen, Forstdickungen, Saatkämpen, Pflanzgärten 10 - 125
unbefugtes Betreten von ordnungsgemäß als abgesperrt gekennzeichneten Waldflächen 15 - 125
unbefugtes Betreten von forstwirtschaftlichen, jagdlichen, imkerlichen und teichwirtschaftlichen Einrichtungen im Wald 10 - 125
unbefugtes Betreten von Waldflächen während des Holzeinschlages oder der Holzaufbereitung 15 - 125
unbefugtes Zelten 15 - 100
unbefugtes Abstellen von Wohnwagen oder Kraftfahrzeugen 15 - 80
Reiten im Wald 25 - 125
nicht unverzügliches Entfernen von Eingatterungen mit dem Wegfall des Schutzzweckes 30 - 80
Sperren einer Waldfläche ohne Genehmigung 30 - 510
Fortwerfen von Abfällen zur Beseitigung im Wald oder Behandlung, Lagerung oder Ablagerung von Abfällen außerhalb der dafür vorgesehenen Anlagen oder Einrichtungen in geringen Mengen 10 - 5.100
Fortwerfen von Abfällen zur Beseitigung im Wald oder Behandlung, Lagerung oder Ablagerung von Abfällen außerhalb der dafür vorgesehenen Anlagen oder Einrichtungen in größeren Mengen – ab 1m³ – 100 - 10.000
nicht rechtzeitiges Anzeigen an die Forstbehörde vor Beginn einer Verwertung von Abfällen im Wald 150
nicht rechtzeitiges Anzeigen an die Forstbehörde von forstwirtschaftlichen Wegebaumaßnahmen 150
Beeinträchtigung der Ertragskraft des Waldes durch Streunutzung oder Plaggenhieb 250 - 2.600
Kahlhieb oder eine diesem in der Wirkung gleichkommende Lichthauung auf mehr als 2 ha zusammenhängender Waldfläche innerhalb eines Zeitraumes von drei Jahren oder bestandsgefährdender Kahlhieb oder eine diesem in der Wirkung gleichkommende Lichthauung ohne Genehmigung der Forstbehörde 250 - 25.000
Umwandlung von Wald in eine andere Nutzungsart ohne Genehmigung oder Gestaltung einer Umwandlung ohne Genehmigung 1.020 - 25.000
Neuanlage von Wald ohne Genehmigung oder Gestaltung der Neuanlage von Wald ohne Genehmigung 150
Nichtbefolgung einer vollziehbaren Anordnung bei Schutzmaßnahmen gegen Waldbrände 30 - 1.020
Verstoß gegen eine aufgrund des Landesforstgesetzes erlassene Verordnung, sofern diese Verordnung für einen bestimmten Tatbestand auf die Bußgeldvorschrift des § 70 verweist 250 - 25.000
unbefugtes Benutzen oder Entfernen von auf einem Waldgrundstück zurückgelassenem Arbeitsgerät 25 - 80
Entfernen, Umwerfen oder In-Unordnung-Bringen gefällter Stämme, Holzstöße oder anderer aufgeschichteter Bodenerzeugnisse wie auch die Entfernung ihrer Stützen 25 - 250
Vernichten, Unkenntlichmachen, Nachahmen oder Verändern des Zeichens des Waldhammers oder Rissers, von Stamm-, Stoß- oder Losnummern an stehenden oder gefällten Stämmen, an Holzstößen oder anderen Bodenerzeugnissen 25 - 250
Verändern, Beschädigen oder Beseitigen von Gräben, Wällen, Rinnen oder anderen Anlagen, die der Entwässerung von Waldgrundstücken dienen 25 - 2.600
Anzünden oder Unterhalten eines Feuers, Benutzung eines Grillgerätes, Lagern leicht entzündlicher Stoffe im Wald oder in einem Abstand von weniger als 100 m vom Waldrand außerhalb einer von der Forstbehörde errichteten oder genehmigten und entsprechend gekennzeichneten Anlage, sofern nicht eine Befreiung von dem Verbot erteilt wurde 25 - 1.020
Rauchen im Wald in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober 80
Nichtbeaufsichtigung eines selbst oder auf eigene Veranlassung angezündeten Feuers im Wald 250
Fallenlassen, Fortwerfen oder unvorsichtiges Handhaben brennender oder glimmender Gegenstände im Wald 80
Offenlassen selbst geöffneter Tore von Wild- und Kulturgattern 25 - 100
Offenlassen selbst geöffneter Einrichtungen zur Sperrung von Wegen oder Zugängen zu eingefriedeten Grundstücken 25 - 100
eine Auskunft, die für die Behörde zur Durchführung des Bundeswaldgesetzes erforderlich ist, vorsätzlich oder entgegen § 42 Abs. 1 Bundeswaldgesetz nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erteilen (§§ 42, 43 Bundeswaldgesetz) 100 - 10.000
außerhalb einer von der unteren Forstbehörde errichteten/ genehmigten Feuerstelle; ohne Genehmigung der unteren Forstbehörde
- unbefugt Feuer angezündet/ unterhalten 50 - 2.500
- unbefugt offenes Licht gebraucht 40 - 1.000
ein genehmigtes offenes Feuer/Licht, ein Feuer in einer eingerichteten und gekennzeichneten Feuerstelle oder ein offenes Feuer/Licht, das keiner Genehmigung bedarf - unbeaufsichtigt/ohne ausreichende Sicherheitsmaßnahmen gelassen 50 - 2.500
Auflagen verbunden mit einer Genehmigung nicht befolgt 40 - 1.000
unbefugt geraucht 40 - 1.000
brennende/glimmende Gegenstände weggeworfen/unvorsichtig gehandhabt 50 - 2.500
unbefugt Rad gefahren außerhalb von Wald- Straßen/Wegen oder auf einem Sport-/Lehrpfad/Fußweg 40
entgegen des Wohlverhaltens-Grundsatzes
- die Lebensgemeinschaft Wald gestört/gefährdet 40 - 1.000
- die Bewirtschaftung des Waldes gestört/gefährdet 50 - 2.500
- den Wald/eine Einrichtung im Wald beschädigt/zerstört 50 - 2.500
- den Wald/eine Einrichtung im Wald verunreinigt 40 - 1.000
die Erholung anderer Waldbesucher durch ungebührlichen Lärm beeinträchtigt 40
eine/n gesperrte/n Wald-Fläche/Weg, eine/n Wald-Fläche/Weg bei Holz-Einschlag/Aufbereitung, ein umfriedetes Grundstück (Pflanzgarten, Gatter) oder eine forst-/jagdbetriebliche Einrichtung - unbefugt betreten 40
ohne der besonderen Erlaubnis des Waldbesitzers
- gefahren mit Kfz/Fuhrwerk/ Kutsche 50 - 1.000
- gezeltet/einen Wohnwagen/ein Fahrzeug abgestellt 50 - 1.000
- einen Verkaufsstand aufgestellt 50 - 1.000
- ein Gewerbe betrieben 50 - 1.000
Bedingungen/Auflagen, verbunden mit einer Erlaubnis des Waldbesitzers, nicht erfüllt 50 - 1.000
außerhalb der für das Reiten ausgewiesenen Waldwege unbefugt geritten 50 - 1.000
eine/n Zaun/Vorrichtung zum Schutz einer Waldfläche oder eine Vorrichtung zum Sperren eines Weges
- unbefugt geöffnet/offen gelassen 40 - 1.000
- beschädigt/unbrauchbar gemacht 50 - 2.500
- unbefugt entfernt 50 - 2.500
ein Zeichen/eine Vorrichtung zur Abgrenzung/Absperrung/ Kennzeichnung einer Fläche, ein Zeichen/eine Vorrichtung zur Vermessung, einen Wegweiser/ein Hinweisschild, ein historisches Grenz-/Wegzeichen oder eine Kennzeichnung an einem Walderzeugnis - zerstört/beschädigt, unbefugt entfernt/verändert oder unbefugt angebracht/aufgestellt 50 - 2.500
Waldfrüchte/Leseholz: mehr als für den persönlichen Bedarf angeeignet 40 - 1.000
Waldpflanzen: mehr als einen Handstrauß entnommen 40 - 1.000
eine organisierte Sammlung von Waldfrüchten/Waldpflanzen ohne besondere Erlaubnis des Waldbesitzers durchgeführt 50 - 500
an einer unerlaubten organisierten Sammlung von Waldfrüchten/ Waldpflanzen teilgenommen 40
(Teile von) Waldbäume(n)/Waldsträucher(n) von geringem Wert unbefugt entnommen/gefällt/ausgegraben/beschädigt 50 - 2.500
geerntete Walderzeugnisse unbefugt von ihrem Standort entfernt 50 - 2.500
Stützen von geernteten Walderzeugnissen weggenommen/umgeworfen 40 - 1.000
ohne die Erlaubnis des Waldbesitzers Vieh durchgetrieben oder Vieh geweidet/weiden lassen 50 - 2.500
eine erlaubte Nebennutzung unpfleglich ausgeübt 50 - 2.500
unbefugte Störung der Be-/Entwässerung von Wald 50 - 2.500
Material unbefugt aufgeschüttet oder unbefugt abgegraben 100 - 2.500
Bodenbestandteile/Steine/Mineralien/Ähnliches im Ganzen oder teilweise unbefugt entfernt 40 - 1.000
auf ausgewiesenem Reitweg ein Pferd geritten, für das keine Reitwege-Abgabe entrichtet wurde 100 - 1.000
auf ausgewiesenem Reitweg zum Nachweis für die Entrichtung der Reitwege-Abgabe das Pferd nicht gültig und vollständig gekennzeichnet oder zum Nachweis für die Entrichtung der verminderten Reitwege-Abgabe das Pferd nicht gültig und vollständig
gekennzeichnet und die dazu ausgestellte Quittung nicht mit sich geführt oder auf Verlangen eines für den Forstschutz zuständigen Amtsträgers nicht vorgezeigt 40
auf ausgewiesenem Reitweg eine gültige Pferde-Kennzeichnung einem Dritten überlassen 50 - 1.000
Wald ohne Genehmigung der Forstbehörde umgewandelt in eine andere Nutzungsart/vorrangig mitbenutzt für einen nichtforstlichen Zweck
- außerhalb von Schutzwald nach § 29 SächsWaldG je angefangener ar 100 bis zum Höchstsatz von 25.000
- im Schutzwald nach § 29 SächsWaldG je angefangener ar 200 bis zum Höchstsatz von 25.000
im Wald ohne Genehmigung der Forstbehörde einen Baumbestand beseitigt - zur Anlage einer forstbetrieblichen Einrichtung außer eines Waldweges, auf über 1 ha Fläche oder zur Anlage einer Leitungsschneise, unabhängig der betroffenen Flächengröße 100 - 2.500 (in besonders schweren Fällen bis 10.000 €)
Wald/Waldweg
- ohne unverzügliche Anzeige an die Forstbehörde bis zu zwei Monaten gesperrt 100 - 1.000
- ohne Genehmigung der Forstbehörde länger als zwei Monate gesperrt 100 - 2.500
eine Maßnahme zur pfleglichen Bewirtschaftung des Waldes nach § 18 Abs. 1 SächsWaldG in der von der Forstbehörde festgesetzten Frist nicht ausgeführt 100 - 2.500
einen Kahlhieb i. S. v. § 19 Abs. 1 SächsWaldG ohne Genehmigung der Forstbehörde vorgenommen
- außerhalb von Schutzwald nach § 29 SächsWaldG größer als 2 ha je angefangener ar 100 bis Höchstsatz von 10.000
- im Schutzwald nach § 29 SächsWaldG, unabhängig von Breite/Größe/Vorplanung oder vorherigem Bestockungszustand der Hiebsfläche je angefangener ar 200 bis Höchstsatz von 10.000
eine kahlgeschlagene/stark verlichtete Waldfläche nicht fristgemäß wieder aufgeforstet; eine Kultur/Naturverjüngung nicht rechtzeitig und sachgemäß nachgebessert/geschützt/gepflegt 250 bis 2.500 (in besonders schweren Fällen bis 10.000 €)
als auskunftspflichtiger Waldbesitzer der mit der Forstaufsicht befassten Forstbehörde notwendige Auskünfte/vorgeschriebene Angaben nach § 43 Abs. 1 SächsWaldG nicht/ nicht richtig nicht vollständig/nicht rechtzeitig erteilt 100
erteilte Auflagen im Zusammenhang mit einer Genehmigung/Befreiung von Vorschriften des SächsWaldG oder einer auf Grund dieses Gesetzes erlassenen RVO nicht rechtzeitig/nicht ordnungsgemäß erfüllt 100 - 2.500
im Wald, als Verantwortlicher für die Beaufsichtigung - eines gefährlichen Tieres einer wild lebenden Art oder - eines bösartigen Tieres, dieses Tier sich frei umherbewegen lassen oder es unterlassen, die nötigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um Schäden durch dieses Tier zu verhüten 40 - 1.000
Bußgeldkatalog Thüringen (Stand: 2016)
Abstellen von Wohn-, Bienen- und sonstigen Wagen außerhalb der von unterer Forstbehörde, unterer Baubehörde und unterer Naturschutzbehörde genehmigten Anlagen bis zu 2.500 €
Betreten von Verjüngungsflächen, Pflanzgärten, bestellte und noch nicht abgeerntete Ländereien bis zu 2.500 €
Betreten von Waldflächen und Waldwegen, auf denen Holz eingeschlagen, bearbeitet, gelagert oder gerückt wird oder auf denen sonstige Waldarbeiten durchgeführt werden bis zu 2.500 €
Betreten von Waldflächen und Waldwegen, die aus zwingenden Gründen, z.B. zur Verhütung von Waldbränden oder aus Gründen der Sicherheit in bruch- und wurfgeschädigten Beständen, von den Forstbehörden oder mit deren Genehmigung vom Waldbesitzer gesperrt sind bis zu 2.500 €
Betreten von forstbetrieblichen und jagdlichen Einrichtungen bis zu 2.500 €
verbotenes Betreten von nicht öffentlichen Wegen und Straßen, die auf einzelne Benutzungsarten eingeschränkt sind bis zu 2.500 €
Betreten des durch Sperrung gekennzeichneten Waldes bis zu 2.500 €
Beschädigung der Kennzeichnung von Loipen, Rad- und Wanderwegen bis zu 2.500 €
Fahren mit Kraftfahrzeugen außerhalb forstwirtschaftlicher Aufgaben bis zu 2.500 €
Zelten bis zu 2.500 €
Anlegen von Loipen und Skiwanderwegen mit Loipenfahrzeugen bis zu 2.500 €
Rad fahren, insbesondere Mountainbiking, abseits fester Wege und Straßen ohne Zustimmung des Waldbesitzers bis zu 2.500 €
Sperrung des Waldes ohne Anordnung oder Genehmigung der unteren Forstbehörde bis zu 2.500 €
Reiten oder Kutsche fahren ohne eines je beidseitig am Kopf befestigten, sichtbaren Kennzeichens beim Pferd bis zu 2.500 €
Reiten oder Kutsche fahren außerhalb der gekennzeichneten Wege bis zu 2.500 €
keine Beseitigung von funktionslosen Einzäunungen bis zu 2.500 €
Verwendung von Komposten im Wald ohne Genehmigung bis zu 2.500 €
Zuwiderhandlung einer zur Verhütung oder Bekämpfung eines Waldbrandes erlassenen vollziehbaren Anordnung bis zu 2.500 €
Anzünden oder Unterhalten von offenem Feuer oder Licht im Wald oder in einer Entfernung von weniger als 100 Metern bis zu 2.500 €
Bodendecken oder Pflanzenreste abbrennen bis zu 2.500 €
brennende oder glimmende Gegenstände wegwerfen bis zu 2.500 €
Rauchen im Wald oder auf Waldwegen bis zu 2.500 €
Umgang mit Feuer trotz der durch Sperrung des Waldes gekennzeichneten hohen Brandgefahr bis zu 2.500 €
forstliche Nebennutzung ohne erforderliche Erlaubnis bzw. trotz Untersagen der unteren Forstbehörde bis zu 2.500 €
Sammeln von Waldfrüchten oder oberirdischen Pflanzenteilen ohne erforderliche Genehmigung bis zu 2.500 €
Streunutzung ohne erforderliche Ausnahmegenehmigung bis zu 2.500 €
keine Betriebsplanerstellung bei Staats-, Körperschafts- und Privatwaldungen bis zu 2.500 €
Nichteinhaltung eines höchstzulässigen Hiebsatzes bis zu 2.500 €
Zuwiderhandlung der Durchführung von Betriebsplänen gemäß § 20 Abs. 4 bis zu 2.500 €
Errichtung von Gebäuden ohne den Mindestabstand von 30 Metern zum Wald bis zu 2.500 €
das nicht Nachkommen einer vollziehbaren Anordnung über die Rückwandlung von ungenehmigten Änderungen der Nutzungsart durch fristgesetzte Aufforstung bis zu 12.500 €
keine oder keine umgehende Meldung des Waldbesitzers an die Forstbehörde über Gefahr drohende Vermehrung von Forstökosystemen schädigenden Pflanzen und Tieren und festgestellte Waldschäden bis zu 12.500 €
Lagerung, Zurücklassung oder Einleitung von nicht der Waldbewirtschaftung dienenden Gegenständen oder Stoffen im Wald bis zu 12.500 €
keine oder keine rechtzeitige Wiederaufforstung bis zu 12.500 €
keine oder keine rechtzeitige Anzeige forstwirtschaftlicher Wegebaumaßnahmen bis zu 12.500 €
Errichtung baulicher Anlagen im Wald ohne Genehmigung der Forstbehörde bis zu 12.500 €
als Waldbesitzer: die Zulassung der Errichtung baulicher Anlagen im Wald ohne Genehmigung der Forstbehörde bis zu 12.500 €
Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln auf an Wald angrenzende landwirtschaftliche Nutzflächen mit möglicher Abdrift in Richtung Wald bis zu 12.500 €
kein, kein rechtzeitiges oder kein vollständiges Nachkommen einer vollziehbaren Anordnung des Waldbesitzers für seine Verstöße bis zu 12.500 €
Umwandlung von Wald in eine andere Nutzungsart ohne vorherige Genehmigung bis zu 25.000 €
Einziehung des verbotswidrig geschlagenen Holzes
kein oder kein rechtzeitiges Nachkommen der Pflicht zur Ausgleichsaufforstung bis zu 25.000 €
keine Durchführung der angeordneten Waldbrandschutzmaßnahmen bis zu 25.000 €
Durchführung einer Erstaufforstung ohne vorherige Genehmigung oder Zuwiderhandlung einer entsprechenden Auflage zur Erstaufforstung bis zu 25.000 €
Durchführung eines Kahlschlags ohne Genehmigung oder nicht Erfüllen der Auflagen zum Kahlschlag bis zu 25.000 €
1 Bußgelder bei Verstößen gegen das Landesforstgesetz
2 Was darf ich im Wald? Regelungen aus dem Bundeswaldgesetz
2.1 Worauf zielt das Bundeswaldgesetz ab?
2.2 Die Landeswaldgesetze und das Bundeswaldgesetz – jedes Bundesland hat eigene Vorschriften
2.2.1 Wann dürfen Sie Bäume fällen?
2.2.2 Dürfen Sie im Wald Pilze sammeln?
2.2.3 Darf jeder den Wald betreten?
2.3 Das Landeswaldgesetz der Bundesländer
2.4 Landesforstgesetz: Wann dürfen Sie Bäume fällen?
2.5 Forstgesetz: Richtiges Verhalten im Wald
Was darf ich im Wald? Regelungen aus dem Bundeswaldgesetz
Informationen zum Forstgesetz und Waldgesetz
Das deutsche Forstgesetz, häufig auch Waldgesetz genannt, bezieht sich auf Gesetzesvorlagen der einzelnen Bundesländer, die den Wald betreffen und bundeseinheitlich im Bundeswaldgesetz (BWaldG) zusammengefasst werden.
Das jeweilige Landeswaldgesetz (LWaldG) der Länder geht regionalspezifisch stärker ins Detail und die jeweilige Forstbehörde kann Rechtsvorschriften festlegen, die für andere Regionen nicht zwangsläufig zutreffen müssen. Der nachfolgende Artikel geht auf die wichtigsten Vorschriften des LFoG und des LWaldG ein und beschreibt mögliche Sanktionsmaßnahmen bei Verstößen gegen das Forstgesetz, die laut Bußgeldkatalog mit einem Bußgeldbescheid und einem entsprechenden Bußgeld geahndet werden. Zudem beantworten wir in diesem Artikel die Frage, ob Rauchen im Wald, Pilze sammeln oder Zelten gestattet ist.
Worauf zielt das Bundeswaldgesetz ab?
Das Bundeswaldgesetz bzw. die Waldgesetze der jeweiligen Bundesländer regeln in erster Linie den Schutz des Waldes, die Walderhaltung sowie die Waldbewirtschaftung. In der Forstwirtschaft gibt es Gesetzesbestimmungen und Rechtsvorschriften, die den Schutz des Waldbestandes an vorderste Position stellen und gleichzeitig den wirtschaftlichen Nutzen des Waldes fördern. Nachfolgend werden die wesentlichen Aspekte hinsichtlich des Zweckes des Landesforstgesetzes (LFoG) aufgelistet:
Nutzfunktion/wirtschaftlichen Nutzen des Waldes gewährleisten
den Schutz des Waldes sicherstellen (für die Leistungsfähigkeit des Natur- und Wasserhaushaltes, des Klimas, der Luftreinhaltung, der Bodenfruchtbarkeit, des Landschaftsbildes und der Agrar- und Infrastruktur)
den Wald für die Erholung der Bevölkerung bereitstellen (unter Berücksichtigung spezieller Gesetzesbestimmungen und Verhaltensvorgaben im Wald)
Jegliche Verstöße gegen das Bundeswaldgesetz bzw. das jeweilige Landeswaldgesetz und dessen Bestimmungen wird laut aktueller Bußgeldtabelle oder aktuellem Bußgeldrechner als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld sanktioniert. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn unerlaubt im Wald gezeltet wurde und der Waldbesitzer dies ausdrücklich untersagt bzw. das jeweilige Forstgesetz dieses Verbot festlegt. Das Bundeswaldgesetz und dessen Rechtsvorschriften verfolgen demnach das Ziel, die Waldbewirtschaftung zu sichern, die Forstwirtschaft zu fördern und einen Ausgleich zwischen den Belangen der Waldbesitzer und den Interessen der Allgemeinheit zu schaffen.
Die Landeswaldgesetze und das Bundeswaldgesetz – jedes Bundesland hat eigene Vorschriften
Pilze zu sammeln ist laut Waldgesetz in der Regel nicht verboten
Hierzulande gilt der Föderalismus; das bedeutet, das einzelnen Ländern eigenständige Rechtssprechung eingeräumt wird. Dementsprechend hat jedes deutsche Bundesland ein eigenes Landesforstgesetz mit länderspezifischen Anforderungen. Das jeweilige Landeswaldgesetz regelt das korrekte Verhalten im Wald – dennoch gelten einige allgemeine Handhaben:
Wann dürfen Sie Bäume fällen?
Grundsätzlich ist eine Rodung des Baumbestandes erlaubt, allerdings nur nach entsprechender Genehmigung des Waldbesitzers. Dabei dürfen keine freilandähnlichen Verhältnisse entstehen und es besteht bei einer kahlschlagähnlichen Rodung die Pflicht der Aufforstung (Entschädigung).
Dürfen Sie im Wald Pilze sammeln?
Soweit dies nicht ausdrücklich von der jeweiligen Forstbehörde verboten ist, ist das Pilzesammeln im Wald gestattet. Allerdings müssen waldtypische Gefahren, die beispielsweise von giftigen Pilzen ausgehen, berücksichtigt werden. Das Zelten im Wald oder auch das Rauchen ist in den meisten Fällen verboten, da auch hier waldtypische Gefahren wie z. B. ein Waldbrand entstehen können.
Darf jeder den Wald betreten?
Prinzipiell ist das Betreten eines Waldes laut Bundeswaldgesetz jedem gestattet und der Waldbesitzer darf das Betreten nicht verbieten. Ein Verbot kann bei entsprechenden Gründen lediglich die Forstbehörde aussprechen.
Das Landeswaldgesetz der Bundesländer
Die nachfolgende Tabelle listet die jeweiligen LFoG oder LWaldG der einzelnen Bundesländer auf:
jeweiliges Forstgesetz
Baden-Württemberg Waldgesetz für Baden-Württemberg (LWaldG), auch Landeswaldgesetz Baden-Württemberg
Bayern Waldgesetz für Bayern (BayWaldG), auch Bayrisches Waldgesetz
Berlin Landeswaldgesetz Berlin (LWaldG), auch Gesetz zur Erhaltung und Pflege des Waldes
Brandenburg Waldgesetz des Landes Brandenburg (LWaldG), auch Landeswaldgesetz Brandenburg
Bremen Waldgesetz für das Land Bremen (BremWaldG), auch Bremisches Waldgesetz
Hamburg Landeswaldgesetz Hamburg (LWaldG, HH)
Hessen Hessisches Waldgesetz (HWaldG), auch: Hessisches Forstgesetz oder Waldgesetz Hessen
Mecklenburg-Vorpommern Waldgesetz für das Land Mecklenburg-Vorpommern (LWaldG)
Niedersachsen Niedersächsisches Gesetz über den Wald und Landschaftsordnung (NWaldLG), auch Niedersächsisches Waldgesetz oder (Landes)Waldgesetz Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen Landesforstgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (LFoG)
Rheinland-Pfalz Landeswaldgesetz Rheinland-Pfalz (LWaldG)
Saarland Waldgesetz für das Saarland (LWaldG)
Sachsen Waldgesetz für den Freistaat Sachsen (SächsWaldG), auch Waldgesetz Sachsen oder Sächsisches Waldgesetz
Sachsen-Anhalt Landeswaldgesetz Sachsen-Anhalt (LWaldG), auch Waldgesetz Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein Landeswaldgesetz für das Land Schleswig-Holstein (LWaldG)
Thüringen Gesetz zur Erhaltung, zum Schutz und zur Bewirtschaftung
des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft oder Thüringer Waldgesetz (ThürWaldG)
Landesforstgesetz: Wann dürfen Sie Bäume fällen?
Je nach geltendem Forstgesetz sind besondere Auflagen zu beachten
Neben dem Bundeswaldgesetz besitzt hierzulande jedes Land ein eigenes Landeswaldgesetz mit ganz unterschiedlichen Anforderungen an die forstrechtlichen Besonderheiten.
Zum Beispiel ist das gesamte Waldgebiet in Hamburg von der Forstbehörde zum Schutzgebiet erklärt worden, in welchem ein Kahlschlag verboten ist – selbst bei beabsichtigter Entschädigung durch späteres Aufforsten.
Um einen besseren Überblick hinsichtlich der Gesetzesbestimmungen zu erhalten, wird nachfolgend der grobe Inhalt des länderübergreifenden Bundesforstgesetzes dargestellt.
I. Allgemeine Vorschriften Allgemeine Informationen zu Gesetzeszweck, Wald, Waldbesitzer etc.
II. Erhaltung des Waldes
Bestimmungen zur Sicherung der Waldfunktionen bei öffentlichen Maßnahmen (Bebauungen)
Vorschriften zur Walderhaltung & Waldbewirtschaftung
III. Forstwirtschaftliche Zusammenhänge
Informationen zu Forstbetriebsgemeinschaften & -verbänden
IV. Förderung der Wirtschaft (Auskunftspflicht)
Ausnahmen, Spezialfälle
Spezialfälle sind beispielsweise Änderungen im Gesetzestext, die auf Länderebene beschlossen wurden. So hat die nordrhein-westfälische Landesregierung zum Beispiel festgelegt, dass die Nutzung von Waldflächen für die Weihnachtsbaumproduktion künftig nicht mehr rechtsgültig ist. Ein Verstoß gegen diese Bestimmung wird laut Bußgeldkatalog, Bußgeldrechner oder Bußgeldtabelle mit strengen Bußgeldern bestraft. Denn da das Bundeswaldgesetz auf auf den Erhalt der natürlichen Flora abzielt, soll vor der schädigenden Ausbreitung solcher Weihnachtsbaumplantagen geschützt werden.
Forstgesetz: Richtiges Verhalten im Wald
Das Landeswaldgesetz achten – der Umwelt und anderen zuliebe
Jeder Mensch, der einen Wald betritt, ist zu diesem Zeitpunkt ein „Waldnutzer“ und muss sich an das Bundeswaldgesetz bzw. dessen länderspezifische Variante und die dort vorgeschriebenen Verhaltensweisen halten. Wer beispielsweise im Wald zelten möchte, sollte sich vorab die entsprechenden Stellen hierzu im Gesetzestext durchlesen.
Die wichtigsten Gesetzesbestimmungen: das Landesforstgesetz
Betreten des Waldes: ist jedem zum Zwecke der Erholung gestattet. Das Radfahren, Fahren von Transportfahrzeugen sowie das Reiten ist nur auf entsprechenden Wegen oder Straßen gestattet. (Das Betreten erfolgt in der Regel auf eigene Gefahr.)
Aneignung von Walderzeugnissen: Pilze, Beeren, Kräuter etc. dürfen nur für den persönlichen Bedarf entnommen werden und dies muss pfleglich und vorsichtig erfolgen. Gewerbliches Sammeln, z. B. das Pilzesammeln für den anschließenden Verkauf, ist nur mit der Erlaubnis des Waldbesitzers möglich.
Waldbrandschutz: Jeder ist verpflichtet, zur Verhütung und Bekämpfung eines Waldbrandes beizutragen. In einem Abstand von weniger als 100 Metern zur Waldfläche darf Feuer nur mit Genehmigung des zuständigen Forstamtes entzündet werden (Regelung gilt nicht für Waldbesitzer, Jäger und Waldbeschäftigte). Im Wald darf prinzipiell nicht geraucht werden.
Jeder Bundesbürger sollte sich an die Bestimmungen des Bundeswaldgesetzes halten – nicht nur um Sanktionen zu umgehen, sondern auch, um die Umwelt zu schützen. Denn der Wald bildet ein wichtiges Ökosystem für zahlreiche Lebewesen und muss daher bestmöglich vor äußeren, schädigenden Faktoren abgeschirmt werden – damit auch nachfolgende Generationen von den positiven Nutzfaktoren des Waldes profitieren und sich in den Waldgebieten Deutschlands erholen können.
23. August 2017 um 17:32
Absoluter Schwachsinn ist eine Waldkleinstaaterei durch unterschiedliche Landesforstgesetze, wie man hier sehen kann. Wer soll bei dieser Gängelei der Erholungssuchenden überhaupt noch wissen in welchem Bundesland was erlaubt ist. Z.B. im Harz (Naturschutzgebiet) ist überall Radfahren und Mountenbiken ausdrücklich erlaubt, vor allem unter dem Gesichtspunkt endlich wieder Urlauber ganzjährig bewirten zu können. In Thüringen wird man von Forstarbeitern angesprochen, dass auf unbefestigten Waldwegen nicht Rad gefahren werden darf. Die Radfahrer sind Urlauber und bringen viel Geld und Wohlstand in die Region, aber die Waldbesitzer sind wahrscheinlich mit ihre Parteibüchern eine größere Lobby in Thüringen (und anderen Ländern mit ähnlichen Gesetzen. Wenn man die unterschiedlichen und manchmal fast gegensätzlichen Landesforstgesetze sieht, denkt man sich in einen großen Kindergarten versetzt. Vor allem der Teil, dass man sich eine Genehmigung des Waldbesitzers einholen soll ist einfach lächerlich!! Allerdings sind die Bußgelder dann der komplette Hohn für erholungssuchende Urlauber! Vielleicht muss zukünftig dringend in Urlaubsangeboten darauf hingewiesen werden, dass man durch bestehende Waldgesetze viele Einschränkungen bei Urlaubsaktivitäten in Kauf nehmen muss! Es muss sich nur herumsprechen, dann werden dies Gegenden von Rad- und Mountenbikern boykottiert.