Source: https://zertifikate.morganstanley.com/Produktdetails/DE000MC409Z3
Timestamp: 2020-07-06 03:36:01
Document Index: 254058866

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Optionsschein | Put | Vonovia | 45,00 | 11.09.20
WKN: MC409Z
ISIN: DE000MC409Z3
03.07.2020 21:39:49
- EUR 03.07.2020 21:39:49
- 03.07.2020 22:26:21
Mit dem Optionsschein Put auf Vonovia hat der Anleger die Möglichkeit überproportional an fallenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie zu partizipieren. Im Gegenzug nimmt der Anleger aber auch überproportional an steigenden Kursen der zugrunde liegenden Aktie teil.
Sollte der Endgültige Aktien-Kurs größer sein als der Basispreis oder diesem entsprechen, erhält der Anleger lediglich den Mindestbetrag und erleidet einen Totalverlust.
ISIN DE000MC409Z3
WKN MC409Z
Begebungstag 27.09.2019
Abstand Basispreis 17,88 %
Letzte Aktualisierung (Brief/Geld) 03.07.2020 21:39:49
Tageshoch 0,049 EUR
Tagestief 0,040 EUR
Schlusskurs letzter Handelstag 54,80 EUR
Letzte Aktualisierung Kursindikation 03.07.2020 22:26:21
Vonovia SE: Vonovia platziert erfolgreich zwei unbesicherte Unternehmensanleihen ^ DGAP-News: Vonovia SE / Schlagwort(e): Anleihe Vonovia SE: Vonovia platziert erfolgreich zwei unbesicherte Unternehmensanleihen 02.07.2020 / 18:29 Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. --------------------------------------------------------------------------- Vonovia platziert erfolgreich zwei unbesicherte Unternehmensanleihen mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Mrd. EUR und einem durchschnittlichen Kupon in Höhe von 0,81 % - Angebot in zwei Tranchen mit 6-jähriger und 10-jähriger Laufzeit - Neuemission 4-fach überzeichnet - Erlös wird für die vorzeitige Rückzahlung verschiedener hoch verzinslicher Darlehen in Schweden verwendet, hauptsächlich im Zusammenhang mit Hembla Bochum, 2. Juli 2020 - Vonovia SE hat heute erfolgreich zwei Unternehmensanleihen mit einem Gesamtvolumen von 1,5 Mrd. EUR platziert. Die Mittel werden für die vorzeitige Rückzahlung verschiedener Darlehen in Schweden verwendet, die größtenteils im Zusammenhang mit Hembla stehen. Mit dieser Transaktion erreicht Vonovia die angestrebten finanziellen Synergien, die einen Teil der Synergien mit einem Gesamtvolumen von 30 Mio. EUR bilden, die im Zusammenhang mit der Akquisition von Hembla im vergangenen Jahr stehen. "Da die Schuldenmärkte nach erheblichen Schwankungen im Zuge der COVID-19-Krise wieder sehr günstige Voraussetzungen bieten, haben wir diese Gelegenheit genutzt, um unsere Finanzierungsstrategie für Hembla umzusetzen. Diese Transaktion zeigt einmal mehr deutlich die starke Unterstützung der Investoren für Vonovia und ihren festen Glauben an unser äußerst robustes Geschäftsmodell", sagte Helene von Roeder, Finanzvorständin von Vonovia. Die Emission war 4-fach überzeichnet, wobei die starke Nachfrage von mehr als 300 Investoren kam. Die 6-jährige Anleihe mit einem Kupon von 0,625 % und die 10-jährige Anleihe mit einem Kupon von 1,00 % ergänzen das Schuldenprofil von Vonovia in hohem Maße, wobei die Fälligkeiten gleichmäßig über eine durchschnittliche Laufzeit von ca. 8 Jahren verteilt sind. Kapitalstruktur und Liquidität von Vonovia sind weiterhin sehr komfortabel und weisen keine finanziellen Fälligkeiten auf, bis im Dezember 2020 eine unbesicherte Unternehmensanleihe in Höhe von 750 Mio. EUR (Kupon von 1,625 %) ausläuft. Nach Abschluss der Abwicklung werden alle relevanten Informationen über die Emission auf der Investor-Relations-Website von Vonovia im Unterabschnitt Creditor Relations verfügbar sein, wo auch die Prospektunterlage zum EMTN-Programm zu finden ist. Berater (Joint Lead Managers) für diese Transaktion waren Morgan Stanley, Société Générale, Credit Suisse, Unicredit, Commerzbank, Deutsche Bank, Bank of America und BNP. Über Vonovia Die Vonovia SE ist Europas führendes privates Wohnungsunternehmen. Heute besitzt Vonovia rund 415.000 Wohnungen in allen attraktiven Städten und Regionen Deutschlands, Schwedens und Österreichs. Hinzu kommen rund 73.000 verwaltete Wohnungen. Der Portfoliowert liegt bei zirka 53,2 Mrd. EUR. Vonovia stellt dabei als modernes Dienstleistungsunternehmen die Kundenorientierung und Zufriedenheit seiner Mieter in den Mittelpunkt. Ihnen ein bezahlbares, attraktives und lebenswertes Zuhause zu bieten, bildet die Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung. Daher investiert Vonovia nachhaltig in Instandhaltung, Modernisierung und den seniorenfreundlichen Umbau der Gebäude. Zudem baut das Unternehmen zunehmend neue Wohnungen durch Nachverdichtung und Aufstockung. Seit 2013 ist das in Bochum ansässige Unternehmen börsennotiert, seit September 2015 im DAX 30 gelistet. Zudem wird die Vonovia SE in den internationalen Indizes STOXX Europe 600, MSCI Germany, GPR 250 sowie EPRA/NAREIT Europe geführt. Vonovia beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter. Zusatzinformationen: Zulassung: Regulierter Markt / Prime Standard, Frankfurter Wertpapierbörse ISIN: DE000A1ML7J1 WKN: A1ML7J Common Code: 094567408 Sitz der Vonovia SE: Bochum, Deutschland, Amtsgericht Bochum, HRB 16879 Verwaltung der Vonovia SE: Universitätsstraße 133, 44803 Bochum, Deutschland Diese Pressemitteilung wurde von der Vonovia SE und/oder ihren Tochtergesellschaften ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Diese Pressemitteilung kann Aussagen, Schätzungen, Meinungen und Vorhersagen in Bezug auf die erwartete zukünftige Entwicklung der Vonovia ("zukunftsgerichtete Aussagen") enthalten, die verschiedene Annahmen wiedergeben betreffend z. B. Ergebnisse, die aus dem aktuellen Geschäft der Vonovia oder von öffentlichen Quellen abgeleitet wurden, die keiner unabhängigen Prüfung oder eingehenden Beurteilung durch Vonovia unterzogen worden sind und sich später als nicht korrekt herausstellen könnten. Alle zukunftsgerichteten Aussagen geben aktuelle Erwartungen gestützt auf den aktuellen Businessplan und verschiedene weitere Annahmen wieder und beinhalten somit nicht unerhebliche Risiken und Unsicherheiten. Alle zukunftsgerichteten Aussagen sollten daher nicht als Garantie für zukünftige Performance oder Ergebnisse verstanden werden und stellen ferner keine zwangsläufig zutreffenden Indikatoren dafür dar, dass die erwarteten Ergebnisse auch erreicht werden. Alle zukunftsgerichteten Aussagen beziehen sich nur auf den Tag der Ausgabe dieser Pressemitteilung an die Empfänger. Es obliegt den Empfängern dieser Pressemitteilung, eigene genauere Beurteilungen über die Aussagekraft zukunftsgerichteter Aussagen und diesen zugrundeliegenden Annahmen anzustellen. Vonovia schließt jedwede Haftung für alle direkten oder indirekten Schäden oder Verluste bzw. Folgeschäden oder -verluste sowie Strafen, die den Empfängern durch den Gebrauch der Pressemitteilung, ihres Inhaltes, insbesondere aller zukunftsgerichteten Aussagen, oder im sonstigen Zusammenhang damit entstehen könnten, soweit gesetzlich zulässig aus. Vonovia gibt keine Garantie oder Zusicherung (weder ausdrücklich noch stillschweigend) in Bezug auf die Informationen in dieser Pressemitteilung. Vonovia ist nicht verpflichtet, die Informationen, zukunftsgerichtete Aussagen oder Schlussfolgerungen in dieser Pressemitteilung zu aktualisieren oder zu korrigieren oder nachfolgende Ereignisse oder Umstände aufzunehmen oder Ungenauigkeiten zu berichtigen, die nach dem Datum dieser Pressemitteilung bekannt werden. --------------------------------------------------------------------------- 02.07.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap.de --------------------------------------------------------------------------- Sprache: Deutsch Unternehmen: Vonovia SE Universitätsstraße 133 44803 Bochum Deutschland Telefon: +49 234 314 1609 Fax: +49 234 314 2995 E-Mail: investorrelations@vonovia.de Internet: www.vonovia.de ISIN: DE000A1ML7J1 WKN: A1ML7J Indizes: DAX Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München, Stuttgart, Tradegate Exchange EQS News ID: 1085109 Ende der Mitteilung DGAP News-Service --------------------------------------------------------------------------- 1085109 02.07.2020 °
(durchgehend aktualisiert) KARLSRUHE (dpa-AFX) - Jede Wohnung braucht hin und wieder einen neuen Anstrich. Aber viele Mieter sind unsicher: Müssen sie überhaupt auf eigene Kosten renovieren? Manchmal wäre für Schönheitsreparaturen eigentlich der Vermieter zuständig, in anderen Fällen ist die Rechtslage nicht eindeutig. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) dürfte mehr Klarheit schaffen. Nach der Karlsruher Verhandlung am Mittwoch ist absehbar: Die Richter feilen an einer Lösung, die beiden Seiten entgegenkommt. (Az. VIII ZR 163/18 u.a.) Schönheitsreparaturen - was heißt das genau? Vereinfacht gesagt sind das alle Malerarbeiten in der Wohnung, eben das Streichen oder Tapezieren der Wände und Decken, aber auch das Lackieren von Heizkörpern, Türen oder Fensterrahmen von innen. Es geht also immer darum, Gebrauchsspuren zu beseitigen. Die Arbeiten muss nicht unbedingt ein Profi erledigen. Greift der Mieter selbst zum Pinsel, muss er aber "fachgerecht" arbeiten. Wer ist fürs Renovieren zuständig? Grundsätzlich verpflichtet das Gesetz den Vermieter, die Wohnung in Schuss zu halten. Davon darf allerdings abgewichen werden, und deshalb ist die Ausnahme seit langem zur Regel geworden. Heute gibt es kaum einen Mietvertrag, der die Schönheitsreparaturen nicht dem Mieter aufbürdet. Aber: Nicht alle Formulierungen sind zulässig. Gerichte haben etliche gängige Klauseln für unwirksam erklärt. Was für Klauseln betrifft das? Zum Beispiel dürfen Vermieter nicht vorschreiben, dass Küche und Bad zwingend alle drei Jahre zu streichen sind - unabhängig davon, wie abgewohnt sie tatsächlich aussehen. Genauso unzulässig ist die pauschale Verpflichtung, bei Auszug zu renovieren. Denn das könnte auch Mieter treffen, die vielleicht nur ein halbes Jahr in der Wohnung wohnen. Seit einem Grundsatz-Urteil von 2015 müssen Mieter, die eine unrenovierte Wohnung beziehen, generell nicht mehr auf eigene Kosten renovieren. Sonst hinterlassen sie die Räume womöglich schöner, als sie sie vorgefunden haben, entschied damals der BGH. Was bedeutet das für Mieter? Wer eine unwirksame Renovierungsklausel im Mietvertrag stehen hat, ist fein raus: Er kann den Passus ignorieren und muss die Arbeiten gar nicht erledigen. Allerdings heißt das nicht automatisch, dass der Vermieter einspringt. Unter Umständen bleibt die Wohnung einfach, wie sie ist. Darum drehen sich die beiden neuen Fälle vor dem BGH. Worum wird gestritten? Die Mieter, jeweils aus Berlin, wollen ihre Vermieter dazu bringen, die abgewohnten Wohnungen auf Vordermann zu bringen. Seit dem Einzug 2002 und 1992 ist nichts passiert, und schon damals waren die Räume unrenoviert. Auch wenn es in den Mietverträgen anders steht, sind die Schönheitsreparaturen nach neuer Rechtslage also nicht Sache der Mieter. Aber auch die Vermieter sehen sich nicht in der Pflicht. Warum ist das rechtlich so kniffelig? Laut Gesetz muss der Vermieter die Wohnung "in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand" überlassen und "in diesem Zustand" erhalten. Aber was heißt das hier? Am Berliner Landgericht meinte die eine Kammer: Die Mieter hätten beim Einzug akzeptiert, in einer unrenovierten Wohnung zu leben. Solange die Räume nicht völlig "verkommen" seien, müsse der Vermieter folglich nichts tun - zumal die Wohnung sonst sogar frisch renoviert wäre. Im zweiten Fall meinte eine andere Kammer: Beide Seiten hätten einst vereinbart, dass die Wohnung von Zeit zu Zeit hergerichtet werden solle. Nun müsse eben der Vermieter in den sauren Apfel beißen. Welche Lösung schwebt dem BGH vor? Die Richter sehen die Wahrheit irgendwo dazwischen. Mehr als 25 Jahre seien eine lange Zeit, sagt die Senatsvorsitzende Karin Milger in der Verhandlung. "Da kann ein unrenovierter Zustand sich wirklich noch gravierend verschlechtern." Andererseits halten es die Richter auch nicht für praktikabel, den Ursprungszustand wiederherzustellen - also weniger unrenoviert, aber nicht frisch gestrichen. Die Lösung soll also ein Kompromiss sein: Der Mieter kann den Vermieter zum Renovieren verpflichten, muss sich aber an den Kosten beteiligen. Voraussetzung soll sein, dass sich der Zustand der Räume deutlich verschlechtert hat. Das Urteil wird am 8. Juli verkündet./sem/DP/fba
KARLSRUHE (dpa-AFX) - Wer muss tapezieren, streichen, kalken - der Mieter oder der Vermieter? Dem Bundesgerichtshof (BGH) schwebt in bestimmten Streitfällen eine Kompromisslösung vor: Der Mieter könnte den Vermieter zum Renovieren verpflichten, müsste sich aber an den Kosten beteiligen. Das zeichnete sich am Mittwoch in einer Verhandlung der obersten Zivilrichter in Karlsruhe ab. Das Urteil soll nächste Woche, am 8. Juli, verkündet werden. (Az. VIII ZR 163/18 u.a.) Grundsätzlich verpflichtet das Gesetz den Vermieter, die Wohnung in Schuss zu halten. Im Mietvertrag dürfen die Schönheitsreparaturen aber dem Mieter übertragen werden, und davon machen die allermeisten Vermieter Gebrauch. Die Klauseln sind allerdings nicht immer zulässig. Zum Beispiel hat der BGH 2015 entschieden, dass Mieter, die eine unrenovierte Wohnung beziehen, diese nicht auf eigene Kosten renovieren müssen. Sonst müssten sie die Wohnung im ungünstigsten Fall schöner zurückgeben, als sie sie selbst übernommen haben. Nur: Bisher ist ungeklärt, was daraus folgt. Muss der Vermieter einspringen? Oder wird dann eben überhaupt nicht renoviert? Am BGH geht es jetzt um zwei solche Fälle aus Berlin. Die Mieter haben ihre Wohnung jeweils vor vielen Jahren unrenoviert übernommen. Die Renovierungsklausel im Mietvertrag können sie deshalb ignorieren. Allerdings sind sie mit dem Zustand der Wohnungen inzwischen nicht mehr zufrieden und wollen, dass der Vermieter aktiv werden muss. Am Berliner Landgericht haben die zuständigen Kammern gegensätzlich geurteilt: Die einen Richter sahen den Vermieter nicht in der Pflicht - die Mieter hätten den unrenovierten Zustand der Wohnung beim Einzug akzeptiert. Im zweiten Fall entschieden andere Richter, dass der Vermieter renovieren muss. Er habe seinem Mieter unzulässigerweise Renovierungen auferlegt und müsse sich nun selbst daran halten. Die Lösung der Karlsruher Richter dürfte nun in der Mitte liegen. "Wir meinen auch nicht, dass das dazu führt, dass es Hunderttausende Prozesse gibt", sagte die Senatsvorsitzende Karin Milger. Nach ihren Worten soll der Anspruch nur dann gelten, wenn sich der Zustand der Wohnung seit Bezug deutlich verschlechtert hat. Außerdem werde der Vermieter in der Regel eine Firma beauftragen, das sei nicht billig. Die Mieter dürften sich also zweimal überlegen, ob sie das wollen./sem/DP/stw
BERLIN (dpa-AFX) - Noch immer werden aus Sicht des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) nicht genügend neue Wohnungen gebaut, um den Bedarf zu decken. Insgesamt rund 293 000 Einheiten seien im vergangenen Jahr bundesweit fertiggestellt worden, teilte der Verband am Mittwoch in Berlin mit. Um mit dem Bedarf mitzuhalten, seien aber rund 320 000 notwendig gewesen. Damit übersteige die Nachfrage das Angebot um etwa acht Prozent. Mit Blick auf den sozialen Wohnungsbau sei die Lage sogar dramatisch, sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko. Hier gebe es eine "katastrophale Bedarfsunterdeckung von 32 Prozent". 25 600 Sozialwohnungen wurden demnach im vergangenen Jahr gebaut. "Wir brauchen aber jedes Jahr im Schnitt 80 000 solcher Wohnungen. Davon sind wir meilenweit entfernt." Während also nur ein Bruchteil dessen gebaut werde, was notwendig sei, fielen gleichzeitig jedes Jahr 43 000 Mietwohnungen aus der Sozialbindung. Der Bestand sei zwischen 2002 und 2019 um 1,2 Millionen Sozialwohnungen geschrumpft. "Das bedeutet aber nicht, dass auch die Mieten sofort auf das Niveau des Mietspiegels steigen", sagte Gedaschko. Vor allem kommunale Wohnungsunternehmen seien darum bemüht, die Mieten auch dort niedrig zu halten, wo Wohnungen aus der Sozialbindungn gefallen sind. Besonders schlecht sei die Situation in Berlin. Hier wurden im vergangenen Jahr lediglich knapp 1800 Sozialwohnungen gebaut und damit etwa halb so viele wie im Jahr zuvor. Einen Grund für die bundesweite Entwicklung sieht Gedaschko in den hohen Baupreisen. Diese seien im Februar vor der Corona-Krise erneut um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre hätten sich die Preise im Monat Februar verdoppelt. "Das ist der Auslastung geschuldet", sagte er. "Wenn wir etwas Gutes in der Corona-Krise sehen wollen, dann ist es das Momentum, dass an einigen Stellen Aufträge derzeit zurückhaltender vergeben werden, was die Auslastung wahrscheinlich kurz oder mittelfristig nach unten bringt." Allerdings seien auch die Bodenpreise vor allem in den Gebieten, in denen dringend Wohnungsbau notwendig ist, in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. Der GdW forderte auch ein Umdenken bei der energetischen Sanierung. Seit 2010 seien fast 342 Milliarden Euro in energetische Modernisierungsmaßnahmen von Gebäuden investiert worden. Doch der Endenergieverbrauch habe zwischen 2010 und 2018 stagniert. "Wenn wir diese Zahlen sehen, können wir nicht einfach so weiter machen wie bisher", sagte Gedaschko. Unterdessen kritisierte der Deutsche Mieterbund am Mittwoch, dass der Kündigungsschutz für Mieter wegen Corona-bedingter Mietausfälle Ende Juni ausgelaufen ist und nicht verlängert wurde. "Hunderttausenden Mietern kann nun trotz anhaltender Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit und Einkommenseinbußen wieder wegen Mietrückständen gekündigt werden, auch wenn diese rein corona-bedingt sind", teilte der Verband mit. Dem GdW zufolge sind bei den eigenen Mitgliedsunternehmen zwischen April und Juni rund 18,1 Millionen Euro an Mietrückständen aufgelaufen. 0,6 Prozent aller Mietverhältnisse seien betroffen. "Mit Stundungsanträgen kamen Mieter nur in 0,33 Prozent aller Mietverhältnisse auf ihr Wohnungsunternehmen zu."/maa/DP/jha