Source: http://www.diplom.de/Diplomarbeit-8374/Foerderung-privaten-Altersvorsorge-Altersvermoegensgesetz.html
Timestamp: 2013-05-22 12:07:18
Document Index: 367058434

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 86', '§ 86', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 87', '§ 89', '§ 87', '§ 87', '§ 89']

Jennifer Prinz, geb. Wesp
Dateigröße: 979,5 KB
Institution / Hochschule: Fachhochschule Mainz Deutschland
ISBN (eBook): 978-3-8324-8374-6
ISBN (Paperback) :978-3-8324-8374-6 P
ISBN (CD) :978-3-8324-8374-6 CD
Prämierung: Arbeit zitieren: Prinz, geb. Wesp, Jennifer Juli 2003: Die Förderung der privaten Altersvorsorge nach dem Altersvermögensgesetz, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte: Steuerrecht, Riester, Versicherung, Reform, Rente
Diplomarbeit von Jennifer Prinz, geb. Wesp
Der Begriff der „Riester-Rente“ ist jedem geläufig – was aber verbirgt sich eigentlich genau dahinter? Wie funktioniert die neue staatliche Förderung der Altersvorsorge? Wer kann sie in Anspruch nehmen und lohnt sie sich überhaupt? Mit diesen Fragen sehen sich all diejenigen konfrontiert, die etwas für ihre Altersvorsorge tun wollen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es daher, die Fördermöglichkeiten für eine private Altersvorsorge nach dem AVmG aufzuzeigen.
Das allgemein als „Riester-Modell“ bezeichnete Gesetzeswerk der Rentenreform 2001 betrifft jede der sog. „Drei Säulen der Altersvorsorge“ (gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge). Daher werden auch die wesentlichen Neuregelungen der Reform im Bereich der Gesetzlichen Rentenversicherung und der Betrieblichen Altersversorgung zunächst skizziert, um die „Schnittstellen“ mit der Privatvorsorge zu verdeutlichen; die weiteren Ausführungen konzentrieren sich jedoch auf die Änderungen in der privaten Altersvorsorge.
Nach einer Vorstellung der für die zusätzliche Privatvorsorge in Frage kommenden Anlageprodukte (Versicherungen, Banksparpläne, Investmentfonds) wird die Förderung durch Zulagen und Sonderausgabenabzug, der Altersvorsorge-Eigenheimbetrag, die Auswirkungen einer schädlichen Verwendung sowie die steuerliche Behandlung von Altersvorsorgeverträgen in der Anspar- und der Leistungsphase –mit übersichtlichem, tabellarischem Vergleich zu anderen, nicht geförderten Anlageformen– erläutert. Zur Verdeutlichung der dargestellten Punkte und Erleichterung der praktischen Anwendung enthält Anhang I bis V Beispielrechnungen und Anhang VI bis XIII die für die Förderung relevanten Formulare; im Text finden sich an den entsprechenden Stellen Verweise hierauf.
Vom Grundgedanken her ist die „Riester-Rente“ zweifelsohne ein Schritt in die richtige Richtung, denn es wurde erkannt, daß das Umlageverfahren der GRV, vor allem unter demographischen Gesichtspunkten, auf Dauer nicht weiter funktionieren kann. Ein zusätzliches „kapitalgedecktes Standbein“ der Altersvorsorge ist daher zu begrüßen. Auch die im Zuge der Reform eingeführte nachgelagrte Besteuerung von Leistungen aus Altersvorsorgeverträgen trifft auf Zustimmung. Jedoch kann eine „Riester-Rente“ häufig lediglich das Absinken der Leistungen der GRV kompensieren, so daß weitere private Vorsorge oder die Nutzung von Angeboten der bAV unbedingt in die individuelle Planung einbezogen werden sollten. Die jetzige aktive Generation muß bereits eine Doppelbelastung aus der Finanzierung des Umlageverfahrens und dem Aufbau einer eigenen Vorsorge tragen, und die Belastungen werden in Zukunft noch größer werden. Die Rentenreform 2001 kann und darf also nicht die letzte Reform gewesen sein.
Positiv anzumerken ist, daß die Bürger durch die Reform mehr Eigenverantwortung für ihre Altersvorsorge erhalten – sofern die zusätzliche private Altersvorsorge nicht doch noch obligatorisch werden sollte. Bis Ende 2002 wurden über drei Millionen private Altersvorsorgeverträge (knapp drei Millionen Versicherungen, ca. 200.000 Verträge bei Investmentgesellschaften und nur wenige Banksparpläne) sowie ca. zwei Millionen Verträge im Bereich der bAV abgeschlossen. In der Gruppe der Arbeiter und Angestellten von 20 bis 45 Jahren haben immerhin 21 % einen förderfähigen Vertrag, allerdings sind die durchschnittlich erbrachten Sparbeiträge mit 175,- € (bzw. 300,- € unter Berücksichtigung der Zulagen) recht gering. Im Zuge der stufenweisen Erhöhung der Fördergrenzen wird es aber wohl zu höheren Einzahlungen kommen.
Als wesentliche Ursache dafür, daß die „Riester-Rente“ noch keinen „flächendeckenderen“ Verbreitungsgrad erreicht hat, kommt vor allem das –wie gezeigt vielfach kritisierte– komplizierte Fördersystem in Betracht: So wußte z.B. Mitte 2002 nur jeder zweite Arbeiter oder Angestellte, daß er überhaupt förderberechtigt ist. Auch schmälert der hohe Verwaltungsaufwand die zu erwartenden Renditen der Altersvorsorgeverträge: Allein die Anzahl der beteiligten Institutionen (z.B. Zertifizierungsstelle, Anbieter, Finanzamt, ZfA) sowie der erforderlichen Formulare veranschaulichen die Umständlichkeit des Förderverfahrens.
Desweiteren ist fraglich, inwieweit die mit dem AVmG geschaffenen Regelungen zur Besteuerung der Altersvorsorge Bestand haben werden, denn spätestens seit dem BVerfG-Urteil vom 06.03.2002 ist klar, daß sich die Besteuerung von Alterseinkünften ändern muß. Erst kürzlich hat die hierzu eingerichtete „Sachverständigenkommission zur Neuordnung der steuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen“ ihren Abschlußbericht vorgelegt. Darin wird ein
„Drei-Schichten-Modell“ vorgeschlagen, bestehend aus Basisversorgung (GRV und vergleichbare Systeme), Zusatzversorgung (geförderte private Altersvorsorge und bAV) sowie Kapitalanlageprodukten, die ebenfalls zur Altersvorsorge eingesetzt werden können, jedoch nach Meinung der Kommission vorgelagert zu besteuern sind.
Bezüglich des in dieser Arbeit diskutierten Themas wird insbesondere die Erweiterung des förderberechtigten Personenkreises auf alle Steuerpflichtigen vorgeschlagen, um vor allem auch Selbständige mit einzubeziehen, sowie eine Dynamisierung der Höchstbeträge nach § 10a in Anlehnung an die Änderungen der BBG zur RV.
Schließlich soll der Altersvorsorge-Eigenheimbetrag wieder abgeschafft werden. Im Zuge der Umsetzung von Vorschlägen der Kommission ergäbe sich die Chance, die bislang recht unsystematische Besteuerung von Renten, Pensionen und anderen Altersbezügen zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Man darf also gespannt sein, wie sich das Thema Altersvorsorge in Zukunft entwickeln wird – es ist und bleibt in jedem Fall aktuell.
Die Rentenreform 2001
Notwendigkeit und Ziele der Reform
Schwerpunkte des AVmEG und des AVmG im Überblick
Das AltZertG
Anforderungen in der Ansparphase
Anforderungen in der Auszahlungsphase
Anforderungen an die Anbieter von Altersvorsorgeverträgen
Die Förderung der privaten Altersvorsorge nach dem AVmG
Grund- und Kinderzulage
Besonderheiten der Kinderzulage
Zulage bei mehreren Verträgen
Kürzung der Zulage
Zurechnung der zusätzlichen Steuerermäßigung bei Ehegatten
Sonderausgabenabzug bei mehreren Verträgen
Verfahren zum Erhalt der Förderung
Schädliche Verwendung von Altersvorsorgevermögen
Schädliche Verwendung des Altersvorsorge-Eigenheimbetrags
Besteuerung von Altersvorsorgeverträgen
Abgrenzung von geförderten und ungeförderten Beiträgen
Besteuerung von Leistungen aus Altersvorsorgeverträgen
Vergleich zur steuerlichen Behandlung ausgewählter ungeförderter Anlageformen
4.4.1 Grundlagen Alternativ zur Förderung durch die Altersvorsorgezulage können die begünstigten Personen einen zusätzlichen Sonderausgabenabzug nach § 10a in Anspruch nehmen. Welche Art der Förderung zur Anwendung kommt bzw. sich für den Anleger mehr lohnt, wird vom Finanzamt durch eine Günstigerprüfung ermittelt. Der Sparer muß sich also nicht für eine Variante der Förderung entscheiden. Der Abzug von Vorsorgeaufwendungen nach § 10 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 und 3 wird durch den Sonderausgabenabzug nach § 10a nicht beeinflußt.128 Abziehbare Sonderausgaben sind die im Vz. geleisteten Altersvorsorgebeiträge zuzüglich der dafür zustehenden Zulagen (§ 10a Abs. 1 Satz 1 Hs. 1); die „Zulage wird daher als eigener Aufwand des [Steuerpflichtigen] fingiert.“129 [...]
4.3.7 Kürzung der Zulage Wird der Mindesteigenbeitrag nicht geleistet, ist die Zulage –sowohl die Grund- als auch die Kinderzulage– zu kürzen (§ 86 Abs. 1 Satz 1).124 Kürzungsmaßstab ist das Verhältnis der tatsächlich geleisteten Altersvorsorgebeiträge (ohne Berücksichtigung der Zulage125) zum Mindesteigenbeitrag (§ 86 Abs. 1 Satz 6). Auch der Zulageanspruch eines mittelbar Begünstigten wird entsprechend gekürzt, wenn derjenige, von dem er seinen Zulageanspruch ableitet, seinen Mindesteigenbeitrag nicht erbracht hat.126 Bei mehreren Verträgen ist darauf zu achten, daß der Mindesteigenbeitrag zugunsten zweier Verträge erbracht wird. Wurde der Mindesteigenbeitrag z.B. auf drei Verträge verteilt, ist –auch wenn insgesamt der volle Mindesteigenbeitrag gezahlt wurde– die Zulage zu kürzen, da nur zwei Verträge bei der Zulage berücksichtigt werden können.127 4.4 Sonderausgabenabzug nach § 10a EStG [...]
Desweiteren kommt es bei Ehegatten, von denen einer unmittelbar und der andere mittelbar zulageberechtigt ist, nicht zu einer Verdoppelung der Sonderausgabenhöchstbeträge, sondern den Ehegatten steht nur der einfache Betrag des § 10a Abs. 1 Satz 1 Hs. 1 zu (§ 10a Abs. 3 Satz 2), so daß auch durch diese „Deckelung“ kein Anreiz zur Zahlung von eigenen Beiträgen des mittelbar Berechtigten besteht.119 4.3.6 Zulage bei mehreren Verträgen Eine Zulage wird für maximal zwei Verträge gewährt (§ 87 Satz 1).120 Welche dies bei Bestehen von mehr als zwei Verträgen sein sollen, kann bzw. muß der Zulageberechtigte im Zulageantrag jedes Jahr neu festlegen (§ 89 Abs. 1 Satz 2). Aus der Formulierung „Verträge“ in § 87 geht hervor, daß die Förderung sowohl auf zwei zertifizierte private Altersvorsorgeverträge als auch auf einen zertifizierten Vertrag und einen bAV-Vertrag verteilt werden kann.121 Um die volle Zulage zu erhalten, muß der Mindesteigenbeitrag zugunsten dieser beiden Verträge geleistet worden sein; die Zulage wird dann entsprechend der Höhe der auf den jeweiligen Vertrag gezahlten Beiträge verteilt (§ 87 Satz 2 und 3). Nimmt der Anleger keine Bestimmung der Verträge vor oder beantragt er die Förderung für mehr als zwei, wird die Zulage automatisch für die beiden Verträge gewährt, zugunsten derer die höchsten Altersvorsorgebeiträge eingezahlt wurden (§ 89 Abs. 1 Satz 3).122 Eine Verteilung der Zulage auf mehrere Verträge kommt bei mittelbar Begünstigten nicht in Betracht; hier ist automatisch der Vertrag begünstigt, für den die Zulage zuerst beantragt wird.123 [...]
http://www.diplom.de/ean/9783832483746
Prinz, geb. Wesp, Jennifer Juli 2003: Die Förderung der privaten Altersvorsorge nach dem Altersvermögensgesetz, Hamburg: Diplomica Verlag
Steuerrecht, Riester, Versicherung, Reform, Rente
Studienarbeit von Thomas
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Nachgelagerte BesteuerungVorgelagerte BesteuerungKonsumsteuerErtragsanteilRentenformel
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AltersvorsorgeInvestmentfondsVersicherungfondsgebundene LebensversicherungLebensversicherung
Eine zielgruppenorientierte Analyse aus Verbrauchersicht
Abschlussarbeit von Marcus Alexander
Betriebliche AltersvorsorgeRiesterrenteBasisrenteLebensarbeitszeitkontenLebensversicherung
Eine empirisch vergleichende Untersuchung
VersorgungslückeRentenversicherungAVmGZertifizierungZulagenverwaltung
Diplomarbeit von Rainer
AltersvorsorgeRenteKMU
Mai 2009 | Note 1,7
AltersvorsorgeRiester RenteAnlageformFondsVersorgungslücke
Riester-Publikumsfondssparpläne versus traditionelle Fondssparpläne
Eine vergleichende finanzwirtschaftliche und steuerliche Analyse der Eignung zur Altersvorsorge
RentenreformStaatliche FörderungWertpapierePrivate AltersvorsorgeFonds
Gesamtwirtschaftliche Problematik und individuelle Strategien
AltersvorsorgeBetriebliche AltersvorsorgeGesetzliche RentenversicherungDemografieSozialversicherung
Ein Vergleich mit der Lebensversicherung
Masterarbeit von Angela
KapitaldeckungsverfahrenPensionsberechnungZinseszinseffektVermögensanlageCost Average Effekt
Bachelorarbeit von Tobias
RenteAltersvorsorgeRentenbesteuerungRiester RenteAlterseinkünfte
Chancen, Risiken und Marktgängigkeit aus Sicht von Bauherren und Banken/Sparkassen
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Juli 2005 | Note 2,0
Drei-Säulen-ModellEntgeltumwandlungDurchführungswegKapitaldeckungArbeitnehmerfreizügigkeit