Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%201998,%201393
Timestamp: 2019-10-16 06:11:34
Document Index: 130755600

Matched Legal Cases: ['§ 765', '§ 765', '§ 401', 'BGH', 'BGH', '§ 17']

OLG Köln, 30.10.1997 - 12 U 40/97 - dejure.org
OLG Köln, 30.10.1997 - 12 U 40/97
https://dejure.org/1997,1496
OLG Köln, 30.10.1997 - 12 U 40/97 (https://dejure.org/1997,1496)
OLG Köln, Entscheidung vom 30.10.1997 - 12 U 40/97 (https://dejure.org/1997,1496)
OLG Köln, Entscheidung vom 30. Januar 1997 - 12 U 40/97 (https://dejure.org/1997,1496)
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BGB §§ 765 ff, 401
Verpflichtung eines Gläubigers zur Darlegung der Mängel des Werks bei Inanspruchnahme des Bürgen i.R.e. auf das erste Anfordern ausgestellten Gewährleistungsbürgschaft; Spezifizierte Mängelauflistung als Voraussetzung einer Inanspruchnahme des Bürgen aufgrund vorheriger ...
BGB §§ 765 ff., 401
Gewährleistungsbürgschaft; Bürgschaft auf erstes Anfordern
Bürgschaft auf erstes Anfordern: Einwand der ungerechtfertigten Bereicherung im Erstprozeß? (IBR 1998, 381)
LG Köln, 17.12.1996 - 85 O 173/96
NJW-RR 1998, 1393
WM 1998, 707
WM 1999, 707
BB 1998, 710
BauR 1998, 1118 (Ls.)
BauR 1998, 555
Mit der Abtretung einer Forderung gehen gemäß § 401 Abs. 1 BGB auch die zu ihrer Sicherung bestellten Bürgschaften oder Garantien einschließlich der Befugnis zur Abgabe der für die Fälligstellung erforderlichen Erklärungen auf den Zessionar über (BGHZ 90, 287, 292 = NJW 1984, 2030, 2031; BGH NJW 1987, 2075; OLG Köln BauR 1998, 555, 556).
In diesem Fall müssen die den Einwand des Rechtsmissbrauchs tragenden Tatsachen deshalb auch vom Schuldner durch "liquide" Beweismittel im dargelegten Sinne (oben I.2.b.aa) belegt werden (OLG Hamm MDR 1991, 636; OLG Düsseldorf [22. Zivilsenat] OLGR 1995, 29, 30 und NJW-RR 1998, 776, 777;… KG aaO.; OLG Köln BauR 1998, 555, 557 f.).
Einstweilige Verfügung gegen Inanspruchnahme aus Bürgschaft auf erstes Anfordern?
Zwar ist der einstweilige Rechtsschutz gegen die Inanspruchnahme aus einer Bürgschaft auf er- stes Anfordern auf den Ausnahmefall der offenkundig rechtsmißbräuchlichen Inanspruchnahme beschränkt Vgl. Werner/Pastor, Bauprozeß, 9. Aufl. 1999, Rdnr. 373, 1257 m. w. N.; OLG Köln, NJW-RR 1998, 1393.
Die Klägerin hat aber durch die von ihr beigebrachten eidesstattlichen Versicherungen und die eingereichten Vertragsurkunden "liquide" glaubhaft gemacht Vgl. dazu Werner/Pastor, Rdnr. 373 ff.; OLG Hamm, MDR 1991, 636; OLG Köln, NJW-RR 1998, 1393, 1395 f., daß die Inanspruchnahme der durch die V. abgetretenen Gewährleistungsbürgschaft durch die Beklagte "auf erstes Anfordern" vom 21.1.1997 durch die Beklagte rechtsmißbräuchlich ist.
Zwar wird bei einer Gewährleistungsbürgschaft teilweise die Darlegung konkreter Mängel verlangt, wenn nichts anderes vereinbart ist (OLG München NJW-RR 1995, 498; a.A. OLG Köln NJW-RR 1998, 1393), eine solche liegt hier jedoch nicht vor.
Vielmehr kann auch der Hauptschuldner im Wege des einstweiligen Verfügungsverfahrens verlangen, dem Gläubiger die Inanspruchnahme des Bürgen zu untersagen (OLG Köln, BauR 1998, 555, 558; KG, BauR 1997, 665, 666; OLG München, NJW-RR 1996, 534, 535;… Koeble/Kniffka, 10. Teil Rdnr. 2 - 4).
OLG Karlsruhe, 21.10.2003 - 17 U 24/03
VOB-Vertrag: Fertigstellungs- und Gewährleistungsbürgschaft; Teilleistung bei …
Die Gegenansicht meint, dass Ansprüche des Auftraggebers auf Restfertigstellung grundsätzlich von einer Gewährleistungssicherheit erfasst seien, da es auch insoweit um Ansprüche des Auftraggebers nach Abnahme gehe (…vgl. Ingenstau/Korbion, VOB, 14. Auflage, B § 17 Rn. 21; nach Vertragsauslegung ebenfalls: OLG Hamm, NJW-RR 1987, 686; OLG Köln, NJW-RR 1998, 1393, 1395).
Der Hauptschuldner (Verfügungsklägerin) hat zwar die Möglichkeit, sich gegen die Inanspruchnahme der Bürgschaft auf erstes Anfordern durch den Gläubiger auch im Wege der einstweiligen Verfügung zur Wehr zu setzen (…vgl. etwa OLG Düsseldorf, a.a.O.; OLG Köln, BauR 1998, 555 ff.); er kann die Inanspruchnahme des Bürgen aber nur dann erfolgreich abwehren, wenn er mit liquiden Mitteln glaubhaft macht, dass der Sicherungsgläubiger eine formale Rechtsstellung missbraucht; jede andere Betrachtung würde die unbedingte Zahlungspflicht des Bürgen durch prozessuale Maßnahmen des Hauptschuldners unterlaufen (…ebenso OLG Köln, a.a.O., S. 558).