Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=03.07.2014&Aktenzeichen=I%20ZR%2084/13
Timestamp: 2020-08-13 20:45:15
Document Index: 269335566

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5']

https://dejure.org/2014,40636
BGH, 03.07.2014 - I ZR 84/13 (https://dejure.org/2014,40636)
BGH, Entscheidung vom 03.07.2014 - I ZR 84/13 (https://dejure.org/2014,40636)
BGH, Entscheidung vom 03. Juli 2014 - I ZR 84/13 (https://dejure.org/2014,40636)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2014,40636) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Für eine Umkehr der Darlegungs- und Beweislast besteht allerdings kein Anlass, wenn die Klagepartei die für die Beurteilung der Spitzenstellung maßgeblichen Tatsachen ohne erhebliche Schwierigkeiten darlegen und beweisen kann (vgl. BGH GRUR 2015, 186 Rn. 10 - Wir zahlen Höchstpreise; BGH…, Beschluss vom 19.04.2012, Az.: I ZR 173/11, BeckRS 2012, 13391 Rn. 9 - Bester Preis der Stadt).
Entgegen dem Dafürhalten des Landgerichts ist die Beklagte nicht gehalten, die maßgeblichen Mitgliederzahlen des von der Klägerin betriebenen Online-Dating-Portals L...Scout24 darzulegen und zu beweisen, da es sich hierbei ersichtlich um solche Tatsachen handelt, die die Klägerin selbst ohne erhebliche Schwierigkeiten darlegen und beweisen kann (vgl. BGH a.a.O., GRUR 2015, 186 Rn. 10 - Wir zahlen Höchstpreise;… BGH a.a.O., BeckRS 2012, 13391 Rn. 9 - Bester Preis der Stadt).
Auf die Verteilung der Darlegungs- und Beweislast, die auch im Bereich der Alleinstellungs- und Spitzengruppenwerbung grundsätzlich der Kläger trägt (vgl. BGH, Urteil vom 3. Juli 2014 - I ZR 84/13 -, Rn. 10, juris, Wir zahlen Höchstpreise), kommt es vorliegend nicht an.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (GRUR 2015, 186 Rn. 10) ist auch im Bereich der Alleinstellungs- und Spitzengruppenwerbung keine allgemeine Umkehr der Darlegungs- und Beweislast anzunehmen.
Damit schließt sich der Senat ausdrücklich einem Einordnungsansatz des OLG Karlsruhe (GRUR 1994, 134) an (…so auch Köhler/Bornkamm/Feddersen, UWG § 5 Rn. 1.250), der auch nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs (GRUR 2015, 186 Rn. 10) nicht als überholt erachtet werden kann.