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Timestamp: 2016-10-25 22:53:56
Document Index: 9443384

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 100', 'Art. 43', 'BGE', 'Art. 204', 'Art. 205', 'Art. 651', 'Art. 205', 'BGE', 'Art. 652', 'Art. 654', 'Art. 205', 'Art. 205', 'Art. 205', 'Art. 548', 'Art. 205', 'Art. 205', 'Art. 530', 'Art. 548', 'Art. 530', 'Art. 205', 'Art. 205', 'BGE', 'Art. 404', 'Art. 75', 'Art. 205', 'Art. 205', 'Art. 205', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 205', 'Art. 176', 'Art. 205', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 29', 'Art. 8', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 205', 'Art. 798', 'Art. 205', 'Art. 651']

5A_283/2011 (29.08.2011)
X.________ (geb. 1957) und Y.________ (geb. 1960) heirateten im Januar 1986. Sie sind Eltern von zwei mittlerweile m�ndigen Kindern. Seit dem 1. September 2004 leben die Ehegatten getrennt. Die Folgen des Getrenntlebens mussten gerichtlich geregelt werden.
Die Parteien sind als einfache Gesellschafter Gesamteigent�mer eines w�hrend der Ehe erworbenen Einfamilienhauses, Grundst�ck Nr. 0000, in W.________. Die Liegenschaft diente als Familienwohnung.
Auf gemeinsames Begehren der Parteien schied das Bezirksgericht Zofingen mit Urteil vom 25. Juni 2009 die Ehe und urteilte �ber die Scheidungsfolgen. Strittig war insbesondere das rechtliche Schicksal des im Gesamteigentum der Parteien stehenden Grundst�cks Nr. 0000.
Das Bezirksgericht wies das Grundst�ck dem Ehemann zu Alleineigentum zu (Ziff. 6.1.1 des Dispositivs) und �berband ihm die auf der Liegenschaft lastenden Grundpfandschulden einschliesslich der offenen Zinsen (Ziff. 6.1.2 des Dispositivs). Es wies zudem das zust�ndige Grundbuchamt zum Eintrag des Eigentums�berganges nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils an (Ziff. 6.1.3 des Dispositivs).
C.a Gegen das bezirksgerichtliche Urteil gelangte X.________ am 25. Januar 2010 an das Obergericht des Kantons Aargau und verlangte insbesondere die Aufhebung der Ziff. 6.1.1 - 6.1.3. Sie beantragte, das Grundst�ck Nr. 0000 sei ihr (unter �berbindung der Grundpfandschulden einschliesslich der offenen Zinsen) zuzuweisen. In seiner Anschlussappellation verlangte Y.________, es seien ihm in Ab�nderung der Ziff. 6.1.2 des bezirksgerichtlichen Urteils die Grundpfandschulden ohne die offenen Zinsen zu �berbinden.
C.b Mit Urteil vom 16. Februar 2011 (zugestellt am 14. M�rz 2011) best�tigte das Obergericht die Zuweisung des Grundst�cks Nr. 0000 an Y.________. Jedoch �berband es ihm die auf dem Grundst�ck lastenden Grundpfandschulden ohne die offenen Zinsen. Das Obergericht auferlegte X.________ 3/4 der obergerichtlichen Gerichtskosten und verpflichtete sie zur h�lftigen Entsch�digung der obergerichtlichen Parteikosten von Y.________.
Dem Bundesgericht beantragt X.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrerin) in ihrer Beschwerde in Zivilsachen vom 13. April 2011 und deren Erg�nzung vom 11. Mai 2011 die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils, soweit das Obergericht ihre Appellation gegen die Ziff. 6.1.1 - 6.1.3 des bezirksgerichtlichen Urteils abgewiesen hat, und die ungeteilte Zuweisung des Grundst�cks an sie unter �berbindung der darauf lastenden Grundpfandschulden einschliesslich der offenen Zinsen sowie entsprechender Eintragung im Grundbuch. Zudem verlangt sie antragsgem�sse die Neuverlegung der obergerichtlichen Kosten.
1.1 Angefochten sind die Fr. 30'000.-- �bersteigenden verm�gensrechtlichen Folgen eines kantonal letztinstanzlichen Ehescheidungsurteils. Die Beschwerde in Zivilsachen ist somit grunds�tzlich zul�ssig (Art. 72 Abs. 1, Art. 74 Abs. 1 lit. b, Art. 75 und Art. 90 BGG).
1.2 Die Beschwerdef�hrerin hat ihre Beschwerde am 11. Mai 2011 und damit nach Ablauf der Beschwerdefrist gem�ss Art. 100 Abs. 1 BGG erg�nzt, wobei sie zuvor (zurecht) keinen Antrag auf Ansetzung einer angemessenen Frist zur Erg�nzung der Beschwerdebegr�ndung gestellt hatte (Art. 43 BGG). Die Erg�nzung der Beschwerdeschrift nach Ablauf der Beschwerdefrist ist damit unzul�ssig (BGE 134 IV 156 E. 1.7 S. 162).
2.1 Wird der G�terstand - hier der Errungenschaftsbeteiligung - aufgel�st (Art. 204 ZGB), nimmt jeder Ehegatte seine Verm�genswerte zur�ck, die sich im Besitz des anderen Ehegatten befinden (Art. 205 Abs. 1 ZGB). Miteigentum der Ehegatten an Verm�genswerten ist nach sachenrechtlichen Grunds�tzen aufzuheben. Im Streitfall wird die gemeinschaftliche Sache nach gerichtlicher Anordnung entweder k�rperlich geteilt oder versteigert (Art. 651 Abs. 2 ZGB). Erg�nzend sieht Art. 205 Abs. 2 ZGB vor, dass der Ehegatte, der ein �berwiegendes Interesse nachweist, den gemeinschaftlichen Verm�genswert gegen Entsch�digung des andern Ehegatten ungeteilt zugewiesen erhalten kann (vgl. BGE 119 II 197 E. 2 S. 198 f.).
2.2 Gesamteigentum (Art. 652 ff. ZGB) wird mit der Ver�usserung der Sache oder dem Ende der Gemeinschaft aufgehoben und, wo es nicht anders bestimmt ist, nach den Vorschriften �ber das Miteigentum geteilt (Art. 654 Abs. 1 und 2 ZGB). Die Frage, ob Art. 205 Abs. 2 ZGB auf Gesamteigentum (bei einer einfachen Gesellschaft unter den Ehegatten) ebenfalls Anwendung findet, ist in der Lehre umstritten (zustimmend STECK, in: FamKommentar Scheidung, Band I, 2. Aufl. 2011, N. 8 zu Art. 205 ZGB; HAUSHEER/AEBI-M�LLER, in: Basler Kommentar, 4. Aufl. 2010, N. 11 zu Art. 205 ZGB; TERCIER UND ANDERE, in: Les contrats sp�ciaux, 4. Aufl. 2009, N. 7748; CHAIX, in: Commentaire romand, 2008, N. 3 zu Art. 548-550 OR [betreffend die Familienwohnung]; RUMO-JUNGO, Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 2007, N. 6 zu Art. 205 ZGB; FELIX KOBEL, Immobilien in der g�terrechtlichen Auseinandersetzung, 2007, S. 95 ff.; REY, Die Grundlagen des Sachenrechts und das Eigentum, Band I, 3. Aufl. 2007, N. 1017b; AEBI-M�LLER/TRACHSEL, Grundfragen der g�terrechtlichen Auseinandersetzung, in: Dritte Schweizer Familienrecht�Tage, 2006, S. 234 f.; HAUSHEER/LINDENMEYER LIEB, Einfache Gesellschaft und Eheg�terrecht, in: G�ter- und erbrechtliche Fragen zur einfachen Gesellschaft und zum b�uerlichen Bodenrecht, 2005, S. 10; HOCH, Aufl�sung und Liquidation der einfachen Gesellschaft, 2001, N. 434 [betreffend die Familienwohnung]; HEGNAUER/BREITSCHMID, Grundriss des Eherechts, 4. Aufl. 2000, N. 26.07 und N. 25.12; HOHL, Gesellschaften unter Ehegatten, 2. Aufl. 1997, S. 169 ff.; HAUSHEER, Anmerkungen zur Ehegattengesellschaft, ZBJV 1995, S. 619 ff.; HAUSHEER/REUSSER/GEISER, Berner Kommentar, 1992, N. 32 zu Art. 205 ZGB; offen gelassen BR�M, Gemeinschaftlicher Erwerb durch Ehegatten, in: Der Grundst�ckkauf, 2010, S. 401; ablehnend HANDSCHIN/VONZUN, Z�rcher Kommentar, 4. Aufl. 2009, N. 121 zu Art. 530 OR; GENNA, Aufl�sung und Liquidation der Ehegattengesellschaft, 2008, S. 47 ff.; STAEHELIN, in: Basler Kommentar, 3. Aufl. 2008, N. 4 zu Art. 548/549 OR; FELLMANN/M�LLER, Berner Kommentar, 2006, N. 278 zu Art. 530 OR; ESTHER KOBEL, Eherechtliche und schuldrechtliche Leistungen unter Ehegatten, 2001, N. 4.227 ff.; BR�M, Gemeinschaftliches Eigentum unter Ehegatten an Grundst�cken, 1997, S. 143 ff.; EPPENBERGER, Der (teilweise) drittfinanzierte Grundst�ckserwerb in der g�terrechtlichen Auseinandersetzung, 1996, S. 81 f.; ENGLER, Zur Scheidung einfacher Gesellschafter, BJM 1995, S. 231 f.; GLOOR, Die Zuteilung der ehelichen Wohnung nach schweizerischem Recht, 1987, S. 65).
Das Bundesgericht sah sich soweit ersichtlich einzig im unpublizierten Urteil 5C.325/2001 vom 4. M�rz 2002, in: Pra 2002 Nr. 188 S. 1004 und ZGBR 84/2003 S. 122 mit dieser Frage konfrontiert. Damals er�brigte sich jedoch eine Auseinandersetzung, weil im Ergebnis die Voraussetzungen f�r eine Zuweisung nach Art. 205 Abs. 2 ZGB ohnehin nicht erf�llt waren.
Vorliegend verlangten vor dem Obergericht beide Ehegatten �bereinstimmend und damit einvernehmlich die Anwendung von Art. 205 Abs. 2 ZGB (vgl. insoweit zur Dispositionsmaxime BGE 119 II 197 E. 2 S. 198; Urteil 5C.171/2006 vom 13. Dezember 2006 E. 7.1, in: FamPra.ch 2007 S. 375; allgemein zur Dispositionsmaxime im Eheg�terrecht vgl. Art. 404 ZPO i.V.m. Art. 75 Abs. 2 des Zivilrechtspflegegesetzes des Kantons Aargau vom 18. Dezember 1984 [ZPO; SAR 221.100; in Kraft bis 31. Dezember 2010] und Urteil 5A_822/2008 vom 2. M�rz 2009 E. 4.1). Die Beschwerdef�hrerin anerkennt denn auch vor dem Bundesgericht die Anwendbarkeit von Art. 205 Abs. 2 ZGB und stellt f�r den Fall ihres Unterliegens die Zuweisung der Liegenschaft an den Beschwerdegegner nicht in Frage. Vorliegend kann demnach die erw�hnte Streitfrage zur Anwendbarkeit von Art. 205 Abs. 2 ZGB offen gelassen werden.
2.3 Ein �berwiegendes Interesse gem�ss Art. 205 Abs. 2 ZGB ist dann anzunehmen, wenn ein Ehegatte, aus welchen Gr�nden auch immer, eine besonders enge Beziehung zur streitigen Sache nachweist. Das Gericht hat aufgrund der konkreten Sachlage eine Interessenabw�gung vorzunehmen und seine Entscheidung nach Billigkeit zu treffen (Art. 4 ZGB; BGE 119 II 197 E. 2 S. 199).
Die ungeteilte Zuweisung gem�ss Art. 205 Abs. 2 ZGB setzt nicht nur voraus, dass der �bernahmewillige Ehegatte ein �berwiegendes Interesse am Verm�genswert in gemeinschaftlichem Eigentum nachweist, sondern auch, dass er den andern Ehegatten f�r seinen Anteil entsch�digt. Auf die Entsch�digung ist auch die �bernahme einer solidarisch eingegangenen Schuldverpflichtung durch den Ehegatten anzurechnen, der die Zuteilung verlangt, so dass der andere Ehegatte aus seiner Schuldpflicht entlassen wird. Eine solche Schuld�bernahme setzt die Zustimmung des Gl�ubigers voraus (Art. 176 OR; vgl. zum Ganzen Urteil 5A_600/2010 vom 5. Januar 2011 E. 4.1, in: SJ 2011 I S. 246 und FamPra.ch 2011 S. 420).
3.1 Das Obergericht hielt bei der Pr�fung eines �berwiegenden Interesses nach Art. 205 Abs. 2 ZGB fest, beide Ehegatten h�tten unbestrittenermassen ein erhebliches Interesse an der Zuteilung der Liegenschaft.
3.2.1 Nach den verbindlichen und unbestrittenen Feststellungen des Obergerichts betr�gt der Verkehrswert der Liegenschaft zwischen Fr. 475'000.-- und 495'000.--. Sie ist mit einer Hypothek in der H�he von Fr. 400'000.-- der Bank Z.________ belastet. Dabei handelt es sich um eine Solidarschuld der Ehegatten. Zudem finanzierte der Beschwerdegegner Fr. 120'000.-- im Rahmen eines Vorbezugs aus Mitteln seiner beruflichen Vorsorge.
Das Obergericht f�hrte deshalb aus, mangels eines "Wert�berschusses der Liegenschaft" bestehe das Interesse des Ehegatten, dem die Liegenschaft nicht zugewiesen werde, nicht in einem Barerl�s, sondern namentlich in der Entlassung aus der Solidarhaft f�r die auf der Liegenschaft lastenden Grundpfandschulden von Fr. 400'000.--. Damit komme die gesetzlich geforderte Entsch�digung vorliegend "der Entlassung des nicht �bernehmenden Ehegatten aus der Schuldpflicht gleich".
3.2.2 Was den Beschwerdegegner betrifft, erachtete es das Obergericht als erstellt, dass dieser gegenw�rtig ohne Weiteres in der Lage sei, die Beschwerdef�hrerin f�r ihren Teil zu entsch�digen. Es schloss dies aus einem Schreiben der Bank Z.________ vom 9. Februar 2010 (Appellationsantwortbeilage 12), in dem diese best�tigte, dass aufgrund der Einkommenssituation des Beschwerdegegners f�r ihn eine Hypothek in der H�he von Fr. 400'000.-- tragbar sei und sie insk�nftig auf die Solidarschuldnerschaft der Beschwerdef�hrerin verzichten w�rde.
3.2.3 Bei der Beschwerdef�hrerin kam das Obergericht hingegen zum Schluss, sie sei aktuell nicht in der Lage, den Beschwerdegegner insoweit zu entsch�digen, als dessen Entlassung aus der Solidarhaftung in Frage stehe. Aus der Best�tigung der Bank Z.________ vom 5. Januar 2010 (Appellationsbeilage 11) gehe einzig hervor, dass der Beschwerdef�hrerin eine vollst�ndige �bernahme der bestehenden Hypothek von aktuell Fr. 400'000.-- als Alleineigent�merin m�glich sei. Hingegen fehle eine "Schuldentlassungserkl�rung". Die Best�tigung der Bank vom 26. Februar 2010, die eine Schuldentlassungserkl�rung beinhalte, habe die Beschwerdef�hrerin erst in ihrer Antwort auf die Anschlussappellation und damit versp�tet eingereicht.
3.2.4 Der Beschwerdegegner m�sse deshalb bef�rchten, dass die Gl�ubigerbank auf ihn zur�ckgreife, wenn die Beschwerdef�hrerin ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkomme. Daraus folge, dass das finanzielle Interesse des Beschwerdegegners an der Zuweisung der Liegenschaft �berwiege, weil eine Entlassung des Beschwerdegegners aus dem Solidarschuldverh�ltnis mit der Bank von der Beschwerdef�hrerin nicht rechtsgen�glich dargetan worden sei.
4.1 Die Beschwerdef�hrerin wirft dem Obergericht eine Verletzung des Verbots des �berspitzten Formalismus vor.
Die Gl�ubigerbank habe mit der Best�tigung vom 9. Februar 2010 f�r den Beschwerdegegner nichts anderes beziehungsweise dasselbe sagen wollen, wie mit der Best�tigung vom 5. Januar 2010 f�r die Beschwerdef�hrerin. Dies gehe nunmehr auch ausdr�cklich aus dem Schreiben der Bank Z.________ vom 7. April 2011 (Beilage 6 zur Beschwerde an das Bundesgericht) hervor, in dem diese erkl�re, sie habe unter den Best�tigungen vom 9. Februar 2010 und vom 5. Januar 2010 dasselbe verstanden .
Das Obergericht habe das Schreiben der Gl�ubigerbank vom 5. Januar 2010 "nicht korrekt ausgelegt". Darin sage die Gl�ubigerin, dass sie die Beschwerdef�hrerin als Alleinschuldnerin akzeptiere. Die "fehlende Redewendung, wonach der Mitschuldner aus der Solidarschuldnerschaft entlassen werde", sei somit gar nicht mehr n�tig.
Sie habe mit dem Schreiben vom 5. Januar 2010 nachgewiesen, dass der Beschwerdegegner nach der Eigentums�bertragung an sie nicht mehr durch die Gl�ubigerbank belangt w�rde. Die Gl�ubigerbank best�tige im �brigen, dass die Beschwerdef�hrerin auch aktuell noch in der Lage sei, die eheliche Liegenschaft unter Entlassung des Beschwerdegegners aus der Solidarhaft zu �bernehmen.
4.2.1 Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). In der Beschwerde ist darzutun, inwiefern die Voraussetzung f�r ein nachtr�gliches Behaupten neuer Tatsachen oder das Einreichen neuer Beweismittel erf�llt sein soll (BGE 134 V 223 E. 2.2.1 S. 226). Erst nach dem angefochtenen Entscheid eingetretene Tatsachen oder erstellte Beweisurkunden sind unzul�ssig, da f�r diese von vornherein nicht der angefochtene Entscheid Anlass zur Einreichung vor Bundesgericht geben kann (BGE 135 I 221 E. 5.2.4 S. 229 f.; 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.).
4.2.2 Der angefochtene Entscheid erging am 16. Februar 2011. Die von der Beschwerdef�hrerin eingereichte Beweisurkunde vom 7. April 2011 (Beschwerdebeilage 6) und die damit verbundenen Tatsachenbehauptungen sind demnach unzul�ssig und haben unber�cksichtigt zu bleiben. Dasselbe gilt f�r die in der Beschwerde enthaltenen Vorbringen, wonach die Gl�ubigerbank auch zum heutigen Zeitpunkt noch best�tige, dass die Beschwerdef�hrerin die Liegenschaft unter Entlassung des Beschwerdegegners aus der Solidarhaft �bernehmen k�nne.
4.3.1 Ob die �bernahme der Hypothek bei der Bank Z.________ f�r die Beschwerdef�hrerin wirtschaftlich tragbar und damit m�glich ist und ob die Gl�ubigerbank bereit ist, den Beschwerdegegner aus der Solidarhaft zu entlassen, stellen Tatfragen dar (Urteil 5C.325/2001 vom 4. M�rz 2002 E. 4, in: Pra 2002 Nr. 188 S. 1006 und ZBGR 84/2003 S. 124).
4.3.2 Wird eine Sachverhaltsfeststellung beanstandet, muss in der Beschwerdeschrift dargelegt werden, inwiefern diese Feststellung offensichtlich unrichtig und damit willk�rlich (BGE 136 III 636 E. 2.2 S. 638) oder durch eine andere Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (z.B. Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 8 ZGB) zustande gekommen ist und inwiefern die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2 S. 22). Auf rein appellatorische Kritik am Sachverhalt tritt das Bundesgericht nicht ein.
Wird die Sachverhaltsfeststellung unter Verletzung eines verfassungsm�ssigen Rechts - einschliesslich der Verfahrensgarantien von Art. 29 ff. BV - beanstandet, hat die Beschwerdef�hrerin diese nach Art. 106 Abs. 2 BGG zu r�gen und zu begr�nden (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255). Sie muss klar und detailliert darlegen, inwiefern ein verfassungsm�ssiges Recht verletzt worden sein soll.
4.4 Die Beschwerdef�hrerin begn�gt sich mit dem Vorwurf, dem Obergericht sei "�berspitzter Formalismus" vorzuhalten. �berspitzter Formalismus als besondere Form der Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK) ist gegeben, wenn f�r ein Verfahren rigorose Formvorschriften aufgestellt werden, ohne dass die Strenge sachlich gerechtfertigt w�re, wenn die Beh�rde formelle Vorschriften mit �bertriebener Sch�rfe handhabt oder an Rechtsschriften �berspannte Anforderungen stellt und damit dem B�rger den Rechtsweg in unzul�ssiger Weise versperrt (BGE 135 I 6 E. 2.1 S. 9; 128 II 139 E. 2a S. 142).
Die Beschwerdef�hrerin legt nicht weiter dar, inwiefern das Verbot des �berspitzten Formalismus vom Obergericht verletzt worden sein soll. Vielmehr begn�gt sie sich mit appellatorischer Kritik, indem sie ausf�hrt, das Obergericht habe die beiden Schreiben der Bank "zu Unrecht" unterschiedlich behandelt oder habe die Best�tigung vom 5. Januar 2010 "nicht korrekt" ausgelegt.
Auf diese Sachverhaltsr�ge ist damit nicht einzutreten. Die Beschwerdef�hrerin wendet sich im �brigen nicht dagegen, dass das Obergericht die Schuldentlassungserkl�rung vom 26. Februar 2010 nicht ber�cksichtigte, da diese versp�tet vorgebracht worden sei.
4.5 Damit ist von den obergerichtlichen Sachverhaltsfeststellungen auszugehen und f�r das Bundesgericht verbindlich festgestellt, dass der Nachweis einer Entlassung des Beschwerdegegners aus dem Solidarschuldverh�ltnis durch die Gl�ubigerbank fehlt und damit die Beschwerdef�hrerin nicht in der Lage ist, den Beschwerdegegner insoweit zu entsch�digen, als die Entsch�digung in dessen Entlassung aus der Solidarhaftung besteht.
5.1 Die Beschwerdef�hrerin macht schliesslich eine Verletzung von Art. 205 Abs. 2 ZGB geltend, weil sie aus mehreren Gr�nden einen besonderen Bezug zur fraglichen Liegenschaft habe und diese demnach ihr zuzuweisen sei.
5.2 Die Beschwerdef�hrerin beanstandet zu Recht nicht, dass eine auf die Entsch�digung anzurechnende �bernahme einer solidarisch eingegangenen Schuldverpflichtung die Zustimmung der Gl�ubigerin voraussetzt und nach Art. 798 ZGB n�tig ist (Ziff. 3 S. 5 ff. der Beschwerde; vgl. Urteile 5A_600/2010 vom 5. Januar 2011 E. 4.1, in: SJ 2011 I S. 246 und FamPra.ch 2011 S. 420; 5C.195/2004 vom 22. November 2004 E. 4.3, in: FamPra.ch 2005 S. 322; 5C.325/2001 vom 4. M�rz 2002 E. 4, in: Pra 2002 Nr. 188 S. 1006 und ZBGR 84/2003 S. 124).
Ist es aber der Beschwerdef�hrerin aufgrund der verbindlichen Tatsachenfeststellungen (vgl. E. 4.5 oben) nicht m�glich, die in Art. 205 Abs. 2 ZGB vorausgesetzte Entsch�digung zu leisten, ist eine ungeteilte Zuteilung der Liegenschaft an sie ausgeschlossen. Da sie keine Eventualantr�ge (die sich im Ergebnis gegen eine Zuweisung an den Beschwerdegegner richteten) stellt, er�brigt sich eine Pr�fung des angefochtenen Urteils dahin gehend, ob das Obergericht sodann (nach Feststellung der fehlenden M�glichkeit der Beschwerdef�hrerin zur Leistung der Entsch�digung) im vorliegenden Fall, in dem beide Ehegatten die ungeteilte Zuweisung verlangten, zurecht von einem �berwiegenden "finanziellen" Interesse des Beschwerdegegners an der Zuweisung ausgegangen ist (vgl. dazu und betreffend die Konstellation, dass ein Ehegatte die Zuweisung und der andere Ehegatte die �ffentliche Versteigerung nach Art. 651 Abs. 2 ZGB verlangt: Urteile 5A_600/2010 vom 5. Januar 2011 E. 4, in: SJ 2011 I S. 246 und FamPra.ch 2011 S. 420; 5C.325/2001 vom 4. M�rz 2002 E. 4, in: Pra 2002 Nr. 188 S. 1006 und ZBGR 84/2003 S. 124; vgl. sodann f�r den Fall, dass beide Ehegatten die Zuweisung verlangen, aber eine Partei die Entsch�digung nicht bezahlen kann: Urteil 5C.167/1995 vom 24. Januar 1996 E. 4).