Source: http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsanwalt/strafrecht/abtreibungsgesetz
Timestamp: 2016-12-04 10:09:30
Document Index: 259078187

Matched Legal Cases: ['§ 218', '§ 218', 'Art 1', 'Art 2', '§ 218', '§ 218', '§ 218', '§ 218', 'BGH', '§ 218']

Abtreibungsgesetz - Infos und Rechtsberatung
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AbtreibungsgesetzStand: 21.09.2015 Ein Abtreibungsgesetz gibt es im deutschen Rechtsgebiet nicht.
Die Abtreibung ist als Handlung selbst, in §§ 218ff Strafgesetzbuch (StGB) geregelt. Schwangerschaftsabbruch ist eine Tötung menschlichen Lebens und zwar ohne Rücksicht darauf, ob das ungeborene Wesen dabei Schmerz empfinden kann oder nicht. Die §§ 218 StGB schützen das ungeborene Leben bei intrauteriner Schwangerschaft als eigenständiges Rechtsgut und eröffnen damit eine kategoriale Differenz zum Lebensrecht geborener Menschen. Das Grundgesetz verpflichtet in Art 1 Abs. 1 und Art 2 Abs. 2 Satz 1 GG den Staat jedoch zunächst undifferenziert dazu, menschliches Leben zu schützen, auch das ungeborene. Dem tragen §§ 218 StGB ff eingeschränkt Rechnung mit einem im Zeitraum von der Befruchtung bis zur Geburt ansteigenden Lebensschutz, der mit dem undifferenzierten sonstigen Lebensschutz schwer zu vereinbaren ist. Der Tatbestand eines Schwangerschaftsabbruchs ist nach § 218a Abs. 1 StGB nicht erfüllt, wenn die Schwangere den Abbruch verlangt und dem Arzt eine Bescheinigung über die Teilnahme an einer anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatung, die mindestens drei Tage vor dem Eingriff liegt, vorlegt, der Abbruch von einem Arzt vorgenommen wird und wenn seit der Empfängnis nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sind.Gemäß § 218a Abs. 2 StGB ist ein zeitlich unbegrenzter Abbruch rechtlich erlaubt, wenn eine medizinisch-soziale Indikation vorliegt, eine Einwilligung der Schwangeren gegeben ist und ein Arzt den Abbruch vornimmt. Im Falle einer kriminologischen Indikation kann nach § 218a Abs. 3 StGB bis zur 12. Woche straflos abgetrieben werden. Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline!
Haben Sie sich schon geäußert?
Welche konkrete Tathandlung wird Ihnen vorgeworfen?
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Der Telefonanwalt kann die die Strafbarkeit der Handlung einschätzen.
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Die Handlung stellt eine strafbare Handlung dar.
Die beschriebene Tathandlung ist wohl straflos.
Sie sollten einen Rechtsanwalt konsultieren, der Akteneinsicht beantragt. Im Anschluss daran kann man eine Strategie gemeinsam entwerfen.
Sie können einem Ermittlungsverfahren gelassen entgegensehen.
BGH, Beschluss vom 2. 11. 2007 - 2 StR 336/07 (LG Frankfurt a.M.):1. Ein strafbefreiender Rücktritt von einem fehlgeschlagenen Tötungsversuch ist ausgeschlossen. Fehlgeschlagen ist der Versuch dann, wenn der Erfolgseintritt nach der letzten Ausführungshandlung im unmittelbaren Handlungsfortgang und mit nahe liegenden Mitteln objektiv nicht mehr möglich ist und der Täter dies erkennt oder wenn der Täter den Erfolg subjektiv nicht mehr für möglich hält.2. Wirkt der Täter auf die Leibesfrucht bereits vor der Geburt ein, tritt der tatbestandsmäßige Erfolg, der Tod des Kindes, aber erst nach dessen Geburt ein, so ist der Täter wegen eines Schwangerschaftsabbruchs, nicht wegen eines Tötungsdelikts zu bestrafen, da maßgeblich für die Abgrenzung der Anwendungsbereiche des § 218 StGB einerseits und der Tötungsdelikte andererseits der Zeitpunkt ist, zu dem die auf die Herbeiführung des Erfolgs gerichtete Handlung des Täters auf das Opfer einwirkt. (Ls d. Schriftltg.)
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