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Timestamp: 2017-03-26 17:30:24
Document Index: 183527145

Matched Legal Cases: ['Art 12', 'Art 13', 'Art. 23', 'Art. 28', 'Art. 19', 'Art. 34', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 7', 'Art. 7']

Vorbeugung ist entscheidend - PDF
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1 Vorbeugung ist entscheidend Kindesmisshandlung und Gewalt gegen Kinder: Vorbeugung als globale Strategie Photo WWSF Das WWSF - Handbuch für Nichtregierungsorganisationen und Bürgeraktionen In Unterstützung der weltweiten WWSF - Kampagne zur Vorbeugung von Kindesmisshandlung und des Weltberichts über Gewalt gegen Kinder Empfehlung Vorbeugung hat Vorrang WWSF Women s World Summit Foundation Frauen-Weltgipfel Stiftung 11 av. de la Paix 1202 Genf Schweiz2 Vorbeugung ist entscheidend Kindesmisshandlung und Gewalt gegen Kinder: Vorbeugung als globale Strategie Das WWSF - Handbuch für Nichtregierungsorganisationen und Bürgeraktionen WWSF Women s World Summit Foundation Frauen-Weltgipfel Stiftung 11 av. de la Paix, 1202 Genf, Schweiz3 "Gewalt gegen Kinder muss dringend beendet werden! Damit dies wirklich höchste Priorität erhält, braucht es eine unmissverständliche politische Führung und einen entschiedenen Einsatz der Zivilgesellschaft gegen Gewalthandlungen an Kindern". - Weltbericht über Gewalt gegen Kinder Copyright WWSF Women's World Summit Foundation 2008 / Frauen-Weltgipfel Stiftung. Alle Rechte vorbehalten. Veröffentlichungen der Women's World Summit Foundation können Sie bei folgender Adresse erhalten: WWSF, 11 av. de la Paix, 1202 Genf, Schweiz. Tel: Fax Anfragen zur Erlaubnis der Wiedergabe oder Übersetzungen von WWSF Veröffentlichungen ob für den Verkauf oder nicht-profitorientierte Verbreitung können Sie ebenfalls an die WWSF unter der oben genannten Adresse richten. Die Verantwortung für die Auslegung und die Verwendung der Materialien liegen beim Leser. In keinem Fall kann WWSF für Schäden, die aus der Verwendung entstehen, haftbar gemacht werden. Die namentlich genannten Autoren sind alleinverantwortlich für die Zusammenstellung der Informationen, die ausgewählten Fakten und die von der WWSF in den Veröffentlichungen ausgedrückten Ansichten. Die deutsche Übersetzung wurde durch die grosszügige Unterstützung des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland finanziert. WWSF Women's World Summit Foundation / Frauen-Weltgipfel Stiftung eine internationale, nicht-profitorientierte, humanitäre Organisation und Empowerment Netzwerk (UN ECOSOC, UNFPA, DPI mit beratendem Status), trägt durch die jährlichen weltweiten Kampagnen, Welttage und Auszeichnungen dazu bei, dass die Rechte von Frauen und Kindern und die UN Millennium Development Goals (UNO Millenniums-Entwicklungsziele) (MDGs) anerkannt und umgesetzt werden. Die WWSF sorgt auch für Sichtbarkeit, Anerkennung und Unterstützung frauenspezifischer Entwicklungsprojekte und innovativer Vorbeugungsmassnahmen gegen Kindesmissbrauch. 34 Inhalt Danksagung 5 Geleitwort 6 Vorwort 7 Einleitung Warum dieses Handbuch? 8 Was ist Kindesmisshandlung? 9 Was ist Vorbeugung? Aufruf zu Aktionen für Nicht-Regierungsorganisationen (NRO) & Bürger 14 I. Körperliche Misshandlung 14 Gewalt an Kindern Körperliche Strafen II. Sexueller Missbrauch von Kindern 24 Pädophilie Inzest Vergewaltigung und sexueller Missbrauch Minderjähriger III. Emotionale und psychologische Misshandlung 33 Der Kern aller Arten von Misshandlung Mobbing / Bullying 35 IV. Ausbeutung, kommerzielle sexuelle Ausbeutung eingeschlossen 37 Kinderarbeit/Schuldknechtschaft/Zwangsarbeit/Haussklaven/ Kindersoldaten Kinderhandel 46 Kinderprostitution 47 Kinderpornographie 48 Kinderhandel zu sexuellen Zwecken 49 Kinder-Sextourismus 52 V. Schädigende traditionelle Bräuche 55 Weibliche Geschlechtsverstümmelung 56 Frühe und Zwangsheiraten 58 Sohnpräferenz 61 Mitgiftsysteme 63 VI. Gewalt durch Medien 65 Internet 69 Fernsehen, Filme, Werbung 72 Video- und Computerspiele 75 Mobiltelefone 76 Anhang: Links zu ähnlichen Webseiten und Quellen des Handbuchs 82 - Quellen zu der UNO Studie über Gewalt an Kindern 85 - Fragebogen 86 - Über die WWSF Kinder - Sektion 87 45 Danksagung Dieses Buch ist die Zusammenstellung der Ergebnisse eines Forschungsprojekts, das 2007 von Leitern und Team der Women s World Summit Foundation (WWSF) initiiert wurde, als sie sich entschieden, ein Handbuch für NRO und Bürgeraktionen zu veröffentlichen. Es dient dazu, Vorbeugungsmassnahmen gegen Misshandlung und Gewalt gegen Kinder schneller ergreifen zu können. Das erklärte Ziel dieses Handbuchs ist es, Organisationen, Institutionen, Netzwerke für Kinderrechte, Basisorganisationen, interreligiöse Gemeinschaften, im Sozialbereich tätige Unternehmen und Bürger zu engagierten Akteuren zu machen, für die Vorbeugung eine absolute Priorität ist. Das Handbuch ist eines von WWSF Empowerment Programmen für seine Koalitions- Mitglieder, die den Welttag für die Vorbeugung von Kindesmisshandlung am 19 November und die Weltwoche für Vorbeugung vom November mit Veranstaltungen begehen, und für Organisationen, die sich für Förderung und Schutz der Rechte der Kinder einsetzen. Im Jahr 2000 hat die WWSF diesen Welttag ins Leben gerufen, der heute viele Regierungs- und Nichtregierungs-Körperschaften, Institutionen, Organisationen und Netzwerke, Experten, Menschen mit Erziehungsberufen und Eltern vereint, die den gemeinsamen Standpunkt von Null Toleranz für Misshandlung und Gewalt an Kindern vertreten hatte die internationale Koalition 933 Organisationen als aktive und unterstützende Mitglieder in 135 Ländern. WWSF bedankt sich bei den folgenden studentischen Praktikanten, die den Hauptteil der Forschungen nach guten Vorbeugungsmassnahmen betrieben haben: Angela Miller, Christina Bernardo, Kathleen Taylor, Krupa Dipak Vithlani, Hawa Niangado und Sévane Tadevossian. Wir danken Katja Mensendiek für die deutsche Übersetzung des Handbuchs. Die Autorin des Handbuchs, Elly Pradervand, geschäftsführende Direktorin des WWSF, in enger Zusammenarbeit mit Laure Maitrejean, Koordinatorin der WWSF Kinder-Sektion, bedanken sich ebenfalls bei Beraterin Sarah Field, für ihren Beitrag. Wir unterstützen die Initiative der WWSF Präventionskampagnen Professor Yanghee Lee, Vorsitzender des Komitees für Kinderrechte Jean Zermatten, Mitglied des Komitees für Kinderrechte, Direktor des International Institute for the Rights of the Child IDE Ihre Majestät Königin Rania Al-Abdullah von Jordanien Desmond Tutu, Erzbischof Emeritus und Friedensnobelpreisträger Dr. Samuel Kobia, Generalsekretär des Weltkirchenrates Das Amt des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte Prof. Jaap E. Doek, ehemaliger Vorsitzender des Komitees für Kinderrechte Prof. Paulo S. Pinheiro, Unabhängiger Experte für UN Studie über Gewalt gegen Kinder Vernor Muñoz Villalobos, UN Sonderberichterstatter über Erziehung Juan Miguel Petit, UN Sonderberichterstatter über Kinderhandel, Kinderpornographie und Kinderprostitution Conseil d Etat und Conseil administratif der Republik und des Kantons Genf in corpore, und Andere 56 Geleitwort Von Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für Kinderhandel, Kinderpornographie und Kinderprostitution, Dr. Najat MAALLA M JID Der Weltbericht über Gewalt an Kindern zeigt auf, dass Gewalt an Kindern sehr weit verbreitet ist. Jedes Jahr sind hunderte von Millionen Kindern Opfer von Gewalt und Ausbeutung. Gewalt an Kindern nimmt verschiedene Formen an, findet an verschiedenen Orten statt, zerstört Träume und richtet Kinderleben zugrunde. Psychosoziale, kulturelle und sozialwirtschaftliche Gründe und Faktoren, die zu Gewalt an Kindern führen, sind ausreichend bekannt. Die körperlichen, sozialen und psychologischen Folgen von Gewalt an Kindern werden heute genau erkannt. Gewalt an Kindern ist eine ernsthafte Bedrohung, nicht nur für Kinder, sondern auch für die dauerhafte Entwicklung der Menschheit. Gewalt an Kindern wird weitgehend verurteilt. Jeder erkennt das Recht eines Kindes auf Schutz an. Viele Strategien und Aktionen wurden bereits entwickelt und eingesetzt, vollständig oder teilweise. Trotz alledem sind Kinder weiterhin weltweit Opfer von Gewalttaten und Ausbeutung. Also, können wir Gewalt an Kindern wirklich beenden? Ja, wenn wir uns alle weigern, jede Form von Misshandlung oder Gewalt an Kindern zu rechtfertigen oder zu tolerieren. Ja, wenn wir alle davon ausgehen, dass der Schutz der Kinder vor allen Formen von Gewalt von höchster Wichtigkeit ist. Es darf nicht vergessen werden, dass Schutz nicht nur darin beruht, sich um Kinder zu kümmern, die bereits Opfer von Gewalt sind, sondern vor allem darin, jeglichen Gewalttaten an Kindern vorzubeugen. Die Vorbeugung von Gewalt ist fundamental. Berücksichtigung aller Faktoren, die zu Gewalt führen, macht es möglich, den tiefliegenden Gründen abzuhelfen und dann Gewalt zu beenden, oder zumindest deutlich zu verringern. Gewalt an Kindern vorzubeugen ist auch damit verbunden, Kindern die Möglichkeit zu geben, über ihre Rechte Bescheid zu wissen, und eine Kultur der Kinderrechte zu entwickeln, die gegen diejenigen psychosoziale Ideen vorgeht, die zu gefährdenden Verhaltensweisen und Misshandlung von Kindern führen. Wirksame Vorbeugung setzt sowohl das aktive Engagement von allen Akteuren (Staaten, Zivilgesellschaft, die internationale Gemeinschaft, usw.) voraus, als auch die aktive Beteiligung von Kindern. Die Vorbeugung der Gewalt an Kindern ist unser aller Verantwortung! 67 Vorwort Von Elly Pradervand, Gründerin und geschäftsführende Direktorin der WWSF und NRO Aktivistin Im Jahr 2000 erschien in der Genfer Zeitung "Le Temps" ein Artikel über den von Pädophilen geschaffenen Internationalen Tag der Pädophilie auf dem Internet. Diese alarmierende Nachricht schockierte uns bei der Stiftung so sehr, dass wir beschlossen, in Reaktion darauf einen Welttag für Vorbeugung von Kindesmisshandlung am 19. November zu schaffen, in Synergie mit dem Jahrestag der Kinderrechtskonvention (20. November). Der erste Aufruf zum Handeln wurde im November 2000 veröffentlicht, und seitdem wurde eine internationale Koalition von betroffenen Organisationen aufgebaut, die sich am Welttag für diese Sache einsetzt und öffentliche Veranstaltungen abhält. Heute verfügt die WWSF über ein weites Netzwerk, (mehr als 20'000 Kontakte zu Institutionen, Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen, Universitäten, Basisorganisationen, Netzwerken, Vereinen und Medien) von denen Hunderte jedes Jahr an der Welttag-Kampagne am 19. November und/oder bei der Vorbeugungs-Erziehungs-Woche ( November) teilnehmen. Jahresberichte über die Ergebnisse und die Liste der Koalitions- Mitglieder finden Sie hier: Seit 2000 organisiert die WWSF jedes Jahr eine Konferenz in Genf, mit dem Titel "Fortschritt in der Vorbeugung von Kindesmisshandlung ein Jahresrückblick" und einem spezifischen Thema. Alle Konferenzberichte sind im Internet verfügbar hat die WWSF ihren Preis für die Vorbeugung von Kindesmissbrauch eingerichtet (21 Organisationen wurden bis jetzt ausgezeichnet). Namen und Aktivitäten der Preisträger sind im Internet verfügbar begann die WWSF ihre Gelbe-Schleife-Kampagne, "JA zur Vorbeugung von Kindesmisshandlung!. Die Schleife kann über Internet bestellt werden gründete WWSF ein Internationales Clearinghouse für ausgewählte, nachahmenswerte Beispiele aus der Praxis der Prävention 2008 veröffentlichte WWSF dieses Handbuch für NRO und Bürgeraktionen - Vorbeugung ist entscheidend! als Unterstützung der Weltkampagne zur Vorbeugung von Kindesmisshandlung und des Weltberichts über Gewalt an Kindern mit der Empfehlung "Vorbeugung hat Vorrang". Die Botschaft der Kampagne ist: "Keine Gewalt an Kindern kann gerechtfertigt werden; jeder Gewalt an Kindern kann vorgebeugt werden." Dieses Handbuch, erstmal vorgestellt an der jährlichen UN DPI/NRO Konferenz an der UNESCO in Paris (3-6 September 2008), möchte dazu anregen, neue Strategien und neue Anstrengungen aufzubieten. Missbrauch und Gewalt an Kindern ist immer noch ein sehr schwieriges und sensibles Thema für die meisten Menschen, das sie nicht gern in privaten Kreisen diskutieren, und erst recht nicht in der Öffentlichkeit. 78 Einleitung Warum dieses Handbuch? Vorbeugung von Missbrauch und Gewalt an Kindern macht jedermanns Beteiligung notwendig. Ziel dieses Handbuchs: NRO und Bürgeraktionen dazu inspirieren und anregen, dass sie: Eine globale Kultur der Vorbeugung schaffen Bessere und schnellere Vorbeugungsmassnahmen ergreifen und WWSF Koalitions- Mitglieder unterstützen Sich auf den vorgegebenen Rahmen der Kindesrechtskonvention konzentrieren und dazu beitragen, dass diese auch angewendet wird und zur globalen Verpflichtung für Regierungen wird Die Empfehlungen der UNO Studie über Gewalt an Kindern weiterverfolgen Die Beteiligung junger Leute fördern und erleichtern, um Missbrauch und Gewalt vorzubeugen. Artikel 12 der Kinderrechtskonvention verpflichtet Staaten dazu, den Kindern die Möglichkeit zu geben, ihre Ansichten "in allen Bereichen, die sie betreffen" auszudrücken Regierungen beeinflussen, damit sie nicht nur dazu verpflichtet sind, zu reagieren, wenn Gewalt an Kindern verübt wird, sondern dazu, etwas zu unternehmen, bevor es geschieht Dieses Handbuch richtet sich an alle Bürger Männer, Frauen und Kinder weltweit. Dazu gehören alle Organisationen der Zivilgesellschaft, Medien eingeschlossen, und insbesondere NRO, Erziehungsinstitutionen, Basisorganisationen, Glaubensorganisationen und verschiedene Netzwerke, die mit Kinderrechten und Entwicklungsfragen umgehen. Die WWSF unterstützt insbesondere die Beteiligung von Kindern und jungen Menschen. "Ihre Ansichten müssen in Betracht gezogen werden, wenn es darum geht, Vorbeugungsmassnahmen und eine Politik der Gewalt- und Missbrauchsverhinderung aufzubauen. Forschungen zeigen, dass Kinder-Gewaltopfer nicht darüber sprechen. Deswegen muss es möglich sein, dieses Thema anzusprechen, ohne dass sie sich bedroht fühlen. SEHER Pakistan eine WWSF Koalitionsmitglied-Organisation und WWSF Preisträger für Vorbeugung von Kindesmissbrauch9 Was ist Kindesmisshandlung? Kindesmisshandlung ist jede Art von schlechter Behandlung von Kindern, dazu gehört Vernachlässigung, körperliche, sexuelle oder psychologische Gewalt, die von einer Person verübt wird, die für das Kind verantwortlich ist, oder Macht über das Kind hat, und in die es eigentlich Vertrauen haben sollte. Kindesmisshandlung ist jede Form von Gewalt an Kindern, wenn sie von jemandem begangen wird, der für das Kind verantwortlich ist, oder Macht über das Kind hat, und in den es eigentlich Vertrauen haben sollte. Kindesmisshandlung kommt in allen Bereichen vor: in unseren Heimen und Familien, Schulen, Arbeitsorten, Pflege- und Justizsystemen, und Gemeinschaften. Es hat nicht nur ernsthafte Folgen für das Überleben und die Entwicklung von Kindern, es vermindert auch unsere Fähigkeit und unser Potenzial als Familie, Gemeinschaft und Nationen. (UNO Studie über Gewalt an Kindern) Das Handbuch verwendet das Wort Kind, wie es in der Kinderrechtskonvention (Child s Rights Convention CRC) definiert wird: jeder Mensch, der das achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, soweit die Volljährigkeit nach Landesrecht nicht früher eintritt (Artikel 1). Die Konvention definiert Gewalt als [...] jede Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung, Schadenszufügung oder Misshandlung, Verwahrlosung oder Vernachlässigung, schlechter Behandlung oder Ausbeutung einschließlich des sexuellen Missbrauchs [...] (Artikel 19). Beispiele von Kindesmisshandlung Ein Kind schlagen Ein Kind verbal verletzen Ein Kind dort zu berühren, wo es nicht berührt werden möchte Ein Kind dazu zu zwingen, jemanden zu berühren Ein Kind pornographischen Handlungen oder Literatur aussetzen Ein Kind als Arbeitskraft oder Prostituierte/en auszunutzen Sich nicht um ein Kind kümmern (Mangel an Hygiene, Essen und Kleidung) Die emotionalen Bedürfnisse eines Kindes vernachlässigen Die medizinischen Bedürfnisse eines Kindes vernachlässigen Die Erziehungsbedürfnisse eines Kindes vernachlässigen Ein Kind ohne Aufsicht lassen 910 Was ist Vorbeugung? Vorbeugung ist der Schlüssel zum Schutz der Kinder vor Misshandlung. Dadurch wird eine Kultur der Gewaltlosigkeit geschaffen. Es müssen Leitlinien ausgearbeitet und Verhaltensweisen eingeübt werden, die es Tätern unmöglich machen, solche Handlungen zu begehen. Für Vorbeugung sollte durch sozialpolitische und allgemeine Massnahmen, die Familien, Schulen und Menschen mit Erziehungsberufen miteinbeziehen, gesorgt werden. Es besteht kein Zweifel, dass Opfer [von Missbrauch und Gewalt] Beistand brauchen und dass für ihre Sicherheit garantiert werden muss. Vorbeugende Massnahmen sollten jedoch immer Priorität haben. (WHO 2006) Vorbeugung ist eine weitreichende Disziplin. Das erste Ziel ist es, eine Umgebung zu schaffen: i. In der Gesellschaftsnormen, die Missbrauch und Gewalt zulassen, bekämpft werden ii. In der unser aller Fähigkeit, sichere Heime, Arbeitsorte und Gemeinschaften für unsere Kinder zu schaffen, gefördert wird. Wir alle können dazu beitragen: indem wir die Gesetze und die Politik machen, als aktive Mitglieder der Zivilgesellschaft, in unserer Arbeitswelt, unseren Familien und Gemeinschaften. Für alle die, die Gesetze und Politik machen, bedeutet dies, einen gesetzlichen und politischen Rahmen auszuarbeiten, der jeglichen Missbrauch von und jegliche Gewalt an Kindern verbietet. Für die Zivilgesellschaft bedeutet das, auf die Regierung Einfluss zu nehmen, damit unterschwellige Ursachen für Gewaltanwendung in der Politik und in den Programmen aufgedeckt und entsprechende Mittel für Vorbeugung zur Verfügung gestellt werden. Für Bürger heisst das, unser Wissen und unser Handlungsvermögen zu verbessern, damit wir in unserem täglichen Leben Misshandlungen nachdrücklicher vorbeugen können. Alle diese Handlungen sind grundlegend für eine Kultur der Vorbeugung. Dieses Handbuch konzentriert sich jedoch insbesondere auf die Aktionen der NRO und Bürger um das Handlungsvermögen von Männern, Frauen und Kinder zu verbessern damit Gewaltlosigkeit in unseren Heimen, Schulen, Arbeitsorten und Gemeinschaften gefördert und praktiziert wird. 1011 Vorbeugungsmassnahmen werden oft in 3 Stufen eingeteilt: erste, zweite und dritte Stufe der Vorbeugung. Erste Stufe der Vorbeugung: Sie betrifft die allgemeine Bevölkerung. Die Aktionen zielen darauf ab, der Allgemeinheit stärker bewusst zu machen, dass es Kindesmisshandlung gibt. Denkbar sind Aufklärungskampagnen in den Medien, die Kinder und Erwachsene ansprechen. Zum Beispiel durch Mitteilungen der öffentlichen Dienste, die Positives elterliches Handeln fördern und Eltern-Schulungen, die Kindesentwicklung als Zentralpunkt haben, anbieten. Zweite Stufe der Vorbeugung Sie richtet sich an die Bevölkerungsgruppen, die als "Risikogruppe" gelten. Hier sind die Aktionen abgezielt auf "spezifische Teile der Bevölkerung im Kindesalter mit höherem Risiko, misshandelt zu werden, sowie auf den Teil der erwachsenen Bevölkerung, der als Risikogruppe für gewalttätiges Verhalten gilt". Zum Beispiel, Unterstützungsdienste für junge Eltern, und/oder ein Dienst, der den Eltern Erholungszeiten ermöglicht. Dritte Stufe der Vorbeugung Sie wendet sich an Familien, in denen Misshandlungen bereits vorkamen. Hier geht es darum, die negativen Folgen der Misshandlung zu begrenzen und Rückfälle zu vermeiden. Dazu gehören psychologische Beratung für Kinder und Familien, die unter der Misshandlung leiden und/oder Eltern/Mentoren Programme mit Familien, in denen keine Misshandlungen vorkommen. Wie können wir uns besser für Vorbeugung einsetzen? Zwei einfache Wege, um unser Bewusstsein und unser Verständnis von a) Faktoren, die das Risiko für manche Kinder erhöhen, Opfer von Missbrauch und Gewalt zu werden, b) Kindern und ihren Rechten zu vertiefen. Dieses Wissen fördert unsere Fähigkeit, Missbrauch in unserem täglichen Leben zu vermeiden. Siehe Erklärung weiter unten. a) Risiko-Faktoren und Vorbeugung Einige Faktoren verursachen ein höheres Risiko für eine Kategorie von Kindern als für Andere. Zum Beispiel, der Mangel an elterlicher Zuwendung, an Aufsicht, an Erziehung und an angebrachter Unterbringung, um nur einige zu nennen. Diese Faktoren nennt man Risiko-Faktoren. Die folgende Tabelle erläutert mit einigen ausgewählten Beispielen wie diese Risikofaktoren unsere Fähigkeit, zu handeln und Missbrauch vorzubeugen, steuern sollten. 1112 Risiko-Faktor Kinder haben ein höheres Risiko, Opfer von Missbrauch und Gewalt zu werden, wenn: Eltern-Sein schwieriger ist, weil das Kind besonders hohe Bedürfnisse hat Körperliche Strafen als Disziplinierungsmethode im Heim verwendet werden Es Diskriminierung gegenüber der Familie innerhalb der Gemeinschaft gibt Körperliche Strafen als Disziplinierungsmethode in der Schule angewandt werden Es innerhalb der Gemeinschaft Kinderpornographie gibt Vorbeugungsmassnahmen Das Risiko kann verringert werden durch: Verstärken der Familien und Gemeinschaftsnetzwerke Suchen nach alternativen Formen von Disziplinierungsmethoden im Heim Bestärken des Selbstbewusstseins der Kinder, indem man sie besser über ihre Rechte aufklärt Sorgen dafür, dass man sich alternativen Formen von Disziplinierungsmethoden in den örtlichen Schulen bewusst wird Beeinflussen führender Mitglieder der Gemeinschaft, damit sie entsprechende Regeln und Politik einsetzen, die Kinderpornographie verbieten und ihr vorbeugen b) Kinder und ihre Rechte Integrierender Bestandteil aller Formen der Vorbeugung ist, den Respekt für die Würde der Kinder und ihre Integrierung als vollwertige Mitglieder der Menschheit durchzusetzen. Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (CRC) wendet die Prinzipien der Menschenrechte auf die besondere Situation der Kinder an. (Anhang I) Während sich Artikel 19, und 38 der Kinderrechtskonvention mit Missbrauch beschäftigen, spielen alle Rechte der Konvention eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung von Missbrauch. Auf der nächsten Seite wird weiter erläutert, wie die Kinderrechte in gegenseitiger Abhängigkeit stehen und gibt Beispiele, wie diese Rechte (ob zivile, politische, ökonomische oder soziale) bei der Vorbeugung eine Rolle spielen können. 1213 Das Recht der Kinder auf Anhörung Die Ansichten der Kinder respektieren, indem man einen sicheren Platz schafft, wo Kinder frei sprechen können, kann erziehungsberechtigte Personen vor potentiellen Risiken des Missbrauchs warnen. (Art 12, UNCRC) Das Recht der Kinder auf Information Kinder mit Informationen über einen sicheren Internetgebrauch versorgen, um Missbrauch vorzubeugen. (Art 13 & 17 UNCRC) Kinder mit einer Behinderung Behinderte Kinder mit Unterstützung versorgen, damit sie nicht vernachlässigt werden. (Art. 23 UNCRC) Das Recht der Kinder auf Ausbildung Kinder über ihre Rechte zu unterrichten kann ihnen dabei helfen, Missbrauch zu bekämpfen. (Art. 28 UNCRC) Das Recht der Kinder auf Schutz vor Missbrauch Junge Menschen darüber informieren, dass... Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Gesetzgebungs-, Verwaltungs-, Sozial- und Bildungsmaßnahmen, um das Kind vor jeder Form körperlicher oder geistiger Gewaltanwendung, Schadenszufügung oder Misshandlung, vor Verwahrlosung oder Vernachlässigung, vor schlechter Behandlung oder Ausbeutung einschließlich des sexuellen Missbrauchs zu schützen, solange es sich in der Obhut der Eltern oder eines Elternteils, eines Vormunds oder anderen gesetzlichen Vertreters oder einer anderen Person befindet, die das Kind betreut. (Art. 19 UN CRC) und: Die Vertragsstaaten verpflichten sich, das Kind vor allen Formen sexueller Ausbeutung und sexuellen Missbrauchs zu schützen (Art. 34 UN CRC). Dies kann jungen Leuten helfen, Missbrauch und Gewalt anzuzeigen. 1314 Aufruf zu Aktionen für Nicht-Regierungsorganisationen (NRO) & Bürger Dieser Teil des Handbuchs ist das Herzstück des Aufrufs. Er gibt praktische Beispiele für Vorbeugung für jede Kategorie von Missbrauch. Für jede Kategorie (siehe Liste auf Seite 4), finden Sie eine Definition oder eine Einführung, einige Fakten, diverse Vorschläge für NRO und Bürgeraktionen, was junge Leute tun können, und wie man Regierungen beeinflusst. Unsere Schwerpunkte: A) Gewalt an Kindern B) Körperliche Strafen I. Körperliche Misshandlung A) Gewalt an Kindern Definition Gewalt an Kindern ist eine nicht zufällige Schädigung eines Kindes, die ihm von einem Elternteil, institutionell verantwortlichen Person oder einem anderen Erwachsenen zugefügt wird. Diese Schädigung kann aus folgenden Handlungen bestehen: verprügeln, ohrfeigen, schlagen, gewaltsam festhalten, schubsen, schütteln, treten, werfen, kneifen, ersticken, an den Haaren ziehen, menschliche Bisse, würgen, in heisses Wasser tauchen; mit daraus resultierenden Quetschungen, Blutergüssen und Beulen, Knochenbrüchen, Narben, Verbrennungen, Netzhautblutung, oder inneren Verletzungen. Das Zufügen von körperlichen Schädigungen beeinträchtigt oder bedroht die körperliche Gesundheit und Entwicklung des Kindes (Wir haben die Definition der ISPCAN übernommen). Jahrzehntelange Forschungen haben ergeben, dass eine wirkungsvolle elterliche Erziehung der beste Weg ist, um Verhaltensprobleme in der Pubertät zu vermeiden. Wir wissen ebenfalls, dass die frühen Jahre eine kritische Zeit im Leben eines Kindes sind, wenn Kinder die Grundlinien für zwischenmenschlichen Umgang lernen, Selbstbeherrschung und wie man Probleme löst. Es ist eine gute Zeit für Familien, selbst zu lernen, wie man den Kindern positives Verhalten und die Fähigkeiten, mit anderen umzugehen, beibringt. Ebenso, wie man ihnen beibringt, Ärger auszudrücken und zu beherrschen, und Konflikte in nicht-gewalttätiger Weise zu lösen. Kinder lernen durch Nachmachen und Beobachten, und die grundlegendste Methode der Erziehung kleiner Kinder ist das Vorleben ( Vormachen") durch Erwachsene. Aus 1415 diesem Grund müssen Erwachsene lernen, Ärger zu kontrollieren und ohne Gewalt auszudrücken, damit kleine Kinder richtiges Verhalten lernen können. (Bundesministerium für Justiz, Pressemitteilungen 2009, Erziehungsalltag wird gewaltfrei. Vorbeugung von Kindesmisshandlung verlangt Langzeitinvestitionen und Planen. Schutz der Kinder vor Misshandlungen ist nicht einfach nur eine ethische Pflicht; es ist eine Frage des Überlebens. Fakten In den meisten Ländern gibt es zu wenig Angaben über das Vorkommen von Gewalt gegen Kinder, und die Forschung über die auslösenden Faktoren und die Wirkung auf Kinder ist unzulänglich, ebenso wie die Wirksamkeit der verschiedenen Strategien zur Vorbeugung und Reaktion auf Gewalt. (UPI/Unicef Handbook for Parliamentarians: Eliminating violence against children 2007) 80 bis 98 Prozent aller Kinder werden zuhause körperlich bestraft, ein Drittel oder mehr werden schwer körperlich bestraft, durch den Einsatz von Instrumenten, dies tritt aus weltweiten Studien hervor. 102 Länder haben keine Gesetzgebung über häusliche Gewalt. In seiner extremsten Form führt diese Art von Gewalt zum Tode. Nach der WHO wird die Anzahl der Todesfälle bei Kindern als Folge von Gewalt im Jahr 2002 auf geschätzt. 40 Millionen Kinder leiden unter Misshandlung und Vernachlässigung und brauchen medizinische und soziale Hilfe. NRO und Bürgeraktionen zur Gewalt- und Missbrauchsprävention was Sie tun können Zuhause Ein sicheres und schützendes Umfeld schaffen Die Kommunikation in der Familie fördern Die grundlegende Vorbeugung durch richtige Kommunikation zwischen Eltern und Kindern erleichtern Ein offenes Klima beim Thema Missbrauch und Gewalt anregen Eltern helfen, ihre Kinder so zu akzeptieren, wie sie sind und ihnen zuzuhören und Verständnis aufzubringen Vergewissern Sie sich, dass Erklärungen und Informationen, die Sie Kinder über 1516 Missbrauch und Gewalt geben, Alter und Entwicklungsstadium angepasst sind Bringen Sie den Kindern bei, wie sie Missbrauch erkennen und/oder vorbeugen/stoppen können; und geben Sie ihnen eine Sicherheitserziehung von klein auf Wissen und Fähigkeiten in den Familien in Bezug auf die Entwicklung von Kindern und gewaltlose Disziplinierung von Kindern ausbauen, und gleichzeitig soziale Netze erweitern Eine Kampagne starten, die Missbrauch und Gewalt im Heim unmöglich macht Ihre Regierung dahingehend beeinflussen, dass sie Eltern dabei unterstützt, ein gewaltfreies Zuhause zu schaffen In Schulen Das Schweigen um das Thema Gewalt an Kindern brechen Kinder vorbereiten und ermutigen, an Gewaltprävention-Aktivitäten teilzunehmen Kinder an Forschung, Planen, Entwicklung und Anwendung von Programmen teilnehmen lassen Versichern Sie sich, dass die Prinzipien und Vorschriften der Kinderrechtskonvention unterrichtet werden Verwenden Sie kinderfreundliche Materialien, die von der UNO Studie über Gewalt an Kindern ausgearbeitet wurden Geben Sie den Kindern eine Erziehung mit Hinblick auf die multikulturelle Gesellschaft und stellen Sie diese als positiv dar, damit das Kind weder Angst davor hat, noch selbst das Bedürfnis verspürt, Andere aufzuziehen oder zu mobben. Ermutigen Sie Kinder, Fragen zu stellen und eine eigene Meinung auszudrücken Suchen Sie nach Gelegenheiten, bei denen Sie mitwirken können (durch Schulungs- und Eltern-Coaching Programme) Hören Sie auf Aussagen der Kinder, wie man das Thema Gewalttaten anspricht, und handeln Sie dementsprechend Helfen Sie Kindern dabei, ihre Ansichten gegenüber Regierungsvertretern und Entscheidungsträgern auszudrücken Organisieren Sie Seminare in Schulen und unterstützen Sie die Gründung von 'Kind-zu-Kind' Gruppen Bestärken Sie Kinder darin, Vereinen beizutreten, die Kinderrechte verteidigen, und Kinderparlamenten Unterstützen Sie Eigeninitiativen der Kinder, um Missbrauch und Gewalt vorzubeugen (Theaterstücke, Referate, Märsche organisieren, usw.) Entwickeln Sie neue Programme für die Vorbeugung von Kindesmisshandlung durch akademische Forschung, Schulkampagnen Machen Sie einen Kurs für Konfliktbewältigung Nutzen Sie populäre Unterhaltungsprogramme, um die Botschaft der Veränderung bei jungen Leuten und Erwachsenen durchzusetzen Informieren Sie Kinder darüber, an wen sie sich um Hilfe wenden können, und wo 1617 sie gefahrlos Gewalthandlungen anzeigen können Bringen Sie örtliche Schulen und Medien dazu, Wettbewerbe für Ideen zur Gewaltprävention zu organisieren Machen Sie die Kinder stark mit Programmen, die praktische Anleitungen geben, wie sie mit Situationen umgehen, in denen sie sich nicht sicher fühlen. WWSF empfiehlt folgende Programme und Bücher: In der Gemeinschaft Bringen Sie angesehene Führungspersönlichkeiten dazu, sich zu Kindesmisshandlung zu äussern Laden Sie führende Regierungs- und Verwaltungsmitglieder zu Diskussionsrunden ein, um zu besprechen, welche landesweiten Aktionen zur Bekämpfung von Gewalt an Kindern nötig sind Erkundigen Sie sich, ob eine Strategie oder ein Aktionsplan zum Thema Gewalt an Kindern bereits von Ihrer Regierung erarbeitet wurde Setzen Sie sich durch soziale Netzwerke mit Kollegen und Freunden zusammen, die sich ebenfalls von diesem Thema betroffen fühlen, um so ein sicheres, schützendes Umfeld zu schaffen Organisieren Sie Seminare in Ihrer Gemeinschaft; unterstützen Sie die Gründung von 'Kind-zu-Kind' Gruppen Starten Sie eine Kampagne in den lokalen und regionalen Medien und schreiben Sie Artikel über die allgemeine Notwendigkeit, auf Gewalt zu reagieren und ihr vorzubeugen Versichern Sie sich, dass Sportclubs Regeln aufstellen und Informationen und Unterstützung für junge Menschen bereit halten, die für die Sicherheit von Jugendmannschaften sorgen Richten Sie einen Sozialdienst und Fortbildungskurse ein Richten Sie eine Hotline oder eine Webseite ein, die als Berichterstattungssystem eingesetzt werden können. Hier können vermutete oder erwiesene Fälle von Kindesmisshandlung zur Sprache gebracht und Diskussionen mit jungen Leuten angeregt werden Ermutigen Sie Eltern, Nachbarn, Lehrer, Polizeibeamte und andere örtliche Autoritäten, zu einer Zusammenarbeit, die die Sicherheit der Kinder garantiert Schliessen Sie sich mit Anderen zusammen, damit Kindesmisshandlung ein Ende hat und unterstützen Sie direkte NRO Programme, die Erwachsene daran erinnern, dass Kindesmisshandlung inakzeptabel ist Unterstützen Sie Personen, die sich um Kinder mit Behinderungen oder anders hohen Ansprüchen kümmern Sprechen Sie mit den Kinder, während Sie Programme aufstellen, um Missbrauch und Gewalt gegen Kinder zu beenden Organisieren Sie öffentliche Versammlungen, bei denen das Thema Vorbeugung diskutiert wird, und laden Sie Kinder dazu ein Machen Sie Ihrer Gemeinschaft bewusst, dass es so etwas wie Missbrauch durch 1718 Lehrer und Personen, denen Kinder anvertraut werden, gibt Sprechen Sie bei der Erziehung von Jungen und Männern geschlechterspezifische Gewalt an, wenn man sich den Wurzeln des Problems von Missbrauch bewusst ist, kann das helfen, den Teufelskreis der Kindesmisshandlung zu unterbrechen. 12 Schritte zur Vermeidung von Misshandlungen 1. Atmen Sie tief durch, mehrmals... Dann denken Sie daran, dass SIE der Erwachsene sind. 2. Schliessen Sie die Augen, und stellen Sie sich vor, Sie wären an der Stelle Ihres Kindes und müssten jetzt hören, was es gleich hören wird. 3. Pressen Sie Ihre Lippen zusammen, und zählen Sie bis oder bis Setzen Sie Ihr Kind in einen Auszeit-Stuhl (Die Regel ist eine Minute Auszeit pro Lebensalter) 5. Setzen Sie sich selbst in einen Auszeit-Stuhl. Denken Sie darüber nach, was Sie wütend macht: ist es Ihr Kind, oder ist Ihr Kind nur der Anlass, die Wut an ihm auszulassen? 6. Telefonieren Sie mit einem Freund/einer Freundin. 7. Gehen Sie an der frischen Luft spazieren, wenn jemand auf die Kinder aufpassen kann. 8. Nehmen Sie ein heisses Bad, oder waschen Sie Ihr Gesicht 9. Umarmen und drücken Sie ein Kissen. 10. Machen Sie Musik an, singen Sie vielleicht sogar mit. 11. Nehmen Sie einen Stift und schreiben Sie so viele hilfreiche Wörter auf wie möglich. Heben Sie die Liste auf. 12. Rufen Sie einen Telefondienst an, der Sie über Gewaltprävention informiert ernatives.pdf, nur in Englisch 1819 Was junge Menschen und Kinder tun können Ihr habt Rechte, also habt Ihr auch die Möglichkeit, eine aktive Rolle zu spielen Denke immer daran, dass Du eine besondere Person bist, und Rechte hast Lerne und erkenne Deine Rechte und Deine Verantwortlichkeit durch aktive Initiativen in der Klasse, an denen alle teilnehmen, und durch die Hilfe Deiner Eltern Bilde 'Kind-zu-Kind Foren, und Anhörungen, um das Bewusstsein für Kinderrechte zu stärken und veröffentliche eine Zeitschrift Vermittle auch anderen Kindern die Kenntnis ihrer Rechte Sprich Dich klar gegen Missbrauch und Gewalt aus und bilde eine Gruppe, um dem ein Ende zu setzen Verlange von Deiner Schule, dass sie Programme zur Vorbeugung von Kindesmisshandlung aufstellt Sprich über heikle Themen wie Gewalt und Missbrauch Wenn Du Gewalthandlungen in der Nachbarschaft oder auf der Strasse siehst, musst Du wissen, wo Du Hilfe holen kannst Schreibe eine Nachricht an Deine Mutter oder Deinen Vater, und erkläre, wie Du Dich fühlst Suche nach Personen oder Organisationen, die moralische, juristische oder eine andere Art von Unterstützung gewähren: z. B. Beratungszentren, Hotlines oder Rechtshilfebüros Informiere Andere darüber, wo sie Hilfe finden und gefahrlos Gewalttaten melden können Trage Telefonnummern und Hotline-Nummern für Notfälle immer bei Dir Benutze Medien und Fernsehen, um Erwachsenen über körperliche Strafen und sexuellen Missbrauch zu berichten und darüber, wie sehr Kinder dadurch gequält werden Bringe Jugendorganisationen und örtliche Autoritäten dazu, sich dafür einzusetzen Organisiere und nimm an Ereignissen teil wie: Treffen, Diskussionsforen, Konferenzen, Kampagnen, Demonstrationen, Petitionen unterschreiben, Arbeitshops und Vorbereitung/Verteilung von Kommunikationsmaterial Sorge dafür, dass Deine Ansichten in jedem Stadium bei der Entwicklung von Schutzverfahren ernst genommen werden Organisiere eine Veranstaltung am Welttag für Vorbeugung von Kindesmisshandlung 19. November * Nutze die "Vorbeugungswoche ( November) für Aktivitäten zum Thema Vorbeugung * Klebe einen Gelbe Schleife auf Deine Tür, Computer oder Kühlschrank, um für "JA zur Vorbeugung von Kindesmisshandlung" einzutreten. nur in Englisch, Französisch, Spanisch 1920 Alle zusammen, beeinflussen wir die Regierung dahingehend, dass Vorbeugung von Kindesmisshandlung ernst genommen wird, und dass Strategien dazu entwickelt werden Entsprechende finanzielle Mittel und Budgets für Vorbeugungsmassnahmen zur Verfügung gestellt werden Vorbeugung in allen Lebensumgebungen angesprochen wird, ebenso Zuwendung und Rehabilitation für Opfer, zunehmendes Bewusstsein für die Problematik, die Fähigkeit, damit fertig zu werden, Forschung und Sammeln von Daten Eine landesweite Strategie für einen Aktionsplan zur Vorbeugung von Gewalt an Kindern ausgearbeitet wird, deren Entwicklung mit Ministern und einflussreichen Personen diskutiert wird Körperliche Strafen und andere grausame oder demütigende Strafformen abgeschafft werden Ein Rahmen für Gesetze und Politik geschaffen wird, der alle Formen von Missbrauch und Gewalt an Kindern in der Familie untersagt, sowie schädigende traditionelle Bräuche, körperliche Strafen, sexuellen Missbrauch und Gewalt Dafür gesorgt wird, dass jeder Zugang zu gewaltfreien, auf Rechten aufgebauten Schulen hat, die ein sicheres, gesundes, gleichstellungsorientiertes und förderliches Lernklima für Jungs und Mädchen bietet* Gewaltpräventions-Programme für das gesamte Schulpersonal und die Schüler angeboten werden Eine Koordination zwischen den verschiedenen Ministerien stattfindet, besonders mit Justiz, Finanzen, Gesundheit und Bildung Kinder an der Entwicklung der sie betreffenden Politik teilnehmen können Die Kinderrechtskonvention auf allen Ebenen berücksichtigt wird, und das Bewusstsein für Rechte der Kinder verbessert wird Ein/e Ombudsmann/frau für Kinderrechte bestimmt wird Auf das Ziel der UNO Studie über Gewalt an Kindern hingearbeitet und dass alle Gewalt an Kindern gesetzlich verboten wird, und dass bis 2009 zuverlässige nationale Datenbanken eingerichtet werden Die Regierung nicht nur auf Gewalt an Kindern reagiert, sondern auch für Vorbeugung sorgt, bevor Gewalt passiert, und die tiefliegenden Gründe bekämpft Kindern und ihren Ansichten zuhört, wenn es um Vorbeugung und Schutz geht Sie sichere, vertrauliche, und leicht zugängliche Ansprechmöglichkeiten einrichtet (wie kostenlose Kinder -Nottelefone), bei denen Kinder über Misshandlungen berichten können, zu einem entsprechend geschulten Berater vertraulich sprechen können und ohne Angst vor Repressalien um Rat und Unterstützung bitten können Sie sich engagiert, zusammenarbeitet und ihre Aktionen koordiniert mit: regionalen und regierungsübergreifenden Organisationen, Organisationen der Zivilgesellschaft, die gegen Kindesmisshandlung kämpfen und Vorbeugungsmassnahmen entwickeln 20 Mehr anzeigen
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