Source: http://hoechststrafe.dorkawings.de/2012/09/mit-juristen-stimmt-was-nicht/
Timestamp: 2013-06-19 21:12:53
Document Index: 282851179

Matched Legal Cases: ['§ 309', '§ 276', '§ 105', '§ 8', '§ 105', 'BGH', 'BGH']

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Verteidiger sorgt für schnelle Inhaftierung »
Leider ist mir nicht bekannt, in welchen Juristenzweig es die junge Dame schließlich geschafft hat.
Posted by Thomas Wings on September 11th, 2012 Posted in Allgemein
Werner sagt:	11. September 2012 um 09:36	Dürfen wir das dahin verstehen, dass Sie einem Mandanten, der regelmäßig im Rahmen einer Fahrgemeinschaft Kollegen mitnimmt, auf Befragen den anwaltlichen Rat geben würden, auf derartige haftungsbeschränkende Vereinbarungen zu verzichten?
Antworten	Thomas Wings sagt:	11. September 2012 um 10:39	Ich würde diesem Mandanten ganz sicherlich den Unterschied zwischen juristischer Korrektheit und emotionaler Außenwirkung erklären. Dazwischen mag er sich dann entscheiden.
Antworten	Frank sagt:	11. September 2012 um 09:44	Der ADAC hat früher solche “Haftungsausschlüsse” in Form von kleinen gelben Blöcken zum Herausreißen für 1,50 DM verkauft. Ganz so exotisch ist die Idee also nicht. Obwohl ich jahrelang Mitfahrzentralen genutzt habe, ist es mir allerdings auch nur ein Mal angetragen worden.
Antworten	syrcro sagt:	11. September 2012 um 10:31	Ich weiß ja nicht, ob diese Waschzettel die AGB-Kontrolle (§ 309 Nr. 7 BGB) oder auch nur § 276 III BGB überständen.
Antworten	Johannes sagt:	11. September 2012 um 11:23	Na, da können die Mitfahrer ja zeigen, was sie gelernt haben, wenn es um einen schuldhaft verursachten Unfall geht :)
Antworten	Fry sagt:	11. September 2012 um 11:30	Juristen sind halt uncool.
Antworten	RALupo sagt:	11. September 2012 um 11:51	Offensichtlich waren der “Extremjuristin” die §§ 105 ff. SGB VII unbekannt.
Antworten	Werner sagt:	11. September 2012 um 17:04	@ RA Lupo: Die normale Fahrgemeinschaft unter Kollegen fällt – wegen Nichtvorliegens eines nach § 8 Abs. 1 SGB VII versicherten Betriebswegs – eindeutig nicht unter §§ 105 ff. SGB VII (s. BGH, Urteil vom 2. 12. 2003 – VI ZR 349/02, mit Abgrenzung eines Sonderfalls)
Antworten	John Miehler sagt:	11. September 2012 um 11:54	@RALupo : wenn denn Arbeitsgemeinschaft ein “Betrieb” ist. Ich hatte damals den Eindruck, dass nicht so viel “Betrieb” herrscht ;-)
Antworten	RA Müller sagt:	11. September 2012 um 12:32	Ich gehe einmal davon aus, daß der ADAC die genannten Blöcke zu einem Zeitpunkt verkauft hat, als die Fahrzeuginsassen nicht automatisch über den Haftpflichtversicherungsvertrag des Kfz mitversichert waren…
Antworten	Werner sagt:	11. September 2012 um 17:12	Vielleicht um eine Konstellation wie in BGH, Urteil vom 19.03.1996 – VI ZR 380/94, zu vermeiden? Vielleicht auch nur, um zu vermeiden, dass man nach einem Unfall überhaupt mitverklagt wird? Wäre das derart “gesellschaftlich inakzeptabel”, dass man das einem Mandanten nur mit gerümpfter Nase empfehelen kann??
Antworten	RA Müller sagt:	11. September 2012 um 18:17	@ Werner: Meines Erachtens ist der Schutz des Fahrzeuginsassen über den eigenen Haftpflichtversicherer sinnvoll. Insoweit darauf zu bestehen, daß der Insasse einen Haftungsausschluß unterschreibt, halte ich tatsächlich für unangebracht.
Antworten	Rolf Schälike sagt:	12. September 2012 um 08:24	Irgendwann wird jeder Mensch nicht nur eine Mutter und einen Vater brauchen, sondern mehrere Jusristen/Innen, die ihn absichern von den – juriustischen – Gefahren des Alltags.
Antworten	Kuzorra_seine_Frau sagt:	13. September 2012 um 14:53	Quod erat demonstrandum.