Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=12.03.1985&Aktenzeichen=7%20C%2048.82
Timestamp: 2019-05-25 06:22:18
Document Index: 348115328

Matched Legal Cases: ['§ 812', '§ 818', '§ 48', '§ 818', '§ 49', '§ 818']

Bei Doppelzahlung durch die Verwaltung besteht ein öffentlich-rechtlicher Erstattungsanspruch entsprechend dem zivilrechtlichen Bereicherungsanspruch (§§ 812 ff BGB), jedoch kein Wegfall der Bereicherung (§ 818 Abs. 3 BGB), stattdessen Vertrauensschutz (nicht bei grob fahrlässiger Unkenntnis des Empfängers vom Fehlen des Rechtsgrunds, vgl. § 48 Abs. 2 VwVfG), Nutzungen, § 818 Abs. 1 BGB;
(Hinweis: vgl. in ähnlichem Zusammenhang nun auch § 49a Abs. 2 VwVfG)
(c) Aus diesem Grund widerspricht sie auch nicht der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, dass sich Körperschaften des öffentlichen Rechts gegenüber öffentlich-rechtlichen Erstattungsansprüchen nicht auf den Wegfall der Bereicherung nach § 818 Abs. 3 BGB und den durch diese Regelung gewährten Vertrauensschutz berufen können (BVerwG, Urteile vom 12. März 1985 - 7 C 48.82 - BVerwGE 71, 85 und vom 18. Januar 2001 - 3 C 7.00 - BVerwGE 112, 351 ).
Denn auch diese Rechtsprechung beruht auf der Überlegung, dass es der Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung verlangt, rechtsgrundlose Vermögensverschiebungen zu beseitigen und den rechtmäßigen Zustand wiederherzustellen (BVerwG, Urteil vom 12. März 1985 - 7 C 48.82 - BVerwGE 71, 85 ; VG Cottbus…, Urteil vom 17. März 2016 - 6 K 554/14 - juris Rn. 31).