Source: http://bravors.brandenburg.de/de/verordnungen-211925
Timestamp: 2018-01-20 07:27:15
Document Index: 381504886

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 11', '§ 4', '§ 11', '§ 4']

(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 1.240 Hektar. Es umfaßt Flächen in folgenden Fluren der Gemarkungen:
Müllrose 23, 24
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in einer topografischen Karte im Maßstab 1:10.000 und in Flurkarten mit ununterbrochener Linie eingetragen; als Grenze gilt der innere Rand dieser Linie. Zur Orientierung ist dieser Verordnung zusätzlich eine Flurstücksliste als Anlage beigefügt. Maßgeblich ist die Einzeichnung in die Flurkarten.
Innerhalb des Naturschutzgebietes ist ein Kernbereich mit Ausschluß der wirtschaftlichen Nutzung im Sinne des § 21 Abs. 2 Satz 3 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes festgesetzt. Die Grenze des Kernbereichs ist in die topografische Karte und die Flurkarten eingezeichnet. Der Kernbereich hat eine Größe von rund 256 Hektar und umfaßt Flächen in den Fluren 23 und 24 der Gemarkung Müllrose.
(3) Die Verordnung mit Karten kann beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg, oberste Naturschutzbehörde, in Potsdam sowie beim Landkreis Oder-Spree, untere Naturschutzbehörde, von jedermann während der Dienstzeiten kostenlos eingesehen werden.
die nachhaltige Regeneration und Entwicklung einer natürlichen und naturnahen Landschaft unter Wahrung ihrer Unzerschnittenheit und Großräumigkeit sowie ihrer vielfältigen Artenzusammensetzung;
die dauerhafte Sicherung und Erhaltung von Moorwäldern und Trockenheiden als Lebensraumtypen nach Anhang I der Richtlinie 92/43 EWG des Rates zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten (FFH-Richtlinie).
(2) Darüber hinaus ist besonderer Schutzzweck des Kernbereichs:
(1) Über die Verbote des § 4 hinaus ist im Kernbereich die Ausübung der fischereiwirtschaftlichen, landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Nutzung sowie anderer wirtschaftlicher Nutzungen einschließlich der Pflegemaßnahmen verboten.
(2) Ausgenommen von den Verboten der §§ 4 und 4a bleiben im Kernbereich die Unterhaltung von Fahrwegen und Wundstreifen für eine unbedingt erforderliche Bestandesgliederung im Rahmen der Waldbrandvorsorgemaßnahmen.
(1) Ausgenommen von den Verboten des § 4 und des § 4a bleiben folgende Handlungen:
die im Sinne des § 11 Abs. 3 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung außerhalb des Kernbereiches mit der Maßgabe, daß
das der potenziellen natürlichen Vegetation entsprechende Baumartenspektrum auf Sukzessionsflächen zu erhalten und in den bestehenden Kiefernforsten langfristig über naturgemäßen Waldbau wiederherzustellen ist,
die Gehölz- und Waldentwicklung in den Mooren und im Umkreis von 50 Metern um die Moore forstwirtschaftlich nicht beeinflußt wird,
vor der Erstellung einer Behandlungsrichtlinie innerhalb eines Zeitraumes von drei Jahren nach Erlaß der Rechtsverordnung Freiflächen nicht aufzuforsten sind und in den vorhandenen Sukzessionswäldern keine Auslesehiebe vorgenommen werden,
die Verbote des § 4 Abs. 2 Nr. 16 und 17 gelten,
Kahlhiebe über 1 Hektar verboten sind,
die Errichtung von Forstwegen als Erdwege außerhalb des Kernbereiches im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde;
für den Bereich der Jagd außerhalb des Kernbereiches:
die rechtmäßige Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß in der Zeit vom 1. März bis 30. Juni eines Jahres die Jagd ausschließlich vom Ansitz aus erfolgt und die Jagd auf Flugwild in den Feuchtgebieten vor dem 15. November eines jeden Jahres verboten ist,
die Anlage von Kirrungen außerhalb von Feuchtgebieten und Heiden. Die Anlage von Wildäckern, Ansaatwildwiesen und Salzlecken bleibt verboten,
die landschaftsverträgliche Errichtung von Kanzeln und Ansitzleitern;
für den Bereich der Jagd innerhalb des Kernbereiches:
die rechtmäßige Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß in der Zeit vom 1. März bis 30. Juni eines Jahres die Jagd ausschließlich vom Ansitz aus erfolgt,
die im Sinne des § 11 Abs. 2 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung in der bisherigen Art und Weise und im bisherigen Umfang außerhalb des Kernbereiches mit der Maßgabe, daß
die Verbote des § 4 Abs. 2 Nr. 18 und 19 gelten,
der Grünlandumbruch auf Niedermoorflächen verboten ist,
die Regulierung der Bodenwasserstände angemessen entsprechend der Nutzung erfolgt;
die ordnungsgemäße Unterhaltung der Gewässer außerhalb des Kernbereiches im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde;
Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen außerhalb des Kernbereiches, die von der zuständigen Naturschutzbehörde angeordnet worden sind;
Flurstücksliste zur Verordnung über das Naturschutzgebiet "Buschschleuse"
Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 1.240 Hektar. Es umfaßt folgende Flurstücke in den Gemarkungen:
Müllrose 23 1, 2, 3, 5, 6, 7, 10 anteilig, 11, 13 anteilig, 14 anteilig;
Müllrose 24 6, 8, 9, 11, 12, 14 bis 20, 21/1, 21/2 anteilig, 22, 24 bis 33;
Neubrück-Forst 4 19 anteilig, 27 anteilig, 28, 29;
Neubrück-Forst 5 11/1, 11/15 anteilig, 13 bis 50, 52/2, 53/4, 54 bis 61, 63/6, 63/7, 77/6, 84/3, 85;
Neubrück-Forst 6 5 anteilig, 21 bis 36, 39, 40, 59, 64bis 91, 92 anteilig, 93, 94, 95, 96/1, 96/2, 97 bis 139;
Biegen 4 1, 2.
Folgende Flächen davon bilden einen Kernbereich mit einer Größe von rund 256 Hektar:
Müllrose 23 5 anteilig, 6 anteilig, 13 anteilig;
24 16 anteilig, 20 anteilig, 21/2 anteilig, 22 anteilig, 25, 26, 27 anteilig, 28, 29, 30 anteilig, 32 anteilig, 76 anteilig.
Anm.: Die Grafik wurde nicht aufgenommen.