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Timestamp: 2016-10-28 12:27:20
Document Index: 246689508

Matched Legal Cases: ['Art. 118', 'Art. 83', 'BGE', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 8', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 43', 'Art. 49', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 51', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'in fine', 'in fine', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 49', 'Art. 49', 'BGE', 'BGE', 'Art. 118', 'Art. 51', 'Art. 29', 'Art. 320', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 32', 'Art. 6', 'Art. 16', 'Art. 320', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 51', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_1033/2014 (29.04.2015)
2C_1033/2014 � � Urteil vom 29. April 2015
Bundesrichter Seiler, Haag
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich 2. Abteilung vom 3. September 2014.
A.________ (geb. 1984) stammt aus Bangladesch. Er reiste am 4. M�rz 2005 illegal in die Schweiz und ersuchte um Asyl. Nachdem sein Asylantrag rechtskr�ftig abgewiesen und ihm eine Ausreisefrist bis zum 25. Mai 2006 gesetzt worden war, tauchte A.________ im August 2007 unter und heiratete am 7. November 2007 eine in der Schweiz niedergelassene Brasilianerin (geb. 1977). Daraufhin wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau erteilt, die zuletzt bis zum 9. November 2009 verl�ngert wurde.
Mit Verf�gung vom 29. Juli 2009 widerrief das Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung von A.________, da es sich bei der von ihm geschlossenen Ehe um eine Scheinehe handeln soll.
�Ein gegen die Eheleute wegen T�uschung der Beh�rden im Sinne von Art. 118 AuG eingeleitetes Strafverfahren wurde durch Verf�gung des Bezirksgericht Z�rich vom 7. Februar 2013 eingestellt, nachdem die Anklageschrift - trotz vorangegangener R�ckweisung und Erg�nzung durch die Anklagebeh�rde - dem Anklagegrundsatz noch immer nicht gen�gte. Den Ehegatten wurden hierbei die H�lfte der Gerichtskosten auferlegt und keine Parteientsch�digung zugesprochen, da sie durch widerspr�chliche und unwahre Aussagen im Ermittlungs- und Untersuchungsverfahren sowie unrichtige Meldeverh�ltnisse die Durchf�hrung des Strafverfahrens und die Anklageerhebung mitverursacht h�tten. Eine gegen diese Kosten- und Entsch�digungsfolgen erhobene Beschwerde an das Obergericht des Kantons Z�rich wurde am 25. Juli 2013 gutgeheissen, da nicht nachgewiesen werden konnte, dass die Eheleute klar gegen ihre Meldepflichten verstossen oder sich auf andere Art widerrechtlich verhalten h�tten.
�Einen gegen die Verf�gung des Migrationsamts vom 29. Juli 2009 erhobenen Rekurs wies der Regierungsrat am 30. April 2014 ab. Eine hiergegen beim Verwaltungsgericht gef�hrte Beschwerde blieb ohne Erfolg (Urteil vom 3. September 2014).
Mit Eingabe vom 13. November 2014 beantragt A.________ dem Bundesgericht, das Urteil vom 3. September 2014 sei aufzuheben und seine (mittlerweile auch ohne Widerruf durch Zeitablauf erloschene) Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern. Eventuell sei die Streitsache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung zur�ckzuweisen.
�Die Staatskanzlei und das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich sowie das Staatssekretariat f�r Migration beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen.
�Der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung hat der Beschwerde am 19. November 2014 antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1.�Auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide ausgeschlossen, welche Bewilligungen betreffen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). F�r das Eintreten gen�gt, wenn die betroffene Person in vertretbarer Weise darlegt, dass potenziell ein solcher Anspruch besteht (BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f., 497 E. 3.3 S. 500 f.). In diesem Fall bildet die Frage, ob ein Anspruch auf Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung ist, Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 137 I 284 E. 1.3 S. 287). Der Beschwerdef�hrer macht in vertretbarer Weise einen Anspruch nach Art. 43 Abs. 1 AuG bzw. Art. 8 EMRK geltend. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
1.2.�Das Bundesgericht pr�ft frei und von Amtes wegen die richtige Anwendung des Bundesrechts (Art. 95 lit. a und Art. 106 Abs. 1 BGG). Es legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur als unzutreffend ger�gt bzw. vom Bundesgericht von Amtes wegen berichtigt oder erg�nzt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 bzw. Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine entsprechende R�ge, welche rechtsgen�glich substanziiert vorzubringen ist (vgl. BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266 f.; 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62; 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.), setzt zudem voraus, dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
2.1.�Ausl�ndische Ehegatten haben Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung, soweit sie mit dem niederlassungsberechtigten oder dem schweizerischen Partner zusammenwohnen (Art. 43 Abs. 1 bzw. 42 Abs. 1 AuG [SR 142.20]) bzw. wenn - bei fortbestehender Ehegemeinschaft - ein wichtiger Grund f�r das Getrenntleben vorliegt (Art. 49 AuG). Trotz Aufl�sens bzw. definitiven Scheiterns der Ehegemeinschaft besteht der Bewilligungsanspruch fort, wenn diese mindestens drei Jahre gedauert und die betroffene ausl�ndische Person sich hier erfolgreich integriert hat oder wichtige pers�nliche Gr�nde ihren weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 AuG; BGE 136 II 113 E. 3.3.3 S. 119; vgl. auch THOMAS HUGI YAR, Von Trennungen, H�rtef�llen und Delikten - Ausl�nderrechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, in: Achermann et al. [Hrsg.], Jahrbuch f�r Migrationsrecht 2012/2013, 2013, S. 31 ff., dort 42 ff., 48 ff., 65 ff.). Vorbehalten bleiben jene F�lle, in denen der Anspruch rechtsmissbr�uchlich geltend gemacht wird, namentlich dann, wenn die zuzugsrechtlichen Vorschriften umgangen werden sollen (Art. 51 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 lit. a AuG; "Umgehungs-" bzw. "Scheinehe").
2.2.�F�r die Annahme, es liege eine Umgehungsehe vor bzw. der Bewilligungsanspruch werde rechtsmissbr�uchlich geltend gemacht, bedarf es konkreter Hinweise daf�r, dass die Ehegatten nicht eine eigentliche Lebensgemeinschaft f�hren wollen, sondern die Ehe nur aus zuwanderungsrechtlichen �berlegungen eingegangen sind (vgl. BGE 127 II 49 E. 5a S. 57 mit Hinweisen; Urteil 2C_400/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Indizien hierf�r lassen sich praxisgem�ss unter anderem darin erblicken, dass der ausl�ndischen Person die Wegweisung drohte, etwa weil sie ohne Heirat keine Aufenthaltsbewilligung erhalten h�tte oder sie ihr nicht verl�ngert worden w�re. F�r das Vorliegen einer Ausl�nderrechtsehe k�nnen sodann die Umst�nde des Kennenlernens und die kurze Dauer der Bekanntschaft sprechen sowie die Tatsache, dass die Ehegatten eine Wohngemeinschaft gar nie aufgenommen haben. Dasselbe gilt, wenn f�r die Heirat eine Bezahlung vereinbart wurde oder wenn ein erheblicher Altersunterschied zwischen den Ehepartnern besteht. Dass die Begr�ndung einer wirklichen Lebensgemeinschaft gewollt war, ergibt sich nach der Rechtsprechung nicht notwendigerweise schon daraus, dass die Ehegatten w�hrend einer gewissen Zeit zusammengelebt haben; ein derartiges Verhalten kann auch nur dazu dienen, den wahren Aufenthaltszweck den Beh�rden gegen�ber zu verbergen (BGE 128 II 145 E.3.1 S. 152; 122 II 289 E. 2b S. 295 mit Hinweisen; Urteile 2C_154/2015 vom 17. M�rz 2015 E. 2.3 und 2C_75/2013 vom 29. August 2013 E. 3.3).
2.3.�Eine Umgehungsehe liegt umgekehrt nicht bereits dann vor, wenn auch ausl�nderrechtliche Motive f�r den Eheschluss entscheidend waren. Erforderlich ist vielmehr, dass der Wille zur F�hrung der Lebensgemeinschaft im Sinne einer auf Dauer angelegten wirtschaftlichen, k�rperlichen und spirituellen Verbindung zumindest bei einem der Ehepartner fehlt (vgl. BGE 121 II 97 E. 3b S. 101 f. mit Hinweisen; Urteil 2C_177/2013 vom 6. Juni 2013 E. 3.4). Grunds�tzlich muss die Migrationsbeh�rde die Umgehungsehe nachweisen. Dass eine solche vorliegt, darf dabei nicht leichthin angenommen werden (vgl. das Urteil 2C_400/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 3.2). Die Beh�rden m�ssen den Sachverhalt von Amtes wegen m�glichst zuverl�ssig abkl�ren; indessen wird der Untersuchungsgrundsatz durch die Mitwirkungspflichten der Parteien relativiert (vgl. Art. 90 AuG). Diese kommen naturgem�ss insbesondere bei Tatsachen zum Tragen, die eine Partei besser kennt als die Beh�rden und die ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vern�nftigem Aufwand erhoben werden k�nnen (vgl. BGE 124 II 361 E. 2b S. 365). Das gilt insbesondere, wenn bereits gewichtige Hinweise f�r eine Ausl�nderrechtsehe sprechen; dann kann und muss von den Eheleuten erwartet werden, dass sie von sich aus Umst�nde vorbringen und belegen, um den echten Ehewillen glaubhaft zu machen (Urteil 2C_177/2013 vom 6. Juni 2013 E. 3.4 in fine).
3.1.�Das Verwaltungsgericht erwog, der Beschwerdef�hrer habe seine Gattin nach einem abgelehnten Asylantrag geheiratet. Es k�nne gest�tzt auf polizeiliche Ermittlungen davon ausgegangen werden, dass er nach der Heirat nie mit seiner Gattin zusammenzog und sich h�chstens sporadisch mit ihr oder zeitlich versetzt an der gemeinsamen Meldeadresse aufgehalten habe. Der Beschwerdef�hrer anerkennt gewisse Ungereimtheiten mit Bezug auf seine Aussagen und diejenigen seiner Gattin in den polizeilichen Befragungsprotokollen, erachtet sie indessen als singul�r und im Gesamtkontext von untergeordneter Bedeutung. Er bringt in tats�chlicher Hinsicht vor, auch nach der Erkenntnis der Ermittlungsbeh�rden habe er etwa die Wohnung an der W.________strasse gemeinsam mit seiner Gattin renoviert; sie h�tten zusammen gewohnt. Demgegen�ber seien die Anwesenheitskontrollen der Gattin zu wenig breit gestreut erfolgt, und die Wohnung werde mittlerweile auch nicht mehr von Drittpersonen bzw. einem Restaurationsbetrieb mitbenutzt. Seine Gattin und er w�rden sodann hinreichend gut deutsch sprechen, um sich miteinander zu unterhalten; sie habe auch einen Deutschkurs besucht. Hinsichtlich der Unkenntnis �ber die Auslandaufenthalte bringt er vor, seine Gattin h�tte Freundinnen besucht, was nicht als Indiz f�r eine Scheinehe zu w�rdigen sei. �ber die Destinationen und Dauer der Auslandabwesenheiten sei er auch deswegen nicht informiert gewesen, weil er ohnehin aufgrund seiner Arbeit sowie aus finanziellen Gr�nden seine Ehefrau nicht h�tte begleiten k�nnen.
3.2.�Die Vorbringen in tats�chlicher Hinsicht verm�gen die Beweisw�rdigung der Vorinstanz nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen zu lassen:
3.2.1.�Es ist dem Beschwerdef�hrer zuzustimmen und trifft zweifelsohne zu, dass die Ehe w�hrend ungeregeltem Aufenthalt bei abgewiesenem Asylgesuch nur ein Indiz f�r eine Scheinehe sein kann, aber nicht muss. Auch dass f�r die Befragungsprotokolle je zwei Dolmetscher erforderlich waren bzw. der Umstand, dass eine vertiefte Verst�ndigung zwischen den Ehegatten in einer gemeinsamen Sprache damit schwierig gewesen sein d�rfte, bildet nur ein Indiz f�r eine Ausl�nderrechtsehe und kann f�r sich nicht entscheidend sein. Vorliegend wurden gem�ss den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen indessen �usserst umfangreiche Kontrollen vorgenommen, um abzukl�ren, ob die Gatten tats�chlich zusammengezogen waren. W�hrend der 17 polizeilichen Besuche, die auf die Arbeitszeiten der Gattin R�cksicht nahmen, konnte diese nie in der angeblich gemeinsamen ehelichen Wohnung an der U.________strasse 13 (Stadt X.________) angetroffen werden, die dar�ber hinaus f�r einen gemeinsamen Haushalt kaum geeignet erschien. Im Oktober 2010 gaben die Ehegatten an, eine neue, bedarfsgerechte Wohnung V.________ 16 gefunden zu haben, wobei nach den Sachverhaltsfeststellungen unklar ist, ob sie sich dort f�r wenige Tage aufhielten oder �berhaupt nie (vgl. hernach E. 4.2). Bei weiteren sieben Kontrollen an einem neuen Wohnort an der W.________strasse 191 (ebenfalls Stadt X.________) konnten die Gatten nicht zusammen angetroffen werden, wobei sie stark unterschiedliche Angaben zum Bezugszeitpunkt der behaupteterweise neuen ehelichen Wohnung �usserten und die Wohnung zeitweilig als Garderobe f�r ein benachbartes Restaurant genutzt wurde. Die Gattin kannte weder den Arbeitgeber noch die aktuellen Arbeitszeiten des Beschwerdef�hrers, ebenso wenig konnte sie sich wenige Monate nach Eheschluss noch erinnern, wann dieser etwa erfolgte. Umgekehrt wusste der Beschwerdef�hrer zu grossen Teilen nicht, zu welchen Zwecken und wie lange sich seine Gattin jeweils im Ausland aufhielt. Wenn die Vorinstanz hieraus schliesst, dass die Wohnungen an der U.________strasse bzw. der W.________strasse 191 haupts�chlich durch den Beschwerdef�hrer allein benutzt wurden, so kann dies nicht als unhaltbar gelten. Gest�tzt auf diese Indizien f�r einen Umgehungstatbestand lag es - wie dies das Verwaltungsgericht korrekt ausf�hrt - am Beschwerdef�hrer, von sich aus Umst�nde vorzubringen und zu belegen, um den echten Ehewillen glaubhaft zu machen (Urteil 2C_177/2013 vom 6. Juni 2013 E. 3.4 in fine).
3.2.2.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, seine Beweisantr�ge (Zeugenaussagen) zur tats�chlich gelebten Ehe seien in unzul�ssiger Weise in antizipierter Beweisw�rdigung abgelehnt worden; sein Anspruch auf rechtliches Geh�r sei verletzt worden (Art. 29 Abs. 2 BV). Entgegen der Vorbringen haben die vorgeschlagenen Zeugen B.________ und C.________ mit ihrem Schreiben vom 28. Mai 2014 bereits schriftlich best�tigt, den Beschwerdef�hrer und seine Gattin zu kennen, was die Vorinstanz ber�cksichtigte. Der Beschwerdef�hrer beantragte sodann die Anh�rung des Abwarts Herrn D.________. Die Polizei hatte jedoch diverse Mieter an derselben Adresse an der W.________strasse als Zeugen befragt, ob sie den Beschwerdef�hrer und seine Ehefrau kennen w�rden. Keiner von ihnen konnte best�tigen, die Gattin je gesehen zu haben. Die Vorinstanz durfte vor diesem Hintergrund auf die Anh�rung des Abwarts verzichten. Bereits zuvor konnte der Abwart der Liegenschaft an der U.________strasse eine regelm�ssige Anwesenheit der Ehefrau nicht best�tigen. Der beantragte Zeuge E.________ sodann lebte zur Zeit der polizeilichen Kontrollen nicht an der W.________strasse 191. Die ebenfalls zur Vernehmung vorgeschlagene Zeugin Frau F.________ konnte auf die Frage zur Beziehung zwischen den Ehegatten bei ihrer Einvernahme am 17. April 2012 wenig Konkretes aussagen, liess jedoch verlauten, die beiden seien "asiatisch zur�ckhaltend, schon zusammen und w�rden wohl Deutsch miteinander sprechen". Das Verwaltungsgericht hielt jedoch fest, dass Frau F.________ den Ehegatten zugleich und im Wissen darum, dass sich diese nur sehr kurz dort aufhielten, deren gemeldetes Hauptdomizil V.________ zur Verf�gung stellte sowie als Wirtin auch deren Wohnung an der W.________strasse mitbenutzte (vgl. hernach E. 4.2). Das Verwaltungsgericht durfte auf ein N�heverh�ltnis schliessen und dieser Zeugenaussage wenig Gewicht einr�umen. Die Vorinstanz ist in zul�ssiger Weise davon ausgegangen, eine (erneute) Befragung der vorgeschlagenen Zeugen w�rde keine neuen objektiven und entscheidwesentlichen Tatsachen zutage bringen; sie durfte die Antr�ge in antizipierter Beweisw�rdigung ablehnen, ohne Bundesrecht zu verletzen (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 131 I 153 E. 3 S. 157). Ein Fotobogen schliesslich, den der Beschwerdef�hrer ins Recht gelegt hat und ihn und seine Frau als Paar abbildet, wurde w�hrend der laufenden straf- und verfahrensrechtlichen Ermittlungen innerhalb von zwei Tagen erstellt (14. und 15. Juni 2012). Dass die Vorinstanz diesem einen geringeren Beweiswert als �lteren Dokumenten und den zahlreichen polizeilichen Ermittlungen zu den Wohnverh�ltnissen zumisst, ist nicht unhaltbar und verst�sst auch nicht gegen Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV).
3.2.3.�Der Beschwerdef�hrer macht sodann geltend, es h�tten �berdies wichtige Gr�nde im Sinne von Art. 49 AuG f�r getrennte Wohnsitze vorgelegen. So habe sich die Gattin des Beschwerdef�hrers wegen "prek�ren hygienischen Verh�ltnissen" nicht am gemeinsamen Wohnort aufgehalten. Die Behauptungen bleiben unbelegt und der Beschwerdef�hrer �bersieht, dass Art. 49 AuG den Ehegatten nur bei fortdauernder Familiengemeinschaft gestattet, aus wichtigen Gr�nden getrennt zu leben (BGE 138 II 229 E. 2 S. 231; 137 II 345 E. 3.1.2 f. S. 347; vgl. hiervor E. 2.1). Die Vorinstanz ist gerade davon ausgegangen, dass beim Beschwerdef�hrer und seiner Gattin keine Familiengemeinschaft im Sinne des Gesetzes bestand. Auch wenn der Beschwerdef�hrer vorbringt, die Ehe sei nun intakt und damit wie bereits vor der Vorinstanz sinngem�ss die Situation eines�
amor superveniens�geltend macht (vgl. BGE 121 II 1 E. 2d S. 4; Urteile 2C_645/2013 vom 7. April 2014 E. 2.2; 2C_574/2012 vom 19. Februar 2013 E. 4.2), so ist ihm auch in dieser Hinsicht die Beweislage entgegenzuhalten: Verlangt das Gesetz f�r den Familiennachzug auch keine Liebesheirat, ist nach dem Willen des Gesetzgebers doch zumindest eine "Realbeziehung" vorausgesetzt, der eine auf Dauer konzipierte, wirtschaftliche, k�rperliche und spirituelle Vereinigung zugrunde liegt, was minimale wechselseitige Kenntnisse der Partner und ein gewisses solidarisches, nicht auf Gleichg�ltigkeit beruhendes Verhalten voraussetzt (Urteile 2C_250/2014 vom 3. April 2014 E. 4.2; 2C_804/2013 vom 3. April 2014 E. 3.1; 2C_808/2013 vom 18. Februar 2014 E. 3.2). Eine solche Beziehung konnte beim Beschwerdef�hrer und seiner Gattin in tats�chlicher Hinsicht nicht erstellt werden.
4.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt des Weiteren, das Obergericht habe das strafrechtliche Verfahren wegen T�uschung der Beh�rden im Sinne von Art. 118 AuG eingestellt. Es habe keinen Verstoss gegen die Rechtsordnung, namentlich kein missbr�uchliches Verhalten im Sinne von Art. 51 AuG (Umgehungsehe), durch den Beschwerdef�hrer und seine Gattin festgestellt. Die Verwaltungsbeh�rden seien an den Entscheid des Strafgerichts in materieller Hinsicht gebunden; in diesem Zusammenhang wird eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV, von diversen Bestimmungen des AuG, von Art. 320 Abs. 4 StPO sowie von Art. 8 EMRK geltend gemacht. Eventualiter h�tte es als willk�rlich zu gelten, wenn dasselbe Verhalten f�r das Strafgericht keine Verletzung von Normen des AuG darstelle, eine solche demgegen�ber im Verwaltungsverfahren bejaht w�rde (Art. 9 BV).
4.2.�Zun�chst ist festzuhalten, dass das Einstellungsurteil des Bezirksgerichts vom Obergericht lediglich im Kostenpunkt aufgehoben wurde. Wie dies die Vorinstanz korrekt ausf�hrt, erwog das Obergericht, es verstosse gegen die Unschuldsvermutung, einer nicht verurteilten beschuldigten Person die Kosten zu �berbinden, wenn diese nicht in zivilrechtlich vorwerfbarer Weise gegen eine Verhaltensnorm der schweizerischen Rechtsordnung klar verstossen und erst dadurch das Strafverfahren veranlasst oder die Durchf�hrung desselben erschwert habe (E. 6 des Urteils des Obergerichts mit Verweis auf Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 EMRK). Einl�sslich befasste sich das Obergericht in diesem Zusammenhang - wie dies die Vorinstanz ebenfalls korrekt feststellt - lediglich mit der Frage der Verletzung von Meldepflichten. Der Beschwerdef�hrer und seine Gattin hatten sich an der Adresse bei Frau F.________ V.________ 16 angemeldet, wobei diese auf die Frage, ob sich die Eheleute je an der genannten Adresse aufgehalten hatten, widerspr�chlich aussagte. Da f�r das Obergericht nicht auszuschliessen war, dass sich der Beschwerdef�hrer und seine Gattin f�r wenige Tage gemeinsam dort aufgehalten haben k�nnten, konnte es keinen klaren Verstoss gegen Art. 16 der Verordnung �ber Einwohner- und Fremdenkontrolle vom 23. April 1958 des Kantons Z�rich (LS 142.110) feststellen.
4.3.�Grundlage f�r das verwaltungsrechtliche Verfahren bildeten indessen weder Verst�sse gegen die Meldepflichten noch widersprechende Aussagen der Vermieterin, sondern vielmehr die umfangreichen Polizeikontrollen und deren Aussagen anl�sslich getrennter Befragungen durch die Staatsanwaltschaft. Diese Sachverhaltselemente wurden durch das Obergericht nicht infrage gestellt. Mit dem Einstellen des Strafverfahrens wurde entgegen der Vorbringen sodann nicht f�r das Verwaltungsverfahren "bindend �ber den (Nicht-) Bestand einer Scheinehe" entschieden. Der Beschwerdef�hrer �bersieht, dass die Anforderungen im Strafverfahren, insbesondere aufgrund der Unschuldsvermutung, strenger sind als im verwaltungsrechtlichen Verfahren (vgl. Urteil 2C_804/2013 vom 3. April 2014 E. 4). Die Vorinstanz begeht keine Rechtsverletzung, namentlich keine Verletzung von Art. 320 Abs. 4 StPO, wenn sie das Verneinen einer Ausl�nderrechtsehe aus dem Urteil des Strafgerichts "nicht herausgelesen hat". Vielmehr musste das Verwaltungsgericht das Vorliegen einer solchen eigenst�ndig, nach den verwaltungsrechtlichen Bestimmungen, pr�fen und hat dies, wie dargelegt, ohne Verletzung von Bundesrecht getan (hiervor E. 3). Die R�gen zur behaupteten Widerspr�chlichkeit des vorinstanzlichen Urteils zum strafrechtlichen Verfahren sind abzuweisen.
5.1.�Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdef�hrer die Sachverhaltsfeststellung und Beweisw�rdigung der Vorinstanz nicht entscheidwesentlich infrage zu stellen vermag. Die Beurteilung der Vorinstanz st�tzt sich insbesondere aufgrund der umfangreichen Polizeikontrollen auf hinreichend objektivierte Elemente, die in nachvollziehbarer Weise den Schluss zulassen, dass der Wille zur F�hrung der Lebensgemeinschaft im Sinne einer auf Dauer angelegten wirtschaftlichen, k�rperlichen und spirituellen Verbindung fehlte (vgl. hiervor E. 2.3; BGE 121 II 97 E. 3b S. 101 f. mit Hinweisen; Urteile 2C_804/2013 vom 3. April 2013 E. 2.3; 2C_177/2013 vom 6. Juni 2013 E. 3.4). Ein Anspruch auf Verbleib l�sst sich gest�tzt auf eine allein formell geschlossene oder aufrecht erhaltene Ehe auch aus Art. 8 EMRK nicht ableiten. Die Vorinstanz hat weder Bundes- noch V�lkerrecht verletzt, wenn sie vom Vorliegen einer Scheinehe und damit vom Erl�schen der Anspr�che des Beschwerdef�hrers gem�ss Art. 51 Abs. 2 lit. a AuG ausgegangen ist.
5.2.�Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unbegr�ndet und abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdef�hrer f�r die Kosten aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 1. Satz BGG). Parteientsch�digungen sind nicht geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Dieses Urteil wird den Vefahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich 2. Abteilung und dem Staatssekretariat f�r Migration schriftlich mitgeteilt.