Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VRS%20106%20%5B2004%5D%20356
Timestamp: 2019-11-17 13:29:31
Document Index: 275368146

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 7', '§ 17', '§ 9', '§ 17', '§ 2']

Rechtsprechung: VRS 106, 356 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: KG, 26.01.2004
VRS 106, 356
https://dejure.org/2004,3146
KG, 26.01.2004 - 12 U 182/02 (https://dejure.org/2004,3146)
KG, Entscheidung vom 26.01.2004 - 12 U 182/02 (https://dejure.org/2004,3146)
KG, Entscheidung vom 26. Januar 2004 - 12 U 182/02 (https://dejure.org/2004,3146)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2004,3146) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 9 Abs 1 S 3 StVO, § 7 StVG, § 17 StVG
Haftungsverteilung bei Verkehrsunfall: Kollision einer Straßenbahn mit einem auf den Schienen stehenden Linksabbieger
Höhere Betriebsgefahr bei einer Straßenbahn gegenüber einem PKW; Sorgfaltspflichten eines linksabbiegenden PKW-Fahrers bei Einordnung auf den Schienenverkehr einer Straßenbahn
StVO § 9 Abs. 1 Satz 3; StVO § 17
Hat sich der Kfz-Führer zum beabsichtigten Linksabbiegen sorgfaltswidrig auf den Schienen eingeordnet, kommt bei einem Auffahren der Straßenbahn höchstens eine Haftungsquote der Straßenbahngesellschaft von 50 % in Betracht
Haftungsverteilung bei Unfall zwischen einer Strassenbahn und einem Pkw
Höchste Vorsicht auf Straßenbahnschienen
Der Tram immer Vorfahrt einräumen
LG Berlin - O 631/01
LG Berlin, 29.04.2002 - 24 O 631/01
NZV 2005, 416
VersR 2005, 851 (Ls.)
Darüber hinaus wäre eine Einfahrt in den Gleisbereich auch nur dann straßenverkehrsrechtlich zulässig gewesen, wenn aus Sicht des Klägers bei Berücksichtigung der Verkehrslage eine Straßenbahn aus gleicher Richtung auch nicht alsbald hätte herankommen können (vgl. KG, Urt. v. 26.01.2004, Az. 12 U 182/02, unter Tz. 5, zitiert nach juris m. weit. Nachw.).
Zwar ist die Betriebsgefahr einer Straßenbahn wegen ihrer Schienengebundenheit, des längeren Bremswegs und der größeren Aufprallwucht gegenüber der allgemeinen Betriebsgefahr eines Kfz grundsätzlich deutlich erhöht (vgl. Brandenburgisches OLG, Urteil vom 26.02.2009, Az. 12 U 145/08, Schaden-Praxis 2009, 209, 210; KG, Urt. v. 26.01.2004, Az. 12 U 182/02, zitiert nach juris).
Zwar ist die Betriebsgefahr einer Straßenbahn wegen ihrer Schienengebundenheit, des längeren Bremswegs und der größeren Aufprallwucht gegenüber der allgemeinen Betriebsgefahr eines Kfz grundsätzlich deutlich erhöht (…vgl. OLG Brandenburg, Urt. v. 26.02.2009 - 12 U 145/08, Schaden-Praxis 2009, 209 f.; KG, Urt. v. 26.01.2004 - 12 U 182/02, juris).
In der Regel ist nämlich die von einer Straßenbahn ausgehende Betriebsgefahr gegenüber derjenigen eines Pkw messbar erhöht, da die Straßenbahn an Schienen gebunden, mithin unbeweglicher ist und durch das wesentlich höhere Gewicht vor allem einen längeren Bremsweg hat (Senat, Urteil vom 14.10.1991, I-1 U 280/90, abgedruckt in: NZV 1992, 190; OLG Brandenburg NZV 2009, 497; KG NZV 2005, 416; OLG Celle SP 2006, 272;… Geigel, a.a.O., Kapital 26, Rdn 50; Burmann/Heß/Jahnke/Janker, § 2 StVO Rdn 113), was sich auch im vorliegenden Fall ausgewirkt hatte.