Source: http://www.servat.unibe.ch/dfr/bger/191024_4A_446-2019.html
Timestamp: 2020-02-20 14:09:27
Document Index: 13364212

Matched Legal Cases: ['BGer', 'BGer', 'Art. 43', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 100', 'Art. 47', 'Art. 66']

DFR - BGer 4A_446/2019 vom 24.10.2019
BGer 4A_446/2019 vom 24.10.2019
Bearbeitung, zuletzt am 18. Nov. 2019, durch: DFR-Server (automatisch)
Urteil vom 24. Oktober 2019
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 19. August 2019 (LI190002-O/U).
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1. August 2019 (Postaufgabe am 2. August 2019) beim Obergericht des Kantons Zürich eine "Urheberrechtsklage" gegen die Beschwerdegegnerin einreichte, mit der er im Wesentlichen forderte, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die ihr zwischen 1988 und 2005 von der "Suissimage" für den Film xxx ausbezahlten Urheberrechtsentschädigungen an ihn zu erstatten sowie ihm Schadenersatz zu leisten, und es sei Strafanzeige gegen die Beschwerdegegnerin einzureichen;
dass das Obergericht auf die Klage mit Beschluss vom 19. August 2019 mangels Zuständigkeit nicht eintrat;
dass der Beschwerdeführer am 8. September 2019 auch beim Bundesgericht "Urheberrechts - Klage" erhob;
dass der Beschwerdeführer - auf ein Schreiben des Bundesgerichts vom 11. September 2019 hin - am 16. September 2019 (Postaufgabe) eine vom 13. September 2019 datierte ergänzende Eingabe einreichte, aus der sich entnehmen lässt, dass er (auch) gegen den Beschluss des Obergerichts vom 19. August 2019 beim Bundesgericht Beschwerde führen will;
dass der Beschwerdeführer gleichzeitig den Antrag stellte, es sei ihm für das bundesgerichtliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und ihm ein unentgeltlicher Rechtsbeistand beizugeben;
dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 19. September 2019 darauf aufmerksam gemacht wurde, dass über die Erfolgsaussichten einer Beschwerde als Voraussetzung der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Beistellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands nur aufgrund einer begründeten Beschwerdeschrift entschieden werden könne; seiner Eingabe vom 24. Mai 2016 liessen sich bei einer unpräjudiziellen Beurteilung keine hinreichend begründeten Rügen gegen den Entscheid der Vorinstanz entnehmen, nach denen die Erfolgsaussichten der Beschwerde als positiv beurteilt werden könnten; die Beschwerdebegründung könne aber innerhalb der Beschwerdefrist, die nicht erstreckbar sei, ergänzt werden, gegebenenfalls unter Beizug eines Rechtsanwalts;
dass der Beschwerdeführer in der Folge seine Beschwerdebegründung nicht ergänzte, sondern bloss mit Eingabe vom 30. September 2019 die Kopie eines an das Handelsgericht des Kantons Zürich adressierten Gesuches um Fristerstreckung einreichte;
dass eine Beschwerde - abgesehen von der hier nicht gegebenen Ausnahme nach Art. 43 BGG - innert der Beschwerdefrist mit einem Antrag und vollständig begründet einzureichen ist (Art. 42 Abs. 1 BGG) und eine Ergänzung der Beschwerdebegründung nach Ablauf der Beschwerdefrist nicht zugelassen werden kann (BGE 134 II 244 E. 2.4; 133 III 489 E. 3.3);
dass es sich bei der Beschwerdefrist nach Art. 100 Abs. 1 BGG um eine gesetzliche Frist handelt, die nach Art. 47 BGG nicht erstreckt werden kann, weshalb einem Gesuch auf Erstreckung der Beschwerdefrist mit dem Zweck, die Beschwerdebegründung zu ergänzen, von vornherein nicht stattgegeben werden könnte, wenn die Eingabe vom 30. September 2019 als solches zu verstehen wäre;
dass damit heute keine Möglichkeit mehr besteht, dass der Beschwerdeführer zur fristgerechten Verbesserung seiner Beschwerde einen Rechtsbeistand beiziehen kann;
dass das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung für das vorliegende Beschwerdeverfahren deshalb, und weil in diesem keine weiteren prozessualen Schritte zu unternehmen sind, gegenstandslos ist;
dass die Eingaben des Beschwerdeführers vom 8. und 13. September 2019 die vorstehend dargestellten Begründungsanforderungen offensichtlich nicht erfüllen, indem der Beschwerdeführer darin bloss in frei gehaltenen Ausführungen seine Sicht der Dinge in der Sache darlegt, ohne indessen auf die Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und rechtsgenügend aufzuzeigen, welche Rechte die Vorinstanz mit ihrem Beschluss vom 19. August 2019 inwiefern verletzt haben soll;
dass vorliegend ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG), womit auch das Gesuch um Befreiung von diesen Kosten gegenstandslos wird;
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben und es wird keine Parteientschädigung gesprochen.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 24. Oktober 2019