Source: https://rd.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-26587-1_2
Timestamp: 2018-08-16 19:04:23
Document Index: 269841595

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 51', '§ 51', '§ 59', '§ 55']

Zur Problemstellung der Studie | Springer for Research & Development
Bewußtsein und Bewußtseinsstörungen
Bewußtsein und Bewußtseinsstörungen pp 8-25 | Cite as
Zur Problemstellung der Studie
An den Lebensgeschichten einiger Menschen, deren soziales Schicksal durch den Konflikt mit der Rechtsordnung die für unsere Studie entscheidenden Akzente erhielt, sollen Gesichtspunkte für eine kritische Betrachtung folgender forensischer Fragen entwickelt werden:
Die Vieldeutigkeit der Begriffe ‚krankhaft‘ und ‚seelische Störungen‘ in den §§ 24 und 25 des Entwurfes 1962.
Das Problem der ‚Gleichwertigkeitsklausel‘ in den §§ 24 und 25 des Entwurfes 1962.
Die Vieldeutigkeit der Begriffe,krankhaft` und,seelische Störungen` in den §§ 24 und 25 des Entwurfes 1962.Google Scholar
Das Problem der,Gleichwertigkeitsklausel` in den §§ 24 und 25 des Entwurfes 1962.Google Scholar
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Jasreas in dem Einführungskapitel der Allgemeinen Psychopathologie: „Unser Thema ist der ganze Mensch in seinem Kranksein, soweit es seelisdses und seelisch bedingtes Kranksein ist.` (Allg. Psydmpathol. 4. Aufl., S. 6).Google Scholar
Kurt Schneider: „Die klinische Psydhopathologie befaßt sich mit dem seelisch Abnormen im Hinblidc auf klinische Einheiten und wird so zur psychopathologischen Symptomlehre und Diagnostik.“ Vorwort zur 4. Aufl. der Klinischen Psychopathologie, 1962.Google Scholar
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Jnseeas, K.: Eifersuchtswahn. Ein Beitrag zur Frage:,Entwidclung einer Persönlichkeit’ oder,Prozeß’. Z. Near. 1, 567 (1910).Google Scholar
Der Krankheitsbegriff ist für uns gerade in der Psychiatrie ein streng medizin(sd er. Krankheit selbst gibt es nur im Leiblichen und,krankhaft’ heißen wir seelisch Abnormes dann, wenn es auf krankhafte Organprozesse zurückzuführen ist. Ohne eine derartige Fundierung psychische oder gar soziale Auffälligkeiten als,krankhaft’ zu bezeichnen, hat nur die Bedeutung eines Bildes,also keinen Erkenntniswehs.“ (Kurtr Schneider, Klin. Psychopathologie, 7. Aufl., S. 7, 1966.)Google Scholar
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Die Begriffe,krankhaft` und,seelisdse Störungen` in den §§ 24 und 25 des Entwurfes 1962 11Google Scholar
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Ober den Krankheitsbegriff* aus sexualwissenschaftlicher Sicht vgl. G,Ese, H.: Psychopathologie der Sexualität. 1. Hälfte. Stuttgart 1959.Google Scholar
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In Anlehnung an Ausführungen von MttLles-Saun [MÜLler-SuvR, H.: Zur Frage der strafrechtlichen Beurteilung von Neurosen. Arch. Psychiatr. u. Z. Neur. 194,S. 369 (1956)). über die Bestimmung des,Krankheitswertes` bei neurotischen Triebtätern.Google Scholar
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Siehe die Akten des Landgerichtes Münster 2. Gr. Strafkammer AZ 8 KMs 1/64 u. AK 109/64 11).Google Scholar
Auf der gleichen Linie liegt es schließlich, daß Mezcen seinen ursprünglichen Antrag, den Bcgriff,krankhaft` durch,auf Krankheit beruhend’ zu ersetzen, ausdrücklich zurüdszog n ut der Begründung, in dem Halbdunkel, das man bei Verwendung des Begriffs Krankhaftigkeit habe, sei es ihm im Grunde auch wohler als bei der Verwendung des klar umgrenzten engeren Krankheitsbegriffes im Sdhneidersdhen Sinn.“ (Laune, R., a. a. O., S. 3)Google Scholar
S. Bgh St 2, 194 ff. „Wer weiß, daß das, wozu er sich in Freiheit entschließe, Unrecht ist, handelt schuldhaft, wenn er es gleichwohl tut. Die Kenntnis kann fehlen, weil der Täter infolge der in § 51 Abs. 1 StGB aufgezählten krankhaften Vorgänge unfähig ist, das Unrechtmäßige seines Tuns einzusehen. Hier ist die Unkenntnis des Täters Folge eines unabwendbaren Srhiderale.“ (a. a. 0., S. 201; Unterstreichung vom Referenten.)Google Scholar
Peters, H.: Der Krankheitsbegriff aus der Sicht des Juristen. Der Med. Sachverständige 1962,S. 248 ff.Google Scholar
Auszeichnung vorn Referenten. 46 Auszeichnung vorn Referenten. 47 Auszeichnung vorn Autor. ‘s 48 JRfPrV 27,165 und 30, 341. ‘5 49 Auszeichnung vom Ref erenten. 50 In JW 1928,S. 1755.Google Scholar
Auszeichnung vom Referenten.Google Scholar
Auszeichnung vom Ref erenten.Google Scholar
Zum Beispiel Bgh 4 StR 394/59 — Urteil vom 27. November 1959. (Veröffentlicht inGoogle Scholar
Bgh Entscheidungen Bd. 14, B. 30 = Njw 1960, S.1393).Google Scholar
Auszeichnung vorn Ref erenten.Google Scholar
Zum Begriff der Perversion: H. Ghese: In: Psychopathologie der Sexualität, Stuttgart 1959, erste Hälfte S. 7. Die sexuelle Perversion wird als cm „Mißlingen personalkultureller Art“ aufgefaßt.Google Scholar
Zum Begriff der Inversion siehe S. Fneun: Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie. Ges. Werke Bd. V. London 1949, S. 34 ff., 0.59. Der Schwerpunkt des Begriffes der,inversion’ liegt also auf der anlagebedingten Variation des Sexualtriebes, während bei der,Perversion` biographische Faktoren das sexuelle Verhalten gleichsam sekundär prägen.Google Scholar
Bgh 2 StR 393/57 — Beschluß des 2. Strafsenates vom 21. Märe 1958. Veröffentlicht in: Bgh-Entscheidungen Bd. 11, S. 304, abgedruckt in Njw 1958, S. 916.Google Scholar
Siehe die Fälle Xviii, Xix, XX, Xxi und Xxii des I. Beitrages zur Strafrechtsreform „Ober motivisch unklare Delikte“ (1959).Google Scholar
Zum Beispiel durch den Begriff der „seelischen Krankheit” anstelle der „krankhaften seelischen Störung“.Google Scholar
Inzwischen wurde vom Sonderausschuß „Strafrecht“ in der 34. u. 35. Sitzung in Berlin im Januar 1965 vorgeschlagen, das Wort „gleichwertig” dune „tiefgreifend“ zu ersetzen.Google Scholar
Vgl. die Ausführungen von J. Wrxscn über die forensische Bedeutung der Krüppelhaftigkeis. In: Gerichtliche Psychiatrie. Bern 1955, 5. 245.Google Scholar
Hierzu u Kurt Schneider in: „Klinische Psychopathologie” 5. 7, 7. Anß. 1966: „Der Krankheitsbegriff ist für uns gerade in der Psychiatrie ein streng medizinischer. Krankheit selbe gibt es nur im Leiblichen und krankhaft“ heißen wir seelisch Abnormes dann, wenn es auf krankhafte Organprozesse zurückzuführen ist.”Google Scholar
Vgl.„ Eber menschliches Versagen am Steuer” in: Med. Monatsschrift 1965, S. 1 ff. mir Hinweis auf „Sekundenschlaf’ und seine Tücken.Google Scholar
Also einem die Rechtsfolgen des § 51 StGB bedingenden Zustand.Google Scholar
a Auch nach der neueren Rechtsprechung wird Einsddafen am Lenkrad als grobe Fahrlässigkcit angesehen. (Vgl. Olg München, Urteil vom 27.3. 63.7 U 575/63.)Google Scholar
RG. v. 22. 6. 1939, 3 D 439/39. Veröffentlicht in: Hödhstrid,terlidhe Rechtsprechung 15, 1060 (1939).Google Scholar
Auszeichnung vom Autor.Google Scholar
Niedersdseift über die 43. Sitzung am 10. 7. 1956, S. 6. Sinngemäß auch Maur_acn in Deutsches Strafrecht, Allg. Teil. 1954, S.379:,Da nur die,Bewußtseinsstörung` zur Zeit der Tat entsd,cidct, kommt es weder auf die Ursache noch auf die Dauer dieses Zustandes an.“Google Scholar
Kohlrausch-Lange: Strafgesetzbuds. 43. AuO. § 59 Anm. 11, S. 216.Google Scholar
Keurncuscn-LnscE: Strafgesetzbuch. 43. Aufl. Anm. zu § 55, S. 210.Google Scholar
V. Hatten, W.: Neurose, Psychotherapie und Gesetzgebung. In: Handbuch der Neurosen-lehre usw. Bd. I, S. 634 (1959).Google Scholar
Hierbei ist der oft sehr schwierig zu erkennende Unterschied zwischen dem normaler-’s gezeigten,Behaviour` des Betreffenden und seiner unter dem Behaviour verborgen liegenden Triebstruktur kritisch zu bcrödssichtigen. Die,Tar’ mag zum allseits bekannten,Behaviour` durdsaus nicht passen, sie kann aber den — sonst unterdrückten oder verborgenen — Triebbedürfnissen völlig entsprechen.Google Scholar
Zum Beispiel Utcosurscn, U.: Zurechnungsfähigkeit bei Bewußtscinsstörungen. In: Lehrbuch der gerichtlichen Medizin, 2. Aufl. Stuttgart 1957, S. 139.Google Scholar
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Unneurscx, U.: in Gutachten und Stellungnahmen usw. Bonn 1958, S. 126.Google Scholar
Bocuxtx, H. J., H. Lecuwse, P. Orro u. G. Wüsrcn: Tat, Täter, Zuredsnungsfähigkeit. Stuttgart 1965.Google Scholar
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Schneider, Kurt: Klinisd,e Psychopathologie. 6. Aufl. 1962, S. 140.Google Scholar
O., S. 80, 84.Google Scholar
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Leib bin id, ganz und gar und nichts außer demChrw(133) und die Seele ist nur ein Wort für ein Etwas am Leibe.“ Ft. Nietzsche: „Also sprach Zarathustra”, Gesamtwerk 2. Bd., Stuttgart-Zürich 119581, S. 300.Google Scholar
Also anlerhalb der,Funktion` liegende, funktionsfremde Prozesse.Google Scholar
Also in der Funktion selbst gelegene Umstände.Google Scholar
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Zwei einschlägige Fälle hat H. Kranz veröffentliche Zur forensischen Bedeutung des Somnambulismus und anderer abnormer Schlafzustände.“ In: Richter und Arzt. München/Basel 1956, S. 200 ff.Google Scholar
Vgl. ferner: Wagner, K.: Sexuelle Fehlhandlungen in Schlaftrunkenheit. In: Richter und Arzt. 1956, S. 211 ff. LanxesOnotte, A.: Delikte in Schlafzuständen. Der Nervenara 1955, S. 28.Google Scholar
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DOI https://doi.org/10.1007/978-3-662-26587-1_2
Print ISBN 978-3-662-24444-9
Online ISBN 978-3-662-26587-1