Source: https://www.isuv.de/category/judgement/page/2/
Timestamp: 2019-02-22 22:44:12
Document Index: 61309706

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 1686', '§ 1671', '§ 1671', '§ 1684', '§ 1671', '§ 1671', '§ 1671', '§ 1579', '§ 1579', '§ 1579']

Urteile | ISUV
BGH, Beschluss vom 01.02.2017 – Wechselmodell
Eine gerichtliche Umgangsregelung, die im Ergebnis zu einer gleichmäßigen Betreuung des Kindes durch beide Eltern im Sinne eines paritätischen Wechselmodells führt, wird vom Gesetz nicht ausgeschlossen. Auch die Ablehnung des Wechselmodells durch einen Elternteil hindert eine solche Regelung für sich genommen noch nicht. Entscheidender Maßstab der Regelung ist vielmehr das im konkreten Einzelfall festzustellende Kindeswohl. Die auf ein paritätisches Wechselmodell gerichtete...	mehr
07.07.2017 - Kategorie Urteile
BGH, Beschluss vom 05.10.2016 – Rechte des leiblichen Vaters
Allein der Umstand, dass sich die rechtlichen Eltern beharrlich weigern, einen Umgang des Kindes mit seinem leiblichen Vater zuzulassen, genügt nicht, um den entsprechenden Antrag gemäß § 1686 a Abs. 1 Nr. 1 BGB zurückzuweisen. Ist einziger Grund für das Scheitern des Umgangs die ablehnende Haltung der rechtlichen Eltern und die damit einhergehende Befürchtung, dass diese mit einer Umgangsregelung psychisch überfordert wären und dadurch mittelbar das Kindeswohl beeinträchtigt...	mehr
30.05.2017 - Kategorie Urteile
Ein Wechselmodell ist jedenfalls dann als nicht geeignet (zur Befriedigung elterlicher Konflikte) anzusehen, wenn es in der Vergangenheit praktiziert wurde, ohne dass dies zur Stabilisierung der elterlichen Konfliktfähigkeit geführt hätte. Beschluss: Gericht : OLG Hamburg Datum : 18.08.2016 Aktenzeichen : 12 UF 193/15 Leitparagraph : BGB §§ 1671, 1684 Quelle : FamRZ 2016, Seite...	mehr
OLG Thüringen, Beschluss vom 12.09.2016 – Wechselmodell
Der gerichtlichen Anordnung eines paritätischen Wechselmodells gegen den Willen eines Elternteils steht das Fehlen einer Rechtsgrundlage entgegen. Weder § 1671 BGB noch § 1684 BGB stellen dafür eine Rechtsgrundlage dar. Ein Wechselmodell setzt ein hohes Maß an gegenseitiger Kooperation, Kommunikation und Kompromissbereitschaft der Kindeseltern voraus, was bei Ablehnung eines Elternteils ausscheidet. Es gibt keine gesicherten humanwissenschaftlichen Erkenntnisse, wonach die erzwungene...	mehr
OLG Thüringen, Beschluss vom 07.04.2016 – Wechselmodell
Die empirische Forschung kann keine wissenschaftlich tragfähigen Aussagen treffen, welche Betreuungsregelung – insbesondere bei hochkonfliktbehafteten Familien – dem Kindeswohl am besten dient. Deshalb kann ein Wechselmodell grundsätzlich nicht gegen den Willen eines Elternteiles angeordnet werden. Beschluss: Gericht : OLG Thüringen Datum : 07.04.2016 Aktenzeichen : 2 UF 651/15 Leitparagraph : BGB §§ 1671,...	mehr
OLG München, Beschluss vom 31.08.2016 – Wechselmodell
Die Anordnung eines Wechselmodells ist eine sorgerechtliche Regelung, sodass eine Beschwerde innerhalb von 2 Wochen einzulegen ist, auch wenn das Amtsgericht von einer unanfechtbaren Umgangsregelung ausgegangen ist und daher keine Rechtsbehelfsbelehrung gegeben hat. Beschluss: Gericht : OLG München Datum : 31.08.2016 Aktenzeichen : 16 UF 1019/16 Leitparagraph : BGB §§ 1671, 1684 Quelle : FamRZ 2016, Seite...	mehr
OLG Nürnberg, Beschluss vom 08.12.2015 – Wechselmodell
Ein Wechselmodell kann nicht im Wege einer Umgangsregelung angeordnet werden. Es handelt sich um eine Regelung der elterlichen Sorge. Es kann nicht gegen den Willen eines Elternteiles angeordnet werden. Beschluss: Gericht : OLG Nürnberg Datum : 08.12.2015 Aktenzeichen : 11 UF 1257/15 Leitparagraph : BGB §§ 1671, 1684 Quelle : FamRZ 2016, Seite 2119 Kommentierung: Mit der Entscheidung stellt sich...	mehr
KG Berlin, Beschluss vom 28.04.2016 – Unterhaltsverwirkung
Bezeichnen sich der unterhaltsberechtigte Ehegatte und ein Dritter gegenüber dem Jobcenter als Bedarfsgemeinschaft, ist im Regelfall davon auszugehen, dass eine Lebensgemeinschaft vorliegt. Wann eine Verfestigung der Lebensgemeinschaft vorliegt, ist nicht allein nach der zeitlichen Dauer der Lebensgemeinschaft zu bemessen, sondern entscheidend ist, ob der unterhaltsberechtigte Ehegatte sich mit der Eingehung einer neuen Lebensgemeinschaft endgültig aus der ehelichen Solidarität herauslöst...	mehr
Der Anspruch eines bedürftigen Ehepartners auf Trennungsunterhalt kann auch vor Ablauf von 2 Jahren entfallen, wenn sich der Bedürftige dauerhaft einem neuen Partner zuwendet. Beschluss: Gericht : OLG Oldenburg Datum : 16.1.2016 Aktenzeichen : 4 UF 78/16 Leitparagraph : BGB § 1579 Nr. 2 Quelle : NZFam 2017, Seite 74 Kommentierung: Im vorliegenden Fall war die Ehefrau in den Haushalt ihres neuen...	mehr
OLG Koblenz, Beschluss vom 13.04.2016 – Unterhaltsverwirkung
Eine verfestigte Lebensgemeinschaft i. S. d. § 1579 Nr. 2 BGB kann bereits nach 1-jähriger Lebensgemeinschaft bestehen, wenn während der Trennungszeit ein Kind von einem anderen Mann zur Welt gebracht wird. Beschluss: Gericht : OLG Koblenz Datum : 13.04.2016 Aktenzeichen : 13 UF 16/16 Leitparagraph : BGB § 1579 Nr. 2 Quelle : FamRZ 2016, Seite 1938 Kommentierung: Normalerweise bedarf es für...	mehr