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Timestamp: 2018-09-26 05:48:26
Document Index: 208721700

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 6', '§ 17', '§ 18', '§ 17', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 10', '§ 18', '§ 18', '§ 4', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 12', '§ 18', '§ 4', '§ 10', '§ 22', '§ 29', '§ 20', '§ 20', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 29', '§ 20', '§ 22', '§ 22']

Rechtsprechung: NJW 2002, 2400 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Celle, 20.06.2002
GmbHG § 4; HGB § 6, § 17 Abs. 1, § 18 Abs. 1
Unzulässigkeit der Firma A.A.A.A.A.A.
Unzulässigkeit der Firma A.
HGB § 17 § 18
Eine aus der sechsmaligen Aneinanderreihung des Großbuchstaben A gebildete Firma; Zweck der Erstnennung in sämtlichen Verzeichnissen; Neuregelung der namensrechtlichen Gestaltungsfreiheit; Eignung zur Individualisierung eines Unternehmens; Erforderliche Kennzeichnungseignung; Unterscheidungskraft; Rechtsmissbräuchlichkeit
AG Königstein/Taunus - 8 HRB 2455
LG Frankfurt/Main, 07.12.2001 - 7 T 53/01
FGPrax 2002, 131
DB 2002, 2269
Rpfleger 2002, 365
NZG 2002, 588
Hierfür reicht als notwendige, aber zugleich hinreichende Bedingung die Aussprechbarkeit der Firma im Sinne der Artikulierbarkeit aus, so dass auch die Aneinanderreihung einer Buchstabenkombination grundsätzlich unterscheidungskräftig und kennzeichnungsgeeignet ist und damit zugleich die Namensfunktion der Firma erfüllt (h.M. vgl. OLG Frankfurt, NJW 2002, 2400;… Zimmer in Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn, HGB 2. Aufl. § 18 Rdn. 28; Lutter/Welp, ZIP 1999, 1073, 1078;… Heidinger in MünchKommHGB 2. Aufl. § 18 Rdn. 17;… Ammon in Röhricht/v. Westphalen, HGB 2. Aufl. § 18 Rdn. 12; Schulenburg, NZG 2000, 1156, 1157;… Ensthaler/Steitz, HGB 7. Aufl. § 18 Rdn. 12; Kögel, Rechtspfleger 2000, 255, 257;… Canaris, Handelsrecht 23. Aufl. § 10 Rdn. 15;… Hopt in Hopt/Merkt, HGB 33. Aufl. § 18 Rdn. 4;… einschränkend Roth in Koller/Roth/Morck, HGB 6. Aufl. § 18 Rdn. 3;… a.A. OLG Celle aaO;… Oetker, Handelsrecht 4. Aufl. § 4 C.II.1 S. 76).
Durch diese Anforderungen soll erreicht werden, dass die Gesellschaft die Namensfunktion im geschäftlichen Verkehr erfüllen kann (OLG Frankfurt NJW 2002, 2400; Lutter/ Welp ZIP 1999, 1073, 1074).
Wie der Senat bereits entschieden hat (Beschluss vom 19.11.1998, 9 W 150/98, DB 1999, 40 ), kommt nicht aussprechbaren Buchstabenaneinanderreihungen, die im Verkehr keine Kennzeichnungsfunktion haben, diese Namensfunktion nicht zu (vgl. auch OLG Frankfurt, NJW 2002, 2400;… zustimmend Baumbach/Hopt, HGB, 31. Aufl., § 18 Rdnr. 4).
Nicht erst wegen Missbrauchs, sondern schon aus diesem Grund unzulässig ist die Firmenbildung mit "A-Ketten", um vorne im Telefonbuch eingetragen zu werden.3 2. Alles Weitere entbehrt aber meines Erachtens der gesetzlichen Grundlage: Der Firmenrechtsreform 1998 lag die Überzeugung zugrunde, dass es nur drei legitime Anforderungen gibt, die der Rechtsverkehr an die Bildung der Firma des Kaufmanns stellt: Eignung zur Kennzeichnung und Unterscheidungskraft (…§ 18 Rechtsprechung 1 Vgl. nur Ebenroth/Boujong/Joost/Zimmer, HGB, 2001, § 18 Rdnr. 37 ff. 2 Verstanden i. S. von "Artikulierbarkeit", s. Kögel, Rpfleger 2000, 255, 257;… MünchKommHGB/Heidinger, 2. Aufl., § 18 Rdnr. 17;… zum Erfordernis der "Aussprechbarkeit" s. nur MünchKommBGB/Bayreuther, 5. Aufl., § 12 Rdnr. 46; (wohl nur in der Formulierung) großzügiger Ebenroth/Boujong/Joost/Zimmer, HGB, § 18 Rdnr. 28; a. A. gegen das Erfordernis der Aussprechbarkeit Heckschen, NotBZ 2006, 346.3 An der Kennzeichnungseignung lässt OLG Frankfurt, NJW 2002, 2400 die Zulässigkeit der "A-Kette" als Firma scheitern; ähnlich Lettl, Handelsrecht, § 4 Rdnr. 33. An der Kennzeichnungseignung fehlt es nur, wenn die Firma nicht noch einen individualisierenden Zusatz enthält; die "A-Kette" ist aber - m. E. ab dem dritten "A", jedenfalls ab dem vierten "A" - generell - auch als Firmenbestandteil - unzulässig; so im Ergebnis zu Recht die allg. M., s. außer OLG Celle, DB 1999, 40 nur Canaris, Handelsrecht, 24. Aufl., § 10 Rdnr. 16; Lutter/Welp, ZIP 1999, 1073, 1078.
Im Anschluss an eine Entscheidung des Landgerichts Berlin (Beschluss vom 9. April 2002 - 86 T 129/02 - NotBZ 2002, 383) wird im Schrifttum nunmehr überwiegend vertreten, die Vorlage der Unbedenklichkeitsbescheinigung in beglaubigter Ablichtung sei zur Überwindung der Grundbuchsperre des § 22 GrEstG (hierzu Böhringer, Rpfleger 2000, 99) ausreichend (…vgl. Hertel, in: Meikel, GBO, 10. Aufl., § 29, Rdn. 144;… Demharter, GBO, 29. Aufl., Rdn. 50 zu § 20 GBO;… Hügel, in Beck"schen online-Kommentar, GBO, 2. Aufl., Rdn. 79 zu "§ 20 GBO;… Viskorf, in: Boruttau, GrEStG, 17. Aufl., § 22, Rdn. 49;… Pahlke/Franz, GrEStG, 4. Aufl., § 22, Rdn. 7).
KG, 29.11.2011 - 1 W 71/11
Grundbuchverfahren: Erfordernis der Vorlage des Originals einer steuerlichen …
Im Anschluss an eine Entscheidung des Landgerichts Berlin (Beschluss vom 9. April 2002 - 86 T 129/02 - NotBZ 2002, 383) wird im Schrifttum überwiegend vertreten, die Vorlage der Unbedenklichkeitsbescheinigung in beglaubigter Ablichtung sei zur Überwindung der Grundbuchsperre des § 22 GrEstG (hierzu Böhringer, Rpfleger 2000, 99) ausreichend (…Hertel, in: Meikel, GBO, 10. Aufl., § 29, Rdn. 144;… Hügel, GBO, 2. Aufl., § 20, Rdn. 79;… Viskorf, in: Boruttau, GrEStG, 17. Aufl., § 22, Rdn. 49;… Pahlke/Franz, GrEStG, 4. Aufl., § 22, Rdn. 7;… offengelassen von OLG Frankfurt/Main, a.a.O.).