Source: https://archivalia.hypotheses.org/date/2008/05
Timestamp: 2019-05-21 05:09:37
Document Index: 171254267

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 2', '§ 2', '§ 38', '§ 38', '§ 2']

Mai | 2008 | Archivalia
Untersuchungsbericht zur Übernahme der Zentralbibliothek der Bayerischen Kapuziner in Altötting (ZBAÖ) durch die Universitätsbibliothek Eichstätt-Ingolstadt
Veröffentlicht am 31. Mai 2008 von BCK
Gutachten / Bayerische Staatsbibliothek (veröff. 30.5.2008)
( Visualisierung erzeugt mittels http://wordle.net )
Ziel und Vorgehensweise der Untersuchung – Planungsgrundlage der Übernahme der ZBAÖ – Rechtliche Grundlagen der Übernahme der ZBAÖ – Erläuterung zu § 5 des Überlassungsvertrags (Eigentumszuordnung) – Art, Umfang und Zustand des Bestands der ZBAÖ – Umzug – Lagerung – Bearbeitung durch die UB Eichstätt-Ingolstadt bis Ende Januar 2005 – Dubletten – Makulatur – Bearbeitungsstand Januar 2005 – Bearbeitung durch die UB Eichstätt-Ingolstadt von Februar 2005 bis 2007 – Bearbeitungsaktionen – Verkauf – Makulatur – „Container-Bücher“ – Bearbeitungsstand 2007 – Fazit – Konsequenzen
“… Als Fachbehörde für das Bibliothekswesen in Bayern wurde die Bayerische Staatsbibliothek vom Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit der Untersuchung der Anfang 2007 in den Medien erhobenen Vorwürfe beauftragt, die Universitätsbibliothek der Universität Eichstätt-Ingolstadt habe wertvolle Bücher aus dem Bestand der 1999 übernommenen Zentralbibliothek der Kapuziner in Altötting (ZBAÖ) entsorgt und damit massenweise Kulturgut vernichtet. Die Untersuchung wurde unter Mitwirkung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt durchgeführt und ist abgeschlossen. Sie ist unabhängig von dem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren, das von der Staatsanwaltschaft Ingolstadt eingeleitet worden ist. …”
Der Vorwurf der massenweisen Vernichtung wertvoller Bücher aus dem Kapuzinerbestand kann nicht bestätigt werden.
Hinsichtlich der sog. „Container-Bücher“ kann kein Zusammenhang mit den Aussonderungsaktionen 2005-2007 nachgewiesen werden. Es wurden dafür auch keine belastbaren Indizien gefunden. Nach den üblichen Geschäftsgängen waren die Bestände bis 1800 zudem nicht Gegenstand dieser Aussonderungsaktionen: Nach den Arbeitsanweisungen wurden sie grundsätzlich aussortiert und an die Handschriftenabteilung zur individuellen Bearbeitung weitergegeben.
Die zwischen 2005 und 2007 von der Bibliotheksleitung vorgegebenen Methoden zur Bearbeitung der Bestände sind in großen Teilen nicht zu beanstanden oder zumindest vertretbar. Teile des Vorgehens bzw. der individuellen Umsetzung der Vorgaben können nicht abschließend beurteilt werden, da die Tatsachen nicht eindeutig ermittelt werden konnten. Einzelne Fehlentscheidungen können – gerade im Hinblick auf die zu bearbeitenden Menge – nicht ausgeschlossen werden. Festzustellen sind auch Dokumentationsdefizite. Dennoch ist das Vorgehen unter Berücksichtigung der konkreten Rahmenbedingungen im Grundsatz nicht zu beanstanden.
Eine einzelfall- und personenbezogene Bewertung der Vorgänge bleibt aus Datenschutzgründen dem internen Untersuchungsbericht vorbehalten.
Die weitere Aufarbeitung der Bestände in Eichstätt wird zwischen der UB Eichstätt-Ingolstadt und der Bayerischen Staatsbibliothek im Detail abgesprochen.
Im Hinblick auf anstehende weitere Übernahmen von säkularisiertem Bibliotheksgut wird die Bayerische Staatsbibliothek als Fachbehörde für das Bibliothekswesen in Bayern das Thema gezielt aufgreifen und einen Leitfaden für solche Fälle entwickeln. Dies soll mit einer ad-hoc Arbeitsgruppe aus Experten aus dem Bereich Altes Buch, Erwerbung und Verwaltung geschehen. Es sollen dabei auch die Richtlinien von 1975 auf den Prüfstand gestellt und überarbeitet werden.
Soweit zwischenzeitlich Übernahmen anstehen oder sich entsprechende Fragestellungen ergeben, können sich die Bibliotheken jederzeit direkt an die Bayerische Staatsbibliothek, Abteilung Handschriften und Alte Drucke, wenden.
Archivar im Hörspiel: "Vernagelt" von Ulrich Land
Veröffentlicht am 30. Mai 2008 von wolfthomas
“Im Wald beim Frankfurter Flughafen wird die Leiche des seit 1981 verschollenen Forstarbeiters Walter Bruckner gefunden. Mord durch eine Motorsäge. Für die Sensationspresse bestätigt sich ein alter Verdacht. Aber Kommissar Droemel und seine Chefin Hartmann stehen vor einem Rätsel.
Jeder erinnert sich an die damaligen Kämpfe um die Startbahn West und an den Versuch der Startbahngegner, das Abholzen der Bäume zu verhindern. Mit Nägeln sollte der Kahlschlag durch die Motorsägen sabotiert werden. Aber der Tote wurde in einem ganz anderen Waldstück gefunden.
Hauptkom. Hartmann: Sonsee Neu
Kommissar Droemel: Heinz-Werner Krähkamp
Malle Sanner: Maria Hartmann
Bernd Schlick: Bjarne Mädel
Rainer Faber: Timo Dierkes
Horst Schenker: Wolfgang Condrus
Hein Heinerts: Chajim Königshofen
Archivar: Wilfried Hochholdinger
Nachbarin: Barbara Becker
Geologe: Stephan Szász
Gehilfe: Sebastian Becker
Sprecher: Gerd Grasse
Schnitt Eugenie Kleesattel
Länge: 46’40
Ulrich Land, geboren 1956, studierte Germanistik, Geografie, Philosophie. Lebt als freier Autor in Hattingen, schreibt Features, Prosa und Hörspiele. DeutschlandRadio Berlin produzierte “Abriss” (2000), “Entsorgung” (2002), “Marlowe’s Drama” (2003), “Krupp, wie er sich auf Capri ergeht” (2005) und zuletzt “Ins Gras gebissen” (DKultur 2006). – Siehe auch Klangkunst am 6. Juni”
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kriminalhoerspiel/771429
Archivzitat: " … weder neutral noch objektiv noch Archivarin .."
“Frau Birthler ist eigentlich zur Neutralität und Objektivität verpflichtet. Sie ist Archivarin. Aber bei mir will sie weder neutral noch objektiv noch Archivarin sein.” Was sind wir denn nun, Herr Gysi ?
Gregor Gysi, Berliner Kurier, 30.05.2008
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/print/politik/220554.html
Archivzitat: ein wahrlich trauriges Archiv.
” …..Die Doku ist gründlich: Man hat im traurigen Archiv der Gewalttätigkeiten gegen offen schwule Spieler geblättert, ….” so die TAZ über “Das große Tabu – Homosexualität und Fußball”, eine DSF-Doku.
"Reale und virtuelle Archive: Forschung im Bonner Beethoven-Haus"
Vortrag von Prof. Dr. Bernhard R. Appel am 30. Mai 2008, 19 Uhr in der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen
Archiv und Kunst: "Archive für Genauigkeit und Seele"
Der DLF stellt Werke der Ausstellung “Digitale Raumkunst” im Duisburger Lehmbruck-Museum vor:
” ….. Das Spannungsfeld von technischer Objektivität und künstlerischer Subjektivität interessiert Karin Sander, und auch wenn die neue Technologie in ihrer Arbeit so breiten Raum einnimmt, wird sie ihr niemals zum Selbstzweck.
“Ich glaub, dass die Kunst zuerst da ist, man hat sich ja schon lange mit dem Porträt und dem Abbilden beschäftigt, die Idee, eine Figur abzunehmen und wiederzugeben, ist eine sehr alte, und dass die Technik das auch versucht, ist eigentlich nur ‘ne logische Folgerung aus dem.”
Diese Einschätzung teilen auch die Düsseldorfer Künstler Marie-Charlotte Hoffmann und Christof Hartmann, die eine sakral anmutende Rauminstallation geschaffen haben: Wie das Fundament einer Kirchenruine wirkt ein Karree aus kniehohen Reliefs, die aus Beton gegossen sind. Es ist umstellt von Masken und Köpfen, die aussehen wie primitive Kultfiguren. Und auf einem altarartigen Block in der Mitte steht ein langsam rotierender Laserscanner, der permanent den ganzen Raum abtastet und aus verschiedenen Perspektiven Bilder errechnet, die die Besucher und ihre Bewegungen ebenfalls einbeziehen. Als zweidimensionale Projektion in magisch grün flimmernden Linien wird sie auf die Wand geworfen.
“Archive für Genauigkeit und Seele” nennen die Künstler diese Arbeit.
“Das ist ‘ne neuere Entwicklung, ich hab mich da seit Jahren mit auseinandergesetzt so nebenbei, das hat sich vorbereitet. Wir haben das verfolgt über die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Wissenschaftlern und daraus hat sich das ergeben, das Verfahren in direkten Zusammenhang zu bringen. Das ist enorm inspirierend, das wird sicher die bildhauerische Arbeit verändern und wird sich vertiefen.”
Sagt Marie-Charlotte Hoffmann, die nicht nur die Düsseldorfer Kunstakademie absolviert hat, sondern auch ein Medizinstudium mit Schwerpunkt Neurologie. Diese rätselhafte Installation thematisiert auf sehr komplexe Weise die Zeit und die Ambivalenz der Zeiterfahrung: Was so urtümlich aussieht, ist heute geschaffen und aktualisiert nur eine Erfahrung von Tradition, die uns alle prägt. Was technisch geradezu futuristisch wirkt, bildet doch einen Moment ab, der bereits vergangen ist.
“Es hat was Archaisches und es hat was Modernes, und dieses Ineinander find ich besonders schön.”
Christof Hartmann ist überzeugt, dass neue Technologien das Berufsbild des bildenden Künstlers erweitern und verändern werden – auch was rein handwerkliche und ausbildungspraktische Aspekte angeht – nicht aber das eigentliche künstlerische Konzept.
“Das müsste man mir noch mal genau erklären, wieso ich etwas nur machen kann, wenn ich es im Rechner – es muss ja vorher mal in meinem Hirn gewesen sein, damit ich es in den Rechner projizieren kann, und insofern gibt es für mich nur einen Quellcode, der ist sowieso ganz woanders.”
Nachtrag 14.06.2008:
Ausstellungsbesprechung der WAZ mit Bilderstrecke (auch: “Archiv für Genauigkeit und Seele”)
Der Wettiner Schatz von Schloss Moritzburg
Veröffentlicht am 29. Mai 2008 von Klaus Graf
http://burgerbe.wordpress.com/2008/05/29/der-wettiner-schatz-von-schloss-moritzburg
Thüringer Kloßmuseum mit Weblog
http://adresscomptoir.twoday.net/stories/4956194
Quelle: http://klossmuseum.homepage.t-online.de
Update Sept. 2011: Post vom Kloßmuseum
Besucher unseres Kloßmuseums machten uns darauf aufmerksam,
dass auf Ihrer Internetseite http://archiv.twoday.net/stories/4958348
die Angaben zu unserem Kloßmuseum nicht mehr aktuell sind.
Können Sie diese Daten bitte noch ändern, da viele Kunden sich doch
über das Internet informieren?
Kontaktdaten Thüringer Kloßmuseum:
Telefon: 03643 4412-245
Telefax: 03643 4412-242
Internet: http://www.thüringer-kloßhttp://museum.de
Eintritt: 2,00 € – gilt für den gesamten Museums-/Ausstellungsbereich,
barrierefreier Zugang auf den drei Ebenen der Thüringer Kloß-Welt.
Börsenverein gegen wissenschaftliches Publizieren durch Bibliotheken
Der Börsenverein hat zum geplanten Thüringer Bibliotheksgesetz Stellung bezogen
http://www.boersenblatt.net/199039
Der Gesetzesentwurf enthält in § 2 Abs. 2 S. 2 die Feststellung, dass zu den besonderen Aufgaben wissenschaftlicher
Bibliotheken für Forschung und Lehre „auch die Bereitstellung einer geeigneten Infrastruktur für
elektronisches Publizieren und der Aufbau digitaler Bibliotheken gehöre(n)“. Hiermit wird erstmalig und eher
„en passant“ festgeschrieben, dass zu den Aufgaben wissenschaftlicher Bibliotheken auch das elektronische
Publizieren gehöre.
In der Gesetzesbegründung zu § 2 Abs. 2 wird hinsichtlich der Aufgaben der Bibliotheken für Forschung
und Lehre zunächst grundsätzlich auf § 38 des Thüringer Hochschulgesetzes verwiesen. § 38 des Thüringer
Hochschulgesetzes sieht vor, dass die Hochschulbibliotheken „die für Lehre, Forschung und Studium
erforderliche Literatur und andere Informationsmedien bereit[stellen]“. Weiterhin werden die Aufgaben der
Hochschulbibliotheken wie folgt beschrieben: „Die Hochschulbibliotheken beschaffen, erschließen und verwalten
die Literatur und andere Informationsmedien und machen sie im Rahmen der Bibliotheksordnung
öffentlich zugänglich.“
Die Gesetzesbegründung zum ThürBibG führt weiter aus: „Im Bibliotheksgesetz hingegen besonders hervorgehoben
wurden die neuen Dienstleistungen im Bereich des elektronischen Publizierens. Die Hochschulbibliotheken
haben in den letzten Jahren den Aufbau und die Betreuung von Publikationsinfrastrukturen
an der Hochschule in Form von Repositorien und Digitalen Bibliotheken betrieben. Die von den Bibliotheken
an den Hochschulen aufgebauten Dienste werden zur Veröffentlichung von Hochschulschriften und
anderen wissenschaftlichen Werken im Internet genutzt.“ Sodann wird auf das Stichwort ‚Open Access‘ bei
öffentlich finanzierten Publikationen, das Internet als führendes Recherche- und Kommunikationsmedium
sowie auch auf die Verwendungsrichtlinien der DFG verwiesen, denen zufolge „die DFG erwartet, dass die
mit ihren Mitteln finanzierten Forschungsergebnisse publiziert und dabei möglichst digital veröffentlicht und
für den entgeltfreien Zugriff im Internet (Open Access) verfügbar gemacht werden.“
Der Börsenverein gibt zu bedenken, dass, während der Aufbau digitaler Bibliotheken eine konsequente
Fortsetzung des bibliothekarischen Auftrags im digitalen Zeitalter ist, der Aufbau einer Infrastruktur für digitales
Publizieren und damit die Übernahme verlegerischer Tätigkeiten weit darüber hinausgehen. Aus Sicht
des Börsenvereins werden der öffentlichen Hand hiermit Aufgaben zugesprochen, die durch privatwirtschaftliche
Unternehmen, d.h. Verlage, effizienter, nachhaltiger und kostengünstiger erfüllt werden (können).
Als nur ein Beispiel aus Thüringen sei auf das Internetportal des Verlags und Datenbank für Geisteswissenschaften,
Weimar, verwiesen ( http://www.vdg-weimar.de ), der Magisterarbeiten open access zugänglich
macht. Auch die Tatsache, dass die DFG Open-Access-Veröffentlichungen erwartet, führt nicht zwangsläufig
zu dem Schluss, dass deren Realisierung gerade zur bibliothekarischen Aufgabe werde. Die Verlagerung
des wissenschaftlichen Publikationssystems in Hochschulbibliotheken im Zusammenhang mit Open Access
hätte nur Sinn, wenn diese effizienter arbeiteten als die Verlage. Generell gibt es für Effizienzvorteile der
öffentlichen Hand gegenüber privatwirtschaftlichen, dem Wettbewerb unterworfenen Anbietern aber wenig
Auch vor dem Hintergrund der eher unverbindlichen Aussagen zur Finanzierung öffentlicher Bibliotheken
und dem Absehen von einer Pflichtaufgabe im Gesetzesentwurf sollte überdacht werden, ob man im Thür-
BibRG den Bibliotheken auf einem Gebiet, wo die Privatwirtschaft ausreichende Strukturen zur Verfügung
stellt, weitere Aufgaben ausdrücklich zuschreiben sollte, die dem klassischen Auftrag des Beschaffens/
Sammelns, Ordnens/Erschließens und Bereitstellens von Medien vorgelagert sind. Der Gesetzesentwurf
verzichtet laut seiner Begründung darauf, „zu detaillierte und weitgehende Aufgabenbeschreibungen
der Bibliotheken vorzunehmen“. Es stellt sich daher die Frage, ob ausgerechnet bei der „Aufgabe“ des digitalen
Publizierens eine Ausnahme gemacht werden sollte. Aus Sicht des Börsenvereins wäre es sinnvoller,
das Augenmerk auf die stagnierenden bzw. nicht ausreichend wachsenden Erwerbungsbudgets von Bibliotheken
zu richten. So stellt auch die Enquete-Kommission fest: „Mittelzuweisungen für urheberrechtlich
geschützte Inhalte [sind] unerlässlich, damit Bibliotheken auch in der Zukunft ihre Aufgabe als Informationsvermittler
erfüllen können“.
Der Börsenverein empfiehlt daher, in § 2 Abs. 2 S. 2 den Satzteil „die Bereitstellung einer geeigneten
Infrastruktur für elektronisches Publizieren und“ zu streichen.
Dem Ansinnen ist entgegenzutreten. “Open Access” ist eine Bewegung, die im wesentlichen entstanden ist, weil die Verlage ihre Monopolstellung beim wissenschaftlichen Publizieren zur profitmaximierung missbraucht haben (“Zeitschriftenkrise”). Auch wenn es den Lobbyisten des Börsenvereins gelingen sollte, die Vorschrift zu kippen, wird der Börsenverein den weltweiten Siegeszug der von Bibliotheken/Universitäten betriebenen Open-Access-Repositorien nicht aufhalten können.
Es gibt nicht den geringsten Beweis dafür, dass Verlage effizienter und vor allem kostengünstiger Open Access liefern könnten als Bibliotheken, zumal Verlage die Langzeitarchivierung ihrer Inhalte regelmäßig auf die Bibliotheken verlagern. Die Effizienzvorteile der Verlage werden nur behauptet, aber nicht belegt.
Verlagsseitiger Open Access durch deutsche Verlage ist vernachlässigbar, auch wenn es einige wenige Verlage gibt, die kostenfreie Angebote unterhalten.
Die genannte Magisterarbeiten-Datenbank mit kostenfreien Volltexten fällt nach den benutzungsbedingungen ganz sicher nicht unter Open Access:
Die Daten in der Magisterdatenbank sind ein Open Access Angebot, d.h. kostenfrei für den Leser. Um eine Datei einsehen und herunterladen zu können lassen Sie sich bitte registrieren.
Sie erhalten dann ein Passwort, das in einem Zeitfenster von 48 Stunden freigeschaltet wird und das Herunterladen der PDF Datei ermöglicht. Jedes Passwort erlaubt das einmalige Herunterladen einer Datei.
Die Nutzung ist zum privaten Gebrauch bestimmt eine Weitergabe der Daten an Dritte, das Einstellen in Intranets und jegliche gewerbliche Nutzung sind ausdrücklich untersagt.
Wer seine Arbeit in ein Bibliothels-Repositiorium einstellt, kann damit rechnen, dass das PDF von Google indiziert und der Volltext auffindbar ist.
Ein angebliches OA-Angebot mit gerade vier (in Ziffern: 4) Volltext-Magisterarbeiten als Beweis der Verlagsüberlegenheit anzupreisen ist doch wohl ein Witz!
DBV legt schlechten Schwafel-Bibliotheksgesetz-Entwurf vor
http://archiv.twoday.net/stories/4832758
Das Musterbibliotheksgesetz des DBV vom 9. April 2008
http://www.bibliotheksverband.de/bibliotheksgesetz/start.html
fällt entscheidend hinter den stärker “juristischen” Thüringer CDU-Entwurf zurück.
Der DBV erkennt kein allgemeines Zugangsrecht zu den von der öffentlichen Hand betriebenen Bibliotheken an.
Der DBV geht fälschlich davon aus, dass nur wissenschaftliche Bibliotheken Altbestände verwahren. Die Verpflichtung zur Erhaltung muss auch für das wertvolle kommunale Bibliotheks-Kulturgut gelten!
Eine Datenschutzklausel fehlt, siehe zu ihr
http://archiv.twoday.net/stories/4834214 (Beitrag vom 2. April 2008)
Ansonsten wachsweiches kulturpolitisches Geschwafel, auf das man verzichten kann.
Tontafelarchiv in Qatna
Veröffentlicht am 29. Mai 2008 von wolfthomas
“ …. Im Herbst 2002 stießen der Tübinger Professor Peter Pfälzner und sein Archäologenteam auf die unversehrte Grabanlage der Könige von Qatna, einer antiken Metropole im heutigen Syrien. Der sensationelle Fund barg kostbare Beigaben aus Alabaster, Gold, Silber und Edelsteinen, Überreste von rituellen Totenmalen sowie zahlreiche Särge mit Gebeinen. Ein Archiv aus 73 Keilschrifttafeln, die ersten authentischen Dokumente aus Qatna selbst, gibt Aufschluss über den Alltag der einstigen Bewohner. Die Texte erzählen von der prächtigen Ausstattung des Palastes, von Wirtschafts- und Handelsbeziehungen. …..”
http://www.cinefacts.de/tv/details.php?id=krkbe2000000000001072300
http://de.wikipedia.org/wiki/Qatna
http://www.archaeologie-online.de/magazin/fundpunkt/ausgrabungen/2002/keilschriftarchiv_entdeckt
http://www.uni-tuebingen.de/uni/qvo/highlights/h24-qatna-01.html
Veröffentlicht unter Archivgeschichte	| 3 Kommentare
Archivzitat: Archive in Ostimor – obskur und alt.
“ ….. Und schon zieht er ein altes Buch aus dem vollgestopften Regal, erzählt so begeistert über seinen Fund in einem obskuren alten Archiv, als wolle er diesen Schatz am liebsten sofort nach neuen trickfilmreifen Szenen durchkämmen. ….”
http://www.n-tv.de/971213.html
Archivzitat: Unbetrachtetes im Archiv
“Die Bilder von Friedrich Fuchshuber müssen gezeigt werden und dürfen nicht unbetrachtet im Archiv bleiben”, sagt Prim. Dr. Ekkehard Lindner, Leiter des Instituts für Medizinische Radiologie-Diagnostik.
Fuchshuber fotografiert seit seiner Kindheit – seit zwei Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Digitalfotografie.
http://www.im-salzkammergut.at/salzkammergut/alle_themen/artikel-lesen/frmArticleID/4306
Bizarro: Einer der nächsten Päpste bloggt bestimmt
Veröffentlicht am 28. Mai 2008 von Klaus Graf
http://seattlepi.nwsource.com/fun/Bizarro.asp?date=20080524
Rote Socken im Archiv
Veröffentlicht am 28. Mai 2008 von wolfthomas
” …. Die roten Socken seien «im Archiv», sagte der ehemalige CDU-Generalsekretär Peter Hintze der «Financial Times Deutschland» (Mittwochausgabe). «1994 war das genial. Die roten Socken hatten Signalwirkung und retteten die bürgerliche Mehrheit», betonte Hintze, der derzeit Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium ist.
Heute seien Fragestellungen und Kommunikationsmittel andere, fügte Hintze hinzu. 1994 hatte die CDU mit Generalsekretär Hintze mit der «Rote-Socken»-Kampagne vor einer «Linksfront» von SPD und PDS in Deutschland gewarnt. Vier Jahre später erlebte die Aktion als «Rote-Hände-Aktion» eine Neuauflage. ….”
http://www.pr-inside.com/de/war-das-genial-r611298.htm
Veröffentlicht unter Parteiarchive	| 4 Kommentare
"Mehr als eine Archivarin"
Mechthild Küpper stellt Marianne Birthler in der FAZ vor
Lebendarchiv
Veröffentlicht am 27. Mai 2008 von wolfthomas
” …. Das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT im Saarland und die Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie EMB in Lübeck haben nun einen modernen Weg gewählt. Zusammen mit mehreren zoologischen Gärten gründeten sie den »CRYO-BREHM«, ein Lebendarchiv, das seit Anfang 2005 tiefgefrorene Stammzellen von Wildtieren sammelt. ….”
http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=325224
Der Staat ist kein Messie
Veröffentlicht am 27. Mai 2008 von Klaus Graf
Dem üblichen Eigentümer-Gezeter gegen den Denkmalschutz gibt Telepolis Raum:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28005/1.html
Der Artikel ist voll von unbelegten Behauptungen.
The titles are in English.
Mallory-Nachlass in Harvard
Veröffentlicht am 26. Mai 2008 von wolfthomas
” ….. Ins Gerede der US-Zeitungen ist Carole Mallory Ende April wieder gekommen, als sie für eine unbekannte Summe sieben Kisten mit Fotos, Interviews und Manuskripten von und über Mailer der Harvard University, seiner Alma Mater, verkaufte. Rücksichtsvoll hatte sie den Tod ihres Ex-Geliebten im November letzten Jahres abgewartet. ….. Nun dürfen die Verehrer Norman Mailers atemlos erwarten, was Carole Mallory, von 1983 bis 1991 seine Geliebte, mit Amerikas berühmtestem altem Macho hatte. ……”
http://www.welt.de/welt_print/article2033569/Viagra-Prosa_ueber_Norman_Mailer.html
zu Carole Mallory: http://en.wikipedia.org/wiki/Carole_Mallory
s. a. Archivalia: http://archiv.twoday.net/stories/4439191
Belagerte Archive in Mecklenburg-Vorpommern
” ….. „Ahnenforschung liegt im Trend“, bestätigt Dr. Michael North, Professor für Geschichte der Neuzeit an der Uni Greifswald. „Das Interesse hat stark zugenommen.“ Viele Archive, auch in MV, würden von Familienforschern geradezu „belagert“. TV-Serien wie „Die Spur der Ahnen“ im MDR oder „Das Geheimnis meiner Familie“ (ARD) tragen ihren Teil dazu bei. Für North eine positive Entwicklung. „Geschichte beginnt in der Familie“, findet North. Seiner Meinung nach sollte die geschichtliche Wissbegier dort aber nicht stehen bleiben. „Einen echten Gewinn zieht aus der Erforschung der Ahnen nur, wer auch die Zeit studiert, in der sie lebten.“ ….”
http://www.ostsee-zeitung.de/archiv/index.phtml?Param=DB-Artikel&ID=3330803
Archivisches, schwarzes Loch im schweizerischen Literaturarchiv
via library mistress:
Sängermuseum mit Archiv in Feuchtwangen
Die Pressemitteilung des bayerischen Innenministeriums (Link) verkündet voller Genugtuung die europaweit erste Forschungseinrichtung zur Dokumentation des Laienchorwesens.
Medinger (OCist) Handschriften
Veröffentlicht am 26. Mai 2008 von Klaus Graf
http://research.ncl.ac.uk/medingen/public_extern
Das Projekt will die Handschriften des Heideklosters virtuell zusammenführen. Der Zugang zu den Handschriften ist passwortgeschützt, allgemein zugänglich sind Digitalisate der Sekundärliteratur, darunter auch ein alter Druck aus dem 18. Jahrhundert.
Archives de Hérault en ligne
Umfangreiche Bestände sind digitalisiert, ambitionierter Viewer.
Veröffentlicht am 25. Mai 2008 von Klaus Graf
Die teilnehmenden Blawgs und dieses Weblog in einer übersichtlichen Tabelle:
http://www.jurablogs.com/blogs
Schriftsteller und ihre Archive: Gerhard Roth
Veröffentlicht am 25. Mai 2008 von wolfthomas
” …. Gerhard Roth stellt Teile aus seinem riesigen Archiv vor und gibt den Blick frei in die Werkstatt des Geschichten(er)finders. Manuskripte, be- und durchgearbeitete Bücher, Notizen, Landkarten, Reiseprospekte und viele Fotos (mit künstlerischer Qualität) zeichnen ein Bild von Roths peniblen Recherchen und seiner Schreibpraxis. Dazwischen leitmotivisch Zitate, Entwürfe und fertige Texte…..”
http://www.kleinezeitung.at/kaernten/spittal/gmuend_in_kaernten/1290773/index.do
zu Gerhard Roth:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Roth_%28Autor%29
s. a. Archivalia: http://archiv.twoday.net/stories/4166063
Archivische (?) Bürgerarbeit
” …. Ursprünglich stammt das Modell der Bürgerarbeit aus der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt-Thüringen. Vor etwa drei Jahren hatte sich der dortige Behördenleiter das Konzept ausgedacht. Seine Idee beruhte auf einer simplen Frage: Warum finanziert der deutsche Staat Arbeitslosigkeit statt Arbeit? Die Arbeitslosen in den Versuchsorten, denen nur noch wenige Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt eingeräumt werden, arbeiten deshalb inzwischen in staatlich finanzierten gemeinnützigen Jobs. Etwa bei Vereinen, Pflegeeinrichtungen oder Kirchen. Dem Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) zufolge, das für Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) ein Gutachten zur Workfare (gemeinnützige Arbeit) erstellt hat, meint, dass auf diese Weise bundesweit bis zu 1,4 Millionen Arbeitsplätze entstehen könnten. Das hat Glos so sehr beeindruckt, dass sein Ministerium jüngst forderte, Bürgerarbeit in ganz Deutschland einzuführen.
In Barleben ist Annelie Frase von Anfang an Teil des Experiments. Seit Februar 2007 arbeitet sie in der „Heimatstube“, einem kleinen Museum des örtlichen Heimatvereins. Hier archiviert und bereitet die 55-Jährige die Sachspenden von Barlebener Bürgern auf: Möbel, Spielzeug, Kleider, die hinterher in der Ausstellung gezeigt werden. Da Frase gelernte Maßschneiderin und außerdem Archivarin ist, passt die Stelle „wie die Faust aufs Auge“, wie sie sagt. Vor der Zeit als Bürgerarbeiterin war Frase knapp fünf Jahre arbeitslos. Sie rechnete damals nicht mehr damit, noch eine Arbeit zu finden – in ihrem Alter und mit ihrer Hörbehinderung. Erst die Bürgerarbeit habe ihr eine neue Chance gegeben, sagt sie. ….”
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Buergerarbeit;art271,2537386
Tontafelarchiv "Briefe von Amarna" in Köln
“Zu den besonders kostbaren Funden zählen nach Museumsangaben die “Briefe von Amarna” ein diplomatisches Archiv in Form von Keilschrift-Tontafeln. “
Ausstellung “Echnaton und Amarna. Wohnen im Diesseits” im Römisch-Germanisches-Museum in Köln
http://www.ksta.de/html/artikel/1211518429010.shtml
http://de.wikipedia.org/wiki/Amarna-Briefe
http://amarna.ieiop.csic.es/indexg.html