Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20041215_OGH0002_0070OB00267_04X0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-02-22 17:10:02
Document Index: 378402780

Matched Legal Cases: ['OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1500', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§1463', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 237', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1500', 'OGH', 'OGH', '§ 928', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 63', '§ 69', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 502', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§337', '§ 337', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 7Ob267/04x - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 3Ob43/55 3Ob320/55 7Ob3...
RS0011633
3Ob43/55; 3Ob320/55; 7Ob338/55; 3Ob497/55; 1Ob560/56; 5Ob42/60; 1Ob231/49; 3Ob313/54; 5Ob6/62; 5Ob297/62; 5Ob37/64; 5Ob41/65; 6Ob406/66; 1Ob60/67; 6Ob138/68 (6Ob142/68); 1Ob92/69; 1Ob16/73; 3Ob62/73; 7Ob49/74; 1Ob615/78; 2Ob609/79; 3Ob610/79; 1Ob7/84; 6Ob666/85; 2Ob527/86; 2Ob515/87; 3Ob139/90 (3Ob1104/90); 8Ob622/91; 7Ob560/94; 1Ob587/95; 7Ob603/94; 8Ob2024/96x; 1Ob14/97h; 6Ob117/97t; 4Ob190/97p; 1Ob112/97w; 10Ob68/98t; 1Ob128/98z; 7Ob286/99f (7Ob294/99g); 8Ob16/00m; 1Ob277/00t; 6Ob255/00v; 7Ob176/01k; 1Ob300/01a; 5Ob270/03x; 4Ob213/04h; 7Ob267/04x; 8Ob165/06g; 2Ob238/08a; 1Ob97/10m; 3Ob208/10z; 6Ob73/13y; 4Ob232/13s; 10Ob5/14d; 3Ob26/17w; 8Ob36/17b; 7Ob71/18v
Für den Begriff der offenkundigen Dienstbarkeit ist es wesentlich, ob man vom dienenden Grundstück aus bei einiger Aufmerksamkeit Einrichtungen oder Vorgänge wahrnehmen kann, die das Bestehen einer Dienstbarkeit vermuten lassen. Unter den Begriff einer derartigen Dienstbarkeit können nur Grunddienstbarkeiten fallen, keineswegs aber persönliche wie das Wohnungsrecht, weil von außen her das Bestehen einer solchen Dienstbarkeit gar nicht wahrgenommen werden kann.
Veröff: SZ 28/30 = EvBl 1956/33
3 Ob 320/55
Entscheidungstext OGH 22.06.1955 3 Ob 320/55
7 Ob 338/55
Entscheidungstext OGH 28.09.1955 7 Ob 338/55
3 Ob 497/55
Entscheidungstext OGH 26.10.1955 3 Ob 497/55
Ähnlich; nur: Für den Begriff der offenkundigen Dienstbarkeit ist es wesentlich, ob man vom dienenden Grundstück aus bei einiger Aufmerksamkeit Einrichtungen oder Vorgänge wahrnehmen kann, die das Bestehen einer Dienstbarkeit vermuten lassen. (T1)
1 Ob 560/56
Entscheidungstext OGH 28.11.1956 1 Ob 560/56
5 Ob 42/60
Entscheidungstext OGH 25.02.1960 5 Ob 42/60
1 Ob 231/49
Entscheidungstext OGH 05.04.1950 1 Ob 231/49
Ebenso; Veröff: SZ 23/86
3 Ob 313/54
Entscheidungstext OGH 23.06.1954 3 Ob 313/54
5 Ob 6/62
Entscheidungstext OGH 01.03.1962 5 Ob 6/62
Veröff: RZ 1962,173
5 Ob 297/62
Entscheidungstext OGH 22.11.1962 5 Ob 297/62
5 Ob 41/65
Entscheidungstext OGH 11.03.1965 5 Ob 41/65
6 Ob 406/66
Entscheidungstext OGH 15.02.1967 6 Ob 406/66
6 Ob 138/68
Entscheidungstext OGH 15.05.1968 6 Ob 138/68
nur T1; Veröff: LwBetr 1970,78
1 Ob 92/69
Entscheidungstext OGH 29.05.1969 1 Ob 92/69
1 Ob 16/73
Entscheidungstext OGH 21.02.1973 1 Ob 16/73
3 Ob 62/73
Entscheidungstext OGH 08.05.1973 3 Ob 62/73
1 Ob 615/78
Entscheidungstext OGH 22.05.1978 1 Ob 615/78
2 Ob 609/79
Entscheidungstext OGH 12.02.1980 2 Ob 609/79
nur T1; Beisatz: Auch bloße Fahrspuren - im vorliegenden Fall sind immerhin bis zu 20 cm tiefe deutlich sichtbare Fahrrinnen festgestellt - ausreichend. (T2)
3 Ob 610/79
Entscheidungstext OGH 12.11.1980 3 Ob 610/79
6 Ob 666/85
Entscheidungstext OGH 03.10.1985 6 Ob 666/85
Auch; nur T1; Beisatz: Auch sichtbare Anlagen. (T3)
2 Ob 527/86
Entscheidungstext OGH 18.03.1986 2 Ob 527/86
nur: Unter den Begriff einer derartigen Dienstbarkeit können nur Grunddienstbarkeiten fallen, keineswegs aber persönliche wie das Wohnungsrecht, weil von außen her das Bestehen einer solchen Dienstbarkeit gar nicht wahrgenommen werden kann. (T4)
Beisatz: Hier: obligatorisches Nutzungsrecht (T5)
2 Ob 515/87
Entscheidungstext OGH 24.03.1987 2 Ob 515/87
nur T4; Beis wie T4; Beis wie T5
3 Ob 139/90
Entscheidungstext OGH 30.01.1991 3 Ob 139/90
Auch; Beis wie T1; Veröff: ÖBA 1991,597
8 Ob 622/91
Entscheidungstext OGH 09.04.1992 8 Ob 622/91
Vgl aber; Beisatz: Auch Wohnungsdienstbarkeiten können nach den Umständen des Einzelfalles entsprechend den bei der Grunddienstbarkeit herausgebildeten Kriterien offenkundig sein. (T6)
Veröff: SZ 68/194
7 Ob 603/94
Entscheidungstext OGH 29.11.1995 7 Ob 603/94
8 Ob 2024/96x
Entscheidungstext OGH 14.03.1996 8 Ob 2024/96x
Auch; Veröff: SZ 69/71
1 Ob 14/97h
Entscheidungstext OGH 18.03.1997 1 Ob 14/97h
6 Ob 117/97t
Entscheidungstext OGH 19.06.1997 6 Ob 117/97t
1 Ob 112/97w
Entscheidungstext OGH 24.06.1997 1 Ob 112/97w
Vgl aber; nur T5; Beis wie T6
10 Ob 68/98t
Entscheidungstext OGH 15.12.1998 10 Ob 68/98t
Vgl auch; Veröff: SZ 71/212
7 Ob 286/99f
Entscheidungstext OGH 23.11.1999 7 Ob 286/99f
Vgl aber; Beis wie T6; Veröff: SZ 72/192
8 Ob 16/00m
Entscheidungstext OGH 07.09.2000 8 Ob 16/00m
Teilweise gegenteilig; Beisatz: Auch bei nicht verbücherten offenkundigen persönlichen beziehungsweise unregelmäßigen Servituten wird der Eintragungsgrundsatz durchbrochen und derjenige, der einen gültigen Titel besitzt, gegen den unbelasteten Erwerb durch einen gutgläubigen Dritten nach § 1500 ABGB geschützt. (T7)
1 Ob 277/00t
Entscheidungstext OGH 27.02.2001 1 Ob 277/00t
nur T1; Beisatz: Im Anlassfall steht fest, dass die Fischerei am streitverfangenen Bach samt seinen Zwischengewässern durch den Kläger und seine Rechtsvorgänger schon seit Jahrhunderten aufgrund gültiger Titel ständig ausgeübt wurde. (T8)
Veröff: SZ 74/33
nur T1; Veröff: SZ 74/57
Auch; nur T1; Beisatz: Einen derartigen Hinweis liefert auch ein Zugangstor, das bei einer von Wegerechten freien Liegenschaft keine Funktion hätte. (T9)
Beisatz: In diesem Zusammenhang schadet schon fahrlässige Unkenntnis. (T10)
4 Ob 213/04h
Entscheidungstext OGH 19.10.2004 4 Ob 213/04h
2 Ob 238/08a
Entscheidungstext OGH 29.04.2009 2 Ob 238/08a
nur T1; Vgl aber hinsichtlich nur T4; Vgl Beis wie T6
1 Ob 97/10m
Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 97/10m
3 Ob 208/10z
Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 208/10z
nur T1; Beisatz: In jüngerer Zeit hat die Rechtsprechung im Einzelfall auch die Offenkundigkeit von persönlichen Dienstbarkeiten wie Wohnungsdienstbarkeiten bejaht. (T11)
Beisatz: Hier: Fruchtgenussrecht an einem Garagenstellplatz. (T12)
4 Ob 232/13s
Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 232/13s
7 Ob 71/18v
Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 71/18v
ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0011633
JJR_19550202_OGH0002_0030OB00043_5500000_001
Rechtssatz für 3Ob497/55 7Ob308/57 5Ob...
RS0011676
3Ob497/55; 7Ob308/57; 5Ob298/59; 5Ob11/62; 5Ob378/63; 5Ob37/64; 5Ob41/65; 6Ob406/66; 6Ob138/68 (6Ob142/68); 3Ob62/73; 2Ob229/73 (2Ob230/73); 7Ob74/74; 7Ob512/76; 3Ob553/77; 1Ob646/77; 1Ob615/78; 7Ob569/79; 1Ob13/79; 2Ob609/79; 1Ob7/80; 3Ob610/79; 3Ob631/79; 4Ob524/80; 3Ob535/80; 1Ob513/82; 6Ob844/81; 1Ob1/84; 1Ob38/84; 6Ob666/85; 2Ob525/90; 1Ob587/92 (1Ob588/92); 5Ob563/93; 2Ob570/94; 7Ob560/94; 8Ob1610/95 (8Ob1611/95); 10Ob2470/96z; 1Ob112/97w; 4Ob266/97i; 9Ob167/97t; 6Ob80/98b; 6Ob79/98f; 10Ob68/98t; 7Ob209/98f; 2Ob48/97s; 1Ob150/99m; 10Ob291/99p; 7Ob127/00b; 9Ob26/00i; 5Ob283/00d; 7Ob176/01k; 2Ob232/01h; 7Ob241/02w; 7Ob160/02h; 7Ob95/03a; 6Ob323/02x; 5Ob270/03x; 4Ob96/04b; 7Ob267/04x; 10Ob54/05x; 1Ob50/06v; 9Ob122/06s; 8Ob138/07p; 1Ob241/08k; 5Ob58/09d; 2Ob11/10x; 9Ob46/10w; 8Ob67/11b; 6Ob73/13y; 10Ob5/14d; 5Ob27/14b; 2Ob171/14g; 1Ob92/15h; 1Ob50/16h; 1Ob129/16a; 8Ob101/17m; 1Ob188/17d; 8Ob36/17b
ABGB §1463
Berufung auf die Gutgläubigkeit bei Erwerb einer Liegenschaft hinsichtlich Freiheit von Dienstbarkeiten ist nur möglich, wenn keine Umstände vorliegen, die bei gehöriger Aufmerksamkeit den wahren vom Grundbuchsstand abweichenden Sachverhalt erkennen lassen.
7 Ob 308/57
Entscheidungstext OGH 04.09.1957 7 Ob 308/57
5 Ob 298/59
Entscheidungstext OGH 02.09.1959 5 Ob 298/59
Veröff: RZ 1962,83
5 Ob 378/63
Entscheidungstext OGH 12.12.1963 5 Ob 378/63
Beisatz: Wenn sich aus den besonderen Umständen Bedenken gegen die Vollständigkeit des Grundbuchstandes ergeben, müssen auch Nachforschungen vorgenommen werden (vergleiche RZ 1962,83). (T1)
Beis wie T1; Veröff: LwBetr 1970,78
2 Ob 229/73
Entscheidungstext OGH 14.03.1974 2 Ob 229/73
Beisatz: Kenntnis des Titelgeschäftes allein schadet nicht. (T2) Veröff: SZ 47/29
7 Ob 74/74
Entscheidungstext OGH 09.05.1974 7 Ob 74/74
Beis wie T1; Veröff: JBl 1976,642 = NZ 1978,110
3 Ob 553/77
Entscheidungstext OGH 21.06.1977 3 Ob 553/77
1 Ob 646/77
Entscheidungstext OGH 14.09.1977 1 Ob 646/77
Beis wie T2; Beisatz: Unter Auseinandersetzung mit Schilcher und Holzer, JBl 1974,454 (T3)
7 Ob 569/79
Entscheidungstext OGH 28.03.1979 7 Ob 569/79
Beisatz: Auch bloße Fahrspuren - im vorliegenden Fall sind immerhin bis zu 20 cm tiefe deutlich sichtbare Fahrrinnen festgestellt - ausreichend. (T4)
Veröff: JBl 1982,32 (Anm v Iro)
4 Ob 524/80
Entscheidungstext OGH 17.02.1981 4 Ob 524/80
Auch; Beis wie T1; Veröff: MietSlg 33040
Vgl auch; Veröff: SZ 55/46
6 Ob 844/81
Entscheidungstext OGH 12.05.1982 6 Ob 844/81
Beisatz: Der gute Glaube muss sowohl im Zeitpunkt des Erwerbsgeschäftes als auch des Ansuchens um Einverleibung gegeben sein. (T5)
1 Ob 1/84
Entscheidungstext OGH 22.02.1984 1 Ob 1/84
Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 57/38 = NZ 1987,22 (Hofmeister)
2 Ob 525/90
Entscheidungstext OGH 28.03.1990 2 Ob 525/90
1 Ob 587/92
Entscheidungstext OGH 15.12.1992 1 Ob 587/92
Auch; Beisatz: Selbst fahrlässige Unkenntnis wird nicht geschützt. (T6)
5 Ob 563/93
Entscheidungstext OGH 23.11.1993 5 Ob 563/93
Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 66/152
2 Ob 570/94
Entscheidungstext OGH 01.09.1994 2 Ob 570/94
Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 70/185
Vgl aber; Beisatz: Die Zusage des Freiseins von Servituten verpflichtet selbst dann, wenn diese offenkundig sind, zur Gewährleistung. (T7)
Entscheidungstext OGH 18.12.1998 6 Ob 79/98f
Auch; Beisatz: Dieser für den derrivativen Eigentumserwerb geltende Grundsatz hat auch für den Eigentumserwerb durch Zuschlag im Zwangsversteigerungsverfahren (§ 237 Abs 1 EO), der ja ebenfalls eine Ausnahme vom Eintragungsgrundsatz darstellt, Gültigkeit. (T8); Veröff: SZ 71/214
Auch; Beis wie T6; Veröff: SZ 71/212
7 Ob 209/98f
Entscheidungstext OGH 28.04.1999 7 Ob 209/98f
Vgl auch; Beisatz: Die Gutgläubigkeit des Erwerbers einer Liegenschaft ist ausgeschlossen, wenn er in schuldhafter Weise Indizien für das Abweichen des Grundbuchsstandes von der tatsächlichen Rechtslage ignoriert. Es genügt hiebei leichte Fahrlässigkeit. Der Umfang der Sorgfaltspflicht bestimmt sich nach der Verkehrsübung. (T9)
2 Ob 48/97s
Entscheidungstext OGH 20.05.1999 2 Ob 48/97s
Vgl auch; Beisatz: Der Vertrauensgrundsatz kommt dem nicht zugute, der bei gehöriger Aufmerksamkeit die Abweichung des Buchstandes von der wahren Rechtslage erkennen konnte; fahrlässige Unkenntnis wird nicht geschützt. (T10)
1 Ob 150/99m
Entscheidungstext OGH 14.01.2000 1 Ob 150/99m
Vgl auch; Beisatz: Nachforschungen über die Richtigkeit des Grundbuchsstands sind vom Ersteher nur bei Vorliegen besonderer, von dem Umständen des Einzelfalls abhängender Gegebenheiten zu verlangen. Nur wer in Kenntnis einer nicht völlig geklärten Rechtslage eine Liegenschaft erwirbt, kann sich weder allein auf den Grundbuchsstand noch auf die Behauptung der Lastenfreiheit durch den Voreigentümer berufen, sondern hat zumutbare Nachforschungen anzustellen. (T11) Beisatz: Der gute Glaube muss sowohl im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses als auch im Zeitpunkt des Ansuchens um Einverleibung gegeben sein. Die nachträgliche Kenntnis der Rechte eines Dritten ist daher grundsätzlich ohne Bedeutung. (T12)
7 Ob 127/00b
Entscheidungstext OGH 14.06.2000 7 Ob 127/00b
Auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T10
5 Ob 283/00d
Entscheidungstext OGH 21.11.2000 5 Ob 283/00d
Vgl auch; Beis wie T11; Beisatz: Hier: Keine Offenkundigkeit des Servitutsrechts der Klägerin, weil sichtbare Anlagen und Einrichtungen auf der Liegenschaft wie ein Privatweg und Abstellplätze mehreren Berechtigten zur Verfügung standen und von diesen auch genützt wurden, und die Erwerber, die von diesen Rechten Kenntnis hatten, erst durch Nachforschung der Zulassungsbesitzer der einzelnen Fahrzeuge eine Rechtsausübung auch durch die Klägerin in Erfahrung hätten bringen können. (T13)
2 Ob 232/01h
Entscheidungstext OGH 02.10.2001 2 Ob 232/01h
7 Ob 160/02h
Entscheidungstext OGH 11.12.2002 7 Ob 160/02h
6 Ob 323/02x
Entscheidungstext OGH 11.09.2003 6 Ob 323/02x
Auch; Beis wie T11; Beis wie T8
Auch; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Einen derartigen Hinweis liefert auch ein Zugangstor, das bei einer von Wegerechten freien Liegenschaft keine Funktion hätte. (T14)
4 Ob 96/04b
Entscheidungstext OGH 04.05.2004 4 Ob 96/04b
Auch; Beisatz: Hier: Markierter Wanderweg. (T15); Veröff: SZ 2004/71
1 Ob 50/06v
Entscheidungstext OGH 16.05.2006 1 Ob 50/06v
Vgl auch; Beisatz: Auch wenn bei der Beurteilung des gutgläubigen lastenfreien Erwerbs die Sorgfaltsanforderungen an den Erwerber nicht überspannt werden dürfen, darf er doch die Augen nicht vor klaren Hinweisen auf das Bestehen beziehungsweise den Umfang einer Servitut verschließen, sofern er Kenntnis von Tatsachen erlangt, die auf eine Belastung der Liegenschaft schließen lassen. (T16)
Vgl auch; Beis wie T11 nur: Wer in Kenntnis einer nicht völlig geklärten Rechtslage eine Liegenschaft erwirbt, kann sich weder allein auf den Grundbuchsstand noch auf die Behauptung der Lastenfreiheit durch den Voreigentümer berufen, sondern hat zumutbare Nachforschungen anzustellen. (T17)
Beisatz: Der Erwerber der mit einer Dienstbarkeit belasteten Liegenschaft muss damit rechnen, dass die Servitut entgegen dem Grundbuchseintrag nachträglich erweitert wurde. (T18)
1 Ob 241/08k
Entscheidungstext OGH 16.12.2008 1 Ob 241/08k
Vgl auch; Beisatz: Gutgläubigkeit ist schon bei leichter Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Besondere Nachforschungspflichten bestehen insbesondere bei indiziertem Verdacht, dass die tatsächlichen Besitzverhältnisse nicht dem Buchstand entsprechen. (T19)
Auch; Beisatz: Bei der Anwendung des § 1500 ABGB stellt sich die Frage nach der Schutzwürdigkeit des Vertrauens in die Vollständigkeit des Grundbuchs. (T20)
Vgl; Auch Beis wie T19; Veröff: SZ 2010/142
Beis ähnlich wie T19
1 Ob 92/15h
Entscheidungstext OGH 21.05.2015 1 Ob 92/15h
Vgl auch; Beis wie T17; Beis wie T19
1 Ob 50/16h
Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 50/16h
Beis wie T11; Beis wie T16
Vgl aber; Beis wie T7; Beisatz: Auf § 928 erster Satz ABGB kann sich der Erwerber nicht berufen, weil auch ein in die Augen fallender Zustand des Kaufobjekts im Falle einer ausdrücklichen Zusage der Lastenfreiheit die Gewährleistungspflicht nicht aufhebt; in einem solchen Fall kann sich der Erwerber ja auf die Zusage des Veräußerers verlassen und von einer näheren Prüfung des Objekts Abstand nehmen. (T21)
1 Ob 188/17d
Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 188/17d
Vgl auch; Beis ähnlich wie T12; Beisatz: Maßgeblicher Beurteilungszeitpunkt für das Vorliegen von gutem Glauben ist jener des Eigentumserwerbs, weshalb sogar die nachträgliche positive Kenntnis vom Bestehen der Dienstbarkeit nicht mehr schaden kann. (T22)
Beis wie T9; Beis wie T17; Beisatz: Dies gilt nicht nur für - regelmäßig durch Ersitzung - bereits endgültig erworbene dingliche Rechte, sondern auch für vertraglich eingeräumte Dienstbarkeiten, sofern diese nach dem Vertragswillen der Partner des Bestellungsvertrags dinglich wirken sollen. (T23)
ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0011676
JJR_19551026_OGH0002_0030OB00497_5500000_001
Rechtssatz für 5Ob272/73 (5Ob14/74) 4Ob...
RS0010184
5Ob272/73 (5Ob14/74); 4Ob551/75; 5Ob505/76; 7Ob549/77 (7Ob550/77); 6Ob550/77; 1Ob631/77; 7Ob703/78; 7Ob603/79; 1Ob7/80; 3Ob618/81; 1Ob513/82; 4Ob574/82; 3Ob586/83; 1Ob31/88; 1Ob597/89; 5Ob508/91; 1Ob508/92 (1Ob509/92); 8Ob645/93; 1Ob598/95; 5Ob2090/96f; 1Ob382/97a; 6Ob158/99z; 2Ob280/00s; 7Ob269/00k; 5Ob324/00h; 6Ob246/01x; 1Ob67/02p; 6Ob312/03f; 7Ob267/04x; 3Ob103/05a; 1Ob41/08y; 5Ob36/10w; 1Ob89/10k; 3Ob181/10d; 1Ob202/13g; 6Ob235/13x; 7Ob27/14t; 1Ob74/14k; 4Ob167/14h; 8Ob38/14t; 8Ob96/14x; 10Ob11/15p; 9Ob16/15s; 9Ob57/15w; 10Ob101/15y; 1Ob38/16v; 3Ob54/16m; 2Ob74/16w; 4Ob49/16h; 1Ob226/16s; 4Ob78/17z; 3Ob216/18p
Der für die Ersitzung erforderliche gute Glauben fällt weg, wenn der Besitzer entweder positiv Kenntnis erlangt, dass sein Besitz nicht rechtmäßig ist, oder wenn er zumindest solche Umstände erfährt, die zu Zweifeln an der Rechtmäßigkeit eines Besitzes Anlass geben (SZ 27/284, EvBl 1962/265).
Veröff: SZ 50/53 = EvBl 1978/25 S 95 = JBl 1978,144 (mit Anmerkung von König)
Veröff: SZ 50/91 = JBl 1978,148 (mit zustimmender Anmerkung von Sprung)
1 Ob 631/77
Entscheidungstext OGH 06.07.1977 1 Ob 631/77
7 Ob 603/79
Entscheidungstext OGH 13.09.1979 7 Ob 603/79
Veröff: SZ 55/46
Beisatz: Hiefür kann auch schon die Mitteilung des Rechtsstandpunktes des (Miteigentümers) Eigentümers der Sache hinreichen (JBl 1978,257). (T1)
1 Ob 31/88
Entscheidungstext OGH 11.10.1988 1 Ob 31/88
1 Ob 597/89
Entscheidungstext OGH 14.05.1989 1 Ob 597/89
5 Ob 508/91
Entscheidungstext OGH 22.03.1991 5 Ob 508/91
1 Ob 508/92
Entscheidungstext OGH 18.03.1992 1 Ob 508/92
Auch; Beisatz: Ferner wenn sein Besitz vom Eigentümer des dienenden Gutes für sich in Anspruch genommen wird. (T2)
1 Ob 598/95
Entscheidungstext OGH 29.08.1995 1 Ob 598/95
Vgl auch; Beisatz: Aus dem Umstand, dass sich im Grundbuchsbeschluss kein Hinweis auf eine Servitut an diesem Weg findet, lässt sich nicht ohne weiters der Schluss ziehen, dass ein Weg ohne Berechtigung in Anspruch genommen wird, wurde doch das Wegerecht bereits seit vielen Jahren unbeanstandet ausgeübt. (T3)
5 Ob 324/00h
Entscheidungstext OGH 15.05.2001 5 Ob 324/00h
Vgl; Beisatz: Hier: Gutgläubiger Pfandrechtserwerb. (T4)
Beisatz: Die Fahrlässigkeit schließt den guten Glauben aus. (T5)
Beisatz: Der Umfang der Sorgfaltspflicht bestimmt sich nach der Verkehrsübung und nach konkreten Verdachtsmomenten. Bei einer noch nicht rechtskräftigen Voreintragung ist wegen der Gefahr einer Anmerkung nach § 63 Abs 1 GBG besondere Vorsicht geboten. Eine Streitanmerkung nach den §§ 69, 70 GBG schließt den guten Glauben stets aus. (T6)
1 Ob 67/02p
Entscheidungstext OGH 11.06.2002 1 Ob 67/02p
Vgl auch; Beisatz: Hier war der beschränkt geschäftsfähige Beklagte, der über die wahren Eigentumsverhältnisse immer Bescheid wusste, zu keiner Zeit redlicher Ersitzungsbesitzer, weil ihm nach dem bei ihm vorauszusetzenden Einsichtsvermögen immer klar sein musste, dass die von ihm als Geschenkgeber bezeichnete Person eine fremde Sachen nicht habe verschenken können und es so an einem Rechtsgrund für den Eigentumserwerb mangelt, was keiner feinen juristischen Unterscheidung bedurfte. (T7)
Beisatz: Wer positiv weiß, welche Umstände einer Ersitzung des Eigentumsrechts entgegenstehen, kann mangelnde Fahrlässigkeit als Voraussetzung redlichen Ersitzungsbesitzes schon allein deshalb nicht für sich ins Treffen führen. (T8)
Veröff: SZ 2002/81
6 Ob 312/03f
Entscheidungstext OGH 04.03.2004 6 Ob 312/03f
Auch; Beisatz: Hier: Keine Redlichkeit der Besitzausübung durch die Wegbenützer ab dem Aufstellen einer Hinweistafel „Privatbesitz - Durchgang bis auf Widerruf gestattet". (T9)
Beisatz: „Scheinservitut" (T10)
Beisatz: Maßgeblich ist, ob ein durchschnittlicher Verkehrsteilnehmer die in seiner Ausübungshandlung liegende Rechtsverletzung erkennen hätte können. (T11)
Beisatz: Entscheidend für die Beurteilung der Redlichkeit ist ausschließlich die Rechtsausübung im Verhältnis zum Ersitzungsgegner. (T12)
3 Ob 181/10d
Entscheidungstext OGH 14.12.2010 3 Ob 181/10d
6 Ob 235/13x
Entscheidungstext OGH 23.01.2014 6 Ob 235/13x
Beis wie T11; Beisatz: Die Beurteilung der Frage, ob in einem bestimmten Fall die konkret zu berücksichtigenden Umstände die Qualifikation des Verhaltens des Besitzers als redlich oder unredlich fordern, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab und stellt daher regelmäßig keine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO dar. (T13)
1 Ob 74/14k
Entscheidungstext OGH 22.05.2014 1 Ob 74/14k
Vgl; Beis wie T7; Beis wie T8; Beis wie T13
Beis wie T13; Beisatz: Dies trifft insbesondere auf die Frage zu, inwieweit Umstände geeignet sind, beim Erwerber dahingehende Zweifel hervorzurufen. (T14)
Beis wie T13; Beisatz: Kein unterschiedlicher Sorgfaltsmaßstab für den guten Glauben zur Ersitzung beweglicher bzw unbeweglicher Güter. (T15)
10 Ob 11/15p
Entscheidungstext OGH 24.03.2015 10 Ob 11/15p
Vgl auch; Beis wie T13; Veröff: SZ 2015/31
Beis wie T11; Beisatz: Die Redlichkeit fällt grundsätzlich weg, wenn der Ersitzungsgegner im Falle einer behaupteten Wegeservitut die Benutzung des Wegs von bestimmten Bedingungen abhängig gemacht hat. So ergibt sich etwa aus einer Hinweistafel mit der (oder einer inhaltsgleichen) Aufschrift „Durchgang bis auf Widerruf gestattet“, dass die Nutzungsbefugnis ermöglicht wurde, nicht aber die Begründung eines Rechts des dadurch Begünstigten. (T16)
1 Ob 38/16v
Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 38/16v
3 Ob 54/16m
Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 54/16m
2 Ob 74/16w
Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 74/16w
Auch; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Auslegung des Übergabevertrags (insbesondere die Klausel zur Zaunerrichtung) musste zumindest Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Besitzes erwecken. (T17)
Auch; Beisatz: Ein Verbotsschild schließt zwar in der Regel den guten Glauben an die Rechtmäßigkeit der Rechtsausübung aus. Eine andere Beurteilung kann jedoch im Einzelfall dann angebracht sein, wenn der Eigentümer in Kenntnis der verbotswidrigen Benutzung diese jahrzehntelang unbeanstandet hinnimmt. (T18)
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0010184
JJR_19740123_OGH0002_0050OB00272_7300000_001
Rechtssatz für 6Ob550/77 4Ob519/78 3Ob...
RS0010298
6Ob550/77; 4Ob519/78; 3Ob631/79; 6Ob312/03f; 7Ob267/04x; 1Ob41/08y
ABGB §337
Zur Ersitzung der Dienstbarkeit der Skiabfahrt zu Gunsten einer Gemeinde ist der gute Glaube der Machthaber der Gemeinde (§ 337 ABGB) während der gesamten Ersitzungszeit erforderlich.
Veröff: SZ 50/91 = JBl 1978,148 (mit Zustimmung v. Sprung)
Auch; Beisatz: Guter Glaube des Touristenpublikums genügt nicht. (T1) Veröff: EvBl 1978/165 S 519
Vgl auch; Beisatz: Wegdienstbarkeit (T2)
Auch; Beisatz: Hier: Pfarrgemeinde. (T3)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Ersitzung eines Wegerechts zu Gunsten eines im Eigentum des Landes stehenden Grundstücks durch Bestandnehmer als Besitzmittler. (T4); Beisatz: Neben dem guten Glauben der Machthaber ist auch der gute Glaube etwaiger Besitzmittler erforderlich. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0010298
JJR_19770616_OGH0002_0060OB00550_7700000_002
Rechtssatz für 7Ob641/89 8Ob622/91 1Ob...
RS0011591
7Ob641/89; 8Ob622/91; 1Ob542/93; 7Ob267/04x; 2Ob252/05f; 5Ob48/19y
Durch die Ersitzung können auch unregelmäßige Dienstbarkeiten außerbücherlich erworben werden, notwendig ist aber eine für den Eigentümer des belasteten Gutes erkennbare Rechtsausübung durch die Ersitzungszeit im wesentlich gleichbleibend zu bestimmten Zwecken in bestimmten Umfang.
nur: Durch die Ersitzung können auch unregelmäßige Dienstbarkeiten außerbücherlich erworben werden. (T1) Beisatz: Ebenso können unregelmäßige Servituten durch Rechtsgeschäft erworben werden, wobei bei vertraglicher Einräumung Ersitzung ausscheidet. (T2)
Auch; Veröff: SZ 66/53
Auch; Beisatz: Das bloße Setzen von Flugbewegungen und das Hinnehmen dieser Flugbewegungen durch die Anrainer ist aber unzureichend. (T3)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0011591
JJR_19891019_OGH0002_0070OB00641_8900000_001