Source: https://www.vermieter-forum.com/threads/grundkosten-heizungsanlage.2385/
Timestamp: 2017-04-28 00:45:24
Document Index: 274346832

Matched Legal Cases: ['§ 315', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 6', '§ 6']

Grundkosten - Heizungsanlage
Diskutiere Grundkosten - Heizungsanlage im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo Zusammen,
Habe mal eine Frage, die ich leider nirgends klären konnte bisher:
Unsere NK werden nach 30% Grundkosten und 70%... Antworten
Daimon1980,
Unsere NK werden nach 30% Grundkosten und 70% Verbrauchskosten abgerechnet.
2002-2004 wurden für die Grundkosten 385m² als Gesamtfläche angegeben (wir bewohnen 100m²).
Für 2005 werden auf einmal nur noch 285m² als Gesamtfläche angegeben, da angeblich die Werkstatt im Nebengebäude abgetrennt wurde...nur ist der Ölverbrauch im Vergleich 04-05 sogar noch gestiegen (unser Verbrauch ist allerdings gleichgeblieben).
Darf der Vermieter die Gesamtfläche einfach so ändern?
wen sich die berechnungsgrundlage ändert,maß das natürlich in der abrechnung berücksichtigt werden.
wahrscheinlich hat auch schon vorher die werkstatt kaum was verbraucht. daher ist der verbrauch nicht gefallen.
Mein Problem ist auch nicht der Verbrauch sondern die Tatsache, daß die Grundkosten vorher auf 385m² aufgeteilt worden sind und jetzt nur noch auf 285m²..muß der Vermieter denn nicht für den Leerstand aufkommen?
Zumal wir jetzt noch erfahren haben, daß ab diesem Jahr plötzlich wieder mehr als 285m² angesetzt werden sollen.
Er hat da wo vorher die Werkstatt war eine Wohnung reingesetzt.
Der Anwalt vom Mieterverein meinte auch, daß unser Vermieter nicht berechtigt ist, die GK zu senken, da die Heizungsanlage ja für die 385m² ausgelegt ist und sich eben diese Kosten durch weniger qm nicht ändern..
Mir fehlt bloß noch ein Paragraph um das zu begründen.
Original von Daimon1980
Er hat da wo vorher die Werkstatt war eine Wohnung reingesetzt.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
die änderung von werkstatt zu wohnung kann durchaus auch wieder eine neue berechnung nötig machen. da spielen viele faktoren mit rein - zum einen läuft so einiges bei gewerbemietverträgen grundsätzlich anders, zum anderen ist es durchaus möglich, dass die preise z.b. für strom oder wasser in einer werkstatt TEURER sind als bei privatwohnungen (industriestrom ist teurer).
wie die heizungsanlage ausgelegt ist, wird sich so schnell nicht ändern lassen.
würde auch keinen sinn machen, wenn da aus der werkstatt jetzt eine wohnung entstehen soll (ich nehme mal an der vermieter trägt sich da jetzt mit umbauplänen).
wenn die werkstatt / wohnung jetzt leersteht bzw. gerade umgebaut wird, dann muss der vermieter selbstverständlich die grundkosten anteilig zahlen, da hat der mieterverein schon recht.
ich würde mal eine vernünftige erklärung vom vermieter einfordern - irgendwas ist da ja 2005 nicht so ganz korrekt abgelaufen - zumindest nicht so, dass es für die mieter nachvollziehbar gewesen wäre, und das muss er aufklären.
Genau das meine ich, in 2005 hat die Werkstatt zeitweise leergestanden (während sieser Zeit hat er dann auch umgebaut).
Ist inzwischen schon längst eine Wohnung drin, in der wohnt Verwandschaft vom Vermieter...und die heizen ja auch irgendwie also hatte er die Heizung da wahrscheinlich nie wirklich abgeklemmt.
Wer unseren Vermieter kennt, weiß das da so einiges nicht ganz koscher ist...viel Pfusch und am Bauamt vorbei etc.
Aber nen konkreten Paragraph den ich ihm in unsere Ablehnung schreiben kann habt ihr nicht?
Aber nen konkreten Paragraph den ich ihm in unsere Ablehnung schreiben kann habt ihr nicht?Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
konkrete paragraphen gibt's nur für konkrete fälle.
da hier (zumindest mir) jetzt aber nicht klar ist, wo denn der hund begraben liegt, kann man da aber auch keinen grabstein aufstellen...
fordert eine umfassende erklärung vom vermieter ein.
für leerstände muss der vermieter aufkommen - da kann er nicht mal eben einfach die wohnung aus der abrechnung rausnehmen, DAS ist definitiv nicht legal. findest du irgendwo auch in der betriebskostenverordnung (linkliste links hier im forum unter "BetrKV").
allerdings gibt's bei der umwandlung von gewerbefläche (werkstatt) zu wohnfläche auch das eine oder andere zu beachten, aber das hängt halt vom konkreten einzelfall ab.
was "koscher" ist oder nicht - da solltet ihr euch am besten garkeine gedanken drüber machen. wenn der vermieter pfusch am bau betreibt, dann fällt das mit sicherheit irgendwann auf ihn zurück. wenn er irgendwas am bauamt vorbei macht, riskiert er strafanzeige. wenn's nicht die von euch bewohnten wohnungen betrifft, dann lasst das mal seine sorge sein, er muss die folgen ja auch ausbaden, wenn er da mist baut.
Hast ja recht, ist sein Problem...solange er künftig nicht mehr versucht, seine Kosten ungerechtfertigt auf uns abzuwälzen wird alles gut ;o)
naja - jetzt wollen wir ihm mal unterstellen, dass er da aus purer unwissenheit einen fehler gemacht hat. darauf kann man ihn ja hinweisen, so im stil "vielleicht haben sie übersehen dass..." - wenn er dann merkt, dass ihr euch da nicht so einfach über den tisch ziehen lasst sondern eure betriebskostenabrechnung genau anschaut, dann wird er künftig solche fehler vermeiden.
...genau diesen Hinweis hatte er schon bekommen, er sieht sich allerdings völlig im Recht, daher waren wir überhaupt erst zum Mieterverein gegangen..
würde ihm ja liebend gerne keine böse Absicht unterstellen, aber..
...genau diesen Hinweis hatte er schon bekommen, er sieht sich allerdings völlig im Recht, daher waren wir überhaupt erst zum Mieterverein gegangen...Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
dann lasst doch jetzt den mietervereins-menschen ein nettes brieflein diesbezüglich schreiben und ruhe ist (hoffentlich) im karton.
nicht DU musst da die paragraphen suchen - dafür bist du doch im mieterverein, oder nicht? sollen die mal was tun für ihr geld!
Einen konkreten § kann ich Dir auch nicht nennen.
Jedoch geht die aktuelle Rechtssprechnung bei der definition von beheizbarer Fläche auch davon aus, wenn es in den fraglichen Räumlichkeiten gar keine Heizkörper gibt.
Sobald sich die Räume in einem beheizten Gebäude befinden werden diese auch indirekt mit Wärme versorgt. Daher werden dort auch zumindest die Grundkosten fällig.
In einem anderen Fall hatte ein Mieter im Schlafzimmer den Heizkörper demontieren lassen. Dennoch wurde er vom Gericht zur Zahlung der Grundkosten verurteilt.
In einem anderen Fall klagte ein Videothekenbesitzer, der im Kundenraum nichtmal Heizkörper hatte. Er kam damit aber auch nicht durch und hatte die Grundkosten zu tragen.
"Zwar kann der Gebäudeeigentümer beim Fehlen einer vertraglichen Regelung den Verteilerschlüssel nach billigem Ermessen (§§ 315, 316 BGB, vgl. § 6 Abs. 4 Satz 1 HeizKostV) selbst bestimmen, wobei er die zwingenden Vorschriften der Heizkostenverordnung zu beachten hat. Abrechnungsmaßstäbe im Sinne des hier allein in Betracht kommenden § 7 HeizKostV sind zum einen der prozentuale Verteilungsschlüssel für die Aufteilung der gesamten Kosten des Betriebs der zentralen Heizungsanlage in einen verbrauchsabhängigen Teil und einen verbrauchsunabhängigen Anteil (sog. Grundkosten) und zum anderen die Umlegung der Grundkosten nach der Wohn- oder Nutzfläche oder dem umbauten Raum der beheizten Räume (§ 7 Abs. 1 Satz 1 und 2 HeizKostV). Jedoch ist dem Gebäudeeigentümer eine Änderung des einmal gewählten Abrechnungsmaßstabes der §§ 7 bis 9 HeizKostV nur unter den Voraussetzungen des § 6 Abs. 4 Satz 2 HeizKostV erlaubt. Eine Änderung nach § 6 Abs. 4 Satz 2 Nr. 1 HeizKostV ist aber ausgeschlossen, wenn der Kläger während dreier Abrechnungszeiträume die Gesamtwohnfläche zugrunde gelegt hat."
Das bedeutet, wenn in 3 aufeinanderfolgenden Jahren nach einem bestimmten Schlüssel abgerechnet wurde, kann er ihn nicht mehr einfach so ändern.
Thema: Grundkosten - Heizungsanlage
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