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Timestamp: 2020-01-20 20:58:42
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Matched Legal Cases: ['§ 312', '§ 312', 'BGH', '§ 312', '§ 312', '§ 312']

jura-basic (Lexikon: FernabsatzvertrÃ¤ge Vertrag-zwischen-Unternehmer-und-Verbraucher) - Grundwissen
Der Fernabsatzvertrag (§ 312c BGB@) ist ein Verbrauchervertrag, d.h. ein Vertrag zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher (siehe Verbrauchervertrag).
Fernabsatzverträge sind Verträge
bei denen der Unternehmer und der Verbraucher
für die Vertragsverhandlungen und den Vertragsschluss
ausschließlich Fernkommunikationsmittel verwendet,
es sei denn, dass der Vertragsschluss nicht im Rahmen eines für den Fernabsatz organisierten Vertriebs- oder Dienstleistungssystem erfolgt (§ 312c BGB@).
Fernabsatzverträge zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher sind entgeltliche Verträge. Die Vorschriften über Fernabsatzverträge sind nur auf entgeltliche Leistungen des Unternehmers anzuwenden (vgl. BGH, 10.12.2014 - VIII ZR 90/14, Tz. 23). Auf unentgeltliche Leistungen des Unternehmers (kostenlose Leistungen) finden die verbraucherschützenden Regelungen des Fernabsatzrechts keine Anwendung. Dies ergibt sich allerdings nicht aus dem Wortlaut der Vorschrift (§ 312c BGB@), aber aus anderen Vorschriften (siehe Entgelt, Rz.5).
Fernabsatzverträge sind entgeltliche Distanzgeschäfte zwischen einem Unternehmer und Verbraucher, z.B. Verträge durch Katalogbestellung, Online-Shopping.
Der Unternehmer und der Verbraucher begegnen sich nicht körperlich. Der Verbraucher hat keine Möglichkeit, die Ware vor Vertragsschluss zu sehen und zu prüfen. Grundlage seiner Entscheidung sind lediglich die Informationen des Unternehmers. Deshalb sind dem Unternehmer besondere Informationspflichten in § 312d BGB@ auferlegt.
Ein Fernabsatzvertrag erfordert, dass die Vertragsverhandlungen und der Vertragsschluss unter Einsatz von Fernkommunikationsmitteln erfolgen, z.B. die Vertragsverhandlungen erfolgen telefonisch und der Vertragsschluss erfolgt per E-Mail. Telefon und E-Mail sind Fernkommunikationsmittel (siehe Fernkommunikationsmittel, Rz.3). Ein Fernabsatzvertrag liegt nicht vor, wenn Vertragsverhandlungen und Vertragsabschluss nicht unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln erfolgen (siehe Vertragsschluss, Rz.2).
Besteht ein Fernabsatzvertrag, dann hat der Verbraucher ein Widerrufsrecht nach § 312g BGB@, sofern es nicht ausgeschlossen ist. Kein Widerrufsrecht des Verbrauchers besteht, wenn der Verbraucher in der Rolle als Verkäufer ist (siehe Widerrufsrecht).
3. Fernkommunikationsmittel
4. Vertriebssystem
6. Regelungsbereich, Anwendungsbereich
7. Rechtsfolgen und Schutzumfang
9. Distanzgeschäft
10. Katalogbestellung
11. Telefonbestellung
12. Warenautomat
Dokument-Nr. 000103, © jura-basic 2019
Dokument-Nr. 000103, Stand: 16.04.2019, Fachgebiet: Schuldrecht BT, © 2019