Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=D%C3%96V%201993,%20351
Timestamp: 2019-07-21 10:10:01
Document Index: 22163657

Matched Legal Cases: ['§ 17', 'BGH', 'BGH', '§ 87', '§ 40', 'Art. 3', 'BGH', '§ 40', '§ 17']

OVG Rheinland-Pfalz, 01.09.1992 - 7 E 11459/92 - dejure.org
https://dejure.org/1992,1619
OVG Rheinland-Pfalz, 01.09.1992 - 7 E 11459/92 (https://dejure.org/1992,1619)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 01.09.1992 - 7 E 11459/92 (https://dejure.org/1992,1619)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 01. September 1992 - 7 E 11459/92 (https://dejure.org/1992,1619)
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Erlaß einer einstweiligen Anordnung; Verwaltungsgerichtliches Eilverfahren; Zwischenverfahren der Rechtswegverweisung; Vergabeentscheidung ; Gemeindliches Grundstück; Förderung der örtlichen Wirtschaft
VG Neustadt, 01.07.1992 - 1 L 1565/92
NJW 1993, 1671 (Ls.)
NVwZ 1993, 381
DVBl 1993, 260
DÖV 1993, 351
§ 17a GVG ist im verwaltungsgerichtlichen Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes entsprechend anwendbar (Änderung der bisherigen Rechtsprechung im Beschluss vom 01. September 1992 - 7 E 11459/92.OVG -, DVBl. 1993, 260).
Insoweit hält der Senat nicht mehr an seiner im Beschluss vom 01. September 1992 - 7 E 11459/92.OVG - (DVBl. 1993, 260) vertretenen gegenteiligen Auffassung fest.
vgl. dazu u. a.: OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 1. September 1992 - 7 E 11459/92 -, DÖV 1993, 351 (352 f.) m.w.N.
vgl. dazu u. a.: BGH, Urteil vom 5. April 1984 - III ZR 12/83 -, BGHZ 91, 84 (97); OVG Rheinland- Pfalz, Beschluss vom 1. September 1992, aaO., 352; von Zezschwitz, NJW 1983, 1873 (1877 f.).
vgl. dazu auch OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 1. September 1992, aaO., 352.
In Anlehnung an die Lehre vom sog. Verwaltungsprivatrecht und an die sog. Zwei-Stufen-Theorie und auch in einer gewissen Übereinstimmung mit der obigen Literaturmeinung wird zudem in der Rechtsprechung vertreten, bei privatrechtlichen Grundstücksveräußerungen einer Gemeinde gehe der privatrechtlichen "Abwicklungsstufe" eine öffentlich-rechtlich zu beurteilende Entscheidungsstufe voraus, wenn mit der im Privatrecht abzuwickelnden Entscheidung öffentliche Zwecke verfolgt würden, wie etwa die Förderung ortsansässiger Gewerbebetriebe oder bestimmter Personenkreise oder die Verbesserung der Gemeindeinfrastruktur (vgl. OVG Koblenz, Beschluss vom 1. September 1992 a.a.O. S. 382; OVG NW…, Beschluss vom 30. Juni 2000 a.a.O. S. 698 ff.).
Danach wurde befunden, dass der Streit um eine Vergabeentscheidung für ein gemeindliches Grundstück (außerhalb der ausdrücklichen Zuweisung nach § 87 GWG) trotz der privatrechtlichen Abwicklung eine öffentlich-rechtliche Streitigkeit im Sinne des § 40 Abs. 1 VwGO darstelle, wenn die vergebende Stelle aufgrund öffentlicher Vorgaben in ihrer Entscheidung gebunden sei (Hessischer VGH, Beschluss vom 20.12.2005 - 3 TG 3035/05 -, juris), wenn die Vergabeentscheidung aus den Bemühungen der Gebietskörperschaft hergeleitet werde, im Rahmen der Daseinsvorsorge eine bestimmte Nutzung des Grundstücks zu erreichen (VG Münster, Beschluss vom 19.01.2009 - 1 L 673/08 -, juris), wenn die Auswahl unter den Kaufinteressenten nach Vergabekriterien, die im öffentlichen Interesse die Förderung eines bestimmten Personenkreises (kinderreiche Familien) bezweckten, getroffen werde (OVG NRW, Beschluss vom 30.06.2000 - 21 E 472/00 -, NJW 2001, 698 und juris), wenn der Träger öffentlicher Verwaltung mit ihr hoheitliche Zwecke verfolge (VG Minden, Beschluss vom 08.11.2010 - 2 L 451/10 -, juris), insbesondere Förderung der örtlichen gewerblichen Wirtschaft bei gleichzeitiger Verfolgung städtebaulicher Ziele (OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 01.09.1992 - 7 E 11459/92 - NVwZ 1993, 381 und juris).
Er hat lediglich einen Anspruch darauf, dass die Antragsgegnerin in dem nach ihrem Ermessen gewählten öffentlich-rechtlichen Vergabeverfahren den Gleichbehandlungsgrundsatz nach Art. 3 Abs. 1 GG beachtet, also eine sachgerechte, willkürfreie und transparente Entscheidung trifft (vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 01.09.1992 - 7 E 11459/92 - NVwZ 1993, 381 und juris; BGH, Urteil vom 22.02.2008 - V ZR 56/07 - BauR 2008, 1308 und juris; Brandenburgisches OVG, Urteil vom 24.04.2012 - 6 W 149/11 -. juris).
Hiernach prüft das Rechtsmittelgericht auch im Eilverfahren nicht die Frage, ob der beschrittene Rechtsweg zulässig ist (Beschluss des Senats vom 10. März 2014 - 2 MB 6/14; siehe auch OVG Schleswig…, Beschluss vom 15. Juli 2015 - 4 MB 14/15 - juris, Rn. 5; OVG Münster…, Beschluss vom 10. Februar 2012 - 11 B 1187/11 - juris, Rn. 23 m.w.N.; VGH Mannheim…, Beschluss vom 19. November 2007 - 13 S 2355/07 - juris, Rn. 10 m.w.N; VGH München…, Beschluss vom 27. März 2014 - 7 CE 14.253 - juris, Rn. 23; a.A.: VGH Mannheim…, Beschluss vom 7. Mai 1993 - 11 TH 1563/92 - juris, Rn. 22 f.; OVG Koblenz, Beschluss vom 1. September 1992 - 7 E 11459/92 - juris, Rn. 8 ff.).
vgl. OVG NRW, Beschluss vom 30. Juni 2000 - 21 E 472/00 -, juris Rn. 17 und 21; OVG Rh.-Pf., Beschluss vom 1. September 1992 - 7 E 11459/92 -, juris Rn. 12.
VG Koblenz, 31.01.2005 - 6 L 2617/04
Vergabeverfahren; Verteidigungsressort; Verwaltungsrechtsweg; …
Mit den überzeugenden Ausführungen des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 07.07.2003 - 22 B 1409/93 - DÖV 94, S. 222, geht die Kammer davon aus, dass eine solche Entscheidung auch in einem vorläufigen Rechtsschutzverfahren ergehen kann (anderer Auffassung: Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz vom 01.09.1992 - 7 E 11459/02.OVG - DVBl. 1993, S. 260).
VGH Hessen, 18.01.1994 - 11 TG 1267/93
Vorliegen einer öffentlich-rechtlichen Streitigkeit nach VwGO § 40 bei Streit mit …
VGH Baden-Württemberg, 12.03.1993 - 8 S 2555/93
Anwendbarkeit des GVG § 17a auf das verwaltungsgerichtliche Eilverfahren - …