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Timestamp: 2016-10-22 13:30:55
Document Index: 373399671

Matched Legal Cases: ['Art. 48', 'Art. 48', 'Art. 46', 'Art. 47', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 694', 'Art. 694', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 662', 'Art. 48', 'Art. 738', 'Art. 972', 'Art. 731', 'Art. 738', 'Art. 17', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 730', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 738', 'Art. 738', 'BGE', 'BGE', 'Art. 738', 'Art. 731', 'Art. 971', 'Art. 971', 'Art. 661', 'Art. 661', 'Art. 731', 'Art. 156', 'Art. 159', 'Art. 159']

5C.21/2001 (27.04.2001)
5C.21/2001/min
1. Beton AG Ebmatingen, Lohwisstrasse 32, 8123 Ebmatingen,
2. Titania AG Z�rich, c/o Roger Mermod, Buchzelgstrasse 65,
8053 Z�rich,
3. Altherren-Verband Titania Z�rich, p.A. Werner Berweger,
Wilerstrasse 6, 8415 Gr�slikon,
4. Josef Paul Hasler, Im Str�ler 36, 8047 Z�rich, Kl�ger und Berufungskl�ger, alle vertreten durch Rechts-anwalt Andreas K�nzli, Villa Bianchi/Brunnenstrasse 27, Postfach 1010, 8610 Uster 1,
1. Stiftung zum Erhalt von preisg�nstigen Wohn- und Gewerbe- r�umen der Stadt Z�rich, Werdstrasse 36, 8004 Z�rich,
2. Franz Xaver Huwiler, Hafnerstrasse 11,
8005 Z�rich,
3. Roland Gottfried Meyer, Rothstrasse 7, 8057 Z�rich,
4. Jacqueline Anne-Lise Ducommun, Rothstrasse 7,
8057 Z�rich, Beklagte und Berufungsbeklagte, Beklagte 1 vertreten durch Rechtsanw�ltin Mirella Piasini, Hambergersteig 17, 8008 Z�rich, Beklagter 2 vertreten durch G�rald Huwiler, Hafnerstrasse 11, 8005 Z�rich,
Feststellung von Fuss- und Fahrwegrecht/Grundbucheintrag, hat sich ergeben:
A.- Bei den Parteien handelt es sich um Eigent�mer verschiedener, im Z�rcher Stadtkreis 5 gelegener Grundst�cke.
Die Kl�ger 1-3 sind Miteigent�mer des Grundst�ckes Kat.-Nr.
2070; dem Kl�ger 4 geh�rt die Liegenschaft Kat.-Nr. 2068. Die Beklagte 1 ist Eigent�merin der Grundst�cke Kat.- Nr. 4614, 2066 und 2067; dem Beklagten 2 geh�rt Kat.-Nr. 2071; die Beklagten 3 und 4 schliesslich sind Miteigent�mer von Kat.-Nr.
Die Liegenschaften befinden sich an der Kreuzung Josef-/Hafnerstrasse und bilden an der von der Strasse abgewandten Seite einen Innenhof. Dieser verl�uft parallel zur Josefstrasse und ist �ber eine rechtwinklig in sie einm�ndende Zufahrtsstrasse erschlossen. Deren Fl�che setzt sich zusammen aus Teilen der unmittelbar an sie angrenzenden Liegenschaften Kat.-Nr. 2066, 4614, 2065 und 2075, wobei die Eigent�mer der beiden letztgenannten Parzellen nicht Parteien dieses Verfahrens sind. Auf der rund 7,5 m breiten Zufahrtsstrasse besteht seit 1894 zugunsten der im Innenhof gelegenen Grundst�cke eine Weg- und Zufahrtsdienstbarkeit; im Anschluss an die vorinstanzliche Benennung im Folgenden ebenfalls als "Servitut Josefstrasse" bezeichnet.
Die Kl�ger, deren Grundst�cke im hinteren Teil des Innenhofes liegen, k�nnen allerdings nicht auf diese Zufahrtsstrasse gelangen, ohne Grundst�cke der Beklagten �berqueren zu m�ssen. Demzufolge sind sie nicht imstande, die auch ihnen zustehende Servitut Josefstrasse an der aus dem Innenhof hinausf�hrenden Zufahrtsstrasse auszu�ben, weil dazu ein zus�tzliches Wegrecht an den beklagtischen Grundst�cken erforderlich w�re.
B.- Die Kl�ger beantragten dem Einzelrichter am Bezirksgericht Z�rich, es sei festzustellen, dass auf den kl�gerischen und beklagtischen Liegenschaften ein gegenseitiges Fuss- und Fahrwegrecht bestehe, welches einen Streifen von 3,5 m Breite bzw. je 1,75 m ab den jeweiligen Grundst�cksgrenzen umfasse. Ferner sei das Grundbuchamt Aussersihl-Z�rich anzuweisen, dieses Fuss- und Fahrwegrecht im Grundregister einzutragen.
Mit Urteil vom 20. August 1999 wies der Einzelrichter die Klage ab. Hiergegen legten die Kl�ger beim Obergericht des Kantons Z�rich Berufung ein und erneuerten ihre Antr�ge; zus�tzlich stellten sie ein Eventualbegehren auf Feststellung eines ungemessenen gegenseitigen Fuss- und Fahrwegrechtes; subeventuell eine solche Feststellung ohne Einbezug des Grundst�ckes Kat.-Nr. 4614. Das Obergericht wies die Klage am 20. Oktober 2000 ebenfalls ab.
C.- Die Kl�ger erheben eidgen�ssische Berufung und beantragen dem Bundesgericht unter Erneuerung ihrer vorinstanzlich gestellten Antr�ge, das Urteil des Obergerichts aufzuheben.
Die Vorinstanz hat auf Gegenbemerkungen verzichtet; Berufungsantworten sind keine eingeholt worden.
1.- a) Gem�ss Art. 48 Abs. 1 OG ist die Berufung in der Regel nur gegen Endentscheide der oberen kantonalen Gerichte zul�ssig und bezieht sich im Regelfall auch auf die dem Endentscheid vorausgegangenen Entscheide (Art. 48 Abs. 3 OG).
Soweit die Kl�ger auch die Aufhebung des bezirksgerichtlichen Urteils beantragen, kann daher auf ihre Berufung nicht eingetreten werden.
b) Die Vorinstanz geht von einem Streitwert von Fr. 100'000.-- aus, der angesichts des beanspruchten Fusswegrechts und der Parkierm�glichkeiten auf den kl�gerischen Grundst�cken nach vorinstanzlicher Ansicht eher als tief gesch�tzt erscheine. Der erforderliche Berufungsstreitwert von Fr. 8'000.-- (Art. 46 und Art. 47 Abs. 1 OG; BGE 95 II 14 E. 1 S. 17) ist daher fraglos gegeben; einem Eintreten auf die Berufung steht insoweit nichts entgegen.
2.- Gegenstand der vorliegenden Auseinandersetzung bildet die Frage, ob die Kl�ger, die Eigent�mer von im hinteren Teil des Innenhofes gelegenen Liegenschaften und unstreitig auch Berechtigte der Servitut Josefstrasse sind, von den Beklagten die Einr�umung eines Fuss- und Fahrwegrechtes beanspruchen k�nnen, weil es ihnen andernfalls verwehrt ist, �berhaupt auf die Zufahrtsstrasse zu gelangen. Dieselbe Frage stellt sich selbstredend, wenn sie von der Zufahrtsstrasse her den hofseitig gelegenen Teil ihrer Grundst�cke erreichen m�chten.
a) Das Obergericht hat die Rechtslage sowohl nach Massgabe des alten z�rcherischen Rechts als auch nach Bundesrecht gepr�ft und den kl�gerischen Anspruch beide Male f�r unbegr�ndet befunden. Zu Recht richten sich die Vorbringen der Kl�ger nicht gegen die vorinstanzliche Anwendung des kantonalen Rechts, die im Berufungsverfahren nicht �berpr�ft werden kann (Art. 43 Abs. 1 und Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 117 II 286 E. 4c S. 288; 126 III 370 E. 5 S. 372).
b) Sodann hat die Vorinstanz einen Notweganspruch im Sinne von Art. 694 ZGB verworfen, weil unter anderem hinsichtlich des Befahrens mit Privatfahrzeugen keine Wegenot bestehe. Die Kl�ger erachten die Pr�fung eines Notwegrechtsanspruchs ausdr�cklich als unn�tig, da ihnen die streitigen Dienstbarkeiten nach ihrem Daf�rhalten aus anderen Gr�nden zust�nden. Dementsprechend sehen sie davon ab, darzulegen, inwiefern Art. 694 ZGB gegebenenfalls unrichtig angewendet worden und aufgrund welcher Tatsachen ein Notweg zu bejahen sei (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 116 II 745 E. 3 S. 749).
Die Frage eines Notwegrechts ist daher nicht zu pr�fen.
Desgleichen hat die Vorinstanz eine auf Art. 19 Abs. 2 SchlT ZGB in Verbindung mit Art. 662 Abs. 1 ZGB gest�tzte intertemporale Ersitzung verworfen, weil die Fortf�hrung einer unter dem kantonalen Recht begonnenen Dienstbarkeitsersitzung angesichts der negativen Grundbuchwirkung des z�rcherischen Grundprotokolls im Sinne von Art. 48 Abs. 2 SchlT ZGB unter der Herrschaft des ZGB nicht mehr m�glich sei. Auch dies beanstanden die Kl�ger nicht.
c) Schliesslich hat das Obergericht erwogen, dass sich das von den Kl�gern anbegehrte Wegrecht an den beklagtischen Grundst�cken auch nicht mittels Auslegung der unstreitig zugunsten der Kl�ger bestehenden Dienstbarkeit an der Zufahrtsstrasse begr�nden lasse. Wohl sei die gegenw�rtige Lage f�r die Kl�ger unbefriedigend, weil ohne Wegrecht auf den beklagtischen Hofgrundst�cken das Weg- und Zufahrtsrecht an der Zufahrtsstrasse nicht sinnvoll genutzt werden k�nne. Die Auslegung von Dienstbarkeiten sei gem�ss Art. 738 Abs. 2 ZGB aber nur im Rahmen des Eintrages m�glich; das kl�gerische Begehren gehe indessen weit �ber den eingetragenen Inhalt hinaus.
3.- Die Kl�ger r�gen, diese vorinstanzliche Auslegung der bestehenden Servitut Josefstrasse sei bundesrechtswidrig.
Gem�ss dem massgeblichen Eintrag, dessen Wortlaut im angefochtenen Urteil nicht wiedergegeben werde, stehe das Weg- und Zufahrtsrecht den jeweiligen Eigent�mern der Liegenschaften Kat.-Nr. 2065, 2075, 4614, 2071, 2070, 2069, 2068, 2067 sowie 2066 "gemeinschaftlich" zu. Es handle sich nicht um ein auf die entsprechende Fl�che beschr�nktes Weg- und Fahrwegrecht, sondern um ein gemeinschaftliches Zufahrtsrecht zu Gunsten der Dienstbarkeitsberechtigten. Schon bei Begr�ndung dieser Servitut habe deren Aus�bung auch die Benutzung der im Innenhof gelegenen Fl�chen der Hofliegenschaften bedingt.
Diese Liegenschaften seien denn auch ausnahmslos mit hofseitigen Eing�ngen und Kohlesch�chten versehen und s�mtliche Parzellen erstreckten sich fl�chenm�ssig in die Hofmitte, um damit die Erschliessung �ber den Hof zu sichern.
Das den Kl�gern gemeinschaftlich zustehende Wegrecht am Zufahrtsstreifen umfasse daher auch ein "gegenseitiges Zufahrtsrecht" in den Hof, das unter Herrschaft des kantonalen Rechts nicht habe als Dienstbarkeit eingetragen werden k�nnen, weil das z�rcherische Recht keine Eigent�merdienstbarkeiten gekannt habe.
a) Es ist unbestritten, dass auch zu Gunsten der kl�gerischen Liegenschaften im Jahre 1894 die Dienstbarkeit an der Zufahrtsstrasse errichtet wurde. Ihr Inhalt wird nicht im vorinstanzlichen, wohl aber im erstinstanzlichen Entscheid wiedergegeben:
"Das Weg- und Zufahrtsrecht auf der im Situationsplan
durch rote Schraffierung bezeichneten Zufahrtsstrasse
zwischen dem Haus [...] auf Kat. Nr. 2065, dem Geb�ude
auf Kat. Nr. 2066, dem Geb�ude [...] auf Kat. Nr. 2075
und dem Geb�ude [...] auf Kat. 4614 [...] stehe den jeweiligen
Eigent�mern von Kat. Nr. 2065, Kat. Nr. 2075,
Kat. Nr. 4614, Kat. Nr. 2072, Kat. Nr. 2071, Kat. Nr. 2070, Kat. Nr. 2069, Kat. Nr. 2068, Kat. Nr. 2067,
Kat. Nr. 2066, gemeinschaftlich zu. [...] Vorstehend
genannte Zufahrtsstrasse darf zu keinen Zeiten �berbaut
oder �berstellt und muss stets freigehalten werden. "
Nach Feststellung der Erstinstanz ist diese Dienstbarkeit bis heute nicht vom Grund- in das Servitutenprotokoll �bertragen worden. Das z�rcherische Grundprotokoll nimmt bis zur Einf�hrung des eidgen�ssischen Grundbuches in Bezug auf die Entstehung, �bertragung, Um�nderung und den Untergang dinglicher Rechte die Grundbuchwirkung nach Bundesrecht wahr, mit Ausnahme des Schutzes gutgl�ubiger Dritter (� 274 Abs. 1 Einf�hrungsgesetz zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch vom 2. April 1911, LS 230, EG zum ZGB; Zobl, Grundbuchrecht, Z�rich 1999, � 6 N. 69 Fn. 137). � 274 Abs. 2 Satz 1 EG zum ZGB bestimmt weiter, dass die Eintragung in das Grundprotokoll der Eintragung in das Hauptbuch des eidgen�ssischen Grundbuches entspricht (vgl. Art. 972 Abs. 1 ZGB). Daran l�sst sich ersehen, dass es sich bei der erstinstanzlichen Umschreibung der bestehenden Servitut nicht um den Erwerbsgrund, sondern um den Eintrag handelt, der insoweit dem in Art. 731 Abs. 1 bzw. Art. 738 Abs. 1 ZGB erw�hnten Grundbucheintrag entspricht.
Gem�ss Art. 17 Abs. 1 SchlT ZGB bleiben die beim Inkrafttreten des ZGB bestehenden dinglichen Rechte auch unter dem Bundesrecht anerkannt. In Bezug auf ihren Inhalt unterstehen jedoch Eigentum und beschr�nkte dingliche Rechte ab Inkrafttreten des ZGB regelm�ssig dem neuen Recht (Art. 17 Abs. 2 SchlT ZGB). Daraus erhellt, dass auch f�r die Auslegung eines Eintrages in einem kantonalen Grundprotokoll mit negativer Publizit�tswirkung grunds�tzlich das Bundesrecht massgebend ist (BGE 64 II 411 E. 1 S. 413 f.; 86 II 243 E. 3 S. 249; Rey, Berner Kommentar, Systematischer Teil vor Art. 730 ZGB N. 359). Kantonales Recht erheischte lediglich dann Anwendung, wenn die Parteien das unter seiner Geltung begr�ndete dingliche Recht rechtsgesch�ftlich in besonderer Weise ausgestaltet h�tten (BGE 116 II 63 E. 4 S. 69). Im vorliegenden Fall steht ein "Weg- und Zufahrtsrecht" in Frage, das wohl bez�glich seines fl�chenm�ssigen Umfanges, nicht jedoch hinsichtlich seines eigentlichen Inhaltes - also etwa der n�heren Ausgestaltung des Wegrechtes an sich - rechtsgesch�ftlich geregelt wurde, weshalb f�r dessen Auslegung nicht mehr kantonales Recht heranzuziehen ist.
b) Da offenbar auch die Vorinstanz bei Auslegung der Dienstbarkeit Josefstrasse stillschweigend auf den wiedergegebenen Eintrag abgestellt hat, rechtfertigt es sich, im bundesgerichtlichen Verfahren den massgebenden Sachverhalt diesbez�glich von Amtes wegen zu erg�nzen (Art. 64 Abs. 2 OG).
Pr�zisierend ist anzuf�gen, dass das Obergericht auch den im Eintrag erw�hnten Situationsplan verwendet haben muss, sind doch nur darin die im vorinstanzlichen Urteil enthaltenen Massangaben ersichtlich.
c) Gem�ss Art. 738 Abs. 1 ZGB ist der Eintrag f�r den Inhalt der Dienstbarkeit massgebend, soweit sich Rechte und Pflichten aus ihm deutlich ergeben. Art. 738 Abs. 2 ZGB bestimmt sodann weiter, dass sich im Rahmen des Eintrages der Inhalt der Dienstbarkeit aus ihrem Erwerbsgrund oder aus der Art ergeben kann, wie sie w�hrend l�ngerer Zeit unangefochten und in gutem Glauben ausge�bt worden ist. Nach st�ndiger Rechtsprechung ist indessen ausschliesslich der Grundbucheintrag massgebend, soweit sich der Inhalt der Dienstbarkeit deutlich aufgrund des Eintrages bestimmen l�sst (BGE 85 II 177 E. 2 S. 183; 86 II 243 E. 4 S. 250; 107 II 331 E. 2 S. 334; 117 II 536 E. 4a S. 537 f.; 123 III 461 E. 2b S. 464; Entscheid des Bundesgerichtes vom 11. November 1999, E. 3a, publiziert in: ZBGR 81/2000 S. 274). Erwerbsgrund und Art der Aus�bung der Servitut haben sich folglich dem insoweit vorrangigen Grundbucheintrag unterzuordnen und erlangen nur subsidi�r im Falle von dessen Undeutlichkeit eine Bedeutung (vgl. statt vieler Rey, ZBJV 134/1998 S. 492 f.). Der Eintrag ist dabei aus sich selbst, nach heutigem Sprachgebrauch auszulegen (BGE 86 II 243 E. 5 S. 251).
aa) Aus dem erw�hnten Eintrag im Grundprotokoll ergibt sich, dass das Weg- und Zufahrtsrecht an der detailliert umschriebenen Fl�che der Zufahrtsstrasse, die jederzeit frei zug�nglich bleiben muss, den aufgef�hrten Dienstbarkeitsberechtigten gemeinschaftlich zusteht. Der eigentliche Dienstbarkeitsinhalt besteht darin, dass s�mtliche jeweiligen Eigent�mer der angef�hrten Liegenschaften die angegebene Fl�che der Zufahrtsstrasse in Aus�bung des ihnen gew�hrten Weg- und Zufahrtsrechtes benutzen d�rfen. Der weitere Hinweis, dass ihnen dieses Recht gemeinschaftlich zusteht, muss aufgrund des Sinnzusammenhanges dahin verstanden werden, dass jeder einzelne Eigent�mer berechtigt ist, das gew�hrte Weg- und Zufahrtsrecht zu beanspruchen.
Damit steht fest, dass sich der Inhalt der Dienstbarkeit deutlich aus dem Grundprotokoll ergibt. Das fragliche Weg- und Zufahrtsrecht besteht lediglich an der angegebenen Fl�che der Zufahrtsstrasse und erstreckt sich insbesondere nicht auf die weiteren, im Innenhof liegenden Parzellen der Beklagten. L�sst sich aber der Servitutsinhalt einwandfrei und deutlich aus dem Eintrag ersehen, kommt es zu dessen Ermittlung nach dem Dargelegten nicht mehr auf den Erwerbsgrund oder die langj�hrige Aus�bung an.
bb) Was die Kl�ger hiergegen vortragen, dringt nicht durch. Der Umstand, dass sie als Eigent�mer von Hofliegenschaften darauf angewiesen sind, andere Hofgrundst�cke zu betreten, um �berhaupt zur Zufahrtsstrasse zu gelangen, an der sie wohl das dargelegte Weg- und Zufahrtsrecht beanspruchen k�nnen, ist nicht geeignet, ein anderes Auslegungsergebnis zu begr�nden. Der f�r die Servitut Josefstrasse massgebende Grundprotokolleintrag beschreibt die betroffene Fl�che zum einen mit Worten, indem die umliegenden Parzellen genannt werden; zum anderen verweist er auf einen Situationsplan, auf dem die von der Dienstbarkeit erfasste Fl�che rot schraffiert ist. Der klar ersichtliche Umfang dieser Fl�che l�sst sich nicht mittels einer teleologischen Auslegung auf die im Innenhof liegenden Grundst�cke ausweiten. Dies hiesse, den gem�ss Art. 738 Abs. 1 ZGB vorrangig zur Bestimmung des Dienstbarkeitsinhalts heranzuziehenden Eintrag nachtr�glich in seiner Bedeutung und Massgeblichkeit zu relativieren. Die von den Kl�gern bef�rwortete Auslegung f�hrte ausserdem dazu, dass auf den nicht im Grundprotokolleintrag erw�hnten Grundst�cken der Beklagten ein Weg- und Zufahrtsrecht bejaht werden m�sste, ohne dass der hierzu notwendige Grundbucheintrag auf den belasteten Grundst�cken best�nde. Dass dies mit dem gesetzlich verankerten Eintragungsprinzip (Art. 731 Abs. 1 und Art. 971 Abs. 1 ZGB) nicht zu vereinbaren ist, wonach der Bestand dinglicher Rechte an Grundst�cken grunds�tzlich einen konstitutiv wirkenden Grundbucheintrag voraussetzt, bedarf keiner weiteren Ausf�hrungen (statt vieler Homberger, Z�rcher Kommentar, 2. Aufl. , Z�rich 1938, Art. 971 ZGB N. 1). Anders verhielte es sich m�glicherweise nur dann, wenn es darum ginge, im Wege der Auslegung den r�umlichen Umfang einer bereits bestehenden Servitut auf dem belasteten Grundst�ck selbst zu pr�zisieren, worum es aber im vorliegenden Fall gerade nicht zu tun ist.
Den Kl�gern ist zuzugeben, dass die ihnen zustehende Dienstbarkeit an der Zufahrtsstrasse ohne praktischen Nutzen f�r sie sein mag, weil sie zu deren Aus�bung gen�tigt sind, andere Grundst�cke zu begehen, an denen es ihnen des vorausgesetzten Wegrechtes ermangelt. Wie diese f�r die Kl�ger unbefriedigende Sachlage entstehen konnte, ist von der Vorinstanz eingehend er�rtert worden. Das z�rcherische Recht kannte die Figur der Eigent�merdienstbarkeit nicht, was aber so lange unerheblich war, als s�mtliche Hofliegenschaften in der Hand eines einzelnen Eigent�mers vereinigt waren und sich daher bez�glich ihrer Nutzung keine rechtlichen Fragen stellten.
Erst als vergessen ging, im Zeitpunkt der Ver�usserung an Dritte die weiteren notwendigen Wegrechte auf den Hofliegenschaften einzutragen, verlor die Servitut Josefstrasse aus kl�gerischer Sicht an praktischem Nutzen. Daraus verm�gen die Kl�ger nun aber nicht f�r sich abzuleiten, es m�sse mittels Auslegung ihr Umfang auch auf die beklagtischen Grundst�cke im Innenhof erstreckt werden. Dies widerspr�che dem insoweit deutlichen Eintrag, dessen Inhalt durch eine zweckorientierte Auslegung - die sich auf durchaus nachvollziehbare Gr�nde st�tzen mag - aus den dargelegten Gr�nden nicht erweitert werden kann.
d) Die Kl�ger vertreten des Weiteren sinngem�ss die Ansicht, entgegen der Vorinstanz h�tten sie die streitigen Dienstbarkeiten nach Massgabe von Art. 661 ZGB ersessen und begr�nden dies wiederum mit dem Umfang des bestehenden, jahrzehntelang ausge�bten Wegrechts an der Zufahrtsstrasse.
Art. 661 ZGB, der aufgrund des Verweises in Art. 731 Abs. 2 und 3 ZGB sinngem�ss auch im Dienstbarkeitsrecht gilt, weist dem ungerechtfertigt im Grundbuch eingetragenen gutgl�ubigen Dienstbarkeitsberechtigten nach Ablauf von zehn Jahren das unanfechtbare Recht an der Dienstbarkeit zu. Da indessen im vorliegenden Fall bez�glich der von den Kl�gern beanspruchten Servitute gerade kein Eintrag besteht, f�llt ungeachtet eines allf�lligen Ersitzungsbesitzes und guten Glaubens eine Tabularersitzung von vornherein ausser Betracht.
Es ist nicht erfindlich, inwieweit die Vorinstanz diesbez�glich Bundesrecht verletzt haben soll.
4.- Zusammenfassend erweist sich damit die vorinstanzliche Rechtsanwendung als bundesrechtskonform; folglich ist die Berufung abzuweisen und das angefochtene Urteil zu best�tigen.
Dem Verfahrensausgang entsprechend haben die Kl�ger die Gerichtsgeb�hr zu gleichen Teilen unter solidarischer Haftbarkeit zu tragen (Art. 156 Abs. 1 und 7 OG). Es sind keine Berufungsantworten eingeholt worden; somit haben die Kl�ger den Beklagten, denen im Berufungsverfahren kein Aufwand erwachsen ist, keine Parteientsch�digungen auszurichten (Art. 159 Abs. 2 OG; Poudret/Sandoz-Monod, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire, vol. V, Bern 1992, Art. 159 OG N. 2).
1.- Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, vom 20. Oktober 2000 wird best�tigt.
2.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 5'000.-- wird den Kl�gern zu gleichen Teilen unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.
3.- Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 27. April 2001