Source: https://wirkungsmonitoring.gv.at/2015-vorhaben-wfa-21.html
Timestamp: 2020-02-18 15:14:37
Document Index: 304421967

Matched Legal Cases: ['§6', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30']

Verordnung über die Einstufungsprüfung an Berufsschulen
zur Gänze eingetreten: Verordnung über die Einstufungsprüfung an Berufsschulen BMBF UG 30 2013 2013 0 Verordnung
§6 SchUG
Durch das Facharbeiter-Ausbildungsinitiative-Gesetz 2013 wurden die gesetzlich bis dahin nicht reglementieren Formen der zeitlich verkürzten überbetrieblichen Ausbildung im Auftrag des Arbeitsmarktservice (AMS) in § 30b Abs. 5 BAG (z.B. in eigens gegründeten Implacementstiftungen oder in Facharbeiter-Intensivausbildungen) aufgenommen und begründen nunmehr die Schulpflicht.
Im Hinblick auf die beruflichen Vorqualifikationen, die die Aufnahme in eine verkürzt geführte berufliche Ausbildung rechtfertigen, ist auch in der Berufsschule die Aufnahme in eine entsprechend höhere Schulstufe anzustreben, sodass das Ende des Berufsschulbesuches mit dem Ende der betrieblichen Ausbildung zeitlich zusammenfällt. Das Schulunterrichtsgesetz sieht für die Aufnahme in höhere Schulstufen die Ablegung einer Einstufungsprüfung vor, deren Durchführung in der Verordnung über die Einstufungsprüfung an Berufsschulen, BGBl. Nr. 478/1976 idF BGBl. Nr. 502/1992, näher geregelt wird. Diese Verordnung wird mit dem vorliegenden Entwurf entsprechend adaptiert und es wird die überbetriebliche Ausbildung im Auftrag des Arbeitsmarktservice (AMS) in § 30b Abs. 5 BAG in den Geltungsbereich aufgenommen. Zielgruppe sind Personen, die eine Doppellehre absolvieren, Personen, die bereits eine Reifeprüfung abgelegt haben, Personen, die aus anderen Gründen eine verkürzte Lehrzeit haben, wie beispielsweise aufgrund einer Facharbeiterintensivausbildung. Die genannte Zielgruppe umfasst rund 2,5 - 3% aller Personen, die eine duale Ausbildung absolvieren. Mit 31.12.2013 waren 125.228 Personen in der Dualen Ausbildung (gem Lehrlingsstatistik der WKO)
Durch die Einbeziehung von Personen in zeitlich verkürzte überbetriebliche Ausbildungen im Auftrag des Arbeitsmarktservices gem. § 30b Abs. 5 BAG in die Zielgruppe der Verordnung über die Einstufungsprüfung an Berufsschulen wurde eine Aufnahme von Personen mit facheinschlägigen beruflichen Vorqualifikationen in eine höhere Schulstufe als die erste Klasse einer Berufsschule ermöglicht. Dadurch konnte die berufsschulische Ausbildung für Personen, die ihren Lehrabschluss nachholen, zielgruppengerechter gestaltet werden. Darüber hinaus wurde es der Zielgruppe ermöglicht, trotz einer zeitlich verkürzten Ausbildung einen positiven Berufsschulabschluss, durch den der theoretische Teil der Lehrabschlussprüfung entfällt, zu erreichen. Dadurch wurden Barrieren, die bisher den Zugang zu einem höheren Bildungsabschluss erschwert haben, aufgehoben, womit das beschriebene Vorhaben zur Umsetzung der Aktionslinien 3 und 4 der Strategie zum lebensbegleitenden Lernen in Österreich der Bundesregierung ("Kostenloseses Nachholen von grundlegenden Abschlüssen und Sicherstellung der Grundkompetenzen im Erwachsenenalter" bzw. "Ausbau von alternativen Übergangssystemen ins Berufsleben für Jugendliche") beiträgt.
zur Gänze eingetreten: 1 1 Sicherstellung der Aufnahme eines Berufsschülers bzw. einer Berufschülerin in einer Schulstufe, die seinem bzw. ihrem Bildungsniveau entspricht
zur Gänze eingetreten: 1 1 Adaptierung der Regelungen zur Einstufungsprüfung
Das gegenständliche Vorhaben hat keine finanziellen Auswirkungen, da der mit der Durchführung von Einstufungsprüfungen an Berufsschulen im Rahmen der zeitlich verkürzten überbetrieblichen Ausbildung im Auftrag des Arbeitsmarktservice (AMS) gemäß § 30b Abs. 5 BAG verbundene Mehraufwand für Lehrpersonal bereits durch das Facharbeiter-Ausbildungsinitiative-Gesetz 2013, BGBl. I Nr. 74/2013, verursacht wird.
Durch das Facharbeiter-Ausbildungsinitiative-Gesetz 2013 wurden die gesetzlich bis dahin nicht reglementierten Formen der zeitlich verkürzten überbetrieblichen Ausbildung im Auftrag des Arbeitsmarktservice (AMS) in § 30b Abs. 5 BAG (z.B. in eigens gegründeten Implacementstiftungen oder in Facharbeiter-Intensivausbildungen) aufgenommen und begründen nunmehr die Schulpflicht.
Im Hinblick auf die facheinschlägigen beruflichen Vorqualifikationen, welche die Aufnahme in eine verkürzt geführte berufliche Ausbildung rechtfertigen, erschien es sinnvoll auch die Aufnahme in eine entsprechend höhere Schulstufe der Berufsschule zu ermöglichen, sodass das Ende des Berufsschulbesuches mit dem Ende der überbetrieblichen Ausbildung zeitlich zusammenfällt. Das Schulunterrichtsgesetz sieht für die Aufnahme in höhere Schulstufen die Ablegung einer Einstufungsprüfung vor, deren Durchführung in der Verordnung über die Einstufungsprüfung an Berufsschulen, BGBl. Nr. 478/1976 idF BGBl. Nr. 502/1992, näher geregelt wird. Um das Vorhaben umzusetzen, war daher eine Änderung dieser Verordnung nötig, die mit 8. Oktober 2013 in Kraft trat. Damit konnte die beabsichtigte Maßnahme zur Gänze umgesetzt werden.
Durch die Umsetzung des Vorhabens konnte ein zielgruppenadäquater Berufsschulbesuch für Personen, die sich im zweiten Bildungsweg auf die Ablegung einer Lehrabschlussprüfung vorbereiten, gewährleistet werden.
Weiters konnte Rechtssicherheit bzgl. dem Schüler/innenstatus dieser Personengruppe geschaffen werden. Personen, die sich in zeitlich verkürzten überbetrieblichen Ausbildungen im Auftrag des AMS auf die Ablegung der Lehrabschlussprüfung vorbereiten, sind gem. Facharbeiter-Ausbildungs-Gesetz 2013 berufsschulpflichtig und daher als ordentliche Schüler/innen in die Berufsschule aufzunehmen. Durch die Möglichkeit einer Einstufung in eine höhere Schulstufe können sie ein positives Abschlusszeugnis der Berufsschule erreichen, wodurch der theoretische Teil der Lehrabschlussprüfung entfällt. Personen, die aufgrund mangelnder Vorqualifikationen nicht in eine höhere Schulstufe aufgenommen werden können, haben die Möglichkeit in der Berufsschule die fehlenden Qualifikationen zu erwerben und sich so auf die Ablegung der Lehrabschlussprüfung vorzubereiten. Dadurch wurden Barrieren, die bisher den Zugang zu einem höheren Bildungsabschluss erschwert haben, aufgehoben.