Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/425
Timestamp: 2019-05-24 00:44:13
Document Index: 70311657

Matched Legal Cases: ['§ 425', '§ 425', '§ 422', '§ 424', 'BGH', '§ 425', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 425', 'BGH', 'BGH', '§ 425', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 425', 'BGH', '§ 425', 'BGH', 'BGH', '§ 425', 'BGH', 'BGH', '§ 425', 'BGH', '§ 128', 'BGH', '§ 425', 'BGH', 'BGH', '§425', 'BGH', 'BGH', '§ 425', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 425', '§ 425', 'BGH', '§ 425', 'BGH', 'BGH', '§ 425', 'BGH', '§ 425', '§ 325', 'BGH', '§ 425', '§ 425', 'BGH', '§ 425', 'BGH', 'BGH', '§ 425', '§ 62', 'BGH', '§ 425', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 425', 'BGH', 'BGH', '§ 425', 'BGH', '§ 425']

§ 425 BGB: Wirkung anderer Tatsachen
§ 425 BGB
Wirkung anderer Tatsachen
(1) Andere als die in den §§ 422 bis 424 bezeichneten Tatsachen wirken, soweit sich nicht aus dem Schuldverhältnis ein anderes ergibt, nur für und gegen den Gesamtschuldner, in dessen Person sie eintreten.
(2) Dies gilt insbesondere von der Kündigung, dem Verzug, dem Verschulden, von der Unmöglichkeit der Leistung in der Person eines Gesamtschuldners, von der Verjährung, deren Neubeginn, Hemmung und Ablaufhemmung, von der Vereinigung der Forderung mit der Schuld und von dem rechtskräftigen Urteil.
§ 424 BGB
BGH, URTEIL vom 1.1.1989, Az. II ZR 110/88 a)	Es kann dahinstehen, ob der - abweichend von § 425 BGB - für Anwaltssozietäten entwickelte Grundsatz, daß neben dem Sachbearbeiter auch die anderen Sozien für dessen schuldhaftes Fehlverhalten haften (vgl. BGHZ 56, 355, 361; vgl. auch BGHZ 97, 273, 276 zur ärztlichen Gemeinschaftspraxis), im Gesellschaftsrecht verallgemeinerungsfähig ist.
BGH, URTEIL vom 3.3.2010, Az. VIII ZR 263/09 Wie die Bestimmung des § 425 BGB zeigt, ist die Gesamtschuld vom Grundgedanken der Einzelwirkung geprägt (vgl. hierzu BGHZ 108, 98, 100 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 3.3.2010, Az. VIII ZR 263/09 Da zwischen ihnen kein Gemeinschaftsverhältnis besteht, kann eine Forderung nach § 425 BGB regelmäßig nur gegenüber jedem Schuldner gesondert fällig gestellt werden (vgl. BGHZ 108, 98, 101 m.w.N. für den Fall einer Fälligkeitskündigung eines Darlehens).
BGH, Urteil vom 2.4.2001, Az. Hier ging es jedoch nicht um eine alternative Haftung der Beklagten oder des Versicherungsnehmers der Klägerin (vgl. dazu BGH aaO; BGH, Urteil vom 11. Mai 1964 - VII ZR 177/62 - VersR 1964, 927, 928), sondern um eine (kumulative) Haftung mehrerer möglicher Schädiger als Gesamtschuldner (vgl. § 425 Abs. 2 BGB).
BGH, URTEIL vom 2.6.2002, Az. XI ZR 323/01 Ob Beendigungskündigungen Wirksamkeit entfalten, wenn sie nur gegenüber einem Gesamtschuldner erklärt werden, regelt § 425 Abs. 2 BGB nicht (BGH, Urteil vom 31. Mai 1974 - V ZR 190/72, WM 1974, 723, 724).
BGH, URTEIL vom 1.6.1978, Az. 3.	Daß gegenüber den Miterben der Beklagten das Berufungsurteil rechtskräftig geworden ist, schließt weder eine Verurteilung der Beklagten nach dem weitergehenden Hauptantrag des Klägers aus (§ 425 Abs. 2 BGB), noch kann es etwaige Ausgleichsansprüche der Beklagten beeinträchtigen (Urt. d. BGH v. 22. 9. 69 - VII ZR 116/67, VersR 1969, 1039).
BGH, URTEIL , Az. II ZR 268/64 524? 44, 229, 255)* ln Anwendung dieser Grundsätze hat der Senat bereits entschieden, der ausgeschiedene Gesell*-schafter habe in demselben Maße wie die Gesellschaft einzustehen, wenn diese die Unmöglichkeit der Erfüllung einer Vertragspflicht schuldhaft verursacht habe und der Gläubiger daher von ihr Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen könne; auf die Vorschrift des § 425 BGB könne sich der ausgeschiedene Gesellschafter insoweit nicht berufen (BGHZ 36, 224 ff)» Die Sachlage ist ähnlich, wenn die Gesellschaft in Konkurs gefallen ist und sich der Erfüllungsanspruch eines Gesellschaftsgläubigers aus konkursrecht liehen Gründen in einen Schadensersatzanspruch wegen Nichterfüllung umgewandelt hat» Gerade in diesem Balle verlangt der Haftungszweck des § 128 HGB die Borthaftung der Gesellschafter.
BGH, URTEIL vom 3.10.2009, Az. IV ZR 70/05 Anderenfalls wäre der Gläubiger gehalten, gegen jeden Gesamtschuldner verjährungshemmende Maßnahmen zu ergreifen, wovon ihn die Vorschriften über die Gesamtschuld, insbesondere § 425 BGB, gerade freisteilen (BGH aaO Tz. 17).
BGH, URTEIL vom 4.1.1975, Az. XI ZR 92/73 §425 Abs. 2 BGB steht diesem Ergebnis nicht entgegen, denn er hat lediglich die Bedeutung, daß nach der Begründung der Gesamtschuld eintretende Umstände nur für und gegen den Gesamtschuldner wirken, in dessen Person sie eintreten (BGHZ 58 , 252 , 255).
BGH, , Az. 8 beitritt wirksam, so können sich zwar später die Verpflichtungen der Gesamtschuldner gemäß § 425 BGB unabhängig voneinander entwickeln; deswegen bleibt das Verhältnis des Kreditgebers zu dem Verkäufer unberührt, wenn zwischen Kreditgeber und Käufer später gemäß §§ 1, 5 AbzG ein Abwicklungsverhältnis begründet wird (BGHZ 47, 246, 250/251; 64, 268, 270/271; 91, 37, 44/45).
BGH, URTEIL vom 3.2.2013, Az. XII ZR 34/12 § 425 Abs. 2 BGB erfasst jedoch nur die Fälligkeitskündigung, etwa von Darlehensverträgen (vgl. MünchKommBGB/Bydlinski 6. Aufl. § 425 Rn. 4 mwN).
BGH, URTEIL vom 1.5.1985, Az. III ZR 63/84 § 425 BGB begründet kein allgemeines Kündigungsrecht der Parteien eines Ge-samtschuldverhältnisses, sondern enthält lediglich eine Auslegungsregel (vgl. BGHZ 44, 229, 233).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2006, Az. XII ZB 9/04 Dies mag zwar materiellrechtlich richtig sein; die Rechtskraft des Urteils gegen einen Gesamtschuldner hat jedoch nach § 425 Abs. 2 BGB nur Einzelwirkung, d.h. sie wirkt nicht gegen die übrigen Gesamtschuldner (BGH Urteil vom 8. Mai 1989 - II ZR 237/88- ZIP 1989, 1193, 1195; Münch-Komm/Bydlinski BGB 4. Aufl. § 425 Rdn. 29; Zöller/Vollkommer aaO § 325 Rdn. 9).
BGH, URTEIL vom 4.5.1989, Az. III ZR 72/88 Zwar gehört der Grundsatz der Einzelwirkung, wie er als Bestandteil des dispositiven Rechts in § 425 BGB - auch für die Kündigung - seinen Ausdruck gefunden hat, zu den wesentlichen Grundgedanken der Regelung der Gesamtschuld (Wolf/Horn/Lindacher aaO; Ulmer/ Brandner/Hensen aaO; Staudinger/Schlosser aaO; vgl. auch Selb in MünchKomm 2. Aufl. § 425 Rn. 1 und 14).
BGH, URTEIL vom 4.3.1987, Az. IX ZR 138/86 Denn die Vorschrift des § 425 Abs. 2 BGB betrifft nur diejenigen Tatsachen, die nach der Begründung der Gesamtschuld, hier also nach der Vermögensübernahme, eintreten (RGZ 143, 154, 158; BGHZ 58, 251, 255; Weber aaO).
BGH, Urteil vom 3.9.2000, Az. Hier waren die Beklagten einfache Streitgenossen (vgl. § 425 BGB; Thomas/Putzo ZPO 22. Aufl. § 62 Rdn. 15).
BGH, URTEIL vom 2.6.1971, Az. VI ZR 275/69 Deshalb mag dahinstehen,ob die erstrebte Feststellung, daß der Beklagten gegen die GmbH kein Schadensersatzanspruch aus dem beschriebenen Vorgang zustehe, überhaupt geeignet ist, solche Gefahr für den Kläger zu beseitigen (vgl. § 425 Abs. 2 BGB; vgl. BGH Urteil vom 28. Oktober I960 - V ZR 71/59 = aaO).
BGH, URTEIL vom 4.4.1979, Az. III ZR 176/77 Der Bundesgerichtshof hat auch der Versäumung der Anmeldefrist nach § 5 des früheren Gesetzes über die Haftpflicht der Eisenbahnen und Straßenbahnen für Sachschaden vom 29. April 1940 (RGBl I S. 691) durch einen Gesamtschuldner nur Einzelwirkung (§ 425 BGB) beigemessen (BGHZ 11, 170, 174).
BGH, URTEIL vom 5.3.1993, Az. V ZR 49/92 Entscheidender Gesichtspunkt ist, daß sich § 425 Abs. 2 BGB nur auf die nach Begründung der Gesamtschuld eintretenden verjährungsrelevanten Umstände bezieht (BGHZ 58, 251, 255).
AG Hagen, Urteil vom 4.9.2010, Az. 10 C 54/10 22Die Verwendung dieser allgemeinen Geschäftsbedingungen ist offensichtlich unzulässig, wie auch bereits anderweitig entschieden worden ist, OLG Düsseldorf, Urteil vom 14.03.2007 I-18 K 163/08 (§§ 425, 432, 435 HGB, 307 I 1, 307 I 2, 307 II BGB).