Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=10%20AS%209/15
Timestamp: 2020-03-28 15:47:43
Document Index: 50055383

Matched Legal Cases: ['§ 823', '§ 23', '§ 506', '§ 17', '§ 17', '§ 48', '§ 36', '§ 17', '§ 36', '§ 240', '§ 184', '§ 506', '§ 281', '§ 281', 'Art. 101', '§ 17', '§ 2', '§ 3', '§ 48', '§ 17', '§ 36', '§ 281', '§ 506', '§ 281', '§ 281', '§ 17', '§ 17', 'BGH']

BAG, 21.12.2015 - 10 AS 9/15 - dejure.org
https://dejure.org/2015,43807
BAG, 21.12.2015 - 10 AS 9/15 (https://dejure.org/2015,43807)
BAG, Entscheidung vom 21.12.2015 - 10 AS 9/15 (https://dejure.org/2015,43807)
BAG, Entscheidung vom 21. Dezember 2015 - 10 AS 9/15 (https://dejure.org/2015,43807)
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§ 823 Abs. 2 BGB, § ... 263 StGB, § 23 Nr. 1 GVG, § 506 Abs. 1 ZPO, § 17a Abs. 2 GVG, § 17a Abs. 2 Satz 3 GVG, § 48 Abs. 1 ArbGG, § 36 Abs. 1 Nr. 6 ZPO, § 17b Abs. 1 GVG, § 36 Abs. 1 Nr. 3 ZPO, § 240 Satz 1 ZPO, § 184 Abs. 1 Satz 2 InsO, § 506 Abs. 1, Abs. 2, § 281 Abs. 2 Satz 3 ZPO, § 281 ZPO, Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG, § 17a GVG, § 2 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a, § 3 ArbGG
§ 48 Abs 1 ArbGG, § 17a Abs 2 GVG, § 36 Abs 1 Nr 6 ZPO, § 281 Abs 2 ZPO, § 506 Abs 1 ZPO
Eins, zwei, drei - wer hat den Fall?
Verweisen kann nur das Gericht, bei dem Rechtsstreit auch anhängig ist
NZA 2016, 446
Nur bei krassen Rechtsverletzungen kommt eine Durchbrechung der gesetzlichen Bindungswirkung ausnahmsweise in Betracht (BAG 21. Dezember 2015 - 10 AS 9/15 - Rn. 13 mwN) .
Zuständig für die Zuständigkeitsbestimmung ist derjenige oberste Gerichtshof des Bundes, der zuerst angegangen wird (BAG 21. Dezember 2015 - 10 AS 9/15 - aaO) .
Willkür liegt nur vor, wenn dem Verweisungsbeschluss jede rechtliche Grundlage fehlt und er bei verständiger Würdigung der das Grundgesetz beherrschenden Gedanken nicht mehr verständlich erscheint und offensichtlich unhaltbar ist (zu § 281 ZPO vgl. BAG 21. Dezember 2015 - 10 AS 9/15 - Rn. 22) .
Nur bei krassen Rechtsverletzungen kommt eine Durchbrechung der gesetzlichen Bindungswirkung ausnahmsweise in Betracht (…statt vieler: BAG 16.6.2015 - 10 AS 2/15 - Rn. 4, NZA 2015, 1020; BAG 21.12.2015 - 10 AS 9/15 - Rn. 13, NZA 2016, 446).
Willkür liegt nur vor, wenn dem Verweisungsbeschluss jede rechtliche Grundlage fehlt und er bei verständiger Würdigung der das Grundgesetz beherrschenden Gedanken nicht mehr verständlich erscheint und offensichtlich unhaltbar ist (vgl. zu § 281 ZPO: BAG 21.12.2015 - 10 AS 9/15 - Rn. 22, NZA 2016, 446).
Zuständig für die Zuständigkeitsbestimmung ist derjenige oberste Gerichtshof des Bundes, der zuerst darum angegangen wird (…vgl. statt vieler: BAG 16.6.2015 - 10 AS 2/15 - Rn. 4, NZA 2015, 1020; BAG 21.12.2015 - 10 AS 9/15 - Rn. 14, NZA 2016, 446).
Erforderlich ist, dass es innerhalb eines Verfahrens zu Zweifeln über die Bindungswirkung von rechtskräftigen Verweisungsbeschlüssen kommt und keines der infrage kommenden Gerichte bereit ist, die Sache zu bearbeiten, oder die Verfahrensweise eines Gerichts die Annahme rechtfertigt, der Rechtsstreit werde von diesem nicht prozessordnungsgemäß betrieben, obwohl er gemäß § 17b Abs. 1 GVG vor ihm anhängig ist (vgl. dazu BAG, Beschluss vom 21. Dezember 2015 - 10 AS 9/15, juris, Rdnr. 13; Beschl. v. 16.06.2015 -10 AS 2/15).
Angesichts dieser Rechtslage besteht die Bindungswirkung nach § 17a II 3 GVG auch bei gesetzwidrigen Verweisungen (…vgl. BGH, Beschluss v. 19.5.2015 - X ARZ 61/15 - NJW-RR 2015, 957, Rn. 9; BAG, Beschluss v. 21.12.2015 - 10 AS 9/15 -NZA 2016, 446, 447).
AG Stralsund, 18.01.2019 - 25 C 1/19
Deshalb - also erst mit dem Eingang der Akten beim angewiesenen Gericht - endet mangels weiterer Existenz eines anhängigen Verfahrens beim anweisenden Gericht ab diesem Zeitpunkt die rechtliche Zugriffsmöglichkeit und Gestaltungsmacht des anweisenden Gerichts in Bezug auf das ab diesem Zeitpunkt aus seiner Sicht fremde Verfahren und damit letztlich auch auf den zu diesem jetzt fremden Verfahren gehörenden "eigenen" Verweisungsbeschluss (vgl. BAG , Beschluss vom 21.12.2015 - 10 AS 9/15, NZA 2016, 446 [Juris; Tz. 22 ff.], m.w.N.).