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Timestamp: 2019-02-18 00:15:28
Document Index: 70992653

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33']

km-Pauschale für krankheitsbedingte Fahrten einer Person, mit merkmal ''''H'''' Außergewöhnliche Belastungen www.frag-einen-steuerprofi.de
2/17/2019, Guten Morgen
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Frage geschrieben am 22.04.2014 19:13:34
Betreff: km-Pauschale für krankheitsbedingte Fahrten einer Person, mit merkmal ''''H''''
Einsatz: € 25.00
Sehr geehrte Damen/Herren,
Welche km-Pauschale kann ich in meiner Steuererklärung für krankheitsbedingte Fahrten, die ich für/mit meiner Tochter (21 Jahre), die im Schwerbehindertenausweis das Merkmal 'H' eingetragen hat, ansetzen?
Weitere Informationen zur Beantwortung vom Steuerprofi ersucht
geschrieben am 22.04.2014 21:52:28
wenn Sie möchten, dass ich Ihnen Ihre Frage beantworte, empfehle ich Ihnen die Gebietsbeschränkung in Ihrer Anfrage zu entfernen.
Antwort geschrieben am 22.04.2014 23:28:57
Allgemeines zu Pauschbeträgen für Behinderte:
Den Behinderten-Pauschbetrag für ein Kind können Sie auf sich übertragen lassen, wenn Sie ein behindertes Kind haben, dem ein derartiger Pauschbetrag zusteht. Voraussetzung ist, dass Sie für das Kind Kindergeld und Ihr Kind den Behinderten-Pauschbetrag nicht selbst in Anspruch nimmt. Die Übertragung ist immer dann sinnvoll, wenn sich der Pauschbetrag beim Kind selbst nicht auswirkt.
Die Höhe des Pauschbetrages, den ein Behinderter nach § 33b Abs. 3 EStG für seine aussergewöhnlichen Belastungen geltend machen kann, hängt vom Grad der Behinderung ab.
45 und 50 %	570,-- €, 55 und 60	% 720,-- €, 65 und 70	% 890,-- €, 75 und 80	% 1.060,-- €, 85 und 90	% 1.230,-- €, 95 und 100 & 1.420,-- €.
Darüber hinaus gibt es einen besonderern Pauschbetrag i. H. v. 3.700,-- Euro für diejenigen Behinderten, die infolge ihrer Behinderung so hilflos sind, dass sie für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Alltagsleben ständig fremde Hilfe in erheblichem Umfang benötigen. Dazu zählen u. a. Blinde. Des Weiteren erhalten diesen besonderen Pauschbetrag behinderte Menschen unabhängig vom Grad der Behinderung, wenn in deren Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen „H" eingetragen ist.
Nun zu Ihrer eigentlichen Frage. Fahrtkosten von Behinderten können neben den o. g. Pauschbeträgen für hilflose Personen mit dem Merkzeichen „H" und Personen mit der Pflegestufe III = Pflegeschwerstbedürftige, mit 0,30 €/km, berücksichtigt werden.
Diese Personen können über die "normalen" Kosten für die durch Behinderung veranlasste unvermeidbare Fahrten auch Fahrtkosten für Freizeit-, Erholungs- und Besuchsfahrten als agB´s abziehen. Dabei muss die tatsächliche Fahrleistung nachgewiesen oder glaubhaft gemacht werden. Eine Fahrleistung von bis zu 15.000 km/p.a. liegt lt. herrschender Meinung noch im Rahmen des Angemessenen. Bei einem Kilometersatz von 0,30 € ergibt sich ein abziehbarer Höchstbetrag von 4.500,-- € im Jahr. Aufwendungen für eine Begleitperson können ebenfalls in angemessenem Umfang geltend gemacht werden.
Nachfrage vom Fragesteller geschrieben am 22.04.2014 23:50:27
Der Betrag von 4500,-- € ist doch nur die halbe Wahrheit?! Er reduziert sich doch um die zumutbare Belastung und hier je nach der Anzahl der Kinder. Oder gibt (wann) es ein Urteil zu Rechtgültigkeit der Berücksichtigung der zumutbaren Belastung bei den außergewöhnlichen Aufwendungen?
Antwort auf Nachfrage vom Steuerprofi geschrieben am 23.04.2014 01:19:42
Bezüglich Ihrer Nachfrage möchte ich Ihnen mitteilen, dass es tatsächlich die "ganze" Wahrheit ist, dass es die sogenannte zumutbare Belastung nur beim § 33 EStG gibt und nicht beim § 33 b EStG, nach dem Sie gefragt haben und auch nicht beim § 33 a EStG.
Behinderte Menschen können allerdings in der Tat wählen, ob sie die ihnen konkret entstandenen außergewöhnlichen Belastungen nach § 33 EStG unter Berücksichtigung der zumutbaren Belastung oder statt dessen die Pauschbeträge nach § 33b EStG geltend machen wollen.
Bei den durch Pflege (insbesondere fremder Pflege) entstehenden Kosten kann es wegen ihrer Höhe tatsächlich mitunter durchaus vorteilhafter sein, nicht die Pauschbeträge in Anspruch zu nehmen, sondern die tatsächlich erforderlichen Aufwendungen als außergewöhnliche Belastungen nach § 33 EStG unter Berücksichtigung der zumutbaren Belastung geltend zu machen. Das ist ein Rechenexempel. Wie hoch diese ist steht im § 33 Abs. 3 EStG und richtet sich nach der Höhe des Einkommens, der Zahl der Kinder und der Veranlagungsform.
Ich hoffe Ihre Nachfrage insoweit zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben.
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Die Antwort hätte allerdings noch etwas ausführlicher sein können. Es hätte der Nachfrage bedurfte, wie alt meine Tochter oder die Person ist. Dann wäre ein Hinweis auf die Möglichkeit als gesetzlich bestellter Betreuer sinnvoll gewesen, da dann die Kosten direkt durch das jeweilige Amtsgerichtabgerechnet werden und nicht nur als Steuerersparnis mit dem persönlichen Steuersatz.
Stellungnahme vom Steuerberater:
Die Ausführungen zur Bewertungen halte ich für sehr interessant. Ich bin Steuerberater, die Frage war rein steuerlicher Natur und für den Einsatz von 25 € schon sehr ausführlich. Hier dann darüber hinaus auch noch zu erwarten, dass man für den ausgelobten Einsatz sogar noch den nicht steuerlichen Bereich mit abdeckt, ist schon sehr Anspruchsvoll.
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