Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F17-08-2011-8C_356-2011
Timestamp: 2016-10-24 22:09:04
Document Index: 326830271

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 9', 'Art. 97', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 8', 'in casu']

8C_356/2011 (17.08.2011)
Der 1976 geborene, mit seiner Partnerin und der gemeinsamen Tochter, geb. 2008, zusammenlebende B.________ ersuchte anfangs Dezember 2009 bei den Sozialen Diensten um wirtschaftliche Hilfe. Gest�tzt darauf wurde ihm f�r die Monate Dezember 2009 und Januar 2010 eine der H�lfte des sozialhilferechtlichen Existenzminimums des Dreipersonenhaushalts, namentlich unter Mitber�cksichtigung des Bedarfs des Kindes, entsprechende finanzielle Unterst�tzung gew�hrt. Da seine Lebenspartnerin in der Folge f�r sich und die Tochter eine Beihilfe durch die Gemeinde ausdr�cklich ablehnte, erstattete ihm das Sozialhilfezentrum ab Februar 2010 lediglich noch einen Betrag in H�he von monatlich Fr. 1511.20, auf der Basis eines Drittels des Grundbedarfs des Dreipersonenhaushalts und der Miete zuz�glich Krankenkassenpr�mien (Leistungsentscheid vom 26. Februar 2010). Eine dagegen erhobene Einsprache wies die Einspracheinstanz und Gesch�ftspr�fungskommission (EGKP) der Sozialbeh�rde am 1. Juni 2010 ab, soweit darauf eingetreten wurde. Der hierauf rekursweise angerufene Bezirksrat beschied das Rechtsmittel mit Beschluss vom 13. Januar 2011 abschl�gig.
Die hiegegen eingereichte Beschwerde, mit welcher B.________ beantragte, das Unterst�tzungsbudget sei entsprechend den im Dezember 2009 und Januar 2010 ausgerichteten Leistungen zu erh�hen und es sei festzustellen, dass weder seine Tochter noch seine Partnerin ihn unterst�tzen m�ssten, wies das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich ab, soweit es darauf eintrat (Entscheid vom 8. M�rz 2011).
B.________ f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und erneuert sein vorinstanzliches Rechtsbegehren.
1.2.1 Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Soweit sich der angefochtene Entscheid auf Quellen des kantonalen Rechts st�tzt, welche nicht in Art. 95 lit. c-e BGG genannt werden, beschr�nkt sich die �berpr�fung durch das Bundesgericht demgegen�ber thematisch auf die erhobenen und begr�ndeten R�gen (Art. 106 Abs. 2 BGG) und inhaltlich auf die Frage, ob die Anwendung des kantonalen Rechts zu einer Bundesrechtswidrigkeit f�hrt. Im Vordergrund steht dabei eine Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte, insbesondere des Willk�rverbots nach Art. 9 BV. Was die Feststellung des Sachverhalts anbelangt, kann gem�ss Art. 97 Abs. 1 BGG nur ger�gt werden, diese sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung nach Art. 95 BGG (BGE 8C_930/2010 vom 30. M�rz 2011 E. 1.2; 135 V 94 E. 1 S. 95 mit Hinweis; Urteil 8C_119/2010 vom 2. Dezember 2010 E. 2).
1.2.2 Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willk�rlichen Anwendung von kantonalem Recht und Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung) gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht, weshalb insofern eine qualifizierte R�gepflicht besteht (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Beschwerde f�hrende Person muss klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darlegen, welche verfassungsm�ssigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt worden sind. Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit Hinweis).
2.1.1 Gem�ss Sozialhilfegesetz des Kantons Z�rich vom 14. Juni 1981 (SHG; SR 851.1) sorgen die politischen Gemeinden nach Massgabe dieses Gesetzes f�r die notwendige Hilfe an Personen, die sich in einer Notlage befinden (� 1 Abs. 1 SHG). Die Hilfe richtet sich nach den Besonderheiten und Bed�rfnissen des Einzelfalls und den �rtlichen Verh�ltnissen (� 2 Abs. 2 SHG). Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe hat, wer f�r seinen Lebensunterhalt und den seiner Familienangeh�rigen mit gleichem Wohnsitz nicht hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann (� 14 SHG). Sie soll das soziale Existenzminimum gew�hrleisten, das neben den �blichen Aufwendungen f�r den Lebensunterhalt auch individuelle Bed�rfnisse angemessen ber�cksichtigt (� 15 SHG), und tr�gt insbesondere den pers�nlichen und �rtlichen Verh�ltnissen Rechnung (� 17 Abs. 1 Satz 1 der kantonalz�rcherischen Verordnung vom 21. Oktober 1981 zum Sozialhilfegesetz [SHV; SR 851.11]). Ihre Bemessung erfolgt nach den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz f�r Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien) in der 4. �berarbeiteten Ausgabe April 2005 mit den Erg�nzungen 12/05, 12/07 und 12/08; vorbehalten bleiben begr�ndete Abweichungen im Einzelfall (� 17 Abs. 1 Satz 2 und 3 SHV).
2.1.2 Der Verweis der SHV auf die SKOS-Richtlinien erfolgt eingegrenzt auf eine bestimmte Ausgabe der Richtlinien einschliesslich gewisser �nderungen bis Dezember 2008. Es findet also keine integrale �bernahme dergestalt statt, dass s�mtliche zuk�nftig bei der SKOS vorgenommenen Anpassungen automatisch auch im Kanton Z�rich zur Anwendung gelangten. Der z�rcherische Regierungsrat hat daf�r vielmehr die Verordnung entsprechend anzugleichen. Der vorliegende Sachverhalt - der Beschwerdef�hrer ersuchte f�r den Zeitraum ab Dezember 2009 um Ausrichtung von Sozialhilfe - ist somit nach Massgabe der SKOS-Richtlinien in ihrer seit Dezember 2008 geltenden Fassung zu beurteilen. Anzuf�gen ist, dass gem�ss dem hievor zitierten � 17 Abs. 1 Satz 3 SHV begr�ndete Abweichungen von der grunds�tzlichen Anwendbarkeit der Richtlinien vorbehalten bleiben. Nach dem - sich zurzeit in �berarbeitung befindenden, die sozialhilferechtlichen Normen konkretisierenden - Sozialhilfe-Beh�rdenhandbuch des Sozialamtes Z�rich (Fassung von Dezember 2010 [mit Eintragungen von 1993 bis 2010]; einsehbar unter: http://www.sozialamt.zh.ch/internet/sicherheitsdirektion/sozialamt/de/sozialhilfe/handbuch/handbuch2009.html [besucht am: 10. August 2011]; nachfolgend: Handbuch) rechtfertigt sich im Einzelfall eine Abweichung von der �blichen Bemessung nach den SKOS-Richtlinien, wenn es sich um kurzfristige Unterst�tzungen mit �berbr�ckendem Charakter (nicht l�nger als drei Monate) handelt. Eine vollumf�ngliche Anwendung des tariflichen Teils der Richtlinien gilt demnach regelm�ssig nur bei Personen, die voraussichtlich l�nger als drei Monate auf Sozialhilfe angewiesen sind (Handbuch, Kap. 2.5.1./� 15 SHG "Umfang der wirtschaftlichen Hilfe: Anwendung der SKOS-Richtlinien", S. 129, sowie Kap. 2.5.1./� 15 "�berblick �ber die SKOS-Richtlinien", S. 132; zum Ganzen auch: Claudia H�nzi, Die Richtlinien der schweizerischen Konferenz f�r Sozialhilfe - Entwicklung, Bedeutung und Umsetzung der Richtlinien in den deutschsprachigen Kantonen der Schweiz [nachfolgend: Richtlinien], 2011, S. 344 f.).
2.2 Die in familien�hnlichen Gemeinschaften (etwa als Konkubinatspaar) zusammenlebenden Personen sind rechtlich nicht zur gegenseitigen Hilfe verpflichtet. Deren Einkommen und Verm�gen d�rfen daher im Regelfall nicht zusammengerechnet werden (keine sog. Unterst�tzungseinheit). Vielmehr ist f�r jede unterst�tzte Person ein individuelles Unterst�tzungskonto zu f�hren. Nicht unterst�tzte Personen haben alle Kosten, die sie verursachen, selber zu tragen. Dies betrifft insbesondere die Aufwendungen f�r den Grundbedarf f�r den Lebensunterhalt, die Wohnkosten und die situationsbedingten Leistungen. Der anteilsm�ssige Unterhaltsbeitrag wird errechnet, indem zun�chst auf den Gesamtbetrag f�r den entsprechenden Haushalt abgestellt wird. Die Kosten werden innerhalb der Gemeinschaft grunds�tzlich nach Pro-Kopf-Anteilen getragen (� 17 Abs. 1 Satz 1 SHV in Verbindung mit Ziff. F.5.1 der SKOS-Richtlinien). Lebt eine unterst�tzte Person in einem stabilen Konkubinat, so ist es nach der Rechtsprechung zur Sozialhilfe indessen zul�ssig und nicht willk�rlich, diesen Umstand in der Bedarfsberechnung zu ber�cksichtigen, auch wenn rechtlich keine wechselseitige Unterhaltspflicht zwischen den beiden Partnern besteht. Es ist statthaft, der tats�chlichen Bereitschaft, sich gegenseitig zu unterst�tzen, Rechnung zu tragen (BGE 136 I 129 E. 6.1 S. 134 mit Hinweisen). Wenn ein Paar ein gemeinsames Kind hat und eine gemeinsame Wohnung bezieht, lebt es faktisch als Familie zusammen. �bernimmt der eine Partner die Besorgung des Haushalts und die Kinderbetreuung, w�hrend der andere einer Erwerbst�tigkeit nachgeht, besteht zudem eine klare Rollenteilung. Die Frage, ob der haushaltsf�hrende Partner wirtschaftliche Not leidet und der Unterst�tzung durch die Allgemeinheit bedarf, l�sst sich bei solchen Gegebenheiten nicht unabh�ngig von den finanziellen Verh�ltnissen des erwerbst�tigen Partners beurteilen; es dr�ngt sich auf - bzw. erweist sich jedenfalls nicht als unhaltbar -, diesfalls f�r die Beurteilung des Anspruchs des Ersteren auf Sozialhilfe die Eink�nfte beider Partner zu ber�cksichtigen (Urteile 2P.218/2003 vom 12. Januar 2004 E. 3.3.2 und 2P.242/2003 vom 12. Januar 2004 E. 2.4; vgl. auch BGE 136 I 129 E. 6.2 S. 134 f.; SKOS-Richtlinien Ziff. F.5.1). F�r den nicht unterst�tzten Partner wird in diesem Zusammenhang nach der "Praxishilfe Ziff. H.10" der SKOS-Richtlinien regelm�ssig ein erweitertes SKOS-Budget erstellt, wobei die den Bedarf �bersteigenden Einnahmen im Budget des antragstellenden Konkubinatspartners voll als Einnahme angerechnet wird ("Konkubinatsbeitrag"; BGE 136 I 129 E. 7.2 S. 137; Ziff. F.5.1 der SKOS-Richtlinien; kritisch: Claudia H�nzi, Sozialhilferechtliche Behandlung von Konkubinaten, in welchen nur ein Partner unterst�tzt wird, Die rechtlichen Voraussetzungen zur korrekten Anrechnung eines Konkubinatsbeitrages im Unterst�tzungsbudget, abrufbar unter: http://glossa.weblaw.ch).
3.1 Mit Antrag vom 3. Dezember 2009 ersuchte der erwerbslose Beschwerdef�hrer zun�chst um wirtschaftliche Hilfe f�r sich selbst. Am 18. Dezember 2009 erg�nzte er seine Antragstellung dahingehend, dass er nunmehr zus�tzlich Unterst�tzung f�r seine minderj�hrige Tochter anforderte (vgl. das von ihm am 18. Dezember 2009 ausgef�llte "Zusatzblatt f�r Kinder"). Demgem�ss wurde in den f�r Dezember 2009 und Januar 2010 erstellten Budgets auch der Bedarf der Tochter mitber�cksichtigt. Am 23. Dezember 2009 gelangte er erneut an die Sozialhilfebeh�rde und verlangte explizit, dass sein Kind (wie auch seine Lebenspartnerin) aus der Bedarfsberechnung auszuklammern seien, er mithin nur f�r sich allein wirtschaftliche Hilfe beanspruche. In der Folge wurden ihm - zuletzt best�tigt durch das vorinstanzliche Gericht - Leistungen auf der Grundlage eines Drittels des Bedarfs eines Dreipersonenhaushalts ausgerichtet.
3.2 Diese Vorgehensweise stellt entgegen den vom Beschwerdef�hrer vorgebrachten Einw�nden kein (bundes-)rechtswidriges Verhalten dar.
3.2.1 Mit seiner Forderung, er sei weiterhin in gleichem Ausmass wie in den Monaten Dezember 2009 und Januar 2010 zu unterst�tzen, ohne dass jedoch seine Tochter formell als Sozialhilfeempf�ngerin zu registrieren sei, verlangt er implizit die Ausrichtung der - bei entsprechendem Antrag - an sie entfallenden wirtschaftlichen Hilfe an sich selbst. Dies geht nicht an. Vielmehr erschiene es unter den gegebenen Umst�nden im Lichte des vorstehend Ausgef�hrten allenfalls sogar sachgerecht, das Einkommen der (nicht unterst�tzten) Lebenspartnerin bei der Bedarfsberechnung des Beschwerdef�hrers in angemessener Weise zu ber�cksichtigen, was indes zugunsten des Leistungsansprechers nicht geschehen ist (vgl. demgegen�ber das Budget Januar 2010, bei welchem einnahmenseitig noch ein Konkubinatsbeitrag von Fr. 369.70 angerechnet worden war). Generell gilt es zu verhindern, dass ein in gefestigten Verh�ltnissen lebendes, Sozialgelder beziehendes Konkubinatspaar besser gestellt wird als ein verheiratetes Paar (BGE 136 I 129 E. 6.3 S. 135). Inwiefern die dergestalt umgesetzten - f�r die Verh�ltnisse im Kanton Z�rich ausdr�cklich f�r anwendbar erkl�rten und daher heranzuziehenden (vgl. Handbuch, Kap. 2.5.1./� 15, S. 139 unten f.; Urteil 2P.53/2004 vom 13. Mai 2004 E. 3.4 mit Hinweis) - SKOS-Richtlinien (allgemein zu deren Zwecksetzung: BGE 136 I 129 E. 3 S. 132 und E. 6.4 S. 135 f. mit diversen Hinweisen) gegen �bergeordnetes Recht, insbesondere den in Art. 12 BV verankerten Anspruch auf Hilfe in Notlagen, kantonales Verfassungsrecht oder die z�rcherische Sozialhilfegesetzgebung, verstossen sollten, ist vor diesem Hintergrund nicht ersichtlich, zumal keine Anhaltspunkte f�r eine nur kurzzeitige, ein Abweichen von den SKOS-Richtlinien allenfalls rechtfertigende Unterst�tzungsbed�rftigkeit bestanden.
3.2.2 Der Beschwerdef�hrer erblickt ferner im Umstand, dass der Grundbedarf f�r den Lebensunterhalt nach der Haushaltsgr�sse, d.h. nach der Anzahl Personen in einem gemeinsam gef�hrten Haushalt (einschliesslich Kindern), bemessen wird (vgl. Ziff. B.2.2 der SKOS-Richtlinien), eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes gem�ss Art. 8 BV.
3.2.2.1 Der Grundbedarf f�r den Lebensunterhalt soll heute als eine Komponente der materiellen Grundsicherung in einer pauschalisierten Form die g�ngigsten Ausgaben eines bescheiden gef�hrten Haushalts abdecken. Er wird nach der Anzahl Personen in einem gemeinsamen Haushalt festgesetzt, wobei im Rahmen der Gesamtpauschale weder die zivilrechtlichen Verh�ltnisse innerhalb des Haushalts noch die unterschiedliche Verbrauchsstruktur von Kindern und Erwachsenen von Bedeutung sind. Als relevant erweist sich einzig die Tatsache der gemeinsamen Haushaltsf�hrung und der sich daraus �blicherweise ergebende wirtschaftliche Vorteil. �ber die von der SKOS entwickelte und langj�hrig erprobte sog. �quivalenzskala wird - ausgehend vom Haushalt mit einer Person - durch Multiplikation der analoge Gleichwert, d.h. das �quivalent, f�r den Mehrpersonen-Haushalt ermittelt. Die SKOS-�quivalenzskala entspricht den Ergebnissen der nationalen Verbrauchsstruktur und h�lt auch im internationalen Vergleich stand. Die Pauschalisierung erm�glicht eine freie Einteilung des Geldes und eine Verantwortungs�bernahme durch die unterst�tzten Personen (Ziff. B.2.1 und 2.2 der SKOS-Richtlinien in der vorliegend massgeblichen Fassung [Ausgabe 2005, Stand Dezember 2008]; zudem: H�nzi, Richtlinien, a.a.O., S. 367). Es finden sich keine Hinweise, wonach der auf dieser Basis ermittelte Grundbedarf f�r den Lebensunterhalt nach SKOS nicht die in den Kantonen gemeinhin verwendete Referenzgrundlage darstellte (H�nzi, Richtlinien, a.a.O., S. 368 mit Hinweisen). Einzelfallweise beizuziehende Korrektive, die allenfalls bei besonderer Zusammensetzung des Haushalts indiziert sind (dazu H�nzi, Richtlinien, a.a.O., S. 210 f.), dr�ngen sich bei der in casu zu beurteilenden, zwischenzeitlich ebenfalls als "klassisch" einzustufenden Form des Zusammenlebens (Konkubinatspaar mit Kleinkind) nicht auf.
3.2.2.2 Im Sinne eines "historischen" R�ckblicks gilt es zu erg�nzen, dass mit den Richtlinien 1992 ein neues System der Unterhaltsberechnung nach Haushaltsgr�sse eingef�hrt worden war. Das bis zu diesem Zeitpunkt geltende Konzept mit Basisbetr�gen und Kinderzulagen hatte sich als zu sehr auf die traditionelle Familiensituation ausgerichtet erwiesen. Es wurde deshalb ein von Alter und Zivilstand unabh�ngiger Pauschalbetrag eingef�hrt, wobei die einzelnen Betr�ge je nach Gr�sse des jeweiligen Haushalts degressiv abgestuft waren. Die derart gestalteten Unterhaltsbetr�ge waren dabei grunds�tzlich auf erwachsene Personen ausgerichtet, was eine Erh�hung gegen�ber den vorangegangenen tieferen Kinderzuschl�gen bedeutete. Ein Ausgleich wurde hierbei dahingehend geschaffen, dass die Auslagen f�r Kleider, W�sche und Schuhe sowie das Taschengeld f�r Kinder bis elf Jahre als im Grundunterhalt mitenthalten galten. Diese Vorgehensweise vereinfachte die Budgetierung und erh�hte gleichzeitig den finanziellen Handlungsspielraum der bed�rftigen Personen. Die verst�rkte Pauschalisierung bew�hrte sich in der Folge und wurde in den Richtlinien 1997 noch ausgeweitet (H�nzi, Richtlinien, a.a.O., S. 232 f.; Paul Schaffroth, revidierte Richtlinien, in: Zeitschrift f�r �ffentliche F�rsorge [Z�F], 2/1992, S. 20). Eine Besserstellung von familien�hnlichen Gemeinschaften und Konkubinaten gegen�ber der klassischen Familie oder Ehepaaren sollte bereits damals vermieden werden. Um die Umsetzung dieser Stossrichtung zu erleichtern, wurde in den Richtlinien explizit beschrieben, wie das Kopfquotenprinzip anzuwenden war. So hatte zun�chst der Gesamtbetrag des Unterhalts f�r die entsprechende Familiengr�sse errechnet und hernach auf die K�pfe verteilt zu werden. Dasselbe Prinzip erfolgte bei den Wohnkosten und -nebenkosten, wobei der Mietzins bei Kindern bis und mit elftem Lebensjahr nur mit einem Faktor 0,5 zu gewichten war (Richtlinien der Schweizerischen Konferenz f�r �ffentliche Sozialhilfe [SK�F; Vorg�ngerinstitution der SKOS], Ausgabe 1992, S. 33; H�nzi, Richtlinien, a.a.O., S. 235 [samt FN 1823]). W�hrend es in den SKOS-Richtlinien, Ausgabe 1992, Beiblatt 1996, noch eine allgemeine Pauschale f�r den Unterhalt des Haushalts gegeben hatte, welche in einem zweiten Schritt nach individuellem Bedarf mit einem Beitrag f�r die Geb�hren f�r Radio/TV/Telefon oder einem solchen f�r Kleider, W�sche und Schuhe zu erg�nzen war, wurden diese Positionen in den ab 1997 geltenden Richtlinien im Grundbedarf f�r den Lebensunterhalt zusammengefasst. Dieser bildete fortan zusammen mit den Ausgaben f�r die Wohnung sowie die medizinische Grundversorgung die materielle Grundsicherung, mithin die Basis der wirtschaftlichen Unterst�tzung, welche es im Normalfall zu decken galt (Ziff. B.2.1 der SKOS-Richtlinien, Ausgabe 1997, Stand November 1997). Die erweiterte Pauschalisierung sollte die Budgetberechnung vereinfachen und damit auf den Sozialdiensten Ressourcen f�r mehr Beratung freisetzen (H�nzi, Richtlinien, a.a.O., S. 240 f. [und FN 1863 mit Hinweis] sowie S. 243). Abweichende bzw. individuelle Regelungen vom grunds�tzlich geltenden Pro-Kopf-Kostentragungsprinzip waren zu treffen, wenn die Beanspruchung der gemeinsamen Haushalts-Infrastruktur ungleich gross ausfiel, also beispielsweise der nicht unterst�tzte Partner R�umlichkeiten f�r eine selbstst�ndige Erwerbst�tigkeit nutzte (H�nzi, Richtlinien, a.a.O., S. 395; dies., Leistungen der Sozialhilfe in den Kantonen, in: Das Schweizerische Sozialhilferecht, 2008, S. 144 f.; Felix Wolffers, Grundriss des Sozialhilferechts, 2. Aufl. 1999, S. 159). Auf Dezember 2007 erfolgte im Rahmen der Anpassungen der Richtlinien sodann eine erneute Vereinfachung bei der Budgetberechnung von Wohn- und Lebensgemeinschaften. Namentlich fiel die noch nach der vorangegangenen Richtlinien-Fassung geltende Besonderheit, wonach Kinder bis zum elften Lebensjahr bei der Berechnung des Pro-Kopf-Anteils bez�glich der Wohnkosten nur mit einem Faktor von 0,5 zu ber�cksichtigen waren (Ziff. F.5.1 der SKOS-Richtlinien, Ausgabe 2005, Stand April 2005), nun dahin; k�nftig galt und gilt hier eine gleichberechtigte Kopfquote f�r alle Personen des betroffenen Haushalts (Ziff. F.5.1 der SKOS-Richtlinien, Ausgabe 2005, Stand Dezember 2007; vgl. auch H�nzi, Richtlinien, a.a.O., S. 264 und 395).
3.2.2.3 Vor diesem Hintergrund kann der Beschwerdegegnerin, indem sie den Unterst�tzungsbetrag des Beschwerdef�hrers insbesondere auf der Basis eines Drittels des Grundbedarfs eines Dreipersonenhaushalts und der Wohnkosten ermittelt hat, jedenfalls kein Ermessensmissbrauch vorgeworfen werden (zu den diesbez�glichen Voraussetzungen u.a. Urteil 8C_158/2010 vom 20. Mai 2010 E. 4.2 mit Hinweisen).
3.2.3 Da der Beschwerdef�hrer das zu Beginn �berh�hte Unterst�tzungsbudget mit seinem nachtr�glichen Ersuchen um wirtschaftliche Hilfe zus�tzlich f�r seine Tochter selber provoziert hatte (in diesem Sinne auch dessen Schreiben vom 23. Dezember 2009), rechtfertigt sich schliesslich auch keine Berufung auf vertrauensschutzrechtliche Grunds�tze. Wie das kantonale Gericht im �brigen einl�sslich dargelegt hat, verm�chte selbst eine anf�nglich irrt�mlicherweise �bersetzte Leistungserbringung mangels relevanter Verm�gensdisposition kein sch�tzenswertes Vertrauen zu begr�nden.
3.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Ausf�hrungen in der Beschwerdeschrift nicht geeignet sind, die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz als klar unrichtig oder unvollst�ndig und deren Anwendung des kantonalen Rechts als verfassungsm�ssigen Rechten zuwiderlaufend, insbesondere willk�rlich, erscheinen zu lassen.