Source: http://buendnis-gegen-cybermobbing.de/index.php?id=119
Timestamp: 2018-01-20 10:57:58
Document Index: 385449978

Matched Legal Cases: ['§ 185', '§ 201', '§ 232', '§ 238', '§ 131', '§ 185', '§ 201', '§ 238', '§ 131', '§ 240', '§ 241']

Bündnis gegen Cybermobbing - Was ist eigentlich strafbar, wenn es um Cybermobbing geht
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Was ist eigentlich strafbar, wenn es um Cybermobbing geht
Auch wenn es kein Gesetz gegen Cybermobbing und keinen eigenen Straftatbestand in Deutschland gibt, kann Cybermobbing durchaus strafbar sein.
Für eine Strafbarkeit des Cybermobbings durch den Täter oder Teilnehmer (Anstiftung oder Beihilfe) kommen insbesondere in Betracht:
Beleidigungsdelikte (§§ 185 ff. StGB)
Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimnisbereichs (§§ 201 ff. StGB)
Straftaten gegen die persönliche Freiheit (§§ 232 ff. StGB), insbesondere Stalking (§ 238 StGB)
Gewaltdarstellung (§ 131 StGB)
Im Nachfolgenden sollen einige typische Fälle exemplarisch aufgelistet werden.
Eine Beleidigung nach § 185 StGB kann dann angenommen werden, wenn Ihre persönliche Ehre durch im Internet veröffentlichte Inhalte verletzt wird. Typische Beispiele sind Texte, Bilder und Videos, die sich gegen Sie richten.
Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimnisbereichs
Eine Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimnisbereichs nach § 201 StGB liegt z.B. dann vor, wenn jemand eine Tonaufnahme von Ihnen macht und veröffentlicht, obwohl das was Sie sagen gar nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war.
Eine typische Straftat gegen die persönliche Freiheit ist das Stalking (§ 238 StGB), welches häufig im Internet stattfindet. Stalking ist, wenn jemand ständig versucht Kontakt zu Ihnen herzustellen obwohl Sie das gar nicht möchten.
Werden Prügeleien oder andere Gewalttaten bspw. mit dem Smartphone fotografiert oder aufgenommen und dann ins Internet gestellt, kann dadurch eine strafbare Gewaltdarstellung nach § 131 StGB vorliegen.
Sollte jemand einen anderen im Internet bedrohen, kann es sich um eine strafbare Nötigung nach § 240 StGB handeln.
Auch wenn Ihnen ein Verbrechen zunächst „nur“ angedroht wird, kann es sich bereits um eine strafbare Bedrohung nach § 241 StGB handeln.
Ob durch die Veröffentlichung von Texten, Bildern oder Videos im Internet eine strafbare Handlung vorgenommen wurde, entscheidet im Zweifel erst die Staatsanwaltschaft bzw. das jeweilige Gericht.
Sie sollten nicht davon abgehalten werden, sich beim Verdacht einer Strafbarkeit rechtlichen Rat einzuholen und dann ggf. Strafanzeige zu erstatten. Nähere Informationen zu Ansprechpartnern erhalten Sie über das Bündnis gegen Cybermobbing e.V. (hier klicken).
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