Source: http://www.erbrecht-heute.de/Rechtstipps/So-enterben-Sie-Ihre-Nachkommen-in-zehn-Schritten.html
Timestamp: 2017-04-30 18:36:15
Document Index: 23462472

Matched Legal Cases: ['§ 1924', '§ 1936', '§ 1937', '§ 2303', '§ 10', '§ 2247', '§ 2333', '§ 2333']

Sie befinden sich hier: Erbrecht-heute.de › Service › So enterben Sie Ihre Nachkommen in zehn Schritten So enterben Sie Ihre Nachkommen in zehn Schritten
die gesetzliche Erbfolge gemäß § 1924 bis § 1936 BGB nicht den persönlichen Wünschen, sollten künftige Erblasser die Errichtung eines Testaments in Angriff nehmen. Die in § 1937 BGB definierte Testierfreiheit stellt es Testatoren frei, wen sie in welchem Umfang bedenken. Hierzu gehört es
auch, Personen zu enterben. Testierende müssen ihrem Wunsch unmissverständlich Ausdruck verleihen und können so eine Enterbung von gesetzlichen Erben vornehmen.
Gehört der Enterbte zum pflichtteilsberechtigten Personenkreis, der in § 2303 BGB sowie in § 10 LPartG definiert ist, ergeben sich im Rahmen einer Enterbung einige Schwierigkeiten. In der Praxis ist es also nicht so leicht, die eigenen Nachkommen zu enterben. Die Kinder sind schließlich nicht nur Erben erster Ordnung, sondern werden außerdem im Pflichtteilsrecht unter besonderen Schutz gestellt. Eine testamentarische Enterbung schließt demnach nicht den Pflichtteil aus. 5. Testament mit Enterbung juristisch prüfen lassen
Testierende greifen gerne auf das eigenhändige Testament zurück, weil dieses § 2247 BGB zufolge vom Erblasser allein und ohne großen Aufwand errichtet werden kann. Ein solches Vorgehen birgt aber die Gefahr, dass der Testierende juristische Fehler übersieht. Insbesondere wenn es um die Enterbung eines Nachkommen geht, sollten künftige Erblasser einen Fachanwalt für Erbrecht aufsuchen und dort ihr Testament prüfen lassen. Durch die Beratung eines Experten lassen sich Schwachstellen aufspüren und frühzeitig beseitigen. 6. Gründe für eine Pflichtteilsentziehung testamentarisch anführen
Der Anwalt kann seinen Mandanten über die Fallstricke des Pflichtteilsrechts aufklären. In einem Gespräch lässt sich auch feststellen, ob ein Grund für eine Pflichtteilsentziehung § 2333 BGB gegeben ist, der dann im Testament angeführt werden muss. 7. Vereinbarung eines Pflichtteilsverzichts
Eine Entziehung des Pflichtteils gemäß § 2333 BGB ist nur in wenigen Fällen möglich. Künftige Erblasser können versuchen, sich mit dem betreffenden Nachkommen zu einigen und einen Pflichtteilsverzicht vertraglich zu vereinbaren. Das Kind verzichtet so auf seinen Anspruch und bleibt im Erbfall unberücksichtigt. 8. Schenkungen zu Lebzeiten vornehmen
Sollte keine Schenkung infrage kommen und auch ansonsten keine Möglichkeit existieren, die gewünschte Enterbung eines Nachkommen vorzunehmen, können künftige Erblasser ihr Vermögen auch zu Lebzeiten ausgeben. Auf diese Weise wird das spätere Nachlassvermögen geschmälert, so dass für die Pflichterben nur noch wenig oder gar nichts übrig bleibt. 10. Familienfrieden wiederherstellen
geschrieben von Sarah Greszat Weitere Themen der Kategorie Rechtstipps:Die zehn wichtigsten Fakten zum richtigen Erben und VerschenkenDie zehn wichtigsten Gründe warum das Erben nicht einfach istDie zehn wichtigsten Dinge die in keinem Testament fehlen solltenDie zehn größten Fehler vermeiden beim Prüfung des MDKDie zehn einfachsten Wege So entgehen Sie der ErbschaftsteuerDie zehn wichtigsten Urteile im Familien- und ErbrechtDas könnte Sie auch interessieren:Die ErbfähigkeitErbrecht von minderjährig und volljährig AdoptiertenBei Schenkungen Steuern sparenInternationales Erbrecht: Bosnien und HerzegowinaVorsorgevollmachten für den NotfallAltenpflege was bedeutet das? Sie haben nicht gefunden wonach Sie suchen?