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Timestamp: 2018-01-23 13:51:47
Document Index: 304655742

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 5', 'Art. 15', 'Art. 60', '§ 12', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 14', '§ 10', '§ 15', '§ 15', 'Art. 37', 'Art. 38', 'Art. 39', 'Art. 37', 'Art. 37', 'Art. 39', '§ 12', '§ 3', '§ 11', 'Art. 2', '§ 20', '§ 6', '§ 16', '§ 10', '§ 20', 'Art. 60', '§ 27', '§ 5', '§ 26']

Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte ...
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 597 – 01.06.2016 >>
Die kursiv dargestellten Textpassagen sind Auflagen, welche von Seiten der Branddirektion München dem Bauwerber, vor Einführung der BS-Nachweise im Zuge der Prüfung der Eingabepläne, auferlegt wurden (kursive Texte noch nach BayBO 1997).
Planer, BS-Planer, Nachweisberechtigung
Nutzung Gefährdung
Gebäudeart nach Art. 2 Abs. 3 BayBO (formal Anwendung der Bauordnung und der ETB bzw. der Verordnungen für technische Anlagen)
Einstufung der Baumaßnahme nach Art. 2 Abs. 4 BayBO (zusätzliche Anwendung der Verkaufsstättenverordnung)
Risikobetrachtung für den Einzelfall
3. Feuerwehrzufahrt, Flächen für die Feuerwehr (Art. 5 BayBO, oder Sonderbauverordnungen)
Aufstellflächen für die Drehleitern oder Aufstellflächen für Löschfahrzeuge festlegen (ca. 15 m Entfernung von den Eingängen).
Eine Anleiterung in der Regel nicht erforderlich da die Rettungswege baulich sichergestellt werden.
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 598 – 01.06.2016 << >>
Ggf. Sicherung der FW-Zufahrt durch Grunddienstbarkeit zu Gunsten der Landeshauptstadt München
Flächen für die Feuerwehr und Rettungswege auf dem Grundstück sind frei zu halten und entsprechend zu kennzeichnen.
Zu- bzw. Durchgänge müssen mindestens 1,25 m breit sein und dürfen durch Einbauten nicht eingeengt werden; für Türöffnungen und andere geringfügige Einengungen genügt eine lichte Breite von 1 m. Die lichte Höhe der Durchgänge muss mindestens 2 m betragen. �Richtlinien über Flächen für die Feuerwehr�
Zugangskennzeichnung (nur in ausgewählten Sonderbauten)
In allen Treppenräumen ist in jedem Geschoss augenfällig und dauerhaft auf die Treppenraum- und Geschossbezeichnung hinzuweisen.
Zufahrten und Aufstellflächen
Sogenannter Schotterrasen darf nur eingesetzt werden, wenn der Aufbau DIN-gerecht erfolgt (DIN 18915) und für eine Belastung von 16 t zulässiges Gesamtgewicht (Achslast 10 t) ausgelegt wird und zusätzlich Plastikwaben entsprechender Belastung eingebaut werden, die maximal 3 cm überdeckt sein dürfen. �Richtlinien über Flächen für die Feuerwehr�
Feuerwehrzufahrten bzw. Aufstellflächen für Drehleitern auf den Gehwegbereichen können nur dann realisiert werden, wenn ein schriftliches Einverständnis der Stadt München, Baureferat, vorgelegt wird. Diese Bestätigung muss enthalten, dass die betreffenden Flächen für die Belastungen mit Drehleitern geeignet sind und auf Dauer freigehalten werden (z.B.
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 599 – 01.06.2016 << >>
keine Lichtmasten, Sperrpfosten, Ampeln, Anschlusskästen, Telefon- oder Wartehäuschen, Litfaßsäulen). (Art. 15 BayBO bzw. Art. 60 BayBO)
Die Feuerwehrzufahrten sind durch Schilder nach DIN 4066 (weißer Grund, rote Umrandung, schwarze Aufschrift �Feuerwehrzufahrt�) in der Größe von 594 mm � 210 mm augenfällig zu kennzeichnen.
Die Schilder sind neben den Zufahrten an den Grundstücksgrenzen anzubringen. Höhe der Schilder: 2,2 m Unterkante bis 2,5 m Oberkante.
Die notwendige amtliche Kennzeichnung ist bei der Brandschutzdienststelle zu beantragen.
Grenzt der Privatgrund unmittelbar an eine Fahrbahn (Straße, Radweg – nicht Gehweg), so sind die Schilder 30 cm vom Fahrbahnrand entfernt aufzustellen. Bestehen Zweifel hinsichtlich des Anbringungsortes, wird eine Rücksprache mit der Brandschutzdienststelle empfohlen. (§ 12 Abs. 8 StVO)
Außer der amtlichen Kennzeichnung ist auf die Lage der Aufstellflächen bzw. Feuerwehrzufahrten durch Schilder augenfällig und dauerhaft hinzuweisen. Die Schilder müssen die Aufschrift �Feuerwehrzufahrt� (DIN 4066 Teil 2), schematisch den Lageplan (schwarz) und die Aufstellflächen bzw. Feuerwehrzufahrten (rot) zeigen. Sie sind seitenrichtig herzustellen und im Einfahrtsbereich gut sichtbar anzubringen (Schildergröße mind. 50 � 80 cm).
Sperrvorrichtungen in Feuerwehrzufahrten (siehe �Richtlinien über Flächen für die Feuerwehr�) können von der Feuerwehr geöffnet werden, wenn sie eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:
Es werden PZ-Schlösser mit Feuerwehrschließung eingesetzt.
Feuerwehrzufahrten und Aufstellflächen für die Feuerwehr müssen eine auch im Winter deutlich sichtbare Randbegrenzung erhalten (z.B. Pfähle 50 cm weiß gestrichen mit schwarzem oberen Ende, Büsche oder dergleichen) und müssen jederzeit von der Feuerwehr benutzbar sein. (DIN 14090)
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 600 – 01.06.2016 << >>
Um sicherzustellen, dass auf den für die Feuerwehr erforderlichen Zufahrten und Bewegungsflächen keine Kraftfahrzeuge und keine sonstigen Gegenstände abgestellt oder gelagert werden, sind rot umrandete Schilder mit einer Mindestgröße von 50 � 100 cm in ausreichender Anzahl aufzustellen. Die Schilde müssen folgende Aufschrift haben:
Zur Beurteilung benötigt die Brandschutzdienststelle Entfernungen von Löschwasserquellen zu den Treppenräumen und die Leistung/Kapazität der Löschwasserversorgung.
In max. 80 m Entfernung von jedem Gebäudezugang muss ein Hydrant mit einer Wasserlieferung von mindestens 1.000 l/min. vorhanden sein. Soweit hierfür die öffentlichen Hydranten nicht ausreichen, sind auf dem Grundstück private Überflurhydranten nach DIN 3222, Form AFU (D) DN 100, vorzusehen.
Entsprechende Pläne sind den Stadtwerken München GmbH vorzulegen.
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 601 – 01.06.2016 << >>
Auf die nur schwer auffindbaren Überflurhydranten ist mit Groß-Hinweisschildern hinzuweisen (Schild DIN 4066-FS-400 � 500), angebracht in mindestens 2,5 m Höhe.
Äußere Brandwände sind nur an der Grundstücksgrenze erforderlich, oder wenn der Abstand von 2,5 m zwischen Außenwand und Grundstücksgrenze unterschritten wird.
Die Unterteilung der Verkaufsstätten durch Innere Brandwände mit T 90 Türen und Feststellanlagen (alternativ durch Ladenstraßen mit besonderen Anforderungen) ist der Brandabschnittbildung geschuldet.
Anforderung an die Ladenstraßen wenn sie Brandwandersatz sind
Tragwerk aus nichtbrennbaren Baustoffen
Bedachung aus nichtbrennbaren Baustoffen
Wenn in gesprinklerten Verkaufsstätten Ladenstraßen Brandwände kreuzen, können die T 90 Türen in den Brandwänden entfallen, wenn die vorgenannten besonderen Anforderungen an Ladenstraßen auf eine Länge von min. 10 m beidseits der Brandwände umgesetzt werden.
Tragende Teile, tragende Wände. Geschossdecken mit tragender Funktion
in erdgeschossigen Verkaufsstätten mit Sprinklerung ohne Anforderung;
in erdgeschossigen Verkaufsstätten ohne Sprinklerung feuerhemmend;
in sonstigen Verkaufsstätten feuerbeständig;
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 602 – 01.06.2016 << >>
in erdgeschossigen Verkaufsstätten schwerentflammbar oder feuerhemmend;
in sonstigen Verkaufsstätten nichtbrennbar oder feuerbeständig;
in erdgeschossigen Verkaufsstätten aus schwerentflammbaren,
in sonstigen Verkaufsstätten aus nichtbrennbaren Baustoffen.
zu nicht zur Verkaufsstätte gehörenden Räumen feuerbeständig ohne Öffnungen;
ohne Sprinklerung Lagerräume größer 100 m2 oder Werkräume mit erhöhter Brandgefahr von anderen Räumen feuerbeständig trennen (bei Sprinklerung keine Anforderungen);
ohne Sprinklerung Werk- oder Lagerräume max. 500 m2 groß oder feuerbeständig unterteilen;
Erdgeschossigen Verkaufsstätten mit Sprinklerung, aus nichtbrennbaren Baustoffen;
Erdgeschossigen Verkaufsstätten ohne Sprinklerung, feuerhemmend und aus nichtbrennbaren Baustoffen;
Sonstigen Verkaufsstätten, feuerbeständig und aus nichtbrennbaren Baustoffen;
Unterdecken einschließlich Aufhängungen in Verkaufsräumen, Treppenräumen, Treppenraumerweiterungen, notwendigen Fluren und in Ladenstraßen aus nichtbrennbaren Baustoffen (brennbare Baustoffe möglich in Verkaufsräumen bei Sprinklerung einschließlich des Deckenhohlraumes).
Öffnungen in Decken sind unzulässig, außer in gesprinklerten Verkaufsstätten oder In Verkaufsstätten bis zu 3.000 m2 über max. 3 Geschosse;
Deckenverkleidungen einschließlich der Dämmstoffe und Unterkonstruktionen aus nichtbrennbaren Baustoffen;
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 603 – 01.06.2016 << >>
Dachdecken Dächer
in erdgeschossigen Verkaufsstätten mit Sprinklerung ohne Anforderungen;
in erdgeschossigen Verkaufsstätten ohne Sprinklerung feuerhemmend; in sonstigen Verkaufsstätten mit Sprinklerung nichtbrennbare Baustoffe;
in sonstigen Verkaufsstätten ohne Sprinklerung feuerbeständig;
Bedachungen, welche den oberen Abschluss von Räumen der Verkaufsstätten bilden oder nicht feuerbeständig getrennt sind, müssen aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen.
Lichtdurchlässige Bedachungen über Verkaufsräumen und Ladenstraßen ohne Sprinkleranlage aus nichtbrennbaren oder mit Sprinkleranlage aus schwerentflammbaren Baustoffen, welche im Brandfall nicht abtropfen.
Bedachungen von Ladenstraßen, welche Brandwandersatz sind, müssen aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen.
Rettungsweglängen:
25 m aus Verkaufsräumen (in Luftlinie). Bei der Festlegung der Haupt- und Nebengänge ist sicherzustellen dass 35 m Rettungsweglänge in Lauflinie in jedem Fall eingehalten werden.
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 604 – 01.06.2016 << >>
Treppen. Treppenräume. Treppenraumerweiterungen
Treppen feuerbeständig aus nichtbrennbaren Baustoffen (Ausnahmen § 11 VkV)
Treppenbreite 2 m (1.25 m für Verkaufsräume bis 500 m2)
gewendelte Treppen in Verkaufsräumen unzulässig (ausnahmen § 11 Abs. 3 VkV)
Kundentreppen benötigen zwei Handläufe
notwendige Treppen müssen in einem Treppenraum liegen (Ausnahme § 11 Abs. 3 VkV)
Decken von Treppenraumerweiterungen feuerbeständig und aus nichtbrennbaren Baustoffen
Wandverkleidungen von Treppenräumen und Treppenraumerweiterungen aus nichtbrennbaren Baustoffen
Bodenbeläge in aus nichtbrennbaren Baustoffen
Ladenstraßen. Flure. Hauptgänge. Nebengänge. Ausgänge
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 605 – 01.06.2016 << >>
Ausgangsbreiten aus Geschossen oder ins Freie in Abhängigkeit der Fläche (siehe § 14 Abs. 3 VKV)
Wände und Decken notwendiger Flure für Kunden min. feuerbeständig und aus nichtbrennbaren Baustoffen (in gesprinklerten Verkaufsstätten feuerhemmend und im Wesentlichen aus nichtbrennbaren Baustoffen)
Wandverkleidungen von Treppenräumen Fluren und Ladenstraßen aus nichtbrennbaren Baustoffen;
Sofern notwendige Flure (Fluchtgänge) und Treppenraumerweiterungen die zulässige Länge von 35 m überschreiten, kann diese Abweichung unter bestimmten Umständen und nur in Ausnahmefällen vertretbar sein.
Als Kompensation könnte eine Überdruckbelüftungsanlage in Frage kommen. Diese Anlage ist im Einvernehmen einem Sachverständigen für sicherheitstechnische Anlagen nach SV-Bau zu installieren. Auf die Abnahme und regelmäßige Überprüfung nach SPrüfV wird hingewiesen. (§§ 10 und 12 VkV)
Bodenbelege in notwendigen Fluren für Kunden und in Ladenstraßen aus schwerentflammbaren Baustoffen;
Türen von Treppenräumen und notwendigen Fluren für Kunden T 30 RS (bei Sprinklerung dicht und selbstschließend)
Aufschlagrichtung der Türen in Fluchtrichtung ohne Schwellen und von innen mit einem einzigen Griff in voller Breite zu öffnen sein
Türen im Verlauf von Rettungswegen müssen während der Betriebszeit von innen mit einem einzigen Griff leicht in voller Breite zu öffnen sein. (§ 15 Abs. 2 VkV)
Drehtüren und Schiebetüren sind im Verlauf von Rettungswegen unzulässig. Dies gilt nicht für Schiebetüren, die der Richtlinie über automatische Schiebetüren in Rettungswegen – Fassung Dezember 1997 – entsprechen. (§ 15 VkV).
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 606 – 01.06.2016 << >>
Bei anderen Aufenthaltsräumen in Dachgeschossen gilt BayBO.
9. Haustechnische Anlagen (Art. 37 bis 44 BayBO, bzw. Sonderbauvorschriften)
Aussage zum Vorhandensein von haustechnischen Anlagen und zur Einhaltung der zutreffenden Vorschriften
Leitungsanlagen jeglicher Art – Leitungsanlagenrichtlinie 2.000 (ggf. Funktionserhalt für sicherheitstechnische Anlagen) usw.
Installationsschächte und -kanäle und die Abschlüsse ihrer Revisionsöffnungen sind so auszubilden, dass Feuer und Rauch mindestens 30 bzw. 90 Minuten nicht in Treppenräume und andere Geschosse oder Brandabschnitte übertragen werden können (Feuerwiderstandsfähigkeit wie Decken des Gebäudes). Sie müssen aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen. (Art. 38 BayBO)
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 607 – 01.06.2016 << >>
Die Zugangsöffnungen zu den Installationsschächten sind mit selbstschließenden, mindestens feuerhemmenden oder feuerbeständigen Türen aus nichtbrennbaren Baustoffen zu verschließen.
Werden die Installationsschächte im Bereich der Decken geschottet reichen T 30 Türen.
Grundsätzlich ist die Leitungsanlagenrichtlinie einzuhalten.
Die Lüftungsanlagen sind so herzustellen, dass Teuer und Rauch mindestens 90 Minuten nicht in Treppenräume und andere Geschosse oder Brandabschnitte übertragen werden können. (Art. 39 BayBO)
Lüftungszentralen und die Lüftungsleitungsabschnitte dürfen anderweitig nicht genutzt werden. In den Lüftungszentralen ist durch eine dauerhafte und augenfällige Beschilderung darauf hinzuweisen.
Elektrische Leitungen dürfen dort nur verlegt werden, soweit sie für den Betrieb der Lüftungsanlagen erforderlich sind.
Bei Lüftungsanlagen mit Umluft betrieb muss eine Rauchübertragung durch Absperrvorrichtungen mit Rauchauslöseeinrichtungen verhindert werden.
Im Übrigen sind die besonderen Auflagen der Lokalbaukommission �Ausführung von Rauch- und Dunstabzügen für Grillanlagen, Bratereien, Großküchenherde und sonstige Anlagen, bei deren Betrieb fetthaltige Dünste zu erwarten sind� sinngemäß zu beachten.
In Gebäuden bis zu 5 Vollgeschossen dürfen Aufzüge ohne eigene Schächte bzw. mit Schächten ohne Feuerwiderstand innerhalb der Umfassungswände der Treppenräume liegen. Die Fahrschachtwände (einschließlich Verkleidungen) sind nichtbrennbar auszuführen. (Art. 37 Abs. 3 BayBO)
Anderenfalls richtet sich die Feuerwiderstandsfähigkeit der Aufzugsschächte nach den Decken des Gebäudes.
Fahrschacht-Türöffnungen und sonstige Öffnungen in den feuerhemmenden oder feuerbeständig auszuführenden Fahrschachtwänden sind entweder mit genormten (DIN 18090, 18091, 18092) oder dementsprechend bauaufsichtlich zugelassenen Verschlüssen zu versehen, so das
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 608 – 01.06.2016 << >>
Feuer und Rauch nicht in andere Geschosse übertragen werden können. (Art. 37 Abs. 3 BayBO)
Die Steuerungs- und Sicherheitseinrichtungen der Aufzüge – außerhalb und in den Fahrkörben – sind so auszuführen, dass sie bei Rauch- oder Wärmeeinwirkung nicht ansprechen. (Art. 39 BayBO)
Der Tankraum bei Öllagerung muss gelüftet und von der Feuerwehr vom Freien aus beschäumt werden können. Einvernehmen hierüber mit der Branddirektion ist herzustellen. (§ 12 FeuV)
§ 3 GaV – Rampen (wenn Rettungswege über die Rampen geführt werden Schlupftür und ggf. Fußweg vorsehen)
§ 11 GaV – Verbindungen zu Treppenräumen. Türen zu Schleusen
Für Verkaufsstätten sind geeignete Blitzschutzmaßnahmen zu treffen.
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 609 – 01.06.2016 << >>
Eine Bescheinigung eines Sachkundigen ist vorzulegen, aus der hervorgeht, dass die Anlage keine Mängel aufweist.
Die Anlage ist mindestens aller 5 Jahre überprüfen zu lassen. (Art. 2 BayBO)
Verkaufsstätten müssen Sprinkleranlagen haben, ausgenommen sind erdgeschossige Verkaufsstätten bis 3.000 m2 oder Verkaufsstätten bis zu 3 Geschossen und einer Gesamtfläche von bis zu 3.000 m2.
Verkaufsräume mit einer Fläche von mehr als 500 m2 und Fußboden mehr als 3 m unter Gelände benötigen ebenfalls eine Sprinkleranlage.
Mit der Anzeige über die abschließende Fertigstellung ist der Bauaufsicht das Gutachten eines verantwortlichen Sachverständigen vorzulegen, in dem die Ausführung der Anlage nach den anerkannten Regeln der Technik bestätigt wird. Die wiederkehrenden Überprüfungen sind wie vorgeschrieben durchzuführen. (§ 20 VkV)
Im Einvernehmen mit der Brandschutzdienststelle ist das Auslösen der Löschanlage über eine geeigneten Brandmeldeanlage auf die Leitstelle der Feuerwehr aufzuschalten. Die VDE 0800, VDE 0833, DIN 14661, DIN 14675 und EN 54 sowie die �Technischen Anschlussbedingungen für die Einrichtung von Brandmeldeanlagen� (erhältlich beim o.g. Sachgebiet) sind einzuhalten.
Folgende Bescheinigungen sind der Bauaufsicht bei der Anzeige über die abschließende Fertigstellung vorzulegen:
Abnahmeprotokoll der Brandschutzdienststelle über die mängelfreie Anschaltung der Anlage.
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 610 – 01.06.2016 << >>
Auf die Lage der Sprinklerzentrale ist bei der Brandmeldezentrale bzw. Erstinformation augenfällig hinzuweisen.
Der Raum für die Sprinklerzentrale muss einen gesicherten Zugang erhalten. Die Lage des Raumes ist im Einvernehmen mit der Brandschutzdienststelle zu bestimmen.
Grundsätzlich ist das Vorsehen von Feuerlöschern und Wandhydranten in Verkaufsräumen zwingend.
In den Verkaufs- und Ausstellungsräumen sind unmittelbar neben allen notwendigen Ausgängen verkaufsraumseitig Wandhydranten nach DIN 14461 Teil 1 Ausführung 2 mit DW-Strahlrohr und 30 m formbeständigem Schlauch vorzusehen.
In dem Verkaufs- und Ausstellungsräumen ist unmittelbar bei jedem Wandhydranten ein Wasserlöscher nach DIN 14406 oder EN 3 vorzusehen.
Es wird empfohlen, die dafür kombinierten Wandhydrantenschränke zu verwenden, die auch die Unterbringung des Druckknopfnebenmelders und Feuerlöschers ermöglicht.
Für Küchen in denen frittiert oder größere Mengen Fett erhitzt werden sind Feuerlöscher bereitzuhalten, die geeignet sind, Brände von Speiseöl und Speisefett zu löschen.
Für Labore sind im Einvernehmen mit der Brandschutzdienststelle Löschbrausen, zusätzliche Feuerlöscher nach DIN EN 3 und Löschdecken nach DIN 14155 nach den betrieblichen Erfordernissen vorzusehen.
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 611 – 01.06.2016 << >>
In Einrichtungen mit Besucherverkehr, Ansammlung von Menschen oder Einrichtungen von Schutzbedürftigen (Versammlungsstätten, Kindergärten, Altenheime, Krankenhäuser, Verkaufsstätten) sollte auf Pulverlöscher verzichtet werden, da die Pulverwolke beim Löscheinsatz in geschlossenen Räumen die Sicht verschlechtert, das Atmen fast unmöglich macht und dadurch Panikreaktionen auslösen kann.
Tragbare Feuerlöscher sind vor der ersten Inbetriebnahme und wiederkehrend aller zwei fahre durch einen Sachkundigen zu überprüfen.
Der Betreiber hat die vorgenannten Prüfungen zu veranlassen. Bei der Prüfung festgestellte Mängel sind unverzüglich zu beseitigen oder beseitigen zu lassen. Die Wirksamkeit der Lösche ist vom Prüfer zu bestätigen. Die Löscher sind vom Prüfer zu verplomben. Die Bescheinigung über die Prüfungen oder Instandhaltungsarbeiten ist min. 5 Jahre aufzubewahren.
Vorsehen von und Alarmierungseinrichtungen
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 612 – 01.06.2016 << >>
Im Einvernehmen mit der Brandschutzdienststelle sind bestimmte Sonderbauten mit einer Brandmeldeanlage auszustatten, die den derzeit gültigen VDE- bzw. DIN-Vorschriften sowie den Angaben der �Technischen Anschaltbedingungen für die Einrichtung von Brandmeldeanlagen� entspricht.
Die aktuelle Fassung der �Anschaltbedingungen für die Errichtung und den Betrieb von Brandmeldeanlagen� ist im Internet unter www.feuerwehr.musterstadt.de erhältlich.
Prüfbescheid eines verantwortlichen Sachverständigen im Bauwesen (SVBau) über die ordnungsgemäße Ausführung der Anlage gemäß den genannten Bestimmungen bzw. Richtlinien und der �Sicherheitsanlagen-Prüfverordnung� (SPrüfV).
Rauchabführung Verkaufsräume
Verkaufsräume ohne Fenster sowie Ladenstraßen müssen Rauchabzugsanlagen haben. Gesprinklerte Verkaufsstätten min. Lüftungsanlagen, die im Brandfall nur entlüften (Kaltentrauchung).
Die Lüftungsanlagen, welche für die Kaltentrauchung genutzt werden, sind so auszubilden, dass bei einer Brandmeldung selbsttätig die gesamte Anlage auf Abluftbetrieb umschaltet. Die Umschaltung muss auch von der Alarmzentrale von Hand aus möglich sein.
Alle Kanäle, die im Brandfall für die Abluft verwendet werden, dürfen keine Brandschutzklappen erhalten. Führen diese Kanäle durch andere Brandabschnitte, so sind sie in diesen Bereichen in der Feuerwiderstandsklasse L 90 auszuführen. (§ 6 und § 16 VkV)
Momentan werden die Anforderungen an die Rauchableitung für alle Sonderbauten pauschalisiert, da die diesbezüglichen Schutzziele von der
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 613 – 01.06.2016 << >>
ARGEBAU konkretisiert wurden. Die Anforderungen für Verkaufsstätten entsprechen denen von Industriebauten und Versammlungsstätten.
Innenliegende Treppenräume müssen Rauchabzugsanlagen haben. Andere Treppenräume, welche über mehr als 2 Geschosse führen, eine Rauchabzugsvorrichtung an oberster Stelle. Die Rauchabzugsvorrichtungen müssen von jedem Geschoss zu öffnen sein.
Die Zeitdauer zum Öffnen darf nicht länger als 30 bis 60 Sekunden betragen.
Beleuchtete Sicherheitskennzeichnung an Kreuzungen der Ladenstraßen, der Hauptgänge und an Türen im Zuge von Rettungswegen
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 614 – 01.06.2016 << >>
Die Lage, Größe und Art der Ausgangshinweise sind für die gesamte Verkaufsfläche im Einvernehmen mit der Brandschutzdienststelle festzulegen. Es sind Bildsymbole nach ASR A 1.3 zu verwenden. Die grüne Fläche des Bildsymbols muss eine Größe von mindestens 25 � 50 cm haben. Auf die erforderliche Beleuchtung (auch Sicherheitsbeleuchtung) wird hingewiesen.
Die Kennzeichnung der Hauptgänge und Ausgänge muss in der gesamten Verkaufsstätte, auch im bestehenden Kundenbereich, einheitlich ausgeführt werden. (§ 10 VkV)
Sicherheitsbeleuchtung ist für folgende Räume erforderlich
Bei der Anzeige über die abschließende Fertigstellung ist der Bauaufsicht eine Bescheinigung eines verantwortlichen Sachverständigen vorzulegen, aus der hervorgeht, dass die Anlage keine Mängel aufweist und VDE 0108 entspricht. Auf die turnusmäßigen Prüfungen nach SPrüfV wird aufmerksam gemacht.
Sicherheitsstromversorgungsanlagen versorgen folgende Anlagen
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 615 – 01.06.2016 << >>
Für den Brandschutz verantwortliche Brandschutzbeauftragte haben ständig darüber zu wachen, dass neben den Betriebsvorschriften der Verkaufsstättenverordnung auch die Anforderungen aus dem BS-Nachweis und die Brandschutzordnung beachtet werden.
Für Angehörige der Selbsthilfe sind Feuerwehrhelme mit Nackenleder nach DIN 14940 bereitzuhalten.
Im Brandfall ist die unverzügliche Alarmierung der Selbsthilfe zum Brandort zu gewährleisten. Um dies zu erreichen, muss eine während der Betriebszeit ständig besetzte Alarmzentrale vorhanden sein, in der Brandmeldungen unmittelbar oder über Paralleltableau einlaufen. Die Meldung �Brand� oder �Störung� muss auch akustisch wahrnehmbar sein. (§ 20 VkV)
Für das Objekt ist im Einvernehmen mit der Brandschutzdienststelle eine Brandschutzordnung nach DIN 14096 aufzustellen (Art. 60 BayBO).
Bei der Anzeige über die abschließende Fertigstellung ist der Bauaufsicht eine Bestätigung der Brandschutzdienststelle hierüber vorzulegen.
Anfertigen von Fluchtwegplänen und Aufhängen im EG
Rettungswege sind in der erforderlichen Breite freizuhalten. Verkaufsstände an Hauptgängen müssen unverrückbar sein.
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 616 – 01.06.2016 << >>
Für ausgedehnte Gebäudekomplexe oder Industriegebäude sind im Einvernehmen mit der Brandschutzdienststelle Einrichtungen vorzusehen, die im gesamten Objekt und im Umkreis bis etwa 50 m um das Objekt herum wechselseitige und sichere Funkverbindung der Feuerwehreinsatzkräfte untereinander ermöglicht.
Im Übrigen sind die einschlägigen DIN und VDE-Vorschriften, die �Technische Richtlinie BOS� (TR BOS) sowie die �Technischen Anforderungen für die BOS-Funkversorgung in baulichen Anlagen� der Branddirektion München zu beachten.
Das Abnahmeprotokoll über die mängelfreie Anlage ist der Bauaufsicht bei der Anzeige über die abschließende Fertigstellung vorzulegen.
Für ausgewählte Sonderbauten oder unübersichtliche Gebäudekomplexe sind Feuerwehrpläne zu erstellen. Sie müssen DIN 14095 entsprechen.
Aufzählen der Kompensationsmaßnahme, um die Schutzziele zu erreichen
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 617 – 01.06.2016 << >>
19. Zusätzliche Bauvorlagen:
Der Brandschutzdienststelle sind vor der Eröffnung der Verkaufsstätte mindestens in zweifacher Fertigung Grundrisspläne aller Geschosse (Maßstab 1:100 und Lageplan 1:1.000) vorzulegen. In den Plänen sind die Rettungswege, die für die Brandbekämpfung freizuhaltenden Flächen, die Brandmelde- und Feuerlöscheinrichtungen, die Löschwasserversorgung und die Bedienungseinrichtungen der technischen Anlagen einzutragen (§ 27 VkV).
Baustellenbereiche sind von in Betrieb befindlichen Verkaufsräumen durch F 90 Wände und Decken bzw. Deckenabschlüsse zu trennen. Notwendige Füren müssen der Feuerwiderstandsklasse F 30 entsprechen (§ 5 VkV).
Während der Umbauarbeiten müssen für die in dieser Zeit weiter als Verkaufsstätte genutzten Flächen alle Sicherheitseinrichtungen voll in Betrieb bleiben. Müssen Sicherheitseinrichtungen in einzelnen noch genutzten Verkaufsbereichen zeitweise außer Betrieb genommen werden, so darf das ausnahmslos nur außerhalb der Geschäftszeit erfolgen. Für den Bereich müssen die nach der Verkaufsstättenverordnung notwendigen Rettungswege erhalten bleiben. Sie dürfen nicht durch Baustellenbereiche führen auch nicht außerhalb des Gebäudes (§ 26 VkV).
Anlage 8 Inhalt eines BS-Nachweises für eine Verkaufsstätte – Seite 618 – 01.06.2016 <<
Der BS-Nachweis (BS-Konzept) muss verständlich sein, so dass die Betreiber der Verkaufsstätte bzw. der Brandschutzbeauftragte auf dessen Grundlage ihrer Verpflichtung nachkommen können.