Source: http://www.gesellschaftsrechtskanzlei.com/bgh-urteil-vom-25-juli-2005-ii-zr-39003/
Timestamp: 2018-01-23 02:20:45
Document Index: 167899396

Matched Legal Cases: ['§ 823', '§ 13', '§ 93', '§ 823', 'BGH', '§ 93', 'BGH', '§ 64', '§ 826', '§ 826']

BGB §§ 823, 826, 830; GmbHG §§ 13, 64, 84; InsO § 93
a) Eine über den Ersatz des sog. „Quotenschadens“ hinausgehende Insolvenzverschleppungshaftung des Geschäftsführers einer GmbH aus §§ 823 Abs. 2 BGB, 64 Abs. 1 GmbHG erstreckt sich nur auf den Vertrauensschaden, der einem Neugläubiger dadurch entsteht, dass er der aktuell insolvenzreifen GmbH Kredit gewährt oder eine sonstige Vorleistung an sie erbringt (vgl. Senat, 6. Juni 1994, II ZR 292/91, BGHZ 126, 181).
d) Eine etwaige haftung des Gesellschafters einer GmbH wegen existenzvernichtenden Eingriffs in das Gesellschaftsvermögen kann während eines laufenden Insolvenzverfahrens nur von dem Insolvenzverwalter, nicht aber von einzelnen Gläubigern der GmbH geltend gemacht werden. Das gilt auch für Altfälle vor Inkrafttreten des § 93 InsO (Ergänzung zu Senat, 24. Juni 2002, II ZR 300/00, BGHZ 151, 181).
Schlagworte: Bereicherung auf Kosten der Gläubiger, Darlegungs- und Beweislast, Durchgriffshaftung, existenzvernichtende Eingriffe, Existenzvernichtungshaftung, Geschäftsführer, Gesellschafter, GmbHG § 64 Satz 1, Haftung nach § 826 BGB, Haftung wegen sittenwidriger Schädigung gemäß § 826 BGB, Haftungsdurchgriff auf die Gesellschafter, Insolvenz, Insolvenzreife, Insolvenzverfahrensverschleppung, Insolvenzverwalter, vorsätzliche Insolvenzverschleppung, Zahlungen nach Insolvenzreife, Zahlungsunfähigkeit