Source: http://www.kapo.zh.ch/internet/sicherheitsdirektion/kapo/de/faq/waffen/laserpointer.html
Timestamp: 2018-08-14 23:34:24
Document Index: 28078076

Matched Legal Cases: ['§ 38', '§ 40', 'Art. 126', 'Art. 237', 'Art. 238', 'Art. 285', 'Art. 122', '§ 54', '§ 54']

Laserpointer (Ausgewählt)
Gelten Laserpointer als gefährlich?
Ja. Die Gefährlichkeit von Laserpointern ist gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) ab der Klasse 3R gegeben. Da die Stärke ohne technische Überprüfung nicht feststellbar und somit jedes missbräuchlich getragene Lasergerät geeignet ist, Menschen zu verletzen, sicherlich aber zu bedrohen, gelten diese bis zum Nachweis der Ungefährlichkeit als gefährlich.
Ja. Werden bei Kontrollen im öffentlichen Raum handgeführte Laserpointer festgestellt ohne dass ein legaler Verwendungszweck glaubhaft gemacht werden kann, werden die Geräte - gestützt auf das Polizeigesetz § 38 lit. a und § 40 Abs. 3 PolG - sichergestellt. Laserpointer können definitiv eingezogen werden, wenn die Gefahr einer missbräuchlichen Verwendung besteht oder diese eine Leistung von mehr als 1 mW abgeben (ab Klasse 3R).
Ein Laserpointer wird auf schriftliches Gesuch zurückgegeben, wenn nach der technischen Prüfung feststeht, dass es sich um einen Laser der Klasse 1 oder 2 bzw. <1 mW Leistung handelt und keine Gefahr einer missbräuchlichen Verwendung besteht.
Tätlichkeit (Art. 126 StGB)
Störung des öffentlichen Verkehrs (Art. 237 StGB)
Störung des Eisenbahnverkehrs (Art. 238 StGB)
Gewalt und Drohung gegen Beamte (Art. 285 StGB).
Schwere Körperverletzung (Art. 122 StGB) kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen bestraft werden.
Entscheidet ein Gericht, dass der Einsatz und die Folgen einer Laserblendung „grobfahrlässig“ oder „vorsätzlich“ durchgeführt wurden, kann der Verursacher, trotz Privathaftpflichtversicherung, zur Kasse gebeten werden. Bei Grobfahrlässigkeit und Vorsatz kann die Versicherung Regress auf den Versicherten nehmen, was sehr teuer werden kann.
Welche Rechte hat eine Lehrerin oder ein Lehrer, wenn Schulkinder Laserpointer mitführen?
Die Volksschulverordnung (VSV) des Kantons Zürich vom 28. Juni 2006 besagt in § 54 Abs 4: Schulleitung und Lehrpersonen können Schülerinnen und Schülern untersagen, andere gefährliche Gegenstände (damit sind auch Laserpointer gemeint) in die Schulanlagen und an schulische Anlässe mitzubringen. Gefährliche Gegenstände sind solche, die geeignet sind, Personen zu gefährden oder einzuschüchtern.
§ 54 Abs 5: Schulleitung und Lehrpersonen ziehen Gegenstände nach Abs. 2 und 4 ein. Sie informieren wenn nötig die Eltern.
Wie sollen Lehrkräfte reagieren, wenn Schüler Laserpointer auf sich haben?
Laserpointer wegnehmen, prüfen, ob damit missbräuchlich Personen gefährdet oder eingeschüchtert wurden. Nach Ermessen die Eltern informieren und/oder für die technische Geräteprüfung die Polizei beiziehen.
Wie sollen Lehrkräfte reagieren, wenn Schüler mit Laserpointern blenden?
Laserpointer wegnehmen und Polizei beiziehen.
Sollen Lehrpersonen die entsprechenden Schüler/Schulklasse über den Gebrauch von Laserpointern aufklären?
Über den „Gebrauch von Laserpointern“ soll dann aufgeklärt werden, wenn „Laserpointer“ in der Klasse zum Thema werden. Die Polizei (Jugenddienstmitarbeitende und Verkehrsinstruktoren) unterstützen diese Aufklärungsarbeit auf Anfrage gerne.
Der Rechtsdienst des Volksschulamts und Ihre Polizei (Kantonspolizei Zürich / Stadtpolizei Zürich / Stadtpolizei Winterthur / übrige Kommunalpolizeien).
Bei einer Irritation eines Auges sofort einen Arzt aufsuchen.