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Timestamp: 2017-04-24 22:59:37
Document Index: 318562116

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 13', '§ 224', '§ 18', '§ 16', '§ 17', '§ 21', '§ 25']

Studium: Fallbeispiel
Thema: Studium: Fallbeispiel
ich möchte vornweg nehmen, dass ich kein Jura studiere, sondern Lehramt. Ich habe ein Fallbeispiel entwickelt und brauch dazu rechtliche Grundlagen. Hab dazu selber schon was rausgefunden, aber ich bin mir nicht sicher, ob es das richtige ist und obs volsltändig ist.
"Es war nur ein Streit auf dem Pausenhof, harmlos, Schulalltag. Das Mädchen hatte wohl ein bisschen aufgeschnitten, Sachen erzählt, die vielleicht nicht stimmten. Wie das Zwölfjährige eben tun. Doch Strafe sollte sein, beschloss die Clique der Hauptschule in dem kleinen Ort bei Lindau. An einem Nachmittag Ende März lockten die Schülerinnen das Mädchen in den Wald und quälten es: mit Prügeln, mit Fußtritten, mit brennenden Zigaretten - bis es schwer verletzt zusammenbrach. Ein Kind, gefoltert von Kindern. Der Fall sorgte für Schlagzeilen in der friedlichen Bodensee-Region. Eine so brutale Strafaktion, von Mädchen rücksichtslos durchgezogen, hatte es dort noch nie gegeben..." (Spiegel)
habe den Fall so ergänzt, dass 2 Jugendliche im Alter von 15 Jahren dabei sind.
Das was ich bisher habe:
JGG § 5 Die Folgen der Jugendstraftat
JGG § 13 Arten und Anwendung ich brauche also Pharagraphen, nahc denen ein Urteil gesprochen wird und einen ähnlichen Fall der schon einmal rechtlich durchgeführt wurde. Ich hoffe ihr könnt mir dabei helfen Zitieren
Beiträge 238	Na, da hätten wir zunächst mal den §, gegen den konkret verstoßen wurde: Gefährliche Körperverletzung, § 224 StGB. Freilich gelten die genannten Strafrahmen im Jugendstrafrecht nicht (§ 18(1) JGG). Als Strafe käme für die schon vom JGG erfaßten Täterinnen entweder Jugendarrest (§ 16 JGG) oder Jugendstrafe zur Anwendung. Für eine Jugendstrafe müßte das Gericht die "Schwere der Schuld" (§ 17(2) JGG) bejahen. Käme es zu einer Jugendstrafe, könnte die nach § 21 JGG zur Bewährung aussetzen - bei Erstverurteilten ist das üblich.we
In einem Urteil würde wegen der gemeinschaftlichen Tatbegehung noch der § 25 StGB auftauchen.
09.10.2011, 18:51
super vielen Dank, dass hat mir sehr weitergeholen. Jetzt noch mal kurz ne Verständnisfrage:
Die Kinder (12 Jahre) werden aber schon freigesprochen ohne das sie eine Strafe bekommen? Nur die Jugendlichen (15 Jahre) werden verurteilt?
09.10.2011, 19:55
Beiträge 102	Freigesprochen nicht. Kein Gericht wird eine Hauptverhandlung gegen Schuldunfähige eröffnen.
Das Verfahren würde schon vorher eingestellt werden.
Beiträge 12.213	Gegen die Kinder wird nicht einmal ein Verfahren eröffnet.
Gewiss, dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht.Aus der Präambel der Schweizer Bundesverfassung
Beiträge 1.106	... womit wir wieder bei der Frage Strafmündigkeit aus dem alten Forum wären.
Sie bleiben, wie ich, "man könnte, aber muß nicht", bei Ihrer Einstellung?
Ein Kind, gefoltert von Kindern.
Kann und darf nicht mit einem Achselzucken "ist nun mal so" strafrechtlich ohne Würdigung bleiben.
(Nein, ich habe Ihre Ausführungen zu anderen Sanktionen nicht vergessen)
Beiträge 8	Leider. Unser Gesetzgeber hat noch nicht erkannt dass die Kinder immer früher einsichtsfähig werden. Strenggenommen kommste nicht mal an Geld für die Arztbehandlung etc. Weil das kind, bis es 18 ist, nichts hat. Das geschädigte Kind kann, vertreten durch seine Eltern, das andere Verklagen und die Vollstreckung bis zum 18ten des anderen Aussetzen. Imo ein schlechtes Beispiel, außer die Klasse wo es vorgetragen wird ist schon komplett über 14.
13.10.2011, 13:52
Beiträge 102	Zitat von Qalen
Leider. Unser Gesetzgeber hat noch nicht erkannt dass die Kinder immer früher einsichtsfähig werden. Strenggenommen kommste nicht mal an Geld für die Arztbehandlung etc. Weil das kind, bis es 18 ist, nichts hat.
Danach hat man aber noch genügend Zeit das Geld einzutreiben.
Ort Jurathek seit 24.07.2007
eigentlich müsste doch die Haftpflichtversicherung der Eltern der UntäterInnen für die Arztkosten greifen. Zudem, wenn die "Kinder"auch nicht vorbestraft sind, keine Verhandlung durchleben müssen, sind sie schon für ihr Leben gezeichnet. Weil sie namentlich mit ihren Untaten in den Akten stehen, Schule, Polizei, Versicherung, Krankenversicherung des Opfers. Täterprofil ist dann schon fertig für die nächste Zukunft. LG, Yanell
Beiträge 1.106	eigentlich müsste doch die Haftpflichtversicherung der Eltern....
Auch wenn man hier wohl Vorsatz unterstellen dürfte?