Source: http://www.tidecat.de/de/infos/agb.html
Timestamp: 2017-09-26 21:31:58
Document Index: 184347083

Matched Legal Cases: ['§2', '§2', '§5', '§6', '§7', '§7']

AGB ° Mitsegeln, Segeltörns, Segelreisen, Segelurlaub
1. Die Firma TideCat GmbH wird im weiteren Teil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen Veranstalter genannt.
2. Die Person, die sich zum Segeltörn anmeldet und dann an diesem teilnimmt, wird im weiteren Teil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen Mitsegler genannt.
3. Die Person, welche die Leitung der Segelyacht inne hat, wird im weiteren Teil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen Skipper genannt.
§2 Buchung und Vertragsabschluss
1. Vor der Buchung des Segeltörns ist der Mitsegler verpflichtet, sich mit den Vorschriften zur Einhaltung der der Pass-, Visa-, Devisen-, Zoll- und Gesundheitsvorschriften vertraut zu machen
2. Der Mitsegler meldet sich verbindlich zum Segeltörn durch das korrekte Ausfüllen und Abschicken des Buchungsformulars von der Internetseite des Veranstalters an.
3. Mit dem Abschicken des Buchungsformulars erklärt sich der Mitsegler mit allen Vertragsbedingungen sowie den allgemeinen Geschäftsbedingungen einverstanden.
4. Die Anmeldung eines minderjährigen Mitseglers kann nur durch eine selbst auf dem selben Segeltörn angemeldeten volljährigen Person durchgeführt werden. Die volljährige Person ist die für diesen für die Dauer des gesamten Segeltörns verantwortlich.
5. Zum Zweck der Übermittlung wesentlicher Informationen oder Erklärungen im Zusammenhang mit dem Segeltörn wird sich der Veranstalter mit dem Mitsegler mittels elektronischer Post und in manchen Fällen auch telefonisch in Verbindung setzen.
6. Nach dem Absenden des Anmeldeformulars erhält der Mitsegler vom Veranstalter eine Bestätigung oder Absage der Anmeldungsannahme mittels elektronischer Post innerhalb von 5 Tagen vom Datum der Absendung des Anmeldeformulars.
7. Der Veranstalter behält sich das Recht zur Absage der Anmeldung ohne Nennung von Gründen vor.
8. Der Mitsegler erklärt mit dem Versandt seiner Buchung zum Segeltörn zugleich dass sein physischer und psychischer Gesundheitszustand ihm die Teilnahme an einem Segeltörn erlaubt. Im Fall der Feststellung durch den Veranstalter, dass der Mitsegler die in diesem Absatz genannten Bedingungen nicht erfüllt, hat der Veranstalter das Recht zur Kündigung des Vertrages jederzeit mit sofortiger Wirkung ohne Einhaltung der Form, gem. §2 Abs. 6. wird von dem Recht Gebrauch gemacht, wird es nicht als Kündigung aus Gründen, für die der Veranstalter verantwortlich ist, angesehen.
1. Mit Zustandekommen des Kojenchartervertrags ist eine Anzahlung von 30 Prozent des Charterpreises auf das Konto der TideCat GmbH zu leisten. Der Restbetrag ist 4 Wochen (28 Tage) vor Törnbeginn fällig. Die Anzahlung wird durch einen Reisepreissicherungsschein abgesichert. Im Falle einer Insolvenz von TideCat wird die Anzahlung zurückerstattet.
2. Der Veranstalter behält sich das Recht vor, den Preis des Segeltörns um bis zu 10% zu erhöhen, vor allen Dingen aufgrund der Erhöhung der Chartergebühr für die Yacht, Währungswechselkurse, sowie Steuern, bis zum Zeitpunkt von einem Monat vor Beginn des Segeltörns. Über diese Tatsache wird der Mitsegler mittels elektronischer Post gegen Rückbestätigung informiert.
3. Dem Mitsegler steht der Anspruch auf Rückzahlung des Reisepreises zu, wenn der Rücktritt aus Gründen erfolgt, die im Verantwortungsbereich des Veranstalters liegen. Dazu gehören ausschließlich:
a) Veränderung wesentlicher Bestandteile des Vertrages, vor allem die Anhebung des Reisepreises um mehr als 10%. Der Rücktritt aus diesem Grund kann im Laufe von 3 Tagen ab dem Erhalt der Benachrichtigung durch den Veranstalter mittels elektronischer Post gegen Rückbestätigung erfolgen. Das Fehlen einer Antwort innerhalb dieser Frist wird als Akzeptanz der veränderten Bedingungen der Teilnahme an dem Segeltörn betrachtet.
b) Absage des Segeltörns
4. Ein Austausch der Yacht gegen eine andere mit ähnlichem Standard bedeutet keine wesentliche Veränderung der Vertragsbedingungen.
1. Der Mitsegler kann jederzeit von der Teilnahme an dem Segeltörn zurücktreten.
2. Im Fall des Rücktritts eines Mitseglers von der Teilnahme an dem Segeltörn, die nicht im Verantwortungsbereich des Veranstalters liegen (wie Ablehnung der Passausgabe, Fehlen eines Visums, Fehlen von Dokumenten, die zum Grenzübertritt berechtigen) kann der Veranstalter Abzüge von den durch den Mitsegler getätigten Einzahlungen vornehmen. Die maximale Höhe der Abzüge wird von der Zeit zwischen dem Rücktrittstag und dem Tag des Beginns des Segeltörns abhängen und entsprechend betragen: - früher als 2 Monate: € 29 - 2 Monate bis 6 Wochen: 40% des Preises - 6 bis 4 Wochen: 60% des Preises - unterhalb von 4 Wochen: 100% des Preises
3. Der Mitsegler hat die Möglichkeit seinen Kojenchartervertrag an einen Dritten abzutreten, jedoch ist der Veranstalter nicht verpflichtet diese Abtretung zu akzeptieren sollte der Dritte die Teilnahmebedingungen nicht erfüllen. Für die Bearbeitung wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von € 29 erhoben
§5 Umbuchungen des Törns
1. Wünscht der Mitsegler, nach Vertragsabschluss Änderungen hinsichtlich des Segelreviers oder des Törntermins vorzunehmen, wird dem Wunsch nach bester Möglichkeit nachgegangen, es besteht darauf aber kein Rechtsanspruch.
2. Eine Umbuchung ist nur spätestens 6 Wochen vor Beginn des ursprünglich gebuchten Segeltörns möglich. Die Bearbeitungsgebühr beträgt hierfür € 29.
3. Im Fall der Umbuchung des Termins des Segeltörns nach 6 Wochen vor Beginn des ursprünglich gewählten Termins, kann der Veranstalter vom Mitsegler eine Gebühr erheben, deren maximale Höhe den Sätzen beim Rücktritt von der Teilnahme entsprechen wird.
§6 Absage des Segeltörns
1. Bei Komplikationen im Zusammenhang mit der Organisation des Segeltörns, behält sich der Veranstalter das Recht zur Absage des Segeltörns bis zu 2 Monaten vor deren Beginn, vor.
2. Wurde bereits im Angebot des Segeltörns eine Mindestanzahl an Mitseglern genannt, behält sich der Veranstalter das Recht vor den Segeltörn bis zu dem im Angebot genannten Termin aufgrund des nicht Erreichens der Mindestanzahl abzusagen
3. Der Veranstalter behält sich jederzeit das Recht zur Absage des Segeltörns aus von ihm unabhängigen Gründen vor (Höhere Gewalt u.ä.)
4. Über die Tatsache der Absage des Segeltörns wird der Mitsegler mittels elektronischer Post gegen Rückbestätigung und im Fall der fehlenden Rückbestätigung, telefonisch informiert. Im Fall, dass man zum Mitsegler in keiner der oben angegebenen Weise während 3 Tagen Kontakt aufnehmen kann, wird der Veranstalter gezwungen, den Mitsegler als über die Absage informiert zu betrachten.
5. Nach der Absage erhält der Mitsegler die auf das Konto des Veranstalters eingezahlte Summe für die Teilnahme ohne jegliche Abzüge innerhalb von 21 Tagen nach der Absage des Segeltörns zurück. Aufgrund der Absage des Segeltörns steht dem Mitsegler kein Schadensersatz zu.
§7 Änderungen des Segeltörns
1. Der Veranstalter bzw. der Skipper sind berechtigt, Törnänderung in Abweichung einzelner Leistungen von diesem Vertrag, insbesondere bezüglich Abfahrts- und Ankunftshafen durchzuführen, wenn dies nach Vertragsschluss notwendig geworden ist und auf die im Rahmen der Seefahrt auf Yachten üblichen Gründe zurückzuführen ist und diese Änderungen vom Veranstalter bzw. vom Skipper nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt werden. Die geänderte Leistung ersetzt die ursprünglich vertraglich vorgesehene Leistung.
2. Der Veranstalter behält sich die Änderung des Typs der Segelyacht vor.
§7 Pflichten des Mitseglers
1. Der Mitsegler ist verpflichtet, während des Segeltörns alle notwendigen Dokumente zu einem möglichen Grenzübertritt der beim gebuchten Segeltörn vorgesehener Staaten mitzuführen.
2. Den Anweisungen des Skippers hinsichtlich der Sicherheit der Seefahrt, Grundsätzen der Seepraxis und der Einhaltung geltender Regeln ist während des Segeltörns Folge zu leisten.
3. Der Mitsegler wird darauf hingewiesen, dass die Buchung und Durchführung eines Segeltörns nicht vergleichbar ist mit der Buchung und Durchführung einer "normalen" Pauschalreise, da insbesondere Naturgegebenheiten nicht absehbare Auswirkungen (z.B. Verlauf des Törns, Einsatz des Motors, Gefahrensituationen auf See, etc.) auf den Segeltörn haben können. Mitsegler mit Kindern werden ausdrücklich auf die Aufsichtspflicht gegenüber ihren Kindern und die daraus resultierende Haftung hingewiesen.
4. Der Mitsegler hilft aktiv bei der Durchführung des Segeltörns (Wache, Hilfe beim Ein- und Ausfahren aus dem Hafen, Beseitigung kleiner Havarien, Zubereitung von Mahlzeiten) mit.
5. Im Fall von gravierender und hartnäckiger Verletzung der Ordnung während des Segeltörns durch einen Mitsegler, die Interessen anderer Mitsegler oder die Sicherheitsgrundsätze bedroht, kann der Skipper ohne jegliche Konsequenzen, einschließlich finanzieller, dem Mitsegler die Weiterreise verbieten. Sämtliche Kosten des weiteren Aufenthaltes im Ausland und die Rückkehr nach Hause trägt in einem solchen Fall alleine der Mitsegler.
6. Der Mitsegler ist verpflichtet, die Zoll- und Devisenvorschriften der auf der Strecke des Segeltörns liegenden Staaten zu beachten.
7. Der Veranstalter erwartet vom Mitsegler eine aktive und flexible Herangehensweise an alle während der Reise auftretenden Probleme.
8. Der Veranstalter kann nicht garantieren, dass alle Elemente der Ausstattung der Yacht richtig funktionieren werden. Eine Hochseeyacht besteht aus sehr vielen verschiedenen Bauteilen, die unter extremen Bedingungen funktionieren müssen. Deshalb sind Auftreten und Beseitigung von Havarien ein integraler Bestandteil des Lebens auf einer Yacht. Ernsthafte Havarien werden vom Mechaniker, der den Reeder vertritt, beseitigt. Im Fall, wenn der Mechaniker nicht in der Lage ist, zur Yacht zu gelangen oder im Fall von kleinen Pannen, umfasst die aktive Teilnahme des Mitseglers auch Hilfe bei der Beseitigung der Panne, wenn dies seine Möglichkeiten nicht überschreitet.
1.Der Mitsegler hat auftretende Mängel stets unverzüglich dem Skipper anzuzeigen und dort um Abhilfe zu ersuchen. Unterlässt es der Mitsegler schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, so tritt eine Minderung nicht ein. Reklamationen die darüber hinaus bestehen sind durch eine Unterschrift des Skippers zu dokumentieren.
2. Reklamationen werden bis zu 14 Tage nach Beendigung des Segeltörns angenommen und müssen in schriftlicher Form eingereicht werden.
3. Nach Ablauf der Frist können Ansprüche nur geltend machen, wenn der Mitsegler ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist.
4. Der Veranstalter hat die Pflicht, die Reklamation binnen 30 Tagen vom Datum ihres Erhaltens zu prüfen.
5. Der Veranstalter hat die Pflicht zur Rückerstattung eines Teiles oder der ganzen Einzahlung binnen 30 Tagen vom Datum des Rücktritts oder der Anerkennung der Reklamation.
6. Ansprüche des Mitseglers verjähren in einem Jahr. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem der Törn nach dem Vertrag enden sollte
1. Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Segeltörnvertrages zur Folge.
2. Auf das gesamte Vertrags- und Rechtsverhältnis zwischen Veranstalter und Mitsegler findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung.
3. Der Veranstalter kann an seinem Sitz verklagt werden. Der Veranstalter kann den Kunden an dessen Wohnsitz verklagen. Soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen oder privaten Rechtes ist oder eine Person ist, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland hat, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als Gerichtsstand der Sitz des Reiseveranstalters vereinbart.
Lahnstraße 37 – 41