Source: https://www.ferner-alsdorf.de/waffenbesitzer-aufgepasst-bgh-sieht-grundsatzliche-moglichkeit-fahrlassiger-totung/
Timestamp: 2020-07-10 02:28:57
Document Index: 242154961

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§36', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Waffenbesitzer aufgepasst: BGH sieht grundsätzliche Möglichkeit fahrlässiger Tötung? > Strafrecht (Strafverteidiger Ferner)
Veröffentlicht am 3. Mai 2012 22. Mai 2020 von Rechtsanwalt Jens Ferner | ☎ Strafverteidiger-Notruf: 02404-95998727
Der Bundesgerichtshof hat in diesem Beschluss schon einmal “vorsorglich” (so die Wortwahl des BGH!) klar gestellt, dass alleine der Verstoß gegen die “waffenrechtlichen Aufbewahrungspflichten” (also insbesondere die “erforderlichen Vorkehrungen” nach §36 WaffG um unbefugte von dem Zugriff auszuschließen) ausreichen kann, um einen Vorwurf fahrlässiger Tötung/Körperverletzung an den Waffeninhaber zu richten – sofern die Taten, die mit den Waffen begangen wurden, vorhersehbar waren.
Diese “Vorhersehbarkeit” bestimmt sich nicht ausschliesslich nach dem konkreten Dritten! Gerade im “Fall Winnenden” geht es um jemanden, bei dem mehrfach von angeblichen psychischen Störungen und gar Therapien zu lesen ist, die evt. von seinem Umfeld ignoriert wurden. Diesbezüglich stellt der BGH klar:
Mit dem BGH kann z.B. schon ausreichen, dass im konkreten Fall auf eine nahe gelegte Weiterbehandlung in einer Klinik verzichtet wurde. Insgesamt muss betont werden, dass die “Vorhersehbarkeit” im jeweiligen Einzelfall von sehr unterschiedlichen Faktoren abhängen wird und nach dem “Segen” des BGH durchaus schwer zu kalkulieren ist. Waffenbesitzer müssen dieses Risiko sehen, richtig einstufen und ihre Handlung in Zukunft danach ausrichten.
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KategorienStrafrecht, Zusatz SchlagwörterKörperverletzung, Verwaltungsrecht, Waffenrecht & Waffenstrafrecht
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