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Timestamp: 2016-10-26 19:31:18
Document Index: 333920677

Matched Legal Cases: ['§ 78', '§ 4', '§ 79', '§ 79', '§ 78', '§ 78', '§ 79']

„Der Qualitätsdialog am Beispiel der Stadt Osnabrück“ - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Liesa Bomgardner
Präsentation zum Thema: "„Der Qualitätsdialog am Beispiel der Stadt Osnabrück“"— Präsentation transkript:
„Der Qualitätsdialog am Beispiel der Stadt Osnabrück“ 2
Ausgangssituation:  Die Idee von Qualitätsdialogen war in der Stadt Osnabrück nicht etwas völlig Neues.  Dialoge über die Qualität von erzieherischen Hilfen fanden in unterschiedlichen Formen bereits statt:  als leistungs- und qualitätsbezogenes Reflexionsgespräch auf Einladung eines Trägers  Als unstrukturiertes Reflexionsgespräch am Rande von Verhandlungen über Leistungs- und Entgeltvereinbarungen 3
Ziel der weiteren Überlegungen war zu regelmäßigen, kontinuierlichen Qualitätsdialogen zwischen dem öffentlichen Träger und dem Träger von ambulanten, teilstationären und stationären erzieherischen Hilfen sowie Hilfen für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche sowie Hilfen für junge Volljährige zu kommen, ohne konkretem Anlass. 4
 Grundlage dieser Überlegungen waren:  Die Eckpunkte des Deutschen Vereins für ein kooperatives Qualitätsmanagement von Leistungsträgern und Leistungserbringern in sozialen Hilfesystemen aus dem Jahre 2010  sowie die Vereinbarungen im Niedersächsischen Rahmenvertrag nach § 78 f SGB VIII, § 4 und der Anlage 4  Das Bundeskinderschutzgesetz, §§ 79, 79a, nach dessen Verabschiedung im Jahre 2012  Die Orientierungshilfe zum §§ 79, 79 a SGB VIII von Dr. Joachim Merchel, LWL Landesjugendamt Westfalen 5
Ziele der Qualitätsdialoge  Regelmäßige und kontinuierliche Qualitätsdialoge sollten dazu dienen, die Qualität der Leistungen im Hilfeprozess zwischen öffentlichen und freien Trägern auszuwerten, Verbesserungspotentiale aufzuspüren und Impulse zur fachlichen Weiterentwicklung der erzieherischen Hilfen, Hilfen für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche und Hilfen für junge Volljährige zu geben über den Einzelfall (und damit der Hilfe- planung) hinaus. 6
Grundsätze für die Durchführung von Qualitätsdialogen  Qualitätssicherung und –entwicklung nicht als Kontrolle von oben nach unten (vom öffentlichen Träger gegenüber den freien Trägern) verstehen, sondern  als partnerschaftlicher, innovationsfördernder und ergebnisoffener Austausch zwischen freien und öffentlichen Trägern. 7
 Die Leistungen sowohl des öffentlichen Trägers wie des freien Trägers werden in den Blick genommen.  Der mit den Qualitätsdialogen verbundene Aufwand sollte begrenzt gehalten sein und sich möglichst in die vorhandenen Arbeitsprozesse integrieren lassen.  Über die Qualitätskriterien, also den Grundsätzen und Maßstäben für die Bewertung der Qualität sollte partnerschaftliches Einvernehmen zwischen öffentlichen und freien Trägern erzielt werden. 8
Folgende Umsetzungsschritte wurden vollzogen:  In einer Unterarbeitsgruppe der Arbeitsgemeinschaft gem. § 78 SGB VIII, bestehend aus Mitarbeiter/innen des öffentlichen Trägers und Mitarbeitern/innen von Träger erzieherischer Hilfen, wurde ein Konzept für die Durchführung der Qualitätsdialoge erstellt unter Beteiligung der Jugendhilfeplanung. 9
Es wurden in diesem Konzept festgelegt:  Grundsätze und Maßstäbe für die Bewertung der Qualität  Kennzahlen, die als Grundlage für den Dialog erhoben werden  der Verfahrensablauf  Das Konzept wurde in der Arbeitsgemeinschaft gem. § 78 verabschiedet.  Im Anschluss hieran wurde es dem Jugendhilfeausschuss vorgestellt. 10
Die Beschreibung der Qualitätskriterien und der Kennzahlen orientiert sich an den vier Kriterien von Qualität, wie im Niedersächsischen Rahmenvertrag beschrieben:  Eingangsqualität  Strukturqualität  Prozessqualität  Ergebnisqualität 11
Weitere Kriterien waren konzeptionelle Grundlagen, Fachstandards und Kennzahlen, als Hinweisgeber bei einer breiten Themenpalette, welche Themen im Dialog besonders in den Blick genommen werden sollen. 12
Eingangsqualität  Leistungen des öffentlichen Trägers vor Gewährung einer Hilfe (Diagnostik, Ressourcencheck, Beteiligung, Information und Motivationsarbeit mit Eltern, Kindern und Jugendlichen, klare Ziele zur Beauftragung des freien Trägers) Grundlage: Konzept Hilfeplanung, Arbeitshilfe Sozialpädagogische Diagnose 13
 Leistung des freien Trägers zum Aufnahmeprozess (transparent, verständlich für Eltern, Kinder und Jugendliche, Beteiligung, Ablauf und Form der Vorstellungsgespräche) Grundlage: Qualify4childrenStandards 14
Strukturqualität Überwiegend Gegenstand von Verhandlungen bei den Leistungs- und Entgeltvereinbarungen; hier: Fokussierung auf Personal:  vorhandene und gewünschte Zusatzqualifikationen  Anteil fest angestelltes Personal zu Honorarkräften 15
 Kontinuität des Personalstandes  Fachstandards: Inwieweit werden die in den Leistungsbeschreibungen beschriebenen Fachstandards und die vom Fachcontrolling beschriebenen Fachstandards eingehalten bzw. müssen sie korrigiert werden?  angewandte Qualitätssicherungs- und – entwicklungsverfahren, evtl. Vorstellung von Daten des freien Trägers 16
Kennzahlen  Auslastungstendenzen  vorhandene/gewünschte Zusatzqualifikationen  prozentualer Anteil festangestellten Personals  durchschnittliche Dauer Betriebszugehörigkeit  Altenverteilung  Anzahl Supervisions- und Fortbildungstage  Fachcontrollingsdaten des öffentlichen Jugendhilfeträger 17
Prozessqualität Gegenstand sind die Prozesse der Kommunikationsabläufe, Organisations- und Verfahrensabläufe im Zusammenwirken der am Hilfeprozess Beteiligten. Gegenstand sind:  Hilfeplanung  Angemessene Adressatenbeteiligung  Transparenz von Entscheidungsprozessen  Dokumentation Grundlage: Konzept Hilfeplanung, Formulare, Beratungs- und Dokumentationswesen 18
Ergebnisqualität  Beurteilen, Beraten und Messen der Zielerreichung im Dialog Kennzahl  die am Ende einer Hilfe von den Beteiligten erhobene Zielerreichungsquote  Abbruchquoten  Evtl. von den freien Trägern erhobenen Kennzahlen (WIMES, EVAS) 19
Vereinbarter Verfahrensablauf  Der öffentliche Träger lädt in einem maximalen Zeitabstand von zwei Jahren die Träger von erzieherischen Hilfen zu einem Qualitätsdialog ein.  Die Qualitätsdialoge finden bei den jeweiligen Einrichtungen statt.  Bei großen Einrichtungen werden jeweils Teile des gesamten Leistungsspektrums besprochen. 20
 Die vereinbarten Kennzahlen und die gewünschten Themen werden vor dem Qualitätsdialog in einem einvernehmlich entwickelten Formblatt vor den Gesprächen gegenseitig übersandt.  Die Ergebnisse der Qualitätsdialoge werden dokumentiert. 21
Bisherige Erfahrungen Die Qualitätsdialoge werden seit zwei Jahren praktiziert. Mittlerweile konnte mit allen in der Stadt Osnabrück ansässigen freien Trägern ein Qualitätsdialog durchgeführt werden.  Von allen Trägern werden die Qualitätsdialoge positiv beurteilt.  positive Kommunikation auf Augenhöhe über Qualität der Leistungen ohne Anlass  Freie Träger fühlen sich in ihren Leistungen durch den öffentlichen Träger mehr geschätzt.  Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung konnten um- gesetzt werden 22
 Fortschritte konnten erzielt werden zu Themen:  Vermeidung von Abbrüchen  Was wirkt in den erzieherischen Hilfen?  Verbesserung des Hilfeplanungsprozesses  8a-Verfahren Herunterladen ppt "„Der Qualitätsdialog am Beispiel der Stadt Osnabrück“"
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