Source: https://www.juraforum.de/lexikon/antragsveranlagung
Timestamp: 2018-03-21 18:48:30
Document Index: 158188255

Matched Legal Cases: ['§ 46', '§ 52', '§ 169', '§ 170', '§ 170', '§ 46', '§ 170', '§ 46', '§ 50', '§ 50', '§ 1']

ᐅ Antragsveranlagung – Steuerlex im JuraForum.de
Erklärung zum Begriff Antragsveranlagung
§ 46 Abs. 2 Nr. 8 EStG regelte, dass der Antrag auf Durchführung einer Einkommensteuerveranlagung bis zum Ablauf des auf den VZ folgenden zweiten Kalenderjahres durch Abgabe einer Einkommensteuererklärung zu stellen ist. Durch das JStG 2008 ist diese Zweijahresfrist weggefallen. Nach § 52 Abs. 55 j Satz 2 EStG ist die Änderung erstmals ab dem VZ 2005 anzuwenden. Außerdem ist sie für VZ vor 2005 anzuwenden, wenn der Antrag auf Veranlagung bis zum 28.12.2007 (= Tag der Verkündung des JStG 2008 im BGBl) beim Finanzamt eingegangen ist und über den Antrag am 28.12.2007 noch nicht bestandskräftig entschieden war.
Nach Wegfall der Zweijahresfrist kann der Antrag auf Durchführung einer Einkommensteuerveranlagung innerhalb der Festsetzungsfrist gestellt werden. Diese beträgt vier Jahre (§ 169 Abs. 2 AO) und beginnt mit Ablauf des Kalenderjahres, für das der Antrag auf Einkommensteuerveranlagung gestellt wird (§ 170 Abs. 1 AO). Der erstmalige Antrag auf Durchführung einer Veranlagung für den VZ 2008 kann somit noch bis zum 31.12.2012 gestellt werden.
Der BFH hat entschieden, dass eine Anlaufhemmung gemäß § 170 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AO in den Fällen des § 46 Abs. 2 Nr. 8 EStG i.d.F. des JStG 2008 (Antragsveranlagung) nicht in Betracht kommt (BFH, 14.04.2011 - VI R 53/10 sowie BFH, 14.04.2011 - VI R 86/10). Mit Urteil vom 06.10.2011 - VI R 17/11 - hat der BFH die Verwaltungsauffassung bestätigt, dass auch bei Antragsveranlagungen für VZ vor 2005 für Arbeitnehmer mit Nebeneinkünften, deren Summe den negativen Betrag von 410 EUR übersteigt, die Festsetzungsfrist zu beachten ist und die Anlaufhemmung nach § 170 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 AO keine Anwendung findet.
Studiumskosten / KfW Kredit steuerlich geltend machen tadeus123 schrieb am 06.04.2015, 20:31 Uhr:
Hallo,folgender Fall: vor 3 Jahren wurde ein Studium abgeschlossen an einer privaten staatl. anerkannten Uni. Die Studiumskosten lagen bei ca. 20000 Euro. Anschließend war dieser bis Nov. 2013 im Ausland. Erfahrungen sammeln, ohne großen Verdienst. Ich habe vor kurzem gelesen, dass diese Kosten einer Zweitausbildung unter Umständen im... » weiter lesen
Verlustvortrag von Zweit- und Drittausbildung Pizza85 schrieb am 27.05.2012, 08:51 Uhr:
Angenommen B hat nach seiner Berufsausbildung im Jahr 2005 ein Diplomstudium begonnen, welches er 2009 abschließen würde. Anschließend würde er im Jahr 2011 ein viersemesteriges Masterprogramm ebenfalls erfolgreich abschließen. Der Job den B Mitte des Jahres 2011 bekäme, würde im unmittelbaren Zusammenhang mit den Studienabschlüssen... » weiter lesen
Festsetzung Verspätungszuschlag - Ermessensausübung tlt schrieb am 06.05.2012, 17:50 Uhr:
SV: EM und EF haben nur Arbeitslohn bezogen und wurden nach der Steuerklasse IV lohnversteuert unstrittig besteht nach 46 EStG keine Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung die EF reicht Ende 2011 (sprich kurz vor dem Ablauf der 4-jährigen Festsetzungsfrist) eine Steuererklärung ein und beantragt die getrennte Veranlagung Veranlagung... » weiter lesen
Steuerbescheid für 2006, Nachzahlung plus ZINSEN wms2000 schrieb am 19.02.2012, 03:49 Uhr:
Hallo erst mal. Steuerzahler X hat den Steuerbescheid für 2006 bekommen. Das FA hat eine Nachforderung und will dafür jetzt auch noch Zinsen. Folgender Sachverhalt. X hat in der Steuererklärung damals eine Beteiligung angegeben. Der steuererlich ansetzbare Wert musste jedoch erst vom FA Hamburg Mitte errechnet werden. Dem FA Ham... » weiter lesen
Pfüb an das Finanzamt Eichhörnchen50 schrieb am 08.07.2011, 15:21 Uhr:
guten Tag, mal angenommen, das Finanzamt erhält einen Pfüb auf eine Forderung. In dem Pfüb steht: "Anspruch an Finanzamt auf Durchführung der Antragsveranlagung (Lohnsteuer) bzw Einkommenssteuerveranlagung für das abgelaufene Kalenderjahr sowie frühere Erstattungszeiträume und auf Auszahlung des als Überzahlung auszugleichenden... » weiter lesen
Einkommensteuererklärung pinetree schrieb am 26.05.2009, 11:35 Uhr:
Angenommen Person X hat 2008 Einkünfte aus nicht selbstständiger Tätigkeit und er möchte Werbungskosten geltend machen. Bis wann muss die Einkommensteuererklärung beim FA sein? Ich hab das irgendwie im Kopf dass er 2 Jahre Zeit hat (31.12.2010). Stimmt dies den noch? Thanx » weiter lesen
Die Übermittlung der Daten per ELSTER reicht unter Umständen nicht aus, um die Frist zur Antragsveranlagung einzuhalten. Dies ergibt sich aus einer Entscheidung des FG Baden-Württemberg. Ein Arbeitnehmer war als Lehrer tätig und erzielte ausschließlich Einkünfte aus einer nichtselbständigen Tätigkeit. Er war nicht zu der Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet und unterfiel somit der... » weiter lesen
Bundesfinanzhof zur Verjährung von Steueransprüchen
30.03.2016 | Wirtschaft & Steuern
München (jur). Steueransprüche verjähren nicht am Wochenende. Endet ein Jahr auf einen Samstag oder Sonntag, dann reicht es aus, wenn die entsprechenden Unterlagen am nachfolgenden 2. Januar beim Finanzamt eingehen, wie der Bundesfinanzhof (BFH) in München in einem am Mittwoch, 30. März 2016, veröffentlichten Urteil im Fall einer sogenannten Antragsveranlagung entschied (Az.: VI R 14/15).Arbeitnehmer, bei denen die Lohnsteuer bereits vom... » weiter lesen
BFH:Verfassungswidrigkeit der Ausschlussfrist f. Antragsveranlagung bei Arbeitnehmern
06.09.2006 | Recht & Gesetz
Steuerpflichtige mit Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit können zuviel einbehaltene Lohnsteuer im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung zurück erhalten. Die Einkommensteuerveranlagung wird bei Arbeitnehmern in vielen Fällen aber nur auf Antrag durchgeführt. Der Antrag muss nach § 46 Abs. 2 Nr. 8 des Einkommensteuergesetzes (EStG) innerhalb von zwei Jahren durch Abgabe einer Einkommensteuererklärung gestellt werden. Wird diese Frist... » weiter lesen
Antragsveranlagung Urteile und Entscheidungen
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der zweijährigen Frist für die Antragsveranlagung.
» NIEDERSAECHSISCHES-FG, 10.12.2003, 4 K 508/01
1. Ein beschränkt Steuerpflichtiger mit Einkünften gemäß § 50a Abs. 4 Satz 1 Nrn. 1 bis 3 EStG 1990 unterliegt im Veranlagungszeitraum 1996 dem Steuerabzug nach § 50a Abs. 4 Satz 3 und 4 EStG 1996 mit seinen Bruttoeinnahmen. Hat der beschränkt Steuerpflichtige jedoch Ausgaben, welche unmittelbar mit der betreffenden wirtschaftlichen...
» BFH, 10.01.2007, I R 87/03
1. Mitarbeiter des Goethe-Instituts mit Wohnsitz im Ausland stehen nicht zu einer inländischen juristischen Person des öffentlichen Rechts in einem Dienstverhältnis und sind daher nicht nach § 1 Abs. 2 EStG 1997 unbeschränkt einkommensteuerpflichtig. 2. Ob eine Person in dem Staat, in dem sie ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen...
» BFH, 22.02.2006, I R 60/05
Sicherheitsfrage 45 + Vi.e r =
Antragsveranlagung – Weitere Begriffe im Umkreis
Inhaltsübersicht 1. Allgemeines 2. Kirchensteuerhebesatz bei Einkommen-, Lohn- und Kapitalertragsteuer 3. Geltungsbereich des Kirchensteuerhebesatzes 4. Weitere Kirchensteuerhebesätze 1. Allgemeines Der Hebesatz der...
1. Allgemeines Bei der Abgabe der Einkommensteuererklärung sind zwei Gruppen zu unterscheiden: Pflichtveranlagungsfälle, die zwingend eine Einkommensteuererklärung abgeben müssen; Antragsveranlagungen, bei denen die Abgabe freiwillig...
Inhaltsübersicht 1. Arbeitnehmer mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der Bundesrepublik 2. Arbeitnehmer ohne Staatsangehörigkeit eines Staates der EU/EWR / Ledige Arbeitnehmer aus einem EU-/EWR-Staat, die weder...