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Timestamp: 2020-08-12 23:07:14
Document Index: 353725507

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 9', '§ 9', '§ 3', '§ 8', '§ 99', '§ 516', 'BGH', '§ 84', '§ 84', '§ 2', 'BGH']

'Sachverständigenentschädigung IV'; Eingruppierung des im Patentnichtigkeitsberufungsverfahren vor dem Bundesgerichtshof herangezogenen gerichtlichen Sachverständigen - Rechtsportal
X ZR 138/04
BGHReport 2007, 232
GRUR 2007, 175
JurBüro 2007, 153
wrp 2007, 191
'Sachverständigenentschädigung IV'; Eingruppierung des im Patentnichtigkeitsberufungsverfahren vor dem Bundesgerichtshof herangezogenen gerichtlichen Sachverständigen
BGH, Beschluß vom 07.11.2006 - Aktenzeichen X ZR 138/04
DRsp Nr. 2006/30345
"Sachverständigenentschädigung IV"; Eingruppierung des im Patentnichtigkeitsberufungsverfahren vor dem Bundesgerichtshof herangezogenen gerichtlichen Sachverständigen
»Zur Anwendung der Honorargruppe 10 zu § 9 Abs. 1 JVEG auf den im Patentnichtigkeitsberufungsverfahren vor dem Bundesgerichtshof herangezogenen gerichtlichen Sachverständigen.«
JVEG § 9 Abs. 1 ;
a) Für die Zeit, die der Sachverständige zur Prüfung aufwendet, ob er zur Gutachtenerstellung in der Lage ist, steht ihm i.d.R. ein Entschädigungsanspruch nicht zu (Sen.Beschl. v. 20.3.1979 - X ZR 21/76, MDR 1979, 754 = Rpfleger 1979, 259 - Tragvorrichtung; v. 23.4.2002 - X ZR 83/01, GRUR 2002, 732 = Mitt. 2002, 378 f. - Massedurchfluss). Gegenüber dieser sich schon aus § 3 des Gesetzes über die Entschädigung von Zeugen- und Sachverständigen ( ZuSEG ) ergebenden Rechtslage hat die Neuregelung in § 8 JVEG nichts geändert, denn auch nach dieser Bestimmung erhält der gerichtliche Sachverständige ein Honorar für seine Leistung und grundsätzlich nicht für die Überprüfung, ob er zu dieser Leistung überhaupt in der Lage ist. Gesichtspunkte, die hier ausnahmsweise den Ansatz der Prüfungszeit dennoch als gerechtfertigt erscheinen lassen könnten, sind nicht ersichtlich.
149 Stunden je 95,-- EUR 13.155,00 EUR
Schreibauslagen 85,50 EUR
Summe 13.240,50 EUR
Umsatzsteuer 2.118,48 EUR
insgesamt 15.358,98 EUR
III. Die Entscheidung über die Verlustigkeit und die Kostenentscheidung beruhen auf §§ 99 Abs. 1 , 121 Abs. 2 PatG , § 516 Abs. 3 ZPO in entsprechender Anwendung.
IV. Hinsichtlich der Festsetzung des Streitwerts hat der Senat auf die übereinstimmenden Angaben der Parteien in der Vorinstanz abgestellt. Soweit diese nunmehr abweichende Angaben machen, ist nicht ersichtlich, dass diese den gemeinen Wert des Patents zugrunde legen (grundlegend zur Bemessung des Streitwerts weiterhin BGH, Beschl. v. 11.10.1956 - I ZR 28/55, GRUR 1957, 79 - Streitwert; vgl. Benkard/Rogge, PatG GebrMG , 10. Aufl. 2006, § 84 PatG Rdn. 21; Busse/Keukenschrijver, PatG , 6. Aufl. 2003, § 84 PatG Rdn. 48; Schulte, PatG , 7. Aufl. 2005, § 2 PatKostG Rdn. 36 ff.).
Vorinstanz: BPatG, vom 27.04.2004 - Vorinstanzaktenzeichen 1 Ni 24/02
Zitieren: BGH - Beschluß vom 07.11.2006 (X ZR 138/04) - DRsp Nr. 2006/30345