Source: https://www.recht-freundlich.de/abmahnung-urheberrechtlich-filesharing/urheberrechtliche-abmahnung-wegen-streaming
Timestamp: 2018-03-23 05:06:59
Document Index: 78495550

Matched Legal Cases: ['§ 102', '§ 194', '§ 102', '§ 194', '§ 102', '§ 852']

Abmahnung sind stets unangenehme Werkzeuge. Auf der einen Seite mag man sie ungern verwenden, auf der anderen Seite bekommt man sie ungern zugestellt. Haben Sie kürzlich eine Abmahnung wegen Streaming erhalten? Oder werden Ihre Urheberrechte verletzt und Sie möchten jemanden abmahnen? Dieser Artikel klärt darüber auf, was Streaming eigentlich ist und welche Anspruchsmöglichkeiten Ihnen zu stehen oder auf Sie zukommen könnten.
Was ist das Streaming?
Als Streaming bezeichnet man grundsätzlich jede Art der Datenübertragung, bei der Daten verarbeitet werden, bevor das Ende der Übertragung erreicht worden ist. Populär ist dabei insbesondere das Medienstreaming. Dabei findet eine gleichzeitige Übertragung und Wiedergabe von Video und Audio aus dem Internet statt. Üblicherweise erfolgt die Nutzung dabei über den Internetbrowser. Dabei werden durch das Anschauen vorübergehend Dateien gespeichert werden. Vorübergehend bedeutet dabei, dass keine Datei – mit beispielsweise einem Video – auf der Festplatte des jeweiligen Nutzers dauerhaft und vollständig abgelegt wird.
Betrachten wir also zunächst Schadensersatzansprüche wegen Urheberrechtsverletzung nach § 102 Satz 1 UrhG i.V.m. §§ 194 ff. BGB.
So stellte beispielsweise das LG Köln in seinem Urteil vom 13.12.2010 (Az – 28 O 515/10) fest, dass eine im Herbst 2010 erhobene Klage zu einer im Frühjahr 2007 erfolgten Urheberrechtsverletzung fristgerecht war. Die Klägerin hatte im Frühjahr 2007 Kenntnis von Umständen und Person der Rechtsverletzung erlangt. Die Frist begann also am 31.12.2007 zu laufen. Die Klage konnte im Herbst 2010 fristgerecht eingereicht werden.
Nachdem wir den Schadensersatzanspruch § 102 Satz 1 UrhG i.V.m. §§ 194 ff. BGB und das Urteil des LG Köln betrachtet haben, kommen wir nun zum Anspruch auf Herausgabe des durch unerlaubte Handlung Erlangten nach § 102 Satz 2 UrhG i.V.m. § 852 BGB.
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