Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2029,%20352
Timestamp: 2019-12-13 12:34:21
Document Index: 362512404

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 25', 'BGH', 'BGH', '§ 25', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.02.1959 - II ZR 137/57 - dejure.org
https://dejure.org/1959,278
BGH, 26.02.1959 - II ZR 137/57 (https://dejure.org/1959,278)
BGH, Entscheidung vom 26.02.1959 - II ZR 137/57 (https://dejure.org/1959,278)
BGH, Entscheidung vom 26. Februar 1959 - II ZR 137/57 (https://dejure.org/1959,278)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1959,278) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGHZ 29, 352
NJW 1959, 982
MDR 1959, 367
Denn zu diesen Mitgliedschaftsrechten gehört auch das Recht eines jeden Mitglieds, nicht entgegen den geltenden vereinsrechtlichen Bestimmungen behandelt zu werden, wie der Senat für gesetz- oder satzungswidriges Verhalten des Vereins gegenüber seinem Mitglied bereits verschiedentlich ausgesprochen hat (vgl. BGHZ 21, 370; 29, 352; 47, 381 ff.).
Unterwerfung von Nichtmitgliedern eines Sportverbandes unter die …
Soweit diese Bestimmung, was in der Entscheidung des Berufungsgerichts zu Recht offenbleibt, tatsächlich als verbandsrechtliches Verbot jeglicher Inanspruchnahme der ordentlichen Gerichtsbarkeit gemeint sein sollte, wäre sie ohne weiteres unwirksam (BGHZ 29, 354 [BGH 26.02.1959 - II ZR 137/57]), ohne daß dies die Gültigkeit und Auslegung der übrigen Vorschriften berühren könnte.
Für den von einer belastenden Vereinsmaßnahme Betroffenen werden Satzungsklauseln, die den Rechtsweg zur staatlichen Gerichtsbarkeit ohne Gewähr einer echten Schiedsgerichtsbarkeit ausschließen, als unwirksam angesehen oder ihnen nur die Wirkung beigemessen, dass grundsätzlich der vereinsinterne Rechtsweg als Vorschaltverfahren erschöpft sein muss, bevor die staatliche Gerichtsbarkeit angerufen werden darf (vgl. BGH, Urteil vom 6. März 1967 - II ZR 231/64, BGHZ 47, 172, 174 f.; Urteil vom 26. Februar 1959 - II ZR 137/57, BGHZ 29, 352, 354).
Dem Wortlaut der Regelung kann ein Ausschluss des Rechtswegs zu den staatlichen Gerichten nicht entnommen werden (vgl. für eine ähnliche Klausel BGH, Urteil vom 26. Februar 1959 - II ZR 137/57, BGHZ 29, 352, 354).
Die Pflicht zur Anhörung ist nicht zuletzt ein Gebot der Gerechtigkeit (so BGH, Urt. v. 26. Februar 1959 - II ZR 137/57, NJW 1959, 982, zum eingetr. Verein).
Nach deutschem Rechtsverständnis setzt eine Vereinsstrafe, zumindestens wenn es sich um eine folgenschwere oder mit einem Unwerturteil verbundene Aktion handelt, Verschulden voraus (…vgl. Reuter-Münchener Kommentar, a.a.0., RN 30 sowie Palandt-Heinrichs, BGB, 59. Aufl. 2000, RN 14 jeweils zu § 25;… Summerer a.a.O., Tz 2/262; a. A. für geringfügige Strafurteile des 2. ZS des BGH vom 26.02.1959 in BGHZ 29, S. 352 sowie Soergel-Hadding a.a.0., RN 50 zu § 25).
Die Rechtsprechung der Zivilgerichte geht dementsprechend auf dem Gebiet des Vereinsrecht von der Pflicht aus, vor Ausschluss eines Vereinsmitglieds oder der Verhängung einer anderen Vereinsstrafe das Mitglied vorher anzuhören (BGHZ 29, 352 ff, 355; OLG München 23.1.92 - 27 W 291/91; OLG Köln NJW-RR 1993, 891; OLG München MDR 73, 405), selbst wenn dies nicht in der Vereinssatzung oder in einer aufgestellten Verfahrensordnung vorgesehen ist.
BGH, 03.03.1971 - KZR 5/70
Herabstufung in minderberechtigte Mitgliedergruppe eines Vereins
BGH, 26.10.1961 - KZR 3/61
Vereinsstrafen gegen Werbemaßnahmen