Source: https://digi.bib.uni-mannheim.de/periodika/reichsanzeiger/ocr/film/tesseract-4.0.0-20181201/166-9574/0441.hocr
Timestamp: 2020-04-09 17:58:48
Document Index: 174314923

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§8', '§8', '§ 1', '§ 1', '§ 1']

1918 / 162 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger)
1918 / 162 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
Zweite Ausführungsbestimmung zu der Verordnung über die Preise für Butter vom 25. August 1917 (RGBl. S. 731). _ Auf Grund des S 14 der Verordnung über die Preise sür Butter vom 25. August 1917 wird folgendes bestimmt: E
Ziffer 4 der Avéführungsbestimmungen vom 31. August 1917 |
Ee Nr. 207 vam 31. August 1917) erbält folgende afuna -
Mit Genebmigung der Landetzentralbe® örden oder der von ibnen bestimmte: Stellen köz-ren bei Bo-liegen eines dringenden Bedürfn:fes die in § 9 der Verordnung festzgeiegten Zuihläze wie felgt erhöht werden:
a. für Gemeinden von mehr als 30 000 Einwobnern:
um 2 Mark auf in8g-‘samt 14 Mark,
der Zuschlag für den Großhandel um 1 Mark auf ins- |
gesamt 6 Mark,
geiaut 20 Mark fú: 20 Rilozxramrm, b. fúr Femeinden brn medor als 100000 Eirwobnern : der Ziichlag der Gemeindz, au welche dir Lieferung erfolgt, um 4 War?!, auf insgeiamt 16 Mark, der Zusdbiag für den Srokktandel um 5 Mark, auf insgesamt 10 Mark,
der Ziscþ az: für den K-inhand:l um 17 Mark, auf inëge- |
jamt 30 BVearî, für 50 Kilcgram=z. IT, Diese A_sühtur gsb stimmung triit am 15. Juli 1918 in Krafi-
Berlin, den 11. Juli 1918. Reichsstelle für Speisefette. J. V.: Weyermann.
Auf Grund der NReich:kanilerbekarrtmahung zur Fernbaltung unzaverläifiger P-rsonen vom Handel vom 23. September 1915 und drr Ausfübrung8verorcknung des H'rzog!ih-n Sta2ai8mtr isteriuums in Meintinz¿en vom 12. Oktober 1415 (egteruncéblatt Nr. 164) int dem Kaufmann Karl Höhu tin Sonneberg rechtékräftig untersagt worden, Handel mit Webroaren, Leder und Ledererzeug- nissen zu treiben.
Sonneberg den 5. Juli 1918. Der Herzogliche Landrat. J. V.: Müller.
Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 87 des Reichs-Gesezblatts enthält unter :
Nr. 6380 eine Bekanntmachung, betreffend die Reichsstelle für Druckpapier, vom 10. Juli 1918, unter
Nr. 6381 eine Verordnuna, betreffend Abänderung des S 9 des Gesezes über die Krieasleistungen vom 13. Juni 1873 (Reichs-Geseßzbl. S. 129), vom 4. Juli 1918 und unter
Nr. 6382 eine Verordnung zur Abänderung der Ver- ordnung über Kalkstikstof, vom 8. Juli 1918.
Berlin W. 9, den 11. Juli 1918. Kaiserliches Postzeitungsamt. Krüer.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: die Landaerichtsräte Bludau in Posen und Rehmet aus Beuthen O. S. zu Oberlandesgerichtsräten in Posen sowie die Staatsanmwaitschafisräte Dr. Tielsh von der Ober- ftaatsanwaltschaft in Stettin und Bertog aus Frankfurt a. M. zu Ersten Staatsanwälten in Torgau bezw. Magdeburg zu ernennen.
dem Militärintendanten XVIL. Armeekorps, Wirklichen
Ses Kriegsrat Dr. Keber den Rang der Näte erster asse,
dem Militärintendanturrat Krißler den Charakter als Geheimer Kriegsrat,
den Regierungsbaumeiftern Baumaärtner, Köhler und Herm den Charakter als Baurat mit deim persönlichen Range der Räte vierter Klase,
dem Geheimen expedierenden Sekretär im Kriegsministerium, Rechnungêrat Hockemeyer den Charakter als Geheimer Rechnungsrat,
dem Geheimen expedierenden Sekretär im Kriegsministeriuum Wichterich, dem Geheimen Registrator im Kriegsministerium Krupp und dem Oberkriegsgerichtssefkretär Lange den Charafter als Rechnungsrat,
dem Betriebsleiter Hel dt den persönlihen Nang der Näte vierter Klasse
sowi: aus Anlaß des Uebertritts in den Ruhestand:
dem Oberkrieg8gerihtsrat Hauser, mit der jederzeit widerruflihen Erlaubnis. zum Weitertragen der bisherigen B den Charakter als Geheimer und Oberkriegsgerichts- rat un
dem Regierungsbaumeister, Baurat Kraft den Charakter als Geheimer Baurat zu verleihen.
Auf Grund Allerhöchster Ermächtigung Seiner Majestät des Königs hat das Staatsministerium infolge der von der Stadtverordnetenversammlung in Süchteln getroffeuen Wahl den bisherigen Gerichtsassesor Dr. Lürken als Bürgermeister der Stadt Süchteln für die gesezlihe Amtsdauer von zwölf Jahren und
infolge der von der Stadtoerordnetenversammlung in Herne getroffenen Wahl den Bergassessor Kette daselbst als unbe- \soldeten Beigeordneten der Stadt Herne für die geseßliche Amtsdauer von jechs Jahren bestätigt.
Der Reagierungshauptkafsenoberbuchhalter Riedler in Danzig ist zum Landrentmeister und Rendanten der Regie- rungshauptkasse in Allenstein ernannt worden.
Wa§8- und P-rlbohnen | Puff-(Sau-)Bohnen
| Miöbren unt lácglide Rar-tten mit Kraut (das Kraut
| Desgl. ohne Kraut . — E s | Karoit-n, runde, feine, mitt Kraut (cas Kraut ta:f nid
für Landwirtschafi, Domänen
und Forsten. Dem Domänenpächter Hil brandt in Leegen, Regierung?- bezirk Allenstein, ist der Charakter als Königlicher Oberamt-
mann verliehen worden.
Bekanntmachung. Auf Grund des §8 4 ff. der Verordnung über Gemüse,
Obst und Südfrüchte vom 3. April 1917 (XGBl. S. 307) hat die gemäß Anordnung der Reichsstelle für Gemüse und Obst
für die Prooinz Brandenburg und Berlin gebiidete Kommission
| zur Festsezung der Erzeugerhöchstpreise für Gemüse und Obst, | bezw. die Reichsstelle für Gemüse und Obst folgende Er-
der Zus(laz cer Gemeinde, an wele die Lieferung erfolgt, | zeugerhöchstpreise festgeseßt:
für das Pfund Pfenn1ge R 15
der Zuschlag iür den Kleinbandel um 7 Mark auf in€- } Erbsen Gs C ° 35
Stanaer- und Bushfohren. . .. - » « i 49 50 25
darf nit länger als 15 ecm lang sin)... . 18 E 28
länger als 15 cm lang fein)
Deégi, obne Kraut Peéairüben obne Kraut Koblrabi mit Laub
. ohne Laub at, : Frühzwieb?ln mit Kraut
é chne Kraut Fr übwetßtchl und Frükwirfing Xrübrottohl i; Soma. Ertbeerzn I. Wabl s
— 1 E. : Iohannlsbeeren, weiße und rote
s ichwarze StaBelbeeren ¿ : Himbeerzn in kleizen Packungen . Preßbimbeeren Lis Blaubeeren Preißzel»erren : Saure Kirscken I. Wabl Preß- und Marmeladenkirschen Süße Kicscben I. Wahl Pr-§- und Marmeladenkirscken Pflaumea 1. Wabl (greßtrüchtige) e 11. Wabl (fleinfrüchtigz) F-rübapfel E, Krübbirnen : E 5 Falläpfel und Fallbirnen A E 15
Die Przise treten mit dem 16. Juli d. J. in Kraft und gelten bis auf reeiteres.
Die obigen Höthsipreise werden mit dem Bemerken bekannt gr- macht, daß Ueber'{reituvgen auf Grund der Verordnur g gegen Preis- treiberei vom 8. Mai 1918 (NGBI. S. 395) wit Gefärgnis und mii Geldst:afe bis zu 200 000 F oder mit einer dieser Stiafeu be- ftraft werden.
Der Vorsizende : der Staatlichen Verteilungsstelle für Groß Berlin. Hagedorn.
Betanntmachung:
Gemäß 8 46 .des Kommunalabgabengesezes vom 14. Juli 1893 (Geseßsammlung S. 152) wird zur öffentlihen Kenntnis gebracht, daß aus dem Betriebe der auf preußishemGebiete belegenen Strecckten der Lübeck-Büchener Eisenbahn- Gesellschaft in Lübeck im Jahre 1917 ein kommunal- steuerpflihtiger Reinertrag von 1338432 4 27 5 etzielt worden ist.
Münster (Westf.), den 9. Juli 1918,
* Der Königliche Eisenbahnkommifsar. J. V.: Gerstberger.
a. dem Kaufmarn Joseph Brügcemann in Selm, b. dem Kaufman; Fiarz Merten in Ascheberg, c. dem Kzufmann Franz Kroes in Werne ist unier Aufhebung meiner Verfügung, vom 30. Mot 1918 Nr. 73 geb. der Handel mit Web-, Wir!?- und Sirickwaren wieder grstattet worden,
Lüdinghausen, den 9. Juli 1918.
Der Königlche Landrat Graf von Westphalen,
BekanntmackGung
Auf Grurd des § 1 der Bekonnteachung d:3s Bundeëêrats zur Fernbhaltuvg unzuveriösfiger Persoren vom Hazdel vom 23. Sept-mker 1915 (RSB!. S. 603) in Werbindung mit § 1 Nr. 1—4 des Pie!8- trcibereigcjezes vom 8. Mai 1918 ijt tem Kürsner Bernhard Mußmaun in Ahlen, Weiistraße Nr. 1, der Handel mit Hüten, Schirmen, Korsetts und HandsGuhben untersagt worden. Der Senannte bat die durch das Verfahren verursachten bzrén Ausiagen, insbesondere die Gebühren für die im § 1 der oben- ceñannt:n Verordnung vorges@riebeien öffeutliten Bekanntmachungen, zu erstatten.
Ahlen (Wesif.), den 9. Juli 1918,
Dem Sastwirt urd Handelsmann Hermann Blache in Greulich ift auf Grund der Bekanntmachung zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 — Reichs-Detegblart Seite 603 — der Handel mit Heu untersagt worden. :
Bunzlau, den 2. Juli 1918.
Der Landrat. von Hoffmann.
Auf Grund der Bundesrat8verordnung vom 23. September 1915 zur Ferz haltung uvzuver!äisfiger P-rsonen vom Ha=del (RGBl. S. 603) habe ich dem Metxger Theodor Wiehe in Heringen, Rentenkolonte 96, dur Berfügung vom beutigen Tage den Handel
mit Nahrungsmitteln, insbesondere mit Fleisch, wegen
a 14 «+4 j y Crb TAT Iniuverlässigkeii auf diesen Handeks? etri € S
A P aats Gans q l « Cy} zicsien dicser VikarnimaWiurg find tem L
Hamm (Wesif.), den 10. Juli 1: Der Königliche Landrat.
Schulze-Pelfki
BekanntmaBHung. Auf Srund der Bunde8rat8zerordnung vom 23. September 191: betr. Fernbaltung unzuverlässiger Perionen vom Hardel, in 5,2 bindung mit der Bundeäzat8verordnung vom 23. Juli 1915 (N&K7 S. 467) gegen übermäßige Preissteigerung int ter Kaufmann #4 Weber in Attendorn vom Handel mit Gegensiänden ck,z täglichen Bedarfs, insbesondere Kolonial- uns N...
-* - e A Ö Vonu, fafturwaren, wegen Unzuverlässigkeit valäufig auf 1.x. auggeschlossen und sein Geschâft für diese Zeit gzihloii,, unter Auferlegung der du:ch dieses Verfahren eatstandenen &5 Oipeten, 8. Juli 1918.
Der Landrat. Freut2berg.
+0lien ften
Abgereist: Seine Exzellenz der Staatssekretär des Neis, postamts Rüdlin mit Uriaub. : ;
Breußew Berlin, 12. Juli 1918
In der am 11. Juni 1918 unter dem Vorfiß des Königlich bayerishen Gesandien, Staatsrats Dr. Grafen von Lercen- feld-Koefering abgehaiten-n Vollsizung des Bundes- rats wurde der Entwurf einer Bekanntmachung zur Ergänzung der Bekanntmachung über die Errichtung von Herstellungss und Vertriebsgesellschaften in der Schuhindustrie vom 17. März 1917 (Reichs-Gesepbl. S. 236) angenommen.
Die vereinigten Ausschüsse des Bundesrats für Handel und Verkehr und für Justizwesen hielten heuie eine Sizung.
Das Königliche Staatsminisierium trat heute zu einer Sizung zusammen.
Das von Seiner Majestät dem Suktan an Seine Majestät den Kaiser und König gerichtete Antwort- telegramm auf das zum Hinscheiden des Suitans Mehmed V. ausgedrüdte Allerhöchste Beileid hat laut „W. T. B.“ folgen- den Wortlaut: / S L
„Tief gerübrt bitte i Euxre Kaklferlie Maj-stät, ten Auttruck meines allerlebhaf!enen und aufzihtigsten Danxes ent, ezennehmen zu wollen 1ür die Tetln1hme, die Sie an der Lrauer zu nehmen geruher, in die ich duch den Verluti der erbatenen Pec?on meines sebr geliebten Bruders, Seiner Katseriüichen Viaj-fät des Sultans Mehmed R:shad Kéaa versezt wcrden bin. De ausdzudsvcllen Woite einer jo herilihea Buieigung uvd Heh- ahturg, dur melde Euer WMajeitët gecubten, tas Anterken meines sehr gaeliecten Bruders und Vorgängers zu verberrlichen, die fosibzren Worte der Versichzzurng Iorer Sefüblz ia bezua au mi, ebenso wie die Wünsh-, die Sie aus Anlaß meiner Thror- bestetgung an mi richten, enthalien so viele Lepeise der Sym- pathie, die in treuer BundbezcenofsensGaft sowohl in meinem Herzen als auch ia dem meines Volïes die Erinnerung an die un- ¡âbligen Beweise der Freundschaft wieder waYrafez, weiche Euer Majestät unaufbörtißh dem Ottomanischen Neicbe z1 bezeugen ge- ruhten. Im Augenblick, da i den Thron meiner Ahnen besteige, werle ih etnen RügA@bl-ck auf die Beziehungen, die in etner fo aufrichtigen Herzlichkeit ihren Ausoruck fiaden uud unsere beiden Reiche geeinigt haben. Insbesondere gexenk: id der inntgen Bande, die in der engen Zasammenarbeit urcserer Wöllec seit Ausbruch d:s allgemeinen Weltenbrandes herrschen, und ich bitte Guer Veajet!ät, die Ver- fiherurg meiner tietftez Zuneigung und bhôöhsten Wertshäzurg entgegennzhæen ju wollen und zu glauben, daß es mir am Herzen liegt, diese Bande aufrichtiger Freundschaft und Bündniétreue, die glüdiiheweise ¡wien unseren beiden Reichen bestehzn, immer enger zu früpfen. Sestütßt auf unjer gutes Net uod im BVer- trauen auf den Sieg un;ecer gerehien und heiligen Sache, bitte ih den Al'mä&tigen, seinen aöltlicen S{u8 unseren tapferen ber bündeten Acmeea zu gewäbren, die fo beldenmütig ihr Necht und ihr Vaterland verteidigen.“
Seine Majestät der Kaiser von Oesterrei hai aus Anlaß der Ermordung des Grafen Mirbach an Seine Majestät den Kaiser und König folgendes Telegramm gesandt : „Die Nachricht von der Ermordung Deines Gesandten G afen Mirbach bat wmich mit innigtem Betauern über dos Schickjal dies:s Opfers treuer Pflihtecfullutr.g, zugl-ih aber auch mi: der gerechtesten Entrüstung über die gegen untere heiligen Interessen mit immer größerer Gewifsenlofigkeit angewendeien Kampfmittel erfüllt. Die Arfstifter tieses enif-gliGzn Verbrechens baben h vor Gott, vor der Meunschbeit uud vor der Weitgeschite selbi für immerwrährende Zeiten geshändet. Unverbrüchlich fest ober l
meine Ueberzeugung, daf, ie verwerfliw-r dbieles ganze Zreibea sih gestaitet, wir dei!o näher uvs.rem hehren Ziele fiebern. In tiefstem Mitzefähle und immer in teuer Freund daft Dein Kat 1.
Seine Majestät der Kaiser und König ha! na
Meldung des „W. T. B.“ wie folgt geantwortet: u
„Ewpfange meiuen berziichiten Dank für die warme Wi n:hme, die Dv mir aaläßlih des fluchwürdigen Zerbrechens pon Moskau ausgesprechen haît, defien deflagen8wertes Opfer mein Me fandter ceworden tj. Seiner pflihitzeuen und verantwoitund vollen Tätigkeit im Dienste d-s Vaterlandes und unserer gemt!?“ samen Sache ist damit etn jähes, frühzeitiges Ende bereitet E Hoffentiih wird es gelingen, die gewifsenlojen änftifter dieter feigen Tat zu entlarven und vor aller Weit zu brandmarken. L
Stets Dein treuer Freund Wiihelw. r,
Seine Majestät der König von Bayern ha! fe
gendes Beileidstelegramm gesandt: rfen „Tief er'chüttert erhalte id die Nahrit ron dem 16 Ans{lag auf Deinen Gesandten in Moskau Srafén Mirkad. j bin empört über die verabsweuungswür-ige Tat 2nd bine bts die Versicherung meines aufriStigsten Mitgefühls n
trübenden Verlust diefes vortrefflichen Vèani.ts I wis u ÿ A
__ Die Antwort Seiner Majestät des Kaisers [autet wie folgt: L e „Ih danke Dir berzli® für Detne teilaehmenden Veetta. läßlich des feigen Mordes an meinem Gesantten in L Seine treuen Vie: ste2 und sein Tod fts Vaterlan
eia dankbares Andenken in unseren Herzen. Wilhel.
er Heiman der Ukraine Skoropadski hat aus dem- u Anlaß an Seine Majestät den Kaiser folgendes
Telegramm geritet: Eure Katserlihe und Königlie Majestät wollen mir aller- ¡ nädigst gestatten, daß id, gleichieitig im Namen des ukratnischen Molkes, meinem tiefen Schmerz Ausdruck gebe über den feigen Mord, dem der Botschafter Eurer Majestät in Moskau zum Opfec fel, Dur die mähttge Hilfe des Deutschen Reichs zum staatlichen Leben wiedererstanden, trauert das ukratnisWe Voik um den Verluft des Mannes, ver immer sih als Freund der Ukraine bewährte.“
Seine Majestät hat nah derselben oben angeführten Quelle darauf folgendermaßen geantwortet:
„Eure Exzellenz biite i, den Ausdruck Véeines besten Dankes für dite Teilnahme entgegenzunehmen, die Sie Vir, zuglei im Namen des ukrainis@den Volkes, aus Anlaß des fluhwürdigen Perbrechens an Meinem Gesandten in Moskau ausgesprochen
Auf mehrfache Anfragen teilt das Kriegsernährungsamt laut „W. T. B.“ mit, daß eine Erhöhung der Preise für Frühfartoffeln über die in der Verordnung vom 9. März 1918 vorgesehene Höchstgrenze von 10 Mark hinaus nicht be- absichtigt ist, zumal in wenigen Tagen mit der reihlihen An- fuhr voll ausgereifter Frühkartoffeln gerechnet werden kann.
Im ungarischen Abgeordnetenhause wurde, wie „V. T. B.“ aus Budapest meldet, die Gesezvorlage über die Wahlreform mit großer Mehrheit als Grundlage der Einzelberatung angenommen.
Vor Schluß der Erörterung ergriff Ministerpräsident Qr. Wekerle das Wort und führte aus: A
Im Verlaufe der Beralung set es zutage getreten, daß die Wahlceform in diesem Hause nit in dem Umfange durchgesett werden fönne, wie die Regterung es beabsihtt;t habe. Er habe es jedoh vermieden, zur Auflösung zu s{hreiten, weil dieje die Aufregung infolge der Wahlkämpfe verlängern und vie Wah!reform mindestens um ein Jahr hinauss{ieben würde. Die jeyige Vorlage weise immerhin bedeutende Fortschritte auf. Auch werde infolge der în der Vorlage enthaltenen Bestimmungen die Zahl der Wähler si selbst- stig vermehren. Das Frauensitmmrehr hade der Aus\{huß abge- lehnt, do) werde dle Regierung in der Einzelberatung eine besondere Abitimmung beantragen. Der Ministerpräsident erklärte {li ßlid, er habe hon aus dem Grunde den Vermitilung?vorschlag ange- nomúen, well die Vorlage immerhin einen gewfen Ruhepunkt be- deute und es ermögliden werde, wihtlge Aufgaben zu lösen. Nam'ntlih werde die Neform der nationalen Armee, die er als Vorausseßung für feine Amtsübernahme betradtet habe, durck@geführt werden, Der BVéinisterpräsident empfahl die Vorlage zur Annahme.
Das Unterhaus erörterte die Frage der allgemeinea Behandlung feindlicher Ausländer, die in leßter Beit zu vielen Meinungsverschiedenßzeiten Anlaß gab. Cave sagte laut „Reuter“ namens der Regierung, die die ganze Frage nohmals erwogen habe: y
Alle Fragen der Internierung oder Zwangsversch!ckung sowie alle Naturalisarion8bewtlliqungen solln nochmals geprüft werden. Jede Namensänderung wird für ungültig erklärt werden, wenn kein besonderer Erlaubnisshein vom Winisterium des Fm ern vorliegt, und zwar wird dies auch bet früher erfolgter Namensänderung der fall sein. Bezüglich feindliher Bauken, die übrigens {on h gut wie sahmgelegt sind, werden die nö:igen Schritte zur |fortigen Liquidierung und Schließung getan werden. Di die feindlichen Banken dazu bewußt worden find, engli1cen Handel an sh zu reißen und zu s{ädtgen, müssen si- auch nach dem Krteg besonders behandelt und durch Gese für eine Reihe von Fahren mh dem Kriege ve rboten werden. Jh glaube, daß diese Absichten der Regierung vernünftigen Ecwägungen Rechnung tragen und den Pedürfnissen der Lage entsprechen. :
Auf einer Versammlung der Vereinigung englischer Hersteller in der Queenshall in London hielt der australische Premierminister Huahes eine Rede, in der er nah Reuter betonte, wie unbedingt notwendig es sei, daß England \ich industriell und wirtschaftlih ordne, um die finanziellen Lasten nah dem Kriege tragen zu fönnen. Hughes führte weiter aus :
Die Handelestatistik Englands und Deutschlands lieferte den Beweis, daß die englishe Politik vor dem Kriege sih nit bezahlt mochte, Zudem waren viele der besten Näume in dem industriellen Deblude des Reiches von den Deutschen odec deutshen S-ydlingen unn so daß e'n großer Teil des Handels, der chetnbar englis war, s vollständig dem Nuß-n Englands diente. "Sofortiges Handeln t notwendig, Einige wünschen noch immer, nah dem Kriege dke Hand des deuts@en Bruders zu ergreifen und wünschen noch immwer al Grundsaß der ofe nen Tür. Auch die Deutsdben wünschten es. jet Deuschland will diesen Grundsaß nah dem Muster von Brest- glowek durhjühren. Emil Zimmermann hat gesagt: „Deutschlands ufitieg hivg hauptsächlih von der englischen Politik der offenen e ab. Er beruhte auf der Tatsache, daß England und die übrigen M die in großem Maßstab Nohjtoffe erzeugen, vns erlaubten, B ihren großen Vorratskammern Rohstoffe zu nehmen. Wern N diese Erlaubnis entzogen wird, werden wir sofort wieder voll Deutschland von 1880." Ih stimme wit Zimmermann sg mmen überein, Ohne gewisse Rohst:fffe kann keine s hofen, große Industrien aufzubauen oder aud nur ri eigenen in der Welt zu behaup!en. Das engliihe Reich L M Besig dieser Rohstoffe. Die Frage is nur: Zu wessen E wercen wir sie gebrauden, zu unserem eigenen oder zu tem Wag Feinde ? Es ist’ von größter Bedeutung, daß dite Aufsicht
e Quellen der Rohstoffe sowte über die Kanäle, durch die sie
y eiter grleitit werden, uns gesich-rt wird. Die Einrichtung, die er-
fordezlih wird schließt , nicht nur Pfl‘chten, sondern au Prämten und nit pee Art Beistand, der notwendlg sein könnte, ein. Die Hilts- vir es eses mächtlgen Neiches sind nahezu unbegrenzt. So wollen auh als ein großes einheitlihes Neichsganzes einrichten,
Es ist ein besonderer Untersuchun
gsaus\{chuß unter ne Vorsig des Volkskommissars der Justiz Stutschka gebildet A Sr legte klar, daß die linke sozialrevolutionäre Nee welche nur während der Dauer von zwei Stunden den Ä Tleonen in den Händen hatte, auf telegraphishem Wege und aon und Tula einen Aufstand hervorzurufen versuchte regierung i n C über die Beziehungen der Sowjtte A eutschen imstande waren, da
olfégemüt aufgiwüblen, verbreitete, die imstande ¡
Auf dem russishen Sow} ; owjetkongreß wurde von der fried mit über 2/; der A began Lileunen die Zu- ntg der ausländishen Politik des gleich der Una out! gon i} are QuBge pro, ers egen eine Erneuerung des Kriege tuishland zum Ausdru gtlangis, g
ie gt Presse meldet: Jn den nächsten Tagen ) e Zulunst des englischen Botschafters Buchanan in Wologda ermartet. Dis és 9
Der Kriegszustand wurde über die M 7 und die Bahn bis Swanka erklärt. h urmanküste
„Osservatore Romano“ gibt bekannt, die Republik China habe den Wunsch ausgesprochen, beim Heiligen Stuhl einen diplomatischen Vertreter zu beglaubigen. Diesem Verlangen komme der Heilige Stuhl gern entgegen, und er habe bereits die Zustimmung zur Ernennung Tai Tscheng Hings, des früheren chinesischen Gesandten in Spanien und Portugal, n M tdentlien Gesandten und bevollmächtigten Mi-
Cin Regierungserlaß stellt die portugiesische Gesandt- schaft beim Vatikan Ee bi giesishe Gesan
„_ Das „Korrespondenzbüro“ meldet amtlih: Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten teilt mit, daß am 22. Juni um 11 Uhr 40 Min. Vormittags bei Ouderschans (Gemeinde Sluis) zwei Bomben abgeworfen wurden. Es wurde eine Person verwundet und Sachschaden angerichtet. Die Unter- suhunag der Bombenscherben hat ergeben, daß die Bomben britischer Herkunft waren. Der niederländische Gesandte in London wurde deshalb beauftragt, bei der britishen Re- gierung nahdrücklich gegen diese neuerlihe Verleßung des neutralen Gebietes, bei der eine Person beinahe ums Leben ge- fommen märe, Einspruh zu erheben und die Erwartung der niederländischen Regierung auszusprehen, daß die britische Regierung den Schaden ersezen werde. '
Ïn der Kammer hat der Finanzminister Seulescu außer der aufsteigenden Einkommensteuer und der Kriegsgewinnsteuer nah Meldung des „W. T. B.“ noch folgende Finanz- maßnahmen angekündigt: Alkoholmonopol, Erhöhung der Erbschaftssteuer und Stempelsteuer, Besteuerung der Vermögen der Toten Hand, Sondersteuer für Kaffee und Tee, Herab- segung der Beamtenzahl und eine innere Anleihe, deren Zeit- punkt und Kurs von der Regierung noch nicht festgeseßt ijt.
Der Finanzminister hat einen Geseßentwurf, betreffend die vom Staate im Dezember 1917 und im Mai 1918 bei der Nationalbank aufgenommenen 21/, prozentigen und 11/4pro- zentigen Anleihen von insgesamt 600 Millionen Lei ein- gebracht, welhe Ende Dezember 1918 fällig sind. Die Gesamtsumme der vom Staate bei der Nationalbank zur Deckung der Kriegsausgaben gemachten Anleihen beträgt 1600 Millionen Lei.
Der Handels minister hat einen Gesezentwurf, betreffend Schaffung industrieller Syndikate eingebracht, vor-
läufig von Fabriken für Leder, Webwaren, Wollweberei, Quer
Seife, Kerzen, Del, Zellulose, Papier, Mehl, Leingeflechte, Hanfgeflehte und für Sägewerke. Gewisse Rohstoffe können nur unter staatlicher Aufsicht in den Verkehr gebraht werden ; Kauf und Verarbeitung der Rohstoffe und der Verkauf der Fertigwaren erfolgt durch die Syndikate.
Kriegöugchrichten.
Berlin, 11. Juli, Abends. (W. T. B.) Von den Kampsffronten nichts Neues.
Großes Hauptquartier, 12. Juli. (W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplaß. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
___ Die Artillerietätigkeit lebte am Abend auf und steigerte sich während der Nacht zu kräftigen Feuerüberfällen auf Kampfstellungen und Hintergelände. Südwestlih von Ypern und Bailleul sowie nördlich von Albert wurden stärkere Vo n ße, mehrfach Erkundungsabteilungen des Feindes a b-
Heeresgrupye Deutscher Kronprinz.
Zwischen Aisne und Marne blieb die Tätigkeit der Franzosen rege. Jn Vorfeldkämpfen am Walde von Villers Cotterets machten wir Gefangene. ODestlich von Reiras hlugen wir Erkundungsvorstöße des Feindes zurü.
Leutnant Ne ckel errang seinen 20 Lusftsieg.
Von dem gestern im Anflug auf Koblenz gemeldeten amerikanishen Geschwader fiel auch das 6. Flugzeug durch Abschuß in unsere Hand.
Der Erste Generalquartiermeifster. Ludendorff.
ODesterreicwish-ungarisher Bericht. ;
Wien, 11. Juli. (W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: Auf dem italienischen Kriegsschauplag keine nennens- werten Ereignisse. .
Jn Albanien haben sih unsere Truppen in einer neuen Widerstandslinie eingerichtet. Eine im Devoli-Tale vorfühlende
französishe Kompagnie wurde abgewiesen.
Konstantinopel, 11. Juli. (W. T. B.) Heeresbericht. Palästinafront: Jm Küstenabschnitt hielt rege Artillerie- tätigkeit an. Ein feindlihes Lager wurde von unserer Artillerie wirksam beschossen. Oestlich des Jordan versuchten feindliche Patrouillen an verschiedenen Stellen vorzudringen. Sie wurden zurückgewiej)en. Sonst nihis von Bedeutung.
Der Krieg zur See. _ Berlin, 11. Juli. (W. T. B.) Von unseren V-Vooten find im Kanal neuerdings 4 bewaffnete Dampfer mit zu- sammen 20 000 Br.-N.-T. versenkt. Der Chef des Admira!lstabes der Marine.
Warlamentarishe Ytadtrititen.
_JIn der gestrigen Sißung des Hauptausshusses des Reichstags erariff der Reichskanzler (raf von Hertling das Wort und führte nah „W. T. B.“ folgendes aus:
Meine Herren! Ueber die Borkommnifse der lezten Lage find die Herren ja bereits durch die Mittellurgen des Herra Biiekangzters unterri@tet. Ih habe mir trcetdem gesoct, daß möulicherweise die Herren den Wansch begter, daß ich seltst hier vor Ihnen erschiene und meine Stelurg zu diejen Vorkowmnijsea offen darlegte.
Meine Henen, der Wesel im Staattf-kretariat bedeutet keinen Weh des politisken Kuciei. Die Politik des Deutichea Reicves führt allein vzrantwoitlih der Beiwsfantiler, Der Staats- sekcetär des Auswärtigen hat die auswärtige Potitik im Auftraze, im Einvernehmen uod unler ber Verantwortlichkeit des Reichstanzlers zu führen. Das ist von Anfang on Grunds-y des Deuishen Reichs gewissen. Dieser Grundsay sieht ach beute fest. Meine He ren, aa meinem politis{ch2en Standpunkre, wie i ihn in meiner Rede am 29, November v. J. vor dem Plenum des Nei&8:ags festgel-gt habe, an diesem meinem Standpunkte, sowmchl bezügli der inneren, wie auth b:züglih der äußeren Politik, halte ih meinerseits voltommen R Daran wird si, foliange ih an dieser Stelle stehe, niŸts ändern,
wine Herren, bezüglih der inneren Politi?! habe ich diz damals gegebenen Zusagen, soweit es an meinein Willen lag, voll- kommen eingelöst, und i werde bafür eintreten, daß aud bie reeitere Ausführung der von mir gemachten Zujagen erfolgt und etwaige Hindernisse mit Energie überwunden werden. Darauf können die Herren sch verlassen.
Was die auówärtige Politik betrifft, so habe ich meinen Stand- pun?t gleihfals damals cm 29. Novewber deuti:ch markicit. Ich habe dn Herren gesagt, ih stehe auf deza Stantpunkie der Kaisers lien Antwort auf die Frledensnc1e des Papstes vom 1. August vorigen Jahres; die frievznsbereite Hesinnunz, die diese Äntœort beseelt Lat, beteelt auÿh mi. Aber ih habe hinzuge!ügt, 1netne Herren, daß die friedensbereite Gesinnung nit den Feiaden etnen Freibrief geben darf zur uvrabsehbaren For1scgung de3 Orieges. Meine Herren, was hafea wir rua abec erlebt? Während an unserer Bereitschaft, zu etnem ehrenvollen Frieden die Pa=«d zu reien, feit Fahren gar nit gezwetfelt werden kann, baben wir bis in die lten Lage hinein die aufriznden NR'den der fcind- l'chen Staatsmänner geböct, Metne Herren, Herr Wilson will den Krieg bis zur Vernichtung, und w328 Herr Balfour gesagt hat, muß jedem Deutschen wirkli bie Zor:ne8zdôte in das Geficht 1retben. Wir haben do ein Sefuhl für die Gh'e unseres Vaterlandes, wir könren uns nit dôffentliß wunausgeseßi auf diese Welse beidinpfen lassen, Und zwar t ht hinter dieier Be- \{impfung d'r Vernichtunçgswille. Soiange di: ser Vecnichtungs- will- besteht, meine Hi.rren, müssen wir mit uoserem treu!n Bolte ausharren. Jch bin au öber;eugt, [h weiß es, raß in den we t-sten Kieisen unseres Volkes, deß überall der exnsie Wille besteht: sekange der Vernichiungswtlle der Feinde besteht, müssen wir durGhalten, und wir werden ducchbolten im Vertrauen af unsere Tiupren, im Vers trauen auf unsere Heerführurg und im Vertrauen auf unser herrlike3 Boik, das di se \zwece Zeit mit thren großen Eilcehruogin und fortgeseßten Op'ecn so wunderbar erträgt.
Ylio an der Richtung der Politit coird nis geänteri, denn, meixe Herren, aub das wuß ih sofo:t s2gen: wein fi nun troß dieser feindseligen A:ußerurgen dieser Staatsmänner trgendwo errst- hafte Neguvaen für die Anbahnung cines Frierers oder auch nur der erste Schritt zu di-ser Anbahnung zcizgen würder, dann würden wir ganz gerxriß uns nicht voa vo.nherein ab- lehnend) verhalten, fondern wir würden biefen ern? gemeinten — id fage auszrûditb ernstgemeinten — MAuregungen sofort mit alem (Ernste nachgeben. Natürlich gen"'gt es nicht, wenn dieser oder jener Agent kewmr und uns sagt: Ih kann da und dort FriedensbesprechGungen herbeifüßr-n. ondern ets tommt darauf an, daß berufene Bertréttr der feindlichen Mächte uns, ausdrüdlich utori- fert von ibren Megierungen, zu verltehen geben, Laß Besprechungen möglih feier, Besprehuogen zunädst natürli in fkicinem Krette. Aber, meine Herren, die Staaztsmänner, die bi hr g- \sprodea haben, h-ben von derartigen VeozUthkeiten 1 ih: geredet,
Wenn solbe Möglicztetien fich zeigen, wenn tine ernste Frieden®es neizung auf der arxderen Seite hervortritt, oein+ Herreo, dann werden wir fofort darauf e‘ngekten, d. h. wir me den fle ri! z 1irüd- stoßev, wir werden zunächst im kleinen Kreise )pehen. Meine Herten, ich kann 3h: eu auch sagen, daß diejer Startpuukt nicht etwa nyr mein Standpunkt ist, sondern daß vieser Standpunkt auch ven der Obersten Heeresletiung ausdrü@lih getziit wi d. Derin auch dite Oberste Heeredleitung führt den Kiteg nicht um des Kiieges w:UÜen, fondern auch die Oberste Heeresleitung hat mir gesazt: sobald eta ernster Frieden8wille sich auf der anderen Seite bemerkbar mat, müssen wir der Saße nachgeben.
Nun wirb es die Herren t: teressieren, wie 1ch ven diesem Stand- punkte aus gewisse Probleme barstellen, die die Gegenwart uu? aufs drärgt. Es haben über diese Fragen am 1. und 2. Juli im Großen Hauptquartier unter dem Versiy Setner Woj-stät des Kaisers cin- gehende Besprehungen stattgefunden Ach kann natürlih uur gan allgemein dle Nichtlinten hier angeben, die damals festgestellt wurden. : Also zur ächst bezgl des Osten. Metoe Herren, wir steben auf dem Boden des Friedens von Brest. L.!oxék und wollen diefen Frieden in leyaler Wetie aufgefühct scheo. Vas ist der Wille der deutschen Rei@9)itung und darin rotrbd ße unt rstutzt von der Obe1 sten Heeresleliung. Abir, weine Herren, die Schr tizrtigfeit der Autfüh:ung des Friedens von Brest Litonsk liegt niht auf vnserer Seite, sondern diese Schwierkeit liegt dcin, aß — wie Sie wissen — die Verältnisse in Rußiand noch so außerordei tit unsicher siand. Wir find geneigt, m-tne Herren, an die Loyalität d r grcennäntgenzuißKchen Negterung urs gegen- Uber zu glauben, wtr sind insbesondere gencigt, an die Loyalität des Nertreter8 der ‘russischen Negierung hier in Berlin zu glauben, Ater, meine Herren, wir werden nit so unbedingt annehmen dürfen und föônnen, taß die gegenwärtige ru}sisde MNegierung auch die Vèacht hat, die uns gegebenen loyalen Zusagen überall duräzufühten. Wir wollen durMaus der jetzigen russischen Megierung ketne Schwteriakeiten maten, wir Fellen uns auf ten loyalen Boden des Friedens von Brest-Litowsk und tun, was wir können, um diesen Frieden auszuführen. Ab.r wie die Zurtänte sind, meine Haren, gibt es unaufhörih Veiwidelungen, unau hörlichhe Reibungen an den Grenzgebtieten, unavfhöriih? U-:ber- griffe dieier oder jener leinen Heeretgruppe. Aber ih wiederhole, unser Prinzip ist: wir stehen auf dem Boden des Friedens von Brest- Litowsk, und wir wollen den Frieden leval autführ:n, wir wollen mit der gegenwä!1tgen Iegierung loyal verhandeln. Ste alle, meine Heren, stehen noch unter dem Eindruck des furhtbaren Verbre chens in Moskau, des Attevtats, das an urserem Ge'andten tort vz2übt worden ist, — etne völlerrechtewicrige Tat, wie sie ärzer nicht zum Himmel schreien kann.
Alle Spuren veuten darauf bin, daß die flu@wüdige Tat auf Anregung der Entente geseben ist, um uns mit der jetzigen ru'sischen Regterung neuerdings in den Krieg zu verw!ckeln, — ein Zustard, den wir auf das cifrigste vermeiden rolle»; wir wollen keinen neven Krieg mit Nußland. Die jeyige russische Reuterung will den Frieden und braucht den Frieden, und in dieser friedensgeneigten Ubt unter«
E E O T S S, T E S E