Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZIP%202007,%201458
Timestamp: 2019-09-23 20:42:24
Document Index: 363228290

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 707', 'BGH', '§ 707', 'BGH', 'BGH', '§ 707', 'BGH', 'BGH', '§ 709', '§ 707', '§ 707', 'BGH']

BGH, 21.05.2007 - II ZR 96/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,923
BGH, 21.05.2007 - II ZR 96/06 (https://dejure.org/2007,923)
BGH, Entscheidung vom 21.05.2007 - II ZR 96/06 (https://dejure.org/2007,923)
BGH, Entscheidung vom 21. Mai 2007 - II ZR 96/06 (https://dejure.org/2007,923)
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Schlichte Mehrheitsklausel in Gesellschaftsvertrag einer Personengesellschaft genügt für Beschluss oder Vertragsänderung über Nachschusspflicht nicht
Schlichte Mehrheitsklausel in einem Gesellschaftsvertrag einer Personengesellschaft als Legitimationsgrundlage für eine Änderung des Gesellschaftsvertrages hinsichtlich der Einführung einer Nachschusspflicht; Wirksamkeit einer nachträglich beschlossenen ...
Keine Begründung einer Nachschusspflicht durch mehrheitliche Änderung des Gesellschaftsvertrags
Nachschußpflicht bei geschlossenen Immobilienfonds nicht durch AGB regelbar; notwendige Zustimmung der Gesellschafter
Keine Nachschusspflicht des BGB-Gesellschafters ohne seine Zustimmung; schlichte Mehrheitsklausel im Gesellschaftsvertrag ist keine Legitimationsgrundlage
Vereinbarung einer Nachschusspflicht durch Änderung des Gesellschaftsvertrages einer Personengesellschaft
Beiträge der Gesellschafter der GmbH & Co. KG, Bestimmtheitsgrundsatz, Haftsumme, Kapitalbeteiligung, Nachschusspflicht
Geschlossener Immobilienfonds: Schlichte Mehrheitsklausel erlaubt nicht nachträgliche Einführung einer Nachschussregelung
Keine nachträgliche Einführung einer Nachschusspflicht durch Mehrheitsbeschluss der Gesellschafter
NJW-RR 2007, 1521
ZIP 2007, 1458
MDR 2007, 1266
WM 2007, 1412
DB 2007, 1692
DB 2007, 305
NZG 2007, 620
a) Der Beschluss, der den Gesellschaftern einer Personengesellschaft Nachschusspflichten auferlegt, ist den Gesellschaftern gegenüber unwirksam (§ 707 BGB), die dieser Vermehrung ihrer Beitragspflichten nicht - auch nicht antizipiert (vgl. z.B. Sen. Urt. v. 21. Mai 2007 - II ZR 96/06, ZIP 2007, 1458 Tz. 13 ff.; v. 5. März 2007 - II ZR 282/05, ZIP 2007, 766 Tz. 13, 16 f.) - zugestimmt haben.
Die gesellschaftsvertragliche Bestimmung ist weder eindeutig noch lässt sie Ausmaß und Umfang einer möglichen zusätzlichen Belastung der Gesellschafter erkennen (BGH…, Urteil vom 23. Januar 2006 - II ZR 306/04, ZIP 2006, 562 Rn. 18 f.;… Urteil vom 19. März 2007 - II ZR 73/06, ZIP 2007, 812 Rn. 17; Urteil vom 21. Mai 2007 - II ZR 96/06, ZIP 2007, 1458 Rn. 13 ff.;… Urteil vom 9. Februar 2009 - II ZR 231/07, ZIP 2009, 864 Rn. 14 f.).
Dass es hier bei der Verknüpfung von Kapitalerhöhung und Ausschlussgrund um den Kernbereich der Mitgliedschaftsrechte geht, verdeutlicht auch die Überlegung, dass bereits die einfache Vermehrung der Leistungspflichten mit Rücksicht auf § 707 BGB der Zustimmung aller Gesellschafter bedarf (…so bereits KG, 14. Zivilsenat, a.a.O.; allg. BGH, Versäumnisurteil vom 21. Mai 2007 - II ZR 96/06, NZG 2007, 620 f.).
Eine allgemeine Klausel, dass der Gesellschaftsvertrag durch Mehrheitsbeschluss geändert werden kann, reicht nicht (BGH, Urteil vom 21. Mai 2007 - II ZR 96/06, ZIP 2007, 1458 ff.).
Der Beschluss, welcher den Gesellschaftern einer Personengesellschaft Nachschusspflichten auferlegt, ist nur denjenigen Gesellschaftern gegenüber unwirksam (§ 707 BGB) , die dieser Vermehrung ihrer Beitragspflichten nicht - auch nicht antizipiert (vgl. BGH, Urteile vom 21. Mai 2007, II ZR 96/06, Rdn. 13 ff.;… vom 5. März 2007, II ZR 282/05, Rdn. 13, 16 f.) - zugestimmt haben (BGH…, Urteil vom 9. Februar 2009, II ZR 231/07, Rdn. 15;… Ulmer/Schäfer in: Münchener Kommentar zum BGB, 5. Auflage 2009, Rdn. 108 zu § 709;… Rdn. 7 zu § 707).
Dass es hier bei der Verknüpfung von Kapitalerhöhung und Ausschlussgrund um den Kernbereich der Mitgliedschaftsrechte geht, verdeutlicht auch die Überlegung, dass bereits die einfache Vermehrung der Leistungspflichten mit Rücksicht auf § 707 BGB der Zustimmung aller Gesellschafter bedarf (allg. BGH NZG 2007, S. 620).