Source: https://www.arbeitssicherheit.de/schriften/dokument/0%3A4988991%2C6.html
Timestamp: 2020-07-08 07:20:14
Document Index: 199170679

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 7', '§ 3', '§ 12', '§ 5', '§ 7', '§ 5', '§ 6']

Abschnitt 4.1, 4 Maßnahmen zur Verhütung von Brand- und Expl...
Abschnitt 4.1 – 4 Maßnahmen zur Verhütung von Brand- und Explosionsgefahren
Der Unternehmer hat im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung die Brand- und Explosionsgefahren beim Schleifen, Bürsten und Polieren von Aluminium zu ermitteln, zu beurteilen und die notwendigen Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um Gefährdungen durch Aluminiumstaub und Wasserstoffgas zu vermeiden oder auf ein Mindestmaß zu verringern.
Zur Gefährdungsbeurteilung siehe § 5 des Arbeitsschutzgesetzes und § 7 der Gefahrstoffverordnung sowie § 3 der Betriebssicherheitsverordnung.
Zur systematischen Vorgehensweise zum Erkennen und Vermeiden von Explosionsgefährdungen siehe das Abfrageschema in Anhang 1 und Technische Regeln für Betriebssicherheit TRBS 2152 "Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre; Allgemeines". Zur Beurteilung der Explosionsgefährdung siehe auch Technische Regeln für Betriebssicherheit TRBS 2152 Teil 1 "Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre; Beurteilung der Explosionsgefährdung".
Zu Schutzmaßnahmen gegen Brand- und Explosionsgefahren, deren Rangfolge und Durchführung, siehe insbesondere § 12 der Gefahrstoffverordnung mit Anhang III Nr. 1 und § 5 der Betriebssicherheitsverordnung mit Anhang 4.
Hinsichtlich der Beschaffenheit von Bearbeitungsmaschinen und zugehörigen Einrichtungen siehe § 7 der Betriebssicherheitsverordnung.
Beschaffenheitsanforderungen an ortsfeste Maschinen zum Schleifen von Aluminium siehe z.B. DIN EN 13 218 "Werkzeugmaschinen; Sicherheit; Ortsfeste Schleifmaschinen".
Zum Stand der Technik siehe die im Anhang 7 aufgeführten Normen und technischen Spezifikationen.
Kann das Auftreten gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre durch die festgelegten Schutzmaßnahmen nicht sicher verhindert werden, ist nach § 5 der Betriebssicherheitsverordnung eine Zoneneinteilung für die explosionsgefährdeten Bereiche erforderlich.
Zur Zoneneinteilung siehe z.B.
Technische Regeln für Betriebssicherheit TRBS 2152 Teil 1,
DIN EN 61241-10 "Elektrische Betriebsmittel zur Verwendung in Bereichen mit brennbarem Staub; Teil 10: Einteilung von staubexplosionsgefährdeten Bereichen"
VDI 2263 Blatt 6 "Staubbrände und Staubexplosionen; Gefahren, Beurteilung Schutzmaßnahmen; Brand- und Explosionsschutz an Entstaubungsanlagen" mit Beispielen in E VDI 2263 Blatt 6.1.
Hinweise zur Beurteilung des Auftretens von explosionsgefährdeten Bereichen und zur Zoneneinteilung beim Schleifen, Bürsten und Polieren von Aluminium siehe Anhang 2.
Ergibt die Gefährdungsbeurteilung das Vorliegen eines explosionsgefährdeten Bereiches, ist ein Explosionsschutzdokument nach § 6 der Betriebssicherheitsverordnung zu erstellen.
Zum Explosionsschutzdokument siehe z.B. Abschnitt E 6 der "Explosionsschutz-Regeln (EX-RL)" (BGR 104).
Muster eines Explosionsschutzdokuments siehe Anhang 3.
Bearbeitungsmaschinen, die ausschließlich für die Bearbeitung von Aluminium vorgesehen sind, sind entsprechend zu kennzeichnen.
Eine entsprechende Kennzeichnung ist z.B. ein Hinweiszeichen an der Maschine mit der Aufschrift "Nur für Aluminiumbearbeitung".