Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20101/07
Timestamp: 2013-05-23 15:23:21
Document Index: 189832815

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 34', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: VI ZR 101/07
Rechtsprechung BGH, 04.03.2008 - VI ZR 101/07 Volltextver�ffentlichungen (6)
Inanspruchnahme eines Durchgangsarztes wegen eines Diagnosefehlers
LG Flensburg, 20.01.2006 - 4 O 230/01
OLG Schleswig, 02.03.2007 - 4 U 22/06
BGH, 04.03.2008 - VI ZR 101/07
Wird zitiert von ... (5) BGH, 09.12.2008 - VI ZR 277/07 Einleitung von berufsgenossenschaftlicher HeilbehandlungNach Inkrafttreten von � 34 Abs. 1 SGB VII, der � 557 Abs. 2 RVO ersetzte, hat sich daran nichts ge�ndert (vgl. Senat, Beschluss vom 4. M�rz 2008 - VI ZR 101/07 - [...]).Bei dieser Entscheidung erf�llt er eine der BG obliegende Aufgabe und �bt damit ein �ffentliches Amt aus (vgl. Senat, Beschluss vom 4. M�rz 2008 - VI ZR 101/07 - [...]).Soweit nach einer in Teilen der Literatur und der Rechtsprechung vertretenen Ansicht noch weitergehend die gesamte T�tigkeit eines D-Arztes bis zur Entscheidung �ber das "Ob und Wie", also etwa auch die Erstversorgung (� 27 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII) und die Diagnosestellung, als Aus�bung eines �ffentlichen Amtes angesehen wird (vgl. Kreft in LM Art. 34 GG Nr. 99a Bl. 71 f.; K. M�ller SGb 1975, 511 f.;… Pfeifer, aaO, 126 f.;… Stein/Itzel/Schwall, Praxishandbuch des Amts- und Staatshaftungsrechts, Rn. 618;… Wolber, aaO, 264;… OLG Schleswig, aaO), nimmt der Senat Bezug auf seinen Beschluss vom 4. M�rz 2008 (- VI ZR 101/07 - [...]): Wenn in BGHZ 126, 297, 301 von einer Z�sur durch die Entscheidung �ber das "Ob und Wie" die Rede ist, durch welche die (anschlie�ende) �rztliche Behandlung dem Privatrecht unterf�llt, versteht sich dies als inhaltliches Abgrenzungskriterium, nicht als zeitliches; ein Nebeneinander der Pflichtenkreise bei der Erstbehandlung und m�glicherweise auch bei der Diagnosestellung ist daher nicht ausgeschlossen.
OLG Oldenburg, 30.06.2010 - 5 U 15/10 Pers�nliche zivilrechtliche Haftung des Durchgangsarztes: Anordnung der …Deshalb ist diese Entscheidung sowohl bei der Erstbeurteilung als auch bei der Nachschau als Aus�bung eines �ffentlichen Amtes zu betrachten (BGHZ 179, 115; VersR 2010, 768; BGH VI ZR 101/07 vom 04.03.2003 - juris; BGHZ 63, 265).Nach st�ndiger Rechtsprechung des BGH (BGHZ 63, 265; ausdr�cklich best�tigt durch BGH VI ZR 101/07 vom 04.03.2008 - juris Rn. 1), der sich der Senat anschlie�t, handelt es sich bei der Entscheidung �ber das "ob" und "wie" der zu gew�hrenden Heilbehandlung nicht um ein zeitliches Abgrenzungskriterium, welches ein Nebeneinander der Pflichtenkreise ausschlie�t, sondern um ein inhaltliches Abgrenzungskriterium.Soweit das OLG Schleswig (GesR 2007, 207) die Auffassung vertreten hat, ein Diagnosefehler des Durchgangsarztes bei der Entscheidung zum "ob" und "wie", der sich in der weiteren Behandlung fortsetzt, bleibe dem �ffentlichen Recht zuzuordnen, ist der BGH dem bereits mit seiner Entscheidung VI ZR 101/07 vom 04.03.2008 entgegen getreten.
BGH, 09.03.2010 - VI ZR 131/09 Beschr�nkung der T�tigkeit eines Durchgangsarztes i.R.e. Nachschau auf die …Bei dieser Entscheidung erf�llt er eine der Berufsgenossenschaft obliegende Aufgabe und �bt damit ein �ffentliches Amt aus (vgl. Senatsbeschluss vom 4. M�rz 2008 - VI ZR 101/07 -juris).
OLG Hamm, 09.11.2009 - 3 U 103/09 Umfang des rechtlichen Geh�rs im ZivilverfahrenVeranlassung zu diesbez�glichen rechtlichen Erw�gungen bestand gerade auch im Hinblick auf die vom Kl�ger (wie im Urteil) zitierte einschl�gige Entscheidung des Bundesgerichtshofes aus dem Jahre 1974 (NJW 1975, 589), an deren Grunds�tzen der f�r Arzthaftungssachen zust�ndige VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes in letzter Zeit ausdr�cklich festgehalten hat (vgl. BGH, B. v. 04.03.2008 - VI ZR 101/07 und U.v. 09.12.2008 - GesR 2009, 151 ff.).Auch der Bundesgerichtsgof ist in der bereits erw�hnten Revisionsentscheidung (VI ZR 101/07 - juris) vom 04.03.2008 dem OLG Schleswig insoweit ausdr�cklich nicht gefolgt.
SG Halle, 05.06.2009 - S 15 U 167/06 Sofern der D- bzw. H-Arzt den Versicherten dahingehend untersucht, ob eine allgemeine oder besondere Heilbehandlung angezeigt ist und diese einleitet, erf�llt er eine Aufgabe des Unfallversicherungstr�gers und wird insoweit f�r den Unfallversicherungstr�ger t�tig (vgl. BGH, Beschluss vom 04.03.07 - VI ZR 101/07).