Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%2099,%201388
Timestamp: 2020-02-18 01:08:38
Document Index: 167420927

Matched Legal Cases: ['§ 133', '§ 2069', '§ 2084', '§ 2269', '§ 2270', '§ 2270', '§ 2270', '§ 2271']

BayObLG, 25.03.1999 - 1Z BR 101/98 - dejure.org
BayObLG, 25.03.1999 - 1Z BR 101/98
https://dejure.org/1999,3931
BayObLG, 25.03.1999 - 1Z BR 101/98 (https://dejure.org/1999,3931)
BayObLG, Entscheidung vom 25.03.1999 - 1Z BR 101/98 (https://dejure.org/1999,3931)
BayObLG, Entscheidung vom 25. März 1999 - 1Z BR 101/98 (https://dejure.org/1999,3931)
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Schlusserbeneinsetzung in einem notariellen gemeinschaftlichen Testament; Voraussetzungen des "Berliner Testamentes"; Voraussetzungen der Wechselbezügigkeit; Anordnung einer Schlusserbeneinsetzung in gemeinschaftlichem Testament; Vorliegen einer, durch unrichtige ...
BGB § 133, § 2069, § 2084, § 2269, § 2270
AG Traunstein - 7 VI 1230/97
LG Traunstein, 14.07.1998 - 4 T 554/98
FamRZ 1999, 1388
BayObLG, 19.01.2001 - 1Z BR 126/00
Verhältnis zwischen Erbvertrag und gemeinschaftlichem Testament
Gemäß § 2270 Abs. 1 BGB sind letztwillige Verfügungen, die Ehegatten in einem gemeinschaftlichen Testament getroffen haben, dann wechselbezüglich, wenn anzunehmen ist, dass die Verfügung des einen Ehegatten nicht ohne die Verfügung des anderen getroffen worden wäre, wenn also jede der beiden Verfügungen mit Rücksicht auf eine andere getroffen ist und nach dem Willen der Ehegatten mit ihr stehen oder fallen soll (BayObLGZ 1983, 213/216 f.; 1987, 23/26; BayObLG FamRZ 1999, 1388/1389).
Die Auslegung selbst ist auch hinsichtlich der Wechselbezüglichkeit grundsätzlich Sache des Tatrichters (BayObLG FamRZ 1999, 1388/1389 m. w. N.).
Das Rechtsbeschwerdegericht kann nur überprüfen, ob die Auslegung alle wesentlichen Umstände berücksichtigt, nach den Denkgesetzen und der Erfahrung möglich ist, mit den gesetzlichen Auslegungsregeln in Einklang steht und dem klaren Sinn und Wortlaut des Testaments nicht widerspricht (ständige Rechtsprechung; vgl. BayObLG FamRZ 1999, 1388/1389).
OLG München, 16.04.2007 - 31 Wx 108/06
Auslegung eines gemeinschaftlichen Testaments zur Wechselbezüglichkeit der …
Diese Auslegungsregel ist erst dann heranzuziehen, wenn nach Überprüfung aller inner- und außerhalb des Testaments liegenden Umstände verbleibende Zweifel nicht zu beseitigen sind (BayObLG FamRZ 1999, 1388/1389).
OLG München, 06.07.2007 - 31 Wx 33/07
BayObLG, 16.05.2001 - 1Z BR 2/01
Wechselbezüglichkeit einer Ersatzerbeneinsetzung in einem gemeinschaftlichen …
Sie sind gemäß § 2270 Abs. 1 BGB wechselbezüglich, wenn anzunehmen ist, dass die Verfügung des einen Ehegatten nicht ohne die Verfügung des anderen getroffen worden wäre bzw. wenn jede Verfügung mit Rücksicht auf eine andere Verfügung getroffen ist und nach dem Willen der Ehegatten mit ihr stehen oder fallen soll (st. Rspr.; vgl. BayObLG FamRZ 1991, 1358; 1992, 1102; 1999, 1388/1389).
BayObLG, 17.03.2005 - 1Z BR 106/04
Wechselbezüglichkeit von Verfügungen eines gemeinschaftlichen Testaments bei …
BayObLG, 27.03.2001 - 1Z BR 130/00
Testaments von Nichtehegatten
Das Rechtsbeschwerdegericht hat nur zu überprüfen, ob die Auslegung alle wesentlichen Umstände berücksichtigt, nach den Denkgesetzen und der Erfahrung möglich ist, mit den gesetzlichen Auslegungsregeln in Einklang steht und dem klaren Sinn und Wortlaut des Testaments nicht widerspricht (st.Rspr.; vgl. BayObLG FamRZ 1999, 1388/1389 m.w.N.).
BayObLG, 25.01.2000 - 1Z BR 181/99
Dabei ist zunächst zu prüfen, ob der Erblasser im Zeitpunkt der Errichtung der Verfügung an die Möglichkeit eines vorzeitigen Wegfalls des von ihm eingesetzten Erben tatsächlich gedacht hat und was er für diesen Fall wirklich oder mutmaßlich gewollt hat; hilfsweise ist eine ergänzende Auslegung in Betracht zu ziehen (BayObLGZ 1988, 165/167 und BayObLG FamRZ 1999, 1388/1390; OLG Hamm FamRZ 1991, 1483 f.; OLG Frankfurt FamRZ 1996, 829/830).
OLG München, 09.10.2008 - 6 U 3425/07
Erst wenn sich auf diesem Wege unter Berücksichtigung aller relevanten - auch außerhalb der Urkunde liegenden - Umstände ein eindeutiger übereinstimmender Wille der Testierenden nicht feststellen lässt, ist auf die Auslegungsregel des § 2271 Abs. 2 BGB zurückzugreifen (BayObLG FamRz 1999, 1388, 1389).