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Timestamp: 2020-04-09 03:38:47
Document Index: 221101947

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 25', 'Art. 2', 'Art. 25', 'Art. 3', 'Art. 25', 'Art. 4', 'Art. 25', 'Art. 5', 'Art. 25']

SR 642.142.2 Verordnung vom 13. November 2019 über den steuerlichen Abzug auf Eigenfinanzierung juristischer Personen
642.142.2 Verordnung vom 13. November 2019 über den steuerlichen Abzug auf Eigenfinanzierung juristischer Personen
gestützt auf Artikel 25abis Absatz 6 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 19901 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG),
Art. 1 Eigenkapitalunterlegungssätze
(Art. 25abis Abs. 2 und 3 StHG)
Die Eigenkapitalunterlegungssätze betragen auf folgenden Aktiven:
Eigenkapitalunterlegungssätze
Kurzfristig gehaltene Aktiven mit Börsenkurs:
in- und ausländische Obligationen in Schweizerfranken
ausländische Obligationen in Fremdwährung
börsenkotierte in- und ausländische Aktien
nicht börsenkotierte Aktien und Stammanteile
Darlehen an Nahestehende:
die keine ungerechtfertigte Steuerersparnis nach Artikel 25abis Absatz 3 Buchstabe e StHG bewirken
die eine ungerechtfertigte Steuerersparnis nach Artikel 25abis Absatz 3 Buchstabe e StHG bewirken
Darlehen an Drittparteien
Beteiligungen nach Artikel 28 Absatz 1 StHG
immobile Sachanlagen:
Fabrikliegenschaften, Wohnliegenschaften und Bauland
derivative immaterielle Werte
selbst geschaffene immaterielle Werte:
die nach Artikel 24b StHG besteuert werden
die nicht nach Artikel 24b StHG besteuert werden
Nicht betriebsnotwendige Aktiven
Nach Artikel 24cStHG aufgedeckte stille Reserven, einschliesslich des selbst geschaffenen Mehrwerts, sowie vergleichbare unversteuert aufgedeckte stille Reserven
sofern Teil des steuerbaren Eigenkapitals
sofern nicht Teil des steuerbaren Eigenkapitals
Art. 2 Berechnung des Sicherheitseigenkapitals
(Art. 25abis Abs. 2 StHG)
1 Das Sicherheitseigenkapital entspricht der positiven Differenz zwischen dem gesamten steuerlich massgeblichen Eigenkapital und dem Kerneigenkapital.
2 Das Kerneigenkapital berechnet sich, indem die durchschnittlichen Gewinnsteuerwerte der Aktiven mit den Eigenkapitalunterlegungssätzen nach Artikel 1 multipliziert und die Ergebnisse summiert werden.
3 Die durchschnittlichen Gewinnsteuerwerte berechnen sich anhand der Gewinnsteuerwerte zu Beginn und am Ende der Steuerperiode.
4 Verfügt eine steuerpflichtige Person über Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten oder Grundstücke im Ausland oder in einem anderen Kanton, so vermindert sich das Sicherheitseigenkapital prozentual um den Anteil der durchschnittlichen Gewinnsteuerwerte dieser Aktiven an den durchschnittlichen Gewinnsteuerwerten der gesamten Aktiven. Dabei werden die durchschnittlichen Gewinnsteuerwerte der Aktiven mit der Differenz zwischen 100 Prozent und dem jeweiligen Eigenkapitalunterlegungssatz nach Artikel 1 gewichtet.
Art. 3 Kalkulatorischer Zinssatz
(Art. 25abis Abs. 4 erster Satz StHG)
1 Der kalkulatorische Zinssatz auf dem Sicherheitseigenkapital entspricht der Rendite von zehnjährigen Bundesobligationen am letzten Handelstag des dem Beginn der Steuerperiode vorangegangenen Kalenderjahres. Bei negativer Rendite beträgt der Zinssatz 0 Prozent.
2 Der kalkulatorische Zinssatz wird jährlich von der Eidgenössischen Steuerverwaltung publiziert.
Art. 4 Forderungen aller Art gegenüber Nahestehenden
(Art. 25abis Abs. 4 zweiter Satz StHG)
Der Anteil des Sicherheitseigenkapitals, der auf Forderungen aller Art gegenüber Nahestehenden entfällt, entspricht dem Anteil des durchschnittlichen Gewinnsteuerwerts dieser Forderungen am durchschnittlichen Gewinnsteuerwert der Aktiven nach Anwendung von Artikel 2 Absatz 4. Dabei werden die durchschnittlichen Gewinnsteuerwerte der Aktiven mit der Differenz zwischen 100 Prozent und dem jeweiligen Eigenkapitalunterlegungssatz nach Artikel 1 gewichtet.
Art. 5 Berechnung des kalkulatorischen Zinses auf dem Sicherheitseigenkapital
(Art. 25abis Abs. 5 StHG)
1 Der massgebende Zinsaufwand berechnet sich, indem das Sicherheitseigenkapital mit dem kalkulatorischen Zinssatz multipliziert wird.
2 Der Zinsaufwand auf Sicherheitseigenkapital, das auf Forderungen aller Art gegenüber Nahestehenden entfällt, berechnet sich, indem dieser Anteil des Sicherheitseigenkapitals mit dem Zinssatz multipliziert wird, der dem Drittvergleich entspricht.