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Timestamp: 2016-10-25 22:57:07
Document Index: 222244266

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 88', 'Art. 66', 'Art. 68']

8C_142/2014 (22.10.2014)
8C_142/2014 � � Urteil vom 22. Oktober 2014
Invalidenversicherung (Rente; Arbeitsunf�higkeit),
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. Dezember 2013.
A.a.�Die 1955 geborene A.________ arbeitete ab dem 1. August 1996 in einem Pensum von 40 % als Buchhalterin bei der Firma B.________ AG. Am 1. April 1997 st�rzte sie beim Snowboarden und verletzte sich. Sie meldete sich am 8. November 2000 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich zog die Akten der f�r den Unfall zust�ndigen obligatorischen Unfallversicherung inklusive verschiedener medizinischer Gutachten bei (u.a. Expertise der Dr. med. C.________, Fach�rztin f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 24. Mai 2006) und liess die Versicherte ihrerseits psychiatrisch begutachten (Dr. med. D.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie, Expertise vom 23. Mai 2007). Schliesslich gab sie selbst ein polydisziplin�res Gutachten bei der Gutachterstelle E.________, in Auftrag, welches mit Datum vom 1. Juli 2009 erstattet wurde. Gest�tzt auf Letzteres wies die IV-Stelle das Rentenbegehren mit der Begr�ndung ab, es bestehe bei Realisierung der zumutbaren Arbeitsf�higkeit kein entsprechender Anspruch (Verf�gung vom 18. Dezember 2009).
A.b.�Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies eine unter Beilage eines Gutachtens des Dr. med. F.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 15. Juni 2010 erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 23. Dezember 2010 ab, wohingegen das Bundesgericht in Gutheissung einer dagegen gef�hrten Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten den kantonalen Entscheid aufhob und die Sache zur Einholung eines umfassenden Obergutachtens und neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckwies.
A.c.�Mit Entscheid vom 31. Mai 2012 hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich die Beschwerde gegen die Verf�gung vom 18. Dezember 2009 in dem Sinne gut, als es feststellte, die Versicherte habe ab 1. Januar 2001 Anspruch auf eine halbe Rente, ab 1. Januar 2004 auf eine Dreiviertelsrente und ab 1. Mai 2005 auf eine ganz Rente der Invalidenversicherung.
Das Bundesgericht hiess die von der IV-Stelle dagegen gef�hrte Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gut, da das kantonale Gericht ohne Einholung eines Obergutachtens entschieden hatte. Die Sache wurde erneut an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
In der Folge holte das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich bei Dr. med. G.________, Fach�rztin f�r Psychiatrie und Psychotherapie am Medizinischen Zentrum K.________, ein Obergutachten ein (Expertise vom 16. April 2013). Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich dazu zu �ussern. Die IV-Stelle legte im Rahmen ihrer Stellungnahme auch einen Bericht des med. pract. I.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie, von ihrem regionalen �rztlichen Dienst (RAD) vom 10. Mai 2013 auf. Gest�tzt auf das Gerichtsgutachten hiess das Sozialversicherungsgericht die Beschwerde der A.________ in dem Sinne teilweise gut, als es ihr in Aufhebung der Verf�gung vom 18. Dezember 2009 ab 1. November 1999 eine halbe und ab 1. Juli 2005 eine ganze Invalidenrente zusprach.
Die IV-Stelle des Kantons Z�rich erhebt wiederum Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und stellt den Antrag, der kantonale Entscheid sei aufzuheben und die Verf�gung vom 18. Dezember 2009 zu best�tigen. Zudem sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen.
A.________ l�sst auf Abweisung der Beschwerde schliessen. Weiter sei der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zuzuerkennen. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichtet auf eine Stellungnahme.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren Sachverhaltsfeststellung nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Das Vorliegen dieser Voraussetzungen hat die Beschwerde f�hrende Person genau darzulegen. Dazu gen�gt es nicht, einen von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten oder die eigene Beweisw�rdigung zu erl�utern (BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356; SVR 2012 BVG Nr. 11 S. 44, 9C_779/2010 E. 1.1.2 [nicht publ. in: BGE 137 V 446]).
1.2.�Bei den gerichtlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsf�higkeit bzw. deren Ver�nderung in einem bestimmten Zeitraum handelt es sich grunds�tzlich um eine Tatfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.). Ebenso stellt die konkrete Beweisw�rdigung eine Tatfrage dar. Dagegen sind die unvollst�ndige Feststellung rechtserheblicher Tatsachen sowie die Missachtung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG) und der Anforderungen an den Beweiswert �rztlicher Berichte und Gutachten Rechtsfragen (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232).
Streitig ist der Rentenanspruch.
2.1.�Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze zur Arbeitsunf�higkeit (Art. 6 ATSG), Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG) und Invalidit�t (Art. 8 ATSG; Art. 4 Abs. 1 IVG) sowie zum Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 135 V 465 E. 4.3 S. 468 ff.), zutreffend dargelegt. Dasselbe gilt f�r die Wiedergabe der Rechtsprechung zur ausnahmsweise invalidisierenden Wirkung von anhaltenden somatoformen Schmerzst�rungen (BGE 137 V 64 E. 4.1 S. 67 und 131 V 49 E. 1.2 S. 50 je mit Hinweisen; BGE 130 V 352; nicht publ. E. 4.2.1 des Urteils BGE 138 V 339, in SVR 2012 IV Nr. 56 S. 200 [9C_302/2012]). Darauf wird verwiesen.
2.2.�Korrekt dargelegt hat das kantonale Gericht insbesondere auch, dass der Richter oder die Richterin bei Gerichtsgutachten nach konstanter Praxis nicht ohne zwingende Gr�nde von der Einsch�tzung der medizinischen Experten abweicht, deren Aufgabe gerade darin besteht, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verf�gung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widerspr�chlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergutachten in �berzeugender Weise zu anderen Schlussfolgerungen gelangt. Abweichende Beurteilung kann zudem gerechtfertigt sein, wenn gegens�tzliche Meinungs�usserungen anderer Fachexperten dem Richter oder der Richterin als triftig genug erscheinen, die Schl�ssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass die �berpr�fung durch einen Oberexperten f�r angezeigt erachtet wird, sei es, dass das Gericht ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b/aa S. 352 f.).
In umfassender W�rdigung der medizinischen Akten, insbesondere des Gerichtsgutachtens der Dr. med. G.________ vom 13. Februar 2013, gelangte die Vorinstanz zum Schluss, dieses setze sich mit s�mtlichen Aspekten der gesundheitlichen Beeintr�chtigungen der Beschwerdef�hrerin auseinander und ber�cksichtige insbesondere auch die medizinischen Vorakten, wobei es - mit Ausnahme des Gutachtens des Dr. med. H.________ von der Gutachterstelle E.________ - in Einklang stehe. Es werde im Gerichtsgutachten auch einleuchtend dargelegt, weshalb das Gutachten H.________ nicht massgeblich sei. Dieser Aspekt wird von der Vorinstanz ausdr�cklich gew�rdigt. Ebenso setzt sie sich mit der Stellungnahme des med. pract. I.________ zum Gerichtsgutachten auseinander. Das kantonale Gericht h�lt den medizinischen Sachverhalt schliesslich als dahingehend erstellt, als die Versicherte neben einer Schmerzst�rung an einer erheblichen Komorbidit�t im Sinne von eigenst�ndigen psychischen Beeintr�chtigungen sowohl in Form einer Pers�nlichkeitsst�rung, als auch einer mittelschweren depressiven Episode leide. Diese Erkrankungen hinderten die Versicherte daran, ihre somatoforme Schmerzst�rung mit einer zumutbaren Willensanstrengung zu �berwinden. Aus psychiatrischer Sicht sei sie von November 1999 bis April 2005 maximal zu 40 - 45 %, von Mai 2005 bis August 2012 zu 20 % und danach �berhaupt nicht mehr arbeitsf�hig gewesen. Das gelte f�r die angestammte, wie auch f�r andere T�tigkeiten.
Die Einwendungen der Beschwerde f�hrenden IV-Stelle, die sich haupts�chlich gegen das psychiatrische Gerichtsgutachten richten, verm�gen zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren.
4.1.�Soweit die Beschwerdef�hrerin das Gutachten der Dr. med. G.________ sowie die darin gezogenen Schlussfolgerungen und die gestellten Diagnosen wie auch die vorinstanzliche W�rdigung dieses Gutachtens r�gt, handelt es sich weitgehend um eine im Rahmen der gesetzlichen �berpr�fungsbefugnis des Bundesgerichts (E. 1.2 hievor) unzul�ssige appellatorische Kritik. Darauf ist nicht weiter einzugehen.
4.2.�Es wird geltend gemacht, das rechtliche Geh�r der IV-Stelle sei verletzt worden, weil die Vorinstanz die Gutachterin nicht mit der Stellungnahme des IV-Arztes zu ihrer Expertise konfrontiert habe.
4.2.1.�Gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Geh�r. Das rechtliche Geh�r dient einerseits der Sachaufkl�rung, andererseits stellt es ein pers�nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu geh�rt insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu �ussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 129 II 497 E. 2.2 S. 504 f; 127 I 54 E. 2b S. 56; 127 III 576 E. 2c S. 578 f.; 126 V 130 E. 2b S. 131 f.; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 126 I 15 E. 2a/aa S. 16 f.; 124 V 180 E. 1a S. 181, 372 E. 3b S. 375 f.; je mit Hinweisen; Urteil 9C_309/2007 vom 5. September 2007 E. 2.2.1).
Im Zusammenhang mit Expertengutachten beinhaltet das rechtliche Geh�r insbesondere das Recht, Kenntnis vom Inhalt des Gutachtens zu nehmen und dem Experten erg�nzende Fragen zu stellen. Verwaltung oder Gericht k�nnen jedoch von der Beantwortung der Erg�nzungsfragen durch den Experten absehen, wenn davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 130 II 425 E. 2.1 S. 428 f.; 125 I 127 E. 6c/cc am Ende S. 135, 417 E. 7b S. 430; 124 V 94 E. 4b S. 94; 122 II 464 E. 4a S. 469; 122 III 219 E. 3c S. 223 f.; Urteil 9C_309/2007 vom 5. September 2007 E. 2.2.1 mit Hinweisen).
4.2.2.�Die Vorinstanz orientierte die Parteien mit prozessleitender Verf�gung vom 24. April 2013 �ber das Gutachten und bot Gelegenheit zur Stellungnahme, wovon die Beschwerdef�hrerin mit Eingabe vom 4. Juli 2013 (beinhaltend die Ausf�hrungen des RAD vom 10. Mai 2013) umfassend Gebrauch machte. Erg�nzungsfragen wurden dabei keine gestellt. Damit wurde das rechtliche Geh�r der IV-Stelle vollumf�nglich gewahrt. Dieses beinhaltet keineswegs die Verpflichtung, die Sachverhaltsdarstellung einer Prozesspartei einer Gutachterin nochmals vorzulegen. Es ist Aufgabe des den Sachverhalt feststellenden Gerichts und geh�rt zur Beweisw�rdigung, dar�ber zu entscheiden, ob es eine Erg�nzung eines bestehenden Gutachtens oder die Anordnung einer allf�lligen Oberexpertise f�r notwendig erachtet.
4.2.3.�Wie dargelegt hat das kantonale Gericht zutreffend erwogen, in der psychiatrischen Gerichtsexpertise vom 16. April 2013 seien die Vorakten gr�ndlich studiert und detailliert wiedergegeben sowie die Beschwerdegegnerin eingehend untersucht worden. Gest�tzt auf die derart erhobenen Befunde f�hre die Expertin aus, die Beschwerdegegnerin leide an einer somatoformen Schmerzst�rung, welche einen unl�sbaren intrapsychischen Konflikt ausdr�cke. Es komme eine pr�morbide Pers�nlichkeitsst�rung mit einem auff�lligen bis gest�rten Beziehungsverhalten zum Tragen. Das daraus resultierende Zustandsbild wirke sich leistungseinschr�nkend aus. Die Explorandin scheine zu dissimulieren. Die verschiedenen Diagnosen mit Krankheitswert w�rden sich gegenseitig negativ beeinflussen und schr�nkten die Arbeitsf�higkeit erheblich ein. Mit dem kantonalen Gericht ist die Expertise als vollumf�nglich beweiskr�ftig zu werten. Zwingende Gr�nde, welche es rechtsprechungsgem�ss erforderten, von einer derart gewonnenen medizinischen Einsch�tzung abzuweichen (vgl. E. 2.2 hievor), sind nicht ersichtlich. Sie deckt sich zudem mit jener der fr�her beauftragten psychiatrischen Experten Dres. med. C.________, D.________ und F.________.
4.2.3.1.�Im Gutachten vom 24. Mai 2006 beschreibt Dr. med. C.________, die Explorandin habe auch auf wiederholtes Befragen Angaben zu Familie und eigenem Erleben der Kindheit mit dem Argument verweigert, dies habe nichts mit ihrem aktuellen Zustand zu tun. Zudem sei von der "inneren Lebensgeschichte", ihren Beziehungen und dem gef�hlsm�ssigen Erleben kaum etwas zu erfahren gewesen. Die �rztin fand eine schon vor dem Unfall bestehende Alexithymie (Unf�higkeit, Gef�hle wahrzunehmen und auszudr�cken) und eine anankastische (zwanghafte) Pers�nlichkeit. Ob diese bereits damals das Ausmass einer eigentlichen Pers�nlichkeitsst�rung angenommen habe, k�nne angesichts der Weigerung der Explorandin nach eigenen und Fremdausk�nften bez�glich der Vergangenheit nicht gepr�ft werden. Es sei indessen bekannt, dass sich auch unterhalb der Schwelle einer St�rung bestehende akzentuierte Pers�nlichkeitsmerkmale durch Stressoren zum Vollbild einer St�rung entwickeln k�nnten. Im Zeitpunkt der Untersuchung fand sie jedenfalls das Bild einer anankastischen Pers�nlichkeitsst�rung.
4.2.3.2.�Der von der IV-Stelle beauftragte Dr. med. D.________ h�lt im Gutachten vom 23. Mai 2007 fest, aus den Angaben der Explorandin zeige sich bereits in ihrer Kindheit eine Tendenz zu eher einzelg�ngerischem Verhalten; ins Auge steche insbesondere das sich bereits fr�h in der Lebensbew�hrung und Lebenseinstellung manifestierende Bed�rfnis nach Best�tigung. Narzisstische Elemente seien nicht zu verkennen. Der Gutachter schliesst sich den Feststellungen der Dr. med. C.________, schon vor dem Unfall h�tten zwanghafte Z�ge und eine anankastische Pers�nlichkeit bestanden, angesichts der Lebensgeschichte der Explorandin vorbehaltlos an.
4.2.3.3.�Schliesslich legt Dr. med. F.________ im Gutachten vom 15. Juni 2010 die Aspekte der Pers�nlichkeit der Versicherten �usserst detailliert und mit fremdanamnestischen Angaben unterlegt dar. Er kommt zum Schluss, die zahlreichen von ihm im Gutachten dargestellten Pers�nlichkeitsmerkmale w�rden einen derartigen St�rungswert aufweisen, dass eine kombinierte Pers�nlichkeitsst�rung mit narzisstischen und zwanghaften Z�gen gem�ss ICD-10 F61.0 bestehe.
4.2.3.4.�Einzig Dr. med. H.________ vertrat bez�glich der Komorbidit�ten eine abweichende Haltung, obwohl auch er bei der Versicherten abnorme Aspekte ihrer Pers�nlichkeit feststellte und die Diagnose von zwanghaften Pers�nlichkeitsz�gen (ICD-10 Z73.1) stellte.
Die Ausf�hrungen des RAD-Arztes med. pract. I.________, verm�gen angesichts der Aktenlage an der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung nichts zu �ndern. Insbesondere durfte die Vorinstanz ohne weitere Beweismassnahmen die Feststellung treffen, die (damalige) Beschwerdef�hrerin leide neben einer Schmerzst�rung auch an einer Pers�nlichkeitsst�rung.
4.3.�Weiter bringt die Beschwerdef�hrerin vor, das kantonale Gericht habe die Rechtsprechung zur nur ausnahmsweise invalidisierenden Wirkung von somatoformen Schmerzst�rungen (BGE 130 V 352) insofern nicht richtig angewendet, als es die sogenannten "Foerster-Kritieren" nicht gepr�ft habe.
4.3.1.�Gem�ss BGE 130 V 552 E. 2.2.3 S. 354 setzt die nur in Ausnahmef�llen anzunehmende Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerz�berwindung und eines Wiedereinstiegs in den Arbeitsprozess entweder das Vorliegen einer mitwirkenden, psychisch ausgewiesenen Komorbidit�t von erheblicher Schwere, Intensit�t, Auspr�gung und Dauer oder aber das Vorhandensein anderer qualifizierter, mit gewisser Intensit�t und Konstanz erf�llter Kriterien (der erw�hnten "Foerster-Kriterien") voraus.
4.3.2.�Da bei der Beschwerdegegnerin gem�ss Gerichtsgutachten vom 16. April 2013 eine schwere und langandauernde Komorbidit�t sowohl in Form einer narzisstischen und anankastischen Pers�nlichkeitsst�rung mit Krankheitswert, als auch einer depressiven St�rung mit Angstsymptomatik vorliegt, konnte die Pr�fung weiterer Kriterien entfallen. Auch wenn mit der Beschwerdef�hrerin aufgrund der Akten feststeht, dass letztere Diagnose im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verf�gung (18. Dezember 2009) noch nicht hatte gestellt werden k�nnen, bleibt die von zahlreichen Gutachtern diagnostizierte Pers�nlichkeitsst�rung als erhebliche und invalidisierende Komorbidit�t zur Schmerzst�rung bestehen. Im Gerichtsgutachten wird auch eindr�cklich aufgezeigt, dass die Beschwerdegegnerin aus gesundheitlichen Gr�nden nicht in der Lage ist, psychiatrisch-psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Wesen ihrer Erkrankung liege die Unm�glichkeit, psychodynamische Prozesse wahrzunehmen, weshalb sie die ihr zur Verf�gung stehenden therapeutischen Massnahmen auch nicht aussch�pfen k�nne. So h�tten zahlreiche Therapieversuche nicht nur zu keiner Verbesserung der Beschwerden verholfen, sondern vielmehr zu einem zunehmenden R�ckzug, neben dem beruflichen Bereich auch im �brigen sozialen Leben, gef�hrt. Damit sind auch wesentliche der Foerster-Kriterien in hohem Masse erf�llt.
4.4.�Zusammenfassend hat die Vorinstanz zu Recht auf die Erkenntnisse im Gerichtsgutachten vom 16. April 2013 abgestellt und daraus den Schluss gezogen, die Versicherte sei aus psychiatrischer Sicht seit dem Unfallzeitpunkt im April 1997 bis April 2005 maximal zu 40 bis 45 % arbeitsf�hig gewesen. Vom Mai 2005 bis August 2012 habe die Arbeitsf�higkeit nur noch 20 % betragen. Seither sei sie �berhaupt nicht mehr in der Lage, einer T�tigkeit nachzugehen.
Die Beschwerdef�hrerin kritisiert weiter die vorinstanzliche Invalidit�tsbemessung, namentlich die Feststellung des hypothetischen Valideneinkommens.
Das kantonale Gericht beruft sich diesbez�glich auf den Arbeitgeberbericht der B.________ AG vom 29. Dezember 2000, worin erkl�rt wird, die Versicherte h�tte im Gesundheitsfall in der angestammten T�tigkeit bei einem vollen Pensum ein Einkommen von Fr. 127'890.- im Jahr erzielt. Das sich die Vorinstanz auf diese Auskunft des letzten Arbeitgebers st�tzte, kann weder als Ermessensmissbrauch noch sonstwie rechtsverletzend qualifiziert werden, weshalb auf die weiteren diesbez�glichen Ausf�hrungen der IV-Stelle nicht n�her einzugehen ist.
Schliesslich wird geltend gemacht, im angefochtenen Entscheid sei der Beginn des Anspruchs auf eine halbe Invalidenrente zu Unrecht auf den 1. November 1999 festgesetzt worden.
Diesbez�glich ist der Beschwerdef�hrerin zuzustimmen. Zwar bestand bereits im Zeitpunkt des fr�hestm�glichen Rentenbeginns vom November 1999 eine Arbeitsunf�higkeit von 60 %. Indessen steht fest, dass das damalige vertragliche Arbeitspensum 40 - 45 % betragen hatte. Die bereits vereinbarte Pensenerh�hung auf 100 % sollte fr�hestens ab dem Jahre 2000 wirken. Damit bestand im November 1999 zwar eine erhebliche Arbeitsunf�higkeit, jedoch keine Erwerbsunf�higkeit, konnte die Versicherte ihr Arbeitspensum doch tats�chlich im vereinbarten Umfang von 40 % verrichten. Damit entf�llt der Anspruch auf eine Invalidenrente bis drei Monate nach der hypothetischen Erh�hung des Pensums auf 100 % (Art. 88 a Abs. 2 IVV). Die Beschwerde wird daher insofern gutgeheissen, als der Beginn des Anspruchs auf eine halbe Rente auf den 1.April 2000 festgesetzt wird.
Die unterliegende IV-Stelle hat die Gerichtskosten zu tragen und der Beschwerdegegnerin eine Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 66 Abs. 1, Art. 68 Abs. 2 BGG). Das leichte Obsiegen hinsichtlich des Zeitpunkts des Rentenbeginns �ndert am grunds�tzlichen Unterliegen der Beschwerdef�hrerin nichts, weshalb es sich rechtfertigt, ihr die Prozesskosten vollumf�nglich aufzuerlegen.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. Dezember 2013 wird insoweit abge�ndert, als der Beginn des Anspruchs auf eine halbe Invalidenrente auf den 1. April 2000 festgesetzt wird. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Luzern, 22. Oktober 2014