Source: http://www.kuka.com/res/media/geschaeftsberichte/gb_2008/de/erlaeuterungen-zur-konzern-gewinn-und-verlustrechnung-und-zur-konzernbilanz.html
Timestamp: 2014-09-01 11:08:51
Document Index: 148478124

Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 8', '§ 8', '§ 71', 'Art. 5', '§ 71', '§ 5', '§ 4', '§ 186', '§ 4']

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung und zur Konzernbilanz | KUKA AG
Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung und zur Konzernbilanz
Jahresabschluss KUKA Aktiengesellschaft
In der Gewinn- und Verlustrechnung steht die Darstellung der Continuing Operations, wie sie sich nach Veräußerung der Discontinued Operations ergeben würde, im Vordergrund. Dementsprechend wird das Ergebnis der Discontinued Operations in der Gewinn- und Verlustrechnung in einer Zeile dargestellt und unter Punkt 7 erläutert.
In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen – vermindert um Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti – ausgewiesen.
Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen und Regionen ergibt sich aus der Segmentberichterstattung.
Im Rahmen von Fertigungsaufträgen wurden im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 661,2 mio. € (Vorjahr: 638,8 mio. €) nach der Percentage-of-Completion-Methode erzielt.
2 umsatz-, vertriebs-, forschungs- und entwicklungs- sowie allgemeine verwaltungskosten
Die Aufgliederung der Umsatz-, Vertriebs-, Forschungs- und Entwicklungs- sowie der allgemeinen Verwaltungskosten stellt sich wie folgt dar:
1.005,3
Der Materialaufwand unterteilt sich dabei wie folgt:
Die Personalkosten sind den Funktionsbereichen anhand der Kostenstellen direkt zugeordnet. Insgesamt ergibt sich folgendes Bild:
(davon für Altersversorgung)
Im Jahresdurchschnitt wurden im kuka Konzern beschäftigt:
(inklusive Dicontinued Operations)
In den übrigen Aufwendungen und Erträgen sind alle den jeweiligen Funktionskosten direkt zurechenbaren Aufwendungen, wie z. B. Energie- und Beratungskosten, Kosten für Telekommunikation und Leitpersonal sowie Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens, enthalten.
3 sonstige betriebliche erträge und aufwendungen
Hierunter werden Erträge bzw. Aufwendungen erfasst, die nicht den Funktionsbereichen Umsatzkosten, Vertrieb, Forschung- und Entwicklung sowie der allgemeinen Verwaltung zugeordnet oder an anderer Stelle gesondert ausgewiesen werden.
Erträge aus Währungsgeschäften 5,0
Erstattungen für Schadensfälle
Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen
4 abschreibungen auf finanzanlagen
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen im Vorjahr in Höhe von 0,1 mio. € betraf die Anteile an der Tölzer & Wagner Elektrotechnik GmbH, Rohrbach, die auf den Veräußerungspreis abgewertet wurden.
5 zinserträge / zinsaufwendungen
(davon aus verbundenen Unternehmen)
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind die für das Geschäftsjahr erwarteten Erträge aus dem Vermögen von Pensionsfonds in Höhe von 0,2 mio. € (Vorjahr: 0,3 mio. €) enthalten. Die weiteren Zinserträge ergeben sich aus Geldanlagen bei Banken sowie aus der Umstellung von Operating Leasing auf Finanzierungsleasing im Zusammenhang mit der Finanzierung eines Fabrikgebäudes für die Produktion der Karosserie des Jeep Wrangler in Toledo / usa (siehe Erläuterungen unter 13).
Die Zinsaufwendungen beinhalten den Zinsanteil in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen in Höhe von 4,0 mio. € (Vorjahr: 3,7 mio. €). Außerdem gehen Aval- und Bereitstellungsprovisionen, Refinanzierungskosten sowie Zinsen für erhaltene Darlehen in diese Position ein. Des Weiteren belastete die Wandelanleihe das Zinsergebnis im Geschäftsjahr mit 4,9 mio. € (Vorjahr: 4,7 mio. €).
6 steuern vom einkommen und vom ertrag / latente steuern
Nach ihrer Herkunft gliedern sich die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wie folgt:
Laufende Steueraufwendungen
(davon periodenfremd)
(– 4,0)
Latente Steueraufwendungen
aus zeitlichen Bewertungsunterschieden
aus Verlustvorträgen
Von den laufenden Ertragsteueraufwendungen entfallen Beträge in Höhe von 1,4 mio. € (Vorjahr: 2,6 mio. €) auf das Inland und in Höhe von 3,8 mio. € (Vorjahr: 9,4 mio. €) auf das Ausland.
Die latenten Steueraufwendungen betreffen in Höhe von 2,1 mio. € (Vorjahr: 0,8 mio. €) das Inland und in Höhe von 9,1 mio. € (Vorjahr: 0,8 mio. €) das Ausland.
Der erwartete Steueraufwand auf Basis des Ergebnisses vor Steuern in Höhe von 47,0 mio. € (Vorjahr: 62,5 mio. €) und des für die kuka Gesellschaften in Deutschland geltenden Steuersatzes von 30,0 % (Vorjahr: 39,0 %) wird auf den tatsächlichen Steueraufwand wie folgt übergeleitet:
Steuerminderungen auf Grund steuerfreier Erträge
Steuermehrungen auf Grund nicht abzugsfähiger Aufwendungen
Steueraufwendungen (+) / Steuererträge (–) für Vorjahre
Steuererstattungsanspruch gem. Änderung § 37 Abs. 4 bis 6 KStG
Veränderung Wertberichtigung auf latente Steuer
Effekte auf Grund von Steuersatzänderungen
steuern vom einkommen und vom ertrag (tatsächlicher steueraufwand)
Der in Deutschland geltende Steuersatz umfasst die Körperschaftsteuer in Höhe von 15,0 %, die Gewerbesteuer auf der Basis eines einheitlichen Hebesatzes in Höhe von 14,2 % sowie den Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 %.
Beim Ansatz latenter Steuern wurde grundsätzlich von dem für die jeweilige Gesellschaft geltenden Steuersatz ausgegangen. Bei der Berechnung der latenten Steuern auf erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen wurde auf Grund der ab 2008 geltenden Unternehmenssteuerreform im Inland ein einheitlicher unveränderter Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt.
Auf Grund der steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 1998 bis 2001 wurde zum 31. Dezember 2007 eine Erhöhung des Körperschaftsteuerguthabens in Höhe von brutto 6,6 mio. € auf einen Bruttowert von 20,9 mio. € zum Ende des Betriebsprüfungszeitraums ausgewiesen. Nach Abzinsung wird zum 31. Dezember 2008 ein Barwert in Höhe von 11,6 mio. € als langfristige Steuerforderung (Vorjahr: 12,8 mio. €) und ein Betrag in Höhe von 1,8 mio. € als kurzfristige Steuerforderung (Vorjahr: 1,8 mio. €) ausgewiesen.
Es liegen keine Steuergutschriften vor, auf die latente Steuern zu bilanzieren wären.
Im Wesentlichen infolge von Berichtigungserklärungen für die Jahre 2002 bis 2006 ergaben sich im laufenden Wirtschaftsjahr Steuererträge in Höhe von 4,0 mio. €.
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede und steuerliche Verlustvorträge im Konzern ist folgenden Posten zuzuordnen:
Rückstellungen 17,9
Latente Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge
(davon resultierend aus Posten im Eigenkapital)
Wertberichtigungen auf den Buchwert aktiver latenter Steuern werden dann vorgenommen, wenn eine Realisierung der erwarteten Vorteile aus der latenten Steuer nicht hinreichend wahrscheinlich ist. Die dabei vorgenommene Einschätzung kann im Zeitablauf Änderungen unterliegen, die in Folgeperioden zu einer Auflösung der Wertberichtigung führen können.
Aus der Veränderung der Wertberichtigungen auf zeitliche Bewertungsunterschiede und Verlustvorträge ergibt sich ein Steueraufwand von 0,9 mio. € (Vorjahr: Steuerertrag von 17,1 mio. €).
Die dargestellten Bilanzansätze werden wertberichtigt, falls mit einer Realisierung der darin enthaltenen Steuervorteile nicht mehr gerechnet werden kann.
Von den Verlustvorträgen in Höhe von 179,3 mio. € (Vorjahr: 164,0 mio. €) wurden Beträge in Höhe von 85,9 mio. € (Vorjahr: 77,0 mio. €) nicht für die Bilanzierung von latenten Steuern herangezogen.
Gemäß ias 12 sind im Konzernabschluss latente Steuern auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (so genannte Outside Basis Differences), wenn mit der Realisierung dieses Unterschiedsbetrags gerechnet werden kann. Da es sich sowohl bei der kuka Aktiengesellschaft als auch bei den betroffenen Tochtergesellschaften um Kapitalgesellschaften handelt, sind diese Differenzen bei ihrer Realisierung ganz überwiegend gemäß § 8b kstg steuerfrei und damit permanenter Natur. Auch für etwaige temporäre Differenzen (z. B. resultierend aus der 5 %igen Pauschalzurechnung des § 8b kstg) soll nach ias 12.39 der Ansatz einer passivischen Steuerlatenz unterbleiben, wenn bei gegebener Kontrolle durch die Muttergesellschaft es nicht wahrscheinlich ist, dass diese Differenzen sich in der vorhersehbaren Zukunft umkehren. Da diese Umkehrung nicht erwartet wird, waren hieraus bilanziell keine Steuerlatenzen zu berücksichtigen.
Von der Veränderung der passiven latenten Steuern in Höhe von 8,4 mio. € (Vorjahr: – 5,2 mio. €) entfallen – 0,1 mio. € (im Vorjahr: – 0,8 mio. €) im Wesentlichen auf die Veränderung des Konsolidierungskreises.
Insgesamt setzt sich die Veränderung der aktiven und passiven latenten Steuern in Höhe von 12,9 mio. € (Vorjahr: 9,2 mio. €) aus ergebniswirksamen Beträgen in Höhe von 11,2 mio. € (Vorjahr: 1,6 mio. €) sowie erfolgsneutralen Beträgen in Höhe von 1,7 mio. € (Vorjahr: 7,6 mio. €) einschließlich Währungseffekten zusammen.
Steuerliche Verluste und Verlustvorträge
Soweit Verlustvorträge nicht wertberichtigt wurden, wird in den nächsten drei Jahren von einer Nutzung dieser Steuerminderungspotenziale durch zu versteuernde Einkünfte ausgegangen, die auf Grund der Planung der Gesellschaften als wahrscheinlich gelten.
Die noch nicht genutzten Verlustvorträge betragen zum 31. Dezember 2008 179,3 mio. € (Vorjahr: 164,0 mio. €). Davon entfallen auf deutsche Gesellschaften 140,0 mio. €, die zeitlich unbegrenzt vortragsfähig sind. In den usa bestehen Verlustvorträge in Höhe von 12,0 mio. €, die in 2020 verfallen.
Darüber hinaus sind im Gesamtbetrag Verlustvorträge enthalten, die in Höhe von 17,3 mio. € auf Frankreich, 2,3 mio. € auf China sowie 1,5 mio. € auf Spanien und 1,1 mio. € auf Japan entfallen. Daneben sind 5,1 mio. € Verlustvorträge in sonstigen Ländern vorhanden. Mit Ausnahme der in Japan in 2013 verfallenden Beträge sind die übrigen Verlustvorträge zeitlich unbefristet.
7 ergebnis aus discontinued operations
Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Ergebnisanteils der Discontinued Operations im Vorjahr:
Bestandsveränderung der Erzeugnisse
betriebsergebnis 0,8
finanzergebnis – 3,1
laufendes ergebnis aus discontinued operations
Berücksichtigte Abgangsergebnisse
Steuereffekt auf Abgangsergebnisse
abgangsergebnis 71,8
ergebnis aus discontinued operations
Im Abgangsergebnis aus Discontinued Operations des Vorjahres sind Abgangsgewinne aus dem Verkauf der Unternehmen der Sparte Verpackungstechnik in Höhe von 69,4 mio. € berücksichtigt.
8 ergebnis je aktie
Das unverwässerte / verwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich wie folgt:
Jahresüberschuss nach Anteilen Konzernfremder (in mio. €)
(davon Discontinued Operations)
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (Anzahl)
25.819.822
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist gemäß ias 33 aus dem Konzernergebnis nach Steuern und der Zahl der im gewichteten Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Durch das Aktienrückkaufprogramm verringerten sich die durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien von 26,6 mio. Stück auf 25,8 mio. Stück.
Aus der am 9. Mai 2006 erfolgten Emission der Wandelanleihe könnte zukünftig ein Verwässerungseffekt resultieren, da das Kapital bedingt um derzeit maximal 2.718.322 Aktien erhöht worden ist. Da im Jahr 2008 der durchschnittliche Börsenkurs unter dem Wandlungspreis lag und eine Wandlung somit für die Anleihegläubiger nachteilig gewesen wäre, ergibt sich für 2008 kein verwässernder Effekt.
9 anlagevermögen
entwicklung des anlagevermögens des kuka konzerns 2008
Anschaffungskosten / Herstellungskosten
Stand am 1.1.2008
Umbuchung in Discontinued Operations
Änderung Konsoli-dierungs-kreis
i. immaterielle vermögenswerte
1. Rechte und Werte
2. Selbst erstellte Software und andere Entwicklungskosten
3. Geschäfts- oder Firmenwerte
– 1.687
iii. finanzinvestitionen
3. Andere Beteiligungen
Infolge von Finanzierungsleasingverträgen, bei denen der KUKA Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind unter Grundstücke und Bauten Beträge in folgender Höhe aktiviert:
Änderung Konsoli-dierungskreis
entwicklung des anlagevermögens des kuka konzerns 2007
Stand am 1.1.2007
– 18.930
– 10.518
– 61.525
– 91.134
– 67.334
– 2.276
– 35.981
– 37.208
– 1.043
417.867
– 141.566
– 3.728
– 2.443
612.330
– 235.559
– 16.034
– 3.461
– 19.495
– 36.046
– 30.819
– 31.761
– 98.626
– 1.342
– 118.474
10 immaterielle vermögenswerte
Die Entwicklung der einzelnen Posten der immateriellen Vermögenswerte ist in der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel) dargestellt. In den Geschäftsjahren 2008 und 2007 sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen worden.
Von den ausgewiesenen Firmenwerten in Höhe von 49,6 mio. € (Vorjahr: 49,6 mio. €) entfallen auf:	Profit Center in mio. €
Robotics Automotive
Sonstige unter 1 mio. €
Seit 2007 erfolgt die Steuerung und interne Berichterstattung des Konzerns anhand einheitlich abgegrenzter Profit Center. Das einzelne Profit Center stellt somit grundsätzlich die kleinste Zahlungsmittel generierende Einheit dar und ist damit Grundlage des Impairmenttests der Geschäftswerte. Im Geschäftsbereich Robotics wird das Customer Service-Geschäft den Profit Centern „Automotive“ und „General Industry“ anteilig zugeordnet.
Die für die Impairmenttests des Geschäftsjahres 2008 verwendeten Diskontierungssätze vor Steuern [gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (wacc)] sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
Dabei wurden die Eigenkapitalkosten auf Basis von segmentspezifischen Vergleichsgruppen (Peer Groups) ermittelt. In der ewigen Rente wurde ein Wachstumsabschlag wie im Vorjahr von 0,5 % berücksichtigt.
Die Fremdkapitalkosten wurden aus den Refinanzierungskosten der kuka Aktiengesellschaft abgeleitet.
Die Gewichtung der so ermittelten Eigen- und Fremdkapitalkostensätze erfolgte auf Basis der durchschnittlichen Kapitalstruktur der jeweiligen Peer Group. Als Steuersatz wird mit 35 % der erwartete durchschnittliche Steuersatz der Peer Groups gewählt.
Ein um 1 % höherer wacc beeinflusst die Werthaltigkeit der Firmenwerte nicht. Eine Reduzierung der Umsatzerlöse über die gesamte Planungsdauer um 10 % mit entsprechender Reduzierung der Cashflows würde zu einem Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 44,9 mio. € führen.
Selbst erstellte Software und andere Produktentwicklungskosten
Nach ias 38 sind auch selbst erstellte Software und andere Produktentwicklungskosten zu aktivieren. Diese Aktivierung erfolgt im kuka Konzern zu definierten Herstellungskosten, die in Übereinstimmung mit den ias direkt zurechenbare Einzelkosten sowie angemessene Zuschläge für Gemeinkosten und Abschreibungen beinhalten.
Im kuka Konzern werden Entwicklungskosten nur bei kuka Roboter GmbH aktiviert. Die Gesellschaft arbeitet an mehreren Projekten von Leistungs- und Steuerungssoftware für Roboter sowie neuen Applikationen im Bereich der Medizintechnik. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum 33,7 mio. € (Vorjahr: 30,8 mio. €).
Gemäß ias 38 sind Entwicklungskosten mit einem Buchwert von 14,9 mio. € (Vorjahr: 9,8 mio. €) aus den Jahren 2005 bis 2008 aktiviert. Im Geschäftsjahr 2008 waren Nettozugänge von 5,0 mio. € (Vorjahr: 2,8 mio. €) zu verzeichnen. Die planmäßige Amortisation erfolgt stückzahlbezogen oder linear über die jeweilige voraussichtliche Nutzungsdauer von in der Regel maximal drei Jahren.
11 sachanlagen
Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Posten des Sachanlagevermögens sowie ihre Entwicklung im Berichtsjahr und im Vorjahr sind in der Erläuterung 9 enthalten. Die Investitionsschwerpunkte des Geschäftsjahrs werden im Lagebericht genannt.
Von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Sachanlagevermögens wurden im Vorjahr Zuschüsse und Zulagen in Höhe von 0,1 mio. € abgesetzt.
Die Abschreibungsbeträge stellen sich wie folgt dar:
2007 2008 planmäßig
Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Vorjahr von 1,0 mio. € betrafen eine Maschine des Geschäftsbereichs Systems (Abwertung auf Nettoveräußerungspreis) sowie ein bebautes Grundstück des Geschäftsbereichs Robotics (Schließung des Standorts sowie Änderung der Nutzungsdauer).
Die Finanzierungsleasingverträge für Grundstücke und Bauten, bei denen der kuka Konzern als Leasingnehmer auftritt, enthalten regelmäßig eine Kaufoption. Den Verträgen liegen Zinssätze von 2,25 % p. a. zugrunde. Die in Zukunft fälligen Zahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen sowie die Barwerte der zukünftigen Leasingzahlungen, die in entsprechender Höhe unter den sonstigen Verbindlichkeiten bilanziert sind, ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
31.12.2007 Gesamt
31.12.2008 Gesamt
verpflichtungen aus miet- und leasingverträgen
Fällig zwischen 1 und 5 Jahren
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen im Rahmen des Operating Leasing beinhalten Leasingvereinbarungen über Pkw, Büro- und Fabrikgebäude und Produktionseinrichtungen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus der Umstellung von Operating Leasing auf Finanzierungsleasing im Zusammenhang mit der Übernahme der Finanzierung eines Fabrikgebäudes für die Produktion der Karosserie des Jeep Wrangler in Toledo / usa (siehe Erläuterung 13).
Insgesamt standen im Geschäftsjahr Mietaufwendungen in Höhe von 16,6 mio. € (Vorjahr: 27,0 mio. €) Mieterträge in Höhe von 0,4 mio. € (Vorjahr: 2,0 mio. €) gegenüber.
12 beteiligungen an assoziierten unternehmen und sonstige finanzinvestitionen
Die Aufgliederung der Posten des Finanzanlagevermögens ist in der Erläuterung 9 enthalten.
Die zusammengefassten Finanzinformationen zu den assoziierten Unternehmen sind folgender Tabelle zu entnehmen:
Gesamte Bilanzsumme
Die Vorjahreswerte betreffen im Wesentlichen die im Berichtsjahr verkaufte i.b.d. s.r.l, Turin, Italien.
13 finanzierungsleasing
Die im Geschäftsjahr 2005 erstmals konsolidierte kuka Toledo Production Operations llc., Troy / Michigan / usa, produziert im Rahmen eines Betreibermodells für Chrysler den Jeep Wrangler. Bereits seit Juli 2006 werden unlackierte Karosserien im Rahmen des Projekts an Chrysler geliefert. Zur Finanzierung dieses Projekts wurde eine Operating-Leasingvereinbarung mit einer lokalen Körperschaft und einem finanzierenden Bankenkonsortium geschlossen. Die kuka Aktiengesellschaft hat sich mit Chrysler llc und den finanzierenden Banken im Geschäftsjahr über die Ablösung der Finanzierung der Karosserieproduktion der us-amerikanischen Tochtergesellschaft kuka Toledo Production Operations llc („ktpo“) für den Jeep Wrangler von Chrysler verständigt. Die Ablösung der Finanzierung in Höhe von 77,1 mio. €, welche mittels der vorhandenen Liquidität des kuka Konzerns erfolgte, führte zum Erwerb des rechtlichen Eigentums an den Gebäuden und den Produktionsanlagen und damit zu einem Anstieg des Capital Employed in diesem Segment.
Auf Grund der bestehenden Vereinbarung mit Chrysler zur Lieferung von Karossen wurde der Eigentumserwerb der Vermögenswerte der Produktionsanlage nicht als Anlagenzugang bilanziert, sondern im Rahmen der Vorschriften des ifric 4 / ias 17 als Finance Lease kategorisiert und als Forderung aus Finanzierungsleasing eingebucht. Zum Bilanzstichtag besteht eine langfristige Leasingforderungen in Höhe von 82,0 mio. € und eine kurzfristige Leasingforderung in Höhe von 3,3 mio. €. Für die Bilanzierung ergibt sich somit eine Reduzierung der durch ktpo bilanzierten Umsatzerlöse um die fiktive Leasingrate. Der in der fiktiven Leasingrate enthaltene Zinsanteil wird dabei im Zinsergebnis gebucht, während der Tilgungsanteil dieser Zahlung die Forderung planmäßig zurückführt.
Auf Grund der Ausgestaltung des Geschäfts als Vollamortisationsleasingvertrag entsprechen sich zukünftige Mindestleasingzahlungen und Bruttoinvestition. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung zum Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen:
Zukünftig zu erhaltende Mindestleasingzahlungen / Bruttoinvestition in Finanzierungsleasing
(davon innerhalb eines Jahres)
(davon zwischen einem und fünf Jahren)
(davon nach fünf Jahren)
Unrealisierter Finanzertrag
14 vorräte
Fertige Erzeugnisse, Waren
Der Buchwert der wertberichtigten Vorräte in Höhe von 92,4 mio. € (Vorjahr: 87,0 mio. €) ist zu seinem Nettoveräußerungswert bilanziert. Die Wertminderungen, bezogen auf den Bruttowert, betrugen 30,3 mio. € (Vorjahr: 30,2 mio. €).
Der Buchwert des Verfügungsbeschränkungen unterliegenden Vorratsvermögens ist von untergeordneter Bedeutung.
Im Falle der Insolvenz von Chrysler und / oder General Motors sowie Ford könnten sich Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des kuka Konzerns dahingehend ergeben, dass Forderungen Wert zu berichtigen sind.
In der folgenden Übersicht sind die Forderungen nach Alter und Werthaltigkeit gegliedert:
mio. € / Stand 31.12.2008
ZumAbschluss-stichtagweder wert-gemindert noch überfällig
Buchwert der wert-geminder-ten Forde-rungen
Wertge-minderte Forderun-gen vor Wert-bericht-igung
Wert-bericht-igung
Summe der überfälligen nicht wert-geminder-ten Forde-rungen
Zwischen 30 und 60 Tage
Zwischen 61 und 90 Tage
Zwischen 91 und 180 Tage
mio. € / Stand 31.12.2007
ZumAbschluss-stichtagweder wertgemindert noch überfällig
Buchwertder wert-geminder-ten Forde-rungen
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen bestehen zum Abschlussstichtag keine Anzeichen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen besitzen keine Fälligkeiten und sind im Wert nicht gemindert.
Stand Wertberichtigungen am 1. 1.
stand wertberichtigungen am 31. 12.
Der Gesamtbetrag der Zuführungen von 2,8 mio. € (2007: 3,1 mio. €) setzt sich zusammen aus Zuführungen auf Grund von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 2,1 mio. € (2007: 2,1 mio. €) und pauschalierten Einzelwertberichtigungen in Höhe von 0,7 mio. € (2007: 1,0 mio. €). Die Auflösungen betreffen nicht benötigte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 1,0 mio. € (2007: 0,7 mio. €) sowie nicht benötigte pauschalierte Einzelwertberichtigungen in Höhe von 0,3 mio. € (2007: 0,1 mio. €).
Bei den Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurden pro Auftrag die angefallenen Auftragskosten einschließlich Ergebnisbeiträgen mit den erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Zum Bilanzstichtag wurden für langfristige Fertigungsaufträge angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne von 726,4 mio. € (Vorjahr: 492,8 mio. €) mit erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 559,3 mio. € (Vorjahr: 399,8 mio. €) verrechnet. Daraus resultieren Forderungen von 167,1 mio. € (Vorjahr: 93,0 mio. €) und Verbindlichkeiten von 54,6 mio. € (Vorjahr: 72,4 mio. €). Bei den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen übersteigen die erhaltenen Anzahlungen die angefallenen Auftragskosten und den Gewinnanteil.
Auf Grund der Insolvenz eines Abnehmers mussten im Geschäftsjahr Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 17,4 mio. € wertberichtigt werden.
16 sonstige vermögenswerte und rechnungsabgrenzungen
Sonstige Vermögenswerte und Rechnungsabgrenzungen
In der folgenden Tabelle sind die unter sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Finanzinstrumente gemäß ifrs 7 nach Alter und Werthaltigkeit gegliedert:
Buch-wert
ZumAbschluss-stichtagweder wert-gemindertnochüberfällig
WertgeminderteForderun-gen vor Wert-berich-tigung
Wert-berich-tigung
Summe derüberfälligennicht wert-geminder-ten Forde-rungen
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der sonstigen Vermögenswerte bestehen zum Abschlussstichtag keine Anzeichen, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die Wertberichtigungen auf sonstige Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:
17 zahlungsmittel und zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten verfügbar sind.
Im kuka Konzern werden Bankguthaben ausschließlich bei Kreditinstituten einwandfreier Bonität gehalten. Außerdem werden anzulegende Gelder zur Risikodiversifikation über mehrere Kreditinstitute verteilt.
18 zur veräußerung bestimmte vermögenswerte / discontinued operations
Zum 31. Dezember 2008 bestehen weder Discontinued Operations noch zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte.
19 eigenkapital / eigene aktien
Die Veränderung des Eigenkapitals einschließlich der erfolgsneutralen Effekte ist in der Aufstellung der im Konzerneigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge auf Seite Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen dargestellt.
Der Vorstand der kuka Aktiengesellschaft hat am 18. März 2008 beschlossen, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG von der durch die Hauptversammlung am 16. Mai 2007 erteilten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien Gebrauch zu machen und bis zu 2.660.000 Stückaktien der Gesellschaft über die Börse zurückzuerwerben. Dies entspricht bis zu insgesamt 10 % des derzeit bestehenden Grundkapitals. Der Rückerwerb wurde in der Zeit vom 25. März 2008 bis spätestens zum 29. August 2008 unter Führung einer Bank durchgeführt, die dabei verpflichtet war, den Rückerwerb der Aktien über die Börse unter Beachtung des Hauptversammlungsbeschlusses vom 16. Mai 2007 und der in Art. 5 Abs. 1 und 2 der Verordnung (eg) Nr. 2273 / 2003 enthaltenen Vorgaben durchzuführen. Im Rahmen dieses Aktienrückkaufprogramms hat die kuka Aktiengesellschaft 1.327.340 kuka Aktien im Gegenwert von 27.898.339,58 € erworben. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die so erworbenen eigenen Aktien an einen Dritten als Gegenleistung für den Erwerb einer Beteiligung zu übertragen.
Der Vorstand wurde weiterhin ermächtigt, eigene Aktien der Gesellschaft, die auf Grund der Ermächtigung erworben werden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Von diesen Ermächtigungen hat der Vorstand im Geschäftsjahr keinen Gebrauch gemacht.
Die Gesellschaft hat im Jahr 2008 im Rahmen eines Mitarbeiteraktienprogramms eigene Aktien für die kuka Mitarbeiter erworben (§ 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG) und diese zum Erwerbspreis an die Mitarbeiter weiterveräußert. Insgesamt wurden 114.861 Stückaktien erworben und weiterveräußert.
20 gezeichnetes kapital
Das Grundkapital beträgt wie im Vorjahr 69.160.000 € und ist eingeteilt in 26.600.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede Aktie entspricht einer Stimme.
Auf Grund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der kuka Aktiengesellschaft vom 4. Juli 2003 ist das Grundkapital um bis zu 19.500.000 € durch Ausgabe von bis zu 7.500.000 neuen Aktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandlungs- bzw. Optionsrechten, die von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren in- oder ausländischen Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften bis zum 4. Juli 2008 ausgegebenen Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen beigefügt sind, von ihren Wandlungs- bzw. Optionsrechten Gebrauch machen (§ 5 Abs. 6 der Satzung).
Unter teilweiser Ausnutzung der entsprechenden Ermächtigung zur Begebung von Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen hat die kuka Aktiengesellschaft am 9. Mai 2006 im Wege einer Privatplatzierung über ihre 100 %ige niederländische Tochtergesellschaft, kuka Finance b. v., eine durch die kuka Aktiengesellschaft garantierte Wandelschuldverschreibung im Nominalbetrag von 69.000.000 € platziert. Hieraus entsteht die Verpflichtung zu Gunsten der Anleihegläubiger, jede Schuldverschreibung im Wert von nominal 50.000 € gemäß dem Wandlungsrecht jederzeit während des Ausübungszeitraums (8. Juli 2006 bis 18. Oktober 2011) ganz, nicht jedoch teilweise, zum Wandlungspreis von aktuell 25,3833 € pro Aktie auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien der kuka Aktiengesellschaft zu wandeln. Das Kapital ist hieraus – vorbehaltlich der Verwässerungsschutzbestimmungen der Anleihebedingungen – um maximal 2.718.322 Aktien bedingt erhöht. Eine Börsennotierung der Anleihe ist im Euromtf-Markt der Luxemburger Börse erfolgt.
Gemäß dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung der kuka Aktiengesellschaft vom 1. Juni 2006 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. Mai 2011 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu insgesamt 34.500.000 € durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals zu erhöhen, wobei den Aktionären hierbei ein Bezugsrecht einzuräumen ist, der Vorstand allerdings ermächtigt ist, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen (i) für Spitzenbeträge, (ii) soweit es erforderlich ist, um den Inhabern von auf Grund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 4. Juli 2003 von der kuka Aktiengesellschaft oder ihren Konzerngesellschaften ausgegebenen Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- oder Optionsrechts zustünde, (iii) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen unter den in der Satzung (§ 4 Abs. 5 zweiter Absatz dritter Unterpunkt) näher genannten Voraussetzungen und sofern die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung, sowie (iv) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen (§ 4 Abs. 5 der Satzung).
21 kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage in Höhe von 26,5 mio. € betrifft die kuka ag und ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.
22 gewinnrücklagen
In den Gewinnrücklagen in Höhe von 116,3 mio. € (Vorjahr: 136,4 mio. €) sind enthalten:
Die thesaurierten Gewinne der kuka Aktiengesellschaft und ihrer konsolidierten Tochtergesellschaften
Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte
Erfolgsneutrale Bewertung von Finanzderivaten und versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste von Pensionsrückstellungen
23 ausgleichsposten für anteile dritter
Der Posten betrifft im Wesentlichen Anteile im Fremdbesitz an der kuka Enco Werkzeugbau spol. s. r. o., Dubnica / Slowakei. In der Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist die Veränderung dieses Postens dargestellt.
24 kapitalsteuerung
Vorrangige Ziele der Kapitalsteuerung des kuka Konzerns sind die Unterstützung der laufenden Geschäftstätigkeit mit ausreichend finanziellen Mitteln und die Steigerung des Unternehmenswerts.
Dazu ist eine angemessene Ausstattung mit Eigenkapital (Kennziffer Eigenkapitalquote) und eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Kennziffer roce) mindestens in Höhe der konzerninternen Vorgaben notwendig.
Die im Berichtsjahr 2008 erreichten roce-Werte werden im Lagebericht dargestellt.
Der kuka Konzern überwacht sein Kapital mit Hilfe der Nettoliquidität. Die Nettoliquidität setzt sich aus den liquiden Mitteln vermindert um kurz- und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zusammen. Eine Darstellung der Entwicklung der Nettoliquidität im Berichtsjahr 2008 ist im Lagebericht vorgenommen worden.
25 verpflichtungen für pensionen und ähnliche verpflichtungen
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Zeitpunkt ihrer Entstehung direkt im Eigenkapital erfasst (3. Option gemäß ias 19.93A).
Im Geschäftsjahr 2008 entwickelten sich die Pensionsrückstellungen wie folgt:
Konsolidierungs-kreisänderung, Währungs-anpassung, Umbuchung Disc. Operations, Sonstiges
Versicherungs-mathematische Gewinne und Verluste (ergebnisneutral)
Die Pensionsrückstellungen betreffen die Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte und ehemalige Mitarbeiter des kuka Konzerns sowie deren Hinterbliebene. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf der Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren.
Wegen ihres Versorgungscharakters werden die Verpflichtungen der us-Konzerngesellschaft b&k Corporation für die medizinische Versorgung der Mitarbeiter nach deren Eintritt in den Ruhestand gemäß ias 19 ebenfalls unter dieser Position ausgewiesen. Auf diese pensionsähnlichen Verpflichtungen entfallen, ermittelt nach den Regelungen des ias 19, 1,0 mio. € (Vorjahr: 1,7 mio. €) der Gesamtrückstellung. Im laufenden Geschäftsjahr ergab sich auf Grund dieser Verpflichtungen, insbesondere bedingt durch Plankürzungen, ein Ertrag von 0,4 mio. € (Vorjahr: Aufwand von 0,1 mio. €). Die möglichen Auswirkungen einer Erhöhung / Minderung um einen Prozentpunkt der angenommenen Kostentrends im medizinischen Bereich betragen weniger als 0,1 mio €.
Die betriebliche Altersversorgung erfolgt im Konzern sowohl beitrags- als auch leistungsorientiert.
Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die Summe aller beitragsorientierten Pensionsaufwendungen in Höhe von 21,0 mio. € (Vorjahr: 17,7 mio. €) wird als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen.
Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (Defined Benefit Plans) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen.
Fondsfinanzierte Versorgungspläne bestehen ausschließlich in den usa.
Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined Benefit Obligation) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Neben Annahmen zur Lebenserwartung sind hierbei folgende Prämissen bedeutsam, die vom wirtschaftlichen Umfeld im jeweiligen Land abhängen:
versicherungsmathematische prämissen	Deutschland
rt 2005 G
ips55 (I);tv88/90 (F)
ips55 (I); tv88/90 (F)
4,50 – 5,50 %
Erwartete Vermögensrendite
Gehaltsdynamik
0,00 – 2,50 %
0,00 – 1,50 %
2,00 – 2,50 %
0,00 – 2,00 %
Kostensteigerung für medizinische Versorgung
5,00 – 9,00 %
5,00 – 8,00 %
Die Gehaltsdynamik umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der wirtschaftlichen Situation jährlich geschätzt werden.
Den erwarteten Renditen liegen Konsensus-Prognosen der jeweiligen Asset-Klassen sowie Bankengespräche zugrunde. Die Prognosen basieren auf Erfahrungswerten, Wirtschaftsdaten, Zinsprognosen und Erwartungen am Aktienmarkt.
Die sich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ergebende Pensionsverpflichtung wird bei einem fondsfinanzierten Versorgungssystem um die Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Übersteigt das Fondsvermögen die Verpflichtung aus der Pensionszusage, wird nach ias 19 ein Aktivposten unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Soweit das Vermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Pensionsrückstellungen passiviert.
Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwerts, der leistungsorientierten Verpflichtung oder des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen. Ursache hierfür können unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungsansprüche
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungsansprüche
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation)
Fondsvermögen zu Marktwerten
Überdeckung Fondsvermögen (–)
bilanzwert zum 31. 12.
(davon Pensionsrückstellung)
(davon Vermögenswert (–))
Infolge des im Vergleich zum Vorjahresstichtag beobachteten Anstiegs der Marktrenditen, insbesondere im euro-Raum, wurden generell höhere Abzinsungsfaktoren für die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen verwendet, sodass hieraus ceteris paribus eine niedrigere Defined Benefit Obligation resultiert. Die Veränderungen in der Defined Benefit Obligation ergeben sich dabei im Geschäftsjahr im Einzelnen aus der folgenden Übersicht.
entwicklung der defined benefit obligation
Stand der Nettoverpflichtung zum 1.1.
(davon fondsfinanziert)
(davon rückstellungsfinanziert)
– 124,1
stand der nettoverpflichtung zum 31. 12.
Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr verminderte sich die Defined Benefit Obligation durch die Anhebung des Abzinsungsfaktors für die inländischen und ausländischen Pensionspläne. Der Einfluss der übrigen Bewertungsparameter wirkte sich nicht wesentlich aus. Eine Veränderung des Abzinsungsfaktors um + / – 0,25 % würde zu einer um + / – 1,9 mio. € höheren / niedrigeren Defined Benefit Obligation führen.
Laufender Dienstzeitaufwand und Zinsaufwand von in Summe 4,6 mio. € (Vorjahr: 4,4 mio. €) stehen den vorgenommen Auszahlungen im Geschäftsjahr von 5,9 mio. € (Vorjahr: 6,0 mio. €) gegenüber. Der Rückgang in der Defined Benefit Obligation resultiert im Wesentlichen aus im Geschäftsjahr angefallenen versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von 4,6 mio. €.
Erwarteter Vermögensertrag der Fonds
pensionsaufwand aus leistungsorientierten zusagen
Die Pensionsaufwendungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen sind um 0,2 mio. € auf 3,9 mio. € zurückgegangen. Dies ist im Wesentlichen Folge von Plankürzungen bei der medizinischen Versorgung der b&k Corporation, Saginaw / usa. Gegenläufig wirkt sich der im Vergleich zum Vorjahresstichtag angestiegene Diskontierungszinssatz zum 31. Dezember 2007 aus, der zu einem höheren Zinsaufwand führt.
Die Aufstellung der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen beinhaltet folgende Beträge:
Kumulierte im Eigenkapital erfasste Gewinne (+) / Verluste (–) zum 1. 1.
Versicherungsmathematischen Gewinne (+) / Verluste (–) des Geschäftsjahres
kumulierte im eigenkapital erfasste gewinne (+) / verluste (–) zum 31.12.
entwicklung des planvermögens im geschäftsjahr
Beizulegender Zeitwert 1.1.
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste
beizulegender zeitwert 31.12.
Aus den externen Pensionsfonds ergeben sich tatsächliche Vermögensaufwendungen von 1,1 mio. € (Vorjahr: Vermögenserträge von 0,3 mio. €).
Das Planvermögen von 2,4 mio. € (Vorjahr: 3,1 mio. €) setzt sich zum 31. Dezember 2008 in Höhe von 75 % (Vorjahr: 70 %) aus Anteilen an Aktienfonds, zu weiteren 25 % (Vorjahr: 25 %) aus gehaltenen Schuldverschreibungen bzw. Sondervermögen mit entsprechendem Anlageschwerpunkt zusammen. Anteile an einem Immobiliensondervermögen (Vorjahr: 5 %) wurden im Berichtsjahr veräußert.
Für das Geschäftsjahr 2009 werden Einzahlungen des Arbeitgebers in das Fondsvermögen in Höhe von 0,2 mio. € erwartet.
Beträge der Pensionsverpflichtungen, der ausgegliederten Vermögenswerte und das die Leistungsverpflichtungen übersteigende Vermögen stellen sich für das laufende Jahr und die vier Vorjahre wie folgt dar:
Pensionsverpflichtungen (Defined Benefit Obligation)
Ausgegliederte Vermögenswerte (Plan Assets)
das vermögen übersteigende leistungsverpflichtungen (funded status)
Erfahrungsbedingte Anpassungen für das laufende Jahr und das Vorjahr ergaben sich in folgender Höhe:
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+) / Reduzierung (–) der Pensionsverpflichtungen
Erfahrungsbedingte Erhöhung (+) / Reduzierung (–) der ausgegliederten Vermögenswerte
26 steuerrückstellungen
Stand1.1.2008
Konsolidierungs-kreisänderung,Währungsanpassung
Die Steuerrückstellungen betreffen mit 9,9 mio. € (Vorjahr: 34,9 mio. €) Steuern vom Einkommen und Ertrag und mit 1,4 mio. € übrige Steuern (Vorjahr: 1,7 mio. €).
Die Steuerrückstellungen weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.
27 sonstige rückstellungen
Garantieverpflichtungen und Risikenaus schwebenden Geschäften
Verpflichtungen aus Restrukturierungen
Die Rückstellungen für Garantieverpflichtungen und Risiken aus schwebenden Geschäften enthalten Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften von 20,5 mio. € (Vorjahr: 16,9 mio. €) und Gewährleistungsrisiken von 23,3 mio. € (Vorjahr: 28,2 mio. €).
Die Verpflichtungen für Restrukturierung resultieren aus Abfindungen und Restrukturierungsaufwendungen bei mehreren Gesellschaften.
Die übrigen Rückstellungen betreffen unter anderem mit 27,6 mio. € (Vorjahr: 30,6 mio. €) noch anfallende Kosten für bereits fakturierte Aufträge und Prozessrisiken von 4,1 mio. € (Vorjahr: 8,7 mio. €). Die Auflösungen betreffen im Wesentlichen die Rückstellungen für noch anfallende Kosten in Höhe von 3,7 mio. € und die Rückstellung für Prozessrisiken in Höhe von 4,1 mio. €.
Die sonstigen Rückstellungen besitzen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
28 verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener und der Ausstellung eigener Wechsel
Übrige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit)
(davon Verpflichtungen aus dem Personalbereich)
(davon aus Leasingverträgen)
(davon aus Derivaten)
29 finanzverbindlichkeiten / finanzierung
Bei den noch bestehenden Finanzverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um die im Mai 2006 begebene Wandelanleihe sowie die Inanspruchnahme der bestehenden Barlinien im Rahmen des Konsortialkredits.
festzinsvereinbarungen (2008)
Buchwert in mio. €
3,75 % p. a.
festzinsvereinbarungen (2007)
Für den Marktwert der Wandelanleihe wurde der Tagesschlusskurs des Parkett-Handels der Deutschen Börse Frankfurt vom 30. Dezember 2008 herangezogen.
variabel verzinsliche bankverbindlichkeiten (2008)
Finanzinstrument / mio.
Ø Nominalzinssatz
Jahr des spätestenLaufzeitendes
32,2 eur 32,2 eur
4,09 % p. a.
0,7gbp 0,7 eur
1,0brl 0,3 eur
variabel verzinsliche bankverbindlichkeiten (2007)
Jahr des spätesten Laufzeitendes
0,4 brl 0,1 eur
34,23 % p. a.
Alle Durchschnittswerte ergeben sich als mit den jeweiligen Buchwerten in Euro gewichtetes arithmetisches Mittel der Werte der einzelnen Finanzinstrumente am Abschlussstichtag.
Im Mai 2006 wurde über die kuka Finance b. v., Amsterdam / Niederlande, eine durch die kuka Aktiengesellschaft garantierte Wandelschuldverschreibung (Wandelanleihe) mit einem Nominalbetrag von 69,0 mio. € platziert. Diese Wandelanleihe wurde mit einer Stückelung zu je 50.000 € begeben und berechtigt nach Berücksichtigung der Dividende 2007 zur Wandlung in bis zu 2.718.322 Stückaktien der kuka Aktiengesellschaft. Der Wandlungspreis beträgt damit aktuell 25,3833 € pro Aktie. Das Wandlungsverhältnis beträgt 1.969,8005 Aktien pro Stückelung. Durch die Anpassung an Dividendenzahlungen wird der Verwässerungsschutz in Bezug auf Ausschüttungen nach Maßgabe der Anleihebedingungen gewährleistet. Das Wandlungsrecht für die Wandelschuldverschreibung kann während der Laufzeit ausgeübt werden. Die Anleihe ist mit einem Zinskupon von 3,75 % p. a. ausgestattet. Die Zinszahlungen erfolgen jährlich im November.
Die Laufzeit der Anleihe endet am 9. November 2011 und wird durch Zahlung in Höhe des Nennbetrags zuzüglich der bis dahin angefallenen Zinsen getilgt. Ab dem 9. Dezember 2009 ist kuka jederzeit berechtigt, die Anleihe zum Nennbetrag, ebenfalls zuzüglich aufgelaufener Zinsen, vorzeitig zurückzahlen, allerdings erst bei Aktienkursen von über 130 % des Wandlungspreises innerhalb eines in den Anleihebedingungen definierten Zeitraums.
Die Wandelanleihe ist an der Börse Luxemburg gelistet (isin de000a0grmc0 / wkn a0g rmc). Der letzte in 2008 an der Frankfurter Wertpapierbörse gestellte Kurs der Anleihe betrug 72,80 % (Vorjahr: 114,40 %).
Bilanziell wird die Wandelanleihe in eine Eigen- und eine Fremdkapitalkomponente gegliedert. Der Marktwert der Schuldkomponente (55,7 mio. €) wurde zum Emissionszeitpunkt auf Basis des Marktzinssatzes einer entsprechenden Festzinsanleihe ohne Wandlungsrecht (7,63 %) ermittelt. Unter Berücksichtigung der anteilig auf die Eigen- und Fremdkapitalkomponente verteilten Emissionskosten erhöht sich der Zinssatz auf 8,25 % effektiv. Der resultierende Wert der Eigenkapitalkomponente (11,3 mio. €) ist in der Kapitalrücklage erfasst und wird bis zur Fälligkeit oder Wandlung nicht verändert. Im Geschäftsjahr wurde für die Anleihe ein Zinsaufwand von 4,9 mio. € (Vorjahr: 4,7 mio. €) verbucht.
Die kuka Aktiengesellschaft und 31 Tochtergesellschaften hatten am 22. Dezember 2006 mit einer ausgewählten Gruppe von Banken einen Konsortialkredit in Höhe von 475,0 mio. € abgeschlossen. Das Bankenkonsortium wird von der Landesbank Baden-Württemberg, der Dresdner Bank ag und der HypoVereinsbank ag angeführt. Hinzu kommen die Bayerische Landesbank, die Royal Bank of Scotland und die Deutsche Bank. Der Vollzug des Konsortialkreditvertrags erfolgte zum 31. Januar 2007.
Nach dem erfolgreichen Verkauf des Geschäftsbereichs Verpackungstechnik im April 2007 traten vertragliche Anpassungen dieses Konsortialkredits in Kraft. Neben dem Ausscheiden von zwölf Gesellschaften dieses Geschäftsbereichs als Vertragsparteien wurde der Term Loan zurückgezahlt und die Avallinie um 20,0 mio. € verringert. Dem kuka Konzern stehen aus diesem Vertrag nunmehr noch 115,0 mio. € revolvierend ausnutzbare Barlinien (davon bis zu 40,0 mio. € für Avale) sowie 190,0 mio. € Avallinien zur Verfügung. Letztere sind für kuka im Zusammenhang mit einer Finanzierung der Anlagenbaugeschäfte von besonderer Bedeutung.
Mit Zustimmung des Konsortiums wurde im Geschäftsjahr 2007 die erste Möglichkeit zur Verlängerung genutzt. Der Kreditvertrag läuft aktuell bis Dezember 2010.
Die Verfügbarkeit der Finanzierung ist an die Einhaltung bestimmter Vereinbarungen (Covenants) gebunden. Die Einhaltung des Verschuldungs- und des Zinsdeckungsgrads sowie einer bestimmten Höhe des Eigenkapitals waren im Geschäftsjahr 2008 problemlos möglich.
Die Konditionen für die Inanspruchnahme der Betriebsmittel- und Avallinien sowie der Bereitstellungsprovisionen stehen in direktem Zusammenhang zum Verschuldungsgrad (Leverage; Relation des Ergebnisses zur Verschuldung) und werden gegebenenfalls quartalsweise angepasst.
Die Forderungen des Bankkonsortiums aus dem Finanzierungsvertrag sind von den kuka Gesellschaften besichert. Dieses Sicherheitenpaket beinhaltet eine Buchgrundschuld über 70,0 mio. € auf das Betriebsgelände in Augsburg. Außerdem wurden von den kuka Gesellschaften Globalabtretungen und Sicherungsübereignungen vorgenommen sowie Geschäftsanteile verpfändet.
Die Inanspruchnahme der Avallinie von 190,0 mio. € belief sich zum Stichtag auf 108,7 mio. €; die bestehende Betriebsmittellinie wurde in Höhe von 30,1 mio. € in Anspruch genommen.
Kreditlinien von Versicherungsgesellschaften
Von Kreditversicherungsgesellschaften sind Avallinien in Höhe von 50,0 mio. € zugesagt. Dabei beträgt die Ausnutzung bei der Euler Hermes Kreditversicherungs-ag 3,2 mio. € wobei bei der Zurich Gruppe keine Ausnutzung vorlag.
Im Dezember 2006 wurde mit Unterstützung der Bayerischen Landesbank ein abs-Programm (Asset-Backed Securities) mit fünfjähriger Laufzeit aufgelegt. Im Rahmen dieses Programms können regelmäßig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der kuka Roboter GmbH in Höhe von bis zu 25,0 mio. € an die nicht in den Konzern einbezogene beteiligte Gesellschaft verkauft werden. Diese finanziert den Kauf der Forderungen durch die Ausgabe von Wertpapieren am Kapitalmarkt bzw. durch entsprechende Kreditlinie bei der Bayerischen Landesbank. Eine ausreichende Bonität der verkauften Forderungen wird durch eine Ausfallbürgschaft eines Kreditversicherers sichergestellt. Die kuka Roboter GmbH trägt hierbei die ersten 1,15 % der Bonitätsrisiken aus dem Forderungsverkauf.
Zum Bilanzstichtag wurde das Programm in Höhe von 15,7 mio. € (31. Dezember 2007: 13,9 mio. €) in Anspruch genommen. Als Sicherheit wurde ein Bardepot in Höhe von 4,4 mio. € (31. Dezember 2007: 3,9 mio. €) gestellt, das im Rahmen der sonstigen Vermögenswerte ausgewiesen ist. Die aus der Verwaltung und Abwicklung der verkauften Forderungen resultierenden Ansprüche der kuka Roboter GmbH sind in Höhe des Barwerts von 0,3 mio. € (31. Dezember 2007: 0,3 mio. €) ebenfalls in diesen enthalten. Der Rückbehalt für Bonitätsrisiken (continuing involvement) in Höhe von 0,2 mio. € (Vorjahr: 0,2 mio. €) wurde zum Stichtag vollständig wertberichtigt.
30 übrige langfristige / kurzfristige verbindlichkeiten und rechnungsabgrenzungen
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingraten passiviert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Verpflichtungen aus Urlaubslöhnen, Gleitzeitguthaben und Altersteilzeit werden unter den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind die Verpflichtungen aus ausstehenden Lieferantenrechnungen enthalten.
31 finanzielles risikomanagement und finanzderivate
a) Grundsätze des Risikomanagements
Im Zuge der allgemeinen Geschäftstätigkeit ist der kuka Konzern bei Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen ausgesetzt. Aufgabe des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanziellen Aktivitäten zu steuern und zu begrenzen. Je nach Risikoeinschätzung werden derivative und / oder nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt, wobei grundsätzlich nur Cashflow-Risiken gesichert werden. Derivative Finanzinstrumente kommen ausschließlich zu Sicherungszwecken zum Einsatz und werden somit nicht als Handels- oder Spekulationsposition gehalten. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit führenden Finanzinstituten mit einwandfreier Bonität abgeschlossen.
Die Grundsätze der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Das Konzern-Treasury setzt die Finanzpolitik um und verantwortet das laufende finanzielle Risikomanagement. Dabei bedürfen bestimmte Transaktionen der Genehmigung durch den Finanzvorstand. Dieser wird darüber hinaus regelmäßig über die aktuellen Risiko-Exposures in Kenntnis gesetzt.
Zu den zentralen Aufgaben des Konzern-Treasury gehört das effektive Marktrisiko-Management. Dazu bedient sich das Treasury der Simulation unterschiedlicher Szenarien, u. a. Most-Likely- / Worst-Case-Szenarien.
b) Währungsrisiken
Die Risiken aus Wechselkursschwankungen resultieren bei kuka aus Finanzinvestitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Diese werden zum Zeitpunkt der Entstehung durch den Abschluss derivativer Finanzinstrumente mit Banken oder durch eine Aufrechnung entgegengesetzter Zahlungsströme insoweit gesichert, als sie den Konzern-Cashflow beeinflussen können. Gegenstand der Absicherung können dabei auch zukünftige, geplante Transaktionen sein, gegen deren Währungsänderungsrisiko Sicherungsinstrumente mit kurzfristiger Laufzeit (< 1 Jahr) eingesetzt werden. Wechselkursrisiken, welche die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen, wie zum Beispiel Risiken, die sich aus der Umrechnung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ausländischer kuka Unternehmen in die Konzern-Berichterstattungswährung ergeben, bleiben grundsätzlich ungesichert. Unter bestimmten Umständen können diese Risiken nach Freigabe durch den Finanzvorstand auch abgesichert werden. Im Investitionsbereich der kuka gab es zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen.
Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus Fremdwährungsdarlehen an Konzerngesellschaften sowie aus flüssigen Mitteln in Fremdwährung.
Das Treasury sichert die sich daraus ergebenden wesentlichen Risiken ab. Zur Umwandlung von auf fremde Währung lautenden finanziellen Verpflichtungen und konzerninternen Darlehen in die funktionalen Währungen der Konzernunternehmen werden Devisenderivate eingesetzt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen Finanzverbindlichkeiten in ausländischen Währungen. Alle konzerninternen Darlehen in fremder Währung waren entsprechend gesichert. kuka war auf Grund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt.
Die einzelnen kuka Unternehmen wickeln ihre operativen Aktivitäten überwiegend in der jeweiligen funktionalen Währung ab. Bei einigen kuka Unternehmen ergeben sich jedoch im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung entsprechende Wechselkursrisiken. Um diese Zahlungsströme zu sichern, setzt kuka Devisenderivate ein. Auf Grund dieser Sicherungsaktivitäten war kuka zum Bilanzstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.
Währungsrisiken im Sinne von ifrs 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen kuka Finanzinstrumente eingeht.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt ifrs 7 Sensitivitätsanalysen, welche mögliche Auswirkungen aus Veränderungen relevanter Risikovariablen (z. B. Zinssätze, Wechselkurse) auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Um die periodischen Auswirkungen zu ermitteln, wird eine mögliche Änderung der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag vorgenommen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Jahresultimo repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente (Flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden weitgehend durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten in die jeweilige funktionale Währung überführt. Änderungen der Wechselkurse haben daher keine wesentlichen Effekte auf Ergebnis oder Eigenkapital.
Wesentliche Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in der funktionalen Währung erfasst oder mittels Einsatz von Derivaten in die entsprechende funktionale Währung transferiert. Somit können auch hieraus keine wesentlichen Effekte auf die betrachteten Größen entstehen.
Werden Finanzinstrumente, welche zur Absicherung von Wechselkurseffekten abgeschlossen werden, als Fair Value Hedge designiert, gleichen sich die Effekte aus Wechselkursschwankungen im Grund- und Sicherungsgeschäft in derselben Periode in der Erfolgsrechung nahezu vollständig aus. Somit sind auch diese Finanzinstrumente nicht mit Wechselkursrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden.
Devisenderivate sind stets originären Grundgeschäften zugeordnet, sodass auch aus diesen Instrumenten keine Währungswirkungen entstehen.
Für die wesentlichen Fremdwährungen des kuka Konzerns ergeben sich folgende Währungsszenarien:
Wenn der eur gegenüber dem usd zum 31. Dezember 2008 (2007) um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 0,7 mio. € höher (0,1 mio. € niedriger) ausgefallen. Wenn der eur gegenüber dem usd zum 31. Dezember 2008 (2007) um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 0,8 mio. € niedriger (0,1 mio. € höher) ausgefallen.
Wenn der eur gegenüber dem jpy zum 31. Dezember 2008 (2007) um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 0,1 mio. € niedriger (0,6 mio. € höher) gewesen. Wenn der eur gegenüber dem jpy zum 31. Dezember 2008 (2007) um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 0,1 mio. € höher (0,6 mio. € niedriger) gewesen.
Wenn der eur gegenüber dem huf zum 31. Dezember 2008 (2007) um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 0,1 mio. € (0,0 mio. €) niedriger ausgefallen. Wenn der eur gegenüber dem huf zum 31. Dezember 2008 (2007) um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 0,1 mio. € (0,0 mio. €) höher ausgefallen.
Wenn der eur gegenüber dem gbp zum 31. Dezember 2008 (2007) um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 0,3 mio. € (0,1 mio. €) niedriger gewesen. Wenn der eur gegenüber dem gbp zum 31. Dezember 2008 (2007) um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um 0,4 mio. € (0,1 mio. €) höher gewesen.
c) Zinsrisiken
Die Risiken aus Zinssatzänderungen resultieren bei kuka im Wesentlichen aus kurzfristigen Geldanlagen / -aufnahmen in Euro. Diese sind zum Bilanzstichtag nicht gesichert.
Zinsänderungsrisiken werden im Sinne von ifrs 7 mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen dargestellt. Sensitivitätsanalysen bilden die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, -erträge, -aufwendungen sowie andere Ergebnisteile und auf das Eigenkapital ab. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:
Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung (z. B. die begebene Wandelschuldverschreibung) keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von ifrs 7.
Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten aus, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind.
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2008 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 0,1 mio. € höher (geringer) ausgefallen [in 2007 bei einer positiven Nettoliquidität wäre das Ergebnis um 2,2 mio. € geringer (höher) ausgefallen]. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 0,1 mio. € ergibt sich ausschließlich aus den variabel verzinslichen Geldanlagen (Geldaufnahmen) in Höhe von 41,3 mio. € (33,2 mio. €).
d) Ausfallrisiken
Der kuka Konzern ist aus dem operativen Geschäft sowie aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Ein Ausfall kann eintreten, wenn einzelne Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen können und dem kuka Konzern somit ein finanzieller Verlust entsteht. Im Finanzierungsbereich werden wesentliche Geschäfte nur mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von mindestens a- / a1 abgeschlossen.
Im operativen Geschäft werden die Außenstände auf Gesellschaftsebene (lokal) gesteuert und fortlaufend überwacht. Die Geschäftsbeziehungen mit kritischen Großkunden (z. B. us-amerikanischen oems) und damit verbundenen Ausfallrisiken unterliegen einer gesonderten monatlichen Bonitätsüberwachung auf Ebene des Konzern-Vorstands. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen entsprechend Rechnung getragen.
Im Rahmen der abs-Transaktionen werden die designierten Forderungen separat verwaltet. Für das Bonitätsrisiko wird ein Sicherheitsabschlag als Barreserve hinterlegt. Der Prozentsatz der Risikovorsorge für das Bonitätsrisiko hat sich als statistisch stabil herausgestellt. Über die tatsächlichen Forderungsausfälle wird regelmäßig eine Abrechnung erstellt und die zu viel eingezahlte Barreserve rückvergütet.
Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Es liegen zum Abschlussstichtag keine das maximale Ausfallrisiko mindernde Vereinbarungen vor.
e) Liquiditätsrisiken
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des kuka Konzerns sicherzustellen, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vorgehalten. Hierzu hat kuka u. a. einen Konsortialkreditvertrag mit einem Bankenkonsortium abgeschlossen. Detaillierte Informationen hierzu befinden sich im Anhang unter der Erläuterung 29 Finanzverbindlichkeiten / Finanzierung, im Abschnitt Konsortialkredit.
Die nachfolgenden Aufstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen für die unter ifrs 7 fallenden Finanzinstrumente:
Cashflows 2009
Cashflows 2010
Cashflows 2011 – 2013
Cashflows 2014 ff.
(davon Verbindlichkeiten aus Leasing)
(davon Derivate mit Hedge-Beziehung)
(davon Derivate ohne Hedge-Beziehung)
Cashflows 2008
Cashflows 2010 – 2012
Cashflows 2013 ff.
Einbezogen sind alle Finanzinstrumente, die an den Bilanzstichtagen im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Fremdwährungsbeträge sind jeweils zum Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2008 bzw. 2007 gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind stets dem frühesten Zeitraster zugeordnet. Die Zahlungsströme aus Derivaten (Devisentermingeschäfte) sind netto, d. h. unter Saldierung der Mittelzu- und -abflüsse, dargestellt.
f) Sicherungsgeschäfte
Sicherungsgeschäfte werden im kuka Konzern zur Absicherung von beizulegenden Zeitwerten und bestehenden Bilanzpositionen und zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen abgeschlossen. Diese betreffen ausschließlich die Sicherung von Währungsrisiken.
Aus der Absicherung von beizulegenden Zeitwerten einer Bilanzposition (Fair-Value-Hedge) ergeben sich Ergebnisauswirkungen aus der Buchwertanpassung der Grundgeschäfte von 2,7 mio. € (Vorjahr: – 0,8 mio. €), die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst wurden. Die gegenläufigen Veränderungen der Marktwerte der Sicherungsgeschäfte betragen – 2,7 mio. € (Vorjahr: 0,8 mio. €) und wurden ebenfalls unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst, sodass sich die Effekte ausgleichen.
Cashflow Hedges bestanden zum Bilanzstichtag sowie zum Bilanzstichtag des Vorjahres nicht.
Feste vertragliche Vereinbarungen (firm commitments) werden nach den Regeln des Hedge Accounting erfolgswirksam bilanziert. Ihre positiven Marktwerte betragen 6,0 mio. € bzw. negativ 2,7 mio. €.
Sicherungsgeschäfte wurden ausschließlich in Form von Devisentermingeschäften abgeschlossen und nach den Regeln des Fair Value Hedge behandelt. Die Marktwerte zeigt folgende Tabelle:
Gesamt 31.12.2007
Gesamt 31.12.2008
Das Nominalvolumen entspricht dem Volumen der gesicherten Grundgeschäfte. Die aufgeführten Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem fremde Dritte die Rechte oder Pflichten aus den derivativen Finanzinstrumenten übernehmen würden.
Nachstehend sind die Buchwerte der Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien des ias 39 dargestellt:
buchwerte der finanzinstrumente gegliedert nach den bewertungskategorien des ias 39
Availabe-for-Sale Financial Assets AfS
Die Zusammensetzung der Buchwerte sowie die beizulegenden Zeitwerte ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
buchwerte und beizulegende zeitwerte nach bewertungskategorien für 2008
Bewertungs-kategorie nach ias 39
davon nicht unter ifrs7 fallende Vermögens-werte und Schulden
Buchwert der Finanz-instrumente 31.12.2008
Beizulegen-der Zeitwert 31.12.2008
(davon Ausleihungen)
(davon Beteiligungen)
(davon Übrige)
(davon Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing)
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungen
buchwerte und beizulegende zeitwerte nach bewertungskategorien für 2007
davon nicht unter ifrs 7 fallende Vermögens-werte und Schulden
Buchwert der Finanz-instrumente 31.12.2007
Beizulegender Zeitwert 31.12.2007
Die Vermögenswerte mit Ausnahme der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, den Finanzinvestitionen sowie den Leasingforderungen weisen überwiegend kurze Restlaufzeiten auf. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die Schulden mit Ausnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten und der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Der beizulegende Zeitwert der Wandelschuldverschreibung, die bilanziell als Eigenkapital- und Fremdkapitalkomponente erfasst ist, wird in der Erläuterung 29 Finanzverbindlichkeiten / Finanzierung dargestellt.
Die Derivate mit Hedge-Beziehung betreffen ausschließlich Devisentermingeschäfte und werden nach den Regeln des Hedge-Accounting bilanziert. In der Position sind wie im Vorjahr keine Derivate im Rahmen des Cashflow Hedge enthalten.
Die Nettoergebnisse gegliedert nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar:
nettoergebnisse nach bewertungskategorien des ias 39 für das geschäftsjahr 2008
Gesamtzinserträge und -aufwendungen
Provisionserträge und -aufwendungen
Financial Instruments Held for Trading (fahft und – 1,4
nettoergebnisse nach bewertungskategorien des ias 39 für das geschäftsjahr 2007
Financial Instruments Held for Trading (fahft und 0,8
Die Nettogewinne (Vorjahr: Nettoverluste) aus der Bewertungskategorie Loans and Receivables beinhalten im Wesentlichen Ergebnisse aus Wertminderungen und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte, die Nettogewinne aus Financial Liabilities Measured at Amortised Cost solche aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten. Im Rahmen von Fair Value Hedges sind aus Kurssicherungsgeschäften 0,2 mio. € Kursverluste (Vorjahr: Kursgewinne 1,3 mio. €) entstanden, denen Kursverluste (Vorjahr: Kursgewinne) aus Grundgeschäften in gleicher Höhe gegenüberstehen.
Die Zinserträge für die Finanzinstrumente der Kategorie Loans and Receivables stammen aus der Anlage der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortised Cost betrifft im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Wandelschuldverschreibung sowie aus den Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Als Provisionsaufwendungen sind die nicht in die Effektivverzinsung einbezogenen Transaktionskosten für Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Gebühren für die Bereitstellung von Avalen ausgewiesen.
32 haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Verpfichtungen aus Bürgschaften
Verpfichtungen aus Gewährleistungsverträgen
(davon Bestellobligo)
(davon übrige finanzielle Verpflichtungen)