Source: http://www.brd.nrw.de/umweltschutz/natur_landschaftsschutz_fischerei/Artenschutz.html
Timestamp: 2019-07-19 03:51:03
Document Index: 270774342

Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 44', '§ 61', '§ 39', '§ 44', '§ 44']

Bezirksregierung Düsseldorf: Artenschutz
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Zuständigkeiten der Bezirksregierung Düsseldorf
Verbote des § 39 Abs. 1 BNatschG (Allgemeiner Artenschutz)
Verbote des § 44 Abs. 1 BNatschG (Besonderer Artenschutz)
Allgemeine Informationen und Broschüren / Infomaterial / Internetseiten
Die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten ist weltweit in Gefahr. Nach Angaben der Vereinten Nationen werden täglich etwa 100 bis 300 Arten ausgerottet. Mit ihnen geht ein unersetzlicher Teil des natürlichen Systems der Erde verloren. Ursachen der Gefährdung sind sowohl die wirtschaftliche Verwertung der Tiere und Pflanzen als auch der weltweite Verlust von natürlichen Lebensräumen infolge der zunehmenden Inanspruchnahme durch die Menschen.
Eine Vielzahl von internationalen Übereinkommen, völkerrechtlichen Verträgen, überstaatlichen und nationalen Gesetzen, Richtlinien und Verordnungen regelt den Schutz von Lebensräumen, bedrohten Arten, den Handel und den Besitz:
Foto: Eisvogel, Hans Glader
Konvention von Rio
Foto: Uferschnepfe, Hans Glader
Die rechtlichen Vorschriften zum Artenschutz umfassen einerseits den „internationalen Artenschutz“, der hauptsächlich die Überwachung des internationalen Handels mit vom Aussterben bedrohten Tieren und Pflanzen regelt, und andererseits den „nationalen Artenschutz“, der den Schutz und die Pflege der heimischen wild lebenden Tiere und wild wachsenden Pflanzen in ihrer natürlichen und historisch gewachsenen Vielfalt vorsieht.
Fachliche Stellungnahmen zu Planfeststellungsverfahren, Genehmigungen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz usw.
Fachaufsicht über die Arbeit der unteren Landschaftsbehörden
Genehmigung des Aussetzens oder Ansiedelns von Tieren wildlebender und nicht wildlebender Arten und von gebietsfremden Pflanzen wildlebender und nicht wildlebender Arten (§ 61 Landschaftsgesetz Nordrhein-Westfalen).
Beantwortung von Eingaben zum Thema Natur- und Artenschutz
Eine der Ursachen für den globalen Artenrückgang ist der Handel mit Tieren und Pflanzen sowie mit den daraus hergestellten Erzeugnissen (z.B. Elfenbein, Kaviar oder Tropenholz). Um dieser Gefährdung entgegenzuwirken wurde 1973 das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) beschlossen. Das Abkommen
kontrolliert den internationalen Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten durch Dokumentations- und Genehmigungspflichten sowie Handelsbeschränkungen. Es schützt weltweit rund 5.000 Tier- und 28.000 Pflanzenarten. Innerhalb der Europäischen Union wird das Abkommen durch die EG-Verordnung 338/97 umgesetzt. Ergänzend sind die Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes und der Bundesartenschutzverordnung zu beachten.
Regelmäßig betroffen von diesen Regelungen sind Bürgerinnen und Bürger, die exotische Tiere erwerben, halten oder züchten wollen. Zu den meldepflichtigen Arten gehören z.B. auch Griechische Landschildkröten. Auch der Verkauf von Pelzen kann unter die Regelungen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens fallen. Ansprechpartner: die örtlichen Kreise oder kreisfreien Städte.
Foto: Laubfrosch, Hans Glader
Aufgabe des nationalen Artenschutzes ist der Schutz und die Pflege der heimischen wild lebenden Tiere und wild wachsenden Pflanzen in ihrer natürlichen und historisch gewachsenen Vielfalt.
Rechtsgrundlagen sind das Bundesnaturschutzgesetz, die Bundes­artenschutzverordnung sowie das Landschaftsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalens. Durch sie werden auch die ebenfalls artenschutzrelevanten Vorschriften der europäischen Vogelschutz- sowie Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (vgl. NATURA 2000) in nationales Recht umgesetzt.
Foto: Weissstorch, Hans Glader
Verbote des § 39 Abs. 1 BNatschG (Allgemeiner Artenschutz):
Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören
Verbote des § 44 Abs. 1 BNatschG (Besonderer Artenschutz):
Ferner ist es verboten, diese Arten zu besitzen (Besitzverbot), zum Verkauf anzubieten (Verkaufsverbot) oder zu kommerziellen Zwecken zu verkaufen (Vermarktungsverbot).
Um die Einhaltung der genannten Verbote zu überprüfen oder gegebenenfalls eine Ausnahme nach § 44 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz zuzulassen, ist es notwendig, dass bei Bauverfahren verschiedenster Art eine Artenschutzprüfung durchgeführt werden muss.
Das Land Nordrhein-Westfalen hat für die Durchführung der Artenschutzprüfung eine Handlungsempfehlung entwickelt. Diese, sowie weitere Infos zum nationalen Artenschutz finden Sie auf der Internetseite des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (LANUV):
Homepage LANUV
Bei weiteren Fragen zum nationalen Artenschutz wenden Sie sich bitte direkt an die örtliche untere Landschaftsbehörde (Kreise oder kreisfreie Städte).
Allgemeine Informationen und Broschüren gibt es bei
den zuständigen unteren Landschaftsbehörden bei den Landräten/Landrätinnen und Oberbürgermeistern/Oberbürger-meisterinnen
der Bezirksregierung Düsseldorf als höhere Landschaftsbehörde, Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf, Telefon 0211/475-2064
dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, Schwannstraße 3, 40476 Düsseldorf , Telefon 0211/4566-0, Homepage
dem Bundesamt für Naturschutz, Konstantinstr. 110, 53177 Bonn, Homepage
Nähere Auskünfte zum Thema Artenschutz sind erhältlich bei:
der Natur-und Umweltschutzakademie, Siemesstraße 5, 45659 Recklinghausen, Telefon 02361/305-0
dem Umweltbundesministerium, Referat Öffentlichkeitsarbeit, 11055 Berlin
Oder auf den folgenden Internetseiten:
Homepage des CITES-Sekretariats mit vielen Informationen zu CITES, den Beschlüssen der Vertragsstaaten-Konferenzen, gültigen Resolutionen und Notifikationen, allen Adressen der Behörden der Vertragsstaaten, Tier- und Pflanzenlisten sowie einer Bildergalerie. Nur in Englisch, Französisch und Spanisch verfügbar.
Homepage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Informationen zum Thema Arten- und Naturschutz.
Homepage des Bundesamtes für Naturschutz. Allgemeine Informationen zu den Aktivitäten des BfN im Naturschutz.
Alphabetische Liste der besonders geschützten Tier- und Pflanzenarten mit Suchfunktion.
Zur Roten Liste der gefährdeten Pflanzen und Tiere in Nordrhein-Westfalen, ein Angebot des LANUV
Anica Katzberg
E-Mail an Ansprechpartner/in Anica Katzberg
Tel.: 0211 475-2066