Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2050/14
Timestamp: 2017-11-18 04:51:00
Document Index: 43530067

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 253', '§ 308', 'BGH', 'BGH']

Ferner bedarf keiner Entscheidung, ob die restriktivere Rechtsprechung des I. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs zur Verwirkung des Unterlassungsanspruchs (…BGH GRUR 2012, 928 juris-Rn. 22 - Honda-Grauimport;… BGHZ 198, 159 juris-Rn. 21 - Hard Rock Cafe;… BGH GRUR 2014, 363 juris-Rn. 15 f. - Peter Fechter; BGH GRUR 2016, 705 juris-Rn. 50 - ConText) auf das Patentrecht zu übertragen ist.
Zu Unrecht beruft sich die Antragsgegnerin insoweit auf die Rechtsprechung zum Verwirkungstatbestand, für den andere Grundsätze gelten (BGH GRUR 2016, 705 Rn. 50 [BGH 05.11.2015 - I ZR 50/14] - ConText; Senat, MarkenR 2013, 206 - Vertragshändler).
Nach § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO darf ein Unterlassungsantrag nicht derartig undeutlich gefasst sein, dass Gegenstand und Umfang der Entscheidungsbefugnis des Gerichts (§ 308 Abs. 1 S. 1 ZPO) nicht erkennbar abgegrenzt sind, sich der Beklagte deshalb nicht erschöpfend verteidigen kann und letztlich die Entscheidung darüber, was ihm verboten wird, dem Vollstreckungsgericht überlassen bleibt (vgl. BGH, GRUR 2016, 705 Rn. 11 - ConText;… BGH, GRUR 2016, 1073 Rn. 13 - Geo-Targeting).