Source: http://www.uis-mv.de/Umweltthemen/Wasser/
Timestamp: 2019-01-16 09:42:26
Document Index: 109076196

Matched Legal Cases: ['§ 2', 'Art. 5', '§ 1', 'Art. 3', '§ 130', '§ 107', '§ 110', '§ 15', '§15', 'Art. 74', '§ 39', '§ 110']

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Viele Bereiche des täglichen Lebens sind mit dem Anfall, der Ableitung und der Behandlung von Abwasser sowie dessen weiteren Fließweg in der Natur berührt. Eine ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung trägt somit nicht nur den Gewässerschutzansprüchen Rechnung, sondern ist nach wie vor unverzichtbare Voraussetzung für die Volksgesundheit und zugleich auch für eine weitere wirtschaftliche Entwicklung. Abwasserbeseitigung, als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge, ist daher eine hoheitliche Aufgabe der Gemeinden, die diese im Rahmen der Selbstverwaltung wahrnehmen, soweit sie diese Aufgabe...
Bildschirmfoto der Wasserbuch-Software
Eintragspflichtig sind alle Benutzungen an Gewässern und dem Grundwasser, Maßnahmen zum Gewässerausbau, Schutzgebiete, wie Wasserschutzgebiete, Küstenschutzgebiete und Überschwemmungsgebiete sowie Zwangsrechte.
Das Führen sowie Inhalt und Form des Wasserbuchs sind in der Verwaltungsvorschrift, der VV Wasserbuch, vom 29. Mai 1998 (AmtsBl. M-V S. 734) festgelegt.
Das Wasserbuch M-V besteht aus den Wasserbuchblättern, den Übersichtskarten und den Wasserbuchakten. Die Wasserbuchblätter und die Übersichtskarten werden digital geführt.
Die Erfassung im Wasserbuch erfolgt seit 1998, zur Zeit sind ca. 4197 Eintragungen zusammenfassend in allen o.g. Bereichen vorhanden.
Abwasser - Berichterstattungen Land, Bund, EU
Kleinkläranlagen-Demonstrationsfelder in Mecklenburg-Vorpommern
Kläranlagengelände Dorf Mecklenburg
Kleinkläranlagen-Demonstrationsfeld Dorf Mecklenburg
© Zweckverband Wismar
Im September 2002 wurde ein Demonstrationsfeld für Kleinkläranlagen auf dem Kläranlagengelände in Dorf Mecklenburg in Betrieb genommen.
Aufgrund mangelnder Nachfrage werden die Anlagen nicht mehr betrieben.
Für das Einleiten von Abwasser in ein Gewässer im Sinne des § 2 Absatz 1 des Gesetzes zur Ordnung des Wasserhaushaltes (Wasserhaushaltsgesetz –WHG) vom 31.Juli 2009 (BGBl. I S 2585), zuletzt geändert durch Art. 5 Abs. 9 G v. 24.2.2012 (BGBl. I S. 212), ist eine Abgabe gemäß § 1 Abwasserabgabengesetz (AbwAG) in der Bekanntmachung vom 18. Januar 2005 (BGBl. I. S. 114), zuletzt geändert durch Gesetz vom 11.08.2010 (BGBl. I. S. 1163), zu entrichten (Abwasserabgabe).
EG-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (3)
Deskriptor 10 - Abfälle im Meer
„Marine Abfälle sind alle langlebigen, gefertigten oder verarbeiteten beständigen Materialien, die durch Wegwerfen oder als herrenloses Gut in die Meeresumwelt gelangen.“ (UNEP 2005)
Es können bedeutende ökologische, ökonomische und ästhetische Probleme damit verknüpft sein:
negative ästhetische Wahrnehmung (Bäder- und Bootstourismus, Tauchsport)
sozio-ökonomische Folgen (Tourismus, Fischerei)
Wirkung als „Fallen“ für Tiere (Verheddern/Verstricken in Netzen oder Leinen)
Aufnahme als vermeintliche Nahrung durch Meerestiere (Vitalität, Mortalität)
Mikroplastik als Eintrittspfad für Umweltgifte in die Nahrungskette
Die am 17. Juni 2008 in Kraft getretene europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL, 2008/56/EG) schafft den Ordnungsrahmen für die notwendigen Maßnahmen aller EU-Mitgliedsstaaten, um spätestens bis zum Jahr 2020 einen „guten Zustand der Meeresumwelt“ in allen europäischen Meeren zu erreichen oder zu erhalten. Alle europäischen Meeresanrainerstaaten sind verpflichtet, dieses übergeordnete Ziel in ihren jeweiligen Meeresregionen durch die Erarbeitung und Durchführung nationaler Strategien umzusetzen. Dafür wurde durch die Europäische Union ein ambitionierter Zeitplan vorgegeben: Bis 2010 war die rechtliche Implementierung in den Nationalstaaten vorzunehmen. Im Jahr 2012 musste eine Anfangsbewertung der Meere, die Beschreibung des guten Umweltzustandes und die Festlegung der...
Der gemeinsame Internetauftritt des Bundes und der Küstenländer zur Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie präsentiert im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung die Berichte zur Anfangsbewertung, zum guten Umweltzustand, zu den Umweltzielen, zu den Überwachungsprogrammen und zum Maßnahmenprogramm für Nord- und Ostsee sowie weiterführende Informationen und Berichte: http://www.meeresschutz.info.
Das LUNG informierte in zwei Veranstaltungen zum Stand sowie zu Aufgaben und Herausforderungen bei der Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie:
EU-WRRL (14)
Flussgebietseinheiten in MV
© LUNG ?
Nach Art. 3 WRRL (Wasserrahmenrichtlinie) sind alle Einzugsgebiete eines Hoheitsgebietes in Flussgebietseinheiten zuzuordnen. In Deutschland liegt hierfür die Karte der Flussgebietseinheiten vor. Danach liegt Mecklenburg Vorpommern im Bereich der Flussgebietseinheit Warnow /Peene sowie in Teilbereichen der Flussgebieten Schlei/Trave, Elbe und Oder.
Die Graphik veranschaulicht die Umsetzung der WRRL bis 2015.
Die Ende 2000 in Kraft getretene Wasserrahmenrichtlinie verpflichtet die Mitgliedstaaten zu einem anspruchsvollen Zeitplan. Davon wurden bereits viele Schritte fristgerecht abgeschlossen.
Die Umsetzung der Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme, das Erstellen des Zwischenberichts bis Ende 2012 und die Fortschreibung der Bestandsaufnahme bis Ende 2013 sind die nun anstehenden Aufgaben zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie. Ferner ist bis Ende 2015 eine Fortschreibung der Bewirtschaftungsplanung vorzunehmen.
Monitorprogramm Seen in Mecklenburg-Vorpommern
Nach Artikel 8 der Wasserrahmenrichtlinie sind Untersuchungen der Gewässer ab 2007 im Rahmen sogenannter Monitorprogramme durchzuführen, die eine typgerechte Bewertung des ökologischen Zustandes ermöglichen. Für Seen werden in diesem Zusammenhang insbesondere die biologischen Qualitätskomponenten Phytoplankton (im Wasser schwebendes Pflanzen-Plankton), Makrophyten (Wasserpflanzen)/benthische Diatomeen (Kieselalgen des Gewässergrunds), Makrozoobenthos (am Gewässergrund lebende Tiere) und Fische in folgender Form überwacht:
Organisation der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie
Quelle: LUNG?
Zur Aufstellung der Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme wurde Mecklenburg-Vorpommern in Bearbeitungsgebiete unterteilt. Für jedes Bearbeitungsgebiet erhielt ein Staatliches Amt für Umwelt und Natur (jetzt Staatliches Amt für Landwirtschaft und Umwelt) die Verantwortung, die erforderlichen Vorarbeiten (z.B.: Ermittlung von Defiziten, Entwicklungszielen, möglichen Maßnahmen, vorliegenden Ausnahmegründen sowie Ausweisung der erheblich veränderten und künstlichen Gewässer) nach einheitlicher Methodik umzusetzen. Diese in den Bewirtschaftungsplänen und Maßnahmeprogrammen...
Bearbeitungsgebiete im StALU Westmecklenburg
Die Wasserrahmenrichtlinie steckt sich ein ehrgeiziges Ziel: Bis spätestens 2027 sollen sich die Gewässer in einem Zustand befinden, der nur gering von einem natürlichen Zustand abweicht. Das StALU Westmecklenburg ist für die Bearbeitungsgebiete Elde / Müritz, Sude, Stepenitz und Küste-West zuständig.
Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie gibt ein ehrgeiziges Ziel vor: Bis 2015, spätestens bis 2027, sollen sich die Gewässer im guten Zustand befinden. Das StALU Mittleres Mecklenburg ist in diesem Zusammenhang für alle berichtspflichtigen Fließgewässer in seinem Amtsbereich zuständig. Ergänzend werden die Ergebnisse für die berichtspflichtigen Seen im Amtsbereich dargestellt. Die Bewirtschaftungsplanung erfolgt auf der Basis von Wasserkörpern. Das können ganze Gewässer oder bedeutende Abschnitte eines Gewässers sein, die einheitlich im Typ (z.B. Niederungsbach, Sandbach, Kiesbach) und...
Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben am 23.10.2000 die "Richtlinie 2000/60/EG zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik" verabschiedet. Mit der Veröffentlichung im EU - Amtsblatt am 22.12.2000 ist diese Richtlinie, kurz Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) genannt, in Kraft getreten.
Umsetzung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) am Beispiel der Alten Nebel
Die Alte Nebel zwischen Wolken und dem Streichwehr Lüssow ist ein WRRL-berichtspflichtiges Gewässer I. Ordnung, das dem Leitbild für organisch geprägte Flüsse (LAWA-Typ 12) entsprechen sollte.
Die Alte Nebel wurde in der 2008 abgeschlossenen Bewirtschaftungsplanung mit Klasse 4 – unbefriedigender Zustand – bewertet. Hauptursachen sind erhebliche morphologische Defizite und die fehlende Durchgängigkeit des Gewässers sowie stoffliche Belastungen.
Vorarbeiten zur Erstellung der Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme
Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) verpflichtet die Mitgliedsstaaten bis Ende 2009 Bewirtschaftungspläne und Maßnahmeprogramme für die Flussgebietseinheiten (FGE) aufzustellen, die bis 2015 Erfolge zeigen müssen. Für die FGE Warnow/Peene erstellt diese das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) M-V, für die übrigen in M-V liegenden FGE arbeitet es den federführenden Behörden zu (§ 130a Abs. 2 LWaG).
Bau der Fischaufstiegsanlage am Teuchelbach im Jahr 2012
Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) koordiniert die für die EG-Wasserrahmenrichtlinie aufgrund § 107 (2) LWaG M-V erforderlichen Arbeiten. Dazu gehört die Aufstellung und Fortschreibung der Bewirtschaftungspläne, Maßnahmenprogramme und sonstigen Berichte gegenüber der EU.
Es schafft insbesondere im Zusammenwirken mit den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt (StÄLU) und anderen Landesbehörden für die hierzu notwendigen fachlichen Voraussetzungen. Es stimmt die fachlichen Belange mit den zuständigen Behörden in den übrigen, an den Flussgebietseinheiten beteiligten Ländern ab.
Das LUNG nimmt insbesondere folgende Aufgaben wahr:
Minderung der diffusen Nährstoffeinträge aus der Landwirtschaft in die Oberflächengewässer zur Umsetzung der EGWasserrahmenrichtlinie in MV.
- Teilprojekt –
Angewandte Forschung mit Praxisüberleitung und Demonstrationsvorhaben zur Findung und Umsetzung kosteneffizienter ackerbaulicher Maßnahmen.
Anbieter: Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei M-V
Die WRRL fordert für alle europäischen Gewässer einen Zustand hoher Wasserqualität und Strukturvielfalt, der genug Lebensraum für Pflanzen und Tiere bietet. Die Bewirtschaftung der Gewässer, das sind Flüsse, Seen, Grundwasser, Übergangsgewässer und Küstengewässer, sind auf dieses Ziel auszurichten.
Zustand der Gewässer in Mecklenburg-Vorpommern
Zustandsbewertung der Oberflächengewässer nach WRRL
Die Bewertung des Gesamtzustandes des Gewässers erfolgt nach einer "worst case"-Betrachtung, d.h. die schlechteste Beurteilung der einzelnen Qualitätskomponenten bestimmt das Gesamtergebnis. Ein guter ökologischer Zustand kann nur dann vorliegen, wenn die biologischen und die chemischen Qualitätskomponenten sowie die chemisch-physikalischen und hydromorphologischen Parameter jeweils mindestens gut bewertet werden.
Gewässergüte (12)
Badewasser - Badewasserkarte
Die benthischen Diatomeen (Kieselalgen) werden im Rahmen des EG-WRRL-Monitorings in Fließgewässern als Teilkomponente der biologischen Qualitätskomponente Makrophyten/Phytobenthos untersucht. Sie gelten als zuverlässige Indikatoren stofflicher Belastungen.
Neben der biozönotischen Wirkung auf die Diatomeenflora können die Monitoringergebnisse auch Hinweise auf mögliche Ursachen der stofflichen Belastung geben. So ist es beispielsweise möglich, Salzbelastung aus Kläranlagen von natürlichen Salzeinträgen zu unterscheiden oder Phosphateinträge aus diffusen Quellen landwirtschaftlich genutzter Flächen von denen aus Siedlungsbereichen abzugrenzen.
Landwirtschaftlicher Wasserschutz – Wasserrahmenrichtlinie
Information und Fachberatung von Landwirten, Verbänden und Behörden u.a. zu Vermeidung von Nährstoffeinträgen, Ableitung von landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsauflagen u.a
Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) ist Partner im Projekt Marine Dateninfrastruktur in Deutschland (MDI-DE) (siehe auch: http://www.kfki.de/de/projekte/mdi-de). Das BMBF förderte 2010-2013 den Aufbau der Marinen Dateninfrastruktur, an der elf Bundes- und Landesbehörden mit verschiedenen Zuständigkeitsbereichen beteiligt waren. Am 01.04.2014 haben acht Projektpartner eine Verwaltungsvereinbarung zum Betrieb, zur Pflege und zur Weiterentwicklung der MDI-DE unter dem Dach “Verwaltungskooperation Umweltinformationssysteme” (VKoopUIS Marine Daten-Infrastruktur Deutschland (MDI-DE)) geschlossen, um dauerhaft zusammenzuarbeiten und das gemeinsame Internetportal von Bund und Küstenländern http://www.mdi-de.org zu betreiben. Ziel des Projektes ist es, spezifische Daten...
Wasserpflanzen benötigen Nährstoffe - Überangebot an Nährstoffen stellt eine Belastung dar
Nährstoffe sind wichtige Bestandteile des Wassers. Ohne sie wäre ein pflanzliches und damit auch tierisches Leben in unseren Gewässern nicht möglich. Dies betrifft sowohl die makroskopisch sichtbaren Wasserpflanzen, z. B. Röhrichte, Seegras oder fädige Grünalgen, als auch die mikroskopisch kleinen Algen, die im Wasser schweben, das sogenannte „Phytoplankton“. Alle benötigen für ihr Wachstum neben dem Sonnenlicht gelöste Nährstoffe wie Nitrat, Ammonium und Phosphat. Liegt jedoch ein Überangebot an Nährstoffen vor, kommt es zur Überdüngung, der sogenannten Eutrophierung der Gewässer. Typische Eutrophierungserscheinungen sind übermäßiger Pflanzen-, insbesondere Algenwuchs, oft verbunden mit vermehrten Algenblüten (z. B. Blaualgenblüten), Verschiebungen des natürlichen Artenspektrums, Zunahme der Wassertrübung, Verringerung der Sauerstoffkonzentrationen bis hin zu Sauerstoffmangel, der zum Fischsterben führen kann.
Um einen guten chemischen Zustand der Oberflächengewässer zu erreichen, müssen die Wasserkörper die Umweltqualitätsnormen (UQN) erfüllen, die für eine Reihe von Schadstoffen auf EU-Ebene reguliert wurden und die national in der Oberflächengewässerverordnung (OGewV) vom 20. Juni 2016 geregelt sind. Die OGewV gibt in der Anlage 8 UQN für 46 prioritäre Stoffe/ Stoffgruppen und bestimmte andere Schadstoffe einschließlich Nitrat vor. Zu den prioritären Stoffen zählen eine Reihe von Industriechemikalien, Pflanzenschutzmittel sowie Metalle bzw. Metallverbindungen. Die Einhaltung der UQN ist für die aufgeführten Schadstoffe zu überwachen. Einige der 46 prioritären Stoffe sind darüber hinaus als „prioritär gefährliche Stoffe“ eingestuft. Gemäß WRRL müssen für diese Schadstoffe Maßnahmen zur...
Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) erfüllt im Auftrage des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie Hamburg und Rostock (BSH) den deutschen Beitrag zur Überwachung der Meeresumwelt der Ostsee im Rahmen des Helsinki-Abkommens (HELCOM). Wesentlicher Bestandteil dieses Abkommens ist eine kontinuierliche Überwachung der Meeresumwelt durch
Meereschemische, - physikalische und -biologische Untersuchungen auf fünf regelmäßig über das Jahr verteilten Monitoringfahrten
Aufbau und Betrieb des marinen Umweltüberwachungs-Messnetzes (MARNET) im Bereich der Ostsee mit gegenwärtig drei autonomen Messstationen
Geologische Untersuchungen zur Kartierung der Sedimentbeschaffenheit und zur Belastung der Sedimente mit Schadstoffen
Anbieter: Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
Die Wasserbeschaffenheit der Fließgewässer hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Dies trifft in erster Linie auf die Sauerstoffverhältnisse und die organische Belastung zu. Bezüglich der Klassifizierung nach diesem Merkmalskomplex ist zu beobachten, dass über 70 Prozent der untersuchten Gewässer die Güteklassen 1 und 2 erreicht haben. Hauptgrund dafür ist, dass nicht mehr so viel kommunales Abwasser eingeleitet wird, das sauerstoffzehrende Stoffe enthält.
Zum Schutz vor Gewässerverunreinigungen bestehen hohe technische Anforderungen an Anlagen zum Herstellen, Befördern, Lagern, Abfüllen, Umschlagen, Behandeln und Verwenden wassergefährdender Stoffe. Trotz flächendeckender Umsetzung und Kontrolle dieser Anforderungen können akute Schäden durch wassergefährdende Stoffe in Gewässern nie vollständig ausgeschlossen werden. Für diese Notfälle müssen technische und organisatorische Vorkehrungen zur Schadensminimierung vorgehalten werden. Zur Gefahrenabwehr bei Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen ist entsprechend den hierfür erstellten Warn-...
Die Überwachung von Beschaffenheit und Menge der Oberflächengewässer und des Grundwassers ist unverzichtbare Grundlage für eine nachhaltige Gewässerbewirtschaftung und den vorbeugenden Gewässerschutz. Die Anforderungen an Art und Umfang ergeben sich insbesondere aus den durch das Wasserhaushaltsgesetz (WHG), die Oberflächengewässerverordnung (OGewV) und die Grundwasserverordnung (GrwV) in nationales Recht umgesetzten europäischen, wasserbezogenen Richtlinien (insb. Wasserrahmenrichtlinie, Hochwasserrisikomanagementrichtlinie, Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie, Nitrat-Richtlinie, Grundwasserrichtlinie).
Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist in ganz besonderem Maße vom Wasser geprägt. 1.712 Kilometer Küstenlänge, davon 354 Kilometer Küste zur offenen See, rund 40.000 Kilometer Fließgewässer und 2.028 Seen ab 1 Hektar Wasserfläche drücken der Landschaft ihren eigenen Stempel auf. Das Landschaftsbild wurde durch die letzte Eiszeit mit entsprechend komplizierten Grundwasserverhältnissen geprägt. Die Einzugsgebiete der Wasserläufe sind im Vergleich zu anderen deutschen Flüssen als klein zu bezeichnen. Die Peene weist mit 5.127 Quadratkilometern das größte Einzugsgebiet auf, es folgt die Warnow...
Die Ostsee ist ein sehr sensibles Randmeer des Atlantischen Ozeans. Obwohl sie nur 0,1 % der Erdoberfläche bedeckt wird über die Ostsee ca. 7 % des Welthandels abgewickelt.
Neben dem Rohöl und Mineralölprodukten wird alles verschifft, was die hoch industrialisierten Anrainerstaaten benötigen.
Im Rahmen der Helsinki-Konvention haben sich die Anrainerstaaten verpflichtet maritime Notfall-Vorsorge zu betreiben.
Sanierungs- und Restaurierungsprogramm
Siedenbollenthiner See: Verregnung von Tonmehlsuspension
Das Sanierungs- und Restaurierungsprogramm in Mecklenburg-Vorpommern hat das Ziel, die Wasserbeschaffenheit der Landesseen nachhaltig zu verbessern. Diese wird im Wesentlichen durch die Trophiesituation, also der Intensität der Algenproduktion bestimmt. In diesem Zusammenhang gilt, dass eine Sanierung – also belastungsmindernde Maßnahmen im Einzugsgebiet – generell vor einer Restaurierung bzw. nur dann gleichzeitig gemacht wird, wenn ein Sanierungserfolg absehbar ist. Dabei werden nachhaltige Maßnahmen bzw. Maßnahmenkombinationen bevorzugt, die den Ursachen der Eutrophierung (Überlastung...
Gewässerkarte Mecklenburg-Vorpommern
Zentrale Aufgaben des Gewässerschutzes in Mecklenburg-Vorpommern sind, das ökologische Gleichgewicht der Gewässer zu bewahren oder wiederherzustellen, die Trink- und Brauchwasserversorgung zu gewährleisten und alle anderen Wassernutzungen, die dem Gemeinwohl dienen, langfristig zu sichern.
© Mathes
Mecklenburg-Vorpommern ist ein wasserreiches Bundesland. Insbesondere die Seen prägen das Landschaftsbild, haben eine wichtige Funktion im Naturhaushalt und spielen eine große Rolle für die Einwohner und die Besucher des Landes. Nach den letzten Vermessungen wurden in Mecklenburg-Vorpommern 2.028 Standgewässer mit einer Mindestwasserfläche von 1 Hektar registriert, deren Gesamtfläche mit 738 Quadratkilometern ca. 3,1 Prozent der Landesfläche ausmachen.
Tiefenkarten der Seen Mecklenburg-Vorpommerns
Seit 1995 wurden im Rahmen des Seenprogramms fast 900 Seen in Mecklenburg-Vorpommern vermessen und davon digitale Tiefenkarten erstellt. Damit sind 95% der Gesamtseenfläche vermessen. Die aus der Vermessung abgeleitete Morphometrie ist Grundlage für eine biologische Bewertung und weitere wissenschaftliche Untersuchungen. Außerdem sind die Tiefenkarten für Wassersportler von besonderem Interesse.
Zum Schutz der öffentlichen Wasserversorgung sind in Mecklenburg-Vorpommern gegenwärtig 401 Wasserschutzgebiete mit einer Flächenausdehnung von rd. 3.730 km² ausgewiesen. Davon nimmt das Wasserschutzgebiet der Warnow allein eine Fläche von 1.500 km² ein. Die von Wasserschutzgebieten eingenommene Fläche entspricht ca. 16 Prozent unserer Landesfläche. Rund 73 Prozent der ausgewiesenen Wasserschutzgebietsflächen werden landwirtschaftlich genutzt. In diesen Gebieten gelten besondere Ge- und Verbote, um die für die Trinkwasserversorgung genutzten Gewässer vor schädlichen Einflüssen zu schützen.
Neubau des Fischaufstiegs mit verbundenem Rückbau des Aalfangs in der Warnow bei Weitendorf
© Felix Bujak
Im Bereich Wasserwirtschaft gehört neben dem Hochwasserschutz an Elbe und Ostsee die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu den vorrangigen Aufgaben des StALU WM. Insbesondere die Förderung von Maßnahmen des naturnahen staatlichen und nichtstaatlichen Wasserbaus an Gewässern 1. und 2. Ordnung (z.B. Fischaufstiegshilfen, Gewässerrenaturierungen) dient ihrer praktischen Umsetzung. Die Einhaltung der Qualitätsziele ist Maßstab bei der Erteilung wasserrechtlicher Entscheidungen und wird durch aufwendiges Monitoring überwacht.
Pflege der Gewässer als Bestandteil des Naturhaushaltes und als Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen ist die Hauptaufgabe der Abteilung Wasser und Boden im StALU Mecklenburgische Seenplatte. Die Fachabteilung wirkt als Vollzugs-, technische Fach- sowie Zuwendungsbehörde und als Bauverwaltung für Gewässer und Anlagen erster Ordnung. Die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie steht dabei im Mittelpunkt.
Wehr Bad Sülze
Im Bereich Wasser und Boden werden neben den regelmäßig von allen StÄLU zu erledigenden Aufgaben vielfältige Sonderaufgaben für das gesamte Land Mecklenburg-Vorpommern erfüllt. Beispielsweise werden Messprogramme durchgeführt, um die Gewässerbeschaffenheit in der Ostsee zu untersuchen. Dies erfolgt aufgrund internationaler Verpflichtungen. Darüber hinaus werden die notwendigen Gerätschaften vorgehalten, um Ölunfälle in den Küstengewässern abzuwehren. Die Einsatzvorbereitung sowie die Schadstoffbekämpfung in Zusammenarbeit mit dem Bund und den Küstenländern gehören ebenso dazu. Da der...
Renaturierungsstrecke Nebel Hoppenrade
Im Rahmen der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) hat das StALU MM die Federführung für das Bearbeitungsgebiet Warnow. Im Amtsbereich des StALU wurden und werden umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen zur Strukturverbesserung an Gewässern erster Ordnung durchgeführt, wie z.B. an der Nebel bei Hoppenrade, an der Alten Nebel oder an der Recknitz. Diese Großvorhaben werden in Zusammenarbeit mit dem Bereich Flurneuordnung des Amtes umgesetzt.
Messstelle Greven, Ober- und Unterpegel
Güteüberwachung des Grundwassers
Nitrat bzw. diffuse Nährstoffeinträge
Aufgrund der hydrogeochemischen Besonderheiten geht man bei Nitrat davon aus, dass natürliche Grundwässer in M-V, die dem anthropogen bedingten diffusen Stoffeintrag nicht ausgesetzt waren, praktisch nitratfrei sind. Die Hintergrundgehalte liegen bei maximal 8 mg/l Nitrat in neubildungsgeprägten Grundwässern, in bedeckten Grundwasserleitern sogar unterhalb von 0,5 mg/l Nitrat.
Unter nutzbaren Grundwasserdargebot versteht man den für den Verwendungszweck qualitativ geeignete Anteil am Grundwasser, der geschützt und wirtschaftlich genutzt werden kann und der wasserhaushaltsmäßig im langjährigen Mittel zur Verfügung steht und dessen Entnahme ökonomisch vertretbar ist. Es ist aufgrund des erreichten hydrogeologischen Erkundungsstandes im Land als derzeitiges Limit für die Bilanzierung anzusehen.
Die Entwicklung der Wasserschutzgebiete in Mecklenburg-Vorpommern
Rund 85 Prozent des Trinkwassers stammen aus Grundwasser, das somit die wichtigste Trinkwasserressource Mecklenburg-Vorpommerns ist. Des Weiteren hat die Beschaffenheit des Grundwassers sowie seine Menge eine besondere ökologische Bedeutung. Daher muss das Grundwasser flächendeckend sowie räumlich differenziert durch Ausweisung von Wasserschutzgebieten geschützt werden.
Das Land M-V ist für die Durchführung des gewässerkundlichen Mess- und Beobachtungsdienstes zuständig (§ 110 Abs. 3 LWaG). Für das Grundwasser werden vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) die Messnetze Grundwassergüte und Grundwassermenge betrieben, die im Kartenportal Umwelt dargestellt sind. Die landesweiten Grundwasserdaten werden benötigt, um Entwicklungen und Trends im Grundwasserhaushalt erkennen und die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zum Grundwasserschutz und zur Grundwasserbewirtschaftung überwachen zu können. Details, also z.B. die Auswahl der...
Als Rohwasser wird das Wasser bezeichnet, welches zum Zweck der Trinkwassergewinnung aus einem Gewässer (z.B. Grundwasser) entnommen wird und noch nicht aufbereitet ist.
Die Überwachung der Rohwasserbeschaffenheit dient dem Schutz der Trinkwasserversorgung, weil so rechtzeitig Stoffeinträge erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen entwickelt werden können. Sie erfolgt durch Probenahme direkt an den Förderbrunnen.
Hochwasser- und Küstenschutz (29)
Beteiligungsverfahren zum Umweltbericht und Hochwasserrisikomanagementplan (HWRM-RL)
Vorhaben "Sturmflutschutz Nordusedom, Umwandlung von Waldflächen in eine andere Nutzungsart", Landkreis Vorpommern-Greifswald
Scoping-Termin gemäß § 15 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) am 06.09.2018 im StALU VP
Unterrichtung gemäß §15 UVPG
Unterrichtungsschreiben (PDF, 1,0 MB)
Unterrichtung (PDF, 2,1 MB)
Tischvorlage zur Festlegung des Untersuchungsrahmens als Grundlage für die Erstellung des UVP-Berichtes (PDF, 2,5 MB)
Anlage 1 Betroffene Waldbereiche (PDF, 7,3 MB)
Anlage 2 Untersuchungsbereiche (PDF, 3,3 MB)
Anlage 3 Schutzgebiete (PDF, 1,4 MB)
Anlage 4 Biotope und faunistische Kartierungen (PDF, 1,7 MB)
Die Forschung ist für unsere Mitarbeiter neben der Lehre die wichtigste Aufgabe. Seit 1994 hat sich das Fachgebiet zu einer anerkannten Forschungseinrichtung entwickelt, in der auch größere Forschungsprojekte bearbeitet werden. Das Fachgebiet ist in starkem Maße in Planungsaufgaben der Landesbehörden an der deutschen Küste eingebunden und unterstützt private Unternehmen beratend bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben.
Anbieter: Universität Rostock
Beim Küstenschutz besteht das Grundproblem darin, dass der Küstensaum ein hochdynamisches Gebiet ist, was sich ständig und auch in kurzen Zeiträumen deutlich ändert. Ausdruck dessen sind u.a. die vegetationsfreien, weil immer wieder abbrechenden Kliffs. Dem steht das Bedürfnis der Nutzer auf stabile Verhältnisse gegenüber. Ein Rückgang der Uferlinie und damit des Strandes, der Düne usw. kann in bewohnten Gebieten meist nicht toleriert werden. Deshalb wird u.a. mit Buhnenbauten (siehe Foto) versucht, möglichst viel Sand am Strand und im vorgelagerten Flachwasser (Schorre) zu halten. Da...
Bedeutung der Buhnen im Sturmflutschutzsystem Mecklenburg-Vorpommerns
Küstenschutz durch Buhnenbau
Das Interne Messnetz Küste erhebt für sechs gleichmäßig verteilte Küstenabschnitte an der Außenküste von Mecklenburg-Vorpommern sowie für vier Boddenabschnitte kontinuierlich meteorologische und hydrologische Mehrparameterdaten. Dazu stehen neben eigenen Messstationen mit jeweils einem Land- und Seeteil auch zwei Tiefwassersonden, so genannte Waveriderbojen, zur Verfügung. Durch eine enge Kooperation mit den Wasser- und Schifffahrtsämtern (WSA) sowie dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) konnte das eigene Netz zur Gewährleistung der notwendigen Datendichte und...
Die Küste ist eine sich durch vielfältige küstengestaltende Prozesse ständig verändernde Übergangszone zwischen Land und Meer. Marine Kräfte, wie Strömung, Seegang und Brandung, wirken permanent auf die Küste ein und formen ihr Erscheinungsbild fortwährend aufs Neue. Neben den sichtbaren Veränderungen können auch äußerst langsam ablaufende, oft kaum wahrnehmbare Prozesse, wie allmähliche Änderungen des Meeresspiegels oder Landhebungen/-senkungen, das Gesicht einer Küste auf lange Sicht gravierend verändern. Die Küste ist somit kein starres Gebilde, sondern durch einen dynamischen...
In Mecklenburg-Vorpommern (M-V) werden die Grundlagen für die Bemessung der Küstenschutzanlagen durch den 1995 aufgestellten „Generalplan Küsten- und Hochwasserschutz“ vorgegeben. Darin sind nicht nur alle vorhandenen und geplanten Küstenschutzmaßnahmen aufgeführt, sondern es gibt auch in Abhängigkeit vom angestrebten Sicherheitsniveau Festlegungen der lokal bzw. regional gültigen Bemessungswasserstände (BHW). Des weiteren wird auf die Bestimmung von Ausgangsdaten und Methoden der Bemessung verschiedener Küstenschutzbauwerke näher eingegangen. Derzeit erfolgt eine Überarbeitung des...
Für die im ersten Umsetzungsschritt der HWRM-RL bestimmten Risikogebiete waren bis 22.12.2013 Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten zu erstellen. Zur Ermittlung des Ausmaßes der Überflutung und der zu erwartenden Wassertiefen wurden eindimensionale Modelle genutzt und stationäre Berechnungen durchgeführt. Ausspiegelungen von Wasserstandslinien wurden nur im Ausnahmefall angewendet.
Die Hochwassergefahren- und Hochwasserrisikokarten klassifizieren die zu erwartenden Hochwasserereignisse nach der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens. Im Land Mecklenburg-Vorpommern wurden die folgenden Hochwasserszenarien für die Binnengewässer und die Küste angewendet (Artikel 6 Absatz 3 HWRM-RL (PDF)):
Elbe-Hochwasser 2011
Am 23. Oktober 2007 haben das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union die EU-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie (HWRM-RL) verabschiedet. Die Umsetzung in nationales Recht erfolgte in Deutschland durch die Novelle des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) im Jahr 2009. Das Ziel der Richtlinie besteht in der Reduzierung des Hochwasserrisikos in Europa sowie in einem verbesserten Hochwasserrisikomanagement. Der Schutz der menschlichen Gesundheit, der Umwelt, des Kulturerbes sowie der wirtschaftlichen Tätigkeiten des Menschen in Fluss- und Küstengebieten wird dabei in der Richtlinie stets besonders hervorgehoben. Die Richtlinie unterscheidet drei Stufen der Umsetzung. In den ersten beiden Stufen sind zunächst die Hochwasserrisikogebiete zu identifizieren und...
Hafeneinfahrt Dömitz
Foto: Nordmeyer 2006
Bäche und Flüsse fließen unter normalen Bedingungen in ihren Betten. Nach kräftigen und lang anhaltenden Niederschlägen und/oder einer starken Schneeschmelze treten sie aber manchmal auch über die Ufer und überschwemmen ihr Umland. Der Bach oder Fluss führt Hochwasser!
Als Hochwasserschutz werden Baumaßnahmen bezeichnet, die die von Hochwasser ausgehenden Gefahren in den überschwemmungsgefährdeten Gebieten mindern.
In Mecklenburg-Vorpommern stellen der Bau und die Verstärkung von Deichen den Schwerpunkt im Hochwasserschutz dar. Er konzentriert sich insbesondere auf die Elbe und ihre Zuflüsse.
Menschen und Güter schützen
© Markus Brüh
Die Küste als Übergangsbereich von Land und Meer ist ein wichtiger Siedlungs- und Wirtschaftsraum, der aber den vom Meer ausgehenden Gefährdungen ausgesetzt ist. 1.050 Quadratkilometer der Küstenregion Mecklenburg-Vorpommerns können bei Sturmfluten überflutet werden und 265 Kilometer unserer Ostseeküste befinden sich im natürlichen Rückgang.
Kuestenschutz
Der Küsten- und Hochwasserschutz ist an 245 km Außenküste und 1.477 km Boddenküste zu gewährleisten. Dafür stehen 767 Buhnen, 23 Wellenbrecher, 115 km Dünen, 211 km Deiche sowie Deckwerke, Ufermauern und Steinwälle mit einer Gesamtlänge von insgesamt ca. 14 km Länge zur Verfügung.
Schwerpunkte liegen dabei an den Außenküsten der Inseln Usedom und Rügen sowie der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst insbesondere in den Flachküstenabschnitten.
Dünenübergang in Warnemünde
Die Küste von Mecklenburg-Vorpommern weist gegenwärtig eine Länge von insgesamt 1.945 km auf. Auf die zum offenen Meer exponierte Außenküste entfallen insgesamt 377 km der Gesamtküstenlänge des Landes. Den wesentlich größeren Anteil nehmen die vom offenen Meer zunehmend abgeriegelten, buchtenreichen Binnenküsten mit insgesamt 1.568 km Länge ein. Der an der Außenküste erforderliche Küstenschutz ist deutlich aufwändiger als an der Binnenküste.
Küstenschutz durch Sandaufspülungen
Küstenschutzdünen sind mit über 100 Kilometer das längste und somit zentrale Element des Küstenschutzes an der Außenküste von Mecklenburg-Vorpommern. Zusammen mit dem seegangsdämpfenden Strand- und Schorrebereich bilden Dünen ein schützendes Sandpolster gegen Überflutungen und Landverluste. Sturmfluten und Küstenrückgang zehren dieses Polster jedoch permanent auf. Da die Verluste nur zu einem geringen Teil auf natürlichem Weg durch Material aus Steiluferabbrüchen kompensiert werden, müssen die Sedimentdefizite durch die künstliche Zufuhr von Sand ausgeglichen werden.
Die Küste von M-V und die Notwendigkeit ihres Schutzes
Zu den prägenden Besonderheiten von Mecklenburg-Vorpommern gehört die 1.945 lange Küste. Die vielfältigen Übergänge zwischen Land und Meer, zwischen Flach- und Steilküste machen den einzigartigen Reiz dieser Landschaft aus. Die heutigen Küstenformen sind Ergebnis des Jahrhunderte andauernden Kräftewirkens von Wind, Seegang, Strömung, von Änderungen des Meeresspiegelniveaus und auch von Landhebungen und -senkungen. Der Bereich zwischen Land und Meer unterliegt angesichts dieser Prozesse einer ständigen Veränderung. Dies sind...
Seit 1994 hat sich das Fachgebiet Küstenwasserbau zu einer anerkannten Forschungseinrichtung entwickelt, in der auch größere Forschungsprojekte bearbeitet werden. ...
Ölwehrstützpunkt Stralsund (Dänholm)
Der Transport von jährlich über 40 Mio t Öl auf dem Seeweg vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns macht eine effektive Vorbereitung auf die mögliche Abwehr eines Ölunfalls erforderlich. So wurden auf der Grundlage des Verwaltungsabkommens des Bundes und der Küstenländer zur gemeinsamen Bekämpfung von Ölhavarien vom 27. April 1995 entsprechende Geräte in Stralsund, auf der Insel Dänholm in einer modernen Wartungs- und Lagerhalle stationiert. Die Geräte werden durch das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern Dienststelle Stralsund im Auftrag des Ministeriums für...
© Fotograf: Herr Dr. Birger R. Gurwell STALU MM- Neuhaus
Küsten­verände­rungen sind natürliche und nicht aufzuhaltende Prozesse. Sie werden durch wind­induzierte Wellen und Strömungen verursacht. Die Gezeiten spielen in der Ostsee mit einem maximalen Tidenhub von 20 cm bei der Küsten­gestaltung kaum eine Rolle. Die Außen­küste Mecklen­burg-Vor­pommerns ist durch ihre exponierte Lage zur offenen Ostsee grund­sätzlich einer größeren hydro­dynamischen Belastung ausgesetzt und somit stärkeren küsten­verändernden Prozessen unter­worfen als die strömungs- und seegangs­beruhigten Bodden­küsten. Einfluss­gebend auf die küsten­verändernde Wirkung sind...
Sturmfluten sind unregelmäßig auftretende Naturereignisse, bei denen der Wasserstand kurzzeitig auf Extremwerte anwächst und in Verbindung mit starkem Seegang zu erheblichen Zerstörungen und Landverlusten führen kann. Durch die Besiedlung überflutungs- und abbruchgefährdeter Küstenbereiche geht von Sturmfluten eine besondere Gefährdung für die Küstenbewohner und ihre Schutzgüter aus. Die Bewertung der Sturmflutgefährdung erfordert daher grundlegende Kenntnisse über das Zustandekommen und den Verlauf von Sturmfluten.
Im Zentrum Rostocks befinden sich zahlreiche Wohn- und Geschäftsgebäude an der Unterwarnow im überflutungsgefährdeten Bereich. Den Wohn- und Geschäftshäusern vorgelagert sind die L22 – eine der meistbefahrenen Straßen Mecklenburg-Vorpommerns – und der Stadthafen Rostock. Der Stadthafen bietet Raum für eine Sturmflutschutzanlage, die dem maritim geprägten Stadtbild entspricht. Durch diese Baumaßnahme werden zukünftig sowohl die Wohn- und Geschäftsgebäude im Zentrum als auch die „Lebensader“ Rostocks von den Auswirkungen der Ostseesturmfluten bis zum Bemessungshochwasserstand geschützt. Der...
Abbildung 1: Ryckmündung in Greifswald-Wieck
Das flache Gelände an der Dänischen Wieck zählt zu den besonders sturmflutgefährdeten Gebieten der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Ursache hierfür sind die große Streichlänge bei N-O Wetterlage und der nahezu ungehemmte Einstrom über die Boddenrandschwelle zwischen Thiessow und Ruden.
Das Stadtgebiet Greifswald ist auf Grund der natürlichen Gegebenheiten stark sturmflutgefährdet. Die vorhandenen Hochwasserschutzanlagen (Deich Wieck, Deich Ochsensteig, Rycksüddeich, Rosentaldeich, Riegeldeich) entsprechen nicht den heutigen Bemessungsgrundsätzen für extreme Sturmfluten.
Hochwasser ist ein natürliches Ereignis, dass sich nicht verhindern lässt. Deshalb kommt der Vorsorge im Hochwasserrisikomanagement eine besondere Bedeutung zu, insbesondere in besiedelten Bereichen und auf wirtschaftlich genutzten Flächen. Der Gewässerausbau oder die Bemessung von Hochwasserschutzanlagen (Deiche, Mauern etc.) erfolgt immer bezogen auf ein bestimmtes Abflussereignis. Solche technischen Vorsorgemaßnahmen können lokal Schäden durch Überschwemmungen bis zu diesem Bemessungsereignis in der Regel verhindern. Einen absoluten Schutz durch technische Hochwasserschutzmaßnahmen kann es jedoch nicht geben, da auch höhere Ereignisse als das Bemessungsereignis eintreten oder Hochwasserschutzanlagen versagen können. Zudem ist technischer Hochwasserschutz nicht überall machbar oder wirt
In der ersten Umsetzungsphase der HWRM-RL, ist zunächst das vorläufige Hochwasserrisiko zu bewerten. Nach Artikel 5 Abs. 1 der HWRM-RL sind diejenigen Gebiete zu bestimmen, bei denen davon auszugehen ist, „dass ein potenzielles signifikantes Hochwasserrisiko besteht oder für wahrscheinlich gehalten werden kann“. Neben den möglichen Schäden zukünftiger Hochwasserereignisse sind in diesem Schritt auch diejenigen aus vergangenen Hochwässern zu betrachten. Die Bewertung des vorläufigen Hochwasserrisikos erfolgt auf der Grundlage verfügbarer oder leicht abzuleitender Informationen, wie bspw. Aufzeichnungen und Studien zu langfristigen Entwicklungen, um eine Einschätzung der potenziellen Risiken vorzunehmen. Die Veröffentlichung der vorläufigen Bewertung ist im Dezember 2011 erfolgt. Im selben
Die Hydrologie gehört zu den naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern in den Bachelorstudiengängen Agrarökologie und Umweltingenieurwesen. Das Wissen über hydrologische Prozesse und die Beeinflussung des Wasserhaushaltes durch menschliche Eingriffe soll befähigen, entsprechende Zusammenhänge bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zu berücksichtigen.
Entsprechend dem Landeswassergesetz führt das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern den gewässerkundlichen Mess- und Beobachtungsdienst im Amtsgebiet durch und ist für die Erarbeitung von Statistiken u.a. für den Hochwasserschutz verantwortlich.
Das Messnetz des gewässerkundlichen Landesdienstes besteht aus folgenden Bereichen:
Meeresschutz (18)
Ölbekämpfungsschiff "Vilm" im Einsatz
Für den baltischen Raum ist ein nach wie vor anhaltender Anstieg des Schiffsverkehrs zu verzeichnen. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat der weitergeführte Ausbau der russischen Ölhäfen. Die Ostsee als Binnenmeer mit stellenweise relativ geringen Wassertiefen stellt die Schifffahrt vor erhöhte Anforderungen. Einer der notwendigerweise zu befahrenden Tiefwasserwege, die Kadettrinne, führt in unmittelbarer Nähe an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns entlang. Hier sind jährlich bis zu 65.000 Schiffsbewegungen feststellbar.
COHIBA in Mecklenburg-Vorpommern
Warum ist COHIBA für Mecklenburg-Vorpommern wichtig?
In Mecklenburg-Vorpommern ist der Kenntnisstand zum Vorkommen gefährlicher Schadstoffe in den Gewässern vergleichsweise gering. Nur für wenige der 11 im Baltic Sea Action Plan (BSAP) genannten gefährlichen Schadstoffe/Schadstoffgruppen liegen Immissionsmessungen in den Oberflächengewässern des Binnenlandes einschließlich der Ostseezuflüsse vor. Für die Küstengewässer ist die Datenlage noch schlechter. Schadstoff- und Bioeffektuntersuchungen an Biota aus den Küstengewässern weisen jedoch auf eine Belastung der Küstengewässer durch gefährliche Stoffe hin. Die Fallstudie soll zur Ursachenaufklärung für diese Effekte dienen.
Was trägt Mecklenburg-Vorpommern zum Erfolg von COHIBA bei?
Das INTERREG-Projekt COHIBA (Control of hazardous substances in the Baltic Sea region) in M-V
Am 15. November 2007 haben die Umweltminister der Ostseeanliegerstaaten in Krakau den HELCOM Ostseeaktionsplan (HELCOM Baltic Sea Action Plan, BSAP) verabschiedet. Einer der vier thematischen Schwerpunkte des BSAPs ist die Belastungsreduzierung der Ostsee durch gefährliche Stoffe.
Die derzeit noch für die Ostsee relevanten sog. "Gefährlichen Stoffe" umfassen u.a. Dioxine, TBT und Schwermetalle. Diese verbleiben langjährig in der Meeresumwelt und reichern sich in der Nahrungskette an. Sie sind verantwortlich für Gesundheits- und Reproduktionsprobleme bei Meereslebewesen und gelangen, z.B. über den Verzehr belasteten Fischs auch zum Menschen (Quelle www.bmu.de ).
Nicht einheimische Arten (Neobiota) sind durch menschliche Aktivitäten eingeschleppte Pflanzen und Tiere, die sich in einem Gebiet etablieren, in dem sie bisher nicht heimisch waren. Im Meer werden diese Arten über verschiedene Eintragspfade, z. B. Schifffahrt und Aquakulturanlagen eingeschleppt, wandern aber auch aktiv über Flüsse und Kanäle ein (z.B. Main-Donau-Kanal). Arten, die über Arealverschiebungen oder klimatische Veränderungen natürlich eingewandert sind, werden dabei nicht betrachtet. Bei günstigen Umweltbedingungen können sich diese eingeschleppten Organismen im Gebiet etablieren und Veränderungen in den einheimischen Lebensgemeinschaften und Ökosystemen bewirken. Zum Beispiel kann es zur Verdrängung einheimischer Arten kommen. Die sog. invasiven Arten unter den Neobiota...
Die Ostsee wird vielseitig beansprucht und steht unter einem nie dagewesenen Nutzungsdruck. Vor allem die Kombination belastender Faktoren bringt den Lebensraum an seine ökologischen Grenzen. Große Containerschiffe und Tanker befahren die zum Teil engen Fahrwasser der Ostsee, Offshore-Windanlagen werden gebaut, Rohstoffe wie Öl, Kies und Sand werden gefördert. Die Mixtur aus Lärm, Schmutz und Fischerei macht auch an den Grenzen der Schutzgebiete nicht halt. Selbst innerhalb von Schutzgebieten werden Nutzungen und Nutzungsansprüche durchgesetzt, die mit der gebotenen Nachhaltigkeit nichts gemein haben. Außerhalb von Schutzgebieten ist die Zerstörung der Naturschätze oft in vollem Gange. Die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen des Küstenmeeres wird mit großer Vehemenz und erheblichem technischen Einsatz durchgeführt. Die entstehenden schweren Schäden im Ökosystem bleiben dem Menschen oft unsichtbar. Sie betreffen Unterwasserlebensräume, die sich einer einfachen Beobachtung entziehen. Lediglich das Zusammenbrechen von Fischbeständen, tote Schweinswale am Strand oder veralgte Badestrände zeigen uns, dass die vor der Küste liegenden Meereslebensräume akut bedroht sind.
Im Einzugsgebiet der Ostsee leben rund 80 Millionen Menschen. Es umfasst 1,72 Millionen km² Fläche; 95% davon fallen dabei auf die 9 Ostseeanliegerstaaten Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland, Dänemark und Schweden. Die restlichen 5% der Einzugsgebietsfläche gehören zu Weißrussland, zur Ukraine, zur Tschechischen Republik, zur Slowakischen Republik und zu Norwegen. Darunter sind auch kleine Anteile der grenzüberschreitenden Flusssysteme Memel, Düna, Weichsel und Oder zu berücksichtigen.
Sie sind die Wegweiser auf den Weltmeeren und Trutzburgen der oft unberechenbaren See. Längst nicht nur Seefahrern vermitteln sie Orientierung, Schutz und Geborgenheit. Als Wahrzeichen der Küstenregionen gehören sie untrennbar auch zum Landschaftsbild der Ostsee. Seit je her faszinieren Leuchttürme Menschen auf der ganzen Welt. Sie warnen Tag und Nacht vor gefährlichen Untiefen, Riffen oder Sandbänken.
Trotz Radar und Satellitennavigationssystem sind auch heute noch viele unserer Leuchttürme für die Schifffahrt als visuelle Seezeichen zur Navigation und Positionsbestimmung sehr wichtig und Teil unseres umfassenden Verkehrssicherungssystems, das wir für die Sicherheit und Leichtigkeit der Schifffahrt betreiben.
Anbieter: Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund
Die Einrichtung von Schutzgebieten auf dem Meer soll der Erhaltung besonders gefährdeter Arten, wie z. B. Seevögel, sowie verschiedener Lebensraumtypen, wie z. B. Riffen dienen. In Deutschland wurden bei der Umsetzung der zuständigen EU-Habitatrichtlinie (FFH) auch Schutzgebiete in der sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) ausgewiesen, für deren Umsetzung das Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) zuständig sind. Die AWZ umfasst jene Gebiete, die von der 12-sm Zone bis zur angrenzenden AWZ anderer EU-Mitgliedsstaaten reicht. Für die Gebiete innerhalb der 12-sm Zone sind die einzelnen Bundesländer zuständig.
Anbieter: Institut für Ostseefischerei (TI-OF)
Die Küstenzonen und das Küstenmeer unterliegen immer intensiver werdenden Nutzungsansprüchen. Gleichzeitig stellen sie ökologisch wertvolle und sensible Bereiche dar.
Es hat sich gezeigt, dass mit der bisherigen eindimensionalen Steuerung vorhandener Nutzungen (Schifffahrt, Fischerei, Naturschutz usw.) die Nutzungskonflikte auf See nicht mehr zu lösen sind. Einerseits folgt aus dem EU-Recht eine stärkere naturschutzrechtliche Sicherung einiger Meeresflächen sowohl auf dem Wasser als auch auf dem Meeresboden, andererseits steigen die Nutzungsansprüche (etwa im touristischen Bereich) und es entstehen neue Nutzungen (z. B. Offshore-Windenergie), die fast alle anderen an dem betreffenden Ort, insbesondere die klassischen (wie Schifffahrt) ausschließen. Interessenkonflikte zwischen Nutzung, Entwicklung und Schutz sind so vorprogrammiert. Zur Vermeidung von Konflikten in der Küstenzone, sowohl land- als auch seeseitig, ist eine koordinierte Vorgehensweise unumgänglich.
Anbieter: Ministerium für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung
Mit der 2008 in Kraft getretenen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) möchte die Europäische Union einen “Guten Umweltzustand” für ihre Meere bis 2020 erreichen. Für die Umsetzung der MSRL sind die einzelnen Mitgliedsstaaten verantwortlich, die ihre Maßnahmen aber im Rahmen bereits bestehender Meeresschutzabkommen (wie das für die Ostsee geltende HELCOM-Abkommen) untereinander abstimmen müssen.
Das Institut für Ostseefischerei bringt für die Umsetzung der MSRL seine langjährigen Datenserien und Expertise ein. Zu den Forschungsarbeiten zählt dabei vor allem die Analyse von Daten zu Fischerei und Fischgemeinschaften sowie möglicher Einflüsse der Meeresfischerei auf marine Lebensräume.
Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie hat auch die Meeresüberwachung stark verändert. Es sind natürliche (historische) Hintergrundwerte für die verschiedenen Parameter sowie naturnahe Referenzgebiete in den Küstengewässern definiert. Daraus ist das Leitbild eines sogenannten "guten chemischen und ökologischen Zustands" mit bestimmten Qualitätszielen abzuleiten. Die aktuellen Messergebnisse sind in einem vierstufigen Bewertungsmaßstab zu relativieren und der EU zu melden.
Gewässeraufsichtsschiff "Strelasund"
Foto: Martin Sabel
Die Ostsee ist im Weltmaßstab betrachtet ein relativ kleines, aber überaus sensitives und anfälliges Meer. Dennoch ist sie etwas Besonderes und Lebensader für Mecklenburg-Vorpommern. Die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns hat eine Länge von ca. 1712 Kilometer. Sie bietet eine faszinierende und schützenswerte Natur, in der Menschen leben, arbeiten oder sich erholen. Die Zielsetzung des Meeresumweltschutzes ist, nachhaltig wirksame Schutz- und Nutzungskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Dabei müssen u. a. verschiedene Belange mit dem Gewässerschutz in Einklang gebracht werden: die der...
Ob es um die Weltmeer geht oder die Ostsee vor unserer Haustür, hier finden Sie Wissenswertes, Unterhaltsames und Lehrreiches zum Thema Meer.
Mehr Schutz für das jüngste Meer der Welt
Erst vor knapp 12.000 Jahren entstanden, hat die Ostsee seither bereits mehr dramatische Veränderungen erfahren als viele andere Ozeane. Die heftigste jedoch steht ihr vermutlich erst bevor – ausgelöst durch den Wandel unseres Klimas. Deshalb arbeitet der WWF daran, die aktuellen ökologischen Belastungen schnellstens zu verringern.
Anbieter: WWF-Projektbüro Ostsee
Mit Strand-Reinigungsaktionen und Umweltbildung gegen Plastikmüll im Meer
Jahr für Jahr landen Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer. Höchste Zeit, zu handeln! 2010 hat der NABU das Projekt „Meere ohne Plastik“ ins Leben gerufen. Inhalte sind thematische Veranstaltungen und lokale Reinigungs- und Monitoringaktionen.
Monitoring zur Erfassung von nicht einheimischen Arten
Das Monitoringprogramm zur Erfassung von Neobiota umfasst 9 Stationen an der Nordsee- und 8 Stationen an der Ostseeküste. In Mecklenburg-Vorpommern werden die 5 Standorte Wismar, Rostock, Stralsund, Saßnitz und Kamminke beprobt. Es werden die Arten des Makrozoobenthos und Makrophytobenthos erfasst. Die Untersuchung umfasst die sog. Schnellerfassung (Rapid Assessment) vor Ort sowie die Exposition von Besiedlungsplatten. Bei der Schnellerfassung werden künstliche und natürliche Substrate (Hart- und Weichböden) mit verschiedenen Geräten 60 Minuten lang beprobt. Die Besiedlungsplatten dagegen werden an den Standorten 3-4 Monate ausgebracht und danach auf ihre Besiedlung hin untersucht. Alle vorgefundenen Neobiota werden dokumentiert und die Funde der zentralen Informations- und Meldeplattform
Die WSV trägt aktiv zum Schutz der Meere bei. Mit unserem Handeln gewährleisten wir, dass die Bundeswasserstraßen in einem sicheren Zustand sind und Schiffe auf ihnen gefahrlos und flüssig fahren können.
Das WSA Stralsund zeigt mit seiner Außstellung im Ozeaneum Stralsund, wie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der WSV den Schutz der Meere als Auftrag erkenne und annehmen.
Dem vom Aussterben bedrohten Ostsee-Schweinswal droht eine neue Gefahr. Ein kanadisches Unternehmen will vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns Erdöl- und Erdgaslagerstätten erkunden.
Oberirdische Gewässer, die nicht von wasserwirtschaftlich untergeordneter Bedeutung sind, bedürfen in der Regel der Unterhaltung. Mit dem Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts (Wasserhaushaltsgesetzes - WHG) vom 31.07.2009 hat der Bundesgesetzgeber im Rahmen seiner Gesetzgebungskompetenz nach dem Grundgesetz (Art. 74 Abs. 1 Nr. 32 GG) auch die öffentlich-rechtliche Verpflichtung zur Unterhaltung der oberirdischen Gewässer (Unterhaltungslast) geregelt.
Nach § 39 WHG umfasst die Unterhaltung eines oberirdischen Gewässers seine Pflege und Entwicklung. Dazu gehören insbesondere:
Abb. 1: Ehemaliges Streichwehr Lüssow
Die Nebel ist mit einem Einzugsgebiet von 998 km2 und einer Fließlänge von 74 km der größte Nebenfluss der Warnow, in die sie bei Bützow einmündet.
Grundlagen des Wasserbaus, der Gewässerentwicklung und der Gewässerunterhaltung
Renaturierter Golmer Mühlbach
Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie ist Fachbehörde nach § 110 Abs. 1 des Landeswassergesetzes. Die Ermittlung und Entwicklung naturwissenschaftlicher, gewässerkundlicher, geologischer und technischer Grundlagen für die Ordnung des Wasserhaushaltes zählen damit zum Aufgabenbereich.
Wasserbauten zum Nutzen der Natur - die Fischaufstiegshilfe
Fischaufstiegshilfe an der Linde
Die Lebensgemeinschaften der Fließgewässer werden entsprechend durch die Wanderungsbewegungen der in ihnen vorkommenden Organismen geprägt. Die ökologische Notwendigkeit der Fließgewässervernetzung ist heute unbestritten. Es werden in verstärktem Maße Fischaufstiegsanlagen errichtet. Es gibt für diese Anlagen auch noch andere Begriffe wie Fischtreppen oder Fischpässe. Wir, in unserem Bereich sagen grundsätzlich Fischaufstiegshilfe.
Gewässerbewirtschaftung des Oberflächenwassers
Trotz des Gewässerreichtums besitzt Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zu anderen Bundesländern beim Oberflächenwasser ein geringes nutzbares Wasserdargebot zur Gewässerbewirtschaftung. Das ist dadurch bedingt, dass nur der Wasseranteil nutzbar ist, der sich im Zuge des natürlichen Wasserkreislaufes ständig erneuert. Im Lande fallen jedoch relativ geringe Niederschläge im Vergleich zu den benachbarten westlichen Bundesländern (um ca. 200 mm /Jahr niedriger) bei nahezu gleich hohen Verdunstungswerten.
Pegelmessnetz, mengenmäßige Überwachung
In Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit 233 gewässerkundliche Landespegel betrieben, davon 141 Pegel an Fließgewässern, 87 an Standgewässern sowie 5 Pegel in Küstengewässern der Ostsee. Alle gewässerkundlichen Pegel werden grundsätzlich entsprechend der Pegelvorschrift betrieben.
Auf der Lysimeteranlage in Groß Lüsewitz werden die Wasserhaushaltselemente Niederschlag, Bodenwasservorratsänderung und Durchsickerung gemessen. Daraus wird die reale Verdunstung berechnet. Beschaffenheitsparameter werden ebenfalls ermittelt (ab 1997). Zur Verfügung stehen 6 Einzellysimeter von je 1 m² Oberfläche und 2,50 m Tiefe. Die Lysimeter werden mit wechselnden landwirtschaftlichen Kulturen bepflanzt. Phänologische Beobachtungen werden dokumentiert.
Fachrecht (6)
In der Abteilung Wasser werden zu diversen Themenbereichen verschiedene Fachinformationssysteme vorgehalten bzw. aufgebaut, die vor allem folgende Informationen beinhalten:
Rechtliche Grundlagen für den Meeresumweltschutz
Mecklenburg-Vorpommern engagiert sich gemäß seiner Verpflichtungen gegenüber der HELCOM (Helsinki-Kommission) und aufgrund seiner Zuständigkeiten, die aus dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und dem Landeswassergesetz (LWaG) sowie aus der EU-Wasserrahmenrichtlinie, der zukünftigen EU-Meeresstrategierichtlinie sowie der FFH- und Vogelschutzrichtlinie erwachsen, rechtlich verbindlich in seinen inneren und äußeren Küstengewässern bis zur Grenze der deutschen Territorialgewässer (12-Seemeilen-Zone). Darüber hinaus arbeitet es auf internationaler Ebene aufgrund oben angeführter Zusammenhänge eng...
Die europäische Richtlinie 2010/75/EU über Industrieemissionen (IE-Richtlinie) hat zum Ziel, bestimmte umweltrelevante Industrieanlagen einheitlich, systematisch und für alle Umweltbereiche integrierend, behördlich zu überwachen. Unter anderem fordert die IE-Richtlinie die Einrichtung eines Systems für Umweltinspektionen und die Aufstellung von Überwachungsplänen und Überwachungsprogrammen. Zur Umsetzung der Regelungen dieser Richtlinie hat die Bundesregierung für das wasserrechtliche Verfahren bei der Zulassung und Überwachung industrieller Abwasserbehandlungsanlagen und...
Förderangelegenheiten (3)
Förderung von Abwasseranlagen nach der Richtlinie zur Förderung Abwasseranlagen (FöRi-AW)
Zweck der Zuwendung ist es, den Bau von Abwasseranlagen, die ohne Zuwendungen nicht in angemessener Zeit oder nicht im notwendigen Umfang durchgeführt werden können, verwirklichen zu helfen.
Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt ist Bewilligungsbehörde für den Förderbereich I der Richtlinie: zentrale öffentliche Abwasseranlagen und gewerbliche Abwasseranlagen.
Förderung des Natur- und Umweltschutzes im deutschen Ostseeraum
Die OSTSEESTIFTUNG fördert Natur- und Umweltschutzprojekte von gemeinnützigen juristischen Personen (z. B. Vereinen und Verbänden) und Körperschaften des öffentlichen Rechts (z. B. Gemeinden). Daneben kann die Stiftung auch operativ tätig werden und eigenverantwortlich Naturschutzmaßnahmen umsetzen.
Anbieter: Naturschutzstiftung Deutsche Ostsee
Die OSTSEESTIFTUNG will die ökologische Situation der Ostsee und den Umwelt- und Naturschutz im deutschen Ostseeraum verbessern. Wir setzen dies durch die finanzielle Förderung von Projekten bei gemeinnützigen oder öffentlichen Einrichtungen um. Wir initiieren zudem die Durchführung von Naturschutzmaßnahmen in Kooperation mit interessierten Partnern. Weiterhin unterstützt die OSTSEESTIFTUNG langfristige Pflegemaßnahmen auf Grünlandflächen an der Küste zum Schutz der Seevögel und zur Verbesserung von Meereslebensräumen. Unsere Motivation leitet sich aus unserem Respekt vor der Natur ab. Wir wollen dazu beitragen, dass die Ostsee ökologisch stabiler wird und sich erholt.
Spülsaummonitoring MV Übersicht
Das LUNG hat in enger Kooperation mit verschiedenen Umweltverbänden und Institutionen des Landes ein landesweites Spülsaummonitoring etabliert. Dafür wurden zunächst bereits laufende Aktivitäten gebündelt:
Regionale Schule „Windland“ Altenkirchen auf Rügen
Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft und Jasmund
Ziele des COHIBA - Projekts
Was will COHIBA?
Das wichtigste Ziel des COHIBA- Projekts besteht in der Unterstützung der Ostseeanliegerstaaten bei der gemeinsamen Umsetzung des BSAPs bezüglich der "Gefährlichen Stoffe" sowie in der Förderung der Anwendung von Ökosystem-Ansätzen für das Management "Gefährlicher Stoffe".
Die Ziele bestehen im einzelnen darin:
Internes Messnetz Küste
HWRM Themenportal M-V
HWRM M-V