Source: http://cvjm-ratingen.de/?page_id=179
Timestamp: 2019-02-16 18:27:07
Document Index: 105787973

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 4', '§ 6', '§ 9', '§ 16', '§ 17', '§ 19', '§ 51', '§ 4', '§ 32', '§ 20', '§ 21', '§ 26', '§ 2']

§ 1 Vereinsform
§ 4 Arbeitsgebiete und Arbeitsweisen
§ 6 Eingeschriebene Mitglieder
§ 9 Der Freundeskreis
§ 16 Der Berufsarbeiter
§ 17 Vereinsvermögen und seine Verwaltung
§ 19 Die Revisoren
Der Verein wurde im Jahre 1892 gegründet und hat seinen Sitz in Ratingen.
Der Verein führt den Namen: „Christlicher Verein junger Menschen e.V.“
Der Verein ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht Ratingen eingetragen.
Der Christliche Verein junger Menschen Ratingen e.V. Sitz Ratingen, verfolgt ausschließlich, unmittelbar und selbstlos gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Sinne der §§ 51 ff AO, und zwar insbesondere durch jugendpflegerische Arbeit.
Der Verein bekennt sich zu dem Herrn Jesus Christus als Sohn und Heiland der Welt und hält Gottes Wort für die alleinige Richtschnur des Glaubens und Lebens.
Der Verein ist bestrebt, biblisches, christliches Glaubens- und Gemeinschaftsleben zu erwecken und zu fördern.
Der Verein will jungen Menschen aller Berufe ohne Unterscheidung nach Bekenntnis. Weltanschauung und politischer Ansicht an Leib, Seele und Geist dienen.
Die Arbeit des Vereins beschränkt sich nicht auf seine Mitglieder, sondern umfasst auch junge Menschen, die dem Verein nicht als Mitglieder beitreten und erfolgt nach dem Grundsatz: „Dienst junger Menschen an jungen Menschen“.
Die nachstehende „Pariser Basis“, die sich die Christlichen Vereine junger Männer auf ihrer ersten Weltkonferenz im Jahre 1855 in Paris gegeben haben, entspricht dem Ziel des Vereins:
„Pariser Basis“
Die Christlichen Vereine junger Männer haben den Zweck, solche jungen Männer miteinander zu vereinen, welche Jesum Christum nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen. In ihrem Glauben und Leben seine Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter den jungen Männern auszubreiten.
Dieses Ziel gilt sinngemäß auch für die Arbeit an Mädchen und Frauen.
§ 4 Arbeitsgebiete und Arbeitsweise
Die Verkündigung von Gottes Wort steht im Mittelpunkt des Vereinslebens.
Der Verein versucht seinen Zweck zu erreichen, indem er:
durch Bibelstunden, Ausspracheabende und Evangelisationen Wegweiser zu Jesus Christus ist;
durch Vortrags- und Bildungsarbeit auf allen Gebieten es der Jugend ermöglicht, ihre allgemein menschliche und berufliche Bildung zu vertiefen;
durch Leibesübungen, Wanderungen und Erholungslager den jungen Menschen fördern;
durch Veranstaltungen mannigfaltiger Art die staatsbürgerliche Verantwortung des Einzelnen weckt und zur internationalen Verständigung beiträgt;
durch Beratung und Beistand in inneren und äußeren Nöten hilft.
Der Verein schafft nach Möglichkeiten Einrichtungen aller Art, die das äußere und innere Wohl seiner Besucher zu fördern geeignet sind, wie etwa ein „Haus des jungen Mannes“, ein Wohnheim, Speisebetrieb oder Sportanlagen. Solche Heimstätten sollen der Jugend ohne Rücksicht auf Zugehörigkeit zum Verein eine Unterkunft und in Fällen der Not eine Zuflucht gewähren. Die Mittel des Vereins sollen auch dazu dienen, in Not geratene jungen Menschen zu unterstützen und eine wirksame Hilfe zukommen zu lassen. Die mit der Durchführung betrauten Vereinsmitglieder sollen dabei bestrebt sein, verzweifelte Menschen an Gottes Wort wieder aufzurichten.
Der Verein unterhält die erforderlichen Abteilungen.
Eingeschriebenes Mitglied kann jeder werden, der diese Satzung als für sich verpflichtend anerkennt und das 13. Lebensjahr vollendet hat. Alle eingeschriebenen Mitglieder, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, besitzen das aktive Wahlrecht. Wer das 13. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, kann über die Jungschar am Vereinsleben teilnehmen.
Das Ausscheiden aus dem Verein erfolgt entweder freiwillig durch Abmelden beim Vorstand oder durch Ausschluss auf Beschluss des Vorstandes.
Die Aufnahme erfolgt durch den Vorstand unter Verpflichtung auf die Satzungen. Das aufgenommene Mitglied erhält eine Mitgliedskarte und die Satzungen.
Ein Mitglied kann auf Grund besonderer Vorkommnisse, die die Erreichung der in den Satzungen verankerten Ziele des Vereins hindern oder unmöglich machen, aus dem Verein ausgeschlossen werden. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand nach Anhören des Auszuschließenden.
Zu tätigen Mitgliedern mit aktivem und passivem Wahlrecht kann der Vorstand von sich aus oder auf Antrag solche eingeschriebenen Mitglieder ernennen, die mindestens 16 Jahre alt sind, sich wenigstens ein halbes Jahr als Mitglied des Vereins bewährt haben und sich zu den Grundlagen und Zielen des Vereins bekennen. Sie sollen als Kern des Vereins zu seinem Gedeihen opferwillig und nach besten Kräften mitwirken und die Vereinsarbeit betend mittragen. Die Ernennung zum tätigen Mitglied ist auf jeweils 2 Jahre befristet.
Anträge auf Ernennung kann der Vorstand ablehnen, wenn die Voraussetzungen dafür nach seiner Überzeugung nicht gegeben sind; eine ausgesprochene Ernennung kann vom Vorstand zurückgezogen werden, wenn die Merkmale eines tätigen Mitgliedes nach der Ansicht des Vorstandes nicht mehr vorhanden sind.
Persönlichkeiten, die dem Verein in besonderer Weise gedient haben, können durch Beschluss der Hauptversammlung Ehrenmitglieder werden.
Die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft wird dem Ehrenmitglied durch eine vom Vorstand zu unterzeichnende Urkunde bestätigt.
Ehrenmitglieder werden in jedem Falle nur in dieser Eigenschaft geführt, nicht aber auch als eingeschriebenes oder tätiges Mitglied.
Ehrenmitglieder sind von Beitrags- oder sonstigen Verpflichtungen gegenüber dem Verein frei.
Männer und Frauen, aber auch Organisationen und Unternehmen, welche die Bestrebung des Vereins durch einmalige oder regelmäßige Unterstützungen fördern, jedoch aus irgendwelchen Gründen die Mitgliedschaft nicht erwerben können oder eingehen wollen, werden als dem Freundeskreis des Vereins zugehörig betrachtet.
Der Freundeskreis ist ein loser Zusammenschluss von Förderern, der vom Vorstand über die Vereinsarbeit regelmäßig unterrichtet und zu besonderen Veranstaltungen eingeladen wird.
§ l0 Organe des Vereins
Oberste Instanz des Vereins ist die Hauptversammlung. Ihre Beschlüsse sind für alle Mitglieder und Organe des Vereins bindend.
Jährlich einmal – möglichst im ersten Quartal des Kalenderjahres – treten die Mitglieder zur ordentlichen Hauptversammlung (Mitgliederversammlung im Sinne des § 32 BGB) zusammen.
Die Einladung muss mindestens 14 Tage vor der ordentlichen Hauptversammlung schriftlich unter Angabe der Tagesordnung ergehen.
Anträge zur ordentlichen Hauptversammlung sind bis spätestens 5 Tage vor der Versammlung beim 1. Vorsitzenden schriftlich einzureichen.
Der ordentlichen Hauptversammlung obliegt insbesondere:
Entgegennahme des Jahresberichtes des 1. Vorsitzenden und des 1. Kassenwarts.
Entgegennahme des Berichtes der Revisoren.
Entlastung des Vorstandes und des geschäftsführenden Vorstandes.
Behandlung der fristgemäß eingegangenen Anträge.
Die ordentliche Hauptversammlung ist von dem im Amte befindlichen 1. Vorsitzenden oder seines Stellvertreter zu leiten. Während des Wahlaktes zum neuen Vorstand liegt die Versammlungsführung in den Händen des leitenden Sekretärs oder eines zu bestimmenden Wahlleiters.
Die ordentliche Hauptversammlung ist beschlussfähig ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder. Beschlüsse können nur zu Punkten gefasst werden, die auf der Tagesordnung stehen, einschließlich 5 g).
Für alle Beschlüsse – ausgenommen Satzungsänderungen (§ 20) und Auflösung des Vereins (§ 21) – genügt eine einfache Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt ein gestellter Antrag als abgelehnt.
Die Beschlüsse sind in einem Protokoll festzuhalten, das von einem der Schriftführer anzufertigen und von Ihm, dem 1. Vorsitzenden sowie einem weiteren Mitglied der ordentlichen Hauptversammlung zu unterzeichnen ist.
Der Vorstand ist berechtigt, außerordentliche Hauptversammlungen in derselben Weise wie die ordentliche Hauptversammlung einzuberufen und durchzuführen, so oft es ihm erforderlich erscheint.
Eine ordentliche Hauptversammlung muss unverzüglich einberufen werden, wenn mindestens ein Viertel der stimmberechtigten Mitglieder dies unter Angabe der zu behandelnden Angelegenheiten beim 1. Vorsitzenden schriftlich beantragt.
Die Führung des Vereins liegt in den Händen des Vorstandes, der auf der ordentlichen Hauptversammlung der Jahre mit grader Zahl für jeweils 2 Jahre neu gewählt wird. Wiederwahl ist zulässig.
Der Vorstand besteht aus:dem 1. und 2. Vorsitzenden,
dem 1. und 2. Kassenwart,
dem 1. und 2. Schriftführer;sollte der Verein einen Sekretär oder Jugendwart beschäftigen, gehört er zum Vorstand.
Der Vorstand tritt nach Bedarf zu Vorstandssitzungen zusammen, die vom 1. Vorsitzenden oder seinem Stellvertreter möglichst unter Bekanntgabe der Tagesordnung einberufen und geleitet werden.
Der Vorstand verwaltet das Vereinsvermögen nach kaufmännischen Grundsätzen und beschließt über die Anstellung von Sekretären oder Angestellten nach Beschlussfassung der Hauptversammlung, sowie über Rechnungslegung.
Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden Vorstandsmitglieder. Stimmengleichheit bedeutet Ablehnung des Antrags.
Alle Beschlüsse des Vorstandes müssen in einem Protokoll niedergelegt werden, das von zwei Vorstandsmitgliedern zu unterzeichnen ist.
und der 1. Kassenwart.
Der geschäftsführende Vorstand ist Vorstand im Sinne des § 26 des BGB. Die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung des Vereins ist durch zwei der vorgenannten Personen gemeinsam erforderlich und ausreichend. Alle rechtsverbindlichen Unterschriften sind von zwei Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes zu leisten.
Der geschäftsführende Vorstand ist in besonderer Weise verantwortlich für eine stetige Fortentwicklung der Vereinsarbeit. Er bereitet die Sitzungen des Vereinsvorstandes vor und gibt ihm laufend Anregungen hinsichtlich der Vereinsaufgaben.
Über die Sitzungen des geschäftsführenden Vorstandes ist dem Vorstand laufend zu berichten.
Zur Beratung und Unterstützung des Vorstandes kann ein Beirat gebildet werden, der sich aus Persönlichkeiten zusammensetzt, die die Grundlage und den Zweck des Vereins anerkennen und bereit sind, den Verein und seine Aufgaben tatkräftig zu fördern.
Die Mitglieder des Beirates werden vom Vorstand auf die Dauer von zwei Jahren berufen. Nach Ablauf der Zeit ist Wiederernennung auf jeweils zwei Jahre möglich.
Die Größe des Beirats liegt im jeweiligen Ermessen des Vorstandes. Der Beirat wählt jeweils für 2 Jahre aus seiner Mitte einen Vorsitzenden. Wiederwahl ist zulässig.
Der Beirat kommt nach Notwendigkeit zusammen.
Der Beirat hat keine Beschlussfähigkeit. Er gibt seine Überlegungen in Form von Anregungen an den Vorstand.
An den Sitzungen des Beirates nehmen die Mitglieder des Vorstandes als Gäste teil.
Zur Durchführung besonderer Aufgaben des Vereins und zur Schaffung, Unterhaltung und Fortentwicklung bestimmter Einrichtungen des Vereins sollen vom Vorstand nach Bedarf arbeitsfähige Ausschüsse gebildet werden.
Die Ausschüsse setzen sich in der Regel aus tätigen Mitgliedern und aus Mitgliedern des Vorstandes zusammen.
Den Vorsitz eines jeden Ausschusses führt ein vom Vorstand damit Beauftragter.
Die Ausschüsse arbeiten im Rahmen der ihnen vom Vorstand gegebenen Richtlinien innerhalb ihres Aufgabenbereichs selbstständig. Sie sind dem Vorstand verantwortlich.
Über die Ausschussarbeit erstattet der jeweilige Ausschussvorsitzende dem Vorstand Bericht.
Der Verein beschäftigt nach Maßgabe der vorhandenen Aufgaben und im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten die notwendig erscheinenden Berufsarbeiter und Hilfskräfte.
Die Berufsarbeiter und Hilfskräfte werden vom Vorstand berufen und entlassen und sind Letzterem verantwortlich. Ihre Aufgaben und Zuständigkeiten regelt jeweils ein besonderer Anstellungs- und Dienstvertrag.
Der leitende Sekretär führt die gesamte Vereinsarbeit im Einvernehmen mit dem Vorstand.
Zur Bestreitung der Aufwendungen des Vereins dienen:
die Beiträge der Mitglieder des Vereins;
die Unterstützung aus dem Freundeskreis des Vereins;
Erträge aus den Einrichtungen und Veranstaltungen des Vereins und aus Sammlungen.
Das Vereinsvermögen und etwaige Gewinne dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen des Vereins. Sie erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins nicht mehr als ihre eingezahlten Kapitalanteile und den gemeinen Wert ihrer geleisteten Sacheinlagen zurück. Die Mitglieder haften aber auch nicht mit ihrem Vermögen.
Es darf keine Person durch Verwaltungsaufgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstig werden.
Der Kassenwart in Zusammenhang mit seinem Stellvertreter ist treuhänderischer Sachverwalter des gesamten Vereinsvermögens.
Er trägt in besonderer Weise die Verantwortung für die ordnungsgemäße Verwaltung aller vorhanden Kassen und für die Durchführung der in finanzieller Hinsicht gefassten Beschlüsse der Hauptversammlung und des Vorstandes.
Alle von Berufsarbeitern und von den Mitgliedern des Vereins im Auftrage des Vorstandes geführten Kassen unterstehen seiner ständigen Aufsicht.
Die ordentliche Hauptversammlung wählt für das jeweilige neue Vereinsjahr möglichst aus den Reihen der tätigen Mitglieder zwei Revisoren, die wiedergewählt werden können. Die Revisoren dürfen nicht Mitglieder des Vorstandes sein und müssen über genügende Erfahrung im Kassen- und Rechnungswesen verfügen.
Aufgabe der Revisoren ist die laufende Überwachung aller Kassen und Kassengeschäfte des Vereins und seiner Finanzgebarung.
Mindestens einmal im Jahr haben die Revisoren unangemeldet gemeinsam Prüfung der vorhanden Kassen vorzunehmen und über deren Ergebnis sofort schriftlich dem Vorstand zu berichten.
Auf der am Ende ihrer einjährigen Amtszeit liegenden ordentlichen Hauptversammlung erstatten die Revisoren im Anschluss an den Kassenbericht des 1. Kassenwartes einen gemeinsamen Prüfungsbericht und beantragen die Entlastung der Kassenwarte und des übrigen Vorstandes.
Diese Satzungen können in einer Hauptversammlung nur mit Zweidrittel-Mehrheit der Stimmen geändert werden, wenn mindestens die Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder anwesend ist. Bei Beschlussunfähigkeit kann eine zweite Hauptversammlung mit der gleichen Tagesordnung entsprechend den Bestimmungen der Satzung binnen vier Wochen einberufen werden, die ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder mit Zweidrittel-Stimmenmehrheit die Satzungen ändern kann.
Die Grundlage des Vereins (§ 2) darf nie geändert werden.
Die Auflösung des Vereins kann nur unter Zustimmung von wenigstens zwei Drittel der stimmberechtigten Mitglieder erfolgen.
Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins, soweit es die eingezahlten Kapitalanteile der Mitglieder und den gemeinen Wert der von den Mitgliedern geleisteten Sacheinlagen übersteigt, an die evangelische Kirchengemeinde Ratingen, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige und mildtätige Zwecke ihrer Arbeit an der Jugend zu verwenden hat.
Ratingen, den 5. September 1977