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Timestamp: 2016-10-22 12:00:20
Document Index: 70314235

Matched Legal Cases: ['Art. 13', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 2', 'Art. 13', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 8', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 19', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 10']

I 777/03 (25.03.2004)
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter R�edi und Kernen; Gerichtsschreiber Fessler
Der am 27. September 1998 geborene U.________ leidet an einer beinbetonten spastischen Tetraparese, Status nach zystischer Leukenzephalomalazie bei Fr�hgeburtlichkeit (31 SSW, 1640 g). Daneben bestehen multiple St�rungen der Sinnesorgane, u.a. ein Strabismus konvergens, Wahrnehmungsst�rungen. Die psychomotorische Entwicklung ist verz�gert.
Nach der Entlassung aus dem Spital X.________ am 9. November 1998 wurde mit intensiver Physiotherapie begonnen. Dazu kam ein Jahr sp�ter heilp�dagogische Fr�herziehung. Die Massnahmen wurden ambulant zu Hause durchgef�hrt und von der Invalidenversicherung �bernommen.
Am 20. November 2000 und 19. M�rz 2001 leistete die IV-Stelle Zug Kostengutsprache f�r Kurzaufenthalte zur Intensivf�rderung im Heilp�dagogischen Kinderheim W.________ in Y.________ f�r die Zeit vom 1. Oktober 2000 bis 30. September 2002. U.________ hielt sich dort an insgesamt 55 Tagen auf, zuletzt vom 9. bis 12. Mai 2002.
Vom 6. bis 13. Oktober 2002 war U.________ erneut im Kinderheim W.________ untergebracht. Nach Abkl�rungen und nach Korrespondenz mit dem Bundesamt f�r Sozialversicherung lehnte die IV-Stelle mit Verf�gung vom 31. Januar 2003 die �bernahme der Kosten f�r diesen Aufenthalt ab. Zur Begr�ndung f�hrte sie unter anderem an, die Massnahme sei weder aus medizinischen noch aus p�dagogisch-therapeutischen Gr�nden indiziert. Sie diene in erster Linie der Entlastung der Eltern. Der Aufenthalt k�nne nicht als einfach und zweckm�ssig eingestuft werden. Daran hielt die Verwaltung mit Einspracheentscheid vom 18. M�rz 2003 fest.
Die Eltern von U.________ reichten beim Verwaltungsgericht des Kantons Zug Beschwerde ein und beantragten, der Einspracheentscheid vom 18. M�rz 2003 sei aufzuheben und die IV-Stelle sei zu verpflichten, die Kostengutsprache f�r tageweise Intensivf�rderaufenthalte im Heilp�dagogischen Kinderheim W.________ bis zur definitiven Einschulung ihres Sohnes zu verl�ngern.
Der Instruktionsrichter holte bei Dr. med. S.________, Leitender Arzt Neurop�diatrie am Spital X.________, einen Bericht ein. Die Parteien verzichteten auf eine Stellungnahme zu den fach�rztlichen Ausf�hrungen.
Mit Entscheid vom 30. Oktober 2003 hiess das zugerische Verwaltungsgericht die Beschwerde gut. Es stellte fest, dass die Eltern von U.________ Anspruch auf Kostenersatz f�r den Aufenthalt ihres Sohnes vom 6. bis 13. Oktober 2002 im Kinderheim W.________ und auf weitere Kostengutsprachen im Sinne der Erw�gungen haben. Es wies die Sache an die IV-Stelle zur Festsetzung der Beitragsh�he und zum Erlass einer neuen Kostengutsprache zur�ck.
Das Bundesamt f�r Sozialversicherung f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit den Rechtsbegehren, der kantonale Gerichtsentscheid sei aufzuheben.
Gegenstand der Verf�gung vom 31. Januar 2003 und des Einspracheentscheides vom 18. M�rz 2003 bildet die (abgelehnte) �bernahme des station�ren Aufenthaltes im Heilp�dagogischen Kinderheim W._______ vom 6. bis 13. Oktober 2002 als medizinische Massnahme im Sinne von Art. 13 IVG. Der Antrag in der Beschwerde, die Kostengutsprache f�r tageweise Intensivf�rderaufenthalte in dieser Institution sei bis zur definitiven Einschulung zu verl�ngern, geht dar�ber hinaus.
Die IV-Stelle hat in der vorinstanzlichen Vernehmlassung im Wesentlichen auf den Einspracheentscheid vom 18. M�rz 2003 sowie die Stellungnahme des Bundesamtes vom 17. Januar 2003 verwiesen. In diesem Schreiben nimmt die Aufsichtsbeh�rde Bezug auf den einw�chigen Aufenthalt im Kinderheim vom 6. bis 13. Oktober 2002. Unter diesen Umst�nden k�nnen die Voraussetzungen f�r eine Ausdehnung des Verfahrens im Sinne des Antrages in der Beschwerde �ber den Gegenstand des Einspracheentscheides hinaus nicht als gegeben betrachtet werden (vgl. BGE 122 V 36 Erw. 2a mit Hinweisen). Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Entscheides ist daher aufzuheben, soweit sie auch den Anspruch auf weitere Kostengutsprachen im Sinne der Erw�gungen bejaht.
F�r die Beurteilung der vorliegend streitigen Leistungspflicht der Invalidenversicherung f�r den station�ren Intensivaufenthalt des Versicherten im Heilp�dagogischen Kinderheim W.________ vom 6. bis 13. Oktober 2002 ist die Rechtslage im Zeitpunkt der Massnahme bestimmend. Die materiellen Vorschriften des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), insbesondere Art. 8 Abs. 2 ATSG, sind somit nicht anwendbar (BGE 129 V 4 Erw. 1.2, 127 V 467 Erw. 1).
3.1 Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen notwendigen medizinischen Massnahmen (Art. 13 Abs. 1 IVG). Als solche gelten s�mtliche Vorkehren, die nach bew�hrter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft angezeigt sind und den therapeutischen Erfolg in einfacher und zweckm�ssiger Weise anstreben (Art. 2 Abs. 3 GgV).
Gem�ss Ziff. 390 Anhang GgV, erlassen durch den Bundesrat gest�tzt auf Art. 13 Abs. 2 erster Satz IVG, z�hlen angeborene cerebrale L�hmungen (spastisch, athetotisch, ataktisch) zu den Geburtsgebrechen im invalidenversicherungsrechtlichen Sinne.
3.2.1 An die Sonderschulung bildungsf�higer Versicherter, die das 20. Altersjahr noch nicht vollendet haben und denen infolge Invalidit�t der Besuch der Volksschule nicht m�glich oder nicht zumutbar ist, werden Beitr�ge gew�hrt (Art. 19 Abs. 1 erster Satz IVG). Die Beitr�ge umfassen u.a. besondere Entsch�digungen f�r zus�tzlich zum Sonderschulunterricht notwendige Massnahmen p�dagogisch-therapeutischer Art, wie Sprachheilbehandlung f�r schwer Sprachgebrechliche, H�rtraining und Ableseunterricht f�r Geh�rgesch�digte sowie Sondergymnastik zur F�rderung gest�rter Motorik f�r Sinnesbehinderte und hochgradig geistig Behinderte (Art. 19 Abs. 2 lit. c IVG). Der Bundesrat bezeichnet im Einzelnen die gem�ss Absatz 1 erforderlichen Voraussetzungen f�r die Gew�hrung von Beitr�gen und setzt deren H�he fest. Er erl�sst Vorschriften �ber die Gew�hrung entsprechender Beitr�ge an Massnahmen f�r invalide Kinder im vorschulpflichtigen Alter, insbesondere zur Vorbereitung auf die Sonderschulung sowie an Massnahmen f�r invalide Kinder, die die Volksschule besuchen (Art. 19 Abs. 3 IVG).
Die Versicherung �bernimmt die Kosten f�r die Durchf�hrung von Massnahmen p�dagogisch-therapeutischer Art, die im vorschulpflichtigen Alter zur Vorbereitung auf den Besuch des Sonder- oder Volksschulunterrichts notwendig sind (Art. 10 Abs. 1 IVV). Die Massnahmen umfassen u.a. Heilp�dagogische Fr�herziehung f�r Versicherte nach Artikel 8 Absatz 4 Buchstaben a-g (Art. 10 Abs. 2 lit. c IVV). In Art. 8 Abs. 4 IVV genannt werden geistig, seh- und h�rbehinderte sowie schwer k�rperlich und sprachbehinderte Kinder, ferner schwer verhaltensgest�rte Kinder.
3.2.2 P�dagogisch-therapeutische Massnahmen im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. c IVG sind Vorkehren, die nicht unmittelbar der Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten in schulischen Belangen dienen. Sie treten erg�nzend zum Sonderschulunterricht hinzu und sind haupts�chlich darauf ausgerichtet, Auswirkungen der gesundheitlichen Beeintr�chtigung auf die Schulung zu mildern oder zu beseitigen (BGE 122 V 210 Erw. 3a mit Hinweisen). Als p�dagogisch-therapeutische Massnahme ist nur eine qualifizierte, namentlich heilp�dagogische Behandlung zu werten. Darunter f�llt nicht jede Pflege, die der allgemeinen sozialen F�rderung des Behinderten dient (BGE 114 V 28 oben). Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis sind heilp�dagogische Massnahmen ab jenem Zeitpunkt zu gew�hren, in dem angenommen werden kann, dass sie im Einzelfall nach dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis eine angemessene F�rderung des Behinderten nach der Zielsetzung der Sonderschulung erwarten lassen (ZAK 1982 S. 192 Erw. 2a; vgl. zum Kriterium der Wissenschaftlichkeit BGE 114 V 24 ff. Erw. 2b-d).
Ob eine Vorkehr eine medizinische Massnahme im Sinne von Art. 13 Abs. 1 IVG oder eine p�dagogisch-therapeutische Massnahme nach Art. 19 Abs. 3 IVG und Art. 10 IVV darstellt, beurteilt sich danach, ob das p�dagogische oder das medizinische Moment �berwiegt (BGE 122 V 210 Erw. 3a, 114 V 27 Erw. 3a).
Das kantonale Gericht hat erwogen, die medizinische Notwendigkeit der beantragten Massnahme (einw�chiger station�rer Intensivaufenthalt im Heilp�dagogischen Kinderheim W.________ vom 6. bis 13. Oktober 2002) werde von Dr. med. S.________ klar bejaht, von der IV-Stelle aber nicht in Abrede gestellt. Sie k�nne daher als gegeben betrachtet werden. Sodann pr�zisierten weder die Verwaltung noch die Aufsichtsbeh�rde, inwiefern die in Frage stehende Massnahme nicht einfach und zweckm�ssig sein soll. Dem Einwand, der zu erwartende Erfolg des einw�chigen station�ren Intensivaufenthaltes in der W.________ vom 6. bis 13. Oktober 2002 sei weder wesentlich noch nachhaltig, h�lt die Vorinstanz Folgendes entgegen: Bei Minderj�hrigen im Vorschulalter sei ein Erfolg bereits als wesentlich zu bezeichnen, wenn die Massnahme das Kind hinsichtlich einer m�glichen Einschulung klar vorw�rts bringe. Dabei entfalle die Wesentlichkeit nicht schon, wenn eine Einschulung auf der Stufe Normal- oder Hilfsschule nicht realisierbar erscheine. Dr. med. S.________ betone verschiedene Aspekte, die den Schluss zuliessen, er erachte den zu erwartenden Erfolg des Aufenthaltes vom Oktober 2002 in der W.________ als wesentlich und nachhaltig. Zum einen sei laut dem neurop�diatrischen Facharzt anders als bei wiederholten ambulanten Rehabilitationsmassnahmen im Rahmen eines einw�chigen Intensivprogrammes eine nachhaltigere Besserung der cerebralen Bewegungsst�rung zu erwarten. Zum andern bewirke das Angebot im Kinderheim auch Erfolge im kognitiv/intellektuellen Bereich, es f�rdere die Selbstst�ndigkeit des Kindes und leite den hinsichtlich sp�terem Schulbesuch notwendigen Abl�sungsprozess vom Elternhaus ein. Schliesslich f�rderten erfahrungsgem�ss Heimaufenthalte die Synchronisierung des Tag-Nacht-Rhythmus. Aufgrund der schl�ssigen und klaren fach�rztlichen Beurteilung k�nne ein wesentlicher und nachhaltiger Erfolg der in Frage stehenden Massnahme erwartet werden. Damit seien auch die weiteren Grunds�tze f�r medizinische Massnahmen bei Geburtsgebrechen gegeben und der Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit gewahrt, sodass die Voraussetzungen f�r die �bernahme der Kosten durch die Invalidenversicherung zu bejahen seien.
Die Aufsichtsbeh�rde argumentiert, aufgrund des Schreibens der Haus�rztin Frau Dr. med. I.________ vom 12. Dezember 2002 habe der Aufenthalt im Kinderheim W.________ in erster Linie die Entlastung der Eltern von der aufw�ndigen Pflege bezweckt. Als weitere �Indikation� seien die heilp�dagogische Fr�herziehung und erst dann Physiotherapie resp. medizinische Massnahmen zu sehen. Das pflegerische und p�dagogisch-therapeutische Element st�nde somit deutlich im Vordergrund. Der station�re Aufenthalt in der W.________ habe nicht den Charakter einer intensiven medizinisch-therapeutischen Massnahme. Beim Versicherten sei haupts�chlich Physiotherapie indiziert. Die Haus�rztin habe indessen keine nur im station�ren Bereich durchf�hrbare Physiotherapie verordnet. Vielmehr seien bereits fr�her ambulant bis zu dreimal w�chentlich solche Therapien durchgef�hrt worden. Eines station�ren Aufenthaltes bedurfte es hiezu nicht. Was den von Frau Dr. med. I.________ angegebenen weiteren Zweck der heilp�dagogischen Fr�herziehung anbelange, w�rden p�dagogisch-therapeutische Massnahmen bereits ambulant durchgef�hrt. Schliesslich k�nne auf den Bericht des Dr. med. S.________ vom 22. Juli 2003 nicht abgestellt werden. Seine Ausf�hrungen seien sehr allgemein gehalten. Insbesondere begr�nde der Facharzt nicht, weshalb im Rahmen eines einw�chigen Intensivprogramms eine nachhaltige Besserung der cerebralen Bewegungsst�rung resultieren sollte. Ebenfalls f�nden sich keine Angaben, in welchen Abst�nden denn solche station�re Massnahmen durchzuf�hren w�ren. Somit k�nne der station�re Aufenthalt im Heilp�dagogischen Kinderheim W.________ vom 6. bis 13. Oktober 2002 nicht als medizinische Massnahme von der Invalidenversicherung �bernommen werden, da das Kriterium der Einfachheit und Zweckm�ssigkeit nicht gegeben sei.
6.1 Der Aufenthalt im Heilp�dagogischen Kinderheim W.________ vom 6. bis 13. Oktober 2002 erfolgte in erster Linie zum Zwecke der heilp�dagogischen Fr�herziehung. In diesem Sinne �usserte sich die Haus�rztin Frau Dr. med. I.________ im Bericht vom 12. Dezember 2002. Der Heimleiter seinerseits hielt im Fax-Schreiben vom 20. Dezember 2002 an die IV-Stelle fest, aufgrund des Alters und der Behinderung bei U.________ gehe es bei den durchgef�hrten Kurzaufenthalten um station�re Fr�herziehung. Nichts anderes ergibt sich aus dem Bericht des Dr. med. S.________ vom 22. Juli 2003. Der Neurop�diater bejaht aufgrund der schweren komplexen Mehrfachbehinderungen die medizinische Indikation der Vorkehr zur Durchf�hrung intensiver Physiotherapie und heilp�dagogischer Fr�hf�rderungsmassnahmen zwecks Verbesserung und Stimulation der allgemeinen kognitiv/intellektuellen und auch sozial-emotionalen Entwicklung des Kindes. Dass der Aufenthalt in der W.________ auch der Entlastung der Eltern diente, steht ausser Frage. Ihr Sohn U.________ bedurfte aufgrund der multiplen Behinderungen der besonderen Pflege. Ebenfalls bestand Hilflosigkeit mittleren Grades. Im Rahmen der station�ren Aufenthalte im Heilp�dagogischen Kinderheim W.________ waren somit immer auch alle Massnahmen pflegerischen Charakters zu erbringen. Das allein schliesst indessen die Leistungspflicht der Invalidenversicherung f�r diese Vorkehr nicht aus. Nichts anderes ergibt sich aus ZAK 1975 S. 201 und ZAK 1974 S. 245. Diese Entscheide sind entgegen dem Bundesamt f�r den hier zu beurteilenden Fall nicht einschl�gig. Obschon Dr. med. S.________ auch der physiotherapeutischen Behandlung im Rahmen des station�ren Aufenthalts in der W.________ vom 6. bis 13. Oktober 2002 eine grosse Bedeutung beimisst, �berwiegt das heilp�dagogische das medizinische Moment. Zu ber�cksichtigen ist, dass bereits mit 14 Monaten mit intensiver Physiotherapie begonnen wurde. Die Behandlung fand ambulant zu Hause statt, in der Regel zwei- bis drei Mal in der Woche. Es ist davon auszugehen, dass die unbestritten notwendige Physiotherapie allein nicht den station�ren Aufenthalt in der W.________ vom 6. bis 13. Oktober 2002 erforderte. Die Vorkehr muss somit schwergewichtig als Massnahme p�dagogisch-therapeutischer Art im Sinne von Art. 10 IVV betrachtet werden.
6.2 Bei der dargelegten Sach- und Rechtslage kann es mit dem Bundesamt f�r die Bejahung der Leistungspflicht der Invalidenversicherung nicht gen�gen zu sagen, die im station�ren Rahmen durchgef�hrte heilp�dagogische Fr�herziehung br�chte das Kind hinsichtlich einer m�glichen Einschulung klar vorw�rts. Gerade diese weite Zielumschreibung erfordert eine stichhaltige Begr�ndung, weshalb der Intensivaufenthalt insgesamt wesentlich und nachhaltig diesen angestrebten Erfolg erwarten liess. Das gilt umso mehr, als auch p�dagogisch-therapeutische Massnahmen regelm�ssig ambulant einmal in der Woche stattfanden. Interessanterweise wurde die heilp�dagogische Fr�herziehung zu Hause als Sonderschulmassnahme zugesprochen. Demgegen�ber erfolgte die Kostengutsprache f�r die Intensivaufenthalte im Kinderheim W.________ und auch f�r die ambulante Physiotherapie unter dem Titel medizinische Massnahmen.
6.3 Worin die w�hrend des Aufenthalts im Kinderheim W.________ angewendeten p�dagogisch-therapeutischen Massnahmen im Einzelnen bestanden, geht aus den Akten nicht hervor. Insbesondere ist unklar, inwiefern sie �ber die ambulant zu Hause durchgef�hrte heilp�dagogische Fr�herziehung hinausgingen. In der Einsprache vom 27. Februar 2003 gab der Heimleiter an, es gehe um die intensivere F�rderung in Erg�nzung der ambulanten Angebote sowie die Vorbereitung auf die zuk�nftige Sonderschulung. Als weiteren beachtlichen Grund f�r den station�ren Aufenthalt nannte er motorische Anregungen durch Nachahmung anderer Kinder. Aufgrund dieser Ausf�hrungen allein ist nicht in zuverl�ssiger Weise pr�fbar, inwiefern zus�tzlich zu den ambulanten Massnahmen und �ber diese hinaus eine einw�chige station�re Behandlung notwendig war. Ebenfalls kann nicht beurteilt werden, ob von dieser Vorkehr wesentliche und nachhaltige Fortschritte zu erwarten waren oder irreversible oder nur schwer aufholbare R�ckst�nde in der kognitiven, sprachlichen und auch k�rperlichen Entwicklung verhindert werden konnten. Daran �ndert nichts, dass Dr. med. S.________ das Einschieben von Therapiebl�cken mit m�glichst intensiver F�rderung von Kindern mit angeborenen cerebralen Bewegungsst�rungen oder anderen neurologischen Leiden als sinnvoll erachtet. In dieser allgemeinen Form gibt die Aussage des Neurop�diaters zu wenig her. Abgesehen davon ist sie in erster Linie unter (kinder-)neurologischem Gesichtswinkel zu w�rdigen.
Im Weitern ist Folgendes zu beachten: U.________ hielt sich im Zeitraum vom 1. Oktober 2000 bis 30. September 2002 an insgesamt 55 Tagen im Heilp�dagogischen Kinderheim W.________ auf, zuletzt vom 9. bis 12. Mai 2002. In dieser Zeitspanne machte er in Bezug auf die k�rperliche, kognitive und sprachliche Entwicklung Fortschritte. Allerdings blieb er geistig zur�ck. Gem�ss Bericht des Spitals X.________ vom 19. Juni 2002 ergab die Entwicklungsdiagnostik in diesem Bereich den Stand eines 3 �-j�hrigen. Im damaligen Zeitpunkt war U.________ 3 �-j�hrig. Frau lic. phil. I T.________, welche U.________ seit November 1999 als heilp�dagogische Fr�herzieherin ambulant behandelte, f�hrte in ihrem Bericht vom 1. Juli 2002 aus, aufgrund des von der Mutter regelm�ssig ausgef�llten Fragebogens (Vademecum) zeige sich eine immer klarer werdende Diskrepanz zwischen der k�rperlichen Entwicklung und den anderen Entwicklungsbereichen. Etwas besser sei die Situation im sprachlichen sowie im sozialen und emotionalen Bereich. Da auch der R�ckstand im Bereich Spiel und Kognition beachtlich sei, erachte sie eine Weiterf�hrung der heilp�dagogischen Begleitung als unbedingt notwendig. Sie beantrage daher auch im Auftrage der Eltern Kostengutsprache f�r eine Verl�ngerung der am 1. M�rz 2000 f�r die Dauer von zwei Jahren zugesprochenen ambulanten p�dagogisch-therapeutischen Massnahmen. Die Auswertung des Vademecum ergab f�r die Zeitspanne September 2000 bis Mai 2002 ein verglichen mit dem Lebensalter abnehmendes Entwicklungsalter. Der EQ verringerte sich zwischen dem 24. und 37. Monat von ca. 69 auf ca. 63. Diese Entwicklung kann ein Indiz f�r die Notwendigkeit des Intensivaufenthaltes im Kinderheim W.________ vom 6. bis 13. Oktober 2002 aus p�dagogisch-therapeutischer Sicht sein, muss es aber nicht. Es kann sein, dass die Entwicklung in etwa gleich verlaufen w�re, auch ohne die Intensivf�rderaufenthalte in der W.________ im Zeitraum Oktober 2000 bis Mai 2002. Lic. phil. I T.________ �ussert sich im �brigen in ihrem Bericht vom 1. Juli 2002 nicht ausdr�cklich zur Notwendigkeit station�rer heilp�dagogischer Behandlung. Schliesslich ist im Hinblick auf das Eingliederungsziel der Einschulung unklar, von welchem kognitiven und sprachlichen Entwicklungspotenzial auszugehen ist, ob realistischerweise mit Sonderschulbed�rftigkeit zu rechnen ist oder der Besuch der Volksschule im Bereich des M�glichen liegt.
6.4 Die Sache ist somit nicht spruchreif. Es bestehen zahlreiche offene Fragen, die der n�heren Abkl�rung bed�rfen. Die IV-Stelle wird die notwendigen Erhebungen vorzunehmen haben und anschliessend �ber die Leistungspflicht der Invalidenversicherung f�r den station�ren Aufenthalt von U.________ im Heilp�dagogischen Kinderheim W.________ vom 6. bis 13. Oktober 2002 neu verf�gen.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 30. Oktober 2003 und der Einspracheentscheid vom 18. M�rz 2003 aufgehoben werden und die Sache an die IV-Stelle Zug zur�ckgewiesen wird, damit sie nach Abkl�rungen im Sinne der Erw�gungen �ber die Leistungspflicht der Invalidenversicherung f�r den station�ren Aufenthalt vom 6. bis 13. Oktober 2002 im Heilp�dagogischen Kinderheim W.________ neu verf�ge.