Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201972,%20951
Timestamp: 2019-12-13 21:21:40
Document Index: 355731705

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 398', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: VersR 1972, 951 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 16.05.1972
LG Koblenz, 24.05.2004 - 5 O 611/03
Anspruch auf Schadensersatz wegen eines Verkehrsunfalls; Beweislastverteilung …
BGH, 16.05.1972 - VI ZR 29/71
https://dejure.org/1972,1151
BGH, 16.05.1972 - VI ZR 29/71 (https://dejure.org/1972,1151)
BGH, Entscheidung vom 16.05.1972 - VI ZR 29/71 (https://dejure.org/1972,1151)
BGH, Entscheidung vom 16. Mai 1972 - VI ZR 29/71 (https://dejure.org/1972,1151)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1972,1151) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Fußgänger auf der Fahrbahn - Bushaltestelle - Haltestelle von Omnibussen - Vertrauensgrundsatz - Sorgfaltspflicht im Straßenverkehr - Herabsetzen der Geschwindigkeit - Unerlaubte Handlung - Mitverschulden - Seitenabstand - Mindestabstand
BGB §§ 823, 254; StVG §§ 7, 9
Nähert sich jedoch ein Kraftfahrer einem in der Gegenrichtung haltenden öffentlichen Verkehrsmittel (Straßenbahn oder Omnibus), so muß er selbst außerhalb von Fußgängerüberwegen seine Geschwindigkeit so herabsetzen, daß Fußgänger, die unachtsam einige Schritte in seine Fahrbahn treten, nicht gefährdet werden (BGHSt 13, 169, 174; 15, 191, 193/194; Senatsurteile vom 21. Februar 1967 - VI ZR 145/65 = VersR 1967, 582 und vom 16. Mai 1972 - VI ZR 29/71 = VersR 1972, 951 m.w.Nachw.).
BGH, 19.06.1973 - VI ZR 77/72
Haftungsverteilung bei Kollision eines an einem haltenden Omnibus vorbeifahrenden …
Es kann hier offen bleiben, ob die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze zum Schutz von Fußgängern, die hinter einem Omnibus unachtsam einige Schritte in die Fahrbahn treten, um sich einen Überblick über den Verkehr zu verschaffen (BGHSt 13, 169; Urt.v. 10. April 1968 - 4 StR 62/69 = NJW 1968, 1532 = VRS 35, 114; Senatsurteile v. 21. Februar 1967 - VI ZR 145/65 - VersR 1967, 582 und v. 16. Mai 1972 - VI ZR 29/71 = VersR 1972, 951 m.w.Nachw.), auch in Fällen angewendet werden können, in denen ein (nicht schnell fahrender) Radfahrer hinter einem Omnibus hervorkommt.
(a) »Zwar muß nach gefestigter Rechtspr. der Kraftfahrer, der an einem in der Gegenrichtung stehenden Linienbus vorbeifährt, mit der Möglichkeit rechnen, daß hinter dem Bus Fußgänger, welche die Fahrbahn überqueren und sich deshalb einen Überblick über die Verkehrssituation verschaffen wollen, unvorsichtig einige Schritte weit auf die Fahrbahn treten (vgl. z. B. BGHSt 13, 169, 174; BGH VRS 25, 262; BGH NJW 1968, 1532 ; BGH VersR 1972, 951, 952; OLG Hamm VRS 47, 222; OLG Köln VRS 64, 434).
BGH, 28.04.1977 - II ZR 176/75
Anspruch auf den Erlös aus Wertpapieren - Anforderungen an die Auslegung eines …
Dazu ist ein Berufungsgericht nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in der Regel verpflichtet, wenn es bezüglich der subjektiven Glaubwürdigkeit eines Zeugen von der Würdigung durch das Gericht des ersten Rechtszugs abweichen will, weil nur der unmittelbare Eindruck die Gewähr dafür bietet, die Urteilsfähigkeit, das Erinnerungsvermögen und die Wahrheitsliebe eines Zeugen und damit den Beweiswert seiner Aussage richtig beurteilen zu können (…vgl. BGH, Urt. v. 26.9. 63 - II ZR 138/61, DM ZPO § 398 Nr. 2;… v. 1.10.64 - VII ZR 225/62 a.a.O. Nr. 3; v. 16.5. 72 - VI ZR 29/71, VersR 1972, 951; v. 16.2.1976 - n ZR 7/75, VersR 1976, 632).
BGH, 21.11.1974 - II ZR 150/73
Vorliegen eines schuldrechtlichen Anspruchs für einen Wechsel - Sicherung von …
Daraus folgt, daß das Berufungsgericht die Glaubwürdigkeit eines Zeugen, die regelmäßig nicht ohne einen eigenen Eindruck von seiner Persönlichkeit beurteilt werden kann, nicht anders als das Landgericht würdigen darf, ehe es nicht den Zeugen selbst angehört und gesehen hat (…BGH, Urt. v. 24.10.73 - VIII ZR 111/72, NJV 1974, 56 m.w.N.)- Dagegen steht es dem Berufungsgericht frei, ob es einen Zeugen erneut hören will, wenn es seine Aussage lediglich aus objektiven Gründen, also wegen ihres Inhalts, anders als das Landgericht beurteilen will (BGH, Urt. v. 16.3. 72 - VI ZR 29/71, VersR 1972, 951).