Source: https://www.sg.ch/recht/handelsregister-notariate/amtsnotariate/guetergemeinschaft.html
Timestamp: 2020-01-17 21:07:07
Document Index: 77241122

Matched Legal Cases: ['Art. 222', 'Art. 223', 'Art. 224', 'Art. 222', 'Art. 241', 'Art. 242']

Gütergemeinschaft | sg.ch
Das Gesetz umschreibt das Gesamtgut nicht fest. Die Ehegatten können im Ehevertrag vielmehr zwischen der allgemeinen Gütergemeinschaft (Art. 222 Abs. 1 ZGB) und den beschränkten Gütergemeinschaften der Errungenschaftsgemeinschaft (Art. 223 ZGB) und den anderen Güterge-meinschaften wählen (Art. 224 ZGB), In allen drei Fällen ist das Gesamtgut unterschiedlich zusammen gesetzt.
Bei der allgemeinen Gütergemeinschaft umfasst das Ge-samtgut alles Vermögen und alle Einkünfte der Ehegatten mit Ausnahme der Gegenstände, die von Gesetzes wegen Eigengut sind. Insbesondere fallen die Arbeitserwerbe beider Ehegatten, die Leistungen von Personalfürsorgeeinrichtungen und Sozialversicherungen (AHV, Pension, ALV, etc.) sowie Erbschaften, Schenkungen und Erbvorbezüge in das Gesamtgut (Art. 222 ZGB).
Bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung sind zunächst die Eigengüter und das Gesamtgut auszuscheiden. Bei der Auflösung des Güterstandes durch Tod eines Ehegatten oder bei Vereinbarung eines anderen Güterstandes steht jedem Ehegatten – sofern die Ehegatten mittels Ehevertrag keine andere Teilung vereinbart haben - die Hälfte des Ge-samtgutes zu (Art. 241 ZGB). Bei der Auflösung des Güter-standes in den übrigen Fällen (Scheidung, Trennung, Ungültigkeit usw.) nimmt jeder Ehegatte vom Gesamtgut zurück, was unter der Errungenschaftsbeteiligung sein Eigengut wäre. Der Rest des Gesamtgutes fällt den Ehepartner je zur Hälfte zu, soweit mittels Ehevertrag keine andere Teilung vereinbart wurde (Art. 242 ZGB).