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Timestamp: 2020-08-12 21:53:07
Document Index: 316811801

Matched Legal Cases: ['§ 303', '§ 301', '§ 304', '§ 305', '§ 297', '§ 306', '§ 6', '§ 314', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 293', '§ 267', '§ 267', '§ 267', '§ 266', '§ 274', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 285', '§ 274', '§ 306', '§ 306', '§ 274', '§ 238', '§ 266', '§ 274', '§ 274', '§ 306', '§ 274', '§ 246', '§ 267', '§ 274', '§ 274', '§ 8', '§ 4', '§ 274', '§ 274', '§ 306', '§ 274']

Bertram/Brinkmann/Kessler/Müller, Haufe HGB Bilanz Komme ... / 1.2 Normenzusammenhang
Rz. 7 Die SchuldenKons gem. § 303 HGB ist – wie die KapKons gem. § 301 HGB, die Behandlung der Zwischenergebnisse gem. § 304 HGB und die Aufwands- und ErtragsKons gem. § 305 HGB – eine Folge des in § 297 Abs. 1 Satz 1 HGB verankerten Einheitsgrundsatzes. Sofern Forderungen und Schulden erfolgswirksam konsolidiert werden, können latente Steuern i. S. d. § 306 HGB anfallen; de...mehr
Bertram/Brinkmann/Kessler/Müller, Haufe HGB Bilanz Komme ... / 3.1 Grundlagen
Rz. 16 Bei der Kons. von konzerninternen Kreditverhältnissen, die sich wenigstens in einer Bilanz eines einzubeziehenden Unt niedergeschlagen haben, ist zwischen einer erfolgsneutralen und einer erfolgswirksamen SchuldenKons zu unterscheiden. Stehen sich die eliminierungspflichtigen Ansprüche und Verpflichtungen betragsgleich gegenüber, führt ihre Kons. zu einer erfolgsneutr...mehr
Aus dem Schrifttum (Zeitschriftenbeiträge aus Mai und Ju ... / 2.53 Latente Steuern
Atilgan, Latente Steuern bei kleinen und mittelständischen Unternehmen am Praxisfall einer § 6b-Rücklage Darstellung und Berechnung, StuB 10/2020, S. 365; Bense, Über die vermeintliche Zulässigkeit der grenzüberschreitenden Aktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge - Eine weitere wundersame Eigenkapitalvermehrung? StuB 11/2020, S. 422; Dawo, Latente Steuern ...mehr
Konzernanhang / 3.8.6 Latente Steuern
Rz. 72 Nach § 314 Abs. 1 Nr. 21 HGB sind die Gründe dafür anzugeben, auf welchen Differenzen oder steuerlichen Verlustvorträgen die latenten Steuern beruhen und mit welchen Steuersätzen die Bewertung erfolgt ist. Dabei beschränkt sich die Angabepflicht nicht nur auf die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Positionen. Vielmehr erwartet der Gesetzgeber, dass gerade wegen der nu...mehr
Aus dem Schrifttum (Zeitschriftenbeiträge aus Mai und Ju ... / 2.63 Rücklagen
Atilgan, Latente Steuern bei kleinen und mittelständischen Unternehmen am Praxisfall einer § 6b-Rücklage Darstellung und Berechnung, StuB 10/2020, S. 365.mehr
Aus dem Schrifttum (Zeitschriftenbeiträge aus Mai und Ju ... / 2.19 Deutsche Rechnungslegungs Standards
Deubert/Lewe, Praxisfragen zur Erstanwendung des DRS 26, BB 27/2020, S. 1512; Müller/Reinke/Scheid, Behandlung von latenten Steuern im handelsrechtlichen Konzernabschluss – DRSC veröffentlicht E-DRÄS 11, DStR 2020, S. 402.mehr
Aus dem Schrifttum (Zeitschriftenbeiträge aus Mai und Ju ... / 2.8 Auslandskapitalgesellschaft
Bense, Über die vermeintliche Zulässigkeit der grenzüberschreitenden Aktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge - Eine weitere wundersame Eigenkapitalvermehrung? StuB 11/2020, S. 422.mehr
Rz. 12 Bezüglich der Ausgestaltung der Informationen unterscheidet der Gesetzgeber verschiedene qualitativ differierende Berichterstattungskategorien, wie Angaben, Begründungen und Darstellungen. Angaben sind dabei als grundlegende Anforderungen an die Berichterstattung im Sinne von "Angabe aufnehmen" zu verstehen und können mit der ebenfalls verwendeten Formulierung "Hinwei...mehr
Aus dem Schrifttum (Zeitschriftenbeiträge aus Mai und Ju ... / 2.13 Bilanzanalyse
Antonakopoulos/Mewes, Auswirkungen der Einführung von IFRS 15 - Analyse der Abschlüsse der DAX 30 und S-DAX Unternehmen, PiR 6/2020, S. 193; Beyersdorf, Mehr Einblick in die Ertragslage nach IFRS? ED/2019/7 "General Presentation and Disclosures" des IASB, WPg 10/2020, S. 561; Canipa-Valdez/Asberger, Empirische Erkenntnisse zu den IFRS 15-Umstellungseffekten bei Pharmaunternehm...mehr
Rz. 26 Besonders die Konzernbilanzierung ist im Vergleich zum Einzelabschluss bezüglich der angewandten Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu beschreiben, um die Darstellung des Konzernabschlusses verständlich zu machen. Absicht des Gesetzgebers ist die Angabe und ggf. Beschreibung der konkret angewandten Methoden im Konzernabschluss. Neben der Darstellu...mehr
Frotscher/Geurts, EStG § 7g Investitionsabzugsbeträge un ... / 4.1 Ausgestaltung der Sonderabschreibung (§ 7g Abs. 5 EStG)
Rz. 80 Die Sonderabschreibung ist für Investitionen ab dem 1.1.2008 analog den Vorschriften über den Investitionsabzugsbetrag z. B. auch für gebrauchte Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens zulässig und unabhängig von einer vorherigen Inanspruchnahme eines Investitionsabzugsbetrags. Unabhängig davon, ob ein Stpfl. für ein tatsächlich angeschafftes oder hergestelltes Wirtschaft...mehr
Bertram/Brinkmann/Kessler/Müller, Haufe HGB Bilanz Komme ... / 3 Bilanzsumme (Abs. 2)
Rz. 23 Der neue § 293 Abs. 2 HGB dient der Klarstellung, dass die Definition der Bilanzsumme in § 267 Abs. 4a HGB auch auf Konzernabschlüsse entsprechend anzuwenden ist. § 267 Abs. 4a HGB legt – gegenüber der Altregelung in § 267 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2 Nr. 1 HGB aF inhaltlich unverändert – fest, dass sich die Bilanzsumme aus den Posten A–E des § 266 Abs. 2 HGB zusammensetzt...mehr
Steuerlich ist zwingend eine Nutzungsdauer von 15 Jahren anzusetzen. Wenn sich ein Nutzungszeitraum von 15 Jahren für Zwecke des Handelsrechts nicht begründen lässt, fallen die Abschreibungszeiträume auseinander. Konsequenz ist, dass sich auch beim Bilanzansatz unterschiedliche Werte ergeben. Weil der Wertansatz in der Handelsbilanz niedriger ist, sind zum Ausgleich latente ...mehr
Rückstellungen nach HGB und EStG/KStG / 5.2.4 Latente Steuern
Rz. 41 Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften haben gemäß § 274 HGB latente Steuern anzusetzen für Differenzen, die sich aus den Unterschieden zwischen den Wertansätzen nach HGB und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen ergeben. Ein für die Praxis bedeutsames Beispiel für die Notwendigkeit zur Bildung latenter Steuern sind die Bewertungsunterschiede der Pensi...mehr
Rz. 56 Unternehmen, die ihren Gewinn nach § 4 Abs. 1 EStG, § 5 EStG oder § 5a EStG ermitteln, haben gem. § 5b EStG die Verpflichtung, den Inhalt der Bilanz sowie der GuV-Rechnung nach amtlich vorgeschriebenen Datensatz – das ist die sog. Taxonomie – der Finanzverwaltung durch Datenfernübertragung zu übermitteln. Das Datenschema umfasst ein Stammdaten-Modul ("GCD-Modul") und ...mehr
Rückstellungen nach HGB und EStG/KStG / 5.3.2 Drohverlustrückstellungen
Rz. 45 Folgende Gesichtspunkte zur Abgrenzung der Verbindlichkeitsrückstellungen von den Drohverlustrückstellungen: Verbindlichkeitsrückstellungen stehen im Zusammenhang mit vergangenen, Verlustrückstellungen dagegen mit künftigen Ereignissen; Verbindlichkeitsrückstellungen berücksichtigen die Vergangenheit, Verlustrückstellungen hingegen die Zukunft. Verbindlichkeitsrückste...mehr
Rz. 54 Nach § 285 Nr. 24 HGB sind im Anhang zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen anzugeben: das angewandte versicherungsmathematische Berechnungsverfahren sowie die grundlegenden Annahmen der Berechnung, wie Zinssatz, erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen und zugrunde gelegte Sterbetafeln. Für sog. Altzusagen, d. h. bis Ende 1986 begründete Pensi...mehr
Abschreibung, degressiv / 6.2 Auswirkung auf die in der Handelsbilanz auszuweisenden latenten Steuern
Gem. § 274 HGB werden latente Steuern aus der Differenz der unterschiedlichen Wertansätze in der Handels- und in der Steuerbilanz ermittelt (bilanzorientierter Ausweis). Sofern der Wertansatz in der Handelsbilanz den Wert in der Steuerbilanz übersteigt, ist in Zukunft mit steuerlichen Mehrbelastungen zu rechnen. In diesem Fall sind passivische latente Steuern (in der Handelsb...mehr
Abschreibung, degressiv / 2 Praxis-Beispiel für Ihre Buchhaltung:
Der Unternehmer Herr Huber hat am 1.1.2020 zwei Maschinen und eine Produktionssteuerungssoftware mit folgenden Daten angeschafft: Nach Wiedereinführung der degressiven Abschreibung für bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, die in den Ge...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 4.3 Nichtansatz latenter Steuern
Rz. 51 Soweit ein Aktivüberhang gegeben ist, besteht das Wahlrecht des Nichtansatzes latenter Steuern. Das Wahlrecht beschränkt sich allerdings nur auf den Überhang. Insofern sind aktive latente Steuern bis zur Höhe der passiven latenten Steuern anzusetzen. Ein Nichtansatz der vollständigen aktiven latenten Steuern ist unzulässig. Wird von dem Wahlrecht des Nichtansatzes des...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 6 Latente Steuern im Konzern
Rz. 74 Die maßgebliche Rechtsnorm zur Bilanzierung latenter Steuern im Konzern ist § 306 HGB. Durch den Verweis in § 306 Satz 5 HGB auf § 274 HGB gelten die Vorschriften des Jahresabschlusses auch für den Konzernabschluss. Rz. 75 Bedingt durch die Bewertungs- und Bilanzierungsvorschriften des HGB für Konzernabschlüsse und der damit einhergehenden Vorgehensweise, können Differ...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 10 Weiterführende Literatur
Adler/Düring/Schmaltz [ADS], Rechnungslegung und Prüfung der Unternehmen, Kommentar, 7. Aufl., Stuttgart 2011 Beck’scher Bilanz-Kommentar [Beck Bil-Komm.], Handels- und Steuerbilanz §§ 238 bis 339, 342 bis 342e HGB mit IFRS-Abweichungen, 11. Aufl., München 2018 Claußen/Steinbach, Die Bilanzierung latenter Steuern bei Unternehmen in der Krise. DStR 2013, S. 2409 Haufe HGB-Kommen...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 7 Gruppenbesteuerung
Rz. 86 Latente Steuern können auch bei Gruppenbesteuerungssystemen (in Deutschland als Organschaften bekannt) entstehen, wobei die Bilanzierung rechtlich nicht geregelt ist. In der Praxis haben sich daher 2 Verfahren zur Abbildung latenter Steuern herausgebildet: Formaler Ansatz Der formale Ansatz trägt dem Aspekt der Steuerschuldnerschaft Rechnung. Latente Steuern werden nur ...mehr
Rz. 43 Die unterschiedlichen Wertansätze in der Handels- und Steuerbilanz führen in letzter Konsequenz zu einem unterschiedlichen Gewinnausweis. Da der in der Handelsbilanz auszuweisende Steueraufwand auf der Steuerberechnung des zu versteuernden Einkommens (Grundlage Steuerbilanz!) basiert, kommt es in der Konsequenz zu einem Missverhältnis in der Handelsbilanz zwischen Gew...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 5 Ausweisfragen
Rz. 66 Der Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ist im Bilanzgliederungsschema des § 266 Abs. 2 HGB geregelt. Demnach sind aktive und passive latente Steuern als gesonderte Posten in der Bilanz zu zeigen, jeweils nach den Rechnungsabgrenzungsposten. Rz. 67 Für den Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz besteht ein doppeltes Wahlrecht aufgrund der Gesamtdifferenzenbetrac...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 2.1 Normenzusammenhang
Rz. 3 Kodifiziert ist die handelsrechtliche Bilanzierung latenter Steuern im Wesentlichen in den §§ 274 und 306 HGB. Dabei erfolgt eine Rollenteilung beider Paragraphen. § 274 HGB beinhaltet die wesentlichen Vorschriften zur Bilanzierung latenter Steuern, wie sie im Einzelabschluss eines Unternehmens anzuwenden sind. Darauf aufbauend enthält § 306 HGB weiterführende Vorschri...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 4.2 Ansatz
Rz. 48 Für die berechneten latenten Steuern gelten die allgemeinen Ansatzvorschriften des § 274 Abs. 1 HGB. Aktive und passive latente Steuern werden im Rahmen der Gesamtdifferenzenbetrachtung zusammengefasst und als ein Posten ausgewiesen. Insofern greift das Saldierungsverbot des § 246 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht für latente Steuern. Aktive latente Steuern sind mit passiven la...mehr
1 Einleitung Rz. 1 Die Vorschriften zur Bilanzierung latenter Steuern wurden erstmalig mit dem BiRiLiG vom 19.12.1985 eingeführt. Konzeptionell basierten diese Vorschriften auf dem Timing-Konzept. Mit dem BilMoG vom 25.5.2009 erfuhr die bis dahin übliche Praxis zur Bilanzierung latenter Steuern eine erhebliche Überarbeitung. Zum einen erfolgte eine Abkehr von dem Timing-Konze...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 2.2 Anwendungsbereich
Rz. 5 Die Bilanzierung latenter Steuern ist rechtsformspezifisch zu betrachten. Rz. 6 Die Bilanzierungspflicht latenter Steuern erstreckt sich generell auf mittelgroße und große Kapitalgesellschaften. Kleine Gesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 1 HGB sind von der Pflicht zur Bilanzierung latenter Steuern gem. § 274a Nr. 4 HGB befreit. Aufgrund des für sie bestehenden Anwendungs...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 3.1 Ursachen von Differenzen
Rz. 11 Die Ursachen zur Entstehung latenter Steuern sind vielfältig. Obwohl es sich lediglich um Differenzen zwischen Handelsrecht und Steuerrecht handelt, die bewertet und bilanziell abgebildet werden, erfordert die Bilanzierung latenter Steuern eine genaue Betrachtung der Differenzenursachen. Generell lassen sich die Ursachen in 3 Kategorien einteilen: steuerbedingte Ursach...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 1 Einleitung
Rz. 1 Die Vorschriften zur Bilanzierung latenter Steuern wurden erstmalig mit dem BiRiLiG vom 19.12.1985 eingeführt. Konzeptionell basierten diese Vorschriften auf dem Timing-Konzept. Mit dem BilMoG vom 25.5.2009 erfuhr die bis dahin übliche Praxis zur Bilanzierung latenter Steuern eine erhebliche Überarbeitung. Zum einen erfolgte eine Abkehr von dem Timing-Konzept hin zur i...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 9 IFRS
Rz. 98 Rechtsgrundlage zur Bilanzierung latenter Steuern nach den IFRS bildet IAS 12. Der Standard regelt umfassend die Bilanzierung von Steuern, also auch die Bilanzierung von Ertragsteuern. Grundlage für latente Steuern bildet das Temporary-Konzept, das in Form der Liability-Methode in den IFRS implementiert ist. Rz. 99 Mit dem Übergang vom Timing-Konzept auf das Temporary-...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 3.4 Zeitverlauf von Differenzen
Rz. 36 Ein wesentliches Merkmal temporärer Differenzen ist der zeitliche Ausgleich dieser Differenzen. Der Zeitpunkt des Differenzenausgleichs ist zeitlich bestimmbar und orientiert sich an den handels- und steuerrechtlichen Nutzungsdauern des jeweiligen Bilanzpostens. Abb. 3: Latenzverlauf Rz. 37 Im Zeitpunkt des Zugangs können aufgrund unterschiedlicher Bewertungsvorschrifte...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 3 Differenzen
Rz. 10 Die Bilanzierung latenter Steuern auf Basis des Temporary-Konzeptes ist vom Ansatz her lediglich eine Steuerabgrenzung auf Basis eines Bilanzvergleiches, um Posten des handelsrechtlichen Bilanzansatzes im Einklang mit deren steuerrechtlichen Wertansätzen zu bringen. Die daraus resultierenden unterschiedlichen Wertansätze führen zu Differenzen, die sich über die Laufze...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 4.4 Sonderfälle
Rz. 52 Neben dem Ansatz latenter Steuern aufgrund von Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichem Ansatz können sich Ansatzpflichten aufgrund steuerlicher Effekte ergeben, die handelsrechtlich einen Vermögensvorteil darstellen. Diese sind gem. § 274 Abs. 1 HGB zu bilanzieren, um im Jahresabschluss eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Ver...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 4.4.2 Zinsvorträge
Rz. 62 Analog den steuerlichen Verlustvorträgen für Körperschaft- und Gewerbesteuer können Zinsvorträge aus der Zinsschranke des § 8a KStG und des § 4h EStG eine Aktivierung latenter Steuern auslösen. Die Zinsschranke ist im Prinzip nur eine Beschränkung des Abzugs von Zinsaufwendungen als Betriebsausgaben. Nicht als Betriebsausgaben abzugsfähige Zinsaufwendungen dürfen vorg...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 4 Ansatz und Bewertung
4.1 Berechnung und Bewertung Rz. 43 Die unterschiedlichen Wertansätze in der Handels- und Steuerbilanz führen in letzter Konsequenz zu einem unterschiedlichen Gewinnausweis. Da der in der Handelsbilanz auszuweisende Steueraufwand auf der Steuerberechnung des zu versteuernden Einkommens (Grundlage Steuerbilanz!) basiert, kommt es in der Konsequenz zu einem Missverhältnis in de...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 2 Rechtsgrundlagen
2.1 Normenzusammenhang Rz. 3 Kodifiziert ist die handelsrechtliche Bilanzierung latenter Steuern im Wesentlichen in den §§ 274 und 306 HGB. Dabei erfolgt eine Rollenteilung beider Paragraphen. § 274 HGB beinhaltet die wesentlichen Vorschriften zur Bilanzierung latenter Steuern, wie sie im Einzelabschluss eines Unternehmens anzuwenden sind. Darauf aufbauend enthält § 306 HGB w...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 3.2 Arten von Differenzen
Rz. 22 Alle Differenzen, gleich welcher Ursachen, lassen sich in 3 Arten klassifizieren: permanente Differenzen, quasipermanente Differenzen, temporäre Differenzen. Rz. 23 Permanente Differenzen stellen sich dann ein, wenn sich die Differenzen zwischen Handels- und Steuerrecht aufgrund der Rechnungslegungsvorschriften bzw. steuerlicher Ansatzvorschriften nicht mehr auflösen. Da ...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 4.4.3 Steuergutschriften
Rz. 65 Steuergutschriften sind fiskalpolitische Instrumente zur Förderung bzw. zur Erreichung politischer, sozialer oder ökonomischer Ziele. Sie führen regelmäßig zu einer Reduzierung der Steuerschuld. Entfalten Steuergutschriften längerfristige, über das Geschäftsjahr hinausgehende Effekte, können die erwarteten Effekte aus Steuergutschriften, analog den Verlust- und Zinsvo...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 3.1.2 Strukturbedingte Ursachen
Rz. 15 Strukturbedingte Ursachen von Differenzen kommen regelmäßig in Konzernen vor. Sie entstehen, wenn für einen Bilanzposten handelsrechtliche Bilanzansätze mit steuerlichen Bilanzansätzen über mehrere Ebenen verglichen werden müssen. Dies ist dann regelmäßig der Fall, wenn Bilanzposten des Einzelabschlusses für den Konzernabschluss handelsrechtlich anders zu bewerten ode...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 4.4.1 Verlustvorträge
Rz. 53 Die Pflicht zur Bilanzierung steuerlicher Verlustvorträge ergibt sich aus § 274 Abs. 1 Satz 4 HGB. Dabei erfolgt eine Begrenzung der Verlustverrechnung auf einen Zeitraum von 5 Jahren lt. Wortlaut des Gesetzes. Somit dürfen lediglich aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe der erwarteten Verlustverrechnung aktiviert werden. Darüber hinaus vorhan...mehr
Latente Steuern im Einzelabschluss und Konzernabschluss / 3.1.1 Steuerbedingte Ursachen
Rz. 12 Steuerbedingte Ursachen von Differenzen haben ihren Ursprung in handels- und steuerrechtlichen Bewertungsvorschriften, die einen vom Handelsrecht abweichenden steuerlichen Bilanzansatz ergeben. Diese Vorschriften können sich dabei sowohl auf einen handelsrechtlichen Bilanzposten als auch auf andere handelsrechtliche Sachverhalte beziehen. Für diese handelsrechtlichen ...mehr