Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F22-10-2002-1A-86-2002
Timestamp: 2016-10-22 09:02:28
Document Index: 121451425

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 97', 'Art. 5', 'Art. 98', 'Art. 103', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 32', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 32', 'Art. 7', 'Art. 14', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 20', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 20', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 156', 'Art. 159']

1A.86/2002 (22.10.2002)
1A.86/2002 /pai
Gemeindeverband f�r Kehrichtbeseitigung Region Aarau-Lenzburg (GEKAL), Postfach 57, 5033 Buchs AG,
Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Dr. Guido Fischer, Frey-Heros�-Strasse 20, Postfach, 5001 Aarau,
Gemeinderat Buchs, 5033 Buchs AG,
Gemeinderat Suhr, 5034 Suhr,
Sanierung der Deponie "Im Lostorf",
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 3. Kammer, vom 28. Januar 2002.
Im Gebiet "Lostorf", auf der Gemeindegrenze zwischen Buchs und Suhr, wurde seit den 50er Jahren Kies abgebaut und in den ausgebeuteten Kiesgruben ab 1960 Kehricht abgelagert. Seit 1973 betreibt der Gemeindeverband Kehrichtbeseitigung Region Aarau-Lenzburg (GEKAL) auf der Parzelle Nr. 1079 der Ortsb�rgergemeinde Buchs eine regionale Kehrichtverbrennungsanlage. Die R�ckst�nde der Kehrichtverbrennung (Schlacken) wurden auf der Parzelle Nr. 1079 sowie der Parzelle Nr. 1967 der Ortsb�rgergemeinde Suhr abgelagert.
Seit 1983 fanden im Umfeld der Deponie Untersuchungen des Grundwassers statt (Voruntersuchung 1983-1984; erweiterte Untersuchung 1985-1987; �berwachung der Emissionen 1988-1992). Es wurde festgestellt, dass von der Deponie eine Grundwasserverunreinigung ausging, insbesondere im n�rdlichen Abstr�mbereich der Deponie bis zum geplanten Grundwasserschutzareal "Suret". Daraufhin beschloss der Regierungsrat am 2. Juni 1993:
"1. Es wird festgestellt, dass die Deponie Lostorf bez�glich der Emissionen ins Grundwasser zu sanieren ist.
2. Haftpflichtig sind der Gemeindeverband f�r Kehrichtbeseitigung Region Aarau-Lenzburg (GEKAL), die Kiesabbauunternehmen Gysi AG, Rohr und Keiser AG, Buchs, sowie die Ortsb�rger- und Einwohnergemeinden Buchs und Suhr.
F�r die Ausf�hrung der Sanierungsarbeiten wird der GEKAL verpflichtet. Die anderen Haftpflichtigen haben ihre Anteile an ihn zu entrichten. Im Streitfalle setzt der Kanton die Verpflichtung durch und bezahlt die Anteile an den GEKAL weiter.
3. F�r die Untersuchung, �berwachung und Sanierung der Deponie gilt folgende Finanzierungsverpflichtung: (...)
4.2. Der Kanton bestimmt gest�tzt auf die Erfolgskontrolle den Zeitpunkt der Beendigung des Sanierungsbetriebes".
Die Sanierung sollte mittels Schutzbrunnen erfolgen, die das nach Norden fliessende belastete Grundwasser abpumpen und so den Gew�sserschutzbereich Suret im Aaretal sch�tzen. Ziel der Sanierung war die Reduzierung der Emissionen und Restfl�sse aus der Deponie auf ein umweltvertr�gliches Mass; hierf�r sollte die Fracht der Schadstoffe, welche aus dem Deponieareal ins n�rdliche Grundwassergebiet infiltriert, auf rund einen Viertel bis einen F�nftel abgesenkt werden.
In der Folge wurden vier Schutzbrunnen (F�rderbrunnen FB-1 bis FB-4) am Nordrand der Deponie erstellt und am 30. Mai 1994 in Betrieb genommen. Die Dr. Heinrich J�ckli AG erstattete am 7. Juli 1995 einen Bericht �ber die Pumpversuche und das erste Betriebsjahr. Dieser Bericht wurde von der CSD Colombi Schmutz Dorte AG (heute: CSD Ingenieure und Geologen AG) �berpr�ft. Die CSD gelangte zum Schluss, dass gegen Norden ein Schadstoffausfluss aus der Altlast westlich von Brunnen FB-4 erfolge; auch in s�dlicher Abstr�mrichtung erfolge ein Schadstoffaustrag aus der Altlast und - zu einem kleinen Teil - aus der Schlackendeponie im "Kompartiment R1".
Daraufhin beschlossen die Gemeinder�te Buchs und Suhr am 19. August 1996:
"1. Der GEKAL hat innert 3 Monaten nach Erlangung der Rechtskraft dieses Beschlusses ein erg�nztes Konzept f�r die Sicherung und �berwachung der Altlast vorzulegen.
2. Dieses Konzept ist durch die Expertengruppe zu pr�fen und den Gemeinder�ten zur Genehmigung vorzulegen.
3. Die Vorgaben f�r das erg�nzte Konzept sind:
- die Erfassung des n�rdlichen Abstr�mbereichs zusammen mit dem westlichen Altlastteil
- der Einbezug der Etappe R1 in das Sanierungskonzept
- die Schaffung einer �berwachungsm�glichkeit (z.B. durch Beobachtungsbrunnen) im s�dlichen Abstr�mbereich.
4. Die Sanierung ist nach Genehmigung des Konzeptes innert 6 Monaten zu vollziehen.
5. Die Resultate des Schutzbrunnenbetriebs und der �berwachung sind vom GEKAL j�hrlich in einem zusammenfassenden Bericht zu Handen der Gemeinden Buchs und Suhr sowie des Kantonalen Baudepartements darzustellen.
6. Feststellungen �ber wesentliche Ver�nderungen der Wassermengen, -spiegel und der hydrochemischen Verh�ltnisse sind unverz�glich den unter Punkt 5 erw�hnten Stellen anzuzeigen.
7. Die Gemeinden �bernehmen keine Kosten f�r die erg�nzenden Sanierungsmassnahmen".
Gegen diese Verf�gung erhob der GEKAL am 5. September 1996 Verwaltungsbeschwerde an den Regierungsrat. Dieser hob am 23. Juni 1999 Ziff. 7 der angefochtenen Verf�gung wegen fehlender Zust�ndigkeit auf und formulierte Ziff. 2 von Amtes wegen wie folgt neu:
"Dieses Konzept ist dem Baudepartement zur Genehmigung vorzulegen. Die Gemeinder�te Buch und Suhr sind vor der Genehmigung anzuh�ren."
Im �brigen best�tigte er den angefochtenen Entscheid
Gegen den Entscheid des Regierungsrats erhob der GEKAL am 6. September 1999 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau. Das Verwaltungsgericht f�hrte am 28. Januar 2002 eine Verhandlung mit Augenschein durch und h�rte die Beteiligten sowie drei Vertreter des Baudepartements (Abteilung Umweltschutz, Sektion Abf�lle und Altlasten, Sektion Grundwasser und Boden) als Fachstellen sowie Dr. Daniel Frey von der Dr. J�ckli AG und Dr. Benjamin M�ller von der CSD Ingenieure und Geologen AG als fachkundige Auskunftspersonen an. Gleichentags erliess es folgenden Entscheid:
"1. Im Sinne eines Teilentscheids wird festgestellt, dass die gesamte Deponie "Im Lostorf" Gegenstand der Sanierung bildet.
2. Der Beschwerdef�hrer hat innert drei Monaten seit Rechtskraft dieses Entscheides durch die B�ros Dr. Heinrich J�ckli AG, Baden, und CSD Ingenieure und Geologen AG, Aarau, einen gemeinsamen Voruntersuchungsbericht (historische Untersuchung) gem�ss Art. 7 Abs. 2 AltV samt Pflichtenheft (Art. 7 Abs. 3 AltlV) erstellen zu lassen und dem Verwaltungsgericht diese Unterlagen, begleitet von einem Mitbericht des Baudepartments (Abteilung Umweltschutz), einzureichen.
3. �ber die Verfahrens- und Parteikosten wird im noch zu f�llenden Endentscheid befunden".
Gegen diesen "Teilentscheid" erhob der GEKAL am 10. April 2002 Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht. Er beantragt, der Entscheid des Verwaltungsgerichts sei aufzuheben und es sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Verwaltungsgericht beantragt, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen. Die Gemeinder�te von Buchs und von Suhr haben auf eine Vernehmlassung verzichtet. Das BUWAL kommt in seiner Stellungnahme vom 9. Juli 2002 zum Ergebnis, dass der angefochtene Vorentscheid mit dem Umweltrecht des Bundes im Einklang stehe. Das Baudepartement des Kantons Aargau schliesst sich der Stellungnahme des BUWAL an. Den Beteiligten wurde Gelegenheit gegeben, sich zur Vernehmlassung des BUWAL zu �ussern.
1.1 Angefochten ist ein Entscheid des Verwaltungsgerichts als letzte kantonale Instanz, der sich im Wesentlichen auf Bundesumweltrecht st�tzt. Hiergegen steht grunds�tzlich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht offen (Art. 97 Abs. 1 OG i.V.m. Art. 5 VwVG; Art. 98 lit. g OG). Der Beschwerdef�hrer wird durch den angefochtenen Entscheid zur Erstellung eines Voruntersuchungsberichts hinsichtlich der gesamten Deponie "Im Lostorf" verpflichtet und ist somit zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde berechtigt (Art. 103 lit. a OG).
1.2 Fraglich ist allerdings, ob es sich bei dem als "Teilentscheid" bezeichneten Urteil des Verwaltungsgerichts nicht um einen Zwischenentscheid handelt, der innert zehn Tagen seit seiner Er�ffnung h�tte angefochten werden m�ssen (Art. 106 Abs. 1 OG). Der in Disp.-Ziff. 2 angeordnete Voruntersuchungsbericht dient der Abkl�rung, ob weitere Sicherungs- und �berwachungsmassnahmen erforderlich sind, wie sie die Gemeinder�te Buchs und Suhr in ihrer Verf�gung vom 19. August 1996 angeordnet hatten (vgl. angefochtener Entscheid E. 3c/cc S. 24). Er soll das Verwaltungsgericht in die Lage versetzen, �ber die Durchf�hrung allf�lliger weiterer Untersuchungsmassnahmen zu entscheiden (a.a.O., S. 25). Insofern ist Disp.-Ziff. 2 vergleichbar mit einer Instruktionsverf�gung des Gerichts, die zweifellos eine Zwischenverf�gung darstellen w�rde. Andererseits l�sst sich argumentieren, dass dem Beschwerdef�hrer durch den angefochtenen Entscheid bereits ein Teil der Untersuchungspflichten, die Gegenstand der Verf�gung vom 19. August 1996 waren, endg�ltig auferlegt wird und insoweit bereits teilweise - hinsichtlich der Voruntersuchungspflicht - �ber die Beschwerde entschieden worden ist. Hinzu kommt, dass Disp.-Ziff. 1 eine Feststellung �ber den Gegenstand der Sanierung und damit eine Vorentscheidung f�r das gesamte weitere Sanierungsverfahren enth�lt. Insoweit l�sst sich der Entscheid tats�chlich als "Teilentscheid" verstehen, der praxisgem�ss wie ein Endentscheid anfechtbar ist, d.h. mit einer Beschwerdefrist von 30 Tagen (vgl. BGE 120 Ib 97 E. 1b S. 99; 115 Ib 342 E. 1 S. 344 je mit Hinweisen).
1.3 Der rechtserhebliche Sachverhalt ergibt sich mit gen�gender Klarheit aus den Akten. Auf den beantragten Augenschein kann daher verzichtet werden.
In Disp.-Ziff. 1 stellte das Verwaltungsgericht fest, dass die gesamte Deponie "Im Lostorf" Gegenstand der Sanierung sei. Der Beschwerdef�hrer r�gt, der Umfang der "Deponie Lostorf" sei unklar; diese umfasse erheblich mehr Land, als die von ihm genutzten Parzellen Nrn. 1079 und 1967. Zum anderen wirft er dem Verwaltungsgericht vor, die Frage, ob angesichts der heutigen Situation die Sanierungsverf�gung vom 2. Juni 1993 erf�llt sei oder nicht, bereits zu seinen Lasten negativ beantwortet zu haben.
2.1 Zun�chst ist die Bedeutung der angefochtenen Feststellung zu ermitteln. Hierf�r ist Disp.-Ziff. 1 auszulegen, unter R�ckgriff auf die Erw�gungen des Verwaltungsgerichts und die Eingaben der Parteien im verwaltungsgerichtlichen Verfahren.
In seiner Beschwerde ans Verwaltungsgericht hatte der Beschwerdef�hrer die Auffassung vertreten, die regierungsr�tliche Sanierungsverf�gung von 1993 umfasse nicht die gesamte Deponie "Im Lostorf", sondern nur jenen Teil des Deponieareals, aus dem eine Verfrachtung ins n�rdliche Grundwassergebiet stattfinde, d.h. nur den Teil des n�rdlichen Hauptabstr�mbereichs zwischen den vier Schutzbrunnen. Das Verwaltungsgericht vertritt dagegen im angefochtenen Entscheid (E. 2c S. 13 f.) die Auffassung, Disp.-Ziff. 1 des RRB 1993 bringe unmissverst�ndlich die Sanierungsbed�rftigkeit der Deponie als Ganzes zum Ausdruck, jedenfalls bez�glich der Emissionen ins Grundwasser. Zwar seien aufgrund der damals vorliegenden Untersuchungsergebnisse Sanierungsmassnahmen im zur Hauptsache betroffenen nord�stlichen Bereich der Deponie anhand genommen worden. Ziel der Sanierung sei es jedoch gewesen, die Emissionen und Restfl�sse aus der Deponie sobald als m�glich auf ein umweltvertr�gliches Mass zu reduzieren. Dies setze voraus, dass die zu seiner Erreichung getroffenen Anordnungen ge�ndert oder erweitert werden k�nnten. Das Verwaltungsgericht kommt deshalb zum Ergebnis, dass Gegenstand der Sanierungsverf�gung 1993 die Deponie "Im Lostorf" als solche sei und nicht lediglich eine beschr�nkte Fl�che im n�rdlichen Abstr�mbereich bei den bestehenden Schutzbrunnen. Dies hielt es, im Sinne eines Teilentscheids, in Disp.-Ziff. 1 fest.
Aus diesen Erw�gungen ergibt sich klar, dass es in Disp.-Ziff. 1 weder um eine parzellenscharfe Abgrenzung des Sanierungsgebiets geht noch um die Frage, ob die 1993 angeordneten Sanierungsmassnahmen das Sanierungsziel bereits erreicht haben oder nicht. Es geht vielmehr darum, den �rtlichen Anwendungsbereich der Sanierungsverf�gung des Regierungsrats von 1993 zu kl�ren, der Grundlage und Rahmen allf�lliger weiterer Sanierungsverf�gungen darstellt, und zugleich den Umfang der in Disp.-Ziff. 2 angeordneten Voruntersuchung zu pr�zisieren, d.h. klarzustellen, dass sich die Voruntersuchung auf s�mtliche Teile der Deponie beziehen muss, namentlich auch auf deren westlichen und s�dlichen Teil, und nicht nur auf die Fl�che im n�rdlichen Abstr�mbereich bei den bestehenden Schutzbrunnen (vgl. auch die Aussagen des Pr�sidenten des Verwaltungsgerichts im Protokoll der Verhandlung vom 28. Januar 2002 S. 8, 31 und 44).
2.2 Bei diesem Verst�ndnis des fraglichen Teilentscheids erweisen sich die Disp.-Ziff. 1 betreffenden R�gen des Beschwerdef�hrers als unbegr�ndet. Insbesondere konnte das Verwaltungsgericht beim jetzigen Stand des Verfahrens, vor Durchf�hrung der angeordneten Voruntersuchung, keine pr�zise Abgrenzung der sanierungsbed�rftigen Altlast vornehmen, deren genauer Umfang ja erst durch die Voruntersuchung und allf�llige weitere Untersuchungen ermittelt werden soll. Soweit der Beschwerdef�hrer weiter geltend macht, die geographische Ausdehnung der Deponie k�nne schon dem kantonalen Altlastkataster entnommen werden, ist mit dem BUWAL (Vernehmlassung Ziff. 3.1. S. 3) festzuhalten, dass dieses als dynamisches Planungs- und Informationsinstrument laufend zu aktualisieren ist (Pierre Tschannen, USG-Kommentar, N 40 zu Art. 32c; Konrad Baumann, Le cadastre des sites pollu�s, URP 2001 S. 746 f.), also gegebenenfalls an die Ergebnisse der Voruntersuchung angepasst werden muss.
In Disp.-Ziff. 2 des angefochtenen Teilentscheids wird der Beschwerdef�hrer verpflichtet, einen Voruntersuchungsbericht (historische Untersuchung samt Pflichtenheft) gem�ss Art. 7 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 26. August 1998 �ber die Sanierung von belasteten Standorten (Altlasten-Verordnung; AltlV; SR814.680) durch die B�ros Dr. Heinrich J�ckli AG und CSD Ingenieure und Geologen AG erstellen zu lassen.
3.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Verwaltungsgericht sei f�r eine derartige Anordnung nicht zust�ndig gewesen: Die Einleitung des Sanierungsverfahrens mittels Voruntersuchungsberichts h�tte durch die Verwaltungsbeh�rde erfolgen m�ssen. Durch das Vorgehen des Verwaltungsgerichts werde dem Beschwerdef�hrer eine gerichtliche Rechtsmittelinstanz weggenommen.
3.1.1 Der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kommt als ordentlichem Rechtsmittel Devolutiveffekt zu. Das bedeutet, dass das Verwaltungsgericht mit Einlegung des Rechtsmittels zust�ndig wird, sich mit der Streitsache zu befassen und gegebenenfalls einen Entscheid in der Sache zu treffen (BGE 125 V 345 E. 2b/aa S. 348 f.). Gem�ss � 58 des aargauisches Gesetzes �ber die Verwaltungsrechtspflege vom 9. Juli 1968 (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRPG) kann das Verwaltungsgericht, wenn es den angefochtenen Entscheid aufhebt, entweder selbst urteilen oder die Sache zum Erlass einer neuen Verf�gung an die Vorinstanz zur�ckweisen.
3.1.2 Begrenzt wird die Zust�ndigkeit des Verwaltungsgerichts durch den Streitgegenstand. Im vorliegenden Fall ist eine Verf�gung der Gemeinden Buchs und Suhr (in der vom Regierungsrat modifizierten Fassung) angefochten, die den Beschwerdef�hrer zur Vorlage eines erg�nzten Konzepts f�r die Sicherung und �berwachung der Altlast verpflichtet, unter Erfassung des westlichen Altlastteils, der Etappe R1 und mit der Verpflichtung, eine �berwachungsm�glichkeit im s�dlichen Abstr�mbereich zu schaffen. Diese Verf�gung musste das Verwaltungsgericht beurteilen, unter Zugrundelegung der am 1. Juli 1997 in Kraft getretenen neuen Bestimmungen des USG (Art. 32c ff. USG) und der seit dem 1. Oktober 1998 geltenden Altlastenverordnung, die auch auf h�ngige Verfahren anwendbar sind.
Die Erarbeitung eines Sanierungsprojekts setzt voraus, dass die �berwachungs- und Sanierungsbed�rftigkeit des Standorts abgekl�rt (sog. Voruntersuchung, vgl. Art. 7 AltlV) und die Ziele und die Dringlichkeit der Sanierung detailliert ermittelt und bewertet worden sind (sog. Detailuntersuchung, Art. 14 AltlV). Die vom Verwaltungsgericht angeordnete historische Untersuchung (vgl. Art. 7 Abs. 2 AltlV) samt Erstellung des Pflichtenhefts (Art. 7 Abs. 3 AltlV) sind die ersten Phasen der Voruntersuchung und damit die ersten Schritte auf dem Weg zur Erstellung eines Sanierungsprojekts. Dann aber befindet sich der Teilentscheid des Verwaltungsgerichts innerhalb des Streitgegenstands, der bereits vom Regierungsrat beurteilt worden und gegenw�rtig vor dem Verwaltungsgericht h�ngig ist. Insofern wird dem Beschwerdef�hrer keine Gerichtsinstanz "weggenommen". Im �brigen ist darauf hinzuweisen, dass sich der Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers an der Verhandlung vom 28.Januar 2002 ausdr�cklich f�r einen materiellen Entscheid des Verwaltungsgerichts und gegen eine R�ckweisung an den Regierungsrat zu neuem Entscheid ausgesprochen hat (vgl. Protokoll, S. 7).
3.2 Der Beschwerdef�hrer wehrt sich dagegen, als alleiniger Verantwortlicher die Untersuchungshandlungen vornehmen und finanzieren zu m�ssen. Schon im Sanierungsverfahren m�ssten m�glichst alle Beteiligten einbezogen werden. Dazu geh�rten neben den Gemeinden Buchs und Suhr auch der Kanton Aargau als seinerzeitige Bewilligungsbeh�rde. Dies verlange Art. 32d USG.
3.2.1 Art. 32d USG regelt die Kostenpflicht, d.h. die Frage, wer letztlich die Kosten von Massnahmen zur Sanierung von Altlasten tr�gt. Diese Frage ist zu trennen von der in Art. 32c USG und Art. 20 AltlV geregelten Frage der Sanierungs- oder Massnahmepflicht: Danach sind die Untersuchungs- und Sanierungspflichten in erster Linie dem Standortinhaber und nur ausnahmsweise Dritten aufzuerlegen (vgl. dazu Entscheid 1A.214/1999 vom 3. Mai 2000 E. 2e, publ. in URP 2000 590; ZBl 102/2001 536; Pra 2000 166 1008; RDAF 2001 1 650). Dagegen trifft die Kostenpflicht in erster Linie denjenigen, der die Sanierung durch sein Verhalten verursacht hat (Verhaltensst�rer; vgl. Art. 32d Abs. 2 Satz 2 USG). Auf Antrag des Sanierungspflichtigen erl�sst die Beh�rde eine Verf�gung �ber die Kostenverteilung (Art. 32d Abs. 3). Diese umfasst nicht nur die eigentlichen Sanierungskosten, sondern auch die Untersuchungskosten, einschliesslich der Kosten der Voruntersuchung (Entscheid 1A.214/1999, a.a.O., E. 3a).
Im vorliegenden Fall enth�lt der Regierungsratsbeschluss vom 2. Juni 1993 bereits einen Kostenverteilungsschl�ssel. Dieser erging allerdings unter dem Vorbehalt, dass die anteilsm�ssige Ersatzpflicht neu zu beurteilen ist, wenn weitere Sanierungsmassnahmen notwendig werden sollten (Ziff. 5.2.5.). Der Beschwerdef�hrer wurde im Regierungsratsbeschluss vom 23. Juni 1999 (E. 8 S. 7) ausdr�cklich darauf hingewiesen, dass er beim Baudepartement eine Verf�gung �ber die Kostenverteilung verlangen kann, soweit durch die zus�tzlichen Sanierungsmassnahmen weitere Kosten entstehen, die �ber der Kostensumme des Sanierungsbeschlusses von 1993 liegen.
3.2.2 In Disp.-Ziff. 2 des angefochtenen Teilentscheids geht es jedoch nicht um die Kosten- sondern um die Massnahmepflicht, d.h. um die Frage, wer den Voruntersuchungsbericht zu erstellen hat. Zu entscheiden ist deshalb nur, ob der Beschwerdef�hrer zu Recht zur Erstellung des Voruntersuchungsberichts (historische Untersuchung samt Pflichtenheft) verpflichtet worden ist.
Gem�ss Art. 20 Abs. 1 AltlV sind die Untersuchungs-, �berwachungs- und Sanierungsmassnahmen in der Regel von dem Inhaber oder von der Inhaberin eines belasteten Standorts durchzuf�hren. Als Standortinhaber kommen im vorliegenden Fall sowohl der Beschwerdef�hrer in Betracht, der auf einem Teil des ehemaligen Deponiegel�ndes eine Kehrichtverbrennungsanlage betreibt, als auch die Gemeinden Buchs und Suhr, in deren Eigentum die belasteten Grundst�cke stehen, sowie allenfalls auch die Eigent�mer von belasteten Grundst�cken im s�dlichen Teil der Deponie, jenseits der Autobahn. Mit der rechtskr�ftigen Sanierungsverf�gung des Regierungsrats vom 2. Juni 1993 wurde jedoch verbindlich entschieden, dass der Beschwerdef�hrer massnahmepflichtig ist und alle anderen Beteiligten sich lediglich an der Finanzierung der Arbeiten beteiligen. Dieser L�sung stimmten damals alle Beteiligten aus praktischen Gr�nden zu (vgl. E. 2 S. 3 des Regierungsratsbeschlusses). Diese Verf�gung bezieht sich nach der - vom Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht nicht mehr bestrittenen - Auslegung des Verwaltungsgerichts auf die Sanierung der gesamten Deponie "Im Lostorf", also auch auf die hier zu untersuchenden westlichen und s�dlichen Deponieteile. Dann aber war es folgerichtig, den Beschwerdef�hrer - und nur ihn - auch zur Durchf�hrung der Voruntersuchung zu verpflichten.
3.2.3 Der Beschwerdef�hrer ist der Auffassung, die weiteren Beteiligten - die Gemeinden Suhr und Buchs, die Kiesabbauunternehmen, der Kanton Aargau sowie die Grundeigent�mer der s�dlich, jenseits der Autobahn gelegenen Grundst�cke - h�tten mindestens beigeladen werden m�ssen.
Eine Beteiligung aller m�glicherweise Kostenpflichtigen am Sanierungsverfahren ist in der Regel sinnvoll, um zu verhindern, dass allf�llige kostenpflichtige Verursacher im sp�teren Verfahren auf Erlass der Kostenverteilungsverf�gung die Notwendigkeit der Sanierungsmassnahmen gem�ss Sanierungsprojekt bestreiten (vgl. Hans Stutz, Verfahrensfragen bei der Kostenverteilung, URP 2001 S. 810 und Fn. 31; Pierre Tschannen, USG-Kommentar, N 47 zu Art. 32d). Allerdings setzt dies voraus, dass die Identit�t der potentiell Kostenpflichtigen bekannt ist. Im vorliegenden Fall soll erst die Voruntersuchung Aufschluss �ber die im westlichen und s�dlichen Deponieteil vorhandenen Ablagerungen und damit auch �ber die hierf�r Verantwortlichen geben. Immerhin ist davon auszugehen, dass die Gemeinden Suhr und Buchs sowie die im Regierungsratsbeschluss vom 2. Juni 1993 genannten Kiesabbauunternehmen zum Kreis der m�glichen Kostenpflichtigen geh�ren. Die Gemeinden Buchs und Suhr sowie der Kanton Aargau waren bereits als Beschwerdegegnerinnen bzw. als Vorinstanz am Verwaltungsgerichtsverfahren beteiligt, mussten also nicht mehr beigeladen werden. Der Beschwerdef�hrer h�tte die M�glichkeit gehabt, die Beiladung der Kiesabbauunternehmen zu verlangen, hat dies jedoch nicht getan. Eine Verpflichtung des Verwaltungsgerichts, von Amtes wegen m�glicherweise kostenpflichtige Dritte schon im Verfahren betreffend die Massnahmepflicht beizuladen, l�sst sich Art. 32d USG nicht entnehmen (so auch Vernehmlassung des BUWAL, S. 5/6).
Nach dem Gesagten ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten und es sind keine Parteientsch�digungen zuzusprechen (Art. 156 und Art. 159 OG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Gemeinderat Buchs, dem Gemeinderat Suhr, dem Baudepartement des Kantons Aargau und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft schriftlich mitgeteilt.