Source: https://amt-maerkische-schweiz.de/verwaltung/dienstleistungen/dienstleistung.php?id=35&menuid=22&topmenu=7
Timestamp: 2019-05-19 20:42:14
Document Index: 373614319

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 5']

Amt Märkische Schweiz - Bewachungsgewerbe, Erlaubnis nach § 34a GewO b...
Bewachungsgewerbe, Erlaubnis nach § 34a GewO beantragen
Frau M. Dreyer +4933433659-35
Unter dem Begriff der Bewachung im Sinne der Gewerbeordnung (GewO) versteht man die auf den Schutz von Leben oder Eigentum fremder Personen vor Eingriffen Dritter gerichtete Tätigkeit. Die Bewachung erfordert eine aktive Obhutstätigkeit eines Menschen (z. B. durch Beaufsichtigung oder Kontrollen). Bloße Sicherheitseinrichtungen technischer Art stellen keine Obhutstätigkeit dar.
Die Erlaubnis zur Bewachung kann einer natürlichen oder juristischen Person erteilt werden. Bei Personengesellschaften (z. B. OHG, KG) ist jeder geschäftsführende Gesellschafter Gewerbetreibender und bedarf einer eigenen Erlaubnis. Bei juristischen Personen wird die Erlaubnis der GmbH oder AG erteilt.
Zuverlässigkeit (§ 34a Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 GewO),
Nachweis der erforderlichen Mittel oder Sicherheiten (§ 34a Abs. 1 Satz 3 Nr. 2 GewO),
Unterrichtungsnachweis (§ 34a Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 GewO)
müssen von den Gewerbetreibenden bzw. von den gesetzlichen Vertretern einer juristischen Person erfüllt werden.
Für folgende Tätigkeitsgebiete ist die erfolgreiche Ablegung einer Sachkundeprüfung bei der IHK erforderlich:
Kontrollgänge auf Bahnhöfen
Kontrollgänge in Empfangshallen von Flughäfen etc.
Kontrollgänge in Kaufhäusern
Wird der Gewerbetreibende in den vorgenannten Bereichen selbst aktiv tätig, hat auch er einen Sachkundenachweis vorzuweisen.
Die Sachkundeprüfung besteht aus einer bundeseinheitlichen schriftlichen Prüfung von 120 Min. und einer mündlichen Prüfung (ca. 15 Min. pro Prüfling), wobei die Zulassung zur mündlichen Prüfung das Bestehen des schriftlichen Teils voraussetzt. Der Prüfling kann die Prüfung wiederholen. Hat er die Prüfung bestanden, so bekommt er eine Bescheinigung der IHK ausgehändigt. Gegenstand der Sachkundeprüfung sind folgende Sachgebiete:
Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, einschließlich Gewerberecht und Datenschutzrecht
Anforderungen an das Wachpersonal
Der Bewachungsunternehmer hat die Wachpersonen der jeweils zuständigen Behörde zu melden, die für die jeweilige Niederlassung des Bewachungsunternehmens örtlich zuständig ist.
Wird eine selbständige Tätigkeit angestrebt, muss die Unterrichtung 80 Stunden á 45 Min. umfassen. Wird dagegen eine angestellte Beschäftigung beabsichtigt, muss die Unterrichtung 40 Stunden á 45 Min. umfassen. Die Unterrichtung wird nur durch die Industrie- und Handelskammern durchgeführt.
Von der Unterrichtung befreit sind Personen mit bestimmten Ausbildungsabschlüssen (Laufbahnprüfungen zumindest für den mittleren Polizeidienst und im Bundesgrenzschutz, für den mittleren Justizvollzugsdienst sowie Feldjäger in der Bundeswehr und der neue Ausbildungsberuf "Fachkraft für Schutz und Sicherheit") oder den Weiterbildungsabschlüssen "Geprüfte Werkschutzfachkraft" oder "Geprüfter Werkschutzmeister".
Ebenfalls befreit sind Personen, die die Sachkundeprüfung nach § 5c Abs. 6 BewachV erfolgreich abgelegt haben.
Hinweis auf Gebühren für den Unterrichtungsnachweis/ die Sachkundeprüfung
Wiederholung: 75 EUR
40 Std. - 405 EUR
80 Std. - 780 EUR