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Timestamp: 2016-10-21 11:32:03
Document Index: 260598762

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 89', 'Art. 100', 'Art. 106', 'Art. 25', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 46', 'Art. 9', 'Art. 16', 'Art. 25', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 66']

1C_533/2015 � � Urteil vom 6. Januar 2016
Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau, Abteilung f�r Baubewilligungen,
A. und B. C.________ erwarben 1995 ein Doppeleinfamilienhaus an der Oberlandstrasse 8 in K�nten. Das Geb�ude liegt auf der Parzelle Nr. 530 in der Wohnzone; die s�d�stliche Ecke des Hauses liegt auf der Grenze zur Landwirtschaftszone. Zugunsten der Parzelle Nr. 530 besteht eine Dienstbarkeit ("ausschliessliches und alleiniges Bepflanzungs- und Gestaltungsrecht" an 281 m2 der angrenzenden Parzelle Nr. 244, die der Landwirtschaftszone zugewiesen ist.
Am 27. M�rz 2014 reichten A. und B. C.________ ein nachtr�gliches Baugesuch f�r ihre Gartenanlage (Sitzpl�tze, Pergola, St�tzmauern, Gartenzaun etc.) ein, die sich im Wesentlichen auf Parzelle Nr. 244 in der Landwirtschaftszone befindet.
Das Aargauer Departement f�r Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) wies das Gesuch am 10. September 2014 ab. Falls keine die Zonenwidrigkeit der Gartengestaltung beseitigende Umzonung des betroffenen Parzellenteils in der anstehenden Teilrevision der Nutzungsplanung zustandekomme, seien die erstellten Bauten und Anlagen der Gartengestaltung (Sitzpl�tze, Gartenplatten, Zaun, M�uerchen, Pergola, Treppe, St�tzbauten, Holzpodeste, Ger�st etc.) innert einer Frist von drei Monaten ab Rechtskraft der Nichtumzonung zu beseitigen und die betroffene Fl�che zu rekultivieren.
Der Gemeinderat K�nten forderte A. und B. C.________ am 10. November 2014 auf, bis zum 20. Februar 2015 ein Umzonungsgesuch einzureichen; ohne ein solches Gesuch werde der Gemeinderat keine Teilrevision der Nutzungsplanung vornehmen und den R�ckbau der Bauten verf�gen.
Mit Eingabe vom 12. Dezember 2014 erhoben A. und B. C.________ Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Aargau gegen die Entscheide des BVU und des Gemeinderats K�nten. Dieser �berwies die Sache am 6. Januar 2015 antragsgem�ss dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau (Sprungbeschwerde gem�ss � 51 des Aargauer Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 4. Dezember 2007 [VRPG/AG; SAR 271.200]).
Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde am 25. August 2015 ab und setzte die Frist f�r die Einreichung eines Umzonungsgesuchs neu fest (drei Monate ab Rechtskraft des verwaltungsgerichtlichen Entscheids).
Dagegen haben A. und B. C.________ am 14. Oktober 2015 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht erhoben. Sie beantragen, alle vorinstanzlichen Entscheide seien aufzuheben und die Wiederherstellung des urspr�nglichen Zustands sei als verwirkt, evtl. als unverh�ltnism�ssig, zu erkl�ren. Eventuell sei die Streitsache zur Durchf�hrung eines Beweisverfahrens und zur Neuentscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Verwaltungsgericht und das BVU haben auf eine Vernehmlassung verzichtet. Der Gemeinderat K�nten verweist auf seine Beschwerdeantwort vor Verwaltungsgericht.
Die Beschwerdef�hrer haben nicht repliziert.
Mit Verf�gung vom 10. November 2015 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
Gegen den kantonal letztinstanzlichen Endentscheid des Verwaltungsgerichts steht die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht offen (Art. 82 lit. a, 86 Abs. 1 lit. d und 90 BGG). Die Beschwerdef�hrer sind als Baugesuchsteller zur Beschwerde legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde (Art. 100 Abs. 1 BGG) ist daher grunds�tzlich einzutreten (vorbeh�ltlich nicht rechtsgen�gend begr�ndeter R�gen [vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG]).
Die Beschwerdef�hrer machen zun�chst geltend, die Gartennutzung von 281 m2 der Parzelle Nr. 244 sei - zumindest dem Grundsatz nach - in der Baubewilligung vom 13. Februar 1995 mitbewilligt worden.
2.1.�Das Verwaltungsgericht verneinte dies: In Ziff. II der Baubewilligung sei ausdr�cklich festgehalten worden, dass ausserhalb des Baugebiets keine Bauten gestattet seien. Die Projektpl�ne h�tten denn auch keinerlei Bauten und Anlagen ausserhalb der Zonengrenze vorgesehen, ebensowenig wie eine Gartengestaltung oder Bepflanzungen. Den Baugesuchsakten k�nne auch nicht entnommen werden, dass das Bauvorhaben nicht nur die Parzelle Nr. 430, sondern auch die Parzelle Nr. 244 beanspruchen w�rde. Insofern habe der Gemeinderat der Gartengestaltung bzw. -nutzung ausserhalb der Bauzone auch nicht zugestimmt oder diese bewilligt. Hinzu komme, dass der Gemeinderat f�r eine derartige Bewilligung zwingend die Zustimmung des zust�ndigen Departements h�tte einholen m�ssen (� 63 lit. e des Aargauer Baugesetzes vom 19. Januar 1993 [BauG/AG: SAR 713.100]; Art. 25 Abs. 2 RPG), was ebenfalls nicht geschehen sei.
2.2.�Die dagegen vorgebrachten Einw�nde der Beschwerdef�hrer sind unbehelflich: Der Umstand, dass der Dienstbarkeitsteil der Parzelle Nr. 244 im Situationsplan 1:500 des Baugesuchs 1994 (zu Unrecht) als Teil der Bauparzelle Nr. 530 dargestellt und auch im Gel�nde markiert war, �ndert nichts: Im Situationsplan war auch die Zonengrenze klar eingetragen; jenseits dieser Grenze sah das Baugesuch nichts vor, insbesondere war weder eine Gestaltung noch eine Nutzung als Garten eingezeichnet. Die Baubewilligung verlangte sogar ausdr�cklich, dass infolge der etwas schwierig gestalteten Baugebietsabgrenzung die Absteckung des Schn�rger�sts bzw. deren Kontrolle durch den Kreisgeometer auszuf�hren sei (Ziff. III 2.8).
Soweit sich die Beschwerdef�hrer auf die fehlende Beanstandung des (in Rohplanie vorhandenen) Gartens bei der Bauabnahme 1995 berufen, kann dies keine formelle Baubewilligung ersetzen (zumal ohne Zustimmung des Kantons), sondern allenfalls f�r die Pr�fung der Rechtm�ssigkeit von Wiederherstellungsmassnahmen eine Rolle spielen.
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung verwirkt der Anspruch der Beh�rden auf Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands im Interesse der Rechtssicherheit grunds�tzlich nach 30 Jahren (BGE 136 II 359 E. 8 S. 367 mit Hinweisen). Den Kantonen steht es frei, k�rzere Verwirkungsfristen vorzusehen (vgl. Urteil 1P.768/2000 vom 19. September 2001 E. 5b, in: ZBl 103/2002 S. 188; Pra 2002 Nr. 3 S. 9; RDAF 2003 I S. 395). Solche k�rzeren Verwirkungsfristen k�nnen sich zudem aus Gr�nden des Vertrauensschutzes ergeben (BGE 136 II 359 E. 7 S. 365; 132 II 21 E. 6.3 S. 39). Vorliegend sind weder 30 Jahre seit Bauabschluss verstrichen, noch sieht das Aargauer Recht eine k�rzere (vertrauensschutzunabh�ngige) Verj�hrungs- oder Verwirkungsfrist vor.
Zu pr�fen ist daher nur, ob Gr�nde des Vertrauensschutzes eine k�rzere Verwirkungsfrist rechtfertigen. Dies kann namentlich der Fall sein, wenn die Beh�rden den baurechtswidrigen Zustand �ber Jahre hinaus duldeten, obwohl ihnen die Gesetzwidrigkeit bekannt war oder sie diese bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt h�tten kennen m�ssen (BGE 136 II 359 E. 7.1 mit Hinweisen).
3.1.�Nach st�ndiger Rechtsprechung kann sich darauf aber nur berufen, wer selbst im guten Glauben gehandelt hat, d.h. angenommen hat und (unter Anwendung zumutbarer Sorgfalt) annehmen durfte, die von ihm ausge�bte Nutzung sei rechtm�ssig bzw. stehe mit der Baubewilligung in Einklang (BGE 136 II 359 E. 7.1 S. 365; 132 II 21 E. 6.3 S. 35; je mit Hinweisen). Nichts anderes ergibt sich aus dem Urteil 1P.768/2000 vom 19. September 2001 (in: ZBl 103/2002 S. 188; Pra 2002 Nr. 3 S. 9; RDAF 2003 I S. 395), auf das sich die Beschwerdef�hrer berufen: In E. 5b ging es um eine k�rzere kantonale Verwirkungsfrist kraft Zeitablaufs, die hier nicht zur Diskussion steht; f�r die k�rzere Verwirkung kraft Vertrauensschutzes wurde (in E. 4c) am Erfordernis des guten Glaubens ausdr�cklich festgehalten.
3.2.�Das Verwaltungsgericht ging davon aus, dem Bauherrn als fr�herem Gemeinderat m�sse aus der Baubewilligung vom 13. Februar 1995 klar gewesen sein, dass ausserhalb des Baugebiets nichts bewilligt worden war; ebenso habe er wissen m�ssen, dass daf�r ausserhalb der Bauzonen zwingend eine kantonale Zustimmung erforderlich gewesen w�re. Die Beschwerdef�hrer m�ssten sich die B�sgl�ubigkeit des Bauherrn/Verk�ufers anrechnen lassen. Zudem h�tten sie auch bei den sp�ter von ihnen selbst erstellten Bauten nicht die zumutbare Sorgfalt angewendet: Nach der damals geltenden Allgemeinen Verordnung zum Baugesetz vom 23. Februar 1994 (ABauV) ergebe sich die Bewilligungspflicht einer Gartengestaltung ausserhalb der Bauzone klar. Es sei hinl�nglich bekannt und h�tte auch den Beschwerdef�hrern klar sein m�ssen, dass an Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone rechtlich strengere Anforderungen gestellt w�rden als innerhalb der Bauzone. Dennoch h�tten sich die Beschwerdef�hrer nie bei der zust�ndigen Beh�rde �ber die Zul�ssigkeit erkundigt.
3.3.�Die Beschwerdef�hrer machen dagegen zun�chst geltend, das Verwaltungsgericht h�tte diese Feststellung nicht treffen d�rfen, ohne zuvor den Bauherrn und den damaligen Bauamtschef der Gemeinde zu befragen. Es ist aber nicht ersichtlich, inwiefern deren Aussage zu einer anderen Beurteilung h�tte f�hren k�nnen.
Selbst wenn es damals Praxis zahlreicher aargauischer Gemeinden gewesen w�re, bis an den Zonenrand bauen zu lassen und das anschliessende Land der Gartennutzung zuzugestehen, wie die Beschwerdef�hrer geltend machen, k�nnte dies (wenn �berhaupt) allenfalls das Vertrauen begr�ndet haben, das Land ohne bauliche Massnahmen zu privaten Zwecken nutzen zu d�rfen (z.B. als Spielwiese, Obstgarten oder �hnliches), nicht aber, darauf Bauten und Anlagen ohne Bewilligung erstellen zu d�rfen. Dem Bauherrn, als ehemaligem Gemeinderat, war die Notwendigkeit einer kantonalen Zustimmung f�r Bauten ausserhalb der Bauzone mit Sicherheit bekannt. Zudem hatte die Gemeinde K�nten in der Baubewilligung vom 13. Febraur 1995 ausdr�cklich festgehalten, dass keine Bauten ausserhalb der Bauzone zul�ssig seien. Es gibt keinerlei Anhaltspunkte daf�r, dass sich dieser Satz - wie die Beschwerdef�hrer behaupten - nur auf Hochbauten bezog, nicht aber auf befestigte Sitzpl�tze, M�uerchen, Treppen etc. Bei allf�lligen Zweifeln �ber die Bedeutung der Bewilligung w�re der Baugesuchsteller verpflichtet gewesen, R�ckfrage bei der zust�ndigen Beh�rde zu nehmen. Sofern er dies unterliess, kann er sich nicht mehr auf den Vertrauensschutz berufen (Urteil A.198/1978 vom 14. Februar 1979 E. 4b, in: ZBl 80/1979 312).
3.4.�Nicht zu beanstanden ist die Auffassung des Verwaltungsgerichts, dass sich die Beschwerdef�hrer den b�sen Glauben des Bauherrn anrechnen lassen m�ssen. Dies gilt jedenfalls, sofern sie sich auf die Baubewilligung 1995 berufen bzw. geltend machen, das Bauamt habe den bereits in Rohplanie erstellten Gartenraum bei der Rohbau- und Bezugskontrolle im August/September 1995 nicht beanstandet (zu den von ihnen selbst erstellten Bauten vgl. unten E. 3.5). Dies entspricht der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und der bereits vom Verwaltungsgericht zitierten Literatur (vgl. zuletzt Urteil 1C_59/2011 vom 10. Mai 2011 E. 3.3 mit Hinweis auf Magdalena Ruoss Fierz, Massnahmen gegen illegales Bauen, Diss. Z�rich 1999, S. 60 und S. 79 ff.; so schon BGE 101 Ib 313 E. 2b S. 316).
Dies gilt - entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer - nicht nur f�r F�lle, in denen dem Verk�ufer gegen�ber bereits eine Beseitigungsverf�gung erlassen worden ist: Grunds�tzlich erh�lt der Rechtsnachfolger die Rechtsschutzm�glichkeiten seines Vorg�ngers nach dem jeweiligen Verfahrensstand, und kann sich (vorbeh�ltlich nachtr�glicher �nderungen der Rechts- und Sachlage) gegen die Pflicht, eine widerrechtliche Baute abzubrechen, nur noch in dem Umfang wehren, als dies sein Rechtsvorg�nger noch konnte (ALDO ZAUGG/ PETER LUDWIG, Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 4. Aufl., Art. 46 Rz. 9b S. 548; RUOSS FIERZ, a.a.O. S. 84 f.). Der Rechtsnachfolger kann sich somit auf Zusicherungen der Beh�rde oder andere Vertrauenstatbest�nde berufen, die seinem Vorg�nger gegen�ber erteilt bzw. geschaffen wurden, muss sich aber dessen b�sen Glauben anrechnen lassen (BEATRICE WEBER-D�RLER, Vertrauensschutz im �ffentlichen Recht, Basel/Frankfurt a.M. 1983, � 18 III S. 210).
3.5.�Die meisten Bauten und Anlagen, die beseitigt werden m�ssen, wurden allerdings im Zeitraum 1996 bis 2004 von den Beschwerdef�hrern selbst errichtet. Hinsichtlich dieser Arbeiten h�tten die Beschwerdef�hrer - auch und gerade als juristische Laien - bei der Baubeh�rde nachfragen m�ssen, bevor sie auf eigene Faust bauliche Ver�nderungen vornahmen. Soweit sie auf Aussagen anderer (Privat-) Personen vertrauten, kann dies von vornherein keinen Vertrauensschutz im Sinne von Art. 9 BV begr�nden, da dieser an das Vertrauen des B�rgers in ein staatliches Verhalten ankn�pft (WEBER-D�RLER, a.a.O., S. 79).
3.6.�Unter diesen Umst�nden durfte das Verwaltungsgericht die Berufung auf den Vertrauensschutz schon aufgrund der fehlenden Gutgl�ubigkeit der Beschwerdef�hrer ausschliessen. Es konnte daher offenlassen, wann die kommunalen und/oder kantonalen Beh�rden Kenntnis von den illegalen Bauten und Anlagen erhielten und dagegen h�tten einschreiten k�nnen bzw. m�ssen.
Schliesslich halten die Beschwerdef�hrer den R�ckbau aus verschiedenen Gr�nden f�r unverh�ltnism�ssig.
4.1.�Zun�chst machen sie geltend, die Wiederherstellung des urspr�nglichen Gel�ndeverlaufs sei nicht mehr m�glich, weil sonst der B�schungsfuss ins Innere des Wohngeb�udes zu liegen k�me.
Tats�chlich gingen die Vorinstanzen davon aus, dass der urspr�ngliche Gel�ndeverlauf wiederherzustellen sei. Da sich die Verf�gung aber nur auf die Gartenanlage und nicht auf das bestehende, formell bewilligte Wohngeb�ude bezieht, ist klar, dass der R�ckbau nur soweit erfolgen kann und muss, als er Bestand und Nutzung des Wohnhauses nicht beeintr�chtigt. Es wird Sache der Beschwerdef�hrer sein, den Beh�rden vor dem R�ckbau Vorschl�ge zur m�glichen Terraingestaltung einzureichen.
4.2.�Die Beschwerdef�hrer sch�tzen die Wiederherstellungskosten auf 50 bis 100 Tausend Franken und den Wertverlust ihres Grundst�cks auf 100 bis 200 Tausend Franken. Dies w�rde sie an den Rand des Ruins bringen.
Das Verwaltungsgericht r�umte ein, dass die Wiederherstellung zu einer erheblichen Verm�gensminderung der Beschwerdef�hrer f�hren w�rde (ohne diese zu beziffern). Diese h�tten aber nicht in guten Treuen von der Zul�ssigkeit ihrer baulichen Investitionen ausgehen d�rfen und daher auf eigenes Risiko gehandelt. Die Beschwerdef�hrer h�tten seit rund 20 Jahren von der rechtswidrigen Situation profitiert, h�tten aber keinen Anspruch darauf, diese auch in Zukunft fortzusetzen.
Diese Erw�gungen sind keineswegs zynisch, wie die Beschwerdef�hrer geltend machen, sondern treffen zu: Die geltend gemachte Wertminderung des Grundst�cks beseitigt lediglich eine Wertsch�pfung, die durch die unzul�ssige bauliche Inanspruchnahme der Landwirtschaftszone entstanden ist und - bei korrektem Vorgehen - gar nicht eingetreten w�re. Hinzu kommt, dass die Wertminderung nur realisiert wird, wenn die Beschwerdef�hrer ihr Haus verkaufen wollten. Bleiben sie dort wohnen, so treffen sie nur (aber immerhin) die eigentlichen R�ckbaukosten.
4.3.�Die Beschwerdef�hrer halten das �ffentliche Interesse an der Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands f�r gering; dieses k�nne den massiven Eingriff in ihre Eigentumsfreiheit nicht rechtfertigen. Die Interessenabw�gung des Verwaltungsgerichts sei einseitig, weil es nichts zu den Vers�umnissen der Baubeh�rden der Gemeinde K�nten sage. Die Einr�umung der M�glichkeit, durch ein nachtr�gliches Einzonungsbegehren noch zur Rechtm�ssigkeit der Gartennutzung zu gelangen, sei rein theoretischer Natur und k�nne die Wiederherstellung h�chstens hinausz�gern.
Zun�chst ist festzuhalten, dass es nicht Aufgabe des Verwaltungsgerichts war, wie eine Aufsichtsbeh�rde s�mtliche Handlungen und Unterlassungen der Gemeindebeh�rden in dieser Angelegenheit zu �berpr�fen; deren Verhalten war nur insoweit zu ber�cksichtigen, als es f�r den Entscheid relevant war (vgl. oben E. 3.6). Es ist nicht ersichtlich, inwiefern allf�llige Fehler des kommunalen Bauamts das �ffentliche Interesse an der Beseitigung illegaler Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone mindern, deren Nutzung bundesrechtlich geregelt ist (Art. 16 f. und 24 ff. RPG) und in erster Linie in der Zust�ndigkeit des Kantons liegt (� 63 lit. e BauG/AG; Art. 25 Abs. 2 RPG).
Das Verwaltungsgericht hat zutreffend ausgef�hrt, dass die fragliche Gartengestaltung und -nutzung eine nicht unerhebliche Fl�che von 281 m2 betrifft und ein gewichtiges �ffentliches Interesse daran bestehe, eine schleichende Ausdehnung der Bauzonen ins Kulturland zu verhindern. Es mass dabei der pr�judiziellen Bedeutung des Falls besondere Bedeutung bei. Zu Recht: Gerade wenn in der Vergangenheit in verschiedenen Aargauer Gemeinden die (unzul�ssige) Praxis bestand, den zu Wohnbauten geh�rigen Umschwung und Erholungsraum im kosteng�nstigen Landwirtschaftsland zu schaffen, wie die Beschwerdef�hrer selbst vorbringen, ist es umso wichtiger, konsequent dagegen vorzugehen, d.h. systematisch den R�ckbau und die Rekultivierung solcher Fl�chen zu verlangen. Dieses Interesse �berwiegt die privaten Interessen der Beschwerdef�hrer.
Im �brigen sind die Beh�rden den Beschwerdef�hrern bereits entgegengekommen, indem der R�ckbau nur bedingt ausgesprochen wurde, f�r den Fall, dass die Zonenwidrigkeit der Gartengestaltung nicht durch die Umzonung des betroffenen Teils der Parzelle Nr. 244 in der anstehenden Teilrevision der Nutzungsplanung beseitigt werden kann. Selbst wenn diese Umzonung nicht zustande kommen sollte, stellt bereits der damit verbundene Aufschub des R�ckbaus ein Zugest�ndnis zugunsten der Beschwerdef�hrer dar.
Schliesslich r�gen die Beschwerdef�hrer eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV; � 22 Abs. 1 KV/AG), weil das Verwaltungsgericht ihre Beweisantr�ge abgelehnt habe.
Dieses ging davon aus, dass sich im Wesentlichen Rechtsfragen stellten und der Sachverhalt aufgrund der vorhandenen Akten gen�gend klar sei, um den Fall beurteilen zu k�nnen. Auf die Abnahme weiterer Beweismittel k�nne in antizipierter Beweisw�rdigung verzichtet werden.
Nach st�ndiger Rechtsprechung liegt keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs vor, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es auf Grund der bereits abgenommenen Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 mit Hinweisen).
Die Beschwerdef�hrer legen nicht dar, inwiefern ein Augenschein des Gerichts geboten gewesen w�re; dies ist auch nicht ersichtlich. F�r die beantragten Einvernahmen des Verk�ufers und des ehemaligen Bauverwalters der Gemeinde, aber auch der Beschwerdef�hrer selbst, kann auf das oben (E. 3.3) Gesagte verwiesen werden. Auch die beantragten Amtsberichte h�tten nicht zu einer anderen Beurteilung der Verh�ltnism�ssigkeitsbeurteilung gef�hrt (vgl. oben E. 4.3).
Damit ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdef�hrer kostenpflichtig und haben keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 66 und 68 BGG).
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, dem Gemeinderat K�nten, dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau, Abteilung f�r Baubewilligungen, und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.