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Timestamp: 2020-01-18 23:53:17
Document Index: 110017471

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 9', 'Art. 16', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 19', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 8', 'Art. 18', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 36', 'BGE', 'Art. 132', 'Art. 134', 'Art. 159', 'Art. 159', 'BGE', 'Art. 152']

Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze über die in zeitlicher Hinsicht massgebenden Rechtssätze (BGE 129 V 4 Erw. 1.2 mit Hinweisen), den hier anwendbaren Unfallbegriff (Art. 9 Abs. 1
UVV in der bis Ende 2002 gültig gewesenen Fassung [nachfolgend aUVV]) und den Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 f. aUVG), auf eine Invalidenrente (Art. 18 aUVG; BGE 129 V 472, 126 V 75, je mit Hinweisen) sowie auf eine Integritätsentschädigung (Art. 24
UVG; Art. 36
UVV; BGE 124 V 31 Erw. 1; RKUV 1998 Nr. U 296 S. 235, je mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Dasselbe gilt für die Anforderungen an einen ärztlichen Bericht (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis). Richtig sind auch die Ausführungen zur Kürzung von Invalidenrenten und Integritätsentschädigungen beim Zusammentreffen verschiedener Schadensursachen (Art. 36 Abs. 2
UVG) sowie zum Beginn und Ende des Anspruchs auf eine Invalidenrente (Art. 19 aUVG). Darauf wird verwiesen.
6.1 Wird der Versicherte infolge eines Unfalles invalid, so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 aUVG). Als invalid gilt, wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in seiner Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist (Art. 18 Abs. 2 Satz 1 aUVG; Art. 8
ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das der Versicherte nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das er erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 aUVG; Art. 16
ATSG). Nach der Rechtsprechung hat der Einkommensvergleich - von hier nicht interessierenden Ausnahmen abgesehen - in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 Erw. 2a und b).
7.1 Gestützt auf Art. 25 Abs. 2
UVG und Art. 36 Abs. 2
UVV hat der Bundesrat im Anhang 3 zur UVV Richtwerte für die Bemessung häufig vorkommender Integritätsschäden aufgestellt. In Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala hat die SUVA Feinraster in tabellarischer Form erarbeitet. Soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung der Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 Erw. 1c mit Hinweisen). Tabelle 3 der Richtwerte (Integritätsschaden bei einfachen oder kombinierten Finger-, Hand- und Armverlusten) in der überarbeiteten Fassung aus dem Jahr 2000 sieht für den Verlust eines Fingerendgliedes (mit Ausnahme des Daumens, wo der Verlust mit 5 % bewertet wird) keine Integritätsentschädigung vor (Ziff. 5, 8, 11 und 14). Für den Verlust von zwei Endgliedern (Zeige-/Mittelfinger, Mittel-/Ringfinger, Ring-/Kleinfinger) rechts oder links beträgt die Entschädigung 5 % (Ziff. 26, 35 und 40). Der gleiche Ansatz gilt für den Verlust von zwei Gliedern an einem Finger (Ziff. 6, 9, 12 und 15). Es besteht kein Anlass, die Angemessenheit dieser unter Berücksichtigung der Rechtsprechung (nicht veröffentlichtes Urteil M. vom 15. Oktober 1999, U 235/98) teilweise
7.2 Die von der "Zürich" zugesprochene Integritätsentschädigung auf Grund einer Integritätseinbusse von 5 % erfolgte nach den dargelegten Grundsätzen und ist im Rahmen der gerichtlichen Angemessenheitskontrolle (Art. 132 lit. a
OG) nicht zu beanstanden, sondern mit der Vorinstanz eher als "grosszügig" zu bezeichnen, zumal dieser Wert gemäss Skala im Anhang 3 zur UVV dem Totalverlust von zwei Endgliedern eines Langfingers entspricht. Die Versicherte beantragt im letztinstanzlichen Verfahren eine Integritätsentschädigung von 20 %. Dabei macht sie geltend, unfallbedingt ihre ganze rechte (dominante) Hand nur noch zu 50 % einsetzen zu können, woraus ein Integritätsschaden von 20 % resultiere. Diese Behauptung findet in den umfangreichen medizinischen Akten keine Stütze und ist demnach unbegründet. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist unter Verweis auf die einlässlichen und zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen auch in diesen Punkt abzuweisen.
9.1 Nach Art. 134
OG darf das Eidgenössische Versicherungsgericht im Beschwerdeverfahren über die Bewilligung und Verweigerung von Versicherungsleistungen den Parteien in der Regel keine Verfahrenskosten auferlegen. Das Verfahren um die im Streit liegenden Versicherungsleistungen der "Zürich" ist demnach kostenfrei. Das Gesuch der Versicherten um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne der Befreiung von den Gerichtskosten ist deshalb gegenstandslos.
9.2.2 Im Verfahren betreffend Verwaltungsgerichtsbeschwerde der "Zürich" gegen die Versicherte (U 454/05) schuldet die erstere der letzteren nach dem Prozessausgang eine Parteientschädigung (Art. 159 Abs. 2
9.2.3 Soweit die "Zürich" (im Verfahren U 456/05) mit Vernehmlassung vom 6. Februar 2006 unter Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Versicherten sinngemäss die Zusprechung einer Parteientschädigung beantragt, ist diesem Antrag nicht zu entsprechen. Nach Art. 159 Abs. 2
OG darf im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde obsiegenden Behörden oder mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen werden. In Anwendung dieser Bestimmung hat das Eidgenössische Versicherungsgericht der SUVA und den privaten UVG-Versicherern keine Parteientschädigungen zugesprochen, weil sie als Organisationen mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben zu qualifizieren sind (BGE 112 V 361 Erw. 6 mit Hinweisen). Demnach hat die "Zürich" keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.
9.2.4 Die unentgeltliche Verbeiständung kann der Versicherten antragsgemäss für das letztinstanzliche Verfahren U 456/05 gewährt werden (Art. 152
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