Source: https://nordrheinischeaerzteversorgung.de/index.php/mitgliedschaft
Timestamp: 2020-04-04 07:54:18
Document Index: 172766911

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 24']

Informationen über die Nordrheinische Ärzteversorgung
I. Was ist die Nordrheinische Ärzteversorgung?
II. Wer ist Mitglied der Nordrheinischen Ärzteversorgung?
III. Was leistet die Nordrheinische Ärzteversorgung?
IV. Wie hoch sind die Versorgungsabgaben?
V. Wann sind die Versorgungsabgaben zu leisten?
VI. Was geschieht mit den Beiträgen, wenn die Pflichtmitgliedschaft entfällt?
Die NORDRHEINISCHE ÄRZTEVERSORGUNG ist eine Einrichtung der Ärztekammer Nordrhein, Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie steht unter der Aufsicht des Finanzministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen.
Gesetzliche Grundlage für die NORDRHEINISCHE ÄRZTEVERSORGUNG ist das Heilberufsgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen.
Wichtig für alle angestelltenversicherungspflichtigen Ärztinnen und Ärzte:
Die NORDRHEINISCHE ÄRZTEVERSORGUNG ersetzt die gesetzliche Angestelltenversicherung und bietet Ihnen Leistungen, die genau auf den ärztlichen Berufsstand zugeschnitten sind.
Bisher haben nahezu alle angestelltenversicherungspflichtigen Ärztinnen und Ärzte Anträge auf Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung gestellt. Sie können sich von der Angestelltenversicherung gemäß § 6 (1) Satz 1 Nr. 1 SGB VI zu Gunsten der NORDRHEINISCHEN ÄRZTEVERSORGUNG befreien lassen, um die Vorteile für sich zu nutzen. Voraussetzung für die Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung ist stets, dass eine ärztliche Tätigkeit ausgeübt wird.
Bitte senden Sie hierzu das Antragsformular für die Befreiung von der Angestelltenversicherung ausgefüllt und unterschrieben an uns zurück (Formular abrufbar unter "Service -> Formulare").
Nach dem Urteil des Bundessozialgerichts vom 31.10.2012 - AZ: B 12 R 3/11 R - erstreckt sich die Befreiung von der Angestelltenversicherung gemäß § 6 (1) Satz 1 Nr. 1 SGB VI nur auf das jeweilige Beschäftigungsverhältnis und die konkret ausgeübte Tätigkeit. Bei Aufnahme eines neuen Beschäftigungsverhältnisses ist daher - erneut - ein Antrag auf Befreiung von der Angestelltenversicherung zu stellen. Dies gilt unter Zugrundelegung des genannten Urteils auch für Tätigkeitswechsel innerhalb eines Beschäftigungsverhältnisses, das heißt, wenn bei dem gleichen Arbeitgeber eine andere Tätigkeit ausgeübt wird als diejenige, für die ursprünglich eine Befreiung ausgesprochen wurde. Dies gilt immer dann, wenn es sich um eine „wesentliche“ Änderung des Aufgabenbereiches handelt. Dies ist in jedem Fall dann zu bejahen, wenn keine ärztliche Tätigkeit mehr ausgeübt wird.
Die Entscheidung über die Befreiung trifft immer die Deutsche Rentenversicherung Bund, sodass verbindliche Auskünfte durch die NORDRHEINISCHE ÄRZTEVERSORGUNG über die Befreiungsfähigkeit einer Tätigkeit nicht erteilt werden können.
Wir leiten Ihren Antrag umgehend mit dem erforderlichen Bestätigungsvermerk an die Angestelltenversicherung weiter. Von dort wird Ihnen ein entsprechender Befreiungsbescheid zugehen, und zwar
rückwirkend ab Beginn jeder angestelltenversicherungspflichtigen Beschäftigung, wenn der Befreiungsantrag innerhalb von 3 Monaten nach Beginn dieser Beschäftigung bei der NORDRHEINISCHEN ÄRZTEVERSORGUNG eingeht, oder
ab dem Eingangstag des Befreiungsantrages bei der NORDRHEINISCHEN ÄRZTEVERSORGUNG, wenn obige 3-Monatsfrist verstrichen ist.
Beiträge, die vor dem Befreiungstermin an die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt worden sind, können nicht auf die NORDRHEINISCHE ÄRZTEVERSORGUNG übertragen werden. Sofern Beitragszeiten von weniger als 60 Kalendermonaten vorhanden sind, kann ggf. der Arbeitnehmeranteil auf schriftlichen Antrag erstattet werden.
Ein Erstattungsantrag kann frühestens 2 Jahre nach dem Fortfall der Versicherungspflicht gestellt werden. Die von der gesetzlichen Rentenversicherung erstattete Summe kann innerhalb von 6 Monaten nach der Auszahlung bei der NORDRHEINISCHEN ÄRZTEVERSORGUNG eingezahlt werden.
Eine Befreiung von der knappschaftlichen Rentenversicherung zu Gunsten der NORDRHEINISCHEN ÄRZTEVERSORGUNG ist entsprechend möglich.
Alle Ärztinnen und Ärzte - unabhängig von ihrer Nationalität -, die Angehörige der Ärztekammer Nordrhein werden, sind Pflichtmitglied der NORDRHEINISCHEN ÄRZTEVERSORGUNG.
Sollten Sie bisher Mitglied einer anderen berufsständischen Versorgungseinrichtung gewesen sein, können Sie die dort gezahlten Beiträge an die NORDRHEINISCHE ÄRZTEVERSORGUNG übertragen, sofern und soweit mit der abgebenden Versorgungseinrichtung ein entsprechendes Überleitungsabkommen besteht (die Anzahl der überleitungsfähigen Beitragsmonate ist begrenzt; nach den derzeit bestehenden Überleitungsabkommen auf 96). Aus den übertragenen Beiträgen erhalten Sie Versorgungsleistungen in gleicher Höhe, als wären die bei der bisherigen Versorgungseinrichtung gezahlten Beiträge zu entsprechenden Zeiten an uns entrichtet worden. Wünschen Sie eine Überleitung der bisher gezahlten Beiträge, bitten wir um Rücksendung des beigefügten Überleitungsantrages, damit wir das Weitere veranlassen können. Der Überleitungsantrag muss innerhalb von 6 Monaten nach Aufnahme der Tätigkeit im Kammerbereich Nordrhein gestellt werden.
Ausnahmen bei der Mitgliedschaft:
Ausgenommen von der Mitgliedschaft sind Beamte oder Angestellte, die Anspruch auf Ruhegehalt und Hinterbliebenenversorgung nach beamtenrechtlichen Bestimmungen haben, Sanitätsoffiziere, die Soldaten auf Zeit oder Berufssoldaten sind, und - dem Grunde nach - Ärztinnen und Ärzte, die am 31.12.2004 das 45. Lebensjahr bereits vollendet hatten und zu diesem Zeitpunkt noch nicht Mitglied der NORDRHEINISCHEN ÄRZTEVERSORGUNG waren.
bis zum 31.12.2004 Angehörige der Ärztekammer Nordrhein geworden sind und die aufgrund einer durch Gesetz angeordneten oder auf Gesetz beruhenden Verpflichtung Mitglieder einer öffentlich-rechtlichen Versicherungs- oder Versorgungseinrichtung ihrer Berufsgruppe außerhalb des Landesteils Nordrhein sind und ihre Mitgliedschaft noch aufrechterhalten, falls sie dort Beiträge mindestens in Höhe der in der NORDRHEINISCHEN ÄRZTEVERSORGUNG zu entrichtenden Versorgungsabgaben leisten (§ 6 (5) a) der Satzung), oder
Beamte auf Probe oder Zeit sind (§ 6 (5) e) der Satzung) oder
keine ärztliche Tätigkeit ausüben (§ 6 (5) f) der Satzung).
Abfindung für Witwen/Witwer
Unterstützung bei Rehabilitationsmaßnahmen
Die wesentlichen Vorteile und Merkmale unserer Leistungen sind:
Die Zahlung der Altersrente ist unabhängig davon, ob Sie weiterhin arbeiten, über andere Renten- oder Pensionsansprüche oder sonstiges Vermögen verfügen. Es besteht satzungsgemäß die Möglichkeit, ab Vollendung des 62. Lebensjahres die vorgezogene Altersrente in Anspruch zu nehmen. Bestand vor dem 01.01.2012 die Mitgliedschaft zu einer deutschen berufsständischen Versorgungseinrichtung, tritt anstelle des 62. Lebensjahres das 60. Lebensjahr. Im Falle der vorzeitigen Renteninanspruchnahme reduzieren sich die Anrechte. Die Kürzung ist jeweils vom Zeitpunkt der Inanspruchnahme und den bis dahin tatsächlich geleisteten Versorgungsabgaben abhängig. Die Regelaltersgrenze beträgt für die Geburtsjahrgänge bis 1947 65 Jahre und erhöht sich für die nachfolgenden Geburtsjahrgänge jeweils um 1 Monat. Ab dem Geburtsjahrgang 1971 beträgt die Regelaltersgrenze 67 Jahre. Jedes Mitglied kann nach Erreichen der Regelaltersgrenze für maximal 3 Jahre auf die Rente verzichten, sofern keine Beitragsrückstände bestehen. Hierdurch erhöhen sich die Versorgungsleistungen um einen versicherungsmathematischen Zuschlag. Beitragszahlungen sind nach Erreichen der Regelaltersgrenze nicht mehr möglich.
Im Gegensatz zur Angestelltenversicherung besteht sofort nach der ersten Beitragszahlung voller Versorgungsschutz für unsere Mitglieder.
Jedes Mitglied erhält die seinen Beiträgen entsprechende Leistung. Je höher die Versorgungsabgaben waren und je früher die Mitgliedschaft begann, desto höher wird Ihre Rente im Versorgungsfalle sein, sodass Leistung und Gegenleistung in einem angemessenen Verhältnis stehen.
Mutterschutz- und Elternzeiten
Mutterschutz- und Elternzeiten können bei der Rentenberechnung als Ausfallzeiten besonders berücksichtigt werden.
Gewährung eines zusätzlichen Grundbetrages, ohne dass hierfür eine gesonderte Beitragsleistung zu erbringen ist.
Altersunabhängige Höherversicherung
Die Nordrheinische Ärzteversorgung räumt jedem Versicherten ohne Berücksichtigung des Alters und ohne Gesundheitsprüfung die Möglichkeit ein, die laufenden Versorgungsabgaben bis zur Höchstabgabe aufzustocken, ohne hierfür besondere versicherungsmathematische Abschläge zu erheben. Wir tragen damit im Gegensatz zu vielen anderen Versorgungsträgern dem Umstand Rechnung, dass viele Versicherte erst mit dem beruflichen Fortkommen in der Lage sind, die Höchstabgabe zu zahlen.
Seit Bestehen der Versorgungseinrichtung hat sich die Rentenbemessungsgrundlage stetig erhöht und beträgt heute ein Vielfaches des ursprünglichen Wertes.
Die Nordrheinische Ärzteversorgung ist als große und leistungsfähige Versorgungseinrichtung auch für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet. Die aus den demografischen Veränderungen folgende Längerlebigkeit der Mitglieder ist bereits heute vollständig durch entsprechende Kapitalbildung berücksichtigt. Die Nordrheinische Ärzteversorgung erreicht damit Zukunftssicherheit auf hohem Niveau.
Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenrenten
Durch die Gewährung von „Hinzurechnungszeiten“ und eines individuellen „Grundbetrages“ erreichen Sie sofort einen hohen Versorgungsschutz, wobei sich dieser bei Bezug einer Berufsunfähigkeitsrente ggf. sogar noch um einen Kinderzuschuss in Höhe von 12 % erhöht. Die Hinzurechnungszeit wirkt sich auch beim Tod des Mitgliedes vor Erreichen der Altersgrenze auf die Hinterbliebenenrenten aus, da diese vom Berufsunfähigkeitsrentenanspruch (ohne etwaige Kinderzuschüsse) des Mitgliedes berechnet werden.
die Rente für Witwen/Witwer bzw. für Hinterbliebene eingetragener Lebenspartnerschaften 60 %
die Halbwaisenrente 12 %
die Vollwaisenrente 30 %
der Rentenanwartschaft bzw. des Rentenanspruches des Mitgliedes. Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung werden etwaige Einkommen auf die Hinterbliebenenrenten nicht angerechnet.
Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlt die NORDRHEINISCHE ÄRZTEVERSORGUNG im Rentenbezugsfalle keinen Zuschuss zur Krankenversicherung. Dieser Nachteil wird im Regelfall jedoch aufgrund der Tatsache, dass die Renten der NORDRHEINISCHEN ÄRZTEVERSORGUNG bei gleicher Beitragsleistung höher ausfallen als in der gesetzlichen Rentenversicherung, kompensiert.
Bei Versterben des Mitgliedes zahlt die Nordrheinische Ärzteversorgung Sterbegeld in Höhe von bis zu 2 Monatsrenten.
Im Falle einer Wiederverheiratung erhält die Witwe/der Witwer bzw. die hinterbliebene eingetragene Lebenspartnernerin/der hinterbliebene eingetragene Lebenspartner eine Abfindung als Kompensation für den Verlust der Hinterbliebenenrente.
Die Nordrheinische Ärzteversorgung unterstützt Maßnahmen zur Erhaltung, Besserung bzw. Wiederherstellung der Berufsfähigkeit durch Bezuschussung von Rehabilitationsmaßnahmen und Gewährung von Einkommensersatzleistungen.
a) die zu Gunsten der Nordrheinischen Ärzteversorgung von der Angestelltenversicherung befreit sind, zahlen Versorgungsabgaben in Höhe der Beiträge zur Angestelltenversicherung an die Nordrheinische Ärzteversorgung,
b) die sich nicht von der Angestelltenversicherung zu Gunsten der Nordrheinischen Ärzteversorgung haben befreien lassen, sowie Beamte auf Zeit und auf Probe zahlen: 3/10 der für sie maßgebenden Angestelltenversicherungsbeiträge.
a) die über die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein abrechnen, zahlen:
die jeweils gültige Höchstabgabe oder
die jeweils gültige Pflichtabgabe oder
7 Prozent der Kassenumsätze unter Berücksichtigung der Höchstabgabe, mindestens jedoch 3/10 der Durchschnittsabgabe.
Die Abführung der Beiträge übernimmt die jeweilige Abrechnungsstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein.
Das entsprechende Auftragsschreiben kann unter Service - Formulare abgerufen werden.
Bitte senden Sie das Formular ggf. ausgefüllt und unterschrieben an uns zurück.
b) die nicht über die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein abrechnen, zahlen:
die jeweils gültige Pflichtabgabe
oder 14 Prozent der Einkünfte aus ärztlicher Tätigkeit des vorletzten Geschäftsjahres, sofern die Pflichtabgabe nicht erreicht wird. In diesem Falle ist ein Einkommensnachweis vorzulegen.
Die Höhe der aktuellen Beiträge finden Sie unter der Rubrik Wissenswertes - Auf einen Blick.
Zusätzliche Versorgungsabgaben (§ 24 der Satzung)
Jedes Mitglied kann im Geschäftsjahr (Geschäftsjahr = Kalenderjahr) seine Versorgungsabgaben bis zur jeweils geltenden Höchstabgabe aufstocken. Für abgelaufene Geschäftsjahre können zusätzliche Versorgungsabgaben nicht geleistet werden.
Die Versorgungsabgaben sind ohne Aufforderung von jedem Mitglied in monatlichen Beiträgen spätestens zum Letzten eines jeden Monats zu entrichten:
Angestellte Ärztinnen und Ärzte können die Versorgungsabgaben zum gleichen Termin vom Arbeitgeber abführen lassen.
Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte mit Kassenzulassung können die Versorgungsabgaben zum gleichen Termin über die Kassenärztliche Vereinigung entrichten.
Wir empfehlen Ihnen in Ihrem eigenen Interesse, die Zahlungen pünktlich vorzunehmen, da bei Eintritt des Versorgungsfalles nur die bis zu diesem Termin bei der Nordrheinischen Ärzteversorgung eingegangenen Versorgungsabgaben bei der Rentenberechnung berücksichtigt werden.
Die Pflichtmitgliedschaft kann erlöschen durch Fortzug aus dem Kammerbereich Nordrhein, Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder Befreiung auf Antrag.
In diesen Fällen werden grundsätzlich Leistungen aufgrund der tatsächlich geleisteten Beiträge gewährt. Die Beiträge gehen also nicht verloren.
In bestimmten Fällen - insbesondere bei Verzug ins Ausland und Befreiung auf Antrag (möglich beispielsweise Beamtenverhältnis auf Probe/Zeit) - bestehen bei Vorliegen gewisser Voraussetzungen folgende Möglichkeiten:
Fortsetzung der Mitgliedschaft auf freiwilliger Basis
Überleitung der Beiträge an die Versorgungseinrichtung des neu zuständigen Kammerbereiches, sofern und soweit mit der anderen Versorgungseinrichtung ein entsprechendes Überleitungsabkommen besteht und die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen:
die Anzahl der überleitungsfähigen Beitragsmonate ist auf 96 begrenzt
der Antragsteller darf das 50. Lebensjahr bei Mitgliedschaftsbeginn noch nicht vollendet haben
die Antragsfrist beträgt 6 Monate nach Aufnahme der Tätigkeit im neuen Kammerbereich