Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/230309,0.html
Timestamp: 2019-06-20 16:13:34
Document Index: 324694205

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 253', '§ 249', 'BGH']

Abgrenzung Raub- räuberische Erpressung
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Verfasst am: 09 Apr 2009 - 10:18:55 Titel: Abgrenzung Raub- räuberische Erpressung
vielleicht hat hier jemand einen Lösungsansatz für das oben genannte Problem bei folgendem Sachverhalt:
A wurde lange Zeit von K erpresst. Aus Wut über dessen ständige Erpressungen rammt A dem K ein Messer in den Rücken. K sinkt bewusstlos zu Boden. A hält ihn irrig für tot. Dann fängt A an, in der Tasche des K zu wühlen und entnimmt ihm Spardose, Heroin und EC- Karte.
Hinsichtlich aller Gegenstände liegt eine Wegnahme vor. Das habe ich jeweils beim Raub geprüft.
Muss man nun noch eine räuberische Erpressung prüfen, wenn aufgrund weiterer Umstände in allen Fällen der Raub wegen fehlender Finalität scheitert?
Verfasst am: 09 Apr 2009 - 12:22:59 Titel:
Verfasst am: 10 Apr 2009 - 10:03:00 Titel:
Soweit ich weiß schließen sich Raub und räberische Erpressung nach der h.L. tatbestandlich aus.
Jede Wegnahme stellt ja eine Erpressung dar zumindest hinsichtlich der "erzwungenen" Duldung der Wegnahme.
Ich glaub der BGH sieht das anders
In deinem Fall kommt allerdings eine räuberische ERpressung nicht in Frage. A vesetzt den B ja in Bewusstlosigkeit um die Wegnahme zu ermöglichen...für eine Erpressung ist hier kein Raum - sowohl nach BGH als auch h.L.
BGH Geben und Nehmen --> § 253 - § 249
h.L.: B müsste ja zunimdest die Möglichkeit haben die Wegnahme willentlich zu verhindern...das ist hier nicht der Fall.
Verfasst am: 10 Apr 2009 - 16:08:08 Titel:
Dem BGH reicht doch eine erzwungene Duldung für die Verwirklichung der räub. Erpressung aus? Diese tritt halt nur hinter dem ebenfalls verwirklichten Raub als lex specialis zurück.
Verfasst am: 12 Apr 2009 - 01:52:47 Titel:
Ja stimmt so herum ist richtig