Source: https://gesetze-in-app.de/StVO/26
Timestamp: 2019-05-24 05:21:04
Document Index: 324505874

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 26', '§ 26', 'BGH', '§ 26', '§ 2']

BGH, URTEIL vom 4.11.1990, Az. III ZR 21/90 Im Einklang mit diesen Erwägungen hat deshalb der Senat entschieden, daß für Fußgänger innerhalb der geschlossenen Ortschaft auf der Fahrbahn nur die belebten, über die Fahrbahn führenden unentbehrlichen Fußgängerüberwege - bei denen es sich nicht unbedingt um besonders gekennzeichnete Überwege i.S. des § 26 StVO handeln muß (insoweit zutreffend OLG Düsseldorf VersR 1988, 274) - zu bestreuen sind, soweit dafür ein Bedürfnis besteht (Urteil vom 15. November 1984 aaO S. 569).
OLG München, Urteil vom 5.6.2015, Az. 10 U 4733/14 Ein Fußgänger müsste sich sogar auf einem Fußgängerüberweg (§ 26 StVO) oder bei Grünlicht einer für ihn geschalteten Lichtzeichenanlage vergewissern, dass er die Fahrbahn gefahrlos überschreiten kann, ein Erzwingen des Vorrechts kann zu einem Mitverschulden führen (BGH VersR 1983, 667; NJW 1966, 1211).
VG Würzburg, Urteil vom 4.6.2015, Az. 5 K 14.694 Im Einklang mit diesem Ergebnis ist es allgemeine Ansicht, dass Fußgänger entgegen der grundsätzlichen Regelung der StVO auch beispielsweise an Zebrastreifen gegenüber Schienenfahrzeugen keinen Vorrang genießen (vgl. Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, § 26 StVO Rn. 13, 22 m. w. N.) oder in der Fußgängerzone gegenüber Anlieger- oder Lieferverkehr Rücksicht zu nehmen haben (vgl. König in Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 43. Auflage § 2 StVO Rn. 30).