Source: https://www.elster.de/eportal/helpGlobal?themaGlobal=help_euer_ufa_77_2017
Timestamp: 2019-06-17 12:40:26
Document Index: 210567596

Matched Legal Cases: ['§ 60', '§ 31', '§ 5', '§ 65', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 19', '§ 3', '§ 3', '§ 51', '§ 4', '§ 7', '§ 6', '§ 6', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§4', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 3', '§ 8', '§ 3', '§ 8', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Anleitung zur EÜR 2017
Hinweise zur Anlage SZE (Ermittlung der nicht abziehbaren Schuldzinsen für Einzelunternehmen)
Die Anlage EÜR mit ihren Anlagen ist nach § 60 Absatz 4 EStDV elektronisch an die Finanzverwaltung zu übermitteln. Die Abgabe der Anlage EÜR in Papierform ist nur noch in Härtefällen zulässig. Für jeden Betrieb ist eine separate Einnahmenüberschussrechnung zu übermitteln.
Die Abgabepflicht gilt auch für Körperschaften (§ 31 KStG), die nicht zur Buchführung verpflichtet sind. Steuerbegünstigte Körperschaften im Sinne des § 5 Absatz 1 Nummer 9 KStG unterliegen mit ihren Zweckbetrieben im Sinne der §§ 65 bis 68 AO nicht der Übermittlungspflicht. Sie haben das Formular nur dann zu übermitteln, wenn die Einnahmen einschließlich der Umsatzsteuer aus steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben die Besteuerungsgrenze von insgesamt 35.000 Euro im Jahr übersteigen. Einzutragen sind die Daten des einheitlichen steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs (§ 64 Absatz 2 AO). Die Wahlmöglichkeiten des § 64 Absatz 5 AO (Ansatz des Gewinns mit dem branchenüblichen Reingewinn bei der Verwertung unentgeltlich erworbenen Altmaterials) und des § 64 Absatz 6 AO (Gewinnpauschalierung bei bestimmten wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben, die eng mit der steuerbegünstigten Tätigkeit oder einem Zweckbetrieb verbunden sind) bleiben unberührt. Bei Gewinnpauschalierung nach § 64 Absatz 5 oder 6 AO sind die Betriebseinnahmen in voller Höhe zu erfassen. Die Differenz zum pauschal ermittelten Gewinn ist in Zeile 23 einzutragen.
Ein anderer Wert als „Stpfl. Person/Ehemann/Lebenspartner(in) A/Gesellschaft/Körperschaft“ ist hier nur auszuwählen, wenn die Anlage EÜR unter der gleichen Steuernummer abgegeben wird wie die Einkommensteuererklärung der zusammenveranlagten Ehegatten/Lebenspartner(innen). Auch bei Körperschaften und Gesellschaften ist der Wert „Stpfl. Person/Ehemann/Lebenspartner(in) A/Gesellschaft/Körperschaft“ auszuwählen.
Sie sind Kleinunternehmer, wenn ihr Gesamtumsatz (§ 19 Absatz 3 in Verbindung mit Absatz 1 UStG) im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich 50.000 Euro nicht übersteigen wird und Sie nicht auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung verzichtet haben. Kleinunternehmer dürfen für ihre Umsätze, zum Beispiel beim Verkauf von Waren oder der Erbringung von Dienstleistungen, keine Umsatzsteuer gesondert in Rechnung stellen.
Nach Hinweis 18.2 (Betriebsausgabenpauschale) EStH können bei hauptberuflicher selbstständiger schriftstellerischer oder journalistischer Tätigkeit pauschal 30 Prozent der Betriebseinnahmen, maximal 2.455 Euro jährlich, bei wissenschaftlicher, künstlerischer und schriftstellerischer Nebentätigkeit sowie bei nebenamtlicher Lehr- und Prüfungstätigkeit pauschal 25 Prozent der Betriebseinnahmen, maximal 614 Euro jährlich, statt der tatsächlich angefallenen Betriebsausgaben geltend gemacht werden (weiter mit Zeile 65).
nach § 3 Nummer 26 EStG für bestimmte nebenberufliche Tätigkeiten in Höhe von maximal 2.400 Euro (Übungsleiterfreibetrag),
nach § 3 Nummer 26b EStG für Aufwandsentschädigungen an ehrenamtliche Betreuer in Höhe von maximal 2.400 Euro.
Die sachlichen Bebauungskosten umfassen im Falle der Pauschalierung die mit der Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte in Zusammenhang stehenden Kosten wie zum Beispiel die Kosten für Düngung, Pflanzenschutz, Versicherungen (ohne Hagelversicherung), Beiträge und die Kosten für den Unterhalt/Betrieb von Wirtschaftsgebäuden, Maschinen und Geräten (jeweils ohne Abschreibungen). Hierzu gehören auch weitere sachliche Kosten wie zum Beispiel Ausbaukosten bei selbst ausbauenden Weinbaubetrieben oder die Kosten für Flaschenweinausbau.
Bei forstwirtschaftlichen Betrieben kann in Zeile 24 eine Betriebsausgabenpauschale von 55 Prozent der Einnahmen aus der Verwertung des eingeschlagenen Holzes abgezogen werden (§ 51 EStDV). Die Pauschale beträgt 20 Prozent, soweit das Holz auf dem Stamm verkauft wird. Mit den pauschalen Betriebsausgaben sind sämtliche Betriebsausgaben mit Ausnahme der Wiederaufforstungskosten und der Minderung des Buchwerts für ein Wirtschaftsgut "Baumbestand" abgegolten. Die Wiederaufforstungskosten sind in Zeile 25 beziehungsweise 26 einzutragen; eine Minderung des Buchwerts ist in Zeile 35 zu erfassen.
Bitte beachten Sie, dass die Anschaffungs-/Herstellungskosten für bestimmte Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens (vor allem Anteile an Kapitalgesellschaften, Wertpapiere, Grund und Boden, Gebäude) erst im Zeitpunkt des Zuflusses des Veräußerungserlöses/der Entnahme aus dem Betriebsvermögen als Betriebsausgabe zu erfassenm sind.
Absetzung für Abnutzung (Zeilen 28 bis 36)
Zur Erläuterung ist die Anlage AVEÜR beizufügen..
Die nach dem 05.05.2006 angeschafften, hergestellten oder in das Betriebsvermögen eingelegten Wirtschaftsgüter des Anlage- sowie bestimmte Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungs-/Herstellungsdatum, den Anschaffungs-/Herstellungskosten und den vorgenommenen Abschreibungen in besondere, laufend zu führende Verzeichnisse aufzunehmen (§ 4 Absatz 3 Satz 5 EStG, Richtlinie 4.5 Absatz 3 EStR). Bei Umlaufvermögen gilt diese Verpflichtung vor allem für Anteile an Kapitalgesellschaften, Wertpapiere, Grund und Boden sowie Gebäude.
Hier sind die Herabsetzungbseträge nach § 7g Absatz 2 Satz 2 EStG einzutragen (siehe auch Ausführungen zu Zeilen 73 bis 75).
Aufwendungen für geringwertige Wirtschaftsgüter nach § 6 Absatz 2 EStG (Zeilen 33 und 34)
Für abnutzbare, bewegliche und selbständig nutzungsfähige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs-/Herstellungskosten beziehungsweise deren Einlagewert 150 Euro, aber nicht 1000 Euro übersteigen, kann nach § 6 Absatz 2a EStG im Wirtschaftsjahr der Anschaffung/Herstellung oder Einlage auch ein Sammelposten gebildet werden. Dieses Wahlrecht kann nur einheitlich für alle im Wirtschafsjahr angeschafften/hergestellen beziehungsweise eingelegten Wirtschaftsgüter in Anspruch genommen werden. Im Fall der Bildung eines Sammelpostens können daher im Wirtschaftsjahr lediglich die Aufwendungen für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150 Euro als GWG (Zeile 33) berücksichtigt werden; bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten von über 1.000 Euro sind die Aufwendungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer zu verteilen (vergleiche Zeile 30).
Weitere Erläuterungen zur Behandlung von GWG und zum Sammelposten sowie dessen jährlicher Auflösung mit einem Fünftel finden Sie in dem BMF–Schreiben vom 30.09.2010, BStBl I S. 755 sowie in Richtlinie 6.13 EStR.
Nicht abziehbare Beträge (AfA und Restbuchwerte) (Zeile 36)
Sonstige unbeschränkt abziehbare Betriebsausgaben (Zeile 40 bis 52)
Schuldzinsen zur Finanzierung von Anschaffungs- und Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens und übrige Schuldzinsen (Zeilen 47 und 48)
Tragen Sie in Zeile 47 die Schuldzinsen für gesondert aufgenommene Darlehen zur Finanzierung von Anschaffungs-/Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens ein (ohne Schuldzinsen im Zusammenhang mit dem häuslichen Arbeitszimmer - diese sind in Zeile 56 einzutragen).
In diesen Fällen unterliegen die Schuldzinsen nicht der Abzugsbeschränkung nach § 4 Absatz 4a EStG. Die übrigen Schuldzinsen sind in Zeile 48 einzutragen. Diese sind bis zu einem Betrag von 2.050 Euro unbeschränkt abzugsfähig.
Bei der Ermittlung der Überentnahmen ist grundsätzlich vom Gewinn/Verlust vor Anwendung des § 4 Absatz 4a EStG (Zeile 82) auszugehen. Der Hinzurechnungsbetrag nach § 4 Abs. 4a EStG ist in Zeile 83 einzutragen.
Wenn die geltend gemachten Schuldzinsen - ohne Berücksichtigung der Schuldzinsen für Darlehen zur Finanzierung von Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens - den Betrag von 2.050 Euro übersteigen, ist bei Einzelunternehmen die Anlage SZE beizufügen.
Bei Gesellschaften/Gemeinschaften sind die nicht abziehbaren Schuldzinsen gesellschafterbezogen zu ermitteln. Der nicht abziehbare Teil der Schuldzinsen ist deshalb für jeden Beteiligten gesondert zu berechnen (vergleiche Anlagen FE4 und FE 5 zur Feststellungserklärung).Vergleichen Sie auch die Erläuterung zu Zeile 83 der Anlage SE in der Anleitung zu den Anlagen ER, SE und AVSE. Weitere Erläuterungen zur Anwendung des §4 Absatz 4a EStG finden Sie in den BMF-Schreiben vom 17.11.2005, BStBl I Seite 1019, vom 12.06.2006, BStBl I Seite 416, vom 07.05.2008, BStBl I Seite 588 und vom 18.02.2013, BStBl I S. 197.
Tragen Sie hier die übrigen unbeschränkt abziehbaren Betriebsausgaben ein, soweit diese nicht in den Zeilen 23 bis 51 berücksichtigt worden sind.
Aufwendungen für die Bewirtung von Personen aus geschäftlichem Anlass sind zu 70 Prozent abziehbar und zu 30 Prozent nicht abziehbar. Die hierauf entfallende Vorsteuer ist allerdings abziehbar, soweit die Aufwendungen angemessen und nachgewiesen sind, und insoweit in Zeile 49 zu erfassen.
Verpflegungsmehraufwendungen anlässlich einer Geschäftsreise oder einer betrieblich veranlassten doppelten Haushaltsführung sind hier zu erfassen. Fahrtkosten sind in den Zeilen 59 bis 64 zu berücksichtigen. Sonstige Reise- und Reisenebenkosten tragen Sie bitte in Zeile 41 ein. Aufwendungen für die Verpflegung sind unabhängig vom tatsächlichen Aufwand nur in Höhe der Pauschbeträge abziehbar.
Die Reisekosten für Ihre Arbeitnehmer tragen Sie bitte in Zeile 27 ein.
Aufwendungen für Wege zwischen Wohnung und erster Betriebsstätte sowie für Familienheimfahrten sind nicht hier, sondern in den Zeilen 59 bis 64 zu erklären.
Von Gerichten oder Behörden im Inland oder von Organen der Europäischen Union festgesetzte Geldbußen, Ordnungsgelder oder Verwarnungsgelder sind nicht abziehbar. Von Gerichten oder Behörden anderer Staaten festgesetzte Geldbußen fallen nicht unter das Abzugsverbot. In einem Strafverfahren festgesetzte Geldstrafen sind nicht abziehbar. Eine von einem ausländischen Gericht verhängte Geldstrafe kann bei Widerspruch zu wesentlichen Grundsätzen der deutschen Rechtosrdnung Betriebsausgabe sein.
Kraftfahrzeugkosten und andere Fahrtkosten (Zeilen 59 bis 64)
Kosten für die betriebliche Nutzung eines privaten Kraftfahrzeuges können entweder pauschal mit 0,30 Euro je km oder mit den anteiligen tatsächlich entstandenen Aufwendungen angesetzt werden. Dagegen sind Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und erster Betriebsstätte in Höhe der Entfernungspauschale in Zeile 64 einzutragen.
Aufwendungen für Wege zwischen Wohnung und erster Betriebsstätte können nur eingeschränkt als Betriebsausgaben abgezogen werden (vergleiche BMF-Schreiben vom 23.12.2014, BStBl 2015 I S.26).
Deshalb werden hier zunächst die tatsächlichen Aufwendungen, die auf Wege zwischen Wohnung und erster Betriebsstätte entfallen, eingetragen (zum Beispiel auch Kosten für öffentliche Verkehrsmittel). Sie mindern damit die tatsächlich ermittelten Gesamtaufwendungen (Beträge aus Zeilen 59 bis 61 zuzüglich AfA und Zinsen).
Es ist höchstens der Wert einzutragen, der sich aus der Differenz der tatsächlich ermittelten Gesamtaufwendungen (Betrag aus Zeilen 59 bis 61 zuzüglich AfA und Zinsen) und der Privatentnahme (Betrag aus Zeile 19) ergibt (sogenannte Kostendeckelung).
Arbeitstage, an denen die Betriebsstätte aufgesucht wird x 0,30 Euro je Kilometer der einfachen Entfernung zwischen Wohnung und erster Betriebsstätte.
Übersteigen die Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel den im Kalenderjahr insgesamt als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag, können diese anstelle der Entfernungspauschale angesetzt werden; die Begrenzung auf 4.500 Euro gilt nicht. In diesem Fall sind keine Eintragungen in den Zeilen 63 und 64 vorzunehmen.
Ermittlung des Gewinns (Zeilen 71 bis 84)
Hinzurechnung der Investitionsabzugsbeträge nach § 7g Absatz 2 EStG (Zeilen 73 bis 75)
Wurde für ein im Wirtschaftsjahr 2017 beziehungsweise im Wirtschaftsjahr 2017/2018 angeschafftes oder hergestelltes Wirtschaftsgut in einem vor dem 1. Januar 2016 endenden Wirtschaftsjahr ein Investitionsabzugsbetrag in Anspruch genommen, so ist im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung der Investitionsabzugsbetrag (maximal 40 Prozent der Anschaffungs-/Herstellungskosten) gewinnerhöhend hinzuzurechnen. Nach § 7g Absatz 2 Satz 2 EStG können die Anschaffungs-/Herstellungskosten des Wirtschaftsguts um bis zu 40 Prozent, höchstens jedoch um die Hinzurechnung, gewinnmindernd herabgesetzt werden. Diese Herabsetzungsbeträge sind in Zeile 32 einzutragen. Die Bemessungsgrundlage für weitere Absetzungen und Abschreibungen verringert sich entsprechend.
Sofern in einem nach dem 31. Dezember 2015 endenden Wirtschaftsjahr Investitionsabzugsbeträge in Anspruch genommen worden sind (vergleiche Zeile 77), ist wie folgt zu verfahren: Die Anschaffungs-/Herstellungskosten eines im Wirtschaftsjahr 2017 beziehungsweise im Wirtschaftsjahr 2017/2018 angeschafften/hergestellten Wirtschaftsguts können in Höhe von bis zu 40 Prozent gewinnerhöhend hinzugerechnet werden. Im Unterschied zur bis zum 31. Dezember 2015 geltenden Rechtslage kommt es nicht darauf an, dass das Wirtschaftsgut sowie die voraussichtlichen Anschaffungs-/Herstellungskosten im Wirtschaftsjahr der Inanspruchnahme des Investitionsabzugsbetrags benannt worden sind. Die Hinzurechnung darf die nach § 7g Absatz 1 EStG abgezogenen und noch nicht nach den § 7g Absatz 2 bis 4 EStG hinzugerechneten oder rückgängig gemachten Abzugsbeträge nicht übersteigen. Nach § 7g Absatz 2 Satz 2 EStG können die Anschaffungs-/
Herstellungskosten des Wirtschaftsguts um bis zu 40 Prozent, höchstens jedoch um die Hinzurechnung, gewinnmindernd herabgesetzt werden.
Diese Herabsetzungsbeträge sind in Zeile 32 einzutragen. Die Bemessungsgrundlage für weitere Absetzungen und Abschreibungen verringert sich entsprechend.
Bei Land- und Forstwirten mit vom Kalenderjahr abweichendem Wirtschaftsjahr sind in Zeile 73 der Hinzurechnungsbetrag aus dem Wirtschaftsjahr 2014/2015, in der Zeile 74 der Hinzurechnungsbetrag aus dem Wirtschaftsjahr 2015/2016 und in der Zeile 75 der Hinzurechnungsbetrag aus dem Wirtschaftsjahr 2016/2017 einzutragen.
Weitere Erläuterungen zur Anwendung des § 7g EStG finden Sie im BMF-Schreiben vom 20.03.2017, BStBl I S. 423.
Berücksichtigung von Investitionsabzugsbeträgen (Zeile 77)
der Steuerpflichtige seit 2016 die Summe der Investitionsabzugsbeträge sowie die Summen der hinzuzurechenden bzw. rückgängig zu machenden Investitionsabzugsbeträge (vergleiche die Erläuterungen zu den Zeilen 73 bis 75) elektronisch an die Finanzverwaltung übermittelt. Ein Verzicht auf die elektronische Übermittlung ist nur in Härtefällen möglich. In diesem Fall sind die Angaben in der als Papiervordruck eingereichten Anlage EÜR zu machen.
Die Summe der geltend gemachten und bislang noch nicht hinzugerechneten oder rückgängig gemachten Investitionsabzugsbeträge darf im Wirtschaftsjahr des Abzugs und in den drei vorangegangenen Wirtschaftsjahren insgesamt nicht mehr als 200.000 € betragen.
Rückgängigmachung (Zeile 77)
Ein in einem vor dem 1. Januar 2016 endenden Wirtschaftsjahr in Anspruch genommener Investitionsabzugsbetrag ist nach § 7g Absatz 3 EStG rückgängig zu machen, wenn die Investitionsabsicht aufgegeben oder die Investition innerhalb der dreijährigen Investitionsfrist nicht durchgeführt wird. Das gleiche gilt gemäß § 7g Absatz 4 EStG, wenn das erworbene Wirtschaftsgut nicht im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und dem darauf folgenden Wirtschaftsjahr in einer inländischen Betriebsstätte des Betriebs des Steuerpflichtigen ausschließlich oder fast ausschließlich betrieblich genutzt wird (sogenannte Verwendungsvoraussetzung).
Investitionsabzugsbeträge, die in einem nach dem 31. Dezember 2015 endenden Wirtschaftsjahr in Anspruch genommen worden sind, sind nach § 7g Absatz 3 EStG im Abzugsjahr rückgängig zu machen, wenn bis zum Ende des dreijährigen Investitionszeitraums keine (ausreichenden) begünstigten Investitionen durchgeführt worden sind, die zu Hinzurechnungen nach § 7g Absatz 2 Satz 1 EStG geführt haben (vergleiche Zeilen 73 bis 75). Die Rückgängigmachung ist auf die „noch vorhandenen“ – also die noch nicht nach § 7g Absatz 2 Satz 1 EStG hinzugerechneten –Investitionsabzugsbeträge beschränkt. Daneben können Investitionsabzugsbeträge auch freiwillig vor Ablauf des dreijährigen Investitionszeitraums rückgängig gemacht werden. Sofern ein Wirtschaftsgut, für das eine Hinzurechnung nach § 7g Absatz 2 Satz 1 EStG angesetzt worden ist, nicht im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und dem darauffolgenden Wirtschaftsjahr in einer inländischen Betriebsstätte des Steuerpflichtigen ausschließlich oder fast ausschließlich betrieblich genutzt wird (sogenannte Verwendungsvoraussetzung), so ist gemäß § 7g Absatz 4 EStG die Hinzurechnung nach § 7g Absatz 2 Satz 1 EStG und gegebenenfalls die Herabsetzung der Anschaffungs-/Herstellungskosten nach § 7g Absatz 2 Satz 2 EStG rückgängig zu machen. Der Investitionsabzugsbetrag kann für andere begünstigte Investitionen genutzt werden. Sofern dies nicht möglich ist, ist er im Abzugsjahr rückgängig zu machen.
Die Rückgängigmachung des Investitionsabzugsbetrags ist dem Finanzamt durch Übermittlung einer berichtigten Anlage EÜR für das Jahr anzuzeigen, in dem der Investitionsabzugsbetrag abgezogen worden ist. Sofern im Folgejahr der Anschaffung oder Herstellung gegen die Verwendungsvoraussetzung nach § 7g Absatz 4 EStG verstoßen wird, ist der im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung berücksichtigte Hinzurechnungsbetrag nach § 7g Absatz 2 Satz 1 EStG rückgängig zu machen. Hierzu ist eine geänderte Anlage EÜR für das Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder
Herstellung zu übermitteln. In diesem Fall ist gegebenenfalls auch der Herabsetzungsbetrag nach § 7g Absatz 2 Satz 2 EStG zu korrigieren und die AfA neu zu berechnen.
Nach § 3 Nummer 40 EStG und § 8b KStG werden die dort aufgeführten Erträge (teilweise) steuerfrei gestellt. Damit in Zusammenhang stehende Aufwendungen sind nach § 3c Absatz 2 EStG und § 8b KStG (teilweise) nicht zum Abzug zugelassen. Der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen ist in der Spalte "Gesamtbetrag" zu erklären. Soweit die Aufwendungen die Erträge übersteigen, erfolgt die Eintragung mit negativem Vorzeichen. In der Spalte Korrekturbetrag ist ein steuerfreier Betrag abzuziehen (Eintragung mit negativem Vorzeichen) und ein nicht abziehbarer Betrag hinzuzurechnen.
Rücklagen und stille Reserven (Zeilen 86 bis 89)
Rücklage nach § 6c i. V. m. § 6b EStG (Zeilen 86 und 87)
Bei der Veräußerung von Anlagevermögen ist der Erlös in Zeile 18 als Einnahme zu erfassen. Sie haben dann die Möglichkeit, bei bestimmten Wirtschaftsgütern (zum Beispiel Grund und Boden, Gebäude, Aufwuchs) den entstehenden Veräußerungsgewinn (sogenannte stille Reserven) von den Anschaffungs-/Herstellungskosten angeschaffter oder hergestellter Wirtschaftsgüter (sogenannter Reinvestitionswirtschaftsgüter) abzuziehen (Eintragung des Abzugsbetrags in Zeile 87).
Entnahmen und Einlagen (Zeilen 90 und 91)
zuzüglich Eintragung in der Spalte „Zugänge“
abzüglich Eintragung in der Spalte „Sonderabschreibung nach § 7g Absatz 5 und 6 EStG“
abzüglich Eintragung in der Spalte „AfA/Auflösungsbetrag“
abzüglich Eintragung in der Spalte „Abgänge“
Die Angaben in der Anlage SZE sind bei Einzelunternehmen zu übermitteln, wenn die geltend gemachten Schuldzinsen, ohne Berücksichtigung der Schuldzinsen für Darlehen zur Finanzierung von Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, den Betrag von 2.050 Euro übersteigen. Die Eintragungen in den Zeilen 4 bis 8 dienen der Ermittlung des maßgeblichen Gewinns für Zwecke des § 4 Absatz 4a EStG (vergleiche Randnummer 8 des BMF-Schreibens vom 17.11.2005, BStBl I Seite 1019).
Korrekturen der in Zeile 48 der Anlage EÜR eingetragenen Schuldzinsen auf Grund von steuerlichen Abzugsbeschränkungen (zum Beispiel Teilabzugsverbot) sind ebenfalls hier vorzunehmen.
Bei beweglichen Wirtschaftsgütern sind Abschreibungswahlrechte und Restnutzungsdauern bei einem Gesellschafterwechsel für den eintretenden Gesellschafter neu zu bestimmen. Weitere Erläuterungen dazu finden Sie im BMF-Schreiben vom 19.12.2016, BStBl I 2017 S. 34.
Der in der Spalte „Minderbeträge zu Beginn des Gewinnermittlungszeitraums“ einzutragende Wert ist aus der für das vorangegangene Wirtschaftsjahr eingereichten Ergänzungsrechnung (Anlage ER) abzuleiten.
Eintragung in der Spalte „Minderbeträge zu Beginn des Gewinnermittlungszeitraums“ der Anlage ER des vorangegangenen Wirtschaftsjahres
zuzüglich Eintragung in der Spalte „Gewinnneutrale Zu-und Abgänge“ der Anlage ER des vorangegangenen Wirtschaftsjahres
zuzüglich Eintragung in der Spalte „Gewinnwirksame Erhöhung und Minderung der Minderbeträge“ der Anlage ER des vorangegangenen Wirtschaftsjahres
= Eintragung in der Spalte „Minderbeträge zu Beginn des Gewinnermittlungszeitraums“ der Anlage ER des laufenden Wirtschaftsjahres.
Soweit das Ergebnis dieser Berechnung ausnahmsweise negativ ist (Wechsel von einem Minderbetrag zu einem Mehrbetrag), ist das Ergebnis in den Zeilen 6 bis 19 in der Spalte „Mehrbeträge zu Beginn des Gewinnermittlungszeitraums“ der Anlage ER des laufenden Wirtschaftsjahres einzutragen.
Die nicht abziehbaren Schuldzinsen nach § 4 Absatz 4a EStG sind nach dem BMF-Schreiben vom 07.05.2008 (BStBl. I S. 588) gesellschafterbezogen zu ermitteln. Für jeden Gesellschafter ist daher eine gesonderte Schuldzinsenermittlung vorzunehmen. Die nicht abziehbaren Schuldzinsen aus der jeweiligen Sonderberechnung sind hier einzutragen. Die Summe aller auf die Gesamthand entfallenden Hinzurechnungsbeträge ist nicht hier, sondern in Zeile 83 der Anlage EÜR für die Personengesellschaft einzutragen.
Der auf den Gesellschafter in der Anlage EÜR entfallende Zinsaufwand beträgt 10000 Euro, die Zinsen in der Anlage SE betragen 2000 Euro. Die nach § 4 Absatz 4a EStG nicht abziehbaren Schuldzinsen für diesen Gesellschafter betragen 600 Euro.
In diesem Fall ist in Zeile 83 der Anlage EÜR ein Hinzurechnungsbetrag in Höhe von 500 Euro (600 Euro multipliziert mit 10000 Euro geteilt durch 12000 Euro) und in Zeile 83 der Anlage SE ein Hinzurechnungsbetrag in Höhe von 100 Euro (600 Euro multipliziert mit 2000 Euro geteilt durch 12000 Euro) einzutragen.