Source: http://www.nibis.de/nibis.php?menid=3649
Timestamp: 2018-08-15 14:33:40
Document Index: 375836142

Matched Legal Cases: ['Art. 7', '§ 124', 'Art. 7', '§ 124', '§ 2', 'Art. 4']

Niedersächsischer Bildungsserver: Evangelischer Religionsunterricht
Die Rechtsgrundlagen des Religionsunterrichts finden sich im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Art. 7 Abs. 2 und 3 sowie in den §§ 124 bis 128 des Niedersächsischen Schulgesetzes. Der Religionsunterricht ist nach Art. 7 Abs. 3 GG und § 124 Abs. 1 NSchG „ordentliches Lehrfach“. Er leistet einen eigenständigen Beitrag zur Erfüllung des Bildungsauftrages der Schule nach § 2 NSchG. Zugleich sichert er für den Einzelnen das Grundrecht der positiven und negativen Religionsfreiheit (Art. 4 GG); das bedeutet einerseits das Recht auf religiöse Bildung, andererseits das Recht, sich vom Religionsunterricht abzumelden.
Der evangelische Religionsunterricht besitzt eine klare konfessionelle Profilierung. Er ist nicht nur ein obligatorisches Schulfach für evangelische Schülerinnen und Schüler, sondern darüber hinaus offen für die Teilnahme von konfessionslosen Schülerinnen und Schülern, wenn dies die Erziehungsberechtigten oder die religionsmündigen Schülerinnen und Schüler selbst wünschen.
Regelung und Durchführung des Religionsunterrichts sind staatliche Aufgabe und Angelegenheit. Damit ist der Religionsunterricht staatlichem Schulrecht und staatlicher Schulaufsicht unterworfen. Gleichzeitig gehört der Religionsunterricht in den Verantwortungsbereich der Kirchen bzw. Religionsgemeinschaften. Nach Maßgabe ihrer Grundsätze entscheiden sie über die Ziele und Inhalte des Unterrichtsfaches Religion. Hierbei bleiben die allgemeinen Erziehungsziele der staatlichen Schule gewahrt. Struktur und Organisation der jeweiligen Schulart sind zu beachten.
„Lehrkräfte, die nicht in einem kirchlichen Dienst- oder Arbeitsverhältnis stehen, benötigen für die Erteilung von evangelischem Religionsunterricht eine kirchliche Bestätigung“ (Vokation). Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen verstehen die Vokation als ein explizites Wahrnehmen ihrer Mitverantwortung für den Religionsunterricht als einer res mixta von Kirche und Staat. In diesem Sinne „verpflichten sich die Kirchen der Konföderation, die Lehrkräfte durch begleitende Fortbildungsangebote, durch das Angebot von persönlicher Begleitung und Beratung und durch Bereitstellung von didaktischen und methodischen Hilfen zu unterstützen“.
Quelle: Kerncurriculum Ev. Religion
Berufsbegleitende Weiterbildung Lesen Sie mehr
Religionsunterricht ist der Ort, wo Kinder mit ihren Fragen zu Wort kommen. Es werden weniger vorschnelle Antworten gesucht oder gegeben. Es geht um einen Lernprozess, der auf eine Fragehaltung und die aktive Beteiligung der Kinder zielt. Lesen Sie mehr
Die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule sollen sich im Religionsunterricht als Personen angenommen wissen und erfahren, dass sie zu Leistungen fähig sind. Der Religionsunterricht stärkt das Selbstwertgefühl und begleitet die Schülerinnen und Schüler auch auf ihrem Wegen. Lesen Sie mehr
Im Zentrum des Religionsunterrichts in der Realschule steht die Vermittlung elementarer Kenntnisse der christlichen Religion, die Weiterentwicklung der Identität, die Stärkung des Selbstwert- gefühls, die Erörterung ethischen Handelns und eine Vorstellung der Bedeutung von Religion im Leben. Lesen Sie mehr
Im Zentrum des Religionsunterrichts in der Oberschule stehen die Vermittlung elementarer Kenntnisse der christlichen Religion, die Erörterung ethischen Handelns, der Aufbau einer Vorstellung der Bedeutung von Religion im Leben, die Weiterentwicklung der Identität sowie die Stärkung des Selbstwertgefühls. Lesen Sie mehr
Die Schülerinnen und Schüler sollen sich im Religionsunterricht als Personen angenommen wissen. Damit stärkt der Religionsunterricht ihr Selbstwertgefühl und begleitet sie auf ihrem Weg der persönlichen Orientierung. Lesen Sie mehr
Im Religionsunterricht lernen Schülerinnen und Schüler, eigene Standpunkte zu entwickeln und andere zu verstehen sowie Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen. Er vermittelt Normen und Wertehaltungen und eröffnet Zugänge zu einem Gemeinwesen orientierten Auftreten und Engagement. Lesen Sie mehr
Im Mittelpunkt des Religionsunterrichts der Oberstufe stehen Fragen von existenziellem Gewicht, die über den eigenen Lebensentwurf, die je eigene Deutung der Wirklichkeit und die individuellen Handlungsoptionen entscheiden. Lesen Sie mehr
Kerncurricula und Erlasse
mk.niedersachsen - "Regelungen für den Religionsunterricht und den Unterricht Werte und Normen" (PDF)
db2.nibis.de - "KC Ev. Religion Grundschule"
db2.nibis.de - "KC Ev. Religion Hauptschule"
db2.nibis.de - "KC Ev. Religion Realschule
db2.nibis.de - "KC Ev. Religion Oberschule"
db2.nibis.de - "KC Ev. Religion IGS"
db2.nibis.de - "KC Ev. Religion Gymnasium (Sek I)
db2.nibis.de - "KC Ev. Religion Sekundarbereich II"
db2.nibis.de - "EPA Ev. Religion"
Arbeitsbereich Religionspädagogik und Medienpädagogik Braunschweig
Arbeitsstelle für Religionspädagogik (arp) in Oldenburg
Arbeitsstelle für evangelische Religionspädagogik Ostfriesland
Überkonfessionelle Plattform für Religionspädagogik und Religionsunterricht
Landeswettbewerb Religion „Respekt!“
Vokation in Niedersachsen
Vokation für evangelische Religionslehrerinnen und Religionslehrer (PDF)
Vokation und Kirchengesetz (PDF)
Texte zum Religionsunterricht
Religionsunterricht in Niedersachsen (PDF)
Religion unterrichten in Niedersachsen (F. Kraft) (PDF)
Identität und Verständigung - Standort und Perspektiven des Religionsunterrichts in der Pluralität (PDF)
Religiöse Orientierung gewinnen - Ev. Religionsunterricht als Beitrag zu einer pluralitätsfähigen Schule (PDF)