Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/holzbearbmechausbv-2004-07
Timestamp: 2019-01-21 03:20:40
Document Index: 146956925

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 8', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen bezogen auf Arbeits- und Geschäftsprozesse vermittelt werden. Sie sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren sowie das Handeln im betrieblichen Gesamtzusammenhang einschließt. Die in Satz 2 beschriebene Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 8 und 9 nachzuweisen.
Vorbereiten, Einrichten und Sichern von Arbeitsplätzen,
Sortieren, Vermessen, Kontrollieren und Einteilen von Holz und Rohmaterialien,
Einrichten, Bedienen und Instandhalten von Geräten, Maschinen und Anlagen,
Einrichten und Instandhalten von Maschinenwerkzeugen,
Überwachen von Produktionsprozessen,
Vorbereitende und nachbearbeitende Arbeiten zur Herstellung von Erzeugnissen,
Trocknen von Holz,
Transportieren, Lagern und Pflegen von Holz, Rohmaterialien und Erzeugnissen,
Versenden von Erzeugnissen,
Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen, Kundenorientierung,
Eine vom Ausbildenden festzulegende Wahlqualifikationseinheit im Umfang von 16 Wochen aus der Auswahlliste gemäß Absatz 2.
(2) Die Auswahlliste umfasst folgende Wahlqualifikationseinheiten:
Herstellen von Sägewerkserzeugnissen,
Herstellen von Hobelwerkserzeugnissen,
Herstellen von Leimholzerzeugnissen,
Herstellen von Holzwerkstofferzeugnissen.
(3) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt höchstens drei Stunden eine Arbeitsaufgabe durchführen. Für die Arbeitsaufgabe kommt insbesondere in Betracht:
Bearbeiten eines Werkstückes unter Anwendung maschineller Bearbeitungstechniken sowie Sortieren und Stapeln von Holzerzeugnissen einschließlich einer Holzfeuchtemessung.
(4) Im schriftlichen Teil der Prüfung sind in insgesamt höchstens 120 Minuten Aufgaben, die im Zusammenhang mit der praktischen Aufgabe stehen, zu bearbeiten.
(5) In beiden Prüfungsteilen soll der Prüfling zeigen, dass er Arbeitsschritte und Arbeitsabläufe planen, Arbeitsmittel festlegen, technische Unterlagen nutzen sowie Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und zur Qualitätssicherung berücksichtigen kann.
(2) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt höchstens sechs Stunden eine Arbeitsaufgabe durchführen. Für die Arbeitsaufgabe kommt insbesondere in Betracht:
Herstellen von Holzerzeugnissen einschließlich Auswählen und Einteilen von Holz und Rohmaterialien, Einrichten und Bedienen von Holzbearbeitungsmaschinen oder Produktionsanlagen sowie Sortieren und Vermessen von Holzerzeugnissen.
Bei der Erstellung der Arbeitsaufgabe ist die festgelegte Wahlqualifikationseinheit zu berücksichtigen. Bei der Durchführung der Arbeitsaufgabe soll der Prüfling zeigen, dass er die Arbeitsabläufe unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer, organisatorischer und zeitlicher Vorgaben selbstständig planen, die Arbeitszusammenhänge erkennen, die Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren sowie Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz ergreifen kann.
(3) Der Prüfling soll im schriftlichen Teil der Prüfung in den Prüfungsbereichen Fertigungstechnik, Maschinen- und Anlagentechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft werden. In den Prüfungsbereichen Fertigungstechnik und Maschinen- und Anlagentechnik sind insbesondere praxisbezogene Aufgaben mit verknüpften informationstechnischen, technologischen und mathematischen Sachverhalten zu analysieren, zu bewerten und zu lösen. Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er die Arbeitssicherheits-, Gesundheitsschutz- und Umweltschutzbestimmungen berücksichtigen, die Verwendung von Werk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffen planen sowie Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen zuordnen, Herstellerangaben beachten und qualitätssichernde Maßnahmen einbeziehen kann. Es kommen praxisbezogene Aufgaben insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
Beschreiben der Vorgehensweise bei Herstellung von Holzerzeugnissen, Holzbauteilen oder Holzwerkstoffen unter Berücksichtigung der Produktqualität. Erstellen von Fertigungsunterlagen sowie Optimieren von Arbeitsabläufen;
im Prüfungsbereich Maschinen- und Anlagentechnik:
Beschreiben der Vorgehensweise beim Einrichten, Bedienen und Steuern von Maschinen und Anlagen, Steuern von Produktionsabläufen und Instandhalten von Werkzeugen, Maschinen und Anlagen;
1. im Prüfungsbereich Fertigungstechnik 120 Minuten,
2. im Prüfungsbereich Maschinen- und Anlagentechnik 120 Minuten,
1. Prüfungsbereich Fertigungstechnik 40 Prozent,
2. Prüfungsbereich Maschinen-und Anlagentechnik 40 Prozent,
(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und schriftlichen Teil der Prüfung mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind. Innerhalb der schriftlichen Prüfung müssen in zwei der Prüfungsbereiche nach Absatz 3 mindestens ausreichende Leistungen, in dem weiteren Prüfungsbereich dürfen keine ungenügenden Leistungen erbracht werden.
Anlage (zu § 5)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Holzbearbeitungsmechaniker/ zur Holzbearbeitungsmechanikerin
(Fundstelle: BGBl. I 2004, 1648 - 1653)
Abschnitt I: Pflichtqualifikationen gemäß § 4 Abs. 1
Monat 19.-36
Informationen erfassen, aufbereiten, bewerten und anwenden
Branchen-Software nutzen, Daten sichern und Datenschutzvorschriften anwenden
Daten aktualisieren und archivieren
(§ 4 Abs. 6)
Informationen, insbesondere technische Merkblätter und Gebrauchsanleitungen, beschaffen und nutzen
Arbeitsschritte und Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung technischer, wirtschaftlicher und ergonomischer Gesichtspunkte festlegen und vorbereiten
Mengen auftragsbezogen ermitteln
Gespräche mit Vorgesetzten und Mitarbeitern situationsgerecht führen, Sachverhalte darstellen
Skizzen und Zeichnungen anfertigen und anwenden
auftragsbezogene Listen erstellen und anwenden
technische Unterlagen, insbesondere Materiallisten, Betriebsanleitungen, Herstellerangaben, Normen, Sicherheitsregeln und Arbeitsanweisungen, anwenden
Messverfahren auswählen, Messgeräte auf Funktion prüfen
Messungen durchführen und dokumentieren, Messwerte berücksichtigen
Ausbeuteberechnungen durchführen
8 Vorbereiten, Einrichten und Sichern von Arbeitsplätzen
Arbeitsplatz einrichten und sichern, ergonomische Gesichtspunkte berücksichtigen
Arbeitshilfen auf- und abbauen
Gefahrstoffe erkennen, umweltgerechte Lagerung durchführen und Entsorgung von gefahrstoffhaltigen Abfällen veranlassen
9 Sortieren, Vermessen, Kontrollieren und Einteilen von Holz und Rohmaterialien
Holz nach Holzarten und Rohmaterialien nach Arten unterscheiden, Güte, Abmessungen, Eigenschaften und Verwendungszweck beurteilen
Güte-, Stärke-, Sortier- und Festigkeitsklassen prüfen und dokumentieren
Werkseingangskontrollen durchführen und Ergebnisse dokumentieren
Rohmaterialien für den Arbeitsauftrag auswählen und unter Berücksichtigung der Mengenausnutzung einteilen
10 Einrichten, Bedienen und Instandhalten von Geräten, Maschinen und Anlagen
Aufbau und Funktionszusammenhänge von Produktionseinrichtungen unterscheiden; Handwerkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen auftragsbezogen auswählen
handgeführte Maschinen einrichten und bedienen
pneumatische, hydraulische, elektrische und elektronischer Steuer- und Regeleinrichtungen einstellen
Handwerkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen instand halten, Systemkomponenten austauschen, Reparaturarbeiten durchführen
11 Einrichten und Instandhalten von Maschinenwerkzeugen
Maschinenwerkzeuge nach Verwendungszweck unterscheiden und auswählen
Maschinenwerkzeuge vorbereiten und einrichten
Maschinenwerkzeuge schärfen und instand halten
Maschinenwerkzeuge lagern
12 Überwachen von Produktionsprozessen
Geräte, Maschinen und Anlagen steuern, regeln und überwachen
Produktionsabläufe durch Eingriffe in die Steuerung nach Unterlagen und Anweisungen optimieren und dokumentieren
Bearbeitungsfehler erkennen und Bearbeitungsprozesse korrigieren
Programmfehler erkennen und Korrekturen veranlassen
pneumatische, hydraulische, elektrische und elektronische Steuer- und Regeleinrichtungen justieren und Einstellungsparameter überwachen
Fördervorgänge überwachen
13 Vorbereitende und nachbearbeitende Arbeiten zur Herstellung von Erzeugnissen
Holz und Rohmaterialien sowie Hilfsstoffe auftragsbezogen zuordnen und bereitstellen
Rundholz, Schnittholz oder Rohmaterialien nach Bearbeitungsvorgaben und unter Berücksichtigung optimaler Mengen- und Güteausnutzung auswählen, prüfen, transportieren und bearbeitungsgerecht zurichten
Schnittholz nach Arbeitsauftrag trennen, kappen, besäumen und sortieren
Nebenprodukte und Reststoffe für die Weiterverwertung vorbereiten
Erzeugnisse normengerecht und auftragsbezogen sortieren und vermessen
14 Durchführen von Holzschutzmaßnahmen
konstruktive und chemische Holzschutzmaßnahmen unter Berücksichtigung ökologischer und technischer Gesichtspunkte sowie des Verwendungszweckes unterscheiden und auswählen
Holzschutzmaßnahmen unter Berücksichtigung des Gesundheits- und Umweltschutzes durchführen
Holzschutzmittel lagern und Entsorgung veranlassen
15 Trocknen von Holz
Holzfeuchtemessungen durchführen
Freilufttrocknung vorbereiten und durchführen
technische Holztrocknung unter Berücksichtigung der Ausgangsbedingungen, geforderter Trocknungsqualität sowie unter wirtschaftlicher Energieverwendung und Vermeidung von Trocknungsfehlern vorbereiten, durchführen und dokumentieren
16 Transportieren, Lagern und Pflegen von Holz, Rohmaterialien und Erzeugnissen
(§ 4 Abs. 1 Nr. 16)
Holz, Rohmaterialien und Erzeugnisse auftrags- und materialgerecht lagern
Holz, Rohmaterialien und Erzeugnisse für den internen Transport vorbereiten
Schutzmaßnahmen zur schadensfreien Lagerung von Holz und Rohmaterialien durchführen
Hebe- und Transportgeräte, insbesondere Gabelstapler, bedienen
Schutzmaßnahmen zur schadensfreien Lagerung von Erzeugnissen durchführen
17 Versenden von Erzeugnissen
(§ 4 Abs. 1 Nr. 17)
Erzeugnisse kommissionieren und verpacken
Fahrzeuge nach Anweisung be- und entladen
Ladungen anhand der Versandunterlagen auf Vollständigkeit prüfen
18 Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen, Kundenorientierung
(§ 4 Abs. 1 Nr. 18)
eigene Arbeiten anhand von Qualitätsvorgaben prüfen
Zwischen- und Arbeitsergebnisse sowie Zeitaufwand und Materialverbrauch kontrollieren und dokumentieren
Einhaltung von Kundenanforderungen kontrollieren Fertigkeiten und Kenntnisse, die unter Einbeziehung selbständigen Planens, Durchführens und Kontrollierens zu vermitteln sind
Abschnitt II: Wahlqualifikationseinheiten gemäß § 4 Abs. 2
1 Herstellen von Sägewerkserzeugnissen
Schnittfiguren zur Erzeugung unterschiedlicher Schnittprodukte erstellen und auswerten
Rundholz unter Berücksichtigung optimaler Mengen- und Güteausnutzung einschneiden
2 Herstellen von Hobelwerkserzeugnissen
Schnittholz, insbesondere unter Berücksichtigung optimaler Mengen- und Güteausnutzung, hobeln und profilieren
Hobelwerkserzeugnisse, insbesondere unter Berücksichtigung optimaler Mengen- und Güteausnutzung, kappen und endbearbeiten
Profile für Kehl- und Fräsmesser aus- und übertragen
Oberflächen von Hobelwerkserzeugnissen vorbereiten und beschichten
3 Herstellen von Leimholzerzeugnissen
Kleb- und Zusatzstoffe nach Arbeitsauftrag auswählen und für die Verarbeitung vorbereiten
Lamellen herstellen und unter Beachtung von Pressdruck, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Aushärtedauer nach Vorschriften zu Leimholzerzeugnissen verleimen
Leimholzerzeugnisse endbearbeiten
4 Herstellen von Holzwerkstofferzeugnissen
Furniere, insbesondere unter Berücksichtigung optimaler Mengen- und Güteausnutzung, herstellen und zusammensetzen
Holzwerkstoffe, insbesondere durch Pressen, Schleifen und Formatieren, herstellen
Oberflächen von Holzwerkstoffen beschichten
2004, 1645: BGBl I