Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=13.05.1987&Aktenzeichen=IVb%20ZB%20118%2F82
Timestamp: 2019-10-18 15:02:23
Document Index: 10407170

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 10', '§ 10', 'BGH', '§ 57', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.05.1987 - IVb ZB 118/82 - dejure.org
https://dejure.org/1987,517
BGH, 13.05.1987 - IVb ZB 118/82 (https://dejure.org/1987,517)
BGH, Entscheidung vom 13.05.1987 - IVb ZB 118/82 (https://dejure.org/1987,517)
BGH, Entscheidung vom 13. Mai 1987 - IVb ZB 118/82 (https://dejure.org/1987,517)
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Gründe für die Nichtdurchführung des Versorgungsausgleiches nach Ehescheidung - Pflicht des Ehemannes auf eine von der Ehefrau auf sein Leben abzuschliessende Kapitalversicherung Beiträge einzuzahlen - Durchführung des Versorgungsausgleiches im Wege des Quasi-Splittings ...
NJW 1987, 2817 (Ls.)
NJW-RR 1987, 1092
MDR 1987, 1010
FamRZ 1987, 918
Denn die Bewertung eines in der Ehezeit erworbenen Anrechts richtet sich nach dem Stichtagsprinzip, nach dem grundsätzlich der bei Ehezeitende erreichte Wert entscheidend ist (Senatsbeschlüsse vom 13. Mai 1987 - IVb ZB 118/82 - FamRZ 1987, 918, 919; vom 9. Mai 2007 - XII ZB 77/06 - FamRZ 2007, 1542 ff.).
In dieser Vorschrift kommt das Stichtagsprinzip zum Ausdruck, nach dem für die Bewertung eines in der Ehezeit erworbenen Anrechts grundsätzlich der bei Ehezeitende erreichte Wert entscheidend ist (Senatsbeschluss vom 13. Mai 1987 ­ IVb ZB 118/82 ­ FamRZ 1987, 918, 919).
Denn die Bewertung eines in der Ehezeit erworbenen Anrechts richtet sich nach dem Stichtagsprinzip, nach dem grundsätzlich der bei Ehezeitende erreichte Wert entscheidend ist (…Senatsbeschlüsse vom 18. Mai 2011 - XII ZB 127/08 - FamRZ 2011, 1214 Rn. 14;… vom 13. Mai 2009 - XII ZB 169/06 - FamRZ 2009, 1347 Rn. 25;… vom 29. April 2009 - XII ZB 182/07 - FamRZ 2009, 1309 Rn. 17;… vom 9. Mai 2007 - XII ZB 77/06 -FamRZ 2007, 1542 Rn. 10 und vom 13. Mai 1987 - IVb ZB 118/82 - FamRZ 1987, 918, 919).
Der Halbteilungsgrundsatz lässt sich aber regelmäßig nur dann verwirklichen, wenn das betreffende Anrecht im Versorgungsausgleich nicht mit einem fiktiven, sondern mit seinem zum Stichtag Ehezeitende tatsächlich erreichten wirtschaftlichen Wert unter Zugrundelegung der bis dahin erlangten wertbestimmenden Merkmale des Ehezeitendes Berücksichtigung findet (vgl. Senatsbeschlüsse vom 9. Mai 2007 - XII ZB 77/06 - FamRZ 2007, 1542, 1543; vom 22. Juni 2005 - XII ZB 117/03 - FamRZ 2005, 1455, 1458 und vom 13. Mai 1987 - IVb ZB 118/82 - FamRZ 1987, 918, 919).
Dagegen bleibt - unter Aufrechterhaltung des Stichtagsprinzips - die bei Ehezeitende gegebene Bemessungsgrundlage einer Versorgung (z.B. Besoldungs- oder Tarifgruppe oder Einkommenshöhe) festgeschrieben (Senatsbeschluß vom 13. Mai 1987 - IVb ZB 118/82 - BGHR VAHRG § 10a Abs. 1 Nr. 1 Beförderung 1).
Insoweit handelt es sich um einen individuellen, tatsächlichen Umstand, der zwar die Versorgungslage des Ehemannes bleibend bestimmt, dessen Änderung nach Ende der Ehezeit aber keinen hinreichenden Bezug mehr zur Ehezeit aufweist und der für die Höhe des Versorgungsausgleichs deshalb nach dem Stichtagsprinzip unberücksichtigt bleibt (vgl. Senatsbeschluß vom 13. Mai 1987 - IV ZB 118/82 - FamRZ 1987, 918, 919 f. - auch für die Zeit nach Einführung des § 10 a VAHRG -).
Darauf, ob schon in der Ehezeit Vorbereitungen für die künftige Beförderung getroffen worden sind und welchen Grad an Sicherheit für deren tatsächliche Vornahme diese Maßnahmen vermittelt haben, kommt es nicht an (Senatsbeschluß vom 13. Mai 1987 aaO S. 919 f.).
3.1 Allerdings trifft es zu, dass wegen der Verminderung der Versorgungsanwartschaft des Klägers durch den Versorgungsausgleich auf die Verhältnisse bei Ende der Ehezeit abzustellen ist; spätere, d. h. nach dem Ende der Ehezeit eingetretene Veränderungen in der Besoldung des geschiedenen Beamten (hier die Einweisung in ein Amt der Besoldungsgruppe B 4 bei der Beklagten) oder bei den Einkommensverhältnissen überhaupt (hier als Bundestagsabgeordneter) können ebenso wenig wie eine erst nach dem Ende der Ehezeit erfolgte Beförderung (vgl. BGH, Beschl. v. 13.5.1987 - IV b ZB 118/82 -, FamRZ 1987, 918(920) u. Strötz, in: GKÖD, Stand: Juli 2003, RdNr. 10 zu § 57) Berücksichtigung finden.
Nur für sie bleibt das Ende der Ehezeit maßgeblich, so daß etwa die Beförderung des Ehemannes zum Oberkommissar (nach Ehezeitende im Verfahren der weiteren Beschwerde; vgl. Senatsbeschluß vom 13. Mai 1987 - IVb ZB 118/82 - FamRZ 1987, 918, 919 f.) nicht zu berücksichtigen ist.
BGH, 11.03.1992 - XII ZB 172/90
Nichtbrücksichtigung von Anwartschaften bei Nachentrichtung freiwilliger Beiträge …
BGH, 01.06.1988 - IVb ZB 58/86
BGH, 12.10.1988 - IVb ZB 18/88
BGH, 10.09.1997 - XII ZB 35/95
Ermittlung des Ehezeitanteils und Bewertung eines Versorgungsanrechts aus einer …
OLG Karlsruhe, 24.06.2013 - 18 UF 70/08
OLG Frankfurt, 30.11.2011 - 5 UF 81/11
Versorgungsausgleich: Behandlung eines Anrechts des Beamten auf Widerruf
OLG Karlsruhe, 25.01.2000 - 20 UF 165/99
Beschwerde eines Versorgungsträgers im Verfahren über den Versorgungsausgleich
BGH, 08.02.1989 - IVb ZB 133/87
Bemessung von Rentenanwartschaften gegenüber der Bundesanstalt für Angestellte …