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Timestamp: 2019-11-21 19:54:37
Document Index: 178449623

Matched Legal Cases: ['§ 180', '§ 22', '§ 23', '§ 180', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 22', '§ 23', '§ 180', '§ 119', '§ 119', '§ 119', '§ 116', '§ 135']

Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend die Voraussetzungen der gesonderten und einheitlichen Feststellung von gemeinschaftlich erzielten Einkünften / BFH / 2015 / Rechtsprechung / Rechtsprechung / Rechtsportal - Deubner Rechtsportal
BFH, Beschluss vom 30.04.2015 - Aktenzeichen IX B 10/15
DRsp Nr. 2015/10099
Einkünfte, an denen i.S. von § 180 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 lit. a AO mehrere Personen beteiligt sind, sind gegeben, wenn diese "gemeinsam" den Tatbestand des privaten Veräußerungsgeschäfts verwirklichen.
EStG § 22 Nr. 2 ; EStG § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 ; AO § 180 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 lit. a;
Die von den Klägern und Beschwerdeführern (Kläger) vorgebrachten Zulassungsgründe liegen nicht vor. Die Revision ist weder wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung —FGO—, dazu unter 1.) noch zur Fortbildung des Rechts nach § 115 Abs. 2 Nr. 2 1. Alt. FGO (dazu unter 2.) oder wegen eines Verfahrensfehlers (§ 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO , dazu unter 3.) zuzulassen.
1. Die von den Klägern vorgetragene grundsätzliche Bedeutung (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO ) liegt nicht vor. Denn in der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist geklärt, ob und in welchem Umfang gemeinschaftlich erzielte Einkünfte i.S. des § 22 Nr. 2 i.V.m. § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes gesondert und einheitlich festzustellen sind. Einkünfte, an denen i.S. von § 180 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a der Abgabenordnung mehrere Personen beteiligt sind, liegen vor, wenn diese "gemeinsam" den Tatbestand des privaten Veräußerungsgeschäfts verwirklichen (vgl. BFH-Urteile vom 13. Juli 1994 X R 7/91, BFH/NV 1995, 303 , unter 4.a aa; vom 11. Mai 1999 IX R 72/96, BFH/NV 1999, 1446 ; vom 21. Januar 2014 IX R 9/13, BFHE 244, 225 , unter II.2.a aa; vgl. auch Oberfinanzdirektion Frankfurt/M., Rundverfügung vom 7. August 2014 S 2256 A – 41 – St 213, Deutsches Steuerrecht 2014, 1832 ).
3. Dem angegriffenen finanzgerichtlichen Urteil fehlen auch nicht i.S. von § 119 Nr. 6 FGO die Entscheidungsgründe. Soweit die Kläger anführen, das Urteil enthalte keine Aussagen zum wirtschaftlichen Eigentum und zu einer abweichenden Zurechnung des veräußerten Wirtschaftsguts, führt dies nicht zum Vorliegen eines absoluten Revisionsgrunds und damit eines Verfahrensfehlers. Denn eine lückenhafte oder fehlerhafte Begründung ist kein Mangel i.S. von § 119 Nr. 6 FGO (vgl. BFH-Beschluss vom 16. August 2013 III B 28/12, BFH/NV 2013, 1936 , unter 4.a aa; Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung , 7. Aufl., § 119 Rz 23, m.w.N.).
4. Von einer weiter gehenden Begründung wird gemäß § 116 Abs. 5 Satz 2 FGO abgesehen. Die Kostenentscheidung beruht auf § 135 Abs. 2 FGO .
Vorinstanz: Finanzgericht Nürnberg, vom 12.11.2014 - Vorinstanzaktenzeichen 5 K 1700/11
BFH/NV 2015, 1077
Zitieren: BFH - Beschluss vom 30.04.2015 (IX B 10/15) - DRsp Nr. 2015/10099