Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2069,%2066
Timestamp: 2019-10-20 23:35:56
Document Index: 328178007

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263', 'BGH', '§ 263', 'BGH', '§ 593', 'BGH', '§ 264', '§ 263', 'BGH', '§ 593', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 06.06.1977 - III ZR 116/75 - dejure.org
https://dejure.org/1977,1076
BGH, 06.06.1977 - III ZR 116/75 (https://dejure.org/1977,1076)
BGH, Entscheidung vom 06.06.1977 - III ZR 116/75 (https://dejure.org/1977,1076)
BGH, Entscheidung vom 06. Juni 1977 - III ZR 116/75 (https://dejure.org/1977,1076)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1977,1076) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Die Regeln über die Klageänderung - Rechtshängigkeit im ordentlichen Verfahren - Rechtshängigkeit im Urkundenprozess - Überleitung eines ordentlichen Verfahrens in einen Wechselprozess durch eine nachträgliche Erklärung
BGHZ 69, 66
NJW 1977, 1883
Im weiteren Berufungsverfahren könnte in entsprechender Anwendung des § 263 ZPO vom vorliegenden Urkundenprozeß zum ordentlichen Verfahren übergegangen werden (vgl. BGHZ 69, 66, 69), falls sich dies als notwendig herausstellen sollte.
Rechtsfehlerfrei ist zwar der Ausgangspunkt des Berufungsgerichts: Im Berufungsrechtszug entspricht der Übergang vom Scheckprozeß zum ordentlichen Verfahren einer Klageänderung; sie ist, wenn der Beklagte - wie hier - nicht zustimmt, entsprechend § 263 ZPO nur zulässig, wenn das Gericht sie für sachdienlich erachtet (BGHZ 69, 66, 69 m.w.Nachw.).
(…Zöller - Greger, a.a.O., § 593 Rn. 3; BGH NJW 1977, 1883) Der Beklagte hat dem Urkundenprozess zwar nicht ausdrücklich zugestimmt.
§ 264 ZPO bzw. § 263 ZPO a.F. bei Zustimmung des Beklagten oder Sachdienlichkeit für zulässig erachtet wurde (vgl. BGH NJW 1977, 1883, 1884, NJW 2000, 143, 144 m.w.N.).
Gemäß § 593 Abs. 1 ZPO muss die Klage (bzw. ein späterer terminsvorbereitender Schriftsatz, vgl. BGH NJW 1977, 1883) die eindeutige Erklärung beinhalten, dass der besondere Rechtsschutz im Urkundenprozess beansprucht wird (mit der rechtlichen Folge der Beschränkung der Beweisführung für beide Parteien).
Die Belastung des Girokontos geschieht also - im Gegensatz zum Abbuchungsauftragsverfahren - ohne entsprechenden Auftrag (Weisung) des Zahlungspflichtigen (vgl. BGHZ 69, 82, 84; 72 [BGH 06.06.1977 - III ZR 116/75]a.a.O. m.w.N.;… SenUrt. v. 10.4.78 - II ZR 203/76, WM 1978, 819 u. das zum Abdr. in BGHZ vorgesehene Urteil v. 28.5.79 - II ZR 85/78).