Source: http://www.gradus.uni-stuttgart.de/promotion/zulassung_pro_2016/index.html
Timestamp: 2018-04-22 18:19:06
Document Index: 345761457

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 38', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 38', '§ 3', '§ 6', '§ 2', '§ 2', '§ 6']

Die Promotion und die Zulassung zur Promotion an der Universität Stuttgart (Promotionsordnung vom 22.2.2016) | Graduierten-Akademie der Universität Stuttgart (GRADUS) | Universität Stuttgart
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Die Promotion und die Zulassung zur Promotion an der Universität Stuttgart (Promotionsordnung vom 22.2.2016)
2.1.2 Abschluss einer Promotionsvereinbarung
2.1.3 Anerkennung des Abschlusses
2.1.3.1 Annahme als Doktorandin/ als Doktorand von Kandidatinnen und Kandidaten ohne Masterabschluss (Eignungsfeststellungsverfahren)
2.1.3.2 Annahme als Doktorandin/ als Doktorand mit einem ausländischen
2.1.3.3 Die Anerkennungsprüfung
2.1.4 Mitgliedschaft an der Universität
Muster für den Abschluss von Promotionsvereinbarungen
Die Promotionsordnung vom 22. Februar 2016 gilt für alle Doktorandinnen und Doktoranden, die ab dem 1. April 2016 als solche vom Promotionsausschuss angenommen werden. Doktorandinnen und Doktoranden, die vor Inkrafttreten der Promotionsordnung von 2016 zur Promotionen angenommen oder zugelassen wurden, können ihr Promotionsverfahren noch nach der Promotionsordnung vom 1. September 2011 bis zum 31. März 2024 abschließen. Näheres hierzu regelt § 21 der ab dem 1. April 2016 gültigen Promotionsordnung der Universität Stuttgart.
Tragende Veränderungen nach Inkrafttreten der novellierten Promotionsordnung zum 1. April 2016 an der Universität Stuttgart
Eine wesentliche Neuerung nach Inkrafttreten der Promotionsordnung vom 22. Februar 2016 ist die Etablierung des Abschlusses einer Promotionsvereinbarung. Diese soll zu Beginn des Promotionsverfahrens zwischen Doktorand/in und Betreuer/in abgeschlossen werden und ist dem Antrag auf Annahme als Doktorandin bzw. Doktorand beizufügen (näheres zum Mindestinhalt der Vereinbarung und einem dementsprechenden Muster finden Sie unter Punkt 2.1.2).
Gegenstand der Promotionsvereinbarung sollen auch Angaben über ein individuelles Qualifizierungsprogramm im Umfang von mindestens 9 Leistungspunkten sein. Den Doktorandinnen und Doktoranden soll hierdurch der Erwerb von akademischen Schlüsselqualifikationen sowie Kompetenzen im Bereich Forschung und Lehre ermöglicht werden (näheres unter 2.1.2).
Promotionsordnung (22. Februar 2016)
Promotionsordnung (1. September 2011) mit Änderungssatzung (16. Juni 2014)
Promotionsordnung 2008 mit Änderungssatzungen
Bei einer Promotion wird von der Doktorandin bzw. von dem Doktoranden sehr viel eigenständiges Handeln erwartet. Es gibt keinen festen "Stundenplan" und in der Regel fehlt eine wie vom Studium gewohnte Struktur. Diese müssen Sie im Einvernehmen mit der Betreuerin/ dem Betreuer schaffen und skizzieren.
Dies gilt insbesondere im Rahmen einer Individualpromotion.
Eine Promotion dauert zwischen 3 und 5 Jahren, manchmal auch länger. Die Dauer hängt vom jeweiligen Fach, vom Gegenstand Ihrer Dissertation und von Ihren Vorbereitungen ab.
Nach der Abgabe der Dissertation erfolgt eine mündliche Doktorprüfung von ein bis zwei Stunden im jeweiligen Fachgebiet, dem die Dissertation entnommen ist. Anschließend muss die Dissertation veröffentlicht werden; die Art und die Anzahl der Veröffentlichungsexemplare sind in der Promotionsordnung geregelt.
Für die Zulassung zur Promotion im Rahmen der einzelnen Programme gelten in Teilen abweichende Regelungen. Diese erfahren Sie beim jeweiligen Promotionsprogramm bzw. bei der jeweiligen Graduiertenschule.
2.1.2 Abschluss einer Promotionsvereinbarung: schriftliche Promotionsvereinbarung zwischen einer Betreuerin oder einem Betreuer und der Doktorandin oder dem Doktoranden gemäß § 38 Abs. 5 Landeshochschulgesetz mit den dort geregelten Mindestinhalten.
2.1.3 Anerkennung des Abschlusses: Abschluss eines Masterstudienganges oder eines Studiums mit einer Regelstudienzeit von mindestens vier Studienjahren an einer Universität und Anerkennung des Abschlusses.
2.1.4 Mitgliedschaft an der Universität: Ein Studium oder eine Tätigkeit im akademischen bzw. wissenschaftlichen Dienst von mindestens einjähriger Dauer an der Universität Stuttgart (auch während der Anfertigung der Dissertation möglich).
„ein von einer Professorin oder einem Professor, Juniorprofessorin oder Juniorprofessor, Privat-, Hochschul- oder Universitätsdozentin oder –dozent der Universität Stuttgart, der oder dem das Recht der Berichterin oder des Berichters zusteht, oder Honorarprofessorin bzw. Honorarprofessor, der oder dem der zuständige Fakultätsrat das Recht einer Berichterin oder eines Berichters übertragen hat, gestelltes oder gebilligtes Thema für die geplante Dissertation und deren oder dessen Bereitschaft, die Betreuung der zugehörigen Forschungsarbeiten zu übernehmen. In besonders begründeten Ausnahmefällen kann der Promotionsausschuss die selbständige Betreuung einer Promotion herausragend qualifizierten, promovierten Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftlern der Fakultät, die an extern begutachteten Hochschullehrernachwuchsförderprogrammen teilnehmen (z.B. Emmy-Noether-Stipendiatinnen oder -stipendiaten), auch ohne Nachweis einer Habilitation übertragen.“ (§ 3 Abs. 1 PromO)
Die Promotionsvereinbarung soll zu Beginn des Promotionsverfahrens zwischen Doktorand/in und Betreuer/in abgeschlossen werden und ist dem Antrag auf Annahme als Doktorandin bzw. Doktorand (siehe Schritt 2) beizufügen. Das Landeshochschulgesetz schreibt für die Promotionsvereinbarungen folgenden Mindestinhalt vor:
Dem Dissertationsprojekt und der Lebenssituation des Doktoranden angepasste, jeweils fortzuschreibende Zeitpläne für regelmäßige Betreuungsgespräche und Sachstandsberichte,
den bei Abgabe der Dissertation festzulegenden Begutachtungszeitraum und
Regelungen zur Lösung von Streitfällen.
Das verbindliche Muster für die Promotionsvereinbarung umfasst den gesetzlichen Mindestinhalt und wurde vom Senat der Universität Stuttgart zusammen mit der Promotionsordnung beschlossen. Bitte verwenden Sie dieses Muster für den Abschluss von Promotionsvereinbarungen (Anmerkung: Die Erweiterung der Vereinbarung um zusätzliche regelungsbedürftige Aspekte ist jederzeit möglich).
Gegenstand der Promotionsvereinbarung sollen auch Angaben über ein individuelles Qualifizierungsprogramm im Umfang von mindestens 9 Leistungspunkten sein. Die Universität Stuttgart strebt hiermit eine Verbesserung der Qualitätssicherung in den Promotionsverfahren an, wie sie auch vom Landeshochschulgesetz und hochschulnahen Organisationen wie der HRK, dem Wissenschaftsrat und der DFG gefordert wird. Den Doktorandinnen und Doktoranden soll hierdurch der Erwerb von akademischen Schlüsselqualifikationen sowie Kompetenzen im Bereich Forschung und Lehre ermöglicht werden. Die Promotionsordnung sieht in diesem Zusammenhang vor, dass die Promotionsausschüsse für ihre jeweiligen Bereiche in Abstimmung mit Vertretern der Promovierenden Regelungen über geeignete Veranstaltungen und Maßnahmen erstellen, aus denen das individuelle Qualifizierungsprogramm zusammengestellt werden soll.
den erfolgreichen Abschluss eines
b) eines Studiengans mit einer Regelstudienzeit von mindestens viel Studienjahren an einer Universität; Pädagogischen Hochschule oder Kunsthochschule in der Bundesrepublik Deutschland (Bachelor-, Diplom-, Magister- oder wissenschaftliche Staatsprüfung) oder
ein Prüfungsergebnis, das erkennen lässt, dass die Bewerberin/ der Bewerber zu weiterer wissenschaftlicher Forschungsarbeit befähigt ist;
ein Studium oder eine Tätigkeit im akademischen bzw. wissenschaftlichen Dienst von mindestens einjähriger Dauer an der Universität Stuttgart; diese können auch während der Anfertigung der Dissertation abgeleistet werden;
Bewerberinnen und Bewerbern, deren Studienfach nicht mit dem Fachgebiet des Dissertationsthemas zusammenhängt, oder die dieses Fachgebiet nur im Rahmen eines Nebenfaches studiert haben, müssen anderweitig erworbene, vertiefte Kenntnisse auf diesen Gebieten nachweisen. Dies erfolgt in der Regel durch eine Anerkennungsprüfu�ng.
Bei besonders qualifizierten Bachelorabsolventinnen oder Bachelorabsolventen einer Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland, die nicht unter § 3, Abs. 1 Nr. 1 der Promotionsordnung fallen, und bei besonders qualifizieren Absolventinnen oder Absolventen eines Diplomstudiengangs einer Fachhochschule bzw. Hochschule für angewandte Wissenschaften, der Berufsakademien bzw. Dualen Hochschulen, soweit deren Abschlüsse Hochschulabschlüssen gleichgestellt sind, ist ein Eignungsfeststellungsverfahren mit einer in der Regel dreisemestrigen Zusatzqualifikation erforderlich.
Soweit Sie für das Erfüllen der Voraussetzungen für die Annahme als Doktorandin/ als Doktorand noch ein Eignungsfeststellungsverfahren erfolgreich absolvieren müssen, kann die Annahme mit der Auflage erfolgen, dass das Eignungsfeststellungsverfahren innerhalb einer vom Promotionsausschuss festgesetzten Frist oder sofern eine solche nicht festgesetzt wird, spätestens bis zur Zulassung zur Prüfung bestanden sein muss.
2.1.3.2 Annahme als Doktorandin/ als Doktorand mit einem ausländischen Hochschulabschluss
Ausländische Kandidatinnen und Kandidaten stellen, wie Bildungsinländer auch, zu Beginn ihres Promotionsvorhabens ein Gesuch (Antrag) auf Annahme als Doktorand/in über das Prüfungsamt der Universität Stuttgart zur Weiterleitung an den zuständigen Promotionsausschuss. Diese Antragstellung kann und sollte auch bereits aus dem Heimatland der jeweiligen Kandidatin/ des jeweiligen Kandidaten erfolgen. Die erforderlichen Unterlagen sind dem Gesuch in Papierform beizulegen (vgl. Anlagen zum Gesuch auf Annahme als Doktorand/in).
einer größeren wissenschaftlichen Arbeit etwa im Umfang einer deutschen Masterarbeit (ca. 75-100 Seiten);
Die Annahme als Doktorandin/ als Doktorand setzt in der Regel „ein Studium oder eine Tätigkeit im wissenschaftlichen Dienst von mindestens einjähriger Dauer an der Universität Stuttgart“ (§ 3, Abs. 1 PromO) voraus. Falls Sie diese Anforderungen nicht bereits durch Ihr Studium oder die Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin/ als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Stuttgart erfüllt haben, müssen Sie sich als Promotionsstudentin/ als Promotionsstudent einschreiben. Daneben können sich aber auch alle anderen Personen als Promotionsstudierende immatrikulieren. Doktorandinnen und Doktoranden können sich für die gesamte Dauer der Promotion als Promotionsstudierende einschreiben.
Der Antrag ist vor Beginn der Arbeit an der Dissertation zu stellen. Die Annahme als Doktorandin/ als Doktorand setzt voraus, dass die Bewerberin/ der Bewerber die Voraussetzungen zur Promotion gemäß § 3 der ab April 2016 gültigen Promotionsordnung erfüllt.
Über die Annahme als Doktorandin/ als Doktorand entscheidet der Promotionsausschuss der zuständigen Fakultät bzw. Einrichtung als Kollegialorgan.
eine schriftliche Promotionsvereinbarung zwischen Ihrer Betreuerin bzw. Ihrem Betreuer und Ihnen, gemäß § 38 Abs. 5 Landeshochschulgesetz in der jeweils geltenden Fassung mit den dort geregelten Mindestinhalten. Die Promotionsvereinbarung muss insbesondere Regelungen über ein individuelles Qualifizierungsprogramm im Umfang von mindestens 9 Leistungspunkten enthalten. Die Regelungen richten sich nach den Vorgaben, die die jeweiligen Promotionsausschüsse in Abstimmung mit Vertretern der Promovierenden erstellen. Die Wirksamkeit der Promotionsvereinbarung steht unter dem Vorbehalt, dass die Voraussetzungen für die Promotion nach § 3 vorliegen und der Promotionsausschuss der Annahme als Doktorandin oder Doktorand zustimmt.
falls vorhanden, einen Nachweis über die mindestens zweisemestrige Einschreibung (z.B. Immatrikulationsbescheinigung) oder die einjährige Tätigkeit im wissenschaftlichen Dienst (z.B. Arbeitsvertrag) an der Universität Stuttgart. Alternativ ist dem Gesuch auf Annahme als Doktorand/in ein Ausnahmegesuch zur Weiterleitung an den Promotionsausschuss beizulegen. Die zweisemestrige Einschreibung oder die einjährige Tätigkeit im wissenschaftlichen Dienst kann in diesem Fall bei der Annahme als Doktorand/in vom Promotionsausschuss zur Auflage gemacht werden.
Ein erweitertes facettenreiches Programm und vielschichtige Angebote für GRADUS-Promovierende sind in Planung.
Teilnahme an nichtwissenschaftlichen Kursen auf Doktorandenniveau zur Vermittlung von fachübergreifenden Schlüsselqualifikationen im Umfang von mindestens 3 Leistungspunkten und
Teilnahme an zwei Lehrveranstaltungen der Graduiertenakademie GRADUS zu interdisziplinären Themen. In begründeten Ausnahmefällen können fachgebietsabhängig vom Promotionsausschuss andere äquivalente Leistungen anerkannt werden.
Detaillierte Informationen zum Qualifizierungsprogramm der GRADUS sowie zur Anmeldung zum Programm
Die einzelnen von Ihnen zu absolvierenden Ausbildungselemente sind von der Betreuerin/ vom Betreuer der Dissertation festzulegen und in einer Promotionsvereinbarung schriftlich festzuhalten. Eine Kopie der Promotionsvereinbarung erhält der Promotionsausschuss. Diese sind mit der Anmeldung zur Prüfung durch eine Bescheinigung der Betreuerin/des Betreuers nachzuweisen (vgl. § 6).
Der Fortschrittsbericht setzt sich in der Regel aus einem ca. 30minütigen Vortrag und einem sich hieran anschließenden mündlichen Fachgespräch im Umfang von 30 bis 40 Minuten zusammen. Der Fortschrittsbericht wird von der Betreuerin/ vom Betreuer der Dissertation (vgl. § 2 Abs. 5) und einem weiteren Prüfer abgenommen, der vom Promotionsausschuss bestellt wird. Die erfolgreiche Teilnahme am Fortschrittsbericht ist bei der Anmeldung zur Prüfung nachzuweisen.
Die zuständigen Promotionsausschüsse der Fakultäten und strukturierten Promotionsprogramme können abweichende oder darüber hinausgehende Anforderungen für GRADUS-Promotionen in ihrem jeweiligen Fachbereich formulieren.
In Absprache mit der Betreuerin bzw. dem Betreuer können Sie sich nun der Dissertation widmen (vgl. § 2 PromO).
Sie reichen Ihre Dissertation in Papierform und in maschinenlesbarer Druckfassung bei der Fakultät bzw. Einrichtung der Universität Stuttgart ein, von der Sie als Doktorandin/ als Doktorand angenommen wurden. Damit ist zugleich der Antrag auf Zulassung zur Prüfung (vgl. § 6 PromO) verbunden. Der Promotionsausschuss kann von der Betreuerin/ vom Betreuer eine Stellungnahme darüber anfordern, ob die Arbeit reif zur Einreichung ist. Sie sind vom Promotionsausschuss zum Prüfungsverfahren zuzulassen, wenn Sie als Doktorandin/ als Doktorand angenommen wurden und eventuell bei der Annahme als Doktorandin/ als Doktorand erteilte Auflagen erfüllt bzw. noch nachzuweisende Voraussetzungen dargelegt haben.
Eine Übersicht von Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern zu den einzelnen Aspekten im Promotionsverfahren.