Source: https://www.admody.com/urteilsdatenbank/0cfddfb7e420/BGH_Beschluss_vom_12-Juli-2016_Az_AnwZ-Brfg-22-16
Timestamp: 2020-04-09 08:16:19
Document Index: 68666511

Matched Legal Cases: ['§ 112', '§ 124', '§ 14', '§ 26', '§ 882', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 12. Juli 2016, Az.: AnwZ (Brfg) 22/16
Ernstliche Zweifel an der Richtigkeit des angefochtenen Urteils (§ 112e Satz 2 BRAO, § 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO) bestehen dann, wenn ein einzelner tragender Rechtssatz oder eine erhebliche Tatsachenfeststellung mit schlüssigen Argumenten in Frage gestellt wird (vgl. nur Senatsbeschlüsse vom 4. April 2012 - AnwZ (Brfg) 1/12, juris Rn. 3 und vom 14. November 2013 - AnwZ (Brfg) 65/13, juris Rn. 2, jeweils mwN). Entsprechende Zweifel vermag der Kläger, nach dessen Meinung kein Vermögensverfall vorliegt, mit seiner Antragsbegründung nicht darzulegen.
Nach § 14 Abs. 2 Nr. 7 BRAO ist die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft zu widerrufen, wenn der Rechtsanwalt in Vermögensverfall geraten ist, es sei denn, dass dadurch die Interessen der Rechtsuchenden nicht gefährdet sind. Ein Vermögensverfall wird kraft Gesetzes vermutet, wenn ein Insolvenzverfahren über das Vermögen des Rechtsanwalts eröffnet oder der Rechtsanwalt in das vom Vollstreckungsgericht zu führende Verzeichnis (§ 26 Abs. 2 InsO; § 882b ZPO) eingetragen ist. Hierbei ist nach der ständigen Senatsrechtsprechung für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit eines Widerrufs infolge des ab 1. September 2009 geltenden Verfahrensrechts auf den Zeitpunkt des Abschlusses des behördlichen Widerrufsverfahrens - hier Widerspruchsbescheid vom 24. September 2015 - abzustellen; danach eingetretene Entwicklungen bleiben der Beurteilung in einem Wiederzulassungsverfahren vorbehalten (vgl. nur Senatsbeschlüsse vom 29. Juni 2011 - AnwZ (Brfg) 11/10, BGHZ 190, 187 Rn. 9 ff.; vom 4. April 2012, aaO Rn. 4; vom 14. November 2013, aaO Rn. 5 und vom 6. Februar 2014 - AnwZ (Brfg) 83/13, juris Rn. 3).
Nach der ständigen Senatsrechtsprechung (vgl. nur Beschlüsse vom 4. April 2012, aaO Rn. 3; vom 14. November 2013, aaO Rn. 4; vom 6. Februar 2014, aaO Rn. 5 und vom 22. März 2016 - AnwZ (Brfg) 18/14, juris Rn. 8) muss ein Rechtsanwalt, der im Schuldnerverzeichnis eingetragen ist, zur Widerlegung der Vermutung ein vollständiges und detailliertes Verzeichnis seiner Gläubiger und Verbindlichkeiten vorlegen und - ggfs. unter Vorlage eines nachvollziehbaren bzw. realistischen Tilgungsplans - dartun, dass seine Vermögens- und Einkommensverhältnisse nachhaltig geordnet sind. Dies hat der Kläger - wiederum bezogen auf den maßgeblichen Zeitpunkt des Widerrufsbescheids - auch nach Auffassung des Senats nicht getan.
Kayser Lohmann Seiters Braeuer Merk Vorinstanz:
AGH Koblenz, Entscheidung vom 21.03.2016 - 1 AGH 11/15 (1/1) -
Beschluss v. 12.07.2016
Az: AnwZ (Brfg) 22/16
https://www.admody.com/urteilsdatenbank/0cfddfb7e420/BGH_Beschluss_vom_12-Juli-2016_Az_AnwZ-Brfg-22-16
<a href="https://www.admody.com/urteilsdatenbank/0cfddfb7e420/BGH_Beschluss_vom_12-Juli-2016_Az_AnwZ-Brfg-22-16" title="Bundesgerichtshof, Beschluss vom 12. Juli 2016, Az.: AnwZ (Brfg) 22/16">Bundesgerichtshof, Beschluss vom 12. Juli 2016, Az.: AnwZ (Brfg) 22/16</a>
[URL=https://www.admody.com/urteilsdatenbank/0cfddfb7e420/BGH_Beschluss_vom_12-Juli-2016_Az_AnwZ-Brfg-22-16]Bundesgerichtshof, Beschluss vom 12. Juli 2016, Az.: AnwZ (Brfg) 22/16[/URL]
<ref name=9Al6R0p9>{{cite web|title=Bundesgerichtshof, Beschluss vom 12. Juli 2016, Az.: AnwZ (Brfg) 22/16|url=https://www.admody.com/urteilsdatenbank/0cfddfb7e420/BGH_Beschluss_vom_12-Juli-2016_Az_AnwZ-Brfg-22-16|publisher=Admody Rechtsanwälte Aktiengesellschaft|accessdate=09. April 2020}}</ref>
09.04.2020 - 10:16 Uhr
LG Dortmund, Urteil vom 15. Januar 2016, Az.: 3 O 610/15 - BPatG, Beschluss vom 5. März 2009, Az.: 30 W (pat) 81/06 - OLG Hamm, Beschluss vom 16. Mai 2011, Az.: I-8 AktG 1/11 - BPatG, Beschluss vom 7. April 2009, Az.: 8 W (pat) 333/05 - BPatG, Beschluss vom 23. Juni 2005, Az.: 10 W (pat) 12/04 - BPatG, Beschluss vom 13. Oktober 2004, Az.: 7 W (pat) 83/03 - BPatG, Beschluss vom 11. März 2004, Az.: 34 W (pat) 42/03 - OLG Köln, Urteil vom 18. Mai 2001, Az.: 6 U 203/00 - BPatG, Beschluss vom 12. November 2008, Az.: 29 W (pat) 85/07 - LG Hamburg, Urteil vom 31. Mai 2005, Az.: 407 O 96/05