Source: https://issuu.com/innsbruckinformiert/docs/_amtsblatt_193801_nr01_gesamt
Timestamp: 2017-05-27 20:36:32
Document Index: 321207967

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 32', '§ 30', '§ 38', '§ 16', '§ 38', '§ 1', '§ 15', '§ 60', '§ 16', '§ 15', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 60', '§ 1', '§ 39', '§ 39', '§ 2', '§ 2', '§2', '§ 14', '§ 2', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 2', '§ 2', '§ 75', '§ 14', '§ 59', '§ 3', '§ 75', '§ 14', '§ 3', '§ 4', '§ 2', '§ 38', '§ 2', '§1', '§ 2', '§ 22', '§ 2', '§ 3', '§ 5', '§ 132', '§ 14', '§ 14', '§ 132', '§ 2', '§ 2', '§ 1', '§ 10', '§ 39', '§ 2', '§ 14', '§ 14', '§ 38', '§ 38', '§ 16', '§ 16', '§ 38', '§ 16', '§ 38', '§ 38', '§ 123', '§ 10', '§ 14', '§ 92', '§ 17']

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chrifUeüunA Nachaus. 2 stock «chlsErscheint einmal imMonat.Vlzugspr
lich. Eingelnummer 30 Gr.
Nr. 151 .
15. Jänner 19384. JahrgangInnsbrucker Gemeinöetag
5. Htzung am ^s. Dezember
Am Dienstag, den 21. Dezember 1937 fand über Einladung des Herrn Bürgermeisters um 5 Uhr nachmittags
im Adlersaale des Stadtsaalgebäudes eine öffentliche
Sitzung des Innsbrucker Gemeindetages statt, deren
Hauptthema die Beratung des Gemeindevoranschlages
für das Jahr 1938 war. Eingeleitet wurde diese Sitzung
durch einen Bericht, den Herr Major a. D. Amtsrat
Viktor Hurth namens des Ueberwachungsausschusses des
Gemeindetages erstattete. Dieser Bericht greift Zurück
auf die Verhältnisse vor Errichtung der Beschaffungsstelle: er schildert die Errichtung derselben im Jahre
1930 und ihr Funktionieren nach dem Ergebnisse der
vom Ueberwachungsausschusse veranstalteten Uebervrüfungen. Das einwandfreie Funktionieren dieser Stelle
wird festgestellt und anerkannt und im besonderen durch
eine Vergleichsstatistik für die Jahre 1932 bis 1936 beleuchtet. Ebenso wird über die Gebarung des Stadtbauamtes hinsichtlich der Einhaltung des Voranschlages berichtet und wird diese Gebarung als in jeder Hinsicht
einwandfrei bezeichnet.
Anschließend beschließt der Gemeindetag über Antrag
des Personalausschusses, daß den Bediensteten des Stadtmagistrates (städtische Beamte, Angestellte und Pensionsparteien des Magistrates und die Stadtarbeiter) im Jahre
1937 eine Weihnachtszuwendung nach den Richtlinien
und nach den Ansätzen des Vorjahres mit der Erweiterung gewährt wird, daß in den Kreis der für die Weihnachtszuwendung Bezugsberechtigten die Arbeiter-Ruhestandsparteien, Arbeiter-Witwen und Empfänger von
Ehren- und Gnadengaben einbezogen werden.
Nach dem Antrage des Perfonalausfchusses gelten für
die Iuerkennung der Weihnachtszuwendung für 1937
1. Alle vollbeschäftigten städtischen Beamten, Vertragsangestellten und Pensionsparteien, deren monatlicher Bruttobezug an Gehalt und allen in die Pension einrechenbaren Zulagen oder an Ruhe- und
Versorgungsgenüssen den Betrag von 400 8 nicht2.
5.übersteigt, erhalten für jedes Kind, für das die Kinderzulage gebührt oder gebühren würde, wenn der
Vertragsangestellte im pragmatischen Dienstverhältnis stünde, eine einmalige Zuwendung von 10 3.
Von jenen Beamten, Vertragsangestellten und Pensionsparteien, deren Vruttobezug 400 8 übersteigt,
erhalten nur jene die Zuwendung, und zwar für
jedes Kind, die mehr als zwei Kinder haben.
Alle städtifchen Arbeiter ohne Rücksicht auf die Art
ihrer Verwendung und die Anzahl ihrer Arbeitsstunden erhalten eine Zuwendung von je 20 8.
Alle Ruhestandsparteien, Witwen und Waisen, die
Versorgungsgenüsse nach den Ruhegenuß- und Versorgungsbestimmungen für die Stadtarbeiter beziehen, erhalten eine Zuwendung von je 20 8.
Alle Parteien, die im Bezüge von Gnadengaben und
Ehrengaben stehen, erhalten eine Zuwendung von
je 20 8.
Als Stichtag für die Begründung der Anspruchsberechtigung gilt einheitlich der 1. Dezember 1937. Gehalts und Lohnempfänger, die vor dem 1. Dezember
1937 aus dem städtischen Dienste geschieden sind,
haben keinen Anspruch auf die Zuwendung.Die Auszahlung der Weihnachtszuwendung 1937 nach vorstehenden Richtlinien ergibt folgenden Aufwand:
126 Beamte und Vertragsangestellte mit 229 Kindern 8 2.290.—
51 Pensionsparteien nach städt. Beamten (darunter
23 Witwen) mit 83 Kindern
359 Arbeiter (einschl. der Poliere und anderen höheren
Aufsichtsorganen des Stadtbauamtes und einschließlich aller Putzerinnen)
8 7.230.—
34 vorübergehend (Schottergrube Kranebitten, Kanalbauamt, Straßenbau) eingestehe Arbeiter, die aber
am Stichtag (1.12.1937) im städt. Dienste standen 8
81 Arbeiter-Ruhestandsparteien
8 1.620.—
24 Arbeiter-Witwen
25 Empfänger von Gnadengaben und Ohrengaben
8 13.630.—Vürgermeisterstellvertreter Adolf Platter legt hierauf
namens des Finanzausschusses den Haushaltsplan der
Stadt Innsbruck für das Jahr 1938 vor und leitet die.Amtsblatt N r . 1
a) Die Vergnügungssteuer in den im Anhange zur AbVeratungen m i t einem Bericht ein, der eine Uebersicht
gabenordnung der Landeshauptstadt Innsbruck für die
über die Ansätze des Voranschlages gibt und diese Ziffern
Lustbarkeitsabgabe festgesetzten Ausmatzen gemäß
i n Vergleich fetzt zu den entsprechenden Aufwands- und
§ 24 des Gemeindeabgabengesetzes;
Bedeckungsziffern des Vorjahres.
d) die Abgabe für das Halten von Tieren als Hundesteuer
I n der Generaldebatte meldete sich nur Herr Stadtrat
im Ausmaße von jährlich 30 3 für einen Hund, von
Dr. Anton Melger zu Wort, der den Voranschlagsentwurf
50 8 für jeden weiteren im gleichen Haushalte gehalteeiner näheren Betrachtung unterzog. Die Svezialdebatre,
nen Hund, von 10 8 für einen Wachhund gemäß § 25
die darauf erfolgte Beschlußfassung brachte an den Enddes Gemeindeabgabengesetzes;
ziffern des Voranschlagsentwurfes nur unwesentliche
0) die Ankündigungsabgabe als Plakatabgabe im AusAenderungen. Diese Endziffern find:
matze von 20 Prozent vom Entgelte, bei Steckschildern
nach Ausladung und Höhe bis zu 1 Meter mit 6 8, bis
^ . Magistratspräsidium' Gesamtausgaben 67.580 8, ge1 ^ Meter mit 10 8, über I1/2 Meter mit 15 8 jährlich,
genüber 75.620 3 i m Vorjahre; Gesamteinnahmen wie
gemätz § 26 des Gemeindeabgabengesetzes;
i m Vorjahr 21.600 8.
6) die allgemeine Verbrauchsabgabe im Ausmatze von
V. Magistratsdirektion: Gesamtausgaben 2,754.170 8, ge30 Groschen für den Meterzentner Rohgewicht von den
im Gemeindegebiete zum Verbrauche gelangenden Wagenüber 2,586.910 8 i m Vorjahre; Gesamteinnahmen
ren mit den im Dekrete der Landeshauptmannschaft für
180.880 8, gegenüber 182.070 8 i m Vorjahre.
Tirol vom 17. Juli 1934. Zl. VI—406/15, enthaltenen
Magistratsabteilung I (Bezirksverwaltungsamt) : GeEinschränkungen gemätz § 27 des Gemeindeabgabensamtausgaben 116.740 8, gegenüber 111.330 8 i m Vorgesetzes:
jahre; Gesamteinnahmen 14.400 8, gegenüber 16.700 8
«) die besondere Verbrauchsabgabe für im Gemeindegei m Vorjahre.
biete zum Verbrauche gelangende bestimmte Bedarfsgegenstände im Ausmatze von 1 Prozent bis 10 ProMagistratsabteilung I I (Polizei): Gesamtausgaben
zent der verordnungsmätzig festgesetzten Marktpreise
355.570 8, gegenüber 363.060 3 i m Vorjahre; Gesamteingemätz
§ 28 des Gemeindeabgabengesetzes;
nahmen. 55.100 8, gegenüber 54.730 8 i m Vorjahre.
auf Gas im Ausmaße von 8 GroMagistratsabteilung I I I (Finanzamt): Gesamtausgaben
schen für den Kubikmeter;
4,629.640 8, gegenüber 4,159.660 8 i m Vorjahre; Gesamtß) die Feiloietungsaogabe im Ausmaße von 3 Prozent des
einnahmen 7,915.380 3, gegenüber 7,846.120 8 i m VorErlöses beweglicher Sachen und 1 Prozent des Erlöses
unbeweglicher Sachen bei freiwilligen öffentlichen Versteigerungen gemäß § 32 des Gemeindeabgabengesetzes;
Magistratsabteilung IV (Wirtschaftsamt): Gesamtausk) die Untervermietaba.abe im Ausmaße von IN Prozent
gaben 1,840.000 8, gegenüber 1,705.800 8 i m Vorjahre;
des Mietzinfes, zuzüglich des Entgeltes für NebenleiGesamteinnahmen 1,703.940 8, gegenüber 1,625.080 8 i m
stungen gemätz Landesgesetzblatt Nr. 42/1922, bzw.
Nr. 12/1932;
Magistratsabteilung V (Wohlfahrtsamt): Gesamtaus1) die Luxusgaststättenabgllbe im Ausmaße bis zu 10 Progaben 2.135.160 8, gegenüber 2,064.500 8 i m Vorjahre;
zent vom Bruttoumsatz je nach Art des Luxusbetriebes
Gesamteinnahmen 230.160 8, gegenüber 228.960 8 i m
gemäß Landesgesetzblatt Nr. 48/1922, bzw. Nr. 64/1922;
K) die Konzessionsabgabe als Jahres-, Uebertragungsund Pachtaogabe gemäß LGBl. Nr. 20/1926 in dem i n
Magistratsabteilung V I (Vauamt): Gesamtausgaben
diesem Gesetze bestimmten Ausmaße;
1,065.470 8. gegenüber 1,048.360 3 i m Vorjahre; Gesamteinnahmen 1,944.250 8, gegenüber 1,929.130 8 i m Vor- 7. Auf Grund des § 30 des Gemeindeabgabengesetzes:
a) Die Wasserpauschalabgaoe für jeden im Sinne der bisjahre.
herigen Gemeinderatsbeschlüsse zu zählenden WasserMagistratsabteilung V I I (Gesundheitsamt) : Gesamtausauslauf mit 15 8 für das Jahr und mit einer Bezugsgaben 32.250 8, gegenüber 29.080 8 i m Vorjahre; Geberechtigung
von 300 Liter Wasser im Tage oder 110
samteinnahmen 5710 8, gegenüber 5420 8 i m Vorjahre.
Kubikmeter Wasser im Jahre;
Magistratsabteilung V I I I (Veterinäramt) : Gesamtausd) die Abgabe für den Bezug des Mehrwafsers nach Angaben 84.030 8, gegenüber 80.750 8 i m Vorjahre; Gezeige des Wasserzählers mit 20 Groschen für den Kubiksamteinnahmen 63.400 8, gegenüber 62.000 i m Vorjahre.
e) die Abgabe für den Bezug des Wassers nach Anzeige
Demgemäß schließt der Voranschlag mit einer Gesamtdes Wasserzählers bei gewerblichen Betrieben und Anausgabensumme von 13,080.610 3, gegenüber 12,225.070
stalten mit einem Jahresverbrauch von mindestens
Schilling i m Vorjahre. Die Einnahmensumme beträgt
5000 Kubikmeter mit 12 Groschen pro Kubikmeter als
12,134.820 8, gegenüber 11,971.810 i m Vorjahre. Der AbSondertarif.
g a n g beträgt somit 945.790 8.
Die auf Grund bestehender Verpflichtungen und auf
Ueber Antrag des Finanzausschusses beschließt der GeGrund von Gemeinderats-, bzw. Gemeindetagsbeschlüsmeindetag, für das Jahr 1938 nachstehende Gemeindezusen geltenden sonstigen Eondertarife bleiben weiterhin
schläge zu den Bundes- und Landesabgaben und nachä) die Kanalpauschalabgabe für jeden im Sinne der bisstehende selbständige Gemeindeabgaben einzuheben, deherigen Gemeinderatsbeschlüsse zu zählenden Auslauf
ren voraussichtliches Erträgnis i n den vorstehenden Zifmit 14 3 für das Jahr und mit einer Berechtigung zur
fern des Haushaltsplanes bereits veranschlagt ist:
Ableitung von 300 Liter Abwasser im Tage oder 110
1. Einen 1500proz. Zuschlag zur Landesgebäudesteuer nach
Kubikmeter Abwasser im Jahre;
dem Mietwerte;
6) die Kanalabgabe für ole Ableitung des Mehrwassers,
2. einen IWproz. Zuschlag zur 15proz. Landesgebäudesteuer;
mit 10 Groschen für den Kubikmeter:
3. einen 500proz. Zuschlag zur Landesgrundsteuer:
k) die Kanalabgabe bei gewerblichen Betrieben und A n 4. einen Zuschlag zur Lanoesenergieaogaoe, dessen gesamte
stalten mit einem Jahresverbrauch von mindestens 5N0l>
Höhe nicht mehr als 1,200.000 8 beträgt;
Kubikmeter mit 10 Groschen pro Kubikmeter, bei Ableitung von mehr als 50.000 Kubikmeter mit 7 Gro5. einen ällproz. Zuschlag zu den Immobiliargeoühren des
schen pro Kubikmeter als Sondertarif.
Bundes, welche bei Uebertragung unter Lebenden zu entDie auf Grund bestehender Verpflichtungen und auf
richten sind, und zum Gebührenäquivalente:
Grund von Gemeinderats-, bzw. Gemeindetagsbeschlüs6. folgende selbständige Gemeindeabgaben:Amtsblatt Nr. 1.
sen geltenden sonstigen Sondertarife bleiben weiterhin
ß) die Kanalreinigungsgebühren für die Anwesen am linken Innufer im Ausmaße von 2 8, bzw. 7 8 pro Jahr
laut Gemeindetagsbeschlutz vom 4. August 1936;
k) die Anschlußgebühren für die Errichtung von Straßenwasserleitungen mit 20 8 und für die Errichtung von
Stratzenkanalleitungen mit 40 8 je laufenden Meter
Grundstückfrontlänge mit Ausdehnung des Gemeindetagsbeschlusses vom 29. Jänner 1937 auf 1938;
i) die Mullabfuhrgebühren für jede im Sinne der bisherigen Gemeinderatsbeschlüsse zu zählende Wohnungseinheit mit 3 8 und für jede Geschäftseinheit mit 4 8
k) die Gebühren für die Benützung anderer städtischer
Einrichtungen, deren Höhe bei den bezüglichen Objekten kundgemacht wird;
1) die Verwaltungsabgaben auf Grund der Gemeindeverwaltungsabgabenverordnung, LGBl. Nr. 11/1926, der
Landesverwaltungsabgabenverordnung, LGVl. Nr. 10
Bundesverwaltungsabgabenverordnung,
VGBl. Nr. 149/1930, und der Novellen hiezu.
Die Landesgebäudesteuer, der Gemeindezuschlag zur Landesgebäudesteuer, die Abgabe für Wasser und Kanal nach
Aus- und Abläufen und die Mullabfuhrgebühren sind in
10 Monatsraten (Februar bis November) vom Hausbesitzer
abzustatten. Die Wasser- und Kanalabgabe nach Eondertarifen ist in 3 gleichen Raten, u. zw. in den der Zustellung
des Zahlungsauftrages folgenden 3 Monaten zu entrichten.
lm eine teilweise Deckung des Abganges von 945.790 8zu erreichen, beschließt der Gemeindetag:
Die Stadtgemeinde Innsbruck nimmt bei der Oesterr.
Versicherungs-A.-G. Wien einen Schatzwechselkredit von
1,000.000 8, rückzahlbar in 6 Jahren zu ^ Jahresraten
und mit 5^4 Prozent Verzinsung auf.
Das Darlehen wird wie folgt verwendet:
1. Zur Bedeckung von Ausgaben des Haushaltplanes
1938 (Bau der Kleinwohnungshäuser in Pradl, Beitrag für den Bau der Mühlauer Brücke) 517.000 8.
2. Zur Bedeckung außerplanmäßiger Rückstände:
Ergänzung des nicht gezeichneten Betrages der Bausteinanleihe für die Doppel-Haupt- und Volksschule in
Pradl 200.000 8, teilweise Aufholung des Rückstandes
an Zinsen der Schweizer Frankenanleihe 283.000 8.
Ueber einen weiteren Antrag des Finanzausschusses
beschließt der Gemeindetag, dem nunmehr im Einvernehmen mit der Tirolischen Landes-Hypothekenanstalt und
der Schweigerischen Kreditanstalt festgelegten Wortlaut
der Anträge an die Gläubigerversammlung die Zustimmung zu geben. Diese Anträge lauten:
1. a) Der Kapitalsbetrag der 6^vroz. Kommunalschuldscheine Tirolische Landes-Hypothekenanstalt von
1931 von je 1000 Schweiger Franken mit Goldklausel wird mit Wirksamkeit ab 1. Oktober 1937 auf
je 1250 Schweizer Franken ohne Goldklausel festgesetzt.
d) Für die Zeit vom 1. Oktober 1937 bis 30. September 1947 beträgt der Zinssatz 4U Prozent p. a.
c) Die Anleihe wird um 6 Jahre, d. h. bis 1. April
1966 erstreckt, die Tilgungsraten der Jahre 1939
und 1940 werden denjenigen der Jahre 1941 bis
1948 zugeschlagen und der Tilgungsplan neu aufgestellt.ä) Der in den Anleihebedingungen vorgesehene Mindestbetrag, der vorzeitig seitens des Schuldners unter sechsmonatiger Voranzeige zur Rückzahlung gekündigt werden darf, wird von ursprünglich
2,000.000 Fr. auf 1,000.000 Fr. herabgefetzt,
e) Der Beschluß der Gläubigerversammlung und der
neue Tilgungsplan werden den Titeln aufgedruckt.
2. Ermächtigung der Gläubigerverfammlung an die
Treuhänderin: Die Gläubigerversammlung ermächtigt
die Treuhänderin, folgender von der Schuldnerin geplanten Operation zuzustimmen: Die Tirolische Landes-Hrwothekenanstalt wird nach Abhaltung der Glaubigerversammlung auf Wunsch der Inhaber von mindestens 7000 Stück 6^proz. Kommunalschuldscheinen
von 1931 von je 1000 Fr. nominal mit Goldklausel
diese gegen mindestens 7000 Stück 4^proz. Kommunalschuldscheine von je 1500 8 nominal umtauschen
unter Vernichtung der eingezogenen Schweizer-Franken-Titel. Die neuen auf Schilling lautenden Kommunalschuldscheine werden hinsichtlich Sicherheit und
Tilgung pari vassu mit den auf Schweizer Franken
lautenden Titeln gestellt werden.
Nach 4 ^ stündiger Dauer wird die Sitzung geschlossen.7. Mtzung öes Innsbrucker Gemeinöetages
Nach verhältnismäßig Kurger Sitzungspause berief
Herr Bürgermeister Franz Fischer den Gemeindetag auf
den 4. Jänner 1938 zu einer Sitzung zusammen, die im
Adlersaale des Stadtsaalgebäudes stattfand.
Zu Beginn dieser Sitzung befaßte sich der Gemeindetag
mit der Erledigung eines Dringlichkeitsantrages, in welchem der Herr Bürgermeister aufgefordert wird, im
Wege der Staatsanwaltschaft namens des Gemeindetages die Anklageerhebung gegen die Herausgeber eines
jüngst erschienenen Faschingsblattes zu veranlassen, in
welchem das Mitglied des Gemeindetages, Herr Kurt
v. Chizzali, verunglimpft wurde. Herr Bürgermeister
Fischer hat in der Beantwortung dieses Antrages erklärt,
daß er entsprechende Schritte bereits unternommen habe.
Er hat aber gleichzeitig der Meinung Ausdruck gegeben,
daß es im allgemeinen nicht Sache des Gemeindetages
sein könne, sich mit Glossen von Faschingsblättern zu
Eine längere Wechselrede löste ein im Anschlüsse daran
von Herrn Stadtrat Otto Thönig eingebrachter Antrag
aus, in welchem die Einleitung des Dienststrafverfahrens
gegen einen Beamten des Stadtmagistrates gefordert
wird, der in seiner Eigenschaft als Sekretär der Kameradschaft der Gemeindebediensteten gehandelt hat und
dabei das Anfehen und die Ehre des Herrn v. Chiggali in
ungerechter Weise beeinträchtigt habe. Herr Bürgermeister Fischer sicherte zu, die Angelegenheit ungesäumt
einer klärenden Untersuchung zuzuführen und dem Gemeindetag über das Ergebnis derselben Bericht zu erstatten.
Anschließend geht der Gemeindetag zur Beratung der
Tagesordnung über..Amtsblatt Nr. 1Verichterstatter Bürgermeister Kranz Ascher
1. Ueber Antrag des Personalausschusses werden
einige Aenderungen des Dienstpostenplanes des Stadtmagistrates beschlossen.
2. Ebenso auf Antrag des Personalausschusses werden
einige Ergänzungen der Ruhegenuß- und Versorgungsbestimmungen für die dem Stadtbauamte unterstehenden
Arbeiter beschlossen.
3. Auf Antrag des Gemeinderates beschließt der Gemeindetag, daß die auf Grund des Gemeinderatsbeschlusses vom 20. Oktober 1931 für Dezember 1933 in Geltung
gestandene Kürzung der Bezüge der städt. Angestellten
im gleichen Ausmaße auch für die Jahre 1938 und 1939
4. Auf Antrag des Personalausschusses beschließt der
Gemeindetag die Grundsätze über die Verleihung von
Studienstipendien an Angestellte des Stadtmagistrates,
die im Genüsse einer Kinderzulage für 2 oder mehrere
Kinder stehen. Das Ausmaß dieser Stipendien soll nicht
geringer sein als 8 300.— im Jahre und darf 8 600.—
nicht übersteigen. Das Nähere wird in den vom Bürgermeister zu erlassenden Richtlinien geregelt.
5. Auf Antrag des Personalausschusses beschließt der
Gemeindetag die Grundsätze für die Uebernahme der
Wehrmänner der städt. Berufsfeuerwehr in das pragmatische Dienstverhältnis.
6. Auf Antrag des Personalausschusses beschließt der
Gemeindetag die Einführung einer obligaten Amtsprüfung für die Beamtenanwärter der Verwendungsgruppen 7, 6 und 5.
7. Die Aussprache über den allfälligen Abschluß eines
Uebereinkommens zwischen der Stadtgemeinde Innsbruck und dem Verkehrsverein der Landeshauptstadt
Innsbruck über die Organisation der Fremdenverkehrsarbeiten in Innsbruck führt zu keinem abschließenden
Beschluß. Die Angelegenheit wird zurückgestellt.Verichterstatter Vürgerm.-Stellvertreter Aöolf Matter
Ueber Antrag des Finanzausschusses beschließt der Gemeindetag die Zusammenlegung des Betriebskredites der
städt. Molkerei und des Kredites für das Exportgeschäft
nach Deutschland.Verichterstatter Staötrat Vtto AHonig
1. Auf Antrag des Bauausschusses beschließt der Gemeindetag die käufliche Ueberlassung der Gv. 1467/74,
K.-G. Pradl, im Ausmatze von 639 Quadratmeter an Johann Laufenböck, Iustizwachkommandant, um 8 6.— für
den Quadratmeter.
2. Auf Antrag des Bauausschusses gibt der Gemeindetag einem Ansuchen der Vauunternehmung Fluckinger
u. Co., Wattens, wegen Festlegung einer Baulinie beim
projektierten Baue eines Wohnhauses auf der Gp. 1323/1,
K.-G. Pradl, statt.
3. Auf Antrag des Bauausschusses stimmt der Gemeindetag dem vom Stadtbauamte ausgearbeiteten neuen
Vaulinienplan für die Kat.-Gem. Pradl zu.
I n dieser Angelegenheit wurde in der Tagespresse bereits ausführlich berichtet.
4. Auf Antrag des Bauausschusses beschließt der Gemeindetag, in Entsprechung eines Gesuches der Tiroler
Bauzunft den Punkt 2 des Gemeindetagsbeschlusses vom
29. Jänner 1937 betreffend den Nachlaß der Anlieger-beiträge für Wasser und Kanal auf folgenden Wortlaut
„Von der Begünstigung bleiben Bauwerber ausgeschlossen, die sich nicht eines ordnungsgemäß konzessionierten Baumeisters bedienen und die ihre Bauten unter
der Leitung eines Baumeisters oder Zivilingenieurs von
Maurermeistern ausführen lassen."
Verichterstatter Staötrat Dr. Anton Melzer
1. Ueber Antrag des Rechts- und Finanzausschusses
wird einigen Aenderungen des Vertrages zwischen der
Stadtgemeinde und der Kongregation der Salesianer
Don Boscos betreffend die Betriebsführung des Frh. v.
Siebererschen Jugendheimes zugestimmt.
2. Ueber Antrag des Rechtsausschusses stimmt der Gemeindetag einer Aenderung des Permutierungsantrages
der Stadtgemeinde betreffend die von Siebererfche Waisenstiftung zu.
Verichterstatter Hauptmann a. D. Dr. v. Anöreatta
Ueber Antrag des Ausschusses für Wirtschaft und Sport
genehmigt der Gemeindetag die Uebersiedlung der
Marktstandsinhaber in das Fleischbankgebäude bis
1. Mai 1938; er stimmt zugleich einer Ermäßigung der
für die Fleischhauer geltenden Standgebühr von 8 2.—
auf 8 1.— je Tag zu.Verichterstatler Dr. Alois sberhammer
Ueber einen in der öffentlichen Sitzung des Gemeindetages gefaßten Beschluß wird die ursprünglich für den
vertraulichen Teil der Sitzung vorgesehene Theaterfrage
in öffentlicher Sitzung behandelt.
Der Gemeindetag beschließt über Antrag des Finanzausschusses
1. daß an den Theaterpächter für die Spielzeit 1937/38
die im Sonderäbkommen zum Theatervertrag vorgesehenen Barzuschüsse der Stadtgemeinde genauestens nach
den Bestimmungen des Eonderabkommens und zu den
darin festgesetzten Zeitpunkten flüssig zu stellen sind und
2. daß im Sinne des Punktes XI des zwischen der
Stadtgemeinde Innsbruck und Intendant Ferdinand
Skuhra abgeschlossenen Theatervertrages von Seite der
Stadtgemeinde die Kündigung dieses Vertrages ausgesprochen wird, womit erklärt ist, daß der Theatervertrag
zwischen der Stadtgemeinde und Intendant Ferdinand
Skuhra für die kommende Spielzeit nicht verlängert
wird,'
3. daß die Stadtgemeinde nicht weiter in der Lage ist,
die Abendvorstellungen an den Montagen zu besonders
ermäßigten Preisen zu vergeben; es entfallen daher künftighin die von der Stadtgemeinde für solche Vorstellungen vorgesehenen Aufzahlungen an den Theaterdirektor,
die bisher über die Subvention hinaus monatlich 2000 8
bis 3000 8 ausmachten und im Haushaltsplan nicht gedeckt waren.
4. Schließlich wird beschlossen: Der Gemeindetag ist
prinzipiell geneigt, einer sich bildenden Arbeitsgemeinschaft das Theater bis 15. April 1938 zu überlassen, und
hiefür als Beihilfe der Stadtgemeinde den verbleibenden
Rest der mit 3 80.000.— begrenzten Subvention zur
Diese Beschlußfassung des Gemeindetages wurde von
einem längeren Bericht des Vorsitzenden des Kulturaus^
schusses, Herrn Dr. Oberhammer, eingeleitet, in welchemAmtsblatt Nr. 1.
die Gründe der gegenwärtigen Theaterkrise aufgezeigt
I n diesem Berichte wird auf die Sorgfalt verwiesen,
mit der der Kulturausschuß und auch der Gemeindetag
bei der Auswahl des diesjährigen Pächters des Stadttheaters Zu Werke gegangen ist. Weiters wird an die
Leistungen erinnert, zu welchen sich die Stadtgemeinde
diesem Pächter gegenüber vertraglich verpflichtet hatte
und die in ihrem Ausmatz bedeutend über das hinausgingen, was jemals einem Theaterpächter gegenüber zugesichert worden war. Der Bericht erinnert weiter an
den hoffnungsvollen Beginn der Spielzeit mit der vorzüglichen Aufführung von Mozarts „Iauberflöte" und
an spätere gute Leistungen auf dem Gebiete der Oper,
allerdings aber auch auf das Versagen des Direktors hinsichtlich der übrigen Spielplangestaltung, die im Schauspiel eine unglückliche Hand verriet und auch jede Pflege
der Operette vermissen lietz. Das Publikum blieb aus, die
Einnahmen sanken weit unter das vorhersehbare Maß
und es stellte sich eine Theaterkrise ein, kurz nachdem
das Theater erst eröffnet hatte. Da sich Direktor Skuhra
allen Ratschlägen unzugänglich zeigte, mutzte sich der
Finanzausschuß mit Bedachtnahme auf die begrenzten
finanziellen Möglichkeiten der Stadtgemeinde und mit
Rücksicht auf die nicht eingehaltenen Zusagen des Bundes bezüglich einer finanziellen Hilfe für das Theater zu
vorstehenden Anträgen entschließen.
I n diesem Stadium der Sitzung langt die Nachricht
vom plötzlichen Hinscheiden des Tiroler Dichters Franz
Kranewitter ein. Der Bürgermeister unterbricht die Be-ratung und richtet an den Gemeindetag einige Worte des
Gedenkens für den toten Dichter. Diese Ansprache wird
von den Mitgliedern des Gemeindetages stehend angehört. Unmittelbar anschließend tritt der Kulturausschuß
des Gemeindetages zu einer kurzen Sitzung zusammen,
der beschließt, an den Gemeindetag den Antrag zu stellen,
den toten Dichter in einem Ehrengrabe der Stadtgemeinde beizusetzen und an seiner Seite auch die gegenwärtig in einem Erdgrab ruhende Gattin zu bestatten.
Weiters soll die Stadtgemeinde auf ihre Kosten vom in
Innsbruck weilenden Künstler Gustinus Ambrosi eine
Totenmaske des Verewigten anfertigen lassen.
Der Gemeindetag hat diese Anträge zum Beschluß erhoben.
I n der anschließenden vertraulichen Sitzung hat der
Gemeindetag unter anderem die vomstädtischenKontrollamt und Rechnungshof überprüfte Bilanz der städt.
Molkerei genehmigt. I n diesem Zusammenhange wurde
der Bericht des Sonderausschusses Zur Untersuchung der
Gründe der Differenzen zwischen der städt. Molkereileitung und Herrn v. Chizzali zur Kenntnis genommen, in
welchem festgestellt wird, daß die von Herrn v. Chizzali
gegenüber der Direktion der städt. Molkerei gemachten
Vorhalte in allen wesentlichen Punkten sachlich nicht ungerechtfertigt waren und daß seine Bemühungen um Beseitigung dieser Uebelstände volle Anerkennung verdienen. Der Gemeindetag behält sich in dieser Angelegenheit
weitere Schritte vor.
Die Sitzung wurde nach 6 ^ stündiger Dauer umUhr nachts geschlossen.Veluchei dasDas Innsbeucker Haötarchw
Die Innsbrucker Chronik öes GoUfrieöHtaötkunöliche Beitrage zum Amtsblatt
öer Lanöeshauptstaöt Innsbruckpfannen mit den dazu gehörigen Gebäuden und den auf die neue
Art vorgenommenen Salzfud, wie auch die Münzstätte zu besichtigen. Die höchsten Herrschaften wurden in dieser Stadt aus 22
Stücken derselben eigenen Geschütze und mit Pöllern salutirt, wobei die Bürgerschaft und benachbarten Landesschützen in Parade
Von Dr. Karl Sch'aoelbauer
(5. Fortsetzung) stunden.
Die Ordnung der Apartmants bei Hofe ist übrigens dermalen
(1765) 22. Juli: Heute um V28 Uhr früh sind S. M. der röm. König so eingerichtet, daß deren eines jeden Montag, Mittwoch und Freiin Begleitung höchftihrer 2 Kämmerer H. Gf. v. Schafgotfch und tag gehalten werden soll. Diesen Abend fand aber wegen der Fahrt
des Frh. v. Reischach, wie auch des die Reise dirigirenden K. K. des ah. Hofes nach Hall keines statt.
Heute ist bei Hofe die betrübte Nachricht aus Mailand eingeGeh. und hiesigen ersten Gubernial Rats H. Leopold Gf. Künigl
in einem Wagen incognito von hier abgereist, um das Land Tirol laufen, daß der Infant und regierende Herzog von Parma K. H.
der Länge nach bis an die venetianifchen Grunzen zu besichtigen. nach einer zweitägigen Krankheit an den Kindesblattern zu Alexandria (d. i. Alessandria) mit Tod abgegangen sei. Man ist zuDie Reise wird demnach über Brixen, Votzen, Trient und Roveredo
an den Gardsee gehen und sowohl die Gegend zwischen Botzen gleich für dessen Erbprinzen, welcher zu Turin an einem hitzigen
und Meran, als auch die Seiden Fabricken bei Roveredo und die Fieber danieder liegt, sehr besorgt.
25. Juli: Heute als am St.-Iakobs-Tage, als am Titularfeste der
Früchtgarten zu Limon in Augenschein genommen werden.
Sooft es die dermalen unbeständige Witterung zuließ, belustigten hiesigen Stadtpfarrkirche, erhoben fich I . Mn. und Kön. Hoheiten
sich S. M. der röm. König nebst dem Erzh. Leopold und dem im Campagne Staate in genannte Kirche und wohnten allda dem
Prinzen Albert K. H. mit Spazierenreiten in die um unsere Stadt Hochamte bei.
28. J u l i : Heute als am hl. Anna Feste und am Namenstage
befindlichen angenehmen Gegenden. Abends ist in dem großen HofI . Kön. Hoheit der Erzhin. Anna begaben sich die Höchsten Herrtheater ein wälsches Luftspiel mit einem Ballett und in der Reitschaften in die Kirche der P. P. Eeruiten und wohnten mit den
schule Opera buffa, vorher aber, wie schon erwähnt, SeiltänzerMinistern und andern hohen Ttandespersonen und dem Adel dem
und Pantomim-Produktionen.
Die heute hier erfolgte Ankunft des H. Gf. Gundacker v. Stern- Hochamte bei, welches auf höchstes Verlangen I . M. der Kaiserin
berg. K. K. Kämmerers, von Genua hat den kaiserlichen Hof und der hw. H. Fürstbischof von Chiemsee aus dem gräsl. Hause der
die ganze Stadt mit der Nachricht von der den 18. dieses daselbst Erbtruchsesse von Waldburg auf dem St. Anna Altare hielt. Der
geschehenen wirklichen Ausschiffung der Erzhin. Infanti« K. H. er- H. General Vicar der P. Serviten las darunter eine stille HI. Messe.
freuet. Höchstdiese wird am morgigen Tage von Genua aufbrechen, Nach vollendetem Gottesdienste war wegen des erwähnten Naden 28. zu Mantua, den folgenden Tag aber zu Ala in Tirol an- menstages Aufwartung bei Hofe. Die gewöhnliche Prozession zur
St. Anna Säule unterblieb.
langen. Am 30. ist das Nachtlager zu Trient bestimmt.
Gegen Mittag kam S. M. der röm. König Joseph im besten
24. Juli: Mittwoch. Heute haben sich I . Mn. und Kön. Hoheiten nach etwas früher eingenommenen Mittagmahle nach Hall be- Wohlsein wieder dahier an, Die Hin- und Rückreise hat allein zu
geben, um die daselbst befindlichen, sowohl alten als neuen Salz- Lände 60 Meilen ausgemacht. S. M. haben ihr höchstes Wohlge-pusch vonAmtsblatt Rr. 1
Ioh. v. Attlmair, Hausbesitzer in Mühlau, feiner Schwägerin Frau Juliana v. Attlmair, geb. Hechenblaikner,
die genannten 13 Jauch Wald samt Mariabrunn um
8400 Gulden. Der Verkäufer hatte diese Realitäten auf
Grund einer Verlaßvermö'gens-Absonderungsurkunoe
vom 25. April 1865 erworben. I n diesem Vertrag heißt
es: „Auf diesem Grunde (nämlich den 13 Jauch Wald)
wurde ein Wohngebäude mit Stadi und Stallung aufgeführt, Mariabrunn oder Ooerweierburg genannt,
und ein großer Teil des obbefagten Bodens ist seither
zu Acker oder Wiefe kultivirt worden."
Die neue Besitzerin ließ Mariabrunn bei der tiroliDr. Karl Schadelbauer
schen Gebäudebrandschäden-Versicherungsanstalt mit
3000 Gl. versichern. I m Iahlungsbüchel ist der VerDie Frage der Entstehung des Namens „Hungerburg" sicherungsgegenstand beschrieben als „eine Stock hohe,
sowie die Geschichte der Besiedlung des „Hungerburg"- gang freistehende Wohnbehausung mit Stall und Stadel
Gebietes überhaupt wurde bereits in verschiedenen Auf- unter einem Dache Mariabrunn, auch Hungerburg gesätzen, mehrfach g. B. in den „Tiroler Heimatblättern" nannt".
(besonders 1935, Heft 11/12) behandelt. Eine restlose
Da kurz nach der Erbauung von Mariabrunn der
Klärung ist mangels entsprechender Quellen bisher Name „Hungerburg" bereits im Umlauf war, ist es
nicht gelungen. Einen kleinen Schritt weiter mögen die wahrscheinlich, daß er nicht, wie gewisse Histörchen erfolgenden Zeilen führen.
zählen, erst darauf zurückgeht, sondern in einem älteAm 21. August 1853 starb Jos. Andreas v. Attelmair. ren Ereignisse seinen Grund hat. Hiefür scheinen sich
Doktor der Rechte und jubelierter K. K. Landrat, auch einige archivalische Anhaltspunkte gu finden.
67 Jahre alt, auf Schloß Weiherburg. Am 3. Oktober
Allenthalben im Lande herrschte in den Jahren nach
wurde in Anwesenheit der Erben der Verlassenschafts- den Frangosenkriegen Teuerung und Armut und inakt ausgestellt, der ein genaues Inventar und eine Be- folgedessen auch Hunger. Mehrere arme Innsbrucker
schreibung der Realitäten enthält. Daraus läßt sich als kamen nun im Jahre 1817 auf den Gedanken, sich —
v o n M a r i a b r u n n d a s etwa nach Art der heutigen Schrebergärten — selbst gu
J a h r 1 8 4 7 feststellen und Aussehen sowie Einrich- helfen und richteten an den Stadtmagistrat Gesuche, die
tung dieses Hauses angeben. Die entsprechende Stelle Hügel oberhalb der Weiherburg bebauen gu dürfen. Sie
des Aktes, der sich im Weiherburg-Archiv befindet, wollten diefe ungenützten Bichl, auf denen bisher nur
Dorngesträuch wuchs, gum Anbau von Erdäpfeln, auch
„Laut Kaufsurkunden vom 10. Mai 1840. Verf.-Nr. 1456. und Grundbirn genannt, und Korn benützen. Vom März
1817 bis anfangs April wurden gleich 10 solche Gesuche
28. Mai 1840, Verf.-Nr. 1663, besitzt der Erblasser aus der Gramartwaldung ober den Steinbruch ein Flächenmaß von 13 Jauch. (Stadtarchiv, Akten 1817 Com. 459) eingereicht. Es
Dieser Waldgrund, im Bruchboden gelegen, ist laut Gubernial- seien daraus einige Stellen mitgeteilt:
dekretes vom 26. Juni 1336. I I . 5437, zu lmltiviren bewilliget
fallen über die aller Orten empfangenen Beweise der Liebe und
Ergebenheit sowie über die höchst seiner Person geschehenen Ehrenbezeugungen zu erkennen gegeben.
27. Juli: Heute verfügten sich die höchsten Herrschaften in 10 bis
12 Wägen nach dem Schlosse Ambras.
28. Juli: Diese Tage hindurch gruhten I . Mn. nebst dem Erzh.
Leopold und den Erzherzoginnen K. H. die geistlichen Frauen Klöster, nämlich das Regelhaus und das der Versperrten und jenes
der Ursulinerinnen zu besuchen. I . Majestät fährt auch fort, Privat Personen täglich gnädigste Audienz zu erteilen.Jur Geschichte öes Hungerburg^-GebietesAm 3. März 1817 bitten Ioh. Hatzl, Franz Gammer und Johann
Seitz in einem gemeinsamen Gesuch um die Bewilligung, „die ober
dem sogen. Weyerburger Schloß dahier liegenden Buch! urbar
machen zu dürfen". Diese seien „Gemeingut und mit nichts als mit
Stauden und Dorngestreichen bewachsen", seien öde und unbenutzt.
Die Bittsteller seien ausgediente Soldaten und „mit großen Familien belastet". Sie wollten „nur Grundbirn auf die neuen Grundstücke pflanzen" und erboten sich, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden, die Grenzen „mit einem wachsenden Zaun" zu umgeben.
Der Zimmermann Ioh. Zechender ersucht am 24. März, weil er
hörte, „daß einige öde Gründe, um diese fruchtbar umzuarbeiten".'
überlassen würden, um einen solchen mit der Begründung, daß er
„selben bei dermalig teurem Zeitpunkte zum Nahrungszweig besser zu gelangen überaus dienlich wie notwendig hat". Notburga
Schober, verwitw. Egger, verlangt einen Grund, weil sie dadurch
Eine nachfolgende Anmerkung fagt überdies: „Den von dem „ihr äußerst lästigen Bettlengehen befreiet" würde, da ihr
Wald bei Mariabrunn von 8130 Quadratklaftern hat „der Acker das Hauptbedürfnis, nämlich Korn, verschaffen würde".
der Herr Erblasser von der Gemeinde Hötting laut Ur- Ihre Bitte unterstreicht sie mit dem Hinweis, daß „ihr verstorbener Ehemann an denen Folgen der Auszügen gegen Frankreich in
kunde vom 22. Juli 1841, Nr. 1151, gekauft." I m denen
90ger Jahren, die von einem löblichen Stadtmagistrat verJahre 1847 hat Attelmair „zur Arondirung des Schloß- anstaltet wurden, sein Leben hat einbüßen müssen, und ihr ältester
gutes" einen öden Waldgruno angekauft, der gegen Sohn, der ihre Stütze war, „ausgehoben und unter die KaiserNorden und Osten an die „Eggenstaatswaldung" gegen jäger eingereihet worden ist".
Andere Gefuchsteller bemerkten, daß sie in Erfahrung gebracht
Süden an die Weiherburg und gegen Westen an den hätten,
daß der Stadtmagistrat „mehrere neue Einsänge
Weiherburger Grund beim „Weier- oder Lö'hm-Bachl, unter der ärmeren Klasse der hiesigen Inwohner verteilt". Der
welches auch die Grenze zwischen der Gemeinde Mühlau Taglöhner Georg Tragseil bittet schließlich um Grund, „dieweilen
ich mich samt mein Weib und 4 Kindern, welche noch alle klein
und Hötting bildet", grenzt.
und unerzochen sind, bei dieser harten und teiren Zeit kaum er„Laut Inventar waren „ I n der Behausung Marillbrunn" fol- halten könne, dieweilen es wenig Arbeit gibt, womit ich 6 Meiller
erhalten kann".
gende Gegenstände vorhanden: ein langer Tisch von hartem
Holz, 2 Wandspiegel, eine Hängeuhr, ein Spucktrichele, ein lanDiese Flut von Gesuchen veranlaßte den Stadtmagiger, weicher Tisch, 4 Bilder mit Goldrahmen, 10 kleinere Bilder,
ein hartholzener Kommodkasten, ein Ruhebett, 12 weichhölzerne, strat, den Inhaber der Weiherburg um seine Ansicht gu
grüne Stühle, ein Kruzifix von Nißl (mit 5 Gl. bewertet), befragen. Bereits am 1. April gab dieser ein ausführ8 Kupferstiche (für 48 kr.) und zwei weichhölzerne Bettstätten."
liches Gutachten „über den Vorschlag einiger armer
und die ganze Fläche von 13 Jauch oder 26 Morgen ist von der
kk. Privateigentums- und Waldpurifikations-Kommission
Tabelle der kk. Berg- und Salinen-Direktion zu Hall vom
10. Februar 1849. Nr. 77, als Eigentum anerkannt worden. Auf
diesen Grund hat der Herr Erblasser v o r 6 J a h r e n e i n
Wohngebäude m i t S t a d l und T t a l l u n g aufgef ü h r t und ein Teil des Bodens ist als Acker und Wiese kultivirt
worden. Von diesem öden Grund sind bei 9 Jauch als Acker und Wiese
kultivirt. Der ganze Grund mit dem neuen Gebäude, welches solid
aufgeführt und gewölbte Stallungen hat und wovon der obere
Stock für Herrfchaften zum Aufenthalte im Sommer geeignet ist,
wird geschätzt mit Hiezurechnung der Hälfte aus dem Waldstocke
Nr. 8 und des ganzen Waldstockes Nr. 11, welche Waldungen zusammen 8130 Quadratklafter messen auf 7500 (Gulden)."Mittels Kaufvertragvom 25. Juni 1877 verkauftEinwohner des Burgfriedens Innsbruck in dem an derAmtsblatt Nr. 1.
Grenze des Ansitzes Weiherburg liegenden städtischen
Wald Grundparzellen zum Anbau von Erdäpfeln auf
Wohlgefallen und Wiederrufen auszustecken", ab. Darin
heißt es (Konzept im Weiherburg-Archiv):
„Der Grund, welcher zum Erdäpfelbau bestimmt wurde, besteht
in einer Steinfchutte, welche auf einem tonigen Boden ruht." Da
man beim Kartoffelbau besonders tief graben müsse, bestehe wegen der starken Neigung des Bodens die Gefahr des Abrutschen«
bis auf den Fahrweg herunter. „Die bei großen Regengüssen über
den Steinbruch hereinfallenden Gewässer" hätten eine solche Gewalt, daß sie diese Aecker zerstören würden. Ohne Dünger fei es
undenkbar, „diese öden Gründe zu einem die Arbeit und Ansaat
verlohnenden Ertrag zu bringen". Die Inhaber dieser Parzellen
hätten aber „keine Gelegenheit, einen Dünger zu erzeugen" und
wären daher genötigt, „Streu teils aus der Stadtwaldung selbst,
teils aus dem benachbarten, fremden Eigenwm zu nehmen". Es
bestünde auch die Gefahr, daß „der Magistrat von den benachbarten Eigentümern mit unausgesetzten Beschädigungsklagen überlofsen würde". Bezüglich des Viehtriebes müßte eine Uebereinkunft
getroffen werden. Schließlich würden die „zum Verkauf in Antrag
gebrachten Waldungsparzellen dieser Gegend, wenn sie als Ackergründe einmal bearbeitet und ganz ausgestockt wurden, ihre diesfällige Wesenheit und Lizitationsvreise verlieren".Diese durchaus ungünstig und ablehnend lautende
Darstellung, bei deren Abfassung den Schreiber auch
mehr die Rücksicht auf die eigene Person und den eigenen Grund als auf die notleidenden Mitbürger geleitet
haben dürfte, hat offenbar ihren Zweck nicht verfehlt,
denn die Gesuche wurden Zurückgestellt, „bis Zum Verkauf der Waldungen geschritten wird", dann seien sie
wieder in Vorschlag Zu bringen. Ueber dieses „dann"
ließ sich aber bisher leider nichts finden.Line Innsbruck« lthafts-Offnung öes
s4. Iahrhunöerts
Dr. K a r l Schadelbauer(1.Fortsetzung)I n dem Abschnitt über den „Sakken" wird in der
Oeffnung ein Brief erwähnt, den der Propst Theodoricus
vom Markgrafen Berchtold über den „Krieg" des Stiftes mit den Innsbrucker Bürgern des „Sakkens" wegen
erhalten habe. Es ist dies der Urteilspruch vom Jahre
1187, der noch im Original im Stiftsarchiv erhalten
und ebenfalls in der genannten Arbeit Röggels abgedruckt ist. Ebenso findet sich dort das in der Ordnung
anschließend behandelte Uebereinkommen des Grafen
Meinhard mit Abt Witmar vom Jahre 1281 bezüglich
der Abtretung des Gebietes der „Neustadt". Die Bestimmungen über die Zehente und Zinse gehen auf spätere
Abmachungen und Urteile wie jene vom 20. Dezember
1320 lOrig. im Stadtarchiv Nr. 28) oder 4. Juni 1328
(ebendort Nr. 38) zurück. Die in letzterer Urkunde enthaltene Entscheidung über den Zehent ist beinahe wieder dem Texte der Oeffnung gleich; sie lautet: „Wir
haben auch gesprochen vmb den zehenten von den garten bei der vorgenanten stat, were der ist, der garten hat
ainen oder mer, daz der von demselben garten all jar
gebe seinen chrautzehent nah dem stangen mazz, ie diu
zehent stange, waz daz bringen mach vnd schol auch daz
auf dem acher ligen lazzen
" usw. Der Schluhab-satz über den „alten" oder „Feld-Sakken" bezieht sich
auf die Abmachungen vom 28. August 1339 (Original
Stadtarchiv Nr. 66).
Die Feststellung der den einzelnen Punkten der EhaftOeffnung Zugrunde liegenden Urkunden scheint eine
annähernde Bestimmung der Abfassungszeit Zu ermöglichen. Wichtig dürfte der Nachweis von Abmachungen
sein, die in die Oeffnung nicht mehr aufgenommen wurden. Diesbezüglich muß den Verhandlungen Zwischen
Stift und Stadt in der Zeit von 1357 bis 1358 Aufmerksamkeit geschenkt werden. Nachdem Ludwig der Brandenburger am 9. November 1357 „die stö'ZZ. Zwitrachte
vnd auflauffe, die sich vntz her gehandelt vnd ergangen
habent" (Orig. im Stadtarchiv, Nr. 119) beigelegt hatte,
wurde am 16. März 1358 (l. c. Nr. 120) ein großer Vertrag abgeschlossen. Darin finden sich nun Punkte, die
in der Oeffnung wieder ganz ähnlich auffcheinen, wie
3. B. „vnd wer dem obgenanten gotshaus feinen Zehenten nicht geben hiet oder noch nicht gaeb, den mugent die
Herren von Willtein darumb benoten mit geistleichen
rechten", und andere, die fehlen. So sind die Stellen
über den ViehZehent, den jeder, „wer rinder hat in der
stat oder vorsteten", Zahlen sollte (pro Rind 1 Schilling),
über das Halten von Zwei Stieren beim Stift, das Verbot der Aufnahme von Eigenleuten des Stiftes in die
Bürgerschaft und das Kornmahlen in der Oeffnung
n i c h t enthalten. Der Text der Oeffnung dürfte
demnach um 1350, möglicherweife aus Anlaß der
erwähnten Streitigkeiten, Zusammengestellt worden
sein. Da die Schrift jedoch jünger ist, muß es sich bei
dem vorliegenden Stück um eine spätere Abschrift handeln.
Anschließend an die Ehaft-Oeffnung enthält das vorliegende Copialbuch noch eine vom Notar Johann Egker
beglaubigte Abschrift des Vertrages Zwischen der Stadt
und Wilten vom 7. Jänner 1453 bezüglich der Pfarre
und des Spitales und eine ebensolche der Bestätigungsurkunde des Kardinals Nikolaus von Cusa vom
13. August 1453. Weiters folgen noch die Abschriften
folgender Urkunden in d e u t s c h e r Übersetzung:
1. 1138. April 30., Lateran: Urkunde Papst Innocenz' II. für das Kloster Wilten.
2. 1260. Juli 1., Anagni: Urkunde Papst Alexanders IV. für das Kloster Wilten.
3. 1242, Dezember 8., Anagni: Urkunde Bischof Egnos
von Brixen für die Pfannhausarbeiter von Thaur.
4. 1282. Oktober 27., Brixen: Urkunde Bischof Brunos von Vrixen für die genannten Arbeiter.
5. 1411, Dezember 5., Brixen: Urkunde Bischof Ulrichs von Vrixen für die genannten Arbeiter.
Abschließend folgt nunmehr der Wortlaut der Ehaft-Oeffnung.
Die Abschrift ist buchstabengetreu und einzig die häufigen „y"
wurden durch „ i " ersetzt:
„Item es sol auch in den selben marchen vnd zilen der pharleichen Kirchen des Münsters ze Wyltein, als weit, praid vnd als verr
di geraichen (am Rande von späterer Hand beigefügt „mag") nach
ausweifung des gotzhaws brieff mit sampt fand Jacobs Kirchen
vnd der Stat ze Inspruk. di das gotzhaus ze Wyltein dar über
hat, mit sampt andern seinen pharleichen Kirchen, die der abt vnd
daz gotzhaws von hant leihen, chain newkirch, fpital, weder chcnn
pethaws pawen oder ftifften ewichleich chainer nit sol in den yutern, steten oder gepiet des vorgenanten Münsters oder seiner pharleicher Kirchen weder Herwerg hoff oder (eingefügt „auch") chains.
stat, chain gaistleich lämt, melher profeß si genant sein, zu pawen
chirchen, spital oder pethawser oder welherlai daz war, mit verchawffen oder mit geben oder wi man in daz zu (am Rande daneben „manca") züg an des abbts vnd convents, di zu den selben
zeiten feind vrlaub vnd gewissen. Welcher awer der war, der war
gaistleich oder weltleich, der in den gutern, marchn oder an den
steten des Münsters oder feiner pharleichen Kirchen oder wi sie zu
dem Münster gehörent an des abbts vnd conuents vilaub vnd gewizzen, alz vor verschriben stet, wider solche freihait, gnad vnd
pott ein Kirch, spital oder peihäwfer, welcherlai di wern, pawet
oder versuchet newr ze pawen, so sol alzpald an alles werbort vnd
vrfach mänichles dj selben guter vnd stet, wa daz geschiht, mit
allen rechten vnd nuczen vnd mit aller aiaenschaft zu dem vorbenanten Münster vnd gotzhaws ewichleich gehörn vnd der abbt vnd
daz conuent sol mit den selben gutern steten tun nach allem iren
willen, ut palet in bulla Alexandri IV., in transumto ordinis
sanctorum Romanorum pontificum (später beigefügt: Clementis IV., Vrbani IV., Heinrici regis).
Item wenn man der selben fand Jacobs Kirchen amen kirchmayr
feczen wil, so sullen die purger dem abbt zu pringen drei erber man
vnd aus den selben drein hatt der abbt dann gemalt in den pesten
ze geben ze ainem kirchmayr auf fand Jacobs Kirchen vnd sol
auch der abbt mitfamvt den purgern von dem selben kirchmayr
ze Inspruk in dem wydem alle jar raitung vodern vnd nemen vnd
sei sol auch der selb kirchmayr tun, wen man sie von im voderl
vmb alles des der selben Kirchen gut vnd gelt, wes des ist nicht
ausgenommen, vt patet in priuilegio eorum (später beigefügt:
sub pena L marcarum)."
Unter diesen Bestimmungen über die kirchlichen Rechte des Stiftes Wilten stehen auf 10 später beigefügten Zeilen Angaben über
verliehene Ablässe, z. V. „Item ab vno orckieviscopo et X V I I I
epifcopis, a auolibet XI^ criminalium et I^XXX venialium, quas
Albertus Vrixinensis episcopus confirwauit." (Schluß der 1. Seite.)
.»Hi ist vermercht di ehafft der recht vnd wirde, di daz gotzhaws
ze Wyltein hatt hinez der stat ze Inspruk vnd hinez den purgern
gemainichleich daselben.
Item zum ersten wi di stat ze Infpruk erfunden vnd erdacht ist
worden vnd wi sie herüber über die prukk in des gotzhaws aygen
ze Wyltein vnd gericht gelegt ist worden vnd pei was herschafft
daz befchehen fei vnd pei welhem pischolff ze Vrixen zu den selben
zeiten aucb stifftet des gotzhaws vnd pei welhem probst des gotzhaws ze Wyltein vnd pei welher samnung daselben.
Item daz Verchtold Markgrafe von Andechs vnd Markgraue ze
Hysterreick vnd sein sun Verchtold Herczog ze Meran vnd Mark«
grass ze Hysterreich von manigerlai sacke vnd frewnde pet wegen
vnd pesunder von dem gemalt zu den selben zeiten Hern Heinreichs
des bisckofs ze Vriren mit willen vnd günst vnd hilffe paidew
dienstlemte vnd chortiern desselben gok.lia'rs ze Brisen ervaten zu
dem testen probst Heinrichen, zu den selben zeiten probst des gotzhaws ze Wyltein mit willen, wissen vnd gunst alles seins conuents,
daz n-ir vnsern Markcht gelegen auf dem Prukkvält vber di
Prukk des Inns in daz aigen daz naben pei dem gotzhaws gelegen
ist, täten vnd in di Hofmarch vnd zil des gerichls desselben gotzharrs vnd in ire pharleiche aepiett als auch wot aigenleick beläwtern vnd aus weisen di brieffe, di daz gotzhaws ze Wyltein dar
vmb hatt von iren stifften fäligen vnd pesunder von Hern Reynprechten salioen pischolf ze Vrixen, da von daz aigen der grünt vnd
podem mit dem gericht vnd mitsampt den vharleichen rechten gegeben vnd geaickent hat mit wizzen vnd willen seins Capi^els dem
aotzhan-s ze Wyltein vnd di gab alle ist disem gotzhaws pestät worden besunder von den heiligen vätern vnd päbsten vnd mit namen
von Innocencio dem andern vnd darnach von Alexandra dem vierden vnd von pifckofen von Vriren von ainem auf den andern
hincz auf dise weil vnd zeit. Vnd da der Markgraf v"n Andechs
vnd ze Hysterreich vnd sein fun Verchtold Herczog ze Meran. Herr
Heinrich der pischolf mitsamvt den Korhern vnd den dienslä'^ten,
probst Heinrich vnd sein gotzhaws des erpaten, da gab der Markgraf von Andechs vnd sein sun Bercktold, Herczog ze Meran dem
prabft vnd dem gotzhaws ze Wyltein amen Wechsel nach der seczung
des grunts vnd des podens. so vii als di stat begriffen hett. am
Hube, di in der gazze ze Omrans gelegen ist, dar vmb daz di famnunq ze Wnltein dester minner peswärt würde vnd auch in solcher
weise, als daz also verprieft vnd vermacht ist vnd auck daz von
wort ze wort aeschriben stet waz recht daz gotzhaws hincz dem
Marcbkt hat vnd wes di marcktlewt dem gotzhaws Michtiq vnd
gepunden sind ze tun vnd waz der Marcharaf vnd sein sün dem
gotzhan-s dar über genad vnd freihait getan habent, ut patet in
litera sua.
Item daz daz gotzhaws ze Wyltein alle jar järleich vmb fand
Mertens tag (Martini, 11. Nov.) ain mark gelts von dem zolle des
Markts so! einnemen vnd emphaben, ut patet in priuilegio Mar-chionis.
Item daz gotzhaws ze Wyltein sol auch in dem selben Marchkt.Amtsblatt Nr. 1
drei aigen hewfer alwege haben vnd di läwte di darjnne gesessen
sind mitsampt den häwsern sullen frei fein von aller veseczung der
herschafft vnd des Markts vnd di, di in den hewsern gesezzen sind,
di sullen dem gotzhaws gelten vnd geben alle di recht vnd oodrung,
als der Herrschaft ander häwfer tund, mitsampt den marktlewten,
vnd si sullen auch alle gewerb treiben vnd haben auswendig vnd
inwendig vnd alle di recht, als di andern marktlewt angevärd, ut
patet in priuilegio Marchionis.
Item es sullen auch chaine müln pei dem Marchkt weder inwendig noch auswendig nit gepawt werden, sie sol auch chain Herrschaft nit gestaten ze pawen an des gotzhaws willen vnd gunst angevärd, vt patet in priuilegio Marchionis.
Item es sol auch irer chainer aus dem Marckt anderswa nit malen, wann pei des gotzhaws mülen, ut patet in priuilegio.
Item es sol auch di Kirch in dem Markt, die von dem Marckgrafen von Andechs mit ainer halben hüben gestiftet ist, alweg vnoer
dem gemalt vnd gepiet sein des chlofters mit aller ir zugehörung ze
verwesen vnd ze setzen vnd entfeczen vnd sol daz gotzhaws damit
tun vnd schassen, als mit seiner aigen zuKirchen, wi das di gaistleichen recht auz beweisen vnd di selb Kirch sol auch dem chloster
frei sein von aller veseczung der Herrschaft, der marcklewt vnd von
manichleich, vt patet in priuilegio Marchionis.
Item vnd welcher aus dem Markt oder wer der war, der dem
gotzhaws ze Wyltein beleihen an alle wederrede, wann es vor daz
gotzhaws angehört hat ond fol niemand nichtz damit ze schikken
haben, dann daz goßhaws allaine, ot patet in priuilegio.
Item es sullent auch des gotzhaws gut, di in dem Markt oder
auswendig gelegen find, an peseczung der herrfchafft recht vnd des
Markts frei peleiben vnd fein und di felben gut sullen in chainen
dingen bekommert noch peswärt werden, vt patet in priuilegio.
Item es sullen auch di selben marckt lewte mitsampt andern
läwten pei dem gotzhaws chain taiding nit suchen welherlai di sei,
da mit di Herrn pefwärt würden, vt patet in priuilegio.
gotzhaws ze Wyltein somen oder wifen schediget vnd darvmb beruft wurde vnd des nicht möcht gelawgen, der selb fol den schaden,
er fei groz ader chlain gänczgleich der samnung ze Wiltein wider tun
vnd widerchern, vnd er fchol dem gotzhaws dar nach geben zwelff
phenning ond auch irem richtet alz vii, ut patet in priuilegio Marchionis et in aliis multis.
Item es sol auch aller paw des gotzhaws mitsampt sein zäwn,
rigelen vnd wisen von sand Jörgen tag ader vor piz auf fand
Michels tag oder darnach angevärd ze aller zeit in frede beleyben
vor den marktlewten vnd vor manichleich, ut patet in priuilegio.
Item es sol auch der richter des Marckts selb sechster nach seinen»
vermügen mit ainem gestalten auf gerücktem aide hincz den heiligen fweren daz gotzhaws ze Wyltein vnd alles, daz in dem lande
darzu gehört, beschirmen und befriden sol vnd dasselb fol auch
tun der lantrichter an alles geuärd, ut patet in priuilegio.
(Am Rande steht dabei von anderer Hand: Nota valde.)
Item es füllen auch di marktlewt dem gotzhaws an seim grünt,
an seim poden, an fein wisen, an fein ekkeren, an sein gesuchen, an
sein waiden, ze holcz, ze veld, ze wazzer, ze perg, ze tal mitsampt
feim gericht vnd pharrleicken rechten chainerlai recht vordrung noch
gewonheit dar auf, dar inn, noch dar aus nicht haben oder tun
noch versuchen ze tun, als auch wol ausweisen des gotzhaws stifftbrieff, di (es) es darüber hat, ut patet in priuilegio.
Item vnd ob chainer auz dem Marchkt oder iemant anders wer,
der war, der di' samnung ze Wyltein beswärte, also daz er des gotzhaws ainen fräfleich hant anlegt oder schult oder smähet oder
iemant des gotzhaws läwt totät oder stümlat oder wuntät oder in
irer gut mit gewalt oder diepheich enphüret, der sol dar vmb nach
dem rechten („rechten" wiederholt) gaistleichs oder wältleichs des
dar vmb gepezzert werden an alle genad, ut patet in priuilegio.
Item vnd waz dag gotzhaws ze Wyltein ze rechlen hiet oder auz
getragen vor dem richter des Marktes, so sol in derselb richter auz
richten ir chlage nach der gerechtichait inner sechs wachen oder ee.
ut patet in priuilegio.
Item daz der Sakk pei Inspruk von den obern vnd nidern marchen piz auf di Sülle mit rechter aigenfchaft gründes vnd podems,
er sei gepawn oder vnerpawen mit gesüch, mit waide, mit holcz
vnd mitsampt dem gericht dem gotzhams ze Wyltein zu gehört, als
auch aus weifent di briefs, di daK gotzhaws dar vmb hat von sein
stifftern vnd besunder di brief di dar vber sind geben worden
probst Theodorico vnd sein gotzhaws von Markgraff Berchtolden,
Markgrafen ze Hysterreich vnd Herczogen ze Meran, als er den
Sakken mit fampt den purgern ze Infpruk dem gotzhaws ze Krieg
tet, als sich das ervant mit ainem vermessen rechttag ze paiden
tailen, daz er daz gotzhaws von anegeng ie vnd se angehört hiet
mit aller zugehörung vnd pesunder mit den gericht, ut palet in
(Schluß folgt)Amtsblatt Nr. 1.ffamilienschutz ser staöt Innsbruck
lMVonFriedrichFellner„Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen für diesen fehr namhaften Betrag nach Tiroler Art ein herzliches, aufrichtiges „Vergelt's Gott" zu fagen", heißt es in einer der vielen Zuschriften, die der städt. Familienschutzsteile nach
dem Weihnachtsfest zukamen.
Der Innsbrucker Gemeindetag hatte bekanntlich in feiner Sitzung vom 20. Mai 1937 in der Erwägung, daß die
kinderreiche Familie durch die indirekten Steuern in viel
höherem Maße als der Ledige belastet wird, beschlossen,
einen Ausgleich dadurch zu schaffen, daß diefen Familien
bei der Inanspruchnahme von städtischen Einrichtungen
eine bessere Stellung zuteil wird.
So wurden im Monate Dezember 305 kinderreiche Familien 50 Prozent des in den Monaten Mai bis einschließlich November 1937 bezahlten Strom- und Gasbetrages, der Grundgebühr für Strom und Gas, des Wasser- und Kanalzmses und der Mullabfuhrgebühr rück v e r g ü t e t . 30 Familien, die ihr Ansuchen um Zuerkennung der Ehrenkarte für kinderreiche Familien erst im
Dezember einbrachten, erhalten die verschiedenen Gebührennachlässe in der ersten Iännerhälfte ausbezahlt.
I m Durchschnitte entfiel auf eine Familie ein Betrag
von 81 8. Die Summe aller angewiesenen Beträge erreicht fast die Höhe des für diefen Zweck ausgeworfenen
Kredites von 30.000 8, nämlich 8 27.208.42. Die Auszahlung des Betrages im Monate Dezember fetzte viele Familien in die Lage, für Weihnachten die nötigen Einkäufe
an Kleidern, Schuhen und sonstigen Bedarfsartikeln für
ihre Kinder zu tätigen.
Großer Beliebtheit erfreuten sich, wie schon früher einmal berichtet wurde, die Freifahrten auf das Hafelekar.
I m Monat August waren es 14, im September 59, im
Oktober 79, im November 31 und im Dezember 29, zusammen 212 Familien oder 63 Prozent der kinderreichen
Familien gewesen, die von ihren Freifahrtschemen Gebrauch gemacht hatten.
I m Oktober fand eine M ü t t e r e h r u n g statt, zu
der Bürgermeister Franz F i s c h e r 10 kinderreiche Mütter aus verschiedenen Ständen im Namen der Stadtgemeinde zu einem Ausflug auf das Hafelekar einlud.
Der Bürgermeister wurde siebenmal um die E h r e n t a u f p a t e n s c h a f t über das 6. Kind einer kinderreichen Familie gebeten. I n seiner Vertretung erschien zumeist der Vorsitzende des Kulturausschusses Dr. Alois
O b e r h a m m e r . Jedesmal wurde als Taufgeschenk
ein Sparkassebuch mit einer Einlage von 100 8 überreicht.
Den wirtschaftlich schwächer gestellten Familien war
die bevorzugte Behandlung bei der städt. Freibank, der
städt. Winterhilfe und die Milchaktion eine willkommene
Erleichterung.Die Familienschutzsteile wurde in verschiedenen Angelegenheiten in Anspruch genommen. So wurden häufig
Auskünfte in Mietangelegenheiten eingeholt, um Interventionen und Befürwortungen gebeten oder um Rat
über die Unterbringung eines Kindes ersucht.
Auch für das Jahr 1938 bewilligte der Gemeindetag
in seiner Sitzung vom 21. Dezember 1937 für den Familienschutz einen Betrag von 30.000 8, so daß auch im
laufenden Jahre die Fortsetzung der im Vorjahr begonnenen Maßnahmen im gleichen Umfang finanziell einigermaßen gesichert ist.Arbeitslosenstanö im Htaötgebiete
Innsbruck am 51. Dezember 15,57
Insgesamt vorgemerkt sind:Männer 2030
Frauen 953
Zusammen: 2983Hievon find unterstützt:Männer 1780
Frauen 736
Zusammen: 2516Die 2983 arbeitslos gemeldeten Personen verteilen sich auf die
einzelnen Berussklassen wie folgt:
2. Bergbau- und Salinenwesen
3. Stein-, Ton- und Glasindustrie
5. Wasserkraft- und Elektrizitätswerke
7. Holzindustrie, Tapezierergewerbe
10. Bekleidungsindustrie
13. Chemische Industrie
15. Hotel-, Gast- und Schankgewerbe
19. Körperpflege und Reinigungswesen
21. Lehr-, Bildungs-, Kunst- und Unter23
23. Oeffentlicher Dienst
24. Haushaltungsberuse
25. I n verschiedenen Industriezweigen
Summe: 20309532983I m Vergleich zum Stande der Arbeitslofen am 30. November
1937 ergibt sich eine Zunahme um 168 Personen..Amtsblatt N«. 1Gewerbe
der im Monat Dezember 1937 durchgeführten
Aubele Franz, Andreas-Hofer-Stratze 42, Aufstellung und Reparatur von Eis- und Kühlmaschinenanlagen, 13. 1. 1912, I I . 66.602.
— Baldauf Rosa, Stiftgasse 9. Frauen- und Kinderkleidermachergewerbe. 12. 9. 1911, ZI. 46.972. — Bernhart Wilhelm. Mufeumftraße 21. Vergolder- und Fahmalergewerbe. 6. 6. 1898. Zl. 12.426.
— Brugger Eduard und Marie, geb. Wieser, Mariahilfstraße 12,
radiziertes Gast- und Schankgewerbe, 13. 5. 1924. Zl. 8545. —
Christ David, Heiliggeiststraße 9, gewerbsmäßige Herstellung von
Anlagen zur Erzeugung und Leitung von Elektrizität zu Zwecken
der Beleuchtung. Kraftübertragung und sonstigen gewerblichen
und häuslichen Anwendung mit einer Bet.-Sp. bis 5000 Volt,
14. 8. 1920, Zl. 1—1436/2 d. Tir. Lds.-Reg. (M.-Zl. 18.567. 1920).
— Daxer Magdalena, Innstraße 24, Gemifchtwarenhandel, 2. 6.
1925, ZI. 9455. — Dietrich Karl, Innrain 4, Fleischhauergewerbe,
5. 1. 1895, ZI. 37. — Doblika Rosa. Adolf-Pichler-Platz 12. Bücherrevisionsgewerbe, 5. 7. 1923, I I . 9866. — Einfelen Franz, MariaTheresien-Straße 1, Verleihung von Geschicklichkeits-Spielapparaten.
9. 8. 1937, Zl. 10.416. ' — Eisenmann Marie. Pradler
Baracke 8a, Wäfchergewerbe. 22. 9. 1924. ZI. 16.570. — Eisenstecken Cäcilia, Innstraße 61, Handel mit Molkereiprodukten,
Bäckereien, Iuckerwaren, Eiern, Kartoffeln, Bündelholz, Mehl,
Obst. Gemüse, Teigwaren, Wasch- und Putzmitteln, 30. 6. 1937,
Zl. 8718. — Frischauf Jakob, Kirchgasse 14. Gast- und Schankgewerbe gemäß ß 16. lit. b). e). 6). GO-, 6. 3. 1909. ZI. 11.442. —
Hampl Dominikus, Stiftgasse 9, Schuhmachergewerbe, 19. 1. 1882,
Zl. 511. — Innsbrucker I m - und Er.vortgesellschaft Ischia, Vedovelli, Folladore <K Co., Mariahilfstraße 32, Erzeugung von Naturweinen. 18. 10. 1934, Zl. 13.677. — Jenewein Marie, Burggraben 19, Handel mit allen Waren, jedoch mit Ausschluß der im
Z la GO. unter a) aufgeführten und aller konzessionierten Artikel, 9. 10. 1935, Zl. 11.826. — Kafvar. Dr. Alfred, Bozner Platz 1.
Handel mit allen Waren, jedoch mit Ausschluß der im § la GO.
unter a) aufgeführten und aller konzessionierten Artikel, 10. 9.
1930. ZI. 16.970. — Keifer Anna, Straße der Sudetendeutfchen 19,
Wohnungs- und Zimmervermittlung, 1. 10. 1932, Zl. 12.283. —
Knirsch Herta, Erzherzog-Eugen-Straße 18, 3. Stock, Modistengewerbe. 25. 3. 1935. Zl. 3421. — Luschin Jakob, Pradler Straße 48.
mit Ausschluß der im § 38. Abs. 5. GO. aufgeführten Artikel.
9. 3. 1925, Zl. 3792. — Mang Johann. Völser Straße 59. Anfertigung von Abschriften, Schreibarbeiten aller Art, mit Handschriften
oder Schreibmaschine, 16. 8. 1926. Zl. 15.818. — Markart Johann,
Museumstraße 37. Schlossergewerbe. 29. 10. 1928, Zl. 17.538. —
Maschek Leopoldine, Andreas-Hofer-Etraße 36, Handel mit allen
im freien Verkehr gestatteten Waren, jedoch mit Ausschluß der im
ß 38, Abs. 5. GO. aufgeführten Artikel. 14. 6. 1927. Zl. 11.874. —
Maschek Leopoldine, Andreas-Hofer-Straße 36, Verschleiß und
Reparatur von Kinderpuppen. 21. 5. 1910. Zl. 22.230. — Mayer
Adam, Hörmannstraße 8. Handel mit Musikinstrumenten und deren
Bestandteilen, 7. 11. 1929. ZI. 20.558. — Meinong Raphael. KaiserJosef-Straße 13, Zimmermeisterpewerbe. 27. 11. 1924. Zl. 1-1195/1.
Lds.-Reg. f. Tirol. — Neuhäuser Rudolf. R.-Greinz-Straße 16.
Großhandel mit Eisenwaren. 10. 4. 1935. Zl. 3918. — Petrowitsch
Ludwig. Leopoldstraße 1, Handel mit Galanterie-. Rauch-, Sckreibund Pfaidlerwaren. 5. 11. 1915, Zl. 30.742. — Pfifter Johann.
Sportplatz a. d. Sill, Gast- und Schankgewerbe nach § 16 GO-, beschränkt auf den Ausschank geistiger und alkoholfreier Getränke
sowie die Verabreichung von heilen Würsten, belegten Broten und
Böckereien und Brot, 31. 1. 1933. ZI. 1070. — Mfch Max. Stiftgasse 12 und Ing.-Etzel-Stratze, Viaduktbogen, 114. Weinhandel und
Großhandel mit Branntwein, 26. 3. 1931, Zl. 5752. — Sckneeberaer Elfriede, Marktplatz und Innrain 4. Handel mit allen im
8 38, Abs. 5. GO. aufgeführten Artikel. 12. 3. 1930. Zl. 4657. —
Sieaert Berta. Anickstraße 1. Handel mit Wäsche. Wirk- und
Kurzwaren, 17. 12. 1937. Zl. 26.846. — Spielmann Anna, Marktgraben 23, Handel mit allen im freien Verkehr gestatteten Waren,jedoch mit Ausschluß der im § 38, Abs. 5. GO. aufgeführten
Artikel. 8. 5. 1929. ZI. 8328. — Spinn Anna. Defreggerstraße 20.
Gemischtwarenhandel, 28. 2. 1921, ZI. 3011. — Stietzel Kurt.
Adamgasse 9a, Handel mit Musikinstrumenten aller Art. Radioapparaten, Grammophonen und deren Bestandteilen sowie mit
Schallplatten. 10. 5. 1935. Zl. 5738. — Taseiner Ottilie. Anichstratze 4. 4. Stock, Vordruckergewerbe. 6. 12. 1932. Zl. 15.477. —
Tfchachler Valentine, Mentlgasse 6, Wäscherei und Büglerei,
11. 12. 1931, Zl. 20.917. — Twrdy Adele. Universitätsstratze 25.
Handel gemäß § 1a, Abfchn. b), Pkt. 36. GO., jedoch mit Ausschluß aller Lebensmittel. 23. 6. 1936. Zl. 10.538. — Weiß Karl.
Museumstraße 21, Konzession zur Darstellung von Giften und zur
Zubereitung der zur arzneilichen Verwendung bestimmten Stoffe
und Präparate sowie zum Verkauf von beiden, insofern dies nicht
ausschließlich den Apothekern vorbehalten ist (§ 15. Pkt. 14, GO.).
8. 4. 1922. Zl. 6262. — Wollet Josef, Speckbacherftraße 18. Acenturgewerbe, 22. 1. 1921, Zl. 124. — Gebr. Zack, Innrain 14, Feilbieten von heimischem Obst und Gemüse im Umherziehen von
Ort zu Ort, außer auf Märkten, gemäß § 60 (2) GO.. 5. 8. 1935.
ZI. 9245. — Zglinicki Mathilde, Dreiheiligenstraße 7. Agenturgewerbe. 4. 12. 1928, ZI. 21.538. — Zglinicki Mathilde. Dreiheiiigenstraße 7. Kommissionswarenhandel. 20. 1. 1930, Zl. 1047. —
Zieger Josef, Müllerstratze 37, Erzeugung von Rum und Likören
auf kaltem Wege, 18. 6. 1924, I I . 11.044. — Jolly. Herbert Dr..
Bienerstraße 4, Handel mit technischen und chemischen Artikeln,
beschränkt auf die Erzeugnisse der Scheideanstalt Karl Schmidt in
Pforzheim. 30. 7. 1937. I I . 10.179.Verzeichnis
über die im Monat Dezember 1937 ausgestellten Gewerbescheine, bzw. Konzesfionsdekrete
Gadenstätter Anton. Handel mit Sportgeräten und deren Zubehör
sowie Lederwaren. Amrafer Str. 17, 16.12.. I I . 17.088. — Gaßebner
Ernst. Altwarenhandel (Trödler). Innstr. 57, 27.12., I I . 17.173. —
Haslwanter Heinrich, radiziertes Gast- und Schankgewerbe mit
den Berechtigungen des § 16 GO., lit. a), d), e), ä), i) und ß),
Mariahilfstraße 12. 29. 12, I I . 16.753. — Heindl Franz. Handel
ohne Beschränkung auf bestimmte Waren, Bienerstraße 25, 9. 12.,
I I . 16.749. — „Herba". Handelsaktiengesellschaft Oesterr. Apotheker
in Wien IX/2, Michelbeuerngasse 9a, Konzession gemäß § 15,
Pkt. 14, GO. zur Darstellung von Giften und zur Zubereitung der
zur arzneilichen Verwendung bestimmten Stoffe und Präparate
sowie der Verkauf von beiden, insofern dies nicht ausschließlich
den Apothekern vorbehalten ist, Zweigniederlassung, Mufeumstraße 21, 28. 12.. ZI. 17.703. — Kammerlander Artur, Kleidermachergewerbe, Körnerstraße 16. 18. 12., Zl. 17.244. — Matyas
beschränkt auf Fleischhauerartikel,
Pradler Straße Nr. 35, 9. 10.. Zl. 16.713. — Motz Walburg,
geb. Frischauf, Gast- und Schankgewerbe gemäß § 16 GO.,
Ut. b). o) und 6). Kirchgasse 14. 14. 12.. Zl. 15.996. — Neuhäufer
Rudolf, Großhandel mit Eisenwaren und Handel mit Haushaltungsmafchinen, Großküchenmafchinen und Fleifchereimaschinen aller Art,
Dürerstraße 1. 27. 12., I I . 17.601. — Oberforcher Max. Handel mit
Molkereiprodukten, Bäckereien, Iuckerwaren, Eiern, Kartoffeln,
Vündelholz, Mehl, Obst, Gemüse, Teigwaren, Wasch- und Putzmitteln, Innstraße 61, 6. 12., I I . 16.558. — Penz Heinrich. Marktfahrergewerbe zum Handel mit den unter § Ig. Abs. 1, lit. b),
Pkt. 36. angeführten Waren. Mariahilf 20. 3. 12.. I I . 16.480. —
Pillon Josef, Wein- und Branntweinhandel, Stiftgasse 12, und
2. Verkaufsstelle. Ing.-Etzel-Straße. Viaduktbogen 114, 1. 12..
Zl. 16.275. — Pircker Hermann, Handelsagentur, Gutenbergstr. 14,
3. 12., ZI. 16.394. Pircher Hermann. Kommissionswarenhandel. Gutenberastraße 14, 3. 12., I I . 16.393. — Sattler Elsa. geb. Maschek.
Reparatur von Kinderpuppen, insoweit dies nicht in den Umfang
eines handwerksmäßigen Gewerbes fällt, Andreas-Hofer-Strahe
Nr. 36, Part.. 2. 12.. Zl. 16.362. — Schleich Anna, Kleidermachergewerbe, Fisckergasse 47. 15. 12., I I . 17.007. — Spielmann Anna.
Handel mit Hüten, Kappen und Hutaufputzartikeln. Marktgraben 23, 15. 12.. I I . 17.009. — Spinn Erika. Handel ohne Beschränkung auf bestimmte Waren. Defreggerstraße 20. 6. 12.
Zl. 16 504'. — Stietzel Kurt. Handel gem. § i a. Abs. 1. Abfchn. b).
Pkt. 36. GO.. Adamgasse 9a. 22. 12.. I I . 17.397. — Stolz Franziska, Witwe, Gast- und Schankgewerbe gemäß § 16 GO., be-««tsblott «r. 1.
schränkt auf den Ausschank geistiger und alkoholfreier Getränke
sowie die Verabreichung von heißen Würsten, belegten Broten,
Bäckereien und Brot, Sportplatz a. d. Sill. 23. 12.. Zl. 17.457. —
Walch Anna, geb. Tragseil, Konzession zum Ausschank von Bier,
Branntwein, zur Verabreichung von heißen Würstchen, Milch,
Kakao, Tee, Schokolade, andere warme Getränke und von Erfrischungen gemäß § 16, lit. b), o), ä) und t), GO. als Büfett. Sportplatz Wilten-West, 1. 12., Zl. 11.801. — Wintersberger Karl, Erzeugung von chem.-techn. Waren, Parfümerieartikel oder sonstigen
kosmetischen Waren, als freies Gewerbe, Andreas-Hofer-Straße 14,
6. 12.. Zl. 16.568. — Jack Anton. Feilbieten von heimischem Obst
und Gemüse im Umherziehen von Ort zu Ort, außer auf Märkten,
gemäß § 60 (2) GO.. Innrain Nr. 14, 27. 12., Zl. 17.598. — Zeivelt
Karl, Handel gemäß § 1a. Abs. 1. Abschn. d), Pkt. 36, GO.. Buragraben 19, 27. 12.. Zl. 17.602.Verzeichnis öer Gewerbestrafen in öen
Monaten November unö Vezember
Unbefugter Markenhandel: 100 8 (3 Tage): unbefugter Markenhandel: 100 8 (3 Tage): unbefugter Handel mit burgenl. Honig:
20 8 (48 Stunden, Verfall); unbefugter Handel mit burgenl. Honig:
20 8. (48 Std., Verfall): unbef. Handel mit burgenl. Honig 20 8 (48
Stunden, Verfall),- § 39 GO., Standortsoerlegung: 5 8 (12 Stunden): unbefugtes Hausieren mit Kümmel: 5 8 (12 Stunden, Verfall); § 39 GO., Standortsverlegung ohne Anzeige: 10 8 (12 Stunden): Standortsverlegung ohne Anzeige: 20 8 (24 Stunden):
Standortsverlegung ohne Anzeige: 20 8 (24 Stunden): Standortsverlegung ohne Anzeige: 10 8 (10 Stunden): § 2 Haus.-Pat., unbefugtes Hausieren mit Kastanien: 5 8 (12 Stunden): § 2 Haus.-Pat.,
unbefugtes Hausieren mit Kurzware: 10 8 (12 Stunden, Verfall):
§2 Hauf.-Pat., unbefugtes Hausieren mit Kurzware: 10 8 (12 Stunden. Verfall): § 14 GO., unbefugte Schneiderarbeiten.- 20 8 (24
Stunden): § 2a—1 der Milchvorschriften: 10 8 (12 Stunden): § 2a—1
der Milchvorschriften: 15 8 (12 Stunden): § 4/5 der Milchoorschriften: 5 8 (12 Stunden): § 4/5 der Milchvorschriften: 5 8 (12 Stunden): s 2^—1 der Milchoorschriften: 15 8 (24 Stunden): § 2a—1
der Milchvorfchriften: 20 8 (24 Stunden): § 2a—1 der Milchvorschriften: 12 8 (12 Stunden): § 75 (Art. I u. I I (1) GO.). Nichteinhaltung der Sonntagsruhe: 100 8 (5 Tage): Nichteinhaltung der
Sonntagsruhe: 15 8 (12 Stunden); § 14 GO., unbefugtes Mechanikergewerbe: 200 8 (5 Tage); § 59 (2) GO., unbefugtes Aufsuchen
von Bestellungen: 50 8 (3 Tage); unbefugtes Aufsuchen von Bestellungen: 100 8 (5 Tage): § 3 Ibk. Marktordnung — Hausieren
mit Gemüse während der Marktzeit.- 20 8 (48 Stunden); § 75 GO.,
Nichteinhaltung der Sonntagsruhe: 30 8 (3 Tage); § 14 GO., unbefugte Ausübung des Kleidermachergewerbes: 15 8 (24 Stunden);
§ 3/4 des Vaugewerbegefetzes, Vefugnisüberschreitung eines Maurermeisters: 50 8 (5 Tage); § 4/1 des Baugewerbegesetzes. Befugnisüberschreitung eines Zimmermeisters: 30 8 (3 Tage); § 2 des
Hausierpatentes: 20 8 (2 Tage); § 38 a/2 GO., unbefugte Uebernahme einer Reparatur: 15 8 (2 Tage); § 2 des Hausierpatentes:
30 8 (3Tage, Verfall); §1 d. Mag.-Vorschrift vom24.10.1933 (Handel mit Volksküchenmarken): 3 Tage; § 2 des Hausierpatentes: Versall von Anzugstoffen; § 22 GO., unbefugter Buchhandel: 10 8 (24
§ 2 des Hausierpatentes 20 8 (24 Stunden), 30 8 (3 Tage, Verfall). 10 8 (12 Stunden. Verfall): § 3 der Marktordnung, Hausieren mit Gemüse 20 8 (24 Stunden); § 5 der Marktordnung, unbefugter Kastanienverkauf, 10 8 (12 Stunden): unbefugtes Plakatieren, 20 8 (24 Stunden): Überschreitung der Sonntagsruhe,
20 8 (24 Stunden): Überschreitung der Sonntagsruhe, 20 8 (24
Stunden): Übertretung der Ausverkaufsordnung, 100 8 (3 Taoe);
unbefugte Personenbeförderung, 30 8 (3 Tage); § 132 lit. a GO.
unbefugte Ankündigung des Vervielfältigungs- und des Photographengewerbes, 200 8 (5 Tage): § 14 GO. unbefugtes Färbergewerbe, 15 8 (12 Stunden): § 14 Ausn.-Vdg. z. Achtstundentagsgesetz-Nichteinhaltung der Arbeitsvorschristen für Hilfsarbeiter, 200 8
(5 Tage): § 132 lit. k GO.. Gewerbedeckung. 200 8 (5 Tage), Gewerbedeckung, 3 Tage, Gewerbedeckung, 15 8 (48 Stunden): § 2
des Hausierplltentes, Warenverfall: § 2 des Hausierpatentes, Warenverfall; § 1 der Mag.-Vorschr. vom 24. Okt. 1933, Handel mit.11
Volksküchenmarken, 15 8 (24 Stunden), 9 8 (24 Stunden), 12 8
(24 Stunden). 3 8 (6 Stunden), 6 8 (12 Stunden); § 10/2 d. Vdg.
RGVI. Nr. 242/1902, Aufsuchen von Bestellungen ohne Legitimation, 5 8 (12 Stunden); § 39/2 GO., Nichtanzeige der Standortverlegung, 10 8 (24 Stunden): § 2 des Hausierpatents, 20 8 (2 Tage):
§ 14 GO. unbefugte Ausübung des Photographengewerbes, 50 8
(5 Tage): § 14 GO. unbefugte Ausübung des Drechslergewerbes,
150 8 (10 Tage); Übertretung des Forstschutzgesetzes. 3 8 (6 Stunden), 3 8 (6 Stunden), 5 8 (24 Stunden).Verzeichnis öer Gewerbeveranöerungen in
öen Monaten November u. Vezember
256. A d e r m a n n Wilhelm, Abmeldung der im Hause MariaTheresien-Straße 44 errichteten zweiten Verkaufsstelle zum
Betriebe des Handels mit allen im freien Verkehre gestatteten
Waren mit Ausschluß von Lebens- und Futtermitteln.
257. A d l e r Wilhelm, Verlegung des Standortes des Agenturgewerbes von der Wilhelm-Greil-Straße 2 in die Anichstrahe
258. A m o r Franz, Wiederaufnahme des feit 1934 ruhend gemeldeten Tischlereibetriebes im neugewählten Standorte MariaTheresien-Straße 57.
259. A n d r e Maximilian, Verlegung des Standortes des Kleidermachergewerbes von der Schillerstraße 4 in die Goethestraße 17.
260. B a r t l Anna, Verpachtung des Gemischtwarenhandels im
Standorte Universitätsstraße 14 an Peter Moser.
261. B a u e r Anna, Verlegung des Standortes des Handels mit
Antiquitäten und neuen Möbeln von der Kaiserjägerstraße 4
in die Michael-Gaismayr-Straße 9.
262. F i n k Rudolf, Verlegung des Standortes des Speditionsgewerbes von der Herzog-Friedrich-Straße 2 nach dem Eüdtiroler Platz 4.
263. G e i e r Josef, neuerliche Verpachtung der Konzession zur gewerbsmäßigen Verabreichung von Speifen (Auskocherei) im
Standorte Innsbruck, Tonnenburgstraße 11, an Frau Theresia
Wo Ich o w e , geb. Pogelschek, an Stelle des vom Pacht abgetretenen Ernst Campidell.
264. Dr. phil. G e r h a r d t Otto, Errichtung einer Zweigstelle der
in Wien, I., Kärntnerring 2. betriebenen Erzeugung chemischkosmetischer Produkte, insbesondere Riech- und Aromastoffe
im Standorte Innsbruck, Körnerstraße 5.
265. G r ü n e r Johann, Verlegung des Standortes des Kleidermachergewerbes von der Herzog-Friedrich-Straße 26 in die
Innstraße 11.
266. H a n g l Karolina, Verlegung des Standortes des Betriebes
der Gesichtsfchönheitspflege und Maniküre von der Holzhammerstraße 16 in die Maria-Theresien-Ttraße 46 (Eingang Maximilianstraße).
267. H o f e r Karl, Niederaufnahme des Betriebes der Zweigniederlassung für den Handel mit frei verkäuflichen technischen Bedarfsartikeln im bisherigen Standorte Rudolf-Greinz-Strahe 1-.
268. H u b er Katharina, geb. Girardi, Verlegung des Standortes
der Mafchinstrickerei von der Erlerstraße 15 in die Meraner
269. J o r d a n Friedrich, Verlegung des Standortes der Elektroinstallationskonzession von der St.-Nikolaus-Gasse 31 in die
Innstraße 2.
270. K l o u z a l Franz, Verlegung des Standortes des Kleidermachergewerbes von der Maria-Theresien-Stratze 25 in die
Mariahilfftraße 4.
271. K r i s t i n u s Eduard, Verlegung des Standortes des Agenturgewerbes, des Kommissionswarenhandels und des Handelsgewerbes mit allen im freien Verkehre gestatteten Waren, jedoch
mit Ausschluß der im § 38, Abs. 5 GO., aufgeführten Artikel
von der Meinhardstraße 14 in die Kaiser-Iosef-Straße 15.
272. L i n s e r Witwe Anna, Lösung des Pachtverhältnisses mit der
Firma „Alpen-Expreß, Innsbruck, Autoreisengesellschaft m. b.
H." hinsichtlich des Fiakergewerbes mit zwei Automobilen im
Standorte Leovoldstrahe 18 und Bestellung des Herrn Franz
Rindfleisch als neuen Pächter dieser Konzession.12
273. L i n s e r Max, Verlegung des Standortes des Steinbruchgewerbes sowie der Erzeugung von Kunststeinen und Portlandzementwaren von der Schöpfstratze 26 in die Freisingstraße 8.
274. L i n s e r Max, Verlegung des Standortes des Bildhauergewerbes von der Schöpfstraße 26 in die Freisingstraße 8.
275. M a l l e Albert, Verlegung des Standortes des Kleidermachergewerbes von der Gabelsbergerstraße 33/? in die Müllerstraße
276. M a y e r Aloisia, Verlegung des Standortes des Gemischtwarenhandels von der Speckbacherstraße 18 in die Bürgerstraße 13, und zwar beschränkt auf den Handel mit Kunst- und
Naturhonig, Wachswaren, Zuckerwaren und Christbaumschmuck.
277. M u n t e r Josef, Kleidermachermeister, Verlegung des Standortes des Kleidermachergewerbes von der Maximilianstraße 3
in die Schöpfstraße 15.
278. N e u m a y r Marie, neuerliche Verpachtung der Konzession
zur gewerbsmäßigen Speisenverabreichung im Standorte Angerzellgasse 2 an Frau Marie Lindebner, geb. Oberwaldner.
279. P l o c h b e r g e r Karl, Verlegung des Standortes des Handels
mit Briefmarken, jedoch mit Ausschluß der in Geltung stehenden inländischen Marken von der Amraser Straße 108 in die
Meraner Straße 6.
280. R u t z i n g e r Witwe Julie, neuerliche Verpachtung der Konzession zur gewerbsmäßigen Verabreichung von Speisen (Auskocherei) in der Müllerstraße 2 (Witwenbetrieb nach dem verstorbenen Cajetan Rutzinger) an Frl. Marie Schweiger.
281. S a i l e r Josef, Uebernahme der radizierten Wirtsgerechtsame
auf dem gemeinsamen Besitze der Maria Witwe Sailer und
deren Sohn Josef Sailer in das Alleineigentum des Letzteren.
282. S a r t o r i Marianne, Bestellung des Sohnes Hermann Sartori zum verantwortlichen Stellvertreter (Geschäftsführer) beim
Betriebe des Friseur- und Raseurgewerbes im Standorte Müllerstraße 5 (Witwenbetrieb nach dem verstorbenen Josef Sartori).
283. T p i e l m a n n Anton Karl, Wiederaufnahme der seit Jahren
ruhenden Gewerbe, der Handelsagentur und des Kommissionswarenhandels im Standorte Innsbruck, Andreas-HoferStraße 12.
284. S p o r e r Hans, Abmeldung des Pächters Ferdinand Obermalder des radizierten Gast- und Schankgewerbes „Zum goldenen Löwen", Kiebachgasse 4, mit 1. November 193? und Stilllegung des Betriebs bis zur Beendigung der Umbauten.
285. Städtische Molkerei Innsbruck, Bestellung des Herrn Johann
Blaas zum Geschäftsführer des Handels mit Lebensmitteln
im Standorte Innsbruck, Kapuzinergasse 11, und den Verkaufsstellen Salurner Straße 4 und Innrain 36 an Stelle des
Herrn Robert Vachofner.
286. S t e p a n e k Hedwig, geb. Gasser, Verpachtung des Gemischtwarenhandels im Standorte Pradler Straße 10 an Frau Hermine Liepert, geb. Thaler, an Stelle des vom Pacht zurückgetretenen Arno Avanzini.
287. „Wanß, Freitag A. G. u. Meinong Gesellschaft m. b. H.", Bestellung des Herrn Baumeisters Hermann Steinmayr zum Geschäftsführer für die Zimmermeisterkonzesfion im früheren
Standorte Kaiser-Franz-Iosef-Straße 13, jetzt: Wilhelm-GreilStraße 12.
268. 3 i n g e r l e Rudolf, Verlegung des Agenturgewerbes, des
Kommissionswarenhandels und des Handels mit allen im freien
Abs. 5 GÖ., aufgeführten Artikel vor zwei Jahren, von der
Reichenauer Straße 546 in die Hörmannstraße 15.
389. A u c k e n t h a l e r Johanna, Ernst, Hilda, Marie und Konrad,
Bestellung des Herrn Viktor Perugini zum Pächter beim radizierten Gast- und Schankgewerbe mit allen Berechtigungen
des ^ 16 GO. in der Defreggerstraße 13 an Stelle der krankheitshalber vom Pacht zurückgetretenen Johanna Auckenthaler.
290. A u er Paula, Verlegung des Standortes des Kleidermacheraerrerbes von der Schidlachstraße 15 in die Karmelitergasse
Nr. 8. 3. Stock.
291. B ö l c k Friedrich, Marqannevertrieb, Gesellschaft m. b. H.,
Wien, Verlegung des Standortes der hiesigen Zweigniederlassung für den Handel mit Margarine in Innsbruck, Kaufmannstraße 30 in die Amraser Straße 44.
292. 5mg. B a h n er Julius, Verlegung des Standortes des Handels mit Holz von der Andreas-Hofer-Straße 40 in die Heilig«
geiststraße 10.
293. 5ing. B o h n e r Julius, Verlegung des Standortes des Marktfahrergewerbes, beschränkt auf Holz- und Baumaterialien von
der Andreas-Hofer-Straße 40 in die Heiligaeiststraße 10.
294. E a g e r Karl, Verpachtung des Gewerbebetriebes des Handels
Ausschluß der im § 38. Abf. 5 GO. aufgeführten Artikel im
Standorte Innsbruck, Bllrgerstraße 2, an Frau Berta C g a li e K, geb. Gargitter..Amtsblatt Nr. 1
295. Einquartierungs-Turnusverein, Bestellung des Herrn Johann
Seiser zum Pächter beim Betriebe der dem Vereine verliehenen Gast- und Schankgewerbekonzession mit den Berechtigungen des § 16 GO. lit. b)—g) im Standorte Innsbruck, I n n ftratze 2 an Stelle des mit 15. Nov. l. I . vom Pacht abgetretenen Dominikus Villotti.
296. E i s e n m a n n Siegfried, Verlegung des Standortes des
Handels mit allen im freien Verkehre gestatteten Waren, jedoch mit Ausschluß von Lebens- und Futtermitteln von der
Pradler Baracke 8a in die Glasmalereistraße 6.
297. E n t s t r a ß e r Ignaz, Verlegung des Standortes des Handels
mit Holzkohlen und Fässern vom Viaduktbogen 5 in die Amraser Straße 45, 1. Stock.
298. F e d r i g o l l i Ernst, Verlegung des Standortes des Anstreicher-, Lackierer- und Zimmermalergewerbes von der Templstraße 12 in die Körnerstraße 13.
299. G e l i e r t Viktor, Verlegung des Standortes des Gewerbebetriebes der Handelsagentur von der Gutenbergftraße 8 in
die Maria-Theresien-Straße 29.
300. G u t m a n n Josef Karl, Verlegung des Standortes des Gewerbebetriebes der Handelsagentur, des Kommissionswarenhandels und des Reklamebüros von der Defreggerftraße 13 in
die Körnerstraße 11.
301. G u t m a n n Josef Karl, Verlegung des Standortes des Betriebes des Inkassos kaufmännischer Forderungen von der
Defreggerstraße 13 in die Körnerstraße 11.
302. H a m m e r l e Franz, Verlegung des Standortes des Handels
mit Fahrrädern und Fahrradzubehör von der Andreas-HoferStraße 7 in die Klostergasse 6.
303. H a m m e r l e Franz, Verlegung des Standortes der Fahrradschlosserei (Fahrradreparaturwerkstätte) von der AndreasHofer-Straße 7 in die Klostergasse 6.
304. H a s l w a n t e r Heinrich, Uebernahme des Anwesens Mariahilf Nr. 12 im Versteigerungswege aus dem Besitze der Eheleute Eduard und Marie Brugger samt der darauf haftenden
radizierten Gast- und Schankgewerbekonzession, umfassend die
Berechtigungen des § 16 GO. lit. a), b). e), 6), t) und ß)
„Zum Weißen Lamm".
305. „Herba", Handelsaktiengesellschaft österr. Apotheker, Wien,
9. Bezirk, 2, Michelbauerngasse 9», Errichtung einer Zweigniederlassung in Innsbruck, Museumstratze 21, zur Darstellung
von Giften und zur Zubereitung der zur arzneilichen Verirendung bestimmten Stoffe und Präparate sowie zum Verkauf
von beiden, infofern dies nicht ausschließlich den Apothekern
306. K e r n Josef, Verlegung des Standortes des Fleischhauerund Selchergeirerbes von der Mentlgasse 18 in den Innrain
Nr. 4 (Stadt. Fleischbankgebäude).
307. L i n f e r Josef und Söhne, Löschung des Standortes Schöpfstraße 26 für die Ausübung des Steinmetzmeistergewerbes.
308. L o r e c k Otto, Verlegung des Standortes des GemischtwarenHandels von der Müllerstraße 3 in die Erzherzog-EugenStraße 19.
309. Luksck Anton, Verlegung des Standortes von der Mozartstraße 18 in die Erzherzog-Eugen-Straße 21.
310. M a r t i n Ermelinde. Verlegung des Standortes des Speditionsgewerbes von der Liebeneggstraße 2 in die Maria-Theresienstraße 21.
311. M a scher Elisabeth, Verehelichung und Aenderung des Firmennamens auf P l a n k .
312. M o s e r Marie, Verlegung des Standortes des Frauen- und
Kinderkleidermachergewerbes von der Pradler Straße 41 in
die Museumstrafte 9.
313. M ü l l e r Elsa, Verlegung des Standortes des Kleidermacheraewerbes von der Gabelsbergerftraße 1 in die Rudolf-GreinzStraße 3.
314. P a l e Alois, Verlegung des Standortes der hiesigen Zweigniederlassung von Fiß, betreffend den Handel mit allen im
freien Verkehre gestatteten Waren, jedoch mit Ausschluß der
im § 38 Abs. 5 GO. aufgeführten Artikel und des Handels
mit lebendem und totem Vieh von der Innftraße 23 in die
Andreas-Hofer-Straße 25.
315. P a l l a s er Berta. Verehelichung und Aenderung des Firmennamens auf „ M i t t e r " .
316. R e i c k l Josefine, Verehelichung und Aenderung des Namens
auf „ B o r e k " .
317. S c h e i b e r Rosa, neuerliche Verpachtung des persönlichen
Gast- und Schankgewerbes mit den Berechtigungen des § 16
lit. d)—^) GO. im Standorte Innsbruck, Leopoldstraße 48 an
Frau Anna A u f d e r k l a m m , geb. Schlögl.
318. S e m b e r g e r Maximilian, Verlegung des Standortes des
Gewerbebetriebes der Vermittlung von Bankkrediten aller
Art von der Glasmalereiftraße 4 in die Museumstraße 5, p.13U«t»bl«U Nl. 1.
319. S p i e l m a n n Anna, Verpachtung des Handels mit Hüten,
Kappen und Hutaufputzartikeln im Standorte Innsbruck,
Marktgraben 23 ab 1. Jänner 1938 an Herrn Adolf Schenke.
320. S t o c k er Anna und Frau Marie Haberfellner, Bestellung
des Herrn Alois Roilo zum Stellvertreter (Geschäftsführer)
beim Betriebe der den Genannten gemeinsam zustehenden
verkäuflichen Bäckergerechtsame in der Univerfitätsftraße 20.
321. T a u f a r Heinrich, Verlegung des Standortes des Agenturgewerbes beschränkt auf Lebensmittel von der Kavuzinergasse
Nr. 20 in die Amthorstraße 6, 3. Stock.
322. Tiroler Landeslagerhaus- und Speditionsgesellschaft m. b. H.,
Bestellung des Herrn Erwin P l a n k e n st e i n er zum Stellvertreter (Geschäjtsführer) beim Betriebe des Speditionsgewerbes im Standorte Innsbruck, Sterzinger Straße 1, an
Stelle des Rudolf Guem.
323. Verlagsanstalt T y r o l i a , Bestellung des Herrn Karl Hiederer
zum Geschäftsführer im Standorte Andreas-Hofer-Str. 2—4,
der gleichzeitig genehmigten zweiten Vetriebsstätte
Maria-Theresien-Stratze 15 zur Ausübung einer Vuchdruckerei.
324. Verlagsanstalt T y r o l i a , Bestellung des Herrn Dr. phil.
Haas zum Stellvertreter (Geschäftsführer) beim Gewerbebetriebe des Handels mit allen im freien Verkehre gestatteten
Waren, jedoch mit Ausschluß der im § 38, Abs. 5 GO. aufgeführten Artikel im Standorte Maria-Theresien-Straße 15, und
Maximilianstraße 9.
325. Verlageanstalt T y r o l i a , Bestellung des Herrn Dr. phil.
Adolf Haas zum Stellvertreter (Geschäftsführer) beim Gewerbebetriebe der Herstellung von Rundfunkempfangsgeräten
aus fertig gekauften Bestandteilen und Reparaturen von
Rundfunkempfangsgeräten im Standorte Innsbruck, MariaTherefien-Straße 15.
326. W e i ß Adolf, Verlegung des Standortes des Handels mit
allen im freien Verkehre gestatteten Waren, jedoch mit Ausschluß der im § 38. Abs. 5. GO., aufgeführten Artikel von der
Rudolf-Greinz-Straße 16 in die Dürerftratze 1.Vauöireklor Ing. Fritz Konzert
Mit Ende des Jahres 1937 ist Baudirektor Ing. Fritz
Kongert aus dem aktiven Dienste der Stadtgemeinde geschieden. Ing. Kongert verläßt ein Arbeitsfeld, das seiner
Persönlichkeit ganz entsprochen hat, auf dem sich alle
seine vorzüglichen Eigenschaften voll auswirken konnten;
sonst wäre es nicht möglich gewesen, daß seine vielfältige
Tätigkeit auf dem Gebiete der Technik und Verwaltung
so viel Vertrauen und Anerkennung seiner Vorgesetzten,
so viel Wertschätzung seiner Kollegen und Untergebenen
errungen hätte. Ing. Kongert repräsentierte einen Typus
eigener Art, der in seiner ebenso knorrigen als echten
Ausdrucksweise seine Tiroler Heimat verriet und von
dieser Heimat so ziemlich alle Gaben mitbekam, die sie
gu vergeben hat: Talent und Fleiß, eine urtümliche Eigenwilligkeit und Pflichtbewußtsein bis gum Aeußersten.
Ing. Konzert trat im Jahre 1905 in die Dienste der
Stadtgemeinde und brachte nicht nur eine gediegene Ausbildung, sondern bereits reiche Erfahrung mit, die er sich
durch jahrelange Tätigkeit bei der bekannten Bauunternehmung Ing. Riehl erworben hatte. Dort wurde er
nämlich schon mit der selbständigen Lösung bedeutender
technischer Aufgaben betraut, fo mit der Projektierung
und Bauleitung einer ganzen Reihe von Bahnbauten,
von Wasserkraftanlagen und architektonischen Arbeiten.
I m Dienste der Stadtgemeinde bestätigte Ing. Konzert
den Ruf, der ihm vorausging. Er war nicht nur der fleißige Pflichtmensch, sondern vor allem eine schöpferischeKraft, die mit neuen Ideen auf den Plan trat. Es mag
hier nur erinnert sein an die sogenannte „Konzertkurve"
die von ihm zuerst zur öffentlichen fachmännischen Diskussion gestellt wurde und dann von allen maßgebenden
Faktoren als die einzige geniale Lösung der Vundesbahnverlegung im Räume der Abzweigung der Arlbergstrecke von der Südbahnstrecke bezeichnet worden ist. Es
waren ausschließlich Gründe finanzieller Natur, welche
die Bundesbahnverwaltung bisher abgehalten haben, dieses Projekt zur Ausführung gu bringen. Gerade in letzter
Zeit aber bemüht man sich wieder um die Durchführung
Ing. Konzert war auch der Initiator der Höttinger
Höhenstraße, welche heute das im Mittelgebirge liegende
Hungerburgplateau mit Innsbruck verbindet. Diese moderne Autoverbindung könnte heute aus dem Nordbild
der Stadt nicht mehr weggedacht werden.
I n der Stadt selbst gibt es wenige Straßen, in welchen
nicht irgend ein Monumental- oder Zweckbau von der
Tüchtigkeit Ing. Konzerts zeugt. Seien es große Badeanlagen (Dampfbad in der Salurner Straße, Hallenbad
in der Amraser Straße) oder Schulbauten (Knabenbürgerschule in der Müllerstraße, Erweiterungsbau der Vundeslehranstalt für Hochbau) oder andere Gemeindebauten,
wie die Großmarkthalle, die Echlachthofanlagen, die städt.
Wäscherei- und Desinfektionsanstalt, überall stößt man
auf die gestaltende Kraft Ing. Konzerts, dessen Hauptverdienst nicht zuletzt darin liegt, bei allen diesen Schöpfungen den engen Rahmen zu respektieren, der durch die
ökonomischen Möglichkeiten der Stadtgemeinde gezogen
war. Diese finanziellen Begrenztheiten lähmten aber
Ing. Konzert in keiner Weise, sie spornten ihn vielmehr
an, mit immer wieder neuen Gedanken doch das erstrebte Ziel zu erreichen.
Es war daher kein Wunder, daß sich auch Stellen, die
außerhalb des Stadtmagistrates standen, um die besondere Fähigkeit Ing. Konzerts bewarben. I n nebenberuflicher Eigenschaft besorgte Ing. Konzert im Dienste des
Landes die technische Leitung des ganzen Krankenhausbetriebes, anderseits ist er durch viele Jahre der technische
Sachverständige und der Berater des Verbauungsvlanes
für die Nachbargemeinde Hötting.
I n letzter Zeit war es der große Umbau des Hotels
„Sonne" und des anschließenden Gewerkschaftshauses,
zu der im Vorjahre in Betrieb genommenen Vundesvolizeidirektion, die in ihrer mustergültiqen Ausführung
das Können Konzerts von neuem rechtfertigte.
Nicht unerwähnt darf der durch viele Jahre geleistete
Dienst in der Gemeindeverwaltung auf dem Gebiete der
Baupolizei bleiben.
I n allerletzter Zeit erprobte Ing. Konzert seine Tüchtiakeit bei der Ausführung von Kasernbauten in der
Reichenau und der Kleinwohnunashäuser in Pradl und
beim Ausbau der Schuschnigaschule.
Neben solchen besonderen Aufgaben vergaß aber Ing.
Konzert nicht auf die Sorge um die Erhaltung des Bestehenden und ist die moderne Ausgestaltung der Straßen hier besonders erwähnenswert. So wurde es durch
Einsparungen auf seine Initiative hin möglich, das Würfelpflaster in der Altstadt im letzten Jahre gegen eine
Asphaltdecke auszuwechseln.2n ösfyntlicks /^ligs5tsllts wsi-clsn a'ui-cli clis lirVler 3p«r> u.
in lnn5bs«clc. Hnlcl»z«s2ll« 16. gswZlii-t. (kucli ^olözungsn
p«seinl«3en ?u cisn
t. O Xsins 8ps!<u!2tio!i5gs5eN2tt6,14.Amtsblatt Nr. 1Diese kurze skizzierte Tätigkeit Konzerts fand denn
auch die gebührende Einschätzung in allen Kreisen der
Fachwelt und im letzten Jahre auch die Anerkennung
durch den Herrn Bundespräsidenten, der ihm in Würdigung seiner Verdienste das Osfizierskreuz des österreichischen Verdienstordens verliehen hat.WohnbautatigkeU im Hlaötgebiet
Innsbruck in öen Zähren
1. Fertiggestellte Wohnungen:
1937Im JahrelNelöepfiicht öes Geburtsjahrganges 1520 ab 3. Mnner
bis I f . März 155s
An der Amtstafel des Rathaufes ist folgendeKunömachung
betreffend Meldepflicht des Geburtsjahrganges 1920
(männlichen und weiblichen Geschlechtes) während der
Zeit vom 3. Jänner bis 31. März 1938, angeschlagen.
Gemäß den Bestimmungen der §§ 123 bis 125 der
2. Durchführungsverordnung zum Einwohnergefetz 1935.
BGVl. 476/1935. sind alle Personen männlichen oder
weiblichen Gefchlechtes, die das 18. Lebensjahr im Jahre
1938 erreichen und in Innsbruck wohnhaft find, verpflichtet, sich in den ersten drei Monaten des Kalenderjahres 1938, d. i. vom 3. Jänner bis 31. März 1938. zur
Ergänzung des angelegten Stammblattes, bzw. zur allfälligen nachträglichen Verzeichnung bei der Einwohnermeldestelle in Innsbruck, Burggraben 3, mündlich zu
Zur Anmeldung haben die vorerwähnten Perfonen
ihre Perfonalurkunden, wie Geburts- und Taufschein,
Heimatfchein, Reisepatz, Staatsangehörigkeitsnachweis,
Optionsdekret. Mitgliedskarte der V. F.. Meldezettel.
Berufsnachweis, wie z. B. Schulzeugnis, Lehr- oder Gefellen-, Gehilfenzeugnis usw., mitzubringen.
Kraftwagenlenker. Kraftradfahrer und Flieger (Segelflieger) haben die behördliche Ausübungsbewilligung vorzuweisen.
Für Geisteskranke und Vollentmündigte haben die
Eltern oder ihre gesetzlichen Vertreter, sonst die Unterstandsgeber, bei blinden, taubstummen, stummen oder
tauben Personen, weiters bei Personen» die infolge ihrer
körperlichen Beschaffenheit nicht in der Lage find, verfönlich bei der Einwohnermeldestelle zu erscheinen, die
Stellvertreter die Anmeldungspflicht durch persönliches
Erfcheinen vor der zuständigen Einwohnermeldestelle zu
Personen, die in Strafanstalten, Gefangenhäufern oder
in sonstigen Anstalten angehalten werden,sindvon ihrem
Anstaltsleiter der Einwohnermeldestelle bekanntzugeben.
Anläßlich der Anmeldung werden die vorgelegten Perfonalurkunden von der Einwohnermeldestelle mit der
Grundnummer abgestempelt, bzw. nachgestempelt und die
gesetzlich vorgeschriebene E r k e n n u n g s k a r t e ausgestellt.
Wer unwahre oder unvollständige Angaben macht oder
die Meldepflicht nicht vorschriftsmäßig erfüllt, begeht, fofern nicht der Tatbestand einer gerichtlich strafbaren
Handlung gegeben ist. eine Verwaltungsübertretung und
wird gemäß § 10 des Einwohnergefetzes 1935, BGBl.
4N6/35. mit Geld bis zu 3Utt0 8 oder mit Arrest bis zu
drei Monaten bestraft; bei erschwerenden Umständen
können beide Strafen nebeneinander verhängt werden.1936 1935 1934 1933 1932 193131
25193319321931357
wurden Wohnungen
in Objekten fertiggestellt 77
Offene Bauweise, Objekte 63
Einfamilienhäuser115
2Engeres Stadtgebiet
Linkes InnuserPrivatpersonen erstellten 241
Wohnungen in Objekten 70
Oeffentl. Körperschaften 114
Wohnungen in Objekten
Wohnungen: 1 Zimmer
Wohnungen: 1 Zi. u. Ka. 36
Wohnungen: 2 Zimmer 119
Wohnungen: 2 Zi. u. Ka. 103
Wohnungen: 3 Zimmer
Wohnungen: 3 Zi. u. Ka. 9
Wohnungen: 4 u. mehr Zi. 112. I m Bau befindlich«! Wohnungeni :
Am 31. Dezember1937 19361935193467
Es werden Objekte
von öffentlichen Körperschaften und gemeinnützigen Baugenossenschaften erbaut.
Engeres Stadtgebiet, Obj .
Linkes Innufer1
2Personalnachrichten
1. Die in der 4. Dienstklasse systemisierte Stelle des
Vorstandes der städtischen Hausverwaltung wurde mit
Wirkung vom 1. Dezember 1937 dem Rechnungsrate
Dr. Hans Fringer verliehen. Dr. Fringer wurde unter
einem zum Rechnungsoberrat der 4. Dienstklasse ernannt.
2. Aus der Reihe der Bewerber um die im Zusammenhange mit der Eröffnung der Schuschniggschule ausgeschriebenen beiden Schulwartstellen wurden vom Gemeinderate die Bewerber VIK Otto und Wohlfahrt Hans
ausgewählt. Vlk wurde mit 11. November 1937, Wohlfahrt mit 23. November 1937 als Anwärter auf den
Dienstposten eines Schulwartes der 3. Verwendungsgruppe aufgenommen.
3. Mit Wirkung vom 1. Jänner 1938 wurden nach
Vollendung ihrer 35jährigen Gemeindedienstzeit Rechnungsoberrat Josef Köstler und Rechnungsoberrat Josef
Rotter in den dauernden Ruhestand versetzt. Beide wer-.15Amtsblatt Nr. 1,
den, da sich aus dienstlichen Gründen die Notwendigkeit
ergeben hat, noch für einige Zeit auch im Ruhestand ihre
bisherigen Aufgaben weiterbesorgen.
Ebenfalls wegen Vollendung der vollen Dienstzeit
wurde über sein Ansuchen Peter Lagger, städtischer Polizeibezirksinspektor, mit 1. Jänner 1938 in den dauernden Ruhestand versetzt.
4. Ueber eigenes Ansuchen wurden krankheitshalber
mit Wirkung vom 1. Jänner 1938 der Gefällswacheinspektor Adolf Hohenwarter, die Handarbeitslehrerin
Adolfine Hentschel und Werkmeister Julius Hee'I in den
dauernden Ruhestand versetzt.
5. Zum Beförderungstermin 1. Jänner 1938 hat der
Gemeinderat der Landeshauptstadt Innsbruck in seiner
Sitzung vom 22. Dezember 1937 folgende Beschlüsse gefaßt:
Grundsätze über die Vornahme freier Beförderungen werden ernannt:
Der Mag.-Komm. der VI. Dienstklasse Dr. Walter
Herbert zum Mag.-Oberkommissär der V. Dienstklasse,
der Mag.-Komm. der VII. Dienstklasse Dr. Alfons
Dietrich zum Mag.-Kommissär der VI. Dienstklasse,
der Bauoberrevident der VI. Dienstklasse Eugen
Maaß zum Bauinspektor der V. Dienstklasse,
der Amtsoberrevident der VI. Dienstklasse Alois
Vogl zum Amtssekretär der V. Dienftklasse,
der Kanzleiadjunkt der VIII. Dienstklasse Hermann
Bader zum Kanzleioffizial der VII. Dienstklasse,
die Gefällsauffeher der VIII. Dienstklasse Degasver
Alois und Rocker Erich zu Gefällsoberaufsehern der
VII. Dienstklasse.
b) Bauinspektor Hans Hauser, der eine 28jährige Gemeindedienstzeit zurückgelegt hat, wird zum Bauoberinspektor der IV. Dienstklasse, und Amtssekretär Heinrich Sokovf, der eine 32jährige Gemeindedienstzeit zurückgelegt hat, wird zum Amtsrat der
IV. Dienstklasse ernannt.
c) Der Amtsbote Rudolf Haselwanter wird auf Grund
seiner nunmehrigen Verwendung auf einem Dienstposten des höheren fachlichen Hilfsdienstes in die 4.
Verwendungsgruppe überstellt.
ä) Die vertragsmäßig bestellten Amtsboten Rudolf
Iangerl und Georg Kutil werden auf Dienstposten
. der 2. Verwendungsgruppe in das pragmatische
Dienstverhältnis übernommen.
6. Die Beamtenanwärter Gerhart Marini, Rechnungsassistent. Guggenberger Josef, Kanzlist und Woldrich Friedrich, Gefällsauffeher, die die vorgeschriebene Vorbereitungsdienstzeit vollendet haben, werden mit 1. Jänner
1938 in das definitive Dienstverhältnis übernommen.
7. Nach den Bestimmungen des Gehaltsgesetzes über
die Zeitbeförderungen und Zeitvorrückungen und den
grundsätzlichen Beschlüssen des Gemeindetages hiezu werden mit 1. Jänner 1938 der Baukommissär der VI. Dienstklasse I n g . Leithe Oskar zum Vauoberkommissär der
V. Dienstklasse sowie die Kanzleiadjunkten der VIII.
Dienstklasse Wildgruber Anton und Wassertheurer Grete
zu Kanzleioffizialen der VII. Dienstklasse ernannt.
8. Wegen amtsärztlich festgestellter Arbeitsunfähigkeit
erhielt der Stadtarbeiter Anton Haller mit Wirkung
vom 1. Dezember 1937 ein Ruhegeld nach dem Ruhegenuß- und Versorgungsbestimmungen für Stadtarbeiter
zuerkannt.Bericht öes lNarltanttes
über die Preisbildung bei einigen lebenswichtigen Nahrungsmitteln im Monate Dezember 1937
I m Fleischhandel ist Kalbfleisch bei den meisten Sorten um durchschnittlich 20 Groschen je Kilogramm teurer
geworden, so daß dadurch die im Novemberberichte erwähnte Verbilligung um 20 bis 50 Groschen teilweise
wieder wettgemacht wurde. Hingegen sind die übrigen
Fleischpreise, abgesehen von unbedeutenden Schwankungen, trotz der Weihnachtsfeiertage, im allgemeinen unverändert geblieben.
Auch bei den Fettpreisen waren keine Aenderungen
Die Preise für Gemüse sind, der Jahreszeit entsprechend, größtenteils gestiegen.
I m Eierhandel sind die Preise im allgemeinen auf der
im Vormonate erreichten Höhe stehen geblieben, lediglich
bei frischen Eiern ist noch eine weitere unbedeutende
Preissteigerung um 2 Groschen je Schuß eingetreten.
Bei allen anderen lebenswichtigen Nahrungsmitteln
konnten während des Berichtsmonats keine nennenswerten Preisänderungen festgestellt werden.
Irgendwelche außergewöhnliche Erscheinungen im Lebensmittelhandel konnten somit im Monate Dezember
1937 nicht beobachtet werden.Auflegung öer Stammblätter uns öes Iahrgangsregisters öes
Geburtsjahrganges 151S zwecks Vorbereitung öer StellungKunömachung
betreffend Verzeichnung der Vundesdienstvflichtigen des
Geburtsjahrganges 1918
Das Iahrgangsregister sowie die Stammblätter der
zur Stellung kommenden Bundesdienstpflichtigen (Jahrgang 1918) liegen vom 2N. Jänner 1938 bis 31. Jänner
1938 in der Einwohnermeldestelle, Innsbruck. Burggraben Nr. 3, für die Ttellungspflichtigen sowie für deren
gesetzliche oder bevollmächtigte Vertreter in der Zeit von
8 bis halb 12 Uhr vormittags und von 15 bis 17 Uhr
nachmittags (Samstag nachmittags geschlossen) zur
freien Einsichtnahme auf.
Allfällige Unrichtigkeiten in den Eintragungen der
Geburts- und Zuständigkeitsdaten, der Abstammung
oder Auslassungen usw. sind unter Vorlage schriftlicher
Nachweise (Personaldokumente. Erkennungskarte) zur
Richtigstellung dortselbst sofort bekanntzugeben.
Über Antrag wird dem Ttellungspflichtigen die Eekennungskarte ausgestellt, bzw. ergänzt.
Bei der Einwohnermeldestelle können weiters die Bedingungen, die allfällige Gesuche um Aufschub des Präsenzdienstantrittes oder um eine verkürzte regelmäßige
Präsenzdienstzeit rechtfertigen, sowie der Termin und
die Behörde, bei welcher die Aufschubs- und Begiinstigungsgefuche eingebracht werden können, eingesehen
werden.16.Amtsblatt Nr. 1Verwenöung von Schneeketten
An der Amtstafel des Rathauses ist folgendeKunönmchung
angeschlagen.westliche Begrenzung Kranebitten. I m Inntal selbst
fallen in die Innsbrucker Nahverkehrszone alle
Straßenzüge, die von Innsbruck nach Hötting und
Mühlau führen, fowie die nach Hall führende sogenannte Dörferstraße.
e) Die Kraftfahrer, insbesondere die Lastkraftwagen
und Autobusse, haben auch bei Neuschnee unbedingt
die rechte Straßenseite zu befahren, damit auf diese
Weise die Fahrbahn in ihrer vollen Breite dem
Verkehr erschlossen wird, und nicht, wie bisher, nur
eine in der Straßenmitte liegende Spur zur Verfügung steht, wodurch der Verkehr behindert, die
Sicherheit gefährdet und die Straßen einseitig besonders stark abgenützt werden.
6) Beginn und Ende der Zeit, während welcher die
Verwendung von Schneeketten im Bereiche gemäß
Post d grundsätzlich gestattet ist, hängen ganz von
den jeweiligen winterlichen Verhältnissen ab und
können daher nicht allgemein festgesetzt werden.
Grundsatz bleibt für die Entscheidung hierüber die
Sicherheit der Fahrt in den der Vereisung ausgesetzten Seitentälern einerseits und die Schonung der
der früheren Ausaverung unterworfenen Straßen
im Inntalboden andererseits. Nur solange der erstere Gesichtspunkt die Verwendung der Ketten unbedingt notwendig macht und die Verwendung hochprofilierter Winterbereifung die nötige Sicherheit
bei vorsichtiger Fahrt nicht gewährleistet, kann eine
Verwendung der Ketten vlatzgreifen.1. Aus Einsprüchen von bestraften Kraftwagenlenkern
geht hervor, daß ein großer Teil von der Vorschrift
über die Verwendung von Schneeketten keine Kenntnis hat.
Zur Hintanhaltung von Strafen, aber auch gum
Schütze der Fahrbahn vor Schäden wird verlautbart:
Laut § 14, Abs. 3, der Kraftfahrordnung (BGBI. 106
vom 14. April 1937) ist die Verwendung von Gleitschutzvorrichtungen oder Schneeketten nur dann zulässig, wenn die Fahrbahn durch Eis und Schnee geschützt ist.
Schneeketten, deren Glieder aus starrem Material
bestehen und keine elastischen Uebergüge besitzen
und andere Gleitschutzvorrichtungen dürfen keinerlei
scharfe Kanten, Ecken, ebenso Flächen, Vorsprünge
oder besonders griffige Wülste in den mit der Straßendecke in Berührung kommenden Teilen aufweisen.
Die Ketten müssen in diesen Teilen durchgehend Glieder mit gleichen Abmessungen haben. Die Glieder dürfen nicht länger als 55 Millimeter und nicht höher als
30 Millimeter fein. Die Ketten müssen an den Rädern
derart befestigt werden, daß eine Schlagwirkung auf
die Fahrbahn vermieden wird.
Zuwiderhandelnde haben im Sinne des genannten
Gesetzes Geldstrafen bis gu 500 8, bei schweren Umständen an Stelle oder neben der Geldstrafe Arrest bis
zu zwei Monaten zu gewärtigen.
Monat Dezember 1937 (193«j
2. Um den Bedürfnissen des für die Versorgung der BeZahl der
völkerung und für den Fremdenverkehr wichtigen
Kraftwagenverkehres entgegenzukommen, hat die Ti193? .
roler Landeshauptmannschaft mit Zl. St. 570/72 vom
1282 1357 3947 3999
4. Jänner 1938 für den Winter 1937/1938 folgende Er- Wien
2330 2070 9386 5640
leichterungen verfügt:
772 2175 1353
2) Wenn während des Winters größere, die Verkehrs- Danzig
sicherheit behindernde Niederschläge erfolgen, ist bis Schweiz, Liechtenstein
zur Schaffung einer entsprechend gesicherten Fahr- Jugoslawien
bahn auch auf jenen Strecken, für welche der Ge- Ungarn
brauch von Schneeketten im allgemeinen meist ver- Rumänien
boten ist, deren Verwendung gestattet. Anzeigen Tschechoslowakei
wegen einer zu solchen Zeiten erfolgten Verwen- Litauen.
Lettland. Estland, Finnland .
dung von Schneeketten sollen zu keiner Bestrafung, Schweden, Norwegen, Dänemark . .
b) I n Innsbruck und im Bereiche des Innsbrucker Großbritannien. Irland
Lokalverkehres, d. i. auf allen Straßenzügen, die Frankreich. Monaco
von Innsbruck in die angrenzenden Gemeinden Spanien. Portugal
Griechenland, Bulgarien u.
und in das nördliche und südliche Mittelgebirge Albanien,
führen, ist der Gebrauch von Schneeketten auch auf Palästina.
Vritisch-Indien. Niederl.teilweise aperen Strecken gestattet, soferne die
Indien, Japan, Uebriges Asien . .
223 . 60
Lage der Gesamtstrecke eine Verwendung von Aegyvten. Uebr. Afrika. Australien .
Vereinigte Staaten v. Nordamerika,
Schneeketten unbedingt notwendig macht.
Das Innsbrucker Lokalverkehrsgebiet wird fol- Argentinien, Brasilien und Uebriges
gendermaßen begrenzt:
Staatenlos .
Sämtliche Zufahrtswege, die von Innsbruck in
Zusammen: 6201* 5804 19356* 14454
das sudllche Mittelgebirge östlich und westlich des
SUltales führen, im Osten begrenzt durch das Vol* A n m e r k u n g : Von der ausgewiesenen Gesamtsumme an
dertal, lm Westen durch das Eellraintal.- sämtliche Meldungen bzw. Uebernachtungen entfallen auf konzessionierte
(Hotels, Pensionen usw.) Fremdenmeldungen:
Zufahrtswege, die von Innsbruck auf das nördliche Gaftgewerbebetriebe
von Inländern 3287. von Ausländern 2487; Uebernachtungen: von
Mittelgebirge führen- östliche Begrenzung Hall, Inländern 10044, von Ausländern 4663.Monatsbericht über öen ßremöenvertehr17Amtsblatt Nr. 1.Mitteilungen öes HtaötphWates
Stand der Infektionskrankheiten im Dezember 1937
Diphtherie: 13 Erkrankungsfälle, kein Todesfall.
Zahl der Geborenen im Dezember 1937
Gesamtzahl: 44, davon 3 Totgeburten; 19 männlich,
1 Totgeburt: 25 weiblich, 2 Totgeburten.
Todesfälle im Dezember 1937
Gesamtzahl. .
Davon auswärts93
70 (39 männlich, 31 weiblich).Kunönmchung!
Mit Zustimmung des Herrn Landeshauptmannes des
Bundeslandes Tirol wird von der Vundesvolizeidirektion
Innsbruck gemäß § 92, Abs. 3, der Kraftfahrverordnung
1937 folgendes verordnet:
I m örtlichen Wirkungsbereich der Vundesvolizeidirektion Innsbruck wird die Abgabe von hörbaren Warnungszeichen (Hupensignale) im Kraftfahrgeugverkehr in
den Stunden von 21 bis 7 Uhr grundsätzlich verboten.
Hörbare Warnungszeichen dürfen demnach nur dann
gegeben werden, wenn es notwendig ist, die Absicht, ein
anderes Fahrzeug zu überholen, kundzugeben, oder wenn
zur Abwendung einer Gefahr kein anderes Mittel ausreicht. I n letzterer Hinsicht wird insbesondere vor Beginn einer Rückwärtsfahrt oder beim Ausfahren aus
Häusern, Torbogen, Durchfahrten und Grundstücken die
Betätigung der Hupe zulässig sein, wenn und insoweit
dies nach den örtlichen Umständen und nach der besonderen Verkehrslage auf der Straße zur Abwendung einer
Gefahr notwendig ist.
An Stelle der Hupensignale können, soferne es sich
nicht um Zeichen für die Absicht des Ueberholens handelt,
in der Zeit von 21 Uhr bis Tageshelle gut wahrnehmbar,
kurz und nicht unmittelbar aufeinander folgende Blinkzeichen mit dem Scheinwerfer gegeben werden, wenn damit keine Blendwirkung verbunden ist.
Dieses Verbot tritt am 1. Jänner 1938 um 21 Uhr in
Uebertretungen dieser Verordnungen werden gemäß
§ 17 Kraftfahrgesetz 1937 mit einer Geldstrafe bis Zu
500 8, bei erschwerenden Umständen an Stelle oder neben der Geldstrafe mit Arrest bis zu zwei Monaten bestraft.
Dr. W i n d h o f e r e. h.Vericht
über den Uebungs- und Wettfpielbetrieb auf den städtischen Sportplätzen im Jahre 1937
Die Sportplätze wurden am 1. bzw. am 4. April für
den Sommerbetrieb zur Benützung freigegeben. Die
Sportanlagen werden seit Jahren von den gleichen Schulen, Verbänden und Vereinen benützt, so daß in den Besucherzahlen nur unwesentliche Veränderungen aufscheinen. Mit Ausnahme des Universitäts-Turnbetriebes, der
seit dem Ausbleiben der reichsdeutschen Hörer stark zurückgegangen ist, kann eine stete Zunahme von Sporttreibenden festgestellt werden.
Die Universität und der Polizeisportverein übten täglich von halb 7 Uhr früh, bzw. von 10 bis 12 Uhr vormittags. Zweimal wöchentlich wurden vom städtischen Mädchen-Realgymnasium und von der Bundes-Oberrealschule
die Freiluftnachmittage durchgeführt. Die Samstag-Nachmittage waren für das V.-F.-Werk Österreichisches
Jungvolk reserviert. Die Theologen des Canisianums
übten ebenfalls an zwei Nachmittagen.
Die Schulen erreichten bei einem Tagesdurchschnitt von18.Amtsblatt N r . 1ungefähr 450 Besuchern i n 20 Wochen die Gesamtsumme
von rund 54.000 Uebenden.
I n den Abendstunden waren 18 Vereine an verschiedenen Tagen eingeteilt. Diese erreichten i n 30 Wochen bei
einem Tagesdurchschnitt von 90 Mitgliedern die Zahl von
rund 16.000 Uebenden.Die Vunöespolizeiöirettion Innsbruck übernimmt öas Melöewefen für Hotting unö MühlauDie Bundespolizeidirektion Innsbruck teilt folgendes
Ab 1. Jänner 1938 wird im Einvernehmen mit der
Bezirkshauptmannschaft Innsbruck die Evidenzführung
des Meldewesens von der Bundespolizeidirektion Innswurden auf dem Sillsportplatze vom 4. A p r i l bis 28. No- bruck auch im gesamten Gemeindegebiete von Hötting
vember insgesamt 142 durchgeführt. Es entfallen auf und Mühlau aufgenommen; die Meldeamtsbehelfe (KarFußball 86, Handball 34 und Leichtathletik 12.
teien) werden im Meldeamte der Vundespolizeidirektion
Bei Zusammenfassung des Sommerbetriebes und unter Innsbruck untergebracht werden.
Berücksichtigung der Ausübenden bei Veranstaltungen
An-, Um- und Abmeldungen i m G e m e i n d e g e wurde der Sportplatz von über 75.000 Uebenden benützt. b i e t e H ö t t i n g (ausgenommen Hungerburggebiet)
werden fowohl vom Meldeamte der BundespolizeidirekSportplatzWilten-West
tion Innsbruck als auch von den Wachzimmern Hötting
Auf diefem Platze wurde der Uebungsbetrieb am (im Gemeindeamtshaus) und Mariahilf (Höttinger Gasse
1. April aufgenommen. Er wurde von der Hauvtschule Nr. 1) entgegengenommen.
An-, Um- und Abmeldungen i m G e m e i n d e g e Müllerstratze und von der Lehrerbildungsanstalt an den
Vor- und Nachmittagen benützt. Beide Anstalten Zusam- b i e t e M ü h l a u (ausgenommen Hungerburggebiet)
men erreichten eine Besucherzahl von rund 14.000 werden sowohl vom Meldeamte der Bundespolizeidirektion Innsbruck als auch vom Wachzimmer Mühlau (AnSchülern.
ton-Rauch-Straße 30) entgegengenommen.
Der F e r i e n s p i e l k r e i s benützte den Platz über
Die i m B e r e i c h e des G e d a r m e r i e v o s t e n die Schulferien, wobei über 3600 Uebende gezählt wurk
m m a n d o s H u n g e r b u r g befindlichen.Parteien
haben An-, Um- und Abmeldungen beim GendarmerieDie Abende waren dem Fußball- und Handballverband postenkommando Hungerburg oder beim Meldeamte der
zugewiesen. Die Uebungstage wurden von über 2000 Vundespolizeidirektion Innsbruck vorzunehmen.
Sportlern besucht.
Auskünfte und Bestätigungen auf Grund der MeldeAn Samstagen, sowie an Sonn- und Feiertagen wur- amtsevidenzen werden ab 1. Jänner 1938 ausnahmslos
den Freundschafts- und Uebungssviele ausgetragen. Bei nur mehr vom Meldeamte der Vundespolizeidirektion
Zusammenfassung aller Ausübenden wurde der Platz von
Innsbruck, Südtiroler Platz 16, erteilt, bzw. ausgestellt.
rund 20.000 Uebenden benützt.
Das Meldeamt der Polizeidirektion ist für den ParDer S p o r t p l a t z i n d e r R e i c h e n a u (Messeplatz)
teienverkehr
an Wochentagen von 8 bis 12 Uhr, an Sonnwird hauptsächlich von Jugendlichen und Kindern beund
von 9 bis 12 Uhr offen.
sucht. Es wurden ungefähr 6000 Besucher gezählt.
Der Polizeidirektor.'
Dr. W i n d h o f e r e. H.Zusammenhang
Sportplatz an der S i l l . . . .
Wilten-West . . . .
Reichenau . . .
Gesamtsumme75.000 Besucher
100.600 BesucherDer ganze Betrieb hat sich ohne Anstände und ohne
ernstlichen Unfall abgewickelt.Der Rachöruck von Aufsätzen, Verichten oöer nur von
Teilen öerselben sowie öie lVieöergabe von Daten unö
Statistiken sinö nur mit genauer Quellenangabe gestattetLuis Martinstetter e. h.,
Sportplatzleiter.0plik Lie!»a«keine Hiitt 3^8
7el. 6/3366
l2cli^em3l)e unci billigste ^uzlülZpun^ bei
V u l ll 2 n i 8 l e n - ^ n 8 t 2 l tKeramik, liiedaek^. 8
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1/2I Uhr und von l/2) Uhr bis ) Uhr nachmittags,
Samstag nachmittags geschlossen. Unentgeltliche Auskünfte in der Direktion, Erlerstraße Nr. 8, ebenerdigin 5U5-.U«t,bl«tt «r. llm>«n!^2, nicnt 6s5t im Tommss cl2s2N clsnl(6N! ^5 5p2st visi 5c»sc)S -^ vis! Oslcl! ^st)t i5t clis ^si , >vc» 3is N2cn
lIil26s!6c)UNI InsS ^l)5icniSN sinVs Vss>visl<l!cnunc) s«"»tISH«zniünssn lcönnsn. 3is zucnsn «zinsn
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3gIS- uncl I-lol^sIvvs^s, Dumps' uncl Iroclcssi2n>2cjs, ^immersi uncl <ilssc^I. msnl-, l^üsIsn tur
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Druck: Graphische Kunstanstalt T y r o l i a , InnsbruckAll pages:1234567891011121314151617181920InfoSaveLikeShareDownloadMoreAmtsblatt Innsbruck Published on Oct 20, 2010 Ausgabe Jänner 1938innsbruckinformiertFollowRead moreRead moreSimilar toPopular nowJust for youGo explore