Source: http://wirtschaftsmediator-leitow.de/aktuelles.html
Timestamp: 2018-06-20 09:07:02
Document Index: 382534442

Matched Legal Cases: ['§ 794', '§ 22', '§ 794', '§ 204', '§ 794', '§ 204', '§ 11']

Juli 2016 | 4. Jahrestag des Deutschen Mediationsgesetzes
Diesmal richtete sich unsere Veranstaltung (gemeinsame Organisation/ Kooperation mit Mediation e.V) an Geschäftsführer, Inhaber und Führungskräfte sowie Personalverantwortliche in den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU´s). Knapp 50 interessierte Besucher haben an dieser Abendveranstaltung wieder teilgenommen.
Was Wirtschafts-Mediation im wirtschaftlichen Umfeld genau bedeutet und welche Vorteile es im Geschäftsleben bietet, waren diesmal Schwerpunkte der diesjährigen Veranstaltung im schönen Hospitalhof in Stuttgart.
Oktober 2015 | Autorisierung als Prozessberater
Seit 1.10.2015 bin ich als Prozessberater im Rahmen des Förderprogramms unternehmensWert: Mensch autorisiert, kleine und mittlere Unternehmen(KMU) zu beraten.
Zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, klar definierte Betriebsabläufe, mehr Kommunikation zwischen Beschäftigten und Führungskräften – mithilfe von unternehmensWert:Mensch setzen Unternehmen unkompliziert und praxisnah Maßnahmen um, die direkt im betrieblichen Alltag spürbar sind. Weitere Informationen unter http://www.unternehmens-wert-mensch.de.
Juli 2015 | 3. Jahrestag des Deutschen Mediationsgesetzes
Knapp 40 Teilnehmer durften wir an unserer Veranstaltung zum 3. Jahrestag des Mediationsgesetzes am 27.7.2015 begrüßen. Bei bestem Sommerwetter konnten wir in den mit Architekturpreisen ausgezeichneten Hospitalhof in Stuttgart den Jahrestag gebührend feiern.
„Programminhalt, die kurze Veranstaltungsdauer sowie die Rollenspiele waren klasse. Man hat nun einen besseren Eindruck bekommen, was Mediation ist, und was sie leisten könne“, so die Aussagen vieler interessierter Teilnehmer.
Februar 2015 | Staatlich anerkannte Gütestelle des Landes Baden-Württemberg
Per Verfügung der Präsidentin des Landgerichts Stuttgart wurde Christian Leitow (Mediator) gemäß § 794 Abs.1 Nr.1 ZPO i.V.m § 22 AGGVG Baden-Württemberg als Gütestelle im Sinne von § 794 Abs.1 ZPO anerkannt.
I. Sitz der Gütestelle
Eine staatlich anerkannte Gütestelle ist ein Organ der Rechtspflege zur außergerichtlichen Beilegung von Konflikten. Es bietet den Parteien in zivilrechtlichen Streitigkeiten die Möglichkeit, ihren Konflikt schnell und meist kostengünstig auf außergerichtlichem Wege beizulegen.
III. Vorteile des Güteverfahrens
Gerichtsprozesse binden wertvolle Arbeitskraft und Arbeitszeit. Sie stellen ein hohes Kostenrisiko dar und sind ungewiss in ihrem Ausgang. Zudem bedeuten Sie oft das Ende von Geschäftsbeziehungen und/oder das Ende von persönlicher Bindungen. Die Durchführung eines außergerichtlichen Güteverfahrens bietet Ihnen darüber hinaus folgende Vorteile:
Verjährungshemmende Maßnahme
Bereits der Eingang eines Güteantrages bei meiner Gütestelle in Stuttgart hemmt gemäß § 204 Abs.1 Nr.4 BGB die Verjährung des geltend gemachten Anspruchs. Für die unkomplizierte Antragstellung erhalten Sie das Antragsformular siehe unten.
Aus einem Vergleich, den Sie im Rahmen der Güteverhandlung schließen, kann gemäß § 794 Abs.1 Nr.1 ZPO die Zwangsvollstreckung veranlasst werden. Sie werden vom Urkundsbeamten des Amtsgerichtes, in dem die Gütestelle ihren Sitz hat, auf Antrag mit einer Vollstreckungsklausel versehen.
Lehnt der Antragsgegner die Durchführung eines Güteverfahrens ab, so endet die Hemmung der Verjährung erst 6 Monate nach Beendigung des Verfahrens, § 204 Abs. 2 S.1 BGB. Der Antragsteller gewinnt somit ausreichend Zeit, um die gerichtliche Geltendmachung seiner Ansprüche vorzubereiten.
IV. Verfahren und Aufgabe Gütestelle
Das Verfahren wird seitens der Gütestelle gemäß den Bestimmungen der Verfahrensordnung geleitet. Ziel des Verfahrens ist eine gütliche Einigung der Parteien.
Aufgaben der Gütestelle
die Übersendung des Antrags an die Gegenpartei
die Ladung der Parteien zur Güteverhandlung in die Büroräume der Schlichtungsperson (Mediator) oder an einen von ihr zu bestimmenden Ort
die Durchführung der Güteverhandlung und des Einigungsversuchs
die Protokollierung einer Vereinbarung
die Ausstellung einer Bescheinigung über einen erfolglosen Einigungsversuch
- bei dessen Scheitern im Verfahren
- oder wenn das beantragte Schlichtungsverfahren nicht durchgeführt worden ist
Erteilung von Abschriften des Protokolls
Das Güteverfahren wird, unter Berücksichtigung der Verfahrensordnung , regelmäßig in Form einer Mediation durchgeführt. Die Grundsätze des Verfahrens sind hierbei:
unabhängig vom Streitwert und Rechtsgebiet
Selbstbestimmtheit der Prozessparteien
Planbare und vorhersehbare Kosten
Die Hinzuziehung eines Rechtsbeistands zu den Verhandlungen ist möglich.
V. Kosten des Verfahrens
Die Gütestelle erhält für ihre Tätigkeit ein Stunden-Honorar, welches in der Verfahrensordnung (§ 11) festgelegt ist.
VI. Verfahrensordnung / Antragsformular
Die Tätigkeit der Gütestelle liegt die durch das Landgericht Stuttgart genehmigte Verfahrensordnung zu Grunde. Sie gibt detailliert Auskunft über die Einleitung, das Verfahren, den Verlauf sowie über die Beendigung. Verfahrensordnung [PDF 105 KB].
Um Ihnen die Beantragung des Verfahrens zu erleichtern, steht Ihnen einen Antragsformular im pdf-Format zur Verfügung.
Antrag auf Durchführung eines Gütestellenverfahrens [PDF 59 KB].
Wie kommt ein Gütestellenverfahren in Gang? Wer muss dafür was tun?
Eine Partei (Antragsteller) muss einen Antrag stellen, indem sie den Konfliktgegenstand und die Gegenseite (Antragsgegner) benennt. Der Antrag wird per Fax, oder Post an die Gütestelle geschickt. Bei dem Antrag ist die für die Zustellung erforderliche Anzahl von Abschriften beizufügen.
Der Antrag wird, nachdem die Antragsgebühr bezahlt wurde, dem Antragsgegner mit einem Terminvorschlag für die Güteverhandlung zugestellt. Man kann in der Regel damit rechnen, dass das erste Einigungsgespräch nach ca. 2 Wochen stattfindet.
Insbesondere die Möglichkeit, den im Güteverfahren abschliessenden Vergleich als Vollstreckungstitel auszugestalten, kann für die Parteien einen Anreiz bieten, alternativ zu einem langwierigen Gerichtsverfahren sich für das Güteverfahren einer Gütestelle zu entscheiden. Mit diesem vollstreckbaren Titel kann dann der Gerichtsvollzieher beispielsweise mit einer Pfändung beauftragt werden.
Die inhaltliche Gestaltung einer möglichen Einigung obliegt allein den Parteien und ihren anwaltlichen Vertretern. Da sich die Parteien die Verfahrenskosten in der Regel hälftig teilen und das Güteverfahren auf eine zügige Erledigung abzielt, verursacht das Güteverfahren unter Umständen nur einen Bruchteil der Kosten eines Gerichtsverfahrens.
Entscheiden auch Sie sich für die clevere und kostengünstige Lösung Ihres Konflikts und profitieren Sie von den hohen Erfolgsquoten.
Dezember 2014 | Stiftungszweck
Zum neuen Repräsentanten der Deutschen Stiftung Mediation für Baden-Württemberg wurde Herr Christian Leitow ernannt. Die Deutsche Stiftung Mediation gibt sich dem Auftrag, die Mediation in Deutschland nachhaltig zu etablieren.
Die Mediation soll als eigenverantwortliche Haltung und alternatives Vorgehen im Umgang mit Streit und Konflikten gleichberechtigt neben anderen Verfahren zur Konfliktbewältigung in Deutschland anerkannt sein. Sie wird den Menschen als professionelle Dienstleistung bewusst sein und wie selbstverständlich in Anspruch genommen. Das ist unser Ziel. Weitergehende Informationen unter
September 2014 | Konfliktkostenrechner
Mehrstufiges Schätzverfahren zur nachvollziehbaren und aussagekräftigen Ermittlung von Konfliktkosten (nach Dr. Oliver Ahrens)
Ein Bauchgefühl "zum Greifen nahe"
Wir möchten Sie auf die Vorstellung des Konfliktkostenrechners mit ein paar Behauptungen und Fragen vorbereiten:
Konflikte sind in jedem Unternehmen präsent.
Der Versuch, die Kosten eines Konflikts „in Euro“ abzuschätzen, wird als eine große Hürde empfunden.
Manche Kollegen verweigern die Antwort oder haben in der Regel kein gutes Gefühl, was das Ergebnis angeht.
Prüfen Sie diese Behauptungen, indem Sie sich selber oder besser einen Kollegen fragen:
Gibt es in Ihrem / in unserem Unternehmen Konflikte?
Wenn ja, bitte rufen Sie sich einen Konflikt in Erinnerung.
Wenn Sie einen Konflikt vor Augen haben, schätzen Sie bitte ab, wie viel dieser Konflikt das Unternehmen in Euro kostet.
Der Versuch scheitert in den meisten Fällen, da sich die Folgen von Konflikten in ganz unterschiedlichen Formen auswirken und unterschiedliche Kostenarten betreffen. Ohne diese Zusammenhänge angemessen abzubilden, bleibt es bei einem vergeblichen Versuch oder aber das Ergebnis hinterlässt ein ungutes Gefühl, weil der Beurteilung eine nachvollziehbare Basis fehlt. So bleibt es zumeist bei einem „Bauchgefühl“.
Die Unbekannten bleiben unbearbeitet
Konfliktkosten nicht beziffern zu können, hat jedoch mitunter schwerwiegende Folgen. Sofern die Kosten von Konflikten nicht transparent sind, mangelt es in den allermeisten Fällen an der Bereitschaft, sich mit diesen konsequent auseinanderzusetzen.
Umgekehrt könnte ein enormer Handlungsdruck entstehen, wenn einer Führungskraft die Kosten eines Konflikts mit beispielsweise mehreren hunderttausend Euro aufgezeigt werden. Kosten in dieser Größenordnung stehen in Konkurrenz zu den generell beschränkten Ressourcen und können nicht ignoriert werden.
Nutzen eines Konfliktkostenrechners
Der Konfliktkostenrechner bietet beides, um diese Hürde zu überwinden: die systematische Abbildung von maßgeblichen Konfliktfolgen und deren nachvollziehbare Beurteilung mit Hilfe einer Schätzsystematik.
Jedem Schätzverfahren ist eine Unsicherheit in der Bewertung zuzuschreiben. Mit dem hier vorgestellten Bewertungsschema wird daher nicht der Anspruch verfolgt, Konfliktkosten „exakt“ zu ermitteln.
Die Zielsetzung des Konfliktkostenrechners ist zum einen, nachvollziehbare und aussagekräftige Ergebnisse zu ermöglichen, und damit zum anderen, die Sensibilisierung im Umgang mit Konflikten und deren „Wertschätzung“ zu fördern.