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Timestamp: 2016-10-28 04:36:03
Document Index: 122030533

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_742/2009 (13.09.2010)
8C_742/2009
Unfallversicherung (Sch�del-Hirntrauma, Kausalzusammenhang),
Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 22. Juli 2009.
Der 1952 geborene H.________ war seit 1. Dezember 2000 als Servicemonteur f�r die L.________ AG t�tig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 18. Juli 2003 st�rzte er in einen Liftschacht und zog sich dabei ein Sch�del-Hirntrauma mit Felsenbeinfraktur links, Kalottenfraktur parietal links und kleiner Epiduralblutung parietal links zu (Austrittsbericht des Spitals X.________ vom 21. Juli 2003). Die SUVA kam f�r die Heilbehandlung auf und richtete Taggelder aus. Mit Verf�gung vom 26. Oktober 2007 k�ndigte sie an, dass sie ihre Leistungen nun auch im Zusammenhang mit den gelegentlichen Konsultationen beim Hausarzt auf Ende Oktober 2007 einstellen werde, nachdem die letzten Taggelder am 9. April 2004 ausgerichtet worden seien; gleichzeitig verneinte sie einen Anspruch auf eine Invalidenrente und auf eine Integrit�tsentsch�digung. Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 14. M�rz 2008).
Das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn wies die dagegen erhobene Beschwerde ab (Entscheid vom 22. Juli 2009).
H.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Rechtsbegehren, die SUVA sei zu verpflichten, ihm - allenfalls nach Vornahme weiterer Abkl�rungen - die gesetzlichen Leistungen (insbesondere Taggelder und die �bernahme der Heilbehandlungskosten, eventuell eine Rente und eine Integrit�tsentsch�digung) auch nach dem 9. August (recte: 9. April) 2004 zu gew�hren.
Die SUVA schliesst auf Abweisung der Beschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung verzichtet.
2.1 Das kantonale Gericht hat im angefochtenen Entscheid den f�r einen Leistungsanspruch erforderlichen nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und eingetretenem Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) zutreffend umschrieben. Ebenfalls richtig dargelegt hat es die Rechtsprechung �ber den zus�tzlich zum nat�rlichen erforderlichen ad�quaten Kausalzusammenhang. Danach spielt im Sozialversicherungsrecht die Ad�quanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen praktisch keine Rolle, weil sich hier die ad�quate weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112, 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen). Anders verh�lt es sich bei nat�rlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden. Hier ist bei der Beurteilung der Ad�quanz vom augenf�lligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nach Schweregrad des Unfalles weitere unfallbezogene Kriterien mit einzubeziehen (BGE 117 V 359 E. 6 S. 366 ff. und 369 E. 4 S. 382 ff., 115 V 133 E. 6 S. 138 ff.). Bei nach einem Unfall auftretenden psychischen Fehlentwicklungen werden diese Ad�quanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte gepr�ft (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140), w�hrend bei Schleudertraumen (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367) und �quivalenten Verletzungen der Halswirbels�ule (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67, U 183/93 E. 2) sowie bei Sch�del-Hirntraumen (BGE 117 V 369 E. 4b S. 383) auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird. Dies, weil f�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhanges als einer Rechtsfrage nicht entscheidend ist, ob die im Anschluss an eine solche Verletzung auftretenden Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden, zumal diese Differenzierung angesichts des komplexen, vielschichtigen Beschwerdebildes in heiklen F�llen gelegentlich grosse Schwierigkeiten bereiten w�rde (BGE 134 V 109 E. 6.2.1 S. 116 f. in fine; vgl. zum Ganzen auch BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 und SVR 2007 UV Nr. 8 S. 27, U 277/04 E. 2, je mit Hinweisen).
2.2 Mit Urteil vom 19. Februar 2008 (BGE 134 V 109) hat das Bundesgericht die so genannte Schleudertrauma-Praxis bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden pr�zisiert. Im genannten Urteil wurde zun�chst der Grundsatz best�tigt, dass der Fallabschluss und damit verbunden die Ad�quanzpr�fung im Hinblick auf die Rentenleistungen in dem Zeitpunkt zu erfolgen hat, in dem von der Weiterf�hrung der medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist (zitiertes Urteil, E. 4). Hinsichtlich der Beurteilung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den geklagten organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden wurde festgehalten, dass diese aufgrund einer eingehenden medizinischen Abkl�rung zu erfolgen hat (zitiertes Urteil, E. 9.4 und 9.5). Schliesslich wurden in E. 10 des zitierten Urteils die Kriterien, welche zur Beurteilung der Ad�quanz bei mittelschweren Unf�llen (vgl. dazu insbesondere SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, E. 5.3.1, U 2/07) dienen, neu gefasst. Der Katalog der ad�quanzrelevanten Kriterien lautet nunmehr:
fortgesetzt spezifische, belastende �rztliche Behandlung;
erhebliche Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob der Beschwerdef�hrer aufgrund der von ihm geltend gemachten Beschwerden auch nach dem 9. April 2004 (Einstellung der Taggelder) bzw. 31. Oktober 2008 (Ablehnung der �bernahme von Heilbehandlungskosten) Leistungen der Beschwerdegegnerin als Folge des Unfalles vom 18. Juli 2003 beanspruchen kann.
4.1 Das kantonale Gericht hat den f�r die Zeit nach dem Unfall vom 18. Juli 2003 medizinisch umfassend dokumentierten Gesundheitszustand einl�sslich gew�rdigt. Es hielt fest, die Diagnose eines Sch�del-Hirntraumas mit Felsenbeinfraktur links, Kalottenfraktur parietal links, kleiner Epiduralblutung parietal links und initialer Bewusstseinsst�rung sei unbestritten, ebenso das zumindest teilweise Vorliegen des typischen Beschwerdebildes eines HWS-Traumas, welches sich konkret in Form von rascher Erm�dbarkeit, Ged�chtnis- und Konzentrationsst�rungen, Wesensver�nderung, Antriebsst�rungen, Schwindelbeschwerden und Beeintr�chtigungen des Geh�rsinnes �ussere. Folglich k�nne die nat�rliche Kausalit�t zwischen Unfallereignis und im Zeitpunkt des Einspracheentscheides noch vorliegenden Beschwerden - sofern solche eindeutig auszumachen seien - mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit bejaht werden. Bez�glich der neurologischen bzw. neuropsychologischen Beschwerden sei mit der SUVA davon auszugehen, dass �berwiegend wahrscheinlich kein unfallbedingtes organisches Substrat objektivierbar sei, bei welchem sich der nat�rliche und ad�quate Kausalzusammenhang weitgehend decken w�rde. Die Beschwerden seien klinisch im Wesentlichen in der Form des HWS-Beschwerdebildes fassbar, nicht jedoch hinreichend organisch - im Sinne einer strukturellen Ver�nderung - nachgewiesen. Angesichts der Tatsache, dass die neuropsychologischen und die psychischen Beschwerden identisch beschrieben w�rden, rechtfertige es sich, auch die neuropsychologisch festgestellten Defizite gesamthaft als psychische �berlagerung zu interpretieren. Die Vorinstanz nahm eine Pr�fung der Ad�quanz der noch geklagten Beschwerden nach BGE 115 V 133 vor und gelangte dabei - ausgehend von einem mittelschweren Unfallereignis im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen - zum Schluss, dass von den entscheidenden Kriterien weder eines in besonders ausgepr�gter noch mehrere in geh�ufter Weise vorl�gen. Das kantonale Gericht sah keine Notwendigkeit f�r die beantragten weiteren medizinischen Abkl�rungen.
4.2.1 Der Versicherte wendet ein, es liege ein Hirnschaden vor, welcher f�r die anhaltenden Beschwerden verantwortlich sei. Schon die Diagnose des Sch�del-Hirntraumas mit Felsenbeinfraktur links, Kalottenfraktur parietal links, Epiduralblutung sowie initialer Bewusstseinsst�rung "beinhalte" eine organische Unfallfolge. In den beiden MRI vom 6. Juni 2006 und 19. (recte: 11.) Juni 2007 seien Befunde sichtbar (Hirnatrophie, Gliosen). Zur Interpretation der beiden MRI seien Spezialkenntnisse notwendig, weshalb auf die Angabe des Kreisarztes Dr. med. K.________, Facharzt f�r Chirurgie, wonach kein traumatisch bedingter Hirnschaden vorliege, nicht abgestellt werden k�nne. Die �rzte der Klinik M.________ seien von einer organischen Affektion ausgegangen. Hinweise auf organische Unfallfolgen lieferten zudem die �rztlicherseits festgestellte fokale St�rung �ber der linken Temporalregion, ein persistierender Alpha-Rhythmus als Zeichen der Hyposmie, eine Fazialisparese, eine nach dem Unfall aufgetretene Transmissionsschwerh�rigkeit und eine periphere Vestibulopathie links.
4.2.2 Es trifft zu, dass im Sch�del-MRI vom 6. Juni 2006 gem�ss Beurteilung der Dres. med. W.________, Oberarzt Radiologie, und R.________, Chefarzt Radiologie, D.________ AG, unspezifische Glioseherde im periventrikul�ren Marklager, passend zu einer vaskul�ren Encephalopathie festgestellt wurden, w�hrend Hinweise auf eine frische Isch�mie, eine Blutung oder einen Tumor fehlten (Bericht vom 6. Juni 2006). Dr. med. S.________, Chefarzt, Spital Z.________, beschrieb gest�tzt auf das zweite Sch�del-MRI vom 11. Juni 2007 eine minimal subkortikal betonte Hirnatrophie und diskrete Gliosen im Marklager beidseits, kleinsten isch�mischen L�sionen entsprechend, und minimalste Ethmoiditiszeichen rechts. Haemosiderinhaltige Ablagerungen intracerebral waren nicht nachweisbar (Bericht vom 19. Juni 2007). Die SUVA ging in der Folge davon aus, dass bildgebend unfallkausale strukturelle Ver�nderungen im Hirngewebe nicht nachweisbar seien.
Entgegen der Auffassung des Versicherten ergibt sich aus dem Bericht der Klinik M.________, in welcher er vom 23. Mai bis 15. August 2006 station�r behandelt wurde, nichts Gegenteiliges. Im Austrittsbericht vom 7. November 2006 werden ein Verdacht auf eine Pers�nlichkeits- und Verhaltensst�rung aufgrund einer Krankheit/Sch�digung des Gehirns nach Sch�del-Hirntrauma im Jahr 2003, ICD-10 F07.2, und ein m�glicher dementieller Prozess genannt. Die EEG vom 2. Juni und 4. Juli 2006 h�tten keinen pathologischen Befund ergeben. Ein dementieller Prozess vom Alzheimer-Typ k�nne weitestgehend ausgeschlossen werden, jedoch zeigten sich Hinweise auf eine m�gliche vaskul�re Encephalopathie. Die Diagnose einer anhaltenden Pers�nlichkeitsst�rung/-ver�nderung nach dem erw�hnten Trauma im Jahr 2003 erscheine "am wahrscheinlichsten". Dar�ber hinaus habe sicherlich auch das Realisieren der eigenen Defizite und die begleitende Paarproblematik zu einer Verst�rkung der Affektauff�lligkeiten gef�hrt. Soweit die behandelnden �rzte angeben, der auff�llige Befund im MRI (vom 6. Juni 2006) habe zur Einsch�tzung einer organischen Affektion respektive Mitbeteiligung beim Beschwerdebild gef�hrt, �ussern sie demgem�ss lediglich eine Vermutung.
Eine relevante unfallbedingte Hirnsch�digung kann entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers weder gest�tzt auf diesen Austrittsbericht noch auf die MRI-Befunde der Jahre 2006 und 2007 als �berwiegend wahrscheinlich gelten. Die als m�glich bezeichnete vaskul�re Encephalopathie ist unklarer Aetiologie. Auch die in den beiden Sch�del-MRI festgestellten Gliosen m�ssen als unspezifischer Befund gelten, f�r welchen verschiedene Noxen verantwortlich sein k�nnen. Zu ber�cksichtigen ist zudem, dass zwischen Unfall (vom 18. Juli 2003) und erstem MRI (vom 6. Juni 2006) immerhin fast drei Jahre vergangen sind, was die Aussagekraft des ersten MRI bez�glich Relation der erhobenen Befunde zum Unfallereignis zus�tzlich einschr�nkt. Das zweite MRI (vom 11. Juni 2007) vermag nur insoweit Kl�rung zu schaffen, als damit haemosiderinhaltige intracerebrale Ablagerungen ausgeschlossen werden konnten, was allerdings als weiteres Indiz f�r eine fehlende Hirnverletzung gewertet werden muss. Nichts anderes ergibt sich aus den Hinweisen des Beschwerdef�hrers auf verschiedene, �rztlicherseits festgestellte Auff�lligkeiten (fokale St�rung �ber der linken Temporalregion, persistierender Alpha-Rhythmus, Fazialisparese, Transmissionsschwerh�rigkeit und periphere Vestibulopathie links). Allein gest�tzt auf diese - teils bereits vor mehreren Jahren remittierten - gesundheitlichen Beeintr�chtigungen kann nicht auf eine Sch�digung des Gehirns im Sinne einer strukturellen unfallbedingten Ver�nderung geschlossen werden.
4.2.3 Es bestehen zusammenfassend keine hinreichend erstellten Anhaltspunkte f�r persistierende, organisch objektiv nachweisbare Unfallfolgen, welche die Restbeschwerden (mit Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit) zu erkl�ren verm�chten. Von weiteren spezial�rztlichen Erhebungen sind keine entscheidrelevanten neuen Aufschl�sse zu erwarten, weshalb keine Notwendigkeit f�r die vom Beschwerdef�hrer beantragten erg�nzenden Abkl�rungen besteht (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94).
Liegen keine solchen Unfallfolgen vor, l�sst sich der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall vom 18. Juli 2003 nicht ohne besondere Pr�fung bejahen (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; E. 3 hievor). Das kantonale Gericht hat die Ad�quanz nach der so genannten "Psycho-Praxis" (BGE 115 V 133) gepr�ft und verneint. Es steht allerdings fest und ist unbestritten, dass der Versicherte am 18. Juli 2003 ein Sch�del-Hirntrauma erlitten hat und in der Folge �ber eine Reihe von Beeintr�chtigungen klagte, welche zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung geh�ren (BGE 134 V 109 E. 6.2.1 S. 116 mit Hinweisen). Ein Teil der typischen Beschwerden liegt heute noch vor und ist verantwortlich f�r eine erhebliche Leistungseinschr�nkung. Der Versicherte wendet zu Recht ein, das Beschwerdebild k�nne nicht einfach in eine psychische �berlagerung umgedeutet werden. Es ist nicht zul�ssig, l�ngere Zeit nach dem Unfall, wenn die zum typischen Beschwerdebild geh�renden physischen Beschwerden weitgehend abgeklungen sind, die psychische Problematik aber fortbesteht, diese fortan nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen zu beurteilen, w�hrend sie in einem fr�heren Stadium, als das typische Beschwerdebild noch ausgepr�gt war, nach der Schleudertrauma-Praxis beurteilt worden w�re (Urteil 8C_331/2007 vom 13. Juni 2008 E. 3.3). Die Bejahung der nat�rlichen Unfallkausalit�t im angefochtenen Gerichtsentscheid ist demgem�ss im Ergebnis richtig. Entgegen der Ansicht des kantonalen Gerichts gibt es jedoch keine Gr�nde, die Ad�quanzpr�fung nach Massgabe der Rechtsprechung gem�ss BGE 115 V 133 vorzunehmen. Die Pr�fung der Ad�quanz hat unter den vorliegenden Umst�nden nach der in BGE 117 V 359 begr�ndeten und in BGE 134 V 109 pr�zisierten - auch auf Folgen von �quivalenten Verletzungsbildern der HWS sowie Sch�del-Hirntraumen Anwendung findenden (BGE 134 V 109 E. 9.1 S. 122 und E. 9.5 S. 125) - Schleudertrauma-Praxis (E. 2.2 hiervor) zu erfolgen. Die �rztlichen Unterlagen lassen nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit darauf schliessen, dass es sich bei den bestehenden psychischen Beeintr�chtigungen um ein nicht (mehr) Teil des - sich durch ein komplexes und vielschichtiges Beschwerdebild mit eng ineinander verwobenen, einer Differenzierung kaum zug�nglichen Beschwerden physischer und psychischer Natur kennzeichnenden (BGE 134 V 109 E. 6.2.1 in fine S. 117, E. 7.1 S. 118, E. 9 S. 121 und E. 9.5 in fine S. 126, je mit Hinweisen) - Sch�del-Hirntraumas bildendes eigenst�ndiges Krankheitsgeschehen handelt.
5.1 F�r die Ad�quanzbeurteilung ist an das (objektiv erfassbare) Unfallereignis anzukn�pfen, wobei zwischen banalen bzw. leichten Unf�llen einerseits, schweren Unf�llen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126). Massgebend f�r die Beurteilung der Unfallschwere ist der augenf�llige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kr�ften (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07; SZS 2008 S. 183, U 503/05), namentlich in Ber�cksichtigung des objektiv erfassbaren Unfallhergangs (Urteile U 343/04 vom 10. August 2005 E. 2.2.2 und U 290/02 vom 7. August 2003 E. 4.2-4.4.3, je mit Hinweisen). Dieser Grundsatz, den das Bundesgericht in Bezug auf die Ad�quanzbeurteilung bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall best�tigt hat (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26 E. 5.2 und 5.3.1, U 2, 3 und 4/07), gilt auch bei Anwendung der Schleudertrauma-Praxis (Urteil 8C_536/2007 vom 11. Juni 2008 E. 6.1).
Das kantonale Gericht hat den Unfall vom 18. Juli 2003, bei dem der Beschwerdef�hrer in einen Liftschacht mit einer Tiefe von ungef�hr zwei bis zweieinhalb Metern st�rzte, f�r unbestimmte Zeit bewusstlos war und desorientiert aufgefunden wurde, als mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen eingestuft. Dies ist aufgrund des augenf�lligen Geschehensablaufes im Lichte der Rechtsprechung zur Unfallschwere bei St�rzen aus einer gewissen H�he (vgl. Urteil 8C_396/2007 vom 30. Mai 2008 mit Hinweisen; RKUV 1998 Nr. U 307 S. 448, U 169/97) nicht korrekt. Vielmehr ist der Unfall als mittelschwer im mittleren Bereich zu qualifizieren. Eine Zuordnung zum mittleren Bereich an der Grenze zu den schweren Unf�llen l�sst sich entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers allerdings nicht rechtfertigen. Zur Bejahung der Ad�quanz m�ssten im Rahmen einer Gesamtw�rdigung mithin von den weiteren in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien entweder ein einzelnes in besonders ausgepr�gter Weise oder aber mehrere erf�llt sein (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f., 117 V 359 E. 6a S. 367).
5.2.1 F�r die Bejahung des Kriteriums der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung gen�gt die Diagnose einer HWS-Distorsion (oder einer anderen, ad�quanzrechtlich gleich zu behandelnden Verletzung) f�r sich allein nicht. Es bedarf dazu einer besonderen Schwere der f�r das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umst�nde, welche das Beschwerdebild beeinflussen k�nnen. Diese k�nnen beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen K�rperhaltung und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen. Auch erhebliche Verletzungen, welche sich die versicherte Person neben dem Schleudertrauma, der �quivalenten Verletzung der HWS oder dem Sch�del-Hirntrauma beim Unfall zugezogen hat, k�nnen bedeutsam sein (BGE 134 V 109 E. 10.2.2 S. 127 f. mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer hat beim Sturz in den Liftschacht einen heftigen Anprall des Kopfes erlitten und zog sich ein Sch�del-Hirntrauma mit Felsenbeinfraktur links, Kalottenfraktur parietal links und kleiner Epiduralblutung parietal links zu. Nach einer Bewusstlosigkeit unklarer Dauer wurde er desorientiert aufgefunden. Es besteht eine antero- und retrograde Amnesie. Die blutige Otorrh�e sistierte nach zwei Tagen. In der Audiometrie wurde eine Transmissionsschwerh�rigkeit bei H�matotympanon und Beeintr�chtigung der Geh�rkn�chelchenkette bei Felsenbeinfraktur festgestellt (Austrittsbericht des Spitals X.________ vom 21. Juli 2003). Mit Blick auf diese Unfallfolgen ist von einer schweren Verletzung auszugehen. Ob dar�ber hinaus die Vermutung des Dr. med. N.________, Facharzt f�r Neurologie FMH, wonach bei "m�glicherweise erheblichem Sch�delhirntrauma als 29-J�hriger" die zerebralen Reservekapazit�ten reduziert gewesen seien und so der Zweitunfall schwerwiegendere Folgen nach sich gezogen habe (Neurologisches und psychiatrisches Gutachten der Dres. med. N.________ und H.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 14. November 2008), zutrifft, kann offen bleiben, da das Kriterium der Schwere der erlittenen Verletzung so oder anders vorliegt.
5.2.2 Aufgrund der glaubhaft geklagten Leiden und der dadurch bewirkten Einschr�nkung im Lebensalltag (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.4 S. 128) kann von erheblichen Beschwerden ausgegangen werden. Entgegen der vom Versicherten vertretenen Auffassung �bersteigen die Beschwerden das bei Sch�del-Hirntraumen �bliche Mass aber nicht derart, dass das Kriterium in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt w�re.
5.2.3 Was das Kriterium der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen betrifft, gilt dieses als erf�llt, wenn die versicherte Person in erheblichem Ausmass arbeitsunf�hig ist, obwohl sie alles daran setzt, sich durch optimale Mitwirkung rasch m�glichst wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 129 f.; Urteil 8C_590/2007 vom 6. Oktober 2008 E. 7.7.1).
Bereits ab 15. September 2003 unternahm der Versicherte einen einw�chigen Arbeitsversuch im B�ro der bisherigen Arbeitgeberin, anfangs Oktober 2003 erfolgte ein halbt�giger Einsatz in der Werkstatt des Betriebs. Eine messbare Arbeitsleistung war aber nicht nachgewiesen, weshalb der Kreisarztstellvertreter die von Dres. med. E.________ und O.________, �rztliches Zentrum f�r Geh�r- und Gleichgewichtsst�rungen, am 16. Oktober 2003 attestierte 100%ige Arbeitsunf�higkeit bis Ende November 2003 best�tigte. Zufolge Schwindels konnten Arbeiten im Beruf als Servicetechniker noch nicht ausge�bt werden. Der Kreisarztstellvertreter erachtete es am 31. Oktober 2003 als fraglich, ob der Beschwerdef�hrer wieder als Liftmonteur eingesetzt werden k�nne. Da der Beschwerdef�hrer seine angestammte T�tigkeit schon anfangs Dezember 2003 wieder aus�ben wollte, empfahl der Kreisarzt eine "schrittweise Aufnahme der Belastung in vorerst reduzierter Arbeitsf�higkeit" (Untersuchungsbericht vom 21. November 2003). Der Versicherte war zwar ab 1. Dezember 2003 wieder ganztags erwerbst�tig, erbrachte aber nach Angabe der Arbeitgeberin nur eine 80%ige Leistung. Er gab anl�sslich der neuropsychologischen Untersuchung vom 9. Dezember 2003 an, unfallbedingt erm�de er schneller, er leide unter Konzentrations- und Ged�chtnisproblemen und er sei schneller ungeduldig und gestresst; ab 15.00 bis 16.00 Uhr werde es aufgrund der Erm�dung m�hsam und abends sei er v�llig fertig. Dies stimmt mit dem Untersuchungsergebnis, wonach (unter anderem) eine minimale Hirnfunktionsst�rung und eine verminderte Belastbarkeit bestehe, �berein (Bericht des Spitals X.________, Abteilung f�r Neuropsychologische Rehabilitation, vom 12. Dezember 2003). Eigentlich waren auch noch im Januar 2004 wegen der anhaltenden Schwindelsymptomatik Besch�ftigungen mit Absturzgef�hrdung nicht geeignet (Bericht des Dr. med. A.________, Facharzt FMH f�r Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie und Arbeitsmedizin, SUVA-Abteilung Arbeitsmedizin, vom 7. Januar 2004). Offenbar nahm der Betrieb aber keine R�cksicht auf die neuropsychologischen Einschr�nkungen. Ab 10. April 2004 ging die SUVA von einer vollen Arbeitsf�higkeit aus. Trotzdem persistierten in dieser Zeit bis zum letzten Arbeitstag als Liftmonteur am 15. August 2006 eine Verlangsamung, Vergesslichkeit und Unzuverl�ssigkeit. So ist der Versicherte nach Angaben des Hausarztes Dr. med. T.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin, vom 8. November 2004 und 9. Mai 2005 unter anderem bei Liftarbeiten weggegangen, ohne den Hauptschalter wieder zu bet�tigen, ein anderes Mal liess er die Werkzeugkiste stehen und lief vom Auto weg, ohne die Heckklappe zu schliessen. Der Kreisarzt zeigte sich alarmiert und bef�rchtete eine sichere K�ndigung, falls diese Vergesslichkeiten die Arbeit erheblich st�ren sollten. Die Ehefrau stellte eine Affektlabilit�t fest. Seit Anfang 2006 h�uften sich gravierende Fehler bei der Aus�bung der Arbeit als Servicemonteur und krankheitsbedingte Absenzen. Die Arbeitgeberin legte dem Versicherten im Personalgespr�ch vom 13. M�rz 2006 nahe, sich bis sp�testens Ende Jahr nach einer neuen Stelle umzusehen. Vom 23. Mai bis 15. August 2006 hielt er sich in der Klinik M.________ auf, wo ein Verdacht auf eine Pers�nlichkeits- und Verhaltensst�rung nach dem Sch�del-Hirntrauma im Jahr 2003 ge�ussert wurde. Danach kehrte der Versicherte nicht mehr an seinen Arbeitsplatz zur�ck. Die Arbeitgeberin k�ndigte die Anstellung auf Ende Januar 2007. Es folgten die Teilnahme an Integrationsprogrammen der Arbeitslosenversicherung und Arbeitsabkl�rungen der Invalidenversicherung.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die L.________ AG das Arbeitsverh�ltnis mit Blick auf die angeschlagene Gesundheit des Beschwerdef�hrers und das (mit einer Weiterbesch�ftigung verbundene) Sicherheitsrisiko f�r den Betrieb auf Ende Januar 2007 aufl�sen musste, obwohl sich der Versicherte nach dem Unfall ausserordentlich M�he gegeben hatte, seine bisherige T�tigkeit als Servicemonteur wieder mit voller Leistung auszu�ben. Er war aber nicht mehr in der Lage, den Anforderungen an seine anspruchs- und verantwortungsvolle T�tigkeit zu gen�gen, weshalb er einem Arbeitgeber in dieser Branche nicht mehr zumutbar war. Aus den Akten wird deutlich, dass er zu Beginn seine Einbussen bagatellisierte, wie dies bei Hirnverletzten nicht selten festzustellen ist. Mittel- und langfristig wurden seine Einschr�nkungen f�r ihn und sein privates und berufliches Umfeld un�bersehbar. Er musste seine angestammte T�tigkeit aufgeben. Das Kriterium der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen ist mit Blick auf diese Umst�nde zu bejahen.
5.3 Demnach sind von den sieben relevanten Kriterien mindestens drei erf�llt, was bei einem mittelschweren Unfall im engeren Sinn f�r die Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 18. Juli 2003 und den noch bestehenden Beschwerden ausreicht (vgl. in Pl�doyer 2/2010 S. 53 zusammengefasstes Urteil 8C_897/2009 vom 29. Januar 2010 E. 4.5 mit Hinweisen). Ob die weiteren Kriterien ebenfalls vorliegen, kann bei diesem Ergebnis offen bleiben.
Die SUVA und das kantonale Gericht haben die Ad�quanz verneint, weshalb sie sich �ber den konkreten Anspruch auf Leistungen und �ber deren allf�llige H�he nicht ausgesprochen haben. Die Sache muss daher zur Pr�fung des Anspruchs auf weitere Versicherungsleistungen an die SUVA zur�ckgewiesen werden.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 22. Juli 2009 und der Einspracheentscheid der SUVA vom 14. M�rz 2008 werden aufgehoben. Die Sache wird an die SUVA zur�ckgewiesen, damit sie im Sinne der Erw�gungen �ber den Leistungsanspruch des Beschwerdef�hrers neu verf�ge.