Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=16.11.1989&Aktenzeichen=III%20ZR%20162/88
Timestamp: 2019-09-20 06:37:49
Document Index: 157203114

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 796', '§ 138', 'BGH', 'BGH']

BGH, 16.11.1989 - III ZR 162/88 - dejure.org
https://dejure.org/1989,2812
BGH, 16.11.1989 - III ZR 162/88 (https://dejure.org/1989,2812)
BGH, Entscheidung vom 16.11.1989 - III ZR 162/88 (https://dejure.org/1989,2812)
BGH, Entscheidung vom 16. November 1989 - III ZR 162/88 (https://dejure.org/1989,2812)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1989,2812) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Anspruch aus einem sittenwidrigen Ratenkreditvertrag - Rechtskraftfähigkeit eines Vollstreckungsbescheides - Durchbrechung der Rechtskraft
AG Nürnberg, 11.03.1982 - 6 B 40/82
NJW-RR 1990, 303
WM 1990, 393
Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats (BGHZ 101, 380 [BGH 24.09.1987 - III ZR 187/86] und ständig; zuletzt Urteile vom 2. November 1989 - III ZR 144/88 und vom 16. November 1989 - III ZR 162/88 m.w.Nachw., zur Veröffentlichung in BGHR vorgesehen) sind Vollstreckungsbescheide der materiellen Rechtskraft fähig; Einwendungen gegen den Anspruch unterliegen den Einschränkungen des § 796 Abs. 2 ZPO.
Nach ständiger Rechtsprechung ist ein auffälliges Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung anzunehmen, wenn der Vertragszins relativ rund doppelt so hoch ist wie der Marktzins; diese Überschreitung hat jedoch nur Richtwertfunktion: Eine relative Zinsdifferenz zwischen 90% und 100% rechtfertigt die Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB, wenn den Kreditnehmer belastende sonstige Umstände hinzukommen (BGH…, Urteil vom 24. März 1988 aaO und Urteil vom 16. November 1989 - III ZR 162/88 - WM 1990, 393, 394).
Auch hat der BGH (NJW-RR 1990, 303 [305]) hinsichtlich eines Ratenkreditvertrages entschieden, daß die Vollstreckung aus einem Vollstreckungsbescheid insoweit für beschränkt unzulässig erklärt werden könne, wie es um die Verzugszinsenregelung gehe.
AG Görlitz, 25.08.1994 - 4 C 428/94
Eine Nachbesserung, wie sie der Beklagte Ziff. 1 mit dem den Klägern am 26.09.1991 übergebenen Schriftsatz, in dem er nachträglich die umzulegenden Betriebskostenarten im Einzelnen benennt, beabsichtigte, ist unzulässig, eine Bezugnahme auf frühere Erklärungen ist nicht ausreichend (vgl z. B. LG Saarbrücken WM 90 Seite 393; LG Düsseldorf WM 92 Seite 255).
Auch das Schreiben vom 29.12.1992 hat insoweit nicht zur Wirksamkeit des Mieterhöhungsverlangens vom 16.11.1992 geführt, da Nachbesserungen eines Mieterhöhungsverlangens grundsätzlich nicht zulässig sind (vergl. LG Düsseldorf WM 1992, 255, LG Saarbrücken WM 1990, 393).