Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%201981,%20250
Timestamp: 2020-03-29 06:48:29
Document Index: 204155528

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 18', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NStZ 1981, 250 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 11.03.1981
BGH, 13.11.1980 - 1 StR 288/80
https://dejure.org/1980,5242
BGH, 13.11.1980 - 1 StR 288/80 (https://dejure.org/1980,5242)
BGH, Entscheidung vom 13.11.1980 - 1 StR 288/80 (https://dejure.org/1980,5242)
BGH, Entscheidung vom 13. November 1980 - 1 StR 288/80 (https://dejure.org/1980,5242)
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Vor der Straftat eines Jugendlichen entwickelt gewesene Persönlichkeitsmängel - Auswirken von schädlichen Neigungen eines Jugendlichen schon auf die erste Straftat - Störung der Ordnung der sozialen Gemeinschaft durch Mängel der Charakterbildung
NStZ 1981, 250
NStZ 1981, 251
StV 1981, 77
Schädliche Neigungen sind erhebliche Anlage- oder Erziehungsmängel, die ohne längere Gesamterziehung des Täters die Gefahr weiterer Straftaten begründen (st. Rspr. vgl. u.a. BGHSt 11, 169, 170; BGH NStZ 1981, 250; BGH StV 1982, 335;… w. Nachw. bei Brunner JGG 9. Aufl. § 17 Rdn. 11).
Allerdings ist die Annahme schädlicher Neigungen des Angeklagten (1. Alternative des § 17 Abs. 2 JGG) nicht zureichend begründet: die Kammer bezieht sich hierfür allein auf die Tat selbst, obgleich es regelmäßig der Feststellung bedarf, daß schon vorher jene Persönlichkeitsmängel vorlagen, die dann in der Tat "hervorgetreten" sind (BGHSt 16, 261, 262 [BGH 29.09.1961 - 4 StR 301/61]; BGH, Beschluß vom 13. November 1980 - 1 StR 288/80 -).
Daß sich die möglicherweise unberechtigte Annahme schädlicher Neigungen auf das Strafmaß ausgewirkt haben könnte (vgl. BGHSt 16, 261, 262 f. [BGH 29.09.1961 - 4 StR 301/61]; BGH, Beschluß vom 13. November 1980 - 1 StR 288/80 -), ist nach den von der Kammer angeführten Strafzumessungsgründen im hier vorliegenden Fall auszuschließen (vgl. auch BGH, Urteil vom 21. Oktober 1981 - 2 StR 355/81 -).
OLG Zweibrücken, 24.02.1989 - 1 Ss 22/89
Unerlaubter Erwerb von Betäubungsmitteln - Schädliche Neigungen i.S. von § 17 …
Persönlichkeitsmängel im Sinne dieser Vorschrift müssen bereits vor der Tat im Charakter des jugendlichen Täters, wenn auch verborgen, angelegt sein, entscheidend zur Begehung der Tat beigetragen haben und darüber hinaus in einer Weise fortwirken, daß die Begehung weiterer Straftaten zu befürchten ist (vgl. BGHSt 16, 261, 262; BGH Strafverteidiger 1981, 77; 1982, 335; Goldammer's Archiv 1986, 370).
Es muß sich dabei mindestens um anlagebedingte oder durch ungünstige Umwelteinflüsse begründete Mängel der Charakterbildung handeln, die den Jugendlichen in seiner Entwicklung zu einem brauchbaren Glied der sozialen Gemeinschaft gefährdet erscheinen und namentlich befürchten lassen, daß er durch weitere Straftaten deren Ordnung stören werde (BGHSt 16, 261; BGH, Beschluß vom 13. November 1980 - 1 StR 288/80).
https://dejure.org/1981,6535
BGH, 11.03.1981 - 2 StR 104/81 (https://dejure.org/1981,6535)
BGH, Entscheidung vom 11.03.1981 - 2 StR 104/81 (https://dejure.org/1981,6535)
BGH, Entscheidung vom 11. März 1981 - 2 StR 104/81 (https://dejure.org/1981,6535)
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Mitberücksichtigung des Gesichtspunkts der Abschreckung bei der Bemessung einer Jugendstrafe - Missachtung des Erziehungsgrundsatzes bei der Verhängung einer Jugendsstrafe
StV 1981, 241
Soweit Entscheidungen des Bundesgerichtshofs aus neuerer Zeit dahin verstanden werden könnten, der Erziehungszweck sei bei Prüfung der Rechtsfolge gemäß § 17 Abs. 2, 2. Alternative JGG das allein ausschlaggebende Kriterium und bestimme auch allein die Obergrenze der nach § 18 Abs. 2 JGG zu bemessenden Jugendstrafe (Beschl. v. 13. Januar 1981 - 1 StR 582/80; Beschl. v. 24. Februar 1981 - 1 StR 753/80; Beschl. v. 11. März 1981 - 2 StR 104/81; Beschl. v. 14. Mai 1981 - 1 StR 211/81), wird hieran nicht festgehalten.
Auch bei der Prüfung der Frage, ob und in welchem Umfang wegen schwerer Schuld Jugendstrafe verhängt werden soll, ist der Erziehungsgedanke vorrangig zu beachten (BGHSt 15, 224; 16, 261, 263; BGH, Beschlüsse vom 11. März 1981 - 2 StR 104/81 und vom 14. Mai 1981- 1 StR 211/81).
BGH, 04.06.1981 - 4 StR 137/81
Verurteilung wegen Betruges in Tateinheit mit Urkundenunterdrückung sowie Untreue …
Der Bundesgerichtshof hat in zahlreichen Entscheidungen darauf hingewiesen, daß es zwar einen Strafmilderungsgrund darstellen kann, wenn sich der Täter, der sich zu bereichern sucht, in wirtschaftlicher Not befindet, daß aber das bloße Fehlen eines solchen Umstandes nicht umgekehrt einen Strafschärfungsgrund bildet (vgl. BGH DRiZ 1980, 352; BGH, Beschlüsse vom 7. Februar 1980 - 4 StR 21/80 -, vom 11. März 1981 - 2 StR 104/81 - und vom 30. April 1981 - 4 StR 213/81 - vgl. ferner Mösl DRiZ 1979, 165, 168 mit zahlreichen w.Nachw.).
Die formelhafte Wendung, es seien keine Gesichtspunkte erkennbar, die den Regelstrafrahmen für unangebracht erscheinen ließen, genügt nicht (BGH Beschluß vom 11. März 1981 - 2 StR 104/81).
Sollte der neu entscheidende Tatrichter wieder zu einer Verurteilung des Angeklagten kommen, so wird er bei der Strafzumessung den Vorrang des Erziehungsgedankens zu beachten haben (vgl. BGHSt 15, 224; 16, 261, 263; BGH, Beschluß vom 11. März 1981 - 2 StR 104/81).