Source: https://www.deubner-recht.de/produkte/familienrecht-100-mandate/p/ausschluss-der-rueckfuehrung-widerrechtlich-nach-deutschland-verbrachter-kinder-wegen-drohender-inhaftierung-901103
Timestamp: 2020-01-28 03:06:30
Document Index: 39466087

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 13']

OLG Hamm - Beschluss vom 22.12.2016
11 UF 194/16
HKÜ Art. 1 Buchst. a); HKÜ Art. 1 Buchst. b); HKÜ Art. 8; HKÜ Art. 9; HKÜ Art. 12 Abs. 1; HKÜ Art. 13 Abs. 1 Buchst. b);
FamRZ 2017, 1679
AG Hamm, vom 28.09.2016 - Vorinstanzaktenzeichen 32 F 243/16
OLG Hamm, Beschluss vom 22.12.2016 - Aktenzeichen 11 UF 194/16
DRsp Nr. 2017/4101
Die Rückführung widerrechtlich nach Deutschland verbrachter Kinder in das Ursprungsland ist gem. Art. 13 Abs. 1 lit. b HKÜ unzulässig, wenn die Rückkehr mit der schwerwiegenden Gefahr eines seelischen Schadens verbunden wäre. Davon ist auszugehen, wenn bei einer Rückkehr ohne die Mutter die Gefahr einer schweren seelischen und körperlichen Schädigung der entführten Kinder bestünde, der Mutter aber bei der Rückkehr in das Ursprungsland aufgrund eines bestehenden Haftbefehls die Inhaftierung droht.
Auf die Beschwerde der Kindesmutter vom 24.10.2016 wird der Beschluss des Amtsgerichts - Familiengericht - Hamm vom 28.9.2016 abgeändert.
Der Antrag des Kindesvaters vom 11.8.2016 wird zurückgewiesen.