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Timestamp: 2016-10-28 17:49:43
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Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_928/2011 (14.03.2012)
8C_928/2011
vertreten durch Rechtsanw�ltin Regula Schmid,
8085 Z�rich,
Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Oktober 2011.
Die 1961 geborene D.________ war bei der Gemeinde S.________ angestellt und damit bei der "Z�rich" Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Z�rich) obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert, als sie am 8. Mai 2003 als Lenkerin eines Personenwagens einen Auffahrunfall erlitt. Die Z�rich stellte ihre bis dahin in Form von Heilbehandlung und Taggeld zugesprochenen Leistungen mit Verf�gung vom 26. Februar 2004 auf den 31. Oktober 2003 ein, da die �ber dieses Datum hinaus fortbestehenden Beschwerden in keinem nat�rlichen Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom 8. Mai 2003 st�nden. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 7. M�rz 2006 fest und f�hrte weiter aus, die dar�ber hinaus andauernden Beschwerden st�nden zwar wohl in einem nat�rlichen, aber nicht in einem ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis.
Auf Anfechtung hin stellte das Bundesgericht mit Urteil 8C_232/2007 vom 4. September 2008 letztinstanzlich fest, dass D.________ auch nach dem 31. Oktober 2003 Anspruch auf Versicherungsleistungen hat, da von einer weiteren �rztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands zu erwarten sei. In der Folge kam die Z�rich weiterhin f�r die Heilbehandlung und das Taggeld auf. Diese Leistungen stellte sie am 15. Juli 2010 verf�gungsweise r�ckwirkend auf den 30. Juni 2010 ein, weil der medizinische Endzustand erreicht und ein ad�quater Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem versicherten Unfallereignis nicht gegeben sei, was sie mit Einspracheentscheid vom 2. November 2010 best�tigte.
Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 20. Oktober 2011 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst D.________ beantragen, unter Aufhebung des kantonalen Entscheids sei ihr ab 1. Juli 2010 eine Rente der Unfallversicherung im Umfang von 40 % und eine Integrit�tsentsch�digung von mindestens 10 % zuzusprechen. Eventuell seien weitere medizinische Abkl�rungen zur Festlegung des Invalidit�tsgrades und der Integrit�tsentsch�digung vorzunehmen.
Das kantonale Gericht hat den f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111 f.) zutreffend dargelegt. Dar�ber hinaus bedarf es einer ad�quaten, d.h. rechtserheblichen Kausalit�t zwischen Ereignis und Gesundheitsschaden. Dieser kommt bei gesundheitlichen Beschwerden und damit verbundener Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit, die sich durch organische Unfallfolgen hinreichend erkl�ren lassen, jedoch praktisch keine eigenst�ndige Bedeutung zu (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103, mit Hinweisen). Bei nat�rlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist bei der Beurteilung der Ad�quanz vom augenf�lligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. Nach der f�r psychische Fehlentwicklungen nach Unfall erarbeiteten sog. Psycho-Praxis werden diese Ad�quanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte gepr�ft (BGE 115 V 133), w�hrend nach der bei Schleudertraumen und �quivalenten Verletzungen der HWS sowie Sch�del-Hirntraumen anwendbaren sog. Schleudertrauma-Praxis auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird (vgl. zum Ganzen: BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen).
Streitig und zu pr�fen ist die Leistungspflicht der Z�rich f�r die ab 30. Juni 2010 anhaltend geklagten Beschwerden.
3.1 Sowohl die Z�rich als auch die Vorinstanz gehen angesichts der medizinischen Aktenlage davon aus, dass ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen den weiterhin geklagten Beschwerden (vor allem Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich; Bericht der leitenden �rztin Dr. med. J.________, Klinik X.________, vom 29. April 2010) und dem Unfallereignis vom 8. Mai 2003 besteht.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, es l�gen immer noch k�rperliche Unfallfolgen in Form von neurologischen, neuropsychologischen und rheumatologischen Beschwerden vor, weshalb ein Anspruch auf Rente und Integrit�tsentsch�digung bestehe.
3.3 Soweit sie damit die Frage der Organizit�t der Gesundheitsst�rungen ansprechen will und diesbez�glich auf die stattgefundenen Begutachtungen verweist, kann ihr nicht gefolgt werden: Weder aus den rheumatologischen Gutachten der Klinik X.________ vom 28. August 2009 und 29. September 2005, dem Gutachten des Spitals Y.________ vom 4. Juli 2005, noch der Expertise des Medizinischen Zentrums Z.________ (vom 6. Mai 2008) l�sst sich ein objektives somatisches Korrelat f�r die gesundheitlichen Beeintr�chtigungen entnehmen. Die damalige Gutachterin und leitende �rztin an der Klinik X.________, Frau Dr. med. W.________, Fach�rztin f�r Innere Medizin, Rheumatologie, hielt im Gutachten vom 28. August 2009 fest, dass ein chronisches Zervikovertebralsyndrom bei leichten degenerativen Ver�nderungen mit beginnender Spondylose C3/C4 und C4/C5 sowie einer Osteochondrose C5/C6 vorliege, wobei sowohl die Osteochondrose C5/C6 als auch eine kleine mediane Diskushernie C5/C6 degenerativer Natur und vorbestehend seien. Gleiches wurde bereits im Gutachten vom 29. September 2005 festgehalten. Anl�sslich der neurologischen Begutachtung am Spital Y.________ vom 4. Juli 2005 zeigten sich haupts�chlich myofasziale Befunde mit muskul�rem Hartspann im Nacken- und Schulterg�rtelbereich beidseits und eine leicht eingeschr�nkte Beweglichkeit der Halswirbels�ule nach rechts, welche Befunde mit einem kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma vereinbar seien. Die Experten des Medizinischen Zentrums Z.________ diagnostizierten ein chronisches Zervikalsyndrom, degenerative HWS-Ver�nderungen sowie ein residuelles sensibles Reiz- und Ausfallsyndrom des distalen Nervus ulnaris links (bei: Status nach Dekompression des Nervus ulnaris im Bereich der Loge de Guyon 1978, Status nach Revision der Loge de Guyon und Resektion des Os pisiforme 1998 sowie Status nach Ulna-Verk�rzungsosteotomie 1992). Organisch objektivierbare unfallkausale Befunde ergeben sich auch hieraus nicht.
4.1 Da im Sozialversicherungsrecht die Ad�quanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers nur bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen praktisch keine Rolle spielt, weil sich hier die ad�quate weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112, 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen; E. 2 hievor), ist vorliegend bei anhaltenden Beschwerden, die nicht auf einen organisch hinreichend nachweisbaren Gesundheitsschaden zur�ckzuf�hren sind, die Ad�quanz eines allf�lligen Kausalzusammenhanges zwischen dem Ereignis vom 8. Mai 2003 und diesen Beschwerden speziell zu pr�fen. Was die Darlegungen in der Beschwerde bez�glich des geltend gemachten Renten- und Integrit�tsentsch�digungsanspruchs angeht, ist zu betonen, dass die weitere Leistungspflicht des Unfallversicherers einen nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraussetzt (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181), wobei f�r die Beantwortung der Ad�quanzfrage die �rztliche Einsch�tzung dazu nicht ausschlaggebend ist.
4.2 Das kantonale Gericht erwog weiter, die demnach erforderliche besondere Pr�fung des ad�quaten Kausalzusammenhangs habe mangels H�ufung der typischen Beschwerden nach Beschleunigungstrauma grunds�tzlich nach der Psycho-Praxis zu erfolgen, wobei es schliesslich in Anwendung der f�r die Versicherte "g�nstigeren" Kriterien gem�ss BGE 134 V 109 den ad�quaten Kausalzusammenhang verneinte. Dass die Vorinstanz die Ad�quanzbeurteilung nach der Schleudertraumapraxis vorgenommen hat, ist nicht zu beanstanden, zumal das Vorliegen eines ad�quaten Kausalzusammenhangs auch in Anwendung dieser Praxis zu verneinen ist, wie sich aus den nachstehenden Erw�gungen ergibt.
5.1 Ausgehend vom augenf�lligen Geschehensablauf ist der Autounfall vom 8. Mai 2003 innerhalb der Kategorisierung, wie sie gem�ss BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f. zu erfolgen hat, mit der Vorinstanz als mittelschweres, im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen liegendes Ereignis zu qualifizieren. Es liegen keine Umst�nde vor, die hier zu einer anderen Beurteilung Anlass geben.
5.2 Die Ad�quanz w�re daher zu bejahen, falls ein einzelnes der unfallbezogenen Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise gegeben ist oder die zu ber�cksichtigenden Kriterien insgesamt in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sind (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367 f.; best�tigt in BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f.). Im angefochtenen Entscheid wird der ad�quate Kausalzusammenhang bei h�chstens zwei - nicht ausgepr�gt - erf�llten Kriterien (besondere Art der Verletzung und erhebliche Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen) verneint. Die Beschwerdef�hrerin �ussert sich nicht dazu, weshalb auf die zutreffenden Ausf�hrungen der Vorinstanz verwiesen werden kann.
5.3 Da keines der massgeblichen Kriterien besonders ausgepr�gt vorliegt und selbst dann, wenn man zugunsten der Beschwerdef�hrerin die beiden Kriterien der erheblichen Beschwerden und der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen als erf�llt erachten w�rde, fehlt es an der Ad�quanz eines Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfallereignis vom 8. Mai 2003 und den �ber den 30. Juni 2010 hinaus anhaltend geklagten, organisch nicht im Sinne der Rechtsprechung hinreichend nachweisbaren Beschwerden. Vorinstanz und Z�rich haben damit einen weiteren Leistungsanspruch zu Recht verneint. Da demnach weder organische noch psychische Beschwerden vorliegen, welche zur Zeit der Leistungseinstellung in einem rechtserheblichen Kausalzusammenhang zum Unfall standen, entf�llt ein Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung oder Invalidenrente bereits aus diesem Grunde. Damit er�brigen sich auch die von der Beschwerdef�hrerin beantragten medizinischen Abkl�rungen.