Source: http://bravors.brandenburg.de/verordnungen/nsggollenberg_2016
Timestamp: 2019-09-15 16:03:04
Document Index: 180159767

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 4', '§ 11', '§ 4']

(GVBl.II/96, [Nr. 12], S.98)
geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 10. Juni 2016
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen in der Gemeinde Stölln (Landkreis Havelland) werden als Naturschutzgebiet festgesetzt. Das Naturschutzgebiet trägt die Bezeichnung "Gollenberg".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 57 Hektar. Es umfaßt folgende Flächen in der Gemarkung
Stölln Flur 5 Flurstücke1/4, 4/3, 4/4, 6, 7.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in einer Übersichtskarte zur Verordnung über das Naturschutzgebiet „Gollenberg“ und in einer Flurkarte mit ununterbrochener Linie eingezeichnet; als Grenze gilt der innere Rand dieser Linie. Die Übersichtskarte mit der Blattnummer 0706-441 im Maßstab 1 : 10 000, unterzeichnet von dem Bearbeiter Herrn Dietmar am 15. Februar 1996, Siegelnummer 9 des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung, ermöglicht die Verortung im Gelände. Maßgeblich für den Grenzverlauf ist die Einzeichnung in der Flurkarte der Gemarkung Stölln, Flur 5, im Maßstab 1 : 3 060, unterzeichnet von dem Bearbeiter Herrn Dietmar am 15. Februar 1996, Siegelnummer 9 des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung.
(3) Die Verordnung mit Karten kann bei dem für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Fachministerium des Landes Brandenburg, oberste Naturschutzbehörde, in Potsdam sowie beim Landkreis Havelland, untere Naturschutzbehörde, von jedermann während der Dienstzeiten kostenlos eingesehen werden.
als Standort seltener, in ihrem Bestand bedrohter wild wachsender Pflanzengesellschaften, insbesondere von Trockenrasengesellschaften;
als Lebensraum bestandsbedrohter Tierarten, insbesondere von Nachtfalterarten, als Brut- und Nahrungsgebiet für Kleinvögel sowie als Rückzugsgebiet für bestandsgefährdete Reptilien;
aus ökologischen und wissenschaftlichen Gründen zur Veranschaulichung geologischer Prozesse und wegen der Bedeutung des Gebietes im Rahmen des regionalen Biotopverbundes;
wegen der besonderen Eigenart des Gebietes als eiszeitlich geprägte Moränenabbruchkante.
(2) Die Unterschutzstellung dient der Erhaltung und Entwicklung des Gebietes von gemeinschaftlicher Bedeutung „Gollenberg“ (§ 7 Absatz 1 Nummer 6 des Bundesnaturschutzgesetzes) mit seinen Vorkommen von
Trockenen europäische Heiden und Alten bodensauren Eichenwäldern auf Sandebenen mit Quercus robur als natürlichen Lebensraumtypen von gemeinschaftlichem Interesse im Sinne von § 7 Absatz 1 Nummer 4 des Bundesnaturschutzgesetzes;
Trockenen, kalkreichen Sandrasen, Subpannonischen Steppen-Trockenrasen und Schlucht- und Hangmischwäldern Tilio-Acerion als prioritären natürlichen Lebensraumtypen von gemeinschaftlichem Interesse im Sinne von § 7 Absatz 1 Nummer 5 des Bundesnaturschutzgesetzes.
Klärschlamm auszubringen, einzuleiten, zu lagern oder abzulagern; die §§ 4 und 5 der Klärschlamm-verordnung bleiben unberührt;
Abfälle oder sonstige Gegenstände zu lagern, abzulagern oder sich ihrer in anderer Weise zu entledigen;
die im Sinne des § 11 Abs. 3 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung auf den bisher dafür genutzten Flächen;
das Verbot nach § 4 Abs. 2 Nr. 19 gilt,
die Jagd vom 1. April bis zum 30. Juni eines jeden Jahres ausschließlich vom Ansitz aus erfolgt und
die ordnungsgemäße Unterhaltung rechtmäßig bestehender Anlagen, einschließlich der dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen und Wege, im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde. Der Herstellung eines Einvernehmens bedarf es nicht, soweit es sich um unaufschiebbare Maßnahmen handelt;
Potsdam, den 1. Dezember 1995