Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IV%20ZR%20803/68
Timestamp: 2019-06-24 14:44:56
Document Index: 67784238

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 652', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.03.1970 - IV ZR 803/68 - dejure.org
BGH, 11.03.1970 - IV ZR 803/68
https://dejure.org/1970,4113
BGH, 11.03.1970 - IV ZR 803/68 (https://dejure.org/1970,4113)
BGH, Entscheidung vom 11.03.1970 - IV ZR 803/68 (https://dejure.org/1970,4113)
BGH, Entscheidung vom 11. März 1970 - IV ZR 803/68 (https://dejure.org/1970,4113)
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Voraussetzungen für das Zustandekommen eines Maklervertrages - Entstehen des Provisionsanspruchs eines Maklers - Anforderungen an das Erlöschen eines Anspruchs durch Aufrechnung
WM 1970, 855
Folge man allerdings der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (Urteil vom 11. März 1970 - IV ZR 803/68 - WM 1970, 855) und der herrschenden Meinung, so habe der Kläger die Provision verdient.
Die Frage der Mitursächlichkeit in der hier gegebenen Fallgestaltung ist vom früheren IV. Zivilsenat zeitlich nach dem Berufungsurteil in dem Rechtsstreit IV ZR 92/78 am 26. September 1979 entschieden worden (NJW 1980, 123 = WM 1979, 1363; vgl. auch schon WM 1970, 855).
Ob und wann das Verschaffen früherer oder zusätzlicher Kenntnisse über das zu erwerbende Objekt noch in maßgeblicher Weise gewirkt hat, ist zwar eine Frage des Einzelfalles; jedoch ist immer eine für den Erwerb wesentliche Maklerleistung zu fordern (BGH Urteil vom 11.03.1970 - IV ZR 803/68 - WM 1970, 855; die Formulierung "nicht ... gänzlich ungeeignet" unter I a.E. im Urteil vom 27.10.1976 - IV ZR 149/75 - LM BGB § 652 Nr. 58 = WM 1976, 1313, 1314 steht dem nicht entgegen, da sie ersichtlich dem damaligen Berufungsurteil entnommen ist und dessen Widerlegung dienen soll).
Allerdings maß die Tätigkeit des Maklers nicht die einzige Ursache für den Abschluß des Hauptvertrages gewesen sein; es genügt vielmehr Mitursächlichkeit (BGH, WM 1969, 885; WM 1970, 855).
Hierbei genügt allerdings nicht, dass die Maklertätigkeit auf anderem Weg adäquat kausal den Abschluss bewirkt hat; vielmehr muss der Hauptvertrag bei wertender Betrachtung sich zumindest auch als Ergebnis einer dafür wesentlichen Maklerleistung darstellen (vgl. BGH, Urteile vom 11. März 1970 - IV ZR 803/68, WM 1970, 855, 856; vom 20. April 1983 - IVa ZR 232/81, NJW 1983, 1849f; vom 27. Januar 1988 - IVa ZR 237/86, NJW-RR 1988, 942; vom 25. Februar 1999 - III ZR 191/98, BGHZ 141, 40, 45;… vom 13. Dezember 2007 - III ZR 163/07, NJW 2008, 651 Rn. 12).
Die Rechtsprechung hat es als wesentliche Ursache angesehen, daß der Maklerkunde vom Makler über verschiedene Einzelheiten unterrichtet wurde, die für ihn von Interesse und keineswegs belanglos wären (BGH Urteil vom 11.3.1970 - IV ZR 803/68 - WM 1970, 855).
Die Ursächlichkeit des Provisionsanspruchs wird nicht schon dadurch beseitigt, daß der Auftraggeber den Vertrag auch ohne den Hinweis des Maklers geschlossen hätte (Schmidt-Salzer DB 1969, 1091 und das in WM 1970, 855 veröffentlichte Urteil des erkennenden Senats vom 11. März 1970 - IV ZR 803/68).