Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=12.04.2007&Aktenzeichen=VII%20ZB%2098/06
Timestamp: 2018-06-20 07:52:09
Document Index: 73722063

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 31', '§ 37', '§ 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 490', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 61', 'BGH', '§ 60', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.04.2007 - VII ZB 98/06 - dejure.org
BGH, 12.04.2007 - VII ZB 98/06
RVG § 2 Abs. 2, Anlage 1, Teil 3 Vorbemerkung 3 Abs. 5; BRAGO § 31 Abs. 1 Nr. 1, § 37 Nr. 3
Anrechnung der Prozessgebühr aus einem selbstständigen Beweisverfahren auf die Verfahrensgebühr des Hauptsacheverfahrens; Geltung des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) für ein späteres Hauptsacheverfahren bei Erteilung eines Auftrags für ein vorheriges selbstständiges Beweisverfahren unter Geltung der Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung (BRAGO)
Abrechnung von selbständigen Beweisverfahren und Hauptsacheverfahren bei zwischenzeitlichem Inkrafttreten des RVG
Prozessgebühr aus dem selbständigen Beweisverfahren
Gebührenanrechnung - Übergangsrecht bei selbstständigem Beweisverfahren
Rechtanwaltsvergütung in Beweisverfahren und Hauptsacheverfahren in Übergangsfällen (IBR 2007, 1242)
LG Ravensburg, 11.07.2006 - 1 O 70/05
OLG Stuttgart, 08.09.2006 - 8 W 359/06
NJW 2007, 3578
MDR 2007, 980
NZBau 2007, 511
Ist der Auftrag für das selbstständige Beweisverfahren unter Geltung der Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung erteilt worden, der Auftrag für das Hauptsacheverfahren unter Geltung des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes, ist die Prozessgebühr aus dem selbstständigen Beweisverfahren auf die Verfahrensgebühr des Hauptsacheverfahrens anzurechnen, und zwar in entsprechender Anwendung der Vorbemerkung 3 Abs. 5, Teil 3 des Vergütungsverzeichnisses zu § 2 Abs. 2 RVG (BGH NJW 2007, 3578).
Die anzurechnende Prozessgebühr ist in einem solchen Fall nur aus dem Teilstreitwert zu errechnen, der im selbstständigen Beweisverfahren für die Mängel angefallen ist, auf die sich das Hauptsacheverfahren bezieht (vgl. BGH NJW 2007, 3578).
BGH, 14.06.2007 - VII ZB 96/06
Maßgebliche Berechnungsgrundlage für die Anwaltsgebühren in einem einem …
Dies hat der Senat im Beschluss vom 12. April 2007 - VII ZB 98/06 - (in Juris dokumentiert) bereits entschieden.
Dies sind eine Gerichtsgebühr nach Nr. 1610 KV (welche mit Einreichung des Antrages entsteht;… die Antragsrücknahme ist insoweit ohne Einfluss, vgl. Zöller/Herget a.a.O. § 490 Rn. 9) und eine Verfahrensgebühr des Klägers nach VV 3100 zuzüglich der Pauschale nach VV Nr. 7002 sowie der Umsatzsteuer (eine Anrechnung im Kostenausgleichsverfahren erfolgt nur, wenn und soweit der Gegenstand des Hauptsacheverfahrens mit dem des selbständigen Beweisverfahrens übereinstimmt, vgl. BGH NJW 2007, 3578) aus dem zu Grunde zu legenden Streitwert (= zum maßgeblichen Zeitpunkt zu ersetzender Schaden, vorliegend 9.007,36 EUR), mithin insgesamt 971, 64 EUR.
OLG Zweibrücken, 08.11.2007 - 6 W 16/07
Anrechnung der Verfahrensgebühr des selbstständigen Beweisverfahrens auf die …
Auf den Vergütungsanspruch der Prozessbevollmächtigten für das Hauptsacheverfahren ist neues Kostenrecht anzuwenden (BGH MDR 2007, 980 ff).
OLG Düsseldorf, 19.02.2008 - 10 WF 38/07
Anrechnung einer BRAGO -Geschäftsgebühr auf eine RVG -VV-Verfahrensgebühr
In einem vergleichbaren Fall, in dem es um eine im selbständigen Beweisverfahren verdiente Prozessgebühr nach der BRAGO und eine im späteren Hauptverfahren angefallene Verfahrensgebühr nach dem RVG ging, hat der BGH eine Anrechnung nach RVG VV Vorbemerkung 3 Abs. 5 bejaht (vgl. BGH JurBüro 2007, 420f).
An das Merkmal einer Besprechung, die auch in einem Telefonat bestehen kann (BGH-Beschlüsse vom 20.11.2006 II ZB 6/06 Juristisches Büro -JurBüro- 2007, 26 und vom 20.05.2008 VII ZB 98/06, Juris; Niedersächsisches Finanzgericht, Beschluss vom 08.06.2009 11 KO 8/09, Entscheidungen der Finanzgerichte -EFG- 2009, 1412 m.w.N.), sind keine besonderen Anforderungen zu stellen (BGH-Beschluss vom 20.11.2006 II ZB 9/06, JurBüro 2007, 136).
OLG Koblenz, 02.06.2008 - 14 W 324/08
Das bedeutet unter Berücksichtigung von § 61 Abs. 1 RVG (vgl. BGH JurBüro 2007, 420 ):.
Schmidt/v. Eicken/Madert/Müller-Rabe, RVG, 17. Aufl. 2006, § 60 Rdn. 27; BGH, Beschluss vom 12. April 2007 - VII ZB 98/06 -, NJW 2007, 3578.
An das Merkmal einer Besprechung sind deshalb keine besonderen Anforderungen zu stellen (Beschlüsse des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 20. November 2006 II ZB 6/06, Juristisches Büro - JurBüro - 2007, 26 ; vom 20. Mai 2008 VII ZB 98/06, Juris; vom 20. November 2006 II ZB 9/06, JurBüro 2007, 136 ; und des Niedersächsisches Finanzgerichts - FG - vom 8. Juni 2009 11 KO 8/09, Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 2009, 1412 ).