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Timestamp: 2019-08-25 14:09:53
Document Index: 151612904

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 21', '§ 9', '§ 4', '§ 30', '§ 20', '§ 8', '§ 8', '§ 15', '§ 17', '§ 17', '§ 15', '§ 17']

2030-96-10
für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II
(Gymnasien und Gemeinschaftsschulen)
(LPO II - Gymnasien und Gemeinschaftsschulen)
Fundstelle: Amtsblatt 2013, S. 27
mehrfach geändert durch Artikel 7 der Verordnung vom 22. Juli 2015 (Amtsbl. I S. 507)
§§ 3, 23 und 27 geändert durch Artikel 7 der Verordnung vom 12.09.2017 (Amtsbl. I S. 754)
Auf Grund des § 21 Absatz 1 des Saarländischen Lehrerinnen- und Lehrerbildungsgesetzes vom 23. Juni 1999 (Amtsbl. S. 1054), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 16. Oktober 2012 (Amtsbl. I S. 437),[1] und des § 9 Absatz 2 des Saarländischen Beamtengesetzes vom 11. März 2009 (Amtsbl. S. 514), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 16. Oktober 2012 (Amtsbl. I S. 437), [2] verordnet das Ministerium für Bildung und Kultur im Einvernehmen mit dem Ministerium für Inneres und Sport:
11 bis 27
Diese Verordnung regelt den Vorbereitungsdienst und die Zweite Staatsprüfung der Bewerberinnen und Bewerber für das Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen) im Saarland.
(1) Aufgabe des Vorbereitungsdienstes ist die Vorbereitung auf die Unterrichtspraxis und Erziehung an Gymnasien, Gemeinschaftsschulen und Gesamtschulen im Halbtags- wie Ganztagsbetrieb unter besonderer Berücksichtigung der Bildungsziele sowie des spezifischen Auftrages des Gymnasiums, aufbauend auf den im Studium erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten. Der Vorbereitungsdienst soll die Studienreferendarinnen und Studienreferendare zur inklusiven Unterrichtung und Erziehung aller Schülerinnen und Schüler sowie zu einem förderlichen Umgang mit Heterogenität befähigen.
(2) Die Ausbildung muss sich in angemessenem Umfang auf den Unterricht der gymnasialen Oberstufe beziehen. Hiervon ausgenommen ist das mit Bildender Kunst oder Musik kombinierte Fach, sofern auf der Grundlage der Ersten Staatsprüfung in diesem Fach die Lehrbefähigung für die Sekundarstufe I angestrebt wird.
Philosophie / Ethik,
und einem bildungswissenschaftlichen Studium mit einer Regelstudienzeit von zehn Semestern an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule die Erste Staatsprüfung für das Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen) oder für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen (Klassenstufen 5 bis 13) bestanden hat, kann auf Antrag zum Vorbereitungsdienst zugelassen werden.
(2) Eine in einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland abgelegte, das Studium abschließende Lehramtsprüfung gilt als anerkannt, wenn
das Studium den von der Kultusministerkonferenz für das Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen) oder für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen (Klassenstufen 5 bis 13) vorgesehenen Vorgaben entspricht oder
sie der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen) oder für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen (Klassenstufen 5 bis 13) entspricht.
Sie kann vom Ministerium für Bildung und Kultur anerkannt werden, wenn sie gleichwertig ist und sich im Wesentlichen auf die gleichen Schulformen bezieht.
(3) Das Ministerium für Bildung und Kultur kann zur Sicherung des Lehrernachwuchses auf Antrag die Abschlussprüfung in einem als Vorbildung für das Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen) oder für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen (Klassenstufen 5 bis 13) geeigneten Studium an Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen, das im Sinne von § 4 Absatz 4 des Saarländischen Lehrerinnen- und Lehrerbildungsgesetzes dem Studium eines Unterrichtsfaches entspricht, der Ersten Staatsprüfung zwecks Zulassung zum Vorbereitungsdienst gleichstellen. Hierbei kann von dem Erfordernis eines weiteren Faches abgesehen werden. Für den Vorbereitungsdienst legt das Ministerium für Bildung und Kultur gegebenenfalls das weitere Unterrichtsfach fest. Die Zulassung zur Zweiten Staatsprüfung setzt in diesem Fall den Nachweis eines bildungswissenschaftlichen Studiums voraus. Der Nachweis kann auch durch Teilnahme an bildungswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen einer Hochschule und an anderen geeigneten Ausbildungsveranstaltungen während des Vorbereitungsdienstes erbracht werden.
(4) Zum Vorbereitungsdienst wird nicht zugelassen, wer im Saarland oder in einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen des Vorbereitungsdienstes eine Staatsprüfung für das Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen) oder ein entsprechendes Lehramt endgültig nicht bestanden hat. Zum Vorbereitungsdienst soll nicht zugelassen werden, wer zuvor im Saarland oder in einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland aus dem Vorbereitungsdienst für das Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen) oder ein entsprechendes Lehramt entlassen wurde, es sei denn, dass die Beendigung aus wichtigem Grund auf eigenen Antrag erfolgt ist. Wichtige Gründe sind insbesondere eine längere schwere Erkrankung, die Familienzusammenführung, die Kindererziehung oder die alleinige Verantwortung für einen ärztlich anerkannten Pflegefall; ausbildungsfachliche oder -organisatorische Gründe sind keine wichtigen Gründe.
(5) Der Zulassungsantrag ist an das Ministerium für Bildung und Kultur zu richten. Er ist in der Regel jeweils spätestens vier Monate vor dem beantragten Einstellungstermin einzureichen. Ihm sind beizufügen:
eine Geburtsurkunde, gegebenenfalls auch eine Heiratsurkunde oder Lebenspartnerschaftsurkunde und Geburtsurkunden der Kinder,
eine beglaubigte Abschrift beziehungsweise Ablichtung der Hochschulzugangsberechtigung,
eine beglaubigte Abschrift beziehungsweise Ablichtung des Zeugnisses über die Erste Staatsprüfung oder über eine der Ersten Staatsprüfung äquivalente Hochschulabschlussprüfung,
ein erweitertes Führungszeugnis gemäß § 30a des Bundeszentralregistergesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. September 1984 (BGBl. I S. 1229, 1985 I S. 195), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 15. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2714), in der jeweils geltenden Fassung zur Vorlage bei einer Behörde aus neuester Zeit,
eine formlose persönliche Erklärung darüber, ob die deutsche Staatsangehörigkeit im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes vorliegt oder die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union, eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder eines Drittstaates, dem Deutschland und die Europäische Union vertraglich einen entsprechenden Anspruch auf Anerkennung von Berufs-qualifikationen eingeräumt haben,
gegebenenfalls ein Nachweis der Schwerbehinderung,
(6) Über den Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst entscheidet das Ministerium für Bildung und Kultur. Ein ablehnender Bescheid ist zu begründen.
(1) Der Vorbereitungsdienst erfolgt in der Regel unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf und unter Ernennung der zur Ausbildung zugelassenen Person zur Studienreferendarin oder zum Studienreferendar.
(2) Die Dienstaufsicht über die Ausbildung der Studienreferendarin oder des Studienreferendars führt das Ministerium für Bildung und Kultur.
(3) Vorgesetzte oder Vorgesetzter der Studienreferendarin oder des Studienreferendars ist die Leiterin oder der Leiter des Studienseminars.
(2) Erreicht die Studienreferendarin oder der Studienreferendar das Ziel der Ausbildung voraussichtlich nicht, so kann das Ministerium für Bildung und Kultur auf Antrag der Studienreferendarin oder des Studienreferendars beziehungsweise der Leiterin oder des Leiters des Studienseminars den Vorbereitungsdienst um höchstens sechs Monate verlängern. Die Entscheidung ist der oder dem Betroffenen schriftlich unter Angabe der Gründe mitzuteilen.
(3) Studienreferendarinnen und Studienreferendare werden unter Widerruf des Beamtenverhältnisses aus dem Vorbereitungsdienst entlassen, wenn sie dies in schriftlicher Form verlangen. Sie können entlassen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, insbesondere wenn sie zu erheblichen Beanstandungen Anlass geben, in ihrer Ausbildung nicht hinreichend voranschreiten, zweimal nicht zur Zweiten Staatsprüfung zugelassen wurden oder den Vorbereitungsdienst oder das Prüfungsverfahren nicht innerhalb einer angemessenen Frist beenden können.
(1) Mit Zulassung zum Vorbereitungsdienst wird die Studienreferendarin oder der Studienreferendar dem Studienseminar zur Ausbildung zugewiesen.
(2) Zur Ausbildung in der Didaktik und Methodik ihrer oder seiner Fächer wird die Studienreferendarin oder der Studienreferendar durch die Leiterin oder den Leiter des Studienseminars Fachleiterinnen und Fachleitern des Studienseminars zugeteilt, die vom Ministerium für Bildung und Kultur bestellt sind.
(3) Die Studienreferendarin oder der Studienreferendar soll nach Möglichkeit verschiedene Schulen kennen lernen, ohne dass dadurch die Zuteilung zu den Fachleiterinnen und Fachleitern aufgehoben wird. Diese informieren sich durch Unterrichtsbesuche über den an anderen Schulen erteilten Unterricht.
(1) Die Ausbildung der Studienreferendarin oder des Studienreferendars umfasst Ausbildungsunterricht und theoretische Unterweisung. Außerdem soll sie oder er sich mit den Einrichtungen der Schule vertraut machen.
(3) Die Studienreferendarin oder der Studienreferendar übernimmt in ihren oder seinen Fächern oder den entsprechenden Lernbereichen zunächst einzelne Unterrichtsstunden unter Aufsicht der Fachleiterin oder des Fachleiters. Diese Unterrichtstätigkeit soll sich im Laufe der Ausbildung zu längeren Unterrichtseinheiten steigern, in denen die Studienreferendarin oder der Studienreferendar im Einvernehmen mit der Fachleiterin oder dem Fachleiter auch die Lernerfolgskontrolle übernimmt. Während dieser Zeit soll die Studienreferendarin oder der Studienreferendar durch Hospitationen bei ihren oder seinen Fachleiterinnen und Fachleitern und anderen Studienreferendarinnen und Studienreferendaren ihre oder seine Einsicht in didaktische und methodische Probleme erweitern und vertiefen.
(4) Studienreferendarinnen oder Studienreferendaren mit einer Fächerverbindung aus Fremdsprache und nichtsprachlichem Fach soll nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Kapazitäten die Möglichkeit eingeräumt werden, einen Teil ihres Ausbildungsunterrichts an Schulen mit bilingualem Angebot zu absolvieren. Gleiches gilt für Studienreferendarinnen oder Studienreferendare ohne Fremdsprachenfach, sofern sie über eine erforderlichenfalls vom Ministerium für Bildung und Kultur festzustellende hinreichende Sprachkompetenz verfügen.
(5) Der eigenverantwortliche Unterricht beträgt in der Regel für die Dauer von zwölf Monaten durchschnittlich zehn Wochenstunden. Er ist fester Bestandteil der Unterrichtsverteilung der Schule, an der die Studienreferendarin oder der Studienreferendar eingesetzt ist. Im Rahmen ihrer oder seiner Ausbildung kann der Studienreferendarin oder dem Studienreferendar in der Ausbildungsphase, in der sie oder er nicht im eigenverantwortlichen Unterricht eingesetzt ist, mit Zustimmung des Studienseminars Unterrichtsvertretung in einem Umfang übertragen werden, der die besonderen Belastungen der Ausbildung berücksichtigt. Die Studienreferendarin oder der Studienreferendar soll bis zum Ende der Ausbildung Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Klassenstufen des Gymnasiums unterrichtet haben; im Rahmen der organisatorischen Möglichkeiten soll sie oder er auch über unterrichtliche Erfahrungen an der Gemeinschaftsschule oder der Gesamtschule verfügen. Die Fachleiterinnen und Fachleiter haben sich durch regelmäßige Unterrichtsbesuche im Unterricht unter Aufsicht und im eigenverantwortlichen Unterricht vom Ausbildungsstand der Studienreferendarin oder des Studienreferendars zu überzeugen. Sie besprechen die Unterrichtsbesuche mit der Studienreferendarin oder dem Studienreferendar und informieren diese sowie die Leiterin oder den Leiter des Studienseminars über den jeweiligen Leistungsstand der Studienreferendarin oder des Studienreferendars. Die Seminarleiterin oder der Seminarleiter kann Unterrichtsbesuche durchführen.
(6) Gegen Ende des ersten Ausbildungshalbjahres und gegen Ende des zweiten Ausbildungshalbjahres führt jede zuständige Fachleiterin und jeder zuständige Fachleiter mit der Studienreferendarin oder dem Studienreferendar ein ausführliches Gespräch mit beratendem Charakter, das über den Ausbildungsstand Auskunft gibt. Über die Beratungsgespräche sind Niederschriften anzufertigen, die zu den Ausbildungsakten genommen werden.
(7) Bis zum Beginn des letzten Ausbildungshalbjahres hält die Studienreferendarin oder der Studienreferendar mindestens zwei Lehrproben in jedem ihrer oder seiner Fächer. Eine dieser Lehrproben in jedem Fach soll in der Sekundarstufe II gehalten werden. Zu jeder Lehrprobe ist ein schriftlicher Entwurf auszuarbeiten, der in einer ausreichenden Zahl von Ausfertigungen mindestens zwei Tage vor dem Tag der Lehrprobe abzugeben ist. Verwendete Quellen und Hilfsmittel sind anzugeben. Teile des schriftlichen Entwurfs der Lehrprobe, die anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinn nach entnommen sind, müssen unter Angabe der Quelle kenntlich gemacht werden.
(8) An der Lehrprobe nehmen die zuständige Fachleiterin oder der zuständige Fachleiter und die Leiterin oder der Leiter des Studienseminars beziehungsweise eine Vertreterin oder ein Vertreter teil, die oder der nicht zugleich zuständige Fachleiterin oder zuständiger Fachleiter ist. An die Lehrprobe schließt sich ihre Besprechung und Beurteilung an. Hierbei führt die Leiterin oder der Leiter des Studienseminars beziehungsweise deren oder dessen Vertreterin oder Vertreter den Vorsitz. Besprechung und Beurteilung der Lehrprobe werden von der oder dem Vorsitzenden im Einvernehmen mit der Fachleiterin oder dem Fachleiter in einer Note entsprechend § 20 zusammengefasst. Kann kein Einvernehmen hergestellt werden, entscheidet die oder der Vorsitzende. Die Note wird der Studienreferendarin oder dem Studienreferendar bekannt gegeben. Der Entwurf der Lehrprobe sowie die Niederschrift über ihre Besprechung und Beurteilung verbleiben bis zum Ausbildungsende beim Studienseminar.
(9) Bei den Lehrproben und ihren Besprechungen sollen die übrigen Studienreferendarinnen und Studienreferendare des betreffenden Fachseminars anwesend sein; die Schulleiterin oder der Schulleiter sowie die Fachlehrkraft können anwesend sein.
Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare sollen außerdem mit allen dienstlichen Obliegenheiten einer Lehrkraft und mit dem Aufbau der Schulverwaltung vertraut gemacht werden; dazu gehören auch der Dienstverkehr mit den Vorgesetzten und der Schulaufsichtsbehörde sowie die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten und anderen Institutionen (zum Beispiel schulpsychologischer Dienst, Jugendamt).
(2) Unter dem Vorsitz der Fachleiterinnen und Fachleiter finden wöchentlich für die einzelnen Fächer zweistündige Fachsitzungen statt. In ihnen werden die Studienreferendarinnen und Studienreferendare in die Didaktik und Methodik ihrer Fächer eingeführt.
(3) Die Ausbildungsgegenstände werden durch das Ministerium für Bildung und Kultur durch Richtlinien festgelegt.
(4) Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare sind im Gebrauch zeitgemäßer audio-visueller Medien sowie Informations- und Kommunikationsmedien auszubilden und mit den didaktisch-methodischen Möglichkeiten ihres Einsatzes im Unterricht vertraut zu machen.
(5) Die Studienreferendarinnen und Studienreferendare sind verpflichtet, an allen sie betreffenden Ausbildungsveranstaltungen des Studienseminars teilzunehmen. Diese gehen grundsätzlich jeder anderen dienstlichen Tätigkeit vor.
(1) Die Studienreferendarin oder der Studienreferendar soll bei Veranstaltungen der Schule, an der sie oder er eigenverantwortlichen Unterricht erteilt, mitwirken. Im Rahmen der organisatorischen Möglichkeiten soll sie oder er an einer mehrtägigen außerunterrichtlichen Schulveranstaltung teilnehmen.
(2) Die Teilnahme der Studienreferendarin oder des Studienreferendars an Konferenzen der Ausbildungsschule richtet sich nach den Vorschriften des Schulmitbestimmungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. August 1996 (Amtsbl. S. 869; 1997 S. 147), zuletzt geändert durch das Gesetz vom 11. Dezember 2012 (Amtsbl. I S. 1555), in der jeweils geltenden Fassung.[3] Die Studienreferendarin oder der Studienreferendar soll an der Durchführung der Abiturprüfung teilnehmen.
Die Zweite Staatsprüfung dient der Feststellung, ob die Studienreferendarin oder der Studienreferendar nach ihren oder seinen fachlichen Kenntnissen und Kompetenzen sowie ihrer oder seiner pädagogischen Eignung die für den Berufseintritt notwendigen Qualifikationen besitzt.
(3) Studienreferendarinnen und Studienreferendaren mit Behinderungen sind auf Antrag die ihrer Behinderung angemessenen Erleichterungen im Prüfungsverfahren einzuräumen.
(2) Zur Abnahme der Prüfungslehrproben sowie der mündlichen Prüfung wird von der Leiterin oder dem Leiter des Staatlichen Prüfungsamtes für das Lehramt an Schulen jeweils ein Prüfungsausschuss gebildet. Vorsitzende oder Vorsitzender ist die Leiterin oder der Leiter des Staatlichen Prüfungsamtes für das Lehramt an Schulen beziehungsweise eine Beauftragte oder ein Beauftragter des Ministeriums für Bildung und Kultur. Die oder der Beauftragte des Ministeriums für Bildung und Kultur soll eine Schulaufsichtsbeamtin oder ein Schulaufsichtsbeamter mit der Befähigung für das Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen) oder einer entsprechenden Befähigung beziehungsweise eine Schulleiterin oder ein Schulleiter mit einer solchen Befähigung sein.
der Leiterin oder dem Leiter des Studienseminars beziehungsweise einer Vertreterin oder einem Vertreter,
den Fachleiterinnen und Fachleitern, denen der Prüfling zugewiesen ist.
Wird die Leiterin oder der Leiter des Studienseminars zur oder zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestimmt, entfällt die Anwesenheit des Ausschussmitglieds gemäß Satz 4 Nummer 2. Bei den Prüfungslehrproben tritt an die Stelle der Fachleiterin oder des Fachleiters des nicht zu prüfenden Faches eine zweite Fachleiterin oder ein zweiter Fachleiter des zu prüfenden Faches. Ist hierfür keine zweite Fachleiterin oder kein zweiter Fachleiter vorhanden, tritt an dessen Stelle eine Beauftragte oder ein Beauftragter des Ministeriums für Bildung und Kultur mit der Befähigung für das Lehramt für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen) oder einer entsprechenden Befähigung für das betreffende Fach.
(1) Die Studienreferendarin oder der Studienreferendar muss sich zu Beginn des letzten Ausbildungshalbjahres zur Zweiten Staatsprüfung melden. Der Meldung ist der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einem nicht länger als drei Jahre zurückliegenden Kurs in Erster Hilfe sowie an einem Medienkurs beizufügen. Von Prüflingen mit einer Ausbildung im Fach Physik ist der Meldung eine Fachkundebescheinigung über die Teilnahme an einem Lehrgang über Strahlenschutz beizufügen. Die Meldung ist auf dem Dienstweg an das Staatliche Prüfungsamt für das Lehramt an Schulen zu richten.
ein von der Leiterin oder dem Leiter der Schule, an der der Prüfling den überwiegenden Teil des eigenverantwortlichen Unterrichts erteilt hat, zu erstellender Bericht über die erzieherische und unterrichtliche Leistung des Prüflings an der Schule,
Bei der Festsetzung der Vornoten und im Bewährungsbericht der Leiterin oder des Leiters des Studienseminars ist auf der Grundlage des Schulleiterberichts gemäß Satz 1 Nummer 1 und der Unterrichtsbesuche gemäß § 8 Absatz 5 Satz 5 und 7 die pädagogische Leistung des Prüflings im eigenverantwortlichen Unterricht besonders zu berücksichtigen. Kann über die Vornote gemäß Satz 1 Nummer 2 kein Einvernehmen hergestellt werden, entscheidet die Leiterin oder der Leiter des Staatlichen Prüfungsamtes für das Lehramt an Schulen.
(3) Der Prüfling ist zur Zweiten Staatsprüfung zugelassen, wenn die Vornoten der beiden Fachleitergutachten jeweils mindestens „ausreichend“ lauten und die Seminarleiterin oder der Seminarleiter die Eignung des Prüflings festgestellt hat. Aus den Vornoten (Punktzahlen) wird eine Zulassungsnote ermittelt, wobei jede Vornote das gleiche Gewicht erhält. Bei Prüflingen mit dem Fach Bildende Kunst oder dem Fach Musik wird die Vornote für das künstlerische Fach mit dem Faktor zwei, die Vornote für das kombinierte Fach mit dem Faktor eins gewichtet, sofern im kombinierten Fach die Lehrbefähigung für die Sekundarstufe I angestrebt wird.
(4) Die Zulassungsnote wird bis auf zwei Dezimalstellen berechnet. Die dritte Dezimalstelle bleibt unberücksichtigt. Die Note lautet:
(5) Die Gutachten und Vornoten, der Schulleiterbericht und der Bewährungsbericht sind der Studienreferendarin oder dem Studienreferendar auf Antrag zu eröffnen.
(1) Der Prüfling hat in den Fächern seiner Ersten Staatsprüfung, in denen er die Lehrbefähigung anstrebt, je eine Prüfungslehrprobe zu halten, davon mindestens eine vor einer Klasse oder einem Kurs der Sekundarstufe II. Jede Prüfungslehrprobe ist in der Regel auf die Dauer einer Unterrichtsstunde abzustellen. Mit Zustimmung des Prüflings kann bis zu zwei Studienreferendarinnen oder Studienreferendaren desselben Studienseminars die Anwesenheit bei den Prüfungslehrproben gestattet werden. Die Lehrkraft, die den Prüfling in dem Fach betreut hat, auf das sich die Prüfungslehrprobe bezieht, sowie die Schulleiterin oder der Schulleiter können bei der Prüfungslehrprobe anwesend sein.
(3) Zu jeder Lehrprobe ist ein schriftlicher Entwurf auszuarbeiten, der in einer hinreichenden Zahl von Ausfertigungen mindestens zwei Tage vor dem Tag der Lehrprobe abzugeben ist. § 8 Absatz 7 Satz 4 und 5 gilt entsprechend. Der Prüfling hat die Versicherung abzugeben, dass er den Entwurf der Lehrprobe ohne fremde Hilfe angefertigt und sich anderer als der angegebenen Quellen und Hilfsmittel nicht bedient hat. Der Termin der Abgabe wird von der Seminarleitung mitgeteilt.
(2) Eine Lehrprobe ist bestanden, wenn ihre Bewertung gemäß Absatz 1 mindestens „ausreichend“ lautet. Ein mangelhaftes Lehrprobenergebnis kann durch eine mindestens befriedigende Vornote in demselben Fach ausgeglichen werden; die Note „ungenügend“ in einer Lehrprobe oder die Note „mangelhaft“ in beiden Lehrproben können nicht ausgeglichen werden.
(3) Aus den Einzelnoten für die Lehrproben gemäß Absatz 1 wird eine Endnote in entsprechender Anwendung von § 15 Absatz 3 Satz 2 und 3 und Absatz 4 errechnet. Hat ein Notenausgleich gemäß Absatz 2 stattgefunden, ist für die Ermittlung der Endnote von der Note gemäß Absatz 1 Satz 1 auszugehen.
(4) Eine Lehrprobe, die mit „ungenügend“ bewertet wurde, kann einmal wiederholt werden; das Gleiche gilt für eine Lehrprobe, deren mangelhaftes Ergebnis nicht gemäß Absatz 2 ausgeglichen werden kann. Wird auch bei der Wiederholung die Note „ausreichend“ nicht erreicht, ist die Zweite Staatsprüfung insgesamt nicht bestanden.
(1) Der Prüfling ist zur mündlichen Prüfung zugelassen, wenn die Lehrproben gemäß § 17 Absatz 2 bestanden sind.
(2) Der Prüfling wird in jedem seiner Fächer mündlich geprüft. Die mündliche Prüfung gliedert sich in den pädagogisch-bildungswissenschaftlichen Teil und den fachdidaktisch-fachmethodischen Teil in jedem der Fächer.
(4) Die Prüfungsdauer beträgt für den pädagogisch-bildungswissenschaftlichen Teil sowie für die fachdidaktisch-fachmethodischen Teile je 30 Minuten. Jeder Prüfling wird einzeln geprüft.
(2) Die mündliche Prüfung ist bestanden, wenn alle Noten gemäß Absatz 1 mindestens „ausreichend“ lauten. Ein mangelhaftes Ergebnis im pädagogisch-bildungswissenschaftlichen Teil kann durch ein mindestens befriedigendes Ergebnis in einem fachdidaktisch-fachmethodischen Teil ausgeglichen werden; die Note „mangelhaft“ in einem fachdidaktisch-fachmethodischen Teil kann durch eine mindestens „befriedigend“ lautende Bewertung der Prüfungslehrprobe desselben Faches oder eine mindestens „befriedigend“ lautende Vornote, die nicht zum Ausgleich nach § 17 Absatz 2 Satz 2 verwendet wurde, ausgeglichen werden. Die Note „ungenügend“ in einem Teil oder die Note „mangelhaft“ in zwei Teilen der mündlichen Prüfung können nicht ausgeglichen werden.
(3) Aus den Noten für die einzelnen Teile der mündlichen Prüfung gemäß Absatz 1 wird in entsprechender Anwendung von § 15 Absatz 3 Satz 2 und 3 und Absatz 4 eine Endnote errechnet. Hat ein Notenausgleich gemäß Absatz 2 stattgefunden, ist für die Ermittlung der Endnote von der Note gemäß Absatz 1 auszugehen.
(4) § 17 Absatz 4 gilt entsprechend.
15/14/13 Punkte = sehr gut (1) =
12/11/10 Punkte = gut (2) =
9/8/7 Punkte = befriedigend (3) =
6/5/4 Punkte = ausreichend (4) =
3/2/1 Punkte = mangelhaft (5) =
0 Punkte = ungenügend (6) =
(3) Wird die Prüfung in dem mit dem Fach Bildende Kunst oder mit dem Fach Musik kombinierten Fach nach den Anforderungen eines Fachs abgelegt, in dem die Lehrbefähigung für die Sekundarstufe I angestrebt wird, so wird in das Zeugnis nach Anlage 1 ein entsprechender Hinweis aufgenommen.
(4) Ist die Prüfung in einem Prüfungsteil oder in einem Teil eines Prüfungsteils oder erstmals in ihrer Gesamtheit nicht bestanden, erhält der Prüfling einen schriftlichen Bescheid, in dem ihm mitgeteilt wird, welche Wiederholungsprüfungen abzulegen sind. Ist die Zweite Staatsprüfung endgültig nicht bestanden, erhält der Prüfling eine Bescheinigung nach Anlage 2
(5) Die Zeugnisse werden von der Leiterin oder dem Leiter des Staatlichen Prüfungsamtes für das Lehramt an Schulen oder einer oder einem Beauftragten des Ministeriums für Bildung und Kultur unterschrieben und mit dem Dienstsiegel versehen.
(6) Rechenfehler sind jederzeit, auch von Amts wegen, vom Staatlichen Prüfungsamt für das Lehramt an Schulen zu berichtigen. Das Datum der Berichtigung ist in den Prüfungsakten zu vermerken. Ein unrichtiges Zeugnis ist durch ein richtiges zu ersetzen.
(8) Wenn eine Prüfungslehrprobe oder eine mündliche Prüfung nicht bestanden wurde, hat der Prüfling das Recht, den betreffenden Teil der Prüfungsakte einzusehen.
(1) Hat die Studienreferendarin oder der Studienreferendar die Zweite Staatsprüfung nicht bestanden oder gilt diese als nicht bestanden, so entscheidet die Leiterin oder der Leiter des Staatlichen Prüfungsamtes für das Lehramt an Schulen, wann sie frühestens wiederholt werden kann und welche Prüfungsteile auf die Wiederholungsprüfung angerechnet werden können. Wird in der Wiederholungsprüfung ein Prüfungsteil nicht bestanden, ist die Zweite Staatsprüfung insgesamt nicht bestanden.
Wer die Zweite Staatsprüfung bestanden hat, ist berechtigt, die Bezeichnung „Assessorin des Lehramtes“ oder „Assessor des Lehramtes“ zu führen.
Das Beamtenverhältnis der Studienreferendarin oder des Studienreferendars endet mit dem Ablauf des Tages der abschließenden Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses durch das Staatliche Prüfungsamt für das Lehramt an Schulen, wonach die Studienreferendarin oder der Studienreferendar die Zweite Staatsprüfung bestanden oder endgültig nicht bestanden hat.
(1) Diese Verordnung gilt für alle Studienreferendarinnen und Studienreferendare, die ihren Vorbereitungsdienst ab dem 1. Februar 2013 beginnen.
(2) Studienreferendarinnen und Studienreferendare, die ihren Vorbereitungsdienst vor dem 1. Februar 2013 begonnen haben, führen diesen nach den Vorschriften der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen (Klassenstufen 5 bis 13) vom 22. September 1981 (Amtsbl. S. 737), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 22. Januar 2013 (Amtsbl. I S. 27),[4] fort.
Vgl. BS-Nr. 2030-65.
über die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt für die Sekundarstufe I und für die
Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen)
geboren am ............................................................... in ..............................................................................
hat den Vorbereitungsdienst vom ......................................................
bis ................................... an dem Studienseminar in ............................................... abgeleistet.
Er/Sie hat die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt für die Sekundarstufe I und für die
Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen) in den Fächern
bestanden und somit die Befähigung für das Lehramt für die Sekundarstufe I und für die
Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen) erworben. Er/Sie ist berechtigt,
die Bezeichnung „Assessor/ Assessorin des Lehramtes“ zu führen.
...........................................................................................( .............. Punkte)
Zulassungsnote:
........................................................( .............. Punkte)
Der Prüfung lag die Verordnung über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für das
vom 22. Januar 2013 (Amtsbl. I S. 27) in der jeweils geltenden Fassung zugrunde.
Saarbrücken, den .......................................................
über das endgültige Nichtbestehen der Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt für
die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen)
Der Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt für die Sekundarstufe I und für die
Sekundarstufe II (Gymnasien und Gemeinschaftsschulen) unterzog er/sie sich am ...............................
Herr/Frau .................................................................... hat die Zweite Staatsprüfung endgültig nicht