Source: http://ev-kirche-ahrenshagen.de/friedhoefe_friedhofsordnung.html
Timestamp: 2017-10-19 19:59:27
Document Index: 41581357

Matched Legal Cases: ['§ 55', '§ 2', '§14', '§ 22', '§ 24', '§ 22', '§ 22', '§ 19', '§ 24', '§ 56']

Evangelische Kirchengemeinde Ahrenshagen und Lüdershagen - Friedhöfe Friedhofsordnung
für den Friedhof der Ev. Friedhofsverbandes Ahrenshagen
Gemäß § 55 der Verordnung für die Vermögens- und Finanzverwaltung der Kirchengemeinden, Kirchenkreise und kirchlichen Verbände in der Evangelischen Kirche der Union  Kirchliche Verwaltungsordnung (VwO)  vom 1. Juli 1998 hat der Verbandsausschuss des Friedhofsverbandes Ahrenshagen für die Friedhöfe am 17. April 2012 folgende Friedhofsordnung beschlossen:
1) Diese Friedhofsordnung gilt für die Friedhöfe der Evangelischen Kirchengemeinde Ahrenshagen und der Evangelischen Kirchengemeinde Lüdershagen in ihrer jeweiligen Größe:
Friedhof in Ahrenshagen (Kirchhof):
Flurstück 1 10 / Flur 12 / Gemarkung Ahrenshagen / Größe 4083 m²
und Neuer Friedhof (am Ellernbusch):
Flurstück 39 / Flur 14 /Gemarkung Ahrenshagen / Größe 7065 m²,
Friedhof Pantlitz (Kirchhof):
Flurstück 146 / Flur 11 / Gemarkung Pantlitz / Größe 5012 m² sowie
Friedhof Tribohm (Kirchhof):
Flurstück 118 / Flur 12 / Gemarkung Tribohm / Größe 6847 m²
Friedhof Schlemmin (Kirchhof):
Flurstück 32 / Flur 2 / Gemarkung Schlemmin / Größe 2798 m²
Friedhof Lüdershagen (Kirchhof um die Kirche):
Flurstück 152/1 Flur 3 / Gemarkung Lüdershagen Größe 3290 m²
Friedhof Lüdershagen (Neuer Friedhof):
Flurstück 120/ Flur 3 / Gemarkung Lüdershagen Größe 4290 m²
Friedhof Langenahnshagen ( Kirchhof mit Kirche):
Flurstück 3/ Flur 3 / Gemarkung Langenhanshagen Größe 4750 m²
Eigentümer der Flurstücke sind die o. g. Kirchengemeinden.
4) Ausnahmen bedürfen der Zustimmung des Friedhofsverbandes.
2) Nach der beschränkten Schließung werden Nutzungsrechte nicht mehr verliehen. Eine Verlängerung von Nutzungsrechten erfolgt lediglich zur Anpassung an die Ruhezeit. Beisetzungen dürfen nur noch in Grabstätten stattfinden, an denen im Zeitpunkt der beschränkten Schließung noch Nutzungsrechte bestehen, sofern die Grabstätten noch nicht belegt sind oder sofern zu dem genannten Zeitpunkt die Ruhezeiten abgelaufen waren. Eingeschränkt werden kann auch der Kreis der Beisetzungsberechtigten; nachträgliche Ausnahmen von dieser Einschränkung kann der Friedhofsverband im Einzelfall zur Vermeidung unbilliger Härten bei bestehenden Nutzungsrechten genehmigen.
1) Der Friedhof ist eine öffentliche Einrichtung in der Rechtsform einer unselbständigen Anstalt des öffentlichen Rechts. Er wird vom Friedhofsverband verwaltet.
2) Die Verwaltung des Friedhofs richtet sich nach dieser Friedhofsordnung, den kirchlichen Bestimmungen und den allgemeinen staatlichen Vorschriften.
3) Mit der Wahrnehmung der laufenden Verwaltungsaufgaben kann der Friedhofsverband einen Ausschuss oder eine kirchliche Verwaltungsstelle beauftragen.
4) Die kirchliche Aufsicht richtet sich nach dem jeweils geltenden kirchlichen Recht.
1) Bestattungen sind rechtzeitig vorher bei dem Pfarramt der Friedhofsträgerin anzumelden. Dabei ist mitzuteilen, wer die Bestattung leitet und wer sonst bei der Bestattung (einschließlich Trauerfeier) gestaltend mitwirken wird.
2) Das Pfarramt der Friedhofsträgerin kann nach Anhörung des Friedhofsverbandes denjenigen, der die Bestattung leiten oder bei der Bestattung gestaltend mitwirken soll, ausschließen, wenn er verletzende Äußerungen gegen den christlichen Glauben oder die evangelische Kirche getan hat und eine Wiederholung zu erwarten ist.
3) Besondere Veranstaltungen auf dem Friedhof bedürfen der Genehmigung des Friedhofsverbandes.
Der Friedhofsverband als Friedhofsträger haftet nicht für Schäden, die durch nicht satzungsgemäße Benutzung des Friedhofes, ihrer Anlagen und Einrichtungen, durch dritte Personen, durch Tiere oder durch höhere Gewalt entstehen. Ihr obliegen keine besonderen Obhuts- und Überwachungspflichten.
1) Der Friedhof ist tagsüber für den Besuch geöffnet.
2) Aus besonderem Anlass kann der Friedhof ganz oder teilweise vorübergehend für den Besuch geschlossen werden.
4) Der Friedhofsverband kann Ausnahmen zulassen, soweit die Interessen anderer nicht beeinträchtigt werden.
5) Der Friedhofsverband kann für die Ordnung auf dem Friedhof weitere Bestimmungen erlassen.
6) Den Anordnungen der mit der Aufsicht betrauten Personen ist Folge zu leisten.
7) Totengedenkfeiern und andere nicht mit einer Bestattung zusammenhängende Veranstaltung bedürfen der Zustimmung des Friedhofsverbandes. Sie sind spätestens 4 Tage vorher anzumelden.
1) Gewerbetreibende haben die für den Friedhof geltenden Bestimmungen zu beachten.
2) Eine gewerbliche Tätigkeit kann vom Friedhofsverband untersagt werden, wenn der Gewerbetreibende wiederholt gegen für den Friedhof geltende Bestimmungen verstoßen hat und ihm danach schriftlich mitgeteilt worden ist, dass die weitere gewerbliche Tätigkeit im Wiederholungsfall untersagt werden wird.
3) Die für die Arbeiten erforderlichen Werkzeuge und Materialien dürfen auf dem Friedhof nur vorübergehend und nur an Stellen gelagert werden, an denen sie nicht hindern. Die Arbeits- und Lagerplätze sind nach Beendigung der Tagesarbeit zu säubern und in einem ordnungsgemäßen Zustand zu verlassen, bei Unterbrechung der Tagesarbeit so herzurichten, dass eine Behinderung anderer ausgeschlossen ist. Die Gewerbetreibenden dürfen auf dem Friedhof keinen Abraum lagern. Gewerbliche Geräte dürfen nicht an oder in den Wasserentnahmestellen des Friedhofes gereinigt werden.
4) Gewerbetreibende haften gegenüber der Kirchengemeinde für alle Schäden, die sie im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf dem Friedhof schuldhaft verursachen.
5) Gewerbetreibende bedürfen für die dem jeweiligen Berufsbild entsprechende gewerbliche Tätigkeit auf dem Friedhof der vorherigen Zulassung durch den Friedhofsverband.
Für in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union niedergelassene nichtdeutsche Gewerbetreibende bzw. Dienstleistungserbringer erfolgt keine vorherige Zulassung entsprechend der Richtlinie 2006/123/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12.12.2006 über Dienstleistungen im Binnenmarkt.
1) Bestattungen sind unter Vorlage der gesetzlich vorgeschriebenen Unterlagen rechtzeitig anzumelden.
2) Vor einer Bestattung in einer Wahlgrabstätte, an der ein Nutzungsrecht verliehen ist, ist das Nutzungsrecht nachzuweisen.
3) Der Zeitpunkt der Bestattung wird im Einvernehmen mit den Angehörigen festgelegt.
Die Ruhezeit für Leichen beträgt 25 Jahre und für Aschen 20 Jahre.
1) Särge müssen fest gefügt und so abgedichtet sein, dass jedes Durchsickern von Feuchtigkeit ausgeschlossen ist. Sie dürfen nicht aus schwer vergänglichen Stoffen hergestellt sein, soweit nicht anderes ausdrücklich vorgeschrieben ist.
2) Die Särge sollen höchstens 2,05 m lang, im Mittelmaß 0,68 m hoch und 0,65 m breit sein. Sind größere Särge erforderlich, so ist dies dem Friedhofsverband bei der Anmeldung der Bestattung mitzu-teilen.
1) Umbettungen dürfen zur Wahrung der Totenruhe grundsätzlich nicht vorgenommen werden.
2) Aus zwingenden Gründen des öffentlichen Interesses können Leichen oder Aschen in ein anderes Grab gleicher Art umgebettet werden. Die Nutzungsberechtigten sind vorher zu hören, es sei denn, dass die Anschriften nicht rechtzeitig ermittelt werden können.
3) Ausnahmsweise kann auch den Angehörigen bei besonders gewichtigen Gründen ein Recht auf Umbettung zustehen. Antragsberechtigt ist der jeweilige Nutzungsberechtigte. Bei allen Umbettungen muß das Einverständnis des Ehegatten, der Kinder und der Eltern durch schriftliche Erklärung nachgewiesen werden. Der Antragsteller hat sich schriftlich zu verpflichten, alle Kosten zu übernehmen, die bei der Umbettung durch Beschädigung und Wiederinstandsetzung gärtnerischer oder baulicher Anlagen an Nachbargrabstätten oder Friedhofsanlagen etwa entstehen.
4) Jede Umbettung bedarf der vorherigen Genehmigung des Friedhofsverbandes. Bei der Umbettung von Leichen, deren Ruhezeit noch nicht abgelaufen ist, kann die Genehmigung erst erteilt werden, wenn für die Umbettung die schriftliche Genehmigung der Ordnungsbehörde und eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes vorliegen. Umbettungen von Leichen oder Aschen aus einem Reihengrab in ein anderes Reihengrab des gleichen Friedhofes sind mit Ausnahme der Fälle des Absatzes 2 nicht zulässig.
5) Die Grabmale und ihr Zubehör können umgesetzt werden, wenn Gestaltungsbestimmungen der neuen Grababteilung nicht entgegenstehen.
6) Leichen oder Aschen zu anderen als zu Umbettungszwecken wieder auszugraben, bedarf einer behördlichen oder richterlichen Anordnung.
1) Folgende Arten von Grabstätten stehen zur Verfügung:
c) Rasengrabstätten für Urnen (in Schlemmin und Ahrenshagen Neuer Friedhof) anonyme Rasengrabstelle ( in Lüdershagen und Langenhanshagen)
2) An den Grabstätten werden nur öffentlich-rechtliche Nutzungsrechte nach dieser Friedhofsordnung verliehen. Ein Nutzungsrecht kann jeweils nur einer einzelnen Person, nicht mehreren Personen zugleich zustehen.
3) Rechte an einer Grabstätte werden nur beim Todesfalle verliehen. Der Friedhofsverband kann Ausnahmen zulassen.
4) In einer Grabstelle darf grundsätzlich nur eine Leiche oder Asche beigesetzt werden. Eine verstorbene Mutter und ihr gleichzeitig  bei oder kurz nach der Geburt  verstorbenes Kind oder zwei gleichzeitig verstorbene Kinder bis zum vollendeten 5. Lebensjahr dürfen in einer Grabstelle beigesetzt werden.
5) Bei neu anzulegenden Grabstätten sollten die Grabstellen etwa folgende Größe haben:
a) Särge und Urnen für Erwachsene: Länge: 2,10 - 2,50 m Breite: 1,00 - 1,20 m
b) Urnen im Rasengrab: Länge: 0,40 - 0,60 m Breite: 0,40 - 0,60 m
Im Einzelnen ist der Gestaltungsplan für den jeweiligen Friedhof maßgebend
6) Die Mindesttiefe des Grabes beträgt von der Oberkante Sarg bis Erdoberfläche (ohne Grabhügel) 0,90 m, von der Oberkante Urne bis Erdoberfläche 0,50 m. Die Gräber für Erdbeisetzungen müssen voneinander durch mindestens 0,30 m starke Erdwände getrennt sein.
7) Gräber dürfen nur von denjenigen ausgehoben und geschlossen werden, die dafür vom Friedhofsverband bestimmt oder zugelassen sind.
1) Wahlgrabstätten werden mit einer oder mehreren Grabstellen vergeben. Die Dauer des Nutzungsrechts beträgt 25 Jahre vom Tage der Verleihung an gerechnet. Über das Nutzungsrecht wird eine Bescheinigung ausgestellt.
2) Das Nutzungsrecht kann mit Ausnahme der Fälle nach § 2 Absatz 2 auf Antrag für die gesamte Wahlgrabstätte verlängert werden. Der Friedhofsverband ist nicht verpflichtet, zur rechtzeitigen Stellung eines Verlängerungsantrages aufzufordern. Bei einer Beisetzung verlängert sich das Nutzungsrecht für die gesamte Wahlgrabstätte bis zum Ablauf der Ruhezeit. Die Gebühren für die Verlängerung richten sich nach der jeweiligen Gebührenordnung.
3) In einer Wahlgrabstätte dürfen der Nutzungsberechtigte und folgende Angehörige des Nutzungsberechtigten beigesetzt werden:
b) Kinder (eheliche, nichteheliche, als Kind angenommene Kinder) (Hierunter fallen nicht Stiefkinder des Nutzungsberechtigten. Stiefkinder können gemäß §14 Absatz 3 als Angehörige des Ehegatten beiset-zungsberechtigt werden.)
c) Enkel (eheliche, nichteheliche, als Kind angenommene Kinder der Kinder),
d) Eltern (auch Annehmende von als Kind angenommene Personen),
e) Geschwister (auch Halbgeschwister ),
f) Großeltern (auch Eltern der Annehmenden, die eine Person als Kind angenommen haben),
g) Ehegatten der Kinder, der Enkel, der Geschwister,
h) Erben, die nicht unter den vorgenannten Personenkreis fallen, soweit es sich um natürliche Personen handelt.
Grundsätzlich entscheidet der Nutzungsberechtigte, wer von den beisetzungsberechtigten Personen beigesetzt wird. Kann nach dem Tode eines Beisetzungsberechtigten die Entscheidung des Nutzungsberechtigten dem Friedhofsverband nicht rechtzeitig vor der Beisetzung mitgeteilt werden, so ist der Friedhofsverband nach pflichtgemäßer Prüfung berechtigt, die Beisetzung zuzulassen.
Die Beisetzung anderer Personen, auch nichtverwandter Personen (z.B. Angehörige des Ehegatten, Stiefkinder des Nutzungsberechtigten oder seines Ehegatten, Stiefgeschwister, Verlobte) bedarf eines Antrages des Nutzungsberechtigten und der Genehmigung des Friedhofsverbandes erforderlich.
4) Der Nutzungsberechtigte kann zu seinen Lebzeiten sein Nutzungsrecht auf eine der in Absatz 3 a) bis h) genannten Personen übertragen; zur Rechtswirksamkeit der Übertragung sind schriftliche Erklärungen des bisherigen und des neuen Nutzungsberechtigten sowie die schriftliche Genehmigung des Friedhofsverbandes erforderlich.
5) Der Nutzungsberechtigte soll dem Friedhofsverband schriftlich mitteilen, auf welchen seiner beisetzungsberechtigten Angehörigen das Nutzungsrecht nach seinem Tode übergehen soll.
Eine schriftliche Einverständniserklärung des Rechtsnachfolgers ist nach Möglichkeit beizubringen.
6) Hat der Nutzungsberechtigte nicht bestimmt, auf wen das Nutzungsrecht nach seinem Tode übergehen soll, so geht das Nutzungsrecht an die nach Absatz 3 beisetzungsberechtigten Angehörigen in der dort genannten Reihenfolge über. Dabei steht das Nutzungsrecht innerhalb der einzelnen Gruppen der jeweils ältesten Person zu.
7) Der Rechtsnachfolger hat dem Friedhofsverband auf dessen Verlangen nachzuweisen, dass er neuer Nutzungsberechtigter ist. Ist der Rechtsnachfolger nicht daran interessiert, das Nutzungsrecht zu behalten, so kann er das Nutzungsrecht auf eine andere der in Absatz 3 genannten Personen oder, wenn eine solche nicht vorhanden ist, auf eine Person übertragen, die auf Grund seines Nutzungsrechtes beisetzungsberechtigt nach Absatz 3 geworden ist. Für die Übertragung gilt Absatz 4.
8) Das Nutzungsrecht an unbelegten Grabstellen kann jederzeit an teilbelegten Grabstätten erst nach Ablauf der letzten Ruhefrist, zurückgegeben werden. Die Rückgabe ist nur für die gesamte Grabstätte zulässig. Ausnahmen bedürfen der Zustimmung des Friedhofsverbandes. Bei der Rückgabe von Nutzungsrechten an Wahlgrabstätten besteht kein Anspruch auf Gebührenerstattung. Die Friedhofsverwaltung kann mit den Nutzungsberechtigten übergroßer Wahlgrabstätten(Wahlgrabstätten mit mehr als 2 Grabstellen) besondere schriftliche Vereinbarungen über die künftige Nutzung abschließen. Ein Anspruch auf Abschluss von derartigen Vereinbarungen besteht nicht.
Soweit sich nicht aus der Friedhofsordnung etwas anderes ergibt, gelten die Vorschriften für Sargwahlgrabstätten auch für Urnenwahlgrabstätten.
Urnenwahlgräber werden für 20 Jahre vergeben.
1) Rasengrabstätten sind Grabstätten, die mit einer Urne für die Dauer von 20 Jahren vergeben werden.
2) Auf einem Gemeinschaftsgrabmal oder einer gesonderten Bodenplatte aus Stein, deren Größe, Ausführung und Form durch den Friedhofsverband festgelegt wird, können die Namen / Daten des Verstorbenen durch einen Steinmetz eingetragen werden. Zuständig dafür ist der Nutzungsberechtigte.
3) Die Grabstellen werden vom Friedhofsverband für die gesamte Dauer der Ruhefrist gepflegt. Angehörige oder andere Personen sind nicht berechtigt, Pflegeleistungen durchzuführen und sonstige Veränderungen vorzunehmen.
Der Friedhofsverband führt Verzeichnisse der Beigesetzten, der Grabstätten, der Nutzungsrechte und der Ruhezeiten.
Die Zuerkennung, die Anlage und die Unterhaltung von Ehrengrabstätten (einzeln oder in geschlossenen Feldern) obliegen dem Friedhofsverband.
1) Jede Grabstätte ist so zu gestalten und so an die Umgebung anzupassen, dass die Würde des Friedhofes in seinen einzelnen Teilen und in seiner Gesamtanlage gewahrt wird. Bei der Gestaltung sind die Richtlinien über die Gestaltung der Grabstätten und Grabmale (Anhang) zu beachten. Sie sind Bestandteil der Friedhofsordnung.
2) Jede Grabstätte muß innerhalb von 6 Monaten nach der Belegung oder dem Erwerb des Nutzungsrechtes vom Nutzungsberechtigten hergerichtet und dauernd angemessen instandgehalten werden. Verwelkte Blumen und Kränze sind von den Grabstätten zu entfernen und an den dafür vorgesehenen Plätzen abzulegen. Für die Anlage und Pflege der Grabstätten sind die jeweiligen Nutzungsberechtigten verantwortlich.
3) Die Bepflanzung muss so erfolgen, dass die benachbarten Gräber nicht beeinträchtigt werden. So dürfen Hecken die Grenze der Grabstellen nicht überwachsen. Sie dürfen maximal 60 cm hoch wachsen. Hochwachsende Bäume dürfen nicht gepflanzt werden.
4) Wird eine Grabstätte nicht den Vorschriften entsprechend angelegt oder länger als 1 Jahr in der Unterhaltung vernachlässigt, so wird der Nutzungsberechtigte oder, wenn ein solcher nicht vorhanden ist, einer der nächsten Angehörigen zur Beseitigung der Mängel in angemessener Frist schriftlich aufgefordert. Ist der Nutzungsberechtigte unbekannt oder nicht zu ermitteln, genügt eine öffentliche auf 6 Monate befristete Aufforderung zur Beseitigung der Mängel. Werden die Mängel nicht in der gesetzten Frist beseitigt, so kann der Friedhofsverband die Grabstätte einebnen und begrünen lassen auf Kosten des Nutzungsberechtigten.
4) Der Nutzungsberechtigte darf gärtnerische Anlagen neben der Grabstätte nicht verändern.
1) Grabgewölbe, Urnenkammern und Mausoleen dürfen nicht gebaut werden. Sind solche Anlagen bei Inkrafttreten dieser Ordnung vorhanden, so sind sie vom Nutzungsberechtigten in einem ordnungsmäßigen Zustand zu erhalten oder zu beseitigen. Im Übrigen gelten § 22 Absätze 3 und 4 entsprechend.
2) Die Verleihung neuer Nutzungsrechte an vorhandenen Mausoleen oder gemauerten Grüften ist nur zulässig, wenn sich die nutzungsberechtigten Personen durch schriftlichen Vertrag gegenüber der Friedhofsverwaltung verpflichten, alle mit der Instandsetzung und Unterhaltung der Mausoleen und Grüfte verbundenen Kosten und die Verkehrssicherungspflichten zu übernehmen. Nach Beendigung des Nutzungsrechtes sind die Mausoleen oder gemauerten Grüfte von den zuletzt nutzungsberechtigten Personen vollständig zu entfernen.
§ 24 bleibt davon unberührt.
1) Alle Grabmale, die nicht den im Anhang zur Friedhofsordnung festgelegten Richtlinien ent-sprechen, dürfen nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung des Friedhofsverbandes errichtet oder verändert werden. Die Genehmigung setzt die Beachtung des § 22 Absätze 1 und 2 voraus. Die Genehmigung ist vor Aufstellung oder Änderung beim Friedhofsverband schriftlich zu beantragen. Dem Antrag ist eine Zeichnung im Maßstab 1:10 beizufügen, aus der im Besonderen die Anordnung von Schrift und Symbol auf dem Grabmal ersichtlich ist. Eine Genehmigung ist nicht erforderlich, wenn auf einem bereits vorhanden Grabmal anläßlich einer weiteren Beisetzung lediglich der Name, die Berufsbezeichnung, das Geburts- und Sterbedatum des Beigesetzten in gleicher Ausführung wie die vorhandene Beschriftung angebracht werden soll.
2) Entspricht die Ausführung eines errichteten oder veränderten Grabmals nicht der genehmigten Zeichnung und ist sie nicht genehmigungsfähig, setzt der Friedhofsverband dem Nutzungsberechtigten eine angemessene Frist zur Beseitigung oder Abänderung des Grabmals. Nach ergebnislosem Ablauf der Frist kann der Friedhofsverband die Abänderung oder Beseitigung auf Kosten des Nutzungsberechtigten veranlassen. Bei nicht ordnungsgemäßer Gründung und Befestigung des Grabmals gilt § 22 Absatz 5.
3) Die Errichtung und Veränderung aller sonstigen baulichen Anlagen bedarf ebenfalls der vorherigen schriftlichen Genehmigung des Friedhofsverbandes. Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend.
1) Gestaltung und Inschrift der Grabmale dürfen nichts enthalten, was das christliche Empfinden verletzt oder der Würde des Ortes entgegensteht. Im Übrigen gelten § 19 Absatz 1 Sätze 2 bis 3 entsprechend. Werkstattbezeichnungen dürfen nur unten an der Seite oder Rückseite eines Grabmals in unauffälliger Weise angebracht werden.
2) Grabmale sind ihrer Größe entsprechend nach den allgemein anerkannten Regeln des Handwerks zu gründen und so zu befestigen, dass sie dauerhaft standsicher sind und auch beim Öffnen benachbarter Gräber nicht umstürzen oder sich senken können.
3) Grabmale oder sonstige bauliche Anlagen sind dauernd in gutem Zustand zu erhalten. Hierfür ist der Nutzungsberechtigte verantwortlich.
4) Der Nutzungsberechtigte hat insbesondere für die Standsicherheit zu sorgen. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Nutzungsberechtigte zur Abwendung der Gefahr die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beachtet hat.
5) Mängel hat der Nutzungsberechtigte unverzüglich beseitigen zu lassen. Geschieht dies nicht, so kann der Friedhofsverband die Anlage auf Kosten des Nutzungsberechtigten instandsetzen oder beseitigen lassen. Wenn keine unmittelbare Gefahr besteht, erhält der Nutzungsberechtigte vorher eine Aufforderung. Ist er nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, wird die Aufforderung als Bekanntmachung veröffentlicht. Bei unmittelbarer Gefahr ist der Friedhofsverband berechtigt, ohne vorherige Aufforderung an den Nutzungsberechtigten das Grabmal umzulegen oder andere geeignete Maßnahmen durchzuführen. Der Nutzungsberechtigte erhält danach eine Aufforderung, die Grabstätte oder das Grabmal wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen. Geschieht dies nicht, so kann der Friedhofsverband die notwendigen Arbeiten auf Kosten des Nutzungsberechtigten durchführen oder das Grabmal entfernen lassen.
1) Grabmale dürfen während der Dauer des Nutzungsrechts an der Grabstätte nur mit Genehmigung des Friedhofsverbandes entfernt werden.
2) Nach Ablauf der Nutzungszeit und nach Bekanntmachung über das Abräumen der Grabstätten ist der Nutzungsberechtigte zur Entfernung der Grabmale und sonstigen Anlagen innerhalb von 3 Monaten verpflichtet. Sofern dies nicht erfolgt veranlasst der Friedhofsverband die Beräumung der Grabstelle. Unberührt bleibt § 24. Die Kirchengemeinde hat keinen Ersatz für Grabmale und sonstige Anlagen zu leisten. Sie ist auch zur Aufbewahrung abgeräumter Grabmale und sonstiger Anlagen nicht verpflichtet. Die Kirchengemeinde hat ebenfalls keinen Ge-bührenbetrag zu erstatten, wenn der bisherige Nutzungsberechtigte selbst abräumt.
VI. Benutzung der Friedhofskapelle / Kirche
1) Für die Trauerfeiern stehen nach Bestimmungen der jeweiligen Gemeindekirchenräte die Friedhofskapelle/Kirche zur Verfügung. Sie dient bei der kirchlichen Bestattung als Stätte der Verkündigung.
2) Die Benutzung der Kapelle/Kirche durch andere Religions- oder Weltanschauungsgemein-schaften bedarf der vorherigen Genehmigung der Friedhofsträgerin. Bei den Trauerfeiern darf der christliche Glaube nicht verunglimpft werden. Christliche Symbole in der Kapelle dürfen nicht verdeckt, verändert oder entfernt werden. Weitere Symbole dürfen nicht verwendet werden.
3) Die Benutzung kann versagt werden, wenn der Verstorbene im Zeitpunkt des Todes an einer nach dem Bundes-Seuchengesetz meldepflichtigen Krankheit gelitten oder bei ihm der Verdacht einer solchen Krankheit zu dem genannten Zeitpunkt bestanden hat oder wenn Bedenken wegen des Zustandes der Leiche bestehen.
1) Diese Ordnung gilt für alle bestehenden Nutzungsrechte.
1) Diese Friedhofsordnung und alle Änderungen hierzu bedürfen zu ihrer Gültigkeit der kirchenaufsichtlichen Genehmigung und der öffentlichen Bekanntmachung.
2) Öffentliche Bekanntmachungen oder Aufforderungen erfolgen im vollen Wortlaut im Amtsblatt der Landeskirche, im Amt Ribnitz-Damgarten und dem Veröffentlichungsorgan des Amtes Barth.
Diese Friedhofsordnung tritt nach der kirchenaufsichtlichen Genehmigung am Tage nach ihrer öffentlichen Bekanntmachung in Kraft. Gleichzeitig treten die bisherigen Bestimmungen der Kirchengemeinde für die Friedhöfe außer Kraft.
Ahrenshagen, den 17. April 2012
Vorstand / Siegel
Die vorstehende Friedhofsordnung wird hiermit gemäß § 56, Abs. 2, Nr. 1 der VwO In Verbindung mit dem Kirchengesetz zur kirchenaufsichtlichen Genehmigung kirchenaufsichtlich genehmigt.
Friedhofsordnung hier als PDF-Datei laden.