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Timestamp: 2016-10-22 18:08:58
Document Index: 106647277

Matched Legal Cases: ['Art. 36', 'Art. 100', 'Art. 104', 'Art. 132', 'Art. 104', 'Art. 132', 'Art. 104', 'Art. 132', 'Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 132', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 41', 'Art. 77', 'Art. 55', 'Art. 77', 'Art. 337', 'BGE', 'Art. 34', 'Art. 159']

D 1/02 (19.03.2003)
1.1 Verf�gungen betreffend ein Arbeitsverh�ltnis beim Bundesgericht bzw. beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht k�nnen beim jeweils anderen Gericht angefochten werden (Art. 36 Abs. 2 Bundespersonalgesetz [BPG; SR 172.220.1]; Peter Helbling, Entwicklung im Personalrecht des Bundes; Anmerkungen zum Bundespersonalgesetz [BPG], in: Helbling/Poledna, Personalrecht des �ffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 33 f.). Das Rechtsmittel der Verwaltungsgerichtsbeschwerde steht dem Gerichtspersonal gegen s�mtliche Verf�gungen in personalrechtlichen Belangen - und nicht nur gegen Verf�gungen �ber die Aufl�sung des Arbeitverh�ltnisses (vgl. Art. 100 Abs. 1 lit. e OG) - offen, weil nur so gew�hrleistet ist, dass die Besch�ftigten der beiden Gerichte an eine aussenstehende Gerichtsinstanz gelangen k�nnen (vgl. Botschaft zum Bundespersonalgesetz vom 14. Dezember 1998, BBl 1999 1628; Botschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege vom 28. Februar 2001, BBl 2001 4414).
1.2 Entscheide der Rekurskommission werden vom Eidgen�ssischen Versicherungsgericht nur hinsichtlich der R�ge der Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens (Art. 104 lit. a in Verbindung mit Art. 132 OG), der R�ge der unrichtigen oder unvollst�ndigen Feststellung des Sachverhaltes (Art. 104 lit. b in Verbindung mit Art. 132 OG), nicht aber auf Unangemessenheit �berpr�ft (Art. 104 lit. c in Verbindung mit Art. 132 OG). Da die Rekurskommission keine richterliche Beh�rde im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG ist, kann das Eidgen�ssische Versicherungsgericht deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen �berpr�fen (Art. 105 Abs. 1 in Verbindung Art. 132 OG; BGE 123 V 110 Erw. 2b).
Die Aufl�sung des Arbeitsverh�ltnisses f�r die auf Amtsdauer gew�hlten Gerichtsschreiber richtet sich bis Ende 2002 noch nicht nach dem am 1. Januar 2002 in Kraft getretenen BPG und der dazugeh�rigen Personalverordnung des Bundesgerichts vom 27. August 2001 (PVBger; SR 172.220.114), sondern noch nach dem bisherigen Recht (Art. 89 Abs. 2 PVBger). Im vorliegenden Fall gelangt deshalb die Angestelltenordnung vom 10. November 1959 (AngO; SR 172.221.104) zur Anwendung (vgl. Art. 41 Abs. 1 lit. a BPG).
Gem�ss Art. 77 Abs. 1 AngO ist die Wahlbeh�rde - analog Art. 55 des inzwischen aufgehobenen Beamtengesetzes vom 30. Juni 1927 (SR 172.221.10) - berechtigt, bei wichtigen Gr�nden das Dienstverh�ltnis sofort oder vor Ablauf der in der Verordnung oder in der Anstellungsverf�gung bezeichneten Frist umzugestalten oder aufzul�sen. Als wichtige Gr�nde gelten Dienstuntauglichkeit, Verlust der Anstellungsf�higkeit, strafrechtliche Tatbest�nde, wiederholte Trunkenheit im Dienst, fortw�hrendes leichtsinniges Schuldenmachen, Ungeb�hrlichkeiten gegen Mitarbeiter oder Dritte sowie jeder Umstand, bei dessen Vorhandensein die Fortsetzung des Dienstverh�ltnisses nach Treu und Glauben nicht zugemutet werden kann (Art. 77 Abs. 2 Satz 1 AngO). Dabei gen�gt auch ein verschuldensunabh�ngiges Verhalten (Urteil T. vom 4. Februar 2000, 2P.176/1998, Erw. 2; Peter H�nni, Beendigung �ffentlicher Dienstverh�ltnisse, in: Geiser/M�nch, Stellenwechsel und Entlassung, Basel 1997, S. 187 Rz 6.34). F�r die Beurteilung der Umzumutbarkeit kann auf die Rechtsprechung zu Art. 337 OR (BGE 127 III 353 Erw. 4a, 313 Erw. 3) zur�ckgegriffen werden (H�nni, a.a.O., S. 187 Rz 6.35).
In personalrechtlichen Verfahren, in welchen das Eidgen�ssische Versicherungsgericht Beschwerden gegen Verf�gungen, die ein Arbeitsverh�ltnis beim Bundesgericht betreffen, beurteilt, werden keine Kosten erhoben (Art. 34 Abs. 2 in Verbindung mit 36 Abs. 2 BPG).
Dem Verfahrensausgang entsprechend steht dem Beschwerdef�hrer keine Parteientsch�digung zu (Art. 159 Abs. 1 OG).
Luzern, 19. M�rz 2003