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Timestamp: 2017-05-25 22:03:45
Document Index: 329461522

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 13', '§ 6', '§6']

Hartz IV Forum - Frührente
Frührente (Begonnen von: old Lady)
Thema: Frührente (Gelesen 1813 mal)
« am: 08. Mai 2017, 09:41:56 »
Hallo liebe Fories,mich könnte es in Kürze treffen, dass mich das JC auffordert Rente zu beantragen.Ich habe im Netz nach Infos gesucht und diesen u.g. Text gefunden, nur leider verstehe ich ihn nicht.Kann mir bitte jemand weiter helfen und die 70% Klausel an Hand eines fiktivem Rechenbeispiel erklären,so dass ich an Hand meiner Daten diese Rechnung nachvollziehen kann?Ich bedanke mich recht herzlich im Voraus.VGold LadyVerordnung des Bundesministeriums für Arbeit und SozialesErste Verordnung zur Änderung der UnbilligkeitsverordnungVom ...Auf Grund des § 13 Absatz 2 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch - Grundsicherungfür Arbeitsuchende -, in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. Mai 2011 (BGBl. I S.850, 2094), verordnet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales:Artikel 1Änderung der UnbilligkeitsverordnungDie Unbilligkeitsverordnung vom 14. April 2008 (BGBl. I S. 734) wird wie folgt geändert:1. § 6 wird wie folgt gefasst:„§ 6Hilfebedürftigkeit im AlterUnbillig ist die Inanspruchnahme, wenn Leistungsberechtigte dadurch hilfebedürftig imSinne der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung nach dem Vierten Kapiteldes Zwölften Buches Sozialgesetzbuch werden würden.Dies ist insbesondere anzunehmen,wenn der Betrag in Höhe von 70 Prozent der bei Erreichen der Altersgrenze (§ 7a desZweiten Buches Sozialgesetzbuch) zu erwartenden monatlichen Regelaltersrente niedrigerist als der zum Zeitpunkt der Entscheidung über die Unbilligkeit maßgebende Bedarf derleistungsberechtigten Person nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch.“
« Antwort #1 am: 09. Mai 2017, 03:35:02 »
ZitatVom ... Vom wann genau?Weil: in 2017 gibts eine neue Unbilligkeitsverordnung.Die 70% heisst in einfachen Worten:Mit Erreichen der Regelaltersgrenze (65 J.) hast Du Anspruch auf 100 %Gehst Du nach dem Wunsch des JC in vorzeitig Rente musst Du mindestens 70% von der Rente mit 65 erhalten (Die Abschläge von der Rente wirken dann lebenslang !!!).Die Zahlen in Prozent halte ich aber für heftig überholt.Also mit Zähnen und Klauen wehren, wenn Du nicht andere Gründe hast, vorzeitig in Rente zu gehen.
« Antwort #2 am: 09. Mai 2017, 07:44:19 »
Hallo Coolio,hab erst mal recht herzlichen Dank für deine Antwort.Die Verordnung ist die aktuelle...beim kopieren ist mir der obere Teil abhanden gekommen. Wenn ich das richtig verstanden habe heißt das...Die Abschläge von 0.3% pro Monat ergeben bei 2 1/2 Jahren früher in Rente 9% Abschläge aber niemals 30%(70 v. 100)Wenn man mich noch dieses Jahr z.B. (ab Juli) in Rente schicken würde bedeutet das für mich, für 20 Monate 6% Abschläge.Wenn bei der Rechnung dann weniger als der eigene aktuelle H4 Satz dabei raus kommt, erst dann greift die Verordnung.Wenn das Amt dennoch zur Frührente drängt muss ich Widerspruch einlegen und hoffen dass er stattgegeben wird, wenn nicht muss ich klagen...richtig?10€ mehr als H4 und ich muss daran glauben...?Gibt es hier im Forum jemand der damit Erfahrung gemacht hat...Erfahrung machen musste?Ich bedanke mich wieder recht herzlich im VorausVG old LadyErste Verordnungzur Änderung der UnbilligkeitsverordnungVom 4. Oktober 2016Auf Grund des § 13 Absatz 2 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch–Grundsicherungfür Arbeitsuchende– in der Fassung der Bekanntmachung vom13. Mai 2011 (BGBl. I S. 850, 2094) verordnet das Bundesministerium für Arbeitund Soziales:Artikel 1Änderung derUnbilligkeitsverordnungDie Unbilligkeitsverordnung vom 14. April 2008 (BGBl. I S. 734) wird wie folgtgeändert:1. § 6 wird wie folgt gefasst:„§6Hilfebedürftigkeit im Alter
« Antwort #3 am: 12. Mai 2017, 20:04:40 »
100 % sind Bruttorente 70 % (pauschal) ist der Nettobetrag der Rente.Fällt man auf Grund der Abschläge (0,3 % x Monate) abgezogen vom Nettobetrag in Grundsicherung, so wäre das unbillig.
« Antwort #4 am: 13. Mai 2017, 09:44:02 »
Hallo Ecki07,auch dir recht herzlichen Dank.Ich versuche mal deine Rechnung nach zu vollziehen...:Wird die pauschalierte Nettorente von 70% als Startbetrag angenommen, so wäre das in meinem Fall schon weit unter der Grundsicherung.Wenn dann nochmal 6.6% für 22 Monate abgezogen würden, käme nur die Hälfte der Bruttorente dabei raus.Anders gerechnet, Bruttorente minus 6.6%, minus KV +PV = Nettorente...ist diese unter der Grundsicherung, keine Frührente möglich.Wenn das JC eine Rentenauskunft verlangt, den Wert der Bruttorente zum regulären Rentenbeginn vorliegen hat, und die Menschen dann zum Antrag auf Frührente drängt, ohne vorher ausgerechnet zu haben was für den betroffenen am Ende raus kommt,wäre das alleine schon eine "unbillig" in meinen Augen.Wer dann nicht in Widerspruch geht hat verloren. Es sieht für mich so aus als ob damit gerechnet wird, dass nur wenige in Widerspruch gehen weil sie die Kraft dafür nicht haben,oder nicht wissen welche Rechte sie haben.Eine Rentenauskunft mit Bruttorente hat das JC von mir bereits, aber man hat das alleine nicht akzeptiert, man wollte noch eine Auskunft, wann die BfA mich mit Abschlägen in Rente gehen lässt. Es geht also um den Zeitpunkt, ohne vorher ausgerechnet zu haben, was mir als Rente bliebe.Auf diesen Bescheid warte ich jetzt, den muss ich dann wieder ans JC schicken und muss dann abwarten wie sich das JC entscheidet.Mir sind im Augenblick noch die Hände gebunden.VG Old Lady
« Antwort #5 am: 13. Mai 2017, 10:08:42 »
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rente_Reha/01_Rente/01_allgemeines/03_rentenarten_und_leistungen/06_altersrente_fuer_arbeitslosigkeit_node.htmlNach dieser hier zu lesenden Regelung gibt es für mich keine Frührente!Hat das JC davon Kenntnis?
« Antwort #6 am: 13. Mai 2017, 10:36:53 »
Zitat von: old Lady am 13. Mai 2017, 10:08:42Nach dieser hier zu lesenden Regelung gibt es für mich keine Frührente!Das wird dir die Rentenversicherungsanstalt dann schon schreiben.ZitatHat das JC davon Kenntnis?Wenn du denen dann die Antwort der Rentenversicherungsanstalt vorlegst, ja.Das Jobcenter kann/wird und darf keine Rentenversicherungsansprüche ausrechnen.
« Antwort #7 am: 13. Mai 2017, 11:01:01 »
ZitatDas Jobcenter kann/wird und darf keine Rentenversicherungsansprüche ausrechnen.Hallo Sheherazade, ich danke dir für die Info. Gespeichert
« Antwort #8 am: 13. Mai 2017, 22:11:22 »
@old LadyHier kannst Du auch mal reinschauen, da ging's auch um das Thema:http://hartz.info/index.php?topic=103389.0In Antwort #22 gibt es z. B. ein gut nachvollziehbares Beispiel.
« Antwort #9 am: 14. Mai 2017, 08:51:10 »
@ Mausolfineich danke dir für den Hinweis.Gelesen und verstanden... Rein rechnerisch muss ich mir keine Sorgen mehr machen...VG und schönen Muttertag allen Müttern hier Old lady
« Antwort #10 am: 15. Mai 2017, 08:31:22 »
Hallo in die Runde...erstens kommt es anders, zweitens als man denkt...Habe mich darauf verlassen das dass, was bei der BfA zu lesen war auch Gültigkeit hat. vor 1952 geboren wurden und.................(53geboren) eine Versicherungszeit von mindestens 15 Jahren erfüllen...(wahrscheinlich habe ich diese Jahre...) und entweder bei Beginn der Rente arbeitslos sind...(trifft zu...) und nach Vollendung eines Lebensalters von 58 Jahren und sechs Monaten insgesamt 52 Wochen arbeitslos waren...(trifft auch zu...) oder mindestens 24 Kalendermonate Altersteilzeitarbeit nach dem Altersteilzeitgesetz ausgeübt haben....(trifft nicht zu) Außerdem müssen Sie innerhalb der letzten zehn Jahre vor Beginn der Rente mindestens acht Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit gezahlt haben....(trifft nicht zu)Habe heute die Antwort von der BfA bekommen, dass ich schon 09/2016 in Frührente hätte gehen können...mit 9,3% Abschlägen....Ich verstehe das so, obwohl meine Vita nicht alle Bedingungen für die Frührente erfüllt, kann man mich in Frührente schicken.Es kommt jetzt darauf an wie das JC entscheidet.Bedeutet wahrscheinlich, dass ich spätestens in einer Woche die Aufforderung bekomme die Rente zu beantragen.Und, Widerspruch einlegen und...eventuell klagen...Weil erst nach Widerspruch überhaupt erst gerechnet wird...vorher wahrscheinlich nicht...man kann's ja mal versuchen...Ich habe die Faxen dicke... Gespeichert
« Antwort #11 am: 15. Mai 2017, 09:26:47 »
Zitat von: old Lady am 15. Mai 2017, 08:31:22Ich verstehe das so, obwohl meine Vita nicht alle Bedingungen für die Frührente erfüllt, kann man mich in Frührente schicken.Es kommt jetzt darauf an wie das JC entscheidet.Zitat von: old Lady am 13. Mai 2017, 09:44:02Wird die pauschalierte Nettorente von 70% als Startbetrag angenommen, so wäre das in meinem Fall schon weit unter der Grundsicherung.Also unbillig, somit keine Frühverrentung möglich.
« Antwort #12 am: 15. Mai 2017, 13:24:25 »
@Ecki07 Danke ;)...schön wäre es, wenn du recht hättest..Ich komme gerade vom Amtsgericht und habe mir einen Beratungsschein abgeholt.Das JC hatt mir mit sofortiger Wirkung die Leistungszahlung komplett eingestellt...also ab 1.6. kein Geld...Weil...sie von mir angeblich keine Rentenauskunft bekommen hätten...sie haben diese 4 mal von mir bekommen...In der Begründung der Rechtspflegerin heißt es..".ungerechtfertigter...vorläufiger Einstellung..."Ich muss mich jetzt beeilen und einen Anwalt finden...Ich melde mich...
« Antwort #13 am: 15. Mai 2017, 14:25:49 »
Man hätte Dich in Frührente 2016 schicken können, WENN das Jobcenter Dich aufgefordert hätte, Rente zu beantragen (eine Rentenauskunft ist noch keine Aufforderung zur Rentenbeantragung!)Du schreibst, Du hast 4x (nachweislich?) eine Rentenauskunft zugeschickt.Kannst Du das beweisen, so ist das Jobcenter in der Pflicht gewesen, Dich zur Rentenbeantragung aufzufordern. Das hat es nicht getan. Eine rückwirkende Rentenbeantragung (bei einer normalen Frührente) ist NICHT möglich.Da allerdings ab 1.1.2017 die rechtlichen Bedingungen für eine Frührente geändert worden sind (siehe Eckis mit dem 70%-Wert), kann jetzt keine Rentenbeantragung in Deinem Fall gefordert werden, weil JETZT die Zwangsrente in Deinem Fall nicht mehr möglich ist.Du KANNST zwar eine Frührente beantragen, aber Du MUSST NICHT mehr eine beantragen.GrußErnieP.S.Grundsätzlich ist ein Zwang in eine Frührente mit lebenslanger Kürzung eine absolute Frechheit, dadurch sollen die Ärmsten möglichst schnell verrecken, so die Intention der Regierung!!
« Antwort #14 am: 15. Mai 2017, 15:55:47 »
Hallo Ernie, auch dir Danke für die moralische Unterstützung. Wie war das mit dem Konjunktiv...?hätte...wäre ...wenn...Ich habe am Freitag einen Termin für ein Erstgespräch bei einem Anwalt...Was wird das JC tun, wenn es morgen das ausgefüllte Formular von der BfA vorliegen hat?Sie sehen den Termin 1.9.16...bekommen leuchtende Augen und schicken mir die Aufforderung zu!Weil es nicht darum geht, sich an Recht und Gesetz zu halten, sondern darum, die Menschen psychisch fertig zu machen, darauf zu hoffen dass viele kleinbei geben, oder gar nicht wissen dass die nicht müssten.Der nächste Punkt ist, dass nächstes Jahr das Spiel von vorn losgeht, wenn die Anpassung im Juli wieder über 3% liegt könnte es mich wieder treffen,weil in Zahlen meine Rente inkl. Abschlägen eventuell genau bei H4 liegt.Dann geht es darum, dass es nur noch wenige Monate bis zum regulären Renten Termin sind...Ich habe einen Anwalt der sich nun damit beschäftigt...schaun wir mal...Viele Grüße old Lady