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Timestamp: 2016-10-24 07:07:00
Document Index: 374870400

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 65', 'Art. 66', 'Art. 64', 'BGE']

8C_32/2015 (23.02.2015)
8C_32/2015 � � Urteil vom 23. Februar 2015
F�rsprecher Harold K�lling,
A.________, geboren 1975, meldete sich am 27. September 2011 unter Hinweis auf Beschwerden an der rechten Hand bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die Arbeitsstelle bei der B.________ AG war ihr auf den 31. Mai 2011 gek�ndigt worden. Die IV-Stelle des Kantons Aargau holte Berichte der behandelnden �rzte ein, liess die arbeitsbezogene k�rperliche Leistungsf�higkeit in der Klinik C.________ untersuchen und gew�hrte berufliche Massnahmen (Belastbarkeitstraining und Arbeitsversuch w�hrend insgesamt f�nf Monaten bei der Stiftung D.________ f�r Behinderte). Mit Verf�gung vom 2. Dezember 2013 lehnte sie den Anspruch auf eine Invalidenrente ab.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag auf Zusprechung einer Invalidenrente.
Die Vorinstanz hat die medizinischen Unterlagen eingehend gew�rdigt und festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin nach den �rztlichen Stellungnahmen zur Arbeitsf�higkeit in einer den Handgelenksbeschwerden angepassten T�tigkeit zeitlich nicht eingeschr�nkt sei. Auf weitere Abkl�rungen zum psychischen Gesundheitszustand verzichtete sie, weil sich bei den Untersuchungen der Leistungsf�higkeit keine entsprechenden Auff�lligkeiten gezeigt hatten).
Die Beschwerdef�hrerin macht sinngem�ss im Wesentlichen ein invalidisierendes Handleiden geltend. Sie beruft sich auf den Bericht des Dr. med. E.________, Handchirurgie FMH, vom 9. August 2013 und die von ihm gestellte Verdachtsdiagnose eines Raynaud-Syndroms. Auch aus seiner Sicht ist indessen eine Arbeit ohne allzu starke Belastung der rechten Hand zumutbar. Dies stimmt �berein mit der Einsch�tzung der �rzte der Klinik C.________, wonach die Beschwerdef�hrerin eine leichte bis mittelschwere Arbeit ohne h�ufig wiederholte Bewegungen des rechten Handgelenks und Krafteins�tze mit dem rechten Arm ganztags zu verrichten vermag. Die beantragten weiteren Abkl�rungen zu der von Dr. med. E.________ erw�hnten Diagnose sind daher nicht angezeigt.
An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten (und Verdienstaussichten) sind nach der Rechtsprechung nicht �berm�ssige Anforderungen zu stellen (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459 f.). Dies gilt selbst bei faktischer Einh�ndigkeit oder Beschr�nkung der dominanten Hand als Zudienhand (vgl. dazu Urteil 8C_1050/2009 vom 28. April 2010 E. 3.4); davon ist hier bei der geschilderten �rztlichen Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit jedoch nicht auszugehen. Verwaltung und Vorinstanz waren daher nicht gehalten, die noch zumutbaren Verweist�tigkeiten im Einzelnen aufzuzeigen.
Nach Auffassung der Beschwerdef�hrerin h�tte die IV-Stelle des Weiteren ihren psychischen Gesundheitszustand n�her abkl�ren m�ssen, nachdem ihr behandelnder Psychiater Dr. med. F.________ am 24. Juni 2012 die Verdachtsdiagnose einer posttraumatischen Belastungsst�rung gestellt habe und eine psychopharmakologische Behandlung mit dem Antidepressivum Cipralex best�tige (10 mg, eine Tablette morgens). Der nach dem vorinstanzlichen Entscheid verfasste Arztbericht vom 19. Dezember 2014 bleibt als neues Beweismittel (echtes Novum) im letztinstanzlichen Verfahren unbeachtlich (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.; Urteil 5A_115/2012 vom 20. April 2012 E. 4.2.2). Entscheidwesentlich ist �berdies, dass psychische Beschwerden bei den Abkl�rungen in der Klinik C.________ unter �rztlicher Aufsicht und w�hrend des insgesamt f�nfmonatigen Arbeitstrainings bei der Stiftung D.________ nicht aufgefallen waren. Es bestehen daher keine Anhaltspunkte daf�r und wird auch nicht geltend gemacht, dass bis zum Zeitpunkt der ablehnenden Rentenverf�gung, welcher f�r die richterliche �berpr�fung massgeblich ist (BGE 129 V 167 E. 1 S. 169), eine Arbeitsunf�higkeit aus psychischen Gr�nden eingetreten ist.
Zu pr�fen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Gesundheitssch�digung. Beschwerdeweise werden die bereits er�rterten Einw�nde zur Arbeitsf�higkeit erhoben. Es wird weiter geltend gemacht, dass der Beschwerdef�hrerin nach dem Eintritt der Invalidit�t kein h�heres Einkommen anzurechnen sei, als sie zuvor noch als Gesunde verdient hat. Allein dieser Umstand vermag eine andere Beurteilung jedoch nicht zu rechtfertigen: Weil die Beschwerdef�hrerin nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine neue Erwerbst�tigkeit aufgenommen hat, haben Verwaltung und Vorinstanz f�r die Ermittlung des Invalideneinkommens rechtsprechungsgem�ss die Tabellenl�hne gem�ss den vom Bundesamt f�r Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen herangezogen (LSE; BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475) und dabei als massgebliches statistisches Durchschnittseinkommen den Monatslohn nach LSE-Tabelle TA1, Zeile "Total Privater Sektor", angewendet (in BGE 133 V 545 nicht publizierte E. 5.1 des Urteils 9C_237/2007 vom 24. August 2007). Im �brigen werden die vorinstanzlichen Erw�gungen zu den erwerblichen Auswirkungen der Gesundheitssch�digung im Einzelnen nicht beanstandet und sie geben keinen Anlass zu Weiterungen.
Entsprechend seinem Ausgang werden die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdef�hrerin auferlegt (Art. 65 und Art. 66 Abs. 1 BGG). Gem�ss Art. 64 Abs. 1 BGG wird einer Partei die unentgeltliche Rechtspflege nur gew�hrt, wenn sie bed�rftig ist und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (zum Erfordernis der Nichtaussichtslosigkeit auch bei der unentgeltlichen Verbeist�ndung: Urteil 8C_258/2009 vom 24. August 2009 E. 7 mit Hinweisen). Das kantonale Gericht hat die Sachverhalts- und Rechtslage einl�sslich dargelegt und seinen Entscheid eingehend begr�ndet. Die erhobenen R�gen vermochten ihn nicht ernsthaft in Zweifel zu ziehen. Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege kann daher zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde (BGE 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135 f.) nicht entsprochen werden.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Pensionskasse Metzger, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.