Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%20205,%20416
Timestamp: 2019-10-17 01:59:45
Document Index: 793561

Matched Legal Cases: ['§ 115', '§ 6', '§ 6', 'Art. 21', 'Art. 28', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 116', '§ 6', '§ 6']

BFH, 06.05.2004 - V B 101/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,1139
BFH, 06.05.2004 - V B 101/03 (https://dejure.org/2004,1139)
BFH, Entscheidung vom 06.05.2004 - V B 101/03 (https://dejure.org/2004,1139)
BFH, Entscheidung vom 06. Mai 2004 - V B 101/03 (https://dejure.org/2004,1139)
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FGO § 115 Abs. 2 Nr. 1; UStG 1999 § 6, § 6a Abs. 4; Richtlinie 77/388/EWG Art. 21 Nr. 1 Buchst. a, Art. 28c Teil A
Vertrauensschutzregelung des § 6a Abs. 4 UStG nicht auf Ausfuhrlieferungen in Drittstaaten anwendbar
Analoge Anwendung von § 6a Abs. 4 Umsatzsteuergesetz (UStG) auf Ausfuhrlieferungen in Drittstaaten; Bestehen einer Klärungsbedürftigkeit wenn die Frage durch das Finanzgerichtz eindeutig zu beantworten ist
Kein Vertrauensschutz bei gefälschten Ausfuhrbelegen
Vertrauensschutzregelung in § 6a Abs. 4 UStG
Bisherige deutsche Rechtsauffassung
Zusammenfassung von "Anmerkung zu BFH - 6.5.2004 - V B 101/03 - Keine Anwendbarkeit des für innergemeinschaftliche Lieferungen geltenden Vertrauensschutzes auf Ausfuhrlieferungen in Drittstaaten" von Prof. Dr. Johannes Dietlein, original erschienen in: UR 2004, 531 - 532.
FG München, 10.04.2003 - 14 K 314/00
BFHE 205, 416
DB 2004, 1650
BStBl II 2004, 748
An seiner gegenteiligen Rechtsprechung (BFH-Beschluss vom 6. Mai 2004 V B 101/03, BFHE 205, 416, BStBl II 2004, 748) hält der Senat nicht fest.
Der Senat entschied noch im Beschluss vom 6. Mai 2004 V B 101/03 (BFHE 205, 416, BStBl II 2004, 748), dass der deutsche Gesetzgeber die Einführung der Vertrauensschutzregelung in § 6a Abs. 4 UStG 1993 für die innergemeinschaftliche Lieferung nicht als Anlass zu einer entsprechenden Ergänzung der Regelungen über die Befreiung für Ausfuhrlieferungen in Drittstaaten (§ 6 UStG 1993) genommen habe und dass eine entsprechende Anwendung der Vertrauensschutzregelung für die Ausfuhrlieferung also ersichtlich nicht vorgesehen sei.
Nicht klärungsbedürftig ist eine Rechtsfrage, wenn sie eindeutig so zu beantworten ist, wie es das Finanzgericht (FG) in dem angefochtenen Urteil getan hat; sie muss dann nicht (erst) in einem Revisionsverfahren geklärt werden (BFH-Beschluss vom 6. Mai 2004 V B 101/03, BFHE 205, 416, BStBl II 2004, 748, unter II.2.).
Eine klärungsbedürftige Rechtsfrage wird nicht aufgeworfen, wenn die streitige Rechtsfrage offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG getan hat, die Rechtslage also eindeutig ist (ständige Rechtsprechung des BFH, vgl. z.B. Beschluss vom 6. Mai 2004 V B 101/03, BFHE 205, 416, BStBl II 2004, 748).
Die gegenteilige Entscheidung des Bundesfinanzhofs (Beschluss vom 06.05.2004 V B 101/03, BStBl II 2004, 748) überzeuge nicht, da der Beschluss im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde ergangen sei, das einen beschränkten Prüfungsumfang habe (§§ 116, 115 Abs. 2 FGO).
Die diese Bestimmung umsetzende Vorschrift des § 6a Abs. 4 UStG kann deshalb nicht auf andere Sachverhalte angewendet werden (BFH-Beschluss vom 06. Mai 2004 V B 101/03, BFHE 205, 416, BStBl II 2004, 748).
Für die von der Klägerin beanspruchte Ausdehnung des § 6 a Abs. 4 Satz 1 UStG auf Ausfuhrlieferungen (so jedoch für den "Export über den Ladentisch" Dietlein/Mehrbrey, BB 2001, 446) ist deshalb kein Raum (vgl. BFH-Beschluss vom 06. Mai 2004 V B 101/03, BFHE 205, 416, BStBl II 2004, 748).
Entgegen der Ansicht der Klägerin kann auch aus dem Umstand, dass der Beschluss des BFH vom 06. Mai 2004 (V B 101/03, BFHE 205, 416, BStBl II 2004, 748) im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde und damit mit beschränkten Prüfungsumfang ergangen ist, nicht geschlossen werden, dass es sich um eine wenig überzeugende Entscheidung handelt.
Ein Klärungsbedarf besteht nicht mehr, wenn sich eine Rechtsfrage ohne Weiteres aus dem klaren Wortlaut und Sinngehalt des Gesetzes beantworten lässt oder die Rechtsfrage offensichtlich so zu entscheiden ist, wie es das Finanzgericht (FG) getan hat, die Rechtslage also eindeutig ist (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. Beschlüsse des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 27. März 2008 VIII B 184/08, BStBl II 2009, 850, und vom 6. Mai 2004 V B 101/03, BStBl II 2004, 748).
An der Klärungsbedürftigkeit fehlt es außerdem, wenn sich die Antwort auf die Rechtsfrage ohne weiteres aus dem klaren Wortlaut und Sinngehalt des Gesetzes ergibt oder sie offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG getan hat, die Rechtslage also eindeutig ist (ständige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschlüsse vom 6. Mai 2004 V B 101/03, BFHE 205, 416, BStBl II 2004, 748;… vom 26. Mai 2004 III B 89/03, BFH/NV 2004, 1221).
a) Diese Frage ist nicht klärungsbedürftig, da sie offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG getan hat, die Rechtslage also eindeutig ist und nicht (erst) in einem Revisionsverfahren geklärt werden muss (…ständige Rechtsprechung, vgl. BFH-Beschlüsse vom 22. Juli 2011 V B 88/10, BFH/NV 2011, 1919; vom 6. Mai 2004 V B 101/03, BFHE 205, 416, BStBl II 2004, 748, …sowie vom 3. April 2012 V B 130/11, BFH/NV 2012, 1136).
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