Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757?p=549
Timestamp: 2019-02-22 04:25:19
Document Index: 61106121

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 14', '§ 1297', '§ 14', '§ 1298', '§ 1299', '§ 1297', '§ 14', '§ 1298', '§ 1299']

von den binen oder immen.
honiges verrichten kan, Hofmann am a. o. im
IIten teile s. 211.
Dise zame gesellschaft gehöret dem eigentümer;die zamen
binen gehö-
ren dem ei-
gentümer.
da sie sich nun vermeret und eine neue gesellschaft
von ihr ausgehet; so gehöret dise dem herrn der
binen ebenfalls, so lange derselbe bescheinigen kan,
daß der fortgeflogene schwarm der seinige sey,
Stisser am a. o. § 14 s. 235 fgg., Peter Müller
de iure apum. Daher pfleget man auf becken
zu schlagen, um zu erkennen zu geben, daß seine
binen schwärmen. Oefters schwärmet ein binen-
stock des jares 2 mal, alsdann heisset der lezte
schwarm der affter-schwarm. Schwärmet aber
ein junger bien noch selbigen jares, so nennet man
dises einen jungfern-bien.
Finden sich fremde raub-binen ein, so lauretwie mit den
raub-binen
zu verfaren
man selbigen auf, machet seinen stock zu, und be-
streuet die räuber mit mehl, und tut dises dem
andern bienhalter kund, um die räuber abzuschaf-
fen, wo nicht, machet man disen einen fraß, wor-
an sie sterben. Die eigenen raub-binen muß man
tödten, bevorab da die guten binen solche ausbei-
sen und verfolgen, Zink am a. o. sp. 2354, Stis-
ser am a. o. § XI. Auf gleiche weise kan man
nach den wirtschaftsregeln die späten schwärme,
und welche nicht viel vorrat auf den winter einge-
tragen haben, ertödten, immaßen man dadurch
einen vorteil und nuzen hat; da hingegen wenn
man sie leben lassen will, sind sie mit schaden zu
Es ist durch eine gute binen-zucht vil gelt einzu-die binen-
zucht ist ein-
bringen, und zwar nicht allein durch das honig,
sondern auch durch das wachs, immaßen wegen
IIten teile ſ. 211.
Diſe zame geſellſchaft gehoͤret dem eigentuͤmer;die zamen
binen gehoͤ-
gentuͤmer.
da ſie ſich nun vermeret und eine neue geſellſchaft
von ihr ausgehet; ſo gehoͤret diſe dem herrn der
binen ebenfalls, ſo lange derſelbe beſcheinigen kan,
daß der fortgeflogene ſchwarm der ſeinige ſey,
Stiſſer am a. o. § 14 ſ. 235 fgg., Peter Muͤller
zu ſchlagen, um zu erkennen zu geben, daß ſeine
binen ſchwaͤrmen. Oefters ſchwaͤrmet ein binen-
ſtock des jares 2 mal, alsdann heiſſet der lezte
ſchwarm der affter-ſchwarm. Schwaͤrmet aber
ein junger bien noch ſelbigen jares, ſo nennet man
diſes einen jungfern-bien.
Finden ſich fremde raub-binen ein, ſo lauretwie mit den
man ſelbigen auf, machet ſeinen ſtock zu, und be-
ſtreuet die raͤuber mit mehl, und tut diſes dem
andern bienhalter kund, um die raͤuber abzuſchaf-
fen, wo nicht, machet man diſen einen fraß, wor-
an ſie ſterben. Die eigenen raub-binen muß man
toͤdten, bevorab da die guten binen ſolche ausbei-
ſen und verfolgen, Zink am a. o. ſp. 2354, Stiſ-
ſer am a. o. § XI. Auf gleiche weiſe kan man
nach den wirtſchaftsregeln die ſpaͤten ſchwaͤrme,
tragen haben, ertoͤdten, immaßen man dadurch
man ſie leben laſſen will, ſind ſie mit ſchaden zu
Es iſt durch eine gute binen-zucht vil gelt einzu-die binen-
zucht iſt ein-
traͤglich.
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[537/0549] von den binen oder immen. honiges verrichten kan, Hofmann am a. o. im IIten teile ſ. 211. § 1297 Diſe zame geſellſchaft gehoͤret dem eigentuͤmer; da ſie ſich nun vermeret und eine neue geſellſchaft von ihr ausgehet; ſo gehoͤret diſe dem herrn der binen ebenfalls, ſo lange derſelbe beſcheinigen kan, daß der fortgeflogene ſchwarm der ſeinige ſey, Stiſſer am a. o. § 14 ſ. 235 fgg., Peter Muͤller de iure apum. Daher pfleget man auf becken zu ſchlagen, um zu erkennen zu geben, daß ſeine binen ſchwaͤrmen. Oefters ſchwaͤrmet ein binen- ſtock des jares 2 mal, alsdann heiſſet der lezte ſchwarm der affter-ſchwarm. Schwaͤrmet aber ein junger bien noch ſelbigen jares, ſo nennet man diſes einen jungfern-bien. die zamen binen gehoͤ- ren dem ei- gentuͤmer. § 1298 Finden ſich fremde raub-binen ein, ſo lauret man ſelbigen auf, machet ſeinen ſtock zu, und be- ſtreuet die raͤuber mit mehl, und tut diſes dem andern bienhalter kund, um die raͤuber abzuſchaf- fen, wo nicht, machet man diſen einen fraß, wor- an ſie ſterben. Die eigenen raub-binen muß man toͤdten, bevorab da die guten binen ſolche ausbei- ſen und verfolgen, Zink am a. o. ſp. 2354, Stiſ- ſer am a. o. § XI. Auf gleiche weiſe kan man nach den wirtſchaftsregeln die ſpaͤten ſchwaͤrme, und welche nicht viel vorrat auf den winter einge- tragen haben, ertoͤdten, immaßen man dadurch einen vorteil und nuzen hat; da hingegen wenn man ſie leben laſſen will, ſind ſie mit ſchaden zu unterhalten. wie mit den raub-binen zu verfaren iſt? § 1299 Es iſt durch eine gute binen-zucht vil gelt einzu- bringen, und zwar nicht allein durch das honig, ſondern auch durch das wachs, immaßen wegen der die binen- zucht iſt ein- traͤglich. L l 5
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 537. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/549>, abgerufen am 22.02.2019.