Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BFH_18_11_2009_II_R_11_08_Bestehen_der_Zweijahresfrist_nach_-d3917437.html
Timestamp: 2016-12-04 22:56:19
Document Index: 270131006

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 242', '§ 313', '§ 16', '§ 16']

BFH, 18.11.2009 - II R 11/08 - Bestehen der Zweijahresfrist nach § 16 Abs. 1 Nr. 1 Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) bei Vereinbarung und Ausübung eines vom nachträglichen Eintritt bestimmter Ereignisse abhängigen Rücktrittsrechts in einem Grundstückskaufvertrag | Urteile auf anwalt24.de
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BFH, 18.11.2009 - II R 11/08 - Bestehen der Zweijahresfrist nach § 16 Abs. 1 Nr. 1 Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) bei Vereinbarung und Ausübung eines vom nachträglichen Eintritt bestimmter Ereignisse abhängigen Rücktrittsrechts in einem Grundstückskaufvertrag
BundesfinanzhofUrt. v. 18.11.2009, Az.: II R 11/08Gericht: BFHEntscheidungsform: UrteilDatum: 18.11.2009Referenz: JurionRS 2009, 28283Aktenzeichen: II R 11/08 Verfahrensgang:vorgehend:FG Münster - 19.11.2007 - AZ: 8 K 2562/05 GrERechtsgrundlagen:§ 16 Abs. 1 Nr. 1, 2 GrEStG§ 242 BGB§ 313 BGBFundstellen:BFHE 226, 552 - 559BauR 2010, 511BB 2010, 1071-1072BB 2010, 85BFH/NV 2010, 359-362BFH/PR 2010, 103BStBl II 2010, 498-502 (Volltext mit amtl. LS)DB 2010, 152DStRE 2010, 123-125DWW 2010, 116EStB 2010, 98GStB 2010, 6-7KÖSDI 2010, 16800-16801NotBZ 2010, 157NWB 2010, 12RdW 2010, 368-370StB 2010, 6StBW 2010, 17StuB 2010, 288StX 2010, 11-12UVR 2010, 104VP 2010, 19-20WISO-SteuerBrief 2010, 5WPg 2010, 1174-1176ZfIR 2010, 145-148Jurion-Abstract 2009, 224676 (Zusammenfassung)Orientierungssatz:Rückgängigmachung aufgrund eines befristet vereinbarten und von nachträglich eintretenden Umständen abhängigen RücktrittsrechtsAmtlicher Leitsatz:1. Wird in einem Grundstückskaufvertrag ein vom nachträglichen Eintritt bestimmter Ereignisse abhängiges Rücktrittsrecht vereinbart, unterfällt die Ausübung dieses Rechts bei vollständiger Rückgängigmachung des Erwerbsvorgangs dem § 16 Abs. 1 Nr. 2 GrEStG und unterliegt daher nicht der Zweijahresfrist der Nr. 1 der Vorschrift.2. Ist ein solches Rücktrittsrecht befristet vereinbart, bleibt es trotz ggf. mehrfach noch innerhalb der laufenden Frist erfolgter Verlängerung bestehen, wenn jeweils wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage ein Anspruch auf Vertragsanpassung in Gestalt einer Fristverlängerung bestand.3. Ist die vereinbarte Frist für die Ausübung eines derartigen Rücktrittsrechts erst einmal verstrichen, stellt eine dennoch vereinbarte "Fristverlängerung" die Begründung eines neuen Rücktrittsrechts dar. Ihm kommt nur Bedeutung zu, wenn sowohl die Neubegründung als auch die Ausübung dieses Rechts noch innerhalb der Zweijahresfrist des § 16 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG erfolgt.
BFH, 19.11.2009BFH, 18.11.2009