Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20110919_OGH0002_0170OB00019_11K0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-02-24 09:06:03
Document Index: 14733661

Matched Legal Cases: ['OGH', '§ 267', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 267', 'OGH', 'OGH', '§ 266', 'OGH', 'OGH', '§9', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 10', 'Art 12', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 266', '§ 503', 'OGH', 'OGH', '§ 266', '§ 503', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 266', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 267', '§ 267', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§395', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 267', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 2', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§266', '§ 266', 'OGH', 'OGH', '§ 267', 'OGH', 'OGH', '§266', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§2', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§9', 'OGH', '§ 9', '§ 51', 'OGH', 'OGH', 'Art 6', '§ 10', '§ 10', '§ 10', 'EuG', 'Art 6', '§ 10', 'OGH', 'OGH', '§ 2', '§ 14', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 17Ob19/11k - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 2Ob230/57 6Ob166/58 6Ob...
RS0039941
2Ob230/57; 6Ob166/58; 6Ob341/61; 1Ob85/66; 2Ob331/66; 1Ob203/67; 1Ob191/67; 2Ob362/68; 7Ob51/76; 7Ob586/77; 7Ob26/81; 7Ob799/81; 5Ob663/82; 3Ob507/85; 9ObA292/90; 1Ob711/89; 1Ob14/93; 9ObA270/97i; 4Ob149/98k; 1Ob183/98p; 2Ob82/99v; 7Ob275/02w; 8Ob100/03v; 1Ob144/06t; 2Ob198/07t; 4Ob79/08h; 2Ob116/08k; 4Ob28/09k; 17Ob1/11p; 4Ob101/11y; 17Ob19/11k; 7Ob63/12h; 2Ob20/13z; 5Ob152/15m; 3Ob172/16i; 3Ob79/17i; 1Ob73/18v
Für die Beweisbedürftigkeit einer Tatsache gemäß § 267 ZPO ist der Mangel eines Zugeständnisses und nicht das ausdrückliche Bestreiten entscheidend (übereinstimmend mit Ev 10.05.1947, 1 Ob 289/47 = JBl 1948,163).
2 Ob 230/57
Entscheidungstext OGH 29.05.1957 2 Ob 230/57
6 Ob 166/58
Entscheidungstext OGH 17.09.1958 6 Ob 166/58
6 Ob 341/61
Entscheidungstext OGH 11.10.1961 6 Ob 341/61
1 Ob 85/66
Entscheidungstext OGH 12.05.1966 1 Ob 85/66
2 Ob 331/66
Entscheidungstext OGH 19.12.1966 2 Ob 331/66
1 Ob 203/67
Entscheidungstext OGH 23.11.1967 1 Ob 203/67
1 Ob 191/67
Entscheidungstext OGH 07.12.1967 1 Ob 191/67
2 Ob 362/68
Entscheidungstext OGH 16.12.1968 2 Ob 362/68
Veröff: SZ 41/178 = EvBl 1969/222 S 327
5 Ob 663/82
Entscheidungstext OGH 14.06.1983 5 Ob 663/82
Veröff: SZ 56/92
Beisatz: Anders beim schlüssigen Geständnis im Sinne des § 267 Abs 1 ZPO. (T1)
9 ObA 292/90
Entscheidungstext OGH 21.11.1990 9 ObA 292/90
Vgl auch; Beisatz: Hier: Bei völlig unsubstantiiertem Bestreiten des Gegners ist kein Beweis mehr erforderlich. (T2)
Beisatz: Die unterbliebene Bestreitung ist nur dann als Zugeständnis zu werten, wenn gewichtige Indizien für ein derartiges Geständnis sprechen. (T3)
1 Ob 144/06t
Entscheidungstext OGH 28.11.2006 1 Ob 144/06t
Beisatz: Ein „unsubstanziiertes Bestreiten" (eine unterbliebene ausdrückliche Bestreitung) könnte nur dann als Zugeständnis gewertet werden, wenn im Einzelfall gewichtige Indizien für ein „Geständnis" sprächen. (T4)
Vgl; Beisatz: Das bloße Unterbleiben der Bestreitung reicht für sich allein für die Annahme eines Tatsachengeständnisses nicht aus. (T5); Veröff: SZ 2008/179
Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2009/48
Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Veröff: SZ 2011/103
Auch; Beis ähnlich wie T4; Beis wie T5
Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5
Vgl; Beisatz: Jene Tatsachen, die der Prozessgegner iSd §§ 266, 267 ZPO ausdrücklich oder schlüssig zugestanden hat, bedürfen keines Beweises. Darauf ist auch im Rechtsmittelverfahren Bedacht zu nehmen. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0039941
JJR_19570529_OGH0002_0020OB00230_5700000_002
Rechtssatz für 4Ob353/64 4Ob362/71 4Ob...
RS0078415
4Ob353/64; 4Ob362/71; 4Ob359/78; 4Ob383/78; 4Ob333/81; 4Ob305/83; 4Ob391/84; 17Ob19/11k
UWG §9 D1
Zulässigkeit einer notwendigen Zweckbestimmungsangabe, wenn gleichzeitig die verschiedene Herkunft der Waren klar zum Ausdruck gebracht wird. (Vervielfältigerfarbe der Fa "Kores" mit der Aufschrift "for use on Geha").
4 Ob 353/64
Entscheidungstext OGH 22.12.1964 4 Ob 353/64
Veröff: ÖBl 1965,70
4 Ob 362/71
Entscheidungstext OGH 23.11.1971 4 Ob 362/71
Beisatz: Siemens-EKG-Papierrollen. (T1) Veröff: ÖBl 1972,71
Beisatz: Hier: "Feldmühle Melkzitze, passend für Alfa". (T2) Veröff: GRURInt 1979,164 = ÖBl 1979,15
Vgl; Beisatz: Doppelschnecken, "passend zu Extruder KMD 90". (T3) Veröff: ÖBl 1979,17
4 Ob 333/81
Entscheidungstext OGH 19.05.1981 4 Ob 333/81
Auch; Beisatz: Nicht ausreichend, wenn neben der Angabe der Typenbezeichnung für die die Ersatzteile geeignet sind, lediglich die Marke des Hauptproduktes in Klammer gesetzt ist, auch wenn die äußere Verpackung von der der Originalersatzteile verschieden ist. "Shure" (T4) Veröff: ÖBl 1982,73
Beisatz: Schnapskarten II. (T5)
Auch; Beisatz: Ford-Werkstätte. (T6) Veröff: SZ 58/62 = ÖBl 1985,158 = MR 1985,4, Archiv 16 = GRURInt 1986,825 (Pietzke)
Vgl; Beisatz: Hier: Bestimmungsangabe nach § 10 Abs 3 MSchG (Art 12 GMV). (T7)
ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0078415
JJR_19641222_OGH0002_0040OB00353_6400000_001
Rechtssatz für 8Ob138/66 1Ob125/72 (1Ob...
RS0040119
8Ob138/66; 1Ob125/72 (1Ob126/72, 1Ob127/72); 4Ob361/78; 7Ob26/81; 6Ob632/81; 4Ob592/82; 5Ob671/83; 9ObA58/87; 7Ob31/90; 7Ob24/91; 1Ob14/93; 10ObS319/01m; 10ObS151/04k; 7Ob121/10k; 17Ob19/11k; 2Ob89/11v; 2Ob252/12s; 7Ob226/14g; 10ObS116/14b; 9ObA39/18b
Liegt kein ausdrückliches Geständnis vor, dann gehören die diesbezüglichen Feststellungen des Berufungsgerichtes dem Gebiet der Beweiswürdigung an. Die Frage, ob ein Tatsachengeständnis abgegeben wurde, kann daher in diesem Fall nicht vor den OGH gebracht werden. Ein Verstoß gegen die Bestimmung des § 266 ZPO kann im Revisionsverfahren nicht mehr gerügt werden, weil die Aufnahme von Beweisen über von einer Partei zugestandene Tatsachen keinen Mangel des Verfahrens im Sinne des § 503 Z 2 ZPO begründet.
8 Ob 138/66
Entscheidungstext OGH 24.05.1966 8 Ob 138/66
Entscheidungstext OGH 27.06.1972 1 Ob 125/72
nur: Ein Verstoß gegen die Bestimmung des § 266 ZPO kann im Revisionsverfahren nicht mehr gerügt werden, weil die Aufnahme von Beweisen über von einer Partei zugestandene Tatsachen keinen Mangel des Verfahrens im Sinne des § 503 Z 2 ZPO begründet. (T1)
Auch; nur: Liegt kein ausdrückliches Geständnis vor, dann gehören die diesbezüglichen Feststellungen des Berufungsgerichtes dem Gebiet der Beweiswürdigung an. Die Frage, ob ein Tatsachengeständnis abgegeben wurde, kann daher in diesem Fall nicht vor den OGH gebracht werden. (T2)
Auch; nur T2; Veröff: ZVR 1982/394 S 341
4 Ob 592/82
Entscheidungstext OGH 18.01.1983 4 Ob 592/82
5 Ob 671/83
Entscheidungstext OGH 27.09.1983 5 Ob 671/83
nur: Ein Verstoß gegen die Bestimmung des § 266 ZPO kann im Revisionsverfahren nicht mehr gerügt werden. (T3)
7 Ob 31/90
Entscheidungstext OGH 22.11.1990 7 Ob 31/90
Auch; nur T1; Veröff: RdW 1991,236 = VersRdSch 1991,204
7 Ob 24/91
Entscheidungstext OGH 14.11.1991 7 Ob 24/91
Vgl aber; Beisatz: Würdigung, ob ein Geständnis vorliegt oder nicht, ob Beifügungen oder Einschränkungen es seiner Wirksamkeit berauben und dergleichen mehr, geht der Beweisaufnahme stets voraus und hat nur die Prüfung zum Gegenstand, ob die "unvollkommen" zugestandenen Tatsachen bewiesen werden müssen. Die Überprüfung dieses Ermessens ist daher im Rahmen der Verfahrensrüge möglich. (T4) Veröff: SZ 66/59
10 ObS 319/01m
Entscheidungstext OGH 13.11.2001 10 ObS 319/01m
Vgl auch; Beisatz: Die Rechtsprechung lässt den Schluss von einer unterbliebenen Bestreitung auf ein schlüssiges Geständnis (§ 267 ZPO) im Allgemeinen nur dann zu, wenn dafür im Einzelfall gewichtige Indizien sprechen. Ob die Voraussetzungen vorliegen, ist vor dem Obersten Gerichtshof überprüfbar. (T5); Veröff: SZ 2005/7
Vgl; Beisatz: Wendet das Gericht zweiter Instanz § 267 ZPO nicht an und stellt es das Gegenteil eines angeblichen Geständnisses fest, liegt darin kein Verfahrensmangel, und die Feststellung ist der rechtlichen Beurteilung zugrunde zu legen. Bei einer bloßen Negativfeststellung hätte hingegen ein Geständnis aufgrund der Dispositionsmaxime Vorrang und die Negativfeststellung wäre unbeachtlich. (T6)
10 ObS 116/14b
Entscheidungstext OGH 17.11.2015 10 ObS 116/14b
ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0040119
JJR_19660524_OGH0002_0080OB00138_6600000_001
Rechtssatz für 5Ob55/69 1Ob203/75 7Ob2...
RS0040112
5Ob55/69; 1Ob203/75; 7Ob236/75; 7Ob503/76; 2Ob144/78; 7Ob720/78; 3Ob641/80; 5Ob683/82; 5Ob631/89; 1Ob587/93; 10ObS252/97z; 3Ob30/02m; 7Ob72/03v; 5Ob120/09x; 17Ob1/11p; 17Ob19/11k; 2Ob89/11v; 10ObS116/14b
ZPO §395
Zugestandene Tatsachen sind dem Urteil ungeprüft zugrunde zu legen. Gegenteilige Feststellungen verstoßen gegen das Gesetz und kann dieser Verstoß mit Berufung geltend gemacht werden, soferne das Tatsachengeständnis Gegenstände betraf, hinsichtlich welcher ein Geständnis abgelegt werden kann. Tatsachen, von denen das Gegenteil allgemein bekannt ist, oder von denen das Gegenteil dem Gericht im Zuge seiner amtlichen Tätigkeit bekannt wird, sowie solche, die von Amts wegen zu prüfen und zu erheben sind, können nicht Gegenstand eines Geständnisses sein.
5 Ob 55/69
Entscheidungstext OGH 30.04.1969 5 Ob 55/69
1 Ob 203/75
Entscheidungstext OGH 08.10.1975 1 Ob 203/75
7 Ob 236/75
Entscheidungstext OGH 13.11.1975 7 Ob 236/75
nur: Zugestandene Tatsachen sind dem Urteil ungeprüft zugrunde zulegen. (T1)
nur: Gegenteilige Feststellungen verstoßen gegen das Gesetz und kann dieser Verstoß mit Berufung geltend gemacht werden, soferne das Tatsachengeständnis Gegenstände betraf, hinsichtlich welcher ein Geständnis abgelegt werden kann. (T2); nur T1
2 Ob 144/78
Entscheidungstext OGH 12.10.1978 2 Ob 144/78
7 Ob 720/78
Entscheidungstext OGH 09.11.1978 7 Ob 720/78
nur T1; Veröff: RZ 1979/85 S 276
5 Ob 683/82
Entscheidungstext OGH 14.09.1982 5 Ob 683/82
Veröff: JBl 1990,590
1 Ob 587/93
Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 587/93
10 ObS 252/97z
Entscheidungstext OGH 19.08.1997 10 ObS 252/97z
3 Ob 30/02m
Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 30/02m
nur T1; Beisatz: Das gilt auch für Entscheidungen der Rechtsmittelinstanzen. (T3); Veröff: SZ 2002/31
Vgl; Beisatz: Wendet das Gericht zweiter Instanz § 267 ZPO nicht an und stellt es das Gegenteil eines angeblichen Geständnisses fest, liegt darin kein Verfahrensmangel, und die Feststellung ist der rechtlichen Beurteilung zugrunde zu legen. Bei einer bloßen Negativfeststellung hätte hingegen ein Geständnis aufgrund der Dispositionsmaxime Vorrang und die Negativfeststellung wäre unbeachtlich. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0040112
JJR_19690430_OGH0002_0050OB00055_6900000_002
Rechtssatz für 7Ob50/75 7Ob51/76 7Ob55...
RS0039955
7Ob50/75; 7Ob51/76; 7Ob551/79; 7Ob26/81; 2Ob242/81; 1Ob680/82; 1Ob14/93; 3Ob143/98w; 1Ob183/98p; 1Ob144/06t; 4Ob79/08h; 2Ob116/08k; 4Ob28/09k; 17Ob1/11p; 17Ob19/11k; 2Ob20/13z; 5Ob152/15m; 2Ob8/16i; 3Ob79/17i; 6Ob129/18s; 6Ob209/18f
Tatsachen, die nicht zugestanden, aber auch nicht ausdrücklich bestritten worden sind, bedürfen eines Beweises.
7 Ob 50/75
Entscheidungstext OGH 20.03.1975 7 Ob 50/75
Veröff: SZ 48/35
Beisatz: Hier: Zinsenbegehren. (T1)
3 Ob 143/98w
Entscheidungstext OGH 15.07.1998 3 Ob 143/98w
Beisatz: Maßgeblich ist nicht die ausdrückliche Bestreitung, sondern der Mangel eines Zugeständnisses. Ein „unsubstanziiertes Bestreiten" (eine unterbliebene ausdrückliche Bestreitung) könnte nur dann als Zugeständnis gewertet werden, wenn im Einzelfall gewichtige Indizien für ein „Geständnis" sprächen. (T2)
Auch; Beisatz: Das bloße Unterbleiben der Bestreitung reicht für sich allein für die Annahme eines Tatsachengeständnisses nicht aus. (T3)
Veröff: SZ 2008/179
Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2009/48
Beis ähnlich wie T2; Beis wie T3
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0039955
JJR_19750320_OGH0002_0070OB00050_7500000_001
Rechtssatz für 4Ob359/78 4Ob333/81 4Ob...
RS0078141
4Ob359/78; 4Ob333/81; 4Ob394/81; 4Ob320/83; 4Ob391/84; 4Ob140/89; 4Ob11/92; 4Ob66/92 (4Ob67/92); 4Ob262/02m; 4Ob168/05t; 17Ob19/11k
Beim Vertrieb von Ersatzteilen oder Zubehörgegenständen für fremde Erzeugnisse ist eine entsprechende Bezugnahme auf das Hauptprodukt zwar vielfach notwendig, wettbewerbsrechtlich aber nur dann zulässig, wenn dabei nicht der Eindruck einer gemeinsamen Herkunft erweckt wird. Muss zu diesem Zweck eine fremde Marke verwendet werden, so liegt nur dann eine zulässige Zweckbestimmungsangabe (Verwendungshinweis) und kein Markenbegriff vor, wenn das Zeichen nicht markenmäßig gebraucht wird und nach der Art und Weise der Ankündigung auch für den unbefangenen Durchschnittsbetrachter unzweideutig erkennbar ist, dass der betreffende Gegenstand nicht aus dem Betrieb des Markeninhabers stammt. (Hier: "Feldmühle Melkzitze, passend für Alfa").
Veröff: GRURInt 1979,164 = ÖBl 1979,15
nur: Beim Vertrieb von Ersatzteilen oder Zubehörgegenständen für fremde Erzeugnisse ist eine entsprechende Bezugnahme auf das Hauptprodukt zwar vielfach notwendig, wettbewerbsrechtlich aber nur dann zulässig, wenn dabei nicht der Eindruck einer gemeinsamen Herkunft erweckt wird. (T1); Beisatz: Nicht ausreichend, wenn neben der Angabe der Typenbezeichnung für die die Ersatzteile geeignet sind, lediglich die Marke des Hauptproduktes in Klammer gesetzt ist, auch wenn die äußere Verpackung von der der Originalersatzteile verschieden ist. - (Shure) (T2)
4 Ob 394/81
Entscheidungstext OGH 20.04.1982 4 Ob 394/81
Beisatz: JCB-Grabenbagger. (T3)
4 Ob 320/83
Entscheidungstext OGH 10.05.1983 4 Ob 320/83
nur T1; Beisatz: Eine Bezugnahme auf die Hauptware, für welche die Ersatzteile bestimmt sind, ist grundsätzlich zulässig; verwendet die beklagte Partei eigene Bestellnummern für die von ihr vertriebenen Ersatzteile und verweist sie auf die Bestelldaten der klagenden Partei nur deshalb, um ihren Kunden eine verlässliche Identifizierung der Ersatzteile zu ermöglichen, ohne damit aber den Eindruck einer gemeinsamen Herkunft oder eine sonstige Täuschung zu erwecken, liegt weder eine Irreführung (§ 2 UWG) noch ein sittenwidriges Verhalten vor. - Gelenkwellen "verwendbar anstelle von Walterscheid". (T4) Veröff: ÖBl 1984,15
Auch; Beisatz: Ford-Werkstätte. (T5) Veröff: SZ 58/62 = MR 1985,4 Archiv 16 = GRURInt 1986,825 (Pietzke)
nur T1; Veröff: SZ 62/207 = MR 1990,101
4 Ob 11/92
Entscheidungstext OGH 10.03.1992 4 Ob 11/92
nur T1; Veröff: WBl 1992,305 = ÖBl 1992,16 = GRURInt 1994,357
Auch; Beisatz: Auch bei einem Händler der eine vom Markeninhaber oder einer dazu ermächtigten Person mit der Marke gekennzeichnete und in den Verkehr gebrachte Ware unter dieser Marke ankündigt oder vertreibt gilt daß hiedurch die Herkunftsfunktion der Marke nicht verletzt und der Verkehr auch nicht irregeführt wird. (T6) Veröff: MR 1992,252
4 Ob 168/05t
Entscheidungstext OGH 04.10.2005 4 Ob 168/05t
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0078141
JJR_19781017_OGH0002_0040OB00359_7800000_001
Beis wie T1; Veröff: SZ 2018/39
Rechtssatz für 5Ob683/82 2Ob174/83 1Ob...
RS0040118
5Ob683/82; 2Ob174/83; 1Ob587/93; 8ObA353/97p; 6Ob255/10h; 3Ob248/10g; 17Ob1/11p; 17Ob19/11k; 7Ob144/13x; 2Ob58/15s; 10ObS116/14b; 9ObA39/18b
ZPO §266 Abs1 DIII
Wenn das Erstgericht in seinen Feststellungen von einer Außerstreitstellung abweicht, kann dieser Verstoß gegen § 266 Abs 1 ZPO vom Berufungsgericht nur im Falle einer ausdrücklichen Rüge wahrgenommen werden. Wird hingegen nur der Berufungsgrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung geltend gemacht, so ist von den Tatsachenfeststellungen des Erstgerichtes auszugehen, und zwar auch insoweit, als ihnen von einer Partei zugestandene Tatsachen entgegenstehen.
2 Ob 174/83
Entscheidungstext OGH 20.09.1983 2 Ob 174/83
Vgl auch; Beisatz: Wird eine Mangelhaftigkeit des erstinstanzlichen Verfahrens infolge Abgehens vom Tatsachengeständnis nicht geltend gemacht, dann muss das Berufungsgericht von den vom Geständnis abweichenden Tatsachenfeststellungen ausgehen. (T1)
3 Ob 248/10g
Entscheidungstext OGH 23.02.2011 3 Ob 248/10g
Vgl; Beisatz: Wendet das Gericht zweiter Instanz § 267 ZPO nicht an und stellt es das Gegenteil eines angeblichen Geständnisses fest, liegt darin kein Verfahrensmangel, und die Feststellung ist der rechtlichen Beurteilung zugrunde zu legen. Bei einer bloßen Negativfeststellung hätte hingegen ein Geständnis aufgrund der Dispositionsmaxime Vorrang und die Negativfeststellung wäre unbeachtlich. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0040118
JJR_19820914_OGH0002_0050OB00683_8200000_001
Rechtssatz für 3Ob507/85 1Ob14/93 9Ob3...
RS0040078
3Ob507/85; 1Ob14/93; 9Ob35/97f; 1Ob183/98p; 6Ob141/99z; 10Ob303/00g; 2Ob29/01f; 3Ob102/01y; 1Ob158/02w; 7Ob209/02i; 10ObS314/02b; 9ObA155/03i; 1Ob188/04k; 10ObS151/04k; 9ObA187/05y; 6Ob289/05a; 6Ob60/06a; 10Ob25/08m; 9Ob22/07m; 9Ob43/08a; 3Ob75/10s; 7Ob121/10k; 17Ob19/11k; 8Ob80/11i; 3Ob42/13t; 2Ob252/12s; 2Ob20/13z; 9Ob19/13d; 7Ob144/13x; 9ObA102/13k; 7Ob235/14f; 7Ob226/14g; 5Ob12/16z; 2Ob127/15p; 6Ob246/15t; 3Ob79/17i; 9ObA115/17b; 3Ob118/18a; 6Ob129/18s; 4Ob44/19b; 10Ob98/18m; 8Ob46/19a; 1Ob100/19s
ZPO §266 DVII
Vgl; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T8
JJR_19850410_OGH0002_0030OB00507_8500000_001
Rechtssatz für 10ObS239/89 5Ob631/89 1...
RS0039949
10ObS239/89; 5Ob631/89; 1Ob587/93; 6Ob510/96; 7Ob269/00k; 10ObS319/01m; 10Ob43/04b; 2Ob53/06t; 17Ob1/11p; 17Ob19/11k; 2Ob89/11v; 2Ob252/12s; 6Ob52/14m; 7Ob226/14g; 8ObA80/15w; 10ObS116/14b; 2Ob159/16w; 6Ob246/15t; 1Ob80/17x; 1Ob121/17a; 9ObA39/18b; 4Ob80/18w
Das gerichtliche Geständnis bindet das Gericht an die zugestandenen Tatsachen und schafft bezüglich dieser Tatsachen ein Beweisthemenverbot. Nimmt das Gericht entgegen diesem Beweisthemenverbot Beweise auf und kommt es dabei zu dem vom Geständnis abweichenden Tatsachenfeststellungen, dann liegt zwar eine Verletzung einer Verfahrensvorschrift vor, die aber nicht erheblich ist. Schließlich kann ein Geständnis ausdrücklich oder schlüssig in erster Instanz bis zum Schluss der mündlichen Streitverhandlung widerrufen werden.
10 ObS 239/89
Entscheidungstext OGH 12.09.1989 10 ObS 239/89
Veröff: SSV - NF 3/104
nur: Das gerichtliche Geständnis bindet das Gericht an die zugestandenen Tatsachen und schafft bezüglich dieser Tatsachen ein Beweisthemenverbot. (T1)
Vgl; Beisatz: Wird eine Mangelhaftigkeit des erstinstanzlichen Verfahrens infolge Abgehens vom Tatsachengeständnis nicht geltend gemacht, dann muss das Berufungsgericht von den vom Geständnis abweichenden Tatsachenfeststellungen ausgehen. (T2)
6 Ob 510/96
Entscheidungstext OGH 20.06.1996 6 Ob 510/96
nur: Schließlich kann ein Geständnis ausdrücklich oder schlüssig in erster Instanz bis zum Schluss der mündlichen Streitverhandlung widerrufen werden. (T3)
nur: Das gerichtliche Geständnis bindet das Gericht an die zugestandenen Tatsachen und schafft bezüglich dieser Tatsachen ein Beweisthemenverbot. Nimmt das Gericht entgegen diesem Beweisthemenverbot Beweise auf und kommt es dabei zu dem vom Geständnis abweichenden Tatsachenfeststellungen, dann liegt zwar eine Verletzung einer Verfahrensvorschrift vor. (T4)
Beisatz: Dies begründet keine Nichtigkeit. (T5)
10 Ob 43/04b
Entscheidungstext OGH 14.09.2004 10 Ob 43/04b
Auch; nur: Nimmt das Gericht entgegen diesem Beweisthemenverbot Beweise auf und kommt es dabei zu dem vom Geständnis abweichenden Tatsachenfeststellungen, dann liegt zwar eine Verletzung einer Verfahrensvorschrift vor, die aber nicht erheblich ist. (T7)
1 Ob 80/17x
Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 80/17x
Vgl auch; nur T7
nur T7; Beisatz: Nach überwiegender Rechtsprechung liegt kein relevanter, das heißt die erschöpfende Erörterung der Sache hindernder Mangel des Verfahrens vor, wenn das Gericht ungeachtet zugestandener Tatsache Beweise aufnimmt und Feststellungen trifft, die mit dem Geständnis unvereinbar sind; vielmehr sind die getroffenen Feststellungen – und nicht das Geständnis – der Entscheidung zugrunde zu legen. (T8)
4 Ob 80/18w
Entscheidungstext OGH 11.06.2018 4 Ob 80/18w
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0039949
JJR_19890912_OGH0002_010OBS00239_8900000_001
Rechtssatz für 4Ob158/93 4Ob12/94 17Ob...
RS0066639
4Ob158/93; 4Ob12/94; 17Ob19/11k
UWG §2 D6
Die Beklagte erweckt durch die Verwendung des Registrierungshinweises sowohl unmittelbar neben dem Ausdruck "ART-DECO" allein als auch beim Gebrauch der vollständigen registrierten Marke den unrichtigen Eindruck, dass sie durch Registrierung das Markenwort für sich monopolisiert habe. Wenn auch das "R" im Kreis an sich nur bedeutet, dass ein Zeichen registriert ist, erweckt die Beklagte durch die Art der Verwendung dieses Hinweises unrichtige Vorstellungen über den Schutzumfang. Dieser Irrtum kann aber einen Einfluss auf den Kaufentschluss haben, weil ein nicht unbeträchtlicher Teil des angesprochenen Publikums, an dessen Kenntnisse und Fähigkeiten kein hoher Maßstab angelegt werden darf, zur Auffassung gelangen kann, Modeschmuck im Stil der Art deco nur bei der Beklagten erwerben zu können.
4 Ob 158/93
Entscheidungstext OGH 11.01.1994 4 Ob 158/93
4 Ob 12/94
Entscheidungstext OGH 08.03.1994 4 Ob 12/94
Vgl auch; Beisatz: Das mit dem "R im Kreis" versehene Wort "CRYSTAL" weist dagegen für sich gesehen nicht den geringsten beschreibenden Inhalt auf. (T1)
Vgl; Beisatz: Hier: „Zahnpflege aus der Wissenschaft ®“ - Irreführungseignung gegenüber Verbrauchern verneint. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0066639
JJR_19940111_OGH0002_0040OB00158_9300000_001
Rechtssatz für 4Ob12/94 17Ob19/11k 4Ob...
RS0066584
4Ob12/94; 17Ob19/11k; 4Ob13/15p; 4Ob118/18h
Ein "R im Kreis" wird allgemein als Hinweis auf eine registrierte Marke verstanden. Die Verwendung folgt einer aus den Vereinigten Staaten stammenden Praxis und ist dort auch - im Gegensatz zu den kontinentalen Rechtsordnungen - gesetzlich geregelt. Ein derartiger Schutzrechtshinweis richtet sich vornehmlich an die Mitbewerber, um sie auf das Bestehen des Markenrechts aufmerksam zu machen; daneben wendet er sich aber zwangsläufig auch an die potentiellen Kunden des Werbenden, so dass es für die Frage, ob ihm etwas Irreführendes entnommen werden kann, auf das Verständnis dieser beiden angesprochenen Verkehrskreise ankommt.
Vgl auch; Beisatz: Hier: „Zahnpflege aus der Wissenschaft ®“ - Irreführungseignung gegenüber Verbrauchern verneint. (T1)
Ähnlich; Beisatz: Zu den maßgeblichen Verkehrskreisen gehören auch die potentiellen Kunden des Werbenden. (T2)
Beisatz: Ein Registrierungshinweis nach dem Wortbestandteil einer Wort-Bildmarke kann auch dann irreführend sein, wenn damit im direkten Verhältnis zu einem Mitbewerber eine nicht gegebene Exklusivität der Leistung suggeriert wird. (T3)
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0066584
JJR_19940308_OGH0002_0040OB00012_9400000_001
Rechtssatz für 4Ob12/94 17Ob19/11k
RS0066587
4Ob12/94; 17Ob19/11k
Die Täuschung über eine besondere Qualität des Warenangebotes und Dienstleistungsangebotes liegt nicht vor, wenn die angesprochenen Verkehrskreise den Markenrechtshinweis "CRYStAL" mit "R im Kreis" nicht als Beschaffenheitsangabe verstehen konnten.
Vgl; Beisatz: Hier: „Zahnpflege aus der Wissenschaft ®“ - Irreführungseignung gegenüber Verbrauchern verneint. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0066587
JJR_19940308_OGH0002_0040OB00012_9400000_002
Rechtssatz für 4Ob29/00v 4Ob178/00f 4O...
RS0113315
4Ob29/00v; 4Ob178/00f; 4Ob128/01d; 4Ob209/02t; 17Ob34/08m; 17Ob19/11k
UWG §9 Abs1
Der Lizenznehmer ist klagebefugt, wenn ihm im Lizenzvertrag ein ausschließliches Gebrauchsrecht mit Wirkung gegen Dritte übertragen und nicht bloß der Gebrauch der Marke mit obligatorischer Wirkung gestattet wird.
Veröff: SZ 73/26
4 Ob 178/00f
Entscheidungstext OGH 17.08.2000 4 Ob 178/00f
Auch; Beisatz: Der einfache Lizenznehmer ist klagelegitimiert, wenn ihn der Markeninhaber ermächtigt, gegen Markeneingriffe Dritter mit Klage vorzugehen. (T1)
Vgl auch; Beisatz: Kennzeichenrechtliche Unterlassungsansprüche (§ 9 Abs 1 und 3 UWG, § 51 MSchG) stehen nur dem Inhaber des Rechts und unter gewissen Voraussetzungen einem Lizenznehmer zu. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0113315
JJR_20000215_OGH0002_0040OB00029_00V0000_001
Rechtssatz für 17Ob28/08d 17Ob19/11k
RS0124425
17Ob28/08d; 17Ob19/11k
EWG-RL 89/104/EWG - Markenrichtlinie 389L0104 Art5 Abs2
EWG-RL 89/104/EWG - Markenrichtlinie 389L0104 Art6 Asb1 litc
Die Frage der Zulässigkeit der Verwendung einer Marke zur Angabe der Bestimmung einer Ware oder Dienstleistung (Art 6 Abs 1 lit c MarkenRL; § 10 Abs 3 Z 3 MSchG) stellt sich formal erst dann, wenn ansonsten ein Untersagungsrecht des Markeninhabers nach § 10 Abs 1 MSchG oder nach § 10 Abs 2 MSchG bestünde. Die vom EuGH zu Art 6 Abs 1 lit c MarkenRL (§ 10 Abs 3 Z 3 MSchG) entwickelten Kriterien sind aber schon für die Prüfung maßgebend, ob überhaupt ein Eingriff in die Rechte an der bekannten Marke vorliegt.
ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0124425
JJR_20081216_OGH0002_0170OB00028_08D0000_002
Rechtssatz für 17Ob10/11m 17Ob26/11i 1...
RS0126780
17Ob10/11m; 17Ob26/11i; 17Ob19/11k
Ein Verstoß gegen § 2 Abs 3 Z 1 UWG kann von allen in § 14 Abs 1 und 2 UWG genannten Personen klageweise geltend gemacht werden.
ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0126780
JJR_20110510_OGH0002_0170OB00010_11M0000_001