Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LAG%20D%C3%BCsseldorf&Datum=16.06.2017&Aktenzeichen=4%20Ta%20211/17
Timestamp: 2019-05-24 00:18:00
Document Index: 93377063

Matched Legal Cases: ['§ 63', '§ 42', '§ 42', '§ 42', '§ 42', '§ 39', '§ 45', '§ 39', '§ 42', '§ 259', '§ 68', '§ 42', '§ 42', '§ 42']

LAG Düsseldorf, 16.06.2017 - 4 Ta 211/17 - dejure.org
https://dejure.org/2017,22992
LAG Düsseldorf, 16.06.2017 - 4 Ta 211/17 (https://dejure.org/2017,22992)
LAG Düsseldorf, Entscheidung vom 16.06.2017 - 4 Ta 211/17 (https://dejure.org/2017,22992)
LAG Düsseldorf, Entscheidung vom 16. Juni 2017 - 4 Ta 211/17 (https://dejure.org/2017,22992)
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§ 63 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GKG, § ... 45 Abs. 1 Satz 2 GKG, §§ 42 Abs. 2 Satz 1, 45 Abs. 1 Satz 3 GKG, § 42 Abs. 2 Satz 1 GKG, § 42 Abs. 2 Satz 2 GKG, § 42 Abs. 2 GKG, § 39 GKG, § 45 Abs. 1 Satz 3 GKG, § 39 Abs. 1 GKG, § 42 Abs. 1 Satz 1 GKG, § 259 ZPO, § 68 Abs. 3 GKG
Streitwert; Kündigungsschutzklage; wirtschaftliche Identität; Verzugslohn; Additionsverbot
§§ 42 Abs. 1 u. 2, 45 Abs. 1 u. 3, 63 Abs. 3 GKG
GKG §§ 42 Abs. 1 u. 2, 45 Abs. 1 u. 3, 63 Abs. 3
Streitwert bei Klage gegen außerordentlich, hilfsweise ordentlich ausgesprochener Kündigung
Streitwert bei Klage gegen außerordentlich, hilfsweise ordentlich ausgesprochener Kündigung; Additionsverbot bei Streitwerten aus Kündigungsschutzklage und Verzugslohn
NZA 2017, 1216
NZA-RR 2017, 503
1.Die Frage, ob eine in zeitlichem Zusammenhang mit einer außerordentlichen Kündigung gesondert ausgesprochene vorsorgliche ordentliche Kündigung streitwerterhöhend zu berücksichtigen ist, hat die Beschwerdekammer bislang nicht entschieden (vgl. zuletzt offengelassen in LAG Düsseldorf 16.06.2017 - 4 Ta 211/17, Rn. 11, juris).
Dabei hat die Beschwerdekammer zuletzt maßgeblich darauf abgestellt, dass es sich um eine einheitliche Kündigungserklärung handele und dem Gesetz nicht entnommen werden könne, dass in dem praktisch sehr häufigen Fall einer außerordentlichen, hilfsweise ordentlichen Kündigung nicht der Streitwert von höchstens einem Vierteljahresentgelt, sondern - bei entsprechender Kündigungsfrist - in der Regel der doppelte Wert anzusetzen sei (Beschluss 16.06.2017, aaO, Rn. 9).
Dass sich der Wert einer gegen beide Gestaltungswege gerichteten Klage - bei entsprechend langer Kündigungsfrist - nicht von dem einer nur gegen die außerordentliche Kündigung gerichteten Klage unterscheidet, ist als Ausfluss der Deckelung in § 42 Abs. 2 Satz 1 GKG unvermeidlich (vgl. LAG Düsseldorf 16.06.2017 - 4 Ta 211/17, juris; ebenso SWK I.20.1).
Auch ein grundsätzlich anerkennenswertes Interesse, die Kostenlast zu reduzieren, rechtfertigt nicht eine Streitwertbegrenzung (…hierzu ausführlich Sächsisches LAG, 21.06.2007 - 4 Ta 10/07, Rn. 37 f.; LAG Düsseldorf, 16.06.2017 - 4 Ta 211/17, Rn. 26).