Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%20265/03
Timestamp: 2020-08-07 21:56:33
Document Index: 6074254

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1031', '§ 1040', '§ 9', '§ 307', '§ 1031', '§ 1040', '§ 9', '§ 307', '§ 1040', '§ 1031', '§ 307', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1031', 'Art. 229', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1029', '§ 1025', 'BGH', '§ 305', 'Art. 7', '§ 1029', '§ 1029', 'BGH', 'BGH', '§ 1029', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.01.2005 - III ZR 265/03 - dejure.org
https://dejure.org/2005,820
BGH, 13.01.2005 - III ZR 265/03 (https://dejure.org/2005,820)
BGH, Entscheidung vom 13.01.2005 - III ZR 265/03 (https://dejure.org/2005,820)
BGH, Entscheidung vom 13. Januar 2005 - III ZR 265/03 (https://dejure.org/2005,820)
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ZPO § 1031 Abs. 5, § 1040 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3; AGBG § 9 Abs. 1; BGB § 307 Abs. 1
ZPO § 1031 Abs. 5, § 1040 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3; AGBG § 9 Abs. 1 Cl; BGB § 307 Abs. 1 Cl
Keine die staatlichen Gerichte bindendende Kompetenz-Kompetenz des Schiedsgerichts; Schiedsklausel in in Bezug genommenen AGB
Gültigkeit der Vereinbarung einer Kompetenz-Kompetenz des Schiedsgerichts - Verstoß einer Kompetenz-Kompetenz- Klausel gegen Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) - Wirksamkeit einer Schiedsabrede, an der ein Verbraucher beteiligt ist - Bindung der staatlichen Gerichte ...
Schiedsvereinbarung: - Zustandekommen/Formwirksamkeit, Verbraucher, gesonderte Urk
Zuständigkeitsregelung in Schiedsvereinbarung; Kompetenz für Schiedsgericht
Zur Unzulässigkeit einer Kompetenz-Kompetenz-Klausel in einer Schiedsvereinbarung; zur Wirksamkeit einer Schiedsabrede, an der ein Verbraucher beteiligt ist
Schiedsverfahren: Keine Kompetenz-Kompetenz-Klausel, Schiedsverfahren bei Verbrauchern
Zur Kompetenz-Kompetenz von Schiedsgerichten
Zulässigkeit und Rechtsfolgen einer Kompetenz-Kompetenz-Klausel in einer Schiedsvereinbarung; Formularmäßige Vereinbarung einer Schiedsabrede unter Beteiligung eines Verbrauchers
Schiedsverfahren - Kompetenz-Kompetenz-Klausel im Schiedsvertrag ist unwirksam!
Schuldrecht - Wie muss eine Schiedsabrede im Vertrag mit einem Verbraucher aussehen?
ZPO § 1040 Abs. 1, 3, § 1031 Abs. 5; BGB § 307; AGBG § 9 Abs. 1
Unzuverlässigkeit der Begründung einer Kompetenz-Kompetenz der Schiedsgerichte durch Parteien einer Schiedsvereinbarung
Kompetenz-Kompetenz-Klausel im Schiedsvertrag ist unwirksam! (IBR 2005, 454)
Formularmäßige Schiedsabrede auch mit Verbrauchern! (IBR 2005, 578)
BGHZ 162, 9
NJW 2005, 1125
MDR 2005, 706 (Ls.)
DNotZ 2005, 666
SchiedsVZ 2005, 95
WM 2005, 1143
DB 2005, 495
BauR 2005, 1369 (Ls.)
Gegenteilige Abreden sind unwirksam (vgl. nur Senat, Urteil vom 13. Januar 2005 - III ZR 265/03, BGHZ 162, 9, 12 ff mwN).
Eine Begründung der Schiedsgerichtsbarkeit durch eine "im Kleingedruckten" versteckte Schiedsklausel soll verhindert werden (vgl. nur Senat, Urteil vom 13. Januar 2005 - III ZR 265/03, BGHZ 162, 9, 15).
Der Senat hat die Frage, ob und inwieweit eine formularmäßige Schiedsklausel über die - im Streitfall erfüllten - strengen Anforderungen des § 1031 Abs. 5 ZPO hinaus überhaupt der Kontrolle nach dem hier noch anwendbaren (vgl. Art. 229 § 5 Satz 1 EGBGB) AGB-Gesetz zu unterwerfen ist, offen gelassen (vgl. BGHZ 162, 9, 15); sie muss auch jetzt nicht entschieden werden.
Insoweit geht es entgegen der Auffassung des Oberlandesgerichts weder darum, die (vermeintliche) Bindungswirkung der gerichtlichen Entscheidung des Landgerichts G. vom 26. August 2011 durch nachträgliche Parteivereinbarung unzulässig abzubedingen, noch darum, in unzulässiger Weise (vgl. BT-Drucks. 13/5274, S. 26, 44; Senat, Urteil vom 13. Januar 2005 - III ZR 265/03, SchiedsVZ 2005, 95, 96) eine Kompetenz-Kompetenz des Schiedsgerichts zu begründen.
OLG München, 10.09.2013 - 34 SchH 10/13
Schiedsgerichtsvereinbarung: Gültigkeit einer Schiedsklausel mit …
48 aa) Bei der unwirksamen Endkompetenz-Kompetenz-Klausel handelt es sich nämlich um eine zusätzliche Schiedsabrede zu der Frage von Gültigkeit und Auslegung des Schiedsvertrags (vgl. BGHZ 162, 9/14; BGH NJW 1991, 2215; BGH NJW-RR 1988, 1526; BGH NJW 1977, 1397).
Der Bundesgerichtshof hat diese Rechtsprechung (BGHZ 162, 9) aber auch unter der Geltung des neuen Schiedsverfahrensrechts aufrecht erhalten.
Insofern ist zunächst zu berücksichtigen, dass eine Schiedsvereinbarung auch durch eine in einem Formularvertrag enthaltene Allgemeine Geschäftsbedingung wirksam getroffen werden kann (vgl. BGH, NJW 2005, 1125;… Kniffka/Koeble, Kompendium des Baurechts, 3. Auflage 2008, 1. Teil Rn. 93;… Musielak/Voit, ZPO, 9. Auflage 2012, § 1029 Rn. 7).
Die Schiedsgerichtsbarkeit ist als Form der nichtstaatlichen Streiterledigung durch die §§ 1025 ff. ZPO gesetzlich anerkannt und zulässig (BGH, NJW 2005, 1125 m.w.N.).
Eine im geschäftlichen Verkehr verwendete Schiedsklausel ist jedenfalls im Regelfall weder im Sinne von § 305 c BGB noch nach Art. 7, 8, 14 CISG überraschend (…Schlosser in Stein/Jonas § 1029 Rn. 18;… MüKo/Münch § 1029 Rn. 24; zu Verbraucherverträgen BGH NJW 2005, 1125/1126).
aa) Eine Schiedsbindung unter kaufmännischen Unternehmen, die grenzüberschreitend am Marktgeschehen teilnehmen, erscheint grundsätzlich nicht unangemessen; insbesondere muss kein besonderes Bedürfnis für die Einsetzung eines Schiedsgerichts seitens des Verwenders vorliegen (BGH NJW 2005, 1125/1126;… MüKo/Münch § 1029 Rn. 24).
OLG Frankfurt, 26.09.2013 - 26 SchH 7/12
Unzuständigkeit des Schiedsgerichts wegen Bindungswirkung einer Sachentscheidung …
Den Parteien einer Schiedsvereinbarung ist es verwehrt, eine Kompetenz-Kompetenz des Schiedsgerichts zu begründen, weshalb dessen Zuständigkeitsbeurteilung die staatlichen Gerichte nicht bindet (vgl. hierzu BGH, SchiedsVZ 2005, 95 ff.).
(k) Ziff. 10 c enthält eine vorformulierte Schiedsvereinbarung, die im geschäftlichen Verkehr zwischen Unternehmen im Grundsatz nicht zu beanstanden ist (BGHZ 162, 9, 16; BGH WM 2007, 959, 960).
a) Zwar herrscht in Schrifttum und Rechtsprechung Einigkeit darüber, dass Einzel- und Gesamtrechtsnachfolger an die gängigsten Prozessverträge - Schiedsvereinbarungen und Zuständigkeitsvereinbarungen - gebunden sind (…für viele Geimer , Internationales Zivilprozessrecht, 5. Auflage 2005, Rn. 3816 u. 1723 m.w.N.), allerdings beziehen sich die hierzu ergangenen Entscheidungen allesamt auf Zessionare schuldrechtlicher Ansprüche aus Verträgen, die entweder eine Schiedsklausel (…BGH, Urt. v. 02.03.1978 - III ZR 99/76 - NJW 1978, 1585;… BGH, Urt. v. 20.03.1980 - III ZR 151/79 - NJW 1980, 2022; BGH; Urt. v. 13.01.2005 - III ZR 265/03 - NJW 2005, 1125), eine Prorogation (BayObLG, Beschluss v. 11.04.2001, 4 Z AR 29/01 - NJW-RR 2002, 359) oder tatsächlich ein pactum de non petendo (BGH, Beschluss v. 26.04.2002 - BLw 32/01 - VIZ 2002, 528) zum Gegenstand hatten.
OLG Celle, 31.05.2007 - 8 Sch 6/06
Vollstreckbarerklärung eines finnischen Schiedsspruchs; Anerkennung eines …
Das deutsche staatliche Gericht ist bei der Prüfung der Voraussetzungen des UN-Übereinkommens weder an die rechtliche Beurteilung noch an die tatsächlichen Feststellungen des Schiedsgerichts gebunden (BGHZ 162, 9 ff. unter II. 2. c); Beschluss des Senats vom 4. September 2003 - 8 Sch 11/02 - , SchiedsVZ 2004, 165).
OLG Koblenz, 23.04.2010 - 1 U 833/09
Formularmäßiger Bauvertrag: Wirksame Einbeziehung einer Schiedsklausel; …
OLG München, 25.02.2013 - 34 Sch 12/12
Verfahren zur Aufhebung eines Schiedsspruchs: Anforderungen an einen förmlichen …
OLG München, 12.02.2008 - 34 SchH 6/07
Schiedsverfahren: Wirksamkeit einer Schiedsvereinbarung, die ebenso wie der …
OLG Brandenburg, 16.02.2011 - 13 U 11/10
Treuwidrigkeit der Erhebung der Schiedsgerichtseinrede nach Zustimmung zur …