Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%201993,%20684
Timestamp: 2020-01-26 21:28:48
Document Index: 64590252

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1587', '§ 1587', '§ 1587', '§ 1587', '§ 1587', '§ 1587', '§ 1587', 'BGH', 'BGH', '§ 1587', '§ 1587', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.01.1993 - XII ZB 75/89 - dejure.org
https://dejure.org/1993,1852
BGH, 13.01.1993 - XII ZB 75/89 (https://dejure.org/1993,1852)
BGH, Entscheidung vom 13.01.1993 - XII ZB 75/89 (https://dejure.org/1993,1852)
BGH, Entscheidung vom 13. Januar 1993 - XII ZB 75/89 (https://dejure.org/1993,1852)
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Versorgungsausgleich - Versorgungszusage - Kapitalbetrag - Abfindung - Anwartschaft - Barvergütung
Der Versorgungsausgleich ist grundsätzlich auf den Ausgleich von Renten zugeschnitten (Senatsbeschlüsse vom 19. März 2003 - XII ZB 42/99 - FamRZ 2003, 923 f. und vom 13. Januar 1993 - XII ZB 75/89 - FamRZ 1993, 684, 685).
Der Ausschluß eines solchen umgewandelten und nunmehr auf Kapitalleistung gerichteten Anrechts aus dem Versorgungsausgleich erklärt sich dabei nicht schon aus der notwendigen Abgrenzung zum Zugewinnausgleich; eine solche Abgrenzung könnte, wie der Senat es auch für den umgekehrten Fall des Ausgleichs von Kapitalversicherungen mit Rentenwahlrecht als richtig befunden hat (…BGHZ aaO;… Senatsurteil vom 15. Januar 1992 aaO; Senatsbeschluß vom 13. Januar 1993 aaO), nämlich auch nach der Erscheinungsform des Anrechts im Zeitpunkt der Rechtshängigkeit des Scheidungsantrags erfolgen mit der Konsequenz, daß ein zum Stichtag dem Versorgungsausgleich unterliegendes Anrecht unabhängig von einer künftigen Wahlrechtsausübung weiterhin nach Maßgabe der §§ 1587 ff. BGB auszugleichen wäre.
a) Der Ehezeitanteil der dem Gesellschafter einer GmbH im Wege eines Pensionsvertrages zugesagten lebenslangen Alters- und Invaliditätsversorgung in Form eines festen monatlichen Betrages ist nach § 1587 a Abs. 2 Nr. 4 b BGB zeitratierlich zu bemessen (im Anschluss an den Senatsbeschluss vom 13. Januar 1993 - XII ZB 75/89 - FamRZ 1993, 684).
Dass die Antragstellerin seinerzeit auch Geschäftsführerin der weiteren Beteiligten zu 3) war, steht dem nicht entgegen (Senatsbeschluss vom 13. Januar 1993 - XII ZB 75/89 - FamRZ 1993, 684, 686).
dd) Das Oberlandesgericht hat den Ehezeitanteil der Hamburgischen Notarversorgung des Ehemannes deswegen zu Recht nach der Auffangvorschrift des § 1587 a Abs. 2 Nr. 4 b BGB zeitratierlich aus dem Verhältnis der Gesamtversicherungszeit zur Versicherungszeit innerhalb der Ehezeit ermittelt (vgl. Senatsbeschlüsse vom 13. Januar 1993 - XII ZB 75/89 - FamRZ 1993, 684, 687 und vom 18. September 1985 - IVb ZB 184/82 - FamRZ 1985, 1236, 1237 f.).
Der Ehezeitanteil der privaten Rentenanwartschaft des Antragsgegners ist nach § 1587 a Abs. 2 Nr. 4 b BGB a.F. zeitratierlich zu ermitteln, weil sie nach der Zusage der types GmbH vom 04.05.1987 (Bl. 42- 44) weder ausschließlich zeitabhängig (§ 1587 a Abs. 2 Nr. 4 a BGB) noch in Bruchteilen der Beiträge (§ 1587 a Abs. 2 Nr. 4 c BGB) noch entsprechend der Regeln der gesetzlichen Rentenversicherung (§ 1587 a Abs. 2 Nr. 4 d BGB) zu bemessen ist, sondern sich nach einem Prozentsatz des zuletzt bezogenen Festgehalts richtet (vgl. BGH, FamRZ 2007, 891; BGH, FamRZ 1993, 684).
Da der Antragsgegner nicht nur als Geschäftsführer der t. GmbH tätig gewesen, sondern an diesem Unternehmen darüber hinaus auch als Gesellschafter beteiligt gewesen ist, ist sein auf dieser Grundlage, also mit Hilfe seines Vermögens und gegebenenfalls auch durch Arbeit (vgl. § 1587 Abs. 1 Satz 2 BGB a.F.) erworbenes Anrecht nach der Auffangregelung in § 1587 a Abs. 2 Nr. 4 b BGB a.F. zu bewerten (BGH, FamRZ 2007, 891; BGH, FamRZ 1993, 684).
Das Gesetz ist aber nicht anzuwenden auf Gesellschafter-Geschäftsführer, die allein oder zusammen mit anderen Gesellschafter-Geschäftsführern eine Beteiligungsmehrheit halten und nach der Verkehrsanschauung ihr eigenes Unternehmen leiten (BGHZ 77, 94, 97 ff [BGH 28.04.1980 - II ZR 254/78]; BGH, Urteil vom 25. September 1989 - II ZR 259/88 - DB 1989, 2425; Senatsbeschluß vom 13. Januar 1993 - XII ZB 75/89 - FamRZ 1993, 684, 686).
OLG Köln, 24.10.2017 - 14 U 11/16
Hierbei ist die ihrem Wortlaut nach zu weitreichende Bestimmung des § 17 Abs. 1 Satz 2 BetrAVG aber entsprechend der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (…Urteile vom 28.04.1980 - II ZR 254/78 -, BGHZ 77, 94 ff., juris Rn. 17 ff. …und vom 09.06.1980 - II ZR 255/78 -, BGHZ 77, 233 ff., juris Rn. 14, 25, 27; Beschluss vom 13.01.1993 - XII ZB 75/89 - FamRZ 1993, 684 ff., juris Rn. 24;… Urteil vom 09.06.1993 - XII ZR 36/92 - FamRZ 1993, 1303 ff., juris Rn. 12;… Beschluss vom 16.01.2014 - XII ZB 455/13 -, FamRZ 2014, 731 ff., juris Rn. 9) nach dem Grundcharakter des Betriebsrentengesetzes als eines hauptsächlich dem Schutz von Arbeitnehmern dienenden Gesetzes einschränkend dahin auszulegen, dass die Geltung der genannten Vorschriften auf Personen begrenzt bleibt, deren Lage im Falle einer Pensionsvereinbarung mit der eines Arbeitnehmers annähernd vergleichbar ist.
OLG Köln, 24.10.2017 - 14 U 12/16
Entsprechend kann eine Versorgungszusage, die nach ihrer tatsächlichen Ausgestaltung auf die Zahlung einer Rente gerichtet ist, auch deswegen bei der Durchführung des Versorgungsausgleichs nicht ausgeklammert bleiben, weil der Begünstigte beabsichtigt, seine Pensionsansprüche später durch einen Kapitalbetrag abfinden zu lassen (BGH FamRZ 1993, 684, 685 f.) [BGH 13.01.1993 - XII ZB 75/89].
OLG Saarbrücken, 30.03.1993 - 9 UF 25/93
Wirkung einer rückwirkenden Steigerung von Dienst- und Versorgungsbezügen auf …