Source: http://berlinchecker.de/arbeitsmarkt/elterngeld.php
Timestamp: 2019-05-19 12:30:28
Document Index: 210738538

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 11']

﻿ Elterngeld (ehemals Erziehungsgeld) - Definition, Berechnungshilfe, AntrÃ¤ge und Formulardownload
﻿ Startseite Arbeitswelt Bildung Vorsorge Soziales
ALG-I ALG-II Insolvenzgeld Bewerbung
Elterngeld (auch: Erziehungsgeld)
Infos zum Eltern- oder auch Erziehungsgeld. Was sind die Anspruchsvoraussetzungen? Hier finden Sie AntrÃ¤gs- und ZusatzformuÃ¶are zum Dowbload bzw. online ausfÃ¼llen sowie eine Berechnungshilfe
Das Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit, das fÃ¼r ab dem 1. Januar 2007 geborene Kinder gilt, setzt das Elterngeld an die Stelle des Erziehungsgeldes. Es stellt keine dauerhafte UnterstÃ¼tzung dar, sondern wird nur fÃ¼r die 12 bis maximal 14 Monate unmittelbar nach der Geburt des Kindes gezahlt. Die HÃ¶he des Elterngeldes richtet sich nach dem Einkommen des Elternteils, welches den Antrag auf Elterngeld stellt, und dient als vorÃ¼bergehender Entgeltersatz.
Nicht-ErwerbstÃ¤tige erhalten generell das Elterngeld in HÃ¶he des Mindestbetrages. Im Gegensatz zu der kindbezogenen kompensatorischen Sozialleistung Erziehungsgeld, das bei NichtÃ¼berschreitung festgesetzter Einkommensgrenzen als monatlicher Pauschalbetrag gezahlt wird, ist das Elterngeld zu einem GroÃŸteil als eine elternbezogene Entgeltersatzleistung ausgestaltet, die sich am vorangegangenen Nettoeinkommen des betreuenden Elternteils orientiert.
Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz ist am 29. September 2006 vom Bundestag beschlossen worden und gilt fÃ¼r Geburten oder Adoptionen ab dem 1. Januar 2007.
Antrags- und Zusatzformulare zum Download
Berechtigte, Bezugszeitraum und -dauer
Der Kreis der Berechtigten ist durch Â§ 1 BEEG festgelegt. Insbesondere hat nach Â§ 1 Abs. 1 BEEG Anspruch auf Elterngeld, wer
einen Wohnsitz oder seinen gewÃ¶hnlichen Aufenthalt in Deutschland hat,
keine oder keine volle ErwerbstÃ¤tigkeit ausÃ¼bt.
Hinzu kommen weitere Anspruchsberechtigte nach Â§ 1 Abs. 2 bis 7 BEEG. Laut Richtlinien zum BEEG schlieÃŸt selbst betreuen nicht aus, dass andere Personen oder Institutionen in die Betreuung und Erziehung des Kindes einbezogen sein kÃ¶nnen.
(C) Bundesagentur fÃ¼r Arbeit
Keinen Anspruch auf Elterngeld hat nach Â§ 1 Abs. 8 BEEG, wer im letzten abgeschlossenen Veranlagungszeitraum mehr als 250.000 â‚¬, bei zwei anspruchsberechtigten Personen, mehr als 500.000 â‚¬ steuerpflichtiges Einkommen hatte
Elterngeld kann in der Zeit vom Tag der Geburt bis zur Vollendung des 14. Lebensmonats des Kindes bezogen werden.
In dem Antrag auf Elterngeld ist anzugeben, fÃ¼r welche Monate das Elterngeld beantragt wird. Das Elterngeld kann bis zu drei Monate rÃ¼ckwirkend gezahlt werden. Die im Antrag getroffene Entscheidung kann bis zum Ende des Bezugszeitraums ohne Angabe von GrÃ¼nden einmal geÃ¤ndert werden.
Das Elterngeld wird bis zu zwÃ¶lf Monate ausbezahlt (unter den Partnern frei aufteilbar) und um zwei so genannte â€žPartnermonateâ€œ verlÃ¤ngert, wenn der zweite Elternteil mindestens fÃ¼r diese beiden Monate die Elternzeit in Anspruch nimmt und wenn ein Elternteil wÃ¤hrend des Bezugszeitraums sein Einkommen um zwei Monate mindert. Das trifft auch schon zu, wenn die Kindesmutter das Mutterschaftsgeld erhÃ¤lt. Die Elterngeldmonate kÃ¶nnen auch gleichzeitig in Anspruch genommen werden (beispielsweise je sieben Monate fÃ¼r beide Elternteile).
Alleinerziehende mit alleinigem Sorgerecht oder dem Aufenthaltsbestimmungsrechts kÃ¶nnen die beiden â€žPartnermonateâ€œ zusÃ¤tzlich fÃ¼r sich beanspruchen. Dies ist aber nur mÃ¶glich, wenn die Kindesmutter vor der Geburt des Kindes einer ErwerbstÃ¤tigkeit nachgegangen ist.
Der Bezugszeitraum des Elterngeldes kann auf die doppelte Zeit gestreckt werden, wenn es monatlich nur hÃ¤lftig in Anspruch genommen wird.
Im Einzelnen gilt fÃ¼r die HÃ¶he des Elterngeldes (Â§Â§ 2 ff. BEEG):
Elterngeld wird mindestens in HÃ¶he von 300 Euro gezahlt. In den Ã¼brigen FÃ¤llen liegt es zwischen 65 und 100 Prozent des wegfallenden bereinigten Nettoeinkommens des Antragstellers, hÃ¶chstens bei 1.800 Euro.
GrundsÃ¤tzlich ist fÃ¼r die Berechnung des Elterngeldes das durchschnittliche Einkommen des Antragstellers aus Erwerbsarbeit in den zwÃ¶lf Kalendermonaten vor dem Kalendermonat der Geburt maÃŸgeblich. Das monatliche Nettoeinkommen ist von der Wahl der Steuerklasse abhÃ¤ngig.
Â© Elterngeldrechner by brutto-netto-rechner.info.
Zum Nettoeinkommen vor der Geburt wird auch Arbeitsentgelt bei gewissen BeschÃ¤ftigungsverboten (Â§ 11 Abs. 1 MuSchG) gezÃ¤hlt, nicht jedoch: Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II, Kurzarbeitergeld, Saison-Kurzarbeitergeld, auslÃ¤ndische Entgeltersatzleistungen, Wohngeld, Sozialhilfe, Haushaltshilfe der Krankenkasse, Renten, Stipendien, BAfÃ¶G, Krankengeld aus einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung.
FÃ¼r MÃ¼tter oder VÃ¤ter ohne Einkommen (z.B. Arbeitslose oder Studenten ohne Einkommen) gibt es ein zwÃ¶lfmonatiges Mindestelterngeld von 300 Euro, das auf die Sozialleistungen angerechnet wird.
Reduziert ein Vater oder eine Mutter nach der Geburt stundenweise die Arbeit, so darf dieses Teilzeit-ArbeitsverhÃ¤ltnis 30 Stunden pro Woche nicht Ã¼berschreiten. Ansonsten entfÃ¤llt der Anspruch auf Elterngeld.
TeilzeitbeschÃ¤ftigte, die wÃ¤hrend der Elternzeit hÃ¶chstens 30 Wochenstunden arbeiten und deren Nettoteileinkommen wÃ¤hrend der Elternzeit unterhalb der Bemessungsgrenze (2700 Euro) liegt, erhalten ein Teilelterngeld in HÃ¶he von 67 % des Einkommensausfalls, mindestens aber das Mindestelterngeld in HÃ¶he von 300 Euro und hÃ¶chstens 67 % der Differenz zwischen dem Nettoteileinkommen und dem Betrag der Bemessungsgrenze. TeilzeitbeschÃ¤ftigte, deren Nettoteileinkommen in dieser Zeit oberhalb der Bemessungsgrenze liegt, erhalten ein zwÃ¶lfmonatiges Mindestelterngeld von 300 Euro.
Wer ein Kind jÃ¼nger als drei Jahre oder mindestens zwei Kinder jÃ¼nger als sechs Jahre hat (das Neugeborene nicht mitgezÃ¤hlt), erhÃ¤lt einen Geschwisterbonus als Aufschlag zum Elterngeld. Dieser betrÃ¤gt zehn Prozent, mindestens jedoch 75 Euro monatlich.
Bei Mehrlingsgeburten gibt es einen Bonus in HÃ¶he von je 300 Euro monatlich fÃ¼r das zweite und jedes weitere Kind.
Quelle © Text - In: Wikipedia, Die freie EnzyklopÃ¤die.