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Timestamp: 2016-10-26 15:21:09
Document Index: 139651360

Matched Legal Cases: ['Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 65', 'Art. 66']

8C_873/2011 (15.02.2012)
8C_873/2011
Advokat Christof Enderle,
AGV Aargauische Geb�udeversicherung, Bleichemattstrasse 12/14, 5001 Aarau,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Beat Frischkopf, Beschwerdegegnerin.
Der 1953 geborene M.________ war als Leiter Markt-Risikomanagement der Aargauischen Kantonalbank bei der Aargauischen Geb�udeversicherung AGV obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert, als er am 14. Juli 2008 auf seinem Grundst�ck in Frankreich einen Unfall erlitt, bei dem gem�ss Unfallmeldung der Arbeitgeberin vom 29. Juli 2008 beim F�llen eines Baumes mit der Motors�ge ein Ast auf ihn gefallen sei. Der behandelnde Arzt Dr. med. F.________, FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, stellte aufgrund eines R�ntgenbefundes am Fuss die Diagnose einer metatarsalen Fraktur II und III rechts (Arztzeugnis vom 18. August 2008). Der Unfallversicherer erbrachte hierf�r die gesetzlichen Leistungen. Im September 2009 begab sich der Versicherte wegen R�ckenbeschwerden in Behandlung zu Dr. med. R.________, Fach�rztin f�r Allgemeinmedizin, Klinik R.________. Nach Einholung einer Stellungnahme des Vertrauensarztes Dr. med. C.________ vom 20. November 2009 lehnte die AGV mit Verf�gung vom 27. Januar 2010 Leistungen f�r die Abkl�rung und Behandlung der geltend gemachten R�ckenbeschwerden ab, da es diesbez�glich am nat�rlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis fehle. Daran hielt sie nach Einholung einer erg�nzenden fach�rztlichen Beurteilung durch den Vertrauensarzt Dr. med. E.________, FMH f�r Chirurgie, Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA, vom 14. Januar 2011 fest (Einspracheentscheid vom 21. M�rz 2011).
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst der Versicherte unter Beilage einer Skizze zum Unfallhergang sowie einer Best�tigung seiner ehemaligen Arbeitgeberin betreffend Unfallschilderung (vom 25. November 2011) beantragen, in Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides sei die Unfallversicherung zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen im Zusammenhang mit den R�ckenbeschwerden zu erbringen; eventualiter sei die Sache zu weiteren Abkl�rungen zur�ckzuweisen.
Die Best�tigung der Arbeitgeberin vom 25. November 2011 betreffend Unfallschilderung sowie die gleichen Datums angefertigte Skizze des Beschwerdef�hrers zum Unfallhergang wurden erst letztinstanzlich und ohne, dass erst der angefochtene Entscheid dazu Anlass gegeben h�tte, eingereicht. Es handelt sich daher um unzul�ssige, neue Beweismittel, welche bei der Beurteilung nicht ber�cksichtigt werden k�nnen (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194).
Streitig und zu pr�fen ist die Leistungspflicht der Unfallversicherung f�r die geltend gemachten R�ckenbeschwerden. Im angefochtenen Entscheid werden die f�r die Beurteilung massgebenden Rechtsgrundlagen zutreffend wiedergegeben, worauf verwiesen wird.
4.1 Nach eingehender W�rdigung der medizinischen Aktenlage ist die Vorinstanz zum Schluss gelangt, dass die im September 2009 akut aufgetretenen R�ckenbeschwerden nicht mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 14. Juli 2008 zur�ckzuf�hren sind, selbst wenn vom Unfallereignis gem�ss Schilderung des Beschwerdef�hrers ausgegangen werde. Sie st�tzte sich dabei auf die medizinische Beurteilung des Dr. med. E.________, Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA, vom 14. Januar 2011, der sie vollen Beweiswert zuerkannte. Dies ist nicht zu beanstanden, erf�llt diese medizinische Stellungnahme doch alle rechtsprechungsgem�ssen Kriterien (BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 ff. mit Hinweisen) f�r eine beweiskr�ftige �rztliche Entscheidungsgrundlage. Indizien, die gegen die Zul�ssigkeit dieser Beurteilung sprechen, sind nicht zu erkennen. Die Tatsache allein, dass Dr. med. E.________ als versicherungsmedizinischer Berater der Beschwerdegegnerin t�tig ist, wie geltend gemacht wird, l�sst nicht schon auf mangelnde Objektivit�t und auf Befangenheit schliessen (vgl. BGE 125 V 351 E. 2b/ee. S. 353). Laut den �berzeugenden Ausf�hrungen des Dr. med. E.________, welcher sich hinreichend und schl�ssig mit den im Recht liegenden umfassenden Unterlagen, insbesondere auch den R�ntgenaufnahmen und Magnetresonanztomogrammen auseinandergesetzt hat, ist in Anbetracht des Unfallereignisses, wie es vom Versicherten selbst geschildert wurde, und vom zeitlichen Verlauf, wie er von den behandelnden �rzten dokumentiert wurde, sowie der R�ntgenbildgebung davon auszugehen, dass der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen den bildgebend dargestellten Ver�nderungen am 4. Lendenwirbelk�rper und dem Unfallereignis vom 14. Juli 2008 lediglich m�glich ist. Er erachtete eine krankheitsbedingte Genese der dokumentierten Ver�nderungen aufgrund der bildgebend nachgewiesenen mittelschweren multisegmentalen Spondylarthrosen an der Lendenwirbels�ule in mehreren Segmenten als weitaus wahrscheinlicher als eine unfallbedingte.
4.2 Den �berzeugenden Erw�gungen im angefochtenen Entscheid ist seitens des Bundesgerichts nichts beizuf�gen. Die dagegen letztinstanzlich vorgebrachten Einwendungen f�hren zu keinem anderen Ergebnis. Insbesondere vermag die erneute R�ge des Beschwerdef�hrers bez�glich unrichtiger Sachverhaltsfeststellung nichts zu �ndern. So wurde in der Beurteilung des Dr. med. E.________ der Unfallhergang in der vom Versicherten selbst geschilderten Weise, wonach der an einen Baum gelehnte 20 cm dicke Ast umgest�rzt und mit dem vollen Gewicht auf seinen R�cken gefallen sei, ber�cksichtigt. Bei dieser Ausgangslage sind von weiteren medizinischen Abkl�rungen, wie beantragt, keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abgesehen werden kann (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 124 V 90 E. 4b S. 94). Die Beschwerde ist mithin abzuweisen.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 65 Abs. 4 lit. a und Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).