Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201990,%203197
Timestamp: 2019-08-26 10:50:21
Document Index: 234061888

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 21.06.1990 - VII ZR 308/89 - dejure.org
https://dejure.org/1990,577
BGH, 21.06.1990 - VII ZR 308/89 (https://dejure.org/1990,577)
BGH, Entscheidung vom 21.06.1990 - VII ZR 308/89 (https://dejure.org/1990,577)
BGH, Entscheidung vom 21. Juni 1990 - VII ZR 308/89 (https://dejure.org/1990,577)
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Verweisungsklausel - Unwirksame Klausel - Regelwerk
Wirksamkeit einer Verweisungsklausel trotz Unwirksamkeit einzelner Klauseln des in Bezug genommenen Regelwerks
AGBG § 2, § 9; VOB/B
Verweisungsklausel in AGB
Staffelverweisung auf VOB/B zulässig? (IBR 1990, 588)
BGHZ 111, 388
NJW 1990, 3197
NJW-RR 1991, 372 (Ls.)
ZIP 1990, 1204
MDR 1991, 40
WM 1990, 1785
BB 1990, 1932
DB 1990, 2214
BauR 1990, 718
ZfBR 1990, 289
Denn es liegt auf der Hand, dass durch allzu detaillierte Regelungen unübersichtliche und nur noch schwer durchschaubare Klauselwerke entstehen, die den Informationsinteressen des anderen Vertragsteils keinen wesentlichen Nutzen mehr bringen, sondern ihnen im Gegenteil abträglich sind und bei mangelnder Überschaubarkeit bisweilen sogar in den Bereich der Irreführung abgleiten können (BGH, Urteile vom 21. Juni 1990 - VII ZR 308/89, BGHZ 111, 388, 391;… vom 19. Januar 2005 - XII ZR 107/01, aaO).
(a) Die Verweisung auf andere Rechtsnormen ist dem geltenden Recht nicht fremd und auch in Allgemeinen Geschäftsbedingungen nichts Ungewöhnliches (BGH, Urteil vom 21. Juni 1990 - VII ZR 308/89, BGHZ 111, 388, 391 f.).
b) Eine Verweisung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf ein anderes Regelungswerk ist grundsätzlich zulässig (vgl. BGHZ 111, 388, 390) [BGH 21.06.1990 - VII ZR 308/89].
Die Verweisung auf andere Rechtsnormen ist dem geltenden Recht nicht fremd und deshalb nichts Ungewöhnliches (BGH 21. Juni 1990 - VII ZR 308/89 - BGHZ 111, 388, 391).
Auch ist die Zulässigkeit gestaffelter Klauselwerke in Schrifttum und Rechtsprechung grundsätzlich anerkannt (vgl. BGH, Urteil vom 21.06.1990 - VII ZR 308/89 Rn. 17 = BGHZ 111, 388).
Wenn ein Regelwerk so komplex wird, dass es für den Vertragspartner nicht mehr durchschaubar ist, ist es insgesamt unwirksam (vgl. BGH, Urteil vom 21.06.1990 - VII ZR 308/89 Rn. 18 = BGHZ 111, 388).
Dabei ist zu beachten, daß durch eine allzu detaillierte Regelung unübersichtliche und nur schwer durchschaubare Klauselwerke entstehen können, die den Interessen des anderen Vertragsteils abträglich sind (BGHZ 111, 388, 391).
Sie wird jedoch dann unzulässig, wenn die Verwendung mehrerer Klauselwerke dazu führt, dass unklar ist, welche der darin enthaltenen konkurrierenden Regelungen gelten soll (vgl. BGH, Urt. v. 21.6.1990 - VII ZR 308/89, NJW 1990, 3197, 3198;… Koller, Transportrecht, 5. Aufl., Vor Ziffer 1 ADSp Rdn. 21).
Auch ist zu beachten, dass durch eine allzu detaillierte Regelung unübersichtliche oder nur schwer durchschaubare Klauselwerke entstehen können, die den Interessen des Arbeitnehmers abträglich sind (vgl. BGH 21. Juni 1990 - VII ZR 308/89 - zu I 2 b der Gründe, BGHZ 111, 388) .
Die isolierte Vereinbarung der kurzen Verjährung nach § 13 Nr. 4 VOB/B ist unwirksam (BGH, Urteil vom 10. Oktober 1985 - VII ZR 325/84, BGHZ 96, 129; Urteil vom 21. Juni 1990 - VII ZR 308/89, BGHZ 111, 388, 392; ständige Rechtsprechung).