Source: https://www.chv.de/infos-fahrschule-bauer.php
Timestamp: 2019-12-14 20:48:16
Document Index: 7943438

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 30', '§ 1', '§ 39', 'EuG', 'EuG']

Verkehrsrechtliche Änderungen 2019
Für alle Autofahrer in Deutschland gelten für das Versicherungsjahr 2019 neue Typ- und Regionalklassen.
Bei Hybrid- und Elektroautos wird das neue akustische Warnsystem mit dem Namen AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System) Pflicht.
Ein System für Straßenverkehrsfahrzeuge mit Elektrohybrid- oder reinem Elektroantrieb, das mittels eines Schallzeichens Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer auf die Anwesenheit des Fahrzeugs aufmerksam macht.
Ab 2019 muss der AVAS Klang den Klang eines typenähnlichen Verbrennungsmotors ähneln. Ebenso muss der Klang des AVAS die kommenden Fahrzeugaktionen, wie das Anfahren, Stoppen oder Beschleunigen, kommunizieren.
Dienstliche Nutzer müssen ihr Hybrid- oder E-Auto nur noch zum halben Steuersatz (0,5 %) versteuern.
Im Laufe 2019 soll für Fahrzeughalter die Autozulassung, Umschreibung und Adressänderung über das Internet möglich sein. Bislang war bereits die Abmeldung und Wiederzulassung online am Bildschirm möglich. Nun sollen die Autobesitzer in Deutschland auch Erstzulassungen und Ummeldungen online erledigen können.
So beschweren sich eine Menge "Häuserl-Fahrer". Doch überlegen Sie mal: Autofahrer sitzen im Stau bequem im voll klimatisierten PKW, geschützt vor Niederschlägen, Wind und Sonne. Sie können Snacks zu sich nehmen und trinken. Der Motorradfahrer ist dagegen dem Wetter voll ausgesetzt.
Er hat keine Scheibenwischer. Gegen angelaufene Scheiben braucht er statt Gebläse den Fahrtwind. Stopp and Go ist für den Biker das Schimmste. Er muss die 200-350 kg schwere Maschine bei jedem Stopp mit den Beinen und Armen stützen und balancieren. Das kostet viel Kraft und Konzentration. Motorradfahrer möchten also in Bewegung bleiben, um diese Beschwerlichkeiten auszugleichen. Deshalb schlängelt sich ein Biker durch den Stau. Helfen Sie ihm dabei und fahren zur Seite.
Es gibt wohl kein Fahrzeug, das dem Fahrer ähnlich viel Können und Herz abverlangt wie das Motorrad. Bei Regen wird es für den Kradler besonders schwer. Nasse Straßenmarkierungen sind rutschig wie Glatteis. Das nasse Visier hat keine Scheibenwischer. Das Visier läuft an und es gibt kein Gebläse zum Freimachen. Das Spiel mit den mächtigen physikalischen Kräften und die Findung bzw. die Einhaltung der Sicherheitslinie und notwendigen Schräglage in Kurven sowie das Bewusstsein, dass der kleinste Fehler sofort auf die Knochen gehen kann, verlangen dem Fahrer höchste Konzentration ab.
Die Gefahr fährt stets mit. Knautschzonen, Airbags und Gurt gibt es nicht. Jeder Biker tut deshalb gut daran, nicht nur für sich sondern auch für den anderen Fahrer zu denken.
Seien Sie bitte nachsichtig mit den Bikern und helfen Sie.
Motorradfahrer werden aufgrund dieser Missverständnisse überwiegend „abgeschossen“.
Bitte denken Sie daran - trotz des hohen Spaßfaktors haben Motorradfahrer größere Herausforderungen zu meistern als andere Verkehrsteilnehmer.
Nachweise über die Teilnahme an einer Schulung in Erster Hilfe werden ab 01.04.2015 für alle Fahrerlaubnisklassen als ausreichender Nachweis nach § 21 Abs. 3 Satz 1 Nr. 5 FeV anerkannt.
Das bedeuted gleichermaßen, dass Sie auch bei der Erweiterung Ihrer Fahrerlaubnisklassen einen 9-stündigen Erste-Hilfe-Kurs benötigen, wenn Sie nur einen 8-stündigen Kurs bisher abgelgt haben.
Verkehrsrechtliche Änderungen 2018
Seit dem 1. Januar 2018 wird die sogenannte Schneeflocke (Alpine-Piktogramm) auf Winterreifen Pflicht. Damit reicht das bekannte M+S-Zeichen als Winterreifen-Kennzeichnung nicht mehr aus.
Eine Übergangsregelung erlaubt die Nutzung der alten Winterreifen bis 2026.
Die Versicherer führen neue Reginalklassen und Typklassen ein. Mit einer Verteuerung der Beiträge wird man rechnen müssen.
eCall - Ein System, das Leben rettet:
Bei einem schweren Aufprall übermittelt eCall automatisch unter anderem den Standort, den Unfallzeitpunkt und die Zahl der Insassen zur nächsten Rettungsleitstelle. Dazu benutzt das eCall-System eine Mobilfunkeinheit und einen GPS-Empfänger.
Das System arbeitet ab 2017 EU-weit und Neufahrzeuge müssen es ab 2018 bedienen können.
Die Kraftfahrzeugsteuer wird ab September 2018 nach einem neuen Messverfahren der Schadstoffe berechnet. Eine Erhöhung wird unausweichlich.
Verkehrsrechtliche Änderungen 2017
Verwaltungsvorschrift zu § 30 [1] Umweltschutz und Sonntagsfahrverbot
Zu Absatz 3[2]
Vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot erfasst ist die geschäftsmäßige oder entgeltliche Beförderung von Gütern mit Lkw (gewerblicher Güterverkehr) einschließlich der damit verbundenen Leerfahrten. Hierunter fällt auch der Werkverkehr nach § 1 Absatz 2 des Güterkraftverkehrsgesetzes (GüKG). Anhänger (z.B. Wohnwagen oder Pferdeanhänger), die ausschließlich zu Sport- und Freizeitzwecken und weder gewerblich noch entgeltlich hinter Lastkraftwagen geführt werden, unterfallen nicht dem Sonn- und Feiertagsfahrverbot. Dies gilt auch für Fahrten mit Oldtimer-Lastkraftwagen zu Oldtimerveranstaltungen, soweit keine gewerblichen Zwecke verfolgt werden und diese nicht entgeltlich erfolgen.
Vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot sind weiterhin nicht betroffen Zugmaschinen, die ausschließlich dazu dienen, andere Fahrzeuge zu ziehen, ferner Zugmaschinen mit Hilfsladefläche, deren Nutzlast nicht mehr als das 0,4fache der zulässigen Gesamtmasse beträgt. Das Sonn- und Feiertagsfahrverbot gilt ebenfalls nicht für Kraftfahrzeuge, bei denen die beförderten Gegenstände zum Inventar der Fahrzeuge gehören (z.B. Ausstellungs-, Film- oder Fernsehfahrzeuge, bestimmte Schaustellerfahrzeuge und Fahrzeuge zur Beschickung von Märkten, soweit es sich um mobile Verkaufsstände handelt, jeweils auch mit Anhänger).
Neu für Radfahrer
Ab 01. Januar 2017 müssen Radfahrer nicht mehr die Ampellichter der Fußgänger beachten, sondern der Kraftfahrzeuge.
Ausnahme: Es gibt spezielle Ampellichter für Radfahrer
Erwachsene dürfen radfahrende Kinder begleiten
Bisher gilt: Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen mit Fahrrädern Gehwege benutzen. Erwachsene dürfen das nicht. Das Kind fährt auf dem Gehweg, der Erwachsene begleitet mit dem Rad auf der Straße. Nach der Neuregelung dürfen Erwachsene radfahrende Kinder bis acht Jahre auch mit dem Fahrrad auf dem Gehweg begleiten.
Kinder bis zum 8. Lebensjahr dürfen alternativ zum Gehweg auf zur Fahrbahn baulich abgetrennte Radwege benutzen.
Künftig dürfen auch E-Bikes außerorts generell und innerorts auf ausgewiesenen Radwegen fahren. Die neuen Regelungen gelten allerdings ausdrücklich nicht für die schnellen Elektrofahrräder, die so genannten S-Pedelecs, die deutlich schneller als 25 Kilometer pro Stunde fahren können, betonte das Ministerium. Über die Freigabe der Radwege entscheiden die Länder.
müssen ab Januar 2017 der Schadstoffnorm Euro 4 entsprechen. Damit verringert sich der Schadstoffausstoß um mehr 50 Prozent.
Zudem gilt nun auch eine Maximal-Lautstärke für Motorräder mit mehr als 175 Kubikzentimetern Hubraum: Sie beträgt 80 dB(A).
Beide Neuregelungen sind nur für Erstzulassungen gültig. Ältere Motorräder genießen Bestandschutz.
Folgende Änderungen sind geplant und noch nicht verbindlich:
Das Kabinett hat am 15.06.2016 die Novelle der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) für mehr Verkehrssicherheit beschlossen. Die Neuregelung sieht vor, dass die Straßenverkehrsbehörden vor Schulen, Kindergärten oder Altenheimen leichter Tempo 30 anordnen können. Zudem dürfen Erwachsene Kinder, die auf dem Gehweg Fahrrad fahren, künftig ebenfalls mit dem Rad auf dem Gehweg begleiten. Geregelt wird außerdem die Nutzung von Radwegen durch E-Bikes. Neu gefasst werden auch die Regeln zur Bildung der Rettungsgasse. Damit die Novelle in Kraft treten kann, muss der Bundesrat noch zustimmen.
Tempo 30 vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen erleichtern
Die Straßenverkehrsbehörden dürfen auf Hauptverkehrsstraßen bislang nur bei Nachweis einer ungefähr um ein Drittel über dem Normalfall liegenden besonderen Gefahrenlage streckenbezogen Tempo 30 anordnen - beispielsweise durch Nachweis eines Unfallschwerpunktes. Wie das Bundesverkehrsministerium mitteilte, soll diese Anordnungshürde künftig entfallen. Die Straßenverkehrsbehörden können damit beispielsweise vor Schulen, Kindergärten, Altersheimen leichter Tempo 30 auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen anordnen.
Gültig schon seit längerem:
Nur zur Klarstellung für die Bildung einer Rettungsgasse.
Die Pflicht zur Bildung einer Rettungsgasse auf mehrspurigen Außerortsstraßen wird vereinfacht formuliert. Ziel ist nach Mitteilung des Ministeriums, dass sie in Zukunft im Sinne der Verkehrssicherheit und der Unfallrettung besser befolgt wird: Fahrzeuge müssen künftig für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußersten linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrsteifen für eine Richtung eine freie Gasse bilden.
(Für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernehmen wir keine Haftung)
Verkehrsrechtliche Änderungen 2016
Ab 01. Januar 2016 müssen alle neuen Motorräder über 50 Kubikzentimetern Hubraum oder einer Höchstgeschwindigkeit über 45 km/h entweder mit einem ABS oder einem Kombi-Bremssystem ausgerüstet sein.
Elektroautos sind ab dem Tag der erstmaligen Zulassung für 10 Jahre von der Steuer befreit. Das gilt jedoch nur, wenn das Fahrzeug bis zum 31. Dezember 2015 bei einer Zulassungsstelle angemeldet wird.
Bisher war lediglich die Online-Außerbetriebsetzung möglich, wenn Fahrzeuge, die ab 1.01.2015 ein neues Kennzeichen (mit Sicherheitscode unter der Stempelplakette) sowie eine neue Zulassungsbescheinigung Teil I (enthält eine Sicherheitsmarkierung mit der Aufschrift „Zur Außerbetriebsetzung entfernen“) erhalten haben.
Ab 1.07.2016 soll nun die Möglichkeit geschaffen werden, online abgemeldete Fahrzeuge auch online wieder zulassen zu können.
Verkehrsrechtliche Änderungen 2015
Schon seit September 2014 gilt die neue Abgasnorm Euro 6 für Neuwagen, die den Stickoxid-Ausstoß reduzieren soll. Betroffen davon sind vor allem Diesel-PKW. Die sog. Umweltplaketten bleiben davon allerdings unberührt: Autofahrer können auch weiterhin mit den Euro 4- und Euro 5-Plaketten in die Umweltzonen der Innenstädte einfahren.
Der europäische Gesetzgeber hat mittlerweile die letzten Eckpunkte festgelegt.
Die Infrastruktur für das automatische Notrufsystem eCall soll ab dem 1. Oktober 2017 bereitstehen. Für die Fahrzeuge gilt ab dem 31.03.2018, dass neue für die EU zugelassene Fahrzeugmodelle von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (EU Fahrzeugklassen M1 und N1) ab diesem Zeitpunkt mit dem automatischen Notrufsystem ausgerüstet sein müssen. eCall löst bei einem schweren Unfall automatisch die europaweit einheitliche Notfallnummer 112 aus und übermittelt den Standort des Fahrzeugs an die nächstliegende Notrufzentrale.
Kennzeichenmitnahme bei Umzug in anderen Zulassungsbezirk
Verlegt der Fahrzeughalter seinen Wohnsitz in einen anderen Zulassungsbezirk, so hat er seit 01.01.2015 zwei Möglichkeiten:
Verkehrsrechtliche Änderungen 2014
Die theoretische Führerscheinprüfung ändert sich:
Zusätzlich zu den Fragen zu stillstehenden Bildern kommen jetzt auch Fragen zu Filmsequenzen in Form von animierten Bildern, die die Entstehung einer Verkehrssituation zeigen. Diese Sequenzen können bis zu fünf mal betrachtet werden. Danach muss dazu eine Frage beantwortet werden.
Die Reform des Punktesystems im neuen Fahreignungssystem
(vormals: Verkehrszentralregister) kommt:
Es werden nur noch sicherheitsgefährdende Verstöße mit Punkten geahndet.Die Fahrerlaubnis wird statt mit 18 schon mit 8 Punkten entzogen. Schwere Vergehen werden nicht mehr mit bis zu sieben Punkten sondern nur noch bis drei Punkten eingetragen. Punkte gibt es für Bußgelder ab 60 Euro und nicht mehr ab 40 Euro. Die bisherigen Bußgelder werden allerdings angehoben und die Tilgungsfristen ändern sich. Neue Punkte ziehen alte Punkte nicht mehr mit.
Punkte haben starre Fristen:
Ordnungswidrigkeit 1 Punkt für 2½ Jahre
Grobe Ordnungswidrigkeit mit Regelfahrverbot 2 Punkte für 5 Jahre
Straftat 2 Punkte für 5 Jahre
Straftat mit Entziehung der Fahrerlaubnis 3 Punkte für 10 Jahre
Die gesetzlichen Maßnahmen:
1 – 3 Punkte, Stufe Vormerkung
Wer 1, 2 oder 3 Punkte in Flensburg hat, ist dort für eine Bewertung seiner Fahreignung vorgemerkt.
4 – 5 Punkte, Stufe Ermahnung
Bei 4 oder 5 Punkten wird der Betroffene erstmals gebührenpflichtig ermahnt und zu einer Veränderung seines Verhaltens aufgefordert. Er wird auf die Möglichkeit eines Punkteabbaus durch eine freiwillige Teilnahme an einem Fahreignungsseminar und die weiteren Stufen des Bewertungssystems hingewiesen.
6 – 7 Punkte, Stufe Verwarnung
Sind 6 oder 7 Punkte erreicht, folgt eine gebührenpflichtige Verwarnung. Ein Punkteabbau durch eine Seminarteilnahme ist jetzt nicht mehr möglich. Ein Pflichtseminar gibt es nicht mehr.
Die Fahrerlaubnis wird mindestens 6 Monate entzogen. Eine Neuerteilung erfolgt nur nach einer positiven medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU).
Die Fahrerlaubnis wird nur dann entzogen, wenn die Maßnahmen beider Vorstufen ergriffen wurden. Wer ohne Ermahnung auf 6 oder 8 Punkte kommt, wird auf 5 Punkte (Stufe Ermahnung) zurückgesetzt. Wer früher zwar ermahnt, aber vor Erreichen von 8 Punkten noch nicht verwarnt wurde, wird auf 7 Punkte (Stufe Verwarnung) gesetzt. Dadurch wird sichergestellt, dass jeder Betroffene vor der Entziehung der Fahrerlaubnis zweimal angeschrieben und über die Folgen des Punktsystem aufgeklärt wurde.
Ein Aufbauseminar wie bisher gibt es nicht mehr. Solange man die Stufe Ermahnung nicht überschritten hat, kann man an einem freiwilligen Fahreignungsseminar teilnehmen. Damit kann ein Punkt reduziert werden.
Das Fahreignungsseminar ist eine Kombination aus zwei verkehrspädagogischen Modulen zu je 90 Minuten in Kleingruppen in einer Fahrschule und zwei verkehrspsychologischen Einheiten zu je 75 Minuten als Einzelsitzungen bei einem Verkehrspsychologen.
Dieses Seminar kann frühestens nach 5 Jahren wiederholt werden.
Für die Auskunft beim KBA über Ihre Punkteanzahl klicken Sie auf folgenden Link:
https://www.kba.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Servicesuche_Formular.html
Die Warnweste war bisher nur für berufliche Fahrer in Deutschland vorgeschrieben.
Jetzt wird sie für alle zur Pflicht. Motorradfahrer sind ausgenommen.
Die Warnweste muss der Euro-Norn EN 471 entsprechen.
Neue Fahrzeugmodelle müssen mit dem elektronischen Fahrstabilitätsprogramm ESP ausgestattet sein.
Neuwagen müssen mit einem Reifendruckkontrollsystem ausgestattet sein.
Verkehrsrechtliche Änderungen 2013
Führerscheine seit 19.01.2013 ausgestellt, gelten nur noch 15 Jahre. Dann müssen sie mit einem neuen Passbild erneuert werden.
Vorher ausgestellte Führerscheine (auch rosa und graue Papierführerscheine) gelten nur noch bis 18.01.2033 und müssen in einen neuen Kartenführerschein umgeschrieben werden.
Aktuelle Änderungen zur StVO zum 01.04.2013 (Auszüge)
(Für Korrektheit und Vollständigkeit übernehmen wir keine Gewähr)
(4) 1Mit Fahrrädern muss einzeln hintereinander gefahren werden; nebeneinander darf nur gefahren werden, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird. 2Eine Pflicht, Radwege in der jeweiligen Fahrtrichtung zu benutzen, besteht nur, wenn dies durch Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist. 3Rechte Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen benutzt werden. 4Linke Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen nur benutzt werden, wenn dies durch das allein stehende Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ angezeigt ist. 5Wer mit dem Rad fährt, darf ferner rechte Seitenstreifen benutzen, wenn keine Radwege vorhanden sind und zu Fuß Gehende nicht behindert werden. 6Außerhalb geschlossener Ortschaften darf man mit Mofas Radwege benutzen.
Anmerkung: Damit wurde ein Benutzungsrecht für linke Radwege ohne Benutzungspflicht eingeräumt (Zusatzzeichen „Radverkehr frei“).
1Wer an einer Fahrbahnverengung, einem Hindernis auf der Fahrbahn oder einem haltenden Fahrzeug links vorbeifahren will, muss entgegenkommende Fahrzeuge durchfahren lassen. 2Satz 1 gilt nicht, wenn der Vorrang durch Verkehrszeichen (Zeichen 208, 308) anders geregelt ist.
Anmerkung: Mit dieser Erweiterung der grundsätzlichen Vorrangregel auf dauerhafte Fahrbahnverengungen sollen Verkehrszeichen entbehrlich gemacht werden. Satz 2 verweist auf § 39: „Regelungen durch Verkehrszeichen gehen den allgemeinen Verkehrsregeln vor.“
Zeichen 208 Zeichen 308
(3a) 1Sind auf einer Fahrbahn für beide Richtungen insgesamt drei Fahrstreifen durch Leitlinien (Zeichen 340) markiert, dann dürfen der linke, dem Gegenverkehr vorbehaltene, und der mittlere Fahrstreifen nicht zum Überholen benutzt werden. 2Dasselbe gilt für Fahrbahnen, wenn insgesamt fünf Fahrstreifen für beide Richtungen durch Leitlinien (Zeichen 340) markiert sind, für die zwei linken, dem Gegenverkehr vorbehaltenen, und den mittleren Fahrstreifen. 3Wer nach links abbiegen will, darf sich bei insgesamt drei oder fünf Fahrstreifen für beide Richtungen auf dem jeweils mittleren Fahrstreifen in Fahrtrichtung einordnen. [...]
(3c) 1Sind außerhalb geschlossener Ortschaften für eine Richtung drei Fahrstreifen mit Zeichen 340 gekennzeichnet, dürfen Kraftfahrzeuge abweichend von dem Gebot möglichst weit rechts zu fahren, den mittleren Fahrstreifen dort durchgängig befahren, wo – auch nur hin und wieder – rechts davon ein Fahrzeug hält oder fährt. 2Dasselbe gilt auf Fahrbahnen mit mehr als drei so markierten Fahrstreifen für eine Richtung für den zweiten Fahrstreifen von rechts. 3Den linken Fahrstreifen dürfen außerhalb geschlossener Ortschaften Lastkraftwagen mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 t sowie alle Kraftfahrzeuge mit Anhänger nur benutzen, wenn sie sich dort zum Zwecke des Linksabbiegens einordnen.
Anmerkung: Somit wurde das Benutzungsverbot des linken und Überholverbot auf dem mittleren von drei (oder fünf) Fahrstreifen für eine Richtung; Benutzungsverbot des linken Fahrstreifens außerorts für Lkw über 3,5 t und für alle Kfz mit Anhänger endgültig eingeführt.
Die Bedingung „über 7 m Länge“ für Züge fällt somit weg!
Intensivkurs? oder Abendkurs?
Ein Intensivkurs, auch Kompaktkurs oder Tageskurs oder im Volksmund auch gerne Crashkurs oder Schnellkurs genannt, zeichnet sich vor allem durch täglichen Theorie- und Fahrunterricht aus.
In meiner Fahrschule findet im Intensivkurs Theorieunterricht vormittags statt. Im Anschluss daran wird gefahren. Bei durchschnittlich begabten Fahrschülern dauert der Kurs somit 10 Werktage plus Prüfungstag.
In Abendkursen müssen Sie parallel zur Fahrschule Ihrer Arbeit nachgehen oder die Schule besuchen und Lerntätigkeit erledigen. Nach Ihrem Alltag - mehr oder weniger abgekämpft - würden Sie jetzt lieber Ihre Hobbies verfolgen, Ihre Erholung genießen oder Ihren üblichen Freizeitaktivitäten nachgehen.
Um den Führerschein zu erwerben heißt es jetzt aber: "auf in die Fahrschule" und den lästigen Fahrschulunterricht besuchen oder zur Fahrstunde eilen. An den anderen Tagen heißt es "Fragebogen üben bzw. lernen". Diese Doppel-Strapazen "Alltagsverpflichtung/Fahrschule" verderben Ihnen die Freude am künftigen Führerschein. Dies hat zur Folge, dass schon mal der eine oder andere Unterricht aufgrund mangelnder Energie ausgelassen wird. Dadurch werden verschiedene Lektionen versäumt, dafür andere doppelt besucht. Die Chronologie des Unterrichts stimmt nicht mehr und diese Wissenslücken müssen durch langatmiges Nachlernen ausgeglichen werden.
Auswärtige Fahrschüler brauchen ggf. eine Unterkunft, was mit zusätzlichen Kosten verbunden wäre.
Intensivkurse sind schnell und stressfreier als Abendkurse und somit wesentlich effektiver.
Nehmen Sie sich Urlaub oder wählen Sie Ihre Ferien zur Ausbildung und das "Führerschein machen" macht noch mehr Freude und strengt weniger an!
Achten Sie bei der Wahl Ihrer Fahrschule unbedingt darauf, dass Sie für den Theorieunterricht nicht von Filliale zu Filliale in den Abendunterricht gekarrt werden.
Der Abend sollte zur Erholung und Entspannung dienen.
Die Fahrerlaubnisklassen Stand 19.01.2013
Wichtige Neuerung vorab:
Wer seit 19.01.2013 die Fahrerlaubnis der Klasse B (PKW) neu erwirbt, darf im Ausland keine Trikes mehr fahren!
Trikes werden nun in die Klassen A1 (bis 15 kw) und A (über 15 kw) eingegliedert!
Bitte beachten Sie: Wer einen Altführerschein (erteilt vor dem 19.01.2013), ohne im Besitz der Motorradklassen zu sein, in einen neuen umtauschen lässt, erhält nun die die Motorradklassen A1 und A, allerdings mit den eingetragenen Schlüsselzahlen 79.03 und 79.04. Diese bedeuten, dass Sie nur Trikes und keine Motorräder dieser Klassen fahren dürfen!
dreirädrige Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge jeweils mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von nicht mehr als 45 km/h und einem Hubraum von nicht mehr als 50 ccm im Falle von Fremdzündungsmotoren, einer maximalen Nutzleistung von nicht mehr als 4 kW im Falle anderer Verbrennungsmotoren oder einer maximalen
Nenndauerleistung von nicht mehr als 4 kW im Falle von Elektromotoren; bei
vierrädrigen Leichtkraftfahrzeugen darf darüber hinaus die Leermasse nicht mehr als 350 kg betragen, ohne Masse der Batterien im Falle von
Krafträder (auch mit Beiwagen) mit einem Hubraum von bis zu 125 ccm und einer Motorleistung von nicht mehr als 11 kW, bei denen das Verhältnis der Leistung zum Gewicht 0,1 kW/ kg nicht übersteigt und
dreirädrige Kraftfahrzeuge mit symmetrisch angeordneten Rädern und einem Hubraum von mehr als 50 ccmbei Verbrennungsmotoren oder einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45 km/h und mit einer Leistung von bis zu 15 kW.
Mit der Kennzahl 96 versehen, erlaubt diese Klasse auch Anhänger mitzuführen, wenn die zulässige Gesamtmasse des kompletten Gespanns die 4250 kg nicht übersteigt.
17, beim Begleiteten Fahren oder bei Lehre zum Berufskraftfahrer (nachvorheriger erfolgreicher medizinisch-psychologischer Untersuchung)
Mindestalter: 18, 17 beim Begleiteten Fahren
D1E bei Besitz von Klasse D1; DE bei Besitz von Klasse D
Führerscheinerwerb im Ausland?
Führerscheinerwerb im EU-Ausland oder in Drittstaaten ist nur unter bestimmten Voraussetzungen legal!
In vielen Kleinanzeigen kann man lesen, dass man den Führerschein im Ausland schnell, billig und ggf. ohne MPU erwerben kann.
Dazu wird ein Komplettpaket inkl. Unterkunft, Wohnsitzmeldung und Ausbildung während eines Urlaubs oder eines anderen Kurzaufenthaltes versprochen.
Lassen Sie sich nicht von solcher verlogenen Werbung irreführen! Diese "Führerschein-Mafia" will nur an Ihr Geld. Spätestens bei der ersten Verkehrskontrolle fliegt der Schwindel auf und Sie erhalten eine Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Hier die geltenden Fakten zur Situation:
In allen EU-Staaten gilt für den Führerscheinerwerb unumstößlich das Wohnsitzprinzip. Danach kann ein Führerschein rechtmäßig nur in dem EU-Staat erworben werden, in dem man seinen ordentlichen Wohnsitz hat. D.h. man hat dort seinen sozioökonomischen Lebensmittelpunkt.
Die Behörden der EU-Staaten arbeiten eng zusammen, um den illegalen Führerscheinerwerb zu unterbinden.
Das von diesen verantwortungslosen Leuten häufig zitierte Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) betrifft einen Einzelfall, in dem der EuGH das Wohnsitzprinzip ausdrücklich bestätigt hat.
Umtausch eines ausländischen Führerscheins
Sie haben eine ausländische Fahrerlaubnis! Das müssen Sie wissen!
A: Ihre Fahrerlaubnis stammt aus einem EU/EWR-Land:
Damit müssen Sie nichts unternehmen. Ihre Fahrerlaubnis gilt entsprechend den erteilten ausländischen Fahrerlaubnisklassen uneingeschränkt.
Wollen Sie Änderungen vornehmen, z.B. Erweiterung mit neuen Klassen, müssen Sie bei der zuständigen Fahrerlaubnis Ihres ersten deutschen Wohnsitzes entsprechend vorsprechen.
B: Ihre Fahrerlaubnis stammt aus einem Drittland (Land außerhalb der EU/EWR)
Ab Einreise in Deutschland dürfen Sie 6 Monate lang die im Drittland erteilten Fahrerlaubnisklassen in Deutschland nutzen. Danach müssen Sie Ihre ausländische Fahrerlaubnis in eine deutsche umtauschen.
Dazu muss Ihr ausländischer Führerschein überprüft und amtlich anerkannt werden. D.h. der Führerschein muss amtlich überprüft werden, um ausschließen zu können, dass es sich um eine Fälschung handelt. Der Führerschein muss zudem übersetzt werden. Dass machen z.B. die Firma lingoking, der ADAC oder andere Institutionen.
Ist Ihr Führerschein anerkannt worden,
können massive Erleichterungen den Erwerb der deutschen Fahrerlaubnis vereinfachen. Das bestimmt die zuständige Fahrerlaubnisbehörde Ihres ersten deutschen Wohnsitzes.
Ist Ihr Führerschein nicht anerkannt worden oder sind Sie schon länger als zwei Jahre in Deutschland,
ist ein normaler Erwerb der deutschen Fahrerlaubnis notwendig. Das bedeutet Sie müssen eine normale Ausbildung mit Prüfung in Theorie und Praxis durchlaufen.
Umtausch eines Papierführerscheins in einen Kartenführerschein
Ist ein Umtausch sinnvoll?
Im Ausland kann es mit den alten Papierführerscheinen bei einer Kontrolle erhebliche Probleme geben. Zudem laufen alle Führerscheine, die vor dem 19.01.2013 ausgestellt wurden zum 18.01.2033 ab. Für später ausgestellte Führerscheine steht das Ablaufdatum auf der Vorderseite unter Ziffer 4b.
Weitere Gründe für das Tauschen:
Uneingeschränkte Akzeptanz im europäischen Ausland
Voraussetzung für die Berufskraftfahrerqualifikation
Handlicheres Format (Scheckkartengröße)
Widerstandsfähigeres Material
Voraussetzung für eine Tachographen-Fahrerkarte
Neue Klassen, evtl. mit erweiterter Gültigkeit
Kl. 2 als neue Klasse C/CE über den 50. Geburtstag hinaus gültig
Aufwand zum Tausch:
Der Gang zum Fotografen für biometrisches Passfoto mit Kosten von ca. 5 €
Der Gang zur Verwaltungsbehörde mit Gebühren von ca. 20 €
Weitere wichtige Infos zum Tausch:
Wenn Sie Ihren alten Papierführerschein, egal ob grau oder rosa, in einen neuen Kartenführerschein umschreiben lassen wollen, sind einige Dinge zu beachten, die Sie von den Behörden normalerweise nicht mitgeteilt bekommen. Bei Unklarheiten rufen Sie bei mir an, ich berate Sie gerne:
Besitzer der alten Klasse 3 - dürfen aufgrund ihres Besitzstandes auch weiterhin Züge bis 3 Achsen und bis 18,5 Tonnen zulässige Gesamtmasse führen. Allerdings muss im amtlichen Antrag zur Umschreibung die Klasse CE79 angekreuzt werden. Wer dies vergisst, hat dieses Recht nach der Umschreibung verwirkt und kann diese Klasse nachträglich nicht mehr eintragen lassen!
Achtung: Die Klasse CE79 muss ab dem 50. Lebensjahr durch ärztliche und augenärztliche Gutachten alle 5 Jahre verlängert werden.
Wer in einem landwirtschaftlichen Betrieb, auch nur hin und wieder, mit landwirtschaftlichen Zugmaschinen fährt, kann bei der Umschreibung die Klasse T (landwirtschaftliche Zugmaschinen bis 60 km/h) eintragen lassen. Ein späterer Eintrag dieser Klasse kann ohne Ausbildung und Prüfung dann nicht mehr vorgenommen werden.
Die alte Klasse 2 gilt ab dem 50. Geburtstag nicht mehr. Wer erst ab dem 50. Geburtstag die Verlängerung bzw. Umschreibung in die neue Klasse C/CE beantragt, verliert diese Klassen und kann diese eventuell erst nach einer vorherigen Führerscheinprüfung wieder aufleben lassen.
Kraftfahrer auf LKW über 3,5 t seit 10.09.2014 und Omnibussfahrer seit 10.09.2013 müssen den Eintrag der beruflichen Zusatzqualifikation in einem Kartenführerschein vorweisen können.
Fahrer, die ein Fahrzeug mit digitalem Kontrollgerät fahren wollen, müssen einen Kartenführerschein und Fahrerkarte besitzen.
Alte Führerscheine laufen spätestens zum 18.01.2033 für alle Führerscheinklassen ab und müssen mit einem neuen Passbild neu ausgestellt werden!
Heute hat ein Fahrschüler am Prüfungstag etwa die dreifache Anzahl von Fahrstunden und zahlt für seine Ausbildung im Durchschnitt 1.600 €. Im Jahr 2006 weist das Statistische Bundesamt für den Angestellten im produzierenden Gewerbe ein monatliches Bruttoeinkommen von 3.595 € aus. Ein Angestellter musste im Jahr 2006 also 44,5 Prozent seines Bruttogehalts für den Führerschein aufwenden. Das sind 1,9 Prozentpunkte weniger als 1970. Berücksichtigt man, dass er dafür nicht 12, sondern 34 Fahrstunden bekommen hat, wird klar: Die Ausbildungskosten sind im Vergleich zu damals nicht nur nicht gestiegen, sondern sogar deutlich gesunken. Vergleicht man die Ausbildungskosten mit den TÜV-Gebühren, bleiben die Fahrschulen noch weiter hinten. Im Jahr 1970 kostete die Prüfung Klasse 3 – heute B - einschließlich 11 Prozent MwSt. 18,87 DM, das entspricht 9,65 €. Heute kostet die praktische Prüfung 73,15 €, also rund das Siebeneinhalbfache von damals.
Quelle: "www.fahrlehrerverband-bw.de - FahrSchulPraxis, Ausgabe 7/2007"