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Timestamp: 2020-08-12 15:59:43
Document Index: 329740664

Matched Legal Cases: ['§ 106', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 9. November 2009, Az.: AnwZ (B) 87/08
Der Antragsteller ist hauptberuflich als Justiziar bei der Dr. W. AG angestellt. Dort bezieht er bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 30 bis 40 Stunden ein monatliches Gehalt von 3.000 € brutto zuzüglich Dienstwagen. Der Anstellungsvertrag erlaubt eine nebenberufliche Tätigkeit als Rechtsanwalt bis zu 20 Stunden wöchentlich. Entsprechend dieser Erlaubnis hat er unter dem 1. November 2007 einen Anstellungsvertrag mit der B. Rechtsanwaltsgesellschaft mbH abgeschlossen, der eine wöchentliche Arbeitszeit von bis zu zehn Stunden und eine Vergütung von 400 € brutto monatlich vorsieht. In dem Vertrag ist ferner geregelt, dass der Antragsteller keine eigenen Mandate übernimmt, sich nicht im Wege der Prozesskostenhilfe beiordnen lässt, keine Mandantengelder annimmt und keinen Zugriff auf die Konten der Kanzlei hat.
Obwohl sich der Antragsteller damit gegenüber der ihn beschäftigenden Rechtsanwaltsgesellschaft weitreichenden arbeitsvertraglichen Beschränkungen unterworfen hat, liegen die Voraussetzungen, unter denen nach der Rechtsprechung des Senats (Beschl. v. 18. Oktober 2004 - AnwZ (B) 43/03, NJW 2005, 511; Beschl. v. 25. Juni 2007 - AnwZ (B) 101/05, NJW 2007, 2924) trotz des fortbestehenden Vermögensverfalls ausnahmsweise eine Gefährdung der Rechtsuchenden zu verneinen ist, nicht vor. Bei der gebotenen Gesamtwürdigung der beiden Anstellungsverhältnisse bieten die formal vereinbarten Schutzvorkehrungen nicht die für die Annahme eines Ausnahmefalls erforderliche Gewähr, dass eine Gefährdung von Mandantengeldern dauerhaft ausgeschlossen ist. Nach den Umständen des Falles ist vielmehr anzunehmen, dass der Antragsteller den Geschäftsbetrieb beider Gesellschaften im Wesentlichen bestimmt und keiner wirksamen Kontrolle durch die Rechtsanwälte B. und D. unterliegt.
Der Senat entscheidet in der seit 1. September 2009 geltenden verkleinerten Besetzung nach § 106 Abs. 2 Satz 1 BRAO (Senatsbeschluss vom 4. November 2009 - AnwZ (B) 16/09, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).
Tolksdorf Schmidt-Räntsch Roggenbuck Stüer Quaas Vorinstanz:
AGH Celle, Entscheidung vom 28.07.2008 - AGH 28/07 -
Az: AnwZ (B) 87/08
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12.08.2020 - 17:59 Uhr
LG Dortmund, Urteil vom 15. Januar 2016, Az.: 3 O 610/15 - BPatG, Beschluss vom 5. März 2009, Az.: 30 W (pat) 81/06 - OLG Hamm, Beschluss vom 16. Mai 2011, Az.: I-8 AktG 1/11 - BPatG, Beschluss vom 25. Juli 2001, Az.: 32 W (pat) 355/99 - BGH, Urteil vom 9. September 2010, Az.: I ZR 193/07 - BPatG, Beschluss vom 18. September 2002, Az.: 28 W (pat) 79/02 - LG Bonn, Urteil vom 21. April 2011, Az.: 11 O 32/10 - OLG Hamm, Urteil vom 24. November 2005, Az.: 4 U 93/05 - BPatG, Beschluss vom 2. Juni 2010, Az.: 35 W (pat) 454/08 - OLG Stuttgart, Urteil vom 18. Juli 2006, Az.: 12 U 236/05