Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20ZR%20326/87
Timestamp: 2019-03-18 18:44:25
Document Index: 302064206

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 1191', '§ 275', '§ 286', 'BGH', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 29.09.1989 - V ZR 326/87 - dejure.org
Pflicht des Eigentümers aus der Sicherungsabrede für eine bestellte, aber mangels dinglicher Einigung nicht eingetragene Grundschuld zur Mitwirkung an erneuter Grundschuldbestellung
BGB §§ 1191, 812; ZPO § 275 Abs. 4, §§ 286, 288
Geständnis - Versteigerungserlös - Grundschuld - Sicherungsabrede - Bereicherungsanspruch - Wirksamkeit - Dingliche Einigung - Schriftsätzliche Stellungnahme - Nachholbare Bestellung
NJW 1990, 392
ZIP 1990, 31
WM 1989, 1862
Er muß darüber hinaus nicht alle theoretisch denkbaren Behaltensgründe ausschließen (…BGH, Urt. v. 20. Mai 1996, II ZR 301/95, NJW-RR 1996, 1211; Senat, Urt. v. 29. September 1989, V ZR 326/87, NJW 1990, 392, 393;… vgl. auch Baumgärtel/Strieder aaO;… Palandt/Thomas, BGB, 61. Aufl., § 812 Rdn. 106).
Der Bundesgerichtshof hatte in seinem Urteil vom 2. Oktober 1990 - XI ZR 306/89 - (NJW 1991, 286, 287 mit Anm. Hegmanns WuB I F 3 Grundpfandrechte 1.91; Rehbein EWiR 1991, 45 f. und 1992, 257 f.) unter Zitierung seiner früheren Rechtsprechung für die Frage des Rechtsgrunds der zusätzlichen Kreditsicherheit abgestellt auf "das erkennbare Ziel der persönlichen Haftung, nämlich dem Grundschuldgläubiger eine zusätzliche Sicherung zu verschaffen (vgl. BGH, Urteil vom 29. September 1989 - V ZR 326/87 = WM 1989, 1862 zu II 2)".
Jedoch genügt er seiner Darlegungs- und Beweispflicht, wenn er widerlegt, dass die vom Anspruchsgegner behaupteten Rechtsgründe bestehen (vgl. BGH, NJW 1990, 392 ).
Jedoch genügt er dieser, wenn er widerlegt, dass die vom Anspruchsgegner behaupteten Rechtsgründe bestehen (vgl. BGH, NJW 1990, 392;… Palandt-Sprau, aaO., § 812 BGB, Rdnr. 106).
Dazu gehört es, die vom Beklagten behaupteten Rechtsgründe für das Behaltendürfen der Grundschuld auszuräumen und die Umstände zu widerlegen, die dafür sprechen, die Grundschuld als Sicherungsmittel zu beanspruchen, mithin den Beweis zu führen, dass keine zu sichernde Forderung besteht (vgl. BGH, Urteile vom 29. September 1989 - V ZR 326/87 - NJW 1990, 392 unter II 3 b; vom 27. September 2002 - V ZR 98/01 - NJW 2003, 1039 unter II 1).
Dabei würde es sogar genügen, diese Rechtsgründe in ein Eventualverhältnis zu stellen (BGH, Urteil vom 29. September 1989 aaO).
Das erkennbare Ziel der persönlichen Haftung, nämlich dem Grundschuldgläubiger eine zusätzliche Sicherung zu verschaffen (vgl. BGH, Urteil vom 29. September 1989 - V ZR 326/87 = WM 1989, 1862 zu II 2), würde nicht erreicht, wenn diese Haftung ausgerechnet dann entfallen sollte, wenn die Grundschuld sich in der Zwangsversteigerung als nicht werthaltig erweist.
BGH, 30.01.1992 - IX ZR 64/91
BGH, 17.12.1996 - XI ZR 41/96
Annahme einer Beweislastumkehr aus Billigkeitsgründen
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