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Timestamp: 2016-10-24 21:55:09
Document Index: 340602605

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 89', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 106', 'Art. 7', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_392/2011 (24.04.2012)
1C_392/2011
alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Michael Iten,
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Hans Hagmann,
Stadtrat von Zug, Stadthaus am Kolinplatz, 6300 Zug,
Regierungsrat des Kantons Zug, Regierungsgeb�ude, Seestrasse 2, Postfach 156, 6301 Zug.
Die X.________ AG ist Eigent�merin der 3'106 m2 grossen, in der Bauzone von Zug gelegenen Parzelle GS Nr. 3163. Sie beabsichtigt, das auf diesem Grundst�ck gelegene Mehrfamilienhaus Assek.-Nr. 2793a (Weidstrasse Nr. 21 und 23) abzubrechen und auf der gleichen Parzelle im Rahmen einer Arealbebauung vier neue Mehrfamilienh�user (Weidstrasse Nr. 21A, 21B, 23A und 23B) mit einer Autoeinstellhalle zu errichten. Eine vom Stadtrat Zug am 8. Januar 2008 hierf�r erteilte Baubewilligung wurde vom Verwaltungsgericht des Kantons Zug am 29. September 2009 wegen ungen�gender H�henaufnahmen und Fassadenpl�nen auf Beschwerde hin aufgehoben.
Am 5. November 2009 reichte die X.________ AG ein neues Baugesuch ein, welches sich weitgehend am ersten Projekt orientierte. Der Stadtrat Zug wies mit Beschluss vom 6. April 2010 die gegen das Projekt erhobenen Einsprachen ab und erteilte die Abbruchbewilligung f�r das Geb�ude Assek.-Nr. 2793a sowie die Baubewilligung f�r die Arealbebauung. Eine unter anderem von A.________, B.________, C.________ und D.________ sowie der E.________ AG erhobene Beschwerde hiess der Regierungsrat des Kantons Zug am 14. Dezember 2010 insofern gut, als er die Bauherrschaft verpflichtete, vor Baubeginn entweder die Zustimmung der Eigent�merschaft der Nachbarparzelle GS Nr. 3671 f�r die Unterschreitung des Grenzabstands einer Sch�ttung um 0.18 m beizubringen oder den Abstand der Sch�ttung um 0.18 m zu erh�hen. Im �brigen wies er die Beschwerde ab. Dagegen gelangten unter anderem A.________, B.________, C.________ und D.________ sowie die E.________ AG gemeinsam an das Verwaltungsgericht des Kantons Zug, welches ihre Beschwerde am 28. Juni 2011 abwies.
Gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts haben A.________, B.________, C.________ und D.________ sowie die E.________ AG am 14. September 2011 gemeinsam Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht erhoben. Sie beantragen, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und die Baubewilligung f�r den Abbruch des Mehrfamilienhauses sowie die Errichtung von vier Mehrfamilienh�usern mit Autoeinstellhalle nicht zu erteilen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die Vorinstanz und der Regierungsrat beantragen die Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegnerin und der Stadtrat beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
Mit Eingabe vom 11. Januar 2012 halten die Beschwerdef�hrer an ihren Antr�gen fest.
Mit dem angefochtenen Urteil best�tigte das Verwaltungsgericht des Kantons Zug die vom Stadtrat Zug f�r das Bauprojekt erteilte Baubewilligung. Das angefochtene Urteil ist ein letztinstanzlicher kantonaler Endentscheid in einer �ffentlich-rechtlichen Angelegenheit (vgl. Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 sowie Art. 90 BGG). Die Beschwerdef�hrer sind als Adressaten des angefochtenen Entscheids und als Eigent�mer unmittelbar benachbarter Liegenschaften zur Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 89 Abs. 1 BGG). Die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist vorbeh�ltlich rechtsgen�gender R�gen (Art. 42 Abs. 2 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG) einzutreten.
Die Beschwerdef�hrer machen geltend, die Vorinstanz habe � 29 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Zug vom 26. November 1998 (PBG/ZG) in der bis zum 31. Dezember 2011 geltenden Fassung willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV angewendet.
Gem�ss � 29 PBG/ZG in der bis zum 31. Dezember 2011 geltenden Fassung bestimmen Arealbebauungspl�ne die Bauweise f�r eine Fl�che von mindestens 2'000 m2 innerhalb der Bauzonen (Abs. 1). F�r Arealbebauungen gelten spezielle gemeindliche Bauvorschriften. Sie setzen voraus, dass eine Arealbebauung Vorteile f�r das Siedlungsbild und die Umgebung erzielt (Abs. 2). Nach � 53 der vorliegend anwendbaren Bauordnung der Stadt Zug vom 4. Dezember 1994 (aBO Zug) muss eine Areal�berbauung gegen�ber der Einzelbauweise der jeweiligen Zone in der Regel erh�hten Anforderungen gen�gen. Die Arealbebauung muss unter anderem eine besonders gute st�dtebauliche und architektonische L�sung bilden f�r eine st�dtebauliche Einheit mit R�cksicht auf das jeweilige Landschaftsbild und die jeweilige Quartierstruktur (� 53 lit. a aBO Zug).
Die Beschwerdef�hrer r�gen nicht bzw. nicht substanziiert, die Vorinstanz habe die kommunalen Arealbebauungsvorschriften von � 53 aBO Zug willk�rlich angewendet. Sie sind aber der Ansicht, � 29 PBG/ZG in der bis zum 31. Dezember 2011 geltenden Fassung gehe �ber die Anforderungen von � 53 aBO Zug hinaus, weil nach dieser Bestimmung nicht nur gefordert werde, dass die Arealbebauung R�cksicht auf das jeweilige Landschaftsbild und die jeweilige Quartierstruktur nehmen m�sse, sondern dass sie Vorteile f�r das Siedlungsbild und die Umgebung erziele. Die Vorinstanz habe lediglich gepr�ft, ob das Bauprojekt den Anforderungen von � 53 aBO Zug entspreche, nicht aber, ob es Vorteile f�r das Siedlungsgebiet und die Umgebung erziele. Damit habe sie unter Missachtung von Art. 9 BV kantonales Recht nicht angewendet.
3.1 Die Vorinstanz f�hrte diesbez�glich aus, obwohl � 53 aBO Zug fr�her erlassen und in Kraft gesetzt worden sei, enthalte diese Bestimmung in konkretisierender Weise genau die speziellen Bauvorschriften, denen eine Arealbebauung gem�ss � 29 Abs. 2 PBG/ZG in der bis zum 31. Dezember 2011 geltenden Fassung gegen�ber der Einzelbauweise in der jeweiligen Zone zu gen�gen habe. � 53 lit. a aBO Zug sei als positive �sthetische Generalklausel formuliert, wobei gegen�ber der Einzelbauweise nicht nur eine gute, sondern eine besonders gute L�sung verlangt werde. Die Bauten und Anlagen einer Arealbebauung m�ssten zun�chst f�r sich allein betrachtet eine besonders gute architektonische L�sung darstellen. Weiter werde eine gute Einordnung in das jeweilige Landschaftsbild und die jeweilige Quartierstruktur verlangt. Nach ausf�hrlicher Pr�fung der von den Beschwerdef�hrern bem�ngelten Punkte kam die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zum Schluss, das umstrittene Bauprojekt halte sowohl � 29 Abs. 2 PBG/ZG in der bis zum 31. Dezember 2011 geltenden Fassung als auch die Arealbebauungsvorschriften von � 53 aBO Zug ein.
3.2 Die Beschwerdef�hrer verm�gen mit der R�ge, die Vorinstanz habe unter Missachtung von Art. 9 BV nicht gepr�ft, ob die umstrittene Arealbebauung im Sinne von � 29 Abs. 2 PBG/ZG in der bis zum 31. Dezember 2011 geltenden Fassung Vorteile f�r das Siedlungsgebiet und die Umgebung erziele, nicht durchzudringen. Aus dem angefochtenen Entscheid geht n�mlich hervor, dass die Vorinstanz � 53 aBO Zug nicht isoliert, sondern unter Ber�cksichtigung von � 29 Abs. 2 PBG/ZG in der bis zum 31. Dezember 2011 geltenden Fassung angewendet und ausgelegt hat. Im Gegensatz zu den Vorbringen der Beschwerdef�hrer hat die Vorinstanz namentlich auch gepr�ft, ob die Arealbebauung im Vergleich zu einer Bebauung in Einzelbauweise Vorteile f�r das Siedlungsbild und die Umgebung erzielt (vgl. nachfolgend E. 4.2).
Die Beschwerdef�hrer bestreiten, dass das umstrittene Bauprojekt Vorteile f�r das Siedlungsgebiet und die Umgebung bringe. In der gegenteiligen Auffassung erblicken sie eine willk�rliche Verletzung von � 29 Abs. 2 PBG/ZG in der bis zum 31. Dezember 2011 geltenden Fassung.
4.1 Willk�rlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, sondern erst dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 137 I 1 E. 2.4 S. 5).
4.2 Im Vergleich mit einem m�glichen Referenzobjekt in Einzelbauweise kam die Vorinstanz zum Schluss, das geplante Bauvorhaben weise deutliche St�rken auf. Das Baugrundst�ck messe entlang der Weidstrasse rund 59 m. Bei einem hypothetisch m�glichen Projekt in Einzelbauweise k�nnten davon 30 m zugebaut werden, also fast 50 Prozent. Das vorliegende Projekt beanspruche entlang der Weidstrasse f�r die Bauten 24.46 m, also lediglich etwas mehr als 41 Prozent. Es leuchte ein, dass eine 30 m lange Hauswand entlang der Weidstrasse insgesamt abweisender und in �sthetischer Sicht weniger befriedigend in Erscheinung trete als die beiden entlang der Weidstrasse geplanten, vergleichsweise schlanken Bauk�rper mit einer Breite von je 12.23 m und den dadurch m�glichen Durchblicken in die Tiefe. Gerade von den bergseitig gelegenen H�usern aus erscheine dies als augenf�lliger Vorteil des Projekts. Zwar sollen die beiden anderen, weiter talw�rts angeordneten Bauk�rper des umstrittenen Projekts versetzt gebaut werden, was sich je nach Standort und Blickrichtung auf die in Erscheinung tretende verbaute Fl�che vorteilhafter oder auch weniger vorteilhaft auswirken k�nne. Gesamthaft betrachtet �berwiege f�r das Quartier aber der positive Eindruck. Was die Situation hangabw�rts aus der Blickrichtung Weidstrasse angehe, falle der Umstand ins Gewicht, dass die beiden talw�rts gelegenen Bauk�rper im Vergleich zu den beiden vorderen deutlich zur�ckversetzt gebaut w�rden. Von der Weidstrasse aus betrachtet bestehe zwischen den jeweiligen vorderen Fassaden der Bauk�rper eine Distanz von jeweils rund 21 m im Minimum. Hinzu komme, dass die D�cher der beiden hinteren Bauk�rper im Vergleich zu den vorderen H�usern jeweils rund 6 m tiefer zu liegen k�men. Weiter ergebe sich bei einem Vergleich der H�he der Dachoberkanten der beiden hinteren H�user, dass eines fast 2.5 m tiefer sei als das andere. Die Bauk�rper tr�ten somit aus der Blickrichtung Weidstrasse in ihrer H�he markant gestaffelt in Erscheinung. Dies f�hre nicht zu einer verst�rkten Riegelwirkung, eher sei das Gegenteil der Fall (vgl. E. 5.1 lit. e des angefochtenen Urteils).
Das Erstellen eines Schattendiagramms durch die Bauherrschaft erachtete die Vorinstanz f�r nicht notwendig. Dies werde weder vom kantonalen noch vom kommunalen Recht vorgeschrieben. Bestimmte Beschwerdef�hrer d�rften zwar insofern betroffen sein, als das Sonnenlicht aus Richtung Nordwesten durch die Arealbebauung reduziert werden d�rfte. Dabei sei aber zu beachten, dass sich die Sonne lediglich w�hrend eines Teils des Sommerhalbjahres im Nordwesten befinde. Die betroffenen Wohnungen erhielten wegen einer anderen Liegenschaft in der zweiten Tagesh�lfte namentlich im Winterhalbjahr bereits heute wenig Sonnenlicht. Das Manko an Sonnenlicht f�r die Wohnungen der betroffenen Beschwerdef�hrer sei somit weniger ein Problem der neuen Arealbebauung, sondern bereits bestehender Geb�ude (vgl. E. 5.4 lit. d des angefochtenen Urteils).
Unter dem Titel "Einpassung in die Umgebung" f�hrte die Vorinstanz sodann aus, der fragliche Hangabschnitt sei durch eine stark heterogene Bauweise und durch ebenso ausgepr�gt variierende Bauvolumina und -h�hen gekennzeichnet. Eines der wenigen verbindenden Elemente sei der Umstand, dass es sich um eine Hanglage und bei den weitaus meisten Bauten um Mehrfamilienh�user handle. Dies festgestellt, habe der Regierungsrat kein Recht verletzt, wenn er zum Schluss gekommen sei, die geplante Arealbebauung wirke dank der Tiefen- und H�henstaffelung leicht und passe sich sehr vorteilhaft in das st�dtisch gepr�gte Hangquartier ein (vgl. E. 5.5 lit. d des angefochtenen Urteils).
Im Ergebnis hielt die Vorinstanz fest, bei der Arealbebauung w�rden objektiv und gesamtheitlich betrachtet die Vorteile f�r das Siedlungsbild und die Umgebung �berwiegen (vgl. E. 5.7 des angefochtenen Urteils).
4.3 Diese Ausf�hrungen und Schlussfolgerungen der Vorinstanz sind nachvollziehbar und was die Beschwerdef�hrer dagegen vorbringen, ist nicht geeignet, eine willk�rliche Anwendung von � 29 Abs. 2 PBG/ZG in der bis zum 31. Dezember 2011 geltenden Fassung darzutun. Dass die Vorinstanz bei der Pr�fung der Vorteile f�r das Siedlungsgebiet und die Umgebung das bei einer Arealbebauung zus�tzlich erlaubte Geb�udevolumen und das zus�tzliche Stockwerk nicht ber�cksichtigt habe, ist nicht richtig. Vielmehr hat die Vorinstanz festgehalten, es obliege den Baubewilligungs- und Rechtsmittelbeh�rden, in einer gesamthaften Betrachtung zu beurteilen, ob ein Projekt unter Aussch�pfung des f�r Arealbebauungen gew�hrten Bonus Vorteile f�r das Siedlungsbild und die Umgebung erziele (vgl. E. 5.2 lit. c des angefochtenen Urteils). Beim Vergleich der umstrittenen Arealbebauung mit einer Bebauung in Einzelbauweise ist die Vorinstanz denn auch vom geplanten Projekt inklusive zus�tzlicher Ausn�tzung und zus�tzlichem Stockwerk ausgegangen.
Es ist nicht offensichtlich unhaltbar, wenn die Vorinstanz ausf�hrt, die Vorteile der Arealbebauung seien im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zu bewerten und es komme nicht auf die Wirkung der �berbauung von einem ganz bestimmten Gel�ndepunkt an (vgl. E. 5.5 lit. d des angefochtenen Urteils). Verlangt � 29 Abs. 2 PBG in der bis zum 31. Dezember 2011 geltenden Fassung, dass mit Arealbebauungen Vorteile f�r das Siedlungsbild und die Umgebung erzielt werden, so wird damit bezweckt, das Siedlungsbild und die Umgebung im Vergleich zu einer �berbauung mit Einzelobjekten insgesamt aufzuwerten. Soweit die Beschwerdef�hrer argumentieren, die umstrittene Arealbebauung sei f�r sie bzw. aus Sicht ihrer Liegenschaften im Vergleich zu einem Referenzobjekt in Einzelbauweise nachteilig, verm�gen sie nicht aufzuzeigen, dass die Feststellung, wonach bei der umstrittenen Arealbebauung gesamtheitlich betrachtet die Vorteile f�r das Siedlungsbild und die Umgebung �berwiegen, willk�rlich w�re (vgl. Urteil 1C_296/2009 vom 4. M�rz 2010 E. 4.4). Ausserdem hat die Vorinstanz dargelegt, dass die Bauk�rper der umstrittenen Arealbebauung talw�rts betrachtet und damit aus Sicht der Liegenschaften der Beschwerdef�hrer im Vergleich zu einem Referenzobjekt in Einzelbauweise jedenfalls nicht nachteilig in Erscheinung treten. Dies wird von den Beschwerdef�hrern zwar bestritten. Was sie diesbez�glich vorbringen, ist indessen nicht geeignet, die Ausf�hrungen der Vorinstanz als offensichtlich unhaltbar erscheinen zu lassen. Nicht nachvollziehbar ist auch der Einwand der Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz gehe beim Vergleich der Arealbebauung mit einer Bebauung in Einzelbauweise stets von dem f�r den jeweiligen Beschwerdef�hrer schlechtesten Fall aus. Weiter ist nicht einzusehen, weshalb die Vorinstanz die geplanten Bauten hinsichtlich ihrer Einpassung in die Umgebung nur mit den bestehenden Geb�uden auf derselben Strassenseite h�tte vergleichen d�rfen.
Es ist auch nicht offensichtlich unhaltbar, dass die Vorinstanz f�r die Beurteilung der Frage, ob die umstrittene Arealbebauung f�r das Siedlungsbild und die Umgebung vorteilhaft sei, das Erstellen eines Schattendiagramms durch die Bauherrschaft f�r nicht notwendig erachtete, zumal das kantonale und kommunale Recht unbestrittenerweise keine entsprechende Vorschrift kennen. Selbst wenn die umstrittene Arealbebauung f�r einzelne benachbarte Liegenschaften hinsichtlich der Sonneneinstrahlung gewisse Nachteile mit sich bringen sollte, liesse dies die Feststellung, wonach bei der Arealbebauung gesamtheitlich betrachtet die Vorteile f�r das Siedlungsbild und die Umgebung �berwiegen, ebenfalls nicht als willk�rlich erscheinen. Soweit die Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang vorbringen, die Vorinstanz sei hinsichtlich der Sonnenst�nde von falschen Tatsachen ausgegangen, verm�gen sie nicht darzutun, dass die Vorinstanz entscheidwesentliche tats�chliche Umst�nde offensichtlich unrichtig dargestellt h�tte (vgl. Art. 97 Abs. 1 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerdef�hrer machen weiter geltend, die mit der Baubewilligung gemachten Auflagen f�r einzelne Punkte im Bauprojekt, die behindertengerecht auszugestalten sind, reichten im Sinne des Behindertengleichstellungsgesetzes vom 13. Dezember 2002 (BehiG; SR 151.3) nicht aus.
5.1 Nach Art. 7 Abs. 1 lit. a BehiG kann, wer im Sinne von Art. 2 Abs. 3 BehiG benachteiligt wird, im Falle eines Neubaus oder einer Erneuerung einer Baute oder Anlage im Sinne von Art. 3 lit. a, c und d BehiG w�hrend des Baubewilligungsverfahrens von der zust�ndigen Beh�rde verlangen, dass die Benachteiligung unterlassen wird. In den Geltungsbereich des BehiG fallen unter anderem Wohngeb�ude mit mehr als acht Wohneinheiten, f�r welche nach Inkrafttreten des Gesetzes eine Bewilligung f�r den Bau oder die Erneuerung erteilt wird (Art. 3 lit. c BehiG). Eine Benachteiligung beim Zugang zu einer Baute, einer Anlage, einer Wohnung oder einer Einrichtung oder einem Fahrzeug des �ffentlichen Verkehrs liegt vor, wenn der Zugang f�r Behinderte aus baulichen Gr�nden nicht oder nur unter erschwerenden Bedingungen m�glich ist (Art. 2 Abs. 3 BehiG).
5.2 Die vier Bauk�rper der geplanten Arealbebauung beinhalten je drei Wohnungen. Das BehiG kommt folglich nicht zur Anwendung, wenn die vier Bauk�rper als je eigenst�ndige Wohngeb�ude im Sinne von Art. 3 lit. c BehiG zu betrachten sind.
Die Vorinstanz kam in angefochtenen Entscheid zum Schluss, das BehiG sei nicht anwendbar, weil die vier H�user der Arealbebauung je als eigenst�ndige Geb�ude zu betrachten seien. Die Beschwerdef�hrer wenden dagegen ein, die vier Bauk�rper st�nden weitgehend auf einer gemeinsamen Tiefgarage und wiesen somit ein gemeinsames Fundament auf. Im Rahmen der Erschliessung �ber die Tiefgarage w�rden die Bauk�rper als Ganzes wahrgenommen. Fahrzeuge w�rden eine einzige Ausfahrt ben�tzen und es best�nden gemeinsame Werkanschl�sse. Zudem werde die Arealbebauung bei der Berechnung der maximalen Ausn�tzung und der maximal zul�ssigen Geschosszahl als Ganzes betrachtet. Es gehe deshalb nicht an, die vier Bauk�rper als je eigenst�ndige Wohngeb�ude im Sinne von Art. 3 lit. c BehiG zu betrachten.
5.3 Wie die Vorinstanz zu Recht festh�lt, ist f�r die Beantwortung der Frage, ob mehrere Bauk�rper ein einziges oder mehrere eigenst�ndige Wohngeb�ude im Sinne von Art. 3 lit. c BehiG bilden, darauf abzustellen, ob die verschiedenen Bauk�rper funktional eigenst�ndig sind. Allein der Umstand, dass mehrere Bauk�rper Teil einer Arealbebauung sind, f�hrt jedenfalls nicht dazu, dass die Bauk�rper zwangsl�ufig als ein einziges Wohngeb�ude zu betrachten sind. Die vier oberirdisch in Erscheinung tretenden Bauk�rper der umstrittenen Arealbebauung sind nicht zusammengebaut, sondern r�umlich voneinander getrennt. Sie verf�gen je �ber einen eigenen Zugang und ein eigenes Treppenhaus mit Aufzug. Damit bilden sie je eigenst�ndige Wohngeb�ude im Sinne von Art. 3 lit. c BehiG. Daran �ndert nichts, dass die vier Geb�ude unterirdisch �ber eine Unterniveaugarage miteinander verbunden sind, Fahrzeuge eine gemeinsame Ausfahrt ben�tzen und gemeinsame Werkanschl�sse bestehen.
Somit steht fest, dass das BehiG vorliegend keine Anwendung findet. Die R�ge der Beschwerdef�hrer, die mit der Baubewilligung gemachten Auflagen zum behindertengerechten Bauen reichten im Hinblick auf das BehiG nicht aus, erweist sich als unbegr�ndet. Damit kann offen bleiben, ob die Beschwerdef�hrer, die nicht geltend machen, im Zusammenhang mit dem Neubau selber benachteiligt zu werden, im Baubewilligungsverfahren unmittelbar gest�tzt auf das BehiG �berhaupt konkrete bauliche Massnahmen oder eine Ab�nderung des Projekts verlangen und gegebenenfalls im Rechtsmittelverfahren durchsetzen k�nnten (zur Anwendbarkeit des BehiG im Baubewilligungsverfahren vgl. Urteil 1C_48/2008 vom 9. Juli 2008 E. 2.2 sowie BGE 132 I 82 E. 2.3 S. 83 ff.).
Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (vgl. Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdef�hrer haben der Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine angemessene Parteientsch�digung zu bezahlen (vgl. Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerdef�hrer haben der Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren unter solidarischer Haftbarkeit eine Parteientsch�digung von Fr. 2'000.-- zu bezahlen.