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Timestamp: 2020-01-17 13:54:43
Document Index: 280122132

Matched Legal Cases: ['§ 50', 'EuG', 'EuG', '§ 50', 'EuG', '§ 363']

OFD Karlsruhe v. 05.03.2009 - S 2411/17 - St 142 - NWB Datenbank
OFD Karlsruhe v. 05.03.2009 - S 2411/17 - St 142
Anwendung des durch das BMF-Schreiben vom 5.4.2007, BStBl 2007 I S. 449 modifizierten § 50a Abs. 4 EStG a.F.
Bezug: OFD Karlsruhe, Vfg. vom 4.5.2007, S 2411/17 - St 133
Bis VZ 2008 betrug der Steuersatz grds. 20 % (bei Körperschaften ab VZ 2008: 15 %). Wurden aufgrund der EuGH-Rechtsprechung ( EuGH-Urteil vom 3.10.2006 in der Rechtssache C-290/04 „FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH”, BStBl 2007 II S. 352) Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben berücksichtigt, erhöhte sich dieser auf 40 % ( BMF-Schreiben vom 5.4.2007, a. a. O.).
Eine Berücksichtigung von Werbungskosten und Betriebsausgaben ist nach dem BMF-Schreiben vom 5.4.2007, a. a. O., nur möglich, wenn diese in unmittelbarem Zusammenhang mit den Einnahmen stehen und 50 % der Einnahmen übersteigen. Weiterhin muss der Vergütungsempfänger Staatsangehöriger eines EU-/EWR-Staates sein und dort seinen Wohnsitz haben.
Das FG Hamburg hat mit Urteil 15.10.2008 - 2 K 216/07 u.a. zum Abzug von Betriebsausgaben im Rahmen des Steuerabzugs nach § 50a EStG a.F. unter Berücksichtigung der vorstehenden EuGH-Rechtsprechung die Auffassung vertreten, dass eine Beschränkung der Betriebsausgaben – wie im BMF-Schreiben vom 5.4.2007, a. a. O. vorgesehen – nicht zulässig sei. Auch im Fall der Anerkennung von Betriebsausgaben sei der Steuersatz von (im Streitfall noch) 25 % anzuwenden. Gegen das Urteil wurde beim BFH unter dem Az. I R 104/08 Revision eingelegt. Gleichgelagerte Sachverhalte können gemäß § 363 AO ruhen.
UAAAD-15465
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