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Timestamp: 2016-10-27 05:15:11
Document Index: 17462649

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 95', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 4', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 16', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 43', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 43', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 66']

8C_261/2011 (05.07.2011)
8C_261/2011
Invalidenversicherung (Invalidenrente, Valideneinkommen),
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. M�rz 2011.
A.a Die 1958 geborene W.________ arbeitete bis 1988 als Drogistin und danach als Dokumentationsmitarbeiterin. Ab 1990 besuchte sie die Maturit�tsschule X.________ und schloss diese im Jahre 1994 mit der Matura Typus D ab. Danach war sie bis Oktober 1995 tempor�r an diversen Arbeitsstellen erwerbst�tig. Im Juli 1995 erlitt W.________ einen Zeckenbiss und im November 1996 eine Hirnblutung.
Im M�rz 1997 meldete sich W.________ bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Bern liess zur Ermittlung des Gesundheitszustandes unter anderem durch die Medizinische Abkl�rungsstelle des Zentrums f�r versicherungsmedizinische Begutachtung (ZVMB GmbH; MEDAS) ein interdisziplin�res medizinisches Gutachten erstellen (Expertise vom 9. Februar 2006) und gem�ss Abkl�rungsbericht Haushalt vom 8. Juni 2006 die Beeintr�chtigung im Haushalt ermitteln. Mit Verf�gung vom 14. Juni 2006 verneinte sie bei einem Invalidit�tsgrad von 31 Prozent den Anspruch auf Invalidenrente. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 9. Juni 2008 fest. Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 30. Januar 2009 gut und wies die Sache zur Festlegung des Invalidit�tsgrades gest�tzt auf einen Einkommensvergleich im Sinne der Erw�gungen an die IV-Stelle zur�ck.
A.b Mit Verf�gungen vom 11. Mai 2010 sprach die IV-Stelle W.________ bei einem Invalidit�tsgrad von 49 Prozent mit Wirkung ab 1. M�rz 1997 eine Viertelsrente zu.
Hiegegen liess W.________ Beschwerde erheben und die Zusprechung der gesetzlichen Leistungen beantragen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern wies die Beschwerde nach vorg�ngiger Ank�ndigung einer eventuellen reformatio in peius mit Entscheid vom 2. M�rz 2011 ab und �nderte die Verf�gung vom 11. Mai 2010 dahingehend ab, dass die Versicherte erst mit Wirkung ab 1. August 2000 Anspruch auf eine Viertelsrente hat.
W.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids seien ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen.
Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Beschwerde, w�hrenddem das Verwaltungsgericht des Kantons Bern auf eine Stellungnahme verzichtet und sich das Bundesamt f�r Sozialversicherungen nicht vernehmen l�sst.
Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann u.a. die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).
Die Vorinstanz hat die massgeblichen Rechtsgrundlagen, unter Ber�cksichtigung der intertemporalrechtlichen Fragen, die sich aufgrund des ab dem 1. Januar 2003 geltenden ATSG und der am 1. Januar 2004 im Rahmen der 4. IV-Revision sowie am 1. Januar 2008 im Rahmen der 5. IV-Revision erfolgten Rechts�nderungen stellen (vgl. Urteil 8C_829/2008 vom 23. Dezember 2008 E. 2.1 mit Hinweisen), zutreffend wiedergegeben. Es betrifft dies insbesondere die Bestimmungen und Grunds�tze zum Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 ATSG) sowie zum Beweiswert und zur W�rdigung �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). Darauf wird verwiesen. Richtig dargelegt wurden im angefochtenen Entscheid ferner die Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Voraussetzungen und den Umfang des Invalidenrentenanspruchs sowie die Invalidit�tsbemessung nach der Einkommensvergleichsmethode.
3.1 Gest�tzt auf die Angaben der Versicherten, wie sie im Abkl�rungsbericht Haushalt vom 8. Juni 2006 festgehalten wurden, stellte das kantonale Gericht fest, dass die Beschwerdef�hrerin bei guter Gesundheit von 1996 bis 2000 ein Studium (Germanistik, Medienwissenschaften und Italienisch) absolviert h�tte. Im Hinblick darauf habe sie sich im Jahre 1996 an der Universit�t Bern immatrikuliert. Die Vorinstanz schloss daraus, dass sie in der Zeit bis zum hypothetischen Studienabschluss im Jahre 2010 keinen oder h�chstens einen geringen Verdienst erzielt h�tte, weshalb bis dahin kein Rentenanspruch bestehe.
Aufgrund der �usserungen der Versicherten gegen�ber der IV-Stelle Freiburg vom 5. August 1997 und den damit weitgehend �bereinstimmenden Angaben gem�ss Abkl�rungsbericht Haushalt nahm das kantonale Gericht an, dass diese im Gesundheitsfall nach Abschluss des Studiums auf den 1. August 2000 hin wieder eine Erwerbst�tigkeit aufgenommen h�tte.
3.2 Bei diesen Ausf�hrungen handelt es sich um Sachverhaltsfeststellungen, die von der Beschwerdef�hrerin als solche nicht in Frage gestellt werden, auch sonst nicht offensichtlich unrichtig erscheinen und damit f�r das Bundesgericht verbindlich sind (vgl. Art. 105 BGG). Auf dieser Grundlage hat die Vorinstanz den Rentenbeginn auf den 1. August 2000 festgesetzt und auf diesen Zeitpunkt hin einen Einkommensvergleich vorgenommen.
4.1 F�r die Ermittlung des beim Einkommensvergleich nach Art. 16 ATSG heranzuziehenden hypothetischen Einkommens ohne Invalidit�t (Valideneinkommen) ging die Vorinstanz gest�tzt auf die Aussagen der Versicherten gem�ss Abkl�rungsbericht Haushalt vom 8. Juni 2006 davon aus, dass diese nach Abschluss des Studiums eine T�tigkeit als Gymnasiallehrerin/Journalistin aufgenommen h�tte. Gem�ss den Erw�gungen im angefochtenen Entscheid deckt sich dies mit den Angaben im Bericht �ber die Berufsberatung vom 5. August 1997, wonach die Beschwerdef�hrerin ohne Invalidit�t Erziehungswissenschaften, schulische Heilp�dagogik, Sozialp�dagogik oder etwas �hnliches in Kombination mit Sprachen studiert h�tte. Wegen der Ungewissheit der Erf�llung des hypothetischen Sachverhalts (erfolgreicher Abschluss des Studiums, Situation auf dem Arbeitsmarkt) setzte das kantonale Gericht das Valideneinkommen - in �bereinstimmung mit der IV-Stelle - aufgrund eines ermittelten Durchschnittswerts aus den Berufsfeldern Gymnasiallehrerin/Journalistin fest.
4.2 Das Einkommen als Gymnasiallehrerin berechnete die Vorinstanz anhand der "Gehaltsklassentabelle 2000 Lehrkr�fte ab 1.8.2000" des Personalamtes des Kantons Bern (�http://www.erz.be.ch�). In Abweichung von der IV-Stelle stellte sie dabei nicht auf die Vorstufe 02 (Fr. 82'203.-), sondern auf das Grundgehalt der Gehaltsklasse 15 (Gymnasium, Fachmittelschule) von Fr. 89'557.- (Fr. 6'889.- x 13) ab.
Zur Berechnung des hypothetischen Einkommens als Journalistin ging das kantonale Gericht vom Mindestlohn im ersten Berufsjahr in der Stadt Bern gem�ss Anhang 1 zum Gesamtarbeitsvertrag 2000 f�r Journalistinnen/Journalisten, Verband Schweizer Presse, Mediengewerkschaft comedia (�http://www.comedia.ch/uploads/media/GAV2000_deutsch.pdf�) von monatlich Fr. 5'400.- aus. Dabei st�tzte es sich auf Ziff. 1a von Anhang I, wonach als Berufsjahre alle Jahre anerkannt werden, in denen eine Journalistin in fester Anstellung oder freier Mitarbeit nachweislich in Haupterwerbst�tigkeit f�r den redaktionellen Teil von Medienprodukten Beitr�ge hergestellt oder redaktionell bearbeitet hat. Da die Beschwerdef�hrerin im Jahr 2000 noch �ber keine anrechenbare Haupterwerbst�tigkeit im Journalistikbereich verf�gt h�tte - was f�r die Einordnung in eine h�here Kategorie indessen notwendig gewesen w�re - setzte die Vorinstanz das hypothetische Einkommen auf Fr. 70'200.- (Fr. 5'400.- x 13) fest.
Aus dem Durchschnittwert der beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ermittelte das kantonale Gericht ein massgebendes Valideneinkommen von Fr. 79'879.- (Fr. 89'557.- + Fr. 70'200.- : 2).
4.3 Das Invalideneinkommen berechnete das kantonale Gericht auf der Basis der Lohnstrukturerhebung 2000 des Bundesamtes f�r Statistik (LSE 2000, TA1, Total Frauen, Anforderungsniveau 4). Bei einer Wochenarbeitszeit von 41,8 Stunden und einem Brutto-Monatslohn von Fr. 3'658.- resultiere ein Jahreslohn von Fr. 45'871.30 (Fr. 3'658.- : 40 x 41.8 x 12). Nach Vornahme eines behinderungsbedingten Abzuges vom Tabellenlohn von 10 Prozent legte es das Invalideneinkommen auf Fr. 41'284.- fest.
4.4 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 79'879.- und einem Invalideneinkommen von Fr. 41'284.- resultierte eine Einkommenseinbusse von Fr. 38'595.-, was einem Invalidit�tsgrad von 48 Prozent und damit einem Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung entspricht.
5.1 Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, sie habe vor Vorinstanz hinsichtlich der Bestimmung des Valideneinkommens ger�gt, aufgrund der im Kanton Bern massgebenden Regelung werde das Grundgehalt der Lehrkr�fte durch einen Erfahrungsanteil erg�nzt, wobei sich eine bisherige anderweitige berufliche T�tigkeit mit einem Mindestbesch�ftigungsgrad von 50 Prozent lohnerh�hend auswirke. Das kantonale Gericht habe jedoch ohne Begr�ndung lediglich auf den Grundlohn einer Gymnasiallehrerin abgestellt, obwohl in den Akten berufliche T�tigkeiten, namentlich als Drogistin, im Zeitraum von 1980 bis 1995 ausgewiesen seien.
5.2 Die Vorinstanz legte im angefochtenen Entscheid dar, dass entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht auf die (lohnmindernde) Vorstufe 2 abzustellen, sondern vielmehr "wegen der grossen Ungewissheit infolge der diversen Hypothesen" vom Grundgehalt einer Gymnasiallehrerin auszugehen sei. Mit diesen Ausf�hrungen hat sich das kantonale Gericht offensichtlich mit der Frage der lohnmindernden- und lohnerh�henden Faktoren auseinandergesetzt und die Ber�cksichtigung eines Erfahrungswertes aus anderweitiger Besch�ftigung mit nachvollziehbarer Begr�ndung verneint. In den vorangehenden Erw�gungen legte es zudem dar, aus welchen Gr�nden die berufliche Entwicklung der Versicherten im Gesundheitsfall mit zahlreichen Ungewissheiten behaftet war. Die R�ge einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) erweist sich daher als unbegr�ndet (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236 mit Hinweisen).
6.1 Die Beschwerdef�hrerin macht weiter geltend, es sei willk�rlich, bei Versicherten mit jahrelanger (anderweitiger) Berufserfahrung f�r die Bemessung des Valideneinkommens auf Grundl�hne abzustellen. Die Mindestl�hne der Mediengewerkschaft comedia stellten daher keine zuverl�ssige Berechnungsgrundlage dar, weshalb f�r die Bestimmung des hypothetischen Einkommens im Gesundheitsfall der Lohn einer Gymnasiallehrerin zu ermitteln sei. Dabei sei gem�ss Gehaltskonzept von Art. 12a des Gesetzes des Kantons Bern vom 20. Januar 1993 �ber die Anstellung der Lehrkr�fte (LAG; BSG 430.250) die bisherige Berufserfahrung als lohnerh�hendes Kriterium zu ber�cksichtigen. In diesem Zusammenhang macht die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes geltend (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG).
6.2 Bei der Feststellung der beiden hypothetischen Vergleichseinkommen handelt es sich um eine Tatfrage, soweit sie auf konkreter Beweisw�rdigung beruht, hingegen um eine Rechtsfrage, soweit sich der Entscheid nach der allgemeinen Lebenserfahrung richtet (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). Dementsprechend ist die Frage, welche hypothetischen Erwerbseinkommen im Rahmen des Einkommensvergleichs nach Art. 16 ATSG miteinander in Beziehung zu setzen sind, eine Rechtsfrage, die vom Bundesgericht frei zu �berpr�fen ist, analog zur Frage, ob Tabellenl�hne anwendbar sind und welches die massgebende Tabelle ist (SVR 2009 IV Nr. 6 S. 11, 9C_189/2008 E. 4.1).
6.3 Zur Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des fr�hest m�glichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tats�chlich verdient h�tte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, n�tigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angekn�pft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige T�tigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden w�re. Ausnahmen m�ssen mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 mit Hinweisen).
Da die Invalidit�tsbemessung der voraussichtlich bleibenden oder l�ngere Zeit dauernden Erwerbsf�higkeit zu entsprechen hat (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG), ist auch die berufliche Weiterentwicklung mitzuber�cksichtigen, welche die versicherte Person normalerweise vollzogen h�tte; dazu ist allerdings erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte daf�r bestehen, dass ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend h�heres Einkommen tats�chlich realisiert worden w�ren. Blosse Absichtserkl�rungen gen�gen nicht. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, bereits durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Pr�fungen usw. kundgetan worden sein (BGE 96 V 29; SVR 2010 UV Nr. 13 S. 51, 8C_550/2009 E. 4.1 mit zahlreichen weiteren Hinweisen).
6.4 Die Beschwerdef�hrerin gab gegen�ber der Abkl�rungsperson der IV-Stelle einzig an, sie habe beabsichtigt Germanistik, Medienwissenschaft und Italienisch zu studieren und anschliessend eine Stelle als Lehrerin an einem Gymnasium oder als Journalistin zu suchen. Daraus ist zu schliessen, dass sie entweder den einen oder den andern Beruf gew�hlt, nicht aber beide gleichzeitig ausge�bt h�tte. Mit dem Abstellen auf den Durchschnittswert des mutmasslichen Lohnes der beiden Berufsgruppen Gymnasiallehrerin/Journalistin ging die Vorinstanz von einer gleichzeitigen Aus�bung der beiden Berufe aus, was jedoch nicht dem aktenm�ssig festgehaltenen Sachverhalt entspricht. Auf den Ausgang des Verfahrens bleibt dies indessen ohne Einfluss (Art. 97 Abs. 1 BGG), wie die nachstehenden Erw�gungen zeigen.
6.5 Aufgrund der nicht n�her begr�ndeten Aussage der Beschwerdef�hrerin, sie h�tte nach Abschluss des Studiums eine Stelle als Gymnasiallehrerin oder als Journalistin gesucht, w�re die Wahrscheinlichkeit einer beruflich-erwerblichen Entwicklung im Gesundheitsfall hin zur Journalistin mit entsprechendem Einkommen gleich hoch einzusch�tzen wie eine berufliche Weiterentwicklung zur Lehrerin. �ber die im Abkl�rungsbericht Haushalt wiedergegebenen Angaben der Versicherten hinaus lassen sich den vorliegenden Akten keine Indizien in Form von konkreten Anhaltspunkten f�r die hypothetische Berufskarriere ohne Behinderung entnehmen. Ein erster konkreter Schritt in die eine oder andere Richtung wurde nicht unternommen. Als solchen kann insbesondere die Immatrikulation an der Uni Bern nicht gewertet werden. Auf die T�tigkeit einer Gymnasiallehrerin berief sich die Beschwerdef�hrerin im Verlaufe des Verfahrens einzig insoweit, als sie daraus auf die Ber�cksichtigung eines h�heren massgebenden Valideneinkommens schloss. Es bleibt demnach unklar, welche Berufsrichtung sie im Gesundheitsfall effektiv einschlagen h�tte.
6.6 Trotz der vielen Hypothesen im Zusammenhang mit der mutmasslichen Karrierenentwicklung im Gesundheitsfall hat das kantonale Gericht - zu Gunsten der Beschwerdef�hrerin - das Gehalt einer Gymnasiallehrerin bei der Bestimmung des Valideneinkommens mitber�cksichtigt. Dies ist vertretbar und damit nicht willk�rlich und wird von der Versicherten grunds�tzlich auch nicht in Frage gestellt.
Der Einwand der Beschwerdef�hrerin beschr�nkt sich vielmehr auf das Fehlen von Abkl�rungen im Hinblick auf eine m�gliche Erh�hung des Grundlohnes mittels Ber�cksichtigung von Erfahrungsstufen. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass gem�ss dem sowohl im Verwaltungsverfahren wie auch im kantonalen Sozialversicherungsprozess herrschenden Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG), Verwaltung und Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen haben. Der Untersuchungsgrundsatz weist enge Bez�ge zum - auf Verwaltungs- und Gerichtsstufe geltenden - Grundsatz der freien Beweisw�rdigung auf. F�hren die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abkl�rungen den Versicherungstr�ger oder das Gericht bei umfassender, sorgf�ltiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweisw�rdigung zur �berzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als �berwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es k�nnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr zu �ndern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r begr�ndet (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148). Die Beweisw�rdigung im Allgemeinen einschliesslich der W�rdigung von Indizien und fallbezogenen Wahrscheinlichkeits�berlegungen betreffen Tatfragen, die das Bundesgericht lediglich auf offensichtliche Unrichtigkeit und Rechtsfehlerhaftigkeit hin zu �berpr�fen befugt ist (Art. 105 Abs. 2 BGG).
Das kantonale Gericht hat die Erfahrungszeit aus fr�herer beruflicher T�tigkeit der Beschwerdef�hrerin beim hypothetischen Lohn einer Lehrkraft an einer Maturit�tsschule nicht deshalb unber�cksichtigt gelassen, weil sich diese aufgrund der Akten und der massgebenden gesetzlichen Bestimmungen nicht h�tte ermitteln lassen. Der Hinweis in den vorinstanzlichen Erw�gungen auf die grosse Ungewissheit infolge diverser Hypothesen bezog sich vielmehr auf das Fehlen konkreter Anhaltspunkte f�r eine beruflich-erwerbliche Weiterentwicklung zur Gymnasiallehrerin. Vor diesem Hintergrund erweist es sich nicht als bundesrechtswidrig, wenn das kantonale Gericht - letztlich zu Gunsten der Beschwerdef�hrerin - lediglich den Grundlohn einer Gymnasiallehrerin festgestellt und in lohnm�ssiger Hinsicht auf weitere Beweisvorkehren verzichtet hat.
6.7 Das kantonale Gericht hat im Rahmen der Ermittlung des Valideneinkommens sodann - wiederum zu Gunsten der Beschwerdef�hrerin - auch die Einkommenszahlen der Journalistik beigezogen. Diese Betrachtungsweise wird von der Beschwerdef�hrerin zu Recht dem Grundsatz nach nicht beanstandet. Ihre Kritik bezieht sich vielmehr darauf, dass die Vorinstanz auf den Lohn einer Journalistin im ersten Berufsjahr abstellte und ihre bisherige berufliche T�tigkeit damit nicht als lohnerh�henden Faktor wertete.
F�r die Ermittlung des Validenlohnes ist der Sachverhalt massgebend, wie er sich im Zeitpunkt des fr�hest m�glichen Rentenbeginns (hier: 1. August 2000) �berwiegend wahrscheinlich darstellte (BGE 129 V 222 E. 4.3 S. 224; Urteil 9C_986/2009 vom 11. November 2010). Damals w�re die Beschwerdef�hrerin als Gesunde mit abgeschlossenem Studium fr�hestens im ersten Berufsjahr als Journalistin gestanden. Nach den Feststellungen des kantonalen Gerichts, welche sich auf den Gesamtarbeitsvertrag 2000 f�r Journalistinnen und Journalisten abst�tzen, ist f�r die Einordnung in eine h�here Lohnkategorie eine Haupterwerbst�tigkeit im Bereich Journalistik erforderlich. Eine solche h�tte die Beschwerdef�hrerin unbestrittenermassen nicht mitgebracht. Indem sie sich darauf beschr�nkt zu behaupten, der von der Vorinstanz beigezogene Gesamtarbeitsvertrag bilde keine zuverl�ssige Grundlage f�r die Bestimmung des mutmasslichen Lohnes, ohne sich mit den Erw�gungen im angefochtenen Entscheid substanziiert zu befassen, vermag die Versicherte keine willk�rliche Betrachtungsweise zu begr�nden. Ihre Kritik erweist sich auch deshalb als unbegr�ndet, weil das kantonale Gericht nicht einfach den Grundlohn des ersten Berufsjahres im Bereich Journalistik von j�hrlich Fr. 70'200.- als Valideneinkommen �bernahm, sondern dieses auf Fr. 79'879.- veranschlagte.
6.8 Zusammenfassend kann dem kantonale Gericht keine Bundesrechtswidrigkeit vorgeworfen werden, wenn es angesichts der ungewissen beruflich-erwerblichen Weiterentwicklung im Gesundheitsfall f�r den Kanton Bern massgebende Angaben zu den Grundl�hnen der Berufsbereiche Lehrer in Maturit�tsschulen und Journalistik miteinander verglich und das hypothetische Valideneinkommen schliesslich auf Fr. 79'879.- festsetzte.
7.1 Mit Bezug auf die Bemessung des Invalideneinkommens beanstandet die Beschwerdef�hrerin einzig den vorinstanzlichen Abzug vom Tabellenlohn von 10 Prozent als willk�rlich und verlangt einen Abzug von mindestens 20 Prozent.
7.2 Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenl�hne herabzusetzen sind, h�ngt von s�mtlichen pers�nlichen und beruflichen Umst�nden des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschr�nkung, Alter, Dienstjahre, Nationalit�t/Aufenthaltskategorie und Besch�ftigungsgrad). Der Einfluss s�mtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgem�ssem Ermessen gesamthaft zu sch�tzen, wobei der Abzug auf insgesamt h�chstens 25 Prozent zu begrenzen ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481; 126 V 75 E. 5b/bb S. 80).
7.3 Wie die Vorinstanz grunds�tzlich verbindlich festgestellt hat, wurde den gesundheitlichen Einschr�nkungen im Rahmen der medizinisch zumutbaren Arbeitsf�higkeit und des �rztlich umschriebenen Anforderungsprofils an den Arbeitsplatz (gem�ss MEDAS-Gutachten sind einfache, repetitive, intellektuell nicht zu anspruchsvolle T�tigkeiten ohne weitere Einschr�nkungen ganztags zumutbar, w�hrend T�tigkeiten, die eine anspruchsvolle gesprochene und geschriebene verbale Kommunikation erfordern, nicht in Frage kommen) Rechnung getragen. Bereits in der Beurteilung des medizinischen Zumutbarkeitsprofils enthaltene gesundheitliche Einschr�nkungen k�nnen nicht zus�tzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzuges einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunktes f�hren (Urteil 8C_75/2008 vom 14. November 2008 E. 4.3). Erfordern bestimmte Arbeitspl�tze Eigenschaften, welche die Beschwerdef�hrerin nicht mit sich bringt oder die ihr nicht zumutbar sind (L�rmexposition, Arbeiten unter Druck, vorwiegend am PC auszu�bende T�tigkeiten, pers�nliche oder telefonische Kundenkontakte), fallen diese ausser Betracht. Im Totalwert �ber alle Branchen sind im Anforderungsniveau 4 gen�gend intellektuell weniger anspruchsvolle Stellen enthalten, welche ihr trotz der genannten Einschr�nkungen zumutbar sind. Die Schwierigkeit, eine Arbeitsstelle zu finden, stellt kein Kriterium dar, welchem im Rahmen eines Abzugs vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen w�re. Das Alter ist nur soweit zu ber�cksichtigen, wie es die Erwerbsaussichten in Verbindung mit dem versicherten Gesundheitsschaden zus�tzlich schm�lert, wovon mit Bezug auf die im Zeitpunkt des Verf�gungserlasses 48 j�hrige Versicherte nicht auszugehen ist. Hilfsarbeiten werden auf dem massgebenden hypothetischen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) grunds�tzlich altersunabh�ngig nachgefragt. Der Abzug umfasst nur die unmittelbar leidensbezogenen arbeitsmarktlichen Nachteile, wozu vorliegend namentlich die �ber die �rztliche Bezeichnung des massgebenden Pensums (hier: 100 Prozent) hinausgehende Einschr�nkung zufolge des verminderten Rendements pro Zeiteinheit wegen verlangsamter Arbeitsweise der Beschwerdef�hrerin zu z�hlen ist. Soweit das kantonale Gericht unter Ber�cksichtigung der Einschr�nkungen in einem Vollzeitpensum einen Abzug vom Tabellenlohn von 10 Prozent vorgenommen hat, liegt mit Bezug auf die zu ber�cksichtigenden Umst�nde weder ein Ermessensmissbrauch noch eine Ermessens�ber- oder -unterschreitung vor. Bei einem 10 prozentigen Abzug ergibt sich das von der Vorinstanz bemessene Invalideneinkommen von Fr. 41'284.-. Ein Anspruch auf eine h�here Invalidenrente ist somit nicht ausgewiesen.
Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. Die Kosten des Verfahrens sind von der unterliegenden Beschwerdef�hrerin zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).