Source: https://inkasso-koeln.de/news/sind-ihre-ausstehenden-forderungen-noch-zu-retten/
Timestamp: 2019-04-18 22:42:22
Document Index: 41230847

Matched Legal Cases: ['§ 195', '§ 199', '§ 688', '§ 204', '§ 167', 'BGH', '§ 691']

Sind Ihre ausstehenden Forderungen noch zu retten? – Inkasso - Straetus
Im Zuge der großen Schuldrechtsreform im Jahr 2002 wurden die Verjährungsfristen harmonisiert. Seither spielt es keine Rolle mehr, ob Ihr Schuldner Kaufmannseigenschaft hat oder nicht. Die regelmäßige Verjährungsfrist gemäß § 195 BGB beträgt seither drei Jahre, statt wie vorher, 30 Jahre. Unter die Regelverjährung fallen die meisten Verträge, die für selbständige Unternehmerinnen und Unternehmer wichtig sind. Dazu zählen nahezu alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, insbesondere Kaufpreiszahlungen, Werklohn, sowie Zinsforderungen. Die regelmäßige Verjährungsfrist beginnt, soweit die Parteien nicht etwas anderes vereinbart haben, mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von dem Anspruch Kenntnis erlangt hat oder hätte erlangen müssen (§ 199 Abs. 1 BGB).
Allerdings beginnt die Frist nicht für alle Ansprüche erst am Jahresende zu laufen. Bei Werkverträgen fällt der Fristbeginn in aller Regel mit der Abnahme des Werks überein. Darüber hinaus dürfen die Parteien auch abweichende Regelungen vereinbaren, wobei dies im Rahmen Allgemeiner Geschäftsbedingungen aber nicht schrankenlos zulässig ist. Die exakte Bestimmung der Verjährungsfrist kann auch deshalb manchmal schwierig sein. Wir helfen Ihnen hier aber gerne weiter. Rufen Sie uns am besten gleich an, oder kontaktieren Sie uns per E-Mail an: info@hansen-inkasso.de
Die Einleitung des Mahnverfahrens gemäß den §§ 688 ff. ZPO ist meist der schnellste und kostengünstigste Weg, der Verjährung vorzubeugen. Gemäß § 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB wird die Verjährungsfrist mit Zustellung des Mahnbescheids gehemmt. Wenn Sie den Mahnbescheid allerdings erst im Advent beantragen, ist es nahezu ausgeschlossen, dass dieser bis Silvester zugestellt wird. Das heißt aber nicht, dass Ihr Schuldner sich schon ins Fäustchen lachen kann. Die hemmende Wirkung tritt gem. § 167 ZPO nämlich bereits mit Eingang des Mahnantrags ein, sofern die Zustellung „demnächst“ erfolgt. Demnächst ist in diesem Kontext ein äußerst dehnbarer Begriff. Üblicherweise wird darunter ein Zeitraum von etwa 14 Tagen verstanden, was während der Weihnachtszeit ebenfalls schon knapp sein könnte. Glücklicherweise hat der BGH aber bereits im Jahr 2006 ein Herz für Gläubiger entdeckt und subsumiert, in Anlehnung an § 691 Abs. 2 ZPO, auch eine Frist von einem Monat noch unter den Begriff. Allerdings dürfen Sie dann nichts falsch machen, es darf zu keinen weiteren Verzögerungen kommen, die der Antragsteller zu vertreten hat. Wenn Sie mit solchen Dingen keine große Erfahrung haben, sollten Sie die Antragstellung kurz vor Fristablauf lieber den Profis überlassen. Wir unterstützen Sie hier sehr gerne. Ein Anruf genügt, wir sind auch in der Weihnachtszeit für Sie da.
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