Source: https://www.wettbewerbe-aktuell.de/ergebnis/neubau-hauptfeuerwache-flensburg-99713
Timestamp: 2020-01-29 03:41:10
Document Index: 16570242

Matched Legal Cases: ['§ 75', '§ 33', '§ 8', '§ 33', '§ 34', '§ 34']

Ergebnis: Neubau der Hauptfeuerwache in Flensburg
Neubau der Hauptfeuerwache	, Flensburg/ Deutschland
wa-2026546
Deutschland 1/6 Sanierung im städtischen Bereich, Altstadtsanierung 1 Städtebau 12/3 Feuerwachen, Rettungszentren 12 Staat und Kommune Offener Wettbewerb
Mitarbeit: Jan Hauschildt · Leon Pascal Keller
Charlotte Streuber
Offener zweiphasiger hochbaulicher Realisierungswettbewerb mit städtebaulicher Arrondierung und nachgeschaltetem Verhandlungsverfahren gem. VgV
Das Wettbewerbsgebiet für den Neubau der Hauptfeuer- und Rettungswache liegt südlich der Förde am Rande des Stadtzentrums von Flensburg und ist seit 2013 Bestandteil des Sanierungsgebietes „Südstadt/Bahnhofsumfeld“. Die Aufgabestellung gliedert sich in 2 Abschnitte, wobei in der 2. Phase des Wettbewerbs der Schwerpunkt auf der hochbaulichen Lösung der Aufgabe im südlichen Abschnitt I liegt. Der nördliche Abschnitt II ist in der ersten Phase städtebaulich zu konzipieren und in der zweiten Phase städtebaulich weiterzuentwickeln.
Die für den Neubau der Hauptfeuer- und Rettungswache zu bespielende Fläche des abgebrochenen Hallenbades mit ca. 10 605 m2 soll vorrangig den Bedarfen der Berufsfeuerwehr dienen, wobei auch eine Ansiedlung von Verwaltungsnutzungen sowie der Freiwilligen Feuerwehr beabsichtigt ist (Abschnitt I). Es wird von einem Flächenbedarf von 7 840 m2 BGF für die Berufsfeuerwehr sowie von 680 m2 BGF für die Freiwillige Feuerwehr ausgegangen. Ergänzt werden diese durch die Geschäftsstelle Stadtfeuerwehrverband mit weiteren 360 m2 BGF. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst sind dabei als eine Funktionseinheit zu verstehen. Aus organisatorischen Gesichtspunkten und zur Stärkung der eigenen Identifikation ist die Freiwillige Feuerwehr von der Berufsfeuerwehr räumlich zu trennen. Für die Verwaltungsflächen geht die Ausloberin von ca. 7.300 m2 BGF Bedarfsfläche aus.
Für optionale Erweiterungen oder zusätzliche Nutzungen kann darüber hinaus die dreieckige öffentliche Grünfläche mit ca. 2 310 m2 östlich des Planungsgebietes sowie der dazwischen liegende Straßenraum in Betracht gezogen werden.
Im städtebaulichen Teil, der sich im Bereich der bestehenden Feuerwache auf einer Fläche von ca. 7 725 m2 abspielt, sollen im Sinne einer städtebaulichen Komplettierung ergänzende Verwaltungsnutzungen für die Stadt Flensburg berücksichtigt werden und darüberhinausgehend das im nordöstlichen Bereich liegende Quartier durch neue Wohnbebauung vervollständigt werden (Abschnitt II).
Mit seiner räumlichen Nähe zum Bahnhof befindet sich der Standort für den Neubau der Hauptfeuerwache auf der wichtigen Verbindungsachse Bahnhof – Innenstadt und stellt dabei den nördlichen Abschluss des denkmalgeschützten Carlisle-Parks dar. Die prominente Lage stellt besondere städtebauliche und gestalterische Anforderungen an den Neubau der Hauptfeuerwache. Durch die Ansiedlung weiterer Nutzungen, wie öffentliche Verwaltung und Wohnen soll die Bebauung entlang der Bahnhofsstraße ergänzt und maßstäblich verdichtet sowie der Stadtraum wiederbelebt werden. Das Ziel des hochbaulichen Realisierungswettbewerbs mit städtebaulicher Arrondierung ist die daher auch die Planung eines funktional und gestalterisch ansprechenden Areals, der seiner Lage gerecht wird.
Für den Neubau der Hauptfeuerwehrwache (Abschnitt I) sieht die Ausloberin Bauwerkskosten in Höhe von ca. 28,6 Mio. EUR (netto, KG 300 und 400) vor.
Die Stadt Flensburg beabsichtigt eine Umsetzung der Maßnahme in mehreren Bauabschnitten. Die Fertigstellung ist für 2024 geplant.
Sabine Kling Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein
Nicole Stölken Architektin, Stölken Schmidt Architekten, Hamburg/ Vorsitzende des Gestaltungsbeirates der Stadt Flensburg
Marc La-Ramée Architekt, Sprinkenhof GmbH, Hamburg
Moritz Schneider Architekt, APB Architekten BDA, Hamburg
Tim Heide Architekt, HEIDE & VON BECKERATH, Berlin
Antje Osterwold Architektin, Osterwold°Schmidt Exp!ander Architekten BDA, Weimar
Henning Brüggemann Bürgermeister und Dezernent für Finanzen und Kommunale Immobilien der Stadt Flensburg
Ulrich Mahler Stadt Flensburg, Leitung Fachbereich Sicherheit und Recht
Carsten Herzog Leitung Berufsfeuerwehr Flensburg
Frank Hamann Vorsitzender Ausschuss für Bürgerservice, Schutz und Ordnung
Das Preisgericht empfiehlt einstimmig die Verfasser der mit dem 1. Preis ausgezeichneten Arbeit 1187 mit der Weiterbearbeitung des hochbaulichen Entwurfes zu beauftragen.
14/05/2019 S92 - - Dienstleistungen - Wettbewerbsbekanntmachung - Offenes Verfahren
Deutschland-Flensburg: Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen
2019/S 092-223252
Stadt Flensburg, Die Oberbürgermeisterin, Kommunale Immobilien, Baumanagement
Kontaktstelle(n): Stadt Flensburg, Die Oberbürgermeisterin, Kommunale Immobilien, Baumanagement, Herr Lars Hochheim
E-Mail: hochheim.lars@flensburg.de
Fax: +49 461852370
Hauptadresse: www.flensburg.de/
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: www.drost-consult.de/de/projekte/
Kontaktstelle(n): Herr Björn Akelbein
E-Mail: b.akelbein@drost-consult.de
Referenznummer der Bekanntmachung: 261001 NBF
Als Berufsqualifikation wird gem. § 75 (1) VgV der Beruf Architekt/-in für die Leistungen gem. §§ 33 HOAI gefordert. Juristische Personen sind zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe verantwortliche Berufsangehörige gemäß vorangegangenem Satz benennen.
Die Ausloberin stellt eine Wettbewerbssumme von insgesamt 225 000 EUR (netto) bereit. Von der Gesamtsumme sollen 111 000 EUR (netto) für 3 Preise zur Verfügung gestellt werden:
1. Preis: 56 000 EUR
2. Preis: 33 000 EUR
3. Preis: 22 000 EUR
Es ist beabsichtigt, einen Teil der Gesamtwettbewerbssumme (114 000 EUR) in Form von Aufwandsentschädigungen auszuschütten und zu gleichen Teilen an die Teilnehmer des Wettbewerbs für die Erfüllung der in der Auslobung definierten Leistungen zu verteilen (siehe IV.3.2).
2) Fachlicher Wert 10 %;
3) Qualität 15 %;
4) Preis/Honorarangebot 25 %.
In der ersten Phase des Wettbewerbs werden keine Bearbeitungshonorare ausgeschüttet.
Die gemäß RPW 2013 ermittelte Wettbewerbssumme von 225 000 EUR (netto) wird anteilig als Aufwandsentschädigung für die 2. Phase (114 000 EUR) zu gleichen Teilen an die Wettbewerbsteilnehmer für die Erbringung der in der Auslobung definierten Leistungen einschließlich Modell ausgezahlt (bei fristgerechter Einreichung einer prüfungsfähigen Wettbewerbsarbeit und vollständiger Erbringung der geforderten Wettbewerbsleistungen).
Die Besetzung des Preisgerichts ist der Auslobungsunterlage zu entnehmen.
Mit den Leistungen der 1. Wettbewerbsphase ist bis zum unter Punkt IV.2.2) dieser Bekanntmachung genannten Termin ein Teilnahmeantrag einzureichen. Die in den Dokumenten „Verfahrenshinweise“, „Prüfbogen – 1. Phase“, „Teilnahmeantrag“ und „Auslobung zum städtebaulich-hochbaulichem Realisierungswettbewerb“ aufgeführten Formalen Kriterien sind zwingend zu erfüllen.
Als Berufsqualifikation wird der Beruf der Architektin/des Architekten gefordert. Teilnahmeberechtigt ist jede/jeder, die/der nach den Architektengesetzen der Länder berechtigt ist, die Berufsbezeichnung Architekt/in zu tragen oder nach den EG-Richtlinien, insbesondere der Berufsanerkennungsrichtlinie (2005/36/EG) berechtigt ist, in der Bundesrepublik Deutschland als Architekt/in tätig zu werden.
Arbeitsgemeinschaften von Teilnahmeberechtigten sind zugelassen und müssen als solche in der Verfassererklärung kenntlich gemacht werden. Ein federführender Ansprechpartner muss dabei benannt werden. Im Falle einer Arbeitsgemeinschaft ist gemeinsam ein Wettbewerbsbeitrag abzugeben. Zudem ist eine gemeinsame Erklärung der Teilnehmenden zu unterzeichnen. Nichtvorliegen kann zum Ausschluss des Wettbewerbsbeitrags der Arbeitsgemeinschaft führen.
Die erste Phase des Wettbewerbs ist offen. Sie beschränkt sich auf die Darstellung eines grundsätzlichen Lösungsansatzes in Form einer Ideenskizze (siehe Punkt 7.9.1 der Auslobung).
Die Beurteilung der eingereichten Lösungsansätze erfolgt anhand der unter Punkt IV.1.9 formulierten Beurteilungskriterien (siehe auch „Zuschlagsmatrix“).
Für die zweite Wettbewerbsphase werden nach der Beurteilung des in der Auslobung unter Punkt 7.6 aufgeführten Preisgerichts bis zu 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die nicht aufgrund der formalen Kriterien oder der Nichterfüllung der Teilnahmeberechtigung ausgeschlossen wurden, anonym durch das Preisgericht für die zweite, nicht offene Phase ausgewählt.
Weitere Informationen sind dem Dokument „Verfahrenshinweise“ zu entnehmen.
Die Ausloberin erklärt, dass sie unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichtes und entsprechend § 8 (2) RPW 2013 einen der Preisträger mit der weiteren Bearbeitung der Planungsleistungen gemäß §§ 33 HOAI – mindestens der Leistungsphasen 2-4 und Teile der Leistungsphase 5 (zum Beispiel Leitdetails) – beauftragen wird, sofern das Projekt umgesetzt wird, soweit kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht und soweit mindestens eines der teilnahmeberechtigten Büros, dessen Arbeit mit einem Preis ausgezeichnet wurde, eine einwandfreie Ausführung der zu übertragenden Leistung gewährleistet. Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Sollte eine Fremdvergabe der darüberhinausgehenden Leistungsphasen erfolgen, ist beabsichtigt, die künstlerische Oberbauleitung bei den Entwurfsverfassern zu belassen.
— LPH 2 bis 4 und Teile der LPH 5 (z. B. Leitdetails) Objektplanung gem. § 34 HOAI,
— LPH 5 (anteilig) bis 9 Objektplanung gem. § 34 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung der Ausloberin (ggf. in noch von der Ausloberin festzulegenden Stufen),
Der Wettbewerbsausschuss der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein hat Kenntnis vom Inhalt der Auslobung erhalten und beratend mitgewirkt. Die Auslobung wurde dort unter der Nummer Nr. 1058/19 registriert.