Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=16.02.2006&Aktenzeichen=C-3/05
Timestamp: 2019-05-19 13:53:15
Document Index: 352426624

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 36', 'EuG', 'Art. 36', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 33']

EuGH, 16.02.2006 - C-3/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,5892
EuGH, 16.02.2006 - C-3/05 (https://dejure.org/2006,5892)
EuGH, Entscheidung vom 16.02.2006 - C-3/05 (https://dejure.org/2006,5892)
EuGH, Entscheidung vom 16. Februar 2006 - C-3/05 (https://dejure.org/2006,5892)
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Auslegung eines Übereinkommens hinsichtlich der Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen; Ordnungsgemäße Zustellung der Vollstreckbarkerklärung; Beginn der Frist zur Einlegung eines Rechtsbehelfs; Beginn der Frist ab Kenntnis des Schuldners von der Vollstreckbarerklärung; Erforderlichkeit der förmlichen Zustellung an den Vollstreckungsschuldner
Art. 36 EuGVÜ
Art. 36 EuGVÜ verlangt die ordnungsgemäße Zustellung der Entscheidung über die Zulassung der Zwangsvollstreckung
Brüsseler Übereinkommen: Entscheidung über die Zulassung der Vollstreckung einer in einem anderen Vertragsstaat erlassenen Entscheidung - Unterbliebene oder mangelhafte Zustellung - Kenntnisnahme - Klagefrist
Kurznachricht zu "Kenntnisnahme ersetzt nicht die Zustellung im Vollstreckbarerklärungsverfahren" von Prof. Dr. Bettina Heiderhoff, original erschienen in: IPRax 2007, 202 - 204.
Ersuchen um Vorabentscheidung, vorgelegt durch Beschluss der Corte d'Appello Cagliari vom 12. November 2004 in dem Rechtsstreit Gaetano Verdoliva gegen J. M. Van der Hoeven B. N. u. a.
'Vorabentscheidungsersuchen der Corte d''Appello Cagliari (Italien) - Auslegung von Artikel 36 des Brüsseler Übereinkommens - Vollstreckung von Entscheidungen - Nicht ordnungsgemäße Zustellung einer Vollstreckbarerklärung - Begriff der Kenntnisnahme von Verfahrenshandlungen'
NJW 2006, 1114
EuZW 2006, 247
Dem EuGVÜ ist in diesem Zusammenhang als Mindestanforderung nur zu entnehmen, dass die Zustellung der Entscheidung nach den vertragsstaatlichen Vorgaben ordnungsgemäß erfolgen muss und dass, falls dem nicht genügt worden ist, die Rechtsbehelfsfrist nicht schon dadurch ausgelöst wird, dass der Titelschuldner irgendwie von der Entscheidung Kenntnis erlangt hat (EuGH, 16.02.2006 - Rs. C-3/05, NJW 2006, 1114).
65 - Urteile vom 3. Juli 1990, Lancray (C-305/88, Slg. 1990, I-2725, Randnr. 23), vom 12. November 1992, Minalmet (C-123/91, Slg. 1992, I-5661, Randnr. 21), vom 10. Oktober 1996, Hendrikman und Feyen (zitiert in Fn. 50, Randnr. 18), und vom 16. Februar 2006, Verdoliva (C-3/05, Slg. 2006, I-1579, Randnr. 29).
Hierzu ist darauf hinzuweisen, dass das Erfordernis der Zustellung der Exequaturentscheidung zum einen dem Schutz der Rechte des Vollstreckungsschuldners dient und zum anderen eine Beweisfunktion hat, indem es die exakte Berechnung der in Art. 33 der Verordnung Nr. 2201/2003 vorgesehenen zwingenden Rechtsbehelfsfrist ermöglicht (vgl. entsprechend Urteil vom 16. Februar 2006, Verdoliva, C-3/05, EU:C:2006:113, Rn. 34).
31 - Vgl. insbesondere Urteil vom 16. Februar 2006 in der Rechtssache C-3/05 (Verdoliva, Slg. 2006, I-1579, Randnr. 26 und die dort zitierte Rechtsprechung).