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Timestamp: 2016-10-22 19:40:41
Document Index: 228045618

Matched Legal Cases: ['Art. 17', 'Art. 59', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 45', 'Art. 17', 'BGE']

A.- W.________, geboren 1955, meldete sich am 13. Mai 2000 bei der Arbeitslosenversicherung zum Leistungsbezug an. Da er w�hrend l�ngerer Zeit keine neue Stelle finden konnte, wurde W.________ vom Kantonalen Arbeitsamt Glarus mit Verf�gung vom 15. Januar 2001 angewiesen, einen vom 22. Januar bis zum 21. Juli 2001 dauernden Kurs in der �bungsfirma Y.________ zu besuchen. Nachdem er am 7. M�rz 2001 aufgefordert worden war, den Arbeitsplatz in der �bungsfirma unverz�glich zu verlassen, wurde W.________ am 9. M�rz 2001 aus dem Kurs ausgeschlossen. Nach erfolgter vorg�ngiger Anh�rung stellte das Arbeitsamt W.________ mit Verf�gung vom 21. M�rz 2001 ab dem 25. M�rz 2001 f�r 35 Tage in der Anspruchsberechtigung ein.
C.- W.________ f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit den Antr�gen, den vorinstanzlichen Entscheid und die Verwaltungsverf�gung aufzuheben, eventualiter die Einstelldauer auf maximal f�nf Tage zu reduzieren.
1.- Die Vorinstanz hat die Bestimmungen �ber die Pflichten des Versicherten (Art. 17 AVIG), die arbeitsmarktlichen Massnahmen (Art. 59 AVIG), die Voraussetzungen der Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen Verletzung von Weisungen des Arbeitsamtes (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG) und die verschuldensabh�ngige Dauer der Einstellung (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG, Art. 45 Abs. 2 AVIV) zutreffend dargelegt. Dasselbe gilt f�r die Ausf�hrungen �ber die �bungsfirmen. Darauf kann verwiesen werden.
a) Zun�chst ist zu pr�fen, ob der Versicherte zu Recht zum Kursbesuch in der �bungsfirma verpflichtet worden ist.
Die Vorinstanz bejaht die Angemessenheit dieses Kurses, w�hrend sich der Beschwerdef�hrer diesbez�glich nicht �ussert, jedoch im Verwaltungsverfahren darauf hingewiesen hat, dass er vom Kurs mindestens teilweise profitiert habe.
Die �bungsfirma Y.________ ist offensichtlich prim�r f�r unqualifiziertes Personal konzipiert worden, sodass der Versicherte von seiner Ausbildung und langj�hrigen F�hrungserfahrung her nicht unbedingt in den Kurs passte. Die verf�gte Weiterbildung kann im Nachhinein somit nicht als optimal bezeichnet werden, ist jedoch nicht unangemessen, weil durch die erworbenen Computerkenntnisse und -f�higkeiten die Vermittlungsf�higkeit gesteigert werden konnte (vgl. Art. 17 Abs. 3 lit. a AVIG), was denn auch nicht bestritten ist.
b) Im Weiteren ist zu pr�fen, ob der Beschwerdef�hrer den Ausschluss aus dem Kurs verschuldet hat.
aa) Der Gesch�ftsf�hrer der �bungsfirma wirft dem Versicherten im Kursaufl�sungsschreiben vom 9. M�rz 2001 zun�chst vor, sich illoyal verhalten zu haben und �ber ungen�gende soziale Kompetenz zu verf�gen. In einem (nicht adressierten, aber wahrscheinlich an das Arbeitsamt gerichteten) Schreiben vom 30. April 2001 �usserte sich der Kursleiter auch dahin, dass sich der Beschwerdef�hrer weigerte, an Kursen teilzunehmen, und sich Anweisungen und Entscheidungen seiner direkten Vorgesetzten widersetzte. Dies wird vom Versicherten bestritten, welcher seinerseits dem Gesch�ftsf�hrer der �bungsfirma im Verwaltungsverfahren sinngem�ss Inkompetenz und �berheblichkeit vorgeworfen hat.
Es ist nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht notwendigen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b) dargetan, dass sich der Versicherte illoyal verhalten oder sich Anweisungen widersetzt h�tte; so wurde dieser denn auch nie schriftlich verwarnt. H�lt man sich dagegen den (inakzeptablen) Ton des Kursaufl�sungsschreibens vom 9. M�rz 2001 vor Augen, ist im Gegenteil davon auszugehen, dass die Vorw�rfe des Versicherten gegen�ber dem Gesch�ftsf�hrer zumindest im Kern zutreffen d�rften und das offensichtlich gespannte Verh�ltnis in der �bungsfirma mindestens teilweise der Kursleitung anzulasten ist. Damit hat der Beschwerdef�hrer die Kursaufl�sung nicht wegen illoyalen Verhaltens oder Widerstands gegen Anordnungen der Vorgesetzten verschuldet.
bb) Im Kursaufl�sungsschreiben vom 9. M�rz 2001 wird weiter vorgebracht, dass der Versicherte am Nachmittag des
6. M�rz 2001 wegen Schwindelgef�hls, bohrender Kopfschmerzen und allgemeinen Unwohlseins frei genommen habe, nachdem ihm am gleichen Vormittag eine Abwesenheitsbewilligung f�r den Nachmittag verweigert worden sei. Am n�chsten Tag sei er dann wieder in der Firma gewesen und habe zwei Fragen - betreffend LAM und der Kompetenz zu �nderung der Hausordnung - gestellt. Damit unterstellt der Gesch�ftsf�hrer, dass sich der Versicherte unrechtm�ssig frei genommen habe, was jedoch nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit bewiesen ist, sondern einzig auf einer Vermutung basiert, da der Versicherte offensichtlich gar nie nach der entsprechenden Absenz gefragt worden ist und sich in den Berichten des Gesch�ftsf�hrers keine diesbez�glichen �usserungen finden. Dass die Fragestellung betreffend LAM und Kompetenzen zur Ab�nderung der Hausordnung etwas mit illoyalem Verhalten zu tun haben soll, kann �berdies nicht im Ernst behauptet werden. Somit ist auch aus diesen Gr�nden die Kursaufl�sung nicht durch den Beschwerdef�hrer verschuldet worden.
cc) Ein weiterer Vorwurf lautet, dass sich der Versicherte am 5. M�rz 2001 gegen�ber einer Vorgesetzten despektierlich verhalten habe, sodass der Kurs schon aus diesem Grund h�tte aufgel�st werden k�nnen; jedoch sei der Gesch�ftsf�hrer erst drei Tage sp�ter �ber dieses Ereignis informiert worden. Diese Anschuldigung ist vom Beschwerdef�hrer nicht explizit bestritten worden, sodass davon auszugehen ist, dass sie mindestens im Kern zutrifft. Dennoch liegt kein Verhalten vor, das eine Weiterf�hrung des Kurses verunm�glichen und eine fristlose Kursaufl�sung rechtfertigen w�rde. Um dem Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip gen�ge zu tun, m�sste der Beschwerdef�hrer zuerst verwarnt werden; er k�nnte erst ausgeschlossen werden, wenn durch wiederholte Unh�flichkeiten der Kurserfolg oder der Kurs allgemein gef�hrdet w�rde. Andererseits muss aber auch gesagt werden, dass dem Versicherten das gespannte Verh�ltnis zur Leitung der �bungsfirma h�tte bewusst sein m�ssen und er sich mit seinen �usserungen h�tte zur�ckhalten sollen. Im �brigen stellt sich die Frage, ob er nicht die Gesch�ftsf�hrung der �bungsfirma um ein Gespr�ch h�tte ersuchen oder bei der zust�ndigen Verwaltungsstelle um einen anderen Kurs h�tte bitten sollen, da das Verh�ltnis zur Kursleitung offenbar gest�rt und der Kurserfolg damit gef�hrdet gewesen ist.
Damit trifft auch den Versicherten ein Verschulden an der vorzeitigen Aufl�sung des Kurses in der �bungsfirma, das jedoch nur leicht wiegt. Im Urteil S. vom 16. Mai 2001, C 33/01, lag ebenfalls ein gest�rtes Verh�ltnis zwischen der Versicherten und der Kursleitung vor, jedoch machte erstere mit einer spektakul�ren Aktion (Anketten am Radiator) auf sich aufmerksam, was die restlichen Kursteilnehmer notgedrungen bel�stigen und somit den Kurserfolg f�r alle gef�hrden musste. In vorliegender Sache haben die anderen Kursteilnehmer zwar den Streit wohl mitbekommen (so rufen sowohl der Versicherte wie auch der Gesch�ftsf�hrer der �bungsfirma jeweils - nicht namentlich genannte - "Zeugen" f�r ihre Auffassungen auf), dennoch wurden sie dadurch nicht ernstlich in ihrer Arbeit gest�rt, wie es mit der Demonstration im erw�hnten Fall S. geschehen ist; damit rechtfertigt sich eine mildere Sanktion als die verh�ngten zwanzig Einstelltage. Eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung von acht Tagen - entsprechend einem leichten Verschulden im mittleren Bereich - erscheint angesichts der gesamten Umst�nde als gerechtfertigt.
die Verf�gung des Kantonalen Arbeitsamts Glarus vom 21. M�rz 2001 insoweit abge�ndert, als die Dauer der
III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus, der Arbeitslosenkasse des Kantons Glarus und dem Staatssekretariat f�r Wirtschaft