Source: http://www.personal-de-service.de/fragen-und-antworten/wer-kann-in-deutschland-arbeiten/
Timestamp: 2019-03-20 03:33:35
Document Index: 103165204

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 12', '§ 2', '§ 2', '§ 28', '§ 18', '§ 18', '§ 19']

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Sie möchten in Deutschland arbeiten oder vor Ort einen Arbeitsplatz suchen?Wir helfen Ihnen, sich zwischen den rechtlichen Regelungen zurechtzufinden, wir nennen Ihnen die richtigen Ansprechpartner für die notwendigen Unterlagen und Anträge und geben weiterführende Informationen und Tipps, wie z.B. zum Familiennachzug.Welche Voraussetzungen für eine Erwerbstätigkeit in Deutschland erfüllt sein müssen, richtet sich zunächst danach, ob Sie Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der Europäischen Union (EU), des Europäischen Wirtschaftraums (EWR), der Schweiz oder Bürger eines Drittstaats sind.
Als freizügigkeitsberechtigter Bürger der Europäischen Union (auch Unionsbürger genannt) haben Sie uneingeschränkten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Sie und Ihre Familienangehörigen benötigen weder für die Einreise noch für die Beschäftigung in Deutschland ein Visum oder eine Aufenthaltserlaubnis (§ 2 FreizügG/EU).
Unbeschränkt freizügigkeitsberechtigten EU-Bürgern gleichgestellt sind Staatsangehörige des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR: das sind die Mitgliedstaaten der EU sowie Island, Liechtenstein und Norwegen) (§ 12 FreizügG/EU) und ihre Familienangehörigen.
Für die Einreise ist lediglich ein gültiger Pass oder Personalausweis notwendig (§ 2Abs. 5 FreizügG). Nach Ihrer Einreise müssen Sie (wie auch deutsche Staatsbürger) innerhalb von drei Monaten Ihren Wohnsitz beim Einwohnermeldeamt der Stadt, in der Sie leben, anmelden.
Eine Ausnahme betrifft Familienangehörige von EU- und EWR-Bürgern, die selbst weder Unions-, EWR-Bürger oder Schweizer sind: sie bedürfen für die Einreise nach Deutschland eines Visums nach den Bestimmungen für Ausländer, für die das Aufenthaltsgesetz gilt. Sie erhalten dann in Deutschland von derAusländerbehörde eine so genannte Aufenthaltskarte (§ 2 Abs. 4 S. 2 FreizügG).
Staatsangehörige der Schweiz und ihre Familienangehörigen genießen ebenfalls Freizügigkeit innerhalb der EU, müssen aber eine spezielle rein deklaratorische Aufenthaltserlaubnis-Schweiz beantragen (§ 28 AufenthV).
Welche Ausländerbehörde zuständig ist, richtet sich nach Ihrem zukünftigen Aufenthaltsort im Bundesgebiet.
Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sind: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.
Wenn Sie Bürger eines sogenannten Drittstaats sind, das heißt weder Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates der Europäischen Union noch des Europäischen Wirtschaftsraumes oder der Schweiz sind und dauerhaft in Deutschland bleiben möchten, benötigen Sie dazu eine Erlaubnis, den sogenannten Aufenthaltstitel (s.Broschüre „Bildung und Beruf“, Seite 7f).
Wenn Sie in Deutschland arbeiten möchten, benötigen Sie einen Aufenthaltstitel, der das Arbeiten gestattet, d.h. einen Aufenthaltstitel zum Zweck der Erwerbstätigkeit (diese Titel sind aufgelistet in den §§ 18-21 Aufenthaltsgesetz (AufenthG). Besondere Hinweise zu den Regeln der Einreise nach Deutschland, wenn Sie sich noch im Ausland aufhalten oder zu den notwendigen Schritten, falls Sie sich bereits in Deutschland befinden, können Sie der Informationsbox in der rechten Spalte entnehmen. Um einen Aufenthaltstitel zu erhalten, müssen Sie zunächst allgemeine Voraussetzungen erfüllen. Das heißt unter anderem, Sie müssen einen Pass besitzen, Ihr Lebensunterhalt während des Aufenthaltes muss gesichert sein und es darf kein Ausweisungsgrund vorliegen. Der Zweck des von Ihnen beabsichtigten Aufenthaltes und Ihre Ausbildung beziehungsweise Ihre fachlichen Qualifikationen bestimmen, welcher Aufenthaltstitel für Sie konkret in Frage kommt.
ein konkretes Arbeitsplatzangebot haben,
die allgemeinen Voraussetzungen für die Erteilung eines Aufenthaltstitels erfüllt sind und
die Bundesagentur für Arbeit dem Arbeitsverhältnis zustimmt (zu Ausnahmen des Zustimmungserfordernisses s. Broschüre "Bildung und Beruf“, Seite 14),
kann Ihnen eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer Beschäftigung gem. § 18AufenthG erteilt werden.
Als hochqualifizierter Ausländer können Sie unter bestimmten Voraussetzungen sofort einen unbefristeten Aufenthaltstitel, die sogenannte Niederlassungserlaubnis, erhalten (§ 19 AufenthG). Hochqualifizierte Ausländer sind insbesondere Wissenschaftler mit besonderen fachlichen Kenntnissen und Lehrpersonen sowie wissenschaftliche Mitarbeiter in herausgehobener Funktion.