Source: http://www.humanrights.ch/de/internationale-menschenrechte/rechtsquellen/recht-bildung
Timestamp: 2017-03-27 08:27:42
Document Index: 230155173

Matched Legal Cases: ['Art. 26', 'Art. 13', 'Art. 5', 'Art. 10', 'Art. 30', 'Art. 43', 'Art. 24', 'Art. 2', 'Art. 10', 'Art. 19', 'Art. 62', 'Art. 64']

Recht auf Bildung: Internationale Rechtsquellen und Bundesverfassung - humanrights.ch
Update: 18.08.2013	Recht auf Bildung: Rechtsquellen	Auf dieser Seite finden Sie zum Thema passende Rechtsgarantien aus den internationalen und europäischen Menschenrechtsabkommen, weiteren völkerrechtlichen Dokumenten sowie der Bundesverfassung. Die Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, so werden etwa Bestimmungen aus anderen regionalen Abkommen und thematisch ähnliche Schutzbestimmungen aus dem humanitären Völkerrecht hier nicht wiedergegeben.
Art. 26: «(1) Jeder Mensch hat Recht auf Bildung. Der Unterricht muss
wenigstens in den Elementar- und Grundschulen unentgeltlich sein. Der Elementarunterricht ist obligatorisch. Fachlicher und beruflicher Unterricht soll allgemein zugänglich sein, die höheren Studien sollen allen nach Massgabe ihrer Fähigkeiten und Leistungen in gleicher Weise offenstehen.(2) Die Ausbildung soll die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und die Stärkung der Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten zum Ziele haben. Sie soll Verständnis, Duldsamkeit und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen fördern und die Tätigkeit der Vereinten Nationen zur Aufrechterhaltung des Friedens begünstigen.(3)
In erster Linie haben die Eltern das Recht, die Art der ihren Kindern zuteil werdenden Bildung zu bestimmen.»
Art. 13: «(1) Die Vertragsstaaten erkennen das Recht eines jeden auf Bildung an. Sie stimmen überein, dass die Bildung auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und des Bewusstseins ihrer Würde gerichtet sein und die Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten stärken
muss. Sie stimmen ferner überein, dass die Bildung es jedermann ermöglichen muss, eine nützliche Rolle in einer freien Gesellschaft zu spielen, dass sie Verständnis, Toleranz und Freundschaft unter allen Völkern und allen rassischen, ethnischen und religiösen Gruppen fördern sowie die Tätigkeit der Vereinten Nationen zur Erhaltung des Friedens unterstützen muss.
(2) Die Vertragsstaaten erkennen an, dass im Hinblick auf die volle Verwirklichung dieses Rechts(a) der Grundschulunterricht für jedermann Pflicht und allen unentgeltlich zugänglich sein muss;(b) die verschiedenen Formen des höheren Schulwesens einschliesslich des höheren Fach— und Berufsschulwesens auf jede geeignete Weise, insbesondere durch allmähliche Einführung der Unentgeltlichkeit, allgemein verfügbar und jedermann zugänglich gemacht werden müssen;(c) der Hochschulunterricht auf jede geeignete Weise, insbesondere durch allmähliche Einführung der Unentgeltlichkeit, jedermann gleichermassen entsprechend seinen Fähigkeiten zugänglich gemacht werden
muss;(d) eine grundlegende Bildung für Personen, die eine Grundschule nicht
besucht oder nicht beendet haben, so weit wie möglich zu fördern oder zu vertiefen ist;(e) die Entwicklung eines Schulsystems auf allen Stufen aktiv voranzutreiben, ein angemessenes Stipendiensystem einzurichten und die wirtschaftliche Lage der Lehrerschaft fortlaufend zu verbessern ist.
(3) Die Vertragsstaaten verpflichten sich, die Freiheit der Eltern und gegebenenfalls des Vormunds oder Pflegers zu achten, für ihre Kinder
andere als öffentliche Schulen zu wählen, die den vom Staat gegebenenfalls festgesetzten oder gebilligten bildungspolitischen Mindestnormen entsprechen, sowie die religiöse und sittliche Erziehung ihrer Kinder in Übereinstimmung mit ihren eigenen Überzeugungen sicherzustellen.
Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle RechteThemenseite
Art. 5 des Internationalen
Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung
Art. 10 des Übereinkommens
über die Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau
Art. 30 und Art. 43 der Wanderarbeiterkonvention (von
der Schweiz nicht ratifiziert)
Behindertenrechtskonvention Art. 24 der Konvention
zum Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen (von der Schweiz nicht ratifiziert)
Art. 2: «Niemandem darf das Recht auf Bildung verwehrt werden. Der Staat hat bei Ausübung der von ihm auf dem Gebiet der Erziehung und des Unterrichts übernommenen Aufgaben das Recht
der Eltern zu achten, die Erziehung und den Unterricht entsprechend ihren eigenen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen sicherzustellen.»
Erstes Zusatzprotokoll zur EMRK (von der Schweiz nicht ratifiziert)Themenseite auf humanrights.ch
Europäische Sozialcharta Art. 10: «Um die wirksame Ausübung des Rechtes auf berufliche Ausbildung zu gewährleisten, verpfichten sich die Vertragsparteien:
(d) durch geeignete überwachung die Wirksamkeit des Systems der Lehrlingsausbildung und jedes anderen Ausbildungssystems für jugendliche
Arbeitnehmer sowie ganz allgemein deren ausreichender Schutz gewährleistet wird, und zwar in Beratung mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen.»
Sozialcharta (von der Schweiz nicht ratifiziert)Themenseite auf
Art. 19: «Der Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen Grundschulunterricht
ist gewährleistet.»
Vgl. auch Art. 62 - Art. 64 der Bundesverfassung
SchlagwortRecht auf Bildung	Mehr zum ThemaMenschenrechte in Kürze: Recht auf BildungRechtsquellen zur Menschenrechtsbildung	KommentarInnere Sicherheit: Keine neue Hexenjagd!