Source: http://www.tierimrecht.org/de/lexikon-tierschutzrecht/Tierpfleger.html
Timestamp: 2013-05-24 05:50:29
Document Index: 192028673

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 6', 'Art. 85', 'Art. 102', 'Art. 116', 'Art. 1', 'Art. 1']

Tierpfleger - Tierschutzrechtslexikon - Stiftung f�r das Tier im Recht
Tierpfleger k�mmern sich um das allgemeine Wohlbefinden der von ihnen betreuten Tiere und sorgen daf�r, dass diese gen�gend Bewegung, Besch�ftigung, Sozialkontakte und R�ckzugsm�glichkeiten haben. Einen Grossteil der Arbeit machen die Gehegereinigung und ‑desinfektion sowie die Futterzubereitung aus. Weil Tiere t�glich angemessen versorgt werden m�ssen, sind die Arbeitszeiten unregelm�ssig und schliessen auch Wochenenden und Feiertage mit ein. Der Beruf des Tierpflegers gliedert sich in die Fachbereiche Heimtiere, Versuchstiere und Wildtiere. Die praktische Ausbildung erfolgt in einem Lehrbetrieb, der in der entsprechenden Fachrichtung t�tig ist. Im Heimtierbereich arbeiten Tierpfleger vorwiegend in Zoofachgesch�ften, Tierheimen oder Hunde- oder Katzensalons. Wildtierpflegern in Zoos und Tierparks werden h�ufig bestimmte Reviere oder Tierarten zur Betreuung zugeteilt, wobei zu ihren Aufgaben h�ufig auch die Information der Parkbesucher �ber die entsprechenden Tierarten geh�rt. Wer in einer Versuchstierhaltung als Tierpfleger arbeitet, bereitet die Tiere auf die Experimente vor und k�mmert sich w�hrend und nach den Versuchen um sie. F�r den Tierschutz spielen Tierpfleger eine zentrale Rolle, da sie die Verantwortung f�r die Gesundheit und artgerechte Haltung der in ihrer Obhut befindlichen Tiere tragen.
Der Bundesrat kann bestimmen, in welchen Bereichen ausserhalb der Landwirtschaft der Einsatz von Tierpflegern erforderlich ist (Art. 9 TSchG), und zudem die Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung der Tierhalter festlegen (Art. 6 Abs. 3 TSchG). Darauf gest�tzt enth�lt die Tierschutzverordnung Bestimmungen, die gewisse Umgangsformen mit bestimmten Tieren ausschliesslich Tierpflegern vorbeh�lt. Dies gilt beispielsweise f�r die Betreuung von Wildtieren in bewilligungspflichtigen Wildtierhaltungen (Art. 85 Abs. 1 TSchV), in Tierheimen und gewerbsm�ssigen Zuchten sowie in gewerbsm�ssigen Haltungen von Heimtieren oder Nutzhunden (Art. 102 Abs. 1 TSchV). Auch in Versuchstierhaltungen muss die f�r die Betreuung der Tiere verantwortliche Person ein Tierpfleger sein (Art. 116 Abs. 1 TSchV). Im Vordergrund stehen der sichere und fachgerechte Umgang mit den Tieren (Art. 1 Abs. 1 lit. a Tierpfleger-Berufsverordnung) sowie die tiergerechte Haltung und die Vermeidung von Krankheiten (Art. 1 Abs. 1 lit. b Tierpfleger-Berufsverordnung).
Die Anforderungen an die Ausbildung von Tierhaltenden sind je nach Umfang der Haltung, den besonderen Anspr�chen der Tiere sowie dem Motiv der Haltung (kommerzielle Absicht oder ausschliesslich aus Interesse am Tier) verschieden. Das Tierschutzrecht unterscheidet dabei drei Stufen: eine fachspezifische Berufs- und Hochschulausbildung (insbesondere zum "Tierpfleger/in EFZ", das heisst mit eidgen�ssischem F�higkeitszeugnis) als umfassendste Ausbildungsform, eine reduzierte fachspezifische berufsunabh�ngige Ausbildung und letztlich als Basisausbildung einen Sachkundenachweis �ber gewisse fachspezifische F�higkeiten und Kenntnisse. Als fachspezifisch gilt eine Ausbildung, wenn sie das f�r die Betreuung bestimmter Tiere und den Umgang mit ihnen notwendige Wissen �ber ihre Bed�rfnisse und ihr Verhalten vermittelt. Alle vorgeschriebenen Ausbildungen m�ssen – soweit sie nicht in den Kompetenzbereich des Bundesamts f�r Berufsbildung und Technologie (BBT) fallen, wie dies beim Lehrgang zum Tierpfleger der Fall ist –, vom Bundesamt f�r Veterin�rwesen (BVET) anerkannt werden. Bevor eine Institution Kurse zur Erlangung der fachspezifischen, berufsunabh�ngigen Ausbildung oder des Sachkundenachweises anbieten kann, hat sie ihr Ausbildungskonzept daher dem BVET vorzulegen. Weitere Informationen: � www.tierpfleger.ch (mit genauen Angaben zur Ausbildung, Bildungsverordnung etc.)
� Vom BVET anerkannte Ausbildungsst�tten f�r verschiedene fachspezifische, berufsunabh�ngige Ausbildungen und Sachkundenachweise