Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201998,%20487
Timestamp: 2020-04-06 09:52:54
Document Index: 392091554

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 8', '§ 12', '§ 2', '§ 8', '§ 23', '§ 8', '§ 8', '§ 23', '§ 12', '§ 23', '§ 2', '§ 23', '§ 23', '§ 8', '§ 18', '§ 23', '§ 23', '§ 3', '§ 2']

BFH, 31.03.1998 - VII R 116/97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,300
BFH, 31.03.1998 - VII R 116/97 (https://dejure.org/1998,300)
BFH, Entscheidung vom 31.03.1998 - VII R 116/97 (https://dejure.org/1998,300)
BFH, Entscheidung vom 31. März 1998 - VII R 116/97 (https://dejure.org/1998,300)
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KraftStG § 2 Abs. 2, § 8, § 12 Abs. 2 Nr. 1
Kraftfahrzeugsteuer - Einordnung eines Kraftfahrzeugs - Kombinationskraftwagen - Kriterien
KraftStG § 2 Abs. 2, §§ 8, 12 Abs. 2 Nr. 1
Kraftfahrzeugsteuer; Einstufung eines Kombinationskraftwagens
BFHE 185, 511
BB 1998, 1574
DB 1998, 2308
BStBl II 1998, 487
Dementsprechend differenziert denn auch das zur Kfz-Steuer ergangene BFH-Urteil in BFHE 194, 257, BStBl II 2001, 72 (unter 1.2. Absatz der Gründe) zwischen den drei Fahrzeugkategorien Personen-, Kombinations- und Lastkraftwagen und stellt für die Abgrenzung dieser Fahrzeugarten voneinander auf die objektive Beschaffenheit (Bauart und Einrichtung) des zu beurteilenden Fahrzeugs ab (vgl. andererseits aber BFH-Urteile vom 31. März 1998 VII R 116/97, BFHE 185, 511, BStBl II 1998, 487, unter II. 1.2. Absatz, und VII R 115/97, BFH/NV 1998, 1264, 1265, rechte Spalte, in denen Kombinationskraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 2, 8 t als "LKW" bezeichnet werden).
BFH, 01.10.2008 - II R 63/07
Geländewagen sind für Zwecke der Kraftfahrzeugsteuer unabhängig vom europäischen …
a) Nach der Rechtsprechung des BFH waren unter der Geltung des § 23 Abs. 6a der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) Kfz mit einem zulässigen Gesamtgewicht von nicht mehr als 2, 8 t, die nach ihrer Bauart und Einrichtung geeignet und bestimmt sind, wahlweise vorwiegend der Beförderung von Personen oder vorwiegend der Beförderung von Gütern zu dienen, und die außer dem Führersitz Plätze für nicht mehr als acht Personen haben --sog. Kombinationskraftwagen-- regelmäßig als PKW anzusehen (BFH-Urteil vom 31. März 1998 VII R 116/97, BFHE 185, 511, BStBl II 1998, 487; vgl. m.w.N. auch Strodthoff, Kraftfahrzeugsteuer, § 8 Rz 10) und nach § 8 Nr. 1 KraftStG zu besteuern.
Daher kann auch die Rechtsprechung des Senats, nach der Kombinationskraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 2, 8 t ohne Rücksicht auf Typ und Erscheinungsbild des Fahrzeugs nicht als PKW zu besteuern sind (BFH-Urteil vom 31. März 1998 VII R 116/97, BFHE 185, 511, BStBl II 1998, 487), keine Geltung mehr beanspruchen.
Vielmehr sind ab 1. Mai 2005 in Folge der Aufhebung des § 23 Abs. 6a StVZO Kfz (sog. Kombinationskraftwagen) mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 2, 8 t --wie im Streitfall-- nicht mehr ohne Rücksicht auf Typ und Erscheinungsbild als LKW zu besteuern, sondern es ist neu zu entscheiden, ob ein PKW oder ein LKW vorliegt (s. unten 2.b); ergibt sich danach eine Änderung der Bemessungsgrundlage, folgt die Änderungsbefugnis aus § 12 Abs. 2 Nr. 1 KraftStG (Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 18. März 2008 II B 102/07, juris; ebenso zur Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichts BFH-Urteil vom 31. März 1998 VII R 116/97, BFHE 185, 511, BStBl II 1998, 487).
Wenn man die Definition des Personenkraftwagens in § 23 Abs. 6a StVZO als verkehrsrechtliche Vorschrift im Sinne des § 2 Abs. 2 Satz 1 KraftStG für die Besteuerung anerkannt hat (so BFH-Urteil vom 31. März 1998 VII R 116/97, BStBl II 1998, 487), muss man folgerichtig die später in Kraft getretene EU-Betriebserlaubnisrichtlinie als verkehrsrechtliche Definition zugrunde legen, wenn § 23 Abs. 6a StVZO gerade durch die höherrangige EU-Betriebserlaubnisrichtlinie obsolet wird.
Durch die frühere Rechtsprechung des BFH (Urteil vom 31. März 1998 VII R 116/97, BStBl II 1998, 487) war lediglich gesichert, dass Kombinationsfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 2, 8 t nicht als Personenkraftwagen besteuert werden durften, weil sie die insoweit als maßgeblich angesehenen Voraussetzungen des § 23 Abs. 6a StVZO nicht erfüllten.
FG Hamburg, 30.03.2007 - 7 K 22/06
Kraftfahrzeugsteuer: Besteuerung eines Toyota Landcruiser ab Mai 2005
Im Umkehrschluss wurden diese sogenannten Kombinationskraftwagen über 2, 8 t als anderes Fahrzeug i.S. § 8 Nr. 2 KraftStG besteuert (vgl. zur früheren Rechtslage BFH-Urteil vom 31. März 1998, VII R 116/97, BFHE 185, 511, BStBl II 1998, 487).
Der vorliegende Fall ist nach Auffassung des Senates im Hinblick auf den unveränderten Entrichtungszeitraum entsprechend der Fälle zu behandeln, in denen die Zulassungsbehörde eine "Auflastung" den Finanzbehörden mitteilt (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 31. März 1998, VII R 116/97, BFHE 185, 511, BStBl II 1998, 487 a.E. unter Hinweis auf § 18 Abs. 1 KraftStG).
Die tatsächliche Zahl der Sitzplätze ist steuerrechtlich ohne Belang, solange sie nicht von der Zulassungsstelle festgestellt ist (vgl. ebenso und zum zulässigen Gesamtgewicht BFH-Urteil vom 31. März 1998 VII R 116/97, BFHE 185, 511, BStBl II 1998, 487, m.w.N.).
Daher kann auch die Rechtsprechung des Senats, nach der Kombinationskraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 2, 8 t ohne Rücksicht auf Typ und Erscheinungsbild des Fahrzeugs nicht als PKW zu besteuern sind (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 31. März 1998 VII R 116/97, BFHE 185, 511, BStBl II 1998, 487), keine Geltung mehr beanspruchen.
FG Schleswig-Holstein, 23.01.2008 - 3 V 119/07
Aussetzung der Vollziehung - Kraftfahrzeugsteuerbescheidänderungen können im …
Vielmehr ist nach Auffassung des Senats zu berücksichtigen, dass nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung bis zum Wegfall des § 23 Abs. 6 a StVZO so genannte Kombinationskraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 2, 8 t ohne Rücksicht auf Typ und Erscheinungsbild nicht als PKW zu besteuern sondern der Gewichtsbesteuerung zu unterwerfen waren (vgl. BFH-Urteil vom 31. März 1998, VII R 116/97, BFHE 185, 511, BStBl II 1998, 487).
Bis zum Wegfall des § 23 Abs. 6 a StVZO waren so genannte Kombinationskraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 2, 8 t ohne Rücksicht auf Typ und Erscheinungsbild nicht als PKW zu besteuern sondern wurden wie ein LKW nach Gewicht besteuert (vgl. BFH-Urteil vom 31. März 1998, a.a.O.).
BFH, 03.04.2008 - II B 22/08
Aussetzung der Vollziehung: Befugnis zur Änderung der Kraftfahrzeugsteuer - hier: …
FG Mecklenburg-Vorpommern, 26.04.2006 - 1 V 6/06
Kraftfahrzeugsteuer ab 1.5.2005 für Geländewagen mit einem zulässigen …
FG Mecklenburg-Vorpommern, 27.04.2006 - 1 V 36/06
Kraftfahrzeugsteuer ab 1.5.2005 für Pick-up mit einem zulässigen Gesamtgewicht …
FG Nürnberg, 03.08.2000 - VI 23/99
BFH, 14.04.2008 - II B 26/08
Aussetzung der Vollziehung: Rückwirkung der Kraftfahrzeugsteuer - hier: …
FG Baden-Württemberg, 22.10.2009 - 3 K 2172/09
Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 7 KraftStG: Einstufung eines umgebauten Jeeps des …
FG Niedersachsen, 12.02.2009 - 14 K 277/08
Kraftfahrzeugsteuer: Rückwirkende Kraftfahrzeugbesteuerung von sog. "echten" …
FG Mecklenburg-Vorpommern, 07.04.2006 - 1 V 21/06
Kraftfahrzeugsteuerliche Einstufung eines Pick-up-Fahrzeugs ab 01.05.2005
FG München, 24.10.2001 - 4 K 4088/01
Rückwirkende Auflastung über 2.800 kg bei Kfz; Hinweispflicht des FA; § 2 Abs. 2 …
BFH, 28.01.2004 - VII B 62/03
FG München, 20.02.2002 - 4 K 429/02
Besteuerung eines Kraftfahrzeugs nach dem Hubraum; Hinweispflicht eines …
FG München, 02.10.2002 - 4 K 4800/01
Änderung fehlerhafter Einstufung von Fahrzeugen als LKW bei Erstzulassungen ab …
BFH, 05.02.2003 - VII B 298/02
BFH, 29.05.2002 - VII B 309/01
FG Niedersachsen, 20.11.2008 - 14 K 209/07
Rückwirkende Kraftfahrzeugbesteuerung von sog. "echten" Wohnmobilen für die Zeit …
FG Saarland, 07.11.2007 - 2 V 1447/07
Besteuerung von Wohnmobilen ab 1. Mai 2005
BFH, 25.05.2000 - VII B 21/00
Kraftfahrzeugsteuer - Einstufung als Lkw - Sachaufklärungspflicht
FG Niedersachsen, 29.07.2009 - 14 K 163/09
Kraftfahrzeugsteuer: Besteuerung eines Wohnmobils
FG Niedersachsen, 10.08.2009 - 14 K 114/09
FG Niedersachsen, 10.08.2009 - 14 K 206/08
FG Niedersachsen, 21.07.2009 - 14 K 324/08
FG Berlin, 29.08.2006 - 6 B 6046/06
Steuerliche Einstufung eines Kombifahrzeugs - hier: AdV-Verfahren
FG Baden-Württemberg, 31.07.2009 - 3 K 114/06
Begriff der Zugmaschine im Kraftfahrzeugsteuerrecht
FG Sachsen, 14.04.2009 - 8 V 967/07
Kraftfahrzeugsteuerliche Einstufung einer Stretchlimousine mit zulässigem …
FG Bremen, 11.06.2003 - 2 K 191/01
Kraftfahrzeugsteuerrechtliche Einstufung eines Trike; Kraftfahrzeugsteuer 1998
FG München, 10.04.2002 - 4 K 1651/02
Hinweispflicht des FA auf die Möglichkeit einer Auflastung eines Pkw auf über …
FG München, 04.04.2001 - 4 K 385/00
Änderung eines Kraftfahrzeugsteuerbescheids wegen rückwirkender Umgruppierung der …
FG Hamburg, 16.09.2013 - 2 K 50/13
Rückwirkende KraftSt-Festsetzung für wohnmobilähnliche Fahrzeuge
FG Sachsen, 30.11.2009 - 8 K 2178/07
Behandlung einer Stretchlimousine bei der Kraftfahrzeugsteuer vor dem 1.5.2005 …
FG München, 10.03.2004 - 4 K 4206/03
Verkehrsrechtlich zulässiges Gesamtgewicht eines Pkw bei Anhängerbetrieb; …
FG München, 02.10.2002 - 4 K 4795/01
Rückwirkende Änderung fehlerhafter KraftStfestsetzungen infolge falscher …
FG München, 08.05.2002 - 4 K 3740/00
Keine Hinweispflicht des FA auf Auflastung über 2.800 kg
VG Berlin, 27.03.2019 - 4 K 677.16
Erheblichkeit einer Ablastung ohne technische Veränderung von 7,5 t auf 7,49 t …
FG Hamburg, 20.04.2012 - 2 V 114/12
Zur KFZ-Besteuerung von umgebauten Wohnmobilen