Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BAGE%20105,%20305
Timestamp: 2019-10-22 10:15:42
Document Index: 188853708

Matched Legal Cases: ['§ 36', '§ 17', '§ 36', '§ 36', 'BGH', 'BGH', '§ 36', 'BGH', '§ 36', '§ 36', '§ 36', '§ 36', 'BGH', '§ 17', '§ 36', '§ 36', '§ 36', 'BGH', '§ 17', '§ 36']

BAG, 19.03.2003 - 5 AS 1/03 - dejure.org
https://dejure.org/2003,1816
BAG, 19.03.2003 - 5 AS 1/03 (https://dejure.org/2003,1816)
BAG, Entscheidung vom 19.03.2003 - 5 AS 1/03 (https://dejure.org/2003,1816)
BAG, Entscheidung vom 19. März 2003 - 5 AS 1/03 (https://dejure.org/2003,1816)
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Bestimmung des zuständigen Gerichts; Unanfechtbarer Verweisungsbeschluss; Durchbrechung der Bindungswirkung bei krasser Rechtsverletzung; Gebot des Rechts auf den gesetzlichen Richter
ZPO § 36 Abs. 1 Nr. 6; GVG § 17a
ArbG Regensburg, 10.01.2003 - 5 Ca 3986/02
BAGE 105, 305
MDR 2003, 1010
NZA 2003, 683
DB 2003, 1284
Nur bei krassen Rechtsverletzungen kommt eine Durchbrechung der gesetzlichen Bindungswirkung ausnahmsweise in Betracht (Senat 19. März 2003 - 5 AS 1/03 - aaO;… BFH 26. Februar 2004 - VII B 341/03 - aaO, S. 416, zu 1 c der Gründe).
Auch ein rechtskräftiger Verweisungsbeschluss, der nicht hätte ergehen dürfen, ist grundsätzlich einer weiteren Überprüfung entzogen (vgl. nur: BAG 19. März 2003 - 5 AS 1/03 - AP ZPO § 36 Nr. 59 = NZA 2003, 683, Rn. 11) und wirkt damit auch im Bestimmungsverfahren fort.
Der Verweisungsbeschluss muss ein Beleg willkürlicher Rechtsfindung sein (vgl. nur: BAG 19. März 2003 - 5 AS 1/03 - AP ZPO § 36 Nr. 59 = NZA 2003, 683, Rn. 11) .
Nur bei krassen Rechtsverletzungen kommt eine Durchbrechung der gesetzlichen Bindungswirkung ausnahmsweise in Betracht (Senat 19. März 2003 - 5 AS 1/03 - aaO;… BFH 26. Februar 2004 - VII B 341/03 - aaO, zu 1 c der Gründe).
So ist in der höchstrichterlichen Rechtsprechung allgemein anerkannt, dass auch ein rechtskräftiger Verweisungsbeschluss, der sachlich nicht hätte ergehen dürfen, das Gericht, an das verwiesen worden ist, hinsichtlich des Rechtswegs bindet und insoweit grundsätzlich keine weitere Überprüfung erlaubt (Bundesarbeitsgericht --BAG--, Beschluss vom 19. März 2003 5 AS 1/03, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung --HFR-- 2003, 917, m.w.N.; Bundesgerichtshof --BGH--, Beschluss vom 13. November 2001 X ARZ 266/01, Neue Juristische Wochenschrift - Rechtsprechungs-Report Zivilrecht --NJW-RR-- 2002, 713).
Der Grund hierfür ist in der höchstrichterlichen Rechtsprechung zu sehen, die in Fällen krasser Rechtsverletzung eine Durchbrechung der gesetzlichen Bindungswirkung zugelassen hat, etwa wenn der Verweisungsbeschluss dazu führt, dass sich die Verweisung bei Auslegung und Anwendung der maßgeblichen Normen in einer nicht mehr hinnehmbaren, willkürlichen Weise von dem verfassungsrechtlichen Grundsatz des gesetzlichen Richters entfernt oder auf der Versagung rechtlichen Gehörs gegenüber den Verfahrensbeteiligten beruht und damit unter Berücksichtigung elementarer rechtsstaatlicher Grundsätze nicht mehr verständlich erscheint und offensichtlich unhaltbar ist (vgl. BAG in HFR 2003, 917; BGH in NJW-RR 2002, 713, und vom 9. April 2002 X ARZ 24/02, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 2002, 2474, m.w.N.).
Die Bindungswirkung ist auch im Rahmen eines Bestimmungsverfahrens i.S. v. § 36 Abs. 1 Nr. 6 ZPO maßgeblich (BAG v. 19.03.2003 - 5 AS 1/03 - BAGE 105, 305 ff = NZA 2003, 683 f).
Ein solcher Ausnahmefall ist nur anzunehmen, wenn sich die Verweisung bei Auslegung und Anwendung der maßgeblichen Normen in einer willkürlichen Weise von dem gesetzlichen Richter entfernt und unter Berücksichtigung elementarer rechtsstaatlicher Grundsätze nicht mehr verständlich erscheint und offensichtlich unhaltbar ist (BAG v. 19.03.2003 a.a.O.;… BGH v. 27.05.2008 a.a.O.).
Auch Rechtsanwendungsfehler, die zu einem Verweisungsbeschluss führen, der nicht hätte ergehen dürfen, lassen nicht automatisch dessen Bindungswirkung entfallen (BAG v. 19.03.2003 - 5 AS 1/03 - BAGE 105/305 ff = NZA 2003, 683 unter Rz. 11).
Auch ein rechtskräftiger Verweisungsbeschluss, der nicht hätte ergehen dürfen, ist grundsätzlich einer weiteren Überprüfung entzogen (Senat 19. März 2003 - 5 AS 1/03 - AP ZPO § 36 Nr. 59 = EzA ZPO 2002 § 36 Nr. 1, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen; 22. Juli 1998 - 5 AS 17/98 - AP ZPO § 36 Nr. 55 = EzA ZPO § 36 Nr. 28; BGH 13. November 2001 - X ARZ 266/01 - AP GVG § 17a Nr. 46; 8. Juli 2003 - X ARZ 138/03 - NJW 2003, 2990; BFH 26. Februar 2004 - VII B 341/03 - BB 2004, 874).
Nur bei krassen Rechtsverletzungen kommt eine Durchbrechung der gesetzlichen Bindungswirkung ausnahmsweise in Betracht (Senat 19. März 2003 - 5 AS 1/03 - aaO;… BFH 26. Februar 2004 - VII B 341/03 - aaO).
b) In entsprechender Anwendung von § 36 Abs. 1 Nr. 6 ZPO hat die Bestimmung des zuständigen Gerichts zu erfolgen, wenn dies zur Wahrung einer funktionierenden Rechtspflege und der Rechtssicherheit notwendig ist (Senat 19. März 2003 - 5 AS 1/03 - AP ZPO § 36 Nr. 59 = EzA ZPO 2002 § 36 Nr. 1, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen; BGH 13. November 2001 - X ARZ 266/01 - AP GVG § 17a Nr. 46; 8. Juli 2003 - X ARZ 138/03 - NJW 2003, 2990; BFH 26. Februar 2004 - VII B 341/03 - BB 2004, 874).
LAG Köln, 22.11.2007 - 7 Ta 309/07
örtliche Zuständigkeit; Verweisungsbeschluss; Bindungswirkung; "greifbare …
LAG Hamm, 27.11.2013 - 1 SHa 17/13
Örtliche Zuständigkeit des Arbeitsgerichts
LAG Hamm, 12.08.2013 - 1 Ta 397/13
LAG Berlin-Brandenburg, 10.06.2009 - 6 SHa 977/09
LAG München, 06.06.2006 - 1 Ta 133/06
Bestimmung des zuständigen Gerichts nach § 36 Abs. 1 Nr. 6 ZPO
BSG, 20.03.2007 - B 12 SF 6/06 S