Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=8%20U%201760/14
Timestamp: 2019-06-17 07:58:27
Document Index: 330444664

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 355', 'BGH', '§ 256', '§ 256', '§ 355']

OLG Dresden, 11.06.2015 - 8 U 1760/14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,18379
OLG Dresden, 11.06.2015 - 8 U 1760/14 (https://dejure.org/2015,18379)
OLG Dresden, Entscheidung vom 11.06.2015 - 8 U 1760/14 (https://dejure.org/2015,18379)
OLG Dresden, Entscheidung vom 11. Juni 2015 - 8 U 1760/14 (https://dejure.org/2015,18379)
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BGB-InfoV § 14 Abs. 1; BGB § 355 Abs. 2 S. 1 a.F.
kanzlei-storch.de (Auszüge und Kurzanmerkung)
Widerrufsbelehrung der DKB falsch, Ansprüche nicht verwirkt
Auch bei nur geringfügigen Änderungen keine Berufung
Auch bei nur geringfügigen Änderungen keine Berufung auf die Schutzfunktion des Mustertextes
Widerrufsrecht: Verbraucherrechte gestärkt - DKB-Bank erneut betroffen
LG Leipzig, 18.11.2014 - 7 O 2086/14
BGH, 24.11.2015 - XI ZR 327/15
Eine Feststellungsklage des Darlehensnehmers ist von Anfang an zulässig, wenn sich nach einer Aufrechnung der wechselseitigen Ansprüche aus dem Rückabwicklungsschuldverhältnis kein Saldo zu seinen Gunsten ergeben würde (Senat v. 14.4.2015 - 6 U 66/14; OLG Dresden v. 11.6.2015 - 8 U 1760/14).
Für die Annahme der Verwirkung muss der Verpflichtete jedenfalls nicht nur berechtigt gewesen sein, Vertrauen in die "Nichtinanspruchnahme" des in Frage stehenden Rechts zu entwickeln, sondern darüber hinaus Dispositionen getroffen haben, die für ihn die Erfüllung des Anspruchs unzumutbar machen (vgl. OLG Dresden Urteil vom 11.06.2015 - 8 U 1760/14, zitiert nach juris, Tz. 34 m.w.N.; vgl. OLG Frankfurt Urteil vom 27.04.2016 - 23 U 50/15, Tz. 48 m.w.N; vgl. OLG Nürnberg Urteil vom 11.11.2015 - 14 U 2439/14, Tz. 39).
Die Klärung der Beendigung eines Vertrages kann typischerweise im Wege der Feststellungsklage geltend gemacht werden (vgl. § 256 ZPO; OLG Dresden, Urteil vom 11. Juni 2015 - 8 U 1760/14 -, juris, Rn. 22;… Zöller/Greger, ZPO, 30. Aufl., § 256, Rn. 4 m.w.N.).
Ein schutzwürdiges Vertrauen kann die Beklagte hier nämlich schon deshalb nicht in Anspruch nehmen, weil sie es bis dahin jederzeit in der Hand hatte, durch eine nachträglich erteilte wirksame Belehrung den Lauf der - dann auf einen Monat verlängerten - Frist (vgl. § 355 Abs. 2 Satz 2 BGB a.F.) in Gang zu setzen und den Schwebezustand zu beenden (…so bereits Senat, a.a.O. m.w.N.; vgl. auch OLG Hamm…, Urteil vom 04.11.2015 - 31 U 64/15, juris Rn. 26; OLG Dresden, Urteil vom 11.06.2015 - 8 U 1760/14, juris Rn.35).
Das Widerrufsrecht ist auch nicht verwirkt (wie hier: OLG Dresden, Urt.v. 11.06.2015 - 8 U 1760/14; OLG Hamm ZIP 2015, 1113).
Dies entspricht auch der ständigen Rechtsprechung des Senats (…vgl. Urt. v. 27.04.2016 - 23 U 50/15;… wie hier auch OLG Karlsruhe, Urt. v. 10.02.2016 - 17 U 77/15, MDR 2016, 287 Rn. 34; OLG Nürnberg, Beschl. v. 08.02.2016 - 14 U 895/15;… OLG Frankfurt am Main, Urt. v. 26.08.2015 - 17 U 202/14; OLG Dresden, Urt. v. 11.06.2015 - 8 U 1760/14;… OLG Celle, Urt. v. 21.05.2015 - 13 U 38/14;… OLG Hamm - Urt. v. 25.03.2015 - 31 U 155/14, ZIP 2015, 1113 Rn. 16).
LG Bielefeld, 29.01.2016 - 5 O 153/15
Feststellung der Verpflichtung einer Rechtsschutzversicherung zur Erteilung einer …
OLG Köln, 03.03.2016 - 9 U 251/15