Source: https://www.landkreis-ansbach.de/Leben-im-Landkreis/Familie-Senioren/Amt-f-r-Jugend-und-Familie/Au-pair.php?object=tx,2150.4.1&ModID=10&FID=1504.65.1&NavID=2150.40&La=1&ort=
Timestamp: 2018-04-21 13:12:32
Document Index: 248911547

Matched Legal Cases: ['§ 18', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 20', '§ 19', '§ 18']

Aufenthalt zum Zweck der Erwerbstätigkeit (§§ 18 – 21 AufenthG)
Hier finden Sie Informationen zum Thema Arbeitsmigration von:
Die EU sowie die Bundesregierung haben in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen, um durch Abbau gesetzlicher Hürden und Schaffung neuer gesetzlicher Grundlagen, die Arbeitsmigration zu erleichtern. So wurde z. B. die Blaue Karte EU (§ 19c AufenthG) eingeführt, die es Ausländern, die einen deutschen oder vergleichbaren ausländischen Hochschulabschluss besitzen, gestattet, in Deutschland eine hochqualifizierte Beschäftigung, die seiner Qualifikation entspricht, aufzunehmen. Die Blaue Karte EU ermöglicht Mobilität in der gesamten EU.
Neu eingeführt wurden die sog. ICT Karte und Mobiler ICT Karte.
Eine ICT-Karte ist ein Aufenthaltstitel für die Einreise und den Aufenthalt von Drittstaatsangehörigen zum Zweck eines unternehmensinternen Transfers eines Arbeitnehmers unter den Voraussetzungen des § 19b AufenthG.
Eine Mobiler-ICT-Karte ist ein Aufenthaltstitel zum Zweck eines unternehmensinternen Transfers im Sinne des § 19b Absatz 1 Satz 2 AufenthG, wenn der Ausländer einen für die Dauer des Antragsverfahrens gültigen Aufenthaltstitel eines anderen EU-Mitgliedstaates besitzt (§ 19d AufenthG).
Für ausländische Forscher gelten ebenfalls erleichterte Einreisebedingungen (§ 20, 20a und 20b AufenthG).
Hochqualifizierte Ausländer können unter den Bedingungen des § 19 AufenthG sofort eine unbefristete Niederlassungserlaubnis erhalten.
Neu eingeführt wurde im Jahr 2016 eine bis 2020 befristete Arbeitsmöglichkeit für Staatsangehörige der Westbalkanstaaten (Serbien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Kosovo, Mazedonien und Albanien). Mit Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit kann eine Aufenthaltserlaubnis nach § 18 AufenthG für jede Beschäftigung erteilt werden. Die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit kann allerdings nur erteilt werden, wenn der Antrag bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung im Heimatland des Ausländers gestellt wird.
Die Aufenthaltserlaubnis kann zur Ausübung einer selbständigen Tätigkeit erteilt werden, wenn ein übergeordnetes wirtschaftliches Interesse besteht, die Tätigkeit positive Auswirkungen auf die Wirtschaft erwarten lässt und die Finanzierung der Umsetzung durch Eigenkapital oder durch eine Kreditzusage gesichert ist.
Die Beurteilung dieser Voraussetzungen richtet sich insbesondere nach der Tragfähigkeit der zu Grunde liegenden Geschäftsidee, den unternehmerischen Erfahrungen des Ausländers, der Höhe des Kapitaleinsatzes, den Auswirkungen auf die Beschäftigungs- und Ausbildungssituation und dem Beitrag für Innovation und Forschung. Bei der Prüfung sind die für den Ort der geplanten Tätigkeit fachkundigen Körperschaften, die zuständigen Gewerbebehörden, die öffentlich-rechtlichen Berufsvertretungen und die für die Berufszulassung zuständigen Behörden zu beteiligen.
Darüber hinaus können selbständige Tätigkeiten wie bisher nach Maßgabe internationaler Verträge ermöglicht werden.
Eine Au-pair-Beschäftigung ist die auf ein Jahr befristete Aufnahme eines jungen Ausländers oder einer jungen Ausländerin in einer Familie gegen bestimmte Gegenleistungen. Der Aufenthalt dient dazu, die Sprachkenntnisse und ggf. die Berufserfahrung zu vervollständigen und die Allgemeinbildung durch ein besseres Verständnis des Gastlandes zu erweitern. Voraussetzung ist, dass es sich um Ausländer unter 27 Jahren handelt und der Aufenthalt in einer Familie vorgesehen ist, in der Deutsch als Muttersprache gesprochen wird. Wird in der Familie Deutsch als Familiensprache gesprochen, kann die Aufenthaltserlaubnis erteilt werden, wenn der oder die Au-pair nicht aus einem Heimatland der Gasteltern stammt.
Ausländer können auch ein freiwilliges soziales bzw. ökologisches Jahr sowie einen Bundesfreiwilligendienst in Deutschland ableisten.
In der Regel muss vor der Einreise bei allen beabsichtigten Erwerbstätigkeiten ein dementsprechendes Visum der zuständigen deutschen Auslandsvertretung eingeholt werden (Ausnahme: Staatsangehörige von Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, von Neuseeland und den Vereinigten Staaten von Amerika).