Source: https://steuerbuch.lu.ch/index/band_3_weisungen_ggstg__grundstueckgewinnsteuer_beteiligunggemeinden.html
Timestamp: 2020-06-01 05:58:40
Document Index: 141889263

Matched Legal Cases: ['§ 29', '§ 29', '§ 2', '§ 24', '§ 49', '§ 29', '§ 16']

§ 29: Beteiligung mehrerer Gemeinden
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Luzerner Steuerbuch
LU StB
Weisungen GGStG - Grundstückgewinnsteuer
Weisungen GGStG: Grundstückgewinnsteuer
© 2015 Kanton Luzern
Beteiligung mehrerer Gemeinden
Analog zu § 29 Abs. 1 ist auch vorzugehen, wenn mehrere Grundstücke, die in verschiedenen Gemeinden liegen, Gegenstand einer Veräusserung zu einem Gesamtpreis bilden, ohne dass eine wirtschaftliche Einheit im Sinn von
§ 2 Abs. 2 gegeben ist.
Der Steuerertrag wird im Verhältnis der auf die einzelnen Grundstücke entfallenden Steuern unter die Gemeinden verteilt.
Veräusserungserlös CHF
Anlagewert
Besitzdauer
Steuer (inkl. Staatsanteil) CHF
X 200'000.-- 50'000.-- 150'000.-- 50 Jahre 26'921.25
Y 250'000.-- 200'000.-- 50'000.-- 7 Jahre 11'965.--
Z 100'000.-- 10'000.-- 90'000.-- 50 Jahre 16'152.75
Total 550'000.-- 260'000.-- 290'000.--
Die Grundstückgewinne sind zum Satz zu besteuern, der sich aus dem Gesamtgewinn von CHF 290'000.-- ergibt (falls eine wirtschaftliche Einheit vorliegt). Für die Grundstücke in den Gemeinden X und Z ist eine Besitzesdauer-Ermässigung von 25% zu gewähren (§ 24 Abs. 2). Für die Aufteilung der Grundstückgewinnsteuer zwischen den Gemeinden und dem Kanton vgl. § 49 N 1.
Führt die unter Missachtung von § 29 Abs. 1 erfolgte Festsetzung der Grundstückgewinnsteuer durch zwei Gemeinden zu einer Doppelbesteuerung, wird bei rechtzeitiger Anfechtung der zweiten Veranlagung auch die damit kollidierende frühere Veranlagung der andern Gemeinde in das Rechtsmittelverfahren einbezogen (LGVE 1974 II Nr. 70).
Der Veräusserungswert ist im Verhältnis der Verkehrswerte im Zeitpunkt der Veräusserung auf die in verschiedenen Gemeinden gelegenen Grundstücke zu verlegen. Eine Verlegung im Verhältnis der Katasterwerte fällt nur in Betracht, soweit die Katasterwerte auf dem Verkehrswert im Zeitpunkt der Veräusserung beruhen (LGVE 1974 II Nr. 70 E. 3 lit. a).
Für die Festlegung der Teilanlagewerte gilt § 16 N 2 sinngemäss.
Diese Bestimmung ist auch anwendbar, wenn für die in den einzelnen Gemeinden gelegenen Grundstücke gesonderte Preise festgesetzt wurden, dieser Festsetzung aber bloss formelle Bedeutung zukam (RE 1963/64 Nr. 50).
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