Source: http://bravors.brandenburg.de/de/verwaltungsvorschriften-220310
Timestamp: 2019-09-23 06:45:50
Document Index: 81422077

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 15', '§ 53', '§ 19', '§ 10']

Die Ordnung des Leihverkehrs in der Bundesrepublik Deutschland (Leihverkehrsordnung - LVO)
(ABl./04, [Nr. 35], S.671)
geändert durch Änderungserlass des MWFK vom 24. April 2009
(ABl./09, [Nr. 18], S.965)
Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat mit Wirkung zum 1. August 2004 die „Ordnung des Leihverkehrs in der Bundesrepublik Deutschland - Leihverkehrsordnung (LVO)“ für das Land Brandenburg in Kraft gesetzt.
Nachstehend wird der Wortlaut der Leihverkehrsordnung bekanntgegeben.
Die Ordnung des Leihverkehrs in der Bundesrepublik Deutschland Leihverkehrsordnung (LVO)
im Handel zu einem geringen Preis erhältlich sind.
Bibliotheken, die die Bedingungen des § 2,1 nicht erfüllen, können sich für die Durchführung der Leihverkehrsaufgaben anderen, zum Leihverkehr zugelassenen Bibliotheken anschließen.
Die Teilnahme einer Bibliothek am Leihverkehr beginnt mit der Aufnahme in die amtliche Leihverkehrsliste des zuständigen Landes und erlischt mit der Streichung aus dieser Liste.
Die Leihverkehrslisten der Länder werden bei den regional zuständigen Leihverkehrszentralen geführt, denen auch die Sorge für die Veröffentlichung und die Bekanntmachung von Änderungen obliegt.
Eine Bibliothek wird aus der Leihverkehrsliste gestrichen, wenn die Voraussetzungen für ihre Zulassung entfallen sind oder sie den Verpflichtungen des § 3 nicht nachkommt.
2. Bei Nachweisen in der eigenen Region sollen Bestellungen nur dann in andere Regionen weitergeleitet werden, wenn in der eigenen Region eine angemessene Erledigung nicht möglich ist. Dies gilt insbesondere für solche Medien,
Vorrangiges Bestellprinzip im Leihverkehr ist die Online-Bestellung auf Basis der Bestandsnachweise (einschließlich Verfügbarkeitskontrolle) gem. § 7,1.
Für periodisch erscheinende Medien, die in Nachweisinstrumenten gemäß § 7, 1 nicht nachgewiesen sind, gilt:
1801-1870: Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt a. M.
deutschsprachige Zeitungen an den ”Standortkatalog der deutschen Presse” bei der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen; falls dort ohne Bestandsnachweis, kann weitergeleitet werden an die regionale Pflichtexemplarbibliothek oder - wenn dort nicht vorhanden- ab Erscheinungsjahr 1913 an Die Deutsche Bibliothek,
Für Monographien, die in Nachweisinstrumenten gemäß § 7,1 nicht nachgewiesen sind, gilt folgende Regelung:
Dissertationen, die nicht als Buchhandelsausgaben erschienen sind,
Kartographische Materialien (Land- und Seekarten, thematische Karten, Pläne, Atlanten, Luftbilder usw.),
Literatur für Sehgeschädigte,
sonstige seltene oder sehr spezielle Literatur.
Besteller sind die zum Leihverkehr zugelassenen Bibliotheken. Das gilt auch dann, wenn der technische Vorgang der Bestellaufgabe durch den Benutzer erledigt wird. Soweit die Bestellung durch eine Kopie gemäß § 15 LVO realisiert wird, gilt als Besteller der Kopie die natürliche oder juristische Person, die die Leihverkehrsbestellung in Auftrag gegeben hat und sich auf einen Gebrauch nach § 53 UrhG berufen kann.
Die Bestellung erfolgt in standardisierter Form, elektronisch oder maschinenschriftlich (Anlage 4). Für jede physische Medieneinheit ist in der Regel eine eigene Bestellung erforderlich; diese ist Grundlage für die beim Benutzer zu erhebende Auslagenpauschale gem. § 19.
Bei automatisierten Bestellverfahren sind die Ziffern 1-6 sinngemäß anzuwenden.
Der Versand bestellter Medien erfolgt unter Nutzung der technischen und organisatorischen Möglichkeiten sachgerecht und ohne Verzögerung. Bei nicht rückgabepflichtigen Medien ist die elektronische Lieferung zu bevorzugen.
Bei Versand von rückgabepflichtigen Medien ist jeder Einheit der dafür bestimmte Teil des Bestellformulars oder ein entsprechendes Begleitformular beizufügen.
Lieferungen erfolgen grundsätzlich an die bestellende Bibliothek. Das gilt auch im Fall des § 10,1 (2. Satz).
Ausnahmen vom Versand sind auf Sonderfälle zu beschränken.; dies ist im Einzelfall zu begründen. Vorab soll auch geprüft werden, ob ein Versand unter besonderen Bedingungen möglich ist; diese Bedingungen sind der bestellenden Bibliothek mitzuteilen.
Die Leihfrist beträgt ohne die Zeit für Hin- und Rücksendung einen Monat. In besonderen Fällen kann die gebende Bibliothek auch kürzere Fristen festsetzen Eine Verlängerung der Leihfrist ist rechtzeitig vorher bei der gebenden Bibliothek zu beantragen, sofern diese nicht bereits entsprechende Regelungen festgelegt hat.
Diese Leihverkehrsordnung tritt am 1. August 2004 in Kraft.
Die vorliegende Neufassung der Leihverkehrsverordnung wurde am 19. September 2003 von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossen.
Die Leihverkehrsordnung vom 1. August 1993 wird gleichzeitig aufgehoben.
Anlage 1 - Kriterienkatalog für die Prüfung von Zulassungsanträgen zur Teilnahme am Deutschen Leihverkehr 14.3 KB
Anlage 2 - Übersicht Leihverkehrsregionen - Leihverkehrszentralen - Regionale Verbundsysteme 91.2 KB
Anlage 3 - Übersicht zur Nachweissituation bei den Leihverkehrszentralen/Regionalen Zentralkatalogen 83.3 KB
Anlage 4 - Standard-Angaben für Bestellungen 80.5 KB
Anlage 5 - Kosten im Deutschen Leihverkehr 11.4 KB