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Timestamp: 2016-10-21 00:42:20
Document Index: 365674508

Matched Legal Cases: ['Art. 23', 'Art. 286', 'Art. 123', 'Art. 181', 'Art. 136', 'Art. 122', 'Art. 22', 'Art. 123', 'Art. 19', 'Art. 42', 'Art. 82', 'Art. 83', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 8', 'Art. 86', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 63', 'Art. 51', 'Art. 63', 'Art. 62', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 63', 'Art. 51', 'Art. 96', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'EGMR', 'EuG', 'Art. 63', 'Art. 62', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 96', 'Art. 63', 'Art. 62', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'EGMR', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 65']

2C_953/2013 � � Urteil vom 16. September 2014
Bundesrichter Seiler, Bundesrichterin Aubry Girardin, Bundesrichter Stadelmann, Bundesrichter Kneub�hler,
�Der nigerianische Staatsangeh�rige A.A.________ (geb. 1983) reiste am 31. Juli 2002 illegal in die Schweiz ein und stellte am 1. August 2002 unter Angabe falscher Personalien ein Asylgesuch im Kanton Z�rich. Bereits im Jahre 2002 wurde er in Winterthur sowie in Genf des Bet�ubungsmittelhandels verd�chtigt, weshalb die Stadt Genf eine Ausgrenzungsverf�gung erliess. Mit Verf�gung vom 10. Februar 2003 lehnte das Bundesamt f�r Fl�chtlinge (heute: Bundesamt f�r Migration) das Asylgesuch ab und verf�gte die Wegweisung aus der Schweiz. Auf eine dagegen versp�tet eingereichte Beschwerde von A.A.________ trat die schweizerische Asylrekurskommission mit Entscheid vom 24. M�rz 2003 nicht ein. Am 10. Oktober 2004 wurde A.A.________ in sein Heimatland ausgeschafft, wobei ihm zugleich eine bis zum 18. Oktober 2007 befristete Einreisesperre auferlegt wurde.
�Am 1. M�rz 2005 heiratete A.A.________ in Nigeria die Schweizer B�rgerin B.A.________ (geb. 1985). Aus dieser Beziehung ging bereits 2003 der Sohn C.A.________ hervor. Die Einreisesperre wurde darauf aufgehoben und A.A.________ reiste am 18. November 2005 mit einem Visum erneut in die Schweiz ein, wo ihm eine Aufenthaltsbewilligung f�r den Kanton Z�rich erteilt wurde (zuletzt verl�ngert bis zum 17. November 2012).
A.A.________ wurde wiederholt straff�llig und deshalb wie folgt verurteilt:
- Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Z�rich Sihl vom 23. Januar 2006: 90 Tage Gef�ngnis unter Gew�hrung des bedingten Vollzugs wegen Vergehens im Sinn von Art. 23 Abs. 1 ANAG und wegen Hinderung einer Amtshandlung im Sinn von Art. 286 StGB.
- Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Z�rich Sihl vom 27. Oktober 2006: 21 Tage Gef�ngnis unter Gew�hrung des bedingten Vollzugs wegen einfacher K�rperverletzung im Sinn von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, N�tigung im Sinn von Art. 181 StGB und der Verabreichung gesundheitsgef�hrdender Stoffe an Kinder im Sinn von Art. 136 StGB.
- Urteil des Obergerichts vom 17. November 2009 (best�tigt mit Urteil des Bundesgerichts 6B_706/2011 vom 3. April 2012) : 4� Jahre Freiheitsstrafe wegen mehrfach versuchter schwerer K�rperverletzung im Sinn von Art. 122 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, einfacher K�rperverletzung im Sinn von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB und mehrfacher �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes im Sinn von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.
�Am 23. September 2010 wurde A.A.________ bedingt aus dem Strafvollzug entlassen (Probezeit bis am 24. M�rz 2012). Aufgrund der strafrechtlichen Verurteilungen widerrief das Migrationsamt am 12. Juli 2012 die Aufenthaltsbewilligung von A.A.________ und verf�gte seine Wegweisung. Die dagegen von A.A.________ ergriffenen kantonalen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg.
�Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 15. Oktober 2013 beantragt A.A.________, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 28. August 2013, den Rekursentscheid der Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich vom 27. Februar 2013 sowie die Verf�gung des Migrationsamts des Kantons Z�rich vom 12. Juli 2012 aufzuheben, auf den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung zu verzichten und die Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern, eventualiter die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen. Weiter stellt er das Begehren, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, und ersucht um Gew�hrung der unentgeltlichen Prozessf�hrung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.
�Das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Die Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich liess sich nicht vernehmen. Die Vernehmlassung des Bundesamtes f�r Migration wurde versp�tet eingereicht.
�Mit Verf�gung vom 22. Oktober 2013 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1.�Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist - wie bereits vor der Vorinstanz - die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung. Als Ehegatte einer Schweizer B�rgerin hat der Beschwerdef�hrer einen grunds�tzlichen Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz (Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder [AuG; SR 142.20]), so dass die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den kantonal letztinstanzlichen Endentscheid zul�ssig ist (Art. 82 lit. a, Art. 83 lit. c Ziff. 2, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Art. 90 BGG). Aufgrund seiner Beziehung zu seiner Ehefrau sowie zu seinem Sohn kann sich der Beschwerdef�hrer zudem auch auf Art. 8 EMRK berufen. Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde grunds�tzlich einzutreten.
Anfechtungsobjekt ist jedoch ausschliesslich das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 28. August 2013 (Devolutiveffekt; vgl. Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG; BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144; 129 II 438 E. 1 S. 441; je mit Hinweisen). Soweit mit dem Rechtsmittel die Aufhebung der Entscheide der unteren kantonalen Instanzen verlangt wird, kann darauf nicht eingetreten werden.
1.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt bzw. vom Bundesgericht von Amtes wegen berichtigt oder erg�nzt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist (vgl. BGE 138 I 49 E. 7.1 S. 51) oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 beruht (Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine entsprechende R�ge, welche rechtsgen�glich substantiiert vorzubringen ist (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 II 304 E. 2.5 S. 314 mit Hinweisen), setzt zudem voraus, dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Auf rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung oder der Beweisw�rdigung tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356.).
2.1.�Wie erw�hnt haben ausl�ndische Ehegatten von Schweizer B�rgern Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AuG). Die Anspr�che nach Art. 42 AuG erl�schen unter anderem dann, wenn Widerrufsgr�nde nach Art. 63 AuG vorliegen (Art. 51 Abs. 1 lit. b AuG). Dies ist namentlich der Fall, wenn eine ausl�ndische Person zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde (Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG). Als "l�ngerfristig" gilt jede Freiheitsstrafe, deren Dauer ein Jahr �berschreitet (BGE 135 II 377 E. 4.2 und E. 4.5 S. 379 ff.; 139 I 31 E. 2.1 S. 32) und zwar unabh�ngig davon, ob die Strafe bedingt, teilbedingt oder unbedingt zu vollziehen ist (Urteil 2C_515/2009 vom 27. Januar 2010 E. 2.1)
2.2.�Die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung gest�tzt auf Art. 42 AuG in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG (vgl. Art. 51 Abs. 1 lit. b AuG) rechtfertigt sich jedoch nur, wenn sich die entsprechende Massnahme aufgrund der im Einzelfall vorzunehmenden Interessenabw�gung als verh�ltnism�ssig erweist (vgl. Art. 96 Abs. 1 AuG). Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu ber�cksichtigen (BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381). Unter anderem ist in diesem Zusammenhang auch dem Kindesinteresse Rechnung zu tragen. Einem Ausl�nder, der sich schon seit langer Zeit hier aufh�lt, soll der weitere Aufenthalt zwar nur mit besonderer Zur�ckhaltung verweigert werden, doch ist dies bei wiederholter bzw. schwerer Straff�lligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn er hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben im Land verbracht hat (vgl. das Urteil 2C_562/2011 vom 21. November 2011 E. 3.3). Bei schweren Straftaten, R�ckfall und wiederholter Delinquenz besteht - �berwiegende private oder famili�re Bindungen vorbehalten - auch in diesen F�llen ein �ffentliches Interesse daran, zur Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verh�tung von (weiteren) Straftaten die Anwesenheit des Ausl�nders zu beenden (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1 und 2.3.2 S. 33 f. mit Hinweisen). Was das Fernhalteinteresse anbelangt, darf bei einem Ausl�nder, welcher sich - wie hier - nicht auf das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europ�ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits �ber die Freiz�gigkeit (Freiz�gigkeitsabkommen, FZA; SR 0.142.112.681) berufen kann, im Rahmen der Interessenabw�gung namentlich auch generalpr�ventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden (Urteile 2C_817/2012 vom 19. Februar 2013 E. 2.1.2; 2C_1026/2011 vom 23. Juli 2012 E. 3 mit Hinweis).
2.3.�Hat ein Ausl�nder nahe Verwandte mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht in der Schweiz und wird die intakte famili�re Beziehung tats�chlich gelebt, kann es Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV verletzen, wenn ihm die Anwesenheit in der Schweiz untersagt und damit sein Familienleben vereitelt wird (BGE 130 II 281 E. 3.1 S. 285 mit Hinweisen). Der betreffende Anspruch gilt indessen nicht absolut. Vielmehr ist nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ein Eingriff in das durch Ziff. 1 gesch�tzte Rechtsgut statthaft, soweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft zum Schutze der dort angef�hrten �ffentlichen Interessen sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die Konvention verlangt insofern eine der nach schweizerischem Recht erforderlichen analoge Abw�gung der sich gegen�berstehenden privaten Interessen an der Bewilligungserteilung und den �ffentlichen Interessen an deren Verweigerung (vgl. Urteil 2C_139/2014 vom 4. Juli 2014 E. 5 mit Hinweis), wobei Letztere in dem Sinne �berwiegen m�ssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4 S. 149, 31 E. 2.3.3 S. 34 ff. mit Hinweis auf die Urteile des EGMR Emre gegen die Schweiz vom 22. Mai 2008 [Nr. 42034/04] � 64 ff.; Boultif gegen die Schweiz vom 2. August 2001 [Nr. 54273/00] � 46 ff.; ANDREAS Z�ND/THOMAS HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausl�nderrecht, insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, EuGRZ 2013, S. 1 ff., 4 ff.).
3.1.�Der Beschwerdef�hrer wurde rechtskr�ftig zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten und damit zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m Art. 62 lit. b AuG verurteilt. Demnach hat er unbestrittenermassen mit seinem Verhalten einen Widerrufsgrund gesetzt.
3.2.1.�Ausgangspunkt und Massstab sowohl f�r die Schwere des Verschuldens als auch f�r die fremdenpolizeiliche Interessenabw�gung ist die vom Strafrichter verh�ngte Strafe. Gest�tzt auf das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 17. November 2009 (best�tigt mit Urteil des Bundesgerichts 6B_706/2011 vom 3. April 2012) ging die Vorinstanz zu Recht von einem schweren Verschulden des Beschwerdef�hrers aus. Anl�sslich eines Kartenspiels mit geringem Wetteinsatz liess sich der Beschwerdef�hrer zu einer t�tlichen Auseinandersetzung mit einem K�chenbeil hinreissen und hat dabei eine lebensgef�hrliche Verletzung seines Kontrahenten in Kauf genommen. Negativ ins Gewicht f�llt auch, dass weder die fr�heren strafrechtlichen Verurteilungen noch die famili�re Beziehung den Beschwerdef�hrer davon abzuhalten vermochten, erneut und zudem erheblich schwerer zu delinquieren. Zudem wird ihm in der Verf�gung der Bew�hrungs- und Justizvollzugsdienste vom 13. September 2010 aufgrund seiner Abh�ngigkeit von seiner Ehefrau, fortbestehender Integrationsschwierigkeiten, seiner hohen Aggressions- und Gewaltbereitschaft bei gleichzeitig hoher Kr�nkbarkeit, seiner mangelnden Problemeinsicht und seiner Beeinflussbarkeit sowie einer sich abzeichnenden disozialen Entwicklung eine negative Legalprognose gestellt. Der Beschwerdef�hrer beanstandet die Ber�cksichtigung dieses Berichts, macht aber konkret nichts geltend, was die dortigen Ausf�hrungen als �berholt erscheinen lassen k�nnte. Dass der Beschwerdef�hrer sich seit seiner Verhaftung bzw. Verurteilung nichts mehr hat zuschulden kommen lassen, vermag eine R�ckfallgefahr nicht auszuschliessen. Insbesondere wird eine gute F�hrung im Strafvollzug bzw. in der Probezeit (bis 24. M�rz 2012) allgemein erwartet und l�sst keine verl�sslichen R�ckschl�sse auf das k�nftige Verhalten zu. Zu ber�cksichtigen ist zudem, dass der Beschwerdef�hrer seither unter dem Druck des h�ngigen ausl�nderrechtlichen Verfahrens steht. Damit konnte im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils nicht von einer nachhaltigen Bew�hrung ausgegangen werden. Hinzu kommt, dass f�r Legalprognosen in fremdenpolizeilicher Hinsicht mit Blick auf das im Vordergrund stehende Interesse der �ffentlichen Ordnung und Sicherheit ein strengerer Beurteilungsmassstab zum Tragen kommt als im strafrechtlichen Sanktionenrecht (vgl. BGE 137 II 233 E. 5.2.2 S. 237; 130 II 176 E. 4.3.3 S. 188; je mit Hinweisen).
3.2.2.�Der Beschwerdef�hrer h�lt sich erst seit seinem 22. Altersjahr und damit im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils seit etwas weniger als 8 Jahren ordnungsgem�ss in der Schweiz auf, wobei die Aufenthaltsdauer insofern zu relativieren ist, als er sich w�hrend einer gewissen Zeit in Untersuchungshaft bzw. im Strafvollzug befand (vgl. BGE 124 II 10 E. 4.3 S. 23 f.). Weder in beruflicher noch in sozialer Hinsicht konnte sich der Beschwerdef�hrer in der Schweiz integrieren. So nahm er erstmals im Jahr 2012 f�r einige Monate eine befristete Erwerbst�tigkeit auf, ist verschuldet und mit seiner Familie weiterhin von der Sozialhilfe abh�ngig. Der Beschwerdef�hrer versucht seine mangelhafte Integration zu rechtfertigen, bringt aber nichts vor, was die diesbez�glichen vorinstanzlichen Feststellungen willk�rlich erscheinen liesse. Er macht geltend, nach dem Strafvollzug sei es schwierig, eine feste Anstellung zu finden. Dem ist entgegenzuhalten, dass der Beschwerdef�hrer nicht bloss seit seiner Entlassung aus dem Strafvollzug, sondern seit seiner Einreise im Jahre 2005 keiner Erwerbst�tigkeit nachgeht und finanziell auf seine Ehefrau sowie die �ffentliche F�rsorge angewiesen ist. Seine Kindheit und die pr�genden Jugendjahre hat er in Nigeria verbracht. Mit den heimatlichen Verh�ltnissen ist er damit bestens vertraut und verf�gt dort nach wie vor �ber pers�nliche Kontakte, namentlich zu seinen Eltern und Geschwistern. Damit ist es dem Beschwerdef�hrer zumutbar, in sein Heimatland zur�ckzukehren und sich dort wieder einzugliedern.
3.2.3.�Der Beschwerdef�hrer lebt mit seiner schweizerischen Ehefrau sowie dem gemeinsamen Sohn zusammen und pflegt gem�ss vorinstanzlicher Feststellung soweit ersichtlich eine intakte und tats�chlich gelebte famili�re Beziehung. Die Vorinstanz erwog, dass insofern beachtliche private Interessen f�r den Verbleib des Beschwerdef�hrers sprechen. Sie ging davon aus, dass weder der Ehefrau noch dem gemeinsamen Kind eine Ausreise nach Nigeria zumutbar erscheint, und hat ber�cksichtigt, dass daher die Fortf�hrung der famili�ren Beziehung, falls der Beschwerdef�hrer die Schweiz verlassen m�sste, stark erschwert w�rde. Wohl k�nnen famili�re Beziehungen dazu f�hren, dass von einer Entfernung eines straff�llig gewordenen Ausl�nders abzusehen ist, wenn die Massnahme wegen der Unzumutbarkeit der Ausreise f�r die Familienangeh�rigen zu einer Trennung der Familiengemeinschaft f�hrt. Die Schwere des hier begangenen Gewaltdelikts, das Verschulden des Beschwerdef�hrers, die wiederholte Straff�lligkeit sowie die nicht hinzunehmende R�ckfallgefahr lassen eine solche R�cksichtnahme indessen nicht zu. Hinsichtlich der sogenannten Reneja-Praxis (vgl. BGE 120 Ib 6 E. 4b S. 14 unter Hinweis auf BGE 110 Ib 201) ist zu bemerken, dass die Zweijahresregel hier zwar nicht direkt anwendbar ist, der Beschwerdef�hrer aber zu einer weit �ber dem fraglichen Richtwert liegenden Freiheitsstrafe verurteilt wurde.
3.2.4.�Das �ffentliche Interesse an der Entfernung des Beschwerdef�hrers �berwiegt somit sein privates Interesse sowie dasjenige seiner Angeh�rigen an seinem weiteren Verbleib in der Schweiz, selbst wenn die famili�re Beziehung deshalb eventuell nur noch unter erschwerten Bedingungen gelebt werden kann (vgl. Urteile 2C_836/2013 vom 10. Februar 2014 E. 3.4; 2C_1065/2012 vom 2. Juli 2013 E. 3.2.2). Die verf�gte fremdenpolizeiliche Massnahme erweist sich als verh�ltnism�ssig.
3.3.�Der Entfernung des Beschwerdef�hrers steht unter diesen Umst�nden auch der in Art. 8 Ziff. 1 EMRK (und Art. 13 BV) verankerte Anspruch auf Achtung des Familien- und Privatlebens nicht entgegen. Zwar hat der Beschwerdef�hrer aufgrund der gelebten Beziehung zu seiner Ehefrau und seinem Kind gest�tzt auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK grunds�tzlich einen Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.2 S. 146). Das Kindeswohl, bei dem vermutungsweise aufgrund des schicksalhaften Eltern-Kind-Verh�ltnisses (BGE 130 III 585 E. 2.2.2 S. 590) davon auszugehen ist, der Kontakt mit beiden Elternteilen liege im Interesse des Kindes, ist dabei im Rahmen der Interessenabw�gung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK (sowie nach Art. 96 AuG) ein zu ber�cksichtigender Faktor unter anderen (Schutz vor Straft�tern, Einwanderungskontrolle usw.), jedoch nicht der allein ausschlaggebende (vgl. Urteil 2C_298/2012 vom 5. April 2012 E. 2.2.3). Im vorliegenden Fall ist ein Eingriff in das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens gem�ss Ziff. 2 dieser Bestimmung gerechtfertigt: Er st�tzt sich auf Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Art. 62 lit. b AuG und damit auf eine gesetzliche Grundlage im Landesrecht. Er bezweckt die Aufrechterhaltung der hiesigen Ordnung sowie die Verhinderung weiterer strafbarer Handlungen und verfolgt �ffentliche Interessen, die in Art. 8 Ziff. 2 EMRK ausdr�cklich genannt sind; schliesslich erweist sich der Eingriff - wie dargelegt - auch als verh�ltnism�ssig (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 S. 147 mit Hinweisen).
�Erg�nzend ist darauf hinzuweisen, dass eine strafrechtliche Verurteilung die Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilligung nicht zwingend ein f�r allemal verunm�glicht. Unter gewissen Voraussetzungen kann nach einer angemessenen Bew�hrungsdauer im Heimatland eine Neubeurteilung angezeigt sein (vgl. dazu 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 3 mit Hinweisen). In diesem Rahmen ist der Zeitablauf, verbunden mit Deliktsfreiheit, angemessen zu ber�cksichtigen. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die seit der Tat verflossene Zeit und das seitherige Verhalten des Ausl�nders beim bewilligungsrechtlichen Entscheid mitzuber�cksichtigen sind (BGE 139 I 325 E. 2.4 S. 329 f.; 130 II 493 E. 5 S. 504; allgemein BGE 139 II 534 E. 5.4.2 S. 542; zu Art. 8 EMRK vgl. z.B. Urteile des EGMR Udeh gegen die Schweiz vom 16. April 2013 [Nr. 12020/09] � 46 ff.; A.W. Khan gegen Vereinigtes K�nigreich vom 12. Januar 2010 [Nr. 47486/06] � 41).
4.1.�Zusammenfassend ergibt sich, dass sich die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdef�hrers als bundesrechts- und konventionskonform erweist. Dies f�hrt zur Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden kann.
4.2.�Der Beschwerdef�hrer hat um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht. Seinem Gesuch kann wegen Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren nicht entsprochen werden (Art. 64 Abs. 1 BGG; BGE 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135 f.; Urteil 2C_133/2013 vom 13. September 2013 E. 3.2). Dem Verfahrensausgang entsprechend wird der unterliegende Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 66 BGG). Bei der Bemessung der Gerichtsgeb�hr wird jedoch seiner finanziellen Lage Rechnung getragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
�Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt.