Source: https://www.iurastudent.de/content/1-allgemeines-und-erlaubtes-risiko
Timestamp: 2019-09-16 14:56:33
Document Index: 316747211

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 4', '§ 6', '§ 6', '§ 13', '§ 4', '§ 24', '§ 32', '§ 34', '§ 35', '§ 153', '§153', '§ 154', '§ 156', '§ 160', '§ 164', '§ 211', '§ 212', '§ 212', '§ 222', '§ 223', '§223', '§ 224', '§ 226', '§ 227', '§ 229', '§ 231', '§ 239', '§ 240', '§ 253', '§ 253', '§ 242', '§ 258', '§ 266', '§ 303', '§ 303', '§ 331', '§ 332', '§ 333', '§ 334']

1. Allgemeines und erlaubtes Risiko | iurastudent.de
Onlinekommentar zum StGB
StGB Allgemeiner Teil
Das vorsätzliche Begehungsdelikt
Die Tatbestandsmäßigkeit
Der Objektive Tatbestand
C. Die objektive Zurechnung
I. Schaffung einer rechtlich missbilligten Gefahr
1. Allgemeines und erlaubtes Risiko
Keine solch rechtlich missbilligte Gefahren begründen in diesem Zusammenhang Verhaltensweisen, die sich aufgrund ihres geringen Grads an Gefährdung lediglich im Bereich des erlaubten Risikos bzw. des allgemeinen Lebensrisikos bewegen. Solche Risiken werden von der Gesellschaft weitgehend toleriert und als sozialadäquat aufgefasst. Dem unterliegen dann also Handlungen, die legal sind oder ein Risiko in rechtlich unbeachtlicher Weise erhöhen, da dieses Verletzungsrisiko vom erlaubten Risiko gedeckt wird. Ebenso einbezogen werden weit entfernte Bedingungen wie zB. die Zeugung des späteren Mörders oder auch unbeherrschbare Kausalverläufe.1
Als Schulbeispiel wird in diesem Kontext insbesondere der „Gewitter-Fall“ herangezogen, in dem A den B bei einem heraufziehenden Gewitter auf ein freies Feld schickt, in der Hoffnung dass B vom Blitz getroffen wird. Geschieht dies tatsächlich ist die Kausalität unstrittig gegeben. Dennoch ist dem A der Erfolg nicht zurechenbar, da der Erfolg aus dem, für den Menschen unbeherrschbaren Wirken der Naturkräfte beruht und sich daher im Bereich des allgemeinen Lebensrisikos befindet, das jedermann betrifft. Die etwaige Verwirklichung kann daher nicht dem „Mit-Verursacher“ zugerechnet werden, handelt es sich bei dem Erfolgseintritt doch mehr oder weniger um einen Zufall. Ferner ist an dieser Stelle der Aspekt der freiverantwortlichen Selbstschädigung von Bedeutung (vgl. auch unten).2
1. Kühl, JA 09, 321 (326).; Rengier, AT, § 13, Rn. 51.; Kühl, AT, § 4, Rn. 48.; Heinrich, AT, Rn. 245.; Wessels/Beulke, AT, § 6, Rn. 183.
2. Wessels/Beulke, AT, § 6, Rn. 183.; Rengier, AT, § 13, Rn. 53.; Roxin, FS Honig, S. 133 (135).; idS. auch Kühl, AT, § 4, Rn. 47f.
A. Einführung und Allgemeines
B. Kausalität
I. Äquivalenz- oder Bedingungstheorie ("conditio sine qua non")
II. Die Lehre von der gesetzmäßigen Bedingung
III. Adäquanztheorie
IV. Relevanztheorie
V. Einzelne Kausalitätsprobleme
1. Hypothetische Ersatz- und Reserveursachen
2. Unterbrechung des Kausalzusammenhanges
3. Alternative Kausalität
4. Kumulative Kausalität
5. Hypothetische Kausalität
6. Psychisch vermittelte Kausalität
2. Risikoverringerung
II. Realisierung der Gefahr im Erfolg
1. Objektive Vorhersehbarkeit und atypischer Kausalverlauf
2. Schutzzweckzusammenhang
3. Das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit
a) Freiverantwortliche Selbstschädigung und Selbstgefährdung
b) Einverständliche Fremdgefährdung
c) Eigenverantwortliches Dazwischentreten des Opfers
d) Vorsätzliches Dazwischentreten eines Dritten
e) Fahrlässiges Dazwischentreten eines Dritten
4. Pflichtwidrigkeitszusammenhang
Der Subjektive Tatbestand
A. Begriff und Definition des Vorsatzes
B. Formen des Vorsatzes
I. Dolus Directus 1. Grades - Die Absicht
II. Dolus Directus 2. Grades - Die Wissentlichkeit
III. Dolus eventualis - Eventualvorsatz
C. Die Abgrenzung zwischen Eventualvorsatz und bewusster Fahrlässigkeit
I. Kognitive Theorien
1. Die Wahrscheinlickeitstheorie
2. Die Möglichkeitstheorie
II. Volitive Theorien
1. Die Gleichgültigkeitstheorie
2. Die Ernstnahmetheorie
3. Die Billigungstheorie
4. Die Vereinigung von Ernstnahmetheorie und Billigungstheorie
III. Weitere Theorien - Gefährdungstheorien
1. Die Vermeidungstheorie
2. Die Risikotheorie
IV. Die Hemmschwellentheorie
D. Gegenstand des Vorsatzes
E. Zeitpunkt des Vorsatzes
F. Bedeutungskenntnis
G. Mitbewusstsein
H. Besondere Erscheinungsformen des Vorsatzes
I. Dolus cumulativus
II. Dolus alternativus
III. Dolus generalis
IV. Dolus subsequens
V. Dolus antecedens
Das Unterlassungsdelikt
A. Einführung in die Unterlassungsdelikte
I. Echte und unechte Unterlassungsdelikte im Überblick
II. Die Abgrenzung von Tun und Unterlassen
1. Abgrenzungskriterien zum Tun und Unterlassen
a) Energieeinsatz in Richtung des gefährdeten Rechtsguts
b) Schwerpunkt der Vorwerfbarkeit
2. Problematische Fallgruppen
a) Der Abbruch fremder Rettungsbemühungen
b) Abbruch eigener Rettungsbemühungen
c) Technischer Behandlungsabbruch
B. Das vorsätzliche unechte Unterlassungsdelikt
I. Der Objektive Tatbestand des unechten Unterlassungsdelikts
1. Tatbestandsmäßige Situation
2. Unterlassung einer geeigneten und erforderlichen Verhinderungshandlung trotz physisch-realer individueller Handlungsmöglichkeit
a) Das Ausbleiben der geforderten Handlung
b) Die individuelle Handlungsmöglichkeit
3. Hypothetische Kausalität (Quasikausalität)
a) Definition zur Hypothetischen Kausalität und die an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit
b) Die Risikoerhöhungslehre
4. Die Objektive Zurechnung beim Unterlassungsdelikt
5. Die Garantenstellung im Überblick
6. Der Beschützergarant mit Obhutspflicht
a) Beschützergarant aufgrund natürlicher, familiärer Verbundenheit
aa) Eltern - Kind - Verhältnisse und Verwandte in gerader Linie als Beschützergaranten
bb) Geschwister als Beschützergaranten
cc) Ehegatten als Beschützergaranten
b) Enge Lebensgemeinschaften und Beschützergaranten
aa) Eheähnliche Lebensgemeinschaft und Beschützergaranten
bb) Eingetragene Lebenspartnerschaft und Beschützergaranten
cc) Freundschaften, Liebesverhältnisse und Beschützergaranten
dd) Wohngemeinschaften und Beschützergaranten
c) Gefahrengemeinschaften und Beschützergaranten
d) Tatsächliche, freiwillige Übernahme von Obhutspflichten
e) Garantenstellung von Organen und Amtsträgern
aa) Polizeibeamte und Garantenstellung
bb) Strafverfolgungsbeamte, Staatliches Aufsichtspersonal und Umweltbeamte als Garanten
7. Überwachungsgaranten
a) Garantenstellung durch vorausgegangenes gefährliches Tun (Ingerenz)
aa) Pflichtwidriges Vorverhalten
bb) Gerechtfertigtes Vorverhalten (Notwehr- und Notstandslagen)
cc) Pflichtwidriges Vorverhalten und Dauergefahren
dd) Pflichtgemäßes und sozialadäquates Verhalten im Verkehr
ee) Strafrechtliche Produkthaftung
ff) Pflichtwidrigkeitszusammenhang und Ingerenz
b) Tatsächliche und rechtliche Herrschaft über gefährliche Sachen
c) Verantwortung für rechtswidriges Verhalten Dritter
aa) Aufsichtspflichtige als Überwachungsgaranten
bb) Betriebsinhaber als Überwachungsgaranten
d) Übernahme von Sicherungspflichten
8. Entsprechungsklausel
II. Der subjektive Tatbestand des unechten Unterlassungsdelikts
III. Rechtswidrigkeit und unechte Unterlassungsdelikte
IV. Schuldhaftigkeit und das unechte Unterlassungsdelikt
C. Das fahrlässige unechte Unterlassungsdelikt
Die Fahrlässigkeit
A. Grundlagen zur Fahrlässigkeit
B. Aufbau des Fahrlässigkeitsdelikts
C. Objektive Sorgfaltspflichtverletzung
I. Der Maßstab der Sorgfaltspflicht
II. Sonderkenntnisse und Sonderfähigkeiten
III. Vertrauensgrundsatz
IV. Übernahmefahrlässigkeit
D. Objektive Zurechnung und Fahrlässigkeit
I. Pflichtwidrigkeitszusammenhang
II. Der Schutzzweckzusammenhang
III. Abgrenzung nach Verantwortungsbereichen
E. Rechtswidrigkeit und Fahrlässigkeit
F. Schuldhaftigkeit und Fahrlässigkeit
I. Subjektive Sorgfaltspflichtverletzung und subjektive Voraussehbarkeit der Tatbestandsverwirklichung
II. Übernahmeverschulden
G. Unterlassungsdelikte und Fahrlässigkeit
H. Täterschaft und Teilnahme beim Fahrlässigkeitsdelikt
I. Vorsatz-Fahrlässigkeits-Kombinationen
§ 24 StGB - Rücktritt
§ 32 StGB - Notwehr
§ 34 StGB - Rechtfertigender Notstand
§ 35 StGB - Entschuldigender Notstand
StGB Besonderer Teil
§ 153 StGB - Falsche Uneidliche Aussage
Literaturverzeichnis zu §153 StGB - Falsche uneidliche Aussage
§ 154 StGB - Meineid
§ 156 StGB - Falsche Versicherung an Eides Statt
§ 160 StGB - Verleitung zur Falschaussage
§ 164 StGB - Falschverdächtigung
§ 211 StGB - Mord
§ 212 StGB - Totschlag
Literaturverzeichnis zu § 212 StGB - Totschlag
§ 222 StGB - Fahrlässige Tötung
§ 223 StGB - Körperverletzung
Literaturverzeichnis zu §223 StGB - Körperverletzung
§ 224 StGB - Gefährliche Körperverletzung
§ 226 StGB - Schwere Körperverletzung
§ 227 StGB - Körperverletzung mit Todesfolge
§ 229 StGB - Fahrlässige Körperverletzung
§ 231 StGB - Beteiligung an einer Schlägerei
§ 239 StGB - Freiheitsberaubung
§ 240 StGB - Nötigung
§ 253 - Erpressung
Literaturverzeichnis zu § 253 StGB - Erpressung
§ 242 StGB - Diebstahl
§ 258 StGB - Strafvereitelung
§ 266 StGB - Untreue
§ 303 StGB - Sachbeschädigung
Literaturverzeichnis zu § 303 StGB - Sachbeschädiguung
§ 331 StGB - Vorteilsannahme
§ 332 StGB - Bestechlichkeit
§ 333 StGB - Vorteilsgewährung
§ 334 StGB - Bestechung
‹ I. Schaffung einer rechtlich missbilligten Gefahr
2. Risikoverringerung ›
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