Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IX%20ZR%20218/05
Timestamp: 2020-06-06 05:20:04
Document Index: 27300585

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 31', '§ 128', '§ 31', '§ 128', '§ 31', '§ 393', '§ 675', '§ 128', '§ 31', '§ 393', '§ 31', '§ 393', '§ 675', '§ 128', '§ 31', '§ 128', '§ 31', '§ 128', '§ 31', '§ 128', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 128', '§ 31', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 59', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 31', 'BGH', 'BGH', '§ 128', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 280', '§ 31', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 812', '§ 675']

Rechtsprechung: IX ZR 218/05 - dejure.org
https://dejure.org/2007,152
BGH, 03.05.2007 - IX ZR 218/05 (https://dejure.org/2007,152)
BGH, Entscheidung vom 03.05.2007 - IX ZR 218/05 (https://dejure.org/2007,152)
BGH, Entscheidung vom 03. Mai 2007 - IX ZR 218/05 (https://dejure.org/2007,152)
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BGB §§ 31, 393, 675; HGB § 128
Haftung einer Rechtsanwaltssozietät für das deliktische Handeln eines Scheinsozius entsprechend § 31 BGB; Haftung der einzelnen Sozien mit ihrem Privatvermögen in analoger Anwendung des § 128 Handelsgesetzbuch (HGB); Aufrechnung gegen eine Forderung aus einer vorsätzlich ...
Persönliche Haftung der Anwaltssozien für Delikt eines Scheinsozius
Haftung einer Rechtsanwaltssozietät für deliktisches Handeln eines Scheinsozius; persönliche Haftung der einzelnen Sozien mit ihrem Privatvermögen
§ 31 BGB, § 393 BGB, § 675 BGB, § 128 HGB
Haftung des Sozius für Veruntreuung des Scheinsozius
Organhaftung für deliktisches Handeln eines (Schein)Sozius einer Rechtsanwaltssozietät analog § 31 BGB; Aufrechnungsverbot gegen Ansprüche aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung (§ 393 BGB)
BGB § 31 § 393 § 675; HGB § 128
Haftung durch Rechtsanwaltssozietät für Scheinsozius
Anwaltssozien haften für das deliktische Verhalten eines "Schein-Sozius"
Haftung nach § 31 BGB und § 128 HGB für Scheinsozius
Eingabe in der Suchmaske auf der nächsten Seite: BRAK-Mitt. 2007, 197
BGB §§ 31, 705 ff.; HGB § 128
Persönliche Haftung der Sozien einer Anwaltssozietät für Delikt eines Scheinsozius
brak-mitteilungen.de , S. 23 (Leitsatz und Entscheidungsbesprechung)
§ 31 BGB; § 128 HGB
Haftung der Sozietät für deliktisches Handeln eines Scheinsozius (RA Dr. Ekkehart Reinelt; jurisPR-BGHZivilR 32/2007 Anm. 2)
LG Aschaffenburg, 22.02.2005 - 1 O 536/03
OLG Bamberg, 29.09.2005 - 1 U 57/05
BGHZ 172, 169
ZIP 2007, 1460
MDR 2007, 1166
VersR 2007, 1654
WM 2007, 1530
DB 2007, 1746
AnwBl 2007, 716
AnwBl 2007, 717
JR 2008, 238
NZG 2007, 621
a) Eine Anwaltssozietät ist eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts, sofern nicht ausdrücklich eine andere Rechtsform gewählt worden ist (BGH, Urteil vom 3. Mai 2007 - IX ZR 218/05, BGHZ 172, 169 Rn. 11), wofür im Streitfall keine Anhaltspunkte bestehen.
Die persönliche Haftung erstreckt sich dabei auch auf die berufshaftungsrechtlichen Verbindlichkeiten (BGH, Urteil vom 3. Mai 2007 - IX ZR 218/05, BGHZ 172, 169 Rn. 29).
Auch der Rechtsanwalt, der "nur" Mandate bearbeitet, tritt bei der Wahrnehmung des Mandats als Repräsentant der Sozietät in Erscheinung (BGH 3. Mai 2007 - IX ZR 218/05 - NJW 2007, 2490, 2491 f., zu II 2 c cc (1) der Gründe).
Eine Haftung des Beklagten zu 2 sowie der Beklagten zu 3 als dessen Sozia in analoger Anwendung von § 128 HGB iVm § 31 BGB (vgl. BGH, Urteil vom 3. Mai 2007 - IX ZR 218/05, BGHZ 172, 169 Rn. 23) kommt auch dann in Betracht, wenn die unberechtigte Verwarnung auf einer die Rechtslage fahrlässig falsch einschätzenden Beratung der Beklagten zu 1 durch den Beklagten zu 2 beruht.
Hierunter versteht man den Zusammenschluss mehrerer Rechtsanwälte, die nach außen gemeinsam in Erscheinung treten, ohne dass ein Gesellschaftsvertrag besteht oder ohne dass in einen bestehenden Gesellschaftsvertrag sämtliche nach außen in Erscheinung tretenden Rechtsanwälte einbezogen sind (BGH, Urteil vom 12. Oktober 2000 - WpSt (R) 1/00, BGHSt 46, 154, 156 f; vom 3. Mai 2007 - IX ZR 218/05, BGHZ 172, 169 Rn. 19 f; Henssler, NJW 1993, 2137, 2139;… Henssler/Prütting/Hartung, BRAO, 3. Aufl., § 59a Rn. 144;… Terbille in Rinsche/Fahrendorf/Terbille, Die Haftung des Rechtsanwalts, 7. Aufl., Rn. 166;… Rinkler in Zugehör/G. Fischer/Vill/D. Fischer/Rinkler/Chab, Handbuch der Anwaltshaftung, 3. Aufl., Rn. 403; vgl. auch BGH, Urteil vom 24. Januar 1978 - VI ZR 264/76, BGHZ 70, 247, 249).
Diese wird bezeichnet als ein Zusammenschluss mehrerer Rechtsanwälte, die nach außen gemeinsam in Erscheinung treten, ohne dass ein Gesellschaftsvertrag besteht oder ohne dass in einen bestehenden Gesellschaftsvertrag sämtliche nach außen in Erscheinung tretenden Rechtsanwälte einbezogen sind (BGH…, Urteil vom 17. November 2011 - IX ZR 161/09, aaO Rn. 11; vgl. auch BGH, Urteil vom 3. Mai 2007 - IX ZR 218/05, BGHZ 172, 169 Rn. 19).
Solche Vorteile sind vor allem Spezialisierung, gegenseitige Vertretung sowie interne Beratung und Abstimmung unter den verbundenen Rechtsanwälten (…vgl. BGH, Urteile vom 25. April 1996 - I ZR 106/94, aaO; vom 3. Mai 2007 - IX ZR 218/05, BGHZ 172, 169 Rn. 17; jeweils m.w.N.).
Die Beklagte zu 2) haftet für die unerlaubte Handlung ihres geschäftsführenden und vertretungsberechtigten Gesellschafters analog § 31 BGB (vgl. BGH NJW 2003, 1445; BGH NJW 2007, 2490, Rn 9, 12 bis 18).
In analoger Anwendung des § 128 HGB haftet auch der Beklagte zu 4) für diese Gesellschaftsschulden (vgl. BGH NJW 2007, 2490, Rn 25, 26).
(vgl. BGH NJW 2007, 2490, Rn 25).
(vgl. BGH NJW 2007, 2490, Rn 17).
§ 280 Abs. 1 Satz 2 BGB wird das Verschulden der Beklagten bzw. ihres Gesellschafters Dr. M, welches sie sich analog § 31 BGB zurechnen lassen muss (vgl. bspw. BGH NJW 2003, 1445 [1446 f.] und NJW 2007, 2490 [2491] mwN.), vermutet.
Personen können als Scheingesellschafter nach Rechtsscheingrundsätzen haften, wenn sie in zurechenbarer Weise den Rechtsschein einer existierenden Gesellschaft bürgerlichen Rechts und ihrer Zugehörigkeit zu dieser Gesellschaft gesetzt haben oder gegen den durch einen anderen gesetzten Rechtsschein nicht pflichtgemäß vorgegangen sind und der Dritte sich bei seinem geschäftlichen Verhalten auf den Rechtsschein verlassen hat (vgl. BGH, Urteil vom 11. März 1955 - I ZR 82/53, BGHZ 17, 13, 19; Urteil vom 24. Januar 1978 - VI ZR 264/76, BGHZ 70, 247, 249; Urteil vom 24. Januar 1991 - IX ZR 121/90, NJW 1991, 1225; Urteil vom 8. Juli 1999 - IX ZR 338/97, NJW 1999, 3040, 3041; Urteil vom 29. Januar 2001 - II ZR 331/00, BGHZ 146, 341, 359; Urteil vom 3. Mai 2007 - IX ZR 218/05, BGHZ 172, 169 Rn. 20;… Urteil vom 1. Juni 2010 - XI ZR 389/09, NJW 2011, 66 Rn. 23).
Bei Vorliegen der genannten Voraussetzungen trifft die Haftung den Scheingesellschafter sowohl für vertragliche Ansprüche wie auch für außervertragliche Ansprüche (vgl. BGH, Urteil vom 3. Mai 2007 - IX ZR 218/05, BGHZ 172, 169 Rn. 21 ff.).
Fehler eines Scheinsozius bei der Bearbeitung eines Mandats werden als solche der Sozietät behandelt (BGH, Urteil vom 3. Mai 2007 - IX ZR 218/05, NJW 2007, 2490, Tz. 20).
BGH, 25.10.2007 - IX ZR 49/06
LG Düsseldorf, 11.05.2010 - 4b O 283/08
Tote Anmeldung
https://dejure.org/2006,10779
BGH, 28.09.2006 - IX ZR 218/05 (https://dejure.org/2006,10779)
BGH, Entscheidung vom 28.09.2006 - IX ZR 218/05 (https://dejure.org/2006,10779)
BGH, Entscheidung vom 28. September 2006 - IX ZR 218/05 (https://dejure.org/2006,10779)
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Voraussetzungen einer Nichtzulassungsbeschwerde gegen die Zurückweisung der Hilfsaufrechnung mit dem Anspruch aus dem Kostenfestsetzungsbeschluss; Voraussetzungen für die Annahme einer grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache
BGB § 812 § 675
Rückforderung einer Gutschrift bei Auseinanderfallen von Empfängernamen und Kontoverbindung