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Timestamp: 2016-10-23 06:20:41
Document Index: 84157457

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 6', 'in dubio', 'Art. 9', 'in dubio', 'Art. 32', 'Art. 6', 'Art. 29', 'Art. 268', 'Art. 269', 'Art. 11', 'in dubio', 'in dubio', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 63', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 273', 'Art. 63', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 66', 'Art. 11', 'Art. 68', 'Art. 11', 'Art. 66', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 64', 'Art. 63', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 43', 'Art. 153', 'Art. 278']

6P.60/2006 (08.08.2006)
6P.60/2006
6S.116/2006 /rom
Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecherin Eva Saluz,
Art. 8 und 9 BV, 29 Abs. 2 und 32 Abs. 1 BV sowie Art. 6 Ziff. 2 EMRK (Strafverfahren; Beweisw�rdigung, rechtliches Geh�r, Grundsatz "in dubio pro reo"),
6S.116/2006
Strafzumessung, bedingter Strafvollzug, Aufschub des Strafvollzugs zwecks ambulanter Behandlung,
Staatsrechtliche Beschwerde (6P.60/2006) und Nichtigkeitsbeschwerde (6S.116/2006) gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, 1. Strafkammer, vom 19. Januar 2006.
Am 28. April 2005 erkl�rte das Kreisgericht IV Aarwangen-Wangen X.________ schuldig der Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz, mengenm�ssig und qualifiziert begangen in der Zeit von ca. Mitte 1998 bis 20. November 2002, durch Kauf von total mindestens 1,89 kg Kokaingemisch, Anstalten treffen zum Kauf von 200 g und zum Verkauf von 170 g Kokaingemisch, Verkauf von mindestens 1,545 kg Kokaingemisch, Kauf, Verarbeitung und Verkauf von einer 33,7 kg �bersteigenden Menge Hanfbl�ten, Verkauf von 3 kg Hanfbl�ten, Anstalten treffen zum Kauf von 10 kg sowie zum Verkauf von 20 kg Outdoor-Hanf. Zudem sprach es ihn der Widerhandlungen gegen das Waffengesetz wegen Erwerbs von zwei Elektroschockger�ten schuldig. Das Kreisgericht verurteilte X.________ zu einer Strafe von 40 Monaten Gef�ngnis, unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft von 233 Tagen.
Der Schuldspruch blieb unangefochten. Gegen das Strafmass erhob X.________ die Appellation. Am 19. Januar 2006 best�tigte das Obergericht des Kantons Bern das Urteil des Kreisgerichts.
Dagegen f�hrt X.________ staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheids im Sanktionspunkt. Mit seiner ebenfalls eingereichten Nichtigkeitsbeschwerde beantragt er, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zur neuen Straffestsetzung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Obergericht hat auf eine Stellungnahme zu den Beschwerden verzichtet. Der Generalprokurator des Kantons Bern hat sich innert Frist nicht vernehmen lassen.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 5. April 2006 ist den Beschwerden die aufschiebende Wirkung zuerkannt worden.
1.1 Der Beschwerdef�hrer stellt das dem Obergericht als Entscheidgrundlage dienende psychiatrische Gutachten vom 4. November 2003 in Frage, wonach er ausschliesslich an einem Abh�ngigkeitssyndrom leide und seine Steuerungsf�higkeit zur Tatzeit lediglich in leichtem Grade vermindert gewesen sei. Demgegen�ber bejahten zwei weitere Experten - sein Therapeut und sein Hausarzt - das Vorliegen auch einer psychischen St�rung. Die gutachterliche Diagnose sei demnach offensichtlich unrichtig und die �berzeugungskraft des Gutachtens dadurch ernstlich ersch�ttert. Das Obergericht h�tte deshalb zwingend von einer im mittleren Grad verminderten Zurechnungsf�higkeit ausgehen oder - wie beantragt - ein Obergutachten einholen m�ssen. Indem es auf das mangelhafte Gutachten vom 4. November 2003 abstelle, verfalle es in Willk�r (Art. 9 BV) und verletze sowohl den Grundsatz in dubio pro reo (Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK) als auch den Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV).
1.2 Die Frage, ob das Obergericht den Beschwerdef�hrer f�r die ihm vorgeworfenen Taten zu Recht oder zu Unrecht lediglich f�r leicht vermindert zurechnungsf�hig hielt, ist eine solche des materiellen Strafrechts, die dem Bundesgericht mit eidgen�ssischer Nichtigkeitsbe-schwerde zu unterbreiten ist (Art. 268 Ziff. 1 und Art. 269 BStP). Soweit der Beschwerdef�hrer vorbringt, das Obergericht h�tte ihm eine in mittlerem Grade verminderte Zurechnungsf�higkeit zubilligen m�ssen, kritisiert er die Anwendung von Art. 11 StGB. Auf diese R�ge kann im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nicht eingetreten werden. Hingegen ist auf die Beschwerde einzutreten, soweit die willk�rliche W�rdigung des Gutachtens vom 4. November 2003 im Zusammenhang mit den �rztlichen Berichten des Therapeuten und des Hausarztes ger�gt wird.
1.3 Der Beschwerdef�hrer macht Willk�r in der Beweisw�rdigung sowie eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" geltend. Er r�gt die Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" als Beweisw�rdigungsregel. Bei dieser R�ge kann das Bundesgericht nur eingreifen, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver W�rdigung des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an der Schuld des Angeklagten fortbestanden (BGE 127 I 38 E. 2a; 124 IV 86 E. 2a). Insofern hat die R�ge der Verletzung dieses Grundsatzes keine selbst�ndige Tragweite gegen�ber der Willk�rr�ge (vgl. BGE 120 Ia 31 E. 2c und d). Willk�r in der Beweisw�rdigung liegt vor, wenn die Beh�rde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch stehen, auf einem offenkundigen Fehler beruhen oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen. Es gen�gt nicht, dass sich der angefochtene Entscheid nur in der Begr�ndung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn der Entscheid auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 129 I 8 E. 1; 128 I 177 E. 2.1 mit Hinweisen).
1.4 Bei den Akten liegen das psychiatrische Gutachten vom 4. November 2003 sowie die Berichte des behandelnden Psychotherapeuten vom 25. M�rz, 17. April und 23. November 2005 sowie der Hausarztbericht vom 11. Januar 2006. Nach dem Gutachten vom 4. November 2003 leidet der Beschwerdef�hrer an einem Abh�ngigkeitssyndrom von multiplen Substanzen (Alkohol, Kokain und Cannabis) gem�ss ICD-10. Die auch gezeigten unreifen Pers�nlichkeitsanteile, welche mit der vom Beschwerdef�hrer aufgeworfenen Selbstwertproblematik im Rahmen der begonnen Psychotherapie jedenfalls behandelt werden m�ssten, seien hingegen nicht derart ausgepr�gt, dass eine Pers�nlichkeitsst�rung gem�ss ICD-10 anzunehmen w�re. Aus forensisch-psychiatrischer Sicht bestehe lediglich ein kausaler Zusammenhang zwischen der Drogensucht und dem Konsum von Bet�ubungsmitteln (Eigenkonsum) auf Grund des Konsumzwangs. Auf dieser Basis sei eine leichtgradige Verminderung der Steuerungsf�higkeit anzunehmen. F�r die �brigen Delikte lasse sich hingegen eine Beeintr�chtigung der Einsichts- und Steuerungsf�higkeit nicht ausmachen. Der behandelnde Psychotherapeut geht demgegen�ber davon aus, dass die neurotische Sozialisation des Beschwerdef�hrers bzw. seine Anpassungsst�rung krankhaften Charakter aufweise und bei der Beurteilung im Hinblick auf die inkriminierten Taten zu Unrecht nicht ber�cksichtigt worden sei.
Die vielschichtigen Schwierigkeiten des Beschwerdef�hrers sind im umfassenden Gutachten vom 4. November 2003 nicht �bersehen worden. Dessen Gegen�berstellung mit den fraglichen �rztlichen Berichten ergibt denn auch keinen grundlegenden Widerspruch in den fach�rztlichen Aussagen betreffend die diagnostische Einsch�tzung des zu beurteilenden Krankheitsbilds, sondern allenfalls eine Wertungsdifferenz bez�glich der Dimension der festgestellten unreifen Pers�nlichkeitsanteile bzw. der neurotischen Sozialisation des Beschwerdef�hrers. Das Mass der Beeintr�chtigung der Gesundheit des Beschwerdef�hrers wird im Gutachten sodann differenziert gepr�ft, wobei auch dessen klar erhaltene Kritikf�higkeit und flexible Handlungsweise bei der Deliktsver�bung Ber�cksichtigung finden. Die Umst�nde, die nach Auffassung des Beschwerdef�hrers f�r eine mittelgradige Verminderung der Steuerungsf�higkeit sprechen, sind im Gutachten gew�rdigt worden. Bei dieser Sachlage konnte das Obergericht ohne Willk�r auf die Folgerungen des beanstandeten Gutachtens vom 4. November 2003 abstellen, wobei es zu Gunsten des Beschwerdef�hrers - wegen der Drogensucht und der Pers�nlichkeitsprobleme - eine leichte Verminderung der Zurechnungsf�higkeit f�r s�mtliche Delikte annahm. Ebenso durfte es vor diesem Hintergrund von der Einholung eines Obergutachtens absehen. Die R�gen der willk�rlichen Beweisw�rdigung, der Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" und des rechtlichen Geh�rs erweisen sich damit als unbegr�ndet.
Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Gebots der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) und des Willk�rverbotes (Art. 9 BV) im Zusammenhang mit der Strafzumessung. Er macht geltend, das Obergericht habe das von ihm eingereichte Urteil des Richteramts Solothurn-Lebern vom 8. Dezember 2005 trotz vergleichbarer Umst�nde bei der Festlegung des Strafmasses unber�cksichtigt gelassen.
Die Strafzumessung richtet sich nach Art. 63 StGB. Eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung verst�sst regelm�ssig gegen die dort enthaltenen Grunds�tze. Die R�ge einer Ungleichbehandlung ist daher in aller Regel mit eidgen�ssischer Nichtigkeitsbeschwerde an das Bundesgericht zu erheben. Nur ausnahmsweise wird eine unstatthafte Ungleichbehandlung auf einer Art. 63 StGB entsprechenden Strafzumessung beruhen. Lediglich dann f�llt die (subsidi�re) staatsrechtliche Beschwerde in Betracht (BGE 116 IV 292). Inwiefern es sich hier um einen solchen Ausnahmefall handeln sollte, legt der Beschwerdef�hrer nicht dar. Er sieht sich ungleich behandelt, weil das Obergericht nicht begr�nde, weshalb es bei vergleichbaren Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz ihn nicht wie den T�ter im Solothurner Urteil zu einer bedingten Freiheitsstrafe verurteile. Damit wirft der Beschwerdef�hrer eine Frage auf, die Bundesrecht betrifft und deshalb im Verfahren der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde vorzutragen ist. Dar�ber hinaus zeigt er nicht auf, inwieweit die Beurteilung des Obergerichts willk�rlich sein sollte. Auf beide R�gen ist demnach nicht einzutreten.
Die staatsrechtliche Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf �berhaupt eingetreten werden kann.
Nach Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP sind im Rahmen der Nichtigkeitsbeschwerde Ausf�hrungen, die sich gegen die tats�chlichen Feststellungen des angefochtenen Entscheids richten, unzul�ssig. Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, haupts�chliche Beweggr�nde f�r den Bet�ubungsmittelhandel seien seine damalige Drogensucht und seine psychische St�rung gewesen, richtet er sich gegen den von der Vorinstanz verbindlich festgestellten Sachverhalt. Auf das Rechtsmittel ist insoweit nicht einzutreten.
Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe die zahlreichen zu seinen Gunsten sprechenden Strafmilderungs- und -minderungsgr�nde zu wenig ber�cksichtigt oder gar ausser Acht gelassen, �berwiegend und in unzul�ssiger Weise auf die Bet�ubungsmittelmenge abgestellt, das Rechtsgleichheitsgebot missachtet und sich nicht mit der Frage der Gew�hrung einer bedingten Strafe auseinandergesetzt. Zudem habe sie den Strafrahmen falsch angesetzt.
5.1 Nach Art. 63 StGB misst der Richter die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu; er ber�cksichtigt die Beweggr�nde, das Vorleben und die pers�nlichen Verh�ltnisse des Schuldigen.
Die Schwere des Verschuldens bildet das zentrale Kriterium bei der Zumessung der Strafe. Bei deren Bestimmung hat der Richter die Umst�nde der Tat (sog. Tatkomponente) zu beachten, also das Ausmass des verschuldeten Erfolgs, die Art und Weise der Herbeif�hrung dieses Erfolgs, die Willensrichtung, mit welcher der T�ter gehandelt hat, und die Beweggr�nde des Schuldigen. Je leichter es f�r ihn gewesen w�re, das Gesetz zu respektieren, desto schwerer wiegt dessen Missachtung und damit das Verschulden. Neben diesen auf die Tat bezogenen Faktoren sind auch t�terbezogene Elemente (sog. T�terkomponente) zu ber�cksichtigen, so das Vorleben, die pers�nlichen Verh�ltnisse des T�ters, weiter aber auch sein Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren, allenfalls gezeigte Reue und Einsicht sowie die Strafempfindlichkeit (BGE 129 IV 6 E. 6.1; 127 IV 101 E. 2a; 117 IV 112 E. 1).
5.2 Dem Sachrichter steht bei der Gewichtung der genannten Strafzumessungskomponenten ein erheblicher Spielraum des Ermessens zu. Das Bundesgericht greift in diesen im Rahmen der Nichtigkeitsbeschwerde, mit der ausschliesslich eine Rechtsverletzung geltend gemacht werden kann, nur ein, wenn der kantonale Richter den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn er von rechtlich nicht massgebenden Gesichtspunkten ausgegangen ist oder wenn er umgekehrt solche Faktoren ausser Acht gelassen hat und schliesslich wenn er wesentliche Kriterien in �berschreitung oder Missbrauch seines Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 129 IV 6 E. 6.1; 124 IV 286 E. 4a).
5.3 Der Strafrichter hat in seinem Urteil die wesentlichen schuldrelevanten Tat- und T�terkomponenten so zu er�rtern, dass festgestellt werden kann, ob alle rechtlich massgebenden Gesichtspunkte ber�cksichtigt und wie sie gewichtet wurden. Entsprechendes gilt f�r die im Gesetz genannten Strafsch�rfungs- und Strafmilderungsgr�nde. Hingegen muss er nicht auf Umst�nde ausdr�cklich eingehen, die er - ohne dass dies ermessensverletzend w�re - bei der Strafzumessung als nicht massgebend oder nur von geringem Gewicht erachtet. Insbesondere ist der Sachrichter auch nicht verpflichtet, in seinem Urteil in absoluten Zahlen oder in Prozenten anzugeben, inwieweit er bestimmte strafzumessungsrelevante Tatsachen straferh�hend oder -mindernd ber�cksichtigt. Er muss auch nicht eine sog. Einsatzstrafe beziffern, die er bei Fehlen von Strafsch�rfungs- und Strafmilderungsgr�nden ausgef�llt h�tte. Je h�her die Strafe im Rahmen des gesetzlichen Rahmens festgesetzt wird, desto h�here Anforderungen sind an die Begr�ndung der Zumessung zu stellen. Allerdings ist eine Nichtigkeitsbeschwerde nicht allein deshalb gutzuheissen, um die Begr�ndung zu erg�nzen oder zu verbessern, wenn die ausgesprochene Strafe im Ergebnis bundesrechtskonform erscheint (BGE 127 IV 101 E. 2c).
6.1 Der vorinstanzliche Schuldspruch blieb unangefochten. Es ist demnach unbestritten, dass ein schwerer Fall im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 lit. a und c BetmG vorliegt. F�r Widerhandlungen dieser Art stellt das Gesetz einen Strafrahmen auf, der von Gef�ngnis nicht unter einem Jahr bis zu 20 Jahren Zuchthaus reicht, womit eine Busse bis zu einer Million verbunden werden kann. Die Vorinstanz geht in Anwendung von Art. 66 i.V.m. Art. 11 StGB (Verminderung der Zurechnungsf�higkeit) und Art. 68 Ziff. 1 StGB (Tatmehrheit) von einen Strafrahmen von drei Tagen Gef�ngnis bis zu 20 Jahren Zuchthaus aus, was nach Ansicht des Beschwerdef�hrers bundesrechtswidrig ist, �ffnete sich der Strafrahmen nach unten doch richtigerweise bis zu einem Franken Busse.
Art. 11 StGB verweist auf Art. 66 StGB, wonach der Richter die Strafe nach freiem Ermessen mildern kann und dabei nur an das gesetzliche Mindestmass der jeweiligen Strafart gebunden ist. Die theoretische Mindeststrafe betr�gt daher gem�ss dem insoweit zutreffenden Einwand des Beschwerdef�hrers und entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht drei Tage Gef�ngnis, sondern einen Franken Busse. Dies ist indessen im Ergebnis ohne Belang. Denn der verringerte Schuldgehalt einer im Zustand verminderter Zurechnungsf�higkeit begangenen Tat im Sinne von Art. 11 StGB zwingt den Richter nicht per se dazu, den ordentlichen Strafrahmen zu unterschreiten und eine Strafmilderung im engeren Sinne vorzunehmen. Vielmehr ist er nur dazu gehalten, den Strafmilderungsgrund der verminderten Zurechnungsf�higkeit mindestens strafmindernd zu ber�cksichtigen. Er darf also nicht auf das H�chstmass des f�r die in Frage stehende Tat angedrohten Strafrahmens erkennen (BGE 118 IV 1 E. 2; 116 IV 300 E. 2b/bb). W�re es demnach im Ermessen der Vorinstanz gelegen, sich gar an den Rahmen der angedrohten Strafe zu halten, verletzt es Bundesrecht jedenfalls nicht, wenn sie den Strafrahmen nach unten nicht auf eine theoretisch zwar m�gliche Busse von einem Franken, sondern bloss auf Gef�ngnis von drei Tagen erweiterte. Im �brigen kann ausgeschlossen werden, dass die Vorinstanz eine niedrigere Strafe ausgef�llt h�tte, wenn sie richtigerweise von einer theoretischen Mindesstrafe von einem Franken Busse ausgegangen w�re.
6.2 Das Tatverschulden wiegt nach Ansicht der Vorinstanz sehr schwer. Sie ber�cksichtigt dabei die betr�chtlichen Mengen an umgesetzten Kokain und Hanf, die Stellung des Beschwerdef�hrers innerhalb der Hierarchie im Kokainhandel mit weiterf�hrenden Karriereambitionen, die gut ausgebaute Organisation mit Infrastruktur im Hanfhandel sowie die professionelle Art und Weise seines Vorgehens mit prim�r finanzieller Motivation. Vor diesem Hintergrund kann entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers nicht gesagt werden, die Vorinstanz habe sich bei der Strafzumessung in unzul�ssiger Weise vorrangig auf die gehandelte Drogenmenge gest�tzt und die Strafe anhand eines abstrakten Einsatzstrafenkatalogs angesetzt. Vielmehr hat sie die umgesetzte erhebliche Bet�ubungsmittelmenge zutreffend als einen gewichtigen strafzumessungsrelevanten Gesichtspunkt neben anderen gew�rdigt (BGE 121 IV 202 E. 2d/cc; Hans Wipr�chtiger, Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, 2003, Art. 63 N 53).
6.3 Die Vorinstanz nimmt gest�tzt auf das bereits erw�hnte psychiatrische Gutachten vom 4. November 2003 eine leichte Verminderung der Zurechnungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers zur Zeit der Taten an. Dies entspricht dem als nicht willk�rlich erkannten �rztlichen Befund, dass dessen Steuerungsf�higkeit bei der Deliktsbegehung leicht herabgesetzt war. Die dagegen erhobenen Einw�nde des Beschwerdef�hrers weichen von diesem Befund ab. Darauf ist im Rahmen der Nichtigkeitsbeschwerde nicht einzutreten. Die Vorinstanz ber�cksichtigt die festgestellte Verminderung der Zurechnungsf�higkeit bei der Festsetzung der Strafe strafmindernd, was mit dem Bundesrecht im Einklang steht (vgl. BGE 118 IV 1 E. 2). Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers ist das Strafmass bei leicht verminderter Zurechnungsf�higkeit nicht um mindestens 25% herabzusetzen; es besteht n�mlich keine lineare Korrelation zwischen der medizinischen Feststellung und der vom Richter zu beurteilenden Rechtsfrage der verminderten Zurechnungsf�higkeit. Dieser hat eine Verminderung - wie hier geschehen - bei der Strafzumessung entsprechend zu gewichten (BGE 121 IV 49 E. 1b), wobei er das Mass der Minderung weder in Br�chen noch in Prozentzahlen angeben muss (BGE 121 IV 49 E. 2a/aa).
6.4 Nach dem Daf�rhalten des Beschwerdef�hrers h�tte sich die Vorinstanz mit dem Strafmilderungsgrund des Wohlverhaltens w�hrend verh�ltnism�ssig langer Zeit (Art. 64 Abs. 8 StGB) befassen m�ssen. Wie sich aus dem angefochtenen Urteil ergibt, hat sich der Beschwerdef�hrer von ca. Mitte 1998 bis am 20. November 2002 der qualifizierten Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittel schuldig gemacht. Im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils lagen die letzten strafbaren Handlungen nur etwas �ber drei Jahre zur�ck. Von einer verh�ltnism�ssig langen Zeit seit der Tat kann insofern keine Rede sein. Die Vorinstanz war deshalb nicht gehalten, den Strafmilderungsgrund nach Art. 64 Abs. 8 StGB zur Anwendung zu bringen.
6.5 Die Vorinstanz hat auch auf eine Koh�renz der Strafen unter den Mitangeschuldigten geachtet (vgl. Hans Wipr�chtiger, Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, Basel 2003, Art. 63 N. 129 ff.). Sie hat hervorgehoben, dass sich der Beschwerdef�hrer auf einer h�heren Hierarchiestufe im Drogenhandel bewegt habe als A.________. Dieser Umstand und die vom Beschwerdef�hrer gewerbsm�ssig umgesetzte Drogenmenge liessen sein Verschulden im Vergleich zu demjenigen von A.________ als erheblich schwerer und seine kriminelle Energie als markanter erscheinen. Die Differenz zwischen der Strafe des Beschwerdef�hrers (40 Monate Gef�ngnis) und jener von A.________ (22 Monate Gef�ngnis) trage diesen Unterschieden Rechnung. Diese Beurteilung ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Der Beschwerdef�hrer bringt dagegen keine triftigen Einw�nde vor.
Der ebenfalls unter dem Gesichtspunkt einer rechtsungleichen Straf-zumessung angestellte Vergleich des Beschwerdef�hrers mit der von einem Richter im Kanton Solothurn ausgesprochenen Strafe erscheint nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts von vorneherein unbeheflich (vgl. BGE 124 IV 44 E. 2c). Im �brigen erw�gt die Vorinstanz in dieser Hinsicht zutreffend, dass der Beschwerdef�hrer - prima vista - deutlich gr�ssere Mengen an Bet�ubungsmittel umgesetzt habe als der T�ter im beigebrachten Solothurner Urteil, weshalb ein Vergleich schon aus diesem Grund als wenig sachgerecht erscheine.
6.6 Die weiteren R�gen, die der Beschwerdef�hrer gegen die Strafzumessung erhebt, beziehen sich auf die Ber�cksichtigung des schwierigen Vorlebens, des Gest�ndnisses, der Kooperation sowie der Einsicht, der positiven beruflichen und privaten Entwicklung und der erh�hten Strafempfindlichkeit infolge der vollst�ndigen beruflichen Integration. Diese strafzumessungsrelevanten Faktoren zieht die Vorinstanz strafmindernd in Betracht. Dabei durfte sie bei der Beurteilung von Gest�ndnis, Kooperation und Einsicht in Rechnung stellen, dass die Gest�ndnisbereitschaft des Beschwerdef�hrers keineswegs eine vollumf�ngliche war, die Zugest�ndnisse nur tr�pfchenweise erfolgten und nicht klar geworden war, inwiefern dieser seine Taten wirklich bereute. Seine Strafempfindlichkeit hat sie angesichts der vollst�ndigen beruflichen Integration zu Recht als hoch eingestuft. Der Beschwerdef�hrer h�lt daf�r, die Vorinstanz h�tte die erw�hnten Faktoren insgesamt st�rker zu seinen Gunsten gewichten m�ssen. Er beschr�nkt sich dabei auf eine eingehende Darlegung seiner eigenen Sicht dieser Strafzumessungskriterien, ohne jedoch aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz ihr Ermessen verletzt haben sollte. Was schliesslich die Begr�ndung des Strafmasses angeht, ist festzuhalten, dass die Vorinstanz dieses durchaus rechtsgen�glich begr�ndet und ihre Erw�gungen plausibel sind.
6.7 Die Strafe von 40 Monaten Gef�ngnis liegt erheblich �ber 21 Monaten. Die Vorinstanz hat daher kein Bundesrecht verletzt, wenn sie nicht pr�fte, ob allenfalls auch eine Strafe von 18 Monaten in Betracht k�me, bei welcher der bedingte Vollzug m�glich w�re (BGE 127 IV 97 E. 3; 118 IV 337).
6.8 Gesamthaft verst�sst die vorinstanzliche Strafzumessung nicht gegen die Grunds�tze von Art. 63 StGB. Die ausgef�llte Freiheitsstrafe von 40 Monaten Gef�ngnis erscheint zwar etwas hoch, h�lt sich aber im Rahmen des weiten sachrichterlichen Ermessen und ist im angefochtenen Urteil nachvollziehbar begr�ndet worden.
Soweit der Beschwerdef�hrer schliesslich geltend macht, die Vorinstanz habe Art. 43 Ziff. 2 Abs. 2 StGB verletzt, indem sie den Vollzug der ausgesprochenen Freiheitsstrafe nicht zu Gunsten einer ambulanten Therapie aufgeschoben habe, geht seine R�ge an der Sache vorbei. Die Vorinstanz hat eine ambulante Behandlung nicht angeordnet, weshalb sich die Frage des Aufschubs des Strafvollzugs nicht stellt. Der Beschwerdef�hrer h�tte darlegen m�ssen, inwiefern es Bundesrecht verletzt, von der Anordnung einer ambulanten Massnahme abzusehen. Dies hat er jedoch in keiner Weise getan.
Bei diesem Verfahrensausgang sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 153 Abs. 1 OG; Art. 278 Abs. 1 BStP).
Dem Beschwerdef�hrer wird die Gerichtsgeb�hr von Fr. 4'000.-- auferlegt.