Source: https://www.nachrichtenspiegel.de/tag/uranmunition/
Timestamp: 2020-07-11 15:26:36
Document Index: 101753316

Matched Legal Cases: ['Art. 51', 'Art. 35', 'Art. 55', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 91', '§ 6']

Uranmunition | Der Nachrichtenspiegel
Vorlage zur Ächtung von Uranwaffen
Geschrieben von RA Wilfried Schmitz ⋅ 6. November 2018 ⋅ Schreibe einen Kommentar
(Vorlage zum Versenden an den Bundestag:)
[Name und Adresse des Absenders]
Uranbomben müssen sofort weltweit geächtet und die Folgen der bisherigen Einsätze von Uranbomben sofort weltweit aufgearbeitet werden
der Einsatz von Uran-Munition ist m.E. ein Verbrechen gegen die Menschheit und die gesamte belebte Natur, insbesondere gegen die Völker, in deren Lebensraum diese Munition eingesetzt worden ist und die – bis zum heutigen Tage – von den Streitkräften, die diese Munition eingesetzt haben, im Wissen um die gewaltigen gesundheitlichen Risiken dieser Waffen nicht einmal ansatzweise über diese Risiken aufgeklärt worden sind.
Nach dem Einsatz dieser Uranwaffen ist das Verschweigen dieser gesundheitlichen Risiken m.E. ein Verbrechen besonderer Art, das man nur noch als Genozid an den unschuldigen Völkern in Afghanistan, im Irak, in Serbien, im Kosovo und anderswo bezeichnen kann.
Angesichts der gesundheitlichen Folgen, die mit den hochtoxischen Eigenschaften dieser Waffen – nachweislich – auch schon bei vielen Angehörigen der Streitkräfte, die im Irak, in Serbien und (sicherlich) auch anderswo verbunden waren, war und ist – ungeachtet der eindeutigen Völkerrechtswidrigkeit dieser militärischen Interventionen in Afghanistan, im Irak und im ehemaligen Jugoslawien, die überhaupt nicht ernsthaft dementiert werden kann – eine Beteiligung von Kräften der Bundeswehr an Einsätzen im Ausland, in denen andere Streitkräfte diese Waffen eingesetzt haben oder auch nur möglicherweise weiterhin einsetzen würden, gerade auch gegenüber den Angehörigen der Bundeswehr in jeder Hinsicht vollkommen unverantwortlich.
Denn ganz unabhängig von der Frage, ob eine militärische Invention im europäischen oder außereuropäischen Ausland nach der UN-Charta völkerrechtlich legitimiert ist, kann eine militärische Intervention, bei der von alliierten Streitkräften Uran-Munition eingesetzt wird, schon von vornherein unter keinem Gesichtspunkt legitimiert sein.
Der Einsatz von Uran-Munition verstößt nicht nur gegen Völkerrecht. Er ist ein Völkerrechtsverbrechen ganz eigener Art und von ganz besonderer Qualität, da er in seinen extrem langfristigen Auswirkungen m.E. noch viel gefährlicher ist als der Einsatz von biologischen und chemischen Kampfstoffen, die längst international geächtet sind.
Es ist das große Verdienst des Arztes und Wissenschaftlers Professor Siegwart- Horst Günters und des Dokumentarfilmers Frieder Wagner, diese Thematik schon vor mehr als 14 Jahren hinreichend aufgearbeitet zu haben.
Frieder Wagners Filme „Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra – Uranmunition und die Folgen“ sowie „Deadly Dust – Depleted Uranium“ können von jedermann bei Youtube abgerufen werden. Die Inhalte dieser Filme sprechen schon für sich.
Von Frieder Wagner wurde auch das Buch „Uranbomben – Die verheimlichte Massenvernichtungswaffe“ herausgegeben, in dem zahlreiche Quellen zu dieser Thematik aufgearbeitet worden sind. Die dort wiedergegebenen Fakten, die sich auch auf eigene Angaben der US-amerikanischen Streitkräfte stützen, sprechen für sich und können nicht ernsthaft dementiert werden.
Prof. Siegwart-Horst Günther hat seine Erfahrungen und Erkenntnisse zudem in dem Buch „Uran-Geschosse: Schwerstgeschädigte Soldaten, mißgebildete Neugeborene, sterbende Kinder – Eine Dokumentation der Folgen des Golfkrieges, 1993 – 1995“ niedergelegt.
Diesen beiden Männern gebührt für ihre Arbeit somit höchstes Lob und jede mögliche Anerkennung, weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.
Statt solcher Anerkennung musste Frieder Wagner aber erleben, dass er gerade auf Grund seiner vorgenannten Dokumentation über die verstrahlten Kinder von Basra aus dem Jahre 2004 keine Aufträge mehr vom öffentlichen-rechtlichen Rundfunk erhalten hat.
In dem mit ihm geführten Interview, das auf Youtube unter „KenFM-Spotlight: Frieder Wagner über die Wirkung von Uranmunition“ abrufbar ist, berichtet er ausführlich von diesem „Karriereknick“.
Eine solche (Des-)„Informationspolitik“ ist ein Armutszeugnis für den gesamten öffentlich-rechtlichen Rundfunk und wäre m.E. schon für sich gesehen vollkommen ausreichend, die Entrichtung der Rundfunkgebühr aus Gewissensgründen zu verweigern. An einem solchen „Kartell des Schweigens“ möchte ich mich jedenfalls nicht mitschuldig machen.
Dabei ist die Rechtslage zum Einsatz von Uranmunition so eindeutig wie sie nur sein kann:
„Das Genfer Protokoll (mit vollem Titel: Protokoll über das Verbot der Verwendung von erstickenden, giftigen oder ähnlichen Gasen sowie von bakteriologischen Mitteln im Kriege) ist ein völkerrechtlicher Vertrag, der am Juni 1925 in der Schweizer Stadt Genf unterzeichnet wurde. Es verbietet den Gebrauch chemischer und biologischer Waffen, enthält allerdings keine Vorgaben zu deren Entwicklung, Herstellung und Lagerung. Aus diesem Grund wurden mit der Biowaffenkonvention(1972) und der Chemiewaffenkonvention (1993) zwei weitere Verträge abgeschlossen, die entsprechende Regelungen zu Rüstungsbeschränkungen und Abrüstungsverpflichtungen enthalten. Dem Genfer Protokoll, dessen Bestimmungen zuvor bereits als Völkergewohnheitsrecht galten, sind bisher 137 Vertragsparteien beigetreten…“ (Quelle: Wikipedia).
Der Einsatz von DU- bzw. Uran-Munition ist nach aktueller völkerrechtlicher Rechtslage ebenfalls eindeutig strengstens untersagt (Zitat):
„Wie Golfkriegs- und Kosovo- Szenario zeigen, gefährdet der Uranwaffeneinsatz die eigene Truppe (auch über friendly-fire -Konstellationen hinaus) bzw. die „befreundete Bevölkerung“…. Ähnlich wie A-, B- und C-Waffen sind Uranwaffen in ihrer Wirkung nicht kontrollierbar ….Aufgrund ihrer unterschiedslosen Wirkung stellt die Unterkommission der (UN-)Menschenrechtskonvention Uranwaffen neben Massenvernichtungswaffen (Resolution 1996/16, Part. 1) … Gem. Art. 51 Abs. 5 b Zusatzprotokoll (ZP) 1 ist eine Angriffsart als unterschiedslos anzusehen, bei der damit zu rechnen ist, dass zivile Verluste verursacht werden, die in keinem Verhältnis zum erwarteten militärischen Vorteil stehen. Selbst wenn Uranmunition eine hochwirksame, panzerbrechende Waffe darstellt, ist auf ihren Einsatz in Anbetracht der Langzeitfolgen und –schäden für den zivilen Bereich zu verzichten … .
Das moderne humanitäre Völkerrecht, speziell ZP 1, verbietet den Einsatz von Waffen, die ausgedehnte, langanhaltende und schwere Schäden der natürlichen Umwelt verursachen (Art. 35 Abs. 3; Art. 55 Abs. 1) …
Gem. dem jeweiligen Art. 1 (des Genfer Abkommens und ZP 1) verpflichten sich die Vertragsparteien, die Verträge unter allen Umständen einzuhalten und ihre Einhaltung durchzusetzen. Das heißt, dass ein Staat ohne Uranwaffenbesitz (wie die Bundesrepublik Deutschland) kann und muss alles dafür tun, dass ein völkerrechtswidriger Einsatz von Uranmunition unterbleibt. Denn Art. 3 des IV. Haager Abkommens von 1907 bzw. Art. 91 ZP 1 besagt: Jeder Staat haftet für völkerrechtliche Verletzungen im umfassenden Sinne.Er hat Wiedergutmachung und ggf. Schadenersatz zu leisten; er muss das pflichtgemäße Verhalten seiner Untergebenen (Angehörige der Streitkräfte) eintreten. Eine mögliche völkerstrafrechtliche Verantwortlichkeit solcher Personen befreit ihn hiervon nicht.“ (Quelle: Prof. Manfred Mohr, Landeskonventionsbeauftragter des Deutschen Roten Kreuzes /Landesverband Berlin, Uranwaffeneinsatz: eine humanitär-völkerrechtliche Standortbestimmung, Humanitäres Völkerrecht, Informationsschriften, Heft 1, 2001, S. 27/34).
Zudem dürfte der Einsatz von Uran-Munition stets gem. dem aktuell geltenden Völkerstrafgesetzbuch die Tatbestände der §§ 6 (Völkermord), 7 (Verbrechen gegen die Menschlichkeit), 11 (Kriegsverbrechen des Einsatzes verbotene Methoden der Kriegsführung) und 12 (Kriegsverbrechen des Einsatzes verbotener Mittel der Kriegsführung) erfüllen.
Wie konnte und kann also die Bundeswehr überhaupt an Auslandseinsätzen in Gebieten beteiligt werden, wenn solche Waffen dort eingesetzt eingesetzt wurden oder sogar immer noch eingesetzt werden?
Ungeachtet dieser rechtlichen Würdigung sollte es aber für jeden Menschen, der noch einen letzten Rest an Menschlichkeit in sich sein, ohnehin selbstverständlich sein, dass man selbst in Kriegszeiten niemals solche Waffen gegen Menschen einsetzen kann.
sich dafür einzusetzen , dass die Verwendung von Uran-Waffen weltweit sofort eingestellt und geächtet wird,
sich dafür einzusetzen, dass die Bundeswehr niemals mehr in Gebieten eingesetzt wird, in denen alliierte Streitkräfte Uran-Munition auch nur möglicherweise einsetzen,
die Herstellung, Beschaffung, Lagerung, Besitz, Finanzierung, Verkauf, Verbreitung und Transport von Uranwaffen auf deutschem Gebiet zu verbieten,
auf die auf deutschem Hoheitsgebiet stationierten NATO-Truppen einzuwirken und im Rahmen der UN und der NATO darauf zu drängen, Einsatz, Lagerung und Transport von Uranwaffen zu unterlassen
in der UN auf die genaue – weltweite – Erfassung der Folgen des bisherigen Einsatzes von Uranmunition hinzuwirken,
in der UN auf die Säuberung kontaminierter Gebiete und die Unterstützung der Opfer des Einsatzes von Uranwaffen hinzuwirken,
in der UN auf die Leistung von Schadenersatz an die Opfer durch die Länder hinzuwirken, die für den Einsatz von Uranmunition verantwortlich waren und sind
Es gab schon Initiativen zur weltweiten Ächtung von Uranmunition, siehe u.a.:
http://www.uran-munition.de/artikel.html
Diese Initiative wurde gestartet, weil die bisherigen Initiativen bislang noch nicht zu einer weltweiten Ächtung von Uranmunition und zur rückhaltlosen Aufklärung der Folgen des Einsatzes von Uranmunition geführt haben,
Antwort der Bundesreguierung auf die Kleine Anfrage von Abgeordneten der Linken zum Thema Uranmunition u.a.
Am Vorabend einer Völkerwanderung und globalen Katastrophe – auf der Suche nach einer Lösung, die keinesfalls „humanitär“ sein darf
Geschrieben von Parkwaechter ⋅ 4. September 2015 ⋅ Schreibe einen Kommentar
Foto: Hurrican Isabel, von Raumstation ISS, Earth Sciences & Image Analysis Laboratory , Johnson Space Center (PD)
In einem jüngsten Essay erzählt uns einer, der es wissen muss, was uns in Zukunft bevorsteht: Nichts anderes als eine epochale Völkerwanderung, welche die uns derzeit bekannte Welt aus den Fugen bringen wird.
Peter Vonnahme, emeritierter Asylrichter bzw. Richter am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof räumt hierbei alle Illusionen und Emotionen, die derzeit zum Thema Flüchtlinge und Asyl hochkochen, beiseite und führt uns die nüchterne Realität vor Augen:
Was wir momentan an Zuwanderung erleben (die vom Innenministerium verlautbarte Jahresprognose allein für die in Deutschland ankommenden Asylbewerber wurde vor Kurzem auf 800.000 angehoben), sei nur die Vorhut. Viele weitere Millionen stünden bereit, dieser Vorhut nachzufolgen.
„Wir tun gut daran, uns mit dem Gedanken vertraut zu machen, dass diesen Zug nichts aufhalten wird, weder das Dampfgeplauder der Stammtische, noch die Militanz der Pegidaaktivisten und auch nicht die zum Ritual verkommenen Wir-haben-alles-im-Griff-Parolen der Politiker und deren Claqueure in dienstbeflissenen Medien.
Wenn der CSU-Vorsitzende Seehofer beim Politischen Aschermittwoch mit heiserer Stimme tönt, dass er sich „bis zur letzten Patrone … gegen eine Zuwanderung in die deutschen Sozialsysteme“ sträuben werde, klingt das unerschrocken und heldenhaft. Es hat jedoch die gleiche Verlässlichkeit wie die Ankündigung eines durch Alkoholgenuss enthemmten Sprücheklopfers auf dem Marktplatz, er könne den bevorstehenden Sonnenuntergang aufhalten. Tatsache ist nämlich, dass es nichts mehr zum Aufhalten gibt. Denn die Zuwanderung ist seit Längerem im Verlauf und wir sind ohnmächtige Zeugen derselben. Es wird kein Zurück in die Beschaulichkeit der letzten Jahrzehnte geben“
Vonnahme schildert, dass es den Afghanen, Irakern und Syrern vollkommen egal sei, ob sie hier etwa Abschreckungen in Form gekürzten Taschengeldes oder sogar rechtsradikale Anfeindungen erwarten, denn bei ihnen gehe es ums nackte Überleben. Kann es ihnen jemand verübeln? An ihrem derzeitigen Heimatort fliegen ihnen Kugeln, Granaten und Bomben um die Ohren. Es ist nicht sicher, ob ihre Kinder abends wieder vom Spielen auf dem Feld heimkommen oder ob sie von Warlords grausam niedergemetzelt oder, etwas humaner, von einer US Drohne erfasst und als Kollateralschaden im von George W. Bush ausgerufenen und von Friedensnobelpreisträger Obama geflissentlich fortgesetzten „War against Terror“, buchhalterisch abgeschrieben werden. – Drohnen, deren Surren die Menschen in manchen Krisengebieten ständig über sich haben und die wie aus dem Nichts zuschlagen und auch schon mal ganze Hochzeitsgesellschaften in Sekundenbruchteilen ausgelöscht und in den Himmel befördert haben.
Wobei nicht nur die Infrastruktur zerstört wurde und am Boden liegt, sogar normaler Ackerbau oder das Zeugen von Nachkommenschaft stellt in manchen Ex-Kriegsgebieten nun einen Hochrisikoakt dar. Warum? – Nun, eben nicht nur, weil man beim Kartoffelernten das Pech haben kann, in eine Landmine zu treten. Die Zerstörung geht sogar noch viel tiefer und betrifft weite Landstriche und Ökosysteme, obwohl das von den etablierten Medien beharrlich verschwiegen wird.
Bereits in Wikipedia erfährt man, dass z.B. der Irak das am stärksten durch Uranwaffen kontaminierte Land ist. Die USA und Großbritannien hätten dort in den Kriegen von 1991 und 2003 mindestens 400.000 Kilogramm Uranmunition verschossen. Die als erbgutschädigend und hochtoxisch eingestufte Uran-Munition wurde auch im Kosovo, in Afghanistan und an weiteren Kriegsschauplätzen eingesetzt.
Die Folgen des Einsatzes von Urangeschossen schildert der WDR-Filmemacher und Journalismus-Preisträger Frieder Wagner z.B. in diesem Interview: „Die Geburtsklinik von Basra war ein Blick in die Hölle“.
>> Der Besuch in der Uni-Geburtsklinik von Basra war für mich ein Blick in die Hölle. Ich haben Babys gesehen, die man nicht mehr als menschliche Wesen erkennen konnte. Mit monströsen Hinterköpfen, mit einem Hautsack am Rücken, der die inneren Organe enthielt. Sie hatten keine Arme, keine Beine, keine Nase oder nur ein Auge in der Mitte. Davon träume ich heute noch. Die Frauen von Falludschah, einer irakischen Stadt, die im Frühjahr 2004 hart umkämpft war, weigern sich heute, Kinder zu bekommen – aus Angst vor Missgeburten. Die Mütter fragen dort nach der Geburt nicht mehr danach, ob ihr Kind ein Junge oder ein Mädchen ist. Sie wollen wissen, ob ihr Baby Strahlenschäden hat oder nicht.
Den Menschen wird damit Angst gemacht, dass die Terroristen von Al Kaida mit radioaktivem Material eine „schmutzige Atombombe“ bauen könnten, die nicht explodiert, aber ganze Landstriche verseucht. Genau das ist aber schon massenhaft geschehen. <<
Hier übrigens die preisgekrönte, aber aus dem WDR-Archiv wieder „verschwundene“ Doku über die Uranverseuchung (nach deren Aufdeckung der Regisseur vom deutschen Fernsehen keinen einzigen Filmauftrag mehr bekam:)
Warum wollen die Menschen dort nicht einfach weiter Gemüse anbauen, im Bombenhagel, bei zerstörter Infrastruktur, auf drohnenüberkreisten, über weite Landstriche vergifteten und mit US Uranmunition radioaktiv verseuchten Feldern?
Wir brauchen es nur einmal kurz umgekehrt zu denken: Wenn wir hungrig und barfuß in einer zerbombten, vergifteten Hölle leben müssten, ohne Aussicht auf ein geregeltes Leben, gleichzeitig aber im Fernsehen die Bilder aus Ländern sehen, in denen alles in Luxus glänzt und sich die Tische mit fünfgängigen Menüs biegen (dass das bei uns auch nicht mehr unbedingt der Regelfall ist, wissen die dort drüben natürlich nicht, die stehen nur fassungslos vor dem Überfluss und obszönen Exzess, der da über die Flachbildschirme als „western way of life“ ausgestrahlt wird) – würden wir da nicht auch schleunigst das Weite suchen wollen?
Wie auch immer, der couragierte Asylrichter Vonnahme nennt in seinem jüngsten Essay jedenfalls auch die Ursachen des Elends und der vor der Tür stehenden Völkerwanderung ganz klar beim Namen:
„völkerrechtswidrige Militärinterventionen, zumeist der USA und ihrer Bündnispartner“.
Und er nennt auch einen der Lösungsschritte:
„Wer Massenflucht eingrenzen will, muss in einem ersten Schritt militärische Abenteuer unterbinden“ und „Militärbündnisse wie die NATO auf reine Verteidigungsaufgaben zurückführen“.
Wenn man bedenkt, dass unter Bundeskanzler Willy Brandt im SPD Grundsatzprogramm die Auflösung der NATO als Ziel festgeschrieben war, da den führenden Politikern damals sehr wohl bewusst war, dass nach Auflösung des Warschauer Pakts die Dinosaurierstrukturen des Kalten Krieges mit ihren machtpolitischen Globalstrategien selbst das allergrößte Sicherheitsrisiko für den Frieden und die Zukunft Europas bilden würden, dann muss man mit Schaudern beobachten, inwieweit sich unsere Spitzenpolitiker heute in US Machtpolitik haben verstricken lassen, die unseren eigenen Interessen in eminentester Weise schadet – und uns so wie in der derzeitigen Ukraine-Krise Kopf und Kragen kosten könnte.
Auf der Suche nach einer Lösung des schon eskalierenden Chaos kehren wir noch einmal kurz zurück zu Regisseur Frieder Wagner. Da ihm das Thema seiner Reportage im Nahen Osten selbst sehr an die Nieren gegangen war, suchte er das Gespräch mit hohen deutschen Regierungsbeamten – und bekam eine verblüffende Antwort:
>> Der Völkerrechtler Manfred Mohr und der Chemiker Albrecht Schott und ich waren 2008 und 2010 eingeladen ins Auswärtige Amt, jeweils zu eine Zwei-Stunden-Gespräch über Uranmunition. Unsere Gesprächspartner haben uns gesagt, dass wir sie sehr beeindruckt haben und auch der anwesende Spezialist vom Helmholtz-Institut für Strahlenschutz in Neuhersberg in München meinte, dass die DU-Munition verboten werden müsse – wenn auch nicht wegen der Radioaktivität, sondern wegen ihrer chemischen Giftigkeit. Der Moderator dieses zweiten Gespräches im Auswärtigen Amt hat zum Abschluss gesagt – und das bitte ich Sie wörtlich zu zitieren – unsere Faktensammlung sei beeindruckend bis beängstigend gewesen. Aber im Grunde genommen seien all unsere Argumente gegen diese Waffe doch nur humanitäre Argumente. Und mit humanitären Argumenten könnte man dem Pentagon nicht kommen. Was diese Äußerung bedeutet, kann sich jeder selbst überlegen… <<
Wie man sieht, weiß unsere Regierung also ganz genau, dass man unseren „verlässlichen Freunden“ nicht mit humanitären – also AUF DEN MENSCHEN BEZOGENEN Argumenten kommen könne.
Um das global eskalierende Chaos zu bewältigen, dürfen wir uns also finanztechnische, sachzwängliche, militärische, machtpolitische, technokratische, unterhaltungsindustrielle Argumente und dergleichen überlegen, die wir vorm Imperator eventuell vorbringen können. Es dürfen auch durchaus unmoralische und teuflische Argumente sein, kein Problem. Aber bei Gott keine humanitären! Denn Gott Mammon soll ja bekanntlich humanitäre Bekundungen scheuen wie der Teufel das Weihwasser.
Unsere verlässlichen Freunde und Mammon … in einem Topf … – Geht das jetzt nicht ein bisschen zu weit?
Nun, dann halten Sie sich mal kurz fest. Lassen wir einfach einmal einen der Architekten des derzeitigen Finanz-/Ökonomiesystems unserer „verlässlichen Freunde“ höchstpersönlich zu Wort kommen. In einer Antwort auf die Frage des US Kongresses, wie er einen drohenden wirtschaftlichen Niedergang der USA verhindern wolle, antwortete der FED-Chef Alan Greenspan am 7.6.1996 (zitiert aus „Proceedings US-Congress, Washington D.C., Bd.555, S.732f.):
„Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren, nicht monetäre Techniken und Details können uns sicher davor retten, sondern nur allein der immer feste, inbrünstige Glaube aller an die Kraft des Geldes, unserer Geld-Verfassung der Freiheit und Demokratie. Wenn wir nicht mehr an den US-Dollar glauben, an die wunderbare Stärke der USA und ihre Aufgabe für die Welt, … dann sind wir verloren. Und die Kräfte der Finsternis, die nur darauf warten, uns zu verderben, werden die Oberhand gewinnen. Wir werden immer wieder nur gerettet in der göttlichen Vorsehung und seinem uns gnädigen Willen, wenn wir an die rettende Kraft des Geldes immer wieder so fest glauben, wie an Gott und unsere Verfassung. Denn unsere unabhängige Notenbank in ihrer Weisheit, ist mit der Verfassung unter Gott, unsere alleinige Garantie von Freiheit, Recht und Demokratie.“
Nach diesem mammonistischen Offenbarungseid vor dem US Kongress war jedenfalls das Manadat Greenspans für seine weitere Tätigkeit als oberster FED-Chef gesichert. – Und er durfte den Weg ebnen für jene Finanzprodukte, die Warren Buffet später als „Massenvernichtungswaffen“ bezeichnet hat.
In seiner vor Kurzem erschienenen Biografie geizt Greenspan auch nicht weiteren klaren Aussagen. Z.B. erklärt er uns in einem Satz, was die Globalisierung, die uns derzeit ökonomisch, ökologisch und allgemeinmenschlich an den Rand des Abgrunds treibt, denn ihrem Wesen nach eigentlich ist:
„Globalisierung ist die Ausdehnung des Kapitalismus auf die Weltmärkte“
US-Außenminister Henry Kissinger, der seinerzeit an derselben George Washington High School die Schulbank gedrückt hatte wie Greenspan, gibt uns dazu eine noch griffigere Definition:
„Globalisierung ist nur ein anderes Wort für US-Herrschaft“ (Quelle: Wiki).
Was sagen Physiker zu solchen Schicksalen?
Geschrieben von Fremden Federn ⋅ 17. September 2013 ⋅ Schreibe einen Kommentar
Mit Dank an Frau Kopfstaendler für den Artikel. Über dieses Thema wird viel zu wenig berichtet. Nicht, daß sich die Welt in eine in alten schwarz/weiß Filmen gezeigte radioaktive Hölle mit ein paar mutierten und keulenschwingenden Barbaren als Einwohner verwandelt. So viel ich weiß haben die Linken im Bundestag immer gegen Atomkraft und Kriege gestimmt. Daß sie aus Uranmunition und dem damit verbundenen Völkermord kein Wahlkampfthema machen, ist leider eine traurige Sache. Doch zuviel Angst vor dem großen Bruder?
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/ndr/2013/20130911-atomausstieg-100.html
Uran bleibt uns erhalten – auf eine strahlende Zukunft!
Ein 26 Jahre alter Mann beklagt unerträgliche Schmerzen in allen großen und kleinen Gelenken und die Rückbildung der Kieferknochen. Er wird im Rollstuhl transportiert.
Die Zähne sind alle ausgefallen, er trägt jetzt eine Zahnprothese, die aber, bedingt durch den Knochenschwund, keinen Halt mehr findet. Im Kosovo wurde er bei Aufräumarbeiten im Rahmen der internationalen Hilfe eingesetzt. Er wollte doch nur Gutes tun und helfen.
Ärztliche Befunde sprechen von einer „geringen radioaktiven Belastung“, wobei die Art der Strahlen nicht genannt wird.
Er lebt jetzt bei der Mutter. Eine Rente erhält er nicht. Das wäre halt eine schicksalhafte Entwicklung. Dumm gelaufen.
Aus den Berichten über „Abgereichertes – depleted – Uranium“ weiß man, dass dies eine Folge des eingeatmeten Uranstaubs mit darin enthaltenen Alpha-Teilchen ist, die vom Körper nicht ausgeschieden werden. Staub gab es mit den panzer- und bunkerbrechenden Uran-Waffen in großen Mengen.
http://www.netzwerk-regenbogen.de/uran-geschosse.html
Einsatz der Uranmunition
Urangeschosse wurden im Golfkrieg 1991 von den allierten Truppen gegen den Irak eingesetzt. Die NATO hat Urangeschosse in ihrem Bombardement gegen die bosnischen Serben 1994 eingesetzt.
Auch 1999 während des 78-tägigen Krieges gegen Jugoslawien wurden 31.000 Uran-Projektile mit insgesamt 10 Tonnen abgereichertem Uran, hauptsächlich über dem Kosovo abgeschossen. Die Geschosse sind vor allem entlang der Grenze zu Albanien, südwestlich von Kosovska Mitrovica, im Nordkosovo und in der Nähe der Stadt Klina eingesetzt worden. Da aber nicht nur die geplanten Ziele angegriffen wurden, sondern auch an anderen Orten von den Piloten willkürlich mit abgereichertem Uran bombardiert wurde, ist eine vollständige Bekanntgabe der Einsatzgebiete in Serbien, Kosovo und Montenegro nicht möglich.
Spätestens seit 1995 sind die Arbeiten von Professor Günther über die gesundheitlichen Auswirkungen der Uranmunition bekannt. Und bereits am 6.7.1998 hat das US-amerikanische National Institute of Health eine Arbeit von Miller et al. veröffentlicht, die die erste (von der US-amerikanischen Regierung zur Kenntnis genommene) sei, die zeigt, daß abgereichertes Uran Krebs erzeugt: eine geringe Menge Alpha-Teilchen reichte aus, um aus Knochenzellen (Osteoblasten) Krebszellen entstehen zu lassen.
Durch den NATO-Krieg ist nun auch der Kosovo mit Uran verseucht. Im Nachbarland Makedonien (FYROM) wurde jedenfalls durch Wissenschaftler der Universität Thessaloniki festgestellt, daß die radioaktive Belastung seit dem Krieg auf das achtfache angestiegen ist.Dieses sei eine schlimmere Umweltkatastrophe, als die durch den Reaktorunfall in Tschernobyl verursachte. Erkrankungen, wie sie Prof. Günther in den Jahren bis 1995 im Irak beobachtet hat, sind in den nächsten fünf Jahren auch im Kosovo zu befürchten.
Nach Presseberichten des Hamburger Friedensforschers Götz Neudeck stammt dieTechnologie für die panzerbrechenden Projektile aus Deutschland.
… Hauptsächlich werden Uranoxidteilchen eingeatmet, gelangen in das Lungengewebe und dadurch in das Blut. Sie sind in der Körperflüssigkeiten nur sehr schwer löslich. Sie werden überwiegend im Skelett eingelagert, das als Langzeitdepot dient.
Und keiner unserer Politiker ist darauf gekommen, dass die Abschaltung von Kernkraftwerken das Risiko der Uranbelastung nicht ausschaltet?
Herr Lafontaine (Physiker) und Frau Merkel (Physikerin): Sie sind gefragt und mitangeklagt. Denn wenigstens Sie hätten auf Grund Ihres Fachwissens warnend eingreifen müssen.
Alpha-Strahlen haben nur eine ganz geringe Reichweite. Sie haben jedoch eine zwanzigfach höhere biologische schädliche Wirkung als eine gleiche absorbierte Dosis Beta- oder Gamma-Strahlen.
Keine Angst vor den Bildern, einfach anklicken und die eigene Mitschuld am politischen System, das wir immer so lieb wählen, erkennen. Alle 4 Jahre 1 Kreuz zur Wahl? Abwählen, was kaputt macht !
http://www.stern.de/politik/ausland/2-uran-munition-der-fluch-des-krieges-505424.html
Atom-GAU in der Eifel: Natojet abgestürzt – Libyenkrieg erreicht Deutschland
Geschrieben von Eifelphilosoph ⋅ 2. April 2011 ⋅ Schreibe einen Kommentar
In der Eifel, so sagt man, geschieht alles hundert Jahre später. Leider sind Sprichwörter auch nicht mehr das, was sie mal waren, wie gestern die Bewohner eines kleinen Eifelörtchens erfahren mußten, siehe Welt:
Es ist eins jener A-10 Thunderbolt Erdkampfflugzeuge, die mit ihrer Uranmunition schon in Serbien, Afghanistan oder dem Irak für strahlend gute Laune gesorgt hatten, siehe Spiegel:
Spannend auch, was diese Munition so mit Menschen anstellt:
Zusätzlich zum hohen Gewicht haben Uran-Wuchtgeschosse eine weitere Tod bringende Eigenschaft: Beim Aufprall wird der Großteil der Bewegungsenergie in Wärmeenergie umgewandelt. Das Geschoss schmilzt, und durch das Loch in der Panzerung ergießt sich eine brennende Wolke kleinster Uran- und Uranoxid-Partikel ins Innere des Fahrzeugs. Die Besatzung wird bei lebendigem Leib eingeäschert.
Auch später noch hat der „Feind“ seinen Spaß damit:
Die Uranmunition ist allerdings nicht nur eine Gefahr für Soldaten, sondern womöglich auch für alle, die sich den Wracks später nähern. Mediziner befürchten, dass die Uranpartikel eingeatmet werden können, sich in der Lunge auflösen und so in die Blutbahn und ins Gewebe gelangen. Auch über Wunden könne die Substanz in den Körper eindringen und Vergiftungen oder Krebs auslösen. In den Boden geschossene Uranmunition kann Schätzungen zufolge in fünf bis zehn Jahren vollständig korrodieren und das Uran ins Grundwasser abgeben.
Also eigentlich: höchste Alarmstufe für die Eifel, der atomare Gau ist auf einmal vor Ort, zusammen mit den Gräueln des Lybienkrieges, siehe Handelsblatt:
Man fragt sich als Laie: welcher Zusammenhang soll da noch offen sein? Höchstens Chaosforscher können da einen direkten Zusammenhang sehen – oder jene Leute, die erst einen Knall hörten, dann eine brennende Maschine sahen und dann den flüchtenden bärtigen Fremdling mit der russischen „Fliegerfaust“. Für die ersten beiden Beobachtungen gibt es Zeugen, für die letzte nicht. Mit Sicherheit werden uns bald allerdings erstmal die ersten Dementis bezüglich der Munition erreichen, weshalb wir jetzt im Vorfeld schon mal dagegenhalten wollen, siehe AKF:
Noch am 9. Januar 2001 bestätigten auch die US-Streitkräfte, DU-Munition zwar in Deutschland zu lagern, diese aber hier nicht zu verwenden. Wenig überzeugend fand das hingegen u.a. der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Bernhard Gertz: „Wer über diese Munition verfügt, der wird sie natürlich auch zu Übungszwecken heranziehen.”
Der Arbeitskreis Friedensforschung erwähnt auch die Spätfolgen eines früheren Unfalls:
Auch bei dem Absturz einer A-10 in Remscheid (NRW) am 8. Dezember 1988 wird vermutet, dass dabei freigesetztes DU die Absturzstelle verseuchte. Damals starben sieben Menschen, 50 wurden verletzt. In den Jahren danach erkrankten mehr als hundert Menschen aus der Nachbarschaft des Absturzortes wie auch Helfer des Technischen Hilfswerks an Hautentzündungen (Dermatitis), Nervenentzündungen und verschiedenen Arten von Krebs, ein Kind verstarb. Vermutungen, dass die A-10 Uranmunition an Bord hatte, dementiert das US-Militär jedoch beharrlich.
Uranmunition ist aber die Standardmunition der A-10. Die gehören zusammen wie Weihnachtsmarkt und Lebkuchen so wie Krebs zum Standardrepertoire einer jeden guten radioaktiven Strahlung gehört. Aber: warten wir die neuen Dementis der Amerikaner ab und beobachten die Krebsrate in der Umgebung der Absturzstelle. Was nun den bärtigen Teufel mit der Fliegerfaust angeht … so weit hergeholt ist das nicht, siehe Volksfreund:
Es werde wohl etwa 30 bis 60 Tage dauern, bis die Ursache dieses Absturzes ermittelt sei, sagte eine Sprecherin der US-Airbase in Spangdahlem dem TV. Der Pilot habe nach ersten Erkenntnissen vor dem Absturz keine Probleme an den Tower gemeldet, sagte sie.
Scheint ihn also wirklich sehr plötzlich erwischt zu haben. Angesichts der Drohung Gaddafis, den Krieg auch ins Ausland zu tragen, wäre es nicht überraschend, wenn ihm so etwas gelungen wäre. Freiwillige für diesen Einsatz zu finden, dürfte kein Problem sein: die „Alliierten“ Bomben sich wieder einmal so richtig schön ins Herz des Volkes, siehe Spiegel:
Der Vatikan erhebt schwere Vorwürfe gegen die Alliierten: Bei Luftangriffen auf die libysche Hauptstadt Tripolis sind angeblich Dutzende Zivilisten ums Leben gekommen.
Im Stadtviertel Buslim sei ein ziviles Gebäude nach der Bombardierung eingestürzt. 40 Menschen seien dabei ums Leben gekommen.
Auch den Rebellen geht langsam die Luft aus. Einer Meldung von WDR 5 vom gestrigen Tage zu Folge besteht die Rebellenarmee ohnehin nur aus 1000 Mann … denen nun langsam klar wird, das man mit so einer Streitmacht kein Millionenvolk bezwingen kann, siehe Wetterauer Zeitung:
Nach einer Serie militärischer Rückschläge gegen die Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi bieten die libyschen Rebellen einen Waffenstillstand an.
Das Heer Gaddafis sei gemessen an der Truppenstärke und Ausrüstung ungefähr zehn Mal so schlagkräftig wie die Aufständischen, sagte US-Generalstabschef Mike Mullen am Donnerstag (Ortszeit) in Washington vor dem Streitkräfte-Ausschuss des Abgeordnetenhauses. US-Verteidigungsminister Robert Gates betonte, er sei gegen Waffenlieferungen an die Rebellen: «Das ist etwas, was eine Menge anderer Staaten tun könnte.»
Trotzdem erwähnt die NZZ heute:
In der Nähe der Wohnanlage von Libyens Machthaber Muammar al-Ghadhafi in Tripolis ist es am Freitag nach Angaben von Augenzeugen zu Schiessereien gekommen. Rund 20 Minuten lang seien Maschinengewehr-Feuer und Schüsse bei dem schwer befestigten Komplex zu hören gewesen.
Möglicherweise haben wir es hier mit „Rebellen“ der anderen Art zu tun, siehe Hintergrund:
Auf der einen Seite wird ständig beteuert, der von der UNO nicht gedeckte Einsatz von Bodentruppen und auch die Belieferung der Aufständischen mit Waffen kämen nicht in Frage, auf der anderen Seite kommt nun heraus, dass zahlreiche Spezialeinheiten der Geheimdienste aus den USA und Großbritannien schon seit Wochen vor Ort operieren und US-Präsident Barack Obama bereits vor einiger Zeit eine Geheimorder unterzeichnete, die seinem Auslandsgeheimdienst grundsätzlich Grünes Licht für Waffen- oder Geldlieferungen an die kämpfenden Gaddafi-Gegner gibt. Das berichteten übereinstimmend verschiedene US-Zeitungen am Donnerstag.
Soviel dann auch zu der Glaubwürdigkeit von „offiziellen Statements“. Der Lybienkrieg wird langsam so schmutzig wie die Atommunition, die in Deutschland selbstverständlich nicht verwendet wird, auch nicht bei jenen Maschinen, die hier für den Libyeneinsatz trainieren.
Vielleicht war es auch ein ganz normaler Unfall, wir haben hier öfter welche dieser Art. Aber er darf uns ins Gedächtnis rufen, das die Uranrambos der Nato schon jetzt Schaden anrichten, der auch uns selbstzufriedenen Wohlstandsbürger erreichen könnte so wie er jetzt unschuldige UNO-Mitarbeiter erreicht hat, siehe Spiegel:
Sie protestierten gegen die Verbrennung eines Koran-Buchs in den USA und stürmten eine Filiale der Vereinten Nationen: Ein Mob wütender Demonstranten hat das Uno-Büro im nordafghanischen Masar-i-Scharif angegriffen. Mehrere Mitarbeiter wurden getötet – zwei von ihnen offenbar enthauptet.
Der Standard zeigt heute einen Cartoon, der Bomber „Für die Freiheit des lybischen … ÖLS!“ starten läßt. Für den aufgeklärten undogmatischen Leser im Westen ist schon längst klar, was wir im Irak machen, in Afghanisten und nun in Lybien. Es geht um den Kampf der Konzerne um den ungehinderten Zugriff auf die Rohstoffe. Wir als Bürger haben nichts davon: außer Preissteigerungen. Die bekommen wir aber auch so.
Und natürlich werden wir irgendwann wirklich zornige, entrechtete, entrüstete und zu allem entschlossene Feinde bekommen, für die ein A 10-Einsatz nicht eine spannende Unterhaltung zum Nachmittagskaffee ist, sondern blutiger Ernst in Wohngebieten. Wir werden Väter und Mütter haben, die ihre zu Asche verbrannten Kinder rächen wollen: eine Sprache, die der grüne Durchschnittsrambo der Fischer/Cohn-Bendit-Clique bei den Grünen wohl verstehen wird. Immerhin geht es hier um den Kampf GUT gegen BÖSE, das ist doch eigentlich genau ihre Welt.
Nur … in der Welt der einfachen Beduinen, der einfachen Araber sind WIR die BÖSEN.
Bei den anstehenden Waffenverkäufen an Geheimdienstsympathisanten des Westens (das ist ja erstmal das erste Aufgebot der libyschen Rebellen) werden Fliegerfäuste sicher das Mittel der Wahl sein, bei den Rebellen habe ich schon einige gesehen, Typ SA – 7/Strela 2.
Auf die Art und Weise kommt jetzt auch ein alter Prophet wieder zur Geltung: Nostradamus wird aktueller denn je, siehe Welt:
Der Prophet und die Meinungsforscherin: Elisabeth Noelle-Neumann studierte 1940 erstmals die berühmten Vorhersagen – und war erschüttert. Sie las vom „Krieg mit den Arabern“ und wusste nicht, was es bedeuten sollte. Bis jetzt.
2011 haben wir ihn: den Krieg mit „den Arabern“. Ein Krieg in großem Ausmaß, dessen Ende nicht abzusehen ist. Vielleicht – aber auch nur vielleicht – ist er gestern schon in der Eifel angekommen.
Auf jeden Fall mal eine Gelegenheit, darüber nachzudenken, das Krieg kein Videospiel ist und das die Verrohung der … grünen … Mittelstandes tödliche Konsequenzen für libysche Kinder hat.
Wir Deutschen … hätten auch einfach mal laut NEIN sagen können im Sicherheitsrat.
Das hätte Leben retten können.