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Timestamp: 2016-10-24 14:22:51
Document Index: 70140051

Matched Legal Cases: ['Art. 57', 'BGE', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 29', 'Art. 310', 'Art. 43', 'Art. 44', 'Art. 84', 'Art. 84', 'BGE', 'Art. 152', 'Art. 156', 'Art. 153']

5P.465/2001 (15.01.2002)
Z.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Advokat Dr.
X.________, geboren 1985, und seine vier noch unm�ndigen Geschwister wurden vom Bezirksgericht Arlesheim mit Entscheid vom 15. Juni 1995 unter die Obhut der Mutter gestellt.
Am 10. Mai 2001 entzog die Vormundschaftsbeh�rde A.________ Z.________ die Obhut �ber den Sohn X.________ und verf�gte seine Unterbringung in der Durchgangsstation B.________. Einer allf�lligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.
C.- Z.________ gelangt gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts sowohl mit staatsrechtlicher Beschwerde wie mit Berufung ans Bundesgericht. Mit staatsrechtlicher Beschwerde beantragt sie, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen. Ferner ersucht sie um unentgeltliche Rechtspflege. Es ist keine Vernehmlassung eingeholt worden.
1.- Wird in der gleichen Sache sowohl Berufung als auch staatsrechtliche Beschwerde erhoben, so ist in der Regel zuerst �ber die staatsrechtliche Beschwerde zu befinden, und der Entscheid �ber die Berufung ist auszusetzen (Art. 57 Abs. 5 OG). Im vorliegenden Fall besteht kein Anlass, anders zu verfahren.
2.-Von hier nicht gegebenen Ausnahmen abgesehen ist die staatsrechtliche Beschwerde rein kassatorischer Natur (BGE 124 I 327 E. 4a und b S. 332 ff.). Die R�ckweisung der Angelegenheit zu neuer Entscheidung ist im Falle der Gutheissung der Beschwerde daher selbstverst�ndlich und ein entsprechender Antrag �berfl�ssig (BGE 112 Ia 353 E. 3c/bb S. 354 f.).
3.-Die Beschwerdef�hrerin sieht das Grundrecht ihres Sohnes auf pers�nliche Freiheit (Art. 10 BV) und das Recht auf Familienleben (Art. 8 EMRK) durch die Unterbringung in einer Anstalt verletzt. Diese Massnahme erweise sich als unverh�ltnism�ssig und widerstrebe dem �ffentlichen Interesse, da sie die bew�hrten Strukturen der Familie, die laufende Psychotherapie bei Dr. W.________ und den Besuch der C.________-Schule in Basel nicht ber�cksichtige und stattdes-sen ohne erzieherischen Grund auf veralteten Grundlagen eine Heimeinweisung im entfernten B.________ anstrebe. Das angefochtene Urteil sei im Ergebnis willk�rlich (Art. 9 BV) und die W�rdigung der Beweise stelle eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) dar.
Mit diesen Vorbringen macht sie in Tat und Wahrheit die Verletzung von Art. 310 Abs. 1 ZGB geltend, wof�r ihr die Berufung zur Verf�gung steht (Art. 43 Abs. 1 OG; Art. 44 lit. d OG). Die staatsrechtliche Beschwerde tritt diesem Rechtsmittel gegen�ber zur�ck und dient ausschliesslich der Pr�fung, ob verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sind (Art. 84 Abs. 1 lit. a OG, Art. 84 Abs. 2 OG; BGE 120 II 384 E. 4a S. 385). Werden mit staatsrechtlicher Beschwerde zwar Grundrechte angerufen, ergibt die Begr�ndung aber, dass es einzig um die Anwendung von Bundesrecht und dessen verfassungskonforme Auslegung sowie um eine im konkreten Fall allenfalls n�tige Interessenabw�gung geht, so kann darauf nicht eingetreten werden. Dies gilt vorliegend insbesondere auch f�r die Behauptung, es werde der Fremdplatzierung zu Unrecht der Vorzug vor der aktuellen Regelung gegeben. Wenn das Verwaltungsgericht die eine L�sung im Interesse des Kindes f�r geeigneter als die andere h�lt, so hat dies mit willk�rlicher Beweisw�rdigung und Verweigerung des rechtlichen Geh�rs nichts zu tun.
4.- Nach dem Gesagten kann auf die staatsrechtliche Beschwerde insgesamt nicht eingetreten werden. Die Antr�ge waren �berdies von vornherein aussichtslos, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen ist (Art. 152 Abs. 2 OG). Die Beschwerdef�hrerin hat daher die Verfahrenskosten zu tragen, bei deren Bemessung allerdings ihre wirtschaftliche Situation ber�cksichtigt werden kann (Art. 156 Abs. 1 und Art. 153a Abs. 1 OG).
4.- Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin und dem Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Landschaft schriftlich mitgeteilt.