Source: https://www.jakobsguilleaume.com/pages/jga/entscheidungen/verjaehrung.php
Timestamp: 2018-12-11 16:15:40
Document Index: 395170754

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Jakobs | Guilleaume - Verjährung | Anlegerfreundliche Urteile des Bundesgerichtshofes | Kapitalanlagerecht
Verjährung: Anlegerfreundliche Urteile des Bundesgerichtshofes.
Nach Auffassung der Spezialkanzlei für Kapitalanlagerecht JAKOBS | GUILLEAUME Rechtsanwälte Partnerschaft wird der häufig durch Banken und Anlagevermittlungsgesellschaften vorgebrachten Einrede der Verjährung durch jüngste Urteile des BGH in vielen Fällen die Grundlage entzogen. Die Chancen geschädigter Kapitalanleger vor Gericht dürften sich somit erhöht haben.
Grundlage der neuen Entscheidungen des BGH ist das Urteil vom 23.01.2007. In diesem Urteil entschied der BGH entgegen zuvor häufig geäußerter Ansicht, dass Verjährung in sogenannten Überleitungsfällen nicht generell am 31.12.2004 eintritt, sondern vielmehr von subjektiven Voraussetzungen abhängig ist.
Zu diesen Voraussetzungen nimmt der BGH nun in zwei neuen Entscheidungen deutlich Stellung.
In seinem Urteil vom 06.11.2007 (VI ZR 182/06) weist der BGH ausdrücklich darauf hin, dass neben der Kenntnis von dem Eintritt des Schadens auch die Kenntnis von der Person des Ersatzpflichtigen gehört. Der Geschädigte muss also Kenntnis von der Person des Ersatzpflichtigen und dessen genauer Anschrift haben, damit eine Verjährung der Ansprüche gem. angenommen werden kann.
In seinem Urteil vom 09.11.2007 stellt der BGH nun klar, dass die kenntnisabhängige Verjährungsfrist bei mehreren Beratungsfehlern für jeden Beratungsfehler einzeln zu laufen beginnt. Der BGH setzt somit einer bei den Instanzgerichten häufig vorzufindenden Rechtsansicht ein Ende, dass die Verjährungsfrist auch bei verschiedenen Beratungsfehlern bereits dann zu laufen beginne, wenn die Erhebung einer Klage hinreichende Aussicht auf Erfolg habe und damit zumutbar erscheine.
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