Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LAG%20Schleswig-Holstein&Datum=15.10.2008&Aktenzeichen=3%20Sa%20196/08
Timestamp: 2019-05-24 22:22:41
Document Index: 84690858

Matched Legal Cases: ['Art. 2', '§ 611', '§ 611', '§ 611', 'Art. 2', '§ 611', 'Art. 2']

LAG Schleswig-Holstein, 15.10.2008 - 3 Sa 196/08 - dejure.org
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LAG Schleswig-Holstein, 15.10.2008 - 3 Sa 196/08 (https://dejure.org/2008,8964)
LAG Schleswig-Holstein, Entscheidung vom 15.10.2008 - 3 Sa 196/08 (https://dejure.org/2008,8964)
LAG Schleswig-Holstein, Entscheidung vom 15. Januar 2008 - 3 Sa 196/08 (https://dejure.org/2008,8964)
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Schmerzensgeld, Schadensersatzanspruch, Mobbing, Persönlichkeitsverletzung, Darlegungs- und Beweislast des Arbeitnehmers, Vortrag, wertender, Rentenbescheid, Präjudiz
Mobbing am Arbeitsplatz - Zusammenfassung
Unsubstantiierter Mobbingvorwurf
Substantiierungspflichten des Arbeitnehmers hinsichtlich des Vorliegens von Mobbing-Fällen; Bestimmung des Beginns der Ausschlussfrist und der Verjährungsfrist bei Mobbingfällen
ArbG Kiel, 24.04.2008 - 5 Ca 2291b/07
ArbG Kiel, 29.04.2008 - 5 Ca 2291b/07
(1.)]; LAG Schleswig-Holstein 15.10.2008 - 3 Sa 196/08 - SchlHA 2009, 166 [II.2 c.]: "Die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen einer Mobbinghandlung trägt nach allgemeinen Grundsätzen der betroffene Arbeitnehmer"; LAG Niedersachsen 9.3.2009 (Fn. 208) [II.2 b.]: "Die Beweislast für die Pflichtverletzung trägt nach allgemeinen Grundsätzen die Klägerin"; früher schon LAG Bremen 17.10.2002 - 3 Sa 78/02 u.a. - LAGE Art. 2 GG Persönlichkeitsrecht Nr. 5 = NZA-RR 2003, 234 [II.b.]: "Die Klägerin trägt die Darlegungs- und Beweislast für die Rechtsgutverletzung und den eingetretenen Schaden nach allgemeinen Regeln.
Voraussetzung für alle in Betracht kommenden Anspruchsgrundlagen sind Handlungen, die der Arbeitnehmer bei Bestreiten des Arbeitgebers konkret darlegen und beweisen muss (BAG 16.5. 2007 EzA § 611 BGB 2002 Persönlichkeitsrecht Nr. 6; 14.11.2013 EzA § 611 BGB 2002 Persönlichkeitsrecht Nr. 16 =NZA 2014.564; LAG SchlH 15.10.2008 - 3 Sa 196/08 - EzA-SD 4/2009 S. 12 LS), dadurch kausal verursachte Verletzungen der Rechtsgüter des Arbeitnehmers (BAG 16.5.2007 EzA § 611 BGB 2002 Persönlichkeitsrecht Nr. 6 NZA 2007, 1154), ein zurechenbarer Schaden und ein Verschulden des Arbeitgebers, der insbes.
(1.)]; LAG Schleswig-Holstein15.10.2008 - 3 Sa 196/08 - SchlHA 2009, 166 [II.2 c.]: "Die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen einer Mobbinghandlung trägt nach allgemeinen Grundsätzen der betroffene Arbeitnehmer"; LAG Niedersachsen9.3.2009 (Fn. 121) [II.2 b.]: "Die Beweislast für die Pflichtverletzung trägt nach allgemeinen Grundsätzen die Klägerin"; früher schon LAG Bremen17.10.2002 - 3 Sa 78/02 u.a. - LAGE Art. 2 GG Persönlichkeitsrecht Nr. 5 = NZA-RR 2003, 234 [II.b.]: "Die Klägerin trägt die Darlegungs- und Beweislast für die Rechtsgutverletzung und den eingetretenen Schaden nach allgemeinen Regeln.
Voraussetzung für alle in Betracht kommenden Anspruchsgrundlagen sind Handlungen, die der Arbeitnehmer bei Bestreiten des Arbeitgebers konkret darlegen und beweisen muss (BAG 16.5.2007 EzA § 611 BGB 2002 Persönlichkeitsrecht Nr. 6; LAG SchlH 15.10.2008 - 3 Sa 196/08 - EzA-SD 4/2009 S. 12 LS), dadurch kausal verursachte Verletzungen der Rechtsgüter des Arbeitnehmers (…BAG 16.5.2007 a.a.O.), ein zurechenbarer Schaden und ein Verschulden des Arbeitgebers, der insbes.
(1.)]; LAG Schleswig-Holstein 15.10.2008 - 3 Sa 196/08 - SchlHA 2009, 166 [II.2 c.]: "Die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen einer Mobbinghandlung trägt nach allgemeinen Grundsätzen der betroffene Arbeitnehmer"; LAG Niedersachsen 9.3.2009 (Fn. 83) [II.2 b.]: "Die Beweislast für die Pflichtverletzung trägt nach allgemeinen Grundsätzen die Klägerin"; früher schon LAG Bremen 17.10.2002 - 3 Sa 78/02 u.a. - LAGE Art. 2 GG Persönlichkeitsrecht Nr. 5 = NZA-RR 2003, 234 [II.b.]: "Die Klägerin trägt die Darlegungs- und Beweislast für die Rechtsgutverletzung und den eingetretenen Schaden nach allgemeinen Regeln.
Auch wenn es zu justiziablen Auseinandersetzungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer z. B. um die Reichweite des Direktionsrechts kommt, handelt es sich um im Arbeitsleben normale Konflikte, die unter Zuhilfenahme der Arbeitsgerichte geklärt werden müssen (vgl. LAG Schleswig-Holstein, Urt. v. 15.10.2008, Az: 3 Sa 196/08).
Pauschaler und wertender Vortrag mit Worten wie z. B. "gängeln" (…vgl. LAG Schleswig-Holstein, Urt. v. vom 28.03.2006, Az: 5 Sa 595/06), "beschimpft" (…LAG Nürnberg, Urt. v. 05.09.2006, Az: 6 Sa 537/04), "verbalen Übergriffen, Beleidigungen und massiven Drohungen" (LAG Köln vom 21.04.2006 - 12 (7) Sa 64/06) ist nicht ausreichend (vgl. LAG Schleswig-Holstein, Urt. v. 15.10.2008, Az: 3 Sa 196/08).
Pauschaler und wertender Vortrag mit Worten wie z. B. "gängeln", "beschimpft", "verbalen Übergriffen", "Beleidigungen und massiven Drohungen" ist nicht ausreichend (LAG Schleswig-Holstein, Urt. v. 15.10.2008 - 3 Sa 196/08 - Juris).
Dazu müssen die einzelnen Mobbinghandlungen genau, auch datumsmäßig, bezeichnet werden (…BAG vom 24.04.2008, a. a. O.; LAG Rheinland-Pfalz vom 30.04.2009, 11 Sa 677/08, juris; LAG Schleswig-Holstein vom 15.10.2008, 3 Sa 196/08, juris).