Source: http://exploredoc.com/doc/10961464/bundesrat-552-1-16-empfehlungen---umwelt
Timestamp: 2020-01-18 07:04:07
Document Index: 74303250

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 1', '§ 6', '§ 1', '§ 34', '§ 34', '§ 4', '§ 15', '§ 16', '§ 16', '§ 14', '§ 17', '§ 18', '§ 4', '§ 16', '§ 16', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 2']

Bundesrat 552/1/16 Empfehlungen - Umwelt
552/1/16
zu Punkt … der 950. Sitzung des Bundesrates am 4. November 2016
Der Verkehrsausschuss empfiehlt dem Bundesrat,
der Verordnung gemäß Artikel 80 Absatz 2 des Grundgesetzes nach Maßgabe
folgender Änderungen zuzustimmen:
1. Zu Artikel 1 Eingangssatz und Nummer 01 - neu - (Anlage (zu § 1) GebührenNummer 202.7)
a) Im Eingangssatz sind die Wörter "Der 3. Abschnitt der" durch das Wort
"Die" zu ersetzen.
b) Der Nummer 1 ist folgende Nummer 01 voranzustellen:
In Gebühren-Nummer 202.7 werden in der Spalte "Gegenstand" die
Wörter "eines vorläufigen Nachweises der Fahrberechtigung (Prüfungsbescheinigung nach § 22 Absatz 4 Satz 7 FeV)" durch die
Wörter "einer als Nachweis der Fahrerlaubnis geltenden befristeten
Prüfungsbescheinigung (§ 22 Absatz 4 Satz 7 FeV)" ersetzt.'
Es handelt sich um eine rein redaktionelle Folgeänderung. Durch die Zweite
Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung vom 2. Oktober 2015
wurden in § 22 Absatz 4 Satz 7 FeV die Wörter "durch eine befristete
Prüfungsbescheinigung, die im Inland zum Nachweis der Fahrberechtigung
Empfehlungen, 552/1/16
dient" durch die Wörter "durch eine nur im Inland als Nachweis der
Fahrerlaubnis geltende befristete Prüfungsbescheinigung […]" ersetzt. Die
Änderung der Gebühren-Nummer 202.7 dient der sprachlichen Anpassung an
diese Neuregelung.
2. Zu Artikel 1 Eingangssatz und Nummer 02 - neu - (Anlage (zu § 1 ) GebührenNummer 216)*
b) Der Nummer 1 ist folgende Nummer 02 voranzustellen:
In Gebühren-Nummer 216 werden in der Spalte "Gegenstand" die
Wörter "Schlüsselzahl 96" durch die Wörter "Schlüsselzahlen 96
und 192" ersetzt.'
Die Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr ist um einen Gebührentatbestand für die Eintragung der neuen Schlüsselzahl 192 in den
Führerschein zu ergänzen.
Mit der Vierten Verordnung über Ausnahmen von den Vorschriften der Fahrerlaubnis-Verordnung vom 22. Dezember 2014 wurde eine Rechtsgrundlage
dafür geschaffen, elektrisch betriebene Fahrzeuge, die im Bereich Gütertransport tätig sind, entgegen § 6 Absatz 1 FeV auch dann mit einer Fahrerlaubnis
der Klasse B zu führen, wenn ihre zulässige Gesamtmasse 3500 kg, aber nicht
4250 kg übersteigt. Der Nachweis der Fahrberechtigung wird durch den
Eintrag der Schlüsselzahl 192 in den Führerschein erbracht.
Da der mit der Eintragung der Schlüsselzahl 192 in den Führerschein verbundene Aufwand dem Aufwand für den Eintrag der Schlüsselzahl 96 entspricht,
ist die Gebühr auf 28,60 Euro festzusetzen.
wird bei Annahme von Ziffer 1 oder 3 redaktionell zusammengeführt
3. Zu Artikel 1 Eingangssatz und Nummer 03 - neu - (Anlage (zu § 1) GebührenNummern 301 bis 301.3)*
b) Der Nummer 1 ist folgende Nummer 03 voranzustellen:
Die Gebührennummern 301 bis 301.3 werden wie folgt gefasst:
"Gebühren- Gegenstand
- für die fahrpraktische Prüfung
- für die Fachkundeprüfung
a) im theoretischen Unterricht
b) im fahrpraktischen Unterricht
für die Erweiterung von der Klasse BE auf die
für die Erweiterung von der Klasse BE
auf die Klasse CE oder DE
Klasse CE oder DE
Diese Gebühren schließen die Kosten für die Mit-
wird bei Annahme von Ziffer 1 oder 2 redaktionell zusammengeführt
glieder des Prüfungsausschusses - mit Ausnahme der
Auslagen - ein. Die Gebühr ist auch zu entrichten für
Teile, die ohne Verschulden des Prüfungsausschusses
und ohne ausreichende Entschuldigung des Bewerbers
am festgesetzten Termin nicht stattfinden oder nicht zu
Ende geführt werden konnten." '
Mit der vorliegenden Erhöhung der Gebühren für die Fahrlehrerprüfung wird
die Wiederherstellung der Kostendeckung gemäß § 34a Absatz 2 Satz 2 des
Fahrlehrergesetzes (FahrlG) angestrebt.
§ 34a Absatz 2 Satz 3 FahrlG lässt für begünstigende Amtshandlungen Relativierungen des Kostendeckungsgedankens im Hinblick auf das Äquivalenzprinzip zu. Allerdings dürfen die Bedeutung, der wirtschaftliche Wert und der
sonstige Nutzen für den Gebührenschuldner nicht vernachlässigt werden.
Schließlich wird durch die Fahrlehrerprüfung der Berufszugang ermöglicht.
Vor diesem Hintergrund erscheinen maßvolle, vom Äquivalenzgedanken getragene Abweichungen vom Kostendeckungsprinzip rechtlich als durchaus vertretbar. Sie müssen freilich maßvoll bleiben und dürfen nicht zur Folge haben,
dass das Gebührenaufkommen in ein grobes Missverhältnis zum kostenmäßigen Gesamtaufwand gerät. Eine dauerhafte Subventionierung der Fahrlehrerprüfung ist nicht hinnehmbar.
Die letzte Gebührenanpassung der Gebühren-Nummer 301 durch Artikel 5
Nummer 2 Buchstabe e der Verordnung vom 18. August 1998, BGBl. I,
S. 2214, 2302 (später noch umgestellt auf Euro-Beträge), führte nicht zu einer
dauerhaften Kostendeckung. Zeitgleich zum 1. Januar 1999 trat nämlich die
Reform des Fahrlehrerrechts und der Fahrlehrerprüfung (Gesetz vom
24. April 1998, BGBl. I S. 731, 752 ff. sowie Verordnung vom 18. August 1998, BGBl. I S. 2307 ff.) in Kraft, die wiederum zu einer verstärkten
Inanspruchnahme der Prüfer und somit zu Mehrkosten bei der Abnahme der
Prüfungen führte.
Für die Gebührenerhöhung zu berücksichtigen ist ferner ein Inflationsausgleich
B. Ermittlung der Verwaltungskosten für die einzelnen Gebührentatbestände
In Anlehnung an die amtliche Begründung zur Gebühren-Nummer 301 in der
Fassung vom 18. August 1998 (BGBl. I, S. 2214, 2302) gemäß der Veröffentlichung in VkBl. 1998, S. 1049, 1106 ff. werden die der mit der Änderung
verfolgten Gebührenerhöhung zugrunde liegenden Kosten, soweit sie auf eine
vollständige Wiederherstellung der Kostendeckung gerichtet sind, wie folgt
Die Fahrlehrerprüfung besteht nach § 4 Absatz 2 FahrlG aus einer fahrpraktischen Prüfung, einer Fachkundeprüfung sowie - für die Klasse BE - aus
je einer Lehrprobe im theoretischen und fahrpraktischen Unterricht.
Der Prüfungsausschuss besteht aus vier Mitgliedern. Er setzt sich zusammen
aus einem Juristen, einem amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer
(aaSoP), einem Pädagogen sowie einem Fahrlehrer. Für den Juristen wird von
einem Stundensatz von 55 Euro (höherer Dienst), für den aaSoP von 75 Euro,
für den Pädagogen von 52 Euro und für den Fahrlehrer von 50 Euro ausgegangen.
Der zur Vorbereitung der Prüfung anfallende allgemeine Verwaltungsaufwand
soll von einer Stelle des gehobenen Verwaltungsdienstes erledigt werden.
Dabei wird ein Stundensatz von 43 Euro angesetzt. Der allgemeine Verwaltungsaufwand beinhaltet die Ladung zu den einzelnen Prüfungen, die Einteilung der Prüfer, Terminabsprachen, Reservierungen der Prüfräume, Abrechnung der Prüfervergütungen usw.
Bei der Fachkundeprüfung fällt sowohl hinsichtlich des schriftlichen als auch
des mündlichen Teils zusätzlich ein besonderer Verwaltungsaufwand an. Der
Beamte des gehobenen Dienstes oder Angestellte vergleichbarer Vergütungsgruppen hat für den reibungslosen Ablauf der Prüfung zu sorgen (z. B. die
Identitätskontrolle, den rechtzeitigen Einlass der Bewerber in den Prüfungsraum, die Protokollierung der Ergebnisse sowie Erstellung des Prüfungsbescheides usw.). Er muss daher während der gesamten Prüfungszeit anwesend
sein; hinzu kommt eine Vor- und Nachbereitungszeit von 15 Minuten.
Zudem werden für die Zeiten, die für den allgemeinen Verwaltungsaufwand in
Rechnung gestellt werden, zusätzlich pauschalierte Raumkosten in Höhe von
1,44 Euro pro Arbeitsstunde, pauschalierte Kosten für die Arbeitsplatzgrundausstattung in Höhe von 0,64 Euro pro Arbeitsstunde sowie pauschalierte
Kosten für den sächlichen Verwaltungsaufwand in Höhe von 1,56 Euro pro
Arbeitsstunde veranschlagt. Ausgangspunkt hierfür sind durchschnittliche
Pauschalsätze in der Verwaltung.
Gebühren-Nummer 301.1: Klasse BE
a) In der sogenannten Grundfahrlehrerlaubnisklasse BE hat der Bewerber in der fahrpraktischen Prüfung nachzuweisen, dass er ein Kraftfahrzeug mit Schaltgetriebe und eine Fahrzeugkombination der Klasse
BE vorschriftsmäßig, sicher, gewandt und umweltbewusst führen
- Der allgemeine Verwaltungsaufwand je Prüfling wird mit 65
Minuten veranschlagt und setzt sich wie folgt zusammen:
Tätigkeit / Schreiben
- 1 Ladungsschreiben und 1 Rechnung
an den Fahrlehreranwärter
2 Telefonate mit den Prüfern,
Ladungsschreiben und Versand
der Prüfungsprotokolle
- 1 Ergebnisbescheid (unter pauschalierender
Berücksichtigung des hohen Zeitaufwands
im Nichtbestehensfall)
- 2 Abrechnungen der Tätigkeit der Prüfer
Es fallen somit je Prüfling Kosten in Höhe von rund 46,58 Euro
an (Stundensatz gehobener Dienst 43 Euro x 1 1/12 Stunden).
- Für die Raumkosten, für die Kosten der Arbeitsplatzgrundausstattung sowie für die Kosten des sächlichen Verwaltungsaufwands, die im Zusammenhang mit dem allgemeinen Verwaltungsaufwand anfallen, sind je Prüfling rund 3,94 Euro (Stundenpauschale (1,44 + 0,64 + 1,56 Euro =) 3,64 Euro x allgemeiner
Verwaltungsaufwand in Stunden (1 1/12)) anzusetzen.
- Bei einer Prüfungszeit von 60 Minuten (vgl. § 15 Absatz 2
FahrlPrüfO) ergibt sich bei zwei Prüfern (Fahrlehrer und aaSoP),
die in der Regel diese Prüfung abnehmen werden, je Prüfer und
Prüfling ein Zeitaufwand von 90 Minuten (30 Minuten Vor- und
Nachbereitungszeit plus 60 Minuten Prüfungszeit). Bei einem
Stundensatz von 50 Euro für den Fahrlehrer und 75 Euro für den
aaSoP entstehen Kosten in folgender Höhe: 50 Euro x 1 ½ =
75 Euro sowie 75 Euro x 1 ½ = 112,50 Euro, also insgesamt
187,50 Euro.
- Somit belaufen sich die Kosten für die fahrpraktische Prüfung auf
insgesamt 238,02 Euro (allgemeiner Verwaltungsaufwand
46,58 Euro, pauschalierte Kosten für Raum, Arbeitsplatzgrundausstattung und sächlichen Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit dem allgemeinen Verwaltungsaufwand 3,94 Euro, Prüfer 187,50 Euro).
b) Die Fachkundeprüfung setzt sich aus zwei (unselbständigen) Teilen
zusammen, nämlich aus der schriftlichen sowie der mündlichen Fachkundeprüfung. Bei der schriftlichen Fachkundeprüfung sind in der
Klasse BE innerhalb von 5 Stunden insgesamt vier Aufgaben zu
bearbeiten (vgl. § 16 Absatz 1 Satz 2 FahrlPrüfO). Die schriftliche
Fachkundeprüfung erfordert die Zusammenstellung der Prüfungsaufgaben, die Durchführung der schriftlichen Fachkundeprüfung sowie
die Korrektur der schriftlichen Arbeiten.
Im mündlichen Teil der Prüfung hat der Bewerber sein Fachwissen
nachzuweisen (vgl. § 16 Absatz 6 Satz 1 FahrlPrüfO).
- Der allgemeine Verwaltungsaufwand je Prüfling wird mit
135 Minuten veranschlagt und setzt sich wie folgt zusammen:
1 Ausfertigung von Prüfungsaufgaben
(4 Stück incl. Papier zur Bearbeitung)
- 4 Telefonate mit den Prüfern, Versand
der Ladungsschreiben
- 4 x Versand der Prüfungsaufgaben an
die Korrektoren (per Einschreiben)
Berücksichtigung des hohen
Zeitaufwands im Nichtbestehensfall)
- 12 Abrechnungen der Tätigkeit
der Prüfer (schriftlich: je 4 Erst- und
Zweitkorrektoren; mündlich: 4)
- 1 Ausfertigung des Protokollvordrucks
für die Prüfungsniederschrift
- 1 Ausfertigung der vorläufigen
Bescheinigung für die Erlaubnisbehörde
Es fallen somit je Prüfling Kosten in Höhe von 96,75 Euro an
(Stundensatz gehobener Dienst 43 Euro x 2 ¼ Stunden).
Für die Raumkosten, für die Kosten der Arbeitsplatzgrundausstattung sowie für die Kosten des sächlichen Verwaltungsaufwands, die im Zusammenhang mit dem allgemeinen Verwaltungsaufwand anfallen, sind je Prüfling 8,19 Euro (Stundenpauschale (1,44 + 0,64 + 1,56 Euro =) 3,64 Euro x allgemeiner Verwaltungsaufwand in Stunden (2 ¼)) anzusetzen.
Der Prüfungsausschuss wird sich etwa zwei Stunden mit der
Zusammenstellung der schriftlichen Prüfungsaufgaben befassen.
Dabei entstehen, wenn man von 20 Prüflingen pro Prüfung ausgeht, Kosten je Prüfling in Höhe von 23,20 Euro ((Jurist 55 Euro,
Pädagoge 52 Euro, Fahrlehrer 50 Euro, aaSoP 75 Euro =)
232 Euro x 2 Stunden : 20 Prüflinge).
Die schriftliche Fachprüfung dauert fünf Stunden und erfordert
währenddessen eine Aufsicht sowie darüber hinaus eine Vor- und
Nachbereitungszeit von insgesamt 15 Minuten. Bei einem Stundensatz von 43 Euro für die Aufsicht (gehobener Dienst) ergeben
sich je Prüfling rund 11,29 Euro (43 Euro x 5 ¼ : 20) besonderer
Die Korrektur der Arbeiten einschließlich der Festlegung der
Noten - bei zwei Stunden Korrekturzeit je Prüfling - wird von
zwei Prüfern vorgenommen. Bei einem Durchschnittsstundensatz
der vier Prüfer (Jurist 55 Euro, Pädagoge 52 Euro, Fahrlehrer
50 Euro, aaSoP 75 Euro) von 58 Euro ergeben sich je Prüfling
Die mündliche Prüfung wird von allen vier Prüfern abgenommen
und dauert 30 Minuten. Dazu kommen 15 Minuten für die Nachbesprechung und Notengebung je Prüfling. Dies ergibt je Prüfling
einen Zeitbedarf von 45 Minuten. Bei einem Durchschnittsstundensatz der vier Prüfer (Jurist 55 Euro, Pädagoge 52 Euro,
Fahrlehrer 50 Euro, aaSoP 75 Euro) von 58 Euro ergeben sich je
Prüfling 174 Euro (58 Euro x 4 x ¾).
- Dazu kommt noch der besondere Verwaltungsaufwand bei der
mündlichen Fachkundeprüfung (vgl. oben 1.). Bei einem Stundensatz von 43 Euro ergeben sich somit für 30 Minuten Prüfungszeit und einer Vor- und Nachbereitungszeit von 15 Minuten
je Prüfling 32,25 Euro (Stundensatz gehobener Dienst 43 Euro x
¾).
- Die Kosten für die Fachkundeprüfung (schriftlicher und mündlicher Teil) belaufen sich je Prüfling somit auf 577,68 Euro
(Kosten der Prüfer 429,20 Euro, allgemeiner Verwaltungsaufwand 96,75 Euro, pauschalierte Kosten für Raum, Arbeitsplatzgrundausstattung und sächlichen Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit dem allgemeinen Verwaltungsaufwand 8,19 Euro,
besonderer Verwaltungsaufwand während der Prüfungen (11,29 +
32,25 =) 43,54 Euro).
c) Die Lehrprobe muss sowohl im theoretischen Unterricht als auch im
fahrpraktischen Unterricht absolviert werden.
- Zur Vorbereitung beider Teile wird ein allgemeiner Verwaltungsaufwand von etwa 95 Minuten je Prüfling veranschlagt, der sich
wie folgt zusammensetzt:
- Reisekostenabrechnung der Prüfer
- 3 Telefonate mit den Prüfern, Versand
- 3 Abrechnungen der Tätigkeit der Prüfer
- 1 Bescheid an die Erlaubnisbehörde
Es fallen somit je Prüfling Kosten in Höhe von rund 68,08 Euro
an (Stundensatz gehobener Dienst 43 Euro x 1 7/12).
Die Lehrproben als Abschluss der Prüfung werden regelmäßig
zusammen organisiert. Sie können aber in beliebiger Reihenfolge
vorgesehen werden (vgl. § 14 Absatz 2 Satz 2 FahrlPrüfO). Daher
ist es angebracht, die Kosten des allgemeinen Verwaltungsaufwandes je zur Hälfte der Lehrprobe im theoretischen und je
zur Hälfte der Lehrprobe im fahrpraktischen Unterricht zuzuschlagen.
Für die Raumkosten, für die Kosten der Arbeitsplatzgrundausstattung sowie für die Kosten des sächlichen Verwaltungsaufwands, die im Zusammenhang mit dem allgemeinen Verwaltungsaufwand anfallen, sind je Prüfling rund 5,76 Euro (Stundenpauschale (1,44 + 0,64 + 1,56 Euro =) 3,64 Euro x allgemeiner
Verwaltungsaufwand in Stunden (1 7/12)) anzusetzen. Aus den
eben dargelegten Gründen werden auch diese Kosten je zur Hälfte
der Lehrprobe im theoretischen bzw. im fahrpraktischen Unterricht zugeschlagen.
Die Lehrprobe im theoretischen Unterricht wird in der Regel nicht
vom gesamten Prüfungsausschuss abgenommen. Es wird pauschalierend von einer Teilnahme von jeweils drei Prüfern ausgegangen. Die Lehrprobe dauert einschließlich Vor- und Nachbereitung etwa 60 Minuten (45 Minuten Prüfungszeit - vgl. § 17
FahrlPrüfO - sowie 15 Minuten Vor- und Nachbereitung). Der
durchschnittliche Stundensatz für drei Prüfer zusammen beträgt
174 Euro (3 Stunden x 58 Euro).
Die Kosten der Lehrprobe im theoretischen Unterricht belaufen
sich je Prüfling auf 210,92 Euro (Prüfer 174 Euro, allgemeiner
Verwaltungsaufwand 34,04 Euro, pauschalierte Kosten für Raum,
Arbeitsplatzgrundausstattung und sächlichen Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit dem allgemeinen Verwaltungsaufwand 2,88 Euro).
Die Lehrprobe im fahrpraktischen Unterricht wird in der Regel
ebenfalls nicht vom gesamten Prüfungsausschuss abgenommen.
Es wird pauschalierend von einer Teilnahme von drei Prüfern ausgegangen. Die Lehrprobe dauert einschließlich Vor- und Nachbereitung ebenfalls etwa 60 Minuten (45 Minuten Prüfungszeit vgl. § 18 FahrlPrüfO - sowie 15 Minuten Vor- und Nachbereitung). Der durchschnittliche Stundensatz für drei Prüfer zusammen beträgt 174 Euro (3 Stunden x 58 Euro).
Die Kosten der Lehrprobe im fahrpraktischen Unterricht belaufen
Die Gesamtgebühren einer Fahrlehrerprüfung zum Erwerb der
Klasse BE belaufen sich somit auf 1.237,54 Euro (fahrpraktische
Prüfung 238,02 Euro, schriftliche und mündliche Fachkundeprüfung 577,68 Euro, Lehrprobe im theoretischen Unterricht
210,92 Euro, Lehrprobe im fahrpraktischen Unterricht
210,92 Euro).
Dazu kommen noch die Auslagen.
Gebühren-Nummer 301.2: Erweiterung von der Klasse BE auf die
Bei der Erweiterung einer bestehenden Fahrlehrerlaubnis auf andere
Klassen entfallen die Lehrproben (vgl. § 4 Abs. 2 FahrlG). Außerdem wird
die schriftliche Fachkundeprüfung gemäß § 16 FahrlPrüfO verkürzt. Bei
der Erweiterung der Fahrlehrerlaubnis der Klasse BE auf die Fahrlehrerlaubnis der Klasse A hat der Bewerber im schriftlichen Teil der Fachkundeprüfung zwei Aufgaben innerhalb von 2 ½ Stunden zu bearbeiten
(vgl. § 16 Absatz 2 FahrlPrüfO). Das gleiche gilt für die Erweiterung auf
die Klasse CE oder DE.
a) Bei der Erweiterung auf die Klasse A hat der Bewerber in der
fahrpraktischen Prüfung nachzuweisen, dass er ein Kraftfahrzeug der
Klasse A vorschriftsmäßig, sicher, gewandt und umweltschonend
- 2 Telefonate mit den Prüfern,
Für die Raumkosten, für die Kosten der Arbeitsplatzgrundausstattung sowie für die Kosten des sächlichen Verwaltungsaufwands, die im Zusammenhang mit dem allgemeinen Verwaltungsaufwand anfallen, sind je Prüfling rund 3,94 Euro (Stundenpauschale (1,44 + 0,64 + 1,56 Euro =) 3,64 Euro x allgemeiner Verwaltungsaufwand in Stunden (1 1/12)) anzusetzen.
Da die Prüfungszeit (vgl. § 15 Absatz 2 FahrlPrüfO) für die
Klasse A ebenfalls 60 Minuten beträgt, fallen für die Prüfer
dieselben Kosten wie in der Klasse BE, nämlich 187,50 Euro je
Prüfling, an.
Somit belaufen sich die Kosten für die fahrpraktische Prüfung auf
insgesamt 238,02 Euro (allgemeiner Verwaltungsaufwand 46,58
Euro, pauschalierte Kosten für Raum, Arbeitsplatzgrundausstattung und sächlichen Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit
dem allgemeinen Verwaltungsaufwand 3,94 Euro, Prüfer 187,50
zusammen, nämlich aus der schriftlichen sowie der mündlichen Fachkundeprüfung.
- Der allgemeine Verwaltungsaufwand je Prüfling wird mit 115
- 1 Ausfertigung von Prüfungsaufgaben
(2 Stück incl. Papier zur Bearbeitung)
- 2 x Versand der Prüfungsaufgaben an
- 8 Abrechnungen der Tätigkeit
der Prüfer (schriftlich: je 2 Erst- und
Es fallen somit je Prüfling Kosten in Höhe von rund 82,42 Euro
an (Stundensatz gehobener Dienst 43 Euro x 1 11/12 Stunden).
Für die Raumkosten, für die Kosten der Arbeitsplatzgrundausstattung sowie für die Kosten des sächlichen Verwaltungsaufwands, die im Zusammenhang mit dem allgemeinen Verwaltungsaufwand anfallen, sind je Prüfling rund 6,98 Euro (Stundenpauschale (1,44 + 0,64 + 1,56 Euro =) 3,64 Euro x allgemeiner
Verwaltungsaufwand in Stunden (1 11/12)) anzusetzen.
Der Prüfungsausschuss wird sich, da bei der Erweiterung auf eine
andere Fahrerlaubnisklasse nur zwei schriftliche Arbeiten in
einem Zeitraum von 2 ½ Stunden anzufertigen sind (vgl. § 15
Absatz 2 FahrlPrüfO), etwa 1 ½ Stunden mit der Zusammenstellung der Prüfungsaufgaben befassen. Dabei entstehen, wenn
man von 20 Prüflingen pro Prüfung ausgeht, Kosten je Prüfling in
Höhe von 17,40 Euro ((Jurist 55 Euro, Pädagoge 52 Euro,
Fahrlehrer 50 Euro, aaSoP 75 Euro =) 232 Euro x 1 ½ Stunden:
20 Prüflinge)).
Die Durchführung der schriftlichen Arbeiten nimmt 2 ½ Stunden
in Anspruch und erfordert eine Aufsicht sowie eine Vor- und
Nachbereitung von 15 Minuten. Bei einem Stundensatz von 43
Euro für die Aufsicht (gehobener Dienst) ergeben sich je Prüfling
rund 5,91 Euro (43 Euro x 2 ¾ : 20).
- Die Korrektur der Arbeiten einschließlich der Festlegung der
Noten - bei 1 Stunde Korrekturzeit - wird von zwei Prüfern vorgenommen. Bei einem Durchschnittsstundensatz der vier Prüfer
(Jurist 55 Euro, Pädagoge 52 Euro, Fahrlehrer 50 Euro, aaSoP 75
Euro) von 58 Euro ergeben sich je Prüfling 116 Euro.
- Die mündliche Prüfung wird von allen vier Prüfern abgenommen
und dauert 30 Minuten. Dazu kommen 15 Minuten für die
Nachbesprechung und Notengebung je Prüfling. Dies ergibt je
Prüfling einen Zeitbedarf von 45 Minuten. Bei einem Durchschnittsstundensatz der vier Prüfer (Jurist 55 Euro, Pädagoge 52
Euro, Fahrlehrer 50 Euro, aaSoP 75 Euro) von 58 Euro ergeben
sich je Prüfling 174 Euro (58 Euro x 4 x ¾).
- Dazu kommt noch der besondere Verwaltungsaufwand, der wie
bei der mündlichen Fachkundeprüfung der Klasse BE 32,25 Euro
beträgt (vgl. oben 2b).
- Die Kosten der Fachkundeprüfung (schriftlicher und mündlicher
Teil) belaufen sich je Prüfling auf 434,96 Euro (Kosten der Prüfer
307,40, allgemeiner Verwaltungsaufwand 82,42 Euro, pauschalierte Kosten für Raum, Arbeitsplatzgrundausstattung und sächlichen Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit dem allgemeinen Verwaltungsaufwand 6,98 Euro, besonderer Verwaltungsaufwand während der Prüfungen (5,91 + 32,25 =) 38,16 Euro).
Die Gesamtgebühren für die Erweiterung von der Klasse BE auf die
Klasse A belaufen sich somit auf 672,98 Euro (fahrpraktische Prüfung
238,02 Euro, schriftliche und mündliche Fachkundeprüfung
434,96 Euro).
Gebühren-Nummer 301.3: Erweiterung von der Klasse BE auf die
Bei der Erweiterung auf die Klasse CE oder DE entstehen dieselben
Kosten wie bei der Erweiterung auf die Klasse A mit Ausnahme der
fahrpraktischen Prüfung, die in diesen beiden Klassen jeweils 90 Minuten
beträgt (vgl. § 15 Absatz 2 FahrlPrüfO).
- Bei einer Prüfungszeit von 90 Minuten ergibt sich bei zwei Prüfern
(Fahrlehrer und aaSoP), die in der Regel diese Prüfung abnehmen
werden, je Prüfer und Prüfling ein Zeitaufwand von 2 Stunden (30
Minuten Vor- und Nachbereitung plus 90 Minuten Prüfung). Bei
einem Stundensatz von 50 Euro für den Fahrlehrer und 75 Euro für
den aaSoP entstehen Kosten in Höhe von 250 Euro.
- Die Kosten für die fahrpraktische Prüfung belaufen sich auf insgesamt
300,52 Euro (allgemeiner Verwaltungsaufwand 46,58 Euro, pauschalierte Kosten für Raum, Arbeitsplatzgrundausstattung und sächlichen
Verwaltungsaufwand in Zusammenhang mit dem allgemeinen Verwaltungsaufwand 3,94 Euro, Prüfer 250 Euro).
Die Gesamtgebühren für die Erweiterung der Fahrlehrerlaubnisklasse BE
auf die Klasse CE oder DE belaufen sich somit auf 735,48 Euro (fahrpraktische Prüfung 300,52 Euro, schriftliche und mündliche Fachkundeprüfung 434,96 Euro).
Addition von Gebühren-Nummern
Bei der gleichzeitigen Erweiterung auf die Klasse A und CE und/oder DE
werden die Gebühren der Nummer 301.2 und 301.3 addiert.
Die Gesamtgebühren belaufen sich dann auf 1.408,46 Euro (672,98 Euro
für die Klasse A + 735,48 Euro für die Klasse CE).
Hinsichtlich der Auslagen verbleibt es bei der Regelung in § 2 GebOSt.
Zu den Auslagen zählen insbesondere Fernsprechgebühren im Fernverkehr, Reisekosten, Entgelte für Zustellungen durch die Post mit Postzustellungsurkunde sowie Kosten für die Bereitstellung von Räumen.
Wichtige Zahlen 2014
Präsentationsprüfung - Ricarda-Huch
Familien-Zuordnungen Im Teilnehmer
Protokollformular EW Abschlusskolloquium WiPäd