Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F20-06-2016-4A_590-2015
Timestamp: 2016-09-30 16:53:02
Document Index: 123343215

Matched Legal Cases: ['Art. 99', 'Art. 100', 'Art. 96', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 75', 'Art. 42', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 329', 'Art. 329', 'Art. 8', 'Art. 329', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 329', 'Art. 55', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 55', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 42']

4A_590/2015 (20.06.2016)
4A_590/2015 � � Urteil vom 20. Juni 2016
alle drei vertreten durch Rechtsanwalt Werner Schib,
Arbeitsvertrag; Ferien; Freitage,
E.________ (Kl�ger; Beschwerdegegner) arbeitete ab dem 1. Februar 1996 als landwirtschaftlicher Angestellter von A.________ sel. (nachfolgend: der Verstorbene) beziehungsweise nach dessen Tod am 30. Juni 2011 f�r dessen Erben, B.A.________, C.A.________ (Ehefrau des Verstorbenen) und D.A.________ (alle drei: Erben, Beklagte und Beschwerdef�hrer). Mit Schreiben vom 21. M�rz 2012 k�ndigten die Erben das Arbeitsverh�ltnis mit dem Kl�ger auf den 30. Juni 2012.
Mit Klage vom 14. Februar 2013 gelangte der Kl�ger an das Bezirksgericht Kulm. Er verlangte, nachdem er sein Rechtsbegehren in der Replik angepasst hatte, die Beklagten seien unter solidarischer Haftbarkeit zu verpflichten, ihm Fr. 93'880.70 abz�glich den auf Fr. 77'521.50 geschuldeten Sozialversicherungsbeitr�gen und zuz�glich Zins zu bezahlen. Am 30. Juni 2014 verpflichtete das Bezirksgericht die Beklagten, dem Kl�ger Fr. 571.25 nebst Zins zu bezahlen. Auf Berufung des Kl�gers sprach ihm das Obergericht des Kantons Aargau zus�tzlich zum erst instanzlich zugesprochenen Betrag Fr. 12'160.-- als Ferienabgeltungsanspruch und Fr. 73'710.70 als Freitageabgeltungsanspruch zu, jeweils abz�glich der gesetzlich geschuldeten Sozialversicherungsbeitr�ge und zuz�glich Zins.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragen die Beklagten dem Bundesgericht, den Entscheid des Obergerichts aufzuheben und die Klage lediglich im vom Bezirksgericht zugesprochenen Umfang gutzuheissen. Ihrem Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung gab das Bundesgericht mit Pr�sidialverf�gung vom 10. Dezember 2015 statt. Der Beschwerdegegner beantragt mit Eingabe vom 8. Dezember 2015, die Beschwerde kostenf�llig abzuweisen. Zudem sei festzustellen, dass die Beschwerdef�hrer f�r die ihm durch das Obergericht zugesprochene Forderung solidarisch hafteten. Das Obergericht hat auf Vernehmlassung verzichtet, w�hrend die Beschwerdef�hrer unaufgefordert eine Beschwerdereplik eingereicht haben. Der Beschwerdegegner hat keine Gegenbemerkungen angebracht.
Dem angefochtenen Entscheid ist nicht zu entnehmen, dass der Beschwerdegegner seinen vor Bundesgericht als Feststellungsbegehren formulierten Antrag so bereits im kantonalen Verfahren gestellt h�tte. Als eigentliches Feststellungsbegehren w�re der Antrag daher neu und damit unzul�ssig (Art. 99 BGG). Selbst wenn der Beschwerdegegner mit seinem Antrag entgegen dem Wortlaut keine eigentliche Feststellung anstreben sollte, sondern lediglich wie bereits vor der Vorinstanz die solidarische Verpflichtung der Beschwerdef�hrer, w�re auf das Begehren nicht einzutreten. Soweit der Beschwerdegegner eine Ab�nderung des angefochtenen Entscheides zu seinen Gunsten h�tte erreichen wollen, h�tte er selbst rechtzeitig Beschwerde erheben m�ssen. Im Zeitpunkt der Beschwerdeantwort war die Beschwerdefrist (Art. 100 BGG) abgelaufen. Die M�glichkeit, im Rahmen der Beschwerdeantwort in Sinne einer "Anschlussbeschwerde" eine Ab�nderung des angefochtenen Entscheides zu Ungunsten der beschwerdef�hrenden Partei zu verlangen, ist im Gesetz nicht vorgesehen (vgl. Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 4342 Ziff. 4.1.4.5 zu Art. 96 E-BGG).
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Beschwerdeschrift in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Unerl�sslich ist dabei, dass die beschwerdef�hrende Partei auf die Begr�ndung des angefochtenen Urteils eingeht und im Einzelnen darlegt, worin sie eine Verletzung von Bundesrecht sieht (BGE 140 III 86 E. 2 S. 89, 115 E. 2 S. 116). Die beschwerdef�hrende Partei soll in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die sie im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116 mit Hinweis).
2.1.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Dazu geh�ren sowohl die Feststellungen �ber den streitgegenst�ndlichen Lebenssachverhalt als auch jene �ber den Ablauf des vor- und erstinstanzlichen Verfahrens, also die Feststellungen �ber den Prozesssachverhalt (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 17 f. mit Hinweisen). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117, 264 E. 2.3 S. 266). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein k�nnen (Art. 97 Abs. 1 BGG).
2.1.1.�Willk�rlich ist ein Entscheid nach konstanter Rechtsprechung nicht schon dann, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid wegen Willk�r vielmehr nur auf, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Dabei gen�gt es nicht, wenn sich nur die Begr�ndung des angefochtenen Entscheides als unhaltbar erweist. Eine Aufhebung rechtfertigt sich nur dann, wenn der Entscheid auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f.; 129 I 8 E. 2.1 S. 9; je mit Hinweisen).
2.1.2.�Die Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweisw�rdigung erweist sich als willk�rlich (Art. 9 BV), wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unber�cksichtigt gelassen oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat. Dass die von Sachgerichten gezogenen Schl�sse nicht mit der eigenen Darstellung der beschwerdef�hrenden Partei �bereinstimmen, belegt keine Willk�r (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen).
2.2.�F�r eine Kritik am festgestellten Sachverhalt gilt das strenge R�geprinzip von Art. 106 Abs. 2 BGG (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen). Das Bundesgericht ist keine letzte Appellationsinstanz, die von den Parteien mit vollkommenen Rechtsmitteln angerufen werden k�nnte (vgl. zit. Botschaft, BBl 2001 4342 Ziff. 4.1.4.5 zu Art. 97 E-BGG). Es gen�gt nicht, dem Bundesgericht, ohne eine substanziierte Sachverhaltsr�ge zu erheben, unter gelegentlichem Hinweis auf die Akten einfach einen �ber die tats�chlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid hinausgehenden Sachverhalt zu unterbreiten, daraus vom angefochtenen Urteil abweichende Schl�sse zu ziehen und dieses als willk�rlich oder rechtsverletzend zu bezeichnen. Ein derartiges Vorgehen verkennt die grunds�tzliche Bindung des Bundesgerichts an die tats�chlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid (Art. 97 und Art. 105 BGG). Es geht nicht an, in einer Beschwerde in Zivilsachen appellatorische Kritik an der Beweisw�rdigung des kantonalen Gerichts zu �ben und Erg�nzungen bez�glich der tats�chlichen Feststellungen vorzunehmen, als ob dem Bundesgericht im Beschwerdeverfahren die freie Pr�fung aller Tatfragen zuk�me (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 136 II 489 E. 2.8 S. 494).
2.3.�Wer den Sachverhalt erg�nzen will, hat zudem mit pr�zisen Aktenhinweisen darzulegen, dass er entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 86 E. 2 S. 90). Gen�gt die Kritik diesen Anforderungen nicht, k�nnen Vorbringen mit Bezug auf einen Sachverhalt, der vom angefochtenen Entscheid abweicht, nicht ber�cksichtigt werden (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18). Neue Vorbringen sind nur zul�ssig, soweit erst der angefochtene Entscheid dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG), was wiederum n�her darzulegen ist (BGE 133 III 393 E. 3 S. 395).
2.4.�Die dargelegten Grunds�tze werden in der Beschwerde �ber weite Strecken missachtet. Die Beschwerdef�hrer versuchen aufzuzeigen, weshalb die erste Instanz die Klage zu Recht weitgehend abgewiesen hat. Anfechtungsobjekt ist aber nicht der erstinstanzliche, sondern der letztinstanzliche Entscheid (Art. 75 Abs. 1 BGG). Mit dessen Beweisergebnis setzt sich die Beschwerde nicht hinreichend auseinander, sondern geht einfach unter Hinweis auf Beweismittel von einer anderen tats�chlichen Grundlage aus. Ein derartiges Vorgehen gen�gt den Begr�ndungsanforderungen (Art. 42 Abs. 2 BGG) nicht.
Vor Bundesgericht strittig sind der Ferien- und der Freitageabgeltungsanspruch. Dabei geht es zun�chst um die Beweislastverteilung.
3.1.�Das Bezirksgericht ging davon aus, der Beschwerdegegner habe im Betrieb des Verstorbenen eine besondere Stellung bekleidet. Einerseits habe der Beschwerdegegner umfassende Kompetenzen gehabt und alleine beziehungsweise zusammen mit dem Verstorbenen strategische Entscheide f�llen k�nnen. Andererseits habe der Hof nur aufgrund der Finanzierung durch Darlehen des Beschwerdegegners �berleben k�nnen. Die vom Beschwerdegegner eingebrachten Mittel seien mit Blick auf die vereinbarte Hof�bernahme zur Verf�gung gestellt worden. Der Kl�ger sei Gesch�ftspartner des Verstorbenen gewesen. Die Organisation auf dem Hof sei klar getrennt gewesen. Der Verstorbene habe sich um die Viehwirtschaft und die Finanzen, der Beschwerdegegner um den Rest der anfallenden Arbeiten gek�mmert. Der Verstorbene sei daneben einer Erwerbst�tigkeit nachgegangen und nur am Morgen bei der Betreuung der K�he auf dem Hof anwesend gewesen. Der Beschwerdegegner sei somit fast die ganze Zeit alleine auf dem Hof gewesen, habe die Arbeiten nach seinem Gutd�nken erledigt und sei frei gewesen, den Tagesablauf zu organisieren. Er habe die Arbeiten mehr oder weniger ohne Aufsicht durch den Verstorbenen erledigt. Er habe in dessen Namen Vertr�ge abgeschlossen. Seine Entl�hnung habe derjenigen eines Betriebsleiters entsprochen. Nachdem der Verstorbene ihm am 10. Dezember 2010 eine Vollmacht erteilt hatte, sei der Beschwerdegegner bei der Ausgestaltung seiner Ferien- und Freitage ohnehin frei gewesen, so dass es ihm ohne Weiteres m�glich gewesen w�re, die angeh�uften Ferien- und Freitage zu beziehen. Weiter h�tte er die Anzahl der nicht bezogenen Ferien- und Freitage ordnungsgem�ss festhalten k�nnen. Da der Beschwerdegegner in der Ausgestaltung seiner Freizeit erhebliche Freiheit gehabt habe, sei die Beweislast umzukehren, so dass er den Beweis zu erbringen habe, wieviele Ferien und Freitage w�hrend des Arbeitsverh�ltnisses effektiv bezogen worden seien.
Aber auch davon abgesehen habe der Beschwerdegegner seine Anspr�che nicht hinreichend substanziiert. Die Agenda, welche nach seinen Angaben dazu gedient habe, die Ferien- und Freitageanspr�che abzusch�tzen, habe er aus unklaren Gr�nden dem Gericht nicht eingereicht. Aufgrund der mangelnden Substanziierung sah sich das Bezirksgericht nicht in der Lage, den Umfang der nicht bezogenen Ferien- und Freitage gest�tzt auf Art. 42 Abs. 2 OR zu sch�tzen.
3.2.�Die Vorinstanz erkannte, die in Rechtsprechung und Lehre teilweise angenommene Beweislastumkehr, wenn der Arbeitnehmer erhebliche Freiheit hat, den Ferienbezug selbst zu bestimmen, sei hier nicht massgebend. Sie habe F�lle vor Augen, in denen es dem Arbeitgeber kaum m�glich sei, festzustellen, ob der Arbeitnehmer seine Ferien bezogen habe oder nicht, und in denen der Arbeitnehmer die ihm gebotenen Gelegenheiten zum Ferienbezug ohne triftigen Grund nicht genutzt habe. Dem Verstorbenen sei es aber trotz seiner 80 % Anstellung bei der Gemeinde durchaus m�glich gewesen, den Ferien- und Freitagebezug des Beschwerdegegners festzustellen, zumal der Verstorbene selbst auf dem Hof gelebt und sich dort morgens um die Milchwirtschaft gek�mmert habe. Von Seiten des Verstorbenen oder der Beschwerdef�hrer sei aber nie ein Zeitpunkt f�r die Ferien bestimmt worden, wie dies in � 7 Abs. 3 des f�r den Kanton Aargau erlassenen Normalarbeitsvertrags �ber das Arbeitsverh�ltnis in der Landwirtschaft vom 24. November 2004 (NAV; SAR 963.372) vorgeschrieben sei. Aufgrund von � 11 Abs. 2 NAV w�re der Arbeitgeber ausserdem verpflichtet gewesen, dem Arbeitnehmer sp�testens bei der Auszahlung des Lohns eine schriftliche Lohnabrechnung zu �bergeben, die auch eine Kontrolle der �berstunden, der arbeitsfreien Tage und des Ferienbezugs enthalte. Die besondere Stellung des Beschwerdegegners im Betrieb �ndere nichts daran, dass zwischen den Parteien ein landwirtschaftliches Arbeitsverh�ltnis bestanden habe, welches die Verantwortung f�r die Aufzeichnung der Arbeitszeit des Beschwerdegegners den Arbeitgebern zuweise. Daher liege die Beweislast, wie viele Ferien und Freitage bezogen worden seien, bei den Beschwerdef�hrern.
3.3.�Die Beschwerdef�hrer r�gen, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt. Mit Blick auf die grosse Freiheit des Beschwerdegegners betreffend der Arbeitseinteilung h�tte nach ihrer Auffassung die Beweislastumkehr greifen m�ssen.
3.4.�Nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts hat der Arbeitnehmer sowohl die vertragliche Verpflichtung des Arbeitgebers zur Gew�hrung von Ferien wie auch ihr Entstehen durch die Dauer des Arbeitsverh�ltnisses zu beweisen. Demgegen�ber tr�gt der Arbeitgeber die Beweislast daf�r, dass und wie viele Ferientage w�hrend der massgebenden Zeit vom Arbeitnehmer bezogen worden sind (BGE 128 III 271 E. 2a/bb S. 274; Urteile des Bundesgerichts 4A_398/2014 vom 21. November 2014 E. 4.2; 4D_144/2009 vom 4. Februar 2010 E. 5.2; 4A_333/2009 vom 3. Dezember 2009 E. 3, nicht publ. in: BGE 136 III 94). Dies gilt nach der Lehre allgemein f�r Freizeit des Arbeitnehmers (J�RG BR�HWILER, Einzelarbeitsvertrag, 3. Aufl. 2014, S. 251 N. 1b zu Art. 329 OR).
3.4.1.�Zwar wird in der Lehre unter Hinweis auf eine kantonale Entscheidung in der Tat die Auffassung vertreten, wenn der Arbeitnehmende erhebliche Freiheit habe, den Ferienbezug selbst zu bestimmen, treffe ihn die Beweislast, dass er keine Ferien habe beziehen k�nnen (vgl. ULLIN STREIFF/ADRIAN VON KAENEL/ROGER RUDOLPH, Arbeitsvertrag, 7. Aufl. 2012, N. 7 zu Art. 329c OR S. 670 f.). Zu pr�fen w�re allerdings zun�chst, ob die Voraussetzungen f�r eine eigentliche Beweislastumkehr durch Richterrecht �berhaupt gegeben sind (vgl. HANS PETER WALTER, in: Berner Kommentar, 2012, N. 465 ff. zu Art. 8 ZGB).
3.4.2.�Die Frage braucht nicht vertieft zu werden. In der kantonalen Entscheidung, auf die sich die Lehre bez�glich der "Umkehr der Beweislast" st�tzt, ging es konkret um einen Versicherungsinspektor. Im Entscheid wird sinngem�ss ausgef�hrt, die grosse Freiheit, die der Arbeitnehmer als Versicherungsinspektor hinsichtlich der Organisation seiner Arbeit und seiner Freizeit geniesse, erlaube es dem Arbeitgeber nicht zu kontrollieren, ob der Arbeitnehmer seine Ferien (wie vertraglich vorgesehen) im laufenden Jahr bezogen habe oder nicht. Die M�glichkeit, die Ferien zu nehmen, sei jedenfalls dem Status des Versicherungsinspektors inh�rent. In dieser Situation m�sse man in Bezug auf die Tatsache, dass dem Arbeitnehmer Ferien gew�hrt wurden, eine gewisse Umkehr der Beweislast zulassen, vor dem Hintergrund, dass der Arbeitnehmer treuwidrig handle, wenn der Arbeitgeber ihm Gelegenheit zum Ferienbezug einger�umt und er davon keinen Gebrauch gemacht habe (vgl. BR�HWILER, a.a.O., S. 264 N. 1 zu Art. 329c OR). In dieser Situation sei es Sache des Arbeitnehmers, glaubhaft zu machen, dass er die Ferien nicht wie vorgesehen im laufenden Jahr beziehen konnte (JU-TRAV 1997 S. 42 ff. 47). Es geht mithin nicht um eine eigentliche Umkehr der Beweislast bei Arbeitnehmern, denen die Freiheit einger�umt wurde, �ber den Ferienbezug weitgehend selbst zu bestimmen, sondern um den Schutz des Arbeitgebers vor einem treuwidrigen Verhalten des Arbeitnehmers, dem durch die Freiheit in der Arbeitszeitgestaltung die M�glichkeit zum Ferienbezug einger�umt wird, ohne dass der Arbeitgeber den Bezug kontrollieren k�nnte, und der trotzdem keine Ferien bezieht, ohne dass er glaubhaft machen k�nnte, dass ihm dies nicht m�glich gewesen w�re. Zu denken ist dabei an F�lle, in denen es dem Arbeitnehmer aufgrund der ihm gew�hrten Freiheiten und den von ihm �bernommenen Aufgaben ohne Weiteres m�glich sein m�sste, die Ferien zu beziehen, und in denen der Arbeitgeber, dem die Kontrollm�glichkeit fehlt, nach Treu und Glauben davon ausgehen darf, der Arbeitnehmer habe die Ferien tats�chlich bezogen.
3.5.�Mit einer derartigen Situation ist der zu beurteilende Fall nicht zu vergleichen.
3.5.1.�Dass der Beschwerdegegner in seiner Arbeitsgestaltung frei war, kann nur Bedeutung erlangen, wenn ihm diese Freiheit mit Blick auf die tats�chlichen Gegebenheiten erlaubt h�tte, die Ferien- und Freitage tats�chlich zu beziehen. Dies setzt voraus, dass es Zeitabschnitte gab, in denen f�r das Funktionieren des Hofes entweder die Arbeitskraft des Beschwerdegegners nicht ben�tigt wurde oder aber jemand vorhanden war, der die in der Abwesenheit des Beschwerdegegners zu erledigenden Arbeiten �bernehmen konnte. Dass dies der Fall war, ist nicht festgestellt, und die Beschwerdef�hrer zeigen nicht auf, dass sie Entsprechendes im kantonalen Verfahren prozesskonform behauptet h�tten. Sie machen vor Bundesgericht zwar geltend, da der Verstorbene bei seiner Arbeit f�r die Gemeinde f�nf Wochen Ferien tats�chlich bezogen habe, h�tte der Beschwerdegegner in dieser Zeit seine Ferien- und Freitage beziehen k�nnen. Dass dies tats�chlich so gehandhabt wurde, ist aber nicht festgestellt. Waren es die Ferien des Verstorbenen, die den Bezug von Ferien erlaubt h�tten, ist zudem nicht dargetan, wie der Ferienbezug nach dem Tod des Verstorbenen ohne Wissen der Erben h�tte durchgef�hrt werden k�nnen. Zudem w�re unter dieser Pr�misse die Behauptung, der Verstorbene habe den Ferien- und Freitagebezug des Beschwerdegegners nicht kontrollieren k�nnen, nicht nachvollziehbar. Insoweit erscheinen die Vorbringen der Beschwerdef�hrer als inkonsistent.
3.5.2.�Die Beschwerdef�hrer werfen dem Beschwerdegegner zwar ein rechtsmissbr�uchliches Verhalten vor. Gest�tzt auf das Beweisergebnis der Vorinstanz geht dieser Vorwurf aber ins Leere.
3.5.2.1.�Die Vorinstanz ging davon aus, dem Verstorbenen sei es m�glich gewesen zu kontrollieren, ob der Beschwerdegegner seine Ferien und Freitage bezog. Sie kam in W�rdigung der Beweise zum Schluss, dem Verstorbenen sei bewusst gewesen, dass der Beschwerdegegner nicht alle seine Ferien und Freitage bezogen habe. Von einem treuwidrigen Verhalten des Beschwerdegegners kann aber bei einem Dulden durch den Arbeitgeber keine Rede sein. Daran �ndert auch die Vollmacht, die der Verstorbene w�hrend seines Spitalaufenthalts zu Gunsten des Beschwerdegegners ausgestellt hat, nichts. Sie mag die Freiheit des Beschwerdegegners erweitern. Dies ist aber nicht entscheidend, solange der Arbeitgeber duldet, dass der Arbeitnehmer nicht s�mtliche Ferien- und Freitage bezieht. H�tte mit Erteilung der Vollmacht eine �nderung des bisherigen Ferien- und Freitage-Systems einhergehen sollen, h�tte der Verstorbene das anordnen k�nnen. Dass er dies getan h�tte, ist nicht festgestellt.
3.5.2.2.�Die Beschwerdef�hrer gehen in ihrer Argumentation entgegen der Vorinstanz davon aus, der Arbeitgeber habe die Forderung des Arbeitnehmers nicht gekannt. Sie machen geltend, bei der Voraussetzung der Kenntnis einer Forderung k�nne es sich nur um die konkrete Forderung handeln, die in einem genau bestimmten Anspruch in Tagen beziehungsweise Franken bestehe. Den Umfang des Anspruchs h�tten die Beschwerdef�hrer aber erst erkannt, als ihn der Beschwerdegegner nach erfolgter K�ndigung geltend gemacht habe. Der behauptete Ferien- und Freitageanspruch sei - im Gegensatz zur sich ver�ndernden Darlehenssumme - nicht schriftlich fixiert worden. Auch dies sei ein Indiz daf�r, dass die Beschwerdef�hrer davon ausgehen durften, der Beschwerdegegner mache keinen Anspruch aus Ferien- und Freitagen geltend.
3.5.2.3.�Gem�ss einer Zeugenaussage, welche die Vorinstanz als glaubw�rdig einstufte und auf die sie abgestellt hat, hat der Verstorbene im Zusammenhang mit Ferien und Freizeit gesagt, er sei froh und dankbar, dass er den Beschwerdegegner habe; er k�nne das nur honorieren, wenn er dem Beschwerdegegner dereinst den Betrieb zu einem guten Preis �bertrage.
Ob zwischen dem Beschwerdegegner und dem Verstorbenen eine Vereinbarung getroffen wurde, wonach nicht bezogene Ferien- und Freitage im Rahmen der geplanten Hof�bernahme zu honorieren seien (die Beschwerdef�hrer machen geltend, der Beschwerdegegner habe eine derartige Vereinbarung nicht rechtzeitig behauptet) und ob eine solche Vereinbarung rechtlich zul�ssig w�re (was die Beschwerdef�hrer bestreiten), ist unerheblich. Entscheidend ist, dass der Verstorbene das Verhalten des Beschwerdegegners in Kenntnis des Nichtbezugs von Ferien- und Freitagen toleriert hat und weder davon ausging, der Beschwerdegegner habe die Ferien- und Freitage im Rahmen seiner freien Arbeitsgestaltung bezogen noch der Arbeitnehmer m�sse seine Forderungen regelm�ssig beziffern. Auch ging er nicht davon aus, die Arbeiten seien unentgeltlich erfolgt. Damit scheidet insoweit ein rechtsmissbr�uchliches Verhalten des Beschwerdegegners aus und kann von ihm nicht verlangt werden, dass er glaubhaft macht, er habe die Ferien nicht beziehen k�nnen. Selbst wenn tats�chlich die M�glichkeit zum Bezug der Freitage und Ferien bestanden h�tte, w�re dies nicht massgebend, solange der Arbeitgeber um den Nichtbezug weiss und diesen duldet.
3.5.2.4.�Das Wissen des Verstorbenen m�ssen sich seine Erben, die in seine Rechtsstellung eintreten, entgegenhalten lassen. Es kann sich nur die Frage stellen, ob die Zeit nach seinem Ableben anders zu beurteilen ist. Die Beschwerdef�hrer behaupten zwar, es sei ihnen nach dem Tod des Verstorbenen nicht m�glich gewesen, den Ferienbezug des Beschwerdegegners zu kontrollieren. Selbst wenn dies zutreffen sollte, zeigen sie nicht rechtsgen�glich auf, dass der Beschwerdegegner dies h�tte erkennen m�ssen, zumal sie selbst ausf�hren, die Beschwerdef�hrerin 2 sei auf dem Hof anwesend gewesen. Sie legen nicht rechtsgen�glich dar, woraus der Beschwerdegegner h�tte erkennen m�ssen, dass sie das vom Verstorbenen geduldete Verhalten nicht mehr akzeptierten, sondern davon ausgingen, der Beschwerdegegner beziehe alle seine Ferien- und Freitage.
3.5.3.�Die Vorinstanz ist damit zu Recht davon ausgegangen, dass die Ausgestaltung des Arbeitsverh�ltnisses nicht zu einer Umkehr der Beweislast gef�hrt hat. Aber auch der von den Beschwerdef�hrern gegen�ber dem Beschwerdegegner erhobene Vorwurf des Rechtsmissbrauches, hat sie zu Recht zur�ckgewiesen.
3.6.�Die Beschwerdef�hrer berufen sich darauf, zufolge Beweisvereitelung habe eine Umkehr der Beweislast zu erfolgen und sei diese dem Beschwerdegegner aufzuerlegen. Sie machen geltend, der Beschwerdegegner habe die Agenden, die ihm nach eigenen Angaben dazu gedient hatten, seinen Ferien- und Freitageanspruch abzusch�tzen, nicht eingereicht, sondern zur�ckbehalten. Es ist aber nicht festgestellt, dass die Beschwerdef�hrer diesbez�glich je ein Editionsbegehren gestellt h�tten, und sie zeigen dies in ihrer Beschwerde auch nicht auf. Damit kann von einer Beweisvereitelung keine Rede sein und kommt der Tatsache, dass die Beweisvereitelung nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts im Rahmen der Beweisw�rdigung zu ber�cksichtigen w�re und nicht zu einer Umkehr der Beweislast f�hrt (BGE 119 II 305 E. 1b/aa S. 306; 118 II 27 E. 3a S. 29; Urteil des Bundesgerichts 4A_257/2014 vom 29. September 2014 E. 3.5, publ. in sic!, 1/2015 S. 37; WALTER, a.a.O., N. 321 zu Art. 8 ZGB mit Hinweisen auch auf abweichende Lehrmeinungen), keine Bedeutung zu. Mit Blick auf die Beweislastverteilung ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden.
Die Vorinstanz ging unter Hinweis auf STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, a.a.O., N. 7 zu Art. 329c OR S. 670, welche ihrerseits auf ein Urteil ZK2 10 23 des Kantonsgerichts von Graub�nden vom 24. M�rz 2011 ( http://www.lawsearch.gr.ch/download/KG_Entscheide/Entscheidungen%20KG/2011/ZK2/GRKG-20110324-ZK2-10-23-20111225.pdf, zuletzt besucht am 20. Juni 2016) verweisen, davon aus, es sei Sache des Arbeitnehmers, im Prozess seinen Ferienabgeltungsanspruch zu substanziieren, insbesondere indem er darlege, wie viele Ferientage aus welchem Jahr ihm nach seiner Auffassung noch zust�nden. Die Beschwerdef�hrer r�gen, der Beschwerdegegner sei seiner Substanziierungsobliegenheit nicht hinreichend nachgekommen.
4.1.�Die im Rahmen der Verhandlungsmaxime bestehende Behauptungslast (Art. 55 Abs. 1 ZPO) trifft grunds�tzlich jene Partei, die gem�ss Art. 8 ZGB die Beweislast f�r eine Tatsache tr�gt (vgl. BGE 132 III 186 E. 4 S. 191 mit Hinweis). Den Beschwerdegegner trifft die Behauptungs- und Substanziierungslast, soweit ihn nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 128 III 271 E. 2a/bb S. 274) die Beweislast trifft. Sofern er gegen�ber den Beschwerdef�hrern �ber einen Informationsvorsprung verf�gt und diese aus eigener Wahrnehmung keine Angaben machen k�nnen, ist er dar�ber hinaus gehalten, deren Behauptungen substanziiert zu bestreiten (vgl. BGE 133 III 43 E. 4.1 S. 54 mit Hinweis; WALTER, a.a.O., N. 192 zu Art. 8 ZGB).
4.2.�Die Frage nach dem Umfang der Behauptungslast braucht hier aber nicht vertieft zu werden, da der Vorwurf der mangelnden Substanziierung jedenfalls ins Leere geht. Die Anforderungen an die Substanziierung ergeben sich einerseits aus den Tatbestandsmerkmalen der angerufenen Norm und anderseits aus dem prozessualen Verhalten der Gegenpartei. Die Parteien haben im Rahmen von Art. 55 Abs. 1 ZPO alle Tatbestandselemente der materiellrechtlichen Normen zu behaupten, die den geltend gemachten Anspruch begr�nden. Der Behauptungslast ist Gen�ge getan, wenn die Parteien in ihrem Tatsachenvortrag in allgemeiner Weise s�mtliche Tatsachen benennen, welche unter die ihr Begehren st�tzenden Normen zu subsumieren sind. Ein solchermassen vollst�ndiger Tatsachenvortrag wird als schl�ssig bezeichnet, da er bei Unterstellung, er sei wahr, den Schluss auf die anbegehrte Rechtsfolge zul�sst. Bestreitet der Prozessgegner den schl�ssigen Tatsachenvortrag der behauptungsbelasteten Partei, greift eine �ber die Behauptungslast hinausgehende Substanziierungslast. Die Vorbringen sind diesfalls nicht nur in den Grundz�gen, sondern in Einzeltatsachen zergliedert so umfassend und klar darzulegen, dass dar�ber Beweis abgenommen oder dagegen der Gegenbeweis angetreten werden kann (BGE 127 III 365 E. 2b S. 368; Urteile des Bundesgerichts 4A_1/2016 vom 25. April 2016 E. 2.1; 4A_210/2009 vom 7. April 2010 E. 3.2; je mit Hinweisen). F�r den Ersatzanspruch f�r nicht bezogene Ferien- und Freitage spielt (mit Ausnahme der Frage einer allf�lligen Verj�hrung) keine Rolle, wann genau der Arbeitnehmer Freitage und Ferien nicht bezogen hat und auch die n�heren Umst�nde sind grunds�tzlich nicht von Belang, soweit der Arbeitgeber (wie hier der Verstorbene) duldet, dass der Arbeitnehmer die Ferien und Freitage nicht bezog. Eine Pflicht zur weiteren Substanziierung k�nnte sich unter diesen Umst�nden nur aus dem prozessualen Verhalten des Arbeitgebers ergeben, indem dieser zu erkennen gibt, dass er f�r ein substanziiertes Behaupten oder Bestreiten auf weitere Angaben des Arbeitnehmers angewiesen ist. Soweit der Arbeitgeber selbst die Beweislast tr�gt, ist zus�tzlich Voraussetzung, dass mit Blick auf ein zu Gunsten des Arbeitnehmers bestehendes Informationsgef�lle von diesem weitere Ausf�hrungen verlangt werden k�nnen (vgl. BGE 133 III 43 E. 4.1 S. 54 mit Hinweis; WALTER, a.a.O., N. 192 zu Art. 8 ZGB). Die Beschwerdef�hrer zeigen aber nicht auf, dass aufgrund ihrer Eingaben vor Bezirksgericht Anlass zu einer weitergehenden Substanziierung bestand.
4.2.1.�Der Beschwerdegegner hat nach den Feststellungen der Vorinstanz in der Klage aufgef�hrt, wieviele Ferientage er in welchem Jahr bezogen haben will und gest�tzt darauf seinen Anspruch berechnet. Auch den eingeklagten Abgeltungsanspruch f�r nicht bezogene Freitage zwischen Ende August 2006 bis 30. Juni 2012 habe er detailliert dargestellt.
4.2.2.�Die Beschwerdef�hrer bestritten gem�ss dem angefochtenen Entscheid die vom Beschwerdegegner angeblich nicht bezogenen Ferientage und machten geltend, dieser habe s�mtliche Ferien bezogen, wof�r eine hohe Wahrscheinlichkeit spreche. Sie bestritten ausserdem, den geltend gemachten Freitageabgeltungsanspruch und die Behauptung des Beschwerdegegners, er habe die von ihm geltend gemachten Freitage nicht beziehen k�nnen.
4.2.3.�Die Vorinstanz kam zu Recht zum Schluss, dass sich der Beschwerdegegner aufgrund dieser generellen und nicht weiter substanziierten Ausf�hrungen nicht veranlasst sehen musste, in der Replik hinsichtlich der Freitage mit Datumsangabe genau festzuhalten, wann, an welchen Tagen er frei beziehungsweise nicht frei gehabt habe. Wenn die Beschwerdef�hrer zur Substanziierung ihrer Ausf�hrungen diesbez�glich auf weitere Angaben angewiesen gewesen w�ren, h�tten sie darauf in der Klageantwort hinweisen k�nnen. Entsprechende Ausf�hrungen erfolgten nach den Feststellungen der Vorinstanz aber erst im Berufungsverfahren. Soweit die Beschwerdef�hrer behaupten, sie selbst und auch der Verstorbene h�tten schlicht keine Kenntnis davon gehabt, ob der Beschwerdegegner an freien Tagen gearbeitet habe oder nicht, und es sei ihnen daher nicht m�glich, die Anzahl der nicht bezogenen Freitage und Ferien substanziiert zu bestreiten, weichen sie damit einerseits von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz ab. Zudem h�tte gen�gt darzutun, inwiefern sie zur sachgerechten Behauptung oder Bestreitung auf weitere Angaben angewiesen sind.
4.3.�Die Beschwerdef�hrer diskutieren die vom Beschwerdegegner angestellten Berechnungen und geben sie als unglaubw�rdig aus. Sie schliessen aus Zeugenaussagen, der Beschwerdegegner habe auch seine Freizeit auf dem Hof verbracht und Arbeit und Freizeit vermischt. Damit stellen sie wie in einem erstinstanzlichen Verfahren den Sachverhalt unter Hinweis auf die Beweismittel aus ihrer Sicht dar, ohne sich mit dem angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen. Derartig appellatorische Ausf�hrungen k�nnen vom Bundesgericht nicht ber�cksichtigt werden. Mit dem Einwand, es k�nne keine Sch�tzung nach Art. 42 Abs. 2 OR erfolgen, da es dem Beschwerdegegner zuzumuten gewesen w�re, genauere Angaben zu machen und seine Agenden einzureichen, sind sie nicht zu h�ren. Wenn sie als f�r den Bezug der Ferien- und Freitage beweisbelastete Partei in der Klageantwort weder vom Beschwerdegegner n�here Angaben verlangt haben noch die Edition der Agenden, k�nnen sie aus der Tatsache, dass der Beschwerdegegner allenfalls n�here Angaben h�tte machen k�nnen, nichts zu ihren Gunsten ableiten. Das gilt auch, soweit sie mit Blick auf die Tatsache, dass der Beschwerdegegner seine Agenden nicht beim Gericht eingereicht hat, das Abstellen der Vorinstanz auf die vom Beschwerdegegner vorgenommenen Sch�tzung als willk�rlich beanstanden.
Bei der Sch�tzung der nicht bezogenen Ferien- und Freitage sah die Vorinstanz keinen Anlass, von den Angaben des Beschwerdegegners abzuweichen, nachdem nichts darauf hindeute, dass dieser in Tat und Wahrheit mehr Ferien- und Freitage bezogen habe, als in der Klage behauptet. Dies r�gen die Beschwerdef�hrer als willk�rlich.
5.1.�Die Beschwerdef�hrer machen geltend, da die Angaben des Beschwerdegegners selbst auf einer Sch�tzung beruhten, deute sehr viel darauf hin, dass dieser mehr Ferien- und Freitage bezogen habe, als behauptet. Allein aus der Tatsache, dass die Werte gesch�tzt sind, folgt dies indessen nicht, da die Sch�tzung sowohl zu Gunsten als auch zu Ungunsten des Beschwerdegegners von der Realit�t abweichen kann. Die Beschwerdef�hrer m�ssten aufzeigen, dass zwingende Indizien daf�r bestehen, der Beschwerdegegner habe die Sch�tzung zu seinen Gunsten vorgenommen, und dass sie sich darauf vor der Vorinstanz prozesskonform berufen haben. Entsprechende rechtsgen�gliche Ausf�hrungen finden sich in der Beschwerde nicht.
5.2.�Die Beschwerdef�hrer beanstanden, die Vorinstanz habe auf die Angaben des Beschwerdegegners abgestellt mit der Begr�ndung, sie h�tten die Anzahl der Freitage nicht substanziiert bestritten. Dabei h�tten sie bereits in der Klageantwort bestritten, dass der Kl�ger die geltend gemachten Freitage nicht habe beziehen k�nnen. Ein weitergehendes Bestreiten sei nicht notwendig.
Die Vorinstanz hat nicht ohne Weiteres auf die Angaben des Beschwerdegegners abgestellt, sondern ist in W�rdigung der Beweise zum Schluss gekommen, der Beschwerdegegner habe tats�chlich nicht s�mtliche Ferien- und Freitage bezogen und der Verstorbene sei sich dessen bewusst gewesen. Da der Verstorbene das Verhalten des Beschwerdegegners geduldet hat, kommt der Frage, ob dieser die Ferien- und Freitage h�tte beziehen k�nnen, keine Bedeutung zu. Insoweit erachtete die Vorinstanz die Bestreitung der Beschwerdef�hrer nicht als ungen�gend, sondern gelangte gest�tzt auf ein von den Behauptungen der Beschwerdef�hrer abweichendes Beweisergebnis zu einem f�r die Beschwerdef�hrer ung�nstigen Resultat. Erst nachdem die Vorinstanz entgegen den Behauptungen der Beschwerdef�hrer zum Schluss gekommen war, dass entsprechend den Behauptungen in der Klage abzugeltende Ferien- und Freitage bestanden, hat sie auf die Sch�tzung des Beschwerdegegners abgestellt.
5.3.�Dass die Beschwerdef�hrer f�r diesen Fall substanziierte Einw�nde gegen die Berechnung des Beschwerdegegners vorgebracht h�tten, die bei der Vorinstanz zwingend Zweifel an der Sch�tzung h�tten wecken m�ssen, zeigen sie nicht rechtsgen�glich auf. Sie verweisen vielmehr vor Bundesgericht auf eine Zeugenaussage, wonach der Beschwerdegegner Arbeiten auf dem Hof auch als Ferien und Freizeit angesehen habe. Diese Ausf�hrungen offenbaren ein Missverst�ndnis. Entscheidend ist, dass der Arbeitnehmer mit Wissen des Arbeitgebers f�r diesen Arbeit leistet, statt Ferien zu beziehen. Dass der Arbeitnehmer seine Arbeit allenfalls als Ferien empfindet oder diesen vorzieht, f�hrt nicht dazu, dass die Arbeit als Freizeit anzusehen w�re. Aus den Vorbringen der Beschwerdef�hrer folgt aber implizit, dass der Beschwerdegegner tats�chlich auch an freien Tagen auf dem Hof war und gearbeitet hat.
Damit ist die Beschwerde insgesamt abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die Beschwerdef�hrer kosten- und entsch�digungspflichtig.
Die Gerichtskosten von Fr. 4'000.-- werden unter solidarischer Haftbarkeit den Beschwerdef�hrern auferlegt.
Die Beschwerdef�hrer haben den Beschwerdegegner unter solidarischer Haftbarkeit f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 5'000.-- zu entsch�digen.