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Timestamp: 2016-09-27 00:11:14
Document Index: 312263545

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 64']

8C_641/2015 {T�0/2} � � Urteil vom 12. Januar 2016
A.a.�Der 1963 geborene A.________ war Monteur bei der Firma B.________AG. Am 22. Mai 1997 erlitt er bei einem Unfall Frakturen der Metatarsalek�pfchen II-V rechts, des Os cuneiforme rechts und des Os cuboideum links. Am 6. April 1999 meldete er sich bei der IV-Stelle des Kantons Thurgau zum Leistungsbezug an. Diese gew�hrte ihm am 9. Juni 2000 eine Umschulung/BBT-Anlehre zum Maschinenteil-Zeichner CAD, die er im 2002 erfolgreich abschloss; am 25. Januar 2001 �bernahm sie die Kosten f�r einen Deutsch-Unterricht. Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Entscheid vom 25. Januar 2006 sprach die AHV/IV-Rekurskommission des Kantons Thurgau dem Versicherten ab 1. Mai 1998 eine ganze Invalidenrente zu. Mit Verf�gung vom 5. November 2013 hob die IV-Stelle die Invalidenrente auf Ende des folgenden Monats nach Zustellung der Verf�gung auf. Die hiegegen gef�hrte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 19. Februar 2014 ab, was das Bundesgericht mit Urteil 8C_238/2014 vom 1. Juni 2015 best�tigte.
A.b.�Am 8. Mai 2013 stellte der Versicherte ein Gesuch um berufliche Massnahmen. Mit Verf�gung vom 26. Mai 2014 verneinte die IV-Stelle den Anspruch auf Arbeitsvermittlung.
Die gegen die letztgenannte Verf�gung erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 5. August 2015 ab.
Mit Beschwerde beantragt der Versicherte, der kantonale Entscheid sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne der Erw�gungen an die IV-Stelle, eventuell an die Vorinstanz, zur�ckzuweisen; es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren.
Die Vorinstanz hat die Grundlagen �ber die Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG), die Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG) und den Anspruch auf Arbeitsvermittlung (Art. 18 Abs. 1 lit. a IVG) richtig dargelegt. Gleiches gilt betreffend die Rechtsprechung, dass der Anspruch auf Arbeitsvermittlung weder der Invalidit�t noch eines Mindestinvalidit�tsgrades bedarf (SVR 2010 IV Nr. 24 S. 73 E. 4 [9C_373/2009]). Zur Begr�ndung dieses Anspruchs ist jedoch eine spezifische Einschr�nkung gesundheitlicher Art notwendig, wenn die Arbeitsf�higkeit einzig insoweit betroffen ist, als der versicherten Person nur leichte T�tigkeiten voll zumutbar sind. Die leistungsspezifische Invalidit�t des Anspruchs liegt vor, wenn die Behinderung Probleme bei der Stellensuche verursacht. Dies trifft z. B. zu, wenn wegen Stummheit oder mangelnder Mobilit�t kein Bewerbungsgespr�ch m�glich ist oder dem potenziellen Arbeitgeber die besonderen M�glichkeiten und Grenzen der versicherten Person erl�utert werden m�ssen (z.B. welche T�tigkeiten trotz Sehbehinderung erledigt werden k�nnen), damit sie �berhaupt eine Chance hat, den gew�nschten Arbeitsplatz zu erhalten (SVR 2010 IV Nr. 48 S. 149 E. 2.2 und 5.2 [9C_416/2009]; AHI 2003 S. 268 [I 421/01]; Urteil 9C_142/2015 vom 5. Juni 2015 E. 4.3; MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz �ber die Invalidenversicherung, Art. 18 N. 6). Darauf wird verwiesen.
3.1.�Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdef�hrer sei in einer leidensangepassten T�tigkeit wieder zu 100 % arbeitsf�hig. Beim trotz Gesundheitsschadens erzielbaren Invalideneinkommen sei das Bundesgericht im Urteil 8C_238/2014 (vgl. Sachverhalt lit. A.a) vom Anforderungsniveau 4 der Tabellenl�hne der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) ausgegangen. Laut Bundesgericht beschr�nkten sich die M�glichkeiten des Versicherten somit auf einfache Hilfst�tigkeiten. Dass seine Behinderung Probleme bei einer entsprechenden Stellensuche verursachen w�rde, ergebe sich aufgrund der Akten nicht, nachdem keine psychiatrisch relevanten Einschr�nkungen mehr gegeben seien und auch kein sozialer R�ckzug festzustellen sei. Einem potentiellen Arbeitgeber m�ssten zudem auch nicht die besonderen M�glichkeiten und Grenzen des Versicherten aufgezeigt werden, damit dieser �berhaupt eine Chance habe, den gew�nschten Arbeitsplatz zu erhalten. Die Voraussetzungen f�r den Anspruch auf eine Arbeitsvermittlung seien somit nicht gegeben.
3.2.�Der Versicherte reicht neu einen Flyer mit Referenzen vom 12. November 2013 ein. Er legt jedoch nicht dar, dass ihm dessen vorinstanzliche Beibringung trotz hinreichender Sorgfalt prozessual unm�glich und objektiv unzumutbar war. Er ist somit unbeachtlich (nicht publ. E. 1.3 des Urteils BGE 138 V 286, in SVR 2012 FZ Nr. 3 S. 7 [8C_690/2011]; Urteil 8C_695/2015 vom 19. November 2015 E. 3.2).
3.3.�Im Urteil 8C_238/2014 E. 6.3.2 stellte das Bundesgericht fest, gem�ss dem rheumatologischen Teilgutachten des Dr. med. C.________, Gutachtenzentrum D.________, vom 21. November 2011 - auf das sich der Versicherte beruft - sei diesem eine maximal leichte, wechselbelastende, vorwiegend sitzende T�tigkeit zumutbar; hierbei seien das Gehen, das Besteigen von Leitern, Ger�sten und Podesten, das Knien und Kauern sowie das Bedienen von Pedalen beidf�ssig hochgradig eingeschr�nkt. Zumutbar seien dem Versicherten Arbeiten gem�ss dem bis 2010 g�ltig gewesenen Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive T�tigkeiten) der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE).
Damit liegen beim Versicherten keine spezifischen Einschr�nkungen gesundheitlicher Art im Sinne der Rechtsprechung vor (vgl. E. 2 hievor). Vielmehr kann er eine seiner Restarbeitsf�higkeit entsprechende Arbeitsstelle auf dem massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459 f., 110 V 273 E. 4b S. 276) ohne Arbeitsvermittlung durch die IV-Stelle finden. Zu denken ist etwa an einfache �berwachungs-, Pr�f- und Kontrollarbeiten, die Bedienung und �berwachung von (halb-) automatischen Maschinen oder Produktionseinheiten sowie Sortierarbeiten, die mit keinerlei k�rperlicher Anstrengung verbunden sind und auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch vorwiegend sitzend angeboten werden (vgl. z.B. in RKUV 2005 UV Nr. 11 S. 35 nicht publ. E. 3.2 des Urteils U 66/02 vom 2. November 2004; Urteile 8C_12/2013 vom 13. Februar 2013 E. 3.1 f. und 8C_588/2007 vom 27. August 2008 E. 8.1 und 10.2). Die Suche nach einer solchen T�tigkeit bedarf keiner besonderen Kenntnisse. Der angefochtene Entscheid ist demnach nicht zu beanstanden,
Soweit der Versicherte andere berufliche Massnahmen als Arbeitsvermittlung sowie eine medizinische Therapie verlangt, ist darauf nicht einzutreten, da diese nicht Gegenstand der strittigen Verf�gung waren (BGE 131 V 164 E. 2.1).
Der unterliegende Versicherte tr�gt die Verfahrenskosten (Art. 66 Abs. 1, Art. 68 Abs. 2 BGG). Die unentgeltliche Rechtspflege kann ihm wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht gew�hrt werden (Art. 64 BGG). Damit entf�llt auch ein Anspruch auf Parteientsch�digung.