Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IV%20R%2026/14
Timestamp: 2020-01-28 15:45:55
Document Index: 373583527

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 20', '§ 9', '§ 20', 'Art. 3', '§ 39', '§ 15', '§ 9', '§ 11', '§ 11', '§ 15', '§ 9', '§ 9', '§ 126', '§ 126', '§ 143', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9']

Rechtsprechung: IV R 26/14 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BFH, 06.06.2019
https://dejure.org/2016,34986
BFH, 21.07.2016 - IV R 26/14 (https://dejure.org/2016,34986)
BFH, Entscheidung vom 21.07.2016 - IV R 26/14 (https://dejure.org/2016,34986)
BFH, Entscheidung vom 21. Juli 2016 - IV R 26/14 (https://dejure.org/2016,34986)
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Vorlage an den Großen Senat des BFH zur Frage der Gewährung der sog. erweiterten Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG für eine grundstücksverwaltende, gewerblich geprägte Personengesellschaft bei Beteiligung an einer grundstücksverwaltenden, nicht gewerblich geprägten ...
§ 9 Nr 1 S 1 GewStG 2002, § 9 Nr 1 S 2 GewStG 2002, § 9 Nr 1 S 5 Nr 1a GewStG 2002, § 9 Nr 2 GewStG 2002, § 20 GewStDV 2002
GewStG § 9 Nr. 1 Satz 1, 2 und 5 Nr. 1a, Nr. 2; GewStDV § 20; GG Art. 3 Abs. 1; AO § 39 Abs. 2 Nr. 2; EStG § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1, Abs. 3 Nr. 2
Erweiterte Kürzung der Gewerbesteuer bei Beteiligung grundstücksverwaltender, gewerblich geprägter Personengesellschaft an grundstücksverwaltender, nicht gewerblich geprägter Personengesellschaft
Gewährung der erweiterten Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG für grundstücksverwaltende, gewerblich geprägte Personengesellschaft bei Beteiligung an einer grundstücksverwaltenden, nicht gewerblich geprägten Personengesellschaft (Vorlage an den GrS)
Ausgliederung von Immobilien in Untergesellschaften: Freistellung von Gewerbesteuer?
Vorlage an den Großen Senat zur erweiterten GewSt-Kürzung
Gewerbesteuerprivilegierung für eigenen Grundbesitz auch bei Tochtergesellschaften?
Eigener Grundbesitz bei Beteiligungsstrukturen: Der Streit um die erweiterte Gewerbesteuerkürzung geht in die nächste Runde
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BFH vom 21.07.2016 - IV R 26/14 - Erweiterte Kürzung der Gewerbesteuer bei Beteiligung grundstücksverwaltender, gewerblich geprägter Personengesellschaft ..." von StBin Luise Uhl-Ludäscher, original erschienen in: ZfIR 2017, 18 ...
Kurznachricht zu "Wie transparent ist eine vermögensverwaltende Personengesellschaft?" von WP/StB Volker Bahlburg, original erschienen in: StuB 2017, 183 - 186.
Kurznachricht zu "Erweiterte GewSt-Kürzung und Zebragesellschaften" von Dr. Nevada Melan, original erschienen in: DB 2018, 3077 - 3080.
BFHE 254, 371
BStBl II 2017, 202
Der IV. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat mit Beschluss vom 21. Juli 2016 IV R 26/14 (BFHE 254, 371, BStBl II 2017, 202) dem Großen Senat des BFH auf Grundlage des § 11 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) die folgende Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt:.
Nachdem auf Anfrage des IV. Senats der I. Senat in seiner Sitzung am 28. April 2016 beschlossen hatte, an seiner im Urteil in BFHE 232, 194, BStBl II 2011, 367 geäußerten Rechtsauffassung festzuhalten, rief der IV. Senat mit Beschluss in BFHE 254, 371, BStBl II 2017, 202 gemäß § 11 Abs. 2 FGO den Großen Senat an.
Dies gilt auch für gewerblich geprägte Personengesellschaften, da sie --obwohl nicht gewerblich tätig-- nach § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG als Gewerbebetrieb gelten (ständige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschluss vom 21.07.2016 - IV R 26/14, BFHE 254, 371, BStBl II 2017, 202, m.w.N.).
Abweichendes ergibt sich auch nicht aus dem Vorlagebeschluss des Senats in BFHE 254, 371, BStBl II 2017, 202.
Damit ist der Große Senat des BFH der Rechtsauffassung des Senats gefolgt, die dieser bereits in seinem Vorlagebeschluss in BFHE 254, 371, BStBl II 2017, 202 vertreten hat und an der er festhält.
Da für eine vom Zivilrecht abweichende wirtschaftliche Zuordnung des Eigentums nichts ersichtlich ist, kommt es auf die Frage, ob sich der Begriff des "eigenen Grundbesitzes" nach zivilrechtlichen oder ertragsteuerlichen Gesichtspunkten bestimmt (vgl. dazu BFH, Vorlagebeschluss vom 21.07.2016 - IV R 26/14 -, BFHE 254, 371, BStBl II 2017, 202 m.w.N.), nicht an.
Der Senat geht nicht davon aus, dass die Überlassung der fremden Halle unentgeltlich erfolgte und bereits deshalb eine kürzungsunschädliche Nebentätigkeit vorliegt (vgl. BFH, Vorlagebeschluss vom 21.07.2016 - IV R 26/14 -, BFHE 254, 371, BStBl II 2017, 202 m.w.N.).
Gegen seinen Wortlaut ist die Auslegung eines Gesetzes allerdings nur ausnahmsweise möglich, wenn die wortgetreue Auslegung zu einem sinnwidrigen Ergebnis führt, das vom Gesetzgeber nicht beabsichtigt sein kann, oder wenn sonst anerkannte Auslegungsmethoden dies verlangen (vgl. BFH-Beschluss vom 21. Juli 2016 IV R 26/14, Bundessteuerblatt II 2017, 202, Rz. 36).
Der Feststellung des zum Ausdruck gekommenen objektivierten Willens des Gesetzgebers dienen die Auslegung aus dem Wortlaut der Norm (grammatikalische Auslegung), aus dem Zusammenhang (systematische Auslegung), aus ihrem Zweck (teleologische Auslegung) sowie aus den Gesetzesmaterialien und der Entstehungsgeschichte (historische Auslegung); zur Erfassung des Inhalts einer Norm darf sich der Richter dieser verschiedenen Auslegungsmethoden gleichzeitig und nebeneinander bedienen (vgl. statt vieler BFH-Beschluss vom 21. Juli 2016 IV R 26/14, BFHE 254, 371, BStBl II 2017, 202).
Der Feststellung des zum Ausdruck gekommenen objektivierten Willens des Gesetzgebers dienen die Auslegung des Wortlauts der Norm (grammatikalische Auslegung), der Zusammenhang (systematische Auslegung), der Zweck der Norm (teleologische Auslegung) sowie die Gesetzesmaterialien und die Entstehungsgeschichte (historische Auslegung; vgl. Vorlagebeschluss des BFH vom 21.07.2016 IV R 26/14, BStBl II 2017, 202, unter B. IV. 2. a) aa).
Damit ist der Große Senat des BFH der Rechtsauffassung des Senats gefolgt, die dieser bereits in seinem Vorlagebeschluss vom 21. Juli 2017 - IV R 26/14 (BFHE 254, 371, BStBl II 2017, 202) vertreten hat und an der er festhält.
BFH, 06.06.2019 - IV R 9/19 (IV R 26/14), IV R 9/19, IV R 26/14
https://dejure.org/2019,31025
BFH, 06.06.2019 - IV R 9/19 (IV R 26/14), IV R 9/19, IV R 26/14 (https://dejure.org/2019,31025)
BFH, Entscheidung vom 06.06.2019 - IV R 9/19 (IV R 26/14), IV R 9/19, IV R 26/14 (https://dejure.org/2019,31025)
BFH, Entscheidung vom 06. Juni 2019 - IV R 9/19 (IV R 26/14), IV R 9/19, IV R 26/14 (https://dejure.org/2019,31025)
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§ 9 Nr. 1 Sätze 2 ff. des Gewerbesteuergesetzes (GewStG), § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG, § 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung, § 126 Abs. 2 FGO, § 143 Abs. 2 FGO
§ 9 Nr 1 S 2 GewStG 2002, GewStG VZ 2007, GewStG VZ 2008, GewStG VZ 2009, GewStG VZ 2010
§ 9 Nr 1 S 2 GewStG 2002, GewStG VZ 2007, GewStG VZ 2008, GewStG VZ 2009, GewStG VZ 2010, GewStG VZ 2011, GewStG VZ 2013
Kürzung des Gewerbeertrags gem. § 9 Nr. S. 2 GewStG bei einer grundstücksverwaltenden, nur kraft ihrer Rechtsform der Gewerbesteuer unterliegenden Gesellschaft, die an einer rein grundstücksverwaltenden Personengesellschaft beteiligt ist
Erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG bei Beteiligung einer grundstücksverwaltenden, nur kraft ihrer Rechtsform der Gewerbesteuer unterliegenden Gesellschaft an einer grundst#uuml;cksverwaltenden, nicht gewerblich geprägten Personengesellschaft
Erweiterte Kürzung nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG; Beteiligung einer