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Timestamp: 2016-10-25 01:28:33
Document Index: 239721382

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 4', 'Art. 7', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 64']

8C_160/2010 (29.03.2010)
Die 1960 geborene I.________ war ab 14. August 2001 teilzeitlich als Crew-Mitarbeiterin f�r die Firma D.________ t�tig. Am 18. Juni 2008 meldete sie sich unter Hinweis auf "Beinschmerzen/Nerven" zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau holte Informationen zur gesundheitlichen und erwerblichen Situation ein. Nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens lehnte sie das Leistungsbegehren ab und gab zur Begr�ndung an, ein bleibender, invalidisierender Gesundheitsschaden sei nicht ausgewiesen und (k�rperlich) leichte bis mittelschwere T�tigkeiten seien im bisherigen Rahmen zumutbar, so dass kein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen oder auf eine Invalidenrente bestehe (Verf�gung vom 8. Juni 2009).
I.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und das Rechtsbegehren stellen, es sei ihr eine ganze Rente zuzusprechen; eventualiter sei das Verfahren "im Sinne der Erw�gungen zur�ckzuweisen". Ferner wird um unentgeltliche Prozessf�hrung und Verbeist�ndung ersucht.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze zu den Begriffen Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG) und Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG), zu den Voraussetzungen und zum Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 2 IVG [in der seit 1. Januar 2008 in Kraft stehenden Fassung]) sowie zum invalidit�tsbegr�ndenden Charakter psychischer Gesundheitssch�den (BGE 131 V 49; 130 V 352) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
3.1 Nach umfassender W�rdigung der medizinischen Akten gelangte die Vorinstanz zum nachvollziehbar begr�ndeten Ergebnis, es seien keinerlei Anzeichen f�r eine invalidisierende Krankheit zu finden. Die Versicherte sei - abgesehen von der ab 24. M�rz 2008 f�r einige Tage attestierten 100%igen Arbeitsunf�higkeit (�rztliches Zeugnis des Dr. med. W.________, Facharzt f�r Innere Medizin FMH, vom 23. M�rz 2008) - weder in psychischer noch in physischer Hinsicht in ihrer Leistungsf�higkeit eingeschr�nkt, weshalb die IV-Stelle den Leistungsanspruch zu Recht abgelehnt habe.
3.2.1 Diese Tatsachenfeststellung ist im letztinstanzlichen Prozess grunds�tzlich verbindlich. Im Rahmen der eingeschr�nkten Sachverhaltskontrolle (Art. 97 Abs. 1 BGG) ist es nicht Aufgabe des Bundesgerichts, die schon im vorinstanzlichen Verfahren im Recht gelegenen medizinischen Berichte neu zu w�rdigen und die rechtsfehlerfreie Sachverhaltsfeststellung des kantonalen Gerichts hinsichtlich der medizinisch begr�ndeten Einschr�nkung des Leistungsverm�gens und des Ausmasses der trotz gesundheitlicher Einschr�nkungen verbleibenden Arbeitsf�higkeit zu korrigieren (E. 1.2 hiervor).
3.2.2 Die Versicherte wendet ein, der Sachverhalt sei offensichtlich unvollst�ndig erhoben worden, womit eine korrekte rechtliche Pr�fung noch gar nicht m�glich sei. Soweit sie damit eine l�ckenhafte Abkl�rung des Gesundheitszustandes geltend macht, muss darauf hingewiesen werden, dass im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r liegt, wenn die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abkl�rungen den Versicherungstr�ger oder das Gericht bei umfassender, sorgf�ltiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweisw�rdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) zur �berzeugung f�hren, ein bestimmter Sachverhalt sei als �berwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360; 125 V 193 E. 2 S. 195, je mit Hinweisen) zu betrachten und es k�nnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr �ndern (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94). Es l�sst sich demgem�ss nicht beanstanden, dass das kantonale Gericht nach gr�ndlicher Auseinandersetzung mit den �rztlichen Unterlagen davon ausgegangen ist, der rechtserhebliche Sachverhalt sei gen�gend abgekl�rt worden. Da keine Einschr�nkung der Leistungsf�higkeit besteht, waren - entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin - auch weitere Erhebungen zu allf�lligen Eingliederungsmassnahmen obsolet.
3.2.3 Soweit letztinstanzlich in allgemeiner Weise vorgebracht wird, die Vorinstanz (oder die Verwaltung) habe Verfahrensfehler begangen, kann darauf nicht eingegangen werden, weil nicht dargelegt wird, welche "Verfahrensschritte" "zur Unzeit (...) durchgef�hrt oder unterlassen" worden sein sollen (Beschwerdeschrift, S. 6).
Die Beschwerdef�hrerin bem�ngelt schliesslich, das kantonale Gericht habe es vers�umt, das Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege zu pr�fen. Dieser Einwand ist mit Blick darauf, dass die Vorinstanz das Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Prozessf�hrung und Verbeist�ndung mit einl�sslich begr�ndetem Zwischenentscheid vom 9. September 2009 mangels Bed�rftigkeit abgelehnt hat, aktenwidrig.
Dem Prozessausgang entsprechend sind die Gerichtskosten von der Beschwerdef�hrerin als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und unentgeltliche Verbeist�ndung) im bundesgerichtlichen Verfahren ist wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG).