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Timestamp: 2016-09-26 00:13:58
Document Index: 162355167

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 90', 'Art. 42', 'Art. 100', 'Art. 89', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 113', 'Art. 112', 'Art. 1', 'Art. 5', 'Art. 18', 'Art. 33', 'Art. 46', 'Art. 58', 'Art. 60', 'Art. 60', 'Art. 60', 'Art. 95', 'Art. 8', 'Art. 42', 'Art. 86', 'BGE', 'Art. 65']

2C_576/2015 � � Urteil vom 29. Februar 2016
Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Mittner + Partner Treuhand Beratung Revision,
Mehrwertsteuer (1. Quartal 2005 - 4. Quartal 2008; Ermessenseinsch�tzung),
Die X.________ (hiernach: X.________ AG) betreibt einen Steinbruch in U.________. In den Jahren 2005 bis 2008 betrieb die Gesellschaft daneben ein Baugesch�ft. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung (ESTV) f�hrte im Juli 2010 bei der X.________ AG eine Kontrolle durch, welche sich auf die Abrechnungsperioden vom 1. Quartal 2005 bis zum 4. Quartal 2008 bezog. Dabei stellte sie verschiedene M�ngel in der Buchhaltung fest. Ferner kam sie zum Schluss, dass die produktiven L�hne f�r den Gesch�ftsbereich "Baugesch�ft" die Erfahrungszahlen massiv �berstiegen, was zu tiefe Verrechnungspreise an die nahestehende Baugesellschaft Y.________ indiziere. Zudem bem�ngelte sie zu tiefe Privatanteile und unberechtigterweise geltend gemachte Vorsteuern.
Mit Einsch�tzungsmitteilung vom 22. Dezember 2010 forderte die ESTV f�r die Abrechungsperioden vom 1. Quartal 2005 bis zum 4. Quartal 2008 Mehrwertsteuern im Betrag von insgesamt Fr. 145'640.-- zuz�glich Verzugszinsen ab 31. August 2007 nach. Auf Einsprache hin reduzierte die ESTV die Steuernachforderung auf Fr. 50'691.--, wobei sie verschiedene Korrekturen zugunsten der Steuerpflichtigen zuliess (Entscheid vom 9. April 2014). Von diesem Betrag entfielen Fr. 44'431.-- auf ermessensweise aufgerechnete Ums�tze. Die gegen den Einspracheentscheid gerichtete Beschwerde wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 1. Juni 2015 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 3. Juli 2015 beantragt die X.________ AG die Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
W�hrend das Bundesverwaltungsgericht auf Vernehmlassung verzichtet, beantragt die ESTV die Abweisung der Beschwerde.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts �ber die Mehrwertsteuer ist zul�ssig (Art. 82 f., 86 Abs. 1 lit. a, Art. 90 BGG). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 42 und Art. 100 Abs. 1 BGG) der hierzu legitimierten Beschwerdef�hrerin (Art. 89 Abs. 1 lit. a BGG) ist einzutreten.
1.2.�Mit der Beschwerde k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es pr�ft jedoch unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern der rechtliche Mangel nicht geradezu offensichtlich ist. Die Verletzung von Grundrechten pr�ft das Bundesgericht nur insoweit, als eine solche R�ge in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist; es gilt eine qualifizierte R�gepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 137 II 305 E. 3.3 S. 310 f.; 135 III 397 E. 1.4 S. 400; 133 II 249 E. 1.4.1 f. S. 254 mit Hinweisen).
1.3.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117). Die beschwerdef�hrende Partei kann die Feststellung des Sachverhalts unter den gleichen Voraussetzungen beanstanden, wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Eine entsprechende R�ge ist rechtsgen�glich substanziiert vorzubringen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen).
Am 1. Januar 2010 trat das neue Bundesgesetz vom 12. Juni 2009 �ber die Mehrwertsteuer (MWSTG; SR 641.20) in Kraft. Dessen Verfahrensbestimmungen finden auf h�ngige Verfahren sofort Anwendung (Art. 113 Abs. 3 MWSTG). In materieller Hinsicht bleiben die bisherigen Vorschriften auf alle w�hrend ihrer Geltungsdauer eingetretenen Tatsachen, entstandenen Rechtsverh�ltnisse und erbrachten Leistungen anwendbar (Art. 112 Abs. 1 und 2 MWSTG). Vorliegend finden daher in materieller Hinsicht noch das alte Bundesgesetz �ber die Mehrwertsteuer vom 2. September 1999 (aMWSTG; AS 2000 1300) und die zugeh�rigen Ausf�hrungsbestimmungen Anwendung.
Streitig und zu pr�fen sind mehrwertsteuerliche Nachbelastungen, welche die Kontrollperiode von Anfang 2005 bis Ende 2008 betreffen.
3.1.�Der Bund erhebt eine allgemeine Verbrauchssteuer nach dem System der Netto-Allphasensteuer mit Vorsteuerabzug (Mehrwertsteuer; Art. 1 Abs. 1 aMWSTG). Der Steuer unterliegen die in Art. 5 aMWSTG aufgez�hlten, durch steuerpflichtige Personen get�tigten Ums�tze, sofern diese nicht gem�ss Art. 18 aMWSTG von der Steuer ausgenommen sind.
3.2.�Bemessungsgrundlage der Mehrwertsteuer bei Lieferungen und Dienstleistungen ist das Entgelt. Dazu geh�rt alles, was der Empf�nger oder an seiner Stelle ein Dritter als Gegenleistung f�r die Lieferung oder die Dienstleistung aufwendet. Im Falle einer Lieferung oder Dienstleistung an eine nahe stehende Person gilt als Entgelt der Wert, der unter unabh�ngigen Dritten vereinbart w�rde (Art. 33 Abs. 1 und 2 aMWSTG).
3.3.�Im Mehrwertsteuerrecht gilt das Selbstveranlagungsprinzip. Die steuerpflichtige Person hat gegen�ber der ESTV unaufgefordert innert der gesetzlichen Frist in der vorgeschriebenen Form �ber die Steuer und die Vorsteuer abzurechnen (Art. 46 aMWSTG). Gem�ss Art. 58 aMWSTG hat die steuerpflichtige Person ihre Gesch�ftsb�cher ordnungsgem�ss zu f�hren und so einzurichten, dass sich daraus die Tatsachen, welche zur Feststellung des Bestandes und des Umfanges der Steuerpflicht von Bedeutung sind, leicht und zuverl�ssig ermitteln lassen.
3.4.�Wenn der Steuerpflichtige seiner Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflicht nicht nachgekommen ist oder sich aus seinen Gesch�ftsb�chern und Unterlagen die f�r die Bestimmung der Steuer massgebenden Einzelheiten nicht ergeben oder wenn die Buchhaltung aus anderen (formellen) Gr�nden keine Gew�hr f�r die Richtigkeit bietet, ist die ESTV nach Art. 60 aMWSTG berechtigt und verpflichtet, eine Sch�tzung der steuerbaren Ums�tze sowie der Steuer und der Vorsteuern nach pflichtgem�ssem Ermessen (sog. Ermessenseinsch�tzung) vorzunehmen. Aus welchen Gr�nden die Aufzeichnungen unvollst�ndig oder unzuverl�ssig sind, spielt dabei keine Rolle (Urteil 2C_812/2013 / 2C_813/2013 vom 28. Mai 2014 E. 2.4.1). Art. 60 aMWSTG schreibt eine Ermessenseinsch�tzung auch vor, wenn die ausgewiesenen Ergebnisse - selbst bei formell einwandfreien Aufzeichnungen - mit dem wirklichen Sachverhalt offensichtlich nicht �bereinstimmen (Urteil 2C_970/2012 vom 1. April 2013 E. 4.1). Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die in den B�chern enthaltenen Gesch�ftsergebnisse von den von der ESTV erhobenen branchenspezifischen Erfahrungszahlen wesentlich abweichen (SCH�RER/ BRUNNER, Verfahrensfragen bei der Mehrwertsteuer - und ihre Bedeutung f�r die Steuerpflichtigen, StR 64/2009, S. 169 ff., 183 mit Hinweisen).
In beiden Tatbestandsvarianten von Art. 60 aMWSTG hat die ESTV dabei diejenige Sch�tzungsmethode zu w�hlen, die den individuellen Verh�ltnissen im Betrieb des Steuerpflichtigen soweit als m�glich Rechnung tr�gt, auf plausiblen Annahmen beruht und deren Ergebnisse der wirklichen Situation m�glichst nahe kommen (Urteil 2C_41/2013 vom 16. Mai 2013 E. 3.1). Die Ermessensveranlagung hat somit zum Ziel, den tats�chlichen Gegebenheiten m�glichst gerecht zu werden. Es haftet ihr deshalb eine gewisse Unsicherheit an, die der Mehrwertsteuerpflichtige aufgrund seiner Pflichtverletzung jedoch selber zu vertreten hat (Urteil 2A.437/2005 vom 3. Mai 2006 E. 3.2).
3.5.�Im Fall einer Sch�tzung nach pflichtgem�ssem Ermessen ist vom Bundesgericht frei �berpr�fbare Rechtsfrage (Art. 95 lit. a BGG), ob die gesetzlichen Voraussetzungen der Ermessenseinsch�tzung gegeben sind. Trifft dies zu, kann alsdann ebenso mit voller Kognition gepr�ft werden, ob die Vorinstanz eine sachgerechte Bewertungsmethode herangezogen hat, indem sie sich auf eine Vorgehensweise festgelegt hat, die nachvollziehbar, plausibel, anerkannt ist, in vergleichbaren F�llen verbreitete Anwendung findet, anerkanntermassen besser oder mindestens ebenso bew�hrt ist wie andere Methoden und den Verh�ltnissen im konkreten Einzelfall Rechnung tr�gt (Urteil 2C_812/2013 / 2C_813/2013 vom 28. Mai 2014 E. 2.4.2 mit Hinweisen).
Die eigentliche Bewertung oder Sch�tzung, die aufgrund dieser Methoden vorzunehmen ist, geh�rt zu den Tatfragen, was eine Pr�fung nur unter dem beschr�nkten Gesichtswinkel der Willk�r zul�sst (Urteil 2C_309/2013 / 2C_310/2013 vom 18. September 2013 E. 2.3.2). Infolgedessen pr�ft das Bundesgericht das Ergebnis einer Bewertung oder Sch�tzung nur zur�ckhaltend, d.h. auf offensichtliche Fehler und Irrt�mer hin. Es obliegt der steuerpflichtigen Person, die Unrichtigkeit der Sch�tzung zu beweisen (zur Beweisf�hrungslast, Beweisw�rdigung, Beweislast und Normentheorie, welche Art. 8 ZGB verdeutlicht, Urteil 2C_715/2013 vom 13. Januar 2014 E. 2.3).
4.1.�Die Beschwerdef�hrerin macht sinngem�ss geltend, die Voraussetzungen f�r eine Veranlagung nach Ermessen seien nicht gegeben. Sie ist der Auffassung, es l�gen keine Verst�sse vor, welche die Ablehnung der Buchhaltung durch die ESTV f�r den Gesch�ftsbereich "Baugesch�ft" rechtfertigen w�rden. Zudem seien die gegen�ber der nahestehenden Baugesellschaft erbrachten Leistungen nach Massgabe des Drittpreises vorgenommen worden und der daraus erzielte steuerbare Umsatz ordentlich abgerechnet und versteuert worden.
4.2.�Den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen l�sst sich unter anderem entnehmen, dass die Beschwerdef�hrerin in den Jahren 2006 und 2007 Verrechnungsgesch�fte vorgenommen hat, bei welchen - im Widerspruch zu den Vorgaben der "Wegleitung 2001 zur Mehrwertsteuer" - anstelle des vollen Entgelts lediglich der Differenzbetrag verbucht worden sei. Des Weiteren habe die Beschwerdef�hrerin WIR-Checks direkt auf Lieferanten ausstellen lassen und damit ihre Kreditorenrechnungen beglichen, ohne das entsprechende Entgelt als mehrwertsteuerpflichtigen Umsatz zu verbuchen. Ferner habe in Zusammenhang mit dem Grossauftrag mit einer nahesteheden Baugesellschaft in den Jahren 2004 bis 2006 ("�berbauung Y.________") die vollst�ndige Erfassung der Ums�tze nicht �berpr�ft werden k�nnen, da namentlich keine Detailabrechnung des gesamten Auftrags vorgelegt und Transaktionen ohne belegm�ssigen Nachweis verbucht worden seien. Zudem w�rden die von der Beschwerdef�hrerin ausgewiesenen produktiven L�hne in den Jahren 2005 bis 2007 im Vergleich zu den erwirtschafteten Ertr�gen aus dem Baubereich einen von der branchen�blichen Vergleichszahl massiv abweichenden Wert aufweisen.
Angesichts dieser Sachlage kam die Vorinstanz zum Schluss, dass die Beschwerdef�hrerin im genannten Zeitraum in mehrfacher Hinsicht gegen die geltenden Buchf�hrungsvorschriften verstossen habe und mehrwertsteuerlich relevante Ums�tze nicht verbucht worden seien, so dass die Voraussetzungen f�r die Vornahme einer Ermessenseinsch�tzung erf�llt gewesen seien.
4.3.1.�In ihrer Eingabe versucht die Beschwerdef�hrerin im Wesentlichen, die aufgef�hrten Verst�sse zu relativieren. Mit Bezug auf das Fehlen einer Detailabrechnung f�r den Grossauftrag mit der nahestehenden Baugesellschaft ("�berbauung Y.________") verweist sie auf die von ihr eingereichten Unterlagen zu Bilanz und Erfolgsrechnung. Diese Unterlagen ersetzen jedoch nicht die Gesamtabrechnung f�r den Auftrag. Trotz Aufforderung vonseiten der ESTV legte ihr die Beschwerdef�hrerin unbestrittenermassen weder die betreffende Gesamtabrechnung, auf welche - gem�ss Vorinstanz - in der Rechnung vom 28. Dezember 2006 verwiesen wird, noch eine Kopie der Sch�tzung der Geb�udeversicherung vor. Wie die Vorinstanz richtig festh�lt, war es der ESTV aufgrund der fehlenden Bauabrechnung sowie der nicht erh�ltlichen Unterlagen zur Geb�udesch�tzung nicht m�glich, die Erfassung der Ums�tze zu pr�fen. Im �brigen f�hrte - entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin - nicht nur das Fehlen einer Detailabrechnung f�r den Grossauftrag mit der nahestehenden Baugesellschaft zur Ablehnung der Buchhaltung durch die ESTV, sondern weitere Verst�sse gegen die Buchf�hrungsvorschriften, namentlich die Verbuchung der Verrechnungsgesch�fte und WIR-Zahlungen.
4.3.2.�Unbeachtlich ist auch das Argument der Beschwerdef�hrerin in Zusammenhang mit ihrer Verwendung der WIR-Checks, wonach sich die direkte Verrechnung der WIR-Betr�ge mit einem Aufwand "schlussendlich gewinnsteuerneutral" ausgewirkt habe. Vorliegend steht nicht die Gewinnsteuer zur Diskussion, sondern Verst�sse gegen ausdr�ckliche Buchf�hrungsvorschriften bez�glich der Mehrwertsteuer. Auch wenn sich die Verrechnung der WIR-Betr�ge gewinnsteuerneutral ausgewirkt haben sollte, kann die Beschwerdef�hrerin daraus in vorliegender mehrwertsteuerlicher Angelegenheit nichts zu ihren Gunsten ableiten.
4.3.3.�Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin setzt eine Ermessensveranlagung auch nicht voraus, dass der Steuerpflichtige in gravierender Weise gegen Buchhaltungsvorschriften verstossen hat. Grund f�r die Ermessensveranlagung bildet allein der Umstand, dass trotz durchgef�hrter Untersuchung durch die Verwaltung der Sachverhalt nicht ausreichend erhellt werden konnte und somit ein Bereich der Unsicherheit verbleibt, der aber durch plausible Annahmen und Sch�tzungen erg�nzt und ausgef�llt werden muss, weil die Steuerpflicht eine allgemeine ist (2C_569/2012 vom 6. Dezember 2012 E. 4).
4.3.4.�Im vorliegenden Fall steht fest, dass die Beschwerdef�hrerin wiederholt gegen die Buchf�hrungsvorschriften gem�ss Wegleitung 2001 zur Mehrwertsteuer verstossen hat. Die von der Vorinstanz festgestellten M�ngel bei der Verbuchung der Verrechnungsgesch�fte und der WIR-Betr�ge sowie das Fehlen der Gesamtabrechnung f�r den Grossauftrag mit der nahestehenden Baugesellschaft waren geeignet, das Vertrauen der ESTV in die Richtigkeit der Buchhaltung der Beschwerdef�hrerin zu ersch�ttern. Hinzu kommt, wie die Vorinstanz zutreffend feststellt, dass die prozentualen Anteile der produktiven L�hne der Beschwerdef�hrerin im Branchenvergleich sehr hoch waren und von den Erfahrungszahlen der ESTV erheblich abweichen. Bereits aufgrund dieser Tatsachen, welche die Beschwerdef�hrerin nicht substanziiert in Frage stellt, ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanzen die Voraussetzungen f�r die Vornahme einer Ermessenseinsch�tzung als gegeben erachteten. Folglich er�brigt es sich, auf die weiteren Vorbringen der Beschwerdef�hrerin (bez�glich Verbuchung der Kranmieten, irrt�mlich doppelt erfasste Buchungen, etc.) weiter einzugehen, da diese die Beurteilung der Vorinstanz nicht in Frage zu stellen verm�gen.
Unter den genannten Umst�nden hat die ESTV somit zu Recht eine Ermessenseinsch�tzung vorgenommen.
4.4.1.�Sind, wie im vorliegenden Fall, die Voraussetzungen einer Ermessenstaxation erf�llt, ist das Bundesgericht an diese Einsch�tzung gebunden, wenn sie auf einer richtigen und vollst�ndigen Tatbestandsermittlung und auf einer sachgem�ssen Abw�gung der Gesamtheit der f�r die Veranlagung massgebenden Verh�ltnisse beruht. Wie bereits erw�hnt, pr�ft es derartige Sch�tzungen nur mit Zur�ckhaltung auf offensichtliche Fehler und Irrt�mer hin, wobei es dem Steuerpflichtigen obliegt, die Unrichtigkeit der Sch�tzung zu beweisen (E. 3.5 hiervor). Die Beschwerdef�hrerin darf sich somit nicht darauf beschr�nken, die Kalkulationsgrundlagen der Ermessensveranlagung allgemein zu kritisieren; sie muss vielmehr nachweisen, dass die von der ESTV vorgenommene Sch�tzung offensichtlich falsch ist (Urteile 2C_812/2013 / 2C_813/2013 vom 28. Mai 2014 E. 2.4.3; 2C_1077/2012 / 2C_1078/2012 vom 24. Mai 2014 E. 2.5).
4.4.2.�Die Beschwerdef�hrerin moniert - wie schon vor Bundesverwaltungsgericht -, die der Sch�tzung zugrunde liegenden Erfahrungszahlen der ESTV w�rden die tats�chlichen Verh�ltnisse ihres Betriebs nicht ber�cksichtigen. Durch ihre geographische Lage sei sie stark eingeschr�nkt; sie habe zu wenig Auftr�ge und zu wenig Ums�tze bzw. zu viel Personal mit zu wenig Auslastung. Ihre Verh�ltnisse seien daher nicht mit denen der von der ESTV ber�cksichtigten Betriebe vergleichbar.
Die Vorinstanz hat sich mit diesen Argumenten einl�sslich befasst und �berzeugend dargelegt, warum die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin die Abweichungen vom Branchendurchschnitt nicht zu erkl�ren verm�gen. Insbesondere beeinflusse die von der Beschwerdef�hrerin angerufene spezielle Lage im vorliegenden Fall nur einen Teil des Umsatzes. Ein weiterer Umsatzanteil werde durch den im Kontrollbericht der ESTV vom 7. Dezember 2010 erw�hnten zweiten Standort in einem bekannten Skigebiet beeinflusst. Mit Bezug auf die wirtschaftliche Lage der Beschwerdef�hrerin h�lt die Vorinstanz fest, dass der Ertrag aus dem Grossprojekt mit der nahestehenden Baugesellschaft sich auf rund Fr. 1,5 Mio belaufen habe; daneben habe die Beschwerdef�hrerin in den Jahren 2005 und 2006 weitere massgebliche Ums�tze aus der Baut�tigkeit generieren k�nnen. Zudem habe die Beschwerdef�hrerin ihren Personalbestand fortlaufend angepasst.
Vor Bundesgericht wiederholt die Beschwerdef�hrerin mehr oder weniger w�rtlich, was sie bereits vor der Vorinstanz vorgetragen hat, ohne sich jedoch mit den Erw�gungen der Vorinstanz auseinanderzusetzen bzw. aufzuzeigen, inwiefern diese Bundesrecht verletzen. Insofern sind ihre Darlegungen ungen�gend begr�ndet (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG und E. 1.2 hiervor), weshalb nicht weiter darauf einzugehen ist.
4.4.3.�Die Beschwerdef�hrerin moniert ferner, das Vorgehen der ESTV, eine kalkulatorische Umsatzermittlung unter Zuhilfenahme von nicht n�her erl�uterten "Erfahrungszahlen" ohne Ber�cksichtigung der spezifischen Umst�nde im betreffenden Betrieb durchzuf�hren, f�hre zu einem falschen, nicht verh�ltnism�ssigen Ergebnis.
Die ESTV hat im Einspracheentscheid das Zustandekommen der Erfahrungszahlen im Detail aufgezeigt: Ihre Sch�tzung erfolgte auf der Grundlage einer Stichprobe von 158 Baugesch�ften im l�ndlichen Raum, die im fraglichen Zeitraum einen durchschnittlichen produktiven Lohn von 33% und einen durchschnittlichen Bruttogewinn von 37% aufwiesen. F�r die 12 Betriebe aus dem Kanton Graub�nden lag der durchschnittliche produktive Lohn bei 40% und der durchschnittliche Bruttogewinn bei 34%. Gem�ss der - unbestrittenen - Aufstellung der ESTV zur Sparte Baugesch�ft der Beschwerdef�hrerin lag der Anteil der produktiven L�hne zwischen 2005 und 2007 zwischen 44% und 49% und der durchschnittliche Bruttogewinn bei 21%. Im Einspracheverfahren kam die ESTV der Beschwerdef�hrerin insofern entgegen, als dass sie nur mehr auf die durchschnittlichen produktiven L�hne der 12 Betriebe aus dem Kanton Graub�nden abstellte und somit bei der Umsatzsch�tzung die L�hne der Sparte Baugesch�ft auf 40% des Umsatzes ansetzte. Zudem wurden die ausgewiesenen Ums�tze der Beschwerdef�hrerin im Jahr 2008 akzeptiert.
Das Bundesverwaltungsgericht hat die von der ESTV verwendete Sch�tzungsmethode �berpr�ft und �berzeugend als rechtskonform eingestuft. Zudem hat die Vorinstanz die von der ESTV in der Vernehmlassung angeregte Ber�cksichtigung eines weiteren Vergleichsbetriebes, welcher irrt�mlich nicht in die Erfahrungszahlen einbezogen wurde, abgelehnt und somit eine Korrektur zu Ungunsten der Beschwerdef�hrerin (reformatio in peius) vermieden.
Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Sch�tzung nicht auf haltbaren Grundlagen beruhen sollte. Eine substanziierte Begr�ndung sowie Belege, welche die offensichtliche Unrichtigkeit der Sch�tzung oder ihrer Grundlagen nachweisen k�nnten, bringt die Beschwerdef�hrerin nicht vor. Ihre Ausf�hrungen ersch�pfen sich vielmehr in allgemeiner Kritik am Vorgehen der ESTV, wobei sie auch hier lediglich ihre schon vor Bundesverwaltungsgericht vorgebrachte Argumentation mehr oder weniger unver�ndert wiederholt. Sie legt jedoch nicht dar, inwiefern die durch die Vorinstanz best�tigte Sch�tzung der ESTV unhaltbar sein soll. Die R�gen der Beschwerdef�hrerin betreffend die Sch�tzung sind daher abzuweisen, soweit �berhaupt darauf eingetreten werden kann.
In diesem Zusammenhang bringt die Beschwerdef�hrerin erstmals vor Bundesgericht vor, sie habe bei der Durchf�hrung der Kontrolle trotz mehrmaliger Nachfrage keine Einsicht in die Ermittlung der Erfahrungszahlen erhalten; somit habe sie nicht zur Ermittlung der Erfahrungszahlen in Bezug auf deren Analyse sowie Vergleich mit ihrem Unternehmen Stellung nehmen k�nnen.
Auf diese R�ge ist mangels Aussch�pfung des Instanzenzugs nicht einzutreten (vgl. Art. 86 Abs. 1 lit. a BGG). Zudem w�re die R�ge versp�tet und w�rde dem Grundsatz von Treu und Glauben widersprechen, wonach es nicht zul�ssig ist, verfahrensrechtliche Einwendungen, die in einem fr�heren Verfahrensstadium h�tten geltend gemacht werden k�nnen, sp�ter noch vorzubringen (BGE 135 III 334 E. 2.2 S. 336; 134 I 20 E. 4.3.1 S. 21; je mit Hinweisen).
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde als unbegr�ndet abzuweisen. Da die Beschwerdef�hrerin unterliegt, sind ihr die Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 65 und 66 Abs. 1 BGG).