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Timestamp: 2019-12-06 23:56:53
Document Index: 204215609

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 17', '§ 14', '§ 14', '§ 16', 'Art. 3', '§ 17', '§ 20', '§ 20', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17']

BVerfG, 07.10.1969 - 2 BvL 3/66, 2 BvR 701/64 - dejure.org
BVerfG, 07.10.1969 - 2 BvL 3/66, 2 BvR 701/64
https://dejure.org/1969,69
BVerfG, 07.10.1969 - 2 BvL 3/66, 2 BvR 701/64 (https://dejure.org/1969,69)
BVerfG, Entscheidung vom 07.10.1969 - 2 BvL 3/66, 2 BvR 701/64 (https://dejure.org/1969,69)
BVerfG, Entscheidung vom 07. Januar 1969 - 2 BvL 3/66, 2 BvR 701/64 (https://dejure.org/1969,69)
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FG Baden-Württemberg, 21.01.1964 - I 636/63
BFH, 27.08.1964 - IV 204/62 U
BVerfGE 27, 111
NJW 1970, 937 (Ls.)
DB 1969, 2160
BStBl II 1970, 160
a) Die gesetzliche Anordnung, realisierte Wertsteigerungen von wesentlichen Beteiligungen an Kapitalgesellschaften abweichend vom Grundsatz der Nichtsteuerbarkeit im Privatvermögen erzielter Wertzuwächse zu besteuern, ist mit dem Gleichheitssatz vereinbar (BVerfG-Beschluss vom 7. Oktober 1969 2 BvL 3/66, 2 BvR 701/64, BVerfGE 27, 111, BStBl II 1970, 160).
Es hat die gesetzgeberische Grenzziehung bei mehr als 25 % wegen der "Nähe" einer solchen Beteiligung zur Geschäftsführung der Gesellschaft (Beschluss in BVerfGE 27, 111, 128, BStBl II 1970, 160) und der mitunternehmerähnlichen Stellung (BVerfG-Beschluss vom 20. November 1984 1 BvR 727/82, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung --HFR-- 1985, 381) als sachlich gerechtfertigt angesehen.
Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat die Besteuerung des Veräußerungsgewinnes eines Gesellschaftsanteils von mindestens 25 vH als verfassungskonform angesehen (vgl BVerfG, Beschluss vom 7. Oktober 1969, 2 BvL 3/66 und 2 BvR 701/64, BVerfGE 27, 111, 125 ff) und der BFH keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Besteuerung, auch soweit sie nach Änderung des § 17 EStG bereits wie beim Kläger bei einer Beteiligung von 20 vH erfolgt, geäußert (vgl Urteil des BFH vom 1. März 2005, VIII R 92/03, BFHE 209, 285, 290).
Der in § 17 EStG i.d.F. vor dem Steuerentlastungsgesetz 1999/2000/2002 angeordneten Steuerbarkeit der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften bei wesentlicher Beteiligung lag die Vorstellung zugrunde, dass das Halten und die Veräußerung einer wesentlichen Beteiligung wirtschaftlich dem Einzelunternehmen und der Beteiligung an einer OHG "sehr nahe steht"; der wesentlich Beteiligte sollte einem Mitunternehmer gleichgestellt werden (Senatsurteil vom 4. November 1992 X R 33/90, BFHE 169, 357, BStBl II 1993, 292, m.w.N.; vgl. ferner Bundesverfassungsgericht --BVerfG--, Beschluss vom 7. Oktober 1969 2 BvL 3/66, 2 BvR 701/64, BVerfGE 27, 111, 128 ff., BStBl II 1970, 160).
Die mit den Geschäftsanteilen verbundenen Rechte und Pflichten der GmbH-Gesellschafter (…vgl. im einzelnen Scholz, Kommentar zum GmbH-Gesetz, 7. Aufl., § 14 Rdnr. 14;… Fischer/Lutter/Hommelhoff, GmbH-Gesetz, Kommentar, 12. Aufl., § 14 Rdnr. 6) sind nicht nur wesentliches Merkmal der Geschäftsanteile, in ihnen ist auch die Möglichkeit zu einer begrenzten Einflußnahme des Gesellschafters angelegt, die in Verbindung mit der Höhe der Stammeinlage die Vergleichbarkeit mit dem Mitunternehmer einer Personengesellschaft begründet (vgl. BTDrucks IV/2400, S. 69; Beschluß des Bundesverfassungsgerichts - BVerfG - vom 7. Oktober 1969 2 BvL 3/66, 2 BvR 701/64, BStBl II 1970, 160, 165).
Daß die Besteuerung von Gewinnen aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften - anders als die Regelung gem. § 16 EStG - eine wesentliche Beteiligung voraussetzt, verstößt weder gegen Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG) noch gegen andere Normen des Grundgesetzes (vgl. Beschluß des Bundesverfassungsgerichtes - BVerfG - vom 7. Oktober 1969 2 BvL 3/66, 2 BvR 701/64, BVerfGE 27, 111, BStBl II 1970, 160).
(2) Der Hinweis der Klägerin auf den BVerfG-Beschluß 2 BvL 3/66, 2 BvR 701/64 kann zu keiner anderen rechtlichen Beurteilung führen.
(3) Zu Unrecht verweist die Klägerin in Anlehnung an die Entscheidung des BVerfG 2 BvL 3/66, 2 BvR 701/64 auf das sogenannte Schachtelprivileg und die Organschaft.
Das BVerfG hat in seinem Beschluß vom 7. Oktober 1969 2 BvL 3/66, 2 BvR 701/64 (BVerfGE 27, 111, 128 ff., BStBl II 1970, 160) zur Verfassungsmäßigkeit des § 17 EStG ausgeführt, die "Nähe einer Beteiligung zur Geschäftsführung der Gesellschaft, ihr möglicher Einfluß auf die Ausschüttungs- und Rücklagenpolitik.
Den Zusammenhang zwischen den §§ 20 und 17 EStG hat auch das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) betont und ausgeführt, daß Kapitalveräußerungen, die von § 20 EStG nicht erfaßt würden, durchaus nach anderen Vorschriften - insbesondere § 17 EStG - besteuert werden dürfen (Beschluß vom 7. Oktober 1969 2 BvL 3/66 und 2 BvR 701/64, BVerfGE 27, 111, 127).
BFH, 20.02.1975 - IV R 15/71
Bezugsrechte auf GmbH-Geschäftsanteile sind Anteile an einer Kapitalgesellschaft …
Der Kläger entgegnete u. a. , nach dem Beschluß des BVerfG vom 7. Oktober 1969 2 BvL 3/66, 2 BvR 701/64 (BVerfGE 27, 111, BStBl II 1970, 160) zur Verfassungsmäßigkeit des § 17 EStG sei diese Vorschrift nicht auf Bezugsrechte und Erlöse davon anzuwenden (BVerfGE 27, 131).
e) Es läßt sich auch nicht einwenden, das BVerfG habe in seinem Beschluß vom 7. Oktober 1969 2 BvL 3/66, 2 BvR 701/64, mit dem es § 17 Abs. 1 Satz 1 und Satz 3 EStG in der Fassung des Steueränderungsgesetzes 1965 als mit dem GG vereinbar erklärt hat, auch entschieden, daß die Veräußerung von Bezugsrechten nach § 17 EStG nicht einkommensteuerpflichtig sei.
BFH, 28.03.1979 - I R 194/78
Privatvermögen - Wesentliche Beteiligung - Gewinnrealisierende Veräußerung - …
BFH, 10.02.1982 - I B 39/81
§ 17 Abs. 1 Satz 3 EStG umfaßt alle Formen mittelbarer Beteiligung
FG Köln, 26.06.1996 - 1 K 2566/92
Steuerliche Berücksichtigung eines geltend gemachten Verlustes aus der …