Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20StR%20220/17
Timestamp: 2019-04-18 13:33:40
Document Index: 9823300

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 25', '§ 52', '§ 242', '§ 154', '§ 52', '§ 25', '§ 25', '§ 242', '§ 154', '§ 25', '§ 52', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.07.2017 - 2 StR 220/17 (LG Darmstadt) - dejure.org
BGH, 11.07.2017 - 2 StR 220/17 (LG Darmstadt)
§ 25 Abs. 2 StGB; § 52 Abs. 1 StGB; § 242 Abs. 1 StGB
Mittäterschaft (Voraussetzungen: vorherige Kenntnis allein unzureichend); Diebstahl (Annahme von Tateinheit)
§ 154 Abs. 2 StPO, § 52 StGB, § 25 Abs. 2 StGB
§ 25 Abs 2 StGB, § 242 Abs 1 StGB
StPO § 154 Abs. 2 ; StGB § 25 Abs. 2 ; StGB § 52
Mittäterschaft beim Fahrzeugdiebstahl
Mehrere Diebstähle - und die Tateinheit
Mittäter - und der jeweilige objektive Tatbeitrag
Mittäterschaft beim KFZ-Diebstahl
Mittäterschaft bei "Überführungsfahrt" von gestohlenem Pkw
Kurznachricht zu "Mittäterschaftliche Tatbeteiligung - Praxiskommentar zum Bechluss des BGH vom 11.07.2017" von Prof. Dr. Christian Jäger, original erschienen in: NStZ 2018, 144 - 146.
LG Darmstadt, 14.02.2017 - 500 Js 52378/15
Die Kenntnis von den Einzeltaten ("von sämtlichen Vorgängen' (UA S. 28)) und ein Wille, sie als gemeinsame anzusehen, können die Mittäterschaft der Angeklagten indes nicht begründen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 29. September 2015 - 3 StR 336/15, NStZ-RR 2016, 6, 7; vom 11. Juli 2017 - 2 StR 220/17, juris Rn. 7).
Wesentliche Anhaltspunkte können dabei der Grad des eigenen Interesses am Taterfolg, der Umfang der Tatbeteiligung und die Tatherrschaft oder wenigstens der Wille zur Tatherrschaft sein, so dass die Durchführung und der Ausgang der Tat maßgeblich auch vom Willen des Betroffenen abhängt (st. Rspr.; vgl. Senat, Beschluss vom 11. Juli 2017 - 2 StR 220/17, juris Rn. 6;… BGH, Beschlüsse vom 23. Mai 2017 - 4 StR 617/16, juris Rn. 13;… vom 22. März 2017 - 3 StR 475/16, juris Rn. 12; vom 2. Juli 2008 - 1 StR 174/08, NStZ 2009, 25, 26; Urteil vom 17. Oktober 2002 - 3 StR 153/02, NStZ 2003, 253, 254).
Allerdings muss sich die Mitwirkung nach der Willensrichtung des sich Beteiligenden bei wertender Gesamtbetrachtung als Teil der Tätigkeit aller darstellen, wobei wesentliche Anhaltspunkte dafür der Grad des eigenen Interesses am Taterfolg, der Umfang der Tatbeteiligung und die Tatherrschaft oder wenigstens der Wille dazu bilden können (BGH, Beschlüsse vom 13. September 2017 - 2 StR 161/17 - NStZ-RR 2018, 40 und vom 11. Juli 2017 - 2 StR 220/17 - NStZ 2018, 144 …sowie Urteile vom 21. Mai 2015 - 3 StR 575/14 - juris Rn. 10 und vom 23. Januar 1958 - 4 StR 613/57 - BGHSt 11, 268).