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Timestamp: 2017-05-26 03:46:10
Document Index: 362767343

Matched Legal Cases: ['Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 754', 'BGE', 'Art. 757', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 717', 'Art. 754', 'Art. 717', 'BGE', 'BGE', 'Art. 754', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_97/2013 (28.08.2013)
4A_97/2013 Urteil vom 28. August 2013
A.a. Die X.________ AG (Beschwerdegegnerin) war Aktionärin der Y.________ AG mit Sitz in Z.________ (im Folgenden "Y.________"). Über letztere wurde nach einer vorgängigen Umbenennung in Q.________ Beteiligungen AG am 20. März 1997 der Konkurs eröffnet. Die Beschwerdegegnerin liess sich von der Konkursverwaltung die inventarisierten Verantwortlichkeitsansprüche gegen Organe der Q.________ Beteiligungen AG, darunter A.________ (Beschwerdeführer) und B.________, abtreten.
Im Sommer 1993 überwarfen sich die Gesellschafter F.________ und G.________. Anlässlich einer danach durchgeführten ausserordentlichen Gesellschafterversammlung der S.________, an der seitens der Y.________ B.________ und der Beschwerdeführer teilnahmen, wurde u.a. aufgrund einer provisorischen Gewinn-/Verlustrechnung für das erste Halbjahr 1993 ein Verlust von rund DM 2.1 Mio. festgestellt. Auf Antrag des Beschwerdeführers wurde der Auftrag erteilt, Vorkehren zu treffen, dass wöchentlich Auskunft über die Finanz- und Produktionslage erteilt werden kann. Es wurden die Konsequenzen einer Auflösung und Weiterführung der S.________ und die jeweils erforderlichen Massnahmen erwogen. Dabei wurde die Weiterführung als vorteilhafter angesehen und eine neue Kompetenzordnung auf der Ebene der Unternehmensführung beschlossen sowie beim Finanzplan Zielsetzungen und Termine bestimmt. Die Y.________ übernahm dabei laut Beschwerdeführer die Managementverantwortung. Seitens der Y.________ (B.________ und Beschwerdeführer) wurde eine Fortführung der S.________ vorab bis Mitte August befürwortet, unter Hinweis darauf, dass die Hauptgesellschafter den bisherigen Verlust zu tragen hätten und die Bank V.________ "die Verlustsituation noch nicht als überschuldet" betrachte.
B. Die Beschwerdegegnerin verlangte mit Klage vom 15. November 2002 beim Bezirksgericht Winterthur, den Beschwerdeführer zu verpflichten, ihr Fr. 1 Mio. nebst Zins zu 5 % seit 1. Januar 1995 zu bezahlen. Sie machte im Wesentlichen geltend, die Y.________ habe aus dem von B.________ und dem Beschwerdeführer zu verantwortenden "Deutschlandabenteuer" mit der S.________ ab 1993 einen Schaden von mindestens rund Fr. 6.5 Mio. erlitten. Mit der Klage verlange sie eine anteilsmässige Deckung des Schadens durch den Beschwerdeführer, nachdem sie sich mit B.________ aussergerichtlich geeinigt habe.
C. Der Beschwerdeführer beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen, dieses Urteil des Obergerichts aufzuheben und die Klage abzuweisen.
1. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willkürlich" (BGE 135 III 397 E. 1.5). Überdies muss die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel dürfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG), was in der Beschwerde näher darzulegen ist (BGE 134 V 223 E. 2.2.1; 133 III 393 E. 3).
Die Partei, welche die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die gerügten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 136 II 508 E. 1.2; 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3, 393 E. 7.1, 462 E. 2.4 S. 466). Soweit die Partei den Sachverhalt ergänzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570; 4A_470/2009 vom 18. Februar 2010 E. 1.2). Überdies hat sie darzutun, inwiefern die Behebung des gerügten Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2). Dies gilt auch, wenn im Zusammenhang mit einer Sachverhaltsrüge eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend gemacht wird, wobei die Glaubhaftmachung eines anderen Entscheids in der Sache bei korrekter Vorgehensweise genügt (BGE 137 II 122 E. 3.4 mit Hinweis; abweichend noch: Urteil 1C_35/2007 vom 17. Oktober 2007 E. 2.1 unter Hinweis auf die formelle Natur des Gehörsanspruchs). Auf eine Kritik an den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht genügt, namentlich auf rein appellatorische Kritik an der Beweiswürdigung, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3, 396 E. 3.1 S. 399).
2. Die Mitglieder des Verwaltungsrates und alle mit der Geschäftsführung oder mit der Liquidation befassten Personen sind sowohl der Gesellschaft als den einzelnen Aktionären und Gesellschaftsgläubigern für den Schaden verantwortlich, den sie durch absichtliche oder fahrlässige Verletzung ihrer Pflichten verursachen (Art. 754 Abs. 1 OR). Die Voraussetzungen einer Haftung aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit sind demnach das Vorliegen eines Schadens, einer Pflichtverletzung, des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen Schaden und Pflichtverletzung sowie eines Verschuldens (BGE 132 III 342 E. 4.1, 564 E. 4.2).
Nicht strittig ist im vorliegenden Verfahren, dass die Y.________ durch das "Deutschlandabenteuer" einen Schaden in der eingeklagten Höhe von Fr. 1 Mio. erlitt, den die Beschwerdegegnerin im kantonalen Verfahren geltend machte, nachdem ihr die diesbezüglichen Verantwortlichkeitsansprüche im Konkurs der Q.________ Beteiligungen AG abgetreten worden waren (s. Art. 757 OR; vgl. dazu das Urteil 4A_446/2009 vom 8. Dezember 2009 E. 2.3/2.4, nicht publ. in: BGE 136 III 107; ferner: BGE 132 III 564 E. 3.2.2; 131 III 306 E. 3.1.1). So geht der Beschwerdeführer nach den Feststellungen der Vorinstanz selber von einem Schaden von rund Fr. 2.5 Mio. aus. Nicht einig sind sich die Parteien aber darüber, ob dieser Schaden vom Beschwerdeführer pflichtwidrig verursacht wurde, mithin, ob ihm eine Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen ist, die (kausal) zum eingeklagten Schaden führte.
Sodann hielt die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer habe im erstinstanzlichen Verfahren nie substanziiert bestritten, dass er um die prekäre finanzielle Lage der S.________ im massgeblichen Zeitpunkt (September 1993) gewusst habe. Allerdings komme es für die Beurteilung der Vertretbarkeit bzw. Sorgfaltswidrigkeit des Darlehens nicht abschliessend auf die Frage einer Überschuldung des Darlehensempfängers an und dies hänge von weiteren Faktoren ab, insbesondere davon, ob eine Sanierung und die eingeschossenen Gelder die bestehenden Probleme dauerhaft lösen könnten. Der Beschwerdeführer habe geltend gemacht, das Darlehen vom Oktober 1993 sei erforderlich gewesen, um Unterstützung der Banken und des Bundeslandes W.________ durch Fördergelder zu erhalten, was von der Beschwerdegegnerin nicht in Frage gestellt worden sei; es sei auch unbestritten geblieben, dass Fördergelder in Aussicht standen, wenn auch in unbekannter Höhe und Art (à fonds perdu, Darlehen, Bürgschaften). Bei den Darlehen handelte es sich nach den weiteren Feststellungen der Vorinstanz unbestrittenermassen um eigenkapitalersetzende Darlehen an eine angeschlagene Gesellschaft, die als "ewige" Darlehen gewährt worden bzw. nicht rückforderbar gewesen seien. Bei dieser Situation spiele die Frage, ob dafür Sicherheiten geleistet wurden bzw. eine Gegenleistung erbracht wurde, keine Rolle. Es habe sich dabei um auf allerweiteste Sicht nicht rückzahlbare sog. Downstream-Darlehen von der Mutter- an die Tochtergesellschaft gehandelt, die nicht in jedem Fall zur Entreicherung der Muttergesellschaft führen müssten. Vorliegend sei das Darlehen über DM 1 Mio. jedoch insoweit problematisch gewesen, als die Downstream-Leistung bei einer Beteiligung der Y.________ von 60 bzw. 49 % nicht allein der Y.________ als "Mutter" zugekommen sei.
3. Es ist im vorliegenden Verfahren sowohl hinsichtlich der Gewährung des Darlehens über DM 1 Mio. bzw. Fr. 900'000.-- als auch hinsichtlich der Gewährung des Darlehens über DM 420'000.-- unbestritten, dass es dazu keine gültigen Verwaltungsratsbeschlüsse gab. Ebenso ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer an der Gewährung des letztgenannten Darlehens mitwirkte. Dieser stellt aber in Abrede, dass er an der Gewährung des Darlehens über Fr. 900'000.-- überhaupt (natürlich kausal) mitgewirkt habe und damit für den daraus entstandenen Schaden haftbar gemacht werden könne.
Die Rüge verfängt nicht. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung besteht kein verfassungsrechtlicher Anspruch der Parteien, zur rechtlichen Würdigung der durch sie in den Prozess eingeführten Tatsachen noch besonders angehört zu werden. Ebenso wenig folgt aus dem Gehörsanspruch, dass die Parteien vorgängig auf den für den Entscheid wesentlichen Sachverhalt hinzuweisen wären. Eine Ausnahme besteht namentlich dann, wenn ein Gericht seinen Entscheid mit einem Rechtsgrund zu begründen beabsichtigt, auf den sich die beteiligten Parteien nicht berufen haben und mit dessen Erheblichkeit sie vernünftigerweise nicht rechnen mussten (BGE 130 III 35 E. 5 S. 39; 126 I 19 E. 2c/aa S. 22). Dies war indessen vorliegend nicht der Fall. So machte der Beschwerdeführer vor der Vorinstanz nach deren Feststellungen geltend, die Gewährung des Darlehens sei ohne sein Zutun erfolgt, und die Kritik der Erstinstanz, dass die Darlehensgewährung über DM 1 Mio. vom Gesamtverwaltungsrat nicht beschlossen worden sei, betreffe den Beschwerdeführer nicht, da er nicht verpflichtet gewesen sei, Verwaltungsratssitzungen einzuberufen. Die Pflicht zur Einberufung einer Verwaltungsratssitzung war demnach im vorinstanzlichen Verfahren durchaus thematisiert worden. Die vorinstanzliche Rechtsanwendung kann daher keineswegs als überraschend betrachtet werden, so dass dem Beschwerdeführer hätte Gelegenheit eingeräumt werden müssen, sich eigens dazu zu äussern.
Entsprechendes gilt auch für die tatsächlichen Aspekte in diesem Zusammenhang, die er gestützt auf Art. 99 BGG als Noven in das vorliegende Verfahren einführen will, weil erst der angefochtene Entscheid dazu Anlass gebe, insoweit Stellung zu nehmen. Eine Pflicht zur Einberufung einer Verwaltungsratssitzung kann nur angenommen werden, wenn davon ausgegangen wird, der Beschwerdeführer habe davon Kenntnis gehabt oder zumindest haben müssen, dass die Überweisung ohne Einberufung des Verwaltungsratsgremiums erfolgen sollte. Nachdem der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren bestritt, dass er zur Einberufung einer Sitzung verpflichtet gewesen wäre bzw. eine solche hätte verlangen müssen, stand auch die Frage der Kenntnis der geplanten kompetenzwidrigen Überweisung im Raum. Es ist damit nicht ersichtlich, weshalb er sich dazu vor der Vorinstanz nicht hätte äussern können. Soweit sich der Beschwerdeführer sodann auf neue tatsächliche Umstände aus der Zeit nach der Darlehensgewährung vom 1. Oktober 1993 beruft, ist nicht erkennbar, inwiefern diese entscheiderheblich sein sollen. Die vom Beschwerdeführer bestrittene Pflicht zur Einberufung einer Verwaltungsratssitzung kann sich naturgemäss nur auf die Zeit vor der Überweisung des Darlehensbetrages beziehen, da die nachträgliche Einberufung einer Sitzung von vornherein nicht geeignet gewesen wäre, die Disposition rückgängig zu machen.
Der Beschwerdeführer zeigt im Übrigen nicht auf und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz im Ergebnis in Willkür verfallen sein soll, wenn sie aus dem Schreiben und den weiteren Umständen schloss, der Beschwerdeführer habe von der kompetenzwidrigen Darlehensgewährung gewusst. Nach den vom Bezirksgericht in seinem Urteil wiedergegebenen Parteivorbringen, auf welche die Vorinstanz verwies, führte der Beschwerdeführer in seiner Duplik aus, der Entscheid, an der Creaplast eine Mehrheitsbeteiligung zu erwerben, sei einstimmig getroffen worden; wenn es in der Folge aufgrund zeitlicher Dringlichkeit nicht möglich gewesen sei, den gesamten Verwaltungsrat einzuberufen, so seien mindestens der Beschwerdeführer und ein Vertreter der Beschwerdegegnerin (B.________ als VR-Präsident mit Stichentscheid) an jenem Beschluss beteiligt gewesen; damit sei so oder so die Mehrheit des Gesamtverwaltungsrates gegeben gewesen; (...) es habe keine Geschäfte gegeben, die nach dem Reglement dem Gesamtverwaltungsrat zum Entscheid vorbehalten gewesen seien. Daraus kann willkürfrei geschlossen werden, dass es vom Beschwerdeführer und von B.________ schlichtweg nicht als erforderlich und wegen von ihnen erachteter zeitlicher Dringlichkeit auch nicht als angebracht angesehen wurde, eine Verwaltungsratssitzung abzuhalten, und dass der Beschwerdeführer mithin vorhersehen konnte, dass die Dispositionen ohne vorherige Einberufung einer Sitzung erfolgen würden. Die zitierten Duplikvorbringen nehmen zwar nur ausdrücklich auf den Erwerb der Mehrheitsbeteilgung an der S.________ Bezug, nicht auch auf die Gewährung des Darlehens über DM 1 Mio. Indessen lässt sich aus den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz und den eigenen Vorbringen des Beschwerdeführers im vorliegenden Verfahren schliessen, dass die Übernahme der Mehrheitsbeteiligung (zum symbolischen Preis von DM 1.--) und die Darlehensgewährung in einem untrennbaren Zusammenhang standen, der Erwerb der Mehrheitsbeteiligung mithin auch die Darlehensgewährung voraussetzte und umgekehrt. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet, soweit darauf eingetreten werden kann.
4. Wie bereits erwähnt (Erwägung 2.2), erblickte die Vorinstanz eine haftungsbegründende Sorgfaltspflichtverletzung bei der Darlehensgewährung darin, dass die S.________ mit Mitteln der Y.________ alimentiert worden sei, obwohl den beiden sog. Existenzgründern F.________ und G.________, welche die S.________ massgeblich geführt hätten, in den Reihen des eigenen Y.________-Managements ein schlechter Ruf als "Gauner" und mehrfache Konkursiten vorausging; dies umso mehr, als sich im Sommer 1993 der Verdacht praktisch zur Gewissheit verdichtet habe, dass es bei der S.________ zu Unregelmässigkeiten gekommen war. Vor der Gewährung der beiden Darlehen im September 1993 und Januar 1994 wäre eine besonders genaue und sorgfältige Abklärung der Verhältnisse erforderlich gewesen. Wenn der Beschwerdeführer heute beklage, er habe von den kriminellen Machenschaften von F.________ und G.________ erst im Laufe von 1994 erfahren, sei dies weder zutreffend noch massgeblich. Er sei dafür zur Verantwortung zu ziehen, dass er - trotz deutlicher Anzeichen - die erforderlichen Abklärungen unterlassen habe.
Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern eine Korrektur der beanstandeten Feststellungen für den Verfahrensausgang entscheidend sein soll (Art. 97 Abs. 1 BGG), so dass fraglich ist, ob auf die dagegen erhobenen Rügen eingetreten werden kann (Erwägung 1).
Das Thema eines Entzugs der Einflussmöglichkeiten von F.________ und G.________ wurde von der Beschwerdegegnerin in deren Berufungsantwort vom 12. April 2012 aufgeworfen, indem sie folgendes ausführte: "Der Beklagte hätte (...) die fehlende Seriosität von F.________ und G.________ bei den verhängnisvollen Investitionsentscheiden berücksichtigen können und müssen, insbesondere indem die Investitionen aus diesen Gründen unterlassen worden wären
, oder indem F.________ und G.________ zuvor alle Einflussmöglichkeiten entzogen worden wären " (zitiert nach dem angefochtenen Urteil S. 41 oben). Dass und weshalb der Beschwerdeführer dazu nicht hätte Stellung nehmen können, legt dieser weder dar und ist auch nicht ersichtlich (vgl. dazu BGE 138 I 484; 137 I 195 E. 2.3.1; 133 I 98 E. 2.2; 132 I 42 E. 3.3.3/3.3.4). Die erhobene Gehörsrüge ist damit jedenfalls unbegründet.
In dieser Situation kann auch nicht davon gesprochen werden, dass erst der angefochtene Entscheid dem Beschwerdeführer dazu Anlass gab, sich zum Thema zu äussern. Er ist daher mit seinen neuen Vorbringen, die er dazu gestützt auf Art. 99 BGG in das vorliegende Verfahren einbringen will, nicht zu hören.
Was die Aktenwidrigkeitsrüge in diesem Zusammenhang anbelangt, ist diese rein appellatorischer Natur und wird damit nicht hinreichend aufgezeigt, dass es aktenwidrig oder in anderer Weise willkürlich wäre, davon auszugehen, es seien vor der Darlehensgewährung keine griffigen Vorkehren getroffen worden, um die Möglichkeiten von F.________ und G.________ zur Schädigung des Vermögens der S.________ zu beseitigen. So namentlich, wenn der Beschwerdeführer geltend macht, von Rechtsanwalt Dr. H.________ sei im August 1993 ein Konzept verlangt worden, um den Einfluss von F.________ und G.________ einzuschränken, die Geschäftsführung der Y.________ habe im Sommer 1993 die Managementverantwortung der S.________ von F.________ und G.________ übernommen, im Zusammenhang mit der Darlehensgewährung im Oktober 1993 sei die Mehrheitsbeteiligung an der S.________ übernommen worden und den Geschäftsführern F.________ und G.________ sei am 22. Oktober 1993 die Einzelunterschrift entzogen und sie seien als Geschäftsführer abgesetzt worden. Dies alles blendet aus, dass damit de facto nicht verhindert werden konnte, dass F.________ und G.________ die S.________ am Gesellschaftsvermögen zu schädigen vermochten. Dieser wesentliche Gehalt der vorinstanzlichen Feststellung ist damit weder aktenwidrig noch willkürlich. Die Rüge ist unbegründet, soweit darauf überhaupt einzutreten ist.
4.2. In einem weiteren Rügenkomplex wendet sich der Beschwerdeführer gegen den Vorwurf, die erforderlichen Abklärungen über die Vertrauenswürdigkeit von F.________ und G.________ nicht vorgenommen zu haben, obwohl vor der Gewährung der beiden Darlehen im September 1993 und Januar 1994 eine besonders genaue und sorgfältige Abklärung der Verhältnisse erforderlich gewesen wäre. Dieser Vorwurf sei unter Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör zustande gekommen und überdies akten- und bundesrechtswidrig. Insbesondere habe die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine solche Unterlassung nie vorgeworfen, weshalb er sich dazu nicht eingehend geäussert habe. Der entsprechende Vorwurf durch die Vorinstanz sei unter überraschender Rechtsanwendung erhoben worden. Weder die Beschwerdegegnerin habe je behauptet und bewiesen noch habe die Vorinstanz begründet, aus welchen Gründen im Sommer 1993 eine Pflicht zur erneuten oder vertieften Überprüfung der Vertrauenswürdigkeit von F.________ und G.________ bestanden haben sollte und eine solche Überprüfung das bereits getätigte Investment in die S.________ sowie die geplante Ausdehnung des Investments hätte sichern können, mithin sinnvoll gewesen wäre; die Sorgfaltspflicht erfordere keine Massnahmen, denen ein Nutzen nicht zukomme (Art. 717 OR). Diese Rügen verfangen nicht.
(...) selbst wenn im Zeitpunkt des ursprünglichen Einstiegs Abklärungen getroffen worden wären, hätte vor dem Erweiterungsentscheid der Hinweis in der Aktennotiz vom 18. August 1993 (act. 26/13) Anlass zu neuen oder vertieften Abklärungen geben müssen. Der Verdacht, dass beide Gesellschafter versucht hätten, sich persönlich zu bereichern und die dem Beklagten bekannten ganz erheblichen Verluste bei der S.________ in Kombination mit dem Protest des eigenen Managements - offenbar alles Branchenkenner, die F.________/G.________ in der Kategorie von Gaunern (mehrfache Konkursiten; Prot IV S. 107) eingereiht hatten - lassen die Förderung bzw. unterlassene Verhinderung des ungeprüften Ausbaus des Engagements und die Investition (...) als pflichtwidrig i.S.v. Art. 754 OR erscheinen."
Der Beschwerdeführer macht in diesem Zusammenhang schliesslich zu Unrecht geltend, die Aktennotiz von Dr. H.________ vom 18. August 1993 (act. 26/13), die dem Obergericht Anlass für die Annahme einer Pflicht zur erneuten und vertieften Prüfung gebe, sei ein nicht verwertbarer Zufallsfund. So wurde d ie Aktennotiz vom Beschwerdeführer mit seiner erstinstanzlichen Duplik eingereicht, zur Untermauerung seiner Behauptung, für ihn wäre ein Ausstieg (aus dem "Deutschlandabenteuer") stets eine Option gewesen, weshalb er Dr. H.________ kontaktiert habe. Die Aktennotiz wurde sodann vom Bezirksgericht in seiner Urteilsbegründung (S. 78 E. bb) im Rahmen seiner Würdigung zur Frage, wann der Beschwerdeführer vom zweifelhaften Ruf von F.________ und G.________ erfahren habe, berücksichtigt. Vor allem aber, wurde die Aktennotiz, die der Beschwerdeführer auch als act. 75/43 ins erstinstanzliche Verfahren eingebracht hatte, von der Beschwerdegegnerin in ihrer Berufungsantwort an die Vorinstanz zur Stützung ihres Vorwurfs gegenüber dem Beschwerdeführer zitiert, die ihm bekannte fehlende Seriosität von F.________ und G.________ bei den Investitionsentscheiden nicht berücksichtigt zu haben. Es ist damit nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz ihre Begründung nicht auf die Aktennotiz hätte stützen dürfen.
4.2.3. Der Beschwerdeführer bringt sodann vor, die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz hätten nicht behauptet bzw. begründet, welchen Nutzen eine erneute und vertiefte Abklärung der Vertrauenswürdigkeit von F.________ und G.________ gehabt haben solle, weil sie das bereits getätigte Investment in die S.________ sowie die geplante Ausdehnung des Investments hätte sichern können bzw. weil der entstandene Schaden mit einer erneuten Überprüfung hätte vermieden werden können. Dies geht an der Sache vorbei. Der von der Beschwerdegegnerin erhobene Vorwurf, den der Beschwerdeführer selber zitiert, sowie derjenige der Vorinstanz geht nicht dahin, nach getätigten Investitionen bzw. nach der Gewährung der streitbetroffenen Darlehen keine Abklärungen vorgenommen zu haben, sondern dass die Darlehen vom Oktober 1993 und vom Januar 1994 ohne zusätzliche Abklärungen ausbezahlt wurden, aufgrund welcher die Investitionen allenfalls unterlassen worden wären (vgl. auch Erwägung 4.2.1 vorne); daraus ergibt sich auch die vom Beschwerdeführer in Frage gestellte Kausalität der vorgeworfenen Unterlassung für den eingetretenen Schaden. Dass Abklärungen zur Beschaffung von hinreichenden Entscheidgrundlagen für den Entscheid über die Darlehensgewährung von Nutzen gewesen wären, stellt der Beschwerdeführer nicht, jedenfalls nicht hinreichend begründet in Frage.
Sodann zählt der Beschwerdeführer eine Vielzahl von Behauptungen und Aktenstücken auf, welche die Vorinstanz nicht berücksichtigt haben soll. Damit begründet er die Aktenwidrigkeitsrüge nicht hinreichend, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann. Denn er legt nicht dar, inwiefern der beanstandete Schluss bestimmten Aktenstücken offensichtlich widersprechen soll. Ohnehin beziehen sich die angerufenen Urkunden weitgehend auf die Frage, nach der Einschränkung des Einflusses von F.________ und G.________, nicht darauf, welche Abklärungen über deren Vertrauenswürdigkeit getroffen wurden. Immerhin führt der Beschwerdeführer aus, nach der Aktennotiz vom 18. August 1993 (act. 75/43) sei im Sommer 1993 von der S.________ bzw. der Y.________ eine Untersuchung über die Frage eingeleitet worden, inwieweit die zwischen der S.________ "und den vorgenannten Firmen" vereinbarten Preise marktgerecht seien; sodann habe die Geschäftsleitung der Y.________ die Überprüfung der Geschäftsführung der S.________ bis Ende September 1993 veranlasst und zu diesem Zweck eine Zwischenbilanz erstellen lassen, die ein Eigenkapital von rund DM 500'000.-- ausgewiesen habe und von der Beschwerdegegnerin als act. 4/31 ins Recht gelegt worden sei. Auch dies hilft dem Beschwerdeführer indessen nicht weiter, da er es aufzuzeigen unterlässt, dass er sich im kantonalen Verfahren im Zusammenhang mit der Frage nach Abklärungen über die Vertrauenswürdigkeit von F.________ und G.________ auf diese Dokumente bzw. Umstände berufen hätte, wozu nach dem vorstehend (Erwägung 4.2.1) Ausgeführten nicht erst das angefochtene Urteil Anlass gegeben hätte. Er kann daher mit diesen Ausführungen nicht gehört werden.
5. Schliesslich wendet sich der Beschwerdeführer gegen den vorinstanzlichen Schluss, die Darlehensgewährung sei sorgfaltswidrig erfolgt. Es sei bundesrechtswidrig, wenn der Richter bei der nachträglichen Beurteilung eines Investitionsentscheids die Frage der Sorgfaltspflichtverletzung isoliert auf Grund eines Teilaspekts beurteile. Die Beurteilung müsse unter Berücksichtigung sämtlicher Aspekte sowie deren Abhängigkeit vorgenommen werden. Entsprechend sei es bundesrechtswidrig, wenn das Risiko verabsolutiert werde, das allenfalls im Zusammenhang mit den Gesellschaftern F.________ und G.________ auch nach der Einschränkung von deren Einfluss auf die Geschäftsführung weiter bestand. Es sei vielmehr zu beurteilen, ob ein allenfalls weiter bestehendes Risiko im Zusammenhang mit den Chancen einer Investition sowie unter Berücksichtigung aller alternativen Handlungsmöglichkeiten eingegangen werden konnte. Eine solche Abwägung der Chancen und Risiken habe die Vorinstanz mit Bezug auf die Investitionen vom 1. Oktober 1993 und vom Januar 1994 nicht vorgenommen und insbesondere nicht berücksichtigt, dass die Verpflichtung zum unternehmerischen Handeln dazu führen könne, dass die Möglichkeiten zum sorgfältigen Abwägen aller Aspekte eines dringlichen Geschäfts eingeschränkt sein können. Es sei auch bundesrechtswidrig, dass die Vorinstanz eine Sorgfaltspflichtverletzung in der nicht überprüften Vertrauenswürdigkeit von F.________ und G.________ bejahe, ohne gleichzeitig zu beurteilen, welches die alternativen Handlungsmöglichkeiten waren und ob diese nicht auch ähnliche Risiken beinhalteten, wie die allenfalls aus Zeitgründen unterlassene Abklärung. Die Beurteilung der Vorinstanz hätte sich darauf beschränken müssen, ob der Entscheid über die Darlehensgewährung vertretbar sei.
5.1. Nach Art. 717 Abs. 1 OR müssen die Mitglieder des Verwaltungsrats, sowie Dritte, die mit der Geschäftsführung befasst sind, ihre Aufgaben mit aller Sorgfalt erfüllen und die Interessen der Gesellschaft in guten Treuen wahren. Die gesetzlich normierte Treuepflicht verlangt, dass die Mitglieder des Verwaltungsrats ihr Verhalten am Gesellschaftsinteresse ausrichten. Für die Sorgfalt, die der Verwaltungsrat bei der Führung der Geschäfte der Gesellschaft aufzuwenden hat, gilt ein objektiver Massstab. Die Verwaltungsräte sind zu aller Sorgfalt verpflichtet und nicht nur zur Vorsicht, die sie in eigenen Geschäften anzuwenden pflegen (BGE 122 III 195 E. 3a S. 198; 113 II 52 E. 3a S. 56). Das Verhalten eines Verwaltungsratsmitglieds wird deshalb mit demjenigen verglichen, das billigerweise von einer abstrakt vorgestellten, ordnungsgemäss handelnden Person in einer vergleichbaren Situation erwartet werden kann. Die Sorgfalt richtet sich nach dem Recht, Wissensstand und den Massstäben im Zeitpunkt der fraglichen Handlung oder Unterlassung. Bei der Beurteilung von Sorgfaltspflichtverletzungen hat mithin eine ex ante Betrachtung stattzufinden (BGE 139 III 24 E. 3.2 mit Hinweisen).
In einem solchen Fall rechtfertigt es sich nicht, bei der Prüfung der Sorgfaltspflichtverletzung besondere Zurückhaltung zu üben und lediglich zu prüfen, ob die Entscheide noch im Rahmen des Vertretbaren liegen. Denn durch die eigenmächtige Fällung der Entscheide konnte keine Beratung im Verwaltungsratsgremium stattfinden, das allein für die Abwägung von Chancen und Risiken der streitbetroffenen Investitionen von erheblicher Tragweite zuständig gewesen wäre und allein die Kompetenz gehabt hätte, sich trotz bestehender Risiken für die Geschäfte zu entscheiden. Dies gilt unabhängig davon, dass die Vorinstanz es aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Verwaltungsratsgremium für nicht wahrscheinlich hielt, dass die Investitionen bei einer Beschlussfassung im Gremium unterblieben wären. Denn in der Lehre wird zu Recht darauf hingewiesen, dass die Praxis immer wieder zeige, dass formal korrektes Vorgehen eine disziplinierende Wirkung auf die materiellen Aspekte des Entscheidvorgangs habe, was sich positiv auf die Ergebnisqualität auswirke (Gericke/Waller, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, Bd. II, 4. Aufl. 2012, N. 31a zu Art. 754 OR mit Hinweis).
5.3. Nach dem bisher Ausgeführten ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei der Darlehensgewährung über DM 420'000.-- im Januar 1994 durch Mitunterzeichnung des Zahlungsauftrags mitwirkte, und bei der Darlehensgewährung über DM 1 Mio. im Oktober 1993 dadurch, dass er davon wusste, dass diese ohne Beratung im zuständigen Verwaltungsratsgremium erfolgen würde, und es dennoch unterliess, die Einberufung einer Verwaltungsratssitzung zu verlangen (Erwägung 3). Sodann wusste er durch die Warnungen der Y.________-Geschäftsführung bereits vor der Darlehensgewährung vom schlechten Ruf der S.________-Gesellschafter F.________ und G.________ als "Gauner und mehrfache Konkursiten" und bestand im Sommer 1993 Anlass zu (erneuten) vertieften Abklärungen, nachdem die S.________ im ersten Halbjahr 1993 erhebliche Verluste erlitten hatte und der dringende Verdacht bestand, dass es bei der S.________ zu Unregelmässigkeiten gekommen war und die Gesellschafter F.________ und G.________ versucht hatten, sich persönlich zu bereichern. Schliesslich blieben die Rügen des Beschwerdeführers gegen die vorinstanzlichen Vorwürfe erfolglos, wonach er neue und vertiefte Abklärungen unterlassen und zugelassen habe, dass die S.________ weiterhin massgeblich durch F.________ und G.________ geführt wurde, wobei wesentlich ist, dass er keine wirksamen Massnahmen ergriff, um zu verhindern, dass F.________ und G.________ die S.________ schädigen konnten (Erwägung 4 vorne). Verschiedene, teils erst nach der Gewährung des ersten Darlehens ergriffene Massnahmen, um den Einfluss von F.________ und G.________ einzuschränken, konnten dieses Ziel nicht erreichen. Soweit der Beschwerdeführer dem Bundesgericht im Zusammenhang mit den hier behandelten Rügen erneut seine eigene Darstellung des Sachverhalts unterbreiten und in Frage stellen will, dass er es unterlassen habe, vertiefte Abklärungen über die Vertrauenswürdigkeit von F.________ und G.________ vorzunehmen und griffigen Massnahmen zu treffen, um den Einfluss von F.________ und G.________ im genannten Sinn einzuschränken, ist nicht mehr darauf einzugehen.
Wenn die Vorinstanz die Darlehensgewährungen unter diesen Umständen als sorgfaltswidrig beurteilte, verletzte sie kein Bundesrecht. Die Darlehensgewährung erfolgte nicht in einem formell korrekten Entscheidungsprozess durch das zuständige Verwaltungsratsgremium. Schon aus diesem Grund, ist es unbehelflich, wenn der Beschwerdeführer die Auffassung vertritt, die Darlehensgewährung sei bei Abwägung von Chancen und Risiken im Zeitpunkt der Entscheidung vertretbar gewesen. Denn die Vorinstanz war bei dieser Sachlage nicht gehalten, ihre Prüfung darauf zu beschränken, ob die Entscheide über die Darlehensgewährung bei Berücksichtigung der Chancen derselben vertretbar waren. Dies umso mehr, als Abklärungen über die Vertrauenswürdigkeit von F.________ und G.________ unterlassen worden waren, die sich in der gegebenen Situation (Warnungen des Y.________-Managements vor F.________ und G.________, Verluste der S.________ im ersten Halbjahr 1993, Verdacht auf Unregelmässigkeiten) aufgedrängt hätten, so dass die Entscheide offensichtlich auch nicht auf einer hinreichenden Informationsbasis beruhten. Soweit der Beschwerdeführer das Unterlassen der Abklärungen mit zeitlicher Dringlichkeit der Darlehensgewährung rechtfertigen will, kann er nicht gehört werden. Denn die Vorinstanz traf keine tatsächlichen Feststellungen über eine zeitliche Dringlichkeit. Ihrem Urteil lässt sich einzig entnehmen, dass im kantonalen Verfahren im Zusammenhang mit der Nichteinberufung einer Verwaltungsratssitzung zeitliche Dringlichkeit behauptet wurde. Die Vorinstanz hielt die Vorbringen indessen für unsubstanziiert, weshalb darüber kein Beweis abzunehmen gewesen sei. Da der Beschwerdeführer dazu keine hinreichend begründete Sachverhaltsrüge erhebt, die dem Bundesgericht allenfalls eine Ergänzung des von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalts erlauben könnte, ist er mit seiner Behauptung über die zeitliche Dringlichkeit nicht zuzulassen.
6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet, soweit darauf eingetreten werden kann. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird der Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).
2. Die Gerichtskosten von Fr. 12'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3. Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegnerin für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 14'000.-- zu entschädigen.