Source: http://www.pictorius.de/info/schueler/abitur/APO.html
Timestamp: 2018-04-25 16:11:14
Document Index: 138651535

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 6', '§ 7', '§ 6', '§ 14', '§ 15', '§ 19', '§ 21', '§ 25', '§ 25']

Pictorius | Abiturprüfungsordnung
Info & Service » Schülerinformationen » Abitur » Abiturprüfungsordnung
Die wichtigsten Bestimmungen der Abiturprüfungsordnung
§ 4 FÄCHER, KURSE, AUFGABENFELDER
Die prüfungsrelevanten Fächer werden in drei sogenannte Aufgabenfelder unterteilt:
Aufgabenfeld I (sprachlich-literarisch-künstlerisch): DEUTSCH ENGLISCH FRANZÖSISCH
Aufgabenfeld II (gesellschaftlich): GESELLSCHAFTSLEHRE WIRTSCHAFTSLEHRE RELIGIONSLEHRE PHILOSOPHIE GESCHICHTE
Aufgabenfeld III (mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch): ELEKTROTECHNIK MATHEMATIK PHYSIK NACHRICHTENTECHNIK
§ 6 WAHL DER ABITURPRÜFUNGSFÄCHER
Zu Beginn der Jahrgangsstufe 12 werden das 1. und 2. Abiturfach (Leistungskurse), zu Beginn der Jahrgangsstufe 13 das 3. und 4. Abiturfach (Grundkurse) festgelegt.
In den vier Prüfungsfächern müssen spätestens ab der Jahrgangstufe 12.1 Klausuren geschrieben werden.
Bei der Wahl der Prüfungsfächer sind alle drei Aufgabenfelder berücksichtigt:
1. Prüfungsfach (Leistungskurs): Mathematik,
2. Prüfungsfach (Leistungskurs): Elektrotechnik,
a) ein Fach der Fächergruppe Deutsch oder Englisch und
b) ein Fach der Fächergruppe Gesellschaftslehre, Religionslehre.
Die Berufsabschlussprüfung am Ende der Ausbildung umfasst zusätzlich die Fächer Nachrichtentechnik und Wirtschaftslehre.
Sind in der Abiturprüfung weder das Fach Deutsch noch Gesellschaftslehre gewählt worden, ist eines dieser beiden Fächer zusätzlicher Bestandteil der Berufsabschlussprüfung.
§ 7 WIEDERHOLUNG DER JAHRGANGSSTUFEN 12 UND 13
Eine Wiederholung der Halbjahre 12/1, 12/2 oder 13/1 ist unter folgenden Voraussetzungen möglich oder notwendig:
(1) Wer am Ende von 12/2 bzw. 13/1 in zwei Leistungskursen vier oder weniger Punkte erreicht hat oder wessen Zulassung zur Abiturprüfung im Grundkursbereich gefährdet erscheint, kann auf Antrag die gesamte Jahrgangsstufe12 bzw. die 12/2 und 13/1 wiederholen.
(2) Wer am Ende von 12/2 oder 13/1 in drei Leistungskursen vier oder weniger Punkte erreicht hat oder am Ende von 13/1 nicht insgesamt wenigstens 70 Punkte im LK- Bereich (Kursnoten + Facharbeit in zweifache Wertung) erreicht hat, muss 12/2 und 13/1 wiederholen.
Er muss auch wiederholen, wenn in einem LK null Punkte erreicht worden sind oder die Leistungsausfälle im GK-Bereich bis zur Zulassung nicht mehr aufholbar sind.
(2) In den Kurshalbjahren 12/1 und 12/2 werden Klausuren in den beiden Leistungskursfächern (also MATHEMATIK und ELEKTROTECHNIK) und in den Fächern, die 3. oder 4. Abiturfach werden (§ 6), geschrieben.
Auf jeden Fall müssen Klausuren in den Fächern DEUTSCH, MATHEMATIK, ENGLISCH und FRANZÖSISCH sowie in den Fächern der Berufsabschlussprüfung (also: NACHRICHTENTECHNIK und WIRTSCHAFTSLEHRE) geschrieben werden.
(3) In den Kurshalbjahren 13/1 und 13/2 sind Klausuren in den Leistungskursfächern (M und ET), im 3. Abiturfach sowie in den Fremdsprachen (E (nur 1. Halbjahr), F) zwingend vorgeschrieben.
§ 14 ZEIT, ORT, GLIEDERUNG DER PRÜFUNG
(1) Die Abiturprüfung besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Im 1. bis 3. Abiturfach wird schriftlich und gegebenenfalls mündlich, im 4. Abiturfach wird mündlich geprüft.
§ 15 ZULASSUNG ZUR ABITURPRÜFUNG UND ANRECHNUNG DER KURSE
(2) Für die Zulassung zur Abiturprüfung sind 24 anrechenbare Grundkurse und 8 anrechenbare Leistungskurse aus den Jahrgangsstufen 12 und 13 nachzuweisen.
1. Die jeweiligen vier Kurse der Abiturprüfungsfächer aus 12 und 13 müssen in die Gesamtqualifikation einbezogen werden.
2. Soweit sie nicht schon als Prüfungsfächer in die Gesamtqualifikation einzubringen sind, müssen folgende Kurse eingebracht werden: vier Kurse DEUTSCH, vier Kurse ENGLISCH, vier Kurse MATHEMATIK, vier Kurse aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld (darunter mindestens zwei Kurse GESELLSCHAFTSLEHRE), vier Kurse PHYSIK. Das Fach FRANZÖSISCH ist mit einem Kurs aus 13/1 oder 13/2 einzubringen. Die vier FRANZÖSISCH-Kurse dürfen nicht mit 0 Punkten abgeschlossen werden. Die Einbringung der vier Kurse in ENGLISCH kann ersetzt werden durch vier Kurse in FRANZÖSISCH. Aus dem SPORT-Unterricht sind höchstens drei Kurse anrechenbar. Mit der Punktzahl 0 abgeschlossene Kurse gelten als nicht nachgewiesen.
3.Im Grund- und Leistungskursbereich sind bestimmte Mindestpunktzahlen erforderlich.
Für den Grundkursbereich gelten folgende Bedingungen:
a) Es werden Leistungen in 22 Grundkursen angerechnet. Dazu zählen nicht die beiden Grundkurse im 3. und 4. Abiturfach aus 13/2, da diese im Abiturbereich angerechnet werden.
b) In 16 der anrechenbaren 22 GK müssen mindestens 5 Punkte erreicht sein.
c) Insgesamt müssen die 22 GK mindestens 110 Punkte ergeben.
Für den Leistungskursbereich gelten folgende Bedingungen:
a) Es werden die Punkte in 6 Leistungskursen angerechnet. Die beiden LK aus 13/2 werden direkt dem Abiturbereich zugerechnet.
b) In 4 der 6 anrechenbaren LK müssen mindestens 5 Punkte erreicht sein. In einen LK wird eine Facharbeit (Projektarbeit) eingebracht. Dabei können höchstens 30 Punkte (in zweifacher Wertung) erreicht werden.
c) In der Gesamtheit der im LK-Bereich anzurechnenden sechs Kurse und der Facharbeit müssen mindestens 70 Punkte (zweifache Wertung) erreicht werden.
§ 19 RÜCKTRITT, ERKRANKUNG, VERSÄUMNIS
(1) Bis zur Zulassung zur Abiturprüfung kann man von der Prüfung zurücktreten, wenn dadurch nicht die Höchstverweildauer in der Gymnasialen Oberstufe überschritten wird. Bei einem Rücktritt wird die letzte Jahrgangsstufe wiederholt.
(2) Bei einer Erkrankung unmittelbar vor oder während der Abiturprüfung kann nach der Genesung die gesamte Prüfung oder der noch fehlende Prüfungsteil wiederholt werden. Bereits abgelegte Teile der Prüfung werden gewertet. Es ist unverzüglich ein ärztliches Attest vorzulegen.
(3) Wird ein Teil der Prüfung aus einem vom Schüler selbst zu vertretenden Grund versäumt, so wird die Prüfung in diesem Fach wie eine ungenügende Leistung bewertet.
§ 21 MÜNDLICHE PRÜFUNG IM ERSTEN BIS DRITTEN ABITURFACH
(1) Der allgemeine Prüfungsausschuss legt in einer Konferenz auf Grund der Ergebnisse in den schriftlichen Prüfungsarbeiten im ersten bis dritten Abiturfach und der mündlichen Prüfung im vierten Abiturfach fest, in welchen Fächern der schriftlichen Abiturprüfung der Prüfling mündlich geprüft wird.
1. wenn die Ergebnisse in den schriftlichen Arbeiten sich um 4,00 oder mehr Punkte der einfachen Wertung von dem Durchschnitt der Punkte unterscheiden, die der Prüfling in den für die Gesamtqualifikation verbindlichen Kursen des jeweiligen Abiturprüfungsfaches in den vier Halbjahren der Jahrgangsstufen 12 und 13 erreicht hat;
2. wenn das Bestehen der Abiturprüfung gefährdet ist, weil die Mindestbedingungen gemäß § 25 Abs. 4 nicht erfüllt sind.
§ 25 ERMITTLUNG DER GESAMTQUALIFIKATION
(2) Als Gesamtqualifikation sind im Abitur maximal 840 Punkte erreichbar, und zwar 330 Punkte im Grundkursbereich, 210 Punkte (zweifache Wertung) im Leistungskursbereich und 300 Punkte im Abiturbereich.
(4) Für den Abiturbereich gelten die folgenden Bedingungen:
1. Die Kurse der vier Prüfungsfächer in 13/2 dürfen nicht mit 0 Punkten abgeschlossen werden.
2. Mindestens zwei Prüfungsfächer, darunter ein Leistungskurs, müssen im Abiturbe- reich (d.h. Note 13/2 + vierfache Prüfungsnote) wenigstens jeweils 25 Punkte erbringen.
3. Im Abiturbereich müssen insgesamt mindestens 100 Punkte erreicht werden.