Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/AufenthV/Kapitel5-Abschnitt2-Unterabschnitt2
Timestamp: 2018-03-17 20:06:56
Document Index: 38736719

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 78', '§ 62', '§ 78', '§ 78', '§ 25', '§ 25', '§ 2', '§ 5', '§ 6', '§ 54', '§ 58', '§ 60', '§ 56', '§ 11', '§ 11', '§ 5', '§ 95', '§ 43', '§ 43', '§ 44', '§ 39', '§ 40', '§ 41', '§ 67', '§ 69', '§ 66', '§ 68', '§ 87', '§ 72', '§ 51', '§ 71', '§ 51', '§ 72', '§ 12', '§ 11', 'Art. 7', 'Art. 1', 'Art. 2']

Unterabschnitt 2 Führung von Ausländerdateien durch die Ausländerbehörden und die Auslandsvertretungen - AufenthV
Datenerfassung, Datenverarbeitung und Datenschutz
Erfassung und Übermittlung von Antragsdaten zur Herstellung von Dokumenten mit elektronischem Speicher- und Verarbeitungsmedium nach § 4 sowie nach § 78 des Aufenthaltsgesetzes
Unterabschnitt 2 Führung von Ausländerdateien durch die Ausländerbehörden und die Auslandsvertretungen
Führung von Ausländerdateien durch die Ausländerbehörden und die Auslandsvertretungen AufenthV - Führung von Ausländerdateien durch die Ausländerbehörden und die Auslandsvertretungen
§ 62 Dateienführungspflicht der Ausländerbehörden
Die Ausländerbehörden führen zwei Dateien unter den Bezeichnungen "Ausländerdatei A" und "Ausländerdatei B".
(1) In die Ausländerdatei A werden die Daten eines Ausländers aufgenommen,
der bei der Ausländerbehörde
die Erteilung oder Verlängerung eines Aufenthaltstitels beantragt oder
einen Asylantrag einreicht,
dessen Aufenthalt der Ausländerbehörde von der Meldebehörde oder einer sonstigen Behörde mitgeteilt wird oder
für oder gegen den die Ausländerbehörde eine ausländerrechtliche Maßnahme oder Entscheidung trifft.
(2) Die Daten sind unverzüglich in der Datei zu speichern, sobald die Ausländerbehörde mit dem Ausländer befasst wird oder ihr eine Mitteilung über den Ausländer zugeht.
Geburtsname,
Tag und Ort mit Angabe des Staates der Geburt,
Aktenzeichen der Ausländerakte,
Hinweis auf andere Datensätze, unter denen der Ausländer in der Datei geführt wird,
das Sperrkennwort und die Sperrsumme für die Sperrung oder Entsperrung des elektronischen Identitätsnachweises eines Dokuments nach § 78 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes und
Angaben zur Ausschaltung und Einschaltung sowie Sperrung und Entsperrung des elektronischen Identitätsnachweises eines Dokuments nach § 78 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes.
(2) Aufzunehmen sind ferner frühere Namen, abweichende Namensschreibweisen, Aliaspersonalien und andere von dem Ausländer geführte Namen wie Ordens- oder Künstlernamen oder der Familienname nach deutschem Recht, der von dem im Pass eingetragenen Familiennamen abweicht.
gegenwärtige Anschrift und Einzugsdatum,
frühere Anschriften und Auszugsdatum,
Ausländerzentralregister-Nummer,
Angaben zum Pass, Passersatz oder Ausweisersatz:
Art des Dokuments,
Seriennummer,
ausstellender Staat und ausstellende Behörde,
Gültigkeitsdauer,
freiwillig gemachte Angaben zur Religionszugehörigkeit,
Visadatei-Nummer,
folgende ausländerrechtliche Maßnahmen jeweils mit Erlassdatum:
Erteilung und Verlängerung eines Aufenthaltstitels unter Angabe der Rechtsgrundlage des Aufenthaltstitels und einer Befristung,
Ablehnung eines Antrages auf Erteilung oder Verlängerung eines Aufenthaltstitels,
Erteilung einer Bescheinigung über die Aufenthaltsgestattung unter Angabe der Befristung,
Anerkennung als Asylberechtigter oder die Feststellung, dass die Voraussetzungen des § 25 Abs. 2 des Aufenthaltsgesetzes vorliegen, sowie Angaben zur Bestandskraft,
Ablehnung eines Asylantrags oder eines Antrages auf Anerkennung als heimatloser Ausländer und Angaben zur Bestandskraft,
Widerruf und Rücknahme der Anerkennung als Asylberechtigter oder der Feststellung, dass die Voraussetzungen des § 25 Abs. 2 des Aufenthaltsgesetzes vorliegen,
Bedingungen, Auflagen und räumliche Beschränkungen,
nachträgliche zeitliche Beschränkungen,
Widerruf und Rücknahme eines Aufenthaltstitels oder Feststellung des Verlusts des Freizügigkeitsrechts nach § 2 Absatz 7, § 5 Absatz 4 oder § 6 Abs. 1 des Freizügigkeitsgesetzes/EU,
sicherheitsrechtliche Befragung nach § 54 Absatz 2 Nummer 7 des Aufenthaltsgesetzes,
Ausreiseaufforderung unter Angabe der Ausreisefrist,
Androhung der Abschiebung unter Angabe der Ausreisefrist,
Anordnung und Vollzug der Abschiebung einschließlich der Abschiebungsanordnung nach § 58a des Aufenthaltsgesetzes,
Verlängerung der Ausreisefrist,
Erteilung und Erneuerung einer Bescheinigung über die Aussetzung der Abschiebung (Duldung) nach § 60a des Aufenthaltsgesetzes unter Angabe der Befristung,
Untersagung oder Beschränkung der politischen Betätigung unter Angabe einer Befristung,
Überwachungsmaßnahmen nach § 56 des Aufenthaltsgesetzes,
Erlass eines Ausreiseverbots,
Zustimmung der Ausländerbehörde zur Visumserteilung,
Befristung nach § 11 Absatz 2 des Aufenthaltsgesetzes,
Erteilung einer Betretenserlaubnis nach § 11 Absatz 8 des Aufenthaltsgesetzes unter Angabe der Befristung,
Übermittlung von Einreisebedenken im Hinblick auf § 5 des Aufenthaltsgesetzes an das Ausländerzentralregister,
Übermittlung einer Verurteilung nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 oder Abs. 2 Nr. 1 des Aufenthaltsgesetzes,
Berechtigung oder Verpflichtung zur Teilnahme an Integrationskursen nach den §§ 43 bis 44a des Aufenthaltsgesetzes, Beginn und erfolgreicher Abschluss der Teilnahme an Integrationskursen nach den §§ 43 bis 44a des Aufenthaltsgesetzes sowie, bis zum Abschluss des Kurses, gemeldete Fehlzeiten, Abgabe eines Hinweises nach § 44a Abs. 3 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes sowie Kennziffern, die von der Ausländerbehörde für die anonymisierte Mitteilung der vorstehend genannten Ereignisse an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zur Erfüllung seiner Koordinierungs- und Steuerungsfunktion verwendet werden,
Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit nach § 39 des Aufenthaltsgesetzes mit räumlicher Beschränkung und weiteren Nebenbestimmungen, deren Rücknahme sowie deren Versagung nach § 40 des Aufenthaltsgesetzes, deren Widerruf nach § 41 des Aufenthaltsgesetzes oder von der Ausländerbehörde festgestellte Zustimmungsfreiheit,
Geschäftszeichen des Bundesverwaltungsamtes für Meldungen zu einer laufenden Beteiligungsanfrage oder einem Nachberichtsfall (BVA-Verfahrensnummer).
gestorben,
aus dem Bezirk der Ausländerbehörde fortgezogen ist oder
die Rechtsstellung eines Deutschen im Sinne des Artikels 116 Absatz 1 des Grundgesetzes erworben hat.
(2) Der Grund für die Übernahme der Daten in die Ausländerdatei B ist in der Datei zu vermerken. In der Datei ist auch die Abgabe der Ausländerakte an eine andere Ausländerbehörde unter Angabe der Empfängerbehörde zu vermerken.
(1) In der Ausländerdatei A sind die Daten eines Ausländers zu löschen, wenn sie nach § 67 Abs. 1 in die Ausländerdatei B übernommen werden. Die nur aus Anlass der Zustimmung zur Visumerteilung aufgenommenen Daten eines Ausländers sind zu löschen, wenn der Ausländer nicht innerhalb von zwei Jahren nach Ablauf der Geltungsdauer der Zustimmung eingereist ist.
§ 69 Visadateien der Auslandsvertretungen
(1) Jede Auslandsvertretung, die mit Visumangelegenheiten betraut ist, führt eine Datei über Visumanträge, die Rücknahme von Visumanträgen und die Erteilung, Versagung, Rücknahme, Annullierung und Aufhebung sowie den Widerruf von Visa.
(2) In der Visadatei werden folgende Daten automatisiert gespeichert, soweit die Speicherung für die Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben der Auslandsvertretung erforderlich ist:
über den Ausländer:
abweichende Namensschreibweisen, andere Namen und frühere Namen,
Datum, Ort und Land der Geburt,
derzeitige Staatsangehörigkeiten sowie Staatsangehörigkeiten zum Zeitpunkt der Geburt,
nationale Identitätsnummer,
bei Minderjährigen Vor- und Nachnamen der Inhaber der elterlichen Sorge oder der Vormünder,
Heimatanschrift und Wohnanschrift,
Art, Seriennummer und Gültigkeitsdauer von Aufenthaltstiteln für andere Staaten als den Heimatstaat,
Angaben zur derzeitigen Beschäftigung und Name, Anschrift und Telefonnummer des Arbeitgebers; bei Studenten Name und Anschrift der Bildungseinrichtung,
Fingerabdrücke oder Gründe für die Befreiung von der Pflicht zur Abgabe von Fingerabdrücken und
Vor- und Nachnamen, Geburtsdatum, Nationalität, Nummer des Reisedokuments oder des Personalausweises des Ehegatten, der Kinder, Enkelkinder oder abhängigen Verwandten in aufsteigender Linie, soweit es sich bei diesen Personen um Unionsbürger, Staatsangehörige eines Staates des Europäischen Wirtschaftsraums oder der Schweiz handelt, und das Verwandtschaftsverhältnis des Ausländers zu der betreffenden Person,
bei beabsichtigten Aufenthalten zur Beschäftigung Angaben zum beabsichtigten Beschäftigungsverhältnis und zur Qualifikation,
über die Reise:
Zielstaaten im Schengen-Raum,
Hauptzwecke der Reise,
Schengen-Staat der ersten Einreise,
Art, Seriennummer, ausstellende Behörde, Ausstellungsdatum und Gültigkeitsdauer des Reisedokuments oder Angaben zu einer Ausnahme von der Passpflicht,
das Vorliegen einer Verpflichtungserklärung nach § 66 Absatz 2 oder § 68 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes und die Stelle, bei der sie vorliegt, sowie das Ausstellungsdatum,
Angaben zu Aufenthaltsadressen des Antragstellers und
Vornamen, Nachname, abweichende Namensschreibweisen, andere Namen und frühere Namen, Anschrift, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeiten, Geschlecht, Telefonnummer und E-Mail-Adresse
eines Einladers,
einer Person, die durch Abgabe einer Verpflichtungserklärung oder in anderer Weise die Sicherung des Lebensunterhalts garantiert, und
einer sonstigen Referenzperson;
soweit eine Organisation an die Stelle einer in Doppelbuchstabe aa bis cc genannten Person tritt: Name, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse der Organisation, Sitz, Aufgabenstellung oder Wirkungsbereich und Bezeichnung und der Ort des Registers, in das die Organisation eingetragen ist, die Registernummer der Organisation sowie Vornamen und Nachname von deren Kontaktperson,
Antragsnummer,
Angaben, ob der Antrag in Vertretung für einen anderen Schengen-Staat bearbeitet wurde,
Datum der Antragstellung,
Anzahl der beantragten Aufenthaltstage,
beantragte Geltungsdauer,
Visumgebühr und Auslagen,
Visadatei-Nummer des Ausländerzentralregisters,
Seriennummer des vorhergehenden Visums,
Informationen zum Bearbeitungsstand des Visumantrags,
Angabe, ob ge- oder verfälschte Dokumente vorgelegt wurden, und Art und Nummer der Dokumente, Angaben zum Aussteller, Ausstellungsdatum und Geltungsdauer,
Rückmeldungen der am Visumverfahren beteiligten Behörden und
bei Visa für Ausländer, die sich länger als 90 Tage im Bundesgebiet aufhalten oder im Bundesgebiet eine Erwerbstätigkeit ausüben wollen, die Angabe der Rechtsgrundlage,
über das Visum:
Nummer der Visummarke,
Datum der Erteilung,
Kategorie des Visums,
Geltungsdauer,
Anzahl der Aufenthaltstage,
Geltungsbereich des Visums sowie Anzahl der erlaubten Einreisen in das Gebiet des Geltungsbereichs und
Bedingungen, Auflagen und sonstige Beschränkungen,
über die Versagung, die Rücknahme, die Annullierung, den Widerruf und die Aufhebung des Visums:
Datum der Entscheidung und
Angaben zu den Gründen der Entscheidung.
(3) Die nach Absatz 2 gespeicherten Daten sind spätestens zu löschen:
bei Erteilung des Visums zwei Jahre nach Ablauf der Geltungsdauer des Visums,
bei Rücknahme des Visumantrags zwei Jahre nach der Rücknahme und
bei Versagung, Rücknahme, Annullierung, Widerruf oder Aufhebung des Visums fünf Jahre nach diesen Entscheidungen.
Die nach Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe o gespeicherten Fingerabdrücke sind unverzüglich zu löschen, sobald
das Visum ausgehändigt wurde,
der Antrag durch den Antragsteller zurückgenommen wurde,
die Versagung eines Visums zugegangen ist oder
nach Antragstellung ein gesetzlicher Ausnahmegrund von der Pflicht zur Abgabe von Fingerabdrücken vorliegt.
Die nach Absatz 2 Nummer 3 Buchstabe d und e gespeicherten Daten sind unverzüglich bei Erteilung des Visums zu löschen. Die nach Absatz 2 Nummer 5 gespeicherten Daten sind unverzüglich zu löschen, wenn der Grund für die Versagung, die Rücknahme, die Annullierung, die Aufhebung oder den Widerruf wegfällt und das Visum erteilt wird.
(4) Die Auslandsvertretungen dürfen die in den Visadateien gespeicherten Daten im Einzelfall einander übermitteln, soweit dies für die Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben der Auslandsvertretungen erforderlich ist.
Meldebehörden,
Passbehörden,
Ausweisbehörden,
Staatsangehörigkeitsbehörden,
Justizbehörden,
Bundesagentur für Arbeit und
Gewerbebehörden
sind unbeschadet der Mitteilungspflichten nach § 87 Abs. 2, 4 und 5 des Aufenthaltsgesetzes verpflichtet, den Ausländerbehörden zur Erfüllung ihrer Aufgaben ohne Ersuchen die in den folgenden Vorschriften bezeichneten erforderlichen Angaben über personenbezogene Daten von Ausländern, Amtshandlungen, sonstige Maßnahmen gegenüber Ausländern und sonstige Erkenntnisse über Ausländer mitzuteilen. Die Daten sind an die für den Wohnort des Ausländers zuständige Ausländerbehörde, im Fall mehrerer Wohnungen an die für die Hauptwohnung zuständige Ausländerbehörde zu übermitteln. Ist die Hauptwohnung unbekannt, sind die Daten an die für den Sitz der mitteilenden Behörde zuständige Ausländerbehörde zu übermitteln.
Tag, Ort und Staat der Geburt,
§ 72 Mitteilungen der Meldebehörden
(1) Die Meldebehörden teilen den Ausländerbehörden mit
die Anmeldung,
die Abmeldung,
die Änderung der Hauptwohnung,
die Eheschließung oder die Begründung einer Lebenspartnerschaft, die Scheidung, Nichtigerklärung oder Aufhebung der Ehe, die Aufhebung der Lebenspartnerschaft,
die Namensänderung,
die Änderung oder Berichtigung des staatsangehörigkeitsrechtlichen Verhältnisses,
den Tod,
den Tod des Ehegatten oder des Lebenspartners,
die eingetragenen Auskunftssperren gemäß § 51 des Bundesmeldegesetzes und deren Wegfall und
das Ordnungsmerkmal der Meldebehörde
eines Ausländers.
(2) In den Fällen des Absatzes 1 sind zusätzlich zu den in § 71 Abs. 2 bezeichneten Daten zu übermitteln:
bei einer Anmeldung
die gesetzlichen Vertreter mit Vor- und Familiennamen, Geschlecht, Tag der Geburt und Anschrift,
Tag des Einzugs,
frühere Anschrift und bei Zuzug aus dem Ausland auch der Staat,
Pass, Passersatz oder Ausweisersatz mit Seriennummer, Angabe der ausstellenden Behörde und Gültigkeitsdauer,
bei einer Abmeldung
Tag des Auszugs,
neue Anschrift,
bei einer Änderung der Hauptwohnung
die bisherige Hauptwohnung,
das Einzugsdatum,
bei einer Eheschließung oder Begründung einer Lebenspartnerschaft Vor- und Familiennamen des Ehe- oder des Lebenspartners,
der Tag der Eheschließung oder der Begründung der Lebenspartnerschaft sowie
bei einer Scheidung, Nichtigerklärung oder Aufhebung einer Ehe oder bei einer Aufhebung der Lebenspartnerschaft
der Tag und Grund der Beendigung der Ehe oder der Lebenspartnerschaft,
der bisherige und der neue Name,
bei einer Änderung des staatsangehörigkeitsrechtlichen Verhältnisses
die neue oder weitere Staatsangehörigkeit und
bei Aufgabe oder einem sonstigen Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit zusätzlich die in Nummer 1 bezeichneten Daten,
der Sterbetag,
bei Tod des Ehegatten oder des Lebenspartners
bei einer eingetragenen Auskunftssperre nach § 51 des Bundesmeldegesetzes
die Auskunftssperre und deren Wegfall.
§ 72a Mitteilungen der Pass- und Ausweisbehörden
(1) Die Passbehörden teilen den Ausländerbehörden die Einziehung eines Passes nach § 12 Abs. 1 in Verbindung mit § 11 Absatz 1 Nr. 2 des Passgesetzes wegen des Verlustes der deutschen Staatsangehörigkeit mit.
(2) Die Ausweisbehörden teilen den Ausländerbehörden die Einziehung eines Personalausweises nach dem Personalausweisgesetz wegen des Verlustes der deutschen Staatsangehörigkeit mit.
(1) Die Staatsangehörigkeitsbehörden teilen den Ausländerbehörden mit
den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch den Ausländer,
die Feststellung der Rechtsstellung als Deutscher ohne deutsche Staatsangehörigkeit,
den Verlust der Rechtsstellung als Deutscher und
die Feststellung, dass eine Person zu Unrecht als Deutscher, fremder Staatsangehöriger oder Staatenloser geführt worden ist.
Die Mitteilung nach Satz 1 Nr. 2 entfällt bei Personen, die mit einem Aufnahmebescheid nach dem Bundesvertriebenengesetz eingereist sind.
(1) Die Strafvollstreckungsbehörden teilen den Ausländerbehörden mit
den Widerruf einer Strafaussetzung zur Bewährung,
den Widerruf der Zurückstellung der Strafvollstreckung.
(2) Die Strafvollzugsbehörden teilen den Ausländerbehörden mit
den Antritt der Auslieferungs-, Untersuchungs- und Strafhaft,
die Verlegung in eine andere Justizvollzugsanstalt,
die vorgesehenen und festgesetzten Termine für die Entlassung aus der Haft.
Die für die Gewerbeüberwachung zuständigen Behörden teilen den Ausländerbehörden mit
Gewerbeanzeigen,
die Erteilung einer gewerberechtlichen Erlaubnis,
die Rücknahme und den Widerruf einer gewerberechtlichen Erlaubnis,
die Untersagung der Ausübung eines Gewerbes sowie die Untersagung der Tätigkeit als Vertretungsberechtigter eines Gewerbetreibenden oder als mit der Leitung eines Gewerbebetriebes beauftragte Person.
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 7 G v. 2.2.2016 I 130
Hinweis: Änderung durch Art. 1 V v. 20.12.2016 I 3074 (Nr. 63) textlich nachgewiesen, dokumentarisch noch nicht abschließend bearbeitet
Hinweis: Änderung durch Art. 2 V v. 15.2.2017 I 162 (Nr. 7) textlich nachgewiesen, dokumentarisch noch nicht abschließend bearbeitet
2004, 2945: BGBl I