Source: https://www.amtfa.de/seite/411720/baumschutzsatzung.html
Timestamp: 2020-04-02 23:59:49
Document Index: 101503065

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 6', '§ 64', '§ 67', '§ 4', '§ 68']

Geschützt sind Bäume mit einem Stammumfang mit mehr als 80 cm (d > 25 cm), gemessen in einerHöhe von 100 cm über dem Erdboden. Liegt der Kronenansatz unter dieser Höhe, so ist der Stammumfang unmittelbar unter dem Kronenansatz maßgebend. Mehrstämmige Bäume sind geschützt, wenn die Summe der Stammumfänge 120 cm beträgt und mindestens ein Stamm einen Mindestumfang von 60 cm ( d > 19 cm) aufweist.
Die Beseitigung von geschützten Bäumen sowie jede Handlung, die zu ihrer Zerstörung, Schädigung oder einer wesentlichen Veränderung führen kann, ist verboten.Schädigungen sind Einwirkungen im Wurzel-, Stamm- und Kronenbereich des Baumes, die zum Absterben des Baumes führen oder nachteilig seine Lebensfähigkeit beeinträchtigen können. Als Schädigung gelten im Wurzelbereich unter der Baumkrone insbesondere
Ausgenommen von den Verboten nach § 4 Abs. 1 und Abs. 2 sind Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen am öffentlichen Ver- und Entsorgungsnetz oder an der Fahrbahn und Bankette öffentlicher Straßen einschließlich der Sicherung des Lichtraumprofils, wenn der Träger ausreichende Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen trifft und die Erhaltung der Bäume gesichert ist. Die Richtlinien zum Schutz von Bäumen und Sträuchern im Bereich von Baustellen (DIN 18920, RAS LG 4 der Forschungsgesellschaft für das Straßen- und Verkehrswesen) sind einzuhalten. DieseMaßnahmen sind der Stadt rechtzeitig vor Beginn anzuzeigen. Mit der Maßnahme darf zwei Wochen nach Eingang der Anzeige bei der Stadt begonnen werden, es sei denn, die Stadt untersagt die Durchführung.
Der Eigentümer oder dem Eigentümer oder der oder dem Nutzungsberechtigten eines Grundstückesist Gelegenheit zu geben, Maßnahmen zur Erhaltung, Pflege und Entwicklung geschützter Bäume selbst durchzuführen, sofern dies zur Werterhaltung der Bäume erforderlich ist. Die Stadt kann die Durchführung dieser Maßnahmen anordnen.
ein Baum die natürliche Altersgrenze erreicht oder überschritten hat, abgestorben oder krankist und seine Erhaltung mit zumutbarem Aufwand nicht möglich ist,
Ausnahmen können mit Nebenbestimmungen versehen werden, insbesondere mit der Verpflichtung,bestimmte Schutz- und Pflegemaßnahmen durchzuführen.
Mit der Ausnahme nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 - 4 sowie der Befreiung nach § 64 Abs. 2 des Landesnaturschutzgesetzes ist der Antragstellerin bzw. dem Antragsteller aufzuerlegen, für die Entfernung eines geschützten Baumes auf ihre bzw. seine Kosten einen Ersatzbaum oder mehrere Ersatzbäume gleicher oder standortgerechter Art von mindestens 15 cm Stammumfang, gemessen ineiner Höhe von 100 cm über dem Erdboden, zu pflanzen und zu erhalten. Ersatzpflanzungen auf fremden Grundstücken setzen die unwiderrufliche schriftliche Zustimmung der Eigentümerin bzw. des Eigentümers zur Pflanzung und Pflege voraus. Der Ersatzanspruch gilt als erfüllt, wenn der gepflanzte Baum nach einer Vegetationsperiode angewachsen ist. Die Ersatzpflanzung bemisst sich nach dem Stammumfang des entfernten Baumes. Beträgt der Stammumfang, gemessen in 100 cm Höhe über dem Erdboden, bis zu 105 cm, ist als Ersatz ein Baum derselben oder zumindest gleichwertiger Art mit einem Mindestumfang von 15 cm in 100 cm Höhe über dem Erdboden zu pflanzen. Beträgt der Umfang mehr als 105 cm, ist für jede weitere angefangene 50 cm Stammumfang ein zusätzlicher Baum der vorbezeichneten Art zu pflanzen.
Haben Dritte geschützte Bäume beseitigt, zerstört, geschädigt oder verändert und steht den Eigentümern oder den Nutzungsberechtigten ein Schadensersatzanspruch gegen Dritte zu, treffen die Verpflichtungen des Abs. 1 Satz 2 die Eigentümer oder die Nutzungsberechtigten bis zur Höhe des Schadensersatzanspruches. Die Eigentümer oder Nutzungsberechtigten können mit der Stadt Wyk auf Föhr die Abtretung des Schadensersatzanspruches vereinbaren. Die Stadt Wyk auf Föhr kann das Angebot annehmen, wenn den Eigentümern oder Nutzungsberechtigten nicht zuzumuten ist, einen Schadensersatzanspruch im Klagewege geltend zu machen. Wird der Anspruch abgetreten,sind die Eigentümer oder Nutzungsberechtigten von der Verpflichtung frei.
Ordnungswidrig nach § 67 Abs. 1 Ziffer 1 des Landesnaturschutzgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig den Bestimmungen des § 4 zuwiderhandelt.Die Ordnungswidrigkeit kann gemäß § 68 des Landesnaturschutzgesetzes mit einer Geldbuße bis zu 50.000 € geahndet werden.