Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&highlight_docid=aza://29-04-2016-5A_108-2016&print=yes
Timestamp: 2017-11-23 22:13:05
Document Index: 149257774

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 76', 'Art. 90', 'Art. 100', 'Art. 113', 'Art. 66', 'Art. 64']

5A_108/2016 29.04.2016
5A_108/2016
Das Bezirksgericht Landquart eröffnete am 27. September 2013 über A.________ den Konkurs per 27. September 2013, 11.30 Uhr, und beauftragte das Konkursamt Landquart mit der Durchführung des Konkursverfahrens. Am 6. November 2013 ordnete das Bezirksgericht das summarische Konkursverfahren an.
Am 4. Dezember 2015 erhob A.________ gegen diese Verfügung Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden. Er verlangte, sie aufzuheben und das Konkursamt anzuweisen, die Aktiven mittels öffentlicher Versteigerung zu verwerten, eventuell die Sache zur Neubeurteilung an das Konkursamt zurückzuweisen.
Am 4. Februar 2016 hat A.________ (Beschwerdeführer) Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. Er verlangt die Aufhebung des kantonsgerichtlichen Entscheids und der Freihandverkaufsverfügung. Das Konkursamt sei anzuweisen, die Aktiven mittels öffentlicher Versteigerung zu verwerten. Eventuell sei die Sache an das Kantonsgericht zurückzuweisen. Zudem sei der Beschwerde umgehend aufschiebende Wirkung zu erteilen.
Gegen einen Entscheid der (einzigen) Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen ist die Beschwerde in Zivilsachen das zutreffende Rechtsmittel. Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerdeführung berechtigt und hat die Beschwerde rechtzeitig eingereicht (Art. 72 Abs. 2 lit. a, Art. 74 Abs. 2 lit. c, Art. 75, Art. 76, Art. 90, Art. 100 Abs. 2 lit. a BGG). Da die Beschwerde in Zivilsachen zulässig ist, bleibt für die zusätzlich erhobene subsidiäre Verfassungsbeschwerde kein Raum (Art. 113 BGG).
Auszugehen ist von den Feststellungen des Kantonsgerichts über den Verfahrensablauf: Danach seien beim Konkursamt im September 2015 zwei Angebote für die Übernahme des Weinbaubetriebs samt Güter über insgesamt Fr. 3,3 Mio. von F.________ und ein Angebot über Fr. 600'000.-- für das Grundstück Nr. xxx in U.________ (Restaurant mit Wohnungen) von H.________ eingegangen. Weitere Angebote hätten keinen Bestand gehabt bzw. seien wieder zurückgezogen worden. Das Konkursamt habe die Gläubiger mit Zirkularschreiben vom 18. September 2015 über die Angebote informiert und ihnen Gelegenheit gegeben, bis zum 12. Oktober 2015 ein höheres Angebot einzureichen. Es sei nur ein höheres Angebot eingegangen, aber später wieder zurückgezogen worden. In der Folge habe das Konkursamt mit Freihandverkaufsverfügung vom 19. November 2015 den Weinbaubetrieb samt Inventar, Marke und Autokennzeichen für den Gesamtbetrag von Fr. 3,3 Mio. an F.________ und die Liegenschaft G.________ in U.________ (Grundstück Nr. xxx) für Fr. 600'000.-- an H.________ bzw. die I.________ GmbH veräussert.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, war die Beschwerde von Anfang an aussichtslos. Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege ist deshalb abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG).