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Timestamp: 2016-10-25 05:08:52
Document Index: 238685442

Matched Legal Cases: ['§ 46', '§ 47', '§ 8', '§ 17', '§ 46', '§ 2', '§ 8', '§ 8', '§ 8']

Lehrplan by Test123456 - issuu
Landesberufsschule 2, Salzburg
Zahl 3057/11-2010
für den Lehrberuf
Medienfachmann/Medienfachfrau-Mediendesign
Medienfachmann/Medienfachfrau-Medientechnik
Medienfachmann/MedienfachfrauMarktkommunikation und Werbung
in Kraft gesetzt für die
Dieser Lehrplan besteht aus 57 Seiten und gliedert sich in folgende Bereiche:
Deckblatt mit Inkraftsetzungsdatum ................................................................ 1
Rechtsgrundlagen und Förderunterricht ......................................................... 2
Stundentafel .................................................................................................... 3
Allgemeine Bestimmungen, allgemeines Bildungsziel,
allgemeine didaktische Grundsätze und Unterrichtsprinzipien ........................ 6
Lehrstoffbereiche
Politische Bildung.......................................................................................... 11
Deutsch und Kommunikation ........................................................................ 14
Berufsbezogene Fremdsprache .................................................................... 18
Betriebswirtschaftlicher Unterricht................................................................. 21
Fachunterricht ............................................................................................... 27
Freigegenstände, unverbindliche Übungen und Förderunterricht ................. 42
Lehrplan für den Lehrberuf
beginnend mit der 1. Klasse ab 1. September 2007 für das Bundesland Salzburg.
Rahmenlehrplan: A/8/10 - BGBL. II Nr. 352/1998, 480/2006
Einrichtung v on Leistungsgruppen gemäß § 46 Abs. 2 und § 47 Abs. 3 des SchOG.
In den Pflichtgegenständen
Rechnungswesen ...................................1. bis 3. Klasse
Multimediatechnik .....................................1. bis 4. Klasse
ist ein vertieftes Bildungsangebot zu führen.
Eine Leistungsgruppe hat die zur Erfüllung der Aufgabe der Berufsschule notwendigen Erfordernisse und die andere ein vertieftes Bildungsangebot zu vermitteln.
Der Beobachtungszeitraum für die Einstufung in die Leistungsgruppe hat an lehrgangsmäßigen Berufsschulen sechs bis neun Unterrichtstage und an ganzjährigen
Berufsschulen sechs bis zwölf Wochen zu umfassen. Schülerinnen und Schüler, die
den entsprechenden Fachbereich in einer anderen berufsbildenden Schule oder in
der Polytechnischen Schule erfolgreich abgeschlossen haben, sind in die höhere
Leistungsgruppe einzustufen, in welcher der Unterricht auf dem bisher erlernten
Lehrstoff aufzubauen hat. Für diese Schülerinnen und Schüler entfällt der Beobachtungszeitraum für die Leistungsgruppen im betriebswirtschaftlichen und fachtheoretischen Unterricht. Für die Umstufung in eine höhere oder niedrigere Leistungsgruppe besteht ein Termin während des Unterrichtsjahres und ein weiterer Termin am
Ende des Unterrichtsjahres für die nächste Klasse, sofern der betreffende Pflichtgegenstand in dieser geführt wird. In Klassen, die einem halben Lehrjahr entsprechen,
besteht kein Umstufungstermin.
Medien Berufe
Stand: 1. Sep.2007
Förderunterricht gemäß § 8 lit. g sublit. aa und cc des SchOG:
Unterrichtsveranstaltungen im Zuge des Förderunterrichtes sind nicht zu beurteilen.
Der Förderunterricht für Schülerinnen und Schüler, die in Pflichtgegenständen eines
zusätzlichen Lernangebotes bedürfen, weil sie die Anforderungen in wesentlichen
Bereichen nur mangelhaft erfüllen oder wegen eines Schulwechsels Umstellungsschwierigkeiten haben, ist in den Pflichtgegenständen des sprachlichen, betriebswirtschaftlichen und des fachtheoretischen Unterrichtes, ausgenommen „Laboratoriumsübungen“, für eine Kursdauer von höchstens 18 Unterrichtsstunden je Unterrichtsgegenstand einzurichten, wobei die Dauer eines Kurses sechs Unterrichtsstunden nicht
unterschreiten darf. Die Schülerinnen und Schüler dürfen diesen Förderunterricht
insgesamt im Ausmaß von höchstens 18 Unterrichtsstunden je Klasse besuchen.
Der Förderunterricht für Schülerinnen und Schüler, die auf den Übertritt in eine höhere Leistungsgruppe vorbereitet werden sollen, und für Schülerinnen und Schüler, deren Übertritt in eine niedrigere Leistungsgruppe verhindert werden soll, ist für eine
Kursdauer von höchstens 18 Unterrichtsstunden je Unterrichtsgegenstand einzurichten, wobei die Dauer eines Kurses sechs Unterrichtsstunden nicht unterschreiten
darf. Die Schülerinnen und Schüler haben bei Bedarf diesen Förderunterricht insgesamt im Ausmaß von höchstens 18 Unterrichtsstunden je Klasse zu besuchen.
Eine Schülerin bzw. ein Schüler darf beide Arten des Förderunterrichtes auf einer
Schulstufe im Ausmaß von insgesamt höchstens 24 Unterrichtsstunden besuchen.
Stundentafel für den Lehrberuf
3 ½ Schulstufen zu insgesamt 1 380
Wöchentliche Unterrichtsstunden in den
Pflichtgegenständen:
1. Klasse: 9 1/3-Wochen-Lehrgang mit 43 Unterrichtsstunden pro Woche
2. Klasse: 9 1/3-Wochen-Lehrgang mit 43 Unterrichtsstunden pro Woche
3. Klasse: 9 1/3-Wochen-Lehrgang mit 43 Unterrichtsstunden pro Woche
4. Klasse: 4-Wochen-Lehrgang mit 44 Unterrichtsstunden
Berufsbezogene Fremdsprache (Englisch)
Lehrgangsmäßige
Fachbereichsunterricht
und unverbindliche Übungen
Angew. Informatik – Betriebssysteme
Angew. Informatik – Textverarbeitung
Angew. Informatik – Tabellenkalkulation
Angew. Informatik – Datenbanken
Angew. Informatik – Grafik und Präsentation
Angew. Informatik – Internet zur Informationsgewinnung
Medientechnikstudio
Kommunikationstechnikstudio
ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN, ALLGEMEINES BILDUNGSZIEL, ALLGEMEINE DIDAKTISCHE GRUNDSÄTZE UND UNTERRICHTSPRINZIPIEN
Der Lehrplan der Berufsschule ist ein Lehrplan mit Rahmencharakter, der Unterrichtsziele, Inhalte und Verfahren für die Planung und Realisierung von Lernprozessen angibt. Er ermöglicht die eigenständige und verantwortliche Unterrichtsarbeit der
Lehrerinnen und Lehrer gemäß den Bestimmungen des § 17 Abs. 1 des Schulunterrichtsgesetzes innerhalb des vorgegebenen Umfangs.
Die Lehrpläne umfassen:
Stundenausmaß und Lehrpläne für den Religionsunterricht
Bildungs- und Lehraufgaben sowie Lehrstoff und didaktische Grundsätze der einzelnen Unterrichtsgegenstände.
Der Lehrplan jedes Unterrichtsgegenstandes umfasst:
- Bildungs- und Lehraufgabe, welche angibt, zu welchen Haltungen und Fertigkeiten
die Schülerinnen und Schüler geführt werden und über welches Wissen sie verfügen sollen.
- Lehrstoff, welcher den Umfang der Unterrichtsinhalte festlegt.
- Didaktische Grundsätze als Handlungsanweisungen für die Lehrerinnen und
Anordnungen, Gliederung und Gewichtung des im Lehrplan der einzelnen Klassen
angeführten Lehrstoffs (Lehrstoffverteilung) im Sinne der Bildungs- und Lehraufgabe
sind der verantwortlichen Entscheidung der Lehrerinnen und Lehrer überlassen, wobei aus didaktischen wie schulorganisatorischen Gründen Koordinationen unbedingt
erforderlich sind. Die Reihenfolge der Sachgebiete bedeutet nur eine Empfehlung
und ist nicht bindend. Bei der Gewichtung der Lehrstoffe ist auf die Möglichkeit und
Notwendigkeit der exemplarischen Vermittlung sowie auf die jeweils verfügbare Zeit
zu achten. Die Auswahl der Beispiele hat dem Grundsatz der Wirklichkeitsnähe zu
entsprechen. Die Arbeit mit dem Lehrbuch ist diesen Überlegungen unterzuordnen.
Die Unterrichtsplanung (Vorbereitung) erfordert von den Lehrerinnen und Lehrern
- die Konkretisierung des allgemeinen Bildungszieles sowie der Bildungs- und
Lehraufgaben der einzelnen Unterrichtsgegenstände durch Festlegung der Unterrichtsziele,
Die Unterrichtsplanung hat einerseits den Erfordernissen des Lehrplanes zu entsprechen und andererseits didaktisch angemessen auf die Fähigkeiten, Bedürfnisse und
Interessen der Schülerinnen und Schüler sowie auf aktuelle Ereignisse und Berufsnotwendigkeiten einzugehen.
Die Berufsschule hat nach § 46 und unter Bedachtnahme auf § 2 des Schulorganisationsgesetzes die Aufgabe, in einem berufsbegleitenden fachlich einschlägigen Unterricht den berufsschulpflichtigen Personen die grundlegenden theoretischen Kenntnisse zu vermitteln, ihre betriebliche Ausbildung zu fördern und zu ergänzen sowie
ihre Allgemeinbildung zu erweitern. In den im Lehrplan vorgesehenen Pflichtgegenständen sind die Schülerinnen und Schüler durch Leistungsgruppen zu fördern. Zur
Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung sind interessierte Schülerinnen und Schüler
nach Möglichkeit durch Differenzierungsmaßnahmen im Unterricht und durch Freigegenstände zu fördern.
Daraus ergeben sich folgende allgemeine Bildungsaufgaben:
Die Bildungsarbeit in der Berufsschule hat die durch die betriebliche Lehre bewirkte
enge Verbindung mit der Berufswelt zu berücksichtigen und die dadurch gegebenen
pädagogischen Möglichkeiten zu nützen. Das durch einen zusätzlichen Pflichtgegenstand erweiterte oder im Pflichtgegenstand vertiefte Bildungsangebot soll die berufliche Mobilität der Schülerinnen und Schüler erhöhen, ihre fachliche Bildung erweitern
und das Streben nach höherer Qualifikation fördern.
Ausgehend von der Erlebniswelt muss die Bildungsarbeit bestrebt sein, die Berufsschülerinnen und Berufsschüler zur selbständigen Aneignung von Kenntnissen,
Fertigkeiten und Einstellungen zu befähigen und sie zur Weiterbildung anzuregen.
Die Berufsschule soll zu mitmenschlichen Verhaltensweisen erziehen, die Bereitschaft für eine verantwortungsbewusste Zusammenarbeit im Betrieb, in der Gesellschaft und im Staat fördern und dadurch das kritische Verständnis für Gesellschaft
und Wirtschaft wecken.
Die Berufsschülerinnen und Berufsschüler sollen grundlegend dazu befähigt sein,
sich mit der Sinnfrage, mit ethischen und moralischen Werten wie mit der religiösen
Dimension des Lebens sowie mit Religionen und Weltanschauungen als notwendiger
Erweiterung und Vertiefung dieser Kompetenz auseinanderzusetzen.
4.3.1 Zur Erreichung des Bildungszieles der Berufsschule ist es erforderlich, den
Lehrstoff unter Berücksichtigung der Eingangsvoraussetzungen der Schülerinnen
und Schüler und deren in der Berufswelt gemachten Erfahrungen zu behandeln. Die
der Berufsschule zur Verfügung stehende Zeit soll durch eine überlegte Stoff- und
Methodenwahl besonders gut genützt werden.
4.3.2 Die Lehrerinnen und Lehrer orientieren sich bei der Auswahl und Behandlung des Lehrstoffes am jeweiligen Stand der Wissenschaft und Technik. Damit die
Schülerinnen und Schüler ihre Kenntnisse und Fertigkeiten in verschiedenen Situationen anwenden können, ist eine fächerübergreifende Aufbereitung des Lehrstoffes
wichtig. Besonders in den höheren Klassen sollten durch Projektunterricht die Zusammenhänge der einzelnen Stoffgebiete und Unterrichts-gegenstände verständlich
gemacht werden. Die Kritik der Mitschülerinnen und Mit-schüler und die angemessene Unterstützung durch die Lehrerinnen und Lehrer bei der Problemlösung sind für
den Lernfortschritt bedeutsam.
4.3.3 Es sollten von den Lehrerinnen und Lehrern methodische Wege eingeschlagen werden, die den Schülerinnen und Schülern ein selbständiges Erarbeiten
des Bildungsgutes erlauben und die Zusammenarbeit in der Gemeinschaft fördern.
Die Grundsätze der Aktualität, der Anschaulichkeit, Lebensnähe und Stoffsicherung
4.3.4 Durch das Kennenlernen der unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen sollen den Schülerinnen und Schülern umfassende Orientierungshilfen für ihr
berufliches und privates Leben, aber auch für die Gestaltung der Gesellschaft angeboten werden.
4.3.5 Aufgaben mit der Möglichkeit der Selbstkontrolle durch die Schülerinnen und
Schüler motivieren zum eigenständigen und eigenverantwortlichen Lernen. Überdies
belebt der Wechsel von Individualphasen und Sozialphasen den Lernprozess sehr.
Mit Methoden des selbständigen Bildungserwerbes wird über die Berufsschule hinaus die Grundlage für die Weiterbildung gelegt.
4.3.6 Der qualitativen Behandlung des Lehrstoffes einschließlich der erforderlichen
Festigung und Übung ist der Vorzug gegenüber der quantitativen zu geben. Hausaufgaben sollten gerade bei Berufsschülerinnen und Berufsschülern unter Bedachtnahme auf die zeitliche Zumutbarkeit und im Hinblick auf die didaktischen Absichten
genau überlegt sein. In vielen Fällen wird das Prinzip der Freiwilligkeit bei der Erledigung solcher Aufgaben pädagogisch ertragreicher sein.
4.3.7 Die Kommunikationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler ist gezielt zu fördern. Dazu eignen sich besonders der Gruppenunterricht, die Partnerarbeit und andere Sozialformen des Unterrichtes sowie alle problem- und prozessorientierten
Lehrverfahren.
4.3.8 Unterrichtsgegenstände, die praktische Übungen und manuelle Fertigkeiten
zum Inhalt haben, dienen nicht primär der Festigung von im Betrieb zu vermittelnden
Ausbildungsinhalten. Praktische Unterrichtsgegenstände und Laboratoriumsübungen
haben die der betreffenden Tätigkeit innewohnende Problematik und die Hintergründe für eine sinnvolle Lösung aufzuzeigen. Diese Unterrichtsgegenstände tragen zum
besseren Verständnis der abstrakten Sachgebiete des fachtheoretischen Unterrichtes und zur Sicherung des Unterrichtsertrages bei.
4.3.9 Neben dem zweckmäßigen Einsatz von Unterrichtsmitteln sind die Kriterien
der Verständlichkeit bei der Unterrichtserteilung zu beachten.
4.3.10 Lehrausgänge und Exkursionen leisten einen wichtigen Beitrag zur Veranschaulichung, wenn sie gewissenhaft vorbereitet sind und angemessen ausgewertet werden.
4.3.11 Im leistungsdifferenzierten Unterricht liegt der Zweck des vertieften Bildungsangebotes in der durchdachten Integration der komplexen oder zusätzlichen Inhalte
mit dem Normallehrstoff.
4.3.12 Förderkurse zeichnen sich durch eine besondere methodische Dichte und einen hohen Grad an Individualisierung bei der Behandlung des Lehrstoffes aus und
haben keinesfalls den Zweck der ausschließlichen Wiederholung von Schulübungsbeispielen.
4.3.13 Zur Umsetzung der Bildungs- und Lehraufgaben und der festgelegten Lehrplaninhalte für Schülerinnen und Schüler, die gemäß § 8b Abs. 1 und 2 des Berufsausbildungsgesetzes eine Lehre mit längerer Lehrzeit oder einem Ausbildungsvertrag, in dem eine Teilqualifikation vereinbart wurde, abgeschlossen haben, sind methodische Wege einzuschlagen, die die Integration in die Klassengemeinschaft fördern und auf die Leistungsfähigkeit dieser Schülerinnen und Schüler Bedacht nehmen. Für den Fortschritt beim Erarbeiten des Lehrstoffes steht das Erfolgserlebnis
für die Schülerinnen und Schüler durch das schrittweise Er-reichen kleiner Bildungsziele im Vordergrund.
Im Sinne einer ganzheitlichen Bildung sind der Berufsschule auch Aufgaben gestellt,
die nicht einem Unterrichtsgegenstand oder wenigen Unterrichtsgegenständen zugeordnet werden können, sondern auch fächerübergreifend im Zusammenwirken
vieler oder aller Unterrichtsgegenstände zu bewältigen sind. Kennzeichnend für diese Bildungsaufgaben ist, dass sie in besonderer Weise die Grundsätze der Lebensnähe und Handlungsbezogenheit des Unterrichts berücksichtigen; kennzeichnend für
sie ist ferner, dass sie nicht durch Lehrstoffangaben allein beschrieben werden können, sondern als Kombination stofflicher, methodischer und erzieherischer Anforderungen zu verstehen sind und schließlich, dass sie unter Wahrung ihres fächerübergreifenden Charakters jeweils in bestimmten Unterrichtsgegenständen oder Teilen
von Unterrichtsgegenständen einen stofflichen Schwerpunkt haben.
Solche Bildungsaufgaben (Unterrichtsprinzipien) sind:
- Erziehung zu unternehmerischem Denken und Handeln
- Lese- und Sprecherziehung
Die Umsetzung der Unterrichtsprinzipien im Schulalltag erfordert eine wirksame Koordination der Unterrichtsgegenstände unter Ausnützung ihrer Querverbindungen,
den Einsatz geeigneter zusätzlicher Unterrichtsmittel und allenfalls die gelegentliche
Heranziehung außerschulischer Fachleute. Für diese Umsetzung bieten sich vor allem projektorientierter Unterricht und Projekte an.
Die Unterrichtsprinzipien sollen jedoch nicht eine Vermehrung des Lehrstoffs bewirken, sondern zu einer besseren Durchdringung und überlegten Auswahl des im
Lehrplan beschriebenen Lehrstoffes beitragen. Unterrichtsprinzipien sind auch dann
zu beachten, wenn zur selben Thematik eigene Unterrichtsgegenstände oder Lehrstoffinhalte vorgesehen sind. Für die Umsetzung der Unterrichtsprinzipien sind die
einschlägigen Grundsatzerlässe des zuständigen Bundesministeriums zu beachten.
Die Schülerinnen und Schüler sollen zur aktiven, kritischen und verantwortungsbewussten Gestaltung des Lebens in der Gemeinschaft befähigt sein. Sie sollen sich
der persönlichen Position bewusst sein, andere Standpunkte und Überzeugungen
vorurteilsfrei und kritisch prüfen sowie die eigene Meinung vertreten können. Sie sollen zur Mitwirkung am öffentlichen Leben bereit sein, nach Objektivität streben und
anderen mit Achtung und Toleranz begegnen.
Sie sollen für humane Grundwerte eintreten, sich für die Belange Benachteiligter einsetzen und in jeder Gemeinschaftsform zwischenmenschliche Beziehungen partnerschaftlich gestalten.
Sie sollen Vorurteile erkennen und bereit sein, sie abzubauen.
Sie sollen die Verantwortung des einzelnen und der Gesellschaft für eine gesunde
Umwelt und die sich daraus ergebenden Interessenskonflikte erkennen und umweltbewusst handeln.
Sie sollen Konflikte gewaltfrei bewältigen können und für Frieden und Gleichberechtigung eintreten.
Sie sollen sich der Stellung Österreichs in Europa und in der Welt sowie der Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit bewusst sein.
Sie sollen mit Rechtsgrundlagen, die ihn im Beruf und Alltag betreffen, vertraut sein
und die Grundzüge der staatlichen Rechtsordnung kennen.
Sie sollen das Wirken der Kräfte in Staat und Gesellschaft im Zusammenhang mit
der zeitgeschichtlichen Entwicklung verstehen und die Mitwirkungsmöglichkeit erkennen und nützen.
Lehrling und Schule:
Klassen- und Schulgemeinschaft.
Lehrling und Betrieb:
Berufsbildung. Rechtliche Bestimmungen über die duale Berufsausbildung sowie die
Stand: 1. Sep. 2007
Arbeitsrecht, Sozialrecht, Interessenvertretungen.
Gesundes Leben. Jugendschutz. Gemeinschaftsformen. Gemeinschaftsbeziehungen.
Der Jugendliche als Verkehrsteilnehmer.
Werden und Entwicklung der Republik Österreich.
Rechtliche Grundlagen des österreichischen Staates,
politisches System Österreichs:
Prinzipien der österreichischen Bundesverfassung.
Politische Parteien und Verbände. Sozialpartnerschaft.
Wahlen. Direkte Demokratie. Bundesgesetzgebung. Bundesverwaltung.
Landesgesetzgebung. Landesverwaltung.
Gemeinde. Budget.
Gerichtsbarkeit. Österreichs Neutralität. Landesverteidigung.
Österreich in der Völkergemeinschaft:
Österreich in der EU. Personenverkehr in der EU.
Internationale Beziehungen. Internationale Organisationen.
Der Unterricht soll auf den Erfahrungen der Schüler aufbauen, sich an ihren Bedürfnissen orientieren und die gesellschaftliche Realität einbeziehen.
Das aktuelle Zeitgeschehen ist zu berücksichtigen.
Zeitgeschichte ist insoweit zu behandeln, als entsprechende Kenntnisse für das Verständnis der Gegenwart notwendig sind. Gesetze sollen nur in ihren wesentlichen
Bereichen dargestellt werden.
Auf bestehende Diskrepanzen zwischen Gesetzesanspruch und Wirklichkeit ist einzugehen.
Die politischen, kulturellen, wirtschaftlichen und humanitären Leistungen Österreichs
sollen bei sich bietender Gelegenheit hervorgehoben und die österreichischen Verhältnisse im Vergleich zu anderen Staaten dargestellt werden.
Auf die Entwicklung der Fähigkeiten der Schüler, kritisch zu denken, sich anderen
mitzuteilen, kooperativ zu handeln und selbständig zu arbeiten, soll besonderer Wert
gelegt werden. Dies soll durch die Auswahl entsprechender Sozialformen und Unterrichtsmethoden gefördert werden.
Die Lehrer müssen sich ihrer Wirkung im Umgang mit Schülern bewusst sein. Unabhängig von ihrer eigenen Meinung haben sie auch andere Standpunkte und Wertvorstellungen darzustellen, um den Schülern eine selbständige Meinungsbildung zu
Deutsch und Kommunikation (DUK)
Der Schülerinnen und Schüler sollen die für den Beruf notwendigen Inhalte der Wortund Satzlehre sowie die Satzzeichenlehre beherrschen und Texte auf ihre sprachliche Richtigkeit überprüfen können.
Sie sollen den Wörterbücher und anderen Nachschlagwerke adäquat verwenden
Sie sollen Situationen des beruflichen und privaten Alltags sprachlich bewältigen und
mit Vorgesetzten, Kollegen/innen und Kunden/innen entsprechend kommunizieren
Sie sollen durch aktive Erprobung von schriftlichen und vor allem mündlichen Kommunikationsformen Erfahrungen über ihre Sprech- und Verhaltensweisen sammeln
und ihren Kommunikationsstil verbessern.
Sie sollen dadurch ihre Kommunikations- und Handlungsfähigkeit verbessern, ihren
Wortschatz erweitern und ihre Interessen sprachlich angemessen vertreten können.
Die Schülerinnen und Schüler, die sich auf die Berufsreifeprüfung vorbereiten, sollen
unter Berücksichtigung der Schreibrichtigkeit zusätzliche Qualifikationen im kreativen
Richtlinien zu den Rechtschreibregeln. Wortfelder. Silbentrennung. S-Schreibung.
Groß- und Kleinschreibung (einschließlich Zweifelsfälle). Getrennt- und Zusammenschreibung.
Hauptsatz. Nebensatz. Satzzeichenlehre.
Elemente und Aufgaben der verbalen und nonverbalen Kommunikation.
Sammeln und Sichten von Informationen. Erstellen von Notizen und Auszügen. Abfassen einfacher Berichte und Sachverhaltsdarstellungen.
Vorschriften. Korrekturlesen. Gebrauch des Dudens und anderer Nachschlagewerke.
Formulieren von Beschreibungen und Sachverhalten (Referat). Einfache Reden und
Einzelgespräche. Kommunikationsnormen beim Telefonieren.
Gespräche mit Vorgesetzten und Kollegen:
Höflichkeitsnormen. Mitteilungs- und Fragetechniken.
Gespräche mit Kunden:
Höflichkeitsnormen. Kontaktaufnahme. Bedarfsermittlung. Auftragsannahme.
Lehrstoff für Schüler, die sich auf die Berufsreifeprüfung vorbereiten:
Behandlung von gesellschaftsrelevanten Themen (Quellenstudium, Konzeption und
Ausarbeitung).
Rechtschreibregeln. Fremdwortschreibung.
Gebrauch des Dudens und anderer Nachschlagewerke.
Hauptsatz, Nebensatz (Satzbaupläne).
Sammeln, Sichten und Interpretieren von Informationen.
Analyse, Vergleiche (Leserbrief).
Formulieren von Sachverhalten und Stellungnahmen. Präsentieren von Gelesenem
und Gehörtem (Referat).
Betriebsbesprechung. Mitteilungs- und Fragetechniken.
Bedarfsermittlung, Bedarfsanalyse.
Behandlung von berufsrelevanten Themen (Quellenstudium, Konzeption und Ausarbeitung).
Rechtschreibregeln (in Flexion und Wortarten). Fremdwort- und Fachwortschreibung.
Hauptsatz, Nebensatz (Satzverknüpfung).
Sammeln, Sichten und Interpretieren von umfangreicheren Informationen. Abfassen
von Notizen, Exzerpten, Berichten, Darstellungen und Werbung.
Analyse, Vergleiche (Kommentar).
Formulieren von komplexen Sachverhalten und Stellungnahmen. Präsentieren von
Gelesenem und Gehörtem.
Bewerbungsgespräch. Mitteilungs- und Fragetechniken.
Bedarfsermittlung und Auftragsannahme. Facheinschlägige Beratung.
Analysieren und Kommentieren ausgewählter Beispiele der zeitgenössischen und
berufsbezogenen Literatur.
Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist der Beitrag zum sicheren Umgang mit den
schriftlichen Regeln der deutschen Sprache sowie zur Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Texte, Medienbeispiele und Problemstellungen sollen sich vor allem an der beruflichen und privaten Erfahrungswelt orientieren und auf den erworbenen Kenntnissen aus der Pflichtschule aufbauen. Das
selbstständige Beschaffen von Informationsmaterialien soll gefördert werden.
Im Bereich der mündlichen Kommunikation sind Übungen individueller Aufgabenstellung bzw. Übungen in Kleingruppen empfehlenswert. Situationsgerechte Gesprächsund Sozialformen motivieren die Schülerinnen und Schüler zu aktiver Mitarbeit,
wodurch eine Vielzahl kommunikativer Selbst- und Fremderfahrungen ermöglicht und
ein wichtiger Beitrag zur Persönlichkeitsbildung geleistet werden kann.
Es empfehlen sich Methoden, die die Sprechfertigkeit und die Mitteilungsleistung der
Schülerinnen und Schüler fördern (z.B. Rollenspiele, Dialoge). Der gezielte Einsatz
audiovisueller Medien ermöglicht Übungen zu angemessenem Verhalten durch
Rückmeldungen sowie Selbst- und Fremdkritik.
Absprachen mit den Lehrern der anderen Unterrichtsgegenstände, insbesondere
„Politische Bildung“ und „Berufsbezogene Fremdsprache“, hinsichtlich des Übens der
Sprachfertigkeit sowie „Wirtschaftskunde mit Schriftverkehr“ betreffend Festigung der
Rechtschreibkenntnisse sollen einen optimalen Lernertrag sichern.
Schularbeiten: zwei bzw. eine in jeder Schulstufe, sofern das Stundenausmaß
auf der betreffenden Schulstufe mindestens 40 bzw. 20 Unterrichtsstunden beträgt.
Berufsbezogene Fremdsprache (BFE)
Die Schülerinnen und Schüler sollen Situationen des beruflichen und privaten Alltags
in der Fremdsprache bewältigen können. Sie sollen - erforderlichenfalls unter Verwendung eines zweisprachigen Wörterbuches - Gehörtes und Gelesenes verstehen
und sich mündlich und schriftlich angemessen ausdrücken sowie die erworbenen
Kenntnisse und Fertigkeiten selbständig anwenden und weiterentwickeln können.
Sie sollen Menschen anderer Sprachgemeinschaften und deren Lebensweise achten.
ihren mündlichen und schriftlichen Ausdruck bei der Behandlung und Präsentation
von gesellschaftsrelevanten und berufsspezifischen Themen vertiefen können.
In den einzelnen Klassen soll der Schüler:
das Wesentliche des Klassengespräches und das Wesentliche einfacher Themenbezogener Hörtexte verstehen und Einzelheiten heraushören können;
das Wesentliche einfacher Themen bezogener Lesetexte verstehen und Einzelheiten
mit Übersetzungshilfen hervorheben können;
sich Themen bezogen mit einfachen Worten und Redewendungen verständlich machen und Rückfragen stellen können;
Stichworte und Redewendungen notieren, Formulare ausfüllen und einfache Texte
Mündlicher und schriftlicher Ausdruck:
Behandlung von gesellschaftsrelevanten und berufsspezifischen Themen (Quellenstudium, Konzeption und Ausarbeitung einfacher Texte).
das Klassengespräch und das Wesentliche authentischer Hörtexte verstehen und
wichtige Details heraushören und bearbeiten können;
das Wesentliche authentischer Lesetexte nach gelegentlichen Rückfragen verstehen
und mit Hilfe von Wörterbüchern weiterbearbeiten können;
sich themenbezogen einfach und im Wesentlichen richtig ausdrücken und an Klassengesprächen teilnehmen können;
Hör- und Lesetexte zusammenfassen, Konzepte als Hilfe für mündliche Äußerungen
und einfache Mitteilungen verfassen können.
Behandlung von gesellschaftsrelevanten und berufsspezifischen Themen (Quellenstudium, Konzeption und Ausarbeitung von komplexen Texten).
dem Klassengespräch und authentischen Hörtexten folgen und wichtige Details verstehen und bearbeiten können;
längere Lesetexte im Wesentlichen verstehen, selektiv lesen und wichtige Informationen selbständig erschließen und bearbeiten können;
sich themenbezogen, insbesondere in berufsspezifischen Gesprächen, im normalen
Sprechtempo äußern und an Klassengesprächen initiativ teilnehmen können;
Notizen und Konzepte für das freie Sprechen erstellen und einfache Briefe nach
Mustern verfassen können.
Behandlung und Präsentation von gesellschaftsrelevanten und berufsspezifischen
Themen (Quellenstudium, Konzeption und Ausarbeitung von komplexen Texten).
Die folgenden Themen sind in jeder der Klassen im Sinne der angeführten Bildungsund Lehraufgaben mit steigendem Schwierigkeitsgrad zu behandeln.
Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildung. Sicherheit und Umweltschutz. Berufsspezifischer
Schriftverkehr und Stellenbewerbung.
Selbstdarstellung, Familie und Freunde. Wohnen. Persönliche Interessen, Freizeit
und Sport. Essen und Trinken. Orts- und Zeitangaben. Reise und Tourismus.
Einkauf und Verkauf. Gesellschaft und Sozialdienste. Nationale und internationale
Grundbegriffe der Grafik und Medientechnik. Werk- und Hilfsstoffe. Werkzeuge, Maschinen, Geräte und Arbeitsbehelfe. EDV- und Kommunikationssysteme. Designentwicklung. Entwürfe und Designs.
Hauptkriterien für die Lehrstoffauswahl sind die Anwendbarkeit auf Situationen des
beruflichen und privaten Alltags der Schüler, insbesondere die Erfordernisse des
Lehrberufes. Hiebei ist auf das zur Verfügung stehende Stundenausmaß bedachtzunehmen.
Um die Erreichung der Bildungs- und Lehraufgabe zu gewährleisten, empfiehlt es
sich, von den Vorkenntnissen und dem Erlebnisbereich der Schüler auszugehen. Zur
Verbesserung der Chancen von Schüler, die keine oder nur geringe Vorbildung in
der Fremdsprache haben, tritt bei der Vermittlung des Lehrstoffes die Leistungsbeurteilung in den Hintergrund. Das Schwergewicht des Unterrichtes für diese Schüler
liegt auf der Vermittlung der sprachlichen Grundfertigkeiten.
Die Behandlung der Themen soll die Schüler auf Begegnungen mit Ausländern und
mit fremdsprachlichen Texten vorbereiten und Vergnügen bereiten.
Auf die Inhalte des Fachunterrichtes wäre Bezug zu nehmen.
Die kommunikativen Fertigkeiten werden durch weitgehende Verwendung der
Fremdsprache als Unterrichtssprache sowie durch Einsatz von Hörtexten auf Tonträgern und Filmen, z.B. von Telefon- und Verkaufsgesprächen, Radio- und Fernsehberichten, gefördert.
Die Verwendung fachspezifischer Originaltexte, z.B. Bedienungs-, Wartungs- und
Reparaturanleitungen, Anzeigen, Produkt- und Gebrauchsinformationen, Geschäftsbriefe, Fachzeitschriften, fördern nicht nur das Leseverständnis, sondern verstärkt
auch den Praxisbezug.
Für die Schulung der Sprachfertigkeit eignen sich besonders Partnerübungen, Rollenspiele und Diskussionen. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn die Freude
an der Mitteilungsleistung Vorrang vor der Sprachrichtigkeit genießt.
Einsichten in die Grammatik der Fremdsprache und das Erleben des Wortschatzes
ergeben sich am wirkungsvollsten aus der Bearbeitung authentischer Texte und
kommunikativer Situationen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen das ihn betreffende Wissen über Informationsund Kommunikationstechniken, Dokumente, Urkunden, Verträge und Zahlungsverkehr haben.
Sie sollen die wesentlichen Ziele und Grundbegriffe der Volks- und Betriebswirtschaft
in Österreich und in der Europäischen Union kennen und verstehen sowie über ausgewählte Kapitel der Wirtschaftspolitik Bescheid wissen.
Sie sollen die für den privaten und beruflichen Alltag notwendigen Schriftstücke lesen
und verstehen sowie selbständig konzipieren und mittels moderner Bürotechnik formal richtig ausfertigen können.
Sie sollen dadurch als Konsument und Facharbeiter wirtschaftliche Entscheidungen
treffen, selbständig und verantwortungsbewusst handeln können sowie Verständnis
für die Vorgänge und Zusammenhänge von Wirtschaft und Ökologie haben.
Informations- und Kommunikationstechniken:
Arten und Möglichkeiten der Informationsübermittlung. Datenverarbeitung (Grundlagen, privater und betrieblicher Einsatz, Datenschutz, gesellschaftliche Auswirkungen,
Ergonomie).
Schriftstücke des privaten und beruflichen Bereiches.
Arten, Beschaffung, Beglaubigung, Aufbewahrung, Verlust.
Vollmachten und Antragsformulare.
Aufgabenbereiche der Finanzierungs- und Kreditinstitute. Aktuelle Formen des Zahlungsverkehrs.
Rechtliche Grundlagen, Arten, insbesondere Werk- und Versicherungsverträge.
Wohnraum (Arten, Beschaffung, Finanzierung). Wertsicherung.
Normen in der EU.
Stand: 1.Sep. 2007
Rechtliche Grundlagen, Arten, Kaufverträge (regelmäßiger und unregelmäßiger Ablauf). Verbraucherschutz. Produkthaftung.
Dazugehörige Schriftstücke aus der Sicht des Konsumenten.
Betrieb und Unternehmung. Unternehmungsgründung (persönliche, rechtliche, infrastrukturelle und finanzielle Voraussetzungen. Behörden und Kontaktstellen). Formen.
Organisation. Marketing. Gründung, Zusammenschluss, Auflösung. Gewerblicher
Grundbegriffe. Wirtschaftskreislauf. Markt, Marktformen und Preisbildung. Europäischer Binnenmarkt. Wirtschaftsordnungen. Ökologie. Internationale Wirtschaft.
Ausgewählte Kapitel der Wirtschaftspolitik:
Beschäftigungspolitik, Wachstums- und Konjunkturpolitik, Sozialpolitik, Globalisierung der Wirtschaft u.a.
Hauptkriterium für die Auswahl des Lehrstoffes ist der Beitrag zum Verständnis der
wirtschaftlichen Zusammenhänge sowie zur Bildung des Schülers als Konsument
Der Unterricht soll zweckmäßigerweise von den Erfahrungen der Schüler und von
aktuellen wirtschaftspolitischen Anlässen ausgehen, wobei entsprechend den Besonderheiten des Lehrberufes und den regionalen Gegebenheiten Schwerpunkte
Bei der Auswahl der Sachgebiete ist neben der Verflechtung der Wirtschaftskunde
mit dem Schriftverkehr im besonderen auf das fachübergreifende Prinzip Bedacht zu
nehmen. Dies gilt vornehmlich für die Unterrichtsgegenstände „Rechnungswesen“
und „Politische Bildung“.
Referenten aus der Praxis und Lehrausgänge erhöhen den Unterrichtsertrag.
Den Veränderungen in Europa ist beim Thema „Internationale Wirtschaft“ besonderes Augenmerk zu schenken und dabei die Rolle Österreichs im gemeinsamen Europa herauszuarbeiten.
Die in den einzelnen Lehrstoffinhalten vorgesehenen Schriftstücke können auch
EDV-mäßig ausgefertigt werden.
zwei bzw. eine in jeder Schulstufe, sofern das Stundenausmaß
auf der betreffenden Schulstufe mindestens 40 bzw. 20 Unterrichtseinheiten beträgt.
Die Schülerinnen und Schüler sollen Kenntnisse über die für den privaten und beruflichen Alltag wesentlichen Bereiche Einkommen, Finanzierung, Kauf und Rechnungswesen haben und den Werteaufbau eines Betriebes verstehen.
Sie sollen die für einzelne Teilbereiche beschriebenen Berechnungen beherrschen
und dabei die Ergebnisse vor der Rechenausführung schätzen, den Rechner sinnvoll
einsetzen und die Rechenaufgaben formal richtig lösen können.
Sie sollen insbesondere im betrieblichen Rechnungswesen die Zusammenhänge der
einzelnen Teilbereiche kennen, über die durch den Einsatz von Datenverarbeitungsanlagen entstehenden Möglichkeiten Bescheid wissen und Computerausdrucke lesen und interpretieren können.
Sie sollen zu wirtschaftlichem und sozialem Verhalten sowie kritischem Verständnis
gegenüber lohn- und preispolitischen Maßnahmen befähigt sein und die Bedeutung
eines funktionierenden Rechnungswesens für das Unternehmen und die Gesamtwirtschaft kennen.
Die Schülerinnen und Schüler der Leistungsgruppe mit vertieftem Bildungsangebot
bzw. die Schüler, die sich auf die Berufsreifeprüfung vorbereiten, sollen zusätzlich
komplexe Aufgaben zu einzelnen Lehrstoffinhalten lösen können.
Entgeltansprüche nach Kollektivvertrag.
Berechnung der Bruttoentschädigung, Nettoentschädigung und des Auszahlungsbetrages.
Private Haushaltsplanung:
Erfassen der Einnahmen und Ausgaben.
Sparen und Geldanlage:
Sparformen und Möglichkeiten der Geldanlage.
Berechnung von Zinsen.
Ertragsvergleich.
Privater Einkauf:
Umsatzsteuer, Ab- und Zuschläge.
Berechnung des Einkaufspreises.
Geld und Währung in der EU.
Valuten, Devisen, Kurse.
Umrechnungen.
Privater Einkauf.
Arten. Kreditsicherung.
Berechnung von Kreditkosten.
Kreditkostenvergleich.
Ratengeschäft:
Bestimmungen des Konsumentenschutzgesetzes.
Berechnung der Finanzierungskosten.
Vergleich mit anderen Finanzierungsarten.
Gesetzliche Bestimmungen der Buchführung:
Aufzeichnungs- und Buchführungspflicht. Formvorschriften. Belege.
Grundzüge der Buchführung:
Bestandsaufnahme (Inventur, Inventar), Mindestaufzeichnungen.
Bestandsverrechnung (Vermögen, Schulden).
Fremdfinanzierung (Kredit, Ratengeschäft, Leasing).
Erfolgsverrechnung (Aufwände, Erträge; Gewinn, Verlust).
Kosten und Kostenarten. Ermittlung der Kosten.
Berechnung der Zuschlagsätze.
Berechnung von Verkaufspreisen.
Lohn und Lohnarten. Entgeltansprüche nach dem Kollektivvertrag. Arbeitnehmerveranlagung.
Berechnung des Bruttolohnes, Nettolohnes und des Auszahlungsbetrages.
Kostenrechnung. Kalkulation. Lohnverrechnung.
Im Unterricht sollen - vom persönlichen Erleben ausgehend - wirtschaftliche Zusammenhänge rechnerisch erfaßt werden. Die Abfolge des Lehrstoffes soll sich am Erfahrungsbereich des Schülers orientieren. Bei der Auswahl der Sachgebiete ist auf
das fachübergreifende Prinzip Bedacht zu nehmen.
Die Gewichtung der Inhalte sollte berücksichtigen, dass die Buchführung nur in dem
Ausmaß zu vermitteln ist, wie es für das Verständnis der Kostenrechnung und für die
Vermittlung betriebswirtschaftlichen Grundwissens notwendig ist. Je nach den Erfordernissen des Lehrberufes sind die Kostenrechnung sowie die Kalkulation zumindest
in ihren wesentlichen Merkmalen zu behandeln. Buchungstechniken sind nur zum
besseren Verständnis der Grundzüge der Buchführung anzuwenden.
Der Lehrstoff ist berufsbezogen zu vermitteln. Der Einsatz von Datenverarbeitungsanlagen wird grundsätzlich empfohlen.
Nachschlagbare Daten sollen aus praxisüblichen Hilfsmitteln entnommen werden.
Fachunterricht (FU)
Die Schülerinnen und Schüler sollen den Aufbau, die Funktion und die Einsatzmöglichkeiten elektronischer Informationsverarbeitungsanlagen der Multimediatechnik
kennen und diese Geräte bedienen können.
Sie sollen Standardsoftware einsetzen, Informationen auf elektronischem Weg beschaffen und weitergeben können, über Web-Seiten Bescheid wissen und mit dem
Datenhandling und der Datenträgertechnologie vertraut sein.
Sie sollen Kenntnisse über die Organisation und die rechtlichen Bestimmungen der
EDV haben, mit den berufseinschlägigen Sicherheitsvorschriften vertraut sein und
über die gesellschaftlichen Auswirkungen des Einsatzes der elektronischen Informationsverarbeitung Bescheid wissen.
Berufseinschlägige Sicherheitsvorschriften. Umweltschutz.
Aufbau. Funktion. Einsatzmöglichkeiten. Hardwareplattformen.
Informations- und Kommunikationsnetze:
Aufbau von Netzen.
Anwenden von Dateiformaten.
Datenträgertechnologie:
Funktion aktueller Speichertechnologie. Formatierungen.
Berufseinschlägige Sicherheitsvorschriften. Umweltschutz
Betriebssysteme. Peripherie. Zusammenwirkung der Komponenten.
Tabellenkalkulation. Datenbanken.
Funktion von Servern und Serverclients in Netzwerken. Planung und Integration von
Umsetzung von analogen und digitalen Daten.
Organisation und rechtliche Bestimmungen:
Datenorganisation und –verwaltung. Ergonomie.
Produktmarkt. Entwicklungstrends.
Datenbanken. Datenbankanwendungen.
Funktion von Servern und Serverclients in Netzwerken. Text-, Bild- und Grafikübernahme über elektronische Netzwerke.
Auswahl von Systemkomponenten und Softwareapplikationen. Sichern, Bereitstellen
und Ausgeben von Daten.
Datenorganisation und –Verwaltung. Ergonomie
Datenbankanwendungen. Tabellenkalkulation.
Text-, Bild- und GrafikĂźbernahme Ăźber elektronische Netzwerke. Planung und Integration von Webseiten.
Der Schülerinnen und Schüler sollen über die kulturgeschichtliche Entwicklung des
grafischen Gewerbes und insbesondere der Medien Bescheid wissen.
Sie sollen einen Überblick über multimediale Bereiche haben und deren spezifische
Einsatzmöglichkeiten kennen.
Sie sollen die technischen Grundbegriffe, die Geräte und Maschinen sowie die Arbeitsverfahren und –techniken für die digitale Fotografie, Video, Audio und für die
Text- und Bilderstellung und –bearbeitung sowie für die Druckvorstufe und den Druck
Sie sollen die notwendigen fachlichen Rechenaufgaben lösen können.
bzw. jene, die sich auf die Berufsreifeprüfung vorbereiten, sollen zusätzlich komplexe
Aufgabe zu einzelnen Lehrstoffinhalten lösen können.
Berufseinschlägige Sicherheitsvorschriften.
Kulturgeschichte der Medien:
Entwicklung der Schrifträger, Schreibgeräte, Schrift sowie der Repro- und Druckverfahren. Informationsvermittlung im Wandel der Zeiten.
Arten. Marktübersicht.
Fotooptische und elektronische Grundbegriffe. Kameras, Geräte und Zubehör.
Text-, Bilderstellung und –bearbeitung:
Texterfassung. Textübernahme, -erstellung und –bearbeitung.
Analoge Druckverfahren.
Fachliches Rechnen:
Umwandlungsrechnungen. Maßstabsberechnungen.
Wirkung. Funktion.
Prinzip der Aufzeichnung bewegter Bilder. Kameras, Geräte und Zubehör. Videomaterialien. Aufnahmetechniken.
Prinzip der Tonaufzeichnung. Mikrofone. Aufnahmetechnik. Speichermedien.
Text- und Bilderstellung und –bearbeitung:
Texterfassung. Textübernahme, -erstellung und –bearbeitung. Farbenlehre. Bilderstellung und –bearbeitung. Fachspezifische Software.
Datenaufbereitung für die Druckformenherstellung.
Maßstabsberechnungen.
Bildaufzeichnung. Bildausgabe. Bildschirmkorrekturen.
Prinzip der Aufzeichnung bewegter Bilder. Kameras, Geräte und Zubehör. Schnitt.
Produktion. Massenkopie.
Tonmischungen. Speichermedien.
Umbruch. Seitenaufbau. Scannertechnologie. Farbenlehre. Farbkorrektur und Colourmanagement. Bilderstellung und –bearbeitung.
Arbeitsvorbereitung. Datenaufbereitung für die Druckformenherstellung. Beurteilen
von Originalen sowie Druck- und Kopievorlagen.
Alternative Vervielfältigungstechniken.
Umfangs- und Papierberechnungen. Rechnungen zur Datenmenge und
–übertragung.
Farbkorrektur und Colourmanagement. Bilderstellung und –bearbeitung.
Datenaufbereitung für die Druckformenherstellung. Beurteilen von Originalen sowie
Druck- und Kopievorlagen.
Rechnungen zur Datenmenge und –übertragung.
Text- und Bildbearbeitung.
Audio. Fachliches Rechnen
Fachliches Rechnen
Die Schülerinnen und Schüler sollen die Ausdrucksmöglichkeiten der Semiotik kennen sowie über die Grundbegriffe der Farbenlehre und Komposition Bescheid wissen.
Sie sollen Kenntnisse über die Gestaltungsgrundsätze haben und Skizzen und Layouts bis zu Multimedia- und Designprodukten entwickeln können.
Form und Gestalt. Gestaltungselemente.
Entwicklung der Schrift. Gestalten mit Schrift.
Entwurfstechniken:
Skizzen. Layouts.
Form und Gestalt. Raum und Entfernung. Perspektivische Darstellungen.
Schriftmischungen. Gestalten mit Schrift. Schriftmischungen. Typographische Regeln.
Farbenlehre und Komposition:
GestaltungsgrundsĂ¤tze:
Perspektivische Darstellungen. KontrastphĂ¤nomene. Bildaufbau.
Typografische Regeln.
Physiologische und psychologische Aspekte.
Bilder, Symbole, Zeichen und bewegte Bilder. Wirkung und Funktion. Codierung.
Skizzen. Gestalten von Multimedia- und Designproduktion.
Charakteristik und Symbolik der Farben.
Bilder, Symbole, Zeichen und bewegte Bilder. Einsatz als Kommunikationsmittel.
Layouts. Gestalten von Multimedia- und Designprodukten.
Die Schülerinnen und Schüler sollen mit der Organisation von Arbeitsabläufen in der
Medienwirtschaft vertraut sein, Projekte für die Mediengestaltung planen können und
die rechtlichen Grundlagen und die Institutionen der Medienwirtschaft kennen.
Organisation von Arbeitsabläufen:
Konzeption und Projektplanung von Medienprodukten. Kommunikationsforschung.
Zielgruppenanalyse. Sachmittel-, Termin- und Kostenplanung. Controlling. Auftragsbearbeitung. Projektmethoden. Dokumentation. Produktmarkt und Trends. Qualitätssicherung. Arten der Medien.
Rechtliche Grundlagen und Institutionen:
Urheber- und Verwertungsrecht. Institutionen, Ämter und Behörden.
Medien- und Telekommunikationsrecht. Verleihwesen. Internationale Einheiten,
Normen und Symbole.
Die Schülerinnen und Schüler sollen unter Einbeziehung von Maßnahmen der Qualitätssicherung berufsspezifische Aufgaben als komplexe Arbeiten planen, durchführen, präsentieren und kontrollieren können.
Sie sollen dabei der Berufspraxis entsprechend durch Verknüpfung von allgemein
bildenden, sprachlichen, betriebswirtschaftlichen, technisch-mathematischen und
zeichnerischen Sachverhalten Analysen und Bewertungen durchführen sowie berufsorientierte Lösungen dokumentieren, darstellen und evaluieren können.
Erstellen eines Arbeits- und Einsatzplanes. Festlegen der Arbeitsverfahren und Arbeitsabläufe. Auswählen der erforderlichen Materialien und Werkstoffe sowie der
einzusetzenden Werkzeuge, Maschinen, Vorrichtungen und Einrichtungen.
Beschaffen und Überprüfen der Materialien und Werkstoffe. Durchführen der Arbeiten und Berücksichtigung der Maßnahmen zur Qualitätssicherung gemäß den festgelegten Arbeitsabläufen.
Projektkontrolle und –darstellung:
Dokumentieren, Evaluieren und Präsentieren der Ergebnisse.
5.5 Fachbereichsunterricht:
5.5.1 Fachbereich Mediendesign: Designstudio
Die Schülerinnen und Schüler sollen die Geräte, Materialien und Arbeitsbehelfe
handhaben, pflegen und instand halten können.
Sie sollen Entwürfe und Zeichnungen mit verschiedenen Darstellungstechniken erstellen, Layouts und Mediendesigns entwickeln können und Methoden der Qualitätskontrolle beherrschen.
Unfallverhütung. Schutzmaßnahmen.
Geräte, Materialien und Arbeitsbehelfe:
Arten. Handhaben. Pflegen. Instandhalten.
Scribbles. Vom Bleistift zum Bildschirm.
Daten übernehmen und bearbeiten. Werkzeugfunktionen. Bildgestaltung.
Grundlagen der Bildschirm-Typografie. Gestaltung der Benutzeroberfläche. Einbinden von Bild, Text, Ton und Grafik.
Kompositorisches Gestalten:
Layouts und Mediendesign nach konkreten Erfordernissen. Gestalten von Vorlagen.
Arten. Handhaben. Pflegen. Instand halten.
Scribbles. Layouts. Icons. Bild-Text-Integration. Vom Bleistift zum Bildschirm.
Daten übernehmen und bearbeiten. Werkzeugfunktionen. Masken- und Retuschetschniken. Fotomontage. Bildgestaltung. Composing.
Fertigstellen von Endprodukten. Zusammenstellen von Daten zu Endvorlagen. Qualität kontrollieren.
Layouts. Icons. Logos. Vom Bleistift zum Bildschirm. Illustrationen. Piktogramme.
Masken- und Retuschetechniken. Fotomontage. Bildgestaltung. Composing. Perspektive.
Gestaltung der Benutzeroberfläche. Einbinden von Bild, Text, Ton und Grafik. Montagegestaltung. 2D- und 3D-Animation.
5.5.2 Fachbereich Medientechnik: Medientechnikstudio
Sie sollen Medienprodukte aus digitalen Daten erstellen, Multimediawerkzeuge anwenden und programmieren können und Methoden der Qualitätskontrolle beherrschen.
Mediensysteme:
Arten. Installieren. Warten. Konfigurieren. Austauschen.
Arbeitsverfahren und –techniken:
Daten übernehmen, bearbeiten und ausgeben.
Installieren. Konfigurieren. Qualität kontrollieren.
Daten übernehmen, bearbeiten und ausgeben. Scannen. Daten in Medienprodukte
umsetzen. Lesen und Anwenden technischer Unterlagen. Arbeiten mit Bearbeitungssystemen für Layouts, Zeichen und Bildern. Verbinden von Text-, Bild- und Tonsequenzen.
Konfigurieren. Austauschen. Überprüfen. Fehlersuchen, -eingrenzen, -analysieren
und –beheben. Qualität kontrollieren.
umsetzen. Datenmehrfachnutzung. Teilprodukte zu Endprodukten zusammenfügen.
Lesen und Anwenden technischer Unterlagen. Arbeiten mit Bearbeitungssystemen
für Layouts, Zeichen und Bildern. Verbinden von Text-, Bild- und Tonsequenzen.
Qualität kontrollieren.
5.5.3 Fachbereich Marktkommunikation und Werbung:
Kommunikationstechniksstudio
Sie sollen Kommunikationstechniken kennen und anwenden können, berufsspezifische Arbeitsverfahren und –techniken sowie Methoden der Qualitätskontrolle beherrschen.
Unfallverhütung. Schutzmaßnamen.
Arten der Medien. Führen von Kundengesprächen.
Daten übernehmen, bearbeiten und ausgeben. Daten in Kommunikationsnetzwerke
integrieren. Lesen, Interpretieren und Anwenden technischer Unterlagen.
Arten der Medien. Führen von Kundengesprächen. Betreuen von Kunden und Auftragnehmern. Qualität kontrollieren.
Daten übernehmen, bearbeiten und ausgeben. Datenmehrfachnutzung. Teilprodukte
zu Endprodukten zusammenfügen. Lesen, Interpretieren und Anwenden technischer
Führen von Kundengesprächen. Betreuen von Kunden und Auftragnehmern. Entwickeln von Konzepten und Strategien zur Marktkommunikation. Organisieren von
Public-Relation-Aktivitäten. Betreuen von Multimediaprodukten. Fehlersuchen, eingrenzen, -analysieren und –beheben.Qualität kontrollieren.
Daten übernehmen, bearbeiten und ausgeben. Datenmehrfachnutzung. Daten in
Kommunikationsnetzwerke integrieren. Teilprodukte zu Endprodukten zusammenfügen. Lesen, Interpretieren und Anwenden technischer Unterlagen. Text-, Bild- und
Tonsequenzen.
5.6 Freigegenstände und Unverbindliche Übungen
5.6.1 Religion (R)
Die Lehrpläne wurden gemäß Religionsunterrichtsgesetz von der betreffenden gesetzlich anerkannten Kirche oder Religionsgemeinschaft erlassen und vom zuständigen Bundesminister mit Verordnung bekannt gemacht (Anlage A, Abschnitt II).
Lebende Fremdsprache (LF)
Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Wort- und Phrasenschatz aus dem Alltagsund Berufsleben erweitern und Informationsquellen nützen können.
Sie sollen zu aktuellen Themen aus der Gesellschaft und ihrem Berufsleben schriftlich und mündlich Stellung nehmen können.
Schreibweise und Bedeutung von Wörtern und Phrasen. Grammatische Grundstrukturen. Gebrauch von Wörterbüchern.
Nützen von Bibliotheken, Literatur und Medien.
Erweiterung des Wort- und Phrasenschatzes. Redeübungen mit Vorbereitung. Gesprächsübungen. Freies Kommunizieren.
Konzeption. Gliederung. Formale und inhaltliche Aspekte.
Behandlung von Themen aus dem Erlebnisbereich des Schülers. Behandlung von
gesellschaftsrelevanten und berufsspezifischen Themen.
Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist der Beitrag zur mündlichen und schriftlichen Kommunikationsfähigkeit in der Fremdsprache.
Die Vorkenntnisse der Schüler ermöglichen von Beginn an die Verwendung der
Fremdsprache als Unterrichtssprache. Der Vermittlung kommunikativer Kompetenz
ist der Vorrang vor kognitiver Kompetenz und der Förderung der Sprachverständlichkeit vor sprachlichem Perfektionismus zu geben.
Es ist wichtig, dass die mündlichen Fertigkeiten laufend geübt werden. Dies wird einerseits durch den Wechsel zwischen Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit und andererseits durch eine abwechslungsreiche Gestaltung des Unterrichtes gefördert.
Der Veranschaulichung der Lehrinhalte und der Motivierung der Schüler dienen authentische Materialien, einschlägige Schulveranstaltungen und Unterrichtsprojekte
sowie die Mitarbeit von native speakers.
Bei der Behandlung berufsspezifischer Themen empfiehlt sich die Zusammenarbeit
mit Lehrern des Fachunterrichtes.
Die Schülerinnen und Schüler sollen unter Verwendung von Wörterbüchern die
Rechtschreibung und Grammatik im Deutschen handhaben und Inhalte aktueller
Texte aus Informationsquellen nützen können.
Sie sollen insbesondere zu aktuellen Themen der Gesellschaft und ihres Berufes
schriftlich Stellung nehmen können.
Anwendung der Rechtschreib- und Zeichensetzungsregeln. Schreibweise und Bedeutung häufiger Fremdwörter und fachsprachlicher Ausdrücke. Grammatische
Grundstrukturen (Wörter, Sätze). Gebrauch von Wörterbüchern.
Schriftliches Arbeiten:
Konzeption. Gliederung. Formale Aspekte.
gesellschaftsrelevanten und berufspezifischen Themen.
Hauptkriterium für die Lehrstoffauswahl ist die Schulung der Ausdrucksfähigkeit zum
Verfassen schriftlicher Arbeiten.
Der Unterricht ist in enger Verbindung zum Pflichtgegenstand „Deutsch und Kommunikation“ zu gestalten und soll diesen ergänzen und vertiefen. Bei der Behandlung
von berufsspezifischen Themen empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit den Lehrern
des Fachunterrichtes.
Problemstellungen, die sich am Erfahrungshorizont und an den Interessen der Schüler sowie an aktuellen Anlässen orientieren, fördern die Motivation der Schüler am
Der Computer kann im Unterricht praxisgerecht für das Erstellen von Unterlagen und
Informationen eingesetzt werden.
Übungen zu den Sprachnormen sollen sich an den individuellen Bedürfnissen der
Schüler orientieren und einen Schwerpunkt bilden, da unterschiedliche Vorkenntnisse aufeinander abgestimmt und bestehende Defizite abgebaut werden sollen.
Die regelmäßige Verwendung des Österreichischen Wörterbuches erzieht zur Selbständigkeit und erhöht das Verständnis für die deutsche Sprache.
Das Stundenausmaß beträgt an ganzjährigen und saisonmäßigen Berufsschulen 20
Unterrichtsstunden je Semester, lehrgangsmäßige Berufsschulen 4 Unterrichtsstunden je Lehrgangswoche.
5.6.4 Angewandte Informatik
5.6.4.1 Angewandte Informatik – Betriebssysteme
Die Schülerinnen und Schüler sollen einen Computerarbeitsplatz mit Peripherie in
Betrieb nehmen, bedienen und instandhalten können. Sie sollen über den Datenschutz und ergonomische Aspekte Bescheid wissen.
Sie sollen im Rahmen der Desktop-Umgebung effektiv arbeiten und mit Dateien und
Ordnern arbeiten können.
Sie sollen die Arbeitsumgebung eines modernen Betriebssystems verwenden sowie
mit Suchfunktion und einfachen Texteditoren, wie sie im Betriebssystem verfügbar
sind, arbeiten können.
Computer und Peripheriegeräte:
Inbetriebnehmen, Bedienen und Instandhalten. Ergonomie. Datenschutz.
Desktop-Umgebung:
Arbeiten mit Icons und Fenstern.
Dateienorganisation:
Anlegen, Ordnen und Umbenennen von Dateien. Kopieren, Verschieben und Löschen von Daten. Verwenden von Suchfunktionen.
Verwenden von Texteditoren in der Betriebssystemumgebung.
5.6.4.2 Angewandte Informatik – Textverarbeitung
Die Schülerinnen und Schüler sollen Texte erstellen und bearbeiten sowie Tabellen,
Bilder und Objekte einfügen und bearbeiten können.
Sie sollen verschiedene Dokumente auch mit fortgeschrittenen Aufgaben sowie Serienbriefe erstellen können.
Computer und Peripherie:
Erstellen. Formatieren. Verändern. Löschen.
Tabellen, Bilder und Objekte:
Einfügen. Formatieren. Verändern.
Erstellen. Formatieren. Nummerieren von Seiten. Hinzufügen von Kopf- und Fußzeilen. Überprüfen der Rechtschreibung und Grammatik. Einrichten der Dokumente.
Arbeiten mit Textbausteinen. Fortgeschrittene Aufgaben. Serienbriefe erstellen. Ausdrucken.
5.6.4.3 Angewandte Informatik – Tabellenkalkulation
Sie sollen die wesentlichen Arbeitsschritte für die Erstellung einer Tabellenkalkulation
Sie sollen mathematische und logische Operationen unter Verwendung von Formeln
und Funktionen anwenden und fortgeschrittene Funktionen einsetzen können.
Tabellengestaltung:
Eingeben, Formatieren, Kopieren, Verändern, Sortieren und Löschen von Daten. Suchen und Ersetzen von Zelleinträgen. Manipulieren von Zeilen und Spalten.
Verwenden von arithmetischen und logischen Operationen. Arbeiten mit Funktionen.
Fortgeschrittene Aufgaben:
Einfügen von Objekten und Diagrammen.
5.6.4.4 Angewandte Informatik – Datenbanken
Sie sollen einfache Datenbanken unter Verwendung eines Standardprogrammes
konzipieren, erstellen und bearbeiten können.
Sie sollen Informationen aus vorhandenen Datenbanken unter Verwendung von verfügbaren Such-, Auswahl- und Sortierfunktionen abfragen und diese in Berichtsform
darstellen und modifizieren können.
Konzipieren, Erstellen, Formatieren, Verändern und Löschen von Daten. Abfragen
von Informationen. Einsetzen von Such-, Auswahl und Sortierfunktionen.
Formular in Datenbanken:
Auswählen und Erstellen von Formularen unter Verwendung von Daten, Tabellen,
Bildern und Grafiken.
Darstellen. Modifizieren. Abfragen von Datenbanken.
5.6.4.5 Angewandte Informatik – Grafik und Präsentation
Sie sollen Texte, Grafiken und Diagramme für Präsentationsunterlagen erstellen und
bearbeiten sowie mit Bildern arbeiten können.
Sie sollen dadurch Folien erstellen und ausdrucken und Effekte bei Folienpräsentationen erarbeiten können.
Erstellen. Formatieren. Verändern. Schriftbild. Layout.
Bilder, Grafiken und Diagramme:
Erstellen. Verändern. Löschen.
Foliengestaltung:
Erstellen von Präsentationsfolien unter Verwendung von Text, Bilder, Grafiken und
Diagrammen. Erarbeiten von Effekten. Ausdrucken.
Sie sollen Fertigkeiten bei Informationsgewinnung im Internet und Electronic-Mails
haben und über die Nutzung der angebotenen Dienstleistungen globaler elektronischer Netze Bescheid wissen.
Grundlagenwissen. Versenden, Ablegen und Weiterleiten von Mails. Anfügen von
Attachments. Kopieren. Verwalten und Einsetzen von Adressbüchern.
Informationsgewinnung im Internet:
Herstellen von Verbindungen. Abfragen von Informationen. Suchen mit Maschinen
im World-Wide-Web. Webbrowser. Informationsmanagement in betrieblichen Netzen
Der Bildungs- und Lehraufgabe entsprechend steht vor Vermittlung der speziellen
Anwendungsbereiche die Einschulung im Umgang mit dem Computer und der Peripherie im Vordergrund. Dementsprechend empfiehlt es sich, den Freigegenstand
„Betriebssysteme“ vor den anderen Freigegenständen anzubieten.
Das Hauptkriterium des Unterrichts ist die Beherrschung des speziellen Bereiches
der Computeranwendung des jeweiligen Freigegenstandes. Dementsprechend sind
neben der fortschreitenden Lehrstoffvermittlung genügend Wiederholungs- und
Übungsphasen einzuplanen.
Im Rahmen der Leistungsbeurteilung empfiehlt es sich, auch Anforderungen und
Zertifizierungen außerschulischer Prüfungen (z. B. zum ECDL) zu beachten.
5.6.5 Sport und Bewegung
Allgemeine didaktische Bemerkungen:
Die unverbindliche Übung „Bewegung und Sport“ hat in den berufsbildenden Pflichtschulen einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen Bildung und Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu leisten. Für den Erfolg ist es wichtig, dass eine über die
Schulzeit hinausreichende Einstellung zur nachhaltigen Ausübung von Bewegung
und Sport vor allem unter Berücksichtigung einer gesunden Lebensführung geweckt
und zu Grunde gelegt wird.
Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre motorischen Grundlagen und sportlichen
Fertigkeiten weiterentwickeln.
Sie sollen die Bedeutung von Bewegung und Sport für die Gesundheit erfahren, über
vielfältiges Sporttreiben Freude an der Bewegung erleben, in ihrer Entwicklung zu
einer eigenständigen Persönlichkeit gefördert werden, Bewegung, Spiel und Sport
sowohl als Einzelne als auch insbesondere in der Gruppe erleben sowie sich mit der
gesellschaftlichen Funktion von Bewegung, Spiel und Sport auseinandersetzen.
Die Schülerinnen und Schüler sollen in den Grundlagen zum Bewegungshandeln
ihre Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, ihre Bewegungserfahrungen erweitern und
ihre eigenen Stärken erkennen.
Sie sollen in den könnens- und leistungsorientierten Bewegungshandlungen das
Leisten erfahren und reflektieren.
Sie sollen in den spielerischen Bewegungshandlungen gemeinsam handeln, spielen
und sich verständigen können.
Sie sollen in den gestaltenden und darstellenden Bewegungshandlungen Bewegung
gestalten, darstellen und sich körperlich ausdrücken können.
Sie sollen in den gesundheitsorientierten und ausgleichenden Bewegungshandlungen ein Gesundheitsbewusstsein entwickeln und ihre Fitness verbessern.
Sie sollen in den erlebnisorientierten Bewegungshandlungen Erlebnis und Wagnis in
Verantwortung für sich selbst und andere erfahren.
Weiterentwicklung und Sicherung der konditionellen Fähigkeiten (Kraft, Schnelligkeit,
Ausdauer). Verbesserung der Beweglichkeit. Verbesserung und Stabilisierung der
koordinativen Fähigkeiten. Gleichgewicht. Raumwahrnehmung. Orientierung.
Rhythmusfähigkeit. Reaktionsfähigkeit. Bewegungsqualität und BewegungsökonoA/8/10
mie. RĂźckmeldung durch DurchfĂźhrung motorischer Tests. Sportbiologische Grundlagen kennen und einbeziehen.
Leistungsgrenzen erfahren lassen. Möglichkeit der Teilnahme an Einzel- und Gruppenwettkämpfen. Bewegungsverbindungen erarbeiten und präsentieren. Entwickeln
der Fähigkeit, sich mit Wettkampfnormen konstruktiv auseinanderzusetzen.
Erhalten und Weiterentwickeln von nicht regelgebundener Spielfähigkeit und Spielkönnen. Kennen lernen und Ausüben vielfältiger verschiedener Sport- und Trendspiele. Verbessern der regelgebundenen Spielfähigkeit unter technikrelevanten Gesichtspunkten. Verhalten auf Spielsituation abstimmen und taktische Entscheidungen
in der Gruppe bzw. Mannschaft treffen. Entwicklung eines entsprechenden Spielverständnisses unter wettbewerbsrelevanten Aspekten. Entwicklung der Fähigkeit zur
Analyse von Spielergebnissen und von Strategien zur Lösung allfälliger Konfliktsituationen. Weiterentwickeln der Fähigkeit, (Spiel-)Vereinbarungen und (Spiel-)Regeln
anzuerkennen, situativ abzuändern und neu zu gestalten. Entwickeln der Fähigkeit,
verantwortliche Organisation und Spielleitung zu übernehmen.
Erfahren der Körperhaltung. Verbessern der Bewegungs- und Ausdrucksmöglichkeiten des Körpers. Erweiterung des Bewegungsrepertoires und Entwicklung eines differenzierten Bewegungsgefühls. Sich mit Aspekten der Bewegungsqualität auseinandersetzen. Umsetzen von Musik und Rhythmus in Bewegung. Die Wirkung von
Kunst und eigener Kreativität in Bezug auf das individuelle Leben erfahren.
Gesundheitsorientierte und ausgleichende Bewegungshandlungen:
Bewegung und Sport gesundheitsgerecht ausüben. Verbesserung der Fitness in der
Schule und nach Möglichkeit auch in außerschulischen Einrichtungen erfahren, verbessern und beurteilen lernen. Das Gefühl für den eigenen Körper festigen und auf
dessen Bedürfnisse reagieren. Die Körperwahrnehmung verbessern und die Reaktionen des Körpers deuten können. Bewusstmachen von und Auseinandersetzen mit
gesundheitsgefährdenden Phänomenen; Aufzeigen von Folgeschäden und Erarbeiten von Maßnahmen zur Vorbeugung und Verhinderung. Haltungsbelastende Bewegungsgewohnheiten und deren Auswirkungen erkennen und ausgleichen.
Erfahren und Erleben von Bewegungs- und Sportaktivitäten in verschiedenen Räumen und Elementen, in unterschiedlichen Situationen, mit verschiedenen Geräten,
die sich vom alltäglichen Bewegen abheben und mit besonderen Gefühlen verbunden sind und die etwas Neues und Unerwartetes bieten. Aufsuchen und selbsttätiges
Bewältigen von herausfordernden Bewegungssituationen, dabei die persönlichen
Grenzen und Verhaltensweisen erfahren, ausloten und reflektieren. Sportaktivitäten
-projekte gemeinsam planen, gestalten und reflektieren. Eine umweltgerechte Einstellung bei der Ausübung von Natur- und Trendsportarten entwickeln. Fachspezifische Kenntnisse zu Art, Aufbau und Wartung von Sportgeräten erwerben.
Insbesondere sind die Schülerinnen und Schüler im Verlauf ihrer Berufsschulzeit zu
befähigen und anzuregen, Bewegung, Spiel und Sport in ausreichendem Ausmaß,
unter Berücksichtigung einer gesunden Lebensführung, auch über die Schulzeit hinaus zu betreiben.
In Lehrberufen mit steigenden gesundheitlichen Belastungen sollen geeignete Unterrichtsinhalte und Maßnahmen den gesundheitlichen Belastungen entgegenwirken
Der Lehrstoff ist gemäß der Bildungs- und Lehraufgabe unter Wahrung der Vielfalt zu
erfüllen. Schwerpunkte können gesetzt werden, sind den Teilbereichen des Lehrstoffes (Bewegungshandlungen) zuzuordnen und auch unter Beachtung geschlechtsspezifischer Anliegen festzulegen.
Bei der Wahl der Lehrinhalte, bei Schwerpunktsetzungen und Leistungsanforderungen sind die Altersgemäßheit, die jeweils spezielle Situation der Berufsschule, des
Lehrberufes und die zur Verfügung stehenden Sportstätten zu berücksichtigen, wobei die Inhalte des Unterrichtes nicht ausschließlich von den örtlichen Rahmenbedingungen am jeweiligen Schulstandort abhängen sollen.
Entsprechend den örtlichen Möglichkeiten an den einzelnen Schulen wird empfohlen,
zur Verbesserung des Unterrichts, die Unterrichtsplanung in Form eines „Schulplans“
zu koordinieren (zB Nutzung von dislozierten Übungsstätten, schulbezogene Veranstaltungen, Kooperationen mit außerschulischen Partnern, Berücksichtigung des
Schulprofils usw.).
Die Lern- und Leistungsbereitschaft ist durch motivierende Unterrichtsgestaltung und
Methodenvielfalt sowie durch Berücksichtigung der Interessen der Schülerinnen und
Schüler zu fördern. Sie kann auch durch die Einbeziehung der Berufs-, Bewegungswelt und entsprechender Freizeittrends der Jugendlichen gesteigert werden. Weitere
wichtige Motivationsmöglichkeiten sind die Vorbereitung auf und die Teilnahme an
Wettkämpfen und Aufführungen sowie der Erwerb von Leistungsabzeichen.
Durch innere Differenzierung des Unterrichtes sollen sowohl die begabten, leistungsfähigen wie auch die leistungsschwachen, ängstlichen Schülerinnen und Schüler motiviert und gefördert werden. Gruppenarbeit und Formen offenen Unterrichtes können
dazu beitragen, das selbstständige sportliche Handeln zu entwickeln.
Die besonderen Bedürfnisse von behinderten Schülerinnen oder Schülern sind nach
Maßgabe der Möglichkeiten zu berücksichtigen. Sie sind möglichst oft in gemeinsame Bewegungsangebote und gemeinsamen Sport einzubinden.
Im Unterricht ist zu jeder Zeit ein höchstmögliches Maß an Sicherheit der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten.“
5.6.6 Förderunterricht
a) Förderunterricht gemäß § 8 lit. g sublit. aa des Schulorganisationsgesetzes
Der vorübergehend von einem Leistungsabfall betroffene Schüler soll jene Kenntnisse und Fertigkeiten aufweisen, die ihm die sichere Erfüllung der Bildungs- und Lehraufgabe des betreffenden Pflichtgegenstandes ermöglichen.
Pflichtgegenstände des sprachlichen, betriebswirtschaftlichen und des fachtheoretischen Unterrichtes ausgenommen Laboratoriumsübungen.
Wie im entsprechenden Pflichtgegenstand unter Beschränkung auf jene Lehrinhalte,
bei denen Wiederholungen und Übungen notwendig sind.
Die Bildungs- und Lehraufgabe erfordert Wiederholung und verstärkte Einübung des
Lehrstoffes des betreffenden Pflichtgegenstandes ohne jede Ausweitung in der Breite oder Tiefe. Dabei ist es wichtig, dass die anschauliche Darstellung der zu wiederholenden Lehrinhalte im Vordergrund steht und Abstraktionen vermieden werden,
sowie dass die Übungsbeispiele möglichst auf den Lehrberuf des Schülers bezogen
sind. Da die Schwächen der Schüler im Allgemeinen in verschiedenen Bereichen
liegen, kommt der Gruppenarbeit besondere Bedeutung zu. Ständige Kontakte mit
dem Lehrer des betreffenden Pflichtgegenstandes sind eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des Förderunterrichtes.
b) Förderunterricht gemäß § 8 lit. g sublit. cc des Schulorganisationsgesetzes
Der grundsätzlich geeignete und leistungswillige Schüler soll jene Kenntnisse und
Fertigkeiten aufweisen, die ihm die Erfüllung der Bildungs- und Lehraufgabe des betreffenden Pflichtgegenstandes in der Leistungsgruppe mit erweitertem oder vertieftem Bildungsangebot ermöglicht bzw. jene Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben,
die ihn zu einem Aufstieg in die höhere Leistungsgruppe befähigen.
(Pflichtgegenstände des erweiterten Bildungsangebotes)
Wie im entsprechenden Pflichtgegenstand unter Beschränkung auf jene Lehrinhalte
die für die Errichtung der Bildungs- und Lehraufgabe in diesem Pflichtgegenstand
(Pflichtgegenstände des vertieften Bildungsangebotes)
Wie im entsprechenden Pflichtgegenstand unter Beschränkung auf jene Teile des
zusätzlichen Lehrstoffes der Leistungsgruppe mit vertieftem Bildungsangebotes, die
für die Erreichung der Bildungs- und Lehraufgabe dieser Leistungsgruppe im betreffenden Pflichtgegenstand wesentlich sind.
Die Bildungs- und Lehraufgabe erfordert die sorgfältige Auswahl des wesentlichen
Lehrstoffes des erweiterten oder vertieften Bildungsangebotes im betreffenden
Pflichtgegenstand. Dabei ist es wichtig, dass die Übungsbeispiele möglichst auf den
Lehrberuf des Schülers bezogen sind. Ansonsten gelten die didaktischen Grundsätze
des betreffenden Pflichtgegenstandes.
Ständige Kontakte mit dem Lehrer des betreffenden Pflichtgegenstandes sind eine
wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des Förderunterrichtes.