Source: http://www.jurablogs.com/2013/12/04/der-versicherungsvertreter-vermittlung-netto-policen
Timestamp: 2018-01-19 01:46:27
Document Index: 194882485

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 4', '§ 3', '§ 4', '§ 34', 'Art. 3', '§ 34', '§ 34', 'Art. 2', '§ 34']

Keine Irreführung über den Status des Versicherungsvermittlers
Bei § 34d Abs. 1 GewO handelt es sich um eine Norm, die im Sinne von § 4 Nr. 11 UWG dazu bestimmt ist, das Marktverhalten im Interesse der Marktteilnehmer zu regeln. Die Erlaubnispflicht zur Ausübung bestimmter Gewerbe stellt zwar grundsätzlich (auch) eine Marktzutrittsregelung dar. Sie dient aber darüber hinaus dem Schutz der Verbraucher vor einer Gefährdung ihrer Rechtsgüter durch unzuverlässige Gewerbetreibende und ist daher zugleich eine Marktverhaltensregelung. Der Umstand, dass die Richtlinie 2005/29/EG über unlautere Geschäftspraktiken keinen den § 3 Abs. 1, § 4 Nr. 11 UWG vergleichbaren Verbotstatbestand kennt, steht der Anwendung dieser Vorschriften im Streitfall im Hinblick darauf nicht entgegen, dass es sich bei der Bestimmung des § 34d GewO um eine unionsrechtskonforme Reglementierung der Berufsausübung handelt (vgl. Art. 3 Abs. 4 und 8 der Richtlinie 2005/29/EG).
Das Vertriebsmodell der “Netto-Policen” verstößt nicht gegen die Marktverhaltensregelung des § 34d Abs. 1 GewO.
Der Vertreter erbringt eine Versicherungsvermittlung im Sinne von § 34d Abs. 1 Satz 1 GewO, der der Umsetzung von Art. 2 Nr. 3 der Richtlinie 2002/92/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 09.12.2002 über Versicherungsvermittlung dient. Die Vorschrift des § 34d Abs. 1 Satz 1 GewO unterscheidet anders als die Richtlinie zur Klarstellung zwischen Versicherungsmaklern und Versicherungsvertretern ...
Versicherungsrecht, Lebensversicherung, Irreführende Werbung, Versicherungsvertreter, Netto Police