Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%202014,%20346
Timestamp: 2019-12-12 11:46:04
Document Index: 311905137

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', '§ 15', 'Art 2', 'Art 17', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15']

BFH, 24.04.2013 - XI R 25/10 - dejure.org
https://dejure.org/2013,17347
BFH, 24.04.2013 - XI R 25/10 (https://dejure.org/2013,17347)
BFH, Entscheidung vom 24.04.2013 - XI R 25/10 (https://dejure.org/2013,17347)
BFH, Entscheidung vom 24. April 2013 - XI R 25/10 (https://dejure.org/2013,17347)
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Vorsteuerabzug aus Vorleistungen, die in keinem direkten und unmittelbaren Zusammenhang zu einem oder mehreren Ausgangsumsätzen stehen
§ 15 Abs 1 S 1 Nr 1 S 1 UStG 2005, § 15 Abs 2 S 1 Nr 1 UStG 2005, § 15 Abs 4 S 2 UStG 2005, Art 2 Nr 1 EWGRL 388/77, Art 17 Abs 2 Buchst a EWGRL 388/77
Recht eines Unternehmers auf Vorsteuerabzug von in Rechnung gestellten Vorleistungen
Zum Vorsteuerabzug aus sog. Vorleistungen
Vorsteuerabzug aus Gemeinkosten anhand des Jahresumsatzes zu ermitteln
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BFH vom 24.04.2013, Az.: XI R 25/10 (Vorsteuerabzug bei Eingangsleistungen im Rahmen der Gesamtzuordnung)" von RA/FAStR/StB/Dipl.-Finw. Stefan Heinrichshofen, original erschienen in: UStB 2013, 279 - 280.
BFHE 241, 451
BStBl II 2014, 346
Dies rechtfertigt es auch, Vorsteuerbeträge nach dem allgemeinen Umsatzschlüssel gesamtumsatzbezogen aufzuteilen (BFH-Urteil vom 24. April 2013 XI R 25/10, BFHE 241, 451, BStBl II 2014, 346, Rz 27, 28; so jetzt auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 10. April 2014, BStBl I 2014, 802; Abschn. 15.16. Abs. 2a UStAE).
Selbst wenn kein direkter und unmittelbarer Zusammenhang mit der beabsichtigten steuerfreien Grundstücksveräußerung bestünde, wäre --wie das FA mit Bezug auf die BFH-Urteile vom 10. April 1997 V R 26/96 (BFHE 182, 432, BStBl II 1997, 552) und vom 24. April 2013 XI R 25/10 (BFHE 241, 451, BStBl II 2014, 346) ferner vorbringt-- der vom Kläger geltend gemachte Vorsteuerbetrag nach § 15 Abs. 4 Satz 1 UStG jedenfalls aufzuteilen.
b) Die vom FA mit Bezug auf die BFH-Urteile in BFHE 182, 432, BStBl II 1997, 552 und in BFHE 241, 451, BStBl II 2014, 346 (hilfsweise) angestrebte Aufteilung des vom Kläger geltend gemachten Vorsteuerbetrags nach § 15 Abs. 4 Satz 1 UStG im Verhältnis zwischen den steuerpflichtigen Verpachtungsumsätzen vom 1. Januar bis 31. Mai 2011 und dem steuerfreien Grundstücksverkauf am 11. November 2011 kommt im Übrigen nicht in Betracht.
Denn eine Aufteilung der Vorsteuer nach § 15 Abs. 4 UStG setzt voraus, dass der Unternehmer die bezogenen Vorleistungen sowohl für Umsätze verwendet, für die ein Recht auf Vorsteuerabzug besteht, als auch für Umsätze, für die dieses Recht nicht besteht (vgl. Senatsurteil in BFHE 241, 451, BStBl II 2014, 346, Rz 30).
Denn die Umsatzsteuer-Jahresfestsetzung nimmt materiell-rechtlich den Inhalt der Steuerfestsetzungen für die Voranmeldezeiträume in sich auf; der ursprünglich angefochtene Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheid verliert damit seine Wirksamkeit (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 24. April 2013 XI R 25/10, BFH/NV 2013, 1517).
Voraussetzung für den Vorsteuerabzug ist dann aber, dass die wirtschaftliche Tätigkeit zu Umsätzen führt, die zum Vorsteuerabzug berechtigen (BFH, Urteil vom 24. April 2013, XI R 25/10, BStBl II 2014, 346, Rn. 24).
Derartige Kosten hängen direkt und unmittelbar mit seiner wirtschaftlichen Gesamttätigkeit zusammen und berechtigen nach Maßgabe dieser Gesamttätigkeit zum Vorsteuerabzug (BFH, Urt. vom 24.04.2013 - XI R 25/10, BStBl. II 2014, 346).
Derartige Kosten hängen dann direkt und unmittelbar mit seiner wirtschaftlichen Gesamttätigkeit zusammen (BFH, Urteil vom 24.04.2013 XI R 25/10, BStBl II 2014, 346, II. 1. b) der Gründe m. w. N.).
Die Umsatzsteuer-Jahresfestsetzung nimmt materiell-rechtlich den Inhalt der Steuerfestsetzungen für die Voranmeldungszeiträume in sich auf; die Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheide verlieren ihre Wirksamkeit (vgl. Senatsurteil vom 24. April 2013 XI R 25/10, BFHE 241, 451, BFH/NV 2013, 1517, Rz 32).
Werden die bezogenen Leistungen nach diesen Grundsätzen sowohl für steuerpflichtige als auch für steuerbefreite Ausgangsumsätze verwendet (…d. h. bei wirtschaftlicher Betrachtung als Kosten beider Leistungsarten berücksichtigt, z. B. als sog. Gemeinkosten des Unternehmens, vgl. Stadie in Rau / Dürrwächter, UStG, Stand 1/2017, Rn. 1773 f.), ist der Vorsteuerabzug nach § 15 Abs. 4 Satz 1 UStG in einen abziehbaren und einen nicht abziehbaren Teil aufzuteilen (BFH vom 24.04.2013 - XI R 25/10, BStBl. II 2014, 346).
Dabei soll auf Verhältnisse des jeweiligen Besteuerungszeitraums abgestellt werden (BFH vom 24.04.2013 - XI R 25/10, BStBl. II 2014, 346).
BFH, 09.09.2014 - V B 43/14
Vorsteueraufteilung nach § 15 Abs. 4 UStG; Grundsätzliche Bedeutung; Divergenz
FG München, 25.02.2014 - 2 K 1248/11
Vorsteuerabzug einer Kommune aus den Anschaffungskosten für ein sog. Werbemobil