Source: https://kirchenrecht-nordkirche.de/document/32099
Timestamp: 2018-11-16 10:31:27
Document Index: 242888080

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 10', '§ 11', '§ 18', '§ 51']

5.121-101 Kirchensteuer-Durchführungsverordnung – MV (KiStDVO M-V) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
5.121-101 Kirchensteuer-Durchführungsverordnung – MV (KiStDVO M-V)
§ 1 Verwaltung der Kirchensteuer durch die Finanzämter
§ 2 Kirchensteuerabzug durch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
§ 3 Kirchensteuerabzug vom Kapitalertrag
Kirchensteuergesetzes Mecklenburg-Vorpommern
(Kirchensteuer-Durchführungsverordnung –
KiStDVO M-V)
(GVOBl. M-V S. 106)
Aufgrund des § 10 Absatz 1, des § 11 Absatz 2 Satz 1 und des § 18 Absatz 3 Satz 1 des Kirchensteuergesetzes Mecklenburg-Vorpommern vom 30. Oktober 2014 (GVOBl. M-V S. 586) verordnet das Finanzministerium:
1 Die Verwaltung der Kirchensteuer als Zuschlag zur Einkommensteuer sowie die Verwaltung des besonderen Kirchgeldes von Kirchensteuerpflichtigen, deren Ehegatten oder deren Lebenspartner keiner kirchensteuererhebenden Kirche oder Religionsgesellschaft angehören und für die eine Veranlagung zur Einkommensteuer durchgeführt wird, wird den Finanzämtern übertragen. 2 Diese Übertragung gilt für die Kirchensteuern als Zuschlag zur Einkommensteuer einschließlich Lohn- und Kapitalertragsteuer, die die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und die Erzbistümer Hamburg und Berlin im Land MecklenburgVorpommern erheben.
Kirchensteuerabzug durch Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber
1 Die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber haben die Kirchensteuer im Lohnsteuerabzugsverfahren mit dem in Mecklenburg-Vorpommem geltenden Steuersatz auch für diejenigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einzubehalten und abzuführen, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt nicht in Mecklenburg-Vorpommern haben, aber von einer in Mecklenburg-Vorpommem liegenden lohnsteuerlichen Betriebsstätte entlohnt werden, wenn diese Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegenüber einer evangelischen Landeskirche oder eines Erzbistums oder Bistums der Römisch-Katholischen Kirche im Inland kirchensteuerpflichtig sind. 2 Dies gilt nur, wenn die Kirchensteuer im Lohnsteuerabzugsverfahren in dem Land, in dem die Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmer ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben, für die betreffenden Kirchensteuergläubigerinnen und Kirchensteuergläubiger durch die Landesfinanzbehörden verwaltet wird.
Die Kirchensteuerabzugsverpflichteten haben die Kirchensteuer als Zuschlag zur Kapitalertragsteuer nach Maßgabe des § 51a Absatz 2c Einkommensteuergesetz auch bei Kirchensteuerpflichtigen einzubehalten und abzuführen, die keinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Mecklenburg-Vorpommern haben und gegenüber einer der folgenden kirchensteuererhebenden Kirchen oder Religionsgesellschaften kirchensteuerpflichtig sind; der Kirchensteuersatz bestimmt sich nach dem Ort des Wohnsitzes oder des gewöhnlichen Aufenthalts der Kirchensteuerpflichtigen:
Evangelische Landeskirchen:
Bischöfliches Generalvikariat Augsburg
Alt-Katholische Kirche:
Alt-Katholische Kirchengemeinde Hamburg
Jüdische Landesverbände/Gemeinden:
Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinde in Bayern
Landesverband der Jüdischen Gemeinde in Hessen
Freie Religionsgemeinschaften:
1 Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft. 2 Gleichzeitig treten die Verwaltungsvorschrift zum Erlass zur Übertragung der Verwaltung der Kirchensteuer auf die Finanzämter vom 28. Mai 1991 (BStBl. I S. 613) und die Verwaltungsvorschrift zur Anordnung über den Kirchensteuerabzug vom Arbeitslohn bei Arbeitnehmern, die in Mecklenburg-Vorpommern weder Wohnsitz noch gewöhnlichen Aufenthalt haben, vom 28. Mai 1991 (BStBl. I S. 614) sowie die Verwaltungsvorschrift zum Erlass über den Kirchensteuerabzug vom Kapitalertrag vom 16. April 2009 (AmtsBl. M-V S. 394), die zuletzt durch die Verwaltungsvorschrift vom 26. Oktober 2010 (AmtsBl. M-V S. 783) geändert worden ist, außer Kraft.