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Timestamp: 2016-10-25 12:12:41
Document Index: 282502048

Matched Legal Cases: ['Art. 11', 'Art. 14', 'Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 89', 'Art. 7', 'Art. 2', 'Art. 25', 'Art. 7', 'Art. 16', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 15', 'BGE', 'Art. 15', 'Art. 40', 'Art. 15', 'Art. 40', 'BGE', 'BGE', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'Art. 12', 'BGE', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 14', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 17', 'Art. 14', 'Art. 11', 'Art. 17', 'Art. 14', 'Art. 17', 'Art. 14', 'Art. 74', 'Art. 17', 'Art. 14', 'Art. 17', 'Art. 13', 'Art. 97', 'Art. 32', 'Art. 15', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 9', 'Art. 6', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_297/2009 (18.01.2010)
1C_297/2009
Gemeinderat Gossau, Berghofstrasse 4, 8625 Gossau, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno Pellegrini.
Am 4. Juli 2005 gelangte X.________ an den Gemeinderat Gossau und verlangte den Erlass einschr�nkender Massnahmen bez�glich des n�chtlichen Stundenschlags der evangelisch-reformierten Kirche. Insbesondere seien die n�chtlichen Stunden- und Viertelstundenschl�ge von 21.45 Uhr bis 06.00 Uhr einzustellen. Mit Beschluss vom 12. Juli 2006 wies der Gemeinderat Gossau das Begehren ab. Den von X.________ gegen diesen Gemeinderatsbeschluss erhobenen Rekurs wies die kantonale Baurekurskommission III am 28. M�rz 2007 ab. Mit Urteil vom 6. Mai 2009 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich die von X.________ gegen den Entscheid der Baurekurskommission erhobene Beschwerde ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 1. Juli 2009 beantragt X.________ im Wesentlichen die Aufhebung des Urteils des Verwaltungsgerichts und die Gutheissung seines bei der Gemeinde eingereichten Antrags. Eventualiter sei der Entscheid des Verwaltungsgerichts aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Gossau und der Gemeinderat Gossau beantragen die Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) h�lt den Entscheid des Verwaltungsgerichts f�r bundesrechtskonform. Insbesondere seien die Art. 11 Abs. 2 und 17 USG (SR 814.01) sowie Art. 14 der L�rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) nicht verletzt. Das Verwaltungsgericht beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei und verzichtet im �brigen auf eine Vernehmlassung. In einer weiteren Stellungnahme �ussert sich der Gemeinderat Gossau kritisch zu den �usserungen des BAFU. Der Beschwerdef�hrer h�lt in seiner abschliessenden Eingabe an seiner Auffassung fest.
1.1 Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid, mit welchem unterinstanzliche Entscheide best�tigt werden, in denen der Gemeinderat Gossau und die Baurekurskommission III das Gesuch des Beschwerdef�hrers ablehnten, einschr�nkende Massnahmen betreffend den Stundenschlag der evangelisch-reformierten Kirche Gossau zu erlassen. Das Urteil des Verwaltungsgerichts st�tzt sich auf �ffentliches Recht (Art. 82 lit. a BGG) und stellt einen kantonalen Endentscheid dar (Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 i.V.m. Art. 90 BGG). Es kann deshalb mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten angefochten werden.
1.2 Der Beschwerdef�hrer hat am Verfahren vor dem Verwaltungsgericht teilgenommen. Er f�hlt sich durch das Schlagen der Glocken der evangelisch-reformierten Kirche Gossau gest�rt. Er ist Eigent�mer der Liegenschaft Kirchstrasse 1 in Gossau, die 50 m vom Kirchturm der genannten Kirche entfernt ist. Mit Blick auf diese enge r�umliche Beziehung seines Grundst�cks zu den L�rm erzeugenden Kirchenglocken ist er zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde berechtigt (Art. 89 Abs. 1 BGG).
1.3 Da auch die �brigen formellen Voraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
2.1 Das Glockenspiel der reformierten Kirche Gossau ist eine mit einer Baute dauerhaft verbundene ortsfeste Einrichtung und damit eine Anlage im Sinne von Art. 7 Abs. 7 USG und Art. 2 Abs. 1 LSV. Da die Kirche samt ihrem L�utwerk bereits vor dem Inkrafttreten des Umweltschutzgesetzes am 1. Januar 1985 bestanden hat und keine Erweiterung der Anlage beabsichtigt ist, untersteht sie nicht den Vorschriften f�r Neuanlagen (Art. 25 USG, Art. 7 LSV). Indessen ist die Sanierung der ortsfesten Anlage anzuordnen, wenn sie den Vorschriften des Umweltschutzgesetzes nicht gen�gt (Art. 16 Abs. 1 USG). Zu diesen Vorschriften z�hlen auch die Art. 11 Abs. 2 und 3 USG. Danach sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge unabh�ngig von der bestehenden Umweltbelastung so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich m�glich und wirtschaftlich tragbar ist (Abs. 2). Wenn feststeht oder zu erwarten ist, dass die Einwirkungen unter Ber�cksichtigung der bestehenden Umweltbelastung sch�dlich oder l�stig werden, sind die Emissionsbegrenzungen zu versch�rfen (Abs. 3). Solche Begrenzungen werden gem�ss Art. 12 Abs. 2 USG durch Verordnungen oder, soweit diese nichts vorsehen, durch unmittelbar auf das Umweltschutzgesetz abgest�tzte Verf�gungen vorgeschrieben. Schutzmassnahmen nach Art. 12 Abs. 2 USG sind nicht erst zu ergreifen, wenn die Umweltbelastung sch�dlich oder l�stig wird, sondern es m�ssen gest�tzt auf das Vorsorgeprinzip schon s�mtliche unn�tigen Emissionen vermieden werden (BGE 113 Ib 393 E. 3 S. 400; 115 Ib 446 E. 3d S. 453 f.; 119 Ib 179 E. 2e S. 190; 133 II 169 E. 3.1 S. 175, 292 E. 3.5 und 4.3 S. 300 ff.). Dies ist allerdings nicht so zu verstehen, dass jeder im strengen Sinne nicht n�tige L�rm v�llig untersagt werden m�sste. Es gibt keinen absoluten Anspruch auf Ruhe; vielmehr sind geringf�gige, nicht erhebliche St�rungen hinzunehmen (Art. 15 USG; BGE 133 II 169 E. 3.2 S. 175 f. 123 II 325 E. 4d/bb S. 334 f.; Z�CH/WOLF, Kommentar USG, N. 13 zu Art. 15).
Die L�rmimmissionen ortsfester Anlagen sind grunds�tzlich anhand der vom Bundesrat festgelegten Belastungsgrenzwerte (Anh�nge 3-8 LSV) zu beurteilen (Art. 40 Abs. 1 LSV). F�r die L�rmbelastung durch Glockenspiele hat der Bundesrat keine Grenzwerte festgelegt. Fehlen solche Werte, so m�ssen die L�rmimmissionen im Einzelfall nach den Kriterien der Art. 15, 19 und 23 USG bewertet werden (Art. 40 Abs. 3 LSV; BGE 133 II 292 E. 3.3 S. 296; 126 II 300 E. 4c/aa S. 307, 366 E. 2c S. 368 f.; 123 II 74 E. 4a und b S. 82 f.; 118 Ib 590 E. 3b S. 596). Im Rahmen dieser Einzelfallbeurteilung sind der Charakter des L�rms, Zeitpunkt und H�ufigkeit seines Auftretens sowie die L�rmempfindlichkeit bzw. L�rmvorbelastung zu ber�cksichtigen (BGE 133 II 292 E. 3.3 S. 296; 123 II 74 E. 5a S. 86, 325 E. 4d/bb S. 335; 118 Ib 590 E. 4a S. 598). Dabei ist nicht auf das subjektive L�rmempfinden einzelner Personen abzustellen, sondern eine objektivierte Betrachtung unter Ber�cksichtigung von Personen mit erh�hter Empfindlichkeit (Art. 13 Abs. 2 USG) vorzunehmen (BGE 126 II 300 E. 4c/aa S. 307, 366 E. 2c S. 368 f.; 123 II 74 E. 5a S. 86, 325 E. 4d/bb S. 334).
2.2 Die L�rmschutzvorschriften des Umweltschutzgesetzes sind in erster Linie zugeschnitten auf Ger�usche, die als unerw�nschte Nebenwirkungen einer bestimmten T�tigkeit auftreten. Diese k�nnen grunds�tzlich mit geeigneten Massnahmen an der Quelle reduziert werden, ohne dass dadurch die entsprechenden T�tigkeiten als solche in Frage gestellt werden. Daneben gibt es jedoch auch Ger�usche, welche den eigentlichen Zweck einer bestimmten Aktivit�t ausmachen. Dazu geh�ren beispielsweise das L�uten von Kirchen- oder Kuhglocken, das Musizieren sowie das Halten von Reden mit Lautverst�rkern an Anl�ssen in der �ffentlichkeit. Solche L�rmemissionen k�nnen nicht v�llig vermieden und in der Regel auch nicht in der Lautst�rke wesentlich reduziert werden, ohne dass zugleich der Zweck der sie verursachenden T�tigkeit vereitelt w�rde. Derartige L�rmemissionen als unn�tig und unzul�ssig zu qualifizieren, w�rde implizieren, die betreffende T�tigkeit generell als unn�tig zu betrachten. Die Rechtsprechung hat im Allgemeinen solche Emissionen zwar aufgrund des Umweltschutzgesetzes beurteilt, aber zugleich unter Ber�cksichtigung des Interesses an der L�rm verursachenden T�tigkeit diese nicht v�llig verboten, sondern bloss einschr�nkenden Massnahmen unterworfen. Da eine Reduktion der Schallintensit�t meist den mit der betreffenden T�tigkeit verfolgten Zweck vereiteln w�rde, bestehen die emissionsbeschr�nkenden Massnahmen in der Regel nicht in einer Reduktion des Schallpegels, sondern in einer Einschr�nkung der Betriebszeiten (BGE 133 II 292 E. 3.5.2 S. 299 f.; 126 II 366 E. 2d S. 369; 119 Ib 463 E. 4-6; 118 Ib 234 E. 2b S. 239 f.; SCHRADE/LORETAN, Kommentar USG, N. 29 zu Art. 12). Dabei ist eine Interessenabw�gung vorzunehmen zwischen dem Ruhebed�rfnis der Bev�lkerung und dem Interesse an der l�rmverursachenden T�tigkeit. Zu beachten sind insbesondere der Charakter des L�rms, Zeitpunkt, Dauer und H�ufigkeit seines Auftretens sowie die L�rmempfindlichkeit bzw. die L�rmvorbelastung der betroffenen Zone (BGE 126 II 300 E. 4c/cc S. 307 f., 366 E. 2c S. 368 f.; 123 II 74 E. 5a S. 86, 325 E. 4d/bb S. 334 f.). Den �rtlichen Beh�rden ist ein gewisser Beurteilungsspielraum zuzugestehen, soweit es sich um Anl�sse mit lokaler Auspr�gung oder Tradition handelt (BGE 126 II 300 E. 4c/dd S. 309, 366 E. 2d S. 369 f.).
3.1 Das Verwaltungsgericht h�lt im angefochtenen Urteil fest, gem�ss den Berechnungen der EMPA sei beim streitbetroffenen Grundst�ck bei spaltweise ge�ffnetem Fenster von einem Maximalpegel von 63 dB(A) auszugehen. Dieser liege �ber dem Grenzwert f�r n�chtlichen Flugl�rm von 60 dB(A). Es sei plausibel, dass damit eine kritische Schwelle �berschritten werde, ab welcher mit Aufwachreaktionen zu rechnen sei. Aufgrund der eigenen Wahrnehmungen der Verwaltungsrichter vor Ort bezeichnete die Vorinstanz die Viertelstundenschl�ge wegen ihrer geringen Zahl als unauff�llig. Als problematisch erschienen hingegen die Stundenschl�ge, bei welchen die Beschallung insbesondere in den Stunden bis Mitternacht �ber l�ngere Zeit anhalte. Dabei d�rfte auch der Impulshaltigkeit der Glockenschl�ge Bedeutung zukommen. Allerdings weise der Umstand, dass von den Bewohnern der am st�rksten betroffenen Liegenschaften keine Klagen vorl�gen, darauf hin, dass jedenfalls bei Personen, die dem Glockenschlag nicht von vornherein ablehnend gegen�berst�nden, eine Gew�hnung eintrete, welche die Aufwachwahrscheinlichkeit herabsetzten d�rfte. Wie der Augenschein zudem ergeben habe, sei der Umgebungsl�rm bei der Liegenschaft Kirchstrasse 1 nicht unerheblich. Vor dem Hintergrund des Strassenverkehrs auf der am Geb�ude vorbeif�hrenden Bergstrasse fielen die Viertelstundenschl�ge nicht stark ins Gewicht. Insbesondere seien die bis um 01.01 Uhr verkehrenden Linienbusse gut h�rbar. In der interessierenden Zeitspanne von 21.45 Uhr bis 06.00 Uhr f�hren die Busse insgesamt 14 Mal an der Liegenschaft des Beschwerdef�hrers vorbei. Gesamthaft m�sse jedenfalls bei den Stundenschl�gen von Schallereignissen ausgegangen werden, die zu einer mehr als bloss unerheblich erh�hten Aufwachwahrscheinlichkeit f�hren w�rden, weshalb die Anlage den geltenden L�rmschutzvorschriften nicht gen�ge. Da die Kirche samt L�utwerk jedoch bereits vor dem Inkrafttreten des USG am 1. Januar 1985 bestanden habe und keine Erweiterung der Anlage beabsichtigt sei, unterstehe sie nicht den Vorschriften f�r Neuanlagen im Sinne der Art. 25 USG und 7 LSV, sondern es sei gem�ss Art. 16 Abs. 1 USG grunds�tzlich eine Sanierung anzuordnen. Bei Unverh�ltnism�ssigkeit der Sanierung k�nnten die Beh�rden gem�ss Art. 17 Abs. 1 USG Erleichterungen gew�hren. Nach Art. 14 Abs. 1 LSV sei dies zul�ssig, wenn die Sanierung unverh�ltnism�ssige Betriebsbeschr�nkungen oder Kosten verursachen w�rde bzw. �berwiegende Interessen, namentlich des Ortsbild-, Natur- und Landschaftsschutzes, der Verkehrs- und Betriebssicherheit sowie der Gesamtverteidigung entgegenst�nden.
3.2 Das Verwaltungsgericht holte zu den m�glichen technischen Massnahmen zur Reduktion des Glockenschalls und zu den damit verbundenen Kosten ein Gutachten ein. Als effizienteste L�sung erweist sich nach Auffassung des Gutachters die Reduktion der Schall�ffnungen. In Frage komme sodann der Einbau von Schwingungsisolationen und schliesslich erw�hnt das Gutachten das Auswechseln der Kl�ppel.
Durch die Verschalung der beiden in Richtung der streitbetroffenen Liegenschaft reichenden Schall�ffnungen Nord und Ost, liesse sich eine Schallreduktion von 3 bis 5 dB(A) erreichen. Dies w�rde in den Bereich von 60 dB(A) f�hren. Die kritische Schwelle von 60 dB(A) kann damit nach Ansicht des Verwaltungsgerichts nicht bzw. nicht wesentlich unterschritten werden, weshalb diese Massnahme nicht zielf�hrend sei. Dagegen w�rde die Schliessung aller vier Seiten D�mpfungen von 4 bis 10 dB(A) ergeben. Die allseitige Verschalung der Glockenturm�ffnungen stelle deshalb grunds�tzlich eine geeignete Massnahme zur sp�rbaren Reduktion der Schallbelastung dar. Neben diesen baulichen Massnahmen k�men auch betriebliche Massnahmen in Frage. Dazu geh�rt nach Auffassung der Vorinstanz eine Einschr�nkung der L�utordnung, d.h. das Abstellen des n�chtlichen Stundenschlags.
3.3 Das Verwaltungsgericht geht davon aus, bei der Liegenschaft des Beschwerdef�hrers sowie beim Pfarrhaus und beim Geb�ude Bergstrasse 38/40 bewirke der Stundenschlag der evangelisch-reformierten Kirche L�rmimmissionen mit einer nicht bloss unerheblichen Aufwachwahrscheinlichkeit. Dem verh�ltnism�ssig geringen Kreis m�glicher Betroffener st�nden jedoch Werte gegen�ber, welche weite Kreise der Bev�lkerung dem Zeitschlagen als Teil der lokalen �berlieferung und Kultur beimessen w�rden. Das �ffentliche Interesse an der Bewahrung dieser Werte werde vom Gemeinderat als politisch verantwortlicher Beh�rde als hoch eingesch�tzt. Die �rtlichen Beh�rden h�tten davon ausgehen d�rfen, dass in der Gemeinde Gossau der Stundenschlag der evangelisch-reformierten Kirche von der �berwiegenden Mehrheit der Bev�lkerung grunds�tzlich akzeptiert werde und dass an der Aufrechterhaltung dieser Tradition ein �ffentliches Interesse bestehe. Vor diesem Hintergrund habe der Gemeinderat ber�cksichtigen d�rfen, dass die zur Schallreduktion grunds�tzlich tauglichen Massnahmen zum Teil mit hohen Kosten verbunden seien, namentlich tags�ber �ber das Ziel hinausschiessen und die erw�hnten traditionellen Werte des Glockenschlags sehr stark beschneiden w�rden. Unter diesen Umst�nden, insbesondere im Hinblick auf die geringe Zahl von Betroffenen, erwiesen sich die von den �rtlichen Beh�rden gew�hrten Sanierungserleichterungen als rechtm�ssig.
Das Bundesamt f�r Umwelt BAFU stimmt als Fachinstanz des Bundes in L�rmfragen der erw�hnten Beurteilung des vorliegenden Falles durch das Verwaltungsgericht zu. Es h�lt fest, dass das massgebende Kriterium zur Beurteilung der St�rwirkung von n�chtlichem L�rm die Aufwachreaktionen der betroffenen Bev�lkerung darstelle. Mit Aufwachreaktionen sei zu rechnen, wenn der Maximalschallpegel am Ohr einer Person die kritische Schwelle von 60 dB(A) erreiche. Dieser Wert leite sich unter anderem aus einer Analogiebetrachtung von Untersuchungen ab, welche zu den Auswirkungen von Flugl�rm auf den Schlaf gemacht worden seien. Zu den in L�rmwirkungsstudien am h�ufigsten verwendeten Indikatoren f�r die St�rwirkung des Schlafs geh�rten die im Elektroenzephalogramm objektivierbaren Aufwachreaktionen.
In der dem Bundesgericht zum Gel�ut der Kirchenglocken von Bubikon (BGE 126 II 366) eingereichten Stellungnahme habe man sich auf die Studie von Griefahn abgest�tzt (GRIEFAHN, Pr�ventivmedizinische Vorschl�ge f�r den n�chtlichen Schallschutz in: Zeitschrift f�r L�rmbek�mpfung, 1990, 37, S. 7-14). In einer neueren grossen Studie des Deutschen Zentrums f�r Luft- und Raumfahrt �ber Nachtflugl�rmwirkungen seien Aufwachreaktionen mittels polysomnographischer Ableitungen ermittelt worden (BASNER/BUESS/ELMENHORST/GERLICH/LUKS/MAASS et al., Nachtflugl�rmwirkungen Band 1 2004, Zusammenfassung, DLR Forschungsbericht 2004-07/D). Als Aufwachreaktion sei dabei ein Wechsel von den Schlafstadien REM, 4, 3 oder 2 in das Schlafstadium 1 oder ins Wachsein definiert worden. Dieses Kriterium sei wesentlich strenger als das Kriterium "bewusstes Aufwachen".
Das BAFU h�lt weiter fest, dass die l�rmbedingte Aufwachwahrscheinlichkeit nur eines von mehreren denkbaren Wirkungskriterien darstelle. Die Mehrzahl der L�rmeinwirkungsforscher gehe aber von der Hypothese eines kausalen Zusammenhangs zwischen gest�rtem Schlaf und langfristigen Gesundheitsst�rungen aus. Die Aufwachreaktionen w�rden dabei als valider Indikator f�r eine relevante �nderung der Schlafstruktur, bzw. als Kriterium f�r die St�rwirkung des Schlafs gelten.
Zurzeit gibt es nach der Darstellung des BAFU keine wissenschaftlichen Studien, welche die St�rungen des Schlafs durch Glockenschl�ge untersucht h�tten. Im Sinne eines Analogieschlusses k�nne man sich aber auf die Erfahrungen mit Flugl�rmereignissen aus der erw�hnten DLR-Fachstudie abst�tzen, indem die Wirkung von Glockengel�ut-Ereignissen in stark vereinfachender Weise der Wirkung von Flugl�rmereignissen gleichen Pegels gleichgesetzt werde. Damit k�nne bei Glockengel�ut statistisch mit Aufwachreaktionen oberhalb von Maximalpegeln von ca. 35 dB(A) am Ohr des Schl�fers gerechnet werden. Dabei werde vorausgesetzt, dass keine anderen L�rmquellen vorhanden seien und der Hintergrundpegel nicht �ber dem Glocken-Maximalpegel liege. Allerdings sei die Wahrscheinlichkeit f�r eine Aufwachreaktion, welche durch ein 35 dB(A)-Ereignis hervorgerufen werde, mit 0.0042 sehr klein. Dies f�hre statistisch betrachtet nur bei jedem 240sten Glockenereignis zu einer zus�tzlichen Aufwachreaktion. Rechne man mit 4 Ereignissen pro Stunde an 8 Stunden in der Nacht, so k�me es nur einmal in der Woche zu einer zus�tzlichen Aufwachreaktion. Da der schlafgesunde Mensch aber in einer normalen Nacht ca. 24 Mal spontan erwache, fielen diese wenigen zus�tzlichen Aufwachreaktionen bei einem derart niedrigen Pegel nicht ins Gewicht. W�rde hingegen der Maximalpegel am Ohr der schlafenden Person einen Wert von 60 dB(A) erreichen, m�sste man mit einer Aufwachwahrscheinlichkeit von 0.059 rechnen. Das erg�be bei 4x8 Ereignissen pro Nacht knapp zwei zus�tzliche Aufwachreaktionen pro Nacht.
In der Anwendung der Ergebnisse der DLR-Feldstudie f�r die Entwicklung eines Schutzkonzepts f�r den Flughafen Leipzig sei das pr�ventive Schutzkriterium bei einer zus�tzlichen Aufwachreaktion pro Nacht durch Flugl�rm angesetzt worden. Dieses Kriterium stimme im Wesentlichen mit dem Schutzgrad �berein, welcher in der Schweiz durch die Nachtgrenzwerte bei Flugl�rm erreicht werde. W�rde man analog zu diesen Schutz�berlegungen f�r eine 8-st�ndige Nacht mit durchgehendem alle 15 Minuten erfolgendem Zeitschlag 32 Ereignisse mit gleich bleibendem Maximalpegel ansetzen, so w�re das �bernommene Schutzkriterium einer zus�tzlichen Aufwachreaktion bei rund 50 dB(A) Maximalpegel am Ohr des Schl�fers erreicht.
Im vorliegenden Fall habe das Verwaltungsgericht f�r die grunds�tzlich sanierungsbed�rftige ortsfeste Anlage im Rahmen einer Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung verschiedene Massnahmen erwogen. Es sei dabei zum Schluss gekommen, die zur Schallreduktion tauglichen baulichen Massnahmen w�ren mit hohen Kosten verbunden. Sie w�rden zudem �ber das zur Erreichung des Sanierungsziels Notwendige hinausgehen, da durch eine Verschalung der Schall�ffnungen des Kirchturms sowohl das kirchliche L�uten als auch der Glockenschlag am Tag ged�mmt w�rde. Die vollst�ndige Einstellung des Zeitschlagens in den Nachtstunden w�rde zudem die von breiten Bev�lkerungskreisen getragenen kulturellen und traditionellen Werte des Glockenschlags beeintr�chtigen. Bez�glich der Unverh�ltnism�ssigkeit der Verschalung der Schall�ffnungen des Kirchturms stimmt das BAFU dem Verwaltungsgericht ausdr�cklich zu. Das geforderte Einstellen des n�chtlichen Zeitschlags w�re seines Erachtens zwar aus der Sicht des L�rmschutzes w�nschenswert. Das Verwaltungsgericht habe in seiner Interessenabw�gung jedoch dem Aufrechterhalten der Tradition des n�chtlichen Glockenschlags mehr Gewicht beigemessen als dem L�rmschutz der Betroffenen. Dies sei im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu beanstanden. Zusammenfassend h�lt das BAFU fest, dass der angefochtene Entscheid des Verwaltungsgerichts mit dem L�rmschutzrecht des Bundes vereinbar sei. Insbesondere seien die Art. 11 Abs. 2 und Art. 17 USG sowie Art. 14 LSV nicht verletzt.
Der Beschwerdef�hrer beanstandet, das Verwaltungsgericht habe das Vorsorgeprinzip zu Unrecht nicht angewendet und statt dessen einfach Sanierungserleichterungen gew�hrt. Die technische M�glichkeit, die Glockenschl�ge w�hrend der Nachtstunden abzustellen, sei ohne Weiteres gegeben. Eine entsprechende Schaltuhr w�rde Kosten von Fr. 4'400.-- bis Fr. 12'000.-- verursachen, was wirtschaftlich tragbar sei. Dies werde auch von der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons Z�rich nach deren Schrift "Vertraute Kl�nge - st�rende Kl�nge?" so beurteilt. In Anwendung des Vorsorgeprinzips m�sse deshalb auf die n�chtlichen Glockenschl�ge verzichtet werden. Indem das Verwaltungsgericht dies nicht in Betracht ziehe, verletze es Art. 11 Abs. 2 USG.
Aus den in E. 4 wiedergegebenen Ausf�hrungen folgt, dass das Verwaltungsgericht die Einstellung der n�chtlichen Stundenschl�ge als m�gliche betriebliche Sanierungsmassnahme durchaus in Erw�gung zog. Es hat diese Massnahme aber als unverh�ltnism�ssig bezeichnet und statt dessen Sanierungserleichterungen im Sinne der Art. 17 Abs. 1 USG i.V.m. Art. 14 Abs. 1 LSV f�r rechtlich zul�ssig erachtet. Wie die folgenden Erw�gungen zeigen, hat es dadurch entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers kein Bundesrecht verletzt.
6.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Verwaltungsgericht verletze mit der Gew�hrung von Erleichterungen f�r ein Ziel, welches kein verfassungsm�ssiges und ebenso wenig ein gesetzm�ssiges Staatsziel sei, Art. 17 USG und Art. 14 LSV sowie Art. 74 BV. Dem ist entgegenzuhalten, dass das Verwaltungsgericht entsprechend der vorn wiedergegebenen bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Art. 17 Abs. 1 USG i.V.m. Art. 14 Abs. 1 LSV angewendet und dabei die erforderliche Interessenabw�gung zwischen den Interessen des Beschwerdef�hrers und den �ffentlichen Interessen am n�chtlichen Glockenschlag vorgenommen hat. Dabei hat es die genannten �ffentlichen Interessen h�her eingestuft als diejenigen des Beschwerdef�hrers. Das ist vor dem Hintergrund der vorn wiedergegebenen Grunds�tze, die sich aus der Rechtsprechung des Bundesgerichts ergeben, nicht zu beanstanden.
6.2 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, Erleichterungen k�nnten gem�ss Art. 17 USG nur im Einzelfall gew�hrt werden. Hier liege kein Einzelfall vor, weil davon auszugehen sei, dass bei Tausenden von Kirchen in der Schweiz �berm�ssige Immissionen in der Nacht vorhanden seien. Dies �ndert jedoch nichts daran, dass im vorliegenden Fall ausschliesslich der Glockenschlag der evangelisch-reformierten Kirche Gossau und damit ein Einzelfall zu beurteilen ist.
6.3 Der Beschwerdef�hrer kritisiert, dass die Vorinstanz nur jene Personen zu den Betroffenen z�hle, bei welchen die kritische Schwelle von 60 dB(A) �berschritten sei. Betroffen seien aber auch jene Bev�lkerungsteile, bei denen der Schallpegel tiefer liege. Dem angefochtenen Urteil l�sst sich sinngem�ss entnehmen, dass die Reduktion des n�chtlichen Glockenschlags zugunsten von Liegenschaften, bei welchen der Glockenl�rm unter dem kritischen Schallpegel von 60 dB(A) liegt, nach Ansicht des Verwaltungsgerichts unverh�ltnism�ssig w�re. Von L�rmimmissionen, die �ber der Schwelle von 60 dB(A) liegen, sind nach zutreffender Darstellung der Vorinstanz indessen nur wenige Personen betroffen.
Das Verwaltungsgericht hat in Erw�gung 4.2 seines Urteils auch die Anliegen der in Art. 13 Abs. 2 USG genannten Personengruppen mit erh�hter Empfindlichkeit ber�cksichtigt, und diesen im Rahmen der Abw�gung der Interessen der vom Glockenschlag Betroffenen und der �ffentlichkeit Rechnung getragen. Auch die Interessen der Betroffenen auf Nachtruhe hat das Verwaltungsgericht in dieser Abw�gung ber�cksichtigt. Von einer Bundesrechtsverletzung kann deshalb auch in dieser Beziehung nicht die Rede sein.
Nach Auffassung der Vorinstanz wird der n�chtliche Stundenschlag von der �berwiegenden Mehrheit der Bev�lkerung grunds�tzlich akzeptiert. An der Aufrechterhaltung dieser Tradition bestehe ein �berwiegendes �ffentliches Interesse. Dies entspricht auch der Auffassung des Gemeinderats Gossau. Die vom Beschwerdef�hrer gegen diese Einsch�tzung der Sachlage durch das Verwaltungsgericht erhobenen Vorw�rfe �berzeugen nicht. Insbesondere ist nicht ersichtlich, inwiefern das Verwaltungsgericht in diesem Zusammenhang den rechtserheblichen Sachverhalt im Sinne von Art. 97 BGG offensichtlich unrichtig bzw. willk�rlich festgestellt haben soll. Vor dem Hintergrund der bei den Akten liegenden Unterlagen, namentlich den �usserungen des Gemeinderats Gossau als mit den �rtlichen Verh�ltnissen bestens vertraute politische Beh�rde kann den vorinstanzlichen Feststellungen betreffend die Haltung der Bev�lkerung zum n�chtlichen Stundenschlag gefolgt werden. Was der Beschwerdef�hrer dagegen einwendet, vermag die Feststellungen des Verwaltungsgerichts nicht zu entkr�ften. Insbesondere sind die Folgerungen, die der Beschwerdef�hrer aus einer privaten Umfrage ableitet, nicht geeignet, seinen Standpunkt zu st�tzen. Der Gemeinderat Gossau sch�tzt das Interesse an der Beibehaltung des n�chtlichen Stundenschlags als hoch ein. Er betont dabei, diese Einsch�tzung beziehe sich auf eine l�ndlich gepr�gte Gemeinde im Z�rcher Oberland mit ihren weit verstreuten Aussenwachten. Dass das Verwaltungsgericht diese Ansicht des Gemeinderats Gossau angemessen ber�cksichtigt hat, ist nicht zu beanstanden. Auch der Vorwurf, der Sachverhalt sei in diesem Punkt ungen�gend abgekl�rt worden, erscheint vor dem Hintergrund der bei den Akten liegenden Informationen unzutreffend. Allein die Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer den erhobenen Sachverhalt anders einsch�tzt als die Vorinstanz, l�sst die Sachverhaltsabkl�rungen nicht als offensichtlich unzutreffend und ungen�gend erscheinen.
Auch der Hinweis des Beschwerdef�hrers auf Art. 32 der Polizeiordnung der Gemeinde Gossau, wonach die Nachtruhe von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr daure, vermag an der Rechtm�ssigkeit der vom Verwaltungsgericht vorgenommenen Interessenabw�gung nichts zu �ndern.
Der Beschwerdef�hrer kritisiert weiter, das Verwaltungsgericht habe bei seiner Interessenabw�gung die Sanierungskosten f�r eine Schallreduktion falsch gew�rdigt. Die Kosten f�r eine Vermeidung von L�rmimmission beliefen sich lediglich auf Fr. 4'400.-- bis Fr. 12'000.-- und seien somit nicht unverh�ltnism�ssig hoch. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Sanierungskosten f�r eine Verschalung oder f�r die Einstellung des n�chtlichen Glockenschlags f�r das Verwaltungsgericht nur eines von verschiedenen zu bewertenden Abw�gungskriterien darstellte. Insbesondere hat die Vorinstanz den Verzicht auf den n�chtlichen Stundenschlag nicht wegen den damit verbundenen Kosten ausgeschlossen, sondern namentlich wegen den �berwiegenden auf einer in der grossfl�chigen, l�ndlichen Gemeinde Gossau von der Bev�lkerung getragenen langj�hrigen Tradition des Glockenschlags der evangelisch-reformierten Kirche. Auch in diesem Punkt kann dem Verwaltungsgericht somit keine Rechtsverletzung vorgeworfen werden.
Eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung erblickt der Beschwerdef�hrer sodann darin, dass die Vorinstanz angenommen habe, in der Zeitspanne zwischen 21.45 Uhr und 06.00 Uhr w�rden die Busse der Linien 845 und 867 14 Mal an der Liegenschaft Kirchstrasse 1 vorbeifahren. Die Busse w�rden jedoch nur bis 12.00 Uhr fahren. Von 01.00 Uhr bis 05.30 Uhr herrsche Nachtruhe. Dem ist entgegenzuhalten, dass das Verwaltungsgericht in Erw�gung 7.3 des angefochtenen Urteils ausdr�cklich folgendes festh�lt: "Insbesondere waren die bis um 01.01 Uhr verkehrenden Linienbusse der VBZ gut h�rbar." Es hat somit die vom Beschwerdef�hrer ins Feld gef�hrten Fahrplanangaben ber�cksichtigt. Im �brigen stellt auch dieser L�rm des �ffentlichen Verkehrs nur ein untergeordnetes Element der vom Beschwerdef�hrer kritisierten Interessenabw�gung des Verwaltungsgerichts dar. Gleiches gilt f�r die Sachverhaltsr�ge des Beschwerdef�hrers, das Verwaltungsgericht habe in Erw�gung 7 seines Entscheids den Ausdruck Glockengel�ut anstelle von Glockenschlag verwendet. Aus dem Gesamtzusammenhang des angefochtenen Urteils ist ohne Weiteres erkennbar, dass das Verwaltungsgericht den n�chtlichen Glockenschlag im Rahmen der von ihm vorgenommenen Interessenabw�gung als rechtlich zul�ssig erachtet hat.
Der Beschwerdef�hrer weist darauf hin, das n�chtliche Glockenschlagen f�hre zu einer viertelst�ndlichen akustischen Pr�senz der Kirche in der Nacht. Der Zwang, diesen Schall wahrzunehmen, verletze die religi�sen Rechte gem�ss Art. 15 BV und Art. 9 EMRK. W�re diese R�ge zutreffend, m�sste konsequenterweise der Stundenschlag s�mtlicher Kirchen in der Schweiz generell und absolut verboten werden, was nicht angeht. Es ist zudem unbestritten, dass das kirchliche Glockengel�ut, soweit es Teil der Religionsaus�bung darstellt, unter dem Schutz der Glaubens- und Gewissensfreiheit steht (BGE 126 II 366 E. 2a S. 367). Der n�chtliche Glockenschlag weist jedoch keinen Zusammenhang zur Religionsaus�bung auf, weshalb die diesbez�gliche R�ge des Beschwerdef�hrers ins Leere st�sst.
Schliesslich beanstandet der Beschwerdef�hrer, dass es das Verwaltungsgericht unterlassen hat, sich zu einem von ihm eingeholten akustischen Privatgutachten zu �ussern. Er erblickt darin eine Verletzung der Art. 97 BGG sowie der Art. 9 und 29 Abs. 2 BV und Art. 6 EMRK. Auch dieser Vorwurf des Beschwerdef�hrers ist unberechtigt. Das Verwaltungsgericht musste sich bei der Beurteilung der vorliegenden Sache unter Ber�cksichtigung s�mtlicher rechtserheblicher Sachverhaltselemente mit allen erheblichen Rechtsfragen materiell auseinandersetzen. Das hat es getan, was auch die vorn in E. 4 wiedergegebenen Ausf�hrungen des BAFU zum bundesgerichtlichen Verfahren deutlich aufzeigen. Das Verwaltungsgericht war nicht verpflichtet, sich mit dem genannten Privatgutachten detailliert auseinander zu setzen.
Zusammenfassend ergibt sich, dass das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
Diesem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 und 4 BGG). Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Gossau und die politische Gemeinde Gossau haben gem�ss Art. 68 Abs. 3 BGG keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Gemeinderat Gossau sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, 1. Kammer, und dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.