Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20K%C3%B6ln&Datum=21.12.2012&Aktenzeichen=20%20U%20186/12
Timestamp: 2020-03-31 03:01:02
Document Index: 29934650

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 192', '§ 4', 'BGH', '§ 1', 'BGH']

OLG Köln, 21.12.2012 - I-20 U 186/12 - dejure.org
OLG Köln, 21.12.2012 - I-20 U 186/12
https://dejure.org/2012,52503
OLG Köln, 21.12.2012 - I-20 U 186/12 (https://dejure.org/2012,52503)
OLG Köln, Entscheidung vom 21.12.2012 - I-20 U 186/12 (https://dejure.org/2012,52503)
OLG Köln, Entscheidung vom 21. Dezember 2012 - I-20 U 186/12 (https://dejure.org/2012,52503)
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Klage gegen einen privaten Krankenversicherer auf Kostenübernahme für einen stationären Aufenthalts zur Behandlung eines depressiven Krankheitsbildes
AVB § 1 Nr. 2; VVG § 192 Abs. 1
Abweisung der Klage gegen den privaten Krankenversicherer auf Übernahme der Kosten eines stationären Aufenthalts zur Behandlung eines depressiven Krankheitsbildes, da sich weder aus dem Befund noch aus der Diagnose ableiten lässt, dass eine stationäre Behandlung primär ...
Voraussetzungen für die medizinische Notwendigkeit einer stationären Behandlung
LG Köln, 15.08.2012 - 23 O 386/10
LG Hildesheim, 07.10.2019 - 3 S 17/19
Kein Vorrang "ambulant vor stationär" für Versicherte der privaten …
Soweit in der obergerichtlichen Rechtsprechung zum Teil die Auffassung vertreten wird, eine stationäre Heilbehandlung sei nur dann medizinisch notwendig, wenn der angestrebte Behandlungserfolg in der Prognose durch ambulante Maßnahmen nicht in gleichem Maße erzielt werden könne (OLG Koblenz…, Urteil vom 20.04.2007 - 10 U 216/06, juris Rn. 28; OLG Köln, Urteil vom 21.12.2012 - 20 U 186/12, juris Rn. 4), folgt die Kammer dem nicht.
Das Argument, aus § 4 Abs. 4 MB/KK sei herzuleiten, dass ambulante und stationäre Behandlung nicht gleichrangig, sondern vielmehr voneinander abzugrenzen seien (OLG Köln, Urteil vom 21.12.2012 - 20 U 186/12, juris Rn. 5), überzeugt nicht.
Sie kann sich nur unter dem Gesichtspunkt der medizinischen Vertretbarkeit ergeben (…vgl. BGH, a. a. O.;… Voit, a. a. O., Rn. 73; Egger, VersR 2011, 705, 712;… a. A. - stationär nur, wenn angestrebter Erfolg ambulant nicht erreicht werden kann: Kalis in Bach/Moser, Private Krankenversicherung, 5. Aufl., § 1 MB/KK, Rn. 94; OLG Köln, Urteil v. 21.12.2012, 20 U 186/12, RuS 2013, 611).
LG Göttingen, 20.11.2014 - 9 S 16/11
Kein Aufwendungsersatz für die Mehrkosten einer Hörgeräteversorgung durch die …
Dem kann nicht entgegen gehalten werden, dass nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung (…BGH aaO., Rn. 28, 34; s. auch OLG Köln r+s 2013, 611, Rn. 4f., zitiert nach juris) bei mehreren zur Verfügung stehenden Behandlungsalternativen in den Begriff der medizinischen Notwendigkeit nach dem Verständnis eines durchschnittlichen Versicherungsnehmers keine Beschränkung der Leistungspflicht auf die kostengünstigere Behandlung hineingelesen werden kann, denn vorliegend handelt es sich nicht um derartige Behandlungsalternativen, sondern nur um ein und dieselbe Behandlungsmöglichkeit der Schwerhörigkeit, nämlich mittels Hörgerät, im Gegensatz etwa zu einer operativen Behandlung mittels Knochenleitungsimplantat o.ä.