Source: https://ausschreibungen-deutschland.de/622812_Rahmenvereinbarung_fuer_die_Herstellung_von_SchaltschraenkenReferenznummer_der_Bekanntmachung_2020_Darmstadt
Timestamp: 2020-02-22 16:30:20
Document Index: 17128339

Matched Legal Cases: ['§165', '§ 163', '§ 97', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 134', '§ 160', '§ 134']

Öffentliche Ausschreibung Darmstadt 2020 Rahmenvereinbarung für die Herstellung von Schaltschränken Referenznummer der Bekanntmachung: 27/RV_Schaltschränke_2020 2020-02-12
Rahmenvereinbarung für die Herstellung von Schaltschränken Referenznummer der Bekanntmachung: ...
Rahmenvereinbarung für die Herstellung von Schaltschränken Referenznummer der Bekanntmachung: 27/RV_Schaltschränke_2020
Offizielle Bezeichnung: GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH
Postanschrift: Planckstraße 1
Telefon: +49 6159712034
Offizielle Bezeichnung: FAIR – Facility for Antiproton and Ion Research in Europe GmbH
Postanschrift: Planckstr. 1
Hauptadresse: http://www.fair-center.de
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXS0YYEYDW9/documents
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXS0YYEYDW9
Andere: Großforschungeinrichtung
Rahmenvereinbarung für die Herstellung von Schaltschränken
Referenznummer der Bekanntmachung: 27/RV_Schaltschränke_2020
Die Steuerschränke werden im Rahmen des FAIR Projekts für verschiedene Applikationen benötigt, um die Kontrollsysteme für Kryo, Vakuum und BakeOut zu realisieren. Die Ausführung der Schränke ist jeweils ähnlich aber nicht identisch.
Die Leistungen strecken sich von der Fertigung über die elektrische und signaltechnische Prüfung bis hin zum Transport, dem Abladen und der Montage vor Ort. Darüber hinaus ist eine Dokumentation und die Gewährleistung für den Liefer- und Leistungsumfang, sowie Ausführungsanpassungen nach der Ausführungsabsprache (PDR) bzw. nach der Prüfung der Prototypen notwendig.
Zur Deckung dieses Bedarfs soll eine Rahmenvereinbarung mit mindestens 2, höchstens 3 Auftragnehmern (AN) geschlossen werden. Für die Rahmenvereinbarung erfolgt der Zuschlag an die Bieter, die nach Auswertung der Auswahlkriterien aus dem Leistungsverzeichnis und der Punktzahl in der zugehörigen Wertungsmatrix die höchsten Wertungskennzahlen erhalten. Mit Abschluss dieser Rahmenvereinbarung geht GSI jedoch noch keinerlei Verpflichtung zu weiteren Bestellungen ein.
Zum Abschluss der Rahmenvereinbarung werden die Vorgaben zur Fertigung der Steuerschränke so genau wie möglich angegeben. Die tatsächlich über die Vertragslaufzeit bestellten Steuerschränke können je nach Entwicklungsstand des Gesamtprojekts FAIR und dem jeweils aktuellen Design der Teilsysteme in ihrer Ausgestaltung leicht abweichen.
Für jeden Abruf aus der Rahmenvereinbarung wird der Auftraggeber unter den Vertragspartnern einen erneuten Aufruf zum Wettbewerb durchführen (Mini-Wettbewerb). Dazu erhalten bei konkretem Bedarf die Rahmenvertragspartner eine Anfrage mit der genauen Spezifikation des Steuerschranks:
Alle Schränke sind im Rahmen des FAT vom AN im Beisein des AG einer 100 % Prüfung zu unterziehen und diese ist entsprechend in Form von Checklisten zu dokumentieren.
GSI stellt zum Bau aller Schaltschränke sämtliche S7 Komponenten bei, d.h. diese sind nicht Teil des Angebots:
Software zur Schaltplanerstellung
GSI/FAIR nutzt zur Planung, Erstellung, Bearbeitung, Änderung und zum Austausch komplexer Schaltpläne sowie zur Optimierung des Ader- und Kabelroutings die Software „EPLAN Electric P8“ und das Modul „EPLAN Pro Panel“. Im Rahmen des Projektmanagements der Aufträge ist es zwingend notwendig Pläne untereinander auszutauschen, weiterzubearbeiten und Änderungen nachzuverfolgen. Hierzu muss der Bewerber eine geeignete Softwarelösung mit 100 % kompatiblen Schnittstellen und Modulen einsetzen.
Der Einsatz von EPLAN Electric P8 und EPLAN Pro Panel wird mit Bezug auf die im Formblatt „Referenzen“ angegebenen komplexen Projekte, insbesondere mit einer kurzen Darstellung zur Handhabung von Plankorrekturen während der Ausführung der Referenzprojekte nachgewiesen. Es soll dargelegt werden wie effizient mit Problemstellungen in komplexer Struktur umgegangen wird.
Bei Einsatz vergleichbarer Software ist über die Darstellung damit durchgeführter Projekte im Formblatt „Referenzen“ hinaus eine technische Beschreibung der Software mit einzureichen, die den Leistungsumfang und die Kompatibilität der Schnittstellen belegt.
100 %-Prüfung der Verdrahtung
Es soll sichergestellt werden, dass der Bieter eine 100 % Verdrahtungsprüfung (Signaltest) und Dokumentation vornehmen kann. Dies kann durch die Angabe eines entsprechenden und überprüfbaren Referenzprojektes auf dem Formblatt „Referenzen“ nachgewiesen werden. Die Qualität des Prüfprozesses wird in der Angebotsphase als Leistungskriterium bewertet (siehe Teil B, Punkt 4.4).
GSI/FAIR wird die Erstangebote auf Vollständigkeit der eingereichten Unterlagen sowie auf die Erfüllung eventuell in der Bekanntmachung festgelegter Mindestanforderungen überprüfen. GSI/FAIR wird überdies die Wirtschaftlichkeit der angebotenen Preise prüfen und die Angebote anhand der Zuschlagskriterien (s.u.) vorläufig bewerten.
Der Auftraggeber wird anschließend über die Erstangebote und eventuelle Folgeangebote mit den Bietern verhandeln (nur nicht über die Mindestbedingungen und die Zuschlagskriterien), je nach Bedarf in einer oder mehreren Runden. GSI/FAIR behält sich vor, die Verhandlungen nur mit den 3 bis maximal 6 Bietern zu führen, deren Erstangebote im Rahmen der vorläufigen Bewertung die höchste Punktzahl erhalten haben.
Die zuständige Nachprüfungsbehörde ist die Vergabekammer des Bundes, Villemombler Straße 76, 53123 Bonn, Tel.: 0228 9499-0, Fax: 0228 9499-163.
Der Bewerber/Bieter wird aufgefordert, die Teile seines Teilnahmeantrags (und später ggf. seines Angebots), die ein Betriebs- oder Geschäftsgeheimnis beinhalten, deutlich zu kennzeichnen. Geschieht dies nicht, kann die Vergabekammer im Falle eines Nachprüfungsverfahrens gegebenenfalls von einer Zustimmung auf Einsicht in seine Unterlagen ausgehen (§165 Abs. 3 GWB). Die GSI/FAIR ist als Vergabestelle bei der Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens dazu verpflichtet, die Vergabeakten der Vergabekammer sofort zur Verfügung zu stellen (§ 163 Abs. 2 Satz 3 GWB).
Bewerber/Bieter haben einen Anspruch auf Einhaltung der bieterschützenden Bestimmungen über das Vergabeverfahren gegenüber dem Auftraggeber (§ 97 Abs. 6 GWB). Sieht sich ein am Auftrag interessierter Bewerber/Bieter durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften in seinen Rechten verletzt, ist der Verstoß innerhalb von 10 Kalendertagen bei der GSI/FAIR zu rügen (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 GWB).
Bekanntmachungs-ID: CXS0YYEYDW9
Bis zu der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Abgabe der Bewerbungen (bzw. Angebote) gegenüber der GSI/FAIR geltend gemacht werden (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2-3 GWB).
Teilt die GSI/FAIR dem Bewerber/Bieter mit, seiner Rüge nicht abhelfen zu wollen so besteht die Möglichkeit, innerhalb von 15 Tagen nach Eingang der Mitteilung einen Antrag auf Nachprüfung bei der o. g. Vergabekammer zu stellen (§ 160 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 GWB).
§ 134 GWB darüber informiert. Ein Vertrag darf erst 15 Kalendertage nach Absendung dieser Information durch die GSI/FAIR geschlossen werden. Bei Übermittlung per Fax oder auf elektronischem Wege beträgt diese Frist 10 Kalendertage. Sie beginnt am Tag nach Absendung der Information durch die GSI/FAIR. Nach Ablauf dieser Frist ist ein Zuschlag möglich, auch wenn eine Frist nach § 160 Abs. 3 GWB noch nicht verstrichen sein sollte. Ein Nachprüfungsantrag müsste daher zur Verhinderung eines Zuschlags vor Ablauf der Frist nach § 134 GWB der GSI/FAIR durch die Vergabekammer zugestellt worden sein.