Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/781
Timestamp: 2019-04-21 20:24:29
Document Index: 166372210

Matched Legal Cases: ['§ 781', '§ 782', 'BGH', 'BGH', '§ 781', 'BGH', '§ 781', '§ 10', '§ 239', '§ 10', 'BGH', '§ 781', 'BGH', 'BGH', '§ 64', '§ 781', '§ 812', 'BGH', 'BGH', '§ 781', 'BGH', 'BGH', '§ 781', '§ 812', '§ 780', 'BGH', '§ 781', 'BGH', '§ 781', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 781', 'BGH', '§ 781', '§ 195', '§780', 'BGH', '§ 781', 'BGH', '§ 781', 'BGH', '§ 781', '§ 780', '§ 781', '§ 782', '§ 780', '§ 518', '§ 780', '§ 780', 'BGH', '§ 781', 'BGH', 'BGH', '§ 781', '§ 781', 'BGH', '§ 781', '§ 781', '§ 781', 'BGH', '§ 781', '§ 780', '§ 780', '§ 781', '§ 780', 'BGH', '§ 195', '§ 781', 'BGH', '§ 355', 'BGH', 'BGH', '§ 781', 'BGH', '§ 781', 'BGH', 'BGH', '§ 781', 'BGH', '§ 355', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 781', 'BGH', 'BGH', '§ 781', '§ 65', '§ 781', '§ 781', '§ 781', '§ 781', '§ 781', '§ 781']

§ 781 BGB: Schuldanerkenntnis
§ 782 BGB
BGH, URTEIL vom 2.0.1973, Az. VI ZR 197/71 Auch ein schuldbestätigendes (deklaratorisches) Anerkenntnis kommt 'durch Vertrag” zustande, wenn derjenige, gegenüber dem das Anerkenntnis abgegeben wird, die Erklärung annimmt (vgl. BGH, Urt. v. 19. September 1963 - III ZR 121/62 s LM § 781 BGB Nr. 2 = NJW 1963, 2316).
BGH, URTEIL vom 3.4.2011, Az. XII ZR 70/09 Weil die einseitig erstellte Jugendamtsurkunde regelmäßig zugleich zu einem Schuldanerkenntnis nach § 781 BGB führt, muss eine spätere Herabsetzung der Unterhaltspflicht die Bindungswirkung dieses Schuldanerkenntnisses beachten (vgl. Senatsbeschluss vom 14. Februar 2007 - XIIZB 171/06-FamRZ 2007, 715 Rn. 11 und Wendl/Schmitz Das Unterhaltsrecht in der familienrichterlichen Praxis 7. Aufl. § 10 Rn. 169; zu dem neuen Recht in § 239 FamFG vgl. BT-Drucks. 16/6308 S. 258 und Wendl/Schmitz Das Unterhaltsrecht in der familienrichterlichen Praxis 8. Aufl. § 10 Rn. 280).
BGH, URTEIL vom 1.6.2007, Az. II ZR 30/06 10	1. Noch zutreffend - und von der Revision nicht angegriffen - geht das Berufungsgericht davon aus, dass es sich bei der Erklärung des Beklagten um ein konstitutives Schuldanerkenntnis gemäß § 781 BGB handelt, das auch für eine fremde Schuld abgegeben werden kann (BGH, Urt. v. 4. April 2000 -XI ZR 152/99, ZIP 2000, 972).
BGH, Urteil , Az. II ZR 33/55 Dem RUckforderüngsanspruch der Klägerin steht nicht eine Schadensfestsetzung des Sachverständigenausschusses im Wege« sondern ihr eigenes vertragliches Leistungsversprechen* das unabhängig von der Richtigkeit oder Unrichtigkeit des Sachverständigengutachtens einen eigenen Verpflichtungsgrund dar st eilt (vgl Frölss VVG? 8« Aufl § 64 Änm I| Kisch WuR 1932, 48) „ 2«) Rechtlich fehlerfrei ist auch die Feststellung des Berufungsgerichts, daß die bindende Zusage der Klägerin, der Beklagten den ihr durch den Unfall vom 15« September 1952 entstandenen Kaskoschaden in einer bestimmten Höhe zu ersetzen, jedenfalls kein abstraktes Schuldanerkenntnis im Sinne des § 781 BGB dar stelle«, Denn nach dem Sachverhalt bestehen keine Anhaltspunkte dafür, daß die Parteien ihr durch den Eintritt des Versicherungsfalles begründetes Rechtsverhältnis auf eine völlig neue und selbständige, vom Schuldgrund losgelöste Basis stellen wollten« Damit entfällt für die Klägerin aber auch die Möglichkeit, ihr Leistungsversprechen wegen Fehlens des rechtlichen Grundes nach § 812 Abs 2 BGB zurückzufordern* Denn diese Vorschrift bezieht sich nur auf abstrakte Verträge (BGH VersR 1953, 316$ RGZ 108, 105?
BGH, Urteil vom 2.2.1991, Az. XI ZR 102/90 9 aus § 781 Abs. 1 BGB (BGH, Urteil vom 18. April 1969 - V ZR 179/65, NJW 1969, 1245, 1246).
BGH, URTEIL vom 3.9.1963, Az. VII ZR 65/64 Pas hat der Bundesgerichtshof für bestätigende Schuldaner-kenntnicce\.nhrfach ausgesprochen (u.a. Urteile III ZR 121/62 vom 19* September 1963 = NJW 1963, 2316 und VII ZR 174/63 vom 11. März 1965)* In diesem Sinne kennen auch konstitutive Anerkenntnisse (§ 781 BGB) gemeint sein; trifft das auf sie zu, so können sie nicht nach § 812 Abs. 2 BGB rückgängig gemacht worden (HGZ 108, 410, 412 f; Soergel BGB 9* Aufl. § 780 Randziff. 23)-
BGH, Urteil vom 0.3.1955, Az. VI ZR 26/55 e)	Sollte das Berufungsgericht der Ansicht gewesen sein, LBBl habe dadurch, daß’er die Honorarforderung des Architekten zur Entschädigung angemeldet habe, ein deklaratorisches oder konstitutives Schuldanerkonntnis gegenüber dem Architekten abgegeben (vgl hierzu Palandt, BGB 15. Aufl Anm 2 zu § 781 BGB), so hätte es einer näheren Begründung be~ dürft, daß ein dahingehender Wille bestanden hat oder daß das Verhalten von LBBbun^er Berücksichtigung der Umstände von HflBMMln diesem Sinne aufgefaßt werden mußte.
BGH, Urteil vom 3.0.2002, Az. 1 PBvU 1/79 Denn die beiden Vorschriften verfolgen jeweils einen anderen Schutzzweck: § 781 BGB dient der Rechtssicherheit durch Schaffung klarer Beweisverhältnisse unmittelbar zwischen Gläubiger und Schuldner (vgl. BGHZ 121, 1, 5).
BGH, , Az. die;:;;^rkl'ä.rung des : beklagten Amtes/: im Schreiben des Versicherungsver« bandes vom 9» Juni 1951 gehabt hat, und hem hevisions~ ■ gerieht ist insoweit nur eine beschränkte Nachprüfung: möglich (BGH-in■ VersK .1-955, 74-0)= Bei(seiner'Brufung, ob (ein konstitutives oder nur deklaratorisches /Schuld--anerkenntnis des .Beklagten vorliegt/h hat das' Berufungsgericht weder das Y.csen eines abstrakten Shhüldäner-kenntnisses im Sinne des § 781 BGB verkannt noch Denk-ge set 2e odex* Auslegungsregeln; verletzte Es (hat hierbei sowohl den Inhalt des Schreibens selbst als auch sonstige begleitenden Umstände in einer Aeise gewürdigt,-die einen in der Bovisiohsihstanz beachtlichen Kechts-fehler nicht erkennen läßt, soweit in frage steht, ob ein konstitutives oder nur deklaratoi'isches Anerkenntnis vorliegto
BGH, URTEIL vom 2.10.2008, Az. VI ZR 183/07 12	b)	Auf	einen Anspruch aus einem selbstständigen abstrakten Schuldan- erkenntnis nach § 781 BGB war nach dem bis zu dem Gesetz zur Modernisierung des Schuldrechts geltenden Recht zwar die Verjährungsvorschrift des § 195 BGB a.F. anzuwenden (vgl. Palandt/Sprau, BGB, 61. Aufl., §780 Rn. 8; Gei-gel/Bacher, Der Haftpflichtprozess, 25. Aufl., Kap. 38 Rn. 17).
BGH, URTEIL vom 5.6.1987, Az. V ZR 284/85 2 a) Das Berufungsgericht stellt fest, der Beklagte habe das von den Klägern mit Urkunde Nr. 292/83 erteilte 'Versprechen' formlos angenommen, womit ein wirksamer Schuldanerkenntnisvertrag nach § 781 BGB abgeschlossen worden sei (zur Bindung des Revisionsgerichts an diese tatrichterliche Auslegung vgl. BGH Urteile v. 19. September 1963, III ZR 121/62, LM BGB § 781 Nr. 2 und v. 21. Januar 1976, VIII ZR 148/74, WM 1976, 254).
BGH, URTEIL vom 5.6.1987, Az. V ZR 284/85 Im Schrifttum wird allerdings teilweise die Auffassung vertreten, von der Einhaltung der nach § 781 Satz 2 BGB erforderlichen Form könne dann abgesehen werden, wenn die Schuld aus einem vorangegangenen formgerecht abgeschlossenen Grundgeschäft ohne inhaltliche Abänderung anerkannt werde (vgl. Erman/Hense, BGB 7. Aufl. § 780 Rdn. 6 und § 781 Rdn. 13; MünchKomm/Hüffer, BGB 2. Aufl. § 782 Rdn. 5; BGB-RGRK/Steffen 12. Aufl. § 780 Rdn. 31 für das Verhältnis zu § 518 BGB unter Hinweis auf RGZ 71, 289, 291; a.A. Staudinger /Marburger, BGB 12. Aufl. § 780 Rdn. 11; Planck/ Landois, BGB 4. Aufl. § 780 An. 2d; Rümelin, Zur Lehre von den Schuldversprechen und Schuldanerkenntnissen des BGB, 1905/06 S. 160 f).
BGH, URTEIL vom 5.6.1987, Az. V ZR 284/85 Da andererseits der Anerkennungsvertrag i.S. des § 781 BGB nur ein einseitig verpflichtender Vertrag ist, für den Gläubiger also keine Verpflichtungen begründet, würde es bei der gegebenen Sachlage Treu und Glauben zuwiderlaufen, wenn die Kläger unter Berufung auf die allein fehlende Beurkundung der Annahmeerklärung des Beklagten Nichtigkeit des Anerkennungsvertrages geltend machen könnten (vgl. auch BGHZ 85, 245, 251 f) .
BGH, URTEIL vom 1.0.1967, Az. III ZR 53/66 Daran ändert es nichts, daß das Berufungsgericht entgegen der herrschenden Meinung (vgl. BGB RGRK 11. Aufl. § 781 An. 5 und 4; Palandt BGB 26. Aufl. An. 2 a, b) auch da3 lediglich bestätigende Schuldanerkenntnis als Anerkenntnis im Sinne des § 781 BGB ansieht.
BGH, Urteil , Az. :^tr H* j Schuldverhältnis dem Hechtsgrunde nach als dem Streite der Parteien entrückt zu gelten hat, Y/obei solche Einv/endungen in Zukunft ausgeschlossen sind, die der Schuldner zur Zeit des Abschlusses dieses Schuldbestätigungsvertrages kannte (RGZ in Uarn 1932 Hr 72; Urteil des-Reichsgerichts vom 19* November 1918 III 279/18, im Leitsatz abgedruckt im Hach-schlagebuch der Rechtsprechung des HG zu § 781 BGB Hr 35; RGPJC BGB 9o Aufl Anm 3 zu § 781 BGB und die dort angegebene Rechtsprechung; Staudinger BGB zu § 781 Anm 4 1 4 b).
BGH, Urteil vom 2.11.1992, Az. XI ZR 96/92 Nach einer in Rechtsprechung und Literatur vertretenen Ansicht bezweckt die Formvorschrift des § 781 BGB nicht den Schutz des Schuldners vor Übereilung, sondern dient der Rechtssicherheit durch Schaffung klarer Beweisverhältnisse (OLG Düsseldorf MDR 1961, 411; Staudinger/Mar-burger, BGB 12. Aufl. § 780 Rdn. 7; Soergel/Lippisch, BGB 10. Aufl. §§ 780, 781 Rdn. 36; Jauernig/Vollkommer, BGB 6. Aufl. § 781 An. 2 a bb; Enneccerus/Lehmann, Schuldrecht 15. Aufl. S. 819; Reinicke NJW 1970, 885, 886 f.; aus dem älteren Schrifttum ferner; Planck/Landois, BGB 4. Aufl. § 780 An. 2).
BGH, URTEIL vom 4.10.1967, Az. II ZR 46/65 Für den anerkannten letzten Saldovortrag gilt die regelmäßige Verjährungsfrist nach § 195 BGB, da er eine selbständige, von ihrem Schuldgrund.• losgelöste Forderung nach § 781 BGB därstellt (BGH IM § 355^Nr° 12).
BGH, URTEIL vom 3.2.1974, Az. VIX ZR 65/72 Allerdings wird regelmäßig anzunehmen sein, daß er nach wie vor Rechtsbehelfe geltend machen darf, von denen er nichts weiß und mit denen er auch nicht rechnet (BGH Urt. vom 29. Februar 1968 - VII ZR 98/65 - = LM Nr. 5 zu § 781 BGB).
BGH, URTEIL vom 2.0.2003, Az. VI ZR 230/01 Im Zweifel kann aber nicht von einem abstrakten Schuldanerkenntnis im Sinne des § 781 BGB ausgegangen werden, wenn auf den Schuldgrund ausdrücklich hingewiesen wird (vgl. Senatsurteil vom 26. Februar 2002 - VI ZR 288/00- VersR 2002, 996, 997; BGH, Urteil vom 15. Januar 1990 - II ZR 311/88 - NJW 1990, 2678).
BGH, URTEIL vom 4.11.1971, Az. III ZR 58/69 Zutreffend ist allerdings die Meinung des Berufungsgerichts, daß beim Kontokorrent die Anerkennung des Saldos ein abstraktes Schuldanerkenntnis im Sinne des § 781 BGB darstellt (BGH LM § 355 HGB Nr. 12).
BGH, URTEIL vom 3.2.1976, Az. IV ZR 222/74 8 Verhältnis insgesamt oder zu demindest in bestimmten Beziehungen dem Streit oder der Ungewißheit zu entziehen und es (insoweit) endgültig festzulegen (BGH WM 1962, 742; 1974, 836 f; BGH LM § 781 BGB Nr. 5 und 7).
BGH, URTEIL vom 3.2.1976, Az. IV ZR 222/74 In dieser Festlegung besteht der rechtsgeschäftliche Gehalt des Schuldbestätigungsvertrags; der Vertrag wirkt insoweit regelnd auf die Rechtsbeziehungen der Parteien ein, als er die Verwirklichung einer Forderung von möglicherweise bestehenden Einwendungen (oder Einreden) befreit oder sogar ein möglicherweise noch nicht bestehendes Schuldverhältnis begründet, indem nämlich ein nur 'möglicherweisen bestehendes Schuldverhältnis 'bestätigt' wird (BGH LM § 781 BGB Nr. 2 = NJV 1963, 2316/17), In diesem Maße hat der Schuldbestätigungsvertrag eine (potentiell) konstitutive Wirkung (vgl. Erman/Hense aaO Rdn. 6; Larenz, Schuldrecht II 10. Aufl., § 65 II, S. 371 f m. w. N.; Marburger, Das kausale Schuldanerkenntnis als einseitiger Feststellungsvertrag, 1971, S. 118 f).
LAG Hamm, Urteil vom 4.3.2007, Az. 17 Sa 1914/06 123Gemäß § 781 BGB liegt ein konstitutives Schuldanerkenntnis vor, wenn eine neue selbständige Verpflichtung unabhängig von dem Schuldgrund geschaffen werden soll, auch wenn der ursprüngliche Anspruch nicht (mehr) besteht (vgl. Palandt/Sprau, BGB, 66. Aufl., § 781 BGB Rdnr. 2).
LAG Hamm, Urteil vom 4.3.2007, Az. 17 Sa 1914/06 Durch ein deklaratorisches Schuldanerkenntnis wollen die Parteien ein zwischen ihnen bestehendes Schuldverhältnis ganz oder teilweise dem Streit oder der Ungewissheit entziehen (vgl. Palandt/Sprau, a.a.O., § 781 BGB Rdnr. 3).
LAG Hamm, Urteil vom 4.3.2007, Az. 17 Sa 1914/06 127Die Berechnung der Beklagten ist nur als Zeugnis gegen sich selbst mit der Folge einer Beweiserleichterung für den Kläger zu werten (vgl. dazu Palandt/Sprau, a.a.O., § 781 BGB Rdnr. 6).
AG Mönchengladbach, Urteil vom 5.2.2011, Az. 4 C 418/09 Ihre Erklärung 'Diese Rechnung ist für mich nachvollziehbar und wird so anerkannt.' Zeigt keinen Willen, unabhängig von einem bestehenden Schuldgrund eine neue selbstständige Verpflichtung zu begründen, wie § 781 BGB voraussetzt (vgl. Palandt/Sprau, BGB, § 781 Rz. 1f.).