Source: http://www.anwalt24.de/urteile/bverfg/2011-08-29/1-bvr-3108_10
Timestamp: 2017-02-23 17:15:19
Document Index: 370216439

Matched Legal Cases: ['Art. 267', 'Art. 267', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 93', 'Art. 101', 'Art. 267', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 93', 'Art. 101', 'Art. 267', 'Art. 5', 'EuG', 'EuG', 'Art. 103', '§ 93', 'BGH']

BVerfG, 29.08.2011 - 1 BvR 3108/10 - Verletzung des Rechts auf den gesetzlichen Richter wegen Ablehnung der Vorlage an den Europäischen Gerichtshof gemäß Art. 267 Abs. 3 AEUV | Urteile auf anwalt24.de
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BVerfG, 29.08.2011 - 1 BvR 3108/10 - Verletzung des Rechts auf den gesetzlichen Richter wegen Ablehnung der Vorlage an den Europäischen Gerichtshof gemäß Art. 267 Abs. 3 AEUV
BundesverfassungsgerichtBeschl. v. 29.08.2011, Az.: 1 BvR 3108/10Gericht: BVerfGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 29.08.2011Referenz: JurionRS 2011, 26861Aktenzeichen: 1 BvR 3108/10 Verfahrensgang:vorgehend:BGH - 12.10.2010 - AZ: XI ZR 394/08BGH - 23.11.2010 - AZ: VI ZR 128/10BGH - 15.03.2011 - AZ: VI ZR 237/10BGH - 15.03.2011 - AZ: VI ZR 236/10Rechtsgrundlagen:§ 93a Abs. 2 BVerfGGArt. 101 Abs. 1 S. 2 GGArt. 267 Abs. 3 AEUVIn dem Verfahrenüberdie Verfassungsbeschwerdeder M... Ltd.,- Bevollmächtigter:Prof. Dr. Andreas Piekenbrock,Friedrich-Ebert-Anlage 6-10, 69117 Heidelberg -gegen a)den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 15. März 2011 - VI ZR 237/10 -,b)den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 15. März 2011 - VI ZR 236/10 -,c)den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 23. November 2010 - VI ZR 128/10 -,d)das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 12. Oktober 2010 - XI ZR 394/08 -hat die 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durchden Vizepräsidenten Kirchhof,den Richter Schluckebierund die Richterin Baergemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 29. August 2011 einstimmig beschlossen:Tenor:Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.Gründe1Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen, weil die Voraussetzungen hierfür nicht vorliegen (§ 93a Abs. 2 BVerfGG). Der Verfassungsbeschwerde kommt keine grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung zu. Ihre Annahme ist auch nicht zur Durchsetzung der Grundrechte und grundrechtsgleichen Rechte der Beschwerdeführerin angezeigt (§ 93a Abs. 2 Buchst. b BVerfGG), weil sie keine Aussicht auf Erfolg hat (BVerfGE 90, 22 [BVerfG 08.02.1994 - 1 BvR 1693/92] <25 f.>). Anhaltspunkte dafür, dass die angegriffenen Entscheidungen gegen die als verletzt gerügten verfassungsmäßigen Rechte der Beschwerdeführerin verstoßen, sind auf Grundlage des Vorbringens der Verfassungsbeschwerde nicht ersichtlich.2Die Beschwerdeführerin ist in ihrem Recht auf den gesetzlichen Richter (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) nicht verletzt. Der Bundesgerichtshof hat in dem angegriffenen Urteil die Vorlagepflicht an den Europäischen Gerichtshof gemäß Art. 267 Abs. 3 AEUV mit einer verfassungsrechtlich tragfähigen Begründung verneint. Er hat seine Annahme, die richtige Auslegung des Art. 5 Nr. 3 EuGVVO sei hier offenkundig, nach Auswertung der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs und anhand einer teleologischen Auslegung der EuGVVO vertretbar begründet.3Soweit die Verfassungsbeschwerde geltend macht, der Bundesgerichtshof habe durch die Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerden den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) verletzt, legt sie dies nicht schlüssig dar. Sie macht nicht geltend, dass der Anlagebetrag vorliegend nicht von in Deutschland geführten Konten überwiesen wurde und zeigt insoweit auch kein übergangenes Vorbringen auf.4Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.5Diese Entscheidung ist unanfechtbar.KirchhofSchluckebierBaerHinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.
Zitierungen dieses DokumentsUrteileBGH, 15.11.2011 - XI ZR 54/09 - Haftung eines Vermittlers wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung bei Vermittlung von für den Anleger chancenlosen Geschäften zum ausschließlich eigenen Vorteil
BVerfG, 29.08.2011BVerfG, 29.08.2011