Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201977,%201288
Timestamp: 2019-08-20 04:10:07
Document Index: 49521006

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 5', '§ 256', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 543', 'BGH', 'BGH']

BGH, 03.05.1977 - VI ZR 36/74 - dejure.org
https://dejure.org/1977,12
BGH, 03.05.1977 - VI ZR 36/74 (https://dejure.org/1977,12)
BGH, Entscheidung vom 03.05.1977 - VI ZR 36/74 (https://dejure.org/1977,12)
BGH, Entscheidung vom 03. Mai 1977 - VI ZR 36/74 (https://dejure.org/1977,12)
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Gedachte Rechtsfragen - Schadensersatz wegen der Verletzung in Persönlichkeitsrechten - Ehrenkränkung durch Verbreitung von unwahren Beschuldigungen - Rufschädigung durch eine Presseveröffentlichung - Umfang der Pressefreiheit - Grenzen der Pressefreiheit in Bezug auf das Recht der persönlichen Ehre - Inhalt und Grenzen der Rechtskraftwirkung bei einer Feststellungsklage
BGHZ 68, 331
BGHZ 68, 332
NJW 1977, 1288
MDR 1977, 739
GRUR 1977, 674
DB 1977, 1988
DB 1977, 1989
afp 1977, 340
Dem steht nicht entgegen, dass es der Senat in seinem Urteil vom 3. Mai 1977 (VI ZR 36/74, BGHZ 68, 331, 332 ff.) abgelehnt hat, die Rechtsschutzmöglichkeiten des Betroffenen auf dem Gebiet des zivilrechtlichen Ehrenschutzes über die Rechtsbehelfe der Unterlassung und der Berichtigung hinaus durch Zulassung einer Klage auf Feststellung der Unwahrheit einer Tatsachenbehauptung oder der Rechtswidrigkeit einer Persönlichkeitsverletzung zu erweitern.
Als Mittel zur Beendigung einer fortdauernden Rufbeeinträchtigung ist das im Rahmen eines Beseitigungsanspruchs geltend gemachte Löschungsbegehren allerdings nicht von geringeren sachlich-rechtlichen und beweismäßigen Voraussetzungen abhängig als die bisher anerkannten Rechtsbehelfe (vgl. Senatsurteil vom 3. Mai 1977 - VI ZR 36/74, BGHZ 68, 331, 335 f.; vom 25. November 1986 - VI ZR 57/86, BGHZ 99, 133, 138).
Dabei sind die Anforderungen an die Sorgfaltspflicht um so höher anzusetzen, je schwerer und nachhaltiger das Ansehen des Betroffenen durch die Veröffentlichung beeinträchtigt wird (Senatsurteile vom 20. Juni 1972 - VI ZR 26/71 - NJW 1972, 1658, 1659 und vom 3. Mai 1977 (aaO); ebenso OLG Brandenburg, NJW 1995, 886, 888).
Dürfte die Presse, falls der Ruf einer Person gefährdet ist, nur solche Informationen verbreiten, deren Wahrheit im Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits mit Sicherheit feststeht, so könnte sie ihre durch Art. 5 Abs. 1 GG verfassungsrechtlich gewährleisteten Aufgaben bei der öffentlichen Meinungsbildung nicht durchweg erfüllen (BVerfGE 97, 125, 149; Senatsurteil vom 3. Mai 1977 (aaO)), wobei auch zu beachten ist, daß ihre ohnehin begrenzten Mittel zur Ermittlung der Wahrheit durch den Zwang zu aktueller Berichterstattung verkürzt sind.
Ausgeschlossen ist nur, einzelne Vorfragen, bloße Elemente eines Rechtsverhältnisses oder abstrakte Rechtsfragen zum Gegenstand einer Feststellungsklage zu machen (BAG 20. Februar 1959 - 1 AZR 472/56 - AP ZPO § 256 Nr. 19; BGH 3. Mai 1977 - VI ZR 36/74 - BGHZ 68, 331).
An der Verbreitung bloßer Sensationsnachrichten ("Knüller") mag die Presse allenfalls ein rein gewerbliches Interesse haben; insoweit kann aber eine Persönlichkeitsverletzung niemals gerechtfertigt sein (vgl. BGH, Urteil vom 03.05.1977, Az. VI ZR 36/74, zitiert nach Juris).
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BAG, 05.06.1985 - 5 AZR 319/82
BAG, 16.01.1985 - 7 AZR 343/82
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BAG, 28.11.1984 - 5 AZR 153/83
BAG, 28.11.1984 - 5 AZR 56/83
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