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Timestamp: 2018-01-19 06:02:39
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Matched Legal Cases: ['§ 47', 'Art. 16', '§ 25', '§ 3', '§ 25', '§ 4', '§ 25', '§ 60', '§ 25', 'Art. 16', '§ 3', '§ 4', '§ 60', 'Art. 16', '§ 3', '§ 43']

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Flüchtlingssituation im Kreis Unna
Veröffentlicht von:Tristan Böhm Geändert vor etwa einem Jahr
Präsentation zum Thema: "Flüchtlingssituation im Kreis Unna"— Präsentation transkript:
1 Flüchtlingssituation im Kreis Unna
2 Das Grundrecht auf Asyl
Gliederung Das Grundrecht auf Asyl Das Asylverfahren in NRW - Exkurs: Notunterkünfte Schutzarten und Prüfreihenfolge - Exkurs: unbegleitete minderjährige Flüchtlinge Die Rolle der Ausländerbehörde Statistik Dez. IV
3 Das Grundrecht auf Asyl
Artikel 16 a GG (1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht. (2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist. …In den Fällen des Satzes 1 können aufenthaltsbeendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsbehelf vollzogen werden. (3) Durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, können Staaten bestimmt werden, bei denen auf Grund der Rechtslage, der Rechtsanwendung und der allgemeinen politischen Verhältnisse gewährleistet erscheint, dass dort weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung stattfindet (Anm. d. Verf.: sicherer Herkunftsstaat). Dez. IV
4 Es wird vermutet, dass ein Ausländer aus einem solchen Staat nicht verfolgt wird, solange er nicht Tatsachen vorträgt, die die Annahme begründen, dass er entgegen dieser Vermutung politisch verfolgt wird. (4) Die Vollziehung aufenthaltsbeendender Maßnahmen wird in den Fällen des Absatzes 3 und in anderen Fällen, die offensichtlich unbegründet sind oder als offensichtlich unbegründet gelten, durch das Gericht nur ausgesetzt, wenn ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Maßnahme bestehen; der Prüfungsumfang kann eingeschränkt werden und verspätetes Vorbringen unberücksichtigt bleiben. Das Nähere ist durch Gesetz zu bestimmen. (5) Die Absätze 1 bis 4 stehen völkerrechtlichen Verträgen von Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften untereinander und mit dritten Staaten nicht entgegen, die … Zuständigkeitsregelungen für die Prüfung von Asylbegehren einschließlich der gegenseitigen Anerkennung von Asylentscheidungen treffen. Dez. IV
5 Das Asylverfahren in NRW
Meldung als Asylsuchender in einer EAE (=>BüMA) Erstverteilung nach EASY Meldung in zuständiger Aufnahmeein-richtung (ZUE) Asylantrag stellen beim BAMF (Außenstelle) Exkurs: Notunterkünfte: Folien 6 - 7 Königsteiner Schlüssel (GWK: 2/3 Steueraufkommen, 1/3 Bev.anteile): NRW 2015 = 21,21% (§ 47 I AsylVfG: Wohnverpflichtung max. 3 Monate) von dort Verteilung in Kommune (nur mit BüMA, noch ohne Erfassung AZR) Zuführung an das BAMF auf Einladung (Erfassung AZR) Dez. IV
6 Exkurs: Notunterkünfte
Quelle: BR Arnsberg Dez. IV
7 Exkurs: Notunterkünfte
Stand 15. Oktober 2015 248 Unterbringungseinrichtungen in NRW => 5 EAE, 21 ZUE, 222 Notunterkünfte (Zahl stark steigend) Kapazität Regelplätze , Notunterkunftsplätze Zuordnung 5 EAEen: Bielefeld Burbach Bad Berleburg Dortmund + Mobile Registrierung Unna (Kap ): z. Zt. 63 NU mit Plätzen Dez. IV
8 Der Königsteiner Schlüssel
mit dem Königsteiner Staatsabkommen vom in Königstein im Taunus von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) konzipiert, um Kosten überregional bedeutender Forschungseinrichtungen gerecht auf die einzelnen Länder zu verteilen (Gewichtung: 2/3 Steueraufkommen, 1/3 Bevölkerung) Dez. IV
9 Das Asylverfahren in NRW
10 Aufenthalts-erlaubnis kein subsidiärer Schutz
Das Asylverfahren in NRW Anhörung des Asylbewerbers beim BAMF Entscheidung des BAMF Anerkennung als asylberechtigt Art. 16 a Abs. 1 GG Aufenthalts-erlaubnis § 25 Abs. 1 AufenthG Zuerkennung Flüchtlingseig. § 3 Abs. 1 AsylVfG § 25 Abs. 2 S. 1, 1. Alt. AufenthG Zuerkennung subs. Schutz § 4 Abs. 1 AsylVfG § 25 Abs. 2 S. 1, 2. Alt. AufenthG Feststellung von Absch.verboten § 60 Abs. 5, 7 AufenthG § 25 Abs. 3 AufenthG Ablehnung Asyl, kein subsidiärer Schutz Ausreiseauff. + Abschiebungs-androhung in Heimatstaat (Ausreisefr. 1 Mon.) Asylbewerber bleibt in der Kommune Asylantrag unzulässig wegen Unzuständigkeit?=>(Dublin III) B A M F Rücküberstellungsanordnung in zuständigen Mitgliedsstaat (Frist: 6 Monate) A L B Aufenthaltserlaubnis für 3 Jahre Niederlassungserlaubnis ist anschl. zu erteilen, wenn kein Widerruf der AE AE 1 J., Verläng. für jeweils 2 J. mögl. NE kann nach 5 J. erteilt werden AE soll für 1 J., NE kann nach 5 J. erteilt werden Freiw. Ausreise (freiw.) Rücküberst. Abschiebung Duldung ? Dez. IV
11 Exkurs: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
Quelle: Handreichung zum Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Nordrhein- Westfalen, MIK und MFKJKS NRW (http://www.ggua.de/fileadmin/downloads/tabellen_und_ uebersichten/MFKJKS_Broschuere_Handreichung_UMF_ Webfassung.pdf) Dez. IV
12 Schutzarten und Prüfreihenfolge (1)
Anerkennung als Asylberechtigter (Art. 16 a Abs. 1 GG) - asylberechtigt ist, wer im Fall der Rückkehr ins Heimatland einem schwerwiegenden Eingriff in Leib, Leben oder Freiheit ausgesetzt sein wird - wegen seiner politischen Überzeugung, religiösen Grundentscheidung oder unveränderbarer Merkmale, die sein Anderssein prägen und - ohne Fluchtalternative innerhalb des Heimatlandes oder anderweitigen Schutz vor Verfolgung ist - asylberechtigt ist nicht, wer über einen sicheren Drittstaat (EU, N, Schweiz) nach D eingereist ist Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft (§ 3 Abs. 1 AsylVfG), wenn er aus begründeter Furcht vor Verfolgung wegen seiner Rasse, Religion, Nationalität, politischen Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe sich außerhalb des Landes (Herkunftsland) befindet, a) dessen Staatsangehörigkeit er besitzt und dessen Schutz er nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Furcht nicht in Anspruch nehmen will oder b) in dem er als Staatenloser seinen vorherigen gewöhnlichen Aufenthalt hatte und in das er nicht zurückkehren kann oder wegen dieser Furcht nicht zurückkehren will. Dez. IV
13 Schutzarten und Prüfreihenfolge (2)
Zuerkennung subsidiären Schutzes (§ 4 Abs. 1 AsylVfG) (1) Wenn stichhaltige Gründe für die Annahme vorgebracht werden, dass im Herkunftsland ein ernsthafter Schaden droht. Als ernsthafter Schaden gilt: 1. die Verhängung oder Vollstreckung der Todesstrafe, 2. Folter, unmenschliche, erniedrigende Behandlung oder Bestrafung oder 3. eine ernsthafte individuelle Bedrohung des Lebens oder der Unversehrtheit einer Zivilperson infolge willkürlicher Gewalt im Rahmen eines internationalen oder innerstaatlichen bewaffneten Konflikts (2) Gilt nicht, wenn schwerwiegende Gründe die Annahme rechtfertigen, dass Antragsteller 1. ein Verbrechen gegen den Frieden, ein Kriegsverbrechen oder ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Sinne der internationalen Vertragswerke begangen hat, die ausgearbeitet worden sind, um Bestimmungen bezüglich dieser Verbrechen festzulegen, 2. eine schwere Straftat begangen hat, 3. sich Handlungen zuschulden kommen lassen hat, die den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen, wie sie in der Präambel und den Artikeln 1 und 2 der Charta der Vereinten Nationen (BGBl II S. 430, 431) verankert sind, zuwiderlaufen oder 4. eine Gefahr für die Allgemeinheit oder für die Sicherheit der BRD darstellt (3) Diese Ausschlussgründe gelten auch für Ausländer, die andere zu den genannten Straftaten oder Handlungen anstiften oder sich in sonstiger Weise daran beteiligen. Dez. IV
14 Schutzarten und Prüfreihenfolge (3)
Feststellung von Abschiebeverboten gem. § 60 V und VII AufenthG - wenn Abschiebung in den Zielstaat = Verletzung der Europäischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) - wenn im Zielstaat eine erhebliche konkrete Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit besteht Dez. IV
15 Die Rolle der Ausländerbehörde
Gegen die Bescheide des BAMF kann der Asylbewerber klagen Zunächst prüft VG GE die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Klage Wird die Klage (im Vorverfahren) abgewiesen und die Ablehnung aller Schutzarten bestätigt, bleibt die Verpflichtung zur Ausreise bestehen Ausländerbehörde ist an Entscheidungen BAMF bzw. Gericht gebunden bei neg. Entscheidung hat Ausländerbehörde die Ausreisepflicht zu überwachen hierzu wird der ausreisepflichtige Ausländer nochmals auf seine Ausreisepflicht und auf entsprechende Hilfsprogramme, z. B. Internationale Organisation für Migration (IOM), hingewiesen kommt der Ausländer seiner Ausreisepflicht nicht freiwillig nach, ist es Aufgabe der Ausländerbehörde, diese unter Beachtung von Rücküberstellungsfristen und Vorgaben des BAMF durchzusetzen Dez. IV
16 Dez. IV
17 Syrien 22,9 % Dez. IV
18 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Mio. Ew. Quote ‰ p. a. 2015
Asyl EU28 Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Mio. Ew. Quote ‰ p. a. 2015 Belgien 1.715 1.640 1.755 1.625 2.095 2.895 2.975 11,1 3,2 Bulgarien 1.070 1.045 110 1.130 1.345 1.630 7,3 2,7 Dänemark 640 445 560 880 5,6 1,9 Deutschland 25.035 26.085 32.055 27.175 25.990 35.445 37.531 36.422 80,6 Estland 5 15 30 10 25 1,3 0,2 Finnland 305 355 340 515 5,4 1,1 Frankreich 4.440 5.630 6.090 5.650 4.745 66,3 0,9 Griechenland 1.065 1.015 915 980 1.145 1.120 11,0 1,2 Irland 215 200 210 265 255 4,6 0,7 Italien 4.785 5.140 5.505 4.590 5.180 59,8 1,0 Kroatien 4,3 0,0 Lettland 35 50 2,0 0,3 Litauen 3,0 Luxemburg 90 95 105 80 101 106 0,5 2,5 Malta 170 130 115 180 0,4 Niederlande 1.050 970 990 1.275 2.375 3.085 16,8 2,2 Österreich 4.030 3.255 2.925 4.040 6.395 5.360 8,5 7,6 Polen 610 600 630 750 680 860 38,5 Portugal 40 60 10,5 0,1 Rumänien 165 20,1 Schweden 4.895 4.050 4.120 3.920 5.375 6.625 9,6 8,3 Slowakei Slowenien 2,1 Spanien 745 580 725 900 850 46,8 Tschechien 125 195 Ungarn 11.925 16.695 4.925 6.690 9.970 16.580 9,9 Ver. Königr. 2.785 2.255 2.455 1.960 2.544 64,6 Zypern 140 1,8 Gesamt 66.065 70.750 65.265 63.245 (69.529) (73.806) (40.612) (36.422) 508 2,4
19 Asylanträge sonstige Staaten
2015 Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Mio. EW. Quote ‰ p. a. Island 15 10 5 0,3 0,6 Liechtenstein - 20 0,0 1,5 Norwegen 605 530 535 580 1.225 1.145 5,1 1,4 Schweiz 1.565 1.425 1.500 1.375 2.205 3.805 8,1 2,0 Australien 517 632 813 681 667 23,1 0,4 Kanada 1.159 1.139 1.132 1.133 1.154 1.294 35,2 Neuseeland 24 28 48 27 33 4,5 0,1 USA 6.096 5.463 7.342 6.726 7.484 8.311 318,9 Dez. IV
20 Entwicklung seit 1990 Dez. IV
21 Asylgeschäftsstatistik BAMF ( ) Quelle: https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/Asyl/ statistik-anlage-asyl-geschaeftsbericht.pdf?__blob=publicationFile Dez. IV
22 Asylgeschäftsstatistik BAMF ( ) Quelle: https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/Asyl/ statistik-anlage-asyl-geschaeftsbericht.pdf?__blob=publicationFile Quelle Dez. IV
23 Asylgeschäftsstatistik BAMF ( ) Quelle: https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/Asyl/ statistik-anlage-asyl-geschaeftsbericht.pdf?__blob=publicationFile Dez. IV
24 Das neue Flüchtlingsaufnahmegesetz NRW
verpflichtet die Gemeinden, ausländische Flüchtlinge aufzunehmen und unterzubringen entsprechend Zuweisungsschlüssel (90 % Einwohneranteil, 10 % Flächenanteil), wobei eine Erhöhung der Zuweisung durch Anwendung des Flächenschlüssels auf max. 25 % des reinen Einwohnerschlüssels begrenzt wird Bei Gemeinden, auf deren Gebiet eine Aufnahmeeinrichtung des Landes für betrieben wird, vermindert sich ab Inbetriebnahme die Zahl der zuzuweisenden Asylbewerber um die Anzahl der dort vorgesehenen Aufnahmeplätze => neues FlüAG Anrechnung weiterer Sonderfälle (z. B. Aufenthaltsgewährung durch oberste Landesbehörde) Schlüsselung der pauschalierten finanziellen Landeszuweisung (1,4 Mrd. € in NRW) Gewährung von Pauschalen pro Flüchtling Übernahme von Krankheitskosten > Euro p. a. Pflichtaufgabe zur Erfüllung nach Weisung (Unterrichtungs- und Weisungsrechte) Dez. IV
25 Verteilung der Asylbewerber in den Kreis Unna gemäß FlüAG
Anrechng. Kap. Gesamt- Anrech-nung Verteiler- schlüssel gem. FlüAG Quote % Pers. Abschluss September 2015 Asylbe-werber Kontingent- Flüchtlinge unerlaubt Eingereiste Gesamt Bergkamen 436 0, 89,36 -52 Bönen 175 0, 90,36 -19 Fröndenberg 207 1 208 0, 90,49 -22 Holzwickede 155 0, 89,62 -18 Kamen 259 2 261 230 491 0, 112,26 54 Lünen 485 13 498 471 969 0, 114,38 122 Schwerte 257 16 274 150 424 0, 89,30 -51 Selm 190 1.000 1.190 0, 426,91 911 Unna 80 668 748 0, 121,78 134 Werne 285 6 291 0, 89,59 -34 Kreis Unna ges. 2.529 38 2.568 2.519 5.087 2, 131,40 103 Stand: Dez. IV
26 Räumliche Verteilung im Kreis Unna
1000 291 200 190 660 436 471 498 175 200 261 230 668 668 Erstaufnahmeeinrichtung mit Platzzahl Notunterkunft mit Platzzahl Zahl der zur Unterbringung zugewiesenen Personen 80 208 2960 155 2568 274 150 Stand: Quelle: Bezirksregierung Arnsberg | Dezernat III
27 Räumliche Verteilung im Kreis Unna
291 190 436 498 175 261 Zahl der zur Unterbringung zugewiesenen Personen 80 208 155 2568 274 Stand: Quelle: Bezirksregierung Arnsberg | Dezernat III
28 Asyl in Zahlen Kreis Unna (Landesdaten)
o. LÜN Arnsberg NRW Dez 08 158 124 1.388 6.636 Jun 09 173 141 1.624 7.435 Dez 09 199 25,95 166 33,87 1.794 29,25 8.232 24,05 Jun 10 206 19,08 168 19,15 1.890 16,38 8.970 20,65 Dez 10 259 30,15 209 25,90 2.342 30,55 11.631 41,29 Jun 11 269 30,58 216 28,57 2.524 33,54 12.530 39,69 Dez 11 303 16,99 235 12,44 2.786 18,96 13.465 15,77 Jun 12 367 36,43 297 37,50 3.170 25,59 15.508 23,77 Dez 12 449 48,18 358 52,34 4.019 44,26 19.814 47,15 Jun 13 521 41,96 414 39,39 4.718 48,83 22.888 47,59 Dez 13 678 51,00 541 51,12 6.117 52,20 29.873 50,77 Jun 14 826 58,54 645 55,80 7.474 58,41 37.731 64,85 Dez 14 1.234 82,01 914 68,95 11.908 94,67 60.551 102,69 Jun 15 1.842 123,00 1.416 119,53 17.336 131,95 87.120 130,90 Dez. IV
29 Asyl in Zahlen Kreis Unna (Landesdaten)
Anzahl Dez. IV
30 Asylbewerber/innen im Kreis Unna (o
Asylbewerber/innen im Kreis Unna (o. LÜN) nach Herkunftsländern, Stand ohne 629 Asylsuchende mit BüMA und ohne 412 Geduldete Staat Anzahl Prozent Albanien 155 15,2% Syrien 93 9,1% Eritrea 72 7,0% Irak 62 6,1% Kosovo 53 5,2% Afghanistan 42 4,1% Nigeria Serbien 39 3,8% Guinea 38 3,7% 10. Ägypten 34 3,3% Sonstige 393 38,4% Gesamt 1.023 100,0 Dez. IV
31 Ausländer nach Status und Kommunen im Kreis Unna (ohne Lünen), Stand , ohne Asylsuchende mit BüMA Kommune Insgesamt Drittstaater EU Asyl Geduldete Bergkamen 5.528 4.275 1.030 154 69 Bönen 1.880 1.481 293 66 40 Fröndenberg 1.599 489 974 118 18 Holzwickede 1.324 575 677 58 14 Kamen 3.626 2.298 1.108 174 46 Schwerte 4.410 2.209 1.975 169 57 Selm 1.342 616 598 90 38 Unna 4.470 2.220 2.074 78 98 Werne 1.986 1.078 760 116 32 26.165 15.241 9.489 1.023 412 Dez. IV Dez. IV
32 Fazit Art. 16 a GG: Asylrecht ist Bundesangelegenheit => BAMF (nur) für das Asylverfahren zuständig, nicht aber für die Unterbringung und Betreuung => Kapazitäts- und Schnittstellenprobleme Ausländerbehörde ist verpflichtet zur Umsetzung (incl. Abschiebung als letztes Mittel) der rechtskräftigen Entscheidung des BAMF Schutzquote aktuell bundesweit ( ): 41,8 % => 58,2 % ausreisepflichtig Königsteiner Schlüssel und FlüAG NRW => Zuweisungsschlüssel Kommunen NRW 0,46 % aller in Deutschland (2,1823 % aller in NRW) aufgenommenen Flüchtlinge werden in den Kreis Unna verteilt (0,37 % bzw. 1,7271 % Kreis Unna ohne LÜN) 6-Monatsfrist für Aufnahmeeinrichtungen des Landes gem. § 3 Abs. 4 FlüAG => im neuen FlüAG abgeschafft Stand : zugewiesene Asylbewerber in Bearbeitung beim BAMF, 629 mit BüMA, 412 Geduldete im Kreis Unna (ohne LÜN) Asylanträge 2014: Prognose BAMF 2015: ?, > 1 Mio. ? Dez. IV Dez. IV
33 Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz (1)
Bestimmung von Albanien, Kosovo und Montenegro als sichere Herkunftsstaaten gemäß Artikel 16a GG Des Weiteren können Verfahren erheblich beschleunigt werden, indem die Asyl- und Schutzsuchenden regelmäßig bis zum Abschluss des Asylverfahrens in Erstaufnahmeeinrichtungen verbleiben. Dies ermöglicht eine Verfahrensbündelung sowie eine schnelle, effektive Umsetzung der jeweiligen Ergebnisse: Bleiberecht oder Rückführung. Befristete Abweichungen von bauplanungsrechtlichen Vorgaben und Standards des Baugesetzbuchs Schaffung dauerhaften Wohnraums auch für Flüchtlinge muss der Planung durch die Kommunen vorbehalten bleiben punktuelle Erleichterungen hinsichtlich der Anforderungen an den Einsatz erneuerbarer Energien Asylbewerberleistungen: Während der Unterbringung in Erstaufnahmeeinrichtungen sollen die Geldleistungen für die Deckung der notwendigen persönlichen Bedürfnisse des täglichen Lebens für die Leistungsberechtigten soweit möglich durch gleichwertige Sachleistungen ersetzt werden. Bei einer Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften können sie durch Sachleistungen ersetzt werden. Vollziehbar Ausreisepflichtige erhalten nur noch gekürzte Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Vorauszahlung von Geldbeträgen auf höchstens einen Monat begrenzt. Damit wird eventuellen Anreizen, aus sachfremden Gründen einen Asylantrag zu stellen, entgegengewirkt Ärztliche Versorgung: Impfschutz für Asyl- und Schutzsuchende verbessert. Zur Entlastung der in den Ländern zuständigen Behörden sollen zudem Vereinbarungen mit gesetzlichen Krankenkassen über die Übernahme der Krankenbehandlung von Empfängern von Gesundheitsleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erleichtert werden. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die vereinfachte Abrechnung mit einer elektronischen Gesundheitskarte. Der Andrang an Asyl- und Schutzsuchenden kann dazu führen, dass eine ausreichende medizinische Versorgung in den Aufnahmeeinrichtungen und zentralen Unterkünften durch Ärzte nicht mehr sichergestellt werden kann => Ermächtigung zur vorübergehenden Ausübung von Heilkunde befristet eingeführt | Dez. IV
34 Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz (2)
Integration: Änderungen im Aufenthaltsgesetz und im Sozialgesetzbuch (SGB III) Besserer Zugang von Asylbewerbern sowie Geduldeten zum Integrationskurs nach §§ 43 ff AufenthG, sofern hohe Aussicht auf Anerkennung oder bei Ausreisehindernis das Ausreisehindernis nicht selbst verschuldet, im Rahmen verfügbarer ESF-gefördertes Programm zur berufsbezogenen Sprachförderung Lockerung des Leiharbeitsverbots, Personen mit guter Bleibeperspektive erhalten bereits frühzeitig die für die Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlichen Leistungen der aktiven Arbeitsförderung Möglichkeiten der Zusammenarbeit der Bundesagentur für Arbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge verbessert Der Bund beteiligt sich strukturell, dauerhaft und dynamisch an den gesamtstaatlichen Kosten, die in Abhängigkeit von der Zahl der Aufnahme der Asylbewerber und Flüchtlinge entstehen. Durch eine Änderung der Umsatzsteuerverteilung nach dem Finanzausgleichsgesetz entlastet der Bund die Länder von Kosten für Asylbewerber, unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen und bei der Kinderbetreuung In den Fällen, in denen die Kommunen Kostenträger sind, geben die Länder die vom Bund erhaltenen Mittel weiter Zudem unterstützt der Bund durch eine Änderung des Entflechtungsgesetzes Länder und Kommunen beim Neubau von Wohnungen und bei der Ausweitung des Bestands an Sozialwohnungen | Dez. IV
35 Danke für Ihre Aufmerksamkeit
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