Source: http://www.caselaw.de/document?di=6588a875-a4b9-49d2-8d31-6ce0e0448773
Timestamp: 2018-11-17 20:08:39
Document Index: 384054912

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 349', '§ 354', '§ 460', '§ 349', '§ 55', '§ 53']

﻿ 3 StR 213/18 - caselaw.de
3 StR 213/18
BUNDESGERICHTSHOF StR 213/18 BESCHLUSS vom 5. Oktober 2018 in der Strafsache gegen wegen schweren Raubes ECLI:DE:BGH:2018:051018B3STR213.18.0 Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 5. Oktober 2018 gemäß § 349 Abs. 2 und 4, § 354 Abs. 1b Satz 1 StPO beschlossen:
1. Auf die Revision des Angeklagten B. wird das Urteil des Landgerichts Koblenz vom 4. Januar 2018, soweit es diesen Angeklagten betrifft, im Ausspruch über die Gesamtstrafe mit der Maßgabe aufgehoben, dass hierüber eine nachträgliche gerichtliche Entscheidung nach den §§ 460, 462 StPO, auch über die Kosten des Rechtsmittels, zu treffen ist.
Gründe: 1 Das Landgericht hat den Angeklagten B. unter Einbeziehung der Einzelstrafen aus einer anderweitigen Entscheidung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die hiergegen gerichtete, auf die Sachrüge und die nicht näher ausgeführte Rüge der Verletzung formellen Rechts gestützte Revision hat den aus der Entscheidungsformel ersichtlichen Teilerfolg; im Übrigen ist das Rechtsmittel unbegründet im Sinne des § 349 Abs. 2 StPO. 2 1. Der Gesamtstrafenausspruch hält rechtlicher Nachprüfung nicht stand. Das Landgericht hat, wie es in den Urteilsgründen offengelegt hat, übersehen, dass nicht nur die beiden Einzelstrafen aus dem Urteil des Amtsgerichts Koblenz vom 27. September 2016 einzubeziehen waren, sondern auch die Freiheitsstrafe von zehn Monaten aus dem Berufungsurteil des Landgerichts Limburg an der Lahn vom 18. Mai 2016. Die dort geahndete Tat hatte der Angeklagte am 24. April 2015 begangen. Mithin sind die Strafen für die hier begangene Tat vom 28. Mai 2015, für die versuchte räuberische Erpressung vom 24. April 2015 und für die beiden vom Amtsgericht Koblenz abgeurteilten Weisungsverstöße vom 11. März 2015 und vom 25. März 2015 zu einer Gesamtfreiheitsstrafe zusammenzuziehen (§ 55 Abs. 1 Satz 1, §§ 53, 54 StGB).
Gericke Spaniol Tiemann Berg Leplow
Paragraphen in 3 StR 213/18
Original von 3 StR 213/18
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