Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%2039/80
Timestamp: 2020-08-12 04:09:14
Document Index: 149083645

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 677', '§ 426', '§ 22', '§ 5', '§ 24', 'BGH', '§ 426', 'BGH', '§ 24', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 677', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 426', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 6']

BGH, 11.06.1981 - III ZR 39/80 - dejure.org
https://dejure.org/1981,567
BGH, 11.06.1981 - III ZR 39/80 (https://dejure.org/1981,567)
BGH, Entscheidung vom 11.06.1981 - III ZR 39/80 (https://dejure.org/1981,567)
BGH, Entscheidung vom 11. Juni 1981 - III ZR 39/80 (https://dejure.org/1981,567)
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§ 677 BGB, § 426 BGB, § 22 WHG, grds. kein zivilrechtlicher Ausgleich unter polizeirechtlichen Störern (vgl. für Baden-Württemberg: §§ 5 ff PolG, Hinweis: anders nun zB nach § 24 Abs. 2 BBodSchG)
Sorgfaltspflichten eines Transportunternehmers bei der Ablagerung von Erdaushub, der eine Grundwassergefährdung herbeiführen kann - Sorgfaltspflichten eines Transportunternehmers bei der Ablagerung von Erdaushub auf einer Deponie - Ausgleichspflicht zwischen mehreren ...
NJW 1981, 2457
MDR 1982, 121
VersR 1981, 980
DÖV 1981, 843
Eine so geartete Störermehrheit, bei der zudem die Möglichkeit des gleichen Einschreitens gegen den zweiten Störer sich als rechtlich problematisch darstellte (so im Urteil vom 11.06.1981 - III ZR 39/80 -, NJW 1981, 2457 ), steht hier indessen nicht in Rede.
Die Klägerin muss die Tatbestandswirkung des bestandskräftigen Gebührenbescheids hinnehmen und kann sich nicht darauf berufen, durch die Bezahlung der Gebühren sei (auch) ein Geschäft der Beklagten (als Zustandsstörer) besorgt worden (vgl. Senatsurteil vom 11. Juni 1981 - III ZR 39/80, NJW 1981, 2457 f; siehe auch BGH…, Urteil vom 26. September 2006 - VI ZR 166/05, NJW 2006, 3628 Rn. 27 ff).
b) Etwas anderes gilt jedoch dort, wo das Polizei- und Ordnungsrecht Vorschriften über den Ausgleich unter mehreren Störern enthält (Senatsurteil vom 11. Juni 1981 aaO).
Die ordnungsbehördliche Verfügung wirkt nicht konstitutiv, sondern konkretisiert lediglich die Leistungspflicht des in Anspruch genommenen Störers und ist Grundlage für den Verwaltungszwang (Senatsurteil vom 11. Juni 1981 - III ZR 39/80, NJW 1981, 2457, 2458; Kohler-Gehrig, NVwZ 1992, 1049, 1050 f).
Vor Inkrafttreten des Bundes-Bodenschutzgesetzes war zwar ein auf § 426 BGB gestützter Anspruch im Innenverhältnis zwischen Handlungs- und Zustandsstörer im Sinne des Ordnungsrechts nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes nicht gegeben (vgl. BGH, Urt. v. 11. Juni 1981, III ZR 39/80, NJW 1981, 2457, 2458).
Die Ablehnung des zivilrechtlichen Innenregresses bei einer Störermehrheit, sofern keine abweichenden Spezialbestimmungen (z. B. § 24 Abs. 2 BBodSchG) normiert sind, ist keine neue Aussage des Bundesgerichtshofs (…vgl. BGH, Urt. v. 18.2.2010 - III ZR 295/09 - BGHZ 184, 288 = NVwZ 2010, 789), sondern hat eine mittlerweile mehr als dreißigjährige Tradition (vgl. BGH, Urt. v. 11.6.1981 - III ZR 39/80 - NJW 1981, 2457;… danach z. B. BGH, Urt. v. 26.9.2006 - VI ZR 166/05 - NJW 2006, 3628, 3631).
Solange nicht erkennbar ist, dass die Ordnungsbehörde selbst diesen Weg einschlagen will oder auch nur für gangbar hält, kann derjenige, der tatsächlich in Anspruch genommen wird oder dessen Inanspruchnahme ins Auge gefasst wird, sich unter dem Blickwinkel einer Geschäftsführung ohne Auftrag nicht darauf berufen, dass er eine fremde Verpflichtung durch die Beseitigung der die Gefahr erfüllt hat (vgl. Senatsurteil vom 11. Juni 1981 - III ZR 39/80 - NJW 1981, 2457, 2458).
Mit der Beseitigung der Störung besorgt er regelmäßig nur ein eigenes und nicht zugleich auch ein Geschäft des anderen Störers (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 1981 - III ZR 39/80 - aaO, 981 f.; OLG Düsseldorf, NVwZ 1989, 993, 997; OLG Stuttgart, NJW-RR 1996, 850 mit Nichtannahmebeschluss des BGH vom 24. April 1996 - XII ZR 203/94;… Bamberger/Fritzsche, aaO, Rdn. 76;… zustimmend mit teils abweichender Begründung Frenz, aaO, § 3 Rdn. 106;… Hoeft, aaO, S. 257;… Knoche, aaO, S. 111 f.;… Staudinger/Wittmann, BGB, 13. Bearbeitung, Vorbem. zu §§ 677 ff. Rdn. 37; Haller, ZUR 1996, 21, 25; Johlen, DStR 1994, 1897, 1901; Kloepfer/Thull, DVBl. 1989, 1121, 1123 f.; Papier, NVwZ 1986, 256, 263).
Das Polizeirecht hat die Regelung dieses Bereichs vielmehr dem bürgerlichen Recht überlassen (Urteile des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 18. September 1986 III ZR 227/84, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1987, 187, 188; vom 11. Juni 1981 III ZR 39/80, NJW 1981, 2457 f.; vgl. auch Kloepfer/Thull, DVBl 1989, 1123).
Einen anteiligen Ausgleichs- oder Rückgriffsanspruch gegen die übrigen Sanierungsverantwortlichen, die von der Behörde verschont geblieben waren, lehnte der BGH in ständiger Rechtsprechung trotz beachtlicher Kritik aus dem Schrifttum in der Regel ab (vgl. BGH, Urteil vom 11.06.1981 - III ZR 89/80, NJW 1981, 2457 f.; Sandner, NJW 2001, 2045, 2046 m. w. N.).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs war ein auf § 426 BGB gestützter Anspruch im Innenverhältnis zwischen mehreren Störern im Sinne des Ordnungsrechts nicht gegeben (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juni 1981 - III ZR 39/80 - NJW 1981, 2457, 2458; BGHZ 110, 313, 318).
Hierbei handelt es sich um eine spezialgesetzliche bundesrechtliche Regelung, die die abweichende Rechtsprechung zum - abgelehnten - Gesamtschuldnerausgleich im allgemeinen Polizei- und Ordnungsrecht (BGH, NJW 1981, 2457) im Abfallverbringungsrecht nicht zur Anwendung kommen lässt (…von Lersner/Wendenburg, a.a.O, § 6 AbfVerbrG RdNr. 12).
OVG Rheinland-Pfalz, 11.01.1990 - 1 A 77/87
LG München I, 06.02.1991 - 25 O 18756/90
Vorliegen eines Anspruchs auf Schadensersatz wegen Kontaminierung des Erdreichs …