Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=27.08.2015&Aktenzeichen=III%20ZB%2060%2F14
Timestamp: 2019-03-20 18:23:28
Document Index: 392210224

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 130', '§ 519', '§ 520', '§ 233', '§ 130', '§ 522', '§ 238', '§ 574', 'Art. 2', '§ 519', '§ 520', '§ 233', '§ 517', '§ 520', '§ 85', '§ 520', '§ 130', '§ 233', '§ 519', '§ 520', '§ 130', '§ 519', '§ 520', '§ 233', '§ 130', 'BGH', 'BGH']

BGH, 27.08.2015 - III ZB 60/14 - dejure.org
ZPO § 130 Nr. 6, § 519 Abs. 4, § 520 Abs. 5, § 233
§ 130 Nr. 6 ZPO, § ... 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 522 Abs. 1 Satz 4, § 238 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 574 Abs. 2 ZPO, Art. 2 Abs. 1 GG, § 519 Abs. 4, § 520 Abs. 5 ZPO, § 233 ZPO, § 517 ZPO, § 520 Abs. 2 ZPO, § 85 Abs. 2 ZPO
§§ 520 Abs. 5, 233, 130 Nr. 6, 519 Abs. 4 ZPO
§ 130 Nr 6 ZPO, § 233 ZPO, § 519 Abs 4 ZPO, § 520 Abs 5 ZPO
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Anforderungen an eine wirksame eigenhändige Unterschrift
ZPO § 130 Nr. 6, § 519 Abs. 4, § 520 Abs. 5, § 233 Ga
Keine rechtswirksame eigenhändige Unterschrift mit - aus einem Blankoexemplar - ausgeschnittener Unterschrift
Eigenhändigkeit der Unterschrift des Prozessbevollmächtigten einer Partei durch die aus einem Blankoexemplar ausgeschnittene und auf die Telefax-Vorlage eines bestimmenden Schriftsatzes geklebte Unterschrift (hier: Berufungsschrift und Begründung)
Aus einem Blankoexemplar ausgeschnittene und auf die Telefax-Vorlage eines bestimmenden Schriftsatzes geklebte Unterschrift des Prozessbevollmächtigten einer Partei keine eigenhändige Unterschrift im Sinne von § 130 Nr. 6 i.V.m. 519 Abs. 4, 520 Abs. 5 ZPO
Aufgeklebte Unterschrift ist keine eigenhändige Unterschrift!
Die Berufungsschrift - und die aufgeklebte Unterschrift
Schriftsätze: Auf Fax geklebte zuvor ausgeschnittene Blanko-Unterschrift des Prozessbevollmächtigten ist nicht eigenhändig
Eigenhändige Unterschrift des Prozessbevollmächtigten auf Berufungsschriftsatz erforderlich
Fax-Collage ist keine eigenhändige Anwaltsunterschrift
Eigenhändige Unterschrift des Anwalts - aufgeklebte Blankounterschrift reicht nicht
Berufungs(begründungs)frist wird durch aufgeklebte Unterschrift nicht gewahrt! (IBR 2015, 645)
AG München, 25.11.2013 - 264 C 19631/13
LG München I, 07.10.2014 - 13 S 1241/14
VersR 2016, 1138
WM 2015, 2023
AnwBl 2015, 979
BGH, 31.01.2019 - III ZB 88/18
Prüfung einer Verletzung der Organisationspflichten eines Prozessbevollmächtigte …
Für den Anwaltsprozess bedeutet dies, dass die Berufungsschrift und die Berufungsbegründung von einem dazu bevollmächtigten und bei dem Prozessgericht zugelassenen Rechtsanwalt zwar nicht selbst verfasst, aber nach eigenverantwortlicher Prüfung genehmigt und unterschrieben sein müssen (st. Rspr., vgl. etwa Senatsbeschluss vom 27. August 2015 - III ZB 60/14, WM 2015, 2023 Rn. 8 m.zahlr.w.N.).
In diesem Fall genügt zwar die Wiedergabe der Unterschrift in Kopie, jedoch muss es sich bei der Kopiervorlage um den eigenhändig unterschriebenen Originalschriftsatz handeln (Senatsbeschlüsse vom 27. August 2015 aaO Rn. 9 …und vom 26. Juli 2012 - III ZB 70/11, NJW-RR 2012, 1142 Rn. 6; jeweils mwN).
Die Wirksamkeit der Prozesshandlung setzt somit voraus, dass die Kopiervorlage von einem postulationsfähigen Rechtsanwalt unterschrieben worden ist und dessen Unterschrift auf der Telekopie wiedergegeben wird (Senatsbeschluss vom 27. August 2015 aaO).
BPatG, 12.01.2017 - 10 W (pat) 175/14
Hierdurch würden Zweifel bleiben, ob die Beschwerdeeinlegung gewollt ist und ob der im Schriftsatz genannte Anwalt tatsächlich auch die Verantwortung für den Inhalt der Beschwerdeschrift übernommen hat (vgl. BGH NJW 2015, 3246 ff.).