Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=24.02.1983&Aktenzeichen=I%20ZB%208/82
Timestamp: 2019-10-17 19:28:22
Document Index: 12454388

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 130', '§ 234', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.02.1983 - I ZB 8/82 - dejure.org
https://dejure.org/1983,2063
BGH, 24.02.1983 - I ZB 8/82 (https://dejure.org/1983,2063)
BGH, Entscheidung vom 24.02.1983 - I ZB 8/82 (https://dejure.org/1983,2063)
BGH, Entscheidung vom 24. Februar 1983 - I ZB 8/82 (https://dejure.org/1983,2063)
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Anwaltliche Urschrift - Unterzeichnung einer Berufungsschrift - Anforderungen an die Unterschrift unter eine Berufungsschrift
Da die Unterschrift lediglich sicherstellen soll, daß das Schriftstück vom Unterzeichner stammt, reicht es aus, daß ein individueller Namens teil vorliegt, der die Absicht einer vollen Unterschrift erkennen läßt, selbst wenn er nur flüchtig geschrieben ist (BGH Beschluß vom 24. Februar 1983 - I ZB 8/82 = VersR 1983, 555).
Die einzelnen Buchstaben müssen nicht unbedingt klar zu erkennen sein, Wenn nur die Entstehung des Schriftzuges aus der ursprünglichen Schrift in Buchstaben noch wahrzunehmen ist (BGF VersR 1983, 555).
Rechtsanwalt Dr. H. hat denn auch dasselbe Schriftbild allein in diesem Rechtsstreit mit gleichbleibender Ähnlichkeit bei sämtlichen Unterschriften verwendet, ohne daß - bis zur Verfügung des Berufungsgerichts vom 4. Februar 1985 - der Schriftzug als bloßes Handzeichen beanstandet worden wäre (vgl. dazu BGH VersR 1983, 555; 1984, 142).
Auch das entspricht der ständigen Rechtsprechung aller Senate des Bundesgerichtshofes (z.B. neben den bereits genannten Entscheidungen Beschlüsse vom 24.2. und 27.10.1983 und 4.7.1984 - I ZB 8/82, VII ZB 9/83 und VIII ZB 8/84 - VersR 1983, 555 und 1984, 142 und 873) und auch anderer oberster Bundesgerichte (BSG NJW 1975, 1799; BAG NJW 1982, 1016; BFH DB 1985, 1380).
Unter diesen Voraussetzungen ist nach der Rechtsprechung auch ein vereinfachter und nicht lesbarer Namensschriftzug als Unterschrift anzuerkennen (…BGH, Urt. v. 4. Juni 1975 - I ZR 114/74, LM ZPO § 130 Nr. 7 = NJW 1975, 1705, 1706 = VersR 1975, 925, 926;… Urt. v. 9. Mai 1980 - I ZR 89/79, LM ZPO § 234 A Nr. 15 = NJW 1980, 1846, 1847 = VersR 1980, 865, 866; Beschl. v. 24. Februar 1983 - I ZB 8/82, VersR 1983, 555).
Fehlt es an dieser Voraussetzung, so ist die Berufung unzulässig (BGH Beschluß vom 24. Februar 1983 - I ZB 8/82 - VersR 1983, 555).
Dabei ist nicht zu verlangen, daß der Name voll ausgeschrieben ist; es genügt ein individuell gestalteter Namensteil, aus dem sich die Absicht einer vollen Unterschriftsleistung ergibt (BGH Beschluß vom 24. Februar 1983 aaO).
Im vorliegenden Verfahren kommt es nicht darauf an, wie deutlich einzelne Buchstaben einer Unterschrift erkennbar sein müssen (vgl. BGH-Beschlüsse vom 23. Februar 1983 IV a ZB 17/82, VersR 1983, 487; vom 24. Februar 1983 I ZB 8/82, VersR 1983, 555).
Da die Unterschrift lediglich sicherstellen soll, daß das Schriftstück auch vom Unterzeichner stammt, reicht es aus, daß ein die Identität des Unterschreibenden ausreichend kennzeichnender, individuell gestalteter Namenszug vorliegt, der die Absicht einer vollen Unterschrift erkennen läßt, selbst wenn er nur flüchtig geschrieben ist (BGH, Beschl. v. 24.2.1983 - I ZB 8/82, VersR 1983, 555;… Urt. v. 9.11.1988 - I ZR 149/87, NJW 1989, 555, m.w.N.).
Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. Urteil vom 11. Februar 1982 - III ZR 39/81 - VersR 1982, 492 und Beschluß vom 24. Februar 1983 - I ZB 8/82 - VersR 1983, 555 m.w.N.).