Source: https://issuu.com/neue-ideen.ch/docs/hm_april_13
Timestamp: 2017-11-17 20:26:26
Document Index: 154887934

Matched Legal Cases: ['Art. 322', 'Art. 2', 'Art. 22', 'Art. 670', 'Art. 646', 'Art. 674', 'Art. 712']

HAUS MAGAZIN Ausgabe Nr. 03 | April by HAUS MAGAZIN - issuu
magazin 3/2013 – april I erscheint 10 mal jährlich I Chf 5.50
Traumgarten Grosse Gärten auch auf kleinstem Platz Mobilität Das sind die beliebten Familien-Vans Energie Günstige Kühlgeräte sind wahre Stromfresser Bauschutt Teilen statt wegwerfen Bauten im Nachbarrecht Wie ist die Rechtslage?
Alpaufzug ohne Kitsch
Wellness-Oase Bad 14 Seiten Umbau, News & Trends
lle reden von goldenen Zeiten für Hauseigentümer. Jetzt soll man sanieren umbauen und renovieren denn das Geld ist stinkbil­ lig und der Staat bietet Sanierungszuschüsse für energetische Sanierungen an. Auf los geht‘s los sollte man meinen doch weit gefehlt. Die Sanierungsrate ist nur wenig gestiegen und verharrt auf knapp einem Prozent des Gebäudebestandes denn das Umfeld ist alles andere als gut. Am schwersten wiegen die steuerlichen Rahmenbedingungen. Wer nämlich eine grössere Renovation oder eine energetische Gesamt­ sanierung vornimmt kann die Steuerabzüge nur im Jahr der Zahlung geltend machen und wer aus energetischen Gründen eine Gesamtrenovation durch­ führt kann also nur einmal Steuerabzüge geltend machen. Deshalb renovieren die meisten Hauseigentümer tranchenweise also mal die Fenster die Leitungen mit Küche und Bad dann die Aussenfassade oder die Heizung usw. Auf der Strecke bleibt in der Regel die energetische Gesamtbetrachtung des Gebäudes denn wer einmal den alten Heizkessel ersetzt hat wird nachträglich kaum noch ein Interesse daran haben eine energetische Gesamtsanierung zu planen; eine verpasste Chance!
Abzüge über mehrere Jahre verteilen Vor sechs Jahren habe ich im Nationalrat einen parlamentarischen Vor­stoss eingereicht um das Steuergesetz so zu ändern dass künftig grössere Sanierungen nicht nur im Jahr der Renovation sondern über 5 bis 10 Jahre verteilt in Abzug gebracht werden können. Das hätte den Vorteil dass die Hauseigentümer Sanierungsarbeiten nicht nur mit Blick auf die Steueropti­ mierung betreiben müssten sondern grössere Sanierungsausgaben über mehrere Jahre verteilt von den Steuern abziehen könnten. Das Anliegen ist zwar in weiten Kreisen unbestritten und der Nationalrat hat dem Anliegen schon zweimal zugestimmt. Trotzdem wurde die Vorlage bisher im Ständerat blockiert. Jetzt soll das Anliegen im Rahmen der Energiestrategie 2050 umgesetzt werden. Vor 2015 ist allerdings kaum mit einer Änderung des Steuergesetzes zu rechnen und danach müsste es auch noch in den Kantonen nachvoll­ zogen werden. Trotzdem nach fast zehn Jahren könnte es für Hauseigentümer an der Steuerfront Goodnews geben. Was lange währt wird doch endlich gut!
Filippo Leutenegger Verleger Haus Magazin
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Energiebewusstes Umbauen und Sanieren! Aber wie? r e s o l n e t s o K d n e b a s n o i t a Inform . Mai 2013 Mit t woch, 22
sser Saal» otel , «Gro zentr um H ss re g en on ld hof K Weinfe Thurgauer tr. 10, 8 57 0 nhauser-S or B sa om Th
i 2013 n u J . 4 2 , g a t n Mo Stilh
Ja, ich möchte am Informationsabend zum Thema «Energiebewusstes Umbauen und Sanieren» teilnehmen. Die Teilnahme ist kostenlos und an keinerlei Bedingungen geknüpft. Die Anmeldungen werden nach ihrem Eingang erfasst und schriftlich bestätigt.
Mittwoch, 22. Mai 2013, Weinfelden
Montag, 24. Juni 2013, Rothrist
42	Frühlingszarte Wildkräuter
Nutzen Sie das vielfältige Angebot der Natur
44	Gartenkalender
7. Jahrgang Herausgeberin	neue-ideen.ch AG Rötelstrasse 84 8057 Zürich Internet	www.hausmagazin.ch Redaktion	Tel. 043 500 40 40 und Verlag	info@hausmagazin.ch Abo-Service	Tel. 043 500 40 40 abo@hausmagazin.ch
16	Appenzeller Pantli-
E-Mail-Adressen	vorname.name @hausmagazin.ch Redaktionelle	Mirko Beetschen Mitarbeit	Armin Braunwalder Brigitte Buser Werner Egli Juliane Forster Stefan Hartmann Christian Kaiser Lukas Kramer Robert Wildi Mathias Wohlfeld Druck	Swissprinters AG Zofingen Lithografie	tnt-graphics AG Kloten
Namhafte Beteiligungen	homestreet24.ch AG nach Art. 322 Abs. 2 StGB
«Fassadenkiller» Was kann man dagegen tun?
46	Praktisch und vielseitig Die beliebtesten Familien-Vans der Schweiz
Schöner Alpaufzug
45	Buntspecht als
Verleger	Filippo Leutenegger Verlagsdirektor	Peter Hert Verlagsassistentin	Corinne Ruf Redaktionsleiterin	Corinne Bünzli Creative Director	Stefan Dellenbach
Welche Arbeiten im April anstehen
Feriendomizil ohne Bergkitsch
Fenchel-Carpaccio Rezept zum Nachkochen
20	Fit für die nächsten 40 Jahre Badumbau in der Lenzerheide (2. Teil)
24	Liebevoll dekoriert Schöne und praktische Accessoires fürs Bad
26	Haute Couture fürs Bad
Service 49	Baubiologie für eine gesunde
Zunahme von gesundheitlichen Auffälligkeiten
28	Tadelakt
53	Wohin mit dem Bauschutt?
Faszinierender Edelputz aus Nordafrika fürs Bad
31	Whirlwannen als Alternative
54	Das Plus kann zum Minus
Günstige Kühlgeräte verbrauchen zu viel Strom
Wenn der Whirlpool zu gross fürs Badezimmer ist
57	Bauten im Nachbarrecht Wie ist die Rechtslage?
60	Ratgeber Aktuelle Fragen – kompetente Antworten
62	Hypothekenberatung auf
Kunden fühlen sich nur bedingt aufgehoben
DraussEN 35	Klein, aber oho Schöne Gärten auch auf 75 m2
40	Grillen und Chillen im Garten
Titelbild: DESEO/Photononstop/Corbis
Vorkehrungen für die kommende Saison
63	Leserangebote 66	Kreuzworträtsel
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aktuell Messerscharf: Eiger, Mönch und Jungfrau ,
Eiger Mönch und Jungfrau gehören zum Berner Oberland wie das Münster zu Bern aber nur mit den Gipfeln der Äbe­ ni Flue des Breithorns der Blüemlisalp des Doldenhorns oder Hockenhorns wird das beeindruckende Panorama komplett. Und wer das einmal in ganz und gar un­ gewöhnlichem Look sehen möchte findet die Umrisse des sagenumwobenen Alpen­ gipfels auf dem «Panorama Knife» einem Brotmesser des gleichnamigen Herstel­
Filigran und flexibel zugleich
lers aus der Schweiz. Das «Panorma Knife» ist aus rostfreiem Klingenstahl gefertigt die Klinge ist blaupoliert der Griff entweder aus indischem Palisander­ holz oder aus Polypropylen-Kunststoff. Das Messer ist auch in der Variante «Bodensee» erhätllich. Dann zieren die umliegenden Gipfel des Sees an der Grenze zu Österreich und der Schweiz seine Schneide. www.panoramaknife.ch
So schlicht und filigran sie auf den ers­ ten Blick anmutet so flexibel und tech­ nisch ausgefeilt ist die neue Leuchte aus dem Hause Serien Lighting bei näherem Hinschauen. Im Sockel der Tischleuchte «Elane» die von dem Berliner Designer Jakob Timpe gestaltet wurde arbeitet ein extrem flacher elektronischer Trafo der über einen Steckkontakt mit dem 13 Mil­ limeter starken Rohr verbunden ist. Das Überraschungsmoment der Leuchte ver­ steckt sich im viergliedrigem Arm. Des­ sen Einzelelemente lassen sich jeweils um 90 Grad drehen. Über einen Dreh­ regler kann das Licht welches seitlich diffus nach oben und unten direkt strahlt stufenlos gedimmt sowie ein- und aus­ geschaltet werden. «Elanes» Gelenkarm besteht wie auch der Sockel aus elo­ xiertem Aluminium und hat eine Spann­ weite von über einem Meter. www.serien.com
Ein elegantes Multitalent ,
Unter dem Motto «Einstecken aufladen und abspielen» bietet der SPECTRAL viele sei­ ner TV-Möbel mit Einsteckmöglichkeit für die iDevices von Apple an. Musik Bilder und Videos können direkt auf das Soundsystem oder den TV übertragen werden. Damit die Auswahl der Inhalte auch bequem vom Sofa aus möglich ist wurde die BeistelltischSerie COCKPIT entwickelt. Dieser wird ne­
ben dem Sofa platziert. iPhone iPod oder iPad mini werden eingesteckt und über das versteckte Dock aufgeladen. www. spectral.eu
Frisch von der Messe – Neuheiten von Villeroy & Boch
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Designstark funktional und vielfältig – Möbelkollektion Legato: Legato das neue Badmöbelprogramm von Villeroy & Boch über­ zeugt mit einem zeitlos-eleganten Design und perfekt aufeinander abgestimmten Möbeln. Dabei ist Legato vollkommen unkompliziert angelegt und in jeder Stilwelt zuhause. Durch seine zurückhaltende Formensprache und die Vielfalt an Farben kann Legato mit den diversen Aufsatzwaschtischen der Kollektionen Loop & Friends My Nature Memento Aveo new generation und der neuen Serie Architectura kombiniert werden. www.villeroy-boch.com
Aveo new generation – reduziertes Design: Das Ei als Symbol für die Entstehung allen Lebens und als schützende Hülle und Raum für Geborgenheit dient nach wie vor als Inspiration für Badkol­ lektionen. Schon im Jahr 2003 hat das internationale Designbüro Conran & Partners exklusiv für den Markenhersteller nach diesem Vorbild die unverwechselbare Form der Kollektion Aveo geschaf­ fen. Heute präsentiert Villeroy & Boch die zeitgemässe Weiter­­entwicklung der Erfolgskollektion Aveo new generation bei der das Oval als Symbol für Ruhe und Entspannung weiterhin das tragende Element der neuen Badkollektion ist.
Aktuelles Drinnen
«Die schönsten Cafés und Tea Rooms der Schweiz» Der Schweizer Heimatschutz präsentiert mit seiner druckfri­ schen Publikation «Die schönsten Cafés und Tea Rooms der Schweiz» die originellsten und schönsten Lokale des Landes. Die Schweizerinnen und Schweizer gehören zu den fleissigsten Kaffeetrinkern der Welt und sie trinken das dunkelbraune Heiss­ getränk gerne im Café oder im Tea Room. Diese Orte des Aus­ tausches des Innehaltens und der entspannten Lektüre sind aus unserem Alltag kaum wegzudenken und gehören zur gelebten Baukultur der Schweiz.
Ihnen widmet sich der Schweizer Heimatschutz mit seiner neuen Publikation «Die schönsten Cafés und Tea Rooms der Schweiz». Das handliche Büchlein das in jede Tasche passt erscheint als weiterer Titel in der beliebten Reihe «Die schönsten …». 74 Cafés und Tea Rooms aus allen Regionen der Schweiz finden sich auf 96 reich bebilderten Seiten. Neben bekannten Höhe­ punkten lassen sich zahlreiche Geheimtipps entdecken. Das Spektrum reicht vom altehrwürdigen Kaffeehaus bis zur modernen Espresso-Bar vom gemütlichen Arvenstübli bis zum lichtdurchfluteten Neubau. Der geografische Bogen spannt sich von San Niclà im Unterengadin bis nach Genf und von Sissach im Baselbiet bis nach Lugano. Ergänzt wird diese Auswahl durch kurze informative Texte rund um das Thema Kaffee. Das Büchlein ein Wegweiser auf der Reise durch die Café-Land­ schaft der Schweiz lädt zum Schmökern ein – es zeigt aber auch dass es sich lohnt sich dieser Räume bewusst zu werden und ihren zum Teil wertvollen historischen Interieurs Sorge zu tragen. Die durchgängig zweisprachige Publikation (Deutsch/Französisch) kann unter www.heimatschutz.ch oder Tel. 044 254 57 00 bestellt werden. Der Preis beträgt CHF 16.– (für Heimatschutz-Mitglieder CHF 8.–). www.heimatschutz.ch
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Schöner Alpaufzug Chalet-Feeling, aber bitte ohne Bergkitsch! Das war der Wunsch einer Familie, die sich von Atelier Zürich eine Ferienwohnung in Klosters ausbauen und einrichten liess. TEXT Mirko Beetschen BILDER Martin Guggisberg
igentlich wollte die Bewohnerin nur rasch ein paar Einkäufe er­ledigen doch dann entdeckte sie das Chaletneubauprojekt im Schaufenster eines Architekturbüros in Klosters. Schon seit Jahren besassen sie und ihre Familie eine Ferien-
wohnung in dem Bündner Dorf das sich gerade mal anderthalb Autostunden von Zürich ihrem Wohnort befindet. Doch für zwei Erwachsene und drei Kinder wurde der Platz allmählich knapp. Das ausgeschriebene Apartment in einem Chaletneubau kam deshalb wie gerufen. Grösse
und Aufteilung der fertig geplanten Wohnung waren perfekt nur bei der Innen­ architektur mochte die Familie nicht auf die vorgeschlagene Variante eingehen und zog dafür die Innenarchitektinnen Claudia Silberschmidt und Flavia Spahr von Atelier Zürich heran. Mit diesen
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Wohn-, Essraum und Küche gehen nahtlos ineinander über.
Die Bewohnerin im Wohnzimmer ihres Familienchaletappartments in Klosters.
hatte die Bewohnerin schon länger beruflich zu tun kannte deren Stil und Arbeitsweise so dass sie ihnen den kompletten Innenausbau übertrug. Die Familie wünschte sich eine Ferienwohnung fern vom gängigen Chaletlook. «Wir stellten uns die Wohnung warm gemütlich und zeitlos vor» erklärt die Bewohnerin. «Dabei wollten wir weder auf Holz verzichten noch dem Bild vieler zeitgenössischer Alpenwohnungen mit Plattenboden und weissen Wänden verfallen.» Und so machten sich die Frauen
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«Die Wohnung sollte vor allem warm, gemütlich und zeitlos sein.»
der Bewohner – vom Spielzimmer für die Kleinen über den Arbeitsraum für den Hausherrn bis zum praktischen Ablauf für die Mutter – welche unter einen Hut gebracht werden mussten.
von Atelier Zürich ans Werk. «Es war eine ziemliche Gratwanderung» erzählt Pro­ jektleiterin Davia Koetser. «Wir versuchten Alpenklischees zu umschiffen und Eleganz und Ruhe reinzubringen ohne dabei an alpinem Wohnfeeling zu verlieren oder in reduzierte Urbanität abzudriften.» Hinzu kamen die unterschiedlichen Bedürfnisse
Viel Holz, moderne Stoffe und warme Grautöne Atelier Zürich entschied sich für einen Ausbau mit viel hellem Holz modernen
Die Kochinsel erhielt eine Oberfläche aus kupferfarbenem Metalllack.
Den Kamin mit Metallhaube sowie die Fensterbank aus Granit haben die Innenarchitektinnen selbst entworfen.
Stoffen und warmen Grautönen. Als Holzart wählte sie mit der Arve eines der typischsten Materialien im traditionellen alpinen Innenausbau. Um sicher zu gehen dass das Holz der Belastung durch eine fünfköpfige Familie und deren Gäste standhalten würde probte man erst einmal mit einem grossen Muster. Die Arve bestand auch den härtesten Test als die Bauherrin darauf in Stilettos tanzte ohne dass das Holz Schaden nahm und so entschied man sich für die auch Zirbel­ kiefer genannte Holzart.
«Optische Ruhe und räumliche Grosszügigkeit war das Ziel.»
Der Schreinerbetrieb von Markus Egger aus dem Engadiner Ort Scuol hat Atelier Zürich schon längst von seinem Können überzeugt und kam auch dieses Mal wieder zum Zug. Er und sein Team fertigten die Kassettentäfelung der Wände Einbauschränke Betten und Tische sowie die Badezimmermöbel nach den
Zeichnungen von Atelier Zürich an und tüftelten wenn nötig bis für ein Detail die beste Lösung gefunden war. Das helle Holz der Arve kombinier­ ten die Innenarchitektinnen mit einem Wand- und Deckenanstrich in einem warmen hellen Grauton sowie zeitge­ mässen Tweed- und Leinenstoffen in erdigen Tönen. Ganz bewusst wurden insgesamt nur wenige Materialien und Farben verwendet so dass eine opti­ sche Ruhe und räumliche Grosszügigkeit entstand. Das Mobiliar liess Atelier
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Den Schrank im Korridor haben die Innenarchitektinnen mit Stoffen bezogen. Die Arvenholzstufen führen zum Gästezimmer im Obergeschoss.
Zürich zum Teil selber anfertigen schlug der Bewohnerschaft den Kauf zeitge­nössischer Designstücke vor und forschte im Fundus der Familie. So
wanderten etwa eine ganz Gruppe spanischer Leuchten mit braunem Metall­fuss und hellem Stoffschirm aber auch ein dunkelbrauner Woll-Pouf der
die Gestalterinnen an ein Alpenschaf erinnerte aus der Stadt in die Berge um das Interieur dort optimal zu er­ gänzen.
Auch die Badezimmer erhielten einen modern-rustikalen Ausbau. Ein emailliertes «Milchkessi» dient im Gästebad als Waschbecken.
Liebevolle Details Typisch für die Arbeit von Atelier Zürich sind die liebevollen Details. So wachsen
Die Holzschiebewand des Einbauschranks im Büro.
die Deckleisten der Kassettentäfelung im Korridor zu praktischen Ablagen der Bauherr erhielt in seinem Arbeitszimmer ein Bild des wohl bekanntesten Bündner
Warme Grau- und Holztöne dominieren auch das Elternschlafzimmer.
Die Klapptüren zur Gästetoilette zollen mit dem Herz den alten Aussenklos Tribut.
Das Kajütenbett im Kinderzimmer bietet reichlich Schlaf- und Spielplatz.
Das Elternschlafzimmer wurde mit einem Schrank mit extratiefen Türen ausgestattet.
Künstlers Alois Carigiet auf den Schrank gepinselt und die Mosaikkacheln im Badezimmer wurden im Muster eines Norwegerpullis verlegt. «Wir fanden dieses Sternmuster treffend für die weltoffene Familie» sagen die Innenarchitek-
tinnen während die Familie die ihr neues Bergrefugium ausgiebig nutzt schwärmt: «Wir fühlen uns hier einfach sehr sehr wohl!» Ein schöneres Kompliment gibt es für einen Innenarchitekten eigentlich nicht.
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Drinnen Rezept
Appenzeller Pantli-Fenchel Zutaten (für 4 Personen): 2 Stück	Fenchelknollen (mittelgross) 300 Gramm	Appenzeller Pantli 1 Stück	Schalotte 1 Kaffeelöffel	schwarzer Pfeffer, grob gemahlen Meersalz, gemahlen Zitronenolivenöl 4 Blatt	Italienische Petersilie 4	Kirschtomaten
Fenchel mit Sparschäler rüsten hal­ bieren und den Strunk herausschneiden. Appenzeller Pantli schälen.
Zubereitung Den Fenchel und den Pantli sehr fein aufschneiden falls möglich mit der Auf­ schnittmaschine oder mit einem Gemüse­ hobel. Den Pantli kreisförmig auf dem Teller anrichten und den Fenchel darauf drappieren. Die Schalotte fein hacken und auf dem Carpaccio verteilen. Meersalz
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schwarzen Pfeffer und Zitronenoliven­ öl zusammen verrühren und damit das Carpaccio mari­nieren. Die Kirschtomaten vierteln und zusammen mit der Petersilie als Garnitur verwenden.
KochTipp: Mit knusprigem Baguette servieren.
Petite Arvine du Valais AOC 2011 Cave Clavien Conthey Wallis
Küchenchefin Marianne Schweizer, Gastgeber
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Drinnen Bad-Umbau
eil Zweiter T
Jahre Die Nasszellen einer Ferienwohnung wurden aufwendig saniert. Statt farbige «Plättli» bestechen die Räume jetzt durch Eleganz und Purismus und durch Rückwände aus edler Keramik. TEXT Corinne Bünzli BILDER Daniel Ammann
ltere Semester können sich noch gut an die 70er-Jahre erinnern. Die weiss-blaue SKASkimütze trugen wir mit Stolz auch weil die Schweizer Skifahrer kaum zu schlagen waren. Die Haare waren damals etwas länger der Schlag der Hosen etwas breiter und in den Häusern hielten die bunten Farben Einzug. So auch in der Lenzerheide wo sich die Ferienwohnung einer Aargauer Familie befindet. Die Ferienresidenz liegt ideal zwischen Skipiste und Heidsee mit freiem Blick in die wunderbaren Bündner Berge. Die 60 Quadratmeter grosse Ferienwohnung ist eher praktisch und funktional als elegant und gediegen hat aber durchaus ihren Charme.
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Bad-Umbau Drinnen
Gemügend Stauraum ist auch in einer Ferienwohnung wichtig.
Aus dem ehemals bunten Bad (r.) wurde ein elegantes Wohn-Bad.
Von Grund auf sanieren Dies stellte auch der Schreiner und Projektleiter Martin Bruggisser fest der von den neuen Besitzern den Auftrag bekam die Wohnung bei der in den letzten 40 Jahre nicht viel gemacht wurde von Grund auf zu sanieren. Dazu gehörten neben der Möblierung der einzelnen Zimmer inklusive Bett und Schränke aber auch pflegeleichte Böden eine schöne offene Küche und eben auch neue Bäder. Denn das Bad und die Dusche die von farbigen «Plättli» dominiert wurde hatten ihren Zenit längst überschritten. Also höchste Zeit für ein umfassendes Facelifting. Der 41-jährige Schreiner liess die Ferienwohnung zuerst auf sich wirken
und machte den Besitzern schliesslich drei verschiedene Vorschläge für das Bad und die Dusche. «Da ich ihren Geschmack von anderen Umbauten her schon etwas kannte war es nicht wirklich schwer gute Lösungen zu finden.»
Eine Herausforderung Wirklich schwer war hingegen die Ausgangslage. Denn das Bad und die Dusche verfügten über jeweils drei verschiedene Abflüsse. Bruggisser: «Das war von der Planung her eher etwas aufwendig. Auch weil wir alles verändert haben» so der Projektleiter. «Die Badewanne wurde ge­kehrt auch die Toilette steht jetzt an einer
anderen Wand. Das war vom Planerischen her eine richtige Herausforderung. Unser Ziel war ganz klar definiert. Wir wollten auf engstem Raum ein Maximum an Komfort herausholen» so Bruggisser bei einem Rundgang durch die Nasszellen in der Ferienwohnung. Komfort bedeutet in diesem Fall dass jeder Zentimeter der beiden Nasszellen auch geschickt genutzt wurde ohne dass man sich in den doch eher kleinen Räumen gefangen fühlt. «Es ist alles vorhanden was man von einem Bad erwartet. Dazu gehört eine normal grosse Badewanne. Grosszügige Oberschränke und Unterschränke die an beiden Orten montiert wurden sorgen für genügend Stauraum.»
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Auch die Dusche wurde umfassend saniert.
Top-Keramik in dunkler Ausführung vom Boden bis zur Decke.
Frisch und einladend
Es sind auf den ersten Blick Bäder die man auch von anderen Umbauten her kennt. Alles wirkt frisch einladend und modern. Wären da nicht diese auf den ersten Blick doch etwas ungewöhnlichen dunklen Rückwände die beide Nasszellen dominieren. «Hier haben wir etwas ganz Neues ausprobiert und mit dem Ergebnis bin ich richtig zufrieden» sagt Martin Bruggisser stolz. Er hat bei den Rückwänden der Nasszellen zum ersten Mal eine Oberfläche benutzt die er bis anhin nur in der Küchen verarbeitet hat. Die Oberflächen aus Top-Keramik hat sich Bruggisser von seinem Zulieferer je-
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weils auf die nötige Grösse zuschneiden lassen. «Genaues Massnehmen gehört in diesem Business zu den Grundvoraussetzungen schliesslich ist es peinlich wenn die Bahnen zu kurz geraten sind. Alles eine Frage der Erfahrung. Lieber zweimal messen als nur einmal erklärt Bruggisser schmunzelnd.
Elegant und pflegeleicht Die Vorteile der Top-Keramik liegen für Bruggisser auf der Hand. «Das Material ist nicht nur pflegeleicht sondern auch resistent. Also auch für die intensive Nutzung in einem Bad bestens geeignet.
Und es verleiht jedem Bad eine gewisse Grandezza.» Da hat der Schreiner aus Wettingen tatsächlich nicht übertrieben. Die dunklen Wände verleihen den Nasszellen durchaus eine gehörige Portion Eleganz. Wer im neugestalteten Bad steht vergisst leicht wie dunkel und eng es vorher ausgesehen hat und wie schwierig so ein Weg zur Neugestaltung gerade bei solchen Voraussetzungen mitunter auch sein kann. Wie beim ganzen Umbau musste der Aargauer Martin Bruggisser auch beim Umbau der Nasszellen mit Handwerkern vor Ort also aus dem Bündnerland zusammenarbeiten die er bis anhin nicht kannte. «Natürlich arbeitet man lie-
ber mit einem bewährten Team weil man sich gut kennt und weiss was man vom anderen verlangen kann» so Bruggisser «doch im Nachhinhein muss ich sagen das war eine richtig gute Erfahrung. Denn alle beteiligten Handwerker haben sich an die Vorgaben gehalten und ihr Bestes gegeben.»
Schliesslich will man ja bei einem sol­chen Umbau niemanden verärgern» so Bruggisser abschliessend. Die Nasszellen sind neben der Küche das Highlight der umgebauten Ferienwohnung. Nicht nur die Besitzer sind happy mit dem Ergebnis auch Martin Bruggisser ist rundum zufrieden. «Ist doch alles sehr schön geworden.» Und wie man hört hat die neu sanierte Ferienwohnung eine erste Bewährungsprobe fast schadlos überstanden. Fast weil bei einem Umtrunk verschiedene Lampen zu Bruch gegangen sind. Aber dies ist eine andere Geschichte.
Enger Zeitrahmen So konnten Martin Bruggisser und die Handwerker den eng gesteckten Zeitrahmen der Gemeinde Lenzerheide von knapp zwei Monaten einhalten und auch die Vorlagen der Liegenschaftsverwaltung wurden peinlich genau befolgt. «Dazu gehörte auch dass der ganze Abbruch der Nasszellen durch die Tiefgarage entsorgt wurde. Auch hier musste die Logistik bis ins kleinste Detail stimmen. Denn die übrigen Hausbewohner durften nicht durch Lärm und Dreck belästigt werden. Auch darauf habe ich geachtet.
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DRINNEN Bad-Accessoires
ach einem anstrengenden Tag im Büro in der Schule oder auf der Baustelle freut sich jeder auf ein entspannendes Bad. Und das nicht nur bei Schmuddelwetter oder im Winter. Wir lassen das Telefon läuten und auch die Post kann warten. Wir ziehen uns ins Bad zurück lassen uns ins warme Wasser gleiten und vergessen für eine Weile alle unsere Sorgen im Büro oder mit der Familie. Wir gönnen uns mit dem Bad nicht nur eine wichtige Portion an Entspannung auch die Sinne können sich im warmen Wasser bestens erholen. Viele nehmen ein handliches Taschenbuch mit in der Wanne andere legen sich eine CD ein. Wieder andere schwören auf absolute Ruhe und romantisches Kerzenlicht.
Liebevoll dekoriert Badetücher SKÄRET von IKEA.
Im Badezimmer wollen wir uns vom Alltag erholen. Mit schönen Handtüchern, eleganten Seifenspendern oder witzigen Duschvorhängen wird unser Bad auch zur gemütlichen Wohlfühl-Oase. TEXT Corinne Bünzli ,
Entspannen kann man sich aber nur wenn die Ambiance des Raumes auch stimmt. Nichts stört die Erholung im Bad mehr als wenn Dreckwäsche Staub oder Schmutz die Idylle stört. Darum sollte man die Reinigung des Badezimmers nicht unterschätzen. Gerade bei grösseren Familien reicht es wahrscheinlich nicht wenn das Bad nur einmal pro Woche gründlich gereinigt wird. Denn das Bad wird ja mehrmals täglich benutzt und hinter­lässt dementsprechend auch viele Spuren und das nicht nur am Boden oder auf dem Waschtisch.
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Nach dem erholsamen Bad möchten wir uns in frische gut riechende und kuschelige Handtücher hüllen. Die Badetücher sollten deshalb nicht zu gross und nicht zu klein sein. Und sie sollten vor allem pflegleicht sein. Badetücher gibt es in vielen Farben Variationen und Formen von uni bis gemustert und
Bad-Accessoires DRINNEN
Bunte Bade-Accessoires der Collection 2013 von Spirella.
von günstig bis edel. Dasselbe gilt auch für die Badematten die farblich oft mit den Badetüchern abgestimmt werden. Auch bei den Badematten gilt vor allem eins. Sie sollten pflegeleicht sein. Am besten legt man sie für eine umfassende Reinigung hin und wieder in die Waschmaschine.
Witzige Duschvorhänge Neben kuscheligen Handtüchern und eleganten Badematten sollten wir bei der optimalen Einrichtung eines Badezimmers auch an den praktischen Duschvorhang denken. Nichts ist ge-
Duschvorhang SVALEN und Badetuch HÄREN von IKEA.
fährlicher als wenn der Boden nach einer Dusche unter Was­ser steht. Das ist nicht nur nervig sondern auch ganz schön ge­fährlich. Es gibt Menschen die haben sich auf dem nassen Untergrund schon den Arm gebrochen… Duschvorhänge gibt es aus Plastik oder aus Baumwolle. Natürlich ist Wahl auch eine Frage der Vorliebe. Doch man sollte auf einen Duschvorhang aus Plastik verzichten. Erstens kleben sie gerne am Körper fest. Zum anderen lassen sich Duschvorhänge aus Baumwolle bequem in der Waschmaschine waschen. Und das ist spätestens der Fall wenn die Ränder des Duschvorhangs braun sind. Dann ist es aber allerhöchste Zeit für eine Reinigung.
Praktische Wäschekörbe und weitere Accessoires
Wenn das Badezimmer gross genug ist kann man sich durchaus überlegen den Wäschekorb auch in diesem Raum unterzu­ bringen. Macht auch Sinn weil wir uns ja meist im Badezimmer der schmutzigen Wäsche entledigen. Je grösser das Badezimmer desto mehr Platz gibt es für weitere Accessoires. Die einen schwören auf einen kleinen Abfalleimer andere möchten die Reserve-WC-Rollen stilvoll unterbringen und wieder andere bevorzugen einen zusätz­ lichen Spiegel. Die Möglichkeiten an Accessoires sind vielfältig nur sollte man den Raum nicht unnötig überladen.
Flora Frotéetuch von Christian Fischbacher.
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Drinnen Bad-Oberflächen
Der Farbton Seashell Cream Matt lässt Badewanne und Dusche sinnlich wirken.
Haute Couture für das Bad So individuell wie der moderne Mensch, so individuell sollte auch sein Badezimmer als Ort der völligen Intimität sein. Textbearbeitung Corinne Bünzli ,
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tuell die emaillierte Duschfläche Xetis mit integriertem Wandablauf eine Entwicklung aus dem firmeneigenen DesignCenter. Kein Ablauf stört das puristische Design der fugenlosen Duschfläche die Technik verschwindet dezent in der Wand hinter einer Blende (s. Info-Box).
Stahl-Email 3,5 mm mit Qualitätsgarantie
Bei der Herstellung seiner Badewannen Duschwannen und emaillierten Duschflächen setzt das deutsche Unternehmen
seit fast 100 Jahren auf natürliches StahlEmail: In riesigen Umkehröfen wird ein spezielles nach eigenem Rezept selbst produziertes Email mit hochwertigem Stahl zu Kaldewei Stahl-Email 3 5 mm verbunden. Dieses porenfreie Material gilt als eine der angenehmsten und sichersten Lösungen für die Oberflächen von Badewannen und Duschflächen. Denn Stahl-Email sieht nicht nur für den Moment schön aus – es bleibt auch nach jahrelangem Gebrauch wie neu. Auf der glasharten Oberfläche entstehen noch nicht einmal kleinste Kratzer so dass sich weder Bakterien noch Schmutz
ie vielfach designprämier­ ten Bade- Duschwannen und emaillierten Duschflächen aus Kaldewei Stahl-Email 3 5 mm zeigen wie vielfältig und krea­tiv der an Bedeutung gewinnende «Lebensraum Badezimmer» gestaltet und genutzt werden kann. Die rund 350 verschiedenen Produkte des in vierter Generation geführten Familienunternehmens aus dem deutschen Ahlen sind zugleich zeitlos und modern und genügen nicht nur in punkto Ästhetik sondern ebenso in Qualität Funktionalität und Beständigkeit höchsten Ansprüchen. Dies beweist ak-
Bad-Oberflächen Drinnen
oder Farbpartikel festsetzen können. Die einzigartige Oberfläche überzeugt auch im Hinblick auf ihre Pflegeeigenschaften: Die Reinigung lässt sich schnell erledigen ein weiches feuchtes Tuch genügt und die Oberfläche glänzt wie neu. Diese besondere Qualität unterstreicht der Hersteller durch eine 30-jährige Garantie.
Xetis – Meilenstein in der Badarchitektur
Natürliche Farben sind gefragt Die Design-Badewannen und emaillierten Duschflächen sind nicht nur in klassischen Sanitärfarben sondern auch in exklusiven Mattfarben der Coordinated Colours Collection erhältlich. Diese naturnahen Farben sorgen für eine perfekte Anpassung an aktuelle Boden- und Materialtrends wie Holz oder Naturstein. Sie sind garantiert farbbeständig und lichtecht –zeitlos und stilvoll wie CoutureModelle.
Mit den steigenden Ansprüchen an Design und Komfort im Bad geht eine kontinuierliche Evolution der Sanitärprodukte einher. Die neue emaillierte Duschfläche Xetis mit integriertem Wandablauf eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten im Bad: Xetis verschmilzt harmonisch mit dem Badezimmerboden, kein Ablauf unterbricht die Duschfläche aus kostbarem Kaldewei Stahl-Email 3,5 mm, denn die Entwässerung ist dezent in die Wand verlegt. Die Duschfläche fügt sich ohne optische Brüche in ihr Umfeld ein und ist neben dem glänzenden Alpinweiss in den 12 Farben der Coordinated Colours Collections erhältlich – sie lässt sich damit harmonisch mit Oberflächen aus Holz und Stein kombinieren. Neben der Optik besticht die fugenfreie Oberfläche der Xetis auch unter funktionalen Aspekten: Das Material Kaldewei Stahl-Email 3,5 mm ist besonders leicht zu reinigen und schützt gewohnt sicher vor Durchfeuchtungsschäden – ein grosser Vorteil gegenüber anderen Materialien, insbesondere gefliesten Duschbereichen.
Frei stehende Badewannen sind echte Hingucker. in aussergewöhnlichen Farben, zum Beispiel Oyster Grey Matt, passen sie besonders gut zu natürlichen Oberflächen wie Marmor.
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DRINNEN Tadelakt
Anstrengende Handarbeit: Das Polieren mit dem Halbedelstein.
Treppenaufgang mit Tadelaktwänden in Marokko.
Faszinierender T Edelputz mit Glanz Wer eine Tadelaktwand vor sich hat, muss sie einfach berühren! Der Glanzputz auf Kalkbasis fasziniert mit seiner buckligen, wolkigen Oberfläche und verfügt über angenehme Raumeigenschaften. Tadelakt ist nicht ganz günstig, aber zauberhaft schön. TEXT & BILDER Stefan Hartmann
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adelakt ist eine jahrtausendealte Kalkputztechnik aus Marokko. Die Berber wendeten sie früher beim Bau ihrer Zisternen an. Was zeigt: beim Glanzputz handelt es sich um eine wasserfeste Oberfläche. Als fugenloser Putz kommt er heute denn auch im Nasszellenbereich zur Anwendung etwa in Dampfbädern (Hamams) aber auch in Wohnräumen sowie im Aussenbereich. Der Begriff Tadelakt leitet sich ab vom Berberischen und bedeutet «kneten einreiben». Welche Bewandtnis das auf sich hat erfährt der Besucher im Atelier von Daniel Haller im Berner Mattenquartier. Sein Malerunternehmen Paint Art ist auf die Verarbeitung von Lehmedelputzen und Tadelakt spezialisiert.
Das Ausgangsprodukt ist ein weissliches Kalkpulver das aus Muschelkalk aus der Umgebung von Marrakesch gewonnen wird. Genau genommen besteht das Naturprodukt aus 95 Prozent gelöschtem Kalk der Rest ist Sand Lehm Asche. Haller nimmt eine Handvoll und riecht daran. «Ich liebe diesen erdigen Geruch.» Die Verarbeitung von Tadelakt braucht viel Zeit sagt er zwei bis
Tadelakt DRINNEN
drei Tage. «Das ist nicht einfach ein Kalkverputz der an einem Nachmittag aufgetragen ist – das dauert Tage und Wochen!» Über Nacht wird das Kalkmehl gewässert (eingesumpft). Je nach Wunsch des Kunden fügt Haller kalkfeste Natur-Farbpigmente hinzu. Am folgenden Tag trägt er die Masse in zwei drei Durchgängen auf eine raue doppelt beplankte Zement-Platte (Produkt: Aquapanel Knauf) auf. «Gipsplatten eignen sich nicht weil sie zu weich sind» warnt Haller. Die Wand braucht über Nacht Ruhe. In den zwei folgenden Tagen glättet Haller die Wandfläche zuerst mit einem Holzbrettchen dann mit einem Kunststoffspachtel. Am vierten Tag wenn die Wand fast schon gut erhärtet ist kommt der Höhepunkt – das Polieren mit dem Halbedelstein. «Das ist anstrengende Handarbeit» betont Haller und lacht. Für das Polieren verwendet er einen Achat oder ein Katzenauge. «Das hat mit der Mineralienhärte zu tun» erklärt der Experte und gibt eine kleine Vorführung. Der Besucher spürt: Haller liebt diesen Glanzputz mit seinen vielen Facetten Farbtönen und Möglichkeiten über alles. Tadelakt weist die Härte 5 – 6 (nach der MosheSkala) auf; andere Gesteine wie etwa ein Flusskiesel wären zu weich. Daher braucht es den härteren Achat mit 7 Härtegraden.
Keine Schimmelgefahr Vor dem Einreiben sprayt Haller etwas stark verdünnte schwarze Olivenseife auf die Oberfläche. Mit dem stundenlangen Verdichten stellt sich der Glanzeffekt auf dem Tadelakt ein. Die Wand
Für Tadelakt-Putze werden farbige Erdpigmente verwendet.
Daniel Haller ist fasziniert vom Glanzputz Tadelakt.
ist noch immer nicht fertig: Drei Wochen darauf geht Haller nochmals mit schwarzer Olivenseife die mit Folie oder Politurtuch eingerieben wird darüber. Erst dann ist die Wand «duschfertig» das heisst sie ist wasserabweisend. Obwohl sie sehr homogen ist bleibt die Tadelaktwand atmungsaktiv. Da der Tadelakt stark basisch (pH >7) ist kann keine Schimmelbildung erfolgen. In Marokko sind daher sogar Krankenhäuser mit dem fungiziden und hydrophoben Tadelakt ausgestattet. Tadelakt ist baubiologisch unbedenklich. «Sollten sich über die Zeit kleine Risse in einer Wand bilden so kann man sie ohne Probleme wieder neu polieren» versichert Haller. Er ist erst vor zehn Jahren auf den Tadelakt gestossen. Seither habe er ihn nicht mehr losgelassen. Die wolkige seidig glänzende Oberfläche die wie Marmor oder Stucco Veneziano schimmert verleiht einer Wohnwand oder der Nasszelle eben eine ganz spezielle Note.
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Tadelakt besteht zu 95% aus gebrannten Kalkstein (Rest Lehm, Sand und Asche).
Verschiedene Gefässe mit Tadelakt ausgestattet.
«Tadelakt. Eine alte Putztechnik neu entdeckt», Kunstbuch von Michael Johannes Ochs, DVA München, 2007. ISBN 978-3-421-03665-0.
Edel, aber teuer Tadelakt ist keine billige Technik; das lässt schon der Aufwand erahnen: Gerade mal vier Quadratmeter schafft der Fachmann in einem Tag. Der Preis beträgt daher zirka 500 CHF pro Quad­ ratmeter wobei vor- und rückspringende Kanten einen Auf­ preis haben. Seinen Muschelkalk bezieht Haller von der Firma Tierrafino Stone. Diese bietet ihn in acht Farben an – von Dover Weiss über Nassau Orange bis Gomera Grau. «Die Verarbeitung von Tadelakt braucht Erfahrung» betont Daniel Haller. Er bietet in seinem Atelier Kurse für Handwerker und interessierte Private an (www.paint-art.ch).
Whirl-Wannen Drinnen
Whirlpools im Bad kennen wir normalerweise aus FünfsternHotels. Doch auch zuhause muss man nicht auf das entspannende Sprudelbad verzichten. Whirlwannen sind die platzsparenden Alternativen. TEXT Corinne Bünzli Nicht grösser als eine normale Badewanne
as gibt es Schöneres als ein entspannendes Vollbad an kalten Tagen? Ein Bad in einer luxuriösen Whirlwanne. Anatomisch angeordnete Massagedüsen an Boden und Wänden der Wanne lockern verspannte Muskeln und garantieren für totale Entspannung. Durch individuell einstellbaren Druck lässt sich die Intensität der Massage den eigenen Wünschen und Bedürfnissen anpassen.
Anders als ein Whirlpool braucht eine Whirlwanne nicht mehr Platz als eine normale Badewanne und passt so auch selbst in ein kleineres Bad. Wer mehr Platz zur Verfügung hat kann zwischen verschiedenen Formen und Designs wählen. Freistehend halbrund sechseckig – alles ist möglich. Whirlwannen werden mit unterschiedlichen Systemen angeboten. Er­hältlich ist unter anderem das Airsys­ tem das Hydrosystem und das Kombisystem. Während bei Whirlwannen mit Airsystem angewärmte Luft aus den Düsen strömt strömen bei solchen mit
Hydrosystem Wasserstrahlen um den Körper und sorgen für ein ausgiebiges Massagever­gnügen. Bei den Kombisystemen handelt es sich um eine Verbindung von Air- und Hydrosystem. Zwischen bei­ den kann beliebig gewechselt werden. Mit diesen Systemen wird ein entspannendes Badevergnügen erreicht. Wer sich für eine Whirlwanne interessiert sollte sich vor dem Kauf einer Wanne im Fachhandel umfassend informieren. Vor allem sollte man darauf achten dass die Wanne stabil ist und über eine Wandungsstärke von fünf Millimetern verfügt. An den wichtigsten Stellen der Wanne im Rücken- und Bodenbereich der Wanne sollte sie zusätzlich verstärkt sein.
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Drinnen Gäste-WC
Viel zu schön, um es links liegen zu lassen... Das Gäste-WC ist eine wichtige Visitenkarte des Gastgebers. Darum sollte man es nicht zur Rumpelkammer verkommen lassen. Sondern alles daran setzen, die Gästetoilette gekonnt in Szene zu setzen. Text Corinne Bünzli
ach dem Eingang gleich links. In vielen Einfamilien­ häusern würde man den Weg ins Gäste-WC auch blind finden. Links das Gäste-WC rechts die Küche. Während für die Ausstattung der Küche meist kein Geld und keine Mühen gescheut werden fristet das Gäste-WC ein kümmerliches Dasein. Es wird buchstäblich links liegen gelassen… Zu oft wird die Gäste-Toilette sogar zur Rumpelkammer degradiert. Nasse Wanderschuhe und Walking-Stöcke werden deponiert aber auch Leergut und allerlei Unrat der längst hätte entsorgt werden müssen. Optisch bereichert wird das triste Bild oft durch einen Blumenstrauss der von Staubfäden durchzogen wird. Das ist schade. Kein Raum im Haus hat so eine Behandlung verdient – auch das Gäste-WC nicht.
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Entrümpeln und herausputzen Das Gäste-WC ist eine Visitenkarte des Gastgebers. Und wer seine Toilette zumüllt muss sich nicht wundern wenn ihn seine Freunde und Bekannten fortan als «Messie» in Erinnerung haben. Doch das muss alles nicht sein. Schenken Sie der Gästetoilette mehr Aufmerksamkeit. Der Gesamteindruck muss stimmen dazu gehört dass die Armaturen einladend wirken. Sie sollen zudem zweckmässig und leicht zur pflegen sein und der Grösse des Raumes entsprechen. Besuchen Sie verschiedene Badezimmer-Ausstellun­gen um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Lassen Sie sich bei der Auswahl der Gäste­ toilette unbedingt von einem Fachmann beraten. Er sollte auch zwingend die Masse berechnen. Schliesslich verfügt er über die entsprechende Erfahrung. Denn auch wenn die Garnitur im Hochglanz-
Magazin toll aussieht was nützt es wenn man sich beim ausladenden Waschtisch die Hüfte ewig anschlägt.
Dezente Farben sind Trumpf Ein modernes Gäste-WC wird heute viel dezenter eingerichtet als noch vor 20 oder 30 Jahren. Bunte Keramikwände gehören der Vergangenheit an heute wird vermehrt auf dezente Farben gesetzt. Was auch seinen Vorteil hat. Denn in kleinen Räumen so sagen Fachleute ist es besser helle Farben und eine klare Linie zu wählen. Weiss hat zum Beispiel den grossen Vorteil dass der Raum grösser wirkt. Bei einem Gäste-WC das oft nicht mehr als vier Quadratmeter misst ein entscheidender Faktor. Auch beim Thema Fliesen kann eine Trendwende festge-
Gäste-WC Drinnen
stellt werden. Während früher ganze Räume gefliest wurden werden heute Fliesen als Akzente eingesetzt was der Optik des Raumes zugute kommt…
Weniger ist oft mehr Ein Gäste-WC braucht einen Waschtisch mit geringer Tiefe eine Ablage oder einen kleinen Schrank darunter einen Spiegel Handtuchhalter und schliesslich eine WC-Schüssel. Mehr muss nach der Auffassung von Experten in einer Gäste­ toilette nicht vorhanden sein. Und auch da sollte man unbedingt dem Rat der Fachleute folgen. Was nützt es wenn der Raum mit unnötigen und unpraktischen Möbeln vollgestopft wird? Der Fachhandel wartet mit entsprechenden platzsparenden Lösungen auf. Auch hier hat sich in den letzten Jahren
viel getan. Während man noch vor 20 Jahren nur gerade aus zwei vielleicht drei Varianten auswählen konnte ist heute die Auswahl an Formen und Farben angenehm gross. Auch der geringen Grösse des Raumes haben die Anbieter längst Rechnung getragen. So gibt es kleine Einhandarmaturen für die Wand. Auch platzsparende Lösungen wie Eckwaschtische gehören zum Sortiment.
graphie die dem Gastgeber etwas bedeutet. Die Auswahl liegt allein beim Gastgeber. Was jetzt noch fehlt sind frische Handtücher Seife zum Händewaschen und vielleicht eine Duftkerze oder eine Duftlampe und dazu etwas zu lesen. Und schon ist die Gäste-Toilette wieder eine Visitenkarte.
Ambiance nicht unterschätzen Die richtigen Möbel für die Gäste-Toilette wurden also dank der aktiven Mithilfe der Fachleute gefunden. Was ihr jetzt noch fehlt ist eine schöne Ambiance sozusagen als Tüpfelchen auf dem i. Hier ist fast alles erlaubt. Ob es nun die Fotos aus den letzten Florida-Ferien sind die Bilder der Enkel oder einfach nur eine schöne Litho-
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Auch 75 Garten-Quadratmeter lassen sich mit einer guten Idee in ein Paradies verwandeln. Allerdings sollte man bei der Gestaltung kleiner Gärten der guten alten Regel «Weniger ist mehr» besonders viel Aufmerksamkeit schenken. TEXT Juliane Forster
Klein, aber oho 100
Quadratmeter – das ist un­ge­fähr die Grenze unter der man von einem «kleinen Garten» spricht. Aber wirklich nur grob denn ent­scheidend ist der Eindruck den ein Grund­stück beim Betrachter erzielt. Und so kann es auch wenn die Fläche grösser ist
durchaus sinnvoll sein diese – etwa weil sie sehr verwinkelt ist – mit den Massstäben eines kleinen Gartens zu behandeln. Dazu gehört in jedem Fall sich über eine gekonnte Raumbildung Gedanken zu machen denn die ist gerade auf einer kleinen Fläche enorm wichtig um wirk-
liche Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. So heisst dann die Devise: lieber ein einzi­ ger Raum und diesen richtig wohnlich ge­stalten als den Garten in einzelne Nischen zu zergliedern. Klar ist auch: Auf kleinem Raum finden Details besondere Beachtung und verlangen deshalb grosse Sorgfalt.
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Da gibt es ganz viele Möglichkeiten: Wasserspiele Wasserwände Reflectingpools Kneippbecken oder sogar ein als Schwimmteich ausgestaltetes Tauchbecken. Wir verwenden Wassergestaltungen auch bei der Planung von Terrassen die ja in ihren Dimensionen mit einem kleinen Garten vergleichbar sind.
Welche Möblierung schlagen Sie vor für einen kleinen Garten, meist ist ja kein Platz für die Überwinterung vorhanden.
Es gibt viele Outdoormöbel die sich zusammenklappen oder stapeln lassen und sehr platzeffizient verräumt werden können. Wir selber haben privat sehr schöne handpatinierte und in
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Grossformatige Platten aus Tessiner Gneis.
Welchen Quadratmeterpreis muss man rechnen für die Gestaltung eines kleinen Gartens?
Es ist kaum möglich verbindliche Preise zu nennen ohne ein Grundstück vorher gesehen zu haben. Als Faustregel gilt jedoch dass kleine Gärten im Quadratmeterpreis eher höher liegen als grosse weil hier Flächen wie etwa der Rasen fehlen die wenig kosteninten­­siv sind und damit den Durchschnittspreis senken. Dann kommt es natürlich ganz auf die Ausgestaltung an. Arbeite ich mit Terrainmodellierung und verschiedenen Strukturelementen oder kommt ein Wasserspiel oder ein kleiner Schwimmteich dazu. Der Gartenplaner wird sich aber gerne nach dem Budget der Bauherren orientieren und ihnen die Umsetzung ihren Wünschen entsprechend vorschlagen.
Spannende Reihenhausgärten Gerade bei Reihenhausgärten mit ihrer streng rechtwinkligen Form besteht schnell die Gefahr dass optische Lange­ weile aufkommt wenn man alles auf den ersten Blick erkennen kann. Deshalb greifen erfahrene Gartenplaner in solchen Fällen gern in die gestalterische Trickkiste. Eine gezielte Unterbrechung der Sichtachse – etwa in Gestalt eines halbtransparenten Sichtschutzes oder eines durchbrochenen Heckenelementes – sorgt für optische Spannung und schafft den Eindruck grösserer Raumtiefe. Auch Wasserflächen können den Garten optisch vergrössern: So scheint ein dunk­ les reflektierendes Wasserbecken durch Spiegelung der Umgebung den Raum nahezu zu verdoppeln. Eine weitere Mög-
Wie integriert man das Element Wasser in einen kleinen Garten?
Teilmanufaktur gefertigte Aluminium­ möbel die schon viele Winter überstanden haben ohne im geringsten Schaden zu nehmen. Sie sind gewichtsmässig leicht und wirken auch optisch leicht. Sonnenschirme oder Sonnen­ segel empfehle ich bei kleinen Flächen in hellen Farben zu wählen.
Freiluftzimmer für Geniesser: einfach nur sein.
Naturmenschen geniessen die duftenden Kräuter des Küchengartens.
Sichtschutz als funktionales und gestalterisches Element: klare Linien, ruhige Flächen.
lichkeit für scheinbar mehr Grösse im Reihenhausgarten ist die Anlage unterschiedlicher Höhenstufen. Sie sorgen für Gliederung und können gleichzeitig verschiedenen Nutzungen zugewiesen werden: Auf der Terrasse beim Haus wird gefrühstückt ein paar Meter weiter findet sich ein Ruheplatz umgeben von Duft- und Gewürzpflanzen die auch in der Küche Verwendung finden können. Optisch wirkt eine Abstufung meist grosszügiger als die Gestaltung auf einer einzigen Ebene.
recht wachsen oder Gehölze die durch Schnitt in die entsprechende Form gebracht wurden verlängern den Garten­ raum nach oben ohne so ausladend zu sein dass sie allzu viel der knap­
pen Grundfläche einnehmen. Bestimmte Bambussorten und andere hoch wachsende Gräser eignen sich ebenfalls. Doch muss es nicht immer Pflanze sein; auch ausgewählte Accessoires wie Säulen aus Naturstein schlanke hohe Pflanzgefässe
Überhaupt spielt die Vertikale für die optimale Gestaltung kleiner Gärten eine wichtige Rolle. Säulenförmige Kleinbäume die von Natur aus schlank und auf-
Mauern und Zäune als Gestaltungselemente einsetzen
oder Kunstobjekte sorgen für ähnliche Effekte. Das Verhältnis von Grundfläche und Höhe dieser Elemente muss allerdings sorgfältig abgestimmt werden sonst entsteht das Gefühl von Enge. Horizontale Elemente hingegen gliedern den Raum stärker als vertikale und bringen richtig verwendet Ruhe ins Bild. Dazu gehören im Übrigen auch Begrenzungen wie der Sichtschutz Richtung Nachbarn. Mauern und Zäune müssen daher nicht notwendiges Übel sein sondern können als Gestaltungselement bewusst mit eingesetzt werden. Hohe blickdichte Begrenzungen wie eine üppige Hecke oder die kompakte Anordnung von Sichtschutz und Pflanzen erzeugen ein sehr privates Wohngefühl. Aber Achtung: Hecken und Pflanzen sollten nicht zu voluminös werden sonst verkleinern
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Welcher Gartentyp?
Ist bereits klar, in welchem Stil der Garten angelegt werden soll? Wird es ein Garten für Designfreunde, für Ästheten, für Geniesser oder für Naturmenschen? Oft ist es eine Mischform. Der erste Schritt, das herauszufinden, ist der Gartentypentest der Gärtner von Eden. Erfahrungsgemäss ist dieser Test der Anstoss für Lebens­ partner, die gemeinsam eine Gartengestaltung planen wollen, sich intensiv mit ihren Gartenträumen auseinander zu setzen. Die sind nämlich wider Erwarten nicht immer deckungsgleich. Den Test gibt es unter: www.forster-gartenbau.ch zum kostenlosen Download oder zum online Ausfüllen. sie den Gartenraum wiederum. In jedem Falle empfiehlt sich für kleine Gärten immer eine eher geradlinige Gestaltung da allzu viele Schnörkel schnell überladen und ungeordnet wirken.
Die eigenen Vorlieben bestimmen den Charakter Seinen individuellen Charakter erhält ein Garten durch das Zusammenspiel von Materialien Bepflanzung und Accessoi­ res die ganz dem ureigenen Geschmack seiner Besitzer entsprechen sollten. Deshalb gibt es auch kein Patentrezept für
Auf den ersten Blick nicht als Terrasse zu erkennen, man wähnt sich in einem Garten.
Sie haben jetzt die Gelegenheit, ein Gestaltungskonzept zu gewinnen! Haben Sie einen kleinen Garten mit maximal 100 m2, für den Sie ein professionelles Gestaltungskonzept möchten? Geben Sie per E-Mail oder Postkarte unter dem Stichworte GESTALTUNGSKONZEPT GARTEN Ihre Adresse bekannt das Los wird unter den ersten 100 Einsendern entscheiden.
E-Mail: wettbewerb@hausmagazin.ch Postadresse: HAUS MAGAZIN Wettbewerb Rötelstrasse 84 8057 Zürich Betreff: Gestaltungskonzept Garten. Bitte Namen Vorname Adresse und Telefonnummer nicht vergessen.
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Als Gewinner stellen Sie folgende Daten zur Verfügung: •	Mindestens vier Fotos der zu gestaltenden Fläche (max. 100 m2) auf denen auch die Architektur des Hauses ersichtlich ist. •	Falls vorhanden: Grundriss und Höhen des Geländes. •	Sie machen den Gartentypentest der Gärtner von Eden (INFOBOX) und teilen uns mit zu welchem Gartentyp Sie tendieren oft ist es auch eine Mischform. •	Stellen sie eine Wunschliste (max. 5 Punkte) zusammen: z.B. Nutzungsansprüche Vorlieben für Materialien Farben Accessoires. •	Wenn möglich setzen Sie uns einen Budgetrahmen. Aufgrund dieser Angaben erhalten Sie dann Ihr individuelles Gestaltungskonzept.
Badezimmerpflanzen Draussen
Eine punktuell gesetzte Begrünung geben diesem Innenhof einen wohnlichen Charakter.
Schwimmen statt Rasen mähen – kleine Wasserparadiese.
die optimale Gestaltung kleiner Gärten sondern allenfalls ein paar Faustregeln. So wirken grossformatige Bodenbeläge ruhiger als kleinteiliges Pflaster aber auch Kiesflächen oder sogenannte wassergebundene Beläge passen – je nach Gartenstil – in kleine Gärten. Grundsätzlich sollte man einfach darauf achten – getreu dem eingangs schon erwähnten Motto «Weniger ist mehr» – nicht zu viele Strukturen Grössen und Farben miteinander zu kombinieren um einem gestalterischen Chaos zu entgehen.
Planungsgespräch – wichtige Grundlage Gerade aufgrund des begrenzten Platzes stellen kleine Gärten für die Gestaltung eine wirkliche Herausforderung dar. Grund genug ernsthaft darüber nachzudenken mit ihr einen Profi zu beauftragen. Der führt bevor es an die konkrete Ideenentwicklung geht intensive Gespräche mit den Gartenbesitzern. Hier dürfen oder müssen sogar alle Wünsche und Träume die bei der Gartengestaltung umgesetzt werden sollen offen ausgesprochen werden. Ein Refugium zum Relaxen Raum für die Kinder zum Spielen zur Entfaltung ihrer Sinne und die Befriedigung ihrer Neugier auf die Natur ein Ort der familiären Begegnung Kulisse für Sommerfeste? Die Ansprüche an kleine Gärten sind meist ebenso hoch wie die an grosse Gartenanlagen.
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Draussen Grillplausch
Chillen und Schlemmen im Grünen
lles hat ein Ende. Auch der rekordkalte Winter. Wenn das Thermometer langsam hochklettert und die ersten Blüten spriessen ist eine Überzeugung bei fast allen Hausbesitzern schon längst gereift: Es soll eine wun­ derbare gemütliche und möglichst lange Gartensaison werden. Wer sich rechtzei­ tig vorbereitet geniesst intensiver. Darum sollte man sich die wichtigsten Utensilien für emotionale Höhenflüge in der heimi­ schen Grün-Oase jetzt besorgen. Konkret: Stilvolle bequeme Gartenmöbel und einen leistungsfähigen Grill. Es stellt sich die Frage mit welcher Energieart heuer die Steaks Hamburger und Würste gebraten werden sollen. Gas Holz oder Strom? Für viele Fans ist bis heute unbestritten dass nur Holzkohle
Gediegen sitzen oder liegen und eine feine Grillade geniessen. So muss der bevorstehende Sommer im heimischen Garten sein. Wer ihn so richtig zelebrieren will, kümmert sich jetzt um passende Freizeitmöbel und einen Grill. TEXT Robert Wildi
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das echte Grill-Feeling bieten kann. Die Nachteile: Man braucht Geduld bis die Kohle richtig glüht. Auch die Reinigung von Holzkohlegrills erfordert Zeit. Die neue Generation der «Hispeed-Grilleure» legt weniger wert auf Romantik. Dafür haben sie ihr gebratenes Kotelett schneller auf dem Teller. Sie tendieren zu Gas- und Elektrogrills. Diese sind auch ideal für den spontanen Grillplausch nach der Ar­ beit. Sie entwickeln fast keinen Rauch und
eigenen sich daher für Grillfeste in engen Reihensiedlungen oder auf Balkonen. Der Elektrogrill kann bei Regenschauern so­ gar kurzfristig ins Haus verlegt werden.
Perfekte Entspannung fördert den Appetit Sind die leckeren Grilladen erst einmal saftig gegart soll für den genussvollen
Grillplausch Draussen
tiesiegel entfernt. Bei der Montage des Druckreglers muss kontrolliert werden ob die Dichtung nicht beschädigt oder ausgetrocknet ist. Der Schlauch muss gut befestigt und darf nicht spröde oder rissig sein. Deshalb nach Anschluss einer neuen Gasflasche den Dichtheits-Check durchführen.
heisse Luft und der Rauch sorgen für eine schonende Garung des Grillgutes. Besonders gut gelingt dies mit einem Kugelgrill – ist jedoch auch mit recht­ eckigen Grills möglich.
Manuel Meier verantwortlich für Gartenmöbel & Grills bei Coop
Gibt es betreffend Gesundheitsrisiken Unterschiede zwischen Holzkohle-, Gas- und Elektrogrill?
Herr Meier, es wird im Zusammenhang mit Grillieren oft vor giftigen Dämpfen gewarnt. Wie sind diese zu vermeiden? Die giftigen und krebserregenden Dämp­ fe entstehen wenn Fett oder Marinade in die Glut tropft und dort verbrennt. Ver­ meiden kann man das durch indirektes Grillieren. Das Fleisch liegt dabei nicht unmittelbar über der Glut sondern seit­ lich versetzt. Darunter ist ein Auffangbe­ hälter der die herabtropfenden Fett- und Marinade-Tropfen auffängt und sammelt. Die um das Grillgut herumströmende
Verzehr auch die Sitz- oder Liegeposition optimal sein. Dafür sorgt eine perfekte Outdoor-Möbelgarnitur. Sehr beliebt sind Modelle aus Holz. Das klassische Natur­ material ist hochwertig und passt in je­ den Garten. Wer seine Holz-Gartenmöbel konsequent mit Pflegeölen behandelt kann sich lange an ihrem schönen Aus­ sehen erfreuen. Gartenmöbel gibt es in verschiedenen Holzarten. Im Vergleich zu Tropenhölzern sind einheimische Hart­ hölzer etwas pflegeintensiver. Wer seine Sitzposition gerne variiert tendiert eher zu Kunststoff-Gartenmö­ beln. Sie sind leichter und lassen sich ohne Probleme umpositionieren. Voll im Trend sind zurzeit Lounges aus dem sogenannten Wicker-Geflecht. Ein sehr pflegeleichter robuster und wetterbestän­ diger Kunststoff. Dauerbrenner sind auch
Ist die «Lebenserwartung» von Gartenmöbeln aus Holz, Wicker, Granit oder Keramik bei richtiger Pflege unterschiedlich lang?
Grundsätzlich kann mit allen drei Grill­ systemen bei korrektem Anwenden von indirektem Grillieren gleichermassen gesund grilliert werden.
Moderne Gartenmöbel sind in der Regel sehr klimaresistent. Bei vielen Möbeln ist der Pflege- und Reinigungsaufwand sehr gering. Manche Materialien sind etwas anspruchsvoller als andere. Holz zum Beispiel sollte mindestens einmal pro Jahr mit einem Pflegeöl eingerieben werden. Das empfehlen wir zum Beispiel für die bei Coop Bau & Hobby erhältliche und sehr beliebte Oecoplan-Serie. Gartenmöbel aus Wicker sowie Granit/Keramik brauchen keine besondere Pflege.
Viele Leute haben Respekt vor Gasgrills. Kann es zu Explosionen kommen? Bei unsachgemässer Anwendung ist das möglich. Wer die folgenden wichtigsten Punkte beachtet muss nichts befürch­ ten: Die Montageanleitung genau lesen und 1:1 umsetzen den Grill nur im Freien brauchen beim Anschluss der Gas­ flasche darauf achten dass das Ventil geschlossen ist bevor man das Garan­
Gartenmöbel-Garnituren aus Granit und Keramik. Sie wirken majestätisch stabil und unverrückbar. Das schwere Natur­ material Granit ist hochwertig und robust aber dennoch pflegeleicht wie Kunststoff. Alle Materialien haben ihre Vorteile und Reize. Wer sich nicht für eines ent­ scheiden kann kombiniert sie einfach. Holz mit Granit oder Wicker mit Keramik. Die Varianten sind vielfältig und treffen jeden Geschmack. Selbst der Grill lässt sich optisch ins Gesamtbild integrieren. Denn im «grünen Wohnzimmer mit Frei­ luft-Küche» isst das Auge mit. Hier ganz besonders.
EINKAUFSLISTE Outdoorchef Kochbuch «Der Outdoorchef» Outdoorchef Pizza- u. Brotbackstein, Ø 40cm König Besteckset Edelstahl, 4-teilig Oecoplan Holzlounge Bellavista Tisch Oecoplan Holzlounge Bellavista Einzelsessel Oecoplan Holzlounge Bellavista Sofa Wicker-Lounge Serie Grey Tisch Wicker-Lounge Serie Grey Eckstuhl Wicker-Lounge Serie Grey Mittelstuhl Gartenmöbelserie Cadiz Tisch Gartenmöbelserie Cadiz Stuhl Outdoorchef Gasgrill Geneva 570 König Gasgrill Signet 20 Dieser Beitrag ist eine Zusammenarbeit von:
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Draussen Wildkräuter
Die Natur hält ein reiches Angebot an wohlschmeckenden Wild­ kräutern bereit. Aber nicht nur in Feld und Flur, auch in den Gärten breiten sie sich aus. TEXT UND BILDER Brigitte Buser
llen voran natürlich der Bärlauch der zu Pesto verarbeitet wird. Zusammen mit dem herbwür­ zigen Gundermann und anderen Kräutern entste­ hen würzige Kräuterbutter oder Quarkdips. Aber auch Löwenzahn Scharbockskraut Brennnesseln Knoblauchsrauke oder die noch zarten Blätter der Schafgarbe sind vorab gründlich gewaschen in der Küche eine schmack­ hafte Beigabe in Frühlingssalaten oder gedämpft als nicht all­ tägliches Gemüse oder Suppen zu verwenden. Die Blüten von Veilchen Gänseblümchen Huflattich oder Schlüsselblume eignen sich zudem als Dekoration von Salaten Suppen und Desserts.
Frühlingszarte Wildkräuter
Wir kennen sie alle aus Kindertagen die Samenstände des gewöhnlichen Löwenzahns Taraxacum officinale bliesen wir doch gerne in seine «Lichter». Nicht nur um unser Gegenüber zu ärgern. In unseren Gärten ist er nicht unbedingt beliebt breitet er sich doch durch die fliegenden Samenschirme nur allzu gerne aus und treibt dabei seine langen Pfahlwurzeln relativ tief in den Boden. Im Altertum in der griechischen und arabischen Medizin bereits als Heilmittel genutzt werden heute die harntreibenden Inhaltsstoffe der anspruchslosen mehrjährigen Pflanze mit
Wichtig beim Sammeln in Feld und Flur
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Fein geschnitten verleihen die Blätter der Knoblauchs­rauke Quarkdips einen pfeffrigen Geschmack.
Pflanzen die auf stark gedüngten Wiesen an Bahndämmen und Strassen­ rändern gedeihen eignen sich aufgrund der hohen Schadstoffbelastung nicht für die Küche. Das Ernten oder Ausgraben von bedrohten Arten ist verboten. Nehmen Sie nur so viele Pflanzenteile wie Sie auch wirklich benötigen. Dabei sollte nicht alles rigoros abgeerntet werden denn nur so kann sich die Pflanze wieder in kürzester Zeit regenerieren. Für den Transport eignen sich luftdurchlässige Körbe Baumwolltaschen oder Papiertüten. Vor der Verarbeitung spült man die Pflanzen kurz mit kaltem Wasser ab und lässt sie anschliessend gut abtropfen.
Wildkräuter Draussen
Ein Klassiker in der Wildkräuterküche ist der Bärlauch.
Die noch zarten Blättchen der Schafgarbe sind eine schmackhafte Bereicherung für Frühlingssalate.
Das Scharbockskraut ist zwar in allen Teilen giftig, werden die jungen Blätter jedoch vor der Blüte geerntet, sind sie unbedenklich.
den goldgelben Körbchenblüten die uns im Frühjahr oft auch in Massen aus Fettwiesen entgegenleuchten gerne bei Ent­ schlackungskuren angewendet. Dafür verantwortlich ist der un­ gewöhnlich hohe Kaliumgehalt. Die gallenflussfördernde Eigen­ schaft geht vermutlich auf die in der ganzen Pflanze enthaltenen Bitterstoffe zurück wobei sie in den jungen zarten auffallend gezahnten Blättern noch nicht so stark angereichert sind. Daher finden diese auch in Salaten Verwendung. Für entschlackende Tees werden vor allem die getrockneten Blätter verwendet wobei man Teekuren nicht über längere Zeit durchführen sollte.
Fehlen die gewünschten Pflanzen im Garten so geht es hinaus in die Natur. Aber nicht alle sollten wahllos geerntet werden. Dazu zählt auch die zur Gattung der Primeln gehörende echte Schlüsselblume Primula veris auch Himmelsschlüssel ge­ nannt steht sie doch in einigen Kantonen unter Naturschutz.
Die anmutigen Blütenstengel der Schlüsselblume lässt man in der freien Natur besser stehen.
Sie unterscheidet sich von der Waldschlüsselblume «Primula elatior» deutlich durch die dunklere dottergelbe Farbe der Blü­ ten. Wir begegnen ihr im Frühling gelegentlich noch in trockenen Magerwiesen und an Waldrändern. In der Heilkunde werden die getrockneten Blüten mit oder ohne Kelch sowie der getrockneten Wurzelstock verwendet. Ihre Inhaltsstoffe vor allem Saponine sorgen bei Husten indirekt für die Verflüssigung des Bronchialsekrets sowie den Abtransport des Schleims.
Damit auch unsere Kinder und Grosskinder sich über diesen in Feld und Flur anzutreffenden Frühlingsboten freuen können ist von einem Pflücken unbedingt abzusehen. Mittlerweile werden aber in gut sortierten Wildpflanzen­ gärtnereien kultivierte Pflanzen zum Kauf angeboten. Im Garten bevorzugt die echte Schlüsselblume einen sonnigen bis halb­ schattigen Standort in gut durchlässigem Boden. So gehalten dürfen Sie mit gutem Gewissen ab und zu ein paar Blüten für den Salat oder als Deko fürs österliche Kräuterbrot stibitzen.
Schlüsselblume, aber bitte nur mit Mass
Der herbwürzige Geschmack der Gundermannblätter gibt Kräuterdips eine besondere Note.
Die jungen Triebe der Brennnessel lassen sich zu einem wohlschmeckenden Wildgemüse verarbeiten.
Vielseitig einsetzbar sind die hübschen Blüten des Gänseblümchens.
Mit Veilchenblüten lassen sich wunderbar Desserts dekorieren.
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grüne Pflänzchen ist der Kompost reif. Eine grosszügig bemessene Schaufel reicht für einen Quadratmeter Gartenboden.
TEXT Brigitte Buser
Aussaat von Gemüse: Drinnen auf der
Rispenhortensien bezaubern durch ihre eleganten Blüten.
Fensterbank können jetzt die Samen von Gurken Kürbis Zucchetti Zuckermais und Basilikum ausgesät werden. Grosse Samen versenkt man mit Vorteil einzeln in kleine mit Aussaaterde gefüllte Töpfchen kleine nicht zu dicht in Kistchen. Ins Frühbeet kommen jetzt die Samen von Salat Fenchel Krautstiel Lattich Lauch Neuseeländerspinat Kabis Wirz und Rosenkohl. Ins Beet dürfen die Samen von Rüebli Randen Rettich Radieschen Erbsen Kefen und Knackerbsen Spinat Mangold Schwarzwurzeln Pastinaken Schnitt- und Pflücksalaten.
und durch Frost angehobene Pflanzen wieder in die Erde drücken. Gedüngt wird im April und nach der Ernte im Juli am einfachsten mit einem im Handel erhältlichen Beerendünger.
Stauden: Der beste Zeitpunkt zum Ausjäten sowie Lockern und Verteilen von reifem Kompost im Staudenbeet ist ebenfalls Anfang April wenn die Pflanzen zu treiben beginnen. Dies ist gerade bei tiefen Beeten ein Vorteil denn dann sieht man auch wo man hintritt. Übrigens: Erkenntlich ist reifer Kompost mittels eines einfachen Tests. Füllen Sie in eine flache Schale gesiebten Kompost. Anschliessend Gartenkressesa­ men darauf verteilen und regelmässig feucht halten. Bilden sich aus allen Samen innerhalb weniger Tage kräftige dunkel-
Erdbeeren: Anfang des Monats werden die Erdbeerbeete ausgejätet und da Erdbeeren Flachwurzler sind der Boden vorsichtig gelockert. Zudem sollte man verdorrte und kranke Blätter entfernen
Hortensien: Während «Annabelle» und Sorten von Rispenhortensien am neuen Holz blühen und daher im Frühjahr auf zehn Zentimeter über dem Boden zurückgeschnitten werden bilden Teller- und Bauernhortensien ihre Blüten am alten Holz. Nach nicht zu kalten Wintern werden daher nur die abgeblühten Dolden knapp unter der verdorrten Blüte sowie überalterte oder störende Triebe entfernt. Um sicher zu gehen welche weichen müssen wartet man bis die Pflanzen zu treiben beginnen. Mit Vlies verpackte in Töpfen an sonnigen Orten stehende Hortensien die man nicht zurückschneidet sollten bei milden Temperaturen tagsüber ausgepackt werden. Dies verhindert dass sich die Luft unter dem Schutz stark erwärmt was einen raschen Austrieb zur Folge hätte. Sinken die Temperaturen nachts dann noch unter den Gefrierpunkt erfrieren weitere Knospen. Um die Bildung neuer Blüten zu fördern werden alle Hortensienarten ab April mit einem den Pflanzen entsprechenden Langzeitdünger versorgt.
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Buntspecht DRAUSSEN
Wann ist der Buntspecht besonders aktiv?
Wenn Sie mit «aktiv» die Periode meinen in denen er aussenisolierte Hausfassaden bearbeitet so ist dies die zweite Jahreshälfte. Wir vermuten dass es den Spechten bei ihren Attacken nicht darum geht sich Bruthöhlen zu bauen (in diesem Fall würde der Aktivitätshöhepunkt im Vorfrühling liegen) sondern um das Anfertigen von Schlafhöhlen im Hinblick auf die bevorstehende kalte Jahreszeit.
Buntspechte haben es vor allem auf Dämmstoffe abgesehen? Der Buntspecht «liebt» Dämmstoffe nicht. Wenn er jedoch aus irgend einem Grund auf einer aussenisolierten und verputzten Fassade landet merkt er dass dieses Material dumpf oder hohl klingt ähnlich wie ein Baum mit einer faulen Stelle unter der Rinde und dass hier der Bau einer Höhle besonders einfach sein dürfte. Hat er dies sowieso vor ist es naheliegend dass er es hier probiert sofern ihm der Ort und seine Umgebung grundsätzlich passen.
Ist es also ein Fehler, sein Haus zu dämmen?
Das Dämmen eines Hauses ist aus Gründen der Energie­ ersparnis empfehlenswert. Wo mit Spechtschäden zu rechnen ist (d.h. bei jedem Gebäude das von grösseren Bäumen umgeben ist) müsste man sich vielleicht in Zukunft spechtsichere Alternativen bei der Wahl der äussersten Fassadenschichten überlegen. Die mögen oft etwas teurer sein als die heute übliche sehr günstige Variante mit einem Kunststoff-
Was kann ich gegen den Buntspecht unternehmen, wenn er ausgerechnet meine Hausfassade zerstört? Leider sind uns keine absolut zuverlässigen Abwehrmethoden bekannt. In den allermeisten Fällen hacken die Spechte ihre Löcher im Bereich der Hausecken in die Fassaden. Diese Vorliebe hat unserer Ansicht nach zwei Gründe: 1. Die Spechte können an den Hausecken gut landen weil sie sich dort mit den Zehen besser festklammern können als anderswo an der senkrechten Fassade. 2. Wenn sie beim Hacken nach Feinden Ausschau halten haben sie an den Hausecken das grösste Gesichtsfeld. Dadurch sind sie vor überraschenden Angriffen durch Greifvögel wie den Sperber besser geschützt. Wo sich die Löcher auf die Hausecken beschränken kann man die Spechtattacken allenfalls beenden wenn man nach dem Verschliessen der Löcher den Eckenbereich des Gebäudes so glatt gestaltet dass der Specht dort nicht mehr landen kann. Überziehen Sie z. B die äussersten 20-30 cm auf beiden Seiten von ganz oben bis ganz unten mit Plexiglas (kann man auf die Fassade aufkleben). Dieses Verfahren dürfte schon in manchem Fall gewirkt haben. Manchmal befinden sich die Löcher knapp unter der Oberkante der Fassade. Dann könnte es den Specht sehr stören wenn man in dem gefährdeten Bereich Fransengirlanden oder Ähnliches aufhängt. Diese irritieren den Vogel durch auffällige Farbe Glanz und Bewegung (im Wind) bilden beim Anfliegen aber auch ein tatsächliches Hindernis. Hin und wieder hacken die Spechte ihre Löcher aber auch weit entfernt von
Buntspecht – der hartnäckige Fassadenzerstörer Buntspechte haken oft Löcher in dämm­isolierte Fassaden. Warum das so ist, erklärt Hannes von Hirschheydt von der Vogelwarte Sempach. Textbearbeitung Corinne Bünzli Vlies über den Dämmstoffplatten und dem dünnen Verputz an der Oberfläche. Aber auch die Reparaturen von Spechtschäden können je nach Fassadentyp -höhe und -zugänglichkeit schnell Tausende bis Zehntausende von Franken kosten…
Stimmt es, dass die Buntspechte eine Vorliebe für Holzverkleidungen haben? Holzverkleidungen können genauso hohl klingen wie aussen­ isolierte verputzte Fassaden z.B. wenn hinter der Täferverkleidung eines Unterdaches ein echter Hohlraum existiert. Auch dann kann ein Specht versuchen dort eine Schlafhöhle anzulegen. Holzteile von Gebäuden können natürlich immer auch Insekten (z.B. Bock- oder Klopfkäferlarven) enthalten die für den Specht als Nahrung interessant sind. Die Schadensbilder sehen dann allerdings meist deutlich anders aus.
den Ecken in die Fassade. Dann ist es nach dem Verschliessen der Löcher sehr schwierig zu verhindern dass er anderswo wieder beginnt. Allenfalls findet man bei der konk­reten Besichtigung des Einzelfalles eine praktikable Lösung. Der Abschuss oder das Wegfangen des Spechtes ist übrigens keine gangbare Lösung. 1. Der Buntspecht ist eine geschützte Art. 2. Die Häufigkeit dieser Spechtschäden deu­ tet darauf hin dass grundsätzlich jeder Buntspecht solche Schäden verursachen kann. Wenn man einen Schaden ver­ ur­sachenden Specht eliminiert ist es gut möglich dass der Nachfolger dieses Vogels der bald in das leere Revier einzieht bei Gelegenheit die Fassade ebenfalls attackiert.
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Die 10 beliebtesten FamilienVans der Schweiz
er beliebteste Familienvan der Schweiz ist der VW Touran. Mehr als 4500 Mal verkaufte sich der Wagen 2012. Der Touran ist sozusagen die Essenz eines Vans — ein vernünftiges Auto das auf wenig Raum viel Platz bietet funktional ausgerüstet und gut verarbeitet ist. Der VW lag in der Kaufgunst deutlich vor dem zweitplatzierten Renault Scénic. Das französische Modell aktuell ist die dritte Generation erhältlich überflügelte seinerseits mit rund 3000 verkauften Exemplaren den Opel Zafira. Die drei Kompaktvans auf dem Siegertreppchen zeigen den Trend: Nicht üppig sondern praktisch und handlich zugleich soll ein Van heute
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sein. Und weil Herr und Frau Schweizer dabei das Budget nicht vergessen entschieden sie sich häufig für die sparsamen Benzinversionen mit 1 4-Liter-Turbomotoren die rund 140 PS leisten.
Modelle in allen Grössen
Dass der Seat sich leicht besser verkaufte könnte an der besseren Grundausstattung und den Kosten für die Optionen liegen. Da VW jetzt den Basispreis für den Sharan deutlich gesenkt hat könnte dieser am Alhambra aber bald vorbeiziehen.
Ein Stück grösser sind die hinter dem Spitzentrio platzierten Vans. Und auch wesentlich teurer weil mit Allradantrieb erhältlich und mit Diesel betrieben. Der Seat Alhambra und der VW Sharan sind Zwillinge die sich nur in der Ausstattung und der Gestaltung von Front und Heck unterscheiden.
Die bisher genannten Modelle sind alle als Siebensitzer zu haben dienen also grossen Familien. Für Kleinfamilien – Vater Mut­ ter und Kind samt Urlaubsgepäck – bie­ten Mercedes B-Klasse und Opel Meriva mit fünf Plätzen allemal genug Raum. «Kleiner
Kleinstfamilie, Patchwork oder grosse Sippe – so vielfältig, wie Familien­verhältnisse sein können, so vielseitig sind die Top Ten der beliebtesten Vans. Ob klassische Grossraumlimousine oder Minivan, Fünf- oder Siebensitzer, mit oder ohne Allrad – fast alles ist vertreten. Text Mathias Wohlfeld ,
ist feiner» lautet das Motto bei den Motoren der kleineren Vans. Die Käufer wählten lieber Benziner mit kleinen Hubräumen dafür mit guter Leistung. Das gilt auch für den Ford C-Max der mit 1650 Fahrzeugen auf Rang 8 landete sowie für die Konkurrenten aus Japan und Korea den Toyota Verso auf Platz 9 und den Hyundai ix20 auf Rang 10.
Bilder: zVg, PD
Die beliebtesten Vans 2012
Marke/Modell/	Stückzahl	Plätze	Leistung	Verbrauch	Preis beliebteste Motorisierung	gesamt	(PS)	AB
VW Touran 1.4 TSI 16 V	Renault Scénic 1.4 TCe 16 V	Opel Zafira Tourer 1.4 Turbo 16 V	Seat Alhambra 2.0 TDI CR 16 V 4x4	VW Sharan 2.0 TDI CR 16 V 4Motion	Mercedes B 200 Blue EFFICIENCY	Opel Meriva 1.4 Turbo 16 V	Ford C-Max 1.6 STCi 16 V	Toyota Verso 1.8 16 V	Hyundai ix20 1.6 16 V
4’520	2’938	2’598	2’506	2‘355	1‘980	1‘796	1‘648	1‘350	1‘222
5-7	5-7	7	5-7	5-7	5	5	5-7	7	5
140	131	140	140	140	156	140	150	147	125
6,8 l/100 km	7,3 l/100 km	6,1 l/100 km	6,0 l/100 km	6,0 l/100 km	5,9 l/100 km	6,1 l/100 km	6,4 l/100 km	6,8 l/100 km	5,9 l/100 km
31’300.– CHF 31’400.– CHF 34’100.– CHF 48’350.– CHF 42’550.– CHF 38’900.– CHF 29’900.– CHF 28’250.– CHF 31’400.– CHF 21’590.– CHF
Quellen: autostatistik.ch/GFB/mofis www.auto-illustrierte.ch
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Baubiologie für eine gesunde Lebensumwelt Noch zählen Aspekte der Gesundheit nicht zu den selbstverständli­­ chen Anforderungen beim Bauen. Viele Menschen entwickeln gesundheitliche Auffälligkeiten angesichts der Zunahme von synthe­ti­ schen Materialzusammensetzungen in gedämmten Häusern. TEXT Christian Kaiser*
er es nicht selbst erlebt hat glaubt es meistens nicht: Gebäude haben einen spürbaren Einfluss auf den Menschen. Dies aber nicht nur im Positiven wie zum Beispiel dem Schutz vor Wind und Wetter oder einer schönen und praktischen Küche sondern leider oft auch im Negativen indem problematische Inhaltsstoffe aus Baustoffen die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen.
Am Anfang war der Schaden Bereits in den 1970er Jahren erschütterten verschiedene Schadstoff-Skandale die chemikalien- und technikgläubige Baubranche: Die Beimengung von Asbest in zementöse Baustoffe musste 1990 definitiv als krebserregend eingestuft werden im Frankfurter Holzschutzmittelprozess 1996 wurde die Schädlichkeit eines
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Entfernung von krebsauslösenden KMF (künstlichen Mineralfasern) in einem Altbau, der in den 1970er Jahren saniert wurde.
Baubiologie erfordert einen ganzheitlichen Blickwinkel Die Disziplin der Baubiologie betrachtet am Bau die Wechselwirkungen zwischen dem Menschen und seiner (gebauten) Umwelt. Aspekte der Wohngesundheit stehen dabei traditionell im Vordergrund. Aufgrund der Vielfalt der Einflussfaktoren sind die Themenbereiche der Baubiologie inzwischen sehr weit gefächert. Durch das zunehmende Expertentum am Bau gerieten die gegenseitigen Auswirkungen von Material Raum Architektur und Bewohner immer mehr aus dem Blickwinkel. In der modernen Baubiologie wird der Mensch wieder ins Zentrum der Betrachtung gestellt.
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Als integraler Bestandteil der Baubiologie wird in der Regel die Bauökologie gesehen die über den Kontext des Gebäudes hinaus den Gesamtkreislauf von Materialgewinnung -nutzung und -entsorgung sowie energetische und umweltschonende Aspekte umfasst. Aufgrund der Komplexität der Materie und der Vielfalt relevanter Einflüsse konzentrieren sich auch Baubiologen zunehmend auf Schwerpunkte in ihrer Arbeit:
Baubiologische Planungsfachleute vermeiden Störungen und schädliche Einflüsse im Vornherein. Baubiologische Analytiker und Messtechniker erfassen vorhandene Problemeinflüsse vor Ort und vermindern deren Auswirkungen auf die Bewohner durch geeignete Sanierungsmassnahmen.
Baubiologische Handwerker (Zimmerleute Schreiner Maler Gipser Elektriker Bodenleger Lehmbauspezialisten etc.) integ­ rieren baubiologische Erkenntnisse und Forderungen in ihre bauausführende Tätigkeit.
Die Einflüsse in Gebäuden frühzeitig erkennen Die Einflussgrössen der Baubiologie sind messbar und definierbar. Angefangen bei der Auslegung eines optimalen Raumklimas in dem die Wärmespeicherung und Feuchtigkeitspufferung funktioniert über die Reduktion von Lärmbelastungen bis hin zur Schimmelpilzvermeidung kann mit bauphysikalischem Wissen ein
präventiven chemischen Holzschutzes mit Pentachlorphenol (PCP) und Lindan in Innenräumen erkannt und verboten. Ebenfalls in die Kritik gerieten künstliche Mineralfasern (KMF) der Dämmstoffindustrie (Glaswolle Steinwolle) deren ultrafeinen Fasern in die Blutbahn gelangten und unter Krebsverdacht fielen. Formaldehyd-Ausgasungen aus Spanplatten und Leimen wurden ebenfalls als krebserregend erkannt sowie die Poly­chlorierten Biphenyle (PCB) aus Fugenmassen und Klebern. Allen Verbotsverfahren und Schädlichkeitsnachweisen ist gemeinsam dass es jeweils sehr lange dauerte bis die Schädlichkeit allgemein anerkannt wurde. Immerhin sträubten sich die Hersteller mit allen denkbaren Mitteln um ihre riskanten Produkte möglichst lange verkaufen zu können. Gleichzeitig wurden bereits neue chemische Verbindungen entwickelt und flächendeckend verbreitet bevor deren Risiken und Nebenwirkungen bekannt waren.
Innenraum mit Stampflehmelementen: Ein optimales Raumklima wurde in dieser Küche durch gute Planung erreicht.
Facts & Figures zu SIB
Die Schweizerische Interessengemeinschaft Baubiologie/Bauökologie SIB fördert seit 1977 baubiologisches und ökologisches Bauen in der Schweiz. Der Verein ist ein Zusammenschluss von Planenden, Bauhandwerkern und Messtechnikern und versteht sich als interdisziplinäres Forum für eine ganzheitliche und nachhaltige Baukultur. www.baubio.ch. Beratungstelefon zu Fragen der Wohngesundheit und Bauökologie: 0848 105 848 (Normaltarif)
Wohlfühlklima geschaffen werden. Gerade in modernen hochgedämmten und abgedichteten Häusern spielt ein gutes Raumklima eine wichtige Rolle denn immerhin halten sich Menschen in der Schweiz die längste Zeit des Tages in Innenräumen auf. Aber auch Einflüsse aus elektrischen und magnetischen Feldern wirken auf das menschliche Nervensystem und schaffen dadurch neue Probleme. Gerade weil die technische Ausstattung in modernen Gebäuden sprunghaft zugenommen hat werden die natürlichen elektrisch gesteuerten Körperfunktionen verändert
und beeinträchtigt. Die Betroffenen merken dies zunächst nur als unspezifische Beeinträchtigungen wie Schlaf- und Ruhelosigkeit oder kognitive Ausfälle sowie Reizbarkeit und Überspanntheit. Im Volksmund werden diese Einflüsse unter dem Sammelbegriff «Elektrosmog» zusammengefasst. Hauptverursacher sind elektrische Dauerverbraucher wie z.B. auch Stand-by-Geräte Transformatoren in Leuchtmitteln (Energiesparleuchten etc.) aber auch moderne Funkanwendungen wie Mobilfunk Schnurlostelefone Babyphone und
Feuchtigkeitsausgleichende Materialien wie Lehmverputze an Innenwänden tragen zum guten und gesunden Raumklima bei.
Einen wesentlichen Einfluss auf das Raumklima und die Bewohnergesundheit hat das verwendete Material. Der Siegeszug der Kunststoffe in Verputzen Farben Klebern und selbst Ober­ flächenmaterialien (wie z.B. Laminat) erhöht die Innenluftbelas­ tung durch Ausdünstungen aus Lösemitteln Weichmachern Konservierungsmitteln u.v.m. Durch die verbesserte Dämmung und Dichtigkeit moderner Häuser verbleiben diese Schadstoffe immer länger im Innenraum und wirken dadurch länger und in
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Im Zentrum steht das Material
höherer Dosis auf die Bewohner ein die immer schneller in das fertig gestellte Haus einziehen wollen. Zudem versiegeln zahlreiche Kunststoffschichten (Disper­ sionsfarben Absperrlacke Leim- und Kleberschichten) die Oberflächen so dass nicht nur der Feuchtigkeitsaustausch durch das Material verhindert wird sondern auch extrem erhöhte elektrostatische Oberflächenspannungen auftreten die das Wohl­ befinden der Menschen im Raum spürbar schmälert. Kunststoffversiegelte Oberflächen wie z.B. lackierte Holzböden ziehen zudem Hausstaub magisch an und erhöhen die Milbenkonzent­ ration mit der Folge eines erhöhten Allergierisikos. Nicht zuletzt werden auch durch Materialien immer wieder unerwünscht erhöhte Radioaktivität in die Innenräume gebracht die z.B. aus Natursteinen Granitbelägen Gipsplatten Tonprodukten oder Glasuren freigesetzt werden. Baubiologen bevorzugen möglichst naturbelassene und einfache Materialien und Konstruktionen die ein geringes Risiko an Nebenwirkungen in der Gewinnung Herstellung im Gebrauch und in der Entsorgung aufweisen. So erleben neuerdings auch wieder klassische Baumaterialien wie Lehm Kalk Massivholz und Naturfarben eine deutliche Renaissance.
* Der Autor ist freier Architekt und Lehrbeauftragter an der HTWG Konstanz, sowie Fachstellenleiter der Schweizerischen Interessengemeinschaft Baubiologie/ Bauökologie SIB, www.zekadesign.ch
Wireless LAN. Baubiologen weisen daher mit Nachdruck darauf hin dass die elektrobiologischen Belastungen auf ein Minimum zu begrenzen sind und in Ruhe- und Regenerationsbereichen möglichst ausgeschlossen werden müssen. Aber auch aus dem Untergrund und der Umgebung können störende Einflüsse auf Gebäude und Bewohner resultieren: Durch leitfähige Materialien (Stahlträger Betonarmierungen etc.) werden die natürlichen Geomagnetfelder gestört und verstärkt so dass diese in Schlafbereichen zu Problemen bei den Betroffenen führen können. Radioaktive Radongase können aus dem Untergrund durch undichte Keller und Gebäuderitzen in Wohn- oder Schlafbereiche eindringen und das Lungenkrebsrisiko deutlich erhöhen. Aber auch unterirdische Verwerfungen und Wasseradern sind schon seit Jahrtausenden als biologisch wirksam bekannt und können durch frühzeitige Erkennung entschärft werden.
Bauschutt Service
Wohin mit dem Bauschutt? Wer umbaut, steht nach Abschluss der Arbeiten vor einem riesigen Abfallberg. Wer richtig trennt und entsorgt oder brauchbare Bauteile sogar weiter gibt, kann viel Geld sparen. TEXT Corinne Bünzli
ach langen Wochen des Umbaus haben die letzten Arbeiter das Haus verlassen. Und die neue Küche konnte endlich eingeräumt werden. Die Freude über die topmoderne und funktionale Küche währt allerdings nicht lange denn die Garage und der Vorplatz sind mit Bauschutt vollgestellt. Die Frage drängt sich auf: Wohin damit? Natürlich können Sie im örtlichen Branchenbuch oder im Internet nach einem Entsorgungsunternehmen suchen das Ihnen für viel Geld den Bauschutt umgehend abholt. Aber eben gratis ist das nicht. Und weil der Umbau schon viel Geld verschlungen hat will man beim Entsorgen sparen. Im Ansatz richtig. Doch aufgepasst: Die Bestimmungen was die Entsorgung von Bauschutt angeht sind mittlerweile –
WISSEN Wussten Sie, dass früher oder später jedes Gebäude zu gewichtigem Abfall wird? 12 Millio­ nen Tonnen sind es jedes Jahr in der Schweiz. Ziel verantwortungsvollen Bauens: Was neu ist, soll später möglichst wieder verwendbar sein.
aus Rücksicht auf die Ressourcen – sehr streng. Und so tut man gut daran das Internet oder Freunde und Bekannte zu konsultieren. Denn hier ist guter Rat wirklich teuer.
Sperrgut – brennbares Material
Sperrgut ist sperriges brennbares Mate­ rial das nicht in den örtlichen kostenpflichtigen Abfallsack passt wie zum Beispiel Bettgestelle aus Holz Sofas Fauteuils Schränke Holzabfälle aus Umbauten oder Gebäude­ abbrüchen. Sowie Skis und Snowboards Matratzen Stühle aus Holz oder Kunststoff kleine Möbel Verpackungsholz und kleine Mengen Styropor. Mengen bis zu zehn Kilo können Sie bei der normalen Hauskehrichttour bereitstellen Mengen über zehn Kilo müssen Sie bei der örtlichen Abfuhrstelle telefonisch anmelden. Achtung: Vignetten oder Marken nicht vergessen die Sie bei Ihrer Wohngemeinde oder -Stadt gegen Entgelt beziehen können.
WISSEN Metalle, welche im Kehrichtsack landen, verbrennen nicht in der Kehrichtverbrennungs­ anlage und landen in der Schlacke. Um die Metalle wieder aus der Schlacke zurückzugewin­ nen, braucht es viel Energie und einen grossen technischen Aufwand. Es ist auch nur für einzelne Metalle möglich, diese wieder aus der Schlacke rückzugewinnen und aufzubereiten.
Unbrennbare Abfälle – Backsteine und Geschirr
Defekte unbrennbare Gegenstände wie Geschirr Porzellan Kristallgläser ofenfestes Kochgeschirr und Spiegel gehören dazu. Aber auch Steine Backsteine Ziegel Blumenkisten Tontöpfe Fensterglas und Autoscheiben sowie Splitt in kleinen Mengen. Die Abholung geschieht nur auf Voranmeldung: Abfuhrdaten und Abfuhrplan entnehmen Sie der Homepage der örtlichen Gemeinde- oder Stadtreinigung. Auch hier müssen Vignetten oder Marken benutzt werden.
Warum wegwerfen, wenn man anderen damit helfen kann?
Metall – Öfen und Kochherde Alle Gegenstände aus Metall bis zwei Meter Länge. Gas- und Holzkochherde
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Boiler ohne FCKW-Isolation, Öfen (Öl­ öfen mit entleertem Tank), Metallzäune (in handliche Teile zerlegt), Autofelgen ohne Pneus und Möbel aus Metall, sowie Haushaltsgegenstände aus Metall wie Backformen, Pfannen, Bratschaufeln, Abtropfsiebe, Wäscheständer, sowie Schrauben und Werkzeug aus Metall. Privathaushalte können Metall bis zu 40 kg gratis entsorgen. Ab 40 Kilo nur auf telefonische Anmeldung bei der zuständigen Stellen der örtlichen Reinigung. In den Recyclingparks: auch grössere Mengen gratis. Langsam aber sicher lichtet sich der Berg von Bauschutt also. Doch es gibt noch andere Möglichkeiten, Altes und Ausgedientes zu entsorgen, indem man es ganz einfach weitergibt. Denn warum sollte man eine funktionstüchtige Kücheneinrichtung wegwerfen, nur weil sie einige Jahre auf dem Buckel hat? Vielleicht ist eine junge Familie, die kein Geld für eine neue Kücheneinrichtung hat, froh um eine gebrauchte Kücheneinrichtung, die durchaus noch ein paar Jahre ihren Dienst verrichten könnte. Das Lösungswort hier heisst Bauteilbörse.
Wer Zeit hat und Geld sparen will, trennte den Abfall und entsorgt den Bauschutt selbst oder gibt Funktionsfähiges weiter.
Bauteile – weitergeben statt wegwerfen In einer breit eingerichteten Bauteil­ börse gibt es gut erhaltene Bauteile wie alte Badewannen (manchmal sogar mit Füsschen), Lavabos, Kücheneinrichtungen, Böden, Kleinteile wie Türfallen und Fliesen, die sich zur Wiederverwendung eignen. Bauteilbörsen gibt es mittlerweile in jeder grösseren Stadt der Schweiz, konsultieren Sie das Internet oder fragen Sie Freunde oder Bekannte. Melden Sie ihre Bauteile am besten bei der Bauteilbörse an, bevor Sie sie vorbeibringen. Bauteile werden auch von der Bauteilbörse ausge-
Mehr Informationen zum Thema: www.bauteilclick.com www.abfall.ch
baut und abgeholt. Wiederverwendbare Bauteile und Auskünfte sind gratis. Die Anmeldung von Bauteilen in die Datenbank ist hingegen kostenpflichtig. Und auf einmal wird der Abfallberg mit Bauschutt draussen auf dem Vorplatz und vor der Garage immer kleiner. Und Sie haben erst noch ein gutes Gewissen. Weil Sie nicht alles wegwerfen mussten, weil Sie anderen unverhofft zu einer gut erhaltenen Kücheneinrichtung verholfen haben.
Kühlen/Gefrieren Service
Das Plus kann zum Minus werden BoschKühlschrank A+++: 589 statt 1295 Franken
Kühl- und Gefriergeräte mit der Bezeichnung A+ werden günstig angeboten. Sie brauchen aber rund doppelt so viel Strom wie die sparsamsten Geräte. Preisvergleiche lohnen sich. Text Armin Braunwalder
is anfangs 2000 galten Kühl- und Gefriergeräte der Energieeffizienzklasse A als «Sparwunder». Darauf folgten «supereffiziente» Geräte mit dem Zusatz A+. Vor rund vier Jahren erreichten die besten Produkte die Energieeffizienzklasse A++. Heute sind die sparsamsten Kühl- und Gefriergeräte auf der Energieetikette mit A+++ gekennzeichnet. Die ursprünglich sieben Energieeffizienzklassen von A (sparsam) bis G (verschwenderisch) sind faktisch auf zwei zu­s ammenschrumpft: Die Energieverordnung des Bundes schreibt nämlich vor dass Kühl- und Gefriergeräte ab 1. Januar 2013 nur noch verkauft werden dürfen wenn sie mindestens die Anforderungen der Energieeffizienzklasse A++ erfüllen. Doch eine Übergangsfrist sorgt dafür dass «Geräte welche die neu geltenden Anforderungen nicht erfüllen längstens bis zum 31. Dezember 2014 abgegeben werden dürfen.» Das betrifft Kühl- und Gefriergeräte der schlechtesten Energieeffizienzklasse A+. Ein genauer Blick in Online-Plattformen und Prospekte von grossen Anbietern legt die Vermutung nahe dass offenbar noch grosse Lagerbestände abgebaut werden müssen. In den Sorti­menten gibt es auffällig viele A+Geräte. Doch das
Plus von vermeintlichen Billig-Angeboten kann sich ins Minus kehren wenn auch die Stromkosten über eine fünfzehnjährige Nutzungsdauer einbezogen werden. Weil günstigere A+Geräte rund doppelt so viel Strom verbrauchen wie Kühl- und Gefriergeräte der besten Energieeffizienzklasse A+++ können sie unter dem Strich mehr kosten.
Verkaufspreise bis über 60% tiefer Bestgeräte mit den drei Plus lassen sich einfach finden auf der Stromsparwebsite www.topten.ch. Die dort aufgeführten Preise erscheinen allerdings als sehr hoch. Dabei handelt es sich meist um Bruttoverkaufs- oder Listenpreise die auf Her­ stellerangaben basieren. Mit der Verkaufsrealität haben diese Preise nichts zu tun. In der Regel liegen sie rund 30 Prozent tiefer. Bei Nettoshop sind die Verkaufspreise für Topten-Geräte 25 bis mehr als 50 Prozent bei MediaMarkt über 60 Prozent tiefer als die Bruttoverkaufspreise. Auf toppreise.ch sind weitere Anbieter zu finden welche die zur Zeit effizientesten Kühl- und Gefriergeräte ebenfalls wesentlich günstiger anbieten. Drei konkrete Bei­spiele zeigen dass Kühl- und Gefriergeräte der besten
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Service Kühlen/Gefrieren
Sie stehen zu Zehntausenden in Hotelzimmern: Minibars. Bei der Recherche zu diesem Beitrag sind wir auf einen Kleinkühlschrank mit 23 Litern Nutzinhalt gestossen (Electrolux DS 200 FS; Energieeffizienzklasse D, Bruttopreis Fr. 840.–). Der Stromverbrauch pro Jahr: 270 kWh! Das Gerät darf dank Ausnahmeregelung in der EU und in der Schweiz weiterhin verkauft werden. Zum Vergleich: Der in Beispiel 3 aufgeführte Gefrierschrank verbraucht mit neunmal mehr Nutzinhalt nur etwa halb so viel Strom. Auf denselben Nutzinhalt von 213 Litern hochgerechnet, kommt der Kleinkühlschrank auf einen Stromverbrauch von 2500 kWh! Das ist 17 mal mehr als beim A+++Gefrierer. Dass es auch wesentlich effi­­zientere Minibars gibt, zeigt die Fors K 40 Plus, die von www.topten.ch gelistet ist. Bei einem Nutzinhalt von 40 Litern verbraucht sie lediglich 54 kWh pro Jahr… Ener­gieeffizienzklasse A+++ in der Gesamtrechnung gegenüber A+Geräten deutlich besser abschneiden können wenn man jeweils die effektiven Verkaufspreise zu Grunde legt.
Beispiel 1: Fust bot Mitte Februar 2013 einen 110-Liter-Kühlschrank mit 16-Liter-Gefrierfach (Bauknecht KVA 170 Optima) für 349 statt 499 Franken an. Das A+Gerät verbraucht pro Jahr 179 Kilowattstunden (kWh). Auf eine fünfzehnjährige Nutzungsdauer hochgerechnet ergibt das Stromkosten von 537 Franken. Zusammen mit dem Aktionskaufpreis macht das 886 Franken. Ein vergleichbares Gerät der Energieeffizienzklasse A+++ kostet gemäss Topten 1295 Franken (Bosch KTL16PW42). Bei Media Markt ist dasselbe Geräte für 589 Franken zu haben. Der Stromverbrauch liegt mit 95 kWh pro Jahr fast 50 Prozent tiefer als beim A+Gerät. Über die Nutzungsdauer ergibt das Stromkosten von 285 Franken. Zusammen mit dem günstigen Kaufpreis macht dies in der Summe 874 Franken – etwas weniger als für das deutlich billigere A+Gerät.
Liter Kühlen und 30 Liter Gefrieren braucht das Gerät pro Jahr 237 kWh. Über die Nutzungsdauer ergibt das Stromkosten von 711 Franken. Zusammen mit dem Aktionspreis macht das 1710 Franken. Die von Topten gelistete Kühl-/Gefrierkombination Liebherr CP 3813 mit einem Kühlteil von 233 Litern und einem wesentlich grösseren Gefrierteil von 91 Litern hat einen Bruttoverkaufspreis von 2390 Franken. Bei Media Markt ist das A+++ Gerät für 869 Franken zu haben. Der Stromverbrauch pro Jahr liegt bei 155 kWh. Das ergibt Stromkosten von 465 Franken. Zusammen mit dem günstigen Kaufpreis sind das total 1334 Franken – 376 Franken weniger als beim A+Gerät. Beispiel 3: Der Gefrierschrank Bauknecht GKNA 3201 Optima No Frost (Energieklasse A+) hat bei Fust einen Normalpreis von 1999 Franken. Der Aktionspreis Mitte Februar 2013 lag bei 999 Franken. Das mit No-Frost-Technik ausgestatte 228-Liter-Gerät verbraucht pro Jahr 292 kWh. Über die Nutzungsdauer gerechnet ergibt das Stromkosten von 876 Franken. Zusammen mit dem Aktionspreis macht das total 1875 Franken. Ebenfalls im Fust-Angebot steht das Topten-Gerät Electrolux EUF 2641 FW No Frost (Energieklasse A+++). Der Normalpreis beträgt 2199 Franken. Mitte Februar 2013 bot Fust den 214-Liter-Gefrierer für 1299 Franken an. Der Stromverbrauch beträgt 146 kWh pro Jahr. Das ergibt bei einer fünfzehnjährigen Nutzungsdauer Stromkos­ten von 438 Franken. Zusammen mit dem Aktionspreis liegt das Total bei 1737 Franken – 138 Franken tiefer als beim A+Gerät.
Beispiel 2: Die Kühl-/Gefrierkombination Novamatic KS OLDI 270-IB (Energieklasse A+) kostet bei Fust normal 1499 Franken. Der Aktionspreis lag Mitte Februar 2013 bei 999 Franken. Für 240
ElectroluxGefrierschrank A+++: 1299 statt 2199 Franken Kühl-/Gefrierkombination A+++ von Liebherr: 869 statt 2390 Franken
A+ und A+++: Kühl- und Gefriergeräte im Kostenvergleich
Kühlschrank	Kühl-/Gefrierkombination	Gefrierschrank Marke	Bauknecht	Bosch***	Novamatic	Liebherr***	Bauknecht	Electrolux*** GKNA 3201 Optima	EUF 2641 FW Modell	KVA 170 Optima	KTL16PW42	KS OLDI 270-IB	CP 3813	No Frost	No Frost Anbieter (Online)	Fust	Media Markt	Fust	Media Markt	Fust	Fust Listenpreis/Normalpreis	499 Franken	1295 Franken	1499 Franken	2390 Franken	1999 Franken	2199 Franken Verkaufspreis (18.2.2013)	349 Franken	589 Franken	999 Franken	869 Franken	999 Franken	1299 Franken Nutzinhalt Kühlen	110 Liter	116 Liter	240 Liter	233 Liter	-	Nutzinhalt Gefrieren	16 Liter	16 Liter	30 Liter	91 Liter	228 Liter	214 Liter Energieeffizienzklasse	A+	A+++	A+	A+++	A+	A+++ Stromverbrauch pro Jahr	179 kWh	95 kWh	237 kWh	155 kWh	292 kWh	146 kWh Stromkosten*	537 Franken	285 Franken	711 Franken	465 Franken	876 Franken	438 Franken Total**	886 Franken	874 Franken	1710 Franken	1334 Franken	1875 Franken	1737 Franken * Nutzungsdauer 15 Jahre bei 20 Rp. kWh
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Bauten im Nachbarrecht Service
Bauten im Nachbarrecht Wie jedes Frühjahr setzt nun die Bausaison ein. Viele Hausbesitzer sehen sich mit grösseren oder kleineren Projekten in der Nachbarschaft konfrontiert. Wie ist die Rechtslage? TEXT Lukas Kramer
ragestellungen zum Nachbarrecht können generell in drei Bereiche aufgeteilt werden: Prob­leme mit Pflanzen (Sträucher Bäume Hecken usw.) Immissionen im engeren Sinn (wie z. B. Lärm und Rauch) und Bauten/Anlagen. Hier geht es um die letztgenannte Kategorie wobei besonders auch Kleinbauten (z. B. Schopf) und Grenzvorrichtungen (z. B. Zäune Mauern etc.) in der Praxis eine grosse Rolle spielen. Natürlich geht es auch bei Bauten und Anlagen letztlich um Immissionen wie z. B. Schattenwurf Lärm durch die damit verbundene Nutzung usw.
Zwei Rechtsgebiete massgeblich
In den letzten Jahrzehnten hat sich gestützt auf die Rahmengesetzgebung des Bundes (Raumplanungsgesetz RPG) eine Fülle von Bau- und Umweltvorschriften sogenannt öffentlich-rechtlicher Natur entwickelt. Solche Vorschriften zeichnen sich dadurch aus dass die zuständige Behörde von Amtes wegen für deren Einhaltung sorgen muss. Anders ist es beim sog. Zivilrecht wo der Grundsatz gilt: «Wo kein Kläger da kein Richter.» Es liegt auf der Hand dass ein sich beeinträchtigt fühlender Nachbar zunächst versuchen wird ein evtl. störendes Bau-
projekt über die öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften zu verhindern: Es genügt wenn er die Behörde verständigt und sich ggf. am baurechtlichen Verfahren eher passiv beteiligt. Er muss nicht wie im Zivilrecht einen Prozess selbst in Gang bringen und das Risiko von evtl. erheblichen Verfahrenskosten auf sich nehmen. Zwar vertritt das Bundesgericht die vernünftige Auffassung dass Einklang unter diesen zwei Rechtsgebieten herrschen sollte: Eine Baute die den örtlichen (öffentlichen) Vorschriften entspricht soll demgemäss auch zivilrechtlich «in Ordnung» sein. Allerdings ist dies
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Service Bauten im Nachbarrecht
nicht immer so: Gerade dort wo auch das Zivilrecht detaillierte Bestimmungen enthält z. B. betreffend Höhe und Abstand von Grenzvorrichtungen kann es passieren dass eine Anlage z. B. zivilrechtlich «in Ordnung» ist jedoch trotzdem eine Baubewilligung erfordert. (Beispiel: Im Kanton ZH darf eine Grenzmauer zivilrechtlich 1.5 m hoch sein dennoch ist ab 0.8 m Höhe eine Baubewilligung einzu­ holen.)
Was gilt jetzt genau? Öffentlich-rechtliche Bauvorschriften: Diese finden sich auf den Stufen Bund Kanton und Gemeinde (vereinzelt auch noch Region). Auf Bundesebene stellt das RPG eine Rahmengesetzgebung dar welche in der ganzen Schweiz wichtige Grund­ sätze aufstellt so z. B. die Baubewilligungspflicht als solche in Art. 22. Eine weitere wichtige Quelle sind die kantonalen Baugesetze mit den zugehörigen Verordnungen. Auf Gemeindestufe finden sich besonders in den Städten ebenfalls viele wichtige Bestimmungen. Die Ge­setze von Bund und Kantonen sind ausnahmslos im Internet aufzufinden (Bund: www.admin.ch >>> Systematische Samm­lung des Bundesrechts; die kantonalen Portale können via Bund aufgesucht werden oder direkt nach dem Muster www. zh.ch www.lu.ch usw.; die Vorschriften auf Gemeindeebene können noch nicht ganz landesweit per Internet abgerufen werden). Bauvorschriften bestehen meist einerseits aus Plänen andererseits aus Text. Bei den öffentlich-rechtlichen Bauvorschriften hat die örtliche Baubehörde (Gemeinde) vielfach einen weiten Ermessensspielraum besonders bei Gestaltungsfragen. Es ist also sinnvoll sich direkt dort zu erkundigen. Aus dem öffentlichen Recht können sich ferner ganz ortsspezifische Vorschriften ergeben in­dem z. B. ein Gartenschopf in einem bestimmten Bereich des Grundstückes aufgrund einer Baulinie nicht erstellt werden darf an einer anderen Stelle des Grundstücks jedoch schon. Zivilrechtliche (privatrechtliche) Vor­ schriften: Wichtige Grundsätze und Spe­­ zialfälle sind auf Bundesebene im Zivilgesetzbuch (ZGB) geregelt. Bei
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Es ist sinnvoll, sich direkt bei der Baubehörde zu erkundigen.
Grenzvorrichtungen und ähnlichem belässt das ZGB den Kantonen jedoch einen grossen Spielraum zur «regionaltypi­­ schen» Regelung. Die entsprechenden Vorschriften finden sich meist in den kantonalen Einführungsgesetzen zum ZGB (EG ZGB; Kt. TG: siehe sog. Flurgesetz).
Denkbar sind auch öffentlich-rechtliche Auflagen welche z. B. im Rahmen der (früheren) Baubewilligung gemacht wurden. Spezielle Regeln gelten im Mit- und Stockwerkeigentum wo viele bauliche Massnahmen nur auf der Grundlage eines Versammlungsbeschlusses erlaubt sind. Nicht selten gibt es auch private Baubeschränkungen und -verbote welche die betreffenden Grundstücke in Form von Dienstbarkeiten (Servituten) belasten bzw. begünstigen.
Baubewilligung nötig? Private Regelungen
Vereinbarungen Dienstbarkeiten Regle­ mente spezielle Vorschriften usw.: Bei Bauten und Anlagen im Nachbarrecht können eventuell besondere Vereinbarungen wie z. B. Dienstbarkeiten/Näherbaurechte Reglemente (z. B. bei Überbauungen) oder dergleichen vorhanden sein. In diesem Fall gehen diese der gesetzlichen Regelung fast immer vor.
Ob eine Baute oder Anlage bewilligungspflichtig ist ergibt sich grundsätzlich aus dem Bundesrecht. Die Kantone haben meistens konkretisierende Vorschriften erlassen (Beispiel: Kleinbaute im Kt. ZH nicht bewilligungspflichtig wenn überstellte Fläche nicht grösser als 2 m2 und Maximalhöhe 1.5 m ist). Allgemein kann gesagt werden dass es auf die Raumwirksamkeit des Vorhabens ankommt. Ob die Baute fest mit dem Boden verbunden (also
Grenzvorrichtungen: Zivilrecht besonders wichtig Alle Kantone haben hier in ihren Ausführungsgesetzen Bestimmungen über zu­ lässige Höhen und Abstände erlassen. Anders als bei Pflanzen finden sich bei Bauten und Anlagen selten Verjährungsregeln (Ausnahme z. B. TG). Diskussio­ nen gibt es manchmal beim Messen des massgeblichen Terrains; einzelne Kantone haben dies ebenfalls explizit geregelt (z. B. BE) bei anderen muss auf die Gerichtspraxis oder die öffentlichrecht­lichen Spezialvorschriften zurück­­­ ge­ grif­ fen werden. Mehrheitlich kann dabei vom ursprünglichen/gewachsenen Boden ausgegangen werden.
Grenzvorrichtung genau auf der Grenze
Bei Bauten und Anlagen geht es immer auch um Immissionen wie Schattenwurf Lärm durch die damit verbundene Nutzung usw.
etwa eingemauert) ist gibt daher keineswegs den Ausschlag. Auch kann nicht nur auf die geometrischen Abmessungen abgestellt werden sondern es spielt etwa bei spezielleren Projekten auch das Erschei-
Oft wird leichtfertig irgend ein Plan unterzeichnet.
sen. Die Verfahren sind kantonal unterschiedlich; massgeblicher Zeitpunkt ist jeweils die amtliche Ausschreibung des Vorhabens. Teilweise (ZH) muss dann rechtzeitig der baurechtliche Entscheid bestellt werden sonst verwirkt man sein Rekursrecht – und hat nichts mehr zu melden. Man darf also nicht darauf vertrauen man werde als Nachbar noch von der Behörde persönlich um seine Meinung gefragt bevor gebaut wird! Wurde ohne die erforderliche Bewilligung gebaut dann ist auch keine Frist gelaufen bzw. verstrichen. Diesfalls muss das Verfahren nachgeholt werden und der Bauherr riskiert zudem eine Busse. Gemäss Bundesgericht sind unbewil­ ligte Bau­ ten erst nach 30 Jahren «unantastbar» – jedoch nur dann wenn sie nicht sonstwie gefährlich oder dergleichen sind. Bei manchen Vorhaben ist die schriftliche Zustimmung des Nachbars erforderlich. Hier wird oft der Fehler gemacht dass leichtfertig irgendein Plan unterzeichnet wird und sich im Nachhinein herausstellt dass das Projekt doch nicht so harmlos ist wie geglaubt.
Nach Art. 670 ZGB wird an solchen Grenzvorrichtungen Miteigentum der Nach­ barn vermutet. Dementsprechend kommen die gesetzlichen Vorschriften über diese Eigentumsform (Art. 646 ff. ZGB) zur Anwendung. Meistens ist dies von Nachteil weil z. B. Unterhaltsmassnahmen dann nur bei Einstimmigkeit (zwei Miteigentümer) möglich sind.
Überragende Bauten Regelmässig betrifft dies ältere/vorbestehende Situationen. Der Überbau ist in Art. 674 ZGB geregelt. Überragende Bauteile (auch unterirdische) gehören ins Eigentum des Ausgangsgrundstückes.
nungsbild (Beispiel: Farbgebung) und die funktionale Auswirkung (Nutzungsweise z. B. Autoabstellplatz statt Vorgarten) eine Rolle. In städtischeren Gebieten sind die Behörden punkto Baubewilligungspflicht meist strenger als auf dem Land.
Verfahren, evtl. fehlende Bewilligung Bild: zVg
Findet ein Baubewilligungsverfahren statt muss der betroffene Nachbar minutiös darauf achten keine Fristen zu verpas-
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gen jeweils Mo-Fr von 10.00 h bis 12.00 h und 14.00 h–16.00 h. www.haus-beratung.ch
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Fehlende Jahresrechnungen ,
Familie P. aus Chur: Wir sind dabei eine grosse ca. 10-jährige Eigentumswohnung zu kaufen. Die Wohnung gefällt uns sehr gut und der Preis scheint uns auch ok. Allerdings gab es Probleme mit der Verwaltung weshalb es keine Jahresrechnungen für die letzten 2 Jahre gibt. Was muss man davon halten?
Grundsätzlich ist das ein Problem das mit der Zeit z. B. durch den Einsatz einer neuen Verwaltung behoben werden kann und sich langfristig nicht auswirken muss. Jedoch erschwert es Ihnen als Käufer natürlich die Beurteilung. Die Jahresrechnungen der letzten ca. 3 Jahre gehören bei Stockwerkeigentum eigentlich zu den (vielen) zwingend
Übernahme Familienliegenschaft
Sandra M. aus Winterthur: Ich möchte aus der Erbschaft meiner Eltern ein Einfamilienhaus übernehmen. Meine zwei Brüder (einzige Miterben) sind einverstanden nur beim Preis gibt es noch Differenzen obwohl wir zwei Schätzungen haben machen lassen die nur ca. Fr. 40’000.– auseinander liegen (bei einem Wert um die 1.7 Mio. Fr.). Was raten Sie mir?
Prinzipiell sollten Sie versuchen eine Einigung zu erzielen da der Weg über das Gericht mit Sicherheit mehr Kosten erzeugt und mehr Zeit benötigt aber nicht unbedingt zu einer besseren Lösung führt. Als übernehmende Erbin sollten Sie bei den
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Verhandlungen ins Feld führen dass Sie gewisse Risiken bzw. künftige Kosten übernehmen so etwa die bei einer Erbteilung aufgeschobene Grundstückgewinnsteuer (welche Sie dereinst bei einem Verkauf alleine tragen müssen). Weiter ist die in­ terne Übernahme gegenüber einem Freihandverkauf günstiger weil z. B. die Aufwände für Werbung und Verkauf wegfallen. Wie viel dafür einzusetzen ist lässt sich nicht generell sagen. Es lohnt sich aber diesen Aspekt fachmännisch beurteilen zu lassen. Ein weiterer Punkt ist folgender: Die Bereitschaft eine Immobilie familienintern eher günstig zu überlassen steigt wenn ein anschliessender Verkauf an einen Dritten für eine gewisse Zeit eingeschränkt wird. Dies kann mit einem Vorkaufsrecht und einem evtl. Gewinnbeteiligungsanspruch zugunsten der Miterben (auf eine Zeit von z. B. 10 Jahren befristet) bewerkstelligt werden.
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nötigen Unterlagen die man als Käufer haben sollte. Zum einen ist daraus ersichtlich mit welchen Kosten man zu rechnen hat und wie es um das Vermögen (namentlich Erneuerungsfonds) bestellt ist. Fast noch wichtiger ist es jedoch sich dahingehend abzusichern dass man keine «verdeckten» Schulden übernimmt. Diese Gefahr darf deshalb nicht unterschätzt werden weil z. B. für ausstehende Gemeinschaftskosten der letzten drei Jahre ein gesetzliches Pfand- und Retentionsrecht existiert (Art. 712i und 712k ZGB). Im schlimmsten Fall wird also auf die Wohnung und deren Inhalt gegriffen um die Schulden des Vorgängers bzw. Verkäufers zu decken. Sie müssen also mit anderen Mitteln (Auskünfte anderer Eigentümer Bankbelege Gemeinschaftskonti Auskünfte bei Dritten wie Lieferanten Gemeindewerken etc.) sicherstellen dass keine diesbezüglichen Risiken verborgen sind.
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Hypothekarberatung auf dem Prüfstand Immer wieder werden Stimmen laut, dass sich an der Finanzierungsberatung der Banken etwas ändern muss. Viele Kunden fühlen sich bei ihrer Bank nur bedingt gut aufgehoben. TEXT Werner Egli
nsbesondere dann wenn ein vertieftes Beratungsgespräch notwendig wird werden Vorbehalte angebracht. So fühlt sich der Kunde oft eher mit einem Verkaufsgespräch konfrontiert als mit einem guten Beratungsgespräch bedient. Dabei ist es gerade in diesen schwieri­ gen Zeiten der Banken- und Finanzkrise wichtig den Kunden die bestmögliche Beratung zu bieten ob und wie sie ihr Geld anlegen möchten oder wie eine Finan­ zierung für den Kauf von Wohneigentum optimal abgewickelt werden soll.
Allrounder an der Front Gerade im Hypothekargeschäft sind grosse Unterschiede bei der Beratung festzustellen. Es sind Banken zu erken­ nen die heute sogenannte Allrounder im Grundpfandgeschäft einsetzen. Diese Angestellten sind wohl in der Lage eine breite Angebotspalette von Bankdienst­ leistungen aufzuzeigen; eine vertiefte und fundierte Beratung in Spezialgebieten fehlt jedoch öfters. So wird das Hypo­ thekargeschäft dann meistens über die bekannten Formeln der Eigenkapital­ basis der Belehnung und der nachhalti­ gen Tragbarkeit abgewickelt. Dass nebst der Kreditfähigkeit aber auch eine Prü­ fung der Kreditwürdigkeit zu erfolgen hat wird vergessen. Die Fähigkeit einen Kredit zu bedie­ nen zu verzinsen und auch zurückzu­ zahlen wird anhand sogenannt «har­ ter» Faktoren beurteilt. Dazu dienen Ein­kommens- und Vermögensnachweise. Die Kreditwürdigkeit ist jedoch auf eher
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«weiche» Faktoren abgestützt. Ist der Kunde denn auch willens den Kredit im Sinne der Bank zu führen? Diese Aufgabe erfolgreich erfüllen zu können benötigt nebst Berufs- auch eine Portion Lebens­ erfahrung. Dann ist festzustellen dass bei der Hypothekarberatung eine wohl gut aus­ gebildete Crew von jüngeren Beratern eingesetzt wird die mit verhältnismäs­ sig günstigen Personalkosten die derzeit überaus knappen Margen im Kreditge­ schäft kostenmässig nicht noch weiter unter Druck setzen. Aufgrund ihres Al­ ters ist eine praktische Anwendung mit Wohneigentum bei vielen Beratern nicht vorhanden. Mit anderen Worten: Nur wenige Kun­ denberater im Hypothekargeschäft ver­ fügen auch über eigene Erfahrungen mit dem Kauf oder Bau eines Eigenheims. Das ist insofern unschön als die Bericht­ erstattung im Umgang mit Wohneigentum in einer Beratung doch viel zu einem er­ folgreichen Abschluss einer Hypothek beitragen kann. Der Kunde fühlt sich von einem mit beiden Füssen auf dem Boden stehenden Praktiker sicher besser be­ treut als von theoretischen Zinswerten von Belehnungsnormen und nachhaltiger Tragbarkeit.
Verbesserungspotenzial Es wird in Zukunft für den Erfolg des Hypo­thekargeschäftes entscheidend sein welche Banken ihre Vertriebskanäle rich­ tig steuern werden. Benötigt es weiterhin die klassische eher aufwendigere Bera­ tung oder wird auch die Beratung übers Internet vertieft Einzug halten? Wichtig ist jedenfalls dass das «Beratungserlebnis» verbessert wird. Hier gibt es bei einigen Banken noch einiges zu verbessern.
Schwierig wird es dann wenn junge und noch unerfahrene Berater auf Kunden stossen die an der Nähe des Pensions­ alters erstmalig Wohneigentum erwer­ ben wollen oder ihre seit Jahrzehnten
bestehende Hypothek neu ordnen möch­ ten oder müssen. Bei einer Finanzierung wirken die Generationsschwellen beson­ ders stark. Doch was will der Kunde nun wirklich? Will er denn nicht einfach eine möglichst hohe Hypothek und einen mög­ lichst tiefen Zins? Studien zeigen auf dass der Preis tatsächlich im Vordergrund steht. Dann aber muss auch die Beratung qualitativ stimmen. Komplexere Fragen der Kunden im Umfeld um den Kauf von Wohneigentum wollen beantwortet sein. Dazu ist eine hochstehende und persön­ liche Beratungsqualität welche sich nicht nur auf die reine Hypothek beschränkt sehr wichtig.
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Auflösung März-ausgabe
autosalon So können Sie gewinnen: Wählen Sie die Telefonnummer 0901 000 274 (Fr. 1.–/pro Anruf ab Festnetz) und sprechen Sie nach dem Signalton das Lösungswort Ihren Namen Ihre Adresse und Telefonnummer (inkl. Vorwahl) auf das Band. Schicken Sie ein SMS mit dem folgenden Text: NIK (Abstand) und das Lösungs­wort an 919 (Fr. 0.90/SMS). Beispiel: NIK HAUSTUERE. Schicken Sie uns eine Postkarte mit dem Lösungswort Ihrem Namen Ihrer Adresse und Telefon­nummer an: HAUS MAGAZIN Kreuzworträtsel Rötel­strasse 84 8057 Zürich. Einsendeschluss ist der 24. April 2013. (Anrufe und SMS werden an diesem Tag bis 24 Uhr entgegen­­ge­nommen.) Die Gewinner und die Lösungen werden in der Ausgabe Mai veröffentlicht. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
66 Haus magazin 3/2013
Einen Quooker FUSION inklusive Enbau im Wert von Fr. 2000.– hat gewonnen:
Irmgard Käch, Trüllikon
HAUS MAGAZIN Ausgabe Nr. 03 | April
Haus Magazin, die Zeitschrift für den Hauseigentümer, Ausgabe April 2013