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Timestamp: 2016-10-23 14:26:09
Document Index: 333313354

Matched Legal Cases: ['Art. 34', 'Art. 84', 'Art. 86', 'Art. 87', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 8', 'Art. 156']

1P.145/2006 (22.05.2006)
1P.145/2006 /ggs
Baukonsortium Z.________, Beschwerdegegner, vertreten durch Advokat Roman Zeller,
Einwohnergemeinde Bottmingen, Schulstrasse 1, 4103 Bottmingen,
Am 10. Dezember 2003 reichte das Baukonsortium Z.________ beim Bauinspektorat des Kantons Basel-Landschaft (BIT) ein Baugesuch f�r die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit Autoeinstellhalle auf der Parzelle Nr. 3021 des Grundbuchs der Gemeinde Bottmingen an der Joachimsackerstrasse ein. Gegen das Bauvorhaben erhoben mehrere Anwohner Einsprache. Am 28. Juni 2004 wies das BIT die Einsprachen ab.
Dagegen erhoben X.________ sowie das Ehepaar Y.________ Beschwerde an die Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft. Diese wies die Beschwerden am 16. Dezember 2004 ab.
Gegen den Entscheid der Baurekurskommission gelangten X.________ sowie das Ehepaar Y.________ mit Beschwerde an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsgericht. Dieses f�hrte am 19. Oktober 2005 eine Parteiverhandlung durch und holte anschliessend verschiedene Unterlagen, namentlich zur Zul�ssigkeit der vorgesehenen Dachform, ein. Am 16. November 2005 wies das Kantonsgericht die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.
Gegen den kantonsgerichtlichen Entscheid erheben X.________ sowie das Ehepaar Y.________ staatsrechtliche Beschwerde an das Bundesgericht. Sie beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Sache sei zur Neuentscheidung an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen. Zudem ersuchen sie um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung.
Das Baukonsortium Z.________ (im Folgenden: der Beschwerdegegner) beantragt Abweisung der Beschwerde. Die Gemeinde Bottmingen verweist auf ihre vorinstanzlichen Stellungnahmen. Das Kantonsgericht hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Am 7. April 2006 wurde der staatsrechtlichen Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt.
Mit Verf�gung vom 26. April 2006 stellte der Instruktionsrichter fest, dass die Baubewilligung noch nicht erteilt worden sei; es stelle sich deshalb die Frage, ob es sich beim angefochtenen Urteil um einen Endentscheid handle. Den Beteiligten wurde Gelegenheit gegeben, hierzu Stellung zu nehmen.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid �ber Einsprachen gegen ein Bauvorhaben innerhalb der Bauzone, der sich ausschliesslich auf kantonales und kommunales Baurecht st�tzt. Dagegen steht nur die staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte der B�rger offen (Art. 34 Abs. 3 RPG; Art. 84 Abs. 1 lit. a, Abs. 2 und Art. 86 OG).
1.1 Mit staatsrechtlicher Beschwerde k�nnen Endentscheide angefochten werden; Zwischenentscheide sind nur ausnahmsweise selbst�ndig anfechtbar, namentlich wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken k�nnen (Art. 87 Abs. 2 und 3 OG). Ein Endentscheid ist jeder Entscheid, der ein Verfahren vorbeh�ltlich der Weiterziehung an eine h�here Instanz abschliesst, sei es durch einen Entscheid in der Sache selbst, sei es aus prozessualen Gr�nden. Als Zwischenentscheid gelten jene Entscheide, die das Verfahren nicht abschliessen, sondern bloss einen Schritt auf dem Weg zum Endentscheid darstellen (BGE 128 I 3 E. 1b S. 7; 122 I 39 E. 1a/aa S. 41).
1.1.1 Das Baubewilligungsverfahren ist in den �� 124 ff. des Raumplanungs- und Baugesetzes des Kantons Basel-Landschaft vom 8. Januar 1998 (RBG) und den �� 86 ff. der dazugeh�rigen Verordnung vom 27. Oktober 1998 (RBV) geregelt. Danach ist das Baugesuch bei der Baubewilligungsbeh�rde einzureichen (� 124 Abs. 1 RBG). Gesuche, die offensichtlich gegen zwingende �ffentlichrechtliche Bestimmungen verstossen, werden ohne Publikation und Auflage abgewiesen (� 124 Abs. 4 RBG). Weist ein Baugesuch keine derartigen M�ngel auf, wird es im Amtsblatt ver�ffentlicht und in der betroffenen Gemeinde w�hrend zehn Tagen �ffentlich aufgelegt (� 126 Abs. 1 RBG). Wer gegen ein Bauvorhaben Einwendungen hat, kann Einsprache erheben (� 127 Abs. 1 RBG). Der Gemeinderat ist verpflichtet, Einsprache zu erheben, wenn Bau- und Planungsvorschriften verletzt sind (� 127 Abs. 3 RBG). Die Baubewilligungsbeh�rde entscheidet �ber das Baugesuch sowie �ber die eingegangenen Einsprachen sp�testens innert drei Monaten (� 128 Abs. 5 RBG). Die Baubewilligung wird gem�ss � 129 Abs. 1 RBG erteilt, wenn das Bauvorhaben den gesetzlichen Bestimmungen entspricht und �ber die Einsprachen �ffentlichrechtlicher Natur rechtskr�ftig entschieden worden ist. Mit den Abbruch- oder Bauarbeiten darf erst begonnen werden, wenn die rechtskr�ftige Baubewilligung oder eine Teilbaubewilligung vorliegt (� 130 RBG).
1.1.2 Sowohl die Beschwerdef�hrer als auch das Kantonsgericht Basel-Landschaft und das BIT vertreten die Auffassung, der Entscheid des Verwaltungsgerichts �ber die Einsprachen sei ein Endentscheid, auch wenn die Baubewilligung noch nicht erteilt worden sei.
Das Kantonsgericht hebt in seiner Stellungnahme hervor, dass die Baubewilligungsbeh�rde �ber das Baugesuch und �ber die Einsprachen zusammen entscheide. Die Baubewilligung werde im Kanton Basel-Landschaft erst nach dem rechtskr�ftigen Abschluss des Baubewilligungsverfahrens erteilt und sei selbst nicht mehr anfechtbar. Anfechtungsobjekt f�r die staatsrechtliche Beschwerde sei deshalb nicht die Baubewilligung, sondern der kantonal letztinstanzliche Entscheid des Kantonsgerichts, mit dem die Baurechtskonformit�t des umstrittenen Bauprojekts best�tigt und die Einsprachen abgewiesen w�rden. Dieser Entscheid sei als Endentscheid zu qualifizieren.
Auch das BIT betont, dass die Baubewilligung nicht mehr mit der Begr�ndung angefochten werden k�nne, das Baugesuch entspreche den massgeblichen �ffentlichrechtlichen Bestimmungen nicht und sei nicht bewilligungsf�hig; dies m�sse im vorg�ngigen Einspracheverfahren geltend gemacht werden. Die Baubewilligung k�nne allenfalls noch bez�glich Nebenbestimmungen wie Auflagen und Bedingungen angefochten werden (vgl. � 133 Abs. 1 RBG). Sofern jedoch im Einspracheverfahren erhobene Einsprachen Auswirkungen auf die Baubewilligung h�tten, w�rden diesbez�gliche Auflagen oder Bedingungen bereits vorg�ngig im Einspracheentscheid abgehandelt.
Die Beschwerdef�hrer weisen darauf hin, dass sie den kantonalen Rechtsmittelweg vollst�ndig beschritten h�tten; gegen die Baubewilligung stehe ihnen kein Rechtsmittel mehr zur Verf�gung. Die Erteilung der Baubewilligung sei nach der Erledigung des Einspracheverfahrens eine blosse Formalit�t. Das Verfahren sei im Kanton Basel-Landschaft bewusst so ausgestaltet worden, dass die Auseinandersetzung zwischen dem Baugesuchsteller und den Einsprechern rechtskr�ftig entschieden sein m�sse, bevor die Baubewilligung erteilt werde, denn sobald diese vorliege, d�rfe mit den Bauarbeiten begonnen werden.
1.1.3 Aus diesen Ausf�hrungen ergibt sich, dass im Einspracheverfahren nicht nur �ber die geltend gemachten Einsprachen, sondern auch �ber "das Baugesuch" (� 128 Abs. 5 RBG) entschieden wird. Schon im Einspracheverfahren wird somit gepr�ft, ob das Baugesuch den massgeblichen �ffentlichen Bestimmungen entspricht. Mit rechtskr�ftigem Abschluss des Einspracheverfahrens ist deshalb rechtskr�ftig �ber die Bewilligungsf�higkeit des Baugesuchs entschieden.
Die Baubewilligung wird nach dem Baselbieter System erst erteilt, wenn keine Rechtsstreitigkeiten �ber die Bewilligungsf�higkeit eines Baugesuchs mehr h�ngig sind und deshalb mit den Bauarbeiten begonnen werden darf. Der Baubewilligung kommt damit praktisch die Funktion einer Baufreigabe zu. Es entspricht der Logik dieses Systems, die Baubewilligung erst nach dem bundesgerichtlichen Entscheid �ber die staatsrechtliche Beschwerde der Nachbarn zu erteilen. Dies setzt voraus, dass das Bundesgericht auf derartige Beschwerden eintritt, noch bevor die Baubewilligung erteilt worden ist.
Aus diesen Gr�nden ist der angefochtene Entscheid des Kantonsgerichts als Endentscheid anzusehen, der das Baugesuchsverfahren abschliesst, auch wenn die Baubewilligung noch nicht vorliegt.
1.2 Zu pr�fen ist weiter die Legitimation der Beschwerdef�hrer, die eine Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV) geltend machen.
Nach st�ndiger Rechtsprechung verschafft das allgemeine Willk�rverbot, das bei jeder staatlichen Verwaltungst�tigkeit zu beachten ist, f�r sich allein dem Betroffenen keine gesch�tzte Rechtsstellung im Sinne von Art. 88 OG. Die Legitimation zur Willk�rr�ge besteht erst dann, wenn der angefochtene Entscheid den Beschwerdef�hrer in seiner Rechtsstellung ber�hrt und damit in seine rechtlich gesch�tzten Interessen eingreift. Dies trifft bloss zu, wenn die willk�rliche Anwendung einer Norm ger�gt wird, welche dem Beschwerdef�hrer einen Rechtsanspruch einr�umt oder den Schutz seiner beeintr�chtigten Interessen bezweckt (BGE 126 I 81 E. 2 ff. mit Hinweisen zur Praxis zu Art. 4 aBV).
Eigent�mer benachbarter Grundst�cke sind praxisgem�ss befugt, die Erteilung einer Baubewilligung anzufechten, wenn sie die Verletzung von Bauvorschriften geltend machen, die ausser den Interessen der Allgemeinheit auch oder in erster Linie dem Schutz der Nachbarn dienen. Zus�tzlich m�ssen sie dartun, dass sie sich im Schutzbereich der Vorschriften befinden und durch die behaupteten widerrechtlichen Auswirkungen der Bauten betroffen werden (BGE 127 I 44 E. 2d S. 47; 118 Ia 232 E. 1a S. 234 mit Hinweisen).
1.2.1 Bestimmungen �ber die Geschosszahl ordnen das Mass der zul�ssigen Ausn�tzung eines Grundst�cks. Ihnen kommt nach der Rechtsprechung auch eine nachbarsch�tzende Funktion zu (BGE 117 Ia 18 E. 2b S. 20). Die Beschwerdef�hrer befinden sich als Eigent�mer von Parzellen, die sich unmittelbar neben bzw. in Sichtweite des Baugrundst�cks befinden, im Schutzbereich dieser Bestimmungen und sind daher zur R�ge der willk�rlichen Rechtsanwendung befugt.
In diesem Zusammenhang k�nnen sie auch geltend machen, das Kantonsgericht sei ohne sachlichen Grund, unter Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots (Art. 8 BV), von seiner eigenen Rechtsprechung abgewichen und habe sich mit den Argumenten der Beschwerdef�hrer unter Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) nicht gen�gend auseinandergesetzt.
1.2.2 Soweit die Beschwerdef�hrer dagegen die willk�rliche Anwendung der allgemeinen �sthetikklausel des Zonenreglements der Gemeinde Bottmingen r�gen, sind sie nicht zur Beschwerde legitimiert, da derartige Bestimmungen nur dem Schutz �ffentlicher Interessen dienen (BGE 118 Ia 232 E. 1b S. 235 mit Hinweisen; vgl. zuletzt Entscheide 1P.46/2005 vom 21. M�rz 2005 E. 1.1, publ. in SJ 2005 I S. 490; 1P.325/2000 vom 7. Juli 2000 E. 1c/cc, publ. in RDAF 2000 I S. 450).
1.3 Zu pr�fen ist schliesslich, inwiefern noch ein aktuelles praktisches Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheids besteht.
Unstreitig hat der Beschwerdegegner ein zweites Baugesuch (Nr. 1701/ 2004) eingereicht, das sich im Wesentlichen nur in der Dachform vom ersten Gesuch unterscheidet (Mansarden- statt Bogendach). Die dagegen gerichteten Einsprachen wies das BIT am 16. Februar 2004 ab. Derzeit ist ein Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht h�ngig.
Der Beschwerdegegner hat allerdings nie auf die Realisierung des vorliegend streitigen Bauvorhabens verzichtet; im Gegenteil: Im kantonalen Verfahren hat er ausgef�hrt, dass er nach wie vor beabsichtige, in erster Linie das erste Baugesuch (Nr. 0002/2004) auszuf�hren. Insofern besteht weiterhin ein aktuelles Interesse an der Beschwerdef�hrung.
1.4 Nach dem Gesagten ist - vorbeh�ltlich rechtsgen�gender R�gen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG) - auf die Beschwerde einzutreten, soweit die willk�rliche und rechtsungleiche Anwendung von Bestimmungen �ber die Geschosszahl sowie die Verletzung des rechtlichen Geh�rs ger�gt werden.
Die Parzelle Nr. 3021 befindet sich in der zweigeschossigen Wohnzone (W2a). Die kommunalen und kantonalen Instanzen nahmen an, das Bauprojekt weise zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss unter einem Bogendach mit wenigen Flachdachbereichen auf.
2.1 Die Beschwerdef�hrer sind dagegen der Auffassung, das Bauvolumen unter dem zur�ckgesetzten Bogendach sei als drittes Vollgeschoss bzw. als �berdimensionierte und deshalb unzul�ssige Dachaufbaute zu qualifizieren: Ein Aufbau auf einem Flachdach, der mehr als 60% der Fl�che der darunter liegenden Vollgeschosse abdecke und deshalb nicht mehr als Dachaufbau bewilligt werden k�nne, d�rfe nur bewilligt werden, wenn er die Anforderungen an ein Attikageschoss erf�lle. Dies sei vorliegend nicht der Fall, weil der Aufbau nicht um das Mass der H�he, sondern nur um ca. einen Meter von der Fassade zur�ckversetzt sei.
Die vom Gericht in E. 6b/ee (recte: ff) gegebene Begr�ndung, es handle sich nicht um eine Attikaaufbaute, weil keine umlaufende Terrasse vorhanden sei, sei widerspr�chlich und willk�rlich: Missachte eine Dachaufbaute eine zentrale Vorschrift f�r Attikaaufbauten, n�mlich die R�ckversetzung um das Mass der H�he, so m�sse sie als Vollgeschoss gerechnet werden. Dies habe das Kantonsgericht in seinen Urteilen vom 25. Oktober 2000 und vom 18. April 2001 (Basellandschaftliche Verwaltungsgerichtsentscheide 2000 S. 119 ff., insbes. S. 123, und 2001, S. 71 ff., insbes. S. 75) zutreffend entschieden. Im angefochtenen Entscheid weiche das Kantonsgericht ohne sachlichen Grund und ohne vern�nftige Begr�ndung von seiner bisherigen Praxis ab; dies verletze das Rechtsgleichheitsgebot.
Die Argumentation des angefochtenen Entscheids, wonach es sich um eine besondere Dachform handle, entleere die Vorschriften �ber Attikaaufbauten v�llig ihres Sinnes, weil dann jeder noch so gross geartete Aufbau auf einem Flachdach als "Dachform" bewilligt werden k�nnte.
2.2 Gem�ss dem geltenden Zonenreglement Siedlung der Gemeinde Bottmingen vom 9. April 1992 (Zonenreglement) ist die Dachform in der Zone W2a frei w�hlbar; Minimalbestimmungen �ber die Neigung der D�cher oder die Kniestockh�he fehlen.
Daraus folgerte das Kantonsgericht, dass neben den klassischen Dachformen auch eher exotische Formen zul�ssig seien, wie beispielsweise Kuppel-, Tonnen- oder Bogend�cher. Zul�ssig seien auch Mischformen, z.B. Kombinationen von Flachd�chern mit geneigten oder gew�lbten D�chern. Entscheide sich ein Bauherr f�r die Verkleinerung eines Daches innerhalb des Geb�udeprofils und mit zul�ssiger Dachform, werde das Dach nicht pl�tzlich zu einem Dachaufbau.
Im vorliegenden Fall habe der Gemeinderat die allseitige R�cksetzung des Daches um mindestens 80 cm von den Fassadenfluchten verlangt, da das urspr�ngliche Projekt mit R�ckspr�ngen von nur 30 bzw. 40 cm beinahe die Fl�che der darunter liegenden Vollgeschosse erreicht h�tte. Im jetzigen Bauprojekt komme das Dach allseitig um rund einen Meter hinter den Fassadenfluchten zu liegen. Sowohl das urspr�nglich geplante Dach als auch das jetzt projektierte Dach l�gen innerhalb des gem�ss Normblatt ZR 6/63 der kantonalen ZonenreglementsnormalienSiedlung zul�ssigen Rhombus f�r Dachgeschosse.
H�tte somit schon das urspr�nglich geplante Bogendach bewilligt werden m�ssen, so d�rfe die - auf Wunsch der Gemeinde erfolgte - Verkleinerung des Daches durch R�ckversetzung des Dachansatzes nicht dazu f�hren, dass dieses nunmehr den Vorschriften �ber Dachaufbauten unterstellt oder gar als Vollgeschoss qualifiziert und deswegen die Bewilligung verweigert werde. Andernfalls w�rde ein kleineres, die Nachbarschaft und insbesondere das Quartier- und Ortsbild viel weniger pr�gendes Bauvorhaben mit einem Male strengeren Planungsvorschriften unterliegen als ein mit gr�sserem Raumvolumen ausgestattetes Projekt.
Das Kantonsgericht kam deshalb zum Ergebnis, das von der Fassade zur�ckversetzte Bogendach sei eine zul�ssige Dachform, mit der Folge, dass das darunter befindliche Bauvolumen als Dachgeschoss und nicht als Dachaufbaute oder als Vollgeschoss zu qualifizieren sei.
2.3 Mit diesen Erw�gungen des Kantonsgerichts setzen sich die Beschwerdef�hrer nicht n�her auseinander. Sie bestreiten auch die Pr�misse des Kantonsgerichts, wonach ein bis zu den Fassaden reichendes Bogendach h�tte bewilligt werden m�ssen, nicht. Ihre Kritik beschr�nkt sich im Wesentlichen auf den Vorwurf, die besonderen Vorschriften �ber Attikaaufbauten seien umgangen worden. Es erscheint bereits fraglich, ob diese Begr�ndung den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG gen�gt (vgl. dazu BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3/4; 117 Ia 10 E. 4b S. 12). Die Frage kann jedoch offen bleiben, weil sich die Willk�rr�ge jedenfalls als unbegr�ndet erweist.
Die Beschwerdef�hrer lassen bei ihrer Kritik ausser Acht, dass das Zonenreglement (unter bestimmten Voraussetzungen) nicht nur Dachaufbauten, sondern auch Dachgeschosse, d.h. unter dem Dach liegende Bauteile, zul�sst, die nicht als Vollgeschosse z�hlen. Handelt es sich beim streitigen Bauelement um ein Dach bzw. eine zul�ssige Dachform, so liegt ein Dachgeschoss vor, und die Vorschriften �ber Dachaufbauten, zu denen auch Attikageschosse geh�ren, kommen von vornherein nicht zur Anwendung.
Dies kann dazu f�hren, dass bestimmte Bauten als Dachgeschosse zul�ssig sind, die als Attikageschoss nicht bewilligt werden k�nnten. Dies ist jedoch die Konsequenz der von der Gemeinde freigegebenen Dachform, die dem Bauherrn einen grossen Gestaltungsspielraum einr�umt.
Es ist den Beschwerdef�hrern einzur�umen, dass die Unterscheidung zwischen einer Aufbaute auf einem Flachdach einerseits und einer besonderen Dachform mit Flachdachanteil andererseits nicht leicht ist. Die Argumentation des Kantonsgerichts, wonach ein verkleinertes (weil zur�ckversetztes) Dach bewilligungsf�hig sein m�sse, wenn auch ein gr�sseres, direkt an der Fassade ansetzendes Dach, ohne Flachanteil, bewilligt werden m�sste, kann jedoch nicht als willk�rlich bezeichnet werden (zur Willk�rdefinition vgl. BGE 125 I 166 E. 2a S. 168; 125 II 10 E. 3a S. 15, 129 E. 5b S. 134; je mit Hinweisen).
Sie erlaubt auch eine Unterscheidung zwischen besonderen Dachformen und Attikageschossen, soweit letztere - wie es die Regel ist - senkrechte Fassaden aufweisen: W�rden die Fassaden der Attikaaufbaute bis zur Fassadenflucht der darunterliegenden Vollgeschosse vorgezogen, so l�ge klarerweise ein zus�tzliches Vollgeschoss mit Flachdach und keine eigenst�ndige Dachform vor, weil den senkrechten Fassaden keine Bedachungsfunktion zukommt.
2.4 Das Kantonsgericht hat sich in E. 6b/ee [recte ff] S. 9 kurz mit der Frage befasst, ob auch Aufbauten ohne senkrechte Fassaden als Attikageschosse bewilligt werden k�nnten. Nachdem es sich klarerweise um ein obiter dictum handelt, braucht auf die von den Beschwerdef�hrern an dieser Erw�gung ge�bte Kritik nicht eingegangen zu werden. Zu weiteren Ausf�hrungen war das Kantonsgericht nicht verpflichtet, nachdem es willk�rfrei entschieden hatte, es liege ein Dachgeschoss und keine Dachaufbaute vor. Insofern erweist sich auch die R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) als unbegr�ndet.
2.5 Die von den Beschwerdef�hrern zitierten Kantonsgerichtsentscheide betreffen nicht die Abgrenzung zwischen Dachgeschossen und -aufbauten, sondern die Abgrenzung zwischen Dachaufbauten (insbesondere Attikageschossen) und Vollgeschossen. Zu beurteilen waren damals Dachaufbauten mit senkrechten Fassaden, weshalb sich die Frage, ob sie als besondere Dachformen qualifiziert werden k�nnten, von vornherein nicht stellte (vgl. oben, E. 2.3 a.E.). Die Beschwerdef�hrer legen auch nicht dar, inwiefern die Rechtslage vergleichbar war, d.h. auch bei den damaligen Bauvorhaben die Dachform frei gew�hlt werden durfte. Mangels Vergleichbarkeit der Sach- und Rechtslage ist keine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots (Art. 8 BV) ersichtlich.
Nach dem Gesagten erweist sich die staatsrechtliche Beschwerde als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdef�hrer geb�hren- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 und 159 OG).
Die Beschwerdef�hrer haben den Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Einwohnergemeinde Bottmingen, der Baurekurskommission und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, schriftlich mitgeteilt.