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Timestamp: 2017-03-25 17:52:46
Document Index: 85348009

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 65', 'Art. 66']

9C_317/2016 (25.08.2016)
9C_317/2016 Urteil vom 25. August 2016
A. Der 1958 geborene A.________ absolvierte im Jahre 1982 eine Anlehre als Fassadenisolateur und übte diese Tätigkeit mit Unterbrüchen bei verschiedenen Arbeitgebern aus. Seit dem 16. April 2012 war er bei seinem Bruder angestellt. Am 26. März 2014 meldete er sich wegen Krankheit bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach Abklärungen und Durchführung des Vorbescheidverfahrens verneinte die IV-Stelle des Kantons Zürich mit Verfügung vom 10. August 2015 einen Leistungsanspruch.
B. Eine hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom 24. März 2016 ab.
C. A.________ beantragt mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, der Entscheid vom 24. März 2016 sei aufzuheben und es sei ihm spätestens ab September 2014 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache an das kantonale Gericht zur Einholung eines polydisziplinären Gerichtsgutachtens zurückzuweisen; subeventualiter seien ihm Eingliederungsmassnahmen zuzusprechen.
1. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gemäss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann deren Sachverhaltsfeststellung auf Rüge hin oder von Amtes wegen berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht, und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 105 Abs. 2 BGG und Art. 97 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG) und ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erwägungen der Vorinstanz gebunden (BGE 134 I 65 E. 1.3 S. 67 f.; 134 V 250 E. 1.2 S. 252; je mit Hinweisen).
3. Die Vorinstanz hat die massgeblichen Gesetzesbestimmungen über die Entstehung des Rentenanspruchs und die gemäss der Rechtsprechung zum Beweiswert ärztlicher Gutachten und Berichte ergangenen Grundsätze zutreffend dargelegt. Es wird auf E. 1.1 bis 1.4 des angefochtenen Entscheides verwiesen. Zu ergänzen ist, dass der Rentenanspruch frühestens im Zeitpunkt entsteht, in welchem der Versicherte während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Wesentlich ist ein Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29ter IVV). Arbeitsunfähigkeit ist gemäss Art. 6 ATSG die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen - resp. bei langer Dauer auch in einem anderen - Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten.
4. Streitig und primär zu prüfen ist, ob die Vorinstanz den Anspruch auf eine Invalidenrente zu Recht abgelehnt hat. Dabei steht die Frage im Vordergrund, ob der Beschwerdeführer das sogenannte Wartejahr erfüllt hat, das heisst während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; vgl. dazu MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, N. 23 ff. zu Art. 28 IVG).
5. Der Beschwerdeführer rügt im Weitern sinngemäss eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Er macht u.a. geltend, das kantonale Gericht habe ohne Begründung und ohne Rechtsgrund auf die in der Beschwerde an das kantonale Gericht beantragte Befragung der beiden Ärzte Dr. med. E.________ und Dr. med. B.________ verzichtet. Diese beiden Ärzte hätten insbesondere Angaben zum strittigen Beginn der Arbeitsunfähigkeit machen können.
6. Schliesslich hat die Vorinstanz die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen (insbesondere berufliche Massnahmen) als nicht erfüllt erachtet. Dies mit der Begründung, der Beschwerdeführer sei im Zeitpunkt des Verfügungserlasses (10. August 2015) weder als invalid noch als von Invalidität bedroht zu betrachten gewesen, zumal gemäss Bericht des Dr. med. B.________ vom 25. März 2015 spätestens ab 15. Januar 2015 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Hieran änderten die im Beschwerdeverfahren eingereichten Zeugnisse und Arztberichte nichts, wonach weitere Behandlungen stattgefunden hätten, weil keine Anhaltspunkte für eine längere Zeit dauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestünden. Somit sei unverändert von einer lediglich intermittierenden Arbeitsunfähigkeit auszugehen, welche auf die einzelnen operativen Eingriffe mit kurzen Hospitalisationen und allenfalls ab Mai 2015 auch auf die für einen beschränkten Zeitraum angeordneten Instillationsbehandlungen zurückzuführen seien.
7. Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 Abs. 1 BGG). Die Gerichtskosten werden dem unterliegenden Beschwerdeführer auferlegt (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).