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Timestamp: 2020-04-02 22:04:43
Document Index: 11629367

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 22', 'Art. 23', 'Art. 9', 'Art. 18', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 22', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 22']

Verordnung des EJPD vom 8. Oktober 2014 über die Leistungs- und Qualitätsanforderungen für forensische DNA-Analyselabors (DNA-Analyselabor-Verordnung EJPD)
Ordonnance du DFJP du 8 octobre 2014 sur les exigences de prestations et de qualité requises pour les laboratoires forensiques d’analyse d’ADN (Ordonnance du DFJP sur les laboratoires d’analyse d’ADN)
Ordinanza del DFGP dell' 8 ottobre 2014 sulle prestazioni e le caratteristiche qualitative per i laboratori di analisi forense del DNA (Ordinanza del DFGP sui laboratori di analisi del DNA)
1. Abschnitt: Leistungen der forensischen DNA-Labors
Art. 2 Basisleistungen
Art. 3 Anforderungen an die Analyse der Proben von Personen
Art. 4 Anforderungen an die Analyse von Spuren
Art. 5 Erweiterte Bearbeitung von Spuren
Art. 6 Berücksichtigung von Abweichungen bei der DNA-Analyse
Art. 7 Analyse von zusätzlichen DNA-Systemen
Art. 8 Profilbestätigungen
Art. 9 Aufbewahrung und Vernichtung der Laboranalysedaten vo...
Art. 11 Verfügbarkeit des Labors
Art. 12 Weitervergabe eines Auftrags
Art. 13 Qualitätsprüfung
Art. 14 Arbeitssprache
2. Abschnitt: Betrieb des Labors
Art. 15 Qualifikation des Personals
Art. 16 Interessenkonflikt
Art. 17 Rechnungsstellung
Art. 18 Massnahmen zur Sicherstellung des Datenschutzes und ...
Art. 19 Kommunikationsplattform
Art. 20 Meldungen an fedpol
Art. 21 Verwaltung der Analyseergebnisse
Art. 22 Massnahmen bei Einstellung des Betriebs eines Labors
Art. 23 Aufhebung eines anderen Erlasses
Liste der zu analysierenden Loci
Verordnung des EJPD über die Leistungs- und Qualitätsanforderungen für forensische DNA-Analyselabors
(DNA-Analyselabor-Verordnung EJPD)
vom 8. Oktober 2014 (Stand am 1. Januar 2015)
gestützt auf die Artikel 2 Absatz 3 und 20 der DNA-Profil-Verordnung vom 3. Dezember 20041,
1 Das Labor muss gemäss der Norm ISO/IEC 17025, 20051 akkreditiert sein.
2 Es muss für sämtliche Leistungen nach den Artikeln 2–8 akkreditiert sein.
3 Soweit diese Verordnung nichts anderes regelt, erfolgt die Analyse nach den Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin vom 1. Juni 20122 zur internen Qualitätssicherung bei Spurenuntersuchungen mittels DNA-Untersuchungstechniken.
4 Die laborinternen Prozessschritte müssen auf eine eindeutige und fehlerfreie Bearbeitung ausgelegt sein.
5 Die zu analysierenden DNA-Systeme (Loci) werden im Anhang geregelt.
1 Gegen Bezahlung zu beziehen bei: International Organization for Standardization, ISO Central Secretariat, 1, ch. de la Voie-Creuse, CP 56, 1211 Genf 20, oder über: HYPERLINK "http://www.iso.org" > Store > Standards catalogue.
2 www.sgrm.ch > Forensische Genetik > Über die Sektion > Dokumente
1 Die Leistungen, die bei jedem Analyseauftrag zu erbringen sind (Basisleistungen), umfassen alle Arbeitsschritte im Zusammenhang mit der Analyse des Untersuchungsmaterials von der Annahme des Materials im Auftrag der Behörde bis zur Übergabe des Analyseergebnisses.
2 Die Basisleistungen umfassen:
die Empfangsbestätigung und die Registrierung von Fallinformationen;
die Doppelanalyse des Untersuchungsergebnisses;
die Konversion der Profildaten in das File-Format des DNA-Profil-Informationssystems (Informationssystem) und die Kontrolle dieses Files;
die Datenübermittlung an die Koordinationsstelle;
im Falle eines Treffers: die Datenverifikation mit der Koordinationsstelle;
die sachgerechte Aufbewahrung und allfällige Verwaltung des Analysematerials oder dessen Rückgabe beziehungsweise Vernichtung gemäss den gesetzlichen Vorgaben;
die sachgerechte Aufbewahrung der Laborunterlagen beziehungsweise deren Vernichtung gemäss den gesetzlichen Vorgaben;
die vollständige und nachvollziehbare Dokumentation aller Arbeitsschritte.
3 Die Aufträge sind innerhalb der folgenden Zeiten zu bearbeiten:
Probe einer Person: innert sechs Arbeitstagen;
Probe einer Person express: innert zwei Arbeitstagen oder nach Vereinbarung;
einfache Spur: innert zwölf Arbeitstagen;
Spur express: innert sechs Arbeitstagen oder nach Vereinbarung;
Spur aus umfangreichem Fall: nach Vereinbarung;
komplexe, schwierige Spur: nach Vereinbarung;
lokaler Vergleich: nach Vereinbarung;
Profilbestätigung: innert einem Arbeitstag; ausgenommen sind komplexe, schwierige Profile.
4 Die Vorgaben nach Absatz 3 Buchstaben a und c müssen innerhalb eines Zeitraums von einem Jahr für mindestens 96 Prozent der Proben beziehungsweise Spuren erfüllt werden.
5 Die Bearbeitungszeit beginnt mit dem Eingang des Materials im Labor und endet mit der Übermittlung des Analyseresultats an den entsprechenden Empfänger.
6 Sind besondere Vorkommnisse wie Grossereignisse oder Massenuntersuchungen zu bewältigen, so ergreift das Labor die erforderlichen Massnahmen, damit der Auftrag fristgerecht erfüllt werden kann.
1 Jede Probe von Personen muss doppelt analysiert werden; die beiden Analysen haben personell oder zeitlich unabhängig voneinander zu erfolgen.
2 Eine Analyse umfasst:
zwei unabhängige DNA-Extraktionen;
eine DNA-Profilerstellung pro Extraktion;
die Kontrolle und Freigabe der Profile.
1 Jede Spur muss doppelt analysiert werden; die beiden Analysen haben personell oder zeitlich unabhängig voneinander zu erfolgen.
je nach Spurenmenge und Spurenqualität zwei unabhängige DNA-Extraktionen;
eine DNA-Profilerstellung pro Extraktion oder zwei unabhängige DNA-Profil-Erstellungen bei nur einem verfügbaren Extrakt;
bei negativem Ergebnis der DNA-Quantifizierung: mindestens eine anschliessende DNA-Analyse oder eine zweite Quantifizierung des Extraktes;
3 Liegt eine Spur auf einem Spurenträger vor, so sind vorzunehmen oder in der Dokumentation zusätzlich anzugeben:
die Beschreibung des Spurenträgers, insbesondere die Abmessungen, die Farbe, das Material, die Marke und der Zustand;
die Fotografie, Fotokopie oder Skizze des Spurenträgers;
die Lokalisation der Spur und die Detailaufnahme oder Skizze der Spur;
die Beschreibung der Spur, insbesondere die Abmessungen, die Farbe und der Zustand;
eine Probenahme oder mehrere Probenahmen ab Spurenträger.
1 Eine erweiterte Bearbeitung von Spuren erfolgt:
bei Spuren mit degradierter DNA;
bei verunreinigten Spuren;
bei Spuren aus Geweben wie Knochen oder Zähnen oder aus Gewebeteilen aus feingeweblichen Untersuchungen;
nach einer Zellgemischauftrennung bei Spermaspuren;
zur Bestimmung der Art der Spur.
2 Die erweiterte Bearbeitung von Spuren hat nach anerkannten wissenschaftlichen Methoden zu erfolgen.
Tritt bei der DNA-Analyse eine seltene, durch die Verwendung unterschiedlicher Analysekits bedingte Abweichung in einem DNA-System auf, so wird dieser Befund nicht in den Datenbankabgleich einbezogen.
Die Analyse von zusätzlichen, nicht im Anhang aufgeführten DNA-Systemen zur erweiterten Identifikation, zur Absicherung der Interpretation schwieriger Mischprofile oder zum Vergleich mit Profilen aus dem Ausland muss doppelt durchgeführt werden. Sie umfasst insbesondere:
weitere, international verwendete autosomale DNA-Systeme;
die Y-chromosomalen DNA-Systeme;
die X-chromosomalen DNA-Systeme.
Auf Verlangen der Koordinationsstelle nimmt das Labor bei einem Treffer im Informationssystem die Profilüberprüfung vor und meldet das Ergebnis. Die dafür notwendigen Aufwendungen sind im Preis der Profilerstellung inbegriffen.
Art. 9 Aufbewahrung und Vernichtung der Laboranalysedaten von Profilen
Das Labor bewahrt die Daten von Personen- und Spurenprofilen, die für die Rückverfolgung des Analyseprozesses und die Verifikation eines bestimmten Profils sowie zur Durchführung eines lokalen Vergleichs nach Artikel 6a der DNA-Profil-Verordnung vom 3. Dezember 2004 erforderlich sind, während 30 Jahren auf und vernichtet sie anschliessend.
Das Labor dokumentiert und meldet der auftraggebenden Behörde folgende Vorkommnisse:
Mängel der eingesandten Proben wie Beschädigungen, fehlende Siegel und ungenügende Angaben;
Überschreitungen der vorgegebenen Bearbeitungszeit mit Angabe der Gründe und der möglichen Alternativlösungen;
Fehler oder Unregelmässigkeiten bei der Prüfung der Auftragsergebnisse.
Das Labor steht den auftraggebenden Behörden von Montag bis Freitag jeweils von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr zur Verfügung, ausgenommen sind nationale und regionale Feiertage. Macht die auftraggebende Behörde einen akuten Bedarf geltend, so ist die Verfügbarkeit ausserhalb dieser Zeiten zu gewährleisten.
1 Das Labor darf mit dem schriftlichen Einverständnis des Auftraggebers einen Auftrag oder Teilauftrag an ein anderes nach Artikel 8 Absatz 1 des DNA-Profil-Gesetzes vom 20. Juni 20031 anerkanntes Labor weitergeben.
2 Verfügt keines der anerkannten Labors über das nötige Fachwissen für eine spezielle Untersuchung, so darf der Auftrag mit dem schriftlichen Einverständnis des Auftraggebers an ein nicht anerkanntes Labor in der Schweiz oder an ein Labor im Ausland weitergegeben werden. Diese Weitergabe ist im Ergebnisbericht zu vermerken.
1 Die Qualitätsprüfung hat nach den Richtlinien der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin vom 1. Juni 20121 zur internen Qualitätssicherung bei Spurenuntersuchungen mittels DNA-Untersuchungstechniken zu erfolgen.
2 Die Ergebnisse der Qualitätsprüfung sind zu dokumentieren.
3 Labors, die sowohl für den Strafrechtsbereich als auch für den Zivil- und Verwaltungsbereich anerkannt sind, müssen jeweils innerhalb eines Jahres an vier Ringversuchen im forensischen Bereich und an einem Ringversuch im Abstammungsbereich erfolgreich teilnehmen, wobei in einem der vier Ringversuche im forensischen Bereich eine Abstammungsfrage beantwortet werden muss. Enthalten die vier Ringversuche im forensischen Bereich keine Abstammungsfrage, so muss das Labor im selben Zeitraum zusätzlich an einem zweiten Ringversuch im Abstammungsbereich teilnehmen.
4 Das Bundesamt für Polizei (fedpol) anerkennt die Teilnahme an einem bestimmten Ringversuch nur, wenn dieser die Prüfung aller Systeme nach dem Anhang umfasste und erfolgreich abgeschlossen worden ist.
5 Ist ein Ringversuch nicht erfolgreich abgeschlossen worden, so informiert das Labor im Rahmen des Quartalsberichts unaufgefordert fedpol.
1 www.sgrm.ch > Forensische Genetik > Über die Sektion > Dokumente
Arbeitssprachen sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Fachspezifische Ausdrücke sind auch in Englisch zulässig.
1 Das Labor stellt fedpol Kopien der Fachdiplome des Laborpersonals zu.
2 Das Labor stellt sicher, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über das notwendige Fachwissen verfügen. Der entsprechende Aus- und Weiterbildungsplan kann von fedpol jederzeit eingesehen werden.
Bringt ein konkreter Analyseauftrag ein Labor in einen Interessenkonflikt, weil es in der Sache ein direktes Interesse hat, mit einer Partei in einer besonderen Beziehung steht oder aus andern Gründen befangen ist, so informiert es die auftraggebende Behörde umgehend.
1 Das Labor stellt der auftraggebenden Behörde direkt Rechnung. Es ist in der Preisgestaltung frei.
2 Die Verrechnung erfolgt pro durchgeführte Analyse unabhängig vom AnalyseErgebnis. Die erbrachten Dienstleistungen müssen in der Rechnungsstellung transparent ausgewiesen werden.
3 Die Koordinationsstelle verrechnet dem Labor die Kosten für die von ihr ausgeführten Arbeitsschritte gemäss Artikel 9a Absatz 5 der DNA-Profil-Verordnung vom 3. Dezember 2004. Das Labor kann diese Kosten der auftraggebenden Behörde weiterverrechnen.
Art. 18 Massnahmen zur Sicherstellung des Datenschutzes und der Datensicherheit
1 Zugang zu strafverfolgungsrelevanten Daten haben nur Personen, die diese Daten für ihre Arbeit benötigen. Diese Personen haben schriftlich zu bestätigen, dass sie ihre Geheimhaltungspflicht nach Artikel 17 Absatz 3 der DNA-Profil-Verordnung vom 3. Dezember 2004 zur Kenntnis genommen haben.
2 Die Datenstationen dürfen nur in Räumlichkeiten mit Zutrittskontrolle betrieben werden.
3 Erhalten Aussenstehende im Rahmen von Wartungs- oder Reparaturarbeiten Zugang zu Geräten oder Software, so sind die erforderlichen Massnahmen zum Schutz der Informationen zu treffen.
4 Das Labor informiert fedpol unverzüglich in schriftlicher Form:
bei Verdacht auf Datenschutzverletzungen oder bei erkannten Mängeln im Bereich des Datenschutzes;
bei Verdacht auf Datensicherheitsverletzungen oder bei erkannten Mängeln im Bereich der Datensicherheit;
bei Unregelmässigkeiten bei der Verarbeitung von Daten.
1 Das Labor verwendet ausschliesslich die von fedpol zur Verfügung gestellte Kommunikationsplattform.
2 Ist die Kommunikationsplattform vorübergehend nicht verfügbar, so sind die Proben trotzdem zu verarbeiten und nachträglich in diesem System zu erfassen.
Das Labor stellt fedpol unaufgefordert folgende Unterlagen zu:
die Bestätigung der erfolgreichen Verlängerung der von der Schweizerischen Akkreditierungsstelle erteilten Akkreditierung mit dem entsprechenden Geltungsbereich;
Änderungen im Handelsregistereintrag oder der Behördenorganisation;
die Bestätigung der nach Artikel 13 Absatz 3 durchgeführten Ringversuche;
die Mitteilung über einen Wechsel beim Personal, das am Verarbeitungsprozess beteiligt ist;
vierteljährlich den Bericht über die Anzahl der verarbeiteten Proben und über die Vorkommnisse nach Artikel 18 Absatz 4;
jährlich den Geschäfts- oder Jahresbericht.
Die Resultate, Aufzeichnungen, Zwischenprodukte und Reste von biologischem Material werden vom Labor treuhänderisch verwaltet.
1 Stellt das Labor seinen Betrieb ein, so überträgt es seinen ganzen Bestand an biologischem Material und die dazugehörigen Laborunterlagen einem anderen anerkannten Labor. Ist eine Übertragung auf ein anderes Labor nicht möglich, so erfolgt sie an das Labor, das auch als Koordinationsstelle tätig ist.
2 Mit dem Material und den Unterlagen übernimmt das Labor auch die damit verbundenen Aufgaben und behördlichen Aufträge.
Die Verordnung des EJPD vom 29. Juni 20051 über die Leistungs- und Qualitätsanforderungen für forensische DNA-Analyselabors (DNA-Analyselabor-Verordnung EJPD) wird aufgehoben.
1 [AS 2005 3341]
AS 2014 3471
1 SR 363.1
Ordonnance du DFJP sur les exigences de prestations et de qualité requises pour les laboratoires forensiques d’analyse d’ADN
(Ordonnance du DFJP sur les laboratoires d’analyse d’ADN)
du 8 octobre 2014 (Etat le 1er janvier 2015)
vu les art. 2, al. 3, et 20 de l’ordonnance du 3 décembre 2004 sur les profils d’ADN1,
Section 1 Prestations des laboratoires forensiques d’ADN
1 Tout laboratoire doit être accrédité conformément à la norme ISO/IEC 17025, 20051.
2 Il doit être accrédité pour l’ensemble des prestations visées aux art. 2 à 8.
3 Sauf disposition contraire de la présente ordonnance, l’analyse est effectuée conformément aux Recommandations du 1er juin 2012 de la Société suisse de médecine légale pour l’analyse ADN des traces biologiques2.
4 Les étapes internes du processus du laboratoire sont conçues pour un traitement précis et correct.
5 Les marqueurs ADN (loci) à analyser sont réglés en annexe.
1 Disponible contre paiement auprès de l’Organisation internationale de normalisation, Secrétariat central de l’ISO, ch. de la Voie-Creuse 1, CP 56, 1211 Genève 20, ou: HYPERLINK "http://www.iso.org" > Store > Catalogue de normes
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Art. 2 Prestations de base
1 Les prestations à fournir pour chaque mandat d’analyse (prestations de base) comprennent toutes les étapes de travail liées à l’analyse du matériel à examiner, de la réception du matériel sur mandat de l’autorité à la remise du résultat de l’analyse.
2 Les prestations de base comprennent:
la confirmation de la réception et l’enregistrement des informations relatives au cas;
la double analyse du résultat de l’analyse;
la conversion des données relatives aux profils dans le format du fichier du système d’information fondé sur les profils d’ADN (système d’information) et le contrôle de ce fichier;
la transmission des données au Service de coordination;
en cas de concordance, la vérification des données avec le Service de coordination;
la conservation et l’éventuelle administration du matériel analysé ou sa remise, voire sa destruction, conformément aux prescriptions légales;
la conservation des documents de laboratoire ou leur destruction, conformément aux prescriptions légales;
la documentation complète, et permettant de les reconstituer, de toutes les étapes de travail.
3 Les mandats doivent être traités dans les délais suivants:
échantillon d’une personne: six jours ouvrables;
échantillon urgent d’une personne: deux jours ouvrables ou selon accord;
trace simple: douze jours ouvrables;
trace urgente: six jours ouvrables ou selon accord;
trace issue d’un cas complexe: selon accord;
trace complexe ou difficile à traiter: selon accord;
comparaison locale: selon accord;
confirmation de profils: un jour ouvrable, sauf pour les profils complexes ou difficiles à traiter.
4 Les consignes visées à l’al. 3, let. a et c, doivent être respectées pour au moins 96 % des analyses d’échantillons et de traces effectuées pendant un an.
5 Le temps de traitement débute à la réception du matériel à analyser au laboratoire et se termine à la transmission du résultat de l’analyse aux destinataires concernés.
6 En cas de situation particulière comme des événements majeurs ou des enquêtes de grande envergure, le laboratoire met en place les mesures qui s’imposent pour pouvoir exécuter le mandat dans les délais impartis.
Art. 3 Exigences de l’analyse des échantillons de personnes
1 Tout échantillon de personnes doit faire l’objet de deux analyses indépendantes l’une de l’autre; ces deux analyses sont effectuées par des personnes différentes ou à des moments différents.
2 Une analyse comprend:
deux extractions d’ADN indépendantes l’une de l’autre;
un établissement du profil d’ADN pour chaque extraction;
le contrôle des profils et leur transmission.
Art. 4 Exigences de l’analyse des traces
1 Toute trace doit faire l’objet de deux analyses indépendantes l’une de l’autre; ces deux analyses sont effectuées par des personnes différentes ou à des moments différents.
deux extractions d’ADN indépendantes l’une de l’autre, selon la quantité de trace et sa qualité;
un établissement du profil d’ADN pour chaque extraction, ou deux établissements du profil d’ADN indépendants l’un de l’autre en présence d’une seule extraction;
si la quantification a donné un résultat négatif, au moins une analyse d’ADN ou une deuxième quantification de l’extraction;
3 Si une trace se trouve sur un support, il convient de faire ou d’indiquer dans la documentation:
la description du support de trace, notamment les dimensions, la couleur, la matière, la marque et l’état;
la photographie, la photocopie ou le croquis du support de trace;
la localisation de la trace et un gros plan ou un croquis de la trace;
la description de la trace, notamment les dimensions, la couleur et l’état;
un ou plusieurs prélèvements d’échantillons effectués sur le support de trace.
Art. 5 Traitement approfondi de traces
1 Un traitement approfondi de traces est effectué:
en cas de traces dont l’ADN est dégradé;
en cas de traces contaminées;
en cas de traces provenant de tissus comme les os ou les dents ou de fragments tissulaires prélevés pour des examens histologiques;
après la séparation des cellules mélangées effectuée sur une trace de sperme;
pour déterminer le type de la trace.
2 Le traitement approfondi de traces s’effectue selon des méthodes scientifiques reconnues.
Art. 6 Prise en compte des différences durant l’analyse d’ADN
Si, lors de l’analyse d’ADN, une différence rare due à l’utilisation de kits différents apparaît pour un marqueur ADN, il n’en est pas tenu compte lors de la comparaison dans le système d’information.
Art. 7 Analyse de marqueurs ADN supplémentaires
L’analyse de marqueurs ADN supplémentaires, qui ne figurent pas en annexe, dans le but d’augmenter le pouvoir d’identification, de s’assurer de l’interprétation de profils de mélange complexes ou de procéder à des comparaisons avec des profils provenant de l’étranger doit être effectué deux fois. Il comprend notamment:
d’autres marqueurs ADN autosomaux reconnus au niveau international;
les marqueurs ADN sur le chromosome Y;
les marqueurs ADN sur le chromosome X.
Art. 8 Confirmations de profils
En cas de concordance dans le système d’information, le laboratoire vérifie les profils sur demande du Service de coordination et communique les résultats. Cette tâche est comprise dans le prix de l’établissement du profil.
Art. 9 Conservation et destruction des données d’analyse de laboratoire relatives à des profils
Tout laboratoire conserve pendant 30 ans les données des profils de personnes et de traces nécessaires pour retracer le processus d’analyse, vérifier un profil déterminé et effectuer une comparaison locale conformément à l’art. 6a de l’ordonnance du 3 décembre 2004 sur les profils d’ADN et détruit ensuite ces données.
Tout laboratoire documente les faits suivants et les communique à l’autorité requérante:
les défauts des échantillons envoyés comme les endommagements, les scellés manquants et les indications lacunaires;
les dépassements des délais de traitement prévus, avec mention des raisons et des solutions de remplacement envisageables;
les erreurs ou les irrégularités lors de l’examen des résultats obtenus dans le cadre de l’exécution du mandat.
Art. 11 Disponibilité du laboratoire
Tout laboratoire est disponible, pour les autorités requérantes, du lundi au vendredi de 8 heures à 12 heures et de 14 heures à 17 heures, sauf les jours fériés nationaux et régionaux. En cas de nécessité impérative invoquée par l’autorité requérante, il doit être disponible aussi en dehors de ces plages horaires.
Art. 12 Transmission d’un mandat
1 Avec l’accord écrit du mandant, le laboratoire peut transmettre un mandat ou un mandat partiel à un autre laboratoire reconnu selon l’art. 8, al. 1, de la loi du 20 juin 2003 sur les profils d’ADN1.
2 Si aucun des laboratoires reconnus ne dispose des connaissances nécessaires pour accomplir une analyse spécifique, le mandat peut, avec l’accord écrit du mandant, être transmis à un laboratoire suisse qui n’est pas reconnu ou à un laboratoire étranger. Cette transmission est consignée dans le rapport présentant les résultats de l’analyse.
Art. 13 Contrôle de la qualité
1 Tout contrôle de la qualité doit être effectué conformément aux Recommandations du 1er juin 2012 de la Société suisse de médecine légale pour l’analyse ADN des traces biologiques1.
2 Les résultats du contrôle de la qualité doivent être documentés.
3 Les laboratoires reconnus tant pour le domaine pénal que pour les domaines civil et administratif doivent, en un an, participer à quatre contrôles de qualité externes dans le domaine forensique et à un contrôle de qualité externe dans le domaine de la filiation, une question de filiation devant être résolue dans l’un des quatre contrôles de qualité externes du domaine forensique. Si les quatre contrôles de qualité externes du domaine forensique ne contiennent pas de question sur la filiation, le laboratoire doit participer à un deuxième contrôle de qualité externe supplémentaire dans le domaine de la filiation dans ce même intervalle.
4 L’Office fédéral de la police (fedpol) ne reconnaît la participation à un contrôle de qualité externe précis que si celui-ci a inclus le contrôle de tous les marqueurs visés à l’annexe et qu’il a été réussi.
5 Si le contrôle de qualité externe a échoué, le laboratoire en informe spontanément fedpol dans le rapport trimestriel.
1 www.sgrm.ch > Génétique forensique > Description de la section > Documents
Art. 14 Langues de travail
Les langues de travail sont l’allemand, le français et l’italien. Les termes spécifiques peuvent aussi être donnés en anglais.
Section 2 Fonctionnement des laboratoires
Art. 15 Qualification du personnel
1 Tout laboratoire remet à fedpol les photocopies des diplômes de son personnel de laboratoire.
2 Il veille à ce que tous ses collaborateurs disposent des connaissances spécifiques nécessaires à l’accomplissement de leur tâche. A ce titre, fedpol peut consulter à tout moment le plan de formation continue et de perfectionnement.
Art. 16 Conflit d’intérêts
Tout laboratoire doit immédiatement informer l’autorité requérante s’il est confronté à un conflit d’intérêts lié à un mandat d’analyse précis lui ayant été confié, soit parce qu’il a un intérêt direct dans une affaire, soit parce qu’il entretient une relation particulière avec une partie ou, plus généralement, ne peut agir en toute indépendance.
Art. 17 Facturation
1 Tout laboratoire adresse directement les factures à l’autorité requérante. Il fixe librement les prix.
2 Chaque analyse effectuée est facturée, indépendamment de son résultat. Les prestations fournies doivent figurer clairement sur la facture.
3 Le Service de coordination facture au laboratoire les frais des étapes de travail effectuées conformément à l’art. 9a, al. 5, de l’ordonnance du 3 décembre 2004 sur les profils d’ADN. Le laboratoire peut ensuite refacturer ces frais à l’autorité requérante.
Art. 18 Mesures en vue de garantir la protection des données et la sécurité des données
1 Seules les personnes qui en ont besoin pour accomplir leur travail ont accès à des données pertinentes pour la poursuite pénale. Ces personnes doivent confirmer par écrit qu’elles ont connaissance de leur devoir de confidentialité au sens de l’art. 17, al. 3, de l’ordonnance du 3 décembre 2004 sur les profils d’ADN.
2 Le matériel informatique contenant les données doit se trouver dans des locaux dont l’accès est contrôlé.
3 Si des personnes externes ont accès aux appareils ou aux logiciels pour les entretenir ou les réparer, des mesures adéquates doivent être prises pour garantir la protection des informations.
4 Le laboratoire informe immédiatement fedpol par écrit:
de tout soupçon du non-respect de la protection des données ou des lacunes constatées en termes de protection des données;
de tout soupçon du non-respect de la sécurité des données ou des lacunes constatées en termes de sécurité des données;
de toute irrégularité dans le traitement des données.
Art. 19 Plate-forme de communication
1 Tout laboratoire utilise exclusivement la plate-forme de communication mise à sa disposition par fedpol.
2 Si la plate-forme de communication n’est momentanément pas disponible, les échantillons doivent être tout de même traités et saisis ultérieurement dans ce système.
Art. 20 Communications à fedpol
Le laboratoire remet spontanément à fedpol les documents suivants:
la confirmation de la prolongation de l’accréditation remise par le Service d’accréditation suisse, accompagnée de son champ d’application;
les modifications de l’inscription au registre du commerce ou tout changement d’autorité;
la confirmation de sa participation aux contrôles de qualité externes, conformément à l’art. 13, al. 3;
l’information concernant les mutations du personnel impliqué dans le processus de traitement;
un rapport trimestriel sur le nombre d’échantillons traités et sur les irrégularités notifiées, conformément à l’art. 18, al. 4;
un rapport de gestion annuel ou un rapport annuel.
Art. 21 Administration des résultats des analyses
Le laboratoire administre les résultats, les croquis, les produits dérivés et les produits restants du matériel biologique à titre fiduciaire.
Art. 22 Mesures en cas d’arrêt de l’exploitation d’un laboratoire
1 Si un laboratoire cesse son exploitation, il remet tout son matériel biologique et les documents de laboratoire à un autre laboratoire reconnu. S’il n’est pas possible de remettre ce matériel et les documents à un autre laboratoire, ils seront transmis au laboratoire agissant également à titre de service de coordination.
2 Le laboratoire auquel le matériel et les documents sont remis reprend les tâches qui y sont liées ainsi que les mandats donnés par les autorités concernant ce matériel et ces documents.
L’ordonnance du DFJP du 29 juin 2005 sur les laboratoires d’analyse d’ADN1 est abrogée.
1 [RO 2005 3341]
Liste des loci devant être analysés
RO 2014 3471
1 RS 363.1
Ordinanza del DFGP sulle prestazioni e le caratteristiche qualitative per i laboratori di analisi forense del DNA
(Ordinanza del DFGP sui laboratori di analisi del DNA)
dell’8 ottobre 2014 (Stato 1° gennaio 2015)
visti gli articoli 2 capoverso 3 e 20 dell’ordinanza del 3 dicembre 20041 sui profili del DNA,
Sezione 1: Prestazioni dei laboratori forensi di DNA
1 Il laboratorio deve essere accreditato secondo la norma ISO/IEC 17025, 20051.
2 Il laboratorio deve essere accreditato per tutte le prestazioni di cui agli articoli 2–8.
3 Per quanto la presente ordinanza non disponga altrimenti, l’analisi è eseguita secondo le direttive del 1° giugno 20122 della Società svizzera di medicina legale sulla garanzia della qualità nelle analisi del DNA delle tracce biologiche.
4 Le fasi interne del processo del laboratorio devono essere concepite per un trattamento preciso e corretto.
5 Le regioni del DNA (loci) da analizzare sono disciplinate nell’allegato.
1 Può essere ottenuta dietro pagamento presso: International Organization for Standardization, ISO Central Secretariat, 1, ch. de la Voie-Creuse, CP 56, 1211 Ginevra 20, oppure tramite: HYPERLINK "http://www.iso.org" > Store > Standards catalogue.
Art. 2 Prestazioni di base
1 Le prestazioni da fornire per ogni incarico di analisi (prestazioni di base) comprendono tutte le fasi di lavoro legate all’analisi del materiale da esaminare, dalla ricezione del materiale su incarico dell’autorità fino alla consegna del risultato dell’analisi.
2 Le prestazioni di base comprendono:
l’avviso di ricezione e la registrazione delle informazioni inerenti al caso;
la doppia analisi del risultato dell’analisi;
la conversione dei dati del profilo nel formato del file del sistema d’informazione basato sui profili del DNA (sistema d’informazione) e il controllo di tale file;
la trasmissione dei dati all’Ufficio di coordinamento;
in caso di riscontro positivo, la verifica dei dati con l’Ufficio di coordinamento;
la conservazione appropriata e l’eventuale gestione del materiale di analisi o la sua restituzione o distruzione conformemente alle prescrizioni legali;
la conservazione appropriata della documentazione del laboratorio o la sua distruzione conformemente alle prescrizioni legali;
la documentazione completa che permette di ripercorrere tutte le fasi di lavoro.
3 Gli incarichi devono essere eseguiti entro le scadenze seguenti:
campione di una persona: sei giorni lavorativi;
campione urgente di una persona: due giorni lavorativi o come convenuto;
traccia semplice: 12 giorni lavorativi;
traccia urgente: sei giorni lavorativi o come convenuto;
traccia proveniente da un caso complesso: come convenuto;
traccia complessa o difficile: come convenuto;
confronto in laboratorio: come convenuto;
conferma di profilo: un giorno lavorativo, ad eccezione dei profili complessi o difficili.
4 Le prescrizioni di cui al capoverso 3 lettere a e c devono essere adempiute per almeno il 96 per cento delle analisi dei campioni e delle tracce effettuate sull’arco di un anno.
5 Il tempo di trattamento inizia a decorrere con la ricezione del materiale nel laboratorio e termina con la trasmissione del risultato dell’analisi al relativo destinatario.
6 Quando occorre far fronte a casi particolari quali eventi di ampia portata o indagini a tappeto, il laboratorio adotta le misure necessarie per adempiere l’incarico entro i termini stabiliti.
Art. 3 Requisiti dell’analisi dei campioni di persone
1 Tutti i campioni di persone devono essere oggetto di una doppia analisi; le due analisi devono essere eseguite indipendentemente l’una dall’altra, ovvero da persone diverse o in momenti diversi.
2 Un’analisi comprende:
due estrazioni indipendenti del DNA;
l’allestimento del profilo del DNA per ogni estrazione;
il controllo e la trasmissione dei profili.
Art. 4 Requisiti dell’analisi di tracce
1 Ogni traccia deve essere oggetto di una doppia analisi; le due analisi devono essere eseguite indipendentemente l’una dall’altra, ovvero da persone diverse o in momenti diversi.
due estrazioni indipendenti del DNA, a seconda della quantità e della qualità della traccia;
l’allestimento del profilo del DNA per ogni estrazione oppure due allestimenti indipendenti del profilo del DNA qualora sia disponibile una sola estrazione;
in caso di risultato negativo della quantificazione del DNA: almeno un’analisi del DNA o una seconda quantificazione dell’estratto;
3 Se una traccia si trova su un supporto, occorre effettuare o indicare nella documentazione:
la descrizione del supporto della traccia, in particolare le dimensioni, il colore, il materiale, la marca e lo stato;
la fotografia, la fotocopia o uno schizzo del supporto della traccia;
la localizzazione della traccia e l’immagine dettagliata o uno schizzo della traccia;
la descrizione della traccia, in particolare le dimensioni, il colore e lo stato;
uno o più prelievi di campione dal supporto della traccia.
Art. 5 Trattamento approfondito delle tracce
1 Un trattamento approfondito delle tracce è eseguito:
in caso di tracce con DNA degradato;
in caso di tracce contaminate;
in caso di tracce provenienti da tessuti quali ossa o denti oppure da parti di tessuto prelevate per esami istologici;
dopo la separazione delle cellule da cellule miste effettuata su una traccia di sperma;
per determinare il tipo di traccia.
2 Il trattamento approfondito delle tracce deve essere eseguito secondo metodi scientifici riconosciuti.
Art. 6 Considerazione delle differenze durante l’analisi del DNA
Se, durante l’analisi del DNA, per una regione del DNA appare una differenza rara dovuta all’utilizzo di diversi kit di analisi, tale risultato non è considerato per il confronto nel sistema d’informazione.
Art. 7 Analisi di regioni del DNA supplementari
L’analisi di regioni del DNA supplementari non elencate nell’allegato finalizzata ad aumentare la possibilità d’identificazione, ad assicurare la valutazione di difficili profili misti o a effettuare confronti con profili provenienti dall’estero, deve essere eseguita due volte. Essa comprende in particolare:
ulteriori regioni del DNA autosomici, utilizzate a livello internazionale;
le regioni del DNA sul cromosoma Y;
le regioni del DNA sul cromosoma X.
Art. 8 Conferma del profilo
In caso di riscontro positivo nel sistema d’informazione, il laboratorio, su richiesta dell’Ufficio di coordinamento, esegue la verifica dei profili e comunica il risultato. Le relative spese sono comprese nel prezzo d’allestimento del profilo.
Art. 9 Conservazione e distruzione dei dati di analisi di laboratorio dei profili
Il laboratorio conserva per 30 anni i dati dei profili di persone e di tracce necessari per ripercorrere il processo di analisi e verificare un determinato profilo nonché per eseguire un confronto in laboratorio ai sensi dell’articolo 6a dell’ordinanza del 3 dicembre 2004 sui profili del DNA e, scaduto tale termine, provvede a distruggerli.
Art. 10 Obbligo di comunicazione
Il laboratorio documenta e comunica all’autorità committente i fatti seguenti:
i difetti dei campioni inviati quali i danneggiamenti, i sigilli mancanti e i dati insufficienti;
il superamento dei termini previsti per il trattamento con indicazione dei motivi e delle possibili soluzioni alternative;
gli errori o le irregolarità nel quadro dell’esame dei risultati ottenuti durante l’esecuzione dell’incarico.
Art. 11 Disponibilità del laboratorio
Il laboratorio è a disposizione delle autorità committenti da lunedì a venerdì dalle ore 8.00 alle ore 12.00 e dalle ore 14.00 alle ore 17.00, tranne nei giorni festivi nazionali o regionali. Se l’autorità committente fa valere una necessità impellente, occorre garantire la disponibilità anche al di fuori di tali orari.
Art. 12 Delega di un incarico
1 Con l’approvazione scritta del committente, il laboratorio è autorizzato a delegare un incarico o un incarico parziale a un altro laboratorio riconosciuto conformemente all’articolo 8 capoverso 1 della legge del 20 giugno 20031 sui profili del DNA.
2 Se nessun laboratorio riconosciuto dispone delle conoscenze necessarie per effettuare un’analisi specifica, l’incarico può essere delegato, con l’approvazione scritta del committente, a un laboratorio non riconosciuto in Svizzera o a un laboratorio all’estero. Tale delega deve essere indicata nel rapporto sui risultati dell’analisi.
Art. 13 Controllo della qualità
1 Il controllo della qualità è effettuato secondo le direttive del 1° giugno 20121 della Società svizzera di medicina legale relative alla garanzia della qualità nelle analisi delle tracce tramite tecniche di analisi del DNA.
2 I risultati del controllo della qualità devono essere documentati.
3 I laboratori riconosciuti sia per il settore penale sia per quello civile e amministrativo, nell’arco di un anno devono partecipare con successo a quattro prove interlaboratorio nell’ambito forense e a una prova interlaboratorio nell’ambito della filiazione e risolvere, nel quadro di una delle quattro prove nell’ambito forense, un quesito sulla filiazione. Se le quattro prove interlaboratorio nell’ambito forense non contengono un quesito sulla filiazione, nel medesimo periodo il laboratorio deve partecipare a una seconda prova interlaboratorio nell’ambito della filiazione.
4 L’Ufficio federale di polizia (fedpol) riconosce la partecipazione a una determinata prova interlaboratorio soltanto se questa prova ha esaminato tutte le regioni di cui all’allegato ed è stata conclusa con successo.
5 Se una prova interlaboratorio non è stata superata, il laboratorio ne informa spontaneamente fedpol nel quadro del rapporto trimestrale.
Art. 14 Lingua di lavoro
Le lingue di lavoro sono il tedesco, il francese e l’italiano. Per i termini tecnici è lecito utilizzare l’inglese.
Sezione 2: Funzionamento del laboratorio
Art. 15 Qualifiche del personale
1 Il laboratorio consegna a fedpol le copie dei diplomi specialistici conseguiti dal personale impiegato.
2 Il laboratorio garantisce che tutti i suoi collaboratori dispongano delle necessarie conoscenze tecniche. Fedpol può visionare in qualsiasi momento il relativo piano di formazione e di perfezionamento.
Art. 16 Conflitto d’interessi
Il laboratorio informa immediatamente l’autorità committente se un incarico di analisi concreto comporta per esso un conflitto d’interessi, o perché nella fattispecie ha un interesse diretto, o perché ha un rapporto particolare con una delle parti, o perché, per un qualsiasi altro motivo, potrebbe essere prevenuto.
Art. 17 Fatturazione
1 Il laboratorio invia la fattura direttamente all’autorità committente. Fissa il prezzo liberamente.
2 La fatturazione è eseguita per ogni analisi effettuata indipendentemente dal risultato. La fattura indica in modo trasparente ogni prestazione effettuata.
3 L’Ufficio di coordinamento fattura al laboratorio i costi per le fasi di lavoro da esso eseguite conformemente all’articolo 9a capoverso 5 dell’ordinanza del 3 dicembre 2004 sui profili del DNA. Il laboratorio può in seguito fatturare questi costi all’autorità committente.
Art. 18 Misure per garantire la protezione e la sicurezza dei dati
1 Hanno accesso a dati rilevanti per il perseguimento penale soltanto le persone che necessitano di tali dati per il loro lavoro. Queste persone devono confermare per scritto di aver preso atto del loro obbligo di mantenere il segreto ai sensi dell’articolo 17 capoverso 3 dell’ordinanza del 3 dicembre 2004 sui profili del DNA.
2 I terminali dati devono essere situati in locali provvisti di un controllo d’accesso.
3 Se, in caso di lavori di manutenzione o di riparazione, persone esterne ottengono accesso ad apparecchi o software, occorre adottare le misure necessarie per proteggere le informazioni.
4 Il laboratorio informa fedpol immediatamente per scritto in caso di:
sospetta violazione della protezione dei dati o lacune emerse in tale ambito;
sospetta violazione della sicurezza dei dati o lacune emerse in tale ambito;
irregolarità nel trattamento dei dati.
Art. 19 Sistema di comunicazione
1 Il laboratorio utilizza esclusivamente il sistema di comunicazione messo a disposizione da fedpol.
2 Se il sistema di comunicazione non è disponibile temporaneamente, i campioni devono essere comunque trattati e successivamente registrati nel sistema.
Art. 20 Comunicazioni a fedpol
Il laboratorio fornisce spontaneamente a fedpol la documentazione seguente:
la conferma dell’avvenuta proroga dell’accreditamento concesso dal Servizio d’accreditamento svizzero e il relativo campo d’applicazione;
le modifiche dell’iscrizione al registro di commercio o dell’organizzazione amministrativa;
la conferma dell’esecuzione delle prove interlaboratorio di cui all’articolo 13 capoverso 3;
l’informazione sui cambiamenti in seno al personale impiegato nel processo di trattamento;
ogni tre mesi, un rapporto sul numero di campioni trattati e sulle irregolarità di cui all’articolo 18 capoverso 4;
ogni anno, il rapporto di gestione o il rapporto annuale.
Art. 21 Gestione dei risultati delle analisi
I risultati, le registrazioni, i prodotti intermedi e il materiale biologico residuo sono gestiti dal laboratorio a titolo fiduciario.
Art. 22 Misure in caso di cessazione dell’attività di un laboratorio
1 Un laboratorio che cessa l’attività trasferisce tutto il materiale biologico in suo possesso e la pertinente documentazione di laboratorio a un altro laboratorio riconosciuto. Se il trasferimento a un altro laboratorio non è possibile, il materiale e la documentazione saranno trasmessi al laboratorio che funge anche da Ufficio di coordinamento.
2 Il laboratorio al quale sono trasferiti il materiale e la documentazione assume anche i compiti connessi e i pertinenti incarichi precedentemente conferiti dalle autorità.
L’ordinanza del DFGP del 29 giugno 20051 sulle prestazioni e le caratteristiche qualitative per i laboratori di analisi forense del DNA è abrogata.
1 [RU 2005 3341]
Elenco dei loci da analizzare
RU 2014 3471