Source: https://www.sap.com/integrated-reports/2015/de/outlook-opportunities-risks/risk-mgmt-and-risks.html
Timestamp: 2018-08-18 23:59:46
Document Index: 2285191

Matched Legal Cases: ['§ 91', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

Risikomanagement und Risiken | Ausblick, Chancen und Risiken | SAP Integrierter Bericht 2015
Als weltweit agierendes Unternehmen ist die SAP im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit verschiedensten Risiken ausgesetzt. Daher hat unser Vorstand umfassende Strukturen für das Risikomanagement und das interne Kontrollsystem eingerichtet, die es der SAP ermöglichen, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieses System dient dazu, potenzielle Ereignisse zu erkennen, die den Konzern gefährden könnten. Daneben soll es hinreichende Sicherheit darüber gewährleisten, dass unsere Finanzberichterstattung einer wirksamen Kontrolle unterliegt und die Ziele des Konzerns, vor allem finanzielle, operative oder strategische Ziele, wie geplant erreicht werden können.
Das System umfasst eine Vielzahl von Kontrollmechanismen und bildet ein wesentliches Element unseres unternehmerischen Entscheidungsprozesses. Es ist daher als integraler Bestandteil unserer Geschäftsprozesse im gesamten Konzern implementiert. Um die Effektivität unseres globalen Risikomanagements sicherzustellen sowie die Aggregation von Risiken und eine transparente Berichterstattung zu ermöglichen, haben wir uns für einen unternehmensweit einheitlichen, integrierten Ansatz für das Risikomanagement und das interne Kontrollsystem entschieden.
Da unsere Wertpapiere sowohl an der deutschen Börse als auch an der US-amerikanischen Börse notiert sind, unterliegen wir deutschen und US-amerikanischen Rechtsvorschriften zum Risikomanagement und zum internen Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung, etwa § 91 Abs. 2 AktG sowie Section 302 und Section 404 des Sarbanes-Oxley Act von 2002. Aus diesem Grund hat unser Vorstand ein Früherkennungssystem (Risikomanagement-System) eingerichtet, um die Einhaltung der einschlägigen Rechtsvorschriften sowie ein effektives Management von Risiken sicherzustellen.
Unser unternehmensweites Risikomanagement-System fußt auf fünf Grundpfeilern, zu denen eine spezielle Risikomanagement-Richtlinie, eine standardisierte Methodik für das Risikomanagement und eine globale Risikomanagement-Organisation gehören. Unser internes Kontrollsystem beinhaltet zum einen das interne Kontroll- und Risikomanagement-System für die Rechnungslegung (IKRMS), dient zum anderen aber auch der Steuerung allgemeiner Unternehmensrisiken. 2015 haben wir bestehende Steuerungskonzepte angepasst, um dem veränderten Risikoumfeld angemessen Rechnung zu tragen. Wir haben außerdem in ausgewählten Geschäftsbereichen unsere internen Kontrollen mithilfe von Mechanismen zur kontinuierlichen Überwachung und Prüfung des internen Kontrollsystems weiter automatisiert. Anhand des aktuellen COSO-Rahmenwerks von 2013 (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission, COSO) werden interne Kontrollen entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Prozess- und Teilprozessebene definiert und abgedeckt. Damit wird gewährleistet, dass die Geschäftsziele im Einklang mit den strategischen, operativen und finanziellen Zielen des Unternehmens stehen und die Einhaltung von Vorschriften (Compliance) sichergestellt wird. Ein Governance-Modell, das sowohl das Risikomanagement-System als auch das interne Kontrollsystem abdeckt, gewährleistet darüber hinaus die Effektivität dieser beiden Systeme. Sämtliche risikorelevanten Informationen werden außerdem in einem zentralen Softwaresystem erfasst sowie regelmäßig aktualisiert und bilden die Grundlage für die Risikoberichterstattung.
Die von unserem Vorstand erlassene Risikomanagement-Richtlinie regelt den Umgang mit Risiken innerhalb der SAP im Einklang mit der Risikobereitschaft des Unternehmens und definiert eine konzerneinheitliche Methodik, die in allen Bereichen des Konzerns gültig ist. Darin werden Verantwortlichkeiten für die Durchführung von Aufgaben im Risikomanagement sowie Berichts- und Überwachungsstrukturen festgelegt. 2015 haben wir diese verbindliche Richtlinie im Rahmen unserer regelmäßigen Überprüfung aktualisiert und alle Mitarbeiter darüber informiert. Die Effektivität unseres konzernweiten Risikomanagement-Systems wird durch regelmäßige Prüfungen der Konzernrevision kontrolliert. Außerdem prüft der Abschlussprüfer der SAP jährlich, ob das Risikofrüherkennungssystem der SAP geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken für unseren Konzern frühzeitig zu erkennen. Das unternehmensweite Risikomanagement-System der SAP deckt Risiken in den Bereichen Strategie, operatives Geschäft, Finanzberichterstattung und Compliance ab. Zum heutigen Stand dient das Risikomanagement-System der Erfassung von Risiken. Chancen werden nur dann bewertet und analysiert, wenn dies als angemessen erachtet wird.
Die Planung und Identifikation sowohl interner als auch externer Risiken wird gemeinsam von Risikomanagern und den betreffenden Unternehmenseinheiten oder Landesgesellschaften des Konzerns durchgeführt. Zur Identifikation von Risiken verwenden wir verschiedene Techniken. So haben wir wesentliche Risikoindikatoren festgelegt und einen umfassenden Risikokatalog entwickelt, der auch Maßnahmen zur Risikominimierung in Bezug auf bekannte Produkt- und Projektrisiken enthält. Die Identifikation der Risiken findet auf verschiedenen Ebenen unseres Unternehmens statt. Dies soll gewährleisten, dass Risikotendenzen erkannt werden und ein durchgängiges Risikomanagement über Abteilungsgrenzen hinweg erfolgen kann. Wir wenden qualitative und quantitative Risikoanalysen sowie andere Risikoberechnungsverfahren an, beispielsweise Sensitivitätsanalysen und Simulationstechniken.
Gemäß dieser Einteilung definieren wir ein sehr unwahrscheinliches Risiko als eines, das nur unter außergewöhnlichen Umständen eintritt, und ein fast sicheres Risiko als eines, mit dessen Eintritt innerhalb einer bestimmten Zeitspanne zu rechnen ist. Der Zeitraum für die Beurteilung unserer Risiken entspricht mindestens dem verwendeten Prognosezeitraum. Der Zeitraum für die Beurteilung, ob bestandsgefährdende Risiken vorliegen, beträgt acht rollierende Quartale.
Grad der Auswirkungen
Definition der Auswirkungen
Unerhebliche negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage und Cashflows
Begrenzte negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage und Cashflows
Einige negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage und Cashflows
Beträchtliche negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage und Cashflows
Schädigende negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage und Cashflows
Unsere Risikomanagement-Organisation stellt sicher, dass die Bereiche Risikomanagement-Governance, operative, finanzielle, strategische Risiken und Risiken der Nichteinhaltung von Vorschriften (Compliance-Risiken) abgedeckt sind. Unsere Organisation Global Governance, Risk & Compliance (Globale GRC-Organisation) umfasst eine konzernweite Governance-Funktion, zu deren Aufgabenbereich die regelmäßige Aktualisierung und Umsetzung unserer Risikomanagement-Richtlinie gehört. Das unternehmensweit einheitliche Prozessmodell umfasst alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements: Risikoplanung, Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobehandlung und Risikoüberwachung. Diese Governance-Funktion ist darüber hinaus für eine unternehmensweit standardisierte Risikoberichterstattung an Risikoausschüsse auf verschiedenen Unternehmensebenen, einschließlich des Vorstands sowie des Vorsitzenden und des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats, zuständig.
Unsere Funktion für strategisches Risikomanagement ist in unsere Organisation Global Controlling eingegliedert. Sie ist dafür verantwortlich, ein frühzeitiges Erkennen und Eingrenzen von Risiken zu ermöglichen, die das Erreichen der Strategieziele der SAP gefährden könnten. Sie unterstützt die erfolgreiche Umsetzung unserer Unternehmensstrategie, indem sie Risiken transparent macht, die unsere kommerziellen Interessen oder immateriellen Vermögenswerte, wie das Ansehen unseres Unternehmens oder unserer Produkte und unser Markenimage, gefährden könnten.
Das Management operativer und finanzieller Risiken wird bei der SAP einheitlich umgesetzt. Alle wesentlichen Unternehmensbereiche und Geschäftsaktivitäten sowie ausgewählte strategische Initiativen werden durch unabhängige Risikomanager aus der GRC-Organisation betreut. Es ist die Aufgabe aller GRC-Risikomanager, zusammen mit ihren Ansprechpartnern in den Geschäftsbereichen kontinuierlich die Risiken aller wesentlichen Geschäftstätigkeiten mittels eines einheitlichen methodischen Ansatzes zu identifizieren und zu bewerten sowie die Umsetzung und Effektivität der Gegensteuerungsmaßnahmen zu überwachen. Weitere Aufgaben im Bereich des Managements von Finanzrisiken werden von unserer Abteilung Global Treasury wahrgenommen.
Zweck unseres unternehmensinternen Kontrollsystems für die Finanzberichterstattung ist es, mit hinreichender Sicherheit zu gewährleisten, dass die Finanzberichterstattung zuverlässig ist und den allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen entspricht. Aufgrund seiner inhärenten Grenzen kann das interne Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung unter Umständen nicht alle potenziell irreführenden Aussagen in unseren Finanzabschlüssen verhindern oder aufdecken.
Darüber hinaus umfasst das IKRMS Richtlinien, Vorgehensweisen und Maßnahmen, die sicherstellen sollen, dass die Rechnungslegung der SAP den einschlägigen Gesetzen und Normen entspricht. Hierzu analysieren wir neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen in Bezug auf die IFRS-Bilanzierung und deren Auswirkungen auf unsere Finanzabschlüsse und das IKRMS, da eine Nichtbeachtung dieser neuen Gesetze, Standards und anderer Verlautbarungen ein wesentliches Risiko für die Ordnungsmäßigkeit unserer Rechnungslegung darstellen würde. Das IKRMS sieht sowohl präventive als auch nachträglich aufdeckende Kontrollen vor. Hierzu gehören IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Einrichtung von Funktionstrennungen (Vier-Augen-Prinzip), Zugriffsregelungen in unseren Softwaresystemen sowie Überwachung.
Die Abteilung Corporate Financial Reporting schreibt sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in unseren konzernweiten Richtlinien zur Bilanzierung und Umsatzrealisierung fest. Diese Richtlinien, der SAP-weit gültige Abschlusskalender und unsere Prozesshandbücher bilden die Grundlage für den Abschlusserstellungsprozess. Nach diesem erstellen wir die Abschlüsse für alle SAP-Konzernunternehmen, größtenteils mit Unterstützung zentraler oder externer Dienstleister. Corporate Financial Reporting erstellt aus diesen Abschlüssen dann den Konzernabschluss. Die Einhaltung der konzernweit gültigen Rechnungslegungsvorschriften wird von Corporate Financial Reporting und anderen globalen Abteilungen unterstützt, die auch für die Überwachung der Rechnungslegung zuständig sind. Unsere Abteilung Corporate Financial Reporting nimmt außerdem Prüfungen unserer Rechnungslegungsprozesse und Buchführung vor.
Darüber hinaus setzen wir externe Dienstleister ein, zum Beispiel für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen, anteilsbasierten Vergütungen, die quartalsweise Berechnung von Steuern für einen Großteil der Konzernunternehmen sowie Kaufpreisallokationen im Rahmen von Unternehmenserwerben und -zusammenschlüssen. In den meisten unserer Tochterunternehmen werden die Jahresabschlüsse ebenfalls von externen Dienstleistern erstellt. Die mit der Finanzberichterstattung betrauten Mitarbeiter werden in den jeweiligen Richtlinien und Prozessen geschult.
Die Einschätzung des Prüfungsausschusses zur Effektivität des IKRMS bezogen auf unseren IFRS-Konzernabschluss ergab, dass das rechnungslegungsrelevante Kontrollsystem des Konzerns zum 31. Dezember 2015 funktionsfähig war.
Zur wirksamen Unterstützung des Governance-Prozesses verwenden wir unsere eigene Risikomanagement-Software (SAP-Lösungen für Governance, Risk und Compliance), die auf SAP HANA basiert. Die Risikomanager verwenden diese Software, um identifizierte Risiken festzuhalten und nachzuverfolgen. Ziel ist es, Transparenz über alle im Konzern vorhandenen Risiken zu schaffen und das Risikomanagement sowie die entsprechende Berichterstattung zu erleichtern. Die in der Softwarelösung erfassten Informationen stehen Managern über eine mobile Anwendung sowie in Form regelmäßiger Berichte zur Verfügung und werden für die vierteljährliche Risikoberichterstattung an den Vorstand konsolidiert und aggregiert. Die Softwarelösung unterstützt auch den risikobasierten Ansatz des internen Kontroll- und Risikomanagement-Systems für die Rechnungslegung (IKRMS).
Im Folgenden führen wir Risikofaktoren auf, die wir mithilfe unserer auf SAP HANA basierenden Risikomanagement-Software (SAP-Lösungen für Governance, Risk und Compliance) ermitteln und verfolgen. Die nachfolgende Darstellung der Risiken ist stärker verdichtet als für die Zwecke der internen Steuerung. Die Risiken sind jedoch nach den gleichen Risikokategorien aufgegliedert, die wir auch in unserem internen Risikomanagement-Berichtssystem verwenden. Die nachstehende Tabelle enthält einen Überblick über die im Folgenden beschriebenen Risikofaktoren. Sie veranschaulicht die Einschätzung der einzelnen Risikofaktoren gemäß der von uns verwendeten Methodik für die Risikobewertung, die im Abschnitt Risikomanagement-Methodik und Berichterstattung näher beschrieben ist.
Ökologische, gesellschaftliche und politische Instabilität
Nachfrage nach neuen und bestehenden Lösungen
Marktentwicklung im Cloud-Geschäft
Marktanteil und Ertrag
Cloud-Geschäftsmodell
Steuerung der personellen Ressourcen an internationalen Standorten
Gewinnung, Weiterentwicklung und langfristige Bindung von Mitarbeitern
Gesetze und Vorschriften in Bezug auf den Bereich Corporate Governance
Klimaschutz, Energie- und Emissionsmanagement
Unerlaubte Veröffentlichung von Informationen
Quartalsweise Umsatzschwankungen
Verwendung von Schätzungen durch das Management
Verlautbarungen zur Rechnungslegung
Derivative Finanzinstrumente für anteilsbasierte Vergütungsprogramme
Nicht erkannte Fehler von Produkten
Stabilität des Cloud-Betriebs
Makroökonomische Entwicklungen wie Schwankungen an den Finanzmärkten, weltweite Wirtschaftskrisen, strukturelle Ungleichgewichte in den öffentlichen Finanzen, eine Konjunkturabschwächung oder eine Störung der Wirtschaftsentwicklung in Schwellenländern können die Möglichkeiten und die Bereitschaft unserer Kunden, in unsere Lösungen zu investieren, beeinträchtigen oder zu Verzögerungen bei Kaufentscheidungen führen. Auch Schwankungen beim Euro-Wechselkurs einzelner Währungen können negative Folgen für unsere Geschäftstätigkeit mit Kunden und Partnern in den entsprechenden Ländern haben. Darüber hinaus könnten politische Unruhen in Regionen wie dem Nahen Osten und Afrika, politische Krisen wie in Griechenland oder der Ukraine oder auch Naturkatastrophen, Pandemien wie Ebola in Westafrika und Terroranschläge wie die Attentate von Paris im November 2015 zu wirtschaftlicher und politischer Instabilität beitragen.
Aufgrund unserer internationalen Geschäftsaktivitäten und Prozesse unterliegen wir unterschiedlichen, häufig miteinander in Konflikt stehenden Gesetzen und Vorschriften, Richtlinien, Standards oder anderen Anforderungen. Dadurch sind wir Risiken ausgesetzt, die unserer Geschäftstätigkeit, unserer Finanz- und Ertragslage und unseren Cashflows schaden könnten.
Als weltweit agierendes Unternehmen vermarkten wir unsere Produkte und Dienstleistungen gegenwärtig in mehr als 180 Ländern und Gebieten in den Regionen Nord- und Lateinamerika (Amerika), Asien-Pazifik-Japan (APJ), China, Hongkong, Taiwan und Macau (Greater China), Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) sowie Mittel- und Osteuropa (MEE). Unsere Geschäftstätigkeit in diesen Ländern ist mit zahlreichen für internationale Geschäfte üblichen Risiken verbunden. Dazu zählen insbesondere:
Mit unserer Expansion in neue Länder und Märkte könnten sich diese Risiken erhöhen. Nicht immer ist klar geregelt, ob die entsprechenden Gesetze und Vorschriften auch für unsere Geschäftstätigkeit gelten. Zudem können sich solche Regelungen im Laufe der Zeit ändern und stehen häufig in verschiedenen Rechtsordnungen miteinander in Konflikt. Darüber hinaus werden die gesetzlichen Vorschriften und die Maßnahmen nationaler Behörden zur Durchsetzung der Vorschriften laufend verändert und angepasst, wie auch unsere Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich weiterentwickelt werden. Die Einhaltung dieser Vorschriften kann daher mit erheblichem Kostenaufwand verbunden sein oder eine Anpassung von Produkten und Geschäftspraktiken erfordern. Eine Nichteinhaltung könnte Strafen oder die Stornierung von Bestellungen aufgrund eines angeblichen Verstoßes gegen Vorschriften nach sich ziehen. Einzelne oder mehrere dieser Faktoren könnten negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit weltweit oder in einzelnen oder mehreren Ländern und Regionen, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben.
Terroranschläge (wie die Bombenanschläge im November 2015 in Paris) sowie andere Gewaltakte oder Kriegshandlungen, religiöse Konflikte, bürgerliche und politische Unruhen (wie beispielsweise in der Ukraine, in Israel, in Syrien sowie anderen Teilen des Nahen Ostens, in Libyen sowie anderen Teilen Afrikas), Naturkatastrophen (wie Wirbelstürme, Überschwemmungen oder ähnliche Naturereignisse) oder Pandemien (wie Ebola in Westafrika) könnten erhebliche negative Auswirkungen auf die jeweils betroffene Wirtschaft oder darüber hinaus haben. Ein solches Ereignis, in dessen Folge wir beispielsweise eine signifikante Anzahl unserer Mitarbeiter verlieren würden oder die Geschäftstätigkeit an unseren Standorten unterbrechen oder ganz aussetzen müssten, könnte uns daran hindern, unsere regulären Leistungen zu erbringen und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Zudem könnten sich erhebliche negative Auswirkungen auf unsere Partner sowie unsere Kunden und ihre Investitionsbereitschaft ergeben, was wiederum negative Auswirkungen auf unser Ansehen, unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben könnte.
Wir haben eine Reihe von Vorkehrungen getroffen, um solche negativen Auswirkungen zu minimieren. Damit alle Geschäftsprozesse aufrechterhalten werden, haben wir ein weltweites Business-Continuity-Management- und Krisenmanagement-System eingerichtet. Um eine effektive Reaktion in Krisensituationen zu ermöglichen und mögliche Schäden zu minimieren, haben wir lokale Krisenteams an unseren Hauptstandorten aufgebaut. Diese werden durch regionale Krisenteams für die Regionen Amerika (Nord- und Lateinamerika), APJ (einschließlich Greater China), EMEA und MEE sowie ein globales Krisenteam verstärkt.
Im Hinblick auf die Bedeutung, die gegenwärtige und zu erwartende politische Krisensituationen und Gewaltakte sowie Pandemien für die Geschäftstätigkeit der SAP haben könnten, schätzen wir die Möglichkeit des Risikoeintritts als unwahrscheinlich ein. Sollte dieses Risiko dennoch eintreten, können wir kritische Auswirkungen auf unser Ansehen, unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows sowie eine negative Abweichung von unseren Umsatz- und Betriebsergebniszielen nicht ausschließen. Wir stufen dieses Risiko als mittleres Risiko ein.
Sowohl der Erfolg unseres Supportportfolios als auch unsere Fähigkeit, Serviceleistungen in hoher Qualität zu liefern, waren auch 2015 wesentlich für unser Unternehmen. Aus unserem großen Bestandskundenstamm haben wir in der Vergangenheit stets zusätzliche neue Software-, Wartungs-, Beratungs- und Schulungserlöse generiert. Möglicherweise gelingt es uns trotz der hohen Qualität und des hohen Leistungsniveaus unseres neu gestalteten und erweiterten Serviceangebots im Bereich Premium-Support-Services nicht, die Erwartungen der Kunden im Hinblick auf die Servicebereitstellung und das Wertversprechen unserer Services zu erfüllen. Dies könnte negative Auswirkungen auf die Zufriedenheit unserer Kunden haben. Bestandskunden könnten sich entscheiden, ihre Wartungsverträge zu kündigen beziehungsweise nicht zu verlängern, keine weiteren Produkte und Dienstleistungen von uns zu erwerben, keine Subskriptionen für unsere Cloud-Lösungen abzuschließen, oder sie könnten sich für Alternativangebote von anderen Herstellern entscheiden. Zudem könnten sich die wachsende Zahl unserer Cloud-Verträge und die Umstellung vom traditionellen On-Premise-Lizenzgeschäft auf Cloud-Subskriptionen negativ auf unsere Software- und Wartungserlöse auswirken. Dies könnte negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben.
Zu Beginn des Jahres 2015 haben wir die beiden Abteilungen, die Service- und Supportdienstleistungen innerhalb des Segments „Anwendungen, Technologie & Services“ erbringen, in der neuen Organisation Global Service & Support zusammengeführt. Diese Organisation bietet ein breites Spektrum an Supportdienstleistungen an, zum Beispiel unsere Premium-Support-Services (SAP MaxAttention und SAP ActiveEmbedded) sowie Beratungsleistungen, die zusätzlichen Mehrwert für unsere Kunden schaffen. Im Segment „SAP-Geschäftsnetzwerke“ gelten weiterhin die bisherigen Service- und Supportmodelle.
Im Hinblick auf die Zahl unserer Cloud-Verträge und die Umstellung vom traditionellen On-Premise-Lizenzgeschäft auf Cloud-Subskriptionen halten wir die Möglichkeit des Risikoeintritts für unwahrscheinlich. Sollte das Risiko dennoch eintreten, können wir kritische Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows sowie eine negative Abweichung von unseren Umsatz- und Betriebsergebniszielen nicht vollständig ausschließen. Insgesamt stufen wir dieses Risiko als mittleres Risiko ein.
Der Erfolg unserer Strategie im Bereich Cloud Computing hängt von der Marktwahrnehmung und einer stärkeren Nutzung unserer Cloud-Produkte und der von uns bereitgestellten und betriebenen Cloud-Services ab. Eine unzureichende Akzeptanz unserer Lösungen und Services bei den Kunden könnte dazu führen, dass die SAP ihre Position als ein führender Anbieter von Cloud-Lösungen nicht behaupten kann.
Der Markt für Cloud-Produkte verzeichnet eine steigende Nachfrage und im Verhältnis zu unserem On-Premise-Angebot ein starkes Wachstum. Um ein breites Spektrum an Cloud-Diensten anbieten und damit Mehrwert für unsere Kunden schaffen zu können, haben wir Cloud-Anbieter wie Ariba, Concur, Fieldglass und SuccessFactors übernommen. Aufgrund bestehender Verträge und bereits getätigter erheblicher Investitionen in die Integration traditioneller On-Premise-Anwendungen in ihre Geschäftsabläufe sowie aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, der Sicherheit und Zuverlässigkeit könnten Kunden und Partner einem Umstieg auf Cloud-Produkte zögerlich oder ablehnend gegenüberstehen.
Zu den weiteren Faktoren, die die Marktakzeptanz von Cloud-Software und -Diensten beeinflussen könnten, gehören:
stärkere Konkurrenz im Hinblick auf Preise und die Möglichkeit zur Integration von Lösungen aufgrund strategischer Kooperationen unserer Mitbewerber im Bereich Cloud,
eine verringerte Schnelligkeit und Wirkung der Marktdurchdringung, falls es nicht gelingt, das vorbehaltlose Engagement unserer Partner zu erhalten.
Die Softwarebranche entwickelt sich weiterhin rasant und vollzieht momentan einen erheblichen Wandel, der durch Innovationen in den Bereichen mobiles Unternehmen, Cybersicherheit, Big Data, Hyperkonnektivität, Internet der Dinge, Digitalisierung, Supercomputing, Cloud Computing und soziale Medien hervorgerufen wird. Während kleine innovative Unternehmen tendenziell immer wieder neue Märkte schaffen und ihre Präsenz durch Zusammenschlüsse ausweiten, treten große traditionelle IT-Anbieter eher durch Akquisitionen in diese Märkte ein. Die SAP steht in ihrem Geschäftsumfeld sowohl traditionellen als auch neuen Wettbewerbern gegenüber. Dieser Wettbewerb könnte sich in Preisdruck, Kostensteigerungen oder dem Verlust von Marktanteilen niederschlagen, was negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben könnte.
Unser Geschäft umfasst den Verkauf von neuen Softwarelizenzen und Updates für bereits erworbene Lizenzen sowie Einnahmen aus Support- und Wartungsgebühren und Cloud-Subskriptionen. Unsere Kunden erwarten, neuartige Technologien von SAP nutzen zu können, ohne jedoch bereits getätigte IT-Investitionen zu gefährden. Die Einführung neuer SAP-Lösungen, Technologien und Geschäftsmodelle sowie neuer Bereitstellungs- und Nutzungsmodelle unterliegt jedoch gewissen Unsicherheiten im Hinblick darauf, ob die Kunden den mit diesen Investitionen verbundenen Mehrwert wahrnehmen und die erwarteten Vorteile im Zuge der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Lösungen realisieren können. Es besteht das Risiko, dass die Kunden bedingt durch diese Unsicherheiten zunächst abwarten könnten, ob sich die Lösungen, Technologien und Geschäftsmodelle bei Referenzkunden bewähren, oder warten, bis besser ausgereifte Versionen verfügbar sind. Dies könnte wiederum dazu führen, dass unsere neuen Lösungen, Technologien, Geschäftsmodelle und flexiblen Nutzungsmodelle langsamer oder gar nicht von den Kunden angenommen werden. Dies könnte negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben.
Um im Cloud-Geschäft ein gleichbleibendes oder besseres Betriebsergebnis zu erzielen, ist es entscheidend, dass unsere Kunden ihre Verträge bei Ablauf der ursprünglichen Vertragslaufzeit verlängern und zusätzliche Module oder Kapazitäten erwerben. Unsere Kunden sind nicht verpflichtet, ihre Subskriptionen nach Ablauf der ursprünglichen Frist zu verlängern, und wir können nicht garantieren, dass bei einer Verlängerung der Subskription das gleiche oder ein höheres Leistungsniveau vereinbart wird oder dass sie ihre Subskription überhaupt verlängern. Die Rate der verlängerten Kundenverträge kann aufgrund verschiedener Faktoren schwanken oder zurückgehen. Hierzu gehören die Zufriedenheit (beziehungsweise Unzufriedenheit) der Kunden mit unserem Portfolio von Cloud-Lösungen und -Services, unserer Fähigkeit, Cloud-Dienste gemäß den Kundenerwartungen und unter Einhaltung des vereinbarten Leistungsniveaus bereitzustellen, der Verfügbarkeit und Bereitstellung der Services, den Anbindungsmöglichkeiten unserer Cloud-Lösungen an ihre bestehende IT-Umgebung (einschließlich Hybridlösungen aus Cloud- und On-Premise-Lösungen) und unserem Kundensupport. Weitere Faktoren sind Bedenken hinsichtlich eines stabilen, effizienten und sicheren Betriebs unserer Cloud-Lösungen sowie der Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften, unsere Preisgestaltung, die Preise von Konkurrenzprodukten oder -services, Unternehmenszusammenschlüsse oder Übernahmen, die sich auf unsere Kunden auswirken, die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie Ausgabenkürzungen bei Kunden.
Wenn unsere Kunden ihre Subskriptionen nicht oder nur zu für die SAP ungünstigeren Bedingungen verlängern oder wenn sie keine zusätzlichen Module oder Benutzerlizenzen erwerben, werden unsere Erlöse und Subskriptionseinnahmen zurückgehen, und wir würden möglicherweise kein deutlich besseres Betriebsergebnis durch unseren Kundenstamm erzielen. Dies könnte negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben.
Wir informieren unsere Kunden über unsere langfristige Cloud-Strategie sowie geplante Integrationen und setzen kontinuierlich Verbesserungsmaßnahmen im Bereich unserer Cloud-Lösungen um. Hierzu gehören eine rasche Bereitstellung, komfortable Benutzungsoberflächen sowie eine schnelle Wertschöpfung. Um unsere Services ständig zu verbessern, beobachten wir jede Problemstellung genau. Gemeinsam mit den Kunden führen wir Ursachenanalysen durch und bieten ihnen eine Lösung. Wir legen großen Wert darauf, unsere Cloud-Services effizient und gemäß den Erwartungen unserer Kunden zu erbringen. Hierzu gehört neben der Bereitstellung, Qualität und Sicherheit unserer Cloud-Services auch der Datenschutz.
Darüber hinaus arbeiten wir daran, die Bereitstellung von Cloud-Diensten kontinuierlich zu verbessern und an lokale und/oder spezifische Marktanforderungen anzupassen (beispielsweise durch die Bereitstellung dieser Services über lokale oder regionale Rechenzentren gemäß den Kundenerwartungen und unter Einhaltung gesetzlicher und behördlicher Vorschriften).
Die Partner integrieren unsere Lösungen und insbesondere Innovationen wie SAP S/4HANA und die SAP HANA Cloud Platform nicht gut genug, um die Kundenakzeptanz zu erhöhen und unsere Produkte profitabel zu vertreiben.
Infolge des geänderten Geschäftsmodells der SAP spielen unsere Partner eine zunehmend wichtige Rolle im Hinblick auf die gemeinsame Bereitstellung unserer Cloud-Lösungen und den Betrieb von SAP-Cloud-Lösungen für ihre Kunden. Daher schätzen wir den Eintritt dieses Risikos als wahrscheinlich ein und können erhebliche Auswirkungen auf unser Ansehen, unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows sowie eine negative Abweichung von unseren Umsatz- und Betriebsergebniszielen durch dieses Risiko nicht ausschließen. Wir stufen dieses Risiko als mittleres Risiko ein.
Unser Erfolg hängt davon ab, dass wir die Planung unserer internen und externen Personalressourcen sowie unsere Standortstrategie mit unserer Gesamtstrategie abstimmen. Es ist von zentraler Bedeutung, dass wir unsere personellen Ressourcen an unseren internationalen Standorten effektiv steuern, damit wir unseren kurz- und langfristigen Bedarf an Mitarbeitern und an erforderlichen Fachkenntnissen erfüllen können. Dies gilt für die Steuerung sowohl unserer internen als auch unserer externen Personalressourcen. Veränderungen des Personalbestands und der Infrastruktur sowie lokale gesetzliche und steuerliche Vorschriften könnten zu einem Ungleichgewicht zwischen Kosten und Umsatz führen. Wenn es uns nicht gelingt, unsere personellen Ressourcen an unseren internationalen Standorten effektiv zu steuern, könnte dies die Effizienz und den Erfolg unseres Geschäftsbetriebs beeinträchtigen und negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben.
Diesem Risiko wirkt die SAP gezielt durch eine Reihe von Maßnahmen entgegen. Dazu gehören beispielsweise die Nachfolge- und Personalplanung, die darauf abzielt, Diversität und den richtigen Personalmix unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung zu erreichen. Weitere Maßnahmen sind Outsourcing, der befristete Einsatz externer Ressourcen, die Stärkung unseres Ansehens als Arbeitgeber, die Karriereplanung (zum Beispiel durch Angebote für kurzzeitige Einsätze in anderen Bereichen sowie Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen) sowie Arbeitgeberzusatzleistungen. Letztere umfassen ein leistungsbezogenes Vergütungssystem, langfristig angelegte Anreizprogramme sowie in einigen Ländern eine arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung.
Unsere hoch qualifizierten Mitarbeiter bilden die Grundlage für unseren nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. In bestimmten Regionen und Technologie- und Lösungsbereichen setzen wir uns weiterhin sehr hohe Wachstumsziele, insbesondere in Ländern und Regionen wie Afrika, China, Lateinamerika und dem Nahen Osten. Zur Umsetzung der SAP-Strategieziele benötigen wir kompetente und spezialisierte Fach- und Führungskräfte, sowohl männlich als auch weiblich. Unser erfolgreicher Wandel zum führenden Cloud-Unternehmen hängt wesentlich von unserer Fähigkeit ab, hoch qualifizierte und spezialisierte Mitarbeiter für den Bereich Cloud in unserem Unternehmen zu halten und neu hinzuzugewinnen. Die begrenzte Verfügbarkeit entsprechender Fach- und Führungskräfte auf dem Arbeitsmarkt hat zu einem intensiven Wettbewerb in unserer Branche geführt und könnte uns den rechtlichen Ansprüchen anderer Unternehmen aussetzen, die verhindern wollen, dass ihre Mitarbeiter zu einem Wettbewerber wechseln. Wenn wir es nicht schaffen, gut ausgebildete und engagierte Mitarbeiter zu finden, zu gewinnen, zu entwickeln, zu motivieren, angemessen zu bezahlen und im Unternehmen zu halten, oder wenn solche hoch qualifizierten und spezialisierten Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und keine Nachfolger bereitstehen oder kein adäquater Ersatz verfügbar ist, wären wir möglicherweise nicht in der Lage, unserer Geschäftstätigkeit effektiv nachzugehen. Dies könnte negative Auswirkungen auf unser Ansehen, unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben. Darüber hinaus wären wir möglicherweise nicht in der Lage, wie geplant erfolgreiche neue Lösungen und Dienstleistungen zu entwickeln, zu vertreiben und zu implementieren. Dies betrifft insbesondere die fortgesetzte Einführung neuer und innovativer Technologien sowie unsere Expansion in Schwellenmärkten. Wenn wir keine angemessenen Vergütungsprogramme und Zusatzleistungen anbieten können oder diese nur unzureichend ausgeführt werden, könnte dies unsere Fähigkeit, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und an unser Unternehmen zu binden, einschränken und finanzielle Verluste nach sich ziehen. Darüber hinaus wären wir möglicherweise nicht in der Lage, unsere internen Ziele im Hinblick auf Gender Diversity zu erreichen, nach denen der Frauenanteil in Führungspositionen von 18 % im Jahr 2010 auf 25 % im Jahr 2017 gesteigert werden soll.
Trotz dieser Risiken sehen wir uns aufgrund unserer führenden Marktposition, unserer Arbeitgebermarke und unserer umfassenden Zusatzleistungen nach wie vor in der Lage, auch künftig hervorragend qualifizierte Spitzenkräfte mit Potenzial zur Steigerung des Geschäftserfolgs der SAP einstellen zu können. Wir wirken dem Risiko einer Beeinträchtigung unseres Geschäftsbetriebs aufgrund unserer mangelnden Fähigkeit, die erforderlichen Mitarbeiter zu gewinnen, oder aufgrund des Verlusts von Führungskräften und Mitarbeitern entgegen, indem wir Mitarbeiter- und Führungskompetenzen gezielt weiterentwickeln. Beispielsweise bieten wir Maßnahmen zur beruflichen Weiterentwicklung, Mentoren- und Coachingprogramme, ein Gender-Diversity-Programm sowie besondere Angebote für Potenzialträger an, die auf die rasche Weiterentwicklung von Talenten und insbesondere von Führungskompetenzen abzielen. Wir setzen einen starken Schwerpunkt auf die Nachfolgeplanung für Führungs- und Schlüsselpositionen, um dadurch Kontinuität auf der Führungsebene sicherzustellen und den Geschäftsbetrieb der SAP vor Beeinträchtigungen durch Mitarbeiterfluktuation zu schützen.
Wir prüfen laufend neue und verschärfte gesetzliche Anforderungen, neue Entwicklungen bei der Rechtsdurchsetzung sowie öffentlich verfügbare Informationen zu Compliance-Problemen, die in der Softwarebranche, den von uns anvisierten Schwellenmärkten oder in der Wirtschaft allgemein auftreten, um uns vor möglichen Folgen im Zusammenhang mit verschärften Maßnahmen zur Durchsetzung von Vorschriften oder protektionistischen Maßnahmen einzelner Länder zu schützen. Auf Basis dieser Informationen und anderer verfügbarer Quellen bringen wir unsere Compliance-Programme kontinuierlich auf den neuesten Stand, um möglichst effektiv dafür zu sorgen, dass unsere Mitarbeiter unseren Verhaltenskodex (SAP Code of Business Conduct) kennen und ihn einhalten. Für diesen Prozess ist ein eigenes Team, unser Global Legal Compliance and Integrity Office, zuständig. Dieses steuert alle Maßnahmen, die sich auf die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien (Compliance) beziehen. Der Chief Global Compliance Officer koordiniert unternehmensweit die Einführung unserer Richtlinien sowie entsprechende Weiterbildungs- und Umsetzungsmaßnahmen. Diese Maßnahmen werden überwacht und dokumentiert, um Trends zu ermitteln, Risiken zu analysieren und eine einheitliche Anwendung der Richtlinien im gesamten SAP-Konzern zu gewährleisten. Trotz unserer umfassenden Compliance-Programme und vorhandener interner Kontrollen kann nicht immer verhindert werden, dass einzelne Personen die Kontrollmechanismen vorsätzlich umgehen oder sich betrügerisch verhalten, um sich persönlich zu bereichern.
Als global agierender Anbieter von Software und Services sind wir verpflichtet, die Gesetze der Länder einzuhalten, in denen wir geschäftlich tätig sind. Folglich müssen wir sicherstellen, dass alle gesetzlichen Anforderungen im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen umfassend erfüllt werden. Hinsichtlich der Anforderungen an den Datenschutz werden durch die bevorstehende Reform des europäischen Datenschutzrechts erhebliche Änderungen erwartet. Zudem ist die SAP von den Folgen der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) betroffen, derzufolge das Safe-Harbor-Abkommen ungültig ist. Demnach ist die Übertragung von personenbezogenen Daten aus der Europäischen Union (EU) in die USA unter Berufung auf die Safe-Harbor-Bestimmungen nicht mehr zulässig. Von der SAP übernommene Unternehmen, die die Anforderungen hinsichtlich der Übertragung von Daten auf Basis der Standardvertragsklauseln noch nicht umgesetzt haben, müssen dies umgehend nachholen. Die Umsetzung wird jedoch künftig durch eine neue konzerninterne Vereinbarung sichergestellt, die die Datenschutzbestimmungen innerhalb des SAP-Konzerns an die Standardvertragsklauseln anpasst. Diese Gesetze und Vorschriften ändern und ergänzen die bestehenden Anforderungen an die Verarbeitung personenbezogener Daten, die von uns und unseren Kunden zu erfüllen sind und die wir folglich auch in unseren Produkten und Services abbilden sowie bei der Bereitstellung unserer Cloud-Lösungen berücksichtigen müssen. Wenn wir die einschlägigen Gesetze nicht einhalten oder den Datenschutzanforderungen unserer Kunden nicht adäquat Rechnung tragen, könnte dies – selbst in unbegründeten Fällen – Ermittlungen der Aufsichtsbehörden, Haftungsansprüche, Bußgelder (künftige Berechnungsbasis möglicherweise der Jahresumsatz) und den Verlust von Kunden nach sich ziehen, unser Ansehen schädigen sowie negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben.
Zudem ist die SAP infolge der Grundsatzentscheidungen des EuGH zum Thema Datenschutz und der amtlichen Erklärungen der europäischen Datenschutzbehörden gefordert, ihre weltweiten Geschäftspraktiken sorgfältig zu überprüfen. Insbesondere hat der EuGH am 6. Oktober 2015 entschieden, dass sich europäische Unternehmen bei der Übertragung von personenbezogenen Daten an Datenverarbeiter in den USA nicht länger auf das Safe-Harbor-Abkommen berufen dürfen. Zwar hat die SAP die Safe-Harbor-Bestimmungen nur in geringem Umfang angewendet, doch haben die Datenschutzbehörden auch die Gesetzmäßigkeit anderer Übertragungsmethoden aus denselben Gründen infrage gestellt, aus denen der EuGH das Safe-Harbor-Abkommen für ungültig erklärt hat. Hierzu gehören unter anderem die von der SAP verwendeten Standardvertragsklauseln. Die Datenschutzbehörden haben angekündigt, bereits ab Ende Januar 2016 gegen europäische Unternehmen vorzugehen, die zu diesem Zeitpunkt weiterhin personenbezogene Daten nach dem von den Behörden für unzulässig erklärten Verfahren in die USA übertragen (oder US-Unternehmen Zugriff auf Systeme mit personenbezogenen Daten in der EU gewähren). Ein solches Vorgehen gegen die SAP oder gegen SAP-Kunden aufgrund von Dienstleistungen und Produkten, die die SAP mithilfe von in den USA ansässigen Unternehmen und/oder Lieferanten bereitstellt, könnte Bußgelder, Haftungsansprüche und den Verlust von Kunden nach sich ziehen, unser Ansehen schädigen sowie negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Zulässigkeit von Datenübertragungen in andere Länder, deren Datenschutzniveau nicht dem europäischen Standard entspricht, ebenfalls überprüft wird.
Um Risiken infolge der Nichteinhaltung von Gesetzen zu mindern, überwachen wir aktiv Änderungen an den einschlägigen Gesetzen und Vorschriften, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen, und führen laufend Zertifizierungen vorhandener Standards und Richtlinien durch. Mit einer breiten Palette von Maßnahmen schützen wir die von uns und unseren Kunden kontrollierten Daten vor Zugriff und Verarbeitung durch Unbefugte sowie vor unbeabsichtigtem Verlust oder Zerstörung. Unter anderem verbessern wir laufend den Betrieb unserer weltweiten Rechenzentren und berücksichtigen dabei auch lokale und/oder spezifische Marktanforderungen und gesetzliche Anforderungen. Zudem haben wir in datenschutzkritischen Geschäftsbereichen wie Global Service & Support, Human Resources (HR), Marketing, Products & Innovation und Custom Development ein zertifiziertes Datenschutzmanagementsystem eingeführt, dessen Umsetzung jährlich intern sowie extern durch die British Standard Institution geprüft wird. Darüber hinaus stellen wir unseren Kunden Sicherheitszertifizierungen (wie ISO/IEC 27001), White Papers zu Sicherheitsfragen und Berichte unserer unabhängigen Prüfer und Zertifizierungsstellen zur Verfügung.
Ungeachtet vorstehender Bestimmungen und zur Minderung der potenziellen Risiken, die sich insbesondere aus der Entscheidung des EuGH zum Safe-Harbor-Abkommen ergeben, untersuchen wir alle Prozesse, in deren Rahmen personenbezogene Daten an SAP-Unternehmen oder externe Dritte in den USA übertragen beziehungsweise von diesen abgerufen werden.
Jegliche Prozesse, die noch auf den Safe-Harbor-Bestimmungen beruhen, werden an die Anforderungen der Standardvertragsklauseln angepasst, die nach wie vor eine gültige Rechtsgrundlage für die Übertragung personenbezogener Daten von der EU in die USA darstellen. Die SAP prüft außerdem die Möglichkeit, alle personenbezogenen Daten, die der rechtlichen Verantwortung von SAP-Unternehmen in der EU/im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) unterliegen, künftig ausschließlich in der EU/im EWR zu hosten und zu verarbeiten. Wir werden außerdem unseren EU Access Service erweitern, der bereits heute vielen unserer europäischen Kunden das Speichern und Verarbeiten personenbezogener Daten in Ländern der EU/des EWR ermöglicht.
Da unsere Kunden, Mitarbeiter und Investoren eine verlässliche Energie- und CO2-Strategie von uns erwarten, haben wir unsere bisher kommunizierten Ziele erneut bekräftigt, insbesondere unser für 2020 gesetztes Ziel im Hinblick auf unsere Treibhausgasemissionen. Im Falle der Nichterreichung der Ziele könnten Kunden die ökologische Vorreiterrolle der SAP nicht mehr anerkennen und sich für Produkte und Services anderer Anbieter entscheiden, was zur Folge haben könnte, dass wir unsere Umsatzziele nicht erreichen. Wenn es uns nicht gelingt, in den identifizierten Bereichen den Erwartungen unserer Anspruchsgruppen gerecht zu werden, könnte sich unsere Bewertung in Nachhaltigkeitsindizes verschlechtern, was unser Ansehen schädigen sowie negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben könnte.
In den letzten Jahren hat die SAP bewiesen, dass es möglich ist, gesellschaftliche und ökologische Probleme proaktiv anzugehen und gleichzeitig ein solides finanzielles Wachstum zu erzielen. Für unsere Bemühungen um Nachhaltigkeit erhielten wir große Anerkennung. Als Beleg für unsere Nachhaltigkeitsleistung sind wir erneut in bedeutenden und anerkannten Nachhaltigkeitsindizes wie dem Dow Jones Sustainability Index sowie dem Climate Disclosure Leadership Index und dem Climate Performance Leadership Index des Carbon Disclosure Project (CDP) gelistet. 2015 beliefen sich die Treibhausgasemissionen der SAP auf insgesamt 455 Kilotonnen CO2. Damit haben wir unser Emissionsziel von 420 Kilotonnen um 35 Kilotonnen übertroffen. Wenn wir unser Emissionsziel für das Jahr 2020 nicht erreichen, könnten wir die Erwartungen hinsichtlich unserer Leistungskennzahlen im Energie- und Emissionsmanagement verfehlen.
Vertrauliche Informationen sowie interne Informationen zu unserer Strategie, neuen Technologien, Fusionen und Übernahmen, unveröffentlichte Finanzergebnisse oder personenbezogene Daten könnten versehentlich oder verfrüht an die Öffentlichkeit getragen werden und eine falsche Wahrnehmung im Markt sowie Marktschwankungen nach sich ziehen. Es könnte erforderlich sein, verschiedene Behörden zu benachrichtigen und entsprechenden gesetzlichen Auflagen nachzukommen sowie gegebenenfalls den Eigentümer der Daten zu unterrichten, was wiederum unser Ansehen schädigen könnte. So könnte die Preisgabe vertraulicher Informationen während einer Fusion oder Übernahme beispielsweise zum Verlust des Akquisitionsobjekts führen, oder der Kurs der SAP-Aktie könnte aufgrund vorzeitig veröffentlichter Finanzergebnisse erheblich beeinflusst werden. Dies könnte unsere Marktposition schwächen sowie Bußgelder und Strafen nach sich ziehen. Zusätzlich könnte dies negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben.
Wir haben eine Reihe von Vorkehrungen zum Schutz von Informationen getroffen, unter anderem auch in unserer Prozess- und Organisationsstruktur. Hierzu zählen vorgeschriebene Sicherheitsschulungen für alle Mitarbeiter, Social-Engineering-Tests, Standards für eine sichere interne und externe Kommunikation sowie technische Sicherheitsmaßnahmen in Bezug auf unsere Computerhardware und Kommunikationskanäle, wie die obligatorische Verschlüsselung sensibler Daten.
Viele unserer Kunden treffen ihre IT-Kaufentscheidungen zum Ende eines Kalendervierteljahres. Ein wesentlicher Anteil dieser Entscheidungen wird in unserem vierten Quartal getroffen, sodass auch geringe Verzögerungen bei der Kaufentscheidung für unsere On-Premise-Software negative Auswirkungen auf unsere Erlöse im jeweiligen Jahr haben könnten. In den letzten Jahren hat sich unsere Abhängigkeit von großen Abschlüssen verringert. Der Trend geht zu einer größeren Anzahl an Geschäften mit kleinerem Umfang. Dennoch könnten der Verlust oder die Verzögerung einer oder mehrerer großer Absatzmöglichkeiten negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben.
Wir verwenden ein „Pipeline“-System zur Prognose von Umsätzen und Trends in unserem Geschäft. Die Pipeline-Analyse bildet eine wichtige Informationsgrundlage für unsere Planung, Budgetierung und für Prognosen. Doch nicht immer entsprechen die Pipeline-Schätzungen dem Umsatz in einem bestimmten Quartal, was möglicherweise auf einen oder mehrere der oben beschriebenen Gründe zurückzuführen ist. Dies kann die Zuverlässigkeit unserer Planung, unserer Budgets und Prognosen gefährden. Da unsere betrieblichen Aufwendungen auf erwarteten Umsatzniveaus basieren und ein Großteil unserer Aufwendungen kurzfristig relativ stabil bleibt, kann das Ausbleiben erwarteter Umsätze oder eine Verzögerung bei der Erlösrealisierung zu beträchtlichen quartalsweisen oder jährlichen Schwankungen beim Betriebsergebnis führen. Die anhaltende Verschlechterung der globalen Wirtschaftslage könnte es uns zunehmend schwerer machen, zuverlässige Nachfrageprognosen für unsere Produkte und Dienstleistungen zu erstellen. Infolgedessen könnten unser Umsatz, unser Betriebsergebnis und unsere Cashflows hinter unseren eigenen Erwartungen und externen Prognosen zurückbleiben. Dies könnte den Kurs unserer Aktie negativ beeinflussen. Sollten zukünftige Aufwendungen nicht zu einer erwarteten Umsatzsteigerung führen, könnte dies negative Auswirkungen auf das Betriebsergebnis eines Quartals oder Gesamtjahres haben, sodass dieses von vorhergehenden oder nachfolgenden Perioden deutlich abweichen könnte. Da wir Erlöse aus Cloud-Subskriptionen und -Support über die Laufzeit der Leistungserbringung erfassen, die in der Regel zwischen einem und drei Jahren, in einigen Fällen bis zu fünf Jahren, variiert, nehmen die Relevanz und die Auswirkungen von Umsatzschwankungen proportional zur zunehmenden Bedeutung dieser Erlöse ab.
Die Anlagepolitik der SAP hinsichtlich der Konzernliquidität basiert auf einheitlichen Regeln, die in einer weltweit für alle Konzerngesellschaften geltenden Treasury-Richtlinie zusammengefasst sind. Unter anderem legt diese Richtlinie fest, dass wir, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nur in Finanzanlagen von Emittenten oder Fonds mit einem Mindestrating von „BBB“ investieren. Das gewichtete durchschnittliche Rating der Anlagen unserer Konzernliquidität liegt zwischen „A“ und „A–“. Wir verfolgen weiterhin eine vorsichtige Anlagepolitik, die durch eine breite Streuung der Anlagen auf unterschiedliche Kontrahenten, Anlagen mit überwiegend kurzfristiger Laufzeit und Standardanlageinstrumente gekennzeichnet ist.
Unsere Rechnungslegung nach IFRS erfordert vom Management umfangreiche Annahmen, Schätzungen und Beurteilungen, beispielsweise in Bezug auf größere Patentstreitigkeiten, die sich auf unsere Finanzzahlen auswirken können. Die Sachverhalte und Annahmen, auf denen die Schätzungen und Beurteilungen des Managements beruhen, sowie die Beurteilung dieser Sachverhalte können sich im Laufe der Zeit ändern. Dies könnte zu erheblichen Änderungen der Schätzungen und Beurteilungen und folglich auch zu Änderungen der Finanzzahlen führen. Solche Änderungen könnten negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows zur Folge haben.
Unsere Konzernberichtswährung ist der Euro. Ein beträchtlicher Teil der Geschäfte wird jedoch in anderen Währungen abgewickelt. Rund 74 % unseres Konzernumsatzes im Jahr 2015 entfielen auf Geschäfte in Staaten, die nicht den Euro als Währung führen, und wurden somit in Euro umgerechnet. Daher können sich die periodischen Schwankungen einzelner Währungen erheblich auf die Umsatzerlöse, Erträge und Cashflows der SAP auswirken. Eine Aufwertung des Euro im Verhältnis zu anderen Währungen wirkt sich dabei im Allgemeinen negativ, eine Abwertung des Euro positiv aus. Des Weiteren sind variabel verzinsliche Bilanzpositionen Zinsschwankungen ausgesetzt. Solche Änderungen könnten negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows sowie eine negative Abweichung von unseren Umsatz- und Betriebsergebniszielen zur Folge haben.
Um die Effekte unserer anteilsbasierten Vergütung auf die Gewinn- und Verlustrechnung zu verringern und zukünftige Aufwendungen in diesem Zusammenhang zu begrenzen, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Nach einer klar definierten Absicherungsstrategie stimmen wir die Entscheidung über einzelne Sicherungsgeschäfte im Treasury Committee mit dem Finanzvorstand des Konzerns ab. Die Kosten der Absicherung anteilsbasierter Vergütung könnten die Vorteile dieser Maßnahmen übersteigen. Andererseits könnte sich die Entscheidung, keine Absicherung vorzunehmen, als nachteilig erweisen. Dies könnte negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows sowie eine negative Abweichung von unseren Betriebsergebniszielen zur Folge haben.
Ein wichtiges Element unseres Geschäfts ist die erfolgreiche Implementierung von Softwarelösungen, die unseren Kunden helfen, Komplexität zu verringern und so effizient wie möglich zu arbeiten. Die Implementierung der SAP-Software erfolgt entweder allein durch die SAP oder gemeinsam mit ihren Partnern und Kunden. Abhängig von verschiedenen Faktoren – wie der Komplexität der Lösungen, dem Implementierungs-, Integrations- und Migrationsbedarf der Kunden oder den benötigten Ressourcen – ist die Implementierung für die SAP mit Risiken verbunden. Im Laufe eines Projekts können sich beispielsweise neue funktionale Anforderungen, Zeitverzögerungen oder Abweichungen von empfohlenen Best Practices ergeben. Diese Szenarien haben einen unmittelbaren Einfluss auf das Ressourcenmodell und die rechtzeitige Bereitstellung interner Mitarbeiter oder Berater für das Projekt und könnten daher mit Herausforderungen verbunden sein.
Aufgrund dieser und anderer Risiken sind der SAP und/oder einigen unserer Kunden in der Vergangenheit in Verbindung mit dem Kauf und der Installation von SAP-Softwareprodukten erhebliche Kosten für die Implementierung entstanden. Bei manchen Kunden haben Implementierungen länger gedauert als geplant. Wir können nicht garantieren, dass wir beispielsweise längere Installationszeiten oder beträchtliche Kosten für externe Beratungsleistungen reduzieren oder vermeiden können, dass qualifizierte Berater direkt verfügbar sein werden, dass unsere Kosten die vereinbarten Erlöse bei Festpreisprojekten nicht übersteigen oder dass Kunden mit der Implementierung unserer Software und unserer Lösungen zufrieden sind. Erfolglose, langwierige oder kostenintensive Implementierungs- und Integrationsprojekte könnten daher zu Kundenregressforderungen führen, dem Ansehen der SAP schaden und negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben.
Wir haben Sicherheitsmechanismen als verpflichtenden Bestandteil in den Softwareentwicklungszyklus integriert. Diese Sicherheitsmechanismen richten wir systematisch an den Empfehlungen des Standards ISO/IEC 27034 aus und wenden dabei Methoden an, die uns in allen Entwicklungsphasen, schon ab der Konzipierungsphase, die Entwicklung sicherer Software ermöglichen. Zu diesen Methoden gehören branchenspezifische Best Practices wie die Identifikation von Sicherheitsrisiken, Bedrohungsmodelle, eine umfassende Strategie im Hinblick auf Sicherheitstests, obligatorische Sicherheitsschulungen für alle Softwareentwickler sowie eine Validierung der Sicherheit unserer Produkte, Softwarekorrekturen und Services vor der Auslieferung.
Neue Produkte und Cloud-Angebote, darunter auch die von uns lizenzierten Technologien von Drittanbietern und die in diesen Produkten verwendeten Open-Source-Softwarekomponenten, könnten noch nicht erkannte Fehler enthalten oder aus Sicht der Kunden nicht ausreichend geeignet sein, um geschäftskritische Lösungen zu unterstützen. Das Erkennen und Beheben von Mängeln insbesondere nach der Auslieferung eines Produkts könnte mit hohem Kosten- und Zeitaufwand verbunden sein, und möglicherweise gelingt es uns nicht, die Erwartungen der Kunden an eine rasche und zufriedenstellende Behebung der Mängel zu erfüllen. Unter bestimmten Umständen könnten wir nicht in der Lage sein, diese Mängel zu beheben oder die Erwartungen unserer Kunden vollständig zu erfüllen, insbesondere angesichts der Erweiterung unseres Produktportfolios für zusätzliche Märkte. Aus diesem Grund ist es denkbar, dass Kunden die Rückerstattung geleisteter Zahlungen, Schadenersatz, Austausch der SAP-Software oder sonstige Zugeständnisse verlangen. Die von uns angestrebte Einführung mehrerer neuer Softwareprodukte und Produkterweiterungen bei einer höheren Innovationsrate könnte das Risiko von Mängeln und der damit einhergehenden negativen Folgen noch erhöhen. Dies gilt insbesondere für unsere Cloud-Produkte, deren Auslieferungszyklen noch kürzer sind (und bis zur täglichen Auslieferung reichen können). Dies könnte dazu führen, dass nicht erkannte Mängel an alle Cloud-Kunden gleichzeitig ausgeliefert werden. Darüber hinaus ist es uns nicht möglich, Mängel von Produkten, die Cloud-Services von Drittanbietern (nicht SAP) nutzen, im Voraus zu erkennen. Erhebliche noch nicht erkannte Fehler oder Verzögerungen bei der Einführung neuer Produkte oder Produkterweiterungen könnten die Marktakzeptanz von SAP-Softwareprodukten beeinflussen und negative Auswirkungen auf unser Ansehen, unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben.
SAP-Software wird im Rahmen von Lösungen und Prozessen eingesetzt, die für die Geschäftsabläufe beim Kunden von kritischer Bedeutung sind. Hinzu kommen die relative Komplexität unserer Produkte und Services sowie die technischen Abhängigkeiten der Produkte untereinander. Daher besteht das Risiko, dass Kunden oder Dritte uns gegenüber Garantie-, Leistungs- oder ähnliche Ansprüche geltend machen, sofern es zu tatsächlichen oder angeblichen Mängeln bei SAP-Softwareprodukten, bei der Erbringung von Dienstleistungen oder im Rahmen des Anwendungshostings kommt. Wir waren in der Vergangenheit solchen Garantie-, Leistungs- oder ähnlichen Ansprüchen ausgesetzt und werden dies möglicherweise auch in der Zukunft sein.
Wir wirken den beschriebenen Risiken jedoch durch verschiedenste Maßnahmen entgegen. Hierzu gehören ein umfangreiches Projektmanagement und Projektmonitoring, Produktstandards und Richtlinien für deren Einhaltung sowie strenge und regelmäßige nach ISO 9001:2008 zertifizierte Qualitätssicherungsmaßnahmen bezogen auf das Segment Anwendungen, Technologie & Services. Darüber hinaus führen wir Programmrisikobeurteilungen während der Produktentwicklung und der Markteinführung durch und berücksichtigen bei der Entscheidung über die Marktfreigabe direktes Kundenfeedback. Die Bereitstellung qualitativ hochwertiger Softwareprodukte hat Priorität und ist Teil unseres Kerngeschäfts. Dank unserer umfangreichen Investitionen und permanenten Anstrengungen erzielen wir ein generell hohes Qualitätsniveau unserer Produkte. Dies wird auch durch den definierten Quality Perception and Support Index transparent gemacht und durch die konstant hohen Kundenzufriedenheitswerte bestätigt, die wir im Rahmen unserer Kundenbefragungen zur Qualitätswahrnehmung (Customer Quality Perception Reporting) messen.
Änderungen bei unseren Nutzungsrechten für Software, Cloud-Dienste und Technologien von Drittanbietern, die in unsere Produkte integriert sind, könnten die Markteinführung dieser Produkte verzögern und sich auf die Preise unserer Lizenzen und damit auf unsere Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Softwareanbietern auswirken. Solche Änderungen könnten außerdem die Funktionalität unserer Software- oder Cloud-Produkte beeinträchtigen und folglich die Stabilität unseres Softwareportfolios gefährden.
Wir verfügen über Lizenzen für zahlreiche Lösungen von Drittanbietern und nutzen bestimmte Komponenten von Open-Source-Software, die fest in unser Produkt- und Serviceportfolio integriert sind. Die Funktionalität unserer Software und Cloud-Dienste hängt von diesen Lösungen ab. Änderungen bei Lizenzen für Drittanbietersoftware, der Verlust dieser Lizenzen oder die Umwandlung von Open-Source-Lizenzen, die wir nutzen, könnten die Kosten für diese Lizenzen beträchtlich erhöhen oder zur Folge haben, dass unsere Software- oder Cloud-Angebote nicht funktionsfähig sind oder ihre Leistungsfähigkeit wesentlich verringert ist. Infolgedessen könnten für uns weitere Entwicklungs- und Lizenzierungskosten anfallen, um die kontinuierliche Leistungsfähigkeit unserer Produkte zu gewährleisten, was wiederum negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben könnte. Dieses Risiko erhöht sich, wenn wir ein Unternehmen oder geistiges Eigentum erwerben, dessen Stand an Drittanbieterlizenzen, Open-Source-Software oder Produktstandards nicht dem SAP-Standard entspricht.
Es gelingt uns möglicherweise nicht, neue Geschäftsmodelle, Lösungen, Lösungserweiterungen und/oder Dienstleistungen vor unseren Wettbewerbern auf den Markt zu bringen. Wir könnten außerdem einem zunehmenden Wettbewerb durch Open-Source-Initiativen ausgesetzt sein, in deren Rahmen Mitbewerber Software und geistiges Eigentum möglicherweise kostenlos und/oder zu für die SAP ungünstigen Bedingungen anbieten. Darüber hinaus gelingt es uns möglicherweise nicht, ausreichend Umsatz zu erwirtschaften, um die erheblichen Forschungs- und Entwicklungsausgaben für die Bereitstellung technischer Innovationen oder die Investitionen in die Infrastruktur auszugleichen, die wir zur Bereitstellung unserer Lösungen und Dienstleistungen im Rahmen unseres neuen Geschäftsmodells benötigen. Des Weiteren könnten wir nicht in der Lage sein, technologische Verbesserungen vorherzusehen und zu entwickeln oder unsere Produkte, Services, Prozesse und Geschäftsmodelle an den technologischen Wandel, Gesetzesänderungen, neue Branchenstandards oder geänderte Anforderungen unserer Kunden und Partner anzupassen. Und schließlich könnten wir in unserem Bemühen scheitern, hochwertige Produkte, Produkterweiterungen und neue Produktversionen so zeitnah und kosteneffektiv herzustellen, dass sie mit den Produkten, Lösungen und anderen Technologien unserer Mitbewerber konkurrieren können, was negative Auswirkungen auf unser Ansehen, unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben könnte.
Wir passen unsere Organisation, unsere Prozesse, Produkte, Dienstleistungen und Bereitstellungsmodelle weiter laufend an die aktuellen Marktgegebenheiten und Anforderungen der Kunden und Partner an. Wir entwickeln neue Technologien und Lösungen, wie die zukunftsweisende Anwendungssuite SAP S/4HANA, und nutzen modernste Technologien, sofern diese eine klare Geschäftschance für die SAP darstellen und Mehrwert für unsere Kunden schaffen. Um sicherzustellen, dass wir auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben, führen wir darüber hinaus weiterhin umfassende Markt- und Technologieanalysen durch und betreiben Forschungsprojekte, oftmals in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern. Wir bemühen uns außerdem um strategische Akquisitionen, die geeignet sind, die Innovation voranzubringen und unsere Wachstumsziele zu unterstützen.
Wir bieten unseren Kunden ein umfassendes Produkt-, Lösungs- und Serviceportfolio. Im Mittelpunkt unserer Technologiestrategie stehen die In-Memory-Software SAP HANA als Echtzeitplattform für Analyselösungen und Anwendungen, die Anwendungssuite SAP S/4HANA als digitaler Kern, das Geschäftsnetzwerk und die SAP HANA Cloud Platform als PaaS-Angebot (Platform as a Service). Der Erfolg unserer Technologiestrategie hängt von der Umsetzung unseres neuen Konzepts für digitale Unternehmen ab, in dessen Rahmen wir mit unserer Technologie auch in Zukunft zur Wertschöpfung in Unternehmen beitragen und den geänderten Kundenanforderungen gerecht werden möchten. Des Weiteren benötigen wir ein dynamisches Netzwerk von Partnerunternehmen, die eigene Geschäftsanwendungen auf Basis unserer Technologieplattformen entwickeln.
Es könnte uns nicht gelingen, unsere Plattformen zu integrieren, unser gesamtes Portfolio an Produkten und Cloud-Diensten zu optimieren, Design und Technologie unserer Benutzungsoberflächen zu harmonisieren, übernommene Technologien zu integrieren oder neue Lösungen auf Basis der SAP-HANA-Plattform sowie der SAP HANA Cloud Platform in der erwarteten Geschwindigkeit auf den Markt zu bringen. Dies gilt insbesondere für innovative Anwendungen wie SAP S/4HANA. Des Weiteren könnten wir nicht in der Lage sein, uns im Bereich Cloud-Services erfolgreich gegen die Konkurrenz zu behaupten, und unsere neuen Anwendungen und Services könnten die Erwartungen der Kunden nicht erfüllen. Dies könnte dazu führen, dass unsere Partner und Kunden unsere Technologieplattformen, Anwendungen oder Cloud-Services nicht schnell genug einführen oder Lösungen unserer Wettbewerber in Betracht ziehen. Dies könnte negative Auswirkungen auf unser Ansehen, unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben.
Wir sind davon überzeugt, dass wir unseren Kunden zusätzlichen Mehrwert bei minimaler Unterbrechung ihres Geschäftsbetriebs bieten können, wenn es uns gelingt, die Integration und Konvergenz unserer Technologieplattform-Angebote, der Anwendungssuite SAP S/4HANA sowie übernommener Technologien erfolgreich voranzutreiben, unser aktuelles Produktportfolio für SAP HANA zu optimieren, neue Lösungen auf Basis von SAP HANA zu entwickeln und umfassende Cloud-Dienste bereitzustellen, die über die SAP HANA Cloud Platform erweitert werden können. Wir bieten Unterstützung für Partner, die die SAP-Technologieplattform nutzen wollen. So weisen wir sie auf Geschäftschancen hin und vermitteln Architektur- und Technikwissen. Darüber hinaus stellen wir durch einen ausführlichen Zertifizierungsprozess sicher, dass alle von Drittanbietern entwickelten relevanten Lösungen eine gleichbleibend hohe Qualität aufweisen.
Die Kosten für die Korrektur von Defekten oder Fehlern könnten erheblich sein und könnten negative Auswirkungen auf unser Ansehen, unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows haben. Die Verfügbarkeit unserer Cloud-Anwendungen könnte von einer Reihe von Faktoren beeinträchtigt werden und mit folgenden Konsequenzen verbunden sein: Unsere Kunden könnten nicht in der Lage sein, auf ihre Cloud-Anwendungen zuzugreifen, unsere Softwaresysteme könnten ausfallen, unser Netzwerk könnte durch menschliche oder andere Fehler versagen, oder es könnten Sicherheitslücken oder Schwankungen in der Nutzerfrequenz für unsere Cloud-Anwendungen auftreten. Aufgrund der großen Menge an von uns erfassten und verwalteten Daten könnten Hardwareausfälle, Fehler in unserer Software oder Fehler in unseren Systemen zum Verlust oder zur Beschädigung von Daten führen oder bewirken, dass die von uns erfassten Informationen unvollständig sind oder Ungenauigkeiten enthalten, die von unseren Kunden als signifikant angesehen werden. Darüber hinaus könnte der Verlust von Rechten zur Nutzung von Hardware, die wir von Dritten gekauft oder geleast haben, zu Verzögerungen bei der Bereitstellung der Cloud-Anwendungen führen, bis wir entweder selbst eine gleichwertige Technologie entwickelt oder (falls bereits erhältlich) identifiziert haben. Da wir im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit Partnern im Bereich Cloud Computing Rechenzentren gemeinsam mit Partnern betreiben, könnten wir außerdem zusätzlichen Sicherheits- und Datenschutzrisiken sowie Risiken infolge der Nichteinhaltung bestehender Service-Level-Vereinbarungen durch Partner ausgesetzt sein.
Wir haben eine Reihe von Vorkehrungen getroffen, um solche negativen Auswirkungen zu minimieren. Wir investieren fortlaufend in die Integrität und Sicherheit unserer Produkte und Dienstleistungen sowie interner und externer Daten, die in unseren Rechenzentren verwaltet werden. Wir konsolidieren und harmonisieren unsere Rechenzentren wie auch unsere Datenschutzmaßnahmen, zu denen der Einsatz von SIEM-Lösungen (Security Information and Event Management) und Maßnahmen zur Durchsetzung der Netzwerkzugriffskontrolle zählen. Dadurch schaffen wir eine homogene Landschaft, die die komplexen Infrastruktur-, Anwendungs- und Sicherheitsanforderungen unterstützt, damit wir das erforderliche Leistungsniveau für Cloud-Dienste bieten können.
Wir glauben, zunehmend solchen Klagen ausgesetzt zu sein, da unser Lösungsportfolio weiter wächst; da wir andere Unternehmen übernehmen und dadurch zunehmend fremden Programmcode einschließlich Open-Source-Code verwenden; da wir unsere Angebote auf neue Branchen ausweiten und sich dadurch die Funktionen von Angeboten stärker überschneiden und da sogenannte Patentverwerter, die selbst keine Produkte entwickeln, herstellen oder vertreiben, zunehmend Ansprüche aus der Verletzung von Rechten an geistigem Eigentum geltend machen.
Für die regelmäßige Bewertung und Kontrolle von Risiken im Zusammenhang mit dem geistigen Eigentum Dritter ist unser Legal Compliance and Integrity Office verantwortlich, das hierbei eng mit der Globalen GRC-Organisation zusammenarbeitet. Das Legal Compliance and Integrity Office überprüft Praktiken im Umgang mit geistigem Eigentum, erstellt interne Richtlinien und überwacht deren Einhaltung.
Es sind verschiedene Gerichtsverfahren anhängig, die über gegen uns erhobene Klagen aufgrund einer angeblichen Verletzung von Rechten aus geistigem Eigentum verhandeln. Nähere Informationen zu bestimmten Verfahren finden Sie unter Textziffer (23) im Anhang zum Konzernabschluss.
Der Ausgang von Prozessen und sonstigen Klagen ist naturgemäß ungewiss. Außerdem kann sich die Einschätzung dieser Angelegenheiten durch das Management in der Zukunft ändern. Der tatsächliche Ausgang von Gerichtsverfahren und sonstigen Ansprüchen kann von den früheren Einschätzungen des Managements, die die Grundlage für die Berücksichtigung dieser Rechtsstreitigkeiten und Ansprüche in unserer Rechnungslegung nach IFRS bilden, abweichen.
Nähere Informationen zu bestimmten Verfahren finden Sie unter Textziffer (23) im Anhang zum Konzernabschluss.
Insgesamt können wir auf von Drittanbietern lizenzierte Technologien, die in unsere Produkte integriert sind oder die wir an unsere Kunden weiterverkaufen, angewiesen sein. Wir verfügen über Lizenzen für zahlreiche Technologien von Drittanbietern (und werden künftig weitere erwerben), die wir in unsere Produkte integrieren und/oder vertreiben. Wir sind bestrebt, in den entsprechenden Verträgen bestimmte Schutzrechte für den Fall einer Vertragskündigung zu vereinbaren.
Um den zunehmenden Bedrohungen im Bereich der Cybersicherheit zu begegnen, werden unsere Sicherheitsverfahren kontinuierlich verändert und angepasst. Wir treffen zahlreiche Vorkehrungen zur Erhöhung der Sicherheit, wie technische IT-Sicherheitsmaßnahmen, Identitäts- und Zugriffsverwaltung sowie Pflichtschulungen zu Sicherheit und Compliance für alle Mitarbeiter. Darüber hinaus sind in unserem Sicherheitssteuerungskonzept klare Verantwortlichkeiten für alle Sicherheitsbereiche in Bezug auf den Schutz unserer Produkte und unseres Unternehmens festgeschrieben. Dadurch sind wir in der Lage, Risiken im Bereich der Cybersicherheit schnell zu erkennen und darauf zu reagieren. 2015 haben wir eine Global-Security-Funktion eingerichtet und ergänzend hierzu eine unabhängige Abteilung Security Audit innerhalb der internen Revision geschaffen, um potenziellen Sicherheitsrisiken wirksam zu begegnen.
Obwohl wir den Eintritt dieses Risikos als unwahrscheinlich einschätzen, können wir kritische Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage, unsere Cashflows, unser Ansehen sowie unsere Umsatz- und Betriebsergebnisziele nicht vollständig ausschließen. Wir stufen dieses Risiko als mittleres Risiko ein.
Obwohl wir den Eintritt dieses Risikos als unwahrscheinlich einschätzen, können wir erhebliche Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, unsere Finanz- und Ertragslage und unsere Cashflows sowie unsere Umsatz- und Betriebsergebnisziele durch Datenmissbrauch, Diebstahl oder Sicherheitsverstöße nicht vollständig ausschließen. Aufgrund unserer strategischen Umstellung auf ein cloudbasiertes Geschäftsmodell stufen wir dieses erhöhte Risiko als mittleres Risiko ein.
2015 haben wir nur geringfügige prozentuale Veränderungen der in unserer Risikomatrix als „hoch“ oder „mittel“ eingestuften gemeldeten Risiken festgestellt. In Bezug auf die Gesamtzahl aller im Abschnitt „Risikofaktoren“ dargestellten Risiken lagen die Risiken des Bereichs „hohes Risiko“ bei 11 % und die Risiken des Bereichs „mittleres Risiko“ bei 68 %.
Nach unserer Überzeugung weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Die Unternehmensleitung bleibt zuversichtlich, dass die Ertragskraft unseres Konzerns eine solide Basis für unsere künftige Geschäftsentwicklung bildet und für die nötigen Ressourcen sorgt, um die dem Konzern zur Verfügung stehenden Chancen zu verfolgen. Angesichts unserer führenden Stellung im Markt, unserer technologischen Innovationskraft, unserer engagierten Mitarbeiter sowie unserer strukturierten Prozesse zur Risikofrüherkennung sind wir zuversichtlich, den Herausforderungen, die sich aus den genannten Risiken ergeben, auch 2016 erfolgreich begegnen zu können.