Source: https://www.integrationsaemter.de/Fachlexikon/Beschaeftigung--geringfuegige/77c491i1p/index.html
Timestamp: 2018-05-23 18:34:53
Document Index: 268485374

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 14', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 27', '§ 27']

Integrationsämter - Beschäftigung, geringfügige
Bei einer geringfügigen Beschäftigung wird zwischen der geringfügig entlohnten und der kurzfristigen Beschäftigung unterschieden:
Geringfügig entlohnte Beschäftigung: Nach § 8 Abs.1 Nr.1 SGB IV gilt jemand als geringfügig beschäftigt, wenn das Arbeitsentgelt (vgl. § 14 Abs.1 SGB IV) aus einer Beschäftigung (vgl. § 7 Abs.1 SGB IV) regelmäßig im Monat 450 Euro nicht übersteigt.
Kurzfristige Beschäftigung: Eine kurzfristige Beschäftigung liegt nach § 8 Abs.1 Nr.2 SGB IV vor, wenn die Beschäftigung im Laufe eines Kalenderjahres auf längstens 2 Monate oder 50 Arbeitstage begrenzt ist. Man geht vom 2-Monats-Zeitraum aus, wenn die Beschäftigung an mindestens 5 Tagen die Woche ausgeübt wird. Bei Beschäftigungen von regelmäßig weniger als 5 Tagen pro Woche geht man bei der Prüfung der Kurzfristigkeit von 50 Arbeitstagen aus.
Wenn jemand von der Agentur für Arbeit Arbeitslosengeld (Arbeitslosigkeit) bezieht oder als arbeitsuchend geführt wird, gilt eine kurzfristige Beschäftigung grundsätzlich als berufsmäßig. Berufsmäßigkeit liegt immer dann vor, wenn sie für die in Betracht kommende Person nicht von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung ist.
Zu beachten ist, dass mehrere geringfügige Beschäftigungen zusammengerechnet werden. Aber nur geringfügig entlohnte Beschäftigungen nach § 8 Abs.1 Nr.1 SGB IV dürfen zusammengerechnet werden und nur kurzfristige Beschäftigungen nach § 8 Abs.1 Nr.2 SGB IV. Nicht zusammengerechnet werden eine geringfügig entlohnte und eine kurzfristige Beschäftigung (vgl. § 8 Abs.2 Satz 1 SGB IV). Abweichend von § 8 Abs.2 Satz 2 SGB IV werden eine geringfügige Beschäftigung und eine nicht geringfügige Beschäftigung (Hauptbeschäftigung) in der Arbeitslosenversicherung nicht zusammengerechnet (§ 27 Abs.5 SGB III).
Geringfügige Beschäftigungen unterliegen nicht der Versicherungspflicht zur Arbeitsförderung (§ 27 Abs.2 SGB II).
Seit dem 01.01.2013 besteht aber Versicherungspflicht in der Rentenversicherung; es besteht die Möglichkeit, sich davon befreien zu lassen. Die Befreiung von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung ist beim Arbeitgeber zu beantragen.