Source: https://knightsblog.de/2019/08/05/Wie-man-den-VIABUY-scam-los-wird.html
Timestamp: 2019-08-23 17:25:58
Document Index: 228462502

Matched Legal Cases: ['§ 312', '§ 305', '§ 305', '§ 138', '§ 356', '§ 312', '§ 305', '§ 305', '§ 138', '§ 356', '§ 305', '§ 1', '§ 356', '§ 312', '§ 305', '§305', '§305', '§ 312', '§ 138', '§ 199']

Wie man den VIABUY scam los wird | Knightâ€™s Blog
Wie man den VIABUY scam los wird
August 5, 2019 - Tobias Sachs
In meinem Beitrag Mahnung von PPRO Limited Aka. VIABUY ging ich darauf ein, wie ich meinen Fall von VIABUY gegenÃ¼ber EOS ausgetragen habe. Die Mahnung war aber komplett bestandslos, da der Vertrag seitens allen Seiten aufgelÃ¶st wurde. Ist wohl selten der Fall, sonst wÃ¤re die Mahnung sicherlich nie versendet worden.
Die Karte kam irgendwann kurze Zeit spÃ¤ter an, wurde am 30.08.2016 beantragt.
Am 07.09.2016 kam eine Mail mit dem Betreff: â€œVergessen, Ihre VIABUY Karte zu laden?â€�
Wer lieÃŸt solche Mailâ€™s schon? :o
Nach genau 14 Tagen die Erkenntnis der Masche.
Betreff: â€œZahlungserinnerung: Laden Sie Ihre VIABUY MasterCardÂ® jetzt aufâ€�
Aufgrund Zeitmangels ging ich erstmal nicht darauf ein, warum auch, habe die Karte ja nie verwendet (oder erhalten haha).
Am 21.09.2016 dann die Mail mit dem Betreff: â€œLetzte Zahlungserinnerung: Laden Sie jetzt Ihre VIABUY MasterCardÂ® aufâ€�
Auf gehtâ€™s in meine lieblings Alman BeschÃ¤ftigung, aufregende Rechtstreitigkeiten.
Wer diese Art von Mails erhalten hat, dem viel bestimmt auf, dass die Widerrufsbelehrung und das dafÃ¼r notwendige Formular vollstÃ¤ndig in allen Mailâ€™s fehlten, und zwar ganz alleine ðŸ˜�
Erste Mail war also erst einmal kurz und knackig gehalten. Und ja ich weiÃŸ, ich war bei der RS sehr schlampig, war mir aber auch egal. Mit viel hass getippt.
Ich mÃ¶chte den Vertrag widerrufen, leider fehlt das entsprechende Formular in Ihrer ersten Emailâ€¦
AuÃŸerdem war bei der Bestellung nicht klar ersichtlich, dass hier 90â‚¬ erforderlich sind welcher nicht jeder bereit ist zu zahlen oder kann.
Ich bitte Sie entsprechend den Vertrag zu Widerrufen.
Antwort erfolgte daraufhin innerhalb 8 Stunden
Sie schreiben von uns von einer unbestÃ¤tigten E-Mailadresse. Bitte fÃ¼hren Sie den weiteren Schriftverkehr nur Ã¼ber Ihre bei der Bestellung verwendete und registrierte Mailadresse.
Hinsichtlich der GebÃ¼hren:
Beim Bestellen Ihrer VIABUY Prepaid MasterCard wird Ihnen eine einmalige KartenausstellungsgebÃ¼hr von 89,70â‚¬ berechnet. Ab dem vierten Jahr betrÃ¤gt die JahresgebÃ¼hr 29,90â‚¬.
Eine Ãœbersicht aller GebÃ¼hren finden Sie hier:
https://secure.viabuy.com/static/pdf/viabuy/terms.de.pdf
Die Karte wurde nach dem BestÃ¤tigen unserer AGB erstellt und ist 3 Jahre gÃ¼ltig.
Durch die Erstellung und Zusendung haben wir unseren Teil des Vertrages erfÃ¼llt.
Gut, dann halt von meiner hinterlegten Mail etwas deutlicher nun.. Nungut, nun alle GeschÃ¼tze auspacken.
danke fÃ¼r den Hinweis mit der Email - sollte nun so stimmen.
"Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig. "
Nur mal so als Hinweis was bei euch im Footer so steht ;)
Diese Email ist mehr als nur sehr verwirrend. Ich dachte man lÃ¤dt 90â‚¬ auf die Karte auf welche dann auch zur VerfÃ¼gung stehen fÃ¼r die Benutzung.
Wenn ich allerdings 99,70â‚¬ fÃ¼r ein Konto bezahlen soll welches ich nicht einmal verwenden konnte wÃ¤re dies doch absurd.
Selbst wenn, rechtfertigen 89,70â‚¬ niemals die austellung und den Versnd einer Plastikarte - welches andere Banken gratis machen..
"Selbst aus Kulanz kÃ¶nnen wir Ihren RÃ¼cktritt vom Vertrag zu diesem spÃ¤ten Zeitpunkt ohne vorherige Bezahlung der vollstÃ¤ndigen JahresgebÃ¼hr nicht mehr akzeptieren."
SpÃ¤t ist knapp eine Woche Ã¼ber die Widerrufsfrist, mit welcher BegrÃ¼ndung erfolgt dies denn und wie sieht es mit einer internen Hochstufung der Angelegenheit aus? Selbst Amazon lÃ¤sst einem 30 Tage Zeit mit Kulanz auch noch mehr. Man kann ja auch noch argumentieren, dass die Karte auch erst am 31.09.2019 in den Versand ging und ein paar Tage spÃ¤ter den Breifkasten des Kunden erreicht vorher ist sie unbenutzbar fÃ¼r ihn... Was wÃ¤ren denn die Vorraussetzungen fÃ¼r einen RÃ¼cktritt aus dem Vertrag gewesen?
Auch steht bei Ihrer GebÃ¼hrenseite nichts zu etwaigen KÃ¼ndigungsgebÃ¼hren welche fÃ¼r heutige VerhÃ¤ltnisse absurd sind und somit einen unerwarteten Punkt in ihrer AGB darstellen. Die KÃ¼ndigung eines ungenutzten Kartenkontos kostet fÃ¼r Sie im Prinzip nichts.
Zum Nachlesen: https://dejure.org/gesetze/BGB/305c.html
Ich erwarte eine KlÃ¤rung des Falles zu meinen Gunsten mit evtl. Hochreichung.
Die Antwort benÃ¶tigte nun auch schon fast 4 Tage, geht noch.
Leider kÃ¶nnen wir Ihre aufgefÃ¼hrten Punkte nicht nachvollziehen.
Wenn Sie die Karte noch nicht erhalten haben, so senden wir Ihnen gerne nach Mitteilung Ihrer aktuellen Adresse zum Abgleic eine neue Karte zu.
WÃ¤hrend des Bestellprozesses haben wir an verschiedenen Stellen auf die KartenausstellungsgebÃ¼hr von 89,70â‚¬ hingewiesen.
Gleich gelogen, die GebÃ¼hren werden gut versteckt.
Hier die Links zum schnellen klicken
Â§ 312j BGB
Â§ 305c BGB
Â§ 305 BGB
Â§ 138 BGB
Â§ 356 BGB
diese Email geht als erstes CC an die Verbraucherzentrale Bundesverband, da hier meines Erachtens gegen Â§ 312j BGB, Â§ 305c BGB, Â§ 305 BGB, Â§ 138 BGB sowie Â§ 356 BGB verstoÃŸen wird.
Bei einer Bestellung im elektronischen GeschÃ¤ftsverkehr, mÃ¼ssen die Kosten beim Vertragsabschluss genannt werden - welches hier nicht getan wurde. Im Anhang sieht man die BestellÃ¼bersicht wo keine Rede davon ist, lediglich ein Link "I hereby agree to the terms and conditions" welcher im selben Farbmuster der Website ist und auf https://secure.viabuy.com/static/pdf/viabuy/terms.en.pdf / https://secure.viabuy.com/static/pdf/viabuy/terms.de.pdf verweist und somit scheinbar den Verbraucher tÃ¤uschen soll. Hier werden also die Anforderungen von Â§ 305 Abs.2 BGB nicht eingehalten.
"(2) Bei einem Verbrauchervertrag im elektronischen GeschÃ¤ftsverkehr, der eine entgeltliche Leistung des Unternehmers zum Gegenstand hat, muss der Unternehmer dem Verbraucher die Informationen gemÃ¤ÃŸ Artikel 246a Â§ 1 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 4, 5, 11 und 12 des EinfÃ¼hrungsgesetzes zum BÃ¼rgerlichen Gesetzbuche, unmittelbar bevor der Verbraucher seine Bestellung abgibt, klar und verstÃ¤ndlich in hervorgehobener Weise zur VerfÃ¼gung stellen."
Ein Link im selben Farbmuster der Website gehÃ¶rt nicht dazu und soll meines Erachtens lediglich dazu fÃ¼hren den versteckten Link nicht zu bemerken. Damit genau nach Ablauf der 14 Tage Widerrufsfrist zwei E-Mail's im 7 Tage Abschnitt kommen mit "(Letzte) Zahlungserinnerung". Laut AGB 9.1.1 "Die  Widerrufsfrist betrÃ¤gt  vierzehn  Tage  ab  dem  Tag,  an  dem  dieser  Vertrag geschlossen wurde." gilt der Tag des Vertragsabschlusses als der Tag wo die Widerrufsfrist beginnt was gegen Â§ 356 Abs. 2 BGB verstÃ¶ÃŸt.
"(2) Die Widerrufsfrist beginnt [..] a) der nicht unter die Buchstaben b bis d fÃ¤llt, sobald der Verbraucher oder ein von ihm benannter Dritter, der nicht FrachtfÃ¼hrer ist, die Waren erhalten hat" Die Prepaid Kreditkarte - Dienstleistung -  wurde am 30.08.2016 um 23:05 Uhr laut E-Mail in den Versand gegeben und somit erst einige Tage spÃ¤ter zugestellt und benutzbar.
"(3) Der Unternehmer hat die Bestellsituation bei einem Vertrag nach Absatz 2 so zu gestalten, dass der Verbraucher mit seiner Bestellung ausdrÃ¼cklich bestÃ¤tigt, dass er sich zu einer Zahlung verpflichtet. Erfolgt die Bestellung Ã¼ber eine SchaltflÃ¤che, ist die Pflicht des Unternehmers aus Satz 1 nur erfÃ¼llt, wenn diese SchaltflÃ¤che gut lesbar mit nichts anderem als den WÃ¶rtern "zahlungspflichtig bestellen" oder mit einer entsprechenden eindeutigen Formulierung beschriftet ist."
Weder "zahlungspflichtig bestellen" noch ein anderer gleichwertiger Text wird hier genannt wie von Â§ 312j Abs. 3 BGB verlangt. Lediglich "I hereby agree to the terms and conditions" also auch noch in Englisch obwohl Sie auch nicht zuletzt durch ihren deutschen Standort "VIABUY Card Services, Landsberger Strasse 110, 13. Stock, 80339 MÃ¼nchen" definitv deutsche Kunden ansprechen. In der deutschen Version der Seite welche bei mir nur Ã¼ber den expliziten /de/ Zusatz laden wollte und viabuy.de auf die Englische Seite weiterleitet, zeigt trotzdessen nur "Ich stimme den AGBs zu" wobei auch hier nur ein Link bei "AGBs" gesetzt ist im selben Farbkontext zum Rest. Somit sind die AGBs nach Â§ 305 BGB mir in nicht ausdrÃ¼cklicher Weise bei Vertragsabschluss bekannt gemacht worden.
Â§305c BGB spricht von Ã¼berraschenden Klauseln. Diese Klausel in Ihrer AGB (Anlage 1: GebÃ¼hren, Kontaktdaten und andere Bestimmungen) stellen eine unerwartete einmalig GebÃ¼hr fÃ¼r eine Laufzeit von 3 Jahren dar welche auf der Bestellseite nicht genannt werden. Auch die Nichtbenutzung und KÃ¼ndigung der Karte werden mit GebÃ¼hren belangt. Auf die Preis Website wird zu keinem Zeitpunkt des Bestellprozesses hingewiesen wo auch nur ungenau auf die GebÃ¼hr in HÃ¶he von 89,70â‚¬ hingewiesen wird.
Ich erwarte von Ihnen hiermit eine sofortige kostenfreie RÃ¼ckabwicklung des Vertrages und sehe gemÃ¤ÃŸ Â§305c Abs. 2 BGB, Â§ 312j BGB Abs. 4 und Â§ 138 Abs. 2 BGB diesen Vertrag als nichtig an.
Nach ganzen 4 Wochen die Antwort.
Wir bestÃ¤tigen den Erhalt Ihrer Mail mit der Bitte um Stornierung Ihrer Bestellung.
Das hierzu erstellte Kartenkonto wurde geschlossen.
Wir bedauern, dass Sie die vielen Vorteile der VIABUY prepaid MasterCard nicht Ã¼berzeugen konnten und wÃ¼rden uns freuen, Sie als neuen Kunden in der Zukunft begrÃ¼ÃŸen zu dÃ¼rfen.
Zu beachten ist meine gleichzeitige Kommunikation und Ausraster auf Twitter. Danke an @VIABUY, wobei die immer nur nachfragen konnten.
Der Grund der SchlieÃŸung wurde mir nie mitgeteilt. Ich wÃ¼rde davon ausgehen, dass man eh nicht erwartet viel SpaÃŸ mit so einem Kunden wie mir zu haben. Der Preis steht mittlerweile da, nicht groÃŸ, aber immerhin. MÃ¼sste man schauen von wann der Vertrag ist wenn man etwas dagegen machen mÃ¶chte.
Gerichtliche Urteile konnte ich keine finden. Endet vermutlich also im Vergleich oder - viel wahrscheinlicher - landet nie vor Gericht. EOS wird entweder so viel Druck auf den Kunden aufbauen bis er zahlt, man hat ja immerhin nach Â§ 199 Abs. 1 BGB knapp 3 Jahre Zeit ab Vertragsschluss. Man lÃ¤sst es somit entweder nie oder selten zu einem gerichtlichen Mahnverfahren kommen oder stellt es gleich ein weil sehr wage imho. Ich bin ja der Meinung, das der Vertrag null und nichtig war. Wenn dem gerichtlichen Mahnverfahren widersprochen wird, landet das ganze dann - vielleicht - vor Gericht. EOS mÃ¼sste dann ja eine zivilrechtliche Klage auf den Weg bringen. Die Eier das zu gewinnen hat auch vermutlich nur ein Anwalt :D
Da die HauptgeschÃ¤ftsstelle in UK liegt, gehe ich mal davon aus, dass die Verbraucherzentrale da erst einmal wenig machen kann.
Die Texte dÃ¼rft ihr gerne kopieren, vielleicht Name vorher Ã¤ndern :)
Beachtet aber, dass die Preise mittlerweile halbwegs gut dortstehen. Vllt. einfach behaupten man war es nicht wenn man den selben Fall wie ich hat.
Sind halt meine eigenen und ich habe keine juristische Ausbildung an der Uni, also alles mit Vorsicht zu genieÃŸen.
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