Source: https://www.zbb-online.com/heft-4-2009/zbb-2009-314-4-unzulaessiges-erfolgshonorar-eines-anwalts-bei-vereinbarung-einer-gebuehr-fuer-abschluss-eines-unterneh/
Timestamp: 2020-02-27 06:58:00
Document Index: 325092047

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 43', '§ 49', '§ 8', '§ 23', '§ 39', '§ 627', '§ 43', '§ 49', '§ 8', '§ 23', '§ 118', '§ 39', '§ 627', '§ 628', 'BGH', 'BGH']

Unzulässiges Erfolgshonorar eines Anwalts bei Vereinbarung einer Gebühr für Abschluss eines Unternehmenskaufvertrags (BGH, Urt. v. 23.04.2009 – IX ZR 167/07) – ZBB 2009, 314 | ZBB online
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0936-2800 Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft ZBB 2009 Rechtsprechung II. Bundesgerichtshof	BRAO § 43a Abs. 4, § 49b Abs. 2 a. F.; BRAGO § 8 Abs. 2, §§ 23, 118; KostO § 39 Abs. 2; BGB §§ 627, 628Unzulässiges Erfolgshonorar eines Anwalts bei Vereinbarung einer Gebühr für Abschluss eines Unternehmenskaufvertrags BRAO§ 43a BRAO a. F.§ 49b BRAGO§ 8 BRAGO§ 23 BRAGO§ 118 KostO§ 39 BGB§ 627 BGB§ 628 BGH, Urt. v. 23.04.2009 – IX ZR 167/07 (OLG Hamm), WM 2009, 1249BGHUrt.23.4.2009IX ZR 167/07WM 2009, 1249OLG Hamm
1. Lässt sich ein Rechtsanwalt, der mit der Führung von Vertragsverhandlungen beauftragt ist, für den Fall des Abschlusses eines Unternehmenskaufvertrages die Zahlung einer „Vergleichsgebühr“ versprechen, so stellt dies die Vereinbarung eines unzulässigen Erfolgshonorars dar.
2. Ist ein Teil einer Gebührenvereinbarung auf ein unzulässiges Erfolgshonorar gerichtet, so ist diese Vereinbarung insgesamt nichtig, wenn die dort bestimmte Fälligkeit aller Vergütungsteile den gleichen Erfolg voraussetzt.
3. Ein Verstoß des Anwalts gegen die Pflicht zur Vermeidung von Interessenkollisionen führt nicht zum Verlust solcher Honoraransprüche, die schon vor der Pflichtverletzung entstanden sind, es sei denn die Beratungsleistungen sind für den Auftraggeber ohne Interesse.