Source: https://www.dashoefer.de/dasfibuwissen/datenschutzgrundverordnung-teil-6.html
Timestamp: 2018-10-22 06:31:47
Document Index: 275915228

Matched Legal Cases: ['Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 37', 'Art. 9', 'Art. 83', 'Art. 58']

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Datenschutzgrundverordnung - Teil 6
Bilanzierung [ Stand: 18.04.2018 ]
Datenschutzverstöße müssen gemeldet werden,
Unverzügliche Meldung (innerhalb von 72 Std.) an die zuständige Behörde bei jeder „Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten“ gem. Art. 33 Abs. 1 DSGVO,
Meldepflicht gilt damit für jeden Fall der rechtswidrigen Datenverarbeitung (auch bei rechtswidrigen Zerstörung, Veränderung, Verlust, versehentlicher Verletzung von Daten sowie bei Zugriff durch unbefugte Dritte auf Daten),
Inhaltliche Anforderungen an die Meldepflicht ergeben sich aus Art. 33 Abs. 3 lit. a bis d DSGVO,
Den Verantwortlichen trifft gem. Art. 33 Abs. 5 DSGVO eine umfassende Dokumentationspflicht u. a. über Auswirkungen und ergriffene Maßnahmen,
Ausnahme: Keine Meldepflicht, wenn voraussichtlich kein „Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen“ besteht (Risikokatalog der DSGVO).
Auch die Betroffenen sind „ohne unangemessene Verzögerung“ zu benachrichtigen,
Somit ist der Datenschutz beim Planen neuer Techniken und neuer Verarbeitungen sowie durch datenschutzfreundliche Grundeinstellungen zu berücksichtigen. Daraus ergibt sich der Aufbau einer Risiko- und Folgenabschätzung. Regelmäßige Audits minimieren das Risiko von Datenschutzverstößen.
Daher muss jede Stelle nachweisen können, dass sie ein Gesamtkonzept zur Einhaltung des Datenschutzes besitzt, sog. „Rechenschaftspflicht“. Dieses muss sie auch regelmäßig kontrollieren und ggf. weiterentwickeln.
Bei Verstößen gegen die folgenden Bestimmungen werden im Einklang mit Absatz 2 Geldbußen von bis zu 10.000.000 Euro oder im Fall eines Unternehmens von bis zu 2 Prozent seines gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahrs verhängt, je nachdem, welcher der Beträge höher ist.
Verstöße gegen die folgenden Regelungen sind bußgeldbewehrt:
Art. 37 – 39 DSGVO: Benennung, Stellung und Aufgaben des Datenschutzbeauftragten.
Bei Verstößen gegen die folgenden Bestimmungen werden im Einklang mit Absatz 2 Geldbußen von bis zu 20.000.000 Euro oder im Fall eines Unternehmens von bis zu 4 Prozent seines gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahrs verhängt, je nachdem, welcher der Beträge höher ist:
Art. 9 DSGVO: Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten.
Art. 83 Abs. 6 DSGVO: Bei Nichtbefolgung einer Anweisung der Aufsichtsbehörde gemäß Art. 58 Abs. 2 werden im Einklang mit Abs. 2 des vorliegenden Artikels Geldbußen von bis zu 20.000.000 Euro oder im Fall eines Unternehmens von bis zu 4 Prozent seines gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahrs verhängt, je nachdem, welcher der Beträge höher ist.