Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202005,%201518
Timestamp: 2020-01-19 08:31:31
Document Index: 154902454

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 283', '§ 139', '§ 283', '§ 139', '§ 259', 'BGH', '§ 259', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 139', '§ 139', '§ 139', '§ 513', 'BGH', 'BGH', '§ 139', 'BGH', '§ 139', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW-RR 2005, 1518 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 20.06.2005
https://dejure.org/2005,2701
BGH, 20.06.2005 - II ZR 366/03 (https://dejure.org/2005,2701)
BGH, Entscheidung vom 20.06.2005 - II ZR 366/03 (https://dejure.org/2005,2701)
BGH, Entscheidung vom 20. Juni 2005 - II ZR 366/03 (https://dejure.org/2005,2701)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2005,2701) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGB § 283 a. F.; ZPO §§ 139 Abs. 4, 259
Gerichtliche Hinweispflicht bezüglich Bedenken gegen die Zulässigkeit der Klage; Voraussetzungen einer Klage auf künftige Leistung
BGB § 283 (a.F.); ZPO § 139 Abs. 4 § 259
Verfahrensrecht - Fehlende Dokumentation eines richterlichen Hinweises: Folgen?
Folgen der fehlenden Dokumentation eines richterlichen Hinweises? (IBR 2005, 648)
MDR 2005, 1364
BB 2005, 1818 (Ls.)
Dies ist regelmäßig der Fall, wenn der Schuldner den Anspruch ernsthaft bestreitet (BGH, Urteil vom 20. Juni 2005 - II ZR 366/03, NJW-RR 2005, 1518, unter II 2;… Hk-ZPO/Saenger, 3. Aufl., § 259 Rn. 4).
Ergibt sich ein Hinweis nicht aus dem Verhandlungsprotokoll, kann seine Dokumentation auch noch im Urteil erfolgen, sofern er hierdurch inhaltlich hinreichend konkretisiert wird (vgl. BGH, Urteil vom 20. Juni 2005 - II ZR 366/03, NJW-RR 2005, 1518 Rn. 5).
Hierfür genügt es, wenn der Schuldner den Anspruch ernsthaft bestreitet (BGH, Urteil vom 20.6.2005 - II ZR 366/03, Rz. 7).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sei aufgrundder fehlenden Protokollierung von der Nichterteilung eines konkreten Hinweises auszugehen (BGH vom 20.6.2005 = NJW-RR 2005, 1518).
Nach der vom Beschwerdeführer zitierten Rechtsprechungdes Bundesgerichtshofs ist auf der Ebene des einfachen Rechts zu unterstellen, dass ein konkreter sachbezogener Hinweis imZivilprozess nicht erteilt wurde, wenn Inhalt und Umfang des Hinweises weder dem Sitzungsprotokoll noch dem sonstigen Akteninhaltzu entnehmen sind (BGH NJW-RR 2005, 1518).
Überdies ist der Hinweis nach seinem auf den konkreten Fall bezogenen Inhalt auch in dem angefochtenen Urteil allein durch die beiläufige Bemerkung, die Zulässigkeit der Klage erörtert und eine Erläuterung erteilt zu haben, nicht hinreichend dokumentiert (vgl. BGH, Urteil vom 20. Juni 2005 - II ZR 366/03, NJW-RR 2005, 1518).
Sofern diese die Erteilung eines Hinweises nicht hinreichend dokumentieren, gilt dieser als nicht erteilt (vgl. BGH, Urteil vom 20. Juni 2005 - II ZR 366/03, NJW-RR 2005, 1518).
Ist eine Dokumentation eines entscheidungserheblichen Hinweises - ggf. versehentlich - unterblieben, kann sie zwar noch im Urteil nachgeholt werden (vgl. BGH, Beschluss vom 02.12.2004, IX ZR 56/04, www.juris.de, dort Rn 3); auch in diesem Fall bedarf es aber einer inhaltlichen Konkretisierung des gerichtlichen Hinweises im vorstehenden Umfang (vgl. BGH, Urteil vom 20.06.2005, II ZR 366/03, MDR 2005, 1364; BGH, Urteil vom 22.09.2005, VII ZR 34/04 BGHZ 164, 166; OLG Frankfurt, Urteil vom 06.10.2004, 9 U 81/03, MDR 2005, 647;… Zöller-Greger, a.a.O., § 139, Rn 13).
Ist ein erforderlich Hinweis nicht bzw. - wie hier - nicht hinreichend dokumentiert, ist gemäß § 139 Abs. 4 Satz 2 ZPO von dessen nicht bzw. - wie hier - nicht hinreichend erfolgten Erteilung auszugehen und das Urteil ist, soweit es - wie hier - auf diesem Verstoß gegen § 139 ZPO beruht, gemäß §§ 513, 546 ZPO aufzuheben (vgl. BGH, Urteil vom 20.06.2005, II ZR 366/03, BGH MDR 2005, 1364;… Zöller-Greger, a.a.O.,§ 139, Rn 20 mwN), da die Klägerin im Rahmen der Berufungsbegründung hinreichend vorgetragen hat, was sie auf einen pflichtgemäßen Hinweis des Landgerichts vorgetragen bzw. wie sich sich daraufhin verhalten hätte (vgl. BGH, Beschluss vom 24.04.2008, I ZB 72/07, GRUR 2008.1126;… Zöller-Greger, a.a.O.,§ 139, Rn 20 mwN), nämlich dass sie dann - wie nunmehr am 02.12.2011 (Anlagen K 22/B3, 676/718 ff. GA) erfolgt - bereits vor Schluss der mündlichen Verhandlung die förmliche Abnahme veranlasst hätte.
Dies ist regelmäßig der Fall, wenn der Schuldner den Anspruch - wie im vorliegenden Fall - ernsthaft bestreitet (BGH, Urteil vom 20. Juni 2005 - II ZR 366/03 - NJW-RR 2005, 1518).
OLG Frankfurt, 14.11.2018 - 13 U 258/17
Aufhebung und Zurückverweisung bei unterlassener Hinweiserteilung