Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=13.12.2006&Aktenzeichen=6%20C%2023.05
Timestamp: 2019-06-20 14:27:10
Document Index: 302046548

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 39', '§ 42', '§ 138', 'Art. 4', 'Art. 7', 'Art. 12', '§ 43', 'EuG', '§ 138', '§ 37', '§ 29', 'Art. 2', '§ 24', '§ 37', '§ 35', '§ 31', '§ 24', '§ 37', '§ 35', '§ 31', '§ 24', '§ 30', '§ 24', '§ 42', '§ 39', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 39', '§ 24']

BVerwG, 13.12.2006 - 6 C 23.05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1819
BVerwG, 13.12.2006 - 6 C 23.05 (https://dejure.org/2006,1819)
BVerwG, Entscheidung vom 13.12.2006 - 6 C 23.05 (https://dejure.org/2006,1819)
BVerwG, Entscheidung vom 13. Dezember 2006 - 6 C 23.05 (https://dejure.org/2006,1819)
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TKG 1996 § 24 Abs. 1 Satz 1, §§ 39, 43 Abs. 6; VwGO § 42 Abs. 2, § 138 Nr. 6; Wettbewerbsrichtlinie Art. 4c Abs. 3; Zugangsrichtlinie Art. 7 Abs. 2 und Abs. 5, Art. 12 Abs. 7
TKG 1996 § 43 Abs. 6 Satz 4
Erklärung zum Grundangebot; Klagebefugnis für Anfechtungsklage.
Voraussetzungen der Pflicht des Verbindungsnetzbetreibers zu Beteiligung an den Kosten der Bereitstellung des Teilnehmeranschlusses; Voraussetzungen der Vorlage zu einer Vorabentscheidung an den Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften (EuGH); Klagebefugnis für eine Anfechtungsklage gegen einen sich auf ein Privatrechtsverhältnis auswirkenden Verwaltungsakt; "Nicht mit Gründen versehene Entscheidung" im Sinne von § 138 Nr. 6 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO)
Festsetzung des Werts des Streitgegenstandes für ein Revisionsverfahren
DÖV 2007, 757
Dort hat der Senat die Klagebefugnis eines Dritten, der die dem regulierten Unternehmen erteilte, nach § 37 TKG 2004 - bzw. vormals § 29 TKG 1996 - mit privatrechtsgestaltender Wirkung ausgestattete Entgeltgenehmigung angreift und in einer dieser Wirkung zugänglichen Vertragsbeziehung zu dem regulierten Unternehmen steht, stets bejaht und hierfür auf eine mögliche Verletzung der durch Art. 2 Abs. 1 GG geschützten Privatautonomie in ihrer Ausprägung durch das Recht, den Inhalt von vertraglichen Vereinbarungen mit der Gegenseite frei von staatlicher Bindung auszuhandeln, verwiesen (BVerwG, Vorlagebeschluss vom 13. Dezember 2006 - 6 C 23.05 - Buchholz 442.066 § 24 TKG Nr. 2 Rn. 15;… Urteile vom 25. Februar 2009 - 6 C 25.08 - Buchholz 442.066 § 37 TKG Nr. 2 Rn. 15…, vom 25. März 2009 - 6 C 3.08 - Buchholz 442.066 § 35 TKG Nr. 2 Rn. 14…, vom 25. November 2009 - 6 C 34.08 - Buchholz 442.066 § 31 TKG Nr. 1 Rn. 13…, vom 25. Februar 2015 - 6 C 37.13 - N&R 2015, 184 Rn. 18 …und vom 1. April 2015 - 6 C 36.13 - juris Rn. 14 sowie - 6 C 38.13 - juris Rn. 18).
Dass die einem regulierten Unternehmen erteilte Entgeltgenehmigung auf die von einem Dritten erhobene Anfechtungsklage hin auf ihre Übereinstimmung mit den materiellen Vorschriften zur Regelung der Entgelthöhe zu überprüfen ist, sofern der Dritte die Leistungen des regulierten Unternehmens aufgrund eines privatrechtlichen Vertrages in Anspruch nimmt, der durch die Entgeltgenehmigung gestaltet wird, hat der Senat bereits für das Telekommunikationsrecht entschieden (BVerwG, Vorlagebeschluss vom 13. Dezember 2006 - 6 C 23.05 - Buchholz 442.066 § 24 TKG Nr. 2 Rn. 15, 20 ff.;… Urteile vom 25. Februar 2009 - 6 C 25.08 - Buchholz 442.066 § 37 TKG Nr. 2 Rn. 15, 22, vom 25. März 2009 - 6 C 3.08 - Buchholz 442.066 § 35 TKG Nr. 2 Rn. 14, 19 ff., 32…, vom 25. November 2009 - 6 C 34.08 - Buchholz 442.066 § 31 TKG Nr. 1 Rn. 13, 16 ff., 30…, vom 25. Februar 2015 - 6 C 37.13 - N&R 2015, 184 Rn. 18, 34 ff., 53 …und vom 1. April 2015 - 6 C 36.13 - juris Rn. 14, 19 ff., 38 sowie - 6 C 38.13 - juris Rn. 18, 34 ff., 52).
Die weitergehende Klage hinsichtlich der Erklärung zum Grundangebot hat das Verwaltungsgericht abgewiesen; die von der Klägerin dagegen eingelegte Revision ist durch Teilurteil des Senats vom 13. Dezember 2006 - BVerwG 6 C 23.05 - (Buchholz 442.066 § 24 TKG Nr. 3) zurückgewiesen worden.
Die privatrechtsgestaltende Wirkung beeinträchtigt die Klägerin als Entgeltschuldnerin in eigenen Rechten (vgl. Urteil vom 10. Oktober 2002 - BVerwG 6 C 8.01 - BVerwGE 117, 93 = Buchholz 442.066 § 30 TKG Nr. 1 S. 3 ff. , Beschluss vom 13. Dezember 2006 - BVerwG 6 C 23.05 - Buchholz 442.066 § 24 TKG Nr. 2 Rn. 15 f.), deren Verletzung jedenfalls nicht ausgeschlossen werden kann.
Diese Möglichkeit ist auszuschließen, wenn offensichtlich und eindeutig nach keiner Betrachtungsweise subjektive Rechte des Klägers verletzt sein können (vgl. BVerwG, Teilurteil vom 13. Dezember 2006 - 6 C 23/05 -, juris;… Kopp/Schenke, VwGO, 18. Aufl. 2012, § 42 Rn. 65 f. m. w. N.).
Die in Rede stehende Entgeltgenehmigung gestaltet gemäß §§ 39 und 29 Abs. 2 Telekommunikationsgesetz vom 25. Juli 1996, BGBl. I S. 1120, (TKG 1996) unmittelbar die zwischen der Klägerin und der Beigeladenen bestehenden privatrechtlichen Vereinbarungen über die Gewährung des TAL-Zugangs, so dass das vom Grundgesetz gewährleistete Recht verletzt sein kann, den Inhalt von vertraglichen Vereinbarungen mit der Gegenseite frei von staatlicher Bindung auszuhandeln, so zur vergleichbaren Situation bei Zusammenschaltungsentgelten: BVerwG, Beschluss vom 13. Dezember 2006 -6 C 23.05-, Buchholz 442.066 § 24 TKG Nr. 2, Randnummer (Rn.) 15.
Er ist statthaft, da es sich bei der Erklärung zum Grundangebot um einen Verwaltungsakt handelt, so: BVerwG, Teilurteil vom 13. Dezember 2006 -6 C 23.05-, Buchholz 442.066 § 24 TKG Nr. 3 .
Zwar bezieht sich die Erklärung zum Grundangebot nur auf künftige Zusammenschaltungsverhältnisse, so: BVerwG, Teilurteil vom 13. Dezember 2006 -6 C 23.05-, a.a.O. .
Aus diesem Grund gebietet es auch die Pflicht zur europarechtskonformen Auslegung (vgl. BVerwG, Vorlagebeschluss vom 13. Dezember 2006 - 6 C 23/05 -juris, Rn. 47), von einer Unbeachtlichkeit zusätzlicher Sicherungsabreden für die Beitragspflicht auszugehen.
Die Erklärung zum Grundangebot bezieht sich nur auf künftige Zusammenschaltungsverhältnisse, so: BVerwG, Teilurteil vom 13. Dezember 2006 -6 C 23.05-, Buchholz 442.066 § 24 TKG Nr. 3.
Die Entgeltgenehmigung gestaltet gemäß §§ 39 und 29 Abs. 2 Telekommunikationsgesetz vom 25. Juli 1996, BGBl. I S. 1120, (TKG 1996) unmittelbar die zwischen der Klägerin und der Beigeladenen bestehende privatrechtliche Vereinbarung über die Gewährung des TAL-Zugangs, so dass das vom Grundgesetz gewährleistete Recht verletzt sein kann, den Inhalt von vertraglichen Vereinbarungen mit der Gegenseite frei von staatlicher Bindung auszuhandeln, so zur vergleichbaren Situation bei Zusammenschaltungsentgelten: BVerwG, Beschluss vom 13. Dezember 2006 -6 C 23.05-, Buchholz 442.066 § 24 TKG Nr. 2, Randnummer (Rn.) 15.
VG Köln, 18.03.2019 - 18 K 11691/16
Eigenwirtschaftlicher oder gemeinschwirtschaftlicher Linienverkehr?
VG Köln, 18.03.2019 - 18 K 11692/16
VG Köln, 18.03.2019 - 18 K 11690/16