Source: https://www.rechtslupe.de/strafrecht/die-beteiligung-einer-deliktsserie-3148607
Timestamp: 2019-08-20 00:53:59
Document Index: 30875403

Matched Legal Cases: ['§ 52', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 52', 'in dubio']

Die Betei­li­gung an einer Delikts­se­rie | Rechtslupe
Maß­geb­lich ist dabei der Umfang des erbrach­ten Tat­bei­trags:
Leis­tet ein Mit­tä­ter für alle oder eini­ge Ein­zel­ta­ten einen indi­vi­du­el­len, nur die­se för­dern­den Tat­bei­trag, so sind ihm die­se Taten – soweit kei­ne natür­li­che Hand­lungs­ein­heit vor­liegt – als tat­mehr­heit­lich began­gen zuzu­rech­nen.
Ohne Bedeu­tung ist dabei, ob die Mit­tä­ter die ein­zel­nen Delik­te tat­mehr­heit­lich began­gen haben1. Lässt sich nicht fest­stel­len, durch wie­vie­le Hand­lun­gen im Sin­ne der §§ 52, 53 StGB der Ange­klag­te die fest­ge­stell­ten Taten geför­dert hat, so ist im Zwei­fel zu sei­nen Guns­ten davon aus­zu­ge­hen, dass er nur eine Hand­lung began­gen hat2.
Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 23. April 2019 – 2 StR 118/​19
st. Rspr.; vgl. nur BGH, Beschluss vom 30.07.2013 – 4 StR 29/​13, NStZ 2013, 641 m. Anm. Kämp­fer; Beschluss vom 22.12 2011 – 4 StR 514/​11, wis­tra 2012, 146, 147; Urteil vom 17.06.2004 – 3 StR 344/​03, BGHSt 49, 177, 182 f.↩
BGH, Beschluss vom 19.11.1996 – 1 StR 572/​96, BGHR StGB § 52 Abs. 1 in dubio pro reo 7↩