Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZB%205/88
Timestamp: 2019-10-17 09:01:27
Document Index: 157748468

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 19', 'Art. 103', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 56', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 233', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.07.1988 - II ZB 5/88 - dejure.org
https://dejure.org/1988,134
BGH, 11.07.1988 - II ZB 5/88 (https://dejure.org/1988,134)
BGH, Entscheidung vom 11.07.1988 - II ZB 5/88 (https://dejure.org/1988,134)
BGH, Entscheidung vom 11. Juli 1988 - II ZB 5/88 (https://dejure.org/1988,134)
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Vereinbarkeit der Anforderungen an die Sorgfaltspflicht eines beauftragenden Rechtsanwalts hinsichtlich der Erteilung von Rechtsmittelaufträgen zur Kontrolle einer fristgerechten Auftragsbestätigung mit Art. 19 Abs. 4 Grundgesetz (GG) und Art. 103 Abs. 1 Grundgesetz (GG)
BGHZ 105, 116
NJW 1988, 3020
NJW-RR 1988, 1490 (Ls.)
MDR 1989, 44
VersR 1988, 1162
DB 1989, 110
AnwBl 1988, 537
BGH, 21.03.1991 - IX ZR 186/90
Anwaltsgebührenrechtlicher Begriff des Rechtszuges; Anforderungen an den Abschluß …
Auch dies ist ungeachtet damit verbundener haftungsrechtlicher Folgen (vgl. BGHZ 105, 116;… Borgmann/Haug, Anwaltshaftung 2. Aufl. § 56 2 e, S. 349 ff.) ein guter Brauch.
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat der Absender eines innerhalb einer bestimmten Frist einzureichenden Schriftsatzes dafür zu sorgen, daß das Schriftstück nach den organisatorischen und betrieblichen Vorkehrungen der Deutschen Bundespost bei dem üblichen Betriebsablauf den Empfänger fristgerecht erreicht (BGHZ 105, 116, 118 ff).
Die danach verzögerte Zustellung der Berufungsbegründungsschrift durch die Deutsche Post AG, die erst am 5. Dezember 2007 erfolgte, darf dem Beklagten nach ständiger Rechtsprechung nicht als Verschulden angerechnet werden (BVerfG NJW 1995, 1210, 1211; BVerfG NJW-RR 2000, 726; BGHZ 105, 116, 118 f.; BGH, Beschluss vom 9. Februar 1998 - II ZB 15/97, NJW 1998, 1870; BGH, Beschluss vom 30. September 2003 - VI ZB 60/02, NJW 2003, 3712, 3713; BGH, Beschluss vom 18. Juli 2007 - XII ZB 32/07, NJW 2007, 2278, 2279).
Die vom Berufungsgericht für seine gegenteilige Auffassung herangezogenen Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGHZ 105, 116; Beschlüsse vom 23. Oktober 1968 - VIII ZB 38/68 - VersR 1969, 59 und vom 20. Juni 1991 - VII ZB 18/90 - NJW 1991, 3035) betreffen den von der Partei mit der Erteilung eines Rechtsmittelauftrags (erneut) mandatierten Rechtsanwalt, der in der Tat grundsätzlich zur Kontrolle, ob der Berufungsanwalt den Auftrag übernimmt, und zur Fristenüberwachung verpflichtet ist (s. sogleich).
Infolgedessen entfallen auch diese besonderen Pflichten, wenn im Einzelfall oder allgemein eine Absprache des Inhalts besteht, daß der Berufungsanwalt alle derartigen Aufträge ausführt (st. Rspr.; vgl. etwa BGHZ 105, 116, 119 f.; BGH, Beschlüsse vom 25. Januar 2001 - IX ZR 120/00 - NJW 2001, 1576 und vom 19. Juni 2001 - VI ZB 22/01 - NJW 2001, 3195, 3196).
Einer Entscheidung im Sinne der Klägerin steht jedenfalls entgegen, daß auf der Grundlage ihres Vorbringens nicht auszuschließen ist, daß ihr Prozeßbevollmächtigter schuldhaft eine zurechenbare Ursache für die Verspätung der Auslieferung der nach ihrer Darstellung am 15. April 1998 zur Post gegebenen Berufungsschrift gesetzt hat, so daß die Verzögerung nicht mehr unverschuldet ist (BverfGE 50, 1, 4; BVerfG NJW 1992, 38; BGHZ 105, 116, 118).
Grund dafür ist, daß er im Falle der Ablehnung des Mandats durch den zunächst beauftragten Anwalt in der Lage sein muß, den Rechtsmittelauftrag noch rechtzeitig einem anderen, zur Mandatsübernahme bereiten Anwalt zu erteilen, um die Durchführung des Rechtsmittels zu gewährleisten (vgl. BGHZ 105, 116, 117 f.; BGH, Beschluß vom 8. November 1999 - II ZB 4/99 - NJW 2000, 815; Beschluß vom 7. Dezember 1993 - XI ZR 207/93 - VersR 1994, 956; Senatsbeschluß vom 13. Oktober 1992 - VI ZB 21/92 - VersR 1993, 770).
Verzögerungen des Postverkehrs braucht sich der Absender des Auftragsschreibens bei dieser Fallgestaltung nicht zurechnen zu lassen (vgl. BVerfG, Beschluß vom 25. September 2000 - 1 BvR 2104/99 - NJW 2001, 1566; BGHZ 105, 116, 119; BGH, Beschluß vom 7. November 1995 - XI ZB 21/95 - NJW-RR 1996, 378;… vom 8. November 1999 - II ZB 4/99 - aaO; Senatsbeschluß vom 4. April 2000 - VI ZB 3/00 - NJW 2000, 3071).
Dabei muß er allerdings die Zeitdauer in Rechnung stellen, die bei normaler Beförderung erforderlich ist, damit seine Erklärung noch vor Ablauf der Frist bei Gericht eingeht (Zur Briefbeförderung durch die Deutsche Bundespost vgl. BGHZ 105, 116, 118f. m.w.N.).
Versagen ausnahmsweise die betrieblichen Vorkehrungen der Post, ist der Partei darum Wiedereinsetzung zu bewilligen (vgl. BVerfG - 3. Kammer des 2. Senats - NJW 1995, 1210, 1211; Senat in BGHZ 105, 116, 118 f.; Beschl. v. 25. Januar 1993 - II ZB 18/92, NJW 1993, 1333 m.w.N.).
BGH, 08.11.1999 - II ZB 4/99
Verschulden des Rechtsanwalts,der einen anderen Rechtsanwalt mit der Einlegung …
Ein Rechtsanwalt, der einem anderen Anwalt einen Rechtsmittelauftrag erteilt, hat sich grundsätzlich - will er sich nicht dem Vorwurf eines Organisationsverschuldens aussetzen - von dem anderen Anwalt bestätigen zu lassen, daß dieser den Auftrag übernimmt; vorher darf er die in seinem Fristenkalender notierte Frist nicht löschen (vgl. BGHZ 105, 116;… Zöller/Greger aaO, § 233 Rdnr. 23 "Rechtsmittelauftrag" m. Nw.).
Gegen diese elementare Pflicht, deren Beachtung allenfalls dann entbehrlich sein kann, wenn - was hier weder vorgetragen noch glaubhaft gemacht ist - zwischen den beteiligten Rechtsanwälten Einigkeit besteht, daß das Mandat ausnahmslos übernommen wird (BGHZ 105, 116), haben die H. er Anwälte der Beklagten verstoßen.
BGH, 04.03.2008 - VI ZR 66/07
Pflichten der Prozesspartei bei Beauftragung eines Revisionsanwalts per Telefax
Der Absender muss sich vielmehr grundsätzlich innerhalb der Rechtsmittelfrist (gegebenenfalls durch Rückfrage) vergewissern, ob der beauftragte Rechtsanwalt den Auftrag übernimmt; eine Ausnahme gilt nur, wenn zwischen dem Absender und dem Rechtsmittelanwalt im Einzelfall oder allgemein eine Absprache dahin besteht, dass dieser Rechtsmittelaufträge annehmen, prüfen und ausführen wird (vgl. BGH, Beschlüsse BGHZ 105, 116, 117 f. und vom 7. November 1995 - XI ZB 21/95 - NJW-RR 1996, 378).
BGH, 29.06.2006 - IX ZR 176/04
Pflichten des Rechtsanwalts bei Unterrichtung über den Inhalt einer gerichtlichen …
BGH, 25.01.1993 - II ZB 18/92
BGH, 06.02.1997 - IX ZR 302/96
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Verschulden des Antragstellers mangels …
BGH, 20.06.1991 - VII ZB 18/90
Gewährung der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Versäumung der Frist für …
BGH, 19.09.1994 - II ZB 7/94
Verschulden an Versäumung einer Rechtsmittelfrist bei ständiger Beauftragung …
BGH, 13.10.1992 - VI ZB 21/92
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Beachtung der Rechtsmittelfristen bei …
BGH, 05.09.2001 - XII ZB 81/01
Versäumung der Berufungsfrist aufgrund von Unachtsamkeiten auf Seiten des …
BGH, 23.11.2006 - IX ZB 291/05
Pflichten eines Rechtsanwalts bei der Beauftragung mit der Einlegung eines …
BGH, 05.06.1997 - X ZB 2/97
Pflichten des Verkehrsanwalts bei Beauftragung eines auswärtigen Rechtsanwalts …
BGH, 02.02.2000 - XII ZB 59/99
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach Versäumung der Rechtsmittelfrist durch …
BGH, 16.10.1997 - V ZR 239/97
Sorgfaltspflicht des Korrespondenzanwalts bei der Erteilung von …
BGH, 14.05.1992 - VII ZR 212/91
Verschulden eines Rechtsanwalts für eine Fristversäumung - Anwaltliches …
BGH, 30.09.1992 - XII ZB 89/92
BGH, 25.02.1992 - VI ZB 1/92
BGH, 07.12.1993 - XI ZR 207/93
Verantwortlichkeit des zweitinstanzlichen Prozeßbevollmächtigten für die Wahrung …
BGH, 03.12.1992 - LwZR 6/92
Hemmung der Rechtsmittelbegründungsfrist durch Gerichtsferien in streitigen …
BGH, 16.07.1997 - XII ZB 64/97
Sorgfaltspflichten des erstinstanzlichen Prozeßbevollmächtigten nach Erteilung …
BGH, 07.11.1995 - XI ZB 21/95
Sorgfaltspflicht eines Rechtsanwalts bei der Erteilung eines …
BGH, 19.12.1995 - III ZR 226/95
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Versäumung der Revisionsfrist wegen …
BGH, 07.02.1990 - XII ZB 122/89
Anspruch auf Zahlung nachehelichen Unterhalts und auf …
BPatG, 10.04.2008 - 23 W (pat) 49/07
BGH, 30.06.1999 - XII ZB 64/99
BGH, 09.03.1994 - XII ZB 2/94
Frist zur Glaubhaftmachung im Rahmen eines Wiedereinsetzungsantrages
BGH, 28.04.1993 - VIII ZB 15/93
Undatierte Berufungsschrift zur Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand - …
BGH, 02.10.1991 - XII ZB 62/91
BGH, 25.01.1996 - V ZB 34/95
Pflicht des erstinstanzlichen Prozessbevollmächtigten zur Vergewisserung …
BGH, 02.12.1992 - XII ZB 133/92
Anforderungen an die Sorgfaltspflichten eines Prozessbevollmächtigten bei …
BGH, 05.02.1992 - XII ZB 132/91
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Zurechnung des Verschuldens des …
BGH, 15.10.1992 - V ZB 16/92
Sorgfaltspflicht des beauftragenden Rechtsanwalts bei der Erteilung von …
BGH, 22.12.1988 - VII ZB 18/88
Zurechenbares Verschulden hinsichtlich der Versäumung der Berufungsfrist und …
BGH, 20.04.1993 - XI ZR 67/93
Versäumung der Revisionsfrist - Sorgfaltspflichten eines Rechtsanwalts bei der …