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Timestamp: 2017-02-27 09:32:36
Document Index: 90251863

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'Art. 44', 'Art. 55', 'Art. 9', 'Art. 57', 'Art. 6', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 49', 'Art. 44', 'Art. 57', 'Art. 6', 'Art. 8', 'Art. 59', 'Art. 8', 'Art. 59', 'Art. 59', 'Art. 6', 'Art. 49', 'BGE', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 208', 'Art. 208']

U r t e i l v o m 2 8. J u n i I I. s o z i a l r e c h t l i c h e A b t e i l u n g - PDF
U r t e i l v o m 2 8. J u n i I I. s o z i a l r e c h t l i c h e A b t e i l u n g
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Jörg Kneller
1 B u n d e s g e r i c h t T r i b u n a l f é d é r a l T r i b u n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l f e d e r a l {T 0/} 9C_4/00 U r t e i l v o m 8. J u n i 0 I I. s o z i a l r e c h t l i c h e A b t e i l u n g Besetzung Verfahrensbeteiligte Bundesrichter U. Meyer, Präsident, Bundesrichter Borella, Kernen, Bundesrichterinnen Pfiffner Rauber und Glanzmann, Gerichtsschreiber Traub. D., vertreten durch Advokat Dr. Andreas Noll, Beschwerdeführerin, gegen IV-Stelle des Kantons Solothurn, Allmendweg 6, 458 Zuchwil, Beschwerdegegnerin. Gegenstand Invalidenversicherung, Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 5. Februar 00.2 Sachverhalt: A. A.a Die 968 geborene D. erlitt als Folge eines Verkehrsunfalls im Sommer 00 der vom Ehemann gelenkte Personenwagen kam von der Strasse ab und überschlug sich verschiedene Verletzungen im Bereich von Kopf und Hals sowie der linken Hand. In ihrer Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin in einer Kantine war sie zunächst vollständig arbeitsunfähig. Der Arbeitgeber löste die Anstellung auf Ende 00 auf. Am 0. August 004 meldete sich D. unter Hinweis auf die Unfallfolgen bei der Invaliden versicherung zum Leistungsbezug an. Die Klinik S. erstattete am 9. Januar 007 im Auftrag der obligatorischen Unfallversicherung ein interdisziplinäres Gutachten. Die IV-Stelle des Kantons Solothurn erhielt Gelegenheit, Gutachterfragen zu stellen. Gestützt auf die Akten, auf eigene Untersuchungen sowie auf eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) diagnostizierten die Sachverständigen Prof. A. (Neuropsychiatrie), Prof. O. (Neurologie) und Dr. E. (Neurophysiologie) einen Status nach indirekter und direkter kraniozervikaler Verletzung, myofasziale Symptome im Rahmen eines kraniozervikalen Beschleunigungstraumas (entsprechend einem zervikobrachialen bzw. zervikozephalen Syndrom) sowie eine affektive Störung mit Symptomen eines mittelschweren depressiven Syndroms und einer Angststörung mit Anteilen einer Agoraphobie (im Sinne einer Residualsymptomatik aus einer posttraumatischen Belastungsstörung). Die Leistungsfähigkeit sei in erster Linie wegen der als wahrscheinlich anhaltend bezeichneten psychischen Beeinträchtigung mindestens um drei Viertel vermindert; eine gegenseitige Beeinflussung der somatischen und psychischen Beschwerden führe dazu, dass eine Berufstätigkeit kaum mehr zumutbar erscheine. Der obligatorische Unfallversicherer sprach D. mit Verfügung vom 0. Juni 007 eine Invalidenrente auf der Grundlage einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit und eine Entschädigung für einen Integritätsschaden von 70 Prozent zu. A.b Am. Juni 007 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, es sei eine weitere medizinische Abklärung durch die Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) notwendig. Ein Briefwechsel zwischen der IV- Stelle und der Versicherten ergab keine Einigung über die Notwendigkeit der Begutachtung, worauf die Verwaltung D. zu entsprechenden ärztlichen Untersuchungen aufbot. Das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn wies die dagegen eingereichte Rechtsverweigerungsbeschwerde ab (Entscheid vom. Dezember 007). Die Seite3 Versicherte zog dieses Erkenntnis an das Bundesgericht weiter und machte geltend, es sei auf der Grundlage der vorhandenen medizinischen Akten über den Rentenanspruch zu befinden. Das Bundesgericht erwog, die Anordnung einer Begutachtung stelle nach der Rechtsprechung keine Verfügung dar. Einwendungen materieller Natur seien im Rahmen der Beweiswürdigung zu behandeln. Die IV-Stelle verfüge bei der von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts über ein erhebliches Ermessen. Die Verwaltung habe dieses mit Blick auf die konkreten Umstände und angesichts der grossen Tragweite einer allfälligen Rentenzusprechung an die erst 40-jährige Versicherte nicht offensichtlich verletzt, als sie eine weitere medizinische Begutachtung anordnete, weil der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) im Gutachten der Klinik S. widersprüchliche oder nicht nachvollziehbare Schlussfolgerungen erkannte. Im Weiteren seien Einwendungen gegen die Zumutbarkeit der Begutachtung gegebenenfalls im Rahmen der gerichtlichen Überprüfung der (bei andauerndem Widerstand der Versicherten) im Mahnund Bedenkzeitverfahren nach Art. 4 Abs. ATSG zu erlassenden materiellen Verfügung zu behandeln (Urteil 9C_57/008 vom 0. März 008). A.c Im Frühsommer 008 nahm die MEDAS eine polydisziplinäre Begutachtung vor. Die Expertise vom 8. Juli 008 stützt sich insbesondere auf zwei Teilgutachten neurologischer (Dr. N. ) sowie psychiatrischer (Frau Dr. B. ) Richtung. Eine neurologische Diagnose wurde nicht gestellt; das myofasziale zervikogene Schmerzsyndrom gehe in der orthopädischen Diagnose (rezidivierende Beschwerden der Wirbelsäule bei Fehlstatik, Haltungsinsuffizienz, muskulärem Hartspann, verschmächtigter Rumpf- und verkürzter Ischiokruralmuskulatur) auf. Die Psychiaterin fand eine generalisierte Angststörung und stellte einen Schmerzmittelabusus fest; letzterer führe wohl zu geklagten Symptomen wie Vergesslichkeit, zeitweiliger Orientierungslosigkeit, Gereiztheit und Lärmempfindlichkeit. Eine relevante depressive Symptomatik sei nicht mehr nachweisbar. Keine der gestellten Diagnosen wirke sich auf die Arbeitsfähigkeit aus. Mit Verfügung vom. Januar 009 lehnte die IV-Stelle mangels eines invalidisierenden Leidens die Ansprüche auf berufliche Eingliederungsmassnahmen und Invalidenrente ab. B. Das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn wies die hiergegen erhobene Beschwerde ab. Es erwog im Wesentlichen, dem MEDAS- Seite4 Gutachten komme höherer Beweiswert zu als dem Gutachten der Klinik S.. Letztes sei zwar umfassend, überzeuge aber in seinen widersprüchlichen Schlussfolgerungen zur Arbeitsfähigkeit nicht. Keiner der Einwände der Beschwerdeführerin gegen das Gutachten der MEDAS (Abhängigkeit im Verhältnis zur Invalidenversicherung, fehlender FMH-Titel der Zusatzgutachter, Verständigungsschwierigkeiten bei der Untersuchung, nur knappe Bezugnahme auf die Vorakten, unangemessenes Verhalten der psychiatrischen Konsiliarsachverständigen gegenüber der Probandin) dringe durch. Die Beschwerdeführerin sei mithin seit Frühjahr 004 in der Lage, einer leichten bis mittelschweren Arbeit nachzugehen. Der Einkommensvergleich führe zu einem nicht leistungsbegründenden Invaliditätsgrad von rund zwei Prozent (Entscheid vom 5. Februar 00). C. C.a C.a.a D. führt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Rechtsbegehren, es sei ihr eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Diese sei anzuweisen, ein unab hängiges Obergutachten einzuholen, welches der Neubeurteilung zugrundezulegen sei. Dabei sei der Beschwerdeführerin Gelegenheit zu geben, sich zu den Gutachtervorschlägen des kantonalen Gerichts zu äussern oder diesem eigene Vorschläge zu unterbreiten. C.a.b Die Beschwerdeführerin bringt dem Bundesgericht am. September 00 eine Aufsichtsbeschwerde der Rechtsberatungsstelle UP für Unfallopfer und Patienten beim Eidg. Departement des Innern (EDI) vom 5. Juni 00 gegen das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) zur Kenntnis. C.b Die IV-Stelle verzichtet auf eine Beschwerdeantwort. Das BSV nimmt am 8. Oktober 00 ausführlich Stellung und reicht eine Dokumentation zum Gutachtenwesen in der Invalidenversicherung ein, nachdem es mit instruktionsrichterlicher Anfrage vom 8. Juni 00 hinsichtlich verschiedener Punkte (unter anderem pauschale Entschädigung der MEDAS, Sachverständigenauswahl, Sicherung von Qualität und Unabhängigkeit der Abklärungsstellen) sowie der ins Recht gelegten Aufsichtsbeschwerde an das EDI (Schreiben des Bundesgerichts vom 6. September 00) zur Vernehmlassung aufgefordert worden war. Seite 45 C.c Die Beschwerdeführerin repliziert mit Eingabe vom 6. Dezember 00 zur Stellungnahme des BSV. Dieses lässt sich hierzu vernehmen (Schreiben vom 0. Januar 0). C.d Mit instruktionsrichterlicher Anfrage vom. Dezember 00 werden alle über einen Vertrag mit dem BSV verfügenden Medizinischen Abklärungsstellen ersucht, über statistische Daten (betreffend Zusammensetzung der Auftraggeber und attestierte Arbeitsunfähigkeiten) sowie über Massnahmen der Qualitätssicherung Auskunft zu erteilen. C.e In ihrer Stellungnahme zu den Ergebnissen der instruktionsrichterlichen Erhebung (Schreiben vom 4. März 0 mit beigelegter synoptischer Darstellung der gemachten Angaben) erneuert die Beschwerdeführerin die gestellten Begehren (Eingabe vom 8. April 0). Die IV- Stelle und das BSV verzichten darauf, sich dazu zu äussern. Das kantonale Gericht schliesst auf Abweisung der Beschwerde. C.f Die I. und die II. sozialrechtliche Abteilung haben zu folgenden Rechtsfragen ein Verfahren nach Art. Abs. Bundesgerichtsgesetz (BGG; SR 7.0) durchgeführt:.- 'Soll die Rechtsprechung gemäss BGE V 9 dahingehend geändert werden, dass die Anordnung einer Administrativ begutachtung mittels Zwischenverfügung ergeht, die beim kantonalen Sozialversicherungsgericht (bzw. Bundesverwaltungsgericht) integral anfechtbar ist?' (Dazu unten E..4..6);.- 'Soll die Rechtsprechung gemäss BGE V 446 dahingehend geändert werden, dass der versicherten Person vorgängig der Begutachtung über Art. 44 ATSG hinaus die Mitwirkungsrechte nach Art. 55 ATSG in Verbindung mit Art. 9 VwVG und Art. 57 ff. BZP zustehen?' (Dazu unten E..4..9);.- 'Soll die Rechtsprechung, wonach das (kantonale) Gericht prinzipiell die freie Wahl hat, bei festgestellter Abklärungsbedürftigkeit die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen oder aber selber zur Herstellung der Spruchreife zu schreiten (vgl. statt vieler ARV 997 Nr. 8 S. 85 E. 5d mit Hinweisen, C 85/95; Urteil H 55/99 vom. April 000 E. b), dahingehend geändert werden, dass das angerufene Gericht grundsätzlich selber eine medizinische Begutachtung anordnet, statt die Sache an den Versicherer zurückzuweisen?' (Dazu unten E ). Seite 56 Die beiden sozialrechtlichen Abteilungen haben diese Rechtsfragen einstimmig bejaht (Anfrage der II. sozialrechtlichen Abteilung vom. Mai 0; Antwort der I. sozialrechtlichen Abteilung vom. Juni 0). Erwägungen:.. Die Beschwerdeführerin macht in grundsätzlicher Weise geltend, die gegenwärtige Ausgestaltung des Verfahrens zur Beurteilung von Leistungsansprüchen gegenüber der Invalidenversicherung halte im Hinblick auf das Gewicht der von den Medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) erstellten Gutachten den Anforderungen an ein faires Verfahren gemäss Art. 6 Ziff. EMRK nicht stand. Aufgrund des grossen Volumens der von den IV-Stellen erteilten Aufträge müsse bezweifelt werden, dass die MEDAS gegenüber der Verwaltung unabhängig seien. Diese Argumentation stützt sich auf ein Rechtsgutachten von Prof. Dr. iur. JÖRG PAUL MÜLLER und Dr. iur. JOHANNES REICH vom. Februar 00 (Rechtsgutachten zur Vereinbarkeit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur medizinischen Begutachtung durch Medizinische Abklärungsstellen betreffend Ansprüche auf Leistungen der Invalidenversicherung mit Art. 6 der Konvention vom 4. November 950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten [nachfolgend: Rechtsgutachten MÜLLER/REICH]). Nach Ansicht der Rechtsgutachter besteht unter dem Blickwinkel des Gebotes der Verfahrensfairness, genauer der prozessualen Chancengleichheit, das Problem, dass das Administrativgutachten, wenn im Gerichtsverfahren verwendet, de facto den Stellenwert eines Gerichtsgutachtens erhalte (vgl. die Richtlinien für die Beweiswürdigung gemäss BGE 5 V 5 E. b S. 5). Mithin bestehe ein allfälliger Beweisnachteil des Leistungsansprechers im gerichtlichen Prozess fort, wenn die betreffende (Administrativ-)Expertise auch jetzt noch die (in medizinischen Belangen) massgebende Entscheidungsgrundlage bilde (in diesem Sinne die am 9. März 00 eingereichte, derzeit hängige Parlamentarische Initiative Kiener Nellen Nr. 0.49).... Nach Art. 4 Abs. ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Satz ). Das Gesetz weist dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären, so dass Seite 67 gestützt darauf die Verfügung über die in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; SUSANNE LEUZINGER-NAEF, Die Auswahl der medizinischen Sachverständigen im Sozialversicherungsverfahren [Art. 44 ATSG], in: Riemer-Kafka/Rumo-Jungo [Hrsg.], Soziale Sicherheit Soziale Unsicherheit, Bern 00, S. 4 f.). Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegen diese Pflichten der (örtlich zuständigen) Invalidenversicherungsstelle (IV-Stelle; Art in Verbindung mit Art. 57 Abs. lit. c-g IVG). Was den für die Invaliditätsbemessung (Art. 6 ATSG und Art. 8 ff. IVG) erforderlichen medizinischen Sachverstand angeht, kann die IV-Stelle sich hierfür auf den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; Art. 59 Abs. und Abs. bis IVG), die Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte (Art. 8 Abs. ATSG) oder auf externe medizinische Sachverständige wie die medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) stützen (Art. 59 Abs. IVG). Ständiger und damit wichtigster medizinischer Ansprechpartner in der täglichen Arbeit sind für die IV-Stellen die RAD, welche ihnen nach Art. 59 Abs. bis IVG zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruches zur Verfügung stehen (Satz ); die RAD setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgaben bereich auszuüben (Satz ); sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Satz ; vgl. auch die Ausführungsbestimmungen in den Art IVV, insbesondere die Anforderung, wonach die RAD von den IV-Stellen in personeller Hinsicht getrennt sein müssen). Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. IVV ist mit jenem von externen medizinischen Sachverständigengutachten (BGE 5 V 5 E. b/bb S. 5) vergleichbar, sofern sie den von der Rechtsprechung umschriebenen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten genügen (SVR 009 IV Nr. 56 S. 74 E. 4.., 9C_/009). Die IV-Stellen werden aber stets externe (meist polydisziplinäre) Gutachten einholen, wenn der ausgeprägt interdisziplinäre Charakter einer medizinischen Problemlage dies gebietet, wenn der RAD nicht über die fachlichen Ressourcen verfügt, um eine sich stellende Frage beantworten zu können, sowie wenn zwischen RAD-Bericht und allgemeinem Tenor im medizinischen Dossier eine Differenz besteht, welche nicht offensichtlich auf unterschiedlichen versicherungsmedizinischen Prämissen (vgl. SVR 007 IV Nr. S. 7 E. 5., I 78/05) beruht... Nach Art. 7 bis IVV trifft das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) mit Spitälern oder anderen geeigneten Stellen Vereinbarungen über die Errichtung von medizinischen Abklärungsstellen, welche die Seite 78 zur Beurteilung von Leistungsansprüchen erforderlichen ärztlichen Untersuchungen vornehmen. Weiter trägt die Verordnung dem Bundesamt auf, Organisation und Aufgaben der MEDAS und die Kostenvergütung zu regeln. Diese Verordnungsbestimmung wurde lite pendente auf den. April 0 aufgehoben (AS 0 56); nach den übergangsrechtlichen Regeln ist sie für den vorliegenden Fall indessen beachtlich (vgl. BGE 0 V 9 und 445). Das BSV hat mit derzeit achtzehn Medizinischen Begutachtungsstellen Rahmenvereinbarungen im Sinne von Art. 7 bis IVV abgeschlossen (in alphabetischer Reihenfolge): - ABI Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH, Basel, - Academy of Swiss Insurance Medicine (asim) Begutachtung, Universitätsspital Basel, - Begutachtungszentrum BL (BEGAZ) GmbH, Binningen, - Centre d'expertise Médicale (CEMed), Nyon, - Clinique CORELA, Centre d'observation Médicale de l'assurance Invalidité, Genf, - Clinique romande de réadaptation, Sitten, - Etablissements publics pour l'intégration (EPI), Centre d'expertise médicale, Genf, - MEDAS Inselspital Bern, - MEDAS Interlaken GmbH, Unterseen, - MEDAS Oberaargau AG, Langenthal, - MEDAS Ostschweiz, St. Gallen, - MEDAS Zentralschweiz, Luzern, - Medizinisches Zentrum Römerhof (MZR), Zürich, - Policlinique Médicale Universitaire (PMU), Centre d'expertises médicales (CEM), Lausanne, - Servizio Accertamento Medico (SAM), Ospedale Regionale Bellinzona e Valli, Bellinzona, - Swiss Medical Assessment- and Business-Center (SMAB) AG, Bern, - Zentrum für medizinische Begutachtung (ZMB), Basel, und - Zentrum für versicherungsmedizinische Begutachtung (ZVMB) GmbH, Bern. Die Vereinbarungen enthalten im Wesentlichen übereinstimmende Abmachungen. Inhaltlich unterscheiden sie sich in der Regel einzig hinsichtlich der Anzahl der Gutachten, zu deren Erstellung sich die beauftragten Stellen verpflichten. Die Bestimmungen lauten (in der deutschsprachigen Version) folgendermassen: Seite 89 ". Die Beauftragte führt im Auftrag des BSV bzw. der IV-Stellen poly disziplinäre medizinische Gutachten durch. Polydisziplinäre Gutachten enthalten mindestens drei unterschiedliche Expertisen, wobei die Bearbeitung des Gesamtgutachtens durch einen dritten ärztlichen Gutachter einen Teil davon darstellt. Der Begutachtungsauftrag beginnt ab Eingang der schriftlichen Auftragserteilung durch die jeweilige IV-Stelle und endet mit der Ablieferung eines schriftlichen Gutachtens unter Einhaltung der formalen Qualitäts vorgaben. Die Aktenbeschaffung ist Sache der auftraggebenden IV-Stelle. Die Beauftragte ist berechtigt, unvollständige Dossiers zur Aktenvervollständigung an die auftraggebende IV-Stelle zurückzuschicken.. Die Begutachtungen werden auf das medizinisch Notwendige beschränkt. Dabei werden das aktuelle wissenschaftliche Krankheitsverständnis und die relevante Rechtsprechung berücksichtigt. Sie bezwecken die Erhebung medizinischer Befunde sowie das Beschreiben der Diagnose(n) und der funktionellen Leistungsfähigkeit; die Beurteilung der Leistungsfähigkeit der versicherten Person aus ärztlicher Sicht, gestützt auf die von den Gutachtern erhobenen Befunde in der bisher oder zuletzt ausgeübten Tätigkeit sowie in anderen den medizinischen Befunden angepassten Tätigkeiten; die Auskunft über medizinisch zumutbare Möglichkeiten zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit (durch medizinische, berufliche Massnahmen und/oder Hilfsmittel) und deren Realisierbarkeit im Hinblick auf die Eingliederung.. Die Pauschale für ein polydisziplinäres Gutachten beträgt CHF 9' Eine einmalige Aufwandsentschädigung von CHF '500. wird vergütet, wenn ein aufgebotener Versicherter unentschuldigt nicht zur Begut achtung erscheint oder wenn der vom Versicherten bestätigte Termin weniger als 0 Tage vor dem vereinbarten Untersuchungsdatum annulliert wird. (...). 5. Die Beauftragte verpflichtet sich, mindestens... polydisziplinäre Gutachten pro Jahr durchzuführen. 6. Die schriftlichen Gutachten müssen innerhalb einer Frist von drei Monaten durchgeführt werden. (...) Die Daten sind auf dem Gutachten zu vermerken und werden vom BSV im Rahmen der formalen Qualitätskontrolle (siehe Punkt 0) evaluiert. 7. Erweist sich ein Gutachten als formal mangelhaft und nicht gemäss Auftrag erstellt, so schickt es die IV-Stelle der Beauftragten innerhalb von 5 Arbeitstagen nach Eingang zur kostenlosen Überarbeitung zurück. Das Gutachten wird innert 0 Arbeitstagen ab Eingang beim Beauftragten überarbeitet und wieder an die IV-Stelle weitergeleitet. 8. Die Abklärungsergebnisse sind mit den Versicherten in geeigneter Form besprochen. Versicherte, denen die abendliche Rückkehr an ihren Wohnort nicht möglich oder nicht zumutbar ist, werden einfach und zweckmässig untergebracht. Für die Unterbringung des Versicherten werden keine zusätzlichen Kosten vergütet. Seite 910 9. Die Beauftragte führt eine fortlaufende Qualitätskontrolle der Tätigkeit ihrer Mitarbeiter sowie ihrer Gutachten durch. Die Qualitätsanforderungen im Anhang bilden eine entsprechende Grundlage. 0. Das BSV führt regelmässig formale Qualitätskontrollen der polydisziplinären Gutachten durch.. Die Beauftragte teilt bei Änderungen dem BSV unverzüglich die Namen der Trägerschaft und der ärztlichen Leitung mit.. Die begutachtenden Medizinalpersonen besitzen eine in der Schweiz anerkannte Facharztausbildung. Sie nehmen zudem regelmässig an versicherungsmedizinischen Fortbildungen teil.. Die Beauftragte ist gegenüber dem BSV oder den IV-Stellen nicht weisungsgebunden und erstellt die Gutachten nach bestem ärztlichen Wissen und Gewissen entsprechend dem anerkannten Wissenstand der Medizin. 4. Der vorliegende Vertrag ersetzt den bisher bestehenden Vertrag mit allen Anhängen zwischen der Beauftragten und dem BSV vollständig. 5. Der Vertrag wird auf unbefristete Zeit abgeschlossen. 6. Er kann mit eingeschriebenem Brief unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten auf den 0. Juni oder den. Dezember von einer Vertragspartei gekündigt werden. (...). 7. Streitigkeiten zwischen den Vertragsparteien werden durch das zuständige kantonale Schiedsgericht am Geschäftssitz der Trägerschaft der Beauftragten nach Artikel 7 bis IVG erledigt. 8. Dieser Vertrag tritt per... in Kraft. Beilage - Anhang über Qualitätsanforderungen" Der Anhang, auf den in den Vereinbarungen verwiesen wird, hat folgenden Wortlaut: "ANHANG Qualitätsanforderungen hinsichtlich des (juristischen) Beweiswertes eines Gutachtens Der Bericht soll Für die streitigen Belange umfassend sein Auf allseitigen Untersuchungen beruhen Die geklagten Beschwerden der versicherten Person (vp) berücksichtigen In Kenntnis der Vorakten abgegeben werden In der Darstellung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtend sein In der Beurteilung der medizinischen Situation nachvollziehbar sein Seite 011 Abweichende Aussagen in den Akten eingehend diskutieren und begründen Schlussfolgerungen mit versicherungsmedizinisch begründeten Stellungnahmen des Experten aufweisen. (BGE V 60 E. c mit Hinweisen; vgl. auch Ulrich Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, in: Basler juristische Mitteilungen (BJM), 989, S. 0 ff.) Anforderungen hinsichtlich Gliederung des Gutachtens Das Gutachten besteht aus mindestens folgenden 8 Abschnitten: A Grundlagen B Vorgeschichte gemäss Aktenlage C Eigene Befragung (Anamnese) D Untersuchung E Diagnosen/Differenzialdiagnosen F Versicherungsmedizinische Beurteilung G Synthese H Beantwortung der Fragen (G. Riemer-Kafka, Universität Luzern (Hrsg.), Versicherungsmedizinische Gutachten, Ein interdisziplinärer juristisch-medizinischer Leitfaden, 007 (...) Die unteraufgeführte Statistik ist unaufgefordert quartalsweise in elek tronischer Form (EXCEL) [Adresse beim BSV] zuzustellen. Versicherten-Nr. Auftraggebende IV-Stelle Poststempel/Eingangsdatum Daten der verschiedenen Untersuchungen Toxikologische Untersuchungen Versanddatum an die IV-Stelle Effektive Dauer in Arbeitstagen, bei Überschreitung der Frist kurze Begründung Bei Nichterscheinen: Datum des versäumten Untersuchungstermins, sowie Datum der Annullierung bzw. Vermerk 'unentschuldigt nicht erschienen' "... Das Bundesgericht erhob bei den MEDAS Daten zur Zusammensetzung der Auftraggeberschaft, zu den attestierten Arbeitsunfähigkeiten und zur Qualitätssicherung. Die gemachten Angaben lassen sich wie folgt synoptisch darstellen: Seite12 Synoptische Darstellung der gemachten Angaben Teil A: Anzahl der Begutachtungen nach Auftraggebern (005 bis 009) MEDAS Zentralschweiz, Luzern Total durchgeführte Gutachten Gerichte (%) (%) 5 (%) (%) 5 (%) Suva/MV 6 (4%) 5 (%) 4 (4%) 5 (%) 6 (%) Privat- und Unfallvers. 6 (6%) (6%) (8%) 5 (7%) (4%) IV-Stellen total IVS AG IVS AI IVS AR IVS BE IVS BL IVS BS IVS FR IVS Vers. im Ausland IVS GL IVS GR IVS LI IVS LU IVS NW IVS OW IVS SG IVS SH IVS SO IVS SZ IVS TG IVS UR IVS VS IVS ZG IVS ZH 69 (89%) (9%) (87%) (9%) (9%)13 ZMB, Basel Total durchgeführte Gutachten Gerichte 4 (%) (%) 5 (%) (%) (0%) (0%) Privat- und Unfallvers. 9 (%) 90 (9%) 79 (6%) 57 (%) 77 (9%) 50 (6%) IV-Stellen total (77%) 7 (79%) 95 (8%) 407 (87%) 5 (8%) 68 (84%) IVS AG IVS Vers. im Ausland IVS BE IVS BL IVS BS IVS LU IVS SO IVS SG IVS SZ IVS TG IVS ZH Verschiedene (< 0) "No shows" (nicht zur Begutachtung erschienen) 8 8 014 asim, Basel Total Aufträge Gerichte (%) (0%) (%) (0%) (0%) Privat- und UVG-Versicherer 64 (5%) 95 (7%) 9 (7%) 87 (6%) 80 (%) 8 (%) IV-Stellen total IVS ZH IVS BL IVS BS IVS AG IVS BE IVS SO IVS SG IVS TG IVS Vers. im Ausland IVS GR IVS AR IVS SZ IVS GL IVS NW IVS SH IVS LU IVS OW IVS ZG IVS TI IVS JU IVS AI IVS VS IVS LI 50 (85%) (8%) (8%) (84%) (87%) (88%) BEGAZ, Binningen / 00 Total Aufträge Gerichte Privat / Rechtsanwalt 6 (4%) (5%) 9 (4%) Privat- und Unfallversicherer 7 (5%) 8 (8%) 77 (0%) Anm.: "vor 009 wurden nur polydisziplinäre Gutachten erstellt, ab 009 sind auch mono- und bidisziplinäre Gutachten erfasst".15 div. staatl. Stellen (%) IV-Stellen total IVS BS IVS BL IVS ZH IVS SG IVS GL IVS SH IVS SO ZAS 0 (00%) (9%) (87%) (65%) SMAB AG, Bern Total erstattete Gutachten Privatassekuranz (%) (%) 68 (0%) 8 (8%) IV-Stellen IVS BE IVS ZH IVS AG IVS SO "IVS Ostschweiz" IVS Vers. im Ausland diverse IVS 0 (89%) 6 (89%) 7 (80%) : insges. 8,9% insges. 46,45% insges. 4,69% insges.,% insges.,84% insges.,69% insges.,% 5 (7%) ABI GmbH, Basel "Im Bestreben der wirtschaftlichen Unabhängigkeit und der Vermeidung von Klumpenrisiken hat die SMAB AG die Aktivitäten im Bereich der Privatassekuranz auf eine möglichst hohe Diversifikation ausgerichtet. Zurzeit werden rund 5 verschiedene Auftraggeber mit Gutachten bedient. Sie können hier von einer gleichmässigen Verteilung ausgehen." "Ad : Da wir keine Jahresberichte in unserem Institut verfassen, können wir Ihnen solche nicht einreichen. Ad -5: Die angefragten Auskünfte und Zahlen haben wir nicht greifbar, diese müssten aufwändig zusammen gestellt werden. Wir können jedoch festhalten, dass wir bezüglich IV-Stellen eine sehr breit gefächerte Auftraggebersituation haben. Wahrscheinlich etwa dem Bevölkerungsanteil entsprechend haben wir regelmässige Aufträge folgender IV-Stellen: AG, AI, AR, IVS Versicherte im Ausland, BE, BL, BS, FR, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, ZG, ZH und UR. Wir konnten unsere Vorgaben bezüglich durchzuführender Mindestanzahl an Gutachten, wofür wir uns in der Vereinbarung mit dem BSV verpflichtet haben, jeweils einhalten."16 MZR, Zürich Total erstattete Gutachten Gerichte (0%) (0%) (0%) Privat- und Unfallvers. 5 8 (0%) 74 (5%) 58 (%) 54 (5%) 48 (%) IV-Stellen IVS AG IVS AR IVS AI IVS BE IVS BL IVS BS IVS FR IVS Vers. im Ausland IVS GL IVS GR IVS LI IVS LU IVS NW IVS OW IVS SH IVS SZ IVS SG IVS TG IVS UR IVS VS IVS ZG IVS ZH 6 (80%) (85%) (87%) (85%) (88%) "Jahresberichte über die Aktivitäten der [...] (Privatinstitution) wurden vom BSV nie verlangt und demzufolge auch nicht systematisch erstellt." 5 Auch monodisziplinäre Gutachten und 009: auch bidisziplinäre Gutachten. 7 Ab. Juli 005.17 CEMed, Nyon "Nombre total d'expertises et d'évaluations" Gerichte 9 (%) 7 (4%) (%) (%) 6 (%) Privat- und Unfallvers (0%) 6 (6%) 9 (8%) 8 (%) 97 (4%) "Evaluations médicales / avis sur dossier" vers. Personen 0 (%) (0%) 5 (%) 5 (%) 4 (%) IV-Stellen IVS BS/BL? IVS Vers. im Ausland IVS FR IVS GE IVS JU MIXTE IVS NE IVS TI IVS VS IVS VD alle IVS (007) 85 (5%) (55%) (40%) (9%) (44%) monodisziplinäre IV-Gutachten IV insgesamt 89 (5%) 5 (58%) 4 (49%) 9 (49%) 86 (49%) 8 "Nous n'établissons plus de rapport annuel depuis 005, les rapports actuels de fin d'année sont simples et ne contiennent pas d'information médicale pertinente. Vous trouverez les information plus détaillées sous les points suivants." 9 Einschliesslich internationale Institutionen. 0 "Structures juridiques / avocats / protections juridiques". "Expertises COMAI" (d.h. polydisziplinäre Gutachten), zusätzlich monodisziplinäre Gutachten sowie evtl. ein Teil der "avis sur dossier". Prozentzahlen siehe Rubrik "IV insgesamt".18 Clinique romande de réadaptation, Sion Total 90 Gerichte SUVA 45 (4%) Privatversicherer (7%) IV-Stellen 4 00 (69%) MEDAS Interlaken GmbH Total Privatversicherer Versicherte IV-Stellen IVS AG IVS BL IVS GL IVS GR IVS OW IVS SG IVS SO IVS SZ IVS TG IVS UR IVS Vers. im Ausland IVS ZG IVS ZH 9 (00%) (00%) (00%) (99%) (98%) "Vous trouverez en annexe le rapport annuel pour l'année 00 qui donne un bon reflet de notre volume d'activité, qui n'a guère varié depuis cinq ans, et qui explique bien notre système de fonctionnement." "Nous ne mentionnons pas le nombre de requêtes des Tribunaux, généralement inférieur à cinq requêtes par an." 4 "Expertises COMAI".19 MEDAS Ostschweiz, St. Gallen Total 95 7/44 7 0/9 5/9 9 Privatvers. 5 7 IV-Stellen 6 IVS SG IVS TG IVS AR IVS SH IVS OW IVS GR IVS FL IVS GL IVS AI IVS AG IVS VD IVS Vers. im Ausland IVS ZH IVS BE IVS SO IVS BL (00%) (00%) (00%) (00%) "No shows" EPI, Genf Total Gerichte 5 (%) (%) (%) (%) 9 (4%) 7 (4%) kt. Arbeitsämter 8 5 Privatversicherer (%) (%) 9 (5%) 5 (%) 7 (7%) (6%) IV-Stellen IVS VD IVS GE IVS FR IVS BE 0 (96%) (97%) (95%) (86%) (86%) (89%) Vorwiegend Krankentaggeldversicherer. 6 "Im Rahmen der IV-Begutachtung wurden auch Zusatzbegutachtungen für Unfallversicherungen durchgeführt." : Begutachtungen / fertiggestellte Gutachten. Mehr anzeigen
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