Source: https://www.juraforum.de/lexikon/wohnungseigentum
Timestamp: 2018-06-19 21:33:27
Document Index: 77593526

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 15', '§14', '§ 14', '§ 14', '§ 883', '§ 883', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 32', '§ 8']

ᐅ Wohnungseigentum: Definition, Begriff und Erklärung im JuraForum.de
Erklärung zum Begriff Wohnungseigentum
Im deutschen Recht ist das Wohnungseigentum an einer einzelnen Wohnung speziell fixiert und geregelt. Der Anspruch an das Eigentum einer Wohnung wird durch eine Eintragung im Grundbuch geregelt. Bei entsprechender Begründung erhält jede Wohnung ein Grundbuchblatt. Text im Grundbuch wird nicht gelöscht, d.h., es können alle Rechte die an einem Wohnungseigentum bestehen bzw. bestanden haben, eindeutig nachvollzogen werden.
Jedes Wohnungseigentum, das über ein eigenes Grundbuchblatt verfügt, kann wie jede andere Immobilie auch, verkauft , verschenkt oder belastet werden.
I. Abgrenzung: Wohnungseigentum und Wohneigentum
Das Wohnungseigentum muss jedoch vom Wohneigentum strikt unterschieden werden. So finden sich im Wohnungseigentum drei wichtige Faktoren, die beachtet werden müssen:
Es gibt ein Sondereigentum an den Räumen der jeweiligen Wohnung
II. Die Begründung des Wohnungseigentums
Eine Begründung des Wohnungseigentums kann auf zwei Wegen erfolgen. Zum einen durch einen Vertrag nach §§ 3, 8 WEG mit dem Eigentümer des bisherigen Grundstückes erfolgen oder aber es kommt zu einer Teilung des im Alleineigentum stehenden Grundstücks. Darüber hinaus müssen aber auch die Vorgaben für den Grundstücksverkauf beachtet werden.
III. Die Rechtsverhältnisse beim Wohnungseigentum
Das Wohnungseigentumsgesetzt bestimmt auch die Rechtsverhältnisse der Wohnungseigentümer untereinander. Mit Hilfe des § 15 WEG können Wohnungseigentümer nicht nur das Sondereigentum geltend machen, sondern auch das gemeinschaftliche Eigentum durch eine Gemeinschaftsordnung regeln. Es liegt im Ermessen jedes einzelnen Wohnungseigentümers über seinen Anteil frei verfügen zu können. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, ein Wohnungs-Erbbaurecht einzurichten.
IV. Das Sondereigentum im Wohnungseigentum
Das Sondereigentum und das Miteigentumsanteil am Gemeinschaftseigentum bilden den Zusammenschluss des Wohnungseigentums. Dabei ist das Sondereigentum aber nicht klar gesetzlich definiert. Eine Vereinbarung kommt vielmehr durch die Teilungserklärung und den Aufteilungsplan zustande. Gemeinschaftseigentum ist demzufolge all das, was nicht als Sondereigentum geltend gemacht werden kann. Das Sondereigentum kann von jedem Wohnungseigentümer entsprechend seinen Möglichkeiten frei genutzt werden. Die Kosten für die Instandhaltung muss der Eigentümer jedoch selbst bestreiten.
V. Pflichten der Wohnungseigentümer
Laut §§14, 16 WEG unterliegen die Wohnungseigentümer auch einigen Pflichten. Dazu gehören unter anderem:
Die Pflicht das Sondereigentum entsprechend zu nutzen, ohne das fremdes Sondereigentum oder das Gemeinschaftseigentum beeinträchtigt werden. § 14 Nr. 1 und 2 WEG
Die Pflicht die Instandhaltung des Sondereigentums zu gewährleisten § 14 Nr. 1 WEG
Kommt es zu einer Verletzung der Pflichten müssen Wohnungseigentümer mit Unterlassungs- oder Leistungsansprüche oder möglichen Schadensersatzforderungen rechnen.
Übertragung von Wohnungseigentum rückgängig machen anna-maria 1985 schrieb am 06.05.2017, 20:30 Uhr:
Mal angenommen, A wurde die Eigentumswohnung der Eltern zum Teil übertragen (ein weiterer Teil liegt beim Bruder von A und der Rest aufgeteilt bei den Eltern). Dieses Beurkundungsverfahren wurde vom Notar bestätigt und ins Grundbuch eingetragen.A entscheidet nun, dass er kein Eigentümer mehr sein möchte. Der Wert der Übertragung beim... » weiter lesen
Wohnungseigentum Marlene_W schrieb am 31.10.2014, 20:25 Uhr:
auf der Eigentümerversammlung wird ein Beschluß gefaßt über einen nicht unerheblichen Bau-Auftrag, er war nicht in der Einladung angekündigt. Die Eigentümer haben mit einer einfachen Mehrheit zugestimmt. Ist dieser Beschluß gültig?. Wie nennt sich im Fachjargon ein solcher Beschluß. » weiter lesen
Minderjährige erbt Mietshaus henryhübchen schrieb am 07.10.2013, 10:49 Uhr:
Hallo, habe eine Frage: eine Minderjährige soll von ihrem Großvater ein Mietshaus erben. Folgende Fragen: 1. Darf sie als Minderjährige in diesem Umfang erben? 2. Da das Erbe mit einer Geschäftstätigkeit verbunden ist, die Erbin aber nicht oder nur beschränkt geschäftsfähig ist, wer übt dann die sich daraus ergebenden Pflichten aus?... » weiter lesen
Dingliches Vorkaufsrecht Juraffe schrieb am 23.02.2011, 16:45 Uhr:
Guten Tag, ich habe ein Problem mit folgender Konstellation: A hat B ein dingliches Vorkaufsrecht im Zuge eines auf zehn Jahre angelegten Pachtvertrags bestellt. Wie es das Schicksal so will, bekommt der A im neunten Jahr von C (einer AG) ein finanziell lukratives Angebot. A und C einigen sich schließlich, dass A den Pachtvertrag mit... » weiter lesen
Kündigung nach Wohnungsverkauf wegen Eigenbedarf Hannibal609 schrieb am 10.10.2008, 09:42 Uhr:
Hallo zusammen, Ich hoffe das ihr mir helfen könnt. Stellen wir uns folgenden Sachverhalt vor. Vermieter X bietet seine Wohnung entweder zur Miete oder als Kauf an. Mieter Y mietet die Wohnung zum 1.8.08. Die Wohnung steht weiterhin zum Verkauf. Nach ca 1,5 Monaten bekommt Mieter Y einen Anruf das ein potenzieller Verkäufer... » weiter lesen
Vorkaufsrecht Wohnungseigentum § 883 BGB MaxMa schrieb am 18.07.2008, 18:13 Uhr:
Hallo, ich habe eine Frage. Wenn für zwei Personen gem. § 883 BGB das Vorkaufsrecht eingetragen ist und einer der beiden das Objekt nun kaufen möchte, ist es erforderlich, dass die andere Person von ihrem Vorkaufsrecht zurücktritt. Was passiert aber, wenn diese nicht darauf verzichtet? Verzögert sich der Verkauf nur oder kann dieser... » weiter lesen
Ist Realteilung von Wohnungseigentum einseitig einklagbar? wühlmaus schrieb am 29.06.2008, 13:08 Uhr:
Hallo an alle Experten! Ich möchte folgenden Fall schildern, zu dem ich gern eure Meinung hören würde: Ein Grundstück von 2000 qm Größe wurde vor dreizehn Jahren mit einem Doppelhaus bebaut. Das Doppelhaus wurde nach WEG geteilt, am Grundstück gibt es entsprechend Sondernutzungsrechte für jeden der beiden Eigentümer. Vier Jahre... » weiter lesen
Zwangsversteigerung von Wohnungseigentum Knürzel2008 schrieb am 17.05.2008, 16:20 Uhr:
A ist Eigentümer eines Grundstücks. Als Bauträger will er auf dem Grundstück mehrere Eigentumswohnungen bauen. Dafür nimmt er ein Darlehen auf und bestellt als Kreditsicherheit eine Grundschuld zulasten des Grundstücks. Mit der Bank wird vereinbart, das diejenigen Wohnungseigentümer wegen der Grundschuld nicht in Anspruch genommenw... » weiter lesen
Altenheim darf als Asylantenwohnheim genutzt werden
01.11.2017 | Recht & Gesetz
Leipzig (jur). Wer nur Teile eines nicht zu Wohnzwecken genutzten größeren Hauses besitzt, muss es grundsätzlich hinnehmen, wenn andere Teil-Eigentümer ihre Räume für ein Heim oder auch eine Flüchtlingsunterkunft nutzen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Freitag, 27. Oktober 2017, in Karlsruhe gegen einen Arzt entschieden (Az.: V ZR 193/16).Die Praxis befindet sich in einem Haus, das in den 1970-er Jahren in zwei „Teileigentumseinheiten“... » weiter lesen
Landgericht stärkt Mieterschutz bei Eigenbedarfskündigung
11.04.2016 | Mietrecht & WEG
Berlin (jur). Ist in Berlin eine Mietwohnung in Wohnungseigentum umgewandelt worden, kann der Vermieter erst nach zehn Jahren ab Wohnungskauf Eigenbedarf geltend machen und die Mieter vor die Türe setzen. Diese seit Oktober 2013 in Berlin bestehende Kündigungsschutzklauselverordnung gilt auch dann, wenn die Wohnung bereits vor diesem Zeitpunkt verkauft wurde, stellte das Landgericht Berlin in einem am Freitag, 8. April 2016 bekanntgegebenen... » weiter lesen
BGH: keine Verjährungshemmung bei Missbrauch des Mahnverfahrens
24.06.2015 | Recht & Gesetz
Karlsruhe (jur). Werden in einem Mahnverfahren bewusst falsche Angaben gemacht, kann sich der Antragsteller mit der Zustellung des Mahnbescheids grundsätzlich nicht mehr auf die Hemmung der Verjährung berufen. Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe in einem am Dienstag, 23. Juni 2015, verkündeten Urteil entschieden (Az.: XI ZR 536/14).Im konkreten Fall kaufte der Kläger aus dem Raum Freiburg 1992 Wohnungseigentum. Die Immobilie... » weiter lesen
Wohnungseigentum Urteile und Entscheidungen
1. Mit der Zweckbestimmung eines Teileigentums als Laden lassen sich weder der Betrieb einer Pizzeria/PizzaBringdienst noch der Betrieb einer Gaststätte vereinbaren. 2. Selbst wenn - im vorliegenden Fall streitig - durch widerspruchslose langjährige Duldung eines PizzaBringdienstes dagegen gerichtete Unterlassungsansprüche verwirkt...
» OLG-CELLE, 24.09.2003, 4 W 138/03
» VG-FRANKFURT-AM-MAIN, 18.08.2009, 3 L 1367/09.F
Führt eine Veränderung des Bodenbelags durch einen Wohnungseigentümer zu Trittschallbelästigungen in der darunter liegenden Wohnung und gehen diese über das bei einem geordneten Zusammenleben unvermeidbare Maß hinaus, so ist der Eigentümer der darunter liegenden Wohnung als Störer verpflichtet, die Einwirkungen zu beseitigen. Der...
» OLG-SCHLESWIG, 08.08.2007, 2 W 33/07
Sicherheitsfrage 82 - Z/w/ei =
Ferdi (01.06.2018 09:28 Uhr):
Danke, dass Sie das Begriff Wohnungseigentum erklären. Ich studiere Mietrecht als Nebenfach und suche nach weiteren Informationen für meine Aufsätze. Sie sagen, dass es drei Faktoren gibt, die für Wohneigentum gelten. Ich gehe davon aus, dass, wenn einer dieser Faktoren fehlt, auch von Wohneigentum keine Rede sein kann?
Matthias (02.01.2017 18:01 Uhr):
Habe eine Frage unser neuer Verwalter der Eigentumsanlage hat uns Eigentümer der Eigentumswohnung in zusammenhang mit nachrüsten von rauchmeldern als nur Sondereigentumsnutzer bezeichnet bezeichnet und wir wären keine Eigentümer und deshalb kann er Entscheiden . In der Thüringer Bauordnung steht der Eigentümer und Vermieter müssen in die Wohnungen Rauchmelder Nachrüsten.
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Eine Eigenheimzulage ist eine zweckbestimmte Subvention des Staates. Mithilfe dieser soll die Errichtung von selbstgenutztem Wohnungseigentum gefördert werden. Sie dient zum einen als Finanzierungshilfe zum anderen, auch als Anreiz zum...
Die Heizkostenverordnung regelt im Detail die Kostenabrechnung für Warmwasser und Wärme, welche im Rahmen des Mietverhältnisses bei der Nutzung der Wohnung entstehen. Diese findet grundsätzlich auch auf Wohnungseigentümer-gesellschaften nach...
Die Zwangsverwaltung unterliegt den Verfügungen der Zivilprozessordnung (ZPO). Das Zwangsverwaltungsverfahren ist im Gesetz über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung (ZVG) gesetzlich geregelt. Dabei handelt es sich um eine Massnahme...
Bei dem Grundfreibetrag handelt es sich nach dem Einkommensteuergesetz [EStG] um den Betrag, der bei zu versteuerndem Einkommen steuerfrei bleibt. Der in § 32a Absatz 1 Satz 2 Nr. 1 EStG kodifizierte Anspruch auf diesen Grundfreibetrag lässt...
Bei der Teilungserklärung handelt es sich um einen Rechtsbegriff, welcher im deutschen Wohnungseigentumsrecht und in § 8 des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) geregelt ist. In solch einer Teilungserklärung erklärt der Eigentümer eines...
Inhaltsübersicht 1. Eigenheimzulage 2. Eigenheimrentengesetz 1. Eigenheimzulage Die Eigenheimzulage ist mit Wirkung zum 01.01.2006 abgeschafft worden. Für Wohneigentum, das nach dem 31.12.2005 erworben oder mit dessen Herstellung nach...
Nachhaltigkeit - Gewerbebetrieb
Die Nachhaltigkeit einer Tätigkeit liegt dann vor, wenn sie auf die Erzielung von Einnahmen gerichtet ist und von dem Willen getragen ist, durch mehrere gleichartige Handlungen tätig zu werden (= Wiederholungsabsicht, H 15.2 [Einmalige...