Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/zahnarzt
Timestamp: 2019-10-22 13:59:22
Document Index: 230076581

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 2', 'Art. 12', '§ 4', '§ 278', '§ 9', '§ 24', '§ 44']

Zahnarzt | Rechtslupe
Das feh­ler­haf­te Zahn­im­plan­tat – und das Hono­rar des Zahn­arz­tes
Bei einer feh­ler­haf­te zahn­­ärz­t­­lich-implan­­to­­lo­gi­­schen Leis­tung besteht kein Hono­rar­an­spruch des Zahn­arz­tes, wenn die Nach­be­hand­lung nur noch zu "Not­lö­sun­gen" füh­ren kann. Der Hono­rar­an­spruch des Zahn­arz­tes ent­fällt mit­hin, wenn die Implan­ta­te feh­ler­haft ein­ge­setzt wur­den und eine Kor­rek­tur ihrer Posi­ti­on durch Nach­be­hand­lung nicht mög­lich ist. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall nahm eine
Milch­zäh­ne beschlif­fen – Behand­lungs­feh­ler
Wird beim Beschlei­fen von Milch­zäh­nen zu viel Mate­ri­al abge­tra­gen und es ent­steht eine ungleich­mä­ßi­ge Ober­flä­che, kann ein gro­ber zahn­ärzt­li­cher Behand­lungs­feh­ler vor­lie­gen. So hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den und damit gleich­zei­tig das erst­in­stanz­li­che Urteil des Land­ge­richts Det­mold bestä­tigt. Bei der Klä­ge­rin aus Lage sind meh­re­re blei­ben­de
Behand­lungs­feh­ler – und der Hono­rar­an­spruch des Zahn­arz­tes
Der Zahn­arzt erbringt eine Dienst­leis­tung und erhält sein Hono­rar für die erbrach­ten Diens­te, ohne einen Erfolg zu schul­den . Ein Behand­lungs­feh­ler lässt den Hono­rar­an­spruch des Arz­tes daher grund­sätz­lich nicht ent­fal­len, es sei denn, es han­delt sich um einen beson­ders gro­ben Behand­lung­feh­ler. In die­sem Fall erweist sich die Gel­tend­ma­chung des Hono­rars
Der Wunsch des Pati­en­ten
Ein Arzt hat eine vom Pati­en­ten gewünsch­te Behand­lung abzu­leh­nen, wenn sie gegen den medi­zi­ni­schen Stan­dard ver­stößt. Selbst eine ein­ge­hen­de ärzt­li­che Beleh­rung über die mög­li­chen Behand­lungs­fol­gen recht­fer­tigt ein behand­lungs­feh­ler­haf­tes Vor­ge­hen nicht. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall einen Zahn­arzt zu Scha­dens­er­satz ver­ur­teilt und damit das
Der unwür­di­ge Zahn­arzt – und der Wider­ruf der Appro­ba­ti­on
Die Fest­stel­lung der Berufs­un­wür­dig­keit im Sin­ne von § 4 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZHG ist mit Blick auf den grund­ge­setz­lich gewähr­leis­te­ten Schutz der Berufs­frei­heit (Art. 12 Abs. 1 GG) und das Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­ge­bot an hohe Vor­aus­set­zun­gen geknüpft. Anlass für den Appro­ba­ti­ons­wi­der­ruf wegen Unwür­dig­keit kön­nen nur gra­vie­ren­de Ver­feh­lun­gen sein, die geeig­net
Hin­ter­grund­mu­sik in der Zahn­arzt­pra­xis
Die Wie­der­ga­be von Hin­ter­grund­mu­sik in Zahn­arzt­pra­xen stellt im All­ge­mei­nen kei­ne – ver­gü­tungs­pflich­ti­ge – öffent­li­che Wie­der­ga­be im Sin­ne des Urhe­ber­rechts­ge­set­zes dar. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall hat­te die Gesell­schaft für musi­ka­li­sche Auf­­­füh­­rungs- und mecha­ni­sche Ver­viel­fäl­ti­gungs­rech­te (GEMA) gegen einen Zahn­arzt geklagt, der eine zahn­ärzt­li­che Pra­xis betreit, in deren War­te­be­reich Hör­funk­sen­dun­gen
Der Zahn­arzt, das Bleaching – und die Umsatz­steu­er
Zahn­auf­hel­lun­gen ("Bleaching"), die ein Zahn­arzt zur Besei­ti­gung behand­lungs­be­ding­ter Zahn­ver­dunk­lun­gen vor­nimmt, sind umsatz­steu­er­freie Heil­be­hand­lun­gen. Nach § 4 Nr. 14 UStG sind Heil­be­hand­lun­gen des Zahn­arz­tes steu­er­frei. Dazu gehö­ren auch ästhe­ti­sche Behand­lun­gen, wenn die­se Leis­tun­gen dazu die­nen, Krank­hei­ten oder Gesund­heits­stö­run­gen zu dia­gnos­ti­zie­ren, zu behan­deln oder zu hei­len. Steu­er­be­freit ist auch eine medi­zi­ni­sche Maß­nah­me ästhe­ti­scher
Durch­su­chung in der Zahn­arzt­pra­xis – der will­fäh­ri­ge Ver­si­che­rungs­gut­ach­ter
Die Durch­su­chung der Wohn- und Pra­xis­räu­me eines Zahn­arz­tes ist bei hin­rei­chen­dem Tat­ver­dacht einer Straf­tat gemäß § 278 StGB (Aus­stel­len unrich­ti­ger Gesund­heits­zeug­nis­se) ver­fas­sungs­recht­lich unbe­denk­lich. Der Aus­gangs­sach­ver­halt In der hier vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­me­nen Ver­fas­sungs­be­schwer­de erstat­te­te der Beschwer­de­füh­rer, ein Zahn­arzt, für pri­va­te Kran­ken­kas­sen Gut­ach­ten zur medi­zi­ni­schen Not­wen­dig­keit zahn­ärzt­li­cher Behand­lun­gen. In
Abste­hen­de Kro­nen­rän­der
Abste­hen­de Kro­nen­rän­der (eine Stu­fe zwi­schen den natür­li­chen Zäh­nen und der künst­li­chen Kro­ne) ent­spre­chen nicht dem zahn­ärzt­li­chen Stan­dard. Ein Zahn­arzt han­delt grob behand­lungs­feh­ler­haft, wenn er einen Pati­en­ten ohne aus­drück­li­chen Hin­weis dar­auf ent­lässt, dass eine von ihm ein­ge­glie­der­te Brü­cke nach­bes­se­rungs­be­dürf­tig ist. Der Zahn­arzt kann sich nicht dar­auf beru­fen, dass ihm kei­ne aus­rei­chen­de
Die kos­ten­in­ten­si­ve Zahn­be­hand­lung
Hät­te sich ein Pati­ent bei einer ord­nungs­ge­mä­ßen Auf­klä­rung über ande­re Behand­lungs­mög­lich­kei­ten gegen die gewähl­te Zahn­be­hand­lung ent­schie­den, muss die Zahn­be­hand­lung nicht bezahlt wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall den gel­tend gemach­ten Hono­rar­an­spruch der für einen Kie­fer­chir­ur­gen kla­gen­de Abrech­nungs­ge­sell­schaft abge­wie­sen und damit das erst­in­stanz­li­che Urteil
Die ver­früh­te Ein­glie­de­rung eines pro­vi­so­ri­schen Zahn­ersat­zes
Wird von einem Zahn­arzt die beim Ein­brin­gen von Lang­zeit­pro­vi­so­ri­en zu for­dern­de Zeit der Beschwer­de­frei­heit so deut­lich unter­schrit­ten, dass sich ein Schei­tern der zahn­ärzt­li­chen Bemü­hun­gen gera­de­zu auf­drängt, liegt ein gro­ber Behand­lungs­feh­ler vor. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Pati­en­tin Scha­dens­er­satz zuge­spro­chen und damit das
Wenn die neue Zahn­pro­the­se schmerzt
Es liegt kein Behand­lungs­feh­ler vor, wenn ein Zahn­arzt eine mit Stif­ten zu befes­ti­gen­de, beschä­dig­te Teil­pro­the­se durch eine Pro­the­se mit Tele­skop­kro­nen ersetzt. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge einer Patie­tin abge­wie­sen, die von ihrer Zahn­ärz­tin Scha­dens­er­satz und Schmer­zens­geld ver­langt hat. Die Klä­ge­rin, eine
Die Auf­klä­rung über alter­na­ti­ve Behand­lungs­me­tho­den
Hat ein Zahn­arzt es ver­säumt, einen Pati­en­ten über bestehen­de alter­na­ti­ve Behand­lungs­mög­lich­keit auf­zu­klä­ren, die medi­zi­nisch glei­cher­ma­ßen indi­ziert und üblich sind und auf­grund der wesent­lich unter­schied­li­chen Risi­ken und Erfolgs­chan­cen eine ech­te Wahl­mög­lich­keit bie­ten, dann ist die vor­ge­nom­me­ne Behand­lung man­gels wirk­sa­mer Ein­wil­li­gung rechts­wid­rig. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier
Die feh­ler­haf­te Befund­er­he­bung des Zahn­arz­tes
Einem Zahn­arzt ist ein gro­ber Behand­lungs­feh­ler unter­lau­fen, wenn er es unter­las­sen hat, bei einer Pati­en­tin den Zustand der schmer­zen­den Zäh­ne kli­nisch zu befun­den. Allein mit einem Rönt­gen­bild erhält man kein Gesamt­bild über den Zustand der Zäh­ne. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Pati­en­tin
20 Zäh­ne – und der Ent­zug der zahn­ärzt­li­chen Appro­ba­ti­on
Die Zie­hung von zwan­zig Zäh­nen ohne wirk­sa­me Ein­wil­li­gung des Pati­en­ten ist ein Grund für den Wider­ruf der erteil­ten Appro­ba­ti­on als Zahn­arzt wegen Berufs­un­wür­dig­keit. So hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt des Lan­des Sach­­sen-Anhalt in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Mag­de­burg bestä­tigt, das gegen­über einem Zahn­arzt von dem Lan­des­ver­wal­tungs­amt Sach­­sen-Anhalt der
20 Zäh­ne und kei­ne Ein­wil­li­gung
Das Fehl­ver­hal­ten eines Zahn­arz­tes, das zu einer Ver­ur­tei­lung wegen vor­sätz­li­cher Kör­per­ver­let­zung geführt hat, ist mit den Vor­stel­lun­gen an eine Arzt­per­sön­lich­keit nicht in Ein­klang zu brin­gen und recht­fer­tigt den Ent­zug der Appro­ba­ti­on. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Mag­de­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Zahn­arz­tes, der wegen Kör­per­ver­let­zung zu einer Frei­heits­stra­fe von acht
Kam­mer­bei­trags­ra­batt für MDK-Ärz­te
Die im Bereich des öffent­li­chen Gesund­heits­diens­tes und des Medi­zi­ni­schen Diens­tes der Kran­ken­ver­si­che­rung beschäf­tig­ten Zahn­ärz­te dür­fen von einer Lan­des­zahn­ärz­te­kam­mer nicht zu gleich hohen Bei­trä­gen her­an­ge­zo­gen wer­den wie kura­tiv täti­ge Zahn­ärz­te. Rechts­grund­la­ge für die ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen sind §§ 9 und 23 Abs. 1 sowie § 24 HBKG. Auf die­ser Grund­la­ge wur­de zunächst die Bei­trags­ord­nung
Der Frem­den­ver­kehrs­bei­trag des Zahn­arz­tes
Mit der Fra­ge der Bemes­sung des Vor­teils­sat­zes für selb­stän­di­ge Zahn­ärz­te in einer Frem­den­ver­kehrs­bei­trags­sat­zung hat­te sich aktu­ell der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Wür­t­­te­m­berg in Mann­heim zu befas­sen: Im ent­schie­de­nen Fall befand der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof, dass die auf § 44 Abs. 1 KAG gestütz­te Frem­den­ver­kehrs­bei­trags­sat­zung der beklag­ten Gemein­de (FVBS) kei­ne wirk­sa­me sat­zungs­recht­li­che Grund­la­ge der Bei­trags­er­he­bung dar­stellt, da