Source: https://www.it-founder.de/unternehmergesellschft-ug-gruenden/
Timestamp: 2020-02-21 14:23:33
Document Index: 219813038

Matched Legal Cases: ['§ 238', '§ 3', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 181', '§ 7', '§ 181', '§ 8', '§ 9', '§10']

UG gründen - Der ultimative Guide mit allem, was du wissen musst!
UG gründen Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
Du möchtest eine UG gründen und brauchst dafür ein paar Tipps? Eine UG Gründung ist relativ unkompliziert und leicht umzusetzen. Wir verraten dir, was du dabei alles wissen und beachten solltet.
Das deutsche Gegenstück der englischen „Limited“ (= Ltd.), die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft, wird oft auch als Mini-GmbH oder 1-€-GmbH bezeichnet. Sie ist keine neue Rechtsform, sondern eine besondere Ausgestaltung der „normalen“ Gesellschaft mit beschränkter Haftung, mit geringerem Stammkapital und angepasstem Rechtsformzusatz. Die Besonderheiten werden wir dir im folgenden Artikel näher beschreiben.
Die Gründungsvoraussetzungen für eine UG
Gesellschaftsvertrag und notarielle Beurkundung der UG
Ein Bankkonto für deine UG
Wieso wird die UG auch "Mini-GmbH" oder 1€-GmbH genannt?
Rechtliche und steuerliche Aspekte zur Unternehmergesellschaft
Gründungskosten und Stammeinlage
Grundsätzliches zur Gesellschaftsform der Unternehmergesellschaft
Diese Punkte solltest du unbedingt bei der Wahl des Firmennamens beachten
Achtung: Falsche Benennung kann den Haftungsschutz beeinträchtigen
Den Firmensitz strategisch wählen
Sinn und Zweck des Stammkapitals
Die Unternehmergesellschaft als Rechtspersönlichkeit
Der Gesellschaftsvertrag einer UG (haftungsbeschränkt)
Musterprotokoll:
Gewinnermittlung und Gewinnverwendung
Die Vor- und Nachteile einer UG-Gründung
Du möchtest deine UG gründen? - So geht es weiter:​
Um eine UG gründen zu können, solltest du folgende Sachverhalte kennen, umsetzen und beachten. Um dir einen ersten Überblick zu verschaffen haben wir die wichtigsten Punkte kurz zusammengefasst.
Wenn du dich dazu entschieden hast, eine UG gründen zu wollen, wirst du wahrscheinlich bereits einen Firmennamen vor Augen haben. Beachte dabei auf jeden Fall, dass dieser zwingend um den Zusatz „UG (haftungsbeschränkt)“ oder auch „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“ ergänzt werden muss.
Also wäre es ratsam, den Namen nicht allzu lang zu wählen. Du wirst einen Briefbogen, eine E-Mail-Adresse, einen Firmenstempel und Visitenkarten benötigen. Da ist ein kurzer Name deutlich praktischer, als eine im schlimmsten Fall zweizeilige Firmenbezeichnung.
Der Name selbst kann sowohl ein Personenname, Sachname oder Fantasiename sein. Mischformen sind ebenso möglich.
Die sogenannte Satzung ist für die UG Gründung zwingend notwendig. Sie kann dabei für eine UG in vereinfachter Form verfasst werden. Wichtige Bestandteile zeigen wir dir später in Form von einigen Vorschlägen für ein Musterprotokoll. Der Gesellschaftervertrag muss in jedem Fall schriftlich verfasst und von einem Notar beurkundet werden.
Nach der notariellen Beurkundung musst du die Unternehmergesellschaft im Handelsregister anmelden. Das Registergericht prüft die Anmeldung und vergibt der Firma nach erfolgter Eintragung eine Handelsregister-Nummer. Über die Eintragung erfolgt eine amtliche Bekanntmachung. Die UG Gründung kann anschließend von Interessierten im Handelsregister eingesehen werden.
Grundsätzlich ist der Zeitpunkt für die Gewerbeanmeldung nicht vorgeschrieben. Es empfiehlt sich allerdings diese erst nach der UG Gründung vorzunehmen. Also erst nach erfolgter Eintragung vom zuständigen Amtsgericht im Handelsregister.
Erfolgt die Anmeldung vor der Eintragung muss beim Firmennamen zusätzlich die Bezeichnung i.G. (in Gründung) angefügt werden. Das Gewerbe wird bei der Gemeinde angemeldet, in der sich der Firmensitz der Gesellschaft befindet.
Da beim UG gründen Kosten entstehen wird ein Geschäftskonto, also ein betriebliches Konto benötigt. Für die UG als eigenständige Gesellschaft musst du ein komplett neues Bankkonto eröffnen.
Dein persönliches Girokonto darf nicht verwendet werden. Auf das Firmenkonto wird als Erstes deine Stammeinlage eingezahlt. Sämtliche Geschäftsvorfälle der Gesellschaft werden über dieses betriebliche Konto abgewickelt. Privatentnahmen dürfen nicht getätigt werden, da das Geld nicht dir als Gesellschafter, sondern alleinig der UG gehört.
Du bekommst deine Vergütung in Form eines Gesellschafter-Geschäftsführergehaltes. Die Nettogehaltszahlung wird, wie bei jedem anderen Angestellten auch, monatlich über eine Lohnabrechnung ermittelt.
Für das Finanzamt muss ein Fragebogen zur steuerlichen Erfassung aufgefüllt werden. Dieser beinhaltet alle notwendigen Angaben, damit der Gesellschaft eine Steuernummer vergeben werden kann. Die Finanzbehörde erfragt dabei Prognosen zum Umsatz, Gewinn und Mitarbeiterzahl.
Wenn du planst Geschäfte mit ausländischen Unternehmen abzuwickeln benötigst du neben der Steuernummer auch eine Umsatzsteuer-ID. Diese kann mit dem Fragebogen gleich mit beantragt werden. Weiterhin fordert das Finanzamt eine Eröffnungsbilanz zum Stichtag des Beginns der Gesellschaft an. Aber keine Angst.
Die Eröffnungsbilanz beinhaltet in der Regel lediglich zwei Posten. Den Bankbestand auf der Aktivseite und in selber Höhe das Stammkapital auf der Passivseite. Mit der Einreichung des Fragebogens beim Finanzamt solltest du nicht allzu lange warten, da du ohne Steuernummer keine Rechnungen schreiben darfst.
Infografik: In diesen wenigen, aber wichtigen Details unterscheidet sich der Prozess der UG-Gründung zur GmbH.
Teil des großen Artikels: https://www.it-founder.de/gmbh-gruenden/
Du überlegst vor diesem Hintergrund, doch gleich eine GmbH zu gründen? Hier erfährst du alles Nötige...
Die Unternehmergesellschaft unterliegt den Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG). Sowohl in Hinblick auf die Haftungsverhältnisse, auch als auch auf alle weiteren Rechtsgrundlagen. Sie eine juristische Person mit eigener Rechtsfähigkeit. Sie unterliegt der Buchführungspflicht nach § 238 HBG.
Die Gewinnermittlung, Bilanzierung und Aufstellung des Jahresabschlusses sind ähnlich vorzunehmen, wie es die gesetzlichen Vorschriften bei einer GmbH erfordern. Maßgebend ist hier das Handelsgesetzbuch (HGB) und zudem auch die Steuergesetze. Steuerschuldner bei der UG ist die Gesellschaft selbst. Sie unterliegt mit Ihren Gewinnen der Versteuerung nach dem Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuergesetz.
Die Steuerbelastung beträgt dabei, je nach Region, ca. 30 Prozent. Du als Gesellschafter musst deine Einkünfte, die bei der UG als Gesellschafter-Geschäftsführervergütung bezeichnet werden, „privat“ versteuern.
Dein persönlicher Steuersatz richtet sich nach der Höhe der Vergütung, deinem Familienstand und weiteren Einkünften. Für Fragen und Gestaltungsmöglichkeiten dazu ist ein Steuerberater die beste Wahl. Hier kann bei guter Beratung durchaus viel Geld gespart werden.
UG-Gründungskosten und Stammeinlage
Anders als bei einer GmbH kannst du eine UG bereits mit einem Stammkapital von einem Euro gründen und beim zuständigen Handelsregister anmelden. Die finanziellen Vorteile kippen aber schnell, wenn man sich ausführlicher mit der Gründung auseinandersetzt. Warum eine Einlage von einem Euro in der Praxis eher vermieden werden sollte, bzw. praktisch kaum möglich ist, ist relativ einfach erklärt.
Es fängt bereits bei den Gründungskosten an. Allein an Notarkosten musst du ca. 100,00 Euro einkalkulieren. Dazu kommen Gründungskosten für die Eintragung ins Handelsregister und die Gewerbeanmeldung von ca. 150,00 Euro.
Da für die UG ein eigenes Konto eröffnet werden muss, ist eine Stammeinlage von mindestens 1.000,00 Euro sinnvoll. Mit diesem Geld können beim UG gründen Kosten für die entstandenen Erstaufwendungen getätigt werden, ohne einen - meist mit hohen Zinsen behafteten - Kontokorrentkredit in Anspruch nehmen zu müssen.
Am 01.11.2008 wurde durch die Reform des GmbH-Rechts die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) eingeführt. Die UG ist im Prinzip eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, für die einige Sondervorschriften im GmbHG gelten. Der größte und bedeutendste Unterschied liegt in der Höhe des Stammkapitals.
Die UG kann theoretisch bereits mit einem Mindeststammkapital von einem Euro gegründet werden. Der Gesetzgeber hat damit die Möglichkeit geschaffen Gründern mit nur geringem Kapitalbedarf den späteren Einstig in eine GmbH zu erleichtern. Das Stammkapital kann von dir selbst festgelegt werden. Wie bereits erwähnt, genügt bereits ein Euro, und kann bis zu 24.999 Euro steigen, da bei der Gesellschaft mit beschränkter Haftung ein Stammkapital von 25.000 Euro zwingend notwendig ist.
Die Gesellschaft kann auf verschieden Arten benannt werden:
Bei der UG bestehen so gut wie keine Nachteile in Hinblick auf die Vergabe des Firmennamens. Du kannst deinen Namen einfließen lassen (z.B. Max Muster Softwareentwicklung UG), oder aber auch einen völlig frei erfundenen Phantasienamen (z.B. SoftiEntwi UG) vergeben.
Stets erforderlich ist dabei aber, dass die Firma von anderen Firmen unterschieden werden kann. Der Name „Softwareentwicklung UG“ wäre zu allgemein und wäre als rein beschreibende Sachfirma, sowie mangels Kennzeichnungskraft, nicht zulässig. Auch darf der Firmenname zu keiner Täuschung führen. Irreführend wäre beispielsweise der Name „TheGreatest SWE in Germany UG“, wenn es sich tatsächlich nur um eine Ein-Mann-Firma handelt. „TheGreatest…in Germany“ würde hier vortäuschen, das größte Unternehmen in Deutschland zu sein, was bei einem Betrieb mit nur einem Angestellten, dem Gesellschafter-Geschäftsführer selbst, nicht den Tatsachen entspräche.
Unbedingt zu beachten ist bei jedem Firmennamen, dass nach dem Kürzel UG immer der Zusatz „(haftungsbeschränkt)“ enthalten sein muss. Also „Max Muster Softwareentwicklung UG (haftungsbeschränkt)“ oder „SoftiEntwi UG (haftungsbeschränkt)“.
Dieser Zusatz "(haftungsbeschränkt)" sollte auch in deiner Außendarstellung, z.B. dem Impressum oder Visitenkarten immer mit angeführt werden, da sonst eventuell dein Haftungsschutz im Schadensfall anfechtbar sein könnte.
Eine gesetzlich zulässige Abkürzung für „(haftungsbeschränkt)“ gibt es bedauerlicherweise nicht. Dadurch können dir unter Umständen Nachteile auf dem Markt entstehen, da potentielle Kunden oder Geschäftspartner, wie Banken oder Leasinggesellschaften, möglicherweise der Haftungsbeschränkung skeptisch gegenüberstehen könnten, und sich bevorzugt für Geschäfte mit einem Einzelunternehmer (mit voller Haftung) entscheiden. Die Gesellschaftsform Unternehmergesellschaft muss zum Glück nicht auch noch zwangsweise ausgeschrieben, sondern darf mit UG abgekürzt werden.
Verstößt der gewählte Firmenname gegen allgemeine firmenrechtliche Bestimmungen, erfolgt durch das Handelsregister keine Eintragung. Du solltest bei einem neuen Firmennamen auch prüfen, ob bereits Patente oder Markenrechte vorhanden sind.
Der Sitz der Gesellschaft muss in Deutschland liegen.
Dabei ist nicht dein Wohnsitz oder der Wohnort es weiteren Gesellschafters maßgebend. Der Standort ist frei wählbar. Der Firmensitz darf aber keine sogenannte Briekastenfirma begründen. Um jeglichem Ärger aus dem Wege zu gehen, sollte der Firmensitz dort sein, wo auch das Büro oder dein Arbeitsplatz liegt. Aus steuerlicher Sicht könnte auch der Aspekt der gewerbesteuerlichen Belastung betrachtet werden. In dörflichen Gemeinen fällt die Gewerbesteuer aufgrund eines meist viel geringeren Gewerbesteuerhebesatzes in der Regel deutlich günstiger aus, als in Ballungsgebieten.
Quelle: https://www.lexoffice.de/service/gewerbesteuer-hebesatz/
Das Stammkapital stattet ein Unternehmen in der Anfangsphase mit den nötigen liquiden Mitteln aus. Um die Teilnahme am digitalen Markt und der IT-Branche überhaupt erst möglich zu machen, sind Investitionen für Hard- und Software, Büromöbel oder Werbemittel sowie Fixkosten wie zum Beispiel für Mietaufwendungen der Geschäftsräume und Personalkosten unumgänglich.
Bei der Entscheidung, wieviel Stammkapital in die UG investiert wird, solltest du auch im Blick haben, welche Außenwirkung ein zu niedriges Kapital projektziert. Potenzielle Geschäftspartner werden sich in Praxis aufgrund einer womöglich zu geringen Haftungsbeschränkung anders absichern. Und zwar indem sie mit den persönlich haftenden Gesellschaftern der UG die Gestellung von persönlichen Sicherheiten vertraglich vereinbaren.
Die Gesellschaft ist eine eigene Rechtspersönlichkeit, mit eigenen Rechten und Pflichten. Sie kann selbst klagen und aber auch als Gesellschaft verklagt werden. Als juristische Person ist die UG von den Rechten und Pflichten der Gesellschafter losgelöst. Die UG kann wie jedes andere Unternehmen auch Eigentümer von Grundstücken und Wirtschaftsgütern werden. Das Vermögen der Gesellschaft wird getrennt vom Vermögen der Gesellschafter.
Die inzwischen allgemein bekanntesten Vorteile der UG liegen in der Haftungsbeschränkung. Das private Vermögen der Gesellschafter bleibt unangetastet. Es erfolgt eine strikte Trennung zwischen Privat- und Gesellschaftsvermögen. Die Gesellschaft haftet für Verbindlichkeiten ausschließlich mit dem gesamten Gesellschaftsvermögen. Beim Gesellschafter verbleibt lediglich das Risiko zur Haftung mit seiner Einlage.
In Ausnahmefällen kann aber auch das Privatvermögen zu Haftung in Betracht kommen. Und zwar, wenn der Gesellschafter auch gleichzeitig der Geschäftsführer ist. Nachteile für den Gesellschafter liegen auch im Risiko zur persönlichen Haftung, wenn die Sorgfaltspflicht nicht eingehalten wurde, oder Verstöße gegen Gesetze erfolgten. Auch der missbräuchliche Einsatz der haftungsbeschränkten Gesellschaft an sich, kann eine persönliche Haftung der Gesellschafter herbeiführen.
Gesellschafter eine UG, bei der kein Geschäftsführer vorhanden ist, sind dazu verpflichtet einen Insolvenzantrag zu stellen, falls eine mögliche Insolvenz absehbar ist oder Insolvenzgründe vorliegen. Wird diese Verpflichtung nicht ernst genommen, kann das Fehlverhalten zu Regressforderungen gegenüber dem Gesellschafter führen.
Weiterführende Informationen sind auch zu finden bei Wikipedia.
Laut § 3 des GmbHG muss der Gesellschaftsvertrag folgende Mindestinhalte haben:
Zahl und Nennbeträge der Geschäftsanteile, die jeder einzelne Gesellschafter gegen eine Einlage auf das Stammkapital übernimmt
Dauer der Gesellschaft bzw. zeitliche Beschränkung, falls vorgesehen
Falls zutreffend: Verpflichtungen, die den Gesellschaftern auferlegt werden (zusätzlich zur Kapitaleinlage)
Da bei jeder neuen Gesellschaft verschiedene Besonderheiten, Branchenunterschiede und individuelle Absprachen aufgenommen werden, zeigen wir dir nachfolgend lediglich einige allgemeine Formulierungen. Unser Musterprotokoll ersetzt keine Rechtsberatung und kann nicht als rechtssichere Vorlage kopiert werden. Es dient lediglich als Anregung und gibt eine Übersicht über die gesetzlich vorgegebenen Mindestinhalte des GmbHG. Nachfolgende Mustersatzung ist für die UG Gründung durch nur einen Gesellschafter entworfen.
§ 1 Die Firma der Gesellschaft lautet: Mustermann Webbis Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt).
Der Sitz der Gesellschaft ist in 12345 Musterstadt.
§ 2 Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung von Konzepten für die Internetpräsenz und die Erstellung der dazugehörigen Webseiten für Unternehmen, die Beschaffung von Internet-Namen und Domains für Unternehmen, Speicherung von Webseiten auf einem Server (Web-Hosting) und Pflege von Internetseiten.
§ 3 Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 2.500,00 Euro (in Worten: zweitausendfünfhundert Euro). Davon übernimmt Max Mustermann Geschäftsanteile in Höhe von 100%. Die Einlage ist in voller Höhe und sofort auf das Geschäftskonto einzulegen.
§ 4 Die Gesellschaft wird auf unbestimmte Zeit errichtet. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das erste Geschäftsjahr beginnt mit der Eintragung der Gesellschaft im Handelsregister und endet am darauffolgenden Jahresende.
§ 5 Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen im elektronischen Bundesanzeiger bzw. Unternehmensregister.
§ 6 Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Zum Geschäftsführer wird Max Mustermann bestellt. Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Er ist befugt Rechtsgeschäfte mit sich selbst, oder mich sich als Vertreter Dritter vorzunehmen.
§ 7 Insofern nur ein Gesellschafter bestellt ist, vertritt dieser die Gesellschaft allein. Sind mehrere Gesellschafter bestellt, wird die Gesellschaft durch mehrere Gesellschafter gemeinschaftlich vertreten. Abweichend davon kann die Gesellschaft aber auch nur einem Gesellschafter die Einzelvertretungsbefugnis erteilen. Die Gesellschafterversammlung kann alle oder auch nur einzelne Gesellschafter von den Beschränkungen des § 181 BGB befreien.
§ 8 Die Gesellschaft trägt die mit der Gründung verbundenen Kosten und Steuern bis zum Betrag vom 2.500,00 Euro.
§ 9 Die Gesellschafter unterliegen keinem Wettbewerbsverbot.
§10 Im Übrigen gelten für die Gesellschaft die gesetzlichen Bestimmungen. Sollte eine der Vertragsbestimmungen nichtig sein, so wird durch die Gültigkeit der übrigen nicht berührt. Die nichtige Bestimmung ist durch Beschluss der Gesellschaft derart zu ergänzen, dass der mit der ungültigen Vorschrift beabsichtigte wirtschaftliche Zweck erfüllt wird.
Hinweis: Natürlich entstehen dir beim UG gründen Kosten für den Notar. Die Satzung kannst du allerdings mit ein wenig Nachfragen an den richtigen Stellen oder durch eigene Recherchen selber verfassen. Beim UG gründen ist in der Regel auch deine regionale Industrie- und Handelskammer ein guter Ansprechpartner.
Für Fragen zum, auf deine Firma abgeänderten, Musterprotokoll für deine UG Gründung steht sie dir bestimmt hilfreich zur Seite.
Der zu versteuernde Gewinn wird wie bei allen anderen Unternehmensformen annähernd gleich berechnet. Aber im Gegensatz zum Einzelunternehmen muss die UG eine Bilanz, statt einer vereinfachen Einnahmen-Überschuss-Rechnung, aufstellen. Hierdurch entstehen aus steuerlicher Sicht leichte Nachteile. Die Steuerberatungskosten sind für die Erstellung einer Bilanz höher, als die bloße Gewinnermittlung von Einnahmen minus Ausgaben.
Außerdem muss die Bilanz der UG im elektronischen Bundesanzeiger oder optional im Unternehmensregister veröffentlicht werden. Die jährlichen Kosten hierfür von ca. 35,00 Euro fallen zwar kaum ins Gewicht, dennoch ist die Bereitstellung im Portal des Bundesanzeigers wieder mit zusätzlichem Zeitaufwand verbunden. Übernimmt dein Steuerberater den Vorgang für die Gesellschaft gleich mit, entstehen wiederum weitere Kosten bei diesem.
Viele Gründer schätzen die finanziellen Vorteile und Haftungseinschränkungen der Unternehmergesellschaft.
Rücklagen berücksichtigen
Allerdings sind sie dann auch überrascht, wenn der Steuerberater mitteilt, dass der Gewinn aus dem ersten Jahr nicht in voller Höhe ausgeschüttet werden kann. Als Gegenleistung für die Haftungsbeschränkung sieht das Gesetz nämlich einen Einbehalt von 25 Prozent des Jahresüberschusses vor. Das bedeutet, dass du jedes Jahr vom erwirtschafteten handelsrechtlichen Jahresüberschuss 25 Prozent als Eigenkapitalrücklage beiseitelegen musst. Etwaige Verlustvorträge werden aber zuvor verrechnet.
Der verbleibende Betrag, nach Verlustverrechnung und Einstellung in die Gewinnrücklage, dürfte grundsätzlich an die Gesellschafter ausgeschüttet werden. Bei der Ausschüttung werden vom Finanzamt aber 25 Prozent Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer einbehalten. Es empfiehlt sich die Gewinne der ersten Jahre auf dem Geschäftskonto liegen zu lassen und damit zu wirtschaften.
Auch für Kreditgeber macht diese Vorgehensweise einen soliden und kompetenten Eindruck auf die junge Gesellschaft. Sobald die jährlichen Gewinnrücklagen den Betrag von 25.000,00 Euro erreicht haben, ist es zulässig die UG in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung umzuwandeln.
Welche Pflichten noch zu beachten sind
​Im Gründungsjahr sowie im Folgejahr ist die Gesellschaft verpflichtet eine monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldung beim zuständigen Finanzamt einzureichen. Die monatliche Umsatzsteuer-Zahllast wird durch die Erfassung der betrieblichen Einnahmen und Ausgaben ermittelt. Die monatliche Buchführung dient ebenfalls dazu einen Überblick über die betriebswirtschaftliche Entwicklung zu erhalten. Für die Erstellung der Buchführung kannst du eine Angestellte, z.B. eine Finanzbuchhalterin, einstellen oder einen Steuerberater beauftragen.
Zusätzlich zur handelsrechtlichen Bilanzerstellung muss auch eine Steuerbilanz angefertigt werden. Weiterhin sind beim Finanzamt eine Vielzahl von Steuererklärungen einzureichen. Bei jeder UG sind das die Umsatzsteuererklärung, Körperschaftsteuererklärung und Gewerbesteuererklärung. Diese Formulare solltest du allerdings von einem Steuerberater ausfüllen lassen, um keinen Ärger mit dem Finanzamt zu riskieren.
Neben der Veröffentlichung der Bilanz im Bundesanzeiger ist auch jede weitere Veränderung - wie z.B. die Aufnahme eines neuen oder der Austritt eines aktuellen Gesellschafters, eine Kapitalerhöhung des Stammkapitals oder Änderungen des Gesellschaftszwecks - dem Handelsregister mitzuteilen.
Der Jahresabschluss muss jährlich durch die Gesellschafterversammlung beschlossen werden. Die Beschlussfassung erfolgt formlos aber dennoch schriftlich.
Du solltest dich auch von deinem Versicherungsvertreter über die Notwendigkeit verschiedener betrieblicher Versicherungen beraten lassen.
Jede Einzelperson kann eine UG mit nur einem Gesellschafter gründen.
Kaum Einschränkungen bei der Wahl des Firmennamens.
Benötigtes Stammkapital theoretisch ab einem Euro möglich.
Keine Einschränkungen für Gewerbezweige und angebotene Dienstleistungen.
Das Privatvermögen des Gründers bleibt unangetastet.
Haftung beschränkt sich auf das Gesellschaftsvermögen der UG.
Geschäftsführergehalt mindert als Betriebsausgabe den zu versteuernden Gewinn.
Die Stammeinlage kann nicht als Sacheinlage erfolgen und ist immer sofort als Bareinlage, entweder auf das Geschäftskonto oder in die Kasse, einzuzahlen.
Verminderte Kreditwürdigkeit bei Banken, Lieferanten, Geschäftspartnern aufgrund der geringen Haftung.
Gewinnausschüttungen sind bis zum Erreichen der gesetzlichen Rücklage begrenzt.
Auf die erzielten Gewinne sind ca. 30 Prozent an Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer (zusammen) zu entrichten.
Automatische Umwandlung der UG in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung bei Erreichen der Rücklage von 25.000,00 Euro.
Alle noch offen gebliebenen Fragen beantworte ich dir gern im persönlichen gratis-Beratungsgespräch. Ebenfalls empfehle ich dir unseren großen IT-Startup Guide. Hier erfährst du alles zum Aufbau deines IT-Startups.
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die UG - Unternehmergesellschaft (Haftungsbeschränkt) hervorragend für angehende Gründungen mit wenig Kapital geeignet ist, die trotzdem alle Vorteile einer Kapitalgesellschaft benötigen. Der finanzielle Ruin ist durch die Haftungsbeschränkung eingeschränkt. Allerdings ist zu beachten, dass im Haftungsfall ggf. Kapital bis zur Deckelung der Haftungssumme nachgezahlt werden muss. Für einen Neuling in der Welt der Kapitalgesellschaften mit geringer Liquidität ist die Gründung einer UG eine gute Alternative zum Start. Mit diesen Informationen steht nunmehr dem Traum von der Selbstständigkeit nichts mehr im Weg.
Da ich kein Anwalt, Notar oder Rechtsberater bin, ist diese Information auch nicht als Rechtsberatung sondern lediglich meine Sicht zu verstehen. Hast du hierzu Fragen, lasse dich in jedem Fall von einem Notar, Steuerberater oder Rechtsanwalt fachlich beraten.
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