Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=15%20Verg%206/10
Timestamp: 2019-08-21 01:56:37
Document Index: 250827337

Matched Legal Cases: ['§ 97', '§ 97', '§ 101', '§ 3', '§ 3', '§ 8', '§ 8', '§ 30', '§ 97']

OLG Karlsruhe, 21.07.2010 - 15 Verg 6/10 - dejure.org
https://dejure.org/2010,1841
OLG Karlsruhe, 21.07.2010 - 15 Verg 6/10 (https://dejure.org/2010,1841)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 21.07.2010 - 15 Verg 6/10 (https://dejure.org/2010,1841)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 21. Juli 2010 - 15 Verg 6/10 (https://dejure.org/2010,1841)
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Vergabenachprüfungsverfahren: Zulässigkeit eines Verhandlungsverfahrens und Anforderungen an die Darlegung der Monopolstellung des beauftragten Unternehmens im Vergabevermerk sowie Heilbarkeit und Rechtsfolgen von Dokumentationsmängeln
§ 97 Abs 1 GWB, § 97 Abs 7 GWB, § 101b GWB, § 3a Nr 2 Buchst c VOL A 2006, § 3a Nr 3 VOL A 2006, § 8 Nr 3 Abs 4 VOL A 2006, § 8 Nr 4 VOL A 2006, § 30 Nr 1 VOL A 2006
Lieferung einer Patientenüberwachungsanlage
Verhandlungsverfahren stets unzulässig?
Zum Verhandlungsverfahren bei technischen Besonderheiten
Erhöhte Dokumentationsanforderungen an Beschaffungsziel und Vergabevermerk! (IBR 2010, 646)
Verhandlungsverfahren stets unzulässig? (IBR 2010, 581)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des OLG Karlsruhe vom 21.07.2010, Az.: 15 Verg 6/10 (Direktvergabe; Kausalität; Heilung von Dokumentationsmängeln; Wiederholung des Verfahrens; Feststellung der Unwirksamkeit; Kenntnis vom Vertragsschluss)" von RA Dr. Alexander Hübner, original erschienen in: VergabeR 2011, 93 - 96.
BauR 2011, 307
VergabeR 2011, 87
Nichts anderes ergibt sich, worauf die Vergabekammer zu Recht hingewiesen hat, aus der Senatsentscheidung vom 21.07.2010 - 15 Verg 6/10 - (juris).
Maßgeblich für die Überprüfung der Festlegung des Beschaffungsbedarfs und der diesbezüglichen konkreten Anforderungen ist grundsätzlich der Vergabevermerk; aus diesem muss sich die sachliche Rechtfertigung für die aufgestellten Anforderungen, müssen sich also sachliche Gründe für die Beschaffungsentscheidung ergeben (vgl. OLG Karlsruhe, Beschluss vom 21.07.2010 - 15 Verg 6/10 - juris).
Die Antragstellerin macht auf die Rechtsprechung der VK Arnsberg (B. vom 21.7.2010 - Az: 15 Verg 6/10) zur alten Rechtslage aufmerksam, wonach für eine Direktvergabe allein wirtschaftliche oder praktische Besonderheiten nicht ausreichten.
(OLG Karlsruhe, B. vom 21.7.2010, 15 Verg 6/10; VK Südbayern, 24.7.2014, Z3-3-3194-122-05/14).
Darin ist eine Verletzung des Transparenzgrundsatzes zu sehen, die dazu führen muss, dass das Verfahren ab dem Zeitpunkt der unzureichenden Dokumentation zu wiederholen ist (vgl. OLG Karlsruhe vom 21.07.2010, Az.: 15 Verg 6/10; OLG Düsseldorf vom 17.03.2004, Az.: Verg 1/04, zitiert nach Juris).
Die im Vergabevermerk enthaltenen Angaben und die in ihm mitgeteilten Gründe für getroffene Entscheidungen müssen so detailliert sein, dass sie von einem mit der Sachlage des jeweiligen Vergabeverfahrens Vertrauten nachvollzogen werden können (vgl. OLG Karlsruhe vom 21.07.2010, Az.: 15 Verg 6/10; OLG Düsseldorf vom 17.3.2004, Az: Verg 1/04; BayObLG vom 1.10.2001 Az.: Verg 6/01; OLG Bremen vom 14.4.2005, Az.: Verg 1/05; OLG Naumburg vom 17.2.2004, Az.: 1 Verg 15/03, jeweils zitiert nach Juris).
Um Transparenz zu gewährleisten und Manipulationsmöglichkeiten weitestmöglichst auszuschließen, kommt eine Heilung von Dokumentationsmängeln daher grundsätzlich nicht in Betracht (vgl. OLG Karlsruhe vom 21.07.2010 Az.: 15 Verg 6/10; OLG Düsseldorf vom 17.03.2004, Az.: Verg 1/04, zitiert nach Juris).
(OLG Karlsruhe, B. vom 21.7.2010, 15 Verg 6/10; VK Südbayern, 24.7.2014, Z3-3-3194-1-22-05/14).
Die Möglichkeit einer Manipulation des Wertungsvorgangs ist in solchen Fällen immer gegeben und verstößt damit gegen das Gebot eines transparenten Vergabeverfahrens (Senatsbeschluss vom 21.07.2010, 15 Verg 6/10, a. a. O.;… Weyand, a. a. O., § 97 GWB, Randnr. 354).
Nichts anderes ergibt sich, worauf die Vergabekammer zu Recht hingewiesen hat, aus der Senatsentscheidung vom 21.07.2010 - 15 Verg 6/10).
Maßgeblich für die Überprüfung der Festlegung des Beschaffungsbedarfs und der diesbezüglichen konkreten Anforderungen ist grundsätzlich nach der Rechtsprechung des OLG Karlsruhe der Vergabevermerk; aus diesem muss sich die sachliche Rechtfertigung für die aufgestellten Anforderungen, müssen sich also sachliche Gründe für die Beschaffungsentscheidung ergeben (vgl. OLG Karlsruhe, Beschluss vom 21.07.2010 - 15 Verg 6/10).
Das Vergabeverfahren steile kein Verfahren zum Erlass eines Verwaltungsaktes dar, dessen Begründungsmängel nachträglich behoben werden könne (vgl. OLG Frankfurt, Beschl. vom 28.11.2006, 11 Verg 4/06, NZBau 2007, 804; OLG Karlsruhe, Beschl. vom 21.07.2010, 15 Verg 6/10, VergabeR 2011.87; bei massiven Dokumentationsmängeln OLG Jena, Beschl. vom 09.09.2010, 9 Verg 4/10, VergabeR 2011, 96).
den öffentlichen Auftraggeber am Inhalt seines Vergabevermerks festzuhalten und Ihm den Einwand zu verwehren, tatsächlich beruhe die Zuschlagsentscheidung auf anderen oder - wie hier - zusätzlichen als den dokumentierten Erwägungen (OLG Düsseldorf. Beschl. vom 14.08.2003, Verg 46/03, VergabeR 2004, 114; OLG Karlsruhe, Beschl. vom 21.07.2010, 15 Verg 6/10, VergabeR 2011, 87; im Ergebnis ebenso OLG München, Beschl. vom 21.08.2008, Verg 13/08. VergabeR 2009, 65).
VK Baden-Württemberg, 16.08.2010 - 1 VK 39/10
Vergabenachprüfungsverfahren: Rüge in mündlicher Form; Anforderungen an die …
OLG Karlsruhe, 20.12.2013 - 15 Verg 6/13
Vergabenachprüfungsverfahren: Direktvergabe von Rabattverträgen durch eine …
VK Baden-Württemberg, 08.08.2013 - 1 VK 20/13
Vergabenachprüfungsverfahren: Vergabe eines Arzneimittel-Rabattvertrags ohne …
VK Sachsen-Anhalt, 30.09.2013 - 2 VK LSA 3/13
- Nachprüfungsantrag ist überwiegend zulässig und teilweise begründet - …
OLG Karlsruhe, 12.01.2013 - 15 Verg 6/13
Vergabenachprüfungsverfahren: Vergabe eines Arzneimittel-Rabattvertrags im …
OLG Karlsruhe, 20.12.2013 - 15 Verg 7/13
Arneimittelreimport möglich: Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb …
OLG Karlsruhe, 20.12.2013 - 15 Verg 8/13
VK Baden-Württemberg, 08.08.2013 - 1 VK 22/13
Rabattvertrag mit Lieferpflicht und Patientenbetreuungsprogramm ist zulässig!
VK Baden-Württemberg, 08.08.2013 - 1 VK 21/13