Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=22.06.2010&Aktenzeichen=VI%20ZR%20212/09
Timestamp: 2013-05-23 12:56:40
Document Index: 366332781

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung BGH, 22.06.2010 - VI ZR 212/09 Volltextver�ffentlichungen (8)
BGB � 823 Abs. 2; WpHG � 34a Abs. 1 Satz 1 (in der Fassung vom 1. Juli 2002)
Keine Haftung einer kontof�hrenden Bank f�r den Versto� des Kontoinhabers (Wertpapierdienstleistungsunternehmen) gegen das WpHG
Geltung des � 34a Abs. 1 S. 1 Wertpapierhandelsgesetz ( WpHG ) als Schutzgesetz i.S.d. � 823 Abs. 2 BGB
Deliktsrecht - � 34a Abs. 1 Satz 1 WpHG ist kein Schutzgesetz
� 34a Abs. 1 Satz 1 WpHG �ber die getrennte Verwahrung von Kundengeldern bei Wertpapierdienstleistungsunternehmen kein Schutzgesetz ("Phoenix")
WpHG � 34a Abs. 1 Satz 1; BGB � 823 Abs. 2� 34a Abs. 1 Satz 1 WpHG �ber die getrennte Verwahrung von Kundengeldern bei Wertpapierdienstleistungsunternehmen kein Schutzgesetz ("Phoenix")
Bank haftet Anleger nicht f�r Omnibuskonto eines Wertpapierdienstleistungsunternehmens ohne Erlaubnis f�r Einlagekreditgesch�fte
Kurznachricht zu "Keine St�rkung des Anlegerschutzes bei der Verwahrung von Kundengeldern durch Wertpapierdienstleistungsunternehmen" von RA Dr. Manuel Nodoushani, LL.M., original erschienen in: NZG 2010, 1133 - 1135.
BGHZ 186, 58
NJW 2010, 3651
ZIP 2010, 1433
VersR 2010, 1234
WM 2010, 1393
DB 2010, 1633
Wird zitiert von ... (10) BGH, 13.12.2011 - XI ZR 51/10 Kapitalanlage - � 20a WpHG kein Schutzgesetz im Sinne des � 823 II …Deshalb reicht es nicht aus, dass der Individualschutz durch Befolgung der Norm als ihr Reflex objektiv erreicht werden kann; er muss vielmehr im Aufgabenbereich der Norm liegen (vgl. BGH, Urteile vom 18. November 2003 - VI ZR 385/02, NJW 2004, 356, 357 und vom 22. Juni 2010 - VI ZR 212/09, BGHZ 186, 58 Rn. 26, jeweils mwN).Zudem muss die Schaffung eines individuellen Schadensersatzanspruchs sinnvoll und im Lichte des haftungsrechtlichen Gesamtsystems tragbar erscheinen, wobei in umfassender W�rdigung des gesamten Regelungszusammenhangs, in den die Norm gestellt ist, gepr�ft werden muss, ob es in der Tendenz des Gesetzgebers liegen konnte, an die Verletzung des gesch�tzten Interesses die deliktische Einstandspflicht des dagegen Versto�enden mit allen damit zugunsten des Gesch�digten gegebenen Beweiserleichterungen zu kn�pfen (BGH, Urteil vom 22. Juni 2010 - VI ZR 212/09, BGHZ 186, 58 Rn. 26, 29 zu � 34a Abs. 1 Satz 1 WpHG und Senatsurteil vom 19. Februar 2008 - XI ZR 170/07, BGHZ 175, 276 Rn. 18 mwN zu � 32 Abs. 2 Nr. 1 WpHG).Es bedarf daher einer konkreten Einzelnormbetrachtung (BGH, Urteil vom 22. Juni 2010 - VI ZR 212/09, BGHZ 186, 58 Rn. 27).Ber�cksichtigt man ferner, dass seit Einf�hrung der �� 37b, 37c WpHG autonome Anspruchsgrundlagen in F�llen der Verletzung von Ver�ffentlichungspflichten existieren, die gezielt nur f�r den Bereich der Ad-hoc-Mitteilungen geschaffen wurden, kann auch nicht mehr argumentiert werden, der gesetzgeberisch mitbeabsichtigte Anlegerschutz lasse sich effektiv nur durch eine (weitere) deliktische Haftung verwirklichen (zu diesem Kriterium als Voraussetzung f�r die Anerkennung einer Norm als Schutzgesetz i.S.v. � 823 Abs. 2 BGB: BGH, Urteil vom 22. Juni 2010 - VI ZR 212/09, BGHZ 186, 58 Rn. 29).
LG D�sseldorf, 12.07.2011 - 10 O 383/10 Wie der Bundegerichtshof mit Urteil vom 06.05.2008 (XI ZR 56/08, BGHZ 176, 281; best�tigt etwa in BGH, Urteil vom 22.06.2010 (VI ZR 212/09)) entscheiden hat, entfalten die Vertragsverh�ltnisse zwischen den beteiligten Banken im bargeldlosen Zahlungsverkehr keine Schutzwirkung zugunsten des Kunden.1 GWG keinen drittsch�tzenden Charakter haben (vgl. BGH, Urteil vom 22.06.2010, VI ZR 212/09 zu � 34a WpHG; BGH, Urteil vom 06.05.2008, XI ZR 56/07 zu den Vorschriften des GWG), scheitert eine Haftung der Beklagten zu 3) hier jedenfalls am mangelnden Verschulden, f�r das sich weder aus dem Vortrag der Kl�gerin noch sonst Anhaltspunkte ergeben.
OLG Brandenburg, 24.04.2012 - 6 W 149/11 Vergabe - Grundst�cksverkauf als Unterschwellenwertvergabeverfahren?Dies ist zu entscheiden durch umfassende W�rdigung des gesamten Regelungszusammenhangs der Norm (…Palandt, a.a.O., � 823 Rn 57; BGH, NJW 2008, 1734; WM 2010, 1393).
KG, 25.01.2011 - 9 U 148/10 Zu Anspr�chen nach dem Einlagensicherungs- und Anlegerentsch�digungsgesetzDie Rechtsfrage, ob Anleger der P. GmbH wie die Kl�ger, deren Gelder auf Sammeltreuhandkonten verwahrt wurden, im Insolvenzfall durch ein eigenes Aussonderungsrecht nach � 47 InsO gesch�tzt werden, ist h�chstrichterlich auch noch nicht gekl�rt (OLG Frankfurt, ZIP 2010, 437 ff; nicht rechtskr�ftig, Revision BGH, IX ZR 49/10; vgl. Hinweis des BGH, Urteil v. 22.06.2010, VI ZR 212/09, WM 2010, 1393, juris, Tz. 30).
KG, 25.01.2011 - 9 U 117/10 Inanspruchnahme der Einlagensicherung in der Insolvenz des …Die Rechtsfrage, ob Anleger der P. GmbH wie die Kl�gerin, deren Gelder auf Sammeltreuhandkonten verwahrt wurden, im Insolvenzfall durch ein eigenes Aussonderungsrecht nach � 47 InsO gesch�tzt werden, ist h�chstrichterlich noch nicht gekl�rt (OLG Frankfurt, ZIP 2010, 437 ff; nicht rechtskr�ftig, Revision BGH, IX ZR 49/10; vgl. Hinweis des BGH, Urteil v. 22.06.2010, VI ZR 212/09, WM 2010, 1393, juris, Tz. 30).
KG, 25.01.2011 - 9 U 35/10 Inanspruchnahme der Einlagensicherung in der Insolvenz des …Die Rechtsfrage, ob Anleger der P. GmbH wie der Kl�ger, deren Gelder auf Sammeltreuhandkonten verwahrt wurden, im Insolvenzfall durch eine eigenes Aussonderungsrecht nach � 47 InsO gesch�tzt werden, ist h�chstrichterlich auch noch nicht gekl�rt (OLG Frankfurt, ZIP 2010, 437 ff; nicht rechtskr�ftig, Revision BGH, IX ZR 49/10; vgl. Hinweis des BGH, Urteil v. 22.06.2010, VI ZR 212/09, WM 2010, 1393, juris, Tz. 30).
KG, 25.01.2011 - 9 U 140/10 Inanspruchnahme der Einlagensicherung in der Insolvenz des …Die Rechtsfrage, ob Anleger der P. GmbH wie die Kl�ger, deren Gelder auf Sammeltreuhandkonten verwahrt wurden, im Insolvenzfall durch ein eigenes Aussonderungsrecht nach � 47 InsO gesch�tzt werden, ist h�chstrichterlich auch noch nicht gekl�rt (OLG Frankfurt, ZIP 2010, 437 ff; nicht rechtskr�ftig, Revision BGH, IX ZR 49/10; vgl. Hinweis des BGH, Urteil v. 22.06.2010, VI ZR 212/09, WM 2010, 1393, juris Tz. 30).
LG K�ln, 04.02.2011 - 82 O 30/09 Schutzgesetzcharakter i.S. des � 823 Abs. 2 BGB k�nnen die �� 35 ff. Wp�G nur haben, soweit sie nicht lediglich aufsichtsrechtlicher Natur sind, sondern ihnen auch anlegersch�tzende Funktion zukommt (BGH, Urteil vom 22.6. 2010 - VI ZR 212/09, NZG 2010, 1071 Rn 26 mwN.).
OLG Frankfurt, 01.03.2012 - 16 U 152/11 Aussonderungsrecht des Treugebers an dem Guthaben eines Treuhandkontosb) Ohne Erfolg r�gt der Kl�ger im Weiteren, dass der 9. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs von den Entscheidungen des 11. Zivilsenats vom 23. November 2010 (XI ZR 26/10 = BGHZ 187, 327, zitiert nach juris) und des 6. Zivilsenats vom 22. Juni 2010 (VI ZR 212/09 = BGHZ 186, 58, zitiert nach juris) abgewichen sei.
KG, 30.03.2012 - 9 U 115/11 Umfang des Schadensersatzes wegen fehlerhafter Anlageberatung; Verzinsung des …Die Rechtsfrage, ob Anleger der P... GmbH, wie die Kl�ger, deren Gelder auf Sammeltreuhandkonten verwahrt worden sind, im Insolvenzfall durch ein eigenes Aussonderungsrecht nach � 47 InsO gesch�tzt werden, war bis zur Entscheidung des BGH vom 10. Februar 2011 (WM 2011, 798) h�chstrichterlich noch nicht gekl�rt (vgl. BGH WM 2010, 1393, juris, Tz. 30).