Source: http://queenstarget.de/zucht/zuchtordnung-ab-1-01-2019/
Timestamp: 2019-07-17 05:19:02
Document Index: 269646904

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 10', '§ 11', '§ 13', '§ 2', '§ 3', '§ 11', '§ 7', '§ 11', '§ 8', '§ 278', '§12']

Queens Target - Zuchtordnung ab 1.01.2019
Papiere! Wozu?
Zuchtordnung ab 1.01.2019
Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V. (PSK-ZO)
§ 2 Die Zucht im Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V.
§ 10 Welpenaufzucht
§ 11 Zuchtmiete / Ammenaufzucht
§ 13 Gültigkeit und Inkrafttreten
Der Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e. V. (PSK) ist der allein anerkannte Rassehundezuchtver- ein für die Rassen Riesenschnauzer, Schnauzer, Zwergschnauzer, Deutscher Pinscher, Zwerg- pinscher und Affenpinscher in ihren Farbvarietäten im Verband für das Deutsche Hundewesen
e. V. (VDH) und Herausgeber und Eigentümer des Zuchtbuches, das von allen führenden kyno- logischen Organisationen des In- und Auslandes als gültig und maßgebend anerkannt wird. Deutschland ist standardgebendes Land. Diese Ordnung dient der Förderung der planmäßigen Reinzucht der vom PSK vertretenen Rassen hinsichtlich ihres äußeren Erscheinungsbildes und rassetypischen Wesens und ihrer Gesundheit sowie der Erhaltung und Förderung ihrer Ge- brauchseigenschaften.
Die PSK Zuchtordnung legt die Anforderung für die Zucht von Hunden unter Beachtung des Tierschutzgesetzes sowie den Regelungen der FCI und des VDH fest, die für alle Züch- ter des PSK verbindlich sind.
Zu dieser Zuchtordnung können Durchführungsbestimmungen erlassen werden. Sie werden durch den PSK Vorstand und eventuell bestehender Fachgremien festgelegt und/oder geän- dert und treten durch Bekanntgabe in der PuS in Kraft. Alle Änderungen der Zuchtordnung oder Durchführungsbestimmungen bedürfen der Genehmigung der nächstfolgenden Mit- gliederversammlung.
Jedes an der Zucht beteiligte Mitglied ist verpflichtet, sich über Inhalt und etwaige Ände- rungen der Zuchtordnung selbständig zu unterrichten. Der Züchter ist verpflichtet, sich re- gelmäßig (wenigstens 1 x in 2 Jahren) durch Teilnahme an den Tagungen des PSK und/ o- der des VDH weiterzubilden.
Die Ausübung von Rechten und Pflichten nach diesen Bestimmungen setzt die Mitglied- schaft im PSK voraus.
Dem Hauptzuchtbeauftragten stehen als beratende Gremien Rassebetreuer zur Verfügung.
§ 2 Die Zucht im PSK
ist für die Zuchtlenkung, Zuchtberatung und Zuchtkontrolle sowie Führung des Zucht- buches/Register der betreuten Rassen verantwortlich.
ist nach der VDH-Satzung zur Angleichung dieses Regelwerkes verpflichtet.
trägt dafür Sorge, dass kommerziellen Hundehändlern und -züchtern der Zugang zum Zuchtbuch verwehrt bleibt.
ist für die geeignete Ausbildung, die Ernennung, die Fortbildung und den Einsatz der Zuchtwarte verantwortlich.
Näheres regelt die Durchführungsbestimmung für Zuchtwarte.
ist für die Überprüfung der Sachkunde und Fortbildung ihrer Züchter, der Eignung der Zuchtstätten und für die Kontrolle der bedarfsgerechten Haltung und Aufzucht der Hunde verantwortlich.
ist für die ordnungsgemäße Abwicklung des Verfahrens zum Zwingernamensschutz verantwortlich.
Rechtswirksam gegen einen Züchter ausgesprochene befristete oder dauerhafte Zuchtbuchsper- ren oder Vereinsausschlüsse aus zuchtrelevanten Gründen werden der VDH-Geschäftsstelle mitgeteilt.
§ 3 Zuchtbuch und Register Zuchtbuch
Das Zuchtbuch dokumentiert die Abstammung der Hunde. Es werden nur Hunde eingetra- gen, die unter PSK-/VDH-/FCI- Kontrolle gezüchtet wurden und für die mindestens drei aufeinander folgende Vorfahren-Generationen in VDH-/FCI-anerkannten Zuchtbüchern lückenlos nachgewiesen werden können.
Ahnentafeln stellen Auszüge aus dem Zuchtbuch dar und werden mit mindestens drei Generationen aufgeführt.
Der PSK ist verpflichtet ein Register zu führen.
In das Register können Hunde ohne Ahnentafeln oder mit einer vom VDH-/FCI-nicht an- erkannten Ahnentafel nach einer Phänotyp-Begutachtung mit positivem Ergebnis durch einen Spezial-Zuchtrichter des PSK eingetragen werden.
Weiterhin werden in das Register Hunde eingetragen, die von im Register bereits einge- tragenen Hunden abstammen. Nachkommen von Hunden, deren Daten in den letzten drei aufeinander folgenden Generationen lückenlos im Register geführt wurden, können ab der nächst folgenden Generation in das Zuchtbuch übernommen werden.
Eine Zucht mit Registerhunden bedarf der Zustimmung durch den Hauptzuchtbeauftragten.
Der PSK verpflichtet sich, das Zuchtbuch nebst Register dem VDH und den Mitgliedern jährlich bis zum 1. Juli des Folgejahres vorzulegen.
Näheres zur Führung des Zuchtbuches und Registers ist in den Durchführungsbestimmungen Zuchtbuch/Registerführung geregelt.
die Zuchtbasis einer Rasse möglichst breit zu erhalten,
die Vitalität (Gesundheit / Alter) zu fördern,
Zur Bekämpfung erblicher Defekte ist ein Vorgehen nach der Vorgabe des VDH-Phasen- programmes erforderlich.
Näheres regeln die Durchführungsbestimmungen Zuchtprogramme / Zuchtstrategien.
Paarungen von Verwandten 1. Grades - Inzest (Eltern x Kinder/Vollgeschwister unter- einander) sind nicht erlaubt. Halbgeschwisterpaarungen bedürfen der Zustimmung des Hauptzuchtbeauftragten.
Bei überproportionalem Einsatz einzelner Deckrüden kann der Vorstand eine Begrenzung der Deckakte aussprechen. Der jeweilige Rassebetreuer wird in die Entscheidung mit einbezogen.
Zuchtempfehlungen für bestimmte Zuchttiere werden nicht ausgesprochen.
Eine Erlaubnis zur künstlichen Besamung, verbunden mit deren Verfahrensweise kann nur durch den Hauptzuchtbeauftragten erteilt werden. Die künstliche Besamung darf nur durchgeführt werden, wenn der Rüde nachweislich bereits auf natürliche Art gedeckt hat. Die Hündinnen müssen mindestens einmal auf natürlichem Wege belegt worden sein und geworfen haben.
Die Ammenaufzucht ist unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt und wird in § 11 geregelt.
Zuchtverantwortliche dürfen nicht in eigener Sache entscheiden und sich selbst Genehmigungen erteilen.
Für die Zuchtzulassung eines Hundes gelten folgende Mindestanforderungen:
die festgelegten Mindestvoraussetzungen für die Gesundheit
eine Verhaltensbeurteilung sowie
eine Phänotyp-Beurteilung/Formwert-Beurteilung
Alle Anforderungen müssen erfüllt sein, damit der Hund zur Zucht zugelassen werden kann. Dem Hundehalter ist die Zuchtzulassung zu bescheinigen.
Die Zuchtzulassung eines Hundes ist insbesondere zu widerrufen, wenn bei den Nach- kommen eine für die Rasse besondere Häufung erblicher Defekte nachgewiesen werden kann oder der Hund selbst zuchtrelevante Krankheiten oder Aggressivität aufweist.
Das gilt auch, wenn Manipulationen oder Eingriffe bekannt werden, die geeignet sind einen angeborenen Defekt oder eine Krankheit zu verschleiern oder zu beheben.
Die zur Zucht zugelassenen Hunde werden in einer Liste geführt. Diese wird den Mit- gliedern zur Verfügung gestellt.
Näheres ist in der Durchführungsbestimmung „Zuchtzulassung“ geregelt.
Das Mindestzuchtalter für Rüden und Hündinnen - maßgebend ist der Decktag - beträgt für Riesenschnauzer 18 Monate und für alle anderen Rassen 15 Monate.
Hündinnen dürfen kalenderjährlich nur einen Wurf haben, maßgebend ist der Wurftag. Bei sehr starken Würfen, die die Kondition der Hündin außergewöhnlich belasten, kann auf Vorschlag des Zuchtwartes nach Rücksprache mit dem Landesgruppenzuchtbeauftragten eine Zuchtpause von mehr als 12 Monaten ab dem letzten Wurftag angeordnet werden. Die Dauer der Zuchtpause wird von der Zuchtbuchstelle auf der Ahnentafel vermerkt.
Hündinnen dürfen nach Vollendung des achten Lebensjahres nicht mehr belegt werden. Die Zuchtverwendung einer Hündin über die Vollendung des 8. Lebensjahres hinaus kann vom Hauptzuchtbeauftragten genehmigt werden. Der Antrag ist schriftlich zu begründen. Die Genehmigung muss vor dem Belegen der Hündin vorliegen.
Für Rüden ist kein Höchstzuchtalter festgelegt.
Für eine ausländische Zuchthündin muss spätestens bei der Wurfeintragung neben der (FCI-) Originalahnentafel eine PSK-Ahnentafel ausgestellt werden. Diese werden mit- einander verbunden. Spätere Eintragungen dürfen nur auf der PSK-Ahnentafel vorgenommen werden.
Für aus dem Ausland importierte Zuchtrüden müssen ebenfalls PSK-Ahnentafeln ausgestellt werden. Deckrüden, die im Ausland stehen, und die die Zuchtbestimmungen des PSK nicht erfüllen, müssen die Zuchtvoraussetzungen des jeweiligen Heimatlandes erfüllen. Ausländische Deckrüden müssen, soweit auch innerhalb des PSK erforderlich, auf HD bzw. erbliche Augenerkrankungen untersucht worden sein. Ausländische HD-Bewertungen von ausländischen Deckrüden werden anerkannt. Werden ausländische Rüden in Deutschland geröntgt und vom Gutachter des PSK ausgewertet, so ist dieses Ergebnis maßgebend.
Für alle Verpaarungen mit Decktag ab dem 01.01.2019 muss für die Zuchtpartner sowie für die daraus hervorgehenden Welpen ein DNA-Profil nach ISAG 2006 erstellt und dem PSK zwecks Überprüfung der Abstammung zur Verfügung gestellt werden. Näheres hierzu regelt die Durchführungsbestimmung zur Erstellung eines DNA-Profils.
Die Übergangsfrist gemäß DFB 6.) für ausländische Deckrüden findet Anwendung vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 und erlischt nach dem Enddatum.
8. Vor jedem Zuchteinsatz ist für Hunde der PSK-Rassen eine gültige AU (Augenuntersuchung) nachzuweisen, welche von DOK, ECVO oder Fachtierärzten für Augenkrankheiten durchzuführen sind.
Die Gültigkeitsdauer der Augenuntersuchung beträgt bei als frei befundeten Hunden 12 Monate.
Die Augenuntersuchung muss jeweils die Identitätskontrolle des Hundes durch den Tierarzt beinhalten.
9. Ab dem 01.01.2019 muss für alle Zwergschnauzer ein DNA-Test auf PRA B und MAC vor Zuchteinsatz vorgelegt werden.
Für beide DNA-Tests gilt folgendes Schema entsprechend der Vererbungslehre:
Eine Verpaarung ist nur erlaubt zwischen frei x frei und frei x Träger
Für ausländische Deckrüden gilt eine Übergangsfrist bis zum 01.01.2020.
Beide DNA-Tests werden nur anerkannt, wenn bei Probenentnahme eine Identitätskontrolle durch den Tierarzt stattgefunden hat.
Vor dem 01.01.2019 durchgeführte Tests und deren Ergebnisse, die dem PSK bereits vorliegen oder vorgelegt werden, werden anerkannt.
§ 7 Züchter / Deckrüdenhalter Züchter:
Voraussetzung für die Genehmigung einer Zuchtstätte und die Erteilung der Zuchterlaubnis ist:
die Sachkunde des Bewerbers
die überprüfte Eignung der Zuchtstätte und
die Erteilung eines Zwingernamensschutzes
Der Züchter ist verpflichtet, alle gezüchteten Welpen der Pinscher- und Schnauzer-Rassen in das Zuchtbuch des PSK eintragen zu lassen. Zwischenwürfe ohne Papiere oder deren Eintragung in Zuchtbücher anderer Vereine sind unzulässig. Werden in demselben Haushalt auch noch andere Hunderassen gezüchtet, so müssen auch diese in vom VDH anerkannte Zuchtbücher eingetragen werden.
Ist ein Mitglied Züchter in einem weiteren Rassehundezuchtverein, so hat er bei der Beantragung des Zwingernamensschutzes den bereits geschützten Zwingernamen anzugeben und unter diesem im PSK zu züchten.
Die Voraussetzungen für das Mieten einer Zuchthündin werden in § 11 erläutert.
Jeder Züchter ist verpflichtet, vollzogene Deckakte sowie gefallene Würfe jeweils unverzüglich dem OG-Zuchtwart, dem LG-Zuchtwart und der PSK Zuchtbuchstelle zu melden. Sie sind verpflichtet, den beauftragten Zuchtwarten die Kontrolle des Wurfes, der Mutterhündin, der Aufzuchtbedingungen des Wurfes und der Gesamtsituation in der Zucht- stätte zu ermöglichen.
Jeder Züchter ist verpflichtet, ein Zwingerbuch zu führen, in dem er alle zuchtrelevanten Daten dokumentiert. Das Zwingerbuch des VDH dient als beispielhaft.
Sind mehrere Personen Eigentümer einer Hündin, ohne das für diese eine Zuchtgemein- schaft besteht, so kann nur eine vor der jeweiligen Zuchtmaßnahme benannte Person das Zuchtrecht ausüben.
Für Züchter, die eine rechtswirksame befristete oder unbefristete Zuchtbuchsperre erhalten haben, ist das Zuchtbuch/Register des PSK gesperrt. Näheres zu Zuchtgemeinschaften wird
in der Durchführungsbestimmung zum „Zwingernamensschutz“ geregelt.
Jeder Rüdenhalter ist verpflichtet über alle Deckakte seiner Rüden Buch zu führen.
Deckakte mit ausländischen Hündinnen sind dem PSK vom Rüdenbesitzer anzuzeigen.
Beim einmaligen Leerbleiben der Hündin hat der Hündinnen-Besitzer mit derselben Hündin bei demselben Deckrüden (unveränderte Eigentumsverhältnisse vorausgesetzt ) einen Anspruch auf einen unentgeltlichen Deckakt
§ 8 Zuchtwarte/Wurfabnahme Zuchtwarte
Für die Abwicklung eines Wurfes ist grundsätzlich die Zuchtbuchstelle des Pinscher- Schnauzer-Klubs 1895 e.V. zuständig.
Zuchtwarte sind für die Beratung der Züchter, die Eignung/Kontrolle der Zuchtstätten und die Überwachung des Zuchtgeschehens verantwortlich. Sie haben die Vorschriften der FCI, des VDH und des PSK zu beachten und bei den Züchtern auf deren Einhaltung zu achten.
Näheres regeln die Durchführungsbestimmungen für „Zuchtwarte“.
Jeder Wurf muss in der Zuchtstätte des Züchters mindestens zweimal vom selben Zuchtwart besichtigt werden, wobei die Erstbesichtigung innerhalb der ersten Lebenswoche zu erfolgen hat. Werden Welpen zu einer Amme verbracht, die sich nicht im Züchterhaushalt befindet, müssen diese am Aufzuchtort ggf. zusätzlich besichtigt werden.
Die endgültige Abnahme durch den Zuchtwart erfolgt zwischen der vollendeten achten und der vollendeten zwölften Lebenswoche. Die Welpen müssen zur Endabnahme entwurmt, geimpft und gechipt sein; die vollständig ausgefüllten Impfpässe sind vorzulegen.
Sollten diese Voraussetzungen nicht vorliegen, darf eine Endabnahme nicht stattfinden.
Bei der Endabnahme prüft der Zuchtwart:
die Einhaltung der Zuchtordnung insgesamt
die Identität der Mutterhündin
die vom Tierarzt eingesetzten Mikrochips
und begutachtet die Welpen u. a. auf das Vorhandensein von in diesem Alter erkenn- baren Fehlern, hier insbesondere Fehlfarben, Scheckzeichnungen, weiße Brustflecken, Zahnfehler, Kieferfehlstellungen sowie Lage der Hoden, Rutenfehler und sonstige Auffälligkeiten und trägt seine Feststellungen hierzu in das Wurfabnahmeprotokoll zu den einzelnen Hunden ein.
Der Zuchtwart hat sonstige Auffälligkeiten im Zuchtwartbericht festzuhalten und diesen unter Angabe seiner Mitgliedsnummer zu unterzeichnen.
Versuchszüchtungen sind:
die Kreuzung von Rassen
Die Kreuzung von Rassen bedarf der Zustimmung des PSK-Vorstandes und kann ge- nehmigt werden, um schwere Gesundheits- oder Wesensprobleme der Rasse zu behe- ben. Sie steht unter der Kontrolle des VDH. Die Genehmigung kann mit Auflagen ver- bunden werden.
die Kreuzung von Rassevarietäten.
Die Kreuzung von Rassevarietäten bedarf der Zustimmung des PSK-Vorstandes und er- folgt nur im Einvernehmen des PSK mit dem VDH und der wissenschaftlichen Zucht- kommission der FCI.
Die Paarung von Farbvarianten ist bei Zwergpinschern und Deutschen Pinschern zulässig. Nicht zulässig ist die Verpaarung von Deutschen Pinschern, wenn sie durch freiwilligen Gentest oder bereits gefallene braune Nachkommen nachweislich Anlageträger der
nicht standardgerechten Farbe Braun sind. Anmerkung:
Dies bedeutet nicht, dass Anlageträger von der Zucht ausgeschlossen werden! Nur dürfen 2 Anlageträger nicht miteinander verpaart werden, was beinhaltet, dass ein Anlageträger nur mit einem Zuchtpartner verpaart werden darf, der einen entsprechenden DNA Test für die Farbe Braun mit dem Ergebnis "BB" (kein Anlageträger) nachweisen kann.
Hündinnen dürfen in einer Läufigkeitsperiode nicht von verschiedenen Rüden gedeckt wer- den.
Werden ernsthafte Zweifel an der Abstammung eines Hundes bekannt, darf die Zuchtbuch- stelle Abstammungsnachweise erst aufgrund eines Elternschaftsnachweises (DNA-Test) ausstellen. Das gilt ebenfalls für nachträgliche Abstammungskontrollen, hier können u.U. ebenfalls DNA-Tests angeordnet werden.
Der Züchter ist verpflichtet, den Wurf dem Orts- und Landesgruppenzuchtbeauftragten so wie der Zuchtbuchstelle unmittelbar mitzuteilen. Als Wurf gilt jede Geburt, auch wenn keine Welpen aufgezogen werden.
Das Leerbleiben einer Hündin ist anhand eines unterschriebenen Wurfantrages den vor- genannten Stellen innerhalb von zwei Wochen nach dem errechneten Wurftermin mitzuteilen.
Nach den Bestimmungen des Tierschutzgesetzes müssen grundsätzlich alle lebensfähigen und gesunden Welpen aufgezogen werden.
Welpen, die nicht lebensfähig oder mit sichtbaren Missbildungen behaftet sind, müssen nach Rücksprache mit dem Zuchtwart einem Tierarzt vorgestellt werden, der über das wei- tere Vorgehen entscheidet oder sie ggfs. einschläfert.
Die Welpen sind während der Aufzucht nach den Vorgaben der Hersteller und Empfehlun- gen des betreuenden Tierarztes zu entwurmen. In die Entwurmung ist auch die Mutterhün- din einzubeziehen.
Die Erstimpfung darf erst mit der vollendeten 8. Lebenswoche erfolgen. Die Welpen dürfen frühestens fünf Tage nach der erfolgten Erstimpfung abgegeben werden.
Alle Welpen müssen mit einem Mikrochip – ISO-Standard – durch einen Tierarzt gekenn- zeichnet werden. Die Chipnummer wird auf dem Wurfantrag vermerkt, sie dient nur zur eindeutigen Identifizierung und wird auf der Ahnentafel angegeben.
Welpen dürfen nicht vor der Abnahme durch den Zuchtwart abgegeben werden.
Der Verkauf von Welpen an Hundehändler (auch Zoofachgeschäfte) und die Abgabe gan- zer Würfe (3 und mehr Welpen) an eine Person ist verboten. Ein Verstoß gegen dieses Ver- bot stellt einen schweren Zuchtverstoß dar und wird entsprechend geahndet.
Das Vermieten bzw. Mieten einer Hündin zu Zuchtzwecken ist möglich, muss jedoch dem Hauptzuchtbeauftragten, dem Landesgruppenzuchtbeauftragten und dem betreuenden Zucht- wart sowie der Zuchtbuchstelle gemeldet werden.
Der Mieter gilt bei Erfüllung nachstehender Voraussetzungen als Züchter des Wurfes:
Er muss beim Deckakt anwesend sein und den Deckschein unterschreiben.
Die Hündin muss spätestens drei Wochen vor dem errechneten Wurftermin bis zur Abnahme der Welpen durch den Zuchtwart in den Besitz des Mieters gegeben werden.
Dem Mieter obliegt die Erfüllung der sich aus dem Mietvertrag und dem Zuchtgeschehen ergebenden Verpflichtungen.
Ein Züchter kann während eines Kalenderjahres maximal drei Zuchtmieten tätigen. Maß- geblich ist der Wurftag. Weitere Genehmigungen sind nicht möglich.
Eine Zuchtmiete über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus, ist zustimmungspflichtig. Der vom Landesgruppenzuchtbeauftragten bestätigte Antrag ist beim Hauptzuchtbeauf- tragten zu stellen.
Die Zustimmung muss vor dem geplanten Deckakt vorliegen. Genehmigungsfähig sind nur Zuchtmieten, bei denen die Hündinnen die Zuchtvoraussetzungen des PSK erfüllen.
Einer mit einer Zuchtbuchsperre belegten Person ist es untersagt, das Züchterrecht für eine in seinem Eigentum stehende Hündin abzutreten.
Mit Eintritt der Zuchtbuchsperre wird automatisch auch die Sperre eines im Eigentum einer solchen Person stehenden Rüden bzw. Hündin verbunden.
Der Mieter einer Hündin hat in Anwendung des § 278 BGB ein Verschulden der sich aus der Zuchtordnung ergebenden Verbindlichkeiten im gleichen Umfang zu vertreten wie eigenes Verschulden.
Sollen einige oder alle Welpen eines Wurfes aufgrund der Wurfstärke und/oder Krankheit bzw. Tod der Mutterhündin von einer Amme aufgezogen werden, so sind für die Ammenaufzucht nachfolgende Regelungen zu beachten:
Als Amme darf nur eine Hündin genommen werden, bei der der Wurftag der eigenen Welpen nicht mehr als 10 Tage von den Welpen abweicht, die sie aufziehen soll und deren Größe und körperliche Konstitution die Mehrbelastung erlaubt.
Eine Amme darf mit den eigenen Welpen bei Zwergrassen nicht mehr als sechs Welpen, bei mittleren und großen Rassen nicht mehr als acht Welpen aufziehen. Abweichungen von diesen Zahlen in Notfällen bedürfen der Zustimmung des Hauptzuchtbeauftragten.
Die Rückgabe der Welpen ist in Absprache mit dem betreuenden Zuchtwart und dem Hauptzuchtbeauftragten durchzuführen und darf nicht vor der vierten Woche erfolgen, so- fern nicht Gründe vorliegen, die die Gesundheit der Amme und der weiteren Welpen ge- fährden.
Die Rückgabe der Welpen kommt zudem nur dann in Betracht, wenn die Mutterhündin oder ein anderer erwachsener Hund den Welpen ein Sozialverhalten vermitteln kann. Beim Tod der Mutterhündin und fehlenden Sozialpartnern müssen die Welpen bei der Amme verbleiben.
Die Wurfabnahme hat in diesen Fällen im Zwinger der Amme zu erfolgen.
Vereinbarungen über die besondere Form der Aufzucht, Fütterung und auch die zu leis- tende Entschädigung für die Ammenaufzucht sind ausschließlich Angelegenheiten der be- teiligten Züchter untereinander.
§12 Ahndung von Verstößen
Verstöße gegen die Zuchtordnung werden nach den Vorschriften über das Vereinsstraf- verfahren verfolgt und geahndet.
Die Zuchtordnung hat grundlegende Bedeutung für die ordnungsgemäße Zucht der betreuten Rassen. Der Vorstand kann in besonderen Fällen aufgrund eines schriftlichen Antrages, der eine ausführliche züchterische/genetische Begründung für das Begehren enthält, Ausnahmere- gelungen für einzelne Zuchtvorhaben erlassen.
Diese Ordnung tritt zum 01.04.2016 bzw. mit ihrer Veröffentlichung im PUS in Kraft. Änderungsfassung gem. Beschluss der JHV vom 06.06.2015
Zuchtbuch-/Registerführung – Ahnentafeln und Wurfeintragung
Zuchtbuch / Ahnentafel
Der Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V. verpflichtet sich, bis zum 1. Juli des Folgejahres zwei Exemplare ihres Zuchtbuches (oder alternativ: eine Datei mit den Zuchtbuchdaten) der VDH-Geschäftsstelle zur Verfügung zu stellen.
Die Führung des Zuchtbuches obliegt ausschließlich der Zuchtbuchstelle. Das Zuchtbuch wird jährlich erstellt. Züchter, für die ein Wurf im betreffenden Jahr eingetragen wurde, erhalten das jeweilige Zuchtbuch kostenlos. Das Zuchtbuch ist den Mitgliedern des PSK stets zugänglich zu machen.
Der PSK ist verpflichtet, auf der Ahnentafel/Registrierbescheinigung zu vermerken, dass diese Eigentum des ausstellenden Vereins ist.
Ahnentafeln/Registrierbescheinigungen, die vom PSK ausgestellt wurden, sind von den anderen Vereinen anzuerkennen.
Alle im Geltungsbereich des VDH-/PSK ausgestellten Ahnentafeln/ Registrierbescheini- gungen sind im Ausland nur mit einer „Auslandsanerkennung“ gültig. Diese ist beim VDH unter Einsendung des Originals zu beantragen. Die Gebühren hierfür sind der jewei- lig gültigen Preisliste zu entnehmen.
Bei Verlust einer Ahnentafel/Registrierbescheinigung ist diese Ahnenta- fel/Registrierbescheinigung für ungültig zu erklären und eine Zweitschrift auszustellen, die als solche zu kennzeichnen ist.
Unrichtige oder gefälschte Ahnentafeln/Registrierbescheinigungen sind für ungültig zu erklären und einzuziehen.
Eigentumswechsel des Hundes müssen auf der Ahnentafel vom Verkäufer unter Angabe von Name und Anschrift des Käufers mit Datum und Unterschrift des Verkäufers bestätigt werden.
Die einzelnen Würfe einer Hündin werden unter Angabe des Wurfdatums und der Wurf- stärke auf deren Ahnentafel/Registrierbescheinigung eingetragen. Angaben zur Zuchtzu- lassung/-verweigerung und die Ergebnisse zuchtrelevanter medizinischer Untersuchungen werden als Anhang zur Ahnentafel/ Registrierbescheinigung eingetragen. Bei der Ausstel- lung einer Zweitschrift müssen diese Daten ggf. übernommen werden.
Der PSK ist verpflichtet, Ahnentafeln/Registrierbescheinigungen für alle rassereinen Wür- fe seiner Züchter auszustellen, sofern dem Beauftragten des PSK die Wurf- und Zuchtkon- trolle möglich war und der Züchter nicht zuvor eine Zucht- und/oder Eintragungssperre erhalten hat. Dieses gilt auch für Würfe, für die die Zuchtvoraussetzungen zum Zeitpunkt des Deckaktes nicht oder noch nicht erfüllt waren. In solchen Fällen ist ein Hinweis auf den Verstoß bzw. ggf. ein Zuchtverbot auf den Ahnentafeln/Registrierbescheinigungen zu vermerken.
Das Vorliegen von Unregelmäßigkeiten beim Zuchtvorgang berechtigt den PSK nicht, ganze Würfe in das Register einzutragen, wenn diese über drei aufeinander folgende Ah- nengenerationen verfügen, die in einem vom VDH/der FCI anerkannten Zuchtbuch einge- tragen sind, sondern ist als Vermerk (z. B. „Zuchtverbot“, „nicht nach den Bestimmungen Regeln des PSK gezüchtet“, etc.) auf den Ahnentafeln zu dokumentieren.
Nachkommen von Hunden, denen in Deutschland aufgrund zuchtausschließender Fehler die Zuchtzulassung verweigert und mit denen im Ausland gezüchtet wurde, dürfen nicht in das Zucht-buch/ Register des PSK eingetragen werden.
Der PSK ist verpflichtet, die Ahnentafeln/Registrierbescheinigungen deutlich mit den Emblemen der FCI und des VDH zu kennzeichnen. Die verwendeten Zuchtbuchnummern werden mit den Buchstaben VDH, einem Jahrgangs- und Rassekürzel vorangestellt.
Im Zuchtbuch/Register müssen alle innerhalb des PSK gefallenen Würfe sowie die Über- nahmen und Registrierungen einzelner Hunde aufgeführt werden.
Die Namensgebung der Würfe der PSK-Rassen eines Züchters muss in aufsteigender al- phabetischer Reihenfolge vorgenommen werden. (d. h. erster Wurf beginnend mit A, zweiter Wurf mit B, etc.)
Werden in einer Zuchtstätte noch Rassen anderer Vereine gezüchtet, so gilt vorstehende Regel pro Rasse des anderen Vereins.
Zuchtbücher/Ahnentafeln/Register müssen mindestens folgende Informationen enthalten
Verein und Rasse
z.B.: Haararten, Farben
Zwingername und Name sowie Anschrift der Züchter
Angabe von National oder International ge- schützt
(VDH oder FCI)
Deck- und Wurftag
Anzahl der geborenen Welpen, Totgeburten,
verstorben vor Wurfabnahme
Erst Rüden, dann Hündinnen
„Vorname“ der Welpen
Alle Namen eines Wurfes müssen mit dem
gleichen Buchstaben beginnen.
Besonderheiten der Welpen
z.B.: Knickrute, Nabelbruch
Fehler und/oder Zuchtverbote für
z.B.: Entropium, Ektropium, Fehlfarben, zur
Zeit der Wurfabnahme Einhodigkeit
Namen und Zuchtbuchnummern der anerkannten Vorfahren
Information über Zuchtzulasssung, zusätzliche Daten falls vorhanden: Ursprungszuchtbuch- nummer,
Gesundheitsmerkmale, Leistungsnachweise, Titel, Farben, etc.
Besonderheiten des Wurfes
z.B.: Schnittgeburt, Zuchtverbot, „Nicht nach
den Bestimmungen des PSK gezüchtet“
Bei der Eintragung eines Wurfes können nur die bis zum Zeitpunkt der Eintragung errun- genen Titel/ Leistungskennzeichen der Ahnen eingetragen werden. Eine spätere Neuaus- stellung der Ahnentafeln/ Registrierbescheinigungen mit weiteren Ti- teln/Leistungskennzeichen ist nicht statthaft. Ein Rechtsanspruch auf Eintragung aller Ti- tel/Arbeitsprüfungen besteht nicht, FCI-Titel müssen eingetragen werden.
In das Zuchtbuch/Register des PSK können nur Hunde mit Ahnenta- feln/Registrierbescheinigungen von Ländern übernommen werden, welche entweder der FCI als Mitgliedsländer angehören, mit dieser durch einen Partnerschaftsvertrag verbun- den sind oder von der FCI mittels eines gegenseitigen Abkommens anerkannt werden.
Wird von dem jeweiligen Land ein Exportpedigree herausgegeben, so berechtigt nur die- ses zur Übernahme in das Zucht buch/Register des PSK.
Entweder wird der Ursprungs-Zuchtbuchnummer eine Verwaltungsnummer des Vereins hinzugefügt oder eine „Übernahmebescheinigung“ erstellt. Diese darf nicht den Ein- druck einer Ersatzahnentafel erwecken, deshalb ist das Wort „Ahnentafel“ nicht zu verwenden.
Die Übernahmebescheinigung muss mit der Ursprungsahnentafel verbunden dem Eigen- tümer ausgehändigt werden. Der Ursprungsname des Hundes (inkl. Zwingername) darf nicht verändert werden. Erhält der Hund eine Verwaltungsnummer, so ist diese eindeutig als solche zu kennzeichnen z. B. durch Hinzufügen eines „U“. Die Originalzuchtbuch- nummer ist in allen kynologischen Bereichen mitzuführen.
In das Zuchtbuch werden nur Zuchtmaßnahmen eingetragen, die der Wurf- und Zuchtkon- trolle des PSK unterliegen. Bestehen bei der Wurfabnahme Zweifel an der Rassereinheit eines Welpen, wird der gesamte Wurf nicht eingetragen, es sei denn, die Vaterschaft des angegebenen Deckrüden ist durch einen DNA-Test eindeutig bewiesen. Die Zuchtbuch- stelle ist verpflichtet, vor der Eintragung alle Angaben sorgfältig zu prüfen.
Ahnentafeln für Welpen aus Kör-, Leistungs- oder Kör- und Leistungszucht sind auch unter Berücksichtigung der jeweiligen Körklasse andersfarbig und mit einem hinweisen- den Aufdruck besonders gekennzeichnet.
Die Ahnentafeln erhalten den Aufdruck „Körzucht“.
Für Welpen aus Körzucht werden Ahnentafeln wie folgt ausgegeben:
Roter Ahnentafelaufdruck: Beide Eltern Körklasse I
Gelber Ahnentafelaufdruck: Beide Eltern Körklasse II oder 1 Elternteil Körklasse II und ein Elternteil Körklasse I
Die Ahnentafeln der Welpen aus Leistungszucht erhalten den gelben Aufdruck
„Leistungszucht“.
Welpen aus Kör- und Leistungszucht erhalten in Abhängigkeit von der Körklasse bzw. dem Körschein entsprechend der Regelung zur Körzucht rote bzw. gelbe Ahnentafeln.
Die Ahnentafeln erhalten den Aufdruck „Kör- und Leistungszucht“.
Änderungen und Ergänzungen auf der Ahnentafel (außer Eintragung des Eigentümers und dessen Anschrift) und die tierärztliche Bestätigung über die HD-Untersuchung sind nur von der Zuchtbuchstelle vorzunehmen.
Bei Verlust einer Ahnentafel/Registrierbescheinigung ist eine Veröffentlichung dieser Tatsache mit einer Einspruchsfrist von 4 Wochen im PuS vorzunehmen. Erfolgt kein Ein- spruch, wird diese Ahnentafel/Registrierbescheinigung für ungültig erklärt und eine Zweitschrift ausgestellt, die als solche gekennzeichnet wird.
Unrichtige oder gefälschte Ahnentafeln/Registrierbescheinigungen werden für ungültig erklärt und eingezogen. Der PSK kann jederzeit die Vorlage oder – nach dem Tode des Hundes – die Rückgabe der Ahnentafel/Registrierbescheinigung verlangen.
II.Wurfeintragung
Die Wurfeintragung erfolgt von der vollendeten 8. Lebenswoche bis zum Ablauf der 12. Lebenswoche. Sie ist vom Züchter zu beantragen.
Wurfantrag
Der vorgeschriebene Vordruck für die Wurfmeldung ist der Wurfantrag. Dieser muss vollständig und wahrheitsgemäß ausgefüllt werden.
Der Versand der Unterlagen an die Zuchtbuchstelle erfolgt in zwei Abschnitten. Nach erfolgtem Deckakt werden folgende Unterlagen durch den Züchter innerhalb von 14 Tagen an die Zuchtbuchstelle geschickt:
Ahnentafel der Hündin (Kopie)
Ahnentafel des Deckrüden (Kopie)
Bewertungsnachweise für Rüde und Hündin (Zuchtzulassung oder Bestandsschutz Un- terlagen)
Nachweis der Zuchterlaubnis im Ausland in beglaubigter Übersetzung (bei ausl. Deck- rüden)
Leistungsurkunde und Körschein (Kopie, falls vorhanden)
Nachweise über einzutragende Siegertitel (Kopien)
Gesundheitliche Untersuchungsergebnisse (Kopien)
Verspätete Einreichung wird mit einer Sondergebühr nach der jeweils gültigen Preisliste berechnet.
Der Wurfantrag/Zuchtwartbericht ist innerhalb von 14 Tagen nach der Wurfabnahme durch den Zuchtwart unter Beifügung folgender Unterlagen, an die Zuchtbuchstelle zu senden, wobei je ein Durchschlag beim Zuchtwart und beim Züchter bleibt. Der Durchschlag für den LG-Zuchtbeauftragten wird vom Zuchtwart direkt an diesen versandt. Für die Vollstän- digkeit und Richtigkeit ist der Zuchtwart verantwortlich.
Wurfantrag / Zuchtwartbericht im Original
Tierärztliches Attest bei Einschläferung von Welpen (mit Diagnose)
Die Zuchtbuchstelle prüft die Unterlagen und erstellt die Ahnentafeln an Hand der einge- reichten Unterlagen.
Bleibt eine Hündin leer, muss der vom ZW unterschriebene Wurfantrag zur Erfassung der Zuchtbuchstelle zugeleitet werden. Ein Wurfbuchstabe wird nicht vergeben.
Werden alle Welpen tot geboren, auch vor Ende der normalen Tragezeit oder versterben vor der Eintragung, muss der vom ZW unterschriebene Wurfantrag eingereicht werden. Der Folgebuchstabe ist zu vergeben und wird auf der Ahnentafel der Hündin eingetragen.
Die Wahl der Rufnamen trifft der Züchter. Der Rufname muss sich von im selben Zwin- ger bereits verwendeten Namen deutlich unterscheiden. Ebenso soll er das Geschlecht des Hundes erkennen lassen. Zahlen oder andere Zusätze als Unterscheidungszeichen sind un- zulässig.
Stellt sich nach der Wurfeintragung heraus, dass die Eintragung unter falschen Vorausset- zungen erfolgte, wird sie gelöscht. Die Ahnentafeln werden für ungültig erklärt. Eine Ver- öffentlichung hierüber erfolgt in der PuS. Maßnahmen gegen den oder die Beteiligten be- hält sich der Vorstand vor.
Das Ausstellen von Ahnentafeln, Zweitschriften, Zwingerschutzkarten und Zuchtzulas- sungsbescheinigungen ist gebührenpflichtig. Die Gebühren der jeweils gültigen Preisliste des PSK sind anzuwenden.
III.Register
Eintragung nach Phänotyp-Beurteilung
Mindestanforderungen zur Durchführung einer Beurteilung des phänotypischen Erschei- nungsbildes eines Hundes zwecks Registrierung im Register (Livre d’Attend):
Schriftlicher Antrag des Eigentümers an den Hauptzuchtbeauftragten (Antragstellung durch einen nichtanerkannten Verein für dessen Mitglieder ist nicht zulässig).
Bestätigung der Identifizierbarkeit des Hundes mittels Mikrochip-Nummer
In der Regel anlässlich einer Ausstellung.
Es muss sichergestellt werden, dass (mindestens) ein Spezial-Zuchtrichter des PSK die Be- urteilung vornimmt. Bei Hunden, für die eine Zuchtverwendung mit einer Registrierbe- scheinigung innerhalb des PSK ausgeschlossen ist, darf die nicht FCI-anerkannte Ahnenta- fel nicht eingezogen werden. Diese erhalten nach erfolgreicher Phänotyp-Beurteilung eine Registrierbescheinigung mit dem Zusatz
„Diese Registrierbescheinigung berechtigt nicht zur Zucht und dient nur zu Ausstel- lungs- und Arbeitszwecken“.
Wenn eine eventuelle Zuchtverwendung des betreffenden Hundes nach Erfüllung der Be- dingungen der jeweiligen Zuchtzulassungsbestimmung nicht ausgeschlossen wird:
Sofern der zu beurteilende Hund eine von der FCI nicht anerkannte Ahnentafel hat, ist der Eigentümer darauf hinzuweisen, dass diese bei der Beurteilung vorzulegen ist. Sie muss eingezogen werden. Sollte dem PSK bekannt sein oder werden, dass der Eigentü- mer den zu registrierenden Hund zur Zucht außerhalb des VDH einsetzen will, ist eine Registrierung mit der Möglichkeit zur eventuellen Zucht zu verweigern. Die Möglich- keit, diesen Hund „nur zu Ausstellungs- und Arbeitszwecken“ zu registrieren (mit ent- sprechendem Hinweis auf der Registrierbescheinigung), muss dem Hunde-Eigentümer geboten werden.
Bei Registrierung von Hunden mit der Möglichkeit einer eventuellen späteren Zucht- verwendung ist die Abgabe einer Verpflichtungserklärung des Eigentümers des betref- fenden Hundes unerlässlich.
Mindestumfang und Inhalt der Beurteilung seitens des(r) Zuchtrichter
Hinweise für Registrierbescheinigungen
Auf der Vorder- (1.) Seite der Registrierbescheinigung ist folgender Hinweis anzubringen:
„Registrierbescheinigung“
„Diese Registrierbescheinigung berechtigt nicht zur Zucht und dient nur zu Ausstel- lungs- und Arbeitszwecken.“
Bei eventueller späterer Zuchtverwendungsmöglichkeit entfällt der Zusatz „Diese Regist- rierbescheinigung berechtigt nicht zur Zucht und dient nur zu Ausstellungs- und Arbeits- zwecken“.
Folgender Zusatz muss aus juristischen Gründen (z.B. zur Rückforderung der Registrierbe- scheinigung im Falle von Verstößen) auf der Registrierbescheinigung erscheinen:
„Die Registrierbescheinigung gilt als Urkunde im juristischen Sinne. Sie bleibt Eigen- tum des PSK.“
Auf der Registrierbescheinigung sind folgende Daten zu erfassen: Rufname des Hundes (kein Zwingername!), Wurfdatum (sofern bekannt), Geschlecht, Farbe, Tätowier- oder Chipnummer, Angaben zum Eigentümer.
Es werden keine Ahnen eingetragen, sondern nur die leerbleibenden Felder mit dem Hin- weis: „Nicht nach VDH- und FCI-Regeln gezüchtet“ versehen.
Es werden solche Würfe eingetragen, die nicht die geforderten drei aufeinander folgenden in einem FCI-/VDH-anerkannten Zuchtbuch eingetragenen Generationen an Ahnen nach- weisen können. Es muss eindeutig erkennbar sein, dass es sich um einen Wurf handelt, der im Register eingetragen wird, z. B. durch Integrieren eines „R“ in die ZB-Nummer der Welpen. Die Abstammungsfelder der nicht anerkannten Vorfahren müssen entwertet wer- den, so dass keine nachträgliche Eintragung möglich ist, z. B. „Nicht nach PSK-/VDH- und FCI-Regeln gezüchtet“.
Ein Zuchtverbot ist ein Verbot, einen bestimmten Hund (Hündin/Rüde) zur Zucht zu ver- wenden. Es bezieht sich immer nur auf den jeweiligen Hund, gegen den es ausgesprochen wurde.
Ein Zuchtverbot ist ins Zuchtbuch und in Ahnentafeln einzutragen. Zuchtverbote sind ins- besondere zu verhängen, wenn:
ein oder beide Elterntiere keine Zuchtzulassung besaßen
die Zuchtzulassung endgültig nicht bestanden wurde
(in diesem Fall z.B. auch zu vermerken als „Nicht zur Zucht zugelassen“ oder „Zuchtzulas- sung nicht bestanden“).
Die Zuchtbuchsperre (oft fälschlich als Zwingersperre, Zuchtverbot, Zuchtsperre etc. be- zeichnet), ist die gegen einen bestimmten Züchter verhängte Sanktion, die diesem sämtliche züchterische Tätigkeiten untersagt. Sie kann befristet oder unbefristet ausgesprochen wer- den.
wiederholt fahrlässig oder vorsätzlich gegen Zuchtregeln verstoßen und/oder der Grundsatz zur planmäßigen Zucht reinrassiger, gesunder, verhaltenssicherer und sozial- verträglicher Rassehunde verletzt wurde.
Eingeschlossen sind insbesondere auch:
Zuchtvorhaben, die vor einer wirksamen Zuchtbuchsperre begonnen wurden (Stichtag ist der Decktag) dürfen zu Ende geführt werden
Zwingernamensschutz im Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V.
Jeder Züchter hat seit dem 01.01.2016 vor Beginn des ersten Zuchtgeschehens einen in- ternational geschützten Zwingernamen zu beantragen.
Der Zwingername ist die einem Züchter oder einer Zuchtgemeinschaft persönlich zuge- teilte Bezeichnung.
Die nach den Regeln der FCI/des VDH und des PSK gezüchteten Hunde führen den Zwingernamen als Zunamen.
Es ist zu unterscheiden zwischen internationalem Zwingernamensschutz (über die FCI weltweit geschützt) und nationalem Zwingernamensschutz (über den PSK geschützt – nur bis zum 31.12.2015 gestattet).
II.Internationaler Zwingernamensschutz
Der Antrag auf internationalen Zwingernamensschutz, ist vom PSK über den VDH bei der FCI einzureichen.
Jeder zu schützende Zwingername muss sich deutlich von bereits vergebenen Zwingerna- men unterscheiden und darf nicht alleine aus der Rassebezeichnung bestehen.
Für einen Züchter darf nicht mehr als ein Zwingername für alle von ihm gezüchteten Ras- sen geschützt werden.
Der geschützte Zwingername darf weltweit nur von dem Züchter verwendet werden, dem er von der FCI zugeteilt wurde. Eine Liste mit den geschützten Zwingernamen ist auf der In- ternetseite der FCI veröffentlicht.
Die Zuteilung des Zwingernamens erfolgt personengebunden. Der Zwingername wird grundsätzlich auf Lebenszeit erteilt, sofern keine Löschung erfolgt.
Zwingernamen können vererbt oder zu Lebzeiten durch schriftliche Erklärung gegenüber dem VDH auf Dritte übertragen werden. Der neue Berechtigte hat sein Recht an dem Zwingernamen dem VDH nachzuweisen und zu belegen. Bei Vorliegen der Voraussetzun- gen teilt der VDH der FCI den Übergang des Zwingernamens mit.
wenn der Züchter auf die Fortführung des Zwinger namens verzichtet, ohne diesen an eine andere Person abzutreten,
Die Löschung des Zwingernamens erfolgt über den VDH, der Löschung bei der FCI bean- tragt.
Unter einer Zuchtgemeinschaft versteht man den Zusammenschluss von mindestens zwei natürlichen Personen, die unter einem gemeinsamen Zwingernamen und einer gemeinsa- men Zuchtadresse züchten.
Mitglieder von Zwingergemeinschaften haften als Gesamtschuldner, eine Haftungsbe- schränkung ist nicht zulässig.
Mindestens ein Mitglied der Zuchtgemeinschaft muss volljährig sein.
Jede Zuchtgemeinschaft hat einen volljährigen Verantwortlichen zu benennen, der An- sprechpartner ist. Die übrigen bedürfen eines Mindestalters von 14 Jahren.
Scheidet ein Mitglied der Zuchtgemeinschaft aus, muss es dies und seinen Verzicht auf den Zwingernamen schriftlich über den PSK beim VDH zur Weiterleitung an die FCI erklären. Der VDH leitet dies an die FCI weiter.
Die Bildung von Zuchtgemeinschaften über FCI-Landesgrenzen ist nicht genehmigungs- fähig. Der Bestandsschutz bleibt gewahrt.
Erteilung des Zwingernamensschutzes
Zwingernamensschutz kann nur erteilt werden, wenn der Züchter den Nachweis der Teil- nahme an einer Schulungsmaßnahme des PSK / VDH erbringt.
Vor Erteilung des Zwingernamensschutzes wird dem künftigen Züchter ein Zwingerab- nahmeformular (s. Anlage) übersandt, das als Selbstauskunft vollständig auszufüllen ist.
Es sind der zuerst gewünschte und zwei Ersatznamen anzugeben.
Ein bestätigter Zuchtwart besichtigt die Zuchtstätte und überprüft die Angaben auf dem Zwingerabnahmeformular. Er nimmt den Sachkundenachweis des Züchters ab, sofern die- ser nicht vorliegt.
Die Angaben werden von diesem bestätigten Zuchtwart und dem Landesgruppen- Zuchtbeauftragten durch Unterschrift auf dem Zwingerabnahmeformular bestätigt und mit dem Nachweis der Schulung zum Hauptzuchtbeauftragten und von diesem an die Zucht- buchstelle weitergeleitet.
Der Züchter verpflichtet sich, die Kontrolle der Anlage vor und nach der Erteilung zu er- möglichen.
Der Züchter ist verpflichtet, sowohl jede Veränderung der Zuchtbedingungen, als auch Namens- und Anschriftenänderungen der Zuchtbuchstelle, seinem betreuenden Zuchtwart und dem Landesgruppen-Zuchtbeauftragten mitzuteilen und ggf. eine erneute Überprüfung der Zuchtstätte zu veranlassen.
Bis zu einer Überprüfung der Voraussetzungen für eine artgerechte Aufzucht und Haltung der Welpen sowie der erwachsenen Hunde am Ort der neuen Zuchtstätte und der Genehmi- gung dieser Zuchtstätte ruht die Zuchterlaubnis.
Ruhte das Zuchtgeschehen in einem Zwinger länger als 5 Jahre, ist ebenfalls eine erneute Zwingerabnahme zu beantragen. Der Zwingername wird dem Züchter nur für von ihm selbst gezüchtete Hunde geschützt.
Mit der Erlangung eines geschützten Zwingernamens verpflichtet sich der Züchter zur ge- wissenhaften Beachtung der Zuchtordnung des PSK.
Ist dem PSK bekannt, dass ein beantragter Zwingername außerhalb des FCI-Bereiches ver- wendet wird/wurde, darf für diesen Zwingernamen kein Schutz erteilt werden.
Bei begründeten Zweifeln an der Zuverlässigkeit des Antragstellers kann der Zwinger- schutz versagt oder nur unter Auflagen erteilt werden.
Der Schutz einer Zuchtgemeinschaft ist nur für natürliche Personen möglich.
Die Beteiligten einer Zuchtgemeinschaft müssen Mitglieder derselben Landesgruppe sein. Scheidet ein Mitglied der Zuchtgemeinschaft aus derselben aus, muss es dieses und seinen Verzicht auf den Zwingernamen schriftlich gegenüber dem PSK erklären.
Die Zuchtgemeinschaft gilt in diesem Falle als erloschen, wenn nicht die verbleibenden Mitglieder eine übereinstimmende schriftliche Erklärung über den Fortbestand gegen über dem PSK abgeben.
Kommt es anlässlich der Trennung einer Zuchtgemeinschaft zu rechtlichen Auseinander- setzungen über die Berechtigung zur Fortführung des Zwingernamens, so ruht das Zuchtge- schehen in der betroffenen Zuchtstätte bis zur rechtsgültigen Klärung.
Neue, gelöschte oder vom PSK aberkannte Zwingernamen werden im PuS veröffentlicht. Die Einspruchsfrist wegen einer möglichen Verwechslung oder Ähnlichkeit mit bereits be- stehenden Zwingernamen beträgt vier Wochen. Über den Einspruch entscheidet der Vor- stand.
III. Nationaler Zwingernamensschutz
Für bestehende nationale Zwingernamen (über den PSK geschützt ) gelten die Bestimmun- gen zu II. entsprechend auch über den 31.12.2015 hinaus.
Zuchtzulassung im Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V.
Für die Zuchtzulassung gelten drei Mindestanforderungen: A: Gesundheit
Diese Mindestanforderungen machen deutlich, dass entsprechende Formwertnoten auf Aus- stellungen nicht ausreichen.
Die Zucht ist nur mit gesunden, verhaltenssicheren/sozialverträglichen und rassetypischen Hunden gestattet. Dies ist durch Mindestanforderungen bezüglich Gesundheit, Verhaltens- beurteilung und Phänotyp-/Formwert-Beurteilung sicherzustellen. In diesem Zusammen- hang sind auch die rassespezifischen Leistungsanforderungen von zentraler Bedeutung.
Die drei Mindestanforderungen für die Zuchtzulassung eines Hundes müssen allesamt er- füllt (bestanden), aber nicht unbedingt zeitgleich erbracht werden.
Der PSK stellt sicher, dass befristete Zuchtzulassungen ausgesprochen werden bzw. für die Zucht einschränkende Auflagen erteilt werden können.
Die Zuchtzulassungsveranstaltung wird termingeschützt bei der Geschäftsstelle beantragt und durch zu benennende Zuchtrichter abgenommen. Personen, die mit dem Zuchtrichter in Lebens-/ Hausgemeinschaft leben, dürfen einen Hund oder Hunde nicht vorstellen. Ein Zuchtrichter darf keinen Hund bewerten, dessen Eigentümer, Miteigentümer, Ausbilder, Führer, Halter, Käufer oder Verkäufer bzw. privater Vermittler er innerhalb der letzten sechs Monate vor dem Tag der Zuchtzulassung war. Die Phänotyp-Beurteilung kann einzeln, aber auch in Kombination mit der Verhaltensbeurteilung abgenommen werden. Meldegebühren werden vom Veranstalter erhoben.
Importierte Deckrüden müssen vor weiterer Zuchtverwendung ebenfalls das Verfahren der Zuchtzulassung durch laufen.
Erfüllt ein Hund alle Voraussetzungen entsprechend den Regelungen des PSK für die Zuchtzulassung, so ist dem Hundehalter eine Bescheinigung über die Zuchtzulassung zu er- teilen. Diese ist gebührenpflichtig.
Der PSK führt eine Liste aller zur Zucht zugelassenen Hunde.
II.Mindestanforderung A: Gesundheit
Die vom PSK festzulegende Mindestanforderung bezüglich Gesundheit ist eindeutig gere- gelt. Hierfür sind rassespezifische Prioritäten erforderlich.
Näheres regelt die Durchführungsbestimmung zum Phasenprogramm zur Bekämpfung erb- licher Krankheiten und Defekte.
Vor Ausstellung der Bescheinigung über die Zuchtzulassung eines Hundes ist vom PSK/ Zuchtbuchstelle zu prüfen, ob insbesondere alle Anforderungen bezüglich Gesundheit er- füllt sind.
III.Mindestanforderung B: Verhaltensbeurteilung
Für die Mindestanforderung Verhaltensbeurteilung hat der Verein ein einheitliches Verfah- ren entwickelt.
Die Mindestanforderung Verhaltensbeurteilung kann durch eines der zwei nachfolgenden unter-schiedlichen Verfahren nachgewiesen werden:
Verhaltensüberprüfung im Rahmen einer separaten Prüfung (z.B. bestandene Begleit- hundprüfung, bestandener freiwilliger Wesenstest)
Gesonderte Verhaltensbeurteilung anlässlich einer Zuchtzulassungsveranstaltung.
Besteht ein Hund die Verhaltensbeurteilung nicht, so ist eine einmalige Wiederholung mög- lich. Besteht er diesen Teil dann endgültig nicht, so kann eine ZZL nicht erteilt werden, auch nicht durch alternative Überprüfungen nach Absatz a).
Die Verhaltensbeurteilung im Rahmen der Zuchtzulassung wird anhand des Musterformu- lars 1 vorgenommen.
IV.Mindestanforderung C: Phänotyp-Beurteilung
Für die Mindestanforderung Phänotyp-Beurteilung hat der PSK nachstehendes Verfahren entwickelt.
Die Phänotyp-Beurteilung erfolgt anlässlich einer Zuchtzulassungsveranstaltung. (Anmer- kung: Mit Phänotyp-Beurteilung ist nicht die Registrierung/Phänotypisierung eines Hundes gemeint. Die Phänotyp-Beurteilung ist die Beschreibung der äußeren Merkmale eines Hun- des anlässlich einer Zuchtzulassungsveranstaltung – ähnlich wie die Formwert-Beurteilung auf einer Ausstellung, in der Regel aber viel ausführlicher und umfassender). Die Phänotyp- Beurteilung hat durch einen für die ZZL zugelassenen Zuchtrichter zu erfolgen.
Besteht ein Hund die Phänotyp-Beurteilung nicht, so ist eine einmalige Wiederholung möglich.
Die Phänotyp-Beurteilung im Rahmen der Zuchtzulassung wird anhand des Musterformu- lars 2 (Anhang) vorgenommen.
Für die Ausfertigung der Bescheinigung über die Zuchtzulassung sind der PSK - Geschäfts- stelle folgende Einzelnachweise (Bausteinprinzip) vorzulegen
Nachweis über die vom PSK festgelegte Mindestanforderung bezüglich Gesundheit
Das Ergebnis der Verhaltensbeurteilung anhand des dafür vom PSK vorgesehenen For- mulars oder Nachweis über bestandene Begleithundeprüfung / bestandener Wesenstest
Das Ergebnis der Phänotyp - Beurteilung anhand des dafür vom PSK vorgesehenen Formulars
Ein Ausstellungsergebnis des Hundes im zuchtfähigen Alter durch einen PSK Richter, mindestens mit der Formwertnote „Sehr Gut“.
V.Bestandsschutz
Gesundheit (siehe II. Abs. 1)
Die Ergebnisse der bisher untersuchten Hunde haben so lange Bestand, wie es die jeweilige Untersuchung vorsieht. Weiterführende Regelungen beinhalten die Durchführungsbestim- mungen „Phasenprogramm zur Bekämpfung erblicher Krankheiten und Defekte“.
Verhaltensbeurteilung (siehe III. Abs. 2 a)
Hunde, die die BH-Prüfungen oder Wesenstests erfolgreich abgelegt haben, brauchen keine Verhaltensbeurteilung nachzuweisen. Hunde, die vor dem 1.7.2010 geboren wurden, benö- tigen keine gesonderte Verhaltensbeurteilung (bisheriges Verfahren).
Phänotyp-Beurteilung (siehe IV. Abs. 1)
Hunde, die vor dem 1.7.2010 geboren wurden, können das bisherige Verfahren der Zucht- zulassung über drei Ausstellungsbewertungen mit mindestens „ Sehr Gut“ durchlaufen.
Für Hunde die nach früheren Verfahren die Zuchtzulassung erlangt haben, gilt Bestands- schutz.
Eine weitere phänotypische Beurteilung ist nicht erforderlich.
PSK-Richtlinie zum Zuchtzulassungsverfahren im PSK
Das Zuchtzulassungsverfahren wird in den Durchführungsbestimmungen zur Zuchto- rdnung näher beschrieben. Hierbei sollen die zur Zucht möglichen Hunde unserer Ras- sen im Phänotyp und im Verhalten (Wesen) beurteilt werden.
Ziel des Zuchtzulassungsverfahrens ist die eingehende Beschreibung der charakteristi- schen Merkmale im Phänotyp und einer Beurteilung des Verhaltens mit normalen Umwelteinflüssen.
Die Teilnahme an dem Zuchtzulassungsverfahren kann einzeln oder in beiden Abtei- lungen angemeldet werden.
Die Beurteilung der Hunde wird mit „bestanden“, „nicht bestanden“ oder „zurückge- stellt“ dokumentiert.
Hunde, die die Beurteilung „zurückgestellt“ erhalten, können gem. Ziff. 3 dieser Richt- linie das Verfahren wiederholen.
2.Durchführungsbestimmungen
Das Zuchtzulassungsverfahren ist als selbstständige Veranstaltung durchzuführen. Die Abnahme erfolgt durch die zu veröffentlichenden, benannten Zuchtrichter des PSK, die im Einvernehmen mit dem Vorstand durch den Richterobmann des PSK bestellt wur- den.
zum Zuchtzulassungsverfahren können nur Hunde der PSK-Rassen mit FCI - aner- kannten Ahnentafeln angenommen werden
Die Anmeldung muss 14 Tage vorher schriftlich bei der ausrichtenden Ortsgruppe, auf dem vom PSK vorgeschriebenen Formular vorliegen.
Rasse/Farbe, Name, ZB-Nr., Wurftag,
Wiederholung der Teilnahme am Zuchtzulassungsverfahren mit dem Hund? -ja / nein-,
Erklärung, dass eine Haftpflichtversicherung für den Hund besteht und die Aner- kennung der Ordnungen und der Beschlüsse des PSK erfolgt.
2.3.Terminschutz
ist bei Bedarf über die Landesgruppe zu beantragen und wird im PuS veröffentlicht. Die Ortsgruppen können sich innerhalb der Landesgruppen darum bewerben. Benach- barte Landesgruppen können auf Antrag ihre Veranstaltungen zusammenlegen. Für die Veranstaltung werden von der PSK - Geschäftsstelle Unterlagen der ausrichtenden Gruppe zugeschickt.
Die für die Abnahme benannten Zuchtrichter werden den ausrichtenden Ortsgruppen, nach Eingang des Terminschutzantrages in der Geschäftsstelle, durch den Richterob- mann des PSK zugeteilt.
2.4.Veranstaltungsgelände
Das Gelände muss ausreichend Platz und eine Absperrung für die Überprüfung bieten. Die Geländegröße muss mindestens so bemessen sein, dass eine Beurteilung ordnungs- gemäß möglich ist. Die jeweiligen Stadt- oder Gemeindesatzungen müssen Beachtung finden.
2.5.Beurteilung
Die Hunde sind dem Zuchtrichter einzeln vorzuführen. Alle Feststellungen sind in den dafür vorgesehenen Formularen zu dokumentieren.
2.6.Kostenübernahme
Die Aufwandsentschädigung für den amtierenden Zuchtrichter wird durch den PSK über- nommen.
3.Zulassungsbedingungen für Teilnehmer
Die Teilnahme ist nicht an die Landesgruppenzugehörigkeit gebunden.
Die Original-Ahnentafel (AT) muss vorgelegt werden.
Die Rassen die vorgeführt werden, müssen das zuchtfähige Alter erreicht haben.
Die Teilnahme an einer Zuchtzulassungsveranstaltung in den Bereichen Phänotyp und Verhalten kann je einmal wiederholt werden.
Es dürfen nur gesunde Hunde gemeldet und vorgeführt werden.
Läufige Hündinnen sind in der Reihenfolge am Schluss vorzuführen.
4.Zulässige Teilnehmerzahl
Die Anzahl der Teilnehmer richtet sich nach Art und Umfang der Zuchtzulassung. Dem Veranstalter stehen pro Veranstaltungstag und Zuchtrichter 45 Punkte zur Verfügung. Ei- ne Phänotypbeurteilung ist rasseunabhängig ein Punkt pro Hund. Eine Wesensbeurteilung für Affenpinscher, Zwergpinscher, Zwergschnauzer ist ebenfalls ein Punkt, für Schnau- zer, Deutscher Pinscher und Riesenschnauzer 1,5 Punkte. Ein Überschreiten der Höchst- punktzahl ist nur mit Genehmigung des Zuchtrichterobmanns / -frau und der(s) eingeteil- ten Zuchtrichterin/Zuchtrichter möglich.
Eine eigenständige Veranstaltung darf nur durchgeführt werden, wenn mindestens 4 Hunde unter Beachtung der Zulassungsvoraussetzungen gemeldet und vorgeführt werden.
5.Dokumente
Für jeden vorgeführten Hund wird ein Bericht der Phänotyp- und der Verhaltensbeurtei- lung angefertigt, in welchem die Anlagen gekennzeichnet und beschrieben werden. Dem Hundeeigentümer wird je ein Exemplar ausgehändigt. Die Eintragungen werden am Ver- anstaltungstag durch den ZR vorgenommen und sind vom ihm zu unterschreiben.
Die Beurteilungsbögen des ZR können entsprechende weitergehende Formulierungen zu Ausprägungen enthalten, die angekreuzt, zusammenfassend ergänzt und in „bestanden“,
„nicht bestanden“ oder „zurückgestellt „ ausgedrückt werden.
6.Meldung der Ergebnisse
Nach Durchführung ist vom ZR ein Berichtsblatt zusammen mit den beigefügten Durch- schriften der ausgegebenen Beurteilungsbögen als Sofortsache an die PSK- Geschäftsstelle abzuschicken.
7.Veröffentlichung
Die Ergebnisse werden in der Geschäftsstelle/Zuchtbuchamt erfasst und hinterlegt. Der Eigentümer des Hundes erhält unter Beachtung evtl. weiterer Voraussetzungen von der Geschäftsstelle die Zuchtzulassungsbescheinigung.
Die Zuchtzulassungsbescheinigung ist gebührenpflichtig. Ein Anteil von 50 € der Gebüh- ren wird durch den Veranstalter am Tag der Zuchtzulassungsveranstaltung erhoben und an den PSK weitergeleitet. Die Meldung verpflichtet zur Bezahlung der Gebühr.
Es gilt die jeweils aktuelle Preisliste des Pinscher-Schnauzer-Klubs 1895 e.V.
Mit Übersendung der Zuchtzulassungsbescheinigung an den Hundeeigentümer erfolgt die Veröffentlichung in der Vereinszeitung und auf der Homepage. Eine Liste der beur- teilten Hunde wird gleichfalls ins Zuchtbuch übernommen.
Das Zuchtzulassungsverfahren wurde im PuS veröffentlicht und ist mit dem 01.07.2011 in Kraft getreten. Änderungsfassung vom 01.09.2012 und Änderungsfassung gemäß Vor- standsbeschluss vom 01.07.2016 in Kraft tretend mit Veröffentlichung zum 01.10.2016.
Die Änderungsfassung vom 01.07.2016 wurde auf der Jahreshauptversammlung am 17.06.2017 wieder außer Kraft gesetzt.
Das Zuchtzulassungsverfahren vom 01.09.2012 tritt mit sofortiger Wirkung wieder in Kraft.
Treten in einer Rasse erbliche Krankheiten und Defekte auf, geht der Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e.V. zur Bekämpfung entsprechend folgendem Phasenmodell vor.
Entscheidung über Ergreifung notwendiger Maßnahmen und ggf. Erstellung eines Zuchtpro- gramms.
Ggf. Durchführung eines Zuchtprogramms mit wissenschaftlicher Begleitung. Die Daten wer- den auf Anforderung dem VDH-Zuchtausschuss zur Verfügung gestellt. Da der PSK hiervon betroffen ist, können eigene Zuchtprogramme durchgeführt werden. In jedem Fall müssen sie wissenschaftlich begleitet werden.
Mögliche Konsequenzen nach wissenschaftlicher Begleitung können sein:
Einige Zuchtprogramme sind in den Durchführungsbestimmungen „Zuchtprogram- me/Zuchtstrategien“ festgelegt.