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Timestamp: 2016-12-07 20:23:43
Document Index: 84121365

Matched Legal Cases: ['Art 12', 'Art 13', 'Art 14', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'EuG', 'Art 8', 'Art 10', 'Art 10', 'Art 10', 'Art 16', 'Art 18', 'Art. 41', 'Art. 6', 'Art. 6']

⭐AO. UNIV.-PROF. DR. WOLFGANG ZANKL. E-Commerce- und Internetrecht. Vorwort
AO. UNIV.-PROF. DR. WOLFGANG ZANKL. E-Commerce- und Internetrecht. Vorwort
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1 AO. UNIV.-PROF. DR. WOLFGANG ZANKL E-Commerce- und Internetrecht Vorwort Nachdem sich das Internet in den letzten Jahren wirtschaftlich als entscheidender Faktor des e-commerce etabliert hat, gewinnt es nun auch juristisch zunehmend an Bedeutung und alles vor allem die Vielzahl einschlägiger Judikatur innerhalb kürzester Zeit deutet darauf hin, dass sich diese Entwicklung in Hinkunft noch verstärken wird. Die normative Grundlage wird dabei vor allem von zivilrechtlichen Bereichen geprägt: Das gesamte online-shopping, Online-Auktionen, Rechtsqualität und Zugang von s, die volle Bandbreite der Leistungsstörungen (insb im Zusammenhang mit Gewährleistung, Garantie und Verzug), Konsumentenschutz sowie die schadenersatzrechtliche Haftung von Providern, Zertifizierungsdienstanbietern, Linksetzern usw gehören zum bürgerlichen Recht und bilden somit das Fundament des e-commerce. Auch die Probleme rund um das sog domain-grabbing haben zwar einen praktischen Schwerpunkt im Marken- und Wettbewerbsrecht, weisen aber im Hinblick auf das Namensrecht des 43 ABGB vor allem auch zivilrechtliche Implikationen auf. Die folgende Darstellung enthält daher ausführliche Erörterungen und Nachweise zu zivilrechtlichen Aspekten des Internet, mitsamt einer Einführung in die entsprechenden Grundlagen des bürgerlichen Rechts, behandelt aber auch alle anderen Rechtsgebiete, die im e-commerce eine Rolle spielen, insb Wettbewerbsrecht, Immaterialgüterrecht, Internationales Privat- und Verfahrensrecht, Gewerberecht, Medienrecht, Datenschutz, Notifikationsrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht und Steuerrecht.2 2 Literatur und Judikatur Die Literatur zum E-Commerce und Internetrecht ist mittlerweile unüberschaubar geworden, zumal sich die meisten Beiträge mit Details der verschiedenen Rechtsgebiete befassen, die von der Querschnittsmaterie betroffen sind. Ein guten und aktuellen Überblick bieten vor allem folgende Bücher: Gruber/Mader (Hg), Internet und e-commerce (2000) Hoeren, Grundzüge des Internetrechts (2001) Jahnel/Schramm/Staudegger (Hg), Informatikrecht (2000) Die (österreichische) Judikatur hatte sich zunächst ausschließlich mit Fragen des Domainrechts zu beschäftigen. In der Zwischenzeit sind aber weitere Entscheidungen ergangen, die zt noch unveröffentlicht an den entsprechenden Stellen des vorliegenden Online-Handbuchs berücksichtigt wurden und werden (regelmäßige updates).3 3 Inhaltsverzeichnis Vorwort... 1 Sachregister Teil: Einführung A. Internet und Recht B. Internet und juristische Implikationen seiner Entwicklung und Ausprägung I. Entwicklung II. Internetdienste Diskussionsgruppen FTP und Telnet Gopher world wide web C. E-Commerce und E-Government D. E-Commerce und E-Justiz E. E-Commerce und e-xistance F. E-Commerce und Gesetzgebung (Entwurf zum E-Commerce-Gesetz) I. Allgemeines II. Entwurf zum E-Commerce-Gesetz im einzelnen Teil: Vertragsrecht A. Allgemeines Vertragsrecht I. "Von Verträgen und Rechtsgeschäften überhaupt" ( 859 ff ABGB) Allgemeines II. Willenserklärung Allgemeines Auslegung III. Vertragsabschluss Allgemeines Vertragsabschluß unter Verwendung allgemeiner Geschäfts-bedingungen (AGB).. 40 IV. Vertragsabschluß durch Stellvertreter Allgemeines Voraussetzungen Sonderformen der Vollmacht Abgrenzungen Vertretung ohne Vollmacht Beendigung der Vollmacht V. Vertragsabschluß mit Voraussetzungsklauseln VI. Vertragserfüllung Leistungsgegenstand Leistungszeit ( 904) Leistungsort ( 905) Leistungsart ( 906 f) Reihenfolge (Leistung Zug-um-Zug) VII. Vertragsverletzung VIII. Vertragshindernisse Wurzelstörungen a.) mangelnde Geschäftsfähigkeit b) Dissens c) Formungültigkeit d) Gesetz- oder Sittenwidrigkeit ( 879 ABGB) e) Ursprüngliche Unmöglichkeit ( 878) f) Willensmängel Leistungsstörungen a) Nachträgliche Unmöglichkeit ( 920)... 524 4 b) Verzug c) Gewährleistung d) Verkürzung über die Hälfte ( 934 f) B. Vertragstypen I. Kauf ( 1053 ff) Allgemeines Besonderheiten a) Kreditkauf ( 1063) b) Drittfinanzierter Kauf c) Spezifikationskauf d) Vorbehaltskauf e) Vorkaufsrecht f) UN-Kaufrecht II Tausch ( 1045 ff) III. Schenkung ( 938 ff) IV. Verwahrungsvertrag ( 957 ff) V. Darlehen ( 983 ff)/kredit VI. Auftrag ( 1002 ff) VII. Werkvertrag ( 1165 ff) VIII. Leihe ( 971 ff) IX. Bestandvertrag ( 1090 ff) X. Dienstvertrag ( 1151 ff) XI. Bauträgervertragsgesetz BTVG C. Verbrauchergeschäfte I. Allgemeines II. Sondervorschriften für Verträge außerhalb von Geschäftsräumlichkeiten III. Besondere Geschäftsarten D. E-Commerce-Vertragsrecht I. Allgemeines Textierung Anmerkungen zur Umsetzung II. Fernabsatz III. Vertragsabschluss Allgemeines a.) Willenserklärung und "Computererklärung" b.) Angebot und Annahme c.) Zugang d.) Bindungswirkung Zurechnung Allgemeine Geschäftsbedingungen Form Vertragsabschluß durch Software-Agenten a. Exkurs: Juristische Implikationen künstlicher Intelligenz IV. Besondere Vertragsformen Vertragsabschluß bei Internet-Auktionen Verträge über den Erwerb von IT-Systemen a) Allgemeines b) Beratungs- und Wartungsverträge c) Leistungsstörungen d) Handelsrechtliche Besonderheiten Providerverträge a.) Access-Provider-Verträge b.) Hosting-Verträge c.) Application-Service-Provider-Verträge d.) Vertragsverletzungen e.) Content-Verträge Online-banking E-insurance5 5 V. Vertragskonnexe Materien Gewerberecht Steuerrecht a.) Hardware b.) Software c.) Direkter und indirekter e-commerce d.) Websites e.) Server und websites als Betriebsstätten VI. Vertragshindernisse Allgemeines Wurzelstörungen Leistungsstörungen VII. Vertragsfreiheit und elektronische Werbung VIII. Internationale Bezüge Teil: Verantwortlichkeit A. Allgemeine Grundsätze des Haftungsrechts I. Allgemeines Zurechnungsgründe a.) Schaden b.) Kausalität c.) Rechtswidrigkeit d.) Verschulden Schadenersatzleistung II. Besondere Haftungstatbestände ABGB a.) Sachverständigenhaftung ( 1299, 1300) b.) Haftung bei Ehrenbeleidigung c.) Weitere Tatbestände Sondergesetze a.) Amtshaftung b.) Organhaftung c.) Dienstnehmerhaftpflicht III. Gefährdungshaftung Produkthaftungsgesetz (PHG) GUG, 37 FBG und 453a Z 6 ZPO Weitere Gefährdungshaftungsbestimmungen B. Verantwortlichkeit im Internet I. Eigenes Fehlverhalten Haftung von Homepage-Betreibern a.) für fehlerhafte Information b.) für fehlerhafte downloads c.) Haftung für Meta-Tags d.) Haftung bei Übernahme fremder Web-Inhalte e.) content f.) websites Haftung von Zertifizierungsdiensteanbietern Verletzung von Immaterialgüterrechten (Urheberrecht, Patentrecht) und Wettbewerbsrechten a.) Musik ( napster ) b.) Datenbanken und Software c.) freie Werke d.) Mikrochips Haftung nach dem ZugangskontrollG Datenschutz Arbeitsrechtliche Verantwortlichkeit Medienrechtliche Verantwortlichkeit Strafrechtliche Verantwortlichkeit a.) Datenbeschädigung ( 126a StGB)6 6 b.) Betrügerischer Datenverarbeitungsmissbrauch ( 148a StGB) c.) Raubkopieren d.) Hacking e.) Virenverbreitung f.) allgemeine Tatbestände g.) Beitragstäterschaft (insb bei Internet-Providern) h.) Internationales Strafrecht II. Haftung für fremdes Fehlverhalten Haftung für Links Haftung für Ehrenbeleidigung Haftung der Domainverwaltungsstelle Providerhaftung a.) Allgemeines b.) Deutsche Rechtslage c) deliktische Haftung/Haftungsbeschränkungen der E-Commerce-RL aa.) Allgemeines (keine Überwachungspflichten) bb.) Reine Durchleitung (Art 12): Access Provider cc.) Caching (Art 13) dd.) Hosting (Art 14): Host Provider ee.) Content-Provider d.) vertragliche Haftung III. Haftungsausschlüsse vertragliche Ausschlüsse (disclaimer) a.) Geltungskontrolle b.) Inhaltskontrolle gesetzliche Ausschlüsse IV. Haftungsminderung (Mitverschulden) V. Wahrung der Verantwortlichkeit durch Aufsicht durch Verhaltenskodizes durch außergerichtliche Streitbeilegung durch Klagemöglichkeiten durch Sanktionen durch Notifikationspflichten Teil: Domain-Namensrecht A. Allgemeines B. Technische, administrative und juristische Aspekte C. Rechtsdurchsetzung D. Judikatur im einzelnen I. OGH Ob 36/98t jusline Sachverhalt Leitsatz aus der Begründung II. OGH Ob 105/99s jusline II Sachverhalt wie im Provisorialverfahren Leitsatz aus der Begründung III. OGH Ob 140/99p sattler.at Sachverhalt Leitsatz aus der Begründung IV. OGH Ob 180/99w (4 Ob 202/99f) Format Sachverhalt Leitsatz aus der Begründung V. OGH Ob 320/99h ortig Sachverhalt Leitsatz7 7 3. aus der Begründung VI. OGH Ob 158/00i Gewinn.at Sachverhalt Leitsatz aus der Begründung VII. OGH Ob 166/00s FPO.at Sachverhalt Leitsatz aus der Begründung VIII. OGH Ob 198/00x Bundesheer.at Sachverhalt Leitsatz aus der Begründung IX. OGH Ob 256/00a Steuerprofi.at Sachverhalt Aus der Begründung X. OGH Ob 327/00t cyta.at Sachverhalt Aus der Begründung XI. OGH Ob 316/00z immobilienring.at Sachverhalt Aus der Begründung XII. OGH Ob 39/01s rechnungshof.com Sachverhalt Leitsatz Aus der Begründung XIII. OGH Ob 123/01v dullinger.at Sachverhalt Leitsatz Aus der Begründung8 8 online... online... online Abgabenwesen absolut untauglicher Versuch Access-Provider30, 107, 163, 176, 177, 178, 179 Access-Provider Vertrag Advanced Research Project Agency. 18 AfA Aktionsplan zur Bekämpfung illegaler und schädlicher Inhalte in globalen Netzen Aktivierungsverbot Allgemeine Geschäftsbedingungen. 25, 73, 91 Allgemeine Vertrags- und Geschäftsbedingungen Angebot... 81, 82, 85 Anlagegut Annahme Anstiftung Anwaltschaft Application-Service-Provider-Vertrag Arbeitnehmerdaten ArbeitnehmerInnenschutzG Arbeitsrechtliche Fragen Arbeitsverfassungsgesetz Arbeitsvertragsrechts- Anpassungsgesetz Arbitration and Mediation Center ARPAnet Arzt attachment... 19, 162 Aufsicht Ausfallszeiten Ausschwitz-Lüge Austrian Rule automationsunterstützte Register AVG Bank BAO Behördenvernetzung Beihilfenschaft Beitragstäterschaft , 165, 167 Berufsrecht Beschimpfung Bestätigung Bestätigungsmail... 28, 73, 89 Bestellung Besteuerung von Werbung im Internet Best-Preis-Agentur Betriebsausgabe Betriebsrat Betriebsvereinbarung Betrug Bilanzierung von websites Bildschirmarbeit Bindungswirkung... 74, 89 Bit-Steuer Black-Box-Techniken browser Buchführungspflicht Bundesrechenzentrum GmbH Bürgschaftserklärung Bürgschaftsvertrag BV-G caching... 31, 180 carrier CD-Produktion CD-ROM-Produktion chat Chat-Forum Chatroom Chipkarte Community-shopping Computererklärung... 85, 90, 91, 120 Computer-Richtlinie Computersoftware-Erzeugung Computerstrafverfügung Content-Piraterie Content-Provider... 30, 176, 177, 183 Content-Vertrag cookies counter culpa in contrahendo Cyber-Kriminalität cyberspace Dataproviding Datawarehousing9 9 Datenbank , 116, 147, 150 Datenbeschädigung , 161 Datenschutz... 15, 26, 152, 154 Datenschutzgesetz , 156, 161 Datenschutzkommission Datenschutz-RL Datensicherung Datenverarbeiter Datenverarbeitungsmissbrauch , 161 Datenverwendung Dauerschuldverhältnis Deep-Link Dekompilierung direkter E-Commerce , 119 disclaimer Diskussionsforen Diskussionsgruppen domain grabbing , 191, 198, 202, 203, 204, 211 Domain Name System Domain-Name , 189 Domain-Namensrecht Domain-Vergabestelle Domainverwaltungsstelle Doppelbesteuerungsabkommen download...30, 117, 138, 146, 161, 185 Drittfinanzierer Druckmedien e-cash E-Commerce... 2, 20, 21 E-Commerce-Gesetz... 24, 72, 163 E-Commerce-RL... 25, 35, 70, 87, 115, 122, 167, 169, 170, 177, 178 e-dating E-Demokratie EDV-Beratung EDV-Seminar EDV-Unterstützung E-Government Ehrenbeleidigung E-insurance E-Justiz e-learning electronic publishing elektronische Akteneinsicht elektronische Ediktsdatei elektronische Erledigungen elektronische Kommunikation... 29, 87 elektronische Post elektronische Signatur elektronische Werbung elektronischer Parteien- und Eingabenverkehr elektronisches Anbringen , 113, 154, 155, 161, pflicht werbung EO e-person... 23, 102 Erklärungsirrtum ERV EStG EuGH , 187 Europäisches Patentübereinkommen European Database Directive E-Voting EVÜ e-xam e-xchange Exekutionsantrag e-xistance fair use , 140 Fälligkeitsregel Faxnachricht fehlerhafte Information Fernabsatz FernabsatzG Fernabsatz-Richtlinie Ferngespräch Fernkommunikationsmittel Fernmeldegeheimnis... 15, 154, 156 File Transfer Protocol Finanzdienstleistung FinanzOnline-Verordnung Finanzverwaltung Firmenbuch first come, first served , 191 Form Formatierung Formfreiheit Frames Framing Freie Werke fremdes Fehlverhalten FTP Gebrauchsmustergesetz Gebrauchsmusterschutz Gefährdungshaftung Gehilfe Geldausgabeautomat Geltungskontrolle Gentechnologie... 2410 10 Gerichtsstand Gerichtszuständigkeit geringwertiges Wirtschaftsgut Geschäftsirrtum Gewerbeberechtigung Gewerberegister Gewinnspiel Gewinnzusage GewO , 113, 154, 155 Gilder Glückspiel GOG Gopher Grundbuch Grundrecht Grundrecht auf Datenschutz Hacker... 91, 161 Hacking Haftung des Diensteanbieters Haftung von Homepage-Betreibern 136 Haftung von Zertifizierungsdienstanbietern Haftungsausschluß , 183, 184 Haftungsbeschränkung Halbleiterschutzgesetz Halbleiter-Topographie Handeln unter fremdem Namen Hardware , 116, 162 Hashwert Herkunftslandprinzip... 26, 35, 125 home-country control homepage , 142 homepage eines Anwalts homepages von Anwälten horizontales e-government Host Provider Hosting-Vertrag Host-Provider...30, 107, 163, 167, 176, 177 HTML Hyperlink... 20, 33 Hypertext Markup Language indirekter E-Commerce , 119 Individualsoftware , 117 Information Informationsanbieter Informationspflicht.. 25, 71, 77, 81, 122 Informationspflichten in contrahendo 80 Informationstechnologie Inhaltskontrolle Inline-Linking Interface Message Processor Internationales Strafrecht Internationales Vertragsrecht Internet Relay Chat... 19, 90 Internet Service Provider Austria Internet-Auktion Internetdienste Internet-Provider , 154, 163 Internetshopping Internetzugang im Büro Interoperabilität Investitionsfreibetrag IP-Adresse IPR ISPA IT-Beratungsvertrag IT-Kaufmann IT-System Jugendschutz Kartellrecht Kaufmannseigenschaft KfZ-Zulassung Kinderpornografie , 178 Klick-Wrap Klonen Kollisionsrecht kommerzielle Information Kontrahierungszwang Kopierschutzmechanismen Kreditinstitut Kreditkarte Kreditvertrag künstliche Intelligenz Layout legal e-xchange Legalitätsprinzip Leistungsstörungen , 121 link , 164 Linksammlung Mahnklage mailbox Mailing-Listen Mail-Server Manipulation Manipulation von Handys Mediengesetz , 157, 162 Medienstrafrecht Melderegister Menschenwürde , 186 meta-tag , 139 Mikrochips MILNET Miturheberschaft11 11 Mitverschulden Moore Moore sches Gesetz Motivirrtum MRK MSchG , 192, 204 Musikdownload Musikpiraterie Nachahmungsfreiheit , 149 Namensbestreitung napster , 145 Navigationsdesign Netiquette neue Medien , 157 Neuronavigation Newsgroups Nichterfüllung Notar Notariat NotifikationsG Notifikationspflicht nullum crimen sine lege... 77, 148 Oberste Zivilluftfahrtbehörde OECD-Ministerkonferenz OECD-Musterabkommen , 119 Online-banking , 160, 181 Online-Bestellung Online-Tageszeitung Online-Versteigerung , 119 Online-Werbung opting-in opting-out Passwort... 88, 91, 151 Patentschutz PatG PC-Steuer peer to peer Persönlichkeitsschutz PHG , 184 Playboy Pornografiegesetz Pornografische Darstellungen mit Minderjährigen pornografische Darstellungen mit Unmündigen Power-shopping Preisausschreiben Preisnachlaß print-on-demand private Nutzung des Internetzugangs programmbezogene Erfindungen Programmidee Programmierungsfehler Programmlogik Prothetik Provider Providerhaftung... 24, 25, 175, 177 Providervertrag Proxy-Server... 31, 180 Prozess-Prognosen-Programme (PPP) Prüfrichtlinien des Europäischen Patentamtes Publizieren im Internet Racheseiten Raubkopieren , 160 Realvertrag... 27, 72 Rechenzentrum Rechtsanwalt Rechtsdatenbank Rechtsinformationssystem (RIS) Rechtswahl Reglementierte Berufe remote-login Richtlinie 2000/12/EG über die Aufnahme und Ausübung der Tätigkeit der Kreditinstitute Richtlinie über den Fernabsatz von Finanzdienstleistungen Richtlinie über den Rechtsschutz von Datenbanken Richtlinien zur Berufsausübung Robinson-Listen... 27, 123 Roboter... 24, 102 Rücktrittsrecht Sachbeschädigung Schadenersatz , 154 Schädigungsvorsatz Schikaneverbot Schutzgesetz Screening-Programm... 35, 178 Scrollen Selbstmord Selbstmordforum... 32, 163, 182 Senderecht sensible Daten Server , 119, 153 Serverausfall Sex Sharesoftware Shrink-Wrap sichere Signatur Sicherheitspolizei12 12 Sicherungskopie Signatur Signaturgesetz... 94, 95, 143 Signatur-RL... 98, 99 Signaturverordnung... 92, 99, 187 Sitzstaatsprinzip SMS Software , 117, 147, 162 Software-Agenten Software-Piraterie , 160 Software-Source-Problem Software-Vertrieb sole source data Source-Code Speicherplatz SPG standardisierte mail-accounts Standardsoftware , 117 Stellvertretung Steuerberufe , 113 Steuerhoheit Steuerrecht , 115 StGB , 160 StPO Strafbarkeit Straftat Strafverfolgung Streitbeilegung Suchmaschine...26, 33, 139, 165, 170 Surface-Link Surfen TCP/IP Telearbeit Teledienstegesetz , 183 Telefax , 187 Telefon Telemarketing Telemedizin teleworking... 20, 155 Telnet Territorialitätsprinzip , 163 TKG , 141, 154 Top-Down-Auktion Top-Level-Domain transaktionsgenerierte Informationen Transmission Controll Protocoll/Internet Protocol Übertragungsfehler Üble Nachrede Unifom Domain Name Dispute Resolution Policy Universitätsserver UN-Kaufrecht unkörperliches Wirtschaftsgut Unterlassungspflicht Untersuchungs- und Rügeobliegenheit Urheberrechts-Richtlinie UrhG...146, 147, 148, 204, 210 Urteilsveröffentlichung US Copyright Act US-Department of Treasury UStG UWG...103, 140, 164, 191, 192, 197, 198, 199, 200, 201, 202, 203, 204, 205, 210, 211 Verbotsgesetz Verhaltenskodex... 15, 186 VerlautbarungsG Verletzung oder Auskundschaften eines Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisses Verleumdung Vermietung von Domain-Namen Verordnung betreffend die Erteilung des Luftverkehrsbetreiberzeugnisses Verordnung über den elektronischen Rechtsverkehr Verschlüsselung Versicherungsvertrag Verspottung Versuch vertikales e-government Vertragsabschluß Vertragsfreiheit Vertragsverletzung des Providers Vervielfältigungsrecht Verwaltung Verwaltungsinnovationsprogramm (VIP) Verwaltungsverfahren Verzinsung video-on-demand Viren , 185 Virenscanner Virenverbreitung virtuelle Emittenten virtueller Richter virtuelles Gut virtuelles Unternehmen voic -system... 76, 122 Vorsteuerabzug13 13 VStG WAP-Dienst Warnpflicht Wartungsvertrag Webdesigner web-hosting-vertrag Web-housing-Vertrag Web-logs Web-Magazin Webmaster website , 119, 142 Web-TV Weiterverlinken Werbebanner Werbung auf einer homepage Werkvertrag Wettbewerbsrecht Wiederbetätigung Wiederholungsgefahr word-stuffing World Intellectual Property Organisation world wide web... 19, 20 Wurzelstörungen Zertifikat... 99, 143 Zertifizierungsdienstanbieter95, 96, 143 ZPO Zugabe Zugang... 22, 74, 86 ZugangskontrollG Zulassungsfreiheit... 26, 113 ZulassungsstellenVO Zurechnung ZustellG Zwischenspeicherung14 14 1. Teil: Einführung A. Internet und Recht In den Anfängen des Internet war oft zu hören und zu lesen, dass es sich dabei um einen rechtsfreien Raum handelt. So wurde zb von Barlow 1 die Auffassung vertreten, dass der cyberspace als virtueller Raum der Netzkommunikation außerhalb der realen Welt situtiert sei und somit keinem Staat und keiner Sollensordnung zugeordnet werden könne. Dies stimmt freilich schon vom Ansatz her nicht, weil zumindest in absehbarer Zeit 2 im cyberspace ausschließlich natürliche und juristische Personen agieren, die ihrerseits Rechtsordnungen unterliegen, so dass die rechtlichen (und vor allem auch die grundrechtlichen 3 ) Dimensionen des Internet nicht von der Hand zu weisen sind. In diesem Sinne wird die Vorstellung vom Internet als rechtsfreiem Raum jetzt auch rundweg abgelehnt 4. Immerhin hat diese Sicht aber ursprünglich insofern eine gewisse Berechtigung gehabt, als das Internet wie noch genauer darzulegen sein wird (s unten II.) - aus einem militärischen (später akademischen) Netzwerk (der USA) hervorgegangen ist 5, in dem technische bzw wissenschaftliche Aspekte im Vordergrund standen und Rechtsfragen keine besondere Rolle gespielt haben. Mit der Kommerzialisierung des Internet im Laufe der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts sind aber juristische Fragestellungen aufgetaucht, die es erforderlich machten, das juristische Vakuum zu füllen. Dabei hat sich in manchen Bereichen gezeigt, dass sich viele Rechtsfragen online nicht anders als offline stellen und daher mit herkömmlichen Regeln und Gesetzen gelöst werden können. Auch im Spannungsfeld zwischen Recht, Moral und Sitte 6 hat es eine Parallelentwicklung im cyberspace gegeben. Es haben sich Regeln über die sog. Netiquette (Gepflogenheiten im Internet) und bestimmte Verhaltenskodizes 7 entwickelt, auf die nunmehr zt auch in den einschlägigen EU-Richtlinien Bezug genommen wird 8. Bei allen Parallelen, die es somit zu realen (nicht-virtuellen) Problemen und Bezügen des Rechts geben mag, ist auf der anderen Seite nicht zu 1 A Cyberspace Independance Declaration, 2 Zur Entwicklung von e-persons s unten S Vgl insb Art 8 MRK (Achtung des Privat- und Familienlebens, der Wohnung und des Briefverkehrs), Art 10 MRK (freie Meinungsäußerung), Art 10 StGG (Briefgeheimnis), Art 10a StGG (Fernmeldegeheimnis), 1 DSG (Grundrecht auf Datenschutz). 4 Zitate erübrigen sich, weil mittlerweile kaum eine Publikation zum Internetrecht ohne die Aussage beginnt, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist; vgl als pars pro toto Schmölzer, Strafrecht, in Jahnel/Schramm/Staudegger (Hg), Informatikrecht (2000) S zur Entwicklung II Vgl dazu Koziol/ Welser, Grundriss des bürgerlichen Rechts I 11 : Allgemeiner Teil, Sachenrecht, Familienrecht (2000) 2 f. 7 ZB jene der österreichischen Internet-Service Provider, vgl 8 Vgl zb Art 16 der E-Commerce-RL.15 15 verkennen, dass das Internet Entwicklungen mit sich gebracht hat, die faktisch neu und daher mit der lex lata nicht ohne weiteres in den Griff zu bekommen sind (waren). Zu denken ist zb an die Rechtsstellung (insb die Verantwortlichkeit) von Providern, die früher nicht existierten, so dass es dafür auch keine normativen Regelungen gab. Ein anderes Phänomen, das mit der Verbreitung des Internet juristische Beachtung fand, hängt mit dem Software-Source-Problem, also damit zusammen, dass nach verbreiteter Auffassung nicht so sehr das Recht, sondern die verwendete Software über die Kommunikationsmöglichkeiten im Cyerspace entscheide. Der nur dem Hersteller bekannte Source-Code manche verlangen diesbezüglich (wie bei Gesetzen) Publizität 9 stelle die Weichen im cyberspace 10. Diese Beobachtungen und Forderungen haben zumindest bei monopolistischen Anbietern einen gewissen Hintergrund (und erklären die entsprechende Vorgangsweise gegen Microsoft), eröffnen aber jedenfalls neue Dimensionen und Anforderungen an das Recht im Internet. Darüber hinaus ist nicht zu verkennen, dass das Internet per se Charakteristika aufweist, die ihm eine juristische Sonderstellung verschaffen: Ubiquität Dezentralisierung (Unkontrollierbarkeit/Unabschaffbarkeit) Informationsflut Dynamik Jeder dieser Punkte wirft Sonderprobleme auf, die es in Summe doch gerechtfertigt erscheinen lassen, das Internet zwar nicht als rechtsfreien, immerhin aber als einen rechtsinhomogenen Raum zu bezeichen: Aus der Ubiquität (1.) folgt eine Vielzahl einschlägiger Rechtsfragen, insb in Bezug auf internationales Privat- und Verfahrensrecht, die es in diesem Umfang bislang nicht gegeben hat, weil es früher nicht möglich war, innerhalb von Sekunden weltweit zu agieren. Die mit der Dezentralisierung des Internet (2.) verbundenen Fragen (es gibt keinen Zentralrechner, der kontrolliert oder gar abgeschaltet werden könnte, jeder kann von so gut wie jedem Punkt der Erde aus Information ins Netz stellen 11 ) äußern sich vor allem im Zusammenhang mit haftungsrechtlichen Szenarien. 9 DiBona/Ockman/Stone (Hg), Open Sources Voices from the Open Source Revolution (1999). 10 Lessing, Code: and other laws in cyberspace (1999); Mitchell, City of Bits (1995); vgl auch Jakob, Freiheit und Software, in Schweighofer/Menzel/Kreuzbauer (Hg), eperson (2001) 331; Risak, Die GNU-Lizenz und ihre Konsequenzen für Anwender und Entwickler, in Schweighofer/Menzel/Kreuzbauer, eperson Zu Grundbegriffen der Informationstechnologie in Bezug auf juristische Zusammenhänge Schramm, in Jahnel/Schramm/Staudegger (Hg), Informatikrecht (2000) 1 ff.16 16 Die für das Internet typische Informationsflut (3.) und die Geschwindigkeit, mit der Information übertragen und ausgetauscht wird (4), hat zu einer neuen Erscheinungsform verdünnter Willensfreiheit und damit zu neuen Schutzbedürfnissen geführt, denen zt (etwa durch das FernabsatzG und das E-Commerce-Gesetz) bereits Rechnung getragen wurde. Trotzdem ist das Internet aufgrund seiner dynamischen und rasanten Entwicklung 12 dem Recht immer einen Schritt voraus. Dies läßt sich auch mit den beiden Fundamentalgesetzen elektronischer Netzwerke erklären, die auf den Beobachtungen von Moore 13 und Gilder 14 beruhen. Das Moore sche Gesetz besagt (und ist empirisch bewiesen), dass sich die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Computern alle 18 Monate verdoppelt. Gilders Gesetz beruht auf der Prämisse, dass sich die Netzbandbreite, also die Menge an Information, die über Netzwerke übertragen werden kann, alle 12 Monate verdreifacht. Es liegt auf der Hand, dass herkömliche Normsetzungsmechanismen hier nicht mitkommen, was ua den Ruf nach e-government verstärkt, aber auch das Privatrecht vor enorme Anforderungen stellt, weil wie bereits erwähnt neuartige Schutzbedürfnisse zugunsten derjenigen entstehen, die von dieser Informationslawine überrollt werden. Charakterisch und zur Rechtsinhomogenität wesentlich beitragend ist schließlich auch, dass das Internet nicht nur grenz-, sondern auch fachüberschreitend ist: Es berührt als eine Art Querschnittsmaterie sämtliche Rechtsgebiete, was nicht nur die Rechtsfindung, sondern insb auch die umfassende Rechtsbearbeitung einschlägiger Sachverhalte erschwert. Den damit verbundenen Unsicherheiten soll das vorliegende Buch begegnen. Es unternimmt einen Streifzug durch jene Rechtsmaterien, die spezielle Implikationen in Bezug auf das Internet aufweisen, und ist dabei nicht streng nach Rechtsgebieten, sondern so gegliedert, dass es den praktischen Abläufen gerecht wird, die Internet-User typisch vorfinden. Dieser Aufbau beruht der interdisziplinären Charakeristik des Internet enstprechend auf keinem rechtstheoretischen, sondern auf einem pragmatischen Ansatz. Mit anderen Worten: Es werden nicht die einzelnen Rechtsgebiete der Reihe nach durchgegangen und internetspezifisch dargestellt, sondern praktische Gegebenheiten juristisch nachvollzogen. Am Anfang steht daher das Vertragsrecht: Wie und mit welchen Besonderheiten werden Verträge im Internet allgemein und Verträge über EDV-Systeme und mit Internet-Providern speziell abgeschlossen und erfüllt (unten B). Mit welchen Konsequenzen und 12 Vgl dazu auch B. Schauer, Trends im e-commerce, in Schweighofer/Menzel/Kreuzbauer (Hg), eperson Progress in Digital Intergrated Electronics, in Rhodes, Visions of Technology (1999) Fiber Keeps its Promisse, Forbes ASAP, Februar 1997.17 17 Verantwortlichkeiten ist bei Aktivitäten im Internet zu rechnen (B). Der Bogen der dabei zu untersuchenden Aspekte spannt sich von schadenersatzrechtlicher Haftung im allgemeinen, über Spezialfragen zb in Bezug auf linking, meta-tagging und providing, bis zu steuerrechtlichen Konsequenzen und straf-, datenschutz-, immaterialgüterrechtlicher Verantwortlichkeit uvm. Schließlich ist in puncto Domain-Namensrecht - unter ausführlicher Darstellung der Judikatur, die in diesem Bereich sehr früh eingesetzt hat und nun umfangreich vorliegt - zu klären, was gilt, wenn man das Internet selbst aktiv nützen und sich durch eine homepage präsentieren und/oder am e-commerce beteiligen will (D). Diese Punkte werden unter verschiedensten und fächerübergreifenden Aspekten dargestellt, wobei dem allgemeinen Privatrecht (Zivilrecht) im e-comerce als wesentlichem Teilbereich des Internetrechts insofern eine besondere Rolle zukommt, als es wie auch im realen Geschäftsleben die juristische Grundlage bildet, auf der spezielle Bereiche des Privatrechts wie etwa das Wettbewerbs- und Immaterialgüterrecht aufbauen. Diesem Aspekt wird dadurch Rechnung getragen, dass den Kapiteln über das Vertragsrecht und jenen über die Verantwortlichkeit im Internet eine Einführung in die entsprechenden zivilrechtlichen Grundlagen vorangestellt werden. B. Internet und juristische Implikationen seiner Entwicklung und Ausprägung I. Entwicklung Das Internet hat sich während der Zeit des Kalten Krieges aus dem Bedürfnis der USA entwickelt, ein militärisches Kommunikationsnetzwerk zu schaffen, das auch dann noch funktionsfähig ist und den Datentransfer ermöglicht, wenn einzelne Netzverbindungen durch atomare oder sonstige kriegerische Gewaltanwendungen zerstört werden. Dieser Ansatz erklärt, warum das Internet keinen Zentralrechner hat, sondern auf einem System unabhängig voneinander arbeitender Rechner beruht, in dem jeder Rechner mit jedem anderen kommunizieren kann. Vor diesem Hintergrund initiierte das amerikanische Verteidigungsministerium 1969 das Forschungsprojekt ARPAnet (Advanced Research Project Agency). Zu diesem Zweck wurden IMPs entwickelt (Interface Message Processor), welche die Daten der verschiedenen Rechner im Jahre 1971 waren es 23 - in ein maschinenunabhängiges Format brachten, das für alle Rechner nutzbar war. Die Voraussetzungen für die heutige Erscheinungsform des Internet waren damit geschaffen. Zunächst wurden akademische Netze angeschlossen, in der Folge das ARPAnet ausgegliedert und als MILNET weiterbetrieben, bis schließlich in den neunziger Jahren die kommerzielle Erschließung erfolgte. Zuvor wurde noch ein eigener Kommunikationsmodus erforderlich, der in Form des18 18 Datenübertragungsprotokolles TCP/IP (Transmission Control Protocol/Internet Protocol) erfolgte. Die geschilderte Entwicklung hat insofern auch juristische Implikationen, als sie erklärt, warum das Internet lange Zeit für einen rechtsfreien Raum gehalten wurde. In einem militärischen oder akademischen Netzwerk spielen rechtliche Rahmenbedingungen naturgemäß nur eine untergeordnete Rolle. II. Internetdienste Das Internet ist nicht identisch mit dem world wide web (www), sondern umfasst mehrere Funktionen, zu denen auch das www zählt, das allerdings immer stärker in den Vordergrund tritt und die übrigen Dienste gewissermassen überlagert. Im einzelnen sind dies folgende, die jeweils besondere juristische Besonderheiten mit sich bringen: 1. Die electronic mail ist mittlerweile der meistgenutzte Dienst des Internet und erlaubt es, Texte mitsamt sog attachments, die in Text-, Bild- oder Videodateien bestehen können, zu versenden und zu empfangen. Die Übertragung dauert (weltweit) meist nur wenige Sekunden und hat zu einer Fülle von Rechtsfragen geführt (vor allem im Zusammenhang mit Vertragsabschlüssen per , dazu unten III. Vertragsabschluß.) 2. Diskussionsgruppen Diese existieren in verschiedenen Formen. Bei sog Mailing-Listen werden nach vorhergehender Anmeldung Beiträge an einen zentralen Rechner geschickt und von dort an alle Beteiligten versandt. Newsgroups sind hingegen offen. Findet die Kommunikation in Echtzeit statt, spricht man von Internet Relay Chat (IRC), kurz chat. Die juristische Bedeutung dieser Dienste ist relativ gering, da sie hauptsächlich dem Informationsaustausch dienen, allenfalls können Probleme bei rechtsgeschäftlicher Kommunikation im chat auftreten (dazu unten). 3. FTP und Telnet FTP (File Transfer Protocol) dient der Übertragung oder Abrufung von Dateien eines Rechners auf einen anderen, wodurch es ermöglicht wird, auf einen fremden Rechner zuzugreifen (wichtig vor allem bei Lieferung von Sharesoftware, zum Erwerb von Software, unten ).19 19 Der Telnet-Nutzer kann sich durch remote-login in einen fremden Computer einklinken, was ua bei teleworking (dazu unten ) und dann relevant sein kann, wenn man Software verwenden will, die auf dem eigenen Computer nicht funktioniert. 4. Gopher Das Gophernetz erlaubt es, Textdateien aufzurufen (zb die Texte amerikanischer Gesetze unter gopher://gopher.law.cornell.edu), kann aber hier außer Betracht bleiben, weil es hauptsächlich im akademischen Bereich Verwendung findet und im Begriff ist, vom www verdrängt zu werden. 5. world wide web Das world wide web (www) ist der bekannteste Internetdienst. Er wird durch browser (Navigationsprogramme) erschlossen, die durch die für das www charakteristischen Hyperlinks (unmittelbare Verbindungen zwischen websites) das Surfen ermöglichen. Die Programmierung von Inhalten im www erfolgt durch HTML (Hypertext Markup Language). Die juristischen Implikationen des www sind so vielfältig wie das weltweite Netz selbst (s oben..) und stehen im Vordergrund der Darstellungen des vorliegenden Handbuchs. C. E-Commerce und E-Government Literatur: Bichler/Kaukal/Werthner, Elektronische Märkte Ein neuer Trend in der betrieblichen Beschaffung, in Schweighofer/Menzel (Hg), E-Commerce und E- Government (2000) 13; Feik, EDV/ADV und Verwaltungsrecht ausgewählte Probleme, in Jahnel/Schramm/Staudegger (Hg), Informatikrecht (2000) 189; Weninger, FinanzOnline im Echtbetrieb, ÖStZ 1998, 162; Aichholzer, Zukünftige Leistungsmodelle im Rahmen von E-Government, in Schweighofer/Menzel (Hg), Auf dem Weg zur eperson (2001) 241; Elsas, E-Government in Deutschland Version 2.001, 231; Holenstein/Suter, Der Stand der E-Government Projekte in der Schweiz 235; Menzel, E-Voting an österreichischen Hochschulen 281; Mikus, SV-Chipkarte Auf dem Weg zur elektronischen Verwaltung 35; Posch, Bürgerkarte Infrastruktur für E-Government 25; Reichstädter, Der elektronische Studentenausweis 39; Schefbeck, Aktuelle Trends in der E-Demokratie 293; Schreiner, Wahlen per Mausklick rechtliche Überlegungen zum I-Voting 259; Wimmer, E-Government im Trend der Verwaltungsinformatik 249; Wolff, Erfahrungen mit der Einführung von E-Voting- Systemen 268 (alle in Schweighofer/Menzel, Auf dem Weg zur eperson 2001). E-Commerce ist die Automatisierung von Geschäftstransaktionen durch die Verwendung von Informations- und Kommunikationstechnologie 15 : electronic commerce is the ability to perform transactions involving the exchange of goods and services between two or more parties using 15 Bichler/Kaukal/Werthner in Schweighofer/Menzel (Hg), E-Commerce und E-Government 13.20 20 electronic tools and techniques (US-Department of Treasury, Selected Tax Policy Implications of Global Electronic Commerce, ). E-Government ist die logische Fortsetzung von E-Commerce - und damit ein weiterer Schritt auf dem Weg der oben geschilderten Entwicklung des Internet; denn die ursprünglich im militärischen, dann im akademischen und schließlich im kommerziellen Bereich ent- und fortentwickelten Strukturen elektronischer Information, Kommunikation und Transaktion lassen sich auch im Bereich der öffentlichen Verwaltung anwenden. Die Gemeinsamkeiten zwischen E-Commerce und E-Government bestehen dabei vor allem in Optimierungseffekten: Genauso wie es im kommerziellen Bereich schneller und effektiver ist, elektronisch zu kommunizieren, sich entsprechende Informationen zu beschaffen und (rechtsgeschäftliche) Transaktionen abzuwickeln, erleichtern die modernen Technologien auch den Verwaltungsverkehr zwischen den Behörden auf der einen Seite (horizontales e-government) und den Informations- und Parteienverkehr zwischen Behörden und Bürgern auf der anderen Seite (vertikales e-government). So gesehen, geht es auch im Bereich des e-government letztlich darum, das Potential elektronischer Medien und Informationstechnologien verstärkt zu nützen. Auf der anderen Seite ist freilich nicht zu verkennen, dass e-government zum Unterschied von e-commerce von politischen Faktoren im allgemeinen und demokratiepolitischen Aspekten im besonderen geprägt ist. Die im e-commerce etablierten Mechanismen beruhen demgegenüber auf marktwirtschaftlichen Gegebenheiten. Sie können daher zwar strukturell als Vorbild dienen, nicht aber 1:1 auf den Bereich der öffentlichen Verwaltung übertragen werden. Dies gilt insbesondere auch für bestimmte Elemente des Internet. Vor allem die charakteristische Dezentralisierung und Deregulierungstendenz muß im Bereich des e- government in den Hintergrund treten; dies einerseits aus formaljuristischen Gründen (Legalitätsprinzip: die gesamte Verwaltung darf gem Art 18 BV-G nur aufgrund der Gesetze ausgeübt werden), andererseits auch deshalb, weil eine demokratiepolitisch legitimierbare Nutzung des Internet im Bereich der öffentlichen Verwaltung auch eine gewisse Lenkung in die Richtung voraussetzt, dass alle Bürger zu gleichen und überschaubaren Bedingungen partizipieren können. Die Informationskanäle müssen daher offen sein und können nicht nach marktwirtschaftlichen Prinzipien (zb first come, first served) organisiert werden. Eine zentrale Rolle spielt in diesem Zusammenhang auch der Umstand, dass der öffentlich-rechtliche Bereich anders als die Grundstrukturen des e-commerce - als nicht von privatautonomen Kriterien geprägt ist. Es kann daher zb nicht der einzelnen Behörde 16 Mehr anzeigen
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