Source: https://www.anwalt24.de/urteile/bverfg/2011-03-16/1-bvr-441_11
Timestamp: 2017-11-24 20:34:22
Document Index: 387747993

Matched Legal Cases: ['§ 325', '§ 325', '§ 325', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 12', 'Art. 14', '§ 325']

BVerfG, 16.03.2011 - 1 BvR 441/11 - Rechtfertigung von Grundrechtseingriffen durch die mit der Offenlegung in § 325 Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) verfolgten Zwecke | anwalt24.de
Beschl. v. 16.03.2011, Az.: 1 BvR 441/11
Rechtfertigung von Grundrechtseingriffen durch die mit der Offenlegung in § 325 Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) verfolgten Zwecke
Referenz: JurionRS 2011, 14237
Aktenzeichen: 1 BvR 441/11
LG Bonn - 03.02.2011 - AZ: 34 T 1859/10
unmittelbar gegenden Beschluss des Landgerichts Bonn vom 3. Februar 2011 - 34 T 1859/10 -,
mittelbar gegen § 325 Abs. 1 HGB
Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung ihrer verfassungsmäßigen Rechte aus Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 (informationelle Selbstbestimmung), Art. 12 Abs. 1 und Art. 14 GG.
Das Bundesverfassungsgericht hat bereits mehrfach entschieden, dass mögliche Eingriffe in die Grundrechte durch die mit der Offenlegung in § 325 Abs. 1 HGB verfolgten, in erheblichem Allgemeininteresse liegenden Zwecke eines effektiven Schutzes des Wirtschaftsverkehrs durch Information der Marktteilnehmer und einer Kontrollmöglichkeit der betroffenen Gesellschaften vor dem Hintergrund deren nur beschränkter Haftung jedenfalls gerechtfertigt sind (vgl. BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 11. März 2009 - 1 BvR 3413/08 -, [...]; Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 10. September 2009 - 1 BvR 1636/09 -, [...]; Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 1. Februar 2011 - 2 BvR 1236/10 -, [...] = NJW 2009, S. 2588 = NZG 2009, S. 874 [BVerfG 11.03.2009 - 1 BvR 3413/08]; siehe auch BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 11. Februar 2009 - 1 BvR 3582/08 -, [...] = NZG 2009, S. 515 [BVerfG 11.02.2009 - 1 BvR 3582/08]). Mit dieser verfassungsgerichtlichen Rechtsprechung setzt sich die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin ebenso wenig auseinander wie mit der Begründung der angegriffenen Entscheidung des Landgerichts.