Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20121116_OGH0002_0060OB00229_11M0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-02-16 23:03:30
Document Index: 76569541

Matched Legal Cases: ['OGH', '§1', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 37', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 97', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 8', 'OGH', 'OGH', '§ 838', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 838', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 97', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 838', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§37', '§ 9', 'OGH', 'OGH', '§ 1098', '§ 9', '§ 8', '§ 37', '§ 9', '§ 8', '§ 9', '§ 8', '§ 18', '§ 9', '§ 9', 'OGH', 'OGH', '§ 9', '§ 37', '§ 9', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§37', 'OGH', '§ 37', '§ 77', 'OGH', 'OGH', '§ 83', '§ 20', '§ 9', '§ 9', '§ 20', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 50', '§ 50', '§ 9', '§ 50', '§ 477', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 37', '§ 9', '§ 9', '§ 37', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 22', '§ 37', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 37', '§ 22', '§ 9', '§ 9', '§ 8', '§ 37', '§ 37', '§ 39', '§ 22', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 50', '§ 477', '§ 513', '§ 51', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 6Ob229/11m - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 7Ob275/55 7Ob362/57 6Ob...
RS0013639
7Ob275/55; 7Ob362/57; 6Ob201/61; 7Ob156/62; 7Ob122/65; 7Ob321/65; 3Ob20/65; 4Ob509/70; 1Ob126/71; 1Ob72/73; 8Ob151/73; 4Ob574/74; 6Ob241/74; 7Ob257/75; 3Ob555/76; 1Ob712/76; 1Ob694/76; 6Ob683/78; 5Ob574/79; 5Ob6/81; 7Ob520/82; 6Ob797/81; 5Ob26/82; 7Ob552/83; 5Ob8/83; 5Ob591/84; 5Ob20/85; 1Ob519/87; 4Ob562/87; 6Ob654/87; 5Ob56/89 (5Ob57/89); 6Ob621/90; 1Ob534/92; 4Ob537/95 (4Ob1586/95); 10Ob1515/96; 1Ob2117/96x; 1Ob2387/96b; 4Ob2227/96w; 4Ob141/97g; 4Ob351/97i; 5Ob469/97z; 5Ob497/97t; 9Ob336/98x; 1Ob202/00p; 8Ob91/01t; 1Ob219/01i; 5Ob170/01p; 6Ob66/02b; 1Ob137/02g; 7Ob135/02g; 4Ob19/03b; 5Ob211/03w; 10Ob25/06h; 5Ob96/06p; 8Ob54/07k; 4Ob76/07s; 3Ob187/07g; 2Ob183/07m; 5Ob156/08i; 5Ob241/08i; 4Ob56/09b; 5Ob41/09d; 6Ob98/09v; 5Ob26/10z; 6Ob182/10y; 6Ob233/10y; 1Ob117/10b; 5Ob189/10w; 5Ob40/11k (5Ob51/11b); 1Ob123/11m; 10Ob85/11i; 8Ob111/11y; 4Ob98/12h; 9Ob30/12w; 2Ob71/12y; 6Ob229/11m; 9Ob7/12p; 1Ob144/12a; 1Ob39/13m; 6Ob203/12i; 9Ob18/13g; 1Ob82/13k; 4Ob91/13f; 1Ob173/13t; 5Ob186/13h; 5Ob106/14w; 5Ob109/14m; 1Ob135/14f; 5Ob121/14a; 7Ob189/14s; 1Ob204/14b; 5Ob200/14v; 1Ob26/15b; 2Ob160/14i; 3Ob168/15z; 1Ob35/16b; 1Ob66/16m; 7Ob143/16d; 7Ob169/16b; 7Ob131/16i; 3Ob45/17i; 4Ob233/16t; 1Ob235/16i; 8Ob96/17a; 2Ob12/17d; 1Ob187/17g; 2Ob127/17s; 9Ob4/19g; 5Ob98/19a; 6Ob162/19w
AußStrG 2005 §1 A1
Für die Frage, ob über ein Begehren im außerstreitigen Verfahren oder im Prozess zu entscheiden ist, kommt es auf den Inhalt des Begehrens, nicht aber darauf an, ob das Begehren selbst begründet ist. Die Einwendung des Mangels eines Miteigentumsrechtes kann nur zur Abweisung des Antrages als sachlich nicht begründet führen.
7 Ob 275/55
Entscheidungstext OGH 08.06.1955 7 Ob 275/55
7 Ob 362/57
Entscheidungstext OGH 30.10.1957 7 Ob 362/57
6 Ob 201/61
Entscheidungstext OGH 24.05.1961 6 Ob 201/61
nur: Für die Frage, ob über ein Begehren im außerstreitigen Verfahren oder im Prozess zu entscheiden ist, kommt es auf den Inhalt des Begehrens, nicht aber darauf an, ob das Begehren selbst begründet ist. (T1)
7 Ob 156/62
Entscheidungstext OGH 09.05.1962 7 Ob 156/62
7 Ob 122/65
Entscheidungstext OGH 26.05.1965 7 Ob 122/65
nur T1; Beisatz: Die Einwendung des Beklagten Miteigentümer zu sein, kann nicht zur Zurückweisung der Klage wegen Unzulässigkeit des Rechtsweges führen, sondern nur zur Abweisung des Klagebegehrens. (T2)
Veröff: MietSlg 17735
7 Ob 321/65
Entscheidungstext OGH 10.11.1965 7 Ob 321/65
nur T1; Beisatz: Ehegatten streiten um Zimmerschlüssel. (T3)
Veröff: MietSlg 17055
3 Ob 20/65
Entscheidungstext OGH 24.02.1965 3 Ob 20/65
nur T1; Beisatz: Strebt der klagende Hälfteeigentümer nach den Behauptungen in seiner auf § 37 EO gestützten und gegen die Räumungsexekution seitens des anderen Hälfteeigentümers gerichteten Klage nicht eine Benützungsregelung der gemeinsamen Sache an, sondern wendet er gegen die Räumungsexekution ein, dass er die Wohnung auf Grund seines Miteigentumsrechtes benützt, so ist für diese Einwendung der ordentliche Rechtsweg zulässig. (T4)
Veröff: MietSlg 17736
4 Ob 509/70
Entscheidungstext OGH 03.02.1970 4 Ob 509/70
nur T1; Veröff: MietSlg 22585
1 Ob 126/71
Entscheidungstext OGH 24.06.1971 1 Ob 126/71
nur T1; Veröff: MietSlg 23614
1 Ob 72/73
Entscheidungstext OGH 18.04.1973 1 Ob 72/73
nur T1; Veröff: MietSlg 25494
8 Ob 151/73
Entscheidungstext OGH 25.09.1973 8 Ob 151/73
6 Ob 241/74
Entscheidungstext OGH 06.02.1975 6 Ob 241/74
7 Ob 257/75
Entscheidungstext OGH 05.12.1975 7 Ob 257/75
nur T1; Veröff: MietSlg 28539
3 Ob 555/76
Entscheidungstext OGH 25.05.1976 3 Ob 555/76
1 Ob 694/76
Entscheidungstext OGH 06.10.1976 1 Ob 694/76
Auch; nur T1; Beisatz: Es ist von den Behauptungen des Klägers auszugehen und grundsätzlich nicht von Bedeutung, welche Einwendungen der Beklagte diesbezüglich erhebt. (T5)
6 Ob 683/78
Entscheidungstext OGH 21.09.1978 6 Ob 683/78
5 Ob 574/79
Entscheidungstext OGH 12.06.1979 5 Ob 574/79
Auch; Veröff: SZ 54/129 = EvBl 1982/61 S 211 = MietSlg 33574(19)
7 Ob 520/82
Entscheidungstext OGH 11.02.1982 7 Ob 520/82
6 Ob 797/81
Entscheidungstext OGH 21.04.1982 6 Ob 797/81
Auch; nur T1; Beisatz: Diese für das Miteigentum entwickelten Grundsätze gelten auch für die Gesellschaft bürgerlichen Rechte. (T6)
5 Ob 26/82
Entscheidungstext OGH 18.05.1982 5 Ob 26/82
Auch; nur T1; Veröff: EvBl 1982/196 S 661 = MietSlg 34551 = MietSlg 34706(18)
5 Ob 8/83
Entscheidungstext OGH 15.03.1983 5 Ob 8/83
nur T1; Beisatz: Rechtssachen, die nicht ausdrücklich oder doch unzweifelhaft schlüssig ins außerstreitige Verfahren verwiesen sind, gehören auf den streitigen Rechtsweg. (T7)
5 Ob 591/84
Entscheidungstext OGH 16.10.1984 5 Ob 591/84
nur T1; Beis wie T7; Veröff: MietSlg 37493 = MietSlg 37714 = MietSlg 37493(15)
1 Ob 519/87
Entscheidungstext OGH 18.02.1987 1 Ob 519/87
4 Ob 562/87
Entscheidungstext OGH 15.09.1987 4 Ob 562/87
Auch; Beisatz: Es ist von den Behauptungen des Antragstellers, nicht aber von den Einwendungen des Antragsgegners oder den Feststellungen auszugehen, die das Gericht auf Grund der durchgeführten Beweise trifft. Macht ein Antragsteller nach seinen Behauptungen einen Anspruch mit Recht im Außerstreitverfahren geltend und stellt sich dann heraus, dass die Voraussetzungen dafür fehlen, dann ist das Begehren im Außerstreitverfahren, wenn auch abschlägig, zu erledigen. (T8)
6 Ob 654/87
Entscheidungstext OGH 08.10.1987 6 Ob 654/87
6 Ob 621/90
Entscheidungstext OGH 12.07.1990 6 Ob 621/90
Veröff: SZ 63/135 = JBl 1991,322 = ÖA 1991,109
1 Ob 534/92
Entscheidungstext OGH 22.10.1992 1 Ob 534/92
Auch; Beis wie T8 nur: Es ist von den Behauptungen des Antragstellers, nicht aber von den Einwendungen des Antragsgegners oder den Feststellungen auszugehen, die das Gericht auf Grund der durchgeführten Beweise trifft. (T9)
Veröff: SZ 68/169
nur T1; Beis wie T5; Beis wie T8; nur: Macht ein Antragsteller nach seinen Behauptungen einen Anspruch mit Recht im Außerstreitverfahren geltend und stellt sich dann heraus, dass die Voraussetzungen dafür fehlen, dann ist das Begehren im Außerstreitverfahren, wenn auch abschlägig, zu erledigen. (T10)
Beisatz: Ob über einen konkreten Rechtsschutzantrag im streitigen oder außerstreitigen Verfahren zu entscheiden ist, ist nicht nach der von der Partei bezeichneten Verfahrensart, sondern nach dem Wortlaut des Entscheidungsbegehrens, aber auch den zu seiner Begründung vorgebrachten Sachverhaltsbehauptungen zu beurteilen. (T11)
Auch; Beisatz: Nur von den Klagebehauptungen beziehungsweise vom Vorbringen des Antragstellers ist auszugehen. (T12)
1 Ob 2387/96b
Entscheidungstext OGH 16.12.1996 1 Ob 2387/96b
Vgl; nur T1; Beis wie T12; Beisatz: Erhebt jedoch der Beklagte - wie hier - die Einrede der Unzulässigkeit des streitigen Rechtswegs, ist der Entscheidung darüber das Ergebnis des kontradiktorischen Verfahrens zugrunde zu legen. (T13)
4 Ob 2227/96w
Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2227/96w
4 Ob 141/97g
Entscheidungstext OGH 13.05.1997 4 Ob 141/97g
Auch; nur: Für die Frage, ob über ein Begehren im außerstreitigen Verfahren oder im Prozess zu entscheiden ist, kommt es auf den Inhalt des Begehrens an. (T14)
4 Ob 351/97i
Entscheidungstext OGH 25.11.1997 4 Ob 351/97i
5 Ob 469/97z
Entscheidungstext OGH 09.12.1997 5 Ob 469/97z
Auch; nur T1; Beis wie T5; Beis wie T11
9 Ob 336/98x
Entscheidungstext OGH 20.01.1999 9 Ob 336/98x
1 Ob 202/00p
Entscheidungstext OGH 29.08.2000 1 Ob 202/00p
Auch; Beis wie T7; Beisatz: Maßgebend für die Bestimmung der Art des Rechtswegs sind der Wortlaut des Begehrens und die zu seiner Begründung vorgebrachten Sachverhaltsbehauptungen. Dabei ist vor allem der innere Zusammenhang des jeweils geltend gemachten Anspruchs mit einer entweder in die streitige oder in die außerstreitige Gerichtsbarkeit verwiesenen Materie von Bedeutung. (T15)
Beisatz: Zwischen dem Anspruch auf Zahlung eines bestimmten monatlichen Unterhaltsbeitrags und dem Verzugszinsenanspruch besteht ein gesetzlicher Sachzusammenhang, der für die Bestimmung der Rechtsnatur beider Ansprüche ausschlaggebend ist. (T16)
Veröff: SZ 73/129
8 Ob 91/01t
Entscheidungstext OGH 10.05.2001 8 Ob 91/01t
Auch; Beis wie T15 nur: Maßgebend für die Bestimmung der Art des Rechtswegs sind der Wortlaut des Begehrens und die zu seiner Begründung vorgebrachten Sachverhaltsbehauptungen. (T17)
1 Ob 219/01i
Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 219/01i
nur T1; Beis wie T5; Beis wie T12; Beisatz: Unmaßgeblich sind dagegen die Einwendungen des Antragsgegners oder amtliches Wissen. (T18)
Veröff: SZ 74/180
Auch; nur T1; Beis wie T7; Beis wie T11 nur: Ob über einen konkreten Rechtsschutzantrag im streitigen oder außerstreitigen Verfahren zu entscheiden ist, ist nach dem Wortlaut des Entscheidungsbegehrens, aber auch den zu seiner Begründung vorgebrachten Sachverhaltsbehauptungen zu beurteilen. (T19)
6 Ob 66/02b
Entscheidungstext OGH 18.04.2002 6 Ob 66/02b
1 Ob 137/02g
Entscheidungstext OGH 13.08.2002 1 Ob 137/02g
nur T1; Beis wie T5; Beis wie T18
Auch; nur T1; Beis wie T9; Beis wie T18
4 Ob 19/03b
Entscheidungstext OGH 18.02.2003 4 Ob 19/03b
5 Ob 211/03w
Entscheidungstext OGH 11.11.2003 5 Ob 211/03w
Auch; nur T14; Beis ähnlich wie T7; Beis ähnlich wie T17; Beis ähnlich wie T19
5 Ob 96/06p
Entscheidungstext OGH 03.10.2006 5 Ob 96/06p
Beis wie T15; Beis wie T19; Beis wie T7
8 Ob 54/07k
Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 Ob 54/07k
Auch; Beis wie T19; Beisatz: Ohne Einfluss ist es hingegen, was der Gegner einwendet und ob der behauptete Anspruch begründet ist. (T20)
Beisatz: Hier: Im streitigen Verfahren durchzusetzende Vereinbarung im Sinne des § 97 Abs 2 EheG. (T21)
4 Ob 76/07s
Entscheidungstext OGH 22.05.2007 4 Ob 76/07s
Auch; nur T1; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T18
Auch; nur T14; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Aufteilungsverfahren. (T22)
Auch; nur T1; Beis wie T12; Beis wie T17; Beis wie T20
5 Ob 156/08i
Entscheidungstext OGH 21.10.2008 5 Ob 156/08i
Vgl; Beis wie T15 nur: Für die Beurteilung der zulässigen Verfahrensart sind der Wortlaut des Entscheidungsbegehrens und die zu seiner Begründung vorgebrachten Sachverhaltsbehauptungen maßgebend. (T23)
Beisatz: Somit ist letztlich immer der konkrete Wortlaut eines verfahrenseinleitenden Schriftsatzes maßgeblich, sodass sich eine verallgemeinerungsfähige Auslegungsregel nicht herstellen lässt. (T24)
Vgl; Beis wie T23; Beisatz: Fragen der Sachlegitimation oder der Schlüssigkeit eines Rechtsschutzbegehrens haben mit der zulässigen Verfahrensart oder überhaupt der Zulässigkeit des Rechtsschutzantrags nichts zu tun. (T25)
4 Ob 56/09b
Entscheidungstext OGH 14.07.2009 4 Ob 56/09b
Veröff: SZ 2009/93
Vgl; Beis ähnlich wie T15; Beis ähnlich wie T19
5 Ob 26/10z
Entscheidungstext OGH 25.03.2010 5 Ob 26/10z
Vgl; Beis wie T25; Beisatz: Amtliches Wissen bleibt außer Betracht. (T26)
6 Ob 233/10y
Entscheidungstext OGH 17.12.2010 6 Ob 233/10y
nur T14; Beis ähnlich wie T7
Auch; nur T1; Beis wie T11; Beis wie T15; Beis wie T17
Vgl auch; Beisatz: Hier: Duldungsanspruch nach § 8 Abs 2 MRG. (T27)
Auch; Beis ähnlich wie T15; Beis wie T23
1 Ob 123/11m
Entscheidungstext OGH 13.10.2011 1 Ob 123/11m
Auch; Beis wie T8; Beis wie T16; Beis wie T17
8 Ob 111/11y
Entscheidungstext OGH 20.12.2011 8 Ob 111/11y
Auch; Beisatz: Hier: § 838a ABGB. (T28)
Beis wie T15; Beis wie T20
9 Ob 30/12w
Entscheidungstext OGH 22.08.2012 9 Ob 30/12w
2 Ob 71/12y
Entscheidungstext OGH 30.08.2012 2 Ob 71/12y
Auch; nur T14; Veröff: SZ 2012/84
1 Ob 144/12a
Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 144/12a
1 Ob 82/13k
Entscheidungstext OGH 18.07.2013 1 Ob 82/13k
4 Ob 91/13f
Entscheidungstext OGH 27.08.2013 4 Ob 91/13f
Auch; nur T1; Beis wie T19
1 Ob 173/13t
Entscheidungstext OGH 17.10.2013 1 Ob 173/13t
5 Ob 186/13h
Entscheidungstext OGH 27.11.2013 5 Ob 186/13h
5 Ob 106/14w
Entscheidungstext OGH 23.10.2014 5 Ob 106/14w
Vgl auch; Beisatz: Entscheidend für die Verweisung auf den außerstreitigen Rechtsweg nach § 838a ABGB ist, ob eine Streitigkeit zwischen den Teilhabern über die mit der Verwaltung und Benützung der gemeinschaftlichen Sache unmittelbar zusammenhängenden Rechte und Pflichten „den Kern des Begehrens“ bildet. (T29)
Beisatz: Hier: Über die Frage der Zustimmung zum Antrag auf baubehördliche Bewilligung auf Grundlage eines Kaufvertrags ist im streitigen Verfahren zu entscheiden. (T30)
5 Ob 121/14a
Entscheidungstext OGH 16.12.2014 5 Ob 121/14a
nur: Für die Frage, ob über ein Begehren im streitigen oder außerstreitigen Verfahren zu entscheiden ist, kommt es auf dessen Inhalt an. (T31)
Vgl auch; nur T14; Beis wie T11; Beis wie T23
2 Ob 160/14i
Entscheidungstext OGH 09.04.2015 2 Ob 160/14i
Auch; nur T1; Beis wie T5, Beis wie T20; Beis wie T27
3 Ob 168/15z
Entscheidungstext OGH 18.11.2015 3 Ob 168/15z
Auch; Beis wie T9; Veröff: SZ 2015/125
1 Ob 35/16b
Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 35/16b
nur T1; Beis wie T9; Beis wie T11; nur T14; Beis wie T23; Beisatz: Hier stützt sich die Klägerin nach ihrem Vorbringen auf einen vertraglich mit dem Beklagten vereinbarten Anspruch auf Abgeltung ihres Schenkungspflichtteils und nicht auf eine eheliche Vorwegvereinbarung iSd § 97 EheG; daher streitiges Verfahren. (T32)
7 Ob 143/16d
Entscheidungstext OGH 28.09.2016 7 Ob 143/16d
Auch; Beisatz: Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen durch den Legalzessionar im außerstreitigen Verfahren. (T33)
Beis wie T8; Beis wie T11; Beis wie T15
7 Ob 169/16b
Entscheidungstext OGH 13.10.2016 7 Ob 169/16b
7 Ob 131/16i
Entscheidungstext OGH 09.11.2016 7 Ob 131/16i
Auch; Beisatz: Ein Schadenersatzanspruch gegen einen anderen Miteigentümer aus unbefugter Übernahme von Hausverwaltungstätigkeiten ist im streitigen Verfahren durchzusetzen. (T34)
3 Ob 45/17i
Entscheidungstext OGH 29.03.2017 3 Ob 45/17i
Auch; Beisatz: Die Zulässigkeit des Rechtswegs ist ausschließlich nach dem Vorbringen in der Klage zu beurteilen und nicht danach, ob der Kläger das Bestehen einer besonderen vertraglichen Vereinbarung auch nachweisen konnte. (T35)
8 Ob 96/17a
Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 96/17a
Auch; nur T1; Beis wie T5; Beis wie T20
Beis wie T25; nur T1
Vgl; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T9; Beis wie T15; Beis wie T18; Beis wie T21; Beis wie T23; Beis wie T29; Beisatz: Amtswegiges Aufgreifen des Fehlens der Prozessvoraussetzung der Zulässigkeit des streitigen Rechtswegs im Revisionsverfahren. (T36)
Beisatz: Hier wird mit Klage (Unterlassung, Duldung) ein auf die Mitbenützung der gemeinsamen Sache (Weggrundstück, Realrecht) gerichteter Anspruch geltend gemacht, womit eine Streitigkeit nach § 838a ABGB (Antrag auf Benützungsregelung) vorliegt, für die das Verfahren außer Streitsachen vorgesehen ist. (T37)
2 Ob 127/17s
Entscheidungstext OGH 30.07.2018 2 Ob 127/17s
9 Ob 4/19g
Entscheidungstext OGH 15.05.2019 9 Ob 4/19g
6 Ob 162/19w
Entscheidungstext OGH 24.10.2019 6 Ob 162/19w
ECLI:AT:OGH0002:1955:RS0013639
JJR_19550608_OGH0002_0070OB00275_5500000_002
Rechtssatz für 5Ob7/86 8Ob559/88 5Ob54...
RS0069665
5Ob7/86; 8Ob559/88; 5Ob548/94; 5Ob61/98a; 5Ob256/98b; 6Ob104/99h; 6Ob206/00p; 6Ob55/07t; 5Ob32/08d; 9Ob23/09m; 6Ob229/11m; 5Ob105/13x; 5Ob69/13b; 8Ob47/14s; 5Ob245/15p; 5Ob4/16y
MRG §37 Abs1 Z6
Die Entscheidung über die Verpflichtung des Vermieters, vom Mieter beabsichtigen Veränderungen am Bestandgegenstand zuzustimmen (Duldungsansprüche des Hauptmieters nach § 9 Abs 1 MRG oder Unterlassungsansprüche des Vermieters), ist dem Wirkungsbereich des Außerstreitrichters zugeordnet; nur vertragliche Ansprüche sind im Rechtsweg durchzusetzen.
8 Ob 559/88
Entscheidungstext OGH 19.05.1988 8 Ob 559/88
5 Ob 548/94
Entscheidungstext OGH 09.05.1995 5 Ob 548/94
Vgl auch; Beisatz: Gilt nicht für das Besitzstörungsverfahren. (T1)
Vgl auch; Beisatz: Auch bei schon vorgenommenen Änderungen ist der Anspruch des Vermieters/Mieters auf Feststellung, dass die vorgenommene Veränderung der Duldungspflicht entspricht, in das besondere Außerstreitverfahren verwiesen. (T2)
Beisatz: Die Geltendmachung von Ansprüchen, die sich auf eine Vereinbarung gründen, ist dem streitigen Rechtsweg vorbehalten, auch wenn parallel Ansprüche, die sich unmittelbar auf das MRG stützen, in das Außerstreitverfahren verwiesen sind. Stellt sich der geltend gemachte, auf eine Vereinbarung gestützte, Rechtsgrund als unrichtig heraus, so ist die Klage selbst dann abzuweisen, wenn ein auf das Gesetz gestützter Antrag im Verfahren außer Streitsachen erfolgreich gewesen wäre. (T3)
Vgl; Beis wie T3 nur: Die Geltendmachung von Ansprüchen, die sich auf eine Vereinbarung gründen, ist dem streitigen Rechtsweg vorbehalten. (T4)
Vgl auch; Beisatz: Beruht das Klagebegehren auf eine im Mietvertrag getroffene vertragliche Regelung, ist darüber im streitigen Verfahren zu entscheiden, auch wenn es auf § 1098 ABGB iVm § 9 MRG (für welches das außerstreitige Verfahren zuständig wäre) hätte gründen können. Stellt sich der im Prozess geltend gemachte Rechtsgrund als unrichtig heraus, ist die Klage selbst dann abzuweisen, wenn der auf das Gesetz gestützte Antrag im außerstreitigen Verfahren erfolgreich gewesen wäre. (T5)
Vgl aber; Beisatz: Nur konkrete bindende Absprachen über die in den §§ 8 und 9 MRG angeführten Rechte und Pflichten können die Zulässigkeit des Rechtswegs auslösen, nicht aber die im Gesetz vorgesehenen genormten Inhalte eines jeden Mietvertrags, wie etwa das Recht des Mieters auf Erhaltung des Mietobjektes in brauchbarem Zustand. Wenn der Mietvertrag über das Gesetz hinausgehende Regelungen nicht enthält, ist der Anspruch im außerstreitigen Verfahren durchzusetzen. Ohne die angeführte konkrete Vereinbarung stützt ein Mieter, der sich auf seinen Mietvertrag beruft, seinen Anspruch dennoch in Wahrheit auf das Gesetz. (T6)
Vgl auch; Beisatz: Die Geltendmachung von Ansprüchen aus konkreten Vereinbarungen ist zum Unterschied von jenen, die sich unmittelbar auf das Gesetz und im Besonderen auf § 37 MRG gründen, dem streitigen Verfahren vorbehalten. (T7)
Vgl; Beisatz: Ansprüche aus der Veränderung des Mietgegenstands sind nur dann (ausnahmsweise) nicht im außerstreitigen, sondern im streitigen Rechtsweg durchzusetzen, wenn sie sich nicht unmittelbar auf das Gesetz, sondern auf eine konkrete Vereinbarung im Mietvertrag stützen. Wird aber das Klagebegehren auf eine Mietvertragsbestimmung gestützt, so ist damit noch nicht zwangsläufig die Zulässigkeit des streitigen Rechtswegs gegeben. Wird nämlich im Vertrag nur das Gleiche verankert, was sich ohnehin bereits aus § 9 MRG ergibt, so reicht die vertragliche Bestimmung für die Annahme des streitigen Rechtswegs nicht aus. Nur konkrete bindende Absprachen über die in den §§ 8 und 9 MRG angeführten Rechte und Pflichten können die Zulässigkeit des Rechtswegs auslösen, nicht aber die im Gesetz vorgesehenen genormten Inhalte eines jeden Mietvertrags. (T8)
nur: Sowohl Duldungsansprüche des Hauptmieters nach § 9 Abs 1 MRG als auch ‑ hier geltend gemachte ‑ Unterlassungsansprüche des Vermieters sind dem Wirkungsbereich des Außerstreitrichters zugeordnet; nur vertragliche Ansprüche sind im Rechtsweg durchzusetzen. (T9)
Beis wie T8 nur: Nur konkrete bindende Absprachen über die in den §§ 8 und 9 MRG angeführten Rechte und Pflichten können die Zulässigkeit des Rechtswegs auslösen, nicht aber die im Gesetz vorgesehenen genormten Inhalte eines jeden Mietvertrags. (T10)
Auch; Beis wie T6; Beis wie T8; Beisatz: Sowohl nach § 18 MG als auch nach § 9 MRG dürfen (baurechtlich) bewilligungspflichtige Änderungen nur mit Zustimmung des Bestandgebers durchgeführt werden, sodass eine vertragliche Vereinbarung dieses Inhalts nur die gesetzliche Regelung wiedergibt. (T11)
Auch; Beisatz: Anbringung einer Videokamera außerhalb des Bestandobjekts. (T12)
Auch; Beisatz: Auch ein Begehren, das aus einer titellosen Benützung abgeleitet wird, ist im Rechtsweg durchzusetzen. (T13)
Beisatz: Hier: Die Mieterin montierte Videokameraattrappen an der Außenwand des Hauses im Bereich des mitgemieteten Gartens und an der Innenwand der Garage bei dem von ihr gemieteten Kfz-Abstellplatz. In der hier vorliegenden Sonderkonstellation macht die Klägerin keinen Anspruch aus § 9 MRG geltend. (T14)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Dem WGG unterliegender Mietvertrag. (T15)
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0069665
JJR_19860311_OGH0002_0050OB00007_8600000_003
Rechtssatz für 5Ob653/89 8Ob588/91 6Ob...
RS0069603
5Ob653/89; 8Ob588/91; 6Ob666/94; 5Ob548/94; 5Ob61/98a; 9Ob23/09m; 6Ob229/11m; 5Ob105/13x
Die für Veränderungen (Verbesserungen) des Mietgegenstandes (§ 9 MRG) in § 37 Abs 1 Z 6 MRG normierte Verweisung ins Außerstreitverfahren gilt auch für Entfernungsbegehren und Wiederherstellungsbegehren in Fällen, in denen der Mieter Veränderungen (Verbesserungen), die nach § 9 MRG der Zustimmung des Vermieters bedürfen, ohne dessen Zustimmung vorgenommen hat.
Veröff: WoBl 1991,78 = RZ 1991/42 S 141
8 Ob 588/91
Entscheidungstext OGH 19.12.1991 8 Ob 588/91
6 Ob 666/94
Entscheidungstext OGH 12.01.1995 6 Ob 666/94
Beisatz: Hier: Begehren auf Entfernung einer Videoüberwachungsanlage. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0069603
JJR_19900109_OGH0002_0050OB00653_8900000_002
Rechtssatz für 1Ob2277/96a 6Ob55/07t 6...
RS0105601
1Ob2277/96a; 6Ob55/07t; 6Ob229/11m; 1Ob66/16m; 5Ob213/18m
MRG §37 Abs1
Eine Behandlung eines Klagebegehrens als Antrag im Verfahren außer Streitsachen (statt der Zurückweisung der Klage) ist dann nicht möglich, wenn eine Gemeindeschlichtungsstelle besteht und daher vor der Anrufung der Gemeinde das außerstreitige Verfahren vor Gericht unzulässig ist (vgl 5 Ob 1111/92 = EvBl 1993/122).
1 Ob 2277/96a
Entscheidungstext OGH 22.08.1996 1 Ob 2277/96a
Beisatz: Wenn aber bereits vor Einleitung des gerichtlichen Verfahrens die Schlichtungsstelle befasst wurde, ist eine Umdeutung der Klage in einen Antrag auf Erlassung eines Sachbeschlusses gemäß § 37 MRG zulässig. (T1)
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Umdeutung der Klage in einen Antrag gemäß § 77 Abs 1 Oö. Jagdgesetz, wenn bereits vor Einleitung des gerichtlichen Verfahrens die Kommission entschieden hat. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0105601
JJR_19960822_OGH0002_0010OB02277_96A0000_002
Entscheidungstext 6Ob229/11m
Zak 2013/19 S 20 - Zak 2013,20 = immolex‑LS 2013/1 = OIZ 2013,13/Heft 1 = wobl 2013,20/3 - wobl 2013/3 = jusIT 2013/12 S 25 (Thiele) - jusIT 2013,25 (Thiele) = EvBl‑LS 2013/26 = AnwBl 2013,107 = ZIR‑Slg 2013/80 = MietSlg 64.279 = MietSlg 64.382 = MietSlg 64.412 = MietSlg 64.571 = MietSlg 64.613 = immolex 2014/53 S 224 (Cerha) - immolex 2014,224 (Cerha) = Der Mieter 2013,27
6Ob229/11m
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Pimmer als Vorsitzenden und durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofs Dr. Schramm, Dr. Gitschthaler, Univ.-Prof. Dr. Kodek und Dr. Nowotny als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei N*****GmbH, *****, vertreten durch Dr. Lisbeth Lass und Dr. Hans Christian Lass, Rechtsanwälte in Innsbruck, gegen die beklagte Partei S***** N*****, vertreten durch Mag. Dr. Erich Keber, Rechtsanwalt in Innsbruck, wegen Beseitigung und Unterlassung, über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Landesgerichts Innsbruck als Berufungsgericht vom 21. Juli 2011, GZ 4 R 233/11k-16, womit das Urteil des Bezirksgerichts Innsbruck vom 31. März 2011, GZ 15 C 686/09t-12, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung den
Aus Anlass der Revision werden die Entscheidungen der Vorinstanzen aufgehoben, das gesamte Verfahren für nichtig erklärt und die Klage zurückgewiesen.
Die Beklagte ist seit 1990 Mieterin einer Wohnung in einem Wohnhaus der klagenden Vermieterin. Die Wohnung liegt im vierten, obersten Stockwerk, die Stiege sowie der später eingebaute Lift enden dort. In diesem Geschoss befinden sich drei Wohnungen, nämlich jene der E***** S***** (im Folgenden als Nachbarin bezeichnet) im Süden, eine weitere Wohnung Richtung Norden, jene der Beklagten geht nach Osten. Gegenüber der Wohnungseingangstür der Beklagten befindet sich die Lifteingangstür. Sämtliche Wohnungstüren sind mit Türspionen ausgestattet. Durch den Türspion in der Wohnungstür der Beklagten erhält man Sicht auf die Lifteingangstür.
Die Beklagte und deren Ehemann wurden jahrelang tyrannisiert, etwa indem das Schlüsselloch mit Spezialkleber verklebt, das Türblatt angeritzt bzw mit schwarzem Stift verschmiert wurde bzw beleidigende Zettel angebracht wurden. Die Beklagte vermutet die Nachbarin als Urheberin.
Die Beklagte zeigte diese Vorfälle an, die Beweislage erlaubte aber (zunächst) keine strafgerichtliche Verfolgung. Auch die Klägerin, der diese Vorfälle ebenfalls angezeigt wurden, schritt gegen die Nachbarin zunächst nicht ein.
Einmal bewarf die Nachbarin den Ehemann der Beklagten mit einem Gegenstand, wodurch er verletzt wurde. Deswegen wurde die Nachbarin wegen Körperverletzung gemäß § 83 Abs 1 StGB zu einer bedingt nachgesehenen Geldstrafe rechtskräftig verurteilt.
Die Klägerin mahnte die Nachbarin zwar ab und forderte sie zu einem leidlichen Verhalten auf; dies änderte aber an den Sachbeschädigungen an der Wohnungstür der Beklagten nichts.
Daraufhin meldete die Beklagte bei der Klägerin die Installation einer Videokamera an und ließ eine solche in der Folge durch ein Fachunternehmen auch installieren. Danach kam es zu keinen weiteren Übergriffen mehr durch die Nachbarin.
Die Kamera ist mit einem Bewegungsmelder ausgestattet und setzt sich nur dann in Tätigkeit, wenn sich im Bereich der Kamera etwas bewegt. Überwacht wird der Bereich vor der Wohnungstür der Beklagten, damit auch die Eingangstür zum Lift, ein geringer Teil des in den vierten Stock führenden Stiegenhauses sowie von oben die Türmatte der nördlich an die Wohnung der Beklagten anschließenden Wohnung. Das Bild von der Kamera kann über den Fernsehapparat angeschaut werden, es wird ständig aufgezeichnet, wobei sich aber die Aufzeichnungen etwa alle ein bis zwei Tage selbst löschen bzw die Aufzeichnung neu überschrieben wird.
Die Klägerin begehrt, die Beklagte zur Entfernung der beschriebenen „Videoüberwachungsanlage“, zur Wiederherstellung des vorigen Zustands sowie zur künftigen Unterlassung der Anbringung von „Videoüberwachungsanlagen“ im Stiegenhaus des betreffenden Hauses ohne Genehmigung der Klägerin zu verurteilen.
Sie brachte vor, die Beklagte habe die Videoüberwachungsanlage ohne ihre Zustimmung errichtet (§ 20 Abs 1 Z 1 lit b WGG iVm § 9 MRG). Deren Anbringung verstoße nicht nur gegen wohnrechtliche Bestimmungen, sondern auch gegen den Mietvertrag und die Hausordnung, die Bestandteil des Mietvertrags sei, weshalb die geltendgemachten Ansprüche nicht im Außerstreitverfahren, sondern im streitigen Rechtsweg geltend zu machen seien.
Nach dem Mietvertrag stehe dem Mieter das Recht zu, die bestehenden Anlagen des Hauses, die der gemeinsamen Benützung der Bewohner dienen, gemäß den jeweiligen Bestimmungen der Hausordnung zu benützen. Die Vermieterin behalte sich im Übrigen die Bestimmung der Benützung der allgemeinen Teile des Hauses vor. Alle Veränderungen am Bestandgegenstand dürften nur mit schriftlicher Erlaubnis der Vermieterin vorgenommen und wieder beseitigt werden.
Auch in der Hausordnung sei vorgesehen, dass alle Veränderungen am Bestandgegenstand, Einbauten und sonstige baulichen Veränderungen nur mit schriftlicher Erlaubnis der Vermieterin vorgenommen werden dürften. Gemeinschaftsräume wie das Treppenhaus seien dem gemeinschaftlichen Gebrauch aller Mieter gewidmet und von allen Gegenständen freizuhalten, soweit sie nicht dazu zweckgewidmet seien.
Die Videoüberwachungsanlage beeinträchtige schutzwürdige Interessen der Klägerin, der Mitmieter sowie deren Mitbewohner und berechtigter Besucher, da durch die Videoüberwachung unzulässigerweise in deren Persönlichkeitsrechte und Privatsphäre eingegriffen werde. Die Überwachungsanlage verstoße auch gegen das Datenschutzgesetz und sei von der Datenschutzkommission nicht genehmigt. Die Beklagte habe sich trotz Aufforderung geweigert, die Videoüberwachungsanlage zu entfernen, sodass die für das Unterlassungsbegehren notwendige Wiederholungsgefahr gegeben sei. Die Anlage stelle einen unzulässigen Eingriff in das Eigentumsrecht der Klägerin am Haus dar, sodass auch das Entfernungsbegehren berechtigt sei.
Die Beklagte wendete ein, ein Eingriff in die Privatsphäre anderer Mieter liege nicht vor, zumal ausschließlich der unmittelbare Eingangsbereich zur Wohnung der Beklagten überwacht werde. Sonstige Benützer des Stiegenhauses würden nicht beobachtet. Die Klägerin als Vermieterin, der all die Vorfälle mit der Nachbarin gemeldet worden seien, habe nichts unternommen, um die Privatsphäre der Beklagten und ihrer Familie zu schützen. Die Klägerin, der die beabsichtigte Anbringung der Videokamera schriftlich angekündigt worden sei, habe dem nicht widersprochen. Die Anbringung der Videokamera im unmittelbaren Eingangsbereich der Beklagten stelle die einzige adäquate Möglichkeit zum Schutz vor weiteren Beschädigungen dar. Seit diesem Zeitpunkt habe es von der Nachbarin keine weiteren Übergriffe mehr gegeben. Die Videoüberwachung sei das gelindeste Mittel, um Sachbeschädigungen vorzubeugen. Aufgrund der wiederholten Eingriffe liege ein berechtigtes Interesse der Beklagten und ihrer Familie vor. Aufgrund der erwähnten rechtskräftigen strafgerichtlichen Verurteilung der Nachbarin werde die Klägerin die Nachbarin aus der Mietergemeinschaft durch Kündigung ausschließen müssen. Ungeachtet dieser Verurteilung habe die Nachbarin ihr unleidliches und rechtswidriges Verhalten gegenüber der Beklagten und ihrer Familie fortgesetzt.
Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab. Es traf die eingangs wiedergegebenen Feststellungen und vertrat die Rechtsansicht, bei der Vorgangsweise der Beklagten handle es sich um einen Akt der angemessenen und erlaubten Selbsthilfe. Es setzte sich weder im Spruch noch in der Begründung mit der Frage der Zulässigkeit des streitigen Rechtswegs auseinander.
Das Berufungsgericht gab der Berufung der Klägerin nicht Folge.
Die Videoüberwachungsanlage befinde sich teilweise innerhalb (digitales Aufzeichnungsgerät) und teilweise außerhalb (Kamera) des Mietobjekts der Beklagten. Die Bestimmungen des Mietvertrags und der Hausordnung schlössen die Montage einer Videoüberwachungsanlage nicht aus, sofern § 9 MRG anzuwenden und dessen Voraussetzungen erfüllt seien. Das Mietverhältnis unterliege dem WGG, weshalb gemäß dessen § 20 Abs 1 Z 1 lit b § 9 MRG auch hier anzuwenden sei. Der vorliegende Fall sei auch unter § 9 MRG zu subsumieren.
Ein Eingriff in das Recht auf Achtung der Geheimsphäre liege zwar vor, weil die Videoüberwachungsanlage nicht nur den unmittelbaren Zugangsbereich zur Wohnungstür der Beklagten filme, sondern auch die Eingangstür zum Lift, einen geringen Teil des in den vierten Stock führenden Treppenhauses sowie von oben die Türmatte der nördlich an die Wohnung der Beklagten anschließenden Wohnung. Es liege aber ein gerechtfertigter Zweck vor, nämlich einerseits der Schutz der Beklagten vor Vandalismus und andererseits das Interesse an der Erlangung von Beweismitteln für ein allfälliges Verfahren gegen den Störer. Die Videoüberwachung sei daher nach den Kriterien des § 9 MRG zulässig.
Die Videoüberwachung werde in § 50a Abs 1 DSG in der Fassung der am 1. 1. 2010 in Kraft getretenen DSG-Novelle 2010 (BGBl I 2009/133) gesetzlich definiert. Die hier strittige Videoüberwachungsanlage entspreche den gesetzlichen Kriterien und sei daher gemäß §§ 50c iVm 17 ff DSG meldepflichtig. Die Beklagte sei dieser Meldepflicht nicht nachgekommen. Die Meldepflicht und die damit im Zusammenhang stehende Vorabkontrolle nach dem DSG einerseits und die „zivilrechtliche Zulässigkeit“ von Videoüberwachungen seien aber losgelöst voneinander zu beurteilen, die bloße Verletzung von Meldepflichten nach dem DSG führe zwar zu den im DSG vorgesehenen Sanktionen, nicht aber per se zu einer „zivilrechtlichen“ Rechtswidrigkeit einer Videoüberwachung.
Auch das Berufungsgericht setzte sich weder im Spruch noch in der Begründung mit der Frage der Zulässigkeit des streitigen Rechtswegs auseinander.
Das Berufungsgericht ließ die Revision zu, da seine Entscheidung im Widerspruch zur strikten - grundsätzlich am Wortlaut des § 9 MRG orientierten - Rechtsprechung stehen könnte. Videoüberwachung im privaten Bereich stelle ein aktuelles und über den Einzelfall hinausgehendes Problem dar. Darüber hinaus fehle Rechtsprechung zur Frage, ob die Verletzung der Meldepflicht gemäß § 50c DSG eine Rechtswidrigkeit begründe, die zur Berechtigung eines Entfernungs- bzw Unterlassungsanspruchs führe.
Die Revision der Klägerin ist zulässig, weil der Nichtigkeitsgrund des § 477 Abs 1 Z 6 ZPO vorliegt (vgl 6 Ob 55/07t).
1. Für die Frage, ob über ein Begehren im außerstreitigen Verfahren oder im Prozess zu entscheiden ist, kommt es auf den Inhalt des Begehrens, nicht aber darauf an, ob das Begehren selbst begründet ist (RIS-Justiz RS0013639). Dabei ist von den Behauptungen des Antragstellers, nicht aber von den Einwendungen des Antragsgegners oder den Feststellungen auszugehen, die das Gericht aufgrund der durchgeführten Beweise trifft (RIS-Justiz RS0013639 [T9]; vgl auch RS0102190; RS0005896).
2.1. Dies bedeutet für den vorliegenden Fall Folgendes: Die Klägerin hat die geltend gemachten Ansprüche (auch) auf § 9 MRG gestützt. Nach § 9 Abs 1 MRG hat der Hauptmieter eine von ihm beabsichtigte wesentliche Veränderung (Verbesserung) des Mietgegenstands dem Vermieter anzuzeigen. Lehnt der Vermieter nicht innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Anzeige die beabsichtigte Veränderung ab, so gilt seine Zustimmung als erteilt.
2.2. Nach ständiger oberstgerichtlicher Rechtsprechung betrifft der Anwendungsbereich des § 9 MRG grundsätzlich nur Veränderungen innerhalb des Mietgegenstands (RIS-Justiz RS0069646).
2.2.1. In der jüngeren Rechtsprechung ist jedoch eine Tendenz erkennbar, den Anwendungsbereich von § 9 MRG etwas weiter zu ziehen:
In 5 Ob 31/86 = MietSlg 38.284 wurde eine Kabelverlegung zur Erreichung des Anschlusses am Kabelfernsehnetz durch allgemeine Teile des Hauses nach § 9 MRG beurteilt.
In der in einem Verfahren nach § 37 MRG ergangenen Entscheidung 5 Ob 307/01k wobl 2003/2 (zust Vonkilch) wurde ausgeführt, der Vermieter habe unter den Voraussetzungen des § 9 Abs 1 Z 1 und Z 3-7 MRG ua die Errichtung von Gasleitungsanlagen und einer Beheizungsanlage zu dulden, wofür im Regelfall auch Teile der Liegenschaft in Anspruch genommen werden müssten, die nicht zum Mietgegenstand gehörten bzw nicht mitgemietet seien.
In 5 Ob 115/11i immolex 2012/14 (zust Neugebauer-Herl) wurde die von der Mieterin zweier Geschäftslokale begehrte Anbringung einer zur Alarmanlage gehörigen Außensirene im Hof des Hauses als Fall des § 9 MRG angesehen und im Verfahren nach § 37 MRG behandelt.
Auch die zweitinstanzliche Rechtsprechung hat den Anwendungsbereich des § 9 MRG in Fällen, in denen Teile der begehrten oder durchgeführten Änderungen außerhalb des Mietgegenstands lagen, unter den § 9 MRG subsumiert: Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien hat etwa die Montage einer Attrappe einer Videokamera oberhalb einer Wohnungseingangstüre dem Tatbestand des § 9 Abs 1 MRG unterstellt (MietSlg 58.229), ebenso die Installation von Entlüftungsrohren an der Hausfassade (MietSlg 38.285), sowie das Aufstellen eines Klimageräts im Hof oder auf dem Flachdach (MietSlg 40.270).
2.2.2. In der Lehre vertreten Prader/Kuprian, Videoüberwachung im wohnrechtlichen Bereich (WEG, MRG, WGG), immolex 2005, 230 (232), die Meinung, bei § 9 MRG gehe es in erster Linie zwar um Veränderungen innerhalb des Mietobjekts, jedoch sei in Einzelfällen die Inanspruchnahme außerhalb gelegener Flächen und Bauteile nicht ausgeschlossen. Die Installierung einer Videokamera unter Inanspruchnahme außenseitig gelegener Bereiche sei nicht generell ausgeschlossen, werde jedoch in der Regel generell am kumulativ geforderten Kriterium der „Übung des Verkehrs“ scheitern.
Vonkilch in Hausmann/Vonkilch, Österreichisches Wohnrecht (2007), § 9 MRG Rz 13, führt aus, richtigerweise sei davon auszugehen, dass der Tatbestand des § 9 MRG großzügig zu verstehen sei und grundsätzlich auch die (vorläufige oder dauernde) Inanspruchnahme von nicht zum Mietgegenstand selbst gehörenden Teilen des Hauses darunter subsumiert werden könne. Schon bei der isolierten Interpretation des § 9 MRG falle nämlich auf, dass nicht nur die Maßnahmen des § 9 Abs 5 Z 2 MRG regelmäßig auch Bereiche außerhalb des Mietgegenstands ieS tangierten, sondern häufig auch die in den Z 1, 2 und 4 genannten. Damit werde aber schon schwerlich erklärlich, warum der Gesetzgeber „Veränderungen des Bestandgegenstandes“ in § 9 Abs 1 MRG derart restriktiv verstanden haben solle, wenn der Großteil der in Abs 2 genannten Maßnahmen diesem Verständnis widerspreche. Durch ein großzügigeres Verständnis des grundsätzlichen Tatbestandsumfangs von § 9 MRG würde all jenen Entscheidungen eine zureichende Begründung geboten, in denen ohne nähere Thematik sehr wohl über den Bestandgegenstand selbst hinausreichende Arbeiten unter § 9 MRG subsumiert worden seien.
2.3. Der referierte Fall 5 Ob 115/11i ist mit dem vorliegenden durchaus vergleichbar: In beiden Fällen befindet sich die betreffende Anlage (dort Alarmanlage, hier Videoüberwachungsanlage) teilweise innerhalb (dort etwa Innensirene, hier digitales Aufzeichnungsgerät) und teilweise außerhalb (dort Außensirene, hier Videokamera) des Mietgegenstands. Im Licht der zitierten Rechtsprechung (insbesondere 5 Ob 115/11i) und Lehre ist daher nach Ansicht des erkennenden Senats auch der vorliegende Fall dem § 9 MRG zu unterstellen.
3. Gemäß § 22 Abs 1 Z 4 iVm Abs 4 WGG (vgl § 37 Abs 1 Z 6 MRG) ist über Anträge, die die Veränderung (Verbesserung) der zum entgeltlichen Gebrauch überlassenen Wohnung oder des Geschäftsraums (§ 9 MRG) betreffen, im Außerstreitverfahren zu entscheiden.
3.1. Dabei sind sowohl Duldungsansprüche des Hauptmieters nach § 9 Abs 1 MRG als auch - hier geltend gemachte - Unterlassungsansprüche des Vermieters dem Wirkungsbereich des Außerstreitrichters zugeordnet; nur vertragliche Ansprüche sind im Rechtsweg durchzusetzen (RIS-Justiz RS0069665). Die für Veränderungen (Verbesserungen) des Mietgegenstands (§ 9 MRG) in § 37 Abs 1 Z 6 MRG (bzw hier § 22 Abs 1 Z 4 iVm Abs 4 WGG) normierte Verweisung ins Außerstreitverfahren gilt auch für - hier gegenständliche - Entfernungsbegehren und Wiederherstellungsbegehren in Fällen, in denen der Mieter Veränderungen (Verbesserungen), die nach § 9 MRG der Zustimmung des Vermieters bedürfen, ohne dessen Zustimmung vorgenommen hat (RIS-Justiz RS0069603).
3.2. Die Klägerin hat sich für das von ihr gewählte streitige Verfahren auf die oben referierten vertraglichen Vereinbarungen (Mietvertrag, Hausordnung) berufen.
Dem ist Folgendes entgegenzuhalten: Ansprüche aus der Veränderung des Mietgegenstands sind nur dann (ausnahmsweise) nicht im außerstreitigen, sondern im streitigen Rechtsweg durchzusetzen, wenn sie sich nicht unmittelbar auf das Gesetz, sondern auf eine konkrete Vereinbarung im Mietvertrag stützen. Wird aber das Klagebegehren auf eine Mietvertragsbestimmung gestützt, so ist damit noch nicht zwangsläufig die Zulässigkeit des streitigen Rechtswegs gegeben. Wird nämlich im Vertrag nur das Gleiche verankert, was sich ohnehin bereits aus § 9 MRG ergibt, so reicht die vertragliche Bestimmung für die Annahme des streitigen Rechtswegs nicht aus. Nur konkrete bindende Absprachen über die in den §§ 8 und 9 MRG angeführten Rechte und Pflichten können die Zulässigkeit des Rechtswegs auslösen, nicht aber die im Gesetz vorgesehenen genormten Inhalte eines jeden Mietvertrags (9 Ob 23/09m RIS-Justiz RS0069665 [T8]; vgl auch 6 Ob 206/00p = RIS-Justiz RS0069665 [T6]).
Die von der Klägerin behaupteten vertraglichen Vereinbarungen sind aber keine konkreten Absprachen, die über das, was sich ohnehin aus dem Gesetz ergibt, hinausgehen (anders etwa in 6 Ob 104/99h).
4. Da somit die gegenständliche Rechtssache im außerstreitigen Verfahren zu erledigen ist, ist dem erkennenden Senat ein Eingehen auf die materiellrechtlichen Fragen dieses Falls verwehrt.
5. Verfügt eine Gemeinde über einen in Mietangelegenheiten fachlich geschulten Beamten oder Angestellten und rechtfertigt die Anzahl der dort nach § 37 Abs 1 MRG anfallenden Verfahren die Betrauung der Gemeinde zum Zweck der Entlastung des Gerichts, so kann ein Verfahren nach § 37 Abs 1 MRG bei Gericht hinsichtlich der in der Gemeinde gelegenen Mietgegenstände nur eingeleitet werden, wenn die Sache vorher bei der Gemeinde anhängig gemacht worden ist (§ 39 Abs 1 MRG iVm § 22 Abs 4 WGG). Auf welche Gemeinden die im § 39 Abs 1 MRG genannten Voraussetzungen zutreffen, stellt der Bundesminister für Justiz gemeinsam mit dem Bundesminister für Inneres durch Kundmachung fest (§ 39 Abs 2 MRG). Die Gemeinden, auf die im Zeitpunkt des Inkrafttretens des MRG die Voraussetzungen des § 39 Abs 1 MRG zutreffen, sind durch die Kundmachung der Bundesminister für Justiz und für Inneres, BGBl 1979/299, bestimmt (§ 50 MRG). Nach dieser Kundmachung liegen die Voraussetzungen für die Stadt Innsbruck, in der das Bestandobjekt liegt, vor.
Eine Behandlung eines Klagebegehrens als Antrag im Verfahren außer Streitsachen (statt der Zurückweisung der Klage) ist dann nicht möglich, wenn eine Gemeindeschlichtungsstelle besteht und daher vor der Anrufung der Gemeinde das außerstreitige Verfahren vor Gericht unzulässig ist (RIS-Justiz RS0105601; vgl auch RS0070782).
Dass im vorliegenden Fall die Gemeindeschlichtungsstelle angerufen wurde, hat keine Partei behauptet, weshalb gemäß § 477 Abs 1 Z 6 iVm § 513 ZPO nicht nur das Verfahren für nichtig zu erklären, sondern auch die Klage zurückzuweisen war.
6. Die Kostenentscheidung gründet auf § 51 Abs 2 ZPO. Angesichts der von vornherein nicht sicheren Beurteilung der zulässigen Verfahrensart kann keiner Partei ein Verschulden an der Einleitung und Fortführung des nichtigen Verfahrens zugemessen werden.
E102355
ECLI:AT:OGH0002:2012:0060OB00229.11M.1116.000
JJT_20121116_OGH0002_0060OB00229_11M0000_000