Source: http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/?quelle=jlink&query=EichNatSchGV+SH&psml=bsshoprod.psml&max=true&aiz=true
Timestamp: 2020-02-25 19:59:08
Document Index: 349860277

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 1', '§ 5', '§ 39', '§ 5', '§ 8', '§ 7', '§ 7', '§ 3', '§ 1', '§ 4', '§ 61', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 2']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein EichNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Eichenkratt und Kiesgrube südlich Böxlund" vom 13. Dezember 1990 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Eichenkratt...
juris-Abkürzung: EichNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1991 23
Gliederungs-Nr: 791-4-122
"Eichenkratt und Kiesgrube südlich Böxlund"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Eichenkratt und Kiesgrube südlich Böxlund" vom 13. Dezember 1990 01.01.2003
Aufgrund des § 16 Abs. 1 des Landschaftspflegegesetzes verordnet der Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 3 ; aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 3 und § 8 Abs. 1 :
(1) Das Eichenkratt, die nordöstlich angrenzende aufgelassene Kiesgrube mit einem Baggersee und die benachbarten Waldflächen südlich von Böxlund, Kreis Schleswig-Flensburg, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Eichenkratt und Kiesgrube südlich Böxlund" unter Nummer 153 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 23 ha groß und umfaßt in den Gemarkungen
Medelby, Flur 1, die Flurstücke 1/1, 1/3,
Böxlund, Flur 4, die Flurstücke 18/8, 18/5, 19/3 und
Weesby, Flur 10, das Flurstück 21/7.
Amtsvorsteher des Amtes Schafflund, 2391 Schafflund,
Gemeinde Medelby, 2267 Medelby,
Gemeinde Böxlund, 2267 Böxlund,
Gemeinde Weesby, 2267 Weesby,
(1) Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz, der Erhaltung und der Entwicklung eines charakteristischen Eichenkratts der Schleswiger Vorgeest sowie der benachbarten Waldflächen und der angrenzenden aufgelassenen Kiesgrube mit regionaltypischen Pflanzen- und Tierarten.
das Eichenkratt in seiner historisch-landeskundlich bedeutsamen Kulturform sowie als hochspezialisierten, dynamischen Standort in nährstoffarmer Situation zusammen mit den Krattwald-Saumlebensräumen und den kleinflächigen Heidenbeständen zu sichern,
die ehemalige Kiesgrube mit dem Sohlengewässer in ihrer hohen Arten-, Standort- und Strukturvielfalt zu erhalten und langfristig einer ungestörten Entwicklung zu überlassen und
den Hochwald auf nährstoffarmem Standort in seinem gesamten Bestand langfristig zu einem naturnahen Laubwald zu entwickeln.
(2) Soweit es zur Erhaltung oder Entwicklung der Ökosystemtypen erforderlich ist, sind Pflege- oder Entwicklungsmaßnahmen durchzuführen.
den Baggersee mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren oder in dem Baggersee zu baden oder mit Tauchgeräten zu tauchen;
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland genutzten, in der Abgrenzungskarte in waagerechter Schraffur dargestellten Flächen in der bisherigen Art, Intensität und im bisherigen Umfang;
die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Wald genutzten Flächen mit der Einschränkung, daß
im Eichenkratt die historische Bewirtschaftungsform auf den der Anstalt Schleswig-Holsteinische Landesforsten gehörenden Flächen nach Maßgabe eines vom Landesamt für Natur und Umwelt und der Anstalt Schleswig-Holsteinische Landesforsten, auf den Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein nach Maßgabe eines vom Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege festzulegenden Pflegeplanes fortzuführen ist;
bei der Bewirtschaftung der übrigen Waldflächen die in § 3 dieser Verordnung genannten Ziele des Naturschutzes zu beachten sind; insbesondere ist das Düngen, das Aufbringen chemischer Pflanzenschutzmittel und das Absenken des derzeitigen Wasserstandes nicht gestattet;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes ; nicht zulässig ist es, die Jagd auf Wasserwild auszuüben, geschlossene Hochsitze zu errichten oder Fütterungseinrichtungen zu errichten oder zu betreiben oder Wildäcker anzulegen;
die erforderlichen, einvernehmlich mit der unteren Landschaftspflegebehörde festgelegten Maßnahmen zur Unterhaltung und Sicherung der Wirtschaftswege; wassergefährdende, auswasch- oder auslaugbare Materialien dürfen dabei nicht verwendet werden;
Die untere Landschaftspflegebehörde kann im Einzelfall von den Verboten des § 4 Abs. 1 Nr. 11, 12 und 17 Ausnahmen zulassen, die nicht zu einer nachhaltigen Störung führen und den Schutzzweck nicht beeinträchtigen können. Sie ist auch zuständig für die Erteilung von Befreiungen nach § 61 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes und kann bei Gefährdung des Schutzzweckes die unaufschiebbaren, notwendigen Maßnahmen treffen.
§ 4 Abs. 1 Nr. 15 den Baggersee mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt oder in dem Baggersee badet oder mit Tauchgeräten taucht;
§ 4 Abs. 1 Nr. 16 Zelte oder Wohnwagen aufstellt, Sachen aller Art lagert, Feuer macht oder Hunde laufen läßt;
§ 4 Abs. 1 Nr. 17 das Naturschutzgebiet betritt oder im Naturschutzgebiet reitet oder fährt.
(2) Gleichzeitig tritt die Kreisverordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Kreis Flensburg-Land vom 26. Mai 1972 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 133), zuletzt geändert durch Kreisverordnung vom 16. Mai 1990 (Kreisblatt für den Kreis Schleswig-Flensburg Nr. 14 vom 28. Juni 1990 S. 189) außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft.