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Timestamp: 2016-10-25 22:53:46
Document Index: 286769180

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 108', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66']

A.________, geboren 1951, arbeitet im Spital X.________ als Pflege-Hilfe und ist bei der Concordia Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG (nachfolgend: Concordia) gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 14. Februar 2010 rutschte sie aus und "verknackste" sich den rechten Fuss. Anl�sslich der Erstbehandlung am 2. M�rz 2010 diagnostizierte Dr. med. G.________, Allgemeine Medizin FMH, eine Fussdistorsion rechts lateral mit Plantarsehnenirritation. Nach durchgef�hrter Selektivinfiltration stellte Dr. med. S.________, Orthop�dische Chirurgie FMH, mit Bericht vom 15. Juni 2010 eine anhaltende Schmerzfreiheit fest und attestierte A.________ ab diesem Datum eine 100%ige Arbeitsf�higkeit. Dr. med. G.________ �berwies die Versicherte am 15. M�rz 2011 erneut an Dr. med. S.________, welcher schliesslich am 13. Oktober 2011 operativ eine Dekompression des Nervus tibialis links durchf�hrte (Operationsbericht vom 14. Oktober 2011). Mit Verf�gung vom 7. Juli 2011 lehnte die Concordia weitere Leistungen ab, da seit Juni 2010 eine Schmerzfreiheit bestanden habe und deshalb der Status quo sine habe angenommen werden k�nnen. Die Wiederaufnahme der Behandlung ab Januar 2011 sei nicht mehr unfallkausal. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 27. Dezember 2011 fest.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst A.________ unter Aufhebung des angefochtenen Gerichtsentscheides die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen, eventualiter die R�ckweisung zu medizinischen Abkl�rungen beantragen.
Es wurde kein Schriftenwechsel durchgef�hrt. Die vorinstanzlichen Akten wurden eingeholt.
1.1 Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 137 II 313 E. 1.4 S. 317 f. mit Hinweis). Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG). Das Bundesgericht pr�ft grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu pr�fen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen wurden. Es kann die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
2.1 Streitig und zu pr�fen ist, ob die Beschwerdef�hrerin ab Januar 2011 erneut Anspruch auf gesetzliche Leistungen der Unfallversicherung (Heilbehandlung und Taggeldleistungen) hat. Dabei stellt sich insbesondere die Frage, ob die beklagten Beschwerden in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 14. Februar 2010 stehen. Das kantonale Gericht hat im angefochtenen Entscheid die Rechtsgrundlagen f�r den Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung und den hief�r nebst anderem erforderlichen nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden im Grundfall wie bei einem R�ckfall zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Erw�gungen �ber die zu beachtenden Beweisregeln. Darauf wird verwiesen.
2.2 Das kantonale Gericht ging insbesondere gest�tzt auf die versicherungsmedizinische Beurteilung des Dr. med. M.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie, SUVA, vom 1. Juni 2011 davon aus, dass der Status quo sine im Juni 2010 erreicht worden sei und dass bei Wiederaufnahme der Behandlungen im Januar 2011 die Beschwerden nicht mehr unfallkausal gewesen seien. Zudem habe die Versicherte wieder voll gearbeitet. Die ab 2011 geklagten Beschwerden seien durch den Knick-Plattfuss und durch die Insuffizienz der tibialis posterior Sehne erkl�rbar und st�nden in keinem nat�rlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 14. Februar 2010.
2.3 In der Beschwerde wird im Wesentlichen geltend gemacht, die Versicherte habe auch ab Juni 2010 unter Schmerzen gelitten, obschon sie gearbeitet habe. Die zunehmenden Beschwerden h�tten dann zur erneuten Zuweisung an Dr. med. S.________ gef�hrt. Die ununterbrochenen Beschwerden seit dem Unfall seien sowohl nat�rlich wie ad�quat unfallkausal. Gest�tzt auf die Aussagen von Arbeitskollegen und des behandelnden Physiotherapeuten sei der Grundfall nicht abgeschlossen gewesen. Entsprechend habe der Unfallversicherer die gesetzlichen Leistungen weiterhin zu erbringen.
3.1 Dr. med. S.________ hielt in seinem Bericht vom 17. M�rz 2011 fest, der Hauptbefund liege im Bereich der tibialis posterior Sehne, weshalb eine MRI-Untersuchung angezeigt sei. Gest�tzt auf das MRI befand Dr. med. S.________ differenzialdiagnostisch, es handle sich entweder um eine Tendovaginitis der tibialis posterior Sehne oder um eine Tarsaltunnel-Problematik (Bericht vom 31. M�rz 2011). Nach durchgef�hrter Operation (Dekompression des Nervus tibialis links) am 13. Oktober 2011 diagnostizierte Dr. med. S.________ in seinem Bericht vom 14. Oktober 2011 ein Tarsaltunnel-Syndrom links und Pes plano valgus links. Aus den Berichten des Dr. med. S.________ l�sst sich eine Unfallkausalit�t ausschliessen, ebenso aus der versicherungsmedizinischen Beurteilung des Dr. med. M.________ vom 1. Juni 2011, welcher gest�tzt auf die Akten ebenfalls von einem Knick-Plattfuss ausging und jegliche Unfallkausalit�t verneinte. Zu keinem anderen Schluss f�hrt der Bericht der Frau Dr. med. K.________, Fach�rztin FMH f�r Neurologie, Neurologische Praxis, Klinik Y.________, vom 8. August 2011, worin die �rztin die geklagten Beschwerden im Sinne von Fussbrennen - auch auf der rechten Seite - beschrieb und eine Insuffizienz der tibialis posterior Sehne links mit progredientem Knick-Plattfuss diagnostizierte.
3.2 Einzig der behandelnde Arzt Dr. med. G.________ sieht bei den ab Januar 2011 geklagten Beschwerden einen unfallkausalen Zusammenhang. Seinen Angaben geht eine substanziierte Begr�ndung jedoch ab, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. Zudem ist der Tatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde �rztinnen und �rzte im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsf�llen mitunter eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353).
3.3 Von weiteren medizinischen Abkl�rungen ist abzusehen, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 137 V 64 E. 5.2 S. 69, 136 I 229 E. 5.3 S. 236). Gest�tzt auf die mehrheitlich �bereinstimmenden medizinischen Feststellungen sind die ab Januar 2011 geklagten Beschwerden nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom Februar 2010 zur�ckzuf�hren. Mit dieser Feststellung kann sowohl die Frage, ob es sich um einen R�ckfall handelt, wie auch die Frage nach dem Beweiswert der Aussagen der Arbeitskollegen und des Physiotherapeuten der Versicherten offen bleiben. Denn mangels nat�rlichem Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 14. Februar 2010 besteht kein Leistungsanspruch, unabh�ngig davon, ob die nat�rliche Kausalit�t unter dem Gesichtswinkel des Grundfalls oder eines R�ckfalls gepr�ft wird (SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9, 8C_354/2007 E. 2.2 mit Hinweisen; Urteil 8C_463/2011 vom 4. November 2011 E. 3.2). Zu Recht hat demnach die Vorinstanz festgestellt, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht f�r die erneuten Behandlungen ab Januar 2011 verneint hat.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten von der Beschwerdef�hrerin als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).