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Timestamp: 2019-02-20 15:12:45
Document Index: 21889527

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', '§ 7', 'Art. 2', 'Art. 4', 'Art. 12', 'Art. 140', 'Art. 2', '§ 3', 'Art. 4', 'Art. 12', '§ 106']

LArbG Nürnberg, Urteil v. 27.03.2018 – 7 Sa 304/17 - Bürgerservice
LArbG Nürnberg, Urteil v. 27.03.2018 – 7 Sa 304/17
Verbot des Tragens eines Kopftuchs aus religiösen Gründen während der Arbeitszeit als mittelbare Diskriminierung
AGG § 1, § 3 Abs. 2, § 7 Abs. 1, Abs. 2
GG Art. 2 Abs. 1, Art. 4 Abs. 1, Abs. 2, Art. 12 Abs. 1, Art. 140
RL 2000/78/EG Art. 2 Abs. 2 a
Das Verbot, während der Arbeitszeit aus religiösen Gründen ein Kopftuch zu tragen, stellt eine mittelbare Diskriminierung im Sinne des § 3 Absatz 2 AGG dar. Darüber hinaus beeinträchtigt das Kopftuchverbot die Religionsfreiheit im Sinne des Art. 4 GG. Insofern hat eine Abwägung mit den sich aus Art. 12 und 2 GG ergebenden Grundrechten des Arbeitgebers zu erfolgen. Bei der Auslegung des § 106 GewO steht Gemeinschaftsrecht der Anwendung der Grundrechte nach dem Grundgesetz nicht entgegen. (Rn. 29 – 84)
Direktionsrecht, Weisungsrecht, Religion, Weltanschauung, Kopftuch, unternehmerische Freiheit, mittelbare Diskriminierung, Grundrechte
ArbG Nürnberg, Urteil vom 28.03.2017 – 8 Ca 6967/14
AuR 2018, 307
AuR 2018, 588
NZA-RR 2018, 356
LSK 2018, 7281
BeckRS 2018, 7281