Source: https://www.schneideranwaelte.de/familienrecht/rechtshistorisches-zum-gueterrecht-ehegatten/
Timestamp: 2018-04-26 11:47:03
Document Index: 309090469

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'BGH', '§ 1363', 'Art. 8', '§ 1363', 'Art. 8', 'Art. 3']

von Dirk Vollmer | 15.10.2013
Rechthistorisches zum Güterrecht
Mit dem BGB galt für das gesamte Gebiet des Deutschen Reichs zunächst der gesetzliche Güterstand der „Nutzverwaltung des Mannes am Frauenvermögen“ (später: Verwaltung und Nutznießung des Mannes am eingebrachten Gut der Frau). Anstelle dieses Güterstandes konnten die Ehegatten per Vereinbarung wählen zwischen der allgemeinen Gütergemeinschaft, der Errungenschaftsgemeinschaft, der Fahrnisgemeinschaft und der Gütertrennung.
Die Wirksamkeit der Erklärung nach Art. 8 I Nr. 3 GleichberG hing jedoch nicht von ihrer Bekanntmachung an den anderen Ehegatten ab (BGH, Urt. v. 29.05.1974 – IV ZR 2010/72, NJW 1974, 1554 unter Angabe folgender Fundstellen: Staudinger-Felgenträger, BGB, 10./11. Aufl., Rdnr. 157 der Einl. zu §§ 1363 ff.; Soergel-Siebert, BGB, 9. Aufl., Rdnr. 19 zu Art. 8 I Nr. 3 GleichberG; Palandt-Diederichsen, BGB, 33. Aufl., Grundz. vor § 1363 Anm. d zu Art. 8 I Nr. 3 GleichberG).
Art. 3 Abs.2 GG | Errungenschaftsgemeinschaft | Fahrnisgemeinschaft | Gleichstellungsgesetz | Güterrecht | Gütertrennung | Nutzverwaltung des Mannes am Frauenvermögen | Rechtshistorik | Verwaltung und Nutznießung des Mannes am eingebrachten Gut der Frau | Zugewinngemeinschaft