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Timestamp: 2020-02-19 14:34:14
Document Index: 21727110

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 15', '§ 15', '§ 6', '§ 165', '§ 5', '§ 76', '§ 5', '§ 50']

Blankensteinpark Berlin-Pankow : offener Realisierungswettbewerb ; Entwicklungsbereich Alter Schlachthof Berlin-Pankow, Ortsteil Prenzlauer Berg Eldenaer Straße
Blankensteinpark Berlin-Pankow ; Architekturwettbewerb
Elektronische Ressource (PDF-Datei: 76 S., 6.71 MB)
urn:nbn:de:kobv:109-opus-201776
Blankensteinpark Berlin-Pankow
Ergebnisprotokoll der Sitzung des Preisgerichtes vom 13. / 14. 09. 2001
Offener Realisierungswettbewerb Auslobung
Realisierungswettbewerb Blankensteinpark Entwicklungsbereich Alter Schlachthof Berlin-Pankow, Ortsteil Prenzlauer Berg Eldenaer Straße Auslobung
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Servicebereich Kommunikation Württembergische Straße 6 10709 Berlin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Behrenstraße 42 10117 Berlin-Mitte Copyhaus Vervielfältigungs GmbH
Inhalt Anlass und Ziel Teil 1 Verfahren 1.01 Auslober, Bauherr 1.02 Art des Verfahrens 1.03 Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe 1.04 Wettbewerbsteilnehmer 1.05 Preisgericht und Vorprüfung 1.06 Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen 1.07 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten 1.08 Rückfragen und Kolloquium 1.09 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen 1.10 Geforderte Leistungen 1.11 Beurteilungsverfahren 1.12 Preise und Ankäufe 1.13 Weitere Bearbeitung 1.14 Eigentum und Urheberrecht 1.15 Verfassererklärung 1.16 Bekanntgabe des Ergebnisses/Ausstellung der Arbeiten 1.17 Haftung und Rückgabe 1.18 Zusammenfassung der Termine Teil 2 Situation und Planungsvorgaben Landschaftliche und städtebauliche Situation Lage, Grenzen und Größe des Wettbewerbsgebietes Natur- und landschaftsräumliche Einbindung Naturhaushalt (Boden/Grundwasser/Klima/Luft) Historische Entwicklung Städtebauliches Umfeld des Entwicklungsbereichs Alter Schlachthof Bevölkerungs- und Sozialstruktur Soziale Infrastruktur Freiraumsituation Die Planungen im Entwicklungsbereich Alter Schlachthof und Umgebung Städtebauliche Rahmenbedingungen Erschließung und Verkehr Beschreibung der näheren Umgebung des Wettbewerbsgebiets Beschreibung des Bestandes und der geplanten Einrichtungen im Wettbewerbsgebiet Planungsrechtliche Rahmensbedingungen Bebauungsplanung Denkmalschutz Teil 3 Wettbewerbsaufgabe Übergeordnete Zielsetzung Blankensteinpark Wege, Eingangsbereiche und Leitungen unterirdische Regenrückhalteeinrichtung im Park Kinderspiel Umfriedung der Grünanlage Vegetation Materialien und Ausstattungselemente Kunst
2.1 2.1.1 2.1.2 2.1.3 2.1.4 2.1.5 2.1.6 2.1.7 2.1.8 2.2 2.2.1 2.2.2 2.2.3 2.2.4 2.2.5 2.2.6 2.2.7
3.1 3.2 3.2.1 3.2.2 3.2.3 3.2.4 3.2.5 3.2.6 3.2.7
3.2.8 3.3 3.3.1 3.3.2 3.4 3.5
Baubeginn, Stufenplan und Kostenrahmen Sportanlage Programm für die Sportanlage Baubeginn, Kosten Beziehungen zwischen Park und Sportanlage Beurteilungskriterien Teil 4 Anhang Abbildungen Abbildungsverzeichnis Quellennachweis Verfassererklärung
Anlass und Ziel Im Zentrum des entstehenden Stadtquartiers Eldenaer Straße, dem etwa 50 ha großen städtebaulichen Entwicklungsbereich “Alter Schlachthof”, soll eine neue Parkanlage von etwa 5 ha, der Blankensteinpark, entstehen. Angegliedert wird eine Schul- und Vereinssportanlage, die knapp 2 ha umfasst. An der östlichen Seite wird der Park von der denkmalgeschützten Rinderauktionshalle, dem markantesten Altbau im Gebiet, begrenzt. Das Areal gehört zum Bezirk Pankow von Berlin, Ortsteil Prenzlauer Berg. Bauherrin für den Park und die Sportanlage ist die s|es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH als Treuhänderin des Landes Berlin. Nach Fertigstellung werden die Anlagen vom Bezirk Pankow übernommen. Der neue Blankensteinpark hat zusammen mit der angrenzenden Rinderauktionshalle die Aufgabe, den zentralen identitätsstiftenden Fokus des Entwicklungsbereichs Alter Schlachthof zu bilden. Es ist ein attraktiver öffentlicher Raum zu schaffen, der unter Beachtung des Gesamtcharakters des Areals einen eigenständigen Bereich von hoher Aufenthaltsqualität darstellt. Der Blankensteinpark wird nicht nur für das neu entstehende Quartier sondern auch für das angrenzende Samariterviertel im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg die größte Parkanlage im weiten Umfeld sein. Daher richten sich vielfältige Erwartungen auf diese Fläche; es ist von einem hohen Nutzungsdruck auszugehen. Die zentrale Freifläche des Entwicklungsbereichs Alter Schlachthof ist eingebettet in eine städtebauliche Struktur, die von einem in Ost-West-Richtung verlaufenden Grünzug durchquert wird. Dadurch und durch Anknüpfungen an vorgesehene Straßen sind eine Reihe von Wegebeziehungen, die auch in Bebauungsplänen rechtlich verankert sind, bereits vorgegeben. Im Norden des Parks grenzt der Bereich an, der für die Sportanlage vorgesehen ist. Nach Erfüllung des sportlichen Programms bleiben dort noch Spielräume für die Gestaltung der Beziehungen zwischen Park- und Sportflächen. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein Konzept für eine städtische Park- und Sportanlage von hoher Attraktivität zu finden. Dabei sind bestehende Beziehungen und Bindungen sowie der zu erwartende hohe Besucherandrang zu beachten. Das Angebot an Nutzungsmöglichkeiten soll vielfältig sein, ohne dass eine Aneinanderreihung von Spezialflächen entsteht. Vielmehr sind Räume unterschiedlicher Dimensionen zu gestalten, solche, die Bewegungsmöglichkeiten gewähren, und solche, die sich als Ruhebereiche anbieten. Gestaltqualität soll durch klare und differenzierte räumliche Strukturen erreicht werden. Von aufwendig zu pflegenden Elementen ist sparsam Gebrauch zu machen, sie sind besonders hervorgehobenen Orten vorbehalten. Insgesamt ist beim Entwurf der Kostenrahmen unbedingt einzuhalten. Geringe Folgekosten für Pflege und Unterhaltung sind von hoher Bedeutung.
Teil 1 Verfahren 1.01 Auslober, Bauherr s|es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH, Treuhänderin des Landes Berlin. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport Bezirksamt Pankow Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte, Referat II D Behrenstraße 42, 10117 Berlin Dipl.-Ing. Almut Jirku II D 21 Tel.: (030) 9020-5401 Fax: (030) 9020-5671 E-Mail: almut.jirku@senstadt.verwalt-berlin.de Dipl.-Ing. Ingeborg Schulz zur Wiesch II D 22 Tel.: (030) 9020-5146 Fax: (030) 9020-5653 E-Mail: ingeborg.schulz-zur-wiesch2@senstadt.verwalt-berlin.de Mitarbeiterin: Angelika Fittkau 1.02 Art des Verfahrens Die Ausschreibung erfolgt als offener landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb auf Grundlage der VOF. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. 1.03 Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe Dem Wettbewerb liegen die Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens (GRW 1995) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Bei der Vorbereitung der Ausschreibung hat die Architektenkammer Berlin entsprechend den Regelungen der GRW beratend mitgewirkt. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. B - 2001 - 5 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der GRW 1995 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die s|es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße oder die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, - II D -, abgegeben werden. Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Bankverbindung, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung).
Mitwirkende Verwaltungen
Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt. Nachprüfung der Vergabe Vergabekammer im Land Berlin bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Technologie, Martin-Luther-Straße 105, 10820 Berlin 1.04 Wettbewerbsteilnehmer Zum Wettbewerb zugelassen sind: - Natürliche Personen, die am Tage der Auslobung gemäss Rechtsvorschriften ihres Heimatstaates zur Führung der Berufsbezeichnung „Landschaftsarchitekt“ berechtigt sind. Sofern in dem jeweiligen Heimatstaat die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt ist, so erfüllt die fachliche Voraussetzung als Landschaftsarchitekt, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder sonstige Befähigungsnachweise verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie 85/384/ EWG des Rates vom 10. Juni1985 (EG-Architektenrichtlinie) oder nach den Richtlinien 89/48/EWG des Rates vom 21. Dezember 1988 (EG-Diplomanerkennungsrichtlinie) gewährleistet ist. - Juristische Personen, sofern deren satzungsmäßiger Geschäftszweck auf Planungsleistungen ausgerichtet ist und der Wettbewerbsaufgabe entspricht und einer der Gesellschafter oder einer der bevollmächtigten Vertreter und der Verfasser der Wettbewerbsarbeit die an natürliche Personen gestellten Anforderungen erfüllt. Wegen der Hochbauaufgabe ist eine Zusammenarbeit mit Architekten zwingende Teilnahmebedingung. In dieser Arbeitsgemeinschaft ist der Landschaftsarchitekt federführend. Bei Arbeitsgemeinschaften muss jedes Mitglied teilnahmeberechtigt sein. Teilnahmehindernisse sind nach 3.2.3 GRW geregelt. Fachberater unterliegen nicht den genannten Teilnahmebedingungen. 1.05 Preisgericht und Vorprüfung Fachpreisrichter/innen David Bosshard Landschaftsarchitekt, Bern Undine Giseke Landschaftsarchitektin, Berlin Michael Palm Landschaftsarchitekt, Weinheim Rolf Backmann Architekt, Berlin Stellvertretende Fachpreisrichter/innen Thomas Guba Landschaftsarchitekt, Berlin Dr. Gabriele Schultheiß Landschaftsarchitektin, Berlin
Hermann Scheidt Architekt, Berlin Sachpreisrichter/innen Dr. Hans Stimmann, Senatsbaudirektor Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Manfred Nicolovius, Geschäftsführer s|es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH, Berlin Ines Saager, Bezirksstadträtin Bezirksamt Pankow Stellvertretende Sachpreisrichter/innen Birgitt Kalthöner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Beate Profé Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Freiraumplanung und Stadtgrün Wolfgang Krause, Bezirksamt Pankow, Naturschutz- und Grünflächenamt Sachverständige Sigrid Asseng Bezirksamt Pankow, Amt für Bauaufsicht und Denkmalschutz Stephan Bätz Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Freiraumplanung und Stadtgrün Leane Mesa Benjamin Bezirksamt Pankow, Naturschutz- und Grünflächenamt Eberhard Foehre Bezirksamt Pankow, Immobilienservice, Hochbau Christoph Funk Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Landschaftsplanung und Naturschutz Roger Gapp Bezirksamt Pankow, Fachbereich Schule Jochen Gehl Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport Anke Heutling Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Wohnungsbau; Projekte Entwicklungsbereiche Gabriele Jokisch-Jivanjee Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Architekturwerkstatt Detlev Lindner Bezirksamt Pankow, Immobilienservice, Hochbau Elmar Knippschild Landschaftsarchitekt, Kostenprüfung
Stephen Müller Berliner Wasserbetriebe Katrin Neumann Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Kunst im Stadtraum Peter Ostendorff Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Auswahlverfahren; Wettbewerbe; Kunst im Stadtraum Anette Pätzel Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Stadtplanungsamt Erika Pawlowsky-Reusing Berliner Wasserbetriebe Gabriele Pfeil Bezirksamt Pankow, Stadtplanungsamt Annette Rähm Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Natur- und Grünflächenamt Gabriele Scharnberg Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Projektvorbereitung und -prüfung Hochbau und Fachtechnik Rolf Schneider Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Landesdenkmalamt Armin Schwarzer s|es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH, Berlin Elke Seidel Bezirksamt Pankow, Amt für Bauaufsicht und Denkmalschutz Joachim Sichter Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Wohnungsbau; Projekte Entwicklungsgebiete Karl Steiner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Immissionsschutz, Lärm- und Lichtschutz Vorprüfer/innen Stefanie Hennecke, Landschaftsarchitektin Marc Pouzol, Landschaftsarchitekt Philipp Sattler, Landschaftsarchitekt Birgit Schmidt, Landschaftsarchitektin Katharina Schütze, Landschaftsarchitektin Annette Sprenger, Landschaftsarchitektin Susanne Holstein, Architektin
Ingeborg Schulz zur Wiesch, Architektin Mitarbeiter/innen der Vorprüfung Angelika Fittkau Conny Meyer Ulrike Weidmann N.N., Architektur Die Vorprüfung wird bei Bedarf verstärkt. Gäste Karsten Kümmerle Architektenkammer Berlin N.N. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Beirat für frauenspezifische Belange N.N. Vertreter der Betroffenenvertreter Vertreter der in der BVV vertretenen Fraktionen 1.06 Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen Der Auslobungstext kann zur allgemeinen Information vom 21.05.2001 an im Internet unter der Adresse: http://www.stadtentwicklung.berlin.de eingesehen und heruntergeladen werden. Die Unterlagen sind bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat II D, Behrenstraße 42, 10117 Berlin anzufordern. Alle Unterlagen (auf CDROM oder als Plansatz) werden ab 21.05.2001 nur gegen Vorlage der gestempelten Einzahlungsquittung für die Teilnahmegebühr ausgegeben oder zugesandt. Die Schutzgebühr (GRW 5.1.6) für die Unterlagen zur Auslobung beträgt 100,- DM. Sie ist auf das Verwahrkonto Nr. 63 000 57 70, BLZ 100 500 00 (Berliner Sparkasse), einzuzahlen mit dem Vermerk „Realisierungswettbewerb Blankensteinpark“. Bei der Anforderung der Unterlagen bitte unbedingt angeben, ob die Pläne digital auf CDRom oder als Plansatz analog gewünscht werden. Die Schutzgebühr wird nicht zurückerstattet. 1.07 Einlieferung der Wettbewerbsarbeiten Die Arbeiten sind am 13. August 2001 von 14.00 bis 17.00 Uhr bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - II D -, Jebenstraße 2, 1. OG, 10623 Berlin abzugeben oder am selben Tag oder davor liegend per Post- oder Kurierdienst einzureichen. Bei der Einreichung durch Post- oder Kurierdienst ist eine Kopie des Einlieferungsscheins, in gleicher anonymisierter Weise wie die Arbeit selbst, mit der Kennziffer versehen an den Auslober nachzusenden. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Realisierungswettbewerb Blankensteinpark“ einzureichen. Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Als Zeitpunkt der Ablieferung gilt im Falle der Einlieferung bei Post, Bahn oder anderen Transportunternehmen das auf dem Einlieferungsschein angegebene Datum unabhängig von der Uhrzeit, bei Ablieferung beim Auslober die auf der Empfangsbestätigung vermerkte Zeitangabe.
Der Teilnehmer hat dafür zu sorgen, dass er den Nachweis über die rechtzeitige Einlieferung führen kann. Da der Tagesstempel (Post) auf dem Versandgut ein späteres Datum aufweisen kann, ist der Einlieferungsschein maßgebend. Einlieferungsscheine sind daher bis zum Abschluß des Verfahrens aufzubewahren und auf Anforderung vorzulegen. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Die Kennziffer ist von den Teilnehmern selbst zu wählen. Die Wettbewerbsverfasser haben die Verfassererklärung (siehe 1.15) mit ihrer Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der sie ihre Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet haben. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben. 1.08 Rückfragen und Kolloquium Rückfragen (GRW 5.3) zur Auslobung können schriftlich gestellt werden und müssen bis zum 15. Juni 2001 unter dem Kennwort „Realisierungswettbewerb Blankensteinpark“ bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat II D, Behrenstraße 42, 10117 Berlin, eingegangen sein. Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Auslobung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Um Doppelungen der Rückfragen zu vermeiden, werden im Internet bereits gestellte Rückfragen unter www.stadtentwicklung.berlin.de/ wettbewerbe/ausschreibungen/blankensteinpark veröffentlicht. Die Rückfragen werden mit dem Preisgericht erörtert und während des Rückfragenkolloquiums beantwortet. Rückfragenkolloquium Das Rückfragenkolloquium mit den Teilnehmern und dem Preisgericht findet am 22. Juni 2001 um 13.30 Uhr in der ehemaligen Rinderauktionshalle an der Eldenaer Straße statt. Am selben Tag findet um 11.00 Uhr eine gemeinsame Geländebegehung statt (Treffpunkt Eingang Eldenaer Straße). Das Ergebnisprotokoll des Rückfragenkolloquiums mit der Zusammenstellung der Fragen und Antworten wird anschließend allen am Verfahren Beteiligten zugesandt, außerdem werden die Rückfragen und Antworten im Internet unter oben genannter Adresse veröffentlicht. Das Rückfragenprotokoll ist Bestandteil der Auslobung. 1.09 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen Unterlagen des Wettbewerbs sind: - die vorliegende Auslobung - die schriftliche Beantwortung aller Rückfragen einschließlich der gestellten Fragen (Rückfragenprotokoll) - die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen auf CD-ROM in den angegebenen Dateiformaten oder alternativ als Printversion. Informationspläne - Lageplan im Maßstab 1:5000 (TIF-Format) - Nord-, Süd- und Westansichten der Rinderauktionshalle (dwg, dxf) - Luftbild im Maßstab 1:5000 (TIF-Format) - Lageplan im Maßstab 1:500 (dwg, dxf, png, plt) - Lageplan im Maßstab 1:2500 (TIF-Format)
1.10 Geforderte Leistungen Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: 1. Einbindung des Wettbewerbsgebiets in die Umgebung im Maßstab 1:2500 2. Entwurf des Realisierungsgebiets im Maßstab 1:500 - Verdeutlichung des gestalterischen Leitkonzeptes, der Gliederung und der Raumbildung - Flächenaufteilung der Sportanlage, Lage des Gebäudes; Art der Flächennutzung im Park - Wegesystem - Vegetationsverwendung - Darstellung besonderer Elemente 3. Prüfplan im Maßstab 1:500 - Abgrenzung der Flächen mit unterschiedlicher Nutzung - Lage der Leitungen und des Regenrückhaltebeckens - Zuordnung von Materialien zu Flächen - Lage der geforderten Sporteinrichtungen und des Sportplatzgebäudes 4. Erläuternde Darstellungen zum landschaftsplanerischen Entwurf - Darstellung eines zweistufigen Entwicklungskonzepts - Nach freier Wahl Perspektiven oder Isometrien zur Verdeutlichung der wesentlichen Entwurfsidee - Details, Ansichten oder Schnitte zur Veranschaulichung wichtiger Entwurfselemente und der Umfriedung 5. Grundrissplan, Ansichten vom Sportplatzgebäude und zum Verständnis des Entwurfs erforderliche Schnitte, Maßstab 1:200 6. Prüfpläne zum Sportplatzgebäude - ein Satz Pläne (Grundriss, Schnitte, Ansichten M 1:200) mit Eintragung der Raumbezeichnung und Angabe der notwendigen Maße 7. Ergänzende Unterlagen - Erläuterungsbericht von drei bis vier Seiten DIN A 4. Sofern der Text in die Pläne integriert wird, ist eine zusätzliche Kopie auf losen Blättern erforderlich. - Verkleinerung des Entwurfs M 1:500 sowie der wichtigsten Gebäudeansicht und des Grundrisses des Sportplatzgebäudes auf je ein DIN A 4-Blatt, schwarzweiß (für die Darstellung im Vorprüfbericht) - Hängeplan. Es stehen maximal zwei Stelltafeln (Tafelfläche: 140 cm Höhe, 240 cm Breite) pro Arbeit zur Verfügung. - Verzeichnis der eingereichten Unterlagen - Verfassererklärung (Formblatt siehe Anhang) Die geforderten Leistungen sind in Papierform zu erbringen. Die eingereichten Pläne sollen rollbar sein. Für die schadensfreie Aufhängung von auf Tafeln aufgezogenen Plänen wird keine Haftung übernommen. Nicht rollbare Pläne werden nicht zurückgeschickt. Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Arbeit max. 2 Stelltafeln mit einer Fläche von 2,40 m (Breite) x 1,40 m (Höhe) zur Verfügung. Die vom Auslober zur Verfügung gestellten Arbeitspläne sind ein Angebot, den Wettbewerbsbeitrag darzustellen; sie müssen von den Verfassern nicht verwendet werden. Zusätzliche Leistungen, die über die Hängefläche hinausgehen, werden nicht berücksichtigt. Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Weitere Leistungen
wie Modell, Dias, Video etc. sowie die Abgabe in digitaler Form sind nicht zugelassen. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen. Im Übrigen gelten GRW 5.5 und 5.6.4 in diesem Zusammenhang. 1.11 Beurteilungsverfahren Das Beurteilungsverfahren ist unter den Punkten 5.6 und 5.7 sowie in der Anlage III der GRW 1995 dargestellt. Ergänzend gilt Folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden mit Hilfe eines Kriterienkataloges (Beurteilungskriterien gem. GRW 5.1.5) vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzugezogen werden. Eine zweiphasige Vorprüfung bleibt vorbehalten. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten. 1.12 Preise und Ankäufe Die Wettbewerbssumme (GRW 4.1) ist auf der Basis des § 15 HOAI in Verbindung mit der GRW 1995 ermittelt. Für Preise und Ankäufe stehen insgesamt 160.000,- DM zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis 2. Preis 3. Preis 4. Preis 5. Preis DM DM DM DM DM 40.000,32.000,24.000,19.000,13.000,Ankauf Ankauf Ankauf Ankauf DM DM DM DM 8.000,8.000,8.000,8.000,-
Über die Preise und Ankäufe hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die Preise und Ankäufe werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 16 % ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt. 1.13 Weitere Bearbeitung Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Der Bauherr wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einem oder mehreren der Preisträger die weitere Bearbeitung der Aufgabe mindestens mit den Leistungen 2, 3, 4 (soweit erforderlich) und 5 nach § 15 HOAI übertragen, - sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht - soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe realisiert werden soll (gem. GRW 7.2) - sofern die Arbeit im Kostenrahmen realisierbar ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (GRW 7.2). Landschaftsarchitekten, die nicht Mitglieder der Berliner Architektenkammer sind, werden gemäß § 6 Bau- und Architektenkammergesetz verpflichtet, sich bei Auftragserteilung im Verzeichnis auswärtiger Architekten der Architektenkammer Berlin eintragen zu lassen.
Gemäß den Ausführungen in der Allgemeinen Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung von Bauaufgaben Berlins (Anweisung Bau) ist beabsichtigt, für diese Baumaßnahme Mittel in Höhe von insgesamt ca.100.000,- DM einschließlich Künstlerhonorare und Mehrwertsteuer für „Kunst am Bau“-Maßnahmen bereitzustellen. Art und Umfang der Maßnahmen sowie das Vergabeverfahren für die Kunst am Bau sind nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens von den zu Beteiligenden, insbesondere Bauherren, Preisträgern sowie dem für Kunst am Bau/Kunst im Stadtraum zuständigen Fachreferat der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zu bestimmen. Vorschläge hierfür, insbesondere über den Standort und die Art der künstlerischen Vorhaben, können von den Wettbewerbsteilnehmern jedoch bereits im Wettbewerb aufgezeigt werden. 1.14 Eigentum und Urheberrecht Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten und angekauften Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers (GRW 6.4). Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (GRW 7.3). Der Auslober ist berechtigt, die zur Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt. 1.15 Verfassererklärung Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung (siehe Anhang) versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. 1.16 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder Ankauf ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekantgegeben (GRW 6.1). Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Ankäufen , der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekantgegeben (GRW 6.3). 1.17 Haftung und Rückgabe Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens (GRW 6.5). Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - II D - abgeholt werden. Sind diese Arbeiten, trotz einer Erinnerung, 12 Wochen nach dem genannten Termin nicht abgeholt worden, so geht
der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren Arbeiten aufgegeben haben und wird dann mit diesen Arbeiten nach seinem Belieben verfahren. Im Übrigen erfolgt die Rücksendung der nicht prämierten Arbeiten von Teilnehmern, die nicht in Berlin ansässig sind, nur dann, wenn die Arbeiten in einer Planrolle verschickt werden können. 1.18 Zusammenfassung der Termine Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen Rückfragen schriftlich bis Rückfragenkolloquium Abgabe der Arbeiten Sitzung des Preisgerichts Ausstellung
21. Mai 2001 bis 22. Juni 2001 15. Juni 2001 22. Juni 2001 13. Aug. 2001 13./14. Sept. 2001 zwei bis vier Wochen später
Teil 2 Situation und Planungsvorgaben 2.1 Landschaftliche und städtebauliche Situation 2.1.1 Lage, Grenzen und Größe des Wettbewerbsgebietes Der Entwicklungsbereich Alter Schlachthof liegt etwa fünf Kilometer von der historischen Stadtmitte Berlins entfernt, im Schnittpunkt der zwei am dichtesten besiedelten Berliner Bezirke Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg, sowie dem Bezirk LichtenbergHohenschönhausen. Die Landsberger Allee am Westrand und die Frankfurter Allee südlich des Entwicklungsbereichs zählen zu den radialen Hauptverbindungen (Straßen 1. Ordnung) des Stadtkerns mit den Neubaugebieten Hohenschönhausen und Marzahn sowie dem Umland. Im Norden grenzt der Entwicklungsbereich Alter Schlachthof unmittelbar an den S-Bahn-Ring, welcher die Berliner Innenstadt umschließt.
Als südöstlicher Anhang des Ortsteils Prenzlauer Berg schiebt sich der Entwicklungsbereich Alter Schlachthof zwischen die Ortsteile Friedrichshain und Lichtenberg. Im Zentrum des Entwicklungsbereichs, auf dem Gelände des ehemaligen Zentral- Viehund Schlachthofs, befindet sich das Wettbewerbsgebiet. Begrenzt wird das Gelände des künftigen Blankensteinparks im Süden durch die Eldenaer Straße, welche zugleich die Grenze zum Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg darstellt, und im Norden durch die derzeit im Bau befindliche Hermann-BlankensteinStraße, welche parallel zum S-Bahn-Ring verläuft und die Bezirksgrenze zu Lichtenberg-Hohenschönhausen bildet. Die westliche Grenze wird durch die geplante Weiter-
führung der Liebigstraße gebildet, welche das künftige Thaer-Viertel anbindet. Die denkmalgeschützte ehemalige Rinderauktionshalle stellt in ihrer Gesamtlänge von 217 m die östliche Grenze des Wettbewerbsgebietes dar. Jenseits der Halle grenzt das geplante Eldenaer-Viertel und das Pettenkofer Dreieck an. Die für den Blankensteinpark vorgesehene Fläche des Wettbewerbsgebiets hat eine Gesamtgröße von 51.415 m². Der Bereich für die Sportanlagen hat eine Fläche von 18.442 m². Eigentümerin ist die s|es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH. Nach Fertigstellung der Freianlagen übernimmt diese der Bezirk Pankow.
2.1.2 Natur- und landschaftsräumliche Einbindung Der Berliner Naturraum wurde nachhaltig von der Eiszeit geprägt und gegliedert. Durch die Lage der Stadt im Urstromtal mit Spree und Dahme, an der Havelseenrinne und auf den sich im Norden und Süden anschließenden Hochflächen erhielt Berlin eine unverwechselbare Identität. Das Wettbewerbsgebiet gehört im Berliner Relief zu den Hochflächen des Barnim am Rande des jungpleistozänen WarschauBerliner-Urstromtals. 2.1.3 Naturhaushalt (Boden/Grundwasser/Klima/Luft) Während der geologische Bodenaufbau des Urstromtals vorwiegend von Sanden und Kiesen feiner bis mittlerer Korngrößen bestimmt wird, werden die Hochflächen des Barnim und des Teltow oberflächennah aus eiszeitlichem Geschiebemergel (Ton, Schluff, Sande mit Einlagerungen) gebildet. Der geologische Untergrund wird überwiegend aus saale- und weichselkaltzeitlichen Sedimenten gebildet, die unterhalb von differenziert mächtigen anthropogenen Aufschüttungen einsetzen. Die Aufschüttungsmächtigkeiten schwanken zwischen 1 und 2 m. Lokal werden Mächtigkeiten von bis zu 4 m ermittelt. Unterhalb der Aufschüttung, die sich aus humosen Sanden, Ziegel- und BetonRecyclingmaterial sowie aus Kies zusammensetzt, und den wasserführenden Decksanden stehen sandige Geschiebelehmmergel an. Typisch sind unregelmäßige, teilweise sehr geringmächtige Sandeinlagerungen.
Die Mächtigkeit des Geschiebemergels ist auf dem Wettbewerbsgelände sehr unterschiedlich. Die Unterkante des Weichselgeschiebemergels liegt zwischen 4,0 und 8,0 m unter Gelände. In dieser Schicht sind bis zu 2,5 m mächtige Sande eingelagert. Unter dem Weichselgeschiebemergel befindet sich der Saalegeschiebemergel, dessen Mächtigkeit noch stärkeren Schwankungen unterliegt. Im Durchschnitt liegt seine Unterkante zwischen 18,0 und 23,0 m unter Gelände. In diesem Mergel sind ebenfalls vereinzelt Sandlinsen eingelagert. Unterhalb des Saalegeschiebemergels beginnt eine mindestens 20 m mächtige Serie von Sanden. In den oberen 5-10 m sind sie mehr oder weniger schluffig, darunter jedoch eher kiesführend. Im Rahmen einer Geländefreimachung wird die Fläche bis in zwei Meter Tiefe enttrümmert. Der Boden wird im Umweltatlas als Lockersyrosem/Regosol/Pararendzina angesprochen. Der Baugrund eignet sich laut Bodengutachten nicht zur Versickerung. Die Durchlässigkeit kf für Geschiebemergel beträgt 1*10 -8 m/s, was rechnerisch einem undurchlässigen Boden entspricht. Grundwasserneubildung durch Versickerung von Regenwasser ist daher im Wettbewerbsgebiet nicht möglich. Grundwasser Im Rahmen der Baugrunduntersuchungen wurde in den Sondierungen kein Grundwasser gefunden, da sich der Hauptwasserleiter aufgrund des starken Einflusses des nahe gelegenen Spreetals in einer Höhe von 32 – 33 m ü. NN befindet. Auf dem Gelände wurde ein Ruhewasserspiegel von 44,16 m ü. NN gemessen. Hierbei handelt es sich um einen gespannten Grundwasserleiter, der in keiner hydraulischen Verbindung mit dem Hauptgrundwasserleiter steht. Im sandig-kiesigen Bereich kann lokal begrenzt schwebendes Grundwasser mit geringerem Flurabstand auftreten. In Abhängigkeit von Jahreszeit und Niederschlag sowie von wasserführenden Kieslinsen ist mit lokal und temporär auftretendem Bodenwasser zu rechnen. Es muss im Bereich des Blankensteinparks von einem mittleren Bodenwasserstand von 2,00 m unter GOK ausgegangen werden. Grundwasserfließrichtung ist nach BACHMANN 1990 ONO-WSW bzw. nach STRAUSS 1991 NNO-SW. Altlasten Im Bereich des Entwicklungsbereichs ist nach gegenwärtigem Kenntnisstand nur mit geringfügigen Altlastenvorkommen zu rechnen, die keinen akuten Gefahrenherd darstellen. Darüber hinaus werden verunreinigte Bodenschichten im Zuge der Tiefenenttrümmerung ohnehin abgetragen. Die mittleren Lufttemperaturen in Berlin betragen im Bereich Prenzlauer Berg/Alter Schlachthof im Jahresmittel 10,0 bis 10,5 °C. Im regionalen Maßstab werden die Niederschlagsverhältnisse Berlins durch die Lage im Übergangsbereich zwischen kontinental und mehr ozeanisch geprägtem Klima bestimmt. Berlin gehört im deutschen Vergleich eher zu den trockenen Gebieten. Im Stadtgebiet Prenzlauer Berg/Alter Schlachthof liegt der Jahresniederschlag bei 570-585 mm/a. Die Geländeoberkante (GOK) des Wettbewerbsgebiets liegt zwischen 47.70 m ü. NN im Süden (Eldenaer Straße) und 49.50 m ü. NN im Norden (HermannBlankenstein-Straße). Das Gelände ist als eben zu bezeichnen.
2.1.4 Historische Entwicklung Die neuere Baugeschichte des Gebietes um den Alten Schlachthof und seiner Umgebung begann mit dem Bebauungsplan von James Hobrecht im Jahre 1862.
Bebauungsplan von James Hobrecht 1862
Realisierung des Hobrechtschen Bebauungsplans
Die Ringbahn, welche 1871 dem Verkehr übergeben wurde, modifizierte die Hobrechtsche Planung tiefgreifend. Die Trasse der Ringbahn folgte im Areal des Entwicklungsbereichs zwar weitgehend einer von Hobrecht vorgesehenen Straßenführung, etablierte jedoch de facto eine neue Bebauungsgrenze, da sie die Flächen östlich des Schlachthofgeländes von der Stadt abschnitt. Während sich die Stadt zwischen 1886 und 1908 westlich und südlich des Entwicklungsbereichs Alter Schlachthof unmittelbar an seine Grenzen heranschob, blieb das Gelände jenseits der Ringbahn bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts überwiegend unbebaut. Entstehungsgeschichte des Zentral- Vieh- und Schlachthofes 1867 stellte der Magistrat von Berlin den Antrag an die Stadtverordneten, ein städtisches Schlachthaus mit unmittelbar angebundenem Viehmarkt zu errichten, um die Viehtransporte quer durch die Stadt zu den Schlachtereien sowie Geruchsbelästigungen und Seuchen zu unterbinden. Die Kosten schienen der Stadt jedoch zu hoch und auch private Vorhaben zur Errichtung eines Zentralviehhofes schlugen aus Kapitalmangel fehl. 1876 wurde der Magistrat ermächtigt, das 38,6 ha große Gelände zwischen Eldenaer Straße, Thaerstraße und Ringbahn zu erwerben und den Bau eines zentralen Vieh- und Schlachthofes vorzubereiten. Die Wahl fiel auf das Gelände an der Eldenaer Straße, weil die notwendigen Voraussetzungen für einen zentralen Vieh- und Schlachthof erfüllt wurden: - Über die Ringbahn war ein direkter Anschluss an die Fernbahn und damit der reibungslose Viehtransport möglich - Das Gelände befand sich am Rand der Stadt, wodurch größere störende Auswirkungen auf Berlin vermieden wurden - Das Gelände war erweiterungsfähig - Das Gelände war an ein gut geplantes und teilweise schon realisiertes Straßennetz angeschlossen - Mit der Errichtung eines Bahnhofes war von der Ringbahntrasse her der Personenzugang möglich. Der Stadtbaurat Hermann Blankenstein erhielt 1876 den Auftrag, Skizzen und einen Kostenvoranschlag für den Vieh- und Schlachthof aufzustellen. Nach den Entwurfsplänen Blankensteins wurde der erste Bauabschnitt ab 1877 realisiert und 1881 eröffnet.
Historische Luftaufnahme des Schlachthofgeländes um 1929
Rinderauktionshalle 1897
1889 kaufte die Stadt Berlin die 10,9 ha große Fläche zwischen Thaerstraße und Landsberger Allee und 1895 begannen die Bauarbeiten auf diesem Erweiterungsgelände; es entstanden dort bis 1898 Schweine- und Rinderschlachthäuser einschließlich Nebenanlagen. Zur Verbindung des Viehhofes mit dem Erweiterungsgelände des Schlachthofes wurden zwei Unterführungen unter der Thaerstraße angelegt. Vom Beginn des Ersten Weltkrieges bis zur Inflation stagnierte die Entwicklung. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden leerstehende Hallen von Behörden und Privaten als Lagerhallen genutzt. Erst 1924 räumten die letzten Fremdnutzer den Viehhof. Entscheidend für das Wiederbeleben des Vieh- und Schlachtbetriebes war die Verlagerung des Berliner Fleischgroßmarktes vom Alexanderplatz an die Landsberger Allee 1925. In den 30er Jahren wurde die Rinderauktionshalle um 5000 m² erweitert und die Außenmauer um das Gelände in Klinkermauerwerk weitestgehend erneuert. 1937 bis 1940 entstand die 522 m lange Fußgängerbrücke zwischen der Eldenaer Straße und dem damaligen S-Bahnhof „Zentralviehhof“, der sogenannte „Lange Jammer“. In den Kriegsjahren wurde der Schlachtbetrieb aufrecht erhalten. Schwere Zerstörungen entstanden 1945 durch Bombenangriffe in der Endphase des Krieges.
Da gleich nach Kriegsende der Schlachtbetrieb wieder aufgenommen werden musste, waren die Bemühungen um Instandsetzung und Ergänzung der alten Bausubstanz auf dem Gelände zwischen Thaerstraße und Landsberger Allee groß. 1963 wurde der städtische Schlachthof in den volkseigenen Betrieb VEB Fleischkombinat umgewandelt. Das Kombinat konzentrierte den Schlachtbetrieb fortan auf dem Gelände zwischen Thaerstraße und Landsberger Allee und baute dort, unter zum Teil massiven Eingriffen in die historische Bausubstanz, einen gut funktionierenden Schlachtbetrieb aus. Auf dem Ursprungsgelände des Alten Schlachthofes östlich der Thaerstraße behielt das Kombinat lediglich den ehemaligen Viehbahnhof in seinem Eigentum. Die übrigen Flächen übertrug das Kombinat in der Folgezeit in die Rechtsträgerschaften einer Reihe anderer Staatsbetriebe.
Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurden 1990 die Kombinate privatisiert und teilweise aufgelöst. Auf dem ehemaligen Schlachthofgelände entwickelten sich zu dieser Zeit Industriebrachen (anschließende Entwicklumng ab Seite 32).
2.1.5 Städtebauliches Umfeld des Entwicklungsbereichs Alter Schlachthof Ortsteil Friedrichshain Die im Süden angrenzende Bebauung des Ortsteils Friedrichshain trägt die typischen Merkmale von Stadtquartieren der Spätgründerzeit: Die bauliche Dichte ist sehr hoch, es finden sich hier fast ausschließlich Wohn- und Wohnfolgenutzungen. Der überwiegende Teil der Wohnungen stammt hauptsächlich aus der Bauphase 1900 - 1918. Die fünfgeschossigen Bauten umschließen häufig Blöcke mit Seitenflügeln und Quergebäuden, die zum Teil durch Handwerk und Gewerbe genutzt werden. Neubauten der Nachkriegszeit entstanden vor allem am Frankfurter Tor (bis 1958), am Bersarinplatz (in den 80ern) und, nach 1990, an der Frankfurter Allee. Ein Teil des Quartiers wurde als Sanierungsgebiet Samariterviertel förmlich festgelegt. Neben der Instandsetzung und Modernisierung von Wohngebäuden und der Schließung von Baulücken stehen eine Vielzahl von Erneuerungsmaßnahmen bei Schulen, Kindertagesstätten und Jugendfreizeiteinrichtungen an. Programme für die Sanierungsgebiete und die angrenzenden Gründerzeitquartiere Die wesentlichen Sanierungsziele im Sanierungsgebiet Samariterviertel sind - flächendeckende Grundinstandsetzung der erneuerungsbedürftigen Gebäude - Verbesserung des Wohnumfeldes, insbesondere die Schaffung und Verbesserung wohnungsnaher Grün- und Freiflächen - Erhalt der vorhandenen Nutzungsmischung, Wohnen als Hauptnutzung - Prinzip der Sozialverträglichkeit der Maßnahmen, um einer Verdrängung der angestammtem Bevölkerung entgegenzusteuern. Neubau ist nur in einigen Baulücken vorgesehen. Dadurch sollen insbesondere größere Wohnungen für Familien geschaffen werden, die im Bestand kaum vorhanden sind. Auch am südlichen Platzrand des Forckenbeckplatzes ist eine Baulückenschließung beabsichtigt, der Zeitpunkt ist jedoch noch ungewiss. Die einzelnen Maßnahmen sind dem Erneuerungskonzept für das Sanierungsgebiet vom Juli 1998 zu entnehmen (Abb. Seite 26).
Erneuerungskonzept für das Sanierungsgebiet Samariterviertel, Juli 1998
Wohnbebauung im Ortsteil Friedrichshain
Ähnliche Ziele werden auch in den Gründerzeitquartieren außerhalb des Sanierungsgebiets angestrebt. Jedoch sind die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen für die Umsetzung nicht im gleichen Maße gegeben. An der Ecke Ebertistraße /Kochernstraße ist eine kleine Parkanlage von insgesamt etwa 800 m² im Bebauungsplan festgesetzt worden. Im Inneren des Blocks Thaerstraße/Eldenaer Straße/Hübnerstraße/Weidenweg ist ein öffentlicher Spielplatz geplant. In den Baulücken sind ebenfalls überwiegend Neubauten für größere Wohnungen, zum Teil auch für Dienstleistungen geplant. Wesentliches Ziel ist es, den Bestand zu qualifizieren und behutsam zu ergänzen, um möglichst aus allen Altersgruppen Bewohner im Gebiet zu halten, insbesondere die am häufigsten abwandernden Familien mit Kindern. Ortsteil Lichtenberg In dem zum Ortsteil Lichtenberg gehörenden Gebiet nördlich des Alten Schlachthofes befinden sich Wohnsiedlungen, welche die unterschiedlichen Phasen des DDR-Wohnungsbaus widerspiegeln, von den Anfängen des industriellen Plattenbaus der 60er Jahre bis zum komplexen Wohnungsbau der 80er Jahre. Das in dem Zusammenhang mit dem komplexen Wohnungsbau unmittelbar nördlich des S-Bahnhofes Storkower Straße errichtete Versorgungszentrum wurde durch ein Neubauprojekt der Düsseldorfer MC City-Center Beteiligungs-GmbH zum Wohngebietszentrum “Storkower Bogen” fortentwickelt. Grundlage ist der Entwurf des Büros Hascher + Partner, das im Mai 1992 als Gewinner aus einem Realisierungswettbewerb hervorgegangen ist. In fünf- bis zwölfgeschossigen Gebäuden entstanden Läden, Restaurants, Cafés, ein Verbrauchermarkt, Wohnungen und Büros. Zentrum der Anlage ist ein begrünter Platz. Den markantesten Punkt bildet ein Bürohaus mit zwölf Etagen am Kopf der Fußgängerbrücke, welche die S-Bahn überquert und in unmittelbarer Nähe des zukünftigen Parks endet. Auf der südwestlichen Ecke der Kreuzung Landsberger Allee/Storkower Straße entsteht derzeit das Hotel- und Conventioncenter “Landsberger Arkaden” basierend auf einem Entwurf des inzwischen verstorbenen Mailänder Architekten Aldo Rossi. In zwei Jahren sollen 570 Zimmer und 6000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche vor allem Kongressgäste anlocken. Während es im Erdgeschoss mehrere Restaurants und Bars gibt, eröffnet in der 8. und 9. Etage ein kompletter Wellnessbereich mit Schwimmbad und Sauna. Auch an prominente Gäste wird gedacht: Im 12. und 13. Geschoss soll eine Präsidentensuite den Blick auf Berlin bieten. Bei einer Gebäudehöhe von 32-37 m wird die Ecke Storkower Straße/Landsberger Allee durch eine für Berlin typische Bauüberhöhung akzentuiert. Ortsteil Prenzlauer Berg Gegenüber dem Entwicklungsbereich Alter Schlachthof, auf der anderen Seite der Landsberger Allee, entstand auf dem Gelände des ehemaligen Fleischgroßmarktes eine ursprünglich für Olympia 2000 vorgesehene Rad- und Schwimmsporthalle
Landsberger Arkaden (im Bau)
Storkower Bogen (realisiert)
Rad- und Schwimmsporthalle (realisiert)
nach dem Entwurf des französischen Architekten Dominique Perrault. Die Hallen wurden in einem hochgelegten Plateau fast vollständig versenkt und ragen lediglich 70 cm über die Höhe des Plateaus hinaus. Die Wiese auf dem Plateau wurde mit Obstbäumen bepflanzt und die Dächer der Hallen mit Stahlgewebe ummantelt, damit der Eindruck zweier Seen in der Landschaft entsteht. 2.1.6 Bevölkerungs- und Sozialstruktur Die Einwohnerzahlen der angrenzenden Wohngebiete im Ortsteil Friedrichshain sind seit 1996 insgesamt rückläufig. Der Rückgang betraf insbesondere die Bewohner im Alter von 6–14 und die Altersgruppen ab 55 Jahre. Im Jahr 2000 wurde der Einwohnerrückgang gestoppt. So betrug 1993 der Kinderanteil im Versorgungsbereich 2 (VB2) des Friedrichshainer Spielplatzplans insgesamt 19,1%, 1997 nur noch 15,6%. Seither ist wieder ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Die Bevölkerung der Sanierungsgebiete in Friedrichshain ist mit durchschnittlich 34 Jahren im Vergleich zu 40 Jahren in Gesamtberlin relativ jung. Im Samariterviertel südlich des Forckenbeckplatzes liegt das Durchschnittsalter sogar bei nur 33 Jahren. In einem Viertel der Haushalte sind die Bewohner unter 27 Jahre, in über der Hälfte zwischen 27 und 44 Jahre alt. Obgleich die Wohnungsstruktur gemäß den Sanierungszielen zugunsten größerer Wohnungen verändert wurde, ist der Anteil von Kleinhaushalten an der Bevölkerung insgesamt gewachsen. Der Anteil der 1-Personen-Haushalte ist mit 70% in den Sanierungsgebieten insgesamt sehr hoch. Auch in den angrenzenden Quartieren ist die Struktur ähnlich. Dies ist zum einen das Resultat des absoluten Bevölkerungsrückgangs und des Wegzugs von Haushalten mit Kindern. Zum anderen nimmt die Altersgruppe zwischen 18 und 29 zu, darunter sind auch viele Studenten. Für sie bieten die preisgünstigen, kleinen Wohnungen eine bezahlbare Unterkunft. Die Anzahl der über 65jährigen ist in etwa konstant geblieben. 2.1.7 Soziale Infrastruktur In fußläufiger Entfernung zum geplanten Thaer-Viertel und zum Eldenaer Viertel befinden sich derzeit nur auf dem Forckenbeckplatz Spielplätze, die in 2.1.8 detailliert dargestellt sind. Ein neuer Spielplatz ist im Hausburgpark des Entwicklungsbereichs geplant, mit dessen Realisierung noch 2001 begonnen wird. In der Hausburgstraße befindet sich eine Deutsch-Spanische Europa-Grundschule mit Integration von behinderten Kindern und einem betreuten Kinderspielplatz im Innenhof. Eine Doppelsporthalle ist im Hausburgviertel des Entwicklungsbereichs geplant. Eine weitere Sporthalle sowie ein Kinderspielplatz ist im Block Eldenaer Straße/Samariterstraße/Dolziger Straße/Voigtstraße geplant. Auf dem Forckenbeckplatz entsteht derzeit eine Jugendfreizeiteinrichtung aus Lehmbauten, eine weitere Jugendeinrichtung wird in den ehemaligen Hammelställen des Alten Schlachthofs an der östlichen Grenze des Wettbewerbsgeländes eingerichtet. Eine Behinderten-Integrationswerkstatt ist im Pettenkofer Dreieck geplant und soll
von der Firma Integral betrieben werden. Hier werden 260 Arbeits- und Ausbildungsplätze für behinderte Menschen entstehen. 2.1.8 Freiraumsituation Innerhalb des durch S-Bahnring, Karl-Marx-Allee, Frankfurter Allee und Landsberger Allee abgegrenzten Gebiets wird der Blankensteinpark die größte Parkanlage werden. Die hochverdichteten Quartiere in diesem Gebiet weisen erhebliche Defizite in der Versorgung mit öffentlichen Freiflächen auf. Allein im Sanierungsgebiet Samariterviertel bestand 1992 ein Defizit von 24.000 m² Grünflächen. Dies entspricht einer 50%igen Unterversorgung. Innerhalb der vorhandenen Gründerzeitstruktur besteht nur wenig Spielraum zur Verbesserung der Situation. Um so größer ist die Bedeutung der neuen Parkanlagen im Entwicklungsbereich. Der Blankensteinpark und der Hausburgpark werden den nutzbaren Freiflächenanteil in diesem Bereich erheblich erhöhen. Öffentliche Parkanlagen im weiteren Umfeld des Entwicklungsbereichs Alter Schlachthof Volkspark Friedrichshain Der westlich des Untersuchungsbereichs gelegene Volkspark Friedrichshain wurde bereits vor der Bebauung des Gebiets zwischen 1846 und 1848 angelegt. Die natürlichen Gegebenheiten wie die Erhebungen Finkenberg, Linden- oder Kanonenberg, sowie zwei Teiche wurden bei der Gestaltung des Parks berücksichtigt. Im Verlauf seiner 150jährigen Geschichte wurde der Park jedoch verschiedentlich umgestaltet und in hohem Maße überformt. Nach schweren Zerstörungen im 2. Weltkrieg (zunächst durch den Bau zweier Bunker, danach durch deren Zerstörung) wurden im Park zwei Trümmerberge mit 78 bzw. 67 m ü. NN errichtet. Mit dem Bau von Sport- und Freizeitanlagen, Gaststätten und Kiosken wurden Teilflächen zu einem Kulturpark umgestaltet. Im Zusammenhang mit dem komplexen Wohnungsbau nördlich der Ringbahn entstand in den 70er/80er Jahren der Park am Fennpfuhl als Naherholungsgebiet für die Wohnsiedlungen an der Karl-Lade-Straße. Bei der Gestaltung der Anlage wurde der aus dem Pleistozän stammende Fennpfuhl in die Planung mit einbezogen und als Regenrückhaltebecken für die Wohnsiedlungen erweitert. Heute prägt er mit seiner dominanten Wasserfläche das Landschaftsbild in diesem Bereich. Der Volkspark Prenzlauer Berg entstand auf 34 ha Fläche in den 60er Jahren um einen Trümmerberg herum, dessen höchste Punkte mit 90 bzw. 89 m ü. NN die Umgebung um 40 m überragen. Stadtplätze und Spielplätze außerhalb des Entwicklungsbereichs Alter Schlachthof Stadtplätze Die Anlage des Forckenbeckplatzes südlich des Wettbewerbsgeländes geht auf den Hobrechtplan von 1862 zurück. Seine ursprüngliche Gestaltung ist heute nicht mehr erkennbar. Als besonderes Defizit ist dabei anzumerken, dass der gestalterische Bezug des Platzes zum früheren Haupteingang des Vieh- und Schlachthofes und damit zu seiner Zentralachse verloren ging. Süd-westlich des Alten Schlachthofes liegt der Bersarinplatz, dessen Anlage ebenfalls auf die Hobrechtsche Bebauungsplanung zurück geht. Heute wird der Platz von dem hohen Verkehrsaufkommen durch PKW und Straßenbahn geprägt und stellt eine begrünte innerstädtische Verkehrsinsel dar.
Bestand und Planung Forckenbeckplatz
Im Bereich südlich der Eldenaer Straße besteht ein Defizit an öffentlichen Spielplätzen von durchschnittlich 53 %. Die im Versorgungsbereich 2 (VB2) der Friedrichshainer Spielplatzplans verzeichneten 10 öffentlichen Spielplätze wurden ausnahmslos seit 1990 neu gestaltet. Vier Standorte verfügen über einen Bolzplatz (Forckenbeckplatz, Petersburger Platz, Karl-Marx-Allee 141/143, Hausburgstraße 3). Weitere Spielplätze sind im Versorgungsbereich 2 geplant und finden sich zum Teil bereits im Bau (vgl. Friedrichshainer Spielplatzplan Abb. unten). Auf dem Forckenbeckplatz befinden sich drei Spielplätze mit unterschiedlichen Spielangeboten, darunter ein allgemeiner Spielplatz für 3-18jährige mit Sandspielbereichen, Kletter-, Rutsch- und Schaukelelementen, eine Plansche, sowie ein Abenteuerspielplatz. Eine Jugendfreizeiteinrichtung in Form eines Lehmhauses befindet sich derzeit in Planung, sie soll südlich des Abenteuerspielplatzes, im westlichen Randbereich des Forckenbeckplatzes entstehen (vgl. Plan Forckenbeckplatz Seite 30). Außerdem ist eine Kinderplansche westlich des allgemeinen Spielplatzes geplant.
Versorgungsbereich 2 des Friedrichshainer Spielplatzplans
2.2 Die Planungen im Entwicklungsbereich Alter Schlachthof und Umgebung 2.2.1 Städtebauliche Rahmenbedingungen Entwicklung nach 1990 Im Zuge der Überführung der Kombinate in Gesellschaften des privaten Rechts, ihrer Dekonzentration oder auch Liquidation entwickelte sich das Gelände schnell zu einer Industriebrache. Im Rahmen der Bemühungen, die ehemals geteilte Stadt schnell wieder zur Hauptstadt Deutschlands und zu einer internationalen Metropole werden zu lassen, hat der Senat von Berlin frühzeitig das Potential des Schlachthof-Geländes erkannt und die Umnutzungsmöglichkeiten zu einem attraktiven und lebendigen neuen Stadtquartier untersuchen lassen. Als die Gesamtberliner Landesregierung von Magistrat und Senat 1990 beschloss, sich um die Austragung der Olympischen Spiele im Jahr 2000 zu bewerben, gehörte der Alte Schlachthof sofort zu den Standorten, die für olympische Nutzungen ins Auge gefasst wurden. An der Eldenaer Straße war ein Mediendorf geplant, welches als Wohnquartier für die Presse, Funk- und Fernsehleute aus aller Welt dienen sollte. Ausschlaggebend für die Standortwahl war die Lage des Geländes am inneren SBahnring, auf dessen Trasse der Olympiaexpress als Kernstück eines umweltschonenden und stadtgerechten Austragungskonzeptes alle Sport- und Wohnstätten der Olympischen Spiele - von Olympiastadion bis zur Rummelsburger Bucht - hätte miteinander verbinden sollen. Die Entscheidung des Olympischen Komitees fiel für Sydney/Australien als Austragungsort der Spiele 2000 und damit gegen Berlin. Die ursprünglich für Olympia 2000 geplante Rad- und Schwimmsporthalle an der Landsberger Allee wurde dennoch realisiert, und an dem Gelände des Alten Schlachthofes wurde als geeigneter Standort für Wohn- und Gewerbeflächen festgehalten. Auch für das Freiraumsystem der östlichen Innenstadt wurde dem Gelände des Alten Schlachthofs von Seiten der Stadtentwicklungsplanung große Wichtigkeit beigemessen. Das Freiraumsystem Spree + Nordring stellt sich als ein System aus besonderen Orten (Mainpoints) mit Verbindungsketten dar, die primär lineare Verbindungen herstellen, sich stellenweise aber auch netzförmig entwickeln können. Letzteres trifft besonders auf den Bereich Friedrichshain zu, da die Freiraumpotenziale dort noch geringer sind als in anderen Bezirken. Um hier trotz knapper Flächen einen Beitrag zur Verbesserung der Freiraumsituation leisten zu können, wurde im Rahmen des Gutachtens “Grün verbindet” das Freiraumsystem Spree + Nordring entwickelt. Im Wettbewerbsgebiet deckt sich das System zum Teil mit dem Inneren Parkring, für den der Blankensteinpark ebenfalls ein wichtiger Bestandteil ist (vgl. Karte der Parkringe Seite 45). Durch die Formulierung einer Route werden diese Orte miteinander in Verbindung gesetzt. Es sollen somit Spaziergänge entstehen, bei denen “Seitenwege” der Stadt beschritten werden. Die Charakteristik der Orte, die miteinander verbunden werden, und die der Quartiere, welche man durchquert, sollen durch eine besondere Gestaltung der Wege vermittelt werden. Hauptrouten der Grünverbindung werden hierbei teils von mehreren Nebenrouten begleitet. Die Hauptroute im Bereich des Alten Schlachthofes verläuft von Süden ankommend durch das Friedrichshainer Samariterviertel, an der Ostseite des Forckenbeckplatzes entlang und quert den künftigen Blankensteinpark in seiner gesamten Länge in Nord-Süd-Richtung. Anschließend wird die Route entlang der S-Bahn-Trasse Richtung Velodrom fortgeführt. Die ruhige Promenade, welche den Entwicklungsbereich in Ost-West-Richtung quert, stellt eine Nebenroute dar.
Olympiaplanungen
Gutachten Grün verbindet – Freiraumsystem Spree + Nordring 1993
Grün verbindet – Freiraumsystem Spree + Nordring, 1993
Städtebauliches Gutachterverfahren 1993
Im Oktober 1992 wurde die s|es Stadtentwicklungsgesellschaft gegründet, um die Voruntersuchungen für eine zügige Umsetzung der Planungen durchzuführen. Als Ergebnis dieser Untersuchungen wurde das Gelände des ehemaligen Zentral-Viehund Schlachthofes im Juni 1993 gemäß § 165 BauGB als städtebaulicher Entwicklungsbereich Eldenaer Straße – Alter Schlachthof förmlich festgelegt. Mit den Aufgaben zur Durchführung der Entwicklungsmaßnahme als treuhänderischer Entwicklungsträger betraute der Senat die s|es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße. Unmittelbar nach förmlicher Festlegung des städtebaulichen Entwicklungsbereichs wurde ein internationales kooperatives Gutachterverfahren ausgelobt. Gewinner der Konkurrenz waren das Darmstädter Architekturbüro Trojan/Trojan + Neu mit dem Landschaftsarchitekten Michael Palm. Der Siegerentwurf nimmt die im Süden und Westen angrenzenden Blockstrukturen im Prinzip auf und führt sie als jeweilige Quartierserweiterung bis an die S-Bahn heran. Hierbei wird die Blockstruktur in einer interessanten Weise mit der linearen Hallenstruktur des Alten Schlachthofs überlagert, so dass kleinteilige, differenzierte Baufelder entstehen. Eine gestufte Abfolge von linearen Freiräumen, großflächigem Park und halbprivaten, dem Wohnen zugeordneten Freiflächen, die sich sinnfällig sowohl aus der Erschließung des Alten Schlachthofs als auch aus dem vorhandenen Forckenbeckplatz ableiten und in einer Raumfolge vom Kleinen zum Großen die Freiräume verknüpft, verbindet die einzelnen Quartiersteile und stellt die überörtlich gewünschten Verbindungen her. Die Ein- und Ausgangssituationen an der Landsberger Allee bzw. Scheffelstraße werden mit höheren Gebäuden als Wegmarken mit Dienstleistungsnutzung formuliert. Die große zentrale Freifläche korrespondiert mit dem Forckenbeckplatz, die Rinderauktionshalle wird in diese Freianlage integriert.
Gestaltplan Trojan/Trojan + Neu, 1998
Leitgedanke des Entwurfs ist es, ein neues Stadtviertel zu entwerfen, dessen Struktur in Kontinuität zur Berliner Gründerzeit steht, aber aus der spezifischen Typologie des Schlachthofs abgeleitet ist. Der Hobrechtsche Stadtgrundriss mit seinem Straßenraster, Blockraster und durchgehenden Traufhöhen wird weitergeführt. Die streng geometrisch und axial aufgebauten linearen Zeilenstrukturen von Blankensteins Industrie- und Gewerbebauten werden in eine neue Baustruktur hoher Dichte und Wohnqualität übersetzt. Die Grenzlinien und Achsen der ehemaligen Schlachthofanlage werden als System durchgehender Grünzüge und Parkanlagen weitergeführt, die den bestehenden und neuen Stadtquartieren dienen. Neben traditionellen überwiegend geschlossenen Blockrandbebauungen finden sich Blöcke, die nach außen hin klar als geschlossen erkennbar sind, deren Baukörper sich jedoch intern zeilenförmig aufreihen. Gebietsgrundriss und Maßstäblichkeit der Blöcke knüpfen unmittelbar an die Strukturen der Nachbarquartiere in Friedrichshain an. Die Herausbildung von Quartiersplätzen entlang der Eldenaer Straße und die unmittelbare Anbindung des Forckenbeckplatzes an den Park unterstützen die Verschmelzung mit den angrenzenden Quartieren. Die Promenade erschließt in der Tiefe und verbindet die Eingänge an der Landsberger Allee und am östlichen Ende des Gebietes.
Modellfoto Blick aus Nord-Ost
Das städtebauliche Konzept sieht neben der “Wiedergewinnung des Städtischen” eine typische Berliner Mischung vor. Auf dem Gelände von rund 50 ha Bruttobauland entstehen bis zum Jahr 2010 auf ca. 450.000 m² Bruttogeschossfläche eine Nutzungsvielfalt aus Wohnen, Arbeiten, Kleingewerbe lokalen Handels- und Verkaufseinrichtungen sowie Dienstleistungs- und gewerblichen Nutzflächen von ca. 250.000 m²; ca. 1.920 Wohnungen, geförderter Wohnraum sowie Eigentumsmaßnahmen für etwa 4.300 Bewohner. Kindertagesstätten, eine Doppelsporthalle sowie der Bau von Sportfreiflächen sollen die soziale Infrastruktur bilden. Insge-
Schematische Darstellung der Nutzungsstrukturen
samt sollen etwa 10 ha öffentliche Grün- und Freiflächen entstehen, wovon der künftige Blankensteinpark ca. 5,1 ha umfassen wird. Eldenaer-Viertel/Pettenkofer Dreieck Östlich des Blankensteinparks, im Eldenaer Viertel, konzentrieren sich mit etwa 40.000 m² Gewerbenutzungen auf den nördlichen Teilbereich. Mischgebiete für Dienstleistung, Handel und Büros mit etwa 55.000 m² sowie 270 Wohnungen könnten im südlichen Teilbereich angesiedelt werden. Im Bereich dieser Mischgebiete könnten ehemalige Viehställe restauriert und zu Gewerbe- und Wohnlofts umgebaut werden. Eine Jugend- und Freizeiteinrichtung wird in dem Hammelstall östlich der August-Lindemann-Straße entstehen. Die grüne Promenade verläuft im Zentrum des Viertels und bindet das Wettbewerbsgebiet fußläufig an. Auf dieser öffentlichen Freifläche sind wohnungsnahe Spielangebote für Kleinkinder vorgesehen. Des weiteren ist im Bereich des neuen Endpunkts der Fußgängerbrücke (ehemaliger Langer Jammer) ein Stadtplatz geplant. Im Pettenkofer Dreieck, jenseits der neuen Blankenstein-Straße, entsteht eine Behinderten-Integrationswerkstatt, welche von der Firma Integral betrieben werden wird und 260 Ausbildungsplätze für behinderte Menschen schaffen soll.
Thaer-Viertel
Westlich grenzt jenseits der verlängerten Liebigstraße das Thaer-Viertel an das Wettbewerbsgelände. Mit 1.100 geplanten Wohnungen stellt dieser Bereich das am dichtesten bewohnte Viertel des Entwicklungsbereichs dar. Außerdem sollen im Norden und im Westen, sowie auf dem Grundstück an der Eldenaer Straße insgesamt 27.000 m² gewerbliche Nutzflächen und 22.000 m² Dienstleistungs-, Handels- und Büroflächen entstehen. Die zentrale Promenade wird weitergeführt und verbindet den Blankensteinpark über das Thaer-Viertel mit dem HausburgViertel jenseits der Thaerstraße. Im Rahmen der Promenade ist wohnungsnahes Spielen für Kleinkinder vorgesehen. Im zentralen Bereich des Thaer-Viertels ist nördlich und südlich der grünen Promenade je ein öffentlicher Stadtplatz geplant. Weiterhin entsteht eine Kindertagesstätte. Die Plattenbauten an der Eldenaer Straße sollen abgerissen werden. In den denkmalgeschützten Hallen an der Landsberger Allee werden nach deren Renovierung auf insgesamt 6.300 m² Erlebnisgastronomie, eine Diskothek und ein Frischemarkt entstehen. Des weiteren sind 65.000 m² Dienstleistungs-, Handels- und Büroflächen, 16.000 m² gewerbliche Nutzflächen sowie 450 Wohnungen bzw. Lofts im Hausburg-Viertel geplant. Entlang der Hausburgstraße entsteht nach den Plänen des Landschaftsarchitekten Michael Palm ein etwa 1,8 ha großer Park (Hausburgpark). Im zentralen Bereich des Parks sind zwei umzäunte Spielplätze mit Sandspielbereichen, Kletterkombinationen, Wasserspiel und einem Bolzplatz mit Streetballfeld geplant. Insgesamt entstehen hier 1.200 m² Spielplatzflächen. Bestandteile des Entwurfs sind ein im Raster gepflanzter Hain aus gefüllt blühenden Vogelkirschen, sowie Staudenrabatten auf der gesamten Länge der Schlachthofbegrenzung mit vorgelagerten Sitzgelegenheiten. Des weiteren entstehen im Hausburg-Viertel zwei Stadtplätze, eine Kindertagesstätte und eine Schulsporthalle für die Grundschule VI Friedrichshain-Kreuzberg (Hausburgschule). 1989 standen auf der Fläche des ersten Bauabschnitts östlich der Thaerstraße nur noch etwa ein Drittel und auf der Fläche des zweiten Bauabschnitts zwischen Thaerstraße und Landsberger Allee noch etwa 70% der historischen Bausubstanz. Während sich die Gebäude des ersten Bauabschnitts in äußerst desolatem Zustand befanden, waren die meisten Gebäude des Erweiterungsgeländes durch vielfache Umbauten bzw. unsensibel eingefügte Neubauten stark verändert. Noch auf Grundlage des DDR-Denkmalpflegegesetzes wurde 1990 für das gesamte Gelände des Alten Schlachthofes die Denkmaleigenschaft festgestellt und auf Grundlage des DSchGBln vom 28.9.95 in die Denkmalliste Berlin (Amtsblatt Nr. 23 vom 29.5.97) eingetragen. - Die drei überlieferten Raumachsen zwischen Landsberger Allee und Thaerstraße, im Zuge der früheren Erschließungsachse und zwischen den Rinderställen - Die stadtbildwirksamen Gebäudeensembles an der Landsberger Allee (Schlachthallen) und an der Eldenaer Straße (Rinderställe) - Eine Reihe von Einzelbauwerken, insbesondere die Rinderauktionshalle und die Hammelställe - Die ehemaligen Verwaltungsgebäude an der Eldenaer Straße, die ehemalige Direktorenvilla und das Häuschen der Berliner Stadtreinigung an der Thaer-/Ecke Hausburgstraße - Die Schlachthofmauer an der Hausburgstraße. Darüber hinaus befinden sich auf dem Gelände drei weitere historische Gebäude, die im Rahmen der Abwägung zum städtebaulichen Gutachterverfahren 1993 aufgegeben wurden. Aus Sicht der Denkmalpflege wäre deren Erhalt und Integration in das Planungskonzept jedoch wünschenswert (die Commandobude als letzte
Der Alte Schlachthof als Denkmalbereich
Erinnerung an den Bahnhof, der Lange Jammer als Fußgängerbrücke, Reste der Hammelauktionshalle). 2.2.2 Erschließung und Verkehr Der Alte Schlachthof zeichnet sich durch seine gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus. In der Nähe befinden sich zwei S-Bahnhöfe, von denen der S-Bahnhof Storkower Straße über eine Fußgängerbrücke das Wettbewerbsgelände im Nord-Osten direkt an den Berliner S-Bahn-Ring anbindet. Des weiteren befinden sich fünf Straßenbahnlinien, sowie drei Buslinien in unmittelbarer Nähe des Entwicklungsbereichs. Zwei U-Bahnhöfe liegen entlang der Frankfurter Allee. Über die Landsberger Allee und die nahe gelegene Frankfurter Allee ist das Gebiet an den Alexanderplatz angeschlossen. Die Verbindung in die westlichen und östlichen Nachbarbezirke werden über die Danziger/Petersburger Straße hergestellt. Der künftige Blankensteinpark wird durch die geplante Fortführung der Liebigstraße im Westen, die Eldenaer Straße im Süden und die derzeit im Bau befindliche Hermann-Blankenstein-Straße im Norden erschlossen. Eine Hauptverbindung für Radfahrer und Fußgänger soll im Rahmen einer ruhigen Promenade hergestellt werden, welche das Entwicklungsgelände in seiner gesamten Länge von der südöstlichen Spitze Eldenaer Straße/Ecke Hermann-Blankenstein-Straße bis zur Landsberger Allee durchquert. Die Hausburgstraße und die geplante Promenade stellen einen Grünzug von gesamtstädtischer Bedeutung dar und sind im Berliner Flächennutzungsplan dargestellt. Eine Verkehrsberuhigung der angrenzenden Straßen soll durch Tempo-30-Zonen gewährleistet werden. Eine Karte des Wegesystems ist im Anhang abgebildet.
2.2.3 Beschreibung der näheren Umgebung des Wettbewerbsgebiets Der südliche Eingangsbereich des Blankensteinparks an der Eldenaer Straße war ursprünglich zentraler Haupteingang für das gesamte Schlachthofgelände. Ihm gegenüber liegt der Forckenbeckplatz, eine der wenigen Freiflächen des angrenzenden Friedrichshainer Wohnquartiers. Die ursprüngliche Gestaltung des einstigen Schmuckplatzes ist heute nicht mehr erkennbar.
Historische Platzgestaltung, 1896
Bestandsplan Forckenbeckplatz 2000
Derzeit befinden sich auf dem Forckenbeckplatz drei Spielplätze (vgl. 2.1.8), weiträumige Liegewiesen, Hecken- und Baumpflanzungen. Die Wegelinien verlaufen quer über die Liegewiese hinweg und an den Spielplätzen entlang. In der heutigen Platzgestaltung findet sich kein räumlich-gestalterischer Bezug zum Haupteingang des künftigen Parks. Der Personeneingang zum damaligen Schlachthofgelände wurde dem Forckenbeckplatz zugeordnet und durch eine achssymmetrisch angelegte, beidseitig zweigeschossige Bebauung betont. Der Bereich zwischen den Gebäuden stellt auch für den künftigen Blankensteinpark die Haupteingangssituation dar. Beide Gebäude stehen unter Denkmalschutz und werden von einer Kindertagesstätte (westliches Eingangsgebäude) sowie einer medizinischen Pflegestation (östliches Eingangsgebäude) genutzt.
Eingangsbereich Eldenaer Straße, Mauer, Medizinische Pflegestation
Zwischen der Rinderauktionshalle und dem Eingangsbereich mit der medizinischen Pflegestation steht der denkmalgeschützte Hammelstall, welcher eventuell zu einem Jugendgästehaus umgebaut werden soll. Der zweite baugleiche Hammelstall östlich der neuen Wegeverbindung soll als Jugendfreizeiteinrichtung genutzt werden, ein endgültiges Nutzungskonzept liegt jedoch zum Zeitpunkt der Wettbewerbsauslobung nicht vor.
Westansicht des westlichen Hammelstalls
Die Rinderauktionshalle steht in der Gebäudereihe nördlich der medizinischen Pflegestation hinter dem Hammelstall. Sie grenzt mit ihrer Gesamtlänge von 217 m unmittelbar an das Wettbewerbsgelände. Die Halle wurde 1879-80 in der ersten Bauphase des Berliner Zentral- Vieh- und Schlachthofes errichtet und bildete zusammen mit der analog ausgerichteten Hammelverkaufshalle und der benachbarten Auktionsbörse das funktionale und architektonische Herzstück des Gebietes. Die Traufhöhe der Halle beträgt knapp 6 m und erreicht eine max. Firsthöhe in ihrer zentralen Achse von etwa 13 m. Die Westansicht der Rinderauktionshalle ist im Anhang abgebildet.
Südansicht der Rinderauktionshalle
Nordansicht der Rinderauktionshalle
Ein Bieterverfahren im November 2000 für den Verkauf der Rinderhalle ist ohne Ergebnis geblieben, die Nutzung der Halle ist daher zum Zeitpunkt der Auslobung nicht entschieden. Der in Festsetzung befindliche Bebauungsplan IV-2d sieht eine doppelte Durchwegung der Halle in Ost-West Ausrichtung vor. Östlich der Halle knüpft hinter der geplanten August-Lindemann-Straße die zentrale Promenade an, die diese Achse bis an die Ostspitze des Entwicklungsbereiches durch das Eldenaer Viertel weiter-
führt. Das öffentliche Gehrecht durch die Rinderhalle gewährleistet eine ungebrochene Fußgängerquerung des gesamten Entwicklungsbereichs, es komplettiert die Achse aus grünen Promenaden in Verbindung mit dem Blankensteinpark. Die östliche Grenze des Wettbewerbsgeländes wird durch die neue August-LindemannStraße (bzw. durch die Westwand der Rinderhalle) gebildet, die als Erschließungsstraße eine neue Nord-Süd-Achse zwischen Thaer-Viertel und Blankensteinpark bildet. Die Hermann-Blankenstein-Straße bildet die nördliche Abgrenzung des Wettbewerbsgeländes. Die 522 m lange Fußgängerbrücke (Langer Jammer) über die Bahnanlage und das Schlachthofgelände wird in weiten Teilen aus Kostengründen abgerissen und soll künftig im Norden nur noch bis auf den geplanten Stadtplatz östlich der AugustLindemann-Straße führen. Im Süden soll der Treppenaufgang sowie ein bisher noch nicht genau festgelegtes Brückenteilstück als Aussichtspunkt erhalten bleiben. Die verbleibende Fußgängerbrücke stellt eine direkte Verbindung zwischen S-BahnRing, Storkower Bogen/Lichtenberg-Hohenschönhausen und dem künftigen Blankensteinpark her und soll mit einem Aufzug behindertengerecht gestaltet werden.
Verbleibender Teil der Fußgängerbrücke
2.2.4 Beschreibung des Bestandes und der geplanten Einrichtungen im Wettbewerbsgebiet Im Mittelpunkt der zentralen Eingangssituation an der Eldenaer Straße befindet sich das ursprüngliche Pumpenhäuschen mit einer Grundfläche von 2 x 2 m, welches unter Denkmalschutz steht und in die Lösung integriert werden muss. Im Bereich des Pumpenhäuschens steht eine Gruppe Pappeln, welche bis zu 15 m groß sind. Diese und die westlich neben der Kindertagesstätte stehenden vier
Bäume sind der einzige Altbaum- und Vegetationsbestand im gesamten Wettbewerbsgebiet. Im Bereich der Sportanlagen steht als letzte Erinnerung an den Schlachthofbahnhof die alte 3-geschossige ‘Commandobude’. Sie hat eine Grundfläche von 9,16 x 9,16 m und eine BGF von circa 243 m². Die Commandobude ist aufgegebener Bestandteil des Denkmalbereiches und muss daher im Rahmen des Wettbewerbsbeitrags nicht erhalten werden. Lärmschutz Grundlage für die Bewertung von Geräuschimmissionen ist die 18. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (18. BImSchV -Sportanlagenlärmschutzverordnung) vom 18. Juli 1991. Grundsätzlich ist bei der Planung der Sportanlagen davon auszugehen, dass auch innerhalb der Ruhezeiten ein ungehinderter Sportbetrieb stattfinden kann. Das bedeutet, dass folgende Immissionsrichtwerte 0,5 m vor dem am nächsten gelegenen Fenster einzuhalten sind: allgemeines Wohngebiet (WA) 50 dB (A) Mischgebiet / Kerngebiet (MI, MK) 55 dB (A) Gewerbegebiet (GE) 60 dB (A) Der Richtwert von 50 dB (A) kann an der westlich angrenzenden Wohnbebauung - ausgewiesen als WA-Gebiet - nur bei einem Abstand von rd. 95m zum Rande des Großspielfeldes eingehalten werden. Wird die Ausweisung der westlich angrenzenden Bebauung von allgemeinem Wohngebiet zu Mischgebiet geändert, könnten die Spielfelder auf etwa 60 m an die Wohnbebauung heranrücken (vgl. Abb. Karte der Lärmimmissionsflächen Seite 66). Es ist beabsichtigt, erforderlichenfalls die Ausweisung im Bebauungsplan zu ändern.
Leichtathletikanlagen, die überwiegend zu unterrichtsüblichen Zeiten genutzt werden, sind immissionsschutzrechtlich hier nicht problematisch. Lichtimmissionen Lichtimmissionen werden durch die vom Länderausschuss für Immissionsschutz herausgegebenen “Hinweise zur Messung und Beurteilung von Lichtimmissionen” - Stand Mai 2000 - bewertet. Es ist eine Trainingsbeleuchtungsanlage vorgesehen, welche sowohl für Ballspiele als auch für Hockey dimensioniert werden muß. Das bedeutet, dass bei Hockey eine erhöhte horizontale Beleuchtungsstärke auf dem Großspielfeld erforderlich ist. In den Dunkelstunden des Tages (6.00 Uhr - 22.00 Uhr) dürfen in Fensterebene der nächstgelegenen Wohnungen im WA - Gebiet 3 Lux, im MI - Gebiet 5 Lux und im MK und GE - Gebiet 15 Lux Vertikalbeleuchtungsstärke nicht überschritten werden. Dies ist bei beiden Standorten des Großspielfeldes nur dann möglich, wenn die Trainingsbeleuchtungsanlage nach dem heutigen Stand der Lichttechnik errichtet wird (u.a. senkrechte Abstrahlung, asymmetrische Planflächenstrahler). Unter Dunkelstunden des Tages versteht man diejenigen Stunden, zu denen es, in Abhängigkeit von der Jahreszeit, tagsüber noch oder schon dunkel ist. Aufgrund der begrenzten Leistungsfähigkeit des umliegenden Kanalisationsnetzes soll das gering belastete Niederschlagswasser der angrenzenden Grundstücke über eine Regenwasserkanalisation einem zentralen, unterirdischen Regenrückhaltebekken im Blankensteinpark zugeleitet werden. Direkt angrenzend an die Rinderhalle schließt sich im Westen eine Fläche von 50 m x 100 m an, die als Vorbehaltsfläche für das geplante Regenrückhaltebecken (ca. 12,5 m * 50 m) reserviert (vgl. Abb. unten) ist. Die im u.a. Plan dargestellte Lage der Hauptsammelleitungen zu
Lage des Regenrückhaltebeckens im Wettbewerbsgebiet
dem Becken und die Drosselleitung unterhalb des Beckens sollen an die Lage der zukünftigen Wege angepasst werden. Die notwendigen Randbedingungen, die für den Betrieb der Regenentwässerungsanlagen einzuhalten sind, werden unter Punkt 3.2.2 genannt. 2.2.5 Planungsrechtliche Rahmenbedingungen Flächennutzungsplan Im Flächennutzungsplan Berlin, in der Fassung der Neubekanntmachung vom 23. Oktober 1998, sind für das Gebiet des ehemaligen Zentral- Vieh- und Schlachthofes folgende Nutzungen und Informationen dargestellt: - Wohnbauflächen mit Schulstandorten - Gemischte Bauflächen - Grünfläche mit Zweckbestimmung Parkanlage - Grünfläche mit Zweckbestimmung Sportanlage - Standorte schadstoffbelasteter Böden Im Landschaftsprogramm Berlin sind folgende Entwicklungsziele für das Planungsgebiet dargestellt und erläutert: Der Entwicklungsbereich ist als Fläche für Industrie und Gewerbe dargestellt. Es sind jedoch geplante Nutzungsänderungen entsprechend des Flächennutzungsplanes zu berücksichtigen. Anforderungen an die neuen Nutzungen sind folgende: - Erhöhung der naturwirksamen Flächen (Entsiegelung sowie Dach-, Hof- und Wandbegrünung) - Kompensatorische Maßnahmen bei Verdichtung - Berücksichtigung des Boden- und Grundwasserschutzes - Entwicklung aus Gründen des Bodenschutzes und der Klimawirksamkeit Vorranggebiet der Luftreinhaltung Emissionsminderung Erhalt von Freiflächen, Erhöhung des Vegetationsanteils Immissionsschutz empfindlicher Nutzungen
Grünfläche Anforderungen an Naturgüter/Luft
In der Karte Biotop- und Artenschutz ist der Entwicklungsbereich als städtischer Übergangsbereich mit Mischnutzungen definiert. Zur Biotopentwicklung sind folgende Entwicklungsziele und Maßnahmen zu berücksichtigen: - Schutz, Pflege und Wiederherstellung von natur- und kulturgeprägten Landschaftselementen in Grünanlagen und Industriegebieten - Schaffung zusätzlicher Lebensräume für Flora und Fauna, sowie Kompensation von Nutzungsintensivierungen durch Entsiegelung, Dach- und Wandbegrünung - Extensivierung der Pflege in Teilen von Grün- und Parkanlagen Der Entwicklungsbereich ist als städtischer Übergangsbereich mit Mischnutzungen dargestellt, in dem folgende Entwicklungsziele und Maßnahmen gelten: - Erhalt und Entwicklung charakteristischer Stadtbildbereiche sowie markanter Landschafts- und Grünstrukturen zur Verbesserung der Stadtgliederung - Berücksichtigung orttypischer Gestaltelemente und besonderer Siedlungs- und Freiraumzusammenhänge - Erhalt des Volkspark-, Kleingarten- und Friedhofringes als Element der Stadtstruktur und Ergänzung durch neue Parkanlagen - Beseitigung von Landschaftsbildbeeinträchtigungen
- Erhalt und Entwicklung prägender Landschaftselemente; Anlage ortsbildprägender Freiflächen, begrünter Straßenräume und Stadtplätze bei Siedlungserweiterung Erholung und Freiraumnutzung Das Planungsgebiet ist als sonstige Fläche außerhalb von Wohnquartieren dargestellt, für die folgende Maßnahmen und Entwicklungsziele gelten: - Erschließung von Freiflächen und Erholungspotenzialen - Entwicklung von Konzepten der Erholungsnutzung - Entwicklung von Wegeverbindungen Zudem ist im zentralen Bereich des Entwicklungsbereichs – auf dem Wettbewerbsgebiet für den Blankensteinpark – die Entwicklung und Neuanlage von Grünflächen und Parkanlagen mit vielfältiger Nutzungsmöglichkeit sowie die Auslagerung störender und beeinträchtigender Nutzungen vorgesehen. Der Blankensteinpark ist Bestandteil des Inneren Parkrings (vgl. Karte der Parkringe auf Seite 45, der Blankensteinpark ist als Nr.2 dort aufgeführt). 2.2.6 Bebauungsplanung Für den gesamten Städtebaulichen Entwicklungsbereich wurden 5 Teilbaupläne aufgestellt. Zwei wurden bereits festgesetzt, die drei anderen stehen kurz vor der Festsetzung. Das Wettbewerbsgebiet wurde im Teil-Bebauungsplan IV-2d bearbeitet, der am 25.6.1998 vom Abgeordnetenhaus beschlossen wurde und demnächst festgesetzt werden soll. Der überwiegende Teil der Freifläche ist als “öffentliche Parkanlage, öffentlicher Spielplatz” ausgewiesen. Darin enthalten sind zwei Flächen C und E, die mit einem Leitungsrecht zugunsten der zuständigen Baulastträger belastet sind. Im Süden sind zwei denkmalgeschützte Gebäude mit den zugehörigen Freiflächen als Flächen für Gemeinbedarf ausgewiesen, ein weiteres denkmalgeschütztes Gebäude mit Freiflächen als Mischgebiet. Alle drei Bereiche gehören nicht zum Wettbewerbsgebiet. Zwischen diesen Gebäudeflächen befindet sich eine Freifläche mit dem denkmalgeschützten Pumpenhäuschen. Die Rinderauktionshalle ist als Kerngebiet ausgewiesen. Die Flächen A und B sind mit einem Gehrecht zugunsten der Allgemeinheit belastet. Die rote Baulinie umzeichnet die bestehende Halle. Das Grundstück der Halle hat im Norden, Westen und Süden jeweils einen 5 m breiten Streifen Freifläche, im Osten grenzt es direkt an die Straßenbegrenzungslinie. Im Norden des Bebauungsplangebiets befindet sich die Fläche mit der Festsetzung Sportanlage.
B-Plan IV-2d
2.2.7 Denkmalschutz Im Bereich des B-Plans IV-2d stehen insgesamt fünf Gebäude unter Denkmalschutz: - die Rinderauktionshalle - der ehemalige Hammelstall - die Eingangsgebäude an der Eldenaer Straße Nr. 36 und 37 - das Pumpenhäuschen im Zentrum der Eingangssituation des Parks.
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe Im Zentrum des entstehenden Stadtquartiers Eldenaer Straße, dem etwa 50 ha großen städtebaulichen Entwicklungsbereich Alter Schlachthof, soll eine neue Parkanlage von etwa 5 ha, der Blankensteinpark, entstehen. Angegliedert wird eine Schul- und Vereinssportanlage, die knapp 2 ha umfasst. An der östlichen Seite wird der Park von der denkmalgeschützten ehemaligen Rinderauktionshalle, dem markantesten Altbau im Gebiet, begrenzt. Das Areal gehört zum Bezirk Pankow von Berlin, Ortsteil Prenzlauer Berg. Bauherr für den Park und die Sportanlage ist die s|es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH im Auftrag des Landes Berlin. Nach Fertigstellung werden die Anlagen vom Bezirk Pankow übernommen. 3.1 Übergeordnete Zielsetzung Der neue Blankensteinpark soll zusammen mit der angrenzenden ehemaligen Rinderauktionshalle stadträumlich identitätsstiftender Fokus des Entwicklungsbereichs Alter Schlachthof werden. Hier ist ein attraktiver öffentlicher Raum zu schaffen, der unter Beachtung des Gesamtcharakters des Areals einen eigenständigen Bereich von hoher Aufenthaltsqualität bildet. Die Lage des Parks wurde im städtebaulichen Konzept so gewählt, dass er nördlich an den bereits vorhandenen Forckenbeckplatz im Bezirk FriedrichshainKreuzberg anschließt. Die vorgesehene Sportanlage setzt wiederum den Freiraum des Blankensteinparks nach Norden fort. Östlich und westlich wird der Raum durch die August-Lindemann-Straße und die Verlängerung der Liebigstraße begrenzt. Die zentrale ehemalige Rinderauktionshalle sowie einige kleinere denkmalgeschützte Gebäude sind Bestandteil dieses langgestreckten, rechteckigen Raums. Wiewohl die Eldenaer Straße die Bezirksgrenze zwischen Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow (Prenzlauer Berg) bildet, bestehen räumliche und funktionale Beziehungen zwischen den Freiflächen. Sie bilden in dem von der Karl-Marx-Allee / Frankfurter Allee, Landsberger Allee und dem S-Bahn-Ring umgrenzten, hochverdichteten Stadtbereich die weitaus größte zusammenhängende Grünfläche und werden von Einwohnern beider Bezirke benutzt werden. Diese Aspekte sind bei der Strukturierung der neuen Freiflächen zu beachten. Es sollen nicht drei voneinander unabhängige Teilflächen entstehen sondern räumliche und funktionale Verbindungen hergestellt werden. Insbesondere zwischen der Sportanlage und dem Blankensteinpark ist nicht von einer starren Abgrenzung sondern von einer gegenseitigen Durchdringung in gestalterischer Hinsicht auszugehen. 3.2 Blankensteinpark Der Blankensteinpark wird nicht nur für das neu entstehende Quartier sondern auch für das angrenzende Samariterviertel im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg die größte Parkanlage im weiten Umfeld sein. Daher richten sich vielfältige Erwartungen auf diese Fläche; es ist von einem hohen Nutzungsdruck auszugehen. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein Konzept für eine zeitgemäße städtische Parkanlage von hoher Attraktivität zu finden, die gleichzeitig belastbar ist. Beide Aspekte sollen langfristig wirksam bleiben, deswegen ist auf Nachhaltigkeit bei der Gestaltung und bei den Nutzungsmöglichkeiten zu achten. Bestehende Beziehungen und Bindungen sind hierbei zu berücksichtigen. Das Angebot an Nutzungsmöglichkeiten im Park soll möglichst vielfältig sein, ohne dass eine Aneinanderreihung von Spezialflächen entsteht. Vielmehr sind multifunktionale Räume unterschiedlicher Dimensionen, offene und geschützte, zu gestalten, solche, die Bewegungsmöglichkeiten bieten, und solche, die als Ruheund Aufenthaltsbereiche dienen können. Größere Rasenflächen sind als Grundaus-
stattung des Parks anzusehen. Die Angebote der Sportanlage wie die des südlich angrenzenden Forckenbeckplatzes sind nicht zu wiederholen sondern zu ergänzen. Gestaltqualität ist vorwiegend durch ein schlüssiges Gesamtkonzept mit klarer, einfacher Grundstruktur und differenzierter Raumbildung und -verknüpfung zu erreichen. Dabei soll der Gesamtraum erlebbar bleiben. Von aufwendig zu pflegenden Elementen ist überlegt Gebrauch zu machen, sie sind überwiegend herausgehobenen Orten vorbehalten. Sofern mit Wasser gearbeitet wird, ist ganz besonders auf Sparsamkeit im Verbrauch sowie in der Pflege und Unterhaltung zu achten. Eingriffe in die Topographie des Raumes bedürfen einer überzeugenden Begründung. Die zentrale Freifläche des Entwicklungsbereichs Alter Schlachthof ist eingebettet in eine städtebauliche Struktur, die von einem in Ost-West-Richtung verlaufenden Grünzug durchquert wird. Dadurch und durch Anknüpfungen an vorgesehene Straßen sind eine Reihe von Wegebeziehungen, die auch in Bebauungsplänen rechtlich verankert sind, bereits vorgegeben. Im Süden des zukünftigen Parks befinden sich denkmalgeschützte Eingangsgebäude, die soziale Funktionen haben. Die Gebäude sowie die zugehörigen Freiflächen sind nicht Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe. Zwischen den Gebäuden befindet sich eine kleine quadratische Freifläche, die rechts und links von zwei Wegen begleitet wird. Ihr Grundriss sowie das auf der Fläche befindliche Pumpenhäuschen stehen unter Denkmalschutz. Die Wege enden südlich an den beiden Eingangstoren, die den Zugang zum Park von der Eldenaerstraße her ermöglichen. In diesem Bereich ist eine einladende Eingangssituation zu gestalten. Dabei ist der Charakter des denkmalgeschützten Ensembles aus Gebäuden und Platzbereich zu bewahren. Abgesehen von den beiden Torbereichen wird der Park im Süden von einer Mauer begrenzt. Sie ist gegenwärtig in einigen Abschnitten erneuerungsbedürftig (vgl. Abb. Seite 61) und soll unter Beachtung denkmalschützerischer Belange restauriert werden. Wiewohl das Nutzungskonzept für die ehemalige Rinderauktionshalle noch nicht feststeht, ist davon auszugehen, dass entlang der westlichen Seite Einrichtungen angesiedelt werden, die von einem Freiraumbezug profitieren, wie zum Beispiel Restaurants und Cafés. Deswegen sind hier unter Beachtung der Eigentumsgrenzen sowie der notwendigen Feuerwehrumfahrt von 3 m Breite und der Nord-Süd gerichteten übergeordneten Wege für solche Nutzungen geeignete Bereiche vorzusehen. Da jedoch die Form der Hallennutzung noch offen ist und auch privaten Charakter haben kann, ist es wichtig, dass der zu schaffende Park auch unabhängig von der Halle funktioniert. 3.2.1 Wege, Eingangsbereiche und Leitungen Abgeleitet aus der städtebaulichen Struktur des zukünftigen Stadtquartiers sind eine Reihe von Wegeführungen bereits vorgegeben. Der Bebauungsplan IV-2d setzt zwei durchgehende Wege in Ost-West-Richtung mit Leitungsrechten im Norden und Süden der Parkfläche verbindlich fest (vgl. Abb. Seite 46, C und E). In Fortsetzung des durchgehenden Grünzuges sind zwei weitere Wegerechte durch die Rinderauktionshalle festgesetzt (A und B), die konsequenterweise im Park fortzusetzen sind, um den Anschluss an den westlichen Grünzug herzustellen. Als Struktur schon angelegt sind außerdem zwei Wege in Nord-Süd- Richtung, die von den südlichen Toren in Richtung Sportanlage führen. Dadurch ist bereits das Grundgerüst eines Wegesystems vorgegeben. Außer dem bereits erwähnten Eingangsbereich im Süden des Parks wird der Zugang im Nordosten (Weg C) ein stark frequentierter Bereich sein. Von der SBahn und vom Bezirk Lichtenberg aus wird hier der Haupteingang für Rinderauktionshalle, Park und Sportanlage entstehen. In Korrespondenz zum außerhalb des
Wettbewerbsgebiets gelegenen kleinen Platz am Fuß der S-Bahnüberbrückung ist hier ein einladender, ausreichend dimensionierter Eingangsbereich zu schaffen, der sowohl als Vorplatz der Halle wie als Auftakt zum Blankensteinpark dienen kann. In abgeschwächter Form gilt dies auch für das Südtor der Rinderauktionshalle, den östlichen Bereich des Weges E. Hier wird jedoch von einem geringeren Besucherverkehr auszugehen sein. Im Bereich des Übergangs von der Eldenaer Straße zum Forckenbeckplatz sind Veränderungen im Straßenraum möglich, die die Überquerung der Straße einfacher machen. Die Straße liegt jedoch außerhalb des Wettbewerbsgebietes, Kosten für die Umgestaltung sind in den Baukosten nicht enthalten. Rund um die Rinderauktionshalle ist eine mit Feuerwehrwagen befahrbare Fläche mit einer Breite von 3 m vorzusehen. Der Kurvenradius beträgt 10,50 m (vgl. Abb. im Anhang). Ein Abstand von 2.80 m zur Gebäudewand ist erforderlich. Außerdem sind neben der Feuerwehrzufahrt Buchten vorzusehen, die ein Überholen im Einsatzfall möglich machen. Die Hierarchie der Wege ist durch Querschnitte und Materialien deutlich zu machen. Alle Wege und Zugänge sind behindertengerecht zu gestalten. Außer der Feuerwehrzufahrt, den Wegen mit Leitungsrechten zur Regenentwässerung, in denen Wartungsschächte liegen, und der Zufahrt zum Regenrückhaltebecken (vgl. 3.2.2) werden die Hauptwege nur von Pflegefahrzeugen befahren werden, öffentlich befahrbare Wege sind nicht vorgesehen. Die Anlieferungen zur Rinderauktionshalle erfolgen von der August-Lindemann-Straße aus. Zur Sicherung der Befahrbarkeit durch Pflegefahrzeuge ist eine Wegebreite von 3 m auf den Hauptwegen nur in Ausnahmefällen zu unterschreiten. Die Wege C und E sind für Leitungstrassen reserviert. Außerdem sind je nach Lage der Zisterne Wasserzu- und -ableitungen einzuplanen (vgl. 3.2.2). Alle Leitungstrassen sind von Sträuchern, Bäumen und festen Bauten freizuhalten. Die westlichen Zugänge zum Park haben unterschiedlichen Charakter, je nachdem, wie die Wege bzw. Straßen im Stadtquartier fortgesetzt werden. Dies ist bei der Gestaltung der Eingangsbereiche zu beachten. 3.2.2 Unterirdische Regenrückhalteeinrichtung im Park Im Bereich des Blankensteinparks ist eine Regenrückhalteeinrichtung geplant, die etwa ein Fassungsvermögen von 1.400 m³ haben muss. Da die Zuleitung bei 2,0 m unter Geländeniveau ankommt, ist beabsichtigt, eine unterirdische Zisterne (Regenrückhaltebecken) einzubauen. Die Lage ist innerhalb gewisser Grenzen flexibel (vgl. Abb. Seite 43) und ist im Entwurf festzulegen. Zu- und Ableitungen sind von festen Anschlusspunkten aus rechtwinklig, im Bereich von Wegen, zu führen. In Nord-Süd-Richtung sind sie entsprechend der Lage der Zisterne flexibel, die Anschlusspunkte sind variabel. Die gesamten Entwässerungsanlagen dürfen nicht mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt und nicht überbaut werden. Für Wartungszwecke ist die Zufahrt zu den Schächten der Kanäle und des Regenrückhaltebeckens mit LKWs (26 t) auf einer Fahrbahnbreite von 3,00 m zu gewährleisten. Der Wendekreis, sofern erforderlich, der Betriebsfahrzeuge ist mit 10 m Innenradius und die Durchfahrtshöhe von 4,50 m zu berücksichtigen. Die Regenwasserkanäle und das Regenrückhaltebecken müssen in öffentlichen Flächen liegen. Der Standort des Rückhaltebeckens ist im Bereich befestigter Flächen vorzusehen. Die Überdeckung beträgt ab Oberkante Regenrückhaltebecken ca. 0,5 m. Nach Möglichkeit ist die ohnehin erforderliche Feuerwehrzufahrt gleichzeitig als Zufahrt für die Wartungsfahrzeuge zu nutzen.
3.2.3 Kinderspiel In den Blankensteinpark sind öffentliche Kinderspielplätze insbesondere für ältere Kinder und Jugendliche mit einer Gesamtgröße von 4000 m² Nettospielfläche zu integrieren. Die Spieleinrichtungen sollen die des benachbarten Forckenbeckplatzes und des Hausburgparks im wesentlichen nicht wiederholen sondern weitere hinzufügen. Auch die Nutzbarkeit durch behinderte Kinder ist zu berücksichtigen, soweit dies im Kostenrahmen möglich ist. Informelle Sporteinrichtungen für ältere Kinder und Jugendliche können das Angebot der nördlichen Sportanlage ergänzen. Das Angebot soll sich nicht nur auf die üblichen Spielgeräte beschränken, sondern auch Raum für freies Spiel lassen. Sofern Bolzplätze und Kleinspielfelder, die Sportflächen sind, vorgesehen werden, unterliegen sie den Lärmschutzbedingungen. Die zu beachtenden Richtwerte entsprechen denen, die unter 2.2.4 aufgeführt sind. Auch außerhalb der Kinderspielplätze sind bespielbare Elemente erwünscht. Sie sollten sich harmonisch in die Gesamtanlage einfügen und einfach und robust sein. 3.2.4 Umfriedung der Grünanlage Der Blankensteinpark ist bereits von drei Seiten gefasst. Im Süden wird er durch die renovierungsbedürftige Mauer begrenzt (vgl. Abb. Seite 61), im Osten durch die Rinderauktionshalle und im Norden durch die Sportanlage. Auch an der westlichen Seite ist eine Umfriedung vorzusehen, die es ermöglicht, den Park nachts zu schließen. Sie ist über die ganze Länge der Freifläche, auch im Bereich der Sportanlage, anzulegen. Die Umfriedung ist so auszubilden, dass Sichtbezüge zwischen Park und Stadtquartier bestehen bleiben. Die Durchfahrtsbreiten an Toren müssen dort, wo Fahrzeuge der Berliner Wasserbetriebe fahren werden, 3,50 m betragen. An allen Eingängen sind Hundegitter in ausreichender Breite vorzusehen. Die Kosten sind aus der zur Verfügung stehenden Gesamtbausumme zu tragen, einschließlich der Kosten für die renovierungsbedürftigen Mauerabschnitte im Süden des Parks . Nicht aus der für den Park zur Verfügung stehenden Summe sind die Mauerteile an der Eldenaer Straße zu finanzieren, die die Gemeinbedarfsflächen außerhalb des Wettbewerbsgebiets begrenzen. Die Kosten sollen einschließlich Toren oder ähnlichem nicht mehr als 10 % der Nettobausumme betragen. 3.2.5 Vegetation Die im südlichen Eingangsbereich vorhandenen Bäume sind zu erhalten. Die vielfältige Verwendung von Pflanzen bei der Gestaltung des Parks zur Erhöhung des Abwechslungsreichtums und Bereicherung des Naturerlebnis ist grundsätzlich erwünscht. Es ist jedoch zu bedenken, dass der Einsatz von Stauden, Gräsern und Sträuchern einen erhöhten Pflegeaufwand nach sich zieht. Deswegen sind vorzugsweise solche Pflanzen vorzusehen, die einen geringen Pflegebedarf haben. Die Verwendung von Pflanzen, die entweder durch ihre Ansprüche oder durch die Formgebung intensiver Pflege bedürfen, kann nur in Einzelfällen erfolgen und bedarf einer besonderen Begründung. 3.2.6 Materialien und Ausstattungselemente Bei der Auswahl von Materialien und Ausstattungselementen sind grundsätzlich Gesichtspunkte der Pflege und Unterhaltung sowie der Umweltverträglichkeit zu bedenken. Bodenbeläge sind möglichst wasser- und luftdurchlässig zu wählen. Der Versiegelungsgrad ist möglichst gering zu halten. Es sind Standorte für Abfallbehälter mit Müllsortierung vorzusehen. Die Ausstattung mit einer stationären Beregnungsanlage mit Zapfstellen im Abstand von 50 m ist vorgesehen.
Sofern mit Wasser gearbeitet wird, ist ganz besonders auf Sparsamkeit im Verbrauch sowie in der Pflege und Unterhaltung zu achten. Beim Rückbau der nicht erhaltenswerten Gebäude und Einrichtungen sind eine Reihe von Elementen geborgen worden, z.B. gusseiserne Stützen, alte Tröge, Skulpturen und Bodenbeläge. Sie können im Rahmen des Rückfragenkolloquiums oder nach Vereinbarung besichtigt werden. Es ist möglich, Bestandteile der Sammlung bei der Gestaltung des Parks in geeigneten Situationen zu verwenden. Ein Katalog mit den geborgenen Elementen kann bei der s|es eingesehen werden. 3.2.7 Kunst Gemäß den Ausführungen in der Allgemeinen Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung von Bauaufgaben Berlins (Anweisung Bau) ist beabsichtigt, im Anschluss an diesen Wettbewerb in einem geeigneten Vergabeverfahren „Kunst am Bau“ in den Park zu integrieren. Das Kunstwerk soll sowohl die entsprechenden Anforderungen für die Sportanlage wie für den Park abdecken und im Park integriert werden. Es ist den Wettbewerbsteilnehmern freigestellt, entweder Standorte oder auch Themen für das Kunstprogramm vorzuschlagen, nach Wunsch auch in Zusammenarbeit mit Künstlern. Es ist auch möglich, das Kunstprogramm in ohnehin erforderliche Parkelemente zu integrieren. Über das Kunstprogramm wird jedoch nicht in diesem Verfahren entschieden. 3.2.8 Baubeginn, Stufenplan und Kostenrahmen Baubeginn, Stufenplan Es ist beabsichtigt, mit dem Bau des Blankensteinparks in 2002 zu beginnen. Hiervon ausgenommen ist der Abschnitt, der für Umbau und Renovierung der ehemaligen Rinderauktionshalle als Baustelleneinrichtung benötigt wird (vgl. Arbeitsplan 1:500 und Abbildung S. 64). Deswegen ist das Gestaltungskonzept so anzulegen, dass der Park auch ohne diesen Abschnitt für eine Weile nutzbar und attraktiv ist. Aufgrund der Finanzknappheit des Landes Berlins, die sich besonders im Bereich der Pflege und Unterhaltung von Grünflächen auswirkt, sind die Folgekosten für Pflege und Unterhaltung grundsätzlich möglichst gering zu halten. Für den Blankensteinpark steht eine Bruttobausumme von 7.832.000 DM (5.032.843 DM netto) zur Verfügung. Die Differenz zwischen Brutto- und Nettobausumme enthält die Mehrwertsteuer und alle Baunebenkosten wie Honorare, Fachgutachten und ähnliches sowie Unvorgesehenes. Von der Nettosumme gehen die anteiligen Kosten für das Kunstprogramm in Höhe von etwa 50.000 DM netto ab, die entsprechende Mehrwertsteuer von den Bruttobaukosten. Die Kosten sind aus der zur Verfügung stehenden Gesamtbausumme zu tragen. Die Kosten für die Umfriedung sollen einschließlich Toren oder ähnlichem nicht mehr als 10 % der Nettobausumme betragen. Der Kostenrahmen ist unbedingt einzuhalten. 3.3 Sportanlage Im Norden des Blankensteinparks befindet sich der Bereich, der für eine Sportanlage vorgesehen ist. Nach Erfüllung des sportlichen Programms bleiben auf der Fläche von 18.442 m² noch Spielräume für die Gestaltung der Beziehungen zwischen Park- und Sportflächen. Die Anordnung der einzelnen Elemente (vgl. Programm 3.3.1) innerhalb der ausgewiesenen Sportfläche ist unter Beachtung der nachfolgenden Gesichtspunkte freigestellt. Bei der Platzierung der Spielfelder ist zwischen mehreren Aspekten abzuwägen. Einerseits ist es erforderlich, dass der Abstand zwischen den Spielfeldern und der nächstgelegenen Wohnung aus Gründen des Lärm- und Lichtimmissionsschutzes (vgl. 2.2.4) ausreichend dimensioniert ist. Zum anderen ist die Schaffung eines großzügigen Eingangsbereich vor dem Nordeingang der Rinderauktionshalle erwünscht (vgl. 3.2.1).
Bei der Planung der Sportanlage ist zu berücksichtigen, dass die zulässigen Immissionsrichtwerte der 18. BlmSchV vom 18. Juli 1991 (Sportanlagenlärmschutzverordnung) bei der angrenzenden Bebauung eingehalten werden, insbesondere bei der vorgesehenen Wohnbebauung am westlichen Rand des Wettbewerbsgebiets. Dabei ist grundsätzlich davon auszugehen, dass ein durchgehender Spielbetrieb auch innerhalb der Ruhezeiten möglich sein muss. Weiterhin sind die Grenzwerte für die zulässigen Lichtimmissionen zu beachten (Hinweise zur Bemessung und Beurteilung von Lichtimmissionen - Stand Mai 2000). Aus diesen Gründen dürfen die Spielfelder nicht westlich der in der Abbildung auf Seite 66 eingezeichneten Linie für Lärmimmisionsschutz liegen. (s. Abb. Seite 66 und Linie im Arbeitsplan M 1:500). Der Abstand zwischen Spielfeldrand und westlich angrenzender Bebauung muß mindestens 60 m betragen. Bei den Leichtathletikanlagen, die überwiegend zu unterrichtsüblichen Zeiten genutzt werden, sind die Standorte unproblematischer. 3.3.1 Programm für die Sportanlage 1. Großspielfeld für Fußball und Hockey (Spielfläche 66 m x 101,4 m) mit Großfeldtoren, Beregnungsanlage und Trainingsplatzbeleuchtung mit 6 Masten 2. Kleinspielfeld (Spielfläche 27 m x 45 m) (Handball, 1 Volleyball, 2 Basketball) 3. Weitsprunganlage (Sprunggrube 9 m x 5,55 m; 2 Weitsprungbahnen außen je 1,22 m x 45 m, 1 Dreisprungbahn in der Mitte 1,48 m x 45 m zuzüglich zweimal 0,05 m Linierung) 4. Kugelstoßanlage ( Kugelgrube 20 m x 10 m; 3 Abstoßringe von 2,135 m Durchmesser, davon zwei auf einer Seite und ein wettkampfgerechter auf der anderen Seite) 5. 110 m – Laufbahn, mit 4 Laufbahnen je 1,22 m zuzüglich Rücklaufbahn von 1 m, 3 m Startbereich und 17 m Auslaufbereich (insgesamt 5,88 m x 130 m Gesamtausdehnung) 6. Ein Sportplatzgebäude mit einer HNF von 488 m², entsprechend dem Raumprogramm im Anhang. In diesem eingeschossigen Gebäude ist enthalten ein Gärtnerstützpunkt mit einem Geräteraum von 24 m² (genaues Raumprogramm s. Anhang), dazu kommt eine eingezäunte Freifläche von etwa 100 m² für den Gärtnerstützpunkt. Das Sportplatzgebäude muss mit Leitungen und Zufahrten erschlossen werden. Es ist möglich, eine Gebäudewand gleichzeitig als Umfriedung der Sportanlage vorzusehen. Dies würde sowohl Erschließungskosten wie auch Kosten für die Umfriedung einsparen. Das Sportplatzgebäude ist mit einem Gründach zu versehen, auch aus Gründen der Niederschlagswasserzurückhaltung. 7. Um Kosten für die Regenwassereinleitung in das öffentliche Netz zu sparen, ist für die gesamte Sportfreifläche eine natürliche Entwässerung durch Versickerung vorzusehen. Auf Grund des relativ lehmhaltigen Bodens, der als undurchlässig zu bezeichnen ist, ist bei der Wahl der Sportplatzbeläge einschließlich Tragschichten auf eine gute Wasserdurchlässigkeit zu achten. Sickerschächte sind ausreichend dimensioniert vorzusehen. Zur Einlaufverzögerung des Regenwassers wird ein verdecktes Rigolensystem empfohlen. 8. Im Einzugsbereich der Sportanlage sind zwei Behindertenparkplätze vorzusehen. Die Maße und die Bodenbeläge der Sportanlagen müssen der DIN 18035 entsprechen. Zuschauereinrichtungen sind nicht im Bedarfsprogramm enthalten und aus Gründen des Lärmschutzes nicht vorzusehen.
3.3.2 Baubeginn, Kosten Baubeginn Kostenrahmen Mit den Bauarbeiten soll voraussichtlich 2003 begonnen werden. Für die gesamte Anlage stehen 5,5 Mill. DM Bruttobaukosten (4.019.400 DM netto) zur Verfügung. Die Differenz zwischen Brutto- und Nettobausumme enthält die Mehrwertsteuer und alle Baunebenkosten wie Honorare, Fachgutachten und ähnliches. Von der Nettobausumme gehen außerdem die anteiligen Kosten für „Kunst am Bau“ ab, etwa 35.000 DM netto, von der Bruttobausumme die dazugehörige Mehrwertsteuer. Ansätze für Unvorhergesehenes sind in den Nettobaukosten enthalten. Der Kostenrahmen ist unbedingt einzuhalten. Die Kosten für die Errichtung des erforderlichen Sportplatzgebäudes sind mit 2,15 Mill. DM brutto (1.700.000.- DM netto), einschließlich Gründach, veranschlagt (Kostengruppe 3.1 - 3.4 nach DIN 276). 3.4 Beziehungen zwischen Park und Sportanlage Es ist erwünscht, dass zwischen Park und Sportanlage nicht nur ein Nebeneinander sondern ein Miteinander stattfindet, welches über Sichtbeziehungen hinaus geht. Insbesondere sind die Spielräume im Bereich des Rahmengrüns, welches nach der Erfüllung des Bedarfsprogramms verbleibt, zu nutzen, um informelle Sporteinrichtungen im Übergang zum Park zu platzieren. Weiterhin soll vor dem nördlichen Haupttor der Halle ein großzügiger und einladender Eingangsbereich für alle drei Bestandteile des Gesamtkomplexes entstehen (vgl. 3.2.1). Von Zäunen oder anderen Abgrenzungen zwischen den beiden Anlagen ist nach Möglichkeit abzusehen. Lediglich die jeweils erforderlichen Ballfangzäune sind zu berücksichtigen. Sofern es sich von der Lage her anbietet, können Objektbegrenzung und Ballfangzaun kombiniert werden. 3.5 Beurteilungskriterien - Leitidee, Grundstruktur - Raumbildung und –verknüpfung - Einbindung in das städtebauliche Umfeld - Verbindung zwischen Park und Sportanlage - Erschließung und innere Ordnung, Nutzbarkeit - Vegetationsverwendung, Materialwahl - Gestaltung und Funktionalität des Sportplatzgebäudes - Einhaltung verbindlicher Vorgaben, Erfüllung des Bedarfsprogramms - Realisierbarkeit in Abschnitten - Einhaltung des Kostenrahmens, Abschätzung von Folgekosten
Modellfoto Blick aus Süd-Ost
Modellfoto Blick aus Ost
Die Modellfotos zeigen das städtebauliche Gestaltkonzept des Entwicklungsbereichs Alter Schlachthof vom Büro Trojan/Trojan + Neu mit dem Landschaftsarchitekten Miachael Palm aus dem Jahr 1994. Die Aussagen des Modells über die Gestaltung der Parkanlage Blankensteinsteinpark sind obsolet.
Modellfoto Blick aus West
Luftbild unmaßstäblich, 1998
Sanierungskonzept der Schlachthofmauer Sanierungskonzept der Schlachthofmauer
vorhandene Mauer im Eingangsbereich Eldenaer Straße
Neue Mauer an der Hermann-Blankenstein-Straße
Übersicht der Realisierungsstufen
Konzept der Leitbaumarten von Michael Palm
Rinderauktionshalle Ansichten: links: Südansicht, rechts: Nordansicht, unten: Westansicht
AV Feuerwehrflächen
Ausführungsvorschriften zu §§ 5 und 15 Abs. 1 und 4 der Bauordnung für Berlin (BauOBln) über Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken - Feuerwehrflächen - (AV FwFl)
Vom 17. Januar 1996 ( ABl. S. 471 )
1 - Anordnung von Aufstellflächen auf dem Grundstück .....................................................................1 2 - Aufstellflächen für tragbare Leitern entlang der Außenwand ..........................................................2 3 - Aufstellflächen für tragbare Leitern rechtwinklig zur Außenwand ...................................................2 4 - Aufstellflächen für Hubrettungsfahrzeuge entlang der Außenwand ................................................2 5 - Aufstellflächen für Hubrettungsfahrzeuge rechtwinklig zur Außenwand ..........................................3 6 - Freihalten des Anleiterbereichs.....................................................................................................4 7 - Neigungen der Aufstellflächen .......................................................................................................4 8 - Größe der Bewegungsflächen.......................................................................................................4 9 - Befestigung...................................................................................................................................4 10 - Lichte Höhe der Zu- oder Durchfahrten ........................................................................................4 11 - Nicht geradlinig geführte Zu- oder Durchfahrten ..........................................................................4 12 - Fahrspuren..................................................................................................................................5 13 - Neigungen in Zu- oder Durchfahrten ............................................................................................5 14 - Stufen .........................................................................................................................................5 15 - Hinweisschilder für den Brandschutz...........................................................................................5 16 - Sperrvorrichtungen......................................................................................................................6 17 - Besondere Anforderungen ...........................................................................................................6 18 - Schlussbestimmungen.................................................................................................................6
Auf Grund des § 76 Abs. 10 der Bauordnung für Berlin (BauOBln) vom 25. Februar 1985 (GVBl. S. 522), zuletzt geändert Gesetz vom 19. Oktober 1995 (GVBl. S. 670 wird zur Ausführung der §§ 5 ), und 15 Abs. 1 und 4 BauOBln über die Herstellung von notwendigen Feuerwehrflächen folgendes bestimmt:
1 - Anordnung von Aufstellflächen auf dem Grundstück
(1) Aufstellflächen für tragbare Leitern sind für Gebäude mit mehr als drei Vollgeschossen vorzusehen. Sie müssen so angeordnet sein, dass alle Öffnungen in Fenstern, die als Rettungswege dienen und zum Anleitern bestimmt sind, von den tragbaren Leitern erreicht werden können. (2) Aufstellflächen für Hubrettungsfahrzeuge sind für Gebäude, bei denen die Oberkante der Brüstung notwendiger Fenster oder sonstiger zum Anleitern bestimmter Stellen mehr als 12,50 m über Gelände dass alle Öffnungen in Fenstern, die als liegt, vorzusehen. Sie müssen so angeordnet sein, Rettungswege dienen und zum Anleitern bestimmt sind, von den Hubrettungsfahrzeugen erreicht werden können.
avfwfl.doc
Senatsverwaltung für Stadte ntwicklung VI F
2 - Aufstellflächen für tragbare Leitern entlang der Außenwand
(1) Aufstellflächen für tragbare Leitern, die am Gebäude entlang geführt werden, müssen mit ihrer der anzuleiternden Außenwand zugekehrten Außenkante einen Abstand von 2 m zur Außenwand haben. Die Aufstellflächemuss nach beiden Seiten 4 m über die Mitte jeder Anleiterstelle hinausreichen.
(2) Beiderseits der Aufstellflächen müssen Geländestreifen frei von Hindernissen sein. Die Geländestreifen entlang der Aufstellflächen müssen auf der dem Gebäude zugekehrten Seite 2 m und auf der dem Gebäude abgekehrten Seite der Aufstellfläche mindestens 1,4 m breit sein.
2m min. 1,6 m min. 1,4 m min. 4 m min. 4 m
3 - Aufstellflächen für tragbare Leitern rechtwinklig zur Außenwand
(1) Rechtwinklig auf die anzuleiternde Außenwand zugeführte Aufstellflächen für tragbare Leitern müssen unter den anzuleiternden Stellen unmittelbar an die Außenwand anschließen.
(2) Beiderseits der Aufstellflächen müssen mindestens 1,7 m breite und 8 m lange Geländestreifen frei von Hindernissen sein.
min. 8 m min. 1,7 m min. 1,6 m min. 1,7 m
4 - Aufstellflächen für Hubrettungsfahrzeuge entlang der Außenwand
(1) Aufstellflächen für Hubrettungsfahrzeuge, die am Gebäude entlang geführt werden, müssen mit ihrer der anzuleiternden Außenwand zugekehrten Außenkante einen Abstand von mindestens 4 m zur muss 7,7 m über Außenwand haben. Der Abstand darf höchstens 10 m betragen. Die Aufstellfläche die letzte Anleiterstelle hinausreichen. (2) Ein mindestens 2,5 m breiter Geländestreifen entlang der dem Gebäude abgekehrten Außenkante der Aufstellflächen muss frei von Hindernissen sein.
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung VI F
min. 4 m bis max. 10 m min. 2,5 m min. 3 m
5 - Aufstellflächen für Hubrettungsfahrzeuge rechtwinklig zur Außenwand
Rechtwinklig oder annähernd im rechten Winkel auf die anzuleiternde Außenwand zugeführte Aufstellflächen für Hubrettungsfahrzeuge dürfen keinen größeren Abstand als 1 m zur Außenwand haben. Die Entfernung zwischen der Außenkante der Aufstellflächen und der entferntesten seitlichen Begrenzung der anzuleiternden Fensteröffnung darf 10 m nicht überschreiten. Beiderseits der Aufstellflächen müssen mindestens 11 m lange und 1,25 m breite Geländestreifen frei von Hindernissen sein.
min. 3 m max. 10 m
Geländestreifen frei von Hindernissen
6 - Freihalten des Anleiterbereichs
Im Gelände zwischen der anzuleiternden Außenwand und den Aufstellflächen dürfen sich keine den Einsatz von Hubrettungsfahrzeugenerschwerenden Hindernisse (z.B. bauliche Anlagen, Bäume) befinden.
7 - Neigungen der Aufstellflächen
Aufstellflächen dürfen nicht mehr als 5v.H. geneigt sein.
8 - Größe der Bewegungsflächen
Die Bewegungsflächen dürfen nicht auf Zufahrten liegen. Für jedes vorzusehende Feuerwehrfahrzeug ist eine Bewegungsfläche von mindestens 7 m x 12 m erforderlich. Vor und hinter Bewegungsflächen, die an weiterführenden Zufahrten liegen, sind mindestens 4 m lange Übergangsbereiche anzuordnen.
min. 4 m min. 12 m
9 - Befestigung
(1) Aufstellflächen für tragbare Leitern sind begehbar auszubilden, jedoch nicht zu versiegeln. (2) Zu- oder Durchfahrten, Aufstellflächen und Bewegungsflächen für Feuerwehrfahrzeuge sind so zu befestigen, dass sie von Fahrzeugen mit einer Achslast bis zu 10 t und einem Gesamtgewicht bis zu 12 t befahren werden können. Dies gilt auch für Fahrspuren.
10 - Lichte Höhe der Zu- oder Durchfahrten
11 - Nicht geradlinig geführte Zu- oder Durchfahrten
Der Einsatz der Feuerwehrfahrzeuge wird durch Kurven in Zu- oder Durchfahrten nicht behindert, wenn die in der Tabelle den Außenradien der Kurven zugeordneten Mindestbreiten nicht unterschritten werden. Dabei sind vor und hinter Kurven auf einer Länge von mindestens 11 m Übergangsbereiche anzuordnen.
10,5 bis 12 über
Breite mind. (in m) 5,0 4,5 4,0 3,5 3,2 3,0
bis 20 bis 40
10 ,50 m
12 - Fahrspuren
Geradlinig geführte Zu- oder Durchfahrten können als Fahrspuren ausgebildet werden. Die Spuren dürfen erst 11 m von Kurven und 4 m von Bewegungsflächen an weiterführende Zufahrten entfernt beginnen. Die beiden befestigten Streifen müssen voneinander einen Abstand von 0,8 m haben und mindestens je 1,1 m breit sein.
13 - Neigungen in Zu- oder Durchfahrten
Zu- oder Durchfahrten dürfen bis zu 10v.H. geneigt sein. Übergänge von waagerechten oder geneigten Fahrbahnen in eine Neigung sind in Durchfahrten sowie innerhalb eines Abstandes von 8 m vor und hinter Durchfahrten unzulässig. Die Übergänge sind mit einem Radius von 15 m auszurunden.
14 - Stufen
Stufen im Zuge von Zu- oder Durchfahrtendürfen nicht höher als 8 cm sein. Eine Folge von Stufen im Abstand von weniger als 10 m ist unzulässig. Im Bereich von Übergängen nach Nummer 13 dürfen sich keine Stufen befinden.
15 - Hinweisschilder für den Brandschutz
(1) Zu- oder Durchfahrten für Feuerwehrfahrzeuge sind durch Hinweisschilder mit der Aufschrift „ euerwehrzufahrt“ zu kennzeichnen. Die Hinweise müssen von der öffentlichen Verkehrsfläche aus F sichtbar sein. Aufstellflächen oder Bewegungsflächen für Feuerwehrfahrzeuge sind durch Hinweisschilder mit der Aufschrift „ läche für die Feuerwehr“ zu kennzeichnen. Die Hinweisschilder F müssen mindestens 210 mm x 594 mm groß sein. (2) Zugänge oder Durchgänge für die Feuerwehr sind durch Hinweisschilder mit der Aufschrift „ euerwehrzugang“ zu kennzeichnen. F (3) Die Hinweisschilder müssen DIN 4066 entsprechen.
avfwfl.doc Senatsverwaltung für Stadtentwicklung VI F
16 - Sperrvorrichtungen
Sperrvorrichtungen (z. B. Sperrbalken, Ketten, Sperrpfosten) sind in Zu- oder Durchfahrten zulässig, wenn sie Verschlüsse haben, die mit dem Schlüssel A für Überflurhydranten nach DIN 3223 oder mit einem Bolzenschneider geöffnet werden können.
17 - Besondere Anforderungen
Bei baulichen Anlagen und Räumen besonderer Art oder Nutzung nach § 50 BauOBln können, soweit nicht Rechtsverordnungen erlassen sind, besondere Anforderungen gestellt werden.
Diese Ausführungsvorschriften treten am 4. März 1996 in Kraft. Sie treten mit Ablauf des 3. März 2006 außer Kraft.
Raumprogramm für das Sportfunktionsgebäude
Anzahl Raumbezeichnung der ( Mindestanforderung ) Räume 8 Umkleideraum ( mindestens 12,00 lfd. m Bankreihe ) 4 Wasch- und Duschraum ( Zuordnung zu je 2 Umkleideräumen ) mind. 8 Duschen, 4 - 8 Waschstellen, 1 WC (ohne Vorraum und Handwaschbecken). Die Nutzbarkeit durch rollstuhlgebundene Personen ist zu gewährleisten. Wasch- und Duschraum, teilbar für flexible Nutzung. ( Zuordnung zu je 2 Umkleideräumen ) mind. 4 Duschen, 2 - 4 Waschstellen, 1 WC (ohne Vorraum und Handwaschbecken) pro Teil. Die Nutzbarkeit durch rollstuhlgebundene Personen ist zu gewährleisten. 3 Lehrer- / Schiedsrichterraum mit 1 Dusche, 1 Handwaschbecken, 1 WC-Kabine Platzwart- Sanitätsraum ( abgeteilter Sanitätsbereich, z.B. Vorhang ) mit Handwaschbecken 1 Kombinierter Platzwart- Rettungsdienstraum ( größere Anlagen bzw. Veranstaltungsbetrieb ) zugleich Sanitätsraum mit 1 Handwaschbecken, 1 WC-Kabine Kombinierter Hallenwart- Platzwartraum zugleich Sanitätsraum mit 1 Handwaschbecken 2 Außentoiletten für Sportler und Zuschauer ( im erforderlichen Umfang ) mind. 1 mal für Damen, mit 2 WC-Sitzen (davon 1 WC behindertengerecht) und 1 Handwaschbecken 1 mal für Herren, mit 1 WC-Sitz (behindertengerecht), 2 PPBecken und 1 Handwaschbecken 1 Außengeräteraum je nach Umfang der Außenanlagen veränderbar, für Sport- und Pflegegeräte für 1 - 2 Spielfelder (ca. 3,00 m x 5,00 m), befahrbar für Pflegegeräte, mit Doppelflügeltür (1,70 m breit, 2,20 m hoch). Bei größeren Sportanlagen: 1 Reinigungsraum bei mehrgeschossigen Gebäuden auf jeder Etage, mit Ausgußbecken 1 Technikraum (Gärtnerstützpunkt) Bei Bedarf: Jugend- Mehrzweckraum ( teilbar durch Trennwand mit integrierter Teeküche ) Krafttrainigsraum ( 3,50 m licht Höhe ) Die Nutzbarkeit durch behinderte Personen muß gewährleistet sein.
Fläche je Fläche Raum in gesamt m2 m2 23,00 184 23,00 92
10,00 - 12,00 12,00
( 18,00 )
45 15,00 ca. 30,00 40,00 3
Anforderungskatalog zum Musterraumprogramm für Sportplatzgebäude Umkleide- / Wasch- und Duschräume Die Anzahl der Umkleide- / Wasch- und Duschräume richtet sich nach der Anzahl der Spielfelder vor Ort; je Spielfeld werden • 4 Umkleideräume • 2 Wasch- und Duschräume benötigt. Für zusätzliche Freizeit- und Leichtathletikbereiche auf der Sportanlage -z.B. für einen Krafttrainingsraum- sind weiter Umkleide- / Wasch- und Duschräume vorzusehen. Lehrer- / Schiedsrichterraum Grundsätzlich sind je Sportanlage mindestens • 2 Lehrer- / Schiedsrichteräume wegen der getrenntgeschlechtlichen Unterbringung erforderlich. Auf Großanlagen können zur Verminderung des Technikaufwandes auch Sammelumkleide- und Sanitäreinheiten unter Beachtung der Geschlechtertrennung vorgesehen werden. In jedem Lehrer- / Schiedsrichterraum ist • 1 WC-Kabine vorzusehen. Platzwartraum Der Platzwartraum ist zentral mit Blick auf den Eingang, die Spielfeder sowie auf den Zugangsbereich des Umkleidetraktes anzuordnen. Die Zuordnung des Sanitätsraums zum Platzwartraum ist wegen des Telefonanschlusses (Notruf) im Platzwartraum und des dort fast immer anzutreffenden Sportplatzpersonals am günstigsten. Vom Platzwartraum aus ist nach Möglichkeit ein direkter Zugang zum Geräteraum vorzusehen. Den Platzwarte soll eine eigene Dusche und eignes WC in unmittelbarer Nähe des Platzwartraums zur Verfügung stehen. Die vorgenannten Räume sind gegen Einblick von außen zu schützen. Jugend- Mehrzweckraum Der Jugend- Mehrzweckraum (vgl. Senatsbeschluß Nr. 3255/85) kann bei Bedarf im Bezirk für Sportgruppen als Versammlungs-, Schulungs- und Gemeinschaftsraum vorgesehen werden. Eine separate Nutzung dieses Raumes muß auch nach Dienstschluß des Platzwartes gewährleistet sein. Dazu gehören eine separate Erschließung sowie (nach Möglichkeit) eigene Toilettenanlagen. Kiosk Mindestens auf Großanlagen sollte zur Versorgung der Zuschauer und Sportler ein Kiosk zur Verfügung stehen. Es sind bauliche und elektronische Einbruchssicherungen vorzusehen. Art und Umfang der Maßnahme sind standortabhängig. Der Bedarf bzw. die Forderung nach behindertengerechten Toiletten ergibt sich gemäß der Bauordnung für Berlin in der Fassung 1985 und der DIN 18024 Teil . Die Zahl der Außen- bzw. Zuschauertoiletten richtet sich nach der Größe der Sportanlage und ggf. der vorgesehenen Zuschauerzahl gem. DIN 18035 Teil 1. Diese Toilettenanlagen müssen unbedingt von außen zugänglich sein, da eine strickte Trennung zwischen dem Sport- und Zuschauerbereich eingehalten werden muß.
Abbildungsverzeichnis Titelbild Marc Kocher Lage im Stadtgebiet (Abb. S.19) s|es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH Übersichtsplan mit Straßennamen (Abb. S.20) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Gestaltplan Entwicklungsbereich Alter Schlachthof (Abb. S.21, S.34) Trojan/Trojan + Neu Bebauungsplan James Hobrecht (Abb. S.23) J. F. Geist/K. Küvers: Das Berliner Mietshaus, 1862-1945, München 1984 Rinderauktionshalle um 1897 (Abb. S.24) Städtebauliches Kooperatives Gutachterverfahren, Auslobung 1993 Historische Luftaufnahme des Schlachthofgeländes um 1929 (Abb. S.24) Festschrift zum 50. Jubiläum des Zentral- Vieh- und Schlachthofes, Berlin 1931 Lageplan der zweiten Bauetappe (Abb. S.24) Berlin und seine Bauten, Berlin 1896 Erneuerungskonzept für das Sanierungsgebiet Samariterviertel (Abb. S.26) Stattbau Stadtentwicklungsgesellschaft mbH Wohnbebauung im Ortsteil Friedrichshain (Abb. S.27) s|es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH Modellfotos Landsberger Arkaden, Storkower Bogen, Rad- und Schwimmsporthalle (Abb. S.28) s|es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH Versorgungsbereich 2 des Friedrichshainer Spielplatzplans (Abb. S.31) Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg Bestand und Planung Forckenbeckplatz (Abb. S.30) Bezirksamt Pankow, Natur- und Grünflächenamt Grün verbindet - Freiraumsystem Spree + Nordring (Abb. S.33) Alkewitz, Cassens + Siewert im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz 1994 Modellfotos (Abb. S.35, 57, 58) Hans-Joachim Wuthenow Nutzungsstrukturen (Abb. S.35) s|es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH Übersicht der Bebauungspläne (Abb. S.36) PLK Städtebau
Verkehrsanbindung (Abb. S.38) s|es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH Ansichten der Rinderauktionshalle (Abb. S.40, 42, 68) Bauplanungsbüro Nier & Seiffarth Fotos (Abb. S.39, 40, 41, 61, 62) s|es Stadtentwicklungsgesellschaft, Herr Ehlers Lage der Regenrückhalteeinrichtung (Abb. S.43) Berliner Wasserbetriebe Parkringe mit Naherholungsgebieten (Abb. S.45) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Luftbild im Maßstab 1:5000 (Abb. S.59) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Wegekonzept (Abb. S.60) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Sanierungskonzept der Schlachthofmauer (Abb. S.61) Bauplanungsbüro Nier & Seiffarth Übersicht der Realisierungsstufen (Abb. S.64) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Konzept der Leitbaumarten (Abb. S.65) Landschaftsarchitekt Michael Palm Karte der Lärmimmissionsflächen von Sportfreianlagen im Wettbewerbsgebiet (Abb. S.66) Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Quellenverzeichnis Alkewitz, Cassens + Siewert (1994): Gutachten Grün Verbindet – Freiraumsystem Spree + Nordring, im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz, Berlin ASUM Arbeitsgruppe für Sozialplanung (2000): Sanierungsgebiete in Friedrichshain, Bestandsaufnahme im Auftrag des Landes Berlin Bezirksamt Friedrichshain (1999): Bezirklicher Spielplatzplan Friedrichshain, Versorgungsbereiche 1-6 BOLAB, Ingenieurgesellschaft mbH (1999): Aufschlussdokumentation und bautechnische Hinweise, Baugrunduntersuchung Alter Schlachthof – Erschließungsplanung Quartier BS 12, Berlin PLK Städtebau (1993): Städtebauliches kooperatives Gutachterverfahren Alter Schlachthof Berlin, im Auftrag der s|es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH, Berlin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (1993): Ergebnisbericht des städtebaulichen kooperativen Gutachterverfahrens Alter Schlachthof, Berlin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (1993): Umweltatlas, Band 1 und 2, Berlin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (1994): Flächennutzungsplan Berlin, FNP 94, Landschaftsprogramm 1994, LaPro 94 Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen (1995): Städtebau und Architektur Bericht 32, Alter Schlachthof Berlin – Umbau eines Stadtquartiers Standke & Kandziora / PLK Städtebau (1992): Städtebauliche und landschaftsplanerische Neuordnung, Ehemaliger Zentral- Viehund Schlachthof, im Auftrag der Olympia 2000 GmbH Standke & Kandziora (1995) im Auftrag der s|es Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße mbH: Eingriffsbewertung zum Bebauungsplan IV-2, Berlin
Verfassererklärung Realisierungswettbewerb Blankensteinpark
Kennzahl Verfasser (Landschaftsarchitekt)
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Telefon (Büro) Telefon (privat)
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Sonderfachleute/Berater
Bankverbindung/Institut Konto-Nummer Bankleitzahl Kontoinhaber mit Anschrift
Ich (Wir) erkläre(n), dass ich (wir) in .....................................................meinen (unseren) Wohn- und /oder Geschäftssitz habe(n). Mit der Teilnahme am Wettbewerb verpflichte(n) ich mich (wir uns), im Falle einer Beauftragung durch den Auslober ausschließlich Planungsleistungen nach HOAI zu übernehmen (GRW 7.2) sowie in der Lage zu sein, diese Planungsleistungen gemäß Auslobung in persönlicher Verantwortung zu erbringen. Ich (wir) erkläre(n) mit meiner (unserer) Unterschrift , dass ich (wir) der (die) geistigen Urheber der Arbeit mit der oben genannten Kennzahl bin (sind) und dass weder ich (wir) noch der (die) oben genannte(n) Mitarbeiter gegen die ausschließenden Bestimmungen für Teilnehmer gemäß Ausschreibung verstoßen. Die Verfasser erklären sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten, die in diesem Vordruck enthalten sind, im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden.
Datum, Unterschrift (Landschaftsarchitekt) .................................................................................................................. Datum, Unterschrift (Architekt) ..................................................................................................................