Source: http://www.juraforum.de/urteile/begriffe/gesellschafter-geschaeftsfuehrer
Timestamp: 2017-01-16 17:28:39
Document Index: 157131754

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 42', '§ 11', '§ 42', '§ 46', '§ 6', '§ 539', '§ 2', '§ 7', '§ 7', '§ 64', '§ 5', '§ 24', '§ 10', '§ 7', '§ 139', '§ 242', 'BGH', '§ 114', '§ 139']

Gesellschafter-Geschäftsführer - Urteile kostenlos online lesen - JuraForum.de
Gesellschafter-Geschäftsführer – Urteile kostenlos online findenEntscheidungen und Beschlüsse der Gerichte zum Schlagwort „Gesellschafter-Geschäftsführer“.BFH – Urteil, VI R 43/09 vom 11.02.20101. Die nachhaltige "vertragswidrige" private Nutzung eines betrieblichen PKW durch den anstellungsvertraglich gebundenen Gesellschafter-Geschäftsführer ist nicht stets als vGA zu beurteilen.
2. Unterbindet die Kapitalgesellschaft die unbefugte Nutzung durch den Gesellschafter-Geschäftsführer nicht, kann dies sowohl durch das Beteiligungsverhältnis als auch durch das Arbeitsverhältnis veranlasst sein. Die Zuordnung (vGA oder Arbeitslohn) bedarf der wertenden Betrachtung im Einzelfall (Anschluss an BFH-Urteil vom 23. April 2009 VI R 81/06, BFHE 225, 33).NIEDERSAECHSISCHES-FG – Urteil, 5 K 798/01 vom 30.06.2005Vorsteuerabzug bei umsatzsteuerpflichtiger Vermietung von Büroräumen an Gesellschaft durch Gesellschafter-Geschäftsführer. Kein Missbrauch rechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten i.S.d. § 42 AO.
NIEDERSAECHSISCHES-FG – Urteil, 5 K 796/01 vom 30.06.2005Vorsteuerabzug bei umsatzsteuerpflichtiger Vermietung von Büroräumen an Gesellschaft durch Gesellschafter-Geschäftsführer. Kein Missbrauch rechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten i.S.d. § 42 AO.
Revision zugelassenNIEDERSAECHSISCHES-FG – Urteil, 6 K 201/02 vom 18.03.2004Die dem Gesellschafter-Geschäftsführer steuerfrei gewährten Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind verdeckte Gewinnausschüttungen.NIEDERSAECHSISCHES-FG – Urteil, 6 K 302/00 vom 26.11.2002Die verspätete Auszahlung von Fahrtkostenerstattungen an den beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer führt nicht in jedem Fall zur Annahme einer verdeckten Gewinnausschüttung.NIEDERSAECHSISCHES-FG – Urteil, 13 K 518/97 vom 08.08.2001Haftungsbeträge, für die ein Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH in Anspruch genommen wird, stellen nachträgliche Anschaffungskosten darLSG-BADEN-WUERTTEMBERG – Beschluss, L 11 R 1532/11 vom 03.05.2012Der frühere Gesellschafter-Geschäftsführer einer im Handelsregister gelöschten GmbH hat keinen Anspruch auf Erstattung der von der GmbH getragenen Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung.LSG-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, L 11 R 4137/09 vom 18.05.2010Ein Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH übt nicht schon deshalb eine selbständige Tätigkeit aus, weil er zugleich verantwortlicher Leiter des Ausbildungsbetriebs iSd § 11 Abs 2 Fahrlehrergesetz ist.BFH – Urteil, VI R 4/10 vom 03.02.2011Verzichtet ein Gesellschafter-Geschäftsführer gegenüber der Gesellschaft auf bestehende oder künftige Entgeltansprüche, so fließen ihm insoweit keine Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit zu, als er dadurch eine tatsächliche Vermögenseinbuße erleidet.NIEDERSAECHSISCHES-FG – Urteil, 5 K 797/01 vom 30.06.2005Vorsteuerabzug bei umsatzsteuerpflichtiger Vermietung von Büroräumen an Gesellschaft durch Gesellschafter-Geschäftsführer. Kein Missbrauch rechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten i.S.d. § 42 AO.
Revision zugelassenLSG-FUER-DAS-SAARLAND – Urteil, L 1 R 25/05 vom 18.05.2006Hat ein Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH einen geringeren Kapitalanteil als 50 % inne, liegt sozialversicherungsrechtlich ein die Versicherungspflicht begründendesabhängiges Beschäftigungsverhältnis vor,es sei denn, er ist aufgrund seines Kapitaleinsatzes in der Lage, nicht genehme Entscheidungen der Gesellschaft zu verhindern, insbesondere wenn eine Sperrminorität besteht, oder sein tatsächlicher Einfluss auf die Gesellschaft ist größer als der ihm aufgrund seines Geschäftsanteils an sich zustehende Einfluss.FG-DES-SAARLANDES – Urteil, 1 K 116/01 vom 28.05.2003Bei einer vom Erreichen bestimmter Umsatzgrenzen abhängigen Weihnachtsgratifikation ist zweifelhaft, ob auf diese die Grundsätze des BFH-Urteils vom 5.6.2002 I R 69/01, BStBl. II 2003, 329 Anwendung finden. Indessen ist die Annahme einer verdeckten Gewinnausschüttung gerechtfertigt, sofern die GmbH ihrem Gesellschafter-Geschäftsführer eine Weihnachtsgratifikation zahlt, die über eine üblicherweise im Betrieb gezahlte Zuwendung in Höhe eines Monatsgehalts hinausgeht.OLG-STUTTGART – Urteil, 14 U 10/12 vom 19.12.20121. Zu den Voraussetzungen einer Einziehung von GmbH-Geschäftsanteilen bzw. einer Ausschließung eines GmbH-Gesellschafters aus wichtigem Grund.
2. Ein wichtiger Grund zur Abberufung eines der beiden Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH liegt bereits in dem Umstand, dass diese untereinander so zerstritten sind, dass eine Zusammenarbeit zwischen ihnen nicht mehr möglich ist, jedenfalls soweit der jeweils Abzuberufende durch sein - nicht notwendigerweise schuldhaftes - Verhalten zu dem Zerwürfnis beigetragen hat, wobei es auf das Verhältnis der jeweiligen Verursachens- und Verschuldensbeiträge zueinander nicht entscheidend ankommt. Diese Maßstäbe gelten auch in der zweigliedrigen GmbH mit zwei Gesellschafter-Geschäftsführern. 3. Zu den verfahrensrechtlichen Voraussetzungen einschlägiger Beschlussanfechtungsklagen.OLG-STUTTGART – Beschluss, 14 U 39/12 vom 20.11.20121. Zur Darlegungs- und Beweislast sowie zur Beweisführung im Rahmen der Beschlussanfechtungs-/-nichtigkeitsklage im Recht der GmbH bei Streit darüber, wie in der Gesellschafterversamlung abgestimmt worden ist.
4. Die Qualifizierung der einvernehmlichen Feststellung des Jahresabschlusses einer GmbH als abstraktes Schuldanerkenntnis oder als Feststellungsvertrag im Sinne eines deklaratorischen ("kausalen") Anerkenntnisses hängt regelmäßig von den Umständen des Einzelfalls ab. Kausale Feststellungswirkung kann einer solchen Feststellungswirkung aber allenfalls hinsichtlich solcher Ansprüche der Gesellschaft gegen ihre Gesellschafter-Geschäftsführer zukommen, die zum Zeitpunkt der Feststellung den Gesellschaftern bekannt waren oder die sie zumindest für möglich hielten.
6. Eine bilanzielle Aktivierung von Rückzahlungsansprüchen einer GmbH gegen ihre Gesellschafter-Geschäftsführer wegen überzahlter und an die Gesellschaft zurückzuerstattender Tantiemen kommt nicht in Betracht, solange der nach § 46 Nr. 8 GmbHG erforderliche Beschluss nicht gefasst ist.OLG-DUESSELDORF – Urteil, I-17 U 50/10 vom 18.02.20111.
Der Gesellschafter-Geschäftsführer einer GmbH muss, wenn er im Geschäftsverkehr auftritt, deutlich machen, dass der Unternehmensträger, für den er handelt, eine GmbH, also eine juristische Person mit beschränkter Haftungsmasse ist, bei dem keine der beteiligten natürlichen Personen persönlich haftet. Nichts anderes gilt für den Fall, dass Unternehmensträger eine Kommanditgesellschaft ist, deren alleinige persönlich haftende Gesellschafterin eine GmbH ist.BFH – Urteil, I R 78/08 vom 28.04.20101. Nach dem Eintritt des Versorgungsfalls ist eine Pensionsrückstellung mit dem Barwert der künftigen Pensionsleistungen am Schluss des Wirtschaftsjahres zu bewerten. Ein Verstoß gegen § 6a Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 Satz 4 i.V.m. Nr. 2 Halbsatz 2 EStG und die daraus abzuleitenden sog. Überversorgungsgrundsätze liegt nur vor, wenn künftige Pensionssteigerungen oder -minderungen am Bilanzstichtag berücksichtigt werden, nicht jedoch, wenn die zugesagte Pension höher als der zuletzt gezahlte Aktivlohn ist (Bestätigung des BMF-Schreibens vom 3. November 2004, BStBl I 2004, 1045 Tz. 6) .
8. Die Abfindung oder die entgeltliche Ablösung einer Pensionszusage, um dadurch den Verkauf der Geschäftsanteile der GmbH zu ermöglichen, ist jedenfalls dann regelmäßig nicht durch das Gesellschaftsverhältnis mitveranlasst, wenn die Leistungen vereinbarungsgemäß im Zusammenhang mit der Beendigung des Dienstverhältnisses eines nicht beherrschenden Gesellschafters stehen. Anders verhält es sich jedoch für die Abfindung oder Ablösung in jenem Umfang, in dem die Pensionszusage zu einer Überversorgung des begünstigten Gesellschafter-Geschäftsführers führt (Anschluss an Senatsurteile vom 17. Mai 1995 I R 147/93, BFHE 178, 203, BStBl II 1996, 204; vom 9. November 2005 I R 89/04, BFHE 211, 287, BStBl II 2008, 523) .FG-DES-SAARLANDES – Urteil, 2 K 291/00 vom 29.04.20041. Ob der Arbeitgeber zur Zahlung von Beiträgen zur gesetzlichen Unfallversiche-rung gesetzlich verpflichtet ist, richtet sich nach den sozialrechtlichen Vorschriften des § 539 Abs. 1 Nr. 1 RVO (nunmehr § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB-VII). Eine Beschäftigung im Sinne dieser Vorschriften ist die nichtselbständige Arbeit, insbesondere in einem Arbeitsverhältnis (§ 7 Abs. 1 SGB-IV). § 7 Abs. 1 SGB-IV enthält die maßgebliche Definition des Begriffs "Beschäftigung" für alle Zweige der Sozialversicherung, mithin nicht nur für die Krankenversicherung (SGB-V), die Rentenversicherung (SGB-VI), die Arbeitslosenversicherung (SGB-III) und die Pflegeversicherung (SGB-XI), sondern auch für die Unfallversicherung (SGB-VII). Daher ist der sozialrechtliche Arbeitnehmerbegriff für sämtliche Bereiche der Sozialversicherung einheitlich zu beurteilen.
2. Die Arbeitnehmereigenschaft eines GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers im Sinne der sozialrechtlichen Vorschriften ist nach dem Gesamtbild der Verhältnisse im konkreten Einzelfall zu beurteilen. Sie ist nicht bereits dadurch ausgeschlossen, dass der Gesellschafter-Geschäftsführer zu weniger als 50 v.H. am Stammkapital der GmbH beteiligt ist.OLG-DUESSELDORF – Urteil, I-16 U 19/10 vom 07.12.2011Az.: I-16 U 19/10
5. Die Haftung des Geschäftsführers nach § 64 GmbHG setzt einen wirtschaftlichen Zusammenbruch der Gesellschaft voraus, der bei zwischenzeitlicher wirtschaftlicher Erholung der Gesellschaft von verlustreichen Jahren nicht angenommen werden kann.OLG-STUTTGART – Beschluss, 8 W 387/11 vom 25.10.2011Anmeldung der Abberufung des Geschäftsführers einer UG (haftungsbeschränkt) zur Eintragung im Handelsregister:
1. Bei einer GmbH oder Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) gem. § 5a GmbHG führt ein Verstoß im Abstimmungsverfahren, etwa bei einer Abstimmung, obwohl die Beschlussfähigkeit nach der Satzung nicht gegeben ist, nur zur Anfechtbarkeit, nicht aber zur Nichtigkeit des gefassten Beschlusses. Dies gilt auch für die Abberufung des nicht erschienenen Gesellschafter-Geschäftsführers aus wichtigem Grund.
2. Solange im Anfechtungsverfahren die Nichtigkeit des Beschlusses nicht rechtskräftig ausgesprochen ist, ist er mit dem festgestellten Inhalt wirksam. Die Anfechtbarkeit allein ist kein Eintragungshindernis für das Registergericht.BFH – Urteil, XI R 9/08 vom 12.01.20111. Hat eine GmbH in den Jahren 1998 bis 2000 auf ihrem Betriebsgrundstück ein Gebäude errichtet, das sie teilweise unternehmerisch nutzt und teilweise ihren Gesellschafter-Geschäftsführern unentgeltlich für deren private Wohnzwecke überlässt, kann der GmbH ein Vorsteuerabzugsrecht aus den Bauerrichtungskosten zustehen.
2. Die Vereinbarung einer Nutzungsüberlassung von Wohnraum im Rahmen eines Mietvertrages oder eines Anstellungsvertrages gilt dagegen umsatzsteuerrechtlich regelmäßig als steuerfreie Vermietung und schließt den Vorsteuerabzug aus den entsprechenden Bauerrichtungskosten aus.FG-DES-SAARLANDES – Beschluss, 1 V 124/05 vom 04.07.2005Bei einem Maklerunternehmen mit zwei Angestellten und einem jährlichen Umsatz von rd. 500.000 Euro sind Gesamtbezüge des alleinigen Gesellschafter-Geschäftsführers von rd. 135.000 Euro angemessen.LSG-HAMBURG – Urteil, L 1 KR 25/04 vom 16.03.2005Zur Abgrenzung einer selbständigen Tätigkeit von einer abhängigen Beschäftigung bei Gesellschafter-Geschäftsführern mit einer Kapitalbeteiligung von 50 bzw. 33 % an einer GmbH für Werbung und Design. Bei einer aus mehreren Tätigkeitsbereichen zusammengesetzten gemischten Tätigkeit prägen publizistische Elemente dann das Gesamtbild, wenn der Geschäftsführer "strategische Kommunikationsberatung" durchführt, d.h. für den Kunden ein Gesamtkonzept zur Darstellung am Markt und in der Öffentlichkeit entwickelt. Es handelt sich auch dann um eine Tätigkeit in der Werbung, wenn durch die Geschäftsführer selbst keine Werbeträger, Grafiken oder (Werbe-)Texte erzeugt werden. Die Kundenberatung und -betreuung ist dieser Werbetätigkeit zuzuordnen. Kaufmännische und organisatorische Arbeitsanteile stellen einen notwendigen Annex zur (dem Werbebereich zuzuordnenden) Gesamttätigkeit dar.NIEDERSAECHSISCHES-FG – Urteil, 6 K 35/01 vom 22.10.20021. Der Nichtberücksichtigung von Verlustvorträgen bei der Tantiemeberechnung eines Gesellschafter-Geschäftsführers führt nicht zwingend zu einer verdeckten Gewinnausschüttung2. Zur hinreichend klaren und eindeutigen Vereinbarung einer solchen RegelungLSG-FUER-DAS-SAARLAND – Urteil, L 8 AL 29/03 vom 07.05.2004Ein Versicherungspflichtverhältnis iSd §§ 24, 25 SGB III ist für sämtliche Gesellschafter - Geschäftsführer einer GmbH zu verneinen, wenn - die Gesellschafter annähernd gleiche Anteile an der GmbH halten,- sämtliche Gesellschafter auch gleichzeitig gleichberechtigte Geschäftsführer der GmbH sind, eine Weisungsunterworfenheit der Geschäftsführer nur im Verhältnis zur Gesellschaftsversammlung besteht und - keinem der Geschäftsführer - etwa aufgrund fachlicher Überlegenheit - ein faktisches Übergewicht bei der Leitung der GmbH zukommt.LSG-DER-LAENDER-BERLIN-UND-BRANDENBURG – Beschluss, L 1 KR 157/12 vom 03.04.2013Der geschäftsführende Alleingesellschafter einer Unternehmergesellschaft handelt jedenfalls dann ab Beginn der Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht, wenn er für die Zeit nach der "Anlaufphase" der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft einen vertraglichen Vergütungsanspruch hat. Übt er die Tätigkeit 40 Stunden in der Woche aus, ist er auch in dieser "Anlaufphase" hauptberuflich selbstständig i.S.d. § 10 Abs 1 Nr 4 SGB V tätig.LSG-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, L 4 KR 3725/11 vom 22.03.2013Der nicht an einer GmbH beteiligte Geschäftsführer ist nicht als selbstständig Tätiger anzusehen, weil ihm nach seinem Anstellungsvertrag gegen Beschlüsse der Gesellschafterversammlung in bestimmten Fällen ein "Vetorecht" zusteht, er der GmbH Darlehen gewährt sowie er die in seinem Eigentum befindlichen Betriebsgrundstücke an die GmbH verpachtet.LSG-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, L 10 U 5019/11 vom 21.02.2013Eine Statusentscheidung nach § 7a SGB IV entfaltet gegenüber dem Träger der gesetzlichen Unfallversicherung keine Bindungswirkung, auch dann nicht, wenn die Statusentscheidung feststellt, dass eine selbstständige Tätigkeit ausgeübt wird.BFH – Urteil, IX R 7/10 vom 19.02.20131. Bei Gewerbeimmobilien ist stets im Einzelfall festzustellen, ob der Steuerpflichtige beabsichtigt, auf die voraussichtliche Dauer der Nutzung einen Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten zu erzielen. 2. Aufwendungen für ein nach Anmietung leerstehendes Gewerbeobjekt können als vorab entstandene Werbungskosten abziehbar sein, wenn der Steuerpflichtige --als gewerblicher Zwischenmieter-- die Einkünfteerzielungsabsicht hinsichtlich dieses Objekts erkennbar aufgenommen und sie später nicht aufgegeben hat. 3. Ist dem Steuerpflichtigen von Anfang an bekannt oder zeigt sich später aufgrund bislang vergeblicher Vermietungsbemühungen, dass für ein seit Jahren leerstehendes Objekt, so wie es baulich gestaltet ist, kein Markt besteht und es deshalb nicht vermietbar ist, muss der Steuerpflichtige --will er die Aufnahme oder Fortdauer seiner Vermietungsabsicht belegen-- zielgerichtet darauf hinwirken, u.U. auch durch bauliche Umgestaltungen einen vermietbaren Zustand des Objekts zu erreichen.OLG-NUERNBERG – Urteil, 12 U 726/11 vom 30.01.20131. Zur Frage, ob die Nichtigkeit eines Gesellschafterbeschlusses einer Personengesellschaft gemäß § 139 ZPO auch die Nichtigkeit eines weiteren, in derselben Gesellschafterversammlung unter einem anderen Tagesordnungspunkt gefassten, mit dem nichtigen Beschluss sachlich zusammenhängenden weiteren Gesellschafterbeschlusses zur Folge hat.2. Werden in der Gesellschafterversammlung unter verschiedenen Tagesordnungspunkten mehrere Beschlüsse gefasst und in der Folge von einem Gesellschafter die Nichtigkeit (nur) eines Beschlusses gerichtlich geltend gemacht, so kann ihm die spätere Berufung darauf, auch ein weiterer, sachlich hiermit zusammenhängender Gesellschafterbeschluss sei nichtig, unter dem Gesichtspunkt der Verwirkung versagt sein.3. Sieht der Gesellschaftsvertrag einer Kommanditgesellschaft Mehrheitsentscheidungen vor, so kann auch die Feststellung des Jahresabschlusses (§ 242 Abs. 3 HGB) mehrheitlich beschlossen werden (im Anschluss an BGHZ 170, 283 - OTTO).4. Vereinbaren die Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft vorab, zukünftig erzielte festgestellte Gewinne der Gesellschaft in bestimmter Weise zu verwenden, bedarf es zu einer derartigen Gewinnverwendung keiner gesonderten Gewinnverwendungsbeschlüsse mehr. Lediglich eine abweichende Gewinnverwendung setzt einen entsprechenden Gesellschafterbeschluss voraus.5. Ein Gewinnentnahmeanspruch des Kommanditisten besteht nicht, soweit der Gesellschaft ein schwerer, nicht wiedergutzumachender Schaden droht, weil sich die Bildung von Rücklagen als erforderlich erweist, um das Unternehmen für die Zukunft lebens- und widerstandsfähig zu erhalten. Bei der erforderlichen Interessenabwägung sind die Ausschüttungsinteressen der Gesellschafter gegenüber den Bedürfnissen der Selbstfinanzierung und Zukunftssicherung der Gesellschaft abzuwägen.6. Geht die Kammer für Handelssachen des Landgerichts gemäß § 114 GVG von eigener Sachkunde zur Entscheidung einer Streitfrage aus, so hat sie hierauf gemäß § 139 ZPO hinzuweisen, wenn bereits zuvor zur Klärung dieser Streitfrage eine Beweisaufnahme angeordnet worden war, die noch nicht abgeschlossen ist.SG-BERLIN – Urteil, S 89 KR 1834/07 vom 29.01.2013Zur Bedeutung einer Stimmrechtsbindungsvereinbarung zwischen Gesellschaftern
Seite: 1 2 3 4 Weitere BegriffeGesellschafter einer Personengesellschaft UrteileGesellschafter UrteileGesellschaft bürgerlichen Rechts als Arbeitgeber UrteileGesellschaft Bürgerlichen Rechts (GbR) UrteileGesellenprüfung UrteileGesellschafter-GeschäftsführerGesellschafterausschluss UrteileGesellschafterbeschluss UrteileGesellschafterbeschlüsse UrteileGesellschafterbestand UrteileGesellschafterdarlehen UrteileNachrichten zum ThemaNeuer Kaufmännischer Geschäftsführer am Leibniz-Institut für Neue Materialien (27.01.2014, 10:10)Auf Vorschlag der Gesellschafter des INM wurde Günter Weber zum neuen Kaufmännischen Geschäftsführer des Leibniz-Instituts für Neue Materialien bestellt. Der Jurist löst Roland Rolles ab, der seit Beginn des Jahres als Vizepräsident für Verwaltung...IVAM Fachverband für Mikrotechnik: Dr. Thomas Roland Dietrich wird neuer Geschäftsführer (23.10.2013, 13:10)Dr. Thomas Roland Dietrich wird neuer Geschäftsführer des IVAM Fachverband für Mikrotechnik. Der fünfköpfige Vorstand des Hightech-Netzwerkes hat in seiner Sitzung am 18. Oktober 2013 die Berufung des promovierten Chemikers zum Geschäftsführer...Dr. Martin Wortmann ist neuer Geschäftsführer der Rheinischen Fachhochschule Köln (17.10.2013, 15:10)Dr. Martin Wortmann ist seit dem 1. Oktober 2013 neuer Geschäftsführer der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH). Der Sozialwissenschaftler, der am Europäischen Hochschulinstitut der Europäischen Union in Florenz promoviert hat, verfügt über...Dr. Christoph Jermann neuer Geschäftsführer der Asklepios Medical School (24.09.2013, 12:10)Dr. Christoph Jermann, 57, übernimmt die Geschäftsführung der Asklepios Medical School. Der promovierte Philosoph war zunächst nach diversen nationalen und internationalen Postdoc-Aktivitäten zehn Jahre für verschiedene Unternehmensberatungen...IPH beruft UVN-Geschäftsführer in seinen Beirat (27.06.2013, 12:10)Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V., hat mit Wirkung zum 30. Mai 2013 einen Sitz im Beirat des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH) übernommen. Der Forschungs- und...IPRI-Geschäftsführer Péter Horváth wird Ehrenmitglied des Internationalen Controller Vereins (23.04.2013, 17:10)IPRI-Geschäftsführer Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth wurde im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung des Internationalen Controller Vereins e.V. (ICV) die Ehrenmitgliedschaft verliehen. In seiner Laudatio würdigte Siegfried Gänßlen,...IPRI-Geschäftsführer Péter Horváth schreibt Green Controlling-Preis 2013 aus (07.03.2013, 09:10)IPRI-Geschäftsführer Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth hat den mit € 10.000 dotierten Green Controlling-Preis 2013 der Péter Horváth-Stiftung ausgeschrieben. Die diesjährige Ausschreibung steht unter dem Motto: „Mit grünen Themen zu schwarzen...Eigentum verpflichtet – Familienunternehmen investieren in Kompetenzen ihrer Gesellschafter (18.02.2013, 10:10)Zwei von drei Familienunternehmen fördern Qualifizierung ihrer Gesellschafter systematisch / Programme sind oft noch in Aufbauphase / Betriebswirtschaftliche Themen dominierenIn den meisten Familienunternehmen ist eine kontinuierliche...IPRI-Geschäftsführer Péter Horváth verleiht Green Controlling Preis an Hansgrohe SE (05.02.2013, 15:10)IPRI-Geschäftsführer Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth verleiht Hansgrohe SE den Green Controlling Preis 2013. Der mit 10.000 € dotierte Preis der Péter Horváth-Stiftung soll die Auseinandersetzung des Controllings mit der „grünen...Prof. Dr. mont. Michael Nelles bis 2017 zum wissenschaftlichen Geschäftsführer berufen (17.01.2013, 19:10)Im Juni 2012 hat Prof. Dr. mont. Michael Nelles (46) die wissenschaftliche Geschäftsführung des DBFZ kommissarisch übernommen und wurde nun vom Gesellschafter, dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, für die...Erklärungen im LexikonGesellschafter-Geschäftsführer Wer als Gesellschafter einer GmbH für diese zugleich als Geschäftsführer auftritt, wird als Gesellschafter-Geschäftsführer bezeichnet. Über den Gesellschafter-Geschäftsführer Ein Gesellschafter-Geschäftsführer befindet sich in...
Sie lesen gerade: Gesellschafter-Geschäftsführer - Urteile © JuraForum.de — 2003-2017