Source: http://stadtklimalotse.net/men-a-2/
Timestamp: 2019-09-19 13:12:17
Document Index: 370132242

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 9', '§ 5', '§ 9', '§ 2', '§ 5', '§ 57']

Men-A-02 » Klima ExWoSt
Maßnahme Men-A-02
Thermische Entlastung: Erhaltung von Kaltluftentstehungsgebieten (Wiesen, Felder, Brachland, Gartenland).
Zielgruppe(n): Kreisfrei , Kreisangehörig , Kleine Gemeinde
Umsetzbarkeit: langfristig (iLangfristig umsetzbare Maßnahmen:Maßnahme kann langfristig, d. h. innerhalb von einigen Jahren oder Jahrzehnten umgesetzt werden, weil erhebliche Ressourcen dafür aufgewendet werden müssen, die nicht sofort zur Verfügung stehen und/oder weil bei der Umsetzung der Maßnahme erhebliche Konflikte zu erwarten sind, die eine Abstimmung mit verschiedenen Akteuren notwendig machen und/oder weil die Maßnahme auf nur sehr langsam veränderbare Rahmenbedingungen abzielt (z. B. Veränderung der Siedlungsstruktur).) mit moderatem Kostenaufwand (iMaßnahmen mit moderatem Kostenaufwand:Größerer finanzieller Aufwand (ca. 10.000 bis ca. 100.000 EUR), für den Mittel aber in der Regel für das kommende Haushaltsjahr bereitgestellt werden können (vorübergehende personalbezogene Maßnahmen, Aufträge an Dritte, kleinere Investitionen).)
Multifunktionale Flächennutzung
Multifunktionale Nutzung bedeutet eine zeitlich parallele mehrfache Nutzung einer Fläche für unterschiedliche Bodennutzungen. Zugleich wird im Gegensatz zum Konzept der temporären Zwischennutzung (etwa einer Brachfläche) auf ein dauerhaftes Nebeneinander mehrerer Nutzungen abgestellt. [mehr]
enger Zusammenhang mit Baurecht auf Zeit
zeitlich parallele mehrfache Nutzung einer Fläche für unterschiedliche Bodennutzungen
dauerhaftes Nebeneinander von Nutzungen
Baulasten als Absicherung für private Flächen
Erhebliche Effizienzsteigerungen möglich
Reduzierung von Risiken bei Extremereignissen
Mitwirkung privater Eigentümer möglich
Private Eigentumsrechte
Bewältigung der Problematik von Starkregenereignissen (Notentwässerungswege)
Umsetzungsbeispiel: Stadt Syke – Parkplatz als Notentwässerungsfläche
Die Stadt Syke nutzt den Parkplatz der örtlichen Kreissparkasse als Überschwemmungsgebiet der Hache nach einem Starkregenereignis.
Indikatorengestütztes Monitoring
Um den Belangen der klimaresilienten Entwicklung das ihrer besonderen Bedeutung entsprechende Gewicht bei der planerischen Bewertung und Entscheidung zukommen zu lassen, bedarf es eines Kataloges von Qualitätszielen, die anhand von Indikatoren möglichst quantifizierbar sein sollen. Dabei liefern Qualitätsziele und Indikatoren Maßstäbe für die Zustandsanalyse, die Prognose, die Bestimmung des geplanten Zustandes, die Abschätzung von Planalternativen sowie für die Erfolgskontrolle und können somit integraler Bestandteil der Stadtentwicklung sein. [mehr]
kontinuierliche Beobachtung
Dokumentation von Veränderungen
Indikatoren und Qualitätsziele
Leitbild der resilienten Entwicklung
diskursiv und partizipativ
Formulierung Qualitätsziele
Formulierung Handlungsziele
Indikatorenauswahl (qualitativ, quantitativ)
Festlegung Richtgrößen
instrumentelle Umsetzung
Stand der Zielerfüllung, Meilensteine als Zwischenziele
Vergleiche möglich
Frühwarnfunktion
Bestimmung geeigneter Zielgrößen
Bestimmung geeigneter Indikatoren
Voraussetzung für die Anwendung von Instrumenten wie der sequenziellen Realisierung von Planinhalten
Umsetzungsbeispiel: Stadt Dresden – des integrierten Stadtentwicklungskonzepts (INSEK)
Die Stadt Dresden hat bei der Erstellung ihres aktuellen integrierten Stadtentwicklungskonzepts Indikatoren entwickelt, durch die sich die gesamtstädtische Zielerfüllung bewerten lässt. Die Herausforderung war es, Indikatoren zu finden, welche komplex aber trotzdem statistisch erfassbar sind und für diese jeweils Richtgrößen bzw. tendenzielle Zielstellungen zu formulieren. Hierzu mussten für die einzelnen Bereiche des Indikatorensystems zunächst aus dem INSEK heraus Qualitätsziele auf gesamtstädtischer Ebene formuliert werden, aus denen sich dann die erforderlichen Handlungsziele zur Erreichung der Qualitätsziele ableiten lassen. Diese wurden dann durch kommunalpolitische Richtwerte unterlegt, um die quantitative Übereinstimmung zwischen den gestellten Stadtentwicklungszielen und der Realität zu überprüfen.
Umsetzungsbeispiel: Stadt Moers – Nachhaltiges kommunales Flächenmanagement
Die Stadt Moers versucht eine nachhaltige Flächennutzung voranzutreiben, welche die Aspekte des demographischen Wandels und der Klimaanpassung berücksichtigt. Um den Handlungsbedarf in der Flächennutzung zu erkennen, wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Dortmund ein umfangreiches Indikatorenset entwickelt. Mit Hilfe von insgesamt 27 Einzelindikatoren aus den Bereichen Demographie, Gesellschaft, Soziales, Verkehr, Flächenentwicklung und Wohnen sowie Ökonomie wird jedes Jahr der Handlungsbedarf ermittelt, um die Flächenplanung daran anzupassen.
Zwischennutzungen können dazu dienen, Flächen mit unsicherer Realisierungsperspektive einer sinnvollen temporären Nutzung zuzuführen oder unter unsicheren Rahmenbedingungen eine Fläche zwischenzeitlich einer sinnvollen Nutzung zuzuführen, bis eine gesicherte Entscheidungsgrundlage vorhanden ist. Hier bieten sich beispielsweise temporäre Parkkonzepte oder auch zeitlich befristete bauliche Vorhaben an, um insbesondere bei öffentlichen Flächen den Verwertungsdruck zu reduzieren und Brachflächen im Stadtbild zu vermeiden. [mehr]
temporäre Nutzung von Flächen mit unsicherer Realisierungsperspektive
sinnvolle Nutzung für Flächen unter unsicheren Rahmenbedingungen
konkrete Nachnutzung gewünscht oder geplant
zeitlich beschränkte Nutzungsrechte
kein Wechsel des Eigentümers
keine Änderung des Planungsrechts
kaum Nutzerkonkurrenz
geringere Verbindlichkeiten
Reduzierung des Verwertungsdrucks
sinnvolle Flächenverwertung
leichtere politische Durchsetzbarkeit
begrenzte Spielräume zwischen Befreiung und Duldung
Interessenkonflikte zwischen Eigentümer, Verwaltung und Zwischennutzer
Betriebskostenübernahme
Unterschätzung des Verwaltungs- und Betreuungsaufwandes
Widerstand bei Aufgabe
dauerhafte Nutzung wird solange offengehalten, wie keine Klarheit über Klimafolgen besteht
Wirkungen bestimmter Nutzungen können untersucht werden
Umsetzungsbeispiel: Stadt Leipzig — Dunkler Wald
In der Stadt Leipzig wird versucht, Quartiere mit hohem Bevölkerungsrückgang durch den Einsatz von Grünflächen für die übrigen Bewohner attraktiv zu gestalten. Hierfür wurde unter anderem das Projekt „Dunkler Wald“ von der Stadt initiiert, welches ein Baustein im Gesamtkonzept „Grünes Ritschkeband“ im Leipziger Osten ist. Das Projekt sieht vor, auf Brachflächen mit Hilfe von Baumrastern die ehemaligen Raumkanten der Bebauung zu simulieren und so die Aufenthaltsqualität im Quartier wieder zu steigern.
Der Erhalt von Kaltluftentstehungsgebieten sichert die Möglichkeiten von Wasserrückhalt in der Fläche
Kaltluftentstehungsgebiete übernehmen oft wichtige Lebensraumfunktionen in einem Biotopverbund
Der steigende Nutzungsdruck erhöht den Bedarf nach einem Erhalt bestehender Grün- und Freiflächen
Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen können effizient eingesetzt werden, um Kaltluftentstehungsgebiete herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern
Kaltluftentstehungsgebieten übernehmen oft wichtige Lebensraumfunktionen
Eine verstärkte Innenentwicklung gefährdet bestehende Kaltluftentstehungsgebiete
Bizikova, Neale and Burton (2008): Canadian Communities' Guidebook for Adaptation to Climate Change. Including an approach to generate mitigation co-benefits in the context of sustainable development. First Edition. Environment Canada and University of British Columbia, Vancouver.
Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft, Bundesregierung (2008): Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel. Berlin.
Dosch, F., Porsche, L., & P. Schuster (2008): Anpassung an den Klimawandel aus europäischer Perspektive. In: Informationen zur Raumentwicklung. Heft 6/7. S. 381-394.
European Environment Agency (2009): Regional climate change and adaptation - The Alps facing the challenge of changing water resources. No 9/2009. Kopenhagen.
Feenstra et al. (1998): Handbook on Methods for Climate Change Impact Assessment and Adaptation Strategies. UNEP und vrije Universiteit Amsterdam. Amsterdam.
Land Brandenburg (2008): Maßnahmenkatalog zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Ministerium für ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz, Frankfurt (Oder).
Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (2008): Klimawandel in Nordrhein-Westfalen - Wege zu einer Anpassungsstrategie. Düsseldorf.
Mukheibir & Ziervogel (2006): Framework for Adaption to Climate Change in the City of Cape Town. S. 48
Stock, M. (Hrsg.) (2005): KLARA: Klimawandel - Auswirkungen, Risiken, Anpassung. PIK, Potsdam.
Umweltbundesamt (2006): Anpassung an Klimaänderungen in Deutschland. Dessau.
Darstellung von Flächen für die Landwirtschaft und Wald (§ 5 Abs.2 Nr.9a und b BauGB)
Festsetzung der nicht überbaubaren Grundstücksfläche (§ 9 Abs.1 Nr.2 BauGB)
Darstellung der Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft (§ 5 Abs.2 Nr.10 BauGB)
Festsetzung von Flächen für die Landwirtschaft und Wald (§ 9 Abs.1 Nr.18 BauGB)
Erhaltungsgebot des Waldes aufgrund seiner klimatischen Funktion (§ 2 Abs. Nr. 6 und 10 BNatSchG)
Aufbau naturnaher Wälder bei forstlichen Nutzung (§ 5 Abs. 5 BNatSchG)
Bereitstellung von bundeseigenen Grundstücken zur öffentlichen Erholung (§ 57 Abs.1 Nr. 3 BNatSchG)