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Timestamp: 2017-10-16 22:03:05
Document Index: 249925455

Matched Legal Cases: ['Art 12', 'OGH', 'OGH', 'Art 12', 'OGH', 'Art 4', 'Art 4', 'Art 4', 'Art 8', 'Art 4', 'Art 12', 'Art 18']

100 Patientenentschädigung Eckhard Pitzl und Gerhard W. Huber Abs 1 ASVG neu verteuert Gesundheitswesen Entgegnung Peter Steiner - PDF
100 Patientenentschädigung Eckhard Pitzl und Gerhard W. Huber Abs 1 ASVG neu verteuert Gesundheitswesen Entgegnung Peter Steiner
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1 RdM [Recht der Medizin] Beiträge 100 Patientenentschädigung Eckhard Pitzl und Gerhard W. Huber Abs 1 ASVG neu verteuert Gesundheitswesen Entgegnung Peter Steiner Gesetzgebung und Verwaltung 116 Berufsausweis für Heilmasseure 116 Abgrenzungsverordnung 116 EU/EWR AnerkennungsV kundgemacht Rechtsprechung 117 Verträge über Heilpraktikerausbildung nichtig 120 Ärztliche Schweigepflicht Disziplinarrecht 124 Titelführung August Redaktion Gerhard Aigner Erwin Bernat Michael Kopetz Christian Kopetzki Karlheinz Kux Wolfgang Mazal Eckhard Pitzl Helmut Schwamberger Johannes Wolfgang Steiner Felix Wallner Johannes Zahrl Schriftleitung Wolfgang Mazal ISSN
2 RdM [ARZTHAFTUNGSRECHT/SCHADENERSATZ] RdM 2003/54 27 a KAG; Krankenanstalten- und Patientenentschädigungsgesetze der Länder; BVG Verschuldensunabhängige Schadenersatzansprüche von Patienten, Arzthaftungsrecht Verschuldensunabhängige Patientenentschädigung Patientenentschädigungsfonds Seit nunmehr gut zwei Jahren bezahlen Patienten der Fondskrankenanstalten pro Aufenthaltstag E 0,73 in einen Patientenentschädigungsfonds. Aus diesen Fonds soll Patienten verschuldensunabhängig Schadenersatz geleistet werden, wenn sie durch die medizinische Behandlung gesundheitliche Nachteile erleiden. Der Beitrag zeigt auf, dass die Verfügung über die Fondsmittel in den einzelnen Bundesländern zum Teil unterschiedlichst geregelt ist. Es kann daher für einen geschädigten Patienten einen erheblichen Unterschied machen, ob er zb im LKH Steyr oder im nur 35 km entfernten städtischen Krankenhaus Waidhofen an der Ybbs behandelt wurde. Von Eckhard Pitzl und Gerhard W. Huber Inhaltsübersicht: A. Einleitung B. Bisherige Umsetzungsgesetze der Bundesländer C. Gemeinsamkeiten bei den landesgesetzlichen Regelungen 1. Kausalität der Behandlung 2. Haftung nicht eindeutig gegeben 3. Sonstige Voraussetzungen 4. Rückzahlung von Fondsleistungen 5. Weisungsfreiheit, kein Rechtsanspruch, unanfechtbare Entscheidungen 6. Beaufsichtigung des Fonds D. Unterschiedliche Regelungen 1. Regelungstechnik 2. Entscheidungsträger 3. Entschädigungshöhe 4. Verfristungsbestimmungen A. Einleitung Seit der KAG-Novelle ) bezahlen nicht zusatzversicherte Patienten in Fondskrankenanstalten zum allgemeinen Kostenbeitrag einen zusätzlichen Beitrag von E 0,73 (ATS 10, ) pro Kalendertag. 2) Mit der KAG-Novelle ) wurde diese Beitragspflicht auch auf Pfleglinge der Sonderklasse ausgedehnt. Die so hereingebrachten Mittel sollen zur Auszahlung an Patienten gelangen, die durch eine Behandlung in einer Fondskrankenanstalt geschädigt wurden. Voraussetzung und Rechtsnatur der Ersatzleistung sind unklar geregelt, die Umsetzung der Grundsatzbestimmung des KAG durch die Länder erfolgte bislang zum Teil unterschiedlichst. Eine Bestandaufnahme und Analyse: B. Bisherige Umsetzungsgesetze der Bundesländer 1. Vorarlberg 35 Abs 1b Spitalgesetz 4) bestimmt wortgleich mit der Grundsatzbestimmung des 27 a Abs 5 und 6 KAG, dass der zusätzlich eingehobene Beitrag von Cent 72, /Tag zur Entschädigung von Schäden zu verwenden ist, die durch die Behandlung in Krankenanstalten des Rechtsträgers entstanden sind und bei denen seine Haftung nicht eindeutig gegeben ist. Ein Patientenentschädigungsfonds, der über die so vereinnahmten Beiträge verfügt, wurde in Vorarlberg bislang nicht gesetzlich beschlossen. 2. Tirol Für Tirol bestimmt 41a Abs 4 Tir-KAG, 5) dass für jeden Pflegetag ein (zusätzlicher) Kostenbeitrag von E 0,73 (ATS 10, ) einzuheben ist. Dieser Betrag ist zur Entschädigung nach Schäden, die durch die Behandlung in Fondskrankenanstalten entstanden sind und bei denen eine Haftung des Anstaltsträgers nicht eindeutig gegeben ist, zur Verfügung zu stellen. Die nähere Regelung über die Entschädigung der Patienten wird durch das Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz 6) getroffen. Zu Details wird allerdings auf Richtlinien der Tiroler Landesregierung verwiesen. 7) 1) BGBl I 2001/5. 2) 27a Abs 5 und 6 KAG. 3) BGBl I 2002/90. 4) Gesetz über Heil- und Pflegeanstalten, LGBl 1990/1/1 idf 58/ ) Gesetz vom über Krankenanstalten, LGBl Nr 5/1958 idf 89/ ) Gesetz vom über die Errichtung eines Fonds zur Entschädigung von Patienten nach Schäden im Zusammenhang mit medizinischer Behandlung in Tiroler Fondskrankenanstalten, LGBl Nr 2001/71. 7) 4 Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz. 100 Ü Eckhard Pitzl / Gerhard W. Huber Ü Verschuldensunabhängige Patientenentschädigung RdM [2003] 04
3 [ARZTHAFTUNGSRECHT / SCHADENERSATZ] 3. Salzburg Die Einhebung des zusätzlichen Kostenbeitrages von E 0,73 (ATS 10, ) wird in Salzburg durch 62 Abs 4 S-KAG 8) geregelt. Die Leistungen an die geschädigten Patienten regelt das Salzburger Patientinnen- und Patientenentschädigungs-Gesetz (PEG). 9) Auch das PEG verweist zu Details zur Entschädigung auf Richtlinien, die allerdings von der Entschädigungskommission zu beschließen sind. 10) Sowohl nach dem S-KAG als auch nach dem PEG ist Voraussetzung einer Fondsleistung, dass die Haftung des Rechtsträgers nicht eindeutig gegeben ist. 11) Salzburg hatte darüber hinaus bereits mit einen so genannten Patientenentschädigungsfonds eingerichtet nach dem Vorbild Wiens. Dieser Fonds ist für Härtefälle gedacht, in denen kein Verschulden von Ärzten oder Spitälern nachweisbar war. Der Fonds war im Jahr 2000 mit ATS 1 Mio. dotiert, in den nachfolgenden Jahren sollte der Fonds mit jeweils ATS 2 Mio dotiert werden. 12) Ob dieser Salzburger Härtefonds nunmehr durch den Salzburger Patientenentschädigungsfonds gem LGBl Nr 2002/59 abgelöst wird oder diese beiden Fonds nebeneinander tätig sind, scheint ungeklärt. 4. Oberösterreich 52 Abs 4 OÖ-KAG 13) bestimmt, dass für jeden Verpflegstag vom Patienten der allgemeinen Klasse und der Sonderklasse ein zusätzlicher Beitrag von E 0,73 einzuheben und an den OÖ. Patientenentschädigungsfonds abzuführen ist. Die Ausnahmen von dieser Beitragspflicht sollen hier nicht näher interessieren. Dieser Patientenentschädigungsfonds wurde mit der OÖ KAG-Novelle ) beschlossen und regeln die 86 a ff die Voraussetzungen und Leistungen des Fonds relativ detailliert. Voraussetzung einer Fondsleistung ist auch in Oberösterreich ua, dass die Haftung des Rechtsträgers der Krankenanstalt für einen Schaden nicht eindeutig gegeben ist. 5. Niederösterreich Für das Land Niederösterreich bestimmt 45b NÖ- KAG, 15) dass ein zusätzlicher Kostenbeitrag von täglich E 0,73 einzuheben und an den NÖ Gesundheits- und Sozialfonds zu überweisen ist; der NÖ Gesundheits- und Sozialfonds hat die Beiträge nach Prüfung an den NÖ Patienten-Entschädigungsfonds weiterzuleiten. Der NÖ Patienten-Entschädigungsfonds wurde durch das Hauptstück I ( 98 ff NÖ-KAG) eingerichtet und dessen Tätigkeit (relativ detailliert) geregelt. Voraussetzung einer Fondsleistung auch in Niederösterreich: Die Haftung des Trägers darf nicht eindeutig gegeben sein. 16) 6. Wien Nach 46 a Abs 5 Wr.-KAG 17) ist ein zusätzlicher täglicher Kostenbeitrag von E 0,73 einzuheben und der Wiener Patientenanwaltschaft zur Verfügung zu stellen für Entschädigungen nach Schäden, die durch die Behandlung in Krankenanstalten entstanden sind und bei denen eine Haftung des Rechtsträgers nicht eindeutig gegeben. Eine weitergehende gesetzliche Regelung der Materie wurde in Wien noch nicht veranlasst und soll für das Bundesland Wien auch nicht erfolgen. Vielmehr soll in Zukunft eine Richtlinie des Gemeinderates über die Modalitäten der Auszahlung erlassen werden. 18) Kossak 19) bezeichnet die gesetzliche Nichtdeterminierung der Auszahlungsmodalitäten als den besten und auch den legistisch einfachsten Weg. Es wird allerdings darauf verwiesen, dass in Wien seit 1995 der so genannte Freiwillige Wiener Härtefonds installiert ist, welcher ausschließlich über Steuermittel dotiert wird. Eine Leistung bis zu ATS , kann durch den Freiwilligen Wiener Härtefonds erzielt werden, wenn einerseits ein besonderer Härtefall gegeben ist und andererseits Ansprüche nur mit einem aufwändigen und lange dauernden (gerichtlichen) Beweisverfahren durchsetzbar wären. Leistungen können allerdings nur an Personen erfolgen, die in Wien ihren Hauptwohnsitz haben und in einer Wiener Krankenanstalt oder in einem Pflegeheim der Stadt Wien behandelt wurden. 20) Nach Einrichtung des Patientenentschädigungsfonds können damit Patienten in Wien neben- bzw hintereinander mit ihren Ansprüchen die Gerichte, den Patientenentschädigungsfonds und (so der Patient seinen Hauptwohnsitz in Wien hat) den Freiwilligen Wiener Härtefonds befassen. 7. Burgenland 27 a Abs 5 und 6 KAG wurde im Burgenland durch 57 Abs 6 und 7 Bgld-KAG 21) umgesetzt: Demnach ist ein zusätzlicher täglicher Kostenbeitrag von Cent 73, einzuheben und zur Entschädigung nach Schäden, die durch die Behandlung in Fondskrankenanstalten entstanden sind und bei denen eine Haftung des Rechtsträgers nicht eindeutig gegeben ist, zur Verfügung zu stellen. Die Verfügung über die vereinnahmten Gelder wird im Bgld-KFFG ) (dürftig) geregelt. 15 Bgld-KFFG 2001 bestimmt, dass das Kuratorium 23) Entschädigungen 8) Salzburger Krankenanstaltengesetz 2000, LGBl Nr 2000/24 idf 2/ ) Gesetz vom über die Leistung von Entschädigungen im Zusammenhang mit medizinischer Behandlung in Salzburger öffentlichen oder privaten gemeinnützigen Krankenanstalten, LGBl Nr 59/ ) 4 PEG. 11) 62 Abs 4 S-KAG; 1 Abs 1 PEG. 12) Presseaussendung des Landespressebüros Salzburg vom ; 13) OÖ Krankenanstaltengesetz 1997, LGBl Nr 132/1997 idf 112/ ) LGBl Nr 31/ ) NÖ Krankenanstaltengesetz 1974, LGBl Nr 170/1974 idf 23/ ) 98 Abs 1 NÖ-KAG. 17) Wiener Krankenanstaltengesetz 1987, LGBl Nr 23/1987 idf 48/ ) Für die diesbezügliche telefonische Auskunft sei an dieser Stelle dem Wiener Patientenanwalt Dr. Dohr gedankt. 19) Der Entschädigungsfonds gem 27a Abs 5 und Abs 6 Krankenanstaltengesetz, RdM 2002, 110ff (115). 20) Nähere Informationen zum Freiwilligen Wiener Härtefonds: 21) Gesetz vom über die Krankenanstalten im Burgenland, LGBl Nr 52/2000 idf 45/ ) Bgld KFFG 2001, LGBl Nr 33/ ) 8 Bgld KFFG RdM [2003] 04 Ü Eckhard Pitzl / Gerhard W. Huber Ü Verschuldensunabhängige Patientenentschädigung 101
4 RdM [ARZTHAFTUNGSRECHT/SCHADENERSATZ] nach Schäden, die durch Behandlung in Krankenanstalten entstanden sind und bei denen eine Haftung des Rechtsträgers der Krankenanstalt nicht eindeutig gegeben ist, zu gewähren hat; Näheres wird in Richtlinien geregelt. 24) Diese Richtlinien (sowie eine Geschäftsordnung) wurden vom Kuratorium bereits erlassen. 8. Steiermark Die Umsetzung der Grundsatzbestimmung des 27 a Abs 5 und 6 KAG erfolgte in der Steiermark durch 76a KALG. 25) Die Regelung über die Patientenentschädigung wurde in der Steiermark mit dem Gesetz vom über die Patientenentschädigung 26) getroffen. Voraussetzung ist auch hier, dass die Haftung des Rechtsträgers für eine Schädigung nicht eindeutig gegeben ist. 27) 9. Kärnten In Kärnten wird gem 57 Abs 5 K-KAO 28) ein (zusätzlicher) Aufenthaltskostenbeitrag von E 0,73, /Tag eingehoben. Dieser Betrag ist dem Kärntner Krankenanstaltenfonds zur Verfügung zu stellen zur Entschädigung nach Schäden, die durch die Behandlung in Fondskrankenanstalten entstanden sind und bei denen eine Haftung des Rechtsträgers nicht eindeutig gegeben ist. Die Verfügung über die so hereingebrachten Mittel wird im K-KAFG 29) geregelt. Die Entschädigung in Härtefällen wird in den 6 a und 9a K-KAFG ansatzweise geregelt, Details bestimmt die Geschäftsordnung 30) des Härtefallgremiums. C. Gemeinsamkeiten bei den landesgesetzlichen Regelungen Im Folgenden sollen jene Regelungen dargestellt werden, die in den Bundesländern im Wesentlichen gleich oder doch stark ähnlich getroffen wurden. Die Grundsatzbestimmung des 27a Abs 5 und 6 KAG lässt den Bundesländern insofern weiten Spielraum, als sie ausschließlich die Höhe des zusätzlichen Kostenbeitrages und lediglich zwei Voraussetzungen festschreibt: Nämlich, dass einerseits der Schaden durch die Behandlung entstanden sein muss (Kausalität) und andererseits die Haftung des Rechtsträgers nicht eindeutig gegeben ist. Sonstige Voraussetzungen und das Verfahren für die Auszahlung der Fondsleistung bleiben den Ländern überlassen. Es ist sohin aus verfassungsrechtlicher Sicht zu hinterfragen, ob restriktive landesgesetzliche Regelungen, dh die Postulierung weiterer Erfordernisse für eine Fondsleistung dem Art 12 B-VG gerecht werden. Ein Ausführungsgesetz wäre nämlich verfassungswidrig, wenn es dem Grundsatzgesetz widerspricht. 31) Als weitere Voraussetzungen (neben der Kausalität und der fraglichen Haftung des Rechtsträgers) wird in den Ländern regelmäßig bestimmt, dass kein Zivilverfahren über denselben Schadensfall anhängig sein darf und eine außergerichtliche Prüfung durch die Schiedsstelle und/oder dem Patientenvertreter erfolgte. 32) Zum Teil wird hinsichtlich sonstiger Voraussetzungen für eine Fondsleistung auf Richtlinien der Landesregierung (zb Tirol) oder der Entschädigungskommission (zb Salzburg) verwiesen. Die derzeit geltenden Ausführungsgesetze der Länder ändern ue die Wirkungen des Grundsatzgesetzes (noch) nicht dermaßen ab, dass ein relevanter Widerspruch zu Tage träte, weshalb von einer Verfassungskonformität der Ausführungsgesetze ausgegangen wird. 33) Eine verfassungsrechtlich nähere Untersuchung, die diesen Rahmen allerdings sprengen würde, verdiente die Frage, ob die Vollzugstätigkeiten der Fonds im Rahmen der Hoheitsverwaltung oder Privatwirtschaftsverwaltung erfolgen. Die Patientenentschädigungsfonds, denen eigene Rechtspersönlichkeit beschieden wird, 34) sind als juristische Personen des öffentlichen Rechts einzustufen, weil ja durch Gesetz geschaffen. 35) Zu hinterfragen wäre sohin, ob die Fonds als Träger hoheitlicher Befugnisse (dh mit Imperium ) auftreten, oder ob sie sich für ihr Handeln jener Rechtsformen bedienen, die auch dem Rechtsunterworfenen zur Verfügung stehen, zb einseitiges Schuldversprechen oder Auslobung. 36) Allen landesgesetzlichen Regelungen gemeinsam ist, dass sie sich einer diesbezüglichen Stellungnahme zumindest bei der Gewährung bzw Nichtgewährung einer Fondsleistung enthalten. Ob die Fondsleistungen vergleichbar sind mit Förderungsverwaltung und ob ein wichtiges Indiz für die privatwirtschaftliche Natur des Verwaltungshandelns tatsächlich der Mangel an detaillierter gesetzlicher Determinierung ist, 37) müsste einer näheren Untersuchung unterzogen werden. Spätestens bei einer allfälligen Rückforderung von Fondsleistungen wurde den Landesgesetzgebern die Problematik offensichtlich bewusst: Während in Salzburg 38) und in der Steiermark 39) die Rückforderung mit Bescheid vorgeschrieben wird, behelfen sich andere Bundesländer wie Oberösterreich, Burgenland oder Kärnten mit privatrechtlichen Konstruktionen (Forde- 24) 15 Abs 1 Z 1 Bgld KFFG ) Steiermärkisches Krankenanstaltengesetz 1999, LGBl Nr 66/ ) LGBl Nr 113/ ) 3 Abs 1 Steiermärkisches Patientenentschädigungsgesetz. 28) Kärntner Krankenanstaltenordnung 1999, LGBl Nr 26/1999 idf 57/ ) Gesetz vom über die Errichtung eines Kärntner Krankenanstaltenfonds (Krankenanstaltenfondsgesetz), LGBl Nr 18/1997 idf 15/ ) 6 a Abs 6 K-KAFG. 31) Walter/Mayer, Grundriss des Österreichischen Bundesverfassungsrechts 8 (1996), Rz ) Näheres siehe unten, Pkte und ) Mayer, B-VG (1994) Vorb zu Art ) 86 a Abs 1 OÖ-KAG; 98 Abs 2 NÖ-KAG; 1 Abs 2 PEG; 1 Abs 2 Tiroler Patientententschädigungsfonds-Gesetz; 1 Abs 1 K-KAFG; 1 Steiermärkisches Patientenentschädigungsgesetz. 35) Koziol, Bürgerliches Recht I 12, ) Walter/Mayer, Grundriss des Österreichischen Bundesverfassungsrechts 8, Rz ) OGH , 6 Ob 694/88 = JBl 1990, 169; a. A. Walter/Mayer, aao Rz ) 5 Abs 2 PEG. 39) 13 Abs 4 des Entwurfs der Verordnung über die Geschäftsordnung der Patienten-Entschädigungskommission (für die Übersendung dieses Entwurfs sei an dieser Stelle der Steiermärkischen Patientenvertretung gedankt). 102 Ü Eckhard Pitzl / Gerhard W. Huber Ü Verschuldensunabhängige Patientenentschädigung RdM [2003] 04
5 [ARZTHAFTUNGSRECHT / SCHADENERSATZ] rungsabtretung gem 1422 ABGB bzw Forderungsübergang oder Rückzahlungsverpflichtungen des Patienten). Selbst wenn die Entscheidungen des Fonds über die Gewährung oder Nichtgewährung von Leistungen im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung erfolgen sollten, sind die Fonds in ihren Entscheidungen dennoch an die Grundrechte, insbesondere den Gleichheitssatz gebunden (Fiskalgeltung der Grundrechte), 40) weshalb zu erwarten ist, dass die Entschädigungskommissionen ordnungsgemäße Ermittlungsverfahren durchführen, ihre Entscheidungen entsprechend fundiert begründen und im Wesentlichen gleiche Sachverhalte gleich beurteilen. Die Regelungen im Einzelnen: 1. Kausalität der Behandlung Allen Ausführungsgesetzen ist gemeinsam, dass die Kausalität der Behandlung in der Krankenanstalt für die Schädigung des Patienten gegeben sein muss; 41) dies legt auch expressis verbis das Grundsatzgesetz fest. 42) Behandlung ist dabei im weiten Sinn zu verstehen: Umfasst sind sowohl ambulante als auch stationäre Behandlungen und Untersuchungen sowie unterlassene Behandlungen. Dies sehen die Umsetzungsgesetze in Salzburg 43) und Niederösterreich 44) vor, wird jedoch auch im Bericht des Sozialausschusses zur OÖ KAG-Novelle ) festgehalten. 2. Haftung nicht eindeutig gegeben Die Wortfolge des Grundsatzgesetzes wurde in den Ausführungsgesetzen ident übernommen. 46) Die wortidente Übernahme der Grundsatzbestimmung des Bundes durch die Landesgesetzgeber kann als Hinweis gewertet werden, dass für die Landesgesetzgeber der Inhalt der Bestimmung nicht vollkommen klar erschien. Die Regierungsmaterialien zur Änderung des KAG, mit dem 27 a Abs 5 und 6 eingefügt wurden, helfen bei der Interpretation dieser Bestimmung nicht weiter: Die Regierungsvorlage wurde ausschließlich dem Budgetausschuss zur Begutachtung zugewiesen, in dessen Bericht über die gegenständliche Wortfolge kein Wort verloren wird. 47) Ebenso unergiebig bleibt der Bericht des Sozialausschusses zur OÖ-KAG-Novelle ) Position beziehen hingegen die Richtlinien des Kuratoriums des Bgld KFFG, indem sie in 1 Abs 2 ausführen, dass eine Entschädigung nicht in Betracht käme, wenn Ü eine Haftung des Rechtsträgers eindeutig nicht gegeben ist oder Ü eine Haftung des Rechtsträgers eindeutig gegeben ist. UE sind diese burgenländischen Richtlinien jedenfalls gemessen am Gesetzeswortlaut gesetzeskonform. Die Formulierung Haftung nicht eindeutig gegeben zielt eindeutig auf einen Unsicherheitstatbestand ab, sodass bei einem Ausschluss von Zweifel eine Leistung aus dem Fonds verwehrt werden müsste. Unseres Erachtens ist auch für einen Größenschluss kein Platz: Hätten die Gesetzgeber gewollt, dass eine Fondszahlung nicht nur in Zweifelsfällen zu gewähren ist, sondern in Härtefällen auch bei sicher erscheinender Haftung, wäre dies in den Gesetzen entsprechend formuliert worden. Für das Verständnis der Bestimmung isd der Richtlinien des Kuratoriums des Bgld. KFFG spricht zudem, dass bei sicher erscheinender Haftung eines Rechtsträgers dem Patienten allenfalls mit Verfahrenshilfe die Beschreitung des Rechtsweges zumutbar ist, während bei sicher nicht gegebener Haftung selbst eine Fondsleistung keine Grundlage mehr hat; dem Patienten sollte offensichtlich nicht das allgemeine Lebensrisiko abgenommen werden. In der Praxis könnte sich die Diskussion in vielen Fällen als obsolet erweisen, zumal gerade in Arzthaftungssachen eine vorprozessuale Sicherheit in die eine oder andere Richtung kaum gegeben ist. Nicht nur medizinische Gutachten weichen oftmals in ihrer Beurteilung eines Sachverhaltes voneinander ab, auch die Frage der Patientenaufklärung ist in der Praxis oftmals eine Herausforderung an die Beweiswürdigung des Gerichtes, weshalb Prognosen generell vorsichtig zu erstellen sind. Das Maß der geforderten Patientenaufklärung wird vom OGH ohnedies regelmäßig als Einzelfallgerechtigkeit bewertet. Die negative Formulierung Haftung nicht eindeutig gegeben ist ue daher positiv isd Freiwilligen Wiener Härtefonds so zu verstehen, dass für den Beweis einer Haftung ein aufwändiges und langes gerichtliches Beweisverfahren notwendig wäre; eine Voraussetzung, die in Arzthaftungsfällen wohl regelmäßig erfüllt ist. Dies offenbar erkennend bestimmen die Richtlinien des Kuratoriums des Bgld KFFG ferner, 49) dass ein rechtskräftig abgeschlossenes Gerichtsverfahren die Befassung des Kuratoriums dann nicht hindert, wenn im Urteil zum Ausdruck kommt, dass die Haftung nicht eindeutig gegeben ist und dies zur Klagsabweisung geführt hat ( aus Mangel an Beweisen ). Eine sinngleiche Regelung enthält das Steiermärkische Patientenentschädigungsgesetz. 50) Abgesehen davon, dass die Diktion eher an strafrechtliche Urteile erinnert, 51) scheinen die Richtlinien die Entscheidung und damit die Vollziehung des Gesetzes zumindest teilweise in die Kompetenz der Gerichtsbarkeit zu verlagern, was im Hinblick auf Art 12 B-VG nicht unproblematisch werden könnte. Jedenfalls ist diese Formu- 40) Walter/Mayer, aao Rz ) 2 Abs 1 Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz; 1 Abs 1 PEG; 6a Abs 1 K-KAFG; 3 Abs 1 St. Patientenentschädigungsgesetz; 86a Abs 2 OÖ-KAG; 98 Abs 1 NÖ-KAG; 15 Abs 1 Bgld KFFG ) Schäden, die durch die Behandlung in Fondskrankenanstalten entstanden sind ( 27a Abs 6 KAG). 43) 1 Abs 1 PEG. 44) 98 Abs 1 NÖ-KAG. 45) Beilage 1341/2002 zum kurzschriftlichen Bericht des OÖ. Landtages, 25. GP. 46) 2 Abs 1 Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz; 1 Abs 1 PEG; 86a Abs 2 ivm 86 e Abs 2 Z 2 OÖ.-KAG; 98 Abs 1 ivm 103 Abs 1 NÖ-KAG; 15 Abs 1 Bgld KFFG 2001 ivm 3 Z 1 Geo Kuratorium; 3 Abs 1 Steiermärkisches Patientenentschädigungsgesetz; 2 Abs 1 lit g ivm 6a Abs 1 K-KAFG. 47) 409 der Beilagen zu den stenografischen Protokollen des Nationalrates 21. GP. 48) Beilage 1341/2002 zum kurzschriftlichen Bericht des OÖ. Landtages, 25. GP. 49) 3 Abs 2 RL Kuratorium. 50) 5 Abs 3 leg cit. 51) 259 Z 3 StPO. RdM [2003] 04 Ü Eckhard Pitzl / Gerhard W. 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6 RdM [ARZTHAFTUNGSRECHT/SCHADENERSATZ] lierung in den Richtlinien eine Herausforderung an die (im Burgenland und in der Steiermark) judizierenden Zivilrichter: Sie entscheiden in ihrem Urteil nicht nur über die zivilrechtlichen Ansprüche des Patienten, sondern mit der Urteilsbegründung auch über dessen Möglichkeiten, den Patientenentschädigungsfonds anzurufen. 3. Sonstige Voraussetzungen Sämtliche Landesgesetze verlangen für eine Zuerkennung aus dem Patientenentschädigungsfonds noch das Vorliegen zusätzlicher, positiver oder negativer Voraussetzungen; dies über die Grundsatzbestimmung des KAG hinausgehend: a) Anhängige Zivilverfahren Mehrheitlich wird verlangt, dass während des Fondsverfahrens ein zivilgerichtliches Schadenersatzverfahren wegen desselben Schadensfalles nicht anhängig sein darf, so in Salzburg 52) in Niederösterreich, 53) im Burgenland, 54) in der Steiermark 55) und auch in Kärnten. 56) Diese Regelung erscheint insofern angemessen, als Erkenntnisse und Gutachten des Zivilverfahrens in einem daran anschließenden Fondsverfahren verwendet werden können. b) Gerichtlich zuerkannter Schadenersatz In Oberösterreich ist eine Entschädigung aus dem Fonds ausgeschlossen, wenn aus demselben Schadensfall und aus demselben Rechtsgrund ein Schadenersatzbetrag gerichtlich zuerkannt oder eine Geldleistung ausbezahlt wurde. 57) Würde sohin in Oberösterreich eine Schadenersatzleistung wenn auch nur in marginaler Höhe dem Patienten von einer Haftpflichtversicherung ausbezahlt (und wird diese auch vom Patienten angenommen), verbaut sich der Patient damit den Weg zum OÖ Patientenentschädigungsfonds. Eine Regelung, die unbillig erscheint. Sachgerechter wäre es gewesen, bei einer allfälligen Fondsleistung auf eine bereits zuvor ausbezahlte Schadenersatzleistung Bedacht zu nehmen. Zu beachten ist die Einschränkung, dass die Ersatzleistung aus demselben Rechtsgrund ausbezahlt werden müsste, um eine Fondsentschädigung auszuschließen. Wurde von einer Haftpflichtversicherung Schmerzengeld ausbezahlt, stünde dem Patienten die Anrufung des Fonds wegen Verdienstentgang aus demselben Schadensfall offen. Noch weiter geht die Regelung in der Steiermark 58) : Ein Antrag auf Patientenentschädigung ist unzulässig, wenn von der Schlichtungsstelle der Ärztekammer für Steiermark, von privaten Versicherungsträgern oder durch rechtskräftige Entscheidung des Zivilgerichtes ein Schadenersatzanspruch zuerkannt wurde. Die Einschränkung auf denselben Rechtsgrund ist im Gegensatz zur oberösterreichischen Regelung nicht vorgesehen. Dafür sind die Leistungserbringer taxativ aufgezählt, sodass zb die Zuerkennung einer Ersatzleistung durch den Träger der Krankenanstalt selbst eine Anrufung des Fonds nicht ausschließt. Auch ist zu bezweifeln, dass die Schlichtungsstelle exequierbar Schadenersatzansprüche zuerkennen kann. c) Vorprüfung Beinahe alle landesgesetzlichen Bestimmungen setzen eine Vorprüfung der Patientenansprüche voraus: In Oberösterreich wird für die Gewährung einer Entschädigung die vorherige außergerichtliche 59) Prüfung des Anspruchs durch die Patientenvertretung oder durch die Schiedsstelle für Behandlungszwischenfälle bei der Ärztekammer in Oberösterreich gefordert. 60) Nach welchen Gesichtspunkten die Patientenvertretung bzw Schiedsstelle die Ansprüche zu prüfen hat, bleibt ungeregelt. Die Patientenvertretung und die Schiedsstelle haben in Oberösterreich gemessen am Begutachtungsentwurf zur OÖ-KAG-Novelle 2002 an Einfluss verloren, zumal der Begutachtungsentwurf noch vorgesehen hatte, dass die Prüfung durch die Patientenvertretung oder Schiedsstelle ergeben musste, dass eine Haftung nicht eindeutig gegeben ist. Ähnlich ist in Niederösterreich 61) eine Befassung des Fonds nur möglich, wenn nach außergerichtlicher Prüfung durch die NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft (insbesondere nach Anrufung der Schiedsstelle der NÖ Ärztekammer bzw Verhandlungen mit Haftpflichtversicherungen) eine Haftung des Trägers nicht eindeutig gegeben ist. Demgemäß setzt eine Fondsleistung in Niederösterreich nicht nur eine Befassung der Patientenvertretung oder der Schiedsstelle voraus, sondern auch deren Beurteilung der Haftung als nicht eindeutig gegeben. In Kärnten dürfen Anträge auf Abgeltung nur dann vom Härtefall-Gremium in Behandlung genommen werden, wenn diese vom Patientenanwalt eingebracht oder befürwortet werden. 62) Im Burgenland und in der Steiermark sind derartige Vorverfahren nicht vorgesehen. In Salzburg 63) und Tirol 64) wird diesbezüglich auf Entschädigungsrichtlinien der Entschädigungskommission (Salzburg) bzw der Landesregierung (Tirol) verwiesen. 4. Rückzahlung von Fondsleistungen Einig waren sich die Landesgesetzgeber auch insofern, als zuerkannte Fondsleistungen dann zurückzubezahlen sind, wenn der Patient daraufhin Leistungen von dritter Seite erhält: In Tirol werden die näheren Regelungen in die Entschädigungsrichtlinien der Landesregierung verwiesen. 65) 52) 3 Z 1 PEG. 53) 103 Abs 2 NÖ-KAG. 54) 3 Abs 1 RL Kuratorium des Bgld KFFG. 55) 5 Abs 2 zweiter Gedankenstrich des Steiermärkischen Patientenentschädigungsgesetzes. 56) 9 a Abs 5 K-KAFG. 57) 86 e Abs 2 Z 3 OÖ-KAG. 58) 5 Abs 2 erster Gedankenstrich Steiermärkisches Patientenentschädigungsgesetz. 59) Pleonasmus: Das Schiedsstellenverfahren und das Verfahren vor der Patientenvertretung sind per se außergerichtliche! 60) 86 e Abs 2 Z 1 OÖ-KAG. 61) 103 Abs 1 NÖ-KAG. 62) 9 a Abs 2 K-KAFG. 63) 4 PEG. 64) 4 Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz. 65) 4 lit d Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz. 104 Ü Eckhard Pitzl / Gerhard W. Huber Ü Verschuldensunabhängige Patientenentschädigung RdM [2003] 04
7 [ARZTHAFTUNGSRECHT / SCHADENERSATZ] In Salzburg erlässt die Entschädigungskommission hinsichtlich der Rückerstattungspflicht des Patienten einen Bescheid gemäß dem AVG, gegen den eine Berufung beim Unabhängigen Verwaltungssenat zulässig ist. 66) Eine Rückzahlung der Patientenentschädigung im Falle einer Entschädigungsleistung von Seiten Dritter ist ferner in der Steiermark normiert. 67) Ebenso wie in Salzburg ist in der Steiermark beabsichtigt, die Rückzahlung mit Bescheid vorzuschreiben. 68) Allfällige Rechtsmittel gegen diesen Bescheid werden nicht geregelt. Oberösterreich verpflichtet den Patienten ausdrücklich, nachfolgende Entschädigungen dem Fonds mitzuteilen. Der Fonds kann vom Patienten die Abtretung seiner Rechte gem 1422 ABGB verlangen. 69) Auch in Niederösterreich folgt eine Rückzahlungspflicht aus einer gerichtlichen oder außergerichtlichen Zahlung wegen desselben Schadensfalles. 70) Im Burgenland hat sich der Patient bereits im Zuge der Auszahlung des Fondsbetrages zu verpflichten, im Falle einer späteren Ersatzleistung eine Rückzahlung vorzunehmen. 71) Kärnten sieht vor, dass, wenn einem Patienten nach einer Fondsentschädigung wegen desselben Schadenfalles ein gerichtlicher Schadenersatz zuerkannt wird, ein Forderungsübergang im Ausmaß der Fondsentschädigung auf den Fonds eintritt. 72) Diese Legalzession ist von den Haftpflichtversicherungen der Krankenanstaltenträger bei Erfüllung eines Urteils zu beachten! Mit Ausnahme der salzburger und steiermärkischen Regelung ist somit allen landesgesetzlichen Bestimmungen gemeinsam, dass ein allfälliger Rückzahlungsanspruch des Fonds auf dem Zivilrechtsweg durchzusetzen wäre. 5. Weisungsfreiheit, kein Rechtsanspruch, unanfechtbare Entscheidungen Die Landesgesetzgeber waren sich einig, dass die Entschädigungskommissionen (Härtefallgremium) weisungsfrei zu agieren haben. 73) Ausschließlich das Bgld KFFG sieht eine Weisungsfreiheit der Mitglieder des Kuratoriums nicht vor. Auf Leistungen aus dem Patientenentschädigungsfonds (Härtefallfonds) besteht zudem kein Rechtsanspruch. 74) Rechtsmittel gegen Entscheidungen des Fonds sind in Tirol nicht vorgesehen, ansonsten expressis verbis ausgeschlossen. 75) In Salzburg ist ausschließlich eine Berufung gegen einen Rückerstattungsbescheid der Entschädigungskommission beim Unabhängigen Verwaltungssenat vorgesehen. 76) 6. Beaufsichtigung des Fonds Die Aufsicht über die Fonds üben regelmäßig die Landesregierungen aus, so in Tirol, 77) in Salzburg, 78) in Oberösterreich, 79) in Niederösterreich, 80) Burgenland, 81) in der Steiermark 82) und in Kärnten. 83) In Oberösterreich kann die Landesregierung Beschlüsse und Entscheidungen der Entschädigungskommission, die den Bestimmungen dieses Landesgesetzes widersprechen, aufheben. D. Unterschiedliche Regelungen Im Folgenden sollen die wesentlichen Unterschiede der Patientenentschädigung in den Bundesländern dargestellt und analysiert werden: 1. Regelungstechnik Die Regelung, ob, wie viel und in welchem Verfahren Patientenentschädigungen ausbezahlt werden sollen, werden in den Bundesländern in unterschiedlichster Art und Weise getroffen: Während das Burgenland im Bgld KFFG lediglich einen einzigen Paragrafen, nämlich 15, auf die Entschädigung verwendet und die materiellen und formellen Voraussetzungen im Wesentlichen den von einem Kuratorium gem 8 f leg.cit zu beschließenden Richtlinien und der Geschäftsordnung überlässt, werden zb in Oberösterreich und in Niederösterreich sehr detaillierte Regelungen im OÖ-KAG bzw NÖ-KAG getroffen. Gemeinsam ist hingegen allen landesgesetzlichen Bestimmungen, dass die Zusammensetzung der Entschädigungskommission (Kuratorium, Gremium) gesetzlich geregelt ist. Zu den einzelnen Bestimmungen: a) Tirol Das Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz regelt die Organe des Fonds und dessen Geschäftsstelle, 84) die Zusammensetzung, Bestellung und Abberufung der Mitglieder der Entschädigungskommission, 85) Aufgaben, Vorsitzenden und Geschäftsgang der Kommission 86) und im Wesentlichen das formelle Verfahren. Hingegen haben Entschädigungsrichtlinien der Landesregierung 87) die sonstige Voraussetzung für die 66) 5 Abs 2 PEG. 67) 5 Abs 4 Steiermärkisches Patientenentschädigungsgesetz. 68) 13 Abs 4 des Entwurfs der Verordnung über die Geschäftsordnung der Patienten-Entschädigungskommission. 69) 86 e Abs 5 OÖ-KAG. 70) 104 Abs 1 NÖ-KAG. 71) 5 RL Kuratorium des Bgld KFFG. 72) 9 a Abs 5 K-KAFG. 73) 6 Abs 5 Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz; 7 Abs 5 PEG; 86c Abs 3 OÖ-KAG; 102 Abs 7 NÖ-KAG; 4 Abs 7 Steiermärkisches Patientenentschädigungsgesetz; 6a Abs 3 K-KAFG. 74) 2 Abs 2 Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz; 1 Abs 3 PEG; 86e Abs 4 OÖ-KAG; 103 Abs 4 NÖ-KAG; 1 Abs 3 RL Kuratorium des Bgld KFFG; 3 Abs 3 Steiermärkisches Patientenentschädigungsgesetz; 9a Abs 4 K-KAFG. 75) 86 e Abs 4 OÖ-KAG; 103 Abs 4 NÖ-KAG; 3 Abs 3 RL Kuratorium des Bgld. KFFG; 5 Abs 5 Steiermärkisches Patientenentschädigungsgesetz; 9 Abs 4 K-KAFG. 76) 5 Abs 2 PEG. 77) 14 Abs 1 Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz. 78) 11 PEG. 79) 86 f Abs 1 OÖ-KAG. 80) 107 Abs 1 NÖ-KAG. 81) 13 Bgld KFFG. 82) 8 Steiermärkisches Patientenentschädigungsgesetz. 83) 10 K-KAFG. 84) 5 Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz. 85) 6 Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz. 86) 7ff Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz. 87) 4 leg cit. RdM [2003] 04 Ü Eckhard Pitzl / Gerhard W. Huber Ü Verschuldensunabhängige Patientenentschädigung 105
8 RdM [ARZTHAFTUNGSRECHT/SCHADENERSATZ] Gewährung von Entschädigungsleistungen, das detaillierte Verfahren, ja selbst das Höchstausmaß und eine allfällige Rückabwicklung von Entschädigungsleistungen zu regeln. Eine bestimmte Frist, innerhalb welcher Anträge an die Entschädigungskommission gestellt werden können bzw eine Verjährungsfrist ist im Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz nicht vorgesehen, könnte allerdings durch die Entschädigungsrichtlinie (als negative Voraussetzung für die Gewährung einer Fondsleistung) bestimmt werden. b) Salzburg Auch in Salzburg wird hinsichtlich der negativen Voraussetzungen für eine Entschädigungsleistung, das Höchstmaß derselben und das Verfahren auf Entschädigungsrichtlinien verwiesen. 88) Diese Richtlinie erlässt allerdings (im Gegensatz zu Tirol) die Entschädigungskommission gem. 7 PEG und bedarf lediglich der Genehmigung durch die Landesregierung. 89) Als negative Voraussetzung für eine Entschädigungsleistung hält 3 PEG immerhin fest, dass diese während eines anhängigen zivilgerichtlichen Schadenersatzverfahrens nicht beantragt werden kann und ferner nach Ablauf eines Zeitraumes von drei Jahren ab Kenntnis des Schadens ausgeschlossen ist. 90) Nachdem 3 Z 2 PEG hinsichtlich der Verjährung ausdrücklich und ausschließlich auf die Kenntnis des Schadens abstellt, erscheint fraglich, ob bei Unkenntnis des Schädigers, des Kausalverlaufes oder der Rechtswidrigkeit die Verjährungsfrist in Gang gesetzt wird. Unseres Erachtens ist dies im Sinne eines weiten Verständnisses des Begriffes Schaden zu verneinen. Der Begriff Schaden bzw Schädigung eines Patienten beinhaltet, dass dieser durch (Kausalität!) eine allfällig suboptimale Behandlung (Rechtswidrigkeit) entstanden ist. In den Verfahren vor den Patientenentschädigungsfonds sollte die Verjährungsfrage sohin analog der Verjährungsjudikatur des OGH 91) gelöst werden. c) Kärnten In Kärnten wird durch das K-KAFG ausschließlich die Einrichtung des Härtefall-Gremiums 92) und wenige Grundsätze über die Entschädigung in Härtefällen 93) geregelt. Darüber hinaus wird auf eine vom Härtefall- Gremium zu beschließende und durch die Landesregierung zu genehmigende Geschäftsordnung verwiesen. 94) Als negative Voraussetzung für die Entschädigung in Härtefällen legt 9 a Abs 5 leg.cit fest, dass während eines anhängigen gerichtlichen Schadenersatzverfahrens eine Antragstellung nicht zulässig ist. Ferner soll eine Doppelliquidierung dadurch verhindert werden, dass ein im Nachhinein gerichtlich zuerkannter Anspruch im Ausmaß der Härtefallentschädigung auf den Fonds übergeht. 95) Unklar ist, ob ein derartiger Forderungsübergang auch dann eintritt, wenn zb ein im Nachhinein vom Patienten angestrengter Prozess nicht durch Urteil entschieden, sondern verglichen wird. Die Ratio des 9a Abs 5 leg.cit würde dafür, der Wortlaut hingegen dagegen sprechen. Weder das K-KAFG noch die Geschäftsordnung des Härtefall-Gremiums bestimmen eine Obergrenze der zuzusprechenden Zuwendung. Art 4 Z 3 Geo legen lediglich fest, dass sich die Höhe der Leistung an der objektiven Härte, dem erlittenen Nachteil sowie an den kausalen tatsächlichen und notwendigen Aufwendungen zu orientieren hat. Die primäre Erwähnung der objektiven Härte sowie die Bezeichnung des Gremiums als Härtefall-Gremium deuten darauf hin, dass in Kärnten die Zuwendung in erster Linie an sozialen Gesichtspunkten zu bemessen ist. Dies bedeutet im Ergebnis, dass finanziell schlecht gestellte und damit Rezeptgebühr befreite Personen einerseits befreit sind vom (zusätzlichen) Aufenthaltskostenbeitrag in der Höhe von E 0,73, 96) andererseits in Kärnten die höchsten Patientenentschädigungsleistungen zu erwarten haben. Weder im K-KAFG noch in der Geschäftsordnung des Härtefall-Gremiums ist eine Verjährungsfrist vorgesehen. d) Steiermark Das Steiermärkische Patientenentschädigungsgesetz regelt sowohl die materiellen Voraussetzungen als auch das formelle Verfahren relativ detailliert. Lediglich die nähere Regelung über die Geschäftsordnung, Sitzungsablauf, Protokollführung, Sitzungsaufwand etc werden von der Landesregierung durch Verordnung zu regeln sein. 97) e) Oberösterreich Auch in Oberösterreich werden insbesondere die materiellen Voraussetzungen für eine Zuwendung gesetzlich geregelt. Lediglich Details über das Verfahren vor der Entschädigungskommission sind einer Geschäftsordnung überlassen. Diese Geschäftsordnung wird von der Entschädigungskommission festgelegt und bedarf zu ihrer Gültigkeit der Genehmigung durch die Landesregierung. 98) f) Niederösterreich Ähnlich wie in Oberösterreich ist die Situation in Niederösterreich geregelt: Die materiellen Voraussetzungen, die Höhe und die Grundzüge des Verfahrens sind im NÖ- KAG geregelt. Details des Verfahrens legt die Entschädigungskommission in einer Geschäftsordnung, die von der Landesregierung zu genehmigen ist, fest. 99) 88) 4 PEG. 89) 8 Abs 5 leg cit. 90) In diese Frist ist zwar die Zeit eines zivilgerichtlichen Schadenersatzverfahrens nicht einzurechnen, allerdings der Postlauf des Antrages. 91) Vgl RdM 1994/28; Schubert in Rummel II 2, Rz 3 zu 1489 ABGB mwn. 92) 6 a K-KAFG. 93) 9 a K-KAFG. 94) 6 a Abs 6 K-KAFG. 95) 9 a Abs 5 K-KAFG. 96) 57 Abs 2 ivm 57 Abs 5 K-KAO. 97) 6 Abs 3 leg cit. 98) 86 c Abs 5 OÖ-KAG. 99) 102 Abs 6 NÖ-KAG. 106 Ü Eckhard Pitzl / Gerhard W. Huber Ü Verschuldensunabhängige Patientenentschädigung RdM [2003] 04
9 [ARZTHAFTUNGSRECHT / SCHADENERSATZ] g) Burgenland Wie bereits erwähnt, sind im Burgenland die materiellen Voraussetzungen und das Verfahren gesetzlich 100) kaum geregelt. Die Entscheidung über eine Patientenentschädigung ist einem Kuratorium übertragen. Nähere Voraussetzungen und das Verfahren werden den Richtlinien des Kuratoriums überlassen. 101) Ebenso beschließt das Kuratorium in einer Geschäftsordnung den Ablauf der Sitzungen. Weder die Richtlinien noch die Geschäftsordnung bedürfen einer Genehmigung der Landesregierung. Allerdings übt die Landesregierung das Aufsichtsrecht über den Fonds aus. 102) h) Vorarlberg, Wien Wie bereits dargelegt, wurde in Vorarlberg der Fonds noch nicht gesetzlich eingerichtet und ist in Wien eine derartige gesetzliche Regelung auch nicht beabsichtigt. 2. Entscheidungsträger Auch, wer über die Zuerkennung der Patientenentschädigung entscheiden soll, ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt. Während zb in Niederösterreich das Schicksal über die Fondszuwendung praktisch in den alleinigen Händen des Patientenanwaltes liegt, ist die Patientenvertretung in Tirol in der Entscheidungskommission gar nicht vertreten und in ein Vorverfahren nur unbedeutend eingebunden. Die Regelungen im Einzelnen: a) Tirol In Tirol entscheidet die Entschädigungskommission über einen Antrag mit einfacher Stimmenmehrheit. Die Entschädigungskommission besteht in Tirol aus lediglich drei Mitgliedern, zwei Juristen und einem Mediziner, die alle Bedienstete des Amtes der Tiroler Landesregierung sein müssen. 103) Ausschließlich in Tirol ist ein sog Entschädigungsbeauftragter zu bestellen. Dieser hat die notwendigen Informationen und Unterlagen für die Entscheidung der Kommission zu beschaffen und die Anträge auf Gewährung einer Entschädigungsleistung unter Einbeziehung des Patientenvertreters zu prüfen. 104) Wieweit die Prüfkompetenz des Entschädigungsbeauftragten geht, ist nach dem Gesetzeswortlaut unklar, sie wird jedoch insofern restriktiv zu interpretieren sein, als die Entscheidung der Entschädigungskommission nicht vorweggenommen werden soll. b) Salzburg Auch in Salzburg obliegt die Entscheidung über die Gewährung von Entschädigungsleistungen der Entschädigungskommission, die mit einfacher Stimmenmehrheit beschließt. 105) Der Entschädigungskommission gehören der Patientenvertreter als Vorsitzender, ein Jurist der Salzburger Landesregierung und ein von der Ärztekammer Salzburg vorgeschlagener Spitalsreferent an. 106) c) Kärnten In Kärnten entscheidet über Fondsleistungen das so genannte Härtefall-Gremium, dem der Präsident des Unabhängigen Verwaltungssenat als Vorsitzender und ein vom Dachverband der Patienten-Selbsthilfegruppen namhaft gemachter Vertreter sowie ein Arzt, der gerichtlich beeideter Sachverständiger ist, als weitere Mitglieder angehören mit einfacher Stimmenmehrheit. Der Patientenanwalt nimmt an den Sitzungen des Gremiums lediglich mit beratender Stimme teil. 107) Allerdings erfüllt der Patientenanwalt in Kärnten eine weit reichende Zulassungsfunktion: Patientenanträge an den Fonds dürfen nämlich nur dann vom Gremium behandelt werden, wenn die Anträge vom Patientenanwalt eingebracht oder zumindest befürwortet werden. 108) MaW: Der Patientenanwalt selektiert vorweg die Anträge der Patienten, wobei allerdings nach dem K-KAFG vorerst unklar bleibt, nach welchen Kriterien. Ausschließlich die vom Patientenanwalt unterstützten Anträge können vom Gremium entschieden werden. Sinngleich führt Art 4 Z 2 der Geschäftsordnung des Härtefall-Gremiums aus, dass das Gremium die vom Patientenanwalt eingebrachten oder befürworteten Fälle prüft. Die Präambel zur Geschäftsordnung konkretisiert, dass der Patientenanwalt die Fälle als Vorbereitung für das Härtefall-Gremium prüft. Ergibt diese Prüfung, dass Kausalität des Schadens besteht und die Haftung nicht eindeutig gegeben ist, hat der Patientenanwalt das Ergebnis seiner Vorprüfung an das Härtefall-Gremium zur Entscheidung weiterzuleiten und die dort eingebrachten Anträge in dieser Hinsicht vorzuprüfen. Damit steht die Präambel allerdings in einem gewissen Widerspruch zu Art 4 Z 1 der Geschäftsordnung, zumal dort festgelegt ist, dass das Gremium den Schadenseintritt, die Kausalität und die mögliche Haftung zu prüfen hat. Denkmöglich wäre allenfalls, dass für eine Zuwendung aus dem Härtefallfonds eine zweifache Prüfung der Kausalität und Haftung gefordert ist, nämlich einerseits durch den Patientenanwalt und andererseits durch das Gremium. d) Steiermark Entscheidungen über die Gewährung von Entschädigungsleistungen obliegen in der Steiermark der Patienten-Entschädigungskommission mit einfacher Stimmenmehrheit. 109) Der Patienten-Entschädigungskommission gehören ein rechtskundiger Vorsitzender mit Erfahrung im Schadenersatzrecht an sowie ein Mitglied aus dem Kreis der rechtskundigen Landesbediensteten mit Erfah- 100) Bgld KFFG. 101) 15 Abs 1 Z 2 leg cit. 102) 13 leg cit. 103) 6 Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz. 104) 10f Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz. 105) 8 Abs 1 Z 2 ivm 8 Abs 3 PEG. 106) 7 Abs 1 PEG. 107) 6a Abs 5 K-KAFG ivm Art 8 Geo. 108) 9 a Abs 2 K-KAFG. 109) 4 Abs 1 ivm 6 Abs 2 Steiermärkisches Patientenentschädigungs- Gesetz. RdM [2003] 04 Ü Eckhard Pitzl / Gerhard W. Huber Ü Verschuldensunabhängige Patientenentschädigung 107
10 RdM [ARZTHAFTUNGSRECHT/SCHADENERSATZ] rung im Gesundheits- und Krankenanstaltenwesen und ein von der Ärztekammer für Steiermark vorgeschlagener medizinischer Sachverständiger. 110) Zu den Sitzungen einzuladen ist ferner die Patientenvertretung, 111) wobei der Patientenvertreter allerdings kein Stimmrecht hat. e) Oberösterreich In Oberösterreich obliegt es der Entschädigungskommission über die Gewährung von Fondsleistungen zu entscheiden. 112) Die Entschädigungskommission entscheidet (bei Anwesenheit von mindestens drei der fünf Mitglieder) mit einfacher Stimmenmehrheit. 113) Der Entschädigungskommission gehören an 114) Ü der Patientenvertreter als Vorsitzender; Ü ein Vertreter der für rechtliche Angelegenheiten des Krankenanstaltenwesens zuständigen Abteilung des Amtes der Landesregierung; Ü ein Vertreter der für medizinische Angelegenheiten zuständigen Abteilung des Amtes der Landesregierung; Ü ein rechtskundiges Mitglied aufgrund eines Vorschlages der Oberösterreichischen Rechtsanwaltskammer; Ü ein zur selbständigen Berufsausübung berechtigter Arzt aufgrund eines Vorschlages der Ärztekammer für Oberösterreich. f) Niederösterreich Die weit reichendsten Kompetenzen übt der Patientenanwalt in Niederösterreich aus: 115) Er ist Geschäftsführer der Patienten-Entschädigungskommission und als solchem obliegt ihm allein die Entscheidung ob und in welcher Höhe eine Entschädigung geleistet wird. 116) Eine Bindung des Patientenanwaltes an die Empfehlungen der Entschädigungskommission, die mit einfacher Stimmenmehrheit beschlossen werden, 117) wurde nicht normiert. Im Übrigen ist der Patientenanwalt in Niederösterreich Vorsitzender der Entschädigungskommission, beruft die Sitzungen ein und leitet sie. 118) Der NÖ Patienten-Entschädigungskommission gehören (neben dem Patientenanwalt als Geschäftsführer und Vorsitzenden) vier weitere Mitglieder an, 119) nämlich Ü ein Vertreter der für die rechtlichen Angelegenheiten des Krankenanstaltenwesens zuständigen Abteilung des Amtes der NÖ Landesregierung; Ü eine rechtskundige Person; Ü ein Vertreter der ARGE der ärztlichen Direktoren der öffentlichen Krankenanstalten Niederösterreichs und Ü ein Vertreter des Dachverbandes der NÖ. Patienten- Selbsthilfegruppen. Ü Zur Komplettierung der Kompetenzen des Patientenanwaltes bestimmt 103 Abs 1 NÖ-KAG, dass die Befassung des Fonds nur möglich ist, wenn der Patientenanwalt in einer Art Vorverfahren zur Ansicht kommt, dass die Haftung des Trägers der Krankenanstalt nicht eindeutig gegeben ist. MaW: Es liegt einerseits im Ermessen des Patientenanwaltes, ob eine Sache überhaupt vor die Entschädigungskommission kommt; andererseits obliegt es dort der Entscheidung des Patientenanwaltes, ob und in welcher Höhe eine Entschädigung geleistet wird. g) Burgenland Im Burgenland entscheidet das Kuratorium gem 8 Bgld KFFG über die Gewährung von Patientenentschädigungen. 120) Dabei entscheidet das Kuratorium mit einfacher Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. 121) Dem Kuratorium gehören an: Ü das für die Angelegenheiten der Krankenanstalten zuständige Mitglied der Landesregierung; Ü das für die Angelegenheiten des Landeshaushaltes zuständige Mitglied der Landesregierung; Ü der Aufsichtsratsvorsitzende-Stellvertreter der Burgenländischen Krankenanstalten GmbH; Ü der Burgenländische Gesundheits- und Patientenanwalt und Ü (mit lediglich beratender Stimme) je ein Vertreter der Krankenanstaltenträger. 122) Darüber hinaus hat in einem Vorverfahren der Patientenanwalt eine zentrale Rolle: Die Befassung des Kuratoriums erfolgt nämlich (soweit ersichtlich ausschließlich!) über den Patientenanwalt, der als Clearing- Stelle die Anträge auf Entschädigung zu überprüfen hat. Insbesondere hat der Patientenanwalt zu prüfen, ob nicht ein beweisbarer Haftungsfall vorliegt. 123) MaW: Gelangt der Patientenanwalt (durch welche Umstände auch immer) zur Erkenntnis, dass ein beweisbarer Haftungsvorfall vorliegt, müsste die Angelegenheit ausgeschieden werden ( Clearing ) und käme damit nicht vor das Kuratorium. Es ist damit zu bezweifeln, ob die Richtlinien in diesem Punkt in Übereinstimmung mit dem Bgld KFFG stehen, insbesondere mit dessen 15 Abs 1 Z Entschädigungshöhe Die Höhe der Zuwendungen werden zum Teil gesetzlich geregelt, teils in Richtlinien, in Kärnten besteht keine ziffernmäßige Begrenzung; im Einzelnen bestehen folgende Regelungen: a) Tirol In Tirol hat die Landesregierung Richtlinien ua für das Höchstmaß der für einen Schadensfall zu gewährenden Leistungen festzulegen. 124) Entschädigungsleistungen werden dabei nach Maßgabe der vorhandenen Mittel gewährt. 125) Näheres wird gesetzlich nicht geregelt. 110) 4 Abs 2 Steiermärkisches Patientenentschädigungs-Gesetz. 111) 5 Abs 6 Steiermärkisches Patientenentschädigungs-Gesetz. 112) 86d Abs 1 Z 2 OÖ-KAG. 113) 86c Abs 4 OÖ-KAG. 114) 86c Abs 1 OÖ-KAG. 115) Zur diesbezüglichen Kritik vgl Kossak, Der Entschädigungsfonds gem 27a Abs 5 und 6 Krankenanstaltengesetz, RdM 2002, 110ff. 116) 101 Abs 1 NÖ-KAG. 117) 102 Abs 5 NÖ-KAG. 118) 101 Abs 2 NÖ-KAG. 119) 102 Abs 2 NÖ-KAG. 120) 15 Abs 1 Z 1 Bgld KFFG ivm 4 Abs 4 RL Kuratorium Bgld KFFG. 121) 10 Geo Kuratorium des Bgld KFFG. 122) 8 Abs 3 ivm 15 Abs 2 Bgld KFFG; 7 Abs 1 Geo Kuratorium des Bgld KFFG. 123) 4 Abs 2 RL Kuratorium des Bgld KFFG. 124) 4 lit b Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz. 125) 2 Abs 2 Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz. 108 Ü Eckhard Pitzl / Gerhard W. Huber Ü Verschuldensunabhängige Patientenentschädigung RdM [2003] 04
11 [ARZTHAFTUNGSRECHT / SCHADENERSATZ] b) Salzburg Ähnliches gilt in Salzburg: Hier beschließt allerdings die Entschädigungskommission die Richtlinien ua für das Höchstmaß der für einen Schadensfall zu gewährenden Leistung, ebenfalls unter Bedachtnahme auf die dem Fonds jährlich zur Verfügung stehenden Mittel. 126) c) Kärnten Das K-KAFG enthält über die Höhe der Härtefallentschädigung keine Anhaltspunkte. Die Geschäftsordnung des Härtefall-Gremiums bestimmen in Art 4, dass sich die Höhe der Entschädigung orientiert Ü am Umfang der objektiven Härte für den (ehemaligen) Patienten; Ü dem erlittenen Nachteil (soziale Lage, Einkommensund Vermögensverlust etc); sowie Ü an den kausalen tatsächlichen und notwendigen Aufwendungen. Eine ziffernmäßige Begrenzung enthält die Geschäftsordnung ebenfalls nicht. d) Steiermark In der Steiermark besteht die Entschädigung in der einmaligen Zuwendung eines Geldbetrages bis zu E ,. Die Entschädigungskommission hat sich dabei an schadenersatzrechtlichen Grundsätzen zu orientieren. In besonders gelagerten Härtefällen darf die angeführte Höchstgrenze überschritten werden, ohne dabei eine absolute Obergrenze festzulegen. 127) e) Oberösterreich In Oberösterreich werden dem Patienten maximal E , ausbezahlt; lediglich bei besonders gelagerten Härtefällen kann dieser Betrag überschritten werden, wobei dann die Höchstgrenze bei E , liegt. Bei der Bemessung der Zuwendung ist auf Art und Ausmaß des entstandenen Schadens und auf die finanziellen Mittel des Fonds Bedacht zu nehmen. 128) Die Gesetzesmaterialien führen eingangs aus, dass die Entschädigung keine volle Abgeltung isd Schadenersatzrechtes nach ABGB darstelle. Die Abgeltung für Schmerzen solle sich jedoch an der Rechtsprechung orientieren und Entschädigungen für Verdienstentgang und andere (soziale) Schäden sollten sich nach sozialen Erwägungen entsprechend dem Einzelfall richten. 129) Es ist zu befürchten, dass bei der Ausmittlung der Fondsleistungen die Bedachtnahme auf die finanziellen Mittel des Fonds oftmals nicht in Übereinstimmung zu bringen ist mit der Orientierung an den gerichtlich zugesprochenen Schmerzengeldern. f) Niederösterreich In Niederösterreich beträgt die maximale Entschädigung E ,85 und ist an schadenersatzrechtlichen Grundsätzen zu bemessen. Bei besonders gelagerten sozialen Härtefällen kann diese Höchstgrenze überschritten werden, wobei der dann geltende Höchstbetrag nicht geregelt ist. 130) g) Burgenland Das Bgld KFFG enthält über die Höhe der Zuwendung keine Angaben. Die Richtlinien des Kuratoriums bestimmen die Höhe der Entschädigung im Einzelfall mit maximal E ,, wobei dieser Höchstbetrag in besonders gelagerten Härtefällen überschritten werden kann. 131) Die Zuwendung ist primär nach ärztlichen und pflegerischen Gesichtspunkten zu bemessen. 132) Ärztliche Gesichtspunkte könnten zb Grundsätze der Schmerzengeldbemessung ansprechen, während pflegerische Gesichtspunkte Bedürfnisvermehrung meinen könnte. 4. Verfristungsbestimmungen Mit Ausnahme Kärntens und Tirols ist allen landesgesetzlichen Regelungen gemeinsam, dass in welcher Form auch immer zeitliche Ausschlusstatbestände vorgesehen sind: a) Tirol Im Tiroler Patientenentschädigungsfonds-Gesetz sind zeitliche Ausschlussbedingungen nicht ausdrücklich vorgesehen. Allerdings könnten diese in den Entschädigungsrichtlinien gem 4 leg.cit als (negative) Voraussetzungen für die Gewährung von Entschädigungsleistungen postuliert werden. b) Salzburg In Salzburg kann ein Antrag auf Entschädigungsleistung nicht mehr gestellt werden nach Ablauf eines Zeitraumes von drei Jahren ab Kenntnis des Schadens, wobei in diese Frist die Zeit eines zivilgerichtlichen Schadenersatzverfahrens nicht einzurechnen ist, wohl aber die Zeit des Postlaufes. 133) Wie bereits oben dargelegt, umfasst die Kenntnis des Schadens ue auch die positive Kenntnis des Schädigers, der Kausalität und der Rechtswidrigkeit. c) Kärnten Weder das K-KAFG noch die Geschäftsordnung des Härtefall-Gremiums enthält Verfristungsbestimmungen, weshalb davon auszugehen ist, dass Anträge zeitlich unbegrenzt eingebracht werden können. d) Steiermark In der Steiermark gilt eine dreijährige Verjährungsfrist, 134) die mit Kenntnis des Geschädigten vom Schaden zu laufen beginnt. Auch hier wird Kenntnis vom Schaden im weiteren Sinn zu verstehen sein und nicht nur 126) 4 Z 2 PEG. 127) 3 Abs 2 Steiermärkisches Patientenentschädigungsgesetz. 128) 86e Abs 1 OÖ-KAG. 129) Bericht des Sozialausschusses, Beilage 1341/2002 zum kurzschriftlichen Bericht des OÖ. Landtages, 25. GP. 130) 103 Abs 3 NÖ-KAG. 131) 2 Abs 2 ivm 4 Abs 5 RL Kuratorium Bgld KFFG. 132) 2 Abs 1 RL Kuratorium Bgld KFFG. 133) 3 Z 2 PEG. 134) 5 Abs 1 und 3 Steiermärkisches Patientenentschädigungsgesetz. RdM [2003] 04 Ü Eckhard Pitzl / Gerhard W. Huber Ü Verschuldensunabhängige Patientenentschädigung 109
12 RdM [ARZTHAFTUNGSRECHT/SCHADENERSATZ] den Schaden im engeren Sinn, sondern auch Kausalität, Schädiger und Rechtswidrigkeit umfassen. Auch über die dreijährige Frist hinaus ist eine Antragstellung zulässig bis sechs Monate nach rechtskräftigem Abschluss eines Zivilverfahrens, wenn in diesem Urteil zum Ausdruck kommt, dass die Haftung für einen Behandlungsschaden nicht eindeutig gegeben ist bzw wenn der Patient zuvor ein Verfahren bei der Schlichtungsstelle anhängig machte. Damit wird die grundsätzliche dreijährige Verjährungsfrist in der Steiermark praktisch bedeutungslos: Nach allfälligem Ablauf der drei Jahre wird der Patient zuerst ein Verfahren bei der Schlichtungsstelle der Ärztekammer initiieren (oder eine Klage bei Gericht einbringen) und nach Abschluss dieses Schlichtungsverfahrens (Gerichtsverfahrens) binnen sechs Monaten seinen Antrag bei der Patientenentschädigungskommission einbringen. e) Oberösterreich Praxistauglicher bestimmt 86 e Abs 3 OÖ-KAG, dass ein Ansuchen auf Entschädigung bei sonstigem Ausschluss innerhalb eines Jahres nach Abschluss der Prüfung durch die Patientenvertretung oder die Schiedsstelle der Behandlungszwischenfälle bei der Ärztekammer für Oberösterreich zu stellen ist. Auch hier hat es aber der Patient in der Hand, wann er die Schiedsstelle anruft. Unklar bleibt lediglich, ob das Ansuchen innerhalb dieser Frist vom Patienten abgesendet oder bei der Entschädigungskommission eingelangt sein muss. Die Bezeichnung der Frist als Ausschlussfrist würde für die zweite Alternative sprechen. f) Niederösterreich Wie in Oberösterreich wird auch in Niederösterreich eine einjährige Ausschlussfrist für das Entschädigungsbegehren festgeschrieben, wobei diese Frist mit Abschluss der außergerichtlichen Prüfung durch den Patientenanwalt zu laufen beginnt. 135) g) Burgenland Im Burgenland gelten zwei Ausschlussfristen für Anträge auf Patientenentschädigung: Nämlich einerseits eine Frist von drei Jahren ab Entlassung des Patienten aus der Anstaltspflege bzw nach Abschluss einer ambulanten Behandlung. Andererseits die Frist von einem Jahr nach rechtskräftigem Abschluss eines Gerichtsverfahrens. 136) Dabei hat der Patient beide Fristen zu beachten. Bei entsprechend langer Dauer eines Zivilverfahrens hat der Patient sohin spätestens drei Jahre nach seiner Entlassung aus der Anstaltspflege bzw nach Abschluss der ambulanten Behandlung bereits während des anhängigen Zivilverfahrens das Kuratorium anzurufen. Dies scheint hingegen wiederum der Bestimmung des 3 Abs 1 der Richtlinien zu widersprechen, wonach während eines Gerichtsverfahrens die Befassung des Kuratoriums nicht möglich ist. Es wird daher zu empfehlen sein, die Patientenentschädigung beim Patientenanwalt noch während des anhängigen Gerichtsverfahrens zu beantragen und mit diesem zu vereinbaren, dass der Fall an das Kuratorium erst nach rechtskräftigem Abschluss des Gerichtsverfahrens herangetragen wird. E. Resümee Die Darlegung der Gemeinsamkeiten und Besonderheiten der landesgesetzlichen Bestimmungen kann alleine schon aus Platzgründen keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Die wesentlichen Aspekte der Fondsverfahren sollten hingegen aufgezeigt werden. Es mag dogmatisch zu diskutieren sein, ob die Grundsatzbestimmung des 27 Abs 5 und 6 KAG oder einzelne Umsetzungsgesetze der Länder wegen mangelnder Bestimmtheit verfassungswidrig sind (Art 12 bzw Art 18 B-VG); diskussionswürdig könnte auch sein, ob die einzelnen landesgesetzlichen Bestimmungen die Voraussetzungen für eine Patientenentschädigung gemessen am Grundsatzgesetz zu eng fassen und damit verfassungswidrig werden. Von besonderem rechtlichen Interesse wäre es schlussendlich, abzuklären, ob die Entschädigungsentscheidungen der Fonds im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung oder Hoheitsverwaltung erfolgen. Feststeht ue allerdings, dass die vom nachgewiesenen Verschulden des Arztes losgelöste Patientenentschädigung ein praxistauglicher Weg zur Entspannung des oftmals belasteten Arzt-Patient-Verhältnisses sein kann. Es wird im Wesentlichen an den Patientenanwälten und Entschädigungskommissionen liegen, ob sie die ihnen überantworteten Kompetenzen und Ermessensspielräume zur weitgehenden Zufriedenheit der involvierten Kreise, nämlich Patienten, Ärzte und Institutionen, nutzen. 135) 103 Abs 3 NÖ-KAG. 136) 1 Abs 2 lit a und b RL Kuratorium. Ü Ü In Kürze Den bislang erlassenen Patientenentschädigungsgesetzen der Länder ist im Wesentlichen gemeinsam, dass die medizinische Behandlung kausal für den gesundheitlichen Schaden und die Haftung des Rechtsträgers zweifelhaft sein muss, um Leistungen aus dem Fonds erlangen zu können. Gerichtliche Schadenersatzprozesse dürfen während des Fondsverfahrens regelmäßig nicht anhängig sein und Fondsleistungen sind von den Patienten zurückzuzahlen, wenn sie später aus demselben Schadensfall Leistungen Dritter erhalten. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Leistungen aus dem Fonds. Die Entschädigungskommissionen agieren regelmäßig weisungsfrei mit unanfechtbaren Entscheidungen. Unterschiedlichst geregelt sind in den Bundesländern hingegen va der Verfahrensablauf, die Entscheidungsträger, Verfristungsbestimmungen, ja selbst die Höhe der im Einzelfall möglichen Fondsleistungen. 110 Ü Eckhard Pitzl / Gerhard W. Huber Ü Verschuldensunabhängige Patientenentschädigung RdM [2003] 04
13 Ü [SOZIALVERSICHERUNGSRECHT] Ü Zum Thema Über die Autoren: Dr. Eckhard Pitzl & Dr. Gerhard W. Huber, MAS sind als Rechtsanwälte in Linz spezialisiert auf Medizinrecht und vertreten ständig verschiedene Träger von Krankenanstalten. Von denselben Autoren erschienen: Die Haftung des Arztes nach dem Produkthaftungsgesetz (2002). Ärztliche Heilbehandlung und Körperverletzungskonstruktion RdM 4/2000. Haftung des Belegarztes für Operationsvorbereitung RdM 3/2000. Delikthaftung im Krankenhaus ÖKZ 1/97. Behandlungsaufklärung Risikoaufklärung Aufklärungsbögen RdM RdM [2003] 04 Ü Peter Steiner Ü Verteuerung des Gesundheitswesens infolge Neufassung des 150 Abs 1 ASVG eine Entgegnung 111
NÖ Patienten- Entschädigungsfonds TÄTIGKEITSBERICHT 2013
NÖ Patienten- Entschädigungsfonds TÄTIGKEITSBERICHT 2013 NÖ Patienten-Entschädigungsfonds c/o NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft A-3109 St. Pölten, Rennbahnstraße 29, Tor zum Landhaus, Glaswürfel Telefon
Nr. 105 der Beilagen zum stenographischen Protokoll des Salzburger Landtages (4. Session der 15. Gesetzgebungsperiode) Bericht der Landesregierung zum Beschluss des Salzburger Landtages vom 29. April 2015
Verschuldensunabhängige Entschädigung Erfahrung aus der Sicht eines chirurgischen Primarius. Prof. W.U. Wayand. Würzburg 20.04.
Verschuldensunabhängige Entschädigung Erfahrung aus der Sicht eines chirurgischen Primarius Prof. W.U. Wayand Würzburg 20.04.2012 AKh Linz Beschwerden / Jahr Zentrales Beschwerdemanagement AKh Linz (BM)