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Timestamp: 2016-10-23 06:26:20
Document Index: 236518728

Matched Legal Cases: ['Art. 126', 'Art. 83', 'Art. 42', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'BGE', 'BGE', 'Art. 46', 'Art. 50', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 7', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 49', 'Art. 16', 'EuG', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 8', 'Art. 50', 'Art. 4', 'Art. 3', 'Art. 2', 'EuG', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 50', 'Art. 18', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 77', 'Art. 50', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 77', 'Art. 77', 'Art. 31', 'Art. 50', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 50', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 65', 'Art. 68', 'Art. 64']

2C_411/2010 (09.11.2010)
2C_411/2010
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Werner Greiner,
Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich, Migrationsamt, Neum�hlequai 10, Postfach, 8090 Z�rich,
4. Abteilung, vom 24. M�rz 2010.
Der indische Staatsangeh�rige X.________ (geb. 1966) reiste im September 2002 in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Das Bundesamt f�r Fl�chtlinge lehnte dieses am 3. Oktober 2002 ab und wies X.________ aus der Schweiz weg. Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat die Schweizerische Asylrekurskommission mit Urteil vom 19. Dezember 2002 nicht ein. Ab Oktober 2004 galt X.________ als verschwunden.
Am 20. Juni 2006 heiratete X.________ in Z�rich die Schweizer B�rgerin Y.________ (geb. 1932), worauf ihm eine Aufenthaltsbewilligung f�r den Kanton Z�rich erteilt wurde. Diese wurde letztmals bis zum 19. Juni 2008 verl�ngert.
Y.________ verstarb nach einer Erkrankung am 20. Oktober 2007. Am 30. Mai 2008 ersuchte X.________ um Verl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung, was das Migrationsamt des Kantons Z�rich am 24. November 2008 verweigerte. Die dagegen im Kanton Z�rich erhobenen Rechtsmittel wurden vom Regierungsrat am 9. Dezember 2009 und vom Verwaltungsgericht am 24. M�rz 2010 abgewiesen.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 10. Mai 2010 - Postaufgabe 11. Mai 2010 - beantragt X.________ dem Bundesgericht, den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, ihm die Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern.
Das Bundesamt f�r Migration stellt den Antrag, die Beschwerde abzuweisen. Das Verwaltungsgericht hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Das Migrationsamt und der Regierungsrat haben sich nicht ge�ussert.
Der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat der Beschwerde mit Verf�gung vom 18. Mai 2010 hinsichtlich der Ausreiseverpflichtung antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
Am 1. Januar 2008 hat das Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder (AuG; SR 142.20) das Bundesgesetz vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAG; BS 1 121 und �nderungen gem�ss der Fussnote zu Ziff. I von Anhang 2 zum AuG) abgel�st. Da der Beschwerdef�hrer sein Gesuch um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung im Mai 2008 gestellt hat, ist vorliegend gem�ss Art. 126 Abs. 1 AuG grunds�tzlich neues Recht anzuwenden. Keine Rolle spielt hierbei, dass sich der bisherige Aufenthalt auf eine Ehe st�tzte, die durch den Tod der Ehefrau noch w�hrend des Geltungszeitraums des alten Rechts aufgel�st worden ist.
Gem�ss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt, ausgeschlossen. Ausl�ndische Ehegatten von Schweizerinnen haben gem�ss Art. 42 Abs. 1 AuG Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Der Beschwerdef�hrer war zwar mit einer Schweizerin verheiratet. Infolge ihres Ablebens kann er sich indes nicht mehr auf die Ehe berufen. Er st�tzt sich denn auch auf Art. 50 AuG und macht entsprechende Ausf�hrungen. Nach Art. 50 AuG besteht der erw�hnte Anspruch auch nach Aufl�sung der Ehe fort, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht (Abs. 1 lit. a) oder wenn wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Abs. 1 lit. b). Somit kann der Beschwerdef�hrer einen grunds�tzlichen Bewilligungsanspruch geltend machen. Ob die Voraussetzungen des Art. 50 AuG tats�chlich erf�llt sind, bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung (Urteile des Bundesgerichts 2C_460/2009 vom 4. November 2009 E. 2.1, nicht publ. in: BGE 136 II 1; 2C_304/2009 vom 9. Dezember 2009 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 136 II 113). Auf die - mit Blick auf den Stillstand nach Art. 46 Abs. 1 lit. a BGG - fristgerecht erhobene Beschwerde ist demnach einzutreten.
3.1 Zu pr�fen ist, ob der Beschwerdef�hrer nach dem Tode seiner Ehefrau gest�tzt auf Art. 50 AuG weiterhin einen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung hat. Der Beschwerdef�hrer macht zu Recht keinen Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG mehr geltend, da die Ehegemeinschaft weniger als drei Jahre bestanden hat (dazu BGE 136 II 113 E. 3.3 S. 117 ff.). Eine etwaige voreheliche Beziehung ist auf die Mindestdauer von drei Jahren nicht anzurechnen (Urteil des Bundesgerichts 2C_195/2010 vom 23. Juni 2010 E. 5.1). Der Beschwerdef�hrer meint aber, bei ihm seien wichtige pers�nliche Gr�nde im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG gegeben. Schon allein das Ableben seiner Ehefrau stelle einen solchen Grund dar.
Es trifft zu, dass der Bundesrat im Zusammenhang mit Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG den Tod des Ehepartners als einen Anwendungsfall erw�hnte. Ein Teil der Lehre hat daraus geschlossen, dass in diesem Fall der weitere Aufenthalt des �berlebenden Ehepartners in der Schweiz erforderlich und deshalb die Bewilligung zu verl�ngern ist (NICCOL� RASELLI ET AL., Ausl�ndische Kinder sowie andere Angeh�rige, in: Uebersax et al., Ausl�nderrecht, 2009, Rz. 16.58; MARC SPESCHA, in: Spescha/Th�r/Z�nd, Migrationsrecht, 2. Aufl. 2009, N. 7 zu Art. 50 AuG; �hnlich zum alten Recht: KASPAR TRAUB, Familiennachzug im Ausl�nderrecht, S. 127; vgl. auch PETER KOTTUSCH, Zur rechtlichen Regelung des Familiennachzugs von Ausl�ndern, ZBl 90/1989 S. 356 f.).
Allerdings bemerkt die Vorinstanz richtig, dass der Bundesrat den Tod des Ehepartners nicht als zwingenden Grund f�r den weiteren Aufenthalt bezeichnet hat. Dies kommt in seiner Formulierung zum Ausdruck, dass sich ein weiterer Aufenthalt in der Schweiz als erforderlich erweisen "kann", wenn der in der Schweiz lebende Ehepartner verstorben ist. Auch erkl�rt der Bundesrat, es sei wichtig, jeweils die konkreten Umst�nde des Einzelfalles zu pr�fen. Mit Art. 50 AuG sollten H�rtef�lle vermieden werden (Botschaft vom 8. M�rz 2002 zum AuG, BBl 2002 S. 3754 Ziff. 1.3.7.6).
Es ist fraglich, ob ein H�rtefall im Sinne von Art. 50 AuG immer schon dann vorliegt, wenn ein Ausl�nder die Schweiz infolge des Hinschieds des Ehepartners verlassen muss. Unter dem alten Recht erlosch der Anspruch auf die Aufenthaltsbewilligung - vorbeh�ltlich eines selbst�ndigen Anspruchs auf die Niederlassungsbewilligung nach f�nf Ehejahren gem�ss Art. 7 Abs. 1 Satz 2 oder Art. 17 Abs. 2 Satz 2 ANAG - mit dem Tod des anwesenheitsberechtigten Ehepartners. Die Erneuerung der Bewilligung stand dann im Ermessen der Beh�rden (BGE 120 Ib 16). Die damalige Praxis ging davon aus, dass ein ausl�nderrechtlich relevanter H�rtefall, der eine Erneuerung der Aufenthaltsbewilligung rechtfertigt, nicht schon allein durch das Ableben des anwesenheitsberechtigten Ehepartners gegeben war; vielmehr waren noch andere Umst�nde zu ber�cksichtigen (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-2217/2007 vom 7. Juni 2010 E. 4 und C-567/2006 vom 22. Juli 2008 E. 8; ANDREAS Z�ND, Beendigung der Anwesenheit, Entfernung und Fernhaltung, in: Uebersax et al., Ausl�nderrecht, 1. Aufl. 2002, Rz. 6.59; ANGELA BRYNER, Die Frau im Asyl und Ausl�nderrecht, ebenda, Rz. 24.27; PHILIP GRANT, La protection de la vie familiale et de la vie priv�e en droit des �trangers, 2000, S. 203 f.; vgl. auch ANAG-Weisungen des Bundesamt f�r Migration, 3. Aufl. 2006, Rz. 654 sowie Umfrage zu den verschiedenen kantonalen Praktiken bei Marc Spescha, Handbuch zum Ausl�nderrecht, 1999, S. 241 ff.).
Der Gesetzgeber sieht das bei Art. 50 AuG nicht wesentlich anders. Weder hat er im Gesetz ausdr�cklich geregelt, dass das Ableben des Ehepartners automatisch einen H�rtefall begr�ndet, noch finden sich in den Materialien entsprechende �usserungen. Der Bundesrat wies in einer Antwort auf eine Interpellation denn auch ausdr�cklich darauf hin, dass unter dem neuen Gesetz die gleichen Grunds�tze wie unter dem alten Recht f�r den Weiterbestand der Aufenthaltsbewilligung zur Anwendung kommen sollen (vgl. Antwort vom 26. November 2003 zur Interpellation Men�trey-Savary Nr. 03.3547). Als das Parlament in der Folge den Art. 50 AuG - im Entwurf noch als Art. 49 bezeichnet - beriet, wurde nicht erkl�rt, dass von dieser Sichtweise des Bundesrats abgewichen werden solle (vgl. AB 2004 N 1061 ff., AB 2005 S 310).
Dem Gesetzgeber ging es vor allem darum, dem ausl�ndischen Ehepartner in H�rtef�llen im Gegensatz zum fr�heren Recht einen weiteren "Anspruch" auf die Bewilligung zu verschaffen. Der Entscheid �ber den Verbleib sollte nicht mehr dem Ermessen der Beh�rden �berlassen werden und es sollte eine gewisse Harmonisierung der kantonalen Praxis stattfinden (vgl. BBl 2002 S. 3754 Ziff. 1.3.7.6 mit Hinweis auf die Parlamentarische Initiative Goll Nr. 96.461 "Rechte f�r Migrantinnen"; erw�hnte Antwort des Bundesrates vom 26. November 2003). Entgegen der Darstellung des Beschwerdef�hrers trifft die Verpflichtung, die Schweiz nach dem Ableben des Ehepartners zu verlassen, den Ausl�nder denn auch nicht immer derart schwer, dass darunter ein ausl�nderrechtlicher H�rtefall zu verstehen ist. Daran �ndern auch Piet�tserw�gungen nichts. Das heisst jedoch nicht, dass die Umst�nde, die zur Aufl�sung der Ehe gef�hrt haben, in der Gesamtbeurteilung keine Rolle spielen (vgl. E. 4.1 hiernach). Im �brigen sieht auch das Recht der Europ�ischen Union (EU) nicht auf jeden Fall ein Verbleiberecht f�r den �berlebenden Ehegatten eines EU-B�rgers vor (vgl. die in nachfolgender E. 3.2 erw�hnte Verordnung und Richtlinie sowie die neuen Regelungen in Art. 16 ff. der Richtlinie 2004/38/EG des europ�ischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 [ABl. L 229 vom 29. Juni 2004 S. 35]; Urteil des EuGH vom 9. Januar 2003 C-257/00 Givane, Slg. 2003 I-345).
Demzufolge stellt das Ableben der Schweizer Ehefrau allein noch keinen wichtigen pers�nlichen Grund im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG dar (ebenso MARTINA CARONI, in: Caroni/G�chter/Thurnherr, in: St�mpflis Handkommentar Bundesgesetz �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder, 2010, N. 25 zu Art. 50 AuG; ANDREAS Z�ND/LADINA ARQUINT HILL, Beendigung der Anwesenheit, Entfernung und Fernhaltung, in: Uebersax et al., Ausl�nderrecht, 2. Aufl. 2009, Rz. 8.52).
3.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er h�tte ein Recht, in der Schweiz zu verbleiben, gehabt, wenn seine Ehefrau Staatsangeh�rige eines EU-Staates gewesen w�re. Das m�sse auch bei Ehepartnern von verstorbenen Schweizern gelten, andernfalls werde das Rechtsgleichheitsgebot nach Art. 8 Abs. 1 BV verletzt (�hnlich Marc Spescha, Migrationsrecht, 2. Aufl. 2009, N. 7 zu Art. 50 AuG).
Art. 4 Anhang I des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europ�ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits �ber die Freiz�gigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) nimmt ausdr�cklich Bezug auf die Verordnung (EWG) Nr. 1251/70 vom 29. Juni 1970 (ABl. L 142 vom 30. Juni 1970 S. 24) und auf die Richtlinie 75/34/EWG vom 17. Dezember 1974 (ABl. L 14 vom 20. Januar 1975 S. 10) �ber das Recht der Arbeitnehmer und selbst�ndig Erwerbst�tigen nach Beendigung ihrer Besch�ftigung bzw. T�tigkeit im Hoheitsgebiet eines Vertragsstaates zu bleiben. Gem�ss Art. 3 Abs. 1 dieser Verordnung und dieser Richtlinie ist namentlich der Ehepartner, der bei einem Arbeitnehmer oder Selbst�ndigen im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaates wohnt, berechtigt, dort st�ndig zu verbleiben, wenn der Arbeitnehmer oder der Selbst�ndige in diesem Mitgliedstaat ein Verbleiberecht nach Art. 2 erworben hat (Satz 1). Dieses Recht steht dem Familienangeh�rigen auch nach dem Tode des Arbeitnehmers oder des Selbst�ndigen zu (Satz 2; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 2C_531/2009 vom 22. Juni 2010 E. 4 und 2C_417/2008 vom 18. Juni 2010 E. 2.2 und 2.3 sowie E. 4).
Die Vorinstanz hat zu Recht angenommen, dass diese Regelungen dem Beschwerdef�hrer schon deshalb nicht weiter helfen, weil er im Zeitpunkt des Todes seiner Ehefrau seit mehreren Monaten nicht mehr mit ihr zusammen wohnte. Denn zeitlebens der Ehefrau h�tte der Beschwerdef�hrer allenfalls w�hrend des Zusammenwohnens ein abgeleitetes Verbleiberecht haben k�nnen. Zu einem eigenen Recht w�re dieses erst mit dem Tode der Ehefrau geworden (vgl. erw�hntes Urteil des EuGH i.S. Givane, Randnr. 31). Da die Eheleute damals nicht mehr zusammen lebten, war eine derartige Umwandlung des Verbleiberechts jedoch ausgeschlossen (im Ergebnis ebenso DIETER GROSSEN/STEFAN D�PP, Sonderregelungen f�r Staatsangeh�rige der EU- und EFTA-Mitgliedstaaten, in: Uebersax et al., Ausl�nderrecht, 2. Aufl. 2009, Rz. 4.48 f.). Daran �ndert nichts, dass der Beschwerdef�hrer geltend macht, er habe sich wegen der zunehmenden Erkrankung seiner Ehefrau von ihr getrennt. Er hat nicht behauptet, dass ihre Erkrankung eine Trennung zwingend erforderte. Unerheblich ist auch, dass das damals geltende nationale Recht das Zusammenwohnen grunds�tzlich nicht als Bedingung f�r ein Aufenthaltsrecht betrachtete (dazu Art. 7 ANAG und BGE 130 II 113 E. 4.1 S. 116).
Nach dem Dargelegten kann offenbleiben, ob Art. 8 Abs. 1 BV eine entsprechende Anwendung auf Ehepartner von Schweizer B�rgern gebietet.
4.1 Bei der Beurteilung der H�rtef�lle nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG ist wie erw�hnt auf die Umst�nde des Einzelfalles abzustellen. Im Gegensatz zur fr�heren Praxis zu den Ermessensentscheiden kann es hiebei nicht darauf ankommen, wie stark der jeweilige Kanton das �ffentliche Interesse an einer restriktiven Einwanderungspolitik gewichtet. Dieser Gesichtspunkt kommt zwar regelm�ssig bei einer Beurteilung nach Art. 18-30 AuG zum Tragen, bei Art. 50 Abs. 1 AuG ist hingegen wesentlich, ob die Verpflichtung des Ausl�nders, die Schweiz zu verlassen, f�r ihn einen H�rtefall darstellt. Daher ist die pers�nliche Situation des jeweils Betroffenen entscheidend. Bei der Regelung in Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG ist der Gesetzgeber davon ausgegangen, dass, wer in der Schweiz eine mindestens dreij�hrige Ehegemeinschaft gef�hrt hat und erfolgreich integriert ist (vgl. zu Letzterem Art. 77 Abs. 4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit, VZAE; SR 142.201), einen Anspruch auf Erneuerung seiner Aufenthaltsbewilligung hat. Die H�rtef�lle nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG sind demnach vor allem f�r F�lle gedacht, in denen die Voraussetzungen der Litera a nicht erf�llt werden, sei es, dass der Aufenthalt w�hrend der Ehe von k�rzerer Dauer war oder dass die Integration nicht vorangeschritten ist oder dass es sogar an beidem mangelt.
Allerdings m�ssen immerhin "wichtige pers�nliche Gr�nde" den weiteren Aufenthalt "erforderlich" machen. Gem�ss Art. 50 Abs. 2 AuG und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 136 II 1 E. 5 S. 3 ff.) kann dies namentlich der Fall sein, wenn der Betreffende Opfer ehelicher Gewalt wurde oder wenn die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gef�hrdet erscheint (vgl. zu letzterem Urteil des Bundesgerichts 2C_376/2010 vom 18. August 2010 E. 6.3 mit Hinweis; THOMAS GEISER/MARC BUSSLINGER, Ausl�ndische Personen als Ehepartner und registrierte Partnerinnen, in: Uebersax et al., Ausl�nderrecht, 2. Aufl. 2009, Rz. 14.54; Votum von Nationalr�tin Men�trey-Savary in AB 2004 N 1063). Ein wichtiger pers�nlicher Grund kann sich aber auch aus anderen Umst�nden ergeben. Die in Art. 31 Abs. 1 VZAE erw�hnten Gesichtspunkte k�nnen bei der Beurteilung eine wesentliche Rolle spielen, auch wenn sie einzeln betrachtet grunds�tzlich noch keinen H�rtefall zu begr�nden verm�gen. Es handelt sich hierbei um den Grad der Integration, die Respektierung der Rechtsordnung, die Familienverh�ltnisse, die finanziellen Verh�ltnisse, die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz und der Gesundheitszustand (vgl. zu Art. 31 VZAE Urteil 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 2.2). Wie erw�hnt (E. 3.1 hievor), sind bei Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG schliesslich auch die Umst�nde, die zur Aufl�sung der Ehe gef�hrt haben, zu ber�cksichtigen. Insoweit k�nnen Gr�nde der Piet�t in die Gesamtw�rdigung einbezogen werden.
4.2 Der Beschwerdef�hrer weist darauf hin, dass er sich seit dem Jahr 2002, mithin seit rund acht Jahren in der Schweiz aufhalte, gut integriert sei und von seinem Arbeitgeber gesch�tzt werde. Er stelle eine wichtige Bezugsperson f�r die Tochter und den Sohn seiner verstorbenen Ehefrau, die beide erwachsen sind, dar. Er besuche den Sohn regelm�ssig und sei der Pate von einem seiner Kinder, zu denen er eine gute Beziehung habe. Sein Lebensmittelpunkt sei in der Schweiz. Er behauptet auch, seine verstorbene Ehefrau schon im Jahr 2002 kennen gelernt zu haben.
4.3 Von dem rund achtj�hrigen Aufenthalt in der Schweiz entfallen bloss 16 Monate auf den Bestand der Ehe, wobei der Beschwerdef�hrer hiervon die letzten achteinhalb Monate von der Ehefrau getrennt lebte. Zwischen der rechtskr�ftigen Abweisung des Asylgesuchs im Dezember 2002 und der Heirat im Juni 2006 hielt sich der Beschwerdef�hrer trotz Wegweisung in der Schweiz auf, seit Oktober 2004 galt er sogar als verschwunden. Seit Juni 2008 kann er sich nur noch aufgrund des laufenden Verfahrens in der Schweiz aufhalten. Es ist st�ndige Praxis, dass der Dauer des illegalen Aufenthaltes kein besonderes Gewicht beigemessen wird. Das Gleiche gilt f�r den Aufenthalt, der aufgrund der aufschiebenden Wirkung eines Rechtsmittels lediglich toleriert wird (vgl. BGE 130 II 39 E. 3 S. 42; Urteile 2A.105/2001 vom 26. Juni 2001 E. 3c; 2A.311/2004 vom 8. September 2004 E. 4.1 und 2A.275/1996 vom 23. Oktober 1996 E. 4).
Der gesunde Beschwerdef�hrer hat in Indien unter anderem noch Eltern, Geschwister und Kinder aus einer fr�heren Beziehung. Er hat zu ihnen den Kontakt behalten und seit seiner Einreise in die Schweiz seine Heimat wieder aufgesucht. Auch gelangte er erst mit 36 Jahren in die Schweiz. Er hat mithin den ganz �berwiegenden Teil seines Lebens in Indien verbracht und ist nach wie vor mit den dortigen Verh�ltnissen vertraut. Anl�sslich der Befragung der Ehefrau im Dezember 2006 hatte diese zudem erkl�rt, sie wisse nicht, ob der Beschwerdef�hrer von seinem Besuchsaufenthalt in Indien zur�ckkehren werde; er "kommt mit dem Leben hier in der Schweiz nicht zurecht". Der Beschwerdef�hrer behauptet zwar, in der Schweiz integriert zu sein und kein Verm�gen in der Heimat zu haben. Er hat indes seinen Angabe zufolge auch in der Schweiz kein Verm�gen und behauptet sogar, f�r die Kosten des vorliegenden Verfahrens nicht aufkommen zu k�nnen. Es ist weder ersichtlich noch dargetan, dass seine soziale Wiedereingliederung in seiner Heimat stark gef�hrdet w�re. Entgegen der Behauptung des Beschwerdef�hrers kann ebenso wenig von einer Entwurzelung im Verh�ltnis zu Indien die Rede sein.
Der Beschwerdef�hrer hatte in seinem Herkunftsland auch nicht unwiederbringlich eine gesicherte Existenz aufgegeben, um ein Familienleben mit der Schweizer Ehefrau zu f�hren. Vielmehr kam er in die Schweiz, um Asyl zu ersuchen, das ihm in einem raschen Verfahren verweigert wurde. Angesichts des hohen Alters der Ehefrau, ihres Gesundheitszustands und des Altersunterschieds von 34 Jahren musste er zudem damit rechnen, dass die Ehe nicht von l�ngerer Dauer sein k�nnte. Zudem trennte er sich von seiner Ehefrau, als ihre gesundheitlichen Probleme zunahmen. Dass sie im Dezember 2006 den Tod unmittelbar vor Augen sah, hielt ihn damals auch nicht davon ab, mehrere Wochen ohne sie in Indien zu verweilen. Gerade wenn behauptet wird, die Ehe sei nicht bloss formell geschlossen und aufrechterhalten worden, ist ein solches Verhalten doch befremdend. Piet�tserw�gungen wegen des Verlustes des Ehepartners haben bei dieser Sachlage jedenfalls zur�ckzutreten.
Nach dem Dargelegten ist schliesslich auch fraglich, ob von einer erfolgreichen Integration im Sinne von Art. 77 Abs. 4 VZAE auszugehen ist. Jedenfalls hielt sich der Beschwerdef�hrer bis zu seiner Heirat mehrere Jahre illegal in der Schweiz auf und verstiess damit gegen die rechtsstaatliche Ordnung (vgl. Art. 77 Abs. 4 lit. a sowie Art. 31 Abs. 1 lit. b VZAE). Keineswegs ist eine �berdurchschnittliche Integration gegeben. Was der Beschwerdef�hrer zum beruflichen und gesellschaftlichen Umfeld vorbringt, ist nicht geeignet, den Grad einer gew�hnlichen Integration zu �bertreffen. Beim derzeitigen Arbeitgeber ist er erst seit Mai 2008 t�tig. Zuvor "erlitt" er - seinen Angaben zufolge - im Zusammenhang mit einem Gesch�ftsbetrieb Schulden in H�he von mehreren Tausend Franken.
Bei einer Gesamtw�rdigung s�mtlicher Gesichtspunkte liegt hier demnach kein H�rtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG vor.
Der Beschwerdef�hrer macht schliesslich einen Anspruch gest�tzt auf den Schutz des Privatlebens nach Art. 8 EMRK und Art. 13 BV geltend. Wie die Vorinstanz zutreffend darlegt, bedarf es insoweit besonders intensiver, �ber eine normale Integration hinausgehender privater Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur (vgl. BGE 120 Ib 16 E. 3b S. 21 f.; 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286 f. mit Hinweisen). Zwar m�ssen sich die Voraussetzungen nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG nicht mit denjenigen f�r die Gew�hrung eines Aufenthalts nach Art. 8 EMRK und Art. 13 BV decken. Hier kann dennoch auf obige Ausf�hrungen in den Erw�gungen 4.2 und 4.3 verwiesen werden, da sich aus ihnen ohne Weiteres ergibt, dass der Beschwerdef�hrer nicht die ben�tigten Bindungen zur Schweiz aufweist.
6.1 Nach dem Dargelegten ist der Aufenthalt des Beschwerdef�hrers weder nach Art. 50 AuG noch nach Art. 8 EMRK und Art. 13 BV zu verl�ngern. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet, weshalb sie abzuweisen ist.
6.2 Bei diesem Ausgang hat der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 65 f. BGG). Parteientsch�digungen werden nicht geschuldet (vgl. Art. 68 BGG). Der Beschwerdef�hrer ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung. Er verweist auf einen monatlichen Nettolohn in den letzten knapp anderthalb Jahren von durchschnittlich rund Fr. 3'400.-- und einen monatlichen Mietzins von Fr. 700.--. Seinen Eltern, Geschwistern und Kindern w�rde er monatlich Fr. 800.-- in die Heimat �berweisen. Er hat allerdings in keiner Weise dargelegt, dass diese in dem erw�hnten Umfang bed�rftig seien und er zu den Unterhaltszahlungen verpflichtet sei. Er hat auch weder die Anzahl, das Alter noch die Einkommenssituation seiner Kinder angegeben. Eine Ver�nderung der Verh�ltnisse namentlich gegen�ber den Verfahren bei den Vorinstanzen, in denen er keine unentgeltliche Rechtspflege beantragt hatte, ist auch nicht ersichtlich. Der Beschwerdef�hrer hat seine Bed�rftigkeit nach Art. 64 BGG somit weder hinreichend dargetan noch belegt. Deswegen kann die unentgeltliche Rechtspflege nicht gew�hrt werden.