Source: http://www.jurablogs.com/2014/10/14/betrug-durch-sog-ping-anrufe
Timestamp: 2016-10-28 14:05:31
Document Index: 365712169

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 263', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263', 'BGH', '§ 263', 'BGE']

Blogsmedienstrafrecht.infoOktober 2014Betrug durch sog. Ping-Anrufevon Timo HandelPing-Anrufe bzw. Lockanrufe sind Anrufe, die computergestützt – in der Regel auf Mobiltelefone – erfolgen und nach dem ersten Freizeichen abgebrochen werden. Das Ziel dieser Anrufe ist es, den Inhaber des angerufenen Mobiltelefons, durch die Anzeige eines verpassten Anrufs, zu einem Rückruf einer teuren Mehrwehrtdienstenummer zu motivieren. Von den Initiatoren der Ping-Anrufe wird häufig eine mit „0137“ beginnende Mehrwertdienstenummer gewählt, da diese der Mobilfunkvorwahl „0173“ ähnelt.Bundesgerichtshof: BetrugDer BGH hat mit Urteil vom 27. März 2014, Az. 3 StR 342/13 festgestellt, dass solche Ping-Anrufe den Tatbestand des Betrugs gemäß § 263 Abs. 1 StGB erfüllen können. Danach wird bestraft, wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält.Konkludente TäuschungHinsichtlich der notwendigen Täuschung über Tatsachen führt der BGH aus, dass eine konkludente Täuschung vorliegt, da „in dem eingehenden Anruf die schlüssige Übermittlung eines Kommunikationswunsches“ zu sehen ist (BGH, Urteil v. 27.03.2014 – Az. 3 StR 342/13, S. 8). Zugleich ist der BGH der Ansicht, dass „mit einem Anruf, bei dem die Rufnummer hinterlassen wird, nach der objektiv zu bestimmenden Verkehrsanschauung (BGH, Urteil vom 26. April 2001 – 4 StR 439/00, BGHSt 47, 1, 3 f.) zugleich die Erklärung übermittelt wird, der Anrufer habe mit dem Angerufenen kommunizieren wollen“ (BGH, Urteil v. 27.03.2014 – Az. 3 StR 342/13, S. 8). Bei den Ping-Anrufen streben die Initiatoren jedoch keine Kommunikation mit dem Rückrufenden bzw. Geschädigten an, sodass die in dem Hinterlassen der Rufnummer enthaltene Erklärung unwahr ist ...Zum vollständigen Artikel30 Lesermedienstrafrecht.info:LEXikon: Betrug116 LeserBurhoff online Blog:Ping, Ping – macht das Anrufen betrügerisch10 verwandte ArtikelBetrug durch computergestützte MobilfunkanrufePing-Anrufe – Rufnummerntarnung als BetrugBundesgerichtshof bestätigt Strafbarkeit von Ping-Anrufen als BetrugBGH-Urteil zur Strafbarkeit von Ping-Anrufen im Volltext"Ping"-Anrufe aufs Handy: Strafbarkeit wegen Betruges bestätigtOLG Oldenburg: Lock- und Ping-Anrufe sind als Betrug gemäß § 263 StGB strafbarOLG Oldenburg: Ping-Anruf (1 x Klingeln), um sinnlosen Rückruf auf kostenpflichtiger Telefonnummer zu provozieren, ist BetrugOLG Oldenburg: Ping-Anrufe (1 x Klingeln), um sinnlosen Rückruf auf kostenpflichtiger Telefonnummer zu provozieren, ist BetrugBGH: Ping-Anrufe sind als Betrug nach § 263 StGB strafbar - Revision gegen Verurteilung durch das LG Osnabrück verworfenLG Osnabrück: Die Veranlassung eines Ping-Anrufs, um den Angerufenen zum Rückruf auf einer verschleiert kostenpflichtigen
Mehrwertdienstenummer zu motivieren, ist strafbarVerwandtes im Webjuris.bundesgerichtshof.de: Urteil des 3. Strafsenats27.3.2014 - 3 StR 342/13 -Über den ArtikelVeröffentlicht October 14, 2014 9:26am von Timo Handel im Blog medienstrafrecht.info.Über den AutorTimo HandelImpressum: http://t.co/lgKy2cUJEJ28 Artikel von Timo HandelFolge @itstrafrechtMehr von Timo HandelKategorienMedienrechtThemenBetrug, TelekommunikationsrechtTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresBVerfG, Beschluss vom 20.09.2016, 2 BvR 2453/15 (Besetzung oberster Richterstellen)von urteilsbesprechungen.deJugendstrafrecht – wozu denn einen Verteidiger?von Alexandra Braun / Strafrecht in Hamburg und anderswoOLG Karlsruhe: Radfahrer überholt Radfahrer - 30 cm Seitenabstand sind zu knappvon Alexander Gratz / Verkehrsrecht BlogDie Rückkehr des Phantomsvon Christoph Nebgen / NEBGENRule Britannia – Teil 9 3/4von Bernhard Schmeilzl / Cross Channel LawyersAls nächstes lesen - bislang 149 Leser:Jugendstrafrecht – wozu denn einen Verteidiger?