Source: http://cogbyte.de/project/FSJ.1730.0.html?L=04278
Timestamp: 2020-01-26 18:35:58
Document Index: 58602331

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 11', '§ 1', '§ 10', '§ 18']

cogbyte>Schüleralltag>Schule aus - was nun?>FSJ
Das Freiwillige Soziale Jahr wird ganztägig als überwiegend praktische Hilfstätigkeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen, insbesondere in Einrichtungen der Wohlfahrtspflege, in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, einschließlich der Einrichtungen für außerschulische Jugendbildung und Einrichtungen für Jugendarbeit oder in Einrichtungen der Gesundheitspflege und kulturelle Einrichtungen (Einsatzstellen) geleistet. Es dauert in der Regel 12 Monate und beginnt am 1. August oder am 1. September eines Jahres. Die Mindestdauer beträgt 6 Monate, die Höchstdauer beträgt 18 Monate.
Teilnehmen am Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und am Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) können Jugendliche, die die Vollzeitschulpflichterfüllt (je nach Bundesland mit 16 Jahren, manchmal auch schon mit15 Jahren), aber noch nicht das 27. Lebensjahr vollendet haben. (§ 2 Absatz 1 Nr. 4 FSJG, § 2 Absatz 1 Nr. 4 FÖJG)
für die Eltern besteht Anspruch auf Kindergeld.
ALG II – Empfängerinnen und Empfänger können grundsätzlich am FSJ/FÖJ teilnehmen, da der Bezug der Grundsicherung (Alg. II) für Arbeitsuchende die Teilnahme nicht ausschließt. Im Falle des Bezuges von Arbeitslosengeld II ist das Taschengeld nach § 11 Abs. 1 SGB II grundsätzlich als Einkommen zu betrachten und anzurechnen. Von der Anrechnung ausgenommen ist bei FSJ/FÖJ grundsätzlich ein Betrag in Höhe von insgesamt 175 Euro (§ 1 Abs. 7 Arbeitslosengeld II/Sozialgeld-Verordnung). Die Teilnahme an einem FSJ/FÖJ ist als wichtiger persönlicher Grund anzusehen, der der Ausübung einer Arbeit entgegensteht (vgl. § 10 Absatz 1 Nummer 5 SGB II). Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld II sind in der Zeit der Teilnahme an diesen Freiwilligendiensten nicht verpflichtet, eine Arbeit aufzunehmen.
Ausländerinnen und Ausländer können am FSJ oder FÖJ teilnehmen. Voraussetzung hierfür ist, dass sie über einen Aufenthaltstitel verfügen, der sie zur Erwerbstätigkeit berechtigt. Freiwilligen aus dem Ausland kann grundsätzlich auch speziell für die Teilnahme an den Freiwilligendiensten eine Aufenthaltserlaubnis nach § 18 des Aufenthaltsgesetzes erteilt werden. Seitens des/der Freiwilligen sind Grundkenntnisse der deutschen Sprache von Vorteil.
Auskünfte gibt es beim Bundesarbeitskreis Freiwilliges Soziales Jahr.
Quelle: www.pro-fsj.de