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Timestamp: 2017-04-29 05:36:21
Document Index: 279481797

Matched Legal Cases: ['Art 139', 'Art 140', '§ 124', '§ 124', 'Art 21', 'Art 23', 'Art 51', 'Art 18', 'Art 2', 'Art 18', '§ 46', '§ 9', 'Art 140', '§ 55', '§ 55', '§ 55']

ZFHR 2015/4 - Heft 4 - 2015 - zfhr- Zeitschrift für Hochschulrecht - e-Journals
/ ZFHR 2015/4
Volltext Cover Download AufsätzeZFHR 2015/4, Jahrgang 2015, Heft 4, S. 107–115
Nigsch, Stefano | Schenker-Wicki, Andrea 10 Jahre UG: Rückblick und Erfolge
Hochschulreformen, Autonomie, Effizienz, Data Envelopment Analysis, Malmquist-Index, Universitätsgesetz 2002, ZFHR 2015, 107 Abstract:Mit dem neuen Universitätsgesetz von 2002, welches nun über 10 Jahre in Kraft ist,... Abstract:Mit dem neuen Universitätsgesetz von 2002, welches nun über 10 Jahre in Kraft ist, wurden die österreichischen Universitäten zu eigenständigen Rechtspersönlichkeiten mit weitreichenden Kompetenzen auf organisatorischer und finanzieller Ebene. Der Beitrag präsentiert Erkenntnisse zum Zusammenhang von Hochschulautonomie und Performance und untersucht, wie sich der Hochschulstandort Österreich seit 2002 entwickelt hat. Mit Techniken aus dem Bereich des Operations Research (Data Envelopment Analysis und Malmquist-Indices) wird die Effizienz der österreichischen Universitäten im Vergleich zu den schweizerischen analysiert. Es zeigt sich, dass erstere besser abschneiden, wenn man den Aufwand in der Lehre berücksichtigt, und dass sie ihre Effizienz zwischen 2006 und 2012 steigern konnten. Dies lässt annehmen, dass die Ziele des Universitätsgesetztes von 2002 zumindest teilweise erreicht wurden. Volltext	AufsätzeZFHR 2015/4, Jahrgang 2015, Heft 4, S. 116–122
Winckler, Georg Universitätsentwicklung: Erkenntnisse und Herausforderungen
Universitätsautonomie, Ausgliederung, Vollrechtsfähigkeit, Teilrechtsfähigkeit, Universitätsorganisation, Personalautonomie, Finanzautonomie, Studienwesen, Kommunikation in der Universität, Rechenschaftspflicht, regionale Kooperation in Forschung und Lehre, Leistungsvereinbarung, New Public Management, Principal-Agent Theorie, Reform der universitären Leitungsstruktur, UOG 1993, UG 2002, ZFHR 2015, 116 Abstract:Das UG 2002 brachte gegenüber dem UOG 1993 wichtige Weiterentwicklungen im Bereich der... Abstract:Das UG 2002 brachte gegenüber dem UOG 1993 wichtige Weiterentwicklungen im Bereich der Autonomie der Universitäten, welche die Qualität der Personal- und Budgetentscheidungen wesentlich verbesserte. Die Organisationsfreiheit auf Fakultäts- und Institutsebene sowie im administrativen Bereich erlaubt einen Organisationsaufbau, der relevante Wissenschaftsentwicklungen gut abdecken und effiziente Strukturen fördern kann. Eine Governance mit „hard accountability“ wird ermöglicht. Zu beachten ist jedenfalls die Schaffung von geeigneten Kommunikationsstrukturen.Die Höhe der Universitätsfinanzierung und eine Reform des Studienwesens werden die politischen Debatten in Österreich über Universitäten weiterhin dominieren. Dennoch sollten Fragen der besseren Nutzung von regionalen Kooperationspotenzialen im Hochschulsektor sowie eine Stärkung der Strategiefähigkeit der Universitäten in Zukunft vermehrt beachtet werden. Volltext	RechtsprechungZFHR 2015/4, Jahrgang 2015, Heft 4, S. 123–128
EU-Quote; Humanmedizin; Medizinstudium; Öffnungsklausel; Quotenregelung; Staatsbürger; Zahnmedizin; Zulassungsbeschränkung
EU-Quote, Humanmedizin, Medizinstudium, Öffnungsklausel, Quotenregelung, Staatsbürger, Zahnmedizin, Zulassungsbeschränkung, B533/2013, Zulassungsverordnung des Rektorats der Medizinischen Universität Wien über die Zulassungsbeschränkung zu den Diplomstudien Human- und Zahnmedizin, RL 2006/54/EG zur Verwirklichung des Grundsatzes der Chancengleichheit und Gleichbehandlung von Männern und Frauen in Arbeits- und Beschäftigungsfragen, ZFHR 2015, 123, ZFHR-Slg 2015/12, Art 139 Abs 1 B-VG, Art 140 Abs 1 B-VG, § 124b Abs 1 UG, § 124b Abs 5 UG, Art 21 GRC, Art 23 GRC, Art 51 GRC, Art 18 AEUV, Art 2 EMRK 1. ZP, Art 18 StGG Keine Verletzung verfassungsgesetzlich gewährleisteter Rechte durch Abweisung des Antrags eines... Keine Verletzung verfassungsgesetzlich gewährleisteter Rechte durch Abweisung des Antrags eines deutschen Staatsangehörigen auf Zulassung zum Diplomstudium Humanmedizin nach genderspezifischer Auswertung des Eignungstests mangels eines Studienplatzes innerhalb der „EU-Quote“. Keine Verletzung des Diskriminierungsverbotes wegen des Geschlechts. Kein Verstoß der Bestimmungen des UG und der Zulassungsverordnung über die Quotierung der zur Verfügung stehenden Studienplätze gegen das Diskriminierungsverbot aus Gründen der Staatsangehörigkeit angesichts einer tatsächlichen Gefährdung des öffentlichen Gesundheitssystems in Österreich durch einen absehbaren Mangels an Ärztinnen und Ärzten in naher Zukunft. Volltext	RechtsprechungZFHR 2015/4, Jahrgang 2015, Heft 4, S. 128–129
Beschwerdegründe; Hochschulorganisation; Unmittelbare Bundesverwaltung; Verwaltungsgerichtliche Zuständigkeit; Verwaltungsgerichtsverfahren
Beschwerdegründe, Hochschulorganisation, Unmittelbare Bundesverwaltung, Verwaltungsgerichtliche Zuständigkeit, Verwaltungsgerichtsverfahren, E 923/2014, ZFHR 2015, 128, ZFHR-Slg 2015/13, § 46 Abs 2 UG, § 9 VwGVG, Art 140 Abs 1 Z 1 lit a B-VG Keine Verletzung verfassungsgesetzlich gewährleisteter Rechte durch Zurückweisung einer... Keine Verletzung verfassungsgesetzlich gewährleisteter Rechte durch Zurückweisung einer mangelhaften Beschwerde eines Studierenden gegen die Nichtzulassung zu bestimmten Lehrveranstaltungen und Prüfungen an das Bundesverwaltungsgericht; Organe der öffentlichen Universitäten als bundesnahe Organe innerhalb der unmittelbaren Bundesverwaltung zu qualifizieren; Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts für Beschwerden gegen Bescheide in Studienangelegenheiten daher gegeben; Verpflichtung der Verwaltungsgerichte zur Stellung von Normprüfungsanträgen bei Bestehen von Bedenken. Volltext	RechtsprechungZFHR 2015/4, Jahrgang 2015, Heft 4, S. 129–130
Gleichwertigkeit; Individueller Ausbildungsbedarf; Individuelles Diplomstudium
Gleichwertigkeit, Individueller Ausbildungsbedarf, Individuelles Diplomstudium, Ro 2014/10/0028, ZFHR 2015, 129, ZFHR-Slg 2015/14, § 55 UG Das Erfordernis eines individuellen Ausbildungsbedarfs (vgl E 16. 12. 2002, 2002/10/0008) gilt... Das Erfordernis eines individuellen Ausbildungsbedarfs (vgl E 16. 12. 2002, 2002/10/0008) gilt auch für die nunmehr in Geltung stehende Regelung des § 55 UG, ergeben sich doch weder aus der Textierung dieser Norm noch aus den Materialien Anhaltspunkte dafür, dass der Gesetzgeber von dieser Voraussetzung für die Genehmigung eines individuellen Studiums absehen wollte. Überdies wäre bei einem anderen Verständnis von § 55 leg cit eine Umgehung anderer studienrechtlicher Regelungen – insbesondere jener über die Erlassung von Curricula – leicht möglich, wobei man nicht davon ausgehen kann, dass der Gesetzgeber Derartiges ermöglichen wollte. Volltext	BuchbesprechungenZFHR 2015/4, Jahrgang 2015, Heft 4, S. 131–131
Happacher, Esther Fraenkel-Haeberle, Cristina: Die Universität im Mehrebenensystem. Modernisierungsansätze in Deutschland, Italien und Österreich.
XIX und 445 Seiten, Mohr Siebeck: Tübingen 2014. Leinen. EUR 99. ISBN 978-3-16-152578-0. ZFHR 2015, 131 In ihrer 2012 an der Universität Speyer als Habilitationsschrift angenommenen Arbeit untersucht... In ihrer 2012 an der Universität Speyer als Habilitationsschrift angenommenen Arbeit untersucht Cristina Fraenkel-Haeberle die Entwicklung der Universität in Europa anhand dreier Fallbeispiele, nämlich Deutschland, Italien und Österreich.Der erste Teil der Arbeit widmet sich in einem geschichtlichen Abriss der Entstehung der Institution Universität und spannt einen Bogen von der mittelalterlichen universitas hin zur heutigen allgemeinen Bildungsinstitution, die kein Wissenschaftsmonopol mehr besitzt. In rechtsvergleichender Weise erhebt die Autorin sodann im zweiten Teil Befund über die deutsche, italienische und österreichische Hochschule anhand der Reformen, denen die Universität in den letzten Jahrzehnten in allen drei Ländern unterlag. Sie zeigt grundlegende Entwicklungen auf wie etwa den Wettbewerbsgedanken im deutschen Universitätssystem, der im Mehrebenensystem mit einem verstärkten Föderalismus im Bildungswesen Hand in Hand geht. Die italienische Universität ist einerseits von Zentralstaatlichkeit gekennzeichnet, andererseits erscheint die verfassungsrechtlich verankerte Autonomie der Universität in organisatorischer Hinsicht durch experimentierfreudige Reformen ausgebaut. Der österreichischen Universität hingegen attestiert die Autorin eine Wandlung zu einem Modell der „unternehmerischen Universität“ durch die Reform des UG 2002. Aufbauend auf diesem allgemeinen Befund folgt die Analyse der Stellung der Wissenschaftsfreiheit in den drei Rechtsordnungen, welche die Autorin im Spannungsfeld zwischen subjektivem Recht und institutioneller Garantie sieht. Cristina Fraenkel-Haeberle versteht es auch hier, aus dem Vergleich die unterschiedlichen und doch gemeinsamen Grundlagen des Begriffs der Wissenschaftsfreiheit in allen seinen Verknüpfungen herauszuschälen. Ein weiterer Schwerpunkt des Buches ist der funktionalen Differenzierung des Hochschulwesens und der Entwicklung von unterschiedlichen Typen von Hochschulen gewidmet. Beispielhaft seien die „Standardlösung“ der staatlichen Hochschulen oder die „Nischenangebote“ nichtstaatlicher Hochschulen, die Fachhochschulen in Deutschland und Österreich oder die österreichische Exzellenzuniversität genannt. Die Autorin erkennt in diesem Bereich zwei Tendenzen: einerseits eine Entwicklung hin zu einem maßgeschneiderten Hochschulsystem, das unterschiedlichen Ausbildungsinteressen wie denen der Wirtschaft Rechnung trägt, andererseits die auch durch den Bologna-Prozess angestrebte Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Ausbildungsformen. Ebenfalls im Ländervergleich wird die Frage der Akkreditierung und der Qualitätssicherung behandelt und durchaus kritisch etwa hinsichtlich der Eignung der verwendeten Leistungsindikatoren beleuchtet.Der dritte Teil widmet sich der Internationalisierung der Universität. Vor dem Hintergrund der unionsrechtlichen Komponente der Hochschulbildung, dem intergouvernementalen Bologna-Prozess und der gezielt betriebenen Strategie der Europäischen Kommission zur Förderung der Mobilität im Bildungsbereich konstatiert Cristina Fraenkel-Haeberle eine neuerliche Europäisierung des Hochschulsystems, das bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts einen tatsächlich europäischen Bildungsraum darstellte. Im Schlussteil des Buches werden die Themen der Autonomie, des Wettbewerbs und der Europäisierung nochmals aufgegriffen und die Ergebnisse der umfassenden Analyse in eine Reihe von prägnanten Leitsätzen gegossen. Volltext	BuchbesprechungenZFHR 2015/4, Jahrgang 2015, Heft 4, S. 131–133
Sturzeis, Laura Campbell, David F.J; Carayannis, Elias G.: Epistemic Governance in Higher Education. Quality Enhancement of Universities for Development.
79 Seiten, New York/Heidelberg/Dordrecht/London: Springer 2013. Broschiert. EUR 54,95. ISBN: 978-1-4614-4417-6 ZFHR 2015, 131 Das 70 Seiten umfassende Buch wurde inspiriert durch das Forschungsproject EUROAC („The... Das 70 Seiten umfassende Buch wurde inspiriert durch das Forschungsproject EUROAC („The Academic Profession in Europe: Responses to Societal Challenges“), an dem David F.J. Campbell mitwirkte. Während das Projekt darauf abzielte, die Veränderungen der Hochschulprofession herauszuarbeiten, versuchen Campbell und Carayannis nun die Rahmenbedingungen zu fassen, die den Wandel der Karrierestrukturen bedingen. Zu diesem Zweck führen die Autoren das Konzept der „Epistemic Governance“ ein, das eine Verbindung von der Mikroebene der individuellen Akteure (= UniversitätsmitarbeiterInnen) mit der Mesoebene der Organisation (= Management der Universität) und der Makroebene (= politischen Steuerung des Hochschul- und Wissenschaftssystems) gewährleisten soll. Das Buch ist insofern eine Antwort auf die ewig währende Frage, wie die Governance des Hochschulsystems, der sie umfassenden Hochschulen, sowie der akademischen Karrieren ausgestaltet sein soll. Gleichzeitig handelt es sich hierbei weniger um eine Anleitung für PraktikerInnen, als vielmehr um die Skizzierung eines analytischen Rahmens, innerhalb dessen diese Phänomene in ihren Zusammenhängen betrachtet werden.David F.J. Campbell, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung der IFF Wien (Universität Klagenfurt), und Elias G. Carayannis, Professor of Science, Technology, Innovation and Entrepreneurship an der School of Business (George Washington University) widmen sich bereits seit einigen Jahren in gemeinsamen Publikationen der (Weiter-)Entwicklung eines Analyserahmens für Hochschulsysteme. Der erste Strang ihrer Arbeiten fokussiert auf die Ebene der Wissensproduktion: hier plädieren Carayannis und Campbell (2006) für die Ausweitung des Mode-1 / Mode-2-Konzeptes der Wissensproduktion (Gibbons et al. 1994) um einen Mode-3 – neben Grundlagenforschung und angewandter Forschung kam die Grundlagenforschung im Anwendungskontext hinzu. Der zweite Strang konzentriert sich auf die Ebene der Steuerung von Hochschulen und Hochschulsystemen und knüpft an die Arbeiten zur „Triple Helix“ (university-industry-government) von Etzkowitz und Leydesdorff (2000) an: hier führten Campbell & Carayannis in einem ersten Schritt die „Quadruple Helix“ (primär: Zivilgesellschaft) und darauf aufbauend die „Quintuple Helix“ (Ökosystem) als Erweiterungen des analytischen Rahmens ein (Carayannis & Campbell 2010)Nach einem kurzen einführenden Kapitel folgt in Kapitel 2 die Definition zweier zentraler Begriffe: ‚Governance‘ und ‚Higher Education‘. Campbell und Carayannis legen ihrer Arbeit einen systemischen Governance-Begriff zugrunde, der einem kybernetischen Verständnis wesentlich näher steht – im Sinne der Steuerung komplexer Systeme unter Berücksichtigung ihrer Eigendynamik – als einem kontrollorientierten Steuerungsverständnis. Zu ‚Higher Education‘ zählen für die Autoren neben den klassischen Hochschulaufgaben Forschung und Lehre zudem ‚Third Mission‘-Aktivitäten (zB die‚ unternehmerische Universität‘ aber auch regionales/lokales Engagement von Hochschulen). Zum Vergleich der Leistungsfähigkeit nationaler Hochschulsysteme ziehen die Autoren sodann auch Daten aus zwei OECD-Datenbanken, resp Publikationen heran („Education at a Glance“ und „Science, Technology and R&D Statistics“), um beide Kernfunktionen von Hochschulen gleichermaßen in den Blick zu bekommen. Aufgrund der Indikatoren für öffentliche und private Hochschul- und Forschungsfinanzierung für Deutschland, Großbritannien und die USA gelangen Campbell und Carayannis zu dem Schluss, dass in den ersten beiden Ländern die öffentliche Finanzierung klar die private Finanzierung in Hochschulbildung und -forschung dominiert. Somit können Hochschulen der öffentlichen Sphäre zugerechnet werden. In den USA trifft dies aber nur für den Bereich der Hochschulforschung zu, wohingegen die private Finanzierung von Hochschulbildung die öffentliche Finanzierung in Hochschulforschung und -bildung bereits überholt hat. Das us-amerikanische Hochschulsystem lässt sich insofern weder einer öffentlichen noch einer privaten Sphäre eindeutig zu ordnen. Volltext	Fachgebiete