Source: http://sl.juris.de/sl/gesamt/RGebMittlSaarTalLSchGV_SL.htm
Timestamp: 2019-09-16 12:37:25
Document Index: 368539337

Matched Legal Cases: ['§ 31', 'Art. 4', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

(1) Das im Folgenden näher bestimmte Gebiet mit einer Größe von ca. 126 ha wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Es trägt die Bezeichnung Landschaftsschutzgebiet „Rastgebiete im mittleren Saartal“ (L 6606-310) und ist Teil des Netzes Natura 2000 ( § 31 Bundesnaturschutzgesetz ) als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung gemäß der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (ABl. L 206 vom 22.07.1992 S. 7) und als Europäisches Vogelschutzgebiet gemäß der Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (ABl. L 20 vom 26. Januar 2010 S. 7) in der jeweils geltenden Fassung.
Das Schutzgebiet gliedert sich in drei Teilflächen und liegt in der Stadt Saarlouis, Gemarkung Lisdorf, der Stadt Dillingen, Gemarkung Pachten, der Gemeinde Wadgassen, Gemarkung Hostenbach, der Gemeinde Rehlingen-Siersburg, Gemarkung Rehlingen, und der Gemeinde Beckingen, Gemarkung Beckingen.
(2) Das Schutzgebiet ist in der anliegenden Übersichtskarte ,[2] die Bestandteil dieser Verordnung ist, durch schwarze Umrandung gekennzeichnet. Die flurstückgenaue Abgrenzung ist in Detailkarten 1:2.000 mit Flurstücknummern und Randsignatur, die ebenfalls Bestandteil dieser Verordnung sind, wiedergegeben. Diese Karten und der Verordnungstext werden im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz - Oberste Naturschutzbehörde -, Saarbrücken, verwahrt. Jeweils eine weitere Ausfertigung befindet sich bei der Stadt Saarlouis, der Stadt Dillingen, der Gemeinde Wadgassen, der Gemeinde Rehlingen-Siersburg und der Gemeinde Beckingen. Verordnungstext und Karten können bei den genannten Stellen eingesehen werden.
3150 Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions,
der Brut-, Zug- und Rastvogelarten und ihrer Lebensräume nach Anhang I der Vogelschutzrichtlinie:
A 021 Rohrdommel (Botaurus stellaris)
A 023 Nachtreiher (Nycticorax nycticorax)
A 026 Seidenreiher (Egretta garzetta)
A 029 Purpurreiher (Ardea purpurea)
A 068 Zwergsäger (Mergellus albellus)
A 094 Fischadler (Pandion haliaetus)
A 098 Merlin (Falco columbarius)
A 103 Wanderfalke (Falco peregrinus)
A 119 Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana)
A 127 Kranich (Grus grus)
A 193 Flussseeschwalbe (Sterna hirundo)
A 246 Heidelerche (Lullula arborea)
A 272 Blaukehlchen (Luscinia svecica)
A 379 Ortolan (Emberiza hortulana),
und der gefährdeten Zugvogelarten und ihrer Lebensräume nach Art. 4 (2) der Vogelschutzrichtlinie:
A 050 Pfeifente (Anas penelope)
A 052 Krickente (Anas crecca)
A 054 Spießente (Anas acuta)
A 055 Knäkente (Anas querquedula)
A 056 Löffelente (Anas clypeata)
A 070 Gänsesäger (Mergus merganser)
A 152 Zwergschnepfe (Lymnocryptes minimus)
A 153 Bekassine (Gallinago gallinago)
A 160 Großer Brachvogel (Numenius arquata)
A 168 Flussuferläufer (Actitis hypoleucos)
A 249 Uferschwalbe (Riparia riparia)
A 277 Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe)
A 298 Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus)
A 299 Gelbspötter (Hippolais icterina)
A 340 Raubwürger (Lanius excubitor)
A 383 Grauammer (Emberiza calandra).
Schutzzweck ist zudem die Erhaltung, Pflege und Entwicklung eines strukturreichen Biotopkomplexes aus offenen Wasserflächen, Röhrichtbeständen, Gebüschstrukturen, feuchten Hochstaudenfluren und Grünland, welcher zur Vielfalt, Eigenart und Schönheit des Landschaftsbildes beiträgt und einer Vielzahl von teils seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten einen geeigneten Lebensraum bietet.
Jagd, und zu diesem Zweck auch die Errichtung von an die Landschaft angepassten Hochsitzen in einfacher Holzbauweise; § 3 Absatz 2 Nr. 2 und Nr. 3 und § 4 Absatz 2 Nr. 2 bleiben unberührt,
auf Flächen mit dem Lebensraumtyp 3150 Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions,
in der Fortpflanzungs- und Aufzuchtzeit alle Maßnahmen und Nutzungen, die zu keiner erheblichen Störung oder sonstigen Beeinträchtigung der im Schutzzweck genannten Brutvogelarten führen können; dies gilt auch für die Ausübung der Jagd. § 4 Absatz 2 Nummer 2 bleibt unberührt.
in den Zug- und Rastzeiten alle Maßnahmen und Nutzungen, die zu keiner erheblichen Störung oder sonstigen Beeinträchtigung der im Schutzzweck genannten Zug- und Rastvögel führen können; dies gilt auch für die Ausübung der Jagd. § 4 Absatz 2 Nummer 2 bleibt unberührt.
Säume und dauerhaft brachgefallene Flächen zu mähen; davonausgenommen sind Pflegeschnitte, die die flächenbezogenen Vorgaben des Managementplans beachten,
sonstige Veranstaltungen durchzuführen; hiervon ausgenommen ist der Flusslauf der Saar in der Zeit vom 1. Mai bis 31. Juli, soweit der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird,
auf Flächen mit dem Lebensraumtyp 3150 Natürliche eutrophe Seen mit Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions,