Source: http://www.betanet.de/betanet/soziales_recht/Teilhabe-am-Arbeitsleben---Rahmenbedingungen-1290.html
Timestamp: 2017-09-21 03:10:44
Document Index: 286518745

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 11', '§ 126', '§ 16', '§ 35', '§ 33']

Berufliche Reha > Rahmenbedingungen - Soziales & Recht - betanet
2.1. Persönliche Voraussetzungen der Rentenversicherung
2.2. Versicherungsrechtliche Voraussetzungen der Rentenversicherung
2.3. Ausschluss von Leistungen der Rentenversicherung
2.4. Praxistipp
3.1. Dauer bei beruflicher Eingliederung
3.2. Verlängerung
4. Stationäre Leistungen, Unterkunft, Verpflegung
"Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben" (LTA) ist der sozialrechtliche Begriff für die berufliche Reha. Dies umfasst alle Rehamaßnahmen, welche die Arbeits- und Berufstätigkeit von kranken und/oder behinderten Menschen fördern. Die Leistungen werden von verschiedenen Trägern übernommen, meist aber von der Agentur für Arbeit, vom Rentenversicherungsträger oder der Berufsgenossenschaft.
Die unterschiedlichen Formen der beruflichen Reha sind unter Berufliche Reha > Leistungen aufgeführt.
Die Unfallversicherung ist bei Arbeitsunfall und Berufskrankheit für die berufliche Reha zuständig.
Die Rentenversicherung übernimmt die berufliche Reha, wenn die Maßnahmen geeignet sind, eine Wiedereingliederung ins Erwerbsleben zu erreichen.
Daneben übernehmen unter Umständen auch die Agentur für Arbeit, das Jugendamt oder das Sozialamt berufliche Rehaleistungen. Näheres unter Rehabilitation > Zuständigkeit.
Unter folgenden persönlichen Voraussetzungen trägt der Rentenversicherungsträger berufliche Rehaleistungen (§ 10 SGB VI):
Unter folgenden versicherungsrechtlichen Voraussetzungen trägt der Rentenversicherungsträger berufliche Rehaleistungen (§ 11 SGB VI):
Die Rentenversicherung finanziert ihren Versicherten keine beruflichen Rehaleistungen bei:
einem Arbeitsunfall, einer Berufskrankheit oder einer Schädigung im Sinne des Sozialen Entschädigungsrechts (z.B. BVG), wenn in diesen Fällen gleichartige Leistungen durch einen anderen Rehabilitationsträger erhalten werden können.
Bezug oder Beantragung einer Altersrente von mindestens zwei Drittel der Vollrente (d.h.: kein Ausschluss bei Bezug/Antrag von einem Drittel bzw. der Hälfte der Vollrente).
Anwartschaft auf Versorgung nach beamtenrechtlichen Vorschriften.
Versicherungsfreiheit als Bezieher einer Versorgung wegen Erreichens einer Altersgrenze, sogenannte Vorruhestandsleistungen.
Bezug einer Leistung, die regelmäßig bis zum Beginn einer Altersrente gezahlt wird.
Untersuchungshaft oder Vollzug einer Freiheitsstrafe oder freiheitsentziehender Maßregeln oder einstweiliger Unterbringung (§ 126a StPO).
Die Anträge auf Kostenübernahme für die jeweiligen beruflichen Rehaleistungen sollten gestellt werden, bevor die Maßnahmen in die Wege geleitet werden.
Grundsatz: Berufliche Rehaleistungen sollen für die Zeit erbracht werden, die vorgeschrieben oder allgemein üblich ist, um das angestrebte Berufsziel zu erreichen.
In der Regel bis zur Erreichung des angestrebten Berufsziels in der hierfür vorgeschriebenen oder allgemein üblichen Zeit im Sinne der notwendigen Ausbildungsdauer.
Dauer bei Weiterbildung
In der Regel bis zu 2 Jahre bei ganztägigem Unterricht.
Keine Teilförderung (eines Ausbildungsabschnitts) einer geschlossenen Weiterbildungsmaßnahme möglich.
Soll eine Weiterbildung in die Altenpflege erfolgen, fördert die Bundesagentur für Arbeit die 3-jährige Weiterbildung. Nähere Information durch den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit.
Eine Verlängerung ist denkbar bei:
bestimmter Art und Schwere der Behinderung
Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes
voller Ausschöpfung des Leistungsvermögens des behinderten Menschen
Erlernbarkeit des Ausbildungsberufs nicht unter 2 Jahren
Aus Gründen der Art oder Schwere der Behinderung oder zur Sicherung des Erfolgs der Reha können die Maßnahmen auch stationär erbracht werden. Das umfasst neben der Unterkunft auch die Verpflegung, wenn die Unterbringung außerhalb des eigenen oder elterlichen Haushalts erforderlich ist.
Bei Teilnahme an beruflichen Rehaleistungen werden Beiträge zur Kranken-, Unfall-, Pflege- und Rentenversicherung übernommen. Details unter Sozialversicherung bei beruflicher Reha und WfbM.
Die Broschüre "Berufliche Rehabilitation: Ihre neue Chance" kann bei der Deutschen Rentenversicherung unter www.deutsche-rentenversicherung.de > Rente & Reha > Rehabilitation > Leistungen > Berufliche Rehabilitation (LTA) kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.
Informationen zur beruflichen Reha geben auch die Bundesagentur für Arbeit unter www.arbeitsagentur.de > Bürgerinnen & Bürger > Finanzielle Hilfen > Berufliche Rehabilitation und die Berufsgenossenschaften unter www.dguv.de > Rehabilitation/Leistungen > Berufliche und soziale Teilhabe.
(§ 16 SGB VI - § 35 SGB VII - jeweils i.V.m. §§ 33 ff. SGB IX)
Letzte Aktualisierung am 20.06.2017 Redakteur/in: Sabine Bayer
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