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Timestamp: 2016-10-26 00:36:08
Document Index: 387338365

Matched Legal Cases: ['Art. 99', 'Art. 99', 'Art. 8', 'Art. 15', 'BGE', 'Art. 99']

8C_684/2014 (22.12.2014)
8C_684/2014 {T�0/2} � � Urteil vom 22. Dezember 2014
A.________, vertreten durch Avvocato Gabriele Gilardi,
Regionales Arbeitsvermittlungszentrum (RAV)�vertreten durch das Amt f�r Wirtschaft und Arbeit, Davidstrasse 35, 9001 St. Gallen,
Der 1982 geborene A.________ meldete sich am 21. Juni 2011 bei der Arbeitslosenversicherung zum Leistungsbezug an und beantragte ab 1. Juli 2011 eine Arbeitslosenentsch�digung. Am 9. Juli 2012 schloss der Versicherte mit dem FC X.________ einen Arbeitsvertrag als Profispieler vom 14. Juli 2012 bis 30. Juni 2014 ab. Gegen�ber der Arbeitslosenversicherung erkl�rte er, neben seiner T�tigkeit beim FC X.________ eine 50 %-Besch�ftigung zu suchen. Mit Verf�gung vom 4. M�rz 2013 und Einspracheentscheid vom 4. Juni 2013 verneinte das RAV die Vermittlungsf�higkeit des Versicherten in der Zeit ab 14. Juli 2012. Der Versicherte meldete sich per 30. Juni 2013 von der Arbeitsvermittlung ab, da er ab dem 1. Juli 2013 zu 100 % beim FC X.________ angestellt sei.
Die von A.________ gegen den Einspracheentscheid vom 4. Juni 2013 erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 10. Juli 2014 ab, soweit es auf sie eintrat.
Mit Beschwerde beantragt A.________, es sei unter Aufhebung des Einsprache- und des kantonalen Gerichtsentscheides festzustellen, dass er ab 14. Juli 2012 mindestens zu 20 % vermittlungsf�hig gewesen sei. Gleichzeitig stellt A.________ ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.
2.1.�Gem�ss Art. 99 Abs. 1 BGG d�rfen neue Tatsachen und Beweismittel im bundesgerichtlichen Verfahren nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt. Neue Begehren sind nach Art. 99 Abs. 2 BGG unzul�ssig.
2.2.�Die Voraussetzungen, unter denen die vom Beschwerdef�hrer neu eingereichten Unterlagen ausnahmsweise zul�ssig w�ren, sind vorliegend nicht erf�llt, so dass diese unbeachtet bleiben m�ssen. Dasselbe gilt f�r die letztinstanzlich erstmals vorgetragene Tatsachenbehauptung, wonach er nach dem 25. September 2012 vom FC X.________ nur noch sehr sporadisch eingesetzt worden sei.
Streitig und zu pr�fen ist, ob der Beschwerdef�hrer in der Zeit zwischen dem 14. Juli 2012 und dem 4. Juni 2013 neben seiner T�tigkeit beim FC X.________ f�r eine weitere teilzeitliche Besch�ftigung vermittlungsf�hig war.
4.1.�Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Voraussetzung der Vermittlungsf�higkeit zum Bezug von Arbeitslosenentsch�digung (Art. 8 Abs. 1 lit. f und Art. 15 AVIG; Urteil 8C_382/2010 vom 1. Juli 2010 E. 2.1; vgl. auch BGE 126 V 520 E. 3a S. 521), namentlich bei teilarbeitslosen Personen, die eine weitere Teilzeitstelle suchen (vgl. Urteil C 129/05 vom 30. August 2005 E. 4), zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
4.2.�Das kantonale Gericht hat f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich festgestellt, dass der Versicherte auch �ber jene Zeiten, in denen er die Bereitschaft erkl�rt hatte, sich dem Arbeitsmarkt zur Verf�gung zu stellen, nicht frei verf�gen kann. So steht es im Belieben des Trainers des FC X.________, die zeitliche Ansetzung der Trainings und deren Anzahl je nach Leistungen der Mannschaft anzupassen. Zus�tzlich zu den Spielen, deren Bestreiten rechtzeitige Anreise und Vorbereitung bedingen, kommen weitere Verpflichtungen wie etwa die Teilnahme an Trainingslagern hinzu. Aus dieser eingeschr�nkten zeitlichen Verf�gbarkeit und aus dem Umstand, dass die vom Beschwerdef�hrer angestrebten T�tigkeiten die Pr�senz am Arbeitsplatz w�hrend den �blichen Arbeitszeiten voraussetzen, schloss die Vorinstanz auf eine fehlende Vermittlungsf�higkeit des Versicherten. Was dieser dagegen vorbringt, vermag - soweit die Vorbringen mit Blick auf Art. 99 BGG �berhaupt zul�ssig sind (vgl. E. 2 hievor) - diese Erw�gungen nicht als bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen. Insbesondere vermag er aus dem Umstand, dass immer mehr Arbeitgeber das Arbeiten zu Hause zu einem frei gew�hlten Zeitpunkt erlauben, nichts zu seinen Gunsten ableiten, ist doch ein solches Arbeitszeitmodell bei den f�r ihn in Frage kommenden und von ihm auch aktiv gesuchten Stellen kaum denkbar.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, Abteilung I, und dem Staatssekretariat f�r Wirtschaft (SECO) schriftlich mitgeteilt.