Source: https://www.tierimrecht.org/de/recht/hunderecht/nidwalden/
Timestamp: 2017-08-23 19:12:40
Document Index: 230631897

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 7', '§ 4', '§ 45', 'Art. 10', '§ 3', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 11', '§ 2']

Gesetz über das Halten von Hunden (Hundegesetz) vom 4. Februar 2004 (826.3)
Vollzugsverordnung zum Gesetz über das Halten von Hunden (Hundeverordnung) vom 21. Dezember 2004 (826.31)
Vollzugsverordnung zum kantonalen Jagdgesetz (kantonale Jagdverordnung, kJSV) vom 2. Juni 2008 (841.11)
Verordnung über die Wildruhegebiete vom 7. Juli 2009 (841.15)
Hunde sind so zu halten, dass sie weder Menschen und Tiere gefährden oder belästigen noch fremdes Eigentum beschädigen (Art. 3 Abs. 1 Hundegesetz /NW). Es ist verboten, Hunde unbeaufsichtigt frei laufen zu lassen (Art. 4 Abs. 1 Ziff. 3 Hundegesetz/NW).
Halterinnen und Halter von Hunden haben dafür zu sorgen, dass ihre Hunde ohne Einwilligung keine privaten Gärten und Wiesen im fortgeschrittenen Wachstum betritt (Art. 7 Abs. 2 Hundegesetz/NW). Kot des Hundes ist aufzunehmen und ordnungsgemäss zu beseitigen (Art. 8 Hundegesetz/NW).
Für Hunde ab einem Alter von drei Monaten ist eine jährliche Steuer zu entrichten (Art. 14 Hundegesetz/NW). Die Steuer wird monatlich errechnet, wenn ein Hund nicht während des gesamten Kalenderjahres gehalten wird (Art. 15 Abs. 2 Hundegesetz/NW).
Das Mitführen oder Laufenlassen von Hunden auf Friedhöfen, Spielplätzen und Strandbädern ist verboten. Auf Sportplätzen und in Schulhausanlagen gilt eine generelle Leinenpflicht (Art. 7 Abs. 1 Hundegesetz/NW).
In den Wildruhgebieten gilt vom 15. Dezember bis zum 30. April eine generelle Leinenpflicht (im Einzelnen siehe die Pläne im Anhang zur Verordnung über die Wildruhegebiete). In den Wildruhegebieten Lauelenegg-Nätschen, Arven-Scheligsee und Scheidegg gilt die Leinenpflicht bis zum 15. Juni (§ 4 Verordnung über die Wildruhegebiete/NW).
Hunde, die sich unbeaufsichtigt in den Wildeinständen herumtreiben und Wildspuren aufnehmen, Wild verfolgen, Wild hetzen oder reissen, gelten als wildernde Hunde und dürfen von den Wildhüterinnen oder Wildhütern erlegt werden. Nach Möglichkeit ist die Hundehalterin bzw. der Hundehalter nach dem erstmaligen Beobachten des Wilderns zu verwarnen (§ 45 kJSV/NW).
Die gewerbsmässige Zucht von Hunden bedarf einer Bewilligung (Art. 10 HuG/NW). Die Bewilligung wird erteilt, wenn die Vorschriften der Tierschutz- und der Tierseuchengesetzgebung eingehalten sind, eine fachgerechte Betreuung und die Sozialisierung der Welpen mit Mensch und Umwelt gesichert sind und die Welpen auf ihren zukünftigen Platz vorbereitet werden (§ 3 Hundeverordnung/NW).
Der Kanton Nidwalden hat in seine Hundegesetzgebung keine speziellen Regelungen zu potenziell gefährlichen Hunden und keine Rasseliste aufgenommen. Allgemein gilt, dass Hunde so zu halten sind, dass sie weder Menschen und Tiere gefährden oder belästigen noch fremdes Eigentum beschädigen (Art. 3 Abs. 1 Hundegesetz/NW).
Die mit der Aufsicht über einen Hund betraute Person hat mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln einzugreifen, wenn ihr Hund einen Menschen oder ein Tier bedroht oder angreift (Art. 4 Abs. 2 Hundegesetz/NW).
Das zuständige Amt ordnet erforderliche Massnahmen an, wenn Hundehalter ihren Pflichten nicht nachkommen, Bissverletzungen nicht gemeldet oder ein schwer wiegende Verdachte einer Bedrohung oder Verhaltensauffälligkeiten festgestellt werden (Art. 6 Hundegesetz/NW).
Als Massnahmen kommen insbesondere Weisungen über die Erziehung, Pflege, Unterbringung oder die Beaufsichtigung einschliesslich Leinen- und Maulkorbzwang, die Beobachtung zu Lasten des Halters, die Anordnung eines Wesenstests, Erziehungskurses oder in schwer wiegenden Fällen eines Hundehaltungsverbotes oder sogar die Beseitigung des Tieres in Betracht (Art. 6 Abs. 1 und Abs. 2 Hundegesetz/NW).
Eine auf Aggressivität zielende Zucht von Hunden ist verboten (Art. 11 Hundegesetz/NW).
Der Kantonstierarzt ist zuständig für die Abklärung bei Verdacht einer auf Aggressivität zielenden Zucht von Hunden (§ 2 Ziff. 2 Hundeverordnung/NW).
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