Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%202014,%20674
Timestamp: 2019-12-13 21:46:02
Document Index: 184782595

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 4', '§ 4', '§ 9', '§ 4', '§ 4', '§ 46', '§ 46']

BFH, 26.02.2014 - VI R 11/12 - dejure.org
https://dejure.org/2014,16094
BFH, 26.02.2014 - VI R 11/12 (https://dejure.org/2014,16094)
BFH, Entscheidung vom 26.02.2014 - VI R 11/12 (https://dejure.org/2014,16094)
BFH, Entscheidung vom 26. Februar 2014 - VI R 11/12 (https://dejure.org/2014,16094)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2014,16094) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 9 Abs 5 EStG 2009 vom 08.12.2010, § 4 Abs 5 S 1 Nr 6b EStG 2009 vom 08.12.2010, EStG VZ 2007
“Kein anderer Arbeitsplatz” i.S. des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 EStG
EStG § 9 Abs. 5; EStG § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b
Zum häuslichen Arbeitszimmer - Zugewiesener Arbeitsplatz muss zumutbar sein
Zu den Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer bei nicht nutzbarem "Amtszimmer"
Häusliches Arbeitszimmer bei nicht nutzbarem "Amtszimmer"
Arbeitsplatz birgt Gesundheitsgefahr - Häusliches Arbeitszimmer kann abgesetzt werden
Arbeitszimmmer: Eventuell absetzbar bei marodem Büro
Pfarrer vor BFH erfolgreich: Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer bei nicht nutzbarem "Amtszimmer” abzugsfähig
Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer bei nicht nutzbarem anderen Arbeitsplatz
Deshalb steht der andere Arbeitsplatz nur dann "für die betriebliche und berufliche Tätigkeit ... zur Verfügung", wenn ihn der Steuerpflichtige in dem konkret erforderlichen Umfang und in der konkret erforderlichen Art und Weise tatsächlich nutzen kann (…BFH-Urteile vom 16. September 2015 IX R 19/14, BFH/NV 2016, 380, Rz 18; vom 26. Februar 2014 VI R 11/12, BFHE 245, 150, BStBl II 2014, 674, Rz 11, m.w.N.; in BFHE 245, 22, BStBl II 2014, 570, und in BFHE 204, 176, BStBl II 2004, 775).
Da die Revision aus anderen Gründen zur Aufhebung der Vorentscheidung führt, muss der Senat nicht noch darüber entscheiden, ob die Kläger auch infolge eines Verfahrensfehlers in ihren Rechten verletzt sind (Senatsurteil vom 26. Februar 2014 VI R 11/12, BFHE 245, 150, BStBl II 2014, 674, m.w.N.).
Der "andere Arbeitsplatz" steht aber nur dann "für die betriebliche oder berufliche Betätigung ... zur Verfügung", wenn ihn der Steuerpflichtige in dem konkret erforderlichen Umfang und in der konkret erforderlichen Weise tatsächlich nutzen kann (BFH Urteile vom 26. Februar 2014 VI R 11/12, BFHE 245, 150, BStBl II 2014, 674 m.w.N. …und vom 14. Januar 2004 VI R 1/02, BFH/NV 2004, 943).
Entscheidend ist, ob gewährleistet ist, dass der Arbeitnehmer seine berufliche Tätigkeit in dem konkret erforderlichen Umfang an dem "anderen Arbeitsplatz" erledigen kann (u.a. BFH Urteil vom 26. Februar 2014 VI R 11/12, a.a.O.).
Ob das der Fall ist, ist eine Frage der Tatsachenfeststellung, die von den Finanzgerichten anhand der objektiven Umstände des konkreten Einzelfalles beantwortet werden muss (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 26.02.14 VI R 11/12, BFHE 245, 150, BStBl II 2014, 674; VI R 37/13, BFHE 245, 22, BStBl II 2014, 570).
Dies fordere auch der BFH in seinem Urteil vom 26. Februar 2014 in dem Verfahren VI R 11/12 (im Leitsatz).
bb) Ein "anderer Arbeitsplatz" i.S. des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 EStG ist grundsätzlich jeder Arbeitsplatz, sofern er zu Erledigung büromäßiger Arbeiten geeignet ist (BFH-Urteil vom 26. Februar 2014 VI R 11/12, BFHE 245, 150, BStBl II 2014, 674).
Diesbezüglich verweisen die Einspruchsentscheidungen auf das anhängige Verfahren beim BFH mit dem Aktenzeichen VI R 11/12.
Hinsichtlich des Arbeitszimmers im Rahmen seiner Tätigkeit als Pfarrer in R hätten die Teileinspruchsentscheidungen keine Entscheidung getroffen, da das beim BFH anhängige Klageverfahren Az. VI R 11/12 abgewartet werde.
Jedoch ist die Klage insoweit als Untätigkeitsklage gemäß § 46 Abs. 1 FGO zulässig, da der Grund für die Teileinspruchsentscheidung - das Abwarten der Entscheidung des BFH im Revisionsverfahren Az. VI R 11/12 - nach der Entscheidung des BFH im Urteil vom 26. Februar 2014 VI R 11/12 nicht mehr besteht und damit kein zureichender Grund i.S. von § 46 Abs. 1 FGO für das Finanzamt mehr besteht, über den Einspruch insoweit nicht zu entscheiden.
Dass das Pfarrbüro objektiv nicht nutzbar gewesen wäre, weil z.B. wegen Sanierungsbedarf Gesundheitsgefahr bestand (so der Sachverhalt im BFH-Urteil vom 26. Februar 2014 VI R 11/12, BStBl II 2014, 674), wurde nicht vorgebracht.
Entscheidend ist, ob gewährleistet ist, dass der Arbeitnehmer seine berufliche Tätigkeit in dem konkret erforderlichen Umfang an dem "anderen Arbeitsplatz" erledigen kann (Senatsurteile in BFHE 245, 22, BStBl II 2014, 570; vom 26. Februar 2014 VI R 11/12, BFHE 245, 150, BStBl II 2004, 674).