Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20BvQ%2050/09
Timestamp: 2019-02-21 08:52:56
Document Index: 83935319

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 28', 'Art. 19', '§ 49', 'Art. 82', 'Art. 41', '§ 57', '§ 48', 'Art. 82', 'Art. 19', 'Art. 82', 'Art. 41', '§ 46']

BVerfG, 24.08.2009 - 2 BvQ 50/09 - dejure.org
Artt. 41, 19 GG; § 32 BVerfGG; §§ 28, 48, 49 BWahlG
Eingeschränkte Rechtskontrolle von auf das Bundestagswahlverfahren bezogenen Entscheidungen während des Wahlablaufs - Kontrolle von Wahlfehlern erst im nachfolgenden Wahlprüfungsverfahren
Statthaftigkeit einer Verfassungsbeschwerde gegen Beschlüsse des Bundeswahlausschusses bzgl. der Anerkennung einer Partei im einstweiligen Rechtsschutzverfahren; Erfordernis substantiierter Darlegung der Voraussetzungen durch den Antragsteller für den Erlass einer einstweiligen Anordnung durch das Bundesverfassungsgericht (BVerfG); Überprüfbarkeit von die Vorbereitung und Durchführung einer Bundestagswahl betreffenden Entscheidungen von Wahlorganen vor oder während der Wahl; Verfassungsmäßigkeit des Ausschlusses der Überprüfung von Wahlfehlern vom Rechtsweg des Art. 19 Abs. 4 Grundgesetz (GG) gemäß § 49 Bundeswahlgesetz (BWahlG)
Anträge auf Wahlzulassung nicht erfolgreich
BVerfGK 16, 148
NVwZ 2009, 1367
Dieser außerordentliche Rechtsbehelf (…Glauben, in: Grimm/Caesar, Verfassung für Rheinland-Pfalz, 2001, Art. 82 Rn. 18), der als Spezialregelung anderen Rechtsschutzmöglichkeiten vor dem Verfassungsgerichtshof, insbesondere auch der Verfassungsbeschwerde zwar grundsätzlich vorgeht (vgl. zu Art. 41 GG BVerfG, Kammerbeschluss vom 24. August 2009 - 2 BvQ 50/09 -, NVwZ 2009, 1367), gilt nur für Wahlen zum Landtag.
Die Möglichkeit einer Verletzung von Grundrechten ist nicht hinreichend aufgezeigt, wenn nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts eine solche Verletzung ausscheidet und die Verfassungsbeschwerde dem nichts entgegensetzt (vgl. BVerfGE 101, 331 ; 102, 147 ; BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 24. August 2009 - 2 BvQ 50/09 -, juris).
Der Vorrang des Wahlprüfungsverfahrens besteht nur in dem Umfang, wie ihn der Regelungsgehalt des § 57 des Landeswahlgesetzes - LWahlG - aufnimmt, d.h. für wahlorganisatorische Entscheidungen und Maßnahmen, die sich unmittelbar auf das Wahlverfahren beziehen (vgl. entsprechend BVerfG, Kammerbeschluss vom 24. August 2009 - 2 BvQ 50/09 -, NVwZ 2009, 1367 f. m.w.N.;… Schmidt-Bleibtreu, in: Maunz/Schmidt-Bleibtreu/Klein/Bethge [Hrsg.], BVerfGG, § 48 Rn. 41).
Insoweit ist eine Verfassungsbeschwerde durch den außerordentlichen Rechtsbehelf der Wahlprüfungsbeschwerde ausgeschlossen (vgl. VerfGH RP…, Beschluss vom 11. Februar 2014 - VGH B 6/14 u.a. -, juris, Rn. 2; BVerfG, Kammerbeschluss vom 24. August 2009 - 2 BvQ 50/09 -, NVwZ 2009, 1367).
Sie können zwar im Wahlprüfungsverfahren inzidenter angegriffen werden (vgl. BVerfG, Kammerbeschluss vom 24. August 2009 - 2 BvQ 50/09 -, NVwZ 2009, 1367 [1368] m.w.N.;… Glauben, in: Brocker/Droege/Jutzi [Hrsg.], Verfassung für Rheinland-Pfalz, 2014, Art. 82 Rn. 22).
Maßstab für die Frage, wer in diesem Verfahren beschwerdeberechtigt zu sein hat, ist daher nicht Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG (BVerfG/K, Beschl. v. 24.8.2009 - 2 BvQ 50/09 - NVwZ 2009, 1367, 1369; BVerfG/K, Beschl. v. 1.9.2009 - 2 BvR 1928/09, 2 BvR 1937/09 - juris Rn 9, 11).
Dieser außerordentliche Rechtsbehelf (…Glauben, in: Grimm/Caesar, Verfassung für Rheinland-Pfalz, 2001, Art. 82 Rn. 18), der als lex specialis anderen Rechtsschutzmöglichkeiten vor dem Verfassungsgerichtshof, insbesondere auch der Verfassungsbeschwerde, zwar grundsätzlich vor geht (vgl. zu Art. 41 GG BVerfG, Kammerbeschluss vom 24. August 2009 - 2 BvQ 50/09 -, NVwZ 2009, 1367), gilt nur für Wahlen zum Landtag.
Der Vorbehalt des Wahlprüfungsverfahrens (vgl. dazu etwa BVerfG, Beschl. v. 24.08.2009 - 2 BvQ 50/09 -, juris Rn. 5, 11;… Beschl. vom 14.04.1994 - 2 BvR 2686/93, 2 BvR 577/94, 2 BvR 527/94, 2 BvR 528/94 -, juris Rn. 17) hat in § 46 Abs. 2 NKWG seinen gesetzlichen Ausdruck gefunden, wonach Entscheidungen und Maßnahmen, die sich unmittelbar auf das Wahlverfahren beziehen, nur mit einem Wahleinspruch angefochten werden können.
VerfG Schleswig-Holstein, 23.10.2009 - LVerfG 5/09
Einstweilige Anordnung währen des Wahlverfahrens
Alles andere entspräche einer in das Verfahren der einstweiligen Anordnung vorverlegten Wahlprüfung, die weder durch die Verfassung noch durch ein Gesetz vorgesehen ist (vgl. BVerfG, Beschluss vom 24.08.2009 - 2 BvQ 50/09 -, juris, Beschluss vom 13.09.2005 - 2 BvQ 31/05 -, NJW 2005, 2982 m.w.N.;… Urt. v. 12.01.1983, - 2 BvQ 3/82 -, BVerfGE 63, 73 ff.).
VG Lüneburg, 15.08.2016 - 5 B 120/16
Vorläufiger Rechtsschutz gegen die Nichtzulassung einer Wahlliste zur …
VerfGH Sachsen, 25.09.2009 - 88-IV-09