Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=r%20+%20s%202016,%20424
Timestamp: 2018-11-16 02:14:00
Document Index: 315643821

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 823', '§ 242', '§ 823', '§ 86', '§ 521', '§ 242', '§ 563', '§ 242', '§ 823', '§ 823', '§ 242', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.04.2016 - VI ZR 467/15 - dejure.org
BGB § 823 Abs. 1, § 242
§ 823 Abs. 1 BGB, § 86 Abs. 1 Satz 1 VVG, §§ 521, 599, 690 BGB, § 242 BGB, § 563 Abs. 3 ZPO
§ 242 BGB, § 823 Abs 1 BGB
Haftung für Wasserschaden im Zusammenhang mit der Bewässerung des Nachbargartens: Voraussetzungen einer stillschweigenden Vereinbarung über einen Haftungsausschluss bei einfacher Fahrlässigkeit im nachbarschaftlichen Gefälligkeitsverhältnis
Anforderungen an die Annahme einer Abrede über eine Haftungsbeschränkung; Schadensentstehung bei einem Gefälligkeitserweis unter Nachbarn (hier: Bewässern des Gartens); Künstliche Rechtskonstruktion aufgrund einer Willensfiktion
BGB § 823 Abs. 1 Ha; BGB § 242 Ba
Pflanzen gießen während der Urlaubszeit: Nachbar haftet für Wasserschaden!
Zu den Anforderungen an die Annahme einer Abrede über eine Haftungsbeschränkung bei einem Gefälligkeitserweis unter Nachbarn
Keine Regressbeschränkung bei Gefälligkeit und Bestehen einer privaten Haftpflichtversicherung
Was Jeder wissen muss, der aus Gefälligkeit Nachbarschaftshilfe leistet
Eigene Versicherung zahlt nicht - Nachbarschaftshilfe kann teuer werden
Wasserschlauch vergessen abzudrehen - Streit um Haftung
Typischer Schadenseintritt im Rahmen einer alltäglichen, unentgeltlichen Gefälligkeit sowie Abdeckung des Schadens durch Versicherung des Geschädigten begründet keine Haftungsbeschränkung - Nachbar haftet für fahrlässig verursachten Wasserschaden
Anforderungen an eine Haftungsbeschränkung bei Tätigkeiten aus Gefälligkeit unter Nachbarn
Zu den Anforderungen an die Annahme eines Haftungsverzichts
Die Haftung bei Gefälligkeit
LG Koblenz, 25.11.2014 - 1 O 223/14
NJW-RR 2017, 272
MDR 2016, 1018
NZM 2017, 303
VersR 2016, 1224
VersR 2016, 1264
r+s 2016, 424
Die Vereinbarung einer Reitbeteiligung oder die Überlassung des Pferdes gefälligkeitshalber rechtfertigt im Wege ergänzender Vertragsauslegung auf der Grundlage von Treu und Glauben (§ 242 BGB) nur dann eine Haftungsfreistellung des Tierhalters, wenn die Überlassung des Tieres im besonderen Interesse des Geschädigten lag und dieser sich deshalb einem ausdrücklichen Ansinnen eines Haftungsverzichtes, wäre es an ihn gestellt worden, billigerweise nicht hätte verschließen können (BGH, Urteil vom 09.06.1992, NJW 1992, 2474 m. v. N.; BGH, Urteil vom 26.04.2016, r+s 2016, 424; OLG Schleswig, Urteil vom 29.02.2012, BeckRS 2013, 02597).
Bei den hierbei anzustellenden Billigkeitserwägungen ist auch zu berücksichtigen, ob der Pferdehalter gegen Haftpflicht versichert ist, denn eine Haftungsbeschränkung, die nicht den Schädiger, sondern den Haftpflichtversicherer entlastet, entspricht in der Regel nicht dem Willen der Beteiligten (BGH, Urteil vom 26.04.2016, r+s 2016, 424).