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Timestamp: 2016-10-21 09:06:43
Document Index: 360133141

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 53', 'Art. 17', 'Art. 87', 'Art. 88', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 17', 'Art. 53', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 17', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 66']

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 17. M�rz 2010.
Der 1956 geborene J.________ war seit Februar 1993 als Industriepolsterer erwerbst�tig, bis er am 17. Mai 1999 (letzter Arbeitstag) Sturzverletzungen an Kopf und rechtem Handgelenk erlitt. Mit Wirkung ab Mai 2000 bezog er eine ganze Invalidenrente (Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Schwyz vom 7. Juni 2004). Die Verwaltung st�tzte sich hierbei unter anderem auf ein Gutachten der Psychiatrischen Klinik X.________ vom 27. Oktober 2003, in welchem ausgehend von den Diagnosen einer anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung sowie einer schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome eine vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit attestiert wurde.
Im Rahmen eines anfangs des Jahres 2006 eingeleiteten Revisionsverfahrens liess die IV-Stelle J.________ durch eine Medizinische Abkl�rungsstelle (MEDAS) interdisziplin�r begutachten (Expertise vom 15. Mai 2009). Die Sachverst�ndigen diagnostizierten eine Dysthymie sowie eine posttraumatische radiokarpale Arthrose des rechten Handgelenks; ohne Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit blieben ein Spannungskopfschmerz und ein "prim�r stechender Kopfschmerz". Aus orthop�discher Sicht seien leichte und mittelschwere Arbeiten ohne besondere Belastung des rechten Handgelenks vollzeitlich zumutbar, dies allerdings, aus psychiatrischen Gr�nden, mit einer um h�chstens 20 Prozent geminderten Leistung. Mit Verf�gung vom 26. Oktober 2009 hob die Verwaltung die Invalidenrente revisionsweise auf Ende November 2009 auf.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz wies die dagegen erhobene Beschwerde ab (Entscheid vom 17. M�rz 2010).
J.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit den Rechtsbegehren, die strittige Verf�gung und der angefochtene Entscheid seien aufzuheben; es sei ihm weiterhin eine ganze Invalidenrente auszurichten. Eventuell sei eine neue psychiatrische Begutachtung anzuordnen.
In formeller Hinsicht bringt der Beschwerdef�hrer vor, die MEDAS sei finanziell von der Invalidenversicherung abh�ngig, was Befangenheit begr�nde und einen Verstoss gegen Art. 6 EMRK bedeute. Diese R�ge ist prozessual unzul�ssig, da sie erstmals vor Bundesgericht erfolgt (vgl. BGE 121 I 30 E. 5f S. 38); im vorinstanzlichen Verfahren erhob der Beschwerdef�hrer in dieser Hinsicht ausschliesslich - vor Bundesgericht nicht mehr erneuerte - Einw�nde gegen den Chefarzt der MEDAS (Zugeh�rigkeit zur Vineyard-Bewegung; dazu SVR 2011 IV Nr. 47 S. 142 mit Hinweisen). Im �brigen ist auf die Rechtsprechung hinzuweisen, wonach grunds�tzlich nur die f�r eine Beh�rde t�tigen Personen befangen sein k�nnen, nicht aber die Beh�rde als solche. Ausstandsbegehren gegen s�mtliche Mitglieder einer Beh�rde sind nur zul�ssig, wenn gegen jedes einzelne Mitglied spezifische Ausstandsgr�nde geltend gemacht werden, die �ber die Kritik hinausgehen, die Beh�rde als solche sei befangen. Entsprechendes gilt auch hinsichtlich einer MEDAS. Ohnehin stellt der Umstand, dass ein Arzt wiederholt von einem Sozialversicherungstr�ger als Gutachter beigezogen wird, nach st�ndiger Rechtsprechung f�r sich allein keinen Ausstandsgrund dar (BGE 9C_243/2010 vom 28. Juni 2011 E. 1.3.3; Urteil 8C_997/2010 vom 10. August 2011 E. 2.3; je mit Hinweisen).
Materiell strittig ist, ob die Vorinstanz den seit Mai 2000 anerkannten Anspruch des Beschwerdef�hrers auf eine ganze Rente mit Wirkung ab Dezember 2009 verneinen durfte, weil sich sein Gesundheitszustand leistungswirksam verbessert hat (Art. 17 ATSG). Wenn dies nicht zutrifft, ist der angefochtene Entscheid im Ergebnis zu best�tigen, sofern die Rentenzusprechung zweifellos unrichtig war (Art. 53 Abs. 2 ATSG).
3.1 �ndert sich der Invalidit�tsgrad einer Rentenbez�gerin oder eines Rentenbez�gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin f�r die Zukunft entsprechend erh�ht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG; vgl. auch Art. 87 Abs. 2 und 3, Art. 88a und Art. 88bis IVV). Anlass zur Revision von Invalidenrenten gibt jede �nderung in den tats�chlichen Verh�ltnissen, die geeignet ist, den Invalidit�tsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist daher nicht nur bei einer wesentlichen Ver�nderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann etwa revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich ver�ndert haben oder eine andere Art der Bemessung der Invalidit�t zur Anwendung gelangt (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349). Als Vergleichsbasis f�r die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche �nderung des Invalidit�tsgrades eingetreten ist, dient die letzte rechtskr�ftige Verf�gung, welche auf einer materiellen Pr�fung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabkl�rung, Beweisw�rdigung und Durchf�hrung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch SVR 2010 IV Nr. 54 S. 167 E. 2.1, 9C_899/2009). Ist eine anspruchserhebliche �nderung des Sachverhalts nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (vgl. SVR 2010 IV Nr. 30 S. 94, 9C_961/2008 E. 6.3).
Zu beachten ist insk�nftig, dass gem�ss dem ersten Teil der 6. IVG-Revision vom 18. M�rz 2011 (Schlussbestimmung a Abs. 1) Renten, die bei pathogenetisch-�tiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen wurden und bei welchen die Voraussetzungen einer Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG) nicht erf�llt sind, unter Vorbehalt der Ausnahmen nach Abs. 4 (betreffend Personen, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der �nderung das 55. Altersjahr zur�ckgelegt haben oder im Zeitpunkt, in dem die Pr�fung eingeleitet wird, seit mehr als 15 Jahren eine Rente der Invalidenversicherung beziehen) auch dann herabgesetzt oder aufgehoben werden, wenn die Voraussetzungen der materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erf�llt sind (vgl. die Botschaft zur �nderung des Bundesgesetzes �ber die Invalidenversicherung [6. IV-Revision, erstes Massnahmenpaket] vom 24. Februar 2010, BBl 2010 S. 1911 f.).
3.2 Unabh�ngig von einem materiellen Revisionsgrund kann der Versicherungstr�ger nach Art. 53 Abs. 2 ATSG wiedererw�gungsweise auf formell rechtskr�ftige Verf�gungen oder Einspracheentscheide zur�ckkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der urspr�nglichen Rentenverf�gung erst vom Gericht festgestellt, kann es die (zu Unrecht) auf Art. 17 ATSG gest�tzte Revisionsverf�gung mit dieser substituierten Begr�ndung sch�tzen (BGE 125 V 368 E. 2 S. 369). Vorausgesetzt ist, dass kein vern�nftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verf�gung m�glich, also nur dieser einzige Schluss denkbar ist (SVR 2010 IV Nr. 5 S. 10, 8C_1012/2008 E. 4.1; Urteile 9C_587/2010 vom 29. Oktober 2010 E. 3.3.1 und 9C_575/2007 vom 18. Oktober 2007 E. 2.2). Dieses Erfordernis ist in der Regel erf�llt, wenn eine Leistungszusprache aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Erscheint indessen die Beurteilung einzelner ermessensgepr�gter Schritte der Anspruchspr�fung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage sowie der Rechtspraxis (BGE 125 V 383 E. 3 S. 389) im Zeitpunkt der rechtskr�ftigen Leistungszusprechung als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Ansonsten w�rde die Wiedererw�gung zum Instrument einer voraussetzungslosen Neupr�fung, was sich nicht mit dem Wesen der Rechtsbest�ndigkeit formell zugesprochener Dauerleistungen vertr�ge (vgl. Urteil I 222/02 vom 19. Dezember 2002 E. 3.2).
4.1 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einsch�tzung von im Wesentlichen unver�nderten tats�chlichen Verh�ltnissen f�hrt nicht zu einer materiellen Revision (BGE 115 V 308 E. 4a/bb S. 313; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2, I 574/02). Bloss auf einer anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von revisionsbegr�ndenden tats�chlichen Ver�nderungen abzugrenzen (Urs M�ller, Die materiellen Voraussetzungen der Rentenrevision in der Invalidenversicherung, 2003, Rz. 490). Eine �rztliche Schlussfolgerung, die von der fr�heren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht ver�ndert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Aus�bung des medizinischen Ermessens zur�ckzuf�hren (vgl. BGE 9C_243/2010 vom 28. Juni 2011 E. 3.4.2.3). Auch eine Ver�nderung von versicherungsmedizinischen Beurteilungsparametern kann zu einer abweichenden �rztlichen Schlussfolgerung hinsichtlich eines tats�chlich gleich gebliebenen Zustandes f�hren. Eine neue medizinische Beurteilung etwa, die mit der Entwicklung der Rechtspraxis zur Invalidit�t bei psychosomatischen Leiden (BGE 131 V 49; 130 V 352; vgl. auch BGE 136 V 279 und 132 V 65) begr�ndet wird, kann weder unter dem Gesichtspunkt von Art. 17 ATSG noch unter einem anderen Anpassungstitel eine neue Beurteilung des Anspruchs veranlassen (BGE 135 V 201 und 215; vgl. aber insk�nftig auch Schlussbestimmung a der �nderung des IVG vom 18. M�rz 2011, oben E. 3.1). Eine zwischenzeitlich ver�nderte Rechtspraxis darf erst im Rahmen einer festgestellten erheblichen Tatsachen�nderung ber�cksichtigt werden. Sie k�nnte auch nicht als Grundlage f�r eine Wiedererw�gung herangezogen werden, weil deren Voraussetzungen vor dem Hintergrund der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskr�ftigen Leistungszusprechung beurteilt werden (oben E. 3.2).
4.2 Die Feststellung einer revisionsbegr�ndenden Ver�nderung erfolgt durch eine Gegen�berstellung eines vergangenen und des aktuellen Zustandes. Gegenstand des Beweises ist somit das Vorhandensein einer entscheidungserheblichen Differenz in den - hier dem medizinischen Gutachten zu entnehmenden - Tatsachen. Die Feststellung des aktuellen gesundheitlichen Befunds und seiner funktionellen Auswirkungen ist zwar Ausgangspunkt der Beurteilung; sie erfolgt aber nicht unabh�ngig, sondern wird nur entscheidungserheblich, soweit sie tats�chlich einen Unterschied auf der Seinsebene zum fr�heren Zustand wiedergibt. Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens h�ngt folglich wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema - erhebliche �nderung(en) des Sachverhalts - bezieht. Einer f�r sich allein betrachtet vollst�ndigen, nachvollziehbaren und schl�ssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend w�re (vgl. dazu BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352), mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, wenn sich die (von einer fr�heren abweichende) �rztliche Einsch�tzung nicht hinreichend dar�ber ausspricht, inwiefern eine effektive Ver�nderung des Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verh�ltnisse sich ver�ndert haben.
4.3 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und des Erfordernisses, erhebliche faktische Ver�nderungen von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit denen die Ver�nderung begr�ndet wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass substantiell ver�ndert haben. Eine verl�ssliche Abgrenzung der tats�chlich eingetretenen von der nur angenommenen Ver�nderung ist als erforderliche Beweisgrundlage nicht erreicht, wenn bloss nominelle Differenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung �ber eine seit der fr�heren Beurteilung eingetretene tats�chliche �nderung ist hingegen gen�gend untermauert, wenn die �rztlichen Sachverst�ndigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbeitsunf�higkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und Einsch�tzung des Schweregrades der St�rungen gef�hrt haben.
Ein Sachverst�ndiger kann die betreffende Entwicklung regelm�ssig nicht aus eigener Wahrnehmung beschreiben (ausser er sei schon als Vorgutachter t�tig gewesen). Daher ist es erforderlich, dass er sich, soweit verf�gbar, mit den Fakten fundiert auseinandersetzt, wie sie sich aus den f�r den fr�heren Entscheid massgebenden medizinischen Vorakten ergeben (vgl. Alfred B�hler, Beweismass und Beweisw�rdigung bei Gerichtsgutachten, in: Der Haftpflichtprozess, Fellmann/Weber [Hrsg.], 2006, S. 67). Dem Gutachten, welches die medizinischen Vorakten unzureichend ber�cksichtigt, fehlt die erforderliche �berzeugungs- und Beweiskraft selbst dann, wenn die Schlussfolgerungen, welche auf der Grundlage der vom Sachverst�ndigen selber erhobenen Befundtatsachen gezogen worden sind, an sich einleuchten und vom Rechtsanwender pr�fend nachvollzogen werden k�nnen (RKUV 1999 Nr. U 342 S. 410, U 51/98 E. 2d; vgl. auch SVR 2009 UV Nr. 18 S. 69, 8C_744/2007 E. 4.4; Urteil I 568/06 vom 22. November 2006 E. 5.1). Diesem Beweiswertkriterium kommt hinsichtlich der Entscheidungsgrundlagen in Revisionsf�llen - mit Blick auf deren vergleichende Natur - eine besondere Bedeutung zu. Die spezifischen Anforderungen m�ssen sich im Rahmen der Fragestellung zuhanden des Gutachters niederschlagen, wie das kantonale Gericht zu Recht festh�lt.
4.4 Je mehr medizinisches Ermessen bei der Stellung einer Diagnose und der �rztlichen Einsch�tzung der Funktionseinschr�nkungen im Spiel ist (vgl. M�ller, a.a.O., Rz. 491, 496 und 498), desto wichtiger ist es, den gutachtlichen Befund einer Ver�nderung m�glichst solide auf klinische Feststellungen, gutachterliche Verhaltensbeobachtungen und anamnestische Daten zu st�tzen und diese Elemente in Beziehung zu den medizinischen Vorakten und den dort gesetzten Ankn�pfungstatsachen zu bringen. Nur so kann dem Gutachten hinreichend zuverl�ssig entnommen werden, dass die in den Schlussfolgerungen beschriebene Differenz nicht wesentlich einer unterschiedlichen Wertung zuzuschreiben ist. Auf der anderen Seite darf die Notwendigkeit, eine bloss andere Beurteilung nicht als Anlass einer materiellen Revision gelten zu lassen, nicht dazu f�hren, dass die Anforderungen an den Nachweis einer Ver�nderung so hoch angesetzt werden, dass die urspr�ngliche Festlegung praktisch perpetuiert wird. Dies gilt insbesondere f�r psychiatrische Beurteilungen, bei denen praktisch immer ein Spielraum besteht, innerhalb dessen verschiedene medizinische Interpretationen m�glich, zul�ssig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (vgl. dazu die Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft f�r Versicherungspsychiatrie f�r die Begutachtung psychischer St�rungen, in: SAeZ 2004 S. 1050 f.; Urteil I 676/05 vom 13. M�rz 2006 E. 2.4). Hier k�nnen die Beurteilungen nicht immer l�ckenlos mit Tatsachenschilderungen unterlegt werden. Bei einer stark ermessensgepr�gten Einsch�tzung, die weniger auf Messung und anderweitig normierter Feststellung als auf interpretationsbed�rftigen Befundtatsachen beruht, kann etwa eine Auseinandersetzung mit der Genese des Gesundheitsschadens, den das Krankheitsgeschehen unterhaltenden Faktoren, f�r den Nachweis einer tats�chlichen Ver�nderung besondere Bedeutung erlangen.
Fallbezogen bleibt zu pr�fen, ob die vorinstanzliche Auffassung, die Akten wiesen eine zur Einstellung der Rentenleistungen f�hrende Ver�nderung des Gesundheitszustandes aus, vor Bundesrecht standh�lt.
5.1 Die auf der W�rdigung der �rztlichen Befunde beruhende vorinstanzliche Feststellung, dass und inwiefern seit der urspr�nglichen Rentenzusprechung eine Ver�nderung in den gesundheitlichen Verh�ltnissen, im funktionellen Leistungsverm�gen sowie in Vorhandensein und Verf�gbarkeit der zur Verwertung des Leistungsverm�gens notwendigen psychischen Ressourcen (vgl. Urteil I 692/06 vom 19. Dezember 2006 E. 3.1) eingetreten ist, bindet das Bundesgericht (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Insoweit hat die Frage, ob im Einzelfall eine substantielle Ver�nderung der Faktenlage oder aber eine abweichende Beurteilung vorliegt, tats�chlichen Charakter. Rechtlicher Natur ist hingegen, welchen Anforderungen der (gutachtliche) Beweis einer solchen Feststellung gerecht werden muss. Dementsprechend ist letztinstanzlich frei �berpr�fbar, ob die vorinstanzliche Beweisw�rdigung diese beweisrechtlichen Vorgaben beachtet.
5.2 Die nach Art. 17 Abs. 1 ATSG zu �berpr�fende Invalidenrente wurde infolge eines psychischen Leidens zugesprochen; die Auswirkungen der somatischen Befunde, das heisst der funktionellen Einschr�nkung der Hand und des Kopfschmerzes, hatten nur untergeordnete Bedeutung. Die psychische Beeintr�chtigung stand auch im angefochtenen Entscheid, mit welchem die strittige Revisionsverf�gung vom 26. Oktober 2009 best�tigt wurde, im Zentrum.
5.2.1 �rzte der Psychiatrischen Klinik X.________ hatten im zuhanden des Unfallversicherers erstatteten Gutachten vom 27. Oktober 2003 eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung sowie eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome diagnostiziert und eine vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit attestiert. Bewusstsein und Orientierung waren ihrer Beurteilung nach ebenso wie das Kurz- und Langzeitged�chtnis und das formale Denken unauff�llig, die Konzentrationsf�higkeit und das Auffassungsverm�gen nahmen mit zunehmender Dauer der Untersuchung ab. Den damaligen Gutachtern fiel ein Mangel an Introspektionsf�higkeit auf. Das inhaltliche Denken sei auf die Schmerzproblematik und die "als frustrierend erlebte aktuelle Situation" eingeengt. Panikattacken und Zwangsgedanken, -impulse oder -handlungen wurden verneint. Auch gab es keine Anhaltspunkte f�r ein Wahnerleben, Sinnest�uschungen oder Ich-St�rungen. Der Versicherte wirkte indes "deprimiert, niedergeschlagen und hoffnungslos, aber auch leicht dysphorisch und gereizt, wenn das Gespr�ch auf seine Beschwerden kam", ausserdem leicht affektarm und affektstarr; die affektive Modulationsf�higkeit war deutlich herabgesetzt. Er berichte �ber ausgepr�gte Zukunfts�ngste, eine starke innere Unruhe, Insuffizienzgef�hle, mangelnde Vitalit�t, Schlaflosigkeit und fast st�ndig vorhandene Kopfschmerzen sowie (haltungsabh�ngige) Schmerzen im rechten Arm, �ber M�digkeit und Kraftlosigkeit. Der Antrieb sei objektiv deutlich vermindert gewesen. Die Sachverst�ndigen begr�ndeten die Diagnose einer schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome zusammenfassend mit folgenden Befunden: Konzentrations- und Aufmerksamkeitsst�rung, ausgepr�gtes Gr�beln, deprimierte, hoffnungslose und �ngstliche Stimmungslage mit innerer Unruhe und ausgepr�gten Insuffizienzgef�hlen, ausgepr�gte Hemmung im Antrieb, ausgepr�gte M�digkeit tags�ber, massive Schlafst�rungen und Suizidgedanken. Die Aussicht auf eine teilweise oder vollst�ndige Heilung der psychischen Beschwerden sei sehr gering; in Anbetracht einer bereits eingetretenen Chronifizierung und der pers�nlichkeitsstrukturellen Merkmale k�nne nicht damit gerechnet werden, dass sich das Beschwerdebild in den n�chsten Jahren wesentlich verbessere (S. 14 ff. und 21 f.).
5.2.2 Das kantonale Gericht erachtete die Schlussfolgerungen des Gutachtens der MEDAS vom 15. Mai 2009 als beweistauglich. Die psychiatrische Teilgutachterin f�hrte aus, im Rahmen der aktuellen Untersuchung habe sich "in vielen Bereichen ein weitgehend unauff�lliger Befundstatus" ergeben. Sie fand keine Anhaltspunkte f�r Beeintr�chtigungen der kognitiven Funktionen (Konzentration, Aufmerksamkeit), keine Einschr�nkung des Appetits, keine erhebliche soziale Isolation, keinen erheblichen Interessenverlust, kein depressionstypisches Morgentief und keine Einschr�nkung der Freudf�higkeit. Im Gegensatz zu seiner Eigeneinsch�tzung sei der Versicherte in der Lage, "l�ngere zielgerichtete Aktivit�ten, wie die Reise in sein Heimatland", durchzuf�hren. Hingegen objektivierte die Gutachterin "eine gewisse situationsbezogene Bedr�cktheit und eine leichtgradige Depressivit�t". Ausserdem nennt sie Hinweise auf Schlafst�rungen und stellt ein gewisses Insuffizienzgef�hl fest. Der Explorand berichte auch, dass er keine Lebensfreude mehr versp�re. Diese Symptome reichten indes nicht aus, um eine eigenst�ndige depressive Episode zu diagnostizieren. Die in der Vergangenheit beschriebene schwere depressive Episode sei weder aktuell noch im Jahr 2007 (anl�sslich einer Untersuchung durch den Versicherungspsychiatrischen Dienst der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt) auszumachen gewesen. Eine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung finde denn auch nicht statt. Es sei lediglich eine anhaltende depressive Verstimmung und ein depressiver Denkstil gegeben. Beim Zustandsbild der Dysthymie f�nden sich gew�hnlich neben zusammenh�ngenden Perioden von Tagen oder Wochen mit gutem Befinden h�ufig monatelange Phasen, in denen sich die Betroffenen m�de und depressiv f�hlten, in der Regel aber f�hig seien, mit den wesentlichen Anforderungen des t�glichen Lebens fertig zu werden. Eine solche chronische depressive Verstimmung erf�lle die Kriterien einer leichten oder mittelgradigen rezidivierenden depressiven St�rung nach Schweregrad und Dauer der einzelnen Episoden nicht. Reiche die Auspr�gung der Symptomatik nicht aus, um eine leichtgradige depressive St�rung zu diagnostizieren, so sei grunds�tzlich keine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit gegeben (Hauptgutachten S. 50 ff.).
5.3.1 Gem�ss dem Gutachten der MEDAS hat die Arbeitsf�higkeit "im Vergleich zu 1999 (erstmalig beschriebene depressive Verstimmung) gebessert". Die gegenw�rtige Beeintr�chtigung der Leistungsf�higkeit um 20 Prozent bestehe "grunds�tzlich seit 2007 [...], als in der psychiatrischen Untersuchung am 11.01.2007 eine Zustandsverbesserung beschrieben wurde". Seither sei der Grad der Arbeitsf�higkeit aus interdisziplin�rer Sicht unver�ndert (S. 58 f. Ziff. 2.5 und 2.6). Angesprochen ist damit ein Bericht des Dr. R.________, Versicherungspsychiatrischer Dienst der SUVA, vom 21. M�rz 2007. In diesem wird festgehalten, der Unfall von 1999 bedeute f�r den Versicherten einen Bruch in der Lebensf�hrung, dessen (subjektive) Tragweite indessen nicht mit den tats�chlichen Verh�ltnissen �bereinstimme. Vorhanden sei ein depressiver Denkstil und eine Beeintr�chtigung des Selbstwertgef�hls, w�hrend nichts auf kognitive Beeintr�chtigungen (Ged�chtnis, Konzentration, Aufmerksamkeit) hinweise. Der Sachverst�ndige des Unfallversicherers schloss auf eine anhaltende depressive St�rung leichter bis mittelschwerer Auspr�gung, welcher der Begriff der Episode nicht mehr angemessen sei. Die depressive St�rung sei bei der Beurteilung des Integrit�tsschadens noch nicht ausreichend ber�cksichtigt worden. Das f�r eine Entsch�digung massgebende Kriterium der Erheblichkeit - "verstanden als Ausdruck des Augenf�lligen" - sei erf�llt. Die depressive St�rung sei insofern nicht leicht, als sie nicht nur das subjektive Wohlbefinden, sondern auch die Bew�ltigung des Alltags tangiere. Anderseits sei sie insofern nicht mittelschwer oder gar schwer, als die emotionalen Beeintr�chtigungen nicht mit klinisch evidenten Beeintr�chtigungen der kognitiven Leistungsf�higkeit einhergingen. Das Ausmass des psychiatrisch begr�ndbaren Integrit�tsschadens betrage 25 Prozent (zus�tzlich zu bereits bezifferten 7,5 Prozent f�r die Folgen der Handgelenksverletzung).
5.3.2 Die psychiatrische Teilgutachterin der MEDAS betont mehrfach eine �bereinstimmung mit dem Bericht des Versicherungspsychiatrischen Dienstes der SUVA von 2007. Im Hauptgutachten wird denn auch ausdr�cklich festgehalten, der Grad der Arbeitsf�higkeit habe sich seither insgesamt nicht ver�ndert (S. 58 Ziff. 2.6). Damit stellt sich die Frage, wie damit umzugehen ist, dass die fach�rztliche Stelle des Unfallversicherers einen erheblichen psychischen Gesundheitsschaden angenommen (und entsch�digt) hat und der SUVA-Arzt das Leiden nur insofern nicht als mittelschwer oder sogar schwer eingestuft hatte, als die emotionalen Beeintr�chtigungen nicht mit klinisch evidenten Einschr�nkungen der kognitiven Leistungsf�higkeit einhergingen.
5.3.3 Im direkten Vergleich der Befunde der Klinik X.________ von 2003 und der MEDAS von 2009 (vgl. oben E. 5.2.1 und 5.2.2) kann die Differenz in den Schlussfolgerungen wenigstens teilweise ver�nderten gutachtlichen Tatsachenfeststellungen zugeordnet werden. Eine Verbesserung des Zustandsbildes ist etwa mit Bezug auf Konzentration und Aufmerksamkeit, die Schlafst�rungen sowie die F�higkeit zu "zielgerichteten Aktivit�ten" ausgewiesen; es gen�gt hier, wenn die urspr�nglich vorhandenen Beeintr�chtigungen in der neuen gutachtlichen Untersuchung nicht mehr oder nur noch vermindert registriert werden. Damit ist eine Steigerung der Arbeitsf�higkeit von null auf achtzig Prozent beweism�ssig indessen noch nicht ausreichend abgest�tzt, zumal die fr�heren Feststellungen der Klinik X.________ diesbez�glich nicht stark abwichen. Die MEDAS beschreibt den Ist-Zustand hinsichtlich weiterer �usserungen der depressiven St�rung isoliert, ohne Referenz auf die vormalige Einsch�tzung der Klinik X.________. In diesem Zusammenhang f�llt auch auf, dass der Aktenauszug des psychiatrischen Konsiliums mit demjenigen im allgemeinen Gutachten sowie in den psychiatrischen, neurologischen und orthop�dischen Teilgutachten weitestgehend identisch ist, also keine fachspezifische Auswahl getroffen worden ist.
5.3.4 Diese Schw�chen des Gutachtens mindern dessen Beweiserheblichkeit jedoch nicht entscheidend. Massgebend ist, dass der Beschwerdef�hrer erst ab dem Jahr 2010, wohl unter dem Eindruck des drohenden Rentenentzugs, eine psychiatrische Behandlung in Anspruch genommen hat (vgl. psychiatrisches Teilgutachten vom 20. April 2009 S. 25; Psychiatrischer Untersuchungsbericht der SUVA vom 21. M�rz 2007 S. 7 f.). Dies allein zeigt freilich insofern noch keine anspruchserhebliche Verbesserung des Gesundheitszustandes an, da auch im Zeitpunkt der Begutachtung durch die Klinik X.________ im Jahr 2003 noch nie eine spezifische Therapie stattgefunden hatte. War dies indessen anf�nglich noch der "sehr geringen F�higkeit des Exploranden zur Introspektion" und seiner Fixierung auf die Schmerzen zuzuschreiben (Gutachten vom 27. Oktober 2003 S. 20 f.), so h�tte ein anschliessend jahrelang anhaltender Leidensdruck, wie ihn der Beschwerdef�hrer geltend macht, klarerweise zu einer psychiatrischen Behandlung gef�hrt. Dazu war er als IV-Rentner auch verpflichtet (Art. 21 Abs. 4 ATSG; BGE 134 V 189), da psychische St�rungen leichter bis h�chstens mittelschwerer Art, an denen der Beschwerdef�hrer leidet, therapeutisch angehbar sind (vgl. Habermeyer/Venzlaff, Affektive St�rungen, in: Psychiatrische Begutachtung, Venzlaff/Foerster [Hrsg.], 5. Aufl. 2009, S. 193). Aufgrund des Umstandes, dass dies nicht geschehen ist - in Verbindung mit der psychischen Entwicklung, wie sie sich aus den Akten ergibt -, verletzt die vorinstanzliche Schlussfolgerung, es sei zwischenzeitlich eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes eingetreten, im Ergebnis kein Bundesrecht (vgl. oben E. 5.1). Die in der Stellungnahme des Medizinischen Zentrums Y.________, vom 7. M�rz 2010 ge�usserte Kritik am MEDAS-Gutachten vom 15. Mai 2009 �ndert nichts an diesem Ergebnis.
Hat die Vorinstanz nach dem Gesagten zu Recht die revisionsweise Aufhebung des Rentenanspruchs gesch�tzt, so er�brigen sich weitere �berlegungen hinsichtlich einer zweifellosen Unrichtigkeit der urspr�nglichen Rentenverf�gung (oben E. 3.2).
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).