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Timestamp: 2019-06-17 05:48:29
Document Index: 118108015

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 89', '§ 314', 'BGH']

BGH fällt Urteil im Kündigungsstreit um Bausparverträge | AssCompact – News für Assekuranz und Finanzwirtschaft
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das mit Spannung erwartete Urteil im Streit um die Kündigung alter Verträge durch deutsche Bausparkassen gefällt. Wie die meisten Vorgerichte bestätigten die Bundesrichter die Position der Institute. Sie dürfen demnach Altverträge unter bestimmten Bedingungen kündigen.
Der BGH hat die Hoffnung von hunderttausenden Bausparern auf weiter hohe Zinsen durch ihre Altverträge endgültig zunichte gemacht. Die Karlsruher Richter wiesen eine richtungsweisende Klage gegen die Bausparkasse Wüstenrot ab und haben damit die Position der Bausparkassen in Bezug auf hochverzinste Altverträge bestätigt. Die Bausparkasse hatte rund 250.000 Kunden Altverträge wegen der hohen Zinsvereinbarungen gekündigt.
Auswirkungen der Niedrigzinsen abfedern
Die Wüstenrot Bausparkasse AG begrüßt die Entscheidung des BGH erwartungsgemäß. Die Auffassung des Gerichts, wonach die Kündigung eines Vertrags, dessen Zuteilungsreife mehr als zehn Jahre zurückliegt, rechtmäßig ist, bestätige die vielen Urteile, die bereits auf vorgeordneter Ebene gefällt wurden. Mit den Kündigungen könnten zudem die negativen Auswirkungen der anhaltenden Niedrigzinspolitik auf die Bausparergemeinschaft abgefedert werden, erklärt das Unternehmen
Erschüttertes Rechtsvertrauen
Bei Verbraucherschützern herrscht nach dem Urteil hingegen wenig Verständnis für das Urteil. Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg zufolge erschüttert der BGH mit dem Urteil das Vertrauen der Verbraucher in den Grundsatz, dass Verträge einzuhalten sind. In den 80ern und 90ern hätten die Bausparkassen die Kunden mit geringen Guthabenzinsen abgespeist. Sobald die Kunden von Renditen profitieren, werde hingegen gekündigt, so der Verbraucherschützer auf Twitter.
Neue Kündigungswelle zu erwarten
Während die Gewinne der Bausparkassen längst privatisiert worden seien, würden die Verluste laut Nauhauser jetzt auf die Kunden abgewälzt. Hartmut Schwarz von der Verbraucherzentrale Bremen erwartet nun zudem weitere Kündigungen. Bausparkassen dürften seiner Meinung nach dem BGH-Urteil nun erst Recht auf massenhafte Kündigung von Bausparverträgen setzen, um Kunden los zu werden.
Bundesgerichtshof, Urteil vom 21.02.2017, Az.: XI ZR 185/16 und XI ZR 272/16
Bausparen von Bruno Steiner am 22.02.2017 um 09:57 Uhr
Grundsätzlich gegen den Verbraucher?!
s.a. § 89 VVG, jetzt § 314; dann noch nachgelagerte Besteuerung bei bAV, KV_Beiträge, späterer Renteneintritt usw. usf.
Allerdings sollte es sich langsam herumsprechen, daß "Bausparen" fast das "Dümsste" und teuerste ist, was man sich in einer Immobilienfinanzierung leisten kann. Auch von "Wohnriestern per BSV" kann man nur abraten.
Meine Meinung: "Wer 20 Jahre (10 Jahre x 100 € mtl. sparen und weitere 10 Jahre liegen lassen, BSS rd. 24.000,-- €) in einen BSV einzahlt und dort sein Geld verrotten lässt, ist selbst schuld."
In einem durchschnittlichen dt. Aktienfonds wären rd. 30.000,-- € auf dem Konto, beim BSV rd. 15.000,-- €
Zitat: "Bausparkassen dürften seiner Meinung nach dem BGH-Urteil nun erst Recht auf massenhafte Kündigung von Bausparverträgen setzen, um Kunden los zu werden." oder aber: Die BauSparer wachen auf und kündigen selbst, um ihr Geld vernünftiger anzulegen.
Qualitypool ist im Geschäftsjahr 2018 in allen Produktbereichen gewachsen. Vor allem der Immobilienbereich entwickelte sich überdurchschnittlich. Bei Baufinanzierungen legte Qualitypool deutlich stärker als der Gesamtmarkt zu. Bei Bausparen verdoppelte sich das Volumen sogar fast. weiterlesen
Berufsbildungswerk der Bausparkassen (BWB) feiert Geburtstag. Seit einem Vierteljahrhundert bildet es Berater aus. In dieser Zeit hat das Bildungswerk mehr als 22.000 Außendienstmitarbeiter zertifiziert. In Zukunft soll das Angebot in interaktiver Form modular erweitert werden. weiterlesen