Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F18-01-2013-5A_820-2012
Timestamp: 2016-10-27 09:07:51
Document Index: 58030454

Matched Legal Cases: ['Art. 59', 'Art. 59', 'Art. 59', 'Art. 17', 'Art. 72', 'Art. 19', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 100', 'BGE', 'Art. 151', 'BGE', 'Art. 59', 'Art. 798', 'Art. 816', 'Art. 107', 'BGE', 'Art. 816', 'Art. 134', 'Art. 156', 'BGE', 'Art. 45', 'Art. 102', 'BGE', 'Art. 816', 'Art. 107', 'BGE', 'Art. 108', 'BGE', 'Art. 108', 'Art. 125', 'Art. 156', 'Art. 59', 'Art. 58', 'Art. 59', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 816', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 64']

5A_820/2012 (18.01.2013)
vertreten durch F�rsprecher Mark Hess,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Aufsichtsbeh�rde in Betreibungs- und Konkurssachen, vom 26. Oktober 2012.
X.________ (Beschwerdef�hrer) betreibt ein landwirtschaftliches Gewerbe und ist Alleineigent�mer aller zum Gewerbe geh�renden landwirtschaftlichen Grundst�cke G.________ Gbbl.-Nrn. 2039, 1968, 1986, 2015, 2032, 2034, 2047, 2119, 2127, 2146, 2150, 2152, 2163, 2187 und 2202. Auf allen Grundst�cken lasten als Gesamtpfand drei Namenschuldbriefe von Fr. 200'000.-- im 2. Rang, Fr. 100'000.-- im 3. Rang und Fr. 25'000.-- im 4. Rang. Mit Ausnahme der Hofparzelle Nr. 2039 sind alle Grundst�cke als Gesamtpfand mit einem Namenschuldbrief von Fr. 15'000.-- im 1. Rang belastet. Grundpfandgl�ubigerin s�mtlicher Titel ist die A.________ AG (Beschwerdegegnerin 1). Sie leitete gegen den Beschwerdef�hrer eine Betreibung auf Pfandverwertung ein und stellte am 6./7. Oktober 2009 das Verwertungsbegehren (Betreibung Nr. rrrrrr des Betreibungsamtes Bern-Mittelland, Dienststelle Mittelland). Alle Grundst�cke sind sodann f�r mehrere Forderungen verschiedener Gl�ubiger (Beschwerdegegner 2-5) gepf�ndet, unter anderem auch f�r eine nicht pfandgesicherte Forderungen von rund Fr. 104'000.-- der Beschwerdegegnerin 1.
Das Betreibungsamt setzte die Versteigerung der Grundst�cke auf den 30. Oktober 2012 an. Per Steigerungstag belief sich die Forderung der Beschwerdegegnerin 1 auf Fr. 500'911.85 (samt Zins und Kosten). Die landwirtschaftlichen Grundst�cke wurden durch Gutachten vom 8. April 2011 gesch�tzt. Die Sch�tzung blieb unangefochten. Sie lautet f�r das landwirtschaftliche Gewerbe, umfassend alle pfandbelasteten Grundst�cke, auf rund Fr. 1'309'200.--. Im Einzelnen wurden die Hofparzelle (Nr. 2039) mit Fr. 515'294.-- (Geb�ude) und mit Fr. 29'427.-- (Umschwung), das Kulturland mit Fr. 689'155.-- und die Waldgrundst�cke mit Fr. 75'298.-- bewertet. Die Steigerungsbedingungen lagen vom 26. September 2012 bis 5. Oktober 2012 zur Einsicht auf. Ziff. 1 der Steigerungsbedingungen bestimmt, dass die belasteten Grundst�cke als Gesamtheit nach dreimaligem Aufruf des h�chsten Angebotes zugeschlagen werden, sofern das H�chstangebot Fr. 1'683.50 �bersteigt. In Ziff. 25 der Steigerungsbedingungen wird auf die Bestimmungen des Bundesgesetzes �ber das b�uerliche Bodenrecht (BGBB) hingewiesen und festgehalten, dass die Grundst�cke ein landwirtschaftliches Gewerbe bilden und daher als Gesamtheit versteigert werden (Ziff. 25.1 der Steigerungsbedingungen).
Der Beschwerdef�hrer legte gegen die Steigerungsbedingungen am 5. Oktober 2012 (Datum der Postaufgabe) eine Beschwerde ein und beantragte, die Steigerungsbedingungen seien mit Hinweis auf Art. 59 lit. d des Bundesgesetzes �ber das b�uerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) neu aufzulegen und der Termin der Grundst�cksteigerung sei neu festzusetzen. Er machte vorab geltend, potenzielle K�ufer, die an einzelnen oder mehreren Grundst�cken interessiert seien, m�ssten darauf hingewiesen werden, dass gem�ss Art. 59 lit. d BGBB eine Realteilung des landwirtschaftlichen Gewerbes in der Zwangsvollstreckung nicht verboten sei. Das Obergericht des Kantons Bern als Aufsichtsbeh�rde in Betreibungs- und Konkurssachen wies die Beschwerde mit Entscheid vom 26. Oktober 2012 ab. Der Entscheid wurde vom Beschwerdef�hrer am 30. Oktober 2012 in Empfang genommen. Am 30. Oktober 2012 fand die Steigerung wie vorgesehen statt und erfolgte der Zuschlag der Grundst�cke als Gesamtheit f�r Fr. 1'615'000.-- an Z.________.
Mit Eingabe vom 7. November 2012 (Datum der Postaufgabe) beantragt der Beschwerdef�hrer dem Bundesgericht in der Sache, es seien neue Steigerungsbedingungen mit dem Hinweis auf Art. 59 lit. d BGBB aufzulegen, der Steigerungszuschlag vom 30. Oktober 2012 sei aufzuheben und es sei ein neuer Termin f�r die Grundst�cksteigerung anzusetzen. Er ersucht um aufschiebende Wirkung und um unentgeltliche Rechtspflege. Die Beschwerdegegnerin 1, die Aufsichtsbeh�rde und das Betreibungsamt haben auf eine Vernehmlassung zum Gesuch um aufschiebende Wirkung verzichtet, w�hrend sich die Beschwerdegegner 2-5 nicht haben vernehmen lassen. Das pr�sidierende Mitglied der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt (Verf�gung vom 3. Dezember 2012). In der Sache sind die Akten, hingegen keine Vernehmlassungen eingeholt worden.
Eine vom Beschwerdef�hrer gleichzeitig gegen den Zuschlag eingereichte Beschwerde hat die kantonale Aufsichtsbeh�rde bis zum rechtskr�ftigen Urteil des Bundesgerichts im vorliegenden Verfahren sistiert (Verf�gung vom 27. November 2012).
Entscheide kantonaler Aufsichtsbeh�rden �ber Verf�gungen der Vollstreckungsorgane gem�ss Art. 17 SchKG unterliegen der Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 Abs. 2 lit. a BGG i.V.m. Art. 19 SchKG), die unabh�ngig von einer gesetzlichen Streitwertgrenze gegeben ist (Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG; vgl. BGE 133 III 350 E. 1.2 S. 351; f�r Steigerungsbedingungen: Urteile 5A_336/2010 vom 30. Juli 2010 E. 1 und 5A_446/2011 vom 11. Januar 2012 E. 1). Die Beschwerde ist fristgem�ss erhoben worden (Art. 100 Abs. 2 lit. a BGG) und grunds�tzlich zul�ssig. Dass der Steigerungszuschlag bereits erfolgt ist, hindert die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde nicht, zumal der Beschwerdef�hrer die Steigerungsbedingungen rechtzeitig angefochten hat (vgl. BGE 128 III 339 E. 5 S. 341 f.). Auf formelle Einzelfragen wird im Sachzusammenhang zur�ckzukommen sein (vorab E. 5.2 hiernach).
Anlass zur Beschwerde geben die Steigerungsbedingungen in einer Betreibung auf Pfandverwertung (Art. 151 ff. SchKG). Streitig ist dabei nicht, dass in den Steigerungsbedingungen "auf die Anwendbarkeit des BGBB bzw. auf die sich daraus ergebende Bewilligungspflicht" hingewiesen werden muss (vgl. BGE 128 III 339 E. 4c S. 341; 129 III 583 E. 3.2.1 S. 586 f.) und hier auch ausdr�cklich hingewiesen wird (Ziff. 25 der Steigerungsbedingungen). Angefochten ist vielmehr die Anordnung des Betreibungsamtes, dass die mit einem Gesamtpfand belasteten landwirtschaftlichen Grundst�cke, die das landwirtschaftliche Gewerbe des Beschwerdef�hrers ausmachen, als Gesamtheit versteigert werden (Ziff. 1 der Steigerungsbedingungen). Der Beschwerdef�hrer verlangt, dass mit Hinweis auf Art. 59 lit. d BGBB in den Steigerungsbedingungen die Einzelgrundst�cke bis zur Deckung der betreibenden Pfandgl�ubigerin versteigert werden.
Gest�tzt auf das Sch�tzungsgutachten mit den Grundbuchausz�gen hat die Aufsichtsbeh�rde festgehalten, dass die Grundst�cke zum landwirtschaftlichen Gewerbe des Beschwerdef�hrers geh�ren und als Gesamtpf�nder f�r die Forderungen der Beschwerdegegnerin 1 haften. In rechtlicher Hinsicht ergibt sich Folgendes:
3.1 Auf mehrere Grundst�cke kann f�r eine Forderung ein Grundpfandrecht errichtet werden, wenn sie - wie hier - dem n�mlichen Eigent�mer geh�ren (Art. 798 Abs. 1 ZGB). Sind mehrere Grundst�cke f�r die gleiche Forderung verpf�ndet, so ist die Betreibung auf Pfandverwertung gleichzeitig gegen alle zu richten, die Verwertung aber nach Anordnung des Betreibungsamtes nur soweit n�tig durchzuf�hren (Art. 816 Abs. 3 ZGB). Mit der Wendung "soweit n�tig" wird der Grundsatz festgehalten, dass nicht s�mtliche Grundst�cke verwertet werden d�rfen, wenn die Forderung des betreibenden Gl�ubigers durch die Angebote auf einzelne Grundst�cke gedeckt wird. Dementsprechend schreibt die Verordnung des Bundesgerichts �ber die Zwangsverwertung von Grundst�cken (VZG, SR 281.42) vor, dass nur so viele St�cke zu verwerten sind, als zur Deckung der Forderung des betreibenden Pfandgl�ubigers sowie allf�lliger dem letzteren im Range vorgehender Pfandforderungen erforderlich ist, wenn f�r die in Betreibung gesetzte Forderung mehrere Grundst�cke haften, die dem gleichen Eigent�mer geh�ren. In erster Linie sind dabei diejenigen Grundst�cke zu verwerten, auf welchen dem betreibenden Gl�ubiger keine Grundpfandgl�ubiger im Range nachgehen (Art. 107 Abs. 1 VZG). Die Vorschriften wollen den Schuldner sch�tzen unter gleichzeitiger bestm�glicher Wahrung der Interessen des betreibenden Gl�ubigers und allenfalls vorhandener nachrangiger Pfandgl�ubiger. Das Verbot, mehr Grundst�cke zu verwerten als f�r die Deckung des betreibenden Gl�ubigers erforderlich ist, steht also zu einem Gesamtruf aller verpf�ndeten Grundst�cke in Widerspruch, wenn die betriebene Forderung durch die Verwertung von lediglich einigen wenigen Grundst�cken gedeckt werden kann (vgl. BGE 126 III 33 E. 2 S. 34).
3.2 Seine Anordnung im Sinne von Art. 816 Abs. 3 ZGB trifft das Betreibungsamt in den Steigerungsbedingungen, die in orts�blicher Weise aufzustellen und so einzurichten sind, dass sich ein m�glichst g�nstiges Ergebnis erwarten l�sst (Art. 134 Abs. 1 i.V.m. Art. 156 Abs. 1 SchKG), was sowohl im Interesse der Gl�ubiger wie auch des Schuldners liegt (vgl. BGE 126 III 33 E. 3 S. 35; 132 III 212 E. 3.1.5 S. 217). Wenn mehrere Grundst�cke zu versteigern sind, ist in den Steigerungsbedingungen anzugeben, ob sie gesamthaft oder in Einzelgruppen und in welchen oder parzellenweise und evtl. in welcher Reihenfolge sie versteigert werden (Art. 45 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 102 VZG). Der Einzel-, Gruppen- und Gesamtaufruf ist auch bei gesamthaft verpf�ndeten Grundst�cken zul�ssig. Das Betreibungsamt trifft seine Anordnung nach pflichtgem�ssem Ermessen (vgl. EDUARD BRAND, Die betreibungsrechtliche Zwangsverwertung von Grundst�cken im Pfandverwertungsverfahren, 2008, � 33 Ziff. 1.1 S. 283 und � 33 Ziff. 3.2 S. 290; vgl. BGE 126 III 33 E. 2 S. 34).
3.3 �ber das ihm durch Art. 816 Abs. 3 ZGB und Art. 107 Abs. 1 VZG gew�hrte Ermessen verf�gt das Betreibungsamt nach der Rechtsprechung dann nicht, wenn nach dem festgelegten Sch�tzungswert sofort ersichtlich ist, dass alle Grundst�cke, welche Gegenstand des Gesamtpfandes bilden, verkauft werden m�ssen, um den betreibenden Gl�ubiger zu befriedigen (BGE 126 III 33 E. 2 S. 35). In Betracht f�llt diesfalls nur das Verfahren nach dem analog anwendbaren Art. 108 Abs. 1bis VZG, wonach dem Gesamt- oder Gruppenruf stets ein Einzelruf vorausgehen muss, die Meistbietenden beim Einzelruf an ihre Angebote gebunden bleiben, bis der Gesamt- oder Gruppenruf erfolgt ist, und der Zuschlag je nachdem, ob der Einzelruf oder der Gesamt- oder Gruppenruf den h�heren Gesamtpreis ergibt, den Meistbietenden beim Einzelruf oder dem bzw. den Meistbietenden beim Gesamt- oder Gruppenruf erteilt wird (BGE 126 III 33 E. 3 S. 35).
In Anbetracht der betreibungsrechtlichen Sch�tzung von Fr. 1'309'200.-- und einer Betreibungsforderung von Fr. 500'911.85 (Bst. B) war eine analoge Anwendung von Art. 108 Abs. 1bis VZG nicht zwingend (vgl. E. 3.3 hiervor). Das Betreibungsamt hat deshalb �ber die Art und Weise der Steigerung unter bestm�glicher Ber�cksichtigung der Interessen der Beteiligten (Art. 125 Abs. 1 i.V.m. Art. 156 Abs. 1 SchKG) nach pflichtgem�ssem Ermessen entscheiden d�rfen und angeordnet, die verpf�ndeten Grundst�cke als Gesamtheit auszurufen (Ziff. 1 der Steigerungsbedingungen). Die Aufsichtsbeh�rde hat den Ermessensentscheid des Betreibungsamtes aus folgenden Gr�nden nicht beanstandet:
4.1 Die Aufsichtsbeh�rde hat angenommen, bei einer Versteigerung einzelner Grundst�cke k�nnten grunds�tzlich nur Interessenten in Frage kommen, die in der n�heren Umgebung wohnten bzw. die in der N�he ein landwirtschaftliches Gewerbe betreiben w�rden. Dabei d�rfte es sich um eine kleine Anzahl von Personen handeln, die, wenn �berhaupt, bei der Versteigerung mitbieten w�rden. Bei einer kleinen Anzahl von Mitbietern sei nicht anzunehmen, dass die Angebote durch �berbieten in die H�he getrieben w�rden, zumal der Mindestpreis vorliegend ohnehin bei Fr. 1'683.50 liege. Ferner k�nne davon ausgegangen werden, dass diese in der n�heren Umgebung wohnenden Interessenten sich untereinander gut kennten. Es bestehe daher die Gefahr, dass sie sich vorg�ngig untereinander absprechen und anl�sslich der Versteigerung sich nicht gegenseitig �berbieten w�rden (E. 16 S. 5 des angefochtenen Entscheids).
4.2 Dagegen hat die Aufsichtsbeh�rde es als wahrscheinlicher angesehen, dass es f�r den Erwerb des gesamten Betriebes mehr Interessierte - vor allem auch Ausw�rtige - gebe, die eine neue Existenzgrundlage aufbauen m�chten. Diese Personen w�rden voraussichtlich bereit sein, einen anst�ndigen Preis f�r den gesamten Betrieb zu bezahlen (E. 18 S. 6 des angefochtenen Entscheids).
4.3 Die Aufsichtbeh�rde hat schliesslich daf�rgehalten, nur unter der Annahme, die gesch�tzten Werte k�nnten an der Versteigerung auch tats�chlich realisiert werden, w�ren durch die Einzelversteigerung des Kulturlandes und der Waldgrundst�cke (Fr. 764'453.--) die Forderungen der Grundpfandgl�ubigerin (Fr. 500'911.85 aus der Betreibung auf Pfandverwertung und rund Fr. 104'000.-- aus der Betreibung aus Pf�ndung) samt den Verwertungskosten (rund Fr. 10'000.--) gedeckt. Indessen sei es gerichtsnotorisch, dass der Steigerungserl�s meist erheblich unter dem tats�chlichen Wert des zu versteigernden Grundst�cks liege. In diesem Fall sei davon auszugehen, dass die Gl�ubigerin nicht ganz befriedigt werden k�nnte und mit gr�sster Wahrscheinlichkeit auch die Versteigerung der Hofparzelle in Betracht gezogen werden m�sste. Die Hofparzelle f�r sich allein w�rde aber wahrscheinlich auch keinen hohen Steigerungserl�s ergeben. Denn die Hofparzelle mit einer Kulturlandfl�che von bloss 5'538 m� k�nne als eigenst�ndiger Betrieb kaum f�r eine gute Existenz als tauglich bzw. als lebensf�hig bezeichnet werden. K�nne somit der Betrieb mit der Hofparzelle keine gen�gende Existenzgrundlage bieten, w�rde daf�r auch kein hohes Angebot gemacht. Die Forderungen der Gl�ubigerin k�nnten wahrscheinlich auch nach Heranziehung der Hofparzelle nicht vollumf�nglich oder zumindest nur knapp gedeckt werden (E. 17 S. 5 f. des angefochtenen Entscheids).
Der Beschwerdef�hrer r�gt einen unzul�ssigen und �berm�ssigen Eingriff in sein Recht auf Eigentum, die Verletzung von Bundesrecht, eine gesetzeswidrige Ermessensbet�tigung sowie eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsermittlung.
5.1 Entgegen der Annahme des Beschwerdef�hrers hat das Betreibungsamt im Rahmen der Steigerung nicht bloss die Interessen des Schuldners, sondern auch die Interessen der Gl�ubiger bestm�glich zu ber�cksichtigen (E. 3 hiervor). In rechtlicher Hinsicht ist zu erg�nzen, dass die Ausnahme vom Realteilungsverbot gem�ss Art. 59 lit. d BGBB, die der Beschwerdef�hrer anruft, den Schutz der landwirtschaftlichen Gewerbe bezweckt und eine G�terschl�chterei vermeiden will. Wenn nur eines von mehreren landwirtschaftlichen Grundst�cken, die zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe geh�ren, verpf�ndet ist, soll zu dessen Erhaltung das verpf�ndete Einzelgrundst�ck vom landwirtschaftlichen Gewerbe bei einer Zwangsvollstreckung ausnahmsweise abgetrennt werden d�rfen (Art. 58 Abs. 1 und Art. 59 lit. d BGBB; vgl. BGE 124 III 167 E. 2 S. 168 f.). Dem eigentlichen Zweck der Ausnahmeregelung wird hier nicht widersprochen, zumal alle landwirtschaftlichen Grundst�cke, die das landwirtschaftliche Gewerbe ausmachen, verpf�ndet sind und weil selbst bei einem Gruppenaufruf des Kulturlandes und der Waldgrundst�cke die verbleibende Hofparzelle nach den unangefochtenen Feststellungen der Aufsichtsbeh�rde f�r sich allein keine Existenz mehr bietet, geschweige denn ein landwirtschaftliches Gewerbe darstellt. Aus der Sicht des b�uerlichen Bodenrechts jedenfalls ist hier die Anordnung der gesamthaften Versteigerung aller verpf�ndeten Grundst�cke und damit des landwirtschaftlichen Gewerbes selbst vorzuziehen gewesen.
5.2 Der Beschwerdef�hrer r�gt verschiedene Annahmen der Aufsichtsbeh�rde als nachweislich falsch.
5.2.1 Soweit sich der Beschwerdef�hrer auf das Ergebnis der am 30. Oktober 2012 durchgef�hrten Versteigerung und den erfolgten Zuschlag des landwirtschaftlichen Gewerbes f�r rund 1.6 Mio. Franken beruft, ist er nicht zu h�ren. Die Versteigerung und der Zuschlag haben sich erst nach F�llung des angefochtenen Entscheids am 26. Oktober 2012 ereignet und k�nnen als echte Noven im Verfahren der Beschwerde in Zivilsachen nicht mehr ber�cksichtigt werden (Art. 99 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.; 134 IV 97 E. 5.1.3 S. 103). Im �brigen gestattet das Ergebnis der Versteigerung des landwirtschaftlichen Gewerbes keinen R�ckschluss auf einen mutmasslich hohen Ver�usserungspreis von einzelnen landwirtschaftlichen Grundst�cken. Die Interessenlage und damit der Kreis der an einer Ersteigerung Interessierten ist verschieden, wie das die Aufsichtsbeh�rde unangefochten und zutreffend angenommen hat.
5.2.2 Der Beschwerdef�hrer hat der Aufsichtsbeh�rde zwei Schreiben vorgelegt, in denen sich die unterzeichnenden Personen an einer Ersteigerung von Einzelgrundst�cken interessiert erkl�rt haben. Er behauptet, dass im Landwirtschaftssektor ein grosses Interesse am parzellenweisen Erwerb und in Stadtn�he ein grosses Interesse am Kauf von Einzelgrundst�cken f�r die Hobby-Landwirtschaft als Selbstbewirtschafter bestehe. Die Vorbringen verm�gen die Annahme der Aufsichtsbeh�rde nicht zu widerlegen, dass bei einer Versteigerung von Einzelgrundst�cken mit einer beschr�nkten Zahl vom Bietern und der Gefahr von Preisabsprachen zu rechnen sei. Die Annahme beruht auf einer W�rdigung der �rtlichen Verh�ltnisse, die die kantonale Aufsichtsbeh�rde besser kennt als das Bundesgericht. In deren Beurteilungsspielraum greift das auf eine reine Rechtskontrolle beschr�nkte Bundesgericht nur mit Zur�ckhaltung dann ein, wenn die Auffassung der Aufsichtsbeh�rde als unvertretbar erscheint. Ausreichende Anhaltspunkte daf�r sind aber weder ersichtlich noch dargetan (vgl. BGE 133 III 416 E. 6.3.3 S. 419).
5.2.3 Unangefochten bel�sst der Beschwerdef�hrer schliesslich die Annahme der Aufsichtsbeh�rde, dass eine Versteigerung aller landwirtschaftlichen Grundst�cke mit Ausnahme der Hofparzelle die Forderung der Beschwerdegegnerin 1 mutmasslich nicht zu decken verm�chte, zumal der Steigerungserl�s meist erheblich unter dem tats�chlichen Wert des zu versteigernden Grundst�ckes bleibe. Darauf einzugehen er�brigt sich damit (Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 42 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 137 III 580 E. 1.3 S. 584). Immerhin kann aus dem Gebiet des G�terrechts angemerkt werden, dass die Sch�tzung im Pf�ndungs- und Pfandverwertungsverfahren nach den allgemein g�ltigen Methoden der Liegenschaftsbewertung erfolgt, der Erl�s aber in Anbetracht der verh�ltnism�ssig raschen Gesamtversilberung - unter Vorbehalt der konkreten Umst�nde der einzelnen Versteigerung (Liebhaberobjekte oder - wie hier - Bietgefecht usw.) - erfahrungsgem�ss eher bescheiden ausfallen d�rfte (vgl. Urteil 5A_104/2012 vom 11. Mai 2012 E. 2.3, in: FamPra.ch 2012 S. 1140 f.).
5.3 Insgesamt kann - jedenfalls aufgrund der Vorbringen des Beschwerdef�hrers - die Anordnung nicht beanstandet werden, die mit einem Gesamtpfand belasteten Grundst�cke als Gesamtheit zu versteigern. Der angefochtene Entscheid verletzt kein Bundesrecht, namentlich nicht Art. 816 Abs. 3 ZGB, die Verwertung nach Anordnung des Betreibungsamtes nur soweit n�tig durchzuf�hren.
Bei diesem Verfahrensausgang wird der Beschwerdef�hrer kosten- (Art. 66 Abs. 1 BGG), hingegen nicht entsch�digungspflichtig, zumal die Beschwerdegegnerin 1 zur Vernehmlassung nicht eingeladen wurde und auf eine Stellungnahme zum Gesuch verzichtet hat und alle weiteren Beschwerdegegner nicht anwaltlich vertreten sind und mangels irgendwelcher Verlautbarungen im Verfahren keinen Aufwand hatten (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Dem Gesuch des Beschwerdef�hrers um unentgeltliche Rechtspflege kann entsprochen werden. Die Voraussetzungen gem�ss Art. 64 Abs. 1 BGG sind erf�llt.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Betreibungs- und Konkursamt Bern-Mittelland, Z.________ und dem Obergericht des Kantons Bern, Aufsichtsbeh�rde in Betreibungs- und Konkurssachen, schriftlich mitgeteilt.