Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=26.04.1989&Aktenzeichen=I%20R%20172/87
Timestamp: 2020-02-25 23:07:42
Document Index: 139462573

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 43', '§ 667', '§ 8', '§ 43', '§ 667', '§ 159', '§ 1']

BFH, 26.04.1989 - I R 172/87 - dejure.org
https://dejure.org/1989,953
BFH, 26.04.1989 - I R 172/87 (https://dejure.org/1989,953)
BFH, Entscheidung vom 26.04.1989 - I R 172/87 (https://dejure.org/1989,953)
BFH, Entscheidung vom 26. April 1989 - I R 172/87 (https://dejure.org/1989,953)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1989,953) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
KStG 1977 § 8 Abs. 3 Satz 2; GmbHG § 43; BGB §§ 667, 681, 670
KStG 1977 § 8 Abs. 3 S. 2; GmbHG § 43; BGB §§ 667, 681, 670
Kapitalgesellschaft - Wettbewerbsverbot - Gesellschafter-Geschäftsführer - Dispens - Leistungen der Kapitalgesellschaft - Anbieten von Leistungen - Verdeckte Gewinnausschüttung - Verzicht auf Geltendmachung von Ansprüchen
Körperschaftsteuer; GA bei einem Verstoß des Gesellschafter-Geschäftsführers gegen das Wettbewerbsverbot
BFHE 157, 138
BB 1989, 1604
DB 1989, 1904
BStBl II 1989, 673
In einem solchen Fall besteht wegen des fehlenden Interessengegensatzes zwischen der Gesellschaft und dem beherrschenden Gesellschafter die Möglichkeit, den Gewinn der Gesellschaft mehr oder wenig beliebig festzusetzen und ihn zugunsten des Gesellschafters und zuungunsten der Gesellschaft zu beeinflussen (vgl. BFH-Urteil vom 26. April 1989 I R 172/87, BFHE 157, 138, BStBl II 1989, 673).
d) Die steuerrechtliche Berücksichtigung der sich aus § 159 BGB ergebenden Rechtsfolgen beinhaltet keinen Verstoß gegen den Grundsatz, daß im Verhältnis zu einem beherrschenden Gesellschafter keine nachträglich abgeschlossenen Vereinbarungen steuerrechtlich berücksichtigt werden dürfen (vgl. BFH-Urteil vom 26. April 1989 I R 172/87, BFHE 157, 138, BStBl II 1989, 673).
In einem solchen Fall besteht wegen des fehlenden Interessengegensatzes zwischen der Gesellschaft und dem beherrschenden Gesellschafter die Möglichkeit, den Gewinn der Gesellschaft mehr oder weniger beliebig festzusetzen und ihn so zu beeinflussen, wie es bei der steuerlichen Gesamtbetrachtung der Einkommen der Gesellschaft einerseits und des Gesellschafters andererseits am günstigsten ist (vgl. BFH-Urteil vom 26. April 1989 I R 172/87, BFHE 157, 138, BStBl II 1989, 673).
Soweit der erkennende Senat in seinen Urteilen vom 11. Februar 1987 I R 177/83 (BFHE 149, 176, BStBl II 1987, 461), vom 14. März 1989 I R 8/85 (BFHE 156, 452, BStBl II 1989, 633), vom 12. April 1989 I R 142-143/85 (BFHE 156, 484, BStBl II 1989, 636), vom 26. April 1989 I R 172/87 (BFHE 157, 138, BStBl II 1989, 673) und vom 28. Februar 1990 I R 144/87, BFHE 160, 237, BStBl II 1990, 595) noch eine andere Auffassung vertreten hat, hält er an derselben nicht fest.
Insoweit hält der Senat an seiner teilweise anders lautenden Rechtsprechung nicht länger fest (vgl. BFH-Urteile vom 28. Juni 1989 I R 89/85, BFHE 157, 408, BStBl II 1989, 854; vom 26. April 1989 I R 172/87, BFHE 157, 138, BStBl II 1989, 673, und vom 12. April 1989 I R 142-143/85, BFHE 156, 484, BStBl II 1989, 636).
Der beherrschende Gesellschafter ist daher in der Lage, das Einkommen der Gesellschaft so zu beeinflussen, wie es bei einer Gesamtbetrachtung der Einkommen der Gesellschaft und des Gesellschafters am günstigsten ist (Senatsurteile vom 26. April 1989 I R 172/87, BFHE 157, 138, BStBl II 1989, 673; vom 2. Februar 1994 I R 78/92, BFHE 173, 412, BStBl II 1994, 479).
d) Bei einem Alleingesellschafter-Geschäftsführer, der auf Grund seiner gesellschaftsrechtlichen Dispositionsbefugnis in der Kapitalgesellschaft seine Interessen durchsetzen kann, besteht wegen des fehlenden Interessengegensatzes zwischen ihm und der Gesellschaft insbesondere die Möglichkeit, den Gewinn der Gesellschaft mehr oder weniger beliebig festzusetzen und ihn zugunsten des Gesellschafters und zuungunsten der Gesellschaft zu beeinflussen (vgl. BFH-Urteile vom 26. April 1989 I R 172/87, BFHE 157, 138, BStBl II 1989, 673, und vom 2. Februar 1994 I R 78/92, BFHE 173, 412, BStBl II 1994, 479).
BFH, 16.07.2003 - I B 215/02
VGA: fehlender Interessengegensatz zwischen KapG und beherrschenden …
In einem solchen Fall besteht wegen des fehlenden Interessengegensatzes zwischen der Gesellschaft und dem beherrschenden Gesellschafter die Möglichkeit, den Gewinn der Gesellschaft mehr oder wenig beliebig festzusetzen und ihn zugunsten des Gesellschafters und zuungunsten der Gesellschaft zu beeinflussen (vgl. BFH-Urteile vom 26. April 1989 I R 172/87, BFHE 157, 138, BStBl II 1989, 673; vom 2. Februar 1994 I R 78/92, BFHE 173, 412, BStBl II 1994, 479).
FG Berlin-Brandenburg, 18.04.2007 - 12 K 8030/05
Begrenzung des Anfechtungsumfangs durch den Klageantrag - …
BFH, 06.08.2002 - I B 130/01
Leistungsentgelt - Verdeckte Gewinnausschüttung - Voraussetzungen einer …
BFH, 18.06.1993 - V R 75/89
Umsatz durch verdeckte Gewinnausschüttung (§ 1 UStG )?
FG Niedersachsen, 27.09.1990 - VI 410/89
FG Niedersachsen, 11.10.1990 - VI 186/88
Wettbewerbsverbot und verdeckte Gewinnausschüttung