Source: http://mail.kanzlei-kerner.de/ausbildung/
Timestamp: 2019-10-17 00:34:39
Document Index: 206253541

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 10', '§ 10', '§ 106', '§ 11', '§1629', '§ 11', '§ 21', '§ 21', '§ 22', '§ 22', '§ 22']

Ausbildung | Arbeitsrecht Hannover - Fachanwalt Arbeitsrecht und Rechtsanwalt Arbeitsrecht
Ausbildung ist die Kurzbezeichnung für eine Berufsausbildung die sogenannte Lehre, die sich klassischerweise im Dualen Ausbildungssystem in ein praktisches und schulisches Ausbildungsfeld unterteilt. Die Vermittlung praktischer Fertigkeiten wird hierbei von einem Ausbildungsbetrieb i.S.d. § 2 Abs. 1 Nr. 1 Berufsbildungsgesetz (BBiG) übernommen, wohingegen die theoretische Wissensvermittlung an staatlichen Berufsausbildungsschulen nach § 2 Abs. 1 Nr. 2 BBiG stattfindet.
Grundlegende Voraussetzung für eine Ausbildung ist die Begründung eines Ausbildungsverhältnisses. Dieses entsteht durch den Abschluss eines Ausbildungsvertrags nach § 10 Abs. 1 BBiG zwischen einem Auszubildenden und einem Ausbildungsbetrieb. Ist der Auszubildenden noch nicht volljährig, so benötigt er zum Abschluss des Ausbildungsvertrages die Zustimmung seiner gesetzlichen Vertreter nach § 10 Abs. 3 BBiG i.V.m §§ 106,107 BGB. Der Berufsausbildungsvertrag ist unverzüglich nach seinem Abschluss bzw. spätestens vor dem Ausbildungsbeginn schriftlich gem. § 11 Abs. 1 Satz 1 BBiG abzufassen und vom Ausbildenden und Auszubildenden bzw. dessen gesetzlichen Vertreter nach §1629 Abs. 1 BGB zu unterzeichnen, § 11 Abs. 3 BBiG.
Was endet ein Ausbildungsverhältnis?
Grundsätzlich endet eine Ausbildung nach § 21 Abs. 1 BBiG mit dem Ablauf der Ausbildungszeit für die es bestimmt ist bzw. vor Ablauf dieser Zeit, wenn nach § 21 Abs. 2 BBiG, die Ergebnisse der Abschlussprüfung bekannt gegeben worden sind.Das Ausbildungsverhältnis kann während der Probezeit nach § 22 Abs. 1 BBiG jederzeit durch den Ausbildenden oder Auszubildenden ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Nach Ablauf der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis durch den Ausbildenden nur nach § 22 Abs. 2 Nr. 1 BBiG außerordentlich fristlos unter Angabe eines wichtigen Grundes gekündigt werden. Der Auszubildende kann das Ausbildungsverhältnis nach § 22 Abs. 2 Nr. 2 BBiG jederzeit mit einer vierwöchigen Frist kündigen, wenn er das Ausbildungsverhältnis beenden oder eine andere Ausbildung beginnen möchte. Die Kündigung muss in jedem Fall schriftlich erfolgen, ansonsten ist sie in jedem Fall unwirksam.
Sie suchen für Ihre Rechtsangelegenheit „Ausbildung“ einen kompetenten Ansprechpartner im Arbeitsrecht Hannover? Als Rechtsanwalt Arbeitsrecht Hannover sowie als Fachanwalt Arbeitsrecht haben wir jahrelange Erfahrung im Arbeitsrecht. Wir freuen uns daher, auch Sie zum Thema Arbeitsrecht beraten zu dürfen. Unsere Kontaktdaten lauten: