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Timestamp: 2020-02-17 03:22:40
Document Index: 45377495

Matched Legal Cases: ['Art. 90', '§ 683', '§ 6', '§ 5', '§ 45', '§ 106', '§ 677', 'Art. 90', '§ 6', '§ 78', 'Art. 90', 'BGH', 'Art. 90', 'Art. 90', '§ 6', '§ 6', '§ 6', 'BGH', 'BGH', '§ 6']

BVerwG, 28.08.2003 - 4 C 9.02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,2272
BVerwG, 28.08.2003 - 4 C 9.02 (https://dejure.org/2003,2272)
BVerwG, Entscheidung vom 28.08.2003 - 4 C 9.02 (https://dejure.org/2003,2272)
BVerwG, Entscheidung vom 28. August 2003 - 4 C 9.02 (https://dejure.org/2003,2272)
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GG Art. 90 Abs. 2; BGB § 683; FStrG § 6 Abs. 1, 1a; StVG § 5b Abs. 1; StVO § 45
Bundesfernstraße; Unterhaltung; Lichtzeichenanlage; Verpflichtung zur Aufstellung; Kosten der Aufstellung, Umstufung; Straßenbaulast; Übergang von Rechten und Pflichten bei Wechsel der.
Bundesfernstraße; Unterhaltung; Lichtzeichenanlage; Verpflichtung zur Aufstellung; Kosten der Aufstellung, Umstufung; Straßenbaulast; Übergang von Rechten und Pflichten bei Wechsel der
Errichtung einer Lichtzeichenanlage; Kostenübernahme für die Errichtung einer Lichtzeichenanlage
VG Schleswig, 19.03.2002 - 3 A 154/99
OVG Schleswig-Holstein, 29.10.2002 - 4 L 126/02
NVwZ-RR 2004, 84
Als öffentlicher Auftraggeber und Antragsgegner im vergaberechtlichen Nachprüfungsverfahren ist dementsprechend das jeweils betroffene Land anzusehen und nicht die Bundesrepublik Deutschland (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. August 2003 - 4 C 9/02, NVwZ-RR 2004, 84 f.; OLG Celle, Beschluss vom 6. Juni 2011 - 13 Verg 2/11, VergabeR 2011, 783 ff.;… Müller in: Byok/Jaeger, Komm. zum Vergaberecht, 3. Aufl., § 106a GWB Rn. 13).
Solche Ansprüche sind trotz möglicherweise vergleichbarer Interessenlage dann ausgeschlossen, wenn eine abgeschlossene gesetzliche Regelung besteht (vgl. BVerwG, Urt. v. 28.08.2003 - 4 C 9.02 -, NVwZ-RR 2004, 84; vgl. auch Palandt/Sprau, Rn 13 zur Einf. v. § 677 BGB).
Dabei kann offenbleiben, ob das Verwaltungsgericht von dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. August 2003 - 4 C 9/02 - abgewichen ist, indem es das Land Rheinland-Pfalz als den falschen Beklagten angesehen hat.
Zwar umfasst die Verwaltung der Bundesfernstraßen im Auftrag des Bundes nach Art. 90 Abs. 2 GG den gesamten Umfang der Bundesstraßenverwaltung und damit sowohl die Hoheitsverwaltung als auch die Vermögensverwaltung der Bundesstraßen, zu der auch die Erfüllung aller Verpflichtungen zählt, die mit der Straßenbaulast im Zusammenhang stehen (BVerwG, Urteil vom 28. August 2003 - 4 C 9.02 - Buchholz 407.4 § 6 FStrG Nr. 2 S. 3 m.w.N.).
Denn eine Behörde kann gem. § 78 Abs. 1 Nr. 2 VwGO nur mit Anfechtungs- und Verpflichtungsklagen in Anspruch genommen werden (BVerwG, Urteil vom 28. August 2003 - 4 C 9/02, juris Rn. 7).
Denn in Angelegenheiten der Bundesauftragsverwaltung erfüllen die Länder zwar Bundesaufgaben; sie tun dies aber - dem Wesen der Auftragsverwaltung entsprechend - aus eigener und selbstständiger Verwaltungskompetenz (vgl. Art. 90 Abs. 2 GG; BVerwG, Urteil vom 15. April 1977 - IV C 3.74, juris Rn.17; Urteil vom 28. August 2003 - 4 C 9/02, juris Rn. 7).
Dies ergibt sich - jedenfalls für den Fall der Hoheitsverwaltung - zumindest aus einer gesetzlichen Prozessstandschaft der Länder mit der Folge der Prozessführungsbefugnis im eigenen Namen (so wohl BVerwG, Urteil vom 28. August 2003 - 4 C 9/02, juris Rn. 7; VG Koblenz…, Urteil vom 16. September 2002 - 8 K2774/01, juris Rn. 29) oder gar aus der ihnen zukommenden Sachlegitimation (vgl. BGH…, Urteil vom 14. November 1978 - VI ZR 133/77, juris Rn. 14;… Bartlsperger in Bonner Kommentar zum GG, Stand des Gesamtwerks Juni 2012, Art. 90 Rn. 70; Nicolaus, NVwZ 2003, 929, 931; unklar BVerwG…, Urteil vom 15. April 1977 - IV C 3/74, juris Rn. 17 ["Vertretung"]).
Das Land ist auch im Bereich der Vermögensverwaltung stets Gegner im Prozess (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. August 2003 - 4 C 9/02, a. a. O., Rn. 7;… Ibler in Mangoldt/ Klein/Starck, Kommentar zum Grundgesetz, 6. Aufl., Art. 90 Rn. 44).
Allgemeine Leistungsklagen sind nach dem Rechtsträgerprinzip grundsätzlich gegen die Körperschaft zu richten, die nach dem materiellen Recht verpflichtet ist, den geltend gemachten Anspruch zu erfüllen (vgl. Urteil vom 28. August 2003 - BVerwG 4 C 9.02 - Buchholz 407.4 § 6 FStrG Nr. 2 S. 3 m.w.N.).
Das Bundesverwaltungsgericht (Urt. v. 28.08.2003 - 4 C 9.02 -, Buchholz 407.4 § 6 FStrG Nr. 2) hat die gleichlautende Bestimmung in § 6 Abs. 1a, erster Abschnitt, FStrG dahingehend ausgelegt, dass es bei der Unterhaltung um die Sicherung des vorhandenen Bestandes, vergleichbar der Instandhaltung und Instandsetzung, gehe und es mit der gesetzlichen Garantie, dass sich die Straße in einem ordnungsgemäßen Erhaltungszustand befinde, sein Bewenden habe (…ähnlich BGH, Beschl. v. 25.10.1990 - III ZR 315/89 -, BGHR FStrG § 6 Abs. 1 Pflichten Nr. 1, zit. n. juris Rn. 5).
Auf allgemeine Zweifel an der Analogiefähigkeit von Vorschriften, die die Rechtsbeziehungen zwischen Hoheitsträgern regeln (BVerwG, Urt. v. 28.08.2003, a. a. O.) kommt es für diese Beurteilung nicht an.
Beim Übergang der Straßenbaulast von einem Straßenbaulastträger auf einen anderen gilt der Grundsatz der wechselseitigen Entschädigungslosigkeit und des "Kassenschnitts" (vgl. nur BVerwG, Urt. v. 28.08.2003, a. a. O.;… Rinke, in Kodal/Krämer, Straßenrecht, 6. Aufl., Kap. 13 Rn. 36; Sauthoff, DÖV 2009, 974 [982]; Witting, DVBl. 2010, 408 [416]).
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