Source: http://nsg.naturschutzinformationen.nrw.de/nsg/de/fachinfo/gebiete/gesamt/GL-013
Timestamp: 2018-11-15 02:28:19
Document Index: 260495030

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 62', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 21']

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW - Fachinformation - Gebietslisten - Naturschutzgebiete gesamt - NSG Kalsbachtal
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Naturschutzgebiet Kalsbachtal (GL-013)
NSG Kalsbachtal
10,87 ha
Die Schutzgebietsausweisung erfolgt zur Erhaltung und Entwicklung naturnaher Auen-Lebensräume mit Nass- und Feuchtgrünland, Gewässerverlauf mit begleitenden Auengehölzen, Quellsiefen sowie von artenreichem Magergrünland am südexponierten Talhang als Lebensraum für eine reichhaltige Insektenfauna und Flora.
Im einzelnen werden folgende Schutzzwecke festgesetzt:
- Erhaltung und Sicherung der gemäß § 30 BNatSchG i.V. mit § 62 LG- NW geschützten Biotope: Bruch-, Sumpf- und Auwälder; seggen- und binsenreiche Nasswiesen, Quellbereiche sowie natürliche und naturnahe Bereiche fließender und stehender Binnengewässer (§ 23 Abs. 1; Ziff. 1 BNatSchG).
- Erhaltung und Entwicklung von artenreichen Magergrünlandflächen in einem südexponierten Hangbereich sowie von Feucht- und Nassgrünland in der Talsohle als Lebensraum für angepasste Tier- und Pflanzenarten( § 23 Abs. 1; Ziff. 1 u.3 BNatSchG).
- Erhaltung der besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit des naturnahen Bachtals mit seinen zulaufenden Quellsiefen. (§ 23 Abs.1 Ziff. 3 BNatSchG).
- Sicherung der Funktion als Biotopverbundfläche (§ 21 Abs. 1 u. Abs. 3 Ziff. 2;3 BNatSchG).
BK-4909-0112
NSG Kalsbach-Tal
Das Gebiet umfasst den oberen Teil des Kalsbach-Tals zwischen der gleichnamigen Ortschaft im Nordwesten und der Hommermühle im Süden. Es besteht aus einem offenen Wiesental mit breiter Sohle. Die Aue wird großenteils von stellenweise etwas feuchten Magerweiden eingenommen, die zumindest zeitweise mit Schafen beweidet werden. Daneben kommt Feuchtgrünland vor. Der Erhaltungszustand des Gebietes, das sich insbesondere durch das großflächige Magergrünland auszeichnet, zeugt durch das relativ häufige Vorkommen von überstehenden Sumpf-Kratzdisteln in den Magerweiden der Aue von einer unzureichenden Pflege. Dies gilt auch für das ehemalige Magergrünland im Norden des NSG, das durch Sukzession mit Adlerfarn und Besenginster seine vormals höhere Qualität aus naturschutzfachlicher Sicht verloren hat. Jedoch besitzt das Gebiet ein hohes Entwicklungspotenzial und kann aufgrund seiner Ausstattung durchaus als typisch für die Bergischen Hochflächen gelten. Hervorzuheben ist die Refugialfunktion als Lebensraum für konkurrenzschwache Pflanzenarten von Magergrünlandstandorten. Darüber hinaus besteht eine Vernetzung mit im Süden anschließenden Fließgewässerabschnitten. Hauptentwicklungsziel sollte die Wiederherstellung blütenreicher Magerwiesen durch extensive Mahd in der Aue sein.
Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (0,38 ha)
Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Magergruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NED0> (1,48 ha)
Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (0,21 ha)
Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,21 ha)
Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (0,38 ha)
Fettwiese, Neueinsaat <EA3> (0,33 ha)
Fettweide, Neueinsaat <EB1> (0,46 ha)
Magerwiese <ED1> (1,48 ha)
Nass- und Feuchtwiese <yEC1> (0,13 ha)
Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (0,25 ha)
Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (0,21 ha)
Entwicklung und Pflege einer extensiv genutzten Bachaue mit hohem Magergrünlandanteil und Feuchtgrünland durch Mahd. Zurückdrängung des Drüsigen Springkrauts als invasiver Neophyt und Verhinderung des Vordringens von Adlerfarn aus dem nördlichen Unterhangbereich in die Aue.