Source: https://www.ewir-online.de/heft-10-2019/ewir-2019-289-kein-widerruf-eines-im-fernabsatz-geschlossenen-von-beiden-seiten-erfuellten-verbraucherdarlehensvertrags/
Timestamp: 2020-02-29 13:54:07
Document Index: 369991176

Matched Legal Cases: ['BGH', 'EuG', 'Art. 3', '§ 312', '§ 495', 'BGH', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', '§ 312', '§ 495', 'EuG', 'EuG', 'Art. 6', 'Art. 7']

Kein Widerruf eines im Fernabsatz geschlossenen, von beiden Seiten erfüllten Verbraucherdarlehensvertrags wegen fehlerhafter Belehrung (gegen BGH) („Romano“) (EuGH GA (Generalanwalt Giovanni Pitruzzella), Schlussanträge v. 29.03.2019 – Rs C-143/18 – Roland Simon) – EWiR 2019, 289 | EWiR online
EWiR 2019, 289
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0177-9303 EWiR - Entscheidungen zum Wirtschaftsrecht, Kurzkommentare EWiR 2019 WirtschaftsrechtBank- und KreditsicherungsrechtRL 2002/65/EG Art. 3, 4, 5, 6, 7; BGB § 312d Abs. 3 Nr. 1, Abs. 5 a. F., § 495 Abs. 1Kein Widerruf eines im Fernabsatz geschlossenen, von beiden Seiten erfüllten Verbraucherdarlehensvertrags wegen fehlerhafter Belehrung (gegen BGH) („Romano“) RL 2002/65/EGArt. 3 RL 2002/65/EGArt. 4 RL 2002/65/EGArt. 5 RL 2002/65/EGArt. 6 RL 2002/65/EGArt. 7 BGB a.F.§ 312d BGB§ 495 EuGH GA (Generalanwalt Giovanni Pitruzzella), Schlussanträge v. 29.03.2019 – Rs C-143/18 (LG Bonn), ZIP 2019, 755EuGH GA (Generalanwalt Giovanni Pitruzzella)Schlussanträge29.3.2019Rs C-143/18ZIP 2019, 755LG Bonn
Art. 6 Abs. 2 Buchst. c RL 2002/65/EG (nachfolgend: „Richtlinie“) ist dahin auszulegen, dass er einer nationalen Rechtsprechung entgegensteht, die bei im Fernabsatz geschlossenen Darlehensverträgen nicht den Ausschluss des Widerrufsrechts vorsieht, wenn auf ausdrücklichen Wunsch des Verbrauchers der Vertrag von beiden Seiten bereits voll erfüllt ist, bevor der Verbraucher sein Widerrufsrecht ausübt. Bei der Frage, ob der Verbraucher die nach der Richtlinie erforderlichen Informationen ordnungsgemäß erhalten hat, ist auf einen normal informierten, angemessen aufmerksamen und verständigen Durchschnittsverbraucher abzustellen. Gem. Art. 7 Abs. 4 der Richtlinie hat der Verbraucher bei Widerruf eines im Fernabsatz abgeschlossenen Darlehensvertrags keinen Anspruch auf Nutzungsersatz.
Roland Simon, Dr. iur., Rechtsanwalt, FA für Bank- und Kapitalmarktrecht – Simon und Partner Rechtsanwälte Wirtschaftsprüfer Steuerberater, Düsseldorf