Source: https://gesetze-in-app.de/StGB/183
Timestamp: 2020-01-26 06:32:23
Document Index: 367430436

Matched Legal Cases: ['§ 174', '§ 176', '§ 183', 'BGH', '§ 183', 'BGH', '§ 183', '§ 183', '§ 183', '§ 183', '§ 183', '§ 183', '§ 183', 'BGH', '§ 183', '§ 183', '§ 183', '§ 183', '§ 183']

2.nach § 174 Absatz 3 Nummer 1 oder § 176 Abs. 4 Nr. 1bestraft wird.
OLG Bamberg, Urteil vom 2.1.2011, Az. 3 Ss 136/10 Während für den Belästigungserfolg ein bedingt vorsätzliches Handeln ausreichend ist, muss der Täter hinsichtlich der konkreten Wahrnehmung der sexuellen Handlung durch eine andere Person mit direktem Vorsatz handeln, weil ohne die tatsächliche Herstellung einer optischen Beziehung zu dem Tatopfer und ohne das sichere Wissen des Täters um die konkrete Existenz dieser Beziehung von einer absichtsvollen ‚Exhibition’ im Sinne der von § 183 I StGB vorausgesetzten Zurschaustellung der Entblößung in der Absicht sexueller Erregung schon begrifflich nicht ausgegangen werden kann (u. a. Anschluss an BGH StraFo 2007, 471 = NStZ-RR 2007, 374 und OLG Düsseldorf NStZ 1998, 412 f. = StraFo 1998, 277 f.).
OLG Bamberg, Urteil vom 2.1.2011, Az. 3 Ss 136/10 Denn eine exhibitionistische Handlung im Sinne von § 183 StGB ist gerade dadurch gekennzeichnet, dass der Täter einem anderen - regelmäßig einer Frau, einem Kind oder einem Jugendlichen - ohne dessen Einverständnis und häufig überraschend sein entblößtes Geschlechtsteil in der Absicht vorweist, sich selbst allein dadurch oder zusätzlich durch die beobachtete (und vom Täter erhoffte) Reaktion des Gegenübers sexuell zu erregen, seine Erregung zu steigern oder - in der Regel durch Masturbation - zu befriedigen; unerheblich ist demgegenüber, ob die Handlungsmotivation des Täters (zugleich) auf eine sexuelle Erregung des Opfers abzielt (BayObLGSt 1998, 89 ff. = NJW 1999, 72 f.; BGHR § 183 I StGB Exhibitionistische Handlung 1; Fischer § 183 Rn. 5; Schönke/Schröder-Perron/Eisele StGB 28. Aufl. § 183 Rn. 3; MüKo/Hörnle StGB § 183 Rn. 6; LK-Laufhütte/Roggenbuck StGB 12. Aufl. § 183 Rn. 2, 3 und SK-Wolters StGB 8. Aufl. § 183 Rn. 2, jeweils m. w. N.).
OLG Bamberg, Urteil vom 2.1.2011, Az. 3 Ss 136/10 und Schrifttum mit direktem Vorsatz handeln, weil ohne die tatsächliche Herstellung einer optischen Beziehung zu dem Tatopfer und ohne das sichere Wissen des Täters um die konkrete Existenz dieser Beziehung von einer absichtsvollen ‚Exhibition’ im Sinne der von § 183 I StGB vorausgesetzten Zurschaustellung der Entblößung in der Absicht sexueller Erregung schon begrifflich nicht ausgegangen werden kann (BGH StraFo 2007, 471 = NStZ-RR 2007, 374; OLG Düsseldorf NStZ 1998, 412 f. = StraFo 1998, 277 f.; OLG Karlsruhe Justiz 1991, 93 f.; im Ergebnis jeweils ebenso Fischer § 183 Rn. 7; Schönke/Schröder-Perron/Eisele § 183 Rn. 3 a. E., 5; MüKo/Hörnle § 183 Rn. 7, 12; LK-Laufhütte/Roggenbuck § 183 Rn. 2 und SK-Wolters § 183 Rn. 2).