Source: https://www.zustellungsvertretung.de/?p=3875
Timestamp: 2018-12-14 16:44:34
Document Index: 111745257

Matched Legal Cases: ['§ 892', '§ 15', '§ 149', '§ 52', '§ 91', '§ 15', '§ 15', '§ 79', '§ 892', '§ 52', '§ 91', '§ 149', 'BGH', 'BGH', '§ 15', '§ 892', '§ 91']

Übernahme eines durch Flurbereinigung entstandenen Rechtes – zustellungsvertretung.de
10. Oktober 2018 Kai Siegfried
BGB § 892; FlurbereinigungsG § 15 Satz 1, § 149 Abs. 3; ZVG § 52 Abs. 1 Satz 2, § 91 Abs. 1
a) Derjenige, der während eines Flurbereinigungsverfahrens ein im Flurbereinigungsgebiet liegendes Grundstück rechtsgeschäftlich oder im Wege der Zwangsversteigerung erwirbt, muss gemäß § 15 Satz 1 FlurbG die Belastung mit einer durch die Flurbereinigung entstandenen Grunddienstbarkeit gegen sich gelten lassen, auch wenn diese aus dem Grundbuch nicht ersichtlich ist und im geringsten Gebot nicht aufgeführt ist.
b) § 15 Satz 1 FlurbG steht dem Erlöschen einer durch Flurbereinigung entstandenen, entgegen den §§ 79 bis 83 FlurbG nicht in das Grundbuch eingetragenen Grunddienstbarkeit infolge gutgläubigen lastenfreien Erwerbs (§ 892 BGB) oder infolge Zuschlags in der Zwangsversteigerung (§ 52 Abs. 1 Satz 2, § 91 Abs. 1 ZVG) aber nicht (mehr) entgegen, wenn das Flurbereinigungsverfahren mit der bestandskräftigen Schlussfeststellung nach § 149 Abs. 3 FlurbG abgeschlossen ist.
BGH, Urteil vom 20. Juli 2018 – V ZR 199/17
BGHDienstbarkeitFlurbereinigungZuschlag§ 15 FlurbG§ 892 BGB§ 91 ZVG
Vorheriger Beitrag:Zurückweisung von Geboten bei Zahlungsunwilligkeit oder -unfähigkeit
Nächster Beitrag:Literaturhinweis: Vereinfachungen bei Bekanntmachung und Sachverständigenbeauftragung