Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/121562,0.html
Timestamp: 2019-12-06 05:49:26
Document Index: 120244242

Matched Legal Cases: ['§ 990', '§ 986', '§ 823', '§ 827', '§ 687', '§ 682', '§ 816', '§ 818', '§ 812', '§ 814', '§ 818', '§ 816', '§ 818', '§\n104']

Herausgabeanspruch gegen 10 jährigen?
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Verfasst am: 16 März 2007 - 21:41:22 Titel: Herausgabeanspruch gegen 10 jährigen?
A verleiht ab B eine Sache(Wert 150€). Dieser gibt die Sache an den 10 j. C weiter, der sie an D verkauft (für 160€).
Welche Ansprüche hat A gegen den Minderjährigen C. Ich habe irgendwo gelesen, dass A keine Ansprüche auf Herausgabe des Geldes hat, weil dass dann ein quasivertraglicher Anspruch wäre und das wegen der Minderjährigkeit nicht geht.
In der Abwandlung dieses Falles geht es darum, dass C das Geld aus dem KV zwischem ihm und D verliert.
Hier liegt es nahe eine Entreichung gem 818 III zu prüfen, jedoch müsste man dann im Hauptfall den 818 I bejahen. Geht das denn trotz der Minderjährigkeit des C?
Spielt der Unterschied zwischen Wert(150€) und Kaufpreis (160€) vielleicht eine Rolle, dass der A vielleicht das Geld herausverlangen kann, weil es von Vorteil für ihn ist, weil er ja 10€ "Gewinn" macht?
Ich danke euch schon mal im Voraus für jrgliche Hilfe.
Verfasst am: 17 März 2007 - 14:18:54 Titel:
Konkreter: Hat der A vllt. einen Anspruch aus 818 I auf das Surrogat (10 € Gewinn)?Dann würde in der Abwandlung die Entreicherung zum Tragen kommen?!Den ganzen Kaufpreis kann er bei mir nicht verlangen wegen der Minderjährigkeit.
EDIT: Ach ich verzweifel grad, die Saldotheorie ist ja nicht anwendbar bei MInderjährigen (. Aber irgendwie muss ich nen Anspruch bekommen, weil sonst die Abwandlung keinen Sinn macht!
Verfasst am: 17 März 2007 - 16:28:10 Titel:
I. A --> C auf SE gem. §§ 990 S. 1, 989 i.H.v. 150 €
1. Vindikationslage zum Zeitpunkt der schädigenden Handlung
--> wegen des Leihvertrages bestand wohl eine Besitzrechtskette
i.S.d. § 986 I S. 2?!
II. A --> C auf SE gem. § 823 I i.H.v. 150 €
P: Verschulden --> war C bösgläubig? Auch die § 827 f. beachten.
III. A --> C auf Herausgabe des Erlangten gem. § 687 II S. 1, 681 S. 2,
667 der 160 €
P: § 682 (streitig ob Rechtsgrund- oder folgenverweisung)
--> die wohl h.M. nimmt es als Rechtsgrundverweisung an
A --> C auf Herausgabe des Erlangten gem. § 816 I S. 1
P: Bekommt A die 150 € oder 160 € (den Streit bringen)
P: § 818 III (bin mir nicht sicher, aber kann man den fiktiven
Anspruch des D gegen C gem. § 812 I S. 1 1. Alt. hier anführen?
Denn D hat ja auf Grund des nichtigen KV auch ein
Rückübereignungsanspruch der 160 € gegen C. Macht er ihn
geltend, wäre C ja nicht mehr bereichert. Aber liegt nicht § 814 vor?
D müsste ja wissen, das aus einem KV mit einem Kind keine
Pflichten resultieren? Was meint ihr?)
--> § 818 III (-) und der Anspruch aus § 816 I S. 1 (+)
P: § 818 III --> 819 I
--> Welche Kenntnis ist maßgebend?
--> Bei Leistungsbeziehungen (wie hier) die Sicht der Eltern gem. §§
104 ff. analog --> somit Anspruch (-)
Verfasst am: 19 März 2007 - 17:33:51 Titel:
Was ist eigentlich mit euch Gurken los?
Da macht man sich Gedanken und versucht den Fall zu lösen (ob richtig oder auch nicht) und es kommt noch nicht einmal - besonders von demjenigen, der den Fall gestellt hat - ein Kommentar.....