Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NZV%202007,%20182
Timestamp: 2019-04-21 17:26:08
Document Index: 203781659

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 632', '§ 653', '§ 631', '§ 632', '§ 315', 'BGH', 'BGH', '§ 612', 'BGH', '§ 632', '§ 315', 'BGH', 'BGH', '§ 291', 'BGH', 'BGH', '§ 632', '§ 315', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 319', 'BGH', 'BGH', '§ 315', 'BGH', 'BGH']

BGH, 04.04.2006 - X ZR 80/05 - dejure.org
Bemessung der Üblichkeit eines Werklohns i.S.d. § 632 Abs. 2 BGB anhand einer am Markt verbreiteten Berechnungsregel im Falle der Erbringung von einem als einheitlich empfundenen Wirtschaftsbereich zuzuordnenden Leistungen; Bemessung einer üblichen Vergütung bei Fehlen fester Sätze oder Beträge; Geeignetheit einer Spanne von drei 3 bis fünf Prozent des Wertes des vermittelten Objekts für die Bestimmung der Vergütung nach § 653 Abs. 2 BGB; Ersetzung der Preisbestimmung des Berechtigten durch die Entscheidung eines Gerichts bei Überschreitung der dem Berechtigten durch die Billigkeit gesetzten Grenzen; Orientierung der angemessenen Pauschalierung des Honorars eines Kraftfahrzeugsachverständigen an der Schadenshöhe; Honorar eines Sachverständigen als Gegenleistung für die Feststellung des wirtschaftlichen Wertes der Forderung des Geschädigten
BGB § 631 § 632 Abs. 1, 2 § 315 Abs. 1
Vergütung eines Kfz-Sachverständigen
Bestimmung der üblichen Vergütung für ein Gutachten
Unfallschadensregulierung - BGH zur Vergütung für Kfz-Sachverständige
Bei der Bemessung der Vergütung eines Kfz-Sachverständigen muss entscheidend darauf abgestellt werden, welche Bedeutung die geschuldete Arbeit für den anderen Teil hat
Sachverständige können eigene Vergütung nicht einseitig bestimmen! (IBR 2006, 459)
An Schadenshöhe orientierte Pauschalierung der Sachverständigenvergütung zulässig? (IBR 2006, 460)
NJW-RR 2007, 56
NZBau 2007, 169
NZV 2007, 182
Maßgebend ist danach, welche Vergütung für gleiche oder ähnliche Dienstleistungen an dem betreffenden Ort nach einer festen Übung gewöhnlich gewährt zu werden pflegt (vgl. BGH, Urteile vom 24. Oktober 1989 - X ZR 58/88, MDR 1990, 542 und vom 4. April 2006 - X ZR 80/05, NJW-RR 2007, 56 Rn. 14;… Palandt/Weidenkaff, BGB, 71. Aufl., § 612 Rn. 8).
aa) Soweit der Bundesgerichtshof die Übertragbarkeit des für gerichtliche Sachverständige geltenden JVEG auf private Sachverständige mit Blick auf die unterschiedliche Haftungssituation wiederholt abgelehnt hat (vgl. BGHZ 167, 139; Urt. v. 23.01.2007 - VI ZR 67/06, VersR 2007, 560 und v. 04.04.2006 - X ZR 80/05, NZV 2007, 182), bezieht sich dies nach Ansicht der Kammer lediglich auf die Abrechnung der Ingenieurleistung, mithin das Grundhonorar.
Die Klägerin kann daher vom Besteller nur die übliche (§ 632 Abs. 2 BGB), ersatzweise eine im Rahmen ergänzender Vertragsauslegung ermittelte angemessene oder jedenfalls eine der Billigkeit im Sinne des § 315 Abs. 3 BGB entsprechende Vergütung verlangen (vgl. hierzu BGH, Urteile vom 4. April 2006 - X ZR 122/05, BGHZ 167, 139 Rn. 8 ff. und - X ZR 80/05, NJW-RR 2007, 56 Rn. 8 ff.; jeweils mwN).
Es kann offenbleiben, ob Prozesszinsen nach § 291 BGB im Falle der Bestimmung der Leistung durch Gestaltungsurteil überhaupt zugesprochen werden können (dagegen BGH 4. April 2006 - X ZR 122/05 - Rn. 23, BGHZ 167, 139; 4. April 2006 - X ZR 80/05 - Rn. 24, NJW-RR 2007, 56) .
Die Fa. B. kann daher vom Besteller nur die übliche (§ 632 Abs. 2 BGB), ersatzweise eine im Rahmen ergänzender Vertragsauslegung ermittelte angemessene oder jedenfalls eine der Billigkeit im Sinne des § 315 Abs. 3 BGB entsprechende Vergütung verlangen (vgl. hierzu BGH, Urteile vom 4. April 2006 - X ZR 122/05, BGHZ 167, 139 Rn. 8 ff. und - X ZR 80/05, NJW-RR 2007, 56 Rn. 8 ff.; jeweils mwN).
Da die unverhältnismäßige Vertragsstrafverhängung nach § 13 Abs. 2 des Rahmenvertrages iVm § 319 Abs. 1 S 1 BGB unverbindlich war, konnte sie keine Zinszahlungspflicht auslösen (vgl BGH NJW-RR 2007, 56, 58).
Dieses Risiko kann nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens nicht mehr entstehen, so dass bei einer Geldforderung, deren Fälligkeit erst nach Beendigung der Rechtshängigkeit eintritt, kein Anspruch auf Prozesszinsen besteht (BGH NJW-RR 2007, 56, 58 f).
Danach kann der Unternehmer vom Besteller nur die übliche, ersatzweise eine im Rahmen ergänzender Vertragsauslegung ermittelte angemessene oder jedenfalls eine der Billigkeit im Sinne des § 315 Abs. 3 BGB entsprechende Vergütung verlangen (…vgl. Senatsurteile vom 15. Oktober 2013 - VI ZR 471/12, VersR 2013, 1544 Rn. 28;… vom 15. Oktober 2013 - VI ZR 528/12, VersR 2013, 1590 Rn. 29; BGH, Urteile vom 4. April 2006 - X ZR 122/05, BGHZ 167, 139 Rn. 8 ff. und - X ZR 80/05, NJW-RR 2007, 56 Rn. 8 ff.; jeweils mwN).
LG Duisburg, 29.02.2016 - 3 O 426/14
Überschreitung der beihilfefähigen Höchstsätze bzgl. Erstattung von Aufwendungen …
AG Berlin-Mitte, 24.02.2015 - 103 C 3089/14
Orientierung der Sachverständigenkosten an der Schadenshöhe
AG Mönchengladbach-Rheydt, 27.08.2015 - 15 C 11/15
Ersatz von Kosten eines vom Geschädigten zur Schadensfeststellung eingeholten …
AG Heinsberg, 12.12.2012 - 18 C 297/12
LG Hamburg, 23.07.2007 - 331 S 15/07
AG Eisleben, 31.07.2015 - 21 C 336/14
AG Königstein/Taunus, 10.09.2008 - 27 C 518/08
AG Cuxhaven, 10.11.2009 - 5 C 528/09
AG Leipzig, 19.03.2008 - 106 C 8282/07