Source: https://www.herne.de/Stadt-und-Leben/Menschen-mit-Behinderung/Mobilitaet/index.html
Timestamp: 2019-10-14 16:35:42
Document Index: 359428355

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 28', '§ 27', '§ 41', '§ 27', '§ 27', '§ 27']

Stadt Herne - Mobilität
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Menschen mit Behinderungen wollen ihr Leben am Wohnort, bei der Arbeit, in der Freizeit oder bei einem Konzertbesuch genauso selbstbestimmt und gleichberechtigt nach ihren individuellen Interessen und Fähigkeiten gestalten, wie Menschen ohne Behinderungen auch. Daher spielt das Thema Mobilität eine zentrale Rolle.
Fahrdienst der Stadt Herne
Abt. Sonstige Hilfen und Wohnen
Hauptstr. 241, Eingang B, 4. OG, 44649 Herne
Frau Sindermann, Zimmer 439
Telefon: 0 23 23/ 16 35 92
E-Mail: Kornelia.Sindermann@Herne.de
Herr Darnieder, Zimmer 438
Telefon: 0 23 23/ 16 30 67
E-Mail: Marco.Darnieder@Herne.de
Telefax: 0 23 23/ 16 31 25
Elektro-Mobile, umgangsprachlich auch E-Scooter genannt, werden von immer mehr Menschen genutzt.
Dazu zählen nicht nur Menschen mit Behinderungen sondern auch ältere Menschen.
Der E-Scooter unterstützt deren Mobilität und Unabhängigkeit und ist gerade für kürzere Strecken wie zum Beispiel zum Einkaufen oder für Arzttermine ideal.
Lange Zeit herrschte aber Zweifel darüber, ob E-Scooter auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen und Bahnen transportiert werden dürfen.
Im März 2017 definierte das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Erlass zur E-Scooter-Mitnahme Anforderungen an die Fahrzeuge, die eine sichere Mitnahme gewährleisten sollen.
Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. hat auf seiner Internetseite eine Liste geeigneter Modelle von E-Scootern verschiedener Hersteller veröffentlicht, die diesen Anforderungen genügen.
Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH stellt auf ihrer Internetseite das Logo vor, mit dem geeignete E-Scooter gekennzeichnet werden sollen.
Parkerleichterungen, insbesondere zur Nutzung von Behindertenparkplätzen, werden Schwerbehinderten gewährt, wenn sie vom zuständigen Versorgungsamt als „außergewöhnlich gehbehindert“ anerkannt oder blind sind (Vermerk aG oder Bl auf dem Schwerbehindertenausweis). Die Ausstellung eines EU-einheitlichen blauen Parkausweises kann bei der Stadtverwaltung Herne – Fachbereich Bürgerdienste an folgenden Stellen beantragt werden:
Abteilung Fahrerlaubnis- und KFZ-Zulassungsbehörde
Südstraße 8, 44623 Herne
Abteilung Bürgerdienste im Rathaus Wanne
Zimmer 6–8
Erleichterungen im öffentlichen Personennahverkehr
Erheblich Gehbehinderten (G),
Außergewöhnlich Gehbehinderten (aG),
Blinden (Bl),
Hilflosen (H) und
steht die unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr zu. Sie erhalten einen Schwerbehindertenausweis mit orangefarbenem Flächenaufdruck. Die unentgeltliche Beförderung ist nur mit zusätzlichem Beiblatt mit einer Wertmarke möglich, die jährlich 72 Euro oder halbjährlich 36 Euro kostet. Kostenlos erhalten schwerbehinderte Menschen die Wertmarke, wenn Blindheit Bl oder Hilflosigkeit H vorliegt oder eine der nachstehenden Leistungen bezogen wird:
• nach § 19 ff. SGB II und Sozialgeld nach § 28 SGB II von der Agentur für Arbeit,
• laufende Leistungen nach dem dritten Kapitel des SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt, §§ 27 bis 40 SGB XII). Es darf sich jedoch nicht um einmalige Leistungen handeln,
• Leistungen der Grundsicherung nach dem vierten Kapitel des SGB XII ( §§ 41 bis 46 SGB XII),
• laufende Leistungen der ergänzenden Hilfe zum Lebensunterhalt (nach § 27 a oder der Hilfe in besonderen Lebenslagen nach § 27 d Bundesversorgungsgesetz BVG),
• laufende Hilfe in besonderen Lebenslagen nach § 27d Bundesversorgungsgesetz.
Auch wer in seiner Mobilität eingeschränkt ist, für den muss die Benutzung von Bussen, Straßen- und U-Bahnen nicht mühselig oder unmöglich sein. Die Unternehmen der Kooperation Östliches Ruhrgebiet (KÖR) – BOGESTRA, DSW21, HCR und VESTISCHE – stehen seit mehreren Jahren in regelmäßigem Austausch mit Menschen mit Behinderung und ihren Gremien und konnten gemeinsam mit den Städten eine hohe Beförderungsqualität für mobilitätseingeschränkte Menschen erreichen. Die sogenannten „Niederflurbusse“ (absenkbare Busse) sind ein treffender Beweis für den anspruchsvollen Komfort der Fahrzeuge. Um mit den Fahrzeugen der KÖR sowie in den U-Bahnhöfen und an Haltestellen gut unterwegs zu sein, finden sich an vielen Stellen besondere Ausstattungsmerkmale. Sie ermöglichen den Ein-/Ausstieg ohne Hindernisse, geben Orientierung während der Fahrt und machen Haltestellen und Bahnhöfe zugänglich. Bedienungselemente sind kontrastreich gestaltet, Haltestellen werden angesagt und angezeigt.
In der Nähe der Fahrzeugtüren sind Sitzplätze vor allem für Schwerbehinderte und andere sitzplatzbedürftige Personen ausgewiesen. Busse können an Haltestellen abgesenkt werden und erleichtern so den Ein- und Ausstieg. Alle Busse auf Herner Linien verfügen über eine Rampe, um Rollstuhlfahrer/-innen das Ein- und Ausrollen zu ermöglichen. Stadtbahnwagen auf der U35 bieten an jeder Tür Stellflächen. Außerdem fahren auf den Linien U35 und 306 neue Fahrzeuge, die über Rampen verfügen. Das Ein- und Ausrollen ist jedoch nur möglich, wenn der Höhenunterschied zwischen Fahrzeugboden und Haltestelle gering ist. Dies trifft zu in den U-Bahnhöfen sowie an Straßenbahn- und Bushaltestellen, die speziell dafür umgebaut wurden. Die Bahnsteige der U-Bahnhöfe sind über Aufzüge zu erreichen, die Straßenbahnhaltestellen über Rampen. Alle von Rollstuhlfahrern gut nutzbaren Bahnhöfe, Straßenbahn- und Bushaltestellen sind im Fahrplanbuch und über die Webseite zu finden.
Um zahlreiche Fragen bereits vor Fahrtbeginn zu beantworten, stehen unterschiedliche Informationsquellen zur Verfügung. Neben den Internetseiten www.hcr-herne.de bieten auch die Internetseiten der KÖR-Partner sowie die Fahrplanbücher mit ausführlichen Angaben zahlreiche Informationen. Für den persönlichen Kontakt stehen das Service-Telefon oder die Mitarbeiter in den KundenCentern zur Verfügung.
Nicht immer sind schnelle Lösungen für eingeschränkte Kunden möglich, die Unternehmen der KÖR bemühen sich aber, den Service, die Fahrzeug- und Anlagentechnik und die Haltestellengestaltung in Abstimmung mit Vertretern der Behindertenorganisationen und Städte weiterzuentwickeln.