Source: https://www.wpk.de/mitglieder/bekaempfung-der-geldwaesche/praxis/
Timestamp: 2018-09-24 01:34:41
Document Index: 299660304

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 43', '§ 43', '§ 11', '§ 51', '§ 11', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 10']

Hinweise für die Praxis - Wirtschaftsprüferkammer
Bekämpfung der Geldwäsche >
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Liegen Tatsachen vor, die darauf hindeuten, dass
der Vertragspartner seine Pflicht nach § 11 Absatz 6 Satz 3 GwG, gegenüber dem Verpflichteten offenzulegen, ob er die Geschäftsbeziehung oder die Transaktion für einen wirtschaftlich Berechtigten begründen, fortsetzen oder durchführen will, nicht erfüllt hat,
so haben WP/vBP diesen Sachverhalt unabhängig vom Wert des betroffenen Vermögensgegenstandes oder der Transaktionshöhe unverzüglich der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen zu melden (§ 43 Abs. 1 GwG).
Abweichend hiervon sind WP/vBP nicht zur Meldung verpflichtet, wenn sich der meldepflichtige Sachverhalt auf Informationen bezieht, die sie im Rahmen eines der Schweigepflicht unterliegenden Mandatsverhältnisses erhalten haben. Die Meldepflicht bleibt jedoch bestehen, wenn der WP/vBP weiß, dass der Vertragspartner das Mandatsverhältnis für den Zweck der Geldwäsche, der Terrorismusfinanzierung oder einer anderen Straftat genutzt hat oder nutzt (§ 43 Abs. 2 GwG).
Die Verdachtsmeldungen sind nicht mehr an die Wirtschaftsprüferkammer zu richten.
Das Bundesministerium der Finanzen hat im Januar 2014 Auslegungshinweise zu § 11 GwG a. F. veröffentlicht („Handhabung des Verdachtsmeldewesens“). Die Auslegungshinweise, die sich nicht mit der speziell für die betroffenen Angehörigen freier Berufe (u.a. WP/vBP) geltenden Rechtslage auseinandersetzen, sind auf der Internetseite des BMF abrufbar.
Auslegungs- und Anwendungshinweise der WPK zum Geldwäschegesetz
Die Wirtschaftsprüferkammer hat ihren Mitgliedern regelmäßig aktualisierte Auslegungs- und Anwendungshinweise für die Umsetzung der Sorgfaltspflichten und der internen Sicherungsmaßnahmen nach den gesetzlichen Bestimmungen zur Verfügung zu stellen (§ 51 Abs. 8 GwG).
Der Vorstand der Wirtschaftsprüferkammer hat am 29. Januar 2018 Auslegungs- und Anwendungshinweise der WPK zum Geldwäschegesetz vom 23. Juni 2017 beschlossen, die nachfolgend abrufbar sind.
Auslegungs- und Anwendungshinweise der Wirtschaftsprüferkammer zum Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz – GwG) (pdf 313 KB)
Ergänzend zu den Auslegungs- und Anwendungshinweisen zum Geldwäschegesetz stellt die WPK ihren Mitgliedern eine Kurzdarstellung der Pflichtenlage zur Verfügung, die einen Überblick über die bestehenden geldwäscherechtlichen Pflichten gibt. Der Kurzdarstellung sind Mustererhebungsbögen für die Identifizierung natürlicher und juristischer Personen/Personengesellschaften nach §§ 11, 12 GwG beigefügt.
Kurzdarstellung der Pflichtenlage nach dem Geldwäschegesetz (pdf 278 KB)
WPK aktuell Mitgliederinformation zum Geldwäschegesetz
Im Mai und Juni 2018 führte die WPK für ihre Mitglieder sechs Informationsveranstaltungen zum Geldwäschegesetz durch.
Geldwäscheaufsicht durch die WPK (pdf 378 KB)
Geldwäscheprävention (pdf 1,0 MB)
DWS Online-Seminar zum neuen Geldwäschegesetz
Um ihre Mitglieder bei der Erfüllung der Pflichten nach dem novellierten Geldwäschegesetz zu unterstützen, stellt die WPK im Mitgliederbereich (dort unter „Service > Webinare“) ein DWS Online-Seminar (Webinar) zum neuen GwG zum kostenfreien Abruf zur Verfügung.
Interne Sicherungsmaßnahmen: Anordnung der Wirtschaftsprüferkammer nach § 6 Abs. 9 GwG
Die Wirtschaftsprüferkammer hat nach § 6 Abs. 9 GwG die Möglichkeit, zu bestimmen, dass auf einzelne oder auf Gruppen ihrer Mitglieder wegen der Art der von diesen betriebenen Geschäfte und der Größe des Geschäftsbetriebes unter Berücksichtigung der Risiken in Bezug auf Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung die Vorschriften zu den internen Sicherungsmaßnahmen (§ 6 Abs. 1 bis 6 GwG) risikoangemessen anzuwenden sind.
Der Vorstand der Wirtschaftsprüferkammer hat aufgrund der entsprechenden Befugnis eine Anordnung zu den internen Sicherungsmaßnahmen getroffen. Die Anordnung wurde am 6. Oktober 2017 unter „Mitglieder > Bekanntmachungen der WPK“ bekannt gemacht.
Geldwäschegesetz (GwG): Interne Sicherungsmaßnahmen – Anordnung der Wirtschaftsprüferkammer nach § 6 Abs. 9 GwG (pdf 115 KB)
Bestellung eines Geldwäschebeauftragten: Anordnung der Wirtschaftsprüferkammer nach § 7 Abs. 3 Satz 1 GwG
Die Wirtschaftsprüferkammer hat nach § 7 Abs. 3 Satz 1 GwG die Möglichkeit, anzuordnen, dass Wirtschaftsprüfer/vereidigte Buchprüfer einen Geldwäschebeauftragten zu bestellen haben, wenn sie dies für angemessen erachtet.
Der Vorstand der Wirtschaftsprüferkammer hat aufgrund der entsprechenden Befugnis eine Anordnung zur Bestellung eines Geldwäschebeauftragten getroffen. Die Anordnung wurde am 6. Oktober 2017 unter „Mitglieder > Bekanntmachungen der WPK“ bekannt gemacht.
Ist nach der Anordnung ein Geldwäschebeauftragter sowie ein Stellvertreter zu bestellen, ist die Bestellung der Wirtschaftsprüferkammer vorab anzuzeigen. Dasselbe gilt für ihre Entpflichtung.
Geldwäschegesetz (GwG): Bestellung eines Geldwäschebeauftragten – Anordnung der Wirtschaftsprüferkammer nach § 7 Abs. 3 Satz 1 GwG) (pdf 142 KB)
Anzeigeformular Bestellung / Entpflichtung (stellvertretender) Geldwäschebeauftragter
Für die Anzeige der Bestellung eines Geldwäschebeauftragten und seines Stellvertreters sowie für die Mitteilung der Entpflichtung eines früheren Geldwäschebeauftragten können Sie das nachstehende Anzeigeformular verwenden.
Anzeigeformular Bestellung / Entpflichtung (stellvertretender) Geldwäschebeauftragter (pdf 662 KB)
Literaturauswahl GwG
Das Geldwäschegesetz (GwG) hat mit seiner Neufassung im Jahr 2017 zahlreiche neue Fragen aufgeworfen. Viele dieser Aspekte sind bereits in der Fachliteratur besprochen worden. Wir haben für Sie eine Auswahl erstellt, die Ihnen einführende Hinweise für die praktische Umsetzung der Anforderungen geben soll.
Literaturauswahl GwG (pdf 75 KB)
Newsletter der FIU des BKA
Die Zentralstelle für Verdachtsanzeigen (FIU) des Bundeskriminalamtes hat bis 2017 anlassbezogen einen Newsletter herausgegeben, der sich primär an die Adressaten des Geldwäschegesetzes richtet.
Die Newsletter stehen zur Ansicht und zum Download im PDF-Format im geschützten Mitgliederbereich der WPK zur Verfügung.
FIU des BKA – Jahresberichte
Die Zentralstelle für Verdachtsanzeigen (FIU) des Bundeskriminalamts (BKA) hat der Wirtschaftsprüferkammer bis 2017 ihre Berichte für den jeweiligen Vorjahreszeitraum übermittelt. Die Jahresberichte stehen nachfolgend zur Verfügung.
Jahresbericht 2016 (PDF 5.61 MB)
Jahresbericht 2015 (PDF 1.17 MB)
Jahresbericht 2014 (PDF 6.03 MB)
Jahresbericht 2013 (PDF 1.30 MB)
Jahresbericht 2012 (PDF 1.20 MB)
Jahresbericht 2011 (PDF 1.39 MB)
Jahresbericht 2010 (PDF 2.15 MB)
Jahresbericht 2009 (PDF 0.97 MB)
Jahresbericht 2008 (PDF 0.94 MB)
Jahresbericht 2007 (PDF 1.44 MB)
Jahresbericht 2006 (PDF 532 KB)
Jahresbericht 2005 (PDF 555 KB)
Jahresbericht 2004 (PDF 1.73 MB)
FIU des BKA - Anhaltspunktepapier für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung
Das Bundeskriminalamt - Zentralstelle für Verdachtsmeldungen - hatte nach § 10 Abs. 1 Nr. 5 GwG a. F. die nach dem Gesetz Meldepflichtigen regelmäßig über Typologien und Methoden der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung zu informieren.
Zu diesem Zweck hat das BKA ein Anhaltspunktepapier für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung erarbeitet. Das Dokument ist im geschützten Mitgliederbereich der WPK verfügbar.
Lagebilder Finanzermittlungen des Bayerischen LKA
Das Bayerische Landeskriminalamt, Zollfahndungsamt München, stellt der WPK jährlich die von ihm herausgegebenen Lagebilder Finanzermittlungen zur Verfügung. Diese enthalten u. a. Hinweise zu möglichen Geldwäschesachverhalten und zu aktuellen Methoden der Geldwäsche, Ergebnisse der Clearingverfahren zu den Verdachtsmeldungen sowie anlassbezogene weitere Hinweise zur Erfüllung der Sorgfalts- und Meldepflichten nach dem Geldwäschegesetz.
Die Lagebilder sind im geschützten Mitgliederbereich verfügbar.