Source: https://felbiermall.de/aktuelles/
Timestamp: 2019-05-19 12:56:57
Document Index: 88535277

Matched Legal Cases: ['BGH', '§270', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 252', '§133']

Aktuelles - FELBIER MALL
30. April 2019. FOR YOUR CAREER - Felbier Mall ist zu Gast bei der Leuphana Universität in Lüneburg.
Besuchen Sie uns auf dem Karriere-Event der Leuphana Universität in Lüneburg:
28.05.2019 09:30 h - 16:00 h
FOR YOUR CARRER - Lüneburg
28. März 2019. Vorinsolvenzliche Sanierung: Richtlinie zum präventiven Restrukturierungsrahmen nimmt Hürde im EU-Parlament.
18. Februar 2019. Worauf der Steuerberater in der Krise seines Mandanten achten sollte.
10. Dezember 2018. FELBIER MALL UNTERSTÜTZT BERNER LADENBAU AUF DEM WEG ZU NEUEN EIGENTÜMERN.
• Verkauf am Tag der Eröffnung des Insolvenzverfahrens
• Osnabrücker Investorengruppe übernimmt Traditionsunternehmen
• Unter Führung von WILLMERKÖSTER 90 Arbeitsplätze gesichert
08. Dezember 2018. WAS TUN BEI EINEM KRISELNDEN KUNDEN?
• Krise des Kunden kann zu Risiken aus Insolvenzanfechtung für den Lieferanten führen
• Ratenzahlungsvereinbarung ohne weitergehende Informationen zum Sanierungskonzept kann Gläubigerbenachteiligung begründen
• Lieferanten sollten sich über Grundzüge des Sanierungskonzepts informieren
Hamburg, 08. Dezember 2018.
Ein langjähriger Kunde, der seine Rechnungen „abstottert“
Viele Unternehmer kennen diese Situation. Es gibt einen langjährigen Kunden, bei dem es immer mal wieder kriselt und das Geld knapp ist. Das drückt sich zum Beispiel darin aus, dass Zahlungsziele nicht eingehalten werden. Oder der Kunde zahl wiederholt und nicht abgesprochen eine Rechnung nur in Teilbeträgen. In einem Gespräch werden dann meistens die Verzögerungen durch den Kunden erläutert. Genau kann der Unternehmer jedoch nicht sagen, wo die Ursachen für die verspätete Zahlung seines Kunden liegen, sondern er hat ein eher diffuses Bild der Situation, im Hinblick auf die Krisenursachen und den „Ernst der Lage“.
Da es sich im Großen und Ganzen weiterhin – trotz der teilweise verspäteten oder unregelmäßigen Zahlungen ‒ um eine vertrauensvolle Zusammenarbeit handelt, wird der Kunde weiter beliefert. Häufig schlägt der kriselnde Kunde eine Ratenzahlungsvereinbarung vor, der der Lieferant auch formal zustimmt. Es geht zunächst auch alles gut aus, denn alle Leistungen und Produkte werden letztendlich vollständig gezahlt.
Zwei Jahre später kommt es zu einer unangenehmen Überraschung. Der Kunde hat trotz aller Bemühungen Insolvenz anmelden müssen. Nach einiger Zeit bekommt der Lieferant ein Schreiben vom Rechtsanwalt indem dieser im Namen des Insolvenzverwalters aufgefordert wird, das erhaltene Geld aus einem Zeitraum von vier Jahren vollständig zurück zu zahlen. Für den Lieferanten sei der Zahlungsausfall absehbar gewesen und er habe von der Krise des Kunden gewusst. Dadurch habe der Lieferant wissentlich eine Benachteiligung anderer Gläubiger in Kauf genommen.
Damit ist der Lieferant in die Falle getappt. Die gut gemeinte Unterstützung des Kunden in einer schwierigen Situation kommt als Bumerang zurück: der außergerichtliche Sanierungsversuch ist gescheitert und der vom Gericht bestellt Insolvenzverwalter darf im Rahmen der sogenannten Insolvenzanfechtung unter bestimmten Voraussetzungen Zahlungen des Schuldners an den Gläubiger zurück verlangen. Diese sind dann erfüllt, wenn zum Beispiel eine Gläubigerbenachteiligung vorliegt ‒ in der Praxis ist dies der häufigste Fall für eine erfolgreich durchgesetzte Anfechtungsklage des Insolvenzverwalters.
Kommt es zu wiederholten Zahlungsschwierigkeiten, sollte der Unternehmer versuchen, sich über die wirtschaftlichen Verhältnisse seines Kunden explizit zu informieren. Sobald Hinweise oder Informationen vorliegen, die auf wirtschaftliche Probleme des Kunden hindeuten, oder separate Zahlungsbedingungen vereinbart werden, um Sanierungsbemühungen zu unterstützen, sollte ganz klar abgewogen werden, welche Risiken durch spätere Anfechtung entstehen können. Ein wichtiger Baustein ist ein schlüssiges Sanierungskonzept, indem die Sanierungspläne und Maßnahmen des Schuldners dargestellt werden. Damit die Lieferungen von Leistungen und Produkten einer möglichen späteren Anfechtungsklage standhalten, muss dieses Sanierungskonzept gemäß der BGH Rechtsprechung bestimmte Mindeststandards erfüllen. Je nach Komplexität der Situation, sollte das Sanierungskonzept von einem Experten im Hinblick auf die Anfechtungsrisiken geprüft werden. Es sollte ein Fahrplan erarbeitet werden, mit dem das Unternehmen seine Kundenbeziehung gestaltet und weiter liefern kann und möchte.
• Handeln Sie, wenn Sie deutliche Anzeichen für wirtschaftliche Schwierigkeiten bei Ihrem Kunden erkennen
• Entwickeln Sie eine Strategie unter Abwägung von Kosten und Nutzen, um Zahlungserleichterungen oder Ratenzahlungen insolvenzfest zu machen
• Fordern Sie schriftliche Nachweise (wie zum Beispiel darüber, ob und inwiefern die Zahlungsschwierigkeiten vorübergehend sind)
• Verlangen Sie ggf. ein Sanierungskonzept und prüfen dies bzw. lassen dies prüfen
• Schulen Sie Ihre Mitarbeiter und sensibilisieren Sie für das Risiko der Insolvenzanfechtung
04. Dezember 2018. SANIERTER TIEFKÜHL-SPEZIALIST MIT NEUEM EIGENTÜMER.
20. September 2018. Felbier Mall schließt erfolgreiches Sanierungsprojekt mit Unternehmer-Kreditfonds ab.
• Branche: Dienstleistung
• Restrukturierungsberatung/Turnaround-Finanzierung
• Refinanzierungsvolumen: 6 Mio. Euro
13. September 2018. IDW veröffentlicht überarbeitete Anforderungen an Sanierungskonzepte.
• Aufnahme der Digitalisierung als Herausforderung für Unternehmen in der Krise
• Hinweis auf die Möglichkeit einer Sanierung im Insolvenzplanverfahren
• Neben dem bilanziellen Eigenkapital dürfen wirtschaftliche Eigenkapitalbestandteile weiterhin hinzugezogen werden
In seiner Sitzung am 16.05.2018 hat der Fachausschuss Sanierung und Insolvenz des IDW eine neue Version des IDW Standard: Anforderungen an Sanierungskonzepte (IDW S6) beschlossen.
Eine wichtige Neuerung ist die explizite Aufnahme der Digitalisierung als Herausforderung für Unternehmen in der Krise. Die Analyse des Unternehmens soll eine Einschätzung und Darstellung umfassen, ob und inwieweit das Unternehmen in der Lage ist, sich auf die Herausforderungen der Digitalisierung rechtzeitig einzustellen.
In den Vorbemerkungen (Rz. 3) wird in der neuen Fassung auf die Möglichkeiten einer gerichtlichen Sanierung im Rahmen eines Insolvenzverfahrens hingewiesen. Bei drohender Zahlungsunfähigkeit oder bei Überschuldung – aber nicht bei Zahlungsunfähigkeit – erlaubt z.B. das Schutzschirmverfahren nach §270b InsO, dass ein Unternehmer innerhalb von drei Monaten frei von Vollstreckungsmaßnahmen in Eigenverwaltung einen Insolvenzplan ausarbeiten darf.
Die Insolvenz ist gegebenenfalls unvermeidlich und sollte nicht zwingend als „Schreckgespenst“ abgetan werden. Die Chancen einer gerichtlichen Sanierung im Rahmen der Krisenverhandlungen sollten sorgfältig abgewogen werden. So bietet die Insolvenzordnung die Möglichkeit, z.B. ungünstige Abnahme- und Lieferverträge aufzulösen oder kürzere Fristen zur Beendigung von Mietverträgen.
Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass während der Erstellung eines Sanierungskonzepts und der weiter fortschreitenden Unternehmenskrise die Sanierungsstrategien im Rahmen eines möglichen Insolvenzverfahrens regelmäßig geprüft werden sollten und einer außergerichtlichen Sanierung gegenübergestellt werden sollten.
Wie bereits in der vorherigen Fassung wird klargestellt, dass es für eine durchgreifende Sanierung nicht hinreichend ist, lediglich die Passiv-Seite zu restrukturieren. Es reicht nicht aus, die Durchfinanzierung im Planungszeitraum durch Anpassung der Finanzierungskonditionen auf ein nicht branchenübliches Niveau sicher zu stellen ‒ so dass die eigentlichen Krisenursachen weiter bestehen und in Zukunft unverändert wirken.
Bei den Anforderungen an die Sanierungsfähigkeit wird der Fokus deutlicher als in der vorherigen Fassung (aus 2012) auf die Wettbewerbsfähigkeit gelegt. Diese erfordert grundsätzlich eine angemessene positive Rendite sowie ein angemessenes positives Eigenkapital. Maßgeblich dafür sind das letzte Planjahr und der Vergleich mit Wettbewerbern, wobei eine Positionierung am unteren Ende der branchenüblichen Bandbreite ausreichend ist. Neu ist ebenfalls, dass auch ratingorientierte Verfahren (z.B. der sog. „Investment Grade“) oder alternative Kennzahlen (z.B. Verhältnis der Nettoverschuldung zum Plan-EBITDA oder Plan-EBIT) als Maßstab für die Wettbewerbsfähigkeit herangezogen werden können.
Im Vorfeld der Verabschiedung des aktualisierten IDW-Standards gab es Diskussionen, über die Frage nach dem erforderlichen Eigenkapital eines sanierungsfähigen Unternehmens. Hier hat sich der Fachausschuss dafür entschieden, dass zur Beurteilung der Angemessenheit der Eigenkapitalausstattung neben dem bilanziellen Eigenkapital in Ausnahmefällen auch wirtschaftliche Eigenkapitalbestandteile berücksichtigt werden dürfen. Dabei sind aber nur solche Bestandteile zu berücksichtigen, die entsprechend den Anforderungen des BGH eindeutig als nachrangige gegenüber den anderen Gläubigern klassifiziert werden und dem Unternehmen ungeschmälert im Sanierungszeitraum zur Verfügung stehen.
Die rechtzeitige Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit des Unternehmens an externe Entwicklungen wie z.B. die Digitalisierung, begründet, ob die Wettbewerbsfähigkeit wiedererlangt werden kann.
Neben dem bilanziellen Eigenkapital dürfen wirtschaftliche Eigenkapitalbestandteile weiterhin hinzugezogen werden, um die Angemessenheit der Eigenkapitalausstattung zu beurteilen.
Bei fortgeschrittener Unternehmenskrise sollten die Sanierungsmöglichkeiten im Insolvenzverfahren als Handlungsoption Berücksichtigung finden.
Es wurde auf die explizite Aufnahme eines sog. Management Audit, also der gesonderten Bewertung der Handlungskompetenz, Fähigkeiten und Eignung der Geschäftsleitung, wie sie auch von Personalberatern verwendet wird, verzichtet. Gleichwohl ist durch den Ersteller des Sanierungskonzepts einzuschätzen, ob die Geschäftsleitung in der Lage ist, die im Konzept ausgeführten Maßnahmen umzusetzen.
13. Juni 2018. IDW S6 - Entwurf Neufassung und die Frage nach dem erforderlichen Eigenkapital.
30. April 2018. Niedrigzinsumfeld verhindert notwendige strukturelle Anpassungen in Unternehmen.
1. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen bleibt voraussichtlich auch im Jahr 2018 rückläufig (Prognose: unter 20,000 in 2018).
2. Etwa 5-20% der deutschen Unternehmen (je nach Definition, Datenbasis und statistischer Methode) sind „scheintot“ (sog. Zombies), deren Existenz nur durch das Niedrigzinsumfeld ermöglicht wird.
3. Das Niedrigzinsumfeld verringert den Handlungsdruck für notwendige Anpassungen an das sich veränderte Wettbewerbsumfeld.
4. Die EZB-Niedrigzinspolitik hält voraussichtlich bis zum Ende des Jahres 2019 an, was die Refinanzierung von Unternehmen erleichtertet
5. Transparenz über die aktuelle Situation und ein hohes Maß an Veränderungsbereitschaft sind wichtige Voraussetzungen für betroffenen Unternehmen, den verbleibenden Zeitraum für die Identifikation und Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen zu nutzen. Dies sichert den Erfolg auch in Zeiten steigender Zinsen.
01. Februar 2018. BGH-Urteil zur Feststellung der Zahlungsunfähigkeit: Absage an die Bugewellentheorie.
10. Januar 2018. Steuervorteile für bereits abgeschlossene Sanierungen sind gefährdet.
28. Dezember 2017. Berater gesucht.
Hamburg, 28. Dezember 2017.
Felbier Mall wächst weiter.
Zur Verstärkung unseres Projektteams suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt Berater (m / w) mit
Erfahrung im Bereich Restrukturierung / Sanierung.
>> Stellenanzeige Berater (m / w)
20. September 2017. Haftung von GmbH-Geschäftsführern im Falle der Insolvenzantragspflicht
06. Juli 2017. Haftung von Steuerberatern - Hinweispflicht des Steuerberaters auf einen möglichen Insolvenzgrund
Hamburg, 06. Juli 2017.
BGH, Urteil vom 26.1.2017 — Aktenzeichen: IX ZR 285/14
Dieses Urteil des Bundesgerichtshofs betrifft Steuerberater, die mit der Erstellung des Jahresabschlusses einer GmbH beauftragt sind.
In seinem Urteil hat der BGH entschieden: Besteht für eine Kapitalgesellschaft ein Insolvenzgrund, scheidet eine Bilanzierung nach Fortführungswerten aus, wenn innerhalb des Prognosezeitraums damit zu rechnen ist, dass das Unternehmen noch vor dem Insolvenzantrag, im Eröffnungsverfahren oder alsbald nach Insolvenzeröffnung stillgelegt werden wird.
Danach ist der mit der Erstellung eines Jahresabschlusses für eine GmbH beauftragte Steuerberater ist verpflichtet zu prüfen, ob sich auf der Grundlage der ihm zur Verfügung stehenden Unterlagen und der ihm sonst bekannten Umstände tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten ergeben, die einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit entgegenstehen können. Hingegen ist er nicht verpflichtet, von sich aus eine Fortführungsprognose zu erstellen und die hierfür erheblichen Tatsachen zu ermitteln.
Eine Haftung des Steuerberaters setzt voraus, dass der Jahresabschluss angesichts einer bestehenden Insolvenzreife der Gesellschaft objektiv zu Unrecht von Fortführungswerten ausgeht. Der mit der Erstellung eines Jahresabschlusses für eine GmbH beauftragte Steuerberater hat die Mandantin auf einen möglichen Insolvenzgrund und die daran anknüpfende Prüfungspflicht ihres Geschäftsführers hinzuweisen, wenn entsprechende Anhaltspunkte offenkundig sind und er annehmen muss, dass die mögliche Insolvenzreife der Mandantin nicht bewusst ist.
Fazit: Nach § 252 Abs.1 Nr.2 HGB ist in der Handelsbilanz bei der Bewertung von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit auszugehen (going concern), sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegen stehen. Ergeben sich bei der Erstellung des Abschlusses Hinweise darauf, dass ein Insolvenzgrund vorliegen könnte und demzufolge eine Bewertung zu Fortführungswerten nicht mehr zulässig ist, kann sich daraus eine Hinweispflicht des Steuerberaters gegenüber seinem Mandanten ergeben.
Um mögliche Haftungsansprüche zu vermeiden, sollte der Steuerberater schriftlich auf die konkreten Umstände hinweisen, die einer Bilanzierung zu Fortführungswerten möglicherweise entgegenstehen. Weist die Geschäftsführung ihn daraufhin ausdrücklich an, an dieser Bewertung festzuhalten (und ist diese nicht offenbar fehlerhaft), sollte eine Haftung für einen Insolvenzverschleppungsschaden nicht in Betracht kommen.
22. Mai 2017. Veranstaltung - Reform der Insolvenzanfechtung am 11.07.2017, HK Hamburg
07. März 2017. Sanierungserlass - Unternehmensbezogene Sanierungen steuerbegünstigt
17. Februar 2017. Vorsatzanfechtung (§133 InsO) im Fokus
Hamburg, 17.Februar 2017.
10. Februar 2017. Sanierungserlass - Großer Senat sieht Verstoß gegen Gesetzmäßigkeit der Verwaltung
Hamburg, 10 Februar 2017.
01. Dezember 2016. Neschen erfolgreich saniert. Unternehmen an neuen Eigentümer veräußert.