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Timestamp: 2016-10-24 08:47:08
Document Index: 220691461

Matched Legal Cases: ['in dubio', 'Art. 122', 'Art. 231', 'Art. 122', 'Art. 231', 'in dubio', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'in dubio', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 307', 'in dubio', 'Art. 231', 'Art. 231', 'Art. 231', 'Art. 231', 'BGE', 'Art. 122', 'Art. 122', 'Art. 123', 'Art. 122', 'Art. 122', 'Art. 123', 'Art. 122', 'Art. 123', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 125', 'Art. 122', 'Art. 12', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 122', 'Art. 125', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 122', 'Art. 122', 'Art. 122', 'Art. 122', 'Art. 231', 'Art. 122', 'Art. 122', 'Art. 122', 'BGE', 'Art. 122', 'Art. 125', 'Art. 122', 'Art. 122', 'Art. 125', 'Art. 123', 'Art. 125', 'BGE', 'BGE', 'Art. 68', 'Art. 64', 'Art. 65']

6B_337/2012 (19.03.2013)
6B_337/2012 � � Urteil vom 19. M�rz 2013
Schwere K�rperverletzung, Verbreiten menschlicher Krankheiten; Willk�r, Grundsatz in dubio pro reo,
X.________ wird in der Anklage vom 1. Dezember 2009/8. September 2010 vorgeworfen, er habe zwischen ca. Ende April 2003 und Juni 2003, wissend um seine HIV-Infektion und die �bertragbarkeit des Virus, mit seinem damaligen Lebenspartner Y.________ zwischen 5 und 10 Mal ungesch�tzt oral und anal sexuell verkehrt. Dadurch habe er zumindest in Kauf genommen, diesen mit dem HI-Virus zu infizieren, im Wissen darum, dass die Infektion nach ungewisser, relativ langer Zeit mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Ausbruch von AIDS und anschliessend mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Tod f�hre. Der nicht informierte Y.________ habe sich mit dem HI-Virus angesteckt. X.________ habe sich der schweren K�rperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB und des Verbreitens menschlicher Krankheiten im Sinne von Art. 231 StGB schuldig gemacht.
Das Obergericht des Kantons Z�rich sprach X.________ am 3. April 2012 zweitinstanzlich wegen schwerer K�rperverletzung (Art. 122 Abs. 1 StGB) und Verbreitens menschlicher Krankheiten (Art. 231 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) schuldig und verurteilte ihn zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten bei einer Probezeit von 2 Jahren. Den zu vollziehenden Teil der Freiheitsstrafe legte es auf acht Monate fest. �berdies verpflichtete es X.________, Y.________ eine Genugtuung von Fr. 50'000.-- zu bezahlen. Dessen Schadenersatzforderung hiess es dem Grundsatz nach gut. Es verpflichtete X.________, Y.________ Fr. 6'000.-- als Ersatz f�r bisher angefallene Gesundheitskosten zu bezahlen. Im dar�ber hinausgehenden Betrag verwies es Y.________ auf den Zivilweg.
Mit Beschwerde in Strafsachen beantragt X.________, es sei der Entscheid vom 3. April 2012 (Dispositivziffern 1, 2, 3 und 5) aufzuheben (Ziffer 1). Er sei von den Vorw�rfen der schweren K�rperverletzung und des Verbreitens einer menschlichen Krankheit freizusprechen (Ziffer 2 und 6). Eventuell sei er wegen vollendeter schwerer (recte: einfacher) K�rperverletzung schuldig zu sprechen, wobei von einer Strafe abzusehen sei (Ziffer 3). Im Falle einer Bestrafung wegen schwerer K�rperverletzung sei eine Strafe von maximal 24 Monaten auszusprechen und der Vollzug der Freiheitsstrafe bei einer Probezeit von 2 Jahren aufzuschieben (Ziffer 4 und 5). Weiter sei davon abzusehen, ihn zu einer Genugtuungszahlung zu verpflichten (Ziffer 7). Eventualiter, im Falle einer Verurteilung gem�ss Beschwerdeantrag Ziffer 3, sei die Genugtuung auf Fr. 15'000.-- festzusetzen. X.________ ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Das Obergericht des Kantons Z�rich und Y.________ verzichten auf eine Stellungnahme zur Beschwerde. Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen. X.________ nimmt zur Vernehmlassung der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich in einer Replik Stellung.
1.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt eine willk�rliche Beweisw�rdigung, eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung und eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo". Es k�nne nicht ausgeschlossen werden, dass eine dritte Person, namentlich A.________, den Beschwerdegegner 2 mit dem HI-Virus angesteckt habe. Die Vorinstanz verfalle in Willk�r, wenn sie den Beschwerdegegner 2 als glaubw�rdig und seine Aussagen als glaubhaft erachte. Dieser habe insbesondere zu seinen Sexualpraktiken mit A.________ widerspr�chlich ausgesagt (Beschwerde, S. 8-13). Unhaltbar sei, dass die Vorinstanz seine eigene Glaubw�rdigkeit in Frage stelle und zum Ergebnis komme, seine Aussagen seien mit Vorsicht zu w�rdigen (Beschwerde, S. 14 f.). Sie ziehe aus dem virologischen Gutachten die falschen Schl�sse (Beschwerde, S. 15 ff.)
1.2.�Die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV ist (BGE 137 III 226 E. 4.2 mit Hinweisen; zum Begriff der Willk�r BGE 138 I 49 E. 7.1; 136 III 552 E. 4; je mit Hinweisen) oder wenn sie auf einer Verletzung von schweizerischem Recht im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 BGG). Dem Grundsatz "in dubio pro reo" kommt in seiner Funktion als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor dem Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zu (BGE 127 I 38 E. 2a; 124 IV 86 E. 2a; je mit Hinweisen; Urteil 6B_217/2012 vom 20. Juli 2012 E. 2.2.1). Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und bloss allgemein gehaltene, appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 mit Hinweis).
1.3.�Die Vorinstanz bejaht die Glaubw�rdigkeit des Beschwerdegegners 2 und bezweifelt diejenige des Beschwerdef�hrers. Sie w�rdigt die massgeblichen Gesichtspunkte (z.B. Aussagen unter Strafdrohung von Art. 307 StGB, Interessen am Verfahrensausgang, Anzeigeverhalten etc.) und zieht daraus vertretbare Schl�sse. Der Beschwerdef�hrer stellt dem nur seine eigene Sicht der Dinge gegen�ber (vgl. Beschwerde, S. 8 ff., S. 14 f.). Den Nachweis, dass die Schlussfolgerungen der Vorinstanz unhaltbar sind, bleibt er schuldig.
1.4.�Die Aussagen des Beschwerdegegners 2 stuft die Vorinstanz als glaubhaft ein. Er habe stets offen �ber sein Intimleben berichtet, insbesondere auch dar�ber, dass er nach der Beziehung mit dem Beschwerdef�hrer weitere Sexualpartner, A.________ und den HIV-positiven B.________, gehabt habe. Dass er diesen Umstand offenbart habe, obwohl er ihn unbemerkt h�tte verschweigen k�nnen, spreche f�r die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen. Den vermeintlichen Widerspruch in seinen Aussagen zum praktizierten Schutz beim Sexualverkehr erkl�rt die Vorinstanz mit den unterschiedlichen Verst�ndnissen betreffend den Begriff des "gesch�tzten" Verkehrs. W�hrend die Verteidigung darunter nur den kondomgesch�tzten Verkehr begreife, handle es sich f�r den Beschwerdegegner 2 stets um gesch�tzten Verkehr, wenn aufgrund geeigneter Vorkehren ein Ansteckungsrisiko ausgeschlossen werden k�nne. Sein Verst�ndnis stimme mit den "Safer Sex"-Regeln des Bundesamts f�r Gesundheit und den Informationen der AIDS-Hilfe Schweiz �berein. Auszugehen sei davon, dass er mit dem Beschwerdef�hrer - was dieser best�tige - ungesch�tzten Anal- und Oralverkehr (mit Ejakulation in den Mund) gehabt habe, mit B.________ und A.________ kondomgesch�tzten Analverkehr sowie mit B.________ und m�glicherweise mit A.________ Oralverkehr ohne Kondom und ohne Ejakulation in den Mund. Das Ansteckungsrisiko durch B.________ und A.________ sei bereits aufgrund der mit ihnen ge�bten Sexualpraktiken minim.
Der Beschwerdef�hrer versucht vor Bundesgericht wie bereits vor Vorinstanz, die Aussagen des Beschwerdegegners 2 zum praktizierten Schutz beim Sexualverkehr als widerspr�chlich darzustellen (Beschwerde, S. 10 ff.). Seine Kritik dringt nicht durch. Der Beschwerdegegner 2 gab anl�sslich seiner Einvernahme vom 11. April 2007 auf die ihm gestellten Fragen differenziert Antwort. Soweit er sich nicht erinnerte, wies er darauf hin (vgl. kantonale Akten, act. 4/2 S. 8). Bezogen auf den Beginn der HIV-Infektion in den 80-er Jahren engt er den praktizierten Schutz beim Sexualverkehr nachvollziehbar auf den Gebrauch von Kondomen ein, wobei er hinzuf�gt, es habe ihn nie gest�rt, Kondome zu verwenden (vgl. kantonale Akten, act. 4/2 S. 4). Im �brigen bringt er deutlich zum Ausdruck, dass er unter gesch�tztem Sexualverkehr "Safer Sex" versteht, wobei seine Aussagen �ber den "doppelten Schutz" einleuchten (Wissen, ob der Partner HIV-positiv ist, Schutz danach ausrichten). Seine Aussagen sind nach der willk�rfreien vorinstanzlichen W�rdigung glaubhaft und k�nnen nicht als blosse Schutzbehauptungen abgetan werden.
1.5.�Die virologischen Gutachten vom 2. Februar 2009 und 18. September 2009 st�tzen die Aussagen des Beschwerdegegners 2 (kantonale Akten, act. 3/4 und 3/6; Entscheid, S. 15 f.). Danach handelt es sich bei den Virusisolaten des Beschwerdef�hrers und des Beschwerdegegners 2 um eine hierzulande wahrscheinlich bisher unbekannte bzw. sehr seltene, in S�damerika hingegen weit verbreitete rekombinante Form von HIV-1, wobei die Konstellation mit Subtyp B in gag p24 und der viralen Integrase sowie Subtyp F1 in gp 120 des env-Gens bisher nur aus Brasilien bekannt ist. Die untersuchten Virusisolate der beiden Probanden seien bei einer durchschnittlichen Identit�t der Sequenzpopulationen von 93,8 % (bei einer Standardabweichung von 1,1 %) eng verwandt. Sie liessen sich nicht eindeutig voneinander abtrennen. Der epidemologische Zusammenhang sei nat�rlich hoch. Eine �bertragung von HIV-1 von einem Probanden auf den andern sei sehr wahrscheinlich. Da der Beschwerdegegner 2 gem�ss Aktenlage zeitlich nach dem Beschwerdef�hrer infiziert worden sei, k�nne ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdegegner 2 den Beschwerdef�hrer angesteckt habe. Es best�nden �berdies keine Hinweise darauf, dass der Beschwerdegegner 2 noch ein anderes Virus als dasjenige des Beschwerdef�hrers trage. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein weiterer Sexualpartner des Beschwerdegegners 2 mit ebendiesem hierzulande sehr seltenen Virus infiziert sei und es auf den Beschwerdegegner 2 �bertragen habe, sei sehr gering. Eine solche M�glichkeit bestehe (nur) theoretisch (vgl. auch kantonale Akten, act. 23; Entscheid, S. 16). Eine Ansteckung durch B.________ k�nne im �brigen mit hundert prozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden, da dessen Virusstamm im untersuchten Bereich des env-Gens dem Subtyp B angeh�re (vgl. Gutachten vom 18. September 2009; Entscheid, S. 15).
1.6.�Die Vorinstanz geht im Einklang mit den Gutachten davon aus, dass s�mtliche Indizien in ihrer Gesamtheit mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit darauf hinweisen, dass es der Beschwerdef�hrer war, der den Beschwerdegegner 2 mit dem HI-Virus ansteckte (Entscheid, S. 15 f.). Daf�r spreche namentlich, dass der Beschwerdef�hrer zeitlich vor dem Beschwerdegegner 2 mit dem HI-Virus infiziert wurde, er und der Beschwerdegegner 2 insbesondere anal ungesch�tzt miteinander verkehrten, sie keine gemeinsamen Sexualpartner hatten und ihre hierzulande bislang unbekannten bzw. sehr seltenen HIV-1 Viren eng miteinander verwandt sind. Entsprechend unwahrscheinlich ist eine Infektion durch eine Drittperson, namentlich durch A.________. An der gutachterlichen Wahrscheinlichkeitsaussage �ndert nichts, dass eine Ansteckung mit dem fraglichen HI-Virus auch in Europa und nicht nur in S�damerika erfolgen kann (vgl. aber Beschwerde, S. 16 f.). Die vorinstanzlichen Erw�gungen sind weder willk�rlich noch verletzen sie den Grundsatz "in dubio pro reo". Dass A.________ den Beschwerdegegner 2 infiziert haben k�nnte, bleibt eine bloss abstrakte Hypothese, welche keine un�berwindbaren Zweifel am Beweisergebnis aufkommen l�sst.
Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen den Schuldspruch des Verbreitens von gef�hrlichen �bertragbaren menschlichen Krankheiten. Er r�gt eine unrichtige Anwendung von Art. 231 StGB. Das Epidemiengesetz (EPG) und Art. 231 StGB w�rden derzeit revidiert. Art. 231 StGB sehe neu eine Bestrafung nur noch bei "gemeiner Gesinnung" vor. Eine solche habe er nicht gehabt. Sollte die richterliche Beurteilung nach Inkrafttreten des revidierten Art. 231 StGB erfolgen, w�re die revidierte mildere Bestimmung anzuwenden. Andernfalls sei sie ihm zumindest strafmindernd zu Gute zu halten (Beschwerde, S. 20 f.). Das Vorbringen ist unbehelflich. Bei der Auslegung des geltenden Rechts kann zwar unter Umst�nden auf laufende Revisionen Bezug genommen werden (BGE 128 IV 3 E. 4c S. 9 mit Hinweisen). Ob das Verbreiten von menschlichen gef�hrlichen Krankheiten nur bei "gemeiner Gesinnung" strafbar ist, bildet aber nicht eine Frage der Auslegung, sondern vielmehr eine solche des anwendbaren Rechts. Die Vorinstanz hat den dem Beschwerdef�hrer zur Last gelegten Vorwurf des Verbreitens menschlicher Krankheiten zutreffend und ohne Bundesrechtsverletzung auf der Grundlage des geltenden Rechts beurteilt (Entscheid, S. 17).
3.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt eine unrichtige Anwendung von Art. 122 StGB. Die HIV-�bertragung stelle angesichts der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse objektiv keine schwere K�rperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB mehr dar. Es handle sich zwar noch immer um eine unheilbare chronische Krankheit, die jedoch gut behandelbar sei. Die Lebenserwartung von Infizierten liege heute bei nahezu derjenigen einer nicht infizierten Person. Es falle nur noch eine einfache K�rperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB in Betracht (Beschwerde, S. 18 ff., S. 29). Weiter habe er nicht mit Eventualvorsatz, sondern lediglich fahrl�ssig gehandelt. Er habe seine HIV-Infektion verdr�ngt. Nach den Feststellungen der Vorinstanz sei er so weit gegangen, sich selber �ber Jahre hinweg zu t�uschen und sich einzureden, nicht krank zu sein (Beschwerde, S. 29). �berdies sei der Beschwerdegegner 2 mit dem ungesch�tzten Verkehr einverstanden gewesen und habe eine HIV-Ansteckung willentlich in Kauf genommen. Man sei �bereingekommen, sich testen zu lassen. Das Testergebnis habe der Beschwerdegegner 2 nicht sehen wollen. Offensichtlich sei es ihm in diesem Moment egal gewesen, ob er - der Beschwerdef�hrer - HIV-positiv sei (Beschwerde, S. 29 ff.).
Die Vorinstanz qualifiziert die �bertragung des HI-Virus objektiv als lebensgef�hrliche schwere K�rperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB. Der Stand der Wissenschaft habe sich in den letzten Jahren nicht derart ge�ndert, dass eine neue Qualifizierung der Gef�hrlichkeit der HIV-Infektion vorzunehmen w�re. Es bestehe kein Anlass, von der gefestigten Bundesgerichtspraxis abzuweichen. Die Vorinstanz bejaht weiter, dass der Beschwerdef�hrer in Bezug auf die schwere K�rperverletzung eventualvors�tzlich handelte, und verneint, dass der Beschwerdegegner 2 in den Erfolg einwilligte. Diesem sei weder ein Fehlverhalten anzulasten noch k�nne davon ausgegangen werden, dass er in ein ihm bekanntes Risiko eingewilligt habe (Entscheid, S. 17 mit Verweis auf erstinstanzliche Ausf�hrungen).
3.2.1.�Nach Art. 122 StGB wird wegen schwerer K�rperverletzung bestraft, wer einen Menschen lebensgef�hrlich verletzt (Abs. 1); wer den K�rper, ein wichtiges Organ oder Glied eines Menschen verst�mmelt oder ein wichtiges Organ oder Glied unbrauchbar macht, einen Menschen bleibend arbeitsunf�hig, gebrechlich oder geisteskrank macht, das Gesicht eines Menschen arg und bleibend entstellt (Abs. 2); oder wer eine andere schwere Sch�digung des K�rpers oder der k�rperlichen oder geistigen Gesundheit eines Menschen verursacht (Abs. 3). Nach Art. 123 StGB wird wegen einfacher K�rperverletzung bestraft, wer einen Menschen in anderer Weise an K�rper oder Gesundheit sch�digt.
3.2.2.�Der Tatbestand sowohl der schweren als auch der einfachen K�rperverletzung im Sinne von Art. 122 bzw. Art. 123 StGB erfordern vors�tzliches Handeln, wobei eventualvors�tzliches Handeln im Sinne von Art. 12 Abs. 2 Satz 2 StGB gen�gt. Eventualvorsatz kann nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch vorliegen, wenn sich der Eintritt des tatbestandsm�ssigen Erfolgs statistisch gesehen nur relativ selten verwirklicht. Doch darf in diesem Fall nicht allein aus dem Wissen des Beschuldigten um die M�glichkeit des Erfolgseintritts auf dessen Inkaufnahme und damit auf Eventualvorsatz geschlossen werden. Es m�ssen weitere Umst�nde hinzukommen (BGE 131 IV 1 E. 2.2 mit Hinweis).
Art. 125 StGB regelt die fahrl�ssige einfache und schwere K�rperverletzung. Eine fahrl�ssig begangene K�rperverletzung ist schwer (Abs. 2), wenn die Qualifikationsmerkmale gem�ss Art. 122 StGB erf�llt sind. Im �brigen m�ssen die Voraussetzungen fahrl�ssigen Handelns im Sinne von Art. 12 Abs. 3 StGB gegeben sein.
3.2.3.�Grunds�tzlich kann in eine tatbestandsm�ssige Handlung eingewilligt und diese dadurch gerechtfertigt werden. Die Einwilligung muss sich beim vors�tzlichen Verletzungsdelikt sowohl auf die Tathandlung als auch auf den tatbestandsm�ssigen Erfolg beziehen (BGE 131 IV 1 E. 3.1). Von der rechtfertigenden Einwilligung in die Verletzung ist die Einwilligung in eine Gef�hrdung zu unterscheiden. In diesem Zusammenhang differenziert man zwischen Mitwirkung an fremder Selbstgef�hrdung und einverst�ndlicher Fremdgef�hrdung (BGE 125 IV 189 E. 3a; 131 IV 1 E. 3.2). Die Unterscheidung richtet sich danach, ob der Tr�ger des Rechtsguts das Tatgeschehen derart beherrscht, dass er darin jederzeit und bis zuletzt steuernd einzugreifen vermag, oder aber das Gef�hrdungsgeschehen in den H�nden des Dritten liegt (BGE 134 IV 193 E. 9.1; 131 IV 1 E. 3.2; 125 IV 189 E. 3a). Eine rechtfertigende Einwilligung in die Verletzung oder in eine Gefahrenlage setzt voraus, dass der Betroffene die Einwilligung vor der Tathandlung in Kenntnis aller wesentlichen Umst�nde freiwillig abgibt (BGE 124 IV 261 E. 3 S. 261 mit Hinweis).
3.3.1.�Vorab ist zu pr�fen, ob der Beschwerdegegner 2 in das Risiko einer HIV-Ansteckung einwilligte. W�re hievon auszugehen, stellte sich die Frage nach der rechtlichen Qualifizierung der HIV-�bertragung als solche nicht mehr.
3.3.2.�Die Vorinstanz stellt fest, es sei dem Beschwerdegegner 2 wichtig gewesen, die "Safer Sex"-Regeln einzuhalten. Bevor es zu ungesch�tztem Verkehr gekommen sei, habe er vom Beschwerdef�hrer verlangt, sich testen zu lassen. Dieser habe es abgelehnt, sich einem HIV-Test in der Schweiz zu unterziehen mit der plausiblen Begr�ndung, diesen k�nne er billiger in seiner Heimatstadt C.________ durchf�hren lassen. Nach seiner R�ckkehr habe er dem Beschwerdegegner 2 wahrheitswidrig zugesichert, den Test gemacht zu haben und seronegativ zu sein. Die Vorinstanz schliesst daraus willk�rfrei, der Beschwerdegegner 2 habe mit seinem Verhalten klar zum Ausdruck gebracht, kein Infektionsrisiko eingehen bzw. ein Restrisiko hinsichtlich einer m�glichen Ansteckung bewusst ausschalten zu wollen. Dass er die (unwahren) Behauptungen des Beschwerdef�hrers nicht verifizierte und sich das (angeblich) negative Testresultat nicht schriftlich vorlegen liess, kann ihm in einer gefestigten Vertrauensbeziehung nicht zum Vorwurf gemacht werden. Anhaltspunkte, dass der Beschwerdegegner 2 an der Ehrlichkeit des Beschwerdef�hrers h�tte zweifeln und von dessen Seropositivit�t h�tte ausgehen m�ssen, sind nicht ersichtlich. Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, beschr�nkt sich auf appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid. Er legt nur dar, wie die Aussagen des Beschwerdegegners 2 richtigerweise zu interpretieren w�ren (Beschwerde, S. 30 "aufgrund dieser Aussage [..] muss gefolgert werden"), ohne die vorinstanzlichen Schlussfolgerungen als unhaltbar zu widerlegen. Darauf ist nicht einzutreten.
3.3.3.�Stimmte der Beschwerdegegner 2 dem ungesch�tzten analen und oralen Sexualverkehr nicht in klarer Kenntnis der Umst�nde und der damit verbundenen Risiken einer HIV-�bertragung freiverantwortlich zu, kann von einer Einwilligung in das Risiko einer m�glichen Ansteckung mit HIV nicht gesprochen werden. Die Beschwerde bleibt in diesem Punkt ohne Erfolg.
3.4.1.�Das Bundesgericht qualifizierte die HIV-Infektion in seiner bisherigen Rechtsprechung konstant als lebensgef�hrliche schwere K�rperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB (bzw. Art. 125 Abs. 2 StGB). Es ging davon aus, dass die Infektion mit dem HI-Virus nach relativ langer Zeit bei vielen Betroffenen mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Ausbruch der Immunschw�che AIDS und anschliessend mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Tod f�hrte. Dass die Lebensgefahr im Sinne der zitierten Bestimmungen notwendigerweise eine zeitlich unmittelbare bzw. akute sein m�sse, verneinte es. Massgeblich sei nur, dass eine erhebliche Wahrscheinlichkeit eines t�dlichen Verlaufs bestehe. Die HIV-Infektion erf�lle diese Voraussetzung. Das Bundesgericht �bersah nicht, dass die Medizin Fortschritte gemacht hatte und den HIV-Infizierten verbesserte medikament�se Behandlungen zur Verf�gung standen. Es stufte diese aber nicht als derart wegweisend ein, dass es sich veranlasst sah, die Qualifikation der HIV-Infektion als lebensgef�hrlich in Frage stellen zu m�ssen (BGE 131 IV 1 E. 1.1; BGE 125 IV 242 E. 2b; siehe auch BGE 134 IV 193; am Rande BGE 116 IV 133).
Die bundesgerichtliche Rechtsprechung stiess in der Lehre teilweise auf Zustimmung (vgl. Bernard Corboz, Les infractions en droit suisse, Volume I, Bern 2010, Art. 122 N. 8; Andreas Donatsch, Strafrecht III, Delikte gegen den Einzelnen, 9. Aufl., Z�rich 2008, S. 39; Hans Schultz, in ZBJV 128/1992, S. 12), zu einem erheblichen Teil aber auf Kritik. Einzelne Autoren erachten die Subsumtion der HIV-�bertragung unter die Tatbestandsvariante der lebensgef�hrlichen Verletzung nach Art. 122 Abs. 1 StGB (mangels Unmittelbarkeit der Lebensgefahr) als verfehlt und fordern eine Subsumtion unter die Generalklausel einer "andern schweren Gesundheitssch�digung" im Sinne von Art. 122 Abs. 3 StGB (so namentlich Trechsel/Fingerhuth, Schweizerisches Strafrecht, Praxiskommentar, Z�rich/St. Gallen 2013, Art. 122 N. 2 sowie Art. 231 N. 9 ff.; Roth/Berkemeier, in: Basler Kommentar Strafrecht II, 2. Aufl., Basel 2007, Art. 122 N. 9 und 22). Andere qualifizierten und qualifizieren die HIV-Infektion als solche objektiv lediglich als einfache K�rperverletzung (so insbesondere Karl-Ludwig Kunz, Aids und Strafrecht, Die Strafbarkeit der HIV-Infektion nach schweizerischem Recht, in ZStrR 107/1990, S. 39 ff., 46 ff.; Guido Jenny, in ZBJV 136/2000, S. 641; so wohl auch Felix Bommer, in ZBJV 146/2010, S. 163, und Stratenwerth/Jenny/Bommer, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Besonderer Teil I, Straftaten gegen Individualinteressen, 7. Aufl., Bern 2010, S. 76).
3.4.2.�An der bisherigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann insofern nicht festgehalten werden, als sich heute angesichts der wissenschaftlichen Erkenntnisse und der medizinischen Behandlungsm�glichkeiten nicht mehr sagen l�sst, dass der Zustand der Infiziertheit mit dem HI-Virus schon als solcher generell lebensgef�hrlich im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB ist. Mit modernen antiretroviralen Kombinationstherapien (Highly Acitive Anti-Retroviral Therapy [HAART]) ist es m�glich, den Ausbruch von AIDS hinauszuschieben, die Vermehrung der HI-Viren im K�rper aufzuhalten, die Viruslast im Blut unter die Nachweisgrenze zu senken und die Lebenserwartung von HIV-Infizierten erheblich zu steigern, so dass bei fr�her Diagnose und guter Behandlung HIV-Infizierte fast so lange leben k�nnen wie nicht Infizierte (siehe M�sch Payot/P�rli, Der strafrechtliche Umgang mit HIV/AIDS in der Schweiz im Lichte der Anliegen der HIV/AIDS-Pr�vention: Status Quo, Reflexion, Folgerungen Teil 1: Die schweizerische Rechtsprechung: empirische und dogmatische Analyse, in AJP 2009, S. 1261 ff; 1269 f.; Fumiyo Nakagawa et al., Projected life expectancy of people with HIV according to timing of diagnosis, in AIDS: Official Journal of the international AIDS Society, 1. 28. 2012, Vol. 26, No. 3, S. 335-343; Rolf Rosenbrock et Al., Die Normalisierung von AIDS in Westeuropa, Der Politik-Zyklus am Beispiel einer Infektionskrankheit, Ver�ffentlichungsreihe der Forschungsgruppe Public Health, Wissenschaftszentrum Berlin f�r Sozialforschung (WZB) No. P99-201, S. 30 ff.; siehe auch Vernazza/Hirschel/Bernasconi/Flepp, Les personnes s�ropositives ne souffrant d'aucune autre MST et suivant un traitement antir�troviral efficace ne transmettent pas le VIH par voie sexuelle, in Schweizerische �rztezeitung, I-2008. S. 165 ff). Damit fehlt es heute - unter der Voraussetzung medizinischer Behandlung - an der erheblichen Wahrscheinlichkeit eines t�dlichen Verlaufs und folglich an der Lebensgefahr der HIV-Infektion im Sinne der Tatbestandsvariante von Art. 122 Abs. 1 StGB. Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse haben teilweise bereits Eingang in die Rechtspraxis der Kantone gefunden. So sprach beispielsweise die Cour de Justice du Canton de Gen�ve am 23. Februar 2009 einen HIV-positiven Mann, welcher ungesch�tzten Geschlechtsverkehr hatte, u.a. vom Vorwurf der versuchten schweren K�rperverletzung frei. Er sei aufgrund der Einnahme antiretroviraler Medikamente bei einer Viruslast von Null nicht mehr infekti�s gewesen (vgl. zum Sachverhalt Urteil 6B_260/2009 vom 30. Juni 2009; siehe hierzu auch Zeitschrift Pl�doyer, 2/2009, Rubrik Rechtsprechung, S. 65).
3.4.3.�Dass die HIV-Infektion als solche auch unter Ber�cksichtigung der medizinischen Fortschritte indes nach wie vor eine nachteilige pathologische Ver�nderung mit Krankheitswert darstellt, steht ausser Diskussion. L�sst sich diese Infektion auf einen �bertragungsakt zur�ckf�hren, ist mit nahezu einhelliger Meinung von einer tatbestandsm�ssigen K�rperverletzung auszugehen (BGE 125 IV 242 E. 2b/aa; Stratenwerth/Jenny/Bommer, a.a.O., S. 66 N. 8; vgl. f�r das deutsche Recht Thomas Fischer, Strafgesetzbuch, 59. Aufl. 2012, � 223 N. 7; Eser/Sternberg-Lieben, in Sch�nke/Schr�der, Kommentar Strafgesetzbuch, 28. Aufl. 2010, � 223 N. 7). Fraglich ist nur, ob sie unter den Tatbestand der einfachen K�rperverletzung zu subsumieren ist, wie es der Beschwerdef�hrer fordert (so namentlich Karl-Ludwig Kunz, Aids und Strafrecht, a.a.O., S. 46 ff., weitere Hinweise unter E. 3.4.1), oder unter denjenigen der schweren K�rperverletzung, namentlich im Sinne der Generalklausel nach Art. 122 Abs. 3 StGB bzw. Art. 125 Abs. 2 StGB (so u.a. Roth/Berkemeier, a.a.O., Art. 122 N. 9 und 22).
3.4.4.�Im Rahmen dieser Beurteilung ist einerseits in Rechnung zu stellen, dass HIV (und AIDS) heute in der Medizin behandelt werden wie andere chronische Krankheiten (vgl. Raoul Gasquez, Pour la d�p�nalisation de l'exposition au VIH, Pl�doyer 4/2009, S. 53). Die modernen (Kombinations-) Therapien sind effizient und werden in der Regel gut vertragen. Die Lebenserwartung von HIV-Infizierten gleicht sich derjenigen von Gesunden an (vgl. vorstehend E. 3.4.2). Andererseits ist HIV nicht heilbar. Eine Impfung ist trotz grosser medizinischer Fortschritte nicht in Sicht. Die Therapien stellen hohe Anforderungen an die Disziplin eines Betroffenen. Die Medikamente m�ssen ein Leben lang streng vorschriftsgem�ss eingenommen werden (Therapietreue) und k�nnen zu k�rperlichen und/oder seelischen Nebenwirkungen mit Beeintr�chtigung der Lebensqualit�t f�hren. �berdies besteht das Risiko von Resistenzentwicklungen, Wechselwirkungen mit andern Medikamenten und unerw�nschten Langzeitnebenwirkungen (wie etwa dauerhafte Organsch�digungen etc.). Aus dieser beispielhaften Aufz�hlung erhellt, dass ein Betroffener infolge der HIV-Ansteckung trotz verbesserter Behandlungsmethoden und Medikamentenvertr�glichkeit nach wie vor komplexen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt ist bzw. sein kann. Alleine die Gewissheit, mit dem heute noch nicht heilbaren HI-Virus infiziert zu sein, kann zu einer Ersch�tterung des seelischen Gleichgewichts f�hren.
3.4.5.�Wie diese m�glichen Belastungen in ihrer Gesamtheit rechtlich zu beurteilen sind, kann das Bundesgericht vorliegend nicht entscheiden, da diese Frage weder Gegenstand der Anklage noch der vorinstanzlichen Urteile bildete. Dass der Beschwerdef�hrer die Problematik aufwirft und die Beschwerdegegnerin 1 in ihrer Vernehmlassung darauf eingeht (act. 13), f�hrt zu keinem andern Ergebnis. Die Vorinstanz wird deshalb - nach allf�lliger Erg�nzung der Anklageschrift und Gew�hrung der prozessualen Verfahrensrechte - dar�ber zu befinden haben, ob es sich um einen Verletzungserfolg im Sinne von Art. 122 Abs. 3 StGB (bzw. Art. 125 Abs. 2 StGB) oder um einen solchen gem�ss Art. 123 StGB (bzw. Art. 125 Abs. 1 StGB) handelt. Allenfalls wird sie, um sich in tats�chlicher Hinsicht ein besseres Bild �ber den aktuellen Forschungsstand, die medizinischen Behandlungsm�glichkeiten und deren Folgen machen zu k�nnen, ein Gutachten einholen und/oder weitere geeignete Abkl�rungen vornehmen m�ssen.
Die Vorinstanz wird weiter beurteilen, ob und inwiefern die m�glichen psychischen Belastungen (beispielsweise bei Er�ffnung der Diagnose) und die allenfalls negativen Auswirkungen der Therapien dem T�ter objektiv und subjektiv zugerechnet werden k�nnen. (Diese Frage konnte das Bundesgericht in den fr�heren BGE offen lassen; vgl. BGE 125 IV 242 E. 2b/dd letzter Absatz). Bei der Beurteilung der Zurechenbarkeit wird sie pr�fen, ob und inwiefern der Umstand eine Rolle spielt, dass der Beschwerdef�hrer den Beschwerdegegner 2 im Jahr 2003 ansteckte und die damaligen Behandlungsmethoden (inkl. Medikamentenvertr�glichkeit, Risiken und Nebenwirkungen) mit den heutigen Methoden wohl nicht (vollst�ndig) vergleichbar waren. Die Vorinstanz wird schliesslich die Strafzumessung unter Ber�cksichtigung der Verh�ltnisse im Urteilszeitpunkt und die Bemessung der Genugtuung neu vornehmen m�ssen.
Der Kanton Z�rich hat dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren im Umfang seines teilweisen Obsiegens eine angemessene Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 2 BGG). Die Entsch�digung ist dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers zuzusprechen. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird in diesem Umfang gegenstandslos. Soweit der Beschwerdef�hrer unterliegt, ist es zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG). Der finanziellen Lage des Beschwerdef�hrers ist bei der Festsetzung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 3. April 2012 aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Der Kanton Z�rich hat Rechtsanwalt Dr. Christian Widmer f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 1'500.-- zu bezahlen.