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Timestamp: 2016-10-23 16:15:39
Document Index: 217310317

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 4', 'Art. 86', 'in dubio', 'Art. 4', 'Art. 29', 'Art. 32', 'Art. 9', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 4', 'in dubio', 'in dubio', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156']

1P.410/1999 (04.04.2000)
1P.410/1999/sch
Es wirken mit: Bundesrichter Aemisegger, Pr�sident der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter F�raud, Bundesrichter Favre und Gerichtsschreiberin Widmer.
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Flurin Turnes, Neugasse 35, St. Gallen,
Kantonsgericht S t. G a l l e n, Strafkammer,
Immobilien AG Y.________,
Betreibungsamt Grabs,
Staat St. Gallen, vertreten durch Staatsanwalt Heinrich Gr�ndler, Spisergasse 41, St. Gallen,
Art. 6 Ziff. 2 EMRK, Art. 4 aBV
A.- A.________ wurde gem�ss �berweisungsverf�gung des Bezirksamts Werdenberg vom 21. Mai 1997 vorgeworfen, verschiedene Verm�gensdelikte begangen zu haben. Die Untersuchung war u.a. gest�tzt auf Strafanzeigen der Z.________ GmbH, der Bank X.________, (zum fraglichen Zeitpunkt unter dem Namen Bank W.________ bekannt), der Y.________ Immobilien AG, des Betreibungsamts Grabs und des Konkursamts St. Gallen eingeleitet worden. Am 1. Juli 1997 wurde A.________ von der Gerichtskommission Werdenberg des Betrugs, der Veruntreuung, der Urkundenf�lschung, des Pf�ndungsbetrugs sowie des Ungehorsams gegen eine amtliche Verf�gung schuldig gesprochen und mit einem Jahr Gef�ngnis bestraft. Im Zivilpunkt wurde er verpflichtet, der Bank X.________ Fr. 17'142. -- nebst Zins zu 5% seit dem 1. November 1994 zu bezahlen. Am 14. Oktober 1997 ersuchte A.________ die Gerichtskommission Werdenberg um Neubeurteilung der Strafsache. Diese best�tigte am 5. M�rz 1998 im Wesentlichen das Urteil vom 1. Juli 1997, sprach A.________ indessen vom Vorwurf des Pf�ndungsbetrugs frei. Aus prozess�konomischen Gr�nden beurteilte sie gleichzeitig einen ihr nachtr�glich mit Verf�gung vom 19. Dezember 1997 vom Bezirksamt Werdenberg �berwiesenen zus�tzlichen Betrugsverdacht, hinsichtlich dessen sie ebenfalls zu einem Schuldspruch gelangte. Auf Berufung hin wurde A.________ von der Strafkammer des Kantonsgerichts St. Gallen am 19. April 1999 des Betrugs im Falle der Konkurszweigstelle Kaltbrunn sowie des Ungehorsams gegen eine amtliche Verf�gung freigesprochen; im �brigen best�tigte das Kantonsgericht sowohl den Schuldspruch betreffend Betrug, Veruntreuung und Urkundenf�lschung als auch die der Bank X.________ zugesprochene Zivilforderung. Die Gef�ngnisstrafe reduzierte es auf neun Monate.
B.- Gegen das kantonsgerichtliche Urteil ist A.________ mit staatsrechtlicher Beschwerde ans Bundesgericht gelangt und hat die Aufhebung der ihn beschwerenden Dispositivziffern beantragt. In prozessualer Hinsicht hat er das Bundesgericht ersucht, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Zur Begr�ndung macht der Beschwerdef�hrer geltend, das Kantonsgericht habe seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt; insbesondere habe es die Beweise willk�rlich gew�rdigt.
Das Kantonsgericht St. Gallen und die Bank X.________ haben auf eine Stellungnahme zur Beschwerde ausdr�cklich verzichtet. Die Y.________ Immobilien AG, das Betreibungsamt Grabs, das Konkursamt des Kantons St. Gallen sowie Staatsanwalt Heinrich Gr�ndler haben sich nicht vernehmen lassen.
C.- Der Pr�sident der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat mit Verf�gung vom 27. August 1999 der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt.
1.- Der Beschwerdef�hrer ist durch das angefochtene, kantonal letztinstanzliche Endurteil in seinen rechtlich gesch�tzten Interessen betroffen und zur Erhebung der staatsrechtlichen Beschwerde wegen willk�rlicher Beweisw�rdigung legitimiert (Art. 86 f. OG). Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die staatsrechtliche Beschwerde einzutreten.
2.- a) Der Beschwerdef�hrer bestreitet, sich des Betrugs und der Urkundenf�lschung zum Nachteil der Bank X.________ sowie der Veruntreuung zu Lasten der Z.________ GmbH schuldig gemacht zu haben. Die in Frage stehenden Vorf�lle sind in der �berweisungsverf�gung des Bezirksamts Werdenberg vom 21. Mai 1997 wie folgt dargestellt:
- Betreffend Urkundenf�lschung und Betrug zum Nachteil der Bank X.________:
"Am 15.04.1994 wurde im Namen der Firma H.________ Trade AG bei der Niederlassung der Bank W.________ in Spreitenbach ein Gesuch f�r die Finanzierung eines Autokaufes (Mercedes Benz 500 SE) in der H�he von Fr. 22'000. -- eingereicht [A/3]. Das Gesuch wurde von der Bank bewilligt und ein Kaufvertrag ausgestellt. Am 25.04.1994 unterzeichnete der 'Verk�ufer' des Autos, B.________ (Baregg-Garage, Baden) den von A.________ vorgelegten Kaufvertrag [A/4]. Gleichzeitig trat B.________ den Kaufvertrag an die Bank W.________ ab [A/6]. Daraufhin wurde die Kaufsumme von Fr. 22'000. -- von der Bank W.________ an B.________ �berwiesen; das Geld wurde von diesem an A.________ �bergeben [A/14]. Wie sich nun nachtr�glich herausstellte, war der Mercedes zu keinem Zeitpunkt Eigentum der Baregg-Garage, sondern war bereits vor dem angeblichen 'Verkauf' im Besitze A.________ [D/4, S. 3]. Im Zusammenhang mit dem mit der Bank W.________ durchgef�hrten 'Gesch�ft' f�lschte A.________ die auf dem Vertrag vom 25.04.94 vorhandene Unterschrift von C.________, der rechtm�ssigen Vertreterin der H.________ Trading AG. Mit diesem Vorgehen sch�digte er die mehrfach genannte Bank, zumal es ihm entgegen seinen Behauptungen vor der Untersuchungsbeh�rde nicht m�glich war, seine diesbez�glichen Schulden vollumf�nglich zu begleichen. Gem�ss Kl�ger hat der Angeschuldigte im Mai bzw. August 1994 insgesamt Fr. 7'350. -- an die Bank zur�ckbezahlt [A/1]. "
- Betreffend Veruntreuung:
"Aufgrund der durchgef�hrten Untersuchung gilt als erstellt, dass A.________ zumindest im Jahre 1993 mit der in �sterreich domizilierten Firma Z.________ GmbH gesch�ftlich t�tig war. F�r die durch ein �bernahmebegehren der �sterreichischen Beh�rden zust�ndig gewordene Untersuchungsbeh�rde des Bezirkes Werdenberg bleibt nach Durchf�hrung der diesbez�glichen Untersuchung einzig der Vorwurf der Veruntreuung von $ 22'800 z.N. der Z.________ GmbH bestehen, konnten doch die Betrugsvorw�rfe nicht rechtsgen�glich untermauert werden, zumal in Anbetracht des betr�chtlichen Bestellvolumens bzw. des bereits in der Anfangsphase der Vertragsbeziehungen zwischen der GmbH und der S.________ Consults Ltd. fehlgeschlagenen Kaufes von 6 Ladas (Februar 1993) von einem fahrl�ssigen - Arglist ausschliessenden - Verhalten der Verantwortlichen der GmbH auszugehen ist. Mithin ist davon auszugehen, A.________ habe im Februar 1993 im 'Auftrage' der Z.________ GmbH einen 'Probekauf' von 6 Personenwagen der Marke Lada t�tigen sollen. Zur Durchf�hrung dieses Gesch�ftes bzw. zur T�tigung des Kaufes der Fahrzeuge hat er von der Z.________ GmbH eine Summe von US$ 22'800 verlangt und auch erhalten; die GmbH gelangte aber weder in den Besitz der 6 Personenwagen noch erhielt sie das Geld zur�ck. Somit ist davon auszugehen, dass der genannte Geldbetrag von A.________ zweckentfremdet und demzufolge nicht f�r den Kauf der 6 PW's verwendet wurde. "
b) Das Kantonsgericht ist in seinen Urteilserw�gungen zum Schluss gekommen, der Beschwerdef�hrer habe die Bank X.________ betrogen, indem er mit Hilfe einer im Namen der Firma H.________ Trade AG abgegebenen gef�lschten Unterschrift einen Kaufvertrag zwischen dieser und dem vermeintlichen Verk�ufer B.________ fingiert habe, wobei als Kaufgegenstand der im Eigentum der T.________ AG, einer Einmann- AG des Beschwerdef�hrers, stehende Personenwagen der Marke Mercedes 500 SE gedient habe. Der Beschwerdef�hrer habe mit diesem Gesch�ft letztlich den Erhalt von Fr. 21'000. -- erwirkt, da er - nach erfolgter Kreditgew�hrung der Bank an die vermeintliche K�uferin - daf�r gesorgt habe, dass B.________ den Kaufvertrag an die Bank abtrat und daf�r Fr. 22'000. -- bezog, die dieser ihm nach Abzug einer Provision von Fr. 1'000. -- direkt ausbezahlte. Das Kantonsgericht st�tzte sich dabei insbesondere auf die vor dem Untersuchungsrichter gemachten Gest�ndnisse des Beschwerdef�hrers sowie auf ein vom 10. Mai 1994 datiertes Schreiben an die Bank X.________, in dem jener erkl�rte, den Kaufvertrag und die Unterschrift von C.________, der Gesch�ftsf�hrerin der H.________ Trade AG, gef�lscht zu haben.
Hinsichtlich der umstrittenen Gesch�ftst�tigkeit mit der Z.________ GmbH in Wien stellte das Kantonsgericht gest�tzt auf die Akten fest, dass der Beschwerdef�hrer im Namen und als einziges Verwaltungsratsmitglied der Firma S.________ Consults Ltd. mit Sitz im thurgauischen Sulgen handelte, die im Mai 1993 aufgel�st worden war. Das Kantonsgericht ging davon aus, dass der Beschwerdef�hrer gegen�ber der Z.________ GmbH, die sich auf den Verkauf von Fahrzeugen der Marke Lada spezialisiert hatte, als Autovermittler auftrat und in diesem Zusammenhang US$ 22'800 als Vorauszahlung f�r die Lieferung von 6 Fahrzeugen der Marke Lada entgegennahm, es in der Folge jedoch entgegen der Vereinbarung und ohne R�ckerstattung des Geldes unterliess, diese Fahrzeuge in Russland zu organisieren. Den Straftatbestand der Veruntreuung bejahte das Kantonsgericht mit der Begr�ndung, der Beschwerdef�hrer habe den Erhalt des ihm von der Z.________ GmbH zwecks Besorgung der Fahrzeuge anvertrauten Geldes zugegeben und nicht nachweisen k�nnen, dass er den vereinbarten Kauf get�tigt bzw. das Geld vereinbarungsgem�ss eingesetzt habe.
c) Der Beschwerdef�hrer wirft dem Kantonsgericht vor, die von ihm beantragten Beweise nicht abgenommen und damit gegen seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r verstossen zu haben. Zudem soll das Kantonsgericht die vorhandenen Beweise willk�rlich gew�rdigt und gegen den Grundsatz "in dubio pro reo" verstossen haben. Indem es festgestellt habe, dass er zur Frage des Verbleibs des von der Z.________ GmbH erhaltenen Geldes insgesamt drei sich v�llig widersprechende Erkl�rungen abgegeben und damit noch den "letzten Kredit an Glaubw�rdigkeit" eingeb�sst habe, sei es auch hinsichtlich der �brigen Deliktsvorw�rfe ohne weitere Pr�fung der subjektiven Tatbestandsmerkmale von seiner Schuld ausgegangen. Der Umstand, dass er sich bez�glich der mit der Z.________ GmbH im Jahr 1993 get�tigten Gesch�fte nicht mehr an alle Details habe erinnern k�nnen, sei darauf zur�ckzuf�hren, dass die Befragungen erst ab Ende 1994 begonnen h�tten und d�rfe nicht zur Annahme verleiten, seine Angaben seien generell unglaubw�rdig. Um korrekte Antworten geben zu k�nnen, h�tte er in den Besitz der Unterlagen kommen m�ssen, welche die Firma S.________ Consults Ltd. besessen habe. Seitdem diese in Konkurs geraten sei, k�nnten die Unterlagen jedoch nicht mehr aufgefunden werden. Nun l�gen aber weitere entlastende Belege vor, die sich bei der Zentralbank R.________ in Wien bef�nden. Obwohl er deren Erhebung dem Kantonsgericht beantragt habe, insbesondere angesichts der Tatsache, dass die Bank ihm selbst keine Ausk�nfte �ber die Bankvorg�nge erteilen wolle, seien keine entsprechenden Abkl�rungen getroffen worden. Unverst�ndlich sei auch, dass das Kantonsgericht dem Antrag auf Befragung von D.________ von der Z.________ GmbH in Wien nicht Folge geleistet habe, obwohl dieser den - vom Beschwerdef�hrer nicht aufgefundenen - Lieferanten E.________ kenne und mit diesem im vorliegenden Zusammenhang zu tun gehabt habe. Insgesamt sei es willk�rlich, dass das Kantonsgericht die ihn entlastenden und von ihm beantragten Beweise nicht abgenommen habe.
3.- a) Der Beschwerdef�hrer beruft sich f�r seine R�gen der Verletzung des rechtlichen Geh�rs und der willk�rlichen Beweisw�rdigung auf Art. 4 der alten Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 (aBV). Im Bereich der formellrechtlichen R�gen der Verletzung des rechtlichen Geh�rs und der willk�rlichen Beweisw�rdigung hat die neue Bundesverfassung an der fr�heren Rechtslage nichts ge�ndert (vgl. zum rechtlichen Geh�r: Art. 29 Abs. 2 BV; zum Verbot willk�rlicher Beweisw�rdigung im Strafverfahren: Art. 32 Abs. 1 i.V.m. Art. 9 BV).
b) Der in Art. 4 aBV gew�hrleistete Anspruch auf rechtliches Geh�r umfasst das Recht auf Abnahme von rechtzeitig und formg�ltig angebotenen Beweisen, soweit diese geeignet sind, zur Kl�rung einer erheblichen Tatsache beizutragen (BGE 120 Ib 379 E. 3b S. 383 mit Hinweisen; 118 Ia 17 E. 1c; 115 Ia 8 E. 2b; 111 Ia 101 E. 2b). Auf ein beantragtes Beweismittel kann demnach verzichtet werden, wenn der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, nicht rechtserheblich ist, wenn bereits Feststehendes bewiesen werden soll, wenn von Vornherein gewiss ist, dass der angebotene Beweis keine Kl�rung herbeizuf�hren vermag, oder wenn das Gericht den Sachverhalt gest�tzt auf seine eigene Sachkenntnis zu w�rdigen imstande ist (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162; 104 V 209 E. a mit Hinweisen). Gem�ss Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK und Art. 4 aBV hat der Angeklagte das Recht, Fragen an die Belastungszeugen zu stellen und die Ladung und Vernehmung von Entlastungszeugen unter denselben Bedingungen wie die der Belastungszeugen zu erwirken (s. BGE 118 Ia 457 E. 2b; 116 Ia 289 E. 3). Nach der Praxis der Rechtsprechungsorgane der EMRK und des Bundesgerichts besteht kein unbedingter Anspruch des Angeklagten auf Befragung von Entlastungszeugen (BGE 124 I 274 E. 5b S. 285). Auf deren Ladung und Vernehmung kann der Strafrichter vielmehr verzichten, wenn er, ohne in Willk�r zu verfallen, zur Auffassung gelangen durfte, die Vernehmung weiterer Zeugen werde an der W�rdigung der bereits abgenommenen Beweise voraussichtlich nichts mehr �ndern (vgl. BGE 124 I 208 E. 4a; 115 Ia 97 E. 5b S. 101; 112 Ia 198 E. 2b S. 202; vgl. Frowein/Peukert, EMRK-Kommentar, Kehl 1985, N. 138 zu Art. 6 EMRK).
c) Das Kantonsgericht hat entgegen den Beweisantr�gen des Beschwerdef�hrers darauf verzichtet, D.________ zu befragen und bei der Zentralbank R.________ in Wien Ausk�nfte einzuholen. Es hat dazu ausgef�hrt, es sei unbestritten, dass die Z.________ GmbH US$ 22'800 auf das bei der Zentralbank R.________ eingerichtete Konto des Beschwerdef�hrers bzw. der S.________ Consults Ltd. �berwiesen habe. Als einziges und verf�gungsberechtigtes Organ dieser Kontoinhaberin w�re es dem Beschwerdef�hrer selber m�glich gewesen, die ihn angeblich entlastenden Kontenbewegungen offen zu legen. Was die beantragte Befragung von D.________ betreffe, so habe dieser bereits �bereinstimmend mit dem Beschwerdef�hrer ausgesagt, zu welchem Zweck das �bergebene Geld bestimmt gewesen sei. Dass D.________ die hier interessierenden Angaben zum Verbleib des Geldes machen k�nne, sei hingegen nicht zu erwarten; diesbez�glich w�ren ohnehin Belege erforderlich, um den Beschwerdef�hrer vom Deliktsvorwurf zu entlasten.
Das Kantonsgericht hat die Ablehnung der Beweiserg�nzungsantr�ge sorgf�ltig und �berzeugend begr�ndet. Die vom Beschwerdef�hrer dagegen erhobenen Einw�nde erweisen sich demgegen�ber nicht als stichhaltig. Zu ber�cksichtigen ist zudem, dass der Beschwerdef�hrer dem Kantonsgericht nicht n�her dargelegt hat, welche Sachverhaltskl�rungen er sich von den beantragten Beweiserhebungen verspricht. Das vor Bundesgericht vorgebrachte Argument, dass die Zentralbank R.________ ihm keine Ausk�nfte �ber seine Kontenbewegungen erteile, erscheint nicht glaubw�rdig und wurde vom Beschwerdef�hrer, soweit ersichtlich, nicht nachgewiesen. Folglich wurde sein Recht, mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden, nicht verletzt.
4.- a) Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Kantonsgericht habe seine Aussagen zum Vorwurf der Veruntreuung zu Unrecht als Schutzbehauptungen betrachtet und aus diesem Grund ohne weiteres angenommen, er habe auch die Straftatbest�nde des Betrugs und der Urkundenf�lschung in subjektiver Hinsichterf�llt.
b) In der Funktion als Beweisw�rdigungsregel geht der Schutz der aus der Unschuldsvermutung (Art. 6 Ziff. 2 EMRK, Art. 4 aBV) abgeleiteten Rechtsregel "in dubio pro reo" nicht �ber das Willk�rverbot hinaus. Gem�ss dem Prinzip "in dubio pro reo" ist bis zum gesetzlichen Nachweis seiner Schuld zu vermuten, dass der wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte unschuldig ist. Als Beweisw�rdigungsregel besagt die Maxime, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines f�r den Angeklagten ung�nstigen Sachverhalts �berzeugt erkl�ren darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Die Beweisw�rdigungsregel ist verletzt, wenn der Strafrichter an der Schuld des Angeklagten h�tte zweifeln m�ssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer m�glich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Entscheidend ist, ob die Zweifel erheblich und nicht zu unterdr�cken sind, d.h. sich nach der objektiven Sachlage aufdr�ngen (BGE 124 IV 86 E. 2a; 120 Ia 31 E. 2c S. 37).
Bei der Beurteilung von Fragen der Beweisw�rdigung beschr�nkt sich das Bundesgericht auf eine Willk�rpr�fung. Willk�r liegt nach der Rechtsprechung nicht schon vor, wenn eine andere L�sung in Betracht zu ziehen oder sogar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht weicht vom Entscheid der kantonalen Beh�rde nur ab, wenn dieser offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtssatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Willk�r liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 125 I 166 E. 2a S. 168; 125 II 129 E. 5b S. 134 und 10 E. 3a mit Hinweisen). Demnach kann das Bundesgericht nur eingreifen, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver W�rdigung des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an dessen Schuld fortbestanden (BGE 124 IV 86 E. 2a; 120 Ia 31 E. 2d S. 38). Der Sachrichter verf�llt nicht in Willk�r, wenn seine Schlussfolgerungen nicht mit der Darstellung des Beschwerdef�hrers �bereinstimmen (BGE 116 Ia 85 E. 2b) und jedenfalls im Ergebnis haltbar sind. Eine einseitige Ber�cksichtigung der Beweismittel verst�sst indessen gegen das Willk�rverbot.
c) Der Beschwerdef�hrer beanstandet die vom Kantonsgericht vorgenommene Beweisw�rdigung einzig hinsichtlich der Beurteilung der subjektiven Tatbestandsmerkmale. Er bringt sinngem�ss vor, das Kantonsgericht habe gest�tzt auf den sachfremden - und dar�ber hinaus nur den Veruntreuungstatbestand betreffenden - Umstand, dass er �ber den Verbleib des von der Z.________ GmbH erhaltenen Geldes widerspr�chliche Angaben gemacht habe, seine Glaubw�rdigkeit schon im Grundsatz verneint und generell eine deliktische Einstellung bei ihm vermutet.
aa) In Bezug auf die Urkundenf�lschung hat das Kantonsgericht dargelegt, dass es den erst vor der Gerichtskommission Werdenberg vorgebrachten Behauptungen des Beschwerdef�hrers, wonach er das vor dem Untersuchungsrichter und der Bank X.________ abgegebene Eingest�ndnis der Unterschriftenf�lschung nur unter dem Druck von Herrn F.________, dem Gesch�fts- und Lebenspartner von C.________, sowie der Bank X.________ abgegeben habe, keinen Glauben schenken k�nne; dies gelte auch f�r den Einwand des Beschwerdef�hrers, dass er diese Aussage bereits vor dem Untersuchungsrichter gemacht habe, wo sie anscheinend jedoch nicht protokolliert worden sei.
Es ist unter Verweis auf die kantonsgerichtlichen Erw�gungen tats�chlich nicht einzusehen, weshalb C.________ als Gesch�ftsf�hrerin der H.________ Trade AG den Kaufvertrag f�r einen Personenwagen unterzeichnen sollte, ohne daraus einen praktischen Nutzen zu ziehen. Ebenfalls haltbar ist die Ausf�hrung des Kantonsgerichts, wonach der Beschwerdef�hrer aufgrund seiner gesch�ftlichen Erfahrenheit kaum ein Protokoll unterschrieben h�tte, das nicht seine Aussagen wiedergab.
bb) Zum Betrugsvorwurf machte der Beschwerdef�hrer vor Kantonsgericht geltend, er habe als Vertreter der T.________ AG das in deren Eigentum stehende Fahrzeug an B.________ verkauft und ihm den Auftrag gegeben, den Wagen an die H.________ Trade AG weiter zu verkaufen. Damit sei er gleichzeitig auch als Vertreter der K�uferin aufgetreten; mithin l�gen zwei verschiedene Kaufvertr�ge vor. Das Vorgehen k�nne als "sale and lease back" mit gewissen Besonderheiten bezeichnet werden und sei rechtm�ssig. Probleme h�tten sich erst nachtr�glich ergeben, nachdem das Fahrzeug habe repariert werden m�ssen und nicht mehr zum urspr�nglich vereinbarten Preis habe verkauft werden k�nnen; die Organe der H.________ Trade AG seien mit dem Vorgehen des Beschwerdef�hrers nicht mehr einverstanden gewesen.
Das Kantonsgericht lud auf entsprechenden Beweisantrag des Beschwerdef�hrers hin B.________ als Zeugen zur Hauptverhandlung vor. Dieser erkl�rte, er habe auf Wunsch des Beschwerdef�hrers bei der Bank X.________ nach Vorweisen des Kaufvertrags und Abtretung desselben an die Bank von dieser Fr. 22'000. -- erhalten und das Geld dem Beschwerdef�hrer �bergeben, worauf er mit Fr. 1'000. -- von diesem entsch�digt worden sei. Die vom Beschwerdef�hrer erw�hnte Vertragskonstruktion des "sale and lease back" war B.________ nicht bekannt. Das Kantonsgericht h�lt dem Beschwerdef�hrer in seinen Erw�gungen entgegen, er habe sich die wirtschaftliche Identit�t mit der T.________ AG, seiner Einmann-AG, entgegenhalten zu lassen, soweit er diese f�r deliktische Zwecke einsetze. Dass er den Betrug vors�tzlich begangen habe, ergebe sich aus der verwinkelten und umst�ndlichen Tatplanung und -durchf�hrung sowie aus gewissen Eingest�ndnissen. Der Beschwerdef�hrer habe vor dem Untersuchungsrichter noch ausgesagt, er habe den Kaufvertrag in der Bef�rchtung nicht mit seinem Namen unterschrieben, dass die Bank ihm den Kredit nicht gew�hren w�rde. Mit dem Geld habe er die Reparatur seines Fahrzeugs Mercedes 500 SE bezahlen wollen, es aber dann in der Hauptsache f�r seinen Lebensunterhalt verbraucht. Indem das Kantonsgericht dieser fr�heren, nat�rlicher erscheinenden Aussage mehr Glauben schenkte als den eingangs erw�hnten, erst im Gerichtsstadium vorgebrachten Erkl�rungen, hat es nicht gegen das Willk�rverbot verstossen.
cc) Gegen den Schuldspruch im Anklagepunkt der Veruntreuung bringt der Beschwerdef�hrer ebenfalls keine entlastenden Gesichtspunkte vor. Dass das Kantonsgericht angesichts seiner widerspr�chlichen Angaben zum Verbleib der ihm von der Z.________ GmbH anvertrauten Geldsumme sowie seiner im Tatzeitpunkt schwierigen finanziellen Situation davon ausging, dass der Beschwerdef�hrer mit der entsprechenden deliktischen Einstellung gehandelt hat, ist haltbar.
d) Insgesamt ergibt sich aus den Erw�gungen des angefochtenen Urteils, dass das Kantonsgericht anhand des massgeblichen Beweismaterials hinsichtlich jedes Tatverdachts gesondert und eingehend pr�fte, ob die dem Schuldspruch zugrunde liegenden Sachverhaltsannahmen gegeben sind. Die betreffenden Ausf�hrungen erscheinen sachgerecht und folgerichtig. Die R�ge der willk�rlichen Beweisw�rdigung erweist sich damit als unbegr�ndet.
5.- Demnach ist die staatsrechtliche Beschwerde abzuweisen. Ausgangsgem�ss hat der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG).
3.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Bank X.________, der Y.________ Immobilien AG, dem Betreibungsamt Grabs, dem Konkursamt des Kantons St. Gallen sowie dem Staat St. Gallen und dem Kantonsgericht St. Gallen, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.