Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=AnwZ%20(B)%2022/83
Timestamp: 2019-07-17 08:04:32
Document Index: 367453179

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§ 13', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', '§ 91', 'BGH']

BGH, 26.03.1984 - AnwZ (B) 22/83 - dejure.org
https://dejure.org/1984,13316
BGH, 26.03.1984 - AnwZ (B) 22/83 (https://dejure.org/1984,13316)
BGH, Entscheidung vom 26.03.1984 - AnwZ (B) 22/83 (https://dejure.org/1984,13316)
BGH, Entscheidung vom 26. März 1984 - AnwZ (B) 22/83 (https://dejure.org/1984,13316)
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Geschäftsmäßige Übernahme von Hilfeleistung in Steuersachen und von Treuhandaufträgen - Zulassung des Geschäftsführers einer GmbH als Rechtsanwalt - Vereinbarkeit der Tätigkeit des Geschäftsführers einer Gesellschaft mit der Tätigkeit als Rechtsanwalt - Voraussetzungen der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft - Voraussetzungen für die Rücknahme der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft - Vereinbarkeit der Tätigkeit für eine Steuerberatungsgesellschaft mit der Tätigkeit als Rechtsanwalt - Erledigung der Hauptsache durch Veränderung des zu beurteilenden Sachverhalts nach der mündlichen Verhandlung
So können, wenn die Gesellschaften erwerbswirtschaftlich tätig sind, der alleinige Vorstand einer Aktiengesellschaft (BGHZ 68, 397) und der alleinige Geschäftsführer einer GmbH (BGHZ 72, 282 [BGH 16.10.1978 - AnwZ B 18/78]; Senatsbeschluß vom 26. März 1984 - AnwZ (B) 22/83) sowie die Gesellschafter einer OHG (BGH NJW 1971, 2074) und die persönlich haftenden Gesellschafter einer KG (Senatsbeschluß vom 27. Juni 1983 - AnwZ (B) 9/83), die sich nicht praktisch jeder Geschäftsführung und Vertretung enthalten (Senatsbeschluß vom 10. November 1975 - AnwZ (B) 19/75 - EGE XIII, 78), nicht Rechtsanwalt sein.
Die Treuhandtätigkeit, wegen der die Eintragung der Gesellschaft im Handelsregister erfolgt ist, darf deshalb nicht kaufmännisch erwerbswirtschaftlich geprägt sein (dazu Senatsbeschluß vom 26. März 1984 - AnwZ (B) 22/83), sondern nur eine solche sein, die zur Berufstätigkeit von Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern gehört (vgl. dazu Nrn. 6 und 7 der Richtlinien für die Berufsausübung der Steuerberater und Steuerbevollmächtigten, Ausgabe 1983, und VII der Richtlinien für die Berufsausübung der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer, Ausgabe 1977).
Der Senat hat bisher offengelassen, wie Gesellschaften ausgestaltet sein müssen, damit die Tätigkeit als Vertretungsorgan mit dem Beruf eines Rechtsanwalts vereinbar ist (BGHZ 72, 322, 327, 328; Senatsbeschluß vom 26. März 1984 - AnwZ (B) 22/83).
Bei diesem Sachstand hat der Senat in entsprechender Anwendung des § 91 a ZPO und des § 13 a FGG nach Billigkeit nur noch über die Gerichtskosten und die notwendigen Auslagen der Beteiligten zu entscheiden, wobei vor allem die Erfolgsaussichten der sofortigen Beschwerde vor ihrer Erledigung zu berücksichtigen sind (vgl. BGHZ 50, 197, 199; 66, 297, 300; BGH, Beschluß vom 26. März 1984 - AnwZ (B) 22/83).
Er hat seine Entscheidung nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung der Erfolgsaussichten des Rechtsmittels zu treffen (BGHZ 50, 197, 199 [BGH 27.05.1968 - AnwZ B 9/67]; 66, 297, 300 [BGH 17.05.1976 - AnwZ B 39/75]; Senatsbeschlüsse vom 26. März 1984 - AnwZ (B) 22/83 und vom 17. Februar 1986 - AnwZ (B) 33/85).
Nach Erledigung der Hauptsache ist in entsprechender Anwendung der §§ 91 a ZPO, 13 a FGG nur noch über die Verfahrenskosten zu entscheiden (BGHZ 50, 197, 199; 66, 297, 300; Senatsbeschluß vom 26. März 1984 - AnwZ (B) 22/83 - m.w.N.).
Nach Erledigung der Hauptsache ist in entsprechender Anwendung der §§ 91 a ZPO, 13 a FGG nur noch über die Verfahrenskosten zu entscheiden (BGHZ 50, 197, 199; 66, 297, 300; Senatsbeschlüsse vom 26. März 1984 - AnwZ (B) 22/83 - und vom 24. April 1984 - AnwZ (B) 32/83, jeweils m.w.N.).