Source: https://www.fr-blog.com/2008/11/11/olg-brandenburg-trennungsunterhalt-bei-krankengeldbezug-des-berechtigten/
Timestamp: 2018-03-20 15:35:09
Document Index: 259164328

Matched Legal Cases: ['§ 1578', '§ 1', '§ 1569', 'BGH', '§ 543', '§ 4', 'BGH']

OLG Brandenburg: Trennungsunterhalt bei Krankengeldbezug des Berechtigten – BLOG Deutsches Familienrecht
– 254,82 € für die Monate Oktober 2006 bis Februar 2007
– 274,82 € für die Monate März bis Dezember 2007,
– 234 € für die Monate Januar bis Juni 2008,
– 44 € für die Monate Juli bis September 2008,
– 285 € ab Oktober 2008.
zuzüglich Zinsen in Höhe von 5 % über dem Basiszinssatz aus jeweils 474,82 € seit dem 1.10.2006, 1.11.2006, 1.12.2006, 1.1.2007, 1.2.2007 und 1.3.2007
bis zum 28. Februar 2008 und aus 1.548,92 € seit dem 1. März 2007
– 1.100 € insgesamt für die Zeit von Oktober 2006 bis Februar 2007,
– monatlich 200 € ab März 2007.
– 86 € [= (1.723 € – 8 €) x 5 %] im Jahr 2006,
– 85 € [= (1.698 € – 8 €) x 5 %] im Jahr 2007,
– 87 € [= (1.756 € – 8 €) x 5 %] im Jahr 2008.
– 1.569 € (= 1.723 € Nettoeinkommen – 8 € vermögenswirksame Leistung – 60 € „Riesterrente„ – 86 € berufsbedingte Aufwendungen) im Jahr 2006,
– 1.545 € (= 1.698 € Nettoeinkommen – 8 € vermögenswirksame Leistung – 60 € „Riesterrente„ – 85 € berufsbedingte Aufwendungen) im Jahr 2007,
– 1.601 € (= 1.756 € Nettoeinkommen – 8 € vermögenswirksame Leistung – 60 € „Riesterrente„ – 87 € berufsbedingte Aufwendungen) im Jahr 2008.
Das Heranziehen der Auszahlungsbeträge hat allerdings zur Folge, dass das Nettoeinkommen der Beklagten auch um einen Betrag von 13,29 € für Vermögensbildung vermindert ist. Die Beklagte hat dazu bei ihrer Anhörung durch den Senat angegeben, es handele sich um eine vermögenswirksame Leistung des Arbeitgebers, die sie in einen Bausparvertrag eingezahlt habe, wobei der Vertrag bei Zuteilungsreife ab Januar 2007 aufgelöst worden sei. Von der Ersparnis habe sie sich Einrichtungsgegenstände gekauft. Angesichts dessen ist auch bei der Beklagten davon auszugehen, dass es sich bei dem Betrag von 13,29 € nicht um eine zusätzliche Altersvorsorge handelt. Entsprechend ist dieser Betrag dem Nettoeinkommen wieder hinzuzurechnen. Gegenzurechnen ist hier wiederum die vermögenswirksame Leistung des Arbeitgebers mit ihrem Nettobetrag von rund 8 €. Das Nettoeinkommen erhöht sich im Jahr 2006 demzufolge um rund 5 € (= 13,29 € – 8 €).
– 135 € [= (2.701 € + 5 €) x 5 %] im Jahr 2006
– 149 € [= (2.966 € + 13 €) x 5 %] im Jahr 2007
– 158 € [= (3.138 € + 13 €) x 5 %] im Jahr 2008.
– 2.372 € (= 2.701 € + 5 € Vermögensbildung – 135 € berufsbedingte Aufwendungen – 199 € Kreditrate) im Jahr 2006,
– 2.631 € (= 2.966 € + 13 € Vermögensbildung – 149 € berufsbedingte Aufwendungen – 199 € Kreditrate) im Jahr 2007,
– 2.794 € (= 3.138 € + 13 € Vermögensbildung – 158 € berufsbedingte Aufwendungen – 199 € Kreditrate) im Jahr 2008.
– 2.733 € (= 2.372 € + 361 €) im Jahr 2006,
– 2.828 € (= 2.631 € + 197 €) im Jahr 2007,
– 2.794 € im Jahr 2008.
– 373 € für die Zeit von Oktober 2006 bis Juni 2007,
– 371 € für die Zeit von Juli bis Dezember 2007,
– 294 € für die Zeit vom 1.1. bis 29.4.2008.
– 982 € [= (1.569 € – 373 € Unterhalt B. – 50 € Unterhalt S.) x 6/7] für die Monate Oktober bis Dezember 2006,
– 962 € [= (1.545 € – 373 € Unterhalt B. – 50 € Unterhalt S.) x 6/7] für die Monate Januar bis Juni 2007,
– 963 € [= (1.545 € – 371 € Unterhalt B. – 50 € Unterhalt S.) x 6/7] für die Monate Juli bis Dezember 2007,
– 1.077 € [= (1.601 € – 294 € Unterhalt B. – 50 € Unterhalt S.) x 6/7] für die Monate Januar bis Juni 2008,
– 1.179 € [= (1.601 € – 175 € Unterhalt B. – 50 € Unterhalt S.) x 6/7] für die Monate Juli bis September 2008,
– 1.221 € [= (1.601 € – 126 € Unterhalt B. – 50 € Unterhalt S.) x 6/7] ab Oktober 2008,
– 1.954 € [= (2.372 € – 513 € Unterhalt S.) x 6/7 + 361 € Lohnersatzleistungen] für die Monate Oktober bis Dezember 2006,
– 1.991 € [= (2.631 € – 25 € Mehrbedarf B. – 513 € Unterhalt S.) x 6/7 + 197 € Lohnersatzleistungen] für die Monate Januar bis Dezember 2007,
– 1.944 € [= (2.794 € – 13 € Mehrbedarf B. – 513 € Unterhalt S.) x 6/7] für die Monate Januar bis Juni 2008,
– 1.666 € [= (2.794 € – 324 € Unterhalt B. – 13 € Mehrbedarf B. – 513 € Unterhalt S.) x 6/7] für die Monate Juli bis September 2008,
– 1.791 € [= (2.794 € – 341 € Unterhalt B. – 13 € Mehrbedarf B. – 350 € Unterhalt S.) x 6/7] ab Oktober 2008.
– 486 € [= (1.954 € – 982 €) : 2] in den Monaten Oktober bis Dezember 2006,
– 515 € [= (1.991 € – 962 €) : 2] in den Monaten Januar bis Juni 2007,
– 514 € [= (1.991 € – 963 €) : 2] in den Monaten Juli bis Dezember 2007,
– 434 € [= (1.944 € – 1.077 €) : 2] in den Monaten Januar bis Juni 2008,
– 244 € [= (1.666 € – 1.179 €) : 2] in den Monaten Juli bis September 2008,
– 285 € [= (1.791 € – 1.221 €) : 2] ab Oktober 2008.
8. Eine Befristung des Unterhalts für den Kläger scheidet entgegen der Auffassung der Beklagten aus. Eine solche Befristung ist nach § 1578 b Abs. 1, 2 BGB zwar möglich, wenn der unterhaltsberechtigte Ehegatte ehebedingte Nachteile nicht erlitten hat. Doch gilt diese Vorschrift nach ihrer systematischen Stellung nur für den nachehelichen Unterhalt, nicht jedoch für den Trennungsunterhalt. Die Vorschrift kann auch nicht entsprechend angewendet werden (vgl. auch OLG Düsseldorf, FamRZ 2008, 1539). Eine planwidrige Regelungslücke des Gesetzes, die für eine solche entsprechende Anwendung erforderlich wäre (vgl. Palandt/Heinrichs, BGB, 67. Aufl., Einleitung vor § 1, Rz. 48), ist nicht gegeben. Der Gesetzgeber hat die Möglichkeiten für eine Herabsetzung oder Befristung des Unterhaltsanspruchs ausdrücklich nur im Hinblick auf den nachehelichen Unterhalt eröffnet, weil dort der Grundsatz der Eigenverantwortung nach § 1569 BGB zu beachten ist (vgl. auch BGH, XII ZR 141/05 ff., Rz. 56).
Angesichts der eindeutigen Rechtslage gebietet die Frage, ob der Anspruch des Klägers auf Trennungsunterhalt zu befristen ist, keine Zulassung der Revision gemäß § 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO. Die Rechtssache hat weder grundsätzliche Bedeutung noch erfordert die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts. Insbesondere liegt entgegen der von der Prozessbevollmächtigten der Beklagten in der mündlichen Verhandlung vor dem Senat geäußerten Auffassung ein Widerspruch zum Urteil des 1. Senats für Familiensachen des Brandenburgischen Oberlandesgerichts vom 14.6.2007 – 9 UF 162/06 – (veröffentlicht bei juris) nicht vor. In jener Entscheidung hat der 1. Senat für Familiensachen des Brandenburgischen Oberlandesgerichts den Anspruch auf Trennungsunterhalt nicht etwa im Hinblick auf fehlende ehebedingte Nachteile befristet. Vielmehr hat er einen nicht abgedeckten Restbedarf des unterhaltsberechtigten Ehegatten von weniger als 50 € monatlich als geringfügig und deshalb im Rahmen des Aufstockungsunterhalts als nicht auszugleichen angesehen. So liegt der Fall hier aber nicht. Für den Kläger errechnet sich, wie dargelegt, ein monatlicher Unterhaltsanspruch von mindestens 244 €. Dieser Betrag ist nicht als geringfügig anzusehen, sodass es auf die Frage, ob schon im Rahmen des Trennungsunterhalts die Möglichkeit besteht, geringfügige Unterhaltsbeträge nicht auszuurteilen (vgl. hierzu für den nachehelichen Unterhalt Wendl/Pauling, a.a.O., § 4, Rz. 128), nicht ankommt.
– 254,82 € (= 474,82 € – 220 €) für die Monate Oktober 2006 bis Februar 2007
– 274,82 € (= 474,82 € – 200 €) für die Monate März bis Dezember 2007,
– 234 € (= 434 € – 200 €) für die Monate Januar bis Juni 2008,
– 44 € (= 244 € – 200 €) für die Monate Juli bis September 2008,
OLG Brandenburg, Urteil vom 11.11.2008
OLG Brandenburg: Psychische Erkrankung als Härtegrund BGH: Nachträgliche Geltendmachung eines Einzelbetrages, wenn zuvor Vergleich