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Timestamp: 2016-10-27 04:57:07
Document Index: 260569198

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 31', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'Art. 132', 'BGE', 'in fine', 'Art. 28']

I 824/02 (16.06.2004)
I 824/02
Pr�sident Ferrari, Bundesrichter Meyer und Ursprung; Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke
B.________, 1949, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Andr� Largier, Sonneggstrasse 55, 8006 Z�rich,
(Entscheid vom 24. Oktober 2002)
Der 1949 geborene B.________, gelernter Maurer, reiste 1983 in die Schweiz ein und war seither bei der Firma K.________ AG als Maurer angestellt. Am 26. Januar 2000 meldete er sich unter Hinweis auf Leberprobleme, Gicht, Prostataprobleme, Rheuma und Bluthochdruck bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Umschulung und Rente) an. Die IV-Stelle des Kantons Luzern (nachfolgend: IV-Stelle) holte neben dem Arbeitgeberbericht der Firma K.________ AG vom 15. M�rz 2000 zwei Arztberichte des Dr. med. Z.________ vom 10. April 2000 und 28. September 2001 ein, wobei ersterem zwei Berichte des Spitals X.________ vom 17. Mai und 16. Dezember 1999 �ber die Hospitalisationen vom 29. April bis 7. Mai 1999 und vom 16. bis 25. November 1999 sowie ein Bericht des Instituts f�r Radiologie und Nuklearmedizin der Klinik Y.________ betreffend eine Ganzk�rperszintigraphie beigelegt waren. Zudem veranlasste die IV-Stelle eine Begutachtung in der BEFAS (Bericht vom 20. M�rz 2001). Gest�tzt darauf sprach sie B.________ nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens mit Verf�gung vom 6. November 2001 auf Grund eines Invalidit�tsgrades von 62 % mit Wirkung ab 1. Dezember 1999 eine halbe Rente zu.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 24. Oktober 2002 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst B.________ beantragen, es sei ihm r�ckwirkend ab Dezember 1999 eine ganze Rente zuzusprechen. Zudem sei ihm die unentgeltliche Verbeist�ndung zu gew�hren.
1.1 Das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist nicht anwendbar, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verf�gung (hier: 6. November 2001) eingetretene Rechts- und Sachverhalts�nderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht ber�cksichtigt werden (BGE 129 V 4 Erw. 1.2, vgl. auch 121 V 366 Erw. 1b).
Aus demselben Grund gelangen die durch die 4. IVG-Revision vorgenommenen, seit dem 1. Januar 2004 in Kraft stehenden �nderungen des IVG (AS 2003 S. 3837) ebenfalls nicht zur Anwendung.
1.2 Die Vorinstanz hat die massgebenden gesetzlichen Bestimmungen �ber den Invalidit�tsbegriff (Art. 4 IVG), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG) sowie �ber die Invalidit�tsbemessung bei Erwerbst�tigen nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Streitig und zu pr�fen ist die H�he des Rentenanspruchs.
2.1 Zun�chst steht auf Grund der medizinischen Unterlagen fest, dass dem Versicherten die angestammte T�tigkeit als Maurer / Bauarbeiter nicht mehr zumutbar ist. Streitig ist hingegen das Ausmass seiner Restarbeitsf�higkeit in einer leidensangepassten T�tigkeit.
2.1.1 Im Bericht vom 20. M�rz 2001 des Leiters der BEFAS, R.________, des Dr. med. H.________, Spezialarzt FMH f�r physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumatologie, und der I.________, Berufberaterin, dipl. Psychologin IAP, wurden folgende Diagnosen gestellt: als invalidisierend ein chronisches Lumbovertebralsyndrom/anamnestisch rezidivierend lumbospondylogenes Syndrom rechtsbetont, Status nach Lendenwirbelk�rper-(LWK-)1-Fraktur 1992 (Keildeformation LWK/Ankylose mit Brustwirbelk�rper 12 und kyphotische Wirbels�ulenfehlform Th 12/L1), leichtgradige Spondylarthrosen untere Lendenwirbels�ule, anamnestisch Status nach lumboradikul�rem Syndrom L5 rechts bei Discushernie L4/L5, anamnestisch rezidivierende Oligoarthralgien unklarer �tiologie (anamnestische Hyperurik�mie medikament�s behandelt, anamnestisch radiologisch keine Hinweise auf Kristallarthropathie oder andere entz�ndliche Arthropathie); als nicht invalidisierend anamnestisch depressives Syndrom, anamnestisch chronische Prostatitis, arterielle Hypertonie, anamnestisch Hepathopathie (anamnestisch medikament�s toxisch nach/unter nicht steroidalen Antiphlogistica, anamnestisch Lebersteatose bei Dyslipid�mie/Status nach Alkoholabusus), diskrete degenerative Ver�nderungen im Sinne von leichter medialer Gonarthrose und Femoropatellararthrose rechts sowie klinisch Femoropatellarsyndrom rechts.
Bei der Beurteilung wurde weiter festgehalten, unter Ber�cksichtigung der medizinischen Situation und der Abkl�rungsresultate bei im Vordergrund stehender verminderter R�ckenbelastbarkeit k�nne aktuell eine Arbeitsf�higkeit von 50% attestiert werden bei k�rperlich und speziell den R�cken und die Gelenke nur leichter belastenden T�tigkeiten, unter Gelegenheit zur Wechselbelastung sowie ohne Forderung von l�ngerdauernden Arbeiten in ung�nstigen K�rperpositionen (z.B. kauernd oder geb�ckt, vor allem repetitiv mit stark geneigtem oder rotiertem Oberk�rper). Die Tagesleistung des Versicherten h�tte anl�sslich der Abkl�rung bei etwa 40 bis 45 % einer Durchschnittsleistung gelegen. Nach ihren Einsch�tzungen sollte er mit vermehrter Routine in der Lage sein, bei solchen und �hnlichen T�tigkeiten (z.B. Montage von Kleinger�ten oder Kontrollarbeiten in der Industrie) etwa 50 % einer durchschnittlichen Tagesleistung zu erbringen. Aus medizinischer Sicht zumutbar w�ren beispielsweise bez�glich Feinmotorik nicht allzu anspruchsvolle, k�rperlich leichter belastende Routinearbeiten, welche im Metall-/Montagebereich ebenerdig und �berwiegend sitzend bei M�glichkeit des Einnehmens von Wechselpositionen verrichtet worden seien. Auf Grund der Beobachtungen sei je nach zuk�nftiger T�tigkeit die Verwertung der 50%-Restarbeitsf�higkeit bei erh�htem Zeitaufwand zu empfehlen. Bei zeitlich uneingeschr�nktem ganzt�gigem Arbeitseinsatz wie gepr�ft sollten bei festgestellter Tendenz zu generell vermehrter Erm�dbarkeit ein verlangsamtes Arbeitstempo und allenfalls auch kurze zus�tzliche Entlastungspausen zugesprochen werden. Bei anamnestisch bekannter chronischer Prostatitis w�re der Versicherte bei der Aus�bung einer behinderungsadaptierten T�tigkeit darauf angewiesen, dass er bei Bedarf eine Toilette aufsuchen k�nnte. Da sie keine Motivation f�r eine berufliche Eingliederung h�tten feststellen k�nnen, beurteilten sie die Chancen f�r eine Wiedereingliederung in der freien Wirtschaft als �usserst gering.
2.1.2 Wie die Vorinstanz zutreffend ausgef�hrt hat, besteht kein Grund, von dieser auf eingehenden medizinischen und praktischen Abkl�rungen beruhenden Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit abzugehen. Es liegen keine anderslautenden �rztlichen Berichte vor, zumal auch Dr. med. Z.________ im Bericht vom 10. April 2000, welcher eine Begutachtung vorschlug, grunds�tzlich von der Zumutbarkeit gelenkschonender T�tigkeiten im zeitlichen Rahmen von 4 bis 8 Stunden pro Tag ausging. Das Gutachten ist geeignet, den vollen Beweis zu erbringen (vgl. dazu BGE 125 V 352 Erw. 3a) und erlaubt auf Grund der ausf�hrlichen Darlegung der medizinischen Situation wie auch der Abkl�rungsergebnisse eine zuverl�ssige Beurteilung der Arbeitsf�higkeit. Es ist deshalb mit Vorinstanz und Verwaltung davon auszugehen, dass dem Versicherten die Aus�bung einer einfachen Routinet�tigkeit wie beispielsweise Montage von Kleinger�ten oder Kontrollarbeiten in der Industrie zumutbar w�re, wobei er eine Tagesleistung von 50 % erbringen k�nnte.
2.1.3 Soweit der Beschwerdef�hrer erneut geltend macht, die Arbeitsf�higkeit betrage nicht 50 %, sondern auf Grund des BEFAS-Berichts lediglich 40 - 45 %, da die konkret erprobte Arbeitsleistung eine zuverl�ssigere Beurteilungsgrundlage bilde als die medizinisch-theoretische Beurteilung des Arztes, ist zu entgegnen: Zum einen f�hrte die BEFAS die Differenz zwischen den bei der praktischen Abkl�rung gezeigten Leistungen und der von ihnen gesch�tzten zumutbaren Leistung explizit auf mangelnde Routine und nicht auf die k�rperlichen Beeintr�chtigungen zur�ck. Zum anderen kommt den �rztlichen Sch�tzungen f�r die Beurteilung der Zumutbarkeit einer bestimmten T�tigkeit entscheidende Bedeutung zu (vgl. ZAK 1972 S. 301 Erw. 1a). Es muss gerade auf Grund der medizinischen Feststellungen die Frage beurteilt werden, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person trotz der gesundheitlichen Beeintr�chtigungen, bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 102 V 165; AHI 2001 S. 228 Erw. 2b mit Hinweisen) und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht (BGE 123 V 233 Erw. 3c, 117 V 278 Erw. 2b, 400, je mit Hinweisen) noch zugemutet werden k�nnen (Urteil B. vom 3. Juli 2002, I 537/01). Diese Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit kann h�her liegen als eine konkret erbachte Arbeitsleistung, insbesondere in einem Fall wie dem vorliegenden, in welchem anl�sslich der praktischen Abkl�rung keine Motivation des Versicherten f�r eine berufliche Eingliederung festgestellt werden konnte und es deshalb nicht ausgeschlossen ist, dass dieser in einem Arbeitsversuch nicht sein ganzes verbliebenes Leistungsverm�gen aussch�pft.
2.2 Im Weiteren sind die erwerblichen Auswirkungen der eingeschr�nkten Arbeitsf�higkeit zu pr�fen. Hiezu bringt der Beschwerdef�hrer vor, die verbleibende Arbeitsf�higkeit sei an viele Bedingungen gekn�pft, weshalb er diese realistischerweise nur in einer gesch�tzten Werkstatt verwerten k�nne, nicht jedoch in der freien Wirtschaft. Insbesondere bezweifelt er, dass es Arbeitgeber gibt, die einem Mitarbeiter ganzt�gig einen Arbeitsplatz zur Verf�gung stellen, wenn dieser lediglich eine halbe Arbeitsleistung erbringt. Schliesslich macht er geltend, selbst wenn er das Gl�ck h�tte, in der freien Wirtschaft eine Arbeitsstelle zu finden, w�re beim Invalidenlohn ein Abzug von mindestens 25% vorzunehmen.
2.2.1 Was zun�chst die Verwertbarkeit der Restarbeitsf�higkeit betrifft, ist festzuhalten, dass in Abgrenzung zum Leistungsbereich der Arbeitslosenversicherung von einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auszugehen ist, was einerseits ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Stellen beinhaltet und anderseits einen Arbeitsmarkt bezeichnet, der von seiner Struktur her einen F�cher verschiedenartiger Stellen offen h�lt. Nur so k�nnen die Risiken Arbeitslosigkeit und Invalidit�t voneinander abgegrenzt werden. So geht es beim als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt nicht um reale, geschweige denn offene Stellen, sondern um (gesundheitlich zumutbare) Besch�ftigungsm�glichkeiten, welche der Arbeitsmarkt von seiner Struktur, jedoch abstrahiert von den konjunkturellen Verh�ltnissen, umfasst (Urteil C. vom 16. Juli 2003, I 758/02). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob ein Invalider die M�glichkeit hat, seine restliche Erwerbsf�higkeit zu verwerten und ob er ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 276 Erw. 4b; AHI 1998 S. 291 Erw. 3b, ZAK 1991 S. 320 Erw. 3b). Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt sodann ganz allgemein der aus der allgemeinen Schadenminderungspflicht fliessende Grundsatz "Selbsteingliederung vor Rente" (Selbsteingliederungspflicht), weshalb kein Rentenanspruch besteht, wenn der Versicherte selbst ohne Eingliederungsmassnahmen zumutbarerweise in der Lage w�re, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 123 V 233 Erw. 3c, 113 V 28 Erw. 4a mit Hinweisen). Weder gest�tzt auf die Pflicht zur Selbsteingliederung noch im Rahmen der dem Versicherten auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt offen stehenden M�glichkeiten zur Verwertung seiner Resterwerbsf�higkeit d�rfen von ihm Vorkehren verlangt werden, die unter Ber�cksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles nicht zumutbar sind (vgl. Art. 31 Abs. 2 IVG; BGE 113 V 28 Erw. 4a mit Hinweisen; Meyer-Blaser, Zum Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht, Diss. Bern 1985, S. 134 f. und S. 138 f. mit zahlreichen Hinweisen auf die Rechtsprechung; Locher, Die Schadenminderungspflicht im IVG, in: Festschrift 75 Jahre EVG, Bern 1992, S. 425 f.; R�edi, Im Spannungsfeld zwischen Schadenminderungspflicht und Zumutbarkeitsgrundsatz bei der Invalidit�tsbemessung nach einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, in: Schaffhauser/Schlauri, Rechtsfragen der Invalidit�t in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 41). Namentlich darf bei der Bemessung des vom Versicherten trotz gesundheitlicher Beeintr�chtigung noch erzielbaren Invalideneinkommens nicht von realit�tsfremden und in diesem Sinne unm�glichen oder unzumutbaren Einsatzm�glichkeiten ausgegangen werden. Denn von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 28 Abs. 2 IVG kann dort nicht mehr gesprochen werden, wo die zumutbare T�tigkeit nur in so eingeschr�nkter Form m�glich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers ausge�bt werden kann (ZAK 1991 S. 320 f. Erw. 3b, 1989 S. 321 f. Erw. 4a).
2.2.2 Vorliegend besteht indes kein Anlass zur Annahme, dass die bestehende Arbeitsf�higkeit auf dem in diesem Sinne ausgeglichenen allgemeinen Arbeitsmarkt nicht verwertbar ist. Es kann nicht zweifelhaft sein, dass dem Versicherten trotz seines Gesundheitsschadens noch Besch�ftigungen (insbesondere leichtere Arbeiten an Maschinen, Montage- sowie Kontroll- und �berwachungst�tigkeiten) offen stehen, in denen er die verbleibende Arbeitsf�higkeit zumutbarerweise zu verwerten vermag, sodass nicht von realit�tsfremden und in diesem Sinne unm�glichen oder unzumutbaren Einsatzm�glichkeiten auszugehen ist. Denn die zumutbare T�tigkeit ist vorliegend trotz der diversen daran gekn�pften Bedingungen, wie die Vorinstanz zu Recht ausgef�hrt hat, nicht nur in so eingeschr�nkter Form m�glich, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers ausge�bt werden kann (ZAK 1989 S. 322 Erw. 4a). Insbesondere sind das n�tige h�ufige Aufsuchen der Toilette und die notwendigen Entlastungspausen kein Grund daf�r, dass der Versicherte deswegen keine passende Stelle finden k�nnte. Auch hat der Versicherte, der im f�r die Beurteilung massgebenden Verf�gungszeitpunkt 52 Jahre alt war, noch eine lange Aktivit�tsdauer vor sich (vgl. demgegen�ber Urteil W. vom 4. April 2002, I 401/01, in welchem die Chancen f�r das Finden einer andern Stelle dann nicht mehr als realistisch angesehen wurden, als der Versicherte im Zeitpunkt des Verf�gungserlasses 64 Jahre alt war). Schliesslich trifft es entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers auch nicht zu, dass es keine Stellen gibt, in denen eine Leistung von 50 % bei einem ganzt�tigen Arbeitspensum erbracht wird. Damit ist davon auszugehen, dass der Versicherte in einer leidensangepassten T�tigkeit zu 50 % arbeitsf�hig ist.
2.2.3 F�r den entsprechenden Einkommensvergleich kann auf die Vorinstanz verwiesen werden. Diese st�tzte sich bei der Festsetzung des Einkommens, welches der Beschwerdef�hrer ohne Gesundheitsschaden erzielt h�tte (Valideneinkommen), auf die Angaben der Arbeitgeberin, wonach der Beschwerdef�hrer im Jahr 2000 einen Stundenlohn von Fr. 23.30 zuz�glich Feriengeld von 10.3 % sowie einen Anteil 13. Monatslohn von 8.3 % bei einer Jahresarbeitszeit von 2112 Stunden bezogen h�tte und errechnete einen Stundenlohn von Fr. 27.70 oder ein Jahreseinkommen von Fr. 58'502.40, dies gegen�ber der IV-Stelle, welche offenbar auf Grund eines Rechnungsfehlers Fr. 27.18 oder Fr. 57'404.- ermittelt hatte. Nachdem der Rentenbeginn per 1. Dezember 1999 festgesetzt wurde und die Arbeitgeberin ein mutmassliches Einkommen f�r das Jahr 2000 angab, ist die vorinstanzliche Berechnung auch mit Blick darauf, dass f�r den Einkommensvergleich nach Art. 28 Abs. 2 IVG die Verh�ltnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend sind (vgl. dazu BGE 129 V 223 Erw. 4.1 und 4.2 mit Hinweisen), nicht zu beanstanden. Ebenfalls richtig ist, dass Vorinstanz und Verwaltung das errechnete Valideneinkommen in Beziehung gesetzt haben zum Tabellenlohn der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2000 (Monatslohn von Fr. 5'056.- im privaten Sektor, Baugewerbe, Anforderungsniveau 3, M�nner, aufgerechnet auf die betriebs�bliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden), und die Vorinstanz daraus eine zu ber�cksichtigende Differenz von 8 % ermittelt hat, da keine Anhaltspunkte daf�r ersichtlich sind, dass sich der Versicherte aus freien St�cken mit einem bescheideneren Einkommensniveau begn�gen wollte, als er tats�chlich h�tte erreichen k�nnen (vgl. Urteil R. vom 2. Dezember 2002, I 53/02, mit Hinweisen).
Beim Invalideneinkommen ging das kantonale Gericht vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) m�nnlicher Arbeitnehmer im privaten Sektor, die einfache und repetitive Arbeiten verrichten (Anforderungsniveau 4) gem�ss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2000, von Fr. 4'437.- aus, rechnete diesen von 40 Stunden auf die durchschnittliche w�chentliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden um und zog davon entsprechend dem angestellten Vergleich beim Valideneinkommen 8 % ab, was ein Jahreseinkommen von Fr. 51'188.60 bei einer 100%-T�tigkeit oder Fr. 25'594.30 bei einem Pensum von 50 % ergab.
Nach der Rechtsprechung kann vom Tabellenlohn gegebenenfalls ein Abzug vorgenommen werden, weil Versicherte wegen gesundheitlicher Beeintr�chtigungen, des Alters, ausl�ndischer Nationalit�t, Teilzeitarbeit und dem Umstand, dass sie eine g�nzlich neue Arbeit antreten m�ssen, oft nicht das Lohnniveau gesunder Personen am gleichen Arbeitsplatz erreichen. Dabei ist die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenl�hne herabzusetzen sind, von s�mtlichen pers�nlichen und beruflichen Umst�nden des konkreten Einzelfalls (leidensbedingte Einschr�nkung, Alter, Dienstjahre, Nationalit�t/Aufenthaltskategorie und Besch�ftigungsgrad) abh�ngig; der Einfluss s�mtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgem�ssem Ermessen gesamthaft zu sch�tzen, wobei der Abzug auf h�chstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 126 V 79 f. Erw. 5b/aa-cc). W�hrend nun die Verwaltung bei der Festsetzung des Invalideneinkommens einen Abzug von 15 % ber�cksichtigt und so einen Invalidit�tsgrad von 62 % errechnet hatte, erachtete die Vorinstanz diesen Abzug als zu gering und erh�hte ihn auf 20 %. Sie begr�ndete dies damit, dass die leidensbedingten Einschr�nkungen erheblich seien, da der Versicherte nur k�rperlich leicht belastende Routinearbeiten, ebenerdig, �berwiegend sitzend und dennoch Wechselpositionen einnehmend, verrichten k�nne. Auch k�nne er ein Arbeitspensum von 50 % lediglich bei doppelter Arbeitszeit verrichten und m�sse vermehrt die Toilette aufsuchen k�nnen. Bereits diese Umst�nde benachteiligten den Versicherten erheblich auf dem Arbeitsmarkt in Konkurrenz mit den Mitbewerbern ohne physische Einschr�nkungen. Dazu komme, dass f�r einfache Arbeit von Teilzeitbesch�ftigten h�ufig ein verh�ltnism�ssig geringerer Lohn bezahlt werde. Als Maurer sei er zudem eher einfache Arbeit gewohnt und im Verf�gungszeitpunkt bereits 52 Jahre alt gewesen. Auch sei er jugoslawischer Staatsangeh�riger, lebe aber seit 1984 in der Schweiz. Zum Vergleich zog das kantonale Gericht mehrere Urteile betreffend Abz�ge von 15 %, 20 % und 25 % heran (u.a. AHI 1999 S. 181, 2002 S. 62). Zwar kann wegen der Ausl�ndereigenschaft kein Abzug gew�hrt werden, da der Versicherte die Niederlassungsbewilligung C besitzt und somit einer Ausl�nderkategorie angeh�rt, f�r welche der monatliche M�nner-Bruttolohn sogar �ber dem entsprechenden, nicht nach dem Merkmal der Nationalit�t differenzierenden Totalwert liegt (vgl. Urteil R. vom 27. Januar 2004, I 453/03, mit Hinweisen). Auch kommt der Abzugsgrund der Teilzeitbesch�ftigung nicht zur Anwendung, weil dem Beschwerdef�hrer die Aus�bung einer leichteren T�tigkeit mit einer Leistungsf�higkeit von 50 % auch ganztags m�glich w�re (Urteil M. vom 21. Februar 2003, I 585/02). Andererseits ist die zumutbare T�tigkeit auf Grund der diversen Beschwerden des Versicherten an mehrere Bedingungen gekn�pft. Unter diesen Umst�nden ist der von der Vorinstanz ber�cksichtigte Abzug von 20 % im Rahmen der Ermessenskontrolle (vgl. Art. 132 lit. a OG; BGE 123 V 152 Erw. 2) auch im Vergleich mit �hnlich gelagerten F�llen (Urteile M. vom 21. Februar 2003, I 585/02, in welchem einem Versicherten in analoger Situation lediglich ein Abzug von 15 % gew�hrt wurde, und A. vom 17. April 2004, I 700/03) nicht zu beanstanden. Damit bel�uft sich das Invalideneinkommen auf Fr. 20'475.45, was im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 58'502.40 einen Invalidit�tsgrad von 65 % ergibt. Folglich bleibt es beim Anspruch auf eine halbe Invalidenrente (f�r die Zeit ab 1. Januar 2004 [Erw. 1.1 in fine] vgl. Art. 28 Abs. 1 rev. IVG, wonach bei einem Invalidit�tsgrad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertels-Rente besteht).
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanwalt Andr� Largier, Z�rich, f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.