Source: https://de.slideshare.net/saschakremer/mobile-banking-und-mobile-payment
Timestamp: 2017-03-29 17:26:52
Document Index: 16398172

Matched Legal Cases: ['§4', '§28', '§3', '§5', '§25', '§6', 'Art. 4', '§1', 'Art. 9', '§307', '§4', '§13', '§307', '§1', '§13', '§305', '§307', '§15', '§28', '§28', '§11', '§11', '§91', '§88', '§87', '§80', '§9', '§11', '§4', '§305']

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by Bastian Sens
Praxisseminar „Datenschutz –Aktuelle Herausforderungen“ Verband der Auslandsbanken in Deutschland e.V., 6.10.2014 Datenschutzaspekte beiMobile Banking undMobile Device Management 2.
Sascha Kremer, Köln Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht Externer Datenschutzbeauftragter Geschäftsführer LLR DSC GmbH Agiles, Mobiles, Wolkiges, Virtualisiertes Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Wer? 3.
Social Media (CC-BY-SA 4.0) www.twitter.com/saschakremer www.dpitos.de www.slideshare.net/saschakremer www.llrdsc.de http://www.cr-online.de/blog Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Wer? 4.
Datenschutz Mobile Banking Mobile Device Management Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Was? 5.
1. Block: Mobile Banking Begriff Transaktionen AGB User-Tracking Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Mobile Banking 6.
Mobile Banking Abgrenzung zum Telefon Banking: Internet ≠ Telefon Abgrenzung zum Online-Banking: Smart Device≠ Endgerät App≠ Browser Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Begriff 7.
Abgrenzung Banking und Payment Mobile Banking: Nutzen eines Smart Device für den Zugang zur Bank Mobile Payment: Anstoßen oder Bestätigen der Übertragung eines monetären Anspruchs mittels eines Smart Device Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Begriff 8.
Transaktionen ausführen Über Internetanwendung der Bank = Online-Banking verkleidet als App über das Smart Device = Autorisieren und Verifizieren mittels NFC oder Funk(Proximity oder Remote) Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Transaktionen 9.
personenbezogene Daten Speicherung von Transaktionsdaten im Smart Device (oder auf dem Server) Bestimmbarkeit bei Speicherung einer eindeutigen Transaktions-, Karten-oder Kundennummer jedenfalls für Betreiber gegeben (strittig) Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Transaktionen 10.
Berechtigung zum Umgang mit pbD Erlaubnistatbestand, §4 Abs. 1 BDSG Insbesondere §28 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 BDSG = Erfüllung eines Schuldverhältnisses Beachte: Düsseldorfer Kreis hält Möglichkeit zum anonymen Bezahlen für erforderlich (Beschluss 28./29.9.2011) Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Transaktionen 11.
Verpflichtung zum Umgang mit pbD Allgemeine Sorgfaltspflichten nach dem GWG, §3 Abs. 1 Nr. 1 bis Nr. 4 GWG Vereinfachte Sorgfaltspflichten nach dem GWG, §5 Abs. 1, Abs. 2 GWG, §25i KWG Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Transaktionen 12.
Datensicherheit insbesondere Transaktionsdaten sind verschlüsselt zu speichern = Zugriffs-und Weitergabekontrolle (Beschluss Düsseldorfer Kreis, 18./19.9.2012) Transaktionsdaten sind nach Zweck getrennt zu speichern = Trennungskontrolle Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Transaktionen 13.
Informationspflicht des Anbieters Pflicht für ausgebende, aufbringende, ändernde oder bereithaltende Stelle für „Verfahren zur automatisierten Verarbeitung pbD“ auf „mobilem personenbezogenen Speicher-und Verarbeitungsmedium“, §6c BDSG Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Transaktionen 14.
P1: Anwendbares Recht? Keine Dispositionsbefugnis der Parteien Art. 4 DSRL (§1 Abs. 5 BDSG) ist Eingriffsnorm i.S.v. Art. 9 Rom-I Bestimmung des anwendbaren Datenschutzrechts in AGB unwirksam, §307 Abs. 2 Nr. 1 BGB Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management AGB 15.
P2: Einwilligung in AGB? §4a BDSG, §13 Abs. 2 TMG: Einwilligung ist individueller Verzicht auf Grundrecht Einwilligung ist „freiwillig“ bzw. „bewusst und eindeutig“ zu erteilen und „hervorzuheben“ Einwilligung in AGB unwirksam, §307 Abs. 2 Nr. 1 BGB Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management AGB 16.
P3: Datenschutzerklärung = AGB? App = Telemedium, §1 Abs. 1 S. 1 TMG Verpflichtung zur Datenschutzerklärung = Wissenserklärung, §13 Abs. 1 TMG Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management AGB 17.
P3: Datenschutzerklärung = AGB? Bei Einbeziehung der Datenschutzerklärung in Nutzungsvereinbarung („gelesen und einverstanden“) = AGB, §305 Abs. 1 S. 1 BGB, mit Inhaltskontrolle, §§307 ff. BGB Inhaltskontrolle nach anwendbarem Vertragsrecht = Bestimmung nach Rom-I Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management AGB 18.
User Tracking im Mobile Banking Denkbare personenbezogene Daten: Zeit, Ort und Umgebung der Nutzung Kontakte des Anwenders Nutzungsverhalten des Anwenders Ziel: Erstellen von Persönlichkeitsprofilen und Ableiten von Verhaltensmustern Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management User Tracking 19.
User Tracking im Mobile Banking Anbieter App = Verantwortliche Stelle Anonyme Verwendung = zulässig Pseudonyme Verwendung, §15 Abs. 3 TMG Widerspruchsrecht des Anwenders Hinweis in Datenschutzerklärung Keine Zusammenführung mit anderen pbD Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management User Tracking 20.
User Tracking im Mobile Banking Gesetzliche Erlaubnis? Nicht erforderlich für Vertragserfüllung Eingriff in Kernbereich Persönlichkeitsrecht pbD nicht allgemein zugänglich §28 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 bis Nr. 3 BDSG (-) Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management User Tracking 21.
Block 2: Mobile Device Management Begriff Datenschutz Datensicherheit Cloud BYOD Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Mobile Device Management 22.
Mobile Device Management (MDM) Zentralisierte Verwaltung von Smart Devices mittels einer Software Selbst oder durch einen Dritten –ggf. als Cloud-Service –betrieben Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Begriff 23.
Ziele des MDM Verfügbarkeit von Diensten und Devices Sicherheit von Daten und IT Kontrolle der Kosten Steigerung der Effizienz Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Begriff 24.
Bestandteile des MDM insbesondere Inventarisieren der Smart Devices Verteilen und kontrollieren der Apps (Lizenzmanagement) Durchsetzen von Richtlinien Patch-und Problemmanagement (Ab)sichern von Inhalten und Diensten Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Begriff 25.
Datenschutz im MDM Jederzeitiger Zugriff auf die Smart Devices Ausführen von Diensten und Vorgängen (z.B. Löschen/Sichern von Daten) ohne Mitwirkung des Anwenders Auswerten der Nutzung des Smart Devices durch den Anwender Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Datenschutz 26.
Datenschutz im MDM MDM datenschutzrechtlich relevant Erlaubnistatbestand erforderlich Betriebsvereinbarung §§28 ff. BDSG, ggf. §§11 ff. TMG Einwilligung Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Datenschutz 27.
Anwendbarkeit der §§11 ff. TMG Bei erlaubter oder geduldeter Privatnutzung betrieblicher Smart Devices Folge: Verwendung von Bestands-und Nutzungsdaten nur für Erfüllung des Vertrags oder Abrechnung (Nutzungsdaten) = regelmäßig Einwilligung erforderlich Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management TMG 28.
Anwendbarkeit der §§91 ff. TKG Auch nicht bei erlaubter oder geduldeter Privatnutzung betrieblicher Smart Devices (andere Auffassung überholt) Es fehlt jedenfalls an der Öffentlichkeit Schutz von Inhaltsdaten durch BDSG und ggf. Fernmeldegeheimnis, §88 TKG Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management TKG 29.
MDM als technische Einrichtung Eignung zur Überwachung von Leistung und Verhalten = Mitbestimmungsrecht Betriebsrat, §87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG Beachte: Betriebsrat ist (Ersatz-) Datenschutzbeauftragter für pbD der Beschäftigten, §80 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Betriebsrat 30.
Datensicherheit beim MDM Treffen der erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen (TOM), §9 BDSG nebst Anlage Erforderlich, wenn Maßnahmen in angemessenem Verhältnis zum angestrebten Schutzzweck stehen Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Sicherheit 31.
Beispiele erforderlicher TOM Remote Wipe bei Verlust des Smart Device Verbot der Nutzung (privater) Cloud-Lösungen Verbot Jailbreak auf dem Smart Device Absicherung von Bluetooth/WLAN Aussperren (unsicherer) Apps Trennung betrieblicher und privater Daten Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Sicherheit 32.
Beispiel Fernzugriff auf Smart Device Durchsetzung TOM = Pushen von Richtlinien aus MDM auf das Smart Device z.B. Vorgaben Passwort z.B. Verbot Installation von Apps z.B. automatisches Backup Remote Wipe nach Verlust Smart Device Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management Sicherheit 33.
MDM in der Cloud Kein lokaler Eigen-oder Fremdbetrieb des MDM, Auslagerung in Cloud (z.B. Airwatch) Auftragsdatenverarbeitung mit Anbieter MDM = §11 BDSG beachten Datenverarbeitung im Drittland (insb. USA) = §§4b, 4c BDSG beachten Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management MDM in der Cloud 34.
MDM, BYOD und Datenschutz BYOD = bring yourowndevice Beschäftigter setzt privates Smart Device für betriebliche Zwecke ein MDM verwaltet private Smart Devices der Beschäftigten Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management BYOD 35.
Einführung von BYOD Beschäftigter ist und bleibt Eigentümer des Smart Device Einführung nur mit Einwilligung des Beschäftigten (nicht Betriebsvereinbarung, anders MDM für BYOD) Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management BYOD 36.
Notwendige Regelungswerke Zusatzvereinbarung BYOD zum Arbeitsvertrag = AGB, §§305 ff. BGB Richtlinie oder BV „mobiles Arbeiten“ Richtlinie oder BV „MDM“ Einwilligung „MDM“ wegen privater pbD des Beschäftigten (sonst TMG) Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management BYOD 37.
Fazit Sascha Kremer: Datenschutzaspekte bei Mobile Banking und Mobile Device Management 38.
Sascha KremerMail: sascha.kremer@llr.deTel: +49(221)55400170Fax: +49(221)55400192 Fragen? Fragen! Empfohlen