Source: https://www.oejv.org/aktuelle-informationen/
Timestamp: 2019-02-24 05:46:15
Document Index: 241252044

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 36', '§ 38', '§ 36', '§ 36', '§ 36', '§ 36', '§ 39', '§ 36', '§ 36', '§ 19']

Informationen des ÖJV
11.01.2019 Landesschau Rheinland-Pfalz
Die zeitgemäße Jagd - jetzt anschauen
Der SWR „natürlich!“ hat eine Drück-Jagd bei Thomas Boschen im Hatzfeldt-Wildenburg’schen Forst ganz im Nordosten von Rheinland-Pfalz begleitet.
"natürlich!" vom 11.12.2018 jetzt anschauen
Wissen, 19. Oktober 2018
Pressemeldung des Ökologischen Jagdverbands Deutschland
Effektive, tierschutzgerechte Jagd darf nicht an Revieregoismen scheitern
Der Ökologische Jagdverband (ÖJV) fordert eine Duldungspflicht für überjagende Hunde bei angemeldeten Bewegungsjagden
Nicht nur in Zeiten drohender Wildseuchen wie der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ist die Durchführung von gut geplanten Bewegungsjagden ein dringend gebotenes Mittel, um den landeskulturell und ökologisch notwendigen Abschuss unter Minimierung des Jagdrucks zu realisieren. Bewegungsjagden sind besonders dazu geeignet, in kurzer Zeit einen großen Teil des notwendigen Abschusses zu erfüllen. Das reduziert den durch die Jagd entstehenden Stress für die Wildtiere erheblich und gewährleistet Ruhe für das Wild besonders in Zeiten des winterlichen Nahrungseng-passes.
In allen Fällen ist bei Bewegungsjagden der Einsatz von Stöberhunden notwendig, um eine effektive Bejagung zu gewährleisten. Erfahrungsgemäß beunruhigen menschliche Treiber das Wild zwar, können v.a. das Schwarzwild aber nicht so in Bewegung bringen, dass der angestrebte konzentrierte Abschuss realisiert werden kann.
Beim unerlässlichen Hundeeinsatz kann nicht immer verhindert werden, dass Stöberhunde bei ihrer Arbeit auch die Grenzen des bejagten Bezirkes überschreiten und dort Wild verfolgen. In modernen Landesjagdgesetzen wie in Baden Württemberg, dem Saarland oder Nordrhein-Westfalen ist bereits geregelt, daß dies von den an den Jagdbezirk angrenzenden Jagdausübungsberechtigten an einer begrenzten Zahl der Termine geduldet werden muss, wenn die Jagd vorher angekündigt wurde. Dese Regelung ist sinnvoll und praxisgerecht. Sie ermöglicht zudem eine gemeinsame Jagd vieler Reviere, auch dies erhöht die Effektivität und senkt den Jagddruck.
Im Rahmen der Änderung des Tiergesundheitsgesetzes aufgrund der drohenden ASP sollte auch das Bundesjagdgesetz (BJagdG) geändert und zumindest eine Klausel zur Duldung überjagender Hunde aufgenommen werden. Dies scheiterte an der Intervention der Staatsregierung von Bayern. Damit siegen Revieregoismen von Jagdausübungs-berechtigten über eine effektive und tierschutzgerechte Bejagung.
Viele mögliche Bewegungsjagden müssen so unterbleiben, da die Verantwortlichen nicht sicherstellen können, dass die Stöberhunde mit Sicherheit im eigenen Jagdbezirk bleiben.
Eines der wichtigsten Instrumente zur Reduzierung überhöhter Schalenwildbestände, insbesondere aber die Eindämmung der vielerorts weit überhöhten Wildschweinbestände, wird so unbrauchbar gemacht.
Elisabeth Emmert, Bundesvorsitzende des ÖJV fasst die Forderung des Verbandes zusammen: "Der Ökologische Jagdverband fordert die Gesetzgeber im Bund und in den Ländern auf, für eine Regelung zu sorgen, die eine Bejagung im Sinne der ökologischen, landeskulturellen und seuchenhygienischen Erfordernisse möglich macht und die Rechtssicherheit für den Einsatz von Stöberhunden gewährleistet."
Halbautomatische Gewehre auf der Jagd wieder legal
Am 9. November 2016 wurde die kleine Bundesjagdgesetz-Novelle im Bundesanzeiger veröffentlicht. Somit dürfen Jäger ab dem 10.11.2016 wieder ihre halbautomatischen Langwaffen auf der Jagd verwenden. Nach all der Verunsicherung durch ein Gerichtsurteil im diesjährigen Frühjahr hat die Reform sogar eine kleine Verbesserung gebracht.
Die Magazinkapazität wird nicht mehr erwähnt, der Text verbietet nun „mehr als drei Patronen“ zu laden. Diese rechtliche Korrektur und Klarstellung war nötig geworden, da das Bundesverwaltungsgericht am 7. März 2016 in einem Urteil allen Jägern die Verwendung von halbautomatischen Waffen mit auswechselbarem Magazin verbieten wollte. Dies hatte zu großer Verunsicherung sowohl bei den Jägern als auch bei den Waffenbehörden geführt, welche von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Auslegungen des Urteils realisierten.
Nach allgemeiner Ansicht dürfen Jäger jetzt Magazine egal welcher Kapazität besitzen und in ihren Waffen auf Schießständen und auf der Jagd verwenden - nur bei der Jagd dürfen eben nur 3 Patronen geladen sein.
Torsten Pflittner, Arbeitskreis Schießwesen des ÖJV Bayern
Das Bundesjagdgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. September 1976 (BGBI. I S. 2849), das zuletzt durch Artikel 422 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBI. I S. 1474) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
1. § 19 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe c wird wie folgt gefasst: „c) mit halbautomatischen Langwaffen, die mit insgesamt mehr als drei Patronen geladen sind, sowie mit automatischen Waffen auf Wild zu schießen;“.
2. ln § 36 Absatz 3 werden die Wörter „Absatz 1 Nr. 2 und 3“ durch die Wörter ,,Absatz 1 Nummer 2, 2a, 2b und 3“ ersetzt.
3. § 38a wird wie folgt geändert:
a) ln Absatz 1 werden die Wörter „§ 36 Absatz 1 Nummer 2a Buchstabe a“ durch die Wörter „§ 36 Absatz 1 Nummer 2a Buchstabe a, auch in Verbindung mit Absatz 3,“ ersetzt.
b) ln Absatz 2 werden die Wörter „§ 36 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe a“ durch die Wörter „§ 36 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe a, auch in Verbindung mit Absatz 3,“ ersetzt.
4. ln § 39 Absatz 2 Nummer 5 werden die Wörter „§ 36 Absatz 1 Nummer 1, 2 Buchstabe b, Nummer 2a Buchstabe b, Nummer 2b bis 4 oder Nummer 5, Absatz 2 oder Absatz 5“ durch die Wörter „§ 36 Absatz 1 Nummer 1, 2 Buchstabe b, auch in Verbindung mit Absatz 3, Nummer 2a Buchstabe b, auch in Verbindung mit Absatz 3, Nummer 2b, auch in Verbindung mit Absatz 3, Nummer 3, auch in Verbindung mit Absatz 3, Nummer 4 oder Nummer 5, Absatz 2 oder Absatz 5“ ersetzt.
Die Bundeskanzlerin Dr. AngeIa MerkeI
Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt
Wissen, 26. Juni 2016
Pressemitteilungdes Ökologischen Jagdverbandes Deutschland
Urteil zu Halbautomaten
Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zur Magazinkapazität von halbautomatischen Jagdwaffen Der Ökologische Jagdverband (ÖJV) setzt sich für eine zeitgemäße Bejagung mit geeigneten Waffen ein.
Nach o.g. Urteil haben aufgrund des Verbotes des § 19 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe c Bundesjagdgesetz Jäger kein waffenrechtlich relevantes Bedürfnis, halbautomatische Jagdwaffen zu erwerben, zu besitzen und zu führen, die nach ihrer Bauart ein Magazin mit mehr als zwei Patronen aufnehmen können.
Das drohende Verbot von halbautomatischen Waffen für die Jagd ist aus Sicht des ÖJV überzogen. In der Hand besonnener Schützen können die bisher für die Jagd erlaubten Halbautomaten mit Zweischussmagazin vor allem bei der Schwarzwildreduktion eine echte Hilfe darstellen.
Der bisherige Gesetzesstand sollte zumindest wieder hergestellt werden. Wir ersuchen das BMEL, umgehend zu prüfen, ob und welche Änderungen im Bundesjagdgesetz vorgenommen werden können, um den jagdlichen Notwendigkeiten gerecht zu werden und für die Zukunft Rechtsklarheit und -sicherheit zu schaffen.
Pressemitteilung Halbautomaten 2016.pdf