Source: http://www.jurablogs.com/2016/05/24/motorschaden-waehrend-fahrt-durch-werkstattmitarbeiter-wer-haftet
Timestamp: 2017-04-23 10:15:55
Document Index: 42669560

Matched Legal Cases: ['§ 634', '§ 634', '§ 633', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BlogsVerkehrsrecht BlogMai 2016Motorschaden während Fahrt durch Werkstattmitarbeiter – wer haftet?von Alexander GratzTim Reckmann / pixelio.deDer ehemalige Lebensgefährte der Klägerin hat ihr Fahrzeug in der Werkstatt der Beklagten zum Reifenwechsel, einer Kontrolle der Vorder- und Hinterachseneinstellung sowie einer Überprüfung wegen der laut Klägerin aufleuchtenden Motorwarnleuchte abgegeben. Mitarbeiter der Werkstatt teilten jedoch mit, dass aus zeitlichen Gründen nur die Reifen ummontiert und die Spureinstellung überprüft werden könnten. Das Problem mit dem Motor sollte in einem späteren Termin gelöst werden. Eine Mitarbeiterin der Beklagten, die Zeugin C, brachte das Fahrzeug zu einem drei Kilometer entfernten Spurenstand. Auf der Rückfahrt kam es zu einem Motorschaden; der Kilometerstand zu diesem Zeitpunkt betrug 90.024. Der Wartungsplan des Herstellers sieht einen Wechsel des Zahnriemens alle vier Jahre oder bei einer Laufleistung von 60.000 km vor. Bei einem Fahrzeugalter von sechs Jahren oder einer Laufleistung von 90.000 km soll zur Überprüfung des Zahnriemens ein Service stattfinden. Weshalb die Motorleuchte vor dem Schaden aktiv war, konnte ein Sachverständiger nicht mehr klären. Laut OLG Saarbrücken bestehen keine Schadensersatzansprüche gegen die Werkstatt: Es habe keine Pflicht zur umfassenden Überprüfung des Fahrzeugs bestanden. Auch habe kein Fahrfehler der Zeugin zu dem Schaden geführt (Urteil vom 18.02.2016, Az. 4 U 60/15). I. Ein Anspruch auf Schadensersatz folgt zunächst nicht unter dem rechtlichen Gesichtspunkt eines Anspruchs auf Schadensersatz statt oder neben der Leistung gemäß §§ 634 Nr. 4, 636, 280 Abs. 1, 3, 281 Abs. 1 BGB bzw. §§ 634 Nr. 4, 636, 280 Abs. 1 BGB. Beide Anspruchsgrundlagen erfordern neben dem Abschluss eines Werkvertrags, den die Parteien hier unstreitig durch den Werkstattauftrag vom 13.5.2011 geschlossen haben, den Mangel eines Werks im Sinne des § 633 Abs. 2 BGB. Hieran fehlt es ...Zum vollständigen Artikel304 LeserVerkehrsrecht Blog:Pkw-Kauf: „Chiptuning wird vom Käufer gelöscht, da illegal“ – Verkäufer haftet nicht fü...144 LeserVerkehrsrecht Blog:Fahrzeugschlüssel hinter der Sonnenblende: Werkstatt haftet bei Diebstahl24 LeserNIETZER & HÄUSLER:BGH: Bundesgerichtshof entscheidet im Streit um Kennzeichen mit dem Bestandteil “VOLKS”10 verwandte ArtikelHaftung einer Kfz-Werkstatt für Motorschaden kurz nach der InspektionMotorschaden durch OriginalteilDie falsche Beratung durch die Auto-WerkstattOLG Oldenburg 26.06.2014 – 1 U 132/13
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