Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20C%2032/90
Timestamp: 2019-10-21 08:57:18
Document Index: 51939742

Matched Legal Cases: ['§ 173', '§ 238', '§ 60', 'BGH', '§ 173', '§ 238', '§ 60', 'BGH', '§ 173', '§ 85', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 139', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 139', 'BGH', '§ 60', '§ 60', '§ 60']

BVerwG, 08.04.1991 - 2 C 32.90 - dejure.org
https://dejure.org/1991,2044
BVerwG, 08.04.1991 - 2 C 32.90 (https://dejure.org/1991,2044)
BVerwG, Entscheidung vom 08.04.1991 - 2 C 32.90 (https://dejure.org/1991,2044)
BVerwG, Entscheidung vom 08. April 1991 - 2 C 32.90 (https://dejure.org/1991,2044)
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VG Sigmaringen, 27.07.1988 - 3 K 77/88
VGH Baden-Württemberg, 12.12.1989 - 4 S 2812/88
NJW 1991, 2096
NVwZ 1991, 871 (Ls.)
Verschulden liegt nach ständiger Rechtsprechung vor, wenn hinsichtlich der Fristwahrung diejenige Sorgfalt außer Acht gelassen wird, die für einen gewissenhaften, seine Rechte und Pflichten sachgerecht wahrnehmenden Beteiligten geboten und ihm nach den Umständen zumutbar ist (BVerfG…, Beschluss vom 7. April 1976 - 2 BvR 728/75 -, juris Rn. 9 ff.;… Beschluss vom 2. Juni 1992 - 2 BvR 1401/91 -, juris Rn. 20; BVerwG…, Urteil vom 27. Februar 1976 - IV C 74.74 -, juris Rn. 24;… Urteil vom 9. Juni 1989 - 6 C 49/87 -, juris Rn. 11; Beschluss vom 8. April 1991 - 2 C 32/90 -, juris Rn. 11).
Jedenfalls sieht § 173 Satz 1 VwGO, § 238 Abs. 1 Satz 1 ZPO als Regelfall vor, dass das Verfahren über den Wiedereinsetzungsantrag mit dem Verfahren über die versäumte Prozesshandlung zu verbinden und daher im Fall eines versäumten Rechtsmittels oder einer versäumten Rechtsmittelbegründung über Wiedereinsetzungsantrag und Rechtsmittel zusammen entschieden wird (vgl. BVerwG, Beschl. v. 08.04.1991 - 2 C 32/90 - NJW 1991, 2096;… Czybulka, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 4. Aufl., § 60 Rn. 136).
Die Vorfrist dient dazu, sicherzustellen, dass auch für den Fall von Unregelmäßigkeiten und Zwischenfällen noch eine ausreichende Überprüfungs- und Bearbeitungszeit bis zum Ablauf der zu wahrenden Frist verbleibt (BGH, Beschl. v. 15.08.2007 - XII ZB 82/07 - NJW-RR 2008, 76; Beschl. v. 17.02.2009 - VI ZB 33/07 - juris;… Beschl. v. 24.01.2012, a.a.O.; vgl. auch allg. zur besonderen Bedeutung von Rechtsmittelbegründungsfristen: BVerwG, Beschl. v. 08.04.1991, a.a.O.; Beschl. v. 07.03.1995 - 9 C 390/94 - NJW 1995, 2122;… BFH, Beschl. v. 03.08.2016 - IX R 15/16 - juris Rn. 13, jeweils zur Revisionsbegründungsfrist).
Jedenfalls sieht § 173 Satz 1 VwGO , § 238 Abs. 1 Satz 1 ZPO als Regelfall vor, dass das Verfahren über den Wiedereinsetzungsantrag mit dem Verfahren über die versäumte Prozesshandlung zu verbinden und daher im Fall eines versäumten Rechtsmittels oder einer versäumten Rechtsmittelbegründung über Wiedereinsetzungsantrag und Rechtsmittel zusammen entschieden wird (vgl. BVerwG, Beschl. v. 08.04.1991 - 2 C 32/90 - NJW 1991, 2096 ;… Czybulka, in: Sodan/Ziekow, VwGO , 4. Aufl., § 60 Rn. 136).
Die Vorfrist dient dazu, sicherzustellen, dass auch für den Fall von Unregelmäßigkeiten und Zwischenfällen noch eine ausreichende Überprüfungs- und Bearbeitungszeit bis zum Ablauf der zu wahrenden Frist verbleibt (BGH, Beschl. v. 15.08.2007 - XII ZB 82/07 - NJW-RR 2008, 76 ; Beschl. v. 17.02.2009 - VI ZB 33/07 - [...];… Beschl. v. 24.01.2012, a.a.O.; vgl. auch allg. zur besonderen Bedeutung von Rechtsmittelbegründungsfristen: BVerwG, Beschl. v. 08.04.1991, a.a.O.; Beschl. v. 07.03.1995 - 9 C 390/94 - NJW 1995, 2122 ;… BFH, Beschl. v. 03.08.2016 - IX R 15/16 - [...] Rn. 13, jeweils zur Revisionsbegründungsfrist).
Unerlaubte Einreise eines Negativstaaters mit unzureichendem Visum; …
Der Verfahrensbevollmächtigte der Antragstellerin, dessen Verschulden sich diese wie eigenes Verschulden zurechnen lassen muß (§ 173 VwGO i.V.m. § 85 Abs. 2 ZPO), hätte die Fristversäumnis bei Anwendung derjenigen Sorgfalt, die bei einem gewissenhaften, seine Rechte und Pflichten wahrnehmenden Verfahrensbevollmächtigten geboten und diesem nach den Umständen des Einzelfalles zuzumuten ist, vermeiden können (BVerwG, 08.04.1991 -2 C 32.90-, BayVBl. 1991, 443 m.w.N.).
BVerwG, 10.08.1993 - 8 C 10.91
"Das Fristversäumnis beruhte ... nicht auf einem unabwendbaren Ereignis, sondern hätte bei Anwendung derjenigen Sorgfalt, die für einen gewissenhaften, seine Rechte und Pflichten sachgerecht wahrnehmenden Prozeßführenden geboten und ihm nach den Umständen des Einzelfalles zuzumuten ist (vgl. dazu Urteile vom 25. April 1975 - BVerwG 6 C 231.73 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 83 S. 4 und vom 14. Juni 1983 - BVerwG 6 C 162.81 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 132 S. 25 ; Beschluß vom 27. April 1984 - BVerwG 9 B 46.84 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 139 S. 37 f.), vermieden werden können" (vgl. Beschluß vom 8. April 1991 - BVerwG 2 C 32.90 - Buchholz 310 § 139 VwGO Nr. 81 S. 6 ).
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts trifft den bevollmächtigten Rechtsanwalt bei der Überprüfung und Kontrolle der Revisionsbegründungsfrist eine gesteigerte Sorgfaltspflicht (vgl. Beschlüsse vom 30. März 1978 - BVerwG 5 C 21.77 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 101 S. 36 f., vom 5. März 1982 - BVerwG 8 C 159.81 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 122 S. 6 f., vom 8. April 1991, a.a.O. und vom 10. Dezember 1991 - BVerwG 5 B 125.91 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 174 S. 44 ).
Verschuldet ist ein Fristversäumnis dann, wenn der Betroffene nicht die Sorgfalt walten lässt, die für einen gewissenhaften, seine Rechte sachgerecht wahrnehmenden Beteiligten geboten und ihm nach den Umständen zumutbar ist, vgl. Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Beschlüsse vom 22.6.1999 - 4 Bn 20.99 - und vom 8.4.1991 - 2 C 32.90 -.
BVerwG, Beschlüsse vom 14.7.1988 - 2 C 6.88 - und vom 8.4.1991 - 2 C 32.90 -.
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. BVerwGE 13, 141 [146]; 74, 289 [294]; Beschluß vom 8. April 1991 - BVerwG 2 C 32.90 - Buchholz § 139 VwGO Nr. 81) und des Bundesgerichtshofs (vgl. Beschluß vom 11. Dezember 1991 - VIII ZB 38/91 - NJW 1992, 841 m.w.Nachw.) muß der Rechtsanwalt, wenn ihm die Akte zur Vorbereitung einer fristgebundenen Prozeßhandlung von seinem Personal vorgelegt wird, die einzuhaltende Frist und ihren Ablauf eigenverantwortlich nachprüfen.
In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist einhellig anerkannt, daß der Bevollmächtigte im besonderen Maße verpflichtet ist, für hinreichend sichere Ausgangskontrollen bei der Absendung fristwahrender Schriftsätze zu sorgen (vgl. BVerfG, Beschluß vom 11. Januar 1991 - 1 BvR 1435.89 - NJW 1992, 38 [BVerfG 11.01.1991 - 1 BvR 1435/89]; BGH, Urteil vom 29. April 1994 - V ZR 62.93 - NJW 1994, 1879 f. und Beschluß vom 13. Juni 1996 - VII ZB 13.96 - NJW 1996, 2513 f.; BAG, Urteil vom 30. März 1995 - 2 AZR 1020.94 - NJW 1995, 2742 f.; vgl. auch BVerwG, Beschluß vom 8. April 1991 - 2 C 32.90 - NJW 1991, 2096 f.).
BVerwG, Beschlüsse vom 8.4.1991 - 2 C 32.90 -, juris, Rdn. 10, und vom 26.6.1986 - 3 C 46.84 -, DVBl 1986, 1202; OVG Berlin, Beschluss vom 12.7.1989 - 3 L 5/88 -, NVwZ-RR 1990, 388 (388 f.); Brink, in: Posser/Wolff, VwGO, 2008, § 60 Rdn. 41; Bier, in: Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO, Stand: Oktober 2008, § 60 Rdn. 75; Kopp/ Schenke, VwGO, 15. Aufl., 2007, § 60 Rdn. 37, jeweils m. w. N.
BVerwG, 21.10.1997 - 2 C 13.97
Verpflichtung zur Beförderung zum Baudirektor - Versäumnis der …
BVerwG, 04.10.1991 - 6 B 10.91
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand - Schuldlose Fristversäumung - …
OVG Niedersachsen, 13.08.2001 - 7 L 4758/98
Wiedereinsetzung; Entscheidungsform
BVerwG, 02.12.1994 - 7 B 232.94
Nichtzulassungsbeschwerde wegen fehlerhafter Sachverhaltsermittlung bei …
VG München, 27.05.2015 - M 7 K 14.50108