Source: https://www.thueringen.de/th6/tmwwdg/wissenschaft/anerkennungabschluesse/hochschulgrade/grundsatz/index.aspx
Timestamp: 2019-08-26 01:37:14
Document Index: 320516574

Matched Legal Cases: ['§ 59', '§ 59', '§ 59', '§ 59', '§ 1', '§ 59', '§ 1', '§ 59', '§ 4', '§ 7', '§ 10', '§ 15']

Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft - Grundsätzliche Regelungen
Allgemeine Regelungen, Sonderregelungen
Ausländische Hochschultitel und Hochschultätigkeitsbezeichnungen
Ausländische Ehrengrade und Ehrentitel
DDR-Bildungsabschlüsse, Nachdiplomierung
Regelungen zur Führung ausländischer Hochschulgrade
Der akademische Grad muss von einer nach dem Recht des Herkunfts­landes anerkannten Hochschule
Unter den Voraussetzungen des § 59 Abs. 2 Satz 1 ThürHG können Hochschulgrade in der verliehenen Form ohne Herkunftshinweis geführt werden. Zum besseren sprachlichen Verständnis kann der Originalform eine wörtliche Übersetzung in deutscher Sprache in Klammern hinzugefügt werden.
Doktorgrade nach § 59 Abs. 2 Satz 1 ThürHG können, sofern sie in einem wissenschaftlichen Promotionsverfahren erworben worden sind, anstelle der entsprechend zulässigen Abkürzung wahlweise mit der Abkürzung „Dr.“ ohne fachlichen Zusatz und ohne Herkunftshinweis geführt werden. Die gleichzeitige Führung beider Abkürzungen ist nicht zulässig (§ 59 Abs. 2 Satz 2 ThürHG).
Ausnahmen gelten für sog. Berufsdoktorate (§ 59 Abs. 2 Satz 4 ThürHG) und „Kleine Doktorgrade“.
Nach § 1 Abs. 1 der „Thüringer Verordnung über ergänzende Bestimmungen zur Führung ausländischer Doktorgrade“ können Inhaber der in der Verordnung genannten Doktorgrade aus Russland unter den Voraussetzungen des § 59 Abs. 1 ThürHG anstelle der im Herkunftsland zugelassenen oder nachweislich allgemein üblichen Abkürzung die Abkürzung „Dr.“ ohne fachlichen Zusatz, jedoch unter Angabe der verleihenden Einrichtung (Herkunftshinweis) führen.
Die Sonderregelung zur Führung russischer Kandidatengrade bezieht sich nur auf solche Kandidatengrade, die von der staatlichen Obersten Attestationskommission des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation oder ihrer Vorgängereinrichtungen verliehen worden sind.
Neben der Obersten Attestationskommission des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der Russischen Föderation existieren in Russland auch private Attestationskomitees, die ebenfalls Kandidatengrade verleihen. Die privaten Attestationskomitees sind in Russland staatlicherseits nicht anerkannt; das Gleiche gilt für die von den privaten Attestationskomitees verliehenen Kandidatengrade. Diese können folglich in Deutschland nicht geführt werden.
Es handelt sich dabei um eine abschließende begünstigende Sonderregelung, die auf andere Staaten (z.B. Aserbaidschan, Ukraine) nicht übertragen werden kann!
Nach § 1 Abs. 2 der Thüringer Verordnung über ergänzende Bestimmungen zur Führung ausländischer Doktorgrade“ können Inhaber der in der Verordnung genannten Doktorgrade unter den Voraussetzungen des § 59 Abs. 1 ThürHG anstelle der im Herkunftsland zugelassenen oder nachweislich allgemein üblichen Abkürzung die Abkürzung „Dr.“ jeweils ohne fachlichen Zusatz und Herkunftshinweis führen.
Dies gilt auch für Inhaber des in den Vereinigten Staaten von Amerika erworbenen Grads „Doctor of Philosophy (Ph.D.)“, sofern die verleihende Einrichtung zum Zeitpunkt der Verleihung von der Carnegie Foundation for the Advancement of Teaching als „Research University (high research activity)“ oder als „Research University (very high research activity)“ klassifiziert ist.
Anerkannten Spätaussiedlern (§ 4 BVFG) und deren Ehegatten und Abkömmlingen (§ 7 BVFG) kann auf Antrag eine Genehmigung zur Führung eines deutschen Hochschulgrades erteilt werden, sofern die im Aussiedlungsgebiet abgelegten oder erworbenen Prüfungen oder Befähigungsnachweise den entsprechenden Prüfungen und Befähigungsnachweisen im Geltungsbereich des Bundesvertriebenengesetzes nach § 10 Abs. 2 BVFG.
Nur bei Vorlage einer Spätaussiedler-Bescheinigung nach § 15 Abs. 1 und 2 BVFG kann ein Antrag auf Führung eines deutschen Hochschulgrades gestellt werden. Nähere Informationen sowie Angaben zu den für die Antragstellung erforderlichen Unterlagen finden Sie im „Merkblatt BVFG“.
Den für die Antragstellung erforderlichen Antrag finden Sie unter „Downloads“.
http://www.thueringen.de/th6/tmwwdg/wissenschaft/anerkennungabschluesse/hochschulgrade/grundsatz/
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