Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%2048/85
Timestamp: 2020-04-04 17:19:56
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 633', '§ 4', 'BGH', '§ 633', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 633', 'BGH', '§ 634', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.10.1986 - VII ZR 48/85 - dejure.org
BGH, 23.10.1986 - VII ZR 48/85
https://dejure.org/1986,168
BGH, 23.10.1986 - VII ZR 48/85 (https://dejure.org/1986,168)
BGH, Entscheidung vom 23.10.1986 - VII ZR 48/85 (https://dejure.org/1986,168)
BGH, Entscheidung vom 23. Januar 1986 - VII ZR 48/85 (https://dejure.org/1986,168)
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Prüfungspflichten des Nachunternehmers
Umfang der Prüfungspflichten eines Unternehmers in Bezug auf Vorleistungen eines anderen Unternehmers - Abhängigkeit des Gelingens des Werkes eines Unternehmers von einem anderen Werk
Haftung des Werkunternehmers für mangelhafte Vorarbeiten Dritter
BGB § 633; VOB/B § 4 Nr. 3
Prüfungs- und Mitteilungspflichten des Auftragnehmers
NJW 1987, 643
NJW-RR 1987, 338 (Ls.)
MDR 1987, 308
BauR 1987, 79
ZfBR 1987, 32
ZfBR 1998, (Ls.)
ZfBR 1998, 297 (Ls.)
a) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein Unternehmer dann nicht für den Mangel seines Werks verantwortlich, wenn dieser auf verbindliche Vorgaben des Bestellers oder von diesem gelieferte Stoffe oder Bauteile oder Vorleistungen anderer Unternehmer zurückzuführen ist und der Unternehmer seine Prüfungs- und Hinweispflicht erfüllt hat (BGH, Urteil vom 11. April 1957 - VII ZR 308/56, LM BGB § 633 Nr. 3; Urteil vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85, BauR 1987, 79, 80 = ZfBR 1987, 32; Urteil vom 12. Mai 2005 - VII ZR 45/04, BauR 2005, 1314, 1316 = NZBau 2005, 456 = ZfBR 2005, 667).
b) Der Rahmen der Prüfungs- und Hinweispflicht und ihre Grenzen ergeben sich aus dem Grundsatz der Zumutbarkeit, wie sie sich nach den besonderen Umständen des Einzelfalls darstellt (BGH, Urteil vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85, BauR 1987, 79, 80 = ZfBR 1987, 32).
Was hiernach zu fordern ist, bestimmt sich in erster Linie durch das vom Unternehmer zu erwartende Fachwissen und durch alle Umstände, die für den Unternehmer bei hinreichend sorgfältiger Prüfung als bedeutsam erkennbar sind (vgl. BGH, Urteil vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85, aaO; Urteil vom 12. Dezember 2001 - X ZR 192/00, BauR 2002, 945, 946).
Steht die Arbeit eines Werkunternehmers in engem Zusammenhang mit der Vorarbeit eines anderen Unternehmers oder ist sie aufgrund dessen Planung auszuführen, muss er prüfen und gegebenenfalls auch geeignete Erkundigungen einziehen, ob diese Vorarbeiten, Stoffe oder Bauteile eine geeignete Grundlage für sein Werk bieten und keine Eigenschaften besitzen, die den Erfolg seiner Arbeit in Frage stellen können (BGH, Urteil vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85, BauR 1987, 79 = ZfBR 1987, 32).
Ob dies der Fall ist, wird in erster Linie durch das vom Unternehmer zu erwartende Fachwissen, durch den vom Hersteller bzw. Lieferanten des Materials dem Unternehmer vermittelten Informationsstand, aber auch durch sonstige erhebliche Umstände bestimmt, die für den Unternehmer als bedeutsam erkennbar sind (vgl. BGH, Urt. v. 23.10.1986 - VII ZR 48/85, NJW 1987, 643).
BGH, 11.10.1990 - VII ZR 228/89
Soweit die konkrete Situation zu gesteigertem Mißtrauen nötigt, ist er zu besonderer Sorgfalt verpflichtet (…Senatsurteile vom 9. Februar 1978 - VII ZR 122/77 aaO. und vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85 = NJW 1987, 643 = BauR 1987, 79 = ZfBR 1987, 32).
Der Rahmen der Prüfungs- und Hinweispflicht und ihre Grenzen ergeben sich hierbei aus dem Grundsatz der Zumutbarkeit, wie sie sich nach den besonderen Umständen des Einzelfalls darstellt (BGH, Urteil vom 08.11.2007, Az.: VII ZR 183/05, u.a. in: NZBau 2008, Seiten 109 ff.; BGH, Urteil vom 23.10.1986, Az.: VII ZR 48/85, u.a. in: BauR 1987, Seiten 79 f.).
Was hiernach zu fordern ist, bestimmt sich in erster Linie durch das vom Unternehmer/Auftragnehmer zu erwartende Fachwissen und durch alle Umstände, die für den Unternehmer bei hinreichend sorgfältiger Prüfung als bedeutsam erkennbar sind (BGH, Urteil vom 08.11.2007, Az.: VII ZR 183/05, u.a. in: NZBau 2008, Seiten 109 ff.; BGH, Urteil vom 12.12.2001, Az.: X ZR 192/00, u.a. in: BauR 2002, Seiten 945 f.; BGH, Urteil vom 23.10.1986, Az.: VII ZR 48/85, u.a. in: BauR 1987, Seiten 79 f.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 04.01.1989, Az.: 17 U 139/87, u.a. in: NJW 1989, Seiten 233 f.).
Steht die Arbeit eines Werkunternehmers in engem Zusammenhang mit der Vorarbeit eines anderen Unternehmers oder ist sie aufgrund dessen Planung auszuführen, muss er prüfen und gegebenenfalls auch geeignete Erkundigungen einziehen, ob diese Vorarbeiten, Stoffe oder Bauteile (wie hier die Holzständerwand/Lattenkonstruktion) eine geeignete Grundlage für sein Werk bieten und keine Eigenschaften besitzen, die den Erfolg seiner Arbeit in Frage stellen können (BGH, Urteil vom 08.11.2007, Az.: VII ZR 183/05, u.a. in: NZBau 2008, Seiten 109 ff.; BGH, Urteil vom 23.10.1986, Az.: VII ZR 48/85, u.a. in: BauR 1987, Seite 79).
Werkvertrag: Pflichten des Installateurs im Rahmen eines Auftrags zum Anschluss …
Der Rahmen dieser Verpflichtung und ihre Grenzen ergeben sich aus dem Grundsatz der Zumutbarkeit, wie sie sich nach den besonderen Umständen des Einzelfalls darstellt (BGH…, Urteil vom 8. November 2007 - VII ZR 183/05, BGHZ 174, 110, Rn. 24; Urteil vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85, BauR 1987, 79, 80 = ZfBR 1987, 32).
Maßgeblich ist, ob dem Auftragnehmer bei der von ihm als Fachunternehmen zu erwartenden Prüfung Bedenken gegen die Eignung des verwendeten Stoffes hätten kommen müssen (vgl. BGH, Urteile vom 12. Dezember 2001 - X ZR 192/00, BauR 2002, 945, 946 und vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85, BauR 1986, 79 = ZfBR 1987, 32).
BGH, 08.05.2003 - VII ZR 205/02
Prüfungspflicht des auf dem Gewerk seines Auftragnehmers aufbauenden …
a) Zu Unrecht meint die Revision, das Berufungsgericht habe die vom Senat entwickelten Grundsätze zur Haftung eines Nachunternehmers gegenüber seinem Auftraggeber in den Fällen nicht beachtet, in denen das Werk des Nachunternehmers mangelhaft war, weil die Leistung des Vorunternehmers für sein Werk ungeeignet war und der Nachunternehmer seine Verpflichtung verletzt hat, auf Bedenken hinzuweisen (vgl. BGH, Urteil vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85 - NJW 1987, 643 = BauR 1987, 79 = ZfBR 1987, 32).
Selbst bei Wahrunterstellung des Beklagtenvortrags, dass der Kläger wegen der hohen Kosten auf ein solches Gutachten verzichtet habe bzw. die Erstellung des Gutachtens wegen der Notwendigkeit der - zumindest teilweisen - Entfernung der Terrasse am Objekt des Klägers sehr aufwendig gewesen sei, war die Beklagte verpflichtet, den Kläger auf mit dem Verzicht auf das Gutachten einhergehende Risiken für den von ihr in der Broschüre, im Ortstermin und auch im Angebot versprochenen Abdichtungserfolg in laienhaft verständlicher Form hinzuweisen, wobei an die Prüfungs- und Bedenkenhinweispflicht des Werkunternehmers bei einer Spezialunternehmerin (als welche die Beklagte hier im Geschäftsverkehr ausweislich ihrer Broschüre auftritt) - jedenfalls bei einem (wie hier) nicht durch einen Architekten bzw. sonstigen Fachmann vertretenen Auftraggeber - besonders hohe Anforderungen zu stellen sind (vgl. BGH Urteile vom 23.10.1986, VII ZR 48/85 und 267/85, www.juris.de;… Kniffka/Koeble, a.a.O., 6. Teil, Rn 46 ff. mwN).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein Unternehmer dann nicht für den Mangel seines Werks verantwortlich, wenn dieser auf verbindliche Vorgaben des Bestellers oder von diesem gelieferte Stoffe oder Bauteile oder Vorleistungen anderer Unternehmer zurückzuführen ist und der Unternehmer seine Prüfungs- und Hinweispflicht erfüllt hat (BGH, Urteil vom 11. April 1957 - VII ZR 308/56, LM BGB § 633 Nr. 3; Urteil vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85 , BauR 1987, 79, 80 = ZfBR 1987, 32; Urteil vom 12. Mai 2005 - VII ZR 45/04 , BauR 2005, 1314, 1316 = NZBau 2005, 456 = ZfBR 2005, 667).
Der Rahmen der Prüfungs- und Hinweispflicht und ihre Grenzen ergeben sich aus dem Grundsatz der Zumutbarkeit, wie sie sich nach den besonderen Umständen des Einzelfalls darstellt (BGH, Urteil vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85 , BauR 1987, 79, 80 = ZfBR 1987, 32;… Kniffka, ibr-online-Kommentar Bauvertragsrecht, § 634 Rz. 38).
Was hiernach zu fordern ist, bestimmt sich in erster Linie durch das vom Unternehmer zu erwartende Fachwissen und durch alle Umstände, die für den Unternehmer bei hinreichend sorgfältiger Prüfung als bedeutsam erkennbar sind (vgl. BGH, Urteil vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 48/85, aaO; Urteil vom 12. Dezember 2001 - X ZR 192/00 , BauR 2002, 945, 946; Urteil vom 08.11.2007 - VII ZR 183/05 - BauR 2008, 344 = NJW 2008, 511, Tz. 24).
Die aus dem Wesen des Werkvertrages folgende Pflicht des Unternehmers zur Prüfung vom Besteller gelieferter Sachen und zur Mitteilung von Bedenken an den Besteller ist in ständiger Rechtsprechung höchstrichterlich anerkannt (…vgl. BGH, Urt. v. 24.06.1963 - VII ZR 10/62, Umdr. S. 3 f., m.w.N.; Urt. v. 23.10.1986 - VII ZR 48/85, NJW 1987, 643 m.w.N.; vgl. auch Rechtsprechungsübersicht in ZfBR 1998, 241 f.).
BGH, 07.06.2001 - VII ZR 471/99
KG, 09.01.2015 - 7 U 227/03
OLG Celle, 12.12.2001 - 7 U 217/00
VOB-Vertrag: Prüfungs- und Hinweispflicht des Zimmerers hinsichtlich der Statik …
BGH, 10.06.2010 - Xa ZR 3/07
Werkvertrag: Verantwortlichkeit des Werkunternehmers für mangelhaftes Gesamtwerk …
OLG Bremen, 15.02.2001 - 5 U 69/00
Rechtsnatur und Voraussetzungen der Hinweis- und Prüfungspflicht des …
OLG Köln, 19.07.2006 - 11 U 139/05
Haftung bei ungeeignetem Baugrund - Prüfungs- und Hinweispflicht des …
OLG Hamm, 13.12.2000 - 25 U 148/98
Mängel bei Parkettverlegung; Verlegung von Parkett auf Fußbodenheizung; …
OLG Düsseldorf, 09.11.2004 - 21 U 229/03
Verfahrensrecht - Bindung bei Streitverkündung
OLG Düsseldorf, 15.04.1997 - 21 U 168/96
Risse im Putz der Gefache durch zu feuchtes Eichenholz-Fachwerk
OLG Dresden, 06.10.2015 - 9 U 272/15
Hinweispflicht eines die Bauunternehmers gegen die Art der Ausführung eines …
OLG Dresden, 17.11.2000 - 11 U 369/00
Mitwirkung des Subunternehmers; Arbeiten an einem Bauwerk
AG Berlin-Schöneberg, 04.03.2009 - 6 C 83/07
Fenster mit nicht zu öffnendem Oberlicht als Mangel
OLG Zweibrücken, 20.07.2015 - 6 U 7/14
Zurückweisung Berufung bzgl. Werklohnforderung
OLG Karlsruhe, 28.10.2002 - 7 U 87/02
BGB-Werkvertrag: Rechtsgrundlage für eine Gewährleistungshaftung bei Verletzung …
OLG Düsseldorf, 17.08.2001 - 22 U 90/00
OLG Karlsruhe, 21.12.2000 - 4 U 48/00
Herstellung eines Bauwasseranschlusses - Sorgfaltspflichten des Installatuers
OLG Oldenburg, 24.11.2016 - 8 U 70/15
LG Stendal, 18.10.2013 - 21 O 17/11
Gewährleistung beim Werkvertrag: Mangelhaftigkeit eines Tankcontainers; …
LG Koblenz, 08.02.2007 - 4 O 167/06
Verlegereife des Estrichs ist zu prüfen!
OLG Bremen, 29.09.2005 - 5 U 9/05
Grundsätze eines Anspruchs aus postiver Vertragsverletzung; Wirksamkeit der …
BGH, 07.06.2001 - VII ZR 491/99
Prüfungs- und Hinweispflicht des Fliesenlegers bei fehlendem Gefälle und …
OLG Köln, 27.10.1999 - 17 U 30/98
LG Düsseldorf, 05.12.2007 - 41 O 4/05
Mangelhafte Bauleistung: Verletzung der Erkundigungspflicht kann Haftung des AN …