Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767?p=870
Timestamp: 2019-02-23 23:46:33
Document Index: 362223603

Matched Legal Cases: ['§ 4505', '§ 14', '§ 1939', '§\n4396', '§ 4', '§ 15', '§ 7', '§ 18', '§ 30', '§ 4505', '§ 14', '§ 4', '§ 15', '§ 4505', '§ 14', '§ 1939', '§ 4', '§ 15', '§ 7', '§ 18', '§ 30', '§ 4505', '§ 14', '§ 1939', '§ 1939', '§ 4396', '§ 4', '§ 15', '§ 7', '§ 18', '§ 30']

werden sie wohl bei dem stamme, und hause ge-
lassen, und dem nächsten erben verpachtet. Wo-
fern aber verschidenen erben sotane güter verlihen
werden; alsdann muß einer unter inen zum jich-
tiger (vor- oder lehnträger, mom- oder lehn-par,
stamm, stämml, haubtschuldner, und ausrichter)
(§ 4505 des 2ten th.), von Buri s. 1023, Halt-
aus sp. 1728, unter dem worte: stamm, bestel-
let werden, welcher für den pachtzinß (martins-
zinß), und andere lasten haften muß, wie gen
Dillenburg dahir im monate april 1762, in sa-
chen Paull Müllers, wider den Johannes Schenk,
aus Ebersbach, erkannt worden ist. Die her-
rengüter sollen nicht verafterlehnet werden; sihe
die nassau-cazenelnbogische landesordn. im Iten th.
tit. 5, § 14, s. 29, 1711 fol.
von den huben-
hufengütern.
Die huben- oder hufengüter, hublehne etc sind
in Teutschlande sehr unterschidener art, und zwar
werden sie sowohl 1) pachtweise auf eine gewisse
zeit aus- und eingetan (§ 1939 des Iten, und §
4396 des 2ten th.), Speidel im spec. var. obs.
s. 612, unter dem worte: hueb, hub; als auch
2) zu rechtem erbe verlihen, Joh. Schilter de cu-
riis dominical. § 4 fgg., s. 351 des cod. iur. feud.
Alam. 1728 fol., Freiherr von Cramer in neben-
stunden th. 9, abh. 3, § 15, Joh. Ulr. Dürr
de curiis dominical. § 7 fg., § 18 fg., § 30, 31,
Heinr. von Rosenthal de feudis cap. II, cond.
64, s. 64 fg., 1624 fol., Wehner in obs. pract.
s. 226, Besold im thes. pract. unter dem worte:
huf, hueb. Jn disen fällen sezen die hubgüter
einen eigentumsherrn, oder zum wenigsten, da-
fern das nuzbare eigentum den hubleuten ausdrück-
lich zugestanden worden ist, einen oberherrn vor-
werden ſie wohl bei dem ſtamme, und hauſe ge-
laſſen, und dem naͤchſten erben verpachtet. Wo-
fern aber verſchidenen erben ſotane guͤter verlihen
tiger (vor- oder lehntraͤger, mom- oder lehn-par,
ſtamm, ſtaͤmml, haubtſchuldner, und ausrichter)
(§ 4505 des 2ten th.), von Buri ſ. 1023, Halt-
aus ſp. 1728, unter dem worte: ſtamm, beſtel-
let werden, welcher fuͤr den pachtzinß (martins-
zinß), und andere laſten haften muß, wie gen
Dillenburg dahir im monate april 1762, in ſa-
chen Paull Muͤllers, wider den Johannes Schenk,
aus Ebersbach, erkannt worden iſt. Die her-
renguͤter ſollen nicht verafterlehnet werden; ſihe
die naſſau-cazenelnbogiſche landesordn. im Iten th.
tit. 5, § 14, ſ. 29, 1711 fol.
hufenguͤtern.
Die huben- oder hufenguͤter, hublehne ꝛc ſind
in Teutſchlande ſehr unterſchidener art, und zwar
werden ſie ſowohl 1) pachtweiſe auf eine gewiſſe
4396 des 2ten th.), Speidel im ſpec. var. obſ.
ſ. 612, unter dem worte: hueb, hub; als auch
riis dominical. § 4 fgg., ſ. 351 des cod. iur. feud.
ſtunden th. 9, abh. 3, § 15, Joh. Ulr. Duͤrr
Heinr. von Roſenthal de feudis cap. II, cond.
64, ſ. 64 fg., 1624 fol., Wehner in obſ. pract.
ſ. 226, Beſold im theſ. pract. unter dem worte:
huf, hueb. Jn diſen faͤllen ſezen die hubguͤter
einen eigentumsherrn, oder zum wenigſten, da-
fern das nuzbare eigentum den hubleuten ausdruͤck-
lich zugeſtanden worden iſt, einen oberherrn vor-
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[846/0870] II buch, XLIX haubtſtuͤck, werden ſie wohl bei dem ſtamme, und hauſe ge- laſſen, und dem naͤchſten erben verpachtet. Wo- fern aber verſchidenen erben ſotane guͤter verlihen werden; alsdann muß einer unter inen zum jich- tiger (vor- oder lehntraͤger, mom- oder lehn-par, ſtamm, ſtaͤmml, haubtſchuldner, und ausrichter) (§ 4505 des 2ten th.), von Buri ſ. 1023, Halt- aus ſp. 1728, unter dem worte: ſtamm, beſtel- let werden, welcher fuͤr den pachtzinß (martins- zinß), und andere laſten haften muß, wie gen Dillenburg dahir im monate april 1762, in ſa- chen Paull Muͤllers, wider den Johannes Schenk, aus Ebersbach, erkannt worden iſt. Die her- renguͤter ſollen nicht verafterlehnet werden; ſihe die naſſau-cazenelnbogiſche landesordn. im Iten th. tit. 5, § 14, ſ. 29, 1711 fol. § 1939 Die huben- oder hufenguͤter, hublehne ꝛc ſind in Teutſchlande ſehr unterſchidener art, und zwar werden ſie ſowohl 1) pachtweiſe auf eine gewiſſe zeit aus- und eingetan (§ 1939 des Iten, und § 4396 des 2ten th.), Speidel im ſpec. var. obſ. ſ. 612, unter dem worte: hueb, hub; als auch 2) zu rechtem erbe verlihen, Joh. Schilter de cu- riis dominical. § 4 fgg., ſ. 351 des cod. iur. feud. Alam. 1728 fol., Freiherr von Cramer in neben- ſtunden th. 9, abh. 3, § 15, Joh. Ulr. Duͤrr de curiis dominical. § 7 fg., § 18 fg., § 30, 31, Heinr. von Roſenthal de feudis cap. II, cond. 64, ſ. 64 fg., 1624 fol., Wehner in obſ. pract. ſ. 226, Beſold im theſ. pract. unter dem worte: huf, hueb. Jn diſen faͤllen ſezen die hubguͤter einen eigentumsherrn, oder zum wenigſten, da- fern das nuzbare eigentum den hubleuten ausdruͤck- lich zugeſtanden worden iſt, einen oberherrn vor- aus.
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Der Teutschen rechtsgelahrheit. Bd. 3. Frankfurt (Main), 1767, S. 846. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767/870>, abgerufen am 23.02.2019.