Source: http://firma-ausland.de/mandanten_deutschland.htm
Timestamp: 2017-08-20 09:51:13
Document Index: 33085938

Matched Legal Cases: ['§8', '§8', 'Art.5', '§12', '§12', '§7', '§8', 'EuG']

firmengründung ausland - steuerplanung für mandanten aus deutschland
Steuerplanung für Mandanten aus Deutschland
Als internationale Steuer-und Anwaltskanzlei beraten wir Deutsche Mandanten in der Steuerplanung, Betriebsstättenverlagerung ins Ausland, Firmengründung in Niedrigsteuerländer und Steuergestaltung mittels Holding.
Firmengründung im Ausland -Internationale Steuerplanung für Mandanten aus Deutschland
Internationale Steuerplanung für Mandanten aus Deutschland
Als internationale Steuerkanzlei beraten wir Deutsche Unternehmen und natürliche Personen in der legalen steuerlichen Gestaltung:
Firmengründung in der EU/EWR (zentral Bulgarien, Irland, Malta, Zypern und EU-Sonderzonen Madeira und ZEC, Liechtenstein), Substanz Escape, Treuhand-Dienste, steuerliche Ergebniszuordnung
Steuergestaltung mittels Holdinggesellschaft im Ausland, Dividendenrouting, grenzüberschreitende Verschmelzung oder Anteilstausch- und Gesellschafter-Fremdfinanzierung
IP Box-Steuerregime (niedrige Besteuerung von Einnahmen aus Lizenz-und Patentrechten): Gründung einer Lizenz- Patentverwertungsgesellschaft im Ausland (Intellectual Property), zentral Zypern, Liechtenstein, Niederlande, Luxemburg
Recht der Doppelbesteuerungsabkommen, DBA-Missbrauchsklauseln Außensteuerrecht, Hinzurechnungsbesteuerung, Funktionsverlagerung
Verlagerung der unbeschränkten Steuerpflicht der natürlichen Person in ein Niedrigsteuerland, NonDom-Status in/auf Malta, England und Irland
Firmengründung im Ausland für in Deutschland ansässige Mandanten
Für in Deutschland ansässige Mandanten eignet sich am Besten eine Firmengründung in der EU:
Steueroasen in der EU/EWR:
Land Körperschaftssteuer Sonst
Malta** 5% mit dem Malta Holding Modell Erforderlich ist Malta Trading Company und Malta Holding
Zypern 12,5% IP Box: 2,0% Effektivbesteuerung
Liechtenstein 12,5% IP Box: 2,5% Effektivbesteuerung
Madeira 4% Es sind Auflagen zu erfüllen, Mitarbeiter und Investitionen
ZEC 4% Es sind Auflagen zu erfüllen, Mitarbeiter und Investitionen
Gibraltar 10% Gehört nicht zum umsatzsteuerrechtlichen Gemeinschaftsgebiet
**Malta: In Verbindung mit NonDom Malta keine Besteuerung der Dividendenausschüttungen.
IP Box (Einnahmen aus immateriellen Gütern, z.B. Patente, Lizenzeinnahmen):
EU und EWR: Ebene der natürlichen Person (Gesellschafter)
Niedrigsteuerländer außerhalb der EU/EWR
Soll es sich dennoch um eine Firmengründung außerhalb der EU handeln, so muss hinsichtlich des Substanz Escape entsprechend aufgerüstet werden. Es sind die Fremdvergleichsgrundsätze eng auszulegen (Infrastruktur/Büro, Angestellte) und es sollte ein Doppelbesteuerungsabkommen bestehen.
Von Firmengründungen in Steueroasen-Ländern (ohne DBA mit Deutschland, Z.B. Belize, Panama, BVI usw.) raten wir dringend ab: Verdacht der rechtswidrigen Zwischengesellschaft, Gestaltungsmissbrauch, Umkehr der Beweislast, Negativwirkung der Steuerhinterziehungsbekämpfungsverordnung u.v.m..
Wenn im Steueroasen-Land ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb installiert wird (Büro/s mit Mietvertrag, Angestellte) und die Fremdvergleichsgrundsätze eingehalten werden
Die geschäftliche Oberleitung nachweisbar im Steueroasen-Land belegen ist. Artikel 5 Doppelbesteuerungsabkommen /OECD MA: Ort der geschäftlichen Oberleitung als Ort der Betriebsstätte….. Mithin muss ein lokal ansässiger in dem Land die geschäftliche Oberleitung tatsächlich innehaben. Das Gehalt muss einem Fremdvergleich standhalten. Dieses ist i.d.R nur möglich, wenn der Mandant (oder ein Beauftragter) seinen Wohnsitz /Lebensmittelpunkt in den Sitzstaat verlagert und selbst als Direktor der Gesellschaft auftritt. Von Offshore Agenturen angebotene Treuhand-Lösungen (Nominee Direktoren mit lächerlich geringem Honorar, „Massen-Treuhand-Direktoren“) halten einer Nachprüfung nicht Stand
Ein wirtschaftlicher Grund vorliegt
Die Gesellschaft am innerstaatlichen Wirtschaftsverkehr teilnimmt, was Offshore-Gesellschaften ausschließt
Ergänzend definiert sich das Vorliegen einer Betriebsstätte nicht auf der Grundlage des Artikel 5 DBA, sondern aufgrund des innerstaatlichen Steuerrechts. Demnach löst z.B. ein Warenlager oder eine Repräsentanz in Deutschland eine Betriebsstätte aus, genau umgekehrt zum DBA-Sachverhalt.
Dieses alles, weil die Positivwirkungen der EU Niederlassungsfreiheit /EU Rechtschutz nicht greifen bzw. kein Doppelbesteuerungsabkommen besteht. Auch entfalten die nationalen Regelungen zur Hinzurechnungsbesteuerung (in Deutschland §8 AStG) volle Wirkung.
Deutschland als Hochsteuerland
Deutschland ist trotz zahlreicher Reformversuche immer noch ein Hochsteuerland. Die deutsche Kapitalgesellschaft wird mit durchschnittlich 30% besteuert (15% Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer nach Hebesatz des Bundeslandes), Dividendenausschüttungen an die natürliche Person unterliegen einer zusätzlichen Abgeltungssteuer von 25%.
Die Lohnstückkosten sind aufgrund der hohen Abgaben für die Sozialversicherung im internationalen Vergleich extrem hoch. Hohe Arbeitskosten und hohe Löhne sind Spiegelbild einer Wohlstandsgesellschaft; eine gute Einkommenssituation sowie ein eng geknüpftes Netz der sozialen Sicherung lassen sich mit niedrigen Arbeitskosten nicht vereinbaren.
Die steuerliche Effektivbelastung Deutscher Unternehmer wird zusätzlich erhöht, da insbesondere im Rahmen der Unternehmenssteuerreform zahlreiche Möglichkeiten der Absetzbarkeit von betrieblichen Aufwendungen, ergänzend Abschreibungsmöglichkeiten verschlechtert wurden.
Die Kostenbelastung Deutscher Unternehmer bestimmt sich aber nicht nur aus den Steuern und Lohnstückkosten. Erschwerend kommt hinzu:
Zwangsmitgliedschaft in der Industrie und Handelskammer, Berufsgenossenschaft
Ein kompliziertes Steuerrecht führt zu hohen Steuerberatungskosten
Ab einer bestimmten Unternehmensgröße müssen aufwendige Dokumentationen erstellt werden
Das Deutsche Arbeitsrecht/Kündigungsschutzgesetz macht es schwer flexibel auf den Markt zu reagieren und Arbeitnehmeranteile kurzfristig zu erhöhen oder zu reduzieren. Ergänzend die Problematik der Scheinselbständigkeit bei freiberuflicher Tätigkeit
Deutsche Unternehmenssteuerreform
Der Wiesbadener Steuerexperte Prof. Jarass zeigt in einem aktuellen Beitrag zahlreiche Schwachstellen der Unternehmenssteuerreform auf:
Deutsche Gesetze zur Verhinderung des Gestaltungsmissbrauchs
Deutschland kennt zahlreiche Gesetze zur Verhinderung des Gestaltungsmissbrauchs bei Auslandsbeziehungen sowie Gesetze die darauf abzielen, dass Besteuerungsrecht in Deutschland zu definieren, u.a.:
Gestaltungsmissbrauch gemäß AO (Abgabenordnung)
Deutsche Hinzurechnungsbesteuerung nach §8 AStG
Rechtsgrundlagen zur Berichtigung von Einkünften (Einkunftskorrekturvorschriften) im Deutschen Steuerrecht
Steuerhinterziehungsbekämpfungsgesetz ab 2010
Faktische Umkehr der Beweislast
In vielen Steuersachverhalten definiert der Deutsche Gesetzgeber die faktische Umkehr der Beweislast. So muss in diesem Kontext der mutmaßlich Steuerflüchtige beweisen, dass eine Auslandskonstruktion nicht rechtswidrig ist, um einzig der Deutschen Besteuerung zu entgehen. Dieses insbesondere bei sogenannten "Nicht-DBA-Sachverhalten", also bei Gesellschaftsgründungen in Ländern, die mit Deutschland kein DBA unterhalten. Lesen Sie dazu bitte mehr unter:
Betriebsstättenbegriff gemäß DBA und Deutscher Abgabenordnung
Im Anwendungsfall des Deutschen Steuerrechts kommt es sehr darauf an, ob die steuerliche Betriebsstätte auf der Grundlage Art.5 OECD-MA (infolge Doppelbesteuerungsabkommen= DBA) oder auf der Grundlage der Deutschen Abgabenordnung (§12 AO) definiert bzw. festgestellt wird. Ist kein Doppelbesteuerungsabkommen anwendbar, so definiert sich die steuerliche Betriebsstätte auf der Grundlage §12/13 AO. Unten dazu eine Übersicht.
Deutsches Außensteuerecht, §§7-14 AStG
Wird eine geschäftliche Tätigkeit als "Aktiv" im Sinne des Aktivkataloges §8 AStG bewertet (siehe unten), entfaltet die Deutsche Hinzurechnungsbesteuerung keine Wirkung. Ist die Betriebsstätte in der EU angesiedelt, entfaltet die Deutsche Hinzurechnungsbesteuerung grundsätzlich keine Wirkung, allerdings kann das Deutsche Finanzamt eine Ansässigkeitsbescheinigung beim ausländischen Finanzamt beantragen, um sicherzustellen, dass es sich bei der Auslandsgesellschaft nicht um eine rechtswidrige Zwischengesellschaft handelt.
Zur Beachtung: Der EuGH hat die deutsche Hinzurechnungsbesteuerung im europäischen Kontext für rechtswidrig erklärt.
Fast jedes Land kennt entsprechende DBA-Missbrauchsklauseln und wendet diese auch entsprechend an. Naturgemäß neigen Hochsteuerländer wie Deutschland allerdings dazu, entsprechende Missbrauchsklauseln zu installieren und explizit anzuwenden.
Wir beraten Deutsche Mandanten in unserer Kanzlei in Hamburg.