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Timestamp: 2016-10-26 23:14:23
Document Index: 187445245

Matched Legal Cases: ['Art. 21', 'BGE', 'Art. 21', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 21', 'BGE', 'BGE', 'Art. 21', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 21', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE']

9C_308/2014 (19.05.2015)
9C_308/2014 {T�0/2} � � Urteil vom 19. Mai 2015
A.a.�A.________, geb. 1953, leidet seit 1974 an fortschreitender Multipler Sklerose. Die Invalidenversicherung sprach ihr verschiedene Hilfsmittel, eine ganze Invalidenrente sowie eine Hilflosenentsch�digung f�r Hilflosigkeit schweren Grades zu. Im April 2010 stellte die Versicherte bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen ein Begehren um �bernahme der Kosten f�r den Umbau eines Fahrzeuges VW Caddy Life Automat im Umfang von Fr. 50'001.70, wobei insbesondere der Einbau eines Rollstuhllifts, einer elektrischen Heckklappe mit Fernbedienung, ein 6-Weg-Fahrsitzunterbau mit orthop�dischem Fahrersitz "Recaro" sowie eine Standheizung vorgesehen war (Offerte der Firma B.________ GmbH vom 1. April 2010 �ber den Betrag von Fr. 50'001.70). Das Hilfsmittel-Zentrum SAHB erachtete die Positionen "Recaro-Sitz" und "Standheizung" f�r unn�tig, schlug aber zus�tzlich eine Kostenbeteiligung f�r das Automatikgetriebe in der H�he von Fr. 1'300.- vor (Total: Fr. 41'902.85). Mit Verf�gung vom 2. November 2010 sprach die IV-Stelle A.________ eine Kostenbeteiligung von Fr. 25'000.- zu.
Die von der Versicherten dagegen erhobene Beschwerde hiess das angerufene Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen teilweise gut; es wies die Sache zur weiteren Abkl�rung an die IV-Stelle zur�ck. Dabei ordnete es an, es sei - nebst der Fahreignung - zu pr�fen, wie die Fortbewegung der Versicherten konkret ausgestaltet, insbesondere inwieweit eine selbst�ndige Fortbewegung tats�chlich und aus medizinischer Sicht m�glich sei, oder ob die Versicherte von vornherein - trotz eines zur selbst�ndigen Ben�tzung umgebauten Fahrzeugs - auf Dritthilfe angewiesen sei. Zus�tzlich sei die medizinische Notwendigkeit eines Recaro-Sitzes sowie einer Standheizung abzukl�ren, ebenso seien die zeitliche Nutzung des Fahrzeugs und die M�glichkeit der Versicherten, die Fahrzeugscheiben mit mechanischen oder chemischen Mitteln selber zu enteisen, zu pr�fen (Entscheid vom 30. Juni 2011).
Die IV-Stelle holte beim Hausarzt der Versicherten, Dr. med. C.________, Facharzt f�r Allgemeinmedizin, eine Stellungnahme (erstattet am 15. August 2011) ein. Sie nahm den Bericht �ber die amts�rztliche Untersuchung der Fahrtauglichkeit vom 19. September 2011 zu den Akten und informierte sich bei der Versicherten �ber die Ben�tzung des Fahrzeuges (Aktennotiz zu Telefongespr�ch vom 18. Oktober 2011). Am 30. November 2011 nahm RAD-Arzt Dr. med. D.________ Stellung.
Die IV-Stelle f�hrte das Vorbescheidverfahren durch und sprach der Versicherten mit Verf�gung vom 16. Februar 2012 (unver�ndert) einen Kostenbeitrag von Fr. 25'000.- zu.
A.b.�Am 23. November 2012 gelangte A.________ erneut an die IV-Stelle. Sie machte eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend (vermehrte Schmerzen im rechten, bislang noch funktionsf�higen Arm) und ersuchte um �bernahme der Kosten f�r die wegen des Kraftverlusts erforderliche Verringerung der Servolenkung des Autos in der H�he von Fr. 2'862.-. Die IV-Stelle wies das Leistungsgesuch ab mit der Begr�ndung, der Kostenrahmen von Fr. 25'000.- sei bereits ausgesch�pft (Verf�gung vom 12. Dezember 2012).
A.________ liess gegen beide Verf�gungen je separat (am 22. M�rz 2012 und am 30. Januar 2013) Beschwerde erheben und deren Aufhebung beantragen. Es seien ihr die gesamten Umbaukosten in der H�he von Fr. 44'150.- (gem�ss korrigierter Eingabe vom 8. Mai 2012) und Fr. 2'862.- zu erstatten. Das angerufene Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen vereinigte die beiden Verfahren. Es hiess die Beschwerde gegen die Verf�gung vom 16. Februar 2012 teilweise und diejenige gegen die Verf�gung vom 12. Dezember 2012 vollumf�nglich gut und verpflichtete die IV-Stelle, die Kosten f�r das beantragte Hilfsmittel (Fahrzeugumbau) in der H�he von Fr. 43'258.45 zu �bernehmen (Entscheid vom 3. M�rz 2014).
Die IV-Stelle f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Rechtsbegehren, der kantonale Entscheid sei aufzuheben; ihre Verf�gungen vom 16. Februar und 12. Dezember 2012 seien zu best�tigen.
Die Versicherte schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen (BSV) verzichtet auf eine Vernehmlassung.
2.1.�Gem�ss Art. 21 Abs. 1 Satz 1 IVG haben Versicherte im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, deren sie f�r die Aus�bung der Erwerbst�tigkeit oder der T�tigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsf�higkeit, f�r die Schulung, die Aus- und Weiterbildung oder zum Zwecke der funktionellen Angew�hnung bed�rfen. Nach Abs. 2 derselben Bestimmung haben Versicherte, die infolge ihrer Invalidit�t f�r die Fortbewegung, f�r die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder f�r die Selbstsorge kostspieliger Ger�te bed�rfen, im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne R�cksicht auf die Erwerbsf�higkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel. Als Hilfsmittel gelten laut Ziff. 10.05 Anhang HVI auch die invalidit�tsbedingten Ab�nderungen von Motorfahrzeugen.
2.2.�Im Kreisschreiben �ber die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (KHMI; g�ltig ab 1. Januar 2008; Stand 1. Juli 2011) ist vorgesehen, dass die Ab�nderungen an einem Motorfahrzeug einfach und zweckm�ssig sein m�ssen; bei Unklarheiten ist eine neutrale Fachstelle (SAHB) beizuziehen (Rz. 10.05.3 KHMI). Bei Ab�nderungskosten von mehr als Fr. 25'000.- kann in der Regel nicht mehr von einer einfachen und zweckm�ssigen Versorgung ausgegangen werden, weshalb eine spezielle Begr�ndung erforderlich ist (Rz. 10.05.4 KHMI).
2.3.�Als Verwaltungsweisung richtet sich das Kreisschreiben zwar vorab an die Vollzugsorgane und ist f�r Gerichte nicht verbindlich. Diese ber�cksichtigen es aber bei ihrer Entscheidung, sofern es eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zul�sst. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine �berzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gew�hrleisten, Rechnung getragen (BGE 138 V 50 E. 4.1 S. 54; 133 V 346 E. 5.4.2 S. 352 mit Hinweisen).
3.1.�In Nachachtung des Entscheides des kantonalen Versicherungsgerichts vom 30. Juni 2011 kl�rte die IV-Stelle die Eingliederungswirksamkeit der beantragten Massnahme weiter ab, insbesondere die Fahreignung der Versicherten, die konkrete Fortbewegung, vor allem die M�glichkeit des selbst�ndigen Einsatzes des Fahrzeugs in tats�chlicher und medizinischer Hinsicht, die medizinische Notwendigkeit des Recaro-Sitzes und der Standheizung sowie den zeitlichen Einsatz des Fahrzeuges.
Gest�tzt auf die von der IV-Stelle eingeholten Informationen (Berichte des Amtsarztes Dr. med. E.________, Allgemeine Medizin, vom 19. September 2011 und des Hausarztes Dr. med. C.________ vom 15. August 2011 [mit Hinweis auf den Bericht des PD Dr. med. F.________, Leitender Arzt, Facharzt Neurologie, Klinik G.________, vom 1. September 2010] sowie die Aktennotiz �ber die Befragung der Versicherten vom 18. Oktober 2011) stellte die Vorinstanz fest, die Versicherte sei nach wie vor in der Lage, das Auto ohne Dritthilfe zu ben�tzen und kleinere Eink�ufe sowie Arzt- oder Therapiebesuche selbst�ndig vorzunehmen.
Die Vorinstanz erwog, mit dem beantragten Umbau k�nne somit das gesetzlich anerkannte Eingliederungsziel der Erhaltung der selbst�ndigen Fortbewegung zur Selbstsorge, die M�glichkeit, selbst�ndig mit der Umwelt in Kontakt zu treten und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, erreicht werden und damit sei die Eingliederungswirksamkeit erstellt. Es m�sse gepr�ft werden, ob der Umbau einfach und zweckm�ssig sei. Hinsichtlich des Einbaus einer Standheizung und eines Recaro-Sitzes sei sie zu verneinen. Der Einbau eines Rollstuhlliftes sei unabdinglich, weil sonst die Unabh�ngigkeit der Versicherten stark beeintr�chtigt werde und den gesamten Umbau f�r die Versicherte als Selbstfahrerin eher �berfl�ssig werden lasse. Der Rollstuhllift scheine zweckm�ssig, da ohne ihn f�r Ein- und Ausstieg sowie Ein- und Ausladen des Rollstuhles am Start- und Zielort jeweils eine Hilfsperson anwesend sein m�sste. Auch die erneute Einstellung der Servolenkung sei erforderlich und geeignet, die selbst�ndige Benutzung des Autos zu erm�glichen; sie sei immer noch einfach und zweckm�ssig. Der Umbau k�nne damit im Umfang, wie er von der Fachstelle SAHB berechnet worden sei, als eingliederungswirksam und zweckm�ssig betrachtet werden. Der Gesamtbetrag belaufe sich - nach Abzug der gem�ss effektiver Rechnungsstellung nicht realisierten Positionen (linke Armlehne, EZ-Lock) - auf Fr. 43'258.45 (einschliesslich Anpassungen der Servolenkung und Kostenpauschale f�r das Automatikgetriebe von Fr. 1'300.-). In einem weiteren Schritt, so die weitere Erw�gung des kantonalen Gerichts, sei die Verh�ltnism�ssigkeit im engeren Sinn, namentlich die finanzielle Verh�ltnism�ssigkeit des beantragten Umbaus zu pr�fen, denn die Gesamtkosten des Hilfsmittels m�ssten in einem vern�nftigen Verh�ltnis zum angestrebten Eingliederungsziel stehen. Zwar liege der Umbau mit Kosten von gut Fr. 43'000.- erheblich �ber der in der Wegleitung genannten Limite von Fr. 25'000.-. Die finanzielle Verh�ltnism�ssigkeit scheine indessen (gerade) noch gewahrt, weil dem Eingliederungsziel einer m�glichst hohen Selbst�ndigkeit in der Fortbewegung und der Selbstsorge grosse Bedeutung zukomme.
3.2.�Nach Auffassung der Beschwerde f�hrenden IV-Stelle verletzt der angefochtene Entscheid Bundesrecht (Art. 21 IVG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 4 HVI und Ziff. 10.05 Anhang HVI). Sie stellt sich auf den Standpunkt, der Versicherten seien nur die Kosten f�r den Autoumbau im Rahmen des Kostenlimits gem�ss KHMI von Fr. 25'000.- zu bewilligen. Analog BGE 131 V 167, wo die M�glichkeit, sich von einem Familienmitglied fahren zu lassen, in Erw�gung gezogen worden sei, seien andere M�glichkeiten f�r die Fortbewegung - Tixi-Taxi, Hilfe bei Transfer und Verlad - zu bedenken, da die Kosten (�ber der Limite von Fr. 25'000.-) und der Nutzen (Einkauf, Arztbesuch, soziale Kontakte) in einem Missverh�ltnis st�nden. Die in BGE 131 V 167 erw�hnte Ausnahme, dass der Preis die Limite �bersteigen k�nne, wenn ein Modell f�r eine spezielle Behinderung entwickelt worden sei, liege nicht vor. Mit der Hilflosenentsch�digung f�r Hilflosigkeit schweren Grades, welche die Versicherte neben der ganzen Rente beziehe, werde unter anderem auch die Hilfe bei der Fortbewegung abgegolten. Es sei ihr zumutbar, sich beim Ein- und Ausladen sowie beim Verladen des Rollstuhls helfen zu lassen. Da sie bereits in verschiedenen Bereichen auf Unterst�tzung angewiesen sei, stelle die Hilfe einer Drittperson bei Ein- und Ausstieg keine �berm�ssige Belastung dar. Die finanzielle Verh�ltnism�ssigkeit sei bei Kosten in der H�he von �ber Fr. 50'000.- gem�ss Offerte vom 1. April 2010 nicht gewahrt. Die selbst�ndige Fortbewegung, die Herstellung des Kontakts mit der Umwelt und die Selbstsorge seien bei der Versicherten durch ihre Hilflosigkeit im Grundsatz eingeschr�nkt. Deshalb k�nne das Mass an diese Selbst�ndigkeit bei der Abgabe eines Hilfsmittels nicht, wie die Vorinstanz dies verlange, auf ein h�heres Niveau gestellt werden. Der Nutzen f�r drei- bis viermalige Fahrten pro Woche zum Einkauf und/oder zwecks Arzt- oder Therapiebesuchen verm�ge eine fast doppelt so hohe Abgeltung f�r den Autoumbau nicht zu rechtfertigen. Auch im Sinne der Gleichbehandlung mit anderen Versicherten sei eine Kosten�bernahme �ber den H�chstansatz hinaus nicht vertretbar.
3.3.�Die Versicherte macht geltend, der Anspruch auf Hilfsmittel bestehe ohne R�cksicht auf die Erwerbsf�higkeit. Es sei deshalb unbeachtlich, dass sie nicht erwerbst�tig sei. Der Unterschied zu dem von der IV-Stelle zitierten BGE 131 V 167 bestehe darin, dass sie sich nicht von Familienmitgliedern fahren lassen k�nne. Sie ben�tige das Fahrzeug nicht nur zum Einkaufen und f�r Arzt-/Therapiebesuche, sondern vor allem auch f�r die Aufrechterhaltung der sozialen Kontakte mit der Familie und Kollegen, mithin f�r ihre Sozialrehabilitation, die einen entscheidenden Einfluss auf ihre psychische Gesundheit habe. Die IV-Stelle habe es unterlassen, Abkl�rungen zu den pers�nlichen Verh�ltnissen, insbesondere zu ihrer Familiensituation (sie lebe alleine), und zur Notwendigkeit eines umgebauten Fahrzeugs zwecks Sozialrehabilitation vorzunehmen. Durch den Fahrzeugumbau erreiche sie eine grosse, jeweils spontan zu bewerkstelligende Mobilit�t und Unabh�ngigkeit; der Dienst des Tixi-Taxi und die Hilfe von Drittpersonen stellten keine gleichwertigen M�glichkeiten dar. Die Benutzung �ffentlicher Verkehrsmittel sei f�r sie �usserst schwierig und im Winter gar unm�glich. Die Auffassung der IV-Stelle h�tte zur Folge, dass es praktisch jedem Bez�ger einer Hilflosenentsch�digung schweren Grades verwehrt w�re, als Selbstlenker einen Autoumbau zu beanspruchen. Eine derartige Einschr�nkung der Mobilit�t sei unzumutbar und unverh�ltnism�ssig. Im �brigen sei nicht nachvollziehbar, wieso die IV-Stelle im Jahr 2000 einen vergleichbaren Umbau �bernommen habe.
4.1.�Zu pr�fen ist, ob das kantonale Gericht einen Anspruch der Beschwerdegegnerin auf �bernahme der Kosten des Fahrzeugumbaus im Betrage von Fr. 43'258.45 (ohne Standheizung und Recaro-Sitz) zu Recht bejaht hat.
4.2.�Es steht fest und ist (entgegen der Darstellung der Versicherten) unbestritten, dass eine erwerbliche Ausrichtung f�r den Anspruch auf invalidit�tsbedingte Ab�nderungen von Motorfahrzeugen gem�ss Ziff. 10.05 HVI-Anhang, welche keinen Stern (*) enth�lt, nicht vorausgesetzt ist, und es vielmehr gen�gt, dass eine Ab�nderung f�r die Fortbewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder die Selbstsorge (sog. Sozialrehabilitation) notwendig ist (Urteil 9C_314/2014 vom 7. November 2014 E. 3.2; I 829/05 vom 16. August 2006 E. 2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 121 V 261 zur entsprechenden, auf den 1. Januar 1993 in Kraft getretenen �nderung).
Dass die Versicherte das Auto gem�ss der Abkl�rung vom 18. Oktober 2011 f�r Arzt- und Therapiebesuche, die Bew�ltigung des Einkaufs sowie die Pflege sozialer Kontakte ben�tigt, stellt die IV-Stelle in ihrer Beschwerde nicht in Abrede. Sie verneint einen �ber die Limite von Fr. 25'000.- gem�ss Rz. 10.05.4 KHMI hinausgehenden Anspruch allerdings, anders als die Versicherte dies interpretiert, nicht etwa wegen fehlender Erwerbst�tigkeit der Versicherten bzw. wegen fehlender Notwendigkeit der Vorkehr. Insoweit gehen die darauf Bezug nehmenden Ausf�hrungen der Versicherten und auch ihr an die Verwaltung gerichteter Vorwurf, sie habe keine Abkl�rungen zur Notwendigkeit des Autoumbaus f�r die Sozialrehabilitation getroffen, ins Leere. Die IV-Stelle begr�ndet ihre ablehnende Haltung vielmehr damit, dass der voraussichtliche Erfolg der Eingliederungsmassnahme nicht in einem vern�nftigen Verh�ltnis zu den Kosten stehe. Allein �ber diesen Teilaspekt der Verh�ltnism�ssigkeit, insbesondere die wirtschaftlich-finanzielle Angemessenheit (vgl. dazu MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz �ber die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, N 32 zu Art. 8 IVG), gehen die Auffassungen auseinander.
4.3.�Auch im Bereich der Hilfsmittel ist die Invalidenversicherung keine umfassende Versicherung, welche s�mtliche durch die Invalidit�t verursachten Kosten abdeckt. Das Gesetz will die Eingliederung lediglich soweit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch gen�gend ist und zudem der voraussichtliche Erfolg der Eingliederungsmassnahme in einem vern�nftigen Verh�ltnis zu ihren Kosten steht, wobei die gesamten tats�chlichen und rechtlichen Umst�nde des konkreten Einzelfalles zu ber�cksichtigen sind (Art. 8 Abs. 1 und Art. 21 Abs. 3 IVG; BGE 141 V 30 E. 3.2.1 S. 34; 134 V 105 E. 3 S. 107 f. mit Hinweisen; vgl. auch Meyer-Blaser, Zum Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht, Diss. Bern 1985, S. 82 ff.). Dieses Erfordernis der Einfachheit und Zweckm�ssigkeit des Hilfsmittels ist auch f�r den Umfang des Anspruchs auf Ab�nderungen an Motorfahrzeugen entscheidend (BGE 131 V 167 E. 3 S. 170 f.; Urteil 9C_314/2014 vom 7. November 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).
4.4.�Rechtsprechungsgem�ss konkretisieren die vom BSV in der KHMI festgesetzten Limiten die gesetzlichen Erfordernisse der Einfachheit und der Zweckm�ssigkeit des Hilfsmittels (Art. 21 Abs. 3 IVG). Dies ist auch bei der Limite von Fr. 25'000.- gem�ss Rz. 10.05.4 KHMI f�r die Ab�nderung von Motorfahrzeugen der Fall (BGE 131 V 167 E. 4.1.3 S. 172; siehe zum Vergleich auch Ziff. 10.04* HVI [wo ein j�hrlicher Amortisationsbeitrag von Fr. 3'000.- vorgesehen ist f�r Versicherte, die voraussichtlich dauernd eine existenzsichernde Erwerbst�tigkeit aus�ben und zur �berwindung des Arbeitsweges auf ein pers�nliches Motorfahrzeug angewiesen sind] in Verbindung mit der Rechtsprechung gem�ss BGE 119 V 255 [Amortisationsdauer von sechs Jahren]). Das ehemalige Eidg. Versicherungsgericht hat die Gesetz- und Verfassungsm�ssigkeit des in Rz. 10.05.4 KHMI festgelegten Betrages denn auch ausdr�cklich bejaht (BGE 131 V 167 E. 4.4 S. 173; Meyer/ Reichmuth, a.a.O., N 29 zu Art. 21-21 quater IVG).
4.5.�Die konkrete Anwendung des Gesetzes setzt voraus, dass man sich - zumindest dem Grundsatz nach - an die in der Wegleitung festgelegten Kostenlimiten h�lt. Dennoch kann es (ausnahmsweise) vorkommen, dass der Preis f�r ein Hilfsmittel zwar die gesetzte Limite �bersteigt und die Voraussetzungen der Einfachheit und Zweckm�ssigkeit der Massnahme trotzdem erf�llt sind, etwa dort, wo das Hilfsmittel f�r eine spezielle Behinderung entwickelt worden ist (BGE 131 V 167 E. 3 S. 171). Dies war in dem BGE 123 V 18 zugrunde liegenden Sachverhalt der Fall, wo ein an einer erheblichen und langsam progredienten Muskelschw�che leidender Versicherter einen Rollstuhl mit einem besonderen Aufh�ngesystem (Fr. 16'835.- bei einer Kostenlimite von Fr. 13'000.-) ben�tigte, um die Auswirkung von Schl�gen und St�ssen zu mildern, die sich wegen des steifen Rumpfes des Versicherten direkt auf seinen Nacken �bertragen h�tten. Demgegen�ber ist bei einem offensichtlichen Missverh�ltnis zwischen den Kosten und dem Nutzen eines Hilfsmittels die Invalidenversicherung nicht verpflichtet, die Kosten zu �bernehmen (BGE 131 V 167 E. 3 in fine S. 171; 107 V 87 E. 2 S. 88). In diesem Sinne hat das Eidg. Versicherungsgericht in BGE 131 V 167 den Anspruch auf �bernahme eines Autoumbaus, der sich auf mehr als das Vierfache der Limite von Fr. 25'000.- belief, verneint.
4.6.�Eine spezielle Begr�ndung, weshalb die im hier zu beurteilenden Fall fast das Doppelte der Limite betragenden Ab�nderungskosten zulasten der IV-Stelle gehen sollen, vermochte die Vorinstanz nicht anzuf�hren und findet sich auch in der Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin nicht. Die IV-Stelle h�lt zu Recht fest, dass - anders als in BGE 123 V 18 - jedenfalls kein f�r eine spezielle Behinderung entwickeltes Modell in Frage steht. Beizupflichten ist der Verwaltung auch darin, dass angesichts des bestehenden Missverh�ltnisses Alternativen der Fortbewegung zu bedenken sind. Dabei hat die IV-Stelle sehr wohl ber�cksichtigt, dass die Versicherte alleine lebt und sich nicht von Familienmitgliedern chauffieren lassen kann: Sie hat sich darauf beschr�nkt, als Alternativen auf die M�glichkeit zu verweisen, den Tixi-Taxi-Fahrdienst oder Hilfe beim Ein- und Ausladen in Anspruch zu nehmen. Unbegr�ndet ist deshalb auch der von der Versicherten in diesem Zusammenhang erhobene Vorwurf, die IV-Stelle habe die Familienverh�ltnisse nicht abgekl�rt. Soweit die Versicherte geltend macht, die genannten M�glichkeiten seien einem Umbau nicht gleichwertig, weil sie ihr nicht dieselbe Mobilit�t und Unabh�ngigkeit g�ben (Notwendigkeit der fr�hzeitigen Bestellung des Tixi-Taxis, Unm�glichkeit spontaner Besuche etc.), ist darauf hinzuweisen, dass der in Art. 8 Abs. 1 IVG verankerte Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit nur Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen verleiht, nicht aber auf die nach den gegebenen Umst�nden bestm�glichen Vorkehren (BGE 135 I 161 E. 5.1 S. 166; 134 I 105 E. 3 S. 107 f.).
4.7.�Es steht fest und ist unbestritten, dass die Versicherte als Bez�gerin einer Hilflosenentsch�digung f�r Hilflosigkeit schweren Grades aufgrund ihrer Behinderung in der selbst�ndigen Fortbewegung, der Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt und der Selbstsorge wesentlich eingeschr�nkt ist. So ben�tigt sie gem�ss dem Bericht der Klinik G.________ vom 29. September 2010 t�glich Hilfe beim Aufstehen, der K�rperpflege und der Haushaltf�hrung. Dies best�tigte auch Dr. med. C.________, welcher ausf�hrte, dass die Versicherte auf Hilfe beim An-/Auskleiden, Aufstehen/Absitzen/Abliegen (Transfer vom Rollstuhl ins Bett), bei der Fortbewegung und bei der Pflege gesellschaftlicher Kontakte angewiesen ist (Bericht vom 29. Oktober 2010). Dass sie auch f�r den Ein- und Ausstieg aus dem Auto Hilfe in Anspruch zu nehmen hat, stellt damit keine unverh�ltnism�ssige zus�tzliche Einschr�nkung ihrer Selbst�ndigkeit dar (vgl. auch Urteil 9C_314/2014 vom 7. November 2014 E. 6.2.2; I 829/05 vom 16. August 2006 E. 3.4).
4.8.�Die gebotene gesamtheitliche Betrachtung der Angemessenheit der Vorkehr, in deren Rahmen insbesondere den sachlichen, wirtschaftlich-finanziellen und pers�nlichen Teilaspekten Rechnung zu tragen ist, ergibt, dass die IV-Stelle einen Anspruch auf �bernahme der Kosten, soweit sie Fr. 25'000.- �berschreiten, zu Recht verneint hat.
4.9.�An diesem Ergebnis vermag nichts zu �ndern, dass die IV-Stelle - wie die Versicherte geltend macht - einen vergleichbaren Umbau im Jahr 2000 nicht nur im Rahmen der Kostenlimite von Fr. 25'000.-, sondern vollumf�nglich �bernommen hat (vgl. dazu Verf�gung vom 24. M�rz 2000: Umbaukosten in der H�he von Fr. 19'545.-, erg�nzt durch Verf�gung vom 14. November 2000 betreffend Nachr�starbeiten im Betrage von Fr. 15'266.-). Massgebend sind - wie dargelegt (E. 4.3) - die tats�chlichen Verh�ltnisse des konkreten Einzelfalles, welche sich im Jahr 2000 von denjenigen zum hier massgebenden Zeitpunkt unterscheiden. Damals handelte es sich um grundlegende Anpassungen, damit die Versicherte �berhaupt ein Fahrzeug bedienen konnte (Lift zum Ein-/Aussteigen, Lenkradzus�tze, elektrische Heckt�re etc.). Nachtr�glich erwiesen sich Nachr�starbeiten f�r die bereits gew�hrten Anpassungen als notwendig.
4.10.�Zusammenfassend ergibt sich, dass der angefochtene vorinstanzliche Entscheid vor Bundesrecht nicht standh�lt und aufzuheben ist.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. M�rz 2014 wird aufgehoben und die Verf�gungen der IV-Stelle des Kantons St. Gallen vom 16. Februar und 12. Dezember 2012 werden best�tigt.