Source: https://rechtsanwalt-rhode.de/zeugnis
Timestamp: 2020-08-14 08:28:49
Document Index: 180834828

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 109', '§ 630', '§ 84', '§ 92', '§ 61', '§ 64']

Die gute Visitenkarte
Wenn Sie sich um einen neuen Job bewerben, entscheidet oft der erste Eindruck. Mit einem herausragenden Zeugnis können Sie diesen Eindruck bekräftigen - mit einem schlechten zerstören.
Wozu braucht man ein Zeugnis?
Als Arbeitnehmer benötigt Sie regelmäßig ein Zeugnis, um Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt wahrzunehmen zu können; als wichtigste Bewerbungsunterlage soll es Ihr berufliches Fortkommen fördern. Aus diesem Grund muss der Arbeitgeber das Zeugnis wohlwollend formulieren.
Als Arbeitgeber ist es für Sie oftmals die entscheidende Referenz. Aus dem Zeugnis erhalten Sie die für Ihre Einstellungsentscheidung nötigen Informationen über die bisherigen Tätigkeiten des Bewerbers. Zugleich informiert das Zeugnis Sie über dessen bzw. deren Leistungen. Deshalb muss das Zeugnis nicht nur wohlwollend, sondern auch wahr sein - eine manchmal kaum überwindbar erscheinende Hürde!
Hat man Anspruch auf ein Zeugnis?
Auf ein Zeugnis besteht ein Rechtsanspruch. Das steht im Gesetz:
Für Auszubildende folgt dies aus dem Berufsbildungsgesetz (§ 8 BBiG), für die übrigen Arbeitnehmer aus der Gewerbeordnung (§ 109 GewO); im Übrigen greift man auf § 630 BGB zurück (z.B. für Handelsvertreter in einer arbeitnehmerähnlichen Position (§ 84 Abs. 2 HGB) oder für GmbH-Geschäftsführer, die nicht zugleich Mehrheitsgesellschafter sind). Bei Personen im öffentlichen Dienst ergibt sich der Zeugnisanspruch der Beamten aus dem Bundesbeamtengesetz (§ 92 BBG), der der Angestellten aus § 61 BAT, bei Arbeitern aus den §§ 64 MTB II, 64 MTL II bzw. 57 BMT-G II.
Was muss im Zeugnis stehen und was nicht?
Da das Zeugnis einerseits wahrheitsgemäß insbesondere über die Leistungen des Arbeitnehmers informieren soll, andererseits aber wohlwollend sein muss, hat sich geradezu ein Geheimcode für Arbeitszeugnisse entwickelt.
Als Arbeitnehmer kann ich Ihnen dabei helfen, Ihr Zeugnis ins Deutsche zu übersetzen. Ist Ihr Zeugnis hiernach nicht so gut, wie es sich zunächst anhörte, helfe ich Ihnen, von Ihrem Arbeitgeber das Zeugnis zu bekommen, das Ihnen beruflich keine Stöcke zwischen die Beine wirft.
Als Arbeitgeber kann ich Ihnen dabei helfen, dass Sie nicht lügen müssen und wahrheitsgemäß die Leistung Ihres Arbeitnehmers beurteilen können. Sie vermeiden hierdurch Streitigkeiten und gewinnen Rechtssicherheit.