Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=23.02.1989&Aktenzeichen=VII%20ZR%2089/87
Timestamp: 2019-08-23 16:45:10
Document Index: 236461205

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH', 'BGH', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 11', '§ 13', '§ 13', 'BGH', '§ 13', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.02.1989 - VII ZR 89/87 - dejure.org
https://dejure.org/1989,135
BGH, 23.02.1989 - VII ZR 89/87 (https://dejure.org/1989,135)
BGH, Entscheidung vom 23.02.1989 - VII ZR 89/87 (https://dejure.org/1989,135)
BGH, Entscheidung vom 23. Februar 1989 - VII ZR 89/87 (https://dejure.org/1989,135)
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Unwirksame Klausel - Vertragsbedingungen für Bauleistungen - AGB - Förmliche Abnahme - Zeitpunkt der Übergabe - Bauträger - Verjährungsfrist - Gewährleistung - Verjährung - Inhaltskontrolle
Wirksame Verlängerung der Verjährungsfrist auf fünf Jahre bei formularmäßiger Vereinbarung der Gewährleistung nach § 13 VOB/B
AGB: Förmliche Abnahme; Gewährleistungsfrist
BGHZ 107, 75
NJW 1989, 1602
NJW-RR 1989, 852 (Ls.)
MDR 1989, 627
DNotZ 1989, 770
BB 1989, 1150
DB 1989, 1181
BauR 1989, 322
Die Abnahme hat darüber hinaus weitere Wirkungen insbesondere bezüglich der Fälligkeit und Verzinsung der Vergütung, bezüglich des Gefahrübergangs und bezüglich des Vorbehalts eines Vertragsstrafenanspruchs (vgl. BGH, Urteil vom 23. Februar 1989 - VII ZR 89/87, BGHZ 107, 75, 77, juris Rn. 9; Meier, BauR 2016, 565; Scheffelt, BauR 2014, 163, 179 Fn. 79;… Schwarz, Die Abnahme des Werkes, 1988, S. 35-37).
Aufgrund der erheblichen Bedeutung der Abnahme im Werkvertragsrecht ist diese neben der Vergütungspflicht eine Hauptpflicht des Erwerbers (vgl. BGH, Urteil vom 23. Februar 1989 - VII ZR 89/87, BGHZ 107, 75, 77, juris Rn. 9;… Urteil vom 26. Februar 1981 - VII ZR 287/79, Bau 1981, 284, 287, juris Rn. 28).
bb) Für das auf bis zum 31. Dezember 2001 geschlossene Verträge anzuwendende Recht hat der Bundesgerichtshof bereits entschieden, dass die in - Aufträgen an Bauhandwerkern zugrundeliegenden - "Vertragsbedingungen für Bauleistungen" eines Bauträgers enthaltene Klausel "für die Gewährleistung gilt VOB/B § 13, jedoch beträgt die Verjährungsfrist in Abänderung von Satz 4 generell fünf Jahre", der Inhaltskontrolle nach dem Gesetz zur Regelung des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen standhält (BGH, Urteil vom 23. Februar 1989 - VII ZR 89/87, BGHZ 107, 75).
a) Nach der Rechtsprechung des Senats verstößt eine in AGB enthaltene Regelung, mit der ein Generalunternehmer die Abnahme der von einem Subunternehmer erbrachten Leistung auf einen Zeitpunkt hinausschiebt, der einige Zeit nach der Fertigstellung dieser Leistung liegt, nicht stets gegen § 9 AGBG (Urteil vom 23. Februar 1989 - VII ZR 89/87 = BauR 1989, 322 ff = ZfBR 1989, 158).
Der Senat teilt bei dieser Bewertung die inhaltsgleiche Auffassung des BGH aus dem Urteil vom 23.02.1989, VII ZR 89/87 (NJW 1989, 1602 ff), welcher sich auch das Oberlandesgericht des Landes Sachsen-Anhalt, Urteil vom 27.04.2006, Az. 2 U 138/05 (BauR 2007, 551-555) und das Oberlandesgericht Celle, Urteil vom 05.09.2007 (BauR 2008, 353-356) angeschlossen haben.
Das hat der Senat wiederholt entschieden (Urteile vom 23. Februar 1989 - VII ZR 89/87, BGHZ 107, 75, 85, 86 und vom 9. Oktober 1986 - VII ZR 184/85, BauR 1987, 84, 86 = ZfBR 1987, 37).
Für die Wirksamkeit der Klausel über die Gewährleistungsfrist ist es ohne Bedeutung, daß Ziff. 12.3 und 13.1 der ZVB, nach denen die Verjährung der Gewährleistungsansprüche erst mit der Abnahme der Gesamtbauleistung durch den Bauherrn beginnen soll, unwirksam sind (vgl. Senatsurteil vom 23. Februar 1989 - VII ZR 89/87 - BGHZ 107, 75, 78 f).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats liegt eine nach § 11 Nr. 10 f AGBG unwirksame Einbeziehung der Regelung des § 13 VOB/B auch dann vor, wenn in einem einzelnen, vom Unternehmer oder Bauträger abgefaßten Vertrag auf § 13 VOB/B Bezug genommen oder der Wortlaut dieser Vorschrift wiedergegeben wird (zuletzt BGHZ 107, 75, 82).
Der Bundesgerichtshof hat bereits in einem Urteil vom 23.02.1989, Az. VII ZR 89/87, eine Klausel nicht beanstandet, derzufolge bei einer Bauleistung für die Gewährleistung § 13 VOB/B mit der Maßgabe einer 5-jährigen Verjährungsfrist gelten sollte.
Denn nach Ablauf der vereinbarten Verjährungsfrist kann sich der Werkunternehmer darauf einstellen, nur noch für solche Mängel einstehen zu müssen, die vom Auftraggeber bis dahin gerügt wurden (vgl. BGH, Urteil vom 23.02.1989, VII ZR 89/87, zitiert nach [...], Tn 22; OLG Naumburg, Urteil vom 27.04.2006, 2 U 138/05, zitiert nach [...], Tn 23 ff.; OLG Celle, Urteil vom 05.09.2007, 7 U 26/07, zitiert nach [...], Tn 25 ff.).
BGH, 13.07.1989 - VII ZR 82/88
BGH, 05.07.1990 - VII ZR 164/89
Schriftliche Aufforderung zur Mängelbeseitigung bei vertraglicher Vereinbarung …
VOB-Vertrag: Einbehalt einer Sicherheit über den vereinbarten Rückgabezeitpunkt …
BGH, 21.03.1991 - VII ZR 110/90
OLG Celle, 07.12.2006 - 13 U 145/06
BGH, 11.04.1991 - VII ZR 369/89
VK Baden-Württemberg, 30.08.2002 - 1 VK 41/02