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Timestamp: 2016-10-28 06:26:49
Document Index: 89977660

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 132', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

I 669/01 (30.04.2002)
I 669/01 Gr
Fr�sard; Gerichtsschreiberin Amstutz
N.________, 1962, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, R�mistrasse 5, 8001 Z�rich,
A.- Mit Verf�gung vom 7. M�rz 2001 sprach die IV-Stelle des Kantons Aargau dem 1962 geborenen N.________ gest�tzt auf einen Invalidit�tsgrad von 50 % r�ckwirkend ab
1. September 1996 eine halbe Invalidenrente (nebst Zusatzrente f�r die im Kosovo lebende Ehegattin sowie vier Kinderrenten) zu.
B.- Hiegegen liess N.________ Beschwerde erheben mit dem sinngem�ssen Antrag, in Aufhebung der Verf�gung vom 7. M�rz 2001 sei der Invalidit�tsgrad nach Einholung eines erg�nzenden Gutachtens des Dr. med. M.________, Facharzt FMH f�r Handchirurgie, neu zu bemessen und ihm gest�tzt darauf eine ganze Rente zuzusprechen. Nach Androhung einer reformatio in peius hielt N.________ an seiner Beschwerde fest, worauf das Versicherungsgericht des Kantons Aargau diese abwies, die Verf�gung vom 7. M�rz 2001 von Amtes wegen aufhob und feststellte, es bestehe ab 1. September 1996 Anspruch auf eine Viertelsrente; zwecks Erlass einer entsprechend angepassten Rentenverf�gung werde die Sache an die Verwaltung zur�ckgewiesen (Entscheid vom 25. September 2001).
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst N.________ sein Rechtsbegehren um Zusprechung einer ganzen Invalidenrente erneuern; eventualiter sei die Streitsache an die Verwaltung zur�ckzuweisen, damit diese nach weiteren Abkl�rungen, insbesondere der bereits vorinstanzlich beantragten Einholung eines Gutachtens des Handchirurgen Dr. med.
M.________ sowie eines erg�nzenden psychiatrischen Gutachtens, �ber den Leistungsanspruch erneut befinde. Ferner ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
1.- Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) sowie die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei Erwerbst�tigen nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b) zutreffend dargelegt.
Ebenfalls richtig wiedergegeben hat die Vorinstanz die Rechtsprechung zur Bedeutung �rztlicher Berichte und Gutachten f�r die Invalidit�tsbemessung (BGE 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1) sowie die Grunds�tze der Beweisw�rdigung (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 f.
Erw. 1c, je mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
2.- Streitig und zu pr�fen ist der Umfang des Rentenanspruchs.
a) Unbestrittenermassen ist der Beschwerdef�hrer aufgrund persistierender somatischer Beschwerden insbesondere im Ellbogen-, Schulter-/Nacken- und R�ckenbereich sowie psychischer Leiden in Form einer mittelgradigen depressiven Episode mit Verdacht auf eine Schmerzverarbeitungsst�rung kaum mehr in der Lage, seine angestammte T�tigkeit als Bauarbeiter auszu�ben. Nach Auffassung des kantonalen Gerichts ist ihm indessen eine leichte bis mittelschwere T�tigkeit ohne schwere Anforderungen an den linken Arm im Umfang von 70 % (mit Steigerungsm�glichkeit innert drei bis sechs Monaten nach entsprechenden rehabilitativen Massnahmen) zuzumuten. Dies ergebe sich aus dem umfassenden, s�mtlichen Anforderungen an die Beweistauglichkeit gen�genden Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle der Universit�tskliniken (MEDAS) vom 10. August 2000, welchem ausschlaggebendes Gewicht beizumessen sei. Dass die Verwaltung den Invalidit�tsgrad ausgehend von einer bloss 60 %-igen Restarbeitsf�higkeit ermittelt habe, lasse sich im Lichte der unmissverst�ndlichen �rztlichen Stellungnahme im MEDAS-Gutachten nicht rechtfertigen, weshalb die Verf�gung vom 7. M�rz 2001 diesbez�glich zu korrigieren sei. Damit betrage das gest�tzt auf die Tabellenl�hne der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) und unter Ber�cksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 15 % zu berechnende, trotz Gesundheitsbeeintr�chtigung zumutbarerweise erzielbare Einkommen (Invalideneinkommen) Fr. 31'121. 28 pro Jahr (IV-Stelle: 26'154.-). Im Vergleich zu dem ebenfalls ausgehend von den LSE-Tabellenl�hnen zu ermittelnden hypothetischen Einkommen ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) von j�hrlich Fr. 52'304. 65 resultiere ein Invalidit�tsgrad von rund 40 %, sodass - entsprechend der angedrohten reformatio in peius - lediglich Anspruch auf eine Viertelsrente bestehe.
b) Soweit der Beschwerdef�hrer hinsichtlich der Frage der verbleibenden Arbeitsf�higkeit erneut die Widerspr�chlichkeit des MEDAS-Gutachtens r�gt, kann auf die zutreffenden Erw�gungen der Vorinstanz verwiesen werden. Erg�nzend ist festzuhalten, dass die Arbeitsunf�higkeit im Untergutachten des Dr. med. G.________, stellvertretender Oberarzt der Rheumatologischen Universit�tspoliklinik, vom 5. Juli 2000 aus rheumatologischer Sicht wohl auf (maximal) 50 % eingesch�tzt worden war und Dr. med. B.________, stellvertretender Oberarzt an der Psychiatrischen Universit�tspoliklinik, im Untergutachten vom 5. Juli 2000 seinerseits eine psychiatrisch bedingte Arbeitsunf�higkeit von 25 bis 50 % bescheinigt hatte. Dass schliesslich die Einschr�nkung des Leistungsverm�gens von �rztlicher Seite auf insgesamt lediglich 30 % veranschlagt wurde, stellt die Schl�ssigkeit des Gutachtens nicht in Frage, zumal dieser Arbeitsunf�higkeitsgrad Ergebnis einer am 13. Juli 2000 durchgef�hrten multidisziplin�ren Konsens-Konferenz ist, an welcher nebst dem verantwortlichen MEDAS-Arzt Dr. med. R.________ auch PD Dr. med. U.________ (Oberarzt der Medizinischen Poliklinik) sowie die beiden begutachtenden Fach�rzte Dr. med.
B.________ und Dr. med. G.________ teilgenommen haben. Es bestehen keinerlei Anhaltspunkte daf�r, dass einer der �rzte bez�glich der abschliessenden Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit Bedenken ge�ussert oder weitere spezial�rztliche Abkl�rungen f�r geboten erachtet h�tte. Namentlich sind keine stichhaltigen Gr�nde ersichtlich, welche f�r die Notwendigkeit weiterer Abkl�rungen durch einen Facharzt der Handchirurgie sowie die Einholung eines zus�tzlichen psychiatrischen Gutachtens sprechen, weshalb Verwaltung und Vorinstanz entgegen dem Einwand des Beschwerdef�hrers keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes und der daraus fliessenden Sorgfaltspflichten vorgeworfen werden kann. Es bleibt mithin dabei, dass gest�tzt auf das MEDAS-Gutachten vom 10. August 2000 richtigerweise von einer verwertbaren Arbeitsf�higkeit von 70 % in leidensangepasster T�tigkeit auszugehen ist.
c) Mit zutreffender Begr�ndung haben Vorinstanz und Verwaltung die f�r die Bestimmung des Invaldit�tsgrades massgebenden Vergleichseinkommen gest�tzt auf die LSE-Tabellenl�hne ermittelt. Mit Blick auf das Valideneinkommen ist dabei in Abweichung von der Vorinstanz nicht vom Durchschnittslohn im gesamten Privatsektor, sondern von jenem im Baugewerbe auszugehen (LSE 1998/TA1/Kat. 45/M�nner/Anforderungsniveau 4: Fr. 4344.-), da �berwiegend wahrscheinlich ist, dass der im Saisonnier-Status als Hilfs-Bauarbeiter t�tig gewesene Beschwerdef�hrer seine Arbeitskraft ohne Gesundheitsschaden weiterhin in dieser Branche eingesetzt h�tte. Somit ergibt sich unter Ber�cksichtigung der betriebs�blichen Arbeitszeit im Baugewerbe von 42.1 Stunden (Stand: 2000; vgl. TA B9.2, in: Die Volkswirtschaft 12/2001, S. 80) sowie der Entwicklung des Nominallohnindexes von 1998 bis 2000 ein j�hrliches Valideneinkommen von Fr. 55'627. 61 ([4344 x 42.1/40 x 12] - 0,5% + 1,9 % = 55'627. 61). Bez�glich des Invalideneinkommens ist angesichts des breiten Spektrums leidensangepasster T�tigkeiten auf den Tabellenlohn f�r einfache und repetitive T�tigkeiten im gesamten privaten Sektor abzustellen (LSE 1998/Total/Anforderungsniveau 4/M�nner: 4'268.-), was umgerechnet einen hypothetisch erzielbaren Verdienst von Fr. 38'065. 40 j�hrlich ergibt. Unter Ber�cksichtigung des vorinstanzlich anerkannten leidensbedingten Abzugs von 15 %, welcher im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 OG) nicht zu beanstanden ist, resultiert schliesslich ein Invalideneinkommen von Fr. 32'355. 59 und damit ein Invalidit�tsgrad von 41,8 %. Der Beschwerdef�hrer hat demnach Anspruch auf eine Viertelsrente. Daran �nderte auch dann nichts, wenn beim Invalideneinkommen der maximal zul�ssige Abzug von 25 % vorgenommen w�rde (Invalidit�tsgrad: 48,7 %).
Entsprechend dem vorinstanzlichen Entscheid ist die Sache zwecks Erlass einer angepassten Rentenverf�gung an die IV-Stelle zur�ckzuweisen; diese wird von Amtes wegen vorg�ngig zu pr�fen haben, ob die Voraussetzungen einer H�rtefallrente gem�ss Art. 28 Abs. 1bis IVG erf�llt sind (vgl. BGE 116 V 27 f. Erw. 3d).
3.- Da es im vorliegenden Verfahren um Versicherungs- leistungen geht, sind gem�ss Art. 134 OG keine Gerichts- kosten zu erheben, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne der Befreiung von den Gerichtskosten gegenstandslos ist. Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann hingegen gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), die Bed�rftigkeit aktenkundig ist, die Beschwerde nicht von vornherein aussichtslos und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen). Da sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde indessen weitgehend auf ein blosses Wiederholen der im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Beschwerdegr�nde beschr�nkt, ist eine Entsch�digung in reduziertem Umfang zuzusprechen. Es wird zudem ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
III. Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Dr. Roland Ilg, Z�rich, eine reduzierte Entsch�digung von Fr. 1500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer)
IV. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau, der Ausgleichskasse des Kantons Aargau und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung