Source: https://www.pkf-muenchen-news.de/News/PKF-News-Einzelansicht-10346?news_id=101027
Timestamp: 2019-01-18 10:13:03
Document Index: 164964273

Matched Legal Cases: ['§ 66', '§ 32', '§ 32', '§ 33', '§ 51', '§ 3']

Für wen: Familien mit Kindern.
Sachverhalt: In der Gesetzesbegründung zum Familienentlastungsgesetz (FamEntlastG) wird als Ausgangspunkt auf den Umstand verwiesen, dass Eltern wegen des Unterhalts, der Betreuung und der Erziehung ihrer Kinder finanziell nicht im gleichen Maße leistungsfähig seien wie kinderlose Menschen. Um Familien zu stärken und zu entlasten, sollen deshalb Familienleistungen bei der Bemessung der Einkommensteuer angemessener als bisher berücksichtigt werden:
(1) Im Vordergrund stehen hierbei das Kindergeld und der Kinderfreibetrag: Ab dem 1.7.2019 werden das Kindergeld um 10 € pro Monat und Kind (§ 66 Abs. 1 EStG) sowie der Kinderfreibetrag für den Veranlagungszeitraum 2019 auf 2.490 € pro Elternteil und für 2020 auf 2.586 € pro Elternteil (§ 32 Abs. 6 Satz 1 EStG) erhöht.
(2) Vorgesehen sind Anpassungen des Einkommensteuertarifs (§ 32a Abs. 1 EStG) dahingehend, dass der Grundfreibetrag auf 9.186 € für 2019 und 9.408 € ab 2020 angehoben wird.
(3) Der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen (§ 33a Abs. 1 Satz 1 EStG) wird ab 1.1.2019 von 9.000 auf 9.168 € und ab 1.1.2020 auf 9.408 € angehoben.
Ferner werden Änderungen der Bemessungsgrundlage für die Kirchensteuer (§ 51 a Abs. 2a Satz 1 EStG) und den Solidaritätszuschlag (§ 3 Abs. 2a Satz 1 SolZG) nach Berücksichtigung der höheren Kinderfreibeträge bei der Lohnsteuerberechnung wirksam.