Source: https://gez-boykott.de/Forum/index.php?action=printpage;topic=11721.0
Timestamp: 2019-07-16 01:57:06
Document Index: 115358969

Matched Legal Cases: ['§ 37', 'Art. 17', '§ 760', '§ 766', '§766', '§ 1', '§ 35', '§ 1', '§ 35', 'Art. 18', '§ 1', '§ 35', '§ 1', '§ 35', '§ 2', '§ 41', '§ 1', 'Art. 35', 'Art. 18', '§ 35', '§ 188', '§ 24', '§ 347', 'Art. 2', 'Art. 2', '§ 10', '§ 882', '§ 882', '§ 882', '§766', '§766']

Seite drucken - Wie genau auf Zwangsvollstreckungsbrief reagieren
"Beitragsservice" (vormals GEZ) => Probleme mit dem Beitragsservice => Thema gestartet von: stisti am 25. Oktober 2014, 22:47
Titel: Wie genau auf Zwangsvollstreckungsbrief reagieren
Beitrag von: stisti am 25. Oktober 2014, 22:47
Titel: Re: Wie genau auf Zwangsvollstreckungsbrief reagieren
Beitrag von: dimon am 26. Oktober 2014, 01:42
Einfach mal kopieren und weiterleiten ;)
Beitrag von: ss32 am 26. Oktober 2014, 15:48
Beitrag von: yang am 26. Oktober 2014, 16:36
Beitrag von: ss32 am 26. Oktober 2014, 19:38
Beitrag von: Kurt am 26. Oktober 2014, 21:56
Somit wird dem Beitragsservice damit bestätigt daß sowohl"Nichtzahler" als auch Herr A wenigstens schon (An-)Schreiben mit der (Zwangs)Beitragsnummer erhielten... 8)
Beitrag von: stisti am 27. Oktober 2014, 10:30
Es muss noch erwähnt werden, dass Mitbewohner von Person A bereits vor Monaten per Anwalt darauf hingewiesen hat, noch keinerlei Schreiben erhalten zu haben und ausdrücklich um Anmeldung (rückwirkend) ohne jegliche Säumniszuschläge bat. Bisher kam noch keine Antwort, stattdessen aber die Zwangsvollstreckungsmitteilung jeweils für jeden Mitbewohner ;)
Beitrag von: ss32 am 27. Oktober 2014, 17:20
Beitrag von: stisti am 27. Oktober 2014, 17:28
Beitrag von: stisti am 29. Oktober 2014, 10:02
Beitrag von: dimon am 29. Oktober 2014, 19:28
Beitrag von: leonardodavinci am 05. November 2014, 00:43
(http://i.imgur.com/Pb9TGA7.jpg)
Beitrag von: ss32 am 05. November 2014, 18:51
Beitrag von: leonardodavinci am 05. November 2014, 19:37
Beitrag von: ss32 am 05. November 2014, 19:50
Beitrag von: leonardodavinci am 05. November 2014, 19:56
https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?anw_nr=2&gld_nr=2&ugl_nr=2010&bes_id=5144&menu=1&sg=0&aufgehoben=N&keyword=vwvg (https://recht.nrw.de/lmi/owa/br_bes_text?anw_nr=2&gld_nr=2&ugl_nr=2010&bes_id=5144&menu=1&sg=0&aufgehoben=N&keyword=vwvg)
Beitrag von: ss32 am 05. November 2014, 20:10
Beitrag von: leonardodavinci am 05. November 2014, 20:15
Beitrag von: stisti am 07. November 2014, 19:44
Beitrag von: leonardodavinci am 07. November 2014, 20:09
Die Aussage der ZPO hierzu ist eindeutig. Das Vollstreckungsgericht ist das zuständige Amtsgericht (http://dejure.org/gesetze/ZPO/764.html (http://dejure.org/gesetze/ZPO/764.html)). So war es auch im Fall des Tübingenurteils, da wurde vom Landgericht eine erstinstanzliche Entscheidung des Amtsgerichts Nagold aufgehoben.
Beitrag von: ss32 am 07. November 2014, 20:15
Beitrag von: leonardodavinci am 07. November 2014, 20:17
Beitrag von: ss32 am 07. November 2014, 20:47
Beitrag von: leonardodavinci am 07. November 2014, 20:56
Beitrag von: ss32 am 07. November 2014, 21:12
Beitrag von: leonardodavinci am 07. November 2014, 21:17
Hieße im Klartext: Vornahme rechtswidriger Vollstreckungsmaßnahmen, da z. B. Vollstreckungsvoraussetzungen nicht erfüllt sind, und keine Möglichkeit dagegen vorzugehen - außer im Rahmen einer Klage gegen den (nicht zugestellten :o) Grundlagenbescheid.
Beitrag von: Konspirativ am 07. November 2014, 21:52
Beitrag von: leonardodavinci am 08. November 2014, 02:00
Beitrag von: stisti am 29. November 2014, 10:12
https://www.dropbox.com/s/em239h1bf1vkmhi/Beschwerde_BR.pdf?dl=0 (https://www.dropbox.com/s/em239h1bf1vkmhi/Beschwerde_BR.pdf?dl=0)
Beitrag von: Roggi am 29. November 2014, 10:57
Beitrag von: ss32 am 29. November 2014, 17:56
Beitrag von: tokiomotel am 29. November 2014, 18:35
Ohne den Nachweis der Zustellung des Widerspruchsbescheides kann der GV gerne anklopfen.... |-
Beitrag von: stisti am 01. Dezember 2014, 08:45
https://detlefnolde.wordpress.com/2014/08/03/behoerde-muss-zustellnachweis-erbringen/ (https://detlefnolde.wordpress.com/2014/08/03/behoerde-muss-zustellnachweis-erbringen/)
Beitrag von: Roggi am 01. Dezember 2014, 09:31
Beitrag von: stisti am 01. Dezember 2014, 13:57
1. Die Rundfunkanstalten wie der BR setzen nun im Grunde auf das urteil BayVGH, Beschl. v. 06.07.2007 - 7 CE 07.1151 und ein paar weitere Urteile wie auf Seite 3 des BR Schreibens erwähnt. Hier scheint der "Beweis des ersten Anscheins" auszureichen, was erstmal aberwitzige Folgen haben könnte (man bräuchte keine Einschreiben mehr versenden), falls das Urteil als allgemein gültig betrachtet wird. http://www.wkdis.de/aktuelles/rechtsnews/125692 (http://www.wkdis.de/aktuelles/rechtsnews/125692)
2. Alle bekannten Fälle in Bezug auf andere Behörden wie das Jobcenter (hier Nachweispflicht der Behörde nach § 37 Abs. 2, Satz 3 SGB X, gleichlautend zu Art. 17 Abs. 2 BayVwZVG) wurden vom Gericht klar abgewimmelt. Also eindeutige Aussage, dass der "Beweis des ersten Anscheins" nicht ausreicht und die Behörde den Nachweis nicht erbracht hat. Selbst wenn 1 Million Standardbriefe versendet wurden. Beweisführung hier: https://detlefnolde.wordpress.com/2014/08/03/behoerde-muss-zustellnachweis-erbringen/ (https://detlefnolde.wordpress.com/2014/08/03/behoerde-muss-zustellnachweis-erbringen/)
Beitrag von: La Volpe da Firenze am 01. Dezember 2014, 15:50
Abgesehen davon findet man im Verwaltungszustellungsgesetz (http://dejure.org/gesetze/VwZG/4.html)des Bundes:
Aber selbst wenn man nur das Bayerische Verwaltungszustellungs- und Vollstreckungsgesetz (VwZVG) (http://www.gesetze-bayern.de/jportal/?quelle=jlink&docid=jlr-VwZVGBYrahmen&psml=bsbayprod.psml&max=true&aiz=true) liest, stellt man fest:
Beitrag von: ss32 am 01. Dezember 2014, 16:36
Beitrag von: Phil-de am 23. März 2015, 21:56
Beitrag von: Gast am 23. März 2015, 22:45
Es würde mich nicht allzusehr wundern wenn die Formulierungen dieses Schriebs aus der BS-Schmiede kommen. :)
Btw. Willkommen im Forum Phil-de :)
Beitrag von: Phil-de am 24. März 2015, 22:24
Beitrag von: ss32 am 25. März 2015, 16:34
Beitrag von: Miklap am 25. März 2015, 18:18
http://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__760.html (http://www.gesetze-im-internet.de/zpo/__760.html)
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,13568.0.html#top (http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,13568.0.html#top)
Beitrag von: not amused am 26. März 2015, 17:26
Beitrag von: Miklap am 26. März 2015, 18:02
Falls die Behörde überlastet ist (wird gerne mal erwähnt), ist es ein problem der Behörde, welches Gelegenheit geben würde, zu erwähnen dass andere Vollstreckungsbehörden die Akten eben aus diesen Gründen zurückgeben.. :laugh:
Beitrag von: not amused am 26. März 2015, 18:11
Beitrag von: Miklap am 26. März 2015, 19:35
Auf jeden Fall nun reagieren!
Wenn keine Bescheide zugestellt worden sind, bzw. nicht angekommen sind, gilt:
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,8721.msg61296.html#msg61296 (http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,8721.msg61296.html#msg61296)
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,9121.0.html (http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,9121.0.html)
Hier ein Zitat von Bürger:
Gesammelte Informationen zu all dem siehe bitte u.a. unter
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,10492.msg74837.html#msg74837 (http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,10492.msg74837.html#msg74837)
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,10492.msg74838.html#msg74838 (http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,10492.msg74838.html#msg74838)
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,9121.msg85447.html#msg85447 (http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,9121.msg85447.html#msg85447)
Also: Bei der Behörde Akteneinsicht nach ZPO § 760 Akteneinsicht; Aktenabschrift verlangen!
Dann wird (gemeinsam?) festgestellt das kein Nachweis besteht dass ein Verwaltungsakt (Bescheid/e) formgerecht zugestellt wurde/n - Demnach darf NICHT vollstreckt werden!
Beitrag von: Phil-de am 07. April 2015, 23:20
Hier die weitere, rein fiktive Beschreibung des Falls der Person P.
Angenommen, es wäre so:
Person P hat bei der Stadtkasse angerufen und folgendes zu hören bekommen:
Eine Akteneinsicht ist nicht möglich, da die Daten zur Vollstreckung "nur digital eingespielt" würden - ein schriftliches Vollstreckungsersuchen zur Einsicht würde also garnicht existieren.
Der Gläubiger der Forderung sei doch ordentlich angegeben und was P denn überhaupt wolle. Auf Seite 3 (unter einem Punkt der nicht zutrifft, da kein sozialen Leistungen bezogen werden) würde doch der Gläubiger auch in ausgeschriebener Form und mit Anschrift stehen (nicht aber eben unter "Gläubiger, wo nur 3 Buchstaben "NDR" vermerkt sind).
Das die Beitragsbescheide nicht zugegangen seien, solle P mit dem Beitragsservice direkt ausmachen, dafür sei die Stadtkasse nicht zuständig. Das die Stadtkasse dafür haftbar wäre und sich strafbar machen würde, wenn sie trotz fehlender Vollstreckungsvoraussetzungen vollstrecken würde, war der Sachbearbeiterin egal. Auch der Verweis auf die entsprechenden einschlägigen Gerichtsurteile, die dies bestätigen, war der Sachbearbeiterin schlicht egal.
Nach längerer Diskussion schlug die Sachbearbeiterin vor, dass gerne eine dreiwöchige Frist zur Klärung des Sachverhalts zwischen P und dem Beitragsservice eingeräumt werden könne. P hat niemals bestätigt, dass diese Frist gewünscht wäre. Dennoch bestätigte die Sachbearbeiterin zum Schluss, dass die Frist eingetragen sei und erst nach Ablauf der Prozess bei der Stadtkasse fortgesetzt würde.
Rein fiktiv, welche Optionen seht ihr bzgl. des weiteren Vorgehens?
Eine Möglichkeit wäre die Bitte an einen fiktiven RA, einen ö.-r. Unterlassungsanspruch gegen die Stadtkasse durchzusetzen. Wesentlich schöne fände P es, der Stadtkasse endlich unmissverständlich klarzumachen, dass die Vollstreckung einzustellen ist, da diese nicht rechtmäßig wäre. Die Stadtkasse gibt sich aber beratungsresistent ggü. einem Laien.
Sind Personen anwesend, die P zu den Öffnungszeiten zur Stadtkasse in Hamburg Bahrenfeld begleiten würden, zwecks Akteneinsicht und weiterer Diskussion mit der Stadtkasse vor Zeugen?
Beitrag von: Kurt am 07. April 2015, 23:40
es gibt "da oben" einen fiktiven - sehr effektiven 8) - RA Hr. Bölck.
Gruß aus (Rheinland-)Pfalz
Beitrag von: Rebellion am 08. April 2015, 08:19
Zitat von: Phil-de am 07. April 2015, 23:20
Beitrag von: Totalverweigerer am 08. April 2015, 10:43
Zitat von: Rebellion am 08. April 2015, 08:19
Frag doch mal bei der Stadtkasse, ob sie schon mal was von der Existenz des Druckers gehört haben. Ich würde denen klar machen, daß Du Vollstreckungsschutz gemäß § 766 ZPO beantragen willst und Du dafür eine Kopie des Vollstreckungsersuchens benötigst.
Beitrag von: ThisIsSparta! am 08. April 2015, 12:37
Zitat von: Totalverweigerer am 08. April 2015, 10:43
Also rein hypothetisch würde ein Bürger sich schriftlich an die Stadtkasse wenden, dass wie oben geschrieben nach §766 ZPO die Kopie benötigt wird. Am besten den zuständigen Vorgesetzen anfragen und im Fall, dass dieses Ersuchen dir nicht zur Verfügung gestellt wird, die rechtlichen Schritte prüfen zu lassen ;)
Beitrag von: Totalverweigerer am 08. April 2015, 13:05
Eine schriftliche Anfrage mit Zustellungsnachweis (Einschreiben m. Rückschein) ist immer der optimalste Weg.
Beitrag von: cecil am 23. Mai 2015, 04:58
Hilfe! - Wenn zum Bespiel, nur mal angenommen, in Bayern eine Erinnerungsbegründung fristgebunden/kurzfristig zum Amtsgericht nachgereicht werden müsste - wäre es dann notwendig, den nachfolgenden Absatz auf bayerische Verhältnisse anzupassen? Ich verstehe den (Sinn des) nachfolgenden Hinweis auf §§ 1, 2 VwVG leider nicht, sowie den Verweis auf § 35 VwVfG, obwohl ich die Normen gelesen habe. Sollte dies auch für Bayern genau so übernommen werden?
zitat aus Dimons Entwurf (s. oben S.1 in diesem Thread):
Reicht der Verweis auf diese Bundesgesetze §§ 1, 2 VwVG, § 35 VwVfG aus?
Ich dachte, für Bayern die Art. 18 und 23 BayVwZVG analog anzubieten. Ist das sinnvoll? Da ich die obigen Verweise nicht verstehe, bin ich absolut unsicher, wie man jetzt so rein theoretisch verfahren sollte.
Mal angenommen, in Bayern bestünde die Tendenz, laienhafte Anträge und Begründungen kurzerhand abzuweisen (kaum denkbar, gell, aber eben mal angenommen). Entsprechendes soll schon beobachtet worden sein... Deshalb wäre es sicherlich sinnvoll sich möglichst eng an den Musterbrief zu halten.
Hier noch die links/Gesetze:
Wir wären für baldige rechtskundige Diskussionsbeiträge/Tipps wirklich sehr dankbar.
Beitrag von: cecil am 23. Mai 2015, 07:11
Zitat von: cecil am 23. Mai 2015, 04:58
Wie sich aus den §§ 1 und 2 VwVG ergibt, können nur belastende Verwaltungsakte vollstreckt werden. Insoweit wird hiermit auf § 35 VwVfG verwiesen.
mit § 1 VwVG und dem § 35 könnte ich mich so allmählich anfreunden.
§ 2 verstehe ich immer noch nicht, dort wird doch nur festgestellt, wer ein Schuldner ist, oder?? wozu das?
Ich habe das, im Bayerischen Sinne, jetzt mal abgewandelt:
Zitat, s. Beitrag drüber:
Es existiert kein vollziehbarer Verwaltungsakt. Es gibt keinen Vollstreckungstitel. Nichtige Ver­wal­tungsakte sind einer Vollstreckung nicht fähig. Mir wurde kein Verwaltungsakt des Gläubigers zu­gestellt. Ich verweise hierzu auf die Art. §§ 41, 43 und 44 BayVwVfG. Wie sich aus den §§ 1 und 2 VwVG ergibt, können nur belastende und zugestellte Verwaltungsakte vollstreckt werden. Auf Art. 35 BayVwVfG sei insoweit verwiesen, ebenso auf die Art. 18 und 23 BayVwZVG.
Eure Rückmeldung wäre prima - da hier ein Laie am PC sitzt...., und es drohen ernsthafte Diskussionen rund um's Amtsgericht.
Beitrag von: cecil am 23. Mai 2015, 07:44
allüberall und oft in diesem Forum, und auch sonst, z.B. am runden Tisch, wird vom "Urteil des LG Tübingen" gesprochen.
Es handelt sich um einen "Beschluss des LG Tübingen", und das trifft sowohl auf den von 19.05.2014, als auch den vom 08.01.2015 zu.
In der Auseinandersetzung mit dem Vollstreckungsgericht rund um "Erinnerung" und "sofortige Beschwerde" könnte es schon sinnvoll sein, die Zitiergrundlage eindeutig und richtig zu benennen.
(Kaninchen ist ja auch was anderes als Hase - auch wenn beides irgendwie hoppelt ;))
Beitrag von: cecil am 23. Mai 2015, 11:30
Es würde mich interessieren, wie die Sache mit phil-de in Hamburg weitergegangen ist. Gibt es da zwischenzeitlich was Neues?
Habt ihr bezüglich seiner Frage an § 35 HambVwVfG, der auf "entsprechende Anwendungen der Abgabenordnung" verweist, gedacht?
In der AO gibt es so einige §§, die Hoffnung machen könnten und Wege weisen...
(z.B. 250 Abs. 1, S. 2; 251 Abs. 1, S.1; (254, Leistungsgebot), 257; 258;
und § 188 ff. (Abschnitt über Verwaltungsakte)
§ 24 HambVwVfG (Untersuchungsgrundsatz!)
Außerdem evtl. §§ 347 AO (Einspruch) und 361 AO (Aussetzung der Vollziehung) ?
Beitrag von: Phil-de am 26. Mai 2015, 20:02
danke für deine Hinweise auf die verschiedenen §§.
Gerne gebe ich ein kurzes Update: Die von der Kasse Hamburg gesetzte Frist ist ungenutzt verstrichen (war ja auch nie erbeten) und seitdem wird auf den Beginn der Vollstreckung gewartet, damit dann ein öffentlich-rechtlicher Unterlassungsanspruch anwaltlich durchgesetzt werden kann. Bisher ist postalisch Ruhe... Hinzu kommt, dass Person P gerade umzieht und bald auch noch längere Zeit im Ausland sein wird...
Also nicht viel Neues.
Viele Grüße, Phil-de
Beitrag von: kasper am 12. Juli 2015, 16:20
Zitat von: stisti am 29. November 2014, 10:12
Ich bin auch gerade dabei in Bayern Erinnerung (Zwangsvollstreckung) und Widerspruch (Eintragsanordnung) einzureichen.
Wieso kann sich der BR auf BayVwZVG berufen? Laut Art. 2, Abs 1, sind die doch ganz klar ausgenommen:
Dieses Gesetz gilt nicht für die Tätigkeit der Kirchen, der Religionsgemeinschaften und der weltanschaulichen Gemeinschaften sowie ihrer Verbände und Einrichtungen². Das Gesetz gilt auch nicht für die Anstalt des öffentlichen Rechts "Bayerischer Rundfunk".
http://www.gesetze-bayern.de/jportal/portal/page/bsbayprod.psml?showdoccase=1&doc.id=jlr-VwVfGBYrahmen&doc.part=X
Und Absender der Beschwerde ist ja ganz klar die Anstalt des BR.
Habe BayVwZVG und BayVwVfg durcheinandergebracht :-\
Das Vollstreckungsersuchen wurde bei mir von der Anstalt des BR eingereicht, als Gläubiger wird bei mir aber der Beitragsservice benannt, was ich komisch finde.
Beitrag von: kasper am 12. Juli 2015, 16:33
Zitat von: cecil am 23. Mai 2015, 07:11
lt. Art. 2, Abs 1 BayVwVfG, gilt dieses Gesetz nicht für den BR
Die Verwaltungstätigkeit (Zustellung der Bescheide) liegt ja beim BR. Deswegen vermute ich, dass dieser Artikel greift und somit aufs VwVfG verwiesen werden müsste.
Beitrag von: kasper am 13. Juli 2015, 11:00
Ich hab da noch drei kurze Fragen —
Versende ich das Schreiben (Erinnerung/Widerspruch) ans Amtsgericht per Einschreiben?
Sollte ich den Gerichstvollzieher darüber Informieren (Kopie des Schreibens)?
Wer ist der genaue Adressat - allgemein Amtsgericht, Gerichtsvollzieherverteilerstelle, ...?
Die Fragen mögen dumm erscheinen, ich möchte aber dumme Fehler vermeiden.
Beitrag von: Roggi am 13. Juli 2015, 11:31
Es reicht Einwurfeinschreiben, dass ist die billigste Variante. Im Internet kann eine Sendungsverfolgung gemacht werden, gibt ein sicheres Gefühl, der letzte Poststreik war nicht ohne.
Beim Gerichtsvollzieher kann man anrufen, sonst schreibt man einen normalen Brief. Ob es wirklich nötig ist, weiss ich aber nicht sicher. Schaden wird es nicht, sondern es hat was mit den üblichen Umgangsformen zu tun. Wie man selbst behandelt werden möchte usw.
Adresse: Amtsgericht in deiner Stadt. Da noch kein Aktenzeichen vorhanden ist, reicht das.
Nur meine Erfahrung, also ohne Gewähr.
Beitrag von: kasper am 13. Juli 2015, 11:55
Beitrag von: kuecken am 21. Juli 2015, 12:47
dimon, kann ich diese vorlage auch für das FINANZAMT benutzen? sie ist ja schon etwas älter und ich weiss nicht, ob man mittlerweile anders vorgehen sollte? ich habe eine zahlungsaufforderung vom FA erhalten mit angekündigtem besuch zu hause.
Beitrag von: TAiS46 am 28. Juli 2015, 12:06
Zitat von: kuecken am 21. Juli 2015, 12:47
gleiches bei mir :)
Ich würde sagen das einige Sachen nicht korrekt sind / waren.
Wer normalerweise eine Forderung gegen seinen Schuldner durchsetzen will, muss diese zunächst gerichtlich geltend machen um an einen Titel zu gelangen. Mit einem Titel (entweder ein Urteil oder ein Vollstreckungsbescheid) kann dann einen Gerichtsvollzieher mit der eigentlichen Zwangsvollstreckung beauftragen.
Dies gilt jedoch nicht bei hoheitlichen Forderungen. Nach ständiger Rechtsprechung des BVerfG werden die Rundfunkanstalten beim Rundfunkgebühreneinzug hoheitlich tätig. Dasselbe dürfte auch nach wie vor für den heutigen Rundfunkbeitrag gelten. Der Beitrag entsteht nicht durch eine (gerichtliche) Geltendmachung, sondern kraft Gesetzes. Zur zwangsweisen Durchsetzung rückständiger Beiträge muss ein förmlicher Bescheid ergehen. Dieser müsste Ihnen im Vorfeld zugestellt worden sein.
Quelle: http://www.frag-einen-anwalt.de/GEZ-Zahlungsaufforderung-durch-Finanzamtamt---f272778.html
Vielmehr sollte man auf die ersuchende Stelle eingehen, bei mir in diesem Fall:
ARD, ZDF und Deutschlandradio Beitragsservice
Dazu sei folgendes zu beachten:
http://www.telemedicus.info/urteile/Rundfunkrecht/1571-LG-Tuebingen-Az-5-T-29614-Fehlerhafte-Glaeubigerangaben-ueber-Rundfunkanstalt-bei-Vollstreckungsersuchen-wegen-Rundfunkbeitrag.html
Dies könnte ein Verfahrensfehler sein, denn Gläubigerin der Forderung ist gemäß § 10 RBStV die betreffende Rundfunkanstalt des öffentlichen Rechts, als örtlich zuständige Landesrundfunkanstalt, nicht der "Beitragsservice".
Die Landesrundfunkanstalten findest du hier:
Somit wäre die Erinnerung etwas umzustellen, da ich mir nicht sicher bin, ob das so noch durchgeht.
Ggf. wäre es einfacher, direkt zur zuständigen Behörde zu gehen, und dort mündlich die Erinnerung vor zu tragen.
Dort wäre dann halt zu erwähnen, dass die Ersuchende Stelle unrichtig ist.
Natürlich bin ich für weitere Informationen offen, da auch bei mir Handlungsbedarf besteht.
Ich würde mich zwar auch auf den Besuch vom Vollstreckungsbeamten freuen, da ich glaube, das es nicht mehr
in der Lage wäre zu pfänden wenn ich den belaber, aber das ist ja nicht Ziel des ganzen!
Beitrag von: TAiS46 am 03. August 2015, 23:39
Schade das es keinen gibt, der hier Aktiv was dazu sagen kann
Beitrag von: not amused am 12. August 2015, 02:52
Beitrag von: kuecken am 12. August 2015, 09:16
wie wurde bei dir die zwangsvollstreckung denn eingeleitet? irgendeine aktion (pfändung von wohnungsgegenständen, kontopfändung..) wird ja angekündigt auf dem schreiben, ist trotz einer ankündigung nichts passiert?
Beitrag von: chevignon am 13. Oktober 2015, 23:25
Kuze Frage: Nehmen wir mal an, eine fiktive Person hat beim Amtsgericht Erinnerung nach $ 766 ZPO eingelegt, da es nie einen Beitragsbescheid erhalten hat.
Vom Amtsgericht kommt kurz darauf die Bestätigung des Erhalts und das damit verbundene Aktenzeichen.
Nun kommt ein neues Schreiben vom Gerichtsvollzieher mit der Androhung der Eintragung in Schuldnerverzeichnis nach § 882 c Abs. 1
Ziff. 1 ZPO.
Würde in so einem Fall ein Widerspruch ala :
"Hiermit lege ich Widerspruch nach § 882d ZPO gegen die Vollziehung der Eintragungsanordnung ein und beantrage die einstweilige Aussetzung anzuordnen.
diese gemäß § 882 e ZPO Abt. 3 Ziff. 1 sofort zu löschen."
Oder würde es in so einem hypothetischen Fall weitere Details für das Amtsgericht brauchen ?
Wäre es zusätzlich notwendig den Gerichtsvollzieher direkt zu informieren, dass Erinnerung beim Amtsgericht unter dem AZ XXX eingelegt wurde ?
Beitrag von: Krautensepp am 20. November 2015, 10:28
Wenn ein Brief vom GVZ käme, obwohl noch nie ein BS-Bescheid kam: Zahle bis X, bei Nichtzahlung: Abgabe Vermögensauskunft
Klar, dass nach derzeitigem Stand wohl Erinnerung §766 ZPO.
Wäre in solche einem angenommenen Fall der richtige Antrag
a) Die Vollstreckungsmaßnahmen sind unverzüglich aufzuheben.
b) Das Vollstreckungsersuchen vom ... ist zurückzuweisen und die Zwangsvollstreckung einzustellen.
Was meint Ihr? Meiner Meinung nach ist der Brief noch keine Vollstreckungsmaßnahme, so dass man erst die Aufforderung zur Vermögensauskunft abwarten müsste; nicht dass das Rechtsschutzbedürfnis noch nicht gegeben ist.
Beitrag von: m_herr am 05. Dezember 2015, 17:44
Warum gibt es hier keine Antwort? :o
Beitrag von: franklin84 am 13. Dezember 2015, 22:52
nachdem in einem fiktiven Fall die GV mit dem SächsVwVG bearbeitet wurde, war es still und nun kommt Post vom Amtsgericht. (siehe Anhang)
Da Person A nur eine sehr kurze Frist (Notfrist) hat, kann sie nicht wochenlang studieren und ist auch minder vorbereitet :-(
Gibt es evtl. schon etwas zurechtgeschnitztes für den Fall?
Person A würde sich über jeden Tipp freuen!
Beitrag muste leider angepasst werden.
Beitrag von: Bürger am 14. Dezember 2015, 02:18
In Ermangelung einer konkreter Beschreibung des fiktiven Falls sei verwiesen auf die allgemeinen
Optionen gegen die Zwangsvollstreckung - abhängig von persönlichen Umständen und der Vorgeschichte - ansatzweise nachzulesen u.a. unter
Insbesondere in Bezug auf Vollstreckung trotz fehlender Bescheide wird dort u.a. auch
querverwiesen auf den auf Sachsen bezogenen Thread unter
(anpassbar auch zur Verwendung als Beschwerde, etc.)
Leider haben sich die Amts- und Landgerichte trotz der ziemlich eindeutigen Gesetzeslage und höherinstanzlichen Rechtsprechung äußerst eckig...
...aber was bleibt einem übrig, wenn man sich verteidigen will.
Beitrag von: KeinenCentAnGEZ am 27. Januar 2016, 18:56
Person X versteht nur eine Frage nicht: wenn der gelbe Brief vom Gerichtsvollzieher nachweislich zugestellt wird, mit eigenem Briefkopf und eigener Adresse (die von der des örtlichen Amtsgerichts abweicht), soll die Erinnerung (=nie einen Bescheid erhalten) trotzdem an das Amtsgericht geschickt werden??? Oder an beide???
Beitrag von: ausgeraubt am 02. April 2016, 14:40
Den Musterbrief von Dimon in Bezug auf §766 ZPO hat Person A an die Gemeindekasse als Vollstreckungsbehörde geschickt.
Die argumentieren nun aber das es zivilrechtlichen Ansprüchen vorbehalten ist aber im Falle der GEZ öffentlich-rechtliche Ansprüche vorliegen.
Person A hat bis jetzt nur eine Vollstreckungsankündigung erhalten aber ab dem 10.04.16 wird es dann ernst. :/
Wie hat bei euch die Behörde auf dieses Schreiben reagiert?
Beitrag von: Dolphin am 17. April 2016, 10:56
19 Mai 2014 Az.5 T 81/14 wurde doch aufgehoben, falls ich mich noch erinnere. Oder?
Beitrag von: franklin84 am 06. Juni 2016, 23:02
Beitrag von: cecil am 07. Juni 2016, 01:35
... "Notfrist" ist nicht unbedingt ein Begriff, der zum Entspannen einlädt - Begriff mal googlen...? ???
Im übrigen werden hier nur fiktive Fälle besprochen..., dachte ich bisher ::)
Beitrag von: Bürger am 07. Juni 2016, 03:07
Da diese Fragen zur Beschwerde gegen eine ablehnende Entscheidung im Erinnerungsverfahren aber vom eigentlichen Kern dieses Threads zu sehr abdriften und zudem schon mehrfach ausgiebig im Forum behandelt wurden, bitte erst einmal die Suchfunktion (http://gez-boykott.de/Forum/index.php?action=search) mit Begriffen/ Kombinationen wie z.B. "Beschwerde Erinnerung", "Beschwerde Vollstreckung" o.ä. befragen und in die sich dann findenden Beiträge einlesen.
Beitrag von: not amused am 27. Oktober 2016, 16:36
Beitrag von: stefan01 am 24. Mai 2017, 19:15
Beitrag von: PersonX am 24. Mai 2017, 20:20
Ja, die richtige Maßnahme ;).
BVerwG > Bestreiten des Zugangs eines Verwaltungsaktes durch Nichtwissen (http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,23163.msg147677.html#msg147677)
http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,23163.0.html (http://gez-boykott.de/Forum/index.php/topic,23163.0.html)
Beitrag von: stefan01 am 24. Mai 2017, 20:31
Den Link zu dem Thread von dir habe ich schon gelesen. Allerdings komme ich da bei der Reaktion auf das Schreiben vom OGV nicht weiter ::)
Beitrag von: PersonX am 24. Mai 2017, 20:37
Beitrag von: stefan01 am 24. Mai 2017, 20:43
Beitrag von: PersonX am 24. Mai 2017, 20:51
Beitrag von: stefan01 am 24. Mai 2017, 21:05
Das vielleicht irritiert mich jetzt schon wieder ein wenig. :'(
Beitrag von: PersonX am 24. Mai 2017, 21:12
Beitrag von: stefan01 am 24. Mai 2017, 21:36
Alles klar, vielen lieben Dank für die Hilfe. Person A wird sich dann nochmal mit dem entsprechenden Schreiben an das VG melden. :police:
Beitrag von: PersonX am 24. Mai 2017, 23:17
Beitrag von: PersonX am 25. Mai 2017, 08:39