Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20215/67
Timestamp: 2019-08-18 18:21:43
Document Index: 380191061

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 56', 'BGH', '§ 56', '§ 56', '§ 51', '§ 104', '§ 559', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 04.02.1969 - VI ZR 215/67 - dejure.org
https://dejure.org/1969,791
BGH, 04.02.1969 - VI ZR 215/67 (https://dejure.org/1969,791)
BGH, Entscheidung vom 04.02.1969 - VI ZR 215/67 (https://dejure.org/1969,791)
BGH, Entscheidung vom 04. Februar 1969 - VI ZR 215/67 (https://dejure.org/1969,791)
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NJW 1969, 1574
Deshalb muss von demjenigen, der sich auf Geschäftsunfähigkeit beruft, die Darlegung von Tatsachen erwartet werden, aus denen sich ausreichende Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Behauptung der Geschäftsunfähigkeit richtig sein könnte (BVerwG…, Urteil vom 29. März 1984 - 3 C 68.81 - a.a.O. S. 23; BGH, Urteil vom 4. Februar 1969 - VI ZR 215/67 - NJW 1969, 1574 und BSG…, Beschluss vom 15. November 2000 - B 13 RJ 53/00 B - juris Rn. 7 ff. - alle für den Fall der gerichtlich von Amts wegen zu ermittelnden Prozessunfähigkeit).
Der Kläger hat nämlich keine Tatsachen vorgetragen, aus denen sich hinreichende Anhaltspunkte für eine Prozeßunfähigkeit ergeben (vgl. BGH, Urt. v. 4. Februar 1969, VI ZR 215/67, NJW 1969, 1574).
Hinsichtlich dieser Frage der Prozeßfähigkeit der Klägerin, die in jeder Lage des Verfahrens, auch in der Revisionsinstanz (und insoweit auch für das zurückliegende Verfahren), von Amts wegen zu prüfen ist (§ 56 Abs. 1 ZPO; BGH Urteile vom 4. Februar 1969, VI ZR 215/67, LM ZPO § 56 Nr. 10 = NJW 1969, 1574 und vom 16. September 1970, VI ZR 98/69, LM ZPO § 56 Nr. 11 = NJW 1970, 1683), teilt der Senat die Bedenken, die nach Ansicht des Berufungsgerichts auf der Grundlage der §§ 51, 52 ZPO i.V.m. § 104 Nr. 2 BGB bestehen; dies gilt jedenfalls für die gesamte Zeit seit November 1978.
Einer ausdrücklichen Verfahrensrüge bedarf es dazu nicht (§ 559 Abs. 2 Satz 2 ZPO; vgl. BGH, Urt. v. 4. Februar 1969 - VI ZR 215/67, NJW 1969, 1574).
Deshalb muß von der Partei, die sich auf Prozeßunfähigkeit beruft, die Darlegung von Tatsachen erwartet werden, aus denen sich ausreichende Anhaltspunkte dafür ergeben, daß die Behauptung der Prozeßunfähigkeit richtig sein könnte (BGHZ 18, 184, 189 f; BGH, Urt. v. 4. Februar 1969 aaO).
Denn es ist davon auszugehen, daß nach der Lebenserfahrung Störungen der Geistestätigkeit Ausnahmeerscheinungen sind (BGH NJW 1969, 1574).
Erst wenn derartige Anhaltspunkte dargelegt sind und nach der Überzeugung des Gerichts ausreichendes Gewicht haben, um Zweifel am Bestehen der Prozeßfähigkeit zu wecken, stellt sich überhaupt die Frage, zu wessen Lasten es geht, wenn über die Prozeßfähigkeit einer Person keine Gewißheit zu er zielen ist (vgl. BGH NJW 1969, 1574).