Source: https://technikdoku.com/schriftliche-pruefung-aevo-ada-einige-fragen/
Timestamp: 2020-06-04 19:36:38
Document Index: 94081136

Matched Legal Cases: ['§2', '§38', '§16', '§33', '§4', '§21', '§11', '§1', '§21', '§1', '§22', '§23', '§ 106', '§21', 'Art. 2', '§47', '§48', '§9', '§14', '§10', '§111', '§4', '§34', '§47', '§15', '§13', '§27', '§102', '§102', '§1', '§44', '§ 32', '§16', '§16', '§13', '§14', '§3', '§19', '§33', '§11', '§8']

Schriftliche Prüfung AEVO / AdA - Technikdoku
Nils am 3. Mai 2020 10. Mai 2020 Antwort schreiben
Hier werde ich einige Fragen über die schriftliche Prüfung AEVO / AdA zeigen.
Rechtsgrundlagen AEVO / AdA
Das Berufsbildungsgesetz gilt für …
A) die Berufsausbildung in öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnissen
B) die Berufsbildung, soweit sie nicht in berufsbildenden Schulen durchgeführt wird, die den Schulgesetzen der Länder unterstehen
C) die Berufsausbildung in berufsbildenden Schulen, in Betrieben der Wirtschaft und in vergleichbaren Einrichtungen außerhalb der schulischen und betrieblichen Berufsausbildung
D) die Berufsausbildung auf Kauffahrteischiffen
E) die Berufsausbildungsvorbereitung, die Berufsausbildung, die berufliche Fortbildung und die berufliche Umschulung
Richtig ist E – C ist deswegen falsch, weil nach §2 BBiG nur Betriebe außerhalb der Wirtschaft angesprochen werden.
Den Lehrlingen sollen während der betrieblichen Ausbildung alle Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden, die erforderlich sind, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Wo wird dieses Ausbildungsziel definiert?
A) In den Rechtsvorschriften der Handwerkskammer und der Arbeitgeberverbände
B) In der jeweiligen Ausbildungsordnung
C) In der jeweiligen Aufgabensammlung, die vom Prüfungsausschuss der Handwerkskammer zu beschließen ist
D) In den entsprechenden allgemeinen Vorschriften des Berufsbildungsgesetzes
E) In den entsprechenden Rahmenlehrplänen der Berufsschule
Richtig ist B – E ist deswegen falsch, weil die Rahmenlehrpläne nicht für die betriebliche Ausbildung zuständig sind.
Welche Aufgabe hat der bei der zuständigen Stelle (im Handwerk bei den Innungen) gebildete paritätisch
besetzte Schlichtungsausschuss?
A) Er wurde zur Beilegung von Streitfällen zwischen Ausbildenden und Lehrlingen aus einem bestehenden Berufsausbildungsverhältnis gebildet
B) Er schlichtet Streitfälle zwischen Berufsschule und Ausbildungsbetrieb
C) Er schlichtet Streitfälle zwischen Eltern und Ausbildungsbetrieb bei mangelhafter Ausbildung
D) Er schlichtet alle Streitfälle aus allen bestehenden oder aufgelösten Arbeitsverhältnissen, die dem Jugendarbeitsschutzgesetz unterliegen
E) Er schlichtet Streitfälle zwischen dem Lehrling, den Eltern und der Jugendvertretung im Zusammenhang mit dem Jugendarbeitsschutzgesetz
Richtig ist A – Die Leistungen des Schlichtungsausschusses stehen nur den Auszubildenden und dem Ausbildenden zur Verfügung
Prüfungsgegenstand der Gesellenprüfung …
A) ist, was der Prüfungsausschuss der zuständigen Stelle (HwK, IHK) unabhängig von den Inhalten des Ausbildungsrahmenplanes für den jeweiligen Prüfungstermin beschlossen hat
B) ist der gesamte Unterrichtsstoff der Berufsschule
C) ist nur, was im Ausbildungsrahmenplan als Prüfungsgegenstand genannt ist
D) sind die dem Lehrling während der Ausbildung im Betrieb für die Berufsausbildung vermittelten Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten und der für die Berufsausbildung vorgeschriebene Lehrstoff
E) sind die erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse gemäß der Ausbildungsordnung und der in der Berufsschule vermittelte, für die Berufsausbildung wesentliche Lehrstoff
Richtig ist E – Nach §38 BBiG ist weder vom gesamten noch vom vorgeschriebenen Unterrichtsstoff die Rede, sondern nur vom wesentlichen Lehrstoff.
Welche Aussage über das Ausbildungszeugnis ist richtig?
A) Das Zeugnis muß Angaben enthalten über Art, Dauer und Ziel der Berufsausbildung sowie über die erworbenen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten
B) Der Ausbildende hat dem Lehrling auf dessen Verlangen ein Zeugnis auszustellen
C) Das Zeugnis soll auch vom Lehrer der Berufsschule unterschrieben werden
D) Auf Verlangen des Lehrlings sind Angaben über Dauer und Ziel sowie über die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse wegzulassen
E) Auf Verlangen des Lehrlings sind Angaben über Führung, Leistung und besondere fachliche Fähigkeiten aufzunehmen
Richtig sind A und E – Nach §16 BBiG muss das Zeugnis Angaben über Art, Dauer und Ziel der Berufsausbildung enthalten, sowie die erworbenen Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten. Außerdem sind auf Verlangen des Lehrlings Angaben über Führung, Leistungen und besondere fachliche Fähigkeiten aufzunehmen. Achtung B ist falsch. Der Ausbilder muss dem Auszubildenden nicht auf Verlangen ein Zeugnis ausstellen, davon ist nicht die Rede.
Wer hat die Gesetzgebungskompetenz im Rahmen der Berufsbildung?
A) Die Länder haben die Kompetenz, die Berufsbildung in den beruflichen Schulen zu regeln
B) Der Bund hat die Gesetzgebungskompetenz für die Berufsbildung in Betrieb und Schule
C) Der Bund hat die Gesetzgebungskompetenz für das gesamte Schulwesen in der Bundesrepublik Deutschland
D) Die betriebliche Ausbildung unterliegt nicht der Kulturhoheit der Länder, sondern ist durch Bundesgesetz geregelt
E) Die berufliche Bildung ist Teil des Bildungswesens; für dieses haben die Länder die alleinige Gesetzgebungskompetenz
Richtig sind A und D – Schulische Bildung ist Sache der Länder, die betriebliche Ausbildung ist auf Bundesebene gesetzlich geregelt.
Was hat zu geschehen, wenn bei einem minderjährigen Lehrling das Attest über die erste ärztliche Nachuntersuchung nicht nach Ablauf von 14 Monaten nach Aufnahme der ersten Beschäftigung vorliegt?
A) Die beiderseitigen Rechte und Pflichten ruhen
B) Die Handwerkskammer muss die Eintragung in die Lehrlingsrolle löschen, wenn die ärztliche Bescheinigung über die erste Nachuntersuchung nicht spätestens am Tag der Anmeldung zur Zwischenprüfung vorgelegt wird
C) Meldung an die Bezirksregierung
D) Das Jugendamt muss eingeschaltet werden
E) Der Ausbildende hätte dem Lehrling bereits nach 12 Monaten deswegen kündigen müssen
Richtig sind A und B – Nach §33 JArbSchG Abs. 3 darf der Auszubildende nach 14 Monaten zwar nicht weiter beschäftigt werden. Es steht aber nirgends, dass er nach 12 Monaten bereits hätte gekündigt werden müssen.
Schichtzeit ist …
A) die tägliche Beschäftigungszeit, die turnusmäßig in verschiedenen Schichten eingesetzt werden
B) die höchstzulässige Arbeitszeit in Schichtbetrieben
C) die tägliche Arbeitszeit Jugendlicher unter Hinzurechnung der Ruhepausen
D) die Zeitspanne zwischen der frühest- und der spätest zulässigen Beschäftigungszeit an einem Tag
E) die tägliche Arbeitszeit, die in einem bestimmten Ausgleichszeitraum vom Jugendlichen selbst bestimmt werden kann
Richtig ist C – Nach §4 Abs. 2 JArbSchG
In welchem Fall wird einem Jugendlichen der Berufsschultag als voller Ausbildungstag angerechnet?
A) Bei 5 Unterrichtsstunden von mindestens 45 Minuten einmal in der Woche
B) Bei einer Unterrichtsdauer von 5 Zeitstunden einschließlich der Pausen einmal in der Woche
C) Bei 6 Unterrichtsstunden von mindestens 45 Minuten, auch am zweiten Berufsschultag in der Woche
D) Bei mehr als 5 Unterrichtsstunden von jeweils 45 Minuten Dauer einmal in der Woche
E) Jeder Berufsschultag wird ohne Rücksicht auf die Dauer des Unterrichts als voller Ausbildungstag angerechnet
Richtig ist D – Bei mehr als 5 Unterrichtsstunden von jeweils 45 Minuten Dauer einmal in der Woche. Die Betonung liegt hier auf mehr!
Wer in einem zulassungspflichtigen Handwerksunternehmen selbst nicht ausbildet, darf Lehrlinge nur einstellen, wenn er …
A) persönlich geeignet ist und einen Ausbilder bestellt, der die erforderlichen berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse besitzt
B) persönlich und fachlich geeignet ist
C) fachlich geeignet ist
D) persönlich geeignet ist und einen Ausbilder einstellt, der persönlich und fachlich geeignet ist
E) einen Ausbilder bestellt, der persönlich und fachlich geeignet ist; er selbst braucht dann keine Voraussetzungen mehr zu erfüllen
Richtig ist D – Die Unterscheidung zwischen Einstellung und ausbilden ist wichtig. Da hier beim einstellen die pädagogische Eignung entfällt.
Ein 19jähriger Lehrling hat erstmals die Gesellenprüfung nicht bestanden. Welche rechtlichen Folgen ergeben sich daraus?
A) Das Ausbildungsverhältnis kann jetzt sofort wegen Erfolglosigkeit der betrieblichen Berufsausbildung vom Ausbildenden fristlos gekündigt werden
B) Mit der Bekanntgabe des Nichtbestehens endet auch automatisch das Ausbildungsverhältnis
C) Das Ausbildungsverhältnis wird durch das Nichtbestehen der Prüfung nicht berührt, sondern endet zu dem im Berufsausbildungsvertrag vereinbarten Zeitpunkt
D) Das Ausbildungsverhältnis verlängert sich in solchen Fällen allein auf Verlangen des Lehrlings bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung, höchstens um 1 Jahr
E) Das Ausbildungsverhältnis verlängert sich kraft Gesetz bis zum nächsten Prüfungstermin, höchstens um 6 Monate
Richtig sind C und D – Nach §21 BBiG Abs. 3 kann der Auszubildende die Verlängerung um höchstens 1 Jahr verlängern, ansonsten endet die Ausbildung nach Ablauf des Berufsausbildungsvertrages.
Was gehört nicht zu den Aufgaben der Innung?
A) Einen Ausschuss zur Förderung der Berufsbildung zu bilden
B) Entsprechend den Vorschriften der Handwerkskammer die Lehrlingsausbildung zu regeln
C) Soweit die Ermächtigung der Handwerkskammer vorliegt, einen Gesellenprüfungsausschuss zu errichten
D) Die Lehrlingsrolle zu führen
E) Die berufliche Entwicklung der Lehrlinge zu fördern
Richtig ist D – Die Lehrlingsrolle wird nicht von der Innung geführt.
Wer genehmigt Akkordarbeit von Jugendlichen über 16 Jahren?
B) Die zuständige Stelle (HWK, IHK)
C) Das Staatliche Amt für Arbeitsschutz
D) Die Bundesarbeitsagentur
E) Das Ordnungsamt
Welches sind die zentralen Gesetze für die Berufsbildung im Handwerk? Dies sind …
A) das Berufsbildungsgesetz, die Ausbildereignungsverordnung und das Jugendarbeitsschutzgesetz
B) das Berufsbildungsgesetz, das Berufsbildungsförderungsgesetz und die Handwerksordnung
C) die Ausbildungsverordnung, das Berufsbildungsförderungsgesetz und die Gesellenprüfungsordnung
D) die Handwerksordnung, das Jugendarbeitsschutzgesetz und die Ausbildungsverordnung
E) die Berufsfachschul-Anrechnungsverordnung, das Jugendarbeitsschutzgesetz, die Meisterprüfungsordnung
Der Aufenthalt während der Ruhepausen in Arbeitsräumen darf Jugendlichen nur gestattet werden, wenn …
A) hierfür eine Genehmigung des Staatlichen Amtes für Arbeitsschutz vorliegt
B) mindestens eine erwachsene Aufsichtsperson anwesend ist
C) im Betrieb mindestens 5 Jugendliche beschäftigt werden
D) die Arbeit in diesen Räumen während dieser Zeit eingestellt ist und auch sonst die notwendige Erholung nicht beeinträchtigt wird
E) im Betrieb noch andere Lehrlinge ausgebildet werden
Richtig ist D – §11 Abs.3 JArbSchG
Jetzt eine Pause…
Die Berufsbildung umfasst nach der Definition des Berufsbildungsgesetzes:
A) Die Berufsausbildung, die Berufsausbildungsvorbereitung, die berufliche Fortbildung und die berufliche Umschulung
B) Die Berufsausbildung, die berufliche Umschulung und die Weiterbildung
C) Die Berufsbildung und die Allgemeinbildung
D) Ausschließlich die Berufsausbildung
E) Alle berufliche Bildung, die nicht in Schulen durchgeführt wird
Richtig ist A – §1 Abs.1 BBiG
Kann ein Ausbildender bei Nichtbestehen der Gesellenprüfung durch seinen Lehrling die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses bis zur Wiederholungsprüfung ablehnen? Er kann sie …
A) ablehnen, da er einen befristeten Vertrag abgeschlossen hat
B) nur ablehnen, wenn auch durch die Nachlehre das Ausbildungsziel und das Bestehen der Gesellenprüfung nicht erreicht werden kann
C) nur ablehnen, wenn durch die Nachlehre die Ausbildungszeit um mehr als 1 Jahr verlängert würde
D) ohne Angabe von Gründen ablehnen
E) nur ablehnen, wenn er anhand des Ausbildungsnachweises darlegen kann, dass er alle Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten ordnungsgemäß vermittelt hat
Richtig ist C – §21 Abs.3 BBiG – Auf Anfrage des Auszubildenden erhöht sich die Dauer der Ausbildung maximal um 1 Jahr
Welche der folgenden Aussagen zur beruflichen Fortbildung ist falsch?
A) Die Fortbildungsmaßnahmen sollen berufliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten für einen neuen Beruf vermitteln
B) Durch die Fortbildungsmaßnahmen sollen die beruflichen Kenntnisse erweitert und an den technischen und wirtschaftlichen Fortschritt angepasst werden
C) Zur beruflichen Fortbildung gehört die Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluss der Berufsausbildung
D) Die berufliche Fortbildung ist notwendig, weil die berufliche Ausbildung in der Regel nicht mehr für das ganze Berufsleben ausreicht
E) Fortbildungsmaßnahmen können im Bereich des Handwerks in der Regel mit einer Prüfung bei der Handwerkskammer abgeschlossen werden
Richtig ist A – §1 Abs.4 BBiG – Die Lösung D könnte als richtig angesehen werden, jedoch impliziert Abs. 4 durch „erhalten der beruflichen Handlungsfähigkeit“ das diese notwendig sind.
Eine Kündigung aus wichtigem Grund ist unwirksam, wenn die ihr zugrunde liegenden Tatsachen länger bekannt sind als …
C) 18 Tage
D) 21 Tage
E) 15 Tage
Richtig ist A – §22 Abs.4 BBiG
Ein Elektrotechniker-Lehrling aus Neuss im 2. Ausbildungsjahr hat erfahren, dass in Hessen die Berufsaussichten auf eine feste Anstellung in seinem Beruf besonders günstig sind. Wie kann er kündigen?
A) Eine Einwilligung des Ausbilders ist notwendig
B) Mit einer Kündigungsfrist von vier Wochen
C) Wenn der Lehrlingswart zustimmt, mit einer Kündigungsfrist von vier Monaten
D) Eine Kündigung aus diesem Grund ist nicht möglich
E) Mit Einwilligung der Handwerkskammer
Richtig ist E – Eigentlich kann die Ausbildung nicht gekündigt werden um im selben Beruf woanders weitergeführt zu werden. Nach §23 BBiG kann der Ausbildende sogar Schadensersatz verlangen! Ausnahme: Es liegt eine Einwilligung der zuständigen Stelle vor.
Ein beschränkt geschäftsfähiger Lehrling schließt einen Ausbildungsvertrag. Wer ist der Vertragspartner des Lehrlings?
A) Der Ausbildende
B) Der gesetzliche Vertreter
C) Bis zur Volljährigkeit der gesetzliche Vertreter
D) Vater und Mutter gemeinschaftlich
E) Der Ausbildende und der für die Erfüllung des Ausbildungsvertrages bestellte Ausbilder
Richtig ist A – Beschränkt geschäftsfähige Personen nach § 106 BGB sind z.B. Minderjährige. Die gesetzlichen Vertreter können diesem theoretisch auch nachträglich zustimmen. Vertragspartner bleibt also der ausschließlich der Ausbildende.
A) Das Ausbildungsverhältnis endet mit Ablauf der Ausbildungszeit
B) Besteht der Lehrling die Gesellenprüfung nicht, so verlängert sich das Ausbildungsverhältnis kraft Gesetz, ohne dass die Parteien tätig werden müssen, um ein halbes Jahr
C) Findet die Gesellenprüfung nach dem vereinbarten Ende des Ausbildungsverhältnisses statt, so verlängert sich das Ausbildungsverhältnis kraft Gesetz bis zum Bestehen der Prüfung
D) Die Beendigung des Ausbildungsverhältnis kann von den Vertragsparteien aufgrund der Vertragsfreiheit durch Aufhebungsvertrag immer vorzeitig vereinbart werden
E) Mit Aushändigung des Gesellen-, Facharbeiter- oder Kaufmannsgehilfenbriefes
Richtig sind A und D – Nach §21 BBiG Abs.1. Die Vertragsfreiheit ist aus Art. 2 Abs. 1 GG begründet.
Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz hat der Ausbildende folgende Pflichten:
A) Jedem Jugendlichen muss der Gesetzestext des Berufsbildungsgesetz ausgehändigt werden
B) Bei Beschäftigung von regelmäßig mindestens einem Jugendlichen muss er einen Abdruck des Jugendarbeitsschutzgesetzes an geeigneter Stelle auslegen oder aushängen
C) Der Ausbildende hat die Jugendlichen per Aushang über die Unfallgefahren im Betrieb zu informieren
D) Bei Beschäftigung von regelmäßig drei Jugendlichen muss er den Beginn und das Ende der Arbeitszeit sowie die Pausenregelung an geeigneter Stelle per Aushang bekannt machen
E) Der Ausbildende hat bei Beschäftigung von mindestens drei Jugendlichen Beginn und Ende des Berufsschulunterrichts an geeigneter Stelle im Betrieb durch Aushang bekannt zumachen
Richtig sind B und D – Nach §47 und §48 JArbSchG
Jugendliche dürfen vor Berufsschulbeginn nicht beschäftigt werden, wenn der Unterricht …
A) um 9.00 Uhr beginnt
B) um 8.00 Uhr beginnt
C) um 8.45 Uhr beginnt
D) um 9.05 Uhr beginnt
E) um 9.30 Uhr beginnt
Richtig sind B und C – Nach §9 JArbSchG – Wichtig sind die Worte vor und um!
Ein Berufsausbildungsvertrag ist rechtswirksam abgeschlossen …
A) mit dem tatsächlichen Beginn des Berufsausbildungsverhältnisses
B) erst nach der schriftlichen Niederlegung und Unterzeichnung durch alle Beteiligten
C) durch mündliche Einigung der Vertragspartner
D) mit Eintragung des Vertrages in der Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse/Lehrlingsrolle
E) mit Eingang der eingetragenen und mit einem Genehmigungsvermerk versehenen Vertragsausfertigung beim Betrieb
Richtig ist C – abgeschlossen werden kann der Vertrag mündlich. Eine Vertragsniederschrift kann auch später erfolgen. Allerdings spätestens vor Beginn der Ausbildung.
Welche Leistungen sind vom Ausbildungsbetrieb zu tragen?
A) Mittel für die Gesellenprüfung, Fachliteratur für betriebliche Ausbildung, Kosten für überbetriebliche Ausbildung, Mittel für Zwischenprüfungen
B) Mittel für Prüfungen nach Ende der Ausbildung, Werkzeuge und Werkstoffe für die Ausbildung, Fahrtkosten zwischen Wohnung und Ausbildungsbetrieb, Fachliteratur für betriebliche Ausbildung
C) Mittel für Zwischenprüfungen, Ausbildungsnachweise, allgemeine Berufskleidung, Werkstoffe und Werkzeuge für die Ausbildung
D) Fachliteratur für die betriebliche Ausbildung, Kosten für überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen, Fahrtkosten zwischen Wohnung und Ausbildungsbetrieb, Ausbildungsnachweise (Berichtshefte)
E) Werkstoffe und Werkzeuge für die Ausbildung, Unterrichtsmaterialien für die schulische Ausbildung, allgemeine Berufskleidung, Werkzeuge und Werkstoffe für die Gesellenprüfung
Richtig ist A – §14 Abs.3 Es müssen weder die Fahrtkosten, noch allgemeine Berufskleidung noch Materialien für die schulische Ausbildung bezahlt werden.
Wenn der Ausbildende nicht berechtigt ist, Lehrlinge einzustellen oder auszubilden, so ist der Ausbildungsvertrag …
A) ungültig, weil er nicht erfüllt werden kann
B) zwar gültig, er wird mit Ablauf der Probezeit jedoch kraft Gesetzes unwirksam, wenn der Mangel nicht beseitigt wird
C) ungültig, es sei denn, die zuständige Stelle (HwK, IHK) trägt ihn ein und genehmigt ihn damit
D) ungültig, es sei denn, der Lehrling ist mit der Ausbildung in diesem Ausbildungsbetrieb einverstanden
E) gültig, da die Wirksamkeit des Berufsausbildungsvertrages nicht berührt wird
Richtig ist E – Nach §10 Abs.4 BBiG
Gegen einen vom Innungsausschuss zur Schlichtung von Lehrlingsstreitigkeiten gefällten Schiedsspruch kann Einspruch erhoben werden binnen …
A) drei Wochen beim zuständigen Amtsgericht
B) zwei Wochen beim örtlich zuständigen Amtsgericht
C) drei Wochen beim Ausschuss zur Schlichtung von Lehrlingsstreitigkeiten der Handwerkskammer
D) zwei Wochen beim zuständigen Arbeitsgericht
E) vier Wochen beim zuständigen Arbeitsgericht
Richtig ist D – Nach §111 Abs.2 ArbGG
Den vollen Urlaubsanspruch erwirbt ein Jugendlicher …
A) nach Ablauf der Probezeit
B) mit Beginn des Ausbildungsverhältnisses
C) nach einer 3monatigen ununterbrochenen Beschäftigung im Betrieb
D) nach einer 6monatigen ununterbrochenen Beschäftigung im Betrieb
E) nach einer 12monatigen ununterbrochenen Beschäftigung im Betrieb
Richtig ist D – Nach §4 BUrlG
Urlaub das wäre jetzt schön…
Ein Gesellenprüfungsausschuss eines zulassungsfreien Handwerks muss gemäß Handwerksordnung zur Beschlussfähigkeit in der mündlichen Prüfung…
A) stets vollzählig anwesend sein
B) so besetzt sein, wie er zu Beginn der Berufungsperiode zusammengesetzt worden war
C) nicht mit einem Beauftragten der Lehrer besetzt sein
D) mindestens aus einem Beauftragten der Arbeitgeber, einem Beauftragten der Arbeitnehmer und dem Lehrlingswart bestehen
E) mindestens aus je einem Beauftragten der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und einem Lehrer an einer berufsbildenden Schulen bestehen
Richtig ist E – Nach §34 HWO
Wer hat die Prüfungsordnung für die Gesellenprüfung zu erlassen?
A) Die zuständige Stelle (HWK, IHK)
B) Der Kultusminister des zuständigen Bundeslandes
C) Die Innung
D) Die Kreishandwerkerschaft
E) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung
Richtig ist A – Nach §47 Abs.1 BBiG
Welche Folge hat der Rücktritt eines Prüflings aus wichtigem Grund nach Beginn der Prüfung?
A) Die Prüfung gilt als nicht abgelegt
B) Die Prüfung gilt als nicht bestanden
C) Die Prüfung gilt als ruhend, muss jedoch ganz wiederholt werden
D) Die Prüfung ruht, abgeschlossene Prüfungsleistungen können anerkannt werden
E) Es steht im freien Ermessen des Prüfungsausschusses, über Folgen zu entscheiden
Richtig ist D – Nach den Prüfungsordnungen der zuständigen Stellen.
Eine ordentliche Kündigung eines Jugend- und Auszubildendenvertreters ist …
A) während der Amtszeit zulässig
B) während der Amtszeit nur aus einem besonderen Grund (z.B. Arbeitsmangel) und mit Zustimmung des Arbeitsgerichtes möglich
C) während der Amtszeit und im darauf folgenden Jahr unzulässig
D) erst unmittelbar nach Ablauf der Amtszeit zulässig
E) während der Amtszeit und innerhalb eines halben Jahres danach zulässig
Richtig ist C – gemäß §15 Abs.1 KSchG
Welches Gesetz regelt die Berufsschulpflicht?
A) Das Berufsschulpflichtgesetz der jeweiligen Handwerkskammer
B) Das Schulpflichtgesetz der jeweiligen Bezirksregierung
C) Das Schulpflichtgesetz des jeweiligen Bundeslandes
D) Das Berufsschulpflichtgesetz des jeweiligen Bundeslandes
E) Das Schulpflichtgesetz der Bundesrepublik Deutschland
Richtig ist C – Das Schulgesetz ist Sache der Länder
Wie viele Stunden muss die tägliche ununterbrochene Freizeit eines Jugendlichen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz betragen?
A) Die tägliche ununterbrochene Freizeit muss mindestens 8 Stunden dauern
B) Solange die tägliche Arbeitszeit 9 Stunden nicht übersteigt, braucht auf die Länge der ununterbrochenen Freizeit keine Rücksicht genommen werden
C) Die tägliche ununterbrochene Freizeit muss mindestens 12 Stunden betragen
D) Die tägliche ununterbrochene Freizeit muss mindestens 10 Stunden betragen
E) Die Länge der täglichen ununterbrochenen Freizeit hängt vom Alter des Jugendlichen ab
Richtig ist C – Nach §13 JArbSchG
Wer überwacht und kontrolliert die Einhaltung des Jugendarbeitsschutzgesetzes?
A) Das Staatliche Amt für Arbeitsschutz
B) Die Jugendämter
C) Die zuständige Stelle (HWK, IHK)
D) Die Sozialämter
E) Die Jugendwohlfahrtsbehörde
Bei der Festlegung der täglich höchst zulässigen Arbeitszeit für Jugendliche…
A) werden Kurzpausen von 15 Minuten als Arbeitszeit mitgerechnet
B) werden die Pausenzeiten als Arbeitszeit gerechnet
C) werden die Pausenzeiten nicht als Arbeitszeit gerechnet
D) werden die Pausenzeiten erst dann von der Arbeitszeit abgerechnet, wenn sie mindestens eine
Stunde betragen
Richtig ist C – Es geht ja um die Ermittlung der zulässigen Arbeitszeit nicht Anwesenheitszeit!
Die Eignung der Ausbildungsstätte liegt vor, wenn….
A) der Ausbilder persönlich und fachlich geeignet ist
B) mindestens ein Meister beschäftigt ist
C) die Ausbildungsstätte nach Art und Einrichtung geeignet ist und das Verhältnis der Zahl der Lehrlinge zur Zahl der Fachkräfte angemessen ist
D) der Betrieb mindestens 3 Jahre erfolgreich ausgebildet hat
E) wenn der Ausbilder die Ausbildereignungsprüfung bestanden hat
Richtig ist C – Nach §27 BBiG – Es geht um die Eignung der Ausbildungsstätte, nicht um die Berechtigung einzelner Personen auszubilden.
Das Berufsbildungsgesetz unterscheidet zwischen leichteren und schweren Ordnungswidrigkeiten. Welche der nachfolgend aufgeführten Ordnungswidrigkeiten gehören zu den schweren?
A) Der Ausbildende verweigert dem Ausbildungsberater der Handwerkskammer den Zutritt zum Betrieb.
B) Der Ausbildungsbetrieb versäumt es, den Berufsausbildungsvertrag in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse (Lehrlingsrolle) eintragen zu lassen.
C) Der Ausbildungsbetrieb veranlasst die Eintragung des Berufsausbildungsvertrages in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse erst mit mehrmonatiger Verspätung.
D) Einem Lehrling werden Aufgaben übertragen, die dem Ausbildungszweck nicht dienen.
E) Dem Lehrling wird die Niederschrift des Berufsausbildungsvertrages verweigert.
Richtig ist D – §102 BBiG Abs.1
Bei Verstößen gegen das Berufsbildungsgesetz, wenn beispielsweise dem Ausbildungsberater der zuständigen Stelle der Zutritt zum Betrieb verweigert wird, wird diese Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße geahndet. Wie hoch ist der hierfür vorgesehene Höchstbetrag?
B) 5.000 €
D) 1.000 €
E) 3.000 €
Richtig ist D – §102 BBiG Abs.2
Wodurch unterscheidet sich ein Berufsausbildungsverhältnis von einem Arbeitsverhältnis?
A) Beim Berufsausbildungsverhältnis steht der Ausbildungspflicht des Ausbildenden die Lernpflicht des Lehrlings gegenüber. Beim Arbeitsverhältnis stehen sich die Pflicht zur Erbringung der vereinbarten Arbeit und der Anspruch auf Entgelt dieser Arbeit gegenüber
B) Vom Mitarbeiter im Arbeitsverhältnis wird die selbständige Erledigung der vereinbarten Arbeitsleistung erwartet. Der Lehrling arbeitet dagegen nur unter fachlicher Anleitung
C) Ein Berufsausbildungsverhältnis kann nur mit Jugendlichen abgeschlossen werden. Erwachsenen können nur ein Arbeits- oder Umschulungsverhältnis eingehen
D) Ein Berufsausbildungsverhältnis ist zeitlich befristet; ein Arbeitsverhältnis besteht dagegen immer auf unbestimmte Zeit
E) Ein Berufsausbildungsverhältnis kann nicht außerordentlich gekündigt werden. Ein Arbeitsverhältnis
kann bei Vorliegen eines wichtigen Grundes von beiden Seiten vorzeitig beendet werden
Richtig ist A – B ist wahrscheinlich deswegen falsch, weil gesagt wird der Lehrling arbeitet nur unter fachlicher Anleitung.
Die Berufsbildung umfasst nach der Definition des Berufsbildungsgesetzes…
A) Die Berufsausbildungsvorbereitung, die Berufsausbildung, die berufliche Fortbildung und die berufliche Umschulung
B) die Berufsausbildung und die berufliche Umschulung
D) ausschließlich die Berufsausbildung, soweit sie durch Ausbildungsordnung oder fachliche Vorschriften geregelt ist
E) die berufliche Bildung, die nicht in Schulen durchgeführt wird.
Richtig ist A – §1 BBiG – B ist wahrscheinlich wegen dem Wort umfasst falsch.
Welche der folgenden Aussagen über die ärztliche Untersuchung gem. Jugendarbeitsschutzgesetz sind richtig? Kennzeichnen Sie die richtigen Lösungen!
A) Die Kosten der Untersuchung trägt das Bundesland, in dem der Lehrling seinen Wohnsitz hat
B) Anerkannt ist nur eine Untersuchung durch einen Vertrauens- oder Betriebsarzt
C) Ergab die Untersuchung keine gesundheitlichen Mängel, muss sich der Jugendliche ein halbes Jahr nach Aufnahme der ersten Beschäftigung einer ersten Nachuntersuchung unterziehen
D) Bei jugendlichen Lehrling ist die Vorlage der Erstuntersuchung an die zuständige Stelle (HWK, IHK) Zulassungsvoraussetzung für die Zwischenprüfung
E) Jugendliche müssen vor Eintritt in das Berufsleben von einem Arzt untersucht werden und dem Ausbildenden/Arbeitgeber eine Bescheinigung hierüber vorlegen.
Richtig sind A und E – §44 und § 32 JArbSchG
Nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz ist eine Beschäftigung (8 Stunden) Jugendlicher an Samstagen…
A) im Einzelhandel, Gaststättengewerbe und Verkehrswesen nur für über 16jährige an zwei Samstagen im Monat zulässig
B) ohne Ausnahme zulässig
C) im Einzelhandel, Gaststättengewerbe und Verkehrswesen zulässig
D) im Einzelhandel, Gaststättengewerbe und Verkehrswesen nur an jedem zweiten Samstag zulässig, zwei Samstage im Monat müssen frei sein
E) Nur möglich, wenn die 5-Tage-Woche durch Freistellung an einem berufsschulfreien Tag derselben Woche sichergestellt ist.
Richtig sind C und E – §16 JArbSchG – D ist deswegen falsch, weil in §16 Abs.2 nur von zwei Samstagen die Rede ist, nicht das diese im Wechsel stattfinden müssen!
Zum Erledigen von Arbeiten im Rahmen der Ausbildung benötigt der Lehrling Material und Werkzeuge. Welche Verpflichtung hat der Lehrling bezüglich der Ausbildungsmittel? Der Lehrling …
A) hat dem Ausbildenden die Kosten der Werkstoffe zu erstatten, die bei der Zwischen- und Gesellenprüfung verbraucht werden
B) kann für Verlust von Werkzeug in keinem Fall verantwortlich gemacht werden
C) hat auf Verlangen des Ausbildenden die Werkzeuge selbst zu beschaffen, die er unmittelbar und ständig benutzt
D) hat die Ausbildungsmittel pfleglich zu behandeln
E) hat die Ausbildungsmittel in dem Zustand zurückzugeben, in dem der Ausbildende diese zur
Richtig ist D – §13 BBiG Abs. 5 – §14 BBiG besagt, dass keine Werkstoffe vom Lehrling selbst zu tragen sind.
Planung und Durchführung der Ausbildung AEVO / AdA
Was muss ein betrieblicher Versetzungsplan enthalten?
A) Angaben über alle Lehrlinge, die in der Berufsschule versetzt werden
B) Die gesamten Modalitäten, die mit der Versetzung verbunden sind
C) Die Tätigkeit der Lehrlinge und Angestellten
D) Die Uhrzeiten, an denen ein Lehrling eine bestimmte Ausbildungsarbeit auszuführen hat
E) Die Festlegung, welche Arbeitsplätze und Betriebsabteilungen ein Lehrling während der Gesamtausbildung zu durchlaufen hat
Richtig ist E – Der Versetzungsplan ist Teil des betrieblichen Ausbildungsplans. Der Versetzungsplan legt für jeden Auszubildenden fest, wann der Wechsel der Ausbildungsabteilungen erfolgen soll.
Wann soll der Lehrling in die Führung des Ausbildungsnachweises eingewiesen werden?
A) Nach Ablauf des ersten Ausbildungsmonats
B) Nach Ablauf der Probezeit
C) Wenn feststeht, dass der Lehrling im Ausbildungsbetrieb bleibt
D) Im Verlauf der ersten Ausbildungswoche
E) Vor Antritt der Berufsausbildung
Richtig ist D – Der Auszubildende soll frühzeitig anfangen können die Nachweise zu führen, muss aber nicht zwangsweise vor Antritt damit belastet werden.
Welche Aussage zur Entwicklung von Schlüsselqualifikationen ist zutreffend? Schlüsselqualifikationen …
A) müssen vom Ausbilder im Zusammenhang mit fachlichen Zielen gesondert entwickelt werden
B) müssen vom Ausbilder neben den fachlichen Zielen gesondert entwickelt werden
C) können nur in Ausbildungssituationen entwickelt werden, die selbstgesteuertes Lernen der Auszubildenden ermöglichen
D) können nur in Ausbildungssituationen entwickelt werden, die Gruppen- oder Partnerarbeit ermöglichen
E) entwickeln sich automatisch mit zunehmender Selbständigkeit der Auszubildenden im Verlauf der Ausbildung
Wenn ein Ausbilder prüft, ob ein Lehrling aus dem Gedächtnis bestimmte Begriffe wiedergeben kann, dann überprüft er …
A) ein gefühlsmäßiges Lernziel in der dritten Lernzielstufe
B) ein wissensmäßiges Lernziel in der zweiten Lernzielstufe
C) ein affektives Lernziel in der zweiten Lernzielstufe
D) ein gefühlsmäßiges Lernziel in der vierten Lernzielstufe
E) ein wissensmäßiges Lernziel in der ersten Lernzielstufe
Richtig ist E – Der Lernzielbereich ist kognitiv (wissensmäßig) Die erste Lernzielstufe ist reproduktiv. (direkte Wiedergabe)
Welche Ausbildungsinhalte werden vorzugsweise mit Hilfe einer schrittweisen oder einer erarbeitenden Vorgehensweise vermittelt?
A) Rechenfertigkeit
B) Naturkundliche Gesetze
C) Kenntnisse z.B. über Unfallverhütungsvorschriften
D) Einsichten in abstrakte Zusammenhänge
E) Manuelle Fertigkeiten
Richtig ist E – komplexe psychomotorische Fertigkeiten werden am besten schrittweise erlangt.
Zu einer „Einsicht gelangen“, gehört zum Lernbereich:
A) Der die Bewegungsabläufe betrifft
B) Der die manuellen Fertigkeiten betrifft
C) Der das Wissen betrifft
D) Der das Gefühlsleben betrifft
E) Der das soziale Verhalten betrifft
Richtig ist D – Es ist der affektive Lernbereich (Mit Herz)
Welchen Grad an Eindeutigkeit hat ein Groblernziele im Rahmen der Gliederung von Lernzielen?
A) Einen geringen Grad an Eindeutigkeit
B) Einen mittleren Grad an Eindeutigkeit
C) Beschreibt exakt, was durch Lernen erreicht werden soll und lässt nur eine Auslegung zu
D) Ist auf Exaktheit ausgerichtet und lässt mehrere Auslegungen zu
E) Groblernziel sind absolut ungenau
Richtig ist B – Ein geringer Grad an Eindeutigkeit liegt bei einem Richtlernziel vor.
Was ist ein Feinlernziel? Feinlernziel …
A) sind Stoffbeschreibungen, die in den Ausbildungsrahmenplänen enthalten sind
B) sind Beschreibungen des beobachtbaren Endverhaltens, das durch Lernen erreicht werden soll
C) sind Stoffbeschreibungen, die im Berufsausbildungsplan der ‚Fachlichen Vorschriften‘ enthalten sind
D) beschreiben keine Verhaltensformen, sondern stellen in groben Zügen den Inhalt der Ausbildung dar
E) umschreiben Verhaltensformen, die einen mittleren Grad an Eindeutigkeit aufweisen
Richtig ist B – Feinlernziele sind das definierte Endverhalten eines Teilschrittes in einer Unterweisung
Welche Beziehungen bestehen in einem Lerndreieck? Die Beziehungen …
A) Eltern-Ausbildungsinhalt, Lehrling – Ausbildungsinhalt, Ausbilder-Ausbildungsinhalt
B) Ausbildender – Ausbildungsinhalt, Ausbilder – Ausbildungsinhalt, Lehrling – Ausbildungsinhalt
C) Ausbildender -Ausbildungsinhalt-Lehrling
D) Lehrling -Ausbildungsinhalt, Ausbilder-Lehrling, Ausbilder-Ausbildungsinhalt
E) Eltern-Ausbildungsinhalt-Lehrling
Richtig ist D – Feinlernziele sind das definierte Endverhalten eines Teilschrittes in einer Unterweisung
Welche der folgenden Lernhilfen dient insbesondere der Aufrechterhaltung des Lernprozesses? Der
Ausbilder …
A) erhöht mit Fortschritt des Lernprozesses die Schwierigkeit der Aufgabenstellung
B) versetzt den Lehrling in die Lage, ständig seinen Lernfortschritt zu erkennen
C) löst durch lockere Gesprächsführung die innere Verkrampfung des Lehrlings
D) lässt dem Lehrling wenig Zeit zum Durchprobieren verschiedener Lösungswege
E) bietet die Lösung Schritt für Schritt dar
Richtig sind A und B – Damit ein Lernzuwachs entsteht, müssen die Anforderungen stetig steigen und ein Fortschritt erkennbar sein, sonst kommt es zu einer Demotivation.
Beim Lernen durch Einsicht (Nachdenken) werden Abläufe oder Zusammenhänge, insbesondere Wirkungs- Sinn- und Handlungszusammenhänge, geistig erfasst. Welche Behauptung zum einsichtigen Lernen ist richtig? Lernen durch Einsicht …
A) ist unabhängig von den Erfahrungen, die der Lehrling mitbringt
B) bedarf der Ruhe und lässt sich somit bei der Arbeit in Gruppen nur sehr schwer erreichen
C) ist abhängig vom Intellekt des Lehrlings. Darum darf nur bei leistungsstarken Lehrlingen mit einem einsichtigen Lernen gerechnet werden
D) erfolgt oftmals plötzlich. Die gewonnene Einsichten stehen ohne weiteres Üben für künftiges einsichtiges Handeln zur Verfügung
E) wird nur durch nachhaltiges Üben und Wiederholen erreicht
Richtig ist D – Zu einer Einsicht kommt man oft spontan und ist man einmal zu einer Einsicht gekommen, kann diese Erkenntnis stets genutzt werden.
Kennzeichnen Sie die aufgeführten Feinlernziele! Der Lehrling …
A) geht selbständig mit Werkzeugen um
B) wartet Geräte und Maschinen
C) sendet selbständig mit einem Fax-Gerät ein Fax an einen bestimmten Adressaten
D) bedient Kunden freundlich
E) biegt aus 3mm Kupferdraht mit einer Rundzange 5 Ösen
Richtig sind C und E – Beide Ziele haben ein konkret überprüfbares Endverhalten. Fax ist beim Adressaten angekommen, Die Ösen sind wie erwartet gebogen
Wodurch unterscheidet sich der betriebliche Ausbildungsplan vom Ausbildungsrahmenplan?
A) Der Ausbildungsrahmenplan ist das schulische Gegenstück des betrieblichen Ausbildungsplanes
B) Der Ausbildungsplan gilt bundesweit, der Ausbildungsrahmenplan nur im einzelnen Ausbildungsbetrieb
C) Der betriebliche Ausbildungsplan ist die Anpassung des Ausbildungsrahmenplans an die Ausbildungsbedingungen des einzelnen Ausbildungsbetriebes
D) Es besteht kein Unterschied, da beide Bezeichnungen für denselben Plan verwendet werden
E) Der betriebliche Ausbildungsplan enthält die Inhalte des Rahmenlehrplans und – besonders gekennzeichnet – zusätzliche betriebsspezifische Ausbildungsgegenstände
Richtig ist C – Der betriebliche Ausbildungsplan wird aus dem Ausbildungsrahmenplan abgeleitet.
Wie sollte der Ausbilder ausbilden, wenn er den Ausbildungsstoff anschaulich vermitteln will? Der Ausbilder sollte so unterweisen, dass…
A) der Lehrling konkrete Vorstellungen vom Lerngegenstand gewinnt
B) das Denken und Fühlen der Lehrlinge berücksichtigt wird
C) der Lehrling sich jederzeit der angestrebten Lernziele bewusst wird
D) befähigte Lehrlinge zum abstrakten Denken angeregt werden
E) der Lehrling mit der Thematik der Lerngegenstände vertraut gemacht wird
Richtig ist A – Zielklarheit ist wichtig.
Was bedeutet „objektive“ Leistungsbewertung?
A) Die Bewertung stützt sich auf schriftliche Unterlagen
B) Verschiedene Ausbilder kommen bei einer bestimmten Leistung zur gleichen Bewertung
C) Die Bewertung erfolgt nicht sofort, sondern erst nach einigen Tagen, wenn der Ausbilder „Abstand“ vom Leistungsvollzug gewonnen hat
D) Die Bewertungsgrundsätze werden den Lehrlingen bekannt gegeben
E) Die Bewertungen werden gegenüber den Lehrlingen begründet
Richtig ist B – Kommen verschiedene Ausbilder zur gleichen Bewertung, scheinen subjektive Belange weitgehend nicht vorhanden.
Welcher Beurteilungsfehler unterläuft diesem Ausbilder: „Stellen Sie sich nicht so an, das schüttle ich alles nur so aus dem Ärmel.“
A) Mildefehler
B) Überstrahlungsfehler
C) Tendenz zur Mitte
D) Kontrastfehler
E) Sympathiefehler
Richtig ist D – Der Vergleich zwischen Ausbilder und dem Auszubildenden ist sehr groß, so dass der Ausbilder die Leistung des Auszubildenden sehr schlecht redet.
Um welche Lernart handelt es sich, wenn ein Lehrling beim Betrachten einer Bilanz den Zusammenhang zwischen der Herkunft der Mittel und der Verwendung der Mittel zunächst nicht erkennt, jedoch plötzlich den Funktionszusammenhang versteht?
A) Lernen durch Versuch, Irrtum und Erfolg
B) Lernen durch bewusstes Nachmachen
C) Lernen durch Verstärkung
E) Lernen durch Reiz-Reaktion
Richtig ist D
Nach Ausgangssituationen
Nach einigen Wochen der Ausbildung werden Sie von Marco, einem neuen und wissbegierigen Auszubildenden, der sich nie mit allgemeinen Erläuterungen abfindet, nach den rechtlichen Grundlagen der Ausbildung befragt. Der Berufsschullehrer – so Marco – hätte der Klasse schon etwas über das Berufsbildungsgesetz erzählt. Marco möchte wissen, welche Schwerpunkte das Berufsbildungsgesetz hat und für welchen Bereich dieses Gesetz gilt.
Da Marco aber so schnell wie möglich aufgrund seiner Ungeduld noch mehr über das Gesetz erfahren möchte, hat er nun einige Fragen an Sie. Er bittet Sie bereits morgens um 8.00 Uhr, ihm seine Fragen zu beantworten, obwohl eine Einweisung an einer neuen Maschine durch einen Fachmann für diese Zeit angesetzt ist.
2. Welche Vorgehensweise/n ist/sind für die Erläuterung von Marcos Fragen vorrangig geeignet?
a. Fragen von Marco aufgreifen, Gesetz zur Hand nehmen, Inhalt und Aufbau kurz erläutern, die einschlägigen Rechtsvorschriften suchen lassen, Erklärungshilfen leisten, Anwendungen anregen.
b. Den Gesetzestext Marco in die Hand geben und Marco auffordern, zukünftig selbständig nachzuschlagen.
c. Aufbau des Gesetzes erklären, die ersten Paragraphen lesen lassen und Marco selbständig einen Bericht schreiben lassen.
d. Marco den Aufbau des Gesetzes erläutern, ihn im Gesetz lesen und Fragen notieren lassen und die Fragen anschließend gemeinsam mit Marco und den anderen Auszubildenden besprechen.
e. Die Paragraphen, die Marcos Fragen betreffen, lesen lassen und ihn später darüber abfragen (Erfolgskontrolle).
Richtig sind A und D – Helfen und zu eigenverantwortlicher Anwendung anregen und die anderen Auszubildenden davon profitieren lassen.
Franz Meyer ist gelernter Automobilkaufmann. Er hat vor einigen Jahren das Autohaus Süd GmbH mit einer Reparaturwerkstatt erworben und ist dort der alleinige Geschäftsführer. Herr Meyer beschäftigt in seiner Werkstatt mittlerweile 2 Meister und 10 Gesellen. Er beschließt, zum 01.08. Auszubildende als Kfz-Techniker einzustellen. Nach Kontaktaufnahme mit dem Arbeitsamt bewerben sich
a) Fritz 16 Jahre alt (am 01.06. geboren); Hauptschulabschluss nach Klasse 10 A
b) Dirk 17 Jahre alt (am 15.04. geboren) Abschluss Berufsgrundschuljahr, Fachrichtung Metall
c) Otto 19 Jahre alt (am 31.03 geboren) allgemeine Hochschulreife
Die drei Bewerber hatten im Einstellungsjahr schon Geburtstag. Nach Vorlage von Zeugnissen und Lebenslauf kommt es Anfang Juli zu den einzelnen Vorstellungsgesprächen. Herr Meyer gibt dabei allen Bewerbern eine Zusage. Am Ende bitten Fritz und Dirk um Bedenkzeit von einer Woche, während Otto dem einstellungswilligen Herrn Meyer sofort eine Zusage gibt.
Herr Meyer weist am Ende des Gespräches noch darauf hin, dass bei Vertragsabschluss die Probezeit 4 Monate beträgt.
Welche Aussage über die Urlaubstage ist laut gesetzlicher Regelung richtig?
a. Dirk erhält 25 Arbeitstage laut JarbSchG im ersten vollen Kalenderjahr der Ausbildung
b. Fritz erhält 25 Werktage laut Bundesurlaubsgesetz im ersten vollen Kalenderjahr der Ausbildung
c. Otto erhält 24 Arbeitstage laut Bundesurlaubsgesetz im ersten vollen Kalenderjahr der Ausbildung
d. Otto erhält 24 Werktage laut Bundesurlaubsgesetz im ersten vollen Kalenderjahr der Ausbildung
e. Fritz erhält 27 Werktage laut JarbSchG im ersten vollen Kalenderjahr der Ausbildung
Richtig sind D und E – Otto ist volljährig, somit bekommt er nach §3 BUrlG mindestens 24 Tage. Zu Beginn des ersten vollen Kalenderjahres nach Beginn der Ausbildung ist Fritz immer noch 16 also noch nicht 17 und bekommt somit nach §19 des JArbSchG mindestens 27 Tage Urlaub.
Wann endet die Probezeit für Fritz, Otto, Dirk, wenn die Ausbildung wie geplant am 01.08. beginnt, Fritz aber in der Probezeit für 4 Wochen erkrankt?
a. Die Probezeit endet für Dirk, Otto, Fritz am 30.11.
b. Otto hat keine Probezeit, da er volljährig ist.
c. Bei Fritz verlängert sich die Probezeit um vier Wochen, da er erkrankt war.
d. Die Probezeit endet für Fritz und Otto am 31.10.
e. Bei Otto verkürzt sich die Probezeit aufgrund seiner Vorbildung um einen Monat.
Richtig ist A – Eine Verlängerung aufgrund einer Erkrankung ist nur Möglich, wenn diese länger als 1/3 der Probezeit andauert.
Der Unternehmer Lukas Holz, der vier Tischlergesellen beschäftigt, hat sich nach mehreren Bewerbungsgesprächen für den 18 jährigen Steffen Linde als neuen Auszubildenden entschieden und mit ihm einen Ausbildungsvertrag geschlossen. Nach Gründung seines Unternehmens vor fünf Jahren wird Steffen sein erster Auszubildender sein. Damit auch alles gut geht, hat sich Herr Holz Gedanken zur didaktischen und methodischen Vorgehensweise sowie zum angestrebten Ausbildungsziel gemacht.
Auch durch seine eigenen Verhaltensweisen möchte Herr Holz zum Erfolg der Ausbildung beitragen –aber wie?
Nun hat ihm auch noch ein Tischlerkollege beim wöchentlichen Stammtisch erzählt, dass die wesentlichen Inhalte des Ausbildungsvertrages schriftlich fixiert werden müssen. Daran hätte er nicht gedacht. Er hat sich daher vorgenommen, direkt am ersten Ausbildungstag von Steffen den Vertrag schriftlich niederzulegen.
Um den Lernprozess von Steffen positiv zu beeinflussen, hat sich Herr Holz vorgenommen, Lernziele für die jeweiligen Ausbildungsinhalte aufzustellen. Wieso wird durch das Aufstellen von Lernzielen der Lernerfolg abgesichert?
a. Durch das Aufstellen von Lernzielen wird das Führungsverhalten des Ausbilders festgelegt.
b. Die aufgestellten Lernziele lassen am Ende des Lernprozesses eine Überprüfung zu, ob Steffen das Ziel der Ausbildung auch erreicht hat.
c. Der Biorhythmus von Steffen kann dadurch besser berücksichtigt werden.
d. Die Ausbildungsmethode wird durch das Festlegen der Lernziele bestimmt.
e. Die Führungsstile werden durch die Lernziele bestimmt.
Richtig ist B – Sind die Lernziele definiert, so können diese auch überprüft werden.
Der 19jährige Frank besucht im 2. Ausbildungsjahr die für ihn zuständige Berufsschule. In seiner Klasse gilt er als von Anfang an zurückhaltend und schüchtern. Er wird von seinen Mitschülern entsprechend negativ behandelt und muss sich häufig den Aggressionen der anderen stellen. Frank trägt von sich aus auch nichts dazu bei, seine Stellung innerhalb des Klassenverbandes zu verbessern. Seine Leistungen geben ebenfalls Anlass zur Kritik.
Im Klassenverband ist Frank:
a. Mitläufer
b. Außenseiter
c. Klassenclown
d. aufgrund seines Verhaltens kein Gruppenmitglied
e. Stiller Lenker
Richtig ist B – Frank ist Außenseiter
Die Betriebsleitung eines großen Maler- und Lackiererbetriebes, dessen Inhaber Herr Schulte ist, hat zusammen mit dem verantwortlichen Ausbilder des Unternehmens, Herrn Grün – der auch Einsatzleiter ist und einen Meistertitel im Maler- und Lackiererhandwerk besitzt – , beschlossen, zum neuen Ausbildungsjahr 6 Auszubildende einzustellen, um die sich Herr Grün kümmern soll. Zu seiner eigenen Vorbereitung möchte er einige Punkte im Vorfeld abklären. Herr Grün weiß, dass die Auszubildenden verpflichtet sind, Ausbildungsnachweise zu führen. Er möchte zukünftig von den Auszubildenden zusätzlich Fachberichte verlangen.
Im Betrieb sind bereits neben den neuen Auszubildenden 10 weitere Auszubildende. Wird sich gegenüber der derzeitigen Situation für Herrn Grün hinsichtlich seines Arbeitseinsatzes etwas verändern?
b. Ja, er ist ab dem neuen Ausbildungsjahr hauptberuflich nur noch für die Ausbildung in dem Betrieb zuständig.
c. Er muss sich nach wie vor um die Ausbildung aller Auszubildenden kümmern und wie bisher auch noch in der Einsatzleitung tätig sein.
d. Ja, da er ab dem neuen Ausbildungsjahr mehr belastet sein wird: einmal mit der erweiterten Anzahl von Auszubildenden und zum anderen wegen seines Verantwortungsbereiches in der Einsatzleitung.
e. Nein, er teilt sich alle Aufgaben in der Ausbildung und in der Einsatzleitung mit anderen Kollegen.
Richtig ist B – entsprechend einer „Soll-Empfehlung“ sollen Ausbilder maximal 3 Auszubildende als Nebentätigkeit ausbilden und maximal 16 hauptberuflich.
Marc, Auszubildender im 2. Ausbildungsjahr zum Metallbauer, hat einen Mitschüler in seiner Fachklasse – Gerd – , der seine Ausbildung gerade erst begonnen hat. Gerd hat den allgemeinbildenden Schulabschluss der Hauptschule, Typ A und vor dem Beginn seiner Ausbildung das Berufsgrundschuljahr, Fachrichtung Metalltechnik, erfolgreich absolviert. Marc fragt sich, wieso Gerd in der Berufsschule nicht in die Fachklasse für das 1. Ausbildungsjahr gekommen ist, da die regelmäßige Ausbildungsdauer 3,5 Jahre beträgt.
Des Weiteren hat er erfahren, dass Michael, ein weiterer Auszubildender in seinem Betrieb, der sich im 3. Ausbildungsjahr befindet, seine Gesellenprüfung um 6 Monate vorgezogen hat und somit auch keine vollen 3,5 Jahre ausgebildet wird. Dieses sei aufgrund einer speziellen Antragsstellung möglich.
An wen bzw. an welche Stelle musste Michael den Antrag stellen?
a. An den Ausbildenden
b. An die zuständige Prüfungskommission
c. An die zuständige Fachinnung
d. An die Bezirksregierung
e. An die zuständige Handwerkskammer
Im Unternehmen Schmitz wurden zum Ausbildungsbeginn sechs neue Auszubildende eingestellt. Herr Schmitz erteilt seinen Ausbildern die Aufgabe, einen betrieblichen Ausbildungsplan zu erstellen. Hierbei sollen sie berücksichtigen, daß die Auszubildenden in der Probezeit über das im Unternehmen verwendete Beurteilungssystem, insbesondere über die Ziele, Anlässe und Vorgehensweise informiert werden.
Welche Angaben müssen in einem qualifizierten Zeugnis zusätzlich enthalten sein?
a) Angaben über erworbene Kenntnisse und Fertigkeiten
b) Angaben über besondere fachliche Fähigkeiten
c) Angaben über die Art der Ausbildung
d) Angaben über Dauer und Ziel der Ausbildung
e) Angaben über Führung und Leistung des Auszubildenen
Richtig sind B und E – wichtig ist hier das Wort zusätzlich! A ist deswegen falsch
Franz Meyer ist gelernter Automobilkaufmann. Er hat vor einigen Jahren die Autohaus Süd GmbH mit einer Reparaturwerkstatt erworben und. ist dort der alleinige Geschäftsführer. Herr Meyer beschäftigt in seiner Werkstatt mittlerweile zwei Meister und zehn Gesellen. Er beschließt im November 2000 zum 01.08.2001 drei Auszubildende als KFZ-Techniker einzustellen. Nach Kontaktaufnahme mit dem Arbeitsamt bewerben sich
a) Fritz 16 Jahre alt FOS—Reife .
b) Dirk 17 Jahre alt BGS—Abschluß, Berufsfeld Metall
c) Otto 19 Jahre alt Allgemeine Hochschulreife
Die drei Bewerber hatten im Jahr 2000 schon Geburtstag. Nach Vorlage von Zeugnissen und Lebenslauf kommt es Anfang Dezember 2000 zu den einzelnen Vorstellungsgesprächen. Am Ende bitten Dirk und Fritz um Bedenkzeit von einer Woche, während Otto dem einstellungswilligen Herrn Meyer sofort eine Zusage gibt. Herr Meyer weist am Ende des Gespräches noch darauf hin, dass bei Vertragsabschluss die Probezeit drei Monate beträgt.
Wie viele Urlaubstage stehen Fritz, Dirk und Otto im Jahr 2002 laut Gesetz zu?
a) Dirk: 25 Werktage laut Jugendarbeitsschutzgesetz
b) Fritz: 25 Werktage laut Bundesurlaubsgesetz
c) Otto: 25 Werktage laut Tarifvertrag
d) Otto: 24 Werktage laut Bundesurlaubsgesetz
e) Fritz: 25 Werktage laut Jugendarbeitsschutzgesetz
Richtig sind D und E – wichtig ist hier das alle im Jahr 2001 auch nochmal Geburtstag haben. Das bedeutet, dass sie alle ein Jahr älter sind. Somit ist Otto 20 und Fritz 17.
Der Ausbildende, Dachdeckermeister Erwin Ziegel, hat sich nach einem ausführlichen Einstellungsgespräch dazu entschlossen den 16-jährigen Klaus Schiefer als Auszubildenden im Dachdeckerhandwerk einzustellen und auszubilden. Klaus Schiefer wird nach Beendigung seiner Vollzeitschulpflicht die Ausbildung im Unternehmen des Herrn Ziegel aufnehmen. Bei der Einstellung eines Auszubildenden muss der Ausbildende bestimmte rechtliche Vorschriften beachten, unter anderem verlangt der Gesetzgeber unter bestimmten Voraussetzungen eine ärztliche Untersuchung des Einzustellenden.
Welcher Stelle muss der Ausbildende die Bescheinigung über die ärztliche Untersuchung des Auszubildenden einreichen?
a) Dem Staatlichen Amt für Arbeitsschutz
b) Der für das Unternehmen zuständigen Krankenkasse
c) Der für das Unternehmen zuständigen Berufsgenossenschaft
d) Der Handwerkskammer bzw. der Innung
e) Der Berufsschule, bei der der Auszubildende angemeldet wird
Richtig D – Das Amt für Arbeitsschutz überwacht zwar die Einhaltung des JArbSchG. Für die Ausbildung ist aber dennoch die zuständige Stelle zuständig.
Muss eine erste ärztliche Nachuntersuchung erfolgen?
a) Ja, im dritten Quartal des ersten Ausbildungsjahres
b) Ja, nach 15 Monaten
c) Nein, sofern keine gesundheitliche Einschränkung in der Erstuntersuchung festgestellt wurde
d) ja, im letzten Quartal des ersten Ausbildungsjahres
e) Nein, generell ist nur die ärztliche Erstuntersuchung erforderlich
Richtig ist D – Nach §33 JArbSchG – Die erste Nachuntersuchung muss im ersten Jahr erfolgen darf aber nicht älter als 3 Monate sein.Nach 9 Monaten ist der Auszubildende dazu aufzufordern.
Der Ausbildende, KFZ-Technikermeister Hansen, hat sich entschieden, den 16jährigen Sven als Auszubildenden im KFZ-Technikerhandwerk einzustellen. Da Herr Hansen Mitglied des Arbeitgeberverbandes ist, ist sein Unternehmen an den Tarifvertrag gebunden, der die 38,5 Stundenwoche vorsieht. Dies bedeutet: Die Arbeitszeit beträgt von Montag bis Donnerstag jeweils acht Stunden, die restliche Arbeitszeit entfällt auf den Freitag.
Neben dem neu eingestellten Auszubildenden Sven werden noch der siebzehnjährige Markus im zweiten Ausbildungsjahr und der achtzehnjährige Thorsten, der sich im dritten Ausbildungsjahr befindet, ausgebildet. Wie die beiden anderen Auszubildenden soll auch Sven während des Ausbildungsverhältnisses Kost und Logis erhalten. Herr Hansen beschäftigt insgesamt sechs Gesellen und seinen Sohn Carsten, der später das Unternehmen übernehmen soll. Das Büro wird von der Ehefrau des Seniorchefs geleitet.
Welche Unterlagen müssen im KFZ-Unternehmen Hansen ausliegen oder aushängen?
a) Die Handwerksordnung
b) Das Jugendarbeitsschutzgesetz
c) Beginn und Ende der regelmäßigen Arbeitszeit und die Pausenregelung
d) Das Verzeichnis der beschäftigten Auszubildenden
e) Der Tarifvertrag
Richtig sind B und E – Das JArbSchG muss schon bei einem Jugendlichen aushängen. C ist falsch, weil dies erst ab 3 Jugendlichen zum Tragen kommt. Thorsten ist jedoch schon volljährig.
Für Theodor Happy, 17 Jahre alt, der schon seit längerer Zeit einen Ausbildungsplatz sucht, scheint es ein Glücksjahr zu werden: Gestern hat er von seinem Freund erfahren, dass Elektrotechnikermeister Duspol einen zweiten Lehrling einstellen will. Er ist sofort hingegangen und ist genommen werden. Meister Duspol hält nicht viel von Schriftkram. Sein Motto lautet: Was nicht per Handschlag vereinbart werden kann, sollte besser erst gar nicht vereinbart werden.
Das bedeutet aber nicht, dass Elektrotechnikermeister Duspol nicht ganz gern alles geklärt wissen möchte. So erläutert er Theodor Happy, wie seine Ausbildung ablaufen soll: ”Was Du lernen sollst, steht in der Ausbildungsordnung. Dort kannst Du auch nachlesen, wie lange Du ausgebildet wirst. Da Du noch nicht volljährig bist, richtet sich Deine tägliche Ausbildungszeit nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz. Deine Ausbildungsnachweise schreibst du im Betrieb. Deine Vergütung richtet sich nach dem bei uns gültigen Tarif. Das gleiche gilt für den Urlaub. Wenn Du die Prüfung bestanden hast, sollst Du noch mindestens ein Jahr bei mir bleiben; ich muss ja schließlich auch meine Kosten wieder hereinkriegen. So, das wär’s.
Denk daran, das ist Dein erster Ausbildungsvertrag – und wie der Name schon sagt, Arbeiten ist etwas anderes als in der Schule sitzen. Soweit alles klar? Du kannst am 1. bei mir anfangen!” Theodor ist einverstanden, und der Vertrag wird per Handschlag besiegelt.”
Sind die getroffenen Vereinbarungen ausreichend?
a) Nein, die Rechte und Pflichten der Vertragspartner müssen noch schriftlich festgelegt werden
b) Ja, alle wesentlichen Bestandteile des Berufsausbildungsvertrages sind Von den Vertragspartner übereinstimmend vereinbart worden
c) Ja, da die Ausbildung auf Basis der Ausbildungsordnung durchgeführt wird.
d) Nein, Probezeit, Art und Ziel der Ausbildung, Kündigungsvoraussetzungen, Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte müssen noch vereinbart werden
e) Ja, denn Ausbildungsdauer, Höhe und Zahlung der Vergütung, tägliche Ausbildungszeit, Urlaub sind bereits vereinbart worden.
Richtig ist D – Nach §11 BBiG
Der 17 jährige Maurerlehrling Jens ist sehr geschickt, zeigt, Einsatzbereitschaft, ist wissbegierig und drückt sich auch nicht davor, auf Baustellen schmutzige und unangenehme Arbeiten zu übernehmen. Wenn viel zu tun ist, arbeitet Jens ohne Murren abends bis 21 Uhr und ist auch bereit morgens um 7 Uhr anzufangen. Da er den Gesellen in nichts nachstehen möchte, verzichtet er auch auf die Pausen. Die in den letzten Wochen angesammelten Überstunden wird er in den nächsten Monaten abfeiern. Sein Meister hat ihm letzte Woche gezeigt, wie sehr er ihn schätzt und ihn am letzten Sonntag mit zu einer Fachmesse genommen.
Welche Arbeitszeitregelungen sind für Jens zulässig?
a) Jens darf Überstunden leisten
b) Jens darf werktäglich bis zu 8,5 Stunden arbeiten
c) Jens darf von montags bis donnerstags täglich bis zu 8,5 Stunden arbeiten, wenn freitags nur sechs Stunden gearbeitet wird
d) Auf Bau- und Montagestellen beträgt die Arbeitszeit für Jens elf Stunden
e) Bei Einarbeitung eines Brückentages darf die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von Jens über fünf Wochen 40 Stunden pro Woche nicht überschreiten
Richtig sind C und E – Nach §8 JArbSchG Abs. 2 und 2a
Der Ausbildende, Sigi Silikose, führt seit zehn Jahren ein großes Steinmetzuntemehmen. Er beschäftigt 19 Gesellen und vier Lehrlinge; den 18 järigen Olaf, der gerade die Probezeit beendet hat, den 17 jährigen Dieter, der sich noch in der Probezeit befindet, die 19 jährige Sabine, im 2. Ausbildungsjahr und den 20j übrigen Klaus-Wilhelm. Die Regelausbildungszeit in seinem Beruf beträgt drei Jahre.
Dieter ist äußerst bemüht und handwerklich geschickt. Leider hat er extreme Lern- und Verständnisschwierigkeiten den theoretischen Fächern der Ausbildung. Olaf, dessen Probezeit seit drei Wochen beendet ist, zeigt im Gegensatz zu seiner Einsatzbereitschaft während der Probezeit, mittlerweile kein Interesse an seinem gewählten Ausbildungsberuf. Seine Leistungen praktische wie theoretische sind stark abgefallen. Es mangelt ihm auch an Einsatzbereitschaft. Auch bei Sabine hat die Einsatzbereitschaft seit Beginn des 2. Ausbildungsjahres erheblich nachgelassen. Sie kommt ständig zu spät, auch in der Berufsschule. Neuerdings führt sie ihr Ausbildungsnachweisheft nicht mehr, dafür hat Sigi Silikose sie schon mündlich verwarnt. Klaus-Wilhelm hat die letzte Gesellenprüfung im theoretischen Teil nicht bestanden und hat einen Antrag auf Verlängerung der Ausbildungszeit gestellt. Er bereitet sich auf die Wiederholungsprüfung vor.
Wie kann Sigi Silikose auf Sabines Verhalten reagieren?
a) Er kann Sabine nur kündigen, wenn er sie mindestens dreimal abgemahnt hat
b) Er kann Sabine wegen des häufigen Nicht-Führens des Ausbildungsnachveises abmahnen
c) Er kann Sabine wegen häufigen Nicht-Führens des Ausbildungsnachweises schriftlich kündigen, da er sie einmal mündlich verwarnt hat
d) Er hat in der momentanen Situation keine Möglichkeit zu kündigen
e) Er kann Sabine sogar mündlich ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen
Richtig sind B und D – Er kann sie abmahnen, nach einer Abmahnung (also die derzeitige Situation) darf er sie jedoch nicht kündigen. Er muss sie mindestens zwei mal abgemahnt haben, deswegen ist A falsch, weil dort von 3 mal die Rede ist.
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