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Timestamp: 2019-06-20 14:27:33
Document Index: 95692933

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 209', '§ 852', 'BGH', '§ 209', 'BGH', '§ 209', '§ 209', 'BGH', 'BGH', '§ 209', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 852', '§ 209', 'BGH', 'BGH', '§ 209', 'BGH', 'BGH', '§ 127', 'BGH', 'BGH', 'Art 10', 'Art 15', 'Art 15', '§ 326']

BGH, 03.11.1987 - VI ZR 176/87 - dejure.org
https://dejure.org/1987,413
BGH, 03.11.1987 - VI ZR 176/87 (https://dejure.org/1987,413)
BGH, Entscheidung vom 03.11.1987 - VI ZR 176/87 (https://dejure.org/1987,413)
BGH, Entscheidung vom 03. November 1987 - VI ZR 176/87 (https://dejure.org/1987,413)
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Zur Bedeutung der "Schadenseinheit" für Lauf und Unterbrechung der Verjährung
BGB § 209, § 852 Abs. 1
Schadenseinheit - Verjährung - Kenntnis vom Schaden - Unterbrechungder Verjährung - Klageerhebung - Streitgegenstand
NJW 1988, 965
BGHR BGB § 209 Abs. 1 Unterbrechungsumfang 1
VersR 1988, 401
Jede andere Betrachtungsweise führt zu einer Beeinträchtigung von Rechtssicherheit und Rechtsklarheit (BGH, Urteil vom 3. November 1987 - VI ZR 176/87 - NJW 1988, 965, 966 m.w.N.;… Staudinger/Peters BGB Stand Juni 1995 § 209 Rdn. 17 und 22;… Soergel/Walter aaO § 209 Nr. 13, 14, Anm. Peters JZ 95 aaO S. 627 und Wichert MDR 1996, aaO S. 975).
Wie der VI. Zivilsenat in seinem Urteil vom 3. November 1987 (aaO S. 966) ausgeführt hat, beschränkt sich die Wirkung der Geltendmachung eines Teils eines Schadens nicht auf den Bereich der Teilklage im Sinne der betragsmäßigen Beschränkung auf einen Teil der Forderung, sondern greift wegen der Bedeutung des Streitgegenstandes für den Umfang der Verjährungsunterbrechung durch Klageerhebung auch dann ein, wenn bei einem (Gesamt-)Schaden die Sache nur wegen einzelner Ansprüche rechtshängig wird.
Ob und in welchem Umfang eine erhobene Leistungsklage oder Feststellungsklage die Unterbrechung der Verjährung hinsichtlich eines Anspruchs herbeiführt, bestimmt sich danach, was der Gegenstand der Klage ist (BGH NJW 1988, 965; NJW 1998, 1303, Juris RN 21).
Bei nachträglich auftretenden Schadensfolgen, die im Zeitpunkt der Kenntnis vom Gesamtschaden voraussehbar und die nicht Gegenstand einer Feststellungsklage waren, wird die Verjährung der Schadensersatzansprüche nicht durch eine vorausgegangene, andere Schadensfolgen betreffende Leistungs- oder Feststellungsklage unterbrochen (BGH NJW 1988, 965, Juris RN 15).
18 a) Die Klageerhebung (§ 209 Abs. 1 BGB) unterbricht die Verjährung nur für Ansprüche in der Gestalt und im Umfang, wie sie mit der Klage geltend gemacht wurden, also nur für den streitgegenständlichen prozessualen Anspruch; der Umfang der Verjährungsunterbrechung bestimmt sich danach, was der Gegenstand der Klage ist (vgl. BGHZ 104, 6, 12; Senatsurteile vom 26. Juni 1984 - VI ZR 232/82 - VersR 1984, 868, 869 und vom 3. November 1987 - VI ZR 176/87 - VersR 1988, 401, 402; BGH, Urteil vom 23. Juni 1993 - XII ZR 12/92 - FamRZ 1993, 1181, 1182).
ihrer Klage zunächst nur eine Teilklage erhoben hatte, war nur hinsichtlich dieses Teilanspruches die Verjährung unterbrochen (vgl. BGHZ 66, 142, 147; 104, 268, 271; BGH, Urteile vom 22. Mai 1984 - VI ZR 228/82 - [NJW 1984, 2346, 2347] und vom 3. November 1987 - VI ZR 176/87 - [NJW 1988, 965]).
Es genügt also, entgegen der Meinung des Berufungsgerichts, nicht die bloße Schadenseinheit (vgl. BGH, Urt. v. 3. November 1987 - VI ZR 176/87, NJW 1988, 965, 966), wenn die Ersatzpflicht für den einheitlichen Schaden auf unterschiedliche Sachverhalte gestützt wird.
Anders als im Rahmen des § 852 BGB ist allerdings für den Umfang der Rechtskraft die Erkennbarkeit von Unfallfolgen allein auf der Grundlage des im Prozeß vorgetragenen Sachverhalts zu beurteilen (vgl. Senatsurteil vom 3. November 1987 - VI ZR 176/87 - VersR 1988, 401, 402 f zu § 209 BGB).
Der Umfang der Verjährungsunterbrechung des Amtshaftungsanspruchs durch die Klage vor den Sozialgerichten bestimmt sich danach, was Gegenstand jener Klage war (vgl. BGH Urteile vom 4. Juli 1983 - II ZR 235/82 = NJW 1983, 2813; 26. Juni 1984 - VI ZR 232/82 = VersR 1984, 868 und 3. November 1987 - VI ZR 176/87, zur Veröffentlichung in BGHR BGB § 209 I - Unterbrechungsumfang 1 - vorgesehen; Senatsbeschluß vom 25. Februar 1982 - III ZR 76/81 = VersR 1982, 582).
Da die Unterbrechung für den geltend gemachten Anspruch eintritt, geht das Berufungsgericht zutreffend davon aus, daß sich die Frage, ob und in welchem Umfang eine erhobene Leistungs- oder Feststellungsklage die Unterbrechung der Verjährung hinsichtlich eines Anspruchs herbeiführt, nach dem Gegenstand der Klage bestimmt (BGH NJW 1988, 965, 966 [BGH 03.11.1987 - VI ZR 176/87] m. w. Nachw.).
Danach tritt der Rechtsübergang nicht erst, wie unter der Geltung der alten Fassung des § 127 AFG, frühestens mit der Bewilligung von Leistungen ein (s. dazu BGHZ 83, 245, 246 ff; Senatsurteile vom 14. Februar 1984 - VI ZR 160/82 - VersR 1984, 482, 483 und vom 3. November 1987 - VI ZR 176/87 - VersR 1988, 401, 402); er erfolgt nunmehr bereits im Augenblick des schädigenden Ereignisses.
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