Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Stuttgart&Datum=25.08.1994&Aktenzeichen=14%20U%2025/93
Timestamp: 2020-08-09 11:44:33
Document Index: 36910631

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 844', 'BGH', 'BGH', '§ 287', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

OLG Stuttgart, 25.08.1994 - 14 U 25/93 - dejure.org
https://dejure.org/1994,3892
OLG Stuttgart, 25.08.1994 - 14 U 25/93 (https://dejure.org/1994,3892)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 25.08.1994 - 14 U 25/93 (https://dejure.org/1994,3892)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 25. August 1994 - 14 U 25/93 (https://dejure.org/1994,3892)
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Schwerstpflegefälle; Hypoxie; Cerebrale Schäden; Pneumonierisiko; Verschleimung der Atemwege; Herz-Kreislauf-Risiko; Tetraparese; Bronchiale Verschleimungen; Empfindungs- und Wahrnehmungsfähigkeit; Zukunftsschaden; Geschädigte; Pflegeaufwand; Rezedivierendes blutiges ...
- OLG Stuttgart vom 25.08.1994 - 14 U 25/93: DM 160.000,00 bei schwerer Hirnschädigung (apallisches Syndrom) mit hochgradiger Tetraparese, Schluckstörung (Ernährung nur über Nahrungssonde), Begleitschädigung des Magen-Darm-Traktes.
Im übrigen gilt für die Bemessung des elterlichen Pflegemehraufwandes bei häuslicher Pflege des Klägers in Anlehnung an die Grundsätze in den Senatsurteilen vom 24.11.1988 (14 U 12/88) und vom 25.08.1994 (14 U 25/93) folgendes:.
d) Als Orientierungsmaßstab für eine "marktgerechte Bewertung" des elterlichen Pflegemehraufwandes sind die Nettobezüge einer Drittpflegekraft heranzuziehen (vgl. Senatsurteile vom 24.11.1988 - 14 U 12/88 - sowie vom 25.08.1994 - 14 U 25/93 S. 72 ff; vgl. auch BGH vom 10.10.1989 - VI ZR 247/88 = NJW-RR 1990, 34 = VersR 1989, 1247; BGHZ 104, 113 = NJW 1988, 1783 ; BGHZ 86, 372 = VersR 1983, 458 = NJW 1983, 1425 : jeweils zu § 844 Abs. 2 BGB ; vgl. weiter Drees VersR 1988, 784/86; OLG Oldenburg vom 03.12.1991 = VersR 1993, 753 mit NA-BGH; andererseits aber auch BGH vom 01.10.1985 - VI ZR 195/84 = VersR 1986, 59, 173: angemessener Ausgleich der zusätzlichen Mühewaltung der Angehörigen).
Ebenso wie in seinem Urteil vom 25.08.1994 (aaO. S. 74) erscheint es dem Senat im vorliegenden Fall sachgerecht und angemessen, für die Pflegeleistungen der Eltern bzw. der Mutter des Klägers die durchschnittlichen Stundentarife der für Krankenschwestern und Pflegehelferinnen geltenden Vergütungsgruppe Kr III heranzuziehen (abgedruckt bei Böhm/Spiertz/Sponer/Steinherr, BAT , Vergütung der Angestellten, Vergütungstabellen 1985 ff), da im vorliegenden Fall krankenpflegerische Leistungen im Vordergrund stehen.
Aus dem gleichen Grunde kann der Kläger auch nicht die tariflichen Bruttobeträge fordern; vielmehr sind diese um Abzüge für Steuern und Sozialleistungen zu vermindern, die nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gem. § 287 ZPO auf 30 % des Bruttolohns zu schätzen sind (vgl. BGH vom 08.02.1981 - VI ZR 201/81 = BGHZ 86, 372 = VersR 1983, 458 ; vom 29.03.1988 - VI ZR 87/87 = VersR 1988, 490 ; OLG Stuttgart vom 25.08.1994 - 14 U 25/93 - S. 74 f.).
OLG Stuttgart, 13.12.2005 - 1 U 51/05
Ermittlung des dem Geschädigten zu ersetzenden behinderungsbedingten …
Dies ist seit langem anerkannt (BGH, Urteil vom 22.11.1988 - VI ZR 126/88, BGHZ 106, 28 = NJW 1989, 1273; Urteil vom 10.11.1998 - VI ZR 354/07, NJW 1999, 421; Urteil vom 8.6.1999 - VI ZR 244/98, NJW 1999, 2819; Senat, Urteil vom 24.11.1988 - 14 U 12/88; Urteil vom 25.8.1994 - 14 U 25/93; Urteil vom 8.8.2000 - 14 U 21/00; OLG Hamm DAR 1994, 496; OLG Düsseldorf, NJW-RR 2003, 90).
Als Orientierungsmaßstab dienen dabei die Nettobezüge einer - fiktiv beschäftigten - Fremdkraft (BGH, Urteil vom 10.11.1998 - VI ZR 354/97, NJW 1999, 421; Senat, Urteil vom 24.11.1988 - 14 U 12/88; Urteil vom 25.8.1994 - 14 U 25/93; Urteil vom 8.8.2000 - 14 U 21/00).
Damit liegt er deutlich über dem Betrag, den er in einem Fall der weitgehenden Zerstörung der Persönlichkeit zugesprochen hat (Urt. v. 25.08.94 - 14 U 25/93 = MedR 1995, 17 , - insgesamt 160.000,00 DM), aber noch unter den Beträgen, die - im Wege der Vergleichsbildung - in Fällen schwerster gesundheitlicher Beeinträchtigung bei voll erhaltener Erlebnis- und Empfindungsfähigkeit zuzusprechen wären und deutlich über dem zuerkannten Betrag anzusiedeln sind, aber nur im Ausnahmefall über 400.000 DM liegen (ebenso OLG Hamm r + s 1993, 339, 341).
LG Duisburg, 15.07.1998 - 2 (20) O 468/94
Folgerichtig stellt die Rechtsprechung in Fällen der Pflege durch Verwandte nicht auf deren Ausbildung ab, sondern auf die Ausbildung, die zur Erbringung der notwendigen Pflegeleistungen objektiv erforderlich wäre (vgl. OLG T, Urt. v. 25. August 1994, Az. 14 U 25/93, dortige Entscheidungsgründe unter C. 3. b) bb); LG E, Urt. v. 19. Oktober 1993 - Az: 17 O 337/88).