Source: https://lawbrary.ch/en/browser/KKV-FINMA/951_312__1/?plang=de
Timestamp: 2020-07-10 02:51:43
Document Index: 173696139

Matched Legal Cases: ['Art. 35', 'Art. 1', 'Art. 10', 'Art. 23', 'Art. 50', 'Art. 56', 'Art. 101', 'Art. 89', 'Art. 26', 'Art. 98', 'Art. 92', 'Art. 59', 'Art. 88', 'Art. 94', 'Art. 88', 'Art. 109', 'Art. 109', 'Art. 85', 'Art. 36', 'Art. 53', 'Art. 58', 'Art. 68', 'Art. 94', 'Art. 89', 'Art. 26', 'Art. 126', 'Art. 126', 'Art. 126', 'Art. 24', 'Art. 126', 'Art. 9', 'Art. 126', 'Art. 126', 'Art. 84']

Lawbrary | KKV-FINMA - Verordnung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht über die kollektiven Kapitalanlagen
Effektenleihe («Securities Lending») (1 - 9)
Pensionsgeschäft («Repo, Reverse Repo») (10 - 22)
Derivative Finanzinstrumente (23 - 49)
Verwaltung der Sicherheiten (50 - 55)
Master-Feeder-Strukturen (56 - 64)
Übrige Fonds (65 - 65)
Organisatorische Anforderungen bei der Delegation von Aufgaben (66 - 66)
Riskmanagement und Risikokontrolle (67 - 71)
Fondsleitung und SICAV (72 - 72)
De-minimis-Ansatz (73 - 74)
Berufshaftpflichtversicherung (75 - 76)
Depotbank (77 - 78)
Buchführung, Bewertung, Rechenschaftsablage und Publikationspflicht
Gemeinsame Bestimmungen (79 - 80)
Offene kollektive Kapitalanlagen (81 - 83)
Gemeinsame Bestimmungen (84 - 86)
Offene kollektive Kapitalanlagen (87 - 87)
Geschlossene kollektive Kapitalanlagen (88 - 89)
Gemeinsame Bestimmungen zur Rechenschaftsablage (90 - 91)
Rechenschaftsablage bei offenen kollektiven Kapitalanlagen
Jahresrechnung (92 - 98)
Weitere Angaben (99 - 103)
Verwendung des Erfolges und Ausschüttungen (104 - 105)
Publikationspflichten (106 - 107)
Rechenschaftsablage bei geschlossenen kollektiven Kapitalanlagen (108 - 109)
Prüfung (110 - 112)
Prüfberichte (113 - 116)
Schluss- und Übergangsbestimmungen (117 - 119)
Ef­fek­ten­lei­he be­deu­tet: Rechts­ge­schäft, durch das die Fonds­lei­tung oder die In­vest­ment­ge­sell­schaft mit va­ria­blem Ka­pi­tal (SI­CAV) als Dar­lei­her vor­über­ge­hend das Ei­gen­tum an Ef­fek­ten auf einen Bor­ger über­trägt, und bei dem:
der Bor­ger sich ver­pflich­tet, dem Dar­lei­her bei Fäl­lig­keit Ef­fek­ten glei­cher Art, Men­ge und Gü­te so­wie die wäh­rend der Dau­er der Ef­fek­ten­lei­he an­fal­len­den Er­trä­ge zu­rück­zu­er­stat­ten und ei­ne Ent­schä­di­gung zu be­zah­len; und
der Dar­lei­her das Kurs­ri­si­ko der Ef­fek­ten wäh­rend der Dau­er der Ef­fek­ten­lei­he trägt.
1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV kann Ef­fek­ten im ei­ge­nen Na­men und auf ei­ge­ne Rech­nung ei­nem Bor­ger aus­lei­hen («Prin­ci­pal»).
2Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV kann auch einen Ver­mitt­ler da­mit be­auf­tra­gen, die Ef­fek­ten ent­we­der treu­hän­de­risch in in­di­rek­ter Stell­ver­tre­tung («Agent») oder in di­rek­ter Stell­ver­tre­tung («Fin­der») un­ter Be­ach­tung der Vor­schrif­ten die­ses Ab­schnitts ei­nem Bor­ger zur Ver­fü­gung zu stel­len.
3Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV schliesst mit je­dem Bor­ger be­zie­hungs­wei­se mit je­dem Ver­mitt­ler einen stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag ge­mä­ss Ar­ti­kel 7 über die Ef­fek­ten­lei­he ab.
1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV tä­tigt die Ef­fek­ten­lei­he nur mit auf die­se Ge­schäfts­art spe­zia­li­sier­ten, erst­klas­si­gen be­auf­sich­tig­ten Bor­gern und Ver­mitt­lern wie Ban­ken, Bro­kern und Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten so­wie mit be­wil­lig­ten und an­er­kann­ten zen­tra­len Ge­gen­par­tei­en und Zen­tral­ver­wah­rern, die ei­ne ein­wand­freie Durch­füh­rung der Ef­fek­ten­lei­he ge­währ­leis­ten.
2Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV hat die schrift­li­che Zu­stim­mung der De­pot­bank ein­zu­ho­len, wenn die­se we­der als Bor­ger noch als Ver­mitt­ler an der Ef­fek­ten­lei­he be­tei­ligt wer­den soll.
3Die De­pot­bank kann ih­re Zu­stim­mung nur ver­wei­gern, wenn nicht si­cher­ge­stellt ist, dass sie ih­ren ge­setz­li­chen und ver­trag­li­chen Ab­wick­lungs-, Ver­wahr-, In­for­ma­ti­ons- und Kon­trol­l­auf­ga­ben nach­kom­men kann.
1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV darf sämt­li­che Ar­ten von Ef­fek­ten aus­lei­hen, die an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den.
2Nicht aus­lei­hen darf sie die Ef­fek­ten, die sie im Rah­men von Re­ver­se Repos über­nom­men hat.
1Das Ein­zel­ge­schäft wie auch der stan­dar­di­sier­te Rah­men­ver­trag der Ef­fek­ten­lei­he müs­sen je­der­zeit ge­kün­digt wer­den kön­nen.
2Wird die Ein­hal­tung ei­ner Kün­di­gungs­frist ver­ein­bart, so darf de­ren Dau­er höchs­tens sie­ben Bank­werk­ta­ge be­tra­gen.
1Muss die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV ei­ne Kün­di­gungs­frist ein­hal­ten, be­vor sie wie­der über die aus­ge­lie­he­nen Ef­fek­ten recht­lich ver­fü­gen kann, so darf sie vom aus­leih­fä­hi­gen Be­stand ei­ner Art nicht mehr als 50 Pro­zent aus­lei­hen.
2Si­chert hin­ge­gen der Bor­ger oder der Ver­mitt­ler der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV ver­trag­lich zu, dass die­se noch am glei­chen oder am nächs­ten Bank­werk­tag wie­der recht­lich über die aus­ge­lie­he­nen Ef­fek­ten ver­fü­gen kann, so darf der ge­sam­te aus­leih­fä­hi­ge Be­stand ei­ner Art aus­ge­lie­hen wer­den.
1Der stan­dar­di­sier­te Rah­men­ver­trag muss ein­schlä­gi­gen in­ter­na­tio­na­len Stan­dards ent­spre­chen.
2Im stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag sind so­wohl die Ef­fek­ten­fonds zu be­zeich­nen, de­ren Ef­fek­ten für die Ef­fek­ten­lei­he grund­sätz­lich zur Ver­fü­gung ste­hen, als auch die Ef­fek­ten, die von der Ef­fek­ten­lei­he aus­ge­schlos­sen sind.
3Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV ver­ein­bart im stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag mit dem Bor­ger oder dem Ver­mitt­ler, dass die­ser:
zwecks Si­cher­stel­lung des Rück­er­stat­tungs­an­spruchs zu­guns­ten der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV Si­cher­hei­ten nach Ar­ti­kel 51 ver­pfän­det oder zu Ei­gen­tum über­trägt;
der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV haf­tet für:
die pünkt­li­che und un­ein­ge­schränk­te Ver­gü­tung der wäh­rend der Ef­fek­ten­lei­he an­fal­len­den Er­trä­ge,
die Gel­tend­ma­chung an­de­rer Ver­mö­gens­rech­te wie Wan­del- und Be­zugs­rech­te, und
die ver­trags­kon­for­me Rück­er­stat­tung von Ef­fek­ten glei­cher Art, Men­ge und Gü­te;
die Zu­tei­lung der ihm für die Ef­fek­ten­lei­he ins­ge­samt ver­füg­ba­ren Ef­fek­ten auf die ein­zel­nen Dar­lei­her nach ob­jek­ti­ven und nach­voll­zieh­ba­ren Kri­te­ri­en vor­nimmt.
4Eben­falls im Rah­men­ver­trag zu ver­ein­ba­ren ist, dass:
der Wert der Si­cher­hei­ten an­ge­mes­sen ist, je­der­zeit je­doch min­des­tens 100 Pro­zent des Ver­kehrs­werts der aus­ge­lie­he­nen Ef­fek­ten be­trägt;
die aus­ge­lie­he­nen Ef­fek­ten nicht mit For­de­run­gen des Bor­gers oder des Ver­mitt­lers ver­rech­net wer­den dür­fen.
Der De­pot­bank ob­lie­gen im Zu­sam­men­hang mit der Ab­wick­lung der Ef­fek­ten­lei­he fol­gen­de be­son­de­re Pflich­ten:
Sie in­for­miert die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV re­gel­mäs­sig über die ge­tä­tig­ten Leih­ge­schäf­te.
Sie rech­net min­des­tens mo­nat­lich über die an­fal­len­den Er­trä­ge der Ef­fek­ten­lei­he ab.
Sie sorgt für ei­ne si­che­re und ver­trags­kon­for­me Ab­wick­lung der Ef­fek­ten­lei­he und über­wacht na­ment­lich die Ein­hal­tung der An­for­de­run­gen an die Si­cher­hei­ten.
Sie be­sorgt auch wäh­rend der Dau­er der Leih­ge­schäf­te die ihr ge­mä­ss De­pot­re­gle­ment ob­lie­gen­den Ver­wal­tungs­hand­lun­gen und die Gel­tend­ma­chung sämt­li­cher Rech­te auf den aus­ge­lie­he­nen Ef­fek­ten, so­weit die­se nicht ge­mä­ss dem stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag ab­ge­tre­ten wur­den.
1Aus­ge­lie­he­ne Ef­fek­ten sind mit dem Ver­merk «aus­ge­lie­hen» im In­ven­tar des Ver­mö­gens des Ef­fek­ten­fonds zu be­las­sen und wei­ter­hin in die Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se in die Bi­lanz ein­zu­be­zie­hen.
2Aus­ge­lie­he­ne Ef­fek­ten sind bei der Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen An­la­ge­be­schrän­kun­gen wei­ter­hin zu be­rück­sich­ti­gen.
Die fol­gen­den Be­grif­fe be­deu­ten:
Pen­si­ons­ge­schäft: Re­po oder Sa­le and Re­purcha­se Agree­ment und Re­ver­se Re­po oder Re­ver­se Sa­le and Re­purcha­se Agree­ment;
Re­po: Rechts­ge­schäft, durch das ei­ne Par­tei (Pen­si­ons­ge­ber) das Ei­gen­tum an Ef­fek­ten ge­gen Be­zah­lung vor­über­ge­hend auf ei­ne an­de­re Par­tei (Pen­si­ons­neh­mer) über­trägt und bei dem:
der Pen­si­ons­neh­mer sich ver­pflich­tet, dem Pen­si­ons­ge­ber bei Fäl­lig­keit Ef­fek­ten glei­cher Art, Men­ge und Gü­te so­wie die wäh­rend der Dau­er des Pen­si­ons­ge­schäf­tes an­fal­len­den Er­trä­ge zu­rück­zu­er­stat­ten,
der Pen­si­ons­ge­ber das Kurs­ri­si­ko der Ef­fek­ten wäh­rend der Dau­er des Pen­si­ons­ge­schäf­tes trägt;
Re­ver­se Re­po: Re­po aus der Sicht des Pen­si­ons­neh­mers;
Re­po-Zins: Dif­fe­renz zwi­schen dem Ver­kaufs­preis und dem Kauf­preis der Ef­fek­ten.
1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV kann Pen­si­ons­ge­schäf­te im ei­ge­nen Na­men und auf ei­ge­ne Rech­nung mit ei­ner Ge­gen­par­tei ab­sch­lies­sen («Prin­ci­pal»).
2Sie kann auch einen Ver­mitt­ler da­mit be­auf­tra­gen, ent­we­der treu­hän­de­risch in in­di­rek­ter Stell­ver­tre­tung («Agent») oder in di­rek­ter Stell­ver­tre­tung («Fin­der») un­ter Be­ach­tung der Vor­schrif­ten die­ses Ab­schnitts Pen­si­ons­ge­schäf­te mit ei­ner Ge­gen­par­tei zu tä­ti­gen.
3Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV schliesst mit je­der Ge­gen­par­tei be­zie­hungs­wei­se mit je­dem Ver­mitt­ler einen stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag ge­mä­ss Ar­ti­kel 17 über das Pen­si­ons­ge­schäft ab.
1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV tä­tigt Pen­si­ons­ge­schäf­te nur mit auf die­se Ge­schäfts­art spe­zia­li­sier­ten, erst­klas­si­gen be­auf­sich­tig­ten Ge­gen­par­tei­en und Ver­mitt­lern wie Ban­ken, Bro­kern und Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten so­wie mit be­wil­lig­ten und an­er­kann­ten zen­tra­len Ge­gen­par­tei­en und Zen­tral­ver­wah­rern, die ei­ne ein­wand­freie Durch­füh­rung des Pen­si­ons­ge­schäfts ge­währ­leis­ten.
2Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV hat die schrift­li­che Zu­stim­mung der De­pot­bank ein­zu­ho­len, wenn die­se we­der als Ge­gen­par­tei noch als Ver­mitt­ler am Pen­si­ons­ge­schäft be­tei­ligt wer­den soll.
1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV darf für Repos sämt­li­che Ar­ten von Ef­fek­ten ver­wen­den, die an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den.
2Wur­den die Ef­fek­ten im Rah­men von Re­ver­se Repos über­nom­men, so dür­fen sie nicht für Repos ver­wen­det wer­den.
1Das Ein­zel­ge­schäft wie auch der stan­dar­di­sier­te Rah­men­ver­trag des Pen­si­ons­ge­schäfts müs­sen je­der­zeit ge­kün­digt wer­den kön­nen.
1Wenn die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV ei­ne Kün­di­gungs­frist ein­hal­ten muss, be­vor sie wie­der über die in Pen­si­on ge­ge­be­nen Ef­fek­ten recht­lich ver­fü­gen kann, so darf sie vom re­po­fä­hi­gen Be­stand ei­ner Art nicht mehr als 50 Pro­zent für Repos ver­wen­den.
2Si­chert hin­ge­gen die Ge­gen­par­tei be­zie­hungs­wei­se der Ver­mitt­ler der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV ver­trag­lich zu, dass die­se noch am glei­chen oder am nächs­ten Bank­werk­tag wie­der recht­lich über die in Pen­si­on ge­ge­be­nen Ef­fek­ten ver­fü­gen kann, so darf der ge­sam­te re­po­fä­hi­ge Be­stand ei­ner Art für Repos ver­wen­det wer­den.
1Zur Si­cher­stel­lung der geld- und ti­tel­mäs­si­gen For­de­run­gen aus Pen­si­ons­ge­schäf­ten sind die For­de­run­gen und Ver­pflich­tun­gen un­ter Be­rück­sich­ti­gung der Mar­ch­zin­sen so­wie der an­fal­len­den, dem Pen­si­ons­ge­ber zu­ste­hen­den Er­trä­ge täg­lich zum ak­tu­el­len Markt­kurs zu be­wer­ten und die Dif­fe­renz täg­lich aus­zu­glei­chen (mark-to-mar­ket).
2Der Aus­gleich hat in Geld oder in Ef­fek­ten zu er­fol­gen. Letz­te­re müs­sen be­züg­lich Art und Gü­te mit den­je­ni­gen ver­gleich­bar sein, die im Pen­si­ons­ge­schäft ver­wen­det wer­den.
2Im stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag sind so­wohl die Ef­fek­ten­fonds zu be­zeich­nen, für die Pen­si­ons­ge­schäf­te grund­sätz­lich ab­ge­schlos­sen wer­den dür­fen, als auch die Ef­fek­ten, die vom Pen­si­ons­ge­schäft aus­ge­schlos­sen sind.
3Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV ver­ein­bart im stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag mit der Ge­gen­par­tei oder dem Ver­mitt­ler, dass:
der Pen­si­ons­neh­mer dem Pen­si­ons­ge­ber haf­tet für:
die pünkt­li­che und un­ein­ge­schränk­te Ver­gü­tung der wäh­rend des Pen­si­ons­ge­schäfts an­fal­len­den Er­trä­ge und der nach Ar­ti­kel 16 zu er­brin­gen­den Aus­gleichs­leis­tun­gen,
der Pen­si­ons­ge­ber dem Pen­si­ons­neh­mer haf­tet für:
die pünkt­li­che und un­ein­ge­schränk­te Ver­gü­tung der wäh­rend des Pen­si­ons­ge­schäfts nach Ar­ti­kel 16 zu er­brin­gen­den Aus­gleichs­leis­tun­gen, und
den ver­trags­kon­for­men Rück­kauf der in Pen­si­on ge­ge­be­nen Ef­fek­ten;
geld- und ti­tel­mäs­si­ge For­de­run­gen aus Pen­si­ons­ge­schäf­ten nicht mit For­de­run­gen der Ge­gen­par­tei be­zie­hungs­wei­se des Ver­mitt­lers ver­rech­net wer­den dür­fen.
Der De­pot­bank ob­lie­gen im Zu­sam­men­hang mit der Ab­wick­lung des Pen­si­ons­ge­schäfts fol­gen­de be­son­de­re Pflich­ten:
Sie sorgt für ei­ne si­che­re und ver­trags­kon­for­me Ab­wick­lung des Pen­si­ons­ge­schäfts.
Sie sorgt da­für, dass die Wert­ver­än­de­run­gen der im Pen­si­ons­ge­schäft ver­wen­de­ten Ef­fek­ten täg­lich in Geld oder Ef­fek­ten aus­ge­gli­chen wer­den (mark-to-mar­ket).
Sie be­sorgt auch wäh­rend der Dau­er des Pen­si­ons­ge­schäfts die ihr ge­mä­ss De­pot­re­gle­ment ob­lie­gen­den Ver­wal­tungs­hand­lun­gen und sie macht sämt­li­che Rech­te auf den im Pen­si­ons­ge­schäft ver­wen­de­ten Ef­fek­ten gel­tend, so­weit die­se nicht ge­mä­ss dem stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag ab­ge­tre­ten wur­den.
1Der Ab­schluss von Repos gilt für den Ef­fek­ten­fonds als Kre­dit­auf­nah­me im Sinn von Ar­ti­kel 77 Ab­satz 2 KKV1.
2Die geld­mäs­si­gen Ver­pflich­tun­gen aus Repos ha­ben zu­sam­men mit den all­fäl­li­gen an­de­ren auf­ge­nom­me­nen Kre­di­ten den ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen Be­schrän­kun­gen der Kre­dit­auf­nah­me zu ent­spre­chen.
3Ver­wen­det die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV die beim Ab­schluss ei­nes Repos er­hal­te­nen Mit­tel für die Über­nah­me von Ef­fek­ten glei­cher Art, Gü­te, Bo­ni­tät und Lauf­zeit in Ver­bin­dung mit dem Ab­schluss ei­nes Re­ver­se Repos, so gilt dies nicht als Kre­dit­auf­nah­me.
1Der Ab­schluss von Re­ver­se Repos gilt nicht als Kre­dit­ge­wäh­rung im Sinn von Ar­ti­kel 77 Ab­satz 1 Buch­sta­be a KKV1.
2Die geld­mäs­si­gen For­de­run­gen im Zu­sam­men­hang mit dem Ab­schluss von Re­ver­se Repos gel­ten als flüs­si­ge Mit­tel im Sinn von Ar­ti­kel 75 KKV.
1Durch Repos ver­kauf­te Ef­fek­ten sind bei der Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen An­la­ge­be­schrän­kun­gen wei­ter­hin zu be­rück­sich­ti­gen.
2Durch Re­ver­se Repos er­wor­be­ne geld­mäs­si­ge For­de­run­gen sind bei der Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen An­la­ge­be­schrän­kun­gen zu be­rück­sich­ti­gen.
1Durch Repos ver­kauf­te Ef­fek­ten sind mit dem Ver­merk «pen­sio­niert» im In­ven­tar des Ver­mö­gens des Ef­fek­ten­fonds zu be­las­sen und wei­ter­hin in die Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se Bi­lanz ein­zu­be­zie­hen.
2Geld­mäs­si­ge Ver­pflich­tun­gen aus Repos sind in der Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se in der Bi­lanz un­ter «Ver­bind­lich­kei­ten aus Pen­si­ons­ge­schäf­ten» aus­zu­wei­sen zum Wert, der die­sen un­ter der An­nah­me ei­ner li­nea­ren Wert­ent­wick­lung im Be­rech­nungs­zeit­punkt zu­kommt.
3Bei Repos ist der Re­po-Zins in der Er­folgs­rech­nung un­ter «Pas­siv­zin­sen» aus­zu­wei­sen.
4Durch Re­ver­se Repos ge­kauf­te Ef­fek­ten sind we­der ins In­ven­tar des Ver­mö­gens des Ef­fek­ten­fonds noch in die Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se Bi­lanz ein­zu­be­zie­hen.
5Geld­mäs­si­ge For­de­run­gen aus Re­ver­se Repos sind in der Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se Bi­lanz un­ter «For­de­run­gen aus Pen­si­ons­ge­schäf­ten» aus­zu­wei­sen zum Wert, der die­sen un­ter der An­nah­me ei­ner li­nea­ren Wert­ent­wick­lung im Be­rech­nungs­zeit­punkt zu­kommt.
6Bei Re­ver­se Repos ist der Re­po-Zins in der Er­folgs­rech­nung un­ter «Er­trä­ge der Re­ver­se Repos» aus­zu­wei­sen.
De­ri­vat-Grund­form:
Call- oder Put-Op­ti­on, de­ren Wert bei Ver­fall li­ne­ar von der po­si­ti­ven oder ne­ga­ti­ven Dif­fe­renz zwi­schen dem Ver­kehrs­wert des Ba­sis­werts und dem Aus­übungs­preis ab­hängt und null wird, wenn die Dif­fe­renz das an­de­re Vor­zei­chen hat,
Cre­dit Default Swap (CDS),
Swap, des­sen Zah­lun­gen li­ne­ar und pfa­du­n­ab­hän­gig vom Wert des Ba­sis­werts oder ei­nem ab­so­lu­ten Be­trag ab­hän­gen,
Ter­min­ge­schäft (Fu­ture oder For­ward), des­sen Wert li­ne­ar vom Wert des Ba­sis­werts ab­hängt;
en­ga­ge­menter­hö­hen­des De­ri­va­ten­ga­ge­ment: De­ri­va­ten­ga­ge­ment, das in sei­ner öko­no­mi­schen Wir­kung dem Kauf ei­nes Ba­sis­werts ähn­lich ist, ins­be­son­de­re der Kauf ei­ner Call-Op­ti­on, der Kauf ei­nes Fu­tu­res, der Ver­kauf ei­ner Put-Op­ti­on, der Tausch von va­ria­blen ge­gen fi­xe Zins­zah­lun­gen oder der Ab­schluss ei­nes Cre­dit-Default-Swaps als Si­che­rungs­ge­ber;
en­ga­ge­ment­re­du­zie­ren­des De­ri­va­ten­ga­ge­ment: De­ri­va­ten­ga­ge­ment, das in sei­ner öko­no­mi­schen Wir­kung dem Ver­kauf ei­nes Ba­sis­werts ähn­lich ist, ins­be­son­de­re der Ver­kauf ei­ner Call-Op­ti­on, der Ver­kauf ei­nes Fu­tu­res, der Kauf ei­ner Put-Op­ti­on, der Tausch von fi­xen ge­gen va­ria­ble Zins­zah­lun­gen oder der Ab­schluss ei­nes Cre­dit-Default-Swaps als Si­che­rungs­neh­mer;
exo­ti­sches De­ri­vat: De­ri­vat, des­sen Wir­kungs­wei­se we­der durch ei­ne De­ri­vat-Grund­form noch durch ei­ne Kom­bi­na­ti­on von De­ri­vat-Grund­for­men be­schrie­ben wer­den kann, bei­spiels­wei­se ei­ne pfa­d­ab­hän­gi­ge Op­ti­on, ei­ne Op­ti­on mit meh­re­ren Fak­to­ren oder ei­ne Op­ti­on mit Kon­trakt­mo­di­fi­ka­tio­nen;
Kon­trakt­grös­se: An­zahl Ba­sis­wer­te oder No­mi­nal­wert ei­nes De­ri­vat-Kon­trak­tes;
Kon­trakt­wert:
bei ei­nem Swap: das Pro­dukt aus dem No­mi­nal­wert des Ba­sis­werts und der Kon­trakt­grös­se,
bei al­len an­de­ren De­ri­va­ten: das Pro­dukt aus dem Ver­kehrs­wert des Ba­sis­werts und der Kon­trakt­grös­se;
OTC (over-the-coun­ter): Ab­schluss von Ge­schäf­ten aus­ser­halb ei­ner Bör­se oder ei­nes an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Mark­tes;
syn­the­ti­sche Li­qui­di­tät: Ba­sis­wer­te, de­ren Mark­tri­si­ko und de­ren all­fäl­li­ges Kre­di­tri­si­ko mit De­ri­va­ten mit sym­me­tri­schem Aus­zah­lungs­pro­fil ab­ge­si­chert sind;
Ge­sam­ten­ga­ge­ment: En­ga­ge­ment, das sich er­gibt aus dem Net­to­fonds­ver­mö­gen, dem Net­to-Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten so­wie aus An­la­ge­tech­ni­ken nach Ar­ti­kel 55 KAG, ein­sch­liess­lich Leer­ver­käu­fen;
Brut­to-Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten: Sum­me der An­rech­nungs­be­trä­ge aus De­ri­va­ten ein­sch­liess­lich De­ri­vat-Kom­po­nen­ten;
Net­to-Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten: Sum­me der An­rech­nungs­be­trä­ge aus De­ri­va­ten ein­sch­liess­lich De­ri­vat-Kom­po­nen­ten, nach Be­rück­sich­ti­gung der zu­läs­si­gen Ver­rech­nun­gen, der Ab­si­che­rungs­ge­schäf­te und der wei­te­ren Re­geln nach den Ar­ti­keln 35 und 36;
He­bel­wir­kung: Wir­kung von De­ri­va­ten, De­ri­vat-Kom­po­nen­ten, An­la­ge­tech­ni­ken, ein­sch­liess­lich Leer­ver­käu­fen, auf das Net­to­fonds­ver­mö­gen durch den Auf­bau ei­ner im Ver­gleich zum Ka­pi­tal­ein­satz über­pro­por­tio­nal ho­hen Po­si­ti­on in ei­nem Ba­sis­wert.
Der Ein­satz von De­ri­va­ten ist nur er­laubt, wenn er in sei­ner öko­no­mi­schen Wir­kung auch un­ter aus­ser­or­dent­li­chen Markt­ver­hält­nis­sen nicht zu ei­ner Ab­wei­chung von den im Fonds­re­gle­ment, im Pro­spekt und in den we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ge­nann­ten An­la­ge­zie­len oder zu ei­ner Ver­än­de­rung des An­la­ge­cha­rak­ters des Ef­fek­ten­fonds führt.
Die Be­stim­mun­gen die­ses Ab­schnitts sind auf den ein­zel­nen Ef­fek­ten­fonds oder, im Fall ei­nes Um­brel­la-Fonds, auf das ein­zel­ne Teil­ver­mö­gen an­wend­bar.
1Bei der Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen Ri­si­ko­ver­tei­lungs­vor­schrif­ten sind bei ei­nem struk­tu­rier­ten Pro­dukt so­wohl des­sen Ba­sis­wer­te als auch des­sen Emit­tent zu be­rück­sich­ti­gen.
2Ent­hält ein struk­tu­rier­tes Pro­dukt ei­ne oder meh­re­re De­ri­vat-Kom­po­nen­ten, so sind die­se ge­mä­ss den Be­stim­mun­gen die­ses Ab­schnitts zu be­han­deln.
3Für die Er­mitt­lung des Be­trags, der an das Ge­sam­ten­ga­ge­ment und die Ri­si­ko­ver­tei­lungs­vor­schrif­ten an­ge­rech­net wer­den muss, ist das struk­tu­rier­te Pro­dukt in sei­ne Kom­po­nen­ten zu zer­le­gen, falls das struk­tu­rier­te Pro­dukt ei­ne He­bel­wir­kung auf­weist. Die Kom­po­nen­ten sind ein­zeln zu be­rück­sich­ti­gen. Die Zer­le­gung ist zu do­ku­men­tie­ren.
4Wer­den nicht zer­leg­ba­re struk­tu­rier­te Pro­duk­te zu ei­nem nicht ver­nach­läs­sig­ba­ren An­teil des Fonds­ver­mö­gens ein­ge­setzt, so ist der Mo­del­lan­satz als Ri­si­ko­mess­ver­fah­ren an­zu­wen­den.
5De­ri­vat-Kom­po­nen­ten ei­nes Fi­nan­z­in­stru­ments sind bei der Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen Ri­si­ko­ver­tei­lungs­vor­schrif­ten zu be­rück­sich­ti­gen und an das Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten an­zu­rech­nen.
6War­rants sind als De­ri­va­te ge­mä­ss den Be­stim­mun­gen die­ses Ab­schnitts zu be­han­deln. Die zu ei­ner Op­ti­ons­an­lei­he ge­hö­ren­de Op­ti­on gilt als War­rant.
1Ein en­ga­ge­menter­hö­hen­des Kre­dit­de­ri­vat gilt nicht als Bürg­schaft im Sinn von Ar­ti­kel 77 Ab­satz 1 Buch­sta­be a KKV1.
2Der Re­fe­renz­schuld­ner ei­nes Kre­dit­de­ri­vats muss Be­tei­li­gungs- oder For­de­rungs­wert­pa­pie­re oder -wert­rech­te aus­ste­hend ha­ben, die an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den.
1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV darf ein exo­ti­sches De­ri­vat nur ein­set­zen, wenn sie:
das mi­ni­ma­le und das ma­xi­ma­le Del­ta über das ge­sam­te Preis-Spek­trum der Ba­sis­wer­te be­rech­nen kann; und
sei­ne Wir­kungs­wei­se und die Fak­to­ren, die sei­ne Preis­bil­dung be­ein­flus­sen, kennt.
2Bei Ef­fek­ten­fonds, auf die der Com­mit­ment-An­satz II an­ge­wen­det wird, ist das exo­ti­sche De­ri­vat für die Um­rech­nung in sein Ba­sis­wer­t­ä­qui­va­lent nach Ar­ti­kel 35 Ab­satz 2 mit sei­nem ma­xi­mal mög­li­chen Del­ta (ab­so­lu­ter Wert) zu ge­wich­ten.
3Das je­wei­li­ge Ri­si­ko­mess-Mo­dell muss in der La­ge sein, das exo­ti­sche De­ri­vat sei­nem Ri­si­ko ent­spre­chend ab­zu­bil­den.
4Ist das ma­xi­ma­le Del­ta des exo­ti­schen De­ri­vats po­si­tiv, so muss es bei der Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen Ma­xi­mal­li­mi­ten mit die­sem ma­xi­ma­len Del­ta ge­wich­tet wer­den. Ist das mi­ni­ma­le Del­ta ne­ga­tiv, so muss es bei der Ein­hal­tung der re­gle­men­ta­ri­schen Mi­ni­mal­li­mi­ten mit die­sem mi­ni­ma­len Del­ta ge­wich­tet wer­den.
1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV schliesst Ge­schäf­te mit De­ri­va­ten an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ab.
2Ge­schäf­te mit OTC-De­ri­va­ten (OTC-Ge­schäf­te) sind zu­läs­sig, wenn die Vor­aus­set­zun­gen nach den Ar­ti­keln 30 und 31 er­füllt sind.
1OTC-Ge­schäf­te dür­fen nur auf der Grund­la­ge ei­nes stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trags ab­ge­schlos­sen wer­den, der ein­schlä­gi­gen in­ter­na­tio­na­len Stan­dards ent­spricht.
2Die Ge­gen­par­tei muss:
ein be­auf­sich­tig­ter und auf die­se Ge­schäfts­ar­ten spe­zia­li­sier­ter Fi­nan­zin­ter­me­di­är sein;
ei­ne ein­wand­freie Durch­füh­rung des Ge­schäfts ge­währ­leis­ten; und
die Bo­ni­täts­an­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 31 Ab­satz 1 er­fül­len.
3Ein OTC-De­ri­vat muss täg­lich zu­ver­läs­sig und nach­voll­zieh­bar be­wer­tet und je­der­zeit zum Ver­kehrs­wert ver­äus­sert, li­qui­diert oder durch ein Ge­gen­ge­schäft glatt­ge­stellt wer­den kön­nen.
4Ist für ein OTC-De­ri­vat kein Markt­preis er­hält­lich, so muss des­sen Preis an­hand ei­nes an­ge­mes­se­nen und in der Pra­xis an­er­kann­ten Be­wer­tungs­mo­dells ge­stützt auf den Ver­kehrs­wert der Ba­sis­wer­te, von de­nen das De­ri­vat ab­ge­lei­tet ist, je­der­zeit nach­voll­zieh­bar sein.
5Vor dem Ab­schluss ei­nes Ver­trags über ein De­ri­vat nach Ab­satz 4 sind grund­sätz­lich kon­kre­te Of­fer­ten von min­des­tens zwei Ge­gen­par­tei­en ein­zu­ho­len. Der Ver­trag ist mit der­je­ni­gen Ge­gen­par­tei ab­zu­sch­lies­sen, wel­che die preis­lich bes­te Of­fer­te un­ter­brei­tet. Von die­sem Grund­satz kann ab­ge­wi­chen wer­den aus Grün­den der Ri­si­ko­ver­tei­lung oder, wenn wei­te­re Ver­trags­be­stand­teil­te wie Bo­ni­tät oder Dienst­leis­tungs­an­ge­bot der Ge­gen­par­tei ei­ne an­de­re Of­fer­te als ins­ge­samt vor­teil­haf­ter für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger er­schei­nen las­sen.
6Auf die Ein­ho­lung von Of­fer­ten von min­des­tens zwei mög­li­chen Ge­gen­par­tei­en kann aus­nahms­wei­se ver­zich­tet wer­den, wenn dies im bes­ten In­ter­es­se der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ist. Die Grün­de hier­für sind nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.
7Der Ver­trags­ab­schluss und die Preis­be­stim­mung sind nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.
1Bei OTC-Ge­schäf­ten muss die Ge­gen­par­tei oder de­ren Ga­rant ei­ne ho­he Bo­ni­tät auf­wei­sen.
2Die­se An­for­de­rung gilt nicht für die De­pot­bank des Ef­fek­ten­fonds.
1De­ri­va­te, für die ak­tu­el­le Markt­prei­se er­hält­lich sind, sind mit den am Haupt­markt zu­letzt be­zahl­ten Kur­sen zu be­wer­ten. Die Kur­se müs­sen von ei­ner ex­ter­nen, von der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV und ih­ren Be­auf­trag­ten un­ab­hän­gi­gen und auf die­se Ge­schäfts­art spe­zia­li­sier­ten Quel­le be­zo­gen wer­den.
2Sind für De­ri­va­te kei­ne ak­tu­el­len Markt­prei­se er­hält­lich, so müs­sen sie an­hand von an­ge­mes­se­nen und in der Pra­xis an­er­kann­ten Be­wer­tungs­mo­del­len, ge­stützt auf den Ver­kehrs­wert der Ba­sis­wer­te, von de­nen die De­ri­va­te ab­ge­lei­tet sind, be­wer­tet wer­den. Die Be­wer­tun­gen müs­sen do­ku­men­tiert wer­den und nach­voll­zieh­bar sein.
1Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV wen­det ent­we­der den Com­mit­ment-An­satz I, den Com­mit­ment-An­satz II oder den Mo­dell-An­satz an.
2Die An­wen­dung des Mo­dell-An­sat­zes be­darf der Ge­neh­mi­gung der FIN­MA.
3Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV stimmt das ge­wähl­te Ri­si­ko­mess­ver­fah­ren auf die An­la­ge­zie­le und die An­la­ge­po­li­tik so­wie das Ri­si­ko­pro­fil des je­wei­li­gen Ef­fek­ten­fonds ab.
4Der Mo­dell-An­satz ist zwin­gend an­zu­wen­den, wenn:
das Ge­sam­ten­ga­ge­ment des Ef­fek­ten­fonds mit dem Com­mit­ment-An­satz I oder dem Com­mit­ment-An­satz II nicht an­ge­mes­sen er­fasst und ge­mes­sen wer­den kann;
zu ei­nem nicht ver­nach­läs­sig­ba­ren An­teil in exo­ti­sche De­ri­va­te in­ves­tiert wird; oder
zu ei­nem nicht ver­nach­läs­sig­ba­ren An­teil kom­ple­xe An­la­ge­stra­te­gi­en ver­wen­det wer­den.
1Für Ef­fek­ten­fonds, auf die der Com­mit­ment-An­satz I an­ge­wen­det wird, ist nur der Ein­satz von De­ri­vat-Grund­for­men zu­läs­sig. Die­se dür­fen nur ein­ge­setzt wer­den, so­weit ihr Ein­satz un­ter Be­rück­sich­ti­gung der nach die­sem Ar­ti­kel not­wen­di­gen De­ckung we­der zu ei­ner He­bel­wir­kung auf das Fonds­ver­mö­gen führt noch ei­nem Leer­ver­kauf ent­spricht.
2En­ga­ge­ment­re­du­zie­ren­de De­ri­va­te müs­sen dau­ernd mit den ih­nen zu­grun­de lie­gen­den Ba­sis­wer­ten ge­deckt sein. Wird das Del­ta be­rech­net, so darf es bei der Be­rech­nung der not­wen­di­gen Ba­sis­wer­te be­rück­sich­tigt wer­den. Die Be­stim­mung nach Ar­ti­kel 44 Ab­satz 3 gilt ana­log.
3Ei­ne De­ckung mit an­de­ren An­la­gen ist zu­läs­sig, wenn das en­ga­ge­ment­re­du­zie­ren­de De­ri­vat auf einen In­dex lau­tet, wel­cher von ei­ner ex­ter­nen un­ab­hän­gi­gen Stel­le be­rech­net wird. Der In­dex muss für die als De­ckung die­nen­den An­la­gen re­prä­sen­ta­tiv sein, und zwi­schen dem In­dex und die­sen An­la­gen muss ei­ne ad­äqua­te Kor­re­la­ti­on be­ste­hen.
4Bei en­ga­ge­menter­hö­hen­den De­ri­va­ten muss das Ba­sis­wer­t­ä­qui­va­lent (Art. 35 Abs. 2) dau­ernd durch geld­na­he Mit­tel ge­deckt sein.
5Als geld­na­he Mit­tel gel­ten:
flüs­si­ge Mit­tel im Sinn von Ar­ti­kel 75 KKV1;
Geld­mark­t­in­stru­men­te im Sinn von Ar­ti­kel 74 KKV;
kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, wel­che aus­sch­liess­lich in flüs­si­gen Mit­teln oder Geld­mark­t­in­stru­men­ten an­le­gen;
For­de­rungs­wert­pa­pie­re und -rech­te, de­ren Rest­lauf­zeit höchs­tens zwölf Mo­na­te be­trägt und de­ren Emit­tent oder Ga­rant ei­ne ho­he Bo­ni­tät auf­weist;
syn­the­ti­sche Li­qui­di­tät;
dem Ef­fek­ten­fonds ein­ge­räum­te, je­doch nicht be­an­spruch­te Kre­dit­li­mi­ten im Rah­men der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen Ma­xi­mal­li­mi­ten;
Gut­ha­ben aus der Ver­rech­nungs­steu­er bei der Eid­ge­nös­si­schen Steu­er­ver­wal­tung.
6Zu­läs­si­ge Ver­rech­nungs­re­geln und Ab­si­che­rungs­ge­schäf­te nach Ar­ti­kel 36 Ab­sät­ze 1, 2 und 4 kön­nen be­rück­sich­tigt wer­den. Ge­deck­te Ab­si­che­rungs­ge­schäf­te durch Zins­de­ri­va­te sind zu­läs­sig. Wan­del­an­lei­hen dür­fen bei der Be­rech­nung des En­ga­ge­ments aus De­ri­va­ten un­be­rück­sich­tigt blei­ben.
1Zur Be­stim­mung des Ge­sam­ten­ga­ge­ments ei­nes Ef­fek­ten­fonds mit dem Com­mit­ment-An­satz II hat die Fonds­lei­tung die ein­zel­nen An­rech­nungs­be­trä­ge der je­wei­li­gen De­ri­va­te und De­ri­vat-Kom­po­nen­ten so­wie die An­rech­nungs­be­trä­ge aus An­la­ge­tech­ni­ken zu er­mit­teln.
2Der An­rech­nungs­be­trag für das Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten ist bei Grund­for­men von De­ri­va­ten re­gel­mäs­sig je­weils das Ba­sis­wer­t­ä­qui­va­lent un­ter Zu­grun­de­le­gung des Ver­kehrs­werts des Ba­sis­werts der De­ri­va­te. Die Be­rech­nung der Ba­sis­wer­t­ä­qui­va­len­te er­folgt nach An­hang 1. So­fern dies zu ei­ner kon­ser­va­ti­ver­en Er­mitt­lung führt, kann der No­mi­nal­wert oder der bör­sen­täg­lich er­mit­tel­te Ter­min­preis bei Fi­nanz­ter­min­kon­trak­ten zu­grun­de ge­legt wer­den.
3Der An­rech­nungs­be­trag für das Ge­sam­ten­ga­ge­ment er­gibt sich aus dem Grun­den­ga­ge­ment aus dem Net­to­fonds­ver­mö­gen und der Sum­me der fol­gen­den ab­so­lu­ten Wer­te:
An­rech­nungs­be­trä­ge der ein­zel­nen De­ri­va­te so­wie De­ri­vat-Kom­po­nen­ten ge­mä­ss An­hang 1, wel­che nicht in Ver­rech­nun­gen nach Ar­ti­kel 36 ein­be­zo­gen sind;
An­rech­nungs­be­trä­ge nach den zu­läs­si­gen Ver­rech­nun­gen nach Ar­ti­kel 36; und
An­rech­nungs­be­trä­ge aus zu­läs­si­gen An­la­ge­tech­ni­ken.
4Bei der Er­mitt­lung des An­rech­nungs­be­tra­ges für das Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten nach Ab­satz 3 dür­fen fol­gen­de Ge­schäf­te un­be­rück­sich­tigt blei­ben:
Swaps, mit de­nen die Ent­wick­lung der Ba­sis­wer­te, wel­che der Ef­fek­ten­fonds di­rekt hält, ge­gen die Ent­wick­lung von an­de­ren Ba­sis­wer­ten ge­tauscht wird (To­tal Re­turn Swaps), so­fern:
das Mark­tri­si­ko der ge­tausch­ten Ba­sis­wer­te aus dem Ef­fek­ten­fonds voll­stän­dig eli­mi­niert wird, so dass die­se Ver­mö­gens­wer­te kei­nen Ein­fluss auf die Ver­än­de­rung des Wer­tes des Ef­fek­ten­fonds ha­ben, und
der Swap we­der Op­ti­ons­rech­te ein­räumt noch ei­ne He­bel­wir­kung oder sons­ti­ge zu­sätz­li­che Mark­tri­si­ken, die über die di­rek­te In­ves­ti­ti­on der re­le­van­ten Ba­sis­wer­te hin­aus­ge­hen, ent­hält;
De­ri­va­te, de­nen ent­spre­chen­de geld­na­he Mit­tel zu­ge­ord­net wer­den, so dass die Kom­bi­na­ti­on aus De­ri­vat und geld­na­hen Mit­teln äqui­va­lent zu ei­ner di­rek­ten In­ves­ti­ti­on in den zu­grun­de lie­gen­den Ba­sis­wert ist und da­durch kein zu­sätz­li­ches Mark­tri­si­ko und kei­ne He­bel­wir­kung ge­ne­riert wird. Die zur De­ckung der De­ri­vat­po­si­ti­on ver­wen­de­ten geld­na­hen Mit­tel dür­fen nicht gleich­zei­tig für meh­re­re Kom­bi­na­tio­nen ver­wen­det wer­den.
5Ef­fek­ten­lei­hen und Pen­si­ons­ge­schäf­te sind bei der Be­rech­nung des Ge­sam­ten­ga­ge­ments zu be­rück­sich­ti­gen, so­fern sie durch Wie­der­an­la­ge von Si­cher­hei­ten ei­ne He­bel­wir­kung auf das Fonds­ver­mö­gen zur Fol­ge ha­ben. Im Fal­le der Wie­der­an­la­ge von Si­cher­hei­ten in Fi­nanz­an­la­gen, die ei­ne hö­he­re Ren­di­te als den ri­si­ko­frei­en Zins­satz ge­ne­rie­ren, muss bei der Be­rech­nung des Ge­sam­ten­ga­ge­ments bei Bar­si­cher­hei­ten (cash col­la­te­ral) der er­hal­te­ne Be­trag an­ge­rech­net wer­den.
1Ge­gen­läu­fi­ge Po­si­tio­nen in De­ri­va­ten des glei­chen Ba­sis­werts so­wie ge­gen­läu­fi­ge Po­si­tio­nen in De­ri­va­ten und in An­la­gen des glei­chen Ba­sis­werts dür­fen mit­ein­an­der ver­rech­net wer­den, un­ge­ach­tet des Ver­falls der De­ri­va­te (Net­ting), wenn:
das De­ri­vat-Ge­schäft ein­zig zum Zwe­cke ab­ge­schlos­sen wur­de, die mit den er­wor­be­nen De­ri­va­ten oder An­la­gen im Zu­sam­men­hang ste­hen­den Ri­si­ken zu eli­mi­nie­ren;
da­bei we­sent­li­che Ri­si­ken nicht ver­nach­läs­sigt wer­den; und
der An­rech­nungs­be­trag der De­ri­va­te nach Ar­ti­kel 35 er­mit­telt wird.
2Be­zie­hen sich die De­ri­va­te bei Ab­si­che­rungs­ge­schäf­ten nicht auf den glei­chen Ba­sis­wert wie der ab­zu­si­chern­de Ver­mö­gens­wert, so sind für ei­ne Ver­rech­nung zu­sätz­lich fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen zu er­fül­len (Hed­ging):
Das De­ri­vat-Ge­schäft be­ruht nicht auf ei­ner An­la­ge­stra­te­gie, die der Ge­winn­er­zie­lung dient.
Das De­ri­vat führt zu ei­ner nach­weis­ba­ren Re­duk­ti­on des Ri­si­kos des Ef­fek­ten­fonds.
Die all­ge­mei­nen und be­son­de­ren Ri­si­ken des De­ri­vats wer­den aus­ge­gli­chen.
Die zu ver­rech­nen­den De­ri­va­te, Ba­sis­wer­te oder Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de be­zie­hen sich auf die glei­che Klas­se von Fi­nan­z­in­stru­men­ten.
Die Ab­si­che­rungs­stra­te­gie ist auch un­ter aus­ser­ge­wöhn­li­chen Markt­be­din­gun­gen ef­fek­tiv.
3Bei ei­nem über­wie­gen­den Ein­satz von Zins­de­ri­va­ten kann der Be­trag, der an das Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten an­zu­rech­nen ist, mit­tels in­ter­na­tio­nal an­er­kann­ten Du­ra­ti­on-Net­ting-Re­ge­lun­gen er­mit­telt wer­den, so­fern:
die Re­ge­lun­gen zu ei­ner kor­rek­ten Er­mitt­lung des Ri­si­ko­pro­fils des Ef­fek­ten­fonds füh­ren;
die we­sent­li­chen Ri­si­ken be­rück­sich­tigt wer­den;
die An­wen­dung die­ser Re­ge­lun­gen nicht zu ei­ner un­ge­recht­fer­tig­ten He­bel­wir­kung führt;
kei­ne Zins­ar­bi­tra­ge-Stra­te­gi­en ver­folgt wer­den; und
die He­bel­wir­kung des Ef­fek­ten­fonds we­der durch An­wen­dung die­ser Re­ge­lun­gen noch durch In­ves­ti­tio­nen in kurz­fris­ti­ge Po­si­tio­nen ge­stei­gert wird.
4Un­ge­ach­tet des Ab­sat­zes 2 kön­nen De­ri­va­te, die zur rei­nen Ab­si­che­rung von Fremd­wäh­rungs­ri­si­ken ein­ge­setzt wer­den und nicht zu ei­ner He­bel­wir­kung füh­ren oder zu­sätz­li­che Mark­tri­si­ken bein­hal­ten, bei der Be­rech­nung des Ge­sam­ten­ga­ge­ments aus De­ri­va­ten ver­rech­net wer­den.
Sämt­li­che Be­rech­nun­gen nach den Ar­ti­keln 35 und 36 sind nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.
1Nach dem Mo­dell-An­satz schätzt die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV für einen Ef­fek­ten­fonds die Ri­si­ken als Va­lue-at-Risk (VaR).
2Das Mo­dell ist ein­ge­hend zu do­ku­men­tie­ren. Die Do­ku­men­ta­ti­on muss ins­be­son­de­re Aus­kunft ge­ben über die Spe­zi­fi­ka­ti­on des Ri­si­ko­mess-Mo­dells, das Back­tes­ting und die Stress­tests.
3Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV ve­ri­fi­ziert pe­ri­odisch die An­ge­mes­sen­heit des Mo­dells. Die Er­geb­nis­se sind nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.
4Der VaR ei­nes Ef­fek­ten­fonds darf das Dop­pel­te des VaR des zu die­sem Ef­fek­ten­fonds ge­hö­ren­den Ver­gleich­spor­te­feuil­les zu kei­ner Zeit über­schrei­ten (re­la­ti­ve VaR-Li­mi­te).
5Bei der Ver­wen­dung des Mo­dell-An­sat­zes ist durch die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV ei­ne pe­ri­odi­sche Be­rech­nung des Brut­to-Ge­sam­ten­ga­ge­ments aus De­ri­va­ten des be­tref­fen­den Ef­fek­ten­fonds si­cher­zu­stel­len.
1Der VaR kann mit Va­ri­anz-Ko­va­ri­anz-Mo­del­len, his­to­ri­schen Si­mu­la­tio­nen oder Mon­te-Car­lo-Si­mu­la­tio­nen be­stimmt wer­den. Bei der Wahl des Mo­dells ist die je­wei­li­ge An­la­ge­stra­te­gie zu be­rück­sich­ti­gen.
2Der VaR ist täg­lich auf der Ba­sis der Po­si­tio­nen des Vor­tags zu be­rech­nen. Da­bei sind fol­gen­de Pa­ra­me­ter zu ver­wen­den:
ein ein­sei­ti­ges Kon­fi­den­z­in­ter­vall von 99 Pro­zent;
ei­ne Hal­te­pe­ri­ode von 20 Han­dels­ta­gen;
ein ef­fek­ti­ver his­to­ri­scher Be­ob­ach­tungs­zeit­raum von min­des­tens ei­nem Jahr (250 Bank­werk­ta­ge).
3Der VaR be­rück­sich­tigt Zins­än­de­rungs-, Wäh­rungs-, Ak­ti­en­kurs- und Roh­stof­fri­si­ken. Zu­sätz­lich zu be­rück­sich­ti­gen sind:
bei Op­ti­ons­po­si­tio­nen: die Gam­ma- und Ve­ga-Ri­si­ken;
bei Ak­ti­en- und Zins­in­stru­men­ten: die spe­zi­fi­schen Ri­si­ken in der Form re­si­dua­ler Ri­si­ken;
Er­eig­nis-, Aus­fall- und Li­qui­di­täts­ri­si­ken im Rah­men von Stress­tests.
4Die Be­rech­nun­gen sind nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.
5Ei­ne Ab­wei­chung vom Kon­fi­den­z­in­ter­vall, von der Hal­te­pe­ri­ode oder vom Be­ob­ach­tungs­zeit­raum ist auf­grund aus­ser­ge­wöhn­li­cher Mark­tum­stän­de und nach vor­gän­gi­ger Zu­stim­mung der FIN­MA mög­lich.
1Das zu ei­nem Ef­fek­ten­fonds ge­hö­ren­de Ver­gleich­spor­te­feuil­le ist ein Ver­mö­gen, wel­ches kei­ne He­bel­wir­kung auf­weist und grund­sätz­lich kei­ne De­ri­va­te ent­hält.
2Die Zu­sam­men­set­zung des Ver­gleich­spor­te­feuil­les ent­spricht den An­ga­ben im Fonds­re­gle­ment, im Pro­spekt und in den we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger des Ef­fek­ten­fonds, na­ment­lich be­tref­fend An­la­ge­zie­le, An­la­ge­po­li­tik und Li­mi­ten.
3Sie ist pe­ri­odisch, je­doch min­des­tens quar­tals­wei­se zu über­prü­fen. Die je­wei­li­ge Zu­sam­men­set­zung so­wie de­ren Än­de­run­gen sind nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.
4Ist im Fonds­re­gle­ment oder im Pro­spekt und in den we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ein Ver­gleichs­mass­stab wie ein Ak­tien­in­dex als Ver­gleich­spor­te­feuil­le de­fi­niert, so darf die­ser zur Er­mitt­lung des VaR des Ver­gleich­spor­te­feuil­les her­an­ge­zo­gen wer­den. Der Ver­gleichs­mass­stab muss:
de­ri­vat­frei sein und kei­ne He­bel­wir­kung auf­wei­sen;
von ei­ner ex­ter­nen un­ab­hän­gi­gen Stel­le be­rech­net wer­den; und
für die An­la­ge­zie­le, die An­la­ge­po­li­tik und die Li­mi­ten des Ef­fek­ten­fonds re­prä­sen­ta­tiv sein.
5Das Ver­gleich­spor­te­feuil­le darf De­ri­va­te ent­hal­ten, wenn:
der Ef­fek­ten­fonds ge­mä­ss Fonds­re­gle­ment oder Pro­spekt ei­ne Long/Short-Stra­te­gie um­setzt und im Ver­gleich­spor­te­feuil­le das Short-Ex­pos­ure durch De­ri­va­te dar­ge­stellt wird;
der Ef­fek­ten­fonds ge­mä­ss Fonds­re­gle­ment oder Pro­spekt ei­ne An­la­ge­po­li­tik mit Wäh­rungs­ab­si­che­rung um­setzt und als Ver­gleichs­mass­stab ein wäh­rungs­ab­ge­si­cher­tes Ver­gleich­spor­te­feuil­le her­an­ge­zo­gen wird.
6Ist es auf­grund der spe­zi­fi­schen An­la­ge­zie­le und der An­la­ge­po­li­tik ei­nes Ef­fek­ten­fonds nicht mög­lich, ein re­prä­sen­ta­ti­ves Ver­gleich­spor­te­feuil­le zu bil­den, so kann mit der FIN­MA ei­ne VaR-Li­mi­te ver­ein­bart wer­den (ab­so­lu­te VaR-Li­mi­te). Die­se ist im Pro­spekt fest­zu­hal­ten.
1Das Ri­si­ko­mess-Mo­dell ist in Be­zug auf sei­ne Pro­gno­se­gü­te zu über­prü­fen. Da­zu sind für einen Ef­fek­ten­fonds täg­lich die im Ver­lauf ei­nes Han­dels­ta­ges tat­säch­lich ein­ge­tre­te­nen Wert­ver­än­de­run­gen sei­nes Net­to­ver­mö­gens mit dem je­weils er­mit­tel­ten 1-Ta­ges-VaR zu ver­glei­chen (Back­tes­ting).
2Der Ver­gleich ist nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.
3Die zu ver­wen­den­de Stich­pro­be setzt sich aus den 250 vor­an­ge­gan­ge­nen Be­ob­ach­tun­gen zu­sam­men.
4Er­weist sich im Back­tes­ting das Ri­si­ko­mess-Mo­dell als nicht pra­xi­staug­lich, so sind un­ver­züg­lich die Prüf­ge­sell­schaft und die FIN­MA zu in­for­mie­ren.
5Tre­ten im Back­tes­ting mehr als sechs Aus­reis­ser auf, so sind die Pra­xi­staug­lich­keit des Ri­si­ko­mess-Mo­dells ver­tieft ab­zu­klä­ren und die Prüf­ge­sell­schaft und die FIN­MA un­ver­züg­lich zu in­for­mie­ren.
6Die FIN­MA kann bei Pra­xis­un­taug­lich­keit ei­ne ra­sche Be­he­bung all­fäl­li­ger Mo­dell­män­gel ver­lan­gen und ei­ne wei­te­re Be­schrän­kung des Ri­si­kos an­ord­nen.
1Für Ef­fek­ten­fonds sind pe­ri­odisch, je­doch min­des­tens mo­nat­lich aus­ser­or­dent­li­che Markt­ver­hält­nis­se zu si­mu­lie­ren (Stress­test).
2Stress­tests sind zu­dem durch­zu­füh­ren, wenn ei­ne we­sent­li­che Än­de­rung der Er­geb­nis­se der Stress­tests durch ei­ne Än­de­rung des Werts oder der Zu­sam­men­set­zung des Ver­mö­gens des Ef­fek­ten­fonds oder durch ei­ne Än­de­rung in den Markt­ge­ge­ben­hei­ten nicht aus­ge­schlos­sen wer­den kann.
3In die Stress­tests sind sämt­li­che Ri­si­ko­fak­to­ren ein­zu­be­zie­hen, wel­che die Wert­hal­tig­keit des Ef­fek­ten­fonds mass­ge­blich be­ein­flus­sen kön­nen. Ri­si­ko­fak­to­ren, wel­chen das Ri­si­ko­mess-Mo­dell nicht oder nur un­voll­stän­dig Rech­nung trägt, ist be­son­de­re Be­ach­tung zu schen­ken.
4Die Re­sul­ta­te der durch­ge­führ­ten Stress­tests und die dar­aus re­sul­tie­ren­den not­wen­di­gen Mass­nah­men sind nach­voll­zieh­bar zu do­ku­men­tie­ren.
1Die FIN­MA kann von den An­for­de­run­gen nach den Ar­ti­keln 38-42 Ab­wei­chun­gen zu­las­sen.
2Sie kann an­de­re Ri­si­ko­mess-Mo­del­le zu­las­sen, wenn da­mit ein an­ge­mes­se­ner Schutz ge­währ­leis­tet ist.
3Wer­den Än­de­run­gen am Ri­si­ko­mess-Mo­dell, am Back­tes­ting oder an den Stress­tests vor­ge­nom­men, so sind die­se von der FIN­MA vor­gän­gig ge­neh­mi­gen zu las­sen.
1Geht die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV mit ei­nem De­ri­vat ei­ne Ver­pflich­tung zur phy­si­schen Lie­fe­rung ei­nes Ba­sis­werts ein, so muss das De­ri­vat mit den ent­spre­chen­den Ba­sis­wer­ten ge­deckt sein.
2Die De­ckung ei­ner sol­chen Ver­pflich­tung mit an­de­ren An­la­gen ist zu­läs­sig, wenn die An­la­gen und die Ba­sis­wer­te hoch li­qui­de sind und bei ei­ner ver­lang­ten Lie­fe­rung je­der­zeit er­wor­ben oder ver­kauft wer­den kön­nen.
3Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV muss je­der­zeit un­ein­ge­schränkt über die­se Ba­sis­wer­te oder An­la­gen ver­fü­gen kön­nen.
1Geht die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV mit ei­nem De­ri­vat ei­ne Zah­lungs­ver­pflich­tung ein, so muss die­se dau­ernd durch geld­na­he Mit­tel nach Ar­ti­kel 34 Ab­satz 5 ge­deckt sein.
2Bei Ef­fek­ten­fonds, auf die der Com­mit­ment-An­satz II oder der Mo­dell-An­satz an­ge­wen­det wird, wer­den zu­sätz­lich als De­ckung an­er­kannt:
For­de­rungs­wert­pa­pie­re und -rech­te, de­ren Rest­lauf­zeit mehr als zwölf Mo­na­te be­trägt und de­ren Emit­tent oder Ga­rant ei­ne ho­he Bo­ni­tät auf­weist;
Ak­ti­en, die an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den.
3Die De­ckung nach Ab­satz 2 muss je­der­zeit in­ner­halb von sie­ben Bank­werk­ta­gen zu flüs­si­gen Mit­teln ge­macht wer­den kön­nen.
4Ak­ti­en dür­fen nur mit ei­nem um ei­ne Si­cher­heits­mar­ge re­du­zier­ten Ver­kehrs­wert an die De­ckung an­ge­rech­net wer­den. Die Si­cher­heits­mar­ge hat der Vo­la­ti­li­tät der ent­spre­chen­den Ak­tie Rech­nung zu tra­gen und muss min­des­tens 15 Pro­zent be­tra­gen.
5Kann bei ei­ner An­la­ge ei­ne Nach­schuss­zah­lung fäl­lig wer­den, so gilt die­se als Zah­lungs­ver­pflich­tung.
1Bei der Ein­hal­tung der in den ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen An­la­ge­be­schrän­kun­gen fest­ge­hal­te­nen Ma­xi­mal- und Mi­ni­mal­li­mi­ten sind zu be­rück­sich­ti­gen:
die An­la­gen, ein­sch­liess­lich De­ri­va­te, im Sinn von Ar­ti­kel 70 KKV1;
die flüs­si­gen Mit­tel im Sinn von Ar­ti­kel 75 KKV;
For­de­run­gen ge­gen Ge­gen­par­tei­en aus OTC-Ge­schäf­ten.
2Vor­be­hal­ten blei­ben all­fäl­li­ge Aus­nah­men für In­dex­fonds nach Ar­ti­kel 82 KKV.
3Wird ei­ne An­la­ge­be­schrän­kung durch die Ver­än­de­rung des Del­tas ver­letzt, so ist un­ter Wah­rung der In­ter­es­sen der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger spä­tes­tens in­ner­halb von drei Bank­werk­ta­gen der ord­nungs­ge­mäs­se Zu­stand wie­der­her­zu­stel­len.
1Bei der Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen und re­gle­men­ta­ri­schen Ma­xi­mal- und Mi­ni­mal­li­mi­ten, na­ment­lich der Ri­si­ko­ver­tei­lungs­vor­schrif­ten, sind die Ba­sis­wer­t­ä­qui­va­len­te ge­mä­ss An­hang 1 mass­ge­bend.
2Ei­ne Mi­ni­mal­li­mi­te kann im Rah­men ei­ner Ab­si­che­rungs­stra­te­gie durch Po­si­tio­nen in en­ga­ge­ment­re­du­zie­ren­den De­ri­va­ten vor­über­ge­hend un­ter­schrit­ten wer­den, wenn die In­ter­es­sen der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ge­wahrt blei­ben.
3De­ri­vat-Kom­po­nen­ten sind mit dem An­rech­nungs­be­trag nach Ar­ti­kel 35 zu be­rück­sich­ti­gen.
1Die For­de­run­gen ge­gen Ge­gen­par­tei­en aus Ge­schäf­ten mit De­ri­va­ten sind auf der Ba­sis der ak­tu­el­len po­si­ti­ven Wie­der­be­schaf­fungs­wer­te zu be­rech­nen.
2Po­si­ti­ve und ne­ga­ti­ve Wie­der­be­schaf­fungs­wer­te aus Ge­schäf­ten mit De­ri­va­ten mit der­sel­ben Ge­gen­par­tei kön­nen auf­ge­rech­net wer­den, wenn mit die­ser Ge­gen­par­tei ei­ne Ver­ein­ba­rung (Net­ting­ver­trag) be­steht, die den gel­ten­den recht­li­chen An­for­de­run­gen ge­nügt und recht­lich durch­setz­bar ist.
3For­de­run­gen aus Ge­schäf­ten mit De­ri­va­ten ge­gen ei­ne zen­tra­le Ge­gen­par­tei ei­ner Bör­se oder ei­nes an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Mark­tes sind nicht zu be­rück­sich­ti­gen, wenn:
die­se ei­ner an­ge­mes­se­nen Auf­sicht un­ter­steht; und
die De­ri­va­te so­wie die De­ckung ei­ner täg­li­chen Be­wer­tung zu Markt­kur­sen mit täg­li­chem Mar­ge­n­aus­gleich un­ter­lie­gen.
1Ist bei der Ver­wal­tung ei­nes Ef­fek­ten­fonds der Ein­satz von De­ri­va­ten zu­läs­sig, so sind die­se im Fonds­re­gle­ment und im Pro­spekt zu um­schrei­ben.
2Im Pro­spekt ist an­zu­ge­ben, ob die De­ri­va­te als Teil der An­la­ge­stra­te­gie oder le­dig­lich zur Ab­si­che­rung von An­la­g­e­po­si­tio­nen ein­ge­setzt wer­den. Zu­dem ist im Pro­spekt zu er­läu­tern, wie sich de­ren Ein­satz auf das Ri­si­ko­pro­fil des Ef­fek­ten­fonds aus­wirkt.
3Im Fonds­re­gle­ment so­wie im Pro­spekt ist fest­zu­le­gen, wel­ches Ri­si­ko­mess­ver­fah­ren für den Ef­fek­ten­fonds an­ge­wen­det wird. Im Pro­spekt ist zu­dem das Ri­si­ko­mess­ver­fah­ren zu um­schrei­ben. Bei der Ver­wen­dung des Mo­dell-An­sat­zes ist das er­war­te­te Brut­to-Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten dar­zu­stel­len. Wird der re­la­ti­ve VaR-An­satz an­ge­wen­det, so ist zu­dem das Ver­gleich­spor­te­feuil­le im Pro­spekt of­fen­zu­le­gen.
4Kann ein Ef­fek­ten­fonds auf­grund des Ein­sat­zes von De­ri­va­ten ei­ne er­höh­te Vo­la­ti­li­tät oder He­bel­wir­kung auf­wei­sen, so ist auf die­se Ei­gen­schaft im Pro­spekt so­wie in den Wer­be­un­ter­la­gen be­son­ders hin­zu­wei­sen.
5Im Pro­spekt ist auf die Ge­gen­par­tei­ri­si­ken von De­ri­va­ten hin­zu­wei­sen.
Ver­mö­gens­wer­te, die im Rah­men von An­la­ge­tech­ni­ken oder bei OTC-Ge­schäf­ten als Si­cher­hei­ten ent­ge­gen­ge­nom­men wer­den, ha­ben die An­for­de­run­gen die­ses Ab­schnitts zu er­fül­len.
Es dür­fen nur Si­cher­hei­ten ent­ge­gen­ge­nom­men wer­den, die fol­gen­de An­for­de­run­gen er­fül­len:
Sie sind hoch li­qui­de und wer­den zu ei­nem trans­pa­ren­ten Preis an ei­ner Bör­se oder ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt. Sie kön­nen kurz­fris­tig zu ei­nem Preis ver­äus­sert wer­den, der na­he an der vor dem Ver­kauf vor­ge­nom­me­nen Be­wer­tung liegt.
Sie wer­den min­des­tens bör­sen­täg­lich be­wer­tet. Bei ei­ner ho­hen Preis­vo­la­ti­li­tät wer­den ge­eig­ne­te kon­ser­va­ti­ve Si­cher­heits­mar­gen ver­wen­det.
Sie sind nicht von der Ge­gen­par­tei oder von ei­ner dem Kon­zern der Ge­gen­par­tei an­ge­hö­ri­gen oder da­von ab­hän­gi­gen Ge­sell­schaft be­ge­ben.
Der Emit­tent weist ei­ne ho­he Bo­ni­tät auf.
Die Fonds­lei­tung, die SI­CAV oder de­ren Be­auf­trag­te ha­ben bei der Ver­wal­tung der Si­cher­hei­ten fol­gen­de Pflich­ten und An­for­de­run­gen zu er­fül­len:
Sie müs­sen die Si­cher­hei­ten in Be­zug auf Län­der, Märk­te und Emit­ten­ten an­ge­mes­sen di­ver­si­fi­zie­ren. Ei­ne an­ge­mes­se­ne Di­ver­si­fi­ka­ti­on der Emit­ten­ten gilt als er­reicht, wenn die von ei­nem ein­zel­nen Emit­ten­ten ge­hal­te­nen Si­cher­hei­ten nicht mehr als 20 Pro­zent des Net­to­in­ven­tar­werts ent­spre­chen. Von die­ser Vor­ga­be darf ab­ge­wi­chen wer­den, wenn die Si­cher­hei­ten die An­for­de­run­gen von Ar­ti­kel 83 Ab­satz 1 KKV1 er­fül­len oder die Be­wil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen von Ar­ti­kel 83 Ab­satz 2 KKV vor­lie­gen. Stel­len meh­re­re Ge­gen­par­tei­en Si­cher­hei­ten, so ha­ben sie ei­ne ag­gre­gier­te Sicht­wei­se si­cher­zu­stel­len.
Sie müs­sen die Ver­fü­gungs­macht und die Ver­fü­gungs­be­fug­nis an den er­hal­te­nen Si­cher­hei­ten bei Aus­fall der Ge­gen­par­tei je­der­zeit und oh­ne Ein­be­zug der Ge­gen­par­tei oder de­ren Zu­stim­mung er­lan­gen kön­nen.
Sie dür­fen Si­cher­hei­ten, die ih­nen ver­pfän­det oder zu Ei­gen­tum über­tra­gen wur­den, we­der aus­lei­hen, wei­ter­ver­pfän­den, ver­kau­fen, neu an­le­gen noch im Rah­men ei­nes Pen­si­ons­ge­schäfts oder als De­ckung von Ver­pflich­tun­gen aus de­ri­va­ti­ven Fi­nan­z­in­stru­men­ten ver­wen­den. Er­hal­te­ne Bar­si­cher­hei­ten (cash col­la­te­ral) dür­fen sie nur in der ent­spre­chen­den Wäh­rung als flüs­si­ge Mit­tel, in Staats­an­lei­hen von ho­her Qua­li­tät so­wie di­rekt oder in­di­rekt in Geld­mark­t­in­stru­men­te mit kur­z­er Lauf­zeit an­le­gen oder als Re­ver­se Re­po ver­wen­den.
Neh­men sie für mehr als 30 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens Si­cher­hei­ten ent­ge­gen, so müs­sen sie si­cher­stel­len, dass die Li­qui­di­täts­ri­si­ken an­ge­mes­sen er­fasst und über­wacht wer­den kön­nen. Hier­zu sind re­gel­mäs­si­ge Stress­tests durch­zu­füh­ren, die so­wohl nor­ma­le als auch aus­ser­ge­wöhn­li­che Li­qui­di­täts­be­din­gun­gen be­rück­sich­ti­gen. Die ent­spre­chen­den Kon­trol­len sind zu do­ku­men­tie­ren.
Sie müs­sen die Ri­si­ken, die mit der Ver­wal­tung der Si­cher­hei­ten zu­sam­men­hän­gen, im Rah­men des Risk­ma­na­ge­ments be­rück­sich­ti­gen.
Sie müs­sen in der La­ge sein, all­fäl­li­ge nach Ver­wer­tung von Si­cher­hei­ten un­ge­deck­te An­sprü­che den­je­ni­gen Ef­fek­ten­fonds zu­zu­ord­nen, de­ren Ver­mö­gens­wer­te Ge­gen­stand der zu­grun­de lie­gen­den Ge­schäf­te wa­ren.
1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV so­wie de­ren Be­auf­trag­te müs­sen über ei­ne Si­cher­hei­ten­stra­te­gie ver­fü­gen, die:
an­ge­mes­se­ne Si­cher­heits­mar­gen vor­sieht;
auf al­le als Si­cher­hei­ten ent­ge­gen­ge­nom­me­nen Ar­ten von Ver­mö­gens­wer­ten ab­ge­stimmt ist; und
Ei­gen­schaf­ten der Si­cher­hei­ten wie Vo­la­ti­li­tät und Aus­fall­ri­si­ko des Emit­ten­ten be­rück­sich­tigt.
2Sie müs­sen die Si­cher­hei­ten­stra­te­gie do­ku­men­tie­ren.
1Die er­hal­te­nen Si­cher­hei­ten sind bei der De­pot­bank zu ver­wah­ren.
2Die Ver­wah­rung durch ei­ne be­auf­sich­tig­te Dritt­ver­wahr­stel­le im Auf­trag der Fonds­lei­tung ist zu­läs­sig, wenn:
das Ei­gen­tum an den Si­cher­hei­ten nicht über­tra­gen wird; und
die Dritt­ver­wahr­stel­le von der Ge­gen­par­tei un­ab­hän­gig ist.
3Für Si­cher­hei­ten, die ei­ner Ge­gen­par­tei, ei­ner von die­ser be­auf­trag­ten Ver­wahr­stel­le oder ei­ner zen­tra­len Ge­gen­par­tei ge­lie­fert wer­den, sorgt die De­pot­bank für die si­che­re und ver­trags­kon­for­me Ab­wick­lung.
Der Pro­spekt des Ef­fek­ten­fonds muss an­ge­mes­se­ne In­for­ma­tio­nen zur Si­cher­hei­ten­stra­te­gie ent­hal­ten, ins­be­son­de­re An­ga­ben über:
die zu­läs­si­gen Ar­ten von Si­cher­hei­ten;
den er­for­der­li­chen Um­fang der Be­si­che­rung;
die Fest­le­gung von Si­cher­heits­mar­gen;
die An­la­ge­stra­te­gie und die Ri­si­ken für den Fall der Wie­der­an­la­ge von Bar­si­cher­hei­ten.
Die An­le­ger ei­nes Mas­ter-Fonds sind grund­sätz­lich sei­ne Fee­der-Fonds. Üb­ri­ge An­le­ge­rin­nen und An­le­ger kön­nen auf­ge­nom­men wer­den, so­fern die Fonds­lei­tung oder SI­CAV die­se über die Tat­sa­che, dass sie in einen Mas­ter-Fonds in­ves­tie­ren, vor­gän­gig in­for­miert und si­cher­stellt, dass die Gleich­be­hand­lung der üb­ri­gen An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ge­gen­über den Fee­der-Fonds ge­währ­leis­tet ist.
1Der Fonds­ver­trag oder das An­la­ge­re­gle­ment ei­nes Fee­der-Fonds oder ei­nes Fee­der-Teil­ver­mö­gens ent­hal­ten ne­ben den An­ga­ben nach den Ar­ti­keln 35a und 62b KKV1 ins­be­son­de­re fol­gen­de An­ga­ben:
die An­ga­be, dass es sich um einen Fee­der-Fonds han­delt, der zu min­des­tens 85 Pro­zent in einen be­stimm­ten Mas­ter-Fonds an­legt;
die Be­zeich­nung des Mas­ter-Fonds;
das An­la­ge­ziel und die An­la­ge­po­li­tik des Mas­ter-Fonds;
die Art, die Hö­he und die Be­rech­nung al­ler Ver­gü­tun­gen so­wie der Ne­ben­kos­ten, die aus der An­la­ge in den Mas­ter-Fonds ent­ste­hen und dem Fonds­ver­mö­gen oder den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern be­las­tet wer­den dür­fen;
die In­for­ma­ti­on, dass der Fonds­ver­trag oder das An­la­ge­re­gle­ment, der Pro­spekt, die we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger so­wie der Jah­res- und Halb­jah­res­be­richt des Mas­ter-Fonds kos­ten­los be­zo­gen wer­den kön­nen;
die In­for­ma­ti­on, dass der Fee­der-Fonds nach der Auf­lö­sung des Mas­ter-Fonds oder nach Ver­ei­ni­gung, Um­wand­lung oder Ver­mö­gens­über­tra­gung des Mas­ter-Fonds bis zur Ge­neh­mi­gung des Ge­suchs nach Ar­ti­kel 63 oder 64 wei­ter­be­ste­hen kann.
2Der Pro­spekt ei­nes Fee­der-Fonds ent­hält ne­ben den An­ga­ben ge­mä­ss Ar­ti­kel 106 KKV ins­be­son­de­re fol­gen­de An­ga­ben:
die In­for­ma­ti­on, dass es sich um einen Fee­der-Fonds han­delt, der zu min­des­tens 85 Pro­zent in einen be­stimm­ten Mas­ter-Fonds an­legt;
ei­ne Be­schrei­bung des Mas­ter-Fonds ein­sch­liess­lich der An­la­ge­stra­te­gie und des Ri­si­ko­pro­fils;
ei­ne Zu­sam­men­fas­sung der wich­tigs­ten In­hal­te der ge­mä­ss den Ar­ti­keln 58, 61 und 62 ge­schlos­se­nen Ver­ein­ba­run­gen über die Zu­sam­men­ar­beit und die In­for­ma­ti­ons­pflich­ten;
die Stel­le, bei der wei­te­re An­ga­ben zum Mas­ter-Fonds und zu den ab­ge­schlos­se­nen Ver­ein­ba­run­gen über die Zu­sam­men­ar­beit und die In­for­ma­ti­ons­pflich­ten kos­ten­los ein­ge­holt wer­den kön­nen.
3Der Jah­res­be­richt des Fee­der-Fonds be­zeich­net die Stel­le, bei wel­cher der Jah­res- und der Halb­jah­res­be­richt des Mas­ter-Fonds kos­ten­los be­zo­gen wer­den kann.
4Die Mar­ke­ting­do­ku­men­te und die we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger des Fee­der-Fonds ent­hal­ten den Hin­weis, dass es sich um einen Fee­der-Fonds han­delt, der zu min­des­tens 85 Pro­zent sei­nes Ver­mö­gens in einen be­stimm­ten Mas­ter-Fonds an­legt.
1Der Mas­ter-Fonds stellt dem Fee­der-Fonds al­le Do­ku­men­te und In­for­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung, die zur Er­fül­lung sei­ner Pflich­ten not­wen­dig sind. Da­zu schlies­sen sie ei­ne Ver­ein­ba­rung über die Zu­sam­men­ar­beit und über die In­for­ma­ti­ons­pflich­ten ab.
2Die Ver­ein­ba­rung über die Zu­sam­men­ar­beit und die In­for­ma­ti­ons­pflich­ten re­gelt min­des­tens fol­gen­de Punk­te:
die Grund­sät­ze zur Über­mitt­lung der mass­ge­ben­den Do­ku­men­te und wei­te­rer In­for­ma­tio­nen durch den Mas­ter-Fonds an den Fee­der-Fonds;
die In­for­ma­ti­ons­pflicht des Mas­ter-Fonds ge­gen­über dem Fee­der-Fonds über die De­le­ga­ti­on von Auf­ga­ben an Drit­te;
die zu mel­den­den Ver­stös­se ge­gen ge­setz­li­che und ver­trag­li­che Vor­schrif­ten des Mas­ter-Fonds an den Fee­der-Fonds so­wie Form und Zeit­punkt die­ser Mel­dun­gen;
die Pflicht zur Mel­dung des Ge­sam­ten­ga­ge­ments aus de­ri­va­ti­ven Fi­nan­z­in­stru­men­ten des Mas­ter-Fonds an den Fee­der-Fonds;
die In­for­ma­ti­ons­pflicht des Mas­ter-Fonds ge­gen­über dem Fee­der-Fonds, falls er wei­te­re Ver­ein­ba­run­gen über den In­for­ma­ti­ons­aus­tausch mit Drit­ten ab­sch­liesst;
die An­la­gemög­lich­kei­ten des Fee­der-Fonds in den Mas­ter-Fonds so­wie die An­ga­ben zu den Kos­ten und Auf­wen­dun­gen, die vom Fee­der-Fonds zu tra­gen sind;
die Grund­la­gen und Mo­da­li­tä­ten zur Um­set­zung der Mass­nah­men ge­mä­ss Ab­satz 4;
die Mo­da­li­tä­ten zur Mel­dung des Auf­schubs der Aus­ga­ben und Rück­nah­men so­wie die Vor­keh­run­gen für die Mel­dung von Feh­lern bei der Preis­fest­set­zung des Mas­ter-Fonds;
die Grund­sät­ze zur Ab­stim­mung der Prüf­be­rich­te des Mas­ter- und Fee­der-Fonds.
3Wer­den Mas­ter- und Fee­der-Fonds von der­sel­ben Fonds­lei­tung oder SI­CAV ver­wal­tet, so kann die Ver­ein­ba­rung über die Zu­sam­men­ar­beit und die In­for­ma­ti­ons­pflich­ten durch in­ter­ne Re­ge­lun­gen er­setzt wer­den. Die­se ha­ben Mass­nah­men zur Ver­hin­de­rung von In­ter­es­sen­kon­flik­ten zu ent­hal­ten. Im Üb­ri­gen ha­ben die in­ter­nen Re­ge­lun­gen die An­for­de­run­gen von Ab­satz 2 Buch­sta­ben f-i zu er­fül­len.
4Der Mas­ter- und der Fee­der-Fonds tref­fen Mass­nah­men zur Ab­stim­mung der Zeit­plä­ne für die Be­rech­nung und die Pu­bli­ka­ti­on des Net­to­in­ven­tar­werts, um Mar­ket­ti­ming und Ar­bi­tra­gemög­lich­kei­ten zu ver­hin­dern.
1Der Mas­ter-Fonds in­for­miert die FIN­MA un­ver­züg­lich über die Iden­ti­tät je­des Fee­der-Fonds, der An­la­gen in sei­ne An­tei­le tä­tigt.
2Er er­hebt beim Fee­der-Fonds für die An­la­ge in sei­ne An­tei­le kei­ne Aus­ga­be- und Rück­nah­me­kom­mis­si­on.
3Er stellt si­cher, dass al­le ge­setz­lich oder ver­trag­lich not­wen­di­gen In­for­ma­tio­nen dem Fee­der-Fonds, des­sen De­pot­bank und Prüf­ge­sell­schaft so­wie der FIN­MA recht­zei­tig zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den. Da­bei hält er sei­ne ge­setz­li­chen und ver­trag­li­chen Ver­pflich­tun­gen be­tref­fend die Of­fen­le­gung von Da­ten und den Da­ten­schutz ein.
1Der Fee­der-Fonds teilt sei­ner De­pot­bank al­le not­wen­di­gen In­for­ma­tio­nen be­tref­fend den Mas­ter-Fonds mit, wel­che die­se zur Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­be be­nö­tigt.
2Er ver­folgt wirk­sam die Tä­tig­keit des Mas­ter-Fonds.
3Er be­rück­sich­tigt bei der Be­rech­nung sei­nes Ge­sam­ten­ga­ge­ments ge­mä­ss Ar­ti­kel 72 Ab­satz 3 KKV1 das Ge­sam­ten­ga­ge­ment des Mas­ter-Fonds im Ver­hält­nis zu den An­la­gen des Fee­der-Fonds in den Mas­ter-Fonds.
4Er­hält der Fee­der-Fonds, sei­ne Fonds­lei­tung oder ei­ne an­de­re Per­son, die im Na­men des Fee­der-Fonds oder von des­sen Fonds­lei­tung han­delt, im Zu­sam­men­hang mit der An­la­ge in An­tei­le des Mas­ter-Fonds einen geld­wer­ten Vor­teil, so ist die­ser dem Ver­mö­gen des Fee­der-Fonds gut­zu­schrei­ben.
1Stellt die De­pot­bank des Mas­ter-Fonds bei die­sem Un­re­gel­mäs­sig­kei­ten fest und kön­nen die­se ne­ga­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf den Fee­der-Fonds ha­ben, so un­ter­rich­tet sie ih­re Prüf­ge­sell­schaft so­wie den Fee­der-Fonds be­zie­hungs­wei­se des­sen Fonds­lei­tung und des­sen De­pot­bank dar­über. Dar­un­ter fal­len un­ter an­de­rem fol­gen­de Er­eig­nis­se:
Feh­ler bei der Be­rech­nung des Net­to­in­ven­tar­werts des Mas­ter-Fonds;
Feh­ler bei Trans­ak­tio­nen, bei der Ab­wick­lung von Käu­fen und Ver­käu­fen oder von Auf­trä­gen zur Aus­ga­be oder Rück­nah­me von An­tei­len des Mas­ter-Fonds durch den Fee­der-Fonds;
Feh­ler bei der Aus­schüt­tung oder The­sau­rie­rung von Er­trä­gen aus dem Mas­ter-Fonds;
Ver­stös­se ge­gen ge­setz­li­che Be­stim­mun­gen so­wie in den Fonds­ver­trä­gen oder An­la­ge­re­gle­men­ten, dem Pro­spekt oder den we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger be­schrie­be­ne An­la­ge­zie­le, -gren­zen, -po­li­tik oder -stra­te­gie des Mas­ter-Fonds.
2Ha­ben der Mas­ter-Fonds und der Fee­der-Fonds un­ter­schied­li­che De­pot­ban­ken, so schlies­sen die­se, mit Zu­stim­mung des Mas­ter- und des Fee­der-Fonds, zur Si­cher­stel­lung ih­rer Pflich­ten ei­ne Ver­ein­ba­rung über die Zu­sam­men­ar­beit und die In­for­ma­ti­ons­pflich­ten. Die­se ent­hält min­des­tens fol­gen­de Punk­te:
die Be­schrei­bung der Un­ter­la­gen und Ka­te­go­ri­en von In­for­ma­tio­nen, die die bei­den De­pot­ban­ken re­gel­mäs­sig aus­tau­schen, ein­sch­liess­lich der Über­mitt­lungs­mo­da­li­tä­ten und -fris­ten;
die Grund­sät­ze be­tref­fend die Ab­wick­lung ope­ra­tio­nel­ler Fra­gen, ein­sch­liess­lich der Be­rech­nung des Net­to­in­ven­tar­werts, Schutz vor Mar­ket­ti­ming so­wie die Be­ar­bei­tung der Auf­trä­ge des Fee­der-Fonds;
Mo­da­li­tä­ten zur Mit­tei­lung von Ver­stös­sen des Mas­ter-Fonds ge­gen ge­setz­li­che und ver­trag­li­che Be­stim­mun­gen;
wei­te­re Punk­te, die für die Zu­sam­men­ar­beit der De­pot­ban­ken not­wen­dig sind.
3Die De­pot­ban­ken hal­ten im Rah­men des Aus­tauschs von Da­ten ih­re ge­setz­li­chen und ver­trag­li­chen Ver­pflich­tun­gen be­tref­fend die Of­fen­le­gung von Da­ten und den Da­ten­schutz ein.
1Die Prüf­ge­sell­schaft be­rück­sich­tigt in ih­rem Kurz­be­richt des Fee­der-Fonds den Kurz­be­richt des Mas­ter-Fonds. Ha­ben der Mas­ter- und der Fee­der-Fonds un­ter­schied­li­che Rech­nungs­jah­re, so er­stellt der Mas­ter-Fonds auf den Ab­schlus­s­ter­min des Fee­der-Fonds einen Zwi­schen­ab­schluss. Die Prüf­ge­sell­schaft er­stellt für den Mas­ter-Fonds ge­stützt dar­auf einen Ad-hoc-Kurz­be­richt auf den Ab­schlus­s­ter­min des Fee­der-Fonds.
2Sie nennt im Kurz­be­richt des Fee­der-Fonds jeg­li­che im Kurz­be­richt des Mas­ter-Fonds ent­hal­te­nen Ab­wei­chun­gen vom Stan­dard­wort­laut und an­de­ren we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen so­wie de­ren Ein­fluss auf den Fee­der-Fonds.
3Ha­ben Mas­ter- und Fee­der-Fonds un­ter­schied­li­che Prüf­ge­sell­schaf­ten, so schlies­sen die­se zur Si­cher­stel­lung ih­rer Pflich­ten ei­ne Ver­ein­ba­rung über die Zu­sam­men­ar­beit und die In­for­ma­ti­ons­pflich­ten ab. Die­se ent­hält min­des­tens:
die Be­schrei­bung der Un­ter­la­gen und Ka­te­go­ri­en von In­for­ma­tio­nen, die die bei­den Prüf­ge­sell­schaf­ten re­gel­mäs­sig aus­tau­schen, ein­sch­liess­lich der Über­mitt­lungs­mo­da­li­tä­ten und -fris­ten;
die Ko­or­di­nie­rung der Rol­le der Prüf­ge­sell­schaf­ten in den Ver­fah­ren zur Er­stel­lung der Jah­res­ab­schlüs­se des Mas­ter- und des Fee­der-Fonds;
die An­ga­be der In­for­ma­tio­nen, die im Prüf­be­richt des Mas­ter-Fonds ge­mä­ss Ab­satz 2 ge­nannt wer­den müs­sen;
wei­te­re Mo­da­li­tä­ten zur Re­ge­lung der Zu­sam­men­ar­beit der Prüf­ge­sell­schaf­ten und der Er­stel­lung und Über­mitt­lung der Kurz­be­rich­te und der Ad-hoc-Be­rich­te.
1Nach Be­kannt­ga­be der Auf­lö­sung des Mas­ter-Fonds schiebt der Fee­der-Fonds die Rück­zah­lun­gen un­ver­züg­lich auf. Er reicht in­ner­halb ei­nes Mo­nats nach der Be­kannt­ga­be der Auf­lö­sung des Mas­ter-Fonds der FIN­MA die Mel­dung be­zie­hungs­wei­se das Ge­such ein zur:
Auf­lö­sung des Fee­der-Fonds;
Än­de­rung des Fonds­ver­trags oder des An­la­ge­re­gle­ments auf­grund des Wech­sels des Mas­ter-Fonds; oder
Än­de­rung des Fonds­ver­trags oder des An­la­ge­re­gle­ments auf­grund der Um­wand­lung in einen Nicht-Fee­der-Fonds.
2Der Li­qui­da­ti­ons­er­lös des Mas­ter-Fonds darf nur vor der Ge­neh­mi­gung der Ge­su­che ge­mä­ss Ab­satz 1 Buch­sta­ben b und c aus­be­zahlt wer­den, wenn die­ser bis zum Zeit­punkt der Ge­neh­mi­gung aus­sch­liess­lich zum Zweck ei­nes ef­fi­zi­en­ten Li­qui­di­täts­ma­na­ge­ments neu an­ge­legt wird.
1Be­schliesst der Mas­ter-Fonds die Ver­ei­ni­gung, die Um­wand­lung oder ei­ne Ver­mö­gens­über­tra­gung, so hat der Fee­der-Fonds in­ner­halb ei­nes Mo­nats nach der Be­kannt­ga­be durch den Mas­ter-Fonds der FIN­MA zu mel­den, ob er:
sich auf­löst;
den­sel­ben Mas­ter-Fonds bei­be­hal­ten will;
zu ei­nem an­de­ren Mas­ter-Fonds wech­selt; oder
sich in einen Nicht-Fee­der-Fonds um­wan­delt.
2Gleich­zei­tig mit der Mel­dung reicht der Fee­der-Fonds der FIN­MA ein all­fäl­lig not­wen­di­ges Ge­such um Ge­neh­mi­gung der Än­de­run­gen des Fonds­ver­trags oder des An­la­ge­re­gle­ments ein.
3Er­folgt die Ver­ei­ni­gung, die Um­wand­lung oder die Ver­mö­gens­über­tra­gung des Mas­ter-Fonds vor der Ge­neh­mi­gung des Ge­suchs nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben c und d, so kann der Fee­der-Fonds die An­tei­le am Mas­ter-Fonds nur zu­rück­ge­ben, wenn der da­für er­hal­te­ne Er­lös bis zum In­kraft­tre­ten der Än­de­run­gen aus­sch­liess­lich zum Zwe­cke ei­nes ef­fi­zi­en­ten Li­qui­di­täts­ma­na­ge­ments neu an­ge­legt wird.
1Die Vor­schrif­ten für Ef­fek­ten­fonds be­züg­lich Ef­fek­ten­lei­he (Art. 1-9), Pen­si­ons­ge­schäft (Art. 10-22), De­ri­va­te (Art. 23-49), Si­cher­hei­ten­ver­wal­tung (Art. 50-55) und Mas­ter-Fee­der-Struk­tu­ren (Art. 56-64) gel­ten für üb­ri­ge Fonds sinn­ge­mä­ss.
2Vor­be­hal­ten blei­ben die Ar­ti­kel 100 und 101 KKV1.
3Die FIN­MA kann Ab­wei­chun­gen von die­sen Vor­schrif­ten zu­las­sen (Art. 101 KKV).
1Ei­ne De­le­ga­ti­on von Auf­ga­ben im Sin­ne die­ses Ar­ti­kels liegt vor, wenn ein Be­wil­li­gungs­trä­ger nach Ab­satz 2 we­sent­li­che Auf­ga­ben an einen Drit­ten über­trägt und sich da­durch die der Be­wil­li­gung zu­grun­de lie­gen­den Um­stän­de än­dern.
2Fonds­lei­tung, SI­CAV, Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen und Ver­tre­ter aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen hal­ten die an Drit­te de­le­gier­ten Auf­ga­ben in schrift­li­chen Ver­trä­gen fest. Dar­in sind die de­le­gier­ten Auf­ga­ben ge­nau zu um­schrei­ben so­wie die Kom­pe­ten­zen und Ver­ant­wort­lich­kei­ten, all­fäl­li­ge Be­fug­nis­se zur Wei­ter­de­le­ga­ti­on, die Re­chen­schafts­pflicht des Be­auf­trag­ten und die Kon­troll­rech­te des Be­wil­li­gungs­trä­gers zu re­geln.
3Die Be­triebs­or­ga­ni­sa­ti­on gilt na­ment­lich nicht als an­ge­mes­sen im Sin­ne von Ar­ti­kel 14 KAG, wenn ein Be­wil­li­gungs­trä­ger nach Ab­satz 2:
nicht über die Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz im Be­reich der zen­tra­len Auf­ga­ben ver­fügt, wel­che dem Ver­wal­tungs­rat oder der Ge­schäfts­lei­tung zu­kommt;
nicht über die not­wen­di­gen per­so­nel­len Res­sour­cen und Fach­kennt­nis­se zur Aus­wahl, In­struk­ti­on, Über­wa­chung und Ri­si­ko­steue­rung der Be­auf­trag­ten ver­fügt; oder
nicht oder nur ein­ge­schränkt über die not­wen­di­gen Wei­sungs- und Kon­troll­rech­te ge­gen­über den Be­auf­trag­ten ver­fügt.
4Durch die De­le­ga­ti­on von Auf­ga­ben darf die Prü­fung durch die Prüf­ge­sell­schaft und die Auf­sicht durch die FIN­MA nicht be­ein­träch­tigt wer­den.
5Bei Auf­ga­ben, die ins Aus­land de­le­giert wer­den, muss der Be­wil­li­gungs­trä­ger nach­wei­sen kön­nen, dass er selbst, die auf­sichts­recht­li­che Prüf­ge­sell­schaft und die FIN­MA ih­re Prüfrech­te wahr­neh­men und recht­lich durch­set­zen kön­nen. Die auf­sichts­recht­li­che Prüf­ge­sell­schaft hat den Nach­weis vor der Aus­la­ge­rung zu prü­fen.
6Die Be­wil­li­gungs­trä­ger nach Ab­satz 1 hal­ten im Or­ga­ni­sa­ti­ons­re­gle­ment die de­le­gier­ten Auf­ga­ben so­wie An­ga­ben zur Mög­lich­keit der Wei­ter­de­le­ga­ti­on fest.
1Der Ver­wal­tungs­rat der Fonds­lei­tung, der SI­CAV oder des Ver­mö­gens­ver­wal­ters kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen stellt durch ein auf ei­ner sys­te­ma­ti­schen Ri­si­ko­ana­ly­se be­ru­hen­des in­ter­nes Kon­troll­sys­tem und des­sen Über­wa­chung si­cher, dass al­le we­sent­li­chen Ri­si­ken des Be­wil­li­gungs­trä­gers an­ge­mes­sen und wirk­sam fest­ge­stellt, be­wer­tet, ge­steu­ert und über­wacht wer­den.
2Die Ge­schäfts­füh­rung der Fonds­lei­tung, der SI­CAV oder des Ver­mö­gens­ver­wal­ters kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen setzt die Vor­ga­ben des Ver­wal­tungs­rats be­züg­lich Ein­rich­tung, Auf­recht­er­hal­tung und re­gel­mäs­si­ge Über­prü­fung des in­ter­nen Kon­troll­sys­tems um. Sie ent­wi­ckelt ge­eig­ne­te Ver­fah­ren zur Kon­kre­ti­sie­rung der in die Ar­beitspro­zes­se zu in­te­grie­ren­den Kon­trollak­ti­vi­tä­ten und zur Ri­si­ko­kon­trol­le.
1Fonds­lei­tung, SI­CAV und Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen le­gen an­ge­mes­se­ne Risk­ma­na­ge­ment- und Ri­si­ko­kon­troll-Grund­sät­ze so­wie die Or­ga­ni­sa­ti­on des Risk­ma­na­ge­ments und der Ri­si­ko­kon­trol­le in in­ter­nen Richt­li­ni­en fest.
2Sie be­zie­hen da­bei die Ri­si­ken mit ein, de­nen:
sie durch ih­re ge­sam­te Ge­schäftstä­tig­keit aus­ge­setzt sind oder sein könn­ten;
die von ih­nen ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen und die wei­te­ren im Rah­men von Man­da­ten ver­wal­te­ten Ver­mö­gen aus­ge­setzt sind oder sein könn­ten.
3Die in­ter­nen Richt­li­ni­en le­gen fest:
die Or­ga­ni­sa­ti­on des Risk­ma­na­ge­ments und der Ri­si­ko­kon­trol­le, ein­sch­liess­lich der Zu­stän­dig­kei­ten in­ner­halb des Be­wil­li­gungs­trä­gers;
die Ri­si­ko­ar­ten auf Ebe­ne der Tä­tig­kei­ten des Be­wil­li­gungs­trä­gers, der ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen so­wie der im Rah­men von Man­da­ten ver­wal­te­ten Ver­mö­gen;
die Ver­fah­ren und Sys­te­me zur Be­wer­tung und Ver­wal­tung al­ler we­sent­li­chen Ri­si­ken des Be­wil­li­gungs­trä­gers so­wie der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen, ins­be­son­de­re von de­ren Markt-, Li­qui­di­täts- und Ge­gen­par­tei­ri­si­ko;
die Auf­ga­ben, die Ver­ant­wort­lich­kei­ten und die Häu­fig­keit der Be­richt­er­stat­tung an den Ver­wal­tungs­rat und an die Ge­schäfts­lei­tung.
4Bei der Aus­ge­stal­tung der in­ter­nen Richt­li­ni­en und der Or­ga­ni­sa­ti­on des Risk­ma­na­ge­ments ist der Art, dem Um­fang und der Kom­ple­xi­tät der Ge­schäf­te, der ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen so­wie der im Rah­men von Man­da­ten ver­wal­te­ten Ver­mö­gen Rech­nung zu tra­gen.
5Der Ein­satz von An­la­ge­tech­ni­ken und De­ri­va­ten ist in in­ter­nen Richt­li­ni­en zu re­geln und pe­ri­odisch zu über­prü­fen. Für den Ein­satz von De­ri­va­ten re­geln die in­ter­nen Richt­li­ni­en nach Mass­ga­be der Struk­tur und der Ri­si­ken des Be­wil­li­gungs­trä­gers zu­sätz­lich fol­gen­de Be­rei­che:
Ri­si­ko­po­li­tik:
De­ri­va­te, die ein­ge­setzt wer­den dür­fen,
An­for­de­run­gen an die Ge­gen­par­tei­en,
An­for­de­run­gen an die Li­qui­di­tät der Märk­te,
beim Ein­satz von In­d­ex­pro­duk­ten: An­for­de­run­gen an die Re­prä­sen­ta­ti­vi­tät und an die Kor­re­la­ti­on;
Ri­si­ko­kon­trol­le:
Fest­stel­lung, Be­wer­tung und Über­wa­chung (Kon­trol­le) der Ri­si­ken,
Kom­pe­ten­zen und Li­mi­ten,
Ri­si­ko­mess­ver­fah­ren,
Es­ka­la­ti­ons­ver­fah­ren bei Li­mi­ten­über­schrei­tun­gen,
zu­sätz­lich beim Mo­dell-An­satz:
Me­tho­de zur Ve­ri­fi­zie­rung der Ri­si­ko­mess-Mo­del­le, ins­be­son­de­re VaR
Es­ka­la­ti­ons­ver­fah­ren und Mass­nah­men bei un­ge­nü­gen­den Re­sul­ta­ten von Ve­ri­fi­zie­rungs­tests
Zu­sam­men­set­zung der Ver­gleich­spor­te­feuil­les so­wie de­ren Än­de­run­gen und Über­wa­chung des Pro­zes­ses zur Be­stim­mung des Ver­gleich­spor­te­feuil­les
Stress­tests;
Ab­wick­lung und Be­wer­tung:
Do­ku­men­ta­ti­on der Ge­schäf­te,
ein­zu­set­zen­de Be­wer­tungs­mo­del­le,
zu ver­wen­den­de Da­ten und Da­ten­lie­fe­ran­ten.
1Fonds­lei­tung, SI­CAV und Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen über­prü­fen re­gel­mäs­sig die An­ge­mes­sen­heit und Wirk­sam­keit der Risk­ma­na­ge­ment-Grund­sät­ze und der de­fi­nier­ten Ver­fah­ren und Sys­te­me.
2Die Ein­hal­tung der Risk­ma­na­ge­ment-Grund­sät­ze und der de­fi­nier­ten Ver­fah­ren so­wie die An­ge­mes­sen­heit und Wirk­sam­keit der Mass­nah­men zur Be­he­bung et­wai­ger Schwä­chen des Risk­ma­na­ge­ment-Pro­zes­ses sind Teil der Be­richt­er­stat­tung an den Ver­wal­tungs­rat und die Ge­schäfts­lei­tung.
3Der Ein­satz von An­la­ge­tech­ni­ken und De­ri­va­ten so­wie die Si­cher­hei­ten­ver­wal­tung und die dar­aus re­sul­tie­ren­den Ri­si­ken sind an­ge­mes­sen in das Risk­ma­na­ge­ment der ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ein­zu­be­zie­hen.
1Fonds­lei­tung, SI­CAV und Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ver­fü­gen zur Wahr­neh­mung der Ri­si­ko­kon­trol­le über aus­rei­chend fach­lich qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal.
2Die Ri­si­ko­kon­trol­le stellt fest, be­wer­tet, und über­wacht:
die ein­ge­gan­ge­nen Ri­si­ken des Be­wil­li­gungs­trä­gers;
die Ri­si­ken je­der ein­zel­nen Po­si­ti­on der ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen und de­ren Ge­sam­tri­si­ko; und
die Ri­si­ken all­fäl­li­ger üb­ri­ger Ver­wal­tungs­man­da­te.
3Die Ri­si­ko­kon­trol­le ist funk­tio­nal und hier­ar­chisch von den ope­ra­ti­ven Ge­schäfts­ein­hei­ten, ins­be­son­de­re der Funk­ti­on der An­la­ge­ent­schei­de (Port­fo­lio­ma­na­ge­ment), zu tren­nen. Sie muss un­ab­hän­gig han­deln kön­nen.
1Beim Ein­satz von De­ri­va­ten ist die Be­rech­nung der gel­ten­den Ge­sam­ten­ga­ge­ment-Li­mi­ten und de­ren dau­ern­de Ein­hal­tung je­der­zeit si­cher­zu­stel­len.
2Die Ri­si­ko­kon­trol­le über­prüft die Be­wer­tungs­mo­del­le und -ver­fah­ren.
3Bei Ver­pflich­tun­gen zur phy­si­schen Lie­fe­rung aus De­ri­va­ten hat die Ri­si­ko­kon­trol­le re­gel­mäs­sig zu über­prü­fen und si­cher­zu­stel­len, dass die De­ckung ge­mä­ss den Ar­ti­keln 44 und 45 in er­for­der­li­chem Um­fang zur Ver­fü­gung steht.
4Die Ge­schäfts­lei­tung ge­neh­migt für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, auf die der Mo­dell-An­satz an­ge­wen­det wird, in Über­ein­stim­mung mit de­ren Ri­si­ko­pro­fil ein do­ku­men­tier­tes Sys­tem von Ober­gren­zen von po­ten­zi­el­len Ri­si­ko­be­trä­gen (VaR-Li­mi­ten).
5Bei kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen, auf die der Mo­dell-An­satz an­ge­wen­det wird, ist die Ri­si­ko­kon­trol­le der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV in Be­zug auf die Ri­si­ko­mess­ver­fah­ren zu­stän­dig und ver­ant­wort­lich für fol­gen­de Auf­ga­ben­ge­bie­te:
Sie über­prüft und pflegt das Ri­si­ko­mess-Mo­dell und ent­wi­ckelt es wei­ter.
Sie stellt si­cher, dass sich das Ri­si­ko­mess-Mo­dell für die je­wei­li­ge kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge eig­net.
Sie va­li­diert und im­ple­men­tiert das Sys­tem von VaR-Li­mi­ten für je­de kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge in Über­ein­stim­mung mit de­ren Ri­si­ko­pro­fil.
Sie er­mit­telt und ana­ly­siert lau­fend die po­ten­zi­el­len Ri­si­ko­be­trä­ge und über­wacht die Ober­gren­zen.
Sie über­wacht re­gel­mäs­sig das Brut­to-Ge­sam­ten­ga­ge­ment der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge, ins­be­son­de­re des­sen He­bel­wir­kung.
Sie er­stat­tet an die zu­stän­di­ge in­ter­ne Stel­le re­gel­mäs­sig Be­richt über die ak­tu­el­len po­ten­zi­el­len Ri­si­ko­be­trä­ge, das Back­tes­ting und die Er­geb­nis­se der Stress­tests.
1Die Fonds­lei­tung und die selbst­ver­wal­te­te SI­CAV stel­len si­cher, dass die Be­wer­tung der An­la­gen funk­tio­nal und per­so­nell von der Funk­ti­on der An­la­ge­ent­schei­de (Port­fo­lio­ma­na­ge­ment) ge­trennt ist.
2Sie ver­fü­gen zur Wahr­neh­mung der Be­wer­tung über aus­rei­chend fach­lich qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal.
1Für die Be­rech­nung der Schwel­len­wer­te der vom Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ver­wal­te­ten Ver­mö­gens­wer­te sind auch die­je­ni­gen Ver­mö­gens­wer­te zu be­rück­sich­ti­gen, de­ren Ver­wal­tung die­ser an Drit­te de­le­giert hat.
2Ver­wal­tet ein Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ei­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge, die An­tei­le an an­de­ren von ihm ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen hält, so muss er die be­tref­fen­den Ver­mö­gens­wer­te zur Be­rech­nung der Schwel­len­wer­te nur ein­mal be­rück­sich­ti­gen.
1Für je­de ver­wal­te­te kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge ist an­hand der in den Rechts­vor­schrif­ten des Do­mi­zil­staa­tes der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge so­wie ge­ge­be­nen­falls der in den mass­ge­ben­den Do­ku­men­ten der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge fest­ge­leg­ten Be­wer­tungs­re­geln der Wert der ver­wal­te­ten Ver­mö­gens­wer­te zu be­stim­men.
2Der An­rech­nungs­be­trag für das Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus He­bel­fi­nan­zie­run­gen wird nach dem Com­mit­ment-An­satz II be­rech­net.
3Die Ka­pi­tal­zu­sa­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 1b Ab­satz 1 Buch­sta­be d KKV1 er­ge­ben sich aus der Sum­me al­ler Be­trä­ge, die die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge be­zie­hungs­wei­se de­ren Fonds­lei­tung bei An­le­ge­rin­nen und An­le­gern auf­grund ver­bind­li­cher Zu­sa­gen ab­ru­fen kann.
4Als No­mi­nal­wert ei­ner kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge ge­mä­ss Ar­ti­kel 1b Ab­satz 1 Buch­sta­be d KKV gilt die Sum­me der Ka­pi­tal­zu­sa­gen ab­züg­lich der be­reits ge­leis­te­ten Rück­zah­lun­gen an An­le­ge­rin­nen und An­le­ger.
1Die Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung von Ver­mö­gens­ver­wal­tern kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 21 Ab­satz 3 Buch­sta­be b KKV1 hat fol­gen­de An­for­de­run­gen zu er­fül­len:
Sie wird bei ei­nem Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men im Sin­ne des Ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­set­zes vom 17. De­zem­ber 20042 ab­ge­schlos­sen.
Die Lauf­zeit be­trägt min­des­tens ein Jahr.
Die Kün­di­gungs­frist be­trägt min­des­tens 90 Ta­ge.
Es wer­den min­des­ten die Be­rufs­haf­tungs­ri­si­ken ge­mä­ss Ar­ti­kel 76 ab­ge­deckt.
2Der Ver­si­che­rungs­schutz für ei­ne Ein­zel­for­de­rung ent­spricht min­des­tens 0,7 Pro­zent des Ge­samt­ver­mö­gens der vom Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen.
3Der Ver­si­che­rungs­schutz für sämt­li­che For­de­run­gen ei­nes Jah­res ent­spricht min­des­tens 0,9 Pro­zent des Ge­samt­ver­mö­gens der vom Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen.
4Die An­for­de­run­gen an die Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung sind dau­ernd ein­zu­hal­ten.
1Die Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung nach Ar­ti­kel 21 Ab­satz 3 Buch­sta­be b KKV1 hat das Ri­si­ko ei­nes Ver­lusts oder Scha­dens ab­zu­de­cken, der durch die Aus­übung von Tä­tig­kei­ten fahr­läs­sig ver­ur­sacht wird, für die der Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen recht­lich ver­ant­wort­lich ist.
2Als Be­rufs­haf­tungs­ri­si­ken nach Ab­satz 1 gel­ten un­ter an­de­rem:
das Ri­si­ko des Ver­lusts von Do­ku­men­ten­nach­wei­sen, die das Ei­gen­tum der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge an ver­wal­te­ten Ver­mö­gens­wer­ten nach­wei­sen;
das Ri­si­ko von Fehldar­stel­lun­gen oder ir­re­füh­ren­den Aus­sa­gen ge­gen­über der ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge oder de­ren An­le­ge­rin­nen und An­le­gern;
das Ri­si­ko von Ver­hal­tens­wei­sen, die ver­stos­sen ge­gen:
ge­setz­li­che und ver­trag­li­che Pflich­ten,
Treue-, Sorg­falts- und In­for­ma­ti­ons­pflich­ten ge­gen­über der ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge und de­ren An­le­ge­rin­nen und An­le­gern,
Be­stim­mun­gen des Ver­mö­gens­ver­wal­tungs­ver­trags be­tref­fend die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge, den Fonds­ver­trag oder die Sat­zung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge;
das Ri­si­ko, dass an­ge­mes­se­ne Ver­fah­ren zur Prä­ven­ti­on un­red­li­cher, be­trü­ge­ri­scher oder bös­wil­li­ger Hand­lun­gen we­der ge­schaf­fen, um­ge­setzt noch bei­be­hal­ten wer­den;
das Ri­si­ko ei­ner nicht vor­schrifts­mäs­si­gen Be­wer­tung von Ver­mö­gens­wer­ten;
das Ri­si­ko von Ver­lus­ten, die durch ei­ne Be­triebs­un­ter­bre­chung, durch Sys­te­m­aus­fäl­le oder durch einen Aus­fall der Trans­ak­ti­ons­ver­ar­bei­tung oder des Pro­zess­ma­na­ge­ments ver­ur­sacht wer­den.
1Die De­pot­bank stellt ei­ne räum­li­che, per­so­nel­le und funk­tio­na­le Un­ab­hän­gig­keit ge­gen­über der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV si­cher.
2Bei der De­le­ga­ti­on von Auf­ga­ben durch die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV an die De­pot­bank ist si­cher­zu­stel­len, dass kei­ne In­ter­es­sen­kon­flik­te ent­ste­hen. Da­bei ist die ge­gen­sei­ti­ge Wei­sungs­u­n­ab­hän­gig­keit zwi­schen der de­le­gie­ren­den Fonds­lei­tung oder SI­CAV be­zie­hungs­wei­se ih­ren Be­auf­trag­ten und den mit den Auf­ga­ben der De­pot­bank ge­mä­ss Ar­ti­kel 73 KAG be­trau­ten Per­so­nen si­cher­zu­stel­len. Las­sen sich In­ter­es­sen­kon­flik­te nicht ver­mei­den, so sind die­se den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern ge­gen­über of­fen­zu­le­gen.
3Die mit den Auf­ga­ben der De­pot­bank ge­mä­ss Ar­ti­kel 73 KAG be­trau­ten Per­so­nen dür­fen nicht gleich­zei­tig von der Fonds­lei­tung oder SI­CAV de­le­gier­te Auf­ga­ben wahr­neh­men.
1Zur Wahr­neh­mung ih­rer Kon­trol­l­auf­ga­ben ge­mä­ss Ar­ti­kel 73 Ab­satz 3 Buch­sta­ben a und b KAG be­wer­tet die De­pot­bank die Ri­si­ken im Zu­sam­men­hang mit Art, Um­fang und Kom­ple­xi­tät der Stra­te­gie der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge, um Kon­troll­ver­fah­ren zu ent­wi­ckeln, die der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge und den Ver­mö­gens­wer­ten, in die sie an­legt, an­ge­mes­sen sind.
2Die De­pot­bank er­lässt ent­spre­chend an­ge­mes­se­ne in­ter­ne Richt­li­ni­en und legt dar­in min­des­tens fest:
wie sie ih­re Kon­troll­funk­ti­on or­ga­ni­siert, ins­be­son­de­re wel­che Rol­len es gibt und wer wo­für zu­stän­dig ist;
nach wel­chem Kon­troll­ver­fah­ren die Kon­trol­len, ein­sch­liess­lich der Kon­trol­len bei der Über­tra­gung der Ver­wah­rung an Dritt- und Sam­mel­ver­wah­rer im Sin­ne von Ar­ti­kel 105a KKV1, durch­ge­führt wer­den sol­len;
den Kon­troll­plan und die Kon­troll­pro­zes­se, ins­be­son­de­re die Me­tho­den, die Da­ten­grund­la­gen und die Pe­ri­odi­zi­tät der Kon­trol­len;
die Es­ka­la­ti­ons­pro­zes­se, die bei Fest­stel­lung von Un­re­gel­mäs­sig­kei­ten aus­ge­löst wer­den, ins­be­son­de­re Ver­fah­rens­schrit­te, Fris­ten, Kon­takt­auf­nah­me mit Fonds­lei­tung oder SI­CAV und wei­te­ren re­le­van­ten Par­tei­en, Vor­ge­hen zur De­fi­ni­ti­on von Mass­nah­men und In­for­ma­ti­ons­pflich­ten;
die Be­richt­er­stat­tung der De­pot­bank über ih­re Kon­troll­tä­tig­keit an die Or­ga­ne, ins­be­son­de­re de­ren Häu­fig­keit, Form und In­halt so­wie al­len­falls wei­te­re Adres­sa­ten.
3Die De­pot­bank be­sitzt ge­gen­über der Fonds­lei­tung das Recht und die Pflicht zum Ein­schrei­ten ge­gen­über un­zu­läs­si­gen An­la­gen. Er­hält sie im Rah­men ih­rer Kon­troll­funk­ti­on Kennt­nis von sol­chen An­la­gen, stellt sie den recht­mäs­si­gen Zu­stand wie­der her, in­dem sie bei­spiels­wei­se die Rück­ab­wick­lung der An­la­gen ver­an­lasst.
1So­weit das KAG und die­se Ver­ord­nung nichts an­de­res vor­se­hen, gel­ten für die Buch­füh­rung und Rech­nungs­le­gung ge­mä­ss Ar­ti­kel 87 KAG die Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 (OR).
2Die Buch­füh­rung ist auf die ge­setz­li­chen An­for­de­run­gen an die Jah­res- und Halb­jah­res­be­rich­te (Art. 89 ff. KAG) aus­zu­rich­ten und so vor­zu­neh­men, dass die Re­chen­schafts­ab­la­ge ein den tat­säch­li­chen Ver­hält­nis­sen ent­spre­chen­des Bild der Ver­mö­gens­la­ge und des Er­folgs ver­mit­telt.
3Die Trans­ak­tio­nen sind ein­sch­liess­lich der Aus­ser­bi­lanz­ge­schäf­te so­fort nach Ver­trags­ab­schluss zu er­fas­sen. Die Bi­lan­zie­rung für ab­ge­schlos­se­ne, aber noch nicht er­füll­te Trans­ak­tio­nen er­folgt nach dem Ab­schluss­tag­prin­zip.
4Die Buch­hal­tung hat den steu­er­recht­li­chen Er­for­der­nis­sen Rech­nung zu tra­gen.
(Art. 26 Abs. 3 und 108 KAG so­wie 35a Abs. 1 Bst. o KKV1)
1Ei­ne frem­de Wäh­rung kann als Rech­nungs­ein­heit be­zeich­net wer­den für:
den An­la­ge­fonds oder für des­sen Teil­ver­mö­gen: im Fonds­re­gle­ment;
die Teil­ver­mö­gen der SI­CAV: im An­la­ge­re­gle­ment;
die Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen: im Ge­sell­schafts­ver­trag.
2Die SI­CAV legt zu­dem in ih­rem An­la­ge­re­gle­ment die für die Ge­samt­rech­nung (Art. 98) mass­ge­ben­de Wäh­rung als Rech­nungs­ein­heit und das Um­rech­nungs­ver­fah­ren fest.
3Wird für die Rech­nungs­le­gung ei­ne frem­de Wäh­rung ver­wen­det, so müs­sen die Wer­te nicht zu­sätz­lich in der Lan­des­wäh­rung an­ge­ge­ben wer­den.
(Art. 92-94 KAG so­wie 112 und 113 KKV1)
1Bei kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen mit Teil­ver­mö­gen sind die Be­stim­mun­gen die­ses Ti­tels je Teil­ver­mö­gen ein­zu­hal­ten.
2Die Teil­ver­mö­gen sind in den Jah­res- und Halb­jah­res­be­rich­ten ein­zeln dar­zu­stel­len.
3Das Rech­nungs­jahr ist für Teil­ver­mö­gen auf das glei­che Da­tum ab­zu­sch­lies­sen.
4Bei An­teils­klas­sen ist der Net­to­in­ven­tar­wert je Klas­se aus­zu­wei­sen.
1Die De­pot­bank zeich­net die Aus­ga­be und die Rück­nah­me der An­tei­le in­klu­si­ve Frak­tio­nen fort­lau­fend auf. Da­bei er­fasst sie fol­gen­de An­ga­ben:
das Da­tum der Aus­ga­be oder der Rück­nah­me;
die An­zahl der aus­ge­ge­be­nen oder der zu­rück­ge­nom­me­nen An­tei­le;
die Brut­to­ein­zah­lung der An­le­ge­rin oder des An­le­gers oder die Net­to­aus­zah­lung an die An­le­ge­rin oder den An­le­ger;
die Ver­gü­tun­gen und Ne­ben­kos­ten bei der Aus­ga­be oder der Rück­nah­me;
den der Ka­pi­tal­an­la­ge zu­flies­sen­den oder be­las­te­ten Be­trag;
den Net­to­in­ven­tar­wert des An­teils.
2Lau­ten die An­tei­le auf den Na­men, so ist zu­sätz­lich die Iden­ti­tät der An­le­ge­rin oder des An­le­gers se­pa­rat auf­zu­zeich­nen.
3Die De­pot­bank zeich­net die Aus­ga­be und Rück­nah­me von An­teil­schei­nen se­pa­rat auf.
(Art. 59 Abs. 1 Bst. b und 83 KAG so­wie 86 Abs. 3 Bst. b und 93 KKV1)
1Der Im­mo­bi­li­en­fonds und die zu ihm ge­hö­ren­den Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten ha­ben ih­re Rech­nung auf den glei­chen Tag ab­zu­sch­lies­sen. Die FIN­MA kann Aus­nah­men be­wil­li­gen, so­fern die Er­stel­lung ei­ner kon­so­li­dier­ten Rech­nung si­cher­ge­stellt ist.
2Für die Be­rech­nung des Net­to­in­ven­tar­werts sind die bei ei­ner all­fäl­li­gen Li­qui­da­ti­on des Im­mo­bi­li­en­fonds an­fal­len­den Steu­ern, na­ment­lich die Er­trags-, die Grund­stück­ge­winn- und ge­ge­be­nen­falls die Hand­än­de­rungs­steu­ern zu be­rück­sich­ti­gen.
3Ab­schrei­bun­gen auf Bau­ten und Zu­ge­hör zu­las­ten der Er­folgs­rech­nung sind im be­triebs­wirt­schaft­lich an­ge­mes­se­nen Rah­men zu­läs­sig.
1Die Be­wer­tung der An­la­gen wird zu Ver­kehrs­wer­ten (Art. 88 KAG) vor­ge­nom­men.
2Im An­hang der Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se der Bi­lanz und der Er­folgs­rech­nung (Art. 94 und 95) sind die An­la­gen sum­ma­risch in ei­ner Ta­bel­le nach fol­gen­den drei Be­wer­tungs­ka­te­go­ri­en auf­ge­teilt dar­zu­stel­len:
An­la­gen, die an ei­ner Bör­se ko­tiert oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den: be­wer­tet zu den Kur­sen, die am Haupt­markt be­zahlt wer­den (Art. 88 Abs. 1 KAG);
An­la­gen, für die kei­ne Kur­se ge­mä­ss Buch­sta­be a ver­füg­bar sind: be­wer­tet auf­grund von am Markt be­ob­acht­ba­ren Pa­ra­me­tern;
An­la­gen, die auf­grund von am Markt nicht be­ob­acht­ba­ren Pa­ra­me­tern mit ge­eig­ne­ten Be­wer­tungs­mo­del­len un­ter Be­rück­sich­ti­gung der ak­tu­el­len Markt­ge­ge­ben­hei­ten be­wer­tet wer­den.
1Die Be­wer­tung von Pri­va­te-Equi­ty-An­la­gen ist nach an­er­kann­ten in­ter­na­tio­na­len Stan­dards vor­zu­neh­men, so­weit sie in die­ser Ver­ord­nung nicht ge­re­gelt wird.
2Die an­ge­wen­de­ten Stan­dards sind im Pro­spekt oder im Re­gle­ment aus­führ­lich zu um­schrei­ben.
An­ge­fan­ge­ne Bau­ten sind in der Ver­mö­gens­rech­nung zu Ver­kehrs­wer­ten auf­zu­füh­ren. Die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV lässt die an­ge­fan­ge­nen Bau­ten, wel­che zu Ver­kehrs­wer­ten auf­ge­führt wer­den, auf den Ab­schluss des Rech­nungs­jah­res schät­zen.
1Das ma­te­ri­el­le und im­ma­te­ri­el­le An­la­ge­ver­mö­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre ei­ner SI­CAV ist zu An­schaf­fungs- be­zie­hungs­wei­se Her­stel­lungs­kos­ten un­ter Ab­zug der be­triebs­not­wen­di­gen Ab­schrei­bun­gen zu be­wer­ten.
2Die Be­wer­tungs­grund­sät­ze für das ma­te­ri­el­le und im­ma­te­ri­el­le An­la­ge­ver­mö­gen sind un­ter den wei­te­ren In­for­ma­tio­nen of­fen­zu­le­gen. Wer­den sie ge­än­dert, so sind zu­sätz­lich an­ge­pass­te Da­ten zu In­for­ma­ti­ons­zwe­cken für das Vor­jahr aus­zu­wei­sen.
3Das üb­ri­ge Ver­mö­gen der SI­CAV wird ge­mä­ss den Ar­ti­keln 84-86 be­wer­tet.
Für die Be­wer­tung gel­ten die Ar­ti­kel 84-87 sinn­ge­mä­ss.
1Die Be­wer­tung im Ein­zel­ab­schluss (Art. 109 Abs. 1) er­folgt nach den Be­stim­mun­gen der kauf­män­ni­schen Buch­füh­rung und Rech­nungs­le­gung. Zu­sätz­lich sind die Ver­kehrs­wer­te der An­la­gen zu In­for­ma­ti­ons­zwe­cken an­zu­ge­ben.
2Die Be­wer­tung im kon­so­li­dier­ten Ab­schluss (Art. 109 Abs. 2) ist nach an­er­kann­ten Stan­dards ge­mä­ss Ver­ord­nung vom 21. No­vem­ber 20121 über die an­er­kann­ten Stan­dards zur Rech­nungs­le­gung (VASR) vor­zu­neh­men.
1Die an­ge­wen­de­ten Be­wer­tungs­me­tho­den (Art. 85) sind im Jah­res- und Halb­jah­res­be­richt of­fen­zu­le­gen.
2Ist ei­ne An­la­ge un­ter ih­rem An­schaf­fungs­wert bi­lan­ziert, so ist die­ser of­fen­zu­le­gen.
3Bei kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen, die mehr als 10 Pro­zent ih­res Ver­mö­gens in Pri­va­te Equi­ty an­le­gen kön­nen, sind min­des­tens fol­gen­de An­ga­ben zu den ein­zel­nen nach Art und Ent­wick­lungs­pha­se zu glie­dern­den Pri­va­te-Equi­ty-An­la­gen zu ma­chen, so­fern de­ren An­teil 2 Pro­zent des Ver­mö­gens der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge über­steigt:
Be­schrieb der An­la­ge (Fir­ma, Sitz, Zweck, Ka­pi­tal und Be­tei­li­gungs­quo­te);
Be­schrieb der Ge­schäftstä­tig­keit und al­len­falls der Ent­wick­lungs­fort­schrit­te;
An­ga­ben über die Ver­wal­tung und die Ge­schäfts­lei­tung;
Ty­pi­sie­rung nach Ent­wick­lungs­pha­se wie «Seed», «Ear­ly Sta­ge», «Buy­out»;
Um­fang ein­ge­gan­ge­ner Ver­pflich­tun­gen.
1Wer­den zur Um­set­zung der An­la­ge­po­li­tik Toch­ter­ge­sell­schaf­ten ein­ge­setzt, so ist bei der Re­chen­schafts­ab­la­ge, na­ment­lich in der Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se der Bi­lanz und der Er­folgs­rech­nung, im In­ven­tar und in Be­zug auf Käu­fe und Ver­käu­fe ei­ne trans­pa­ren­te wirt­schaft­li­che Be­trach­tung an­zu­wen­den.
2Die Ge­sell­schaf­ten sind nach ei­nem an­er­kann­ten Stan­dard ge­mä­ss der VASR2 zu kon­so­li­die­ren. Zu die­sem Zweck ist de­ren Buch­füh­rung auf die Kon­so­li­die­rung aus­zu­rich­ten.
(Art. 36 Abs. 1 Bst. b KAG so­wie 68, 70, 86 und 99 KKV1)
1Die Jah­res­rech­nung der SI­CAV be­steht aus der Jah­res­rech­nung der ein­zel­nen Teil­ver­mö­gen der An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre so­wie aus der Jah­res­rech­nung des Teil­ver­mö­gens der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre und der Ge­samt­rech­nung der SI­CAV.
2Die Jah­res­rech­nung weist für die Teil­ver­mö­gen der An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre die zu­läs­si­gen An­la­gen im Sin­ne der Ar­ti­kel 70, 86 und 99 KKV aus.
3Für das Teil­ver­mö­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre weist die Jah­res­rech­nung Fol­gen­des aus:
die zu­läs­si­gen An­la­gen im Sin­ne von Ab­satz 2 so­wie das be­weg­li­che, un­be­weg­li­che und im­ma­te­ri­el­le Ver­mö­gen, das für die un­mit­tel­ba­re Aus­übung der be­trieb­li­chen Tä­tig­keit der SI­CAV un­er­läss­lich ist;
die zu­läs­si­gen Ver­bind­lich­kei­ten.
4Zu­läs­sig sind Ver­bind­lich­kei­ten, die kurz­fris­tig oder hy­po­the­ka­risch si­cher­ge­stellt sind und im Zu­sam­men­hang mit der un­mit­tel­ba­ren Aus­übung der be­trieb­li­chen Tä­tig­keit der SI­CAV ein­ge­gan­gen wer­den.
5Die Jah­res­rech­nun­gen ei­nes oder meh­re­rer aus­ge­wähl­ter Teil­ver­mö­gen für An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre dür­fen nur zu­sam­men mit der Ge­samt­rech­nung der SI­CAV ver­öf­fent­licht wer­den.
6Die Jah­res­rech­nung ist Teil des Jah­res­be­richts, der den Ge­schäfts­be­richt nach OR2 er­setzt. Ein La­ge­be­richt und ei­ne Geld­fluss­rech­nung sind nicht zu er­stel­len.
Für den An­la­ge­fonds und die Teil­ver­mö­gen der An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre sind die Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se die Bi­lanz und die Er­folgs­rech­nung im Jah­res- und im Halb­jah­res­be­richt in der Min­dest­glie­de­rung nach den Ar­ti­keln 94-98 zu ver­öf­fent­li­chen.
(Art. 53-57 und 89 KAG so­wie 70-85 KKV1)
Die Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se die Bi­lanz und die Er­folgs­rech­nung von Ef­fek­ten­fonds wei­sen die Min­dest­glie­de­rung nach An­hang 2 auf.
(Art. 58-67 und 89 KAG so­wie 86-98 KKV1)
Die Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se die Bi­lanz und die Er­folgs­rech­nung ei­nes Im­mo­bi­li­en­fonds wei­sen die Min­dest­glie­de­rung nach An­hang 3 auf.
(Art. 68-71 und 89 KAG so­wie 99-102 KKV1)
Die Min­dest­glie­de­rungs­vor­schrif­ten für Ef­fek­ten­fonds (Art. 94) gel­ten für üb­ri­ge Fonds sinn­ge­mä­ss. Sie be­zie­hen zu­sätz­lich die für üb­ri­ge Fonds zu­läs­si­gen An­la­gen ein.
1Das Teil­ver­mö­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre ist zu glie­dern in:
An­la­gen;
Be­triebs­ver­mö­gen.
2Für die Glie­de­rung der An­la­gen gel­ten die Ar­ti­kel 94-96.
3Für die Glie­de­rung des Be­triebs­ver­mö­gens gel­ten die Ar­ti­kel 959 und 959a OR2 sinn­ge­mä­ss.
4Für den An­hang gilt Ar­ti­kel 959c OR sinn­ge­mä­ss. Zu­sätz­lich sind die Be­wer­tungs­grund­sät­ze für das ma­te­ri­el­le und im­ma­te­ri­el­le An­la­ge­ver­mö­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre of­fen­zu­le­gen. Im Wei­te­ren muss im An­hang Auf­schluss über die Durch­füh­rung der Ri­si­ko­be­ur­tei­lung ge­ge­ben wer­den.
5Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre und stimm­rechts­ver­bun­de­ne Ak­tio­närs­grup­pen, die 5 Pro­zent der Ak­ti­en oder mehr hal­ten, sind im Jah­res­be­richt wie folgt auf­zu­füh­ren:
Na­me be­zie­hungs­wei­se Fir­ma;
Wohn­sitz be­zie­hungs­wei­se Sitz;
Hö­he der Be­tei­li­gung in Pro­zent.
1Die Ge­samt­rech­nung der SI­CAV be­steht aus Bi­lanz, Er­folgs­rech­nung und An­hang ge­mä­ss OR1 und um­fasst die Teil­ver­mö­gen der An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre und das Teil­ver­mö­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre.
2Für die Er­stel­lung der Bi­lanz und der Er­folgs­rech­nung sind die Po­si­tio­nen der Teil­ver­mö­gen der An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre zu ad­die­ren. Die Glie­de­rung rich­tet sich da­bei nach den Ar­ti­keln 94-96.
3Das Teil­ver­mö­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre ist in der Bi­lanz und der Er­folgs­rech­nung se­pa­rat aus­zu­wei­sen. Die Glie­de­rung der Po­si­tio­nen rich­tet sich für die An­la­gen nach den Ar­ti­keln 94-96 und für das Be­triebs­ver­mö­gen nach den Ar­ti­keln 959, 959a und 959b OR sinn­ge­mä­ss.
4Die Ge­samt­rech­nung der SI­CAV ist nach Teil­ver­mö­gen der An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre, Teil­ver­mö­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre und Ge­samt­ver­mö­gen der SI­CAV zu glie­dern.
5Die An­ga­ben nach Ar­ti­kel 97 Ab­satz 5 sind zu­sätz­lich in der Ge­samt­rech­nung of­fen­zu­le­gen.
1Das In­ven­tar ist min­des­tens zu glie­dern nach An­la­ge­ar­ten wie Ef­fek­ten, Bank­gut­ha­ben, Geld­mark­t­in­stru­men­te, de­ri­va­ti­ve Fi­nan­z­in­stru­men­te, Edel­me­tal­le so­wie Com­mo­di­ties und in­ner­halb der An­la­ge­ar­ten un­ter Be­rück­sich­ti­gung der An­la­ge­po­li­tik nach Bran­chen, geo­gra­fi­schen Ge­sichts­punk­ten, Ef­fek­ten­ar­ten (An­hang 2 Ziff. 1.4) und Wäh­run­gen.
2Für je­de Grup­pe oder Un­ter­grup­pe sind de­ren Sum­me so­wie der pro­zen­tua­le An­teil am Ge­samt­ver­mö­gen der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge an­zu­ge­ben.
3Für je­den ein­zel­nen im In­ven­tar aus­ge­wie­se­nen Wert ist der An­teil am Ge­samt­ver­mö­gen der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge an­zu­ge­ben.
4Ef­fek­ten sind dar­über hin­aus zu glie­dern in sol­che:
die an ei­ner Bör­se ge­han­delt wer­den;
die an ei­nem an­dern ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den;
nach Ar­ti­kel 70 Ab­satz 3 der KKV1;
nach Ar­ti­kel 71 Ab­satz 2 KKV;
die nicht un­ter die Buch­sta­ben a-d fal­len.
5Für je­den ein­zel­nen im In­ven­tar aus­ge­wie­se­nen Wert ist die Be­wer­tungs­ka­te­go­rie ge­mä­ss Ar­ti­kel 84 Ab­satz 2 an­zu­ge­ben.
6Bei den un­ter Ab­satz 3 auf­ge­führ­ten Ef­fek­ten ist nur das Sub­to­tal je Ka­te­go­rie an­zu­ge­ben und je­de Po­si­ti­on ent­spre­chend zu kenn­zeich­nen.
1Das In­ven­tar ist min­des­tens zu glie­dern in:
Wohn­bau­ten;
kom­mer­zi­ell ge­nutz­te Lie­gen­schaf­ten;
ge­misch­te Bau­ten;
Bau­land, ein­sch­liess­lich Ab­bruch­ob­jek­te, und an­ge­fan­ge­ne Bau­ten;
An­tei­le an an­de­ren Im­mo­bi­li­en­fonds und Im­mo­bi­lie­nin­vest­ment­ge­sell­schaf­ten;
Hy­po­the­ken und an­de­re hy­po­the­ka­risch si­cher­ge­stell­te Dar­le­hen.
2Bei im Bau­recht er­stell­ten Bau­ten und im Stock­werk­ei­gen­tum ste­hen­den Ob­jek­ten ist die­ser Um­stand für je­des Ob­jekt und im To­tal für je­de Po­si­ti­on in Ab­satz 1 Buch­sta­ben a-d im In­ven­tar an­zu­ge­ben.
3Das In­ven­tar ent­hält für je­des Grund­stück ge­trennt fol­gen­de An­ga­ben:
die Adres­se;
die Ge­ste­hungs­kos­ten;
den ge­schätz­ten Ver­kehrs­wert;
die er­ziel­ten Brut­to­er­trä­ge.
4So­weit in kurz­fris­ti­ge fest­ver­zins­li­che Ef­fek­ten, Im­mo­bi­li­en­zer­ti­fi­ka­te oder De­ri­va­te in­ves­tiert wird, sind die­se eben­falls aus­zu­wei­sen.
5Die En­de Jahr aus­ste­hen­den Hy­po­the­ken und an­de­ren hy­po­the­ka­risch si­cher­ge­stell­ten Ver­bind­lich­kei­ten so­wie die Dar­le­hen und Kre­di­te sind mit den Zins­kon­di­tio­nen und der Lauf­zeit auf­zu­füh­ren.
6Für je­den Im­mo­bi­li­en­fonds ist ein Ver­zeich­nis der zu die­sem ge­hö­ren­den Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten un­ter An­ga­be der je­wei­li­gen Be­tei­li­gungs­quo­te zu pu­bli­zie­ren.
7Die Po­si­tio­nen im In­ven­tar sind nach den drei Be­wer­tungs­ka­te­go­ri­en ge­mä­ss Ar­ti­kel 84 Ab­satz 2 dar­zu­stel­len. Ha­ben al­le An­la­ge­ob­jek­te die­sel­be Be­wer­tungs­ka­te­go­rie, so kön­nen die­se zu­sam­men­fas­send für das ge­sam­te Lie­gen­schaft­sport­fo­lio auf­ge­führt wer­den.
1Sämt­li­che Ver­än­de­run­gen in der Zu­sam­men­set­zung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge, ins­be­son­de­re Käu­fe, Ver­käu­fe, Aus­ser­bi­lanz­ge­schäf­te, Gra­tis­ak­ti­en, Be­zugs­rech­te und Splits, sind im Jah­res­be­richt zu ver­öf­fent­li­chen. Da­bei sind die ein­zel­nen Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de ge­nau zu be­zeich­nen.
2Bei Im­mo­bi­li­en­fonds ist je­der er­wor­be­ne oder ver­äus­ser­te Im­mo­bi­li­en­wert ein­zeln auf­zu­füh­ren. Auf Be­geh­ren ei­ner An­le­ge­rin oder ei­nes An­le­gers ist der ver­ein­bar­te Preis be­kannt zu ge­ben.
3Bei Im­mo­bi­li­en­fonds sind Ge­schäf­te zwi­schen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen, die von der glei­chen oder von ver­bun­de­nen Fonds­lei­tun­gen oder SI­CAV ver­wal­tet wer­den, spe­zi­ell aus­zu­wei­sen.
4Die im Lau­fe des Ge­schäfts­jah­res ge­währ­ten Hy­po­the­ken und hy­po­the­ka­risch si­cher­ge­stell­ten Dar­le­hen, die vor Ab­schluss des Ge­schäfts­jah­res zu­rück­be­zahlt wur­den, sind mit den Zins­kon­di­tio­nen und der Lauf­zeit auf­zu­füh­ren.
5Die im Lau­fe des Ge­schäfts­jah­res auf­ge­nom­me­nen Hy­po­the­ken und an­de­ren hy­po­the­ka­risch si­cher­ge­stell­ten Ver­bind­lich­kei­ten so­wie Dar­le­hen und Kre­di­te, die vor Ab­schluss des Ge­schäfts­jah­res zu­rück­be­zahlt wur­den, sind mit den Zins­kon­di­tio­nen und der Lauf­zeit oder sum­ma­risch pro Ka­te­go­rie mit ei­ner durch­schnitt­li­chen Lauf­zeit und ei­nem Durch­schnitt­szins­satz auf­zu­füh­ren.
1Für je­de kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge ist ei­ne Auf­stel­lung über die Ver­än­de­rung des Net­to­fonds­ver­mö­gens zu er­stel­len, die min­des­tens zu glie­dern ist in:
Net­to­fonds­ver­mö­gen zu Be­ginn des Be­richts­jah­res;
Aus­schüt­tun­gen;
Sal­do aus dem An­teil­ver­kehr;
Ge­sam­ter­folg;
Net­to­fonds­ver­mö­gen am En­de des Be­richts­jah­res.
2Im Wei­te­ren ist die An­teil­sta­tis­tik des Be­richts­jah­res aus­zu­wei­sen (Art. 89 Abs. 1 Bst. b KAG).
1Im Jah­res­be­richt und im Halb­jah­res­be­richt sind in der Ver­mö­gens­rech­nung be­zie­hungs­wei­se der Bi­lanz und der Er­folgs­rech­nung auch die An­ga­ben des Vor­jah­res aus­zu­wei­sen.
2Der Jah­res­be­richt um­fasst zu­sätz­lich ei­ne Auf­stel­lung über das Net­to­fonds­ver­mö­gen so­wie den Net­to­in­ven­tar­wert pro An­teil der ver­gan­ge­nen drei Be­richts­jah­re. Stich­tag ist der letz­te Tag des Be­richts­jah­res.
1Die Auf­stel­lung über die Ver­wen­dung des Er­folgs ist min­des­tens zu glie­dern in:
Net­to­er­trag des Rech­nungs­jah­res;
zur Aus­schüt­tung be­stimm­te Ka­pi­tal­ge­win­ne des Rech­nungs­jah­res;
zur Aus­schüt­tung be­stimm­te Ka­pi­tal­ge­win­ne frü­he­rer Rech­nungs­jah­re;
Vor­trag des Vor­jah­res;
zur Ver­tei­lung ver­füg­ba­rer Er­folg;
zur Aus­schüt­tung an die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger vor­ge­se­he­ner Er­folg;
zur Wie­der­an­la­ge zu­rück­be­hal­te­ner Er­trag;
Vor­trag auf neue Rech­nung.
2Es dür­fen kei­ne Re­ser­ven ge­bil­det wer­den.
1Zwi­schen­aus­schüt­tun­gen aus Er­trä­gen sind nur er­laubt, wenn dies im Fonds­re­gle­ment vor­ge­se­hen ist.
2Ka­pi­tal­ge­win­ne dür­fen nur aus­ge­schüt­tet wer­den, wenn fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind:
Die Aus­schüt­tung muss im Fonds­re­gle­ment vor­ge­se­hen sein.
Die Ka­pi­tal­ge­win­ne müs­sen rea­li­siert sein.
Es darf sich um kei­ne Zwi­schen­aus­schüt­tun­gen han­deln.
3Die Aus­schüt­tung von Ka­pi­tal­ge­win­nen ist auch zu­läs­sig, wenn Ka­pi­tal­ver­lus­te frü­he­rer Rech­nungs­jah­re be­ste­hen.
4Es dür­fen kei­ne Tan­tie­men aus­ge­rich­tet wer­den.
(Art. 26 Abs. 3, 79, 80, 83 Abs. 4 KAG so­wie 35a Abs. 1 Bst. l und 39 KKV1)
1Der Aus­ga­be- und Rück­nah­me­preis be­zie­hungs­wei­se der Net­to­in­ven­tar­wert ist in den im Pro­spekt ge­nann­ten Print­me­di­en oder elek­tro­ni­schen Platt­for­men bei je­der Aus­ga­be und Rück­nah­me von An­tei­len zu pu­bli­zie­ren.
2Die Prei­se für Ef­fek­ten­fonds und üb­ri­ge Fonds sind zu­dem min­des­tens zwei­mal pro Mo­nat zu ver­öf­fent­li­chen.
3Für fol­gen­de kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen sind die Prei­se min­des­tens ein­mal pro Mo­nat zu ver­öf­fent­li­chen:
Im­mo­bi­li­en­fonds;
kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, bei de­nen das Recht auf je­der­zei­ti­ge Rück­ga­be im Sin­ne von Ar­ti­kel 109 Ab­satz 3 KKV ein­ge­schränkt wor­den ist.
4Die Wo­chen und Wo­chen­ta­ge, an de­nen die Pu­bli­ka­ti­on nach den Ab­sät­zen 2 und 3 statt­fin­det, sind im Pro­spekt fest­zu­le­gen.
5Wird der Net­to­in­ven­tar­wert pu­bli­ziert, so ist der Hin­weis «ex­klu­si­ve Kom­mis­sio­nen» an­zu­fü­gen.
1Kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen oder de­ren Teil­ver­mö­gen mit meh­re­ren An­teils­klas­sen müs­sen für je­de An­teils­klas­se die An­ga­ben nach An­hang 2 Zif­fer 3.3 KKV of­fen­le­gen.
2Kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen mit meh­re­ren Teil­ver­mö­gen dür­fen für je­des Teil­ver­mö­gen einen se­pa­ra­ten ver­ein­fach­ten Pro­spekt ver­öf­fent­li­chen. Wer­den al­le Teil­ver­mö­gen in ei­nem ver­ein­fach­ten Pro­spekt wie­der­ge­ge­ben, so sind die An­ga­ben nach An­hang 2 Zif­fer 3.3 KKV für je­des Teil­ver­mö­gen ein­zeln of­fen­zu­le­gen.
3Kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen oder Teil­ver­mö­gen mit meh­re­ren An­teils­klas­sen ver­öf­fent­li­chen im glei­chen ver­ein­fach­ten Pro­spekt die An­ga­ben sämt­li­cher An­teils­klas­sen.
1Die Re­chen­schafts­ab­la­ge rich­tet sich sinn­ge­mä­ss nach den Be­stim­mun­gen über die of­fe­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen.
2Be­tei­li­gun­gen, die zu rei­nen An­la­ge­zwe­cken ge­hal­ten wer­den, sind nicht zu kon­so­li­die­ren, un­ab­hän­gig vom pro­zen­tua­len An­teil der Stim­men und des Ka­pi­tals an der ge­hal­te­nen Un­ter­neh­mung.
1Die Re­chen­schafts­ab­la­ge des Ein­zel­ab­schlus­ses rich­tet sich sinn­ge­mä­ss nach den Be­stim­mun­gen für die of­fe­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen.
2Die Kon­so­li­die­rungs­pflicht nach OR1 kommt nicht zur An­wen­dung. Ei­ne all­fäl­li­ge Kon­so­li­die­rung hat nach ei­nem an­er­kann­ten Stan­dard ge­mä­ss VASR2 zu er­fol­gen.
(Art. 126 KAG und 24 FIN­MAG1)
1Die jähr­li­chen Prü­fun­gen wer­den un­ter­teilt in die Rech­nungs­prü­fung und die Auf­sichts­prü­fung.
2Die Prüf­ge­sell­schaft führt bei den Be­wil­li­gungs­trä­gern mit Aus­nah­me der Ver­tre­ter jähr­lich min­des­tens ei­ne Zwi­schen­prü­fung durch.
1 Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­setz vom 22. Ju­ni 2007 (SR 956.1)
(Art. 126 Abs. 5 und 6 KAG so­wie 137 KKV1)
1Bei der Rech­nungs­prü­fung kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen wer­den die An­ga­ben nach den Ar­ti­keln 89 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a-h und 90 KAG ge­prüft.
2Die Rech­nungs­prü­fung der Fonds­lei­tung, des Ver­mö­gens­ver­wal­ters kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, des Kom­ple­men­tärs ei­ner Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen so­wie des Ver­tre­ters aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen rich­tet sich nach Ar­ti­kel 728 ff. OR2.
3Für den Ver­tre­ter aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen kann die FIN­MA Ab­wei­chun­gen vor­se­hen.
(Art. 126 Abs. 1-4 KAG, Art. 24 FIN­MAG1 und 2-8 FIN­MA-PV2)
1Die Auf­sichts­prü­fung um­fasst die Prü­fung der Ein­hal­tung der je­weils an­wend­ba­ren auf­sichts­recht­li­chen Vor­schrif­ten durch die Be­wil­li­gungs­trä­ger nach Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a-d, f und h KAG un­ter Ein­be­zug der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen.
2Bei der Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen ist der Kom­ple­men­tär in den Prü­f­um­fang mit ein­zu­be­zie­hen.
3Die Auf­sichts­prü­fung um­fasst auch die Prü­fung des Pro­spekts, der we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger und des ver­ein­fach­ten Pro­spekts.
4Die Auf­sichts­prü­fung kann wei­te­re, von der FIN­MA fest­ge­leg­te An­ga­ben um­fas­sen.
2 Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 15. Okt. 2008 (SR 956.161)
(Art. 126 KAG, 24 FIN­MAG1, 137 KKV2 und Art. 9-12 FIN­MA-PV3)
Die Prüf­ge­sell­schaft er­stat­tet:
Prüf­be­rich­te über die auf­sichts­recht­li­che Prü­fung der Be­wil­li­gungs­trä­ger und der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen so­wie der nicht be­wil­li­gungs­pflich­ti­gen Ver­tre­ter aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen (Auf­sichts­prü­fung);
Prüf­be­rich­te über die Prü­fung der Jah­res­rech­nung nach Ar­ti­kel 126 Ab­satz 5 KAG (Rech­nungs­prü­fung);
Kurz­be­rich­te über die Prü­fung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen (Rech­nungs­prü­fung).
(Art. 126 Abs. 1-4 KAG, 24 FIN­MAG1 und 9-12 FIN­MA-PV2)
1Die Prüf­ge­sell­schaft er­stat­tet die Prüf­be­rich­te in­nert sechs Mo­na­ten nach Ab­schluss des Rech­nungs­jah­res. Die FIN­MA kann in ein­zel­nen Fäl­len Ab­wei­chun­gen von die­ser Frist vor­se­hen.
2Die Prüf­be­rich­te über die Fonds­lei­tung bein­hal­ten auch die von ihr ver­wal­te­ten An­la­ge­fonds. Stimmt das Rech­nungs­jahr der Fonds­lei­tung nicht mit demje­ni­gen der An­la­ge­fonds über­ein, so sind de­ren Prüf­be­rich­te un­ter Be­ach­tung der Fris­ten nach Ab­satz 1 als Er­gän­zung zum Prüf­be­richt über die Fonds­lei­tung quar­tals­wei­se zu er­stat­ten.
3Die Prüf­be­rich­te der Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen bein­hal­ten auch den Kom­ple­men­tär.
4Die Prüf­be­rich­te über die Be­wil­li­gungs­trä­ger und die An­la­ge­fonds sind dem Or­gan für die Ober­lei­tung, Auf­sicht und Kon­trol­le zur Kennt­nis zu brin­gen. Die Prüf­be­rich­te sind in ei­ner Sit­zung die­ses Or­gans zu be­spre­chen und die Be­hand­lung ist zu pro­to­kol­lie­ren.
1Für die Prüf­be­rich­te zur Rech­nungs­prü­fung gel­ten die Be­stim­mun­gen für die or­dent­li­che Prü­fung nach OR2 sinn­ge­mä­ss.
2Die Prüf­ge­sell­schaft er­stat­tet die Kurz­be­rich­te recht­zei­tig vor Pu­bli­ka­ti­on der Jah­res­be­rich­te. Sie sind von der zu­stän­di­gen lei­ten­den Prü­fe­rin oder vom zu­stän­di­gen lei­ten­den Prü­fer und ei­ner oder ei­nem wei­te­ren zeich­nungs­be­rech­tig­ten Mit­ar­bei­ten­den der Prüf­ge­sell­schaft zu un­ter­zeich­nen.
3Bei kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen mit Teil­ver­mö­gen ist für je­des ein­zeln zu be­rich­ten.
(Art. 126 Abs. 5 und 6 KAG, 24 FIN­MAG1, 137 KKV2 und 9-12 FIN­MA-PV3)
1Der Kurz­be­richt äus­sert sich zur Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen, ver­trag­li­chen, sta­tu­ta­ri­schen und re­gle­men­ta­ri­schen Vor­schrif­ten be­tref­fend die Jah­res­rech­nung und zu den Prü­fun­gen der An­ga­ben nach Ar­ti­kel 89 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a-h KAG, bei den Im­mo­bi­li­en­fonds zu­sätz­lich zu den­je­ni­gen nach Ar­ti­kel 90 KAG.
2Bei der SI­CAV und der SI­CAF kann der Kurz­be­richt auch die Be­richt­er­stat­tung der ak­ti­en­recht­li­chen Prüf­ge­sell­schaft ge­mä­ss Ar­ti­kel 728 OR4 um­fas­sen.
3Die FIN­MA kann ei­ne Stan­dard-Be­stä­ti­gung der Bran­chen­or­ga­ni­sa­ti­on der Prüf­ge­sell­schaf­ten für all­ge­mein­ver­bind­lich er­klä­ren.
Die Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ver­ord­nung-FIN­MA vom 21. De­zem­ber 20061 wird auf­ge­ho­ben.
1Die Be­wil­li­gungs­trä­ger ha­ben der FIN­MA bis zum 1. Ja­nu­ar 2017 die an die­se Ver­ord­nung an­ge­pass­ten Fonds­ver­trä­ge und An­la­ge­re­gle­men­te zur Ge­neh­mi­gung ein­zu­rei­chen.
2Ab dem 1. Ja­nu­ar 2016 müs­sen Fonds­lei­tung und SI­CAV:
die Be­stim­mun­gen zur Si­cher­hei­ten­ver­wal­tung nach den Ar­ti­keln 50-55 ein­hal­ten. Dies gilt für ih­re Be­auf­trag­ten sinn­ge­mä­ss.
die An­for­de­run­gen an die Ri­si­ko­mes­sung von de­ri­va­ti­ven Fi­nan­z­in­stru­men­ten er­fül­len;
in ih­ren Pro­spek­ten das Brut­to-Ge­sam­ten­ga­ge­ment aus De­ri­va­ten so­wie beim re­la­ti­ven VaR-An­satz das Ver­gleich­spor­te­feuil­le ge­mä­ss Ar­ti­kel 49 Ab­satz 3 aus­wei­sen.
3Die Be­wil­li­gungs­trä­ger ge­mä­ss Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a, b und f KAG müs­sen ab dem 1. Ja­nu­ar 2016 die Vor­schrif­ten zu Risk­ma­na­ge­ment und Ri­si­ko­kon­trol­le nach den Ar­ti­keln 67-71 so­wie die Vor­aus­set­zun­gen für den Ein­satz von De­ri­va­ten ge­mä­ss Ar­ti­kel 71 er­fül­len.
4Die Be­wil­li­gungs­trä­ger ge­mä­ss Ar­ti­kel 13 Ab­satz 2 Buch­sta­ben a, b, f und h KAG müs­sen ab dem 1. Ja­nu­ar 2017:
die de­le­gier­ten Auf­ga­ben so­wie die Grund­sät­ze zur Mög­lich­keit der Wei­ter­de­le­ga­ti­on in ih­ren ent­spre­chen­den Or­ga­ni­sa­ti­ons­do­ku­men­ten auf­füh­ren;
die An­for­de­run­gen von Ar­ti­kel 66 Ab­satz 5 be­tref­fend die De­le­ga­ti­on ins Aus­land ein­hal­ten.
5De­pot­ban­ken müs­sen am 1. Ja­nu­ar 2016 in­ter­ne Richt­li­ni­en ge­mä­ss Ar­ti­kel 78 im­ple­men­tiert ha­ben.
6Die Be­stim­mun­gen zur Kon­zern­rech­nung so­wie zu den An­ga­ben der Be­wer­tungs­ka­te­go­ri­en der An­la­gen (Art. 84 Abs. 2) sind erst­mals ein­zu­hal­ten im Ge­schäfts­jahr, das am 1. Ja­nu­ar 2016 oder in­ner­halb ei­nes Jah­res nach die­sem Da­tum be­ginnt.
7Die an­ge­fan­ge­nen Bau­ten müs­sen erst­mals ein Jahr nach In­kraft­tre­ten die­ser Ver­ord­nung ge­mä­ss Ar­ti­kel 86 zum Ver­kehrs­wert be­wer­tet wer­den.
8Die Of­fen­le­gungs­pflich­ten in der Jah­res­rech­nung ge­mä­ss den Än­de­run­gen der Vor­schrif­ten in den An­hän­gen 2 und 3 sind erst­mals zu er­fül­len im Ge­schäfts­jahr, das nach dem 1. Ja­nu­ar 2016 be­ginnt.
Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ja­nu­ar 2015 in Kraft.