Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/295
Timestamp: 2020-02-21 02:57:00
Document Index: 90367218

Matched Legal Cases: ['§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', '§ 295', '§ 295', '§ 522', 'BGH', '§ 295', '§ 128', 'BGH', '§ 295', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§547', '§295', 'Art. 101', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', '§ 295', '§ 295', 'Art. 101', 'BGH', 'BGH', '§21', '§ 295', '§ 295', '§ 295', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', '§ 286', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', '§ 313', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 383', '§ 295', 'BGH', '§ 295', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', '§ 387', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 143', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', '§ 524', '§ 524', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 253', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', '§ 2', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 295', '§ 59', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 253', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 1421', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH', 'BGH', '§ 295', 'BGH']

§ 295 ZPO: Verfahrensrügen
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2016, Az. IX ZR 211/14 Diese Würdigung entspricht dem in § 295 ZPO zu dem Ausdruck kommenden Rechtsgedanken, nach dessen Inhalt eine Partei eine Gehörsverletzung nicht mehr rügen kann, wenn sie die ihr nach Erkennen des Verstoßes verbliebene Möglichkeit zu einer Äußerung nicht genutzt hat (BGH, Beschluss vom 6. Mai 2010, aaO; BFH/NV 1993, 34; 1993, 422, 423; BVerwG, Beschluss vom 14. Mai 2008 - 4 B 45/07, WV Rn. 23 mwN; Zöller/Greger, § 295 Rn. 5; MünchKomm-ZPO/Prütting, 4. Aufl., § 295 Rn. 37; Prütting/Gehrlein/Deppenkemper, ZPO, 7. Aufl. § 295 Rn. 6; Wieczorek/ Schütze/Gerken, ZPO, 4. Aufl. § 522 Rn. 87).
OLG München, vom 5.2.2016, Az. 10 U 4087/15 Das auf diesen Verstoß gerichtete Rügerecht hat die Beklagte nicht deswegen verloren, weil sie mit der Zustimmung zu dem schriftlichen Verfahren den Beweisantrag nicht wiederholt hat (BGH, Beschl. v. 22.03.2012 - I ZR 192/10 [BeckRS 2012, 18381]: „Dem Verlust des Rügerechts bei Verletzung verzichtbarer Verfahrensvorschriften … durch rügelose Verhandlung nach § 295 I ZPO steht es gleich, wenn im schriftlichen Verfahren gemäß § 128 II ZPO keine Rüge erfolgt“).
OLG München, vom 5.2.2016, Az. 10 U 4087/15 Denn derart schwere Verfahrensverstöße, insbesondere Verletzungen des Grundrechts auf rechtliches Gehör, finden im Prozessrecht keine Stütze (BVerfG NJW-RR 2001, 1006; NJW 1979, 413; BGH NJW 1970, 946) und sind deswegen als unverzichtbar (§ 295 II ZPO) der Parteidisposition entzogen (BeckOK ZPO/Vorwerk/Wolf, 18. Edition, Stand: 01.09.2015,
OLG München, vom 5.2.2016, Az. 10 U 4087/15 Zwar ist die Bestimmung des § 295 ZPO anwendbar, wenn bei der Beweisaufnahme ein unzulässiges Beweismittel benutzt (BGH NJW 1985, 1158), nicht jedoch, wenn eine Beweisaufnahme vollständig unterlassen wurde.
BGH, URTEIL vom 4.2.2016, Az. I ZR 245/14 In einem solchen Fall ist kein Raum für eine Heilung des Mangels nach § 295 ZPO, weil die betroffene Partei keine Möglichkeit hatte, den Fehler zur rügen (vgl. BGH, Urteil vom 4. Oktober 2010 -1 ZR 190/08, TranspR 2011, 244 Rn. 11 = NJW-RR 2011, 569; Leipold in Stein/Jonas, ZPO, 22. Aufl., § 295 Rn. 42).
OLG München, Urteil vom 5.6.2015, Az. 10 U 4733/14 15 bb) Das Erstgericht hat die Ermittlungsakten (455 Js 165967/11 d. Staatsanwaltschaft München I) beigezogen (EU 4 = Bl. 74 d. A.), jedoch nur unzulässig summarisch (BGH LM § 295 ZPO Nr. 9 = BeckRS 1954, 31397883) darauf Bezug genommen.
OLG München, Urteil vom 5.5.2015, Az. 10 U 3673/14 Abgesehen von dieser ohnehin unzulässigen summarischen Bezugnahme (BGH LM § 295 ZPO, Nr. 9 = BeckRS 1954, 31397883) ist nicht erkennbar, ob sich eine Partei und wenn ja auf welche bestimmte Urkunden bezogen hat, und welche Aktenbestandteile wie verwertet wurden.
OLG München, vom 5.5.2015, Az. 10 U 3981/14 Abgesehen von dieser ohnehin unzulässigen summarischen Bezugnahme (BGH LM § 295 ZPO Nr. 9 = BeckRS 1954, 31397883) ist nicht erkennbar, ob sich eine Partei und wenn ja auf welche bestimmte Urkunden bezogen hat, und welche Aktenbestandteile wie verwertet wurden.
OLG München, Urteil vom 4.3.2015, Az. 10 U 2283/14 16 bb) Das Erstgericht hat offenbar Teile der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsakte (53 Js 3588/09 der Staatsanwaltschaft München II) verwertet, wenngleich der Tatbestand des Ersturteils - bis auf die Sachverständigengutachten - lediglich eine unzulässige summarische Bezugnahme enthält (BGH LM § 295 ZPO Nr. 9 = BeckRS 1954, 31397883).
BGH, Urteil vom 2.9.2013, Az. II ZR 112/11 Das Recht auf den gesetzlichen Richter ist unverzichtbar, da die Einhaltung der Besetzungsvorschriften im öffentlichen Interesse liegt (BGH, Beschluss vom 21. April 1993 - BLw 40/92, WM 1993, 1656, 1658; Musielak/Ball, ZPO, lO.Aufl., §547 Rn. 6); die Vorschrift des §295 ZPO findet bei einem Verstoß gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG keine Anwendung (BGH, Urteil vom 16. Oktober 2008 - IX ZR 183/06, ZIP 2009, 91 Rn. 13; MünchKommZPO/Prütting, 4. Aufl., § 295 Rn. 22, jew.
BGH, URTEIL vom 4.10.2010, Az. 1 ZR 190/08 Zwar kann auch das Recht, einen Verstoß gegen den Grundsatz der Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme zu rügen, nach § 295 ZPO verlorengehen (BGH, Urteil vom 9. Januar 1997 - III ZR 162/95, NJW-RR 1997, 506 mwN).
BGH, URTEIL vom 4.9.2008, Az. IX ZR 183/06 Die Vorschrift des § 295 ZPO findet auf einfache Fehler bei der Auslegung und Würdigung des Geschäftsverteilungsplanes Anwendung (vgl. etwa Zöller/Greger, aaO § 295 Rn. 3; Stein/Jonas/Lei-pold, ZPO 22. Aufl. § 295 Rn. 21), nicht jedoch bei Verstößen gegen Art. 101 Abs. 1 GG (BGHZ 6, 178, 181; BGH, Urt. v. 19. Oktober 1992 - II ZR 171/91, NJW 1993, 600, 601; Beschl. v. 30. September 1997 -XZB 17/96, NJW-RR 1998, 699; MünchKomm-ZPO/Zimmermann, 3. Aufl. §21e GVG Rn. 66; MünchKomm-ZPO/Prütting, aaO § 295 Rn. 22; Hk-ZPO/Saenger, 2. Aufl. § 295 Rn. 4; Musielak/Huber, ZPO 5. Aufl. § 295 Rn. 3).
LAG Hamm, Urteil vom 2.4.2008, Az. 4 Sa 1738/07 Es handelt sich dabei aber um einen Verfahrensmangel, der nach § 295 ZPO geheilt werden kann (BGH, Urteil vom 25.06.1975 – VIII ZR 254/74 = VersR 1975 954 f.).
BGH, URTEIL vom 3.0.2008, Az. VIII ZR 12/07 Der Verfahrensmangel der fehlenden Klagezustellung wird durch rügelose Einlassung gemäß § 295 ZPO geheilt (BGHZ 25, 66, 72 ff., BGH, Beschluss vom 21. Dezember 1983 - IVb ZB 29/82, NJW 1984, 926, unter II 2; BGH, Urteil vom 8. Februar 1996 - IX ZR 107/95, NJW 1996, 1351, unter 3 b).
BGH, URTEIL vom 3.6.2007, Az. IV ZR 129/06 Wurde bei einer Beweisaufnahme ein unzulässiges Beweismittel verwendet, findet die Bestimmung des § 295 Abs. 1 ZPO grundsätzlich Anwendung (BGH, Urteil vom 19. Januar 1984 - III ZR 93/82 - VersR 1984, 458 unter II 2; Greger in Zöller, ZPO 26. Aufl. § 295 Rdn. 3, § 286 Rdn. 15a ff.; Prütting in MünchKomm, ZPO 2. Aufl. § 295 Rdn. 2).
BGH, URTEIL vom 2.5.2007, Az. VI ZR 70/06 Deshalb kann dahin stehen, ob eine solche summarische Bezugnahme auf eine beigezogene Akte unzulässig ist, weil - was die Revision in Zweifel zieht - regelmäßig angegeben werden muss, auf welchen Teil einer Beiakte Bezug genommen werden soll (vgl. BGH, Urteil vom 18. Februar 1954 - IV ZR 126/53 - LM § 295 ZPO Nr. 9; Stein/Jonas/Leipold, ZPO, 21. Auflage, § 313 Rn. 49).
BGH, URTEIL vom 3.4.2004, Az. VIII ZR 310/03 Der Verfahrensfehler des Berufungsgerichts, der nicht gemäß § 295 ZPO geheilt werden kann (BGH, Urteil vom 18. September 1986 aaO; Urteil vom 27. Januar 1993 aaO; Urteil vom 21. April 1993 aaO unter 4), macht die Aufhebung des Berufungsurteils und die Zurückverweisung der Sache an das Berufungsgericht erforderlich, weil das Revisionsgericht nicht prüfen kann, ob das Berufungsgericht die Aussage zutreffend berücksichtigt hat (BGHZ aaO; BGH aaO).
BGH, URTEIL vom 4.1.2003, Az. III ZR 224/01 nisverweigerungsrecht nach § 383 Abs. 1 Nr. 6 ZPO zustand, stellt sich nicht, weil der Kläger nach der betreffenden Zeugnisverweigerung durch den Zeugen L.	vor dem Oberlandesgericht ohne Rüge zur Hauptsache verhan- delt und damit nach § 295 ZPO das Recht verloren hat, eine Entscheidung des Gerichts über die Berechtigung zur Weigerung zu verlangen (vgl. BGH, Urteile vom 18. Februar 1954 - IV ZR 126/53 - LM ZPO § 295 Nr. 9 und vom 18. November 1986 - IVa ZR 99/85 - VersR 1987, 149).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 1.10.1999, Az. 18 Sa 1254/99 Eine Pflicht zur erneuten Vernehmung besteht allerdings, wenn die erste Vernehmung verfahrensrechtlich fehlerhaft war und durch Rügeverzicht gemäß § 295 ZPO nicht geheilt ist oder nicht geheilt werden kann (vgl. BGH, Urteil vom 21.12.1993, NJW 1994, Seite 942).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.1997, Az. X ZB 17/96 7 § 295 ZPO ist im Zivilprozeß nicht möglich (vgl. BGH, Urt. v. 19.10.1992 - II ZR 171/91, NJW 1993, 600, 601 = MDR 1993, 269, 270; Zöller/Greger, ZPO, 20. Aufl., § 295 ZPO Rdn. 4; Sangmeister, JZ 1993, 737).
BGH, URTEIL vom 4.0.1997, Az. III ZR 162/95 7 zu rügen, nach § 295 ZPO verloren gehen (vgl. BGHZ 40, 179, 183 sowie Senatsurteil BGHZ 86,	104,	113).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.1996, Az. IX ZR 302/95 Der Beklagte kann die Nichtvernehmung der Zeugen Rechtsanwalt kMPB und Rechtsanwalt	nämlich	nicht	mehr	rügen,	nachdem	er vor dem Berufungsgericht ohne eine solche Rüge weiter zur Sache verhandelt hat (§ 295 ZPO; vgl. BGH, Urt. v. 18. November 1986 - IVa ZR 99/85, NJW-RR 1987, 445; v. 14. November 1963 - III ZR 19/63, NJW 1964, 449, 450).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.1995, Az. III ZR 2/95 Da sie nicht zur Disposition der Parteien steht, kann ihre Versäumung nicht durch Verzicht oder rügelose Verhandlung nach § 295 ZPO geheilt werden (Senatsurteil BGHZ 111,	339, 341	m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 2.11.1990, Az. VI ZR 300/89 Es kann dahingestellt bleiben, ob es sich bei dieser Verfahrensweise des Landgerichts, wie die Revision meint, um eine Entziehung des gesetzlichen Richters handelt, die nicht gemäß § 295 Abs. 1 ZPO durch Verzicht oder durch rügelose Verhandlung heilbar war (so z.B. OLG Düsseldorf, JMBl. NRW 1979, 15; OLG Oldenburg, MDR 1982, 856; OLG Schleswig, NJW 1988, 69; a.A. OLG Düsseldorf, NJW 1981, 352).
BGH, URTEIL vom 4.5.1989, Az. III ZR 92/87 Soweit das Arbeitsgericht den Schriftsatz nicht förmlich zugestellt, sondern nur formlos übersandt hat, ist ein darin liegender Mangel jedenfalls nach § 295 ZPO, der auf die Klagezustellung Anwendung findet (vgl. BGHZ 25, 66, 72 f; 65, 46, 47), geheilt.
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.1989, Az. IVa ZR 255/88 a)	Der Kläger, der eine rechtzeitige Rüge (§ 295 ZPO) unterlassen hat, kann in der Revisionsinstanz nic.ht mehr geltend machen, daß das Berufungsgericht die Beweisaufnahme unzulässigerweise dem Einzelrichter übertragen habe (BGHZ 40, 179; 86, 104, 113).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.1987, Az. III ZR 90/86 Soweit die Revision beanstandet, daß die Beweisaufnahme weitgehend vom Einzelrichter durchgeführt worden ist, ist ein etwaiger Verfahrensverstoß durch rügelose Einlassung gemäß § 295 ZPO geheilt (Senatsurteil BGHZ 86, 104, 113 f).
BGH, URTEIL vom 2.10.1986, Az. IVa ZR 99/85 Dadurch hat er nach § 295 ZPO schon in erster Instanz das Recht verloren, eine Entscheidung über die Berechtigung zur Weigerung zu verlangen (BGH LM § 295 ZPO Nr. 9; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann ZPO 44. Aufl. § 387 An. 1).
BGH, URTEIL vom 4.8.1986, Az. I ZR 179/84 7 Führt nämlich die Unterlassung der Protokollierung dazur daß die tatsächlichen Unterlagen der Entscheidung nicht in vollem Umfang ersichtlich sind, also ein Mangel im Tatbestand vorliegt (BGHZ 40, 84, 87), so unterliegt der Mangel nicht der für die Anwendung des § 295 ZPO vorauszusetzenden Parteidisposition, da das Revisionsgericht dann seine Aufgabe, die Anwendung des Rechts auf den festgestellten Sachverhalt nachzuprüfen, nicht nachkommen kann (BGHZ 73, 248, 252).
BGH, URTEIL vom 3.6.1986, Az. V ZR 140/85 Durch die Stellung der Anträge im Termin vom 13. März 1981 trat jedoch eine Heilung des Zustellungsmangels gemäß § 295 Abs. 1 ZPO ein und wurde die Rechtshängigkeit der Klage begründet (vgl. BGH ürt. v. 24. Mai 1972, IV ZR 65/71, NJW 1972, 1373, 1374).
BGH, URTEIL vom 3.0.1985, Az. VIII ZR 238/83 8 Hiernach bedarf es keiner Entscheidung mehr, ob der gerügte Verfahrensverstoß möglicherweise dadurch nach § 295 ZPO geheilt ist, daß der Prozeßbevollmächtigte der Klägerin vor dem Berufungsgericht nach Abschluß der Beweisaufnahme ohne entsprechende Rüge abschließend zur Sache verhandelt hat (vgl. dazu BVerwG Urteil vom 2. Juli .1976 und BGH Beschluß vom 25. März 1980 aaO) .
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1983, Az. iVb ZB 29/82 Bei der Frage, in welchem Zeitpunkt dann die Rechtshängigkeit eintritt, ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zu unterscheiden: Wenn die Klage überhaupt nicht zugestellt worden war, ist es so anzusehen, als sei sie in dem Augenblick zugestellt, in dem dieser Mangel nach § 295 ZPO geheilt wird; Rechtshängigkeit tritt daher in derartigen Fällen mit dem Verlust des Rügerechtes ex nunc ein (BGHZ 25» 66, 75; Johannsen in der Anmerkung zu diesem Urteil bei LM ZPO § 295 Nr, 13; vgl. dazu auch BGH Urteil vom 5. Juni 1961 - III ZR 73/60 -NJW 1961, 1627, 1629; von dieser Beurteilung geht weiterhin die Ent sehe idling vom 22. Dezember 1952 - III ZR 132/52 LM DBG § 143 Nr. 4 - aus).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.1982, Az. IVb ARZ 21/82 hat den Mangel in dem der Zustellung folgenden Termin am 6. April 1982 zwar nicht gerügt, obwohl er offenkundig war und nicht als unverzichtbar gemäß § 295 Abs. 2 ZPO angesehen werden kann (BGHZ 65, 46, 47).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.1981, Az. V blw 17/80 (Entschuldbare Unkenntnis der Rechtslage könne die Wiedereinsetzung rechtfertigen.) (8)	BGH LM § 295 ZPO Nr. 15; BVerfGE 34, 8
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.1980, Az. III ZR 104/80 Es ist anerkannt, daß § 295 ZPO auch auf Verstöße gegen § 524 Abs. 2 Satz 2 ZPO Anwendung findet (Stein/Jonas/Grunsky ZPO 20. Aufl. § 524 Rdn. 13; vgl. auch BGHZ 40, 179 und BGH NJW 1979, 2518 m.weit.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 1.6.1980, Az. 2 BvR 831/76 § 295 ZPO geheilt ist (vgl. Senatsurteil BGHZ 40, 148, 155 f).
BGH, Urteil vom 3.4.1976, Az. VIII ZR 281/74 Eine unberechtigte Zeugnisverweigerung ist ein Verfahrensmangel, auf dessen Rüge eine Partei verzichten kann und den sie deshalb nicht mehr geltend machen kann, wenn sie in der nächsten mündlichen Verhandlung, die auf das mangelhafte Verfahren folgt, den ihr bekannten Mangel nicht gerügt hat (§ 295 ZPO; BGH Urteil vom 18. Februar 1954 - IV ZR 126/53 = LM ZPO § 295 Nr. 9).
BGH, URTEIL vom 3.2.1976, Az. III ZR 175/75 Jedoch ist dieser Mangel der Klageerhebung mit der rügelosen Verhandlung am 21. September 1972 nach § 295 ZPO geheilt worden und die Zustellung der Klageschrift als im Zeitpunkt der Verhandlung erfolgt, die Sache als rechtshängig geworden anzusehen (vgl. dazu BGHZ 25, 66, 70 ff; LM Nr. 47 zu § 253 ZPO).
BGH, URTEIL vom 3.5.1975, Az. VIII ZR 254/74 Der an sich auch in der Revisionsinstanz zulässigen Beweiserhebung über die Ordnungsmäßigkeit der Klageschrift (vgl. BGHZ 31, 279, 281 f) bedarf es hier deshalb nicht, weil die Ungültigkeit der Unterzeichnung der Klage nach § 295 ZPO vom Beklagten nicht mehr gerügt werden kann.
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.1975, Az. II ZB 727/71 Das Berufungsgericht hat § 295 Abs. 1 ZPO, § 2o9 Abs. 1 und 3 BEG zutreffend angewandt: Erscheint eine Partei im Termin zur mündlichen Verhandlung nicht, so wird, wenn die Gegenseite wie hier einen Sachantrag stellt, auf einseitige mündliche Verhandlung entschieden (BGH RzW 1958, 116; 1959, 515).
BGH, URTEIL vom 1.11.1973, Az. II ZR 85/70 Ebenso entfällt ein rechtzeitiger und wirksamer Rügeverzicht nach § 295 ZPO (vgl. BGHZ 25, 66, 72 ff; BGH, Urt. v. 24.5.72 -IV ZR 65/71, NJW 1972, 1373).
BGH, URTEIL vom 4.8.1973, Az. III ZR 197/71 Im übrigen versagt § 295 ZPO ohnehin bei der Versäumung von Notfristen (BGHZ 25, 66).
BGH, URTEIL vom 5.9.1972, Az. I ZE 57/71 Der Rüge steht § 295 Abs. 1 ZPO entgegen (BGH LM § 295 ZPO Nr. 19).
BGH, URTEIL vom 3.5.1972, Az. IV ZR 53/71 Zwar gehört das Fehlen einer wirksamen Klage Zustellung zu den nach § 295 Abs. 1 ZPO heilbaren Verfahrensmängeln und diese Heilung gilt nicht nur für die prozessuale, sondern auch für die materielle Wirkung der Zustellung, weil das materielle Recht die Entscheidung darüber, ob eine wirksame Zustellung erfolgt ist, dem Prozeßrecht überläßt (RGZ 87, 271, 273; BGHZ 25, 66, 72).
BGH, URTEIL vom 3.4.1972, Az. IV ZR 65/71 Doch gehört das Fehlen der Klagezustellung zu den nach § 295 Abs. 1 ZPO heilbaren Verfahrensmängeln (BGHZ 4, 328, 335; 25, 66, 72).
BGH, Urteil vom 5.0.1972, Az. V ZR 183/69 diese Vernehmung vom vollbesetzten Senat beschlossen und dem Einzelrichter übertragen worden war (BGHZ 40, 179» 182/83)» so hat die Klägerin das Rügerecht hierzu nach § 295 ZPO verloren (BGHZ aaO S. 183/84).
BGH, URTEIL vom 5.1.1971, Az. V ZB 116/68 Damit ist eine Heilung des Mangels eingetreten (BGH WM aaO S. 404 = NJW aaO S. 635); zu den Vorschriften, auf deren Befolgung wirksam nach § 295 Abs. 2 ZBO verzichtet werden kann, gehören auch die §§ 59 ff ZPO (Stein/Jonas/Schumann/Leipold, ZPO 19- Aufl. § 295 An. II 3 e)..
BGH, Urteil vom 4.5.1964, Az. Ill ZR 148/63 8 pflichtet werden, daß die der Klageschrift anhaftenden Mängel gemäß § 295 ZPO geheilt und deswegen bedeutungslos geworden seien» Denn die ’’Heilung', wesentlicher Mängel der Klageschrift wirkt erst vom Zeitpunkt der Behebung des Mangels an und kann nicht die Yfahrung einer im Zeitpunkt der Heilung bereits abgelaufenen Klageausschlußfrist bewirken (BGHZ 22, 254; LU Nr. 16 zu § 253 ZPO; das zur Veröffentlichung bestimmte Urteil des erkennenden Senats vom heutigen Tage in III ZR 192/63).
BGH, Urteil vom 1.4.1963, Az. II ZR 56/61 Richtig ist auch, daß dieser Mangel unverzichtbar ist, da er kein Verfahrensmangel im Sinne des § 295 ZPO, sondern ein Fehler der Urteilsfällung ist (BGH IM § 1421 Nr. 1).
BGH, Urteil vom 2.2.1963, Az. VI ZR 96/62 Auf die Einhaltung dieser Formvorschrift haben die Beklagten jedoch dadurch wirksam nach § 295 ZPO verzichtet, daß sie sich anschließend rügelos auf die Verhandlung zur Beweisaufnahme eingelassen haben (BGH IM § 295 ZPO Hr. 15/16).
BGH, vom 1.3.1957, Az. II ZR 23/56 Darin liegt keine Heilung nach § 295 ZPO, weil es sich um einen unverzichtbaren Mangel bei einer Zustellung handelt, die eine Notfrist in lauf setzen soll (RGZ 99, 140; BGH aaO), .
BGH, Urteil vom 5.11.1952, Az. iv zh 55/52 Das vorliegende Erkenntnis, dessen Verkündung durch Zustellung der Urteilsformel ersetzt wurde, ist ein Urteil im Hechtssinne«Der Beklagte würde auch, nachdem er sein Einverständnis mit der im Gesetz vorgesehenen schriftlichen Entscheidung erklärt hatte, ein Hügerecht hinsichtlich der für eine solche vorgesehenen Art der Verkündung gemäß § 295 ZPO verloren haben (so auch Stein-Jonas-Schönke aaO; vgl auch-RGZ 161, 63 f and BGHZ vom 7*10*1953 - II ZR 208/52 -),
BGH, URTEIL vom 6.9.1868, Az. II ZR 128/69 § 295 Abs. 2 ZPO gilt (BGHZ 45, 237, 242).