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Timestamp: 2017-10-18 14:35:57
Document Index: 155234764

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 13', '§ 34', '§ 52', '§ 141', '§ 40', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 52', '§ 125', '§ 6', '§ 4']

steuernetz.de - EStG - § 13 a: Ermittlung des Gewinns aus Land- und Forstwirtschaft nach Durchschnittssätzen
§ 13 a: Ermittlung des Gewinns aus Land- und Forstwirtschaft nach Durchschnittssätzen
[1] Der Gewinn ist für einen Betrieb der Land- und Forstwirtschaft nach den Absätzen 3 bis 6 zu ermitteln, wenn
die selbstbewirtschaftete Fläche der landwirtschaftlichen Nutzung (§ 34 Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe a ) ohne Sonderkulturen (§ 52 ) nicht 20 ha überschreitet und
die Tierbestände insgesamt 50 Vieheinheiten (Anlage 1 zum ) nicht übersteigen und
der Wert der selbst bewirtschafteten Sondernutzungen nach Absatz 5 nicht mehr als 2 000 DM je Sondernutzung beträgt.
[2] Der Gewinn ist letztmalig für das Wirtschaftsjahr nach Durchschnittssätzen zu ermitteln, das nach Bekanntgabe der Mitteilung endet, durch die die Finanzbehörde auf den Beginn der Buchführungspflicht (§ 141 Absatz 2 ) oder den Wegfall einer anderen Voraussetzung des Satzes 1 hingewiesen hat.
[1] Auf Antrag des Steuerpflichtigen ist für einen Betrieb im Sinne des Absatzes 1 der Gewinn für 4 aufeinander folgende Wirtschaftsjahre nicht nach den Absätzen 3 bis 6 zu ermitteln. [2] Wird der Gewinn eines dieser Wirtschaftsjahre durch den Steuerpflichtigen nicht durch Betriebsvermögensvergleich oder durch Vergleich der Betriebseinnahmen mit den Betriebsausgaben ermittelt, ist der Gewinn für den gesamten Zeitraum von 4 Wirtschaftsjahren nach den Absätzen 3 bis 6 zu ermitteln. [3] Der Antrag ist bis zur Abgabe der Steuererklärung, jedoch spätestens 12 Monate nach Ablauf des 1. Wirtschaftsjahres, auf das er sich bezieht, schriftlich zu stellen. [4] Er kann innerhalb dieser Frist zurückgenommen werden.
[1] Durchschnittssatzgewinn ist die Summe aus
[2] Abzusetzen sind verausgabte Pachtzinsen und diejenigen Schuldzinsen und dauernden Lasten, die Betriebsausgaben sind. [3] Die abzusetzenden Beträge dürfen insgesamt nicht zu einem Verlust führen.
[1] Die Höhe des Grundbetrags richtet sich bei der landwirtschaftlichen Nutzung ohne Sonderkulturen nach dem Hektarwert (§ 40 Absatz 1 Satz 3 ) der selbstbewirtschafteten Fläche. [2] Je Hektar der landwirtschaftlichen Nutzung sind anzusetzen
bei einem Hektarwert bis 300 DM 205 EUR,
bei einem Hektarwert über 300 DM bis 500 DM 307 EUR,
bei einem Hektarwert über 500 DM bis 1 000 DM 358 EUR,
bei einem Hektarwert über 1 000 DM bis 1 500 DM 410 EUR,
bei einem Hektarwert über 1 500 DM bis 2 000 DM 461 EUR,
bei einem Hektarwert über 2 000 DM 512 EUR.
[1] Als Sondernutzungen gelten die in § 34 Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe b bis e genannten Nutzungen, die in § 34 Absatz 2 Nummer 2 genannten Wirtschaftsgüter, die Nebenbetriebe (§ 34 Absatz 2 Nummer 3 ) und die Sonderkulturen (§ 52 ). [2] Die Werte der Sondernutzungen sind aus den jeweils zuletzt festgestellten Einheitswerten oder den nach § 125 ermittelten Ersatzwirtschaftswerten abzuleiten. [3] Bei Sondernutzungen, deren Werte jeweils 500 DM übersteigen, ist für jede Sondernutzung ein Zuschlag von 512 EUR zu machen. [4] Satz 3 ist bei der forstwirtschaftlichen Nutzung nicht anzuwenden.
[1] In den Durchschnittssatzgewinn sind über die nach den Absätzen 4 und 5 zu ermittelnden Beträge hinaus auch Gewinne, soweit sie insgesamt 1 534 EUR übersteigen, einzubeziehen aus
der Auflösung von Rücklagen nach § 6 c und von Rücklagen für Ersatzbeschaffung.
[2] Bei der Ermittlung der Gewinne nach Satz 1 Nummer 1 und 2 ist § 4 Absatz 3 entsprechend anzuwenden. [3] Der Gewinn aus den in Nummer 3 genannten Tätigkeiten beträgt 35 % der Einnahmen.