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Timestamp: 2016-10-26 00:40:53
Document Index: 223268624

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 53', 'Art. 53', 'BGE', 'BGE', 'Art. 65', 'Art. 66']

8C_139/2014 (10.06.2014)
8C_139/2014 { T 0/2 } � � Urteil vom 10. Juni 2014
Unfallversicherung (Leistungseinstellung, nat�rlicher Kausalzusammenhang),
vom 23. Dezember 2013.
Aufgrund zweier am 3. August 1991 (Gleitschirmabsturz aus 10 bis 15 Metern H�he) und am 7. Oktober 2006 (Versuch, ins Stolpern geratene Ehefrau aufzufangen) erlittener Unf�lle erbrachte die AXA Versicherungen AG (nachstehend: AXA) als Rechtsnachfolgerin der Winterthur-Versicherungen A.________ (Jg. 1960) bis 2011 Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggelder), welche sie mit Verf�gung vom 12. August 2011, best�tigt mit Einspracheentscheid vom 31. Mai 2012, per 31. Mai 2011 einstellte.
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies die gegen diese Leistungseinstellung erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 23. Dezember 2013 ab.
A.________ l�sst Beschwerde ans Bundesgericht f�hren mit dem Antrag, die AXA sei - unter Aufhebung des kantonalen Entscheids - zu verpflichten, ihm f�r die Unf�lle in den Jahren 1991 und 2006 die gesetzlichen Leistungen �ber den 31. Mai 2011 hinaus zu erbringen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss den Art. 95 f. BGG erhoben werden. Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder der Unfallversicherung ist das Bundesgericht - anders als in den �brigen Sozialversicherungsbereichen (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) - nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG). Es wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), pr�ft indessen - unter Beachtung der Begr�ndungspflicht in Beschwerdeverfahren (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) - nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
Die f�r die Beurteilung der streitigen Leistungen massgebenden gesetzlichen Bestimmungen und die hiezu von der Rechtsprechung weiter konkretisierten Grundlagen sind im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt worden, worauf verwiesen wird. Es betrifft dies namentlich die f�r die Leistungspflicht der Unfallversicherung unabdingbaren Anspruchsvoraussetzungen des nat�rlichen und des (kumulativ erforderlichen) ad�quaten Kausalzusammenhanges zwischen versichertem Unfallereignis und eingetretenem Schaden (BGE 129 V 177 E. 3 S. 181 ff. mit Hinweisen), die Einstellung vor�bergehender Leistungen (Taggelder, Heilbehandlung), wenn (unter anderem) von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten ist (Art. 19 Abs. 1 UVG), sowie das nach Ablauf einer gewissen Zeit m�gliche Dahinfallen der Unfallkausalit�t noch bestehender Beschwerden und die diesfalls zu beachtende Beweislage (vgl. RKUV 2000 Nr. U363 S. 45 E. 2 mit Hinweis).
3.1.�Das kantonale Gericht hat sich der Ansicht der Beschwerdegegnerin angeschlossen, wonach die laut Erg�nzungsgutachten des Zentrums B.________ vom 1. M�rz 2012 sowie der Stellungnahme ihres beratenden Arztes Dr. med. C.________ vom 18. Oktober 2011 bestehende Osteoporose der Wirbels�ule bereits im Zeitpunkt des Unfalles im Jahre 1991 und sogar schon 1981 vorgelegen habe und demnach mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit nicht unfallbedingt sei; die orthop�disch und neurologisch residuell noch verbliebenen Unfallfolgen erforderten keine weitere Heilbehandlung mehr. Nach einl�sslicher und sorgf�ltiger Pr�fung der medizinischen Aktenlage ist es wie schon die Beschwerdegegnerin zum Schluss gelangt, dass der medizinische Endzustand sp�testens Ende Mai 2011 erreicht gewesen sei; angesichts der nach den Unf�llen in den Jahren 1991 und 2006 �ber Jahre hinweg anhaltenden vollst�ndigen Arbeitsf�higkeit mit lediglich sporadischen konservativen Behandlungsmassnahmen sei damals von weiteren �rztlichen Vorkehren keine wesentliche Besserung mehr zu erwarten gewesen, sodass - Eingliederungsmassnahmen standen aktuell keine zur Diskussion - die Leistungseinstellung auf diesen Zeitpunkt hin nicht zu beanstanden sei.
3.2.�Bez�glich der - anders als die �brigen (unbestrittenermassen) unfallkausalen Sch�digungen - als noch behandlungsbed�rftig erachteten Osteoporose hat das kantonale Gericht die Kausalit�tsfrage einer eingehenden Pr�fung unterzogen. Dabei ist es nach ausf�hrlicher Auseinandersetzung mit den vorhandenen medizinischen Unterlagen zur Erkenntnis gelangt, dass die Osteoporose der Wirbels�ule gleich wie die in der Wirbels�ule ebenfalls vorhandene Osteopenie - beides wird von den Gutachtern des Zentrums B.________ als unfallunabh�ngig und wahrscheinlich genetischen Ursprungs, von Dr. med. C.________ als mit Sicherheit vorbestehend bezeichnet - nicht Folge des Unfalles vom 3. August 1991 sei; dies auch nicht indirekt, denn die osteoporotischen Knochenver�nderungen liessen sich nicht auf die l�ngere Zeit anhaltende Immobilit�t (nach dem Gleitschirmabsturz) zur�ckf�hren, seien solche bei gesunden jungen Erwachsenen (der Beschwerdef�hrer war damals knapp 31 Jahre alt) doch reversibel.
3.3.�Vor diesem Hintergrund stufte die Vorinstanz die 2006 erlittene Lendenwirbelfraktur (LWK5) - welche der Beschwerdef�hrer gleich wie die angegebenen lumbalen R�ckenbeschwerden auf den seinerzeitigen Unfall vom 7. Oktober 2006 zur�ckf�hren will, von der Beschwerdegegnerin aber nie als unfallkausal anerkannt worden ist - unter Berufung auf das bundesgerichtliche Urteil 8C_380/2011 vom 20. Oktober 2011 (in: SVR 2012 UV Nr. 8 S. 27) als blosse Gelegenheits- oder Zufallsursache ein, welche auf einen derart labilen Vorzustand getroffen sei, dass - sei es aus eigener Dynamik der pathogenen Schadensanlage heraus, sei es wegen Ansprechens auf einen beliebigen anderen Zufallsanlass - jederzeit mit einer solchen Sch�digung gerechnet werden musste, dem (bagatell�ren) Ereignis vom 7. Oktober 2006 mithin keine derart signifikante Bedeutung beizumessen sei, dass es eine Leistungspflicht des Unfallversicherers begr�nden k�nnte; die unfallm�ssige Einwirkung habe als anspruchshindernde Gelegenheits- oder Zufallsursache zu gelten, sodass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht zu Recht verneint habe.
Die Vorbringen in der Beschwerdeschrift verm�gen diese �berzeugend begr�ndete Betrachtungsweise des kantonalen Gerichts nicht in Frage zu stellen.
4.1.�Soweit in dieser Eingabe lediglich die bereits im vorinstanzlichen Verfahren vorgetragene Argumentation wiederholt wird, gen�gt diese der in Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG verlangten Begr�ndung nicht. Eine rechtsgen�gliche Beschwerdebegr�ndung setzt eine Auseinandersetzung mit den Erw�gungen im angefochtenen Entscheid voraus, welchem Erfordernis nicht Gen�ge getan wird, wenn lediglich die Ausf�hrungen in der vor Vorinstanz gef�hrten Beschwerde ohne jegliche Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid wiederholt werden (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f. und E. 2.3 S. 246 f.). In den Ziffern 8.2 und 9 seiner dem Bundesgericht eingereichten Rechtsschrift begn�gt sich der Beschwerdef�hrer weitestgehend mit einer wortw�rtlichen Wiederholung seiner Vorbringen im kantonalen Verfahren. Eine Bezugnahme auf die vorinstanzlichen Erw�gungen mit klarer Darlegung der beanstandeten Aspekte fehlt dabei. Insoweit kann im bundesgerichtlichen Verfahren auf die Beschwerde nicht weiter eingegangen werden.
4.2.�Der Beschwerdef�hrer setzt sich dagegen zur Wehr, dass Vorinstanz und Verwaltung die (nat�rliche) Unfallkausalit�t des vorhandenen osteoporotischen Leidens verneint haben.
4.2.1.�Dahingestellt bleiben kann, ob - wie der Beschwerdef�hrer behauptet - dieses seitens der Beschwerdegegnerin zun�chst (faktisch) anerkannt worden ist und in diesem Zusammenhang auch tats�chlich Leistungen zur Ausrichtung gelangt sind. Auch wenn dies zutreffen mag, steht einer Leistungseinstellung nichts entgegen, solange eine solche nicht mit einer R�ckforderung bereits bezahlter Betreffnisse verbunden ist und lediglich f�r die Zukunft (ex nunc et pro futuro) Wirkung entfaltet. Stellt sich nach anf�nglicher Anerkennung der Leistungspflicht heraus, dass die Voraussetzungen daf�r - bei richtiger Betrachtungsweise - nicht gegeben waren, kann unter diesen Vorbehalten eine Leistungseinstellung selbst dann erfolgen, wenn kein R�ckkommenstitel, sei es im Sinne einer Wiedererw�gung (Art. 53 Abs. 2 ATSG), sei es im Sinne einer prozessualen Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG), vorliegt (vgl. dazu BGE 130 V 380 E. 3.2 S. 384 f. mit Hinweisen, Urteil 8C_252/2013 vom 8. Juli 2013 E. 3).
4.2.2.�In W�rdigung der medizinischen Aktenlage ist das kantonale Gericht zum Schluss gelangt, dass die Ursache der Osteoporose des Beschwerdef�hrers angesichts der bei jungen Erwachsenen zu erwartenden Reversibilit�t derselben nicht in der durch den Gleitschirmabsturz im Jahre 1991 bedingten l�ngeren Immobilit�tsphase zu sehen ist. Zur Untermauerung dieser Erkenntnis verwies es auf den in Heft 1/2010 (S. 8 f.) der Fachzeitschrift Spectrum Osteoporose erschienenen Artikel "Immobilisations-Osteoporose" von Frau Prof. Dr. med. Preisinger, Wien. Entgegen der Argumentation des Beschwerdef�hrers handelt es sich bei diesem Fachartikel nicht um ein Beweismittel, mit welchem allenfalls umstrittene sachverhaltliche Elemente des konkreten Einzelfalles nachgewiesen werden k�nnten. Von einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs - welche der Beschwerdef�hrer darin erblicken will, dass ihm die Vorinstanz diesen Artikel nicht vor Erlass ihres nunmehr angefochtenen Entscheids vorgelegt hat - kann daher keine Rede sein. Es geht einzig um die von der Vorinstanz als Entscheidungsgrundlage medizinischer Art getroffene Annahme, dass eine zufolge l�nger anhaltender Immobilit�t bewirkte Osteoporose bei jungen, gesunden Personen reversibel sei. Der Nachweis eines solchen im medizinischen Fachbereich anzusiedelnden Geschehensablaufs ist letztlich von der medizinischen Wissenschaft zu erbringen. Ein Gericht kann lediglich seine Entscheide anhand des aktuellen wissenschaftlichen Standes begr�nden, nicht aber selbst "Beweise" in fachfremden Gebieten erbringen oder von betroffenen Parteien erbringen lassen. Sind f�r einen juristischen Entscheid erforderliche Pr�sumptionen medizinischer Art in der medizinischen Wissenschaft (noch) nicht allgemein anerkannt und existieren diesbez�glich deshalb unterschiedliche fach�rztliche Auffassungen, l�sst sich nicht vermeiden, dass sich ein Gericht notgedrungen auf eine dieser divergierenden Ansichten beruft, sich einer davon anschliesst. In diesem Sinne l�sst sich die Zitierung des erw�hnten Beitrages der Frau Prof. Dr. med. Preisinger in einer Fachzeitschrift durch die Vorinstanz nicht beanstanden, zumal aufgrund der Vorbringen des Beschwerdef�hrers kein Anlass besteht, deren Fachkompetenz in Frage zu stellen.
4.2.3.�Das kantonale Gericht ist denn auch nicht ausschliesslich gest�tzt auf den erw�hnten Beitrag der Frau Prof. Dr. med. Preisinger in einer Fachzeitschrift zu seiner Erkenntnis gelangt, sondern hat dabei auf mehrere den konkreten Einzelfall betreffende �rztliche Berichte abstellen k�nnen. So beruhen seine Schlussfolgerungen etwa auf dem Gutachten des Zentrums B.________ vom 23. Februar 2011, der dieses erg�nzenden Stellungnahme vom 31. M�rz 2011, der zus�tzlichen Expertise dieser Institution vom 1. M�rz 2012 und den Erkl�rungen ihres Vertrauensarztes Dr. med. C.________ vom 18. Oktober 2011. Die Gutachter des Zentrums B.________ wie auch Dr. med. C.________ sind �bereinstimmend der Ansicht, dass bereits 1981 und damit auch im Zeitpunkt des Gleitschirmabsturzes im Jahre 1991 eine Osteoporose vorgelegen habe, welche weder als unmittelbare noch als - zufolge l�ngerer Immobilit�t - indirekte Unfallfolge gelten k�nne. Die �rzte des Zentrums B.________ sprechen in ihrer Stellungnahme vom 1. M�rz 2012 gar von einer juvenilen Osteoporose, was auch die doch ungew�hnlich h�ufigen Frakturen des Beschwerdef�hrers schon in fr�heren Jahren erkl�ren w�rde. Vor diesem Hintergrund erscheinen die vorinstanzlichen �berlegungen, wonach die Osteoporose des Beschwerdef�hrers nicht auf eines der versicherten Unfallereignisse zur�ckzuf�hren ist, ihrerseits aber mitbestimmender Faktor f�r die 2006 erlittene Fraktur war, durchaus fundiert, wohingegen die Einw�nde des Beschwerdef�hrers kaum stichhaltig sind. Namentlich ist die Vorinstanz der Berufung auf die Kurzatteste der Dres. med. D.________ (Aktennotiz �ber Besprechung vom 28. Februar 2007 sowie Auskunft vom 22. August 2008, Bericht vom 3. Dezember 2008) und E.________ (Zeugnis vom 14. Juli 2010) mit plausibler Begr�ndung, welcher seitens des Bundesgerichts nichts beizuf�gen ist, entgegengetreten. Ins Gewicht f�llt dabei insbesondere, dass sich diese beiden �rzte nicht mit der Ursache der Osteoporose, sondern prim�r mit derjenigen der Wirbelk�rperfraktur vom 7. Oktober 2006 befasst haben. Daraus kann der Beschwerdef�hrer nichts zu seinen Gunsten ableiten. Von den beantragten zus�tzlichen Abkl�rungen sind angesichts der bereits umfassend dokumentierten und eine schl�ssige Beurteilung erlaubenden Aktenlage keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, die sich auf das Ergebnis der Kausalit�tsbeurteilung auswirken k�nnten, weshalb davon in antizipierter Beweisw�rdigung (BGE 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162) abzusehen ist.
5.�Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG) vom Beschwerdef�hrer als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).