Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%2013/03
Timestamp: 2019-12-06 17:46:51
Document Index: 39865727

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 826', '§ 826', '§ 826', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 826', 'BGH', '§ 826', 'BGH', '§ 826', 'BGH', '§ 826', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: II ZR 13/03 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 19.05.2005
https://dejure.org/2005,962
BGH, 28.02.2005 - II ZR 13/03 (https://dejure.org/2005,962)
BGH, Entscheidung vom 28.02.2005 - II ZR 13/03 (https://dejure.org/2005,962)
BGH, Entscheidung vom 28. Februar 2005 - II ZR 13/03 (https://dejure.org/2005,962)
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Deliktische Haftung bei unrichtigen Prospektangaben
Deliktische Haftung von Prospektverantwortlichen; Voraussetzungen der Prospekthaftung bei vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung; Veranlassung von Anlegern mit Hilfe unrichtiger Prospektangaben zum Vertragsschluss durch arglistige Täuschung; Abgrenzung zwischen dem ...
Deliktische Haftung der Prospektverantwortlichen bei Veranlassung zum Vertragsschluss durch Täuschung
Zur Frage der Haftung von Prospektverantwortlichen nach § 826 BGB wegen arglistiger Täuschung eines Anlegers
Deliktische Haftung wegen unrichtiger Prospektangaben
Prospekthaftungsanspruch aus § 826 BGB erfordert arglistige Täuschung des Prospektverantwortlichen
Zu den Voraussetzungen der deliktischen Haftung von Prospektverantwortlichen wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung
Haftung von Prospektverantwortlichen nach § 826 BGB wegen arglistiger Täuschung eines Anlegers
Kurznachricht zu "Kurzkommentar zur Entscheidung des BGH vom 28.2.2005, II ZR 13/03 (deliktische Haftung von Prospektverantwortlichen)" von RiBGH Prof. Dr. Markus Gehrlein, original erschienen in: BB 2005, 963 - 964.
BGH, 19.05.2005 - II ZR 13/03
NJW-RR 2005, 751
ZIP 2005, 709
MDR 2005, 925
WM 2005, 736
BB 2005, 963
DB 2005, 1325
Die Verwerflichkeit kann sich auch aus einer bewussten Täuschung ergeben (vgl. Senatsurteil vom 21. Dezember 2004 - VI ZR 306/03, BGHZ 161, 361, 366 für das Erschleichen eines Wohnungsbauförderungsdarlehens durch Falschangaben;… BGH, Urteile vom 3. Dezember 2013 - XI ZR 295/12, aaO Rn. 24; vom 28. Februar 2005 - II ZR 13/03, aaO).
Im Rahmen des Deliktsrechts kann der Geschädigte nur verlangen, so gestellt zu werden, als hätte er den Kauf nicht getätigt, nicht jedoch so, als hätte der Verkäufer seinen Kaufvertrag korrekt erfüllt (BGH, Urteile vom 28. Februar 2005 - II ZR 13/03, NJW-RR 2005, 751, unter III 1; vom 18. Januar 2011 - VI ZR 325/09, BGHZ 188, 78).
Der "deliktsrechtliche Prospekthaftungsanspruch" nach § 826 BGB kann selbständig neben einem Anspruch nach den Grundsätzen der bürgerlich-rechtlichen Prospekthaftung bestehen (BGH, Urteil vom 28. Februar 2005, II ZR 13/03;… Wagner in: MüKo, BGB, 4. Auflage, § 826 Rn 61), so dass es nicht darauf ankommt, ob die Voraussetzungen des letztgenannten hier gegeben wären und der Anspruch trotz erhobener Verjährungseinrede auch durchsetzbar wäre.
Bei einer Haftung wegen fehlerhafter oder unvollständiger Prospektangaben kann eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung insbesondere darin liegen, dass ein Anleger durch Prospektangaben arglistig getäuscht wird (BGH, Urteil vom 28. Februar 2005, II ZR 13/03).
Daher muss es insoweit bei der allgemeinen Verjährungsfrist für deliktische Ansprüche verbleiben (…Staudinger-Oechsler aaO, § 826 Rn 176; vgl. auch BGH, Urteil vom 28. Februar 2005, II ZR 13/03).
Voraussetzung für eine Haftung des Herausgebers eines Kapitalanlageprospekts wegen vorsätzlich sittenwidriger Schädigung nach § 826 BGB gegenüber den Anlegern ist, dass diese durch den Fondsprospekt über Risiken der Kapitalanlage getäuscht und dadurch arglistig zum Vertragsschluss veranlasst worden sind (vgl. BGH, Urteil vom 28. Februar 2005 - II ZR 13/03 - juris Rn. 10 f.).
Der Klägerin ist zwar grundsätzlich beizupflichten, dass eine solche Haftung eingreifen kann, sofern sie durch die Beklagten unabhängig von dem Inhalt des Prospekts durch Täuschung zur Übernahme der Beteiligung bestimmt worden ist (vgl. BGH ZIP 2005, 709).
Daneben muss es den Beklagten darauf angekommen sein, mit Hilfe einer solchen unrichtigen Erklärung sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen (vgl. dazu BGH ZIP 2005, 709).
Bei einer Haftung wegen fehlerhafter oder unvollständiger Prospektangaben kann eine vorsätzlich sittenwidrige Schädigung insbesondere darin liegen, dass ein Anleger durch Prospektangaben arglistig getäuscht wird (BGH, Urt. v. 28.02.2005, II ZR 13/03;… OLG Düsseldorf, Urt. v. 26.01.2007, 16 U 85/06).
In gleicher Weise führt es zur deliktischen Haftung des Geschäftsführers, wenn ein Anleger mit Hilfe unrichtiger (Prospekt-)Angaben durch arglistige Täuschung zum Vertragsschluss veranlasst werden soll (BGH WM 1986, 1383; BGH WM 2005, 736.).
https://dejure.org/2005,27936
BGH, 19.05.2005 - II ZR 13/03 (https://dejure.org/2005,27936)
BGH, Entscheidung vom 19.05.2005 - II ZR 13/03 (https://dejure.org/2005,27936)
BGH, Entscheidung vom 19. Mai 2005 - II ZR 13/03 (https://dejure.org/2005,27936)
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