Source: https://www.zfp-emmendingen.de/klinik-fuer-forensische-psychiatrie-psychotherapie
Timestamp: 2019-05-22 13:04:58
Document Index: 380357210

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 21', '§ 63', '§ 64', '§ 453', '§ 126', '§ 81', '§ 67', '§ 63', '§ 64', '§ 63', '§ 63', '§ 63', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 126']

Klinik für Forensische Psychiatrie & Psychotherapie | Zentrum für Psychiatrie Emmendingen
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Die Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie behandelt und betreut 174 Patienten (8 Stationen und 43 Wohngemeinschaften) nach den gesetzlichen Maßregeln der Besserung und Sicherung (Maßregelvollzug).
Die Klinik ist zuständig für Patienten, die aufgrund einer psychischen Störung eine Straftat begangen haben und dabei häufig schuldunfähig (§ 20 StGB) oder vermindert schuldfähig (§ 21 StGB) waren. Die Patienten werden aufgrund ihrer krankheitsbedingten potentiellen Gefährlichkeit unter gesicherten Bedingungen behandelt (§ 63 und § 64 StGB, § 453c StPO) oder müssen im Vorfeld einer eventuellen Unterbringung hier beobachtet und begutachtet werden (§ 126a StPO, § 81 StPO).
Darüber hinaus führt die Klinik Kriseninterventionen für bewährungsentlassene, ehemalige forensische Patienten durch (§ 67h StGB).
Einzel- und Gruppenpsychotherapie zu unterschiedlichen Problem­stellungen, bezugspflegerische Betreuung, Soziales Kompetenztraining, Gewaltprävention, Affektkontrolltraining, Psychoedukation, Gestal­tungstherapie, differenzierte Arbeitstherapie in verschiedenen Werk­stätten, Schulunterricht und Sporttherapie sowie individuell gestal­tete Tages- und Wohnstrukturen bilden den Schwerpunkte der Behandlung.
Die Forensische Klinik verfügt über eine eigene Forensische Ambulanz zur Weiterbetreuung bewährungsentlassener Patienten und über eine Gutachtenstelle. Ziel der Behandlung ist die psychosoziale Rehabilitation mit Persönlichkeits- und Verhaltensänderungen, die zu einem abstinenten, sozialverantwortlichen, konstruktiv-konfliktfähigen Leben ohne Delinquenz in Selbstständigkeit oder in betreuten Einrichtungen befähigt. Eine weitere Aufgabe ist die Unterbringung und Betreuung von nicht entlassbaren Patienten.
Neben der Kooperation mit nachsorgenden Einrichtungen arbeitet die Forensische Klinik eng mit den für die Vollstreckung des Maßregelvoll­zugs verantwortlichen Staatsanwaltschaften und der für Rechtsmittel und Bewährungsentlassungen zuständigen Strafvollstreckungskammern zu­sammen und betreibt Öffentlichkeitsarbeit, um die Akzeptanz der Bevöl­kerung für die Arbeit der Forensischen Klinik zu erhöhen.
Nach Untersuchungen am ZfP Emmendingen haben ergeben, dass 80 % der nach § 63 StGB und über 60 % der nach § 64 StGB eingewiesenen Patienten 7 Jahre nach ihrer Entlassung aus dem Maßregelvollzug straffrei geblieben sind.
Station 20 ist eine geschlossene, gemischt-geschlechtliche Behandlungsstation mit 17 Plätzen für nach § 63 StGB untergebrachte Patienten, die meist unter schizophrenen oder schizoaffektiven Psychosen leiden. Bei vielen besteht gleichzeitig eine Abhängigkeit von Suchtmitteln (Doppeldiagnosen). Ebenfalls sehr häufig sind ausgeprägte krankheitsbedingte Einschränkungen der sozialen und beruflichen Fähigkeiten. Vorrangige Zielsetzung der Therapie ist die nachhaltige Besserung der Erkrankung und der krankheitsbedingten Defizite. Dazu gehört, einen angemessenen Umgang mit der Erkrankung zu erarbeiten und sich mit dem Unterbringungsdelikt und den Umständen, die zur Straffälligkeit geführt haben, auseinanderzusetzen.
Therapieziele der Station:
Erarbeitung einer stabilen Krankheits und Behandlungseinsicht
Individuelle Förderungen von sozialen Alltagskompetenzen (Eigeninitiative, Selbständigkeit, Selbstversorgung, Tagesstruktur, Hygiene)
Förderung von Beziehungsfähigkeit, persönlichen Fähigkeiten und Interessen
Erarbeitung von individuellen Strategien zur Rückfallprävention und Krisenbewältigung
Klärung finanzieller und rechtlicher Probleme
Lebensführung ohne neue Straftat
Station 21 ist eine geschlossene Behandlungsstation mit 17 Plätzen für nach § 63 StGB untergebrachte Patienten, die meist an Persönlichkeitsstörungen leiden. Zielsetzung der Therapie ist die Herstellung von stabilen äußeren und inneren Bedingungen für ein zukünftiges Leben in Straffreiheit und die dauerhafte Abstinenz von Suchtmitteln. Die Therapie beinhaltet neben der Aufarbeitung der lebensgeschichtlichen Hintergründe der Erkrankung und individueller Konfliktkonstellationen den Erwerb sozialer Kompetenzen, um die Fähigkeit zur Problembewältigung und das Selbstwertgefühl zu verbessern. Diesen therapeutischen Zielen dienen die in der Stationsordnung beschriebenen grundlegenden Prinzipien des Behandlungskonzeptes. In ihm hat die soziale Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Stationsgemeinschaft einen hohen Stellenwert. Individuelle Entwicklung und Eigenverantwortung entfalten sich innerhalb der Grenzen und Regeln eines therapeutischen Stufenplanes, welcher den Weg in die Selbständigkeit und Selbstverantwortung außerhalb der Klinik weisen soll.
Behandlungsziele der Station:
Straftat- und suchtmittelfreie Lebensführung
Erarbeitung rückfallpräventiver Strategien
Aufarbeitung finanzieller, sozialrechtlicher und arbeitsrehabilitativer Probleme
Förderung persönlicher Fähigkeiten und Interessen
Station 23 ist eine geschlossene, gemischt-geschlechtliche Behandlungsstation mit 17 Plätzen für nach § 63 StGB untergebrachte Patienten, die an Psychosen mit Residualveränderungen und Abhängigkeitserkrankungen als Komorbidität, Persönlichkeitsstörungen, hirnorganischen Störungen, Entwicklungsstörungen oder Minderbegabung, mit begleitenden Beziehungs- und Verhaltensauffälligkeiten leiden. Zielsetzung der Therapie ist die Herstellung von stabilen äußeren und inneren Bedingungen für ein zukünftiges Leben in Straffreiheit. Das bedeutet für unser Klientel meist die Vermittlung in eine geeignete Nachsorgeeinrichtung. Unser milieutherapeutisches Behandlungskonzept berücksichtigt die geringe psychische Belastbarkeit unserer Patienten und versucht gleichzeitig, drohenden Hospitalisierungstendenzen entgegenzuwirken. Schwerpunkt neben den ärztlich-psychotherapeutischen Behandlungsmaßnahmen ist vor allem eine differenzierte, individuelle pflegerische Betreuung in einem Bezugspflegesystem. Durch die Bezugspflege wird eine regelmäßige, den Tag strukturierende Präsenz für unsere Patienten gewährleistet. Gleichzeitig werden die Begleitung und Unterstützung bei der Alltagsbewältigung und bei lebenspraktischen Aufgaben ermöglicht. Die Aufarbeitung finanzieller oder sozialrechtlicher Probleme wie auch die Vermittlung in nachsorgende Einrichtungen bzw. die Organisation eines Nachsorgenetzes finden in Zusammenarbeit mit unserem Sozialdienst statt.
Erarbeitung einer stabilen Krankheits- und Behandlungseinsicht
Individuelle Förderung von sozialen Alltagskompetenzen (Eigeninitiative, Selbständigkeit Selbstversorgung, Tagesstruktur, Hygiene)
Straftaten- und suchtmittelfreie Lebensführung
Station 25 ist eine geschlossene Behandlungsstation für Menschen, die als Folge einer Suchterkrankung straffällig geworden sind und nach § 64 StGB untergebracht wurden. Zielsetzung der Therapie ist die dauerhafte Abstinenz von Suchtmitteln als Voraussetzung für ein straffreies Leben. Die Abstinenzforderung wird ergänzt durch das Bearbeiten von individuellen Konflikten und den Erwerb sozialer Kompetenzen, um die Fähigkeit zur Bewältigung von Problemen und das Selbstwertgefühl zu verbessern. Diesen therapeutischen Zielen dienen die in der Stationsordnung beschriebenen grundlegenden Prinzipien unseres Behandlungskonzeptes. In ihm hat die soziale Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Stationsgemeinschaft einen hohen Stellenwert. Individuelle Entwicklung und Eigenverantwortung entfalten sich innerhalb der Grenzen und Regeln eines therapeutischen Stufenplanes, welcher den Weg in die Selbständigkeit und Selbstverantwortung außerhalb der Klinik weisen soll.
Abstinenz von jeglichen Suchtmitteln
Förderung von Eigeninitiative / Selbständigkeit
Förderung von persönlichen Fähigkeiten und Interessen
Anbindung an ambulante Suchthilfeangebote
Lebensführung ohne neue Straftaten
Station 26 ist eine geschlossene Behandlungsstation für Menschen, die als Folge einer Suchterkrankung straffällig geworden sind und nach § 64 StGB untergebracht wurden. Zielsetzung der Therapie ist die dauerhafte Abstinenz von Suchtmitteln als Voraussetzung für ein straffreies Leben. Die Abstinenzforderung wird ergänzt durch das Bearbeiten von individuellen Konflikten und den Erwerb sozialer Kompetenzen, um die Fähigkeit zur Bewältigung von Problemen und das Selbstwertgefühl zu verbessern. Diesen therapeutischen Zielen dienen die in der Stationsordnung beschriebenen grundlegenden Prinzipien unseres Behandlungskonzeptes. In ihm hat die soziale Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Stationsgemeinschaft einen hohen Stellenwert. Individuelle Entwicklung und Eigenverantwortung entfalten sich innerhalb der Grenzen und Regeln eines therapeutischen Stufenplanes, welcher den Weg in die Selbständigkeit und Selbstverantwortung außerhalb der Klinik weisen soll.
Förderung von Eigeninitiative/Selbständigkeit
Station 27 ist eine geschlossene Behandlungsstation für Menschen, die als Folge einer Suchterkrankung straffällig geworden sind und nach § 64 StGB untergebracht wurden. Zielsetzung der Therapie ist die dauerhafte Abstinenz von Suchtmitteln als Voraussetzung für ein straffreies Leben. Die Abstinenzforderung wird ergänzt durch das Bearbeiten
von individuellen Konflikten und den Erwerb sozialer Kompetenzen, um die Fähigkeit zur Bewältigung von Problemen und das Selbstwertgefühl zu verbessern. Diesen therapeutischen Zielen dienen die in der Stationsordnung beschriebenen grundlegenden Prinzipien unseres Behandlungskonzeptes. In ihm hat die soziale Verantwortung des Einzelnen gegenüber der Stationsgemeinschaft einen hohen Stellenwert. Individuelle Entwicklung und Eigenverantwortung entfalten sich innerhalb der Grenzen und Regeln eines therapeutischen Stufenplanes, welcher den Weg in die Selbständigkeit und Selbstverantwortung außerhalb der Klinik weisen soll.
Station 28 ist die geschlossene Aufnahmestation für nach den §§ 126a , 81 und 453c StPO und 63 sowie 67h StGB untergebrachte Menschen.
Zielsetzung des Aufenthaltes ist:
eine umfassende medizinische und psychologische Diagnostik des Patienten
die Einleitung oder Fortsetzung notwendiger körpermedizinischer und psychiatrischer Behandlungsmaßnahmen
Information über den Behandlungsverlauf und die rechtlichen Rahmenbedingungen
die Entwicklung einer Behandlungsmotivation
die Klärung der finanziellen und sozialrechtlichen Probleme
Ziel und Aufgabe dieser Station ist es, den Patienten möglichst genau kennenzulernen, zur Mitarbeit zu motivieren und eine gemeinsame Vorstellung vom weiteren Behandlungsverlauf zu entwickeln.
Station 29 ist für Akut- und Krisenbehandlungen, die besondere Sicherung und Rückführung in Haft, sowie für die spezielle Einzelförderung in einem gesonderten Behandlungskompartiment zuständig. Jeder Patient wird individuell unter Berücksichtigung der besonderen Verlegungsgründe betreut. Grundsätzliches Ziel ist es, die Station 29 wieder verlassen zu können. Dies kann die Rückkehr auf die Aufnahme, bzw. Therapiestation bedeuten, in Einzelfällen auch die Resozialisierung, z.B. in eine betreute Wohnform oder ein Heim. Damit sich die Patienten auf Station 29 weiterentwickeln, werden vielfältige individuelle Förderungen angeboten. Die Probleme der Patienten können im Bereich der Sozialkompetenz, der Absprachefähigkeit, der aktuellen Gefährlichkeit oder des intrapsychischen Widerstands gegen Therapie und Veränderung liegen. Entsprechend breit gefächert sind die therapeutischen Ansätze.
Intervention bei Patienten mit psychiatrischen Krisen und Suchtmittelrückfällen
Herstellung einer Krankheits- und Behandlungseinsicht
Bei Krisenintervention Weiterbetreuung durch die
Therapeuten und die Bezugspflege der Stammstation
Länger anhaltende Sicherung von Patienten mit besonderen Problemen
Individualförderung von Patienten, die mit herkömmlichen Bedingungen einer Therapiestation nicht zurechtkommen
Begleitung von Patienten, die in Haft rückgeführt werden
Die Ohrakupunktur nach dem NADA-Protokoll ist geeignet als Basisbehandlung bei suchtkranken Menschen, um Entzugssymptome aller bekannten Suchtmittel zu lindern.
In der Klinik für Alterspsychiatrie besteht eine Gruppe von ehrenamtlichen Begleiter für ältere Menschen während ihres Klinikaufenthalts.
Die Aufgaben forensisch-psychiatrisch Pflegender sind vielfältig, unterscheiden sich z. B. in ihren Schwerpunkten je nach therapeutischem Auftrag und den Anforderungen einer Aufnahme- Therapie- oder Krisenstation.
Die Forensische Schule hat die Aufgabe, schulisches Basis- und Aufbauwissen bei Bedarf zu vermitteln. Zusätzlich bereitet die Schule auf den externen Hauptschulabschluss vor.
Das GPT findet regelmäßig in fester Gruppe von 8 Patienten statt. Das strukturierte Gruppenprogramm ist ein Training über 32 Stunden, in dem Kompetenzen zur Vorbeugung von gewalttätigem Verhalten erarbeitet werden.
Kognitives Training ist ein PC-gestütztes Hirnleistungstraining zur Verbesserung verschiedener neuropsychologischer Teilleistungen.
Taiji ist ein fester Bestandteil der Sporttherapie und ergänzt das Angebot durch konzentrative, achtsame und entspannende Bewegungen, die Wohlbefinden und Stressregulation fördern.
07641 461-1072
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Dr. Ralf Zehnle
07641 461-1329
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Oberpsychologin
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