Source: https://www.rechtslupe.de/sozialrecht/veroeffentlichung-zukuenftiger-pflege-transparenzberichte-366453
Timestamp: 2020-02-26 06:46:20
Document Index: 224507220

Matched Legal Cases: ['§ 114', '§ 115', '§ 115', '§ 24', '§ 112', '§ 112', '§ 69', '§ 112', '§ 113', '§ 84', '§ 112', '§ 113', '§ 113', '§ 114', '§ 112', '§ 72', '§ 131', 'Art 19', '§ 114', '§ 115', 'Art 12', '§ 115', '§ 114', '§ 114', '§ 115', 'Art 2', 'Art 1', '§ 115', '§ 114', 'Art 74', '§ 69', '§ 115', '§ 114', 'Art 74', '§ 82', 'Art 74', '§ 11', '§ 28', '§ 69', '§ 113', '§ 2', '§ 115', '§ 92', '§ 115', '§ 115', '§ 37', '§ 133', '§ 51', '§ 54', '§ 54', '§ 54', '§ 8', '§ 24', '§ 24', '§ 28', '§ 207', '§ 71', '§ 103', '§ 131', '§ 31', '§ 33', '§ 145', 'Art 1', 'Art 74', '§ 87', '§ 73', '§ 266', '§ 6', 'Art 12', '§ 11', '§ 35', '§ 27', '§ 139', '§ 35']

Ver­öf­fent­li­chung zukünf­ti­ger Pfle­ge-Trans­pa­renz­be­rich­te | Rechtslupe
Ver­öf­fent­li­chung zukünf­ti­ger Pfle­ge-Trans­pa­renz­be­rich­te
Eine vor­beu­gen­de Unter­las­sungs­kla­ge mit dem Ziel, die Erstel­lung und Ver­öf­fent­li­chung wei­te­rer Trans­pa­renz­be­rich­te über eine Pfle­ge­ein­rich­tung zukünf­tig zu unter­las­sen, ist man­gels eines qua­li­fi­zier­ten Rechts­schutz­be­dürf­nis­ses unzu­läs­sig. Der Betrei­be­rin dro­hen kei­ne unzu­mut­ba­ren Nach­tei­le, wenn sie auf nach­gän­gi­gen Rechts­schutz ver­wie­sen wird. Eine abs­trak­te Nor­men­kon­trol­le ist inso­weit im Sozi­al­ge­richts­ge­setz nicht vor­ge­se­hen.
Rechts­schutz durch vor­beu­gen­de Unter­las­sungs­kla­gen gegen Maß­nah­men der öffent­li­chen Gewalt ist in allen öffent­lich-recht­li­chen Pro­zess­ord­nun­gen nach der Recht­spre­chung der obers­ten Gerichts­hö­fe des Bun­des aus­nahms­wei­se nur eröff­net, wenn das Abwar­ten einer für die Zukunft mög­li­cher­wei­se zu gewär­ti­gen­den Beein­träch­ti­gung für die Betrof­fe­nen mit unzu­mut­ba­ren Rechts­schutz­ein­bu­ßen ver­bun­den wäre. Dafür hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt Anlass gese­hen in einem Fall, in dem wei­te­re Rechts­ver­let­zun­gen zu besor­gen waren, die gericht­li­che Klä­rung den Streit­fall end­gül­tig zu erle­di­gen ver­sprach und es für den Betrof­fe­nen nicht zumut­bar war, den Erlass wei­te­rer Ver­wal­tungs­ak­te abzu­war­ten 1. Ent­spre­chend fehlt es nach der Recht­spre­chung des 6. Senats des Bun­des­so­zi­al­ge­richts am Rechts­schutz­in­ter­es­se für eine vor­beu­gen­de Kla­ge, solan­ge der Betrof­fe­ne auf nach­träg­li­chen Rechts­schutz ver­wie­sen wer­den kann 2. Eben­so heben das BVerwG und der BFH in stän­di­ger Recht­spre­chung dar­auf ab, ob der Ver­weis auf nach­gän­gi­gen Rechts­schutz – ein­schließ­lich des einst­wei­li­gen Rechts­schut­zes – mit unzu­mut­ba­ren Nach­tei­len ver­bun­den wäre 3 bzw eine nicht oder nur schwer­lich wie­der­gut­zu­ma­chen­de Rechts­ver­let­zung dro­hen wür­de 4.
Eine sol­che Aus­nah­me­la­ge besteht hier nicht. Hier­für ist ent­ge­gen der Auf­fas­sung des LSG nicht aus­rei­chend, dass die Beklag­ten sich über­haupt wei­ter­hin zur Durch­füh­rung von jähr­li­chen Qua­li­täts­prü­fun­gen nach § 114 Abs 2 S 1 SGB XI und ent­spre­chen­den Pfle­ge-Trans­pa­renz­be­rich­ten nach § 115 Abs 1a SGB XI als berech­tigt anse­hen. Nach den dar­ge­leg­ten Maß­stä­ben könn­te nur dann aus­nahms­wei­se ein schutz­wür­di­ges Rechts­schutz­in­ter­es­se für die Inan­spruch­nah­me von vor­beu­gen­dem Rechts­schutz begrün­det sein, wenn der Klä­ge­rin wegen die­ser Vor­ge­hens­wei­se unzu­mut­ba­re Nach­tei­le dro­hen wür­den. Sol­che Nach­tei­le sind indes weder dar­ge­tan noch ansons­ten erkenn­bar.
Nach­tei­le die­ser Art dro­hen ins­be­son­de­re nicht des­halb, weil die Klä­ge­rin befürch­ten müss­te, gegen einen mög­li­chen wei­te­ren Prüf­be­richt nicht recht­zei­tig gericht­li­chen Rechts­schutz erlan­gen zu kön­nen. Dabei kann offen­blei­ben, ob der Ver­öf­fent­li­chung eines Pfle­ge-Trans­pa­renz­be­richts nach § 115 Abs 1a SGB XI eine Anhö­rung in ent­spre­chen­der Anwen­dung von § 24 Abs 1 SGB X vor­an­zu­ge­hen hät­te – was nahe lie­gen dürf­te – oder ob inso­weit der Lite­ra­tur zu fol­gen ist, wonach die Vor­schrift auf Realak­te – wozu die Ver­öf­fent­li­chung von Pfle­ge-Trans­pa­renz­be­rich­ten zählt – nicht anwend­bar ist 5. Denn jeden­falls nach der Ver­fah­rens­ord­nung der PTVS 2008 haben die Lan­des­ver­bän­de der Pfle­ge­kas­sen den Pfle­ge­ein­rich­tun­gen vor der Ver­öf­fent­li­chung die hier­für vor­ge­se­he­nen Ergeb­nis­se zu über­sen­den und den Ein­rich­tun­gen inner­halb einer Frist von 28 Kalen­der­ta­gen Gele­gen­heit zur Stel­lung­nah­me und zur Klä­rung strit­ti­ger Fra­gen zu geben 6. Hier­durch ist ver­fah­rens­recht­lich hin­rei­chend gewähr­leis­tet, dass vor der Ver­öf­fent­li­chung abträg­li­cher Pfle­ge-Trans­pa­renz­be­rich­te aus­rei­chend Raum für die Erör­te­rung der sach­li­chen Grund­la­gen und der maß­geb­li­chen Bewer­tungs­fra­gen zunächst zwi­schen der Ein­rich­tung und den Lan­des­ver­bän­den der Pfle­ge­kas­sen sowie ggf zur Ein­lei­tung von vor­läu­fi­gen Rechts­schutz­ver­fah­ren besteht. Dass dem in der prak­ti­schen Umset­zung den­noch unüber­wind­li­che Hür­den ent­ge­gen­ste­hen soll­ten, hat die Klä­ge­rin nicht dar­ge­tan und ist für das Bun­des­so­zi­al­ge­richt auch ansons­ten nicht ersicht­lich; die gro­ße Zahl sol­cher Ver­fah­ren um die geplan­te Ver­öf­fent­li­chung von Pfle­ge-Trans­pa­renz­be­rich­ten belegt im Gegen­teil eher, dass hier­durch beding­ten mög­li­chen Rechts­guts­ver­let­zun­gen durch Gewäh­rung vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes hin­rei­chend begeg­net wer­den kann 7.
Unzu­mut­bar ist der Ver­weis auf die­se Rechts­schutz­mög­lich­kei­ten auch nicht des­halb, weil die Klä­ge­rin – wie sie mög­li­cher­wei­se meint – erst durch die Trans­pa­renz­be­richt­erstat­tung fak­tisch zur Beach­tung der auf die §§ 112 ff SGB XI gestütz­ten Qua­li­täts­vor­ga­ben ange­hal­ten wird. Dies ist jedoch kei­ne Fol­ge der Trans­pa­renz­be­richt­erstat­tung, son­dern der Qua­li­täts­ver­ant­wor­tung der Klä­ge­rin als Pfle­ge­ein­rich­tung nach § 112 SGB XI geschul­det. Hier­nach sind die Trä­ger der Pfle­ge­ein­rich­tun­gen unbe­scha­det des Sicher­stel­lungs­auf­trags der Pfle­ge­kas­sen nach § 69 SGB XI für die Qua­li­tät der Leis­tun­gen ihrer Ein­rich­tun­gen ein­schließ­lich der Siche­rung und Wei­ter­ent­wick­lung der Pfle­ge­qua­li­tät ver­ant­wort­lich (§ 112 Abs 1 S 1 SGB XI). Sie haben sich dabei aus­zu­rich­ten an den Maß­stä­ben, die sich aus den für sie ver­bind­li­chen Anfor­de­run­gen in den Ver­ein­ba­run­gen nach § 113 SGB XI sowie den ver­ein­bar­ten Leis­tungs- und Qua­li­täts­merk­ma­len nach § 84 Abs 5 SGB XI erge­ben (§ 112 Abs 1 S 2 SGB XI). Zur Umset­zung des­sen haben sie Maß­nah­men der Qua­li­täts­si­che­rung sowie ein Qua­li­täts­ma­nage­ment nach Maß­ga­be der Ver­ein­ba­run­gen nach § 113 SGB XI durch­zu­füh­ren, Exper­ten­stan­dards nach § 113a SGB XI anzu­wen­den sowie bei Qua­li­täts­prü­fun­gen nach § 114 SGB XI mit­zu­wir­ken (§ 112 Abs 2 S 1 SGB XI). Die­se Qua­li­täts­ver­pflich­tung aktua­li­siert sich nicht erst durch die Trans­pa­renz­be­richt­erstat­tung; sie ist viel­mehr Vor­aus­set­zung dafür, als Pfle­ge­ein­rich­tung an der Ver­sor­gung von Pfle­ge­be­dürf­ti­gen über­haupt betei­ligt zu sein (§ 72 Abs 3 Nr 3 und 4 SGB XI). Inso­fern betref­fen die Ein­wän­de nicht die Pfle­ge-Trans­pa­renz­be­rich­te selbst, son­dern die ihr vor­ge­la­ger­ten Anfor­de­run­gen an den Betrieb von Pfle­ge­ein­rich­tun­gen; dies recht­fer­tigt eine vor­beu­gen­de Unter­las­sungs­kla­ge gegen die Trans­pa­renz­be­richt­erstat­tung nicht.
Ent­spre­chen­des gilt für den nach dem Ver­zicht auf die Ver­öf­fent­li­chung des strei­ti­gen Trans­pa­renz­be­richts zunächst ver­folg­ten Fort­set­zungs­fest­stel­lungs­an­trag der Klä­ge­rin. Zwar war der Über­gang auf die Fort­set­zungs­fest­stel­lungs­kla­ge inso­weit ent­spre­chend § 131 Abs 1 S 3 SGG statt­haft 8. Jedoch fehl­te es spä­ter an einem fort­be­stehen­den Rechts­schutz­in­ter­es­se für die bean­spruch­te Fest­stel­lung. Prä­ju­di­zi­ell hät­te die Ent­schei­dung des LSG nicht wir­ken kön­nen, weil die Klä­ge­rin selbst für einen Scha­dens­er­satz­pro­zess kei­nen greif­ba­ren Anlass sieht 9. Von einer Wie­der­ho­lungs­ge­fahr ist nicht aus­zu­ge­hen, weil kein Anhalt dafür besteht, dass ein gleich­ar­ti­ger Streit­fall mit ähn­li­chen Prüf­um­stän­den und einem ver­gleich­ba­ren Bewer­tungs­streit erneut auf­tre­ten könn­te 10. So hat die Klä­ge­rin eine erneu­te Qua­li­täts­prü­fung im Mai 2012 mit der Note 1,1 bestan­den. Schließ­lich brauch­te nach­gän­gi­ger Rechts­schutz auch nicht des­halb gewährt zu wer­den, weil wegen des Gewichts der bean­stan­de­ten Grund­rechts­ver­let­zung andern­falls die Rechts­schutz­ga­ran­tie des Art 19 Abs 4 S 1 GG ver­letzt wor­den wäre und die Klä­ge­rin ein ent­spre­chen­des Reha­bi­li­täts­be­dürf­nis gehabt haben könn­te; eine sol­che Inten­si­tät 11 kam den strei­ti­gen Bean­stan­dun­gen – abge­se­hen davon, dass sie ohne­hin unver­öf­fent­licht geblie­ben sind – ersicht­lich nicht zu.
Unge­ach­tet der Unzu­läs­sig­keit der geän­der­ten Kla­ge sind die ver­fas­sungs­recht­li­chen Ein­wän­de gegen die Trans­pa­renz­be­richt­erstat­tung auch in der Sache unbe­grün­det. Dass der Gesetz­ge­ber für wesent­lich aus Steu­er- und Bei­trags­mit­teln finan­zier­te Pfle­g­ein­rich­tun­gen eine Qua­li­täts­prü­fung nach §§ 114 ff SGB XI vor­schreibt und eine Ver­öf­fent­li­chung ent­spre­chen­der Prüf­ergeb­nis­se nach Maß­ga­be von § 115 Abs 1a SGB XI vor­sieht, ist von Ver­fas­sungs wegen nicht zu bean­stan­den, solan­ge davon in ver­fas­sungs­kon­for­mer Wei­se Gebrauch gemacht und die Ent­wick­lung unter Beob­ach­tung gehal­ten wird und ggf Maß­nah­men zur Wei­ter­ent­wick­lung des Instru­men­ta­ri­ums ergrif­fen wer­den.
Maß­stab der ver­fas­sungs­recht­li­chen Prü­fung ist Art 12 Abs 1 GG; davon geht die Klä­ge­rin im Aus­gangs­punkt zutref­fend aus. Unge­ach­tet der grund­sätz­li­chen Kri­tik an der Recht­spre­chung des BVerfG zum Infor­ma­ti­ons­han­deln staat­li­cher Behör­den 12 ver­lässt die Trans­pa­renz­be­richt­erstat­tung nach § 115 Abs 1a SGB XI den Bereich der blo­ßen Unter­rich­tung über Tat­sa­chen, den das BVerfG in der sog Gly­kol-Ent­schei­dung nicht der Beein­träch­ti­gung des Gewähr­leis­tungs­be­reichs der Berufs­frei­heit zuge­rech­net hat, solan­ge sie im Rah­men einer staat­li­chen Auf­ga­be, unter Beach­tung der Zustän­dig­keits­ord­nung und feh­ler­frei erfolgt 13. Trans­pa­renz­be­rich­te beschrän­ken sich nicht auf die Wie­der­ga­be sach­li­cher Infor­ma­tio­nen etwa über Aus­stat­tungs­merk­ma­le von Pfle­ge­ein­rich­tun­gen; im Kern zie­len sie auf die Abga­be ver­glei­chen­der Wert­ur­tei­le, inwie­weit näm­lich "die zuge­las­se­nen Pfle­ge­ein­rich­tun­gen die Leis­tungs- und Qua­li­täts­an­for­de­run­gen nach die­sem Buch erfül­len" (§ 114a Abs 1 S 1 SGB XI 14). Dabei stüt­zen sie sich zudem auf hoheit­lich ange­ord­ne­te Unter­su­chun­gen: Im Rah­men des § 114 SGB XI müs­sen Ein­rich­tun­gen es dul­den, dass sie zum Zweck der sys­te­ma­tisch ver­glei­chen­den öffent­li­chen Bewer­tung "an Ort und Stel­le" geprüft und die Ergeb­nis­se anschlie­ßend öffent­lich gemacht wer­den (§ 115 Abs 1a S 1 SGB XI). Damit grei­fen die zustän­di­gen Stel­len unter Nut­zung nur dem Staat zu Gebo­te ste­hen­der Mit­tel hoheit­li­chen Zwangs in die Außen­dar­stel­lung von Ein­rich­tungs­trä­gern und somit in Rechts­gü­ter ein, die bei natür­li­chen Per­so­nen dem infor­ma­tio­nel­len Selbst­be­stim­mungs­recht und dem im all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­recht wur­zeln­den Schutz der Selbst­dar­stel­lung zuge­ord­net wer­den 15. Ob die­se ver­fas­sungs­recht­li­che Schutz­funk­ti­on bei juris­ti­schen Per­so­nen des Pri­vat­rechts auch unmit­tel­bar aus Art 2 Abs 1 iVm Art 1 Abs 1 GG abzu­lei­ten ist, kann hier offen­blei­ben 16. Denn aner­kannt ist, dass die Berufs­frei­heit die beruf­li­che Außen­dar­stel­lung ein­schließ­lich der Wer­bung für beruf­li­che Leis­tun­gen gewähr­leis­tet 17. Ein­grif­fe des Staa­tes in die­sen Bereich kön­nen nicht nur über Wer­be­ver­bo­te oder ande­re Beschrän­kun­gen erfol­gen. Ein­fluss auf die Außen­dar­stel­lung eines Unter­neh­mens und die damit ver­bun­de­ne Wert­schät­zung der Kun­den kann er auch durch wer­ten­de Stel­lung­nah­men eige­ner oder von ihm auto­ri­sier­ter Stel­len zu Las­ten ein­zel­ner Markt­teil­neh­mer neh­men, zumal wenn er sich dazu auf Infor­ma­tio­nen stützt, die mit Mit­teln des staat­li­chen Zwangs erho­ben wor­den sind. Inso­fern ist der Berufs­frei­heit neben der Befug­nis zu unter­neh­me­ri­scher Außen­dar­stel­lung auch ein Recht auf eine selbst­be­stimm­te unter­neh­me­ri­sche Selbst­dar­stel­lung imma­nent. Sol­len gemäß § 115 Abs 1a SGB XI und den der Pfle­ge­be­richt­erstat­tung zugrun­de­lie­gen­den Vor­schrif­ten über Qua­li­täts­prü­fun­gen in Pfle­g­ein­rich­tun­gen ins­be­son­de­re der §§ 114 und 114a SGB XI Leis­tun­gen eines gan­zen Berufs­fel­des mit staat­lich ver­lie­he­ner Auto­ri­tät einer sys­te­ma­ti­schen Leis­tungs­be­ur­tei­lung unter­zo­gen wer­den, so berührt das die­se Gewähr­leis­tung 18.
Die hier zur Prü­fung ste­hen­den Vor­schrif­ten sind indes kom­pe­tenz­ge­mäß erlas­sen. Art 74 Abs 1 Nr 12 GG erfasst als Mate­rie der Sozi­al­ver­si­che­rung auch die sozia­le Pfle­ge­ver­si­che­rung 19 und damit über die Aus­ge­stal­tung der Leis­tun­gen und ihre Erbrin­gung im Rah­men des Sicher­stel­lungs­auf­trags der Pfle­ge­kas­sen (§ 69 SGB XI) deren Qua­li­täts­si­che­rung. Das gilt eben­so, soweit sich die Beur­tei­lun­gen auf Unter­kunft und Ver­pfle­gung zu erstre­cken haben (vgl § 115 Abs 1a S 2 iVm § 114 Abs 2 S 5 SGB XI). Heim­recht­lich unter­liegt die­se Mate­rie zwar bei sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen nach der Ände­rung von Art 74 Abs 1 Nr 7 GG durch das GG-ÄndG 2006 vom 28.08.2006 20 nun­mehr der Gesetz­ge­bungs­kom­pe­tenz der Län­der; inso­weit ist auch die Sach­leis­tungs­pflicht der Pfle­ge­kas­sen begrenzt (vgl § 82 Abs 1 S 4 SGB XI). Seit jeher ste­hen im Leis­tungs­er­brin­gungs­recht indes sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­che und landes-(berufs-)rechtliche Rege­lungs­kom­pe­ten­zen neben­ein­an­der 21. Dies steht aber einer umfas­sen­den pfle­ge­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Ord­nung der Qua­li­täts­si­che­rung der Pfle­ge­ver­sor­gung nach dem SGB XI durch den Bun­des­ge­setz­ge­ber nicht ent­ge­gen. Sozi­al­ver­si­che­rung iS des Art 74 Abs 1 Nr 12 GG ist als weit gefass­ter Gat­tungs­be­griff zu ver­ste­hen, für den alle Bei­trags- und Leis­tungs­as­pek­te bestim­mend sind 22. Wegen der Bedeu­tung von Unter­kunft und Ver­pfle­gung für die Qua­li­tät der Leis­tun­gen in sta­tio­nä­ren Pfle­ge­ein­rich­tun­gen steht dem Bun­des­ge­setz­ge­ber des­halb ins­ge­samt die Kom­pe­tenz für das Aus­grei­fen der Pfle­ge­qua­li­täts­be­richt­erstat­tung zu, und zwar auch unter Berück­sich­ti­gung auf die von den Heim­be­woh­nern mit eige­nen Mit­teln zu finan­zie­ren­den Leis­tun­gen 23. Denn schon nach pfle­ge­fach­li­chen Maß­stä­ben lässt sich die Qua­li­tät der pfle­ge­ri­schen Ver­sor­gung in einer sta­tio­nä­ren Pfle­ge­ein­rich­tung kaum iso­liert von der Güte von Unter­kunft und Ver­pfle­gung betrach­ten. Auch für das Infor­ma­ti­ons­be­dürf­nis der Pfle­ge­be­dürf­ti­gen selbst ist die­ser Aspekt bei der Wahl eines Pfle­ge­heims zen­tral. Schließ­lich liegt es im Inter­es­se der Bei­trags­zah­ler, dass Bei­trags­mit­tel für Pfle­ge­leis­tun­gen nur Ein­rich­tun­gen zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, die Unter­kunft und Ver­pfle­gung in der not­wen­di­gen Qua­li­tät sicher­stel­len.
Mate­ri­ell durch­grei­fen­den ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken begeg­net die Pfle­ge­qua­li­täts­be­richt­erstat­tung eben­falls nicht. Bei Rege­lun­gen der Berufs­aus­übung – denen sie zuge­hört – ist dem Gesetz­ge­ber nach der Recht­spre­chung des BVerfG ein erheb­li­ches Maß an Frei­heit belas­sen. Der ver­fas­sungs­recht­lich ein­ge­räum­te Rah­men wird gewahrt, wenn die zu beur­tei­len­den Vor­schrif­ten durch ver­nünf­ti­ge Erwä­gung des Gemein­wohls legi­ti­miert sind sowie Ein­griffs­zweck und Ein­griffs­in­ten­si­tät in einem ange­mes­se­nen Ver­hält­nis ste­hen 24. Dabei weist das BVerfG dem Gesetz­ge­ber nicht nur bei der Fest­le­gung der von ihm ins Auge gefass­ten Rege­lungs­zie­le, son­dern auch bei der Beur­tei­lung des­sen, was er zur Ver­wirk­li­chung sei­ner Zie­le für geeig­net und erfor­der­lich hal­ten darf, einen wei­ten Ein­schät­zungs- und Pro­gno­se­spiel­raum zu, den es je nach der Eigen­art des in Rede ste­hen­den Sach­be­reichs, den Mög­lich­kei­ten, sich ein hin­rei­chend siche­res Urteil zu bil­den, und der auf dem Spiel ste­hen­den Rechts­gü­ter nur in begrenz­tem Umfang als über­prüf­bar ansieht 25.
Aus­ge­hend hier­von ist von Ver­fas­sungs wegen nicht zu bean­stan­den, dass der Gesetz­ge­ber das Infor­ma­ti­ons­in­ter­es­se von Pfle­ge­be­dürf­ti­gen und Ange­hö­ri­gen mit der Pfle­ge­trans­pa­renz­be­richt­erstat­tung über das Inter­es­se von Ein­rich­tun­gen an einem von staat­li­cher Bewer­tung frei­en Auf­tre­ten am Markt gestellt hat. Sie kön­nen durch eine – nega­ti­ve – öffent­li­che Bewer­tung aller­dings erheb­li­chen Belas­tun­gen aus­ge­setzt sein, doch ande­rer­seits ist die Her­stel­lung von Mark­trans­pa­renz ein legi­ti­mes gesetz­ge­be­ri­sches Rege­lungs­ziel. Das mag zwar nicht in allen Zwei­gen des Wirt­schafts­le­bens die Abga­be von Wert­ur­tei­len auf der Basis staat­lich ange­ord­ne­ter Eva­lu­ie­rung erlau­ben, jedoch lie­gen die Ver­hält­nis­se bei der Pfle­ge­ver­sor­gung anders als bei All­tags­ge­schäf­ten des täg­li­chen Lebens. Pfle­ge­leis­tun­gen rech­nen zur öffent­li­chen Daseins­vor­sor­ge und wer­den wesent­lich über Bei­trä­ge und aus öffent­li­chen Haus­hal­ten finan­ziert. Das ver­leiht den Leis­tun­gen auch in pri­vat­recht­li­cher Trä­ger­schaft eine beson­de­re Qua­li­fi­ka­ti­on, die schon für sich eine gestei­ger­te öffent­li­che Beob­ach­tung und Bewer­tung recht­fer­ti­gen kann. Zudem sind Pfle­ge­be­dürf­ti­ge wegen ihrer ange­grif­fe­nen Gesund­heit und des in der Regel hohen Alters bei Auf­nah­me in eine sta­tio­nä­re Ein­rich­tung – häu­fig ist die Gren­ze von 80 Jah­ren weit über­schrit­ten 26 – in außer­ge­wöhn­lich hohem Maß auf die Güte der Leis­tungs­er­brin­gung ange­wie­sen und haben des­halb beson­de­ren Ori­en­tie­rungs­be­darf bei der Wahl vor allem von sta­tio­nä­ren Ein­rich­tun­gen. Vie­le Ver­si­cher­te wech­seln ins Pfle­ge­heim erst dann, wenn die Ver­sor­gung im häus­li­chen Umfeld end­gül­tig nicht mehr mög­lich ist, was auch im Inter­es­se des vom Gesetz­ge­ber beför­der­ten Vor­rangs der häus­li­chen Pfle­ge liegt.
Dem steht nicht ent­ge­gen, dass sich nach pfle­ge­wis­sen­schaft­li­cher Sicht ein Kon­sens über Kri­te­ri­en und Stan­dards der Qua­li­täts­be­ur­tei­lung von Pfle­ge­leis­tun­gen in Deutsch­land noch nicht her­aus­ge­bil­det hat 27. Selbst bei für die Berufs­frei­heit erheb­lich schwe­rer wie­gen­den objek­ti­ven Berufs­zu­gangs­vor­aus­set­zun­gen besteht unter Berück­sich­ti­gung der Wer­tungs- und Pro­gno­se­spiel­räu­me des Gesetz­ge­bers Anlass zur Bean­stan­dung sei­ner Ein­schät­zung der einer Rege­lung zugrun­de­lie­gen­de Gefah­ren­la­ge und des Gra­des der Wahr­schein­lich­keit eines Scha­dens­ein­tritts von Ver­fas­sungs wegen nur, wenn sie in einem Maße wirt­schaft­li­chen Geset­zen oder prak­ti­scher Erfah­rung wider­spricht, sodass sie ver­nünf­ti­ger­wei­se kei­ne Grund­la­ge für gesetz­ge­be­ri­sche Maß­nah­men abge­ben kann 28. Das ist hier nicht der Fall: Weder muss ange­nom­men wer­den, dass sich der Gesetz­ge­ber bei Ein­füh­rung der Pfle­ge­trans­pa­renz­be­richt­erstat­tung von einer schlecht­hin unver­tret­ba­ren Ein­schät­zung über den Infor­ma­ti­ons­be­darf von Pfle­ge­be­dürf­ti­gen hat lei­ten las­sen, noch muss­te er davon aus­ge­hen, dass für die Beur­tei­lung der Pfle­ge­qua­li­tät auch vie­le Jah­re nach Ein­füh­rung der Pfle­ge­ver­si­che­rung fach­lich kei­ner­lei Kri­te­ri­en zur Ver­fü­gung ste­hen. Zwar hat ver­brei­te­ter Auf­fas­sung nach der in § 11 Abs 1 S 1, § 28 Abs 3, § 69 S 1 und § 113 Abs 1 S 1 SGB XI vor­aus­ge­setz­te Stand medi­zi­nisch-pfle­ge­ri­scher Erkennt­nis­se noch nicht das Niveau erreicht wie ver­gleich­bar in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung iS von § 2 Abs 1 S 3 SGB V 29. Das bedeu­tet indes nicht, dass gegen­wär­tig nicht ein­mal Min­dest­stan­dards für die Erbrin­gung von Pfle­ge­leis­tun­gen bestün­den; dar­auf beruft sich auch die Klä­ge­rin selbst nicht. In die­ser Lage genügt der Gesetz­ge­ber den ver­fas­sungs­recht­li­chen Anfor­de­run­gen, wenn er ers­tens selbst die Situa­ti­on beob­ach­tet und bei Bedarf auf Defi­zi­te reagiert und – soweit er Ein­zel­hei­ten nicht selbst regelt – zwei­tens einen Pro­zess eta­bliert, der die Aus­bil­dung eines ange­mes­se­nen Bewer­tungs­ver­fah­rens ver­spricht. Soweit er dem nach­kommt, müs­sen die Betrof­fe­nen jeden­falls für eine Über­gangs­zeit Män­gel hin­neh­men, die der Ein­rich­tung eines Prüf­ver­fah­rens imma­nent sind, solan­ge die jeweils in Fra­ge ste­hen­de Bewer­tung nicht auf unzu­tref­fen­den Grund­la­gen beruht und min­des­tens ins­ge­samt als ver­tret­bar anzu­se­hen ist 30.
Dass die nähe­re Aus­ge­stal­tung der Pfle­ge­trans­pa­renz­ver­ein­ba­rung nach § 115 Abs 1a S 6 SGB XI der ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­rung zwi­schen dem Spit­zen­ver­band Bund der Pfle­ge­kas­sen, den Ver­ei­ni­gun­gen der Trä­ger der Pfle­ge­ein­rich­tun­gen auf Bun­des­ebe­ne, der Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft der über­ört­li­chen Trä­ger der Sozi­al­hil­fe und der Bun­des­ver­ei­ni­gung der kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­de über­tra­gen wor­den ist, ist im Lich­te der Ver­fas­sung eben­falls nicht zu bean­stan­den. Die Über­tra­gung ori­gi­nä­rer Ver­wal­tungs­auf­ga­ben im Rah­men der Selbst­ver­wal­tung auf die zustän­di­gen Spit­zen­ver­bän­de hat bereits das BVerfG als unbe­denk­lich ange­se­hen 31, für die gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung zieht das BSG die Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit der Recht­set­zung durch Richt­li­ni­en des Gemein­sa­men Bun­des­aus­schus­ses nach § 92 SGB V eben­falls nicht mehr grund­le­gend in Zwei­fel 32. In ent­spre­chen­der Wei­se bestehen auch kei­ne durch­grei­fen­den Beden­ken gegen den Auf­trag zur nähe­ren Kon­kre­ti­sie­rung der Pfle­ge­trans­pa­renz­be­richt­erstat­tung durch die Spit­zen­ver­bän­de iS von § 115 Abs 1a S 6 SGB XI. Denn von pfle­ge­wis­sen­schaft­li­cher Sei­te wird stets betont, dass es der "wis­sen­schaft­li­chen Über­ar­bei­tung und Ent­wick­lung" bedür­fe, wenn die Pfle­ge­trans­pa­renz­kri­te­ri­en aus­sa­ge­kräf­ti­ge Ergeb­nis­se erzie­len sol­len 33. Wie nicht zuletzt das Vor­brin­gen der Klä­ge­rin selbst deut­lich erweist, betref­fen die dabei im Streit ste­hen­den Fra­gen vor allem Ein­zel­hei­ten der fach­li­chen Bewer­tung. Dass der Gesetz­ge­ber in die­ser Lage die Bewer­tungs­kri­te­ri­en nicht selbst fest­ge­legt hat, son­dern sich auf Grund­zie­le, Zustän­dig­keit und Ver­fah­ren beschränkt hat, ist nicht zu bean­stan­den. Denn ver­tret­bar hat er bei der Wahl des Ver­fah­rens nach § 115 Abs 1a S 6 SGB XI die bes­te Gewähr dafür gese­hen, dass einer­seits die Qua­li­täts­be­wer­tun­gen sach­ge­rech­ten Maß­stä­ben folgt und fach­li­che Wei­ter­ent­wick­lun­gen zeit­nah auf­ge­grif­fen wer­den kön­nen, und ande­rer­seits dem auch ver­fas­sungs­recht­lich fun­dier­ten Auf­trag genügt wird, an der Ent­wick­lung der Bewer­tungs­kri­te­ri­en die Betrof­fe­nen selbst zu betei­li­gen.
Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 16. Mai 2013 – B 3 P 5/​12 R
BSGE 91, 174, 176 = SozR 4 – 3300 § 37 Nr 1[↩]
BSG Urteil vom 15.11.1995 – 6 RKa 17/​95, USK 95139 = Juris RdNr 15 und 17; dem fol­gend auch der 1. Senat des Bun­des­so­zi­al­ge­richts, vgl SozR 4 – 2500 § 133 Nr 6 RdNr 39; nicht anders die Lite­ra­tur, vgl etwa Kel­ler in Mey­er-Lade­wi­g/Kel­ler/­Leit­he­rer, SGG, 10. Aufl 2012, Vor § 51 RdNr 17a und § 54 RdNr 42a; Ulmer in Hen­nig, SGG, Stand: Dezem­ber 2012, § 54 RdNr 119; Cas­ten­diek in Lüdtke, SGG, 4. Aufl 2012, § 54 RdNr 123, jeweils mwN[↩]
BVerw­GE 132, 64 = Buch­holz 451.74 § 8 KHG Nr 16, RdNr 26[↩]
BFH/​NV 2013, 739 RdNr 15 mwN[↩]
vgl etwa Vogel­ge­sang in: Hauck/​Noftz, SGB X, Stand Juni 2012, § 24 RdNr 8; Franz in: juris­PK-SGB X, § 24 RdNr 14; aA dage­gen Kopp/​Ramsauer, VwVfG, 13. Aufl 2012, VwVfG, § 28 RdNr 4a[↩]
Anla­ge 4 S 2 PTVS 2008[↩]
vgl etwa LSG Ber­lin-Bran­den­burg, MMR 2010, 643 und NZS 2011, 509 ff; Säch­si­sches LSG, RsDE Nr 72, 77 ff; Baye­ri­sches LSG Beschluss vom 30.03.2010 – L 2 P 7/​10 B ER; LSG Nord­rhein-West­fa­len, GesR 2010, 476 ff; LSG Sach­sen-Anhalt, NZS 2011, 944 ff; Hes­si­sches LSG, NZS 2011, 504 ff; SG Mün­chen, MedR 2010, 667 ff und ZFSH/​SGB 2010, 257; SG Müns­ter, Sozi­al­recht aktu­ell 2010, 61 ff und MedR 2011, 529 ff mit Anmer­kung von Osse­ge, S 534; SG Frank­furt am Main Beschluss vom 23.03.2010 – S 18 P 16/​10 ER; SG Bay­reuth, Sozi­al­recht aktu­ell 2010, 64 ff; SG Augs­burg Beschluss vom 29.01.2010 – S 10 P 105/​09 ER; SG Lüne­burg Beschluss vom 04.04.2011 – S 5 P 8/​11 ER[↩]
zur Anwen­dung auf Kla­gen, deren Rechts­schutz­be­geh­ren – wie hier – nicht auf einen Ver­wal­tungs­akt bezo­gen war, vgl BSG SozR 3 – 2500 § 207 Nr 1; BSG SozR 4 – 3300 § 71 Nr 2 RdNr 33[↩]
vgl hier­zu BSG SozR 4 – 2500 § 103 Nr 6 RdNr 14; Kel­ler in Mey­er-Lade­wi­g/Kel­ler/­Leit­he­rer, aaO, § 131 RdNr 10d f[↩]
vgl hier­zu BSG vom 08.11.2011 – B 1 KR 19/​10 R – BSGE 109, 212 = SozR 4 – 2500 § 31 Nr 19 und vom 18.05.2011 – B 3 KR 7/​10 – BSGE 108, 206 SozR 4 – 2500 § 33 Nr 34; BSG SozR 4 – 3250 § 145 Nr 4 RdNr 22[↩]
vgl etwa BVerfGE 104, 220, 234 ff[↩]
vgl etwa Murs­wiek, DVBl 1997, 1021 ff; Huber, JZ 2003, 290 ff; Schoch, NVwZ 2011, 193 ff; Drei­er, Die Ver­wal­tung 36, 2003, S 105, 129 ff[↩]
vgl BVerfGE 105, 252 ff[↩]
hier idF von Art 1 Nr 73 des Pfle­ge-WEG[↩]
vgl etwa BVerfGE 114, 339, 346 mwN[↩]
vgl zur Fra­ge all­ge­mein der Erstre­ckung des all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­rechts auf juris­ti­schen Per­so­nen des Pri­vat­rechts BVerfGE 106, 28, 42 mwN[↩]
vgl nur BVerfGE 85, 248, 256 – ärzt­li­ches Wer­be­ver­bot; BVerfGE 94, 372, 389 – Apo­the­kerwer­bung; BVerfGE 95, 173, 183 – Warn­hin­wei­se auf Tabak­pa­ckun­gen[↩]
vgl Schüt­ze, KrV 2012, 14, 15 f[↩]
vgl BVerfGE 103, 197, 215 ff = SozR 3 – 1100 Art 74 Nr 4 S 21 ff[↩]
BGBl I 2034[↩]
vgl BSGE 100, 154 = SozR 4 – 2500 § 87 Nr 16, RdNr 27 mwN und unter Ver­weis auf BVerfG, Kam­mer, MedR 1999, 560 = NJW 1999, 2730, 2731 = SozR 3 – 2500 § 73 Nr 3 S 16[↩]
vgl BVerfGE 114, 196, 221 = SozR 4 – 2500 § 266 Nr 9 RdNr 49[↩]
aA dage­gen Geldermann/​Hammer, Ver­wArch 2013, 64, 77 ff[↩]
stRspr, vgl nur BVerfGE 123, 186, 238 f = SozR 4 – 2500 § 6 Nr 8 RdNr 165, mwN[↩]
vgl nur BVerfGE 110, 141, 157 mwN[↩]
vgl etwa Baye­ri­sches Staats­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Sozi­al­ord­nung, Fami­lie und Frau­en, Hrsg, Zwei­ter Bericht der Staats­re­gie­rung zur sozia­len Lage in Bay­ern, März 2009, Kapi­tel 9, 579, wonach das durch­schnitt­li­che Ein­tritts­al­ter in ein Pfle­ge­heim in Bay­ern zu die­sem Zeit­punkt bei 86 Jah­ren lag[↩]
vgl etwa Has­se­ler/­Wolf-Oster­mann, Wis­sen­schaft­li­che Eva­lua­ti­on zur Beur­tei­lung der Pfle­ge-Trans­pa­renz­ver­ein­ba­run­gen für den ambu­lan­ten, PTVA und sta­tio­nä­ren, PTVS Bereich, Juli 2010, S 71[↩]
stRspr vgl etwa BVerfGE 110, 141, 158; BVerfGE 126, 112, 141 = SozR 4 – 1100 Art 12 Nr 21 RdNr 96, jeweils mwN[↩]
kri­tisch etwa Igl, SGb 2007, 381, 383; Udsching, SGb 2007, 694, 698; Wag­ner in: Hauck/​Noftz, SGB XI, Stand Mai 2006, § 11 RdNr 5[↩]
zur Beob­ach­tungs­pflicht des Gesetz­ge­bers vgl etwa BVerfGE 110, 141, 169 mwN; zu den mate­ri­el­len Anfor­de­run­gen an staat­lich ver­an­lass­tes Infor­ma­ti­ons­han­deln vgl BVerfGE 105, 252, 273[↩]
BVerfGE 106, 275, 305 = SozR 3 – 2500 § 35 Nr 2 S 22 f[↩]
BSGE 97, 190 = SozR 4 – 2500 § 27 Nr 12, RdNr 14 mwN – LITT; BSGE 104, 95 = SozR 4 – 2500 § 139 Nr 4, RdNr 18 mwN; BSGE 107, 287 = SozR 4 – 2500 § 35 Nr 4, RdNr 33[↩]
vgl Has­se­ler/­Wolf-Oster­mann, aaO, S 278[↩]
PflegeheimSozialgerichtsverfahrenTransparenzberichteVorbeugende Unterlassungsklage