Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20127/79
Timestamp: 2019-02-16 02:16:05
Document Index: 160254077

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 10.06.1980 - VI ZR 127/79 - dejure.org
BGH, 10.06.1980 - VI ZR 127/79
Schadensersatzanspruch gegen Anwalt wegen eigenmächtiger Fristverlängerung - Rechte und Pflichten aus Anwaltsvertrag - Anforderungen an Länge einer Nachfrist - Anforderungen an subjektive Pflichtwidrigkeit bei Nachfristverlängerung ohne Mandantenrücksprache
VersR 1980, 925
a) Grundsätzlich ist der rechtliche Berater - der Steuerberater ebenso wie der Rechtsanwalt - verpflichtet, die Weisungen seines Mandanten zu befolgen (vgl. BGH, Urteil vom 20. Februar 1968 - VI ZR 24/66, VersR 1968, 792, 794; vom 10. Juni 1980 - VI ZR 127/79, VersR 1980, 925; vom 20. März 1984 - VI ZR 154/82, WM 1984, 1024;… vom 15. November 2007 - IX ZR 44/04, BGHZ 174, 205 Rn. 8;… Vill in Zugehör/G. Fischer/Vill/D. Fischer/Rinkler/Chab, Handbuch der Anwaltshaftung, 3. Aufl., Rn. 841).
Das alles gilt grundsätzlich auch gegenüber Weisungen des Mandanten (…BGH, Urt. v. 20. Dezember 1962 - III ZR 191/61, VersR 1963, 359, 360 unter IV 3; Urt. v. 10. Juni 1980 - VI ZR 127/79, VersR 1980, 925, 926 unter II. 1 b).
BGH, 23.06.1981 - VI ZR 42/80
Verjährung von Gewährleistungsansprüchen bei Vereinbarung der Gewährleistung nach …
Da die Beklagten verpflichtet waren, den "sichersten" Weg zu gehen, um das von ihren Mandanten erstrebte Ziel zu erreichen (Senatsurteile vom 20. Februar 1975 - VI ZR 129/73 - VersR 1975, 540, 541 m.w.Nachw. und vom 10. Juni 1980 - VI ZR 177/79 - VersR 1980, 925, 926), nämlich die Verkäuferin zur Beseitigung sämtlicher Baumängel zu veranlassen, hätten sie nur dann von der Beantragung des der Verkäuferin bereits angekündigten Beweissicherungsverfahrens absehen dürfen, wenn die Mandanten anderweitig ausreichend gesichert waren, oder wenn diese trotz Belehrung über die möglichen Folgen der Nichtdurchführung eines solchen Verfahrens - etwa aus Kostengründen - davon hatten absehen wollen.
BGH, 29.03.1983 - VI ZR 55/81
Schadensersatzklage gegen einen Rechtsanwalt - Unrichtige Belehrung über die …
Der erkennende Senat hat zwar wiederholt darauf hingewiesen, ein Anwalt müsse bei der Wahrnehmung der Interessen seines Mandanten den "sichersten" Weg wählen, um den erstrebten Erfolg zu erreichen, und müsse dabei gelegentlich auch Zweckmäßigkeitserwägungen anstellen (vgl. z.B. Senatsurteile v. 20. Februar 1975 - VI ZR 129/73 - VersR 1975, 540, 541 m.w.Nachw. und v. 10. Juni 1980 - VI ZR 127/79 - VersR 1980, 925, 926).