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Timestamp: 2016-10-28 17:50:41
Document Index: 135829335

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 83', 'Art. 34', 'Art. 42', 'Art. 50', 'Art. 42', 'Art. 100', 'Art. 89', 'Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 77', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 50', 'BGE', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 64', 'BGE']

2C_480/2014 (15.01.2015)
2C_480/2014 � � Urteil vom 15. Januar 2015
1. Migrationsamt des Kantons Z�rich, Berninastrasse 45, 8090 Z�rich,
2. Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich, Neum�hlequai 10, 8090 Z�rich,
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 4. Abteilung, vom 2. April 2014.
A.a.�A.________ (geb. am 15. Juni 1974) ist ukrainische Staatsangeh�rige. Aus ihrer ersten Ehe mit einem Landsmann war der Sohn B.________ (geb. am 18. September 1993) hervorgegangen.
�Am 25. August 2004 heiratete A.________ in Dietikon ZH den Schweizer B�rger C.________ und kehrte anschliessend in die Ukraine zur�ck. Am 16. Januar 2005 reiste sie mit ihrem Sohn in die Schweiz ein, worauf beide die Aufenthaltsbewilligung erhielten.
�Seit dem 14. Oktober 2006 lebten A.________ und C.________ getrennt. Die (kinderlose) Ehe wurde am 21. August 2009 geschieden.
�Die Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich verweigerte die Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligungen am 18. Juni 2008 und wies A.________ und B.________ aus der Schweiz weg. Dagegen wurde am 18. Juli 2008 Rekurs beim Regierungsrat erhoben.
A.b.�Am 7. Januar 2010 heiratete A.________ in Wetzikon ZH den Schweizer B�rger D.________. Die Sicherheitsdirektion wies die Gesuche um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung an A.________ und B.________ am 25. M�rz 2010 ab, weil die eheliche Wohngemeinschaft nicht aufgenommen worden sei und keine wichtigen Gr�nde f�r das Getrenntleben vorgelegen h�tten. Die Ehegatten nahmen am 14. April 2010 die eheliche Wohngemeinschaft auf, worauf das Migrationsamt des Kantons Z�rich A.________ und B.________ am 20. September 2010 die Aufenthaltsbewilligung erteilte. Das am 18. Juli 2008 anh�ngig gemachte Rekursverfahren vor dem Regierungsrat wurde infolge R�ckzugs als erledigt abgeschrieben.
�In der Folge ersuchte A.________ insgesamt drei Mal um vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung, was das Migrationsamt am 5. Oktober 2011, am 24. Februar 2012 und am 28. Juni 2012 ablehnte. A.________ focht die Verf�gung vom 28. Juni 2012 bei der Sicherheitsdirektion an.
�Zwischen 14. Juli 2011 (Angabe von D.________) und 9. Mai 2012 oder 15. Juni 2012 (Angaben von A.________) hoben die Ehegatten den gemeinsamen Haushalt auf.
Am 31. Mai 2013 beantragte A.________ die Verl�ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung, wobei sie "verheiratet" und "getrennter Haushalt" angab. Das Migrationsamt teilte A.________ am 7. Mai 2013 mit, es beabsichtige, die Aufenthaltsbewilligung nicht zu verl�ngern, da die Ehe weniger als drei Jahre gedauert habe und auch keine wichtigen pers�nlichen Gr�nde vorl�gen, welche einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen w�rden.
�A.________ machte mit Stellungnahme vom 5. Juni 2013 geltend, D.________ habe sie im M�rz 2011 misshandelt, was eine �rztliche Behandlung und eine zweiw�chige Arbeitsunf�higkeit nach sich gezogen habe. Dies und das konfliktreiche Verh�ltnis zwischen ihrem Sohn und ihrem Ehemann habe schliesslich zur Trennung gef�hrt.
�Am 29. Juli 2013 wies das Migrationsamt das Gesuch um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung ab und wies A.________ aus der Schweiz weg. Die Sicherheitsdirektion vereinigte die Rekursverfahren betreffend vorzeitige Erteilung der Niederlassungsbewilligung und betreffend Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung und wies die Rekurse am 19. Dezember 2013 ab. Mit Urteil vom 2. April 2014 best�tigte das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich den Entscheid der Sicherheitsdirektion in den beiden Hauptpunkten, hob ihn indessen insoweit auf, als A.________ die unentgeltliche Rechtspflege verweigert worden war.
A.________ erhebt am 21. Mai 2014 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht mit den Antr�gen, das angefochtene Urteil aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, ihr die Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern; eventuell sei die Sache zu erg�nzender Abkl�rung an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen, wobei sie und ihr Sohn anzuh�ren seien. A.________ beantragt die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Rechtsanwalt Marc Spescha als unentgeltlichem Rechtsbeistand.
�Das Verwaltungsgericht und die Sicherheitsdirektion verzichten auf eine Vernehmlassung. Das Bundesamt f�r Migration beantragt die Abweisung der Beschwerde.
�Mit Pr�sidialverf�gung vom 26. Mai 2014 ist der Beschwerde antragsgem�ss aufschiebende Wirkung zuerkannt worden.
1.1.�Das angefochtene Urteil wurde als Endentscheid von einer letzten kantonalen Gerichtsinstanz in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts erlassen, weshalb die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten grunds�tzlich offen steht (vgl. Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d, Art. 90 BGG). Gem�ss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde unzul�ssig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt.
�Auf die (vorzeitige) Erteilung der Niederlassungsbewilligung ausserhalb des Familiennachzugs besteht gem�ss Art. 34 Abs. 2 und 3 AuG (SR 142.20) kein Anspruch; das vorinstanzliche Urteil wird in diesem Punkt indessen auch nicht angefochten.
�Gegenstand der Beschwerde bildet einzig der Entscheid der Vorinstanz, die Aufenthaltsbewilligung nicht zu verl�ngern. Die Beschwerdef�hrerin, welche die Aufenthaltsbewilligung im Familiennachzug gest�tzt auf Art. 42 Abs. 1 AuG erhalten und weniger als drei Jahre mit ihrem Ehemann zusammengelebt hatte, kann sich auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG (nachehelicher H�rtefall) berufen. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist zul�ssig.
1.2.�Die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 42 und Art. 100 Abs. 1 BGG) der nach Art. 89 Abs. 1 BGG legitimierten Beschwerdef�hrerin ist einzutreten.
2.1.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und Art. 96 BGG ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), doch pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Aufgrund der Rechtsanwendung von Amtes wegen ist das Bundesgericht weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen, und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (BGE 139 II 404 E. 3 S. 415). Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten, einschliesslich solcher, die sich aus V�lkerrecht ergeben, gilt eine qualifizierte R�gepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232).
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116). Die beschwerdef�hrende Partei kann die Feststellung des Sachverhalts unter den gleichen Voraussetzungen beanstanden, wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Eine entsprechende R�ge ist substanziiert vorzubringen (vgl. E. 2.1 am Ende).
3.1.�Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Unzul�ssig sind damit neue Tatsachen und Beweismittel, die bereits der Vorinstanz h�tten vorgelegt werden k�nnen (BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 129). Diese Regel betrifft ausschliesslich "unechte Noven", d.h. Tatsachen, die sich vor dem angefochtenen Urteil ereignet haben.
�Der Arbeitsvertrag der Beschwerdef�hrerin mit der E.________ AG vom 28. Januar 2014 kann nicht ber�cksichtigt werden. Dieses Beweismittel h�tte der Vorinstanz vorgelegt werden k�nnen, nachdem bereits die Sicherheitsdirektion im Entscheid vom 19. Dezember 2013 die berufliche Integration der Beschwerdef�hrerin thematisiert hatte.
3.2.�Tatsachen oder Beweismittel, welche sich auf das vorinstanzliche Prozessthema beziehen, sich jedoch erst nach dem angefochtenen Entscheid ereignet haben oder entstanden sind, k�nnen von vornherein nicht durch das angefochtene Urteil veranlasst worden sein (Urteile 2C_1102/2013 vom 8. Juli 2014 E. 2.3; 2C_833/2011 vom 6. Juni 2012 E. 1.2 mit Hinweis). Diese so genannten "echten Noven" sind im bundesgerichtlichen Verfahren in jedem Fall unzul�ssig (BGE 139 III 120 E. 3.1.2; 133 IV 342 E. 2.1 S. 344).
�Die Verf�gung des Gemeindeamts der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Z�rich vom 8. April 2014 betreffend Aufnahme ins Schweizer B�rgerrecht von B.________, die zugeh�rige Meldebest�tigung f�r Stadtb�rger des Personenmeldeamts vom 17. April 2014 sowie die von B.________ zuhanden des Rechtsvertreters verfasste Erkl�rung vom 20. Mai 2014 sind daher unbeachtlich.
4.1.�Gem�ss Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausl�ndische Ehegatten von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Nach Aufl�sung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat und eine erfolgreiche Integration besteht (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG) oder wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG). Wichtige Gr�nde im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG k�nnen namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gef�hrdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG). Die Aufz�hlung dieser Gr�nde ist nicht abschliessend (BGE 136 II 1 E. 5.3).
�Die Ehegemeinschaft mit D.________ bestand vom 14. April 2010 bis l�ngstens am 15. Juni 2012, so dass ein Anspruch aus Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG ausser Betracht f�llt. Streitig ist, ob ein nachehelicher H�rtefall im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG vorliegt.
4.2.�Die Vorinstanz erwog, der Aufenthalt in der Schweiz ab dem 16. Januar 2005 stehe in keinem Zusammenhang mit der zweiten Ehe der Beschwerdef�hrerin und k�nne daher keine Ber�cksichtigung finden. Auch die voreheliche Beziehung mit D.________ k�nne nicht ber�cksichtigt werden, weil die Beschwerdef�hrerin damals noch verheiratet gewesen sei und mit ihrem Sohn in einer eigenen Wohnung gelebt habe. �berdies k�nnte in jedem Fall nicht von einer sehr langen Ehe gesprochen werden, welche den weiteren Verbleib in der Schweiz erforderlich machen w�rde.
�Die Beschwerdef�hrerin habe nicht glaubhaft dartun k�nnen, Opfer ehelicher Gewalt geworden zu sein. Insbesondere habe sie es trotz der expliziten Aufforderung der Vorinstanz unterlassen, die Ereignisse zu schildern, welche nach ihrer Darstellung zu den �rztlich attestierten Verletzungen gef�hrt h�tten. Die Sicherheitsdirektion sei nicht gehalten gewesen, die Beschwerdef�hrerin oder deren Sohn pers�nlich zu befragen.
�Weitere Gr�nde, die einen Verbleib in der Schweiz erforderlich machen w�rden, w�rden nicht geltend gemacht und seien auch nicht ersichtlich. Insbesondere erscheine die soziale Wiedereingliederung in der Ukraine nicht gef�hrdet, denn die Beschwerdef�hrerin sei regelm�ssig ferienhalber dorthin gereist, besitze dort ein Haus und habe im Rahmen eines Fernstudiums einen Universit�tsabschluss erworben. Es l�gen somit keine wichtigen pers�nlichen Gr�nde im Sinn von Art. 50 Abs.1 lit. b AuG i.V.m. Art. 50 Abs. 2 AuG vor.
�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Vorinstanz habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt und willk�rlich das Vorliegen eines nachehelichen H�rtefalls verneint.
5.1.�Die �usserst belastende eheliche Situation und die Gewaltt�tigkeit des Ehemannes sei vor den kantonalen Beh�rden durch ein �rztliches Zeugnis zu Handen der Polizei vom 7. M�rz 2011 belegt worden. Die Vorinstanz w�re verpflichtet gewesen, den Tathergang durch entsprechende Nachfragen zu erh�rten oder - wie wiederholt beantragt - die Beschwerdef�hrerin m�ndlich anzuh�ren.
5.1.1.�Zum Beweis, dass eheliche Gewalt stattgefunden habe, legte die Beschwerdef�hrerin ein Arbeitsunf�higkeitszeugnis sowie ein �rztliches Zeugnis zu Handen der Polizei, beide datiert am 7. M�rz 2011, ins Recht. Darin bescheinigt Dr. F.________, Allgemeine Medizin FMH, die Patientin stehe wegen Unfalls in seiner Behandlung und sei vom 7. M�rz 2011 bis 20. M�rz 2011 zu 100 % arbeitsunf�hig. Sie sei am vergangenen Samstag (also dem 5. M�rz 2011) vom Ehemann an mehreren Orten geschlagen worden. Als Befunde werden "Oberfl�che Wunde R�cken mit Verschorfung" und "Multiple H�matome an Beinen und Armen" genannt. Die Beurteilung lautet "Multiple H�matome am ganzen K�rper nach T�tlichkeit." Auf die Aufforderung des Migrationsamts vom 24. Juni 2013, allf�llige weitere Unterlagen einzureichen, welche die behauptete eheliche Gewalt dokumentieren w�rden, antwortete die Beschwerdef�hrerin am 19. Juli 2013, sie habe die eheliche Gewalt nicht nur behauptet, sondern in ad�quater Weise belegt. Sie habe keine Strafanzeige eingereicht, was indessen f�r den Nachweis der erlittenen Gewalt keine Voraussetzung sei.
5.1.2.�Nach der Rechtsprechung ist im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG i.V.m. Art. 50 Abs. 2 AuG jede Form ehelicher bzw. h�uslicher Gewalt, sei sie k�rperlicher oder psychischer Natur, ernst zu nehmen. H�usliche Gewalt bedeutet systematische Misshandlung mit dem Ziel, Macht und Kontrolle auszu�ben und nicht eine einmalige Ohrfeige oder eine verbale Beschimpfung im Verlauf eines eskalierenden Streits. Ein Anspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG wird auch nicht bereits durch eine einmalige t�tliche Auseinandersetzung begr�ndet, in deren Folge die ausl�ndische Person in psychischem Ausnahmezustand und mit mehreren Kratzspuren im Gesicht einen Arzt aufsucht, zumal wenn anschliessend eine Wiederann�herung der Eheleute stattfindet. Die physische oder psychische Zwangsaus�bung und deren Auswirkungen m�ssen vielmehr von einer gewissen Konstanz bzw. Intensit�t sein (BGE 138 II 229 E. 3.2.1 S. 232).
�Das Vorliegen eines wichtigen pers�nlichen Grundes gem�ss Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG i.V.m. Art. 50 Abs. 2 AuG ist von der betroffenen Person in geeigneter Weise glaubhaft zu machen, wobei diese eine weitreichende Mitwirkungspflicht trifft. Als Beweismittel f�r h�usliche Gewalt kommen Arztberichte, psychologische oder psychiatrische Gutachten, Berichte von Fachstellen wie Frauenh�usern oder Opferhilfestellen, Polizeirapporte oder Zeugenaussagen in Frage (BGE 138 II 229 E. 3.2.3 S. 235; vgl. auch Art. 77 Abs. 5, 6 und 6bis der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit [VZAE; SR 142.201]).
5.1.3.�Nachdem die Beschwerdef�hrerin dem Migrationsamt ausdr�cklich mitgeteilt hatte, sie besitze keine weiteren Unterlagen, und auch in den beiden Beschwerdeverfahren keine weiteren Nachweise ehelicher Gewalt vorlegen konnte, durfte die Vorinstanz in antizipierter Beweisw�rdigung davon ausgehen, dass sich weitere Abkl�rungen er�brigen. Auf eine Befragung der Beschwerdef�hrerin und B.________ als Zeugen durfte sie aus dem gleichen Grund verzichten (zur antizipierten Beweisw�rdigung vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3).
�Mit dem Arztzeugnis vom 7. M�rz 2011 und dem zugeh�rigen Arbeitsunf�higkeitsattest ist nicht erstellt, dass D.________ der Beschwerdef�hrerin die H�matome zugef�gt hat. Zudem liegt weder eine Strafanzeige vor, noch gibt es sonstige Anhaltspunkte, welche auf Misshandlungen seitens des Ehemannes deuten w�rden. Der Beschwerdef�hrerin ist es nicht gelungen, eheliche Gewalt im Sinn von Art. 50 Abs. 2 AuG glaubhaft zu machen.
5.2.�Die Beschwerdef�hrerin tr�gt vor, es seien Fotos des verletzten R�ckens ihres Sohnes aktenkundig, was ebenfalls auf Gewaltanwendung des Ehemannes gegen ihren Sohn zur�ckzuf�hren sei. Der Bericht des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes des Kantons Z�rich vom 21. Februar 2011 belege, dass die ehelichen Spannungen dem Kindeswohl abtr�glich gewesen seien und die Aufhebung der Familiengemeinschaft notwendig gemacht habe. Die unertr�gliche Beziehungssituation zwischen B.________ und seinem Stiefvater sei relevant f�r die Beurteilung der H�rtefallsituation. Es sei geradezu ihre Pflicht als sorgeberechtigte Mutter gewesen, den gemeinsamen Haushalt zusammen mit ihrem Kind zu verlassen.
5.2.1.�Entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrerin beweisen die nicht beglaubigten, undatierten, ohne �rztliches Zeugnis vorgelegten Fotos eines verletzten R�ckens nicht, dass D.________ gegen B.________ gewaltt�tig geworden w�re. Weil die Identit�t der auf den Fotos abgebildeten Person unklar ist, kann daraus nichts abgeleitet werden. Auch der Bericht der Dres. med. G.________ und H.________, Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst des Kantons Z�rich, vom 21. Februar 2011, enth�lt keine Hinweise auf Gewaltanwendung von D.________ gegen�ber seinem Stiefsohn. Die Untersuchung wurde auf Initiative von D.________ vorgenommen, der Motivationsst�rungen und Konzentrationsprobleme beim damals 17-j�hrigen B.________ abkl�ren lassen wollte. Im Bericht wird festgehalten, es gebe zwar Konflikte in der Familie, indessen werde niemand verbal ausf�llig oder handgreiflich. Wegen der unterschiedlichen Vorstellungen der Eltern betreffend die berufliche Laufbahn des Sohnes wird die r�umliche Trennung von Stiefvater und Stiefsohn empfohlen. Es ist nicht willk�rlich, wenn die Vorinstanz aufgrund dieser Umst�nde eine Gewaltanwendung gegen B.________ durch D.________ ausgeschlossen hat.
5.2.2.�Soweit die Beschwerdef�hrerin geltend macht, die Konflikte zwischen D.________ und B.________ h�tten die Aufhebung der Familiengemeinschaft notwendig gemacht, kann ihr nicht gefolgt werden. Der Sohn B.________ war bereits vollj�hrig, als die Beschwerdef�hrerin (nach ihren eigenen Angaben) den ehelichen Haushalt aufl�ste. Zur Vermeidung von Konflikten zwischen D.________ und B.________ h�tte es gen�gt, f�r Letzteren eine andere Wohnm�glichkeit zu finden. Dass die Beschwerdef�hrerin den Ehemann ebenfalls verliess, liegt in erster Linie im Scheitern der Ehe begr�ndet.
5.3.�Weiter r�gt die Beschwerdef�hrerin, die Vorinstanz habe zu Unrecht ausser Acht gelassen, dass sie - die Beschwerdef�hrerin - von ihrem nunmehr in der Schweiz eingeb�rgerten Sohn "gleichsam gewaltsam" getrennt w�rde, was angesichts der nach wie vor bestehenden, �berdurchschnittlichen Bindung f�r ihr Privat- und Familienleben eine massive Konsequenz darstelle.
�Der Sohn B.________ war im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils 20 Jahre alt und damit seit zwei Jahren erwachsen. Inwiefern die r�umliche Trennung von einem erwachsenen Kind aus einer fr�heren Beziehung einen nachehelichen H�rtefall darstellen soll, ist nicht ersichtlich. Die Anrufung des Rechts auf Privat- und Familienleben scheitert daran, dass die Beziehung der Beschwerdef�hrerin zu ihrem Sohn vom Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK nicht mehr erfasst ist (BGE 135 I 143 E. 1.3.2 S. 146; zu den Ausnahmen infolge eines besonderen Abh�ngigkeitsverh�ltnisses vgl. BGE 137 I 154 E. 3.4.2 S. 159; 129 II 11 E. 2 S. 14; Urteile 2C_147/2014 vom 26. September 2014 E. 5.4; 2C_546/2013 vom 5. Dezember 2013 E. 4.1). Zudem verf�gte B.________ im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils lediglich �ber eine Aufenthaltsbewilligung, so dass er der Beschwerdef�hrerin ohnehin kein Aufenthaltsrecht h�tte vermitteln k�nnen (zu den Voraussetzungen des umgekehrten Familiennachzugs vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3).
5.4.�Die Beschwerdef�hrerin moniert, die Vorinstanz habe die voreheliche Beziehungszeit seit Fr�hjahr 2008 willk�rlich nicht ber�cksichtigt, was im Widerspruch zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung stehe. Zudem sei ihre Anwesenheit seit Januar 2005 integrationswirksam. Sie - die Beschwerdef�hrerin - sei in sprachlicher und erwerblicher Hinsicht �berdurchschnittlich integriert; seit dem 24. M�rz 2014 habe sie eine Anstellung auf unbestimmte Zeit und erziele dabei ein j�hrliches Grundgehalt von Fr. 58'000.--.
5.4.1.�Bei der Auslegung von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG ist entscheidend, ob die pers�nliche, berufliche und famili�re Eingliederung der betroffenen ausl�ndischen Person bei einer R�ckkehr in ihre Heimat als stark gef�hrdet zu gelten h�tte, und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher w�re und - aus welchen Gr�nden auch immer - vorgezogen w�rde. Ein pers�nlicher, nachehelicher H�rtefall setzt aufgrund der gesamten Umst�nde eine erhebliche Intensit�t der Konsequenzen f�r das Privat- und Familienleben voraus, die mit der Lebenssituation nach dem Dahinfallen der abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sein muss (BGE 139 II 393 E. 6 S. 403; 138 II 229 E. 3.1 S. 232; 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350). Hat der Aufenthalt nur k�rzere Zeit gedauert und wurden keine engen Beziehungen zur Schweiz gekn�pft, l�sst sich der Anspruch auf weiteren Verbleib nicht begr�nden, wenn die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme bereitet (BGE 138 II 229 E. 3.1 S. 232 mit Hinweis auf die Botschaft zum AuG vom 8. M�rz 2002, BBl 2002 3709, 3754 Ziff. 1.3.7.6).
5.4.2.�Die Beschwerdef�hrerin hat sich seit dem 16. Januar 2005 rechtm�ssig in der Schweiz aufgehalten. Von den gut neun Jahren bis zum angefochtenen Urteil vom 2. April 2014 entf�llt ein (kleinerer) Teil auf die aufschiebende Wirkung eingelegter Rechtsmittel. Die Aufenthaltsdauer in der Schweiz ist nicht als kurz zu werten, indessen auch nicht als so lang, dass eine R�ckkehr in die Ukraine deswegen unzumutbar w�re. Im �brigen wird nicht klar, was die Beschwerdef�hrerin aus der Tatsache ableiten will, dass sie und D.________ vor der Heirat bereits eine Beziehung gef�hrt und anscheinend teilweise zusammen gewohnt haben. Im Urteil 2C_678/2011 vom 22. Februar 2012 E. 3.4, welches die Beschwerdef�hrerin anf�hrt, ging es um die Frage, ob das Ableben des Ehegatten der ausl�ndischen Person vor Ablauf der Dreijahresfrist nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG einen nachehelichen H�rtefall darstellt. Wenn in jener Konstellation mitber�cksichtigt wurde, dass die �berlebende Ehefrau bereits vor der Eheschliessung eine intensive, mehrj�hrige Beziehung mit dem nunmehr verstorbenen Ehegatten gef�hrt hatte, kann daraus f�r den vorliegenden Fall nichts abgeleitet werden, weil hier die Ehe aus anderen Gr�nden geendet hat. Eine l�ngere, �ber die gelebte Ehegemeinschaft hinausgehende Aufenthaltsdauer in der Schweiz kann (in Verbindung mit anderen Faktoren) allenfalls relevant sein f�r die Frage, ob die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gef�hrdet w�re. Dies ist hier nicht der Fall. Die Beschwerdef�hrerin pflegt nach wie vor Kontakte zur Ukraine und besitzt dort nach eigenen Angaben eine Wohnung. Aufgrund ihrer Ausbildung und beruflichen T�tigkeit in der Schweiz d�rfte ihr, die im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils knapp 40 Jahre alt war, eine Wiedereingliederung keine gr�sseren Schwierigkeiten bereiten.
Nachdem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet und ist abzuweisen.
6.1.�Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die unterliegende Beschwerdef�hrerin gem�ss Art. 66 Abs. 1 BGG grunds�tzlich kostenpflichtig; sie hat indessen um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht. Gem�ss Art. 64 Abs. 1 BGG befreit das Bundesgericht eine Partei, die nicht �ber die erforderlichen Mittel verf�gt, auf Antrag von der Bezahlung der Gerichtskosten und von der Sicherstellung der Parteientsch�digung, sofern ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, bestellt das Bundesgericht der Partei einen Anwalt oder eine Anw�ltin (Art. 64 Abs. 2 erster Satz BGG). Praxisgem�ss sind Prozessbegehren als aussichtslos anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten betr�chtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden k�nnen; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht f�hren w�rde, nicht deshalb anstrengen k�nnen, weil er sie nichts kostet (BGE 138 III 217 E. 2.2.4; 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135 mit Hinweisen).
�In Anbetracht der Sach- und Rechtslage waren dem Rechtsmittel keine realistischen Erfolgsaussichten beschieden. Die Beschwerdef�hrerin erhebt ausschliesslich Sachverhaltsr�gen, welche das Bundesgericht mit beschr�nkter Kognition �berpr�ft: In den beiden vorangegangenen Beschwerdeverfahren vermochte die Beschwerdef�hrerin weder die geltend gemachte eheliche Gewalt noch die behauptete Gewaltanwendung seitens des Ehemannes gegen�ber ihrem Sohn glaubhaft darzulegen. Vor Bundesgericht gelang es ihr dementsprechend nicht, aufzuzeigen, dass die Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz willk�rlich w�re. Mit Blick darauf erweist sich die Beschwerde als aussichtslos. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen und die (umst�ndehalber reduzierten) Gerichtskosten sind der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen.