Source: http://www.medienstrafrecht.info/bgh-beendigung-des-computerbetrugs-i-s-d-%C2%A7-263a-stgb/
Timestamp: 2017-12-11 23:25:38
Document Index: 324912272

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 263', '§ 263', 'BGH', '§ 263', '§ 263', 'BGH', 'BGH']

medienstrafrecht.info » BGH: Beendigung des Computerbetrugs i. S. d. § 263a StGB
Im Rahmen eines Strafverfahrens wegen sog. Phishings hat der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom 11. September 2014 (Az. 4 StR 312/14) unter anderem über den Beendigungszeitpunkt des Computerbetrugs im Sinne des § 263a StGB entschieden und seine diesbezügliche Auffassung vom 28. Februar 2012 (BGH, Beschluss v. 28.02.1012 – Az. 3 StR 435/11, Rn. 7) bestätigt.
Strafbarkeit des § 263a Abs. 1 StGB
Gemäß § 263a Abs. 1 StGB wir bestraft, wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er das Ergebnis eines Datenverarbeitungsvorgangs durch unrichtige Gestaltung des Programms, durch Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten, durch unbefugte Verwendung von Daten oder sonst durch unbefugte Einwirkung auf den Ablauf beeinflusst.
Beendigungszeitpunkt nach BGH
In dem Fall, in welchem durch den Computerbetrug ein Geldbetrag vom Konto des Geschädigten auf ein Empfängerkonto überwiesen wird, ist von einer Beendigung der Tat erst dann auszugehen, „wenn entweder das überwiesene Geld vom Empfängerkonto abgehoben oder auf ein zweites Konto weiterüberwiesen worden ist“ (BGH, Beschluss v. 11.09.2014 – Az. 4 StR 312/14, Rn. 8).
Veröffentlicht am 10. Januar 2015 von Timo Handel