Source: http://ihr-anwalt-hamburg.de/taetigkeitsbereiche/V/vollrausch.html
Timestamp: 2017-07-22 08:38:04
Document Index: 357459168

Matched Legal Cases: ['§ 323', '§ 323', '§ 323', '§ 323', '§ 323', '§ 323', '§ 323', '§ 323']

Vollrausch - § 323 a StGB - - Ihr Anwalt Hamburg - Rechtsanwälte Lauenburg & Kopietz
Vollrausch - § 323 a StGB - Vollrausch - § 323 a StGB -
§ 323 a StGB – Vollrausch
Wer aufgrund Vollrausches eine Straftat in Zustand rauschbedingter Schuldunfähigkeit kann unter folgenden Voraussetzungen mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren bestraft werden. 1. § 323 a StGB Vollrausch
2. Voraussetzungen des § 323 a Abs. 1 StGB
Der Täter muss sich in einen Rausch versetzen. Durch den Rausch muss die Steuerungsfähigkeit aufgehoben sein. Neben Alkohol kommen auch andere berauschende Mittel, etwa Drogen, als Rauschmittel in Betracht.
2.1. objektiver Tatbestand:
Der Täter muss objektiv tatbestandlich eine rechtswidrige Tat begehen, für die er aufgrund seiner starken Berauschung und dadurch bedingten Schuldunfähigkeit zum Zeitpunkt der Tat nicht verurteilt werden kann. Der Tatbestand eines Strafgesetzes muss in Form des Versuches, der Teilnahme oder der versuchte Beteiligung verwirklicht worden sein.
2.2. subjektiver Tatbestand:
Der Täter muss subjektiv tatbestandlich sich vorsätzlich oder fahrlässig in den Rausch versetzen haben. Bedingter Vorsatz liegt vor, wenn der Täter zumindest billigend in Kauf nimmt, dass er infolge des Rauschmittelkonsums in den Zustand der Schuldunfähigkeit gerät oder solche Umstände in vorwerfbarer Weise, d.h. fahrlässig, nicht bedacht haben.
Nach § 323 a Abs. 2 StGB darf die Strafe darf nicht schwerer sein als die Strafe, die für die im Rausch begangene Tat angedroht ist. Im Höchstmaß ist daher eine Freiheitsstrafe von 5 Jahren möglich, und zwar auch dann, wenn die Rauschtat als Verbrechen höher bestraft werden würde.
Nach§ 323 a Abs. 3 StGB handelt es sich bei dem Vollrausch dann um ein Antragsdelikt, wenn es sich bei der Rauschtat selbst um ein Antragsdelikt handelt. Im Übrigen erfolgt die Strafverfolgung von Amts wegen.