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Timestamp: 2017-11-19 19:42:06
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Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 1', '§ 2', 'Art. 137', '§ 4', '§ 1', 'Art. 66', 'Art. 34', '§ 19', '§ 4', '§ 2', '§ 1', 'Art. 111', 'Art. 152']

Wortklasse: Maskulinum, Femininum
sprachliche Erläuterung: glossiert aratrum, dentalia AhdGlWB. 462.
Sachhinweis: PropyläenTechnikGesch. I 380ff.; AberglWB. VI 1718-1726.
Pflug (I)
Erklärung: von einem Ochsen- oder Pferdegespann gezogenes landwirtschaftliches Gerät zum Aufbrechen und Wenden des Ackerbodens, auch das Gerät mit Zuggespann oder nur das Zuggespann.
vgl. Arl, Haken (III).
Pflug (I 1)
Erklärung: als landwirtschaftliches Arbeitsgerät im bäuerlichen Wirtschaftsleben; Wendungen beziehen sich insb. auf die Vergabe oder Auflassung einer Hofstelle, den Besitz und die Nutzung von Ackerland; (Gut) unter dem Pflug haben (ein Hofgut) besitzen und bebauen; den Pflug in den Herd stoßen eine Hofstelle einziehen (Beleg 1420; vgl. Herd (I)); Grund legen [zu] des Herren Pflug dem Herrn Land zu seiner Nutzung zurückübertragen (Beleg vor 1350?), Stroh folgt dem Pflug das Stroh verbleibt zusammen mit dem Pflug bei einem Erben (Beleg 1802).
Belegtext: stirft ok de herre, de man gift ok sinen tins, dene he deme herren gelovet hadde, jeneme an den dat gut gedript, unde ne bedarf nemande, de ene gewere, wan sinen pluch
Datierung: 1224/25 Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. II 59 § 2
Belegtext: dut en man sin lant beseit ut to tinse oder to plege to bescedenen jaren, dat men it eme beseit weder late, to swelker tit he binnen den jaren stirft, men scal it den erven beseit weder laten, went he is [en] nicht lenger weren ne mochte, wan de wile dat he levede. de erven scolen ok van der sat so gedanen tins oder plege geven jeneme, an den it gut geboret, alse men jeneme scolde, de it ut dede; went it sines selves pluch nicht begenk, do he starf
Datierung: 1224/25 Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. III 77 § 1 u. 2
Belegtext: welich man hofes guod hat, der iz verluhen hat zuo erbeidene umme halb, der sal sin guod ferrihten nahc des hofes rehte, unde sal sin lantsidil deme konege dienen fon des pluges diele [aL.: deile]
Datierung: 1303 Fundstelle: FrankfUB.(Lau) I 422
Belegtext: ouch hatt es sin ordnung wie ein gotzhus guot mit eerschatz so es koufft würde von einem probst empfangen werden sol by 3 ß buoss ... und mag ein probst darin faren mit sinem pfluog als in sin guot
Datierung: 1303? Region/Autor/Textsorte: Luzern (Kt.) Fundstelle: GrW. I 167
Belegtext: wir bekennen ouch an dissem briue, das sie ir gut, das sie vff dem lant habenn, das sie mit iren pflugen arbeiten, das sie das schullen vorschossen mit der stat vnd davon kein lantpet nicht geben
Datierung: 1319 Fundstelle: CDLusat. I2 227
Belegtext: quam hi niet [zum gerichtlichen Kampf], men zoude ... zinen grond legghen sheren plouch unde zine catelen sheren tafele
Datierung: vor 1350? Fundstelle: CoutBourgBruges III 233
Belegtext: we de gud dan under synen ploge hevet unde dar up gemergelt hevet, dey sal syne jare uth hebben, alze mergels recht is vor de schulde, de se vor gegulden hebbet
Datierung: 1380 Fundstelle: InvNichtstaatlArchWestf. III 75
Belegtext: unse vorwerk, ... dat under dem ploghe heft H.D.
Datierung: 1386 Fundstelle: DRWArch.
Belegtext: [den Zins muß geben] we dy drittehalven huven werket unde under synen plogen heft
Datierung: 1391 Fundstelle: BergeUB. 180
Belegtext: wo der phluk vnd die eide vnd die sense geet do sal nymand golt suchin ane des gunst des der ackir ist
Datierung: Ende 14. Jh. (Hs.) Fundstelle: SchlesGoldr. 229
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Belegtext: wenne aber ein bischof sinen buw selber wil haben so sol er seinen pflug stossen in das selgelend und sol das tun dem richen als dem armen
Datierung: 14. Jh. Fundstelle: Burckhardt,Hofr. 196
Belegtext: soll aber die churmudt inwendigh sechs wechen betzalt ... werden, sonst mugen die herrn das gut gewinnen under iren plugh
Datierung: 1409 Fundstelle: NrhAnn. 148 (1949) 146
Belegtext: tusschen A.H. ende R. js gewijst, dat A. vorss. die muddenn [Getreideabgabe], die hie ouer dat arue hadde, dat he der ploech vann volgen sall, thenn were dat R. met beterenn schijne bewijsenn mochte
Datierung: 1416 Fundstelle: DrentheOrdB. 8
Belegtext: wenn ein probst wil, so mag er sinen phluge vff sant Jorgen tag jn den herd stossen, vnd sin gueter selbs buwen
Datierung: 1420 Region/Autor/Textsorte: Elsaß Fundstelle: GrW. IV 35
Belegtext: we dem andern acker uth dem plöge nymt ahne synen willen und vorladt, des broke steyt uppe eyn marck
Datierung: 1426 Fundstelle: OsterwieckStB. 24
Belegtext: wann der 4 cent eine wäre, so solle einer und ein knabe bei einem pflug bleiben, und weiß der etwas zu rügen, das soll er an die bringen, die auf den stuhl gehören
Datierung: 1429 Fundstelle: ZWirtFrk. 10 (1875/78) 35
Belegtext: alle dat ghienne dat binnen des walts geleide licht, dat lif ind lit aentreft, seentz ind ploich oevergeit, sal wie van alders an dat hoighe gericht
Datierung: 1516 Fundstelle: NrhAnn. 6 (1859) 22
Belegtext: neubrueche oder novalia ..., seynd solche hirr nichts anders, als unbebaute feldungen, ueber die noch kein karst, haue oder pflug gegangen
Datierung: 1705 Fundstelle: KlugeBeamte I2 520
Belegtext: da auch sich zugetragen, daß ... gutsbesitzer, bauern ausgekaufet, und die aecker unter den herrschaftlichen pflug gezogen
Datierung: 1766 Fundstelle: Rabe,PreußG. I 3 S. 246
Belegtext: die wuesten aecker und steuerbaren hufen, welche die obrigkeit unter ihrem pfluge ... hat
Datierung: 1785 Fundstelle: Fischer,KamPolR. I 723
Belegtext: stro folgt dem plog
Datierung: 1802 Fundstelle: Schütze,HolstId. III 219
Belegtext: wir han guter under unserm pflug, die den herren zu sant G. wedder pfening noch heller geben
Fundstelle: Erler,NeustadtWeinstr. I 253
Pflug (I 2)
Erklärung: der Besitz eines Pfluges bzw. Anteils an einem Pflug(gespann) dient als Berechnungsgrundlage für Abgaben oder die Verrichtung von Frondiensten, wobei der ganze bzw. halbe Pflug die volle bzw. halbe Zahl der Zugtiere eines Pfluges bezeichnet; hier auch Belege zu den Bedingungen des Frondienstes mit dem Pflug.
Belegtext: daz ieder man von W., der einen pflueg mocht gehaben oder halben, in iegleich arbait auf sein chost einen halben tach ze ackcher gieng
Datierung: 1263 Fundstelle: HeiligenkreuzUB. I 157
Belegtext: sol der meiger gen ze essende, wer im mit dem pfluoge fronet ... ze vasten brot und roten win
Datierung: 1279 (Hs. 1495) Fundstelle: FreiburgUB. I 289
Belegtext: von itzlichem pfluge der vorgenanten gutter zcwene scheffl einen weiss den andern rocken alle jar [als Abgabe]
Datierung: 1338 Fundstelle: CDPruss. III 16
Belegtext: der abbt hatt auch das recht das ein jegklich gesessen man soll jm thun seinen tagwen, mit der howen drey, mit der axt einen, mit dem pflug einen
Datierung: 1339 Fundstelle: Alsatia 1854/55 S. 75
Belegtext: het er aber vihe, das er mit einem pfluoge fert, so sol er zwene tagwan tuon
Datierung: vor 1341 Region/Autor/Textsorte: Breisgau Fundstelle: GrW. I 366
Belegtext: sullen si aller ierlich uf sente Mertins tag geben unsirm huse, von itzlichim pfluge der uf dem gute get, eynen scheffil korns und eynen scheffil weysis, und von iczlichim hakin eynen scheffil weysis
Datierung: 1351 Fundstelle: CDPolon.3 III 16
Belegtext: so wie te H. en pluech hevet, die is schuldich den greve enen ardach
Datierung: 14./15. Jh. Fundstelle: NrhAnn. 28/29 (1876) 23
Belegtext: iglich gewonlich pflug, der vonen der gemeinde in dem dörff zu F. vßgehett, gibtt denn herrn des gerichts alle jar ein malter beedekorns, vnnd die häuwer, die nicht pflug haben, geben den herrn jars gemeintz vierzehen vnntz heller
Datierung: 1415 (Hs. 18. Jh.) Fundstelle: PfälzW. II 595
Belegtext: wer ein pflug hat, der sol meinem herren zwo meny thun vff sinre gefrönde
Datierung: 1429 Fundstelle: Alsatia 1854/55 S. 74
Belegtext: we dar ene egene ploch heft, schal en to allen sunte Michaelis dage darna geven ene tunnen roggen
Datierung: 1435 Fundstelle: OstfriesUB. I 408
Belegtext: de kotere, de nicht plogh odir perde hebben, scholn uns eynen dagh hoygh meygen und uns eynen dagh hoyggen helpen und se ... scholn uns eynen dagh in dem arne helpen snyden, bynden offte sammen, unde eyn juwelik vullecomen huyss, dat buirheit hevet, scholn uns to vaslavent eyn hon, un uppe paschen twe styge eyggern gheven, de kotere eyn hon unde eyn styge eyggern
Datierung: 1449 Fundstelle: ArchWestf. 4 (1831) 184
Belegtext: wer zu Appenwiler sizet und einen pflug hat der sol jährlich frönen in den dinghof 3 tag mit sinem pflug in dem feld
Datierung: 1486 Fundstelle: Burckhardt,Hofr. 156
Belegtext: mit zwaien ochsen anfurchen und anstrecken und nit mit aim ganzen phlug
Datierung: 1490 Region/Autor/Textsorte: Tirol Fundstelle: ÖW. IV 173
Belegtext: van elcken huyse ploech houdende jairlycs een broot ende eenen halven bercxschen ouden gro. weert
Datierung: 1515 Fundstelle: Stallaert II 68
Belegtext: [dem fergenmeister] gibt einer, der ein pflug furet, ein halb malter korns, und einer, der ein halben pflug fúret, und sunst ein armer, ein firntzel korns
Datierung: 1516 Region/Autor/Textsorte: Kurpfalz Fundstelle: GrW. I 452
Belegtext: nha dusse voirruckte teyn jaren sollen se uns ... van eren herden, egenen ploech und wat se sulvest gebruiken ... eren teynden geven
Datierung: 1530 Fundstelle: OldenbUB. III 309
Belegtext: ein jederer pflüger, so mit pferd, wagen, pflug und gespan frönden leistet
Datierung: 1552 Fundstelle: LuxembW. 444
Belegtext: da ein tenther heft ein korntenden ... und wert mit einer ploch geploget und geseiet, ... der tentman sey schuldig ..., den tentheren von allen gewaxenen koren te gefen de teinde garfe
Datierung: 1562 Fundstelle: WestfLR. 93
Belegtext: [der Pastor erhält 1/2 Malter Hafer von jedem Acker] da ein pfarmann ein ganzen pfluch führet
Datierung: 1580 Fundstelle: Koeniger,SendQ. 112
Belegtext: ein bawer, der mit zwey pflügen zackern gehet [hat die Erlaubnis], 8 kühe oder kälber auf die waid zue tun
Datierung: 1615 Fundstelle: SchriesheimW. 165
Belegtext: mehr hat der fluer von einem jeden morgen acker ein garb, und der ein aigen pflueg in das feld füehrt ain laib brot zu geben schuldig
Datierung: 1651 Fundstelle: WürtLändlRQ. I 8
Belegtext: daß ... ein bauer mit einem pflug 4 simmer, ein bauer, so mit 2 pflüg und bißweilen mit 3 zackeret 8 simmer ... jährlich geben solle
Datierung: 1759 (Hs.) Fundstelle: KirchheimW. 273
Belegtext: van eneme isliken huße, dar eine pluch uthgeyt, soß hamborgere schillinge unde van eneme ißliken huße, dare eyn hake uthgeit, dre schillinge
Datierung: undat Übs. einer lat. Urk. von 1293 Fundstelle: LünebUB. I 112
Pflug (I 3)
Erklärung: Belege zum Schutz der mit dem Pflug geleisteten Arbeit und des erzielten Ertrags; auf dem Gut sitzen um Pfluges Teil ein Hofgut bewirtschaften für einen Anteil (meist die Hälfte) am Ertrag der Feldfrüchte.
vgl. Pflugrecht (II).
Belegtext: des mannes sat, die he mit sime pluge wirkt, die is verdenet, als die egede dar over gat
Datierung: 1224/25 (Hs. 1369) Fundstelle: Ssp. II 58 § 2
Belegtext: nimpt ein man ein witewen die gut hat daz man mit dem phluge pawet stirbet sie vnd shol daz gut wider gan vnd ist daz geset vnd gebawet der man nimpt den nuz mit rechte dar abe
Datierung: nach 1280 Fundstelle: Schwsp.(Langform M) LR. Art. 137
Belegtext: das dy lude, dy da siczcen uff der lude gude vmb iren czins ader vmb ires pluges deil, vber keynes mannes guit hait dy keyn recht czu sprechen, das vorganck moge han, want sint sy hude da, sy sint marne anderswo
Datierung: 1330/42 Fundstelle: KlKaiserr.(Hs. Corvey) II 24
Belegtext: swaz der man verdient mit seinem pfluog, mit seinem vich, do der man selb oder sein gedingter ehalt pey ist, daz heizzet alles gearntz lon
Datierung: 1340 Fundstelle: MünchenStR.(Dirr) 351
Belegtext: so wie bij voerwaerden up bilevinghe comt, eist up leen, eyghijn of erve, daer behoudt de plouch haer recht, dats de heelft van den grane
Datierung: Mitte 14. Jh. Fundstelle: CoutScheldewindeke 257
Belegtext: nymt ein man ein wittwe, dy eigen ader lipczucht ader lehen ader czinsgut hat, was der in dem gute mit sinem pfluge ererbeit hat, stirbet sin wip, er her sahet, er sol ez vollen erbeiten, sehen und abesniden und czins oder pflege sol her darabe geben yenem, uff den es ersterbet. sterbet aber dy frowe nach der sahet, als dy eide das lant begangen hat, dy sahet ist ires mannes und endarff nymant davon pflege noch czins geben, wen da kein czinsgelt abe was
Datierung: 1357/87 Fundstelle: MeißenRB.(Oppitz) I 20 Dist. 2
Belegtext: nemt eyn man eyn wedewe di eygen oder lehn oder liftucht oder tyns gud het wat so he in deme gude met synen plugen arbeidet steruet syn wif er der sat he sal dat vularbeiden vnd segen vnd afsnyden. auer tyns oder plege sal he daraf geuen yenen vp deme dat gud vorsteruet. steruet auer di frouwe na der sat alse di egede dat land began het di sat is ores mannes vnd he en is dar nymande nicht plichtich af tu geldene weder plege noch tyns dar sy en geyne tyns gelde af plichtich en was
Datierung: 1397/98 Fundstelle: BerlinStB.(Hs.) 98r
Belegtext: wer aber das der gemelten eelütt eins ... sich wydder veranderte in die ee, und stirbt es vor sant Jorgen tag von der kinde verfangen guot, so hörent die zweyteil der bluomen zuo dem pfluog und das dritteyl den erben
Datierung: 1482 Fundstelle: Pforzheim 143
Belegtext: wann der fall geschech nach sanct Georgen tag, so sollten, die dann die guetter ingehebt ... hetten, nemen daß hew, vnnd die allten kind das embdt, vnnd wann die guetter alle lehr seindt, so seyen die guetter alle heim gefallen, den alten kinden, doch so sollen dem pflug seine recht pleiben
Datierung: 1552 Fundstelle: Fischer,Erbf. II 230
Pflug (I 4)
Erklärung: Belege zum Friedensschutz für Pflug und Zuggespann, Schutz vor Diebstahl, Zerstörung und Pfändung; den Pflug (be)rauben insb. die Zugtiere, aber auch einzelne (Eisen-) Teile des Pfluges, seltener das ganze Gerät stehlen.
vgl. Pflugfriede.
Sachhinweis: L. Leesment, Pflugraub im Mittelalter/ZRG.2 Germ. 58 (1938) 534ff.
Belegtext: alle mordere unde de den pluch roven oder molen oder kerken oder kerkhof ... de scal men alle radebreken
Datierung: 1224/25 Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. II 13 § 4
Belegtext: iewelk dorp binnen siner gruve unde sime tune, pluge unde molen ... de scolen stede vrede hebben
Datierung: 1224/25 Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. II 66 § 1
Belegtext: swer den paumann beraubt, als er ze akcher vert oder auf dem akcher, oder seinen chnecht, der den phluoch ment oder habt, oder von dem phluog icht raubt oder stilt, swen er auf dem veld stêt ... di sol man alle hâhen
Datierung: vor 1328 Fundstelle: Ruprecht(Claußen) Art. 66
Belegtext: keme [der schöffele] nut an das gerihte, so het der herre ... gewalt, dem schöffele sin hus abezebrechende untze an die vier pfosten ... und zu nemende alles das in dem huse ist, one den pflug und das bette zu beroubende
Datierung: 1336 Region/Autor/Textsorte: Elsaß Fundstelle: GrW. I 700
Belegtext: fund man in ayns gewalt guot, daz auz chirchen, auz mùln, auz smitten oder von dem pfluog verstoln ist, der sol daz berechten an der schrannen, dem ez verstoln ist
Fundstelle: BairLR.(Schlosser/Schwab) Art. 34
Belegtext: das alle strassen, kirchen, closter, phaffheit, kirchove, muelen und besunder alle pfluege mit pferden und was dazu gehoret ... friden haben sollen
Datierung: 1389 Fundstelle: RAbsch. I 93
Belegtext: vortmer schal eyn jewelik man velich wesen by siner ploch ut vnde to hus, dat sy vrede efte neyn, merket vredes lik
Fundstelle: DithmLR. 1447 § 19
Belegtext: was in dem pfenden oder angriffe gefreyt ist ... ainem yeden sein werckzeüg, dessen er zur notturft seines handwercks ... bedarf und nit gerathen kan, also auch dem paurn sein pflug und was darzu gehört
Datierung: 1556 Fundstelle: WürtLändlRQ. I 752
Belegtext: wer dem andern seine pflug oder wagen muthwillig zerhauet, der verbricht daran 30 mark
Datierung: 1583 Fundstelle: HadelnLR. 49
Belegtext: ob jemand dem andern seinen pflug zerhauete ... der soll bessern dem rechte 30 mark, und dem klaeger seinen schaden aufrichten
Datierung: 1591 Fundstelle: EiderstLR. 111
Belegtext: daß der pflug und egge im felde hoch befreiet, und sich niemand daran vergreifen soll
Datierung: 1624 Fundstelle: Fidicin IV 371
Belegtext: pflugdiebe: so etwa ein roß auß dem pfluge stielett
Datierung: 1628 Fundstelle: Apel,Collect. 115
Belegtext: alle moerder, und die den pflug berauben, oder muehlen, oder kirchen ... die sol man sol man alle radebrechen
Datierung: 1652 Fundstelle: Carpzov,PractNov. I 30
Belegtext: [articulsbrief fuer die kriegsvoelker] es soll keiner muehlen, back-oeffen, berg-, saltz- und wasser-werck ... pfluege ... zerbrechen oder verderben, ... es waere dann aus erheblichen ursachen von der generalitaet also befohlen worden
Datierung: 1672 Fundstelle: Emminghaus,CJGerm. II 399
Belegtext: soll keinem juden zugelassen, oder verstattet seyn, auff nachfolgende stueck etwas zu leihen, ... als da sind wehr, waffen, ... pflug und andere acker-bereitschafft
Datierung: 1679 Fundstelle: HessSamml. III 132
Belegtext: daß diejenige, welchen die ober- und hals-gerichte zustehen, ungefaehrlich folgende ubelthaten ... zu straffen ... befugt, nemlich: beraubung der pfluege, muehlen und bienenstoecke
Datierung: 1705 Fundstelle: KlugeBeamte I2 799
Belegtext: des debitors pflueg aber [durch Pfändung] zu laehmen ... ist nicht zulaeßigh
Datierung: 1832 Fundstelle: NStaatsbMag. I 911
Belegtext: sworen eynen frede by der weden to holdende, dat neymet beroven scholde den ploghe, de perde in dem molenvore unde de perde in dem ploghe
Fundstelle: Schiller-Lübben III 114
Belegtext: pfl[ugrecht]. es vermögend die recht, wo einer ein pfluog stillt oder sonst verwüestet, dass solches strenger dann andere diebstähl und muotwillen gestrafft werden solle
Fundstelle: SchweizId. VI 298
Pflug (I 5)
Erklärung: das Ackergerät als bewegliches Gut, Zubehör des bäuerlichen Gutes bzw. Bestandteil des Heergewätes (III).
Belegtext: erlebt ... ein meyer sein lechnung aus, man soll in laszen ab dem hoff ziehen, ... und [er] soll dan lassen einen beschlagnen pflueg und ein sychl
Datierung: 1463 Fundstelle: Hanauer,Constd'Alsace 237
Belegtext: das comodatum besteet in beweglichen guetern, als in einem wagen, in einem pflueg vnd sich bewegenden ... thiern, in einem menschen, roß, ochsen
Datierung: um 1500 Fundstelle: Summa legum 416
Belegtext: was under der burger- und paurschaft vaarunde habe sei oder genent werde ... wagen, wagengschirr, pflueg, egen
Datierung: 16. Jh.? Fundstelle: ZRG.2 Germ. 23 (1902) 280
Belegtext: werckzeug, waegen, pflüeg vnd was zum ackerbaw gehoerig, wirdt vnder der haußvarnuß nit begriffen
Fundstelle: BairLR. 1616 S. 202
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Belegtext: bericht van natuir vndt eigenschaft der cooßgueder van Aspell ... sall op den hoeue blieuen noh haeuenß rechten vyff bedden, vyff potte, vyff ketelen, off sie daer syn, item waegen vnd ploeg vnd alleß handgetaw, slopden etc.
Datierung: 1652? Fundstelle: Kamptz,PreußProvR. III 103
Belegtext: besteht die gewohnheit, daß zu dem heergeraethe ... bey denjenigen, die anspann haben, der halbe wagen, der halbe pflug und eine egde ... referirt, und dem successori zugesprochen wird
Datierung: 1826 Fundstelle: Kamptz,PreußProvR. I 400
Pflug (I 6)
Erklärung: das Ackergerät als Strafwerkzeug bei der spiegelnden Strafe für das Auspflügen eines Grenzsteins.
Belegtext: we den faersteyn edder kam vme erede myd vorsate, den sal men in de erden grauen vnd laten syn hovet dar vte, so hoe alz de faersteyn gestanden haid vff der stedde, vnd sal myd eynem nygen ploge, dar nicht medde geeret ist, vnd myd vere vollen an den ploegh gespannen, de nicht meer getogen hebben, vnd nyge gescherre an den ploegh gedaen vnd eynn ploegh helder vnd driuer, de nicht meer eynen ploegh gehalden edder gedreuen hain, vnd sollen den acker eren, vnd magh sich dan de begrauen man was behelpen daz magh er doen
Datierung: 1454 Region/Autor/Textsorte: Westfalen Fundstelle: GrW. III 80
Belegtext: ob he eynen malstein tzuschen agkern ader weßen uß erit, ... man spricht es sy ein recht, daß man denselben sull graben in das loch, da in der malstein gestanden hait in die erden, biß an sinen goertil, unde sull dan mit eyme pluge unde vyr pherden ober en faren
Datierung: 1493 Fundstelle: Schmincke II 746
Belegtext: einer der ein marckstein wissentlich ausgrebt, den selben soll man in die erden graben piss an den halss, vnd sal dan vier pferde, die des ackers nit gewont seyn, an einen pflug [spannen], der do neu sey, vnd sollen die pferde nit mer gezcogen vnd der engk nit mer geern, nach der pflughabe nit mer den pflug gehalten haben, vnd jm als lang nach dem hals ern, bis er ym den hals ap geern hat
Datierung: 1506 Region/Autor/Textsorte: Franken Fundstelle: GrW. III 590
Belegtext: soll man nemen ain neuen pflueg ... und mitten durch ine [Grenzfrevler] faren, damit sich ain ider darvor wisse zu hueten
Datierung: 1549 Region/Autor/Textsorte: Niederösterreich Fundstelle: ÖW. XI 265
Belegtext: ob jemantz so vermessen der markstein außoeer ..., was der vermacht? ... man sull innen gleichs dem gurdell in die erdt graben, und soll ime mit einem ploich durch sein hertz fahren
Datierung: 1586 Fundstelle: CDRhMos. V 398
Belegtext: in den alten fuldischen cent-und ruegegerichten findet man in diesem falle [Wegackern des Mittelrains zwischen zwei Feldern] die jaemmerlichsten straffen. so soll z.b. der frevler in die erde bis an hals gegraben und ihm ueber den kopf mit einem pfluge gefahren werden
Datierung: 1788 Fundstelle: Thomas,FuldPrR. I 259
Pflug (I 7)
Erklärung: Belege zu Ge- und Verboten im Zusammenhang mit dem Pflug und dem Zugtier.
Belegtext: hwae soe dis dikis hilde delth iefta decht, mit spada greft iefta mit ploge ereth ..., dat scel hij ... beta mit twam pundum ende dae schelta mit twam pundem [wenn jemand die Deichberme abgräbt oder aufgräbt, darin mit dem Spaten gräbt oder mit dem Pfluge pflügt ..., so soll er das ... mit zwei Pfund und dem Skelta mit zwei Schillingen büßen]
Datierung: 12. Jh. (Hs. 1464) Fundstelle: WesterlauwersR. I 222
Belegtext: sve besaiet land enes anderen mannes anderwerve eret, he sal ime den scaden gelden uppe recht unde sine bute geven. [Glosse:] dit is weder di, di secgen, he wedde als dicke unde vorbore bute, als he di pluch utbore unde inset
Datierung: nach 1325 Region/Autor/Textsorte: Buchsche Glosse Fundstelle: Ssp. II 46 § 4
Belegtext: arbaitt er ez [ein geliehenes oder als Pfand gegebenes Pferd] in dem wagen oder in dem pfluog und wirt ez geergert, daz sol er zwivalt gelten
Datierung: 1340 Fundstelle: MünchenStR.(Dirr) 336
Belegtext: hvasa others monnes hanxt nimpth and thet rit ieftha arbeideth, sa breckth hi tua pund olsa hi oppasit anda tua pund olsa hi offsit. tua pund olsa hit ynnan wayn ieftha ploch slaith [wenn jemand das Pferd eines anderen Mannes nimmt und das reitet oder zur Arbeit verwendet, so verwirkt er zwei Pfund für das Aufsitzen, und zwei Pfund für das Absitzen. Zwei Pfund (verwirkt er), wenn er es vor den Wagen oder Pflug spannt]
Datierung: Mitte 15. Jh. Fundstelle: EmsigerR. 196
Belegtext: das ist auch, ob einer ein roß aus wrsach zu spaciren in ein stat hot gelihen ... vnd in einen wagen oder in ein pflug hot gesetzt ..., der begeet ein diebstal
Datierung: um 1500 Fundstelle: Summa legum 555
Belegtext: soe wye aff offt an syne ploech ryden wyll dye sall dorch dye voer ryden den naegesten wech vp den mynnesten schaedenn onnygen tdoene verhuydenn alst moegelicken ys
Datierung: 1518 Fundstelle: DuisburgStR. IX 27
Belegtext: es soll niemandt dem andern auff der wintersaet nach Martini vnd auff der sommersaedt nach Walpurgi mit der pflug wenden
Datierung: 1597 Fundstelle: PeineStat. 259
Pflug (I 8)
Erklärung: in rechtlichen Regelungen zu Herstellung und Reparatur eines Pflugs und zur Anschaffung eines Zuggespanns.
Belegtext: al ander grofwerk unde wat to waghenen unde to ploghen hört unde hofslach ne mot he [der unzünftige Schmied] nicht smeden
Datierung: 1. Hälfte 14. Jh. Fundstelle: GoslarStat. 105
Belegtext: ein iczlich smid, der smidrecht nicht enhat in wicpilde, der mac wol smide, waz er wil, an var allez, das man phliget czu vorczinene ... alle andere grop werk, was czu wagen und czu pflugen gehort, und hufslac schol er ... nicht smiden
Datierung: 1357/87 Fundstelle: MeißenRB.(Oppitz) V 11 Dist. 2
Belegtext: hat der scheffenn geweist das von alter gewonheit der leenman magh inn dem busch haivenn plögh, reisterenn, leideren, rungen und das alles in dem busch gekürt
Datierung: 1409 Fundstelle: NrhAnn. 148 (1949) 147
Belegtext: ist das jemant den wald wüstet nit ze notdurfft bruchen des buws oder pflugs, der bessert mit schazung des schaden lx sch. und 1 helbl.
Datierung: 1434 Fundstelle: Burckhardt,Hofr. 48
Belegtext: was ein schmid mit siner hand gedient, das ist lidlon, vnd wo er einem isen gipt, das ist ein kouff, vßgenommen das einer zum pfluog brucht, das ist lidlon
Datierung: 1519 Fundstelle: ArgauLsch. I 224
Belegtext: so vel aver den exisze belanget, willen wy vorschaffen, dat degene so ossen eder ander war tho ohrer eigen ploch und husholdinge kopen, darmit unboschwert scholen bliven
Datierung: 1546 Fundstelle: OldenbUB. VI 470
Pflug (I 9)
Erklärung: das Ackergerät als Werkzeug bei der Beweiserbringung für den Vollbesitz der körperlichen Kräfte.
Belegtext: bewist der gebuwer sine crafft, daz er eynen ummegang synem phluge gevolgen moge eynes morgens lang, so hat die gabe craft von rechtis wegen
Datierung: Ende 14. Jh. Fundstelle: GlWeichb. 270 [zu LR. I 52 § 2]
Pflug (I 10)
Erklärung: zur Festlegung einer rechtlich bedeutsamen Tiefe oder Länge.
Belegtext: al schat under der erde begraven deper den ein pluch ga, die hort to der koningliken gewalt
Datierung: 1224/25 (Hs. 1369) Fundstelle: Ssp. I 35 § 1
Belegtext: wie weit ein gewizzen einem manne ein seine aygen oder lêhen gesagen mug, dez well wir euch beschaiden. ist es auf einem akcher, sô sol di gewizzen nicht weiter sagen denn eines phluoges lanch
Datierung: vor 1328 Fundstelle: Ruprecht(Claußen) Art. 111
Belegtext: ez sol auch jener bereden mit seinem aide, dâ hin deu chuntschaft geweist wiert, daz er nicht en wizze, daz er chain guot inne hab dâ hin, dâ deu chuntschaft hin ertailt ist, denn als vil als deu chuntschaft her aus gesait hât. dâ mit sol er ledich sein auf dem velde eins phluoges lanch als verre als vich und phluoch gelangen mach
Datierung: vor 1328 Fundstelle: Ruprecht(Claußen) Art. 152
Belegtext: von der wißwäßry, so ist unser recht, das ein jeder das wasser mag leiten in das sin, eines pfluogs túf
Datierung: 1509 Fundstelle: ZürichOffn. I 340
Belegtext: der herschop undersaten hebben nicht mehr egens in der herschop liggende grunde, alse mit der ploch dep in de erde plogen
Datierung: 1552 Fundstelle: Dittmer,Sassenrecht 86
Pflug (I 11)
Erklärung: bei einem Frühlingsbrauchtum.
Belegtext: [Ratsverordnung:] man sol auch an bemelter escherigen mitwoch des vmziehens mit dem pflug müssig steen
Datierung: 1510 Fundstelle: Birlinger,WB. 94a
Pflug (II)
Erklärung: als Bezeichnung für den bäuerlichen Stand nach dessen Arbeitsgerät, auch übertragen Lebensunterhalt, Gewerbe, Geschäft, Einnahme.
Belegtext: an der voitîe und an sînen phlügen [an den verschiedenen Regalien] / sol der künic im lân genüegen
Datierung: vor 1176 Fundstelle: Ulr.v.Etzenbach,Alex. V. 26109
Belegtext: seltem im gelinget, der wider sînen orden ringet. dîn ordenunge ist der phluoc
Datierung: 2. Hälfte 13. Jh. Fundstelle: Helmbrecht9 V. 291
Belegtext: ich bins genant ein ackerman, von vogelwat ist mein pflug
Datierung: Anf. 15. Jh. Fundstelle: AckermBöhm.(Jungbluth) 3, 1
Belegtext: nu ne vindstu el neghene ploech, die di mach winnen enich ghevoech
Fundstelle: MnlWB. VI 480
Pflug (III)
Erklärung: wie Pflugdienst (I).
Belegtext: so suln wîr der apt ... von Bebenhûsen vf dez von N. guoten vnde siner lúte ... weder stellen noh herberge nemen noh snitter noh phluege vordern oder nemen
Datierung: 1295 Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. III 383
Belegtext: von eynem oberschare etiam tenetur 2 pflugen ain tagh
Datierung: 15. Jh. Fundstelle: MeißenUB. 182
Faksimile - digitalisiert vom Sächsischen Institut für Geschichte und Volkskunde e.V.
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Pflug (IV)
Erklärung: eine Abgabe von einer Hofstelle.
vgl. Pflugbede, Pfluggeld, Pflugpfennig.
Belegtext: dys sind die renthe und gulde ... daz die von G. sullin jerlichin 1 phlug gebin
Datierung: um 1380 Fundstelle: WeimarRotB. 28
Belegtext: schal N. ... ploghe edder pacht dar van ... betalen
Datierung: 1432 Fundstelle: QuedlinbUB. I 294
Belegtext: weiters erkennen sie [geschworne sehner] dem coster für belohnungh jahrs von jederem ackerman ein sester weitzen, von einem daglohner ein sester haber; darbeneben den besten pfluch ohn einen so die zehenhern für auss nehmen zum halben
Datierung: 1605 Fundstelle: DiedenhofenW. 74
Pflug (V)
Erklärung: im Rheinland: silberner Pflug eine (Geld-) Abgabe als Todfall- bzw. Besitzwechselabgabe, ursprünglich hervorgegangen aus einem silbernen Votivpflug(eisen) als Weihegeschenk an die Kirche.
vgl. Kurmede (I), Pflugskurmede.
Belegtext: wer ouch dyser hoiwguider ench acker intfenckt man myt einem silveren ploch off v marken
Datierung: 1491 Region/Autor/Textsorte: Rheinland Fundstelle: GrW. III 853
Belegtext: widers hant sy ... gewesen uf dickgemelten Stapelhoef gehoerich den curmoid, nemelich zwae silveren ploichen, und das dritte ein pertzcurmoid
Datierung: 1539 Fundstelle: RhW. II 1 S. 179
Belegtext: weisen die geschworn lehenman daz alle andere lehenguiter ... mit den silbern plogen, das ist mit vunff schill. cölsche verchurmoit ... sollen werden
Datierung: 1544 Region/Autor/Textsorte: Rheinland Fundstelle: GrW. II 731
Belegtext: sein aber kein quick, soll man das curmuth mit dem besten kleydt verbesseren ader mit einem silberen ploch, dass sein vunff marck
Datierung: 1559 Region/Autor/Textsorte: Rheinland Fundstelle: GrW. II 648
Belegtext: sofern desselbigen lehenmann absterbt, sollen die erben dasselbige an meiner gnediger frauen mit einer silbern pflueg vertedingen, doch zehen mark vor die pflueg geben
Datierung: 1573 Fundstelle: RhW. II 1 S. 243
Belegtext: mit einem silbern pflogh, den zu losen mit funf marcken
Datierung: 1577 Region/Autor/Textsorte: Rheinland Fundstelle: GrW. II 659
Belegtext: wilcher der cuermuediger hostert ein hat und ein untfangen hand ist, dwilche nit bebaut ist, und abliebich wurde, ist unserm g.h. erfallen einen silbern ploech den zu vertedingen uf funf mark
Datierung: 1595/1600 Fundstelle: RhW. II 2 S. 159
Belegtext: wannehe einiger geschworen auß uns vom leben zum toot kommen, welcher ein ganz lehn hat, daß aldan derselbiger ... unserem schulteißen ... mit einem gantzen silbernen pflügh, oder fünf mark cölnisch darvor ... verfallen sein
Datierung: 1617 Fundstelle: NrhAnn. 5 (1857) 209
Belegtext: was 17 morgen grundz ist, ... ist ein pfertzcurmut, und was darunden, ist ein silbern plouch
Datierung: Anf. 18. Jh. (Hs.) Fundstelle: RhW. II 2 S. 70
Belegtext: wan die empfanger diser hoffstätt absterben, sollen die selbe dem herren von ieder churmodt funf marck für einen silberen pfluch zu geben schultig sein
Region/Autor/Textsorte: Rheinland Fundstelle: GrW. IV 763
Pflug (VI)
Erklärung: ein Landmaß von regional unterschiedlicher Größe, auch eine Bauernstelle.
vgl. Haken (II), Marschpflug, Pfluggewicht, Pflughufe, Pflugland (I).
Belegtext: ic agnian wylle to agenre æhte ðæt ðæt ic hæbbe 7 næfre ðe myntan ne plot ne ploh, ne turf ne toft [ich will als eigen Gut behaupten, was ich habe, und niemals dir zudenken weder Fleck noch Pflug Landes, weder Rasenstück noch Hausstelle]
Datierung: 1020/60 Fundstelle: Liebermann,AgsG. Becwæð 3
Belegtext: on Ottanleage ii. ploh
Datierung: 1025 Fundstelle: Robertson,AngloSaxChart. 166
Belegtext: swa þæt on þa tun þa wæs tenn ploges oðer twelfe gangende ne belæf þær noht an
Datierung: 1131 Fundstelle: AgsChr.(Plummer) 261
Belegtext: pro unoquoque aratro parvo quod radlo dicitur, lapidem cere, pro magno autem quod plug nominatur, duos lapides cere persolvat
Datierung: 1262 Fundstelle: CDPolon.3 I 354
Belegtext: das ... ouch die vndirsassen der vorbedachten ritther, vns gebin sollen von iclichen hoken eyn scot. ... vnd van iclichem pfluge ii scot.
Datierung: 1278 Fundstelle: CDPruss. I 172
Belegtext: wir ... verlihen ... daz gereut ... zu fuonf pfluegen, wo und an welhem ende er die vorgenanten pfluchwerte nemen welle an einem stuech oder me
Datierung: 1329 Region/Autor/Textsorte: für Büdingen Fundstelle: MGConst. VI 1 S. 487
Belegtext: lehen zu zwain pfluegen akkers
Datierung: 1362 Fundstelle: WürtVjh. 8 (1885) 128
Belegtext: do zwene pfluge ackers zugehoren
Datierung: 1389 Fundstelle: CDMorav. XV 253
Belegtext: W.C., alse de 12 morgen odir mer syns eygen lands unde ok ander lude land eyn del umme geld unde eyn del umme korne buwet, schal he den veldwarden geven dre metten roggen, dat is halff so vele alz ome eyn akkerman plecht to gevende van eyme ployge de vul ackerwerk heft
Datierung: 1411 Fundstelle: GöttingenStat. 301
Belegtext: dorumb wir ... P.v.M. zu rechtem erbpurggut verlihen haben das burgstal zu der Rotenpurg ... und dorzu ackers zu anderhalb pflugen
Datierung: 1413 Fundstelle: QFürstentBayreuth I 36
Belegtext: 35 prussche freye pfluge, der pfluk gebit 1 loth. summa 2 m 4 1/2 sc des pflukgeldes, das sich do vor geboret
Datierung: 1414/22 Fundstelle: DOrdGrZinsb. 10
Belegtext: dargegen diser banwart haben sol sinen lon, wie ime der ... ouch von den guetern und pfluegen ze geben geordnet ist
Datierung: 1534 Fundstelle: BaselRQ. I 1 S. 299
Belegtext: to disser tit is twierley recht jm lande geweset, dat wendische recht is geweset, dat men keine pacht, sonder den teyenden gegeuen heft, id hedden auerst de Wende men haken vnd keine ploge
Datierung: um 1535 Fundstelle: Kantzow,PommChr. 75
Belegtext: daß ein jeder uf ostertag vom [!] jeder pflug vor ostergelt gebe ein fetmengen, ein handwerksmann einen alb. und jeder gemeindsmann drei heller
Datierung: nach 1650? Fundstelle: RhW. II 2 S. 124
Pflug (VII)
Erklärung: in Schleswig-Holstein: steuertechnische Rechnungseinheit zunächst für landwirtschaftlich genutzten Grundbesitz, später auch für Kapitalvermögen.
vgl. Pflugsteuer, Pflugzahl.
Sachhinweis: Falck,SchleswHolstPrR. III 563-576.
Belegtext: wie viele pfluege die stadt Toenning, sowol ihres handels als laendereyen halber, dem lande abzunehmen [verpflichtet sein soll]
Datierung: 1647 Fundstelle: CStSlesv. III 2 S. 33
Belegtext: [wurden] im amt Tondern ... wegen ungleichheit der pfluege von den eingesessenen viele klagen gefuehrt
Datierung: 1712 Fundstelle: StaatsbMag. II 195
Belegtext: dieses closter stehet in der landes-matricul auff 60. pflügen
Datierung: 1743? Fundstelle: Westphalen,Mon. III 356
Belegtext: so ist es nur noethig zu bestimmen, zu welchem werthe eine hufe oder pflug angeschlagen werden soll, um es ... auszumitteln, zu welcher hufen- oder pflugzahl die ganze feldmark angesetzt werden muß
Datierung: 1821 Fundstelle: StaatsbMag. I 525
Belegtext: ein adel. pflug zahlt also an steuern: a) an contribution 28 rthl. ... ein amtspflug giebt aus: a) an contribution 28 rthl.
Datierung: 1823 Fundstelle: StaatsbMag. III 10
Belegtext: diese pfluege sind jedoch, da im amt S. jeder hofbesitzer ueber seine stelle frei disponiren, und sie beliebig zerstueckeln kann, meist unter viele besitzer verteilt, von denen aber einer den pflug hat, und pflugsmann heißt
Datierung: 1823 Fundstelle: StaatsbMag. III 277
Belegtext: besoldung [der physiker] von 5 schillingen fuer jeden zu den außerordentlichen amtsanlagen pflichtigen pflug des districtes
Datierung: 1827 Fundstelle: StaatsbMag. VII 643
Belegtext: diese vogtei ... begriff 32 pfluege
Datierung: 1834 Fundstelle: ArchStaatsgSchleswH. 2 (1834) 502
Pflug (VIII)
Erklärung: eine Personenbezeichnung.
Pflug (VIII 1)
Erklärung: Pflüger (I), Person, die den Pflug führt iU. zum Menner (II), Person, die mit dem Pflug Frondienst leistet; (ganzer) Pflug Mannschaft, die zur Arbeit mit einem Pflug erforderlich ist, dh. Pflugführer, Treiber der Zugtiere und evtl. eine Person, die die Erdschollen zerkleinert.
vgl. Pflüge (I), Pflüge (II), Pflugfrönder, Pfluggesinde, Pflughaber.
Belegtext: man sol aber deme pfluoge dru brot geben, deme heber eis, deme menner das ander unde deme pfluoge das dritte
Datierung: 1300 Region/Autor/Textsorte: Oberrhein Fundstelle: UrkAgrarG. 246
Belegtext: also wanne man yn zu morgen broyt git, so sal man jedeme pluge eyn broit geben uz dem hoffe und eyne garbe clobelachis
Datierung: 1375 Fundstelle: ArchHessG.2 3 (1904) 151
Belegtext: daß ein ieder dienstbot nach pfants recht an den dritten tag soll bezalt werden, desen gleichen der pflueg
Datierung: 1413 Region/Autor/Textsorte: Niederösterreich Fundstelle: ÖW. XI 183
Belegtext: wan auch dieselben pflug vom acker komendt so soll der meyer ihnen gnug geben zu essen ... vnd weins gnug
Belegtext: das man iglichem pflug geben soll ein halben leib brot
Datierung: 1582 Fundstelle: BadW. 189
Belegtext: erkennen meyer undt gericht jedtwederm gantzen pflugfrönder jedeß ruckß haber zu sähen, drey mutschen, dem so den pflug haltet, treibet und nachähet, jedtwederm eine, zu brachen aber undt zu rühren jedtwederem gantzen pflugh jedeß malß zwo mutschen
Datierung: 1681 Fundstelle: LuxembW.(Majerus) I 144
Pflug (VIII 2)
Erklärung: Besitzer eines Pflugs (VI).
Belegtext: yeder plug zu S. were schuldig den lenherren drei dage in deme jare zu eren bit [!] iren plugen [Bed. I]
Belegtext: wiesen auch obgem. scheffen und erkhennen eim ... apt sent Maximins cloesters ploech und echden, also ein iglicher ime selbst bauwet, und soll man zu den vasten eim iglichen ploech geben zwoe mütten und einer echten ein mutte
Datierung: 1537 Fundstelle: LuxembW. 453
Pflug (VIII 3)
Erklärung: eine Anzahl Menschen, die zusammengehört, Mannschaft; im Deichbau: eine Anzahl von neun Arbeitern, die Erdarbeiten verrichten.
vgl. Pflugmann (III).
Belegtext: in den iersten [zal gaan in eene processie] die ploech van O., die ploech van V. ... die smede, die moeldere, die becker
Datierung: 1565 Fundstelle: MnlWB. VI 481
Belegtext: pflug ... diejenige mannschaft, die bey dem deichbau an einem puettwerke arbeitet, und gemeiniglich aus neun arbeitern besteht
Datierung: 1783 Fundstelle: Jacobsson,TechnWB. III 245b
Belegtext: pflug, bey puttarbeiten eine anzahl von 9 karrengaengern
Datierung: 1792 Fundstelle: Benzler,DeichWB. II 41