Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20205/97
Timestamp: 2019-12-15 23:40:03
Document Index: 350239406

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 3', 'BGH', '§ 1', 'Art. 229', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', 'BGH', '§ 9', 'BGH', '§ 535', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1']

BGH, 11.03.1998 - VIII ZR 205/97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,596
BGH, 11.03.1998 - VIII ZR 205/97 (https://dejure.org/1998,596)
BGH, Entscheidung vom 11.03.1998 - VIII ZR 205/97 (https://dejure.org/1998,596)
BGH, Entscheidung vom 11. März 1998 - VIII ZR 205/97 (https://dejure.org/1998,596)
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Leasingvertrag und Anwendbarkeit des Verbraucherkreditgesetzes, Abgrenzung des "Operating"-Leasing vom Finanzierungsleasing
Anwendbarkeit des Verbraucherkreditgesetzes auf Kraftfahrzeugleasingverträge - Kraftfahrzeugleasingverträge
Verbraucherkreditgeschäft auch bei zweijährigem Kfz-Leasingvertrag mit Kilometerabrechnung ohne Restwertausgleich
VerbrKrG § 1 Abs. 2, § 3 Abs. 2 Nr. 1
Anwendbarkeit des VerbrKrG auf Kraftfahrzeugleasingverträge mit Kilometerabrechnung
Bundesgerichtshof zu Kraftfahrzeug-Leasingverträgen
Widerrufsrecht bei "Langzeitmietverträgen"
Kilometerabrechnungsvertrag mit Mehrkilometerausgleich als Finanzierungsleasing-vertrag i.S.d. VerbrKrG
Zur Anwendbarkeit des VerbrKrG auf Kfz-Leasingverträge mit Kilometerabrechnung
NJW 1998, 1637
NJW-RR 1998, 1346 (Ls.)
ZIP 1998, 698
MDR 1998, 648
NZM 1998, 330
NZV 1998, 459
ZMR 1998, 482
WM 1998, 928
WM 1999, 928
BB 1998, 1125
BB 1998, 864
DB 1998, 921
Der Leasinggeber trägt mithin das Risiko, daß er bei der Veräußerung des Fahrzeugs die volle Amortisation des zum Erwerb des Fahrzeugs eingesetzten Kapitals einschließlich des kalkulierten Gewinns erzielt (vgl. Senatsurteil vom 11. März 1998 - VIII ZR 205/97, WM 1998, 928 unter II 1 a; Senatsurteil vom 1. März 2000 - VIII ZR 177/99, WM 2000, 1009 unter II 2 a, jew. m.w.Nachw.).
BGH, 28.06.2000 - VIII ZR 240/99
aa) Die Finanzierungsleasingverträge, auf deren Abschluß die von dem Beklagten mit unterzeichneten Vertragsangebote gerichtet waren und von deren Zustandekommen das Berufungsgericht ausgeht, fallen als sonstige Finanzierungshilfen im Sinne des § 1 Abs. 2 VerbrKrG in den sachlichen Anwendungsbereich dieses Gesetzes (vgl. dazu zuletzt Senatsurteil vom 11. März 1998 - VIII ZR 205/97, WM 1998, 928 unter II 2 a).
a) Der Kraftfahrzeugleasingvertrag der Parteien fällt in den sachlichen Anwendungsbereich des in zeitlicher Hinsicht auf den Streitfall noch anzuwendenden (Art. 229 § 5 EGBGB) Verbraucherkreditgesetzes (vgl. BGH, Urteil vom 11. März 1998 - VIII ZR 205/97, WM 1998, 928).
BGH, 04.02.2004 - XII ZR 301/01
Langfristige Mietverträge sind keine kreditähnlichen Geschäfte
Der Leasinggeber überläßt dem Leasingnehmer eine Sache oder Sachgesamtheit gegen ein in Raten gezahltes Entgelt zum Gebrauch, wobei die Gefahr und Haftung für Instandhaltung, Sachmängel, Untergang und Beschädigung der Sache allein den Leasingnehmer trifft (BGH, Urteil vom 11. März 1998 - VIII ZR 205/97 - NJW 1998, 1637 m.w.N.).
Sie können auch die Rechtsfolgen einer ordentlichen oder außerordentlichen Vertragsbeendigung vor Ablauf der vorgesehenen Leasingzeit dem Vertragszweck anpassen, um zu erreichen, dass der Leasingnehmer nach Ablauf der Vertragszeit auch in diesem Fall für die gesamten Finanzierungskosten aufzukommen hat (vgl. BGH, Urteil vom 28. März 1990 - VIII ZR 17/89, BGHZ 111, 84, 94 f; BGH, Urteil vom 11. März 1998 - VIII ZR 205/97, NJW 1998, 1637, 1638).
BGH, 14.11.2012 - VIII ZR 22/12
Kraftfahrzeugleasingvertrag mit Kilometerabrechnung: Verjährungsfrist für einen …
Auch wenn der Leasingnehmer bei Rückgabe des Fahrzeugs nach Vertragsablauf nicht zum Restwertausgleich verpflichtet ist, zielt der Kraftfahrzeug-Leasingvertrag mit Kilometerabrechnung gleichwohl insgesamt darauf ab, dass der Leasinggeber bei planmäßigem Vertragsablauf die volle Amortisation des zum Erwerb des Fahrzeugs eingesetzten Kapitals einschließlich des kalkulierten Gewinns erlangt (vgl. Senatsurteile vom 1. März 2000 - VIII ZR 177/99, NJW-RR 2000, 1303 unter [II] 2 b; vom 24. April 1996 - VIII ZR 150/95, NJW 1996, 2033 unter II 1 b bb und vom 11. März 1998 - VIII ZR 205/97, NJW 1998, 1637 unter II 2 a).
Der Anspruch des Leasinggebers auf Amortisation seines Anschaffungs- und Finanzierungsaufwands (vgl. Senatsurteil vom 22. Januar 1986 - VIII ZR 318/84, BGHZ 97, 65, 72) wird im Wege der "Mischkalkulation" durch die vom Leasingnehmer geschuldeten Zahlungen und durch Verwertung des Leasingfahrzeugs nach Vertragsablauf erreicht, für dessen ordnungsgemäßen Zustand der Leasingnehmer einzustehen hat (…Senatsurteile vom 1. März 2000 - VIII ZR 177/99, aaO;… vom 24. April 1996 - VIII ZR 150/95, aaO; vom 11. März 1998 - VIII ZR 205/97, aaO).
Eine solche formularmäßige Überwälzung der Sachgefahr sei indes bei reinen Mietverträgen nach § 3 des AGB-Gesetzes (AGBG) nichtig (vgl. Urteil des BGH vom 8. Oktober 1975 VIII ZR 81/74, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1977, 195; offen gelassen im Urteil vom 11. März 1998 VIII ZR 205/97, Zeitschrift für Wirtschaftsrecht --ZIP-- 1998, 698, welches zum Verbraucherkreditgesetz ergangen sei) bzw. verstoße gegen § 9 Abs. 1 AGBG (Urteil des Oberlandesgerichts --OLG-- Düsseldorf vom 22. Juni 1983 15 U 168/82, ZIP 1983, 1092).
Charakteristisch für das Finanzierungsleasing im engeren Sinne ist, dass der Vertrag über eine bestimmte Zeit abgeschlossen wird, während der der Vertrag bei vertragsgemäßer Erfüllung von beiden Vertragspartnern nicht gekündigt werden kann (sog. Grundmietzeit), der Leasingnehmer mit den in der Grundmietzeit zu entrichtenden Leasingraten mindestens die Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie alle Nebenkosten, einschließlich der Finanzierungskosten des Leasinggutes decken kann (BFH-Urteil in BFHE 97, 466, BStBl II 1970, 264) und daneben dem Leasinggeber eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals oder ein angemessener Gewinnzuschlag verbleibt (Vollamortisation); die Gefahr des Untergangs und der Verschlechterung der Sache ist in der Regel vom Leasingnehmer zu tragen (vgl. BGH-Urteil vom 11. März 1998 VIII ZR 205/97, NJW 1998, 1637;… Palandt, Bürgerliches Gesetzbuch, 60. Aufl., Einf. v. § 535 Rz. 27 ff., m.w.N.; Beckmann, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 2000, 1185, 1186 und 1189).
Dementsprechend sind dort keine oder nur --im Verhältnis zur gewöhnlichen Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes-- sehr kurze feste Vertragslaufzeiten vereinbart und der Vertrag ist jederzeit frei kündbar (Urteil des BGH in NJW 1998, 1637).
d) Für die Annahme eines Leasingvertrages könnte, was auch die Klägerin einräumt, die bei bloßen Mietverträgen atypische Abwälzung der Sach- und Preisgefahr auf die Mieter nach Ziff. 7.1 der AB sprechen (vgl. BGH-Urteil in NJW 1998, 1637).
Entscheidend ist daher, ob der von dem Beklagten übernommene Leasingvertrag inhaltlich die Voraussetzungen erfüllt, von denen die Anwendbarkeit des Verbraucherkreditgesetzes auf Finanzierungsleasingverträge abhängt (dazu Senatsurteile vom 24. April 1996 - VIII ZR 150/95, WM 1996, 1146, und vom 11. März 1998 - VIII ZR 205/97, WM 1998, 928).
Das ist namentlich beim Kraftfahrzeug-Leasingvertrag mit Kilometerbegrenzung oder -abrechnung der Fall (vgl. Senatsurteile vom 11. März 1998 - VIII ZR 205/97, WM 1998, 928 unter II 1 a, und vom 1. März 2000 - VIII ZR 177/99, WM 2000, 1009 unter II 2 a und b, m.w.Nachw.).
Entgegen der Ansicht der Revision ist das Berufungsgericht zutreffend davon ausgegangen, daß bei dem hier gegebenen Händlerleasing, bei dem Leasinggeber und Lieferant der Leasingsache identisch sind (vgl. Senatsurteil vom 11. März 1998 - VIII ZR 205/97, WM 1998, 928 unter II 1 a), im Hinblick auf das Absatzinteresse des Händlers und Leasinggebers eine vergleichbare Interessenlage besteht wie beim Fahrzeugkauf.
Dem entspricht es, daß beim Operating-Leasing keine oder nur eine - im Verhältnis zur gewöhnlichen Nutzungsdauer der Leasingsache - sehr kurze feste Vertragslaufzeit vereinbart wird und der Vertrag im übrigen jederzeit frei kündbar ist (Senatsurteil vom 11. März 1998 - VIII ZR 205/97, WM 1998, 928 unter II 1 b m.w.Nachw.).
Rechtsstellung des Leasingnehmers bei einem Kfz-Leasingvertrag mit …
BGH, 01.03.2000 - VIII ZR 177/99
BGH, 26.11.2014 - XII ZR 120/13
Allgemeine Geschäftsbedingungen in einem "Anlagen-Mietvertrag (Leasingvertrag)": …
LG Offenburg, 07.06.2019 - 3 O 426/18
Widerruf der auf Abschluss eines Kilometer-Leasingvertrags gerichteten …
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Kündigung und Abrechnung eines Leasingvertrages über einen Pkw
Voraussetzungen eines Widerrufsrechts bei einem Leasingvertrag mit …
OLG Düsseldorf, 16.03.2006 - 24 U 126/05
OLG Düsseldorf, 20.03.2001 - 24 U 178/00
Zustandekommen eines Leasingvertrages
LG Heilbronn, 15.10.2018 - 6 O 246/18
Leasingvertrag mit Kilometerabrechnung - Widerrufsmöglichkeit
OLG Düsseldorf, 18.02.2010 - 24 U 115/09
Bindung des Leasinggebers an Erklärungen des Lieferanten gegenüber dem …
OLG Brandenburg, 23.04.2008 - 3 U 115/07
Finanzierungsleasingvertrag beim Neuwagenkauf: Notwendiger Inhalt der …
Möglichkeit des Rücktritts von einem Leasingvertrag über ein Fahrzeug
LG Düsseldorf, 04.03.2015 - 2b O 115/13
Zahlung von Leasingraten und Schadensersatz wegen vorzeitiger Kündigung des …
OLG Hamm, 23.03.1999 - 7 U 81/98
Leasingvertrag mit Ehegatten - § 1 VerbrKrG, 'Einzelbetrachtung', nur …
AG Köln, 20.06.2018 - 123 C 50/18
Rückzahlungsanspruch auf die geleistete Maklercourtage wegen des Vorliegens des …
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