Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Frankfurt&Datum=25.02.2009&Aktenzeichen=23%20U%2018/07
Timestamp: 2020-05-28 01:44:02
Document Index: 166960321

Matched Legal Cases: ['§ 705', '§ 128', '§ 767', '§ 366', '§ 128', '§ 767']

OLG Frankfurt, 25.02.2009 - 23 U 18/07 - dejure.org
https://dejure.org/2009,4148
OLG Frankfurt, 25.02.2009 - 23 U 18/07 (https://dejure.org/2009,4148)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 25.02.2009 - 23 U 18/07 (https://dejure.org/2009,4148)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 25. Februar 2009 - 23 U 18/07 (https://dejure.org/2009,4148)
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Zivilrecht/Bank- und Börsenrecht
Zum Umfang der quotalen Haftung von Gesellschaftern einer Publikums-GbR bei Ausfall eines Gesellschafters
BGB §§ 705 ff., 366 ff.; HGB § 128; ZPO § 767;
Umfang der Haftung der Gesellschafter einer BGB -Gesellschaft für Darlehensverbindlichkeiten der Gesellschaft
BGB §§ 366, 714; HGB § 128; ZPO § 767
NZG 2009, 1426 (Ls.)
Dem Beklagten ist aber der Nachweis gelungen, dass die Klägerin und die Fonds-GbR jedenfalls bezüglich der genannten Positionen eine Haftungsbeschränkung dergestalt vereinbart haben, dass sich die Höhe der Haftungsquote in Geld aus der Multiplikation des Beteiligungsfaktors mit der noch jeweils offenen Restforderung ergeben solle (so bereits KG vom 11.11.2008 - 4 U 12/07, NZG 2009, 299 für die Darlehensvaluta, s. a. OLG Frankfurt vom 25.02.2009 - 23 U 18/07, ZIP 2009, 1619).
Hier kann auch nicht nach dem Verursacherprinzip argumentiert werden, die Bank hätte ihre Interessen eben durch Vereinbarung einer ausdrücklichen Be- und Verrechnungsweise absichern müssen; wenn sie dies unterlasse, sei es angemessen, sie den Ausfall tragen zu lassen (so aber OLG Frankfurt vom 25.02.2009 - 23 U 18/07, ZIP 2009, 1619).
Insbesondere der 4. Zivilsenat des Kammergerichts - Urteil vom 11.11.2008 (4 U 12/07) - und der 23. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt - Urteil vom 25.02.2009 (23 U 18/07) - sind der Auffassung, dass dieses Risiko nicht den Gesellschaftern aufzubürden sei und Zahlungen aus dem Gesellschaftsvermögen zu Lasten der Bank zu berücksichtigen seien, wenn jene aufgrund ihrer persönlichen Haftung in Anspruch genommen werden.
Wenn akzessorisch quotal gehaftet wird, dann ist zwar die Höhe der Quote festgelegt, nicht aber die Bezugsgröße (so u.a. KG Urteil vom 11.11.2008 - 4 U 12/07-; OLG Frankfurt Urteil vom 25.02.2009 - 23 U 18/07; Carsten Schäfer "Quotenhaftung in der Publikums-GbR?", NZG 2010, 241 ff; vgl. auch Karsten Schmidt "Quotenhaftung von BGB - Gesellschaftern.