Source: https://digital.zlb.de/viewer/image/15833477/1/
Timestamp: 2020-02-17 01:58:08
Document Index: 329302492

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 1', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 39', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 1']

Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee Berlin Charlottenburg : nichtoffener kooperativer freiraumplanerischer Realisierungs- und Ideenwettbewerb / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf ; Freifläche ; Stadtplanung ; Landschaftsarchitektur ; Wettbewerb ; Auslobung
Elektronische Ressource (PDF-Datei: 56 S., 3.31 MB)
Datum des Herunterladens: 23.10.2014
urn:nbn:de:kobv:109-opus-242223
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee Berlin Charlottenburg
Nichtoffener kooperativer freiraumplanerischer Realisierungs- und Ideenwettbewerb Campus Charlottenburg – verlängerte Hertzallee Berlin Charlottenburg Auslobung
Wettbewerbskoordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Patrick Weiss Brückenstraße 6 10179 Berlin
Ausschreibung und Wettbewerbsdurchführung UmbauStadt Urbane Konzepte . Stadtplanung . Architektur Rico Emge Philipp Heiduk
Digitale Bearbeitung Philipp Heiduk Titelbild Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2014 Druck Ahrensfeld & Wolf, Berlin
Teil 1 Verfahren........................................................................................9
1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 1.19 Auslober, Bauherr ............................................................................9
Art des Verfahrens ...........................................................................9
Richtlinien für Wettbewerbe .............................................................9
10 Wettbewerbsteilnehmer .................................................................
Preisgericht und Vorprüfung ..........................................................11
Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen ............................................13
Rückfragen und Antworten.............................................................14
Zwischenkolloquium .......................................................................14
Abgabe der Wettbewerbsarbeiten..................................................14
Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen .....................................15
Geforderte Leistungen .................................................................16
Beurteilungsverfahren und Vorprüfung ........................................18
Preise ..........................................................................................18
Weitere Bearbeitung ....................................................................18
Eigentum und Urheberrecht .........................................................19
Verfassererklärung .......................................................................19
20 Bekanntgabe des Ergebnisses / Austellung der Arbeiten ............
Haftung.........................................................................................20
Zusammenfassung der Termine ..................................................20
2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 Städtebauliche Rahmenbedingungen ............................................21
Historische Entwicklung .................................................................24
Planungen/ Maßnahmen im Umfeld des Wettbewerbsgebietes ....26
Der Wettbewerbsstandort ..............................................................29
30 Naturräumliche und bauliche Gegebenheiten ................................
Technische Infrastruktur.................................................................30
Erschließung und Verkehr..............................................................30
Planerische und städtebauliche Rahmenbedingungen..................33
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe ..................................................................39
3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 Wettbewerbsziel .............................................................................39
Abgrenzung des Wettbewerbsgebiets ...........................................
40 Anforderungen ...............................................................................40
Beurteilungskriterien des Preisgerichts ..........................................44
Gender Mainstreaming...................................................................44
Sicherheit im öffentlichen Raum ....................................................45
Barrierefreiheit................................................................................46
Realisierung, Kostenrahmen, Wirtschaftlichkeit .............................46
Teil 4 Anhang .........................................................................................47
4.1 4.2 4.3 Digitale Anlagen .............................................................................47
Quellenangaben .............................................................................49
Fotodokumentation ........................................................................
Campus Charlottenburg – verlängerte Hertzallee / Anlass und Ziel
Ziel des Wettbewerbsverfahrens „Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee“ ist die Neugestaltung und Aufwertung der ehemaligen Kurfürstenallee (Verlängerung Hertzallee) auf dem gemeinsamen Campus Charlottenburg der Technischen Universität (TU) und der Universität der Künste Berlin (UdK) zwischen Fasanenstraße und Ernst-Reuter-Platz. Die Aufwertungsabsicht wurde in verschiedenen politischen Beschlüssen begründet. Ziel der im Jahr 2009 vom Berliner Senat beschlossenen Leitlinien „CityWest“ ist, den Campus der Technischen Universität und der Universität der Künste weiter als Wissenschaftsstandort zu entwickeln. Beide Hochschulen stellen bedeutende Orte der Wissenschaft und der Kunst sowie einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für die westliche Innenstadt Berlins dar. Der Masterplan für den Campus der Universitäten in der City West (UCCW) aus dem Jahr 2009 wurde erarbeitet, um diesen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort zu unterstützen. Eine Zielsetzung aus dem Masterplan ist die Aufwertung der öffentlichen Räume innerhalb des Geländes und an den Rändern bzw. die Vernetzung dieser Räume mit den umliegenden Stadträumen. Anfang 2014 wurde der durch das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf gestellte Antrag auf öffentliche Förderung des Vorhabens im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Zentren“ bestätigt und mit den Vorbereitungen des Wettbewerbs begonnen. Die Neugestaltung des Eingangsbereichs soll der erste Bauabschnitt einer übergreifenden Planung für die ehemalige Kurfürstenallee im Bereich des Stammgeländes der Technischen Universität sein, die sich von der Fasanenstraße bis zum Gebäude für Bergbau und Hüttenwesen am Ernst-Reuter-Platz erstreckt. Neben der Aufwertung des Eingangsbereichs ist ein weiteres Ziel der Neugestaltung die Verbesserung des Übergangs zwischen dem Stammgelände und der neuen Volkswagen Universitätsbibliothek von TU und UdK sowie die Klärung räumlicher Bezüge zwischen der Hertzallee und dem Innenbereich des Stammgeländes. Die historische Verbindung mit Zugangssituation, Wegeführung, Bepflanzung und Raumbildung des Außenbereichs soll wieder erlebbar werden. Der öffentliche Raum soll für die verschiedenen Nutzerund Besuchergruppen attraktiv verwendbar gemacht werden. Das Verfahren strebt die Erarbeitung eines freiräumlichen Konzeptes an, das dazu beitragen soll, dass die ehemalige Kurfürstenallee (Verlängerung der Hertzallee) eine bessere Aufenthaltsqualität erhält. Zudem soll durch die Aufwertung des Wegesystems der Ernst-Reuter-Platz besser an die Hertzallee bzw. die Fasanenstraße angebunden werden. Es sollen freiraumplanerische Optionen für eine engere Verflechtung des Campus Charlottenburg mit der Stadt entwickelt werden. Zusätzlich soll der öffentliche Raum des Campus Charlottenburg aufgewertet werden. Das CampusEntrée an der Hertzallee/ Fasanenstraße soll darüberhinaus mit einem „Schaufenster der Wissenschaften und Künste“ auf den Standort aufmerksam machen und auf Aktivitäten und Veranstaltungen verweisen.
Campus Hertzallee
Campus Charlottenburg – verlängerte Hertzallee / Teil 1 Verfahren
Teil 1 Verfahren 1.1 Auslober, Bauherr
Auslober Land Berlin, vertreten durch Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt CharlottenburgWilmersdorf von Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Universität der Künste Berlin. Auftraggeber, Bauherr Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin Wettbewerbskoordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt,
Auslobung, Wettbewerbsdurchführung, UmbauStadt GbR Urbane Konzepte . Stadtplanung . Architektur Eislebener Straße 6 10789 Berlin Tel.: 0049/(0)30/891 6706 Fax: 0049/(0)30/891 3894, E-Mail: heiduk@umbaustadt.de
Nichtoffener kooperativer freiraumplanerischer Realisierungs- und Ideenwettbewerb nach den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013). Dem Wettbewerb ist ein offenes Teilnehmerauswahlverfahren vorgeschaltet. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern außerhalb der Kolloquien erfolgt über E-Mail.
Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) sowie der Leitfaden zur Durchführung von Wettbewerben gemäß IV 150 der Allgemeinen Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung von Bauaufgaben Berlins (Anweisung Bau – ABau) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist.
Die Architektenkammer Berlin wirkt entsprechend den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2013) vor, während und nach dem Wettbewerb beratend mit; sie registriert den Wettbewerb. Mit der Registrierung wird bestätigt, dass die Auslobungsbedingungen den Richtlinien entsprechen. Die Architektenkammer Berlin registriert den Wettbewerb unter der Registrier-Nr. AKB-2014-08. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der RPW 2013 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt – II D – abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung gemäß § 6 des Bundesdatenschutzgesetzes ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Bankverbindung, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung bzw. durch Mitteilung an den Auslober). Gemäß § 6 Datenschutzgesetz ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt.
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung vom 14.05.2014 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW 2013) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium sieben Landschaftsarchitekturbüros ausgewählt. Folgende sieben Büros wurden durch das Auswahlgremium zur Teilnahme am Wettbewerb ausgewählt: Agence Ter .de GmbH, Karlsruhe Latz + Partner LandschaftsArchitekten Stadtplaner, Kranzberg Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden LAVALAND GmbH, Berlin TH Treibhaus, Berlin
OKRA Landschapsarchitecten, Utrecht (NL) ANNABAU Architektur und Landschaft GmbH A24 Landschaft, Landschaftsarchitektur, Berlin COBE Berlin GmbH, Berlin
Cordula Loidl-Reisch Landschaftsarchitektin, Berlin Dr. Gabriele Schultheiß Landschaftsarchitektin, Berlin Jürgen Weidinger Landschaftsarchitekt, Berlin Elisabeth Lesche Landschaftsarchitektin, Berlin
Simon Colwill Landschaftsarchitekt, Berlin Christian Rank Landschaftsarchitekt, Berlin
Manfred Kühne Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Umwelt, Abteilungsleiter Städtebau Projekte
Marc Schulte Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Bezirksstadtrat - Abteilung Stadtentwicklung und Ordnungsangelegenheiten Martin Schwacke Technische Universität Berlin, Abteilungsleiter Gebäude- und Dienstemanagement
Peter Ostendorff Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Wettbewerbe und Auswahlverfahren Rainer Latour Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Leiter Stadtentwicklungsamt Robert Müller Universität der Künste Berlin, Referatsleiter Gebäudemanagement und Arbeitssicherheit
Werner Arndt Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt – Städtebauliche Projekte Stefan Bätz Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Umwelt – Freiraumplanung und Stadtgrün Petra Nothdorf Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Umwelt – Aktive Zentren Ingeborg Stude Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Umwelt – Barrierefreies Bauen
Cagla Ilk Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt – Frauenbeirat (Gender Mainstreaming) Gero Gericke Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf Stadtplanungsamt Bernhard Schmohl Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf - Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt Ingrid Lohse Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf - Untere Denkmalschutzbehörde N.N.
Carola Heffter Technische Universität Berlin Heike Kampherm Universität der Künste Frau Schubert TU/UdK – Campus Charlottenburg Paul-Martin Richter Koordination Aktives Zentrum City West Dirk Spender Regionalmanagement City West Ingrid Hermannsdörfer Der Polizeipräsident in Berlin – Städtebauliche Kriminalprävention Vorprüfung	 Rico Emge/ Philipp Heiduk Die Vorprüfung wird nach Bedarf verstärkt.
Peter Kever/ Dr. Enno Schneider Architektenkammer Berlin Jeweils eine/ ein Vertreterin/-er der Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung Charlottenburg-Wilmersdorf Jeweils eine/ ein Vertreterin/-er des ASTA der TUB und UdK
Die Wettbewerbsunterlagen werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am 17.06.2014 vorab digital elektronisch per Mail versendet. Die Auslobungsbroschüre wird digital als PDF-Datei versendet, die sonstigen Auslobungsunterlagen werden über einen verschlüsselten Online-Server bereitgestellt. Die gedruckte Auslobungsbroschüre wird den teilnehmenden Büros auf postalischem Wege zugestellt.
Rückfragen und Antworten
Rückfragen Rückfragen zur Auslobung können schriftlich gestellt werden. Sie müssen bis zum 04. Juli 2014 bei folgender E-Mail-Adresse eingegangen sein: heiduk@umbaustadt.de Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Auslobung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Ein Rückfragenkolloquium findet nicht statt. Die Zusammenstellung aller eingereichten Fragen und deren Beantwortung werden den Beteiligten am 11. Juli 2014 per E-Mail zugesandt und wird Bestandteil der Auslobung.
Am 14. Juli, 10.00 Uhr findet ein Zwischenkolloquium mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Die Anwesenheit der teilnehmenden Büros ist verpflichtend. Das Zwischenkolloquium dient der Offenlegung und Erörterung von Zwischenergebnissen, dem Meinungsaustausch und der Meinungsbildung und der Beantwortung weiterer Rückfragen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellen getrennt voneinander ihren Entwurfsstand per Beamerpräsentation (PDF-Dateien) vor; das Preisgericht gibt Hinweise zur weiteren Bearbeitung. Der Ort des Zwischenkolloquiums, die Zeit und der genaue Ablaufplan mit den Uhrzeiten für die einzelnen Präsentationen werden rechtzeitig mitgeteilt. Pro Büro wird ein Zeitraum von 25 Minuten (15 Minuten Präsentation, 10 Minuten Meinungsaustausch) eingerechnet. Allgemeine Hinweise werden in einem Protokoll zusammengefasst, das allen Wettbewerbsbeteiligten übersandt und Bestandteil der Auslobung wird. Spezielle Empfehlungen zu den einzelnen Entwürfen können in separaten Anlagen zum allgemeinen Protokoll festgehalten werden.
Die Arbeiten müssen bis zum 25. August 2014 um 16 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 10179 Berlin Raum Nr. 4.026 eingegangen sein. Es gilt nicht das Datum des Poststempels. Die Wettbewerbspläne sind gerollt in einer eckigen Versandbox abzuliefern. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistungen am 25. August 2014 vorliegen.
Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Wettbewerb Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee“ im angegebenen Raum einzureichen. Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Die Wettbewerbsverfasserin bzw. der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben. Die Verfassererklärung ist nicht in digitaler Form einzureichen.
Unterlagen des Wettbewerbs sind: –	 die vorliegende Auslobung –	 die Zusammenstellung der Rückfragen und deren Beantwortung –	 Luftbild 1:5.000 –	 vektorisierte ALK-Grundlage (DWG) –	 auszugweise Unterlagen zur Auslobung des Schinkel-Wettbewerbs 2011 (Schwarzpläne, Masterplan TU, Denkmalkarte, Historische Pläne) –	 Baumkataster Stammgelände Campus Charlottenburg (Tabelle und Plan) –	 ein vektorisierter Leitungsplan (DWG-Format) –	 Außenanlagenplanung UdK (inkl. Sanierungsplan Grundleitungen
und Feuerwehrzufahrten)
–	 Lageplan Bestandsübersicht TU (Blatt 11) –	 Verkehrskonzept Stammgelände (Plan Verkehrsführung) –	 Übersichtsplan Verteilung und Anzahl der Fahrradstellplätze, TU-
–	 Campusplan Technische Universität Berlin –	 Machbarkeitsstudie „Hybrid Lab auf dem Campus Charlottenburg“ – Sanierungs-/ Umbauplanung Gebäude Bergbau/ Hüttenwesen –	 Planungen „TU Berlin Stammgelände“ 2009 (Neumann Gusenburger), Masterplan (M500), Ausführungsplan (M200) und textliche Erläuterung –	 gartendenkmalpflegerische Materialsammlung TU Südgelände,
Neumann Gusenburger) (2008)
–	 Ergebnisprotokoll „Erweiterung des Universitätscampus City West“ –	 Ergebnisdokumentation Workshopverfahren „Ernst-Reuter-Platz“ –	 Vortrag Bodenschatz anlässlich der Standortkonferenz Ernst-ReuterPlatz
–	 Zeitungsartikel aus dem Alumni-Magazin der TU Berlin „Visionen für den Campus Charlottenburg“ Hinweis Jede/r Teilnehmerin/er des Verfahrens verpflichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbes zu löschen.
Die folgenden geforderten Leistungen sind zu erbringen: A Entwurf 1. Lageplan städtebauliche Einbindung mit Darstellung der Hauptwegeverbindungen, der Einbindung in die umgebende städtebauliche Situation und die Freiräume im M 1:2.000. 2. Entwurfsplan (gesamter Wettbewerbsbereich) mit Darstellung der Gesamtsituation der Gestaltung im M 1:500. 3. Entwurfsplan (Realisierungsteil des Wettbewerbsgebiets) mit Darstellung der Freiflächengestaltung, Begrünung/Bepflanzung, Wegebefestigung/Oberflächen, Möblierung, Erschließung, KFZ- und Fahrradstellplätze, Einfriedungen, Angeboten für Schaufenster der Wissenschaften und Künste etc. im M 1:200. 4. 	Entwurfsrelevante Schnitte und ggfs. Ansichten. 5. 	Mindestens ein aussagekräftiges Detail (M 1:50) zur Verdeutlichung der Entwurfsidee, z.B. Aussagen zur Pflasterung, Materialität, Möblierung, Pflanzenverwendung etc. 4. Eine Visualisierung/Perspektive 5. Ggfs. freie Darstellungen (Skizzen, Piktogramme, keine aufwendigen Visualisierungen) 6. 	Prüfpläne (gefaltet) der Entwurfspläne 2. und 3. mit Eintragung der für die Berechnung notwendigen Maße mit Baumkonzept (Baumerhalt, Baumrodung, Baumneuanpflanzung) 7. 	Erläuterungsbericht (max. 3 DIN A4 Seiten, getrennt von den Plänen) mit Erläuterung der Entwurfsidee, Aussagen z.B. zur Material- und Pflanzenverwendung, zum Entwässerungskonzept, zum Umgang mit dem Bestand, zu Lebenszykluskosten und Nachhaltigkeit, zur Barrierefreiheit, zu Genderaspekten etc. Den besonderen Besonnungs-/ bzw. Verschattungsbedingungen im Wettbewerbsgebiet sollte besondere Beachtung geschenkt werden. In den Plänen sollen reale Beschattungsverhältnisse zu Hauptnutzungszeiten (z.B. Mitte April um 14:00) dargestellt werden (keinesfalls Darstellung von Schatten durch Sonneneinfall aus Norden). B Formblätter 1.	 Formblatt 1: Prüftabelle Flächen- und Mengenbilanz ((siehe digitale Anlagen (unter 4.3.2 / Formblätter) C Sonstiges 1. Verzeichnis der eingereichten Unterlagen 2. Verfassererklärung (siehe digitale Anlagen unter 4.3.1 / Formblätter)
Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-ROM zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): –	 die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en)
–	 die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi. –	 die geforderten Leistungen nach Nr. 6. (Prüfpläne) als CAD-Datei
–	 die ausgefüllten Formblätter als Windows-kompatible .xls-Dateien
(Microsoft Exel); (siehe Teil 4. Digitale Anlagen/Formblätter).
–	 die Erläuterungstexte als Windows-kompatible .doc-Dateien. Hinweise zu den zusätzlich geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die darauf gespeicherten Dateien dürfen ebenfalls nur mit der sechsstelligen Kennzahl gekennzeichnet werden und dürfen keine Hinweise auf die Verfasser enthalten. Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: –	 Lageplan: –	 Grundriss: –	 Schnitt: –	 Prüfplan:
123456_lageplan.tif 123456_grundriss_01.pdf 123456_schnitt_01.pdf 123456_pruefplan_01.dwg
In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. Macintosh-Formate können grundsätzlich nicht verwendet werden. Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Allgemeine Hinweise Jede/r Teilnehmerin/er darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß RPW 2013 § 5 Absatz 2 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbsteilnehmer max. zwei Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung.
Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben Die für die Wettbewerbsaufgabe verbindlichen Vorgaben werden im Sinne der Innovation und des Wettbewerbsgedankens auf folgende grundsätzliche Anforderungen begrenzt: Es werden keine bindenden Vorgaben im Sinne der RPW 2013 § 5 Abs. 1 und § 6 Abs. 2 formuliert. Wettbewerbsarbeiten zum Verfahren, die während der Laufzeit des Wettbewerbs veröffentlicht werden, verstoßen gegen die im § 1 Absatz 4 und § 6 Absatz 2 RPW 2013 geforderte Anonymität und sind von der Beurteilung auszuschließen.
Das Beurteilungsverfahren ist unter § 6 Absatz 2 der RPW 2013 dargestellt. Ergänzend gilt folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden mit Hilfe eines Kriterienkataloges vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzugezogen werden. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten (siehe unter Punkt 3.4 / Beurteilungskriterien des Preisgerichts).
Die Wettbewerbssumme (RPW 2013 § 7 Absatz 2) ist auf der Basis der §§ 39 und 40 HOAI ermittelt. Für Preise stehen insgesamt 24.000 Euro (netto) zur Verfügung. Ungefähr eine Hälfte der Preissumme wird den Wettbewerbsteilnehmern als Bearbeitungshonorar, bei Abgabe einer prüffähigen Arbeit, ausbezahlt. Die restliche Summe wird als Preise ausgeschüttet. Bearbeitungshonorar: Verteilung der Preise: 1. Preis 2. Preis 3. Preis 1.750 Euro
5.750 Euro 3.500 Euro 2.500 Euro
Die Preise werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 19% ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.
Bei der Umsetzung des Projekts wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einer der Preisträger beauftragt, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht, insbesondere soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe realisiert werden soll (RPW 2013 § 8 Absatz 2). Die Realisierung steht unter dem Vorbehalt der Förderzusage im Programm Aktive Zentren sowie der Zustimmung der Senatsverwaltung für Finanzen. Es ist beabsichtigt, einen der Preisträger für den Realisierungsteil mindestens mit den Leistungsphasen 1-5 HOAI (Lph. 4, soweit erforderlich) zu beauftragen. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (RPW 2013 § 8 Absatz 2). Ein Verhandlungsverfahren im Anschluss an den Wettbewerb mit allen Preisträgern wird nur durchgeführt, wenn der Auftraggeber vom Votum des Preisgerichts abweicht. Im Regelfall wird der Auftraggeber nur mit dem ersten Preisträger über die Auftragsvergabe verhandeln.
Die eingereichten Unterlagen der Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers. Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (RPW 2013 § 8 Absatz 3). Der Auslober ist berechtigt, die zur Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmerinnen/er, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. Bei Arbeitsgemeinschaften ist für jedes einzelne Mitglied eine eigene Verfassererklärung einzureichen. Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt in den digitalen Anlagen unter 4.3.1 Formblätter.
1.17 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekanntgegeben sowie angekündigt unter: www.stadtentwicklung.berlin.de/städtebau/baukultur/wettbewerbe Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasserinnen/er, der Mitarbeiterinnen/er und Sonderfachleute, den Preisen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmerinnen/ern und der Presse bekannt gegeben (RPW 2013 § 8 Absatz 1).
1.18 Haftung
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens.
Versand der Auslobungsunterlagen Rückfragen per E-Mail bis Rückfragenbeantwortung Zwischenkolloquium Abgabe der Wettbewerbsarbeiten Preisgerichtssitzung Ausstellung 17. Juni 2014 04. Juli 2014 11. Juli 2014 14. Juli 2014 25. August 2014 22. September 2014 Oktober 2014
Campus Charlottenburg – verlängerte Hertzallee / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Lage im Stadtgebiet Das Wettbewerbsgebiet liegt in der westlichen Innenstadt Berlins unmittelbar auf dem historischen Stammgelände der Technischen Universität (TU) Berlin und der Universität der Künste (UdK), das sich im Bereich zwischen der Straße des 17. Juni und der Hardenbergstraße erstreckt. Die Verlängerung der Hertzallee in Berlin-Charlottenburg bildet eine zentrale Erschließungsachse des Hauptcampus der Technischen Universität und der Universität der Künste. Sie weist deutliche funktionale und gestalterische Defizite auf, die durch eine Neugestaltung behoben werden sollen. Insbesondere soll durch eine Verbesserung der Eingangssituationen an der Fasanenstraße und am Ernst-Reuter-Platz die Verbindung zwischen Universitätscampus und der Stadt gestärkt werden. Ziel ist außerdem, die öffentliche Wahrnehmbarkeit der Hochschulen zur Stadt hin zu verbessern.
Abb. 1: Übersichtsplan, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Abb. 2: Lageplan mit Eintragung des Wettbewerbsgebietes, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Abb. 3: Luftbild mit Eintragung des Wettbewerbsgebietes Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Die Technische Universität Berlin entstand 1879 durch den Zusammenschluss verschiedener Vorläufereinrichtungen wie der Bauakademie, der Bergakademie und dem Königlichem Gewerbeinstitut. Als Standort für die entsprechenden Hochschulbauten wurde das Gelände südlich der heutigen Straße des 17. Juni gewählt. Als „Stadtrandcampus“ um einen kleinen Park herum entstanden drei schlossähnlich repräsentative Hochschulbauten: das Haupt- und das Chemiegebäude der damaligen Technischen Hochschule sowie südwestlich angrenzend die Hochschule der Bildenden Künste. Zu den Bauten aus der Übergangszeit zwischen 19. und 20. Jahrhundert gehören auch der Erweiterungsbau am Hauptgebäude sowie die Maschinenbaulaboratorien und das Heizhaus entlang der Fasanenstraße.
Abb. 4: Historischer Plan 1925 (gesüdet), Landesdenkmalamt Berlin
Neben dem Hauptgebäude sind im „Kerngelände“ der TU die wichtigsten Gebäude ihrer Natur- und Ingenieurwissenschaften versammelt. Das Physikgebäude im Campusinneren entstand in den 1930er Jahren und wurde in den 1970er Jahren für den Neubau der Bauingenieure aufgestockt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Hochschul-Standort um die nördlich der Straße des 17. Juni liegenden Flächen ergänzt. Das „TU-Nordgelände“ entstand als offenes Stadtfeld in Anlehnung an die Städtebaukonzeption der Moderne. Innerhalb eines vorwiegend orthogonal organisierten Gefüges aus Solitärbauten und Freiflächen blieben einige Vorkriegsbauten als Fragmente erhalten. Zu den Neubauten gehörten die Institute für Elektrotechnik, Telekommunikation, Heizung und Lüftung, flugtechnische Institute sowie Institute für Mathematik und Technische Chemie. Der südwestliche Abschluß der Bebauung bildet das Architekturgebäude am Ernst-Reuter-Platz. Das Architekturgebäude von Bernhard Hermkes sowie die Gebäude für die Fachrichtungen Bergbau und Hüttenwesen, Technische Chemie (beide Willy Kreuer) und die Versuchsanstalt für Wasser- und Schiffsbau (Ludwig Leo) gehören zu den herausragenden Bauten der Nachkriegsmoderne. Die ehemalige Kurfürstenallee bildete
bis zur Erweiterung der Hochschule die südwestliche Grenze des Universitätsgeländes.
Abb. 5: Gartenplan von Herta Hammerbacher 1952, Architekturmuseum der TU Berlin
Die Mitte beider Campusbereiche wurde in den 1950er Jahren durch die Landschaftsarchitektin Herta Hammerbacher als offene Freiflächen gestaltet. Durch eine schrittweise Nachverdichtung ab den 1970er Jahren ist eine Vielzahl von Ergänzungsbauten entstanden, die die ursprüngliche städtebauliche Konzeption überlagern. Inzwischen ist eine Vielzahl der Hochschulbauten vor allem im Nordgelände von Grund auf zu modernisieren. Für das Hauptgebäude und das Chemiegebäude im Stammgelände ist die Modernisierung nahezu abgeschlossen. Heute präsentieren sich das Nord- und Hauptgelände jeweils als introvertiertes Patchwork aus Gebäuden und Freiflächen. Nach außen werden die beiden Flächen durch lange und wenig durchlässige Stadtkanten eingefasst. Beiden Campusbereichen fehlt eine qualifizierte erlebbare Mitte als Freiraum für Treff, Aufenthalt und Austausch. Im Inneren setzen sie sich aus einer Vielzahl von Teilräumen zusammen – Gebäude, Repräsentations-, Erholungs-, Anlieferungs- und Lagerflächen liegen beziehungslos nebeneinander. Der labyrinthische Charakter der Flächen wird verstärkt durch schwer auffindbare Ein- und Durchgänge zwischen Stadt- und Campusgelände sowie Verschwenkungen und Engstellen in den Hauptwegen. Dementsprechend schwer fällt Passanten und Studienanfängern die Orientierung. Im Jahr 2009 wurde vom Berliner Senat ein Masterplan für den Campus der beiden Hochschulen von der City West beschlossen (siehe Abschnitt 2.8). Als städtebaulicher Rahmenplan hält der Masterplan zentrale Handlungsoptionen und Aufgaben für das Land Berlin, die beteiligten Bezirke, die Universitäten und die Akteure der Wirtschaft fest.
Planungen und Maßnahmen im Umfeld des Wettbewerbsgebietes
Hybrid Lab auf dem Campus Charlottenburg Das sogenannte „Hybrid Lab“ soll südlich an das Wettbewerbsgebiet angrenzend, im Übergangsbereich zu Mensa und Studentenwohnheim, errichtet werden. Zur Begegnung von künstlerischen, natur- und ingenieurwissenschaftlichen Arbeitskulturen haben die TU Berlin und die Universität der Künste Berlin (UdK) 2011 die Hybrid Plattform gegründet. Das Hybrid-Büro befindet sich momentan noch im Verwaltungsbau der Universität der Künste am Einsteinufer 43. Seit ihrem Beginn im April 2011 hat sich die Hybrid Plattform auf dem Campus Charlottenburg und in Berlin als Initiatorin transdisziplinärer und anwendungsorientierter Forschungskooperationen etablieren können. Zurzeit betreut sie etwa 30 Projekte mit rund 120 Projektbeteiligten aus 26 Institutionen, darunter Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Eine Machbarkeitsstudie zur möglichen Umsetzung des Projektes wurde im Jahr 2013 vom Büro Fischer Jürgens Architekten unter Beachtung der Determinanten des Masterplans Campus Charlottenburg (2009) entwickelt. Die Entwurfsstudie hat verschiedene Varianten für die Baukörperausprägung/positionierung sowie das Raumprogramm entworfen und soll im Falle der erfolgreichen Finanzierung des Projektes als Basis für einen zukünftigen Architektur-Wettbewerb dienen. Das als zukunftsweisend anerkannte Projekt wird seit April 2014 gemeinsam durch beide Universitäten und die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung finanziert und gefördert. Eine Zusammenfassung der Machbarkeitsstudie ist den Auslobungslagen beigefügt. Campus Charlottenburg Mit der Gründung von Campus Charlottenburg, einer Standortgemeinschaft aus Technischer Universität, Universität der Künste und dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf wurde die Kooperationsbasis zur Innovationsund Standortförderung für das Areal gelegt. Ziele der Standortgemeinschaft sind eine langfristig ausgerichtete Standortentwicklung und die Etablierung der Marke „Campus Charlottenburg“ mit internationaler Ausstrahlungskraft durch ein gemeinsames Signet. Es sollen weitere örtlich ansässige Forschungs- und Bildungseinrichtungen in den Entwicklungsprozess eingebunden werden. Der Masterplan Campus und die Ergebnisse des Projektes NAVI BC (Nachhaltige Vitalisierung des Campus Berlin-Charlottenburg) liefern zentrale Determinanten für die künftigen Arbeitsschritte der Standortgemeinschaft. Erweiterung des Universitätscampus City West Das so genannte Ostgelände der Technischen Universität stellt das bedeutendste für eine Erweiterung des Universitätscampus City West zur Verfügung stehende Areal dar. Seine Lage in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl zum historischen Stammgelände der Universitäten als auch zum Zentrum der City West um den Bahnhof Zoologischer Garten ergibt eine hervorragende Eignung für die Weiterentwicklung der Universitäten sowie von ergänzenden hochschulaffinen Nutzungen. Die Geschichte und die Tradition beider Universitäten stellen ein weiteres Potenzial dar, an das anzuknüpfen ist. Seit 2004 existiert auf dem Gelände bereits die Volkswagen-Bibliothek der TU und der UdK, welche an der Ecke Hertzallee/ Fasanenstraße liegt. Das Ge-
bäude bildet die städtebauliche Dominante auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Campuseingangs Hertzallee (Realisierungsteil). Ein im Jahr 2011 durchgeführter kooperativer städtebaulicher Ideenwettbewerb lieferte Entwicklungsvarianten für das Gelände zwischen Fasanenstraße, Müller-Breslau-Straße, Bahnviadukt und Hertzallee. Dabei galt es die Aussagen des Masterplans UCCW zu vertiefen und eine konkrete städtebauliche Struktur zu entwickeln. Den ersten Preis gewann die Entwurfsgemeinschaft aus yellow z urbanism architecture und bgmr landschaftsarchitekten. Aufbauend auf dem Wettbewerbsentwurf soll ein vertiefender Masterplan erarbeitet werden, der ausreichende Robustheit besitzt und als Grundlage für die weitere Entwicklung und künftige Bebauungsplanung dienen soll.
Abb. 6: Siegerentwurf Wettbewerb TU-Erweiterung, Arge yellow z & bgmr
Das Ergebnisprotokoll des Wettbewerbs ist den Auslobungsunterlagen beigefügt.
Besonders hervorzuheben sind die im Nachgang des Wettbewerbsverfahrens
schon relativ konkreten Planungen zum Neubau des Mathematik-Instituts,
welches auf dem Gelände nördlich der Volkswagen-Bibliothek entlang der
Fasanenstraße bis zur Müller-Breslau-Straße entstehen soll.
Bebauung Fasanenstraße zwischen Hertzallee und Hardenbergstraße Die Bebauung südlich des TU-Erweiterungsgeländes beinhaltet an der Fasanenstraße weitere stadtbildprägende Gebäude. Wie das durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) genutzte und unter Denkmalschutz stehende Gebäude an der Hertzallee/ Ecke Fasanenstraße 87 (bis Jebensstraße 1). Das Gebäude ist Bestandteil des Denkmalbereiches des Campus Charlottenburg Süd und stellt die gegenüberliegende Bebauung des östlichen Campuseingangs von TU und UdK dar (Realisierungsteil). Zum anderen prägt der zwölfgeschossige Gebäudekomplex an der Fasanenstraße/ Hardenbergstraße 32 den Block. Der Komplex beherbergt die Zentrale der Berliner Bank. Regionalmanagement City West Die Berliner „City West“ hat in den letzten Jahren eine enorme wirtschaftliche Entwicklung vollzogen, die es zu stabilisieren und zu kommunizieren gilt. Der Wirtschaftsstandort Charlottenburg-Wilmersdorf beherbergt bedeutende Einrichtungen der Wissenschaft und Wirtschaft, mit gleichermaßen alteingesessenen wie auch jungen Unternehmen. Darüber hinaus ist die City West ange-
sehener Wohnstandort und international renommierte Tourismusdestination. Zahlreiche Bauprojekte der letzten Jahre, z.B. der Bau des Waldorf-Astoria Hotel, die Sanierung des Bikini-Hauses oder die Renovierung des ZooPalastes lenkten das städtische Augenmerk wieder auf die nach Jahren des städtebaulichen Stillstands revitalisierte City West. Ein für die Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf sowie Tempelhof-Schöneberg tätiges Regionalmanagement, finanziell unterstützt von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, hat die Aufgabe diese positive Entwicklung weiter voranzutreiben und die Potenziale der City West nutzbar zu machen. Die Aktionsfelder in Charlottenburg-Wilmersdorf beinhalten Maßnahmen zur Profilierung des Ernst-Reuter-Platzes als Wirtschaftsstandort, die Netzwerkbildung in der Kantstraße als branchenübergreifender Design- und Dienstleistungsstandort und die Unterstützung der Marke „Campus Charlottenburg“ als Wissenschafts- und Bildungsstandort. Zentrales Ziel ist und bleibt die langfristige und nachhaltige Entwicklung der City West zu einem leistungsfähigen und international attraktiven Wirtschafts-, Wissenschafts- und Dienstleistungsstandort unter Ausnutzung der vorhandenen wirtschaftlichen Potenziale. Dazu zählen die enge Verflechtung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen, ein günstiges Gründerklima und innovative Milieus. Die Region ist Kristallisationspunkt kreativer Leistungen und soll sich ihrem Rang angemessen darstellen und vermarkten. Dies erfolgt durch die Stärkung existierender und die Bildung neuer Netzwerkstrukturen. Im November 2011 hat das Regionalmanagement zusammen mit Campus Charlottenburg die Erste Standortkonferenz unter dem Titel „Zukunft ErnstReuter-Platz“ veranstaltet, in der über Visionen, Ziele und Planungsschritte für den Campus und sein Umfeld informiert wurde. Im Ergebnis der Konferenz wurde festgehalten dass für den Ernst-Reuter-Platz und den ihn umgebenden Stadtraum ein integriertes Entwicklungskonzept entwickelt und abgestimmt werden soll, in dem möglichst viele der unterschiedlichen Interessen berücksichtigt werden. Mit Hilfe dieser Gesamtstrategie wird der zukunftsfähige und attraktive Wirtschaftsstandort für Bildung, Wissenschaft und Innovation gefördert. Für den Campus Charlottenburg ist der Ernst-Reuter-Platz Kristallisationspunkt von Wissenschaft und Wirtschaft im Berliner Westen. Die Revitalisierung und Verdichtung seines Umfelds soll der gesamten City West in den nächsten Jahren weiteren Entwicklungsschub geben. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt lobte im September 2012 ein diskursives städtebauliches Workshopverfahren aus, bei dem zeitgemäße Ideen für die Entwicklung und Gestaltung des Ernst-Reuter-Platzes und sein Umfeld erarbeitet werden sollten. Nach einer zweiten Sitzung 2013 formulierte die Jury Empfehlungen für die künftige Entwicklung und Gestaltung des Ernst-Reuter-Platzes. Die Dokumentation der Ergebnisse ist den Wettbewerbsunterlagen zu entnehmen. Koordination Förderprogramm Aktives Zentrum Die Arbeiten des Regionalmanagements City West sind eng verzahnt mit den Arbeitsaufgaben des Umsetzungsmanagements „Aktives Zentrum“ City West. Hier findet die Programmkoordination und Projektumsetzung des Städtebauförderprogramms „Aktives Zentrum“ statt. Ein wichtiges Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Aktives Zentrum“ ist die Aufwertung des Hardenbergplatzes, welcher südöstlich des Wettbewerbsgebiets liegt. In einem laufenden Planungsverfahren werden Lösungsansätze
zur Neuordnung des Hardenbergplatzes und seiner besseren Anbindung an die TU-Osterweiterung (Campus-Eingang Hertzallee) sowie an die umliegenden städtebaulichen Strukturen konkretisiert. Zukünftig soll auch der Steinplatz, welcher südlich des Campus Charlottenburg liegt und als Zugang der TU/ UdK fungiert, in den Fokus der Revitalisierungsaktivitäten kommen. Der Steinplatz stellt einen wichtigen Übergang zu den gemischten gründerzeitlichen Blockrandstrukturen südlich der Hardenbergstraße dar. Für das Wettbewerbsgebiet stellt die Anbindung an den Steinplatz, die durch das Mensagebäude erfolgt, eine wichtige stadträumliche Wegeverbindung dar.
Der Wettbewerbsstandort
Lage Das Wettbewerbsgebiet stellt die zentrale Ost-West-Verbindung des Campus Charlottenburg Süd dar. Vom Ernst-Reuter-Platz bis zur Fasanenstraße/ Hertzallee dient die ehemalige Kurfürstenallee (verlängerte Hertzallee) der inneren Erschließung des Campusgeländes.
Abb. 7: Abgrenzung Wettbewerbsgebiet, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Die gestrichelte Abgrenzungslinie im westlichen Ideenteil soll darstellen, dass in diesen Bereichen eine konzeptionelle Verknüpfung mit bestehenden Situationen (Eingangsbereich Mensa) bzw. zukünftigen Planungen der TU (Planungen Stammgelände) erfolgen soll (siehe Kap. 3.2). Eigentum Eigentümer der Flächen ist das Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. Flächengrößen
Das Wettbewerbsgebiet umfasst 19.097 m . Auf den Realisierungsteil entfal2 2 2 len davon 5.483 m . Der Ideenteil beinhaltet 13.614 m , davon 1.571 m im 2 östlichen Teil und 12.043 m im westlichen Teilgebiet.
Relief Das Areal liegt auf einer mittleren Höhe von ca. 34 m über NN und weist geringe Höhenunterschiede auf. Vegetation, Bodenbeläge, Einfassungen Die inneren Parkanlagen der Universitäten gelten als wertvolle, konstitutive Elemente des Campus und unverzichtbare Orte der Kontemplation. Baumbestand Im Realisierungsteil ist von folgendem Baumbestand auszugehen. Im Eingangsbereich der Fasanenstraße sind überwiegend Linden und teilweise Ahornbäume situiert. Im Wegebereich zwischen dem Institut für Thermodynamik/ Kältebau und der Universität der Künste ist der alleenhafte Charakter mit fast ausnahmslos Linden erhalten geblieben. Im Ideenteil sind im Bereich vom Kreuzungsweg Mensa/ Hauptgebäude bis zum Bauingenieurgebäude überwiegend Linden- und Kastanienbäume, in alleengleicher Anordnung, zu finden. Im abschließenden Bereich bis zum Ernst-Reuter-Platz prägen fast ausschließlich Linden das Erscheinungsbild. Eine genaue Verortung der Baumbestände sowie eine detaillierte Auflistung der Baumgattungen können dem mitgelieferten „Baumkataster Stammgelände Campus Charlottenburg“ entnommen werden.
Das Wettbewerbsgebiet wird durch unterirdische Ver- und Entsorgungsleitungen verschiedener Medien erschlossen, die genauen Verläufe können dem in den Auslobungsunterlagen beigefügten Leitungsplan entnommen werden.
Übergeordnete Erschließung Der Planungsbereich des Wettbewerbsverfahrens „Campus Charlottenburg verlängerte Hertzallee“ ist für den motorisierten Individualverkehr (MIV) über den Ernst-Reuter-Platz, mit der dominanten Ost-West-Achse Unter den Linden - Straße des 17. Juni - Bismarckstraße - Heerstraße sowie über die Hauptverkehrsstraße Hardenbergstraße an das überregionale und regional Verkehrsnetz angebunden. Die kleinräumige östliche Erschließung des Planungsbereichs erfolgt über die Quartiersstraßen Hertzallee und Fasanenstraße, welche wiederum über Anschlüsse an die Hauptverkehrsstraßen verfügen. Die Fasanenstraße ist Teil des übergeordneten Straßennetzes, Stufe III (örtliche Straßenverbindung), der Stadt Berlin und dadurch eingebunden in die gesamtstädtische Verkehrslenkung bzw. –steuerung. In der Fasanenstraße werden zur Zeit Umbaumaßnahmen vorgenommen. Während dieser Zeit ist eine Einbahnstraßenregelung bis zur Einmündung Müller-Breslau-Straße
vorhanden. Die Hertzallee ist im städtischen Verkehrsplanungssystem als „Ergänzungsstraße von besonderer Bedeutung“ kategorisiert. Die Fasanenstraße ist ab der Einmündung Hertzallee in nördlicher Richtung bis zur Straße des 17. Juni bereits in ihrem geplanten Querschnitt hergestellt. In der Schnittdarstellung folgt dem Gehweg ein Radfahrstreifen, von welchem aus ein Sicherheitstreifen mit Baumreihen den Übergang zur Fahrbahn darstellt. Links und rechts der Fahrbahn ist in weiten Abschnitten Längsparken möglich. Im südlichen Bereich von der Einmündung Hertzallee bis Hardenbergstraße finden derzeit Umbaumaßnahmen zur Herstellung des geplanten Querschnitts statt. Die Hertzallee hat als unechte Einbahnstraße für Auto- und Radverkehr ein weniger ausformuliertes Straßenprofil. Der Gehweg auf der nördlichen Seite ist nur im Bereich der Bibliothek optisch klar definiert und mit Baumstellungen aufgelockert. Ab dem Betriebsgelände der Berliner Verkehrsbetriebe verstellen teilweise senkrechte Stellplätze den Gehweg. Auf der Südseite gibt es einen klar definierten Gehweg, welcher durch einen mit Baumstellungen und Heckenwuchs begrünten Sicherheitsstreifen, von der Fahrbahn getrennt wird. Auf beiden Seiten der Fahrbahn ist das Senkrecht- bzw. Längsparken möglich. ÖPNV Der Planungsbereich verfügt in allen Teilbereichen über eine sehr gute Anbindung an den Berliner ÖPNV. Direkt am Ernst-Reuter-Platz an der Einmündung der Hardenbergstraße befindet sich der U-Bahnhof „Ernst-Reuter-Platz“ der Linie U2 (Pankow < > Ruhleben) mit Anbindung u.a. an das Olympiastadion, die Messe Nord/ICC, den Bahnhof Zoologischer Garten, den Wittenbergplatz, den Potsdamer Platz und den Alexanderplatz. Zugleich befinden sich dort Haltestellen mit Umsteigemöglichkeit in das Busliniennetz zu den Linien 245, M45 und X9. In östlicher Richtung ist der U- und S-Bhf Zoologischer Garten fußläufig zu erreichen und bietet neben dem städtischen ÖPNV-Netz auch Anschlussmöglichkeiten an den regionalen Schienenverkehr. Die Buslinie 245 bindet vom südöstlich gelegenen Bahnhof Zoologischer Garten kommend die im Planungsbereich gelegenen angrenzenden Stadtquartiere entlang der Hardenbergstraße, dem Ernst-Reuter-Platz an und führt in das nordwestliche Stadtgebiet über das Einsteinufer zur S-Bahnstation Nordbahnhof. Die Metrobuslinie M45 und die Expressbuslinie X9 queren den Ernst-ReuterPlatz und führen vom Bahnhof Zoologischer Garten über Hardenbergstraße und Otto-Suhr-Allee nach Spandau bzw. zum Flughafen Tegel. Die Nachtbuslinie N2 folgt dem Streckenverlauf der U-Bahnlinie U2 als deren Nachtersatzverkehr mit Haltestelle am Ernst-Reuter-Platz. Im östlichen Bereich der Hertzallee Richtung Zoologischer Garten ist fußläufig die Haltestelle des Bus-Endbahnhofs der Berliner Verkehrsbetriebe zu erreichen. Von dieser Haltestelle aus können die Buslinien M45, M29, X9, X10 100, 109, 110, 200, 204 und 249 erreicht und somit Fahrverbindungen in nahezu das gesamte Stadtgebiet genutzt werden. Fußgänger- und Radverkehr Die fußläufige Erschließung erfolgt im Planungsbereich überwiegend entlang der Haupt- und Nebenstraßen. Das Gelände des Campus Charlottenburg (TU Berlin, UdK Berlin) verfügt über ein Netz an Fußwegen, das die unterschiedlich genutzten Gebäude miteinander verbindet. Der motorisierte Verkehr ist
auf dem Campus deutlich eingeschränkt. Die Fußwege sind überwiegend befestigt. Der Radverkehr wird über die Radfahrwege auf der Fasanenstraße im Osten und den Ernst-Reuter-Platz im Westen in das Wettbewerbsgebiet geführt. Die Hertzallee verfügt weder über einen Radfahrweg noch über einen Radfahrstreifen auf der Fahrbahn. In der Verlängerung der Hertzallee wird der öffentliche Raum des Campus Charlottenburg Süd zur Mischverkehrsfläche für Radund Fußverkehr, mit einem fehlenden Komfort für Radfahrer.
Innere Erschließung Das Wettbewerbsgebiet ist zentraler Baustein des internen Erschließungssystems des Campus Charlottenburg Süd. Die ehemalige Kürfürstenallee bildet die Ost-West-Tangente für das Teilgelände des Campus von der Kreuzung Hertzallee/ Fasanenstraße bis zum Ernst-Reuter-Platz. Diese tangentiale Querverbindung wird auf ungefähr mittlerer Höhe von der Nord-SüdVerbindung Hauptgebäude - Mensa bzw. Studentenheim gekreuzt. Die ehemalige Kurfürstenallee stellt die rückwärtige Erschließung für fast alle Lehrund Verwaltungsgebäude des TU-Stammgeländes dar. Im nördlichen Bereich des Stammgelände werden das Hauptgebäude der TU (H) und der Erweiterungsbau (EB) rückwärtig durch die ehemalige Kurfürstenallee erschlossen. Im südlichen Bereich finden die Rückseiten des Instituts für Bergbau und Hüttenwesen (BH-A/N), das Bauingenieursgebäude (B), das Ernst-RuskaGebäude (ER), das Institut für Thermodynamik und Kältetechnik (TK) sowie die Universität der Künste (UdK) ihren Zugang zum Campusinnenbereich. Im südwestlichen Bereich des Wettbewerbsgebietes nimmt die ehemalige Kurfürstenallee die verlängerte Einmündung der Knesebeckstraße auf, die unter dem aufgeständerten Bauingenieuergebäude hindurchgeführt wird. Zwischen Hauptgebäude und Erweiterungsbau führt die Haupteinfahrt der TU Verkehre in das Campusinnere und somit auch ins Wettbewerbsgebiet (speziell für den Ideenteil).
Abb. 8: TU Campusplan, Technische Universität Berlin
Im östlichen Teil, an der Einmündung Hertzallee/ Fasanenstraße, wird der Anlieferungsverkehr für bestimmte Gebäude von UdK und TU über eine Einfahrt organisiert (siehe Übersichtsplan Feuerwehrzufahrten UdK), dies betrifft
vornehmlich den Realisierungsteil. Die Haupterschließung erfolgt über die Zufahrt zwischen Erweiterungsbau und Hauptgebäude. Zwischen Hauptgebäude und Chemiegebäude befindet sich eine weitere Zufahrt, welche zukünftig die Haupterschließungsfunktion übernehmen soll (siehe Verkehrskonzept Stammgelände TU in den Auslobungsunterlagen).
Planerische und städtebauliche Rahmenbedingungen
Bauplanungsrecht Flächennutzungsplan Der Flächennutzungsplan Berlin (FNP) liegt in der aktuellen Fassung der Neubekanntmachung vom 12. November 2009, zuletzt geändert im Januar 2012, vor. Der FNP weist für das Wettbewerbsgebiet Gemeinbedarfsfläche aus. Innerhalb dieser Gemeinbedarfsflächen sind spezifische Nutzungen wie Hochschule und Forschung sowie Kultur dargestellt.
Abb. 9: Flächennutzungsplan, aktueller Arbeitsstand 2013, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Bebauungspläne Für den Geltungsbereich des Wettbewerbs gibt es kein formales Bebauungsplanverfahren.
Abb. 10: Geltungsbereiche umliegender Bebauungsplanverfahren, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (Stand: 2014)
Die umliegenden Bebauungspläne sind in der Abbildung 10 dargestellt.
Bebauungsplan Aussichtsrad Für das Grundstück Hertzallee 41, die Flurstücke 11/11 und 181 sowie eine Teilfläche des Flurstücks 144 und des Flurstücks 217, Flur 54 im Bezirk Mitte, Ortsteil Tiergarten wurde per Beschluss des Bezirksamts Mitte vom 22.10.2007 der vorhabenbezogene Bebauungsplan 1-44 VE (Aussichtsrad am Zoologischen Garten) festgesetzt. Vorhabenträger des Aussichtsrads ist die Great Wheel Berlin GmbH & Co. KG. Die Flächen sind als Sonstiges Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Aussichtsrad“ und als Sonstiges Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Wirtschaftshof des Zoologischen Gartens“ festgesetzt. Der Bebauungsplan trifft Festsetzungen für das Aussichtsrad, die den Sockelbau und die Radkonstruktion betreffen (siehe Abb. 12). Der Wirtschaftshof kann gemäß textlicher Festsetzung unter anderem Werkstätten und Lagerflächen, eine Tierklinik sowie Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonal enthalten. Der Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplans umfasst weiterhin das Gleisrichterwerk der BVG, welches gemäß Personenbeförderungsgesetz (PBefG) planfestgestellt ist, sowie eine Teilfläche einer planfestgestellten Bahnanlage (Erschließungsweg der Stadtbahnbögen). Das Gleisrichterwerk soll jedoch unterirdisch verlegt werden, um einen adäquaten Zugang zum Gelände des Aussichtsrads zu ermöglichen; die entsprechenden Gehund Fahrrechte sind im Bebauungsplan gesichert. Weitere Planwerke und Gutachten Planwerk Innere Stadt Das vom Berliner Senat am 11.01.2011 beschlossene Planwerk Innere Stadt beruht auf dem 1999 vom Senat beschlossenen Planwerk Innenstadt und ergänzt dieses sowohl inhaltlich und methodisch als auch räumlich.
Abb. 11: Ausschnitt Planwerk Innere Stadt, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Das Planwerk Innere Stadt stellt somit die Fortschreibung des Planwerks Innenstadt dar (siehe Abbildung 11). Die festgelegten Handlungsräume werden hinsichtlich ihrer vorgesehenen städtebaulichen Leitbilder überprüft und entsprechend den aktuellen Handlungsschwerpunkten neu definiert. Teilräume werden ausdifferenziert und neue Schwerpunkträume festgelegt. Die kooperative und prozessorientierte Handlungsweise ermöglicht eine interdisziplinäre und stadtraumübergreifende Planung. Als ein neuer Schwerpunktraum rückt die City West und damit verbunden auch der Ernst-Reuter-Platz / Campus Charlottenburg in den Fokus des Planwerks Innere Stadt. StEP Zentren 2020 Der Stadtentwicklungsplan (StEP) Zentren 2020 wurde 2005 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung entwickelt; er ergänzt den 1999 vom Senat beschlossenen Stadtentwicklungsplan Zentren und Einzelhandel. Zusammen bilden sie die Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Hauptstadtzentren und des Einzelhandels auf gesamtstädtischer Ebene. Als Ziel des StEP soll insbesondere die City West als eines der beiden wichtigsten Zentren Berlins, neben der historischen Mitte in seiner Gesamtheit qualifiziert und als Identifikations- und Begegnungsstätte profiliert werden. Leitlinien City West Als einer der beiden Zentrumsbereiche der Hauptstadt Berlin übernimmt die City West wichtige gesamtstädtische Funktionen. Diese sollen bewahrt, gestärkt und zukunftsfähig weiter entwickelt werden. Dafür wurden in den Leitlinien City West drei maßgebende Leitziele als Grundlage der Entwicklung aufgestellt. Die Stärkung der Cityfunktionen im gesamtstädtischen Zusammenhang, der Erhalt der Nutzungsmischung und -vielfalt sowie die Gewähr-
leistung einer hohen baukulturellen Gestaltqualität stehen als Fundament für
die charakteristische Urbanität der City West.
Diese Ziele finden sich in den vom Senat im Jahr 2009 beschlossenen acht
Leitlinien wieder.
1. Kultur, Freizeit und Tourismus als Motoren der City West nutzen. 2. Das Wissenszentrum in die City West integrieren. 3. Das Einzelhandelsprofil der City West als Kernkompetenz ausbauen. 4. Die City West als Arbeits- und Bürostandort weiter profilieren. 5. Die City West als urbanen Wohnort für alle Generationen qualifizieren. 6. Die Baukultur als Geschichtsträger der City West präsentieren. 7. Die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum der City West erhöhen. 8. Netzwerke in der City West stärken. Masterplan Universitätscampus City-West - UCCW Verfasser: Gruppe Planwerk mit Fugmann Janotta und Nieto Sobejano; Berlin, 2009 Der Masterplan für den Universitätscampus City West (UCCW) wurde für den gesamten Bereich der Technischen Universität Berlin und der Universität der Künste, vom Einsteinufer im Norden bis zum Bahnhof Zoo im Süden erstellt. Er bildet die Grundlage für die langfristige städtebauliche Entwicklung des Campus und seine Integration in die City West. Der Masterplan wurde 2009 vom Berliner Senat als „sonstige städtebauliche Planung“ gemäß dem § 1 Abs. 6 Nr. 11 BauGB beschlossen und dient neben den Leitlinien als Grundlage für die städtebauliche Entwicklung auf dem Campus beider Universitäten. Das definierte Wettbewerbsareal wird im Masterplan als der größte Veränderungsbereich des Universitätscampus gekennzeichnet. Übergeordnete Zielsetzung ist die Verzahnung der Universitäten mit nicht-universitären, städtischen Nutzungen wie Wirtschaft und Kultur und mit dem angrenzenden Landschaftsraum. Der Masterplan stellt Neubauflächenpotenziale im entsprechenden Gebiet mit insgesamt ca. 116.000 m2 BGF dar. Die Potenziale umfassen Flächen, die von einer reinen universitären Nutzung (Fasanenstraße) bis hin zu einer Nutzung durch Wirtschaft und Kultur (Hertzallee) reichen. Als besonderes Potenzial definiert der Masterplan die Uferbereiche entlang des Landwehrkanals. Die Schleuseninsel soll eine inhaltliche Aufwertung unter Einbeziehung des Bauwerks der ehemaligen Versuchsanstalt für Wasser- und Schiffsbau („Leo“ - Insel für Kunst mit Technik) erfahren. Die Schleuseninsel könnte über eine zusätzlich zu errichtende Fußgängerbrücke mit dem Südufer des Landwehrkanals an der Müller-Breslau-Straße verbunden werden. Im neuen Quartier östlich der Fasanenstraße, im Inneren des Wettbewerbsgebiets, schlägt der Masterplan „kleine grüne Campushöfe“ vor. Neben der fußläufigen Erschließung durch ein Feinnetz von Wegen im Inneren des Wettbewerbsgebiets schlägt der Masterplan eine durchgehende NordSüd verlaufende Wegeverbindung unmittelbar westlich des Bahnviadukts vor. Der Masterplan schlägt die Gestaltung der Fasanenstraße im Abschnitt zwischen der Hardenbergstraße und Straße des 17. Juni als Promenade sowie eine Verkehrsberuhigung und Einrichtung einer Tempo-30-Zone für die Fasanenstraße, Hertzallee und Müller-Breslau-Straße vor. Das im Masterplan nördlich der Bibliothek vorgesehene Quartier wird mit einer inneren Erschließung über eine Ringstraße in Verbindung mit der Müller-Breslau-Straße dargestellt. Aufgrund der guten Erschließung durch den ÖPNV wird generell für den Campus eine Reduzierung von Pkw- Stellplätzen zugunsten der Freiräume vorgeschlagen
Abb. 12: Ausschnitt Strukturkonzept, Masterplan UCCW
156. Schinkelwettbewerb, „Science City. Die unbedingte Universität“ Der durch den Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin e.V. (AIV) ausgelobte 156. Schinkelwettbewerb 2011 mit dem Titel „Science City. Die unbedingte Universität“ forderte interdisziplinäre Arbeitsgruppen – bestehend aus jungen Architekten, Landschaftsarchitekten, Stadtplanern Bauingenieuren und Künstlern – auf, Ideen und Visionen für die bauliche Neuordnung des Hochschulcampus der TU Berlin und der UdK zu entwickeln. Die Teilnehmer sollten „exemplarisch zukunftsfähige bauliche Visionen“ entwerfen, welche „die Potenziale der innerstädtischen Lage aufgreifen und entwickeln – auch mit dem Ziel, die Universitäten stärker mit dem städtischen Alltag zu verknüpfen.“ Im Rahmen des Ideen- und Förderwettbewerbs haben in diesem Jahr 172 Teilnehmer unterschiedlicher Fachdisziplinen Vorschläge entwickelt, die im März 2011 im Amerika Haus in der Hardenbergstr. 22-24, 10623 Berlin ausgestellt und am 13. März 2011, am Geburtstag Karl-Friedrich Schinkels, mit dem Schinkelpreis prämiert wurden. Teile der Auslobungsunterlagen und –materialen des 156. Schinkelwettbewerbs werden auszugsweise im Anhang dieser Auslobung mitgeliefert. Planungen für das Stammgelände der TU Verfasser: Neumann Gusenburger Landschaftsarchitekten, 2009 Es liegt ein Gutachten für das Stammgelände der TU Berlin vor. Diese Planung bildet zur Zeit die Grundlage für die Entwicklung der Freiräume.
Abb. 13: Planungen für das Stammgelände der TU, Neumann Gusenburger
Die Teilnehmer sollen im Bereich der verlängerten Hertzallee die Ergebnisse des Gutachtens weiterentwickeln und als Entwurf optimieren, sowie Vorschläge für die Verbindung zum zentralen Bereich des Stammgeländes und zur Mensa machen. Das Gutachten ist Teil der Auslobungsunterlagen. Denkmalschutz Das Wettbewerbsgebiet steht als Teil des Campus Charlottenburg Süd unter Denkmalschutz. Dieser ehemalige Standort der „Königlich Technischen Hochschule“, ist heute das Stammgelände der Technischen Universität Berlin und bildet unter der Bezeichnung „Denkmalbereich Gesamtanlage Stammgelände“ ein Denkmalensemble mit den Denkmälern an der Straße des 17. Juni 115, 135, 145. Die Gebäude der Universität der Künste Berlin (der Konzertsaal der damaligen Hochschule für Musik (1953-55), die Studiobühne (1971-75) und das Hauptgebäude der UdK (1897-1902)) sind ebenfalls Baudenkmäler. Das prägendste Gebäude am Ernst-Reuter-Platz ist das unter Denkmalschutz stehende Gebäude des Bergbau- und Hüttenwesens (Neubau) mit seinen 11 Geschossen und dem 3-geschossigen Flachbau, welches im östlichen Bereich an das Wettbewerbsgebiet anschließt.
Abb. 14: Denkma karte (Stand 2014), Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Campus Charlottenburg – verlängerte Hertzallee / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe 3.1 Wettbewerbsziel
Mit dem Wettbewerb soll ein überzeugendes freiraumplanerisches Gesamtkonzept gefunden werden, das als Grundlage für einen schrittweisen Umbau der verlängerten Hertzallee dient. Es ist vorgesehen in einem ersten Schritt den Abschnitt zwischen Fasanenstraße und der Wegeverbindung Mensa – TU-Hauptgebäude umzugestalten. Dieser Abschnitt bildet den Realisierungsteil des Wettbewerbs. Folgende Maßnahmen sind in dem Entwurfskonzept umzusetzen: - Strukturelle und gestalterische Verbesserung des Übergangs zwischen Campus und Volkswagen-Bibliothek der TU Berlin und UdK. - Aufwertung des Eingangs in den Campus Charlottenburg von der Fasanenstraße. Der Kreuzungsbereich Fasanenstraße/ Hertzallee soll im Ideenteil mit geplant werden, um die Verbindung zum östlichen TU-Erweiterungsgelände optimal zu gestalten und Fußgänger sowie Radfahrer aus der Hertzallee besser in den Campus Charlottenburg zu leiten. - Verbesserung räumlicher Bezüge zwischen der Hertzallee und dem Innenbereich des Campus. - Hertzallee als Aufenthaltsort für Pausen und als Lernort im Freien erlebbar machen. - Verbesserung der Blickbezüge und Sichtbarmachen verlorener städtebaulicher Bezüge zwischen Hertzallee und Campus Innenbereich. - Umgestaltungsmaßnahmen der verlängerten Hertzallee (Blockinnenbereich) als öffentlich erlebbarer Ort bis zum Ernst-Reuter-Platz. - Die ehemalige Kurfürstenallee ist bezogen auf den Baumbestand als Allee wieder erlebbar zu machen. - Campus-Gelände als Ort der Generierung von Wissen erlebbar machen. Unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Aspekte soll die historische Verbindung mit Zugangssituation, Wegeführung, Bepflanzung und Raumbildung des Außenbereichs wieder erlebbar werden, um die Freiraumqualitäten des Campus zu stärken, der Anbindung des Campus zur Stadt zu verbessern und die Abgeschlossenheit des Campus aufzuheben. Es sollen Verbindungen, die aus dem Inneren des Campus heraus zur Mensa, zum Studentenwohnheim und zu anderen Einrichtungen erforderlich sind, entwickelt werden. Aufenthalts-, Ruhe- und Spielflächen sollen den Weg funktional beleben. Die Freiraumgestaltung ehemalige Kurfürstenallee stellt wegen ihrer Lage auf dem Campus der TU Berlin und der Anbindung an den Stadtraum (Verbindung Ernst-Reuter-Platz – Bahnhof Zoo) eine städtebauliche Entwicklungslinie von öffentlichem Interesse dar, besonders der Übergang Campus der TUB bzw. UdK zur Fasanenstraße/ Hertzallee. Bei allen Überlegungen und Konzeptionen soll die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer Beachtung finden. Die Öffnung des Universitätsgeländes hin zur City West soll verbessert werden.
Abgrenzung des Wettbewerbsgebiets
Das Wettbewerbsgebiet, bestehend aus dem östlichen Realisierungs- und dem westlichen Ideenteil, liegt im zentralen Bereich des Campus Charlottenburg Süd und wird folgendermaßen begrenzt: - im Norden durch die Bebauung des Instituts für Thermodynamik und Kältebau bzw. des ehemaligen Kraft- und Fernheizwerks (östlicher Teil), die inneren Freiflächen des Süd-Campus (mittlerer Teil) sowie die südliche Gebäudekante des TU-Erweiterungsbaus (westlicher Teil). - im Osten durch die Einmündung der Hertzallee in die Fasanenstraße, - im Süden durch die Einfriedungen des UDK-Geländes und die TUBebauung des Ernst-Ruska-Gebäudes, des alten Bauingenieurflügels, des Bauingenieurgebäudes und des Neu- sowie Altbaus für Bergbau-/ Hüttenwesen und, - im Westen durch den Ernst-Reuter-Platz bzw. die Bebauung des Instituts für Bergbau- und Hüttenwesen. Sowohl beim Übergang zum Innenbereich des Stammgeländes der TU sowie beim Übergang zum Eingangsbereich der Mensa (beiden Ideenteil) sollen die Verknüpfungen in die bestehenden und zukünftigen Wege- bzw. Aufenthaltsareale mitgedacht werden, auch wenn diese nicht Teil des Wettbewerbsgebiets sind (dies ist durch die gestrichelten Linien im Abgrenzungsplan dargestellt). Für den Innenbereich des Campus sind die Spielräume für einen überzeugenden Übergang bzw. die Verbindung des Wettbewerbsgebietes (Ideenteil) mit der Planung der TU für das Stammgelände (Gusenburger/ Neumann, 2009) gestalterisch zu thematisieren und sinnvoll weiterzuentwickeln. Das gesamte Wettbewerbsgebiet beinhaltet eine Fläche von insgesamt rd. 1,9 ha. Dabei umfasst das Gebiet des Ideenteils ca. 1,4 ha und das Areal für den Realisierungsteil ungefähr 0,5 ha
Erwartet wird ein qualitätsvolles Konzept, das die Wettbewerbsaufgabe gestalterisch, funktional und wirtschaftlich erfüllt. Erschließung Auch in Zukunft wird das Wettbewerbsgebiet durch die umliegenden Bereiche zugänglich sein, die Haupterschließung für Fußgänger- und Radverkehr wird im Realisierungsteil weiterhin über die Fasanenstraße erfolgen. Für den Ideenteil wird die Erschließung über die Zufahrt Straße des 17. Juni zwischen TU-Hauptgebäude und Erweiterungsbau erfolgen. Die Fuß- und Radwegeverknüpfung vom Ernst-Reuter-Platz aus ins Wettbewerbsareal, kann im Ideenteil neu konzipiert werden. Vernetzung und Durchwegung Der Entwurf muss die räumliche Vernetzung mit der Umgebung berücksichtigen. Die im Masterplan TU-Stammgelände (siehe Auslobungsunterlagen) dargestellten Wegebeziehungen sind als wichtige Wegebezüge aufzunehmen. Die Eingangssituation in den Campus ist sowohl von der Hertzallee als auch vom Ernst-Reuter-Platz aus räumlich zu definieren. Besonderer Wert soll dabei auf eine funktionale und städtebaulich ansprechende Gestaltung der Verkehrsraumwechsel von Allee bzw. Platz zum Campusinnenbereich gelegt werden. Bei dem Übergang zur Hertzallee sind Vorschläge für eine bessere
Straßenüberquerung erwünscht. Die derzeit vorhandene Überquerungsmöglichkeit für Fußgänger- und Radfahrer lediglich auf der Seite der VolkswagenBibliothek ist auch in Bezug auf die Verkehrssicherheit, gerade bei steigenden Nutzerzahlen zu überdenken. Die Wegesysteme sollten daher in ausreichender Breite angelegt werden. Am Übergang zum Ernst-Reuter-Platz bleibt das Gebäude des Instituts für Bergbau- und Hüttenwesen in seiner Ausprägung erhalten, kann aber eine öffentlichkeitswirksamere Öffnung im Bereich der Lochfassade erhalten. Eine gastronomische Nutzung (z.B. Café) ist angedacht. Hier muss der Übergang in den öffentlichen Straßenraum qualitätsvoll und barrierefrei hergestellt werden. Die Umsetzung des Hybrid Lab soll unter Beachtung der mitgelieferten Machbarkeitsstudie, bezogen auf die in die Achse der ehemaligen Kurfürstenallee hineinragende Gebäudekante, kritisch geprüft und eine sinnvolle Anbindung mitgedacht werden. Anlieferung und Zufahrten Die Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten im östlichen Bereich des Realisierungsteils für Feuerwehrfahrzeuge und Anlieferungsverkehr der UDK bzw. TU müssen im Entwurf nachgewiesen werden. Eine geeignete Zufahrtsregulierung muß erfolgen. Die Zufahrt zwischen Hauptgebäude und Erweiterungsbau wird nur noch für gelegentliche Anlieferungen und für Rettungsdienste geöffnet. Die Hauptzufahrt zum Stammgelände wird zukünftig zwischen Haupt- und Chemiegebäude verlegt, der Hof zwischen Hauptgebäude und Erweiterungsbau soll anschließend zu einem Gartenhof mit erhöhter Aufenthaltsqualität umgestaltet werden, dies soll im Ideenteil mit berücksichtigt werden. Eine genaue Darstellung der zukünftigen Zufahrten und der Erschließungswege auf dem Campus ist den Auslobungsunterlagen (siehe Verkehrskonzept Stammgelände TU) beigefügt. Stellflächen Innerhalb des Wettbewerbsgebietes sind im Realisierungsteil keine Flächen für PKW-Stellplätze vorzusehen. Innerhalb des westlichen Ideenteiles sind 66 PKW-Stellplätze konzeptartig vorzusehen. Für diese 66 Stellplätze sollen Lösungen und Konzeptionen mitgedacht werden, wie diese Flächen zukünftig sinnvoll umgenutzt werden können, falls die Tendenzen des individuellen PKW-Verkehrs sich weiter rückläufig entwickeln. Im momentanen Bestand genutzte Stellplatzflächen, die sich auf aktuell nicht eindeutig definierten Stellplatzflächen befinden, sollen entfallen. Längerfristig ist es denkbar, dass die Stellplätze auf dem Campus-Gelände in die bezirkliche Parkraumbewirtschaftung übergehen. Im gesamten Wettbewerbsgebiet sind in mehreren Bereichen ausreichend Fahrradstellplätze vorzusehen. Die Stellplätze sind in sinnvoller Zuordnung zu den Zielorten vorzusehen, sie sollen zielnah an den Eingangsbereichen von Gebäuden, gut einsehbar, ohne aber die Eingänge zu verstellen, angeordnet werden. Die TU hatte eine grobe Verortung bzw. Abschätzung des Bedarfs an Fahrradstellplätzen als Richtwertvorschlag erarbeitet. Im Realisierungsteil sollen circa 40 Stellplätze (siehe Plan) verortet werden. Im Ideenteil ist von ungefähr 180 Stellplätzen auszugehen (siehe Plan). Ein Großteil dieser Fahrradstellplätze ist vor dem Ernst-Ruska-Gebäude vorgesehen. Dieses Gebäude verfügt über diverse große Hörsäle, so dass von einem gesteigerten Bedarf aufgrund des erhöhten Publikumsverkehrs auszugehen ist.
Abb. 15 Verteilung und Anzahl der Fahrradstellplätze auf dem TU-Stammgelände, TU Berlin (Plangrundlage: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt)
Denkmalschutz Die Planung der TU von 2009 (Plan Neumann Gusenburger) stellt die damaligen Abstimmungen mit der Denkmalpflege dar, diese sind für den Wettbewerb nicht verpflichtend. Detaillierte Fragen zum Denkmalschutz können im Rahmen des Zwischenkollogiums gestellt werden. Ausstattung, Möblierung und Beleuchtung Der Freibereich ist nutzungsgemäß generations- und geschlechtergerecht zu möblieren, die Beleuchtung der Wege und die Aufstellung von Kunstobjekten (der UdK) oder wissenschaftshistorischer Exponate sollen die Wegeverbindung auch für den nichtuniversitären Fußgänger attraktiver gestalten. Ein schlüssiges und gestalterisch anspruchsvolles Beleuchtungskonzept soll mitgeliefert werden. An dem vorzuschlagenden Beleuchtungskonzept sollen sich die weiteren Planungen zur Gestaltung des Campus Charlottenburg orientieren, vor diesem Hintergrund ist keine endogene kleinteilige Lösung zu verfolgen. Vorschläge zu Beleuchtungstypen und -serien sind erwünscht. Das Thema Beleuchtung soll auch unter sicherheitstechnischen Maßstäben betrachtet werden. Der Unterbau im Realisierungsteil ist so auszubilden, dass die Fahrbahnen sowohl mit Anlieferungs- und Rettungsverkehren als auch durch Veranstaltungen verschiedenster Art mit höherem Personenaufkommen belastet werden können (RSTO, Belastungsklasse 3,2). Im Ideenteil sollte der Ausgestaltung der Fahrbahnen, die mit MIV zu belasten sind (siehe Verkehrskonzept Stammgelände TU), besondere Beachtung geschenkt werden. Baumbestand Der nachhaltige Umgang mit den Bestandsbäumen ist anzustreben, gemäß dem beigefügten Baumkataster. Das bedingt auch den entsprechenden Schutz des Wurzelbereichs zu erhaltender Bäume gemäß Richtlinien und ggf. den Einsatz druckentlastender oder Wurzelraum erweiternder Maßnahmen.
Konzeptionell begründeter Verzicht auf vereinzelte Bestandsbäume ist möglich. Besonnung/ Verschattung Den besonderen Verschattungsverhältnissen ist im Entwurf Rechnung zu tragen. Entwässerung Nachhaltige Außenanlagen entstehen u. a. durch Integration dezentraler Regenwasserbewirtschaftung, wie Versickerung, Sammlung und Wiederverwendung sowie Speicherung und Rückhalt von Niederschlagswasser. Ein geringer Versiegelungsgrad ist grundsätzlich Ausdruck von Bodenschutz und damit von Nachhaltigkeit. Im Bereich der Hertzallee ist im Fall von Regenwassermanagement bzw. bewirtschaftung die Möglichkeit der Versickerung ausgeschlossen, nicht aber Maßnahmen zur Speicherung, Verdunstung und Sammlung (z.B. zur Bewässerung). Unter Umständen wäre auch eine Einbindung in die universitären Forschungsaktivitäten der TU denkbar, Anregungen und Hinweise in den Wettbewerbsarbeiten sind erwünscht. Möglich wären Kooperationen z.B. im Sinne von Regenwassersammlung bzw. Messung von Verdunstungsleistungen oder ähnliches mit Fachgebieten entsprechender Richtungen (z.B. technischer Umweltschutz, meteorologische, hydrologisch-orientierte Fachgebiete). Materialität Die Materialien der Möbel und der Oberflächen sollen hochwertig, pflegeleicht und möglichst robust sein. Die Materialverwendung muss insgesamt angemessen sein. Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Dauerhaftigkeit der verwendeten Materialien und Konstruktionen sind zu beachten. Auf minderwertige Materialen wie Betonpflaster oder ähnliches sollte verzichtet werden. Der Pflegeunterhalt sollte gering sein und eine ausreichende Vandalismussicherheit sollte gegeben sein. Bezüglich der Materialität der Beläge verfolgt die Technische Universität bisher folgendes Konzept: - Großsteinpflaster auf den Fahrwegen mit für Fahrräder und Fußgänger geeigneten Spuren - Gehwegplatten aus Beton und Kleinsteinpflaster auf den Gehwegen. Eine Abstimmung mit der Denkmalpflege zu den zu erhaltenden Belägen hat noch nicht vertieft stattgefunden, der nachhaltige Umgang mit Bestandsbelägen die offensichtlich denkmalpflegerischen Wert haben ist anzustreben. Schaufenster der Wissenschaften und Künste Das „Schaufenster der Wissenschaften und Künste“ soll am Übergang zur Fasanenstraße entstehen. Es soll nicht nur der Eingang zum Campus Charlottenburg betont werden, sondern auch die Möglichkeit bestehen, wissenschaftliche bzw. künstlerische Exponate zu präsentieren und auf Veranstaltungen der beiden Bildungseinrichtungen hinzuweisen. Hierfür soll im Realisierungsteil ein geeigneter Ort für ein entsprechendes Element benannt werden. Die inhaltliche und gestalterische Prägung des Schaufensters soll durch ein später stattfindendes Verfahren erfolgen.
Das Preisgericht wird die fristgemäß eingegangenen Arbeiten nach folgenden Kriterien beurteilen: –	 –	 –	 –	 –	 –	 –	 –	 –	 städtebauliche und architektonische Qualität Einbindung in das Umfeld Einbindung in das Grün-, Freiflächen- und Wegesystem Umgang mit Denkmalsubstanz Realisierbarkeit Genehmigungsfähigkeit Kostenrahmen, Wirtschaftlichkeit Nachhaltigkeit Sicherheit, Gender Mainstreaming und Barrierefreiheit
Als allgemeine Anforderungen an eine gendergerechte Planung sind die Gleichstellung der Geschlechter, Chancengleichheit und eine angemessene Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebensbedingungen und Zwänge, unter denen die Geschlechter leben, anzusehen. Es ist insbesondere sicherzustellen, dass 1. Orte für alle Geschlechter in ihrer Unterschiedlichkeit bezüglich Alter, Herkunft, soziale und gesundheitliche Situation (Diversity) geschaffen werden, 2. Raumrepräsentationen	 sowie durch die Gestaltung transportierte Werte und Normen aller Geschlechter in ihrer Unterschiedlichkeit einbezogen werden. 1 3. Sicherheit vor Gewalt und Unfällen gewährt ist. Die Umsetzung dieser Anforderungen in der Freiraumplanung bedeutet Planinhalte zu gestalten, die eine Aneignung des Freiraums für Frauen und Männer bzw. Mädchen und Jungen gleichermaßen sicherstellen insbesondere durch: 1. Die	 Berücksichtigung der unterschiedlichen Raumaneignung der Geschlechter und der spezifischen Nutzungsansprüche unterschiedlicher Nutzergruppen hinsichtlich der Aufenthaltsqualität. 2. Die Berücksichtigung der unterschiedlichen Ansprüche an den Frei- raum hinsichtlich generations- und geschlechtergerechter Nutzungsangebote und -qualitäten (u.a. Ruhe und Erholung, sportliche Aktivitäten, Kinderspieleinrichtungen, Treffpunkte / Kommunikationsorte, Garten-/ Landschaftserlebnis, Querung und Durchwegung). 3. Die Abstufung und Differenzierung der Räume hinsichtlich der Wahlmöglichkeiten der Wege zu Tages- und Nachtzeiten und zwischen unterschiedlichen Bewegungsintensitäten, Geschwindigkeiten. 4. Die	 Berücksichtigung der unterschiedlichen Sicherheits- und Schutzbedürfnisse vor physischer und psychischer Gewalt und vor der Gefahr von
1 Darstellung nach Färber, C. Spitzner, M. Geppert, J. Römer: Umsetzung von Gender Mainstreaming in der Städtebaupolitik des Bundes. Auszüge aus der Expertise im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung erstellt im November 2001, Internetfassung der Expertise im Auftrag des BBR: www.bbr.bund.de/exwost/pdf-files/gm_0.pdf (Zugriff 18.10.2004)
Unfällen (Unterstützung der Raumaneignung von Frauen und damit ihrer Kontrolle über den Raum, Herstellung von Sichtverbindungen zu Orientierungspunkten und belebten Orten, Herstellung von belebten Verkehrswegen und erforderlichenfalls Fluchtwegen, Gestaltung gut einsehbarer Be2 reiche, ausreichende Beleuchtung).
Sicherheit vor Kriminalität (objektive Sicherheit) wie auch individuelles Sicherheitsempfinden (subjektive Sicherheit) im öffentlichen Raum werden durch Faktoren wie Übersichtlichkeit, Attraktivität und Sauberkeit bzw. Gepflegtheit des öffentlichen Raumes beeinflusst und stehen in einem engen Zusammenhang mit der Möglichkeit, soziale Kontrolle auszuüben. Folgende Aspekte der Städtebaulichen Kriminalprävention sind zu beachten: Übersichtlichkeit Um Tatgelegenheiten für Kleinkriminalität ebenso wie potenzielle Rückzugsbereiche für Drogen- und Alkoholkonsum (Nähe zu den Bahnhöfen Zoologischer Garten und Ernst-Reuter-Platz) zu vermeiden, sollten Sichtachsen und eine gute Einsehbarkeit der einzelnen Bereiche gewährleistet werden. Bepflanzungen sollen in Art und Ausführung eine Nutzung als Drogenversteck nicht unterstützen. Gute Orientierung ist ein Bestandteil der anzustrebenden Übersichtlichkeit und wichtiger Sicherheitsfaktor. Sie beinhaltet Informationssysteme ebenso wie eine gute, möglichst gleichmäßige Beleuchtung der Wege und Aufenthaltsbereiche. Attraktivität und soziale Kontrolle Soziale Kontrolle wird am besten durch eine für unterschiedliche Nutzergruppen funktionale und attraktive Gestaltung erreicht, die dazu beiträgt, dass der Campus als urbaner Treffpunkt angenommen wird und zu allen Tageszeiten belebt ist. Identität stiftende Elemente (beispielsweise mit Bezug zu den beiden Universitäten) können bei den Nutzer/inne/n zu einer größeren Bereitschaft führen, sich zu engagieren und soziale Kontrolle auszuüben. Gepflegtheit Bereits harmlosere Zeichen von Verwahrlosung lassen Menschen glauben, die sozialen Normen seien außer Kraft gesetzt - wie wissenschaftliche Studien belegen. Dabei geht der Effekt über die Nichteinhaltung von Normen hinaus bis zu kriminellem Verhalten. Graffiti, verstreutes Papier, chaotisch abgestellte Fahrräder und dergleichen deuten einen Mangel an sozialer Kontrolle an und führen bei Einzelnen oder Gruppen zu erhöhter Nachlässigkeit und Bereitschaft zur Sachbeschädigung. Deshalb ist bei der Planung auf vandalismusresistente Systeme und Materialien für Möblierung und Beleuchtung sowie quantitativ und qualitativ angemessene Ordnungssysteme (Fahrradstellplätze, Abfallbehälter) zu achten. Da viele Student/inn/en mit dem Fahrrad zur Universität kommen, sind sichere Abstellplätze für Fahrräder hier besonders wichtig.
2 Zusammenfassung unter Verwendung von: Beirat für frauenspezifische Belange bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Barrierefreiheit Barrierefreiheit ist ein wichtiger Sicherheitsaspekt. Der Raum ist nach den Prinzipien des „Design for all“ zu gestalten.
Der entstehende Freiraum soll nach den Prinzipien des "Design for all" entwickelt werden. Das bedeutet, dass die Umwelt allen Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen Nutzung und Teilhabe ermöglicht, auch Menschen mit Behinderung. Dabei sind sowohl motorische als auch sensorische Beeinträchtigungen zu berücksichtigen. Das Handbuch "Design für all - öffentlicher Freiraum Berlin" gibt generelle und konkrete Hinweise und ist zu beachten. Die darin formulierten Prinzipien sind 3 durchgängig anzuwenden.
Zeitplan der Realisierung Für den Realisierungsteil soll mit vorbereitenden Maßnahmen zügig nach Abschluss des Wettbewerbs begonnen werden. Die Bau- und Durchführungsphase ist von 2015 bis 2016 vorgesehen. Für den Ideenteil sind bezüglich des Realisierungszeitraums zum aktuellen Zeitpunkt keine Aussagen möglich. Kostenrahmen/Wirtschaftlichkeit Vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Situation der öffentlichen Haushalte ist es wichtig, dass kostengünstige Lösungen, insbesondere bezüglich der zu erwartenden Unterhaltungs- und Pflegekosten, erarbeitet werden. In diesem Zusammenhang sind die Wuchshöhen Raum bildender Gehölze und deren Habitus zu beachten. Das Sauberhalten der gesamten Platz- und Wegeflächen und des Mobiliars soll kostengünstig möglich sein. Die Qualität, Dauerhaftigkeit und Pflegeleichtigkeit der verwendeten Materialien und Konstruktionen sind wichtige Beurteilungskriterien.
Campus Hertzallee / Teil 4 Anhang
Ordner 1 1.1 Aulobung (07/2014)
Ordner 2 2.1 ALK_Wettbewerbsgebiet_Stand 05-2014 2.2 Luftbild_5000 (M 1: 5000) 2.3 Lageplan Bestandsübersicht Technische Universität 2.4 Campusplan Technische Universität Berlin 2.5 Feuerwehrzufahrten und Außenanlagenplanung UdK 2.6 Planungen TU Stammgelände 2.6.1 Planungen "TU Stammgelände" 2009 2.6.2 Ausführungsplan (M200) 2.7 Verkehrskonzept Stammgelände (Plan Verkehrsführung) 2.8 Übersichtsplan Verteilung und Anzahl der Fahrradstellplätze, TU Stammgelände
*.dwg *.tiff *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.jpeg *.tiff
Ordner 3 Formblätter 3.1 Verfassererklärung 3.2 Formblatt Flächen-und Mengenbilanz
*.pdf *.xls
Ordner 4 Unterlagen Schinkel-Wettbewerb 2011 4.1 Denkmalkarte 4.2 Historische Pläne 4.2.1 Versuchsanstalt_Ansicht 4.2.2 Versuchsanstalt_Grundriss 4.2.3 Versuchsanstalt_kleine_Rinne 4.2.4 Versuchsanstalt_Lage 4.2.5 Versuchsanstalt_Photos 4.3 Masterplan TU 4.3.1 Masterplan 4.3.2 Gesamtkonzept_3d 4.3.3 Grundplan 4.3.4 Lageplan 4.3.5 Standorte 4.3.6 Strukturplan 4.3.7 Veränderungsbereiche 4.4 Schwarzpläne 4.4.1 Schwarzplan 1940 4.4.2 Schwarzplan 1953 4.4.3 Schwarzplan 1989 4.4.4 Schwarzplan 2001
*.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf
Ordner 5 Informationen und Gutachten 5.1 Baumkataster 5.1.1 Baumkataster Stammgelände Campus Charlottenburg (Tabelle) 5.1.2 Baumkataster Stammgelände Campus Charlottenburg (Karte) 5.2 Ergebnisdokumentation Workshopverfahren "Ernst- Reuter- Platz" 5.3 Ergebnisprotokoll "Erweiterung des Universitätscampus City West" 5.4 Machbarkeitsstudie "Hybrid Lab auf dem Campus Charlottenburg" 5.5 Vortrag Bodenschatz anlässlich der Standortkonferenz Ernst- Reuter- Platz 5.6 Gartendenkmalpflegerische Materialsammlung TU Südgelände 5.7 Sanierungs-/ Umbauplanung Gebäude Bergbau-Hüttenwesen 5.7.1 Sanierungs-/ Umbauplanung Gebäude Bergbau-Hüttenwesen Ansicht Ost 5.7.2 Sanierungs-/ Umbauplanung Gebäude Bergbau-Hüttenwesen Ansicht West 5.7.2 Sanierungs-/ Umbauplanung Gebäude Bergbau-Hüttenwesen Grundriss EG 5.8_Zeitungsartikel Alumni_Magazin TU - Visionen Campus Charlottenburg
*.xls *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf *.pdf
Ordner 6 Leitungsträger 6.1 Stammgelände mit allen Leitungen 2004 6.2 Entwurfsplanung Sanierung der Grundleitungen Außenanlagen
*.dwg *.pdf
Ordner 7 Handbücher 7.1 Handbuch Desgin for all (Feiraum)
Literatur –	 Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin e.V. (Hrsg.): AIV-Schinkel-Wettbewerb 2011. Science City. Die unbedingte Universität. Ausschreibung zum 156. Wettbewerb. 27. September 2010. –	 Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung: Nachhaltig geplante Außenanlagen auf Bundesliegenschaften – Empfehlungen zu Planung, Bau und Bewirtschaftung. Februar 2012 –	 Fischer Jürgens Architekten: Machbarkeitsstudie „Hybrid Lab auf dem Campus Charlottenburg“, 11. März 2013 –	 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt: Erweiterung des Universitätscampus City West – Auslobungsbroschüre, März 2011 –	 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt: Erweiterung des Universitätscampus City West – Ergebnisprotokoll, Juni 2011 –	 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt: Städtebauliches Workshopverfahren „Ernst-Reuter-Platz“ – Auslobungsbroschüre, September 2012 –	 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt: Städtebauliches Workshopverfahren „Ernst-Reuter-Platz“ – Ergebnisdokumentation, Januar 2014 –	 Technische Universität Berlin & Universität der Künste: Campus Charlottenburg – Raum zum Ideenaustausch (Hybrid Plattform), 8. April 2014 Internet – Regionalmanagement City West: http://www.berlin-city-west.de - Zugriff: 16.05.2014 – Campus Charlottenburg: http://www.campus-charlottenburg.org - Zugriff: 16.05.2014 Abbildungsnachweis Abb. 1 Übersichtsplan (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, FIS Broker) Abb. 2 Lageplan mit Eintragung des Wettbewerbsgebietes (eigene Darstellung, Plangrundlage: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt) Abb. 3 Luftbild mit Eintragung des Wettbewerbsgebietes (eigene Darstellung, Plangrundlage: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt) Abb. 4 Historischer Plan 1925 (Gartendenkmalpflegerische Materialsammlung TU Südgelände, 2008, TU Berlin, S. 16) Abb. 5 Gartenplan von Herta Hammerbacher 1952 (Gartendenkmalpflegerische Materialsammlung TU Südgelände, TU Berlin, 2008 S. 21) Abb. 6 Siegerentwurf Wettbewerb TU-Erweiterung (Erweiterung des Universitätscampus City West – Ergebnisprotokoll, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2011, S. 31) Abb. 7: Abgrenzung Wettbewerbsgebiet, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (eigene Darstellung, Plangrundlage: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt) Abb. 8 TU Campusplan, Technische Universität Berlin (Homepage 2014) Abb. 9 Flächennutzungsplan (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, FIS Broker) Abb. 10 Geltungsbereiche umliegender Bebauungsplanverfahren (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt FIS Broker) Abb. 11 Ausschnitt Planwerk Innere Stadt (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2014) Abb. 12 Ausschnitt Strukturkonzept, Masterplan UCCW (Gruppe Planwerk, Fugmann Janotta, Nieto Sobejano - 2009) Abb. 13 Planungen für das Stammgelände der TU, (Neumann Gusenburger 2009) Abb. 14 Denkmalkarte (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, FIS Broker) Abb. 15 Verteilung und Anzahl der Fahrradstellplätze auf dem TU-Stammgelände, TU Berlin (eigene Darstellung, Plangrundlage: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt)