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Timestamp: 2017-05-27 10:13:08
Document Index: 240310816

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 325', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Leihwagen: Kfz-Händler muss bei Rücktritt wegen Mängeln auch Nutz | Recht | Haufe
26.04.2010 | Wirtschaftsrecht
Tritt der Käufer eines Kfz wegen eines Sachmangels berechtigt vom Kaufvertrag zurück, fehlt ihm bis zur Anschaffung eines Ersatzfahrzeugs häufig ein fahrbarer Untersatz. In diesem Fall kann er auf Kosten des Verkäufers einen Leihwagen in Anspruch nehmen.
Auto war nicht verkehrssicherDie Klägerin hatte im Frühjahr 2005 bei einer Kfz-Händlerin für private Zwecke einen gebrauchten Honda Jazz zum Preis von 13 100 EUR gekauft. Wegen eines nicht fachgerecht beseitigten Unfallschadens war das Fahrzeug – für die Händlerin erkennbar - nicht verkehrssicher. Die Klägerin trat vom Kaufvertrag zurück.
168 Tage ohne AutoBis zur Anschaffung eines Ersatzfahrzeuges verstrichen 168 Tage. Die Klägerin machte für diesen Zeitraum Nutzungsausfallschaden sowie Ersatzansprüche für entstandene Aufwendungen geltend. Wer von einem Kfz-Kaufvertrag zurücktritt, verliert nicht seine Ansprüche auf SchadensersatzDer BGH bekräftigte in diesem Fall seine bisherige Rechtsprechung zu § 325 BGB. Hiernach werden Schadensersatzansprüche durch einen Rücktritt nicht ausgeschlossen. Dies gilt auch für Kfz-Kaufverträge. Der Käufer kann Ersatz des Schadens verlangen, der ihm dadurch entsteht, dass er die mangelhafte Sache nicht nutzen kann. Dazu gehört bei Kfz-Kaufverträgen auch die Inanspruchnahme eines Leihwagens. Kfz-Käufer hat Schaden so gering wie möglich zu haltenDer Käufer hat das Ausmaß des Schadens aber möglichst gering zu halten. Dies folgt aus der ihn treffenden Schadensminderungspflicht. Nach Auffassung des BGH hatten die Vorinstanzen noch nicht hinreichend geklärt, ob die Klägerin in den 168 Tagen des Nutzungsausfalls insoweit das ihr Zumutbare getan hat.Hiernach ist z.B. zu prüfen, ob der Klägerin die Anschaffung eines Interimfahrzeuges zumutbar gewesen wäre und ob hierdurch die Höhe des Schadens hätte vermindert werden können. Zur Prüfung dieser Fragen hat der BGH die Sache an die Vorinstanz zurück verwiesen.(BGH, Urteil v 14.04.2010, VIII ZR 145/09).
Gebrauchtwagenkauf: Zur Untersuchungspflicht bzw. Hinweispflicht des Kfz-Händlers bei unfallbedingten Vorschäden
Ein Gebrauchtwagenverkäufer handelt arglistig, wenn er ein Auto als sehr gepflegt anpreist, sich aber später eine unsachgemäße Reparatur von Unfallschäden herausstellt. Weiß der Händler von Unfallschäden, hat er das Kfz einer Sichtprüfung zu unterziehen oder auf die fehlende Prüfung hinzuweisen.Weiter
Gewährleistung: BGH kippt intransparente AGB zur Anspruchs-Verjährung beim Gebrauchtwagenkauf
zfs 07/2008, Schadensersatz wegen Nutzungsausfalls nach Rücktritt vom Kaufvertrag wegen Mangelhaftigkeit der Kaufsache
1) Durch den Rücktritt vom Kaufvertrag wird ein Anspruch auf Schadensersatz statt der Leistung auch insoweit nicht ausgeschlossen, als es um den Ersatz eines Nutzungsausfallschadens geht, der dadurch entstanden ist, dass dem Käufer infolge des Mangels der ...mehr