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Timestamp: 2019-09-24 09:14:56
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Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 35', 'Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 35', 'Art. 35', 'Art. 22', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 22', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 35', 'Art. 35', 'Art. 35']

850.6 - Gesetz über die Eingliederung behinderter Menschen
über die Eingliederung behinderter Menschen
vom 31.01.1991 (Stand 01.01.2018)
eingesehen die Artikel 18 und 20 der Kantonsverfassung;
Das vorliegende Gesetz bezweckt die Förderung der Eingliederung behinderter Menschen.
In Ergänzung der bestehenden eidgenössischen und kantonalen Gesetzgebung ordnet es die Tätigkeit des Staates auf diesem Gebiet.
Im Sinne des vorliegenden Gesetzes versteht man unter behindertem Menschen jede Person, die infolge eines Mangels ihrer körperlichen oder geistigen Fähigkeiten, gleichgültig, ob dieser angeboren ist oder nicht, ganz oder teilweise nicht in der Lage ist, die Anforderungen eines normalen Einzel- und/oder Gemeinschaftslebens selbständig zu erfüllen.
Die zu ergreifenden Massnahmen betreffen namentlich die Prävention sowie die Erziehung und schulische Ausbildung, die berufliche, gesellschaftliche und kulturelle Eingliederung behinderter Menschen.
Die Bestimmungen des Subventionsgesetzes vom 13. November 1995 sind auf alle in diesem Erlass vorgesehenen Subventionen unmittelbar und voll-umfänglich anwendbar. Die Bestimmungen des vorliegenden Erlasses bleiben nur insoweit anwendbar, als sie den Bestimmungen des Subventionsgesetzes nicht entgegenstehen.
Der Staatsrat wacht über die Anwendung des vorliegenden Gesetzes.
Er wacht darüber, dass die für die Gemeinschaft im allgemeinen getroffenen Massnahmen ebenfalls der Situation der behinderten Menschen Rechnung tragen.
Das zuständige Departement, nachfolgend Departement genannt, plant in Zusammenarbeit mit den betroffenen Institutionen und Organisationen die allgemeinen Massnahmen zur Förderung der Eingliederung behinderter Menschen.
Es fördert den Verbleib zu Hause.
Es koordiniert die Tätigkeit der öffentlichen und privaten Institutionen, wacht über eine zweckmässige funktionelle und geographische Verteilung der spezialisierten Einrichtungen und kontrolliert deren Betrieb und Qualität.
Es gewährt seine Hilfe auf dem Gebiet der Prävention sowie der Erziehung und schulischen Ausbildung und der beruflichen, gesellschaftlichen und kulturellen Eingliederung behinderter Menschen.
Es wendet sich für die Betreuung der behinderten Menschen an die spezialisierten Institutionen und subventioniert diese.
Im Bedarfsfall schafft, erwirbt und verwaltet der Kanton die notwendigen Einrichtungen.
Unter der Bezeichnung "La Castalie" wird eine selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt geschaffen. Zweck dieser Anstalt ist es, geistig behinderten und mehrfach behinderten Kindern und Erwachsenen medizinische, pädagogische und erzieherische Leistungen zu gewährleisten. Die Anstalt hat eine eigene Rechtspersönlichkeit und ihr Sitz ist in Monthey. Der Staatsrat regelt auf dem Verordnungsweg insbesondere:
a) die Organisation der Anstalt, namentlich durch die Einsetzung eines Verwaltungsrats, einer Direktion und eines Revisionsorgans;
b) die Leistungsaufträge, die Finanzierung und das Umlaufvermögen;
c) die Aufsicht, in Ergänzung zu jener, die in Artikel 38 des vorliegenden Gesetzes vorgesehen ist;
d) die Bereitstellung der für die Erfüllung ihrer Aufgaben nötigen Infrastrukturen;
e) das Dienstverhältnis des Personals, insbesondere die Lohn- und Sozialbedingungen sowie die Bedingungen betreffend die berufliche Vorsorge.
Es kann den Institutionen, die im Bereich der Prävention tätig sind, eine finanzielle Unterstützung gewährt werden. Falls notwendig, unternimmt der Staatsrat die erforderlichen Aktionen.
Der Staatsrat überwacht die Koordination der von den interessierten Organen und Kreisen im Bereich der Prävention unternommenen Aktionen.
3 Erziehung und schulische Ausbildung
Die im Gesetz über das öffentliche Unterrichtswesen vom 4. Juli 1962 vorgesehenen Bestimmungen sind unter Berücksichtigung der bestmöglichen Integration sinngemäss auf die behinderten Schüler anwendbar.
Um die Entwicklung und die schulische Eingliederung der behinderten Schüler zu fördern und deren Behinderung auszugleichen, werden spezielle schulische, erzieherische, pädagogischtherapeutische, psychotherapeutische oder medizinische Massnahmen ergriffen.
Es können Primarklassen mit reduziertem Bestand geschaffen werden, um die Eingliederung behinderter Schüler zu fördern.
Das mit der Anwendung der speziellen Massnahmen beauftragte Departement sorgt für eine gute Koordination mit dem für das vorliegende Gesetz verantwortlichen Departement.
Die für die behinderten Schüler vorgesehenen Massnahmen können im Vorschulalter beginnen und sich bis zum erfüllten 20. Altersjahr erstrecken.
Der Grosse Rat legt auf dem Dekretswege die Bestimmungen betreffend die speziellen Massnahmen fest.
Wenn eine spezialisierte Einrichtung Unterkunft oder Verpflegung anbietet, entrichten die Eltern oder der gesetzliche Vertreter des Kindes einen Beitrag, dessen Höhe vom Staatsrat festgelegt wird und der finanziellen Lage der Familie Rechnung trägt.
Der Staatsrat bestimmt die Höhe des Beitrages, den die öffentliche Hand den Institutionen ausrichtet.
Er teilt diesen Beitrag zwischen dem Staat und der Wohnsitzgemeinde je zur Hälfte auf.
4 Berufliche, gesellschaftliche und kulturelle Eingliederung
4.1 Berufliche Eingliederung
Der Kanton hilft den behinderten Menschen, eine Beschäftigung oder eine angepasste Arbeit zu erhalten, um ihre berufliche Eingliederung oder Wiedereingliederung zu erleichtern.
Das Departement wirkt mit namentlich bei der allgemeinen und intellektuellen Ausbildung, bei der beruflichen Wiedereingliederung, bei der Organisation der Fortbildung, der Umschulung und der Weiterbildung der behinderten Menschen.
Das für die Berufsausbildung verantwortliche Departement ergreift im Einverständnis mit dem mit der Anwendung des vorliegenden Gesetzes beauftragten Departement Massnahmen zur Erleichterung der beruflichen Wiedereingliederung behinderter Menschen sowie des Zugangs zur Berufsausbildung und zu Berufsdiplomen.
Es kann solche Diplome schaffen.
Die Massnahmen müssen den behinderten Menschen zu Gute kommen, indem ihren Fähigkeiten und, soweit als möglich, ihren Wünschen Rechnung getragen wird.
Die Gemeinwesen, die subventionierten Institutionen und der Privatsektor bemühen sich, den behinderten Menschen Lehrstellen und Plätze zur Durchführung von Eingliederungsmassnahmen zu reservieren.
Sie können, ausser dem genehmigten Kontingent, eine oder je nach der Anzahl der Ausbildungsplätze mehrere behinderte Personen ausbilden.
Die Arbeitsmöglichkeiten für behinderte Menschen müssen im offenen und im geschützten Milieu angeboten werden.
Das Departement fördert für behinderte Menschen die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten im Privatsektor. Es gewährt den interessierten Unternehmen und Industrien finanzielle Hilfe.
Es kann ebenfalls Institutionen finanziell unterstützen, welche die Förderung der beruflichen Eingliederung behinderter Menschen zum Ziel haben.
Die Gemeinwesen und die subventionierten Institutionen bieten den behinderten Menschen Arbeitsplätze, Praktikumsplätze und Plätze zur Wiedereingliederung an.
Sie halten ihnen halbgeschützte Arbeitsplätze zur Verfügung, im Minimum ein Prozent der Gesamtheit der Posten, die im Stellenplan aufgeführt sind.
Sie bieten soweit möglich Heimarbeit an.
Sie unterstützen die spezialisierten Institutionen, indem sie ihnen Arbeiten anvertrauen.
Den spezialisierten Institutionen werden für die Investitionen und den Betrieb von Einrichtungen, die in erster Linie für die Ausbildung und die Beschäftigung behinderter Personen bestimmt sind, Beiträge gewährt.
Die notwendige Unterstützung wird gewährt, um namentlich die Zusammenarbeit und die Koordination zwischen den verschiedenen spezialisierten Institutionen zu fördern.
4.2 Gesellschaftliche und kulturelle Eingliederung
Das Departement fördert die Bereitstellung von passenden Wohnmöglichkeiten und die Organisation von gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten für behinderte Menschen.
Das Departement fördert den Bau und die Anpassung von Wohnungen für behinderte Menschen.
Es kann beim Kauf, beim Bau oder beim Umbau eines Wohnobjektes für die zusätzlichen behinderungsbedingten Kosten eine finanzielle Hilfe gewähren.
Es kann auch, falls notwendig, einem behinderten Menschen eine finanzielle Hilfe an seine Mietkosten gewähren.
Es führt eine Liste der an die Bedürfnisse behinderter Menschen angepassten Wohnungen.
Beherbergung in einer Familie oder in einer Wohngemeinschaft
Das Departement kann, falls notwendig, eine finanzielle Hilfe gewähren für die Beherbergung eines behinderten Menschen in seiner eigenen Familie, in einer Pflegefamilie oder in einer Wohngemeinschaft anstelle einer Beherbergung in einer Einrichtung, wenn sich diese Massnahme für die Entfaltung der betreffenden Person als günstiger erweist, ohne jedoch unverhältnismässige Kosten zu verursachen.
Es kann ebenfalls unter den oben erwähnten Bedingungen eine finanzielle Hilfe für die Betreuung von behinderten Menschen gewähren, um den Verbleib zu Hause zu fördern.
Den spezialisierten Institutionen werden für die Investitionen und den Betrieb von Einrichtungen, die für die Beherbergung und die Aufnahme von behinderten Menschen bestimmt sind, Beiträge gewährt.
Es werden ebenfalls Beiträge gewährt an spezialisierte Institutionen, die sich namentlich um die Begleitung, die gesellschaftlich-kulturellen Aktivitäten und die Freizeit der behinderten Menschen kümmern.
Die neuen öffentlichen und privaten der Öffentlichkeit zugänglichen Gebäude und Anlagen müssen so angelegt sein, dass sie für behinderte Menschen zugänglich und benützbar sind. Dies gilt namentlich für: kirchliche Bauten, Schulen, Spitäler, Heime, Theater, Museen, Kinos, Kultur-, Freizeit- und Sporteinrichtungen, Gaststätten und Beherbergungsbetriebe, Geschäfte, Verwaltungen, Banken, Versicherungen, Arzt- und Zahnarztpraxen, Apotheken, Coiffeursalons, Parkieranlagen und andere vergleichbare Gebäude und Anlagen sowie Verkehrswege und Verkehrseinrichtungen.
Die bestehenden öffentlichen und privaten der Öffentlichkeit zugänglichen Gebäude und Anlagen sind bei ihrer Erneuerung oder bei wesentlichen Umbauten so anzupassen, dass sie für behinderte Menschen zugänglich und benutzbar sind, sofern dadurch nicht offensichtlich unverhältnismässige Kosten entstehen.
Die neuen Mehrfamilienhäuser und die neuen Gebäude mit Arbeitsplätzen sind so zu erstellen, dass den Bedürfnissen der behinderten Menschen Rechnung getragen wird, sofern dadurch nicht offensichtlich unverhältnismässige Kosten entstehen.
Die Erteilung der Baubewilligung oder der Betriebsbewilligung ist von der Einhaltung der vorliegenden Bestimmungen abhängig. Zu diesem Zweck erlässt das Departement genaue Richtlinien zuhanden der zuständigen Gemeinde- und Kantonsbehörden. *
Für die Anpassung der bestehenden Gebäude und Anlagen an die Bedürfnisse der behinderten Menschen kann eine finanzielle Hilfe gewährt werden.
Vom Staatsrat wird ein privates Beratungs- und Konsultationsorgan für behindertengerechtes Bauen bezeichnet. Das Departement unterstützt es finanziell.
Das Departement ermutigt die Freiwilligenarbeit und kann den Aufbau der gegenseitigen Hilfe finanziell unterstützen.
Das Departement ermutigt die Organisationen, welche die Eingliederung der behinderten Menschen namentlich durch Beratung, durch soziale, kulturelle und sportliche Aktivitäten sowie durch die Organisation von Freizeit und Ferien fördern, und kann sie finanziell unterstützen.
5 Beiträge an die spezialisierten Institutionen
Um, gestützt auf dieses Gesetz, einen Beitrag für den Bau oder den Betrieb zu erhalten, muss eine öffentliche oder private spezialisierte Institution folgende Bedingungen erfüllen:
a) durch den Staatsrat als gemeinnützig anerkannt sein;
b) mit dem Staat einen gültigen Vertrag haben;
c) nicht über genügend Mittel verfügen;
d) einen zweckmässigen und wirtschaftlichen Betrieb gewährleisten;
f) von den behinderten Menschen oder ihren Vertretern einen angemessenen Beitrag beziehen, dessen Höhe der Staatsrat festlegt.
Um als gemeinnützig anerkannt zu werden, muss eine spezialisierte Institution:
a) ihre Daseinsberechtigung durch das angestrebte Ziel und den Bestand der zu betreuenden behinderten Menschen rechtfertigen;
b) die Bedingungen des Departements betreffend die funktionelle und geographische Verteilung der Aktivitäten beachten.
5.1 Investitionsbeiträge
Der Staat gewährt Beiträge für den Kauf, den Bau, die Vergrösserung, die Renovation, die Anpassung, den Umbau und die Ausstattung von Einrichtungen.
Das Gesetz über die Geschäftsführung und den Finanzhaushalt des Kantons und deren Kontrolle vom 24. Juni 1980 ist anwendbar.
Der Subventionsansatz beträgt 45 bis 75 Prozent. Der Restbetrag wird über die Betriebsrechnung der Institutionen amortisiert. *
Die Investitionsbeiträge werden zwischen dem Kanton und den Gemeinden gemäss den Kriterien des Gesetzes über die Harmonisierung der Finanzierung der Sozialsysteme sowie der Systeme für die soziale und berufliche Eingliederung aufgeteilt. *
Der Bezug eines Beitrages verpflichtet, das angestrebte Ziel während 30 Jahren zu verfolgen. Ein Einstellen der Tätigkeit oder eine Zweckentfremdung vor Ablauf dieser Zeitspanne ziehen eine Rückzahlung des Beitrages nach sich, dessen Höhe nach der abgelaufenen Zeit berechnet wird. Die Rückzahlungsverpflichtung ist Gegenstand eines Staatsratsbeschlusses.
Ausserkantonale Einrichtungen
Ein Beitrag ausserhalb des Kantons kann nur gewährt werden, wenn als Gegenleistung Plätze gesichert werden, die den dauernden Bedürfnissen des Kantons entsprechen.
5.2 Betriebsbeiträge
Der Staat und die Gemeinden beteiligen sich an den Betriebskosten der Einrichtungen und Strukturen der spezialisierten Institutionen im Verhältnis zur Anzahl der aufgenommenen behinderten Menschen, die im Wallis wohnhaft sind.
Das Departement legt den Beitrag an die Betriebskosten fest, indem es der Finanzkraft der spezialisierten Institutionen, der notwendigen Speisung namentlich des Betriebskapitals und der unerlässlichen Betriebsreserven Rechnung trägt.
Bei der Berechnung des Defizites werden die eigenen Einnahmen, wie Vermögenserträge, Erträge aus Sammlungen und andere gleichartige Eingänge, nicht berücksichtigt.
Der Beitrag übersteigt in der Regel 80 Prozent des Defizits nicht. Wenn die eigenen Einnahmen des Geschäftsjahres den Saldo des verbleibenden Defizits nicht vollständig decken, kann der Staatsrat bei berechtigten Gründen entscheiden, dass der Staat die Differenz übernimmt. *
Die Subvention kann als pauschaler Tagesbeitrag oder aufgrund eines Leistungsauftrags bezahlt werden. In diesem Fall ist die 80 Prozent-Begrenzung des Defizits nicht anwendbar. *
Plazierung ausserhalb des Kantons
Die Beiträge an die Betriebskosten für ausserhalb des Kantons gelegene Einrichtungen werden mit Ausnahme jener Fälle, für die der Staatsrat einen eigenen Vertrag abgeschlossen hat, ausschliesslich für behinderte Menschen gewährt, deren Plazierung vorgängig durch das Departement bewilligt wurde.
Dieser Beitrag kann alle Kosten decken, die durch die Plazierung verursacht werden.
Im Bedarfsfall kann das Departement die Plazierung von behinderten Menschen in privaten Einrichtungen bewilligen und sich an den diesbezüglichen Kosten beteiligen.
Aufteilung der Ausgaben für die Betriebsbeiträge
Die Gesamtausgaben für die Betriebskosten gemäss den Artikeln 31 bis 34 des vorliegenden Gesetzes werden zwischen dem Kanton und den Gemeinden gemäss den Kriterien des Gesetzes über die Harmonisierung der Finanzierung der Sozialsysteme sowie der Systeme für die soziale und berufliche Eingliederung vom 8. April 2004 aufgeteilt. *
6 Verschiedene Bestimmungen
Das Departement kann die erforderliche Qualifikation des Personals, welches die Betreuung der behinderten Menschen wahrnimmt, festlegen.
Es gewährleistet die Grundausbildung sowie die Fort- und Weiterbildung dieses Personals in Zusammenarbeit mit den spezialisierten Einrichtungen und den Ausbildungszentren.
Es entscheidet nach Anhören der Berufsverbände über die Gleichwertigkeit der Diplome.
Es wird eine kantonale Kommission für die behinderten Menschen gebildet. Die interessierten Kreise sind darin vertreten. Der Staatsrat legt die Zusammensetzung fest und bezeichnet die Mitglieder auf Vorschlag des Departementes.
Diese kantonale Kommission ist ein beratendes Organ des Staatsrates in den Bereichen, welche die behinderten Menschen betreffen.
Sie berät das Departement namentlich in der Ausarbeitung der zur Anwendung des vorliegenden Gesetzes notwendigen Unterlagen, in der Planung der allgemeinen für die behinderten Menschen bestimmten Massnahmen und in der Förderung von vorbeugenden Massnahmen, in der Organisation und der Überwachung von Einrichtungen und Institutionen, welche behinderte Menschen aufnehmen.
Alle Einrichtungen, die behinderte Menschen aufnehmen, sind der Aufsicht des Departements unterstellt und ihr Betrieb bedarf einer Bewilligung.
Gegen die Verfügungen des Departements kann beim Staatsrat Beschwerde eingereicht werden. Darüber hinaus sind die Bestimmungen des Gesetzes über das Verwaltungsverfahren und die Verwaltungsrechtspflege vom 6. Oktober 1976 anwendbar.
Ein Dekret des Grossen Rates regelt den Vollzug des vorliegenden Gesetzes.
Das vorliegende Gesetz hebt auf:
a) das Gesetz über die Massnahmen zugunsten Behinderter vom 12. Mai 1978;
b) das allgemeine Vollzugsdekret vom 11. November 1981 betreffend die Anwendung des Gesetzes über die Massnahmen zugunsten Behinderter vom 12. Mai 1978;
c) das Dekret betreffend die Massnahmen der beruflichen Eingliederung Behinderter vom 12. Mai 1982;
d) sowie alle zuwiderlaufenden früheren Bestimmungen des Kantons.
Das vorliegende Gesetz unterliegt der Volksabstimmung.
Der Staatsrat bestimmt den Zeitpunkt seines Inkrafttretens.
CSW RO/AGS 1992 f 7 | d 9
31.01.1991 01.03.1993 Erlass Erstfassung RO/AGS 1992 f 7 | d 9
13.11.1995 01.05.1996 Art. 3a eingefügt RO/AGS 1996 f 54 | d 55
16.06.2010 01.01.2011 Art. 25 Abs. 1, e) aufgehoben BO/Abl. 28/2010, 51/2010
16.06.2010 01.01.2011 Art. 26 Abs. 1, c) aufgehoben BO/Abl. 28/2010, 51/2010
16.06.2010 01.01.2011 Art. 26 Abs. 2 aufgehoben BO/Abl. 28/2010, 51/2010
16.06.2010 01.01.2011 Art. 28 Abs. 1 geändert BO/Abl. 28/2010, 51/2010
16.06.2010 01.01.2011 Art. 28 Abs. 2 aufgehoben BO/Abl. 28/2010, 51/2010
16.06.2010 01.01.2011 Art. 32 Abs. 3 geändert BO/Abl. 28/2010, 51/2010
16.06.2010 01.01.2011 Art. 32 Abs. 4 geändert BO/Abl. 28/2010, 51/2010
16.06.2010 01.01.2011 Art. 35 Abs. 2 geändert BO/Abl. 28/2010, 51/2010
12.05.2011 01.01.2012 Art. 4a eingefügt BO/Abl. 25/2011, 45/2011
15.09.2011 01.01.2012 Art. 28 Abs. 3 eingefügt BO/Abl. 38/2011
15.09.2011 01.01.2012 Art. 35 Abs. 1 geändert BO/Abl. 38/2011
15.09.2011 01.01.2012 Art. 35 Abs. 2 aufgehoben BO/Abl. 38/2011
15.12.2016 01.01.2018 Art. 22 Abs. 4 geändert BO/Abl. 1/2017, 31/2017
Erlass 31.01.1991 01.03.1993 Erstfassung RO/AGS 1992 f 7 | d 9
Art. 3a 13.11.1995 01.05.1996 eingefügt RO/AGS 1996 f 54 | d 55
Art. 4a 12.05.2011 01.01.2012 eingefügt BO/Abl. 25/2011, 45/2011
Art. 22 Abs. 4 15.12.2016 01.01.2018 geändert BO/Abl. 1/2017, 31/2017
Art. 25 Abs. 1, e) 16.06.2010 01.01.2011 aufgehoben BO/Abl. 28/2010, 51/2010
Art. 26 Abs. 1, c) 16.06.2010 01.01.2011 aufgehoben BO/Abl. 28/2010, 51/2010
Art. 26 Abs. 2 16.06.2010 01.01.2011 aufgehoben BO/Abl. 28/2010, 51/2010
Art. 28 Abs. 1 16.06.2010 01.01.2011 geändert BO/Abl. 28/2010, 51/2010
Art. 28 Abs. 2 16.06.2010 01.01.2011 aufgehoben BO/Abl. 28/2010, 51/2010
Art. 28 Abs. 3 15.09.2011 01.01.2012 eingefügt BO/Abl. 38/2011
Art. 32 Abs. 3 16.06.2010 01.01.2011 geändert BO/Abl. 28/2010, 51/2010
Art. 32 Abs. 4 16.06.2010 01.01.2011 geändert BO/Abl. 28/2010, 51/2010
Art. 35 Abs. 1 15.09.2011 01.01.2012 geändert BO/Abl. 38/2011
Art. 35 Abs. 2 16.06.2010 01.01.2011 geändert BO/Abl. 28/2010, 51/2010
Art. 35 Abs. 2 15.09.2011 01.01.2012 aufgehoben BO/Abl. 38/2011