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Timestamp: 2020-02-19 05:16:03
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Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 15', '§ 15', '§ 18', '§ 18', '§ 48']

freeFIBU Blog - Seite 15 von 16 - Neuigkeiten und Aktuelles rund um Ihre Buchhaltung...
Fahrtkostenabzug bei Selbständigen
Publiziert am 23. Dezember 2013 von Christian Wieland
Buchhaltung Selbständige: Wie Sie Ihre Kosten zur Arbeitsstätte steuerlich geltend machen können
Analog zu Arbeitnehmern, die ihre Kosten für den Arbeitsweg als Werbungskosten steuerlich geltend machen können, besteht auch für Selbständige die Möglichkeit, diese Kosten als Betriebsausgaben gewinnmindernd anzugeben.
Wie können Selbständige Fahrtkosten zur Arbeitsstätte geltend machen?
Als Selbständiger können Sie Ihre Kosten für beruflich veranlasste Fahrten als Betriebsausgaben veranschlagen. Dies umfasst die Aufwendungen für den Weg zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können entweder ohne Nachweis die Fahrtkosten pauschal abziehen oder die tatsächlichen Fahrtkosten anteilig berechnen. Der Pauschalabzug ist beliebter, da er weniger Aufwand in der Buchhaltung der Selbständigen verursacht. Dafür muss aber eine Aufzeichnung der betrieblich gefahrenen Kilometer vorliegen.
Pauschalabzug von Fahrtkosten
Für jeden Arbeitstag, an dem der Steuerpflichtige die Arbeitsstätte mit dem eigenen PKW aufsucht, ist eine Entfernungspauschale für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte von 0,30 Euro anzusetzen, höchsten jedoch 4.500 Euro im Kalenderjahr. Ein höherer Betrag als 4.500 Euro ist anzusetzen, soweit der Steuerpflichtige einen eigenen oder ihm zur Nutzung überlassenen Kraftwagen benutzt. Bei Fahrten mit Motorrad oder Motorroller beträgt die Pauschale 0,13 Euro pro Kilometer, mit Moped oder Mofa 0,08 Euro und mit dem Fahrrad 0,05 Euro pro Kilometer.
Durch die Entfernungspauschalen gelten sämtliche Aufwendungen, die durch Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte oder durch Familienheimfahrten veranlasst sind, als abgegolten. Aufwendungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel dürfen angesetzt werden, soweit sie den im Kalenderjahr insgesamt als Entfernungspauschale abziehbaren Betrag übersteigen.
Behinderte Menschen können anstelle der Entfernungspauschale die tatsächlichen Aufwendungen für die Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte und für Familienheimfahrten ansetzen, falls ihr Grad der Behinderung entweder mindestens 70 % beträgt, oder falls er weniger als 70 %, aber mehr als 50 % beträgt und eine erhebliche Beeinträchtigung ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr vorliegt.
Die Bestimmung der Entfernung richtet sich nach der kürzesten Straßenverbindung zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte; auch eine andere Verbindung als die kürzeste kann zugrunde gelegt werden, falls diese verkehrsgünstiger ist und regelmäßig benutzt wird.
Abzug der tatsächlichen Fahrtkosten
Hierbei muss der Anteil der betrieblichen Nutzung des Fahrzeugs nachgewiesen werden, d.h. alle Belege, die Kosten bezeugen können, müssen gesammelt werden. Den betrieblich genutzten Anteil können Sie am Ende des Jahres als Betriebsausgaben geltend machen. Ist in den Belegen für die tatsächlichen Kosten die Vorsteuer enthalten, so darf diese anteilig abgezogen werden. Geschieht während der betrieblichen Nutzung ein Unfall, so können die Kosten dafür in voller Höhe steuerlich geltend gemacht werden.
Möglicherweise ist die pauschale Berechnung steuerlich günstiger als die Berechnung der tatsächlichen Fahrtkosten. Es ist daher ratsam, die Belege für die entstandenen Kosten das ganze Jahr über zu sammeln, auch wenn eigentlich die pauschale Abrechnung geplant ist. Wird am Ende des Jahres ein Vergleich der beiden Rechnungsarten vorgenommen und stellt sich dabei heraus, dass der Abzug der tatsächlichen Kosten gewinnbringender ist, kann auf die Belege zurückgegriffen werden.
Auch der Abzug von Kosten, die dem Steuerpflichtigen durch eine aus beruflichem Anlass begründete doppelte Haushaltsführung entstehen, ist gestattet; unabhängig davon, warum die doppelte Haushaltsführung beibehalten wird. „Doppelte Haushaltsführung“ liegt vor, wenn der Steuerpflichtige außerhalb des Ortes, an dem er einen eigenen Hausstand unterhält, beschäftigt ist und auch am Beschäftigungsort wohnt. Aufwendungen für Fahrten vom Beschäftigungsort zum Ort des eigenen Hausstandes und zurück können jeweils nur für eine Fahrt pro Woche abgezogen werden. Zur Abgeltung der Aufwendungen ist eine Entfernungspauschale von 0,30 Euro für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Beschäftigungsort und Ort des eigenen Hausstandes anzusetzen.
Kfz muss zum Privatvermögen des Steuerpflichtigen gehören
Voraussetzung für den Abzug der Fahrtkosten ist, dass das genutzte Fahrzeug zum Privatvermögen, nicht zum Betriebsvermögen, des Steuerpflichtigen gehört. Die Zuordnung gemischt genutzter beweglicher Wirtschaftsgüter können Sie der folgenden Übersicht entnehmen:
Einnahmenüberschussrechnung für Freiberufler
Publiziert am 19. Dezember 2013 von Christian Wieland
Die Einnahmenüberschussrechnung bietet bestimmten Steuerpflichtigen eine vereinfachte Gewinnermittlung
Wer darf eine Einnahmenüberschussrechnung aufstellen?
Das Einkommensteuergesetz kennt neben dem Betriebsvermögensvergleich zur Ermittlung von Einkünften eine weitere Methode, die sogenannte Einnahmenüberschussrechnung. Sie soll die Gewinnermittlung für einzelne Personengruppen erleichtern, indem sie auf die steuerliche Buchführung verzichtet. Steuerpflichtige, die nicht gesetzlich verpflichtet sind, Bücher zu führen und Abschlüsse zu erstellen, können stattdessen die Einnahmenüberschussrechnung zur Ermittlung ihrer Einkünfte aufstellen. In Betracht kommt diese Gewinnermittlungsart für Angehörige der freien Berufe und Kleingewerbetreibende, die nicht buchführungspflichtig sind und nicht freiwillig Bücher führen.
Wie wird eine Einnahmenüberschussrechnung erstellt?
Die Einnahmenüberschussrechnung weist den Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben aus. Der Einkünfteermittlungszeitraum ist stets das Kalenderjahr. Dabei gilt prinzipiell das „Zufluss-Abfluss-Prinzip“, d.h. Einnahmen gelten als in dem Kalenderjahr bezogen, in dem sie dem Steuerpflichtigen zugeflossen sind. „Zufluss“ ist dabei gleichbedeutend mit der Erlangung der wirtschaftlichen Verfügungsmacht; das Erlangen einer Forderung ist demnach nicht ausreichend. Ausgaben sind für das Kalenderjahr abzusetzen, in dem sie geleistet worden sind. Das Zufluss-Abfluss-Prinzip wird jedoch durchbrochen durch
–	Abschreibungsvorschriften
–	Durchlaufende Posten, d.h. Betriebseinnahmen und –ausgaben, die im Namen und für Rechnung eines anderen vereinnahmt und verausgabt werden
–	Berücksichtigung von Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht abnutzbarer Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens sowie bestimmter Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens als Betriebsausgabe erst im Zeitpunkt der Veräußerung oder Entnahme
–	Sofort-/Poolabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter (bis zu einer Wertgrenze von maximal 410 €)
–	Erfassung von Entnahmen und Einlagen
–	Zurechnung regelmäßig wiederkehrender Betriebseinnahmen/Betriebsausgaben kurze Zeit vor Beginn/nach Ende des Kalenderjahres (z.B. im Voraus gezahlte Jahresmiete)
Betriebseinnahmen sind Erträge, die durch den Betrieb veranlasst sind. Jedoch sind nicht alle Erträge, die dem Grunde nach Betriebseinnahmen darstellen, bei der Gewinnermittlung (in voller Höhe) anzusetzen. Hier ist insbesondere das Teileinkünfteverfahren des § 3 Nr. 40 des Einkommensteuergesetzes von Bedeutung, das 40 % der Einnahmen aus Beteiligungen an Kapitalgesellschaften steuerfrei stellt.
Betriebsausgaben stellen durch den Betrieb veranlasste Aufwendungen dar; die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit dieser Ausgaben ist steuerlich grundsätzlich irrelevant. Erforderlich ist jedoch eine Abgrenzung zu nicht abzugsfähigen Kosten der Lebensführung. Dabei sind drei Fälle zu unterscheiden:
1.	Aufwendungen, die ausschließlich betrieblich oder beruflich veranlasst sind, sind auch dann Betriebsausgaben, wenn sie einen persönlichen Bezug haben.
2.	Aufwendungen, die teils privat und teils betrieblich/beruflich veranlasst sind und bei denen eine leicht nachprüfbare Trennung möglich ist, sind insoweit Betriebsausgaben, als sie betrieblich oder beruflich veranlasst sind.
3.	Aufwendungen, die teils betrieblich/beruflich und teils privat veranlasst sind und bei denen eine leicht nachprüfbare Trennung nicht möglich ist, sind in vollem Umfang nicht abzugsfähige Kosten der Lebensführung.
Im Falle steuerfreier Einnahmen ist das Abzugsverbot des § 3c Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes zu beachten, das den Betriebsausgabenabzug verbietet, soweit Ausgaben in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang mit steuerfreien Einnahmen stehen. Voraussetzung für einen unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang ist die sachliche und zeitliche Beziehung zwischen den Ausgaben und Einnahmen. Fehlt diese Beziehung, z.B. weil die Ausgaben in einem anderen Veranlagungszeitraum anfallen, in dem keine entsprechenden steuerfreien Einnahmen vorliegen, greift das Abzugsverbot nicht. Ebenso greift das Abzugsverbot nicht, soweit die Ausgaben die steuerfreien Einnahmen (in einem Veranlagungszeitraum) übersteigen; d.h. der Ausgabenüberhang ist abziehbar.
Betriebsausgaben, die mit Einnahmen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, die gemäß dem Teileinkünfteverfahren zu 40 % steuerbefreit sind, sind bei der Ermittlung der Einkünfte entsprechend nur zu 60 % abziehbar. Für bestimmte Betriebsausgaben (sogenannte „nichtabziehbare Betriebsausgaben“) ist der Betriebsausgabenabzug ausgeschlossen, z.B. Aufwendungen für Geschenke an Personen, die keine Arbeitnehmer des Steuerpflichtigen sind, die Gewerbesteuer oder Zinsaufwendungen.
Unterschiede zwischen Einnahmenüberschussrechnung und Betriebsvermögensvergleich
Die Einnahmenüberschussrechnung enthält keine Rechnungsabgrenzungsposten, Wertberichtigungen, Teilwertabschreibungen oder Rückstellungen. Zwischen einzelnen Perioden ist eine zeitliche Gewinnverlagerung möglich, über den gesamten betrachteten Zeitraum stimmt der Gewinn der Einnahmenüberschussrechnung jedoch mit demjenigen gemäß Betriebsvermögenvergleich überein. Ein Wechsel zwischen den beiden Gewinnermittlungsarten ist grundsätzlich möglich, aber problematisch, da umfangreiche Korrekturen bezüglich der zeitlichen Berücksichtigung der Geschäftsvorfälle vorgenommen werden müssen, um die Gleichheit des Totalgewinns sicherzustellen.
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Neue Preise ab dem 01. Juli 2013
Publiziert am 1. Juli 2013 von Christian Wieland
Bereits seit dem 01. Januar 2013 wurde vom Gesetzgeber die Vergütungsverordnung für Steuerberater neu geregelt. Die Anpassung erfolgte letztmalig im Jahr 1998 und berücksichtigt die mittlerweile gestiegenen Kosten für Personal und Infrastruktur, sowie die erhöhten Anforderungen an Meldeabläufe.
Unsere Preise in freeFIBU passen wir nunmehr ab dem 01. Juli 2013 an. Hiervon unberührt bleiben natürlich alle bereits beauftragten Leistungen.
Sichern Sie sich noch bis zum 31. Juli 2013 unsere „alten“ Konditionen
Alle Bestandsnutzer (Anmeldung in freeFIBU bis zum 01. Juli 2013) erhalten die Möglichkeit noch bis zum 31. Juli 2013 Jahresabschlüsse und sonstigen Steuerservice zu unseren „alten“ Konditionen zu beauftragen. Dies gilt für alle Jahresabschlüsse vergangener Jahre und ebenfalls für die Vorab-Beauftragung des Jahresabschlusses 2013! Wählen Sie hierzu einfach in Ihrem Account unter „Status > Steuerservice“ den gewünschten Jahresabschluss aus und beauftragen Sie uns entsprechend. Das Programm zeigt Ihnen automatisch den für Sie noch bis zum 31. Juli 2013 gültigen Preis an.
Was ändert sich ab dem 01. Juli 2013 genau:
Bei den Preisstufen zur Abrechnung von Jahresabschlüssen (Einnahme-Überschussrechnung bzw. Bilanzen mit allen betrieblichen Steuererklärungen) wurden drei zusätzliche Umsatzstufen (25.000 €, 75.000€ und 150.000€) eingeführt. Für alle kleinen Firmen mit einem Umsatz bis 25.000€ ändert sich nichts. Alle übrigen Unternehmen können die neuen Preise unserer neuen Preisliste entnehmen.
Die Preise für die Erstellung von Lohnabrechnungen betragen unverändert 12 € zuzüglich Umsatzsteuer je Abrechnung bzw. 18 € zuzüglich Umsatzsteuer je Baulohn-Abrechnung. Für die erstmalige Einrichtung neuer Lohnmandate, die erstmalige Einrichtung neuer Arbeitnehmer, sowie für die Erstellung von Bescheinigungen und das Stellen von Anträgen auf Lohnfortzahlung betragen die Preise in Zukunft einheiltlich 15 € zuzüglich Umsatzsteuer je Einrichtung, Bescheinigung bzw. Antrag.
Für unseren Buchhaltungsservice FIBUtotal gilt ebenfalls eine neue Preistabelle mit kleineren Buchungssatz-Stafflungen.
Für die Überprüfung Ihrer selbst erstellten Buchhaltung fallen zukünftig 40 € zuzüglich 0,40 € (bisher 0,30 €) je Buchung zuzüglich Umsatzsteuer an.
Klicken Sie links im Menü auf „Registrierung“.
Wählen Sie das ELSTERBasis Zertifikat über „Infos und Registrierung“ aus und klicken Sie anschließend im unteren Bereich auf „zur Registrierung“.
Nachdem Sie Ihr Zertifikat aktiviert und abgespeichert haben, hinterlegen Sie dieses durch Angabe des entsprechenden Datenpfads im Bereich „Stammdaten > Elster-Zertifikat“.
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Bei der Abgrenzung zwischen Gewerbebetrieb auf der einen und freiberuflicher Tätigkeit auf der anderen Seite ergeben sich häufig Schwierigkeiten. Da dieses Thema in der Praxis sehr relevant ist, folgt an dieser Stelle eine kurze Erläuterung der Problematik.
Zunächst bedarf es hierzu einer Klärung der wichtigsten Begriffe.
Definition „Gewerbebetrieb“
Als Gewerbebetrieb versteht das maßgebliche Einkommenssteuergesetz (EstG) in § 15 Absatz 2 eine selbständige nachhaltige Betätigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, unternommen wird und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt. Dabei braucht die Gewinnerzielungsabsicht auch nur Nebenzweck zu sein.
Davon ausgenommen sind die Ausübung von Land- und Forstwirtschaft, andere selbständige Arbeiten und eben die Ausübung eines freien Berufs.
Darüber hinaus kann ein Gewerbebetrieb aber auch kraft gesetzlicher Regelung vorliegen.
Danach haben Kapitalgesellschaften, die mit ihrem Einkommen der Körperschaftssteuer unterliegen, in Folge ihrer Rechtsform stets Einkünfte aus Gewerbebetrieb (GmbH, UG [haftungsbeschränkt], AG, Limited).
Ebenso ist es bei der mit Einkünfteerzielungsabsicht unternommenen Tätigkeit einer sog. gewerblich geprägten Personengesellschaft. Dies ist nach § 15 Absatz 3 Satz 1 Nr. 2 Satz 1 EstG eine Personengesellschaft, bei der ausschließlich eine oder mehrere Kapitalgesellschaften persönlich haftende Gesellschafter sind und nur diese oder Personen, die nicht Gesellschafter sind, zur Geschäftsführung befugt sind (KG, GmbH & Co. KG, GmbH & Co. KGaA, AG & Co. KGaA).
Definition „freier Beruf“
Dem gegenüber steht die freiberufliche Tätigkeit, welche in drei Gruppen eingeteilt ist. Hierbei fehlt jedoch ein einheitlicher Oberbegriff für alle freien Berufe. Gemeinsam dürfte ihnen jedoch sein, dass sie vornehmlich durch die persönliche, besonders qualifizierte geistige Leistung des Berufsträgers ausgeübt werden. Der Einsatz von materiellen Mitteln – seien sie im Einzelfall auch beträchtlich – hat dabei stets nur Hilfsfunktion. Wesensmerkmal der freien Berufe ist, dass die Tätigkeit in ihrem Kernbereich auf der eigenen persönlichen Arbeitskraft des Berufsträgers beruht.
Dabei muss der freiberuflich Tätige selbst die erforderliche Berufsqualifikation besitzen, bei zulassungsbeschränkten Berufen die jeweilige Berufszulassung besitzen und die Berufstätigkeit auch persönlich ausüben.
Sofern der Freiberufler Angestellte beschäftigt, welche selbst fachlich vorgebildete Arbeitskräfte sein müssen, ist es weiterhin erforderlich, dass der Berufsträger aufgrund eigener Fachkenntnisse leitend und eigenverantwortlich tätig wird. Hierzu muss er seine eigene Arbeitskraft so einsetzen, dass er für die von seinen Mitarbeitern erbrachten Leistungen die uneingeschränkte fachliche Verantwortung übernehmen kann.
Voraussetzung für eine leitende und eigenverantwortliche Tätigkeit des Freiberuflers sind dessen eigene Fachkenntnisse. Diese werden durch das erfolgreiche Ablegen entsprechender Fachprüfungen, sofern vorhanden, unterstellt.
Ist zur Berufszulassung eine Prüfung nicht erforderlich, kann jemand auch aufgrund praktischer Erfahrung ausreichende Fachkenntnisse für einen freien Beruf besitzen.
Zur ersten Gruppe der freien Berufe gehört die selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeit.
Die zweite Gruppe ist durch Aufzählung der einzelnen sog. Katalogberufe in § 18 Absatz 1 Satz 2 Halbsatz 2 EstG gesetzlich bestimmt. Hierzu zählen Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Rechtsanwälte, Notare, Patentanwälte, Vermessungsingenieure, Ingenieure, Architekten, Handelschemiker, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, beratende Volks- und Betriebswirte, vereidigte Buchprüfer, Steuerbevollmächtigte, Heilpraktiker, Dentisten, Krankengymnasten, Journalisten, Bildberichterstatter, Dolmetscher, Übersetzer und Lotsen.
Angehörige der vorstehenden Berufsgruppen müssen aber immer auch berufstypisch tätig werden.
Die dritte Gruppe bildet die der sog. ähnlichen Berufe. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie in wesentlichen Punkten mit einem der Katalogberufe verglichen werden kann. Dazu gehört die Vergleichbarkeit sowohl der Ausbildung als auch der ausgeübten beruflichen Tätigkeit.
Setzt der Vergleichsberuf eine qualifizierte Ausbildung voraus, so muss auch diese vergleichbar sein.
Eine freiberufliche Tätigkeit setzt wie oben beschrieben persönliche Fachkenntnisse des Berufsträgers voraus, die ihn befähigen, leitend und eigenverantwortlich tätig zu werden. Er darf weder die Leitung noch die Verantwortlichkeit einem Geschäftsführer oder Vertreter übertragen. Gemäß § 18 Absatz 1 Nummer 1 Satz 4 EstG steht eine Vertretung im Fall vorübergehender Verhinderung der Annahme einer leitenden und eigenverantwortlichen Tätigkeit jedoch nicht entgegen.
Leitung ist dabei die Festlegung der Grundzüge für die Organisation des Tätigkeitsbereichs und die Durchführung der Tätigkeiten, die Fällung von Entscheidungen in grundsätzlichen Fragen und die Überwachung des Ablaufs der Tätigkeiten nach den festgelegten Grundregeln.
Eigenverantwortlichkeit liegt nur dann vor, wenn der Berufsträger in einem solchen Umfang an der praktischen Arbeit beteiligt ist, dass die erbrachten Leistungen immer noch den Stempel seiner Persönlichkeit tragen und er zur Übernahme der Verantwortung auch tatsächlich in der Lage ist (vgl. BFH/NV 07, 1319).
Gegenüber dem Gewerbebetrieb ist also stets eine besondere Sachkunde des freiberuflich Tätigen erforderlich, die sich in seiner Qualifikation niederschlägt und eng mit seiner Person verknüpft ist.
Besonders wichtig ist die vorstehende Abgrenzung bei den sog. ähnlichen Berufen. Dabei ist immer das Vorhandensein einer spezifischen Grundqualifikation erforderlich, um als freier Beruf anerkannt zu werden. Neben der Qualifikation ist es aber – wie auch bei den Katalogberufen der zweiten Gruppe – unbedingt erforderlich, dass eine typisch freiberufliche Tätigkeit ausgeübt wird.
Vorteile des freien Berufs
Für Freiberufler ergeben sich aus steuerrechtlicher Hinsicht zwei wesentliche Vorteile gegenüber dem Gewerbebetrieb:
Zum einen unterliegen sie hinsichtlich der Gewinnermittlungsart nicht der Bilanzierungspflicht. Sie brauchen lediglich eine Einnahmenüberschussrechnung zu erstellen.
Zum anderen unterliegen sie nicht der Gewerbesteuer.
Nachdem immer wieder Fragen zu unserer neuen Bilanzversion und zum richtigen Umgang in Sachen offene Posten-Verwaltung aufkamen, werden hier einmal kurz die wesentlichsten Unterschiede zur Einnahme-Überschussrechnung und das richtige Vorgehen beim Buchen mit freeFIBU erklärt:
Unterschied EÜR- und Bilanz-Version:
Während bei der Einnahme-Überschussrechnung nur der Zahlungsverkehr selbst, also die Frage: „Wann habe ich Geld erhalten bzw. wann habe ich Geld ausgegeben?“ maßgeblich ist, wird bei der Bilanzierung auf die Verursachung, also auf die Frage: „Wann habe ich welche Kundenleistung erbracht?“ bzw. „Wann habe ich welche Leistung selbst bezogen?“ abgestellt.
Aus diesem Grund ist es nicht ausreichend in der Buchhaltung nur die Bank- und Kassenbewegungen zu erfassen. Es müssen vielmehr zunächst alle Eingangs- und Ausgangsrechnungen als offene Posten (Forderungen und Verbindlichkeiten) und erst im zweiten Schritt die entsprechenden Zahlungen erfasst werden (Ausbuchen der Forderungen und Verbindlichkeiten).
Vorgehen in freeFIBU:
In freeFIBU steht Ihnen aus diesem Grund im Bereich „Buchungseingabe“ ein weiterer Erfassungsmodus „Offene Posten“ zur Verfügung, in dem Sie zunächst alle Ein- und Ausgangsrechnungen des entsprechenden Buchungszeitraums erfassen.
Die Erfassung der Ein- und Ausgangsrechnungen erfolgt, wie gewohnt, ganz einfach durch Auswahl des entsprechenden Einnahme- bzw. Ausgabekontos und Angabe des entsprechenden Kunden bzw. Lieferanten. Einnahmen werden hierbei automatisch als Forderungen und Ausgaben automatisch als Verbindlichkeiten verbucht.
Nach der Erfassung werden Ihnen die Rechnungen in der offenen Postenverwaltung (Reiter „Offene Posten“) entsprechend als Forderungen und Verbindlichkeiten angezeigt. Sollte später eine Rechnung uneinbringlich werden, kann Sie über diesen Bereich zudem wieder als uneinbringlich ausgebucht werden.
Im zweiten Schritt wird nun der Zahlungsverkehr über die entsprechenden Erfassungsmodi „Bank/Kasse/Privat“ erfasst. Dies geschieht bei Zugang einer vorher verbuchten Ausgangsrechnung (Forderung) über „Zugang Forderung“ und bei Zahlung einer erfassten Eingangsrechnung (Verbindlichkeit) über „Zahlung Verbindlichkeit“, jeweils durch Auswahl des entsprechenden Postens und Eingabe des jeweiligen Zahlbetrags. Wurde der Rechnungsbetrag vollständig beglichen verschwindet der offene Posten, bei Teilzahlungen verbleibt der Rest als offen. Fertig.
Mit der Erfassung weiterer, zur späteren Bilanzaufstellung relevanter Buchungen, wie das Erfassen von Rückstellung, Rechnungsabgrenzungsposten, etc. haben Sie in freeFIBU nichts zu tun! Die entsprechenden Abgrenzungen und Abschlussbuchungen nehmen wir bei Erstellung Ihres Jahresabschlusses für Sie vor! So ist auch für bilanzierungspflichtige Unternehmen die laufende Buchhaltung mit freeFIBU problemlos selbst zu erledigen.
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Welche Angaben gehören in eine ordnungsgemäße Rechnung?
Publiziert am 26. September 2010 von Christian Wieland
In diesem Beitrag dreht sich alles um Rechnungen. Das Thema ist für alle Selbständigen und gerade für unerfahrene Gründer von großer Bedeutung. In der Praxis drohen hier einige Tücken und es kann leider auch schnell teuer werden…
Zum einen ist man als Unternehmer selbst verpflichtet, korrekt – dh. den gesetzlichen Vorschriften entsprechend – abzurechnen. Hierzu muss man gegenüber anderen Unternehmern (und bei Leistungen im Zusammenhang mit Grundstücken auch gegenüber Privatpersonen) für erbrachte Leistungen innerhalb von sechs Monaten nach Leistungserbringung zwingend ein ordnungsgemäße Rechnung erstellen. Ist die Rechnung fehlerhaft, können dem Kunden Nachteile entstehen. Dies sorgt ungewollt für Ärger und führt im schlimmsten Fall sogar zu Schadensersatzansprüchen.
Mindestens genau so wichtig wie die eigene Rechnung ist jedoch auch die Überprüfung der Pflichtangaben bei Rechnungen anderer Unternehmer. Ist die erhaltene Rechnung fehlerhaft und lässt man diese nicht berichtigen, drohen hier sonst selbst sehr große Nachteile (s.u.).
Eine ordnungsgemäße Rechnung muss folgende Angaben beinhalten:
die Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des leistenden Unternehmers
das Ausstellungsdatum (=Rechnungsdatum)
den Zeitpunkt der Leistung
den Netto-Rechnungsbetrag; eventuell aufgeschlüsselt nach unterschiedlichen Steuersätzen
den jeweils anzuwendenden Steuersatz mit dem entsprechendem Steuerbetrag
Welche Ausnahmen und Sonderfälle gibt es?
Dar sich die geforderten Angaben in der Praxis wohl nur schwer auf einem kleinen Tankbeleg unterbringen ließen, wurde für sog. Kleinbetragsrechnungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 150 € eine gesetzliche Vereinfachung geschaffen. Entsprechende Rechnungen müssen lediglch den Namen und die Anschrift des leistenden Unternehmers (Nr. 1), das Rechnungsdatum (Nr. 4), die Menge und die Art der gelieferten Gegenstände bzw. den Umfang und die Art der sonstigen Leistung (Nr. 6) und den Brutto-Rechnungsbetrag mit anzuwendenden Steuersatz beinhalten. Weitere Angaben sind nicht erforderlich.
Eine weitere Ausnahme gilt für Fahrausweise (Bahnticket, Taxiquittung, etc.). Hier kann insbesondere eine Angabe des anzuwendenden Steuersatzes unterbleiben, wenn dieser dem ermäßigten Steuersatz (7%) entspricht.
Was sind die Folgen nicht ordnungsgemäßer Rechnungen?
Erhalten Sie eine Rechnung, in der nur eine der gesetzlich vorgeschriebenen Angaben fehlt, hat dies für Sie zur Folge, dass Sie die Ihnen in Rechnung gestellte Umsatzsteuer zunächst nicht als Vorsteuer abziehen können. Sie bleiben also zunächst mit dem vollen Brutto-Rechnungsbetrag effektiv belastet. Erst nach Rechnungskorrektur durch den leistenden Unternehmer und auch erst in dem Voranmeldungszeitraum der Korrektur kann die Umsatzsteuer dann abgezogen werden.
In der Praxis sollten Sie gerade bei größeren Rechnungen immer alle Rechnungsangaben auf deren Vollständigkeit hin prüfen. Fehlt eine erforderlich Angabe sollte die Rechnung zunächst nicht bezahlt und der andere Unternehmer auf seinen Fehler hingewiesen werden. Ist die Rechnung einmal bezahlt und fällt der Fehler eventuell erst nach Jahren (z.B. im Rahmen einer Betriebsprüfung) auf, kann es oftmals schwierig werden, das Recht auf eine ordnungsgemäße Abrechnung noch durchzusetzen. Gegebenenfalls existiert das andere Unternehmen dann gar nicht mehr und Sie bleiben auf Grund eines kleinen Formfehlers auf den Kosten sitzen!
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Publiziert am 24. August 2010 von Christian Wieland
Kaum selbständig, erhalten Sie erste Post vom Finanzamt:
Den mittlerweile 6-seitigen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung.
Doch auf welche Punkte im Fragebogen kommt es wirklich an? Und welche Fallstricke gilt es zu beachten? Wir wollen dem Fragebogen mal Seite für Seite etwas genauer auf den Grund gehen…
Seite 1: Allgemeine Angaben (I. Teil):
Auf der ersten Seite des Fragebogens geht es unter den Punkten 1.1 bis 1.3 zunächst einmal um allgemeine Angaben zu Ihrer Person, Ihrem Ehegatten und Ihren Kindern. Unter 1.4 können Sie zudem eine Bankverbindung angeben, unter welcher sämtliche Steuererstattungen (privat und geschäftlich) erfolgen sollen.
Tipp: Sofern Sie ein reines Geschäftskonto führen, ist es oftmals ratsam, nur betriebliche Steuererstattungen (Umsatzsteuer und Lohnsteuer) auf das Geschäftskonto auszahlen zu lassen und für private Steuern (Einkommensteuer) Ihr Privatkonto anzugeben. In diesem Fall ist auf Seite 1 keine Eintragung vorzunehmen. Stattdessen erfolgen getrennte Eintragungen oben auf Seite 2.
Seite 2: Allgemeine Angaben (II. Teil):
Auf Seite 2 geht es zunächst mit allgemeinen Angaben zu Ihrer Bankverbindung, eines eventuellen steuerlichen Beraters bzw. eines Empfangsbevollmächtigten weiter. Unter Punkt 2 folgen dann Angaben zu Ihrem Unternehmen. Hier ist die Art Ihrer selbständigen Tätigkeit (am besten laut Gewerbeanmeldung) und die Anschrift des Unternehmens anzugeben.
Tipp: In Zeile 37 kann dem Finanzamt mit entsprechender Teilnahmeerklärung eine Einzugsermächtigung erteilt werden. So können Sie verspätete Zahlungen und damit verbundene Säumniszuschläge verhindern. Die Einzüge sollten später jedoch immer auf Richtigkeit überprüft werden!
Seite 3: Angaben zum Unternehmen:
Hier werden allgemeine Angaben zu Ihrem Unternehmen abgefragt:
Bestehen mehrere Betriebsstätten? Sind Sie Mitglied der Handwerks- bzw. Industrie- und Handelskammer? Ist Ihr Unternehmen im Handelsregister eingetragen (ja falls Rechtsform: e.K.)? Wie wurde gegründet (i.d.R. Neugründung)? Zu welchem Zeitpunkt erfolgte die Gründung (lt. Gewerbeanmeldung)?
Wichtig: Sofern Sie Ihr Unternehmen nicht als Kleinunternehmer ausüben, müssen Sie ab dem Zeitpunkt der Gründung monatlich Umsatzsteuervoranmeldungen beim Finanzamt einreichen! Diese können Sie bequem mit unserem Buchhaltungsprogramm erstellen.
Seite 4: Vorauszahlungen, Gewinnermittlung und Angestellte:
Auf Seite 4 geht es unter Punkt 3 mit der Angabe Ihrer voraussichtlichen Einkünfte weiter. Um hohe Steuervorauszahlungen und damit verbundene Minderliquidität gerade in der Startphase zu vermeiden, sollten die Einkünfte zunächst moderat geschätzt werden. Bei einem Gewinn von bis zu ca. 8.000 € bei Alleinstehenden bzw. ca. 16.000 € bei Ehegatten werden zunächst keine Vorauszahlungen festgesetzt. Wird ein Business Plan mit eingereicht, müssen die prognostizierten Einkünfte jedoch übereinstimmen!
Punkt 4 befasst sich mit der Form der Gewinnermittlung. Hier sollte grundsätzlich die einfache Form der Einnahmenüberschussrechnung gewählt werden.
Unter Punkt 5 kann eine Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG beantragt werden. Diese benötigen Sie zwingend, wenn Sie Bauleistungen ausüben!
Punkt 6 ist nur relevant, sofern Sie bereits zu Beginn Ihrer Selbständigkeit Arbeitnehmer beschäftigen. Hier erfolgt daher in der Regel keine Eintragung.
Seite 5: Angaben zur Umsatzsteuer
Ab Punkt 7.1 – bereits unten auf Seite 4 – müssen Sie Angaben zum Thema Umsatzsteuer vornehmen. Hierbei geht es insbesondere um die Thematik Kleinunternehmer: ja oder nein? Liegt der voraussichtliche Jahresumsatz unter 17.500€ besteht hier ein Wahlrecht. Insoweit wird auf unseren Blogbeitrag zu den Vor- und Nachteilen des Kleinunternehmers verwiesen. Die Angaben im Fragebogen sind zwar nicht bindend, sollten aber dennoch in sich stimmig sein. Insbesondere die Umsatzprognose kann hier sonst schnell (falls > 17.500€) zum K.O.-Kriterium für die Kleinunternehmerregelung werden.
In der Mitte von Seite 5 (Punkte 7.5 und 7.6) geht es um die Frage, ob ggfs. Steuerbefreiungen vorliegen bzw. Umsätze zum ermäßigten Steuersatz von 7% ausgeübt werden.
Unter Punkt 7.7 sollte – sofern nicht ohnehin Kleinunternehmer – ein Antrag auf Istversteuerung gestellt werden. Der Antrag bewirkt, dass Sie die Umsatzsteuer aus Ihren erbrachten Leistungen erst dann an das Finanzamt abführen müssen, wenn Ihre Kunden auch tatsächlich gezahlt haben. Später erfassen Sie dann in Ihrer Online-Buchhaltung entsprechend nur die tatsächlich vereinnahmten Zahlungen. Ihre Umsatzsteuervoranmeldung wird vom Programm automatisch erstellt.
Ebenfalls empfiehlt es sich zur Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldungen einen Antrag auf Dauerfristverlängerung zu stellen. Hierdurch verlängert sich die Abgabefrist um jeweils einen Monat. Der Antrag muss jedoch zusätzlich auf einem seperaten Vordruck (USt 1 H) oder elektronisch über Elster gestellt werden.
Als Letztes kann unter Punkt 7.9 noch eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragt werden. Diese ist notwendig, falls Umsätze innerhalb der EU ausgeführt bzw. innerhalb der EU Waren eingekauft werden. Die USt-IDNr. kann jedoch auch später noch bequem über das BZSt-Portal beantragt werden.
Seite 6: Unterschrift – geschafft!
Lassen Sie sich von der Vielzahl an Fragen nicht abschrecken! Richtig interessant und auch rechtlich relevant wird der Fragebogen eigentlich erst auf den Seiten 4 und 5, da es hier u.a. um Ihre einkommensteuerliche (Vorauszahlungen ja oder nein?) und umsatzsteuerliche Einordnung (Kleinunternehmer ja oder nein?) geht. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass ein falsches Ausfüllen des Bogens zwar Komplikationen verursachen kann, jedoch niemals bindend in seiner rechtlichen Einordnung ist!
Veröffentlicht unter Fachbeiträge	| Verschlagwortet mit Existenzgründung, Fachbeitrag, Finanzamt, Kleinunternehmer, Umsatzsteuer	| 1 Kommentar
Jahresabschlusspakete zum Fixpreis
Publiziert am 18. Juli 2010 von Christian Wieland
Seit kurzem bieten wir Ihnen günstige Jahresabschlusspakete zum monatlichen Fixpreis an.
Bereits ab 15 € im Monat erhalten Sie einen professionellen Jahresabschluss von uns als Steuerberatern, ab 25 € monatlich inklusive betrieblicher Steuererklärungen und laufender steuerlicher Beratung!
Die Preise richten sich nach dem jeweiligen Abschlusspaket und Ihrem Jahresumsatz.
Hier geht`s zur vollständigen Preisliste.
Vorteile der Jahresabschlusspakete:
Sie erledigen unterjährig Ihre Buchhaltung kostenlos selbst und haben je nach Paket bei Fragen einen festen steuerlichen Ansprechpartner (Mandantenstatus).
Am Jahresende überprüfen wir Ihre Buchhaltung auf Plausibilität, nehmen Umbuchungen vor, stimmen steuerliche Wahlrechte mit Ihnen ab und optimieren Ihre Steuerbelastung.
Wir erstellen Ihren Jahresabschluss mit den entsprechenden Steuererklärungen und bereiten den Abschluss mit entsprechendem Testat professionell für Sie auf. So erzielen Sie gegenüber dem Finanzamt und gegenüber Banken eine optimale Außenwirkung.
Die Kosten sind fix. Es entstehen Ihnen keine versteckten Zusatzkosten!
Die Jahresabschlusspakete werden demnächst fest im Buchhaltungsprogramm integriert und können dort dann entsprechend ausgewählt werden. Sie ersetzen den bisherigen Mandantenstatus.
Selbstverständlich können Sie aber jetzt schon die beschriebenen Jahresabschlüsse – auch für ältere Zeiträume – zu den entsprechenden Gebühren beauftragen.
Bei Fragen zur Beauftragung und zur Wahl des richtigen Pakets stehen wir Ihnen gerne telefonisch, per Email oder hier im Blog zur Verfügung!
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