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Timestamp: 2018-10-16 19:44:28
Document Index: 341451158

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 850', '§ 42', '§ 850', '§ 42', '§ 850', '§ 195', '§ 197', '§ 850']

Pfändung auf normalem Girokonto (Dispokredit ausgereizt), Umwandlung in P-Konto n.m. - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Pfändung auf normalem Girokonto (Dispokredit ausgereizt), Umwandlung in P-Konto n.m.
19.06.2017, 03:36 #1
1. Am 30.05.2017 wurde auf dem Konto meines Freundes (ALG2 Bezieher), eine Pfändung eingetragen und blockiert nun dieses. Keine Abhebung bzw. Überweisung von Miete und Strom mehr möglich.
2. Das Girokonto ist kein P-Konto und kann laut Bankberater erst umgestellt werden, wenn der vorhandene Kreditrahmen auf 0 ist.
3. Der Betrag ist 4-stellig und im privaten Umfeld kann keiner Ihm das Geld leihen. Darlehen (Umschulden?) bei einer anderen Bank zu beantragen, um dann das vorhandene Girokonto in ein P-Konto zu wandeln wird denke ich anhand von Sicherheiten fehlschlagen.
1. Ist es noch möglich, die KdU direkt an den Vermieter zu überweisen? (Somit sichergestellt das keine Obdachlosigkeit droht)
2. Sind die Sozialleistungen (Regelsatz&KdU) nur auf einem P-Konto (14 Tage) geschützt? Stichwort Pfändungsfreibetrag und § 42?
3. Neues Konto bei einer anderen Bank eröffnen, die dann dieses sofort in ein P-Konto wandelt. (Denn ohne P-Konto, wird es nur ne Frage der Zeit sein, bis dieses wiederum gesperrt ist.)
4. Wielange ist die Verjährungsfrist bei Finanzdienstleistern?
Imoment prüfen wir, ob die Forderungen seitens des Inkassounternehmens berechtigt sind ( Verjährung).
Die Forderung kommt von einem Versicherungsunternehmen und wurde nun das zweite Mal an ein Factoring unternehmen verkauft.
Stand der Prüfung ist, dass wahrscheinlich die Verbindlichkeit/Forderung vor 2008 entstanden ist.
Geändert von Appelwoi (19.06.2017 um 03:54 Uhr) Grund: Nachtrag von Informationen
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19.06.2017, 07:45 #2
AW: Pfändung auf normalem Girokonto (Dispokredit ausgereizt), Umwandlung in P-Konto n.m.
Wenn ich mal auf den Tacho schauhe, ist heute der 19.06. und somit kann ich nicht nachvollziehen, warum man erst jetzt aktiv wird und sich informiert, denn die nächste Auszahlung der Sozialleistung ende Juni, würde ja auch wieder auf das gepfändete und blockierte und überzogende Konto gehen.
Ein P-Konto gibt es nur auf Guthabenbasis, insofern ist die Aussage korrekt. Will man jetzt dieses jetzige Konto in ein P-Konto umwandeln, dann sollte man sofort mit der Bank in Kontakt treten und versuchen eine Rückführung des Dispos mit Kleinstraten auszuhandeln, die man ggfls. dann erhöht, wenn sich die finanzielle Situation verbessert hat.
Somit würde dann der Dispo auf ein Unterkonto gepackt und der Umwandlung des jetzigen Kontos in ein P-Konto, würde nix im wege stehen.
Oder aber, man kommt jetzt "sofort" in die Puschen und sucht sich sofort ein neues Konto auf Guthabenbasis, das man dann später beim evtl. eintreffen einer Pfändung in ein P-Konto umwandelt. Hier im Forum wurde von einigen Usern berichtet, das sie hierzu gute Erfahrung mit der Norisbanx gemacht haben, gibt natürlich auch noch andere, wie fidor usw.
Somit hätten sich die nachfolgenden Fragen dann auch erledigt und man lässt sich die Sozialleistung ende Juni, auf das neue Konto überweisen.
Wurde eigentlich der Dispo nicht auch mit Eingang der Pfändung fristgerecht gekündigt ?? eigentlich läuft das ja so ab.
Ein Darlehen von einer anderen Bank, als Sozialleistungsempfänger und mit der kaputten Bonnität wird es nicht geben, ggfls. allerhöchstens, wenn ein Bürge mit dementsprechender Bonität mit ins Boot steigen würde.
Dazu habe was geschrieben was jetzt "sofort" zu machen wäre.
Diese hier benannte Möglichkeit besteht wohl, aber zu was ??
Ich würde dann lieber zeitig und rechtzeitig zum Leistungsträger gehen und darauf hinwirken, das die kommenden Leistungen ende Juni, komplett Bar oder per Scheck auszuzahlen sind.
Die eingegangenen Sozialleistungen zum 30.05. wären 14 Tg. vor den Zugriff der Bank und deren eigener Verrechnung z.B. betreffend des Dispos geschützt § 850k Abs. 6 ZPO und für die Bank gilt nicht § 42 Abs. 4 SGB II, sondern § 850k ZPO.
§ 42 Abs. 4 SGB II schließt lediglich Pfändungen beim Leistungsträger aus.
Genau und das wie geschrieben, aber zackig jetzt.
Und dieses Guthabenkonto wird und sollte dann auch nicht sofort in ein P-Konto umgewandelt werden, am besten gar nix erwähnen von vorhandenen Problemen mit Gläubigern.
Es wäre vollkommen ausreichend, das neue Guthabenkonto mit den evtl. eintreffen einer Pfändung innerhalb von 4 Wochen umzuwandeln.
§ 850k Abs. 1 ZPO
.....................4Die Sätze 1 bis 3 gelten entsprechend, wenn das Guthaben auf einem Girokonto des Schuldners gepfändet ist, das vor Ablauf von vier Wochen seit der Zustellung des Überweisungsbeschlusses an den Drittschuldner in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt wird
Die Forderung kommt von einem Versicherungsunternehmen....
Normalerweise wäre die regelmäßige Verjährung §§ 195, 199 BGB zutreffend. Da die Forderung aber sicher tituliert sein wird, denn ansonsten gäbe es jawohl auch keine Kontopfändung, trifft hier § 197 BGB zu und somit die 30 j. Verjährungsfrist.
Geändert von axellino (19.06.2017 um 15:43 Uhr)
19.06.2017, 08:20 #3
Servus axellino,
ich bekam erst letzte Woche, Wind von seiner Lage und wir waren am Freitag den 16.06 bei seiner Bank.
Auf Nachfrage meinerseits ob es möglich wäre den Dispo per Ratenzahlung abzustottern, verneinte sein langjähriger Berater, es ginge nur den Betrag auf einen Schlag abzubezahlen, um sofort das P-Konto einzurichten.
Der Dispo wurde nicht gekündigt, da eine Versicherung abgeschlossen wurde (wenn ich mich richtig erinnere, springt diese im Sterbefall ein und zahlt den Dispo).
Eine weitere Frage zur Neueröffnung eines Kontos:
Der Gläubiger (Inkasso) wird doch früher oder später, in Erfahrung bekommen, das nun ein weiteres Konto besteht und dieses dann wieder blockieren?
Der Vorteil des neuen Kontos ist, dass es nicht uerbezogen werden kann und so wie ich es gelesen und dich verstanden habe in ein P-Konto zu wandeln.
Problem bei meinem Freund ist, dass er imoment sehr Antriebslos ist, alles hinnimmt (und er war/ist in Behandlung) und ich nun versuche das Ruder wieder auf Kurs zu bekommen.
Axellino, ich bedanke mich für deine ausführliche Hilfe und werde heute noch mit meinem Freund ein neues Konto eröffnen und falls noch Zeit sein sollte die Veränderungsmitteilung dem Jobcenter vorbeibringen und dort dann darauf hinwirken eine Barauszahlung/Scheck für Juni zu bekommen.
Sorry, keine Ahnung wie die Zitat Funktion geht
Zitatfunktion gefunden
Gruß Appelwoi
Geändert von Appelwoi (19.06.2017 um 08:46 Uhr) Grund: Zitatfunktion gefunden
19.06.2017, 12:29 #4
Diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen oder ist der Freund plötzlich in die Kiste gesprungen ?
Und wenn eine angebliche Versicherung den Dispo übernehmen würde, wo liegt dann das Problem hier, auch was die Umwandlung in ein P-Konto betrifft.
Sehr ungewöhnlich, denn in der Regel reagieren Banken bei eingehenden Pfübs und einem Dispo schnell und kündigen diesen eigentlich sofort.
Na und, wie geschrieben, hat man 4 Wochen Zeit nach Eintreffen des Pfändungsbeschluss bei der Bank, das Konto schadlos in ein P-Konto umzuwandeln und hierfür darf sich die Bank nur max. 4 Geschäftstage Zeit lassen. § 850k Abs. 7 ZPO
Der Gläubiger müsste auch erstmal die neue Bankverbindung in Erfahrung bringen und wenn man ihn diese nicht unbedingt selbst unter die Nase reibt, müsste er ggfls. erstmal den Weg über die Vermögensauskunft gehen, um an diese zu kommen.
Zu beachten wäre einzig und allein, das man im ganzen nur ein P-Konto besitzen darf.
Diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen ...(............).
Waren heute bei der Bank zwecks Kto-Eröffnung als P-Konto, geht erst morgen. Fällt aber wahrscheinlich flach da der Personalausweis nicht auffindbar und der Reisepass abgelaufen ist.
Fakt ist, ohne Personalausweis keine Kto-Eröffnung, und wahrscheinlich auch keine Barauszahlung im Jobcenter geschweige denn einen Scheck einzulösen. Sehe ich das richtig?
Geändert von axellino (19.06.2017 um 20:39 Uhr) Grund: Vollzitat gekürzt
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