Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202007,%20372
Timestamp: 2019-01-17 11:57:56
Document Index: 370306718

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 249', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249']

BGH, 05.12.2006 - VI ZR 77/06 - dejure.org
Ersatzfähigkeit tatsächlich entstandener Reparaturkosten
Anspruch des Geschädigten eines Verkehrsunfalls auf Ersatz der Reparaturkosten nach Durchführung der Reparatur; Berücksichtigung der Höhe des Wiederbeschaffungswertes bei der Geltendmachung von Reparaturkosten; Geltendmachung der Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswerts ohne Abzug des Restwerts; Notwendigkeit einer tatsächlichen Nutzung des Fahrzeuges nach der durchgeführten Reparatur
Reparturkosten sind vom Schädiger bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes immer zu erstatten, § 249 BGB
Reparaturkostenersatz bis zum Wiederbeschaffungswert bei Verkehrsunfall
Fahrzeugreparatur: Erstattung bis zu Wiederbeschaffungswert
Lässt der Geschädigte das Fahrzeug reparieren, kann er grundsätzlich Ersatz der Reparaturkosten verlangen, wenn diese den Wiederbeschaffungswert nicht übersteigen
Verkehrsrecht - Ersatz der Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswerts
Reparaturkostenerstattung bei tatsächlicher Reparatur und Nichtüberschreitung des Wiederbeschaffungswertes
Unfallgeschädigter lässt Auto reparieren und kauft dann doch ein neues: Ersatz der Reparaturkosten?
123recht.net (Pressemeldung, 22.1.2007)
Kosten für Autoreparatur dürfen Wiederbeschaffungswert erreichen // Restwertabzug auch bei unmittelbarem Verkauf unzulässig
Unfallschadensregulierung - Konkrete versus fiktive Schadensabrechnung
Beliebte Versicherungspraxis rechtswidrig
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 05.12.2006, Az.: ZR 77/06" von RA / VorsRiOLG a.D. Hermann Lemcke, original erschienen in: r+s 2007, 122 - 123.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 5.12.2006, Az.: VI ZR 77/06 (Mängelbeseitigung nach den NWVB bei vom Hersteller anerkannter Betrieben - Unterrichtung des Verkäufers)" von RA Martin Ellinger, original erschienen in: DAR 2007, 208 - 209.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 05.12.2006, Az.: VI ZR 77/06 (Ersatz der Reparaturkosten bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes)" von RiOLG Heinz Diehl, original erschienen in: ZfS 2007, 329 - 330.
AG Dresden, 19.08.2004 - 102 C 4312/04
LG Dresden, 07.03.2006 - 13 S 532/04
NJW 2007, 588
MDR 2007, 517
NZV 2007, 180
VersR 2007, 372
BB 2007, 238
BGH, 23.11.2010 - VI ZR 35/10
Schadenersatz bei Verkehrunfall: Ersatzfähigkeit von - fiktiven - Reparaturkosten …
In seinem Urteil vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 77/06, VersR 2007, 372 habe der Bundesgerichtshof aber einem Geschädigten, der das Fahrzeug zwar innerhalb der sechsmonatigen Frist veräußert, es jedoch tatsächlich habe reparieren lassen, einen Anspruch auf Ersatz der Reparaturkosten zuerkannt, die den Wiederbeschaffungswert nicht überstiegen hätten.
Zwar kann der Geschädigte, der sein Fahrzeug tatsächlich reparieren lässt, grundsätzlich auch vor Ablauf der Sechs-Monats-Frist die Erstattung der konkret angefallenen Reparaturkosten verlangen, wenn diese den Wiederbeschaffungswert nicht übersteigen (Senatsurteil vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 77/06, VersR 2007, 372).
Entgegen der Auffassung der Revision setzt sich der Senat hiermit nicht in Widerspruch zum Urteil vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 77/06 - (VersR 2007, 372 ff.).
Dies steht nicht in Widerspruch zu den Senatsurteilen vom 5. Dezember 2006 - VI ZR 77/06 - VersR 2007, 372 f. und vom 15. Februar 2005, BGHZ 162, 161 und 162, 170.
Der Geschädigte darf Ersatz der Kosten der Instandsetzung beanspruchen, solange sie 130 % des Wiederbeschaffungswerts nicht überschreiten (vgl. BGHZ, NJW 1992, 303 u. 1618; BGH, VersR 2007, 372; OLG Dresden, NZV 1994, 479;… Geigel-Knerr, aaO., 3. Kap., Rdn. 21).
OLG Düsseldorf, 03.03.2008 - 1 W 6/08
Anspruch auf einen den Wiederbeschaffungswert eines unfallgeschädigten …
Etwas anderes gilt zwar bei konkreter Abrechnung eines unter dem Wiederbeschaffungswert liegenden Fahrzeugschadens; in einem solchen Fall können die konkret entstandenen Reparaturkosten ohne weiteres sofort - also ohne eine weitere Nutzung des Fahrzeuges - ersetzt verlangt werden (BGH NJW 2007, 588).
Insoweit hat der BGH in seiner Entscheidung vom 27. November 2007 (BGH VersR 2008, 135) nämlich den maßgeblichen Unterschied zu den Fällen konkreter Abrechnung eines unter dem Wiederbeschaffungswert liegenden Fahrzeugschadens (BGH NJW 2007, 588) ausdrücklich herausgestellt und ausgeführt, dass es in dem dort entschiedenen Fall auf das Integritätsinteresse nicht angekommen sei, weil der Geschädigte den Schaden, der den Wiederbeschaffungswert nicht überstiegen hat, tatsächlich habe reparieren lassen.
Im Urteil vom 05.12.2006 - VI ZR 77/06 (NJW 2007, 588 = VersR 2007, 372) hat der Bundesgerichthof aber einem Geschädigten, der das Fahrzeug zwar innerhalb der sechsmonatigen Frist veräußert, es jedoch tatsächlich hat reparieren lassen, einen Anspruch auf Ersatz der Reparaturkosten zuerkannt, die den Wiederbeschaffungswert nicht überstiegen .
Der vorliegenden Fall unterscheidet sich allerdings von dem durch den Bundesgerichtshof entschiedenen Fall der Fremdreparatur (NJW 2007, 588 = VersR 2007, 372) insofern, als der dortige Geschädigte das Fahrzeug hat fremd reparieren lassen und nicht die fiktiven, sondern die tatsächlich entstandenen Kosten abgerechnet hatte.
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGHZ 154, 395; BGHZ 168, 43; BGH NJW 2007, 588) stehen dem Kläger als Geschädigten für die Berechnung seines Kraftfahrzeugschadens zwei Wege der Naturalrestitution zur Verfügung: Die Reparatur des Unfallfahrzeugs oder die Anschaffung eines gleichwertigen Ersatzfahrzeugs.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (NJW 2007, 588) kann der Geschädigte, der das Fahrzeug tatsächlich reparieren läßt, grundsätzlich den Ersatz der Reparaturkosten verlangen, wenn diese den Wiederbeschaffungswert nicht übersteigen.
OLG Düsseldorf, 10.05.2011 - 1 U 144/10
Soweit der BGH in seinem Urteil vom 5. Dezember 2006 (NJW 2007, 588) trotz vorzeitiger Veräußerung vollen Reparaturkostenersatz zugebilligt hat, kam es dort auf das Integritätsinteresse nicht an, weil der Geschädigte einen Schaden tatsächlich hat reparieren lassen, der den Wiederbeschaffungswert nicht überstiegen hat; ihm waren die Kosten für die Wiederherstellung des Fahrzeugs in jedem Fall entstanden und sie waren - und dies ist der maßgebliche Unterschied zu dem vorliegenden Fall - vom Wert des Fahrzeugs auch gedeckt.
LG Osnabrück, 01.09.2010 - 8 O 1506/10
Geliehenes Transportmittel - Haftung für Schaden
16 Nach der ständigen Rechtsprechung des BGH (z.B. MDR 07, 517) stehen dem Geschädigten, für die Berechnung eines Kfz-Schadens auch bei einem gewerblich genutzten Fahrzeug gem. § 249 BGB im Allgemeinen zwei Wege der Naturalrestitution zur Verfügung: die Reparatur des Unfallfahrzeugs oder die Anschaffung eines "gleichwertigen" Ersatzfahrzeugs.
LG Detmold, 16.01.2009 - 12 O 248/07
Abschleppkosten - Von Unfallstelle zum Abschlepper, von dort zur Werkstatt
LG Bochum, 13.01.2015 - 9 S 162/14
Schadensersatzanspruch nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot bzgl. Reparatur eines …
LG Bonn, 07.11.2007 - 1 O 214/07
Fälligkeit eines Anspruchs auf Ersatz von Reparaturkosten für einen Pkw nach …
OLG Hamm, 06.04.2018 - 26 U 21/18
LG Lüneburg, 25.06.2009 - 1 S 9/09
Stundenverrechnungssatz - Kein Verweis auf Partnerwerkstatt
LG Duisburg, 21.03.2007 - 11 S 164/06
Ausgestaltung der Schadensersatzpflicht i.R.d. Regulierung eines Verkehrsunfalls …
LG Potsdam, 28.11.2014 - 12 O 4/14
Schadensersatz bei Verkehrsunfall: Verweisung auf günstigere Reparaturmöglichkeit …
AG Essen, 25.04.2007 - 29 C 613/06
Streit um die Höhe des Restwertes eines verunfallten Fahrzeugs bezüglich des …
AG Borken, 16.06.2011 - 12 C 16/11
Quotenmäßige Aufteilung der Verursachungsbeiträge erfolgt wegen mangelhafter …
AG Leipzig, 28.06.2016 - 115 C 1430/16