Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/versfinkfausbv
Timestamp: 2020-01-28 16:10:06
Document Index: 105292773

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 8', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 9', '§ 4', '§ 10', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 5', 'Art. 1']

VersFinKfAusbV
(1) Der Ausbildungsberuf Kaufmann für Versicherungen und Finanzen/Kauffrau für Versicherungen und Finanzen wird staatlich anerkannt.
(2) Es kann in folgenden Fachrichtungen ausgebildet werden:
(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 8 bis 10 nachzuweisen.
gemeinsame Qualifikationseinheiten gemäß § 4 Abs. 1 und
fachrichtungsbezogene Qualifikationseinheiten gemäß § 4 Abs. 2 oder
fachrichtungsbezogene Qualifikationseinheiten gemäß § 4 Abs. 3.
(1) Gegenstand der gemeinsamen Ausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:
Arbeitsgestaltung, Kaufmännische Steuerung und Kontrolle:
Kundenberatung und Verkauf:
Vorbereitung von Beratungs- und Verkaufsprozessen,
Durchführung von Beratungs- und Verkaufsgesprächen,
Nachbereitung von Beratungs- und Verkaufsgesprächen;
Versicherungs- und Finanzprodukte;
Bestandskundenmanagement:
Vertragsservice,
Der Vermittlung der Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach der Nummer 4 ist die Produktliste der Anlage 1 zugrunde zu legen.
(2) Gegenstand der Ausbildung in der Fachrichtung Versicherung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:
Schaden- und Leistungsbearbeitung,
zwei im Ausbildungsvertrag festzulegende Wahlqualifikationseinheiten aus der Auswahlliste gemäß Absatz 4.
(3) Gegenstand der Ausbildung in der Fachrichtung Finanzberatung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:
Anlage in Finanzprodukte,
zwei im Ausbildungsvertrag festzulegende Wahlqualifikationseinheiten aus der Auswahlliste nach Absatz 5.
(4) Die Auswahlliste nach Absatz 2 Nummer 2 umfasst folgende Wahlqualifikationseinheiten:
Kundengewinnung und Bestandsausbau:
Gewinnung von Neukunden,
Ausbau bestehender Kundenbeziehungen;
Steuerung und Verkaufsförderung in der Vertriebseinheit:
Steuerung in der Vertriebseinheit,
Verkaufsförderung in der Vertriebseinheit;
Antragsannahme;
Vertrieb von Produkten der betrieblichen Altersvorsorge:
Kundenberatung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern,
Angebot und Antrag;
Vertrieb von Versicherungsprodukten für Gewerbekunden:
Optimierung von Kundenbeziehungen und Versicherungsbeständen:
Optimierung von Kundenbeziehungen,
Optimierung von Versicherungsbeständen;
Schadenservice und Leistungsmanagement.
(5) Die Auswahlliste nach Absatz 3 Nummer 2 umfasst folgende Wahlqualifikationseinheiten:
Finanzierungsberatung von gewerblichen Kunden;
Optimierung von Finanzproduktbeständen der Kunden;
Private Immobilienfinanzierung und Versicherungen;
Angebot und Antrag.
Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach § 4 sollen nach den in den Anlagen 2 und 3 enthaltenen Anleitungen zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung (Ausbildungsrahmenplan) vermittelt werden. Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in den Anlagen 2 und 3 für das erste Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Die Zwischenprüfung ist schriftlich anhand praxisbezogener Aufgaben oder Fälle in höchstens 180 Minuten in folgenden Prüfungsgebieten durchzuführen:
Arbeitsorganisation und Kommunikation,
Dienstleistungen in der Versicherungswirtschaft,
§ 9 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Versicherung
(1) Die Abschlussprüfung in der Fachrichtung Versicherung erstreckt sich auf die in der Anlage 2 Abschnitt I und II aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Die Prüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:
Versicherungswirtschaft sowie Schaden- und Leistungsbearbeitung,
Die Prüfung ist in den Prüfungsbereichen nach den Nummern 1 und 2 schriftlich und in den Prüfungsbereichen nach den Nummern 3 und 4 mündlich durchzuführen.
im Prüfungsbereich Versicherungswirtschaft sowie Schaden- und Leistungsbearbeitung:
In höchstens 180 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder Fälle bearbeiten und dabei zeigen, dass er die Bedarfssituation von Privatkunden analysieren und Lösungsvorschläge erarbeiten, Anträge prüfen, Verträge service- und bestandsorientiert bearbeiten, die Berechtigung und die Höhe von Leistungen feststellen, Kosten und Erträge von Versicherungsprodukten ermitteln sowie den betriebswirtschaftlichen Erfolg anhand von Kennziffern und Statistiken beurteilen kann. Hierfür kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:
Versicherungs- und Finanzprodukte,
Vertragserhaltung und -service,
Leistungsfeststellung und Schadenregulierung;
In höchstens 60 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder Fälle bearbeiten und dabei zeigen, dass er wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen kann;
im Prüfungsbereich Kundenberatungsgespräch:
In einem Beratungsgespräch von höchstens 20 Minuten Dauer soll der Prüfling auf der Grundlage einer von zwei ihm zur Wahl gestellten Aufgaben zeigen, dass er Gespräche mit Kunden situationsbezogen vorbereiten, verkaufsorientiert führen und auf Kundenargumente angemessen reagieren kann. Bei der Aufgabenstellung sind die produktbezogenen betrieblichen Ausbildungsschwerpunkte des Auszubildenden zugrunde zu legen. Dem Prüfling ist nach der Wahl der Aufgabe eine Vorbereitungszeit von höchstens 15 Minuten einzuräumen;
In einem Fachgespräch von höchstens 15 Minuten Dauer über eine selbständig durchgeführte betriebliche Fachaufgabe soll der Prüfling zeigen, dass er komplexe Aufgaben bearbeiten, seine Vorgehensweise begründen, Problemlösungen in der Praxis erarbeiten, Hintergründe und Schnittstellen erläutern und Ergebnisse bewerten kann (Anforderungen); der Prüfling erstellt für jede der beiden gewählten Wahlqualifikationseinheiten nach § 4 Absatz 4 einen höchstens dreiseitigen Report über die Durchführung einer betrieblichen Fachaufgabe; der Ausbildende hat zu bestätigen, dass die Fachaufgaben von dem Prüfling im Betrieb selbständig durchgeführt worden sind; die Reporte sollen jeweils eine Beschreibung der Aufgabenstellung, der Planungs- und der Durchführungsphase sowie eine Auswertung beinhalten; sie sind dem Prüfungsausschuss vor der Durchführung der Prüfung im Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch zuzuleiten; die Reporte werden nicht bewertet; bewertet werden die Leistungen, die der Prüfling im fallbezogenen Fachgespräch zeigt; aus den beiden betrieblichen Fachaufgaben wählt der Prüfungsausschuss eine Aufgabe aus; ausgehend von dieser Fachaufgabe und dem dazu erstellten Report entwickelt der Prüfungsausschuss das fallbezogene Fachgespräch so, dass die vorstehend genannten Anforderungen an den Prüfling nachgewiesen werden können; Gegenstand des fallbezogenen Fachgesprächs sind neben dieser betrieblichen Fachaufgabe auch die damit zusammenhängenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der zugrunde liegenden Wahlqualifikationseinheit.
(4) Sind die Prüfungsleistungen in bis zu zwei schriftlichen Prüfungsbereichen mit "mangelhaft" bewertet worden, so ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einem der mit "mangelhaft" bewerteten Prüfungsbereiche die schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Der Prüfungsbereich ist vom Prüfling zu bestimmen. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind die Ergebnisse der schriftlichen Arbeit und der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu gewichten.
(5) Die Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:
1. Versicherungswirtschaft sowie Schaden- und Leistungsbearbeitung 40 Prozent,
2. Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent,
3. Kundenberatungsgespräch 25 Prozent,
4. Fallbezogenes Fachgespräch 25 Prozent.
(6) Zum Bestehen der Abschlussprüfung müssen im Gesamtergebnis sowie in mindestens drei der vier Prüfungsbereiche mindestens ausreichende Leistungen erbracht worden sein. Werden die Prüfungsleistungen in einem Prüfungsbereich mit "ungenügend" bewertet, so ist die Prüfung nicht bestanden.
§ 10 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Finanzberatung
(1) Die Abschlussprüfung in der Fachrichtung Finanzberatung erstreckt sich auf die in der Anlage 2 Abschnitt I und III aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
Versicherungswirtschaft und Anlage in Finanzprodukte,
im Prüfungsbereich Versicherungswirtschaft und Anlage in Finanzprodukte:
In höchstens 180 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben oder Fälle bearbeiten und dabei zeigen, dass er die Bedarfssituation von Privatkunden analysieren und Lösungsvorschläge erarbeiten, Anträge prüfen, Angebote zur Anlage in Finanzprodukte erstellen, Verträge service- und bestandsorientiert bearbeiten, Kosten und Erträge von Versicherungsprodukten ermitteln sowie den betriebswirtschaftlichen Erfolg anhand von Kennziffern und Statistiken beurteilen kann; hierfür kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:
Anlage in Finanzprodukte;
In einem Fachgespräch von höchstens 15 Minuten Dauer über eine selbständig durchgeführte betriebliche Fachaufgabe soll der Prüfling zeigen, dass er komplexe Aufgaben bearbeiten, seine Vorgehensweise begründen, Problemlösungen in der Praxis erarbeiten, Hintergründe und Schnittstellen erläutern und Ergebnisse bewerten kann (Anforderungen); der Prüfling erstellt für jede der beiden gewählten Wahlqualifikationseinheiten nach § 4 Absatz 5 einen höchstens dreiseitigen Report über die Durchführung einer betrieblichen Fachaufgabe; der Ausbildende hat zu bestätigen, dass die Fachaufgaben von dem Prüfling im Betrieb selbständig durchgeführt worden sind; die Reporte sollen jeweils eine Beschreibung der Aufgabenstellung, der Planungs- und der Durchführungsphase sowie eine Auswertung beinhalten; sie sind dem Prüfungsausschuss vor der Durchführung der Prüfung im Prüfungsbereich Fallbezogenes Fachgespräch zuzuleiten; die Reporte werden nicht bewertet; bewertet werden die Leistungen, die der Prüfling im fallbezogenen Fachgespräch zeigt; aus den beiden betrieblichen Fachaufgaben wählt der Prüfungsausschuss eine Aufgabe aus; ausgehend von dieser Fachaufgabe und dem dazu erstellten Report entwickelt der Prüfungsausschuss das fallbezogene Fachgespräch so, dass die vorstehend genannten Anforderungen an den Prüfling nachgewiesen werden können; Gegenstand des fallbezogenen Fachgesprächs sind neben dieser betrieblichen Fachaufgabe auch die damit zusammenhängenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der zugrunde liegenden Wahlqualifikationseinheit.
1. Versicherungswirtschaft und Anlage in Finanzprodukte 40 Prozent,
Anlage 1 (zu § 4 Absatz 1)Liste der zu vermittelnden Produkte nach § 4 Absatz 1 Nummer 4
(Fundstelle: BGBl. I 2014, 692)
Spartenbereiche Produkte
1. Lebensversicherungen – Kapitalbildende Lebensversicherung
– Fondsgebundene Lebensversicherung
– Selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung
2. Unfallversicherungen – Einzelunfallversicherung
– Kinderunfallversicherung
– Seniorenunfallversicherung
3. Krankenversicherungen – Krankheitskostenvollversicherung
– Pflegeergänzungsversicherung
4. Haftpflichtversicherungen – Privathaftpflichtversicherung
– Tierhalter-Haftpflichtversicherung
5. Rechtsschutzversicherungen – Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz für Nichtselbständige
6. Kraftfahrtversicherungen – Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung
– Fahrzeugteil- und Fahrzeugvollversicherung
– Verkehrs-Service-Versicherung
7. Sachversicherungen – Verbundene Hausratversicherung und Haushaltsglasversicherung
– Verbundene Wohngebäudeversicherung
8. Finanzprodukte – Geldkarte, Bankkarte, Kreditkarten
– Giro-, Festgeld-, Sparkonto
– Aktien, Schuldverschreibungen
– Verbraucherdarlehen
Anlage 2 (zu § 5)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen/zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzen- Sachliche Gliederung -
(Fundstelle: BGBl. I 2006, 1192 - 1198;
Abschnitt I: Gemeinsame Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 1 bis 5
Zielsetzung und Geschäftsfelder des ausbildenden Betriebes sowie seine Stellung am Markt beschreiben
Rechtsform, Aufbau- und Ablauforganisation sowie Zuständigkeiten im Ausbildungsbetrieb erläutern
über Vertriebswege und Kooperationsbeziehungen des Ausbildungsunternehmens informieren und mit anderen Vertriebswegen der Branche vergleichen
Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag feststellen und die Aufgaben der an der Berufsausbildung Beteiligten beschreiben
betriebliche und überbetriebliche Fortbildungsmöglichkeiten in der Branche nennen und den Nutzen für die berufliche und persönliche Entwicklung sowie für den Betrieb darstellen
1.3 Personalwirtschaft, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften
die für das Arbeitsverhältnis wichtigen arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen beschreiben und anhand praktischer Beispiele erläutern
tarifvertragliche Regelung, Dienst- oder Betriebsvereinbarung sowie betriebliche Übung unterscheiden
Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte betriebsverfassungsrechtlicher Organe erklären
die Notwendigkeit des partnerschaftlichen Zusammenwirkens der Mitarbeiter im Innen- und Außendienst begründen
Nachweise für das Arbeitsverhältnis erläutern und die Positionen der eigenen Entgeltabrechnung beschreiben
Ziele, Bedeutung sowie Instrumente der Personalführung und -entwicklung im Ausbildungsunternehmen beschreiben
Ziele, Grundsätze und Kriterien bei Personalplanung, -beschaffung und -einsatz beschreiben
Rechtsstellung, Aufgaben, Befugnisse, Vertragsarten und Vergütungssysteme von Mitarbeitern im Innendienst, im angestellten Außendienst und im selbstständigen Außendienst unterscheiden
2 Arbeitsgestaltung, Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
betriebliche Arbeits- und Organisationsmittel einsetzen und Informationsquellen nutzen
die eigene Arbeit inhaltlich und zeitlich strukturieren, Arbeitstechniken einsetzen
Maßnahmen zur Verbesserung von Arbeitsorganisation und Arbeitsplatzgestaltung vorschlagen
Zusammenarbeit gestalten und Aufgaben teamorientiert bearbeiten
elektronische Informations- und Kommunikationssysteme zur Informationsbeschaffung sowie zur Gestaltung und Unterstützung des eigenen Lernens nutzen
2.2 Datenschutz und Datensicherheit
rechtliche und betriebliche Regelungen zum Datenschutz anwenden
2.3 Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben
im Ausbildungsbetrieb übliche fremdsprachige Informationen auswerten
Auskünfte erteilen und einholen, auch in einer Fremdsprache
2.4 Betriebliches Rechnungswesen
Rechnungswesen als Instrument kaufmännischer Steuerung und Kontrolle beschreiben
Auswirkungen von Geschäftsfällen auf den Betriebserfolg darstellen
2.5 Kosten- und Leistungsrechnung
über Zweck und Aufbau der betrieblichen Kostenrechnung informieren
Kosten und Erträge von Versicherungsprodukten darstellen
2.6 Controlling
Funktion des Controllings erläutern
betriebsübliche Kennzahlen ermitteln
Anwendungsmöglichkeiten und Aufbau von Statistiken beschreiben
3 Kundenberatung und Verkauf
3.1 Vorbereitung von Beratungs- und Verkaufsprozessen
vorhandene Kundenbeziehungen auf Verkaufschancen prüfen und Kundendatenbanken nutzen
fehlende Kundendaten erheben und in Kundendatenbanken einpflegen
Kundenkontakte herstellen
Kundenbesuche unter Nutzung von Kundendatenbanken vorbereiten
3.2 Durchführung von Beratungs- und Verkaufsgesprächen
Rechtsgrundlagen für Beratungs- und Verkaufsgespräche beachten
Regeln für kundenorientierte Kommunikation anwenden
Berechnungs- und Beratungsprogramme kundenorientiert einsetzen
Kundensituation analysieren und Bedarf feststellen, über Schadenursachen und -verhütung informieren
Einwände behandeln und Argumentationstechniken anwenden
Unternehmens- und Produktratings berücksichtigen
kundengerechte Lösungsvorschläge entwickeln und erläutern, Angebote unterbreiten
Kundenzufriedenheit feststellen
Empfehlungsadressen ermitteln
3.3 Nachbereitung von Beratungs- und Verkaufsgesprächen
Empfehlungsadressen nutzen
Folgeaktivitäten von Gesprächen einleiten
4 Versicherungs- und Finanzprodukte
(§ 4 Abs. 1 Nr. 4) Der Vermittlung nachfolgender Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten ist die Produktliste der Anlage 1 zugrunde zu legen:
Einflussfaktoren auf die Gestaltung von Versicherungs- und Finanzprodukten unter Berücksichtigung unterschiedlicher Kundengruppen erläutern
Personen- und Schadenversicherungsprodukte für Privatkunden beschreiben
Nutzen von Versicherungsprodukten für Privatkunden darstellen
kundengerechte Lösungsvorschläge entwickeln und bewerten
Finanzprodukte für Privatkunden beschreiben
Bedeutung der Produkte der gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge für den Kunden erläutern
über Leistungen und Anspruchsvoraussetzungen der Sozialversicherung informieren
Produkte des Ausbildungsunternehmens und seiner Kooperationspartner mit Produkten von Mitbewerbern an Beispielen vergleichen
5 Bestandskundenmanagement
5.1 Vertragsservice
Rechtsgrundlagen und betriebliche Regelungen bei der Antrags- und Vertragsbearbeitung anwenden
Kunden über Maßnahmen zur Schadenverhütung beraten
Rechtsgrundlagen und betriebliche Regelungen bei der Schadenaufnahme anwenden
die formelle und materielle Deckung bei der Schadenaufnahme beachten und über die Leistungen dem Grunde und dem Umfang nach informieren
Rentabilitätsberechnungen durchführen und bei Entscheidungen berücksichtigen
Bedeutung von Kundenbetreuung und Vertragserhaltung für das Unternehmen begründen
Maßnahmen zur Kundenbetreuung und Vertragserhaltung planen und durchführen
rechtliche Vorschriften zum Schutz von Versicherungskunden erläutern
Beschwerden und Reklamationen entgegennehmen und prüfen sowie Beschwerdemanagement als Instrument zur Qualitätssicherung nutzen
Gründe und Arten von Vertragsänderungen und Vertragsbeendigungen darstellen
Abschnitt II: Fachrichtung Versicherung
A. Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach § 4 Absatz 2 Nummer 1
(§ 4 Absatz 2 Nummer 1) Der Vermittlung folgender Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten ist einer der Spartenbereiche der Produktliste nach Anlage 1 Nummer 1 bis 7 zugrunde zu legen:
Kunden über Pflichten und Möglichkeiten zur Schadenminderung informieren
Schaden- und Leistungsfälle bearbeiten und dabei die rechtlichen Vorschriften und betrieblichen Regelungen beachten
formelle und materielle Deckung prüfen
Sachverhalte beurteilen und Leistungen dem Grunde und dem Umfang nach feststellen
für Schaden- und Leistungsfälle notwendige Rückstellungen bilden
Schadenservice darstellen
B. Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Wahlqualifikationseinheiten nach § 4 Absatz 2 Nummer 2 in Verbindung mit Absatz 4
1 Kundengewinnung und Bestandsausbau
1.1 Gewinnung von Neukunden
vertriebliche Aktionen für die Kundengewinnung entwickeln
Methoden der Zielgruppenanalyse auswählen und Zielgruppen analysieren
Produkte auswählen, Verkaufsargumente entwickeln und einsetzen
Maßnahmen zur Direktansprache auswählen und umsetzen
Daten des Neukundengeschäfts aufbereiten und auswerten, Kosten und Nutzen der durchgeführten vertrieblichen Aktionen beurteilen
1.2 Ausbau bestehender Kundenbeziehungen
Kundenmerkmale für Bestandsanalysen auswählen
Bestände im Hinblick auf zusätzliche Angebote analysieren
Maßnahmen zur Kundenansprache anwenden
Ergebnisse von Bestandsaktionen aufbereiten und auswerten, Kosten und Nutzen beurteilen
Marketingaktivitäten aus den Zielen des Unternehmens ableiten
Informationen und statistische Daten beschaffen, aufbereiten und präsentieren
Versicherungsmärkte analysieren
Zusammenhang zwischen Kundengruppen und Produktgestaltung berücksichtigen, Zielgruppen festlegen
Marketinginstrumente auswählen und einsetzen, Vorschläge für die Vermarktung von Produkten entwickeln und präsentieren
wettbewerbsrechtliche Regelungen berücksichtigen
Informationen für Kunden aufbereiten
Ergebnisse von Marketingmaßnahmen beurteilen
3 Steuerung und Verkaufsförderung in der Vertriebseinheit
3.1 Steuerung in der Vertriebseinheit
Arbeitsprozesse in der Vertriebseinheit identifizieren und Maßnahmen ableiten
quantitative und qualitative Geschäftsziele erläutern
Vertriebssteuerungsinstrumente, insbesondere Provisionsvorgaben und Geschäftspläne, für die Zielplanung berücksichtigen
Maßnahmenpläne zur Erreichung der Geschäftsziele entwickeln
Kennzahlen ermitteln und zur Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolges auswerten
3.2 Verkaufsförderung
in der Vertriebseinheit
Instrumente zur Verkaufsförderung entwickeln und umsetzen
Kosten und Nutzen von Verkaufsfördermaßnahmen ermitteln und ihre Wirksamkeit beurteilen
4.1 Risikoanalyse
(§ 4 Absatz 4 Nummer 4.1)
versicherbare Risiken, versicherbare Risiken mit Erschwernissen und nicht versicherbare Risiken nach den Annahmerichtlinien feststellen
zusätzliche Informationen zum Antrag einholen und bewerten
Konditionen für versicherbare Risiken mit Erschwernissen unter Berücksichtigung betrieblicher Regelungen festlegen
4.2 Antragsannahme
(§ 4 Absatz 4 Nummer 4.2)
Risikobegrenzungen und -ausschlüsse erklären
Kunden Alternativen zum Antrag anbieten
Ablehnung von Anträgen begründen
5 Vertrieb von Produkten der
5.1 Kundenberatung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern
(§ 4 Absatz 4 Nummer 5.1)
Analyse der Unterstützungsleistungen durchführen
5.2 Angebot und Antrag
(§ 4 Absatz 4 Nummer 5.2)
Angebote entwickeln und erläutern
über den Prozess der Antragsbearbeitung informieren
6 Vertrieb von Versicherungsprodukten für Gewerbekunden
6.1 Kundenberatung
(§ 4 Absatz 4 Nummer 6.1)
Risikosituationen analysieren und dokumentieren
bedarfsgerechte Absicherungen begründen
6.2 Angebot und Antrag
(§ 4 Absatz 4 Nummer 6.2)
kundengerechte Angebote entwickeln und erläutern
7 Optimierung von Kundenbeziehungen und Versicherungsbeständen
7.1 Optimierung von Kundenbeziehungen
(§ 4 Absatz 4 Nummer 7.1)
Anlässe zur Überprüfung von Versicherungsverträgen identifizieren und Handlungsbedarf ableiten
Kundenbeziehungen auf Möglichkeiten der Optimierung überprüfen
Maßnahmen vorschlagen und umsetzen
Erfolg der Maßnahmen überprüfen und bewerten
7.2 Optimierung von Versicherungsbeständen
(§ 4 Absatz 4 Nummer 7.2)
Bestände anlassbezogen überprüfen, analysieren und Ergebnisse bewerten
Kriterien für den Erfolg von Maßnahmen entwickeln, Maßnahmen vorschlagen und Entscheidungen vorbereiten
Maßnahmen zur Optimierung der Bestände umsetzen
8 Schadenservice und Leistungsmanagement
Service für Schaden- und Leistungsfälle organisieren
Kunden bei komplexen Schaden- und Leistungsfällen betreuen
Maßnahmen zur Schadenverhütung und Schadenminimierung auswählen und den Kunden vorschlagen
Kostenbeteiligung Dritter und des Versicherungsnehmers aufgrund rechtlicher Vorschriften prüfen und einfordern
den Nutzen von Schadenservice und Leistungsmanagement für das Unternehmen analysieren und Maßnahmen vorschlagen
bei der Weiterentwicklung des Schadenservice und Leistungsmanagements mitwirken
Abschnitt III: Fachrichtung Finanzberatung
A. Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach § 4 Absatz 3 Nummer 1
Anlage in Finanzprodukte
Finanzanlagesituation der Kunden analysieren, Anlagemotive und Risikoprofile ermitteln
Kunden die Anlagestrategien unter Beachtung der rechtlichen und betrieblichen Vorschriften erläutern
Chancen und Risiken, insbesondere von Investmentvermögen, bewerten
steuerliche Vorschriften berücksichtigen
Kauf- und Verkaufsaufträge von Finanzprodukten abwickeln
B. Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Wahlqualifikationseinheiten nach § 4 Absatz 3 Nummer 2 in Verbindung mit Absatz 5
1 Finanzierungsberatung von gewerblichen Kunden
persönliche und gewerbliche Finanzsituation des Kunden erfassen
Finanzierungswege bedarfsgerecht darstellen
kundengerechte Angebote erläutern
Ergebnisse festhalten und Auftrag entgegennehmen
weiteres Vorgehen mit dem Kunden festlegen und dokumentieren
2 Optimierung von Finanzproduktbeständen der Kunden
Anlässe zur Überprüfung erkennen und Überprüfung durchführen
Kundenportfolio anlassbezogen analysieren, das Risikoprofil berücksichtigen und Ergebnisse bewerten
Maßnahmen zur Optimierung der Finanzanlagen unter Abwägung von Vor- und Nachteilen vorschlagen und Entscheidungen vorbereiten
Maßnahmen in Abstimmung mit dem Kunden umsetzen
Nachhaltigkeit der Maßnahmen im Kontext der Portfolioentwicklung des Kunden überprüfen und bewerten
3 Private Immobilienfinanzierung und Versicherungen
Immobilienerwerb als Anlageoption darstellen
Finanzierungsmöglichkeiten bei Erwerb und Errichtung von Immobilien darstellen
rechtliche und wirtschaftliche Voraussetzungen für Immobilienfinanzierungen prüfen
über versicherbare Risiken im Zusammenhang mit Immobilienerwerb und -finanzierung beraten
Bedarf für Versicherungsprodukte ermitteln, Angebote erstellen und erläutern
Daten für Immobilienbewertungen und Beleihungswerte ermitteln
Finanzierungspläne und -angebote erläutern
Finanzierungsanträge aufnehmen und Vollständigkeit der Unterlagen sicherstellen
über Voraussetzungen und Modalitäten der Auszahlungen informieren
4 Vertrieb von Produkten der betrieblichen Altersvorsorge
4.1 Kundenberatung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern
(§ 4 Absatz 5 Nummer 4.1)
4.2 Angebot und Antrag
(§ 4 Absatz 5 Nummer 4.2)
Anlage 3 (zu § 5)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen/zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzen- Zeitliche Gliederung -
(Fundstelle: BGBl. I 2006, 1199 - 1201;
A. Fachrichtung Versicherung
(1) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 2 Abschnitt I der Berufsbildpositionen
Personalwirtschaft, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften, Lernziele a bis e,
Betriebliches Rechnungswesen, Lernziel a,
Versicherungs- und Finanzprodukte, Lernziele a bis c,
(2) In einem Zeitraum von insgesamt vier bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 2 Abschnitt I der Berufsbildpositionen
Vorbereitung von Beratungs- und Verkaufsprozessen, Lernziele a bis c,
Kundenbetreuung, Lernziele a bis c,
(3) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 2 Abschnitt I der Berufsbildpositionen
Versicherungs- und Finanzprodukte, Lernziel d,
Vertragsservice, Lernziele a bis c,
(1) In einem Zeitraum von insgesamt vier bis sechs Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 2 Abschnitt I der Berufsbildpositionen
Vorbereitung von Beratungs- und Verkaufsprozessen, Lernziel d,
Versicherungs- und Finanzprodukte, Lernziele e bis h,
(2) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 2 Abschnitt I der Berufsbildpositionen
Personalwirtschaft, arbeits-, sozial- und tarifrechtliche Vorschriften, Lernziele f bis i,
Betriebliches Rechnungswesen, Lernziel b,
Vertragsservice, Lernziele d und e,
(3) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anlage 2 Abschnitt I der Berufsbildpositionen
Nachbereitung von Beratungs- und Verkaufsgesprächen,
Kundenbetreuung, Lernziele d und e,
(1) In einem Zeitraum von vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach Anlage 2 Abschnitt II A der Berufsbildposition
(2) In einem Zeitraum von jeweils vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der zwei ausgewählten Wahlqualifikationseinheiten nach Anlage 2 Abschnitt II B der Berufsbildpositionen
Kundengewinnung und Bestandsausbau,
Steuerung und Verkaufsförderung in der Vertriebseinheit,
Vertrieb von Produkten der betrieblichen Altersvorsorge,
Vertrieb von Versicherungsprodukten für Gewerbekunden,
Optimierung von Kundenbeziehungen und Versicherungsbeständen,
B. Fachrichtung Finanzberatung
(1) In einem Zeitraum von vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach Anlage 2 Abschnitt III A der Berufsbildposition
(2) In einem Zeitraum von jeweils vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der zwei ausgewählten Wahlqualifikationseinheiten nach Anlage 2 Abschnitt III B der Berufsbildpositionen
Finanzierungsberatung von gewerblichen Kunden,
Optimierung von Finanzproduktbeständen der Kunden,
Private Immobilienfinanzierung und Versicherungen,
Stand: Geändert durch Art. 1 V v. 27.5.2014 I 690
2006, 1187: BGBl I