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Timestamp: 2016-10-21 13:15:40
Document Index: 83197302

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'BGE', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 159', 'Art. 135', 'Art. 152']

J.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Markus Wick, Bachmattweg 1, Frick,
A.- Die 1963 geborene J.________ war seit M�rz 1998 als Mitarbeiterin in der Produktion bei der Firma D.________ AG angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch versichert. Am 22. April 1998 erlitt sie als Mitfahrerin auf dem R�cksitz eines Personenwagens einen Heckauffahrunfall. Dabei zog sie sich Prellungen der rechten Schulter und einiger Rippen auf der rechten Seite sowie eine Verstauchung der Halswirbels�ule zu (Zeugnis von Dr. med. S.________, Arzt f�r Allg. Medizin FMH, vom 2. Mai 1998). F�nf Tage nach dem Unfall arbeitete die Versicherte wieder. Vom 3. bis 26. Juli 1998 setzte sie die Arbeit aus, um sie danach zu 50 % erneut aufzunehmen. Nach verschiedenen �rztlichen Untersuchungen weilte die Versicherte vom 2. November bis 2. Dezember 1998 in der Rehaklinik X.________, wo ein persistierendes zervikothorakobrachiales Syndrom rechts sowie ein symptomatisches Thoracic-outlet-Syndrom und eine erosive Antrumgastritis diagnostiziert wurden (Austrittsbericht vom 17. Dezember 1998 beruhend u.a. auf einem psychosomatischen und einem neurophysiologischen Konsilium). Gest�tzt auf die kreis�rztliche Untersuchung vom 16. Februar 1999 schloss die SUVA mit Verf�gung vom 25. M�rz 1999 den Schadenfall ab und stellte die Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) per 31. M�rz 1999 ein. Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Entscheid vom 10. Mai 1999).
C.- J.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit den Rechtsbegehren, in Aufhebung des angefochtenen Entscheides sowie des Einspracheentscheides vom 10. Mai 1999 und der Verf�gung vom 24. M�rz 1999 sei festzustellen, dass aufgrund des Unfallereignisses vom 22. April 1998 die SUVA �ber den 31. M�rz 1999 hinaus und bis auf Weiteres Versicherungsleistungen (insbesondere Taggeldzahlungen und Heilkostenersatz) zu erbringen habe. Eventuell sei die Sache in diesem Sinne zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. In prozessualer Hinsicht wird unentgeltliche Rechtspflege beantragt.
Die SUVA und die beigeladene CSS Versicherung verzichten auf eine Stellungnahme. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen lassen.
1.- a) Gem�ss Art. 10 UVG hat der Versicherte Anspruch auf die zweckm�ssige Behandlung der Unfallfolgen, namentlich auf die ambulante Behandlung durch den Arzt, den Zahnarzt oder auf deren Anordnung durch eine medizinische Hilfsperson sowie im weitern durch den Chiropraktor (Abs. 1 lit. a).
Ist der Versicherte infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunf�hig, so hat er Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsf�higkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod des Versicherten (Art. 16 Abs. 2 UVG). Das Taggeld betr�gt bei voller Arbeitsunf�higkeit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunf�higkeit wird es entsprechend gek�rzt (Art. 17 Abs. 1 UVG).
b) Wird der Versicherte infolge eines Unfalles invalid, so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allf�llige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
2.- a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gem�ss UVG setzt zun�chst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit,Invalidit�t, Tod) ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des nat�rlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umst�nde, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher St�rungen ist; es gen�gt, dass das sch�digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die k�rperliche oder geistige Integrit�t der versicherten Person beeintr�chtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche St�rung entfiele (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen).
b) Ist die Unfallkausalit�t einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entf�llt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nach einiger Zeit �berhaupt keine nat�rliche Ursache des Gesundheitsschadens mehr darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich vom unfallfremden Faktor beherrscht wird (Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 474). Dies trifft dann zu, wenn - nach vor�bergehender Verschlimmerung oder erstmaliger Manifestierung des krankhaften Vorzustandes - entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsm�ssigen Verlauf auch ohne Unfall fr�her oder sp�ter eingestellt h�tte (status quo sine) erreicht ist (Morger, Zusammentreffen verschiedener Schadensursachen [Art. 36 UVG] in: Versicherungskurier 42/1987 S. 133). Ebenso wie der leistungsbegr�ndende nat�rliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse M�glichkeit nunmehr g�nzlich fehlender urs�chlicher Auswirkungen des Unfalles gen�gt nicht (BGE 117 V 360 Erw. 4a und 376 Erw. 3a, 115 V 142 Erw. 8b mit Hinweisen). Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegr�ndender nat�rlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 Erw. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76 Erw. 4b).
3.- Streitig und zu pr�fen ist prim�r die Frage, ob nach dem 31. M�rz 1999 noch Anspruch auf Fortf�hrung der Behandlung der Unfallfolgen unter Ausrichtung der Taggeldzahlungen sowie der Uebernahme der Heilbehandlungskosten besteht.
Die Vorinstanz geht mit der SUVA davon aus, dass auf den Unfall zur�ckzuf�hrende Beschwerden und Funktionsausf�lle organisch nicht nachzuweisen sind, mit Ausnahme der Verlangsamung der Nervenleistungsgeschwindigkeit. Die festgestellten Magenbeschwerden beurteilt sie als nat�rlich kausal zum Unfallereignis, auch wenn die Beschwerdef�hrerin die Medikamente ohne �rztliche Verschreibung eingenommen habe. Von medizinischer Seite st�nden jedoch andere Probleme im Zentrum. So seien die geklagten Beschwerden auf eine Anpassungsst�rung (ICD-10 F 43.2) zur�ckzuf�hren. Diese ausgepr�gte psychische Problematik stehe in Anwendung der f�r die psychischen Unfallfolgen massgebenden Kriterien (BGE 115 V 133 ff.) jedoch nicht in einem ad�quaten Kausalzusammenhang zum Unfallgeschehen. Die SUVA habe daher keine weiteren Leistungen zu erbringen.
4.- a) Die Beschwerdef�hrerin leidet seit dem Unfall vom 22. April 1998, bei welchem sie sich ein HWS-Distorsionstrauma zuzog, u.a. unter Magenbeschwerden infolge unfallbedingter Schmerzmedikation sowie unter einem persistierenden zervikothorakobrachialen Syndrom rechts und einem symptomatischen Thoracic-outlet-Syndrom, das durch die entsprechenden klinischen Tests provoziert werden kann (neurophysiologisches Konsilium vom 12. November 1998). Psychiatrischerseits wird eine psychosomatische Symptomausweitung diagnostiziert, die sich am ehesten als Anpassungsst�rung (ICD-10: F 43.2) mit erheblicher sozialer Problematik einordnen l�sst (psychosomatisches Konsilium vom 25. November 1998). Bez�glich des durch das HWS-Distorsionstrauma verursachten persistierenden Zervikothorakobrachialsyndroms und des Thoracic-outlet-Syndroms wird von der Klinik X.________ (Austrittsbericht vom 17. Dezember 1998) acht Monate nach dem Unfall die Weiterbehandlung durch den Hausarzt empfohlen, wobei eine Therapiepause von mindestens 2 bis 3 Monaten vorgeschlagen wird. Die Arbeitsunf�higkeit bezifferten die �rzte mit 50 % seit dem 7. Dezember 1998. Entgegen dem SUVA-Kreisarzt Dr. med. W.________ (Bericht vom 18. Februar 1999) wird von Seiten der Klinik X.________ keine Psychotherapie empfohlen. Vielmehr wird festgestellt, dass es angesichts des kulturellen Hintergrundes unwahrscheinlich sei, dass mit Einzeltherapie eine wesentliche Ver�nderung der Lebensumst�nde der Versicherten erreicht werden k�nne. Der Hausarzt Dr. med S.________ best�tigte 9 Monate nach dem Unfall die Weiterf�hrung der somatischen Therapie (Zwischenbericht vom 28. Januar 1999). Der Kreisarzt erwartete knapp 10 Monate nach dem Unfallereignis von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr (Bericht vom 18. Februar 1999).
b) Aufgrund des �berzeugenden Berichts der Rehaklinik vom 17. Dezember 1998 und des Zwischenberichts des Hausarztes vom 28. Januar 1999 ist davon auszugehen, dass von der Fortsetzung der somatischen �rztlichen Behandlung eine Besserung erwartet werden kann bzw. entgegen dem SUVA-Kreisarzt nicht zum vornherein ausgeschlossen ist. Zudem ist aufgrund der medizinischen Aktenlage (insbesondere der genannten Berichte) nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt (vgl. Erw. 2b hievor), dass kein auf den Unfall zur�ckzuf�hrender organisch nachweisbarer somatischer Gesundheitsschaden mehr vorliegt. Eine Ad�quanzpr�fung gem�ss BGE 115 V 140 bzw. 117 V 367 er�brigt sich. Hinsichtlich der psychosomatischen Symptomausweitung, die grunds�tzlich einer Psychotherapie zug�nglich ist, ist vorliegend eine Behandlung weder indiziert noch wird sie durchgef�hrt oder ausdr�cklich beantragt.
Mithin steht fest, dass die SUVA vorerst die somatische Heilbehandlung und die Taggeldleistungen (im Rahmen der Arbeitsunf�higkeit) weiterzugew�hren hat, um dann, wenn von der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr zu erwarten ist, �ber den Abschluss des Falls bzw. allf�llige weitere Leistungen zu befinden.
5.- Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, sind gem�ss Art. 134 OG keine Gerichtskosten zu erheben. Dem Prozessausgang entsprechend hat die SUVA der Beschwerdef�hrerin eine Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 159 Abs. 2 OG in Verbindung mit Art. 135 OG). Angesichts des anwaltlichen Aufwandes im vorliegenden Verfahren erscheint eine Entsch�digung von Fr. 1'500.- als angemessen. Das Begehren um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung (Art. 152 Abs. 2 OG) erweist sich damit als gegenstandslos.
wird festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin
teientsch�digung von Fr. 1500.- (inkl. Mehrwertsteuer)
IV. Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau hat �ber
eine Parteientsch�digung f�r das kantonale Verfahren,