Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=18%20U%20106/13
Timestamp: 2020-01-27 05:57:37
Document Index: 295758932

Matched Legal Cases: ['Art. 17', '§ 249', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 429', 'BGH', 'BGH']

OLG Düsseldorf, 18.12.2013 - I-18 U 106/13 - dejure.org
OLG Düsseldorf, 18.12.2013 - I-18 U 106/13
https://dejure.org/2013,54183
OLG Düsseldorf, 18.12.2013 - I-18 U 106/13 (https://dejure.org/2013,54183)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 18.12.2013 - I-18 U 106/13 (https://dejure.org/2013,54183)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 18. Dezember 2013 - I-18 U 106/13 (https://dejure.org/2013,54183)
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Schnittstellenkontrolle - Anforderungen
Ansprüche des Absenders wegen Verlustes einer Paketsendung; Anforderungen an den Nachweis des Inhalts der Pakete
Fehlende Schnittstellenkontrolle beim Güterumschlag ist in der Regel leichtfertig
CMR Art. 17; BGB § 249 Abs. 1
Ansprüche des Absenders wegen Verlustes einer Paketsendung
LG Köln, 01.12.2010 - 23 O 41/09
OLG Köln, 22.02.2013 - 20 U 179/10
LG Düsseldorf, 17.05.2013 - 31 O 24/12
BGH - I ZR 227/13 (anhängig)
Es ist vielmehr von einem konkludenten rechtsgeschäftlichen Verhalten auszugehen (vgl. BGH, Urteil vom 20. September 2007 - I ZR 43/05 -, TranspR 2008, 113 ; BGH, Urteil vom 21. November 1996 - I ZR 139/94 -, NJW 1997, 729; Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 18. Dezember 2013 - 18 U 106/13 -, juris).
Die Bildung der richterlichen Überzeugung setzt dabei einen Grad an Gewissheit voraus, der Zweifeln Schweigen gebietet (vgl. BGH, Urteil vom 13. September 2012, - I ZR 14/11 -, NJW-RR 2013, 813 f.; Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 18. Dezember 2013 - 18 U 106/13 -, juris).
Der Tatrichter kann sich die Überzeugung von der Richtigkeit des behaupteten Inhalts einer Sendung auch dann bilden, wenn nur eines der beiden Dokumente vorgelegt wird und der beklagte Frachtführer dagegen keine substantiierten Einwände erhebt (vgl. Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 18. Dezember 2013 - 18 U 106/13 -, juris unter Hinweis auf BGH, Urteil vom 13. September 2012, - I ZR 14/11 -, NJW-RR 2013, 813 f.).
Der Wert der im streitgegenständlichen Paket befindlichen Waren ergibt sich aus der von der Klägerin vorgelegten Handelsrechnung (vgl. auch die Regelung in § 429 Abs. 3 Satz 2 HGB) und stellt den maßgeblichen Verkaufspreis an den Kunden dar (vgl. Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 18. Dezember 2013 - 18 U 106/13 -, juris).
Nach der Rechtsprechung des 18. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf liegt auch insoweit ein qualifiziertes Verschulden vor, wenn seitens des Frachtführers nicht Umstände vorgetragen werden, die ausnahmsweise eine Falschauslieferung als einmaliges Versagen erscheinen lassen (vgl. Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 18. Dezember 2013 - 18 U 106/13 -, juris).
Die Beklagte hat insbesondere nicht vorgetragen, bei anderen Empfängern von Sendungen im Hinblick auf eine Falschauslieferung nachgefragt zu haben, so dass sie sich der Möglichkeit begeben hat, ein außer Kontrolle geratenes Paket doch noch aufzufinden (vgl. Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 18. Dezember 2013 - 18 U 106/13 -, juris unter Hinweis auf BGH, Urteil vom 19. Juli 2012 - I ZR 104/11 -, juris).
Die Bildung der richterlichen Überzeugung setzt dabei einen Grad an Gewissheit voraus, der Zweifeln Schweigen gebietet (vgl. BGH, Urteil vom 13. September 2012, - I ZR 14/11 -, NJW-RR 2013, 813 f.; Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 18. Dezember 2013 - 18 U 106/13 -, juris; Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 6. Juli 2016 - 18 U 94/15 - Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 9. März 2016 - 18 U 49/15 - Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 1. Oktober 2014 - 18 U 52/13 -, juris).
Die Beklagte hat insbesondere nicht vorgetragen, bei anderen Empfängern von Sendungen im Hinblick auf eine Falschauslieferung nachgefragt zu haben, so dass sie sich der Möglichkeit begeben hat, ein außer Kontrolle geratenes Paket doch noch aufzufinden (vgl. Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 18. Dezember 2013 - 18 U 106/13 -, juris).
OLG Düsseldorf, 16.11.2016 - 18 U 120/11
Darlegungs- und Beweislast bei Inanspruchnahme des Frachtführers wegen des …
Die Grundsätze dieser Rechtsprechung (vgl. Senatsurteile vom 18.12.2013 - I-18 U 106/13 - und vom 01.10.2014 - I-18 U 52/13, jeweils zitiert nach juris; Senatsurteil vom 06.07.2016 - I-18 U 94/15) kommen auch hier zur Anwendung.