Source: https://www.peterlang.com/view/9783653954135/10_Chapter02a.html
Timestamp: 2018-02-20 13:58:39
Document Index: 5223066

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 1600', '§ 1600', '§ 1600', '§ 1600', '§ 186', '§ 186', '§ 186', '§ 186', '§ 1308', '§ 186', '§ 105', '§ 104', '§ 111', '§ 1746', '§ 1746', '§ 1746', '§ 1629', '§ 1751', '§ 1747']

(c) Vertretung Minderjähriger in Adoptionssachen : Die Partizipation Minderjähriger im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit
(c) Vertretung Minderj...
Eine Analyse der Beteiligung und der Verfahrensfähigkeit in Familien- und Erbrechtsverfahren
9783653954135
http://dx.doi.org/10.3726/978-3-653-06152-9
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2015. 225 S., 2 Tab.
1. Das Familiengericht
2. Der Psychologische Sachverständige
3. Das Jugendamt
4. Die Beratungsstelle
6. Der Verfahrensbevollmächtigte
7. Der Beistand
8. Ergänzungspfleger
9. Verfahrensbeistand
1. Beteiligtenstellung Minderjähriger nach § 7 FamFG
a) § 7 I FamFG
b) § 7 II Nr. 1 FamFG
c) § 7 II Nr. 2 FamFG
d) § 7 III FamFG
3. Rechte und Pflichten eines Beteiligten
b) Tatsächliche Aspekte
1. Allgemeine Regelung des § 9 FamFG
a) Eigene Verfahrensfähigkeit des minderjährigen Kindes
aa) Verfahrensfähigkeit gem. § 9 I Nr. 2 FamFG
bb) Verfahrensfähigkeit gem. § 9 I Nr. 3 FamFG
(1) Verfahren, die die Person des Kindes betreffen
(2) Dem Kind nach bürgerlichem Recht zustehende Rechte
(3) Geltendmachung
(4) Fazit zu § 9 I Nr. 3 FamFG
cc) Die Regelung des § 9 I Nr. 4 FamFG
dd) Folgen der eigenen Verfahrensfähigkeit des Kindes
b) Verfahrensfähigkeit des Kindes bei Vertretung, § 9 II FamFG
aa) Grundsätze der Vertretung des Kindes nach dem BGB
bb) Problematik bei Interessenkollision
(1) Personenrechtliche Angelegenheiten
(a) Vertretung Minderjähriger in Kindschaftssachen
(b) Vertretung Minderjähriger in Abstammungssachen
(bb) Ansichten in der Literatur
α) Vaterschaftsanfechtungsverfahren
αα) Antragstellung durch das Kind, § 1600 I Nr. 4 BGB
ββ) Antragstellung durch einen Elternteil, § 1600 I Nr. 1, 3 BGB
γγ) Antragstellung durch die anfechtungsberechtigte Behörde, § 1600 I Nr. 5 BGB oder den potentiellen leiblichen Vater, § 1600 I Nr. 2 BGB
β) Vaterschaftsfeststellungsverfahren
(c) Vertretung Minderjähriger in Adoptionssachen
(aa) Gesetzliche Struktur der verschiedenen Adoptionsverfahren
α) § 186 Nr. 1 FamFG: Die Annahme als Kind
β) § 186 Nr. 2 FamFG: Die Ersetzung der Einwilligung zur Annahme als Kind
γ) § 186 Nr. 3 FamFG: Die Aufhebung des Annahmeverhältnisses
δ) § 186 Nr. 4 FamFG: Die Befreiung vom Eheverbot des § 1308 I BGB
(bb) Rechtsprechung
β) § 186 Nr. 2-4 FamFG
(2) Vermögensrechtliche Angelegenheiten
(a) Erbausschlagungsverfahren
(b) Erbscheinsverfahren
2. Spezielle Regelungen der Verfahrensfähigkeit
1. Die Institution Ergänzungspfleger
a) Bestellung des Ergänzungspflegers
d) Erleben des Kindes
2. Die Institution Verfahrensbeistand
1. Rechtslage in Österreich
a) Prozessfähigkeit Minderjähriger nach österreichischer ZPO und ABGB
b) Verfahrensfähigkeit nach dem Außerstreitgesetz (AußStrG)
c) Kindesbefragung gemäß § 105 AußStrG
d) Der Kinderbeistand gemäß § 104a AußStrG
2. Rechtslage in der Schweiz
a) Rechtslage nach der Gesetzesänderung im Jahr
b) Kindesschutzrecht nach der Gesetzesänderung im Jahr
c) Vertretungsbeistandschaft nach der Gesetzesänderung im Jahr
3. Ergebnisse des Rechtsvergleichs
a) Kinderbeistand vs. Verfahrensbeistand
b) Vertretungsbeistand vs. Verfahrensbeistand
In Adoptionssachen i.S.v. §§ 111 Nr. 4, 186 ff. FamFG werden zur Problematik der Vertretung des Kindes bei Interessenkollision in der Person des gesetzlichen Vertreters in Rechtsprechung und Literatur die nachfolgend dargestellten Ansichten vertreten.
Vor der Darstellung der verschiedene Ansichten und Herangehensweisen zur Lösung des Problems erscheint es sinnvoll, sich kurz die gesetzliche Struktur der verschiedenen Adoptionsverfahren vor Augen zu führen, um die Annäherung an die vorbezeichnete Fragestellung zu erleichtern.
Aufgrund der eigenständigen Rechtspersönlichkeit des Kindes350 bestimmt § 1746 I 1 BGB, dass zur Annahme als Kind die Einwilligung des Kindes erforderlich ist. Nach § 1746 I 2 BGB ← 111 | 112 →kann für ein Kind, das geschäftsunfähig oder noch nicht 14 Jahre alt ist, nur sein gesetzlicher Vertreter die Einwilligung erteilen. Im Übrigen kann das Kind die Einwilligung nur selbst erteilen. Es bedarf jedoch hierzu der Zustimmung seines gesetzlichen Vertreters, § 1746 I 3 BGB. Das Kind wird dabei von seinen leiblichen Eltern nach den allgemeinen Regelungen – also gem. § 1629 I 2 Hs. 1 BGB grundsätzlich gemeinschaftlich – vertreten. Dabei ist zu beachten, dass ab dem Zeitpunkt des Zugangs der Einwilligungserklärung der Eltern beim Familiengericht die elterliche Sorge des einwilligenden Elternteils ruht und automatisch das Jugendamt Vormund wird, vgl. § 1751 I 2 Hs. 1 BGB. Außerdem ist gem. § 1747 I 1 BGB zur Annahme eines Kindes die Einwilligung der Eltern erforderlich.
Sowohl die Einwilligung der Eltern, als auch die des Kindes sind dem Familiengericht gegenüber zu erkl...
B. Beteiligtenstellung und Verfahrensfähigkeit von Minderjährigen in FamFG-Verfahren
I. Potentielle Akteure in FamFG-Verfahren mit Kindesbezug
II. Kinder als Beteiligte
III. Verfahrensfähigkeit
C. Die Interessenvertretung des Kindes
I. Ergänzungspfleger vs. Verfahrensbeistand
II. Kindesvertretung im österreichischen und schweizerischen Recht