Source: http://www.tree-consult.org/gutachten-beratung.htm?info=37
Timestamp: 2019-06-19 16:02:50
Document Index: 120303290

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 249', '§ 249', '§ 251', '§ 249', '§ 251', '§44']

Rund um den Baum im Siedlungsbereich ergeben sich sowohl baumfachliche als auch ökologische und rechtliche Fragestellungen. Bäume sind Lebewesen. Es gilt, den besten Weg zu finden, sie lange gesund zu erhalten. Die Verkehrssicherheit muss gewährleistet, der Sachwert des Baumes erhalten werden. Wenn jemand durch einen Baum zu Schaden gekommen ist, sind Sachverständige gefordert.
Als öffentliche bestellte und vereidigte Sachverständige untersuchen wir Ihre Bäume baumschonend und erarbeiten Gutachten auf Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse, Fachliteratur und Rechtssprechung.
Baumeigentümer sind für die Stand- und Bruchsicherheit ihrer Bäume selbst verantwortlich. Sie können für Schäden, die von ihren Bäumen ausgehen, zivil- und strafrechtlich belangt werden. Daher ist eine kontinuierliche, fachgerechte Kontrolle des eigenen Baumbestands unerlässlich.
Brudi & Partner unterstützt Sie als Baumeigentümer bei Ihrer Kontrollpflicht. Dabei handelt es sich in der Regel nur um eine visuelle Kontrolle vom Boden aus, die zunächst nur verdächtige Umstände identifiziert. Werden bei solchen Kontrollen Schäden erkannt, ist Fachwissen gefragt, um die Bedeutung der sichtbaren Symptome für die Gesundheit und Sicherheit des Baumes einzuschätzen. Nur so können zielführende baumpflegerische Maßnahmen ergriffen werden. In Ausnahmefällen empfehlen wir, sich mit Hilfe eingehender technischer Untersuchungen mehr Klarheit über den Zustand eines Baumes und seine vorhandenen Sicherheitsreserven zu verschaffen.
Eingehende technische Untersuchungen
Bei ausgeprägten Schäden können eingehende Untersuchungen mit technischen Geräten stichhaltige Fakten liefern, die als Entscheidungsgrundlage für weitere Schritte dienen. Auch in Streitfällen bietet der Einsatz ingenieurstechnischer Methoden und Diagnoseverfahren zusätzlich zur rein visuellen Untersuchung die Möglichkeit, Fakten und Zusammenhänge darzustellen, Nachweise zu erbringen und auf diese Weise die Diskussion zu versachlichen. Brudi & Partner verfügt nicht nur über umfassende Erfahrungen in der Auswertung baumstatischer Messungen, sondern auch über alle gängigen Geräte für die ingenieurstechnische Baumdiagnose.
Große Sachschäden oder Personenschäden, z.B. durch das Umstürzen eines Baumes, ziehen häufig juristische Auseinandersetzungen oder Strafverfahren nach sich. Dabei steht die Frage nach der Vorhersehbarkeit des Schadereignisses im Vordergrund. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung aus zahlreichen gerichtlichen Verfahren und vorprozessualen Auseinandersetzungen sind wir kompetente Berater in Rechtsstreitigkeiten. Mit einer möglichst fundierten, nachvollziehbaren Gutachtertätigkeit können wir häufig zu einer Beschleunigung sonst langwieriger Verfahren oder sogar zur Vermeidung gerichtlicher Auseinandersetzungen beitragen.
Beratung - Zweite Meinung
Bei Zweifeln über die richtige Vorgehensweise nach einer Baumkontrolle, können die Sachverständigen von Brudi & Partner noch vor Ort ein mündliches Gutachten erstellen, das Gefährdungspotenzial eines Schadsymptoms an einem Baum einschätzen und/ oder sinnvolle baumpflegerische Maßnahmen empfehlen. Solche verbindlichen Aussagen zur Verkehrssicherheit von Bäumen geben dem Eigentümer oder dem verantwortlichen Baumkontrolleur eine bessere fachliche Absicherung, insbesondere wenn es darum geht, ob der Baum erhalten werden kann oder gefällt werden muss.
„Ein Baum ist ein werterheblicher Faktor des Grundstücks, auf dem er wächst. […] Wird er zerstört oder beschädigt, so wird in die Substanz des Grundstücks eingegriffen." ("Kastanienbaum-Urteil", BGH Urteil vom 13.5.1975)
Brudi & Partner erstellt Gutachten zur Wertermittlung von Gehölzen und zur Schadenshöhe an Gestaltungsgrün für Gerichte, Behörden, Versicherungen und Privatpersonen. Wir beraten Sie:
für einen angemessenen Schadensersatz bei Unfällen,
bei vorsätzlichen Baumbeschädigungen oder ungenehmigten Fällungen,
zur Wertfeststellung bei Grundstücksverkäufen und Grundstücksteilabtretungen oder bei vorzeitiger Besitzeinweisung und Enteignung.
„Wer zum Schadensersatz verpflichtet ist, hat den Zustand herzustellen, der bestehen würde, wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten wäre." (BGB § 249). Grundsätzlich basieren Berechnungen zur Schadenshöhe auf zwei rechtlichen Vorgaben:
§ 249 BGB Naturalrestitution oder
§ 251 BGB Entschädigung in Geld
§ 249 BGB wird nur in solchen Fällen angewendet, in denen ein direkter Ersatz möglich ist, also z.B. bei Jungbäumen in Baumschulsortierungen, die regelmäßig auch in Neuanlagen gepflanzt werden. Dabei darf der Geschädigte nach dem Schaden nicht besser gestellt sein als zuvor. Auch nicht dauerhafte Schäden an Bäumen können direkt ausgeglichen werden. Der Sachverständige stellt dazu die Kosten aller Sofortmaßnahmen und des erhöhten Pflegeaufwands bis zur vollständigen Erholung des Gehölzes zusammen und berücksichtigt auch das Risiko, dass trotz aller gärtnerischer Unterstützung das Gehölz trotzdem absterben könnte.
§ 251 BGB kommt vor allem dann zur Anwendung, wenn das beschädigte Gehölz so groß und alt ist, dass es durch gängige Baumschulware nicht mehr oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand ersetzt werden kann. Bei Enteignungen ist die Herstellung naturgemäß unmöglich. Mit Hilfe der Methode KOCH können in diesem Fall nach dem Sachwertverfahren die üblichen Herstellkosten für das genommene Gehölz ermittelt und eventuelle Wertminderungen aufgrund von Alter oder Vorschäden berücksichtigt werden.
Auch bei Totalschäden an Großbäumen besteht wegen des unverhältnismäßigen Aufwandes für eine sofortige Wiederherstellung meist nur ein Anspruch auf die Nachpflanzung von Ersatzgehölzen in einer angemessenen Größe. Dadurch verbleibt aber im Vergleich zur Situation vor dem Schaden regelmäßig ein Minderwert, da die Funktion vom neuen Baum über Jahre nicht geleichermaßen erfüllt wird. Zur Bestimmung des bis zur Funktionserfüllung verbleibenden Wertverlustes am Grundstück kann ebenfalls die obergerichtlich anerkannte Methode KOCH Anhaltspunkte liefern.
Soll auf einem Grundstück gebaut werden, spielen heute naturschutzfachliche Aspekte zunehmend eine große Rolle. Das gestiegene Umweltbewusstsein und die aktuelle Naturschutzgesetzgebung erfordern einen schonenden Umgang auch mit der vorhandenen Vegetation. Die früher übliche, flächige Rodung von Grundstücken wird heute selten akzeptiert.
Nicht selten stehen als erhaltenswert eingestufte Bäume am oder sogar im Arbeitsbereich von Maschinen und sind dadurch während der Bauzeit gefährdet. Eine professionelle ökologische Baustellenvorbereitung und Baubegleitung hilft Schäden an den Bäumen und insbesondere im Wurzelbereich zu vermeiden.
bei der Formulierung von Leistungsverzeichnissen
bei Vergabegesprächen
bei der ökologischen Baubegleitung
bei der Abnahme von Baumpflegearbeiten und Bauleistungen, die mit dem Erhalt von Bäumen zusammenhängen.
Gutachten zur Erhaltungswürdigkeit des Baumbestands
Wenn bei einem Bauvorhaben nicht der gesamte Baumbestand erhalten werden kann, stellt sich häufig die Frage, welche Bäume mittelfristig erhaltenswert sind, für welche Bäume sich zum Teil kostspielige Erhaltungs- und Schutzmaßnahmen lohnen, ob und wie die geplanten Baukörper an den bestehenden Baumbestand angepasst werden können.
Brudi & Partner unterstützt den Planungsprozess durch eine neutrale, fachlich fundierte Einschätzung der Erhaltungswürdigkeit von Bäumen anhand nachvollziehbarer Kriterien. Eine solche Einschätzung kann im Einzelfall auch vor dem Ankauf von Grundstücken sinnvoll sein, als Grundlage für umsetzbare Baupläne.
Baumschutz beginnt bereits in der Planungsphase und setzt sich in der Ausschreibungsphase durch die Formulierung besonderer und zusätzlicher Vertragsbedingungen fort. Er wird durch eine lückenlose Begleitung des Projekts während der Bauausführung umgesetzt und endet mit der Schlussabnahme.
An erfolgreich umgesetzten Projekten zeigt sich, dass ein effizienter Baumschutz durch die konsequente Einbindung erfahrener Baubegleiter durchaus möglich ist. Wir suchen das Gespräch mit allen Beteiligten, erläutern fachgerechte Vorgehensweisen und bieten praktikable Lösungsansätze bei Interessenskonflikten auf der Baustelle.
„Zur Bestimmung des physiologischen und mechanischen Zustandes von Bäumen, die als Tragwerk für Elemente verwendet werden, muss eine Baumkontrolle durch einen Baumsachverständigen vorgenommen werden.“ (EN DIN 15 567-1) Brudi & Partner liefert fachlich fundierte Bewertungen bereits in der Planungsphase, führt die jährlich notwendigen Baumkontrollen durch und erstellt Tragfähigkeitsnachweise für Bäume.
Aufgrund der zahlreichen Gutachten zu Installationen in Bäumen sind die Sachverständigen bei Brudi & Partner bestens mit den Anforderungen und Lösungsmöglichkeiten in dieser Branche vertraut. In Zusammenarbeit mit der European Ropes Courses Association (erca e.V.) wirken wir zudem an der fachlichen Weiterentwicklung in diesem Bereich mit.
Standorte für Hochseilgärten und Abenteuerparks sind nicht leicht zu finden. Wichtig sind zunächst die Anbindung und der Einzugsbereich der Nutzer. Entscheidend für den langfristigen Erfolg einer Anlageist ist jedoch auch die Eignung des Baumbestandes. Bodenart und Vegetation, Baumartenspektrum und Wuchsklassen sowie Vorschädigungen und die Ausbreitung von Schaderregern im Bestand bestimmen, ob ein Seilgartenprojekt umsetzbar ist, ohne langfristige Schäden an der Natur realisierbar und somit wirtschaftlich nachhaltig ist.
Die vorgesehenen Lasten im Tragwerk erfordern Bäume bestimmter Durchmesserklassen. Baumhöhen und Standortparameter sind für das Windwurfrisiko entscheidend. Baumfachliches Wissen dient in jeder Phase der Planung einer Seilgartenanlage als wichtige Entscheidungsgrundlage und hilft im Genehmigungsverfahren, die Diskussion sachlich zu begleiten und für Akzeptanz zu sorgen.
Die Ansprüche an die Verkehrssicherheit im Seilgarten oder Abenteuerpark sind naturgemäß hoch. Regelmäßige und fachlich qualifizierte Baumkontrollen sind daher unabdingbar. Veränderungen, welche die Belastbarkeit der Bäume im Tragwerk beeinträchtigen, Hinweise auf maßgebliche Defekte am Holzkörper oder bestehende Gefahren in der Krone sollen zuverlässig erfasst und behoben werden. Brudi & Partner trägt durch gewissenhafte Kontrollen und kompetente Maßnahmenempfehlungen zur Sicherheit in Seilgärten bei.
Tragfähigkeitsnachweis für Bäume
Die auftretenden Kräfte durch die Bauminstallationen in einem Seilgarten liegen in der Regel weit unter den Belastungen, denen Bäume üblicherweise durch Wind ausgesetzt sind. Dennoch muss die ausreichende Belastbarkeit der im Tragwerk verwendeten Bäume durch einen Baumsachverständigen nachgewiesen werden. Im Zweifelsfall lassen sich die gewachsenen Tragstrukturen der Bäume nach ingenieurstechnischen Prinzipien bewerten. Dafür entscheidend sind neben der Baumart vor allem der Durchmesser des Stammes und die Höhe der Ankerpunkte im Baum.
Durch jahrelange Erfahrung und eigene Studienarbeiten kann Brudi & Partner auf der Basis von angemessenen Kraftannahmen die Baumreaktionen im Sturzfall abschätzen. Auf diese Weise ist die Absicherung von Installationen in Bäumen auch ohne übertriebene Anforderungen möglich.
Archebäume und Artenschutz
Ein besonderes Betätigungsfeld für alle, die sich mit Bäumen beschäftigen, sind Alt- und Archebäume, die unser eigenes Lebensalter weit übertreffen und häufig Lebensraum für viele selten gewordene Arten sind. Aber auch jüngere Bäume können neben ihren gewohnten Funktionen eine wichtige Lebensraumfunktion für andere Organismen haben. Gerade vor dem Hintergrund der neueren Naturschutzgesetzgebung mit ihren Regelungen zum "Allgemeinen" und "Besonderen Artenschutz", sind jedoch Habitatbäume besonders zu schützen; der baumpflegerische Umgang mit ihnen ist auf die gesetzlichen Vorgaben abzustimmen.
Managementplanung für Uraltbäume
Sehr alte Bäume unterscheiden sich sowohl statisch also auch biologisch von jungen und mittelalten Bäumen. Oft sind ihre Stämme und Äste ausgehöhlt und nicht selten funktionieren sie nur noch in Teilsegmenten. Häufig sind sie Überbleibsel einer längst vergangenen Kulturlandschaft und können mehrere Jahrhunderte alt sein .
Gerade für die Käferfauna sind sie aufgrund ihres langen Lebens und der damit verbundenen langen Habitattradition nicht ersetzbare Lebensräume. Einige dieser hochspezialisierten und daher seltenen Käferarten sind in der jüngeren Vergangenheit verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit geraten (z.B. Eremit).
Im Sinne der Naturschutzgesetzgebung bemühen wir uns um den langfristigen Erhalt unersetzbarer Archebäume und anderer wertvoller Altbäume.
Wir erarbeiten langfristige Managementpläne, die sowohl den Baum als auch das Baumumfeld berücksichtigen und die gegebenenfalls mit baumpflegerischen Maßnahmen (z.B. Kronenrückzugsschnitt / retrenchment pruning), den natürlichen Alterungsprozess der Bäume begleiten und ein vorzeitiges Absterben, z.B. aufgrund eines statischen Versagens verhindern.
Artenschutzrechtliche Untersuchungen
Die Lebensraumfunktion von Bäumen kommt auch im Rahmen der Genehmigung kleinerer Vorhaben und Bauleitplänen immer mehr in den Fokus. Hier sind häufig Einzelbäume im Siedlungsbereich betroffen, die "Fortpflanzungs- und Ruhestätten" besonders oder streng geschützter Arten im Sinne des §44 BNatSchG beherbergen können.
Durch frühzeitige Untersuchungen (z.B. bereits ein Jahr vor geplanten Rodungsmaßnahmen) können relevante Habitate identifiziert werden und vorgezogen ausgeglichen werden (CEF-Maßnahmen) oder aber Beeinträchtigungen von Arten überhaupt vermieden werden. Mit unseren sachverständigen Kletterern können wir potenzielle Habitate auch in großen Höhen feststellen und untersuchen. Im Rahmen von entsprechenden Gutachten (saP) oder artenschutzrechtlichen Stellungnahmen empfehlen wir Vermeidungs- oder Ausgleichsmaßnahmen. Bei speziellen Fragestellungen zu bestimmten Arten arbeitet Brudi & Partner in einem Netzwerk mit zahlreichen Artenspezialisten zusammen.
Im Rahmen der eingehenden Untersuchung von Bäumen arbeitet Brudi & Partner TreeConsult ausschließlich mit baumschonenden, weitgehend verletzungsfreien Diagnoseverfahren. Invasive Untersuchungsmethoden im Rahmen von Verkehrssicherheitsuntersuchungen kommen seit Jahren nicht mehr zum Einsatz. Welches Diagnoseverfahren im Einzelfall angewendet wird, hängt von der Fragestellung ab, die im Rahmen der Untersuchungen geklärt werden soll.
Zur eingehenden Untersuchung der Verkehrssicherheit von Bäumen werden bereits seit etwa 25 Jahren sogenannte Zugversuche durchgeführt. Hierbei werden über ein in der Krone befestigtes Seil vergleichsweise geringe Zugbelastungen auf den Baum ausgeübt. Während der Baum einer zunehmenden Last ausgesetzt wird, reagieren Stamm und Wurzelplatte mit geringfügigen Verformungen, die für das menschliche Auge unsichtbar bleiben, jedoch durch hoch auflösende Messgeräte erfasst werden. Drei Messwerte werden kontinuierlich aufgezeichnet:
die auf den Baum einwirkende Kraft,
die Dehnung oder Stauchung der Randfasern im Stamm und
die Neigung der Wurzelplatte.
Diese Messdaten können elektronisch gespeichert und an einem Computer überwacht werden. So kann sichergestellt werden, dass der untersuchte Baum nicht "überlastet" wird und in seiner tragenden Struktur sowie an Rinde und Wurzeln unbeschädigt bleibt. Jeder Zugversuch wird bei vergleichsweise geringen Reaktionen des Baumes beendet.
Die Messergebnisse werden anschließend in der speziell dafür entwickelten Spezialsoftware ArboStat ausgewertet. Dabei werden die auf den Baum einwirkenden Windlasten, die Materialeigenschaften des grünen Holzes und die Geometrie des belasteten Stammes berücksichtigt (s. auch unsere pdf-downloads zu diesem Thema).
Diese Geräte kommen dabei zum Einsatz:
Dehnungsmessgeräte (Bruchsicherheit des Stammes), Messgenauigkeit 1/1000 mm
Neigungsmessgeräte (Kippsicherheit der Wurzeln) , Messgenauigkeit 1/ 500 °
Zugkraftmessgerät (Seilzugkraft und Seilwinkel), Messgenauigkeit 10 daN (kp)
Laserhöhenmessgeräte
Die Schalltomografie eines Stammquerschnitts gibt Aufschluss über den Höhlungsgrad eines Baumstammes in einer bestimmten Messebene.
Schallwellen breiten sich im Holz in Abhängigkeit von Holzanatomie, Dichte und Elastizitätsmodul unterschiedlich schnell aus. Zersetztes Holz weist eine geringe Dichte auf, was die Geschwindigkeit der Schallwellenausbreitung beeinflusst. Auch beginnende Fäulen verändern die Materialeigenschaften des Holzes und bewirken so eine verminderte Schallleitung. In einem sogenannten Schalltomogramm kann somit der innere Zustand des Stammes in der Untersuchungsebene anhand von Farbdarstellungen von braun (tragfähiges Holz) bis blau (Höhlung) dargestellt und analysiert werden.
Die Auswertung von Schalltomogrammen erfolgt bei Brudi & Partner immer in Kombination mit einer individuellen Windlastabschätzung. Denn erst, wenn die zu erwartende Windbelastung in die Sicherheitsaussage einbezogen wird, kann das Gefahrenpotenzial zuverlässig bewertet werden.
Dieses Gerät kommt dabei zum Einsatz:
Picus Schalltomograph für Bäume mit Stammdurchmessern von 30 - 200 cm
Elektrische Widerstandstomografie
Die elektrische Widerstandstomografie kann als komplementäre Messtechnik zur Schalltomografie weitere wichtige Informationen zum inneren Zustand des Holzkörpers von Bäumen liefern. Über den äußeren Jahrring wird Strom in den Stamm eingeleitet, der sich in Abhängigkeit des Feuchtigkeitsgehalts oder der Holzdichte unterschiedlich gut ausbreiten kann. Sehr hohe Feuchtigkeit im Holz leistet nur einen geringen Widerstand und lässt auf beginnende oder vorhandene Fäulen schließen. Auch hier zeigen Farbcodes von blau für hohe Feuchtigkeit (= geringer Stromwiderstand) bis rot für hohen Stromwiderstand bei geringer Holzfeuchte oder bei sich auflösender Holzstruktur und vorhandenen Höhlungen den inneren Zustand des untersuchten Holzkörpers an.
Brudi & Partner setzt Schalltomografie und elektrische Widerstandstomographie immer in Kombination mit einer individuellen Windlastabschätzung ein. Denn erst, wenn die zu erwartende Windbelastung in die Sicherheitsaussage einbezogen wird, kann das Gefahrenpotenzial zuverlässig bewertet werden.
Picus TreeTronic, Widerstandstomograf für Bäume mit Stammdurchmessern von 30 - 200 cm
Jahrringanalysen
In unseren gemäßigten Breiten bilden Gehölze jedes Jahr neues Holz. Im Frühjahr wird großlumiges, hell erscheinendes und im Sommer englumigeres, dunkler erscheinendes Holz gebildet. Früh- und Spätholz bilden zusammen einen Jahresring.
Dies ermöglicht zeitbezogene Untersuchungen über Ereignisse, die in der Vergangenheit liegen.
Verjährungsfragen in nachbarschaftlichen Auseinandersetzungen
Altersbestimmung von Gehölzen
Aussagen zur Verpflanzungshäufigkeit
Ermittlung des Schadzeitpunktes