Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=StGH%20Hessen&Datum=12.12.2005&Aktenzeichen=P.St.%201899
Timestamp: 2019-04-19 17:46:30
Document Index: 209943525

Matched Legal Cases: ['Art 141', 'Art 131', 'Art 132', '§ 15', '§ 39', '§ 13', '§ 18', 'Art 109', 'Art 115', 'Art. 141']

StGH Hessen, 12.12.2005 - P.St. 1899 - dejure.org
Art 141 Verf HE; Art 131 Verf HE; Art 132 Verf HE; § 15 Nr 3 StGHG; § 39 ff StGHG; § 13 Abs 2 Nr 2 S 1 HO HE; § 18 HO HE; Art 109 Abs 2 GG; Art 115 Abs 1 GG
Streit über die Vereinbarkeit eines Nachtragshaushalts des Landes Hessen mit der Landesverfassung; Notwendigkeit des Bestehens eines förmlichen Gesetzes; Trennung des Haushaltsplans in einen ordentlichen Teil mit regelmäßig wiederkehrenden Staatsausgaben und einen außerordentlichen Teil für die übrigen Ausgaben; Zweck dieser Trennung; Zulässigkeit der Geldbeschaffung im Wege eines Kredits nur bei außerordentlichem Bedarf; Bedingungen für die Annahme eines außerordentlichen Bedarfs; Auslegung des Art. 141 der hessischen Landesverfassung (LVerf, HE); Zweck der verfassungsrechtlichen Begrenzungen der Kreditaufnahme; Kriterien für eine rechtmäßige Beschaffung von Geldmitteln im Wege eines Kredits; Ausgaben für Investitionen als Kreditvoraussetzung; Erfordernis der Einhaltung eines gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts trotz der Kreditaufnahme; Darlegungsanforderungen an die Begründung der Notwendigkeit einer Kreditaufnahme; Pflichten des Parlaments bei dem Erlass eines Nachtragshaushalts
Haushalt 2002 verfassungsgemäß
Abweisung des Normenkontrollverfahrens gegen Erweiterung des Nachtragshaushaltsgesetz 2002 um Kreditermächtigung
NVwZ-RR 2006, 657
NVwZ-RR 2006, S.657
DÖV 2006, 229
Die in eine ähnliche Richtung zielende Rechtsprechung des Staatsgerichtshofs des Landes Hessen (NVwZ-RR 2006, 657) beruhe auf einer Verfassungsrechtslage, die sich spezifisch von derjenigen in Nordrhein-Westfalen unterscheide.
Andererseits bot es möglicherweise Raum für eine Kreditaufnahme aus Anlass einer außerordentlich schlechten Finanzlage (so für die entsprechend formulierten Regelungen in den dortigen Landesverfassungen: StGH Hessen, NVwZ-RR 2006, 657, 663; VerfGH Saarland, AS RP-SL 11, 164, 171).