Source: https://ratgeber.immowelt.de/a/bohren-droehnen-rumgeschrei-dann-rechtfertigt-laerm-eine-mietminderung.html
Timestamp: 2020-04-04 19:08:35
Document Index: 145713255

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 536', 'BGH', 'BGH', '§ 536', '§ 536', '§ 536', '§117', '§117', '§ 536', '§ 555']

Bohren, Dröhnen, Rumgeschrei: Dann rechtfertigt Lärm eine Mietminderung
Die Nachbarin stöckelt mit High Heels übers Parket, der Heimwerker nebenan bohrt und im Hausflur schreien Kinder: Häufig fühlen sich Mieter durch den Lärm der Nachbarn gestört. Nimmt die Ruhestörung überhand, kann unter Umständen die Miete gemindert werden. In welchen Fällen eine Mietminderung bei Lärm möglich ist.
Wenn der Nachbar Krach macht und den Mieter um seinen Schlaf bringt, kann das je nach Einzelfall ein Grund zur Mietminderung wegen Lärm sein. Foto: rodjulian/ fotolia.com
Unzumutbarer Lärm: Das gilt es zu beachten
Wenn der Lärm die Grenzen der Zumutbarkeit überschreitet, darf der Mieter die Miete mindern. Jens Hermann, Fachanwalt für Mietrecht in Nürnberg, erklärt wann: „Der Lärm muss so groß sein, dass der Mieter im Nutzen seiner Wohnung massiv eingeschränkt wird, und das dauerhaft.“
Bevor der Mieter die Miete mindern darf, muss er eine Mängelanzeige an seinen Vermieter schreiben: Darin meldet er die Lärmbelästigung und fordert ihn auf, bis zu einer angemessenen Frist etwas dagegen zu unternehmen.
Wie hoch eine Mietminderung sein darf, ist gesetzlich nicht festgeschrieben. Bei der Frage nach der Höhe der Mietminderung sollte sich der Mieter besser den Rat eines Fachanwaltes oder beim Mieterbund einholen.
Verschiedene Lärmquellen: Dann ist eine Mietminderung berechtigt
Lärm kann viele Ursachen haben, seien es die Nachbarn, ihre Kinder oder Haustiere, oder die Umgebung der Mietswohnung. Welche Rechte der Mieter wann hat:
Haushaltslärm: Wenn der Putzteufel plagt
Die Waschmaschine in der Nachbarwohnung rattert den ganzen Sonntag und der Nachbar staubsaugt mitten in der Nacht.
Diese Rechte hat der Mieter: Den Haushaltslärm seines Nachbarn muss der Mieter grundsätzlich dulden. „Wenn der Nachbar jedoch ständig während der Ruhezeiten staubsaugt oder Waschmaschine und Spülmaschine betreibt, kann das ein Grund zur Mietminderung sein“, erklärt Dirk Clausen, Fachanwalt für Mietrecht in Nürnberg. Aber: „Dazu muss die Beeinträchtigung schon erheblich sein.“
Ruhezeiten im Mietshaus
In Mietshäusern müssen sich die Mieter an die allgemeinen Ruhezeiten halten. Nachtruhe herrscht zwischen 22 und 6 Uhr. Auch die Mittagsruhe muss beachtet werden. Diese ist aber nicht mehr bundeseinheitlich geregelt. Oft schreiben Hausordnungen eine Mittagsruhe zwischen 12 und 15 Uhr vor.
Die Nachbarin trippelt mit Stöckelschuhen über das Parkett und die Toilettenspülung nebenan rauscht so laut, dass man sie im eigenen Schlafzimmer hört. Ein weiterer Anwohner duscht bevorzugt spätnachts.
Diese Rechte hat der Mieter: Ebenso wie den Haushaltslärm des Nachbarn müssen Mieter auch normale Wohngeräusche dulden. "Duschen oder Baden gehört zum vertragsmäßigen Gebrauch der Wohnung", sagt Mietrechtsexperte Clausen. Diese Geräusche müssten daher schon verhältnismäßig oft und zu unmöglichen Zeiten auftreten, um eine Mietminderung zu rechtfertigen.
Manchmal können die Nachbarn auch gar nichts dafür, wenn es laut wird: Schlechter Schallschutz führt oft dazu, dass selbst normale Wohngeräusche der Nachbarn deutlich in der eigenen Wohnung zu hören sind. Wie viel Schallschutz man erwarten kann, hängt vom Baujahr des Hauses ab: Je nach Jahr gilt eine andere Norm zur Trittschalldämpfung. Nach einem BGH-Urteil können Mieter von ihren Vermietern nicht verlangen, dass der Schallschutz in der Wohnung an die aktuell geltenden Normen angepasst wird – auch nicht nach einer Sanierung (Az.: VIII ZR 287/12).
Anders sieht es aus, wenn das Nachbarspaar sich streitet, dass es kracht. Das kann ein Mietminderungsgrund sein, weiß Fachanwalt Hermann. Wenn sich der Mieter an den Vermieter der Streithähne wende, könne der ihnen die Wohnung sogar kündigen, wenn sie sich nicht mäßigen.
Kinderlärm: Narrenfreiheit überwiegt
Die Nachbarskinder springen und trampeln schreiend durchs Treppenhaus und das Baby nebenan brüllt ohne Unterlass.
Diese Rechte hat der Mieter: In diesen Fällen ist keine Mietminderung möglich, denn gesetzlich gilt eine gewisse kindliche Narrenfreiheit: Im Landesimmissionsschutzgesetz heißt es in Paragraf 6, Lärm durch Kinder sei „sozialadäquat und damit zumutbar“, da dieser zur kindlichen Entwicklung und Entfaltung gehöre. Auch viele Gerichte erwarten viel Toleranz vom Mieter: So stellte etwa das Landgericht Berlin in einem Urteil „lärmintensives Kinderspiel“ vor die Interessen der Mieter (Az.: 66 S 114/92).
Achtung:Laut Beschluss des Bundesgerichtshofs hat die Toleranz gegenüber Kinderlärm auch Grenzen.
Jeden Tag übt der Nachbar zwei Stunden Klavier und der Nachbarssohn hat ein Schlagzeug zu Weihnachten geschenkt bekommen.
Diese Rechte hat der Mieter: Die meisten Gerichte sind der Ansicht, dass Musizieren zum „sozial üblichen Verhalten“ gehört und daher nicht verboten werden kann. Der Nachbar kann aber in seiner Übungsdauer eingeschränkt werden. Laut Clausen kann ein Übermaß an Musik zur Mietminderung berechtigen.
Wenn der Nachbar Musik unterrichte, sehe der Fall aber anders aus, erklärt der Mietrechtsexperte. „Wenn im Mietvertrag steht, dass in der Nachbarwohnung eine Musikschule ist, kann der Mieter nicht wegen dieser Musik die Miete mindern.“ Nutze der Nachbar seine Wohnung aber ohne Erlaubnis seines Vermieters als Musikschule, könne dieser ihm abmahnen und sogar kündigen.
Partylärm: Schlaflos durch die Nacht
Die Nacht ist eigentlich die Zeit der Ruhe und des Schlafes. Für den Mieter kann das aber schnell vorbei sein, wenn Partygäste in der Nachbarswohnung oder der Gaststätte um die Ecke lärmen.
Diese Rechte hat der Mieter: Nächtliches, lautes Feiern darf eigentlich gar nicht stattfinden: In der Regel verstößt es gegen die in Hausordnung oder Mietvertrag vereinbarten Ruhezeiten, sowie gegen die gesetzliche Nachtruhe zwischen 22 und 6 Uhr. „Bei immer wiederkehrender nächtlicher Ruhestörung kann eine Mietminderung möglich sein“, sagt Hermann.
Kommt der Partylärm allerdings von der Gaststätte nebenan, sind die rechtlichen Chancen deutlich geringer. Clausen erklärt: „Wenn ich eine Wohnung neben der Disko miete, muss ich mit entsprechendem Lärm rechnen. Wenn aber ein Bestatter darin ist und erst später eine Disko hinein kam, kann das ein Grund zur Mietminderung sein.“ Entscheidend ist dabei, ob die Lärmquelle schon bei Unterzeichnung des Mietvertrages da war.
Bellen, kläffen, jaulen: Das Repertoire des Nachbarhundes hat Einiges zu bieten, um am Nervenkostüm des Mieters zu kratzen.
Diese Rechte hat der Mieter: „Bei ständigem Lärm durch Bellen kann dem Mieter durchaus eine Mietminderung zustehen“, sagt Clausen. Des Weiteren kann sich der Mieter an den Vermieter des Hundebesitzers zu wenden: „Wenn der Hund immer bellt, kann der ihm das Halten verbieten.“
Heimwerker: Hör mal, wer da hämmert
Wer neben einem Hobby-Handwerker wohnt, hat es nicht leicht, wenn der Nachbar hochmotiviert zu allen erdenklichen Zeiten bohrt, klopft und hämmert.
Diese Rechte hat der Mieter: Heimwerkerlärm zählt als Nachbarschaftslärm und muss begrenzt geduldet werden. Eine Mietminderung wegen Bohren und Hämmern komme aber eher als eine wegen Haushaltslärm in Betracht, da es sehr viel geräuschintensiver sei, so Clausen. Insbesondere während den Ruhezeiten, an Sonn- und Feiertagen, kann häufiges, lautstarkes und langanhaltendes Bohren und Hämmern eine Mietminderung rechtfertigen.
Der Nachbar mäht sonntags den Rasen, zersägt frühmorgens Baumstämme oder schmeißt alle paar Stunden den Laubbläser an.
Diese Rechte hat der Mieter: In Deutschland gilt die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung. In ihr ist genau festgelegt, zu welchen Zeiten lärmende Arbeitsgeräte im Freien benutzt werden dürfen: Rasenmäher dürfen an Werktagen nur von 7 bis 20 Uhr angeworfen werden. Lärmende Geräte wie Rasentrimmer, Laubbläser oder Motorsensen dürfen zudem nur von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 17 Uhr eingesetzt werden. Aber: Laute Geräte, die mit einem gemeinschaftlichen Umweltzeichen der Europäischen Gemeinschaft gekennzeichnet sind, dürfen werktags auch von 7 bis 20 Uhr betrieben werden. Von Montag bis Samstag darf auch der Rasen gemäht werden, an Sonn- und Feiertagen nicht. Ausgenommen von der Regelung sind handbetriebene Rasenmäher. Häufig gelten über die deutschlandweiten Regelungen hinaus noch landes- und kommunalrechtliche Vorschriften. Darüber können sich Mieter bei den Ordnungsämtern ihrer Kommunen informieren.
Wenn laute Maschinen regelmäßig außerhalb der für sie festgelegten Zeiten zu hören sind, kann das laut Mietrechtsexperten Clausen eine Mietminderung rechtfertigen.
Baulärm: Presslufthammer trifft Nervenkostüm
Im Mietshaus wird renoviert und in nächster Nachbarschaft befindet sich eine Baustelle: Presslufthammer, Bagger und Schlagbohrer geben kein leises Konzert.
Diese Rechte hat der Mieter: Sowohl bei Bauarbeiten an der Mietswohnung als auch außerhalb vom Gebäude kann eine Mietminderung wegen Lärm möglich sein. Clausen schätzt das Spektrum einer möglichen Mietminderung zwischen zehn und 40 Prozent, je nach Häufigkeit, Art und Dauer des Baulärms. In extremen Fällen kann sie sogar höher ausfallen, etwa, wenn ein Großteil oder die gesamte Wohnung wegen des Krachs unbewohnbar ist.
In bestimmten Ausnahmefällen ist jedoch keine Mietminderung möglich: Bauarbeiten zur energetischen Modernisierung sind so ein Sonderfall. Der Mieter muss sie die ersten drei Monate dulden und darf erst ab dem vierten Monat die Miete mindern (§ 536 Abs. 1a BGB).
Eine Mietminderung kann nach Ansicht einiger Gerichte unzulässig sein, wenn der Mieter vor Unterzeichnung des Mietvertrages bereits von der möglichen Lärmbelästigung wissen konnte. Für diese Kenntnis braucht es nicht viel, je nach Einzelfall reicht sogar eine bei Einzug vorhandene Baulücke oder ein abrissreifes Gebäude dazu aus (LG Berlin 67 S 251/13, LG Gießen 1 S 210/10).
Lastwagen donnern über die Straße, Autos rasen und hupen: Wegen Verkehrslärm können Mieter mit einem Fenster zur Straße oft kaum abschalten.
Diese Rechte hat der Mieter: Wenn der Verkehrslärm nur vorübergehend zunimmt, ist das laut Bundesgerichtshof kein Mietmangel (BGH VIII ZR 152/12), also auch kein Grund zur Mietminderung. Entscheidend sei hier, dass der Mieter oft schon vorher vom Verkehrslärm wusste, so Hermann. „Wenn der Mieter in eine Gegend zieht, in der viele Autos vorbeifahren, muss der Mieter den Verkehrslärm dulden.“ Nur in seltenen Fällen sei eine Mietminderung möglich, etwa, wenn der Mieter in eine ruhige Gegend zieht und vor der Wohnung wird eine Autobahnauffahrt gebaut.
Zusammengefasst: Wichtig bei Mietminderung wegen Lärm
Wenn der Mieter intensiv, oft und vielleicht sogar in den Ruhezeiten von Lärm belästigt wird, spricht viel dafür, dass ihm eine Mietminderung zustehen kann.
Aufgepasst: Auch wenn der Mieter seine Ruhe haben möchte und eine Mietminderung wegen Lärm berechtigt ist, sollte der Mieter überlegt vorgehen. Foto: Laurent Hamels/ fotolia.com
Davon ausgenommen sind Kinderlärm und Lärmquellen, von denen der Mieter bei Unterzeichnung des Mietvertrages wissen konnte.
Je nach dem, wie stark der Mieter durch den Lärm eingeschränkt wird, kann er die Miete mindern. Er sollte dabei darauf achten, die Miete nicht unangemessen stark herabzusetzen, warnt Hermann: „Wenn der Mieter die Miete zu stark mindert und die Höhe ist ungerechtfertigt, kann er mit der Mietzahlung in Rückstand geraten. Dann kann ihm der Vermieter sogar kündigen.“
Lärm beweisen – Mängel anmahnen
Will der Mieter Lärm beweisen, muss er kein Lärmprotokoll erstellen lassen. Bei widerkehrenden Belästigungen reicht die Beschreibung des Sachmangels (BGH VIII ZR 155/11). Der Mieter muss also nur beschreiben, um welchen Lärm es sich handelt, wann, wie lange und wie oft er ungefähr auftritt. Clausen rät zu Präzision: „Es ist besser, man schreibt auf, welcher Lärm wann stattfand.“ Mietrechtsexperte Hermann empfiehlt zusätzlich, die Aussage eines Zeugen hinzuzuziehen.
Wie Sie einen Mangel richtig anmahnen, erfahren Sie im Artikel Mängelanzeige.
MietminderungMiethöhe & MieterhöhungTipps für Mieter
emw2net am 03.04.2020 16:54
Ich bin am anderen Ende dieses Problems. Die Mieter über mir beschweren sich unaufhörlich beim Vermieter über mich und erfinden Geräuschbelästigungen, die absolut frei erfunden sind und nie stattgefunden haben. Es gab eine einzige Einzugsparty vor 7 Monaten mit 5 Personen und seitdem werde ich gemobbt. Die Verwaltung hat mir 3 Abmahnungen geschrieben in denen behauptet wird ich hätte bis 5 Uhr morgens mehrere Gäste, würde laut Türen knallen, Streitgespräche führen, Zigaretten vom Balkon schmeissen, Möbel verschieben ohne sie anzuheben etc etc. Das ist alles absolut unwahr. In einer Zeit in der ich in Marokko war (Passtempel kann dies belegen) wurde mir im Lärmprotokoll vorgeworfen ich sei wiederholt unzumutbar laut gewesen. An diesem Datum war gar niemand in der Wohnung. Es wird mir nun Kündigung angedroht, obwohl ich absolut still war und bin aus lauter Paranoia höre ich nicht mal Radio! Ich habe im Gegensatz zu der Familie über mir keine Mitbewohner d.h. keine Zeugen. Was kann ich da tun um mich zu wehren? Es scheint gar keine Mittel zu geben. Eine Verleumdungsklage androhen meinte ein Mietrechtsanwalt.
Bibo2010 am 01.04.2020 14:50
Mein Problem bezieht sich auf den Nachbarn über mir. Er spielt täglich von 7 uhr morgens bis abends Musik mittels Heimkinoanlage. Besonders den Bass bekomme ich in der gesamten Wohnung mit. Es ist nicht auszuhalten. Als es mitten in der Nacht losging, habe ich bereits die Polizei zu Hilfe gerufen. Zweimal bisher. Es liegen bereits mehrfache Beschwerden bei meinem Vermieter (Wohnungsgesellschaft) vor mit ausführlichem Lärmprotokoll und Zeugen. Mein Nachbar hat bereits ein paar Briefe bekommen, die ihn aber nicht interessieren. Laut Vermieter bestreitet er natürlich alles. Mich selbst hat er schon bedroht und beleidigt "ich solle ihm nicht auf den Sack gehen, er könne in seiner Wohnung machen, was er will". Dieses Theater geht schon seit 3 Jahren! Leider bin ich die einzige im Haus, die das mitbekommt, da in den Wohnungen rundherum entweder Pendler wohnen, die eh kaum da sind oder zwei Typen, die seine Kumpels sind und hinter ihm stehen... Da mein Vermieter nun unverständlicher Weise entschieden hat, man könne da nichts machen und ich müsse damit leben, habe ich mich entschieden auszuziehen, da die Situation mittlerweile stark auf meine Gesundheit schlägt. Irgendwie hat der Nachbar das mitbekommen und dreht jetzt doppelt auf. Jeglicher Besuch hat von sich aus angemerkt, dass das doch nicht sein kann, dass so eine massive Lärmbelästigung geduldet wird! Anwalt kann ich mir nicht leisten (bekomme Grundsicherung), Mietminderung bringt auch nichts und außerdem lohnt es sich nicht, wenn ich ja bald umziehe (neue Wohnung ist bereits gefunden). Meine Frage ist nun, ob ich da noch was machen kann? Ob man tagsüber auch die Polizei rufen kann oder wen anders? Denn dieser Lärm ist nicht auszuhalten, gerade in der aktuellen Corona - Situation, wo man nicht fast den ganzen Tag außer Haus sein kann um dem zu entfliehen...
Immowelt-Redaktion am 02.04.2020 11:49
Hallo Bibo2010,
ungeachtet des Umstands, dass Sie baldf umziehen, können Lärmbelästigungen ein Grund für eine Mietminderung sein. Hier sollten SIe sich jedoch vor Ort von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt für Mietrecht beraten lassen.
Gustav am 25.03.2020 20:19
Hallo, wir sind gerade in eine Wohnung im EG gezogen. Am Haus haben wir einen Pkw-Stellplatz. Nun regt sich der Nachbar im OG auf, wenn meine Freundin früh zur Schicht fährt. Also eine bis zwei Minuten Geräusche. Die Strasser ist auch gleich neben dem Haus. Das ist doch zumutbar?
Immowelt-Redaktion am 26.03.2020 09:28
sofern es sich nur um das normale starten des PKW und wegfahren handelt, sehen wir hierun keine Lärmbelästigung.
Jana am 22.03.2020 16:11
Wir haben eine Wohnung über einer Werkstatt in einem Gewerbegebiet angemietet. Das Objekt ist eigentlich eine Industriehalle in dem im ersten Stock ein ehemaliges Büro zur Wohnung umgebaut wurde. Das Dach dieser Halle ist nur ein dünnes Industriedach (10 cm stark). Der Lärm bei Regen ist unerträglich und stört regelmäßig die Nachtruhe. Selbst der Fernseher kommt nicht dagegen (Starkregen/Sturm) an. Ist das ein Grund die Miete zu mindern oder sogar ein Kündigungsgrund?
Immowelt-Redaktion am 23.03.2020 10:45
ob hier eine Mietminderung möglich ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen müssen Wohnungen aus dem Altbestand nicht die heutigen Regelungen zum Lärmschutz erfüllen, sondern diejenigen, die zum Zeitpunkt der Errichtung galten. Zum anderen kommt es darauf an, ob Sie bei Anmietung Kenntnis über einen möglichen Mangel hatten. In § 536b BGB heißt es hierzu: "Kennt der Mieter bei Vertragsschluss den Mangel der Mietsache, so stehen ihm die Rechte aus den §§ 536 und 536a nicht zu. Ist ihm der Mangel infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt geblieben, so stehen ihm diese Rechte nur zu, wenn der Vermieter den Mangel arglistig verschwiegen hat. Nimmt der Mieter eine mangelhafte Sache an, obwohl er den Mangel kennt, so kann er die Rechte aus den §§ 536 und 536a nur geltend machen, wenn er sich seine Rechte bei der Annahme vorbehält."
Es dürfte auch darauf ankommen, wie schwerwiegend die Beeinträchtigung ist.
Ein Grund für eine fristlose Kündigung dürfte zumindest dann nicht vorliegen, wenn der Mangel nicht derart schwerwiegend ist, dass ein Festhalten am Mietvertrag unzumutbar erscheint. Sofern es sich jedoch nicht um einen qualifitierten Zeitmietvertrag oder einen Vertrag mit zeitlich befristetem Kündigungsauschluss handelt, wäre eine ordentliche Kündigung, spätestens am dritten Werktag eines Monats zum Ende des übernächsten Monats möglich.
Seda am 09.03.2020 11:16
bei uns oben drüber sind neue Mieter eingezogen. Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus und wir müssen uns 24 Stunden lang den Lärm von oben anhören. Sei es das laute Stampfen in der Wohnung oder das Babygeschrei. Es hört sich so an als würden die das Kind einfach 3 Stunden lang durchschreien lassen und nichts dagegen tun.
Tagsüber ist das ja noch zumutbar, aber der Lärm zieht sich bis in die Nacht.
Wir haben jetzt beim Vermieter angerufen, er meinte er kümmert sich darum. Geklingelt haben wir auch schon, aber die Türe wird nicht aufgemacht um ein klärendes Gespräch zu führen, dass der Lärm so laut ist, dass wir einfach nicht zur Ruhe kommen bzw. schlafen können...
Immowelt-Redaktion am 09.03.2020 12:19
auch wenn der Vermieter den Lärm nicht persönlich verschuldet hat, so kann Lärm unter bestimmten Voraussetzungen ein Mietmangel sein. Liegt ein Mietmangel vor, so ist der Vermieter verpflichtet, diesen zu beseitigen und unter Umständen kann auch eine Mietminderung in Betracht kommen.
Wir weisen jedoch darauf hin, dass Kinderlärm von Gerichten regelmäßig anders behandelt wird als solcher, der von Erwachsenen ausgeht. Im Allgemeinen wird Kinderlärm als sozialadäquat und damit zumutbar betrachtet, weil dieser zur kindlichen Entwicklung und Entfaltung gehört. Auch das Landgericht Berlin setzte lärmintensives Kinderspiel vor die Interessen der geplagten Mieter (Az.: 66 S 114/92); selbiges dürfte auch für Babygeschrei gelten. Hinsichtlich des Lärms, der von Erwachsenen ausgeht, sollten Sie ggf. die Störungen protokollieren, damit Sie etwas in der Hand haben, wenn es zum Streit kommt.
Dirk am 08.03.2020 20:38
Hallo, bei uns um die Ecke ist eine Drogenberatungsstelle mit Cafe. Die Junkies haben sich nun zur Gewohnheit gemacht sich direkt vor unserer Wohnung jeden morgen zu treffen und mindest 1 bis 2 Stunden lautstarke Gespräche zu führen, so das wir regelmäßig davon geweckt werden. Sämtliche Fenster liegen nach vorne raus. Auch tagsüber wird oft draußen rumgeschrien oder die Junkies streiten sich. Fahrräder der Besucher der Drogenberatung werden gerne von diesen an unserer Hauseingangstür angekettet, oder zumindest direkt davor gestellt. Im Sommer sitzen die Junkies gern vor der Tür und kippen sich mit Alkohol zu, und das alles schon seit Jahren. Was kann man tun?
Immowelt-Redaktion am 09.03.2020 11:01
auch wenn den Vermieter kein persönliches Verschulden trifft, so können ständige (Lärm-)Belästigungen einen Mangel darstellen, den der Vermieter beseitigen muss, bzw. der u.U. eine Mietminderung rechtfertigt. Konkret sollten Sie dem Vermieter dies mitteilen, damit dieser tätig werden kann, etwa, indem er selbst die Beratungsstelle kontaktiert mit der Bitte, den Störern klarzumachen, dass sie das Verhalten ungterlassen sollen.
Klaus P. am 23.02.2020 13:44
ich bin vor 4 Jahren in diese Wohnung gezogen, die Wohnung darunter stand damals schon6 Jahre leer (Aussage des Vermieters). Jetzt soll die Wohnung eigentlich schon seit 2 Monaten vermietet sein, im Moment befindet sie sich aber noch in der Umbauphase, d.h. die Renovierungen durch den neuen Mieter spielen sich in der Woche zwischen 17-20 Uhr ab. Verbesserungen, die dieser nicht durchführen kann / will, werden momentan durch "fremde" Personen am Samstag und Sonntag (jetzt sogar am Karnevalswochenende zwischen 9-17 Uhr durchgeführt. Als ich meinen Vermieter darauf ansprach, meinte er, geht ja wieder vorbei. :-(
Immowelt-Redaktion am 24.02.2020 11:00
ob und wenn ja in welcher Höhe diesbezüglich z.B. eine Mietminderung möglich wäre, hängt im Wesentlichen vom Ausmaß der Lärmbelästigung ab. So wie Sie es schildern, wird in der Wohnung mit Ausnahme des Sonntags nicht während der Ruhezeiten gearbeitet. Das bedeutet zwar nicht, dass Mitmieter außerhalb der Ruhezeiten lauten Lärm hinnehmen müssen, totenstill muss es aber auch nicht sein. Ob in Ihrem konkreten Fall eine Mietminderung möglich ist, können wir aus der Ferne allerdings nicht beurteilen.
DonPedro64 am 21.02.2020 14:07
Hallo, ich wohne mit meiner Ehefrau in einem 6 Familienhaus= 3 Etagen, im Erdgeschoss schon seit 7 Jahren und habe mit meinen Nachbarn ein gutes Verhältnis. Seit ca. 6 Monaten wohnt aber die Tochter und ihr Hund bei einer pflegebedürftigen Nachbarin in der 1. Etage. Jedesmal wenn diese Tochter das Haus verläßt, werden ich alltäglich durch lautes Getrampel im Treppenhaus, zwischen 05:00 und 06:45 Uhr geweckt. Vermutlich geht sie Gassi mit ihrem Hund, da sie nach ca. 15 Minuten zurückkehrt um in die 1. Etage zurückzutrampeln. Ich habe mit meiner Nachbarin und mit ihrer Tochter gesprochen, aber leider kein Erfolg! Auch habe ich vor 2 Wochen die Wohnungsbaugesellschaft informiert, auch hier bis dato noch keine Rückmeldung. Was kann ich nun tun?
Immowelt-Redaktion am 24.02.2020 07:56
Hallo DonPedro64,
schwserwiegende Beeinträchtigungen können, auch wenn der Vermieter nichst dafür kann, einen Mangel darstellen, der eine Mietminderung rechtfertigen kann. Ob die Beeinträchtigung in Ihrem Fall allerdings schon so schwerwiegend ist, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Wir raten, zunächst der Wohnungsbaugesellschaft schriftlich den Fall zu schildern und sie aufzufordern, Abhilfe zu schaffen.
R.K. am 09.02.2020 09:26
Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus, in dem sich im Erdgeschoss ein Buchladen befand.
Nun haben wir eine Bar mit Wettbüro, die 23 Stunden an 7 Tagen geöffnet hat. Im 20 Minuten Takt kommen Gäste mit lauter Musik an oder unterhalten sich noch ewig (vom Beziehungsdrama über versuchte Standup Comedy alles dabei) mit Zigarettengestank vor unserem Fenster bis sie autotürenknallend nach Hause fahren.
Hinzu kommt das laute Stühlerücken die komplette Nacht hindurch.
Durchgeschlafen haben wir seit Monaten nicht mehr.
Um 5 Uhr stehen die Gäste dann draussen, weil der Laden Putzstunde hat.
Die örtliche Polizei hat auch andere Prioritäten bei Lärmbelästigung und benötigt oft eine Stunde, bis sie mal vorbei kommt.
Aber gelegentlich gibt es auch größere Polizeieinsätze vor der Haustür, die auch nicht gerade leise ablaufen.
Zusammengefasst: Zigarettengestank (manchmal mit anderen Substanzen), Stühlerücken in dem Geschäft, laute Kundschaft ausserhalb.
Immowelt-Redaktion am 10.02.2020 11:13
erhebliche Lärmbelästigungen stellen einen Mangel dar, der ggf. mit einem Mietminderungsanspruch und einem Anspruch auf Beseitigung des Mangels einhergeht. Es könnte in Ihrem Fall sinnvoll sein, über die einzelnen Ruhestörungen ein Protokoll zu führen. Zudem sollten Sie mit dem Vermieter reden, da er dafür verantwortlich ist, den Mangel abzustellen.
K.L am 07.02.2020 06:43
ich wohne im OG eines 3 Parteienhauses, das insgesamt über drei Stockwerke verfügt. Das Ganze zur Miete.
Im EG wohnt eine italienische, vierköpfige Familie in Eigentum, die Wohnungstüre ist derartig verzogen, dass man vom Treppenhausflur sehen kann, wann ihr Licht im Flur brennt.
Problem bei der Sache ist : seit die Temperaturen gefallen sind, hat sich diese Türe verzogen und lässt sich nur noch durch rohe Gewalt schließen, indem diese Türe zugeknallt wird und zwar so, dass ich das in meiner Ganzen Wohnung höre. Die Böden vibririeren, ich habe z.T über 90 (!!!= Dezibel in meinem Wohnungsflur.
Die Zeiten sind immer gleich :
Ab 6h morgens bis ca. 7:30h knallt diese Türe 2-3x
12-14h komen alle Heim (vier Personen), es wird mit den Hunden gelaufen, man verlässt das Haus wieder : 5-7x
Ab 20-22:45 h geht es wiederum los, meistens 2-4x
Also bevorzugt zu den Ruhezeiten, die die Hausverwaltung wie folgt für alle Parteien im Hausflur /Eingangsbereich an die Pinwand geheftet hat :
20-6h
Ich verlasse das Haus um 8h morgens, komme gegen 12h heim, starte meine nächste Tour um 15h und komme dann wiederum um 19/20h nach Hause.
Ich führe seit 8. Januar ein Lärmprotokoll - war bei der Hausverwaltung, habe mit meiner Vermieterin gesprochen, beide Parteien haben mit dieer Familie gesprochen, es NÜTZT NICHTS.
Diese Türgeknalle ist derartig laut und Agressiv, ich bin wirklich am Ende.
DIE Hausverwaltung schickt einen Schreiner, der sich die Türe anschaut, aber : so wie diese Türe aussieht ist sie fertig -
Ich habe meine Vermieterin 2x kontaktiert mit der Bitte um Regelung - ich habe das Thema Mietminderung angesprochen (was ich nicht möchte, sie kann ja nichts für das Verhalten dieser Familie).
Unterlassungsklage ?
Immowelt-Redaktion am 07.02.2020 09:48
Hallo K.L,
grundsätzlich können erhebliche Lärmbelästigungen ein Grund für eine Mietminderung sein. Der Vermieter ist zudem verpflichtet, den Mangel zu beheben. Ob die Türe, so desolat sie auch sein mag, nach einer Reparatur wieder leise zu schließen ist, sollten sie abwarten, immerhin hat die Verwaltung ja etwas unternommen, um den Mangel zu beseitigen.
Tina60 am 24.01.2020 13:05
Hallo immowelt team. Ich bin vor 8 Wochen mit meinen 3 Kindern in ein 2 Familien Haus gezogen und habe Seid dem keine Ruhe mehr. Wir hören tag und Nacht alles aus der Wohnung über uns. Vorallem nachts die Musik und tagsüber das getrampel. Gespräch mit dem Vermieter hat nichts gebracht da das die tochter des Vermieters ist. LG Martina
Immowelt-Redaktion am 27.01.2020 07:57
Hallo Tina60,
Lärmbelästigungen, vor allem auch laute Musik während der Ruhezeiten, müssen Mieter nicht hinnehmen. Es könnte in solchen Fällen ratsam sein, Art und Zeitpunkte der Lärmbelästigungen genau zu protokollieren. Je nach Ausdmaß der Belästigung kann dies auch einen Grund für eine Mietminderung darstellen. Wenn Gespräche mit dem Vermieter nicht helfen, solten Sie besser schriftlich anmahnen, die Lärmbelästigungen abzustellen und ggf. die Hilfe eines Mietervereins oder eines Fachanwalts für Mietrecht in Anspruch zu nehmen.
oliver.kalbreyer am 22.01.2020 08:54
Hallo Immowelt-Team, wir wohnen in einem Einfamilienhaus zur Miete. Nun wird unser Vermieter das Nachbarhaus abreißen und dort neu bauen. Auf Grund der Bodenverhältnisse müssen Pfähle gerammt werden. Er rechnet mit einer Bauzeit von 1,5Jahren. Ist es in diesem Fall möglich die Miete zu minder, da ja ein zu erwartenden Baulärm entstehen wird.
immowelt-Redaktion am 22.01.2020 12:05
Hallo Oliver Kalbreyer,
grundlegend ist die Frage, ob Sie bei Ihrem Einzug damit rechnen konnten, dass auf dem Nachbargrundstück gebaut werden wird, der Vermieter Ihnen eventuell sogar vor Abschluss des Mietvertrages Bescheid gegeben hat?
Wenn Sie keine Veranlassung hatten von künftigen Baumaßnahmen auszugehen, kann eine Mietminderung für Sie in Frage kommen - natürlich nur dann, wenn der Baulärm tatsächlich in störender Weise eintritt.
Wie hoch diese ausfallen könnte, kann man nicht pauschal beantworten. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Mietminderung sollte in jedem Fall mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein besprochen werden. Sollten Sie die Miete einfach mindern und die Minderung ist zu hoch oder zu Unrecht, könnten Sie in Zahlungsverzug kommen. Das kann schlimmstenfalls zu einer fristlosen Kündigung führen.
Mira am 19.01.2020 18:56
Wir haben seit November einen neuen Mieter unter uns. Der poltert fast den ganzen Tag, bevorzugt abends teilweise knallen um halb elf oder später auch noch Rollläden runter. Ich hatte schon ein Gespräch mit ihm, da unser Vermieter nicht mit ihm reden wollte aus Angst er müsse dann immer da stehen bei Problemen. Auch hatte ich ihn gebeten vorne und nicht hinten zu rauchen, da uns der Rauch ins Schlafzimmer zieht, weil wir das Fenster gekippt haben zum schlafen. Er meinte das sei kein Problem, aber halten tut er sich nicht dran. Wir sind total genervt, wie gehen wir jetzt weiter vor? Doch nochmal über den Vermieter versuchen? Man könnte meinen er wirft Gewichte oder sonstige Sachen durch die Wohnung, absolut nicht normal
Mira am 25.01.2020 22:01
Vielen Dank für die schnelle Antwort und Tipps.
Immowelt-Redaktion am 21.01.2020 08:19
Lärm kann, wenn er über die Maßen stattfindet und vermeidbar wäre, als Mietmangel angesehen werden, der unter Umständen sogar eine Mietminderung rechtfertigen kann. Stört ein Mieter regelmäßig den Hausfrieden, kann der Vermieter zudem eine Abmahnung aussprechen und sollte das nichts bringen, den Mieter auch fristlos kündigen.
Melden Sie den Mangel nochmals Ihrem Vermieter, am besten schriftlich und mit einem Lärmprotokoll sowie, wenn vorhanden, Zeugen. Fühlen sich vielleicht auch andere Nachbarn gestört? Reagiert der Vermieter dann immer noch nicht, können Sie die Hilfe eines Fachanwalts oder einer Mietervereinigung in Anspruch nehmen.
Bezüglich des Rauchens gilt ebenso wie beim Lärm eigentlich das Gebot der gegenseitigen Rücksichtsnahme. Ganz verbieten kann man das Rauchen in der Wohnung nicht. Wird ein Nachbar aber vom Rauch stark beeinträchtigt, so muss der Raucher seinen Konsum einschränken. So haben Gerichte beispielsweise entschieden, dass Raucher nur gewisse Zeitfenster nutzen dürfen (Beispiel: LG Dortmund, Az.: 1 S 451/15). Ein Urteil vom Landgericht Berlin hat eine Mietminderung bestätigt, weil der Nachbar nachts aus dem Fenster rauchte und der Rauch in das Schlafzimmer der darüberliegenden Wohnung zog. Dies stellte laut Gericht eine durch Geruchsbelästigung bedingte Störung der Nachtruhe dar. Auch hier empfehlen wir, dass Sie sich von einem Fachanwalt oder einer Mietervereinigung beraten lassen.
konny am 12.01.2020 16:18
Ich wohne in einem mehrfamilienhaus, seit ca 1 jahr gibt es einen neuen Vermieter, mein nachbar ist der meinung ständig seine musikanlage aufzudrehen, habe voriges jahr schon das persönliche gespräch gesucht, er befand sich in meiner wohnung, hatte auch gemerkt, wie laut seine musik hier ankommt, das laminat ist am vibrieren, ein telefongespräch ist nicht möglich, geschweige dann fern zu sehen, das gehämmer der bässe übertrifft alles, seit januar geschieht das jeden tag, habe den vermieter kontaktiert, habe am samstag ein schreiben erhalten, wo steht, die lärmbelästigung ist außerhalb der ruhezeiten, beschwerden gelten nur für zeiten während der ruhezeiten, ja hallo, wenn mieter sich durch ständig laute musik gestört fühlen, sollen wir privat klage einreichen, der nachbar ist der meinung, wenn die musik stört, eier essen und die pappe als lärmschutz benutzen, bzw sich kopfhörer zu besorgen, also kann ich in zukunft auch nmeine anlage bis hinter aufdrehen ohne das es den vermieter interessiert
Immowelt-Redaktion am 13.01.2020 12:24
auch außerhalb der Ruhezeiten müssen Mieter keine massiven Lärmbelästigungen hinnehmen. Diese können übrigens - je nach Häufigkeit und Intensität - einen Mietmangel darstellen, der u.U. zu einem Mietminderungsanspruch berechtigt. Da in Ihrem Fall der vermieter wohl nichts mit der Sache zu tun haben will, könnte es ratsam sein, die einzelnen Belästigungen genau zu dokumentieren und ggf. die Hilfe eines Mietervereins oder einen Fachanwalts für Mietrecht vor Ort in Anspruch zu nehmen.
konny am 13.01.2020 16:56
danke für die antwort, habe lärmprotokoll geführt, tue ich auch weiterhin, ordnungsamt war heute wieder vor ort, leider war zu dem zeitpunkt die musik aus, die vermieter bestehen auf dem standpunkt, ruhestörungen werden nur ab 22 uhr entgegen genommen, also muss ich mich als mieter in meine 4 qm große küche setzen ,bzw die wohnung verlassen, um dieses gedröhne nicht ertragen zu müssen, somit sind wohn und schlafzimmer nicht nutzbar, neueste auskunft, ich soll mir kopfhörer kaufen, dann höre ich die musik nicht, ja ne ist klar, von eierpappen nun zu kopfhörern, ich glaub ich spinne , mein nächster schritt ist das ordnungsamt, dort gibt es eine anzeige gegen den mieter, und zum anwalt, und wenn die das protokoll lesen würden, dort stehen zeiten auch zwischen 12 und 15 uhr, in hausordnung steht das als mittagsruhe, und auch der sonntag als kompletten tag, wo laute musik und lärm zu unterlassen ist
Carmen am 11.01.2020 20:39
Hallo, meine Tochter wohnt in einem Mehrfamilienhaus. Der alte Vermieter hat das Haus verkauft. Nun hat der neue Vermieter über der Wohnung meiner Tochter ein airbnb eingerichtet. Es kommen in unregelmäßigen Abständen immer wieder "Mieter", meist nur 1 Nacht, die Lärm machen, nachts Möbel rücken, feiern mit lauter Musik u. ä.
Meine Tochter ist Krankenschwester im Schichtdienst und findet oft kaum Schlaf... Andere Mieter sind ebenso durch den Lärm belästigt.
Immowelt-Redaktion am 13.01.2020 11:20
stetige Lärmbelästigungen können einen Mietmangel darstellen, die den der Vermieter abstellen muss, bzw. bei dem Mieter ggf. eine Mietminderung geltend machen können.
Wenn mehrere Mieter von dem Lärm betroffen sind, bietet es sich vielleicht an, gemeinsam erst einmal das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen, um zu einer konstruktiven Lösung zu kommen.
GG am 08.01.2020 12:46
die Mieterin über mir hat seit einiger Zeit ein Minitrampolin, das sie regelmäßig benutzt, zwar nie nach 22.00, aber das Haus ist sehr hellhörig und es ist ein fürchterliches Geräusch, ich finde darüber nichts im Internet, können Sie mir sagen, ob man da was machen kann über den Hausverwalter, ist das erlaubt?
Immowelt-Redaktion am 09.01.2020 08:22
auch außerhalb der Ruhezeiten gilt das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme; massiven Lärm dürfen Bewohner eines Mehrfamilienhauses deshalb auch tagsüber nicht machen. Ob die Lärmemissionen im konkreten Fall bereits ein Ausmaß erreicht haben, das nicht mehr hinzunehmen ist, lässt sich aus der Ferne allerdings nicht beurteilen. Am ratsamsten dürfte es sein, entweder mit der Nachbarin selbst zu sprechen oder mit der Hausverwaltung/dem Hausmeister, denn möglicherweise ist es der Nachbarin gar nicht bewusst, dass ihre sportliche Betätigung für die Mitmieter derart störend ist.
Maimai am 30.12.2019 21:39
Mein Nachbar unter mir besitzt voller Stolz eine Musikanlage in Heimkinoqualität und reizt diese auch gern bis zum Maximum aus. Dies ist fast jeden Abend der Fall bis 22.00 Uhr. Der Lärm ist so laut, dass man bei uns oben den Fernseher manchmal kaum mehr hört auf normaler Lautstärke. Die Lärmbelästigung ist kaum auszuhalten und schränkt uns enorm in der Lebensqualität ein, da Lernen in der Wohnung bei solcher Lautstärke kaum möglich ist. Er ist auch nicht bereit seine Musik auf normaler Lautstärke zu hören. Kann man hier über die Hausverwaltung etwas unternehmen oder über unseren Vermieter etwas erreichen auch wenn es nur Mietminderung ist?
Immowelt-Redaktion am 02.01.2020 15:26
bei der von Ihnen beschriebene Situation könnte es sich laut Ordnungswidrigkeitengesetz um unzulässigen Lärm handeln (§117 OWiG). Ordnungswidrig handelt demnach der, der ohne berechtigten Anlass oder in einem unzulässigen oder nach Umständen vermeidbaren Ausmaß Lärm erregt, der geeignet ist, die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft erheblich zu belästigen oder die Gesundheit eines anderen zu schädigen. Dies kann mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Ob dieser Paragraf auf die von Ihnen beschriebene Situation zutrifft, können wir nicht beurteilen.
Wenn der Nachbar sich nicht gesprächsbereit zeigt, können Sie sich selbstverständlich an Ihren Vermieter wenden. Bei Lärmstörungen kann ab einem bestimmten Maß auch eine Mietminderung möglich sein. Dies sollten Sie jedoch vorab mit einem Mieterschutzverein oder einem Fachanwalt absprechen. Denn eine zu unrecht oder zu hoch geminderte Miete kann schlimmstenfalls zur fristlosen Kündigung führen.
cubl1980 am 24.12.2019 19:55
Hallo liebes Team von Immowelt. Ich wohne seit 1982 in dieser Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Vor knapp 2 Jahren sind neue Nachbarn mir gegenüber eingezogen. Sie geht jeden Abend nach 22.30 Uhr mit dem Hund runter. Es werden nicht nur die Wohnungstür sondern auch unten im Flur 2 Türen geknallt. Ich erschreck mich jedes Mal, es ist ja nicht nur runter, sondern hoch auch. Wir hatten auch ein Hund, sind aber gegen 21.45 Uhr runter, damit keiner belästigt wird, wenn's sein müsste, auf Zehenspitzen. Ich habe es ihr versucht,zu erklären, aber sie wills nicht hören. Diese Nacht müsste sie jede Stunde wohl runter bis 03.00 Uhr. Und dann kommt noch hinzu, dass sie wohl grundsätzlich barfuss in der Wohnung läuft. Sie zieht sich keine Schuhe an, war ihre Antwort. Die haben keine Auslegeware nur Linoleum und wenn über 2 Zentner in Bewegung sind, dröhnt es nachts besonders. Ich kann so nicht mehr ertragen, zumal ein Ausschlafen nicht erfolgen kann, da der Wahnsinn kurz nach sieben fruehs wieder anfängt. Mittagsruhe am Wochenende gibt's auch nicht mehr, weil dann die Kinder zu Besuch kommen und es so schön auf dem Treppenflur ist. Ich weiss mir einfach nicht mehr zu helfen, bitte gebt mir einen guten Rat, man will ja nicht streiten, aber ich möchte Mal wieder Ruhe. Ich bedanke mich ganz soll und wünsche euch ein schönes Weihnachtsfest
Immowelt-Redaktion am 27.12.2019 10:01
Hallo cubl1980,
grundsätzlich steht es Ihrer Nachbarin frei, wann Sie mit ihrem Hund die Wohnung verlässt und auch, ob sie in ihrer Wohnung barfuß läuft. Wenn das Knallen der Tür aber regelmäßig auch in der Nachtruhe vorkommt, dann kann es sich laut Ordnungswidrigkeitengesetz um unzulässigen Lärm handeln (§117 OWiG). Ordnungswidrig handelt demnach der, der ohne berechtigten Anlass oder in einem unzulässigen oder nach Umständen vermeidbaren Ausmaß Lärm erregt, der geeignet ist, die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft erheblich zu belästigen oder die Gesundheit eines anderen zu schädigen. Dies kann mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Ob dieser Paragraf auf die von Ihnen beschriebene Situation zutrifft, können wir nicht beurteilen.
Bezüglich des Kinderlärms: Dieser ist in der Regel hinzunehmen. Auch wenn dieser kurzzeitig im Treppenhaus aufkommt. Jedoch darf dieses nicht zum Spielplatz der Kinder werden, denn der damit verbundene Lärm gehört nicht zum Üblichen, was geduldet werden muss. Wenn die Eltern nicht Sorge dafür tragen, dass die Kinder entweder in der Wohnung oder draußen in einer angemessenen Umgebung spielen, und auch nicht auf Gespräche mit Ihnen eingehen, sollten Sie dies Ihrem Vermieter melden. Unter Umständen kann dadurch sogar eine Mietminderung wegen Lärms berechtigt sein.
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Wir empfehlen Ihnen, dass Gespräch mit Ihrem Vermieter zu suchen oder sich ggf. Rat bei einer Mietervereinigung oder einem Fachanwalt für Mietrecht einzuholen.
Isabella am 02.12.2019 07:57
Hallo meine Nachbarn über uns fangen jeden Abend ab halb 9 an Möbel zu schieben das Haus ist eh schon sehr Hellhörig so das mein Kind 9 Jahre vor 22 :30 nicht einschlafen kann .Vermieter beruft sich auf die Ruhe Störung ab 22 Uhr was kann ic h tun es ist unerträglich .
Immowelt-Redaktion am 03.12.2019 07:46
grundsätzlich muss ein Mieter normale Wohngeräusche von den Nachbarn hinnehmen. Überschreitet der Lärm aber das Level der Zumutbarkeit, haben Sie die Möglichkeit die Miete zu mindern. Dies sollten Sie jedoch niemals ohne rechtliche Beratung in Betracht ziehen. Denn mindern Sie ungerechtfertigt oder zu viel, droht schlimmsten Falls die Kündigung.
Als erstes sollten Mieter immer mit ihren Nachbarn sprechen. Vielleicht wissen die gar nicht, dass es so laut ist und nehmen dann Rücksicht. Sollte dem nicht so sein, sollte der Mangel dem Vermieter gemeldet werden. Wenn auch da keine Reaktion kommt, sollten Sie sich von einem Fachanwalt oder einer Mietervereinigung rechtlich beraten lassen, wie Sie vorgehen können.
Jöckes am 12.11.2019 08:45
ich baue in Eigenleistung einen Gewerberaum in eine Wohnung um, um anschließend darin zu wohnen.
Dabei arbeite ich höchstens drei Abende von 18 bis 20 Uhr und samstags vormittags. Ab und an (3 bis 4 mal im Monat) fallen auch höhere Lärmpegel an.
Ein Mieter hat hierfür ab dem 4. Monat eine 10%-tige Mietminderung geltend gemacht. Für mich fällt das eigentlich in den zumutbaren Bereich. Zumal ich dem Eigentümer der Wohnung dann die Mietminderung erstatten müsste.
Immowelt-Redaktion am 12.11.2019 10:18
Hallo Jöckes,
vielen Dank für deinen Kommentar. Leider können wir aus der Ferne nicht beurteilen, ob und inwieweit die Mietminderung berechtigt ist. Die gesetzliche Nachtruhe wird von diesen Lärmzeiten nicht berührt, allerdings kann die Hausordnung, der Mietvertrag oder kommunale Vorschriften zum Lärmschutz das Verursachen von Lärm und den Gebrauch von lauten Maschinen beschränken.
Wir empfehlen Ihnen daher, sich durch einen Fachanwalt für Mietrecht oder bei einem Mieterverein beraten zu lassen. Bitte verstehen Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.
Bud Hasselschalk am 02.11.2019 11:44
in den nächsten Tagen wird ein Doppelboden bei unserer Nachbarin über uns eingezogen. Dieses könnte tagelangen Lärm verursachen. Die Nachbarin wohnt für diesem Zeitraum woanders. Aber was können wir tun? Wir wohnen direkt darunter? Gibt es die Möglichkeit einer Mietlinderung? Oder, dass keine Miete gezahlt werden muss? Wir arbeiten daheim und es ist November. Das heißt, dass man so oder son nicht das Haus verlassen kann, ob Käte oder zwecks der Arbeitsbedinungen. Was können Sie uns empfehlen? Was ist möglich?
Immowelt-Redaktion am 04.11.2019 10:58
Hallo Bud Hasselschalk,
ob eine Mietminderung in Betracht kommt, hängt davon ab, ob die Sanierungsmaßnahmen eine energetische Verbesserung bewirken oder nicht. Falls ja, gilt § 536 (1a): "Für die Dauer von drei Monaten bleibt eine Minderung der Tauglichkeit außer Betracht, soweit diese auf Grund einer Maßnahme eintritt, die einer energetischen Modernisierung nach § 555b Nummer 1 dient."
Bud Hasselschalk am 06.11.2019 16:44
danke für den Link. Dieser besagt folgendes:
"Energetische Sanierung bezeichnet in der Regel die Modernisierung eines Gebäudes zur Minimierung des Energieverbrauchs für Heizung, Warmwasser und Lüftung."
In meinem Falle kommt ein Doppelboden wegen Lärmschutz rein, weil die Wohnungen hellhörig sind. Dann ist sicherlicher der Nachbarin geholfen. Aber was mache ich solange, wärend hier jeden Tag 8-18Uhr gearbeitet wird?
Immowelt-Redaktion am 07.11.2019 10:33
sofern der Zweck der Modernisierung nicht eine eneretische Modernisierung ist, besteht ein Mietminderungsrecht ab dem ersten Tag der Beeinträchtigung.
grzelka am 29.10.2019 16:41
Wir werden seit 4 Jahren vom Gebrüll und Geschrei des über uns wohnenden Mieters belästigt. 4 Kinder toben , kreischen, springen und quieken den ganzen Tag lang. Dazu brüllt der Vater wie ein Irrer. Die Kinder gehen nur sehr selten an die frische Luft, Der Vater überhaupt nicht. Alle 5- 6 Wochen vielleicht .
Immowelt-Redaktion am 29.10.2019 18:55
Hallo grzelka,
vielen Dank für Ihren Kommentar. Laut gängiger Rechtsprechung wird bei Kinderlärm eine gewisse Toleranz erwartet, da es eine normale Begleiterscheinung kindlichen Verhaltens ist. Allerdings hat diese Toleranz auch Grenzen und kann unter Umständen eine Mietminderung rechtfertigen, urteilte der Bundesgerichtshof (Az.: VIII ZR 226/16). Wann dies der Fall ist, hängt stark vom Einzelfall ab, da dabei Art, Qualität, Dauer und Zeit der Lärmbelästigung eine Rolle spielen. Auch Alter und Gesundheitszustand des Kindes können entscheidend sein, sowie das objektiv gebotene Einwirken des Erziehers, den Krach zu vermeiden.
Bitte verstehen Sie, dass wir aus der Ferne nicht beurteilen können, ob in Ihrem individuellen Fall die Grenzen der Toleranz überschritten sind. Wir empfehlen Ihnen, sich an einen Fachanwalt für Miet- und Wohneigentumsrecht zu wenden, der Sie hierzu beraten kann.
die Immmowelt-Redaktion
Mark am 20.10.2019 15:13
seit Sommer haben wir einen neuen Vermieter. Das Haus wurde verkauft und der neue Besitzer ist eine Kirchliche Gemeinde. Es finden Versammlungen und Feiern unter der Woche und besonders an den Wochenenden statt. Der Lärmpegel ist enorm gestiegen. Welche Rechte hat man und um wieviel Prozent kann man die Miete mindern. Ich bedanke mich im Voraus.
Immowelt-Redaktion am 21.10.2019 10:51
grundsätzlich können Lärmbelästigungen ein Grund für eine Mietminderung sein. Ob eine solche im konkreten Fall möglich ist und wenn ja, in welchem Umfang, können wir aus der Ferne allerdings nicht beurteilen. Hier gilt: Wie schwerwiegender die Beeinträchtigung ist, desto höher kann die Minderung ausfallen. Vielleicht sollten Sie den neuen Vermieter zunächst schriftlich auffordern die Lärmbelästigungen zu unterlassen. Wenn das nichts hilft, dürfte die Beratung eines Mietervereins oder eines Fachanwalts für Mietrecht vor Ort hilfreich sein.
Mark am 23.10.2019 19:10
P.S. Im letzten Monat sind es ca. 50Stunden gewesen. Jeden Mittwoch und an den Wochenenden wird gesungen und die Gottesdienste abgehalten. Wie berechnet man die Mietmidnerung durch solche Beeinträchtigung?
Immowelt-Redaktion am 24.10.2019 09:16
eine pauschale Beantwortung, wie sich eine Mietminderung errechnet, gibt es nicht. Dies ist immer von den Umständen des Einzelfalls abhängig. Insofern dürfte die Beratung eines Mietervereins oder eines Fachanwalts für Mietrecht vor Ort hilfreich sein, um keine Fehler zu machen.
reca65 am 02.10.2019 13:48
Hallo, ich wohne seit 8 Jahren in einer Wohnung, die direkt gegenüber eines Spaßbades liegt. Das war bislang kein Problem, letzten Jahr wurde dieses Bad komplett saniert und umgebaut. Unter anderem wurde eine neue Rutsche installiert. Diese Rutsche hat eine Funktion, wo der Gast eine Melodie zum rutschen aktivieren kann. Diese Melodien beschränken sich auf drei Titel und auch nur der Refrain raus. Jetzt trällern die Bruchstücke dieser drei Titel permanent den ganzen Tag über. Es ist uns nicht mehr möglich, die Fenster zu öffnen. Es gab schon Unterschriftensammlung bei uns im Haus, daraufhin wurde wenigstens zu den Ruhezeiten dieses System abgestellt. Allerdings läuft es immer noch Sonntags und während der Mittagszeit. Diese Monotonie wird auf Dauer unerträglich. Man muss noch erwähnen, unser Haus gehört einer Immobilienfirma, die auch gleichzeitig Besitzer des Spaßbades sind und somit auch direkt Einfluss auf die Lautstärke diese Rutsche nehmen könnten. Allerdings tun sie es nicht.
Immowelt-Redaktion am 02.10.2019 14:43
Hallo reca65,
vielen Dank für deinen Kommentar. Wenn der Lärm dich dauerhaft erheblich einschränkt, kannst du zunächst eine Mängelanzeige an den Vermieter schreiben, indem du ihn zur Unterbindung dieses Lärms aufforderst und ihm hierfür eine Frist setzt. Für den Fall, dass nach Ablauf der Frist nichts passiert, kannst du ihm in dem Schreiben bereits eine Mietminderung bzw. das Zahlen der Miete unter Vorbehalt ankündigen. Wie du dabei genau vorgehen kannst und das schreibst, findest du hier erklärt: https://ratgeber.immowelt.de/a/maengelanzeige-maengel-richtig-anmahnen.html
Bitte verstehe aber, dass wir den Fall aus der Ferne nicht beurteilen können und auch nicht abschätzen können, ob und in welcher Höhe eine Mietminderung gerechtfertigt wäre. Darum würden wir dir raten, dich an einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Mieterverein zu wenden.
whoopie06 am 22.09.2019 12:05
ich wohne seit 6 Jahren neben der Fa Meggle. Seit einigen Jahren nun hat Meggle die Produktionsstätten so weit erhöht, dass mittlerweile in meiner Wohnung ununtebrochen Produktionsgeräusche zu hören sind. Mittlerweile leidet meine Gesundheit auch darunter.
whoopie06 am 22.09.2019 12:07
Ps: Ich muss noch dazu sagen, dass eine vernünftige Dämmung der Wohnung nicht vorhanden ist, so dass die Geräusche ungedämmt in meine Wohnung bei geschlossenen Fenstern hörbar sind.
Immowelt-Redaktion am 23.09.2019 10:27
Hallo whoopie06,
grundsätzlich muss ein Vermieter die Mietsache während der Mietzeit in dem Zustand halten, der dem vertragsgemäßen, vereinbarten Zustand entspricht. Das bedeutet, dass dann, wenn etwaige Lärmbelästigungen, die tagsüber auftreten und dem Mieter bekannt waren oder bekannt sein mussten, diesem vertragsgemäßen Zustand entsprechen und in Folge vom Mieter hinzunehmen sind. Wenn sich aber abweichend von diesem Zustand eine weitere Verschlechterung ergibt, kann es sein, dass dies vom Mieter nicht mehr hingenommen werden muss - zumindest dann, wenn er nicht damit rechnen musste. In solchen Fällen kann es sein, dass der Vermieter Abhilfe schaffen muss oder dass eine Mietminderung möglich ist. Ob die Beeinträchtigungen in Ihrem Fall so weit reichen und ob Sie sie hinnehmen müssen, können wir aus der Ferne allerdings nicht beurteilen. Es könnte ratsam sein, hierzu die Expertise eines Mietervereins vor Ort oder eines Fachanwalts für Mietrecht in Anspruch zu nehmen.
Emely W. am 29.08.2019 10:55
wir wohnen seit einem Jahr in einer Mietwohnung und von Anfang an sind die Nachbarn über uns unglaublich laut. Beschwerden sind bereits beim vermieter eingegangen. Die Polizei mussten wir ebensfalls schon zur Hilfe holen, allerdings nehmen die Mieter die Polizei nicht ernst und die angedrohte Mietminderung wird von der Vermietung auch nicht wirklich ernst genommen.
Wir sind Azubis und ein Umzug ist damit ausgeschlossen, da wir in unserer Stadt keine billigere Wohnung finden.
Wie schaffen wir es, dass der Vermieter die Sache ernster nimmt und endlich was gegen diesen Typen unternommen wird?
Immowelt-Redaktion am 30.08.2019 08:36
Hallo Emely W.,
wir raten, diese Vorfälle alle schriftlich zu dokumentieren und auch Beschwerden an den Vermieter in Schriftform zu versenden.
Grundsätzlich können stetige Lärmbelästigungen ein Grund für eine Mietminderung sein. Sie sollten das weitere Vorgehen aber z.B. mit dem örtlichen Mieterverein oder mit einem Fachanwalt für Mietrecht abstimmen, da uns hier aus der Ferne keine abschließende Beurteilung möglich ist.
Katrin H. am 25.07.2019 15:29
Ich wohne seit 17 Jahren in einer Mietwohnung. Seit ca. 5 Jahren gibt es immer wieder Ruhestörungen in der Nacht und Lärm am Tag durch überlaute Musik von Mietern aus dem Nebenhaus. Polizei wurde mehrmals gerufen, Hausverwalter immer wieder angesprochen und auch eine Anzeige von mehreren Anwohnern über das Ordnungsamt.
Nun sind neue Mieter eingezogen und diese haben diese Unart des Lärms übernommen. Der Hausverwalter reagiert nicht mehr auf Anrufe von Anwohnern und unternimmt nichts. Er kann viel und alles schön Reden, aber dass wars.
Wie können wir Anwohner weiter vorgehen. Es gibt keine Namen am Klingelschild und Briefkasten.
Immowelt-Redaktion am 26.07.2019 08:53
vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn die von Ihnen bereits ergriffenen Maßnahmen auch weiterhin nichts bringen, wird Ihnen leider nichts anderes übrig bleiben, als den Rechtsweg zu beschreiten und auf Unterlassung zu klagen. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten können. Wir empfehlen Ihnen daher das Gespräch mit einem Fachanwalt.
Rosamunde am 19.07.2019 13:47
Wohne nun seit 12 Jahren in einem Mietshaus.Unter uns wohnt eine Frau mit 2 Kindern. Leider kann sich diese Dame nicht in einer normalen Lautstärke unterhalten. Sie ist nur am Schreien und das wirklich permanent. Am Morgen beim wecken der Kinder fängt es an.
Habe schon mit ihr geredet,doch für sie ist dies normal und sie blockt ab. Andere Hausbewohner haben sich schon bei der Wohnungs Gesellschaft beschwert. Ohne Erfolg.Es kommt auch vor,dass sie nachts in dieser Lautstärke telefoniert und wirgendwie davon wach weden.
Immowelt-Redaktion am 19.07.2019 14:22
Hallo Rosamunde und vielen Dank für Ihren Kommentar,
zunächst kann es im Falle späterer Auseinandersetzungen hilfreich sein, wenn Sie die Dauer und Intensität des Lärms dokumentieren. Unter gewissen Umständen kann Lärm darüber hinaus ein Grund für eine Mietminderung sein. Ob das auch in Ihrem Fall so ist und wie hoch die Mietminderung ausfallen kann, können wir leider aus der Ferne aber nicht abschließend klären. Bitte haben Sie auch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
Frog am 17.07.2019 16:23
wir zogen vor zwei Jahren in eine Wohnung, die als ruhig ausgeschrieben war. Dem ist jedoch nicht so. Wir leben seit zwei Jahren umringt von einer Baustelle nach der anderen. Die Straße liegt in einer 30-er Zone, jedoch hält sich niemand dran und an die gemeindliche Satzung zu den Ruhezeiten schon gleich gar nicht. Alles Dinge, wofür der Vermieter nichts kann. Gemeinde, Landratsamt und Polizei helfen uns auch nicht weiter, da hört man nur Sprüche wie "Leben und leben lassen". Können wir die Miete mindern und falls ja um wieviel Prozent?
Immowelt-Redaktion am 18.07.2019 09:52
gewöhnlicher Straßenlärm sowie Nachbarn, die sich bisweilen nicht an die Ruhezeiten halten, sind in der Regel noch kein Grund für eine Mietminderung, dazu müsste schon ein gewisses ortsübliches Maß überschritten werden. Ob das bei Ihnen der Fall ist, können wir aus der Ferne aber nicht abschließend beurteilen. Insofern können wir Ihnen leider nur empfehlen, sich von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt beraten zu lassen, der die Lage vor Ort einschätzen kann. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.
Annika am 05.06.2019 16:48
ich habe folgendes Situation: Gegenüber von unserer Wohnung sind Probenräume für klassische Musik. Das heißt, dort finden jeden Tag von morgens bis abends Orchesterproben statt (Trompete, Geige, Gesang.../ von 10:00-21:00 Uhr). Im Winter ist es kein Problem, aber im Sommer haben sie permanent alle Fenster komplett geöffnet. Unsere Wohnung liegt direkt gegenüber der Probenräume auf gleicher Höhe, ungefähr 30 Meter Luftlinie. Ich arbeite von zu Hause aus und fühle mich extrem gestört durch die permanente Geräuschkulisse. Im letzten Sommer haben wir bereits mehrere Mails geschrieben und waren häufig drüben, um uns zu beschwerden. Uns wurde zugesichert, dass darauf geachtet wird, geändert hat sich aber nichts. Nun ist es wieder wärmer und das gleiche Problem fängt von vorne an. Auf meine Mails erhalten wir keine Antwort mehr und bei persönlichen Beschwerden werden wir abgewimmelt oder uns wird gesagt, dass wir unsere Fenster schließen sollen, um es ruhig zu haben. Ich finde das Verhalten extrem rücksichtslos, weiß aber nicht, wie meine Rechte sind, da die Lautstärke an sich nicht extrem laut ist – es geht um die ununterbrochene Geräuschkulisse. Können Sie mir weiterhelfen? Vielen Dank!
Immowelt-Redaktion am 06.06.2019 09:27
wenn persönliche Gespräche zu nichts mehr führen, bleibt Ihnen leider nur noch der Rechtsweg. Bitte haben Sie aber Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir empfehlen Ihnen daher da sGespräch mit einem Fachanwalt.
Frank am 03.06.2019 00:25
Ich hatte Sie am 19.04.18 wegen dem Türenknallen angeschrieben, jetzt habe ich dazu noch eine Frage, darf ich mit einem Mikrofon die Knallgeräusche aufnehmen?
Es soll zur Dokumentation der Situation dienen.
Immowelt-Redaktion am 03.06.2019 12:23
vielen Dank für Ihren Kommentar. Uns ist aktuell kein Urteil bekannt, das sich je mit dieser Frage beschäftigt hätte. Solange die Geräusche aus Ihrer Wohnung aufgenommen werden, sollte das aber wohl möglich sein. Üblicherweise genügt aber ein Lärmprotokoll und nach neuerer Rechtsprechung ist noch nicht einmal das zwingend erforderlich. Bitte haben Sie auch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel raten wir daher immer zum Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
Jessica am 29.05.2019 12:29
Ich bin vor einem Monat in eine Wohnung eingezogen, die in der 4. Etage eines Altbaus liegt. Vorm Haus ist eine Durchfahrtsstrasse und eine Bushaltestelle. Ich hatte sie mir tagsüber angesehen, und hatte sie als angenehm empfunden. Leider ist die Strasse morgens und abends, zu den Stoßzeiten, extrem laut. Ich wache oft bereits um 6 auf, da mein Bett vibriert, wenn Busse vorbei fahren. Da helfen auch die Ohrenstöpsel, die ich seitdem benutzen muss, nichts.
Ich überlege ob eine Mietminderung oder fristlose Kündigung gerechtfertigt ist.
Immowelt-Redaktion am 29.05.2019 13:06
nein, das ist wohl weder ein Grund für eine Mietminderung noch für eine fristlose Kündigung. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir Einzelfälle aus der Ferne nicht abschließend bewerten können, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
Maria am 21.05.2019 08:31
Seit etwa einer Woche gibt es an der Fassade unseres Hauses ein Gerüst. Die Hausfassase wird gedämmt. Heute stehen die Arbeiter ganz oben auf dem Gerüst am Dachgiebel und somit recht nah an meinen Fenstern, ich wohne im Dachgeschoss. Ich muss im Sommer die Fenster immer geoffnet halten weil es sonst hier nicht aushaltbar ist....die Luft ist stickig und es ist sehr warm. Heute wurde ich 7.00 durch baugerausche aber v.a. durch hereinziehenden Rauch geweckt. Daraufhin habe ich die Bauarbeiter durch das Fenster gebeten, das rauchen einzustellen, da es in meine wohnung zieht. Das hat diese überhaupt nicht interessiert. Ich bekam als Antwort: "Machs Fenster zu, wir sind hier an der frischen Luft".
Sie weigerten sich, aufzuhören mit dem rauchen. Baulärm ist das eine, das muss ich wahrscheinlich ertragen, aber das....?!
Immowelt-Redaktion am 21.05.2019 10:29
uns ist aktuell kein Gerichtsurteil bekannt, das sich explizit mit dieser Frage beschäftigt hätte. Grundsätzlich ist aber sowohl Baulärm als auch eine Geruchsbelästigung ein potenzieller Grund für eine Mietminderung. Ob das auch in Ihrem Fall dafür ausreicht, können und dürfen wir aus der Ferne aber nicht beantworten, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
Aldona am 09.05.2019 23:57
Hallo, seit November kann ich nicht schlafen, die Klopfgereusche I'm Heizungsystem Sind unverträglich. Wit haben schon Mai und Winterzeit ist vorbei , leider bei mir hat sich nichts verändert. ?? Gruss.
Immowelt-Redaktion am 10.05.2019 11:50
solche Geräusche können einen Mangel an der Mietsache darstellen. Zuerst sollten Sie darüber Ihren Vermieter informieren und ihn um eine Beseitigung des Mangels bitten. Eventuell kann es auch hilfreich sein, die Heizkörper zu entlüften.
ManuelaGoedicke am 07.05.2019 07:20
Hallo, eine Frage um Wieviel Prozent kann die Miete gekürzt werden, wenn der Nachbar wegen Lärmbelästigung bekannt ist?
Vermietung sagt, es soll ein Schreiben angefertigt werden. Wo die Mietminderung darin angekündigt wird. Nur wieviel?
Immowelt-Redaktion am 07.05.2019 08:52
Sehr geehrte Frau Goedicke,
es gibt keine feste Regelung, um wieviel Prozent die Miete bei Lärmbelästigung gemindert werden kann. Gerichte urteilen hier je nach Einzelfall unterschiedlich, es kommt dabei auch auf Dauer und Intensität des Lärms an. Wir würden Ihnen daher raten, den Lärm zu protokollieren und dieses Protokoll dann zur Prüfung einem Mieterverein oder einem Fachanwalt vorzulegen. Dort erhalten Sie einn Ratschlag, wie sie eine Mietminderung am besten durchsetzen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.
Frank am 19.04.2019 21:51
Hallo Crew von Immowelt
Ich wohne als Single seit 2011 in einem Haus mit 15 Mietparteien und was ich all die Jahre besonders geschätzt habe, war die Ruhe. Vermieter ist die Hausverwaltung Trah, mit denen ich auch den Mietvertrag abgeschlossen habe. Jetzt sind zwei Mieter ausgezogen und Anfang des Monats ist eine albanische Großfamilie in diese zwei Wohnungen eingezogen, einmal direkt neben mir und direkt über mir. Ab den ersten Tag wurden die Wohnungstüren von beiden Wohnungen zugeknallt (ist wirklich sehr milde ausgedrückt) mit einer Lautstärke das ich mich immer wieder erschrocken habe. Ab den ersten Tag ca. 50-60 mal am Tag!!!! Ob die Erwachsenen oder die Kinder, als wenn sie einen Wettbewerb ausfechten würden. Nach drei Tagen, vorher wurde mir die Tür nie geöffnet, machte mir ein kleines Mädchen die Tür auf, dann kam wohl die Mutter an die Tür. Ich hatte ein Fläschchen Öl dabei und bot ihr an die Falle am Schloss zu ölen. Die Reaktion waren übelste Beschimpfungen und die Tür wurde mal wieder mit voller Wucht zugeknallt, kann man nur froh sein das der Rahmen aus Metall ist, denn Holz würde dem nicht lange stand halten. Das Ergebnis war, oben haben die wohl die Gummidichtung aus dem Rahmen rausgepult (hört man an der wesentlich höheren Frequenz) und gestern z.B. haben die erste mal die 200er Marke überschritten!!!!!!!! Anscheinend knallen die jetzt die Türen auch ohne das jemand rein- oder raus geht. Mir kommt es so vor als wenn die es machen um Mieter raus zu ekeln um evtl. eine Wohnung(en) für weitere Familienangehörige frei zu bekommen.
Ich schrecke immer wieder hoch und das Nervenkostüm ist schon nach 19 Tage dünn wie eine Seifenblase. Bis jetzt ist es nach 22Uhr erst ein paar mal vorgekommen.
Mit den anderen Mietern habe ich keinerlei Kontakt, sind doch eher sehr konservativ und nicht mein Ding
Immowelt-Redaktion am 23.04.2019 10:11
Sie sollten die Lärmbelästigungen protokollieren und dies auch der Hausverwaltung melden. Diese kann dann z.B. eine Abmahnung aussprechen. Unter Umständen ista uch eine Mietminderung möglich.
Christine am 16.04.2019 13:59
Den ganzen Tag am stemmen ohne Pause meine ganze Wohnung wackelt bin am verzweifeln
Immowelt-Redaktion am 16.04.2019 14:19
Hallo Christine und vielen Dank für Ihren Kommentar,
Lärm kann unter Umständen eine Mietminderung rechtfertigen. Wir können aus der Ferne jedoch nicht abschließend klären, ob das auch in Ihrem Fall so ist und wie hoch die Mietminderung gegebenenfalls ausfallen könnte. Wir empfehlen daher die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.
Kreisky am 11.04.2019 15:45
Seit 87 Tg. täglich Lärm mit Bohrer und Presslufthammer auch über die ganze Mittagszeit hab Verständnis für die Bauarbeiter die nicht 3 Std. Bis Mittag machen können. Dazu kommt der übermäßige Dreck im Treppenhaus das geschlagen der Wohnungstüre. Es ist immer noch ein Wohnhaus.
Edith am 28.02.2019 13:14
Hallo. Ich wohne seit etwa 2 Jahren in einer Mietwohnung im Erdgeschoss. Der Lärm von der Hauptstraße ist unerbittlich, oft riecht es nach Autos, Lastwagen, Lastwagen und Traktoren. Als wir uns die Wohnung angesehen haben, war es Samstag, also war es nicht so voll. Die Fenster sind gleich, seit das Gebäude gebaut wurde. Bei offenem Fenster kann man nicht schlafen. Der Verkehr beginnt um 5 Uhr morgens. Es ist mühsam, Fenster zu haben, weil das Geräusch nie aufhört. Es ist so schlimm, dass wir den Garten nicht benutzen. Innen können wir nicht fernsehen, wenn das Fenster geöffnet ist. Einfach bei normaler Lautstärke können Sie es nicht hören. Es ist sehr irritierend. Der Vermieter hat unser Angebot abgelehnt, die Fenster zu wechseln, und wir zahlen zu diesem Zeitpunkt keine Miete. Er will nichts ändern. Danke für die Antwort.
Immowelt-Redaktion am 28.02.2019 13:43
Hallo Edith und vielen Dank für Ihren Kommentar,
ob in diesem Fall eine Mietminderung in Frage kommt, hängt entscheidend davon ab, ob Sie bei der Anmietung die Situation hätten einschätzen können. Das aber können wir aus der Ferne nicht abschließend beurteilen, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir können Ihnen daher leider nur raten, das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein zu suchen.
precht am 21.02.2019 14:13
hallo, ich wohne auf einem gelände mit mehreren mietshäusern. sowohl in meinem, als auch im ggüber liegenden haus wurden die lüftungsmotoren erneuert, die danach über mehrere monate in hohem tonbereich fiepende geräusche verursachten, denen ich mich auch über geschlossene fenster nicht entziehen konnte, da auch in unserem haus über lüftung und heizung hörbar. die hausverwaltung reagierte auf meine schreiben dazu nicht. ein hausmeister, den ich traf, fand heraus, dass im nachbarhaus zu- und abluftkanaäle verstopft waren. deren reinigung milderte, entfernte aber das dauernde warngeräusch nicht. telefonate mit architekten und haustechnikfirmen ergaben, dass die motoren zu hoch eingestellt und ggf nicht gedämmt seien, was ich der hausverwaltung mitteilte. inzwischen ist dies behoben, aber: ich habe nun einen tinnitus auf meinem "hör-ohr", der genau diesen ton abbildet, den die lüftungen über monate gemacht haben! ich leide daran sehr, bin auch in ärztlicher behandlung. meine frage: was kann ich gegenüber dem vermieter tun? weiterhin miete mindern (10% hatte ich wegen der lärmbelastung gemindert). gibt es ähnliche fälle? im internet finde ich dazu nichts. vielen dank, mit freundlichen grüßen
Immowelt-Redaktion am 21.02.2019 14:25
wenn der Schaden inzwischen behoben ist, kommt eine weitere Mietminderung nicht in Frage. Unabhängig davon: Wenn Sie durch den Ton nachweislich körperlichen Schaden erlitten haben, könnten Sie möglicherweise zivilrechtlich gegen den Verantwortlichen vorgehen. Wir dürfen allerdings keine Rechtsberatung leisten und würden Ihnen daher das Gespräch mit einem Rechtsanwalt empfehlen.
M. Schmidt am 21.02.2019 06:50
Hi, ich wohne mittlerweile seit 13 Jahren in einer Mietwohnung. Bereits nach wenigen Wochen machte der Nachbar über mir sich regelmäßig auf unangenehme Weise bemerkbar. Beinahe jede Nacht klopfte er mit einem schweren Gegenstand auf den Fußboden, mehrfach über die Nacht verteilt, in unregelmäßigen Abständen. Als ich ihn darauf ansprach und ihn fragte, ob er dies nicht unterlassen könne, erwiderte er nur, dass mein Kühlschrank zu laut sei und er sich gestört fühle. Selbstkritisch überprüfte ich dies, konnte den Kühlschrank aber aus einem anderen Zimmer geräuschlich nicht wahrnehmen. Es folgten mehrere Anzeigen über mehrere Jahre durch unterschiedliche Hausbewohner gegen ihn, parallel gingen auch Beschwerden beim Vermieter ein. Dieser wiederum schmetterte diese ab und verwies auf die Zuständigkeit des Ordnungsamtes. Laut diesem müssten wir dann über Monate ein Lärmprotokoll führen, mit Unterschrift von Zeugen, die den Lärm bestätigen. Bis zum heutigen Tag hatte ich meine Bemühungen für eine erholsame Nachtruhe aufgegeben. Dieser Artikel gibt mir nun eine neue Perspektive, von der ich nicht als Möglichkeit ausgegangen bin. Ich möchte hiermit meinen Dank aussprechen, Liebe Grüße
Immowelt-Redaktion am 21.02.2019 09:43
Vielen Dank für das Lob, das lesen wir natürlich gerne.
philia am 03.02.2019 23:48
Seit mehr als drei Jahren wohne ich in meiner Wohnung. In der Zwischenzeit sind die dritten Mieter unter mir. Das Haus ist etwas hellhörig. In der Wohnung unter mir sprich ein Mann mit tiefer Stimme lange und laut in einer Fremdsprache (meine , wenn in deutsch könnte ich wohl teilweise die Worte erahnen) Ich habe es dem Vermieter gesagt. Heute, Sonntag, geht es jetzt bis 23.45 Uhr. Was kann ich tun. Ich vermute er telefoniert spät abends. Da ich alleinstehend bin und weiblich, habe ich auch ein bissl mulmiges Gefühl eine Konfrontation herbeizuführen. Der Vermieter wollte mit Ihnen sprechen, tat anscheinend nichts gebracht. Vielen Dank für die Rückmeldung.
Immowelt-Redaktion am 04.02.2019 13:55
Sie können natürlich noch einmal mit dem Vermieter sprechen und sich erkundigen, ob er mit Ihrem Nachbarn gesprochen hat. Generell stellt sich aber die Frage, ab die Lautstärke das übliche Maß wirklich überschreitet, denn das bloße Telefonieren in Zimmerlautstärke kann auch Ihr Vermieter dem Mieter nicht untersagen. Nur wenn es außergewöhnlich laut wird, käme unter Umständen auch eine Mietminderung in Betracht. Hierzu empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.
Jenny am 31.01.2019 23:12
Hallo, seit zwei Jahren wohnen wir nun in unserer Wohnung. Die Nachbarin über uns strapaziert unsere Nerven nun schon seit gut 20 Monaten. Sie trampelt tagsüber gern mit ihren uralten Hackenschuhen durch die Wohnung, schmeißt den Toilettendeckel jedesmal mit einer Wucht zu, dass man richtig zusammen zuckt. In den Abendstunden geht dann das richtige Theater los. Wir haben immer das Gefühl, dass sie Abends gegen halb elf, ihre Couch auszieht, dabei aber rum poltert als würde eine Horde Elefanten durch die Wohnung laufen. Danach geht sie mehrmals in mehrere andere Räume vermuten wir, da wir immer wieder verschiedene Türen beim öffnen und schließen quietschen hören. Das quietschen wir von uns auch tagsüber wahrgenommen und mittlerweile nervt es schon sehr.
Die Dame selber darauf angesprochen haben wir, aber dabei enstand der Eindruck, dass sie es gar nicht wirklich verstanden hat was man ihr sagte. Den Vermieter haben wir auch kontaktiert. Dieser versicherte uns, sich der Sache anzunehmen, passiert ist bis heute nichts.
Was können wir tun und gäbe es die Möglichkeit der Mietminderung??
Immowelt-Redaktion am 01.02.2019 10:31
es kann sinnvoll sein, in solchen Fällen ein Lärmprotokoll anzufertigen, um im Zweifel einen Überblick darüber anbieten zu können, wann welche Störungen in welcher Intensität aufgetreten sind. Unter Umständen kommt tatsächlich eine Mietminderung in Frage, aus der Ferne abschließend beurteilen können wir das allerdings nicht. Wir würden Ihnen dazu raten, hierzu das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt zu suchen.
Florian am 06.01.2019 08:21
Meine Freundin und ich haben das Problem, wir wohnen seit 2 jahren in einem älteren Haus, wurde aber vor unserem Einzug saniert und renoviert, bis auf das Treppenhaus, dies befindet sich in halbem Rohbau, schildern wir aber das eigentliche übel, vor kurzem sind über uns neue Nachbarn eingezogen, diese nehmen allerdings in keiner art und weise Rücksicht sich auch einmal ruhig zu verhalten, zu unserer Wohnung hört man jeden einzelnen Schritt den sie gehen, wir können stets sagen in welchem raum sie sich aufhalten, sie haben auch ein Kind, allerdings ist es unnatürlich laut, wie erwähnt permanent. Meine Freundin und ich sind beides Schichtarbeiter und freuen uns über die wenigen Minuten zweisamkeit die aber stets geprägt von Trampeln ist. Ebenso können wir unser Deckenlicht lediglich am Sicherungskasten ein- und ausschalten da was auch immer vermurkst wurde die Schalter nicht funktionieren. Der Vermieter der eben auch Elektriker ist und unter uns wohnt wurde bereits einige male daraufhingewiesen. Bislang kahmen aber nur antworten vonwegen "altes Haus","Etwas mehr Toleranz und Verständnis",... Kann man bereits etwas machen oder müssen wir das einfach dulden ?
Immowelt-Redaktion am 07.01.2019 11:56
ob die Geräuschemmissionen Ihres Nachbarn bereits das hinzunehmende übersteigen, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Zumindest was Kinderlärm betrifft waren die Gerichte in der Vergangenheit aber sehr kinderfreundlich - soll heißen, Kinderlärm ist in höherer Intensität hinzunehmen als Erwachsenenlärm. Vielleicht sollten Sie mit Ihren neuen Nachbarn mal sprechen und freundlich um etwas mehr Rücksicht bitten. Wenn das nicht hilft, kann es empfehlenswert sein, ein Lärmprotololl zu führen, um später, sollte es zum Streit kommen, belastbares in der Hand zu haben.
Ein nicht funtionierender Lichtschalter ist ein Mietmangel, den der Vermieter beseitigen muss. Das Argument "Altes Haus" ist keines. Hier sollten Sie die Beseitigung des Mangels schriftlich anmahnen und eine Frist setzen. Unter Umständen kann auch eine Mietminderung möglich sein. Hier sollten Sie aber einen Mieterverein oder einen Fachanwalt für Mietrecht konsultieren, sofern sich dei Angelegenheit nicht gütlich regeln lässt.
Saskiafrischmuth@web.de am 03.01.2019 12:13
Ich wohne mit meinem Freund und unserem Sohn in einer Mietwohnung. Seitdem 28.12.2018 wird unter uns renoviert und das von unserem Vermieter höchstpersönlich. Die Ruhezeiten werden in keinster Weise eingehalten. Von morgens bis Mitternacht wird gehämmert, gebohrt und gesägt. Nicht nur unser Schlaf ist gestört, sondern auch der unseres Babys. Mein Freund suchte das Gespräch bereits und weißte daraufhin, dass dies so nicht ginge. Man belächelte uns und es wird bis heute weiter gearbeitet. Wir sind am Ende unserer Nerven...die Verwaltung wurde informiert, dennoch können sie nichts machen, da der Vermieter, die Wohnungen gekauft hat, also quasi der Eigentümer ist.
Tracy am 12.01.2019 13:28
Verstehe ich recht, dass der Vermieter selbst einzieht und diesen Lärm verursacht? Dann ganz schnell eine neue Wohnung suchen. Denn wenn schon ein Mieterverein oder Rechtsanwalt zugezogen werden muss, ist es vorbei. Der Vermieter sitzt immer am längeren Hebel, das ändert auch kein Gericht der Welt. Ich habe das selbst erlebt- man wollte mich rausekeln um die jetzt verkaufte Eigentumswohnung teuer vermieten zu können. Also wurde nicht nur mein neues Auto zerkratzt, sondern auch die Radmutern gelöst bei meiner Nachbarin, die auch raus sollte. Ich zog daraufhin sofort aus- meine Nachbarin ebenfalls- sie wäre fast verunglückt und hatte sehr viel Glück- damals vor ca. fünf Jahren. Weder Schiedsmann noch Polizei konnten uns damals helfen- meine Nachbarin ist inzwischen leider sehr jung verstorben. Man muss- um etwas zu beweisen daneben stehen und es sehen- und das ist völliger Blödsinn- kein Täter klingelt und sagt dass man doch mal rauskommen soll- er würde jetzt die Radmuttern lösen am anderen PKW. Ersparen Sie sich viel Leid- suchen Sie sich eine andere Wohnung- so schlimm das auch ist- am besten nicht von Privat wegen fehlendem Kündigungsschutz.
Immowelt-Redaktion am 03.01.2019 14:51
auch bei Renovierungsarbeiten muss sich der Lärmverursacher an die festgelegten Ruhezeiten halten, insbesondere nachts. Diese Zeiten sind regional festgelegt und unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland und mitunter auch bei unterschiedlichen Gemeinden.
Sollte dagegen wiederholt verstoßen werden, ist es sinnvoll, sich an einen Mieterverein zu wenden, der Ihnen konkrete Möglichkeiten aufzeigen kann.
Sabrina am 28.12.2018 07:58
ich wohne seit knapp vier Jahren über halb einer Bank, an der Hauptstraße ( Bundesstraße) wo viele LKWs tags und Nacht durchfahren. Als ich die Wohnung angesehen habe war es ein sonntag und kaum Verkehr. Ich hatte damals gefragt ob hier viel Verkehr sei und es wurde gesagt nein....anfangs hat mich das auch nicht gestört... Zudem kommt noch das ich direkt neben der Kirche wohne und die Fenster kein bisschen isoliert sind. Mittlerweile habe ich durch den Lärmpegel kein durchgängigen Schlaf mehr, nervenflattern usw. Es belastet sehr. Kann ich den Vermieter darum bitten neue Fenster einbauen zu lassen ohne die kosten selber zu tragen? Oder was kann ich machen?
Immowelt-Redaktion am 28.12.2018 16:16
besten Dank für Ihren Kommentar. Generell ist der Vermieter nicht dazu verpflichtet, Schallschutzfenster einbauen. Sollte er sich aber dennoch dazu entschließen, handelt es sich um eine Modernisierungsmaßnahme. In diesem Fall kann der Vermieter die Miete um einen festgelegten Betrag (aktuell jährlich 11 Prozent der Modernisierungskosten)erhöhen. Mehr Informationen zum Thema Modernisierung und woran sich Vermieter halten müssen, finden Sie hier, Wann Mietern eine Renovierung zusteht und wie sich diese von einer Modernisierung unterscheidet, können Sie im Artikel Bad, Fenster, Elektrik: Wann Mietern eine Renovierung zusteht nachlesen.
Am besten, Sie suchen das Gespräch mit Ihrem Vermieter und schildern Ihre Lage. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und senden
Leserbrief am 13.12.2018 09:14
Mir wurde durch meine Anfrage ein Fachanwalt empfohlen. Das hab ich online getan, aber bisher keine Antwort erhalten. Ich sehe es nicht ein, wenn es heisst "kostenlos", dass für einen Beratungstipp 31€ Kosten für mich entstehen. Das ist rechtswidrige Abzocke. Wenn ein Fachanwalt bei meinem dicken nervenbelastendem und gesundheitlichen Problem tätig geworden ist, bei erfolgreichem Abschluss vor Gericht, dann erhält der Anwalt die gearbeiteten Auslagen bezahlt.
Mein dickes Problem sind in diesem Notquartier vier Frauen unterschiedlicher Herkunft, vor allem eine Schwarze und eine Jugoslawin, die nicht mal zu Sonntagen oder gar Feiertagen Ruhe geben mit Türenschlagen rund um die Uhr, und die anderen ab 6:30 Uhr, auch Sonntags und Feiertags, mit aus dem Tiefschlaf reissen und nur eines gemeinsam im Kopf haben. Geld.
Mgm am 10.12.2018 00:08
Schwere Lärmbelästigung durch absichtlich ausgeführtes Türenschlagen, das gesundheitlich und körperlich sehr beeinträchtigt. Wie kann das in einem Notquartier beendet werden.
Immowelt-Redaktion am 10.12.2018 11:31
wenn Gespräche nichts helfen, können wir Ihnen leider nur dazu raten, sich rechtlichen Beistand durch einen Fachanwalt zu holen.
Tu bi am 14.11.2018 13:49
Ich bin Student und wohne in einem ehemaligen Studentenwohnung (Förderung durch Studierendenwerk, jetzt nicht mehr) und komme seit über einem Jahr nicht mehr zur Ruhe, insbesondere im Schlafzimmer.
Vor einem Jahr wurde die obere Wohnung (ich selbst wohne im Erdgeschoss) frei und eine andere Studentin ist eingezogen. Sie ist immer wieder laut,zu unterschiedlichen Zeiten.
Manchmal telefoniert sie sehr laut Nachts, so dass ich wach werde, gestern hat sie um 22.21 ihre Waschmaschine gestartet (Waschmaschinen sind unten im Keller, also unter meiner Wohnung), so dass ich aus dem Schlaf gerissen wurde und konnte dann bis 4 Uhr morgens nicht mehr einschlafen.
Ständig läuft sie trampelnd in der Wohnung, läuft im Treppenhaus pfeifend herum, schiebt Möbel hin und her, klopft auf den Boden, wirft Gegenstände aus einer bestimmten Höhe auf den Boden, hauptsächlich da wo mein Schlafraum ist.
Die Nachbarin hat selber keinen separaten Schlafzimmer. Über mein Schlafzimmer ist ihre Terrasse (ein Teil ihrer Küche läuft aber in mein Schlafzimmer). Ihre Wohnung ist Schlaf-& Wohnraum. D.h. ich kann z. B. Nachts nicht in meiner Büroecke lernen, da sie dort schläft.
Die Nachbarin ist aber überhauptnicht rücksichtsvoll: Ihr Wecker hat während sie selbst im Praktikum wAr jeden morgen um 05:55 Uhr geklingelt, wodurch ich aus dem Schlaf gerissen wurde. So etwa 10 Minuten hat sie dann immer ihre Jalousien so laut geknallt, dass ich erneut mit einem Schreck aus dem Bett gerissen wurde.
Heute morgen um 07.24 Uhr wurde wie jeden Tag die Jalousien mehrmals hoch und runtergeknallt. Ab doeser Uhrzeit hat sie absichtlich bis 13 Uhr Krach gemacht. Um 8 Uhr hat sie den Staubsauger klopfend benutzt, war nicht auszuhalten! Dann um 12.40 (in der Ruhezeit!) Erneut den Staubsauger gestartet. Den Sauger hat sie wie ein Hammer benutzt.
Seit dem Sie hier wohnt komme ich nicht zur Ruhe ich habe einen total gestörten Schlaf. Ich arbeite neden dem Studium und bin wegen Schlafmangel dauernd schlapp und schlecht gelaunt, wodurch ich schon auf der Arbeit ermahnt wurde.
Meine Arbeitszeiten sind von 12 bis 21 Uhr. Um 22 Uhr bin ich dann zu Hause und gehe dann spätestens um 00 Uhr ins Bett und stelle mein Wecker auf 9/10 Uhr ein.
Wache aber immer ca. 3 Std wegen dem Knallen der Jalousien und all den weiteren gründen nit ihr auf.
Habe ich in diesem Fall auf eine Mietminderung? Beim Mieterbund muss ich eine Gebühr zahlen (ca 200 Euro). Falls ivh kein Anspruch aus diesen Gründen auf eine Minderung habe, will ich nicht unnötig da Geld lassen.
Einen Attest vom Angst kann ich auch holen, da Ich jetzt auch ins Schlaflabor muss.
Durch diese neue Mieterin kann ich nie ruhig schlafe, wodurch ich weder lernen kann und die Klausuren immer verschiebe und auch die Arbeit leidet seit Monaten darunter.
Wenn mir bitte sagen kann, ob ich ein Recht auf Minderung habe, wäre dies sehr hilfreich und ich würde dann auch zum Mieterbund gehen und das Geld investieren.
Immowelt-Redaktion am 14.11.2018 15:01
wir können Ihren Ärger verstehen. Allerdings können und dürfen wir Ihnen nicht sagen, ob eine Mietminderung im Zweifel auch vor Gericht Bestand hätte. Im Streitfall würde der Richter abwägen müssen, wie hoch die Beeinträchtigung durch den Lärm ist. Grundsätzlich sind Mietminderungen aufgrund von Lärm zwar möglich, eine rechtliche Einschätzung zu Ihrem Fall kann Ihnen aber letztlich nur ein Mieterverein oder ein Fachanwalt geben.
Troost am 05.11.2018 15:57
Kann mir bitte jemand einen Hinweis geben, ob unzumutbaren Lärm durch ständige Computerspiele im Nachbarappartement eines privaten Studentenwohnheims eine Mietminderung rechtfertigen würde? Alle Bewohner haben eine Hausordnung unterschrieben, in der sie sich verpflichten, unnötigen Lärm zu unterlassen. Es gibt zusätzlich Ruhezeiten (nachts und mittags). Es stört den Nachbarn jedoch nicht! Auch nicht bei andauernder Beschwerde. Im vorigen Jahr hat ein Mieter neben diesem Krachmacher bereits sein Studentenappartement gekündigt.
Immowelt-Redaktion am 06.11.2018 08:51
anhaltender und starker Lärm auch zu Ruhezeiten kann eine Mietminderung rechtfertigen, unabhängig davon, ob er nun von lauter Musik, einer Baustelle oder von Computerspielen stammt. Wir können allerdings aus der Ferne nicht abschließend klären, ob das auch in Ihrem Fall so ist. Bevor Sie eine Mietminderung in Erwägung ziehen, sollten Sie sich rechtlich beraten lassen, beispielsweise durch einen Mieterverein. Auch kann es hilfreich sein, ein Lärmprotokoll anzufertigen, in dem sie festhalten wann und wie lange der Lärm jeweils auftritt.
Andre`aus Braunschweig am 07.10.2018 10:47
In die Wohnung unter Unserer wurden vorübergehend Asylanten "einquartiert". Der Lärm in Form von Nicht-Zimmerlautstärke beginnt morgens um halb neun und endet, mit Unterbrechungsintervallen, ca. 22.30 Uhr abends. Der Lärm umfaßt lautstarke "Unterhaltungen" Türenknallen, Möbelrücken oder das ruckartige Werfen Dieser und lautstarken Streit.
Meist nach 8 Uhr abends, wenn ein bestimmter, männlicher Asylant zurückkehrt, ist zusätzlich Gläsergeklapper oder das Umwerfen Jener zu hören, steht man vor der Wohnungstür, um Aufnahmen zu tätigen, ist eine deutliche Veränderung der Stimmmodulation erkennbar, betreffend diese männliche Person und zwei weitere Weibliche, welche sich lautstarke Wortgefechte liefern. was auf erhöhten Alkoholkonsum hinweisen dürfte.
Die Polizei verweist auf die Nachtruhezeiten und auf den Vermieter. Wir gedenken, Beweismittel vorzulegen und die Miete um 100 % zu kürzen, da alle Wohnräume betroffen sind, incl. die Mittagsruhe und der Nachtschlaf meines zweijährigen Enkels gefährdet sind, welcher um 6 Uhr abends ins Bett geht.
Der Vermieter muß vorerst abgemahnt werden, aber um das Ganze abzukürzen, möchten wir zeitgleich den Klageweg beschreiten.
Immowelt-Redaktion am 08.10.2018 10:37
eine Mietminderung von 100 Prozent ist in der Regel nur dann möglich, wenn eine Wohnung nahezu unbewohnbar ist. Das dürfte aufgrund von Lärm nur selten der Fall sein. Sollten Sie an Ihrem Vorhaben dennoch festhalten wollen, empfehlen wir Ihnen die Rechtsberatung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.
Frank aus Berlin am 18.08.2018 15:04
Kurze Schilderung ... wir wohnen in einem Privathaus mit 3 Wohnungen als Mieter.
Das Haus wurde verkauft und der neue Vermieter bezieht zwei der drei Wohnungen selbst.
Jetzt ist er bereits seit 5 Wochen ab sanieren.
Dazu gehört schleifen bohren sägen Hämmern das ganze Programm ... er saniert die Wohnungen komplett. Sogar mit Wände abreisen und so.
5 bis 6 Tage die Woche findet dies statt von ca 9 bis 20 Uhr.
Meine Frage.. auch wenn es die ruhezeiten nicht betrifft ... aufgrund der Dauer... es wird voraussichtlich noch 2 bis 3 Monate so weitergehen ... ist eine mietminderung möglich ... wieviel Prozent und wie sollte man vorgehen .
Immowelt-Redaktion am 20.08.2018 09:55
eine Mietminderung ist bei andauerndem Baulärm durchaus möglich. Zur Höhe der Mietminderung lässt sich allerdings keine abschließende Aussage treffen, auch weil die Gerichte hier durchaus unterschiedliche Urteile fällen. Insofern können wir Ihnen nur empfehlen, sich mit Ihrem Vermieter auf eine bestimmte Mietminderungshöhe zu einigen. Sollte das nicht möglich sein, raten wir zu einer Rechtsberatung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.
Kiki am 29.07.2018 10:10
Über uns wohnt eine Familie, die exrrem immer laut ist. Sei es nach 22 uhr oder sonntags morgens... Lärmprotolle wurden geschrieben... Verwaltung per email bombardiert.... bis jetzt wurde nicht's gemacht.. kann ich ne Mietminderung machen?lg
Immowelt-Redaktion am 30.07.2018 10:15
je nach Art und Umfang des Lärms kann das ein Grund für eine Mietminderung sein. Wir können aus der Ferne aber nicht abschließend beurteilen, ob das in Ihrem Fall so ist oder wie hoch die Mietminderung ausfallen darf. Bevor Sie die Miete mindern, würden wir Ihnen daher das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt empfehlen.
Nani am 04.07.2018 01:23
ich hoffe man kann uns hier helfen. Wir haben im Hof 2 Waldohreulen sitzen, zumindest laut googel sind es diese Tiere. Sie beginnen mit ihren Rufen ab 22 Uhr und sind, eher selten, auch mal bis ca 1 oder 2 Uhr ruhig und dann beginnt das gefiebe der Tiere so das wir nicht schlafen können und bei dem Wetter kann man uns nicht verbieten das Fenster zu schließen. Ich kann auch leider nur mit offenen(Angekippt) Fenster schlafen, wenn es zu ist bekomme ich keine Luft, bzw schlecht Luft. Ich hab zwar mit einer Dame vom Vermieter gesprochen und diese meinte, das die Eule unter Artenschutz steht. Ist ja gut und schön aber das sie einem den Schlaf raubt kann ich so langsam nicht mehr hinnehmen,. und in der Stube auf der Kautsch permanent dann schlafen wird langsam zu einer Qual.
Kann man daher die Miete Mindern? Wenn ja wissen Sie um wieviel evtl oder ob ich abermals mit dem Vermieter reden muss?
ramona am 13.12.2018 11:09
....oh man Sie haben ja wirklich Probleme, wir können gerne tauschen: Plattenbausiedlung, Plattenbau hellhörig, 12 Mietparteien pro Aufgang und zusätzlich noch Lärm im Mietumfeld und im Aufgang.....da nehme ich sehr gerne Ihre "Naturprobleme" in Kauf, hoffentlich stehen die Eulen unter Naturschutz bzw. Artenschutz.....!!!
Immowelt-Redaktion am 04.07.2018 09:37
Hallo Nani und vielen Dank für Ihren Kommentar,
eine Mietminderung wegen Lärm dürfte in diesem Fall eher schwierig sein. Im Streitfall kommt es darauf an, ob Sie mit den Tieren haben rechnen müssen. Wohnen Sie also beispielsweise am Waldrand oder auf dem Land, wird eine Mietminderung umso schwieriger. Bitte bedenken Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Auch Angaben zur Höhe einer etwaigen Mietminderung lassen sich pauschal nicht treffen, die Gerichte urteilen hier je nach Einzelfall recht unterschiedlich. Wenn Sie dennoch eine Mietminderung in Betracht ziehen, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.
Nani am 04.07.2018 10:35
also wir wohnen nicht am Waldrand sondern in der Mitte der Stadt. Laut einem Wiki Eintrag zu den Waldohreulen, leben diese eher an ,ich Ziertiere mal das Wiki: Die Waldohreule benötigt vor allem offenes Gelände mit niedrigem Pflanzenwuchs. In Mitteleuropa ist sie daher ein Vogel der offenen Kulturlandschaft. Sie ist vor allem in Gebieten mit einem hohen Anteil an Dauergrünflächen sowie in der Nähe von Mooren zu finden. Sie kommt selbst im Hochgebirge vor, sofern dort genügend Beute vorhanden ist. Wälder bieten der Waldohreule nur dann hinreichend Lebensraum, wenn es dort ausreichend Freiflächen für die Jagd gibt. Den Waldrand nutzt die Waldohreule dagegen als Ruheplatz während des Tages sowie als Brutrevier. Sie zieht dabei Nadelbäume vor, die ihr ausreichend Deckung bieten und in denen sich alte Nester von Krähen und Elstern befinden. Wo solche Waldränder fehlen, weicht sie auch in kleinere Gehölzgruppen oder Hecken aus. Die Waldohreule besiedelt auch Randbereiche von Städten, insbesondere wenn diese an landwirtschaftlich genutzte Bereiche grenzen."
Wir haben nur einen Hof, dieser ist von Häusern umringt und hat einen Torbogen wo man rein und rausgehen kann, natürlich ist der Torbogen mit einem Tor verschlossen so das nicht Hinz und Kunz rein kann,sondern nur die mit einem Schlüssel. Um wieder auf den Punkt zu kommen, laut dem Wiki eintrag dürften diese Tiere ja dann nicht auf dem Hof sein?! Aber ich danke Ihnen für die Auskunft und werde mich mal mit einem Fachanwalt zusammensetzen da dieser wesentlich günstiger ist als der Mietverein in unserer Stadt.
Angela90 am 14.06.2018 20:14
Hallo ich habe vor drei Jahren meine Wohnung gemietet wir sind täglich und auch nachts und unter ständigem Lärm weil das Haus sehr hellhörig ist oben sind zwei Baustellen die seit Monaten beschäftigt sind und zwar schwarze Baustellen erstens zweitens unsere Nachbarn von nebenan bekommen nach 22 Uhr immer Besuch und mann hört auch immer den Staubsauger abends ....um 5 Uhr morgens ist unten bei uns eine Bäckerei und da hört man jeden Tag um 5 Uhr morgens die Teigmaschine mein Baby wird da sogar wach und unsere Nachbarn von oben die kümmern sich um ihre Baustelle auch nachts ...die Mietern die vorher oben gewohnt haben die haben auch jede Nacht Partys gemacht und tagsüber haben die sich ganz doll gestritten ich habe auch Videos...tagsüber ist es auch sehr sehr laut vor allen Dingen wegen dieser neuen Baustelle oben die seit drei Monaten da ist und die vom Hausmeister und andere Leute so gemacht wird !!!was kann ich denn dagegen tun ich habe auch Schlafprobleme Schlafstörungen bekommen vielen !!!Dank im voraus
Immowelt-Redaktion am 15.06.2018 08:38
Hallo Angela und vielen Dank für Ihren Kommentar,
wenn der Vermieter auch auf die Beschwerden eines Mieters hin nichts tut, um den Lärm abzustellen, kann dies unter Umständen eine Mietminderung rechtfertigen. Ob dies in Ihrem Fall so ist, können wir allerdings aus der Ferne leider nicht abschließend beurteilen. Bedenken Sie bitte auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
Wolle am 01.06.2018 16:43
Ich habe eine Mietwohnung und bei Regen höre ich im Schlafzimmer Tropfgeräusche von der innen liegenden Regenabflussleitung. Kann dadurch nicht schlafen. Was kann ich tun? Muss der Vermieter handeln ?
Immowelt-Redaktion am 04.06.2018 09:04
Hallo Wolle und vielen Dank für Ihren Kommentar,
anhaltende Lärmbelästigung durch einen baulichen Mangel kann unter Umständen ein Grund für eine Mietminderung sein. Auch müsste der Vermieter den Mangel dann beseitigen. Ob es sich bei den von Ihnen beschriebenen Tropfgeräuschen aber tatsächlich um einen Mangel handelt, können wir aus der Ferne leider nicht abschließend beurteilen. Wir würden Ihnen daher empfehlen, sich an einen Mieterverein zu wenden. Dieser kann das unter Umständen auch vor Ort beurteilen. Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt.
Fari am 25.05.2018 17:06
Wie kann Mensch im 21. Jahrhundert von Kesselflickern schreiben, wie auf ihrer Seite geschehen und damit Vorurteile gegen Minderheiten Vorschub leisten? Oder handelt es sich hier um eine Bildungslücke. Dann bitte diese schliessen.
Immowelt-Redaktion am 28.05.2018 09:45
vielen Dank für Ihren Kommentar. Bitte entschuldigen Sie das Verwenden der besagten Redewendung. Es war keinesfalls unsere Absicht, eine Bevölkerungsgruppe zu diskriminieren. Wir haben die entsprechende Textstelle geändert.
Marie am 08.02.2018 00:13
Nachtrag: Und dann lassen die Leute morgens ihre Autos im Leerlauf laufen und kratzen an den Scheiben herum. Das nervt ! Erstens schadet es dem Motor, verpestet die Luft und der Infraschall dröhnt in den Ohren, raubt einem den Schlaf. Und kratzen muß nun wirklich nicht sein. Ich habe in meinem Leben noch ie eine Scheibe freikratzen müssen. Ich decke ab oder gieße warmes Wasser vom Rahmena us gehend (wegen der Spannung) und dann über die Scheibe. Schalte sofort den Scheibenwischer ein, fertig. Kein Anlaufen, kein nichts. Einfach nur 100 % freie Sicht. Man sollte das aber nur dort machen, wo nachher niemand auf einer Eisfläche stürzen könnte, oder gleich ein wenig Salz streuen, wo man parkt.
Marie am 08.02.2018 00:10
Man kann wohl wenig dagegen tun, weil das offenbar gesetzlich so geregelt ist. Aaber mich nervt im Winter, wenn Schnee fiel, dass bereits um 4 oder 5 Uhr morgens herumgekrazt wird mit Schneeschippen. Ein Wahnsinn !
Ich verstehe sowieso nicht, wieso man gefallenen Schnee nicht einfach flach walzt und darauf dann Splitt und etwas Sand streut. Das ist der perfekte Untergrund ! Auch fallen dann die Schneehügel weg, über die alte oder behinderte Menschen nur mit Mühe steigen können. Auch werden parkende Autos behindert durch diese dummen unnötigen Schneewände. Sehr oft habe ich den Eindruck, wir leben in einer sehr bekloppten Welt. Rückständig, dumm und nicht besonders innovativ und modern.
Sims am 07.02.2018 17:46
meine Freundin wohnt auf dem Land (Harburg-Schwaben) in einem 4 Parteien Haus als Mieterin seit April 2017, sie hat einen Nachbarn der in Gaststätten Holz (Brennholz) bzw. umgefallene Bäume sehr günstig ersteigert. Er hat inzwischen ausser seinem Privatauto, einen Traktor mit 2 Anhängern, einen PKW-Anhänger, einen 20 Tonnen Holzspalter und zwei sehr laut kreischende Kreissägen bzw. Wippsägen.
Im Jahr 2017 hat er 240 Ster Holz direkt auf seinem PKW Parkplatz gespalten und gesägt, zudem verkauft er dieses Holz auch noch ohne Gewerbeanmeldung und somit ohne Rechnungsstellung an diverse Kunden.
Die Ruhe und Mittagszeiten werden allerdings von diesem Nachbarn eingehalten.
Was bitte kann meine Freundin die auch noch von diesem Nachbarn bedroht wird, gegen diese Lärmbelästigung u. a. tun?
Wir sagten Ihm schon das er sich einen anderen Platz für seine Arbeiten suchen soll, die ca. 3 mal die Woche vom Frühjahr bis Herbst zu ertragen sind aber das interessiert Ihn überhaupt nicht.
Über einen guten Tip von Ihnen wäre ich Ihnen sehr Dankbar.
Immowelt-Redaktion am 08.02.2018 09:41
anhaltender Lärm kann unter Umständen ein Grund für eine Mietminderung sein. Bevor Sie zu diesem Mittel greifen, sollten Sie allerdings das Gespräch mit dem Vermieter suchen. Sofern das Holz auf einem mitvermieteten Stellplatz zersägt wird, könnt er diese Arbeiten dem Mieter auch direkt untersagen. Sollte dies nicht geschehen und sollten Sie über das Mittel der Mietminderung nachdenken, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.
Iv am 24.01.2018 18:51
In der Wohnung über uns ist im Oktober ein junges Mädel eingezogen in die komplett renovierte, sanierte und modernisierte Wohnung eingezogen. Wie üblich ist dann klar, dass das ein oder andere renoviert wird. Aber jetzt , fast Ende Januar sind sie immer noch dran.
Langsam zerrt es an den Nerven, da man den Eindruck bekommt, dass sie nicht fertig werden. Mitunter geht das abkratzen der Tabletten bis weit nach 22 Uhr und wenn man dann klingelt und bittet, ob es nicht für heute eventuell genug sei, fragt sie nur: oh, wären wir doch so laut?
Den langen Zeitraum könnte man durchaus verstehen, würde sie ganz allein renovieren. Aber sie hat jeden Abend die gesamte Familie, ihren Freund und ein paar Freunde da, welche ihr Helfen.
Welche Mõglichkeiten haben wir hier? Ein Gesprächsversuch verlief leider nicht so berauschend.
Immowelt-Redaktion am 25.01.2018 09:10
wenn es in einem Haus durch einen Mieter ständig zu Lärmbelästigung kommt und sich dieses Problem auch im Gespräch mit dem Mieter nicht lösen lässt, sollten die betroffenen Mieter zunächst den Vermieter informieren. Ob die Geräusche der Renovierungsarbeiten in Ihrem Fall aber eine Mietminderung rechtfertigen, können wir aus der Ferne nur schwer beurteilen. Sollte auch das Gespräch mit dem Vermieter nicht fruchten, empfehlen wir daher den Gang zu einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
Fabian B am 24.01.2018 00:18
ich wohne in einem Plattenbau im 8 Stock. Jede Nacht um ca. 24 Uhr fängt einer im Haus an mit lauter Musik. Diese hält mich nachts wirklich mehrere Stunden wach, weil die bis teilweise 4 Uhr morgens geht und dann hört diese auf.
Ich habe meinen Vermieter bzw die Genossenschaft bereits darüber vor Monaten in Kenntnis gesetzt, aber außer einem kleinen Aushang (den niemand liest) haben Sie nichts unternommen. Auch habe ich Sie im November davon in Kenntnis gesetzt, dass ich doch dann bitte eine Mietminderung hätte, wenn Sie schon nichts dagegen unternehmen wollen.
Darauf folgte keine Antwort.
Dann habe ich mich entschlossen ihnen noch mal zu schreiben und zwar vorgestern (21.01.2018).
Auch hier bekam ich keine Antwort darauf, obwohl ich bei E-Mail-Verkehr der sich auf anderes bezog, immer sofort eine Antwort bekam. Erst als das Wort "Mietminderung" gefallen ist, hörte der Kontakt plötzlich auf.
P.S. Der Lärm tritt erst seit ca. einem Jahr auf. Wohne hier nun seit 20 Jahren und hatte das Problem vorher nie. Auf Nachtruhe wird sprichwörtlich "geschissen".
Immowelt-Redaktion am 24.01.2018 14:01
eine Mietminderung ist grundsätzlich auch ohne vorherige Absprache mit dem Vermieter möglich, wenn auch nicht wünschenswert. Um sich rechtlich abzusichern, sollten Sie sich allerdings vorher beraten lassen. Eine entsprechende Rechtsberatung erhalten Sie bei einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
Jenny am 03.01.2018 21:21
Hallo, ich wohne im Erdegeschoss und über mir mein Vermieter! Ich habe den ganzen Tag Lärmbelästigung durch seinen Propeller der im Keller Strom erzeugt, dass Problem ist das dieses Brummen so laut ist das ich keine Ruhe mehr finde! Was kann man dagegen tun bzw. Vorgehen?
Immowelt-Redaktion am 04.01.2018 09:07
eine Lärmbelästigung wie die von Ihnen beschriebene könnte unter Umständen eine Mietminderung durch den Mieter rechtfertigen. Es sei denn, er hätte schon beim Einzug von der Lärmquelle gewusst. Wie hoch eine solche Mietminderung ausfallen könnte und ob sie zulässig ist, können wir leider aus der Ferne nicht abschließend beurteilen. Zudem dürfen wir keine Rechtsberatung leisten. Diese erhalten Sie bei einem Mieterverein oder bei einem Fachanwalt.
Wolle am 23.12.2017 17:33
hallo, die Vermieter wohnen direkt über uns und haben es sich seit knapp 2 Jahren zum Hobby gemacht uns durch ständiges Poltern Tag und Nacht zu stören (zu mobben !) . Wir haben uns jetzt eine neue Wohnung gesucht, gekündigt und werden Mitte Januar 2018 auch umziehen. Die Vermieter wollen es wohl auf die Spitze treiben und uns wohl noch schneller rausekeln. Über Weihnachten haben sie die Verwandschaft (2 Erwachsen, 2 Kinder und 4 ! Hunde) eingeladen, nur mit dem Ziel noch mehr Lärm von oben zu verursachen. Der Streit wird jetzt eskalieren ! Welche mittel und Wege gibt es sich dagegen zu wehren ?
Immowelt-Redaktion am 27.12.2017 09:28
vielen Dank für Ihren Kommentar. In der Regel müssen Mieter normalen Wohnlärm hinnehmen. Erst wenn der Lärm die Grenzen der Zumutbarkeit überschreitet, ist es möglich, wegen Lärm die Miete zu mindern. Ob dies in dem von Ihnen geschilderten Fall so ist, können wir jedoch aus der Ferne nicht beurteilen. Wir würden Ihnen daher zu einer Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein raten.
Mandy am 26.07.2017 12:23
bei uns gegenüber ist seit Oktober '16 eine Baustelle welche wohl noch bis Ende' 19 bleiben soll. Die Bauarbeiten sind von Montag bis Freitag von 7-18 Uhr und Samstag von 7-16 Uhr. Die meisten der Bauarbeiter sind nicht deutscher Herkunft und rufen teilweise in schlechtem deutsch über die ganze Baustelle was wer wann und wo für einen Urlaub macht. Das ist ja nicht mal das Problem sondern das wirklich von Arbeitsbeginn bis Feierabend gehämmert, gesägt, gebohrt und die Baukräne fast rund um die Uhr hupen. Das ist so nervig das man Kopfschmerzen und mittlerweile auch Ohrschmerzen hat. Die Fenster zum lüften kann man auch nur nach Feierabend aufmachen. Nun meine Frage : Kann ich mich mit dem Problem an den Vermieter wenden und Mietminderung beantragen?
Immowelt-Redaktion am 26.07.2017 14:12
grundsätzlich ist eine Mietminderung aufgrund von Lärm auch dann möglich, wenn der Lärm nicht vom Vermieter verursacht wird. Im Idealfall erfolgt eine solche Mietminderung aber wie Sie schon schreiben in Absprache mit dem Vermieter.
SvenS am 11.07.2017 11:48
wir haben regelmäßig die Musizieren nach 22 Uhr mit Gitarre und Gesang oder saugen zudem streiteteien mitten in der Nacht. Nach mehrmaligem auffordern sich an die Ruhezeiten zu halten ist das Verhältnis geschädigt.
Die Lärm Verursacher sind unsere Vermieter. Wir führen nun seit ca 2 Monaten Protokoll, wann wie wielange und haben 17 Einträge.
Kann hier von Lärmbelästigung gesprochen werden ? Regelmäßigkeit? Wir sollten wir vorgehen?
Immowelt-Redaktion am 12.07.2017 08:52
vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn der Lärm durch Musizieren über das übliche Maß hinausgeht, wäre auch in einem solchen Fall zumindest theoretisch eine Mietminderung denkbar. In der Praxis dürfte sich das allerdings schwierig gestalten, wenn es sich beim Lärmverursacher um den Vermieter handelt. Wir würden Ihnen daher zu einer Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein raten.
Irma Mabuse am 07.06.2017 23:07
Lärm, wie permanent bellende Hunde, kreischende Kinder, streitende Erwachsene oder lautes Sexgestöhn, aber auch Infraschall von Zügen, Trams, Motoren usw. können einem das Leben zur Hölle machen und auch ernsthaft krank machen.
Um die Risiken zu minimieren, ist es sicherlich am besten, vor einem Umzug die in Augenschein genommene Wohnung genauestens auf ihre Lage hin zu überprüfen. (Ist eine Kirche in der Nähe, ein Kindergarten, eine Bahnstrecke, ein Windpark usw.) Des weiteren würde ich Wohnblöcke mit vielen Mieteinheiten sowieso meiden. Gar nicht erst dort einziehen ! Allein schon die vielen offenen WLANS, die vielen elektromagnetsichen Felder, die einen gesundheitlich angreifen können, den Schlaf rauben, so steigt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit der Lärmbelästigung durch Nachbar. Wenn ich umziehe, dann nur in Häuser mit maximal 3 Mietparteien und möglichst in einer Kleinstadt oder auf dem Dorf. Lieber pendle ich zur Arbeit, als dass ich mich ständigem Lärm und Stress aussetze. Das muss man nicht haben.
hein-motz am 07.06.2017 19:15
Fast alle Muslemischen-Mitbewohner knallen die Korridortüre zu. Wenn Sie länger außer Hause sind, wird die Trüe dann mit dem Korridortüre abgeschlossen. Muß ich das Knallen der Korridortüre zu jeder Tages- und Nachtzeit hinnehmen?
Immowelt-Redaktion am 08.06.2017 09:19
Hallo hein-motz,
vielen Dank für Ihren Kommentar. In einem ersten Schritt empfiehlt es sich, mit den fraglichen Nachbarn zu sprechen und sie zu bitten, die Türen etwas leiser zu schließen. Grundsätzlich kann gelegentliches Knallen der Türen in einem Miethaus natürlich immer vorkommen. Etwas dagegen unternehmen können Mieter nur dann, wenn die Lärmbelästigung über das gewöhnliche Maß hinaus geht.
W.Galler am 07.06.2017 18:14
Und was kann bei den geschilderten Mietminderungen der Vermieter tun? Die Mietminderung vom Verursacher einklagen?
Immowelt-Redaktion am 08.06.2017 09:12
je nach Grund der Mietminderung ist es für den Vermieter in der Tat möglich, vom Verursacher Schadensersatz zu verlangen. Dies lässt sich allerdings allgemeingültig nicht beantworten. Wenn ein anderer Mieter beispielsweise durch permanenten Lärm dauerhaft den Hausfrieden stört, kommt unter Umständen auch eine Abmahnung oder eine Kündigung in Frage. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund.
Mantalina am 07.06.2017 14:55
Dass Kinder Krach machen dürfen, ist ja gut und schön. Aber ich wohne unter einer Familie, deren 4 Kinder in der Wohnung Trampolin springen, Inliner fahren und ständig Möbel auf dem blanken Boden hin und her schieben. Man kann NICHTS unternehmen, noch nicht einmal gegen die markerschütternden Schreie im Treppenhaus, die eines der Mädchen aus Spass an der Freude täglich hören lässt. Bleibt nur neue Wohnung suchen. Traurig, besonders wenn man sich überlegt, was aus Kindern werden soll, die kein "Nein" und keine Rücksichtnahme kennen, weil ihnen der Gesetzgeber Narrenfreiheit läßt. Sind sie erst mal Teenager, ist es zu spät, ihnen das noch beizubringen und dann ist das Gejammer groß.
smoothie am 20.11.2017 17:23
Etwas späte Antwort, aber: Inlinerfahren muss man nicht dulden, ebensowenig rücksichtsloses Rumgeschreie von Schulkindern. Eltern von älteren Kindern sind nämlich verpflichtet, ihre Kinder zu sozialadäquatem Benehmen anzuhalten. Dazu gibt es auch Gerichtsurteile. Aber nur wenige, und man muss sich Recht verschaffen, was einen in eine schlechte Position bringt. Plus, dass in den Köpfen weiter Teilen der Bevölkerung dieses undifferenzierte "Kinder dürfen alles" festgesetzt hat. Leider auch in den Köpfen der Familie über uns, die hausen zu fünft und pfeifen auf Rücksichtnahme. Wir haben selber ein Kind, sind also nicht überempfindlich. Aber wir sehen einen Auszug mittlerweile als einzige Lösung. Im Recht sein ist das eine, Recht bekommen das andere. Leider.
91ingekimmel@gmail.com am 07.06.2017 14:34
Was kann man tun wenn Nachtbaren Nacht für Nacht Draußen am Fenster stehen Rauchen Husten Unterhalten sich und Lachen laut das alle wach werden bis morgens um 4Uhr
Immowelt-Redaktion am 07.06.2017 15:17
vielen Dank für Ihren Kommentar. Als erste Maßnahme bietet es sich natürlich an, das Gespräch mit den fraglichen Nachbarn zu suchen. Erst wenn das zu keinem Ergebnis führt, sollten Sie den Vermieter über die nächtliche Ruhestörung informieren. Dieser kann die Nachbarn dann unter Umständen abmahnen.
Shanti am 07.06.2017 16:39
klingt vielleicht böse...aber hilft. Eimer Wasser runter kippen. Ist mir mal passiert: Mit Freund und Freundin getratsch, er: super lautes Organ - da kam das Wasser. Ich fand: recht hatten die. War einmalig, aber trotzdem. Ich leite seit 2,5 JZ weil vor dem Haus auf einem Platz halb Süditalien versammelt ist. Tagtäglich, von morgens bis abends. Keine Chance..meine Vermieterin klagt beim Rathaus. Ich finde Lärm ist einfach nur ätzend. Und Rauchen vor dem Haus geht gar nicht. Wenn die Italos sich direkt unter meinem Fenster vesammeln, schick ich sie freundlich weiter.
mrs.elli am 07.06.2017 14:29
Die Mieterin über mir ist seit Februar Bettlegerisch. Sie stöhnt die Halbe Nacht und redet laut und ruft mind.3 mal in der Nacht Hallo Hallo.
Der Vermieter weiß darüber bescheid.
Leider befinden sich die Schlafzimmer alle an der gleichen Stelle.
Der Vermieter will nun eine gestellte Situation herbei führen um zu hlren ,ob ich tatsächlich recht habe ,das ich ganze Sätze auch Tag höre ,wenn die Nichte zu besuch kommt. Die alte Dame will außerdem zu Hause sterben und es wird wohl noch ewig so gehen. Ich arbeite in Nachtbereitschaft und kann sehr oft nicht mehr richtig schlafen.
Beste Grüße Frau Würzburg
Katja nowok. am 26.05.2017 10:18
Hallo immowelt redaktion
Das Problem ist das ich schon mehrfach versucht habe mit der dame zu sprechen sie macht die Tür nie auf obwohl sie da ist. Keiner der mietparteien VOn Mietern traut sich gegen diese dame was zu unternehmen irgendwann is auch meine Geduld schon am Ende selbst die Tochter weiss bescheid über ihre Mutter. Was kann ich sonst gegen die dame tun.
Immowelt-Redaktion am 29.05.2017 09:49
Sehr geehrte Frau Nowok,
in diesem Fall wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben als den Weg über Ihren Vermieter zu gehen. Dieser kann die Mieterin abmahnen und bei längerfristiger und anhaltender Störung des Hausfriedens im Extremfall auch kündigen. Sollte ihr Vermieter nichts gegen die Mieterin unternehmen wollen, empfehlen wir Ihnen die Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.
Katja nowok. am 26.05.2017 07:34
Hallo bei mir geht es um Lärm einer älteren Dame über mir. Es wird langsam unerträglich es gibt keine Nacht wo ich ruhig schlafen kann ohne das die dame Fenster, Türen zu schmeisst und sogar wie letzte Nacht gegen die Heizung poltert. Mit dem Verwalter hatten wir schon mehrfach Gespräche aber er nimmt uns wohl nicht ernst. Was kann ich tun.
Immowelt-Redaktion am 26.05.2017 09:59
Hallo Katja nowok,
Sie sollten zunächst auch einmal mit der Dame sprechen. Bei anhaltender Lärmbelästigung können Sie bei Ihrem Vermieter oder dem Verwalter einen Mangel anmahnen und nach einer Frist die Miete mindern. Wann sie die Miete wegen Lärm mindern können, steht ausführlich im Text. Unter folgendem Artikel finden Sie Informationen, wie Sie Mängel richtig anmahnen.
Im Zweifel sollten Sie sich allerdings einen Anwalt nehmen.
A.s. am 18.04.2017 15:42
Vor ca. einem Jahr wurde im vorsorgungskeller ( Heizung und warmwasser durch Vattenfall) unter mir, die Anlage ausgetauscht, weil die ständige Hitze durch die Decke kam. Es waren unerträgliche Temperaturen Tag und Nacht besonders im Sommer. Nun habe ich dadurch aber einen neuen Mangel der so erheblich ist, dass es meine Gesundheit stark gefährdet und ich beim HNO-Arzt in Behandlung bin. Die neu eingebaute Anlage überträgt zischende brummende rauschende Geräusche. Die Anlage ist 75 Prozent kleiner als die vorherige, aber hört sich an wie ein Kraftwerk, wenn ich mich hinlege und schlafen möchte. Im Wohnzimmer kann ich auch nicht schlafen, da ich auch die Geräusche höre,wenn ich auf der Couch liege. Die Geräusche werden über die Wände übertragen. Ich kann schlecht fliegen beim schlafen :(. Ich wohne in einer eigentümergemeinschaft und bin Mieterin. Meiner Vermieterin habe ich aufgefordert die Geräusche unverzüglich zu beseitigen. Das ist bereits sechs Wochen her. Ich bin gestern aus dem Urlaub gekommen und meine Ohren waren sehr erholt und ich wunderbar gelaunt. Bis ich in die Wohnung kam. Es baut sich sofort ein Druck im Ohr auf und ich habe Angst vor dem nächsten Hörsturz und den verbundenen Hörverlust. Wenn ich meine Vermieterin nochmals auffordere mit Fristsetzung von einer Woche die Geräusche zu beseitigen würde ich gerne wissen, wie viel Prozent ich mindern darf und ob es möglich ist, eine einstweilige Anordnung per Gericht zu erwirken den Mangel sofort beseitigen zu lassen. Es kann einfach nicht noch mehrere Wochen dauern. Ich stehe wirklich extrem unter Stress weil ich keine Nacht in Ruhe schlafen kann. Ich fühle mich völlig hilflos und brauche Rat. Vielen Dank
Immowelt-Redaktion am 19.04.2017 08:42
vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir können Ihren Ärger gut verstehen. Hat ein Mieter einen Mangel gemeldet und der Vermieter beseitigt ihn nicht, hat der Mieter verschiedene Druckmittel. So kann er beispielsweise die Miete zurückbehalten, mindern oder nur unter Vorbehalt zahlen. Auch ist es möglich, den Mangel selbst beseitigen zu lassen und die Kosten später dem Vermieter in Rechnung zu stellen. Letzten Endes bleibt dem Mieter in der Tat auch noch den Vermieter auf die Beseitigung des Mangels verklagen. Zu keinem dieser Mittel sollten Sie aber greifen ohne zuvor eine Rechtsberatung eingeholt zu haben. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.
Weitere Informationen zum Thema Mängelanzeige und zu den Rechtsmitteln, die Mieter haben, wenn ein Vermieter einen Mangel nicht beseitigt, finden Sie auch in diesem Artikel: ratgeber.immowelt.de/a/maengelanzeige-maengel-richtig-anmahnen.html
hundefreund am 26.02.2017 15:30
was kann ich tun? wir wohnen seit 9 jahren in dieser wohnung und waren bis zum vorigen jahr sehr zufrieden. nun ist die mieterin (rentnerin) völlig durchgeknallt, seit einigen monaten macht sie derartigen lärm (fenster zuschlagen, irgendwelche hämmereien, sonntags den ganzen tag läuft die waschmaschine). wir haben schon mehrmals mit ihr gesprochen aber keinerlei reaktion. dem vermieter haben wir die ruhestörungen (auch in der mittagszeit) angezeigt, der sagt, da kann er nichts machen! Hiiilfe
Immowelt-Redaktion am 27.02.2017 09:59
wir können Ihren Ärger verstehen. Generell ist es Sache des Vermieters, auf die Mieterin einzuwirken, damit diese die Ruhestörungen künftig unterlässt. Kommt er dem nicht nach, bleibt Mietern unter Umständen das Recht, die Mieter zu mindern. Um welchen Betrag das geschehen kann, lässt sich leider allgemeingültig nicht sagen. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, die Art und Dauer der Ruhestörung schriftlich festzuhalten. Im Rahmen einer Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein kann dann geklärt werden, ob und in welchem Rahmen eine Mietminderung angebracht ist.
Berndmix42 am 16.01.2017 22:27
Was kann man machen wir haben Mieter über uns und trampeln sowie sie die Wohnung betreten und das geht nun schon 2 Jahre so. Bei der Verwaltung brauchen wir damit nicht gehen, dafür haben sie kein Ohr. Was kann man da tun?
Immowelt-Redaktion am 17.01.2017 08:51
vielen Dank für Ihren Kommentar. Unter gewissen Umständen ist bei anhaltendem Lärm eine Mietminderung möglich. Dafür muss der Mieter aber oft, intensiv und eventuell sogar in den Ruhezeiten belästigt werden. Ob diese Grenze bei Ihnen überschritten ist, können wir leider aus der Ferne nicht beurteilen. Wir empfehlen Ihnen daher, Buch über die störenden Geräusche zu führen, also zu beschreiben, um welchen Lärm es sich handelt, wann, wie lange und wie oft er ungefähr auftritt. Dieses Protokoll können Sie dann einem Fachanwalt oder einem Mieterverein vorlegen. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung.
Lilli am 14.01.2017 18:09
"Die Nachbarskinder springen und trampeln schreiend" durch die Wohnung, stundenlang, mit Kinder ihrer Freunde, Bekannten... Wie alt dürfen die "Kinder" sein in ihrer "Narrenfreiheit"? Die Kinder von Mustafa sind mittlerweile 10, 14 und 17 Jahre alt.
Ingrid S. am 08.06.2017 11:22
Ich finde, dass die sog. Rechtsprechung zum Thema "Kinderlärm" richtig weltfremd ist. Es gibt sehr viele Mitmenschen, die z. B. Schichtarbeit auf sich nehmen und somit für andere da sind, Tag und Nacht. Diese Schichtarbeiter müssen sich doch irgendwo erholen und schlafen dürfen; manchmal ist man auch krank und möchte deshalb die Ruhe in seiner Wohnung haben. Wo bitte lernen denn die Kinder, die Nachbarn von morgen, dass es auch die "gegenseitige Rücksichtnahme" gibt. Eingefordert wird immer nur von den anderen.
Immowelt-Redaktion am 16.01.2017 08:48
vielen Dank für Ihren Kommentar. Es gibt keine gesetzlich oder gerichtlich festgelegte Altersgrenze für zumutbaren Kinderlärm. Im Streitfall würde vom Gericht entschieden, ob der individuelle Lärm zumutbar ist oder nicht. Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollten Sie gegen den Lärm vorgehen wollen, empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.
EKG231252 am 06.07.2016 12:32
Die Nachbarn stellen Ihre unansehnlichen Schuhe fast direkt vor unsere Wohnungseingangstüre. Erlaubt?
Immowelt-Redaktion am 06.07.2016 12:51
Hallo EKG231252,
ob es erlaubt ist, Schuhe oder andere Gegenstände im Treppenhaus abzustellen, regelt die Hausordnung. Fehlt eine entsprechende Regelung, hängt die Antwort auf Ihre Frage davon ab, was der Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft toleriert und was nicht. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.
johann am 06.07.2016 12:07
Wir wohnen an der viel gefahrener strasse, Fenster sind alt ,die miete ist hoch. was können wir machen?
Immowelt-Redaktion am 06.07.2016 12:12
vielen Dank für Ihren Kommentar. Bitte beachten Sie zunächst, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und können. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein. Generell kann jedoch gesagt werden, dass die Rechtsprechung aktuell davon ausgeht, dass ein Mieter, der in eine Gegend mit viel Verkehrslärm zieht, diesen Lärm auch dulden muss, weil er bereits beim Zeitpunkt des Umzugs davon wusste.
BärBär am See am 26.06.2016 22:42
kann man bei einem historischem Atomkraftwerk auch die Miete mindern?
BusMafia bringt mich ca. 5.00 Uhr nah haus, wenn die Hamsterrad-Leutz zur Arbeit fahren.
Um Steine zu schneiden muß man ja auch 'vor Ort' mit einer Art Kreissäge arbeiten.
Klingt dazu noch wie Zahnarzt. Einzelne DB-Steinsetzer benutzen a Schere mit langen Hebel.