Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=28.09.1989&Aktenzeichen=VII%20ZR%20152/88
Timestamp: 2019-05-21 01:43:35
Document Index: 281831829

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 315', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 282', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 284', 'BGH', '§ 315', '§ 557']

BGH, 28.09.1989 - VII ZR 152/88 - dejure.org
https://dejure.org/1989,1116
BGH, 28.09.1989 - VII ZR 152/88 (https://dejure.org/1989,1116)
BGH, Entscheidung vom 28.09.1989 - VII ZR 152/88 (https://dejure.org/1989,1116)
BGH, Entscheidung vom 28. September 1989 - VII ZR 152/88 (https://dejure.org/1989,1116)
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BGB § 315 Abs. 3 Satz 1
Wie wird ein Leistungsbestimmungsrecht ausgeübt? (IBR 1990, 65)
OLG Frankfurt, 18.02.1988 - 1 U 251/86
BGH, 09.11.1989 - VII ZR 152/88
NJW-RR 1990, 28
WM 1990, 75
DB 1990, 170
BauR 1990, 99
ZfBR 1990, 15
Die Beklagte, die im Wege der Aufrechnung einen Schadensersatzanspruch wegen positiver Vertragsverletzung geltend macht, trägt die Beweislast dafür, daß die Klägerin objektiv gegen ihre Vertragspflichten verstoßen hat (vgl. BGHZ 61, 118, 120; BGH, Urt. v. 28.9.1989 - VII ZR 152/88, NJW-RR 1990, 28, 29;… Urt. v. 11.7.1995 - X ZR 123/92, NJW-RR 1995, 1241, 1242).
Nach einhelliger Auffassung in Rechtsprechung und Literatur, der auch der Senat folgt, trägt grundsätzlich der Gläubiger, der aus positiver Vertragsverletzung einen Schadensersatzanspruch herleitet, die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass der Schuldner objektiv eine ihm obliegende Pflicht verletzt hat; dies gilt auch dann, wenn die Pflichtverletzung in einem Unterlassen, etwa in der Verletzung einer Beratungs- und Aufklärungspflicht besteht (vgl. BGHZ 61, 118, 120 m.w.Nachw.; BGH NJW 1978, 2197, 2198 = WM 1978, 957, 958; BGH NJW 1987, 1322, 1323; BGH NJW-RR 1990, 28, 29; BGH NJW-RR 1990, 1422, 1423; BGH BB 1992, 731, 733;… Palandt/Heinrichs, a.a.O., s 282 BGB, Rdn. 11;… Baumgärtel, Hdb. der Beweislast 1, Anh. zu § 282 BGB, Rdn. 79).
Die Schwierigkeiten des sogenannten Negativbeweises sind dadurch zu beheben, dass die andere Partei nach Lage des Falles die Behauptung substantiiert bestreiten und diejenige Partei, welche die Beweislast trägt, dann gegebenenfalls die Unrichtigkeit der Gegendarstellung beweisen muss (vgl. BGHZ 101, 49, 55; BGH NJW 1987, 1322, 1323 = WM 1987, 957, 958; BGH NJW-RR 1990, 28, 29; BGH NJW-RR 1990, 1422, 1423; BGH NJW-RR 1993, 746, 747).
Auch in einem solchen Fall darf der Prozessgegner sich nicht mit bloßem Bestreiten begnügen, sondern muss darlegen, welche tatsächlichen Umstände für das Vorliegen des Positiven sprechen (vgl. BGH NJW-RR 1990, 28, 29; BGH NJW-RR 1990, 1422, 1423; BGH NJW-RR 1993, 746, 747;… Zöller/Greger, ZPO, 19. Aufl., vor § 284 ZPO, Rdn. 24 und 34).
Dem entsprechend ist auch zivilrechtlich eine einseitige Leistungsbestimmung unwirksam, wenn der zur Leistungsbestimmung Berechtigte von dem vertraglich festgelegten Vorgehen grundsätzlich abweicht (BGH NJW-RR 90, 28;… vgl. auch Palandt, BGB, 65. Auflage, 2006 § 315 RdNr. 11), sodass auch zivilrechtlich eine Reduzierung auf die gesetzlich gerade noch gerechtfertigte Abzugsquote ausscheidet.
LG Berlin, 24.08.2001 - 64 S 232/00
Ehegatte als (Wohnraum-)Mitmieter ohne eigene Vertragsunterschrift
Führt der Mieter aber nach Beendigung des Mietverhältnisses auf Aufforderung des Vermieters Schönheitsreparaturen in den Mieträumen durch, so ist damit eine Vorenthaltung der Mietsache nach § 557 BGB nicht verbunden (vgl. OLG Hamburg, WM 1990, 75-77 = DWW 1990, 5051 = MDR 1990, 247-248 = ZMR 1990, 141-143 = Grundeigentum 1990, 651).