Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZLA%201969,%2033
Timestamp: 2019-12-10 13:29:33
Document Index: 595851

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 132', '§ 6', '§ 6', '§ 1', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6']

BVerwG, 14.03.1968 - VIII C 36.65 - dejure.org
https://dejure.org/1968,803
BVerwG, 14.03.1968 - VIII C 36.65 (https://dejure.org/1968,803)
BVerwG, Entscheidung vom 14.03.1968 - VIII C 36.65 (https://dejure.org/1968,803)
BVerwG, Entscheidung vom 14. März 1968 - VIII C 36.65 (https://dejure.org/1968,803)
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VGH Bayern, 12.11.1964 - 54 VI 63
ZLA 1969, 33
Bei Angehörigen der jüdischen Glaubensgemeinschaft ist der maßgebliche Zeitpunkt von der Rechtsprechung vorverlegt worden auf die Zeit unmittelbar vor der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus im Deutschen Reich, da von dieser Bevölkerungsgruppe nicht ohne weiteres erwartet werden konnte, daß sie sich danach noch zum deutschen Volkstum bekannt hat (vgl. z.B. Urteile vom 26. April 1967 - BVerwG 8 C 30.64 - BVerwGE 26, 344 [BVerwG 26.04.1967 - VIII C 30/64] und vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 36.65 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 7).
Bei zu Beginn der allgemeinen Vertreibungsmaßnahmen zwar geborenen, aber noch nicht selbst bekenntnisfähigen Ausweisbewerbern (sog. Frühgeborenen) ist in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts stets darauf abgestellt worden, ob sich die Eltern im maßgebenden Zeitpunkt zum deutschen Volkstum bekannt haben oder wer die Familie zu diesem Zeitpunkt geprägt hat (vgl. etwa Urteile vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 36.65 - a.a.O.;… vom 11. Dezember 1974 - BVerwG 8 C 97.73 - a.a.O. und vom 27. Mai 1970 - BVerwG 8 C 71.66 - RzW 1972, 158).
Daher kommt es auf die Volkszugehörigkeit seiner Eltern und Pflegeeltern an (vgl. BVerwGE 26, 344 [351]; Urteile vom 26. April 1967 - BVerwG VIII C 16.64 - RzW 1968, 91 = ZLA 1968, 109, und vom 14. März 1968 - BVerwG VIII C 36.65 - Buchholz 412, 3 § 6 BVFG Nr. 7 = ZLA 1969, 33).
BVerwG, 08.08.1979 - 8 B 75.79
Antrag auf Ausstellung eines Vertriebenenausweises - Bekenntnis zum deutschen …
Der Kläger ist der Ansicht, das angefochtene Urteil weiche von dem Urteil des Senats vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 36.65 - (Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 7) ab (§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO).
BVerwG, 24.08.1998 - 9 B 5.98
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sind Kinder im Alter von elf Jahren jedoch mangels Selbständigkeit nicht bekenntnisfähig (vgl. Urteil vom 11. Dezember 1974 - BVerwG 8 C 97.73 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 27 betreffend ein achtjähriges Kind; Urteil vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 36.65 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 7 betreffend ein zehnjähriges Kind; Urteil vom 28. Oktober 1971 - BVerwG 8 C 92.70 - betreffend ein 13jähriges Kind; siehe auch Beschluß vom 26. Mai 1987 - BVerwG 9 B 54.87 -).
So sind z.B. im Vertreibungszeitpunkt 17 bzw. 18 Jahre alte Antragsteller als bekenntnisfähig angesehen worden (vgl. Urteil vom 16. März 1977 - BVerwG 8 C 58.76 - Urteilsabdruck S. 17, insoweit in BVerwGE 52, 167 nicht abgedruckt; Urteil vom 13. März 1974 - BVerwG 8 C 24.73 - Buchholz 412.3 § 1 BVFG Nr. 13),während die Bekenntnisfähigkeit von damals erst 8 bzw. 10 Jahre alten Antragstellern verneint wurde (vgl. Urteil vom 11. Dezember 1974 - BVerwG 8 C 97.73 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 27; Urteil vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 36.65 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 7).
Daher kommt es auf die Volkszugehörigkeit seiner Eltern an (vgl. Urteile vom 26. April 1967 - BVerwG VIII C 16.64 - [NJW/RzW 1968, 91 = ZLA 1968, 109]; vom 14. März 1968 - BVerwG VIII C 36.65 - [Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 7 = ZLA 1969, 33] und BVerwGE 26, 344 [BVerwG 26.04.1967 - BVerwG VIII C 30.64] [351]).
Zutreffend hat das Oberverwaltungsgericht angenommen, daß für die Beurteilung der deutschen Volkszugehörigkeit der Klägerin zu ihren Gunsten auf die Zeit bis zum 30. Januar 1933, dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland, abzustellen ist (vgl. BVerwGE 26, 344 [352]; Urteile vom 14. März 1968 - BVerwG VIII C 126.67 [ZLA 1969, 73] und BVerwG VIII C 36.65 - [Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 7 = ZLA 1969, 33]).
Die Beteiligte sieht eine Abweichung von den Urteilen des Senatsvom 26. April 1967 - BVerwG VIII C 16.64 - (NJW/RzW 1968, 91 = ZLA 1968, 109) undvom 14. März 1968 - BVerwG VIII C 36.65 - (Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 7 = ZLA 1969, 33) darin, daß der Verwaltungsgerichtshof ausgeführt hat, es sei unerheblich, wie die Mutter des Klägers bei der Volkszählung im Jahre 1931 die Frage nach der Volkszugehörigkeit des Klägers beantwortet habe.