Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=15.11.2012&Aktenzeichen=C-180/11
Timestamp: 2019-05-22 05:50:59
Document Index: 88806649

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 49', 'Art. 41']

EuGH, 15.11.2012 - C-180/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,34631
EuGH, 15.11.2012 - C-180/11 (https://dejure.org/2012,34631)
EuGH, Entscheidung vom 15.11.2012 - C-180/11 (https://dejure.org/2012,34631)
EuGH, Entscheidung vom 15. November 2012 - C-180/11 (https://dejure.org/2012,34631)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2012,34631) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Richtlinie 2004/48/EG - Vorschriften für die Beweiswürdigung im Rahmen eines Rechtsstreits vor dem nationalen Gericht, das mit einem Antrag auf Ungültigerklärung eines Gebrauchsmusters befasst ist - Befugnisse des nationalen Gerichts - Pariser Verbandsübereinkunft - TRIPS-Übereinkommen
Richtlinie 2004/48/EG - Vorschriften für die Beweiswürdigung im Rahmen eines Rechtsstreits vor dem nationalen Gericht, das mit einem Antrag auf Ungültigerklärung eines Gebrauchsmusters befasst ist - Befugnisse des nationalen Gerichts - Pariser Verbandsübereinkunft - TRIPS-Übereinkommen“
Vorabentscheidungsersuchen des Fövárosi Bíróság (Ungarn), eingereicht am 18. April 2011 - Bericap Záródástechnikai Bt./Plastinnova 2000 Kft.
Vorabentscheidungsersuchen - Fövárosi Bíróság - Auslegung des Übereinkommens über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums in Anhang 1 C des Übereinkommens zur Errichtung der Welthandelsorganisation, der Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums vom 20. März 1883 und der Richtlinie 2004/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums (ABl. L 157, S. 45) - Regelungen über die Prüfung der Beweise im Rahmen eines Rechtsstreits vor einem nationalen Gericht über einen Antrag auf Ungültigerklärung eines Gebrauchsmusterschutzes - Befugnisse der nationalen Gerichte
GRUR 2013, 203
GRUR Int. 2013, 86
Nach ständiger Rechtsprechung ist dem Gerichtshof die Zurückweisung des Ersuchens eines nationalen Gerichts nur möglich, wenn die erbetene Auslegung des Unionsrechts offensichtlich in keinem Zusammenhang mit der Realität oder dem Gegenstand des Ausgangsrechtsstreits steht, wenn das Problem hypothetischer Natur ist oder wenn der Gerichtshof nicht über die tatsächlichen und rechtlichen Angaben verfügt, die für eine sachdienliche Beantwortung der ihm vorgelegten Fragen erforderlich sind (vgl. u. a. Urteile vom 13. März 2001, PreussenElektra, C-379/98, Slg. 2001, I-2099, Randnr. 39, vom 5. Dezember 2006, Cipolla u. a., C-94/04 und C-202/04, Slg. 2006, I-11421, Randnr. 25, sowie vom 15. November 2012, Bericap Záródástechnikai, C-180/11, noch nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 58).
Der Gerichtshof hat entschieden, dass die Bestimmungen der Richtlinie 2004/48 nicht darauf abzielen, alle Aspekte im Zusammenhang mit Rechten des geistigen Eigentums zu regeln, sondern nur diejenigen, die zum einen eng mit der Durchsetzung dieser Rechte verbunden sind und zum anderen Verletzungen dieser Rechte betreffen, indem sie das Vorhandensein wirksamer Rechtsbehelfe vorschreiben, die dazu bestimmt sind, jede Verletzung eines bestehenden Rechts des geistigen Eigentums zu verhüten, abzustellen oder zu beheben (vgl. Urteil Bericap Záródástechnikai, C-180/11, EU:C:2012:717, Rn. 75).
Ainsi que la Cour l'a affirmé dans l'arrêt du 15 novembre 2012, Bericap Záródástechnikai (C-180/11, EU:C:2012:717, points 68 et 69), il ressort des dispositions de l'article 41, paragraphes 1 et 2, de l'accord ADPIC, lues conjointement, que les États parties à cet accord feront en sorte que leur législation comporte «des procédures aux caractéristiques précises» destinées à faire respecter les droits de propriété intellectuelle, ce qui implique qu'ils sont tenus de légiférer « en introduisant, dans leur droit interne, des mesures relatives au respect des droits de propriété intellectuelle qui soient conformes aux éléments précisés dans lesdites dispositions ».
6 La Cour a précisé que « les dispositions de l'accord ADPIC font désormais partie intégrante de l'ordre juridique de l'Union et, dans le cadre de cet ordre juridique, la Cour est compétente pour statuer à titre préjudiciel sur l'interprétation de cet accord », voir, notamment, arrêts du 11 septembre 2007, Merck Genéricos - Produtos Farmacêuticos (C-431/05, EU:C:2007:496, point 31), et du 15 novembre 2012, Bericap Záródástechnikai (C-180/11, EU:C:2012:717, point 67).
16 Voir arrêt du 15 novembre 2012, Bericap Záródástechnikai (C-180/11, EU:C:2012:717, point 72).
17 Voir, arrêt du 15 novembre 2012, Bericap Záródástechnikai (C-180/11, EU:C:2012:717, point 75).
Nach ständiger Rechtsprechung ist die Zurückweisung des Vorabentscheidungsersuchens eines nationalen Gerichts dem Gerichtshof nur möglich, wenn die erbetene Auslegung des Unionsrechts offensichtlich in keinem Zusammenhang mit der Realität oder dem Gegenstand des Ausgangsrechtsstreits steht, wenn das Problem hypothetischer Natur ist oder wenn der Gerichtshof nicht über die tatsächlichen und rechtlichen Angaben verfügt, die für eine zweckdienliche Beantwortung der ihm vorgelegten Fragen erforderlich sind (vgl. u. a. Urteile vom 13. März 2001, PreussenElektra, C-379/98, Slg. 2001, I-2099, Randnr. 39, vom 5. Dezember 2006, Cipolla u. a., C-94/04 und C-202/04, Slg. 2006, I-11421, Randnr. 25, und vom 15. November 2012, Bericap Záródástechnikai, C-180/11, noch nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 58).
81 - Urteil vom 15. November 2012, Bericap Záródástechnikai (C-180/11, noch nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Rn. 75).
84 - Vgl. Urteil Bericap Záródástechnikai (…Rn. 78).
Den nationalen Gerichten steht es zudem frei, diese Möglichkeit in jedem Moment des Verfahrens, den sie für geeignet halten, wahrzunehmen (Urteil Bericap Záródástechnikai, C-180/11, EU:C:2012:717, Rn. 53 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Im Übrigen hat der Gerichtshof auch befunden, dass es einem Gericht, das nicht in letzter Instanz entscheidet, freistehen muss - insbesondere, wenn es der Auffassung ist, dass die rechtliche Beurteilung der übergeordneten Instanz es dazu veranlassen könnte, ein Urteil im Widerspruch zum Unionsrecht zu erlassen -, dem Gerichtshof die Fragen vorzulegen, die es sich stellt(… 30 Vgl. Urteile vom 16. Januar 1974, Rheinmühlen-Düsseldorf (166/73, EU:C:1974:3, Rn. 4)…, vom 9. März 2010, ERG u. a. (, EU:C:2010:126, Rn. 32), vom 15. November 2012, Bericap Záródástechnikai (, EU:C:2012:717, Rn. 55), …und vom 6. November 2014, Cartiera dell"Adda (, EU:C:2014:2345, Rn. 27).
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass aus den Vorschriften des TRIPS-Übereinkommens, die nach ständiger Rechtsprechung des Gerichtshofs integraler Bestandteil der Unionsrechtsordnung sind (vgl. in diesem Sinne Urteil Bericap, C-180/11, EU:C:2012:717, Rn. 67), und insbesondere aus Art. 49 dieses Übereinkommens, hervorgeht, dass die Wahrung der Rechte geistigen Eigentums durch Sachentscheidungen in Verwaltungsverfahren sichergestellt werden kann, sofern diese Verfahren den insbesondere nach Art. 41 des Übereinkommens erforderlichen Garantien entsprechen.
61 - Urteil Bericap Záródástechnikai (C-180/11, EU:C:2012:717, Rn. 75).
Vgl. ferner Urteil Bericap Záródástechnikai (C-180/11, EU:C:2012:717).