Source: http://schenkungsteuer.com.de/
Timestamp: 2018-05-22 19:23:01
Document Index: 111924665

Matched Legal Cases: ['§15', '§9', '§13', '§13', '§13', '§13', '§13', '§ 13', '§ 10']

Schenkungssteuer berechnen mit dem Schenkungsteuerrechner
Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur Schenkungsteuer und den Schenkungsteuer-Freibeträgen sowie einen kostenlosen online Schenkungsteuerrechner.
Verwandschaftsverhältnis zum Erblasser Ehegatte(Stief)Kind - 5 Jahre(Stief)Kind 6-10 Jahre(Stief)Kind 11 - 15 Jahre(Stief)Kind 16 - 20 Jahre(Stief)Kind 21 - 27 JahreKind ab 27 JahreKind v. leb. kindKind von verst. KindEltern/ GroßelternBruder/SchwesterNichte/NeffeStiefelternSchwiegerkindSchwiegerelternGesch. EhegattenEingetr. LebenspartnerAndere Vers. 10.7.17
Aus dem Verwandschaftsverhältnis zum Schenker werden die Schenkungsteuer-Steuerklasse, die Steuersätze und Schenkungsteuerfreibeträge ermittelt (vgl. §15 ErbStG).
Wertpapiere, Bankguthaben, Forderungen Euro
Wertpapiere, Bankguthaben
Hier ist grundsätzlich der gemeine Wert (§9 BewG) anzugeben. Für Geldvermögen wie Bargeld oder Bankguthaben sowie Forderungen ist es grundsätzlich der Nennwert. Besondere Umstände können aber einen höheren oder niedrigeren Wert begründen (z.B. unübliche Verzinsung).
Selbstgenutztes Familienheim Euro
Begünstigtes Familienheim
Das selbstgenutzte Familienheim ist für Ehegatten und Lebenspartner steuerfrei, wenn dieses mindestens 10 Jahre zu Wohnzwecken genutzt wird und der Schenker dieses ebenfalls bewohnt hat oder wegen Pflegebedürftigkeit nicht bewohnen konnte. Für Kinder gilt die Steuerfreiheit nur für eine Wohnfläche bis zu 200 qm (§13 (4a-c) ErbStG).
Vermiete Immobilien werden mit einem Bewertungsabschlag von 10% steuerlich begünstigt. Im Gegenzug sind Verbindlichkeiten (Kredite etc.) im Zusammenhang mit diesen Immobilien nur zu 90% abzugsfähig.
Sonstige Immobilien Euro
Nicht begünstigte Immobilien
Sonstige Grundstücke oder Immobilien sind steuerlich nicht begünstigt.
Sachwert bewegl. Vermögen Euro
Für bewegliche Vermögensgegenstände beträgt der Steuerfreibetrag 12.000 Euro beim Erwerb durch Personen der Steuerklasse 1.
Für Hausrat wird bei Ehegatten und Lebenspartner sowie Kinder, Enkel, Urenkel oder Eltern, Großeltern und Urgroßeltern ein Freibetrag von 41.000 Euro gewährt. Ansonsten beträgt dieser 12.000 Euro (§13 ErbStG).
Betriebsvermögen Euro
Der Steuerwert des Betriebsvermögens wird hier nach der sogenannten Regelverschonung (85% Bewertungsabschlag sowie zusätzlicher Abzugsbetrag) berechnet. Zu beachten sind die Einhaltung der Lohnsummen und Behaltensfristen. Alternativ kann nach dem Schenkungsteuerrecht die 100%-ige Verschonungsoption unwiderruflich gewählt werden, bei welcher unter verschärften Voraussetzungen eine volle Verschonung von der Schenkungsteuer erreicht werden kann. Weitere Infos finden Sie im Schenkungsteuerrecht zu §13b ErbStG und §13a ErbStG.
Die Bestimmungen zur Schenkungsteuer sind wie für die Erbschaftsteuer im Erbschaftsteuergesetz (ErbStG) sowie im Bewertungsgesetz geregelt. Der Schenkungsteuerrechner auf dieser Seite ermittelt die Höhe der Schenkungssteuer, die Schenkungsteuerfreibeträge und die Steuerklasse sowie den Schenkungsteuersatz in Abhängigkeit des geschenkten Vermögens und der verwandschaftlichen Beziehung zum Schenker. Eine wichtige Besonderheit gegenüber der Erbschaftssteuer besteht darin, dass die Schenkungssteuerfreibeträge alle 10 Jahre gewährt werden. Im Erbfall werden bei der Berechnung der Erbschaftssteuer für die Erben auch die Schenkungen der letzten 10 Jahre berücksichtigt.
Der Schenkungsteuerrechner ist nur als Basis für einen groben Überblick über die anfallende Schenkungsteuer gedacht. Berechnet wird auch die Schenkungsteuer-Ersparnis, falls der Schenker sich verpflichtet, die Zahlung der Schenkungsteuer zu übernehmen. Da es gerade bei Schenkungen auch auf steuerliche Gestaltungen ankommen kann, sollte gegebenenfalls ein Steuerberater oder Rechtsanwalt vor der Schenkung um Rat gefragt werden. Für die Berechnungsergebnisse durch den Rechner wird keine Haftung übernommen. Eine gute Übersicht über die Schenkungsteuer bietet auch folgende Online Schenkungsteuertabelle.
Schenkungssteuer-Freibeträge
Die persönlichen Schenkungsteuerfreibeträge entsprechen grundsätzlich denenfür die Erbschaftsteuer gewährten und werden vom Schenkungsteuerrechner automatisch in Abhängigkeit vom Verwandschaftgrad zum Schenker berechnet. Bei Schenkungen an Eltern und Großeltern wird allerdings bei Erbschaften ein Freibetrag in Höhe von 100.000 Euro gewährt, bei Schenkungen aber nur in Höhe von 20.000 Euro. Seit 2010 ist für eingetragene Lebenspartner Gleichbehandlung mit Eheleuten gesetzlich geregelt. Sie erhalten wie Verheiratete die Steuerklasse 1 und einen persönlichen Steuerfreibetrag von 500.000 Euro. Etwaige Versorgungsfreibeträge werden nur im Erbfall und nicht bei einer Schenkung gewährt.
Die Steuerbefreiung für das Familienheim gemäß §13 (1)Nr.4a ErbStG wird nur dem Ehepartner oder dem eingetragenen Lebenspartner gewährt und nicht den Kindern wie im Erbfall. Auf vermietete Immobilien wird in der Regel ein Abschlag von 10 % gewährt. Allerdings dürfen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit diesen Immobilien nicht abgezogen werden.
Schenkung von Betriebsvermögen
Für die Schenkungsteuer bei Betriebsvermögen hat der Beschenkte grundsätzlich zwei Optionen:
- die sogenannte Regelverschonung, bei welcher zunächst ein Bewertungsabschlag von 85% vorgenommen wird und ein zusätzlicher Abschlag in Höhe von maximal 150.000 Euro gewährt wird. Voraussetzung für diese Verschonungsmöglichkiet ist die Behaltensdauer von 5 Jahren sowie eine Lohnsumme von mindestens 400% der gezahlten Löhne der letzten 5 Jahre. Das Verwaltungsvermögen des Unternehmens darf maximal die Hälfte betragen..
- die 100%-igen Verschonungsoption. Hier gilt eine Behaltensdauer von 7 Jahren. Außerdem muss die Lohnsumme durchschnittlich mindestens die gezahlten Löhne der letzten 5 Jahre ausmachen. Die Höhe des Verwaltungsvermögens ist auf 10% begrenzt.
Weitere Informationen auch über Lohnsummenvergünstigungen bei geringen Mitarbeiterzahlen sind in § 13a ErbStG geregelt.
Schenker übernimmt Schenkungssteuer
Eine Steuerersparnis lässt sich erzielen, wenn der Schenker die Schenkungsteuer übernimmt. Hierzu ein Beispiel, in welchem der Schenker dem Bruder 520.000 Euro schenkt.
a) Der Beschenkte übernimmt die Schenkungsteuer. Es ergibt sich eine Schenkungsteuer von 125.000 Euro (Freibetrag 20.000 Euro, Steuerklasse 2, Steuersatz 25%) und damit eine Nettoschenkung von 395.000 Euro.
b) Der Schenker schenkt dem Bruder die 395.000 Euro und übernimmt zusätzlich die Schenkungsteuer. Bei der Berechnung der Schenkungsteuer gem. § 10 (2) ErbStG wird die Schenkungsteuer auf die Nettoschenkung von 395.000 Euro zzgl. der hierauf anfallenden Schenkungsteuer berechnet. Es ergibt sich daraus eine Bereicherung von 488.750 Euro (93.750 Euro Schenkungsteuer). Die vom Schenker zu tragende Schenkungssteuer beträgt in diesem Fall damit nur 117.175 Euro. Die auf diese Weise erzielte Steuerersparnis beträgt somit immerhin 7.825 Euro.
Schenkungssteueroptimierung
Folgende Gestaltungsmöglichkeiten werden im Zusammenhang mit der Schenkungsteuer häufig aufgezählt:
- Der Schenker übernmimmt die Schenkungsteuer. Durch die für diesen Fall im Gesetz vorgesehene vereinfachte Berechnung der Schenkungsteuer kann es zu einer Schenkungsteuerersparnis kommen.
- Zuweilen wird versucht, die Schenkung in einer Kettenschenkung vorzunehmen, bei der der zusätzliche Schenkungsfreibetrag durch einen Dritten ausgenutzt werden soll. Wann hier Gestaltungsmißbrauch vorliegt, sollte mit einem Steuerberater besprochen werden.
- Die persönlichen Freibeträge werden alle 10 Jahre gewährt, so dass Schenkungen gegebenenfalls in 10-Jahresabständen vorgenommen werden.
Sprechen Sie mögliche Gestaltungsmaßnahmen unbedingt mit einem Steuerberater oder Rechtsanwalt ab.
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