Source: https://www.kollektivvertrag.at/kv/holz-u-kunststoffverarb-gew-arb/holz-u-kunststoffverarb-gew-tischler-und-holzgestalter-beilage-lohn-gehalt/217798
Timestamp: 2020-05-25 15:17:31
Document Index: 98984210

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 53', '§ 105', '§ 15', '§ 7', '§ 18', '§ 3', '§ 1154', '§ 132']

http://oegb-delivery1.go.intern.3sit.at/kv/holz-u-kunststoffverarb-gew-arb/holz-u-kunststoffverarb-gew-tischler-und-holzgestalter-beilage-lohn-gehalt/217798 Arb. Holz- u. kunststoffverarb. Gew. (Tischler und Holzgestalter) / Beilage / Lohn/Gehalt - 01.05.2018 (idF 01.05.2019)
Holz- u. kunststoffverarb. Gew. (Tischler und Holzgestalter) / Beilage / Lohn/Gehalt
1. Die bis 30.4.2018 geltenden kollektivvertraglichen Stundenlöhne werden per 1. Mai 2018 für eine Laufzeitvon 12 Monaten um 2,95% erhöht und in Artikel II B neu festgesetzt.
Die bis 30.4.2018 geltenden Lehrlingsentschädigungssätze werden per 1. Mai 2018 für eine Laufzeit von 12 Monaten zunächst um € 17,00 erhöht. Diese neuen Sätze werden nochmals um 2,95% erhöht, auf den nächsten vollen Euro gerundet und in Artikel II B neu festgesetzt.
2. Die Akkorde, Prämien und Stücklöhne werden per 1. Mai 2018 für eine Laufzeit von 12 Monaten um 2,95 % erhöht.
I. € 12,45
II. € 11,97
III. € 11,45
IV. € 10,82
V. € 10,41
VI. € 10,35
VII. € 9,99
im 1. Lehrjahr € 635,00
im 2. Lehrjahr € 792,00
im 3. Lehrjahr € 928,00
im 4. Lehrjahr € 1.043,00
im 3. Lehrjahr € 1.189,00
im 4. Lehrjahr € 1.492,00
C. Lohnerhöhung mit 1.5.2019
1. Die bis 30.4.2019 geltenden kollektivvertraglichen Stundenlöhne und Lehrlingsentschädigungen werden per 1. Mai 2019 für eine Laufzeit von 12 Monaten um 0,6 % zuzüglich der prozentuellen Veränderung des VPI 2015 im Vergleich zum Vorjahr erhöht, wobei der Berechnung die Veränderung der von der Statistik Austria ausgewiesenen Werte für die Monate März 2018 bis einschließlich Februar 2019 im Durchschnitt zugrunde gelegt werden.
Die sich dadurch ergebenden kollektivvertraglichen Stundenlöhne und Lehrlingsentschädigungen werden in einer zu diesem Stichtag veröffentlichten Lohnordnung neu festgesetzt.
2. Die Akkorde, Prämien und Stücklöhne werden per 1. Mai 2019 für eine Laufzeit von 12 Monaten um den sich aus Ziffer 1 ergebenden Prozentsatz erhöht.
1. Die bis 30.4.2018 geltenden kollektivvertraglichen Stundenlöhne werden per 1. Mai 2018 für eine Laufzeit von 12 Monaten um 2,95 % erhöht und in Artikel III B neu festgesetzt. Die Lohngruppe VI. wird noch zusätzlich um € 0,10 erhöht.
Die bis 30.4.2018 geltenden Lehrlingsentschädigungssätze werden per 1. Mai 2018 für eine Laufzeit von 12 Monaten zunächst um € 17,00 erhöht. Diese neuen Sätze werden nochmals um 2,95 % erhöht, auf den nächsten vollen Euro gerundet und in Artikel III B neu festgesetzt.
I. € 10,41
II. € 10,01
III. € 9,06
IV. € 8,70
V. € 8,66
VI. € 8,45
im 1. Lehrjahr € 604,00
im 2. Lehrjahr € 760,00
im 3. Lehrjahr € 886,00
im 4. Lehrjahr € 959,00
C Lohnerhöhung mit 1.5.2019
Artikel IV Änderung des Rahmenkollektivvertrages in der für Tischler und Holzgestalter geltenden Fassung
§ 9a Internatskosten lautet neu:
„§ 9a Internatskosten und Fahrtkostenersatz
§ 9a gilt nur für die Berufszweige der Tischler:
1. Internatskosten
Hat der Lehrling eine Schulstufe mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen und legt er das Jahreszeugnis über die betreffende Schulstufe dem/der Arbeitgeber/in unverzüglich vor, so hat der/die Lehrberechtigte dem Lehrling die im betreffenden Schuljahr angefallenen Internatskosten zur Gänze zu ersetzen.
Dieser kollektivvertraglich geregelte Anspruch auf Ersatz der Internatskosten gebührt nur dann, wenn sich nicht aus gesetzlichen Regelungen ein höherer Anspruch ergibt.*)
(*siehe dazu BGBl. I Nr. 154/2017, in Kraft seit 1.1.2018)
2. Fahrtkostenersatz zu den Berufsschulinternaten (Schülerheimen)
Die tatsächlich entstandenen Fahrtkosten des günstigsten öffentlichen Verkehrsmittels, die Lehrlingen durch die Anreise zur bzw. Abreise von der in Internatsform geführten Berufsschule bis zu einmal pro Kalenderwoche nachweislich entstehen, sind vom/von der Lehrberechtigten zu ersetzen und werden fällig, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
Der Anspruch auf Fahrtkostenersatz besteht nur dann, wenn sowohl ein Anspruch auf Familienbeihilfe als auch ein Anspruch auf öffentliche Förderungen für derartige Fahrtkosten besteht. Öffentliche Förderungen für derartige Fahrtkosten sind vom Lehrling in Anspruch zu nehmen und vermindern entsprechend die Höhe des Fahrkostenersatzes.
Auf Verlangen des Arbeitgebers/ der Arbeitgeberin sind entsprechende Belege der tatsächlich aufgewendeten Fahrtkosten des günstigsten öffentlichen Verkehrsmittels und der Nachweis des Bezuges der öffentlichen Förderung vorzulegen.“
*) (*siehe dazu BGBl. I Nr. 154/2017, in Kraft seit 1.1.2018)
Es wird ein neuer § 9d Anrechnung der Karenz im Sinne des MSchG bzw. VKG wie folgt eingefügt:
Die aus Anlass der Geburt des ersten Kindes im Arbeitsverhältnis in Anspruch genommene Karenz im Sinne des MSchG bzw. VKG wird für die Bemessung der Kündigungsfrist, die Dauer der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (Unglücksfall) und das Urlaubsausmaß bis zum Höchstausmaß von 22 Monaten angerechnet.
Dies gilt für Karenzen, die ab 1.5.2018 oder später begonnen haben. Voraussetzung für die Anrechnung ist jedoch eine mindestens dreijährige Dauer des Arbeitsverhältnisses zum Zeitpunkt des Antrittes der Karenz.
§ 11 Dienstreisevergütungen wird wie folgt abgeändert:
In § 11 Abschnitt I Ziffer 2a wird der Wert € 1,42 durch € 1,50 ersetzt.
In § 11 Abschnitt I Ziffer 2b wird der Wert € 2,13 durch € 2,20 ersetzt.
In § 11 Abschnitt I Ziffer 3 wird jeweils der Wert € 38,00 durch € 39,00 ersetzt.
3. Soweit durch diesen Kollektivvertrag für Berufszweige, in denen Saisonbetriebe im Sinne des § 53 Abs. 6 des ArbVG, BGBl. Nr. 22/1974 überwiegen, keine abweichenden Regelungen festgelegt werden, gilt für Dienstgeber/ innenkündigungen, die nach dem 31. Dezember 2020 ausgesprochen werden, als vereinbart, dass das unbefristete Dienstverhältnis vom/von der Dienstgeber/ in unter vorheriger Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist zu jedem Fünfzehnten oder Letzten eines Kalendermonats aufgelöst werden kann.
4. Mangels einer für ihn/sie günstigeren Vereinbarung (Dienstvertrag oder Dienstzettel) kann der/die Dienstnehmer/ in das Dienstverhältnis mit jedem Fünfzehnten oder dem letzten Tage eines Kalendermonats unter Einhaltung einer einmonatigen Kündigungsfrist lösen.
5. Bei Kündigung oder Entlassung des/der Arbeitnehmers/ in durch den/die Arbeitgeber/in ist der Betriebsrat gemäß §§ 105 bzw. 106 des Arbeitsverfassungsgesetzes zu verständigen.
6. Der Kündigungsschutz des § 15 Mutterschutzgesetz bzw. § 7 Väter-Karenzgesetz wird auf die Dauer des bundesgesetzlich geregelten Anspruches auf Kinderbetreuungsgeld erstreckt, längstens jedoch bis zum 30. Monat.
§ 18 Entgelt bei Arbeitsverhinderung lautet neu:
Bei einer Arbeitsverhinderung des/der Arbeitnehmers/in durch Krankheit (Unglücksfall), Arbeitsunfall oder Berufserkrankung gelten das Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG), BGBl. Nr. 399/1974, der Generalkollektivvertrag über den Begriff des Entgeltes gemäß § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz vom 2. August 1974 und das BAG, BGBl. Nr. 142/1969, in der jeweils geltenden Fassung.
B. Andere Entgeltfälle (§ 1154b Abs. 5 ABGB)
Der/die Arbeitnehmer/in hat Anspruch auf
unter Fortzahlung des Lohnes bei Todesfällen der Eltern (Stief- oder Pflegeeltern), des Ehegatten (Lebensgefährten) bzw. des/der eingetragenen Partners/in im Sinne des EPG und der Kinder (Stief- oder Pflegekinder).
unter Fortzahlung des Lohnes bei eigener Eheschließung bzw. Eintragung im Sinne des EPG.
einen freien Tag
unter Fortzahlung des Lohnes:
zur Teilnahme an der Beerdigung sonstiger Familienmitglieder (ausgenommen die in Ziffer 1 genannten), die mit ihm/ihr im gemeinsamen Haushalt lebten,
bei Entbindung der Ehefrau bzw. Lebensgefährtin bzw. der eingetragenen Partnerin,
bei Hochzeit der Kinder (
leibliche Kinder, Adoptiv-, Stief- und Pflegekinder
Der/die Arbeitnehmer/in hat Anspruch auf Weiterzahlung seines/ihres Lohnes für die tatsächlich zur Erledigung seiner/ihrer Angelegenheiten benötigte Zeit:
Bei Besuch des Arztes (ambulatorischer Behandlung sowie bei Inanspruchnahme der Gesundenuntersuchung gemäß § 132 lit. b ASVG), sofern die Behandlung nachweislich nur während der Arbeitszeit erfolgen kann.
Bei Vorladungen zu Gerichten oder sonstigen Behörden, bei Vorladung zur Musterung, möglichst gegen vorherige Beibringung der Ladung, sofern keine Entschädigung vom Gericht bezahlt wird und der/die Arbeitnehmer/ in nicht als Beschuldigter/e oder als Partei in einem Zivilprozess geladen ist.
Bei Arbeitsausfall infolge Verkehrsstörungen hat der/ die Arbeitnehmer/in Anspruch auf Fortzahlung seines Lohnes, wenn die Gesamtdauer des Arbeitsausfalles im Einzelfall eine Stunde nicht überschreitet.
Der/die Arbeitnehmer/in hat rechtzeitig beim/bei der Arbeitgeber/in oder dessen/ deren Stellvertreter/in um Arbeitsbefreiung nachzukommen. Ist dies nicht möglich, so ist spätestens am nächsten Arbeitstag der Grund der Verhinderung glaubhaft zu machen.
C. Aus Gründen, die nicht die Person des/der Arbeitnehmers/ in betreffen
Ist der/die Arbeitnehmer/in zur Leistung der Dienste bereit, so behält er/sie bei Arbeitsausfällen infolge Betriebsstörungen (Maschinenschaden und ähnlichem), auch wenn er/sie nicht zu anderen Arbeiten im Betriebe herangezogen werden kann, den Anspruch auf den vollen Lohn für den Tag, an dem die Betriebsstörung eingetreten ist und für die beiden darauffolgenden Arbeitstage.
Dauert der durch die Betriebsstörung verursachte Arbeitsausfall länger, so gebührt bei Verzicht auf die Betriebsanwesenheit für die restliche Zeit nur der halbe Lohn. Ordnet der/die Arbeitgeber/in die Anwesenheit im Betriebe an, dann gebührt der volle Lohn.
Der/die Arbeitnehmer/in behält den Anspruch auf vollen Lohn bei Arbeitsausfällen infolge Mangels an Rohoder Betriebsstoffen (Strom, Kohle u.ä.), wenn der Arbeitsausfall in zwei zusammenhängenden Kalenderwochen nicht mehr als einen Arbeitstag (Arbeitsschicht) ausmacht.
Bei länger dauernden Arbeitsausfällen infolge Mangels an Roh- oder Betriebsstoffen entfällt eine Bezahlung durch den/die Arbeitgeber/in.