Source: https://www.streifler.de/artikel/aktuelle-gesetzgebung-3a-seit-dem-1-januar-2008-gelten-neue-regeln-fuer-unternehmen-_2727
Timestamp: 2020-08-07 09:27:05
Document Index: 163116607

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 7', '§ 34', '§ 3', '§ 32', '§ 8', '§ 43']

/ Aktuelle Gesetzgebung: Seit dem 1. Januar 2008 gelten neue Regeln für Unternehmen
Gesetz zur Unternehmenssteuerreform 2008 seit dem 01.01.08 in Kraft
Lesen Sie nachfolgend, was sich für Sie und Ihr Unternehmen durch das Gesetz zur Unternehmenssteuerreform 2008 geädnert hat.
Die degressive Abschreibung (AfA) in Höhe von bis zum Inkrafttreten des Gesetzes geltenden maximalen 30 Prozent entfällt für alle Wirtschaftsgüter, die ab dem 1. Januar 2008 angeschafft oder hergestellt wurden (§ 6 Absatz 2 Satz 1 Einkommensteuergesetz neu [EStG]).
Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) sind seit dem 01.01.08 sofort als Betriebsausgabe abzuziehen (kein Wahlrecht mehr!), wenn ihre Anschaffungs-/Herstellungskosten maximal 150 Euro (ohne Umsatzsteuer) betragen haben.
Der durch das Gesetz eingeführte sogenannte Investitionsabzugsbetrag tritt an die Stelle der Ansparabschreibung und weitet diese aus (§ 7g EStG):
Für nicht entnommene Gewinne können Sie auf Antrag einen ermäßigten Steuersatz von 28,25 Prozent plus Solidaritätszuschlag (Soli) anwenden („Thesaurierungsrücklage“, § 34a EStG).
Statt früher 50 sind seit Inkrafttreten des Gesetzes 60 Prozent der Ausschüttungen und Einnahmen aus der Veräußerung von GmbH-Anteilen steuerpflichtig. Der Abzug mit solchen Einkünften verbundener Aufwendungen erhöht sich entsprechend auf 60 Prozent (§ 3 Nummer 40 Satz 1 EStG).
Körperschaftsteuersatz gesunken
Der Körperschaftsteuersatz sank von 25 Prozent auf 15 Prozent (§ 32 Absatz 3 Körperschaftsteuergesetz).
Dauerschuldzinsen werden seither nicht mehr hälftig dem Gewerbeertrag hinzugerechnet (§ 8 Nummer 1 Gewerbesteuergesetz). Dafür werden 25 Prozent aller Schuldzinsen und vergleichbarer gewährter Vorteile sowie in Mieten, Pachten und Leasingraten enthaltener Zinsanteile hinzugerechnet (Freibetrag 100.000 Euro). Der in Mieten, Pachten und Leasingraten enthaltene Zinsanteil wird pauschal mit 20 Prozent bei mobilen und 75 Prozent bei immobilen Wirtschaftsgütern angesetzt.
Seit dem Veranlagungszeitraum 2009 werden private Kapitalerträge – zum Beispiel Ausschüttungen aus einer GmbH-Beteiligung und Gewinne aus der Veräußerung von GmbH-Anteilen – einheitlich mit 25 Prozent plus Soli belastet (§ 43a Absatz 1 bis 3 EStG).