Source: http://www.caselaw.de/document?di=8e4cf24f-343e-4d03-ab40-7baf63af5508
Timestamp: 2019-09-21 17:24:44
Document Index: 119262841

Matched Legal Cases: ['§ 77', '§ 77', '§ 72', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 77', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 77', '§ 72', '§ 72']

﻿ 9 AZM 9/19 - caselaw.de
BUNDESARBEITSGERICHT Beschluss vom 31.7.2019, 9 AZM 9/19 ECLI:DE:BAG:2019:310719.B.9AZM9.19.0 Nichtzulassungsbeschwerde nach § 77 Satz 2 ArbGG - Vertretungszwang Tenor
Gründe I. Die vom Kläger selbst eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde ist unzulässig. Sie entspricht nicht den gesetzlichen Anforderungen _(§ 77 Satz 2, § 72a ArbGG)_.
a) Vor dem Bundesarbeitsgericht muss sich eine Partei gemäß § 11 Abs. 4 Satz 1 ArbGG durch einen Prozessbevollmächtigten vertreten lassen. Dies können nach § 11 Abs. 4 Satz 2 ArbGG Rechtsanwälte oder die in § 11 Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 und Nr. 5 ArbGG genannten postulationsfähigen Verfahrensbevollmächtigten sein _(vgl. BAG 2. Oktober 2018 - 5 AZR 376/17 - Rn. 41, BAGE 163, 326)_.
b) Die Notwendigkeit der Vertretung erfasst auch die Nichtzulassungsbeschwerde nach § 77 Satz 2 ArbGG _(vgl. GMP/Germelmann/Künzl 9. Aufl. § 11 Rn. 122)_. Dies ergibt sich aus § 11 Abs. 4 Satz 1 ArbGG. Eine Ausnahme vom Vertretungszwang nach § 11 Abs. 4 ArbGG ist für das Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren nicht vorgesehen. § 77 Satz 2 ArbGG verweist auf § 72a ArbGG. Damit gelten für die Nichtzulassungsbeschwerde gegen den Beschluss des Landesarbeitsgerichts, der die Berufung verwirft, ohne die Revisionsbeschwerde zuzulassen, dieselben Regelungen wie für die Nichtzulassungsbeschwerde nach § 72a ArbGG. Dazu gehört auch der Vertretungszwang bei der Einlegung und Begründung der Beschwerde _(vgl. BAG 18. August 2015 - 7 ABN 32/15 - Rn. 5 ff., BAGE 152, 209; 20. September 2011 - 9 AZN 582/11 - Rn. 5)_.
Kiel Pulz Weber
Paragraphen in 9 AZM 9/19
6 11 ArbGG
5 72 ArbGG
5 77 ArbGG
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