Source: http://lexetius.com/TVG/5
Timestamp: 2017-10-19 01:59:38
Document Index: 360490057

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 7', '§ 3', '§ 5', '§ 4', '§ 6', '§ 5', 'Art. 9', '§ 43', '§ 42', '§ 5', '§ 5', '§ 43', '§ 47', '§ 5', '§ 17', '§ 47', '§ 43']

§ 5 TVG. Allgemeinverbindlichkeit
[Titelei] [Inhalt] [Quellen] [<] § 5 TVG [>]
Tarifvertragsgesetz (TVG) vom 9. April 1949
Paragraf 5. Allgemeinverbindlichkeit
[16. August 2014]
1§ 5. Allgemeinverbindlichkeit.
2(1) [1] Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales kann einen Tarifvertrag im Einvernehmen mit einem aus je drei Vertretern der Spitzenorganisationen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer bestehenden Ausschuss (Tarifausschuss) auf gemeinsamen Antrag der Tarifvertragsparteien für allgemeinverbindlich erklären, wenn die Allgemeinverbindlicherklärung im öffentlichen Interesse geboten erscheint. [2] Die Allgemeinverbindlicherklärung erscheint in der Regel im öffentlichen Interesse geboten, wenn
3(1a) [1] Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales kann einen Tarifvertrag über eine gemeinsame Einrichtung zur Sicherung ihrer Funktionsfähigkeit im Einvernehmen mit dem Tarifausschuss auf gemeinsamen Antrag der Tarifvertragsparteien für allgemeinverbindlich erklären, wenn der Tarifvertrag die Einziehung von Beiträgen und die Gewährung von Leistungen durch eine gemeinsame Einrichtung mit folgenden Gegenständen regelt:
[2] Der Tarifvertrag kann alle mit dem Beitragseinzug und der Leistungsgewährung in Zusammenhang stehenden Rechte und Pflichten einschließlich der dem Verfahren zugrunde liegenden Ansprüche der Arbeitnehmer und Pflichten der Arbeitgeber regeln. [3] § 7 Absatz 2 des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes findet entsprechende Anwendung.
(2) Vor der Entscheidung über den Antrag ist Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die von der Allgemeinverbindlicherklärung betroffen [werden] würden, den am Ausgang des Verfahrens interessierten Gewerkschaften und Vereinigungen der Arbeitgeber sowie den Obersten Arbeitsbehörden der Länder, auf deren Bereich sich der Tarifvertrag erstreckt, Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme sowie zur Äußerung in einer mündlichen und öffentlichen Verhandlung zu geben.
4(3) Erhebt die Oberste Arbeitsbehörde eines beteiligten Landes Einspruch gegen die beantragte Allgemeinverbindlicherklärung, so kann das Bundesministerium für Arbeit und Soziales dem Antrag nur mit Zustimmung der Bundesregierung stattgeben.
5(4) [1] Mit der Allgemeinverbindlicherklärung erfassen die Rechtsnormen des Tarifvertrags in seinem Geltungsbereich auch die bisher nicht tarifgebundenen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. [2] Ein nach Absatz 1a für allgemeinverbindlich erklärter Tarifvertrag ist vom Arbeitgeber auch dann einzuhalten, wenn er nach § 3 an einen anderen Tarifvertrag gebunden ist.
(5) 6[1] Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales kann die Allgemeinverbindlicherklärung eines Tarifvertrages im Einvernehmen mit dem in Absatz 1 genannten Ausschuß aufheben, wenn die Aufhebung im öffentlichen Interesse geboten erscheint. [2] Die Absätze 2 und 3 gelten entsprechend. [3] Im übrigen endet die Allgemeinverbindlichkeit eines Tarifvertrages mit dessen Ablauf.
7(6) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales kann der Obersten Arbeitsbehörde eines Landes für einzelne Fälle das Recht [zur] Allgemeinverbindlicherklärung sowie [zur] Aufhebung der Allgemeinverbindlichkeit übertragen.
8(7) [1] Die Allgemeinverbindlicherklärung [und] die Aufhebung der Allgemeinverbindlichkeit bedürfen der öffentlichen Bekanntmachung. [2] Die Bekanntmachung umfasst auch die von der Allgemeinverbindlicherklärung erfassten Rechtsnormen des Tarifvertrages.
[8. November 2006–16. August 2014]
[24. Mai 1977–28. November 2003]
[1. September 1969–24. Mai 1977]
[25. August 1969–1. September 1969]
[12. Januar 1952/18. Januar 1952–25. August 1969]
[9. April 1949/22. April 1949–12. Januar 1952/18. Januar 1952]
1. 24. Mai 1977: Beschluss vom 24. Mai 1977.
2. 16. August 2014: Artt. 5 Nr. 1 Buchst. a, 15 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. August 2014.
3. 16. August 2014: Artt. 5 Nr. 1 Buchst. b, 15 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. August 2014.
4. 8. November 2006: Artt. 223, 559 der Verordnung vom 31. Oktober 2006.
5. 16. August 2014: Artt. 5 Nr. 1 Buchst. c, 15 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. August 2014.
6. 8. November 2006: Artt. 223, 559 der Verordnung vom 31. Oktober 2006.
7. 8. November 2006: Artt. 223, 559 der Verordnung vom 31. Oktober 2006.
8. 16. August 2014: Artt. 5 Nr. 1 Buchst. d, 15 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. August 2014.
Umfeld von § 5 TVG
§ 4a TVG. Tarifkollision
§ 6 TVG. Tarifregister
Entscheidungen zu § 5 TVG
1. BVerwG, Urteil vom 27. 1. 2010 – 8 C 38.09
Bundesverwaltungsgericht Zwischenurteil; Feststellungsklage; streitiges Rechtsverhältnis; Feststellungsinteresse; Subsidiarität; Tarifvertrag; Allgemeinverbindlicherklärung; Koalitionsfreiheit; Tarifautonomie; faktische und mittelbare Grundrechtsbeeinträchtigung; Tarifkonkurrenz; Tarifpluralität.; GG Art. 9 Abs. 3; VwGO § 43 Abs. 1 und 2, § 42 Abs. 2 (analog); TVG § 5 Abs. 1 und 4 Die Klage …
2. BVerwG, Urteil vom 28. 1. 2010 – 8 C 38.09
(analog); TVG § 5 Abs. 1 und 4 Die Klage eines Arbeitgeberverbandes mit dem Antrag festzustellen …
3. BVerwG, Beschluss vom 15. 9. 2014 – 8 B 30.14
Bundesverwaltungsgericht Gerichtsbarkeitsklausel; Allgemeinverbindlicherklärung; Rechtsetzungsakt; Feststellungsklage; Sonderzuweisung; Arbeitsgerichtsbarkeit. VwGO § 43 Abs. 1, § 47 Abs. 1, 5; TVG § 5; GVG §§ 17 a, 17 b Abs. 2 Die Gerichtsbarkeitsklausel nach § 47 Abs. 1 VwGO findet keine Anwendung auf Klagen zur Feststellung der Verletzung subjektiv-öffentlicher Rechte durch Normen nach § 43 …