Source: https://www.mrunix.de/forums/showthread.php?72302-%C3%9Cberschriftabst%C3%A4nde-von-paragraph-und-subsubsection&s=e4b3e548d9305abc3f9a7b4203c1b8b8&p=337478
Timestamp: 2019-11-19 07:41:54
Document Index: 93414611

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 18', '§ 5', '§ 1', '§ 2']

Überschriftabstände von paragraph und subsubsection
ich schreibe gerade meine Bachelorarbeit und würde gerne eine kleine Layoutanpassung vornehmen. Ich finde gut, dass der Text bei \paragraph gleich nach der Überschrift weitergeht und keine Leerzeile dazwischen ist. Dieses Verhalten hätte ich auch gerne bei \subsubsection. \section kann so bleiben, weil es ja nun mal die oberste Ebene ist und bei \subsection bin ich mir noch nicht sicher. Eine Lösung dafür wäre aber auch schön.
\documentclass[a4paper,fontsize=12pt,ngerman]{scrartcl}
\setcounter{secnumdepth}{4} 	% wird bis zur 4.Ebene mitnummeriert und überhaupt erst angezeigt, gilt für paragraph
\setcounter{tocdepth}{4}    	% Im Inhaltsverzeichnis bis zur 4. Ebene angezeigt
\usepackage[paper=a4paper,left=30mm,right=20mm,top=20mm]{geometry}
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\subsection{Rechtliche Rahmenbedingungen der Vertrauensarbeitszeit}
Wie im vorherigen Kapitel dargestellt, ist die Einführung von Vertrauensarbeitszeit nicht nur mit positiven Effekten für die Arbeitnehmer verknüpft. Daher gilt es zu untersuchen, welche Schutzmaßnahmen der Gesetzgeber für die Beschäftigten bietet und wie sich diese das Arbeitszeitmodell auswirken.
\subsubsection{Arbeitszeitgesetz}
Die gesetzlichen Vorschriften des Arbeitszeitgesetzes zu den Themen Arbeitszeit, Ruhepausen und abweichende Regelungen sind der durchgeführten Vorstudie zu entnehmen. Dieses Kapitel beschäftigt sich mit den speziellen Kontaktpunkten des Arbeitszeitgesetzes mit dem Modell der Vertrauensarbeitszeit und den daraus resultierenden Bedingungen.
\paragraph{Regelungen und zeitliche Grenzen}$\;$ \\
Das Arbeitszeitgesetz bezieht sich nach § 1 ArbZG auf Arbeitnehmer. Nach § 2 Abs. 2 ArbZG sind dies "`[\dots]Arbeiter und Angestellte sowie die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten"'. § 18 Abs. 1 Nr. 1 ArbZG besagt jedoch, dass leitende Angestellte, die nach § 5 Abs. 3 BetrVG definiert werden, nicht zu diesem Personenkreis gehören.
Ich bedanke mich schon einmal für jegliche Hilfe/Tipps!
09-12-2011, 08:23 #2
Verwende doch einfach \subparagraph an Stelle von \paragraph und \paragraph and Stelle von \subsubsection.
Da Du unsäglich tief nummerierst, brauchst Du dann ggf. noch:
\counterwithin{paragraph}{subsection}
09-12-2011, 09:17 #3
vielen Dank für deinen Tipp! Im Text habe ich nun auch das gewünschte Ergebnis. Das sieht sehr gut aus.
Jedoch ist das Inhaltsverzeichnis jetzt etwas verschoben. Und zwar ist der neue paragraph, der früher subsubsection war, zu weit nach rechts eingerückt. Da ist dann ein ziemlicher Abstand zwischen der Nummerierung von subsection (1.1) und paragraph (1.1.1). Im Code-Beispiel sieht man das nicht so deutlich, daher habe ich einen Screenshort von meiner Gliederung beigefügt. Lässt sich das auf das vorherige Niveau wieder zurück rücken?
\setcounter{secnumdepth}{5} 	% wird bis zur 4.Ebene mitnummeriert und überhaupt erst angezeigt, gilt für paragraph
\setcounter{tocdepth}{5}    	% Im Inhaltsverzeichnis bis zur 4. Ebene angezeigt
\tableofcontents									% Inhaltsverzeichnis
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Wie im vorherigen Kapitel dargestellt, ist die Einführung von Vertrauensarbeitszeit nicht nur mit positiven Effekten für die Arbeitnehmer verknüpft.
\paragraph{Arbeitszeitgesetz}
Die gesetzlichen Vorschriften des Arbeitszeitgesetzes zu den Themen Arbeitszeit, Ruhepausen und abweichende Regelungen sind der durchgeführten Vorstudie zu entnehmen. Dieses Kapitel beschäftigt sich mit
\subparagraph{Regelungen und zeitliche Grenzen}$\;$ \\
Das Arbeitszeitgesetz bezieht sich nach § 1 ArbZG auf Arbeitnehmer. Nach § 2 Abs. 2 ArbZG sind dies "`[\dots]Arbeiter und Angestellte sowie die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten"'.
09-12-2011, 10:03 #4
\let\l@subparagraph\l@paragraph
\let\l@paragraph\l@subsubsection
Eventuell hilf auch:
\KOMAoptions{toc=flat}
\usetocstyle{KOMAlike}% oder classic oder ...
Wobei für zu viele Ebenen im Inhaltsverzeichnis dasselbe gilt wie für zu viele Gliederungsebenen und zu viele nummerierte Gliederungsebenen.
Geändert von Schweinebacke (09-12-2011 um 14:10 Uhr)
09-12-2011, 10:48 #5
\let\l@parapgraph\l@subsubsection
Hier ändert sich irgendwie gar nichts bei mir. Und es kommt nicht durch das überschüssige "p" bei paragraph. Das habe ich schon korrigiert.
toc=flat kannte ich aus dem scrguide. Ist leider nicht das, was mein Prüfer fordert. Da sind dann ja alle Nummerierungen der Gliederungspunkte ganz links eingezogen.
Und der tocstyle KOMAlike ändert nur den Einzug bei subparagraph. Da verkürzt sich dann der Abstand zwischen der Nummerierung und der Beschriftung im Inhaltsverzeichnis.
Hmm...das ist ja echt nicht einfach. Ich bin zwar kein Latex-Profi und auch erst recht kein Programmierer, aber ich frage mich, wieso es nicht möglich ist, \subsubsection zu sagen, dass es sich im Text wie \paragraph verhalten soll. An die Gliederungsebene bzw. - verhalten im Inhaltsverzeichnis will ich ja gar nicht ran.
Gruß & nochmal Danke!
09-12-2011, 14:15 #6
Ich weiß nicht, was Du gemacht hast, aber mir mir ändert sich sehr wohl etwas:
\setcounter{secnumdepth}{5}     % wird bis zur 4.Ebene mitnummeriert und überhaupt erst angezeigt, gilt für paragraph
\setcounter{tocdepth}{5}        % Im Inhaltsverzeichnis bis zur 4. Ebene angezeigt
\tableofcontents                                    % Inhaltsverzeichnis
09-12-2011, 15:59 #7
Schweinebacke du bist klasse!
Als ich es vorhin in meiner Bachelorarbeit ausprobiert habe, hat es defintiv nicht funktioniert.
Jetzt hab ich es nochmal ausprobiert und siehe da es geht. Ich glaube, ich habe beim ersten Mal den Code mit makeatletter woanders in die Präambel getan. Diesmal habe ich den Code direkt hinter das counterwithin getan und es geht!
Geändert von Julian25 (10-12-2011 um 17:28 Uhr)
10-12-2011, 17:28 #8
Bei Erfolg wird man ja bekanntlich gierig... :-) Dass der Text auch bei subsection gleich nach der Überschrift losgeht, lässt sich mit der Methode wohl nicht realisieren, oder? Da müsste man ja quasi noch eine Ebene tiefer gehen und wir sind jetzt schon bei \subparagraph.
12-12-2011, 07:57 #9
Tipp: Wenn alle Überschriften gleich aussehen und als Spitzmarken formatiert werden sollen, dann hast Du eindeutig zu tief gegliedert und solltest Dir noch einmal Gedanken über einen sinnvollen Gliederungsaufbau machen.
Wenn Du auf diesem typografisch wenig sinnvollen Ansinnen bestehst, bleibt nur, sämtliche Gliederungsbefehle umzudefinieren. Dazu kann man entweder die Originaldefinitionen kopieren und entsprechend ändern, oder eines der einschlägigen Pakete verwenden (mit denen dann allerdings diverse KOMA-Script-Features bezüglich Überschriften - und teilweise auch bezüglich Inhaltsverzeichnis - verloren gehen).
12-12-2011, 11:29 #10
Hmm also sooo tief finde ich meine Gliederungsebenen gar nicht. 3 Ebenen sind absoluter Standard (bei BWL) und 4 Ebenen fand mein Prüfer auch noch vollkommen in Ordnung.
Im Grunde geht es mir ja nur darum, die Leerzeile zwischen Überschrift und Text einzusparen um noch etwas mehr Platz für den eigentlichen Text zu gewinnen.
Ich weiß, da kommt gleich von irgendjemandem die Antwort "Mach es doch mit Word", aber alle meine Kommilitonen, die mit Word schreiben, haben ihre Abstände genau so, dass der Text gleich nach der Überschrift anfängt. Ich bin da nur die Ausnahme mit LaTex und ich finde LaTex gut, weil es insgesamt einfach besser aussieht. Das geben sogar die Word-Schreiber zu.
12-12-2011, 11:51 #11
Also, ich arbeite auch noch viel mit Word (ist als Übersetzerin unerlässlich, wenn andere es noch korrigieren sollen - eben zur TextVERARBEITUNG, nicht zum TextSATZ) und habe gerade mal die vorgegebenen Formate "Überschrift 1" bis "Überschrift 4" ausprobiert. Bei den Varianten 1-3 sind immer 3 Punkte "Abstand nach". Nur "Überschrift 4" ist lediglich fett und kursiv, aber nicht in sonstiger Weise hervorgehoben.
Der Abstand ist allerdings geringer als bei LaTeX, das gebe ich zu.
Ich denke, 4 oder auch 5 Ebenen in LaTeX sind eher dann angebracht, wenn man als oberste Ebene \part oder zumindest \chapter hat, welches immer auf einer eigenen rechten, besonders formatierten Seite (ohne Kopfzeile) beginnt. Kontraproduktiv ist es auf jeden Fall, die Ebenen einander ähnlicher zu machen, als sie schon sind (das Umgekehrte wäre allerdings ebenso schlecht). Daher würde ich nicht dazu raten, alle an Paragraph anzugleichen.
Wenn du den Text nach oben schieben willst, ohne mit titlesec oder so zu hantieren, kannst du ja einfach jedesmal \vspace-1\baselineskip schreiben :-)
Aber schöner machst du den Text damit echt nicht.
Ansonsten guck dir mal diese beiden Links an:
http://www.golatex.de/abstand-vor-bz...ext-t6042.html
http://www.komascript.de/node/1299
12-12-2011, 13:27 #13
Das heißt, Du willst also jegliche gute Typografie über Bord werfen, um noch etwas mehr Text unterzubringen aber ein von außen vorgegebenes Seitenlimit einzuhalten?
\KOMAoptions{fontsize=1pt,DIV=50}
und schon passt sehr viel mehr auf eine Seite.
Es geht nicht nur um die Anzahl der Gliederungsebenen, es geht auch um deren Unterscheidung und Abstufung etc.