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Timestamp: 2018-02-26 00:03:19
Document Index: 145461981

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 10', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'Art. 109']

8C_256/2008 07.08.2008
8C_256/2008
R.________, 1947, Beschwerdeführerin,
Unfallversicherung Stadt Zürich, Stadelhoferstrasse 33, 8001 Zürich, Beschwerdegegnerin.
Die 1947 geborene R.________ war seit August 1999 als Lingeriemitarbeiterin sowie stellvertretende Leiterin der Hotellerie im Altersheim S.________ tätig und damit bei der Unfallversicherung der Stadt Zürich (UVZ) obligatorisch unfallversichert. Mit Unfallmeldung vom 21. Dezember 2004 wurde der UVZ mitgeteilt, R.________ habe am 3. Dezember 2004 beim Aussteigen aus dem Auto eine falsche Bewegung gemacht und sich dabei Schmerzen im Rücken zugezogen. Wegen einer Diskushernie intraforaminal L3/4 mit sensomotorischen Ausfällen L4 und vorbestehenden Hypästhesien L5/S1 nach Kniearthroskopie 08/03 war die Versicherte vom 6. bis 14. Dezember 2004 im Spital W.________ und vom 14. bis 22. Dezember 2004 in der Klinik B.________ hospitalisiert, wo am 15. Dezember 2004 ein operativer Eingriff in Form einer Dekompression L3/4, einer Hemilaminektomie L4 sowie einer Luxatentfernung vorgenommen wurde. Die UVZ lehnte mit Verfügung vom 12. Mai 2005 die Übernahme von Leistungen ab, da es sich beim Ereignis vom 3. Dezember 2004 nicht um einen Unfall im Sinne des Gesetzes handle und die diagnostizierte Diskushernie nicht unfallbedingt, sondern auf eine Krankheit oder Degeneration zurückzuführen sei. An der Leistungsablehnung hielt die UVZ mit Einspracheentscheid vom 11. Dezember 2006 fest, da selbst bei Bejahung des Vorliegens eines Unfallereignisses der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis und den gesundheitlichen Beeinträchtigungen fehle.
Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten lässt R.________ beantragen, die UVZ sei zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.
Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen und Grundsätze über den Unfallbegriff (Art. 4 ATSG) und über den Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG) sowie auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. Richtig sind auch die Ausführungen zu dem für die Leistungspflicht zunächst vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Gesundheitsschaden (Krankheit, Invalidität, Tod; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) sowie zum im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 126 V 353 E. 5b S. 360, je mit Hinweisen).
In sorgfältiger Würdigung der Aktenlage hat die Vorinstanz überzeugend dargelegt, dass es sich beim Vorfall vom 3. Dezember 2004 um ein Unfallereignis handelt, dass es indessen an einem natürlichen Kausalzusammenhang zwischen den Rückenbeschwerden bzw. den gesundheitlichen Veränderungen im Bereich der Lendenwirbelsäule und dem Ereignis fehlt, weshalb keine Leistungspflicht der Unfallversicherung besteht.
Dagegen bringt die Beschwerdeführerin nichts vor, was zu einem vom angefochtenen vorinstanzlichen Entscheid abweichenden Ergebnis führen könnte. Vielmehr beschränkt sie sich im Wesentlichen auf die Wiederholung der bereits im kantonalen Verfahren erhobenen Einwendungen, mit welchen sich die Vorinstanz einlässlich auseinandergesetzt hat. Auf die zutreffenden Erwägungen des angefochtenen Entscheids kann verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG). Hervorzuheben ist lediglich, dass es - wie das kantonale Gericht unter Hinweis auf die Rechtsprechung dargelegt hat - einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts entspricht, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Aufgrund der Aktenlage ist mit der Vorinstanz dem Vorfall vom 3. Dezember 2004 ein Schweregrad abzusprechen, der ausnahmsweise geeignet wäre, eine Schädigung der Bandscheibe hervorzurufen, sondern vielmehr davon auszugehen, dass degenerative Bandscheibenveränderungen vorbestanden haben und die Diskushernie durch das Unfallereignis weder verursacht noch ausgelöst worden ist.