Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%20233/95
Timestamp: 2019-08-22 12:37:03
Document Index: 85801383

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 633', '§ 21', '§ 278', '§ 21', '§ 15', '§ 278', '§ 21', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 21', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 19.12.1996 - VII ZR 233/95 - dejure.org
https://dejure.org/1996,226
BGH, 19.12.1996 - VII ZR 233/95 (https://dejure.org/1996,226)
BGH, Entscheidung vom 19.12.1996 - VII ZR 233/95 (https://dejure.org/1996,226)
BGH, Entscheidung vom 19. Dezember 1996 - VII ZR 233/95 (https://dejure.org/1996,226)
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BGB §§ 633, 635; WEG §§ 21, 23
Zur Befugnis der Wohnungseigentümer, Gewährleistungsansprüche gemeinschaftlich zu verfolgen
Anspruch einer Miteigentümergemeinschaft gegen Baubetreuer und Architekten auf Kostenvorschuss zur Abdichtung einer Tiefgarage gegen Grundwasser und Ersatz von Mangelfolgeschäden - Gemeinschaftliche Verfolgung von Gewährleistungsrechten durch Wohnungseigentümer - Haftung des Architekten für ein fehlerhaftes Gutachten eines von ihm beauftragten Sonderfachmannes
Architektenhaftung; Sonderfachmann; Bodengutachten; Gewährleistung; Gutachten; Leistungsbild; Architektenvertrag; Sachverständiger
BGB §§ 278, 535, 631, 633, 635; WEG §§ 21, 23
Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen durch die Mitglieder einer Wohnungseigentümergesellschaft; Haftung des Architekten für das fehlerhafte Bodengutachten eines Sonderfachmanns
Gewährleistungsansprüche von Wohnungseigentümern; Haftung des Architekten
§§ 15 Abs. 1, 15 Abs. 2 Nr. 1 HOAI, §§ 278, 631, 633, 635 BGB
Wohnungseigentum; Geltendmachung werkvertraglicher Gewährleistungsansprüche durch Zweiterwerber
Kostenvorschußanspruch der Wohnungseigentümer bei Mängeln am Gemeinschaftseigentum? (IBR 1997, 231)
Haftung des Architekten für von ihm beauftragte Sonderfachleute? (IBR 1997, 244)
NJW 1997, 2173
MDR 1997, 542
VersR 1997, 828
WM 1997, 1065
BB 1997, 1608
DB 1997, 1027
BauR 1997, 488
ZfBR 1997, 185
In der Rechtsprechung ist insoweit bereits anerkannt, dass die Wohnungseigentümergemeinschaft durch Mehrheitsbeschluss gemäß § 21 Abs. 5 Nr. 2 WEG entscheiden kann, wegen eines Mangels des Gemeinschaftseigentums Vorschuss zu fordern (BGH, Urteil vom 4. Juni 1981 - VII ZR 9/80, BGHZ 81, 35, 38; Urteil vom 19. Dezember 1996 - VII ZR 233/95, BauR 1997, 488 = ZfBR 1997, 185).
Sofern er Zahlungsansprüche verfolgt, kann deshalb der einzelne Erwerber nicht Leistung an sich, sondern nur Leistung an die Eigentümergemeinschaft verlangen (vgl. BGH, Urteil vom 10. März 1988 - VII ZR 171/87, BauR 1988, 336 = NJW 1988, 1718 = ZfBR 1988, 181; Urteil vom 6. Juni 1991 - VII ZR 372/89, BGHZ 114, 383, 386; Urteil vom 19. Dezember 1996 - VII ZR 233/95, BauR 1997, 488 = NJW 1997, 2173 = ZfBR 1997, 185).
Der Beklagte haftet für eine fehlerhafte Tragwerksplanung des von ihm beauftragten Statikers, wenn der Fehler auf unzureichenden Vorgaben beruht, wenn er einen unzuverlässigen Statiker ausgewählt hat oder wenn er Mängel der Statik nicht beanstandet, die für ihn nach den von ihm zu erwartenden Kenntnissen erkennbar waren (vgl. BGH, Urteil vom 19. Dezember 1996 - VII ZR 233/95, BauR 1997, 488, 490 = ZfBR 1997, 185, 186).
Er haftet nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 19. Dezember 1996 - VII ZR 233/95, BauR 1997, 488 = ZfBR 1997, 185 = NJW 1997, 2173) bei Hinzuziehung eines Sonderfachmanns für dessen Auswahl und Überprüfung nach dem Maß der von ihm als Architekten zu erwartenden Kenntnisse.
Insoweit ist z.B. anerkannt, dass die Wohnungseigentümergemeinschaft durch Mehrheitsbeschluss nach § 21 Abs. 5 Nr. 2 WEG entscheiden kann, wegen eines Mangels des Gemeinschaftseigentums einen Vorschuss zu fordern (…vgl. BGH, a.a.O.;… BGHZ 81, S. 35, 38; BauR 1997, S. 488).
Daran hat der BGH später festgehalten und ausgesprochen, dass die Wohnungseigentümer auch die Gesamtheit aller Eigentümer zur Prozessführung ermächtigen können (BGH VII ZR 233/95, BauR 1997, 488 juris Rn. 11).
So konnte beispielsweise die Gemeinschaft durch Mehrheitsbeschluss entscheiden, wegen eines Mangels des Gemeinschaftseigentums Vorschuss zu fordern (BGH, Urteil vom 12.04.2007 \u0097 VII ZR 236/05 \u0097, unter Hinweis auf Urteile des BGH vom 19.12.1996 \u0097 VII ZR 233/95 - und vom 04.06.1981 \u0097 VII ZR 9/80 -).
(1) Eine Haftung des Beklagten für Fehler des von ihm beauftragten Tragwerkplaners ist nicht allein aus dem Grund gegeben, dass er den Tragwerksplaner im eigenen Namen beauftragt hat (vgl. BGH, Urteil vom 19. Dezember 1996 - VII ZR 233/95 -, juris).
Vielmehr ist - sofern die Parteien eine Verpflichtung des Beklagten zur Erbringung der Tragwerksplanung nicht gesondert beschrieben haben - durch Auslegung zu klären, ob ihn eine entsprechende Verpflichtung trifft (vgl. BGH, Urteil vom 19. Dezember 1996 - VII ZR 233/95 -, juris).
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