Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE%2067,%2026
Timestamp: 2020-07-11 18:39:09
Document Index: 218399851

Matched Legal Cases: ['§ 54', '§ 54', '§ 54', 'Art. 2', '§ 54', '§ 54', '§ 54', '§ 54', '§ 54', '§ 54', '§ 54', 'Art. 100', '§ 54', '§ 157']

BVerfG, 18.04.1984 - 1 BvL 43/81 - dejure.org
https://dejure.org/1984,120
BVerfG, 18.04.1984 - 1 BvL 43/81 (https://dejure.org/1984,120)
BVerfG, Entscheidung vom 18.04.1984 - 1 BvL 43/81 (https://dejure.org/1984,120)
BVerfG, Entscheidung vom 18. April 1984 - 1 BvL 43/81 (https://dejure.org/1984,120)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1984,120) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Zur Zulässigkeit der Vorlage an das Bundesverfassungsgericht
SG Dortmund, 29.09.1981 - S 8 KR 172/81
BVerfGE 67, 26
NJW 1984, 1805
DVBl 1984, 777
DÖV 1984, 716
Vertragsärzte sind nicht "Wächter über die objektive Verfassungsordnung" (vgl BVerfGE 67, 26, 37 = SozR 1500 § 54 Nr. 60 S 54).
Aus der Gewissensfreiheit kann niemand das Recht herleiten, die Rechtsordnung nur nach seinen Gewissensvorstellungen zu gestalten, und verlangen, dass seine Überzeugung zum Maßstab der Gültigkeit genereller Rechtsnormen oder ihrer Anwendung gemacht wird (BVerfGE 67, 26 [37]).
(1) Das BVerfG hat in ständiger Rechtsprechung - für das Recht der gesetzlichen Kranken-, aber auch der gesetzlichen Rentenversicherung - entschieden, dass ein einzelner Bürger seiner Eigenschaft als Versicherter oder Arbeitgeber, der eine bestimmte Verwendung des Aufkommens aus öffentlichen Abgaben für grundrechtswidrig hält, aus seinen Grundrechten keinen Anspruch auf generelle Unterlassung einer solchen Verwendung herleiten kann (vgl BVerfGE 67, 26, 37 = SozR 1500 § 54 Nr. 60 S 54;… BVerfGE 78, 320, 331 = SozR 1500 § 54 Nr. 86 S 88 f, und BVerfG Kammerbeschluss vom 30.4.1986 - 1 BvR 218/85 - juris, jeweils zur Finanzierung nicht strafbarer Schwangerschaftsabbrüche durch die gesetzliche Krankenversicherung; ferner BVerfG Kammerbeschluss vom 28.10.1994 - 1 BvR 1498/94) .
Ein entsprechender grundrechtlicher Unterlassungsanspruch folgt nach der Rechtsprechung des BVerfG auch nicht aus den verfassungsrechtlichen Schranken einer Zwangsmitgliedschaft in einem öffentlich-rechtlichen Verband am Maßstab des Art. 2 Abs. 1 GG, soweit der Versicherte verfassungsrechtlich lediglich in seinem Vermögen als Beitragspflichtiger betroffen wird (vgl BVerfGE 78, 320, 329 ff = SozR 1500 § 54 Nr. 86 S 88 f, ferner BVerfGE 67, 26, 38 = SozR 1500 § 54 Nr. 60 S 54) .
Das BVerfG hat hieraus zunächst - prozessrechtlich - die Unzulässigkeit auf den Vollzug sozialrechtlicher Normen gegenüber Dritten gerichteter (vorbeugender) Unterlassungsklagen hergeleitet und ausgeführt, dass sich auf dem Umweg über den Sozialgerichtsprozess nicht jedermann "zum Wächter über die objektive Verfassungsordnung" bestellen kann (vgl BVerfGE 67, 26, 37 = SozR 1500 § 54 Nr. 60 S 54) .
Versicherte haben aus ihrem Mitgliedschaftsverhältnis keine Klagebefugnis hinsichtlich der Unterlassung einer bestimmten Mittelverwendung (vgl BVerfGE 67, 26, 36 = SozR 1500 § 54 Nr. 60 S 53) ; nichts anderes gilt für Arbeitgeber.
(1) Das BVerfG hat in ständiger Rechtsprechung - für das Recht der gesetzlichen Kranken-, aber auch der gesetzlichen Rentenversicherung - entschieden, dass ein einzelner Bürger, der eine bestimmte Verwendung des Aufkommens aus öffentlichen Abgaben für grundrechtswidrig hält, aus seinen Grundrechten keinen Anspruch auf generelle Unterlassung einer solchen Verwendung herleiten kann (vgl BVerfGE 67, 26, 37 = SozR 1500 § 54 Nr. 60 S 54;… BVerfGE 78, 320, 331 = SozR 1500 § 54 Nr. 86 S 88 f, und BVerfG Kammerbeschluss vom 30.4.1986 - 1 BvR 218/85 - juris, jeweils zur Finanzierung nicht strafbarer Schwangerschaftsabbrüche durch die gesetzliche Krankenversicherung; ferner BVerfG Kammerbeschluss vom 28.10.1994 - 1 BvR 1498/94) .
Versicherte haben aus ihrem Mitgliedschaftsverhältnis keine Klagebefugnis hinsichtlich der Unterlassung einer bestimmten Mittelverwendung (vgl BVerfGE 67, 26, 36 = SozR 1500 § 54 Nr. 60 S 53) .
Im Übrigen hält der Senat, wenn die Verfassungsmäßigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung in Zweifel gezogen wird, es wegen der strengen Anforderungen des BVerfG an die Zulässigkeit von Vorlagen nach Art. 100 Abs. 1 GG (vgl zB BVerfGE 105, 48, 56; 67, 26, 33 = SozR 1500 § 54 Nr. 60) für geboten und zumutbar, an die Einhaltung einfachrechtlicher Zuständigkeits- und Formfragen ebenso strenge Anforderungen zu stellen.
BVerfG, 07.04.2010 - 1 BvR 810/08
Verfassungsbeschwerde gegen die Höhe des Bundeszuschusses zur gesetzlichen …
Veranlagung zum Gefahrtarif - Arbeitnehmerüberlassungsunternehmen (§§ 157, 159 …
BFH, 10.06.1992 - I R 107/91
Voraussetzungen der Geltendmachung einer Rechtsverletzung bei einer …
BSG, 21.10.1985 - 3 BK 37/85
VG Kassel, 13.09.1996 - 1 E 3304/93
Eröffnung des öffentlich-rechtlichen Rechtsweges hinsichtlich der Bereitstellung …