Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20K%C3%B6ln&Datum=31.05.1995&Aktenzeichen=2%20U%20182/94
Timestamp: 2019-07-22 05:02:45
Document Index: 340814277

Matched Legal Cases: ['§ 823', '§ 717', '§ 1004', '§ 1004', '§ 823', '§ 823', '§ 1004', 'BGH', '§ 1004', '§ 823', 'BGH']

OLG Köln, 31.05.1995 - 2 U 182/94 - dejure.org
https://dejure.org/1995,2432
OLG Köln, 31.05.1995 - 2 U 182/94 (https://dejure.org/1995,2432)
OLG Köln, Entscheidung vom 31.05.1995 - 2 U 182/94 (https://dejure.org/1995,2432)
OLG Köln, Entscheidung vom 31. Mai 1995 - 2 U 182/94 (https://dejure.org/1995,2432)
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HAFTUNGSRECHT; UNERLAUBTE HANDLUNG
BGB §§ 823 I, II, 1004, 284, 677; ZPO §§ 717 II, 845
Haftung für Verzögerungsschäden wegen irrtümlicher Rechtsberühmung; Behauptung von Miteigentum an einer an einer Grundstücksgrenze errichteten Mauer; Begriff der Eigentumsverletzung
Schadensersatz wegen Klageerhebung? (IBR 1996, 283)
NJW 1996, 1290
MDR 1996, 258
VersR 1996, 1244
Es kann dahinstehen, ob eine unzulässige Rechtsberühmung als solche schon nicht geeignet ist, einen Unterlassungsanspruch zu begründen (OLG Köln 31. Mai 1995 - 2 U 182/94 - NJW 1996, 1290;… Palandt/Bassenge, BGB, 67. Aufl., § 1004 Rdnr. 11) .
Im Unterschied zum Fall OLG Köln NJW 1996, 1290 habe die Klägerin nicht nur leicht fahrlässig gehandelt.
Ein solcher Eingriff liegt jedoch nicht darin, dass sich ein anderer dem Eigentümer gegenüber des Eigentums oder einer Nutzungs- oder Vermietungsbefugnis berühmt, und der Eigentümer sich dadurch etwa von der Durchführung eines Bauvorhabens abhalten lässt (vgl. OLG Köln NJW 1996, 1290, 1291; Staudinger/Gursky, BGB, 1999, § 1004 Rn 31;… Palandt/Sprau, BGB, 65. Aufl., § 823 Rn 9).
Das Recht zur umfassenden Verteidigung in einem gerichtlichen Verfahren schließt Schadensersatzfolgen aus, auch wenn sich ein Vortrag im Nachhinein als unzutreffend erweist (BVerfG NJW 1987, 1929; OLG Köln MDR 1996, 258).
Rechtlich kann eine solche bei einem bloßen Bestreiten des Eigentums oder Berühmung mit einem das Eigentum beschränkenden Recht gegenüber dem Eigentümer zweifelhaft sein, wenn der Eigentümer ihrer ungeachtet nicht gehindert ist, mit seinem Eigentum nach Belieben zu verfahren (OLG Köln, NJW 1996, 1290, m.w.N.).
Ob sich ein Schadensersatzanspruch aus § 823 Abs. 2 in Verbindung mit § 1004 BGB überhaupt konstruieren läßt, begegnet bereits vom Ansatz her Bedenken, welche in jüngster Zeit vom 2. Zivilsenat des OLG Köln (NJW 1996, 1290, 1291) unter Berufung auf die in VersR 1977, 136, 137 abgedruckte Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 28.9.1976 zum Ausdruck gebracht worden sind.
Im Übrigen stellen die Androhung und/oder Einleitung gerichtlicher Schritte wegen vermeintlicher Rechte keine rechtserhebliche Beeinträchtigung dar, sofern keine weitergehenden Handlungen hinzutreten (BGH, Urteil vom 28.02.1956 - VI ZR 354/54 - OLG Köln, Urteil vom 31.05.1995 - 2 U 182/94 - Staudinger/Gursky, BGB, 2006, § 1004 Rdn. 31; zu § 823 Abs. 1 BGB vgl. auch BGH, Urteil vom 23.05.1985 - X ZR 132/84 -).
Diese Feststellung war nach der Auffassung des Oberlandesgerichts Düsseldorf schon deshalb "zwingend, weil die insoweit darlegungspflichtige Beklagte keine Umstände dargetan hat, aufgrund derer sich die Verbraucherschaft eine abweichende Vorstellung hätte bilden können." In ähnlicher Weise hatte sich der 2. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf auch schon in einem weiteren Urteil (von 22. Dezember 1994, 2 U 182/94) geäußert.