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Veröffentlicht von:Reginhard Fuchs Geändert vor über 4 Jahren
Präsentation zum Thema: "Eckpunkte einer Schulstruktur für Niedersachsen"— Präsentation transkript:
1 Eckpunkte einer Schulstruktur für Niedersachsen
Großer Gestaltungsspielraum für die Schulträger Erhalt eines differenzierten Schulsystems im Sekundarbereich I Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011 1
2 Aktuelle Schulstruktur für Niedersachsen (ohne FöS)
Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011 2
3 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Entwicklung der Schülerzahlen nach Schulformen (öffentliche Schulen und Schulen in freier Trägerschaft ohne KGS und IGS) Ausgangssituation: - Demografische Entwicklung (Schülerrückgang) - Erheblicher Rückgang der Schülerzahlen in der Hauptschule Hauptschule Realschule Gymnasium Sek. I gesamt Jahr absolut in % 1995 83.228 18,5 23,2 87.409 19,4 2000 86.690 17,4 22,6 94.131 18,9 2004* 22,2 34,3 32,2 2005 21,1 33,9 33,5 2008 86.154 16,9 34,5 36,2 2010** 73.865 14,7 37,3 42,6 2020** 45.465 11,8 37,5 45,2 * Auflösung der Orientierungsstufe ** Bei den Schülerprognosedaten der Jahre 2010 und 2020 wurden die Zweige der KGS bei den entsprechenden Schulformen gezählt. Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
4 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Entwicklung der Schulformen Anzahl der öffentlichen Schulen zu den Stichtagen , , und Schulform GHS GHRS HS HRS RS Gesamtschulen 2009 2008 2007 2006 61 67 69 73 18 17 15 157 169 176 180 214 207 204 198 206 215 220 226 74 60 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
5 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Zügigkeit der öffentlichen Schulen im Schuljahr 2010/2011 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
6 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Weiterentwicklung der Schulstruktur Einsetzung einer AG Schulstruktur durch Ministerpräsident McAllister unter Federführung des Niedersächsischen Kultusministeriums Bildungsgespräche mit Vertretern der Landtagsfraktionen, Kommunalen Spitzenverbände, Lehrerverbände, Gewerkschaften und der Wirtschaft im Oktober/November 2010 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011 6
7 Gesetzentwurf § 10a NSchG (Oberschule)
In der Oberschule werden Schülerinnen und Schüler des 5. bis 10. Schuljahrgangs unterrichtet. An der Oberschule können dieselben Abschlüsse im Sekundarbereich I wie an den in den §§ 9 bis 11 genannten Schulformen erworben werden. (2) Die Oberschule ist nach Schuljahrgängen gegliedert oder in ihr sind die Hauptschule und die Realschule als aufeinander bezogene Schulzweige verbunden. § 9 Abs. 1 Sätze 4 bis 6 und § 10 Abs. 1 Sätze 3 bis 5 gelten entsprechend. In der nach Schuljahrgängen gegliederten Oberschule wird der Unterricht in schulzweigspezifischen und schulzweigübergreifenden Lerngruppen erteilt; dabei soll ab dem 9. Schuljahrgang der schulzweigspezifische Unterricht überwiegen. Ist die Oberschule in Schulzweige gegliedert, wird der Unterricht in überwiegend schulzweigspezifischen Klassenverbänden erteilt. Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
8 Gesetzentwurf § 10a NSchG (Oberschule)
(3) Die Oberschule kann um einen gymnasialen Schulzweig erweitert werden. § 11 Abs. 1 gilt entsprechend. Für die Schülerinnen und Schüler des gymnasialen Schulzweigs soll ab dem 7. Schuljahrgang und muss ab dem 9. Schuljahrgang der Unterricht in überwiegend schulzweigspezifischen Klassenverbänden erteilt werden. Im 10. Schuljahrgang des gymnasialen Schulzweigs wird die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe geführt. (4) Soweit die Oberschule um einen gymnasialen Schulzweig erweitert ist, kann ergänzend die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe geführt werden. Abweichend von Absatz 1 werden dann Schülerinnen und Schüler des 5. bis 12. Schuljahrgangs unterrichtet und es können auch alle Abschlüsse wie am Gymnasium erworben werden. § 11 Abs. 3 Satz 4 und Absätze 4 bis 9 gelten entsprechend. Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
9 Eckpunkte der Oberschule
Errichtungsbedingungen Die Oberschule soll auf Antrag des Schulträgers zum Schuljahresbeginn 2011/2012 errichtet werden können. Sie wird in zwei Formen ermöglicht: Oberschule ohne Gymnasialangebot, mindestens zweizügig (mind. 48 Schüler je Schuljahrgang, in Ausnahmefällen 44 ) Oberschule mit Gymnasialangebot, mindestens dreizügig (mind. 75 Schüler, darunter mind. 27 Gymnasialschüler) Gymnasiale Oberstufe: mindestens 3 Züge (mind. 54 Schüler) Die prognostizierten Schülerzahlen müssen über einen Zeitraum von 10 Jahren nachgewiesen werden. Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
10 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Eckpunkte der Oberschule Errichtungsbedingungen Einrichtung des gymnasialen Angebots im SEK I und ggf. SEK II ist nur mit Zustimmung des für das Gymnasium zuständigen Schulträgers möglich. Erweiterung einer Oberschule um ein gymnasiales Angebot ist – bei entsprechenden Schülerzahlen – auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Oberschulen können neu errichtet oder durch „Umwandlung“ bestehender HS, RS, HRS sowie KGS entstehen. Die Umwandlung umfasst alle Schuljahrgänge. Die Vorgaben für die Oberschule gelten aufsteigend ab dem 5. Schuljahrgang. Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011 10
11 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Eckpunkte der Oberschule Errichtungsbedingungen Außenstellen: Einrichtung als befristete Übergangslösung möglich Doppeljahrgänge am Standort sind anzustreben Teilnahme der Schüler an Ganztagsangeboten ist sicherzustellen Schulbezirke: Schulträger können für Oberschulen einen Schulbezirk festlegen Schülern mit Wohnsitz im Schulbezirk einer Oberschule soll der Besuch einer Gesamtschule weiterhin ermöglicht werden Schülern mit Wohnsitz im Schulbezirk einer Oberschule mit gymnasialem Zweig soll der Besuch eines Gymnasiums weiterhin ermöglicht werden Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011 11
12 Eckpunkte der Oberschule
Künftige Schulstruktur Die Oberschule kann künftig anstelle organisatorisch zusammengefasster Haupt- und Realschulen, selbstständiger Hauptschulen und Realschulen sowie Kooperativer Gesamtschulen geführt werden. Bestehende Kooperative Gesamtschulen dürfen weitergeführt oder können auf Antrag des Schulträgers in Oberschulen umgewandelt werden. Schulträger können weiterhin selbstständige Hauptschulen und selbstständige Realschulen sowie zusammengefasste Haupt- und Realschulen führen. Schulträger können die Oberschule an einem Schulstandort auch als alleinige (ersetzende) Schulform führen, soweit gewährleistet ist, dass Schülerinnen und Schüler ein Gymnasium unter zumutbaren Bedingungen erreichen können. Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
13 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Eckpunkte der Oberschule Künftige Schulstruktur Grundschulen können mit Oberschulen ohne gymnasiales Angebot in einer Schule zusammengefasst werden. Die Errichtung einer Oberschule mit gymnasialem Angebot ist nur nach Verselbstständigung oder Aufhebung des Grundschulzweigs bzw. bei Angliederung an eine andere Grundschule möglich. Gesamtschulen werden als Integrierte Gesamtschulen fünfzügig geführt. Schulträger können diese ausnahmsweise auch vierzügig führen. Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011 13
14 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Langfristige Schulstruktur für Niedersachsen (ohne FöS) Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
15 Eckpunkte der Oberschule
Rahmenvorgaben zur Ausgestaltung Die Oberschule kann als Halbtagsschule, teilgebundene oder offene Ganztagsschule geführt werden. Das Ganztagsangebot (ab dem 5. Schuljahrgang aufsteigend) muss vom Schulträger beantragt werden. erhält eine halbe Stelle für eine sozialpädagogische Fachkraft. In der Oberschule wird die Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte auf 25,5 (Gymnasialzweig 23,5) Wochenstunden festgesetzt, beträgt die Schülerhöchstzahl 28. Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
16 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Eckpunkte der Oberschule Ausgestaltung des Unterrichts je nach Organisationsform und Schuljahrgang überwiegend schulzweigbezogen (mehr als 50 % des Unterrichts), jahrgangsbezogen (gemeinsamer Unterricht) oder kursdifferenziert (zwei oder drei Niveaustufen in den Kernfächern und ggf. ein naturwissenschaftliches Fach (PH, CH)) Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
17 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Eckpunkte der Oberschule Differenzierung in der Oberschule ohne gymnasiales Angebot 5./6. Schuljahrgang: jahrgangsbezogener Unterricht; Kursdifferenzierung in den Kernfächern MA, EN auf Antrag möglich 2. Fremdsprache als Wahlpflichtunterricht ab dem 6. Schuljahrgang 7./8. Schuljahrgang: Kursdifferenzierung in den Kernfächern DE, MA, EN (DE im 7. Schuljahrgang jahrgangsbezogen möglich) 9. /10. Schuljahrgang: kursdifferenzierter Unterricht in DE, MA, EN und einem der Fächer Physik, Chemie oder überwiegend schulzweigbezogener Unterricht Ausnahmeregelung für zweizügige Oberschulen überwiegend schulzweigbezogener Unterricht ab 5. Schuljahrgang Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
18 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Eckpunkte der Oberschule Differenzierung in der Oberschule mit gymnasialem Angebot 5. Schuljahrgang: jahrgangsbezogener Unterricht; Kursdifferenzierung in den Kernfächern MA, EN auf Antrag möglich ab 6. Schuljahrgang: Kursdifferenzierung in den Kernfächern DE, MA, EN Unterricht in der 2. Fremdsprache ab 6. Schuljahrgang verpflichtend für den Besuch des gymnasialen Zweigs Schuljahrgang: im gymnasialen Zweig überwiegend schulzweigbezogener Unterricht überwiegend schulzweigbezogener Unterricht ab 5. Schuljahrgang Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
19 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Eckpunkte der Oberschule Schwerpunktbildungen im 9. und 10. Schuljahrgang der Oberschule nach Schulformbezug berufspraktische Elemente und enge Zusammenarbeit mit berufsbildenden Schulen Profile „Technik“, „Wirtschaft“ und „Gesundheit und Soziales“ und „Zweite Fremdsprache“ 10. Schuljahrgang im Gymnasialzweig als Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
20 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Eckpunkte der Oberschule Übergang und Durchlässigkeit Übergang von der Grundschule wie bei anderen weiterführenden Schulen (Schullaufbahnempfehlung, Zeugnis, Elternberatung, Elternentscheidung – freier Elternwille) Wechsel zwischen Schulzweigen oder fachleistungsdifferenzierten Kursen (horizontale Durchlässigkeit) Übertritt am Ende der Oberschule in berufsbildende Schule oder gymnasiale Oberstufe (vertikale Durchlässigkeit) Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
21 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Eckpunkte der Oberschule Abschlüsse (nach Schulformbezug / AVO) Hauptschulabschluss Sekundarabschluss I – Hauptschulabschluss Sekundarabschluss I – Realschulabschluss Erweiterter Sekundarabschluss I Oberschule mit gymnasialer Oberstufe  allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder der schulische Teil der Fachhochschulreife Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
22 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Funktionsstellen Direktor/Direktorin oder Rektorin/Rektor einer Oberschule Direktorstellvertreterin/Direktorstellvertreter oder Konrektorin/Konrektor einer Oberschule Schulfachliche Koordinatorin/schulfachlicher Koordinator als Didaktische Leiterin/Didaktischer Leiter einer Oberschule Oberschule mit 540 und mehr Schülerinnen und Schülern: schulfachliche Koordinatorin/schulfachlicher Koordinator als Leiterin/Leiter des Sekundarbereichs I Oberschule mit gymnasialer Oberstufe: schulfachliche Koordinatorin/schulfachlicher Koordinator als Leiterin/Leiter der gymnasialen Oberstufe Fachkonferenzleiterinnen/Fachkonferenzleiter einer Oberschule für die Fachbereiche Sprachen, Mathematik/Naturwissenschaften und Arbeit/Wirtschaft Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
23 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Zusammenfassung Eckpunkte der Oberschule Im Rahmen der Vorgaben: Oberschule mit oder ohne gymnasiales Angebot Oberschule als Halbtagsschule, teilgebundene oder offene Ganztagsschule Organisation des Unterrichts nach Entscheidung der Schule jahrgangsbezogen kursdifferenziert überwiegend schulzweigspezifisch Sozialpädagogische Fachkraft Unterrichtsverpflichtung von 25,5 / 23,5 Wochenstunden Schülerhöchstzahl 28 zusätzliche Funktionsstellen: Didaktische Leitung, Leitung des Sekundarbereichs I und des Sekundarbereichs II Besoldungsstruktur für Funktionsstellen unabhängig vom Lehramt Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011 23
24 Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
Termine (Stand: 24. Januar 2011) November/Dezember	Bildungsgespräche Dezember Einbringung des Gesetzentwurfs in den Kultusausschuss 14. Januar Beratung im Kultusausschuss 17. Januar Hinweise zur Errichtung von Oberschulen an die kommunalen Schulträger 27./28. Januar Anhörung im Kultusausschuss 25. Februar/4. März 2011	Beratung im Kultusausschuss März voraussichtlich Verabschiedung im Landtag März Anhörungsverfahren der untergesetzlichen Regelungen bis zum 31. Mai 2011	Anträge auf Genehmigung zur Errichtung von Oberschulen 1. August Inkrafttreten der Regelungen (aufsteigend ab 5. Sj.) Hinweis: In den Folgejahren sollten Schulträger Anträge auf Genehmigung der Errichtung einer Oberschule bis zum eines Jahres für das folgende Schuljahr stellen. Niedersächsisches Kultusministerium  Referat 32  24. Januar 2011
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