Source: https://www.strafverteidiger-hamburg.com/strafrecht/computerbetrug-263a-stgb/
Timestamp: 2019-04-26 01:59:02
Document Index: 382332048

Matched Legal Cases: ['§ 263', '§ 263', '§ 263', '§ 263', '§ 267', '§ 145']

Computerbetrug // Strafverteidiger // LAUDON Strafverteidigung
Sie haben eine Vorladung von der Polizei wegen Computerbetruges bekommen? Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Computerbetrug, über die Voraussetzungen und eine zu erwartende Strafe.
Die Einführung des Tatbestandes des Computerbetruges diente insbesondere der Schließung von Strafbarkeitslücken im Rahmen des Betruges, die sich aufgrund des technologischen Wandels entwickelten. Die Schutzrichtung ist folglich identisch, lediglich die Tathandlungen der beiden Normen unterscheiden sich.
Der Computerbetrug ist in § 263a StGB geregelt. Dort heißt es:
Computerbetrug: Das sind die Voraussetzungen
Die Tathandlung beim Computerbetrug ist, anders als beim Betrug, nicht die Täuschung einer anderen Person, sondern die Beeinflussung des Ergebnisses eines Datenvorgangs. Diese muss durch eine der folgenden Tatmodalitäten erfolgt sein:
unrichtige Gestaltung des Programms,
Verwendung unrichtiger oder unvollständiger Daten,
unbefugte Verwendung von Daten oder
sonstige unbefugte Einwirkung auf den Ablauf
Die Unterschiede zwischen diesen Tatmodalitäten sind häufig fließend. Zudem ist der Tatbestand des Computerbetruges gespickt mit juristischen und technischen Feinheiten, die für Laien kaum verständlich sind.
Qualifikation des Computerbetruges
Nach § 263a Abs. 2 StGB gilt § 263 Abs. 3 bis 7 StGB entsprechend. Dies betrifft insbesondere die Qualifikation der gewerbs- und bandenmäßigen Begehung.
Der erhöhte Strafrahmen dieser Qualifikation droht, wenn der Täter als Mitglied einer Bande handelt (mind. 3 Personen), die sich gewerbsmäßig zur Begehung bestimmter Betrugs- und Urkundsdelikte zusammengeschlossen hat.
Strafe für einen Computerbetrug
Der Grundtatbestand des Computerbetruges wird mit Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren oder Geldstrafe bestraft.
Handelt es sich dagegen um Computerbetrug in einem besonders schweren Fall, droht das Gesetz eine Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren an. Ein besonders schwerer Fall liegt nach § 263 Abs. 3 in der Regel vor bei
gewerbsmäßiger Begehung
bandenmäßiger Begehung
Vermögensverlusten hohen Ausmaßes (ab 50.000€)
Verursachung einer wirtschaftlichen Notlage einer anderen Person
Missbrauch einer Amtsstellung
Ist die Qualifikation des gewerbs- und bandenmäßigen Computerbetruges erfüllt, liegt der Strafrahmen bei einem Jahr bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe.
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