Source: https://www.wettbewerbe-aktuell.de/ergebnis/zentralisierung-der-klinik-17190
Timestamp: 2019-01-19 16:27:52
Document Index: 57609064

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 33', '§ 17', '§ 8', '§ 33', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34']

Ergebnis: Zentralisierung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapi
Zentralisierung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie	, Lüneburg/ Deutschland
wa-2021571
Deutschland 7/0 Gesundheitswesen Allgemein 7 Gesundheitswesen 7/2 Fachkrankenhäuser 7 Gesundheitswesen 7/5 Heil- und Pflegestätten 7 Gesundheitswesen Nicht offener Wettbewerb
Mitwirkende: Gabi Kiencke · Agnes Kuß · Jan Maasjosthusmann ·
Jan Malte Röting · Eugenia Schieber · Louisa Westphal · Milena Jerke
1. Preis: Architekturbüro Tönies · Schroeter · Jansen GmbH, Lübeck
Prof. Christine Nickl-Weller · Prof. H. Nickl · B. Rämmler
Mitwirkende: Agnese Di Quirico · Kathrin Ossadnik · Lisa Uhlmann
2. Preis: Nickl & Partner Architekten AG, Berlin
Nicht offener, einphasiger, hochbaulicher Realisierungswettbewerb mit Teilnahmewettbewerb und nachgeschaltetem Verhandlungsverfahren gem. VgV
– dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung (MS), Referat für Krankenhausbauplanung und Finanzierung
– dem Niedersächsischen Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL), Referat Krankenhausbau
– der Stadt Lüneburg – Fachbereich Stadtentwicklung
– dem Niedersächsichen Landesamt für Denkmalpflege, Stützpunkt Lüneburg
Gegenstand des ausgelobten Wettbewerbs ist die Zentralisierung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie für Erwachsene (KPP).
Die KPP ist derzeit in dem Hauptgebäude aus dem Jahr 1972 (Haus 48) sowie in mehreren über das Klinikgelände verteilten historischen Gebäuden untergebracht. Die aktuelle räumliche Situation ist für Patienten und Personal höchst unbefriedigend. Zum einen bietet die bauliche Struktur von Haus 48 nur unzureichende Möglichkeiten zur Umsetzung zeitgemäßer medizinischer Konzepte. Zum anderen ist die dezentrale Gebäudestruktur der KPP für die Organisation und Sicherstellung der Behandlungsprozesse mit erheblichen Nachteilen verbunden. Der Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudeensembles aus dem Jahr 1901 und die zeitgemäße Sanierung der technischen Anlagen und Ausstattung der Gebäude sind zudem technisch hochaufwändig und verursachen enorme Kosten.
Die Ausloberin erwartet für den Umbau und die Neubebauung eine hochwertige, nachhaltige Planung, welche die für die zukünftige Nutzung erforderlichen gestalterischen, funktionalen, technischen, ökologischen und wirtschaftlichen Qualitäten in sich vereint.
Die Entwürfe sollen innovative und überzeugende Lösungsvorschläge zur städtebaulichen und hochbaulichen Ausgestaltung sowie zur Qualifizierung des Wettbewerbsgebiets im Einklang mit den umgebenden baulichen Strukturen anbieten. Die Konzepte sollen die spezifischen, ortsabhängigen Rahmenbedingungen ebenso wie die allgemeinen Anforderungen an den modernen Klinikbetrieb bestmöglich berücksichtigen und gleichzeitig flexibel auf eine in Zukunft mögliche Änderung der Nachfragesituation reagieren können.
Die Fertigstellung der Maßnahme (1. BA – Bereich 1) ist für das 4. Quartal 2021 vorgesehen. Das vorläufige Investitionsvolumen für die Gesamtmaßnahme beträgt ca. 26 Mio. Euro brutto (KG 200-700 gem. DIN 276).
E-Mail: Jan-Hendrik.Kramer@gesundheitsholding-lueneburg.de
Gegenstand des Wettbewerbs ist die Zentralisierung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie für Erwachsene in Lüneburg. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie für Erwachsene befindet sich derzeit in mehreren auf dem Klinikgelände verteilten, denkmalgeschützten Gebäuden aus dem Jahr 1901 und in einem Gebäude aus dem Jahr 1972 (Haus 48). Sie soll zukünftig im und am Haus 48 zentralisiert werden. Das Haus 48 soll saniert und umgebaut werden; zudem sollen in unmittelbarer Nähe zwei Erweiterungsbaukörper errichtet werden. Die denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahr 1901 sollen zukünftig nicht mehr durch die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie für Erwachsene genutzt werden. Insgesamt sind in Haus 48 ca. 6.000 m2 NUF zu sanieren/umzubauen; zudem sind ca. 4 200 m2 NUF neu zu errichten. Die Fertigstellung der Maßnahme (1. Bauabschnitt) ist für das 4. Quartal 2021 vorgesehen. Das vorläufige Gesamtinvestitionsvolumen beträgt ca. 26 Mio. Euro brutto (KG 200- 700 gem. DIN 276).
III.1.10) Kriterien für die Auswahl der Teilnehmer: Im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs sollen insgesamt 12 Teilnehmer für den Wettbewerb ausgewählt werden: 10 „Büros mit Bauerfahrung“ und 2 „Junge Büros“. Anforderungen an alle Bewerber Die in den Dokumenten „Verfahrenshinweise“, „Auswahlbogen“ und „Bewerbungsbogen“ aufgeführten formalen Kriterien sind zwingend zu erfüllen. Darüber hinaus sind von allen Bewerbern folgende Mindestanforderungen zu erfüllen: — Nachweis über eine bestehende Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen von mind. 1,5 Mio. EUR für Personenschäden und mind. 0,3 Mio. EUR für sonstige Schäden (jeweils 2-fach maximiert); — Nachweis der Erlaubnis zur Berufsausübung der/des für die Erbringung der Leistung Verantwortlichen (Inhaber oder Führungskräfte); — Nachweis der beruflichen Qualifikation der vorgesehenen Projektleitung. Anforderungen an „Büros mit Bauerfahrung“ Von „Büros mit Bauerfahrung“ sind zusätzlich folgende Mindestanforderungen zu erfüllen: — Nachweis eines Jahresumsatzes von mind. 800 000 EUR (netto) für den Leistungsbereich Objektplanung gem. § 33 ff HOAI im Durchschnitt der vergangenen 3 Jahre; — Nachweis, dass im Durchschnitt der vergangenen 3 Jahre mind. 8 festangestellte Architekten bzw. Absolventen der Fachrichtung Architektur (mind. FH, Vollzeitkräfte) inkl. Büroinhaber, Geschäftsführer etc. beschäftigt waren; — Nachweis der Erfahrung mit öffentlichen Auftraggebern oder öffentlich geförderten Baumaßnahmen anhand von mind. 1 Referenzprojekt. Anforderungen an „Junge Büros“ Von „Jungen Büros“ ist zusätzlich folgende MINDESTANFORDERUNG zu erfüllen: — Nachweis für alle Büroinhaber, Geschäftsführer und Entwurfsverfasser, dass der Ersteintrag in die Architektenliste einer Architektenkammer nach dem 01.01.2012 erfolgte. Die Nichterfüllung der formalen Kriterien oder der o.g. Mindestanforderungen führt zum Ausschluss aus dem Verfahren. Auf die Möglichkeit, Bietergemeinschaften zu bilden oder Unterauftragnehmer zu benennen, um die genannten Anforderungen zu erfüllen, wird explizit hingewiesen. Teilnahmewettbewerb Für die Teilnahme am Teilnahmewettbewerb ist zwingend der vorgegebene Bewerbungsbogen zu verwenden. Dieser ist vollständig auszufüllen, zu unterschreiben und mit den geforderten Nachweisen fristgerecht in Papierform einzureichen. Der Poststempel gilt nicht! Bewerbungen, die nach dem unter IV.2.2) genannten Termin eingehen, werden nicht berücksichtigt. Bewerbungen per E-Mail oder Fax sind nicht zulässig. Die Bekanntmachung des Verfahrens sowie die Bewerbungsunterlagen stehen auf der Internetseite www.drost-consult.de für einen uneingeschränkten und gebührenfreien Zugang zum Download bereit. Es erfolgt kein Versand der Bewerbungsunterlagen per Post. Fragen während der Bewerbungsphase sind schriftlich zu richten an s.gassert@drost-consult.de. Die während der Bewerbungsphase eingegangenen Fragen und deren Beantwortung werden in anonymisierter Form auf der Internetseite www.drost-consult.de veröffentlicht. Ein Versand der Fragen und Antworten während der Bewerbungsphase per E-Mail erfolgt nicht. Die Bewerber sind verpflichtet, sich auf der genannten Internetseite über eingegangene Bewerberfragen und deren Beantwortung zu informieren. Detaillierte Angaben zum Teilnahmewettbewerb und zu den einzureichenden Bewerbungsunterlagen sind den Dokumenten „Verfahrenshinweise“, „Auswahlbogen“ und „Bewerbungsbogen“ zu entnehmen. Die genannten Dokumente sind zwingend zu berücksichtigen! Auswahl der „Büros mit Bauerfahrung“ Die Auswahl erfolgt anhand der für den Leistungsbereich Objektplanung gem. § 33 ff HOAI einzureichenden Referenzprojekte. Auswahl der „Jungen Büros“ Die Auswahl von 2 Teilnehmern erfolgt per Losziehung. Detaillierte Angaben zur Auswahl der Büros sind den Dokumenten „Verfahrenshinweise“ und „Auswahlbogen“ zu entnehmen und zwingend zu berücksichtigen.
IV.1.9) Kriterien für die Bewertung der Projekte: Die Beurteilung erfolgt nach den Kriterien Formalleistungen; Städtebauliche Qualität; Hochbauliches Konzept; Funktionales Konzept. Eine detaillierte Aufstellung der Unterkriterien wird im Verfahrensteil der Auslobung bekannt gegeben. Die dargestellte Reihenfolge der Aspekte ist nicht als Wertung oder Gewichtung zu betrachten.
Anzahl und Höhe der zu vergebenden Preise: Die Ausloberin stellt eine Wettbewerbssumme von insgesamt 137.900 Euro (netto) bereit. Von der Gesamtsumme sollen 77.900 Euro (netto) für 3 Preise zur Verfügung gestellt werden: 1. Preis: 38.000 Euro 2. Preis: 24.000 Euro 3. Preis: 15.900 Euro Das Preisgericht ist berechtigt, durch einstimmigen Beschluss eine andere Aufteilung der Wettbewerbssumme vorzunehmen. Es ist beabsichtigt, einen Teil der Gesamtwettbewerbssumme (60.000 Euro) in Form von Aufwandsentschädigungen auszuschütten und zu gleichen Teilen an die Teilnehmer des Wettbewerbs für die Erfüllung der in der Auslobung definierten Leistungen zu verteilen (siehe IV.3.2). Alle Preisträger des hochbaulichen Wettbewerbs nehmen an dem nachgeschalteten Verhandlungsverfahren teil. Sie werden zur Abgabe eines Honorarangebots aufgefordert (Erstangebot), zu einem Verhandlungsgespräch eingeladen und anschließend zur Abgabe eines finalen Angebots aufgefordert. Den Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot nach den folgenden Kriterien: 1. Wettbewerbsergebnis: 40 % 2. Fachlicher Wert: 15 % 3. Qualität: 20 % 4. Kundendienst: 5 % 5. Honorarangebot: 20 % Die Ausloberin behält sich vor, den Zuschlag auf Grundlage der Erstangebote zu vergeben (vgl. § 17 (11) VgV). Nähere Informationen zum Verhandlungsverfahren und zu den Zuschlagskriterien sind den Dokumenten „Zuschlagsmatrix“ und „Verfahrenshinweise“ zu entnehmen und zwingend zu berücksichtigen.
IV.3.2) Angaben zu Zahlungen an alle Teilnehmer: Die gemäß RPW 2015 ermittelte Wettbewerbssumme von 137.900 Euro (netto) wird anteilig als Aufwandsentschädigung (60.000 Euro) zu gleichen Teilen an die Wettbewerbsteilnehmer für die Erbringung der in der Auslobung definierten Leistungen einschließlich Modell ausgezahlt (bei fristgerechter Einreichung einer prüfungsfähigen Wettbewerbsarbeit und vollständiger Erbringung der geforderten Wettbewerbsleistungen).
: Der Wettbewerbsausschuss der Architektenkammer Niedersachsen hat für den Wettbewerb die Registrierungsnummer 215-32-17 / 32 vergeben. Die Ausloberin wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichtes und entsprechend § 8 (2) RPW 2013 einen der Preisträger mit der weiteren Bearbeitung der Planungsleistungen gem. § 33 ff HOAI beauftragen, sofern das Projekt umgesetzt wird und soweit kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht. Die zu vergebenden Leistungen bestehen aus: — Leistungsphasen 1 bis 4 Objektplanung gem. § 34 HOAI fest; — Leistungsphase 5 Objektplanung gem. § 34 HOAI optional, sofern und sobald die beantragten Fördermittel bewilligt werden; — Leistungsphasen 6 bis 9 Objektplanung gem. § 34 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung der Ausloberin (ggf. in noch von der Auftraggeberin festzulegenden Stufen); — Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen Objektplanung gem. § 34 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung der Ausloberin.