Source: http://rund-um-ramsbeck.de/archiv/1998/0998ub.html
Timestamp: 2017-07-24 08:40:33
Document Index: 271489511

Matched Legal Cases: ['§ 40', '§ 903', '§ 910', '§ 911', '§ 41', '§ 42', '§ 46', '§ 47']

Rund um Ramsbeck Archiv - September 1998
Guter Besuch beim Blutspenden
Carl-Haber-Stollen Andreasberg
Skiabteilung des TuS informiert
Kunst mit Schiefer in Andreasberg
Bültmann - Klasse Fleisch
Erhard Faber wird 60 Jahre alt
TuS medizinisch aufgerüstet
Ein neuer Pfarrer in Ramsbeck ?
Schützenfest in Brabecke
Schnadezug in Ramsbeck
Okt98
Rechtsanwätin Renata Susewind aus Meschede hat uns angeboten, in unregelmäßigen Abständen Beiträge mit rechtlichem Bezug zu erstellen. Dieses großzügige Angebot nehmen wir gern an und bedanken uns herzlich. Frau Susewind ist in Sozietät mit Rechtsanwalt Hermann W. Pütz in Meschede, Steinstraße 1 (Tel. 0291/52621) tätig und steht für weitere Auskünfte gern zur Verfügung.
„Nachbarrechtliche Streitigkeiten beschäftigen die Gerichte in zunehmender Zahl. Dabei spielen die Grenzabstände von Bäumen und Pflanzen eine nicht unerhebliche Rolle. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Regelungen.
Die Vorschriften zu den Grenzabständen finden sich in den §§ 40 - 48 des Nachbarrechtsgesetzes NRW. Sie ergänzen die Regelungen des Nachbarschutzes aus dem BGB; damit sind die §§ 903 ff. gemeint.
In diesem Zusammenhang sei der § 910 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) erwähnt. Er betrifft das Herüberhängen von Zweigen bzw. das Eindringen von Wurzeln vom Nachbargrundstück. Der Eigentümer eines Grundstückes kann Wurzeln eines Baumes oder Strauches, die von einem Nachbargrundstück herübergewachsen sind, unter Umständen abschneiden und behalten. Entsprechendes gilt auch für herüberhängende Zweige. Er muß allerdings vorher Rücksprache mit dem Nachbarn nehmen und ihm die Möglichkeit der Beseitigung der störenden Wurzeln und Zweige einräumen. Ferner ist auf den § 911 BGB hinzuweisen. Danach darf der Eigentümer eines Grundstückes Früchte von einem Baum oder Strauch behalten, die vom Nachbargrundstück herübergefallen sind.
Nun zu den Regelungen des Nachbarrechtsgesetzes (NachbG) NRW. Zunächst ist die Frage zu klären, um welche Art von Pflanzen es sich konkret handelt. Die nächste Frage, die sich dann stellt, ist, ob das Gesetz für diese Pflanzen die Einhaltung eines Grenzabstandes vorsieht. Nur die im Gestz aufgeführten Pflanzen bedürfen eines Grenzabstandes. Das gilt z. B. nicht für Blumen oder Stauden, die von den Sträuchern abzugrenzen sind. Folgende Grenzabstände sind gemäß § 41 NachbG einzuhalten:
Bei stark wachsenden Bäumen (außer Obstgehölzen), z. B. Rotbuchen, sämtlichen Linden-arten, Platanen, Roßkastanien, Eichen und Pappeln ist ein Abstand von 4 m einzuhalten.
Bei allen übrigen Bäumen ein Abstand von 2 m.
Bei Ziersträuchern, z. B. Feldahorn, Flieder, Goldglöckchen, Haselnuß und den Pfeifensträuchern (falscher Jasmin) ist es 1 m.
Bei allen übrigen Ziersträuchern ein Abstand von 0.50 m.
Bei Obstgehölzen
Süßkirschenbäume, Walnußbäume und Eßkastanien sind es 2 m.
Steinobstbäume 1.50 m
Brombeersträuchern 1 m
allen übrigen Beeerenobststräuchern 0.50 m.
Ziersträucher und Beerenobststräucher dürfen in ihrer Höhe das Dreifache ihres Abstandes zum Nachbargrundstück nicht überschreiten.
Bei Hecken (§ 42 NachbG)
ist bei über 2 m Höhe ein Abstand von 1 m
bei Höhe bis zu 2 m ein Abstand von 0.50 m einzuhalten.
Ausnahme für diese Regelungen gelten z. B. für öffentliche Anpflanzungen, Baumschulen und Waldgrundstücke.
Der Abstand wird von der Mitte der Pflanze waagerecht und rechtwinklig zur Grenze gemessen. Dies hat an der Stelle zu erfolgen, an der die Pflanze aus dem Boden austritt. Bei Hecken ist von der Seitenfläche aus zu messen (§ 46 NachbG).
Schließlich ist darauf hinzuweisen, daß der Anspruch auf Beseitigung einer Anpflanzung, bei der der entsprechende Abstand nicht eingehalten wurde, innerhalb von sechs Jahren nach Anpflanzung geltend zu machen ist (§ 47 NachbG).
Es wird gebaut: 1,5 km Straße von Rüppel zur Obervalme und das Reststück von der Eismecke bis Heinrichsdorf. - Karl-Heinz Schirrey wird Schiedsmann im Bezirk IV. - Wir berichten über Pottaschensiederei in Ramsbeck. - In Andreasberg regieren Manfred und Beate Diehl, dazu Franz-Josef und Gerlinde Wenzl. - Peitz Haus in Heringhausen besteht 275 Jahre. - Rambecks Senioren besuchen die Wallfahrtskirche auf dem Kohlhagen.
Franz-Josef (Menne) Gödde strahlte über das ganze Gesicht, als ihm die Spenderzahlen am 11. 8. in der Grundschule Ramsbeck gemeldet wurden: 138 mal wurde zur Ader gelassen, davon sieben Erstspender. Das ist im "Sommerloch" eine außerordentlich erfreuliche Spenderzahl. Der Einsatzleiter der Mescheder DRK-Ortsgruppe darf selbst mit 68 Jahren und 135 Blutspenden nicht mehr spenden.
Wieder konnten Blutspender für Mehrfachspenden ausgezeichnet werden. Geehrt für 10 Spenden wurden Tobias Kreiling, Karl-Heinz Birk, Mechtild Bökenkamp, Simona Wendel und Christian Föckeler. 25 Spenden stehen bei Reinhold Schmidt, Franz Stehling und Annemarie Hanses zu Buche. Die Ehrungen für 50 und mehr Spenden werden in Meschede vorgenommen.
Der nächste Blutspendetermin in Ramsbeck findet am Montag, dem 2. November statt. Bitte denken Sie daran: Ihre Blutspende kann Menschenleben retten!
Der Carl-Haber-Stollen in Andreasberg
Im Winkel zwischen der Dorfstraße und der zum Dörnberg führenden Straße befindet sich das Mundloch eines alten Stollens. Dieser Stollen erstreckt sich fast schnurgerade etwa 800 Meter tief in den Stüppelberg hinein und hat an seinem Ende Verbindung mit dem gesamten Grubengebäude des 1974 stillgelegten Bergwerks. Die Zahl 1904 über dem Mundloch bezeugt, dass in diesem Jahr der Vortrieb des Stollens von innen nach außen erfolgreich abgeschlossen wurde. Vermutlich sollten durch diesen Stollen die Andreasberger Bergleute etwas bequemer und schneller zu ihrer Arbeitsstelle vor Ort gelangen; zur Förderung diente der Stollen zu keiner Zeit. Eine Straße in unmittelbarer Nähe, an der Siedlungshäuser ehemaliger Bergleute stehen, und der Stollen selbst sind nach dem Bergwerksdirektor Carl Haber benannt.
Carl Haber wurde am 8. Jan. 1833 auf Junkershof in Worbis (Thüringen) geboren. Nach dem Bergbau-Studium kam er 1875 als Nachfolger von Direktor Seel nach Ramsbeck, das die wilden Jahre des 'Westfälischen Kalifornien' längst überwunden hatte. Carl Habers große Verdienste lagen in der intensiven Rationalisierung der Ramsbecker Grube. Bereits 1882 gewann die Stolberger Zink AG in Ramsbeck mit einer Belegschaft von 748 Mann 52.390 Tonnen Roherz entsprechend 13.206 Tonnen Fertigerz. Während seiner Amtszeit wurden die Aufbereitung Willibald und eine elektrische Zentrale (von 1901 bis 1934 in Betrieb) gebaut. Seinen Sohn Eduard ließ Bergwerksdirektor Haber eine Revision der Blei- und Zinkerze im Revier Ramsbeck anfertigen, die maßgebend für den Abbau wurde.
Aber Carl Haber war nicht nur im Beruf überaus aktiv, bewundernswert ist auch seine Mitarbeit in den örtlichen Vereinen und Institutionen sowie sein soziales Engagement: Dreimal war er Schützenkönig von Ramsbeck. Im Gemeinderat ging ohne seine Stimme all die Jahre so gut wie nichts. Die St. Barbara-Kirche in Andreasberg konnte nur gebaut werden, weil Direktor Haber mit seiner ganzen Persönlichkeit das Vorhaben von Anfang bis Ende unterstützt hat. Am 15. November 1903 konnte er in Ramsbeck sein 50jähriges Berufsjubiläum als Bergmann feiern. Im Jahre 1908 - nach 33 Jahren - verließ Carl Haber das Sauerland, um seinen Lebensabend an der Seite seiner Frau Elisabeth, geb. Meiring, in Bonn zu verbringen. Dort starb er am 17. Mai 1914.
Wie lange der 1904 fertiggestellte und nach Carl Haber benannte Stollen den Bergleuten aus Andreasberg als unterirdischer Hin- und Rückweg gedient hat, ist nicht mehr festzustellen. Als 1945 das Ende des Zweiten Weltkrieges näher rückte, wurde der Carl-Haber-Stollen zum willkommenen Luftschutzort für die Bevölkerung von Andreasberg und Dörnberg. Damals wohnten hier neben 630 Ortsansässigen noch über 500 Evakuierte. Weil Tag und Nacht Bomberströme besonders über das Ruhrtal hinwegfluteten, flüchteten fast alle in Angst und Panik in den sicheren Stollen.
"Schon der Weg dorthin war fürchterlich - tief aufgeweicht, schlammig und glitschig. Da man ihn (bei Dunkelheit) mit Licht begehen mußte, war man bei jedem Schritt der Gefahr ausgesetzt, sich der Länge nach in den Schlamm zu legen. Das schwere eiserne Eingangsgitter war mit Stroh belegt, um die ein- und ausziehenden
Wetter einzudämmen. Dann tastete man sich an feuchten Wänden entlang, trat in Pfützen, ließ sich reichlich von oben betropfen, bis man an eine zweite Wettertür kam. Hatte man die durchschritten, so sah man in der Ferne zwei elektrische Lampen und eine große Menge Bergmannslampen aufblitzen. Hier saßen all die Mütter und Kinder, Männer und Frauen, sowie die Alten im grauen Haar. Zum Schutz gegen Kälte und Feuchtigkeit waren sie tief vermummt mit Mänteln und Tüchern. Jeder hatte sein Gepäck neben sich stehen, Koffer, Pakete, auch Ballen, Schinken und Speck, auf vierrädrigen Wagen verpackt und ängstlich behütet. Manche sind acht Tage nicht aus dem Stollen herausgekommen, saßen während dieser Zeit auf Bänken ohne Rückenlehne, die Füße vielfach in Wasser und Schlamm. Bange Fragen standen auf den Gesichtern der meisten, andere zeigten stumpfe Gleichgültigkeit oder kaum verbissene Wut. Zeitweise sind wohl 2000 Menschen im Stollen gewesen; denn viele waren aus den Dörfern der Umgebung dazugekommen." So schilderte Volksschulrektor Bernhard Göbel als Zeitzeuge diesen Lebensabschnitt in seinem Tagebuch.
Als am 8. April 1945 - es war Weißer Sonntag - amerikanische Panzer in Andreasberg einrollten, hatte die Leidenszeit Gott sei Dank ein Ende. Zum letzten Mal leerte sich der Carl-Haber-Stollen. Die Menschen waren übermüdet, abgespannt, ausgehungert, von Dreck überkrustet und doch froh, daß das Leben unter der Erde vorbei war. In späteren Jahren wurde das Stollenmundloch zugemauert. Nur eine 1980 angebrachte, mit den Jahren fast unleserlich gewordene Hinweistafel erinnerte in wenigen Zeilen an diese schrecklichen Tage im Stollen.
Jetzt kennt man den Eingang des Carl-Haber-Stollens kaum wieder. Unter Leitung von Ortsvorsteher Erhard Faber haben einige Andreasberger Einwohner in vielen unentgeldlichen Arbeitsstunden den gesamten Eingangsbereich zu einem wahren Schmuckstück gemacht: Das Mundloch ist wieder geöffnet. Der vordere Teil des Stollens ist dadurch sichtbar. Auf seinem Boden liegen Schienen, die von der Feuerwehr aus der Grube geholt wurden, und im hinteren Bereich ist ein Bergmann bei der Arbeit dargestellt. Eine eiserne Gittertür verschließt vorne das kurze Stollenstück. Vor dem Eingang steht rechts eine renovierte Grubenlore auf dem Schienenende, und links informiert eine große, schöne Schautafel den Besucher über den Carl-Haber-Stollen. Das Ufer zur Straße hin wurde mit mächtigen Bruchsteinen befestigt. Zwei Ruhebänke laden zum Verweilen ein und bieten einen herrlichen Ausblick bis nach Föckinghausen. Sogar an die Fledermäuse und Frösche hat man gedacht: Für sie wurden extra eine Öffnung und ein Schacht an der Stollenrückwand freigelassen.
Erhard Faber bedankt sich bei allen Sponsoren und Helfern, besonders bei Klaus Birk, Hubert Dickmann, Hans-Hubert Diehl, der Feuerwehr, Michael Fröhlich, Herbert Junker, Uwe Natesta, Bernhard Richter, Ernst Römer und Josef Sommer. Im Oktober soll die offizielle Einweihung sein; ein gemütliches Beisammensein in der Schützenhalle schließt sich an. Man muß den Andreasbergern bescheinigen, dass sie auf dem richtigen Weg sind, auch durch Eigeninitiative das frühere Bergarbeiterdorf immer schöner zu gestalten! (Sieh)
Die Skiabteilung des TuS informiert
Trotz der Verlegung war unser Inlinerturnier wieder ein Erfolg mit über 30 Startern. Erstmalig haben wir bei der Veranstaltung Würstchen und Getränke verkauft. Die Kinder waren begeistert bei der Sache. Prompt wurde auch in der WP und im Sauerlandkurier positiv über unsere Veranstaltung berichtet, in der WP sogar im überregionalen Teil mit Bild.
Hier die Ergebnisse des Inlinerturniers:
Kl. 2 männl.: 1. Marius Albers in 2:39,90 Min.
Kl. 3 " 1. Anton Fast in 2:01,88 Min.
2. Christopher Mosengo in 2:26,88 Min.
3. Hubertus Senger in 2:42,29 Min.
Kl. 4 männl. 1. Thiago Hilsmann in 1:50,96 Min.
2. Eric Namyslo in 1:55,42 Min.
3. Patrick Heinemann ...in 2:11,79 Min.
Kl. 3 weibl. 1. Helena Schmitten in 2:01,13 Min.
2. Laura Albers in 2:37,99 Min.
3. Julia Baum in 2:40,86 Min.
Kl. 4 weibl. 1. Jessica Lüttecke in 2:25,99 Min.
2. Sarah Hermes in 2:32,07 Min.
3. Kerstin Wiemann in 2:40,09 Min.
Kl. 5 weibl. 1. Anke Baum in 2:31,74 Min.
2. Maike Hermes in 2:34,97 Min.
3. Jessica Schwager in 2:37,55 Min.
Zeitschnellster war Thiago Hilsmann, der den Parcour in der Zeit von 1:50,96 bewältigte. Fehler, die bei der Handmessung auftreten können, waren bei diesem Rennen ausgeschaltet, da wir erstmalig unsere elektronische Zeitmessanlage einsetzen konnten. Diese Anlage, die von Ewald und Franz Schmitten und Raimund Baum in Eigenleistung gebaut wurde, wird uns noch gute Dienste leisten. Allen Helfern sei hier recht herzlich gedankt.
In Andreasberg kann man am Hause Novotny vor der Schützenhalle ein bemerkenswertes Kunstwerk in Schiefer bewundern. Dachdeckermeister Ulrich Bathen aus Heringhausen hat hier lebensgroß den Hauseigentümer Harald Novotny als Zimmermann dargestellt und zur Westseite die Sonne aufgehen lassen. Verschieferte Scheinrollädenkästen geben dem Haus einen rustikaken Zuschnitt. Es lohnt sich, bei einem Besuch Andreasbergs am Hause staunend zu verweilen.
Klasse Fleisch vom Metzger Bültmann
Für "Handwerkliche Meister-Qualität" wurde der Betrieb des Heringhauser Metzgermeisters Hans-Joachim Bültmann, der in Ramsbeck eine Filiale hat, ausgezeichnet. Damit erhielt er das begehrte CMA-Gütezeichen, mit dem herausragende Betriebe des Fleischerhandwerks geehrt werden, deren Wurstwaren und Fleischerzeugnissen strengen CMA-Gütebestimmungen entsprechen und die einen gleischbleibenden hohen Qualitätsstandard erfüllen.
Im Jahr werden insgesamt sechs Proben von Fleisch und Wurstwaren unangemeldet entnommen. Dazu wird überprüft, ob die Temperaturen der Kühlhäuser stimmen, selbstverständlich auch die Sauberkeit. Nach dem Ergebnis dieser Untersuchungen wird die Qualität des Betriebes bewertet. Die CMA ist die Qualitätsprüfstelle der Landwirtschaftskammer.
Wir gratulieren Hans-Joachim und Doris Bültmann und ihren Mitarbeitern zu dieser vorzüglicher Auszeichnung.
Am 7. September vollendet Erhard Faber aus Andreasberg sein 60. Lebensjahr. Der Jubilar, der lange Jahre als Schreiner bei Hüttemann in Bigge arbeitete, hat sich in verschiedenen Gremien und Vereinen um das Wohl Andreasbergs gekümmert. 17 Jahre war er im Vorstand der Schützenbruderschaft, davon fünf Jahre als Brudermeister. Viele Jahre war er Mitglied des Presbyteriums der ev. Kirchengemeinde Ramsbeck-Andreasberg. Seit vier Jahren ist er für die SPD Mitglied des Gemeinderates und Ortsvorsteher von Andreasberg, Wasserfall und Dörnberg und hat immer ein offenes Ohr für die Anliegen seiner Mitbürger.
Wir gratulieren dem lieben Erhard sehr herzlich und wünschen ihm noch viel Schaffenskraft zum Wohle der Bevölkerung.
Der TuS Valmetal erhielt von der Sparkasse Bestwig einen Erste-Hilfe-Koffer mit Inhalt gestiftet. Direktor Ulrich Dolle und Marketingleiter Stefan Gerbracht überreichten am 20. 8. den im Notfall nützlichen Koffer, der hoffentlich nur wenig gebraucht werden muß. Die Fußballer der "Ersten", die auf dem Platz trainierten, quittierten die Schenkung mit Beifall. Werner Bültmann, Leiter der Fußballabteilung des TuS bedankte sich herzlich für diese nützliche Spende.
Ein Besuch bei alten Freunden in Ramsbeck ist für Schwester Angelika Boreyko, besser bekannt unter dem Namen Frau Regina, immer wieder ein freudiges Ereignis. Nach dem Tode von Pastor Siebert trat Frau Boreyko in den Orden der Dominikanerinnen in Warschau ein. Mit der Ablegung der Ewigen Profeß im Oktober d. J. wird sie dann für immer in diese Ordensgemeinschaft aufgenommen. Ihr Tätigkeitsfeld wird weiter im Bereich der religiösen Unterweisung liegen. Frau Boreyko ist Dipl. Theologin und Dipl. Psychologin. Durch ihre guten Russischkenntnisse hält sie auch die Verbindung zu einer Niederlassung der Dominikanerinnen in Kiew. Tief betroffen erzählte sie von der z. Z. großen Armut in Rußland. Um Brot bettelnde Kinder gehören dort zum Alltagsbild.
Wahrscheinlich hat es sich schon herumgesprochen: In Ramsbeck/Andreasberg werde ich als neuer evangelischer Pfarrer tätig werden. Ich werde das noch näher ausführen, möchte mich aber zunächst erst einmal vorstellen.
Ich bin Pfarrer Dirk Schmäring, geboren in Wanne-Eickel und zur Zeit 34 Jahre alt. In Bochum bin ich aufgewachsen und habe dort das Gymnasium und die Ruhr-Universität besucht. Nach einer einjährigen Warteschleife kam ich als Vikar zu Pfarrer Kattwinkel nach Neheim. Nach meiner 2. Theologischen Prüfung ging ich nach Brilon, um hier meinen Entsendungsdienst zu versehen. Hier in Brilon wurde ich durch Superindendent Budde ordiniert. Inzwischen haben sich die personellen Verhältnisse in Brilon durch die Berufung des Ehepaares Eulenstein gebessert. Zwar gibt es hier immer noch genug Arbeit für mich, doch dem Kirchenkreis ist die zunehmende Belastung von Pfarrer Tonnat durchaus aufgefallen. Deshalb ziehe ich nun von Brilon nach Ramsbeck, um hier meinen Dienst als Pfarrer zu versehen.
Diesen Dienst möchte ich kurz näher beschreiben: Ich möchte betonen, daß Pfarrer Tonnat durch meine Ankunft zwar entlastet, aber nicht entlassen ist. Er wird weiterhin Vorsitzender des Presbyteriums bleiben und weiterhin im Predigtplan auftauchen, jedoch nun mit mir im Wechsel, so dass wir beide in den Genuß predigtfreier Wochenenden kommen. Ob diese Wochenenden arbeitsfrei sind, hängt weiterhin von anderen Verpflichtungen wie z. B. Freizeiten ab.
In der Woche bin ich als Pfarrer Ihr Ansprechspartner für alle Amtshandlungen, d. h. für Taufen, Beerdigungen und Hochzeiten. Außerdem werde ich die Gemeindegruppen und -kreise begleiten. Dazu bin ich für die Seelsorge in der Gemeinde zuständig, d. h. ich besuche Sie im Krankheitsfall, bei besonderen Problemen, aber auch zu Geburtstagen.
Ich werde meinen Dienst am 7. September beginnen, das ist sicher. Doch das Ende ist ungewiß. Mein Dienst in Ramsbeck/Andreasberg endet mit meiner Berufung in eine Pfarrstelle, und dieser Termin ist nicht festgelegt. In diesem Falle ist dann wieder Pfarrer Tonnat für die Gemeindearbeit zuständig. Wir hoffen beide, daß die kreiskirchliche Jugendarbeit bis dahin weitgehend auf ihren neuen Weg gebracht ist.
Auch ich werde einen Teil meiner Arbeitskraft für kreiskirchliche Aufgaben zur Verfügung stellen. Eine "Rund -um-die-Woche-Versorgung" durch einen Pfarrer gibt es deshalb weiterhin nicht. Dennoch denke ich, dass sich einiges bessern wird. Wir werden uns hoffentlich bald einmal persönlich kennenlernen. Einige Konfirmanden und Gottesdienstbesucher/innen habe ich ja bereits getroffen. Ich freue mich auf meine "neue Gemeinde".
Bis demnächst, Dirk Schmäring
Das Schützenfest im kleinen Brabecke hat einige Besonderheiten, die es aus der Masse der Schützenfeste in anderen Dörfern herausheben. Da ist einmal das Fehlen eines Schützenvereins, denn Veranstalter und auch Besitzer der Dorfhalle ist der Männergesangverein, dem praktisch jeder angehört. Dann geht man dem Vogel mit der Armbrust zu Leibe. Schließlich schließt sich an das normale Schützenfest noch ein Frauenschützenfest am Montag nach dem eigentlichen Schützenfest an.
Schon am Samstag, dem 25. Juli. sicherte sich der Holzmodellbauer Frank Föster mit dem 150. Schuß die Vizekönigswürde, mit Frau Nicole als Vizekönigin. Am Sonntag wurde mit Landwirt Josef Theune der König ermittelt, wozu es aber 247 Schüsse abzugeben galt. Seine Frau Magdalene regiert an seiner Seite,
Am "Frauentag" konnte Birgit Schulte-Entian die Königinnenwürde erringen, ihr zur Seite steht als Vizekönigin Corinna Thiedemann. Es war wieder ein harmonisches Schützenfest mit der sprichwörtlichen Brabecker Gemütlichkeit. Musikalisch gestaltet wurde es vom kirchlichen Bläserkorps aus dem Partnerdorf Gleidorf.
Am Samstag, dem 26. September, wird zum 1. Schnadezug der ehemaligen Gemeinde Ramsbeck eingeladen. Diese umfaßte die Bergfreiheit Ramsbeck mit Berlar und Valme, sowie Andreasberg mit Dörnberg und Wasserfall. Die Route der Schnade wurde von Forstoberinspektor Peter Mengelers ausgesucht. Initiator und Motor dieser neuen Attraktion für unsere Dörfer ist Ortsvorsteherin Liesel Reding aus Ramsbeck.
Hier das Programm und der Weg des Zuges:
Der Weg führt über den Parkplatz Bergbaumuseum in Richtung Andreasberg (Höfe Heimes-Junkern, Nölke-Hüttmes) zum Schlammteich, von dort zum Schnadestein Billmecke, wo die Nachbarn aus Heringhausen und evelinghausen begrüßt werden. Auf dem Sportplatz in Andreasberg wird Frühstücksrast eingelegt.
Weiter geht es über Haardt, Hormecke, Hülsberg, Bergmannskreuzweg ins Elpetal und von dort zur Plästerlegge. Dort werden am Schnadestein die Nachbarn aus Elpe begrüßt. 12.15 Uhr geht es die Plästerlegge rauf zum "Auf`m Kipp und nach Wasserfall, wo Mittagsrast ist.
Es geht weiter zum Hohenstein und Sengershausen. zum Parkplatz Eismecke, von wo es mit dem Bus zum Tennisplatz in Ramsbeck geht. Von dort Uhr zieht der Zug mit den Valmetaler Musikanten zur Ramsbecker Schützenhalle, wo der Ausklang mit Musik stattfindet.
Die Strecke ist ca. 17 km.
Am 10. August ist die Wilhelmine-Lübke-Schule in ein neues Schuljahr gestartet. Die Schülerzahl ist mit etwa 220 Kinder fast gleich geblieben, da 59 Kinder in weiterführende Schulen entlassen wurden und 62 I-Männchen nachrückten. Mit 47 türkischen Kindern und einigen Kindern aus anderen Ländern beträgt der Anteil ausländischer Kinder ca. 25 %.
In den nächsten Jahren steigt die Schülerzahl: 1999 mit 61 Einschulungen und nur 40 Entlassungen auf 240 Kinder, 2000 mit 79 Einschulungen und 54 Entlassungen auf 265 Kinder, um dann wieder zu fallen. Die Grundschule wird für diese Schüler neue Klassenräume schaffen müssen.
Die Schülerinnen und Schüler werden in neun Klassen unterrichtet, die zwischen 19 und 30 Kinder haben. Dafür stehen Rektor Werner Bültmann neben ihm acht Lehrer zur Verfügung. Von diesen ist nur eine unter 30 Jahre jung, zwei zwischen 30 und 40, der Rektor über 40, drei über 50 und zwei über 60 Jahre alt.
Das Lehrerkollegium: Rektor Werner Bültmann (Klassenlehrer 3a), Konrektorin Sabine Spanke (2a), Hildegard Wächter (1b), Anne Lochthove (2b), Nicole Siemer (3b), Siegfried Haas (1a), Johannes Knipschild (1c), Alfred Borys (4a) und Ferdi Schulte (4b).
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