Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=17.03.1992&Aktenzeichen=4%20StR%20367/91
Timestamp: 2014-04-21 12:09:32
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Rechtsprechung BGH, 17.03.1992 - 4 StR 367/91 Volltextver�ffentlichungen (2)
� 25 Abs. 2 S. 1 StVG; � 2 Abs. 2 S. 2 BKatVUmfang der Feststellungen bei Verh�ngung eines Fahrverbots; Bu�geldverfahren
Fahrverbot - Geschwindigkeits�berschreitung - Geldbu�e - Urteilsgr�nde
Wird zitiert von ... (209) BVerfG, 24.03.1996 - 2 BvR 616/91 Kammerentscheidung zur Verfassungsm��igkeit von Fahrverboten:Der davon abweichenden neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGHSt 38, 125 ff.; 38, 231 ff.) und einiger Oberlandesgerichte (vgl. OLG Celle, NdsRpfl. 1991, 118 f.), k�nne nicht gefolgt werden.Dieser h�lt unter Verweis auf die Rechtsprechung des Senats zu � 2 Abs. 1 und Abs. 2 BKatV (vgl. BGHSt 38, 106 ff., 38, 125 ff.; 38, 231 ff.) die genannten Regelungen f�r verfassungsgem��; sie verstie�en insbesondere nicht gegen den Verh�ltnism��igkeitsgrundsatz und lie�en sich in Einklang mit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Juli 1969 (BVerfGE 27, 36 [42 f.]) bringen.
.Dem �berma�verbot wird ebenso wie dem Schuldgrundsatz in der Auslegung von � 2 Abs. 1 und Abs. 2 BKatV durch den Bundesgerichtshof (vgl. BGHSt 38, 125 [134, 136]; BGHSt 38, 231 [235, 236]) ausreichend Rechnung getragen.
BGH, 11.09.1997 - 4 StR 638/96 Voraussetzungen der Anordnung eines Fahrverbots bei einer auf Fahrl�ssigkeit …In den Beschl�ssen BGHSt 38, 125 und BGHSt 38, 231 hatte der Senat �ber die Frage zu befinden, ob es in den F�llen des � 2 Abs. 1 BKatV f�r die Anordnung eines Fahrverbots n�herer Feststellungen dazu bedarf, da� der durch das Fahrverbot angestrebte Erfolg nicht auch mit einer gegen�ber dem Regelsatz erh�hten Geldbu�e erreicht werden kann.
.Das ist nicht erst - wie bei Verst��en gegen � 24 a StVG (mit dem Regelfahrverbot nach � 25 Abs. 1 Satz 2 StVG) - in H�rtef�llen ganz au�ergew�hnlicher Art anzunehmen, in denen das innere und �u�ere Erscheinungsbild au�ergew�hnlich weit vom Durchschnittsfall abweicht; vielmehr reichen in den F�llen des � 2 Abs. 1 u. 2 BKatV schon erhebliche H�rten durch Arbeits- oder Existenzverlust aus, die auch durch Vollstreckung im Urlaub oder andere Ma�nahmen nicht vermeidbar sind, oder auch mehrere f�r sich betrachtet gew�hnliche Umst�nde, welche die Tat aus dem Rahmen der �blichen herausheben (BGH NJW 1992, 1397; OLG D�sseldorf VRS 93, 200 [201]; Senat VRS 86, 152 [153] = NZV 1994, 161; VRS 88, 392 [393]; NStZ-RR 1996, 52; NZV 1998, 165;;… SenE v. 15.7.1997 - Ss 388/97 - v. 1.12.1998 - Ss 545/98 (B) - M�hlhaus/Janiszewski, StVO, 14. Aufl., � 25 StVG Rdnr. 10 c m.w.N.).
OLG K�ln, 06.07.2001 - Ss 168/01 Allerdings kann, wie auch das Amtsgericht nicht verkannt hat, die davon ausgehende Indizwirkung (vgl. BGHSt 38, 231 = NJW 1992, 1397 [1398]; SenE v. 12.10.1995 - Ss 535/95 B - = NStZ-RR 1996, 52;… Hentschel, Stra�enverkehrsrecht, 36. Aufl., � 25 StVG Rdnr. 19 m. w. Nachw.) hier nicht zur Geltung kommen.Beharrlich begangen sind Verkehrsverst��e, die zwar nach ihrer Art oder den Umst�nden ihrer Begehung f�r sich allein betrachtet nicht bereits zu den objektiv oder subjektiv groben Zuwiderhandlungen zahlen, die aber erkennen lassen, dass es dem T�ter an der f�r die Teilnahme am Stra�enverkehr erforderlichen rechtstreuen Gesinnung und an der notwendigen Einsicht in zuvor begangenes Unrecht fehlt, so dass er Verkehrsvorschriften unter Missachtung einer Vorwarnung wiederholt verletzt (BGHSt 38, 231 [234] = NJW 1992, 1397 f.;… Janiszewski/Jagow/Burmann, StVO, 16. Aufl., � 25 StVG Rdnr. II m. w. Nachw.).Das erfordert nicht notwendig einen objektiv oder subjektiv groben Versto� (SenE v. 02.06.1989 - Ss 241/89 - = NZV 1989, 362 [363]; OLG Koblenz NZV 1996, 373; OLG Karlsruhe DAR 1999, 417 [418]), insbesondere nicht vors�tzliches Handeln (BGHSt 38, 231 [235] = NJW 1992, 1397 [1398];… OLG Koblenz a.a.O.;… Hentschel a.a.O. � 25 StVG Rdnr. 15).
OLG Hamm, 24.10.2013 - 3 RBs 256/13 Fahrverbot f�r verbotenes Telefonieren beim AutofahrenEine beharrliche Pflichtverletzung liegt nur vor, wenn Verkehrsvorschriften aus mangelnder Rechtstreue verletzt werden (vgl. BGH, NJW 1992, 1397; Karlsruhe, NJW 2003, 3719; OLG Hamm, NZV 2000, 53;… K�nig in Hentschel/K�nig/Dauer, a.a.O., � 25 StVG, Rdnr. 15 m.w.N.), etwa weil sie dem Fahrzeugf�hrer auch in Verkehrslagen gleichg�ltig sind, wo es auf ihre Beachtung besonders ankommt.
OLG Karlsruhe, 09.01.1995 - 3 Ss 176/94 Ob angesichts des Ma�es der Geschwindigkeits�berschreitung bzw. der Unterschreitung des Sicherheitsabstandes und der sonstigen Umst�nde der dem Betroffenen des vorliegenden Falles angetasteten Verkehrsordnungswidrigkeiten Gr�nde vorliegen, die dem Amtsgericht ausnahmsweise Anla� geben konnten, von der Rechtsfolge des � 25 Abs. 1 Satz 1 StVG i.V.m. � 2 Abs. 1 Satz 1 bzw. � 2 Abs. 2 Satz 2 BKatV abzusehen, unterliegt zwar in erster Linie tatrichterlichen W�rdigung (BGHSt 38, 231, 237) und nur i