Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFH/NV%202005,%201807
Timestamp: 2019-11-20 19:28:59
Document Index: 51693524

Matched Legal Cases: ['§ 47', '§ 44', '§ 20', '§ 36', '§ 36', '§ 44', '§ 47']

BFH, 19.04.2005 - VIII R 27/03 - dejure.org
https://dejure.org/2005,11016
BFH, 19.04.2005 - VIII R 27/03 (https://dejure.org/2005,11016)
BFH, Entscheidung vom 19.04.2005 - VIII R 27/03 (https://dejure.org/2005,11016)
BFH, Entscheidung vom 19. April 2005 - VIII R 27/03 (https://dejure.org/2005,11016)
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Änderung eines Einkommensteuerbescheids aufgrund Erlasses eines geänderten vEK-Bescheids nach § 47 KStG bzw. Vorlage berichtigter Körperschaftsteuerbescheinigungen nach § 44 KStG
Verdeckte Gewinnausschüttungen auf Grund unangemessener Tantiemezahlungen; Einkommensteuerrechtliche Berücksichtigung verdeckter Gewinnausschüttungen; Ansatz verdeckter Gewinnausschüttungen als Einnahmen aus Kapitalvermögen; Berücksichtigung anrechenbarer ...
BFH/NV 2005, 1807
Der Senat weicht mit seiner Auffassung nicht von dem Urteil des VIII. Senats des BFH vom 19. April 2005 VIII R 27/03 (BFH/NV 2005, 1807) ab.
Dieser Wert entfaltet vielmehr nur über die Regelung des § 20 Abs. 4 Satz 1 UmwStG 1995 materielle Bindungswirkung (vgl. auch BFH-Urteil vom 19. April 2005 VIII R 27/03, BFH/NV 2005, 1807) für den Einbringenden.
a) Die Kläger und Beschwerdeführer (Kläger) machen geltend, das Finanzgericht (FG) sei von den Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 19. April 2005 VIII R 27/03 (BFH/NV 2005, 1807), vom 19. Juli 1994 VIII R 58/92 (BFHE 176, 317, BStBl II 1995, 362) sowie vom Urteil des FG Baden-Württemberg vom 15. Dezember 2008 10 K 169/06 (Entscheidungen der Finanzgerichte --EFG-- 2009, 875) abgewichen.
Entgegen der Ansicht des Bekl. schlägt die steuerrechtliche Behandlung des Sachverhaltes auf der Ebene der Körperschaften nicht auf die Ebene der Klin. durch, denn die Anrechnung der KSt erfolgt (soweit nicht § 36a EStG a.F. eingreift) gem. § 36 Abs. 2 Nr. 3 EStG unabhängig von der Festsetzung oder Entrichtung der KSt (…vgl. BFH-Urteile vom 6. Oktober 1993 I R 101/92, a.a.O.; vom 19. April 2005 VIII R 27/03, BFH/NV 2005, 1807; s. a. Thielemann in Dötsch/Jost/Pung/Witt, Die Körperschaftsteuer, § 44 KStG 1999 Rz 41b).
Bereits nach der gefestigten Rechtsprechung des BFH (vgl. BFH-Urteile vom 19. April 2005 VIII R 27/03, BFH/NV 2005, 1807; vom 27. Oktober 1992 VIII R 41/89, BFHE 170, 1, BStBl II 1993, 569) bestand u.a. für das Streitjahr 1996 keine Bindung der Körperschaftsteuerfestsetzung für die Einkommensteuerveranlagung des Anteilseigners.
Darüber hinaus kommt der Körperschaftsteuerfestsetzung und damit auch der ihr zugrunde liegenden steuerrechtlichen Beurteilung keine Bindungswirkung für die Einkommensteuerveranlagung des Anteilseigners zu (vgl. BFH-Urteil vom 19. April 2005 VIII R 27/03, BFH/NV 2005, 1807, m.w.N.).
Auch in der Entscheidung vom 19.4.2005 - VIII R 27/03 - (NV 2005, 1807, zitiert nach juris) wird unter Hinweis auf eine Entscheidung aus 1995 ebenfalls zwischen verfahrensrechtlichen Bindungswirkungen durch Grundlagenbescheide und nur materiell-rechtlichen Bindungswirkungen unterschieden.
Zwar stellt er keinen Grundlagenbescheid dar, er hat jedoch Tatbestandswirkung (BFH, Urteile vom 19.07.1994 VIII R 58/92, Sammlungen der Entscheidungen des BFH - BFHE - 176, 317, Bundessteuerblatt - BStBl. - II 1995, 362;vom 19.04.2005 VIII R 27/03, BFH/NV 2005, 1807 jeweils zum Feststellungsbescheid gemäß § 47 KStG vor 2002).