Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=09.12.2010&Aktenzeichen=VII%20ZR%207/10
Timestamp: 2013-05-20 03:13:56
Document Index: 145784346

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung BGH, 09.12.2010 - VII ZR 7/10 Volltextver�ffentlichungen (8)
AGBG � 9 Abs. 1
Deutsches Notarinstitut AGBG � 9; AEntG � 1aUnzul�ssige Verkn�pfung von Vertragserf�llungsb�rgschaft und Abschlagszahlungseinbehalt bei Bauvertrag
AGBG � 9 Abs. 1Unwirksamkeit von Bauvertrags-AGB mit Sicherung der Erf�llung sowohl durch Einbehalt bei Abschlagszahlungen als auch Vertragserf�llungsb�rgschaft
Wirksamkeit der AGB Klausel des Auftraggebers eines Bauvertrages mit der Bestimmung zur Stellung einer Vertragserf�llungsb�rgschaft; Verpflichtung zur Stellung einer Vertragserf�llungsb�rgschaft bei gleichzeitiger Zahlungsbeschr�nkung bzgl. der sich aus gepr�ften Abschlagsrechnungen ergebenden Werklohnforderungen
Bauvertrag - 10% Erf�llungsb�rgschaft bei 90% Abschlagszahlung unzul�ssig!
Vertragserf�llungsb�rgschaft und Sicherungseinbehalt
Klausulierte Verpflichtung des Bauauftragnehmers zur B�rgschaftsstellung bei 90 % Einbehalt von Abschlagsrechnungen ist unwirksam
10%-Vertragserf�llungsb�rgschaft und 90% Abschlagszahlung in AGB des AG: Unwirksam! (IBR 2011, 138)
Vertragserf�llungsb�rgschaft von 10% der Auftragssumme in AGB gefordert: Wirksam? (IBR 2011, 139)
cms-hs.com , S. 11 (Entscheidungsbesprechung)
Die Kombination aus 10-prozentiger Vertragserf�llungsb�rgschaft und Begrenzung der Abschlagszahlung auf 90 % der erbrachten Leistungen ist AGB-rechtswidrig! (RA Dr. Nicolai Ritter)
LG M�nchen I, 30.12.2008 - 24 O 2016/07
OLG M�nchen, 22.12.2009 - 9 U 1937/09
Wird zitiert von ... (5) BGH, 22.11.2012 - VII ZR 222/12 Vorformulierte Vertragsklausel ist auch nach Er�rterung nicht ausgehandelt!Als unangemessen i. S. d. � 307 Abs. 1 Satz 1 BGB wird nach der st�ndigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine Klausel angesehen, in der der Verwender missbr�uchlich eigene Interessen auf Kosten des Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne die Interessen des Vertragspartners hinreichend zu ber�cksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (BGH, Urteil vom 9. Dezember 2010 - VII ZR 7/10, BauR 2011, 677 Rn. 18 = NZBau 2011, 229 = ZfBR 2011, 241; Urteil vom 20. April 2000 - VII ZR 458/97, BauR 2000, 1498 = NZBau 2000, 424 = ZfBR 2000, 477; Urteil vom 5. Juni 1997 - VII ZR 324/95, BGHZ 136, 27).
OLG K�ln, 10.05.2012 - 24 U 118/11 Bausicherheiten - 10% Vertragserf�llungsb�rgschaft + Stundung: Unwirksam!Er ist dann dem B�rgschaftsgl�ubiger zur Zahlung nicht verpflichtet (st. Rspr., BGH, Urt. v. 9.12.2010, VII ZR 7/10, NJW 2011, 2125 ff., juris Rn. 11;… Urt. v. 12.2.2009, VII ZR 39/08, BGHZ 179, 374 ff., juris Rn. 9).Dies ergibt sich aus der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, der eine Sicherung in H�he von 10% der Auftragssumme f�r sich genommen ausdr�cklich nicht beanstandet (vgl. Urt. v. 9.12.2010, VII ZR 7/10, NJW 2011, 2125 ff., juris Rn. 19), wobei sich aus dem Tatbestand der Vorinstanz (OLG M�nchen, BauR 2010, 1230 ff.) eindeutig ergibt, dass es sich in dem der Entscheidung des Bundesgerichtshofes zugrunde liegenden Fall um die Bruttoauftragssumme handelte (…vgl. auch Kniffka/Koeble, Kompendium des Baurechts, 3.Aufl. 10.Teil Rn. 41 Fn. 43).(1) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (vgl. etwa BGH, Urt. v. 9.12.2010, VII ZR 7/10, NJW 2011, 2125 ff., juris Rn. 16), der der Senat folgt, kann die belastende Wirkung einer f�r sich allein gesehen noch hinnehmbaren Klausel durch eine oder mehrere weitere Vertragsbestimmungen derart verst�rkt werden, dass der Vertragspartner des Verwenders im Ergebnis unangemessen benachteiligt wird.Die sich so ergebende erh�hte Sicherung der Kl�gerin als Auftraggeberin �bersteigt auch im Verh�ltnis zur Gesamtauftragssumme noch diejenige, die der Bundesgerichtshof in seinem Urteil v. 9.12.2010, VII ZR 7/10, NJW 2011, 2125 ff. beanstandet hat; sie ist daher aus Sicht des Senats ersichtlich unangemessen (so auch Cranshaw, juris-PR-HaGesR 10/2011, Anm4, Anmerkung zum angefochtenen Urteil des LG K�ln).
OLG M�nchen, 10.04.2012 - 9 U 5645/10 Bauvertrag - Vertragserf�llungsb�rgschaft i.H.v. 15% in AGB unwirksam!Dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 09.12.2010 (NJW 2011, 2125) l�sst sich in der Gesamtschau entnehmen, dass eine Vertragserf�llungsb�rgschaft in H�he von 10% des Auftragswertes die Grenze des Vertretbaren darstellt, dass diese Grenze jedoch �berschritten wird, wenn eine zus�tzliche Absicherung in der Form hinzutritt, dass Abschlagszahlungen nicht in voller H�he, sondern nur mit Abz�gen von bis zu 10% zu leisten sind.Bei der Beurteilung der Wirksamkeit der AGB-Bestimmungen �ber Sicherheiten ist die belastende Gesamtwirkung beider Klauseln zu ber�cksichtigen (BGH NJW 2011, 2125).Die Klausel stellt zusammen mit der Regelung �ber die Abl�sung des Sicherheitseinbehaltes eine einheitliche Regelung dar, die nicht trennbar ist, so dass die Regelungen �ber den Sicherheitseinbehalt und die Gew�hrleistungsb�rgschaft insgesamt unwirksam sind (vergleiche BGH NJW 2009, 3422; NJW 2002, 894, NJW-RR 2007, 1319; BGH NJW 2011, 2125).Die Kl�gerin kann sich nicht darauf berufen, dass die von der Zedentin selbst gestellte Klausel zum Sicherheitseinbehalt insgesamt unwirksam sei, um die benachteiligende Gesamtwirkung zweier Klauseln zu vermeiden (BGH NJW 2011, 2125, Rdz. 22).
BGH, 05.05.2011 - VII ZR 179/10 Bauvertrag - Sicherung in H�he von 10% der Auftragssumme unangemessen!Denn der Verwender von zwei Sicherungsklauseln, von denen eine nur Bestand haben kann, wenn die andere unwirksam ist, kann sich zur Begr�ndung der Wirksamkeit der erstgenannten Klausel nicht darauf berufen, dass letztgenannte, ebenfalls von ihm selbst gestellte Klausel unangemessen und damit unwirksam ist (vgl. BGH, Urteil vom 9. Dezember 2010 - VII ZR 7/10, BauR 2011, 677 = ZfBR 2011, 241).
LG K�ln, 24.06.2011 - 82 O 2/11 Bautr�ger - 10% Vertragserf�llungsb�rgschaft + 5% Einbehalt: In AGB unwirksam!Diese Einw�nde aus dem Grundverh�ltnis zwischen den Parteien des Bauvertrages kann der in Anspruch genommene B�rge gem�� � 768 BGB geltend machen (BGH, Urteil vom 9.12.2010, VII ZR 7/10, NZBau 2011, 229, 230).Der Bundesgerichtshof hat weder von einer rigorosen 10 %-Grenze noch davon gesprochen, dass sich diese Schwelle auf den Nettowert bezieht (BGH, Urteil vom 09.12.2010 - VII ZR 7/10, NZBau 2011, 229, 231).Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist eine in allgemeinen Gesch�ftsbedingungen des Auftraggebers enthaltene Klausel, dass der Auftragnehmer zur Sicherung der vertragsgem��en Ausf�hrung der Werkleistung eine Vertragserf�llungsb�rgschaft in H�he von 10 % der Auftragssumme zu stellen hat, unwirksam, wenn in dem Vertrag zus�tzlich bestimmt ist, dass die sich aus den gepr�ften Abschlagsrechnungen ergebende Werklohnforderung des Auftragnehmers nur zu 90 % bezahlt wird (BGH, Urteil vom 09.12.2010 - VII ZR 7/10, NZBau 2011, 229, 231).