Source: http://www.burhoff.de/asp_weitere_beschluesse/inhalte/4001.htm
Timestamp: 2017-09-21 21:20:24
Document Index: 68636194

Matched Legal Cases: ['§ 212', '§ 211', '§ 1', '§ 154', '§ 2', '§ 2']

Entscheidungen: Andere Gerichte: Autoraser, innerorts, Mord, gemeingefährliches Mittel / LG Berlin, Urt. v. 27.02.2017 - (535 Ks) 251 Js 52/16 (8/16) - Burhoff online ;
Autoraser, innerorts, Mord, gemeingefährliches Mittel
Gericht / Entscheidungsdatum: LG Berlin, Urt. v. 27.02.2017 - (535 Ks) 251 Js 52/16 (8/16)
Leitsatz: Ein Kraftfahrer, der bei einem illegalen Autorennen in einer Ortschaft mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit einen anderen Menschen tötet, kann sich wegen Mordes (§§ 212, 211 StGB) - Tötung mit einem gemeingefährlichen Mittel strafbar machen.
Geschäftsnummer:(535 Ks) 251 Js 52/16 (8/16)
1.	Hamdi H xxxx ,
2.	Marvin N xxxx ,
Vorsitzender Richter am Landgericht Exxxx	als Vorsitzender,
Richter am Landgericht Txxxx,
Richter am Landgericht Hxxxx	als beisitzende Richter,
Sabine Hxxxx,
Uwe Kxxxx	als Schöffen,
Staatsanwalt Fxxxx,
Oberstaatsanwalt Kxxxx	als Beamte der Staatsanwaltschaft Berlin,
Rechtsanwalt Sxxxx	als Vertreter für den Nebenkläger Maximilian Wxxxx,
Rechtsanwalt Bxxx	als Vertreter für den Nebenkläger Pol Wxxxx,
Rechtsanwältin Wxxxx	als Vertreterin für die Nebenklägerin Olesya Kxxxx,
Rechtsanwalt Zxxxx,
Rechtsanwalt Pxxxxx	als Verteidiger für den Angeklagten Hxxxx,
Rechtsanwalt Bxxxx,
Rechtsanwalt Exxxx	als Verteidiger für den Angeklagten Nxxxx,
Justizbeschäftigte Nxxxx	als Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle
§§ 211, 223 Abs. 1, 224 Abs. 1 Nr. 2 und 5, 315 c Abs. 1 Nr. 2 a) und d), 25 Abs. 2, 52, 69 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 1, 69 a Abs. 1 Satz 2 StGB
a.	Am 29. November 2009 verurteilte ihn das Amtsgericht Berlin-Tiergarten xxxx in einem Jugendstrafverfahren als Heranwachsenden durch Strafbefehl wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort am 6. Oktober 2009 zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je 10,00 Euro und wegen eines Verstoßes gegen § 1 StVO zu einer Geldbuße von 35,00 Euro. Dem Angeklagten wurde Folgendes zur Last gelegt:
b.	Am 30. Mai 2011 verurteilte ihn das Amtsgericht Berlin-Tiergarten xxxx wegen einer am 23. Oktober 2010 begangenen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 15,00 Euro. Außerdem wurde ein Fahrverbot von einem Monat angeordnet. Das Gericht ist dabei zu folgenden Feststellungen gelangt:
c.	Am 11. Juni 2013 verurteilte ihn das Amtsgericht Berlin-Tiergarten xxxx wegen eines am 27. Februar 2012 verübten versuchten Wohnungseinbruchdiebstahls mit Waffen zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 10,00 Euro. Das Gericht ist dabei zu folgenden Feststellungen gelangt:
d.	Am 29. Juli 2013 setzte die Bußgeldstelle des Landes Brandenburg (xxxxxx; Datum der Tat: xxxx 2013, 23:26 Uhr) gegen ihn wegen Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften auf der Bundesautobahn 10 um 48 km/h eine Geldbuße von 160,00 Euro fest.
e.	Am 26. November 2013 setzte die Fahrerlaubnisbehörde des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten Berlin xxxx; rechtskräftig seit demselben Tag) gegen ihn nach vorangegangener vorläufiger Entziehung der Fahrerlaubnis wegen wiederholter schwerwiegender Zuwiderhandlung gegen die Vorschriften der Probezeit eine unanfechtbare Entziehung der Fahrerlaubnis fest. Am 03. Februar 2014 wurde ihm die Fahrerlaubnis für die Klassen A, AM, A1, B und L erneut erteilt. Die Probezeit lief dann noch bis zum 04. April 2014.
f.	Am 17. November 2014 setzte die Bußgeldstelle der Polizei Thüringen (xxxxxx; Datum der Tat: xxxx 2014, 19:53 Uhr) gegen ihn wegen Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften auf der Bundesautobahn 9 um 32 km/h eine Geldbuße von 160,00 Euro fest.
g.	Wegen einer durch Falschparken mit Behinderung am 28. November 2014 um 10:30 Uhr in 12203 Berlin, xxxxxx, als Fahrer des Pkw Alfa Romeo, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 15,00 Euro festgesetzt (xxxxx).
h.	Wegen einer durch Parken im absoluten Halteverbot am 16. Dezember 2014 um 11:41 Uhr in 10178 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Audi, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von ebenfalls 15,00 Euro festgesetzt (xxxx).
i.	Wegen einer nur drei Tage später durch Parken ohne gültigen Parkschein am 19. Dezember 2014 um 19:45 Uhr in 10119 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Alfa Romeo, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 10,00 Euro festgesetzt (xxxx).
j.	Wegen einer durch Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um 6 km/h am 10. März 2015 um 21:09 Uhr in 13353 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Audi, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von erneut 15,00 Euro festgesetzt (xxxx).
k.	Abermals wegen einer durch Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um 6 km/h am 22. März 2015 um 07:41 Uhr in 13353 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Audi, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von wiederum 15,00 festgesetzt (xxxx).
l.	Wegen einer durch verbotswidriges Parken auf einem Schutzstreifen für den Radverkehr mit Behinderung von Radfahrern am 03. Juni 2015 um 14:39 Uhr in 10551 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Audi, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 30,00 Euro z festgesetzt (xxxx).
m.	Am 8. Juli 2015 verurteilte ihn das Amtsgericht Berlin-Tiergarten (xxxx; rechtskräftig seit dem 11. November 2015; Datum der Tat: 30. Mai 2013) wegen Diebstahls im besonders schweren Fall zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, deren Vollstreckung für zwei Jahre bis zum 10. November 2017 zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Gericht ist dabei zu folgenden Feststellungen gelangt:
n.	Wegen einer durch verbotswidriges Parken auf einem Schutzstreifen für den Radverkehr mit Behinderung von Radfahrern am 16. Juli 2015 um 14:31 Uhr in 10551 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Audi, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 30,00 Euro festgesetzt (xxxx).
o.	Wegen einer durch unzulässiges Parken im eingeschränkten Halteverbot mit Behinderung anderer bei der Ladetätigkeit am 26. August 2015 um 07:20 Uhr in 10551 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Audi, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 25,00 Euro festgesetzt (xxxx).
p.	Wegen einer nur drei Tage später durch unzulässiges Parken in zweiter Reihe mit Behinderung des fließenden Verkehrs am 29. August 2015 um 17:30 Uhr in 10553 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Audi, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 25,00 Euro festgesetzt (xxxx).
q.	Wegen einer nur zwei Tage später durch unzulässiges Parken im eingeschränkten Halteverbot mit Behinderung von Lieferfahrzeugen am 31. August 2015 um 07:00 Uhr in 10551 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Audi, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn wiederum eine Geldbuße von 25,00 Euro festgesetzt (xxxx).
r.	Wegen einer nur zwei Stunden und 12 Minuten später durch verbotswidriges Parken auf einem Schutzstreifen für den Radverkehr mit Behinderung des Radverkehrs am 31. August 2015 um 09:12 Uhr ebenfalls in 10551 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Audi, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 30,00 Euro festgesetzt (xxxx).
s.	Wegen einer durch verbotswidriges Benutzen des Grünstreifens am 20. September 2015 um 11:36 Uhr in 13409 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Audi, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 10,00 Euro festgesetzt (xxxx).
t.	Wegen einer nur vier Tage später durch verbotswidriges Benutzen des Sonderfahrstreifens für Omnibusse oder Taxen am 24. September 2015 um 11:10 Uhr in 10709 Berlin, xxxx , als Fahrer des Pkw Audi, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 15,00 Euro festgesetzt (xxxx).
u.	Am 8. Dezember 2015 verhängte der Zentraldienst der Polizei des Landes Brandenburg gegen den Angeklagten wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 21 km/h (zulässige Geschwindigkeit: 120 km/h) am 03. Oktober 2015 auf der BAB 13 eine Geldbuße von 85,00 Euro (xxxx).
v.	Wegen einer durch Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um 6 km/h am 16. Oktober 2015 um 12:16 Uhr in 10707 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Audi, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 15,00 Euro festgesetzt (xxxx).
w.	Wegen einer durch Überschreiten der Parkzeit im Bereich eines Parkscheinautomaten am 21. Dezember 2015 von 10:27 Uhr bis 10:46 Uhr in 10117 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Audi, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 10,00 Euro festgesetzt (xxxx).
x.	Wegen einer durch unzulässiges Parken in zweiter Reihe am 07. Januar 2016 um 00:35 Uhr in 10551 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Audi, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 20,00 Euro festgesetzt (xxxx).
y.	Gegen den Angeklagten erging am 2. März 2016 ein Strafbefehl des Amtsgerichts Tiergarten xxxx wegen einer Nötigung im Straßenverkehr, begangen am 16. Juli 2015 gegen 16:40 Uhr in Berlin-Weißensee. Nach Einspruch des Angeklagten wurde dieses Verfahren nach Aussetzen der Hauptverhandlung auf Antrag der Staatsanwaltschaft gemäß § 154 Abs. 2 StPO im Hinblick auf hiesiges Verfahren vorläufig eingestellt. Diesem Vorfall lag folgender Sachverhalt zugrunde:
z.	Am 04. Februar 2016 ordnete das Amtsgericht Tiergarten xxxx gegen ihn wegen der hier verfahrensgegenständlichen Tat die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis an.
1.	Werdegang
a.	Wegen einer durch Parken im absoluten Halteverbot mit Behinderung in einer Sicherheitszone am 10. August 2014 um 02:05 Uhr in 10623 Berlin, xxxx, als Halter des Pkw Volvo, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde das Fahrzeug umgesetzt und gegen ihn ein Gebührenbescheid in Höhe von 121,94 Euro erlassen (xxxx).
b.	Wegen einer durch Parken ohne gültigen Parkschein im Bereich eines Parkscheinautomaten am 15. November 2014 um 13:36 Uhr in 10117 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 10,00 Euro festgesetzt (xxxx).
c.	Wegen einer abermals durch Parken ohne gültigen Parkschein im Bereich eines Parkschein-automaten am 21. November 2014 um 15:38 Uhr in 10179 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn wiederum eine Geldbuße von 10,00 Euro festgesetzt (xxxx).
d.	Am 14. April 2015 setzte die Bußgeldstelle des Polizeipräsidenten in Berlin (xxxx; Datum der Tat: 07. Januar 2015, 08:50 Uhr) gegen ihn wegen Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften in 12557 Berlin, xxxx, um 25 km/h eine Geldbuße von 80,00 Euro fest. Ferner erhielt er einen Punkt im Fahreignungsregister.
e.	Wegen einer durch verbotswidriges Parken auf dem Gehweg am 25. Januar 2015 um 04:20 Uhr in 10785 Berlin, xxxx, als Halter des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 20,00 Euro festgesetzt (xxxx).
f.	Wegen einer abermals durch verbotswidriges Parken auf dem Gehweg am 01. Februar 2015 um 01:50 Uhr ebenfalls in 10785 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn wiederum eine Geldbuße von 20,00 Euro festgesetzt (xxxx).
g.	Wegen einer durch unzulässiges Halten in zweiter Reihe mit Behinderung des fließenden Verkehrs am 13. Februar 2015 um 19:21 Uhr in 12051 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 20,00 Euro festgesetzt (xxxx).
h.	Wegen einer nur zwei Tage später durch Parken weniger als fünf Meter von einer Kreuzung entfernt mit Behinderung der Abbieger am 15. Februar 2015 um 00:13 Uhr in 10245 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 15,00 Euro festgesetzt (xxxx).
i.	Wegen einer nur knapp zwei Stunden später durch Parken im absoluten Halteverbot um 02:05 Uhr in 10719 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 15,00 Euro festgesetzt (xxxx).
j.	Wegen einer noch am selben Tag durch Parken innerhalb einer Bushaltstelle um 22:45 Uhr in 10623 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 25,00 Euro festgesetzt (xxxx).
k.	Wegen einer durch Parken weniger als fünf Meter von einer Kreuzung entfernt am 27. März 2015 um 22:58 Uhr in 10245 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 10,00 Euro festgesetzt (xxxx).
l.	Wegen einer durch Parken im absoluten Halteverbot am 16. April 2015 um 23:35 Uhr in 12051 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 15,00 Euro festgesetzt (xxxx).
m.	Wegen einer durch Parken im absoluten Halteverbot am 02. Mai 2015 um 22:11 Uhr in 10245 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 15,00 Euro festgesetzt (xxxx).
n.	Wegen einer nur 34 Minuten später ebenfalls durch Parken im absoluten Halteverbot am 02. Mai 2015 von 22:45 bis 22:52 Uhr in 10245 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 15,00 Euro festgesetzt xxxx).
o.	Wegen einer durch Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um 12 km/h am 13. Mai 2015 um 19:00 Uhr in 10713 Berlin, BAB 100 Süd auf der Verbindungsfahrbahn von der ehemaligen BAB 104 zur BAB 100 Süd, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 25,00 Euro festgesetzt (xxxx).
p.	Wegen einer durch unzulässiges Parken auf einem Sonderparkplatz für Schwerbehinderte am 22. Mai 2015 um 21:23 Uhr in 10437 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 35,00 Euro festgesetzt (xxxx).
q.	Am 02. Juni 2015 ordnete die Fahrerlaubnisbehörde des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten Berlin (xxxx) gegen ihn die Teilnahme an einem Aufbauseminar nach § 2a StVG an.
r.	Wegen einer durch unzulässiges Parken auf einem Sonderparkplatz für Krankenkraftwagen am 13. Juli 2015 um 17:10 Uhr in 12627 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 10,00 Euro festgesetzt (xxxx).
s.	Wegen einer durch Parken im absoluten Halteverbot am 22. Juli 2015 um 01:41 Uhr in 10999 Berlin, xxxx als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 15,00 Euro festgesetzt (xxxx).
t.	Am 21. August 2015 stellte die Fahrerlaubnisbehörde des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten Berlin (xxxx) die erfolgteTeilnahme des Angeklagten an einem Aufbauseminar nach § 2a StVG fest.
u.	Wegen einer durch Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften um 11 km/h am 01. September 2015 um 16:54 Uhr in 13353 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 25,00 Euro festgesetzt (xxxx).
v.	Wegen einer durch Parken ohne gültigen Parkschein im Bereich eines Parkscheinautomaten am 03. Dezember 2015 um 21:42 Uhr in 10178 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 10,00 Euro festgesetzt (xxxx).
w.	Wegen einer durch Parken mit abgelaufenem Parkschein im Bereich eines Parkscheinautomaten am 20. Januar 2016 von 21:52 Uhr bis 22:20 Uhr in 10178 Berlin, xxxx, als Fahrer des Pkw Mercedes, amtliches Kennzeichen xxxx, begangenen Verkehrsordnungswidrigkeit wurde gegen ihn eine Geldbuße von 10,00 Euro festgesetzt (xxxx).
x.	Am 04. Februar 2016 ordnete das Amtsgericht Tiergarten (xxxx) gegen ihn wegen der hier verfahrensgegenständlichen Tat die vorläufige Entziehung der Fahrerlaubnis an.
A.	Vorgeschichte
Der Angeklagte Nxxxx nahm, nachdem er zunächst noch an zwei roten Ampeln angehalten hatte, in dem Bereich zwischen Olivaer Platz und Uhlandstraße unter deutlicher Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und unter Überfahren von roten Ampeln die Verfolgung des Angeklagten Hxxxx auf. Er entschloss sich, möglichst schnell den Angeklagten Hxxxx einzuholen und vor diesem das Ziel am Kaufhaus „P.“ zu erreichen und dabei ebenfalls alle Verkehrsregeln außer Acht zu lassen. Der Angeklagte beschleunigte seinen mit 280 kW und Allradantrieb ausgestatteten Mercedes so stark, dass er den Angeklagten Hxxxx spätestens in Höhe der U-Bahnstation Uhlandstraße eingeholt hatte. Die Zeuginnen Gxxxx und Rxxxx, zwei Fußgängerinnen auf der Mittelinsel des Kurfürstendamms vor dem Eingang zum U-Bahnhof Uhlandstraße, die gerade die südliche Fahrbahn auf dem Weg zur Bushaltestelle überqueren wollten, sprangen hinter das Geländer des U-Bahneingangs zurück, um nicht von den mit sehr hoher Geschwindigkeit heranrasenden Fahrzeugen der Angeklagten erfasst zu werden. Der Angeklagte Hxxxx fuhr zu dieser Zeit leicht versetzt vor dem Angeklagten Nxxxx.
In die Kurve am Breitscheidplatz vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und dem Europacenter fuhr der Angeklagte Nxxxx mit einem leichten Vorsprung vor dem Angeklagten Hxxxx ein, wobei beide ihr Fahrzeug deutlich im Grenzbereich bewegten. Die gefahrene Kurvengrenzgeschwindigkeit des Angeklagten Hxxxx betrug zu diesem Zeitpunkt 120 - 135 km/h. Die gleichsam in der Mitte der Kurve liegende Ampelanlage im Kreuzungsbereich Tauentzienstraße/Rankestraße überfuhren beide bei Rot und passierten dabei ein als Rechtsabbieger eingeordnetes Taxi, was der Zeuge Pxxxx, der sich an dem Fußgängerüberweg der Kreuzung über die Tauentzienstraße aufgehalten hatte, beobachten konnte.
C.	Geschehen nach der Tat
A.	Persönliche Verhältnisse
2.	Hamdi Hxxxx
Den persönlichen Werdegang des Angeklagten hat die Kammer aufgrund der Angaben der verkehrspsychologischen Sachverständigen Dr. Bxxxx in der Hauptverhandlung, die ihn am 16. und 17. Dezember 2016 exploriert hat, festgestellt.
B.	Einlassungen der Angeklagten
3.	Hamdi Hxxxx
a.	des Angeklagten Hxxxx
b.	des Angeklagten Nxxxx
8.	Verkehrspsychologische Begutachtung
C.	Mittäterschaft
4.	Abgrenzung zur bewussten Fahrlässgkeit
a.	Täterpersönlichkeiten
b.	Psychische Verfassung zur Tatzeit
d.	Tatumstände / Konkrete Angriffsweise
e.	Wissenselement
f.	Voluntatives (Wollens-) Element
g.	Potentielle Einwände gegen das Vorliegen eines bedingten Tötungsvorsatzes
h.	Zusammenfassende Betrachtung
5.	Gemeingefährliches Mittel
D.	Lebenslange Freiheitsstrafe
E.	Fahrerlaubnisentziehung
6.	Beurteilungsmaßstab