Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/226
Timestamp: 2019-05-19 06:34:13
Document Index: 1910639

Matched Legal Cases: ['§ 226', '§ 219', 'BGH', '§ 226', 'BGH', '§ 242', 'BGH', '§ 226', 'BGH', 'BGH', '§ 1025', 'Art. 6', '§ 1025', '§ 1025', 'BGH', '§ 226', 'BGH', '§ 226', '§ 226', '§ 226', 'BGH', '§ 226', '§ 226']

§ 226 BGB: Schikaneverbot
§§ 219 bis 225 BGB
BGH, vom 4.1.1994, Az. ix ZR 120/93 11 Eine Rechtsausübung ist - auch ohne daß die Voraussetzungen des § 226 BGB vorliegen - mißbräuchlich, wenn sie beachtliche Interessen eines anderen verletzt, ihr aber kein schutzwürdiges Eigeninteresse zugrundeliegt (BGHZ 29, 113, 117 f; 58, 146, 147 f; Palandt/Heinrichs, BGB 53. Aufl. § 242 Rdn. 50, 53).
BGH, Urteil vom 4.8.2000, Az. Die Kündigungsbefugnis ist - mit Ausnahme schikanösen, treuwidrigen oder sittenwidrigen Verhaltens (§§ 226, 242, 826 BGB) - auch dann gegeben, wenn der Kündigende die Undurchführbarkeit des Schiedsverfahrens selbst verursacht oder gar verschuldet hat; denn ihm darf der Rechtsschutz nicht völlig abgeschnitten werden (BGHZ 41, 104, 108 f; Senatsurteile BGHZ 77, 65, 66 f und 102, 199, 202; vgl. auch Senatsurteil vom 11. Juli 1985 - III ZR 33/84- NJW 1986, 2765, 2766; Stein/Jonas/Schlosser, ZPO 21. Aufl. 1994 § 1025 a.F. Rn. 43 unter Hinweis auf Art. 6 EMRK; Maier in MünchKomm, ZPO 1992 § 1025 a.F. Rn. 34; MusielakA/oit, ZPO 1999 § 1025
BGH, URTEIL vom 4.2.2012, Az. IX ZR 34/11 10	b) Eine Rechtsausübung ist unabhängig vom Vorliegen der Voraussetzungen des § 226 BGB missbräuchlich, wenn sie beachtliche Interessen eines anderen verletzt, ihr aber kein schutzwürdiges Eigeninteresse zugrunde liegt (BGH, Urteil vom 24. Februar 1994 - IX ZR 120/93, WM 1994, 623, 625 mwN).
VGH München, Beschluss vom 3.7.2012, Az. 14 CS 12.1031 13 2.1 Es ist zwar allgemein anerkannt, dass das Schikaneverbot des § 226 BGB auch im öffentlichen Recht zur Anwendung kommt (s. hierzu Ellenberger in Palandt, BGB, 71. Auflage 2012, RdNr. 1 zu § 226; BayVGH, Urteil vom 20.12.1988 BayVBl. 1989, 275).
VGH München, Beschluss vom 3.7.2012, Az. 14 CS 12.1031 Eine Schikane i. S. des § 226 BGB liegt nach dieser Rechtsprechung vor, wenn die Geltendmachung eines Rechts keinen anderen Zweck haben kann als die Schädigung eines anderen, wenn der Rechtsausübung kein schutzwürdiges Eigeninteresse zugrunde liegt oder wenn das Recht nur geltend gemacht wird, um ein unlauteres Ziel zu erreichen (VGH BW a. a. O. unter Hinweis auf BGH vom 9.7.2007 NJW-RR 2007, 167 sowie Ellenberger in Palandt, a. a. O., RdNr. 2 zu § 226).
LG Nürnberg, Urteil vom 2.9.2012, Az. 12 O 3652/12 22 Etwas anderes würde nur dann gelten, wenn der Beklagte den Neubau an sich zu dem Zweck errichtet hätte, dem Kläger Schaden zuzufügen (§ 226 BGB; vgl. auch LG Gießen, NZM 2000, 982).