Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%20107/92
Timestamp: 2019-07-22 00:25:48
Document Index: 9922889

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 177', '§ 181', '§ 817', '§ 35', '§ 817', 'BGH', '§ 181', 'BGH', 'BGH', '§ 817', 'BGH', '§ 817', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 817']

BGH, 29.11.1993 - II ZR 107/92 - dejure.org
https://dejure.org/1993,1204
BGH, 29.11.1993 - II ZR 107/92 (https://dejure.org/1993,1204)
BGH, Entscheidung vom 29.11.1993 - II ZR 107/92 (https://dejure.org/1993,1204)
BGH, Entscheidung vom 29. November 1993 - II ZR 107/92 (https://dejure.org/1993,1204)
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Bereicherung - Benutzung des Erlangten zur Darlehnstilgung - GmbH-Geschäftsführer - Gesamtvertretung - Genehmigung durch Alleinvertreter
Wirksamkeit eines zwischen zwei gesamtvertretungsberechtigten GmbH-Geschäftsführern geschlossenen Vertrages bei Genehmigung durch später allein verbliebenen Geschäftsführer ("co op/Schlemmermeyer")
BGB § 177, § 181, § 817 Satz 2; GmbHG § 35
Gesellschaftsrecht; nachträgliche Genehmigung eines Insich-Geschäfts
NJW-RR 1994, 291
ZIP 1994, 129
MDR 1994, 261
DB 1994, 270
Bei einer solchen Handhabung war der Kläger im "Rückzahlungsfalle" angesichts der Sittenwidrigkeit aller getroffenen Abreden und der Tatsache, daß diejenigen, denen die ausgekehrten Beträge letztlich wirtschaftlich zugute kommen sollten, nicht zur Rückzahlung, und zwar auch nicht aus Bereicherungsrecht (vgl. § 817 Satz 2 BGB), verpflichtet sind (vgl. BGH, Urteile vom 5. Oktober 1993 - XI ZR 200/92 - NJW 1994, 187; vom 29. November 1993 - II ZR 107/92 - NJW-RR 1994, 291, 293), auf das Wohlwollen der Zahlungsempfänger angewiesen.
Damit hätte das Berufungsgericht im Rahmen seiner Hinweispflicht nicht nur eine Befreiung des Beklagten von den Beschränkungen des § 181 BGB, sondern insbesondere auch eine zumindest konkludente Genehmigung des schwebend unwirksamen Rechtsgeschäfts durch die Ehefrau des Beklagten als Alleingesellschafterin (vgl. hierzu Sen.Urt. v. 29. November 1993 - II ZR 107/92, ZIP 1994, 129, 131) in Betracht ziehen müssen.
Als Leistung im Sinne dieser Vorschrift sind nur solche Zuwendungen anzusehen, die nach dem - nichtigen - Vertragsverhältnis endgültig in das Vermögen des Empfängers übergehen sollten; das Rückforderungsverbot greift dagegen nicht ein, wenn der Empfänger des Vermögens wirtschaftlich gar nicht in den Genuss des hingegebenen Vermögenswerts kommen sollte (…vgl. BGH, Urt. v. 23.10.1958 - VII ZR 169/57 - BGHZ 28, 255; Urt. v. 29.11.1993 - II ZR 107/92 - MDR 1994, 261;… Urt. v. 06.10.1994 - III ZR 165/93 - WM 1995, 20 …und Urt. v. 17.01.1995 - XI ZR 225/93 - NJW 1995, 1152).
Aus diesem Grunde werden Leistungen aufgrund eines uneigennützigen Treuhandverhältnisses von der Sonderregelung des § 817 Satz 2 BGB nicht erfasst (vgl. BGH, Urt. v. 29.11.1993 - II ZR 107/92 a.a.O.).
§ 817 Satz 2 BGB will aber nur die erbrachte Leistung dort belassen, wohin sie nach dem - nichtigen - Willen der Parteien fließen sollte, nicht jedoch eine Partei über das hinaus belasten, was sie nach dem Vertrag aufwenden sollte (vgl. BGH, Urt. v. 29.11.1993 - II ZR 107/92 a.a.O.).
Für die Wirksamkeit des Vertrags ist jedoch die Zustimmung des weiteren, nicht am Vertrag beteiligten, Geschäftsführers der Gesellschaft ausreichend, wenn dieser - wie hier L. gemeinsam mit dem Drittwiderbeklagten - zur Vertretung der Gesellschaft ohne den am Vertrag beteiligten Geschäftsführer befugt ist (BGH, Urteil vom 29. November 1993 - II ZR 107/92, WM 1994, 63, 65).
Unter Leistung im Sinne dieser Vorschrift sind nur solche Zuwendungen zu verstehen, die endgültig in das Vermögen des Empfängers übergehen und dort auch wirtschaftlich verbleiben sollen (…vgl. nur BGH Urteile vom 15. Mai 1990 a.a.O. und vom 29. November 1993 - II ZR 107/92 - NJW-RR 1994, 291, 293 = BGHR BGB § 817 Satz 2 - Leistung 1).
OLG Zweibrücken, 05.01.2012 - 3 W 99/11
Genehmigung eines Vertrages bei Auftreten desselben Vertreters auf beiden Seiten