Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ+50,+227
Timestamp: 2018-11-21 21:02:22
Document Index: 18096859

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 812', '§ 812', '§ 812']

BGH, 30.05.1968 - VII ZR 2/66 - dejure.org
BGH, 30.05.1968 - VII ZR 2/66
§ 812 BGB, Dreiecksverhältnis, Direktkondiktion
Auszahlung eines Kredits an das Wohnungsbauunternehmen anstatt an den Kreditnehmer - Übernahme der Mithaftung für die Rückzahlung des Kredits durch das Wohnungsbauunternehmen - Rücküberweisungsverlangen der Bank bei Auszahlung entgegen der Weisung des Kreditnehmers
BGHZ 50, 227
NJW 1968, 1822
MDR 1968, 833
DB 1968, 1710
JR 1969, 56
Wie der erkennende Senat im Anschluß an von Caemmerer (JZ 1962, 385, 386) bereits bei der Behandlung von Anweisungsfällen, wenn eine wirksame Anweisung fehlt, zum Ausdruck gebracht hat, sind stets in erster Linie die Besonderheiten des einzelnen Falles für die sachgerechte bereicherungsrechtliche Abwicklung von Vorgängen, an denen mehr als zwei Personen beteiligt sind, zu beachten (BGHZ 50, 227, 229) [BGH 27.05.1968 - AnwSt R 8/67].
Wegen des Grundsatzes der Einheitlichkeit des Bereicherungsvorgangs (vgl dazu BGHZ 40, 272; 48, 70; 50, 227;… Palandt/Sprau aaO § 812 RdNr 41) wird die Möglichkeit des Bereicherungsausgleichs im Dreiecksverhältnis allerdings allein auf den Partner des Leistungsverhältnisses reduziert, in dem die Leistungsstörung vorliegt; der Leistende kann sich zum Ausgleich der ungerechtfertigten Vermögensverschiebung nur an diesen, nicht aber an einen ebenfalls beteiligten Dritten halten.
Entscheidend sei, welchen Zweck die Beteiligten nach ihrem zum Ausdruck gekommenen Willen verfolgt hätten (BGHZ 36, 231, 234 [BGH 21.12.1961 - III ZR 162/60]; 50, 227, 229 [BGH 27.05.1968 - AnwSt R 8/67]; 88, 232, 235 [BGH 22.09.1983 - VII ZR 47/83]; 105, 365, 368 f; 111, 382, 385).
Die weiter erwähnte Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 03.05.1968 (NJW 1968, 1822f. [BGH 30.05.1968 - VII ZR 2/66] ) befasst sich mit einem Bereicherungsanspruch eines Kreditinstituts, das einen zur Finanzierung eines Eigenheims bestimmten Kredit entgegen der Weisung der Kreditnehmer, eines Ehepaars, nicht an diese, sondern an das Wohnungsbauunternehmen ausgezahlt hat.
Die Überweisung der Beklagten auf das Sparkassenkonto ist deshalb eine Leistung der Beklagten an den Kläger ohne rechtlichen Grund (vgl. Senatsurteil BGHZ 50, 227, 231 [BGH 27.05.1968 - AnwSt R 8/67];… vgl. auch Erman/H.P. Westermann, BGB, 7. Aufl., § 812 Rdn. 44;… Heimann-Trosien in BGB-RGRK, 12. Aufl., § 812 Rdn. 74;… Lieb in MünchKomm, BGB, § 812 Rdn. 137, 141).
LG München I, 18.11.2004 - 6 S 5584/04
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OLG Düsseldorf, 02.04.1987 - 6 U 243/86