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Timestamp: 2017-06-28 00:56:52
Document Index: 335459956

Matched Legal Cases: ['Art 109', 'Art 122', 'Art. 76', 'Art 13', 'Art 17', 'Art 35', 'Art 19', 'Art 20', 'Art 53', 'Art 18', 'Art 17', 'Art 22', 'Art 46', 'Art 39', 'Art 30', 'Art 32', 'Art 41', 'Art 46', 'Art 109', 'Art 109', 'Art 109', 'Art 112', 'Art 83', 'Art 114', 'Art 123', 'Art 23', 'Art 25', 'Art 26', 'Art 51', 'Art 52', 'Art 55', 'Art 68', 'Art 86', 'Art 88', 'Art 91', 'Art 93', 'Art 97', 'Art 41', 'Art 124', 'Art 112', 'Art 112', 'Art 83', 'Art. 23', 'Art. 1', 'Art. 60', 'Art. 23', 'Art 1']

für die Evangelische Kirche in Österreich AMTSBLATT NACH DER SYNODE A. B. UND GENERALSYNODE Auszug aus der Angst Einkehr in Gott Aufbruch in die Welt - PDF
für die Evangelische Kirche in Österreich AMTSBLATT NACH DER SYNODE A. B. UND GENERALSYNODE Auszug aus der Angst Einkehr in Gott Aufbruch in die Welt
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1 AMTSBLATT für die Evangelische Kirche in Österreich Jahrgang 2012 Ausgegeben am 3. Juli /7. Stück AMTSBLATT NACH DER SYNODE A. B. UND GENERALSYNODE 147. Zl. SYN 01 b; 1689/2012 vom 26. Juni 2012 Auszug aus der Angst Einkehr in Gott Aufbruch in die Welt Bericht des Vorsitzenden des Evangelischen Oberkirchenrates A. und H. B., Dr. Michael Bünker, an die 1. Session der XIV. Generalsynode am 16. Juni 2012 Reformationsjubiläum Mit diesem Dreischritt versucht der Vizepräsident des Kirchenamtes der EKD, Thies Gundlach, das Grundanliegen der Reformation in Kurzfassung zu formulieren. Sowohl die persönlichen Erfahrungen Martin Luthers und anderer Reformatoren/innen, als auch die heutigen Zugänge zum Kern des evangelischen Glaubens ließen sich seiner Meinung nach darin fassen. In Fortführung des Berichtes, der der letzten Generalsynode im Oktober 2011 zu den Schritten auf dem Weg zum Jahr 2017 gegeben wurde, lässt sich für den jetzigen Zeitpunkt sagen, dass die Klärung dessen, was im Jahr 2017 geschehen kann bzw. geschehen wird und welches Ziel damit erreicht werden soll in den evangelischen Kirchen (nicht nur in Österreich) ansteht. Diese Herausforderung stellt sich insbesondere für die Ökumene. Auf der einen Seite ist es für evangelisches Verständnis unverzichtbar, dass das Reformationsjubiläum in ökumenischem Miteinander zu gestalten ist, auf der anderen Seite haben wir zur Kenntnis zu nehmen, dass besonders für die römisch-katholische Kirche das Jahr 2017 keinen Anlass zum Feiern bietet, im Gegenteil die im 16. Jahrhundert erfolgte Spaltung der westlichen Christenheit eher beklagt werden müsste und als Buße der Kirchen begangen werden sollte. Bevor hier die notwendigen Klärungen erfolgen können, ist es dringend erforderlich, dass wir uns selbst im Klaren darüber werden, was uns als evangelische Kirchen Grund gibt, der Reformation nicht nur zu gedenken, sondern ihr Jubiläum ausdrücklich zu feiern. Diese Klärung ist eine gemeinsame Aufgabe für die drei evangelischen Kirchen, die sich in Österreich gemeinsam auf den Weg zum Jahr 2017 gemacht haben. Erste Schritte sind bereits gesetzt worden, jetzt gilt es, die Kirchenpresbyterien der Evangelischen Kirche A. B. und der Evangelischen Kirche H. B. mit der Jahreskonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche gemeinsam mit dem von uns beauftragten Festkomitee mit der Festlegung klarer Grundlinien zu befassen. Dies wird mit der Hilfe einer kompetenten externen Begleitung im Frühherbst geschehen. Synoden bzw. Generalsynode und die breitere kirchliche Öffentlichkeit, insbesondere die Gemeinden, Werke und Einrichtungen werden dann mit geeigneten Vorlagen die Meinungsbildung weiter führen. Die Generalsynode kann damit rechnen, dass ihr in jeder Session berichtet wird bzw. dass sie über entsprechende Anträge die Diskussion führt und die erforderlichen Entscheidungen treffen wird. Reform der Kirchenverfassung Kirchen der Reformation sind nicht nach hinten ausgerichtet und vergangenheitsfixiert, sie sind immer Kirchen der fortgesetzten Reform (ecclesia semper reformanda). Auf diesem Hintergrund ist auch die Arbeit an der nun durchgeführten Reform der kirchengesetzlichen Grundlagen, vor allem der Kirchenverfassung selbst, zu verstehen. Bei der Frage, wie in Zukunft die Entscheidungsprozesse in der Kirche auf allen ihren Ebenen gestaltet werden sollen, ist Bewährtes beibehalten und da und dort auch gestärkt worden sowie neue Formen der gemeinsamen Beratung und Entscheidung umgesetzt worden. Nun gilt es, dies mit Leben zu erfüllen und, wenn erfor- Die Rechtsdatenbank der Evangelischen Kirche in Österreich finden Sie unter2 114 derlich, an der einen oder anderen Stelle mit den gesammelten Erfahrungen falls notwendig auch Nachjustierungen vorzunehmen. Aber im Großen und Ganzen ist der Prozess der Strukturreform, der etwa zehn Jahre gedauert hat, abgeschlossen. Für die Vorbereitung der Umsetzung der verschiedenen Vorschläge der unterschiedlichen Teams und OE-Gruppen sowie der umfangreichen und streckenweise auch hitzigen Diskussion vor allem in der Kirche A. B. hat sich Oberkirchenrat Dr. Raoul Kneucker große Verdienste erworben. In diesen Zusammenhang gehört auch die Neustrukturierung des Haushaltes der Evangelischen Kirche A. und H. B., in erster Linie die Umstellung auf Kostenstellen und die Überprüfung der Subventionen für die gemeinsamen Arbeitszweige. Dass hier ein hohes Maß an Transparenz und ein verantwortungsvoller Mitteleinsatz erreicht wurden, ist im Wesentlichen dem Einsatz von Oberkirchenrat Mag. Klaus Köglberger zu danken. Öffentliche Kirche Unsere evangelischen Kirchen genießen unter den Menschen in Österreich einen guten Ruf. Sie gelten wie einer Online-Umfrage der Tageszeitung Der Standard zu entnehmen war als verlässliche Anwältinnen für soziale Gerechtigkeit und ein friedliches Miteinander in unserer Gesellschaft. Ihre Stimme in den brennenden Fragen wird gehört. Dieses Profil kann nicht erreicht werden ohne Konflikte. Ich erwähne exemplarisch das Kirchenasyl, das in Tirol und in Kärnten ausgesprochen wurde. In der öffentlichen Meinung und im Gespräch mit politischen Verantwortungsträgern/innen war es wichtig darauf hinzuweisen, dass diese Maßnahme keinen Aufruf zum zivilen Ungehorsam darstellt und schon gar nicht zur Missachtung geltender gesetzlicher Regelungen, sondern immer als ein Appell zu hören ist, getroffene Entscheidungen noch einmal zu überdenken und dabei auch die Stimme von Kirche und Diakonie zu berücksichtigen. Für die Schwachen einzustehen gehört zu den Grundaufgaben der Kirche. In diesen Zusammenhang gehört auch die Beteiligung des Oberkirchenrates A. und H. B. an der Gedenkfeier am 27. Jänner 2012 aus Anlass der Befreiung des KZ Auschwitz. Dass am selben Tag der Ball des hoch umstrittenen Wiener Korporationsrings in der Hofburg stattfand, machte klärende Worte notwendig, die da und dort auch innerhalb der Kirche auf Unverständnis und Ablehnung gestoßen sind. Hier ist eine klare Positionierung auf Grund der Werte, die wir auf der Basis des Evangeliums zu vertreten haben, ebenso gefordert wie die ständige Bereitschaft, vor allem innerhalb der Kirche miteinander im Gespräch zu bleiben. Dass dies auch nach dem 27. Jänner möglich war, ist ein gutes Zeichen. Stellungnahmen zu bioethischen Fragen sowie zur Schiefergasförderung ( Fracking ) seien nur erwähnt. Dies alles steht für unseren Auftrag zur öffentlichen Kirche, die sich auf Grund des Öffentlichkeitsanspruchs des Evangeliums an den aktuellen Auseinandersetzungen beteiligt. Es ist bedauerlich, wenn der Beitrag, den evangelische Kirchen für die Gesamtgesellschaft leisten, nicht gesehen wird. Dies ist etwa dann der Fall, wenn, wie in einer Parlamentarischen Anfrage von Abgeordneten der Grünen geschehen, unter dem missverständlichen Stichwort der Kirchenfinanzierung die Mitwirkungsmöglichkeiten der Kirche (wie aller Religionsgemeinschaften) an gesamtgesellschaftlichen Aufgaben in Frage gestellt werden. Klärende Gespräche konnten erst im Nachhinein stattfinden, es wird aber in Zukunft notwendiger sein, ständig den Kontakt zu den politischen Mandataren/innen zu suchen. Dass muss nicht jede Kirche bzw. Religionsgemeinschaft für sich allein tun, weshalb es erfreulich ist, dass vor wenigen Wochen eine Plattform der gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften gegründet werden konnte, die sich die Wahrnehmung dieser Aufgabe vorgenommen hat. In diesen Zusammenhang gehören auch die Diskussionen, die die Gründung des King Abdullah bin Abdulaziz International Center for Interreligious and Intercultural Dialogue in Wien betreffen. Als im Herbst des Jahres 2011 dieses Zentrum für interreligiösen Dialog gegründet wurde, führte dies zu einer öffentlichen Diskussion und kritischen Rückfragen. Vor allem die zentrale Rolle Saudi-Arabiens als Initiator und Träger des Zentrums gab Anlass dazu, was angesichts des Stellenwertes der Religionsfreiheit in Saudi-Arabien verständlich ist. Die Gründung dieses Zentrums geht in der Tat auf eine Initiative des saudischen Königs zurück, die dieser anlässlich eines offiziellen Besuches bei Papst Benedikt XVI. im Vatikan gesetzt hat. Nun wurde das Zentrum als Kooperationsprojekt dreier Staaten, nämlich Spanien, Österreich und eben Saudi-Arabien in Wien angesiedelt. Der Vatikan ist als Beobachter dabei. Die Arbeit des Zentrums wird von einem unabhängigen Beirat gesteuert, dem Vertreter/ innen des Judentums, des Islam, des Buddhismus und Hinduismus und des Christentums (in erster Linie der Orthodoxie und der Anglikanischen Kirche) angehören. Der Evangelische Oberkirchenrat war eingeladen, sich im vergangenen Herbst bei einer internen Informationsveranstaltung des österreichischen Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten sowie der offiziellen Unterzeichnungszeremonie zur Gründung des Instituts zu beteiligen. Bei diesen Anlässen war unsere Kirche durch Landessuperintendent Mag. Thomas Hennefeld vertreten. Zuletzt waren wir gemeinsam mit Vertreter/innen der anderen österreichischen Kirchen und Religionsgemeinschaften eingeladen, anlässlich der ersten Arbeitstagung des Beirates des3 115 Instituts an einem Round-Table-Gespräch teilzunehmen, welches am 14. Juni 2012 stattgefunden hat. Von unserer Seite nahmen Landessuperintendent Hennefeld und der Bischof teil. Grundsätzlich begrüßt der Evangelische Oberkirchenrat A. und H. B. jede Initiative, die zur Verständigung der Religionen beiträgt. Die Basis dafür ist unserer festen Überzeugung nach die universale Geltung der Menschenrechte, insbesondere des Rechts auf Religionsfreiheit. Wir haben uns vorgenommen, die Arbeit des Institutes wohlwollend, aber auch kritisch zu begleiten. Ein nächster Anlass dazu wird die offizielle Eröffnung sein, die für den 26. November 2012 angesetzt ist. Ökumene weltweit Unsere Kirchen sind gemeinsam Mitglied im Ökumenischen Rat der Kirchen, der sich auf seine 10. Vollversammlung (seit 1948) im Herbst des Jahres 2013 in Busan, Südkorea, vorbereitet. Die weltweiten Herausforderungen des Klimawandels, der sozialen Gerechtigkeit und der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrisen werden dort ebenso auf der Agenda zu finden sein wie das gemeinsame Zeugnis für Jesus Christus in einer zunehmend pluralen Welt. Unsere Mitgliedschaften in der Konferenz europäischer Kirchen (KEK) und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) nehmen wir je für uns wahr. Die KEK befindet sich in einem Reformprozess, der im Juli 2013 bei einer außerordentlichen Vollversammlung in Budapest abgeschlossen sein soll. In der KEK sind wir vertreten durch Landessuperintendent Thomas Hennefeld (Zentralausschuss seit 2009, davor Oberkirchenrätin Dr. Hannelore Reiner), sowie in verschiedenen Arbeitsgruppen bzw. Kommissionen durch RA Dr. Peter Krömer, Prof. Dr. Ulrich Körtner, Dr. Verena Taylor, Mag. Michael Bubik und Mag. Martin Schenk. Miteinander haben wir zum erarbeiteten Reformvorschlag Stellung genommen. Die GEKE hält im September 2012 ihre 7. Vollversammlung in Florenz ab. Ihr wird unter anderem eine Initiative zum europaweiten Gedenken der Reformation im Jahr 2017 vorliegen, der sich auch unsere Kirchen anschließen werden. Unsere Kirchen werden durch Dr. Eva Harasta und Prof. Dr. Ulrich Körtner vertreten sein. Der GEKE ist zugesagt, dass falls der neue Rat das so beschließt die Geschäftsstelle für eine weitere Periode (voraussichtlich bis 2017) in Wien angesiedelt sein kann. Aber ökumenische Verbundenheit ist nicht auf Europa zu beschränken. Exemplarisch machen wir die weltweite Verbundenheit der einen Kirche Jesu Christi sichtbar durch unsere Partnerschaft mit der PCG in Ghana. Der Einsatz von Pf. Timothy Annoh geht wie vereinbart im Sommer zu Ende, er kehrt mit seiner Familie nach Ghana zurück und übergibt den Stab an seinen bereits bestimmten Nachfolger, der für die Partnerschaft auf einer neuen Grundlage tätig sein wird. Das ist der passende Zeitpunkt, um nach 2005 wieder einen Besuch unserer Kirche in Ghana durchzuführen, den Oberkirchenrat Mag. Karl Schiefermair und Oberkirchenrat Mag. Johannes Wittich mit (kleinem) Team im kommenden August unternehmen wird. Weltweite Solidarität ist auch das Anliegen der Aktion Brot für die Welt, in der seit vergangenem Herbst nach langer Vorbereitungszeit die Aktion Brot für Hungernde und die Diakonie-Auslandshilfe zusammenarbeiten. Bildung Das Jahr 2015 wird nach unserer Planung als zweiter des Dreischritts nach 2017 unter dem Schwerpunktthema Bildung stehen. Es ist unbestritten, dass Bildung zu den Kernanliegen der Reformation gehört und heute ein Markenzeichen des Protestantismus ist. Evangelische Kirchen nehmen dies unter heutigen Bedingungen als Mitverantwortung und als Selbstverantwortung wahr. Zum ersten Bereich gehören alle Kooperationen, mit denen sich die evangelische Kirche als kompetente und verlässliche Partnerin erweist. Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit der ( unserer ) Evangelisch-theologischen Fakultät ebenso wie über die stetige Bemühung um eine hohe Qualität im evangelischen Religionsunterricht. Die niedrigen Abmeldezahlen sprechen da für sich. In unserer eigenen Verantwortung liegt die ökumenische Zusammenarbeit in der KPH Wien/Krems, die auch ein wesentlicher Baustein bei der Ausbildung von Gemeindepädagogen/innen ist. Der zusätzliche Ausbildungsteil, der in alleiniger Verantwortung unserer Kirchen getragen wird, trägt in Analogie zum Vikariat die Arbeitsbezeichnung Gemeindepädagogiat und wird im laufenden Studienjahr zum ersten Mal durchgeführt. Als nachhaltiges Ergebnis des Jahr des Ehrenamtes hat sich die Bündelung der Fortbildungsangebote für Ehrenamtliche erwiesen. Dieses Angebot wird zunehmend in Anspruch genommen. Einen Höhenflug erleben unsere Evangelischen Schulen. Sie stellen in ganz besonderer Weise das protestantische Abenteuer in nichtprotestantischer Umwelt dar, von dem Wilhelm Dantine geschrieben hat. Denn mit jeder Neugründung (die es stetig gibt) ist die Frage zu klären, was denn das typisch Evangelische an einer solchen konfessionellen Schule ist und wodurch es im Schulleben nach innen und außen erfahrbar wird. Die personelle Verstärkung in der Bildungsabteilung des4 116 Oberkirchenrates (die übrigens kostenneutral durchgeführt wurde) gewährleistet professionelle Begleitung aller Initiativen im Bereich von Elementarpädagogik und evangelischem Schulwesen. Der Oberkirchenrat hat seit der letzten Generalsynode im Oktober 2011 acht Sitzungen abgehalten. Nicht vergessen: Das Jahr 2013 ist das Jahr der Diakonie! Bitte helfen Sie mit, dass sich möglichst viele Gemeinden, Werke und Einrichtungen daran beteiligen. Auch die Diakonie lässt sich in den eingangs zitierten Dreischritt: Auszug aus der Angst Einkehr in Gott Aufbruch in die Welt fassen. Denn wie es der frühere katholische Bischof Jacques Gaillot formulierte: Wer in Gott eintaucht, taucht bei den Armen wieder auf Auszug aus der Angst Einkehr in Gott Aufbruch in die Welt 148. Kirchenverfassung; Novelle 2012 Generalsynode 149. Geschäftsordnung der Generalsynode; Novelle Disziplinarordnung; Novelle Religionsunterrichtsordnung Matrikenordnung; Novelle Dienstordnung 2012; Novelle und Wiederverlautbarung 154. Art 109 Abs 2 Kirchenverfassung: Verfügung mit einstweiliger Geltung Genehmigung durch die Generalsynode bis 18 der Ordnung des geistlichen Amtes: Verfügung mit einstweiliger Geltung Genehmigung durch die Generalsynode 156. Disziplinarordnung; Novelle 2012: Verfügung mit einstweiliger Geltung Genehmigung durch die Generalsynode 157. Präsidium und Schriftführer der 14. Synode A. B. sowie der XIV. Generalsynode 158. Revisionssenat der Evangelischen Kirche A. u. H. B. in Österreich Wahlergebnis/Neuzusammensetzung 159. Theologischer Ausschuss der 14. Synode A. B Rechts- und Verfassungsausschuss der 14. Synode A. B Nominierungsausschuss der 14. Synode A. B. und der XIV. Generalsynode 162. Mitglieder des Personalsenates der Evangelischen Kirche A. u. H. B Datenschutzbeauftragter der 14. Synode A. B. und der XIV. Generalsynode 164. Liste der Synodalen der 14. Synode A. B. sowie der XIV. Generalsynode 165. Kollektenaufruf für den 6. Sonntag nach Trinitatis, 15. Juli Kollektenaufruf für den 10. Sonntag nach Trinitatis Israelsonntag, 12. August Kollektenaufruf Zwischenkirchliche Hilfe für den 12. Sonntag nach Trinitatis 26. August Empfohlene Kollekte: 3. Sonntag im September 2012 für den Dr.-Wilhelm-Dantine-Gedächtnisfonds 169. Kollektenaufruf zum Erntedankfest Gemeindepädagogiat 171. Prüfungskommission für die Amtsprüfung (Examen pro ministerio) 172. Termin für die mündliche Amtsprüfung (Examen pro ministerio) Ansuchen um Zulassung zur Amtsprüfung im April Themen für die Hausarbeiten der Amtsprüfung im April Ergänzungsprüfung nach 13 OdgA 176. Durchführungsrichtlinie zu den Pensionszuschussund Unterstützungsfonds der Evangelischen Kirchen A. B. und H. B. (PZUF) gemäß 80 Abs. 1 OdgA 177. Kirchenverfassung; Novelle 2012 Synode A. B Geschäftsordnung der Synode A. B.; Novelle Wahlordnung; Novelle Art 122 Abs 3 Kirchenverfassung: Verfügung mit einstweiliger Geltung Genehmigung durch die Synode A. B Wahl eines weltlichen Oberkirchenrates A. B. für juristische Belange 182. Wahl eines weltlichen Oberkirchenrates A. B. für wirtschaftliche Belange 183. Wahl eines weltlichen Oberkirchenrates A. B. für Innovation und Entwicklung 184. Finanzausschuss der 14. Synode A. B Kontrollausschuss der 14. Synode A. B Wahl zweier weiterer Synodaler der Synode A. B. gemäß Art. 76 Abs. 1 Z. 5 KV 187. Evangelische Superintendenz A. B. Oberösterreich: Superintendentialausschuss Zusammensetzung 188. Evangelische Superintendenz A. B. Kärnten und Osttirol: Superintendentialausschuss; Berichtigung zu ABl. Nr. 123/ Evangelische Lektorenarbeit Lektorentermine 190. Evangelische Pfarrgemeinde A. und H. B. Horn: Namensänderung 191. Ausschreibung (erste) der 50-%-Stelle eines/einer Krankenhaus- und Geriatrieseelsorgers/Geriatrieseelsorgerin für das Geriatriereferat in Wien 192. Ausschreibung (erste) der Pfarrstelle der Evangelischen Pfarrgemeinde A. B. Arriach 193. Bestellung von Mag. Bernhard Groß zum Pfarrer der Evangelischen Pfarrgemeinde A. u. H. B. Innsbruck- Christuskirche 194. Bestellung von Mag. Dankfried Kirsch zum Pfarrer der Evangelischen Pfarrgemeinde A. B. Bad Ischl 195. Bestellung von Dr. Michael Wolf zum Pfarrer auf die mit der Amtsführung verbundene Pfarrstelle der5 117 Evangelischen Pfarrgemeinde A. B. Wien-Favoriten- Christuskirche 196. Bestellung von Mag. Thomas Dopplinger zum Pfarrer der Evangelischen Pfarrgemeinde A. B. Wien-Favoriten-Gnadenkirche 197. Bestellung von Mag. Oliver Prieschl zum Pfarrer auf die mit der Amtsführung verbundene Pfarrstelle der Evangelischen Pfarrgemeinde A. B. Spittal an der Drau 198. Bestellung von Dr. Manfred Mitteregger zum Pfarrer der Evangelischen Pfarrgemeinde A. B. Gröbming 199. Bestellung von Mag. Richard Rotter zum Pfarrer der Evangelischen Pfarrgemeinde A. B. Oberinntal Adresse des Seniors Mag. Gerhard Krömer 201. Kollektenergebnisse Evangelische Kirche H. B. Wahlergebnisse 203. Jahresabschluss der Evangelischen Kirche H. B. in Österreich für das Jahr 2011 Motivenberichte Matrikenordnung; Novelle 2012 Dienstordnung 2012; Kirchliche Mitteilung Kirchengesetze A.u.H.B Zl. G 09; 1670/2012 vom 25. Juni 2012 Kirchenverfassung; Novelle 2012 Generalsynode Die Generalsynode hat in ihrer 1. Session der XIV. Gesetzgebungsperiode am 16. Juni 2012 die folgenden Änderungen der Kirchenverfassung NEU beschlossen und die Verfügungen der Synode A. B. betreffend die Wiederverlautbarung und die Veröffentlichung der Kirchenverfassung 2012 gemeinsam mit einer englischen Übersetzung zustimmend zur Kenntnis genommen. Es haben zu lauten: I. Art 13 (2) Kirchliche Organe sind:... Z 4. Für die Evangelische Kirche A. und H. B.: Die Generalsynode, die Kirchenpresbyterien A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung, die Rechts- und Verfassungsausschüsse und die Finanzausschüsse in gemeinsamer Sitzung, soferne sie verbindliche Regelungen treffen, sowie der Evangelische Oberkirchenrat A. und H. B.... Art 17 (3) Personen, die zu einer Pfarrgemeinde oder einer Teilgemeinde bzw. einer Superintendenz oder zum Kirchenamt der Evangelischen Kirche A. B. und der Kirchenkanzlei der Evangelischen Kirche H. B. in einem Dienstverhältnis oder finanziellen Abhängigkeitsverhältnis stehen, dürfen keinem Vertretungsorgan ihrer Einrichtungen oder ihrer Kirchen angehören, ausgenommen die Fälle des Art 35 Abs 1 Z 4 Kirchenverfassung. Unberührt bleibt davon auch die Entsendung von Vertretern oder Vertreterinnen der Werke und Einrichtungen in die Synode A. B., Synode H. B. und in die Generalsynode. Der Oberkirchenrat A. B. bzw. H. B. kann Nachsicht von diesem Verbot erteilen, wenn keine Verletzung von kirchlichen Interessen zu befürchten ist. Art 19 (1) Mit einem öffentlich-kirchlichen Dienst (Art 20 Abs 1), ausgenommen der Dienst als Kirchenmusiker oder Kirchenmusikerin, ist die Übernahme und Ausübung eines politischen Mandates auf europäischer, auf Bundesoder Landesebene, auf Gemeindeebene des Bürgermeisteramtes, in Wien auch einer leitenden politischen Tätigkeit auf Bezirksebene, unvereinbar; davon unberührt ist die Mitgliedschaft und Mitarbeit in der Gemeindevertretung, im Gemeindeforum und in der Superintendentialversammlung. Erläuterungen: Siehe die Verfügung mit einstweiliger Geltung vom (ABl. Nr. 254/2011), mit der das Inkrafttreten der Regelung bis 2015 verschoben wurde. Es ist ferner darauf hinzuweisen, dass politische Funktionäre nicht durch die Entsendungsvorgänge aus den Presbyterien in kirchliche Stellen gewählt werden können. Somit bezieht sich die Vorschrift auch auf berufene Mitglieder (siehe z. B. Art 53 Abs 1 Z 8). Die Verfügung mit einstweiliger Geltung dient der Erhebung und der Prüfung der Lage. Nach dem Jahr 2015 kann die Synode A. B. über die Evaluationsergebnisse beraten und die Bestimmung abändern oder im Sinne der Novelle der Kirchenverfassung beibehalten. Der betroffene Personenkreis ist durch die Art 18 Abs 3, 55 Abs 1 Z 3 und 76 Abs 1 Z 2 Kirchenverfassung bezeichnet. Auf die weiteren Unvereinbarkeiten in Art 17, 18, 54, 63 Abs 3, 70 Abs 6 und 74 Abs 1 Z 2 Kirchenverfassung sei der Vollständigkeit halber hingewiesen. Dienst des Pfarrers/der Pfarrerin Art 22 (3) Dem Pfarrer/der Pfarrerin obliegen: 1. der Dienst der Verkündigung in Predigt, Abendmahl und in den Amtshandlungen; 2. in Gemeinschaft mit dem Presbyterium die geistliche Leitung der Gemeinde; 3. als amtsführender Pfarrer oder amtsführende Pfarrerin die Leitung des Pfarramtes im Sinne des Art 46 Abs 3; 4. wie die bisherige Bestimmung Z 3. Art 39 (1) Zum Wirkungskreis der Gemeindevertretung gehören insbesondere: 1. die Beratung und Beschlussfassung über grundsätzliche Fragen des Lebens der Pfarrgemeinde;6 die Wahl der Presbyter und der Presbyterinnen, der Rechnungsprüfer oder Rechnungsprüferinnen; 3. die Festlegung des Ortes des Pfarramtes (Art 30 Abs 2); allenfalls ist in der Gemeindeordnung zu regeln, wie einzelne Aufgaben des Pfarramtes in den Teilgemeinden wahrgenommen werden sollen (Art 32 Abs 3 Z 1); 4. wie Z 3, Z 5 wie Z 4 usw. Art 41 (1) Die Rechnungsprüfung ist entsprechend den vom zuständigen Oberkirchenrat mit Zustimmung des Finanzausschusses beschlossenen Richtlinien vorzunehmen. Art 46 (3) Das Presbyterium ist verantwortlich für die Verwaltung aller Angelegenheiten in der Pfarrgemeinde oder Teilgemeinde, soweit sie nicht dem amtsführenden Pfarrer oder der amtsführenden Pfarrerin übertragen oder der Gemeindevertretung vorbehalten sind, ferner für den Vollzug der Anordnungen der übergeordneten Stellen und die rechtliche Vertretung der Pfarrgemeinde und der Teilgemeinde. Insbesondere ist von ihm wahrzunehmen:... Art 109 (2) Arbeitszweige gemäß Abs 1 Z 3 sind die Evangelische Jugend Österreichs, die Evangelische Frauenarbeit und die Weltmission; die Vertreter oder Vertreterinnen werden von den zuständigen Organen der Werke, im Falle der Weltmission vom Oberkirchenrat A. und H. B. über Vorschlag des Missionsrates, entsendet. Erläuterung: Dieser Text ist mit der einstweiligen Verfügung der Geltung vom von den Synodalausschüssen A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung beschlossen worden. Abs 3 entfällt. Erläuterung: Im Art 109 Abs 1 sind die Mitglieder der Generalsynode abschließend geregelt, in Abs 2 die Arbeitszweige, welche Vertreter oder Vertreterinnen entsenden können. Eine weitere Bestimmung in Art 109, wonach zusätzlich zu den taxativ aufgezählten Mitgliedern mit Zustimmung der Kirchenpresbyterien in gemeinsamer Sitzung ein weiterer Arbeitszweig bestimmt werden kann, gibt es nicht mehr und war auch nicht mehr gewollt. Diese Bestimmung war daher aufzuheben. Art 112 (2) Ständige Ausschüsse der Generalsynode sind der Theologische Ausschuss, der Rechts- und Verfassungsausschuss sowie der Nominierungsausschuss. Im Übrigen sind die Finanzausschüsse sowie die Rechts- und Verfassungsausschüsse der Synode A. B. und der Synode H. B. in gemeinsamer Sitzung als ständige Ausschüsse einzurichten. Die Mitglieder des Oberkirchenrates A. und H. B. sind berechtigt, ohne Stimmrecht an allen Beratungen der Ausschüsse, Kommissionen und Projektteams der Generalsynode sowie der Ausschüsse und Kommissionen in gemeinsamer Sitzung teilzunehmen. Für Fragen des Religionsunterrichtes ist eine Religionspädagogische Kommission zu berufen. Die genaue Zusammensetzung sowie die Art der Berufung der Mitglieder beschließt die Generalsynode im Rahmen der konstituierenden Session für ihre Funktionsperiode. (2 a) Für die XIV. Gesetzgebungsperiode enthält 13 Abs 7 a der Geschäftsordnung der Generalsynode die entsprechenden Regelungen. (8) Im Übrigen gelten für die Ausschüsse Kommissionen und Projektteams, welche die Generalsynode oder die beiden Kirchenpresbyterien A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung einrichten, die Bestimmungen des Art 83 sinngemäß. Art 114 (7)... Z 8. die Erlassung der Geschäftsordnung für den Oberkirchenrat A. und H. B. mit Zustimmung der Rechts- und Verfassungsausschüsse und der Finanzausschüsse in gemeinsamer Sitzung.... Art 123 Die Zuständigkeiten der Synodalausschüsse A. B., H. B. sowie A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung sind nach dem Grundsatz der Aufgabenverteilung auf die Kirchenpresbyterien und die Oberkirchenräte zuzuordnen, nämlich Festlegung der Entwicklungslinien für die Evangelische Kirche in Österreich einerseits, für die Wahrnehmung der administrativen Angelegenheiten andererseits; insbesondere erhält die Zuständigkeiten in Art 23 Abs 4 und 6, Art 25, Art 26 Abs 1, Art 51 Abs 1, Art 52 Abs 1, Art 55 Abs 1 Z 2, Art 68 Abs 2, Art 86, Art 88 Abs 1 Z 2, Art 91 Abs 2 Z 1, Art 93 Abs 6, Art 97 Abs 10 der Kirchenverfassung, die Zuständigkeiten in 16 Abs 2, 17 Abs 2, 23 Abs 2, 26 Abs 3, 29 Abs 1 und 2, 46 Abs 4, 61 Abs 5, 75 Abs 3 Ordnung des geistlichen Amtes das Kirchenpresbyterium; die Zuständigkeiten in Art 41 Abs 1 Kirchenverfassung, in 10 Z 3 Datenschutzordnung, 81 Abs 1 Ordnung des geistlichen Amtes, 35 Abs 10 Wahlordnung und 39 Abs 3 Disziplinarordnung der jeweils zuständige Oberkirchenrat. Inkrafttreten und Übergangsbestimmungen Art 124 (4) Es treten außer Kraft die Bestimmungen in: ABl. Nr. 136/2005, 215/2005, 216/2005, 221/2005, 89/2006, 157/ 2006, 162/2006, 248/2006, 254/2006, 96/2007, 115/2007, 132/2007, 94/2008, 196/2008, 201/2008, 214/2008, 236/ II. Die Novelle 2012 der Kirchenverfassung tritt mit dem Beschluss der Generalsynode in Kraft. Dr. Raoul Kneucker Oberkirchenrat Mag. Matthias Eikenberg Schriftführer der Generalsynode Dr. Peter Krömer Präsident der Generalsynode7 Zl. G 04; 1696/2012 vom 26. Juni 2012 Geschäftsordnung der Generalsynode; Novelle 2012 Die Generalsynode hat in ihrer 1. Session der XIV. Gesetzgebungsperiode am 16. Juni 2012 die folgenden Änderungen der beschlossen: Geschäftsordnung der Generalsynode Dem 3Abs 3 ist folgender Satz anzufügen: I. Die Einladung sowie die Versendung der Materialien kann auf elektronischem Wege erfolgen. 13Abs 7 hat zu lauten: (7) Eine Religionspädagogische Kommission (Art 112 Abs 2 und 2 a Kirchenverfassung) ist als ständige Kommission von der Generalsynode einzurichten. Die Zusammensetzung sowie die Art der Berufung der Mitglieder beschließt die Generalsynode im Rahmen der konstituierenden Session für ihre Funktionsperiode. 13Abs 7 a hat zu lauten: (7 a) In der XIV. Gesetzgebungsperiode haben der Religionspädagogischen Kommission anzugehören alle Fachinspektoren und Fachinspektorinnen, ein Mitglied des Oberkirchenrates A. und H. B., je ein Vertreter oder je eine Vertreterin der Arbeitsgemeinschaften der Religionslehrer und Religionslehrerinnen an allgemein bildenden Pflichtschulen sowie an allgemein bildenden und berufsbildenden höheren Schulen, je ein Vertreter oder je eine Vertreterin der religionspädagogischen Berufsvorbildung an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Wien sowie an der Kirchlich Pädagogischen Hochschule Wien/Krems, je ein Vertreter oder je eine Vertreterin der nichtordinierten Religionslehrer und Religionslehrerinnen an allgemein bildenden Pflichtschulen sowie an allgemein bildenden und berufsbildenden höheren Schulen. Sollte unter den Mitgliedern der Religionspädagogischen Kommission Angehörige der Evangelischen Kirche H. B. fehlen, ist zusätzlich ein qualifiziertes Mitglied aus dieser Kirche zu berufen. Die Evangelisch-Methodistische Kirche kann einen Vertreter oder eine Vertreterin in die Religionspädagogische Kommission als Gast entsenden. 13Abs 9 hat zu lauten: (9) Zu den Sitzungen des Rechts- und Verfassungsausschusses der Generalsynode sowie zu den Sitzungen der Finanzausschüsse und der Rechts- und Verfassungsausschüsse in gemeinsamer Sitzung sind je zwei Vertreter oder Vertreterinnen der freiwilligen Berufsvereinigung gemäß 83 Ordnung des geistlichen Amtes (VEPPÖ) und der Mitarbeitervertretung zu laden, die an den Sitzungen dieser Gremien mit beratender Stimme teilnehmen können. 14ahat zu lauten: Für die in den 13 und 14 genannten Ausschüsse sind jeweils bis zu drei Stellvertreter oder Stellvertreterinnen A. B. und jeweils zusätzlich ein Stellvertreter oder eine Stellvertreterin H. B. zu wählen, wobei im Rahmen der Wahl eine Reihenfolge der Stellvertretung festzulegen ist. Nach Maßgabe der festgestellten Reihenfolge im Falle der Verhinderung von ordentlichen Mitgliedern A. B. sind die Vertreter oder Vertreterinnen einzuberufen. 15Abs 12 hat zu lauten: (12) Die Protokolle der Ausschussberatungen sind den zuständigen Ausschussmitgliedern, ihren Stellvertretern oder Stellvertreterinnen, dem Oberkirchenrat A. und H. B., dem Landessuperintendenten oder der Landessuperintendentin, allen Superintendenten oder Superintendentinnen, beiden Kirchenpresbyterien A. B. und H. B. sowie dem Präsidenten oder der Präsidentin der Generalsynode zuzusenden. Der 15aAbs 1 hat zu lauten: (1) Für die Einrichtung und Wahlen von Kommissionen und Projektteams gelten Art 112 Kirchenverfassung unter Berücksichtigung von Art 83 Kirchenverfassung sowie die Bestimmungen dieser Geschäftsordnung unter Bedachtnahme auf die Kirchliche Wahlordnung. Bei der Einrichtung von Kommissionen kann durch Beschluss der Generalsynode, sofern keine eigene kirchengesetzliche Regelung erfolgt, die Bestellung jener Mitglieder der Kommissionen, die nicht der Generalsynode angehören, den Kirchenpresbyterien A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung übertragen werden. Dem 16 ist als Abs 5 anzufügen: (5) Über Beschluss des Präsidiums der Generalsynode kann den Kirchenräten oder Kirchenrätinnen A. B. und H. B. jeweils zu einzelnen Tagesordnungspunkten das Rederecht eingeräumt werden. Nach 21a (Abschnitt X) ist folgender Abschnitt einzufügen: Abschnitt XI: Haushaltsplan und Jahresabschluss der Evangelischen Kirche A. und H. B. in Österreich: 22 (1) Der Oberkirchenrat A. und H. B. hat bis längstens 15. April eines jeden Jahres für das vorangegangene Kalenderjahr (Geschäftsjahr) einen Jahresabschluss für die Evangelische Kirche A. und H. B. in Österreich sowie die Hermann und Therese Pfaffsche-Stiftung für bedürftige Angehörige der Evangelische Kirche A. B. und H. B. (Pfaff-Stiftung) zu erstellen, bei letztgenannter unter Berücksichtigung staatlicher Rechnungslegungsvorschriften für diese Stiftung öffentlichen Rechts. (2) Der Oberkirchenrat A. und H. B. hat nach Erstellung des Jahresabschlusses der Evangelischen Kirche A. und H. B. in Österreich und der Pfaffschen Stiftung den Jahresabschluss den mit der Abschlussprüfung Betrauten zu übergeben, die ihre Prüfungen bis längstens 15. Mai eines jeden Jahres abzuschließen haben. Die Abschlussprüfung hat sich an den Rechnungslegungs-/Prüfvorschriften des Unternehmensgesetzbuches unter Beachtung der besonderen kirchenrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften im Bereich der Evangelischen Kirche A. und H. B. in Österreich zu orientieren. (3) Nach Vorliegen der Prüfberichte sind vom Oberkirchenrat A. und H. B. den Finanzausschüssen A. B. und8 120 H. B. in gemeinsamer Sitzung die vom Oberkirchenrat A. und H. B. erstellten Jahresabschlüsse der Evangelischen Kirche A. und H. B. in Österreich sowie der Pfaffschen Stiftung sowie die Prüfberichte zur Beratung zuzuleiten. Die Finanzausschüsse in gemeinsamer Sitzung haben im Beisein der Abschlussprüfer oder Abschlussprüferinnen die vorgelegten Jahresabschlüsse zu beraten und allenfalls die Jahresabschlüsse der Evangelischen Kirche A. und H. B. in Österreich sowie der Pfaffschen Stiftung festzustellen und zu genehmigen. (4) Die von den Finanzausschüssen A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung festgestellten und genehmigten Jahresabschlüsse der Evangelischen Kirche A. und H. B. in Österreich sowie der Pfaffschen Stiftung sind mit dem Bestätigungsvermerk oder der Versagung des Bestätigungsvermerkes im Amtsblatt kundzumachen. Die Jahresabschlüsse der Evangelischen Kirche A. und H. B. in Österreich und der Pfaffschen Stiftung sowie die diesbezüglichen Prüfberichte stehen im Kirchenamt A. B., in der Kirchenkanzlei H. B. sowie in den Superintendenturen A. B. allen Evangelischen in Österreich zur Einsicht offen. (5) Nach Beschlussfassung über die Jahresabschlüsse der Evangelischen Kirche A. und H. B. in Österreich sowie der Pfaffschen Stiftung sind diese Jahresabschlüsse samt Prüfberichten den Kontrollausschüssen A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung zur weiteren Beratung und Prüfung zuzuleiten. Die Kontrollausschüsse in gemeinsamer Sitzung haben über jedes Geschäftsjahr (Kalenderjahr) der Evangelischen Kirche A. und H. B. in Österreich sowie der Pfaffschen Stiftung in der weiteren Folge der Generalsynode ihre Prüfberichte vorzulegen. Erst nach Beratung und Beschlussfassung über die Prüfberichte der Kontrollausschüsse A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung über die betreffenden Jahresabschlüsse der Evangelischen Kirche A. und H. B. in Österreich sowie der Pfaffschen Stiftung ist eine Beschlussfassung der Generalsynode über die (finanzielle) Entlastung des Oberkirchenrates A. und H. B. sowie der Finanzausschüsse A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung für das betreffende Geschäftsjahr (Kalenderjahr) zulässig. (6) Ausnahmen von den in Abs 1 bis 5 festgesetzten Fristen gewährt über Antrag das Präsidium der Generalsynode. 23 (1) Die Abschlussprüfer oder Abschlussprüferinnen werden von den Finanzausschüssen A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung nach Anhörung des Oberkirchenrates A. und H. B. für die Prüfung der Jahresabschlüsse zumindest in drei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren (Kalenderjahre) bestellt. (2) Für die Abschlussprüfung sind Wirtschaftsprüfer oder Wirtschaftsprüferinnen zu bestellen, nach Tunlichkeit jene von der Synode A. B. für die Prüfung der Jahresabschlüsse der Evangelischen Kirche A. B. in Österreich samt Einrichtungen Bestellten. (3) Nach Bestellung der Abschlussprüfer oder Abschlussprüferinnen durch die Finanzausschüsse A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung hat der Oberkirchenrat A. und H. B. die entsprechenden vertraglichen Vereinbarungen über die Prüfung mit den bestellten Abschlussprüfern oder Abschlussprüferinnen abzuschließen, und zwar unter Berücksichtigung von allenfalls beschlossenen Vorgaben. Der Vertrag bedarf zu seiner Wirksamkeit des Genehmigungsvermerkes des Präsidenten oder der Präsidentin der Generalsynode, der in dem Genehmigungsvermerk die Übereinstimmung der schriftlichen Vereinbarung mit der Beschlussfassung durch die Finanzausschüsse in gemeinsamer Sitzung festhält. 24 (1) Der Oberkirchenrat A. und H. B. hat nach Anhörung des Oberkirchenrates A. B. und des Oberkirchenrates H. B. bis längstens 15. November eines jeden Jahres für das kommende Jahr einen vorläufigen Haushaltsplan für die Evangelische Kirche A. und H. B. in Österreich zu erstellen und den Finanzausschüssen A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung zur vorläufigen Beratung zuzumitteln. Nach endgültiger Beschlussfassung der Haushaltspläne für den Bereich der Evangelischen Kirche A. B. bzw. H. B., jeweils nach den für die jeweiligen Kirchen geltenden kirchenrechtlichen Vorschriften, erstellt dann der Oberkirchenrat A. und H. B. den endgültigen Haushaltsplan für das kommende Geschäftsjahr (Kalenderjahr) und leitet diesen Haushaltsvoranschlag an die Finanzausschüsse A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung zur Beratung und Beschlussfassung zu. (2) Die Finanzausschüsse A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung haben nach nochmaliger Anhörung des Oberkirchenrates A. und H. B. auf der Grundlage der beschlossenen Haushaltspläne der Evangelischen Kirche A. B. bzw. H. B. den Haushaltsplan für die Evangelische Kirche A. und H. B. zu erstellen und zu beschließen. Der Haushaltsplan der Evangelischen Kirche A. und H. B. darf einnahmenseitig und/oder ausgabenseitig die jeweiligen kumulierten beschlossenen Haushaltspositionen in den Haushaltsplänen der Evangelischen Kirche A. B. bzw. H. B. nicht übersteigen. (3) Der Haushaltsplan der Evangelischen Kirche A. und H. B. ist von den Finanzausschüssen A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung bis längstens 15. Jänner des folgenden Kalenderjahres (Geschäftsjahres) zu beschließen und im Amtsblatt kundzumachen. (4) Kommt ein Beschluss der Finanzausschüsse A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung für den Haushaltsplan der Evangelischen Kirche A. und H. B. für das kommende (laufende) Kalenderjahr (Geschäftsjahr) nicht fristgerecht zustande, gelten vorerst die Bestimmungen des zuletzt von den Finanzausschüssen in gemeinsamer Sitzung beschlossenen Haushaltsplanes (Budgetprovisorium), ausgenommen die im zuletzt genehmigten Haushaltsplan beschlossenen außergewöhnlichen Anschaffungen und Herstellungsaufwand. Dieses Budgetprovisorium gilt bis längstens 30. Juni des laufenden Jahres und verpflichtet den Oberkirchenrat A. und H. B., soweit wie möglich, in jedem Monat nur 1/12 des jeweiligen Ausgabenansatzes des beschlossenen Haushaltsplanes zu verausgaben. Dies gilt für Subventionen sinngemäß. (5) Für Nachtragshaushalte gelten die vorhin erwähnten Bestimmungen sinngemäß. 25 (1) Der Oberkirchenrat A. und H. B. hat in Form von Quartalsberichten (zum , , , ) an Hand des jeweiligen Haushaltsplanes unter Berücksichtigung des zuletzt genehmigten Jahresabschlusses in Form9 121 eines Soll-Ist-Vergleiches über die finanzielle Situation der Evangelischen Kirche A. und H. B. den Finanzausschüssen A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung laufend zu berichten. Diese Quartalsberichte sind nach Tunlichkeit binnen sechs Wochen nach dem Quartalsende den Finanzausschüssen A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung zu übermitteln. (2) Die Finanzausschüsse A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung haben über die Quartalsberichte (Soll-Ist- Vergleich) zu beraten und in jeder Synodensession über die finanzielle Situation der Evangelischen Kirche A. und H. B. in Österreich der Generalsynode zu berichten. Der bisherige Abschnitt XI erhält die Bezeichnung XII. Die bisherigen 22 bis 25 der Geschäftsordnung der Generalsynode erhalten nunmehr die Bezeichnung 25 bis 28. II. Die Bestimmungen dieser Novelle der Geschäftsordnung der Generalsynode treten mit der Beschlussfassung der Generalsynode in Kraft. Dr. Raoul Kneucker Dr. Peter Krömer Oberkirchenrat Präsident der Generalsynode Mag. Matthias Eikenberg Schriftführer der Generalsynode 150. Zl. G 02; 1610/2012 vom 19. Juni 2012 Disziplinarordnung; Novelle 2012 Die Generalsynode hat in ihrer 1. Session der XIV. Gesetzgebungsperiode am 16. Juni 2012 die folgende Änderung des VI. Abschnittes der Disziplinarordnung (ABl. 58/1985, 75/1985, 213/1991, 219/1991, 96/1994, 194/1994, 154/1995, 223/1997, 265/1999, 283/2000, 244/2003, 84/2005, 33/2006, 111/2010 und 111/2012) beschlossen. Es haben zu lauten: A. VI. Abschnitt Disziplinarbehörden 26. (1) An Disziplinarbehörden werden eingerichtet 1. der Disziplinarsenat I. Instanz für den Bereich der Evangelischen Kirche in Österreich und 2. der Disziplinarobersenat für die Evangelische Kirche in Österreich. (2) Der Sitz der Disziplinarbehörden ist Wien. (3) In den Disziplinarverfahren nach Abschnitt XVII. (Verfahren gegen Mitglieder der Disziplinarbehörden selbst, gegen Disziplinaranwälte und gegen Mitglieder des Revisionssenates der Evangelischen Kirche A. und H. B. in Österreich), sowie gegen Mitglieder der Oberkirchenräte A. B., H. B. und A. und H. B. ist ausschließlich der Disziplinarobersenat zuständig. Unabhängigkeit 27. (1) Die Mitglieder des Disziplinarsenates I. Instanz und des Disziplinarobersenates sind in der Ausübung ihres Amtes an die staatlichen und kirchlichen Gesetze gebunden, selbstständig und unabhängig. (2) Sie müssen als Gemeindevertreter wählbar oder geistliche Amtsträger der Evangelischen Kirche in Österreich sein. Zusammensetzung 28. (1) Der Disziplinarsenat I. Instanz besteht aus einem oder aus einer rechtskundigen Vorsitzenden, die entweder die Rechtsanwaltsprüfung, die Richteramtsprüfung, die Notariatsprüfung oder die Prüfung für den höheren rechtskundlichen Verwaltungsdienst abgelegt hat, sowie aus einem oder einer geistlichen und einem oder einer weltlichen Beisitzer bzw. Beisitzerin. (2) Zum Mitglied eines Disziplinarsenates I. Instanz kann nicht bestellt werden, wer einem Superintendentialausschuss, einem Oberkirchenrat, einem Kirchenpresbyterium oder dem Präsidium der Generalsynode angehört. 29. (1) Der Disziplinarobersenat besteht aus einem oder einer rechtskundigen Vorsitzenden, wobei die Voraussetzungen des 28 erfüllt sein müssen, sowie aus zwei geistlichen und zwei weltlichen Beisitzern oder Beisitzerinnen. (2) Ist der oder die Beschuldigte Religionslehrer oder Religionslehrerin oder Lehrer oder Lehrerin an einer evangelischen Schule, tritt an die Stelle des weltlichen Beisitzers oder der weltlichen Beisitzerin ein weltlicher Angehöriger des Berufsstandes des oder der Beschuldigten. Bestellung der Mitglieder der Disziplinarbehörden 30. Die Mitglieder der Disziplinarsenate werden auf Grund von Vorschlägen der Superintendentialausschüsse, der Oberkirchenräte A. B. oder H. B. und des Nominierungsausschusses von der Generalsynode auf die Dauer ihrer Funktionsperiode bestellt. 31. (1) Für jeden Vorsitzenden oder jede Vorsitzende ist ein Stellvertreter oder eine Stellvertreterin, für jeden Beisitzer bzw. jede Beisitzerin sind zwei, für den berufenen Religionslehrer bzw. die berufene Religionslehrerin beziehungsweise Lehrer oder Lehrerin an einer evangelischen Schule ist ein Stellvertreter oder eine Stellvertreterin auf die gleiche Weise zu bestellen. (2) Ist die Zusammensetzung eines Disziplinarsenates infolge mehrfachen Ausscheidens von Mitgliedern, einschließlich der Stellvertreter oder Stellvertreterinnen, nicht mehr gegeben, hat die Generalsynode für den Rest der Funktionsperiode eine entsprechende Anzahl von Mitgliedern und Stellvertretern bzw. Stellvertreterinnen zu bestellen. Gelöbnis 32. (1) Die Mitglieder und die Stellvertreter bzw. Stellvertreterinnen legen vor der ersten Ausübung des Amtes in die Hand des Präsidenten oder der Präsidentin folgendes Gelöbnis ab: Ich gelobe vor Gott, mich bei10 122 meinem Wirken als Mitglied des Disziplinarsenates/Disziplinarobersenates nur von meinem an das Evangelium gebundenen Gewissen leiten zu lassen und die kirchlichen Gesetze zu beachten. Ich will in meinem Amte dazu beitragen, dass in der Kirche Friede und Ordnung gewahrt und wieder hergestellt werden. (2) Der oder die Vorsitzende des Disziplinarsenates I. Instanz hat bis 31. März jeden Jahres über den Stand der anhängigen Verfahren dem oder der Vorsitzenden des Disziplinarobersenates zu berichten. Der oder die Vorsitzende des Disziplinarobersenates hat den Bericht der Disziplinarbehörden der Generalsynode zu erstatten. (3) Stellt der oder die Vorsitzende des Disziplinarobersenates unzumutbare Verzögerungen bei der Durchführung von Disziplinarverfahren fest, hat er darüber dem Oberkirchenrat A. und H. B. zu berichten, gegebenenfalls mit Vorschlägen, wie der Verzögerung abzuhelfen ist. Ausscheiden 33. Die zu Mitgliedern oder Stellvertretern und Stellvertreterinnen berufenen Personen scheiden aus dem Amt aus, wenn in ihren persönlichen Verhältnissen eine derartige Änderung eintritt, dass die Voraussetzungen für ihre Bestellung oder die Möglichkeit ihres Wirkens nicht mehr gegeben sind. Enthebung 34. Mitglieder oder Stellvertreter und Stellvertreterinnen, gegen die ein Disziplinarverfahren anhängig ist oder die aus der Evangelischen Kirche in Österreich ausgetreten sind, sind im Einvernehmen mit dem Präsidenten oder der Präsidentin durch die Generalsynode ihres Amtes zu entheben. Bei den Vorsitzenden ist in diesem Fall das Einvernehmen mit dem oder der Vorsitzenden des Revisionssenates herzustellen. Ausschließung 35. (1) Von der Ausübung des Amtes als Mitglied der Disziplinarbehörden sind im Einzelfall ausgeschlossen: 1. Wer selbst oder wenn sein oder ihr Ehegatte durch die Pflichtverletzung betroffen ist; 2. wer mit dem oder der Beschuldigten bis zum 3. Grad verwandt oder verschwägert ist, oder wenn der oder die Beschuldigte zu ihm im Verhältnis von Wahloder Pflegeeltern und -kindern steht; 3. wer in der Sache als Zeuge vernommen worden ist oder als Zeuge in Frage kommt; 4. wer in derselben Sache als Disziplinaranwalt, Untersuchungsführer oder Verteidiger mitgewirkt hat; 5. derjenige, gegen den ein Disziplinarverfahren anhängig ist, und zwar für die Dauer desselben. (2) Von der Ausübung des Amtes als Mitglied des Disziplinarobersenates ist überdies ausgeschlossen, wer bei der Entscheidung der I. Instanz mitgewirkt hat. (3) Jedes Mitglied des Disziplinarsenates I. Instanz und des Disziplinarobersenates, bei dem einer dieser Ausschließungsgründe zutrifft, ist verpflichtet, dem oder der Vorsitzenden den Ausschließungsgrund anzuzeigen. Ist der oder die Vorsitzende selbst betroffen, so ist dies dem Präsidenten oder der Präsidentin der Generalsynode anzuzeigen. Ablehnung 36. (1) Ein Mitglied des Disziplinarsenates oder des Disziplinarobersenates kann von dem oder der Beschuldigten oder vom Disziplinaranwalt abgelehnt werden, wenn sie außer den in 35 Abs. 1 und 2 genannten Fällen Gründe glaubhaft machen, die geeignet sind, Zweifel an der vollen Unbefangenheit des Mitgliedes zu rechtfertigen. (2) Solche Gründe liegen insbesondere dann vor, wenn zwischen dem abgelehnten Mitglied und dem oder der Beschuldigten schwere Misshelligkeiten bestanden oder bestehen oder wenn das persönliche Interesse des Mitgliedes oder ihm nahestehender Personen durch den Ausgang des Disziplinarverfahrens unmittelbar berührt werden könnte. (3) Die Ablehnung muss spätestens acht Tage vor einer anberaumten mündlichen Verhandlung schriftlich beim Vorsitzenden oder bei der Vorsitzenden geltend gemacht werden. (4) Über die Ablehnung oder eine nach Abs 2 angezeigte Befangenheit entscheiden, wenn nur ein Mitglied des Disziplinarsenates oder des Disziplinarobersenates abgelehnt wird, die übrigen Mitglieder des betroffenen Senates; wenn der oder die Vorsitzende oder mehrere Mitglieder abgelehnt werden, entscheidet bezüglich des Disziplinarsenates der Disziplinarobersenat, bezüglich dessen Vorsitzenden oder dessen Mitgliedern der Präsident oder die Präsidentin der Generalsynode. 37. Im Falle der Ausschließung, der Ablehnung, einer Befangenheit oder einer sonstigen Verhinderung eines Mitgliedes des Disziplinarsenates I. Instanz oder des Disziplinarobersenates tritt an die Stelle ein oder eine vom Vorsitzenden oder von der Vorsitzenden einzuberufenden Stellvertreter oder Stellvertreterin, im Falle des oder der Vorsitzenden der berufene Stellvertreter bzw. die Stellvertreterin. Schriftführer/Schriftführerin 38. (1) Für jede Disziplinarbehörde ist vom Kirchenamt A. B. jeweils im Einvernehmen mit dem oder der Vorsitzenden ein Schriftführer oder eine Schriftführerin und ein Stellvertreter oder eine Stellvertreterin zu bestimmen, die auf ihre Verschwiegenheit zu verpflichten sind. (2) Der Schriftführer oder die Schriftführerin hat nach den Anweisungen des oder der Vorsitzenden die erforderlichen Schriftstücke anzufertigen. (3) Die Ausschließungsgründe des 35 Abs 1 sind auf den Schriftführer oder die Schriftführerin sinngemäß anzuwenden. (4) Der Schriftführer oder die Schriftführerin kann nicht abgelehnt werden. Der Disziplinarsenat oder der Disziplinarobersenat kann jedoch bei Vorliegen eines schwerwiegenden Grundes, der bei einem Mitglied des Disziplinarobersenates die Ablehnung rechtfertigen würde, den Schriftführer oder die Schriftführerin entheben oder im Einzelfall an diese Stelle den Stellvertreter oder die Stellvertreterin einberufen.11 123 Untersuchungsführer/Untersuchungsführerin 39. (1) Der Disziplinarsenat I. Instanz oder der Disziplinarobersenat können Untersuchungsführer oder Untersuchungsführerinnen anfordern und beauftragen. Dem Untersuchungsführer oder der Untersuchungsführerin obliegt die Erledigung des Vorverfahrens; er oder sie hat den Sachverhalt durch Vernehmung der Beschuldigten und der Zeugen, durch die Einholung von Gutachten und durch Herbeischaffen aller sonstigen Beweismittel zu klären. (2) Für den Disziplinarsenat I. Instanz und den Disziplinarobersenat werden vom Oberkirchenrat A. und H. B. auf Grund von Vorschlägen der Superintendentialausschüsse und des Oberkirchenrates H. B. ein oder mehrere Untersuchungsführer sowie deren Stellvertreter und Stellvertreterinnen für die Dauer der Funktionsperiode der Generalsynode berufen; diese müssen absolvierte Juristen sein und dürfen einem Superintendentialausschuss nicht angehören. B. In 110 und 111 ist Synodalausschüsse A. B. und H. B. jeweils durch Rechts- und Verfassungsausschüsse A. B. und H. B. in gemeinsamer Sitzung zu ersetzen. C. Übergangsbestimmungen und Inkrafttreten (1) Abschnitt VI dieses Kirchengesetzes tritt mit 30. Juni 2013 in Kraft. (2) Die bestehenden Disziplinarbehörden haben die Geschäfte weiterzuführen und bis 30. Juni 2013 abzuschließen. Dr. Raoul Kneucker Oberkirchenrat Mag. Matthias Eikenberg Schriftführer der Generalsynode Dr. Peter Krömer Präsident der Generalsynode 151. Zl. RU 01; 1595/2012 vom 19. Juni 2012 Religionsunterrichtsordnung 2008 Die Generalsynode hat in ihrer 1. Session der XIV. Gesetzgebungsperiode am 16. Juni 2012 die folgende Ergänzung der Religionsunterrichtsordnung 2008 (ABl. Nr. 99 und 201/2008) beschlossen: 18Abs 4 hat zu lauten: (4) Nachzuweisen ist die Teilnahme an Veranstaltungen zum Zweck der kirchlichen Begleitung, die für alle Ausbildungsgänge in Evangelischer Religion vom Oberkirchenrat A. und H. B. verbindlich erklärt werden; allenfalls ist der Nachweis dem Ansuchen nach Abs 1 anzuschließen. Mag. Karl Schiefermair Dr. Peter Krömer Oberkirchenrat Präsident der Generalsynode Mag. Matthias Eikenberg Schriftführer der Generalsynode 152. Zl. G 11; 1590/2012 vom 18. Juni 2012 Matrikenordnung; Novelle 2012 Die Generalsynode hat in ihrer 1. Session der XIV. Gesetzgebungsperiode am 16. Juni 2012 die folgenden Änderungen der Matrikenordnung beschlossen: (Motivenbericht siehe Seite 166) Es haben zu lauten: 6 (2) Über Amtshandlungen, die nicht in der Pfarrgemeinde und/oder nicht vom zuständigen Pfarrer oder der zuständigen Pfarrerin vorgenommen wurden, ist von der Person, welche die Amtshandlung vorgenommen hat, ein Protokoll anzufertigen, das alle für die Eintragung erforderlichen Angaben und Originalunterschriften enthalten muss. Dieses Protokoll ist in elektronischer Form, wenn dies aber nicht möglich ist, unverzüglich auf dem Postwege der zuständigen Pfarrgemeinde zu übermitteln. Es bildet dort die Grundlage der Eintragung in die Kirchenbücher (Matriken). Ist eine zuständige Pfarrgemeinde nicht vorhanden oder nicht bekannt, verbleibt das Protokoll in der Pfarrgemeinde, in der die Amtshandlung vorgenommen wurde. Die Protokolle sind für jedes Jahr gesammelt den betreffenden Erstschriften anzuheften. 9 (1) Über erfolgte Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Bestattungen sind Urkunden und Bescheinigungen, über Eintritte und über Mitgliedschaften zur Evangelischen Kirche A. B. bzw. H. B. sind Bestätigungen auszustellen. Es sind dafür das EDV-Matrikenprogramm oder die vordem vom Evangelischen Oberkirchenrat A. und H. B. aufgelegten Formulare, u. U. deren festlich gestalteten Varianten zu verwenden. (2) lit a) wie bisher. lit b) lautet: Bei Trauscheinen: Ort und Datum der Trauung, Name des trauenden Pfarrers oder der trauenden Pfarrerin; bei den Eheleuten Vornamen, Familiennamen (vor und nach der Eheschließung), Glaubensbekenntnisse, Ort und Datum der Geburten; bei allfälligen Trauzeugen Vor- und Familiennamen. In der Evangelischen Kirche H. B. sind bei Segnungen von eingetragenen Lebenspartnerschaften Bescheinigungen in sinngemäßer Weise analog den Trauscheinen auszustellen. Erläuterung: Andere Segnungen in der Evangelischen Kirche H. B. wie die Segnung von Lebensgemeinschaften und der nicht eingetragenen Lebenspartnerschaften werden von dieser Vorschrift nicht berührt. Sie dürfen, wenn es gewünscht wird, im Notizenfeld (Anmerkungsspalte) vermerkt werden. Die Amtshandlungsordnung spricht von Trauzeugen mit christlichen Glaubensbekenntnissen; auf diese Empfehlung wird hingewiesen. lit c) bis e) wie bisher. Abs 3 wie bisher, mit folgendem letzten Satz: Für Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden sind die von den Personenstandsbehörden (Standesämter) verwendeten Formulare zu benützen und die staatlichen Vorschriften zu beachten. Abs 4 wie bisher. Mehr anzeigen
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