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Timestamp: 2018-02-21 15:31:16
Document Index: 349653993

Matched Legal Cases: ['§ 22', 'EuG', '§ 12', '§ 12', '§ 24', '§ 24', '§ 42']

ALG2 + Grundstücksbesitz: Nachweise für Verkaufsbemühungen - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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12.11.2011, 10:25 #1
ALG2 + Grundstücksbesitz: Nachweise für Verkaufsbemühungen
ich erhalte seit Juni diesen Jahres ALG2 und zwar wegen Grundstückbesitzes lediglich auf Darlehensbasis. Nachdem der SB nun den Grundstückswert ermittelt hat und dieser wie erwartet über dem Vermögensfreibetrag liegt kündigte er am 13.10. in einer schriftlichen Anhörung an die Darlehenszahlung umgehend einzustellen, mit der Begründung durch den Grundstückswert werde mein Vermögensfreibetrag überschritten und ich könne meinen Lebensunterhalt somit selbst bestreiten. Die Zahlung für November blieb seitdem aus.
In meiner Antwort teilte ich ihm am 28.10. mit, daß ich die Einstellung der Darlehenszahlung für rechtswidrig halte und gegen diese rechtlich vorgehen werde, da ich von Grundstücksvermögen selbstverständlich erst dann meinen Lebensunterhalt bestreiten kann, wenn ein Verkauf erfolgt ist und dies innerhalb weniger Wochen unrealistisch sei.
Darauf erhielt ich am 03.11. die Antwort, daß die weitere Gewährung des Darlehens nun doch möglich sei, sofern ich bis zum 18.11., also innerhalb von 15 Tagen nachvollziehbare Nachweise vorlege, aus denen ersichtlich wird, daß ich mich um eine Verwertung bemühe.
Dies ist mir aber innerhalb einer so kurzen Frist unmöglich, da
1.) sich das Grundstück in Gemeinschaftsbesitz befindet und ich mich mit dem Mitbesitzer, einem Verwandten, zu dem ich seit zwei Jahrzehnten keinerlei Kontakt habe in Verbindung setzen muß um die Zustimmung zum Verkauf zu erhalten und die genaue Vorgehensweise hierfür zu besprechen.
2.)ich noch keine Ahnung von Immobiliengeschäften habe, und auch nachweislich erst in 3-4 Wochen wieder über einen Internetzugang verfüge um mich diesbezüglich in entsprechenden Foren, etc... zu informieren. Ich möchte mich schließlich nicht blind und ohne jede Hintergrundkenntnisse einem Immobilienhai aussetzen. Es ist nämlich absehbar, daß ich mich im Falle einer Zustimmung des Mitbesitzers alleine um den Verkauf bemühen muss.
3.)das Grundstück weit entfernt von meinem Wohnort liegt und ich es erst einmal vor Ort begutachten möchte und mich auch erst einmal nach dem derzeitigen Erschließungsstand und realen Marktwert erkundigen muss. Alleine um sie vor Ort zu begutachten muss ich erst einmal eine preiswerte Mitfahrgelegenheit finden, da ich mir derzeit weite Bahnfahrten zum regulären Preis nicht leisten kann.
Ist das Setzen einer 2-wöchigen Frist zum Nachweis von Verkaufsbemühungen hier rechtlich zulässig? Es geht hier schließlich nicht um einen simplen Flohmarktverkauf, sondern um einen hohen Wert. Aus o.g. Gründen, v.a. da ich erst zum Dezember wieder einen Internetzugang habe würde ich dies voraussichtl. auch in einer 4-wöchigen Frist nicht schaffen. Ich fürchte, daß ich bis zum Fristende dem 18.11. auch keinen Anwaltstermin kriegen werde, um die Rechtmäßigkeit dieser Frist zu prüfen :-(
Das Schreiben des SB findet ihr im Anhang dieses Beitrages.
12.11.2011, 14:15 #2
AW: ALG2 + Grundstücksbesitz: Nachweise für Verkaufsbemühungen
Verkaufsbemühungen sind zumeist mit Kosten verbunden.
Würde doch sofort mal Kostenübernahme und Vorschuss beantragen.
Ist der Verkauf in der vom SB erwartetetn Zeit (gew. 6 Monate) nicht zustande gekommen, dann wird aus Darlehen Zuschuss. Vergißt SB gerne mal, also beantragen.
Nachweis über Einkommen aus Vermögenswandlung? Gehts noch?
Nachweis über jetzt vorhandenes Vermögen wäre evtl. was Zulässiges.
Ich halte das Gemeinschaftseigentum für nicht verwertbar. Nur alle Eigentümer gemeinsam können verwerten.
Miteigentümer können aber auch per Urteil zur Mitwirkung angehalten werden.
Rechtsschutz müsste JC schon stellen. Für PKH sehe ich keinen Raum.
Nachdem die Miteigentümer per Urteil verpflichtet sind, fehlt nur noch ein Käufer, der einen den Miteigentümern genehmen Preis zahlt.
SB von JC wird seine Verwertungsidee woanders verwerten dürfen.
Bleibt noch eine Frage: Wer zahlt akt. die Kosten? Grundsteuer etc.?
13.11.2011, 05:21 #3
Nachdem der SB nun den Grundstückswert ermittelt hat und dieser wie erwartet über dem Vermögensfreibetrag liegt kündigte er am 13.10. in einer schriftlichen Anhörung an die Darlehenszahlung umgehend einzustellen, mit der Begründung durch den Grundstückswert werde mein Vermögensfreibetrag überschritten und ich könne meinen Lebensunterhalt somit selbst bestreiten.
Wie hat der SB den Verkehswert des Grundstücks ermitteln können?
Vermögensfreibetrag für die Personen, die vor 1958 geboren sind, ist deutlich höher.
13.11.2011, 09:27 #4
sind jetzt die SBler außer Ärzten auch noch Gutachter für Grundstücke.
Stell einen Antrag auf Übernahme sämtlicher Kosten der Verwertung des Grundstückes, einschließlich Briefverkehr den Du haben musst mit den Miteigentümer. Dieser muss erst mal zustimmen.
Wenn er das nicht tut, brauchst Du eine Schätzung des Grundstückswertes von einen Gutachter. Kostenübernahme beantragen. Da musst Du nicht unbedingt selbst hin. Du bist da auch nur Laie.
Einen Anwalt würde ich mir schon langsam anfangen zu suchen.
Dies ist ein Thema, wo Dir noch sehr viele Steine in den Weg gelegt werden können. Nicht das es Felsbrocken werden.
13.11.2011, 11:25 #5
Um den guten Willen zu zeigen, frag doch mal schriftlich bei 2-3 Banken an, ob sie Dir ein Darlehen auf Dein Miteigentum geben wollen. Die werden vermutlich sehr heftig mittem Kopp schütteln, vor allem, wenn Du zart andeutest, dass Du das Darlehen benötigst, um eine Zeit lang auf ALG II verzichten zu können.
Auch die Beleihung eines Grundstücks ist Verwertung (!!! das ist in der Rechtsprechung völlig unumstritten) - damit hättest Du also Verwertungsbemühungen nachgewiesen. Gleichzeitig aber hättest Du auch einen Nachweis - guck mal lieber SB ich bekomme nicht mal genug Geld um wirklich zu beginnen, das Grundstück zu verkaufen.
Verkauf, da wird der Miteigentümer ja, wenn Du vernünftig mit ihm sprichst, vielleicht gar nicht einverstanden sein. Oder, um es im Klartext zu schreiben, der wäre ja schön blöd, wenn er zustimmen würde.
Die einzige Möglichkeit bliebe dann eine Teilungsversteigerung, die Du beantragen müsstest. Dazu musst Du aber erst mal mit Gerichtskosten und Gutachterkosten in Vorlage treten - kannst Du nicht = siehe oben.
Dein Miteigentümer aber spekuliert möglicherweise auf die Teilungsversteigerung, streckt Dir vielleicht sogar die Kosten vor. Je nachdem, wie uninteressant das Grundstück ist kann er es dann nämlich für einen "Appel und ein Ei" ersteigern, denn er weiß ja, Du kannst nicht mitsteigern, weil Du kein Geld hast.
14.11.2011, 12:23 #6
er hat einfach den Bodenrichtwert des zuständigen Katasteramtes als Wert übernommen. Merkwürdigerweise ist der weitaus höher, als ein mir vorliegender Wert aus den Erbunterlagen. Aber der Bodenrichtwert bezieht sich auch auf den erschlossen Zustand und mir ist nicht bekannt, ob das Grundstück in der Zwischenzeit erschlossen wurde. Vor zwei Jahren war es noch unerschlossen und zumindest ich habe keine Nachricht über durchgeführte Erschliessungsmaßnahmen der Standortgemeinde erhalten.
Von aktuell anfallender Grundsteuer ist mir gar nichts bekannt. Vielleicht kommt das erst, wenn das Bauöland erschlossen wurde, sofern es dies noch nicht ist.
Nachweis über jetzt vorhandenes Vermögen wäre evtl. was Zulässiges..
Ja, das ist auch noch so eine Unverschämtheit, die ich trotz des Grundstückbesitzes für rechtswidrig halte gegen die ich Widerspruch einlegen werde. Ich verfüge nur noch über geringe finanzielle Reserven und muß diese durch den Verkauf von Sachen (Teile meiner Sportausrüstung, etc...) aus dem Schonvermögen aufstocken, um mir u.a. bei einem geplanten Umzug eine Wohnungseinrichtung zuzulegen, da ich momentan in einer winzigen möblierten Wohnung mit Schimmelbefall wohne.
Ich werde also zunächst einmal Widerspruch gegen die gesetzte Frist zur Vorlage von Verkaufsbemühungen einreichen und fordern, daß die Darlehenszahlung für den Monat November nachgeholt wird und dann schnellstmöglich einen Anwalt konsultieren. Dazu werde ich mir einen Beratungsschein ausstellen lassen. Kann mir jemand sagen, ob man die bei der Beratung durch den Anwalt entstehenden Kosten bei Änderung der Einkommenssituation nachträglich zahlen muss? Ich kenne es nämlich zumindest von der Prozeßkostenhilfe so, daß die dabei entstehenden Kosten, sofern man einen Prozeß verliert oder nur teilweise gewinnt bei Änderung der Einkommenssituation noch bis zu 48 Monate nach Verfahrensende von Amtsgericht eingefordert werden.
14.11.2011, 14:01 #7
Bei Anrechnung von Vermögen kann man nur davon ausgehen, was man dafür derzeit als Geldwert kriegen kann. Bei einigen Gründstücke(Wiese etc.), kann dieser Wert bei einigen Euro pro kM liegen.
14.11.2011, 18:02 #8
Ich würde erstmal direkt der Wertermittlung durch den SB widersprechen, ich habe das für meine selbstbewohnte Immobilie mit durch, als es im Jahr 2009 um die Übernahme der Tilgungsraten ging.
Béi mir wurde einfach ein Gutachten vom zuständigen Ortsgericht aus dem Jahre 1996 genommen, nur total an der Realität vorbei, weil bei uns solche Objekte wie meins in den 15 Jahren im Wert gesunken sind, und zwar real auf 25% von der damaligen Zahl, habe dann meine Bank ins Spiel gebracht, wo die wissen was vergleichbare Objekte wert sind
Und ob erschlossen oder nicht, klärt ein Anruf bei der zuständigen Stadt/Gemeindeverwaltung, zudem hättest du dafür wenn geschehen längst eine dicke Rechnung bekommen, die können dir auch ~ m² Preise nennen, bei uns wären die im 1-stelligen € Bereich/m²
Und des weiteren mitteilen das man nicht einfach ein Grundstück verkaufen kann wo nur ein Miteigentumsanteil besteht, ohne eine schriftliche Zustimmung geht überhaupt nichts, da musst du auf jeden Fall tätig werden, lehnt die andere Partei das ab, dann muss eine Teilungsversteigerung eingeleitet werden, was auch wieder kosten als Vorschuss verursacht.
Du siehts, auch ohne Internet oder auch ohne direkt hin zu fahren ist da was zu machen um Details zu klären, und die Widersprüche direkt schriftlich bei an die ARGE schicken
16.11.2011, 10:27 #9
Gibt es Urteile oder Gesetzestexte hierzu?
Ich bekomme, in ähnlicher Situation wie Threadersteller, seit Anfang des Jahres ALG2 auf Darlehensbasis. Von Zuschuss bzw. Umwandlung nach 6 Monaten ist mir (ebenso meinem Anwalt und SG) nichts bekannt.
So was gab es meiner Meinung nach nur in der ehemaligen Sozialhilfe, dort wurde 6 Monate lang ein Darlehen gezahlt, danach in Zuschuss umgewandelt.
16.11.2011, 14:59 #10
Zu diesem Sachverhalt gibt es schon ein Urteil vom BSG, habs leider nicht zur Hand.
hab auf die Schnelle nur das gefunden:
http://juris.bundessozialgericht.de/...rt=pm&nr=10166
http://juris.bundessozialgericht.de/...rt=en&nr=11004
16.11.2011, 16:06 #11
Aber wie ich schon vermutete, dies sind Einzelfallentscheidungen. Es gibt kein Gesetz, wonach ein Darlehen von ALG2 nach 6 Monaten in einen Zuschuss übergeht. Dies gab es nur bei der ehemaligen Sozialhilfe.
20.11.2011, 14:39 #12
@ Maxenmann,
da mir eine direkte Mail verboten ist(>12 Beiträge), also hier meine Frage/n:
Wer dazu seine Infos/Ansicht schreiben möchte...bitte gern.
habe eben deinen Beitrag im Forum v. 14.11.11 gelesen und da fiel mir ins Auge, dass du 2009 - in bezug auf deine selbstgenutzte Immobilie - u. U. meine Fragestellung bereits abgeklärt hast.
Bei mir geht es darum, dass ich fast am Ende meiner Finanzieruung angelangt bin (Rest noch 45 Mon. u. 15.000,--€).
Die Arge zahlt also seit Jahren deutlich weniger an KdU (Anteil Kaltmiete = nur die wenigen Zinsen) als sie es machen müsste, wen ich mein Haus, oder angemessenen Wohnraum MIETEN würde.
Eine 2-Zi-Whg würde mind. 260,--€ KM kosten.
Arge zahlt aktuell an Zinsen aber nur 63,-- und in den nächsten 45 Mon. auch nur noch 1.998,--€ insgesamt.(geht ja jedes Halbjahr rapide runter!)
Das enstpricht einem Durchschnitt v, rd. 26,-- € mtl an Kaltmiete *haha*
Immer wird der § 22 SGB II zitiert, wo es darum geht, dass aus steuerfinanzierten Geldern kein Vermögen geschaffen werden soll.
Meine Argumetation, dass ich mich als Eigentümer im Leistungsbezug, deutlich schlechter gestellt sehe, als wenn ich MIeter im L-Bezug wäre, wurde mir am 18.11.11 sogar in der mündlich verlesenen Klageabweisung vom Richter - wenn auch mit tiefem Bedauern - bestätigt.
Selbst die RAin der Arge fand das ungerecht.
Ich frage mich nun, ob ich vor das BVerfG ziehen muss, oder sogar das EuGH?
Allen Beteiligten der Gerichtsverhandlung (1 Richter, 2 Schöffen u. beide RAin), war klar, dass dieses geltende SG-Recht ungerecht ist.
Sie betonten aber dann, dass sie nicht für Gerechtigkeit, sondern für die korrekte Anweendung geltenden rechts zuständig seien.
Der Gipfel war dann noch, dass mir seitens der RAin der Arge, auf meine Aussage <<sobald ich mein Haus ganz bezahlt hätte, müsste die Arge mir die Kosten einer angemessenen Whg zahlen>> klar machte, dass si das mit nichten machen würden.
Sie würden mich sofort zwingen mein - ja nun unbelastetes Vermögen = Haus) umgehend zu veräußern.
Würde ich mich weigern, wpürde ich dennoch als vermögend gerechnet und der Leistungsbezug bis zum Verbrauch kpl. eingestellt (inkl. KrankenVers. etc)
Der Richter, der das ja mitangehört hatte, sagte dann auch in seiner Urteilsbegründung, dass es in unserem Staat nun einmal so sei, dass, wer selbst Vorsorge getroffen hat, oder trifft, (leider) bestraft wird, da er - im Leistungsfall, eben einfach deutlich weniger bekommen würde, als derjenige, der keine Vorsoge trifft.
Ein Hammer wie ich finde.
Wäre das nicht ein neues Thema?
Ich danke Ihnen/dir(?) für deine/Ihre Zeit und Antwort.
20.11.2011, 15:03 #13
Im Grunde ist es doch pure Dummheit, ein Grundstück zu verkaufen, (sofern man in einem eigenen Haus darauf wohnt), um dann woanders Miete zu zahlen? Die Vorgehensweise des SB ist für mich nicht nachvollziehbar. So fiele nur der Regelsatz an, (ist nicht ganz so, ich weiß), danach käme aber zusätzlich die volle Miete dazu? Langfristig rechnen kann der SB anscheinend nicht.
02.12.2011, 15:17 #14
So, es geht leider weiter. mein Antrag auf Beratungshilfe beim Amtsgericht wurde ebenfalls abgelehnt mit dem Hinweis der Wert meines Grundstücksvermögen übersteige den Schonbetrag i.H.v. 2600,-€. Wohngeld gibt es auch nicht, da mein grundstücksanteil laut Bodenrichtwerttabelle knapp >60.000,-€ liegt. Für Dezember und vlt. Januar reicht das Geld noch, dann bin ich restlos pleite und habe auch keinen Dispo. Ohne Beratungshilfe zum Anwalt ist mir wegen der möglichen Kosten nicht ganz geheuer.
Der SB hat versucht mich telefonisch zu kontaktieren (obwohl ich bereits die Löschung meiner Tel-Nr. beantragt habe) und auf dem AB um Rückruf gebeten, weil er mit mir persönlich sprechen möchte. Habe ihm schriftlich geantwortet und mitgeteilt, daß ich keine Notwendigkeit für einen Gesprächstermin sehe, da ich ihm bereits zweimal geschrieben habe, daß ich bereit bin mich um eine Verwertung meines Grundstückanteiles zu bemühen, sobald ich den realen Verkehrswert ermittelt habe. Aktuell bin ich aber krankgeschrieben und ehrlich gesagt habe ich auch keine Ahnung, wie ich den realen Verkehrswert herausfinden könnte. Ob die ARGE eine Begutachtung finanzieren muss ist in solchen Fällen wohl rechtlich nicht ganz geklärt.
Dann fürchte ich auch noch, daß die Behörde verlangt eine Grundschuld auf ihren Namen ins Grundbuch eintragen zu lassen, was jedem Kaufinteressenten zeigt, daß ich arbeitslos bin und mich in einer finanziellen Notlage befinde. Die Kaufinteressenten wüßten also, daß sie am längeren Hebel sitzen und würden logischerweise versuchen das Grundstück unter Wert zu kaufen. Habe auch keine Ahnung, ob ich mit Aussicht auf Erfolg dagegen klagen könnte, zumal doch die unbeteiligten Mitbesitzer dann auch davon betroffen wären.
Habe nun per Post einen Termin zum Vorsprechen erhalten, den ich aber aus hier Erscheinungspflicht beim Sachbearbeiter? genannten Gründen nicht wahrnehmen werde, zumal ich aktuell eh krankgeschrieben bin.
Die Darlehenszahlung ist seit November weiterhin eingestellt. ich habe nach dem bisherigen Verlauf und einem Telefongespräch vor einigen Monaten auch nicht vor bei diesem SB jemals persönlich vorzusprechen.
Man zahlt sich als Beschäftigter an offenen/verdeckten Steuern und Sozialabgaben dumm und dämlich und bei unverschuldeter Arbeitslosigkeit wird einem sogar ein reines Darlehen und jede Beratungshilfe verwehrt. Mich ekelt dieses Land, seine vertreter und seine Institutionen mittlerweile nur noch an. 2010 wurden haben Bund, Länder und Kommunen fast 750 Milliarden Euro für Soziales ausgegeben. Wo zum Teufel fließt dieses Geld denn hin?
02.12.2011, 15:32 #15
Wenn auf dem Grundstück bzw. Teilgrundstück derzeit keine Hypothek eingetragen ist, dann solltest Du das auch dabei belassen. Hierfür ist es sinnvoll, nachzusehen, ob es nicht irgendwo ein Schriftstück gibt, daß es Dir untersagt, alleine das Grundstück zu belasten oder zu verkaufen? Wenn Ihr tatsächlich nur gemeinsam entscheiden könnt, dann kann Dir keiner Vorwürfe machen, wenn Dein Miteigentümer seine Zustimmung verweigert.
Versuche die Grundsteuern aufzubringen und den Wasseranschluß sicherzustellen; heizen kannst Du notfalls mit Holz?
Aber darüberhuinaus wundert mich, daß das Amt die laufenden Kosten äquivalent zur Miete nicht übernimmt, denn dazu sind sie verpflichtet, da ein selbstbewohntes Haus für den Bezug von ALG2 und co. unschädlich ist.
02.12.2011, 16:14 #16
@Pinguin: Der Fall mit dem Haus stammt von den anderen Beitragsschreibern. Es geht bei mir um ein nacktes Grundstück, da steht nichts drauf und es ist auch noch nicht erschlossen.
02.12.2011, 19:34 #17
keine Ahnung,ob es paßt, aber es gibt doch im BGB einen "Schutz-§", der einen davor schützt, seine Immobilie, bei drohendem Wertverlust von > 10%, nicht veräußern zu müssen.
Ob das auch für unbebaute u. ~erschlossene Grundstücke gilt weiß ich jedoch nicht.
Würden sich also Int. melden, die deine/Ihre Situation ausnützen wollen. - entspr. selbst geschilderter Befürchtung halte ich das für absolut realistisch - so würde ich deren (unbedingt mehrere sammeln) Offerten offiziell schriftlich dokumentieren (z. B. gegenzeichne lassen) und mich dann dem JC gegüb. auf den Schutz, den das BGB bietet, berufen.
02.12.2011, 19:39 #18
meine Fragen vom 20.11. (hier der Beitrag Nr 12)
scheint entweder niemand hier beantworten zu können,
DAS hier ist der falsche Thread???
Kann mir da mal bitte einer der erfahrenen User helfen???!!!
Direkt anschreiben darf ich ja nicht.... alles schon versucht.
02.12.2011, 21:20 #19
Wenn du Fragen hast, offne einen eigen Thread.
Mit deinen Fragen hier machst du diesen Thread dem TE kaputt.
02.12.2011, 21:56 #20
Das wäre ein neues Thema!!!!
03.12.2011, 00:15 #21
@Sennet
Hier kann man außer RA eine Beratungsstelle finden:
03.12.2011, 01:17 #22
Lies dir die Hinweise der Bundesagentur zum § 12 Vermögen durch.
http://www.harald-thome.de/media/fil....06.211-01.pdf
Ich habe zum Beispiel folgendes gefunden:
Hinweise § 12, Randziffer 12.9
Keine sofortige Verwertung möglich
(8) Ist ein sofortiger Zugriff auf berücksichtigungsfähige Vermö-
genswerte nicht möglich, sind gegebenenfalls Leistungen in Form
von Darlehen nach Maßgabe des § 24 Abs. 5 zu zahlen.
Zu beachten ist, dass Darlehen nach § 24 Absatz 5 auf nicht sofort
verwertbares Vermögen das zu berücksichtigende Vermögen ver-
mindern, da die Darlehen nach erfolgter Verwertung sofort fällig sind
(§ 42a Absatz 3 Satz 1 SGB II).
Ist bis auf weiteres, d. h. zumindest für die Dauer des gesamten
Bewilligungsabschnitts, nicht absehbar, dass ein wirtschaftlicher
Nutzen aus dem Vermögen gezogen werden kann (z. B. fehlende
Zustimmung eines Miterben zum Verkauf einer nicht selbst genutz-
ten Immobilie bei Erbengemeinschaft), sind die Leistungen als Zu-
schuss zu gewähren, wenn die fehlende Verwertbarkeit nicht in der
Verantwortung des Hilfebedürftigen liegt.
Randziffer 12.42 Immobilienbewertung
und Anlage 3
- Arbeitshilfe zur Ermittlung des Verkehrswertes von
Haus- und Grundeigentum und zur Zusammenarbeit
mit dem Gutachterausschuss -
03.12.2011, 01:30 #23
Man darf das nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich kenne jemanden, dem ist es trotz Makler nicht gelungen, ein unbebautes Grundstück zu verkaufen. Erst nach einem Jahr und nur nach Einschaltung eines Rechtsanwalts hat das Jobcenter dann ALG 2 als Zuschuss gezahlt.
03.12.2011, 10:16 #24
So, es geht leider weiter. mein Antrag auf Beratungshilfe beim Amtsgericht wurde ebenfalls abgelehnt mit dem Hinweis der Wert meines Grundstücksvermögen übersteige den Schonbetrag i.H.v. 2600,-€.
Ging mir, in ähnlich gelagertem Fall, auch so.
Bin listigerweise ein 2. Mal zum Amtsgericht wegen dem Beratungsschein und hatte, mit einer anderen Rechtspflegerin, mehr Erfolg.
Beim 2. Termin habe ich auch nicht viel vom Haus erzählt, sondern nur das ich den (Ablehnungs-) Bescheid anwaltlich prüfen lassen möchte.
Anderenfalls könntest du auch ohne Beratungsschein zum Anwalt, wenn du direkt einen Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz (eA) machst. Dann benötigt der Anwalt keinen Beratungsschein sondern direkt eine PKH.
daß ich bereit bin mich um eine Verwertung meines Grundstückanteiles zu bemühen, sobald ich den realen Verkehrswert ermittelt habe. Aktuell bin ich aber krankgeschrieben und ehrlich gesagt habe ich auch keine Ahnung, wie ich den realen Verkehrswert herausfinden könnte. Ob die ARGE eine Begutachtung finanzieren muss ist in solchen Fällen wohl rechtlich nicht ganz geklärt.
Den ungefähren Verkehrswert kannst du über das Jobcenter erfahren. Das Jobcenter kann kostenlos bei den "Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse bei den Kataster- und Vermessungsämtern" einholen.
Wenn du zur Zeit nicht Verkaufen kannst, reicht es dem Jobcenter auch oftmals, wenn du Ablehnungen von Banken zur Kreditierung bzw Beleihung des Grundstückes vorweisen kannst. Frag doch einfach mal bei ein paar Banken nach Kredit, erkläre die Situation und lasse dich wegen der Kreditanfrage auslachen.....
Ich drücke Dir die Daumen, bei mir ist Januar auch wieder "Stichtag" wo ich erneut um eine Weiterbewilligung, auf Darlehensbasis, kämpfen muss.
alg2, grundstücksbesitz, nachweise, verkaufsbemühungen
Profilingbogen und Nachweise Daniell Anträge 17 29.08.2011 17:52
Nachweise von Bewerbungen Aufstocki ALG II 7 05.05.2010 13:30
Krankheit und Nachweise Devona Allgemeine Fragen 6 15.03.2010 17:36
Datenabgleich und Nachweise louki ALG II 28 14.06.2007 14:12