Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NVwZ-RR%202005,%20416
Timestamp: 2020-04-10 06:46:38
Document Index: 206626750

Matched Legal Cases: ['§ 818', '§ 11', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 812', '§ 19']

Rechtsprechung: NVwZ-RR 2005, 416 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OVG Nordrhein-Westfalen, 11.03.2004
https://dejure.org/2004,2117
BVerwG, 16.12.2004 - 5 C 71.03 (https://dejure.org/2004,2117)
BVerwG, Entscheidung vom 16.12.2004 - 5 C 71.03 (https://dejure.org/2004,2117)
BVerwG, Entscheidung vom 16. Dezember 2004 - 5 C 71.03 (https://dejure.org/2004,2117)
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Erstattung, öffentlich-rechtliche - wegen rechtsgrundlos erbrachter Arbeit; öffentlich-rechtliche Erstattung, Anrechnung von geleisteter Sozialhilfe; Anrechnung von Sozialhilfe auf einen Erstattungsanspruch gegen den Sozialhilfeträger; Arbeit, Erstattungsanspruch wegen ...
Erstattung, öffentlich-rechtliche - wegen rechtsgrundlos erbrachter Arbeit; öffentlich-rechtliche Erstattung, Anrechnung von geleisteter Sozialhilfe; Anrechnung von Sozialhilfe auf einen Erstattungsanspruch gegen den Sozialhilfeträger; Arbeit, Erstattungsanspruch
Umfang des öffentlich-rechtlichen Erstattungsanspruchs - Vermögenzuwachs bei rechtsgrundloser Leistung von Arbeit - Anrechnung der geleisteten Sozialhilfe auf einen Erstattungsanspruch gegen den Sozialhilfeträger wegen rechtsgrundlos erlangter Arbeitsleistung
BGB § 818 Abs. 3; BSHG § 11 § 19
NVwZ-RR 2005, 416
DVBl 2005, 781
DÖV 2005, 650
Insoweit schließt sich der Senat der Rechtsprechung des BVerwG an, wonach ein Erstattungsanspruch nur in dem Umfang besteht, in dem es per saldo zu einem (rechtsgrundlosen) Vermögenszuwachs gekommen ist (vgl BVerwG Urteil vom 16.12.2004 - 5 C 71/03 - Buchholz 436.0 § 19 BSHG Nr. 11 = DVBl 2005, 781;… kritisch dazu Gehrken, aaO, S 288 f) .
Entsprechend ist auch für den allgemeinen öffentlich-rechtlichen Erstattungsanspruch in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts anerkannt, dass dieser seiner Funktion, eine dem materiellen Recht nicht entsprechende Vermögensverschiebung zu korrigieren, nur unter Berücksichtigung derjenigen Rechtsbeziehungen erfüllen kann, in denen es zu dieser Vermögensverschiebung gekommen ist (vgl. Urteil vom 16. Dezember 2004 - BVerwG 5 C 71.03 - Buchholz 436.0 § 19 BSHG Nr. 11 S. 3 = NVwZ-RR 2005, 416 ; ferner VGH Mannheim, Urteil vom 18. Oktober 1990 - 2 S 2098/89 - NVwZ 1991, 583 ).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 16. November 2007 - 9 B 36.07 -, NJW 2008, 601 = juris Rn. 13 f., Urteil vom 16. Dezember 2004 - 5 C 71/03 -, DVBl. 2005, 781 = juris Rn. 16.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 28. Oktober 2013 - 5 B 66.13 -, juris Rn. 5 und 13, Urteile vom 16. Dezember 2004 - 5 C 71/03 -, DVBl. 2005, 781 = juris Rn. 15, vom 18. Januar 2001 - 3 C 7.00 -, BVerwGE 112, 351 = DVBl. 2001, 991 = juris Rn. 27 ff., vom 12. März 1985 - 7 C 48.82 -, BVerwGE 71, 85 = DVBl. 1985, 850 = juris Rn. 14, und vom 18. Dezember 1973 - I C 34.72 -, NJW 1974, 2247 = juris Rn. 126.
Wie der im bürgerlichen Recht geregelte Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung (§§ 812 ff. BGB) hat auch der Erstattungsanspruch die Aufgabe, eine dem materiellen Recht nicht entsprechende Vermögensverschiebung zu korrigieren, was sinnvoll nur unter Berücksichtigung der Rechtsbeziehungen möglich ist, in denen es zu dieser Vermögensverschiebung kam (BVerwG, Urteil vom 16.12.2004 - 5 C 71/03 -, DVBl. 2005, 781, 782 und NVwZ-RR 2005, 416, 417).
4.1 Die Rechtsprechung bejaht in Anlehnung an das zivile Bereicherungsrecht einen öffentlich-rechtlichen Erstattungsanspruch nur in dem Umfang, in dem es per Saldo zu einem (rechtsgrundlosen) Vermögenszuwachs gekommen ist (BVerwG vom 16.12.2004 DVBl 2005, 781 zum Erstattungsanspruch gegen einen Sozialhilfeträger).
Die Anspruchsvoraussetzungen entsprechen denen des zivilrechtlichen Bereicherungsanspruches (vgl. grundlegend Urteil vom 12. März 1985 BVerwG 7 C 48.82 BVerwGE 71, 85 m.w.N.; Urteil vom 16. Dezember 2004 BVerwG 5 C 71.03 Buchholz 436.0 § 19 BSHG Nr. 11).
Namentlich die Entscheidung des BVerwG vom 16.12.2004, - 5 C 71.03 -, DVBl. 2005, 781, führt zu keiner anderen Beurteilung, da es schon an hinreichenden Parallelen fehlt.
OVG Nordrhein-Westfalen, 12.05.2006 - 1 A 3105/04
VG Leipzig, 20.04.2016 - 4 K 1048/13
Erstattung für rechtsgrundlos erbrachte Arbeit
OVG Nordrhein-Westfalen, 11.03.2004 - 13 C 14/04
https://dejure.org/2004,15437
OVG Nordrhein-Westfalen, 11.03.2004 - 13 C 14/04 (https://dejure.org/2004,15437)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 11.03.2004 - 13 C 14/04 (https://dejure.org/2004,15437)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 11. März 2004 - 13 C 14/04 (https://dejure.org/2004,15437)
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Erfordernis der ordnungsgemäßen Eingliederung in den laufenden Hochschulbetrieb bei einem Antrag auf Zulassung zum Studium außerhalb der festgesetzten Kapazitäten
VG Minden - 2 Nc 1/04
Beschluss vom 19.10.2007 - 13 C 144/07 -, juris; vgl. aber auch Beschluss vom 11.3.2004 - 13 C 14/04 -, NVwZ-RR 2005, 416.
OVG NRW, Beschluss vom 11.3.2004 a. a. O..
Andere Gerichte stellen darauf ab, ob der Bewerber noch in den laufenden Studienbetrieb des Bewerbungssemesters integriert werden kann und erkennen einen Anordnungsgrund dann nicht mehr an, wenn der Antrag bei Gericht mehr als drei Wochen nach Beginn der Vorlesungszeit Oberverwaltungsgericht Koblenz, Beschluss vom 13.1.2003 - 6 D 1190/02 - zitiert nach Juris beziehungsweise erst eingeht, wenn etwa drei Viertel der Vorlesungszeit verstrichen sind OVG Münster, Beschluss vom 11.3.2004 - 13 C 14/04 - zitiert nach Juris.
Andere Gerichte stellen darauf ab, ob der Bewerber noch in den laufenden Studienbetrieb des Bewerbungssemesters integriert werden kann und erkennen einen Anordnungsgrund dann nicht mehr an, wenn der Antrag bei Gericht mehr als drei Wochen nach Beginn der Vorlesungszeit Oberverwaltungsgericht Koblenz, Beschluss vom 13.1.2003 - 6 D 1190/02 - zitiert nach [...] beziehungsweise erst eingeht, wenn etwa drei Viertel der Vorlesungszeit verstrichen sind OVG Münster, Beschluss vom 11.3.2004 - 13 C 14/04 - zitiert nach [...].
Während einige Verwaltungsgerichte eine Antragstellung grundsätzlich spätestens am ersten Vorlesungstag des Bewerbungssemesters fordern (…so z. B. VG Leipzig, Beschl. v. 26.5.2011 - NC 2 L 223/11 -, juris Langtext Rdnr. 4), verzichten andere Gerichte auf eine starre Zeitgrenze, fordern aber allgemein, dass ein sinnvoller Einstieg in das betreffende Semester noch möglich ist (etwa OVG Lüneburg, Beschl. v. 2.4.1981 - 10 B 1572/80 -, NVwZ 1983, 106; OVG Greifswald, Beschl. v. 22.4.2009 - 1 M 22/09 -, juris <3.11. für das Wintersemester noch ausreichend>; OVG Münster, Beschl. v. 11.3.2004 - 13 C 14/04 -, NVwZ-RR 2005, 416; Beschl. v. 15.5.2008 - 13 C 165/08 -, NVwZ 2008, 703 <11.12.
Während einige Verwaltungsgerichte eine Antragstellung grundsätzlich spätestens am ersten Vorlesungstag des Bewerbungssemesters fordern (…so z. B. VG Leipzig, Beschl. v. 26.5.2011 - NC 2 L 223/11 -, juris Langtext Rdnr. 4), verzichten andere Gerichte auf eine starre Zeitgrenze, verlangen aber allgemein, dass ein sinnvoller Einstieg in das betreffende Semester noch möglich ist (etwa OVG Lüneburg, Beschl. v. 2.4.1981 - 10 B 1572/80 -, NVwZ 1983, 106; OVG Greifswald, Beschl. v. 22.4.2009 - 1 M 22/09 -, juris <3.11. für das Wintersemester noch ausreichend>; OVG Münster, Beschl. v. 11.3.2004 - 13 C 14/04 -, NVwZ-RR 2005, 416; Beschl. v. 15.5.2008 - 13 C 165/08 -, NVwZ 2008, 703 <11.12.
VG Köln, 04.03.2008 - 6 Nc 512/07
Erlass einer Regelungsanordnung zur Zulassung zu einem Lehramtsstudiengang mit …
vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 19.10.2007 - 13 C 144/07 -, abrufbar unter www.nrwe.de, und vom 11.03.2004 - 13 C 14/04 -, NVwZ-RR 2005, 416; OVG Schleswig-Holstein, Beschluss vom 09.06.2004 - 3 NB1/04 -, zitiert nach juris; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 13.01.2003 - 6 D 11940/02 -, zitiert nach juris; jeweils mit weiteren Nachweisen; VG Köln, Beschlüsse vom 21.01.2004 - 6 Nc 3/04 -, und vom 30.08.2007 - 6 Nc 128/07 -.
Einen Anordnungsgrund wird man jedenfalls dann nicht verneinen können, wenn der Bewerber - im Falle unverzüglicher Stattgabe seines Antrags - noch ordnungsgemäß in den laufenden Studienbetrieb eingegliedert werden kann und seine erfolgreiche Teilnahme an den Lehrveranstaltungen des Bewerbungssemesters gewährleistet ist (so OVG Münster, Beschluss vom 11. März 2004 - 13 C 14/04 -, NVwZ-RR 2005, 416; Beschluss vom 15. Mai 2008 - 13 C 165/08 -, NVwZ 2008, 703, und OVG Koblenz, Beschluss vom 13. Januar 2003 - 6 D 1190/02 -, zitiert nach juris).
OVG Nordrhein-Westfalen, 12.05.2004 - 13 C 507/04
vgl. hierzu auch den Beschluss des Senats vom 11. März 2004 im Verfahren der Antragstellerin gegen die Universität Bielefeld - 13 C 14/04 -.
VG Düsseldorf, 08.01.2011 - 15 Nc 295/11
Möglichkeit der ordnungsgemäßen Eingliederung eines Studienbewerbers in den …
vgl. hierzu Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen (OVG NRW), Beschlüsse vom 15. Mai 2008, 13 C 165/08, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht-Rechtsprechungs-Report (NVwZ-RR) 2008, 703, www.nrwe.de und juris; mit dieser Erwägung noch den Regelungsgrund verneinend: OVG NRW, Beschluss vom 11. März 2004, 13 C 14/04, NVwZ-RR 2005, 416, www.nrwe.de und juris; vgl. auch Beschluss der Kammer vom 11. Januar 2007, 15 Nc 1/07 n.v.