Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%20211,%20339
Timestamp: 2020-04-09 04:33:14
Document Index: 174037628

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 5', '§ 272', '§ 186', '§ 187', '§ 192', '§ 256', '§ 4', '§ 5', '§ 272', '§ 186', '§ 187', '§ 192', '§ 25', '§ 4', '§ 4', '§ 266', '§ 275', '§ 272', '§ 272', '§ 8', '§ 238', '§ 238', '§ 8', '§ 4', '§ 5']

BFH, 30.11.2005 - I R 3/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,1086
BFH, 30.11.2005 - I R 3/04 (https://dejure.org/2005,1086)
BFH, Entscheidung vom 30.11.2005 - I R 3/04 (https://dejure.org/2005,1086)
BFH, Entscheidung vom 30. November 2005 - I R 3/04 (https://dejure.org/2005,1086)
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EStG 1999 § 4 Abs. 1, § 5 Abs. 1 Satz 1, Abs. 6; HGB § 272 Abs. 2 Nr. 2; AktG § 186 Abs. 1, § 187, § 192 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1, § 256 Abs. 1 Nr. 4
EStG 1999 § 4 Abs. 1, § 5 Abs. 1 Satz 1, Abs. 6; HGB § 272 Abs. 2 Nr. 2; AktG § 186 Abs. 1, § 187, § 192 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1, § 25 6 Abs. 1 Nr. 4
Agiozufluss bei der Ausgabe von Aktienoptionsanleihen als steuerrechtliche Einlage
Zufluss eines Aufgeldes bei Ausgabe von Optionsanleihen als steuerrechtliche Einlage
Aufgeld bei Optionsanleihe
Definition des Begriffes Gewinn; Steuerliche Bewertung des Aufgeldes des Erwerbers einer Optionsanleihe; Bestimmung des Betriebsvermögen einer Aktiengesellschaft anhand handelsrechtlicher Grundsätze; Einordnung von Kapitalrücklagen in das Eigenkapital; Maßgeblichkeit der ...
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 30.11.2005, Az.: I R 3/03 (Gewinnermittlung: Aufgeld bei Optionsausleihe und Einlagen i.S.d. § 4 Abs. 1 S. 5 EStG)" von RA/WP/StB Dr. Frank Roser, original erschienen in: GmbHR 2006, 212 - 214.
Kurznachricht zu "Kommentar zum Urteil des BFH vom 30.11.2005, Az.: I R 3/04 (Aufgeld bei Optionsanleihe - Einlagen im Sinne des § 4 Abs.1 Satz 5 EStG)" von RA Dr. Asmus Mihm, FASteuerR, original erschienen in: BB 2006, 321.
Zusammenfassung von "Aktuelle Fragen zur Besteuerung von Options- und Wandelanleihen" von RA Martin Haisch, RA Martin Danz, LL.M., original erschienen in: DStZ 2006, 229 - 233.
BFHE 211, 339
BB 2006, 318
DB 2006, 130
BStBl II 2008, 809
Darunter fallen, soweit ihnen materielle Bedeutung zukommt, auch die Vorschriften über die Gliederung der Bilanz (§§ 266 ff. HGB) und der Gewinn- und Verlustrechnung (§§ 275 ff. HGB, vgl. BFH-Urteil vom 30.11.2005 I R 3/04, BFHE 211, 339, BStBl II 2008, 809).
ccc) Das BFH-Urteil vom 30.11.2005 I R 3/04 (BFHE 211, 339, BStBl II 2008, 809;… vgl. auch BFH-Urteile vom 30.11.2005 I R 26/04, BFH/NV 2006, 616; vom 25.08.2010 I R 103/09, BFHE 231, 57, BStBl II 2011, 215) steht der vorgenannten Beurteilung des Erwerbs und der Veräußerung eigener Anteile als Anschaffungs- und Veräußerungsgeschäfte (und nicht als Kapitalmaßnahmen) nicht entgegen.
Soweit sie darüber hinaus zu verallgemeinern ist (vgl. dazu z.B. Senatsurteil vom 30. November 2005 I R 3/04, BFHE 211, 339), betrifft dies aus den genannten Erwägungen jedenfalls nicht das körperschaftsteuerrechtliche Halbeinkünfteverfahren.
Mit Urteilen vom 30. November 2005 I R 3/04 (BFHE 211, 339, BStBl II 2008, 809) und I R 26/04 (…BFH/NV 2006, 616) hat der Senat entschieden, dass bei der Ausgabe von Optionsanleihen vereinnahmte Aufgelder nicht nur nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB als Kapitalrücklagen auszuweisen, sondern auch steuerrechtlich als Einlage anzusetzen sind.
In der Zwischenzeit besteht deshalb kein bis zur Verfügung über die Option erfolgsneutral zu überbrückender Schwebezustand, der im Falle der Nichtausübung zur Erfassung einer dem Betrieb der Kapitalgesellschaft zuzuordnenden Vermögensmehrung (betriebliche Einnahme) führen würde (Senatsurteile in BFHE 211, 339, BStBl II 2008, 809;… in BFH/NV 2006, 616).
Eine steuerrechtliche Einlage kann daher auch dann vorliegen, wenn die objektiven Tatbestandsvoraussetzungen des § 272 Abs. 2 HGB nicht erfüllt sind (z.B. Senatsurteile vom 29. Mai 1996 I R 118/93, BFHE 180, 405, BStBl II 1997, 92; in BFHE 211, 339, BStBl II 2008, 809; Blümich/Rengers, § 8 KStG Rz 160; jeweils m.w.N.).
Diese ergeben sich vornehmlich aus den "Vorschriften für alle Kaufleute" der §§ 238 ff. des Handelsgesetzbuchs - HGB - (vgl. BFH Urteil vom 30.11.2005 I R 3/04, BFHE 211, 339, BStBl II 2008, 809).
Bei Kapitalgesellschaften sind als Einlagen Mehrungen des Betriebsvermögens zu behandeln, die der Gesellschaft nicht aus betrieblichen Gründen, sondern im Hinblick auf ein Gesellschaftsverhältnis gewährt worden sind (vgl. BFH Beschluss vom 09.06.1997 GrS 1/94, BFHE 183, 187, BStBl II 1998, 307; Urteil vom 30.11.2005 I R 3/04, BFHE 211, 339, BStBl II 2008, 809).
Die Lösung sei durch das BFH-Urteil vom 30. November 2005 I R 3/04 (BFHE 211, 339, BStBl II 2008, 809) vorgezeichnet.
Eine solche Einlage kann nur von Personen vorliegen, die eine Leistung in das Gesellschaftsvermögen im Hinblick auf eine bestehende oder --wie im Fall des BFH-Urteils in BFHE 211, 339, BStBl II 2008, 809-- angestrebte Beteiligung an der Gesellschaft erbringen.
Insbesondere ist ein die betriebliche Veranlassung kennzeichnendes Austauschverhältnis im eigenen geschäftlichen Bereich (s. insoweit Senatsurteil vom 30. November 2005 I R 3/04, BFHE 211, 339) nicht ersichtlich.
Diese ergeben sich vornehmlich aus den "Vorschriften für alle Kaufleute" der §§ 238 ff. des Handelsgesetzbuchs - HGB - (vgl. BFH-Urteil vom 30.11.2005 I R 3/04, BFHE 211, 339, BStBl II 2008, 809).
Diese liegt vor, wenn ein Gesellschafter oder ein (Noch-) Nichtgesellschafter dieser Gesellschaft ein Aufgeld zur Erlangung einer Gesellschafterstellung leistet (vgl. BFH-Urteil vom 30.11.2005 I R 3/04, BFHE 211, 339, BStBl II 2008, 809; Gosch in Entscheidungen des BFH für die Praxis der Steuerberatung 2006, 104 ).
Hier steht der Ursächlichkeit im gesellschaftsrechtlichen Bereich auch keine Ursächlichkeit des Zuflusses im betrieblichen Bereich entgegen, denn dies würde ein Austauschverhältnis (" do ut des") in deren eigenen geschäftlichen Bereich voraussetzen, das bei Einräumung der Gesellschafterstellung ausschließlich von den bisherigen Gesellschaftern und nicht von der Kapitalgesellschaft ausscheidet (vgl. BFH-Urteil a.a.O. in BStBl II 2008, 809).
Demgegenüber liegt bei einer Körperschaft eine steuerneutrale Einlage im Sinne des § 8 Abs. 1 Satz 1 KStG in Verbindung mit § 4 Abs. 1 Satz 7 EStG vor, wenn die Zuführung von Wirtschaftsgütern in den Betrieb durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist (BFH-Urteil vom 20. November 2005 I R 3/04, BStBl. II 2008, 809).
Unabhängig von der Frage, ob der steuerrechtliche Einlagenbegriff weiter ist als der handelsrechtliche (vgl. BFH-Urteil vom 30. November 2005 I R 3/04, a.a.O.), was zur Folge hätte, dass trotz der fehlenden Maßgeblichkeit des Handelsrechts (§ 5 Abs. 6 EStG) eine handelsrechtliche Einlage stets auch ein solche im Sinne des Steuerrechts wäre, vermag der Senat dem in dieser Allgemeinheit nicht zu folgen.
Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung Einstellung des Entgelts für das …