Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/verjaehrte-betriebskostennachforderungen-mietkaution-3115628?pk_campaign=feed&pk_kwd=verjaehrte-betriebskostennachforderungen-mietkaution
Timestamp: 2020-04-06 20:56:51
Document Index: 261067085

Matched Legal Cases: ['§ 556', '§ 216', '§ 197', '§ 556', '§ 556', '§ 28']

Die dis­po­si­ti­ve Rege­lung des § 556b Abs. 1 Satz 1 BGB sieht vor, dass die Mie­te nach bestimm­ten Zeit­ab­schnit­ten (peri­odisch) zu ent­rich­ten ist. Die ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen über die Miet­zah­lungs­pflicht fol­gen in der Regel die­ser gesetz­li­chen Vor­ga­be. Es unter­liegt kei­nem Zwei­fel, dass der­ar­ti­ge Miet­zah­lun­gen als regel­mä­ßig wie­der­keh­ren­de Leis­tun­gen im Sin­ne des § 216 Abs. 3 BGB bezie­hungs­wei­se des § 197 Abs. 2 BGB zu qua­li­fi­zie­ren sind. Zu der peri­odisch zu leis­ten­den Mie­te zäh­len indes nicht nur die Grund­mie­te, son­dern – soweit sie auf­grund ver­trag­li­cher Ver­ein­ba­rung gemäß § 556 Abs. 1 Satz 1 BGB auf den Mie­ter umge­legt sind – auch die Vor­aus­zah­lun­gen auf die für das jewei­li­ge Jahr zu erwar­ten­den Betriebs­kos­ten nach § 556 Abs. 2 Satz 1 BGB 3. Dar­in ähnelt der Anspruch auf Betriebs­kos­ten­vor­aus­zah­lung dem Anspruch der Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft auf (Voraus)Zahlung von Wohn­geld, der auf gesetz­li­cher Grund­la­ge (§ 28 Abs. 2 WEG) beruht und der je nach Ver­an­schla­gung des jähr­lich auf­zu­stel­len­den Wirt­schafts­plans der Gemein­schaft in der Höhe schwan­ken kann 4.