Source: https://www.arbeitsvertrag.org/tarifvertrag/
Timestamp: 2018-01-17 06:31:47
Document Index: 363307510

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 622', '§ 34', '§ 5', '§ 4', '§ 34', '§ 2', '§ 6']

Was sind Tarifverträge? Arbeitgeber und Arbeitnehmer einigen sich auf bestimmte Regelungen für Branchen und bestimmte Regionen.
Um festzulegen, welche Rechte und Pflichten Arbeitnehmer in einem Arbeitsverhältnis haben, wird zwischen den beiden Vertragsparteien in der Regel ein schriftlicher Arbeitsvertrag geschlossen.
Doch nicht nur auf dieser individuellen Ebene klären sich die Rahmenbedingungen der Beziehung. Festgehalten sind weitere Regelungen auch in Betriebsvereinbarungen und sogenannten Tarifverträgen.
Sind Sie Mitglied in einer Gewerkschaft und fragen sich, welcher Tarifvertrag gilt? Dann sollten Sie drei Dinge prüfen. Wichtig ist, dass Sie zunächst ermitteln, in welcher Branche Sie arbeiten (fachlicher Geltungsbereich). Des Weiteren kommt es auf die geografische Lage an, schließlich werden manche Tarifverträge nur für bestimmte Regionen abgeschlossen (räumlicher Geltungsbereich).
Abschließend ist der persönliche Geltungsbereich zu prüfen. Haben Sie nun den entsprechenden Tarifvertrag gefunden, müssen Sie nur noch herausfinden, ob der Arbeitgeber Mitglied in dem Arbeitgeberverband ist, der ihn unterzeichnet hat. Wurde Ihrerseits ein Arbeitsvertrag mit Tarifbindung unterzeichnet, wird auf diesen meistens explizit verwiesen.
1 Was sind Tarifverträge?
1.1 Der IGZ-DGB-Tarifvertrag
1.2 Der BZA-Tarifvertrag
1.3 Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst
1.4 Was ist ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag?
Ein Tarifvertrag entsteht laut geltendem Arbeitsrecht durch die Zusammenarbeit der Tarifparteien. Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer einer bestimmten Branche einigen sich hierin unter anderem darüber, welche Arbeitszeit einzuhalten ist, auf welches Arbeitsentgelt Arbeitnehmer Anspruch haben und wie es um den Jahresurlaubsanspruch bestellt ist. Kurzum: Alle wichtigen, die Arbeit betreffenden Parameter, werden verhandelt und am Ende in einen Tarifvertrag gegossen.
Tarifverträge sind für beide Vertragspartner bindend. Das bedeutet: Einmal abgeschlossen, sind sie genauso wirksam wie gesetzlich festgehaltene Bestimmungen (§ 4 Tarifvertragsgesetz (TVG)). In der Regel enthält ein Tarifvertrag keine Tariföffnungsklausel, die besagt, dass er in bestimmen Feldern nicht zur Anwendung kommen muss. Will ein Arbeitgeber andere Inhalte im individuellen Vertrag vereinbaren, gilt: Nur in einem Fall darf sich der Tarifvertrag vom Arbeitsvertrag unterscheiden, nämlich wenn die individuell vereinbarten Regelungen den Arbeitnehmer besserstellen als es der Tarifvertrag vorsieht (Günstigkeitsprinzip).
Verhandelt ein Arbeitgeberverband auf der einen Seite und eine Gewerkschaft auf der anderen, entsteht bei Einigung ein Verbandstarifvertrag. Gültig wird er sowohl für die Gewerkschaftsmitglieder als auch die dem Arbeitgeberverband angehörigen Betriebe und Unternehmen. Flächentarifverträge gelten für komplette Branchen. Dazu zählen unter anderem folgende Gewerkschaften:
Übrigens: Es gibt viele verschiedene Arten von Tarifverträgen. Sie unterscheiden sich nach Inhalt und Zuständigkeitsbereich.
Entgelttarifverträge/Vergütungstarifverträge: Regelung des zu zahlenden Entgelts (Gehälter, Löhne, Ausbildungsvergütung), werden häufig jährlich neu abgeschlossen bzw. aktualisiert
Manteltarifverträge: halten grundsätzlich fest, welche allgemeinen Rechte und Pflichten es gibt, haben eine relativ lange Laufzeit
Firmen-/Haustarifverträge: Rechte und Pflichten betreffen nur das an der Aushandlung beteiligte Unternehmen und seine Arbeitnehmer
Wie der jeweilige Tarifvertrag in der Zeitarbeit aussieht, hat der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e. V. mit verschiedenen Vertragspartnern verhandelt. Alle Vertragspartner sind Mitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Dazu zählen unter anderem:
NGG (Gewerkschaft Nahrung – Genuss – Gaststätten)
ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e. V.)
IG Bau (Industriegewerkschaft Bauen – Agrar – Umwelt)
Verhandeln Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Tarifvertrag, ist auch Urlaub ein Thema.
Die Tarifverträge in der Zeitarbeit sind umfassend und regulieren sowohl die Arbeitsvergütung als auch die Anzahl an Urlaubstagen sowie die Arbeitszeiten.
Im Entgeltrahmentarifvertrag ist festgehalten, dass Arbeitnehmer mit dem Start ins Beschäftigungsverhältnis in eine der neun IGZ-Entgeltgruppen einsortiert werden.
In welcher er sich wiederfindet, bestimmen seine Kompetenzen. Verrichtet er entsprechend einer Weisung Tätigkeiten, die einer höheren Entgeltgruppe zuzuordnen sind, erhält er eine einsatzbezogene Zulage.
Andersherum hat er bei niederwertigen Arbeiten für sechs Wochen Anspruch auf die Vergütung gemäß der ursprünglichen Eingruppierung.
Decken sich die verrichteten Tätigkeiten und die Entgeltgruppe länger als sechs Wochen nicht, kann der Arbeitgeber eine Neugruppierung vornehmen.
Im IGZ-Tarifvertrag ist der Stundenlohn ebenfalls festgehalten. Aus dem Entgelttarifvertrag geht hervor, mit welchem Grundbetrag jede Arbeitsstunde vergütet wird. Darüber hinaus werden auch die Zulagen für jede Entgeltgruppe aufgeführt. In den Tarifverhandlungen haben sich die Beteiligten auf zwei verschiedene Entgelttabellen geeinigt: Die Entgelttabelle West und die Entgelttabelle Ost.
Während für die Zeitarbeit im Tarifvertrag ab dem 1.6.2016 eine Mindestvergütung in Höhe von 9 Euro pro Stunde (West) vorgesehen ist, erhalten Zeitarbeiter im Osten ab diesem Zeitpunkt in der niedrigsten Stufe ohne Zuschläge lediglich 8,50 Euro und damit den Mindestlohn.
Neben dem Lohn pro Stunde sind auch die monatlichen Gehaltstarife in dem vom DGB mitverhandelten Tarifvertrag vereinbart. Ab dem 1. Juni 2016 erhalten Zeitarbeiter im Westen mindestens 1365,03 Euro in der Eingangsstufe, also ohne Zulage. Im Osten sind es 1289,20 Euro.
Da die IGZ im Tarifvertrag nach Entgeltgruppen unterscheidet, steigt der Betrag mit zunehmender Stufe an. Die maximale Grundvergütung liegt bei 3033,40 Euro (West) und 2734,61 Euro (Ost). Arbeitnehmer in Vollzeit arbeiten regulär 35 Stunden pro Woche.
Der 24. Dezember und der 31. Dezember eines Jahres gelten als Arbeitstag, an dem bis 14 Uhr zu arbeiten ist. Der Tarifvertrag sieht beim Urlaubsanspruch eine Staffelung vor – je länger ein Arbeitnehmer im Betrieb beschäftigt ist, desto mehr Urlaub steht ihm zu. Er beträgt mindestens 24 und maximal 30 Tage.
Der BZA-Tarifvertrag
Es gibt verschiedene Entgeltgruppen im Tarifvertrag. Je höher Sie eingruppiert werden, desto höher Ihre Vergütung.
Im Bereich der Zeitarbeit ist nicht nur der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen aktiv. Als weiterer Arbeitgeberverband tritt auch der Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen e. V. (BZA) auf. Er hat sich mittlerweile mit dem Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister e.V. (AMP) und dem Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) vereinigt.
Der Tarifvertrag der BZA sieht für die ebenfalls neun Entgeltgruppen (E1-E9) ab dem 1. Juni 2016 im Tarifgebiet Ost, dem Berlin angeschlossen ist, einen Stundenlohn von mindestens 8,50 Euro vor (E1). In E9 eingruppierte Arbeitnehmer erhalten 18,03 Euro. Im Westen beträgt der Stundenlohn in E1 9 Euro und in E9 glatte 20 Euro.
Die Länge der Betriebszugehörigkeit wirkt sich hier auf die Höhe des Entgeltes aus. Bei über 9 Monaten gibt es einen Aufschlag von 1,5 Prozent und bei über 12 Monaten einen von drei Prozent.
Der Tarifvertrag gilt auch für Leiharbeit, also jene Arbeitnehmer, die von ihrem Arbeitgeber an einen Kunden ausgeliehen werden (Arbeitnehmerüberlassungsgesetz – AÜG). Damit der Tarifvertrag trägt, müssen die Beschäftigten jedoch Mitglied in einer der Gewerkschaften sein, die an den Verhandlungen beteiligt waren.
Arbeitgeber haben das Recht, im Arbeitsvertrag von der Tarifbindung abzuweichen, sofern der entsprechende Beschäftigte außertariflich angestellt ist und seine Jahresvergütung höher liegt, als in E9 festgelegt.
Tarifvertrag öffentlicher Dienst: Hier sind Rechte und Pflichten von Beamten und beim Bund, in Kommunen und Gemeinden Angestellter festgehalten.
Arbeitnehmer, die in öffentlich-rechtlichen Anstalten, Stiftungen und Körperschaften oder beim Bund, in Ländern und Gemeinden angestellt sind, arbeiten im öffentlichen Dienst. Sie profitieren von bestimmten Tarifverträgen, die die Rahmenbedingungen für ihre Arbeitstätigkeit vorgeben.
Zusammengefasst ist die Vielzahl an Vereinbarungen für die in der öffentlichen Verwaltung Tätigen im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD).
Das trifft sowohl auf den Bund als auch die jeweiligen Kommunen zu. Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder nennt sich TV-L – er gilt nicht für das gesamte Bundesgebiet, da in den Ländern Berlin und Hessen eigene Regelungen gelten.
Angehörige des öffentlichen Dienstes sind zum Beispiel Richter und Soldaten. Grundsätzlich wird im öffentlichen Dienst eine Unterscheidung zwischen Beamten und Angestellten vorgenommen. Während erstere für einen Dienstherren arbeiten, sind letztere für einen Arbeitgeber tätig.
Wie ist es um die tarifvertragliche Kündigungsfrist bestellt? Grundsätzliche Informationen enthält das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB). Eine Kündigung kann demnach beiderseitig innerhalb einer Vierwochenfrist bis zum 15. oder Ende eines Monats gekündigt werden. Das Arbeitsrecht sieht für Arbeitgeber unter bestimmten Umständen Abweichungen vor. Sie müssen eine längere Kündigungsfrist einhalten, wenn ein Arbeitnehmer schon lange im Betrieb beschäftigt ist.
Wie die Kündigung im Tarifvertrag geregelt ist, darauf einigen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer in den Tarifverhandlungen. § 622 Abs. 4 BGB besagt:
Von den Absätzen 1 bis 3 abweichende Regelungen können durch Tarifvertrag vereinbart werden. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrags gelten die abweichenden tarifvertraglichen Bestimmungen zwischen nicht tarifgebundenen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, wenn ihre Anwendung zwischen ihnen vereinbart ist.“
Nichtsdestotrotz finden häufig längere Kündigungsfristen ihren Weg in den Tarifvertrag. Welche im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst gelten, ist in § 34 TVöD zu finden. Im ersten Jahr der Beschäftigung können Arbeitgeber und Arbeitnehmer Arbeitsverträge innerhalb von vier Wochen zum Ende des Kalendermonats aufkündigen.
Bei einer Betriebszugehörigkeit von mindestens einem Jahr beträgt die Kündigungsfrist sechs Wochen.
Ist die betroffene Person bereits mindestens fünf Jahre dort beschäftigt, steigt die Frist auf drei Monate.
Ab acht Jahren Betriebszugehörigkeit sind es vier Monate.
Mit einer Betriebszugehörigkeitslänge von mindestens zehn Jahren stehen Ihnen fünf Monate zu.
Ein Tarifvertrag kann allgemeinverbindlich erklärt werden – auch im Nachhinein.
Welche Tarifverträge abgeschlossen wurden, ist in Deutschland im Tarifregister des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) vermerkt. Hier wird Buch geführt über das Datum des Abschlusses und eine spätere Veränderung der Regelungen. Auch sind Start und Ende der Gültigkeit notiert.
Dem Ministerium ist es grundsätzlich erlaubt, einen Tarifvertrag gemeinsam und mit Zustimmung eines Vertreters der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer für allgemeinverbindlich zu erklären. Dies ist auch rückwirkend möglich. Ob Ihr Tarifvertrag allgemeinverbindlich ist, erfahren sie aus dem Register des BMAS.
Der Gesetzgeber erlaubt diese Maßnahme nur, wenn es ein öffentliches Interesse gibt. Das ist gemäß § 5 TVG dann der Fall, wenn der Tarifvertrag in seinem Gebiet maßgebliche Bedeutung gewonnen hat bzw. eine wirtschaftliche Fehlentwicklung vermieden werden soll.
Ist ein Tarifvertrag allgemeinverbindlich, führt das dazu, dass die Regelungen auch für einen Arbeitsvertrag ohne Tarifbindung gelten. Das bedeutet: Auch Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die keine Mitglieder der den Tarifvertrag aushandelnden Partei sind, müssen sich nun an die Regelungen halten (§ 4 Abs 1 TVG).
32 Gedanken zu „Was es mit dem Tarifvertrag auf sich hat“
A. Schmidt 28. November 2016 um 20:56
Ich bin Angestellter bei der Sparkasse.
Aufgrund von Umstrukturierungen soll Ich nun beim Lohn herabgruppiert werden!
Meine Frage wäre nun ob mein Arbeitgeber dies einfach so machen darf?
arbeitsvertrag.org 1. Dezember 2016 um 8:18
grundsätzlich ist eine Rückgruppierung möglich, wenn bspw. Ihre Eingruppierung von der Ihnen unterstellten Mitarbeiteranzahl abhängig ist, diese im Rahmen der Umstrukturierungen jedoch reduziert wurde. Ob die weiteren Voraussetzungen in Ihrem Fall eingehalten wurden, bringen Sie bei einem Anwalt in Erfahrung. Als Spezialist setzt er sich mit allen Details Ihres Fall auseinander.
M.Herzog 17. Januar 2017 um 12:02
ich arbeite seit 2011 für ein Unternehmen im öffentlichen Dienst in Hessen. Die Regelungen des TVÖD liegen meinem Tarifvertrag zugrunde. Im unbefristeten Arbeitsvertrag selbst stehen keine Regelungen zu Kündigungsfristen – es wird auf die Kündigungsfristen nach TVÖD verwiesen.
Sie schreiben oben :
“Ist die betroffene Person bereits mindestens fünf Jahre dort beschäftigt, steigt die Frist auf drei Monate.”
… fehlt hier nicht der Zusatz “zum Quartalsende”? (siehe § 34, TVöD)
In meinem jetzigen Fall würde das wohl leider bedeuten, dass ich bei jetziger Kündigung (im Januar) erst im Juli 2017 die neue Arbeit antreten könne. Ist das korrekt?
arbeitsvertrag.org 23. Januar 2017 um 10:57
Hallo M. Herzog,
ja, das ist korrekt – drei Monate zum Schluss eines Kalendervierteljahres.
Franz 6. Februar 2017 um 15:49
Wie kann es sein, dass die Tarife der Zeitarbeit den Arbeitnehmer zumeist schlechter, keinesfalls besser stellen, wie gesetzliche Regelungen.
Sei es Urlaubsanspruch, Ausschlussfristen usw.
Bedenklich ist z.b. der § 2.1 MTV IgZ.
Liest sich harmlos, ist jedoch eine Beweislastumkehr zu Lasten den Arbeitnehmers.
Ist es für den Bewerber möglich, auf ein NICHT Anwendung des Tarifes zu bestehen?
Dann würden ja gesetzliche Regelungen und somit Equal Pay gelten.
arbeitsvertrag.org 13. Februar 2017 um 12:33
dieser Frage verlangt nach einer individuellen Rechtsberatung. Wenden Sie sich deshalb an einen Anwalt für Arbeitsrecht. Diese kann Ihren Einzelfall unter Berücksichtigung aller Zahlen und Fakten genau beurteilen.
Robert 9. Februar 2017 um 12:24
Hallo zusammen: ich habe ein kurze, wahrscheinlich sehr banale Frage auf die ich bis jetzt leider keine Antwort gefunden habe.
Müssen wir den Lohn unserer Mitarbeiter anpassen, wenn sich der Stundenlohn ändert, weil eine neue Entgelttabelle in Kraft tritt?
Oder gilt immer die Entgelttabelle, die zur Vertragsschließung aktuell war.
arbeitsvertrag.org 13. Februar 2017 um 11:39
die Löhne richten sich immer nach der geltenden Entgelttabelle. Entsprechend sollten Anpassungen vorgenommen werden. Bei Zweifeln wenden Sie sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht.
Monika 18. Februar 2017 um 13:15
ich Arbeite seit letznen Jahr in Bezirksamt in Abteilung Reessouren Steuerung und Service habe ich meine Probezeit sehr gut bestanden und Arbeitsvertrag ist umbefristet die Stelle ist nur halbe Stelle.
Jetzt habe ich ein angebot von Rechtsamt Abteilung bekommen ob ich nicht für die andere halbe Stelle für die Abteillung arbeiten? meine Entgelgruppe ändert sich nicht nur die stunder. Warum wieder Probe Zeit?
Ich bin in der gleiche Behörde. Darf er von mir das verlagen ist das Rechtlich zugelassen?
Arbeitsvertrag.org 20. Februar 2017 um 10:04
normalerweise ist es nicht erlaubt, eine zweite Probezeit im gleichen Unternehmen anzuordnen. Wenden Sie sich ggf. an einen Anwalt.
Micha 21. Februar 2017 um 17:46
Ich habe ein schriftliches Jobangebot bekommen. In der Stellenbeschreibung steht unter dem Punkt: “Lohn/Gehalt” nur mind. EG 5 plus Zulagen…?
Was bedeutet das in Zahlen.
Der Rest der Stellenbeschreibung ist super und ich habe großes Interesse an dem Job.
Möchte ungerne beim Bewerbungsgespräch fragen was das bedeutet 😅
Arbeitsvertrag.org 27. Februar 2017 um 8:40
beim Bewerbungsgespräch ist es üblich, auch über das Gehalt zu sprechen. Scheuen Sie demnach nicht die Nachfrage. Die Angabe bezieht sich normalerweise auf Ihre Entgeltgruppe. Welchem Zahlenwert das genau entspricht, können Sie aus der gültigen Entgelttabelle in Erfahrung bringen.
Mirko C. 17. März 2017 um 7:40
Ich hätte gern einmal gewußt wie ist der Unteschied OST / West genau gemein.
Bezeiht sich dies auf den Einsatz- oder auf den Arbeitsort.
Ich selbst bin bei einer West-Firma angestellt und werde dauerhaft an eine Firma in OST verliehen.
Gezahlt wird nach Tarifvertrag Ost. Ist dies so angedacht? Auf Nachfrage wurde mir gesagt man
müße dies mal prüfen habe aber trotz mehrfachen Nachfragens bisher noch keine Auskunft bekommen.
Selbst die Zahlung nach Tarifvertrag wird noch elegant umgangen mit weniger Wochenarbeitsstunden.
Jedoch wird wiederum vertraglich vereinbart das 10% Mehrarbeit automatisch mit abgegolten sind.
Arbeitsvertrag.org 20. März 2017 um 9:02
normalerweise ist der Arbeitsort entscheidend für die Entlohnung. Wenden Sie sich allerdings mit Ihrer Frage noch einmal an Ihren Arbeitgeber oder im Zweifelsfall an einen Anwalt.
Köhler 11. August 2017 um 14:56
Ich Arbeite als LKW Fahrer über eine Zeitarbeitsfirma in Augsburg bei einem Baustoffhändler in Augsburg.
Ich musste am Feiertag ( Augsburger Friedensfest , Feiertag nur in Augsburg ) Arbeiten und Baustoffe im Münchner Raum ausliefern.
Das ich am Feiertag Arbeiten muss wurde mir erst am Nachmittag vorher mitgeteilt.
Nun Möchte der Arbeitgeber ( der Baustoffhändeler ) keinen Feiertagszuschlag bezahlen.
Ist das Rechtens , kann der Arbeitgeber ( der Baustoffhändler ) die Zahlung verweigern und nur den ” normalen ” Lohn bezahlen?
Arbeitsvertrag.org 28. August 2017 um 9:26
der sogenannte Feiertagszuschlag ist nicht gesetzlich vorgeschrieben und somit keine Pflicht, sofern er nicht in einem Tarifvertrag festgehalten wird.
W. ,Ingolf 19. August 2017 um 17:43
Hallo , meine Frage :
Ich bin Leiharbeiter und arbeite im Schichtbetrieb , ab wann muss die Zeitarbeitsfirma Nachtzuschlag zahlen ?
Arbeitsvertrag.org 31. August 2017 um 11:34
Gemäß § 6 Abs. 5 Arbeitszeitgesetz (ArbZG) hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer für die während der Nachtzeit geleisteten Arbeitsstunden eine angemessene Zahl bezahlter freier Tage oder einen angemessenen Zuschlag auf das ihm hierfür zustehende Bruttoarbeitsentgelt zu gewähren.
Astrid 10. September 2017 um 17:14
ich habe mich bei einer Kommune in … beworben, die eine Stelle für einen Ing. Landschaftsplanung ausgeschrieben hatte. Ich bekam ein Vorstellungsgespräch und wurde vom Fachpersonal als Idealkandidatin für die Stelle vorgeschlagen. Bedingung für diese (nichttechnische) Stelle ist, das ich den Ingenieurstitel habe. Diesen habe ich aber nicht aufgrund der Tatsache, dass ich einen internationalen Masterabschluss aus Schweden habe, der aber von der Kultusministerkonferenz in Deutschland anerkannt ist. Aber ich wusste nicht, das ich für den Ing. -titel einen separaten Antrag hätte stellen müssen. Da das Ing.-gesetz 2016 geändert wurde, und nur noch die technischen Berufe diesen Titel bekommen (auch Studienabsolventen, die in Deutschland studiert haben), habe ich keine Chance mehr diesen Titel zu beantragen. Und deshalb soll ich diese Stelle nun nicht mehr bekommen, da die Stadtverwaltung behauptet, das mein Abschluss nicht konform mit dem Tarifvertrag 2017 sei. Können Sie mir helfen? Ich weiß schon bald nicht mehr weiter, da bisher niemand in der Lage war mir etwas zu sagen.
www.arbeitsvertrag.org 1. November 2017 um 12:36
diese Frage ist sehr speziell und fällt in den Bereich der Rechtsberatung. Leider dürfen wir keine Rechtsberatung anbieten. Sie können sich jedoch von einem Anwalt erläutern lassen, welches Vorgehen in Ihrem Fall angebracht ist und ob die Ansicht der Stadtverwaltung arbeitsrechtlich korrekt ist.
Nicolai 12. September 2017 um 9:01
Kann mir der Arbeitgeber von heute auf morgen die Zuschläge kürzen ( zeitgutschriften.,Zuschläge für Sonntag und Feiertag. Bisher hat er 100 %Sonntag, 150 % Feiertags gezählt. Und ab wieviel Uhr gibt es unter der Woche und am Samstag jeweils. Zeitgutschriften.
www.arbeitsvertrag.org 1. November 2017 um 13:06
bitte prüfen Sie Ihren Arbeitsvertrag, ob und welche Zahlungen und Zuschläge dort vereinbart wurden. Vertragliche Regelungen können nicht einseitig geändert werden. In der Regel enthält der Arbeitsvertrag eine Klausel, unter welchen Voraussetzungen eine Vertragsänderung möglich ist. Üblicherweise bedürfen diese nach einer entsprechenden Vertragsklausel der Schriftform.
Svenja G. 21. September 2017 um 21:51
Ich arbeite als Bäckereifachverkäuferin. Ich sollte eig zum 1.08. In die nächste endgeldstufe gerutscht sein. Bin ich aber nicht, da ihre Begründung lautet. Ich bin erst zum 1.11. Bei denen angefangen und werde somit auch erst zum 1.11. Hochgestuft.
Nun ist es aber so das ich bei meiner vorigen Firma 15 Monate gearbeitet habe und bei meiner neuen bereits 9 was 24 Monate also 2 volle Jahre. Die Hochstufung bezieht sich ja auf die Berufsjahre Bzw Berufserfahrung. Also meine frage ist das rechtens mich tritzdem erst zum 1.11 hochzustufen..?
Arbeitsvertrag.org 6. November 2017 um 11:42
da der Aufstieg eine ununterbrochene Tätigkeit erfordert und die Tätigkeit zwischen den beiden Betrieben unterbrochen war, scheint das spätere datum gerechtfertigt.
Nina 15. Oktober 2017 um 11:40
Ich habe einen Teilzeitvertrag mit 100 Stunden und arbeite 30-50 Stunden mehr im Monat! Kann ich verlangen diese Stunden auszahlen zu lassen? Oder muss ich mich damit zufrieden geben, dass der AG innerhalb der 6 Monate für Ausgleich sorgt?
Ich lese immer nur die Gesetze für Überstunden bei einer Vollzeitstelle und wenn eigentlich am Tag 5 Stunden angesetzt werden, aber bis zu 9 Stunden. Und länger ohne Üause gearbeitet werden, ist nichts rechtens…?
Arbeitsvertrag.org 20. November 2017 um 10:57
nach 6 Stunden muss der Arbeitnehmer eine Pause machen. Der Ausgleich für Überstunden ist im Arbeitsvertrag geregelt. Normalerweise erfolgt eine Bezahlung der geleisteten Zeit. Nur mit dem Einverständnis des Arbeitnehmers können die Überstunden durch Freizeit ausgeglichen werden.
Daniela R. 17. November 2017 um 9:28
Ist der TVöD SuE ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag?
Arbeitsvertrag.org 11. Dezember 2017 um 11:04
je nach Branche gelten andere Tarifverträge. Ob Das TÖVD SuE ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag ist können Sie bei der Gewerkschaft oder einem Anwalt für Arbeitsrecht erfragen.
Stephan 27. November 2017 um 15:32
ich arbeite in der Lebensmittelproduktion in NDS.
Ich möchte gerne ein Nebengewerbe anmelden und Frage mich ob ich meinem Arbeitgeber um eine Genehmigung oder gar eine Erlaubnis fragen muss? Aus meinem Tarifvertrag werde ich nicht so richtig schlau…
Arbeitsvertrag.org 18. Dezember 2017 um 11:12
ein Nebengewerbe anzumelden darf nicht verboten werden und auch der Arbeitgeber muss nicht unbedingt darüber informiert werden. Eine solche Pflicht kann aber im Tarifvertrag enthalten sein. Bei Unklarheiten zu Ihrem Tarifvertrag wenden Sie sich am Besten an einen Anwalt.
Yvonne K. 6. Dezember 2017 um 21:28
ich habe folgendes Problem. Arbeitsvertrag ist ausgestellt als Hauswirtschaftshilfe, arbeite aber rein Unterhaltsreinigung und nichts mit Lm zu tun. Grund ist natürliche niedrigerer lohn. kann man hier den vertrag anfechten wegen falscher tatsachen oder überhaupt dagegen vorgehen, zumal es falsche tatsachen sind. hatte arbeit in der ur gesucht weil der mindestlohn höher ist und letztendlich gezwungen trotzdem zu unterschreiben. wohin kann ich mich wenden?
vielen dank für euer interesse bzw. antworten
Arbeitsvertrag.org 2. Januar 2018 um 14:08
bitte wenden Sie sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht. Dieser kann prüfen, ob Ihr Vertrag anfechtbar ist.