Source: http://www.kmu-rechnungswesen.at/artikel/registrierkasse-kann-im-beleg-auf-rechnung-verwiesen-werden/
Timestamp: 2017-06-26 17:11:47
Document Index: 109163075

Matched Legal Cases: ['§ 132', '§ 132', '§ 132', '§ 11', '§11', '§ 132']

Registrierkasse – Kann im Beleg auf Rechnung verwiesen werden ? – KMU Rechnungswesen
Registrierkasse – Kann im Beleg auf Rechnung verwiesen werden ? Immer wieder stellt sich die Frage ob es ausreicht eine Rechnung (vielleicht auch nur mit der Hand) zu schreiben und bei Erfassung des Barumsatzes mittels Registrierkasse dann nur den Betrag und die Rechnungsnummer anzuführen.
Hier sind zwei verschiedene Vorschriften zu unterscheiden:
1. Die Verpflichtung einen Beleg bei Barumsätzen auszustellen
Die Verpflichtung einen Beleg bei Barumsätzen auszustellen ist im § 132a BAO geregelt.
Es ist nach § 132a Abs. 4 BAO zulässig die Menge und handelsübliche Bezeichnung durch Zeichen oder sonstige Verweise zu ersetzen (solange diese aufgehoben werden und zum jeweiligen Beleg vorgelegt werden können). In den Erläuterungen wird dazu folgendes gesagt:
„Hinsichtlich der Belegmerkmale wurden in § 132a Abs. 4 und 7 BAO Erleichterungen geschaffen, insbesondere auch, um eine doppelte Belegerstellung (etwa aufgrund § 11 UStG 1994) und damit unnötigen Verwaltungsaufwand für die betroffenen Unternehmen zu vermeiden.“
Also ist es grundsätzlich ausreichend bei Erfassung des Barumsatzes einen Beleg mit dem Hinweis auf die ohnehin schon geschriebene Rechnung zu erstellen und dem Kunden mitzugeben.
2. Die Verpflichtung eine Registrierkasse zu haben
Wie wir mittlerweile alle wissen brauchen wir ab einem Barumsatz von € 7.500,00 (bei einem Gesamtumsatz von € 15.000,00 – ich weiß) auch eine Registrierkasse. Und ab 1.4.2017 muss diese Kasse mit einer Sicherheitseinrichtung ausgestattet sein. Die nähere Ausgestaltung dieses Systems wurde in der Registrierkassensicherheitsverordnung festgelegt.
§11 der Registrierkassensicherheitsverordnung erweitert nun den zwingenden Beleginhalt des § 132a Abs. 3 BAO um folgende Merkmale:
Inhalt des maschinenlesbaren Code
Wenn wir jetzt einen Barumsatz nur mit dem Betrag und Hinweis auf die geschriebene Rechnung erfassen fehlt uns der Betrag getrennt nach Steuersätzen. Wenn wir nur einen Steuersatz auf der Rechnung haben ist das Problem nicht groß, wir erfassen den Zahlungsbetrag einfach mit dem einzigen Steuersatz z.B. 20%.
Wenn wir allerdings mehrer Steuersätze haben muss eigentlich für jeden Steuersatz der Betrag gesondert erfasst werden.
(Nur kurz zur Erinnerung: wir wollen hier bereits geschriebene Rechnungen, die bar bezahlt werden, erfassen und nicht alles noch mal eintippen. Wenn wir alle verkauften Artikel ohnehin in die Kasse eintippen stellen sich diese Fragen nicht)
Im Erlass zur Einzelaufzeichnungs-, Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht wird für barbezahlte (Ziel)Rechnungen eine Lösung angeboten (Abschnitt 2.4.11):
Dies wird aber wohl nur für wirkliche Zielrechnungen gelten. Für Geschäftsfälle bei denen es von vornherein klar ist, dass diese „bar“ abgewickelt werden, ist zumindest der Umsatz getrennt nach Steuersätzen zu erfassen, oder der gesamte Geschäftsfall ohnehin im Kassensystem zu erfassen.
Und noch ein Tipp am Rande (auch ein Zitat aus dem Erlass):