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Timestamp: 2020-07-02 19:15:00
Document Index: 110276251

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

EuGH – Verspätungsentschädigung muss nicht auf Reisepreisminderung angerechnet werden Reiserecht 123recht.de
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15.6.2020 | Ratgeber - Reiserecht
Mehr zum Thema: Reiserecht, Reiserecht, Minderung, Entschädigung, Fluggastrechte
Hat jemand eine Pauschalreise gebucht und dann z.B. der Hinflug eine Verspätung von mehr als 4 Stunden, dann hat der Reisende einen Anspruch gegenüber der Fluggesellschaft auf eine pauschale Entschädigungszahlung (je nach Entfernung 250€, 400€ oder 600€) nach der Fluggastrechteverordnung. Darüber hinaus steht ihm, wenn durch die Verspätung z.B. ein Reisetag verloren geht, ein Anspruch auf Minderung des Reisepreises gegen den Reiseveranstalter zu.
EuGH: keine Anrechnung. Ansprüche stehen nebeneinander
Der EuGH sieht dies, nach Vorlage durch das Amtsgericht Köln, jedoch anders. Die Entschädigung nach der Fluggastrechteverordnung soll den Reisenden pauschal für Unannehmlichkeiten entschädigen, die ihm im Rahmen der Verspätung entstanden sind.
Reisende, die innerhalb des letzten Jahres von einer Flugverspätung betroffen waren und noch kein rechtskräftiges Urteil erstritten haben, können daher auf eine zusätzliche Entschädigung hoffen.
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