Source: https://www.feierabendstartup.de/nebengewerbe-steuern/
Timestamp: 2019-08-20 01:29:13
Document Index: 15322918

Matched Legal Cases: ['§ 70', '§ 19', '§ 19', '§ 46', '§ 19', '§ 19']

Für das Nebengewerbe Steuern richtig abführen11 min Lesezeit
Erik 13. Oktober 2016
14. Mai 2018 12:59
wie sieht es eig aus wenn man ein Nebengewerbe gemeldet hat, aber in diesem Jahr noch garkeine Umsätze geschweige denn Zahlungsein- und Ausgänge hatte? Wird das in der Einkommemsteuer vermerkt wenn ja wie und wo?
Die Antwort bezieht sich nur auf Kleingewerbetreibende keine Kaufleute im Sinne des HGB.
Wenn ein Gründer eine Gewerbeanmeldung durchführt wird das Finanzamt den Gründer aufordern eine Einnahmeüberschuss Rechnung einzureichen oder seine Einkünfte zu erklären. Unter Umständen reicht es aus dem Finanzamt mitzuteilen das es keine Umsätze und Betriebsausgaben gab. In dem Vordruck EÜR kann dann jeweils bei Einnamen und Ausgaben mit einer Null versehen werden.
9. Juni 2018 10:05
Ich bin Hauptberuflich in einem sozialversichertem Job. Letztes Jahr habe ich mir ein Kleingewerbe angemeldet womit ich online Verkäufe tätige. Nachdem ich meine Steuererklärung abgegeben habe und den Bescheid erhalten habe, habe ich nun das Gewerbe wieder abgemeldet. Das FA hat zu meinem bereits versteuertem Einkommen (Lohn) den Erlös aus dem Nebengerwerbe als Kleinunternehmer Gewinn 9300,e Euro) voll versteuert ohne dabei den Freibetrag abzuziehen. Ist das normal? Ich soll nun 3100Euro Steuern nachzahlen.
Habe ich da was falsch verstanden als ich im Netz gelesen habe der Freibetrag wird berücksichtigt und alles über dem Freibetrag wird versteuert? Und Vorauszahlungen soll ich nun auch leisten. Muss ich diese Vorauszahlungen trotz abgemeldetem Gewerbe zahlen.
vielen Dank für dein Kommentar zum Thema Nebengewerbe Steuern.
Die Einkünfte aus Gewerbebetrieb solange sie nicht durch eine Kapitalgesellschaft erzielt werden wie GmbH oder UG kommen auf die bereits vorhanden Einnahmen oben drauf. Der Freibetrag ist durch das Gehalt dann meistens schon aufgebraucht. Steuerlich gesehen ist man dann in einer hohen Progressionszone ( steigender Steuersatz mit zunehmenden Einkommen) sodass die Steuer meistens sehr hoch ausfällt bei Gewinn die durch ein Gewerbe zusätzlich zu einen Job generiert werden.
Tut mir echt Leid das es dich so überrascht hat.
9. Juli 2018 14:08
Ich würde gerne wissen, ob das was du Jasemin geschrieben hast auch für Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit gilt. Also ob die Einnahmen aus einer freiberuflichen Tätigkeit, zum Einkommen aus einer Festanstellung dazu addiert werden, wenn es um den Steuerfreibetrag geht?
9. Juli 2018 16:18
es gibt 7 Einkunftsarten. Diese müssen unterschiedlich besteuert werden. Einkommen aus freiberuflicher Tätigkeit gehören zu den Gewinneinkunftsarten und erhöhen sofern es sich bei der “Rechtsform” um ein Einzelunternehmen oder GbR handelt das zu versteuernde Einkommen. Falls schon Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit (Angestellt) vorhanden sind, fallen die Gewinne in eine hohe Progressionszone (steigender Steuersatz bei steigendenden Einnahmen) und der Steuerfreibetrag ist meistens schon ausgeschöpft.
Dieser Blogartikel wird dir sicherlich noch weiter helfen.
17. Juli 2018 20:43
27. August 2018 16:48
Wenn ich über mehr als 3 Jahre Verluste in meinem Nebengewerbe gemacht habe kann das Finanzamt mir dann vorschlagen,dass ich ca. 5000 € verdienen kann, ohne irgendwelche Nachweise zu erbringen und ich auch keine Steuern zahlen muss?
ich danke Ihnen sehr für Ihre tolle Artikle.
ich habe ein Vollzeit Arbeitsstelle und jetzt habe ich eine Nebengewerbe als Nebentätigkeit eröffnet.
ich bin der einzige Verdiner in derFamilie und ich weis nicht genaue was sind die Grenze bei Gewinnzahl die man nicht überstreichen muss oder gibt es schon eine Liste wo alle erlaubte Einkünfte beschrieben sind. Ich will anfangen aber ich mache größe Gedanken über die nachkommende Überraschungen von FA.
Halo Ussama,
Einkünfte sind bis 410 Euro im Jahr vom Härteausgleich gem. § 70 EStDV betroffen. Das heißt, dass auf einen so geringen Betrag keine Einkommensteuer festgesetzt wird.
Sobald du in deinem Nebengewerbe höhere Einkünfte erzielst, musst du diese in deiner Steuererklärung angeben und es werden Steuern darauf festgesetzt.
Bis zu 17.500 Euro Einnahmen pro Jahr kannst du dich gem. § 19 UStG von der Umsatzsteuer “befreien” lassen. Wichtig ist, dass es hier um Einnahmen und nicht Einkünfte (Einnahmen – Ausgaben) geht.
Die betragsmäßige Abgrenzung zwischen Haupt- und Nebengewerbe gibt es steuerlich nicht.
Ellen Mainbauer
29. Oktober 2018 15:02
Meine Cousine ist seit Jahren schon selbstständig als Marktfrau. Da sie einen weiteren Stand haben wollte und sie natürlich wusste, wenn sie sich bewirbt, wennngleich es auch mit einem ganz anderen Produkt ist, sie abgelehnt wird. Deshalb habe ich mich mit meinem Namen beworben und wurde nach persönlichem Telefonkontakt mit der Stadt auch postwendend genommen.
Nun, wenn mein Name bleibt aber ihre Steuernummer für alles verwendet wird, ich aber, weil ich es auch gut kann, weiter die Standbesitzerin spiele, werde ich huerfür zu einer steuerlichen Dache zur Rechenschaft gezogen ? Oder wie sollen wir, Zwecks der Steuer, da ich ja Hauptberuflich bei einem großen Unternehmen arbeite, mich anmelden bzw evtl. versichern ?
Wir haben beide nicht mit einer so großen Beachtung bzw positiven Resonanz gerechnet !
Über uns hängt doch hoffentlich kein Steuerbetrugsschild das uns jeder Zeit erschlagen kann ! Oder doch ?
5. November 2018 21:14
dieser Sachverhalt klingt nach einem typischen “Strohmann”. Ein Strohmann ist jemand, der von einem andern vorgeschickt wird, um in dessen Auftrag und Interesse ein Geschäft zu machen. Der Strohmann gilt sowohl gewerberechtlich als auch steuerrechtlich wie der Besitzer eines Unternehmens. Richtig wäre es somit gewesen, dass du ein Gewerbe anmeldest, eine neue Steuernummer bekommst und die Einkünfte zukünftig in deine eigene Steuererklärung aufnimmst. Problematisch kann es werden, wenn es zufällig zu einem Testeinkauf an “deinem” Stand kommt, der Betriebsprüfer kontrolliert, ob dein Gewerbe steuerlich geführt wird und dies nicht der Fall ist. In solchen Fällen kann es zu erheblichen Steuerschätzungen kommen.
Weiter ist wichtig, dass es Haftungsrisiken gibt. Dies kann nicht nur durch unversteuerte Einnahmen, sondern auch über die Verletzung von Hygienevorschriften oder den Schadensersatz aufgrund verdorbener Lebensmittel o.ä. vorkommen.
Dies ersetzt natürlich keine individuelle Rechtsberatung. Ich hoffe dir trotzdem weitergeholfen zu haben.
vielen Dank erstmal, dass man deine Seite für Fragen nutzen kann. Als Laie kommen da nämlich viele auf 😉 Also Daumen hoch von mir.
Nun zu meiner Frage, ich bin hauptberuflich Beamter und habe ein Kleingewerbe nebenbei. Der Gewinn nach der EÜR kommt also auf mein Brutto drauf und ich zahle meinen normalen Lohnsteuersatz darauf (Klasse1 und somit ca. 24%)
Wenn ich jetzt Ware einkaufe taucht diese zusammen mit meiner Arbeitsleistung auf der Rechnung auf. Ich zahle somit die 19% Mehrwertsteuersatz beim Einkauf der Ware und muss noch die 24% aufschlagen die ich als Lohnsteuer zahle, um keinen Verlust zu machen !?
5. November 2018 21:20
im Prinzip hast du recht. Nehmen wir an du tätigst einen Umsatz in Höhe von 1.000 Euro netto und hast Materialkosten in Höhe von 500 Euro netto.
Dein Gewinn beträgt 500 Euro. Von diesem sind ca. 24% Einkommensteuer abzuführen, wodurch 380 Euro als Unternehmerlohn übrig bleiben.
Wichtig ist bei der Kalkulation am Ende, d.h. wenn du deinen angestrebten Gewinn kalkuliert hast, die Umsatzsteuer hinzuzurechnen.
Du verkaufst also für 1.190 Euro, hast einen Rohgewinn von 500 Euro und einen Reingewinn von 380 Euro.
Ich hoffe dir mit der kleinen Beispielkalkulation weitergeholfen zu haben.
7. November 2018 10:10
Danke für deine Antwort Till…
Aber die Umsatzsteuer muss ich ja nur mit einkalkulieren wenn ich im Jahr über 17.500 Euro Umsatz komme, richtig ?
Das ist genau richtig. Die Umsatzsteuer musst du nur mit einkalkulieren, wenn du dich bei deinem Finanzamt als Regelunternehmer angemeldet hast oder das Finanzamt dich wegen Überschreitens der 17.500 Euro Grenze zur Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen auffordert.
Paar Fragen zu dem Thema hätte ich noch da sie für mich nicht so ersichtlich waren.
Wenn ich ein Nebengewerbe auf Basis vom Kleingewerbe Freibetrag betreibe, muss ich den Netto oder Brutto ertrag aus meinem Hauptberuf mit versteuern oder nur in der Steuer mit aufführen?
Muss ich als Einzelunternehmer nur Umsatz /Einkommen versteuern oder auch Steuern zahlen wenn kein Umsatz generiert wird ? IHK und etwaige Versicherungen mal beiseite.
ich glaube du meinst ein Nebengewerbe als Kleinunternehmer i.S.d. § 19 Umsatzsteuergesetz. In diesem Fall kommt zu deinem Bruttoarbeitslohn der Gewinn aus Gewerbebetrieb (Einnahmen – Ausgaben). Natürlich werden auch hier beim Lohnsteuerabzug und beim Lohnsteuerjahresausgleich die Sozialabgaben wie Kranken- und Pflegeversicherung als Sonderausgaben berücksichtigt. Am Ende des Jahres erhöht der Gewinn quasi dein zu versteuerndes Einkommen.
Du kannst einfach deinen letzten Steuerbescheid als Grundlage verwenden und vor den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit deinen geplanten Gewinn aus Gewerbebetrieb aufführen. Die weiteren Zahlen zur Ermittlung des zu versteuernden Einkommens bleiben gleich.
Einkommensteuer wird nur fällig, wenn du einen Gewinn von mehr als 410 EURO erzielst. Umsatzsteuer wird fällig sobald du kein Kleinunternehmer mehr bist (Umsatz > 17.500 Euro p.a.)
“Der Haupterwerb sollte wirtschaftlich noch immer den Arbeitsmittelpunkt darstellen.”
“Nehmen wir mal an, du machst 30.000 Euro Gewinn aus dem Gewerbebetrieb (Gewinn = Umsatz – Kosten) und hast 30.000 Euro Bruttolohn abzüglich Werbungskosten. Dann hättest du ein zu versteuerndes Einkommen von 60.000 Euro.”
Widerspricht sich das nicht, wenn man in beiden Tätigkeiten gleich viel Geld macht? Würde mich auch interessieren ob ich automatisch ein Hauptgewerbe anmelden muss, wenn der Gewinn dort den des Gewinns imAngestelltenverhältnis übersteigt?
es wird immer die Gesamtschau der Tätigkeit untersucht. Hier fließen noch weit mehr Punkte ein als nur der Verdienst. Ein Sacharbeiter der Krankenversicherung muss da letztendlich die Entscheidung treffen (Individualprüfung). Gegen den Bescheid kann man natürlich vorgehen wenn er nicht der eigenen Auffassung entspricht 🙂
erstmal dickes Lob für den Blog und die ganzen Top Infos 🙂
Eine Frage hätte ich allerdings zu diesem erwähnten “Härteausgleich”
Wenn ich von vornherein weiß, das meine Nebeneinkünfte (Gewinn) im Jahr diese 410 € nicht übersteigt muss ich diese Tätigkeit dann trotzdem beim Gewerbeamt anmelden ?
Ich find der Aufwand wäre ja sonst ziemlich nervig:
Ich meld mich beim Gewerbeamt an + steuerliche Erfassung beim Finanzamt mit “Umsatzsteuerbefreiung” und dann soll ich meine Steuererklärung machen, die ich ja normal für mein Hauptberuf eh seither mache, aber zudem würde ja dann noch diese Anlage “EÜR” + Anlage “G” + Umsatzsteuererklärung (ohne Einträge) + Gewerbesteuererklärung anfallen 🙁
Kann man sich diesen Aufwand sparen wenn man im Bereich des “Härteausgleichs” liegt oder ist Gewerbe immer Gewerbe egal wie Gering der Gewinn ist ?
Danke und viele Grüße, Norman
2. Februar 2019 22:02
gem. § 46 Abs.2 Nr.1 EStG musst du als Arbeitnehmer in Steuerklasse I/IV nur eine Steuererklärung abgeben, wenn der Gewinn deiner Nebentätigkeit mehr als 410 Euro beträgt. Liegst du darunter besteht somit keine Steuererklärungspflicht.
Meines Erachtens ist eine Gewerbeanmeldung trotzdem Pflicht, soweit du mit Gewinnerzielungsabsicht handelst. Es sollte in deinem Fall allerdings recht leicht zu argumentieren sein, dass es sich um ein reines Hobby ohne Gewinnerzielungsabsicht handelt und somit kein Gewerbe anzumelden ist.
Ich hoffe dir damit weitergeholfen zu haben und weise darauf hin, dass es sich nicht um eine rechtliche Beratung handelt.
Toller Artikel! Echt sehr hilfreich!
Ich bin verheiratet und wir haben aktuell beide Steuerklasse 4 im Angestelltenverhältnis. Ich möchte gerne ein Nebengewerbe anmelden. Wie ist in dem Fall die Versteuerung am sinnvollsten? Getrennte Veranlagung?! Möchte nicht, dass mein Mann durch das Nebengewerbe Nachteile hat.
2. Februar 2019 22:09
die günstigste Lösung bei der Steuerklassenwahl hängt von vielen Faktoren ab. Einflussfaktoren sind das Verhältnis der Einkünfte, die Höhe der jeweiligen Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen und die Einkünfte des Nebengewerbes. Hinzu kommt, dass du die Beträge für das kommende Jahr in der Regel nur schätzen kannst. Ich kann dir daher keine weiteren Informationen zur richtigen Lösung geben.
Moin Moin , ich habe mal eine sehr blöde Frage ?!
Ich bin Hauptberuflich angestellt .
Möchte aber ein Gewerbe anmelden , und es als Kleingewerbe laufen lassen .
2. Februar 2019 22:15
am besten guckst du dir dafür einmal deinen letzten Steuerbescheid an. Dort findest du den Posten “Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit”. Darüber kannst du dir für dein Nebengewerbe einen Posten “Einkünfte aus Gewerbebetrieb” vorstellen. Hier wirst du zukünftig deinen Gewinn aus dem Nebengewerbe wiederfinden. Wenn du diese Berechnung weiterführst erhöht sich dein zu versteuerndes Einkommen entsprechend und wird zu einer höheren Steuer führen. So kannst du ungefähr die steuerliche Auswirkung abschätzen.
Hallo, ich habe ein Nebenerwerbe / Kleingewerbe. Mein Problem is, ich habe eine Mehrwertsteuer auf die Rechnung meiner Kunden erhoben, weil ich die Regelung nicht kannte. Meine Frage, wenn ich jetzt die Steuererklärung mache , kann ich die Kleinunternehmerregelung im darauffolgenden Jahr trotzdem anwenden, oder muss ich dann wieder Umsatzsteuer berechnen.? Mfg Dennis
2. Februar 2019 22:34
Hallo Ehmke,
gem. § 19 Abs. 2 UStG kann der Unternehmer erklären, dass er auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung verzichtet. Die Erklärung bindet den Unternehmer mindestens für fünf Kalenderjahre. Du solltest mit deinem örtlichen Bearbeiter im Finanzamt in Kontakt treten und den nächstmöglichen Zeitpunkt zum Wechsel zur Kleinunternehmerregelung abstimmen.
Nach entsprechender Genehmigung durch das Finanzamt kannst du Rechnungen ohne Umsatzsteuerausweis schreiben und keine Vorsteuer mehr ziehen.
Hallo, ich will ein Nebengewerbe anmelden und bin im Angestellten Verhältniss. Bezieht sich die Freigrenze von 17500 € nur auf das reine Nebengewerbe oder inkl. meinem Angestellten Verhältniss Gehalt?
Die Kleinunternehmerregelung im Umsatzsteuergesetz bezieht sich auf dein Unternehmen. Für ein Unternehmen ist maßgeblich, dass du selbstständig tätig bist ohne Anweisungen entgegen nehmen zu müssen. Du bist also Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes bei deinem Nebengewerbe, nicht aber als Arbeitnehmer.
Die 17.500 EUR Umsatzgrenze der Kleinunternehmerregelung entspricht also den Betriebseinnahmen deines Nebengewerbes.
24. März 2019 21:48
Bin Arbeitnehmer, arbeite nebenher als Hochzeitsfotograf (Kleinunternehmerregelung).
Trotz der Tatsache das ich unter 17.500 Euro verdiene, muss ich dann an das Finanzamt um die 20% Geld abführen? Ist das diese Progressionszone, von der du schreibst?
Einnahmen: 10.000 Euro
Muss ich davon 2174 Euro an das Finanzamt nachzahlen oder spinnt einfach nur meine WISO Software!?
13. Mai 2019 23:59
Ich gehe davon aus, dass deine Steuersoftware richtig rechnet.
Deine zusätzlichen Einnahmen werden mit deinem persönlichen Steuersatz versteuert. Du hast also beispielsweise ein zu versteuerndes Einkommen aus Arbeitslohn von 20.000 EUR zzgl. deiner 10.000 EUR also Fotograf. Bei deinem Arbeitslohn wird die Lohnsteuer automatisch einbehalten. Für die Tätigkeit als Fotograf musst du entsprechende Einkommensteuervorauszahlungen leisten bzw. Wie in diesem Fall eine Abschlusszahlung.
Da der Steuersatz mit steigendem zu versteuernden Einkommen ebenfalls steigt, ist eine pauschale Bestätigung deines Beispiels allerdings nicht möglich. Die Einkommensteuer auf die Nebentätigkeit fällt bei einem Arbeitslohn von 20.000 EUR natürlich ganz anders aus als bei einem Arbeitslohn von 60.000 EUR.
Nebengewerbegründung im Bereich IT und Programmierung als Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuerausweisung mit EÜR.
Beispiel 10.000€ Umsatz – 1.000€ PC und – 1.000€ Handy, wären dann 8.000€ die zu meinen Brutto 60.000€ dazuzuzählen wären, richtig?
Weil ich eine Firma bin, kann ich dann von den 2.000€ vorher noch die Umsatzsteuer rausrechnen und ziehe nur noch 1.620€ ab?
Deine Berechnung mit einem Gewinn von 8.000 EUR ist richtig. Diesen Betrag kannst du in deiner Kalkulation dem Bruttoeinkommen hinzuaddieren. Die Vorsteuer kannst du in dem Fall nicht abziehen, da du die Kleinunternehmerregelung anwendest (§ 19 Abs.1 Satz 4 UStG). Es bleibt also bei 8.000 EUR kalkulatorischem Gewinn.
13. Mai 2019 9:14
Vielen Dank für einen interessanten Beitrag zum Thema Nebengewerbe Steuern. Mein Mann will sich gerade nebenberuflich selbständig machen und die Information zu Steuern ist uns sehr hilfreich. Gut zu wissen, dass man nur 18 Stunden in der Woche nebenberuflich arbeiten darf.