Source: http://www.gavservice.ch/Contract.aspx?stellaNumber=300001&versionName=9
Timestamp: 2019-12-14 14:02:16
Document Index: 327643530

Matched Legal Cases: ['Art.3', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 35', 'Art. 40', 'Art. 40', 'Art. 11', 'Art. 10', 'Art. 14']

Allgemeinverbindlicherklärung: 01.06.2019 - 30.06.2020
Der GAV gilt für das ganze Gebiet der Schweiz. Nicht unterstellt sind die Arbeitgeber und Arbeitnehmer des Kantons Genf. Im Kanton Wallis ist der GAV anwendbar, soweit durch den Kantonalvertrag nichts anderes bestimmt wird.
Der GAV gilt für alle Mitgliedfirmen des VSEI, sofern diese nicht ausdrücklich einem anderen GAV unterstellt sind oder durch Erklärung der Paritätischen Landeskommission vom Geltungsbereich dieses GAV ausgenommen sind.
Zwecks Betriebseinheit gilt der GAV für alle gewerblichen und in der gleichen Unternehmung angegliederten Betriebszweige (Art.3.2.1 GAV), die nicht ausdrücklich durch die Mitgliedschaft in einem anderen Arbeitgeberverband jenem GAV unterstellt sind oder gemäss Art. 3.1.2 GAV ausgenommen sind.
Der GAV gilt auch für Arbeitgeber, die gemäss Art. 8 GAV einen Anschlussvertrag abgeschlossen haben.
Ab 1. Januar 2017 (per 1. April 2017 allgemeinverbindlich erklärt):
Für jugendliche Arbeitnehmer bis zum 20. Altersjahr (massgebend ist das Kalenderjahr in dem das 20. Altersjahr erfüllt wird) gelten die Minimallöhne nicht.
Artikel 35; Anhang 8: Vereinbarung 2017
2019 (per 1. Juni 2019 allgemeinverbindlich erklärt):
Die Löhne werden für alle Mitarbeiter generell um 1% (exkl. Zuschläge) erhöht.
Arbeitgeber, die seit dem 1. Januar 2019 ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine allgemeine Lohnerhöhung gewährt haben, können diese an die Lohnerhöhung nach Anhang 8 des GAV anrechnen.
Die Vertragsparteien verhandeln jährlich über:
a) die Minimallöhne gemäss Art. 35 GAV;
b) die Anpassung des Lohnrahmens wird wie folgt geregelt:
Bis zu einer Jahresteuerung von 1% (Stand 30.09. des betreffenden Jahres) werden die Löhne automatisch und generell angepasst.
Ist die Teuerung höher als 1%, werden Verhandlungen über den über 1% liegenden Teuerungsteil geführt. Kommt keine Einigung zu Stande, ist eine Anrufung des Schiedsgerichtes gemäss Artikel 12 GAV möglich.
Artikel 10.6 und 38; Anhang 8: Vereinbarung 2019; Allgemeinverbindlicherklärung: III
Der Arbeitnehmer erhält eine Jahresendzulage von 100 % des durchschnittlichen Monatslohns. Hat das Arbeitsverhältnis nicht das ganze Jahr gedauert, wird die Jahresendzulage pro rata temporis ausbezahlt.
Überstunden werden nur soweit entschädigt, als sie vom Arbeitgeber bzw. seinem Stellvertreter angeordnet oder nachträglich visiert werden. Als normale Überstunden gelten jene Stunden, welche innerhalb der Grenzen der Tages- und Abendarbeitszeit (06.00–23.00 Uhr) geleistet werden und die Jahresbruttoarbeitszeit überschreiten. Normale Überstunden sind durch Freizeit von gleicher Dauer innerhalb von 9 Monaten zu kompensieren. Ist eine Kompensation aus betrieblicher Sicht nicht möglich, sind die Überstunden mit einem Zuschlag von 25 Prozent auszuzahlen. Per Ende Jahr ist das Zeitkonto gemäss den Bestimmungen in Artikel 23.4 GAV auszugleichen. Ist eine Kompensation möglich, wünscht der Arbeitnehmer jedoch die Auszahlung, entscheidet der Arbeitgeber in Berücksichtigung der betrieblichen Situation, ob die Überstunden durch Freizeit auszugleichen oder ohne Zuschläge auszuzahlen sind.
Werden am Samstag Überstunden geleistet, sind diese grundsätzlich mit Zeitzuschlag (nach Art. 40.1 GAV) durch entsprechende Freizeit zu kompensieren. Ist eine Kompensation aus betrieblicher Sicht nicht möglich, sind die Überstunden mit einem Lohnzuschlag (nach Art. 40.1 GAV) auszuzahlen.
Samstagsarbeit (13h00-23h00) 25%
Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Ersatz der Mehrkosten für auswärtige Verpflegung von CHF 12.-- pro Tag, wenn:
a) eine Rückkehr über Mittag an den Anstellungsort/ans Firmendomizil oder nach Hause nicht möglich ist; oder
b) der Arbeitgeber den Arbeitnehmer anweist, über Mittag am externen Arbeitsort zu verbleiben; oder
c) eine Rückkehr zum Anstellungsort/Firmendomizil oder nach Hause nicht möglich ist, wenn der Arbeitsort ausserhalb einem Radius von 10 km zum Anstellungsort/Firmendomizil oder Wohnort liegt oder wenn die entsprechende Wegstrecke länger als 15 km (ein Weg) ist.
Bei länger dauernden auswärtigen Arbeiten innerhalb unserer Landesgrenzen ist der Arbeitnehmer berechtigt, über das Wochenende nach Hause zu fahren. Der Arbeitgeber trägt die Reisekosten.
Privatauto CHF 0.60 / Km
Motorrad/Motorfahrrad CHF 50.--/ Monat
Velo CHF 20.--/ Monat
Artikel 41 und 42; Anhang 8: Vereinbarung 2015
Die effektive Jahresbruttoarbeitszeit (sämtliche Wochentage inkl. Feiertage, aber ohne Samstage und Sonntage) beträgt 2080 Std.
Die durchschnittliche Jahresbruttoarbeitszeit berechnet sich nach folgender Formel: 365 (oder 366) Tage / 7 Tage = Anzahl Wochen im betreffenden Jahr × 40 Std. pro Woche = Jahresstunden. Die effektive Jahresbruttoarbeitszeit wird (…) im Anhang 8 aufgeführt.
In Berücksichtigung der betrieblichen bzw. auftragsbezogenen Erfordernisse kann der Arbeitgeber, nach Rücksprache mit dem Arbeitnehmer, die tägliche
resp. wöchentliche Arbeitszeit im Rahmen des Arbeitsgesetzes festlegen.
Artikel 23.2; Anhang 8: Vereinbarung 2018
21.-35. Altersjahr 24 Tage
36.-55. Altersjahr 25 Tage
56.-65. Altersjahr 30 Tage
9 eidgenössische oder kantonale Feiertage im Kalenderjahr sind entschädigungspflichtig, sofern sie auf einen Arbeitstag fallen. Die Festlegung dieser 9 Feiertage richtet sich nach eidgenössischen und kantonalen Gesetzgebungen. Allfällige weitere eidgenössische, kantonale oder öffentliche Feier- oder Ruhetage sind vor- oder nachzuholen, das heisst, sie sind nicht entschädigungspflichtig.
Die Feiertagsentschädigung bemisst sich nach den ausfallenden Arbeitsstunden zum normalen Lohn. Vor gesetzlichen Feiertagen wird der Arbeitsschluss um eine Stunde vorverlegt. Den Arbeitnehmern im Stundenlohn wird diese Stunde durch den Arbeitgeber vergütet.
Sind keine Ergänzungsbestimmungen vorhanden, gelten Neujahr, 2. Januar (Berchtoldstag), Karfreitag, Ostermontag, Auffahrt, Pfingstmontag, 1. August (Bundesfeiertag), Weihnachten (25. Dezember), Stephanstag (26. Dezember) als Feiertage.
Der Arbeitnehmer kann 3 bezahlte Arbeitstage pro Jahr für seine berufliche Bildung beanspruchen. Die PK bzw. die PLK informieren die Betriebe wie auch die Arbeitnehmer mindestens einmal jährlich über die Angebote.
Für Arbeitnehmer, die eine Expertentätigkeit ausüben, in Berufsbildungskommissionen mitarbeiten oder in einer lokalen PK eine nebenamtliche
Funktion ausüben, kann ein zusätzlicher, bezahlter Ausbildungstag in Anspruch genommen werden.
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Arbeitnehmer für ein Krankengeld von 80% des wegen Krankheit ausfallenden, der normalen vertraglichen Arbeitszeit entsprechenden Jahreslohnes (…) kollektiv zu versichern. Die Prämien der Kollektivtaggeldversicherung werden von Arbeitgeber und Arbeitnehmer je hälftig getragen.
Der Arbeitgeber kann eine Kollektivtaggeldversicherung mit Leistungsaufschub von bis zu 180 Tagen pro Kalenderjahr abschliessen. Während der Aufschubzeit (auch bei Austritt des Arbeitnehmers) hat er 80% des Lohnes zu entrichten. (…) Der Arbeitgeber ist verpflichtet, die Arbeitnehmer über die Versicherungsbedingungen zu informieren.
Der Prämienanteil des Arbeitnehmers wird vom Lohn in Abzug gebracht und vom Arbeitgeber zusammen mit der Arbeitgeberprämie dem Versicherer überwiesen.
a) Lohnersatzzahlung inkl. Jahresendzulage bei Krankheit ab Beginn zu 80% des normalen Lohnes (ohne Spesen);
b) die Dauer der Versicherungsdeckung muss innerhalb von 900 Tagen für 720 Tage erfolgen und einen oder mehrere Krankheiten einschliessen;
d) bei Kürzung des Taggeldes infolge Überversicherung hat der Arbeitnehmende Anspruch auf Gegenwert von 720 vollen Tagen;
e) eventuelle Vorbehalte müsen bei Versicherungsbeginn dem Versicherten schriftlich mitgeteilt werden und sind maximal während fünf Jahren gültig;
f) die im KVG vorgeschriebenen Mutterschaftsleistungen werden in Ergänzung der staatlichen Mutterschaftsversicherung erbracht;
g) der Versicherte ist bei Austritt aus einer Kollektivversicherung über das Übertrittsrecht in eine Einzelversicherung zu informieren. Der Übertritt hat nach den Regeln des KVG zu erfolgen (keine neuen Vorbehalte, Einheitstarif, Karenzfristen);
i) bei Überschussbeteiligung haben die Arbeitnehmenden Anspruch im Verhältnis der Prämienbeteiligung.
Zur Regelung der Versicherungsanspruche für Arbeitnehmende, welche das 65. bzw. das 64. Altersjahr erreicht haben, setzt sich der Arbeitgeber mit seiner Versicherungsgesellschaft in Verbindung und orientiert die Arbeitnehmenden entsprechend. Die Versicherung ist bei einer vom Bunde anerkannten und dem KVG
unterstellten Krankenkasse abzuschliessen.
Artikel 46 – 48
Bei Leistung von schweizerischem Militärdienst, Zivildienst und Zivilschutz (…) erhalten die Arbeitnehmenden vom Arbeitgeber aufgrund der abgegebenen Soldmeldekarten gemäss folgenden Bestimmungen Lohn ausbezahlt:
Durchdiener während maximal 300 Tagen Sofern nach dem Dienst noch mind. 6 Monate beim gleichen Arbeitgeber angestellt Anspruch auf 80% des vordienstlichen Lohnes. Die Differenz (30%) ist fällig nach Ablauf der sechs Monate und durch den Arbeitnehmenden geltend zu machen.
für die darüber hinausgehende Zeit Dienstleistende ohne Kinder 50% des Lohnes
Dienstleistende mit Kinder 80% des Lohnes
Die Entschädigungen gemäss EO fallen dem Arbeitgeber zu, soweit sie die Lohnzahlungen während des Militärdienstes, Zivildienstes und des Zivilschutzes nicht übersteigen.
Ein gleitender Ruhestand ist ab Erreichen des 58. Alterjahres möglich.
Arbeitnehmende/r: CHF 21.--/Monat
(= Vollzugskostenbeitrag: CHF 11.-- + Weiterbildungsbeitrag: CHF 10.--)
Arbeitgeber: CHF 21.--/Monat für jede/n dem GAV unterstellte/n Arbeitnehmende/n
Artikel 19; Anhang 8: Vereinbarung 2015
Ferien: Arbeitnehmer bis zum vollendeten 20. Altersjahr haben einen Ferienanspruch
von 25 Arbeitstagen.
Artikel 2.2 und 27; OR 329a+e
Während der Probezeit (1 Monat; max. 3 Monate, über Verabredung)
Arbeitnehmende in einer Paritätischen Kommission (Art. 11 GAV), in der Paritätischen Landeskommission (Art. 10 GAV) und/oder in einer von den Arbeitnehmenden gewählten betrieblichen Arbeitnehmerkommission (Art. 14 GAV) 6 Monate
Ab zehntem Dienstjahr während der Dauer des Bezugs von Taggeldleistungen der obligatorischen Kranken- und Unfallversicherung (720 Tage), sofern der Arbeitnehmer wegen Krankheit oder Unfall zu 100% arbeitsunfähig ist.
» Vereinbarung 2019 Elektro- und Telekommunikations-Installationsgewerbe (79 KB, PDF)