Source: https://steuerrecht-anwalt.berlin/besteuerung-des-minijobbers/
Timestamp: 2020-03-31 02:04:53
Document Index: 159166600

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 115', '§ 40', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 8', '§ 40', '§ 169', '§39', '§ 39', '§ 39', '§ 40']

Besteuerung des Minijobbers? - Anwaltskanzlei Wudtke Berlin
Besteuerung des Minijobbers?
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Anwalt für Steuerrecht Torsten Wudtke in Berlin Charlottenburg / Wilmersdorf beantwortet Rechtsfragen
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Geringfügig Beschäftigte werden auch Minijobber bezeichnet. Ihre Beschäftigung kann sowohl im gewerblichen wie im privaten Bereich erfolgen. Eine geringfügige Beschäftigung liegt gemäß § 8 SGB IV vor, wenn 1. das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 450 Euro nicht übersteigt (450 Euro Minijobber), 2. die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres 2 Monate oder 50 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt oder im Voraus vertraglich begrenzt ist, es sei denn, dass die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt wird und ihr Entgelt 450 Euro im Monat übersteigt (Kurzfristiger Minijobber). Vom 01.01.2015 bis 31.12.2018 gilt die Beschäftigung letzterer gemäß § 115 SGB IV mit der Maßgabe, dass die Beschäftigung innerhalb eines Kalenderjahres auf längstens 3 Monate oder 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart begrenzt zu sein pflegt. In jedem Fall hat der Arbeitgeber für die richtige Besteuerung, d.h. den richtigen %-Satz, des Minijobbers zu sorgen.
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Kurzfristige Beschäftigung nach EStG?
Die Besteuerung der Minijobber ergibt sich aus § 40a EStG. Der Arbeitgeber kann nach Absatz 1 der Vorschrift unter Verzicht auf den Abruf von elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (§ 39e Absatz 4 Satz 2) oder die Vorlage einer Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug (§ 39 Absatz 3 oder § 39e Absatz 7 oder Absatz 8) bei Arbeitnehmern, die nur kurzfristig beschäftigt werden, die Lohnsteuer mit einem Pauschalsteuersatz von 25 % des Arbeitslohns erheben. Was unter kurzfristiger Beschäftigung zu verstehen ist, ist aber nicht gleichzusetzen mit § 8 SGB IV. Eine kurzfristige Beschäftigung nach § 40a I 2 EStG liegt vor, wenn der Arbeitnehmer bei dem Arbeitgeber gelegentlich, nicht regelmäßig wiederkehrend beschäftigt wird, die Dauer der Beschäftigung 18 zusammenhängende Arbeitstage nicht übersteigt und 1. der Arbeitslohn während der Beschäftigungsdauer 72 Euro durchschnittlich je Arbeitstag nicht übersteigt oder 2. die Beschäftigung zu einem unvorhersehbaren Zeitpunkt sofort erforderlich wird. Prüfen Sie hier als Arbeitgeber, ob die hohe pauschale Lohnsteuer von 25 % hier die richtige ist. Als weitere Möglichkeiten der pauschalen Besteuerung sieht das Gesetz 20 % oder 2 % vor.
Wann beträgt die pauschale Lohnsteuer 20 %?
Der Arbeitgeber hat neben der Lohnsteuer auch z.B. für die Abführung der Beiträge zur Sozialversicherung zu sorgen. Hat der Arbeitgeber aber z.B. keine Beiträge zur Rentenversicherung nach § 169 Absatz 1 Nummer 1b oder 1c des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch zu entrichten, kann er unter Verzicht auf den Abruf von elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmalen (§39e Absatz 4 Satz 2) oder die Vorlage einer Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug (§ 39 Absatz 3 oder § 39e Absatz 7 oder Absatz 8) die Lohnsteuer mit einem Pauschalsteuersatz in Höhe von 20 % des Arbeitsentgelts gemäß § 40a Absatz 2a EStG erheben. Sind dagegen Rentenversicherungsbeiträge zu entrichten, so senkt sich die pauschale Lohnsteuer auf nur noch 2 %.
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