Source: https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/archiv/detail/was-kann-man-tun-dass-der-facharzt-endlich-einen-bericht-erstellt.html
Timestamp: 2017-12-12 17:49:34
Document Index: 389176999

Matched Legal Cases: ['§ 75', '§76', '§ 35', '§ 203', '§ 9', '§ 14', '§ 76']

Was kann man tun, dass der Facharzt endlich einen Bericht erstellt. | Ihre Vorsorge
Was kann man tun, dass der Facharzt endlich einen Bericht erstellt.
ich warte schon seit Wochen auf einen Bericht des Facharztes. Ich bin schon seit Jahren in Behandlung. Trotz Erinnerung immer noch erfolglos. Was kann ich noch tun? Die RV hat mich schon 2-Mal ermahnt.
Ihn höflich aber bestimmt - schriftlich ! - bitten bis zum xx.xx. dem Bericht zu erstellen. 14 Tage als Frist sind da ausreichend.
Schreiben Sie dabei , das Sie den Bericht unbedingt in der gesetzten Frist für die RV benötigen und ihnen ein Schaden entstehen würde wenn er jetzt in der gesetzten Frist nicht kommen würde.
Auch die Ankündigung - Drohung ist so ein häßliches Wort... -, das Sie den Bericht auch notfalls dann per Rechtsanwalt einfordern werden ist oft hilfreich.
:P Wenden Sie sich doch einmal an die Kassenärztliche Vereinigung, zu deren Aufgaben die Überwachung der Pflichten der Vertragsärzte (§ 75 SGB V Abs. 2) gehört. Gegen eine Auflösung der KVen bzw. KZVen wird argumentiert, dass dies die Einführung rein staatlicher Behörden notwendig mache. Insofern dürften die KVen ein eigenes Interesse haben, dass das System auch funktioniert.
Andererseits können Sie der Deutschen Rentenversicherung schriftlich mitteilen, dass Sie bei Arzt xy zu dem und dem Datum den ärztlichen Befundbericht angefordert oder erinnert haben und darum bitten, den Bericht dort einmal selbst anzufordern, da Ihre Bemühungen bisher nicht erfolgreich waren. Notfalls muss man Sie eben anderweitig untersuchen lassen.
Man sollte sich als Patient auch überlegen, ob man einen Arzt weiterhin konsultieren will, der nicht einmal in der Lage ist, seine Praxis so zu organisieren, dass die festgehaltenen Patientendaten kurzfristig wiedergegeben werden können. Das kann normalerweise eine eingewiesene Arzthelferin erledigen, so dass der Arzt nur unterschreiben muss. Für diese Unterschrift unter den vollständigen ärztlichen Befundbericht erhält der Arzt von der Deutschen Rentenversicherung ein Honorar von 25,20 EUR.
http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/cae/servlet/contentblob/98430/publicationFile/13272/G1203.pdf
ES ist Aufgabe des medizinishen Dienstes bzw. des beauftragten Gutachters Auskünfte einzuholen. Offensichtlich will man einerseits Geld sparen, denn eine Auskunft ist zu bezahlen. Fordern Sie die an, müssen Sie die berappen. Andererseits will man ganz offensichtlich Ihre Datenschutzrechte umgehen. Als Kunde der DRV sind Sie, was die Einhaltung der ärztlichen Schweigepflicht betrifft schlechter gestellt als Strafgefangene. Können Sie nachlesen in der NStZ 93, OLG Karlsruhe. Die DRV erkennt die ärztliche Schweigepflicht nicht an.
Fordern Sie die DRV den Arzt vom Sozialgericht vernehmen zu lassen. Dann sind Sie evtl. sogar beizuladen.
Sie schießen mit Ihrem Lieblingsthema mal wieder mit Kanonen auf Spatzen und außerdem meilenweit am Thema vorbei.
Die DRV Bund zum Beispiel fordert die Befundberichte (wie in diesem Fall wohl geschehen) immer über den Versicherten selbst an und vergütet sie dann auch im Übrigen mit 25, 20 Euro. Das entsprechende Formular wird dem Versicherten zur Weitergabe an den Arzt gleich mitgesandt.
Der Versicherte muss also nichts „selbst berappen“, wenn er Befundberichte im Auftrag der DRV einholt.
Wie geht es denn noch datenschutzfreundlicher als wenn der Versicherte
a)	weiß, von welchen behandelnden Ärzten Befundberichte angefordert werden und
b)	dazu noch die Befundberichte vorher durchsehen kann, bevor er diese wieder an die DRV zurücksendet ?
Nur wenn es der Versicherte ausdrücklich wünscht, werden die Befundberichte von den Ärzten direkt angefordert.
folgen Sie bitte den Vorschlägen von Klemens und „-_-„ und bitte nicht den ausdrücklich SCHWACHSINNINGEN Vorschlag von dem selbsternannten „Sozialrechtler“.
Lassen Sie sich das mal (§76 SGB X) auf der Zunge zergehen.
"(1) Die Übermittlung von Sozialdaten, die einer in § 35 des Ersten Buches genannten Stelle von einem Arzt oder einer anderen in § 203 Abs. 1 und 3 des Strafgesetzbuches genannten Person zugänglich gemacht worden sind, ist nur unter den Voraussetzungen zulässig, unter denen diese Person selbst übermittlungsbefugt wäre."
Wer macht denn hier wem was zugänglich?
Und wer die Antragsformulare aufmerksam durchliest, stößt unweigerlich auf eine pauschalierte Schweigepflichtentbindungserklärung zur Einholung aller Unterlagen.
Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass der Patient alles das, was von seinen behandelnden Ärzten dem medizinischen Dienst bzw. dem beauftragten Gutachter im Rehaverfahren (§ 9 i.V.m. § 14 Abs. 5 SGB IX) offenbart werden soll, auch vorher überprüfen kann.
Die Tricks der DRV sind doch nun allzu durchsichtig. In den Formularen gibt es jede Menge von Sätzen und Formulierungen, die kluge Leute streichen, um nicht über den Tisch gezogen zu werden.
Selbstverständlich habe ich beim Reha-Antrag vom Recht nach § 76 SGB X Gebrauch gemacht. Und ich werde auch von meinem Recht Gebrauch machen und verhindern, dass die DRV meinen ärztlichen Entlassungsbericht in die Finger bekommt.
haben Sie eigentlich auch anderen Institutionen gegenüber eine so ausgeprägte Paranoia wie gegenüber der DRV ???
Wenn man Ihre Beiträge für bare Münze nehmen würde, so haben die Mitarbeiter der DRV den ganzen Tag nichts anderes zu tun als sich alle nur erdenklichen auch so unnützen medizinischen Daten von „Sozialrechtler“ auf legalem als auch- wie von Ihnen ständig vorgebetet- angeblich illegalem Wege zu beschaffen. Natürlich tun Sie dies nur, um Ihnen irgendwann einmal zu schaden. Eigentlich ist das der einzige Zweck der DRV.
Ich weiß bloß nicht, wie dieser Schaden dann aussehen soll.
Sie fangen reflexartig mit Ihrer Geschichte „Der Entlassungsbericht“ an, sofern es auch nur im Entferntesten um medizinische Unterlagen geht.
Jürgen benötigt einen Befundbericht von seinem Facharzt für die DRV, damit diese über seinen Rehabilitationsantrag oder Rentenantrag entscheiden kann.
Er hat offensichtlich KEIN Problem, diesen an die DRV zu übergeben, sondern ein Problem, dass sein Facharzt sich mit der Ausstellung zu viel Zeit lässt.
Was hat dies also mit dem Entlassungsbericht aus dem Reha- Verfahren zu tun ????
Jürgen hat noch nicht verifiziert, welche Folgen unüberlegtes vertrauensseliges Verhalten zeitigen kann. Das Mißbrauchspotential ist enorm, vor allen Dingen, wenn man weiß, dass 15% der Diagnosen und Befunde falsch sind.
Kontrolle hat mit Paranoia nichts zu tun. Wenn sich ein Sozialleistungsträger illegal ärztliche Entlassungsberichte verschafft, ist absolute Kontrolle angesagt. Angesichts der Überlastung der Sozialgerichtsbarkeit kann jeder Fehler effektiven Rechtsschutz gegen willkürliche Entscheidungen kosten. Ich habe noch nie gelesen, dass Sozialleistungsträger Daten, die sie erst mal haben, freiwillig gelöscht haben. Vorbeugen ist besser als heilen.
Ihnen bleibt nur die Möglichkeit, sich nochmals an den Facharzt zu wenden, und ihn auf die Dringlichkeit hinzuweisen.