Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=327%20O%20607/10
Timestamp: 2020-02-28 02:19:25
Document Index: 358949339

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 8', '§ 2', '§ 4', '§ 6', '§ 8', '§ 2', '§ 7']

LG Hamburg, 01.09.2011 - 327 O 607/10 - dejure.org
https://dejure.org/2011,1015
LG Hamburg, 01.09.2011 - 327 O 607/10 (https://dejure.org/2011,1015)
LG Hamburg, Entscheidung vom 01.09.2011 - 327 O 607/10 (https://dejure.org/2011,1015)
LG Hamburg, Entscheidung vom 01. September 2011 - 327 O 607/10 (https://dejure.org/2011,1015)
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Haftung des Betreibers eines Online-Reiseportals für negative Hotelbewertungen
Bewertungsportal - Hotel - wettbewerbsrechtliche Haftung für Richtigkeit verbreiteter Tatsachen
Hotelbewertungen - Haftung für fremde Bewertungen im Katalog
Haftung von Hotelbuchungsportalen für geschäftsschädigende Bewertungen von Nutzern
Betreiber eines Reisebuchungsportals haftet für falsche Tatsachenbehauptung eines Portalnutzers
Negative Bewertungen im Reisebuchungsportal - Unterlassungsanspruch einer Hotelbetreiberin
Reiserecht - Reisebuchungsportal mit Bewertungsbereich und negative Hotelbewertungen
Betreiber von Reisebuchungsportalen müssen herabsetzende Tatsachen in Hotelbewertungen über Mitbewerber beweisen können
Hotelbewertungsportal haftet für geschäftsschädigende Äußerungen auf Onlineauftritt
Reisebuchungsportal mit Bewertungsbereich haftet für Richtigkeit negativer Hotelbewertungen
Online-Reisebuchungsportal haftet für falsche negative Bewertungen
Betreiber eines Reisebuchungsportals haftet für falsche Einträge
Wettbewerbsverstoß durch unwahre Tatsachenbehauptungen Dritter auf Hotelbewertungsportal
Betreiber eines Reisebuchungsportals haftet für unwahre Hotelbewertungen Dritter auf Portal
Negativ-Bewertung: Wann haftet der Portal-Betreiber?
Reisebuchungsportal haftet für die Richtigkeit von negativen Hotelbewertungen
Negative Bewertungen im Reisebuchungsportal - Unterlassungsanspruch einer Hotelbetreiberin erfolgreich - Ein Meinungsportal und ein Online-Reisebüro von der gleichen Betreiberin können nicht klar voneinander getrennt werden
ZUM 2011, 936
b) Das Berufungsgericht ist davon ausgegangen, dass das Vorhalten eines Portals mit Hotelbewertungen auf einer Internetseite, unter der auch die Dienstleistungen eines Reisebüros angeboten werden, eine geschäftliche Handlung im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG darstellt und die Parteien Mitbewerber im Sinne der § 8 Abs. 3 Nr. 1, § 2 Abs. 1 Nr. 3 UWG sind (im Ergebnis ebenso LG Hamburg, WRP 2012, 94, 95 ff.; Schilling, GRUR-Prax 2012, 105, 106; Vonhoff, MMR 2012, 571, 572;… aA Ohly in Ohly/Sosnitza, UWG, 6. Aufl., § 4.8 Rn. 8/10, § 6 Rn. 75, § 8 Rn. 135a).
Gegen eine geschäftliche Handlung spricht es insbesondere, wenn ein Unternehmen mit einer Äußerung vorrangig einen im Allgemeininteresse liegenden Zweck verfolgt, mag sie sich auch zugunsten eines fremden Unternehmens auswirken (…Köhler/Bornkamm, UWG, 31. Aufl. 2013, § 2 Rn. 56; LG Hamburg, Urteil vom 1.9. 2011 - 327 O 607/10 - ZUM 2011, 936, 940).
Eine Auslegung nationalen Rechts, die im Ergebnis dazu führen würde, eine solche Pflicht zu statuieren oder vorauszusetzen, ist deshalb richtlinienwidrig und damit unzulässig (…vgl. Spindler/Schuster/Hoffmann a.a.O., § 7, Rdn. 30; a. A. wohl: LG Hamburg ZUM 2011, 936).
Die daraus folgende Beweislast für die Richtigkeit geschäftsschädigender Tatsachen im Wettbewerbsverhältnis hat der Verbreitende und damit der Beklagte zu tragen (vgl. Urteil der Kammer vom 01.09.2011 - Az. 327 O 607/10 - ZUM 2011, 936 ff.).