Source: https://www.telemedicus.info/urteile/tag/Computerspiele
Timestamp: 2019-01-23 08:34:31
Document Index: 250288091

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 1', 'BGH', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Urteile zu Computerspiele - Telemedicus
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Urteile zu Computerspiele
LG Berlin: Erschöpfungsgrundsatz gilt bei Keyselling nicht
Urteil v. 11.03.2014, Az. 16 O 73/13
1. Keyselling von Computerspielen verletzt das Vervielfältigungsrecht des Urhebers, da der Keyseller es Dritten ermöglicht, ein Spiel mit Hilfe eines Produktschlüssels, den die Beklagte einem körperlichen Vervielfältigungsstück des Spiels beigibt, aus dem Internet herunterzuladen und damit selbst zu vervielfältigen.
2. Erschöpfung kann von vorneherein nur an dem Produkt eintreten, wie es mit Zustimmung des Berechtigten in den europäischen Wirtschaftsverkehr gelangt ist, was in diesem Fall der Zusammenhang des physischen Datenträgers mit einem Produktschlüssel ist.
3. Computerspiele unterfallen als sogenannte hybride Werke dem Schutz der InfoSoc-RL, bei der die Erschöpfung auf körperliche Vervielfältigungsstücke beschränkt ist.
LG Berlin: Erschöpfungsgrundsatz nicht bzgl. Übertragbarkeit von Nutzerkonten - Steam-Accounts
Urteil v. 21.01.2014, Az. 15 O 56/13
Es verstößt nicht gegen den urheberrechtlichen Erschöpfungsgrundsatz, wenn der Rechteinhaber die Nutzung seiner angebotenen Computerspiele von der vorherigen Registrierung eines Nutzerkontos abhängig macht und dem Nutzer verbietet, dieses Nutzerkonto weiter zu geben.
BGH: Vorlagebeschluss Videospiel-Konsolen
Beschluss v. 06.02.2013, Az. I ZR 124/11
Dem Gerichtshof der Europäischen Union wird zur Auslegung von Art. 1 Abs. 2 Buchst. a der Richtlinie 2001/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2001 zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft (ABl. Nr. L 167 vom 22. Juni 2001, S. 10) folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:
BGH: Half-Life 2
Urteil v. 11.02.2010, Az. I ZR 178/08
Der urheberrechtliche Grundsatz der Erschöpfung des Verbreitungsrechts wird nicht berührt, wenn der Berechtigte das von ihm geschaffene, auf DVD vertriebene Computerspiel so programmiert, dass es erst nach der online erfolgten Zuweisung einer individuellen Kennung genutzt werden kann, und wenn er sich vertraglich ausbedingt, dass diese Kennung nicht an Dritte weitergegeben werden darf. Dies gilt auch dann, wenn die DVD mit dem Computerspiel wegen der ohne Kennung eingeschränkten Spielmöglichkeiten vom Ersterwerber praktisch nicht mehr weiterveräußert werden kann.
LG Hamburg: Wettbewerbsverletzung durch Cheatbots
Beschluss v. 09.07.2009, Az. 308 O 332/09
Der Vertrieb eines „Cheatbots“ zur Manipulation von Online-Spielen, die durch das Spielverhalten ihrer Nutzer Einnahmen erzielen, stellt eine unlautere Ausnutzung des Geschäftsmodells nach § 4 Nr. 9b UWG, sowie eine gezielte Behinderung im Sinne von § 4 Nr. 10 UWG dar.
OLG Hamburg: Vertrieb indizierter Medien wettbewerbswidrig
Urteil v. 02.04.2008, Az. 5 U 81/07
1. Der Vertrieb von indizierten Medien dient dem Schutz von Jugendlichen als Verbraucher. Es handelt sich dabei somit um eine Marktverhaltensregel, so dass ein Verstoß gem. § 4 Nr. 11 UWG wettbewerbswidrig ist.
2. Das gilt auch dann, wenn ein Medium nachträglich indiziert wurde. Der Betreiber eines Online-Shops ist verpflichtet, sein Angebot regelmäßig daraufhin zu überprüfen, ob es indizierte Produkte enthält bzw. ob sich der Status bislang unbeanstandeter Produkte verändert hat. Der Vertrieb kann bereits eine Woche nach Veröffentlichung der Indizierung im Bundesanzeiger beanstandet werden.
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