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Timestamp: 2016-10-22 16:10:58
Document Index: 375251247

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 75', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 76', 'Art. 100', 'Art. 113', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 176', 'Art. 176', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 99', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 29', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 68']

5A_452/2013 (02.12.2013)
5A_452/2013, 5A_453/2013 � � Urteil vom 2. Dezember 2013
Eheschutz (Obhut �ber die Kinder),
Y.________ (Ehefrau, geb. 1969) und X.________ (Ehemann, geb. 1970) heirateten am 19. Dezember 1997. Sie haben die drei T�chter A.________ (geb. 1998), B.________ (geb. 2001) und C.________ (geb. 2003).
B.a.�Die Parteien trennten sich am 22. Oktober 2011 und die Ehefrau bezog mit B.________ und C.________ eine eigene Wohnung. A.________ blieb beim Vater. In der Sylvesternacht 2011 wurde C.________ unter strittigen Umst�nden von Bekannten des Ehemanns zu Letzterem verbracht. Seither lebt auch C.________ beim Vater.
B.b.�Im Rahmen des beim Bezirksgericht Willisau eingeleiteten Eheschutzverfahrens gab dieses einen Zuteilungsbericht �ber die drei Kinder in Auftrag, welcher am 23. Juni 2012 erstattet wurde und empfahl, zumindest die Kinder B.________ und C.________ seien unverz�glich unter die elterliche Obhut der Mutter zu stellen.
B.c.�Mit Eheschutzurteil vom 19. Dezember 2012 genehmigte das Bezirksgericht eine Teilvereinbarung der Parteien, wonach das vormals eheliche Haus dem Ehemann zugewiesen wurde. Das Obhutsrecht f�r A.________ und C.________ �bertrug es - in Abweichung vom Zuteilungsbericht - dem Ehemann, das Obhutsrecht f�r B.________ der Ehefrau. Weiter regelte es die Besuchsrechte und errichtete f�r die drei Kinder eine Beistandschaft. Es verpflichtete den Ehemann, monatlich Fr. 925.-- an den Unterhalt von B.________ zu leisten zuz�glich allf�lliger Kinderzulagen; der Ehefrau sollte er einen pers�nlichen Unterhaltsbeitrag bezahlen, welcher von Fr. 1'900.-- bis Fr. 2'630.-- abgestuft wurde.
C.a.�Beide Parteien erhoben gegen diesen Entscheid Berufung beim Obergericht des Kantons Luzern.
�Der Ehemann verlangte, ihm sei die Obhut f�r alle drei T�chter zuzuteilen. Die Ehefrau sei dabei zu verpflichten, ihm pro Kind monatlich Fr. 400.-- zu bezahlen; von einem pers�nlichen Unterhaltsbeitrag an die Ehefrau sei abzusehen. Die Ehefrau beantragte die Obhut f�r B.________ und C.________. Die Kindesunterhaltsbeitr�ge seien auf monatlich je Fr. 1'200.-- festzusetzen und der Betrag f�r sie selbst sei auf Fr. 3'000.-- zu erh�hen.
C.b.�Am 19. Januar 2013 h�rte der Instruktionsrichter des Obergerichts die Kinder beim Ehemann und der Ehefrau zu Hause an. Mit Eingaben vom 1. und 4. Februar 2013 nahmen beide Parteien Stellung zu den Kinderanh�rungen. Am 22. M�rz 2013 f�hrte der Instruktionsrichter mit den Parteien ein zus�tzliches Gespr�ch.
C.c.�Mit Urteil vom 10. Mai 2013 wies das Obergericht beide Berufungen in Bezug auf die Obhutsfrage ab, passte aber das Besuchsrecht f�r C.________ und B.________ an. Es r�umte dem jeweils nicht obhutsberechtigten Elternteil ein 14-t�giges Wochenendbesuchsrecht von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, ein sowie ein Ferienrecht von f�nf Wochen. Weiter setzte es den vom Ehemann f�r B.________ r�ckwirkend ab 22. Oktober 2011 geschuldeten Unterhalt auf Fr. 1'000.-- zuz�glich allf�lliger Zulagen fest. F�r C.________ habe er r�ckwirkend ab 22. Oktober 2011 bis 31. Dezember 2011 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'000.-- zuz�glich allf�lliger Zulagen zu bezahlen. Gegen�ber der Ehefrau verpflichtete es ihn zu monatlichen Unterhaltsbeitr�gen von Fr. 900.-- vom 22. Oktober 2011 bis 31. Dezember 2011, Fr. 2'300.-- vom 1. Januar 2011 bis 29. Februar 2012, Fr. 2'100.-- vom 1. M�rz 2012 bis 31. August 2013 und Fr. 1'150.-- ab 1. September 2013. Die Gerichtskosten f�r das Berufungsverfahren auferlegte das Obergericht dem Ehemann, im �brigen h�tten beide Parteien - vorbeh�ltlich der teilweisen unentgeltlichen Rechtspflege der Ehefrau - ihre eigenen Kosten zu tragen.
D.a.�Hiergegen gelangt der Ehemann (Beschwerdef�hrer) mit Beschwerde in Zivilsachen und subsidi�rer Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht (Postaufgabe 14. Juni 2013). Die Ehefrau (Beschwerdef�hrerin) erhebt ihrerseits Beschwerde in Zivilsachen (Postaufgabe 17. Juni 2013).
D.b.�Der Beschwerdef�hrer verlangt, alle drei T�chter seien unter seine Obhut zu stellen. Im Einzelnen beantragt er die Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils bez�glich Obhut, Besuchs- und Ferienrecht, Unterhalt sowie Kosten- und Entsch�digungsregelung. Das Besuchsrecht der Beschwerdef�hrerin f�r B.________ und C.________ sei gem�ss der Regelung im angefochtenen Urteil Ziff. 1 und 4 auszugestalten und das Ferienrecht sei so wahrzunehmen, dass die drei Kinder die Ferien gemeinsam verbringen k�nnen; weitergehende einvernehmliche Regelungen seien vorbehalten. In Bezug auf den Unterhalt sei die Beschwerdef�hrerin zu verpflichten, ihm f�r jedes Kind einen monatlichen Betrag von Fr. 400.-- zuz�glich allf�lliger Zulagen zu bezahlen, und es sei festzustellen, dass die Beschwerdef�hrerin selbst f�r ihren Unterhalt aufzukommen verm�ge, womit dieser kein pers�nlicher Unterhaltsbeitrag zuzusprechen sei; eventualiter sei festzustellen, dass er nicht in der Lage sei, der Ehefrau einen Beitrag zu leisten. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und zur erg�nzenden Abkl�rung mit anschliessender Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Ausserdem sei seiner Beschwerde aufschiebende Wirkung zu gew�hren.
D.c.�Die Beschwerdef�hrerin beantragt, das Urteil des Obergerichts sei hinsichtlich der Obhutszuteilung der Tochter C.________ sowie der Kostenverteilung aufzuheben und die Sache zur Erg�nzung des Beweisverfahrens und zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Eventualiter sei C.________ direkt durch das Bundesgericht unter ihre Obhut zu stellen. Diesfalls sei dem Beschwerdef�hrer ein gerichts�bliches Besuchsrecht einzur�umen, weiter sei dieser zur Bezahlung eines Kindesunterhaltsbeitrags f�r C.________ von monatlich Fr. 1'000.-- und s�mtlicher Verfahrenskosten zu verpflichten. Sie ersucht zudem um unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren.
E.a.�Am 17. Juni 2013 gew�hrte das Bundesgericht superprovisorisch aufschiebende Wirkung f�r die vom Beschwerdef�hrer bis und mit Mai 2013 geschuldeten Unterhaltsbeitr�ge.
E.b.�Mit Vernehmlassung vom 27. Juni 2013 beantragte die Beschwerdef�hrerin die Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung. Die Vorinstanz verzichtete diesbez�glich auf eine Stellungnahme.
E.c.�Mit Verf�gung vom 28. Juni 2013 hat der Pr�sident der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts das Gesuch um aufschiebende Wirkung in Bezug auf die bis und mit Mai 2013 geschuldeten Unterhaltsbeitr�ge gutgeheissen. Im �brigen hat er das Gesuch abgewiesen.
Mit Vernehmlassung vom 14. Oktober 2013 nahm die Vorinstanz zu beiden Beschwerden in der Sache Stellung. Sie beantragte, beide Beschwerden seien unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdef�hrer abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
�Mit Vernehmlassungen vom 14. Oktober 2013 (Beschwerdef�hrerin) resp. vom 21. Oktober 2013 (Beschwerdef�hrer) verlangten beide Parteien die Abweisung der jeweils gegnerischen Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Beide Parteien reichten neue Beweismittel ein. Die Beschwerdef�hrerin ersuchte erg�nzend um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege im gegnerischen Verfahren. Beide Parteien replizierten (Eingaben vom 11. und 14. November 2013).
2.1.�Angefochten ist ein kantonal letztinstanzliches Eheschutzurteil, mithin ein Endurteil in einer Zivilsache (Art. 72 Abs. 1, Art. 75 Abs. 1 und 2, Art. 90 BGG; zur Qualifikation als Endentscheid BGE 133 III 393 E. 4 S. 395 f.). Beide Beschwerden richten sich in erster Linie gegen die Regelung der Obhut �ber die Kinder, womit sie streitwertunabh�ngig zul�ssig sind. Sowohl der Beschwerdef�hrer als auch die Beschwerdef�hrerin sind gem�ss Art. 76 Abs. 1 BGG zur Beschwerde berechtigt und die Frist ist bei beiden Eingaben eingehalten (Art. 100 Abs. 1 BGG). Auf die Beschwerden in Zivilsachen ist somit einzutreten.
2.2.�Entsprechend ist auf die subsidi�re Verfassungsbeschwerde des Beschwerdef�hrers zum vornherein nicht einzutreten (Art. 113 BGG).
2.3.�Weil Eheschutzentscheide vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG darstellen (BGE 133 III 393 E. 5.2 S. 397), kann einzig die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden. Hierf�r gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit m�glich belegte R�gen pr�ft, w�hrend es auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt. Wird die Verletzung des Willk�rverbots ger�gt, reicht es sodann nicht aus, die Lage aus Sicht des Beschwerdef�hrers darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willk�rlich zu bezeichnen; vielmehr ist im Einzelnen darzulegen, inwiefern das kantonale Gericht willk�rlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
Beide Beschwerden richten sich gegen die von den Vorinstanzen getroffene Obhutsregelung. Der Beschwerdef�hrer wehrt sich gegen die Zuteilung der Obhut �ber B.________ an die Beschwerdef�hrerin. Diese wiederum beanstandet die Zuteilung der Obhut �ber C.________ an Ersteren.
�Alle weiteren angefochtenen Punkte (Besuchsrecht, Ferienrecht, Kinder- und Ehegattenunterhalt, Verteilung der vorinstanzlichen Kosten), sind mangels anderslautender Eventualantr�ge nur unter der Voraussetzung zu pr�fen, dass die Obhut mindestens eines Kindes neu geregelt wird.
3.1.�Das mit der "Regelung des Getrenntlebens" (Marginalie zu Art. 176ZGB) befasste Eheschutzgericht trifft nach den Bestimmungen �ber die Wirkungen des Kindesverh�ltnisses die n�tigen Massnahmen, wenn die Ehegatten minderj�hrige Kinder haben (Art. 176 Abs. 3 ZGB). F�r die Zuteilung der Obhut an einen Elternteil gelten grunds�tzlich die gleichen Kriterien wie im Scheidungsfall. Nach der Rechtsprechung hat das Wohl des Kindes Vorrang vor allen anderen �berlegungen, insbesondere vor den W�nschen der Eltern. Vorab muss die Erziehungsf�higkeit der Eltern gekl�rt werden. Ist diese bei beiden Elternteilen gegeben, sind vor allem Kleinkinder und grundschulpflichtige Kinder demjenigen Elternteil zuzuteilen, der die M�glichkeit hat und dazu bereit ist, sie pers�nlich zu betreuen. Erf�llen beide Elternteile diese Voraussetzung ungef�hr in gleicher Weise, kann die Stabilit�t der �rtlichen und famili�ren Verh�ltnisse ausschlaggebend sein. Schliesslich ist - je nach Alter der Kinder - ihrem eindeutigen Wunsch Rechnung zu tragen. Diesen Kriterien lassen sich die weiteren Gesichtspunkte zuordnen, namentlich die Bereitschaft eines Elternteils, mit dem anderen in Kinderbelangen zusammenzuarbeiten oder die Forderung, dass eine Zuteilung der Obhut von einer pers�nlichen Bindung und echter Zuneigung getragen sein sollte (vgl. BGE 136 I 178 E. 5.3 S. 180 f.; 115 II 206 E. 4a S. 209; zuletzt Urteil 5A_157/2012 vom 23. Juli 2012 E. 3.1 mit weiteren Hinweisen, in: FamPra.ch 2012, 1094).
�Bei der Beurteilung der f�r die Obhutszuteilung massgebenden Kriterien verf�gt das Sachgericht �ber grosses Ermessen (BGE 115 II 317 E. 2 und E. 3 S. 319 ff.). Auf Willk�rbeschwerde hin kann das Bundesgericht deshalb nur eingreifen, wenn das Sachgericht grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn es Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn es umgekehrt rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht gelassen hat. Der Ermessensentscheid muss sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 132 III 97 E. 1 S. 99 mit weiteren Hinweisen; vgl. zum Ganzen zuletzt Urteil 5A_157/2012 vom 23. Juli 2012 E. 3.1, in: FamPra.ch 2012, 1094).
3.2.�Die Vorinstanz hat festgestellt, dass seit der Trennung der Parteien unbestrittenermassen die �lteste Tochter A.________ beim Vater lebe und die mittlere Tochter B.________ bei der Mutter. Die j�ngste Tochter C.________ habe zuerst bei der Mutter gelebt, sei aber am 1. Januar 2012 ohne das Wissen der Mutter zum Vater gegangen und lebe seither dort. Anl�sslich der Trennung sei der Beschwerdef�hrer in der vormals ehelichen Liegenschaft verblieben, welche mit seinem Arbeitsort zusammenfalle. Er betreibe eine Metzgerei. Die Beschwerdef�hrerin habe in Fussdistanz hierzu eine eigene Wohnung gemietet. Sie arbeite teilzeitlich in einem Nailstudio, welches auf dem Schulweg der beiden j�ngeren Kinder liege.
�Im angefochtenen Entscheid wird sodann auf das erstinstanzliche Urteil und die dortigen Ausf�hrungen zum Zuteilungsbericht vom 23. Juni 2012 verwiesen. Die Vorinstanz h�lt fest, gem�ss Bezirksgericht werde Vater und Mutter im Zuteilungsbericht ein guter Umgang mit Liebe und Engagement mit den Kindern attestiert, wobei sich die Erziehungsstile unterscheiden und beide gewisse Defizite in den Erziehungskompetenzen aufweisen w�rden. Den Kindern fehle es beim Beschwerdef�hrer etwas an W�rme und F�rsorge, was bis zur Trennung die Beschwerdef�hrerin den Kindern gegeben habe; er ziehe die Kinder - auch unbewusst - immer wieder in seine Konflikte mit der Ehefrau ein. Diese ihrerseits habe wenig �berzeugungskraft und sei kaum in der Lage, klar Stellung zu beziehen. Sie sei darauf bedacht, dass es den Kindern gut gehe. Die Autorin des Zuteilungsberichts habe sich grunds�tzlich f�r die Zuteilung aller Kinder an die Mutter ausgesprochen, aber auch dem Vater die Obhut �ber sie zugetraut. Das Bezirksgericht habe dann aber �berzeugend und einl�sslich begr�ndet, warum es mit der Zuteilung von C.________ in die Obhut des Beschwerdef�hrers von der Empfehlung im Zuteilungsbericht abgewichen sei. Das Obergericht schliesse sich dieser W�rdigung vollumf�nglich an und verweise, um Wiederholungen zu vermeiden, auf die in jeder Hinsicht rechtlich zutreffende Darstellung des Bezirksgerichts.
3.3.�In der Folge f�gte das Obergericht kurz eigene Erw�gungen zu den einzelnen Zuteilungskriterien an. Die Erziehungsf�higkeit spreche der Erstrichter den Eltern wohl nur bedingt zu, dies erwecke aber sowohl nach dem erstinstanzlichen Beweisergebnis als auch nach der Kinderanh�rung keine grunds�tzlichen Bedenken. Es sei nichts Negatives darin zu erblicken, dass sich die Erziehungsstile der Parteien unterscheiden. Das Obergericht zweifle mit dem Erstrichter an der Aussage im Zuteilungsbericht, dass die Beschwerdef�hrerin bedeutend besser in der Lage sei, den Kindern W�rme und F�rsorge zu bieten. Vielmehr schimmere hier ein traditionelles Familienmuster durch, das der Mutter generell eher diese Qualit�ten zuschreibe. Wohl wirke der Beschwerdef�hrer insgesamt etwas resoluter und weniger feinf�hlig als die Beschwerdef�hrerin; die Berichterstatterin spreche in diesem Zusammenhang von einem bisweilen groben Umgang. Das Obergericht relativiert das insofern, als der Vater als Metzger und Unternehmer wohl eher einen gr�beren oder auch resoluteren Umgang mit der Aussenwelt pflege, woraus aber nicht auf weniger emotionales Eingehen und Verst�ndnis f�r Kinderbelange geschlossen werden k�nne. Die Kinder h�tten grunds�tzlich zu beiden Elternteilen ein unverkrampftes Verh�ltnis. Nur B.________ f�hle sich manchmal vom Vater unverstanden, wobei dieser Konflikt aber nicht geeignet sei, dessen Erziehungsf�higkeit grunds�tzlich in Frage zu ziehen. Auch aus den mangelhaften Schulleistungen der beiden j�ngeren Kinder lasse sich keine mangelnde Erziehungsf�higkeit ableiten, da die Schulleistungen bereits vor der Trennung der Parteien eher mangelhaft gewesen seien.
�Bez�glich der M�glichkeit der pers�nlichen Betreuung habe der Beschwerdef�hrer insofern einen Vorteil, als sein Arbeits- und Wohnort identisch sei, w�hrend die Beschwerdef�hrerin in einem Nailstudio arbeite, das aber am Schulweg liege. Da die Kinder bereits im Schulalter seien, br�uchten sie nicht mehr die gleiche intensive pers�nliche Betreuung wie im Zeitraum davor. Zusammengefasst seien beide Elternteile in der Lage und gewillt, die Kinder im gebotenen Umfang pers�nlich zu betreuen. Das Kriterium der Bindungstoleranz sei bei beiden gegeben, der Besuchskontakt verlaufe problemlos und die Beschwerdef�hrerin habe nicht glaubhaft machen k�nnen, dass der Beschwerdef�hrer versuche, die Kinder von ihr zu entfremden.
�Da die vorstehenden Kriterien grunds�tzlich bei beiden Elternteilen gegeben seien, d�rfe dem ge�usserten Willen der Kinder vermehrt Beachtung geschenkt werden. Die Anh�rung der Kinder habe ergeben, dass sie ihre Eltern gleichermassen lieben, sich von ihnen geliebt f�hlen und auch zu beiden regelm�ssig Kontakt pflegen w�rden. Eine gewisse Ausnahme bilde B.________, die von Streitigkeiten oder Meinungsverschiedenheiten mit dem Vater berichte. A.________ und C.________ h�tten den Wunsch ge�ussert, beim Vater zu bleiben. B.________, bei der sich eine klar engere emotionale Beziehung zur Mutter ergebe, wolle bei der Mutter bleiben.
�Schliesslich befand die Vorinstanz, dass das Geschwisterverh�ltnis zwischen den drei Kindern emotional und sozial v�llig intakt sei, weshalb vieles dagegen spreche, die Kinder zu trennen. Dem Grundsatz, wonach Geschwister nicht getrennt werden sollten, komme hier indes wegen der r�umlichen N�he der Parteien keine gr�ssere Bedeutung zu. Angesichts der unterschiedlichen (gefestigten) Zuteilungsw�nsche der Kinder seien daher A.________ und C.________ in die Obhut des Beschwerdef�hrers und B.________ in die Obhut der Beschwerdef�hrerin zu geben.
Beide Parteien machen zumindest sinngem�ss eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes geltend, was vorab zu pr�fen ist.
4.1.�Die Beschwerdef�hrerin ist der Ansicht, es h�tte ein zweiter Zuteilungsbericht eingeholt werden m�ssen, da die Vorinstanzen von der Empfehlung im ersten Bericht abgewichen seien. Das Obergericht habe aber auf die Einholung eines zweiten Berichts verzichtet. �berdies habe die Vorinstanz nicht einmal einen Bericht der Beist�ndin eingeholt.
4.2.�Wer sich auf die Untersuchungsmaxime beruft bzw. eine Verletzung derselben geltend macht, muss zun�chst aufzeigen, dass das Gericht den Sachverhalt unvollst�ndig und damit willk�rlich festgestellt hat. Ausserdem muss der Beschwerdef�hrer diejenigen Tatsachen behaupten, die das Gericht festzustellen bzw. abzukl�ren unterlassen hat. Schliesslich obliegt es ihm darzutun, inwiefern die behaupteten Tatsachen f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein k�nnen (Urteil 5A_574/2012 vom 17. Dezember 2012 E. 2.2.1). Die Beschwerdef�hrerin kommt diesen Anforderungen nicht nach.
4.3.�Dasselbe Ergebnis gilt f�r den Beschwerdef�hrer, der die Untersuchungsmaxime dadurch verletzt sieht, dass die Vorinstanz von ihm beantragte Zeugen nicht anh�rte und auch keine pers�nliche Parteibefragung durchf�hrte. Er f�hrt mit keinem Wort aus, was die Zeugen oder Parteien Entscheidwesentliches h�tten aussagen sollen. Demnach ist keine Verletzung der Untersuchungsmaxime dargetan.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt den Entscheid sodann in verschiedener Hinsicht als willk�rlich.
5.1.�Willk�r sieht sie insbesondere darin, dass die Vorinstanz vom Zuteilungsbericht abgewichen ist. Triftige Gr�nde f�r ein solches Abweichen l�gen nicht vor resp. w�rden von der Vorinstanz nicht genannt. Das Gutachten habe sich klar f�r eine Obhutszuteilung an sie selbst ausgesprochen.
�In einem Eheschutzverfahren muss nicht zwingend ein Gutachten eingeholt werden (Urteil 5A_444/2008 vom 14. August 2008 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen, nicht publ. in: FamPra 2009 S. 252). In Kinderbelangen gilt der Freibeweis (BGE 122 I 53 E. 4a S. 55). Wurde, wie vorliegend, ein Zuteilungsbericht eingeholt, ist dieser als Beweismittel zu ber�cksichtigen und im Gesamtkontext zu w�rdigen. Nach Erstattung des Berichts wurde die Berichterstatterin vom Bezirksgericht auch noch als Zeugin pers�nlich befragt. Wie aus dem erstinstanzlichen Urteil hervor geht, sagte sie aus, dass sie zwar der �berzeugung sei, dass die Obhut �ber die drei Kinder der Mutter zugeteilt werden solle, sie traue es jedoch auch dem Beschwerdef�hrer zu, die Obhut �ber die Kinder wahrzunehmen; sie erachte beide Parteien als bedingt erziehungsf�hig. Vor dem Hintergrund dieser Aussage, in der die Berichterstatterin ihre Empfehlung selbst relativiert, ist keine Willk�r ersichtlich, wenn die Vorinstanzen von der urspr�nglichen Empfehlung im Bericht abweichen.
5.2.�Als willk�rlich bezeichnet die Beschwerdef�hrerin sodann, dass die Vorinstanz die Zuteilung von C.________ an den Vater praktisch ausschliesslich mit dem Wunsch des Kindes begr�ndet habe. Auf ihre Vorbringen, es l�gen keine triftigen Gr�nde f�r eine Abweichung vor, sei die Vorinstanz gar nicht eingegangen.
�Die R�ge der Beschwerdef�hrerin bleibt unsubstanziiert. So zeigt sie nicht auf, welche Argumente sie vor der Vorinstanz vorgebracht habe, mit denen sich diese nicht auseinandergesetzt habe. Auf die Aussagen der Expertin anl�sslich der Zeugenbefragung geht sie nicht ein. �berdies hat die Vorinstanz sehr wohl begr�ndet, dass ihrer Ansicht nach keines der Zuteilungskriterien klar f�r die eine oder andere Partei spreche. Nach der oben zitierten Rechtsprechung (E. 3.1) ist daher per se keine Willk�r ersichtlich, wenn das Gericht den Willen der Kinder verst�rkt ber�cksichtigt hat.
5.3.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter, die Vorinstanz verkenne den Ernst der Lage, Das Wohl von C.________ sei beim Vater gef�hrdet. Nach Auffassung der Lehrerschaft m�sse C.________ kinderpsychiatrisch behandelt werden, was der Beschwerdef�hrer verhindere. C.________ habe in letzter Zeit sehr stark an Gewicht zugenommen und sie weise depressive Z�ge auf. Die Beist�ndin ziehe heute sogar Gef�hrdungsmeldungen bez�glich C.________ und B.________ in Betracht. Wie die Beist�ndin ihr mitgeteilt habe, w�rde sie das im Falle von B.________ nicht wegen einer Gef�hrdung bei der Mutter machen, sondern weil der Beschwerdef�hrer auch die psychologische Betreuung von B.________ verunm�gliche.
�Der von ihr zur Untermauerung ihrer Vorbringen eingereichte Fallrapport der Beist�ndin ist neu und entsprechend nicht zu ber�cksichtigen (Art. 99 BGG, BGE 133 III 393 E. 3 S. 395). Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin erw�hnte die Vorinstanz einige Probleme, unter denen insbesondere C.________ und B.________ leiden. Sie f�hrte dies aber schwergewichtig auf das �usserst umstrittene Eheschutzverfahren inklusive Nebenschaupl�tzen (Strafverfahren) zur�ck. Mit diesen Argumenten setzt sich die Beschwerdef�hrerin nicht auseinander, womit sie ihrer R�gepflicht nicht nachkommt (E. 2.3). Der Vollst�ndigkeit halber ist auf die Wichtigkeit hinzuweisen, dass Kinder die notwendige kinderpsychologische Unterst�tzung erhalten. Eine allf�llige Weigerungeines Elternteils, Kindern die von Fachpersonen empfohlene psychologische Hilfe zu erm�glichen, kann sich auf die Einsch�tzung dessen Erziehungsf�higkeit auswirken. Solches Verhalten vermag das Kindeswohl zu gef�hrden.
5.4.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt auch, die Vorinstanz habe sich auf Feststellungen gest�tzt, die offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG seien. Gem�ss Vorinstanz br�chten n�mlich beide Parteien eine sogenannte Bindungstoleranz mit, was in Bezug auf den Beschwerdef�hrer aber falsch sei. An ihren Besuchswochenenden engagiereer die M�dchen ohne sie zu fragen an Reitconcours. Weiter d�rfe sie die M�dchen auch an Tagen, an denen diese bei ihr seien, nicht auf den Reithof bringen, er habe Ferien ohne R�cksprache mit ihr festgesetzt und er halte durch seine Regelverletzungen die Beist�ndin dauerbesch�ftigt.
�Es handelt sich hierbei um Vorbringen, welche die Beschwerdef�hrerin bereits vor der Vorinstanz h�tte darlegen k�nnen und m�ssen. In ihrer Berufung vom 31. Dezember 2012 hatte sie zwar vorgebracht, der Beschwerdef�hrer "manipuliert die Kinder und versucht sie, der Mutter zu entfremden." Sie legte jedoch mit keinem Wort dar, inwiefern der Vater die Kinder zu entfremden versuche. Ebenfalls erw�hnte sie nicht, dasses mit dem Besuchsrecht Probleme geben w�rde. Die Vorinstanz durfte demnach willk�rfrei darauf schliessen, dass die Bindungstoleranz auch beim Beschwerdef�hrer gegeben sei.
5.5.�Schliesslich r�gt die Beschwerdef�hrerin, die Vorinstanz gehe nicht auf die zuk�nftige Situation ein. Die �lteste Tochter beginne im August 2013 eine Lehre und werde damit weniger zu Hause sein. C.________ werde damit oft alleine bleiben. Die neue Partnerin des Beschwerdef�hrers habe zudem ein f�nfj�hriges Kind in die Beziehung eingebracht und das Paar erwarte Ende Juni 2013 ein gemeinsames Kind. Es sei absehbar, dass C.________ viel Zeit alleine im ehemaligen Familienhaus verbringen werde.
�Soweit die Vorbringen �berhaupt ber�cksichtigt werden k�nnen (Art. 99BGG), verm�gen sie den Entscheid der Vorinstanz nicht als willk�rlich erscheinen zu lassen. Die Vorinstanz hielt daf�r, dass zwischen den drei M�dchen intakte Geschwisterbeziehungen bestehen, so dass sie sich regelm�ssig beim einen oder anderen Elternteil treffen, obwohl sie nicht am selben Ort �bernachten. Es ist auch nicht ersichtlich, weshalb C.________ aufgrund neuer Halbgeschwister �fter alleine sein soll. Sollte sich die Bef�rchtung der Beschwerdef�hrerin dennoch bewahrheiten, k�nnte dies Anlass zur �berpr�fung der Regelung bieten.
5.6.�Die Beschwerdef�hrerin macht zudem eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Recht, mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden; Art. 29 Abs. 2 BV) geltend. In der Folge f�hrt sie aber nicht aus, was f�r eine zus�tzliche Beweismassnahme sie konkret beantragt habe, welche die Vorinstanz �bergangen haben soll. Somit ist keine Geh�rsverletzung dargetan.
Der Beschwerdef�hrer r�gt den angefochtenen Obhutsentscheid ebenfalls als willk�rlich.
6.1.�Willk�r r�gt er insbesondere im Zusammenhang mit dem Kriterium der Stabilit�t der �rtlichen und famili�ren Verh�ltnisse. Die Vorinstanz habe sinngem�ss daf�r gehalten, dass das Kriterium zu seinen Gunsten spreche. Dies weil er im vormals ehelichen Haus wohnen geblieben sei. Die Vorinstanz habe dann aber seinen Vorteil mit dem Argument relativiert, dass die Beschwerdef�hrerin in unmittelbarer N�he wohne. Das Gericht habe dabei eine Aussage der Beschwerdef�hrerin im Berufungsprozess ignoriert, wonach diese vom bisherigen Wohnort wegziehen wolle. Er zieht daraus das Fazit, dass B.________ ihm h�tte anvertraut werden m�ssen.
�Die R�ge des Beschwerdef�hrers geht an der Sache vorbei. Es liegt ein Zuteilungsbericht vor, welcher klar empfahl, B.________ der Obhut der Mutter anzuvertrauen. Die Vorinstanz begr�ndete ausf�hrlich, weshalb sie bez�glich B.________ mit dem Bericht �bereinstimmt. Mehrfach sprach sie die Konflikte an, welche es zwischen dem Beschwerdef�hrer und B.________ gebe. Sie hob hervor, dass das M�dchen - obwohl es beim Vater ein verw�hnteres Leben f�hren k�nnte als bei der Mutter und obwohl es auch seine Geschwister vermisse - seit der Trennung der Eltern beharrlich an seinem Wunsch festgehalten habe, bei der Mutter zu leben, was den Echtheitsgehalt des Zuteilungswunschs noch verdeutliche. Ausschlaggebend f�r die Zuteilung war gem�ss Vorinstanz die "klar engere emotionale Beziehung von B.________ zur Mutter". Die Vorinstanz hat damit ihr Ermessen nicht �berschritten, wenn sie befand, die Zuteilung an die Mutter entspreche dem Wohl von B.________.
6.2.�Sodann beanstandet er, der Entscheid sei auch unhaltbar, weil er sich pers�nlich um die Kinder k�mmere, w�hrend die Ehefrau lieber ihrer Freizeit fr�ne. B.________ �bernachte im �brigen nur aus Mitleid bei der Mutter. Sie halte sich zu 75 % bei ihm auf. Die Vorinstanz habe B.________ der Mutter mit fadenscheiniger Begr�ndung zugewiesen, um ein traditionelles Familienmuster aufrechtzuerhalten. Es gehe nicht an, einzig gest�tzt auf den Wunsch eines 12-j�hrigen Kindes zu entscheiden, wie die Vorinstanz dies im Falle von B.________ getan habe.
�Die Ausf�hrungen sind appellatorisch, widerspr�chlich und teils klar aktenwidrig. Erstens zeigt der Beschwerdef�hrer nicht auf, wo er im vorinstanzlichen Entscheid ein traditionelles Familienmuster erkennen will. Zweitens ist nicht glaubhaft, dass er als Inhaber und Betreiber einer Metzgerei mehr Zeit f�r die Kinder aufbringen kann als die nur teilzeitlich erwerbende Beschwerdef�hrerin. Dass er im Hause und grunds�tzlich da ist, kann nicht gleichgesetzt werden mit Zeit, in welcher er den Kindern wirklich seine volle Aufmerksamkeit schenken kann. Drittens geht auch seine Kritik fehl, die Vorinstanz habe entgegen der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 122 III 401) auf den Wunsch von B.________ abgest�tzt. Es wurde bereits dargelegt, dass es nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz B.________ der Mutter anvertraut hat (vorstehend E. 6.1).
6.3.�Der Beschwerdef�hrer kritisiert �berdies, die Vorinstanz sei in Willk�r verfallen, indem sie zuerst dargelegt habe, es l�gen keine Gr�nde vor, um vom Grundsatz abzuweichen, wonach Geschwister nicht zu trennen seien. Danach habe das Gericht die Geschwister aber dennoch getrennt. Die Kinder wollten jedoch zusammen bleiben.
�Er setzt damit unausgesprochen voraus, dass, wenn die Kinder alle zusammen zugeteilt werden sollten, die Obhut automatisch an ihn gehen w�rde. Der Zuteilungsbericht hatte sich klar zugunsten der Mutter ausgesprochen. Dieser wird aufgrund der Relativierung anl�sslich der Zeugenbefragung nicht einfach hinf�llig. In jedem Fall hat das Wohl der Kinder Vorrang vor allen �brigen �berlegungen, insbesondere vor den W�nschen der Eltern (Urteil 5A_444/2008 vom 14. August 2008, in: FamPra.ch 2009 S. 252).
�Vorliegend ist entscheidend, dass nicht das Gericht die Kinder getrennt hat, sondern dass die Parteien selbst diese Situation bereits lange vor dem strittigen Urteil herbeigef�hrt haben. Je l�nger ein Verfahren dauert, desto problematischer wird eine Obhutsumteilung (insbesondere gegen den Willen der Kinder) und desto mehr gewinnt das Kriterium der Stabilit�t der Verh�ltnisse an Bedeutung (vgl. Urteil 5A_354/2010 vom 6. April 2011 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). Hier lebten die Kinder bereits zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheides (10. Mai 2013) seit eineinhalb Jahren (die j�ngste Tochter leicht weniger) getrennt beim Vater resp. der Mutter. Damit lag es im Ermessen der Vorinstanz, den faktisch bestehenden Zustand beizubehalten. Auch eine andere Gewichtung eines oder mehrerer der Zuteilungskriterien zugunsten der einen oder anderen Partei h�tte daher nicht automatisch zu einem anderen Obhutsentscheid f�hren m�ssen.
6.4.�Im Zusammenhang mit einigen der vorerw�hnten Vorbringen (die Beschwerdef�hrerin wolle umziehen; sie nehme ihre Verantwortung als Elternteil nicht wahr, sondern pflege an den Wochenenden lieber soziale Kontakte ausser Haus) r�gt der Beschwerdef�hrer auch eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs. Die Vorinstanz habe sich damit nicht auseinandergesetzt. Er �bersieht dabei, dass die Vorinstanz seine Behauptungen sehr wohl er�rtert hat, diese aber f�r unbegr�ndet hielt. Der R�ge ist demnach die Grundlage entzogen.
6.5.�Zu guter Letzt will der Beschwerdef�hrer im vorinstanzlichen Verfahren eine rechtsungleiche Behandlung im Sinne von Art. 8 Abs. 3 sowie Art. 29 Abs. 1 BV erblicken. Die R�ge bleibt nicht nur unsubstanziiert, sondern muss auch als reine Polemik bezeichnet werden. Hierauf ist nicht einzutreten (E. 2.3).
�Bei diesem Verfahrensausgang werden die Beschwerdef�hrer grunds�tzlich kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Angesichts der Umst�nde des konkreten Falles und der finanziellen Situation der Beschwerdef�hrerin werden f�r das von ihr eingeleitete bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten erhoben (Art. 66 Abs. 1 BGG) und ihr im �brigen die beantragte unentgeltliche Verbeist�ndung gew�hrt (Art. 64 BGG). F�r die im jeweils gegnerischen Beschwerdeverfahren eingereichten Vernehmlassungen sind keine Entsch�digungen zuzusprechen (Art. 68 Abs. 1 BGG).
Auf die subsidi�re Verfassungsbeschwerde des Beschwerdef�hrers wird nicht eingetreten.
Der Beschwerdef�hrerin wird die unentgeltliche Rechtspflege gew�hrt und ihr wird Rechtsanwalt Martin Schwegler als unentgeltlicher Anwalt bestellt.
Die Gerichtskosten f�r das Verfahren 5A_452/2013 von Fr. 3'000.-- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt.
F�r das Verfahren 5A_453/2013 werden keine Gerichtskosten erhoben.
Die Parteikosten werden unter Vorbehalt der der Beschwerdef�hrerin gew�hrten unentgeltlichen Rechtspflege wettgeschlagen.
Rechtsanwalt Martin Schwegler wird aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 4'000.-- ausgerichtet.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern, 3. Abteilung, der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde Region Willisau-Wiggertal, und der Beist�ndin D.________, s chriftlich mitgeteilt.