Source: https://institut-avm.at/ausbildung/verhaltenstherapeutisches-fachspezifikum/allgemeine-informationen/
Timestamp: 2019-10-17 13:23:06
Document Index: 57441495

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§2', '§ 3', '§ 31', '§ 6']

Allgemeine INFORMATIONEN zur Ausbildung - AVM
Curriculum in VerhaltensNeuroPsychologie_2
AusbildungVerhaltenstherapeutisches FACHSPEZIFIKUMAllgemeine INFORMATIONEN
Die Zulassung zur Ausbildung und die Aufnahme in die Ausbildung
Die Ausbildung in Verhaltenstherapie kann jede Person absolvieren, die den Kriterien des Psychotherapiegesetzes für die Aufnahme in die fachspezifische Ausbildung und den Kriterien der AVM entspricht. Sie ist an die Mitgliedschaft in der AVM geknüpft. Die Aufnahme in die Ausbildung zur Verhaltenstherapie erfolgt über ein mehrstufiges Verfahren, an dem verschiedene Einheiten des Vereins beteiligt sind. Ziel ist die bestmögliche Abklärung der Eignung und eine optimale Vereinbarung zwischen Ausbildungsinstitut und Ausbildungswerber/in.
Die Berechtigung zur Ausbildung in Verhaltenstherapie ist an formale und persönliche Kriterien gebunden.
Kriterien des Psychotherapiegesetzes, insbesondere § 10 Abs. 2 PThG.
Erfolgreiche Absolvierung eines Eignungs- und Aufnahmeverfahrens
Mitgliedschaft in der AVM
erfolgreiche Absolvierung des Psychotherapeutischen Propädeutikums
Nachweis der beruflichen Zugangsberechtigung im Sinne der drei Ebenen der Zugangsberechtigung zur Psychotherapieausbildung („Quellenberuf“) oder
Zulassung durch den Psychotherapiebeirat aufgrund besonderer Eignung gem. $ 10 Abs. 2, Zi 6 PthG
Persönliche Eignungskriterien und Umgang mit psychischen Problemen und Auffälligkeiten von Ausbildungsteilnehmerinnen und Ausbildungsteilnehmern vor und während der Ausbildung
Um für die psychotherapeutische Arbeit geeignet zu sein, müssen Ausbildungsteilnehmerinnen und Ausbildungsteilnehmer eine Reihe von persönlichen Fähigkeiten und Kompetenzen aufweisen (positive Kriterien). Die negativen Kriterien bzw. Ausschlusskriterien können die Aufnahme bzw. Fortsetzung der Ausbildung in Frage stellen.
Emotionales Ausdrucksvermögen
Kommunikationsfähigkeit, Sensibilität
Empathiefähigkeit und die Fähigkeit zuzuhören
Positive und konstruktive Bewältigung eigener Lebensereignisse und Lebenskrisen
Ziel- und Problemorientiertheit in der eigenen Auffassung von Psychotherapie
Erkennen eigener Ziel- und Wertvorstellungen
Akzeptanz von abweichenden Zielen und Werten anderer
Negative und Ausschlusskriterien
Unreflektierter Umgang mit persönlichen Problemen und fehlende konstruktive Bewältigungsversuche
Psychische Störungen, insbesondere akute Psychosen, Manien, dissoziales Verhalten, offensichtliche schwere narzisstische und/oder Borderline-Persönlichkeitsstörungen
Unreflektierter und problematischer Umgang mit Lebensbelastungen und Krisen (z. B. über Alkoholismus, Sucht, Suizidversuche, Beziehungsmissbrauch etc.)
Mehrmalige psychotische Episoden im Lebenslauf
Problematische Motivation
Gebrauch der Therapieausbildung zur Bewältigung eigener Probleme
Helfersyndrom, nicht reflektierbar
Suche nach Anerkennung und Kontakt ausschließlich durch psychotherapeutische Tätigkeit
problematische berufliche Karriere, ständige Abbrüche von Ausbildungen, nicht reflektierbar
Verdacht auf Machtmissbrauch durch Psychotherapie, nicht reflektierbar
Das psychotherapeutische Fachspezifikum dürfen AusbildungsteilnehmerInnen gemäß § 10 Abs. 2 Z 4 leg. cit. in Verbindung mit §§2 und 3 leg. cit. nur mit der Maßgabe absolvieren, dass sie das psychotherapeutische Propädeutikum absolviert haben.
Das psychotherapeutische Propädeutikum ist der allgemeine Teil der Psychotherapieausbildung und sein Abschluss Voraussetzung für den Beginn des Fachspezifikums als des besonderen Teils der Psychotherapieausbildung. Das psychotherapeutische Propädeutikum soll die psychotherapeutische Grundkompetenz vermitteln, die einerseits als Qualifikation Voraussetzung für die Ausbildung im Rahmen einer schulenspezifischen Ausbildungseinrichtung darstellt, andererseits dient der Erwerb der psychosozialen Grundkompetenz der fachlichen Gleichstellung all jener für die Psychotherapieausbildung zugelassenen Berufsgruppen, die aus unterschiedlichen Herkunftsberufen stammen. In diesem Zusammenhang wird auch auf die diesbezüglichen Erläuterungen zur Regierungsvorlage, insbesondere zu § 3 leg. cit. verwiesen; daraus ergibt sich, dass fachspezifische Ausbildungseinrichtungen im Rahmen des Zulassungsverfahrens den Stand der Ausbildung im Propädeutikum zu überprüfen haben; sofern nunmehr potenzielle AusbildungsteilnehmerInnen ein (vereins-) internes Zulassungsverfahren im Rahmen einer fachspezifischen Ausbildungseinrichtung einschließlich der üblichen Aufnahmegespräche und Auswahlseminare positiv absolviert haben, jedoch das Propädeutikum noch nicht formell abgeschlossen haben, sind sie erst berechtigt, ab dem Zeitpunkt, zu dem sie den Nachweis über den erfolgreichen Abschluss des Propädeutikums erbringen können, mit anrechenbaren fachspezifischen Ausbildungsveranstaltungen zu beginnen; gemäß § 31 Universitätsstudiengesetz hat die allgemeine Zulassungsfrist mindestens vier Wochen zu betragen und spätestens vier Wochen nach Beginn des Semesters zu enden.
(2. Leiterkonferenz der anerkannten fachspezifischen Ausbildungseinrichtungen Qualitätssicherung in der Psychotherapie und Qualitätssicherung in der Ausbildung 21. November 2000 Zusammenfassung der Ergebnisse)
> Ausbildungswerber/in und zwei LehrtherapeutInnen
> Ausbildungswerber/in und Ausbildungsleiter
> Ausbildungswerber/in und der Leiterin der Geschäftsstelle
> Aufnahme ohne Auflagen
> Aufnahme mit Auflagen
> Zurückstellung der Aufnahme
> Ablehnung des Aufnahmeansuchens
der/m Ausbildungswerber/in einen Einblick in die Verhaltenstherapie und in die Ausbildung zur/m Verhaltenstherapeutin/en zu geben,
der/m Ausbildungswerber/in die Möglichkeit zu geben, sich für oder gegen eine Ausbildung in Verhaltenstherapie zu entscheiden,
die/den Ausbildungswerber/in hinsichtlich der persönlichen Kriterien (positive wie negative) für die Ausbildung auszuwählen und
diejenigen auszuscheiden, die für eine Ausbildung nicht geeignet sind. Entsprechend sind die Inhalte dieses Workshops zu gestalten,
Rückmeldung und Bestätigung
Sie erhalten nach spätestens einer Woche eine schriftliche Rückmeldung, ob Sie aufgenommen worden sind oder nicht mit folgenden Bestätigungen:
1) Teilnahmebestätigung über die Absolvierung des Aufnahmeworkshops sowie den Eignungs- und Aufnahmegesprächen (*20 AE)
2) Teilnahmebestätigung über Gruppenselbsterfahrung (*12 AE) – diese Gruppenselbsterfahrung im Rahmen eines Aufnahmeprocederes wird vom Bundesministerium (BMASGK) nicht mehr anerkannt.
3) Kostenbestätigung
*Erklärung: 1 AE ist 45 Minuten
Die vier Aufnahmegespräche
Dr.in Liselotte Mäni Kogler
Die Termine für die nächsten Aufnahmeworkshops sowie ein Online-Anmeldeformular finden Sie hier.
1. Abschhnitt: Basistraining in Verhaltenstherapie
(4 Semester, gesamt: 540,5 Stunden)
Therapeutischer Prozess und Therapeut-Klient-Beziehung
Standardmethoden 1
Verhaltenstherapie bei Angststörungen 1
Standardmethoden 2
Verhaltenstherapie bei Angststörungen 2
Umgang mit Suizid und Krisen
Einführung in Psychopathologie und Psychopharmakologie
Gruppenselbsterfahrung (92 Stunden)
supervidierte Kleingruppen
Plenarsitzungen der regionalen Arbeitskreise (mindestens zwei pro Kalenderjahr)
+ Praktikumssupervision durch Lehrtherapeuten der AVM
Spezifische Evaluation (Prüfung/Kolloquium)
2. Abschnitt: Eigenständige psychotherapeutische Tätigkeit unter Supervision
und begleitende Ausbildung (Beginn mit dem 5. Semester)
(4 Semester, gesamt: 1.747,5 Std.)
Verhaltenstherapie bei psychotischen Störungen
Dokumentation, Evaluation und klinische Einzelfallmethodik
Verhaltenstherapie bei stofflichen und nicht stoffgebundenen Süchten
Gruppentherapeutisches Vorgehen in der Verhaltenstherapie
Verhaltenstherapie bei somatoformen Störungen
Verhaltenstherapie bei sexuellen Störungen
Verhaltenstherapie bei älteren Menschen
Gruppenselbsterfahrung (58 Stunden)
4 Falldokumentationen
Fallvortrag
Psychotherapeutische Tätigkeit unter Supervision
(Gesamt: 700 Stunden)
(Gesamt: 120 Stunden)
Arbeit mit Einzelklienten, Gruppen, Familien und Paaren
Parallel zu den Workshops zu absolvieren (1. & 2. Abschnitt)
Psychotherapeutisches Praktikum (gesamt: 550 Stunden) +
Praktikumssupervision durch LehrtherapeutInnen der AVM, (gesamt: 30 Stunden)
Plenarsitzungen der regionalen Arbeitskreise der AVM (mindestens zwei pro Kalenderjahr – gesamt: 15 Stunden)
Abschlussbeurteilung und Verfahren zur Anerkennung der Ausbildung
erfolgreiche Absolvierung aller Bestandteile der Ausbildung
Vorlage von vier schriftlich ausgearbeiteten Fallberichten
Abschlusskolloquium vor dem Plenum des jeweiligen regionalen Arbeitskreises unter Beiseins einer/s Lehrtherapeutin/en
Empfehlung zur Zulassung zum Abschlussverfahren durch die supervidierenden LehrtherapeutInnen
Schriftliche Verpflichtung zu lebenslanger Fortbildung
Einreichung der Unterlagen zur Anerkennung bei der Ausbildungsleitung
Gesamtstunden: 2.933
ECTS-Punkte: 163
Kooperation der AVM mit der SFU
Die Ausbildungslehrgänge in Verhaltenstherapie finden derzeit in Graz (Steiermarkhof), Salzburg (Heffterhof), ab Herbst 2019: Salzburg (Kolpinghaus), Treffen am Ossiacher See (eduCARE) und Wien (ÖAP) statt. Bei genügend großer Nachfrage können auch in anderen Städten Lehrgänge organisiert werden.
Die Gesamtkosten für das Fachspezifikum liegen (exklusive Reisespesen und Übernachtungskosten) in der Größenordnung von EUR 27.000,–.
Die Kosten für die von der AVM organisierten Teile der Ausbildung belaufen sich für mit Stichtag 1. Juli 2019 abgeschlossene Ausbildungsverträge auf EUR 13.200,–. Dieser Betrag ist verteilt auf acht Semester zu je EUR 1.650,– jeweils zu Semesterbeginn zu bezahlen. Eine Kaution in Höhe eines Semesterbeitrags von EUR 1.650,– ist zum Beginn des 1. Semesters zu entrichten, diese wird am Ende der Ausbildung rücküberwiesen. Die Lehrgangsgebühr und die Kaution beinhalten gem. § 6 Abs. 1 Z 11 Umsatzsteuergesetz keine Umsatzsteuer (unecht befreite Umsätze).
Informationen zum Lehrpersonal der AVM finden Sie hier.
INFOFOLDER_FACHSPEZIFIKUM IN VERHALTENSTHERAPIE
FOLDER VT-Ausbildung