Source: https://forum.e-recht24.de/6823-strafmass-unterschlagung.html?s=ddfbfa3969d689bb58d3a1987a262416
Timestamp: 2020-05-29 11:37:56
Document Index: 195573892

Matched Legal Cases: ['§ 246', '§ 263', '§263', '§246', '§154', '§ 154', '§154', '§246']

Strafmaß bei Unterschlagung
Meine Freundin hat ein problem Sie ist bereits 3 mal wegen Betrug und einmal wegen Fahrerflucht verurteilt geworden jedesmal zu einer Geldstraffe.
Jetzt hat sie wieder Anzeigen bekommen wegen Betrug und Unterschlagung.
In Dezember hat sie auch eine Einvernehmung wegen Betrug gehabt.
Mit was kann sie rechnen?
AW: Strafmaß bei Unterschlagung
Das sie hoffentlich mal so bestraft wird, dass die erzieherische Wirkung der Strafen greift.
Rechtlich wird die dem jeweiligen Stratftatbestand zugeordnete Mindeststrafe wohl nicht mehr relevant sein. Eher (hoffentlich) die obere Grenze.
Wenn also bei dem Straftatbestand steht "... mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu X Jahren ..." ist im Wiederholungsfall kaum m it Geldstrafen zu rechnen. Bei "einfacher" Wiederholung wird die Freiheitsstrafe zwar (leider) meistens auf Bewährung ausgesetzt, aber manche lernen es selbst dann nicht ...
Na ja vielleicht bekommt sie eine Bewährung
Die Einvernahme bei der Polizei hatte sie ja schon wegen die 3 Sachen
Das eine war letztes Jahr in Dezember und das eine in Februar und das wegwn der Unterschlagung in März.
Eine Anzeige wegen Betrug wurde eingestelt.
Ich rechne das sie Bewährung bekommt oder was meint ihr dazu?
Ohne Anzeige keine Ermittlung, kein Verfahren, keine Strafe.
Anzeige zurückgezogen = keine Strafe.
Ermittlung eingestellt = keine Strafe.
Also auch keine Bewährung sondern einfach nichts
Sie hatte ja 3 Anzeigen bekommen
2 mal wegen Betrug und 1 mal wegen Unterschlagung.
Es ist jetzt eine Anzeige wegen Betrug eingestellt worden.
Jetzt war die Frage wegen die Sachen die noch offen sind
Wiederholungstäter Dann dürfte es kaum bei der Mindeststrafe bleiben. Aber die Höhe und Art der Strafe kann man beim besten Willen nicht vorhersagen, nur den Strafrahmen. Und der ergibt sich aus dem Strafgesetzbuch.
Ich kenne mich leider nicht aus und deshalb mus ich so blöd fragen
StGB § 246 Unterschlagung.
StGB § 263 Betrug.
Also irgendwas zwischen Geldstrafe und 10 Jahren
Wenn die Strafen zusammengezogen werden, dann bis max. 13 Jahren (Gesamtstrafe)
Wann wirde eine Anzeige wegen Unterschlagung erstellt. Könnt ihr mir ein Beispiel schreiben.
Ich nehme das Paket meines Nachbarn an und behalte es.
Wenn jemand en Leasingauto bekommt und es nicht zurück gibt.
Dann wäre das aber Diebstahl oder nicht?
Nein das ist nicht Diebstahl, weil es dir gegeben wurde und du es nicht geklaut hast.
(1) Wer eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, ....
(1) Wer eine fremde bewegliche Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zueignet, ...
Die Zueignung ist bei beiden gegeben, es geht nur darum, wie man sich die Sache zueignet. Bei Diebstahl muss man sie wegnehmen - das heißt, der Eigentümer (oder ein anderer Berechtigter) muss sie gehabt haben.
Da geht es ja um eine anvertraute Unterschlagung und Betrug
Meine Freundin hat jetzt die Anklageschrift belommen
Da heist es strafbar als Betrug in sieben Fällen, einmal in Tateinheit mit Unterschlagung gemäß §§263,Abs.1,§§246 Abs. 1 und 2., 53, 52 StGB
Was kann da rauskommen.
Die Verhandlung ist beim Amtsgericht
1-6 wurden eingestellt auf den §154 Abs 1 und 2 jetzt hat sie nur noch die anvertraute Unterschlagung am Hals.
§ 154 StGB ? Das ist aber nicht Unterschlagung, das ist Meineid
1-6 wurden eingestellt auf den §154StPO Abs 1 und 2, jetzt hat sie nur noch die anvertraute Unterschlagung §246 StPO am Hals.
(2) Ist in den Fällen des Absatzes 1 die Sache dem Täter anvertraut, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe
Irgendsowas wird rauskommen.
Wenn der Täter nicht vorbestraft, sonst nie aufgefallen ist und sich vernünftig verhält, wird es in der Regel eine Geldstrafe.
Alles andere steht in den Sternen - oder beim Gericht
Der Täter ist Vorbestraft, wegen Betrug
Das wird sicherlich beim Strafmaß berücksichtigt werden. Ebenso wie das allgemeine Verhalten und Einsicht.
Wenn es jemand ist, der absolut uneinsichtig ist, käme schon Freiheitsstrafe (eventuell mit Bewährung) in Frage. Jemand, dem das "einmal passiert" ist, da wäre immer noch Geldstrafe möglich.
Das kann man in einem Forum nicht behandeln. Vor allem weil es auch subjektiv ist, wie der Richter das letztendlich empfindet. Eine Bewertung des Handelns und Verhaltens ist schließlich den ihr Job
Die letzten 2 Verurteilungen waren in Oktober 2008 wegen Betrug und März 2009 wegen Betrug und Diebstahl.
Ich vermute das es zu kurz ist für eine Bewährung oder spielt das keine Rolle?
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Von werne8 im Forum Urheberrecht