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Timestamp: 2016-10-22 16:11:27
Document Index: 229990881

Matched Legal Cases: ['in dubio', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 32', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 325', 'Art. 285', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 47', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 66', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 65']

6B_510/2012 (12.02.2013)
Gewalt und Drohung gegen Beh�rden und Beamte, �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes usw.; Verweigerung des bedingten Strafvollzugs,
Widerruf; Willk�r,
Das Strafdreiergericht Basel-Stadt erkl�rte X.________ am 28. September 2010 der mehrfachen Beschimpfung, der St�rung des �ffentlichen Verkehrs, der mehrfachen Gewalt und Drohung gegen Beh�rden und Beamte, der Hinderung einer Amtshandlung, der mehrfachen groben Verletzung der Verkehrsregeln, des mehrfachen F�hrens eines Motorfahrzeuges in qualifiziert fahrunf�higem Zustand, der mehrfachen Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunf�higkeit, des mehrfachen F�hrens eines Personenwagens trotz Entzugs des F�hrerausweises, der mehrfachen einfachen Verletzung der Verkehrsregeln, des pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall, des Nichtmitf�hrens des Ausweises sowie der mehrfachen �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes schuldig. Von der Anklage der mehrfachen Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz, der Drohung und des Bruchs amtlicher Beschlagnahme sprach es ihn frei. Ferner widerrief das Strafdreiergericht die X.________ mit Entscheiden des Justiz- und Sicherheitsdepartements des Kantons Basel-Stadt vom 22. Dezember 2008 und 6. August 2009 auf den 21. Januar 2009 bzw. auf den 27. August 2009 bei einer Probezeit von je 1 Jahr gew�hrte bedingte Entlassung (Urteil des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 27. September 2006, Reststrafe 305 Tage; Urteil des Strafgerichtspr�sidenten Basel-Stadt vom 7. April 2008, Reststrafe 61 Tage) und ordnete die R�ckversetzung in den Strafvollzug an. Es verurteilte X.________ unter Einbezug der vollziehbar erkl�rten Reststrafen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren, sowie zu einer Geldstrafe von 20 Tagess�tzen zu Fr. 20.-- und einer Busse von Fr. 1'500.--, eventualiter umwandelbar in eine Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen. Ferner entschied es �ber die Einziehung der beschlagnahmten Gegenst�nde.
Der Ausschuss des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt best�tigte auf Appellation des Beurteilten hin mit Urteil vom 14. Februar 2012 den erstinstanzlichen Entscheid.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht. Er beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und er sei mit Ausnahme der zugestandenen Delikte gem�ss Ziff. I.2 und I.6 der Anklageschrift vom 9. Juni 2010 und der erg�nzenden Anklageschrift vom 27. August 2010 von allen Vorw�rfen freizusprechen. Er sei lediglich zu einer bedingten Strafe zu verurteilen und es sei vom Widerruf der gew�hrten bedingten Entlassung und von der Anordnung der R�ckversetzung in den Strafvollzug hinsichtlich der beiden Reststrafen abzusehen. Ferner ersucht er um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Der Beschwerdef�hrer hat im kantonalen Verfahren mit Ausnahme dreier Vorw�rfe s�mtliche Anklagepunkte bestritten. Er macht zun�chst eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend. Es sei ihm ein dringendes Anliegen, seinen Standpunkt ausf�hrlich begr�nden zu k�nnen. In den Verfahren vor den kantonalen Instanzen sei dies nicht m�glich gewesen.
1.1.1 In Bezug auf den Vorwurf der mehrfachen �bertretung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz gem�ss Ziff. I.1 der Anklageschrift bringt der Beschwerdef�hrer vor, der Umstand, dass bei der Hausdurchsuchung vom 9. Juli 2009 in dem f�r ihn reservierten Zimmer in der Wohnung von Frau A.________ Marihuana aufgefunden und beschlagnahmt worden sei, beweise nicht, dass dieses ihm geh�rt habe. Er habe ab November 2008 das Vollzugszentrum Klosterfiechten nur f�r seine Arbeit und f�r eine kurze Zusatzzeit verlassen d�rfen. Im Gegensatz zum jugendlichen Sohn von Frau A.________, welcher ebenfalls gekifft habe, habe er nicht mehr in der Wohnung gelebt. Daran �ndere nichts, dass sein Hund, um den er sich gek�mmert habe, in der Wohnung verblieben sei. Aus diesen Gr�nden m�sse er vom Vorwurf der mehrfachen �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes freigesprochen werden (Beschwerde S. 6 f.).
1.1.2 Die Vorinstanz nimmt an, der Plastiksack mit einer Menge von mindestens einigen hundert Gramm Marihuana sei in dem Zimmer gefunden worden, welches dem Beschwerdef�hrer in der Wohnung von Frau A.________ zur alleinigen Nutzung zugewiesen gewesen sei. Dass dieser in der Zeit vor der Hausdurchsuchung vom 9. Juli 2009 nicht mehr dort gewohnt habe, treffe nicht zu. Zwar habe er am 25. Mai 2009 den Strafvollzug angetreten, dies allerdings in der Form der Halbgefangenschaft. Sein Hund, um den er sich habe k�mmern m�ssen, habe sich weiterhin in der Wohnung befunden. Er sei also auch w�hrend der Halbgefangenschaft regelm�ssig an den Wohnort zur�ckgekehrt. Dass die Drogen in seinem Zimmer von ihm selbst dort deponiert worden seien, ergebe sich aus den Aussagen von A.________, welche in der zweitinstanzlichen Verhandlung mit dem Beschwerdef�hrer konfrontiert worden sei. Nach ihren Bekundungen sei der Beschwerdef�hrer gegen Mitte Juni 2009 nicht mehr zur selben Zeit nach Hause gekommen, wie fr�her, so dass sie den Eindruck erhalten habe, er habe seine Arbeitsstelle in Z�rich nicht mehr gehabt. In dieser Zeit habe sie vermehrt das Rascheln von Plastiks�cken wahrgenommen, wobei sie angenommen habe, es handle sich um "Gras". Zudem habe der Beschwerdef�hrer in dieser Zeit sein Zimmer hinter sich abgeschlossen, wenn er es verlassen habe. Dem Sohn von A.________, der sich nur alle zwei Wochen an den Wochenenden in der fraglichen Wohnung aufgehalten habe, w�re es mithin gar nicht m�glich gewesen, Drogen im Zimmer des Beschwerdef�hrers zu verstecken. Es sei daher davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer selbst die Drogen in seinem Zimmer deponiert habe (angefochtenes Urteil S. 3 f.).
1.2.1 Hinsichtlich der Verkehrsdelikte in den Ziffern I.4, 5 und 8 der Anklageschrift macht der Beschwerdef�hrer geltend, er habe die gegen ihn erhobenen Tatvorw�rfe stets glaubhaft bestritten. Sie seien nicht rechtsgen�gend nachgewiesen. Insbesondere bestreite er den Wurf einer Getr�nkedose Red Bull Dose auf ein neben ihm, auf der �berholspur fahrendes Auto auf der Autobahn. Daraus ergebe sich, dass er in all diesen Punkten freigesprochen werden m�sse (Beschwerde S. 8).
1.2.2 Die Vorinstanz nimmt unter Verweisung auf das erstinstanzliche Urteil an, der Beschwerdef�hrer habe zugestanden, dass er sich bei seiner Fahrt vom 17. September 2009 auf der Autobahn A1, Fahrtrichtung Z�rich, provoziert gef�hlt habe. Der Lenker des mit der mindestens teilweise vollen Dose beworfenen Autos und sein Beifahrer h�tten sofort nach dem Vorfall Anzeige erstattet. Bei der Untersuchung des Personenwagens habe an der rechten Fahrzeugseite denn auch eine klebrige Fl�ssigkeit festgestellt werden k�nnen (angefochtenes Urteil S. 6; erstinstanzliches Urteil S. 17). In Bezug auf die weiteren ger�gten Anklagepunkte f�hren die kantonalen Instanzen aus, der Sachverhalt sei durch die objektive Beweismittel, namentlich den Polizeirapport, die Schadensfotos sowie das IRM-Gutachten erstellt (erstinstanzliches Urteil S. 18).
1.3.1 Der Beschwerdef�hrer wendet sich ferner gegen den Schuldspruch wegen mehrfachen F�hrens eines Motorfahrzeugs in qualifiziert fahrunf�higem Zustand, Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunf�higkeit und mehrfachen F�hrens eines Personenwagens trotz Entzugs des F�hrerausweises gem�ss Ziffer I.7 der Anklageschrift. In diesem Punkt wird ihm vorgeworfen, er habe am 18. Februar 2010 trotz entzogenem F�hrerausweis in einem zufolge vorherigen Cannabiskonsums fahrunf�higem Zustand seinen Personenwagen von Sursee herkommend in Richtung Autobahnauffahrt A2 gelenkt, wo er von einer Polizeipatrouille angehalten und kontrolliert worden sei. Nachdem er auf den Polizeiposten Sursee verbracht worden sei, habe der zust�ndige Amtsstatthalter aufgrund eines positiv verlaufenen Drogenschnelltests die Abnahme einer Urin- und Blutprobe angeordnet. Der Beschwerdef�hrer sei daraufhin bei einer kurzen Rauchpause geflohen und mit seinem Motorfahrzeug in Richtung Basel gefahren (erstinstanzliches Urteil S. 10 [Anklageschrift]).
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er habe von Anbeginn weg f�r seine Schilderung des Sachverhalts auf zwei Zeugen verwiesen und deren Einvernahme beantragt. Dieser Antrag sei von beiden Instanzen zu Unrecht abgewiesen worden. Zudem sei ihm nicht bewusst gewesen, dass er noch l�nger auf dem Polizeiposten h�tte bleiben m�ssen und dass ein Bluttest angeordnet worden sei. Er habe daher einen Kollegen angerufen, welcher ihn abgeholt habe (Beschwerde S. 8 f.).
1.3.2 Die Vorinstanz f�hrt aus, in der zweitinstanzlichen Verhandlung sei B.________, der die Kontrolle des Beschwerdef�hrers durchgef�hrt und diesem vor der Fahrt in den Spital eine Zigarettenpause bewilligt habe, als Auskunftsperson einvernommen worden. Dieser habe best�tigt, dass sich der Beschwerdef�hrer vom Polizeiposten entfernt habe, obschon ihm eine Blutabnahme angedroht worden sei. Aus dieser Aussage ergebe sich, dass sich der Beschwerdef�hrer vor Ende der Kontrolle unerlaubt entfernt habe. Im Zweifel sei zu seinen Gunsten davon auszugehen, dass er sich durch eine weitere, fahrberechtigte Person habe abholen lassen. Die Fahrt vom Polizeiposten Sursee nach einem unbekannten Ziel k�nne ihm deshalb nicht angelastet werden. Dies �ndere allerdings nichts am Schuldspruch wegen mehrfachen F�hrens eines Motorfahrzeuges in qualifiziert fahrunf�higem Zustand, da die �brigen diesbez�glichen Vorf�lle zu best�tigen seien (angefochtenes Urteil S. 6).
1.4 Was der Beschwerdef�hrer gegen die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz in diesen Punkten vorbringt, ersch�pft sich in einer blossen appellatorischen Kritik am angefochtenen Urteil. Auf eine solche tritt das Bundesgericht praxisgem�ss nicht ein. Der Beschwerdef�hrer beschr�nkt sich darauf, seinen Standpunkt wie im kantonalen Verfahren darzulegen, ohne sich mit den Erw�gungen des angefochtenen Urteils auseinanderzusetzen. Dies ist nicht geeignet, offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel daran darzutun, dass sich der Anklagesachverhalt verwirklicht hat. F�r die Begr�ndung von Willk�r, unter welchem Gesichtspunkt das Bundesgericht pr�ft, ob der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweisw�rdigungsregel verletzt ist, gen�gt praxisgem�ss nicht, dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung des Beschwerdef�hrers nicht �bereinstimmt oder eine andere L�sung oder W�rdigung vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re (BGE 135 II 356 E. 4.2.1; 134 I 140 E. 5.4; 127 I 54 E. 2b mit Hinweisen). Willk�r im Sinne von Art. 9 BV liegt nach st�ndiger Rechtsprechung u.a. nur vor, wenn der angefochtene Entscheid auf einer schlechterdings unhaltbaren oder widerspr�chlichen Beweisw�rdigung beruht oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht (BGE 138 I 49 E. 7.1; 138 V 74 E. 7; 137 I 1 E. 2.4; je mit Hinweisen). Der Beschwerdef�hrer h�tte substantiiert darlegen m�ssen, inwiefern die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich unhaltbar sind oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch stehen und die vorhandenen Beweise andere Schlussfolgerungen geradezu aufdr�ngen. Diesen Anforderungen wird die Beschwerde nicht gerecht. So gen�gt insbesondere der Einwand hinsichtlich der �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes nicht, das Rascheln von Plastiks�cken lasse nicht zwingend darauf schliessen, dass er Drogen deponiert habe, denn die kantonalen Instanzen st�tzen ihren Schuldspruch nicht allein auf diesen Umstand. Unbehelflich ist auch die R�ge, die Vorinstanz habe zu Unrecht den Antrag auf Einvernahme von zwei Zeugen abgewiesen, zumal diese dem Beschwerdef�hrer die Fahrt vom Polizeiposten Sursee nach unbekanntem Ziel nicht mehr anlastet und der Beschwerdef�hrer nicht vortr�gt, was die Zeugen zur Erhellung der weiteren Vorw�rfe des mehrfachen F�hrens in qualifiziert fahrunf�higem Zustand und trotz Entzugs des F�hrerausweises sowie der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunf�higkeit h�tten beitragen k�nnen.
2.1 Hinsichtlich der Schuldspr�che wegen Gewalt und Drohung gegen Beh�rden und Beamte, Hinderung einer Amtshandlung und Beschimpfung macht der Beschwerdef�hrer geltend, die Anklageschrift gen�ge insbesondere in Ziff. I.3.1 dem Akkusationsprinzip nicht. Es sei aus der Anklageschrift nicht ersichtlich, welche Tathandlung ihm konkret als Hinderung einer Amtshandlung vorgeworfen werde. Die ernst gemeinte Ank�ndigung, eine Strafanzeige gegen die einvernehmende Beamtin einreichen zu wollen, sei keine Drohung (Beschwerde S. 7 f.).
2.2 Die Anklageschrift f�hrt in Ziffer I.3.1 aus, der Beschwerdef�hrer sei am Vormittag des 10. Juli 2009 aus der Untersuchungshaft zur Durchf�hrung einer Einvernahme von der mit der Fallbearbeitung betrauten Beamtin in ihr B�ro in den R�umlichkeiten der Staatsanwaltschaft verbracht worden. Dabei habe er die Beamtin in ihren Amtshandlungen behindert, indem er ein dermassen verbalaggressives und �berdies den jederzeitigen Ausbruch k�rperlicher Gewalt bef�rchten lassendes Verhalten an den Tag gelegt habe, dass eine Einvernahme unzumutbar geworden sei und noch vor ihrem formellen Beginn habe abgebrochen werden m�ssen. In Ziff. I.3.2 erw�hnt die Anklageschrift, in der am 13. Januar 2010 anberaumten Einvernahme habe der �usserst aggressiv gestimmte und entsprechend auftretende Beschwerdef�hrer die Kriminalbeamtin durch beispielhaft aufgelistete Drohungen, ungerechtfertigte Vorw�rfe, primitive Beleidigungen und Verunglimpfungen an der ordnungsgem�ssen Durchf�hrung ihrer Aufgaben behindert, so dass die Befragung nur mit gr�sster M�he und nach dem Beizug des zust�ndigen Fachgruppenleiters habe zum Abschluss gebracht werden k�nnen (erstinstanzliches Urteil S. 4 f. [Anklageschrift]).
2.3 Nach dem aus Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV sowie aus Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a und b EMRK abgeleiteten Anklagegrundsatz bestimmt die Anklageschrift den Gegenstand des Gerichtsverfahrens (Umgrenzungsfunktion). Die Anklage hat die der beschuldigten Person zur Last gelegten Delikte in ihrem Sachverhalt so pr�zise zu umschreiben, dass die Vorw�rfe in objektiver und subjektiver Hinsicht gen�gend konkretisiert sind. Zugleich bezweckt das Anklageprinzip den Schutz der Verteidigungsrechte der angeschuldigten Person und garantiert den Anspruch auf rechtliches Geh�r (Informationsfunktion; BGE 133 IV 235 E. 6.2 f. mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 6B_796/2010 vom 14. M�rz 2011 E. 1.4; vgl. Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO).
2.4 Die Vorinstanz nimmt zu Recht an, dem Beschwerdef�hrer werde in der Anklageschrift in klarer Weise verbale und nonverbale Aggressivit�t vorgeworfen (angefochtenes Urteil S. 4 f.). Inwiefern er sich nicht im Klaren dar�ber gewesen sein solle, wogegen er sich zu verteidigen hatte, ist nicht ersichtlich. Die Tathandlung ist gen�gend umschrieben. Eine Verletzung des Anklagegrundsatzes liegt nicht vor. Soweit der Beschwerdef�hrer eine Verletzung von Art. 285 StGB r�gt (Beschwerde S. 8), setzt er sich nicht hinreichend mit dem angefochtenen Urteil auseinander (BGE 134 II 244 E. 2.1). Die Beschwerde gen�gt insofern den Begr�ndungsanforderungen nicht (Art. 42 Abs. 2 BGG). Darauf ist nicht einzutreten.
3.1 Der Beschwerdef�hrer wendet sich zuletzt gegen die Strafzumessung. Die ausgef�llte Gesamtstrafe ber�cksichtige die Freispr�che nicht gen�gend. Das angefochtene Urteil spreche zwar seine schwierige pers�nliche Situation an, stelle diese aber weder bei der Bemessung der Strafe noch bei der Verweigerung des bedingten Strafvollzugs, dem Widerruf der bedingten Entlassung oder der angeordneten R�ckversetzung in den Strafvollzug in Rechnung. Seine aussergew�hnlichen famili�ren Umst�nde m�ssten sich strafmindernd auswirken. Er k�mpfe seit Februar 2009 um angemessenen Kontakt zu seinem Sohn. Die pl�tzliche Kappung der engen Beziehung habe ihn schwer getroffen und ihn in eine tiefe Krise gest�rzt. Ein erneuter langer Strafvollzug w�rde den jetzt begonnenen Wiederaufbau vermehrter Kontakte unterbrechen und w�re in jeder Hinsicht verh�ngnisvoll. Zudem m�sse strafmildernd ber�cksichtigt werden, dass ihm die Fahrt am 18. Februar 2010 vom Polizeiposten Sursee weg nicht mehr angelastet werde. Schliesslich habe die Vorinstanz bei der Pr�fung der Frage, ob ihm im Urteilszeitpunkt besonders g�nstige Umst�nde attestiert werden k�nnte, pauschal auf das erstinstanzliche Urteil verwiesen, obwohl sie selber festgestellt habe, dass sich seine aktuelle Situation ver�ndert habe und er wieder in einer festen Beziehung stehe. Zudem habe die Vorinstanz nicht beachtet, dass er sich seit den ihm vorgeworfenen Delikten in den letzten zwei Jahren nichts mehr habe zu Schulden kommen lassen (angefochtenes Urteil S. 9).
3.2 Die Vorinstanz geht unter Verweisung auf die erstinstanzlichen Erw�gungen von einem schweren Verschulden des Beschwerdef�hrers aus. Die Auseinandersetzungen, die er wegen seines Sohnes mit der Abteilung Kindes- und Jugendschutz gehabt habe, seien bei den Delikten gegen die amtliche Gewalt hinreichend ber�cksichtigt worden. Diese Diskussionen k�nnten das unkooperative Verhalten gegen�ber Beh�rden jeglicher Art nicht rechtfertigen. Die schwierige famili�re Situation k�nne nur bei aussergew�hnlichen Umst�nden strafmildernd ber�cksichtigt werden. Derartige Umst�nde seien nicht ersichtlich, weshalb die Bem�hungen des Beschwerdef�hrers um Kontakt zu seinem Sohn bei der Strafzumessung nicht ber�cksichtigt werden k�nnten. Seine aktuelle Situation habe sich zwar insofern ver�ndert, als er nunmehr seit einem Jahr wieder eine feste Beziehung habe und mit seiner Freundin ein Kind erwarte. Allerdings habe ihn dies nicht dazu bewogen, die Verantwortung f�r sich und seine Familie zu �bernehmen oder dies zumindest zu versuchen. Eine positive Entwicklung sei somit auch diesbez�glich nicht ersichtlich. Die erstinstanzlich ausgesprochene Strafe sei daher auch unter Ber�cksichtigung des Umstands, dass dem Beschwerdef�hrer die Fahrt vom 18. Februar 2010 vom Polizeiposten Sursee nach unbekanntem Ziel nicht mehr angelastet werde, nicht zu hoch bemessen (angefochtenes Urteil S. 6 f.).
3.3 Das Bundesgericht hat die Grunds�tze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff.; 132 IV 102 E. 8.1; je mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden. Es liegt im Ermessen des Sachgerichts, in welchem Umfang es die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren ber�cksichtigt. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur in die Strafzumessung ein, wenn das Sachgericht den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. in �berschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 136 IV 55 E. 5.6 mit Hinweis).
3.4 Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erw�gungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und w�rdigt s�mtliche Zumessungsgr�nde zutreffend. Dass sie sich von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten h�tte leiten lassen oder wesentliche Gesichtspunkte nicht ber�cksichtigt h�tte, ist nicht ersichtlich. Dies gilt zun�chst, soweit der Beschwerdef�hrer beanstandet, seine pers�nliche Situation sei nicht gen�gend ber�cksichtigt worden. Die kantonalen Instanzen stellen bei der Bemessung des Verschuldens die Strassenverkehrsdelikte in den Vordergrund, wo der Beschwerdef�hrer durch �usserst aggressives, forsches und uneinsichtiges Verhalten sowohl sich als auch andere Verkehrsteilnehmer stark gef�hrdet hat. In diesem Kontext erlangen die Auseinandersetzungen um den Kontakt mit seinem Sohn offensichtlich keine Bedeutung. Diesen tragen die kantonalen Instanzen bei den Delikten gegen die amtliche Gewalt hinreichend Rechnung. Dar�ber hinaus ber�cksichtigen sie zugunsten des Beschwerdef�hrers, dass er sich in einer schwierigen Lebensphase befindet sowie sich um seinen Sohn sorgt und sich f�r ihn einsetzt. Indes bringt es der Vollzug einer Freiheitsstrafe zwangsl�ufig mit sich, dass der Betroffene aus seiner Umgebung und damit aus seinem famili�ren Umfeld herausgerissen wird. Als unmittelbare gesetzm�ssige Folge einer unbedingten Freiheitsstrafe kann dies nach der Rechtsprechung nur bei aussergew�hnlichen Umst�nden strafmindernd ber�cksichtigt werden. Derartige Verh�ltnisse sind hier nicht ersichtlich. Die Vorinstanz durfte bei der Bemessung der Freiheitsstrafe daher ohne weiteres eine �ber das normale Mass hinausgehende Strafempfindlichkeit des Beschwerdef�hrers verneinen. Kein Bundesrecht verletzt auch der Schluss der Vorinstanz, es l�gen keine besonders g�nstigen Umst�nde im Sinne von Art. 42 Abs. 1 StGB vor. Schliesslich ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Strafe nicht herabsetzt, obwohl sie dem Beschwerdef�hrer die Fahrt vom Polizeiposten Sursee nach unbekanntem Ziel gem�ss Anklageziffer I.7 nicht mehr anlastet, da sie zu Recht annimmt, diese Fahrt falle innerhalb der nachgewiesenen Vorw�rfe nicht besonders ins Gewicht. Dass die Vorinstanz die ver�nderte aktuelle Situation des Beschwerdef�hrers nicht ber�cksichtigt hat, trifft nicht zu. Sie erkennt darin indes zutreffend keine positive Entwicklung, so dass sich diese nicht zu seinen Gunsten niederschl�gt.
Insgesamt sind die Erw�gungen der Vorinstanz ohne weiteres nachvollziehbar und leuchten die daraus gezogenen Schl�sse ein. Jedenfalls verletzt die Vorinstanz ihr Ermessen nicht.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG). Da sein Rechtsbegehren von vornherein als aussichtslos (vgl. BGE 138 III 217 E. 2.2.4) erschien, ist sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG). Seinen eingeschr�nkten finanziellen Verh�ltnissen kann bei der Festsetzung der Gerichtsgeb�hr Rechnung getragen werden (Art. 65 Abs. 2 BGG).