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Timestamp: 2016-10-28 08:19:22
Document Index: 379384201

Matched Legal Cases: ['Art. 99', 'Art. 53', 'Art. 53', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 107', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE']

9C_10/2014 (20.08.2014)
9C_10/2014 � � Urteil vom 20. August 2014
A.________, geboren 1962, verf�gt �ber eine Ausbildung als Maschinenmechaniker. Zuletzt war er ab 1. August 1996 als Vorsorgeberater im Aussendienst der B.________ t�tig. Am 23. November 2000 meldete er sich unter Hinweis auf Ged�chtnisl�cken, �ngste und Gleichgewichtsst�rung, bestehend seit 13. September 1999, bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Berufsberatung, Umschulung auf eine neue T�tigkeit, Arbeitsvermittlung) an. Die IV-Stelle des Kantons Luzern f�hrte erwerbliche und medizinische Abkl�rungen durch. Unter anderem holte sie einen Bericht der Neurologischen Klinik am C.________ (Prof. D.________) vom 22. Februar 2001 ein, worin als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit Merkf�higkeits- und Wortfindungsst�rungen seit Mitte 1999 bei Verdacht auf Morbus Alzheimer festgehalten wurde. Mit Verf�gung vom 25. September 2001 sprach die IV-Stelle A.________ eine ganze Rente ab 1. September 2000 zu (IV-Grad von 100 %). Diesen Anspruch best�tigte sie revisionsweise am 28. November 2005, insbesondere gest�tzt auf einen Bericht des Dr. med. E.________, Chefarzt am Psychiatriezentrum F.________, vom 28. Oktober 2005, welcher eine mittelgradige Depression sowie eine schwere dissoziative St�rung mit ausgepr�gten kognitiven Beeintr�chtigungen (Ged�chtnis und Frontalhirnfunktionen) seit September 1999 diagnostiziert hatte.
Im Rahmen eines weiteren Revisionsverfahrens f�hrte der Regionale �rztliche Dienst (RAD; G.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie sowie Dr. med. H.________, Fach�rztin f�r Rehabilitation und physikalische Medizin) am 27. August 2009 ein medizinisches Standortgespr�ch durch und riet am 12. Januar 2011 zu einer psychiatrischen und neuropsychologischen Begutachtung. In der Folge wurde A.________ vom Neuropsychologen I.________, (Expertise vom 17. M�rz 2011), und von Dr. med. J.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, (Gutachten vom 30. Juni 2011), untersucht. Beide Gutachten erachtete der RAD f�r nachvollziehbar (Stellungnahmen vom 20. Juli 2011).
Mit Vorbescheid vom 17. August 2011 stellte die IV-Stelle die Aufhebung der Rente auf das Ende des der Verf�gungszustellung folgenden Monats in Aussicht. Daraufhin liess A.________ Einw�nde erheben, insbesondere in Form einer ausf�hrlichen Stellungnahme des behandelnden Psychiaters K.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 19. September 2011. Zu dieser �usserten sich die Vorgutachter I.________ und J.________ am 8. bzw. 10. November 2011. Mit erneutem Vorbescheid vom 10. Januar 2012 k�ndigte die IV-Stelle die Rentenaufhebung per 1. September 2000 und die R�ckforderung der in den letzten f�nf Jahren zu Unrecht bezogenen Leistungen an. A.________ liess erneut Einw�nde erheben und insbesondere ein Schreiben seines ehemaligen Vorgesetzten vom 8. Februar 2012 sowie einen Anstellungsvertrag als Verantwortlicher f�r Umgebung und Tierpflege im Betagtenzentrum L.________, vom 10. Mai 2011, einreichen. Am 16. M�rz 2012 verf�gte die IV-Stelle entsprechend ihrem zweiten Vorbescheid.
Hiegegen liess A.________ Beschwerde erheben. Mit Beweisentscheid vom 24. Januar 2013 veranlasste das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern (heute: Kantonsgericht Luzern) eine psychiatrische Begutachtung bei Dr. med. M.________, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, die am 12. Juni 2013 erging. Dieser kam zum Schluss, A.________ leide an einer kombinierten (�ngstlich-vermeidenden, perfektionistisch-zwanghaften, narzisstischen) Pers�nlichkeitsst�rung mit dissoziativ-neurotischer Neigung und Somatisierungstendenz (ICD-10 F61.0) sowie an einer Dysthymie (ICD-10 F34). Nachdem die Parteien zum Gutachten M.________ Stellung genommen und sich zur voraussichtlichen Pr�fung der Angelegenheit nach lit. a Abs. 1 der Schlussbestimmungen der �nderung des IVG vom 18. M�rz 2011 (6. IV-Revision [erstes Massnahmenpaket]; im Folgenden: lit. a Abs. 1 SchlB IVG) ge�ussert hatten, hob das kantonale Gericht mit Entscheid vom 7. November 2013 in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die Verf�gung vom 16. M�rz 2012 insoweit auf, als darin die r�ckwirkende Rentenaufhebung per 1. September 2000 und die R�ckforderung der w�hrend der letzten f�nf Jahre bezogenen Rentenleistungen verf�gt worden war. Das kantonale Gericht entschied, die Rente sei ab 1. Mai 2012 einzustellen und wies die Sache zur Pr�fung von Wiedereingliederungsmassnahmen gem�ss lit. a Abs. 1 SchlB IVG an die IV-Stelle zur�ck. Im �brigen wies es die Beschwerde ab.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und die Aufhebung des angefochtenen Entscheids beantragen, soweit sein Rentenanspruch ab 1. Mai 2012 aberkannt werde. Es sei ihm weiterhin eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit sie nach weiteren Abkl�rungen erneut �ber den Rentenanspruch entscheide. Gleichzeitig l�sst er einen Artikel aus dem Deutschen �rzteblatt 2004 sowie eine undatierte Stellungnahme des med. pract. N.________, Allgemeine Innere Medizin FMH, ins Recht legen.
Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG), was in der Beschwerde n�her darzulegen ist (z.B. Urteil 9C_61/2014 vom 23. Juli 2014 E. 2.3 mit Hinweisen). Abgesehen davon, dass den beiden letztinstanzlich eingereichten Aktenst�cken keine neuen Erkenntnisse zu entnehmen sind (namentlich was die geltend gemachte Arbeitsunf�higkeit in der zuletzt ausge�bten T�tigkeit betrifft), fehlt eine nachvollziehbare Begr�ndung daf�r, weshalb deren Einreichung erst durch das Verfahren bei der Vorinstanz veranlasst worden w�re. Sie sind daher nicht zu ber�cksichtigen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob die vorinstanzliche Rentenaufhebung per 1. Mai 2012 rechtm�ssig erfolgte.
3.1.�Die Vorinstanz setzte sich ausf�hrlich mit den verschiedenen R�ckkommenstiteln auseinander. Sie erwog, das Gerichtsgutachten des Dr. med. M.________ vom 12. Juni 2013 sei grunds�tzlich beweiskr�ftig. Dass Gutachter Dr. med. M.________ die Beurteilung der IV-Stelle, wonach auf die Einsch�tzung des Dr. med. E.________ vom 28. Oktober 2005 abzustellen sei, f�r nicht nachvollziehbar erachtet habe, lasse allein aber nicht auf eine offensichtliche Unrichtigkeit der Verf�gung vom 28. November 2005 schliessen. Diese sei im Ergebnis vertretbar, weshalb eine Wiedererw�gung (Art. 53 Abs. 2 ATSG) ausser Betracht falle. Gleiches gelte f�r eine prozessuale Revision (Art. 53 Abs. 1 ATSG), f�r welche eine m�glicherweise unrichtige W�rdigung einer bekannten Tatsache durch die Verwaltung nicht ausreiche. Die revisionsweise Aufhebung gest�tzt auf Art. 17 Abs. 1 ATSG komme mangels wesentlicher Ver�nderung des Gesundheitszustandes ebenfalls nicht in Frage. Damit entfalle auch eine Meldepflichtverletzung des Versicherten und eine entsprechende R�ckforderung bereits ausgerichteter Rentenleistungen.
Allerdings unterliege die dem Beschwerdef�hrer seit 2000 massgeblich wegen kognitiver Einschr�nkungen zugesprochene Rente der �berpr�fung nach lit. a Abs. 1 SchlB IVG, zumal Konversions- bzw. dissoziative St�rungen (ICD-10 F 44) zu den unklaren Beschwerdebildern geh�rten. Im Folgenden pr�fte und bejahte die Vorinstanz die �berwindbarkeitskriterien. Schliesslich sprach das kantonale Gericht dem Gutachten M.________ den Beweiswert ab, soweit darin die zuletzt ausge�bte T�tigkeit als Versicherungsmitarbeiter im Aussendienst als unzumutbar bezeichnet wurde, mit der Begr�ndung, die �berwindbarkeit der Beschwerden schliesse einen invalidisierenden Gesundheitsschaden und damit jegliche Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit aus.
3.2.�Der Beschwerdef�hrer r�gt im Wesentlichen, der angefochtene Entscheid verletze seinen Geh�rs- und Beweisf�hrungsanspruch sowie das Willk�rverbot. Sowohl der Gutachter als auch die Vorinstanz h�tten die fremdanamnestischen Aussagen seiner Ehefrau und des fr�heren sowie des heutigen Vorgesetzten betreffend seine Pers�nlichkeitsver�nderungen nicht geb�hrend ber�cksichtigt. Abkl�rungen beim fr�heren Psychiater K.________ und beim Pr�sidenten des FC O.________ (Herr E.________) seien unterblieben und es sei ihm zu Unrecht eine Vermeidungshaltung unterstellt worden, unter Ausblendung seiner erfolgreichen Bem�hungen um (Teilzeit-) Anstellung in einem Betagtenzentrum. Obwohl er die ehrenamtlichen T�tigkeiten f�r die FC P.________ und O.________ bereits nach kurzer Zeit wegen �berforderung habe aufgeben m�ssen und er weder Mitinhaber noch Lohnbez�ger eines von seiner Ehefrau zeitweilig betriebenen Holzspielzeuggesch�fts gewesen sei, verneine das kantonale Gericht willk�rlich eine relevante psychische Komorbidit�t und einen sozialen R�ckzug. Willk�rlich sei ausserdem, wenn das kantonale Gericht dem Gutachten M.________ hinsichtlich der zumutbaren Willensanstrengung zur �berwindung der Beschwerden und der attestierten vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit in der fr�heren T�tigkeit als Versicherungsagent die Schl�ssigkeit abspreche, die Expertise ansonsten aber als voll beweiskr�ftig erachtete.
Das kantonale Gericht habe den Invalidit�tsbegriff verkannt, indem es entgegen den Ausf�hrungen des Gutachters davon ausgegangen sei, er k�nnte ein Einkommen in H�he des zuletzt in der Versicherungsbranche erzielten hohen Verdienstes erreichen. Jedenfalls h�tte ein Einkommensvergleich erfolgen m�ssen und schliesslich habe die Vorinstanz in Verletzung des Grundsatzes der freien Beweisw�rdigung die von Dr. med. M.________ retrospektiv verneinte Arbeitsf�higkeit �bernommen.
Nachdem die vom Versicherten geklagten Beschwerden zun�chst auf eine psychiatrische Erkrankung zur�ckgef�hrt wurden, erfolgte die urspr�ngliche Rentenzusprechung (Verf�gung vom 25. September 2001) massgeblich gest�tzt auf die von Prof. D.________ erhobene Diagnose (Merkf�higkeits- und Wortfindungsst�rungen bei Verdacht auf Morbus Alzheimer) bzw. wegen der Einschr�nkungen durch die "gravierenden St�rungen der mentalen Leistungsf�higkeit und der raschen Erm�dbarkeit" (Zusammenfassung der Fachperson Leistung vom 11. April 2001). Bereits am 9. August 2002 zweifelten die Neuropsychologen im C.________ indes daran, dass der Versicherte tats�chlich an einem demenziellen Syndrom leide und warfen die Frage auf, ob eine nicht-authentische neuropsychologische St�rung, am ehesten im Sinne einer Konversionsst�rung (Differenzialdiagnose: Aggravation) vorliege.
Nach einer zweij�hrigen Verlaufs�berwachung r�ckte die initial erhobene Vermutung einer psychiatrischen Erkrankung wieder in den Vordergrund (Bericht des Dr. med. Q.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 23. April 2004). Am 28. Oktober 2005 hielt Dr. med. E.________ fest, neuropsychologische Untersuchungen vom 8. Dezember 2004 und 20. Januar 2005 h�tten eine derart niedrige kognitive Leistung (Ged�chtnis- und Frontalhirnfunktionen) ergeben, dass eine Aggravations-Tendenz nicht auszuschliessen sei. Eine weitergehende Psychodiagnostik in Bezug auf die Konversionsst�rung habe nicht stattgefunden. Es stelle sich die Frage, ob die verschiedenen auf Selbstangaben gest�tzten Fragebogen-Verfahren zu g�ltigen Ergebnissen k�men. Der Versicherte habe angegeben, als Quereinsteiger in der Versicherungsbranche sehr erfolgreich gewesen zu sein und gut verdient zu haben (gem�ss IK-Eintr�gen erzielte der Beschwerdef�hrer zuletzt Jahreseinkommen von Fr. 133'365 [1997], Fr. 171'307 [1998] und Fr. 231'570 [1999]), aber zunehmend �berfordert gewesen zu sein, als sich die �konomischen Bedingungen ge�ndert h�tten. Erst bei der aktuellen Evaluation habe sich gezeigt, dass er damals eine schwere suizidale Krise durchgemacht habe. Diagnostisch k�nne die Verdachtsdiagnose aus dem Jahr 2002 best�tigt werden. Es liege eine schwere Konversionsst�rung vor. Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit gab er sodann eine mittelgradige Depression sowie eine schwere dissoziative St�rung mit ausgepr�gten kognitiven Beeintr�chtigungen (Ged�chtnis und Frontalhirn) an.
Die Fachpersonen der IV legten ihrer Revisionsverf�gung vom 28. November 2005 eine schwere dissoziative St�rung mit ausgepr�gten kognitiven Beeintr�chtigungen (Ged�chtnis und Frontalhirnfunktion) sowie eine mittelgradige Depression zu Grunde, welche eine Arbeitsunf�higkeit von 80 % bewirkten (Protokolleintrag vom 25. November 2005). An der urspr�nglichen Diagnose einer hirnorganischen Erkrankung wurde somit nicht mehr festgehalten und nunmehr insbesondere von einer dissoziativen St�rung ausgegangen.
Der Versicherte r�gt zu Recht nicht, dass das kantonale Gericht die dissoziative St�rung als unklares Beschwerdebild qualifiziert und die einschl�gigen �berwindbarkeitskriterien gepr�ft hat (vgl. Urteil 8C_195/2014 vom 12. Juni 2014 E. 4.2 mit Hinweisen). Soweit Dr. med. E.________ am 28. Oktober 2005 auch eine mittelgradige Depression angef�hrt hatte, �ndert dies aus den nachfolgenden Gr�nden nichts an der grunds�tzlichen Anwendbarkeit von lit. a Abs. 1 SchlB IVG. Zun�chst beruhte jene Diagnose auf den Selbstangaben (Fragebogen) des Versicherten, deren Verl�sslichkeit Dr. med. E.________ selbst als fraglich erachtete. Dar�ber hinaus vermutete Dr. med. E.________, wie bereits die Neuropsychologen im C.________ am 9. August 2002, eine Aggravations-Tendenz, die sich sp�ter best�tigte und insbesondere auch vom Gerichtsgutachter M.________ konstatiert wurde (vgl. E. 6.2 hienach und in BGE 140 V 8 nicht publ. E. 4.2.2 des Urteils 8C_33/2013 vom 13. Dezember 2013). Vor allem aber legte Dr. med. M.________ mit ausf�hrlicher Begr�ndung - und insoweit �bereinstimmend mit der Einsch�tzung der RAD-�rzte im Anschluss an das medizinische Standortgespr�chs vom 27. August 2009 sowie mit den Befunden des Gutachters Dr. med. J.________ (Expertise vom 30. Juni 2011) - dar, weshalb die in den Akten dokumentierten Befunde nicht �berwiegend wahrscheinlich auf eine depressive Symptomatik schliessen liessen (zum Beweiswert seiner Expertise vgl. nachfolgende E. 6.1). Dr. med. M.________ f�hrte aus, insgesamt d�rfte es wohl wiederholt zu leichteren depressiven Phasen gekommen sein, die aber im Rahmen der Pers�nlichkeitsst�rung zu sehen und allenfalls als Dysthymie aufgefasst werden k�nnten. Eine solche gilt indes nach der Rechtsprechung (Urteil 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2, in: SVR 2011 IV Nr. 17 S. 44) von hier nicht relevanten Ausnahmen abgesehen regelm�ssig nicht als Gesundheitsschaden im Sinne des Gesetzes.
Ob die urspr�ngliche Rentenzusprache als offensichtlich unrichtig h�tte bezeichnet werden m�ssen, namentlich mit Blick auf den unterbliebenen Einkommensvergleich und den Umstand, dass den damaligen medizinischen Berichten eine Arbeitsf�higkeit nur als Versicherungsagent, nicht aber in einer adaptierten T�tigkeit entnommen werden kann, ist nicht weiter zu thematisieren (Art. 107 Abs. 1 BGG). Nicht zuletzt k�nnen nur im Rahmen von lit. a SchlB IVG Wiedereingliederungsmassnahmen zugesprochen werden.
Die vom Beschwerdef�hrer gegen die vorinstanzliche Pr�fung der �berwindbarkeitskriterien erhobenen R�gen verm�gen nicht durchzudringen.
6.1.�Das kantonale Gericht hat dem Gutachten M.________ hinsichtlich der darin enthaltenen Befunde zu Recht vollen Beweiswert zuerkannt. Zwar trifft es zu, dass die Auswirkungen unklarer Beschwerdebilder auf die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit besonders schwierig nachzuweisen sind, weshalb fremdanamnestische Angaben f�r die Plausibilisierung von besonderem Stellenwert sein k�nnen (zur Publ. vorgesehenes Urteil 9C_701/2013 vom 12. Juni 2014 E. 3.3.2). Davon abgesehen, dass das Einholen fremdanamnestischer Ausk�nfte grunds�tzlich im Ermessensspielraum des Gutachters liegt (Urteil 9C_65/2012 vom 28. Februar 2012 E. 4.3 mit Hinweisen), ist die Aussagekraft von Angaben Dritter aber geringer und jedenfalls mit besonderer Sorgfalt zu beurteilen, wenn - wie hier - eine Aggravation oder Simulation im Raum steht. Konkret hat sich Dr. med. M.________ mehrfach - wenngleich teilweise erfolglos - um Stellungnahmen von Personen aus dem Umfeld des Beschwerdef�hrers bem�ht. Die erhaltenen Angaben liess er jedenfalls ausreichend in seine Beurteilung einfliessen. Er legte nachvollziehbar begr�ndet dar, die Symptome, namentlich die subjektiven Ged�chtnisschwierigkeiten, h�tten zunehmend ihre anf�ngliche Bewusstseinsferne verloren und seien willentlich �berwindbar geworden. Dabei nahm er Bezug auf die Schilderung der Ehefrau, wonach es dem Versicherten gut gehe, wenn er frei von Druck sei (z.B. in den Ferien). Er ber�cksichtigte auch, dass der Beschwerdef�hrer im Alltag zu komplexen Handlungen f�hig war (Aus�bung von Leitungs- und Trainerfunktionen in Sportvereinen, Herstellung und Vertrieb von Holzspielwaren, Fahren eines gemieteten Campers auf Strassen im Ausland unter Mitnahme der Familie, Ausf�hrung verschiedener Reparaturarbeiten im Auftrag etc.).
Betreffend die (kurzzeitig) ausge�bte Vizepr�sidentschaft beim FC O.________ f�hrte die Ehefrau gegen�ber Dr. med. M.________ aus, ihr Mann sei unter Druck und in ein "Z��g" geraten, weil er "es" gut habe machen wollen, schliesslich sei es nicht mehr gegangen, er habe "einfach keine Nerven mehr f�r so etwas". Welche weiteren relevanten Erkenntnisse von einem Gespr�ch mit dem Pr�sidenten des FC O.________ zu erwarten gewesen w�ren, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdef�hrer auch nicht n�her dargetan. Indem Dr. med. M.________ festhielt, der Versicherte reagiere weiterhin stark auf subjektiv empfundene Druck- und Belastungssituationen, denen er auszuweichen und die er zu vermeiden suche, trug er den fremdanamnestischen Angaben ausreichend Rechnung. Die Tatsache, dass der Versicherte seit Herbst 2011 eine wenig anforderungsreiche T�tigkeit als Verantwortlicher f�r Umgebung und Tierpflege in einem Betagtenzentrum aufgenommen hat, spricht in keiner Weise gegen die Beurteilung des Gutachters. Was die erfolglose Kontaktaufnahme mit dem Psychiater K.________ betrifft, ist bereits deshalb nicht ersichtlich, welche weitergehenden Angaben von diesem h�tten erh�ltlich sein k�nnen, weil der Versicherte seit Dezember 2012 nicht mehr in dessen Praxis behandelt wurde.
6.2.�Bundesrechtskonform hat das kantonale Gericht gest�tzt auf die Beurteilung des Dr. med. M.________, der anl�sslich der Begutachtung keine depressive Symptomatik feststellen konnte, eine hinreichend erhebliche psychische Komorbidit�t im Verf�gungszeitpunkt verneint (vgl. vorangehende E. 5). Davon abgesehen, dass eine Dysthymie, wie dargelegt, grunds�tzlich keine anspruchsrelevante Beeintr�chtigung ist, bejahte Dr. med. M.________ die Frage nach einer Aggravation oder Simulation eindeutig und erkl�rte, die urspr�nglich (im September 1999) bewusstseinsferne dissoziative Symptomatik sei im weiteren Verlauf zur�ckgetreten. Etwa seit April 2001 sei diese bewusstseinsnaher und damit willentlich �berwindbar geworden. Die leichten dissoziativneurotischen Symptome (Ged�chtnisschwierigkeiten) w�rden aggraviert und "wohl gelegentlich auch simuliert". Auch dies schliesst eine relevante Gesundheitssch�digung aus (in BGE 140 V 8 nicht publ. E. 4.2.2 des Urteils 8C_33/2013 vom 13. Dezember 2013).
6.3.�Mit Bezug auf die vorinstanzlich bejahten �brigen �berwindbarkeitskriterien r�gt der Beschwerdef�hrer zu Unrecht eine willk�rliche Beweisw�rdigung insbesondere hinsichtlich des vom kantonalen Gericht verneinten sozialen R�ckzugs. Einen solchen hat die Vorinstanz unter Ber�cksichtigung der dargestellten vielf�ltigen Alltagsaktivit�ten des Versicherten (vorangehende E. 6.1), welcher sich dar�ber hinaus nach eigenen Angaben t�glich um seine grosse Familie (mit vier Kindern) und das Haus k�mmert (e), zu Recht verneint. Daran vermag das Schreiben des ehemaligen Vorgesetzten, welcher den Beschwerdef�hrer nach eigenen Angaben "vielleicht einmal im Jahr" sieht, nichts zu �ndern. Dass der Versicherte weder Mitinhaber noch Lohnbez�ger des Spielzeuggesch�fts seiner Ehefrau gewesen war und wie lange er die Funktion als Sportchef des FC O.________ ausge�bt hatte, ist nicht entscheidend. Der dem Gutachter M.________ geschilderte Tagesablauf (zeitiges Aufstehen, Zeitungslekt�re, Begleitung der Kinder in die Schule, Teilzeitt�tigkeit im Betagtenzentrum, Zubereitung des Mittagessens f�r die Kinder bei Abwesenheit der Ehefrau, Gartenarbeit oder Reparaturarbeiten f�r Drittpersonen, erneute Teilzeitt�tigkeit im Betagtenzentrum, gemeinsames Nachtessen, Fernsehen) und die Freizeitaktivit�ten (biken oder spazieren mit der Ehefrau, Besuch von Fussballspielen des lokalen und weiteren Fussballclubs, guter Kontakt mit drei engen Kollegen) schliessen bereits f�r sich allein einen relevanten sozialen R�ckzug klar aus. Dass die �brigen Kriterien erf�llt w�ren, macht der Beschwerdef�hrer nicht substantiiert geltend und es ergeben sich auch keine diesbez�glichen Anhaltspunkte aus den Akten.
Schliesslich ist es nicht widerspr�chlich oder gar willk�rlich, wenn die Vorinstanz die Expertise M.________ grunds�tzlich als beweiskr�ftig erachtet, ihr aber hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsunf�higkeit und namentlich der zumutbaren Willensanstrengung zur �berwindung der Beschwerden die Schl�ssigkeit abgesprochen hat. Die Arbeitsunf�higkeit ist ein unbestimmter Rechtsbegriff des formellen Gesetzes (Art. 6 ATSG). Der Arztperson kommt daher bei der Folgenabsch�tzung der von ihr erhobenen gesundheitlichen Beeintr�chtigung keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu, sondern sie nimmt hiezu Stellung, d.h. sie gibt eine (m�glichst substanziell begr�ndete) Sch�tzung ab. Diese ist durch die rechtsanwendenden Beh�rden im Rahmen der rechtlichen Vorgaben zu w�rdigen (vgl. zur Publ. bestimmtes Urteil 9C_850/2013 vom 12. Juni 2014 E. 3.1 und 3.2). Weil die Arbeitsf�higkeit somit keine medizinische, sondern eine rein juristische Frage ist, k�nnen sich - wie hier - Konstellationen ergeben, wo von der im medizinischen Gutachten festgestellten Arbeitsunf�higkeit abzuweichen ist, ohne dass sie ihren Beweiswert verl�re (SVR 2013 IV Nr. 9 S. 21, 8C_842/2011 E. 4.2.2; vgl. auch BGE 130 V 352 E. 3 S. 356).
Wenn Dr. med. M.________ zwar die zuletzt ausge�bte T�tigkeit f�r nicht mehr zumutbar erachtete, hingegen eine die Arbeitsf�higkeit einschr�nkende Gesundheitsbeeintr�chtigung verneinte, ist dies widerspr�chlich. Dr. med. M.________ liefert denn auch keine medizinisch abgest�tzte Begr�ndung, weshalb die zuletzt ausge�bte T�tigkeit nicht mehr zumutbar sein soll. Die Annahme, der Beschwerdef�hrer habe seine M�glichkeiten �berschritten und sich �berfordert, ist jedenfalls kein Kriterium, das es erlauben w�rde, auf eine Un�berwindbarkeit der Willensanstrengung zu schliessen (vgl. z.B. Urteil 8C_372/2012 vom 13. Juni 2013 E. 3.3). Das kantonale Gericht ist somit zu Recht und unter zul�ssigem Verzicht auf eine Oberbegutachtung (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236) von der diesbez�glichen Beurteilung des Gutachters abgewichen. Damit hat es beim angefochtenen Entscheid sein Bewenden, zumal bei einer vollumf�nglichen Arbeitsf�higkeit in der vor der IV-Anmeldung ausge�bten T�tigkeit kein Einkommensvergleich vorzunehmen war.