Source: http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=fr&zoom=&type=show_document&highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-III-382%3Afr
Timestamp: 2016-10-22 21:43:40
Document Index: 206887613

Matched Legal Cases: ['Art. 317', 'Art. 321', 'BGE', 'BGE', 'Art. 250', 'BGE', 'BGE', 'Art. 321', 'Art. 250', 'Art. 63', 'EuG', 'EuG', 'BGE', 'EuG', 'EuG', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'EuG', 'BGE', 'Art. 244', 'Art. 321', 'BGE', 'BGE', 'Art. 250', 'BGE', 'BGE', 'Art. 247', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 244', 'BGE', 'EuG', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 207', 'Art. 63', 'Art. 260', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 244', 'Art. 245', 'BGE', 'Art. 1', 'EuG', 'BGE', 'EuG', 'BGE', 'EuG', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'Art. 250', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 250', 'EuG', 'BGE', 'Art. 245', 'BGE', 'BGE', 'Art. 244', 'Art. 251', 'Art. 250', 'BGE', 'BGE', 'EuG', 'EuG', 'Art. 3', 'BGE', 'EuG', 'Art. 15', 'Art. 25', 'EuG', 'EuG', 'BGE', 'BGE', 'Art. 207', 'Art. 247', 'Art. 207', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 207', 'Art. 63', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 247', 'BGE', 'Art. 33', 'Art. 37', 'Art. 25', 'Art. 126', 'Art. 318', 'Art. 112', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 247', 'Art. 37', 'Art. 126', 'Art. 318']

141 III 38252. Auszug aus dem Urteil der II. zivilrechtlichen Abteilung i.S. Staat Belgien, Soci�t� F�d�rale de Participations et d'Investissement (S.F.P.I.) SA und SA Zephyr-Fin gegen Nachlassmasse der SAirLines AG in Nachlassliquidation und Nachlassmasse der SAirGroup AG in Nachlassliquidation (Beschwerde in Zivilsachen)
Convention de Lugano (CL); action en contestation de l'�tat de collocation dans un concordat par abandon d'actif (art. 321 al. 1 en relation avec l'art. 250 al. 1 LP). La CL ne constitue pas un obstacle � une d�cision concernant la collocation prise en Suisse, Etat d'ouverture de la proc�dure d'insolvabilit�; cela vaut aussi en cas de proc�s d�j� pendant � l'�tranger contre le d�biteur et relatif � une cr�ance � colloquer (consid. 3-6). Faits � partir de page 383
A. A.a Am 5. Oktober 2001 gingen die SAirGroup AG und die SAirLines AG in die (provisorische, dann definitive) Nachlassstundung, und am 20. Juni 2003 best�tigte das Bezirksgericht Z�rich (als Nachlassgericht) die Nachlassvertr�ge mit Verm�gensabtretung (Art. 317 ff. SchKG). Zur Feststellung der am Liquidationsergebnis teilnehmenden Gl�ubiger erstellten die Liquidatoren die Kollokationspl�ne (Art. 321 SchKG).
A.b In beiden Nachlassverfahren hatten der Staat Belgien, die Soci�t� F�d�rale de Participations et d'Investissement (S.F.P.I.) SA (bzw. deren Rechtsvorg�nger) sowie die SA Zephyr-Fin, alle drei Sabena-Aktion�re, Forderungen im Umfang von mehreren Milliarden Franken angemeldet. Die Forderungen dieser Gl�ubiger wurden von den Liquidatoren der SAirGroup AG und der SAirLines AG in Nachlassliquidation im Kollokationsplan (Auflage vom 19. Juli 2006) nicht zugelassen.
A.c Gegen die abweisende Kollokationsverf�gung erhoben die Gl�ubiger der SAirLines AG Beschwerde. Sie machten geltend, bereits im Juli 2001, vor Gew�hrung der (provisorischen) Nachlassstundung, in Belgien einen Prozess gegen die SAirLines AG anh�ngig gemacht zu haben, dessen Gegenstand die angemeldeten Forderungen seien. Sie verlangten, dass die angemeldeten Forderungen im Kollokationsplan pro memoria mit Fr. 1.- bis zur rechtskr�ftigen Erledigung der von ihnen in Belgien anh�ngig gemachten Klage vorzumerken seien. Die Kompetenz der Liquidatoren zum Entscheid �ber die Kollokation wurde von den kantonalen Aufsichtsbeh�rden in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen des Kantons Z�rich sowie vom Bundesgericht am 23. April 2007 jedoch best�tigt (BGE 133 III 386).BGE 141 III 382 S. 384
A.d Gegen die abweisenden Kollokationsverf�gungen erhoben die Gl�ubiger am 8. August 2006 bzw. 2. November 2006 jeweils Klage beim Bezirksgericht Z�rich (als Kollokationsgericht) gem�ss Art. 250 Abs. 1 SchKG gegen die Nachlassmassen SAirGroup AG und SAirLines AG. Die Kl�ger verlangen je Nachlassmasse die Kollokation von Forderungen in der Dritten Klasse von 746,7 Mio. Franken.
A.e Mit der Kollokationsklage vom 8. August 2006 stellten die Kl�ger u.a. den Antrag, die Kollokationsklage sei bis zum Vorliegen eines rechtskr�ftigen Urteils der Cour d'Appel de Bruxelles zu sistieren. Mit Verf�gung vom 29. September 2006 sistierte der Einzelrichter den Kollokationsprozess. Das Bundesgericht hob die Sistierung des Kollokationsprozesses am 30. September 2008 auf (BGE 135 III 127).
A.f Die beiden Kollokationsklagen wurden am 11. Mai 2009 vereinigt. Mit Urteil vom 22. Februar 2011 wies der Einzelrichter am Bezirksgericht Z�rich die Klagen ab, soweit darauf eingetreten wurde.
B. Gegen das Urteil gelangten die Kl�ger mit Berufung an das Obergericht des Kantons Z�rich. Im Berufungsverfahren legten sie das Urteil der Cour d'Appel de Bruxelles vom 27. Januar 2011 vor (R.G. 2004/AR/1114, 2004/AR/1190; Appellation gegen das Urteil des Tribunal de commerce de Bruxelles vom 20. November 2003). Mit dem Urteil wurden Anspr�che teils gutgeheissen, teils abgewiesen und die Beurteilung weiterer Anspr�che bis zum Abschluss der in Belgien h�ngigen Strafverfahren ausgesetzt. Die Kl�ger verlangten im Berufungsverfahren die Teilanerkennung des Urteils der Cour d'Appel de Bruxelles vom 27. Januar 2011 und die Verfahrenssistierung bis zum vollst�ndigen Abschluss der Zivilverfahren in Belgien sowie die nachfolgende Neubeurteilung der Sache und die Kollokation der von den belgischen Gerichten zugesprochenen Forderungen. Mit Urteil vom 28. Mai 2013 wies das Obergericht sowohl den Sistierungsantrag als auch die Klagen ab.
C. Der Staat Belgien, die Soci�t� F�d�rale de Participations et d'Investissement (S.F.P.I.) SA sowie die SA Zephyr-Fin haben am 1. Juli 2013 Beschwerde in Zivilsachen erhoben. Die Beschwerdef�hrer beantragen die Aufhebung des Urteils des Obergerichts vom 28. Mai 2013 und die R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung. Eventualiter verlangen sie (wie im kantonalen Verfahren) die Anerkennung des Urteils der Cour d'Appel de Bruxelles vom 27. Januar 2011 und die Verfahrenssistierung. Subeventuell wird die Kollokation der Forderungen verlangt. (...) BGE 141 III 382 S. 385
3. Anlass zur vorliegenden Beschwerde geben die Kollokationsklagen der Beschwerdef�hrer, mit welchen sie die Kollokationsverf�gungen in den Nachlassverfahren der SAirGroup AG und der SAirLines AG anfechten.
3.1 Das Obergericht hat die Kollokationsklagen der Beschwerdef�hrer abgewiesen, was zur Folge hat, dass ihre Forderungen am Liquidationsergebnis nicht teilnehmen (Art. 321 i.V.m. Art. 250 Abs. 1 SchKG). Die Beschwerdef�hrer machen geltend, dass die Forderungen, welche im Kollokationsprozess zur Diskussion stehen, Gegenstand eines in Belgien h�ngigen Prozesses seien, welcher am 3. Juli 2001 - schon vor der Bewilligung der (provisorischen) Nachlassstundung vom 5. Oktober 2001 - eingeleitet worden sei. Die Beschwerdef�hrer werfen dem Obergericht im Wesentlichen eine Verletzung des Lugano-�bereinkommens (Lug�; SR 0.275.12) sowie von Bundesrecht vor, weil es die Anerkennbarkeit des in jenem Prozess ergangenen Urteils der Cour d'Appel de Bruxelles vom 27. Januar 2011 sowie dessen Verbindlichkeit im Kollokationsverfahren verneinte und sich weigerte, den Entscheid �ber die Kollokationsklage auszusetzen.
3.2 Ob das in Belgien am 27. Januar 2011 ergangene Urteil in der Schweiz anerkannt und vollstreckt werden kann, richtet sich nach dem (revidierten) Lugano-�bereinkommen vom 30. Oktober 2007 �ber die gerichtliche Zust�ndigkeit und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (Art. 63 Abs. 2 Bst. a Lug�). Streitpunkt ist im Wesentlichen, ob das belgische Urteil gest�tzt auf das Lug� im schweizerischen Kollokationsverfahren anzuerkennen ("verbindlich") ist.
3.3 Das Bundesgericht folgt bei der Auslegung des Lugano-�bereinkommens nach st�ndiger Praxis grunds�tzlich (unter Ber�cksichtigung gemeinschaftsrechtlicher Grunds�tze) der Rechtsprechung des EuGH zum Europ�ischen �bereinkommen �ber die gerichtliche Zust�ndigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen vom 27. September 1968 (EuGV�) sowie zur Verordnung (EG) Nr. 44/2001 des Rates vom 22. Dezember 2000 �ber die gerichtliche Zust�ndigkeit und die Anerkennung BGE 141 III 382 S. 386und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (EuGVVO; ABl. L 12 vom 16. Januar 2001 S. 1 ff.), die das EuGV� f�r die Vertragsstaaten der Europ�ischen Union ersetzt hat (vgl. BGE 139 III 232 E. 2.2 S. 234; BGE 135 III 185 E. 3.2 S. 189).
3.4 Die schweizerischen Konkurs- und Nachlassverfahren fallen als eigentliche Insolvenzverfahren nicht unter das Lug�. Sie fallen unter die sog. "Gesamtverfahren", welche auf der Zahlungseinstellung bzw. Ersch�tterung des Kredits des Schuldners beruhen oder in eine zwangsweise kollektive Liquidation der Verm�genswerte des Schuldners oder zumindest eine Kontrolle durch die Gerichte m�nden (Art. 1 Abs. 2 Bst. b Lug�; vgl. Urteil des EuGH vom 22. Februar 1979 C-133/78 Gourdain gegen Nadler, Randnr. 4; GAUDEMET-TALLON, Compet�nce et ex�cution des jugements en Europe, 4. Aufl. 2010, Ziff. 44, S. 39). Aber auch Einzelverfahren im Zusammenhang mit einem Gesamtverfahren (sog. "Annexverfahren") sind vom Ausnahmebereich erfasst. Voraussetzung ist, dass die Einzelverfahren Entscheidungen sind, die unmittelbar aus einem Insolvenzverfahren hervorgehen und sich eng innerhalb des Rahmens eines Konkurs- oder Vergleichsverfahrens in dem vorgenannten Sinne halten (Urteil Gourdain gegen Nadler, a.a.O., Randnr. 4). Es handelt sich grunds�tzlich um Klagen, die ohne Er�ffnung des Gesamtverfahrens ihrerseits keine Grundlage h�tten bzw. nicht gef�hrt w�rden (BGE 133 III 386 E. 4.3.1 S. 389; vgl. MARKUS, Internationales Zivilprozessrecht, 2014, S. 189 ff., Rz. 704 ff., 711).
3.5 Zweck des Kollokationsverfahrens im Konkurs (Art. 244 bis 251 SchKG) ist - wie im Nachlassverfahren (Art. 321 SchKG) - die Feststellung der Passivmasse, d.h. der Forderungen, die am Konkurs- bzw. Liquidationsergebnis nach Bestand, H�he, Rang und allf�lligen Vorzugsrechten am Verm�gen des Schuldners teilzunehmen haben.
3.5.1 Der Kollokationsprozess dient ausschliesslich der Bereinigung des Kollokationsplanes und hat so wenig wie dieser irgendwelche Rechtskraftwirkung �ber das Konkursverfahren hinaus. Das Schuldverh�ltnis als solches - zwischen Schuldner und Gl�ubiger - wird dadurch nicht rechtskr�ftig festgelegt. Im Kollokationsprozess kann der Bestand einer Forderung wohl Gegenstand gerichtlicher Pr�fung (Vorfrage), nicht aber Gegenstand rechtskr�ftiger Beurteilung sein. Vielmehr ist Gegenstand des Kollokationsurteils nur die Feststellung, inwieweit die streitigen Gl�ubigeranspr�che bei der Liquidationsmasse zu ber�cksichtigen sind (BGE 65 III 28 E. 1 S. 30). BGE 141 III 382 S. 387
3.5.2 Die Kollokationsklage (Art. 250 SchKG) als sog. konkursrechtliche Klage mit Reflexwirkung auf das materielle Recht (BGE 133 III 386 E. 4.3.3 S. 390 f.) ist ein Rechtsbehelf, der eng mit der Struktur des Konkursrechts und seinen Besonderheiten verbunden ist und einen integrierenden Bestandteil der Konkursliquidation bildet (BGE 35 II 341 E. 2 S. 358, 359; GILLI�RON, Commentaire de la loi f�d�rale sur la poursuite pour dettes et la faillite, Bd. III, 2001, N. 47 zu Art. 247 SchKG). Die Klage ist daher im Lichte der erw�hnten Rechtsprechung zu den konkursrechtlichen Verfahren gem�ss Art. 1 Abs. 2 Bst. b Lug� (Ausschluss) zu z�hlen. Das wird in der Rechtsprechung (BGE 133 III 386 E. 4.3.2 und 4.3.3 S. 389 ff.; BGE 140 III 320 E. 7.3 S. 328) sowie in der Lehre best�tigt (anstelle vieler BUCHER, in: Commentaire romand, Loi sur le droit international priv�, Convention de Lugano, 2011, N. 13 zu Art. 1 Lug�; ACOCELLA, in: Lugano- �bereinkommen zum internationalen Zivilverfahrensrecht, Schnyder [Hrsg.], 2011, N. 110 zu Art. 1 Lug�; ROHNER/LERCH, in: Basler Kommentar, Lugano-�bereinkommen, 2011, N. 93 Bst. e zu Art. 1 Lug� mit weiteren Hinweisen; ferner Engl. High Court of Justice vom 16. Januar 2014, Enasarco gegen Lehman Brothers, [2014] EWHC 34 (Ch), Ziff. 42, in: www.bailii.org).
4. Beruht eine angemeldete Forderung auf einem bereits vor der Konkurser�ffnung in Rechtskraft erwachsenen und - nach Staatsvertrag oder IPRG - anerkenn- und vollstreckbaren Gerichtsurteil, ist die Konkursverwaltung an die urteilsm�ssigen Feststellungen �ber Bestand und H�he der Forderung gebunden (vgl. HIERHOLZER, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. II, 2. Aufl. 2010, N. 15 zu Art. 244 SchKG). Andere Konstellationen von Kollokationsverfahren und ausl�ndischem Prozess bildeten - wie folgt - bereits Gegenstand gerichtlicher Beurteilung.
4.1 In BGE 140 III 320 wurde die Frage der Anerkennung und Vollstreckbarerkl�rung - wie im konkreten Fall - des Urteils der Cour d'Appel de Bruxelles vom 27. Januar 2011 (R.G. 2004/AR/1114, 2004/AR/1190) beurteilt, mit welchem auch �ber die Klage der Sabena SA (en faillite) gegen die Beschwerdegegnerinnen entschieden wurde. Das Bundesgericht kam zum Schluss, dass die betreffenden Forderungen (der Sabena) zu einem Zeitpunkt vor dem belgischen Gericht geltend gemacht wurden, als sich die SAirGroup AG und die SAirLines AG bereits im Nachlassverfahren und somit in einem Gesamtverfahren befanden. Nach dem Urteil des EuGH vom 2. Juli 2009, C-111/08 SCT Industri gegen Alpenblume, sei die BGE 141 III 382 S. 388"Enge des Zusammenhangs" massgeblich (BGE 140 III 320 E. 6.4 S. 323), und diese spreche f�r den Ausschluss vom Lugano-�bereinkommen, da bei Anh�ngigmachung der Klage absehbar war, dass das Urteil ausschliesslich im schweizerischen Nachlassverfahren w�rde vollstreckt werden k�nnen. Die resultierende Konzentration (vis attractiva) der nach Insolvenzer�ffnung eingeleiteten Verfahren am Konkursort komme letztlich der Gl�ubigergesamtheit zu Gute. Der Zusammenhang sei vorliegend sogar enger als im Ausgangsverfahren von SCT Industri gegen Alpenblume, indem sich hier nicht bloss eine insolvenzrechtliche Vorfrage stelle, sondern die insolvenzrechtliche Wirkung des Entscheids das eigentliche Klageziel gewesen sei. Nach dem Urteil des Bundesgerichts stellten die nach Insolvenzer�ffnung erhobenen Klagebegehren ihrer Funktion nach ein insolvenzrechtliches Verfahren dar (Art. 1 Abs. 2 Bst. b Lug�), das nicht unter das Lug� fiel; das Urteil konnte daher nicht nach dessen Bestimmungen anerkannt werden (BGE 140 III 320 E. 9.4 S. 333).
4.2 In BGE 135 III 127 (vgl. lit. A.e) ging es um die Sistierung des Kollokationsprozesses gegen die SAirLines AG in Nachlassliquidation im Hinblick auf den in Belgien gegen dieselbe Beklagte h�ngigen Zivilprozess. Das Bundesgericht hob die kantonal gew�hrte Sistierung auf. Es verneinte, dass der belgische Richter f�r den schweizerischen Kollokationsrichter verbindlich �ber den Bestand der Forderung entscheiden k�nne (BGE 135 III 127 E. 3.3.2 S. 132 f.), und lehnte die "Anerkennbarkeit eines ausl�ndischen Urteils als Kollokationsurteil" ab (BGE 135 III 127 E. 3.3.3 S. 133 f.). Es wies darauf hin, dass Art. 207 Abs. 1 SchKG sowie Art. 63 KOV (SR 281.32) f�r das Binnenverh�ltnis anordnen, dass ein bei Konkurser�ffnung bereits h�ngiger Zivilprozess grunds�tzlich eingestellt wird, sp�ter aber von der Masse oder von einzelnen Gl�ubigern nach Art. 260 SchKG fortgef�hrt werden kann und der Zivilprozess deshalb (ex lege) zum Kollokationsprozess wird (BGE 135 III 127 E. 3.3.1 S. 132). Dadurch werde grunds�tzlich verhindert, dass w�hrend des Konkursverfahrens parallel zum Kollokationsstreit ein Zivilprozess �ber die zu kollozierende Forderung stattfindet und darin ein Urteil ergeht. Im internationalen Verh�ltnis, wo entsprechende Koordinationsregeln fehlen, nehme das Kollokationsverfahren am schweizerischen Konkursort demgegen�ber unbeeinflusst von der Rechtsh�ngigkeit eines ausl�ndischen Forderungsprozesses seinen Lauf (vgl. BGE 140 III 320 E. 7.1 S. 326).
4.3 Bereits in BGE 133 III 386 (vgl. lit. A.c) erkannte das Bundesgericht, dass die blosse Vormerkung von im Ausland streitigen Forderungen (pro memoria) im Kollokationsplan der SAirLines mangels Rechtsgrundlage ausser Betracht falle. Entscheidend sei die verfahrensrechtliche Natur der Auseinandersetzung, aus welcher sich ergibt, dass das Territorialit�tsprinzip gilt und die Schweiz f�r das Kollokationsverfahren (Art. 244 bis 251 SchKG) im hierzulande durchgef�hrten Nachlassvertrag international zust�ndig ist; das Lug� biete jedenfalls keine staatsvertragliche Grundlage, um die hoheitliche Kompetenz der schweizerischen Konkursverwaltung zu beschneiden (Art. 245 SchKG) und ihre Kollokationsverf�gung der Anfechtung vor dem schweizerischen Kollokationsrichter zu entziehen (BGE 133 III 386 E. 4.3.3 S. 390 ff.).
5. Die Beschwerdef�hrer betonen, dass das belgische Urteil im Zivilprozess erging, welcher von ihnen vor Er�ffnung des Gesamtverfahrens in der Schweiz eingeleitet worden ist. Sie leiten aus dem Lug� im Wesentlichen ab, dass die materiellen und insolvenzrechtlichen Aspekte der Kollokationsklage zu unterscheiden seien, weshalb dem belgischen Urteil im schweizerischen Kollokationsprozess verbindliche Wirkung mit Bezug auf materielle Vorfragen zuerkannt werden m�sse. Sie wenden sich im Wesentlichen gegen den Schluss des Bundesgerichts, wonach das in Belgien ergehende Urteil "hinsichtlich der Konkursforderungen in materieller Hinsicht f�r den schweizerischen Kollokationsrichter nicht verbindlich sei". Nach ihrer Auffassung �bernimmt das belgische Verfahren gest�tzt auf das Lug� die Kontrolle von Forderungsbestand und Gl�ubigereigenschaft.
5.1 Mit Bezug auf den Lug�-Anwendungsbereich halten die Beschwerdef�hrer fest, dass f�r den Ausschluss (Art. 1 Abs. 2 Bst. b Lug�) einer Klage nicht die blosse Tatsache ausreicht, dass eine Konkurs- oder Insolvenzverwaltung am Rechtsstreit beteiligt ist (vgl. Urteil des EuGH vom 4. September 2014 C-157/13 Nickel u. Goeldner Spedition gegen Kintra UAB, Randnr. 26 ff. betreffend Aktivprozess eines Insolvenzverwalters). Etwas anderes l�sst sich der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht entnehmen (vgl. BGE 125 III 108 E. 3d S. 110 f.). In dem von den Beschwerdef�hrern zitierten Urteil des EuGH vom 10. September 2009 C-292/08 German Graphics Graphische Maschinen GmbH gegen van der Schee (Randnr. 33) ging es um eine Klage der deutschen Verk�uferin (German Graphics) auf Sicherung bzw. Herausgabe von Eigentum an BGE 141 III 382 S. 390Mobilien, welche in den Niederlanden - bei der in den Konkurs gefallenen Beklagten - lagen. F�r den EuGH war klar, dass die konkrete Klage eine Aussonderungsklage darstellte, welche ohnehin nicht in den Anwendungsbereich der Verordnung (EG) Nr. 1346/2000 des Rates vom 29. Mai 2000 �ber Insolvenzverfahren (EuInsVO; ABl. L 160 vom 30. Juni 2000 S. 1 ff.) fiel (vgl. THOLE, Vis attractiva concursus europei? [...], in: Zeitschrift f�r europ�isches Privatrecht [ZEuP] 2010 S. 922; MANKOWSKI, in: Europ�isches Zivilprozess- und Kollisionsrecht, Rauscher [Hrsg.], 2011, N. 21 zu Art. 1 Br�ssel I-VO). Daran �nderte die Beteiligung der betreffenden Insolvenzverwaltung am Rechtsstreit nichts. Die Vorbringen der Beschwerdef�hrer verm�gen nicht in Frage zu stellen, dass das Verfahren der Kollokation (Verf�gung und Klage) vom Lug� nicht erfasst ist.
5.2 Wohl ist hier die ausl�ndische Forderungsstreitigkeit - der belgische Prozess - nicht aus dem Insolvenzrecht entstanden, wie die Beschwerdef�hrer betonen. Nach der neuesten Rechtsprechung schliesst allerdings der Umstand, dass ein Verfahren nicht unmittelbar aus dem Nachlassverfahren hervorgeht, nicht aus, dass es dennoch unter den Lug�-Ausschluss f�llt, wenn Ziel und Funktion des ausl�ndischen Verfahrens insolvenzrechtlich sind. Entscheidend ist gem�ss BGE 140 III 320 (E. 9.4 S. 333 f.) die "Enge des Zusammenhangs", d.h. die Frage, ob f�r die Kl�gerin "absehbar" bzw. "klar" sein musste, dass die Auseinandersetzung �ber die Forderung im Kollokationsprozess stattfinden werde. Ob den Beschwerdef�hrern - aufgrund von Kenntnissen im Juli 2001 �ber die finanzielle Situation der Beschwerdegegnerinnen - eine "Absehbarkeit" bzw. "Klarheit" f�r ihre drei Monate vor der Bewilligung der Nachlassstundung eingeleitete Klage vorgehalten werden kann, ist hier nicht erheblich. Selbst wenn der belgische Prozess ein Lug�-Verfahren bleibt, heisst das nicht, dass das entsprechende Zivilverfahren bzw. -urteil den Kollokationsrichter bindet. Dies ergibt sich aus der Rechtsh�ngigkeit und der vis attractiva concursus (vgl. BGE 140 III 320 E. 8.3.2 S. 330, E. 9.4 S. 334). Darauf ist im Folgenden einzugehen.
5.3 Der Ausschluss der Kollokationsklage (Art. 250 SchKG) vom Anwendungsbereich des Lug� bedeutet zun�chst, dass das Institut der Rechtsh�ngigkeit keine Rolle spielt, wenn es um einen Rechtsstreit in einem anderen Vertragsstaat geht (vgl. RODRIGUEZ, Belgium vs. Switzerland on Airline Insolvencies - High noon at The Hague called off, in: International Insolvency Law Review [IILR]2011 S. 427; vgl. SIMONS, in: unalex Kommentar, Br�ssel BGE 141 III 382 S. 391I-Verordnung, 2012, N. 6 zu Art. 27). Am Ausschluss und damit an der generellen Nichtanwendbarkeit des Lug� - wie betreffend die Kollokationklage (Art. 250 SchKG) - �ndert nichts, falls sich vorfrageweise eine an sich dem Lug� unterstehende Rechtsfrage stellt (vgl. Urteil des EuGH vom 25. Juli 1991 C-190/89 Rich gegen Societ� Italiana Impianti, Randnr. 26; GAUDEMET-TALLON, a.a.O., Ziff. 50 a.E. S. 47 f.). Entsprechend ist in der Schweiz f�r die Frage, ob das ausl�ndische Verfahren ber�cksichtigt werden kann, schweizerisches Recht massgebend (RODRIGUEZ, a.a.O., S. 427, 429). Nach der (in E. 4) dargelegten Rechtsprechung des Bundesgerichts nimmt das Kollokationsverfahren unbeeinflusst von der Rechtsh�ngigkeit eines ausl�ndischen (Lug�-)Prozesses seinen Lauf.
5.4 Das Bundesgericht gibt in BGE 140 III 320 (E. 9.4 S. 334) dem schweizerischen Kollokationsverfahren den Vorrang auch mit Blick auf die vis attractiva concursus. Damit wird best�tigt, dass die H�ngigkeit des ausl�ndischen Prozesses weder die hoheitliche Kompetenz der schweizerischen Konkursverwaltung (Art. 245 SchKG) zu beschneiden, noch deren Kollokationsverf�gung der Anfechtung vor dem schweizerischen Kollokationsrichter zu entziehen vermag. F�r den Kollokationsstreit als betreibungsrechtliche Zwischenstreitigkeit in einem in der Schweiz durchgef�hrten Zwangsvollstreckungsverfahren sind alle in dessen Verlauf auftauchenden, mit ihm zusammenh�ngenden Rechtsfragen im Streitfall ausschliesslich von den in der Schweiz �rtlich zust�ndigen Beh�rden (Aufsichtsbeh�rden und Gerichte) zu beurteilen; die Anerkennbarkeit eines ausl�ndischen Urteils als Kollokationsurteil wurde verneint (BGE 135 III 127 E. 3.3.2, 3.3.3 S. 132 f. mit Hinweisen). Wenn das Bundesgericht zum Schluss gelangt ist, das in Belgien ergehende Urteil sei betreffend "Konkursforderungen in materieller Hinsicht f�r den schweizerischen Kollokationsrichter nicht verbindlich" (BGE 135 III 127 E. 3.3.4 S. 134), wurde - unabh�ngig von der Eigenschaft des belgischen Prozesses als Lug�-Verfahren - entschieden, dass das schweizerische Recht die Entscheidung im Rahmen des Verfahrens nach Art. 244 bis Art. 251 SchKG von den schweizerischen Beh�rden und Gerichten verlangt. Damit kommt zum Ausdruck, dass der Kollokationsplan und -prozess (Art. 250 SchKG) von der vis attractiva concursus gepr�gt ist (BGE 35 II 341 E. 2 S. 359, 360: "comme �tant de droit imp�ratif, ou d'ordre public").
5.5 Entgegen der Meinung der Beschwerdef�hrer verbietet das Lug� der Schweiz nicht, die Zust�ndigkeit f�r die Kollokationsklage an sich zu ziehen. BGE 141 III 382 S. 392
5.5.1 Die Konzentrierung s�mtlicher sich unmittelbar aus der Insolvenz ergebenden Klagen vor den Gerichten des Staates, welcher f�r die Er�ffnung des Insolvenzverfahrens zust�ndig ist, entspricht dem Zweck, die Effizienz des Insolvenzverfahrens zu verbessern und dieses zu beschleunigen. Dieses Prinzip (vis attractiva) ist in verschiedenen Rechtsordnungen sowie in der Rechtsprechung des EuGH anerkannt. Im Urteil des EuGH vom 12. Februar 2009 C-339/07 Seagon gegen Deko Marty Belgium NV (Randnr. 18 ff.) wurde entschieden, dass Art. 3 Abs. 1 EuInsVO nicht nur die direkte Zust�ndigkeit, sondern auch eine vis attractiva concursus f�r insolvenzrechtliche Annexverfahren vorsieht (vgl. BGE 140 III 320 E. 9.4 S. 334). Die Attraktivzust�ndigkeit in einem Mitgliedstaat gilt sogar ohne R�cksicht auf einen Gerichtsstand - wie Wohnsitz des Beklagten - in einem Lug�-Staat (Urteil des EuGH vom 16. Januar 2014 C-328/12 Schmid gegen Hertel, Randnr. 33).
5.5.2 Weiter regelt Art. 15 EuInsVO mit der Verweisung auf das Recht des Staates, in dem die Streitigkeit �ber einen Gegenstand oder ein Recht der Masse (d.h. allgemein "un droit dont le d�biteur est dessaisi") bereits anh�ngig ist, dass eine Attraktivzust�ndigkeit der Gerichte im Insolvenzstaat f�r bereits anh�ngige Klagen gerade verhindert wird (MOSS/FLETCHER/ISAACS, The EC Regulation on Insolvency Proceedings, 2. Aufl. 2009, Rz. 8.238, S. 298). Die EuInsVO schliesst sodann die Anerkennung von ausl�ndischen Annexentscheidungen ausdr�cklich mit ein (vgl. Art. 25 Abs. 1 Unterabsatz 2 EuInsVO).
5.5.3 Allein diese Regeln zeigen, dass f�r EU-Staaten mit der EuInsVO das Instrument besteht, von dessen Anwendungsbereich die insolvenzrechtlichen (Annex-)Verfahren aufgefangen werden. Die hier relevanten Fragen - Er�ffnung des Insolvenzverfahrens im einen Staat, Wirkung auf ein h�ngiges Verfahren im anderen Staat sowie Anerkennung der Annexentscheidung - werden von der EuInsVO erfasst. Die EuInsVO ist indes komplement�r zur EuGVVO (vgl. GAUDEMET-TALLON, a.a.O., Ziff. 44 S. 38). Im Verh�ltnis zur Schweiz besteht kein paralleles Instrument, sondern mit dem Lug� lediglich das Parallelinstrument zur EuGVVO. Das fehlende komplement�re Instrument kann indessen nicht durch das bestehende Instrument - das Lug� - ersetzt werden (vgl. bereits WALDER, in: Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, 4. Aufl. 1997/2001, Bd. III, S. 369, zum Koordinationsbedarf). Das Lug� selber stellt daher kein Hindernis dar, um �ber BGE 141 III 382 S. 393die Kollokation - Verf�gung und Klage - in der Schweiz als Staat der Insolvenzer�ffnung zu entscheiden, auch nicht bei einem bereits anh�ngigen Prozess gegen den Schuldner �ber eine zu kollozierende Forderung (vgl. RODRIGUEZ, a.a.O., S. 429, 430).
5.6 Das Bundesgericht hat in BGE 140 III 320 (E. 9.4 a.E. S. 334) festgehalten, dass die Konzentration "nicht so weit" gehe, dass "jedem h�ngigen Zivilprozesses mit Er�ffnung des Gesamtverfahrens die zust�ndigkeitsrechtliche Grundlage entzogen" oder "ausl�ndische Entscheidungen generell nicht mehr unter dem Lug� anerkannt und vollstreckt werden k�nnten, wenn ein Schuldner der Generalexekution unterliegt". Das obiter dictum kann Anlass zur Frage geben, ob ein ausl�ndisches Verfahren ber�cksichtigt werden k�nnte, falls das ausl�ndische Gericht Art. 207 SchKG anwenden w�rde.
5.6.1 Erfahrungsgem�ss wird sich der ausl�ndische Richter zwar kaum je dem schweizerischen Konkursrecht unterziehen (HIERHOLZER, a.a.O., N. 76 a.E. zu Art. 247 SchKG). Das Vorgehen gem�ss Art. 207 SchKG i.V.m. Art. 63 KOV (vgl. LORANDI, Grenz�berschreitende Aspekte in der Insolvenz - ausgew�hlte Fragen, in: Sanierung und Insolvenz von Unternehmen II, in: Sprecher [Hrsg.], 2012, S. 35) kann anders als in der Schweiz (vgl. BGE 133 III 377 E. 9 S. 386) auch nicht durchgesetzt werden. Es ist immerhin denkbar, dass ein ausl�ndisches Gericht den gegen den Schuldner laufenden Forderungsprozess bei Ausbruch eines Insolvenzverfahrens sistiert und die Koordination von h�ngigem Verfahren und Kollokation gem�ss Art. 207 SchKG und dem darauf beruhenden Art. 63 KOV (BGE 88 III 42 E. 1 S. 45) vornimmt (vgl. Urteil der Cour de cassation, Nr. 04-17326, vom 30. Oktober 2006, Ziff. 1, in: www.legifrance. gouv.fr, wonach mit Exequatur des schweizerischen Konkursdekrets in Frankreich grunds�tzlich die Wirkungen des schweizerischen Konkursrechts eintreten).
5.6.2 Im konkreten Fall wird indessen weder behauptet, noch gibt es Anhaltspunkte, noch l�sst sich BGE 133 III 386 - d.h. dem Entscheid �ber die Frage, ob die Forderung nur pro memoria vorzumerken sei - entnehmen, dass der umstrittene Prozess in Belgien wegen des schweizerischen Nachlassverfahrens sistiert wurde; aus BGE 135 III 127 (E. 3.3.2 S. 132, 133; ferner Urteil 4F_16/2014 vom 27. Februar 2015 E. 3.3.2) geht weiter hervor, dass der belgische Richter im betreffenden Prozess gerade keine Einstellung des Prozesses mit R�cksicht auf das schweizerische Konkursrecht BGE 141 III 382 S. 394 vorgenommen hat. Da es insoweit keine Rechtfertigung gab, eine blosse Vormerkung gem�ss Art. 63 KOV vorzunehmen (vgl. HIERHOLZER, a.a.O., N. 76 a.E. zu Art. 247 SchKG), besteht �berhaupt kein Grund, die Attraktivzust�ndigkeit des Kollokationsgerichts in der Schweiz f�r bereits anh�ngige Klagen zu beschr�nken. Einen Anlass, um den Kollokationsverf�gungen - welche Gegenstand des Kollokationsprozesses sind (BGE 35 II 341 E. 2 S. 359, 360) - nachtr�glich die Grundlage zu entziehen, gibt es nicht.
5.7 Nach dem Dargelegten hat die Vorinstanz - entgegen den Vorbringen der Beschwerdef�hrer - das Lug� nicht verletzt, wenn sie zum Schluss gelangt ist, im Kollokationsprozess sei das belgische Urteil nicht verbindlich; die R�ge einer Verletzung von Art. 33 Lug� (Anerkennung) oder Art. 37 Lug� (Sistierung) ist unbegr�ndet. Die L�cke des fehlenden - aber w�nschbaren - komplement�ren parallelen Instrumentes zur EuInsVO kann nicht durch das Lug� gef�llt werden.
6. Schliesslich l�sst sich weder aus dem Abkommen zwischen der Schweiz und Belgien �ber die Anerkennung und Vollstreckung von gerichtlichen Entscheidungen und Schiedsspr�chen vom 29. April 1959 (SR 0.276.191.721), sofern es im Lug�-Bereich �berhaupt anwendbar ist (KROPHOLLER/VAN HEIN, Europ�isches Zivilprozessrecht, 9. Aufl. 2011, Einleitung, N. 70), noch aus Art. 25 ff. IPRG eine Einschr�nkung der schweizerischen Kompetenzen im Kollokationsverfahren ableiten. Da das belgische Urteil nicht ber�cksichtigt werden muss, gehen die Vorbringen betreffend eine Ber�cksichtigung von Amtes wegen fehl; das Gleiche gilt f�r die Vorbringen, dass die Bestimmungen der ZPO betreffend Sistierung und R�ckweisung (vgl. Art. 126, Art. 318 Abs. 1 ZPO) verletzt worden seien. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer hat das Obergericht kein Urteil erlassen, welchem der zwingende Inhalt fehlt und welches daher die Beurteilung durch das Bundesgericht gar nicht erlaubt (Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG; BGE 135 II 145 E. 8.2 S. 153), oder welches den Begr�ndungsanforderungen nicht gen�gt und den Geh�rsanspruch der Beschwerdef�hrer verletzen w�rde (vgl. Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 138 I 232 E. 5.1 S. 237). Die R�ge einer unrichtigen Sachverhaltsfeststellung l�uft auf eine - unbegr�ndete - Kritik an der Rechtsauffassung der Vorinstanz hinaus. Dass die Abweisung der Kollokationsklage (unabh�ngig vom belgischen Urteil) rechtswidrig sei, wird schliesslich nicht begr�ndet.
140 III 320,
139 III 232 suite... ,
88 III 42,
Art. 247 SchKG suite... ,
Art. 37 Lug�,
Art. 126, Art. 318 Abs. 1 ZPO,