Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201990,%201623
Timestamp: 2020-04-05 19:10:01
Document Index: 192717729

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 68', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 11', 'BGH', 'BGH', '§ 11', 'BGH', 'BGH']

BGH, 05.07.1990 - VII ZR 26/89 - dejure.org
https://dejure.org/1990,389
BGH, 05.07.1990 - VII ZR 26/89 (https://dejure.org/1990,389)
BGH, Entscheidung vom 05.07.1990 - VII ZR 26/89 (https://dejure.org/1990,389)
BGH, Entscheidung vom 05. Juli 1990 - VII ZR 26/89 (https://dejure.org/1990,389)
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Bauherrenmodell - Treuhändersorgfaltspflicht - Veräußerungsvertrag - Öffentlich-rechtliche Nutzungsbeschränkung - Steuerberater - Hinweispflicht
Bauherrenmodell: Prüfungspflicht des Treuhänders; Hinweispflicht des Steuerberaters
Haftung des Treuhänders im Bauherrenmodell und Verjährungsfrist (IBR 1990, 619)
NJW 1990, 2464
VersR 1990, 1250
WM 1990, 1623
BB 1990, 1582
BB 1990, 2442
DB 1990, 1912
BauR 1990, 749
BauR 1991, 124
ZfBR 1990, 238
Diese für den Rechtsanwalt angenommene Sekundärhaftung wurde wegen des vergleichbaren Berufsbildes und einer ebenfalls dreijährigen Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche des Auftraggebers (vgl. § 68 StBerG a. F.) auf den Steuerberater übertragen (BGH, Urteil vom 20. Januar 1982 - IVa ZR 314/80, BGHZ 83, 17, und für den im Bauherrenmodell als Treuhänder tätigen Steuerberater: Urteil vom 5. Juli 1990 - VII ZR 26/89, Tz. 25, BauR 1990, 749 = ZfBR 1990, 238).
Eine derart grobe Pflichtverletzung kommt zumindest in solchen Bereichen in Betracht, für die der Vertragspartner aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit eigene Kompetenz beansprucht (vgl. BGH, Urteil vom 5. Juli 1990 - VII ZR 26/89, NJW 1990, 2464).
Die danach geltende dreijährige Verjährungsfrist war bei Klageerhebung jedenfalls deshalb noch nicht abgelaufen, weil der Beklagte es versäumt hat, die Kläger auf die geltende Verjährungsfrist hinzuweisen (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 5. Juli 1990 aaO).
Diese Bestimmung verstößt gegen § 11 Nr. 7 AGBG (vgl. BGH, Urteil vom 5. Juli 1990 aaO unter II 2).
Dieses Urteil hob der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 5. Juli 1990 - VII ZR 26/89 - WM 1990, 1623 - auf und verwies die Sache an das Oberlandesgericht zurück.
Dem Berufungsgericht ist entgegen der Annahme der Revision aber auch hinsichtlich der Ausführungen zur sog. Sekundärhaftung zu folgen (vgl. BGH, Urteil vom 5. Juli 1990 VII ZR 26/89 = WM 1990, 1623, 1624 f.).
Diese Regelung verstößt gegen § 11 Nr. 7 AGBG, weil sie eine generelle, vorsätzliches und grob fahrlässiges Verhalten der Treuhänderin einschließende Haftungsbegrenzung enthält und eine geltungserhaltende Reduktion auf den Fall leichter Fahrlässigkeit nicht in Betracht kommt (Senatsurteil vom 16. Januar 1991 - VIII ZR 14/90 unter I 1 d - zur Veröffentlichung bestimmt; vgl. auch BGH, Urteil vom 5. Juli 1990 - VII ZR 26/89 = WM 1990, 1623 unter II 2).
Er muß in diesem Fall prüfen, ob die tatsächlichen Nutzungsmöglichkeiten mit der vertraglich geschuldeten Leistung übereinstimmen (Senatsurteil vom 5. Juli 1990 - VII ZR 26/89 = WM 1990, 1623 = NJW 1990, 2464 = ZfBR 1990, 238 = BauR 1990, 749).
Hinsichtlich technischer Fragen ist der Treuhänder zur Prüfung und gegebenenfalls zur Betreuung seiner Treugeber, der Bauherren, jedoch dann verpflichtet, wenn sich während der Vertragsdurchführung im Einzelfall ein hinreichender Anlaß dafür ergibt (Senatsurteil vom 5. Juli 1990 - VII ZR 26/89 aaO.).
Denn es ging dabei nicht um finanztechnische oder steuerrechtliche Sachverhalte, sondern vielmehr betrafen diese Fragen den vertragsrechtlichenjuristischen Bereich, für den der Beklagte mit der Übernahme der Treuhandschaft als Rechtsanwalt einzustehen hatte (…vgl. BGH, NJW 1995, S. 1025 [1026]; NJW 1990, S. 2464).
OLG Köln, 09.08.1995 - 19 U 167/93
Unzulässige Änderung des Verwendungszwecks einer baulichen Anlage durch den …