Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Sachsen&Datum=10.01.2013&Aktenzeichen=L%208%20AS%20701/12
Timestamp: 2019-05-26 18:37:02
Document Index: 166008184

Matched Legal Cases: ['§ 172', '§ 197', '§ 197', '§ 197', '§ 197', '§ 197', '§ 197', '§ 197', '§ 192', '§ 127', '§ 172', '§ 127', '§ 73', '§ 172', '§ 103', '§ 21', '§ 567', '§ 11', '§ 104', '§ 11', '§ 197', '§ 73', '§ 121', '§ 103', '§ 21', '§ 567', '§ 11', '§ 104', '§ 11']

LSG Sachsen, 10.01.2013 - L 8 AS 701/12 B PKH - dejure.org
LSG Sachsen, 10.01.2013 - L 8 AS 701/12 B PKH
https://dejure.org/2013,457
LSG Sachsen, 10.01.2013 - L 8 AS 701/12 B PKH (https://dejure.org/2013,457)
LSG Sachsen, Entscheidung vom 10.01.2013 - L 8 AS 701/12 B PKH (https://dejure.org/2013,457)
LSG Sachsen, Entscheidung vom 10. Januar 2013 - L 8 AS 701/12 B PKH (https://dejure.org/2013,457)
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SG Chemnitz, 28.06.2012 - S 31 SF 501/12
NZS 2013, 472 (Ls.)
Der 8. Senat des Sächsischen LSG hat hierzu in seinem Beschluss vom 10.01.2013 - L 8 AS 701/12 B PKH ausgeführt: " ( ) § 172 Abs. 1 SGG eröffnet die Beschwerde gegen Beschlüsse des SG nur, soweit nichts anderes bestimmt ist.
Daher ist traditionell die ganz herrschende Ansicht in Rechtsprechung und Literatur davon ausgegangen, dass auch nur die Beteiligten des Hauptsacheverfahrens antragsberechtigt nach § 197 SGG sind (siehe nur Bayerisches LSG, Beschluss vom 23. September 1955 - B/J 92/55c - Breithaupt 1956, 558 ff.; Sächsisches LSG, Beschluss vom 10. Januar 2013 - L 8 AS 701/12 B PKH - JurBüro 2013, 258 ff. Rn. 29; Peters/Sautter/Wolff, SGG, Erl. zu § 197;… Leitherer in: Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, SGG, § 197 Rn. 4;… Lowe in: Hintz/Lowe, SGG, § 197 Rn. 5;… Wendt in: Rohwer-Kahlmann, SGG, § 197 Rn. 8;… Straßfeld in: Jansen, SGG, § 197 Rn. 6;… Münker in: Hennig, SGG, § 197 Rn. 4;… Gutzler in: Roos/Wahrendorf, SGG, § 192 Rn. 10; Gierke, SGb 2012, 141, 143 f.).
Dies entspricht auch der Interessenlage dieser Verfahren, die inhaltlich der Befriedigung des anwaltlichen Vergütungsanspruchs dienen (vgl. Sächsisches LSG, Beschluss vom 10. Januar 2013 - L 8 AS 701/12 B PKH - JurBüro 2013, 258 ff. Rn. 29).
Vielmehr haben der Prozessbevollmächtigte der Antragstellerin und der mit ihm in Bürogemeinschaft tätige Rechtsanwalt seit dem Wechsel der Zuständigkeit für Kostensachen in den entscheidenden Senat zum 16.07.2012 mehr als 310 Beschwerden in Konstellationen der vorliegenden Art beim Senat anhängig gemacht (Stand 13.03.2013), in denen der Senat ausführliche Hinweise zur Rechtslage erteilt (z.B. am 21.02.2013 im vom hiesigen Prozessbevollmächtigten vertretenen Verfahren L 8 AS 233/13 B KO) oder über die er bereits entschieden hat (vgl. stellvertretend den Senatsbeschluss vom 02.10.2012 - L 8 AS 727/12 B KO - juris RdNr. 11 auch mit Nachweisen zur gleichlautenden Rechtsprechung des vormals zuständigen 6. Senats des Sächsischen LSG; siehe auch den Senatsbeschluss vom 10.01.2013 - L 8 AS 701/12 B PKH - juris RdNr. 6).
Unabhängig von dieser erst nach Erlass des angefochtenen Beschlusses in Kraft getretenen Gesetzesänderung galt dieser Anwendungsausschluss von § 127 Abs. 2 Satz 2 ZPO nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats auch bereits vorher (vgl. etwa: Senatsbeschlüsse vom 26. November 2009 und 22. Dezember 2009 - L 11 B 2/07 SB sowie L 11 AL 70/09 B - jeweils mit ausführlicher Begründung; Beschlüsse vom 5. August 2011 - L 11 AS 175/11 B, 22. Januar 2013 - L 11 AS 1386/12 B und 22. November 2013 - L 11 AL 99/13 B;… ebenso: Leitherer in: Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, SGG, 10. Auflage 2012, § 172 Rn 6i mit umfangreichen weiteren Nachweisen; vgl. dagegen zur Gegenauffassung, die § 127 Abs. 2 Satz 2 ZPO auch im gerichtlichen Verfahren als anwendbar angesehen hat: Sächsisches Landessozialgericht, Beschluss vom 10. Januar 2013 - L 8 AS 701/12 B PKH, Rn 9 mit umfangreichen weiteren Nachweisen aus der Rechtsprechung - zitiert nach juris).
Die nach § 73a Abs. 1 Satz 1 SGG angeordnete entsprechende Anwendung im Sozialgerichtsprozess bedeutet dabei, dass die Prozesskostenhilfebeschwerde nach § 172 Abs. 1 SGG ausgeschlossen ist, wenn die Berufung in der Hauptsache nicht kraft Gesetzes eröffnet ist (vgl. hierzu ausführlich den Beschluss des 8. Senat des SächsLSG vom 10.01.2013 - L 8 AS 701/12 B PKH).
Gegen die Entscheidungen des Rechtspflegers nach § 103 ff. ZPO, § 21 Nr. 1 RPflG - die den Entscheidungen des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle im Sozialgerichtsprozess entsprechen (vgl. hierzu Senatsbeschluss vom 10.01.2013 - L 8 AS 701/12 B PKH - juris RdNr. 24) - findet je nach Höhe des Beschwerdewertes (§ 567 Abs. 2 ZPO) entweder die befristete Erinnerung (§ 11 Abs. 2 Satz 1 RPflG) oder die sofortige Beschwerde (§ 104 Abs. 3 Satz 1 ZPO, § 11 Abs. 1 RPflG) statt.
SG Chemnitz, 03.03.2016 - S 26 AL 162/14
Zulässigkeit einer gerichtlichen Überprüfung der angezeigten Bevollmächtigung …
So hat das Sächsische Landessozialgericht bei der Prüfung von Prozesskostenhilfe in Erinnerungsverfahren gegen Kostenfestsetzungen nach § 197 SGG die Voraussetzung der Erforderlichkeit der Vertretung durch einen Rechtsanwalt im Sinne von § 73 a Abs. 1 Satz 1 SGG i.V.m. § 121 Abs. 2 ZPO verneint, weil das Verfahren in erster Linie den Gebühreninteressen des Rechtsanwalts dient (vgl. SächsLSG, Beschluss vom 10.1.2013 - L 8 AS 701/12 B PKH; vgl. auch Prozesskostenhilfe-Beschluss der Kammer vom 4.3.2015 - S 26 AL 281/14).
Gegen die Entscheidungen des Rechtspflegers nach § 103 ff. ZPO , § 21 Nr. 1 RPflG - die den Entscheidungen des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle im Sozialgerichtsprozess entsprechen (vgl. hierzu Senatsbeschluss vom 10.01.2013 - L 8 AS 701/12 B PKH - juris RdNr. 24) - findet je nach Höhe des Beschwerdewertes ( § 567 Abs. 2 ZPO ) entweder die befristete Erinnerung ( § 11 Abs. 2 Satz 1 RPflG ) oder die sofortige Beschwerde ( § 104 Abs. 3 Satz 1 ZPO , § 11 Abs. 1 RPflG ) statt.