Source: http://sl.juris.de/cgi-bin/landesrecht.py?d=http://sl.juris.de/sl/gesamt/LTalKrFBFNatSchGebV_SL.htm
Timestamp: 2020-05-25 08:04:34
Document Index: 308010912

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 31', '§ 3', '§ 4', '§ 3', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 4', 'Art 1060', 'Art 1163', '§ 1']

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Leuktal, Krautfelsen und Bärenfels bei Orscholz“ (N 6404-302)
§§ 3 und 4 geändert durch Artikel 63 der Verordnung vom 5. November 2019 (Amtsbl. I S. 886)
(1) Das im Folgenden näher bestimmte Gebiet mit einer Größe von ca. 279 ha wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Es trägt die Bezeichnung Naturschutzgebiet „Leuktal, Krautfelsen und Bärenfels bei Orscholz“ (N 6404-302) und ist Teil des Netzes Natura 2000 ( § 31 Bundesnaturschutzgesetz ) als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung gemäß der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (ABl. L 206 vom 22.07.1992 S. 7) und als Europäisches Vogelschutzgebiet gemäß der Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (ABl. L 20 vom 26. Januar 2010 S. 7) in der jeweils geltenden Fassung.
Das Schutzgebiet liegt in der Gemeinde Mettlach, Gemarkungen Faha, Orscholz und Weiten sowie in der Gemeinde Perl, Gemarkungen Oberleuken und Kesslingen, westlich der Orte Orscholz und Weiten.
(2) Das Schutzgebiet ist in der anliegenden Übersichtskarte ,[2] die Bestandteil dieser Verordnung ist, durch schwarze Umrandung gekennzeichnet. Die flurstückgenaue Abgrenzung ist in Detailkarten 1 : 2.000 mit Flurstücknummern und Randsignatur, die ebenfalls Bestandteil dieser Verordnung sind, wiedergegeben. Diese Karten und der Verordnungstext werden im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz - Oberste Naturschutzbehörde -, Saarbrücken, verwahrt. Jeweils eine weitere Ausfertigung befindet sich bei der Gemeinde Mettlach und der Gemeinde Perl. Verordnungstext und Karten können bei den genannten Stellen eingesehen werden.
1093 Steinkrebs (Austropotamobius torrentium),
1324 Großes Mausohr (Myotis myotis),
und der Brut-, Rast- oder Zugvogelarten des Anhangs I der Vogelschutzrichtlinie und ihrer Lebensräume:
A 030 Schwarzstorch (Ciconia nigra)
A 238 Mittelspecht (Dendrocopus medius).
landwirtschaftliche Bodennutzung unter Beachtung des § 3 Absatz 2 und des § 4 Absätze 1 und 2 und zu diesem Zweck auch das Ausbringen von Pflanzen oder Tieren; von der landwirtschaftlichen Bodennutzung ausgenommen sind die in den Detailkarten gekennzeichneten Flächen des ehemaligen Naturschutzgebietes „Bärenfels“,
forstwirtschaftliche Bodennutzung unter Beachtung des § 3 Absätze 2 und 3 und des § 4 Absätze 1 und 2; von der forstwirtschaftlichen Bodennutzung ausgenommen sind die in den Detailkarten gekennzeichneten Flächen des ehemaligen Naturschutzgebietes „Bärenfels“,
Jagd und zu diesem Zweck auch die Errichtung von an die Landschaft angepassten Hochsitzen in einfacher Holzbauweise sowie die Unterhaltung bestehender Jagdschneisen und Wildäcker, die Anlage von Jagdschneisen auf Flächen ohne Lebensraumtypen und auf Flächen mit Lebensraumtypen, soweit der günstige Erhaltungszustand nicht beeinträchtigt wird;. § 3 Absatz 2 Nr. 4 bleibt unberührt,
Betreten des Waldes zum Zweck der Erholung und zur pfleglichen Entnahme von Pilzen, Kräutern und Beeren nicht besonders geschützter Arten in geringen Mengen zum persönlichen Gebrauch; hiervon ausgenommen sind die in den Detailkarten gekennzeichneten Flächen des ehemaligen Naturschutzgebietes „Bärenfels“,
fischereiliche Nutzung der Gewässer im bisherigen Umfang im Rahmen bestehender Nutzungsrechte und Pachtverträge unter Beachtung des § 3 Absatz 2 Nr. 2 und Nr. 6 und, soweit erforderlich, die zweckgebundene Beschilderung,
Arbeiten zur Unterhaltung von Gewässern in der Zeit vom 15. Juli bis 15. Oktober unter Beachtung des § 4 Absatz 2 Nr. 4. Die Arbeiten sind dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz spätestens vier Wochen vor Beginn anzuzeigen. Bei Gefahr im Verzug gelten die Fristen nicht.
auf Flächen mit dem Lebensraumtyp 3260 Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion,
die fischereiliche Nutzung der Gewässer im bisherigen Umfang im Rahmen bestehender Nutzungsrechte und Pachtverträge, einschließlich der zweckgebundenen Beschilderung; Besatzmaßnahmen, insbesondere zum nachhaltigen Aufbau und zur Stützung eines dem Gewässer entsprechenden natürlichen Fischbestandes, sind auf das erforderliche Maß zu beschränken und ein Besatz ist aus gesunden, den Verhältnissen im zum Fischbesatz vorgesehenen Gewässer möglichst nahestehenden Fischbeständen vorzunehmen.
bei Vorkommen der Art 1060 Großer Feuerfalter (Lycaena dispar)
bei Vorkommen der Art 1163 Groppe (Cottus gobio)
auf Flächen mit den Lebensraumtypen 9110 Hainsimsen-Buchenwald, 9130 Waldmeister-Buchenwald, 9160 Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald und 91E0 Erlen-, Eschen- und Weichholzauenwald die Bewirtschaftung unter Beachtung der Vorgaben des Absatzes 2 Nr. 4 sowie unter Beachtung folgender Maßgaben:
Flächen mit dem Lebensraumtyp 4030 Trockene europäische Heiden
Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung im Amtsblatt des Saarlandes in Kraft. Auf den in § 1 dieser Verordnung bezeichneten Flächen tritt gleichzeitig die Verordnung über die Naturschutzgebiete „Naturwaldzellen im Saarland“ (NSG-Nr. 99 „Bärenfels“) vom 28. Januar 2000 (Amtsbl. S. 470) sowie die Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Saarschleife und Leukbachtal“ im Kreis Merzig-Wadern vom 1. Dezember 1966 (Amtsbl. S. 153) in der jeweils geltenden Fassung außer Kraft.
Anlage zur Verordnung über das Naturschutzgebiet „Leuktal, Krautfelsen und Bärenfels bei Orscholz“ (N 6404-302)