Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=02.12.2009&Aktenzeichen=I%20ZR%2091/06
Timestamp: 2020-07-10 07:29:51
Document Index: 209874343

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 284', '§ 4', '§ 3', '§ 284', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 284', 'BGH', 'BGH', '§ 4', 'BGH']

BGH, 02.12.2009 - I ZR 91/06 - dejure.org
https://dejure.org/2009,6348
BGH, 02.12.2009 - I ZR 91/06 (https://dejure.org/2009,6348)
BGH, Entscheidung vom 02.12.2009 - I ZR 91/06 (https://dejure.org/2009,6348)
BGH, Entscheidung vom 02. Dezember 2009 - I ZR 91/06 (https://dejure.org/2009,6348)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2009,6348) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Anspruch auf Unterlassen gegen ausländische Gesellschaften zum Betreiben einer Internetseite mit dem Angebot u.a. zur Teilnahme an der Sportwette ODDSET ohne eine Erlaubnis einer deutschen Behörde; Annahme einer Wiederholungsgefahr bei Verneinung eines ...
StGB § 284; UWG § 4 Nr. 11
Rechtswidrig veranstaltetes Glücksspiel
Vermittlung von Online-Sportwetten im Jahr 2005 nicht unlauter
Im Jahr 2004 war Anbieten von Online-Sportwetten nicht wettbewerbswidrig
LG Köln, 06.10.2005 - 31 O 206/05
OLG Köln, 28.04.2006 - 6 U 187/05
bb) Die Beklagte zu 1 hat daher mit ihrem Angebot von Sportwetten in der Zeit vor dem 28. März 2006 auch nicht unlauter i.S.v. §§ 3, 4 Nr. 11 UWG i.V.m. § 284 StGB gehandelt (…vgl. für die Rechtslage in Bayern BGHZ 175, 238 Rn. 15 ff. - ODDSET; für Nordrhein-Westfalen BGH, Urteil vom 2. Dezember 2009 - I ZR 91/06 Rn. 14).
b) Die Beklagten haben daher mit ihrem Angebot von Sportwetten in der Zeit vor dem 28. März 2006 auch nicht unlauter i.S.v. §§ 3, 4 Nr. 11 UWG i.V.m. § 284 StGB gehandelt (…vgl. für die Rechtslage in Bayern BGHZ 175, 238 Rn. 15 ff. - ODDSET; für Nordrhein-Westfalen BGH, Urteil vom 2. Dezember 2009 - I ZR 91/06 Rn. 14).
Die Beurteilung hat von der 2008 geänderten Fassung des UWG als dem zum Zeitpunkt der Entscheidung geltenden Recht auszugehen; soweit die streitgegenständliche (Dauer-) Handlung teilweise schon vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung begangen wurde, wirkt sich das nicht aus, zumal die für die wettbewerbsrechtliche Bewertung maßgebliche Vorschrift des § 4 Nr. 11 UWG durch die mit der Novelle erfolgte Umsetzung der (UGP-) Richtlinie 2005/29/EG, die keinen vergleichbaren Unlauterkeitstatbestand kennt, insoweit für den Glücksspielbereich keine Änderung erfahren hat (BGH, Urteile vom 02.12.2009 - I ZR 77/06 und I ZR 91/06 [jeweils Rn. 11]).