Source: http://bravors.brandenburg.de/verordnungen/nsgloeptenerfenne_2016
Timestamp: 2018-01-22 12:21:37
Document Index: 196693807

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 11', '§ 4', '§ 29']

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Löptener Fenne-Wustrickwiesen“
(GVBl.II/98, [Nr. 15], S.374)
geändert durch Artikel 11 der Verordnung vom 10. Juni 2016
Die in § 2 dieser Verordnung näher bezeichneten Flächen in den Gemeinden Groß Köris, Klein Köris, Löpten und Schwerin im Landkreis Dahme-Spreewald werden als Naturschutzgebiet festgesetzt. Das Naturschutzgebiet trägt die Bezeichnung "Löptener Fenne-Wustrickwiesen".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 217 Hektar. Es umfaßt folgende Flächen in den Gemarkungen
Groß Köris Flur 1 Flurstücke 901/3, 902/2, 903/2, 904/3, 905/3, 908-913, 919-922, 932-941, 942/2, 948-958, 962-988, 997/2, 998/2; 999/2, 1001, 1002/2, 1004/2, 1005/2, 1006, 1007/2, 3, 4, 1015, 1021/3, 877 (anteilig, Südbucht des Großen Moddersees), 897 (anteilig, nur Holzung), 905/4 (anteilig, nur an 905/3 angrenzender Teil des Grabens), 907 (anteilig, Ostteil des Flurstücks), 945 (anteilig, Ostteil des Flurstücks), 1023, 1024, 1026-1030, 1031/3, 1039, 1040, 1041/2 (anteilig, nur die Bruchwald- und Röhrichtstreifen am Südrand der Flurstücke);
Klein Köris Flur 5 Flurstücke 84-99, 100 (nur Nordostrand des Flurstücks); Flur 6 Flurstücke 2, 3, 4/1, 5/3, 5/4, 18-20, 5/2 (anteilig, ohne östlichen Teil);
Löpten Flur 2 Flurstück 203-217, 218 anteilig (Südwestteil, begrenzt durch die Wege), 220-228, 231, 232;
Flur 3 Flurstücke 137/1, 137/2, 138, 139, 140/1, 140/2, 141/2, 142, 143/1, 144, 145/2, 145/3, 146, 157-160, 164/2, 164/3, 164/4, 168-170, 171/1, 178, 179, 180/1, 180/4, 180/5, 180/6, 181/1, 182, 187/1, 188, 189/1, 189/2, 190, 191, 192/1, 197/1, 199/2-199/5, 201/1, 201/2, 202-205, 206/1, 206/2, 207-213, 215-218, 272/6 (anteilig, unmittelbar westlich der Bahnlinie);
Schwerin Flur 2 Flurstücke 159-163, 168-187, 190-216.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den in Anlage 2 dieser Verordnung aufgeführten Karten mit ununterbrochener Linie eingezeichnet; als Grenze gilt der innere Rand dieser Linie. Die in Anlage 2 Nummer 1 aufgeführten vier topografischen Karten im Maßstab 1 : 10 000 ermöglichen die Verortung im Gelände. Maßgeblich für den Grenzverlauf ist die Einzeichnung in den in Anlage 2 Nummer 2 aufgeführten sechs Flurkarten.
als Standort seltener, in ihrem Bestand bedrohter wild wachsender Pflanzengesellschaften, insbesondere des naturnahen Fließgewässersystems mit den gut ausgebildeten Uferpflanzen- und Tauchblattgesellschaften, Schwimmblattgesellschaften und Uferröhrichten der Südbucht des Großen Moddersees, den verschiedenen, die Niederungen besiedelnden Erlen- und Weidenbrüchen, den Feuchtwiesengesellschaften, Seggenrieden und großflächigen Röhrichten, den aktiven Flachmoorbereichen, den an den Niederungsrändern typischen Trockenrasen- und anderen wärmeliebenden Saumbiotopen;
als Lebensraum bestandsbedrohter Tierarten, insbesondere semiaquatischer Säugetiere, sowie als Brut- und Nahrungsgebiet für zahlreiche, an reich strukturierte und großflächige Feuchtgebiete gebundene Vogelarten, sowie an das Vorhandensein von Feuchtlebensräumen und offene Trockenrasengesellschaften gebundene Insekten (Großschmetterlinge);
aus ökologischen Gründen zum Erhalt und zur Renaturierung von durch Übernutzung oder Nutzungsaufgabe gefährdeten oder zerstörten Feuchtwiesenstandorten sowie zum Erhalt eines ökologischen Ausgleichspotentials in dem durch zunehmenden Siedlungsdruck geprägten Gebiet.
(2) Die Unterschutzstellung dient der Erhaltung und Entwicklung des Gebietes von gemeinschaftlicher Bedeutung „Löptener Fenne-Wustrickwiesen“ (§ 7 Absatz 1 Nummer 6 des Bundesnaturschutzgesetzes) mit seinen Vorkommen von
Natürlichen eutrophen Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions, Flüssen der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion, Pfeifengraswiesen auf kalkreichem Boden, torfigen und tonig-schluffigen Böden (Molinion caeruleae), Feuchten Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe, Mageren Flachland-Mähwiesen (Alopecurus pratensis, Sanguisorba officinalis) und Mitteleuropäischen Flechten-Kiefernwäldern als natürlichen Lebensraumtypen von gemeinschaftlichem Interesse im Sinne von § 7 Absatz 1 Nummer 4 des Bundesnaturschutzgesetzes;
Trockenen, kalkreichen Sandrasen, Moorwäldern und Auen-Wäldern mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) als prioritären natürlichen Lebensraumtypen im Sinne von § 7 Absatz 1 Nummer 5 des Bundesnaturschutzgesetzes;
Fischotter (Lutra lutra), Rapfen (Aspius aspius), Bitterling (Rhodeus amarus), Großer Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis), Großem Feuerfalter (Lycaena dispar) als Arten von gemeinschaftlichem Interesse im Sinne von § 7 Absatz 2 Nummer 10 des Bundesnaturschutzgesetzes, einschließlich ihrer für Fortpflanzung, Ernährung, Wanderung und Überwinterung wichtigen Lebensräume.
außerhalb der Bundeswasserstraße Wasserfahrzeuge aller Art, einschließlich Luftmatratzen zu benutzen;
außerhalb der Bundeswasserstraße zu baden, zu tauchen oder Eisflächen zu betreten oder zu befahren;
Be- oder Entwässerungsmaßnahmen über den bisherigen Umfang hinaus durchzuführen, Gewässer jeder Art entgegen dem Schutzzeck zu verändern oder in anderer Weise den Wasserhaushalt des Gebietes zu beeinträchtigen;
Kirrungen auf nährstoffarmen Standorten (Moorböden, Trockenrasen) anzulegen.
die im Sinne des § 11 Abs. 4 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße fischereiwirtschaftliche Flächennutzung und Angelfischerei mit der Maßgabe, daß Fanggeräte und Fangmittel so einzusetzen oder auszustatten sind, daß ein Einschwimmen und eine Gefährdung des Fischotters weitgehend ausgeschlossen ist, und die Elektrofischerei im Einvernehmen mit der zuständigen Fischereibehörde und der unteren Naturschutzbehörde erfolgt;
die rechtmäßige Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß § 4 Abs. 2 Nr. 25 gilt;
(1) Der Erlaß von Behandlungsrichtlinien zur Verwirklichung des Schutzzweckes und die Duldung von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege richten sich nach den §§ 29, 68 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes.
Potsdam, den 30. März 1998
Titel: Topografische Karte zur Verordnung über das Naturschutzgebiet „Löptener Fenne“
3847- NO unterzeichnet am 25. Mai 1998 von der Bearbeiterin Frau Ludwig, Siegelnummer 9 des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung (MUNR)
3847- SO unterzeichnet am 25. Mai 1998 von der Bearbeiterin Frau Ludwig, Siegelnummer 9 des MUNR
3848- NW unterzeichnet am 25. Mai 1998 von der Bearbeiterin Frau Ludwig, Siegelnummer 9 des MUNR
3848- SW unterzeichnet am 25. Mai 1998 von der Bearbeiterin Frau Ludwig, Siegelnummer 9 des MUNR
Titel: Flurkarte zur Verordnung über das Naturschutzgebiet „Löptener Fenne“
Groß Köris 1 3 000 unterzeichnet am 25. Mai 1998 von der Bearbeiterin Frau Ludwig, Siegelnummer 9 des MUNR
Klein Köris 5 5 000 unterzeichnet am 25. Mai 1998 von der Bearbeiterin Frau Ludwig, Siegelnummer 9 des MUNR
Klein Köris 6 2 500 unterzeichnet am 25. Mai 1998 von der Bearbeiterin Frau Ludwig, Siegelnummer 9 des MUNR
Löpten 2 3 000 unterzeichnet am 25. Mai 1998 von der Bearbeiterin Frau Ludwig, Siegelnummer 9 des MUNR
Löpten 3 3 000 unterzeichnet am 25. Mai 1998 von der Bearbeiterin Frau Ludwig, Siegelnummer 9 des MUNR
Schwerin 2 2 500 unterzeichnet am 25. Mai 1998 von der Bearbeiterin Frau Ludwig, Siegelnummer 9 des MUNR