Source: http://www.jurablogs.com/2011/09/06/persoenliches-erscheinen-1
Timestamp: 2018-02-19 18:15:50
Document Index: 383405711

Matched Legal Cases: ['§ 141', '§ 85', '§ 141', '§ 381', '§ 141', '§ 141', 'BGH', '§ 141', '§ 38', '§ 141', 'BGH', '§ 141']

Für die Frage, ob das Fernbleiben einer Partei, deren persönliches Erscheinen im Termin nach § 141 ZPO angeordnet ist, genügend entschuldigt ist, kommt es nicht auf ein Verschulden ihres Prozessbevollmächtigten an; die Vorschrift des § 85 Abs. 2 ZPO findet insoweit keine Anwendung.
Da ein Ordnungsgeld nur festgesetzt werden kann, wenn das unentschuldigte Ausbleiben einer Partei die Sachaufklärung erschwert und dadurch den Prozess verzögert, scheidet die Verhängung eines Ordnungsgeldes nach § 141 Abs. 3 Satz 1, § 381 ZPO aus, falls eine gütliche Beilegung der Auseinandersetzung scheitert und die Erledigung des Rechtsstreits eine Beweisaufnahme in einem gesonderten Termin erfordert.
Die Vorschrift des § 141 Abs. 3 Satz 1 ZPO gestattet die Festsetzung eines Ordnungsgelds, wenn eine nach § 141 Abs. 2 ZPO ordnungsgemäß geladene Partei im Termin trotz richterlicher Anordnung nicht erscheint. Zweck der Vorschrift ist nicht, eine vermeintliche Missachtung des Gerichts zu ahnden, sondern die Aufklärung des Sachverhalts zu fördern. Ein Ordnungsgeld kann daher nur festgesetzt werden, wenn das unentschuldigte Ausbleiben der Partei die Sachaufklärung erschwert und dadurch den Prozess verzögert.
Die Anordnung des persönlichen Erscheinens einer Partei und die Verhängung eines Ordnungsgeldes stehen im Ermessen des Gerichts. Sie sind daher nur nach Abwägung sämtlicher Umstände des Einzelfalls zulässig. Die Androhung und Verhängung eines Ordnungsgelds darf zudem nicht dazu verwendet werden, einen Vergleichsabschluss zu erzwingen.
Im hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall hat das Landgericht bei der Festsetzung der Ordnungsgelder nicht berücksichtigt, dass das Nichterscheinen der Parteien im Verhandlungstermin am 19.01.2009 nicht zu einer Erschwerung oder Verzögerung der Sachverhaltsaufklärung und auch nicht zu einer späteren umfassenden Erledigung des Rechtsstreits geführt hat ...
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Anordnung des persönlichen Erscheinens und das Ordnungsgeld nach Klagerücknahme
Die im Termin nicht erschienene Partei – und kein Ordnungsgeld
BAG: Keine Ordnungsgeld, wenn geladene Partei zum Gerichtstermin nicht erscheint, wenn der Rechtsstreit zu diesem Zeitpunkt entscheidungsreif ist
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BAG: kein Ordnungsgeld gegen nicht erschienene Partei, deren persönliches Erscheinen angeordnet wurde, wenn Termin entscheidungsreif ist
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Veröffentlicht September 6, 2011 4:50am im Blog Rechtslupe.
Zivilrecht, Bundesgerichtshof, Zivilprozess, Ordnungsgeld, Persönliches Erscheinen
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