Source: https://www.wko.at/service/kollektivvertrag/KV-ArbeiterInnen-Friseurgewerbe-2016.html
Timestamp: 2019-09-18 05:25:02
Document Index: 43369336

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 20', '§ 7', '§ 7', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 14', '§ 14', '§ 14']

Kollektivvertrag für ArbeiterInnen im Friseurgewerbe gültig ab 1.4.2016 - WKO.at
Kollektivvertrag für ArbeiterInnen im Friseurgewerbe gültig ab 1.4.2016
inkl. der Lohntafeln 2017
§ 19 Begünstigungsklausel
§ 20 Außerkrafttreten bestehender Kollektivverträge
1. Dieser Kollektivvertrag tritt am 1. April 2016 in Kraft und wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.
15. Wird die Wochenarbeitszeit regelmäßig auf vier oder weniger Tage verteilt, kann die tägliche Normalarbeitszeit (ausgenommen Jugendliche) auf zehn Stunden ausgedehnt werden. Durch Betriebsvereinbarung kann zugelassen werden, dass die Arbeitszeit an den Arbeitstagen durch die Leistung von Überstunden auf 12 Stunden ausgedehnt wird; in Betrieben ohne Betriebsrat nur, wenn die arbeitsmedizinische Unbedenklichkeit analog den Bestimmungen des § 7 Abs. 4a AZG festgestellt wurde.
16. Bei Teilzeitbeschäftigten (ausgenommen Jugendliche) kann die tägliche Normalarbeitszeit nur dann auf zehn Stunden ausgedehnt werden, wenn aufgrund der wöchentlichen Arbeitszeitverteilung die tägliche Normalarbeitszeit an jedem Tag mindestens sechs Stunden beträgt. Durch Mehrarbeit kann auf 12 Stunden (§ 7 Abs. 4a AZG) ausgedehnt werden, jedoch wird ab der zehnten Stunde mit dem Überstundenzuschlag entlohnt.
21. Außerdem werden der Arbeitnehmerin/dem Arbeitnehmer für diese Fahrten der Mehraufwand für die Fahrtkosten des tarifgünstigsten (öffentlichen bzw. privaten) Verkehrsmittels als Aufwandsentschädigung vom Betrieb bzw. vom Wohnort zu dieser Arbeitsstelle und zurück vergütet, sofern der Transfer nicht durch firmeneigene Fahrzeuge erfolgt.
1. Als Überstunde gilt jede ausdrücklich angeordnete Arbeitsstunde, durch die das Ausmaß der auf Basis der jeweiligen kollektivvertraglichen Normalarbeitszeit (§ 4 Abs. 1) und unter Berücksichtigung der Bestimmungen des § 4 festgelegten täglichen Arbeitszeit überschritten wird.
3. Bei anderer Verteilung der Normalarbeitszeit im Sinne des § 5 liegen Überstunden erst dann vor, wenn die auf Grund der anderen Verteilung der Normalarbeitszeit auf die einzelnen Wochen vereinbarte tägliche Normalarbeitszeit überschritten wird.
1. Bei Sonn- und Feiertagsarbeit sind die Bestimmungen des Arbeitsruhegesetzes - ARG (BGBl. Nr. 144/83 in der jeweils geltenden Fassung, der Arbeitsruhegesetz-Verordnung (Ausnahmekatalog, Artikel XVI Dienstleistungen, Ziffer 6, Friseure - BGBl Nr.1984/149 in der jeweils geltenden Fassung)), sowie des KJBG anzuwenden.
b) Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber, die ihre Betriebe am 8. Dezember offen halten und Arbeitsleistungen im Sinne des Abs. 5a in Anspruch nehmen wollen, haben dies bis spätestens vier Wochen vor der geplanten Öffnung der Arbeitnehmerin/dem Arbeitnehmer schriftlich mitzuteilen.
5. Die erste Karenz im Sinne des Mutterschutzgesetzes (MSchG) bzw. Väter-Karenzgesetzes (VKG) im bestehenden Arbeitsverhältnis, sowie die Sterbebegleitung (Hospizkarenz) für nahe Angehörige (§ 14a Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz –AVRAG), die Begleitung von schwerstkranken Kindern (§ 14b AVRAG), sowie die Pflegekarenz (§ 14c AVRAG) werden für die Bemessung der Kündigungsfrist, die Dauer der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (Unglücksfall), sowie das Urlaubsausmaß bis zum Höchstausmaß von 16 Monaten, sowie im Höchstausmaß von 10 Monaten als Jahr der Berufstätigkeit angerechnet.
8. Die Anrechnung für Abs. 5 gilt für Karenzen die ab 1.1.2016 oder später begonnen haben.
2. Wird von der Arbeitgeberin/vom Arbeitgeber von den Arbeitnehmer-innen/Arbeitnehmern keine besondere Arbeitskleidung verlangt, so ist den Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern auf Kosten der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers entsprechende Schutzkleidung (z.B. Arbeitsmäntel oder Schürzen) zur Verfügung zu stellen. Die Bestimmungen des Arbeitnehmerschutzgesetzes (ASchG) sind einzuhalten.
Für den Urlaub der Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer gelten die Bestimmungen des Bundesgesetzes betreffend die Vereinheitlichung des Urlaubsrechtes und die Einführung einer Pflegefreistellung vom 7. Juli 1976, BGBl .Nr. 390/1976/, in der jeweils geltenden Fassung.
3. Der Urlaubszuschuss ist mit der Junilohnauszahlung (spätestens 30.Juni) auszuzahlen. Die Auszahlung der Weihnachtsremuneration erfolgt mit der Novemberlohnauszahlung (spätestens 30. November).
4. Abweichend von Abs. 3. ist eine quartalsweise Auszahlung in vier gleichen Teilen möglich. Die Auszahlung erfolgt jeweils mit der Lohnauszahlung zum 31. März, 30. Juni, 30. September und 30. November. Diese Auszahlungsvariante muss schriftlich im Arbeitsvertrag vereinbart sein. Bei bestehenden Arbeitsverhältnissen ist die Änderung von Berechnung und Auszahlungsmodus durch schriftliche Vereinbarung mit den Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern zu treffen.
1.... Beim Tode der Ehegattin/des Ehegattens oder der/des eingetragenen Partnerin/Partners bzw. der Lebensgefährtin/des Lebensgefährten, wenn sie/er mit der Arbeitnehmerin/dem Arbeitnehmer zum Zeitpunkt des Todes im gemeinsamen Haushalt lebte. Ebenso bei Tod eines Elternteiles (Stief-, Pflege- oder Adoptiveltern), der Kinder (Stief-, Pflege- oder Adoptivkinder), sowie der Geschwister – 3 Arbeitstage
2. beim Tode von Schwiegereltern und Großeltern – 1 Arbeitstag
3. bei eigener Eheschließung oder Eintragung der Partnerschaft – 2 Arbeitstage
4. bei Wohnungswechsel im Falle eines bereits bestehenden eigenen Haushalts oder im Falle der Gründung eines eigenen Haushalts (maximal einmal pro Arbeitsjahr) – 2 Arbeitstage
5. Bei Teilnahme an der Hochzeit der Kinder (Stief-, Pflege- oder Adoptivkinder) und Geschwister, sofern diese auf einen Arbeitstag fällt – 1 Arbeitstag.
6. Bei Entbindung der Ehefrau (Lebensgefährtin) bzw. der eingetragenen Partnerin im Sinne des EPG – 2 Arbeitstage.
7. Die Arbeitnehmerin/Der Arbeitnehmer hat bis zur Höchstdauer ihrer/seiner wöchentlichen Normalarbeitszeit innerhalb eines Arbeitsjahres Anspruch auf Weiterzahlung des Entgeltes bei Besuch eines Arztes (Ambulatorium), sofern der Besuch nur während der Arbeitszeit erfolgen kann, sowie bei Vorladungen zu Gericht, Behörden und Ämtern (ausgenommen als Beschuldigte/Beschuldigter) unter Beibringung der Ladung, sofern keine Entschädigung von Gericht oder Behörde bezahlt wird.
3. Die Arbeitnehmerin/Der Arbeitnehmer hat bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf Ausstellung eines Zeugnisses, das über Dauer, Art und Umfang ihrer/seiner Tätigkeit Auskunft gibt.
4. Im Falle der Kündigung durch die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber hat diese/dieser, auf Verlangen während der Kündigungsfrist der Arbeitnehmerin/des Arbeitnehmers, der Arbeitnehmerin/dem Arbeitnehmer 1/5 der vereinbarten wöchentlichen Normalarbeitszeit pro Woche unter Fortzahlung des Entgeltes freizugeben.
Wien, am 29.02.2016
Wolfgang Eder Mag. Jakob Wild
Susanne Skriwanek Ursula Woditschka
Verhandlungsleiterin Fachbereichssekretärin
Lohntafel im Friseurgewerbe gültig ab 1.4.2016 PDF
Netto-Löhne im Friseurgewerbe gültig ab 1.4.2016 PDF
Lohntafel im Friseurgewerbe gültig ab 1.5.2017 (im Anhang A sind die Lohngruppen für den Zeitraum 1.4.2018 bis 31.3.2021 vereinbart / Lehrlingsentschädigungen gültig bis 31.3.2018) PDF
Netto-Löhne im Friseurgewerbe gültig ab 1.5.2017 PDF