Source: https://coachingverband.org/zertifizierungsordnung/
Timestamp: 2019-08-22 09:23:24
Document Index: 143588008

Matched Legal Cases: ['§2', '§3', '§4', '§6', '§7', '§8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13']

Zertifizierungsordnung | Coachingverband
(Als PDF-Datei herunterladen: Zertifizierungsordnung)
Die Zertifizierung im Deutschen Coaching Verband e. V. (DCV) erfolgt gemäß dieser
Zertifizierungsordnung und dient dem Nachweis der professionellen Kompetenz.
Durch das Zertifizierungsverfahren wird festgestellt, ob die erforderlichen Qualifikationen und
Voraussetzungen auf Seiten des Antragstellers/der Antragstellerin vorhanden sind.
§2 Aufgaben der Zertifizierungskommission
Zuständig für die Durchführung des Zertifizierungsverfahrens ist die Zertifizierungskommission
des Deutschen Coaching Verbandes e. V. (DCV) gemäß der Satzung des Verbandes.
Es gelten die in der Satzung dargestellten Vorschriften für die Arbeit der
Zertifizierungskommission.
Die Zertifizierungskommission zertifiziert auf Basis der qualitativen und quantitativen Anforderungen der Zertifizierungsordnung bzw. lässt entsprechend zur Zertifizierung zu. Die Mitglieder sind dabei gehalten, die Erfüllung der Zertifizierungskriterien im Gesamtkontext zu würdigen und können im begründeten Einzelfall von einzelnen nicht erfüllten Kriterien absehen, sofern das Niveau der jeweiligen Zertifizierungsstufe insgesamt gewahrt bleibt. Die Entscheidungskompetenz liegt dabei bei der Zertifizierungskommission. Abweichungen sind zu begründen und zu dokumentieren.
Erfüllt ein Bewerber die formalen Anforderungen nach Aktenlage zwar weitgehend aber nicht vollumfänglich, leitet die Geschäftsstelle den Vorgang zunächst an die Zertifizierungskommission weiter. Die Zertifizierungskommission entscheidet, ob die Person – unter Verweis auf teilweise nicht vollständige Erfüllung formaler Anforderungen – dennoch zum Zertifizierungsgespräch eingeladen werden kann oder ob die Abweichung zu groß ist. Im Falle einer Einladung prüft die Zertifizierungskommission im Rahmen des Zertifizierungsgespräches, ob fehlende formale Anforderungen durch anderweitig erbrachte Leistungen kompensiert werden können, folgt an sich aber dem regelhaften Ablauf des Zertifizierungsgesprächs.
§3 Zertifizierungsstufen
Für Coachs werden folgende Zertifizierungsstufen unterschieden:
„Coach (DCV)“
„Seniorcoach (DCV)“
Für ausbildende Coachs erfolgt zusätzlich die Zertifizierung als „Lehrcoach (DCV)“.
Für Ausbildungsinstitute für Coachs lautet die Zertifizierung „Ausbildungsinstitut (DCV)“
Für Coachingausbildungen lautet die Zertifizierung auf „Coachingausbildung (DCV)“.
§4 Voraussetzungen der Zertifizierung
Voraussetzung für die Zertifizierung ist in jedem Fall die Mitgliedschaft des Antragstellers/der
Antragstellerin im Deutschen Coaching Verband e. V. (DCV). Der Antrag auf Zertifizierung muss in
eigener Sache gestellt werden.
Für die Zulassung zur Zertifizierung als Coach, Seniorcoach oder Lehrcoach sowie für die
Zertifizierung eines Ausbildungsinstitutes oder einer Ausbildung sind bestimmt formale
Voraussetzungen zu erfüllen, die im Anhang (Abschnitt 2 – 6) entsprechend dargelegt sind.
Für das Zertifizierungsverfahren wird eine Gebühr erhoben. Die Höhe wird in der Finanzordnung
Die Zertifizierungsgebühren werden in zwei Stufen erhoben. Der erste Teil von 40 % fällt mit der
Einreichung der ersten Unterlagen für die formale Prüfung an. Der zweite Teil von 60 % fällt mit der
Mitteilung des Zertifizierungstermins an.
Die Gebühr ist eine pauschale Aufwandsentschädigung und ist unabhängig vom Ausgang des
Zertifizierungsverfahrens und vom tatsächlichen Aufwand fällig. Eine Rückerstattung (z.B. bei
Nichtbestehen des Zertifizierungsverfahrens oder bei Rücknahme des Antrages durch den
Antragsteller/die Antragstellerin) ist daher grundsätzlich ausgeschlossen.
§6 Ablauf des Zertifizierungsverfahrens
Der Antrag auf Zertifizierung ist auf dem entsprechenden Formular an die Geschäftsstelle zu
richten. Die für die jeweilige Zertifizierung erforderlichen Nachweise sind dem Antrag beizufügen
und den einzelnen Anforderungskriterien eindeutig zuzuordnen.
Die Geschäftsstelle prüft den Antrag und die beigefügten Nachweise auf Vollständigkeit. Der
Antrag wird zur Bearbeitung an die Zertifizierungskommission weitergeleitet, sobald alle
erforderlichen Nachweise vollständig vorliegen.ie Zertifizierungskommission prüft alle Nach-weise
und lädt, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, den Antragsteller/die Antragstellerin zum
Zertifizierungsgespräch, sowie gegebenenfalls zur Lehrprobe (für Lehrcoachs) ein.
Die Beteiligung eines Kommissionsmitglieds an der Zertifizierung eines Antragstellers/einer
Antragstellerin, der/die zu dem jeweiligen Kommissionsmitglied in einer engeren geschäftlichen
oder privaten Beziehung oder einem Abhängigkeitsverhältnis steht, in der Vergangenheit stand
oder in Zukunft zu stehen beabsichtigt, ist ausgeschlossen.
§7 Coachingkonzept
Für die Zertifizierung als „Coach (DCV)“/„Seniorcoach (DCV)“/„Lehrcoach (DCV)“ ist vom
Antragsteller/von der Antragstellerin ein Coachingkonzept vorzulegen. Die
Zertifizierungskommission prüft, ob dieses Konzept die erforderliche Professionalität erkennen
lässt und ob die dargestellte Arbeitsweise des Coachs den Ethikrichtlinien des DCV entspricht. Sie
kann dabei die vom Antragsteller/von der Antragstellerin angegebenen Referenzkunden
kontaktieren und sich von diesen die Richtigkeit der Angaben bestätigen lassen.
§8 Ausbildungskonzept
Für die Zertifizierung einer Ausbildung ist vom Antragsteller/von der Antragstellerin ein
Ausbildungskonzept vorzulegen. Die Zertifizierungskommission prüft, ob dieses Konzept unter
inhaltlichen, methodischen und didaktischen Gesichtspunkten geeignet erscheint, die
Teilnehmer/Teilnehmerinnen der Ausbildung angemessen auf eine berufliche Tätigkeit als Coach
im Sinne dieser Zertifizierungsrichtlinie vorzubereiten. Sie kann dabei auch einen Einblick in
Trainerleitfäden und Teilnehmerunterlagen fordern.
§ 9 Zertifizierungsgespräch
Das Zertifizierungsgespräch führen mindestens zwei Mitglieder der Zertifizierungskommission, resp. des Zertifiziererpools mit dem Antragsteller/der Antragstellerin. Die maximale Anzahl aus dem Zertifiziererpool ist eins.
Im Zertifizierungsgespräch wird die persönliche Eignung des Antragstellers/der Antragstellerin überprüft.
Inhalte und Ablauf des Gesprächs sowie der gesamten Zertifizierung werden durch das Kompetenzmodell des DCV festgelegt.
Überprüft und thematisiert werden somit folgende Inhalte auf Basis der einzelnen Zertifizierungsstufen
Fachkompetenz (Relevantes Hintergrundwissen, Coachingwissen)
Beziehungskompetenz (Werteorientierte Interaktionsgestaltung, Konflikt- und Feedbackfähigkeit)
Prozesskompetenz (Prozessplanung, Prozessgestaltung)
Selbstkompetenz (Selbststeuerung, Persönlichkeitsentwicklung)
Der Ablauf eines Zertifizierungsgesprächs ergibt sich nach dem Kompetenzmodell wie folgt:
Beratungspause der Kommission
Coachinggespräch mit einem Kommissionsmitglied
Feedback zum Coachinggespräch
Lehrprobe (nur bei Lehrcoach)
Feedback zur Lehrprobe (nur bei Lehrcoach)
Dabei setzen die Prüfer/Prüferinnen die thematischen Schwerpunkte entsprechend der schriftlichen Unterlagen des Antragstellers/der Antragstellerin, der jeweiligen Zertifizierungsstufe und den Vorgaben des Kompetenzmodells fest. Bei der Zertifizierung als Coach (DCV), Seniorcoach (DCV) oder Lehrcoach (DCV) wird bei Antragstellern/Antragstellerinnen ohne explizite Coachingausbildung darüber hinaus besonders die Kompetenz zur Strukturierung von Prozessen überprüft. Desweiteren ist eine Coachingsequenz zwingend Bestandteil jedes Zertifizierungsgesprächs.
Bei dem gesamten Zertifizierungsprozess wird neben dem Kompetenzmodell auch die Passung zur Ethikrichtlinie des DCV in den Blick genommen.
Das Zertifizierungsgespräch hat eine Dauer von 2 Stunden 10 Minuten bis 3 Stunden 45 Minuten, je nach Zertifizierungsstufe. Für die Zertifizierung eines Instituts inklusive einer Ausbildung wird (zusätzlich) eine Stunde veranschlagt.
Im Anschluss an das Gespräch entscheidet für die Zertifizierungsstufen „Coach (DCV)“ und „Seniorcoach“ (DCV) die Zertifizierungskommission auf Vorschlag der Prüfer/Prüferinnen, ob das Zertifizierungsverfahren als bestanden anzusehen ist. ist. Als Entscheidungsgrundlage dient das Kompetenzmodell, in Zweifelsfällen besteht ein Ermessensspielraum.
Das Ergebnis des Zertifizierungsgesprächs und die Empfehlung der Prüfer/Prüferinnen wer-den schriftlich dokumentiert.
Erfolgt eine Zertifizierung zum „Seniorcoach (DCV)“ oder „Lehrcoach (DCV)“ mehr als zwei Jahre nach der Zertifizierung zum „Coach (DCV)“, kann die Zertifizierungskommission ein erneutes Zertifizierungsgespräch führen.
Das Zertifizierungsgespräch eines Ausbildungsinstituts führt die Zertifizierungskommission mit dem für diesen Geschäftsbereich verantwortlichen Geschäftsführer/Inhaberin. Bei einer Ausbildungszertifizierung ist zusätzlich dazu noch der/die für die Ausbildung verantwortliche Lehrcoach anwesend.
§ 10 Lehrprobe
Die Lehrprobe für die Zertifizierung als „Lehrcoach (DCV)“ wird von mindestens zwei Mitgliedern der von der Mitgliederversammlung gewählten Zertifizierungskommission abgenommen.
Gegenstand der Lehrprobe ist die pädagogische und didaktische Qualifikation des Antrag-stellers/der Antragstellerin. Der Antragsteller/die Antragstellerin kann hierzu ein Thema eigener Wahl aus einem coachingrelevanten Bereich vorstellen.
Die Lehrprobe hat eine Dauer von 20 Minuten.
Im Anschluss an die Lehrprobe entscheidet für die Zertifizierungsstufe „Lehrcoach (DCV)“ die Zertifizierungskommission auf Vorschlag der Prüfer/Prüferinnen, ob das Zertifizierungsverfahren als bestanden anzusehen ist. Dabei besteht in Zweifelsfällen ein Ermessensspielraum.
Das Ergebnis des Zertifizierungsgespräches und die Empfehlung der Prüfer/Prüferinnen werden schriftlich dokumentiert.
§ 11 Abschluss des Zertifizierungsverfahrens
Wenn vom Antragsteller/von der Antragstellerin alle Voraussetzungen für die Zertifizierung erfüllt sind und ggf. das Zertifizierungsgespräch und die Lehrprobe als bestanden anzusehen sind, erfolgt die Zertifizierung.
Über die erfolgte Zertifizierung wird dem Antragsteller/der Antragstellerin eine Urkunde ausgestellt. Diese bleibt Eigentum des Deutschen Coaching Verbandes e. V. (DCV) und ist bei Aberkennung der Zertifizierung oder bei Ausscheiden aus dem Verband unaufgefordert an die Geschäftsstelle zurück zu geben.
§ 12 Gültigkeit der Zertifizierung
Die Zertifizierung ist grundsätzlich an die Mitgliedschaft im Deutschen Coaching Verband e. V. (DCV) gebunden.
Endet die Mitgliedschaft im Verband, egal aus welchem Grund, so wird damit automatisch das Zertifikat ungültig und das Recht zur Führung der durch die Zertifizierung erworbenen Titel erlischt.
Die Gültigkeit der Zertifizierung ist an die Erfüllung der Supervisions- und Fortbildungspflicht gebunden. Kommt ein Mitglied dieser Verpflichtung nicht fristgemäß nach, so ruht bis zur vollständigen Erfüllung der Auflagen das Zertifikat und der Titel darf nicht geführt werden. Das zertifizierte Mitglied hat unaufgefordert entsprechend der Regelungen in den Anhängen 2, 3 und 4 alle zwei Jahre die Nachweise der Geschäftsstelle vorzulegen. Die Weiterbildungspflicht gilt als erfüllt, wenn das zertifizierte Mitglied in ein DCV-Amt gewählt ist, welches eine regelmäßige, vertiefte Beschäftigung mit Coaching nach sich zieht (generell Vorstand, Zertifizierungskommission und auf Antrag).
Bei Verstößen gegen die Ethikrichtlinie des Verbandes kann das Zertifikat und das Recht zur Führung des Titels vorübergehend oder endgültig aberkannt und die Wiedererlangung von Auflagen abhängig gemacht werden.
§ 13 Dokumentation und Datenschutz
Das gesamte Zertifizierungsverfahren findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Über alle Entscheidungen der Zertifizierungskommission sowie über die Zertifizierungsgespräche und Lehrproben werden Ergebnisprotokolle angefertigt. Diese sind grundsätzlich nur für die jeweils amtierenden Mitglieder der Zertifizierungskommission und den Vorstand zugänglich.
Sämtliche Daten, die für die Durchführung des Verfahrens erhoben wurden, dürfen nicht veröffentlicht werden.
Während des gesamten Verfahrens finden die gesetzlichen Vorschriften des Datenschutzes sowie die verbandsinterne Datenschutzrichtlinie Anwendung.
Anhang 1: Ablauf des Zertifizierungsverfahrens
Anhang 2: Zulassungsvoraussetzungen für die
Zertifizierung als Coach (DCV)
Für die Zertifizierung als Coach (DCV) sind nachzuweisen:
Erklärung, dass sich der Coach nach der Zertifizierung regelmäßig weiterbilden oder an Supervisionsgruppen teilnehmen wird und dieses alle 2 Jahre nachweisen wird (siehe unten)
Hochschulabschluss UND 5 Jahre
Lehrtätigkeit oder einschlägige Berufserfahrung in der Arbeit mit Menschen und Organisationen
Anerkannter Berufsabschluss UND 8 Jahre
Ausbildung zum Coach im Umfang von mindestens 200 Präsenzstunden (Zeitstunden inkl. Supervision und Übungsgruppen, ohne Selbststudium) ODER
Ausbildung in mindestens 3 relevanten Methoden im Umfang von insgesamt mindestens 300 Präsenzstunden (Zeitstunden inkl. Supervision und Übungsgruppen, ohne Selbststudium)
Psychopathologisches Hintergrundwissen
Nachgewiesenes Wissen über Störungen aus dem klinisch-psychologischen Bereich. Wenn diese nicht über Studium oder HP-Schein belegt werden, dann sind diese mit mindestens 12 Präsenzstunden während der Ausbildung zum Coach oder einem Spezialseminar zu diesem Thema nachzuweisen.
Selbsterfahrungsprozess
Ein mindestens 50 Zeitstunden umfassender professioneller Selbsterfahrungsprozess in Form von z.B. Coaching oder Psychotherapie bei einem Coach (DCV) oder einer vergleichbar
qualifizierten Person. Davon dürfen maximal 30 Zeitstunden in Gruppenprozessen absolviert worden sein
Schriftliche Darstellung eines Coachingfalles im Umfang von mindestens drei Sitzungen im Umfang von maximal fünf Seiten
Schriftliches Coachingkonzept, in dem er/sie darlegt, wie er/sie zielorientiert vorgeht, mit welcher Grundhaltung und welchen
Methoden er/sie arbeitet und wie er/sie die Evaluierung und Qualitätssicherung seiner/ihrer Arbeit sicherstellt. Darüber hinaus muss das Konzept eine Selbsteinschätzung der eigenen
Person als Coach sowie eine Reflexion der eigenen Grenzen enthalten. Das Coachingkonzept soll einen Gesamtumfang von ca. 5 bis 10 Din A4- Seiten haben.
Um die Zertifizierung zu erhalten, erbringt der Coach darüber hinaus alle 2 Jahre unaufgefordert den Nachweis über 40 Zeitstunden Weiterbildung oder Supervision. Auf Antrag können über diese Mindeststundenzahl hinaus gehende Stunden auf den jeweils nächsten Gültigkeitszeitraum
Anhang 3: Zulassungsvoraussetzungen für die
Zertifizierung als Seniorcoach (DCV)
Die Zertifizierung zum Seniorcoach beinhaltet die Zertifizierung zum Coach. Alle Kriterien, die für den Coach gelten, sind daher ebenfalls zu erfüllen. Darüber hinaus sind folgende Zulassungsvoraussetzungen nachzuweisen:
Mindestens 8 Jahre regelmäßige Berufserfahrung als Coach
Ergänzende Methodenausbildungen im Umfang von mindestens 200 Zeitstunden (inkl. Supervision und Übungsgruppen, ohne Selbststudium)
Um die Zertifizierung zu erhalten, erbringt der Seniorcoach darüber hinaus alle 2 Jahre unaufgefordert den Nachweis über 20 Zeitstunden Weiterbildung oder Supervision. Auf Antrag können über diese Mindeststundenzahl hinaus gehende Stunden auf den jeweils nächsten Gültigkeitszeitraum übertragen werden.
Anhang 4: Zulassungsvoraussetzungen für die Zertifizierung als Lehrcoach (DCV)
Die Zertifizierung zum Lehrcoach beinhaltet die Zertifizierung zum Seniorcoach. Alle Kriterien, die für den Seniorcoach gelten, sind ebenfalls zu erfüllen. Darüber hinaus sind folgende Zulassungsvoraussetzungen
Qualifizierte Trainerausbildung oder Studium der Pädagogik in Verbindung mit praktischer Erfahrung als Trainer/Trainerin im
psychologisch-pädagogischen Bereich ODER
Studium der Pädagogik in Verbindung mit praktischer Erfahrung als Trainer/Trainerin im psychologisch-pädagogischen Bereich ODER
Mindestens 5 Jahre Berufserfahrung als Trainer/Trainerin im
psychologisch-pädagogischen Bereich
Um die Zertifizierung zu erhalten, erbringt der Lehrcoach darüber hinaus alle 2 Jahre unaufgefordert den Nachweis über 20 Zeitstunden Weiterbildung oder
Supervision. Auf Antrag können über diese Mindeststundenzahl hinaus gehende Stunden auf den jeweils nächsten Gültigkeitszeitraum übertragen werden.
Anhang 5: Zulassungsvoraussetzungen für die Zertifizierung als Coachingausbildungsinstitut (DCV)
Für die Zertifizierung als Ausbildungsinstitut sind folgende Zulassungsvoraussetzungen nachzuweisen:
Es besteht eine Mitgliedschaft im Deutschen Coachingverband
Mindestens eine DCV-zertifizierte Ausbildung wird angeboten
Der Ausbildungsvertrag ist transparent und fair gestaltet
Der Anbieter orientiert sich – auch was das sonstige Angebot betrifft – im allgemeinen Geschäftsgebahren an der Ethikrichtlinie des DCV und am
Prinzip des „ehrbaren Kaufmanns“
Die Qualität der Ausbildung wird kontinuierlich evaluiert
Werbung und Marketing sind aufrichtig und bieten Transparenz über Inhalte, Qualifikationen der LehrCoaches und Konditionen
Es werden klare Kriterien für die Auswahl der Teilnehmer/ Teilnehmerinnen angewendet
Für die Ausbildung sind geeignete Räumlichkeiten vorhanden
Der Antragsteller/die Antragstellerin fügt dem Antrag auf Zertifizierung als Ausbildungsinstitut aussagekräftige Unterlagen bei, die nachvollziehbar erkennen lassen, dass die o.g. Anforderungen erfüllt sind. Ferner verpflichtet
sich der Antragsteller/die Antragstellerin mit der Zertifizierung, bei Bedarf gegenüber der Zertifizierungskommission Strukturen und Prozesse im
Zusammenhang mit der Ausbildung transparent zu machen. Um die Zertifizierung zu erhalten, zeigen die Ausbildungsinstitute alle Änderungen an ihrer Ausbildung (Umfang, Inhalte, LehrCoaches etc.) unaufgefordert an,
sobald hierfür die Ausschreibung erfolgt. Weiterhin sind die Ausbildungsinstitute verpflichtet, in 4 Jahren mindestens 2 x an den jährlich im Rahmen der Mitgliederversammlung stattfindenden Treffen der Ausbildungsinstitute teilzunehmen. Hierzu entsenden diese einen Lehrcoach oder den Geschäftsführer des Ausbildungsinstituts.
Anhang 6: Zulassungsvoraussetzungen für die Zertifizierung einer Coachingausbildung (DCV)
Für die Zertifizierung einer Coachingausbildung sind aussagekräftige Unterlagen vorzulegen, aus denen hervorgeht, dass die unten benannten Kriterien erfüllt sind: Folgende Unterlagen sind mindestens vorzulegen:
Ablaufplan/Trainereinsatzplan
Offizielle Ausschreibung der Ausbildung (Informationsmaterial)
Offizielles Abschlusszertifikat der Ausbildung als Muster
Erklärung, wer der verantwortliche Lehrcoach (DCV) ist, der die Ausbildung leitet
Erklärung, dass das Ausbildungskonzept geistiges Eigentum des Antragstellers/der Antragstellerin ist
Der Rechtsträger der Ausbildung ist Mitglied im DCV und als Ausbildungsinstitut (DCV) zertifiziert
Die Ausbildung orientiert sich an der Ethikrichtlinie des DCV
Der Gesamtumfang der Ausbildung beträgt mindestens 200 Zeitstunden, davon:
Mindestens 120 Zeitstunden
Präsenzveranstaltungen, die von einem Lehrcoach (DCV) geleitet werden
Höchstens 40 Zeitstunden
Präsenzveranstaltungen, die von anderen, qualifizierten Ausbildern/Ausbilderinnen geleitet werden
Höchstens 40 Zeitstunden selbstorganisierte Übungsgruppen unter der Supervision eines LehrCoaches (DCV)
Die Teilnehmer/Teilnehmerinnen erleben selbst Coaching in der Praxis: sowohl als Coach, als Klient/Klientin und auch als
Beobachter/Beobachterin. Der Praxisanteil muss insgesamt bei mindestens 100 Zeitstunden liegen
Sie sind auf mindestens 20 Tage verteilt
Es werden nicht mehr als 8 Zeitstunden Präsenzveranstaltungen pro Tag anerkannt
Es sind mindestens 2 LehrCoaches in der Ausbildung eingesetzt
Mindestens 3 vom DCV anerkannte Methoden werden vermittelt
Die Ausbildung endet mit einem Video-, Audio-, oder Live-Testing und abschließendem Feedback durch den verantwortlichen Lehrcoach (DCV)
Die Zertifizierung einer Ausbildung gilt immer nur für das eingereichte Ausbildungskonzept. Alle zwei Jahre sowie bei nachträglichen Änderungen am Konzept oder dem Lehrcoacheinsatz müssen der Zertifizierungskommission die relevanten Unterlagen unaufgefordert erneut vorgelegt werden, um die Zertifizierung zu erhalten. Dabei sind alle Änderungen deutlich erkennbar hervorzuheben.
HINWEIS: Die Zertifizierung erstreckt sich ausschließlich auf die Ausbildung selbst. Die Absolventen/Absolventinnen der Ausbildung sind nicht automatisch als Coach (DCV) zertifiziert.
Anhang 7: Anerkannte Coachingmethoden
Eine Reihe von psychologischen Methoden wird vom DCV pauschal als Coachingmethode im Sinne der Zertifizierungsordnung anerkannt, z. B. im Rahmen einer Coachingausbildung.
Rational-Emotive Therapie (nach A. Ellis)
Systemische Aufstellungen ( nach M. Varga von Kibéd/Insa Sparrer)
Lösungsorientierte Therapie/Beratung (nach S. DeShazer)
Psychodrama (nach J. Moreno)
Provokative Therapie/Beratung (nach F. Farelly)
Logotherapie (nach V. Frankl)
Ausbildungen in diesen Methoden werden – unter Beachtung der Zulassungsvoraussetzungen – außerdem als Äquivalent einer Coachingausbildung anerkannt. Darüber hinaus können andere als die genannten Methoden im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens auf dem Wege der Einzelfallprüfung anerkannt werden.