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Timestamp: 2016-10-21 14:56:45
Document Index: 132164338

Matched Legal Cases: ['Art. 83', 'BGE', 'Art. 83', 'Art. 86', 'Art. 89', 'Art. 42', 'Art. 100', 'Art. 113', 'Art. 116', 'Art. 106', 'Art. 117', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 63', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 54', 'Art. 96', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 63', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 63', 'Art. 8', 'Art. 64', 'e contrario', 'Art. 66']

2C_818/2010 (04.07.2011)
Der 1972 geborene kosovarische Staatsangeh�rige X.________ reiste als F�nfzehnj�hriger am 18. Oktober 1987 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und erhielt hier die Niederlassungsbewilligung.
X.________ wurde in der Schweiz massiv straff�llig:
Das Strafgericht Basel-Landschaft verurteilte ihn am 18. M�rz 1994 zu einer bedingt vollziehbaren Gef�ngnisstrafe von zehn Monaten wegen mehrfacher, teilweise qualifizierter Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz. Dem Urteil lag der Handel mit Kokain und Kokainkonsum zu Grunde;
In der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember 2003 schlug X.________ in der damals von ihm gef�hrten Diskothek "Y.________" einem betrunkenen Gast so lange mit einem Schlagstock auf den Kopf, bis dieser mit einer Gehirnersch�tterung bewusstlos zusammenbrach. Bei einer sp�teren Kontrolle der R�umlichkeiten der Diskothek durch die Polizei Basel-Landschaft wurde eine Maschinenpistole der Marke Adler J�ger, Typ AP 75, 7.65 mm Browning, samt dem dazugeh�renden Schalld�mpfer sichergestellt. Ebenso wurde ein Milit�rkarabiner 31 samt geladenem Magazin und Bajonett beschlagnahmt. Weiter wurde festgestellt, dass in der Diskothek "Y.________" ein verbotener Geldspielautomat betrieben und vier Personen ohne Arbeitsbewilligung besch�ftigt wurden. Als Folge dieser Ereignisse sprach das Strafgerichtspr�sidium des Kantons Basel-Landschaft X.________ am 6. Juni 2007 wegen Angriffs und mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffengesetz schuldig. Es verurteilte ihn zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 8 Monaten und 16 Tagen. Diese Verurteilung wurde am 9. September 2008 vom Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivil- und Strafrecht, und am 28. Januar 2009 vom Bundesgericht best�tigt (Urteil 6B_985/2008).
Nebst den obenstehenden, von X.________ ver�bten Straftaten gab sein Verhalten in der Schweiz auch in weiterer Hinsicht regelm�ssig Anlass zu schweren Klagen:
Am 12. Februar 1992 wurde ihm der F�hrerausweis f�r einen Monat entzogen, nachdem er die signalisierte H�chstgeschwindigkeit um mindestens 28 km/h �berschritten hatte. Noch im gleichen Jahr, am 19. November 1992, wurde zudem ein sechsmonatiger Entzug verf�gt, weil X.________ sein Fahrzeug f�r den Drogenhandel und Drogentransport eingesetzt hatte;
Mit Urteil des Bezirksamtes Unterrheintal vom 6. September 1993 wurde er wegen Verwendens eines verf�lschten fremdenpolizeilichen Ausweises zu einer Gef�ngnisstrafe von vier Tagen sowie zu einer Busse in H�he von Fr. 150.-- verurteilt;
Mit Strafbefehl des Bezirksamtes Lenzburg vom 22. Februar 1995 wurde X.________ wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder zu einer Busse von Fr. 50.-- verurteilt;
Mit Strafbefehl des Bezirksstatthalteramtes Liestal vom 2. Juli 2003 wurde X.________ wegen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz und das Waffengesetz sowie wegen Irref�hrung der Rechtspflege zu einer Busse in H�he von Fr. 1'500.-- verurteilt: Er hatte eine geladene Schusswaffe in der �ffentlichkeit mitgef�hrt und sich dabei selbst verletzt, als er die Waffe in seinen Hosenbund stecken wollte;
Am 10. Juli 2003 verurteilte ihn das Bezirksstatthalteramt Liestal zu einer Busse in H�he von Fr. 300.-- wegen �berschreitens der H�chstgeschwindigkeit um mindestens 23 km/h;
Am 29. Dezember 2004 wurde er mit Strafbefehl des Bezirksamtes Zofingen zu einer bedingt vollziehbaren Gef�ngnisstrafe von 14 Tagen sowie zu einer Busse von Fr. 1'200.-- verurteilt, nachdem er die zul�ssige H�chstgeschwindigkeit um 53 km/h �berschritten hatte;
Dem Rapport der Kantonspolizei Basel-Landschaft vom 9. November 2005 ist zu entnehmen, dass X.________ beim Bezirksstatthalteramt Liestal wegen Inverkehrbringens eines nicht betriebssicheren Motorfahrzeugs, Ben�tzens einer Nationalstrasse ohne g�ltige Vignette und Nichtmitf�hrens des F�hrer- und Fahrzeugausweises verzeigt wurde;
Am 23. Juli 2008 wurde er mit Strafbefehl des Bezirksstatthalteramtes A.________ der Veruntreuung schuldig gesprochen und zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 80 Tagess�tzen zu je Fr. 70.-- sowie zu einer Busse von Fr. 800.-- verurteilt.
X.________ hat sich w�hrend seines Aufenthaltes in betr�chtlichem Ausmass verschuldet. Am 6. Juli 2008 war er bei den registerf�hrenden Beh�rden wie folgt verzeichnet:
Betreibungsamt A.________: 47 Betreibungen von insgesamt Fr. 231'709.65 und 39 offene Verlustscheine in H�he von total Fr. 144'743.10;
Betreibungsamt B.________: 10 Betreibungen von insgesamt Fr. 12'515.60 und 5 offene Verlustscheine in H�he von total Fr. 4'243.--;
Betreibungsamt C.________: 16 Betreibungen von insgesamt Fr. 41'505.05 und 1 offener Verlustschein in H�he von Fr. 3'487.50.
Da eine fr�her ausgesprochene fremdenpolizeiliche Verwarnung keine Wirkung gezeigt hatte, widerrief das Amt f�r Migration des Kantons Basel-Landschaft mit Verf�gung vom 6. Juli 2009 die Niederlassungsbewilligung von X.________ und wies ihn aus der Schweiz weg. Es begr�ndete dies im Wesentlichen mit der Delinquenz und den Schulden des Ausl�nders. Auf ein zuvor von X.________ eingereichtes Gesuch um Familiennachzug zu Gunsten seiner zweiten Ehefrau sowie des gemeinsamen Sohnes trat das Amt f�r Migration nicht ein.
Gegen die Verf�gung des Amtes f�r Migration rekurrierte X.________ ohne Erfolg beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft: Dieser wies den Rekurs mit Entscheid vom 24. November 2009 ab. Eine danach beim Kantonsgericht Basel-Landschaft eingereichte Beschwerde von X.________ wurde am 1. September 2010 abgewiesen.
Mit Eingabe vom 22. Oktober 2010 f�hrt X.________ Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und subsidi�re Verfassungsbeschwerde beim Bundesgericht. Er beantragt im Wesentlichen, dass auf den Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung und auf seine Wegweisung zu verzichten sei. Zumindest sei ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen und es sei auf sein Familiennachzugsgesuch einzutreten und dieses zu bewilligen.
Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, das Bundesamt f�r Migration und sinngem�ss auch das Amt f�r Migration Basel-Landschaft schliessen auf Abweisung der Beschwerden. Das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Mit Verf�gung vom 2. November 2010 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde antragsgem�ss aufschiebende Wirkung zuerkannt.
Mit Eingaben vom 26. November 2010 und vom 4. M�rz 2011 l�sst das Amt f�r Migration Basel-Landschaft dem Bundesgericht weitere Unterlagen zukommen, aus welchen hervorgeht, dass sich die Ehefrau und der Sohn von X.________ monatelang illegal in der Schweiz aufgehalten haben. Anl�sslich ihrer Festnahme in der Wohnung des Beschwerdef�hrers wies sich die Ehefrau gegen�ber der Polizei mit einem auf einen anderen Namen lautenden deutschen Personalausweis aus, welchen sie gefunden haben will. Das Bezirksstatthalteramt B.________ er�ffnete in diesem Zusammenhang am 22. November 2010 ein erneutes Strafverfahren gegen X.________ wegen F�rderung der rechtswidrigen Einreise sowie des rechtswidrigen Aufenthalts.
1.1 Nach Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts unzul�ssig gegen Entscheide betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt.
Vorliegend geht es in der Hauptsache nicht um die erstmalige Erteilung oder die Verl�ngerung, sondern um den Widerruf einer bereits gew�hrten Bewilligung. Die Beschwerde bleibt in diesem Zusammenhang zul�ssig, soweit die Bewilligung - w�re sie nicht widerrufen worden - nach wie vor Rechtswirkungen entfalten w�rde. Dies ist bei der unbefristeten Niederlassungsbewilligung der Fall (vgl. BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4). Die Zul�ssigkeit des Rechtsmittels beruht auf dem schutzw�rdigen Vertrauen, dass eine einmal erteilte Bewilligung f�r die Dauer ihrer G�ltigkeit fortbesteht und grunds�tzlich nicht in die entsprechende Rechtsposition eingegriffen wird (vgl. Urteile 2C_515/2009 vom 27. Januar 2010 E. 1.1; 2C_21/2007 vom 16. April 2007 E. 1.2).
Unzul�ssig ist die Beschwerde dagegen insoweit, als damit (eventualiter) die ermessensweise Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung beantragt wird. Ebenso ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ausgeschlossen, soweit damit die Wegweisung angefochten wird (Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG). Im Umfang als sich die Beschwerde gegen das Nichteintreten auf das Gesuch um Familiennachzug richtet, h�ngt die Zul�ssigkeit der Beschwerde davon ab, ob die Ehefrau des Beschwerdef�hrers und der gemeinsame Sohn grunds�tzlich einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung haben. Dies wiederum ist abh�ngig davon, ob dem Beschwerdef�hrer weiterhin die Niederlassungsbewilligung zusteht (vgl. E. 6 hiernach).
Soweit die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gem�ss den obenstehenden Ausf�hrungen zul�ssig erscheint, ist der Beschwerdef�hrer als Adressat des angefochtenen, kantonal letztinstanzlichen Urteils (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG) ohne Weiteres zur Beschwerdef�hrung legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf das im �brigen form- und fristgerecht eingereichte Rechtsmittel (Art. 42 und Art. 100 Abs. 1 BGG) ist daher grunds�tzlich einzutreten (unter Vorbehalt von E. 1.2 und E. 1.3 hiernach).
Im Umfang als die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzul�ssig ist, steht grunds�tzlich die subsidi�re Verfassungsbeschwerde offen (Art. 113 BGG). Mit dieser kann jedoch nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (Art. 116 BGG), wobei diese R�ge in einer den Anforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG gen�genden Weise in der Beschwerde vorgebracht werden muss (Art. 117 BGG). Diesen Anforderungen gen�gt die eingereichte Beschwerdeschrift nicht. Auf die subsidi�re Verfassungsbeschwerde ist deshalb nicht einzutreten.
1.3 Gem�ss Art. 99 Abs. 1 BGG d�rfen neue Tatsachen und Beweismittel nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt. Dies hat zur Folge, dass die vom Beschwerdef�hrer beim Bundesgericht neu eingereichten Unterlagen zu seiner Verm�genssituation unbeachtlich sind: Da diese nach dem Urteil des Kantonsgerichts vom 1. September 2010 datieren, handelt es sich dabei um sog. "echte" Noven, welche im bundesgerichtlichen Verfahren in jedem Fall unzul�ssig sind (BGE 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f. mit Hinweisen). Nicht zu ber�cksichtigen sind vom Bundesgericht aber auch die bereits erw�hnten Eingaben vom 26. November 2010 und vom 4. M�rz 2011 des Amtes f�r Migration Basel-Landschaft, zumal auch sie Unterlagen betreffen, welche erst nach dem vorinstanzlichen Entscheid erstellt wurden.
2.1 Die Niederlassungsbewilligung kann gem�ss Art. 63 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder (Ausl�ndergesetz, AuG; SR 142.20) widerrufen werden, wenn der Ausl�nder in schwerwiegender Weise gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gef�hrdet. In solchen F�llen ist ein Bewilligungswiderruf sogar dann zul�ssig, wenn sich der Ausl�nder - wie vorliegend - seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgem�ss in der Schweiz aufgehalten hat (Art. 63 Abs. 2 AuG).
2.2 Wann die Voraussetzungen von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG erf�llt sind und von einem "in schwerwiegender Weise" erfolgten Verstoss gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung auszugehen ist, hat das Bundesgericht in BGE 2C_415/2010 vom 15. April 2011 (zur Publikation vorgesehen) n�her bestimmt: Demzufolge ist hierf�r in erster Linie auf den Stellenwert des beeintr�chtigen Rechtsguts abzustellen; wenn die ausl�ndische Person durch ihre Handlungen besonders hochwertige Rechtsg�ter wie namentlich die k�rperliche, psychische und sexuelle Integrit�t eines Menschen verletzt oder gef�hrdet hat, sind die Tatbestandsvoraussetzungen von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zumeist erf�llt. Indes k�nnen auch vergleichsweise weniger gravierende Pflichtverletzungen als "schwerwiegend" i.S.v. Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG bezeichnet werden: Ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist namentlich auch dann m�glich, wenn sich eine ausl�ndische Person von strafrechtlichen Massnahmen nicht beeindrucken l�sst und damit zeigt, dass sie auch zuk�nftig weder gewillt noch f�hig ist, sich an die Rechtsordnung zu halten. Ob der Ausl�nder willens und in der Lage ist, sich in die hier geltende Ordnung einzuf�gen, kann nur anhand einer Gesamtbetrachtung seines Verhaltens beurteilt werden; auch eine Summierung von Verst�ssen, die f�r sich genommen f�r einen Widerruf nicht ausreichen w�rden, k�nnen deshalb einen Bewilligungsentzug rechtfertigen und sogar das Bestehen von privatrechtlichen Schulden kann gegebenenfalls einen schwerwiegenden Verstoss gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung darstellen, wenn die Verschuldung mutwillig erfolgt ist (BGE 2C_415/2010 vom 15. April 2011 E. 3 mit Hinweisen).
2.3 Wenn die Erf�llung eines Widerrufsgrundes bejaht wird, bleibt zu pr�fen, ob diese Massnahme auch als verh�ltnism�ssig erscheint. Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen drohenden Nachteile zu ber�cksichtigen (Art. 54 und Art. 96 AuG; BGE 135 II 377 E. 4.3 ff. S. 381 ff.).
Der Beschwerdef�hrer behauptet im Wesentlichen, dass er durch sein Verhalten den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG nicht erf�llt habe und ein Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung jedenfalls nicht verh�ltnism�ssig sei.
Er verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass er sich w�hrend einer l�ngeren Periode, von 1994 bis 2003, nichts zu Schulden habe kommen lassen und somit gezeigt habe, dass er f�hig sei, die in der Schweiz geltende Ordnung zu respektieren. Aus seinen Jugends�nden habe er gelernt. Auch sei er im Jahr 2006 Vater geworden und mittlerweile habe er eine eigene Firma gegr�ndet; dies unterstreiche seine Absicht, sein Leben sinnvoll und positiv zu gestalten. Seine Verst�sse gegen Regeln und Gesetze k�nnten zudem kaum als schwerwiegend gewertet werden, ansonsten die Strafgerichte wohl h�here Sanktionen gegen ihn verh�ngt h�tten. Er stelle f�r die schweizerische Bev�lkerung deshalb keine Bedrohung dar.
Dass gegen ihn Betreibungen und Verlustscheine in betr�chtlichem Umfang bestehen, stellt der Beschwerdef�hrer nicht in Abrede; gem�ss seinen eigenen Angaben belaufen sich die Betreibungen in der Zwischenzeit auf Fr. 100'000.-- und die Verlustscheine auf �ber Fr. 150'000.--. Ein grosser Teil dieser Schulden resultiere jedoch aus der polizeilichen Schliessung der Diskothek "Y.________". Seither habe er alles daran gesetzt, einer geregelten Arbeit nachzugehen und die Schulden kontinuierlich abzubauen. Die von ihm gegr�ndete Gesellschaft verschaffe ihm ein existenzsicherndes Einkommen.
Schliesslich verweist der Beschwerdef�hrer darauf, dass er nun schon 23 Jahre in der Schweiz lebe, die deutsche Sprache beherrsche und hier viele nahe Verwandte und Freunde habe. In seiner Heimat sei es dagegen schwierig, Arbeit zu finden und sich wieder in die dortige Gesellschaft zu integrieren.
Die zahlreichen von ihm begangenen Straftaten, insbesondere die Drogendelikte und der Angriff vom 16./17. Dezember 2003, lassen einen �usserst negativen Eindruck vom Beschwerdef�hrer entstehen: Er demonstrierte hierdurch eine inakzeptable Geringsch�tzung gegen�ber der schweizerischen Rechtsordnung im Allgemeinen und der Gesundheit anderer Menschen im Besonderen. Dass er sich immer wieder - verbotenerweise - mit teilweise automatischen Schusswaffen ausr�stet, unterstreicht in eindr�cklicher Weise seine soziale Gef�hrlichkeit. Ein nicht zu untersch�tzendes Risiko f�r die Bev�lkerung geht auch von den vielen Strassenverkehrsdelikten des Beschwerdef�hrers aus; es erscheint als blosser Zufall, dass bei derart verantwortungslosen Geschwindigkeitsexzessen bis anhin noch niemand zu Schaden gekommen ist. Die �brigen von ihm begangenen Straftaten belegen in ihrer Gesamtheit die ganz erhebliche kriminelle Energie des Beschwerdef�hrers.
Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, k�nnen die Straftaten des Beschwerdef�hrers nicht als Jugends�nden bzw. als Zeichen einer unreifen Pers�nlichkeit bezeichnet werden: Bei seiner erstmaligen Verurteilung war er bereits zwanzig und beim Angriff vom 16./17. Dezember 2003 gar bereits einunddreissig Jahre alt. Da sich der Beschwerdef�hrer auch von Bussen und Geldstrafen sowie von Verurteilungen zu bedingten Gef�ngnis- und Freiheitsstrafen nicht von der Begehung weiterer Straftaten abhalten liess, entsteht von ihm das Bild eines uneinsichtigen Gewohnheitsdelinquenten, der die vielen ihm gew�hrten Chancen nicht zu nutzen vermochte und bei welchem die in einem Rechtsstaat zur Verf�gung stehenden Sanktionen wirkungslos sind.
Dass der Beschwerdef�hrer ganz generell grosse M�he damit bekundet, sich an die in der Schweiz geltenden Regeln zu halten und seinen Verpflichtungen nachzukommen, zeigt schliesslich auch seine massive, �ber viele Jahre angewachsene Verschuldung: Diese ist entgegen den Behauptungen des Beschwerdef�hrers nicht erst durch die Schliessung seiner Diskothek im Jahre 2004 entstanden; vielmehr beruhte bereits die fremdenpolizeiliche Verwarnung vom 6. Juli 1995 - nebst dem deliktischen Verhalten des Beschwerdef�hrers - darauf, dass gegen ihn damals Betreibungen in H�he von Fr. 74'207.55 und Verlustscheine von insgesamt Fr. 36'043.40 bestanden.
Bei dieser Sachlage erhellt ohne Weiteres, dass der Beschwerdef�hrer durch sein Verhalten in schwerwiegender Weise gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz verstossen oder diese gef�hrdet hat, womit der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG erf�llt ist. Ebenso resultiert aus dem bisher Ausgef�hrten, dass ein eminentes �ffentliches Interesse an der verf�gten fremdenpolizeilichen Massnahme gegen den Beschwerdef�hrer besteht.
Spezifische pers�nliche Umst�nde, die einer Ausreise des Beschwerdef�hrers entgegenstehen w�rden, liegen nicht vor: Der Beschwerdef�hrer ist im Kosovo geboren, albanischer Muttersprache und erst als F�nfzehnj�hriger in die Schweiz eingereist. Mithin hat er die gesamte Kindheit in seiner Heimat verbracht. Dass er dorthin stets regen Kontakt pflegte und noch immer pflegt, ergibt sich daraus, dass er sowohl seine erste als auch seine jetzige Ehefrau im Kosovo geheiratet hat und Letztere zusammen mit dem gemeinsamen Sohn nach wie vor dort lebt. Dass die wirtschaftliche Situation im Kosovo schwieriger sein d�rfte als in der Schweiz, betrifft alle dort lebenden Personen in gleicher Weise und ist kein spezifischer pers�nlicher Grund, der die R�ckkehr als unzul�ssig erscheinen liesse; dies umso weniger, als der Beschwerdef�hrer diese Folge durch sein kriminelles Verhalten selbst herbeigef�hrt hat. Auch das Verh�ltnis zu den in der Schweiz lebenden Verwandten und Freunden f�llt angesichts der im Kosovo lebenden Kernfamilie des Beschwerdef�hrers nicht massgebend ins Gewicht. Aus diesen Gr�nden ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz annimmt, dass der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers auch dem Gebot der Verh�ltnism�ssigkeit gen�gt.
Soweit der Beschwerdef�hrer im Zusammenhang mit seinen Vorbringen auch das von Art. 8 Ziff. 1 EMRK gew�hrleistete Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens anruft, kann seiner R�ge ebenfalls nicht gefolgt werden:
Auf den Schutz seines Familienlebens kann sich der inzwischen 39 - j�hrige Beschwerdef�hrer nicht berufen, zumal seine Kernfamilie, d.h. seine zweite Ehefrau und sein Sohn in der gemeinsamen Heimat Kosovo leben. Dass der Beschwerdef�hrer Geschwister und Freunde in der Schweiz hat, �ndert daran nichts.
Aus dem Anspruch auf Schutz des Privatlebens ergibt sich ein Recht auf Verbleib im Land nur unter besonderen Umst�nden. Eine lange Anwesenheit und die damit verbundene normale Integration gen�gen hierzu nicht; erforderlich sind vielmehr besonders intensive Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur (BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286; 126 II 377 E. 2c S. 384 ff.; 120 Ib 16 E. 3b S. 22). Ob solche qualifizierten Bindungen des Beschwerdef�hrers zur Schweiz existieren, erscheint aufgrund seines kriminellen und asozialen Verhaltens als sehr fraglich. Die Frage kann jedoch offen bleiben, zumal der in Art. 8 Ziff. 1 EMRK statuierte Anspruch jedenfalls nicht absolut gilt: Vielmehr darf nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK in das durch Ziff. 1 gesch�tzte Rechtsgut eingegriffen werden, soweit der Eingriff gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft f�r die nationale Sicherheit, die �ffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung, die Verhinderung von strafbaren Handlungen sowie den Schutz der Gesellschaft und der Moral und der Rechte bzw. Freiheiten anderer notwendig ist. Gleich wie die bundesgerichtliche Praxis zu Art. 63 AuG verlangt die Konvention in diesem Zusammenhang eine Abw�gung der sich gegen�berstehenden privaten Interessen an der Aufrechterhaltung der Bewilligung und den �ffentlichen Interessen an deren Widerruf, wobei die massgeblichen Kriterien nahezu identisch sind. Daraus folgt, dass eine Massnahme, die sich - wie im vorliegenden Fall - im Sinne der bundesgerichtlichen Praxis als verh�ltnism�ssig erweist, grunds�tzlich auch vor Art. 8 EMRK standh�lt.
Da sich der Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung somit als rechtens erweist und der Beschwerdef�hrer daher �ber kein Anwesenheitsrecht in der Schweiz mehr verf�gt, ergibt sich auch ohne Weiteres, dass seiner Ehefrau und dem gemeinsamen Sohn kein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs zusteht und auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht eingetreten werden kann (vgl. E. 1.1 hiervor).
Gem�ss den obenstehenden Erw�gungen ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unbegr�ndet und deshalb abzuweisen, soweit darauf �berhaupt eingetreten werden kann. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung ist wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde ebenfalls abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG e contrario). Der Beschwerdef�hrer tr�gt daher die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Amt f�r Migration und dem Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, sowie dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.