Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20R%2013/01
Timestamp: 2019-07-22 09:03:19
Document Index: 115833361

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 5', '§ 6', '§ 6', '§ 1', '§ 5']

BFH, 18.12.2002 - II R 13/01 - dejure.org
BFH, 18.12.2002 - II R 13/01
https://dejure.org/2002,1500
BFH, 18.12.2002 - II R 13/01 (https://dejure.org/2002,1500)
BFH, Entscheidung vom 18.12.2002 - II R 13/01 (https://dejure.org/2002,1500)
BFH, Entscheidung vom 18. Dezember 2002 - II R 13/01 (https://dejure.org/2002,1500)
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Gewährung einer Steuervergünstigung gemäß § 6 Abs. 3 Grunderwerbssteuergesetz (GrEStG 1983) - Umwandlung einer Gesamthand in eine Kapitalgesellschaft - Grundstücksübertragung auf Gesamthand - Klage auf Herabsetzung der Grunderwerbssteuer - Grundstücksübertragung von Erbengemeinschaft auf Kommanditgesellschaft (KG) - Formwechselnde Umwandlung einer Kommanditgesellschaft (KG) in eine Aktiengesellschaft (AG)
GrEStG (1983) § 6 Abs. 3
Grunderwerbsteuer; keine Steuervergünstigung nach § 6 Abs. 3 GrEStG 1983 bei formwechselnder Umwandlung einer Gesamthand in Kapitalgesellschaft
§ 5 GrEStG; § 6 GrEStG
Nachträgliche Grunderwerbsteuerbelastung bei einem Formwechsel von einer Personen- in eine Kapitalgesellschaft (Notar Dr. Stefan Gottwald, Pappenheim)
Zusammenfassung von "Nachträgliche Grunderwerbsteuerbelastung bei einem Formwechsel von einer Person- in eine Kapitalgesellschaft" von Dr. Stefan Gottwald, Notar, original erschienen in: DStR 2004, 341 - 345.
BFHE 200, 426
BStBl 2003, 358
BStBl II 2003, 358
NZG 2003, 887
Diese grundsätzliche Entscheidung des Gesetzes verbietet es, die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft als Fortführung einer bisher bestehenden dinglichen Mitberechtigung am Grundstück anzusehen (BFH-Urteil vom 18. Dezember 2002 II R 13/01, BFHE 200, 426, BStBl II 2003, 358, unter II.3.).
Nach der auf im Jahr 2000 verwirklichte Erwerbsvorgänge anzuwendenden ständigen Rechtsprechung des BFH war die Begünstigung des § 6 Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 Satz 1 GrEStG zu versagen, wenn und soweit die Gesamthänder entsprechend einem vorgefassten Plan in sachlichem und zeitlichem Zusammenhang mit der Grundstücksübertragung von einer Gesamthand auf die andere Gesamthand ihre gesamthänderische Beteiligung völlig oder teilweise (durch Verminderung der Beteiligung) aufgaben oder sich ihre Beteiligung durch Hinzutritt weiterer Gesamthänder verringerte (BFH-Urteile vom 24. April 1996 II R 52/93, BFHE 180, 472, BStBl II 1996, 458;… vom 10. März 1999 II R 55/97, BFH/NV 1999, 1376, und vom 18. Dezember 2002 II R 13/01, BFHE 200, 426, BStBl II 2003, 358).
Diese grundsätzliche Entscheidung des Gesetzes verbietet es, die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft als Fortführung einer bisher bestehenden gesamthänderischen Mitberechtigung am Grundstück anzusehen (BFH-Urteil vom 18. Dezember 2002 II R 13/01, BFHE 200, 426, BStBl II 2003, 358, unter II.3.).
Unmittelbare Änderung des Gesellschafterbestands i.S. von § 1 Abs. 2a GrEStG …
Die Beteiligung des H am Stammkapital der GmbH spielt in diesem Zusammenhang wegen der eigenen Rechtspersönlichkeit der GmbH keine Rolle (vgl. dazu näher BFH-Urteil vom 18. Dezember 2002 II R 13/01, BFHE 200, 426, BStBl II 2003, 358).
Bei den Gesellschaftern juristischer Personen fehlt es an der bei Gesamthändern gegebenen unmittelbaren dinglichen Mitberechtigung am Gesellschaftsvermögen (Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 18. Dezember 2002 II R 13/01, BFHE 200, 426, BStBl II 2003, 358, …und vom 9. April 2008 II R 32/06, BFH/NV 2008, 1526;… BFH-Beschluss vom 9. April 2009 II B 95/08, BFH/NV 2009, 1148, unter II. 2. d).
Dies gilt ebenso dann, wenn --umgekehrt-- eine zuvor bestehende gesamthänderische Mitberechtigung an dem Grundstück nach dessen Übertragung in Form von Allein- bzw. Miteigentum unter Beibehaltung der bisherigen anteiligen vermögensmäßigen Beteiligung weitergeführt wird (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 18. Dezember 2002 II R 13/01, BFHE 200, 426, BStBl II 2003, 358).
Hintergrund dessen ist, dass Grundstücksübertragungen von und auf Gesamthandsgemeinschaften wegen der grunderwerbsteuerrechtlichen Selbständigkeit der (meisten) Gesamthandsgemeinschaften zwar grundsätzlich steuerbar sind, daneben aber auch die gesamthänderische Mitberechtigung der Gesellschafter von grunderwerbsteuerrechtlicher Bedeutung ist (vgl. §§ 5 und 6 GrEStG; BFH-Urteil vom 18.12.2002 II R 13/01, BFHE 200, 426, BStBl II 2003, 358).
Die nach dieser Rechtsprechung die Steuervergünstigung rechtfertigende Fortsetzung der gesamthänderischen Berechtigung am Grundstück geht (auch) dann verloren, wenn die erwerbende Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt wird (BFH-Urteile vom 18. Dezember 2002 II R 13/01, BFHE 200, 426, BStBl II 2003, 358).
BFH, 26.02.2007 - II R 50/06
FG Nürnberg, 09.11.2006 - IV 428/04
Grunderwerbsteuer bei späterem Verlust der gesamthänderischen Mitberechtigung