Source: https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/12147-Feststellungspruefungsverordnung
Timestamp: 2018-04-22 04:41:21
Document Index: 96402994

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 7', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 17', '§ 17', '§ 7', '§ 17', '§ 11', '§ 10', '§ 16', '§ 7', '§ 7']

(1) Vor Aufnahme in das Studienkolleg hat der Studienbewerber in einem Aufnahmetest nachzuweisen, dass er über genügend Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt, um mit Erfolg an den Lehrveranstaltungen im Studienkolleg teilnehmen zu können. Für die Teilnahme an den Schwerpunktkursen T, M und W gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 sowie an den Schwerpunktkursen TI und WW gemäß § 3 Abs. 3 Nr. 1 und 2 ist darüber hinaus nachzuweisen, dass der Studienbewerber über genügend Kenntnisse der Mathematik verfügt, um mit Erfolg an den Lehrveranstaltungen im Studienkolleg teilnehmen zu können. Inhalt und Bewertung des Aufnahmetests regelt das Studienkolleg. Besteht ein Studienbewerber den Aufnahmetest nicht, so kann er diesen einmal wiederholen.
(3) Der Studienbewerber hat eine schriftliche Erklärung über eine vorangegangene Teilnahme an der Feststellungsprüfung und deren Ergebnis vorzulegen. Studienbewerber, die ungeachtet in welchem Schwerpunktkurs bereits zweimal erfolglos an der Feststellungsprüfung teilgenommen haben, werden nicht aufgenommen.
(1) Die Vorbereitung auf die Feststellungsprüfung am Studienkolleg dauert in der Regel zwei Semester. Sie gliedert sich in Schwerpunktkurse, die fachbezogen auf den angestrebten Studiengang vorbereiten. Die Zuordnung der Studiengänge zu den Schwerpunktkursen regelt die zulassende Hochschule im Einvernehmen mit dem Studienkolleg.
(4) Das Studienkolleg kann bei Bedarf verkürzte Schwerpunktkurse von einem Semester Dauer für Studienbewerber anbieten, die bereits über die erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen. Die erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache werden mit einem bestandenen Sprachtest nach § 7 Abs. 4 nachgewiesen.
(1) Für die Durchführung der Feststellungsprüfung wird ein Prüfungsausschuss gebildet. Dem Prüfungsausschuss gehören an:
(3) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn der Vorsitzende und mindestens die Hälfte der weiteren Mitglieder anwesend sind. Er entscheidet mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Stimmenthaltung ist nicht zulässig. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
(6) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestellt die Aufsicht für die Durchführung der schriftlichen Prüfungen und die Korrektoren für die Bewertung der schriftlichen Prüfungsleistungen sowie die Fachausschüsse für die Durchführung der mündlichen Prüfungen. Diese Fachausschüsse bestehen aus einem Vorsitzenden und mindestens einer weiteren Lehrkraft des Studienkollegs.
(4) Im Fall des Absatzes 3 Nr. 1 muss die schriftliche Anmeldung dem Studienkolleg spätestens drei Tage sowie in den Fällen des Absatzes 3 Nr. 2 bis 4 spätestens drei Wochen vor Beginn der Feststellungsprüfung vorliegen. In den Fällen des Absatzes 3 Nr. 3 und 4 ist der Anmeldung eine Bestätigung der Hochschule, dass die Aufnahme des angestrebten Studiums nach Bestehen der Feststellungsprüfung ermöglicht wird, sofern in zulassungsbeschränkten Studiengängen eine Zulassung im Rahmen des Auswahlverfahrens erteilt wird, beizufügen. Außerdem ist eine schriftliche Erklärung über eine vorangegangene Teilnahme an der Feststellungsprüfung und deren Ergebnis abzugeben.
(5) Im Fall des Absatzes 3 Nr. 1 ist der Studienbewerber mit der schriftlichen Anmeldung zugelassen. In den Fällen des Absatzes 3 Nr. 2 bis 4 entscheidet der Prüfungsausschuss über die Zulassung zur Prüfung. Die Zulassung zur Prüfung ist abzulehnen, wenn die Anmeldung nicht fristgerecht oder nicht vollständig vorliegt oder wenn der Studienbewerber bereits zweimal erfolglos an der Feststellungsprüfung teilgenommen hat. Die Entscheidung ist dem Studienbewerber bis spätestens eine Woche vor Prüfungsbeginn schriftlich bekannt zu geben und bei Ablehnung zu begründen.
Soweit es die Behinderung eines Studienbewerbers erfordert, kann der Prüfungsausschuss Vorbereitungszeiten und Prüfungszeiten angemessen verlängern und sonstige Ausnahmen vom Prüfungsverfahren zulassen. Die fachlichen Leistungsanforderungen bleiben hiervon unberührt.
(2) Die drei Fächer der schriftlichen Prüfung werden durch den Prüfungsausschuss für jeden Schwerpunktkurs auf der Grundlage der Rahmenfestlegungen nach Anlage 1 bestimmt. Die Prüfungsaufgaben verlangen vom Studienbewerber die Darstellung fachlicher Inhalte in der Form einer produktiven Sprachleistung. Satz 2 gilt nicht für das Prüfungsfach Mathematik. Für das Fach Deutsch gelten ergänzend die Regelungen der Anlage 2.
(3) Fächer der mündlichen Prüfung sind die Pflichtfächer und bis zu drei Zusatzfächer des jeweiligen Schwerpunktkurses. Der Studienbewerber soll in den Fächern der schriftlichen Prüfung, soweit sie nicht Pflichtfächer sind, in denen das arithmetische Mittel aus Vornote (§ 10 Abs. 5 Satz 1) und schriftlicher Prüfungsleistung nicht zu einer der in § 10 Abs. 1 genannten Noten führt, auch mündlich geprüft werden. Der Studienbewerber soll in allen weiteren Fächern, nicht jedoch über drei Zusatzfächer hinaus mündlich geprüft werden, in denen ein begründetes Bedürfnis besteht, sich eine abschließende Überzeugung von seinen durch die Vornote nachgewiesenen Kenntnissen zu verschaffen. Die Entscheidung trifft der Prüfungsausschuss. Die mündliche Prüfung wird mit einem zusammenhängenden Kurzvortrag des Studienbewerbers zu einem fachlichen Thema eröffnet. Für das Fach Deutsch gelten ergänzend die Regelungen der Anlage 2.
(4) Studienbewerber, die die nötigen Deutschkenntnisse nachweisen durch:
as Deutsche Sprachdiplom – Stufe II (DSDII) der Kultusministerkonferenz (Beschluss vom 6. Dezember 1996 in der Fassung vom 28. September 2005, Sammlung der Beschlüsse der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, 3. Auflage, Neuwied, Luchterhand, 1982 – Loseblattsammlung),
können vom Prüfungsausschuss von der Teilnahme an der Deutschprüfung befreit werden.
(1) Der Prüfungsausschuss wählt die schriftlichen Prüfungsaufgaben aus. Die Dauer der schriftlichen Prüfung beträgt in jedem Fach, vorbehaltlich der Regelungen für das Fach Deutsch, 180 Minuten.
(2) Die Prüfung findet unter Aufsicht statt. In einem Protokoll sind Datum und Fach der Prüfung, die Namen des oder der Aufsichtführenden und des Protokollführers, Beginn und Ende der Prüfungszeit und besondere Vorkommnisse festzuhalten. Das Protokoll ist vom Protokollführer zu unterschreiben.
(1) Studienbewerber, deren Durchschnitt von Vornote gemäß § 10 Abs. 5 Satz 1 und schriftlicher Prüfungsleistung nach § 10 Abs. 2 in zwei Fächern der schriftlichen Prüfung schlechter als ausreichend ist, sind nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen. In diesem Falle ist die Feststellungsprüfung nicht bestanden.
(3) Die Prüfung wird vom zuständigen Fachausschuss abgenommen. Der Verlauf der mündlichen Prüfung wird protokolliert. Im Protokoll werden Datum und Fach der Prüfung, die Zusammensetzung des Fachausschusses, Beginn und Ende der Prüfungszeit, die wesentlichen Prüfungsaufgaben, das Prüfungsergebnis und besondere Vorkommnisse festgehalten. Das Protokoll ist vom Protokollführer zu unterschreiben.
(2) Es werden nur ganze Noten vergeben. Jede Prüfungsleistung ist mit zwei Noten, getrennt nach fachlichem Inhalt und sprachlicher Richtigkeit zu bewerten. Die Note für den fachlichen Inhalt stellt zugleich die Prüfungsnote dar, es sei denn, die Note für die sprachliche Richtigkeit ist schlechter als die Note für den fachlichen Inhalt. In diesem Fall ergibt sich die Prüfungsnote aus dem arithmetischen Mittel beider Noten ohne Berücksichtigung von Kommastellen.
(3) Schriftliche Prüfungsarbeiten werden von zwei Korrektoren unabhängig voneinander in einer Erst- und Zweitkorrektur bewertet. Weichen Erst- und Zweitkorrektur voneinander ab und können sich die Korrektoren nicht auf eine Note einigen, legt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Note fest.
(4) Die Leistungen in den mündlichen Prüfungen werden von den Mitgliedern des Fachausschusses bewertet. Bei nicht übereinstimmender Bewertung entscheidet der Vorsitzende.
(5) Für Studienbewerber, die das Studienkolleg besucht haben, stellt die Benotung der Leistung des zweiten Semesters die Vornote für das jeweilige Fach dar. Nach Beendigung der Prüfungen bildet der Prüfungsausschuss die jeweiligen Fachnoten als arithmetisches Mittel aus den Prüfungsnoten und den Vornoten. In den Fällen der §§ 17 bis 19 werden die jeweiligen Fachnoten als arithmetisches Mittel aus den Prüfungsnoten gebildet. Bei der Berechnung der Fachnote wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt, alle weiteren Stellen werden ohne Rundung ersatzlos gestrichen. Bis vier Zehntel wird auf die nächste bessere Note abgerundet, ab sechs Zehntel wird auf die nächste schlechtere Note aufgerundet. Bei fünf Zehnteln gibt die Prüfungsleistung den Ausschlag; in den Fällen der §§ 17 bis 19 gibt die Note für die schriftliche Prüfungsleistung den Ausschlag. In Fächern, die weder mündlich noch schriftlich geprüft wurden, ist die Vornote die Fachnote.
(1) Der Prüfungsausschuss stellt das Ergebnis der Feststellungsprüfung („bestanden“ oder „nicht bestanden“) fest. Die Feststellungsprüfung ist bestanden, wenn der Studienbewerber in allen Fächern mindestens die Fachnote „ausreichend“ erzielt hat.
(2) Der Prüfungsausschuss bildet die Gesamtnote als arithmetisches Mittel aus den Fachnoten. Die Gesamtnote wird auf eine Dezimalstelle hinter dem Komma gebildet, alle weiteren Stellen werden ohne Rundung ersatzlos gestrichen. Bei Bewerbern, die gemäß § 7 Abs. 4 von der Teilnahme an der Deutschprüfung befreit sind, bleibt das Fach Deutsch bei der Berechnung der Gesamtnote unberücksichtigt.
(4) Wenn in nur einem Fach, ausgenommen das Fach Deutsch, die Fachnote „ausreichend“ nicht erzielt wurde, kann der Prüfungsausschuss in diesem Fach ohne Antrag des Studienbewerbers eine Nachprüfung vor Beginn des folgenden Semesters gestatten. Der Termin für die Nachprüfung wird vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses festgelegt und dem Studienbewerber schriftlich mitgeteilt. Wird die Nachprüfung bestanden, so geht die Note „ausreichend“ als Fachnote in die Berechnung der Gesamtnote der Feststellungsprüfung ein.
(1) Eine nicht bestandene Feststellungsprüfung kann vorbehaltlich des § 17 nur einmal und vorbehaltlich des Absatzes 2 nur als Ganzes wiederholt werden. Die Wiederholungsprüfung kann nur an demselben Studienkolleg und frühestens nach einem Semester abgelegt werden.
(2) Der Prüfungsausschuss kann auf Antrag beschließen, dass bei einer Wiederholungsprüfung auf die Prüfungen in den Fächern verzichtet wird, in denen der Studienbewerber die Prüfung bestanden hatte. Die in diesen Fächern erteilten Fachnoten werden bei erfolgreichem Ablegen der Wiederholungsprüfung bei der Feststellung des Ergebnisses der Prüfung nach § 11 übernommen. Unterzieht sich der Studienbewerber bei einer Wiederholungsprüfung auch einer Prüfung in den bereits bestandenen Fächern, so werden die Noten der Wiederholungsprüfungen als Prüfungsleistungen in die Berechnung der Fachnoten gemäß § 10 Abs. 5 eingebracht.
(1) Über die bestandene Feststellungsprüfung wird ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 3 ausgestellt. Das Zeugnis enthält die Fachnoten und die Gesamtnote.
(1) Kann ein Studienbewerber aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, die Prüfung ganz oder teilweise nicht ablegen, so ist ihm Gelegenheit zu geben, die gesamte Prüfung oder einzelne Teilprüfungen nachzuholen. Eine Prüfungsverhinderung ist unverzüglich gegenüber dem Prüfungsausschuss geltend zu machen und nachzuweisen. Im Falle einer Krankheit erfolgt der Nachweis grundsätzlich durch ein amts- oder fachärztliches Zeugnis, das in der Regel nicht später als am Prüfungstage ausgestellt sein darf. Ob ein entschuldigtes Fehlen vorliegt, entscheidet der Prüfungsausschuss.
(2) Legt ein Studienbewerber
nicht ab, obwohl kein Grund nach Absatz 1 und kein Ausschluss nach § 16 Abs. 4 Nr. 2 vorliegt, wird in den Fällen der Nummer 1 die Teilprüfung mit der Note „nicht ausreichend“ bewertet. In den Fällen der Nummer 2 gilt die Feststellungsprüfung als nicht bestanden.
Zugelassene Hilfsmittel in Prüfungen sind:
Der Prüfungsausschuss kann weitere Hilfsmittel zulassen, soweit diese zur Durchführung einzelner Prüfungsteile notwendig sind. Für das Fach Deutsch gelten die Regelungen der Anlage 2.
(1) Unternimmt es ein Studienbewerber, das Ergebnis einer schriftlichen Arbeit oder einer mündlichen Prüfung durch Täuschung, Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel, unzulässige Hilfe Dritter oder durch Einwirken auf Prüfungsorgane oder die von diesen mit der Wahrnehmung von Prüfungsangelegenheiten beauftragte Person zu beeinflussen, so ist die betreffende Prüfungsleistung mit der Note „nicht ausreichend“ zu bewerten. Der Besitz nicht zugelassener Hilfsmittel nach Ausgabe der Prüfungsaufgaben oder nach Beginn der mündlichen Prüfung steht der Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel gleich.
(2) Ist im Falle des Absatzes 1 die Prüfung bereits durch Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses beendet, so ist nachträglich das Prüfungsergebnis entsprechend zu berichtigen oder die Prüfung für nicht bestanden zu erklären. Ein bereits erteiltes Prüfungszeugnis ist einzuziehen und zu vernichten.
(3) Besteht der Verdacht des Besitzes nicht zugelassener Hilfsmittel, so sind die Aufsichtführenden in der schriftlichen Prüfung und der Vorsitzende des Fachausschusses in der mündlichen Prüfung befugt, diese Hilfsmittel sicherzustellen. Hilfsmittel, die wegen einer unzulässigen Veränderung beanstandet werden, sind dem Studienbewerber bis zur Beendigung der Prüfungszeit, bei schriftlichen Prüfungen jedoch längstens bis zur Abgabe der Arbeit, zu entziehen. Verhindert der Studienbewerber eine Überprüfung oder eine Sicherstellung oder nimmt er nach Beanstandung gemäß Satz 2 eine Veränderung in den Hilfsmitteln vor, wird die betreffende Prüfungsleistung mit der Note „nicht ausreichend“ bewertet.
(1) Studierende am Studienkolleg können nach Abschluss des ersten Semesters in einem oder mehreren Fächern oder an der gesamten Feststellungsprüfung teilnehmen (Freiversuch). Sie sind zur Prüfung zuzulassen, wenn die Leistungen in den betreffenden Fächern mindestens „gut“ sind.
(2) Studienbewerber nach Absatz 1, deren schriftliche Prüfungsleistungen in zwei Fächern schlechter als „ausreichend“ sind, sind nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen. Von der mündlichen Prüfung in den schriftlich geprüften Fächern ist auf Antrag des Studienbewerbers in den Fächern abzusehen, in denen mindestens die Note „ausreichend“ erzielt wurde.
(3) Soweit Studienbewerber die vorzeitige Prüfung in einzelnen Fächern oder insgesamt nicht bestanden haben, gilt die Prüfung in diesen Fächern oder insgesamt als nicht abgelegt. Soweit sie bestanden haben, werden die Studienbewerber auf Antrag im zweiten Semester von der Teilnahme am Unterricht in diesen Fächern befreit.
(4) Der Prüfungsausschuss kann Studienbewerber auf Antrag zu einer Wiederholungsprüfung zwecks Notenverbesserung zulassen. Dies gilt nicht im Falle des Absatzes 3 Satz 2.
(1) Externe Studienbewerber, die nicht am Studienkolleg studieren, können an der Feststellungsprüfung teilnehmen. Sie sind zur Prüfung zuzulassen, wenn ihre Vorbildung eine erfolgreiche Teilnahme erwarten lässt. Dem zugelassenen Studienbewerber wird Gelegenheit gegeben, sich am Studienkolleg über die Prüfungsanforderungen und die zweckmäßige Art der Vorbereitung zu informieren.
(2) Zusätzlich zu den schriftlichen Prüfungen in den in § 7 Abs. 2 Satz 1 genannten Pflichtfächern müssen externe Studienbewerber mündliche Prüfungen in diesen sowie in allen weiteren Fächern des von ihnen angegebenen Schwerpunktkurses ablegen. Studienbewerber, deren schriftliche Prüfungsleistungen in zwei Fächern schlechter als ausreichend sind, sind nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen. Von der mündlichen Prüfung in den schriftlich geprüften Fächern ist auf Antrag des Studienbewerbers in den Fächern abzusehen, in denen mindestens die Note „ausreichend“ erzielt wurde.
(2) Die Ergänzungsprüfung erstreckt sich auf diejenigen Fächer desjenigen Schwerpunktkurses, dem der nunmehr angestrebte Studiengang zugeordnet ist und in denen der Studienbewerber bisher nicht die vorgesehene schriftliche oder mündliche Prüfung abgelegt hat. Dabei werden diejenigen Fächer, die nicht nach § 7 Abs. 2 Satz 1 bestimmt wurden, mündlich geprüft.
(3) Studienbewerber, deren schriftliche Prüfungsleistungen in zwei Fächern schlechter als „ausreichend“ sind, sind nicht zur mündlichen Prüfung zugelassen. Von der mündlichen Prüfung in den schriftlich geprüften Fächern ist auf Antrag des Studienbewerbers in den Fächern abzusehen, in denen mindestens die Note „ausreichend“ erzielt wurde.
(4) Der Prüfungsausschuss stellt das Ergebnis der Ergänzungsprüfung als „bestanden“ oder „nicht bestanden“ fest. Die Ergänzungsprüfung ist bestanden, wenn der Studienbewerber in allen Fächern mindestens die Fachnote „ausreichend“ erzielt hat.
(5) Der Prüfungsausschuss bildet die Gesamtnote als arithmetisches Mittel aus den Fachnoten der Ergänzungsprüfung. Die Gesamtnote wird auf eine Dezimalstelle hinter dem Komma gebildet, alle weiteren Stellen werden ohne Rundung ersatzlos gestrichen.
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst zur Feststellung der Eignung ausländischer und staatenloser Studienbewerber für die Aufnahme eines Studiums an Hochschulen der Bundesrepublik Deutschland (Feststellungsprüfungsverordnung – FSPVO) vom 29. März 2001 (SächsGVBl. S. 171) außer Kraft.
Quelle: REVOSax http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/12147-Feststellungspruefungsverordnung Stand vom 22.04.2018