Source: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/trips-abkommen-50001
Timestamp: 2018-07-16 06:23:44
Document Index: 85579935

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 9', 'Art. 15', 'Art. 25', 'Art. 27', 'Art. 35', 'Art. 39', 'Art. 40', 'Art. 41']

ᐅ TRIPS-Abkommen • Definition im Gabler Wirtschaftslexikon Online
Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights; Abk. für das im Rahmen der Uruguay-Runde des GATT am 15.4.1994 geschlossene Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (BGBl. II 1730), dem nicht nur die Mitgliedsstaaten der EU, sondern auch die EU selbst angehört.
Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights; Abk. für das im Rahmen der Uruguay-Runde des GATT am 15.4.1994 geschlossene Übereinkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (BGBl. II 1730), dem nicht nur die Mitgliedsstaaten der EU, sondern auch die EU selbst angehört. Seit 1.1.1995 in Kraft. Es ist Bestandteil des WTO-Abkommens und für alle WTO-Mitglieder verbindlich. Seine Bedeutung liegt v.a. darin, dass es das materielle Recht der Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums (PVÜ) auf WTO-Mitglieder erstreckt, die (noch) nicht Mitglieder der PVÜ sind (Art. 2 TRIPS). Für das GATT-Abkommen ist durch den Europäischen Gerichtshof entschieden, dass es im Rahmen der EU keine subjektiven Rechte der Gemeinschaftsbürger begründet, die Gemeinschaftsorgane aber beim Erlass sekundären Gemeinschaftsrechts bindet. Demgegenüber erkennt TRIPS die Immaterialgüterrechte ausdrücklich als private Rechte an und begründet für die Mitgliedsstaaten die Pflicht, im Bereich der gewerblichen Schutzrechte und Urheberrechte Mindeststandards in ihr Recht aufzunehmen und die in dem Abkommen festgelegte Behandlung den Angehörigen der anderen Mitgliedsstaaten zu gewähren (Art. 1); bestehende internationale Abkommen wie die PVÜ und die im Rahmen der WIPO geschlossenen Abkommen werden nicht außer Kraft gesetzt und von den Verpflichtungen aus dem TRIPS-Abkommen nicht berührt. Das Abkommen schafft damit kein einheitliches internationales materielles Recht, sondern folgt dem Territorialitätsprinzip und dem Prinzip der Harmonisierung der nationalen Rechtsordnungen nach festgelegten Standards. Es enthält dazu Vorschriften über Urheberrechte und verwandte Schutzrechte (Art. 9 f.), Marken und geografische Angaben (Art. 15 f., 22 f.), gewerbliche Muster und Modelle (Art. 25 f.), Patente (Art. 27 f.), Topografien von integrierten Schaltkreisen (Art. 35 f.), über den Schutz des Know-how (Art. 39) und zur Kontrolle wettbewerbswidriger Praktiken in Lizenzverträgen (Art. 40). Daneben befinden sich Vorschriften zum Rechtsschutz (Art. 41 f.).
Mindmap TRIPS-Abkommen Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/trips-abkommen-50001 node50001 TRIPS-Abkommen node34235 gewerbliche Schutzrechte node50001->node34235 node47105 WIPO node50001->node47105 node50329 Uruguay-Runde node50001->node50329 node34148 Immaterialgüterrechte node50001->node34148 node41979 Pariser Verbandsübereinkunft zum ... node50001->node41979 node42833 Patent node34235->node42833 node34154 Haager Abkommen node34154->node47105 node32297 ICC node32297->node47105 node47960 UN node47105->node47960 node35701 Drittauskunft node35701->node34235 node35314 Erschöpfung node35314->node34235 node40958 Inländerbehandlung node40958->node34235 node33183 Forderungen node41972 Sachenrecht node31677 absolutes Recht node36439 GATS node50329->node36439 node46987 World Trade Organization ... node50329->node46987 node42159 Protektionismus node50329->node42159 node35544 GATT node50329->node35544 node34148->node34235 node34148->node33183 node34148->node41972 node34148->node31677 node44545 Patentanmeldung node44545->node41979 node44841 PVÜ node44841->node41979 node41979->node42833 node46987->node50001 node40855 ISO node40855->node47105
Mindmap TRIPS-Abkommen Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/trips-abkommen-50001 node50001 TRIPS-Abkommen node50329 Uruguay-Runde node50001->node50329 node41979 Pariser Verbandsübereinkunft zum ... node50001->node41979 node34148 Immaterialgüterrechte node50001->node34148 node34235 gewerbliche Schutzrechte node50001->node34235 node47105 WIPO node50001->node47105
Kapitel 4: Das Verhältnis zwischen der CCD und den WTO-Abkommen
Um das Verhältnis zwischen der CCD und den WTO-Abkommen zu analysieren, insbesondere das Verhältnis zwischen dem in Kapitel 2 erörterten Recht der CCD-Mitglieder, bestimmte kulturpolitische Maßnahmen zu ergreifen, und den in Kapitel 3 diskutierten …
Kapitel 6: Thesenartige Zusammenfassung
Kulturprodukte sind Waren, Dienstleistungen und Daten, die als regulärer Handelsgegenstand handelbar sind und kulturelle Ausdrucksformen verkörpern. Sie sind als Träger kultureller Identitäten schützenswerter Teil der gelebten Kultur eines Landes …
Kapitel 3: Kulturelle Ausdrucksformen im Welthandelsrecht
Am 15. April 1994 endete in Marrakesch die 1986 in Punta del Este (Uruguay) begonnene, als Uruguay-Runde bezeichnete achte Verhandlungsrunde des GATT mit dem Abschluss des Marrakesch-Abkommens (WTO-Ü)1 samt umfassender Reform der Welthandelsregeln …
Angestellter Arbeitnehmer Bretton-Woods-System Direktinvestition Entwicklungsländer Freihandelszone GATT Herausgeber Lizenzvertrag Marke Migration Patent Product Placement Rabatt Schwellenländer Urheberrecht World Trade Organization (WTO) gewerbliche Schutzrechte informeller Sektor struktureller Wandel