Source: http://recht-und-rat.info/vaterschaftsrecht/
Timestamp: 2017-03-23 16:21:34
Document Index: 237409521

Matched Legal Cases: ['§ 1592', '§ 1626', '§ 1600', '§ 1600', 'BGH', '§ 1600']

Die Grundlagen zum Vaterschaftsrecht
Geregelt ist das Vaterschaftsrecht insbesondere in den §§ 1592 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Zum Vaterschaftsrecht im weiteren Sinne lassen sich zudem zahlreiche Einzelvorschriften im BGB zählen, welche auf irgendeiner Art und Weise die Vaterschaft betreffen, wie zB die Vorschriften über die elterliche Sorge (§§ 1626 ff. BGB).
Die Vaterschaft kann im Vaterschaftsrecht jedoch angefochten werden. Anfechtungsberechtigt können im Vaterschaftsrecht grundsätzlich neben dem rechtlichen Vater selbst auch die Mutter und das Kind sein und darüber hinaus u.U. auch derjenige, der glaubt der biologische Vater des Kindes zu sein, vgl. § 1600 Abs. 1 Nr. 1- 4 BGB. Seit dem. 1. Juni 2008 sind im Vaterschaftsrecht auch zuständige Behörden berechtigt die Vaterschaft anzufechten, vgl. § 1600 Abs. 1 Nr. 5 BGB.
BGH Urteil vom 16.04.2008 – Az.: XII ZR 144/06
Rechtsausübungssperre des § 1600d Abs. 4 BGB kann im Regressprozess des Scheinvaters gegen den mutmaßlichen Erzeuger des Kindes in besonders gelagerten Einzelfällen mit der Folge durchbrochen werden, dass die Vaterschaft des Beklagten inzident festgestellt werden kann.