Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20117,%20217
Timestamp: 2019-07-23 08:17:41
Document Index: 196129504

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 541', 'BGH', 'BGH', '§ 541', '§ 121', '§ 79', '§ 29', '§ 28', '§ 79', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 554', '§ 172', 'BGH', '§ 13', '§ 541', 'BGH', '§ 28', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 19.02.1992 - VIII ARZ 5/91 - dejure.org
https://dejure.org/1992,1230
BGH, 19.02.1992 - VIII ARZ 5/91 (https://dejure.org/1992,1230)
BGH, Entscheidung vom 19.02.1992 - VIII ARZ 5/91 (https://dejure.org/1992,1230)
BGH, Entscheidung vom 19. Februar 1992 - VIII ARZ 5/91 (https://dejure.org/1992,1230)
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Wohnungsmodernisierung - Miterhöhung - Zumutbarkeit - Ortsüblicher Zustand - Duldungspflicht - Neue Bundesländer
Modernisierung; allgemein üblicher Zustand
Zur Duldungspflicht des Mieters bei Modernisierungsmaßnahmen
BGB § 541b Abs. 1
Mietrecht; Modernisierungsmaßnahme zur Anpassung der Mieträume an allgemein üblichen Zustand
Duldungspflicht des Mieters bei Maßnahmen zur Verbesserung der gemieteten Räume (IBR 1992, 211)
BGHZ 117, 217
NJW 1992, 1386
MDR 1992, 476
NJ 1992, 459
WM 1992, 794
DB 1992, 830
JR 1992, 333
Dementsprechend sind auch die Vorstellungen darüber, welche Ausstattung Altbauten und Neubauten regelmäßig aufweisen, unterschiedlich (BGHZ 117, 217, 225 zu § 541b Abs. 1 Satz 3 BGB a.F.).
Der Bundesgerichtshof setzt bei Vorlagen anderer Gerichte (vgl. § 121 Abs. 2 GVG, § 79 Abs. 3 OWiG, § 29 EGGVG, § 28 Abs. 2 FGG, § 79 Abs. 2 GBO) voraus, daß es vom Standpunkt des vorlegenden Gerichts aus für die Entscheidung auf die streitige Rechtsfrage ankommt (BGHZ 112,´127, 129; 117, 217, 221; BGHSt 33, 183, 186).
Käme es darauf an, könnte der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGH, Beschluss vom 19. Februar 1992, NJW 1992, 1386, 1387), nach der von einem "allgemein üblichen Zustand" von Mieträumen im Sinne des § 554 Abs. 2 Satz 4 BGB erst bei einem Verbreitungsgrad in mindestens 2/3 der Wohnungen auszugehen ist, in Bezug auf § 172 Abs. 4 Satz 3 Nr. 1 BauGB ohnehin nicht gefolgt, sondern allenfalls ein 50 % übersteigender Verbreitungsgrad gefordert werden.
Bildet indes - wie hier - nicht nur der Bestand sondern auch die Rechtmäßigkeit eines Verwaltungsakts eine Vorfrage im Zivilprozess, so ist das ordentliche Gericht an die rechtskräftige Bejahung der eines rechtsgestaltenden Verwaltungsakts durch das Verwaltungsgericht gebunden (vgl. BGH, Urteil vom 07.02.1992, V ZR 246/90, NJW 1992, 1386, dort Rn 26;… vgl. auch Zöller-Vollkommer, a.a.O., § 13 GVG, Rn 45/48 mwN).
Nach § 541 b Abs. 1 BGB in der Fassung des Gesetzes zur Erhöhung des Angebots an Mietwohnungen vom 20. Dezember 1982 (BGBl I S. 1912) braucht der Mieter solche Maßnahmen dann nicht zu dulden, wenn sie unter Berücksichtigung der zu erwartenden Erhöhung des Mietzinses für ihn oder seine Familie eine Härte bedeuten würden, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters und anderer Mieter in dem Gebäude nicht zu rechtfertigen ist (näher hierzu und zur Bedeutung etwaiger Wohngeldansprüche BGH, Beschl. v. 19. Februar 1992, VIII ARZ 5/91, NJW 1992, 1386).
Der Bundesgerichtshof versteht den Begriff der Entscheidungserheblichkeit bei Vorlagen anderer Gerichte - etwa nach §§ 28 Abs. 2 FGG, 79 Abs. 2 GBO, 541 ZPO - in dem Sinne, daß es vom Standpunkt des vorlegenden Gerichts aus für die Entscheidung auf die streitige Rechtsfrage ankommt, sich also aus dem Vorlagebeschluß ergeben muß, daß das vorlegende Gericht bei Befolgung der abweichenden Ansicht zu einem anderen Ergebnis gelangen würde (BGH, Beschl. v. 14. Oktober 1981 - IVb ZB 718/80, BGHZ 82, 34, 36 f; v. 11. Juli 1990 - XII ZB 113/87, BGHZ 112, 127, 129; v. 19. Februar 1992 - VIII ARZ 5/91, BGHZ 117, 217, 221).
KG, 10.05.2007 - 8 U 166/06
Wohnraummiete: Anforderungen an eine Modernisierungsankündigung; Pflicht des …
Das Wohngeld ist nämlich als Teil des Gesamtnettoeinkommens des Mieters zu behandeln, weil er auf diese öffentliche Hilfe einen Anspruch hat (vgl. KG RE GE 1981, 757; BGH NJW 1992, 1386; LG Berlin GE 2005, 1491).
Unberücksichtigt lassen die Beklagten insoweit, dass die mieterschützenden Regelungen im Modernisierungsrecht den vertragstreuen Mieter mit Blick auf seinen aus Art. 14 GG abgeleiteten Bestandsschutz vor einem "Hinausmodernisieren" schützen wollen und müssen (vgl. BGH, Beschluss vom 19.02.1992 - VIII ARZ 5/91, MDR 1992, 476, [477]; BVerfG, Beschluss vom 08.01.1985 - 1 BvR 792/83, 1 BvR 501/83, in WuM 1985, 75; Beschluss vom 26.05.1993 - 1 BvR 208/93, in NJW 1993, 2035).
LG Berlin, 24.01.2017 - 67 S 328/16
Wohnraummietvertrag: Ausschluss einer Modernisierungsmieterhöhung bei besonderer …
Die Beklagte trägt als für das Vorliegen des Ausnahmetatbestandes darlegungs- und beweispflichtig hierzu auch im Berufungsrechtszug keine verwendbaren Tatsachengrundlagen, gegebenenfalls zusätzlich belegt durch beispielsweise eine amtliche Auskunft, zur Prüfung der Voraussetzung von Ausstattungsmerkmalen des allgemein üblichen Standards unter Zugrundelegung des Maßstabes, dass der Zustand bereits bei zwei Dritteln der Wohnungen derselben Baualtersklasse in derselben Region tatsächlich erreicht sein soll (BGH, Rechtsentscheid in Mietsachen vom 19. Februar 1992 - VIII ARZ 5/91, BGHZ 117, 217-230), vor.
AG Berlin-Mitte, 26.02.2014 - 119 C 408/13
"Wir lassen uns nicht Luxussanieren": Transparent am Balkon ist erlaubt!
LG Berlin, 21.03.2005 - 67 S 433/03
OLG Karlsruhe, 12.08.1996 - 11 Wx 62/95
Rechtmäßigkeit einer Anschlussverpflichtung an eine bestehende …
LG Berlin, 09.10.2018 - 63 S 48/18
LG Berlin, 18.09.1995 - 62 S 67/95