Source: https://www.arbeitssicherheit.de/schriften/dokument/0:4180486,20.html
Timestamp: 2019-09-22 17:10:35
Document Index: 51335788

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 6', '§ 23', '§ 19']

§ 19 GefStoffV, Behördliche Ausnahmen, Anordnungen und Befug...
§ 19 GefStoffV
Abschnitt 6 – Vollzugsregelungen und Ausschuss für Gefahrstoffe
§ 19 GefStoffV – Behördliche Ausnahmen, Anordnungen und Befugnisse
(1) 1Die zuständige Behörde kann auf schriftlichen oder elektronischen Antrag des Arbeitgebers Ausnahmen von den §§ 6 bis 15 zulassen, wenn die Anwendung dieser Vorschriften im Einzelfall zu einer unverhältnismäßigen Härte führen würde und die Abweichung mit dem Schutz der Beschäftigten vereinbar ist. 2Der Arbeitgeber hat der zuständigen Behörde im Antrag darzulegen:
die jährlich zu verwendende Menge des Gefahrstoffs,
die geplanten Maßnahmen zur Gewährleistung des Gesundheitsschutzes und der Sicherheit der betroffenen Beschäftigten,
die technischen und organisatorischen Maßnahmen, die zur Verringerung oder Vermeidung einer Exposition der Beschäftigten ergriffen werden sollen.
(3) 1Die zuständige Behörde kann unbeschadet des § 23 des Chemikaliengesetzes im Einzelfall Maßnahmen anordnen, die der Hersteller, Lieferant oder Arbeitgeber zu ergreifen hat, um die Pflichten nach den Abschnitten 2 bis 5 dieser Verordnung zu erfüllen; dabei kann sie insbesondere anordnen, dass der Arbeitgeber
die zur Bekämpfung besonderer Gefahren notwendigen Maßnahmen ergreifen muss,
festzustellen hat, ob und in welchem Umfang eine vermutete Gefahr tatsächlich besteht und welche Maßnahmen zur Bekämpfung der Gefahr ergriffen werden müssen,
die Arbeit, bei der die Beschäftigten gefährdet sind, einstellen zu lassen hat, wenn der Arbeitgeber die zur Bekämpfung der Gefahr angeordneten notwendigen Maßnahmen nicht unverzüglich oder nicht innerhalb der gesetzten Frist ergreift.
2Bei Gefahr im Verzug können die Anordnungen auch gegenüber weisungsberechtigten Personen im Betrieb erlassen werden.
Zu § 19: Geändert durch V vom 15. 7. 2013 (BGBl I S. 2514) und 15. 11. 2016 (BGBl I S. 2549).