Source: http://www.steuerschroeder.de/selbstaendig-machen/finanzen.html
Timestamp: 2017-06-26 15:40:06
Document Index: 79164795

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 8', '§ 6', '§ 8', '§ 6', '§ 4']

Selbständig machen - Finanzen
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Möglichkeiten der Finanzierung zum Selbständig machen
Ein wichtiger Schritt Ihrer Existenzgründung ist die Finanzierung Ihrer Geschäftsidee. Sich selbständig machen ist immer mit Kosten verbunden. Abhängig von der Branche, der Idee und der Unternehmensform sind die Finanzierungskosten unterschiedlich hoch. Der erste Schritt ist daher den Kapitalbedarf zu ermitteln, insbesondere Gründungskosten, Anlaufkosten und Investitionen. Sie sollten daher einen Kapitalbedarfsplan und einen Liquiditätsplan erstellen. Sollten die finanziellen Mittel vom Gründer nicht allein aufgebracht werden können, wird die Nutzung von Fremdkapital zu einem wichtigen Teil der Finanzierung. Selbst wenn Sie zum Selbständig machen keine Fremdmittel in Anspruch nehmen, kostet die Gründung Geld - Ihr Eigenkapital. Aus diesem Grund finden nachfolgend alle Personen, die sich selbständig machen wollen und Kapital zur Finanzierung Ihre Selbständigkeit brauchen, wertvolle Tipps und wichtige Bezugsquellen.
regelmäßige monatliche Sparrate
Jahr(e) Monat(e)
ohne Abgeltungssteuer
Zinsertrag (brutto)
abz. Steuern
Selbständig machen mit Eigenkapital
Wenn Sie genug Eigenkapital haben, dann ist die Selbständigkeit schnell finanziert. Gerade jungen Menschen, die sich selbständig machen wollen, fehlt oftmals das Eigenkapital zur Firmengründung. Das bedeutet aber nicht, dass damit in jedem Fall der Traum von der Selbständigkeit ausgeträumt sein muss. Sind Sie als Gründungswilliger von Ihrer Geschäftsidee vollständig überzeugt? Haben Sie den Markt analysiert und herausgefunden, ob für Ihre Idee noch Platz ist? Können Sie Ihren Geschäftsplan detailliert erklären und überzeugend vortragen? Dann ist es an der Zeit, sich zu einem Gründerseminar anzumelden. In jeder etwas größeren Stadt gibt es Seminarangebote von der örtlichen Industrie- und Handelskammer oder anderen Organisationen. In diesen Schulungsmaßnahmen wird Ihnen das notwendige Wissen in kaufmännischer Hinsicht vermittelt. Und Sie erfahren Hilfestellung für die erforderlichen Schritte zur Firmengründung inklusive der Anträge auf Fördergelder. Es gibt berufliche Tätigkeiten, die fast ohne finanzielle Eigenmittel oder Förderzuschüsse bei der Gründung auskommen. Wenn Sie kein voll ausgestattetes Büro benötigen und kein Personal beschäftigen müssen, sind die Startkosten gering. Beispiele im Internet sind das Betreiben von Webseiten als Affiliate oder der Vertrieb von digitalen Produkten. Offline kann das ein Reinigungsservice sein oder eine Einkaufs- oder Haushaltshilfe. Auch wenn sich der monetäre Verlust sehr in Grenzen hält, sollte die Selbständigkeit nicht klappen, so ist auch bei diesen Berufen eine Beratung und eine Wettbewerbsanalyse zu empfehlen. Selbständig machen mit Fremdkapital
Darlehen zum Selbständig machen von Ihrem kontoführenden Institut
Bankdarlehen und Förderzuschüsse zum Selbständig machen können nur bei der Bank beantragt werden, bei der Sie Ihr Geschäftskonto führen oder beabsichtigen es einzurichten.
Für das Gespräch mit dem Kreditsachbearbeiter bereiten Sie sich am besten gut vor. Je besser, desto größer sind die Chancen, Ihr Ziel zu erreichen.
Überzeugen Sie Ihren Geldgeber mit einer gekonnt vorgetragenen Geschäftspräsentation von der Geschäftsidee sich selbständig machen zu wollen. Am meisten interessiert sich Ihr "Banker" für das Zahlenmaterial aus dem Businessplan. Begründen Sie die Notwendigkeit der Investitionen zum Selbständig machen und zeigen Sie den Zusammenhang mit dem Umsatz- und Ertragspotential sowie der Rentabilität auf. Je detaillierter Ihre Informationen sind, umso besser stehen Ihre Aussichten Fremdkapital zu bekommen.
Ergänzen Sie Ihren Businessplan für die Bank um:
Informationen über vorhandenes Eigenkapital, eine Liste der wahrscheinlichen Zins- und Tilgungskosten über die Kreditsumme,
eine Liste mit Sicherheiten, wie Bürgschaften, Immobilien, Grundstücke, Kfz, Maschinen,
einen Bericht über eine Existenzgründungsberatung durch einen Gründungscoach.
Sollten Sie eine Begleitung zum Bankgespräch mitnehmen, klären Sie vorab die Rollenverteilung. Sie als Gründer sind der Antragsteller. Um glaubwürdig zu sein, müssen Sie die Geschäftspräsentation zum Selbständig machen vortragen und zu allen Fragen Rede und Antwort stehen.
Führen Sie mit dem Banksachbearbeiter ein Gespräch auf Augenhöhe. Treten Sie selbstsicher auf und zeigen Sie, dass Sie von Ihrem Vorhaben des Selbständig machen vollständig überzeugt sind. Sie sind kein Bittsteller, sondern im Erfolgsfall Geschäftspartner der Bank. Stellen Sie klar, dass Ihnen an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gelegen ist und Sie den Gesprächspartner auch zukünftig über Ihr Selbständig machen informieren werden.
Versetzen Sie sich in die Lage des "Bankers". Welche Probleme könnte die Bank bei Ihren Vorstellungen des Selbständig machen sehen? Hilfreich sind Gespräche mit Dritten, die Schwachstellen in der Präsentation zum Selbständig machen finden könnten. Bereiten Sie sich auf entsprechende Fragen vor, damit Sie die Bedenken im Keim ersticken und mit Lösungsvorschlägen entkräften können. Das beweist Ihre Fachkompetenz als Person, die sich selbständig machen will.
Ihr Ziel muss es sein, die Bank zu überzeugen, Ihr Vorhaben zum Selbständig machen zu finanzieren. Erst dann beginnt die Suche nach der günstigsten Finanzierungslösung. Das vielversprechendste Angebot ist meist eine Kombination aus staatlichem Fördergeld und Hausbankdarlehen.
Vorteilhaft ist es, wenn Sie die infrage kommenden Förderprogramme zum Selbständig machen schon kennen.
Übernimmt die Bank die Finanzierung, pflegen Sie stets einen guten Kontakt zu Ihrem Bankberater.
Lehnt die Bank die Finanzierung Ihres Vorhabens zum Selbständig machen ab, überarbeiten Sie die Präsentation Ihres Konzeptes und sprechen Sie weitere Kreditinstitute an.
Förderzuschüsse zum Selbständig machen
Die Vergabe von Fördergeldern ist an feste Regeln gebunden. Mit dem öffentlichen ERP-Kredit können Sachanlagen, Warenbestände oder Betriebsmittel finanziert werden. Sachanlagen sind beispielsweise Geschäfts- und Betriebsausstattung sowie der Kauf von Immobilien. Bei Betriebsmitteln geht es um die laufenden Kosten.
Der Antrag auf Fördergeld muss vor dem Start des Selbständig machen gestellt sein. Das Gewerbe darf zwar angemeldet sein, aber Kaufverträge, Warenbestellungen oder Dienstleistungsaufträge dürfen vor Genehmigung der Finanzierung nicht unterschrieben werden.
Den Antrag stellt immer Ihr kontoführendes Bankinstitut. Füllen Sie die Formulare am besten gemeinsam mit Ihrem Kreditberater aus. Als Unterlagen benötigen Sie inhaltlich denselben Businessplan wie beim Darlehnsantrag. Einzige Ausnahme: Haben Sie zum Selbständig machen eine Unternehmensnachfolge geplant, brauchen Sie noch zusätzlich die Bilanzen der letzten zwei Jahre und die letzte verfügbare betriebswirtschaftliche Auswertung.
Ihre Bank prüft, ob sie den Kreditantrag selbst finanziert, an die KfW weiterleitet oder ablehnt. Es besteht kein Anspruch auf Weitergabe an die KfW. Bei Weiterleitung erfolgt eine zweite Prüfung durch die KfW. Das Ergebnis erhält die Hausbank innerhalb von zwei bis drei Wochen.
Wird Fördergeld gewährt, kann es nur zweckgebunden verwendet werden. Sie legen Ihrer Bank die Rechnungen für die geplanten Investitionen vor und das entsprechende Geld wird Ihrem Geschäftskonto gutgeschrieben.
Mikrokredite für den kleinen Kapitalbedarf
Mikrokredite sind Fördergelder, die an Kleinunternehmer in einer Höhe bis zu 25.000 Euro vergeben werden. Von etablierten Banken ist bekannt, dass sie an der Vergabe von Klein- und Kleinstkrediten wenig bis kein Interesse haben. Das war auch der Grund für die Entstehung von Mikrofinanzinstituten. Sie sind keine Banken, sondern Vermittler. Den Antrag stellen Kleinunternehmer unmittelbar bei einem Mikrofinanzinstitut. Wenn Sie sich selbständig machen, erhalten Sie Ihren Kredit direkt von der GLS Bank. Aufgabe des Instituts ist die Prüfung des Antrages. Danach ergeht eine Empfehlung an die GLS Bank. Eine der wesentlichsten Tätigkeiten ist die Kontrolle der Rückzahlung und die Verwaltung der Sicherheiten während der Laufzeit des Mikrodarlehns.
Auch einige Förderbanken bieten die Möglichkeit, ein Mikrodarlehen zu beantragen. Im Gegensatz zu einem klassischen Förderzuschuss, mit Weg über die Hausbank, können Mikrokredite direkt bei der Förderbank vorgenommen werden. Oftmals sind die Konditionen hier sogar besser als bei Mikrofinanzinstituten.
Online Kreditbörsen - Kredit von Privat
Im Internet haben sich Onlinekreditbörsen etabliert, auf denen Menschen, die sich selbständig machen wollen, Kredite von Privatpersonen erhalten. Dort stellen Sie Ihren Kreditantrag schnell unkompliziert und ohne Umweg über Ihr kontoführendes Geldinstitut ein. Der Kreditwunsch wird mit Projektbeschreibung, Laufzeit und gewünschtem Zinssatz von Ihnen online gestellt. Ist Ihr Projekt zum Selbständig machen interessant, stellen private Anleger einen x-beliebigen Betrag zur Verfügung. So ergibt sich durch viele Kleininvestitionen letztendlich Ihr Wunschbetrag. Rechtlich gesehen ist der private Onlinekredit Fremdfinanzierung für Ihre Unternehmensgründung.
Geld von der Agentur für Arbeit um sich selbständig zu machen
Arbeitslose, die sich selbständig machen wollen, können unter gewissen Maßgaben einen Gründungszuschuss erhalten. Ein Rechtsanspruch darauf besteht nicht. Er dient der Sicherung des Lebensunterhalts und der sozialen Absicherung. Ziel ist die Rückführung in den Arbeitsmarkt. Die Arbeitsagentur prüft die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten, die Sie besitzen, um sich selbständig zu machen. Die Tragfähigkeit der Firmengründung ist nachzuweisen. Dazu ist sowohl der Businessplan als auch eine Bescheinigung der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer oder einer anderen fachkundigen Stelle vorzulegen. Bestehen bei der Arbeitsagentur immer noch Zweifel an Ihrer Idee, sich selbständig zu machen, erfolgt die Feststellung Ihrer Befähigung im Rahmen einer Eignungsprüfung oder einer Schulungsmaßnahme zur Existenzgründung. Sicherheiten für den Existenzgründungskredit
Die Bank verlangt Sicherheiten für den Kredit
Um möglichen Zahlungsausfällen vorzubeugen, gewähren Banken Kredite nur gegen Sicherheiten. Dadurch soll zumindest ein Teil der Kreditsumme banküblich abgesichert werden. Diese Vorgehensweise ist unabhängig von der fachlichen und kaufmännischen Qualifikation und der Tragfähigkeit Ihres Geschäftskonzeptes zum Selbständig machen. Zu den bekanntesten Sicherheiten gehören Wertpapiere, Immobilien, Fahrzeuge, Lebensversicherungen, Edelmetall und Bürgschaften.
Bei einer Bürgschaft übernimmt eine dritte Person Ihre Verbindlichkeiten, sofern Sie Ihrer Pflicht zur Rückzahlung nicht nachkommen können. Der Bürge wird dann für den Betrag in Anspruch genommen, der durch die laufende Tilgung des Kredits als Rest übrig geblieben ist. Es bietet sich auch die Möglichkeit, eine Bürgschaftsbank in Anspruch zu nehmen, die es in jedem Bundesland gibt. Scheut die Hausbank das Risiko Ihrer Idee sich selbständig zu machen, stellen Sie dort einen Antrag. Nach eingehender Prüfung Ihres Vorhabens verbürgt sich die Bank für Ihren Kredit meist bis zu einer Größenordnung von achtzig Prozent. Im Fall eines Zahlungsausfalls übernimmt sie den Ausgleich des Kredits gegenüber Ihrer Hausbank. Sie sind damit aber nicht raus aus der Verantwortung. Die Bürgschaftsbank wird versuchen sich ihr Geld über Rückzahlungsmodalitäten von Ihnen zu holen. Auch müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass diese Dienstleistung nicht kostenlos zu bekommen ist. Erkundigen Sie sich am besten vorab über die einzelnen Programme und Konditionen der Bürgschaftsbanken, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden. Grundschuld
Die Eintragung einer Grundschuld auf eine Immobilie wird von den Banken besonders gerne als Sicherheit beim Selbständig machen gesehen. Denn die Höhe der Grundschuld reduziert sich durch Tilgung während der Laufzeit nicht. So kann sie auch als Sicherheit für andere Forderungen gegenüber dem Existenzgründer benutzt werden. Und es zählen zur Sicherheitsüberlassung auch alle mit dem Grundstück fest verbundenen Sachen. Sonstige Sicherheiten
Bei den anderen oben genannten Sicherheiten ermittelt die Bank nach eigenen Vorstellungen den Wert in Prozentsätzen. Beispielsweise werden Lebensversicherungen nach dem Rückkaufwert abzüglich Steuern akzeptiert, Aktien mit einem Abschlag von 50 % des Kurswertes.
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Weitere Informationen zu diesem Thema aus dem Steuer-Blog:Kapitalertragsteuer kann nur noch beschränkt angerechnet werdenKapitalertragsteuer kann nur noch beschränkt angerechnet werden
Ausländische Besitzer deutscher Aktien zahlen auf ihre Dividenden rund 15 % Kapitalertrag...Kapitalertragsteuer kann nur noch beschränkt angerechnet werden
Der für die Steueranrechnung erforderliche Mindesthaltezeitraum umfasst 45 Tage vor und 45 Tage nach der Fälligkeit der Kapitalerträge.
Voraussetzung für die Steueranrechnung ist, dass der Steuerpflichtige die Anteile oder Genussscheine ununterbrochen an mindestens 45 Tagen innerhalb des Mindesthaltezeitraums gehalten hat. Die Haltedauer beginnt an dem Tag, an dem der Steuerpflichtige das wirtschaftliche Eigentum erlangt und endet an dem Tag, an dem er das wirtschaftliche Eigentum verliert. Bei der Berechnung der Haltedauer dürfen nur diejenigen Tage einbezogen werden, an denen das wirtschaftliche Eigentum während des gesamten Kalendertags bestand.
Der Steuerpflichtige muss während der Mindesthaltedauer ununterbrochen das sog. Mindestwertänderungsrisiko tragen.
Sind die Anrechnungsvoraussetzungen nicht erfüllt, ist eine Anrechnung von 3/5 der erhobenen Kapitalertragsteuer ausgeschlossen.
Bei Personengesellschaften wird die anrechenbare Kapitalertragsteuer gesondert und einheitlich vom Finanzamt festgestellt. Erfüllt eine Personengesellschaft die neuen Anrechnungsvoraussetzungen nicht, beinhaltet die gesonderte und einheitliche Feststellung nur, dass weder die Anrechnungsvoraussetzungen noch der Ausnahmetatbestand erfüllt sind. Die Kapitalertragsteuer muss deshalb betragsmäßig in anrechenbare und nicht anrechenbare Kapitalertragsteuer aufgeteilt werden. Auf Ebene der Gesellschafter wird im Rahmen der Veranlagung entschieden, ob die Anrechnung tatsächlich beschränkt ist.
Bundestag macht Weg zu Bürokratieabbau für den Mittelstand und bessere Wagniskapitalbedingungen frei
Der Bundestag hat am 27.04.2017 mit dem Gesetz gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen zwei wichtige Vorhaben des BMWi umgesetzt: die Anhebung der Schwelle für geringwertige Wirtschaftsgüter und die Steuerfreistellung der Zuschüsse für Business Angels im Rahmen des INVEST-Förderprogramms.
Bundesministerin Zypries: „Der Bu...
Bundesministerin Zypries: „Der Bundestag hat ein wichtiges Signal für bessere Investitionsbedingungen für Start-ups und weniger Bürokratie gesetzt. Wir konnten erfolgreich die Grenze für die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter anheben. Das entlastet vor allem kleine und mittlere Unternehmen deutlich und schafft Anreize für Investitionen. Die Unternehmen und Arbeitnehmer können künftig Anschaffungen, wie Tablets und Büromaterial, direkt im Jahr der Anschaffung steuerlich abschreiben, statt sie bürokratisch aufwendig über viele Jahre erfassen zu müssen. Der Bundestag macht auch den Weg für eine verbesserte Förderung von privatem Wagniskapital frei. Das unterstützt junge innovative Unternehmen noch stärker bei der Suche nach einem privaten Kapitalgeber für das benötigte Startkapital. So können wir auch bei den Produkten von Morgen noch wettbewerbsfähig sein.“
Die bisherige steuerliche Freistellung der Zuschüsse des INVEST-Programms hatte sich nur auf das Altprogramm bis Ende 2016 bezogen. Zum 1. Januar 2017 wurden jedoch die Förderbedingungen des INVEST-Programms deutlich verbessert. U. a. wurde die förderfähige Investitionssumme für den 20 %-igen Erwerbszuschuss verdoppelt und ein 25 %-iger EXIT-Zuschuss zur Kompensation der Steuern auf Veräußerungsgewinne eingeführt. Mit seiner heutigen Entscheidung macht der Deutsche Bundestag den Weg dafür frei, dass Investoren in vollem Maße - steuerfrei - von diesen Verbesserungen profitieren können. Damit gewinnen Investitionen in Start-ups weiter an Attraktivität.
Die Anhebung der Schwelle für geringfügige Wirtschaftsgüter wird nach mehr als 50 Jahren nun von 410 Euro auf 800 Euro angehoben.
Quelle: BMWi, Pressemitteilung vom 27.04.2017
BFH: Häusliches Arbeitszimmer eines SelbständigenNach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 1 des Einkommensteuergesetzes besteht ein Abzugsverbot für Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer; dieses gilt allerdings dann nicht, „wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht“ (Satz 2). Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 22. Februar 2017 III R 9/16 entschieden, dass bei einem Selbständigen...Nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 1 des Einkommensteuergesetzes besteht ein Abzugsverbot für Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer; dieses gilt allerdings dann nicht, „wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht“ (Satz 2). Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 22. Februar 2017 III R 9/16 entschieden, dass bei einem Selbständigen nicht jeder Schreibtischarbeitsplatz in seinen Betriebsräumen zwangsläufig einen solchen zumutbaren „anderen Arbeitsplatz“ darstellt.
Im Urteilsfall war der als Logopäde selbständig tätige Kläger in zwei Praxen in angemieteten Räumen tätig, die weit überwiegend von seinen vier Angestellten genutzt wurden. Für Verwaltungsarbeiten nutzte er ein häusliches Arbeitszimmer. Das Finanzgericht (FG) gelangte aufgrund einer Würdigung der konkreten Umstände zu der Auffassung, dass eine Erledigung der Büroarbeiten in den Praxisräumen - auch außerhalb der Öffnungszeiten - nicht zumutbar sei, sodass die Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer begrenzt (Höchstbetrag: 1.250 Euro) abzugsfähig seien.
Dem folgte der BFH. Soweit die Nutzung des Arbeitsplatzes in einer Weise eingeschränkt ist, dass der Steuerpflichtige in seinem häuslichen Arbeitszimmer einen nicht unerheblichen Teil seiner beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit verrichten muss, kommt das Abzugsverbot nach seinem Sinn und Zweck nicht zum Tragen. Auch der selbständig Tätige kann daher auf ein (zusätzliches) häusliches Arbeitszimmer angewiesen sein. Ob dies der Fall ist, muss die Tatsacheninstanz (das FG) anhand objektiver Umstände des Einzelfalls klären. Anhaltspunkte können sich sowohl aus der Beschaffenheit des Arbeitsplatzes (Größe, Lage, Ausstattung) als auch aus den Rahmenbedingungen seiner Nutzung (Umfang der Nutzungsmöglichkeit, Zugang zum Gebäude, zumutbare Möglichkeit der Einrichtung eines außerhäuslichen Arbeitszimmers) ergeben. Im Streitfall ergab sich aus den tatsächlichen Gegebenheiten (Nutzung der Räume durch die Angestellten, Tätigkeit des Klägers außerhalb der Praxis, die Größe, die Ausstattung, die konkrete Nutzung der Praxisräume durch die vier Angestellten, Vertraulichkeit der für die Bürotätigkeit erforderlichen Unterlagen und den Umfang der Büro- und Verwaltungstätigkeiten) eine Unzumutbarkeit der Nutzung der Praxisräume als außerhäusliches Arbeitszimmer.
BFH, Pressemitteilung Nr. 26/17 vom 19.04.2017 zum Urteil III R 9/16 vom 22.02.2017
Bundesfinanzhof: Firmenwagenbesteuerung: Zuzahlungen des Arbeitnehmers mindern geldwerten VorteilNutzungsentgelte und andere Zuzahlungen des Arbeitnehmers an den Arbeitgeber für die außerdienstliche Nutzung eines betrieblichen Kfz mindern den Wert des geldwerten Vorteils aus der Nutzungsüberlassung. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit zwei Urteilen vom 30. November 2016 (VI R 2/15 und VI R 49/14) zur Kfz-Nutzung für private Fahrten und für Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitss...Nutzungsentgelte und andere Zuzahlungen des Arbeitnehmers an den Arbeitgeber für die außerdienstliche Nutzung eines betrieblichen Kfz mindern den Wert des geldwerten Vorteils aus der Nutzungsüberlassung. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit zwei Urteilen vom 30. November 2016 (VI R 2/15 und VI R 49/14) zur Kfz-Nutzung für private Fahrten und für Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte entschieden. Der BFH hat dabei seine Rechtsprechung zugunsten der Steuerpflichtigen insoweit modifiziert, als nunmehr nicht nur ein pauschales Nutzungsentgelt, sondern auch einzelne (individuelle) Kosten des Arbeitnehmers --entgegen der Auffassung der Finanzbehörden-- bei Anwendung der sog. 1 %-Regelung steuerlich zu berücksichtigen sind.
Im ersten Fall (Az: VI R 2/15) hatten sich der Kläger und sein Arbeitgeber die Kosten des Dienstwagens, den der Kläger auch für private Zwecke nutzen durfte, geteilt. Der Kläger trug sämtliche Kraftstoffkosten (ca. 5.600 €). Die übrigen PKW-Kosten übernahm der Arbeitgeber. Der geldwerte Vorteil aus der Kfz-Überlassung wurde nach der 1 %-Regelung (§ 8 Abs. 2 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes EStG i.V.m. § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG) berechnet und betrug ca. 6.300 €. Der Kläger begehrte, die von ihm im Streitjahr getragenen Kraftstoffkosten als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit zu berücksichtigen. Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt und setzte den Vorteil aus der Privatnutzung lediglich in Höhe von 700 € fest.
Der BFH hat die Vorinstanz im Ergebnis bestätigt. Leistet der Arbeitnehmer an den Arbeitgeber für die außerdienstliche Nutzung eines Dienstwagens ein Nutzungsentgelt, mindert dies den Wert des geldwerten Vorteils aus der Nutzungsüberlassung. Ebenso ist es, wenn der Arbeitnehmer im Rahmen der privaten Nutzung einzelne (individuelle) Kosten (hier: Kraftstoffkosten) des betrieblichen PKW trägt. Der Umstand, dass der geldwerte Vorteil aus der Kfz-Überlassung nach der 1 %-Regelung ermittelt worden ist, steht dem nach dem jetzt veröffentlichten Urteil nicht mehr entgegen. Der BFH war demgegenüber bislang davon ausgegangen, dass vom Arbeitnehmer selbst getragene Kfz-Kosten nicht steuerlich berücksichtigt werden können, wenn der Nutzungsvorteil pauschal nach der sog. 1 %-Regelung (anstelle der sog. Fahrtenbuchmethode) bemessen wird.
Allerdings kann der Wert des geldwerten Vorteils aus der Dienstwagenüberlassung durch Zuzahlungen des Arbeitnehmers lediglich bis zu einem Betrag von 0 € gemindert werden. Ein geldwerter Nachteil kann aus der Überlassung eines Dienstwagens zur Privatnutzung nicht entstehen, und zwar auch dann nicht, wenn die Eigenleistungen des Arbeitnehmers den Wert der privaten Dienstwagennutzung und der Nutzung des Fahrzeugs zu Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte übersteigen. Ein verbleibender "Restbetrag" bleibt daher ohne steuerliche Auswirkungen. Er kann insbesondere nicht als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit abgezogen werden.
Deshalb hat der BFH die Revision des Klägers im zweiten Fall (Az: VI R 49/14) zurückgewiesen. Der Arbeitnehmer hatte für die Privatnutzung des Dienstwagens an seinen Arbeitgeber ein Nutzungsentgelt von ca. 6.000 € geleistet, das höher als der nach der Fahrtenbuchmethode ermittelte geldwerte Vorteil (§ 8 Abs. 2 Satz 2 EStG i.V.m. § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG) von ca. 4.500 € war und in seiner Einkommensteuererklärung den überschießenden Betrag bei seinen Arbeitnehmereinkünften steuermindernd geltend gemacht. Dem sind Finanzamt und FG entgegengetreten. Der BFH hat dies bestätigt.
Bundesfinanzhof: Urteil des VI. Senats vom 30.11.2016 - VI R 2/15 -, Urteil des VI. Senats vom 30.11.2016 - VI R 49/14 -Bundesfinanzhof: Häusliches Arbeitszimmer: Personenbezogene ErmittlungNutzen mehrere Steuerpflichtige ein häusliches Arbeitszimmer gemeinsam, ist die Höchstbetragsgrenze von 1.250 € personenbezogen anzuwenden, so dass jeder von ihnen seine Aufwendungen hierfür bis zu dieser Obergrenze einkünftemindernd geltend machen kann. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit zwei Urteilen vom 15. Dezember 2016 VI R 53/12 und VI R 86/13 entschieden und dabei seine Rechtsprechung z...Nutzen mehrere Steuerpflichtige ein häusliches Arbeitszimmer gemeinsam, ist die Höchstbetragsgrenze von 1.250 € personenbezogen anzuwenden, so dass jeder von ihnen seine Aufwendungen hierfür bis zu dieser Obergrenze einkünftemindernd geltend machen kann. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit zwei Urteilen vom 15. Dezember 2016 VI R 53/12 und VI R 86/13 entschieden und dabei seine Rechtsprechung zu § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) zugunsten der Steuerpflichtigen geändert.
Der BFH hat die Vorentscheidung aufgehoben. Der auf den Höchstbetrag von 1.250 € begrenzte Abzug der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer ist jedem Steuerpflichtigen zu gewähren, dem für seine betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht, wenn er in dem Arbeitszimmer über einen Arbeitsplatz verfügt und die geltend gemachten Aufwendungen getragen hat. Der BFH hat zudem klargestellt, dass die Kosten bei Ehegatten jedem Ehepartner grundsätzlich zur Hälfte zuzuordnen sind, wenn sie bei hälftigem Miteigentum ein häusliches Arbeitszimmer gemeinsam nutzen. Im Streitfall hatte das FG jedoch nicht geprüft, ob der Klägerin in dem Arbeitszimmer ein eigener Arbeitsplatz in dem für ihre berufliche Tätigkeit konkret erforderlichen Umfang zur Verfügung stand. Der BFH hat die Sache deshalb an das FG zurückverwiesen.
Im zweiten Fall (Az: VI R 86/13) hat der BFH darüber hinaus betont, dass für den Abzug der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer feststehen muss, dass dort überhaupt eine berufliche oder betriebliche Tätigkeit entfaltet wird. Außerdem muss der Umfang dieser Tätigkeit es glaubhaft erscheinen lassen, dass der Steuerpflichtige hierfür ein häusliches Arbeitszimmer vorhält. Dies hatte das FG nicht aufgeklärt. Der BFH musste die Vorentscheidung daher auch in diesem Verfahren aufheben und die Sache an das FG zurückverweisen.
Bundesfinanzhof: Urteil des VI. Senats vom 15.12.2016 - VI R 86/13 -, Urteil des VI. Senats vom 15.12.2016 - VI R 53/12 -