Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%2027/72
Timestamp: 2019-10-13 21:53:27
Document Index: 61298497

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 287', 'BGH', '§ 287', '§ 287', 'BGH', 'BGH', '§ 287', '§ 844', '§ 287', 'BGH', '§ 287', '§ 287', '§ 287', '§ 286', '§ 287', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 254', '§ 287', '§ 287', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 286', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 287']

BGH, 27.02.1973 - VI ZR 27/72 - dejure.org
https://dejure.org/1973,581
BGH, 27.02.1973 - VI ZR 27/72 (https://dejure.org/1973,581)
BGH, Entscheidung vom 27.02.1973 - VI ZR 27/72 (https://dejure.org/1973,581)
BGH, Entscheidung vom 27. Februar 1973 - VI ZR 27/72 (https://dejure.org/1973,581)
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Anwendbarkeit des § 287 ZPO für die Feststellung des Ursachenzusammenhangs zwischen einer unfallbedingten Körperverletzung und dem späteren Tod des Verunglückten - Voraussetzungen für die Annahme der Unterbrechung des Zurechnungszusammenhangs im Rahmen eines Unfalls
VI. Zivilsenat des BGH entscheidet insbesondere zu der Beweiserleichterung im § 287 ZPO in Bezug auf die Folgen eines Verkehrsunfalls auf der Straße nach Reutte in Tirol (Österreich) mit historischem Urteil vom 27.2.1973 - VI ZR 27/72 -.
NJW 1973, 1413
MDR 1973, 661
VersR 1973, 619
DB 1973, 1168
Bei der Feststellung von Kausalbeziehungen ist der Tatrichter nach § 287 ZPO insofern freier gestellt, als er in einem der jeweiligen Sachlage angemessen Umfang andere, weniger wahrscheinliche Verlaufsmöglichkeiten nicht mit der der sonst erforderlichen Wahrscheinlichkeit ausschließen muss (…BGH NJW 2004, 777-779, Rn. 12, 15; BGH NJW 1973, 1413-1414, Rn. 19).
In dem dort in Bezug genommenen Senatsurteil vom 27. Februar 1973 (VI ZR 27/72 - VersR 1973, 619, 619 f.) ging es um die Frage, ob eine haftungsbegründende Körperverletzung in Form einer Brustkorbprellung und einer fraglichen Knorpelfraktur am linken Rippenbogen im weiteren Verlauf zu einer Lungenembolie und dadurch zum Tod des Geschädigten geführt hatte, was der haftungsausfüllenden Kausalität im Sinne des § 287 ZPO zugeordnet worden ist.
Das gilt bei der Prüfung des Anspruchs nach § 844 Abs. 2 BGB auch für den aus der Körperverletzung folgenden Tod des Verletzten, so daß die Beurteilung des Kausalverlaufs zwischen der Körperverletzung und dem Tod des Michael M. nach dem Maßstab des § 287 ZPO zu erfolgen hatte (vgl. Senatsurteile BGHZ 60, 177, 184 und vom 27. Februar 1973 - aaO.).
§ 287 ZPO findet auch Anwendung, wenn sich der Tatrichter bezüglich der bei einem insgesamt zu ermittelnden Kausalverlauf möglichen Zwischenursachen eine Überzeugung bilden muß(Senatsurteil vom 27. Februar 1973 - VI ZR 27/72 = LM ZPO § 287 Nr. 43 = VersR 1973, 619, 620 m.w.Nachw.).
Er ist insofern freier gestellt, als er in einem der jeweiligen Sachlage angemessenen Umfang weniger wahrscheinliche Verlaufsmöglichkeiten leichter ausschließen kann (Senatsurteilevom 7. Juli 1970 - VI ZR 233/69 = LM ZPO § 287 Nr. 39 = VersR 1970, 924, 926 undvom 27. Februar 1973 - VI ZR 27/72 = a.a.O., beide m.w.Nachw.).
Das Berufungsgericht verkennt auch nicht, daß die Kausalbeziehung im Ablauf des Geschehens, das zum Schaden führt und den konkreten Haftungsgrund bildet, also die Verbindung der einzelnen zum konkreten gesetzlichen Haftungsgrund gehörenden Elemente tatsächlicher Art (sog. haftungsbegründende Kausalität), nach § 286 ZPO zu beweisen ist, während die sog. haftungsausfüllende Kausalität, der ursächliche Zusammenhang zwischen Haftungsgrund und dem Eintritt des Schadens, nach § 287 ZPO beurteilt werden darf (BGHZ 4, 192, 196 [BGH 13.12.1951 - IV ZR 123/51]; 58, 48, 53 [BGH 11.01.1972 - VI ZR 46/71]; BGH Urteile vom 7. Februar 1968 - VIII ZR 139/66 = LM BGB § 254 [G] Nr. 6; vom 26. November 1968 - VI ZR 176/67 = VersR 1969, 160; vom 17. Dezember 1968 - VI ZR 207/67 = VersR 1969, 327, 328 und vom 27. Februar 1973 - VI ZR 27/72 = LM ZPO § 287 Nr. 43 = VersR 1973, 619 m.w.Nachw.).
Nur die aus dieser Verletzung noch folgende weitere Schädigung desselben oder eines anderen Rechtsgutes darf nach § 287 ZPO beurteilt werden ( Senatsurteil vom 27. Februar 1973 - VI ZR 27/72 a.a.O. m.w.Nachw.).
Dieser Beweis wäre nur dann als geführt anzusehen, wenn eine erhebliche, überwiegende Wahrscheinlichkeit dafür bestand, dass der Auffahrunfall die Bandscheibenvorfälle des Klägers herbeigeführt hat (vgl. BGH NJW-RR 2002, 166 (167); BGH NJW 1996, 775 (776); VBGH JZ 1973, 427 (428); OLG Koblenz Neue Versicherungszeitschrift 2001, 269).
BAG, 15.05.1974 - 5 AZR 393/73
Arbeitsverhältnis: Verschulden bei Vertragsschluss - Verhandlungsgehilfe - …
Das Berufungsgericht wird daher die vom Kläger angebotenen Beweise erheben und den eingetretenen Schaden gemäß §§ 286, 287 ZPO zu ermitteln haben (zur Schätzung des Schadensverlaufs vgl. BGH, JZ 1973, 427).
BGH, 02.12.1975 - VI ZR 249/73
Ersatzfähigkeit eines fehlgeschlagenen Instandsetzungsversuch im Rahmen der …
Daß diese Zweifel durchgreifen müßten, wenn sich ihretwegen noch nicht einmal die Überzeugung von einer (überwiegenden) Wahrscheinlichkeit des ursächlichen Zusammenhanges ergeben könnte, bemerkt das Berufungsgericht allerdings zurecht(Senatsurteil vom 27. Februar 1973 - VI ZR 27/72 - NJW 1973, 1413, 1414 [BGH 27.02.1973 - VI ZR 27/72] m.Nachw.).
OLG Hamburg, 26.11.2004 - 1 U 67/04
Anforderungen an den Nachweis der Kausalität bei ärztlichem Heileingriff
BGH, 24.06.1974 - II ZR 88/73
Beweisfälligkeit einer Partei, wenn der Tatrichter auch bei Anwendung des § 287 …