Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201978,%201918
Timestamp: 2019-12-12 23:33:45
Document Index: 253091254

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9', '§ 368', '§ 368', '§ 894', 'BGH', 'BGH']

BGH, 02.12.1977 - I ZR 29/76 - dejure.org
https://dejure.org/1977,1989
BGH, 02.12.1977 - I ZR 29/76 (https://dejure.org/1977,1989)
BGH, Entscheidung vom 02.12.1977 - I ZR 29/76 (https://dejure.org/1977,1989)
BGH, Entscheidung vom 02. Dezember 1977 - I ZR 29/76 (https://dejure.org/1977,1989)
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Anspruch aus einer Speditionsversicherung - Voraussetzungen der Haftungsbefreiung einer Versicherung - Begriff des "Verbotskunden"
NJW 1978, 1918
MDR 1978, 637
VersR 1978, 175
WM 1978, 303
DB 1978, 392
Als solche könnte die Klausel schon bei Ausschluß der Haftung nur für grobe Fahrlässigkeit keine Geltung beanspruchen (BGH Urteil vom 2.12.1977 - I ZR 29/76, WM 1978, 303, 304;… Ulmer/Brandner/Hensen, AGBG 4. Aufl. § 9 Rdn. 109; weitergehend Köndgen, Zur Theorie der Prospekthaftung, S. 55 f.).
Es ergibt keinen Sinn, hierbei zwischen Willenserklärungen und Wissenserklärungen zu unterscheiden, mag es sich bei diesen und damit bei der löschungsfähigen Quittung nun um geschäftsähnliche Handlungen handeln (…so Flume Das Rechtsgeschäft 4. Aufl. S. 249; Stötter MDR 1978, 637 f.) oder nicht (…so MünchKomm/Heinrichs § 368 Rn. 6); sie werden jedenfalls auch in sonstigen Beziehungen gesetzlichen Regelungen über Willenserklärungen unterstellt (…vgl. z.B. BGB -RGRK/Weber § 368 Rn. 9 in bezug auf § 894 ZPO ).
Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, daß auch der Verbotskunde sich gegenüber dem Spediteur auf den Ausschluß der Beschränkungen der ADSp jedenfalls dann bei grober Fahrlässigkeit des Spediteurs oder seiner leitenden Angestellten berufen darf, wenn für den Nichtabschluß der Speditionsversicherung gute Gründe sprechen (vgl. Senatsurteil vom 2.12.1977 - I ZR 29/76 - NJW 1978, 1918 f [BGH 02.12.1977 - I ZR 29/76]).
BGH, 30.06.1978 - I ZR 146/76
Haftung bei der Beförderung radioaktiver Stoffe, hier die Verschiffung von …
Nach den insoweit nicht angegriffenen Feststellungen des Berufungsgerichts scheidet auch aus, daß der Unfall auf grober Fahrlässigkeit der Beklagten selbst oder eines ihrer leitenden Angestellten beruhe und die Berufung auf die Haftungsbeschränkungen deshalb treuwidrig sei (vgl. Senatsurteil vom 2. Dezember 1977 = WM 1978, 303 = VersR 1978, 175).