Source: http://www.jurablogs.com/2014/09/18/eu-begriff-der-parodie-besteht-darin-zum-einen-an-ein-bestehendes-werk-zu-erinnern-gleichzeitig-aber-ihm-gegenueber-wahrnehmbare-unterschiede-aufzuweisen-und-zum-anderen-einen-ausdruck-von-humor-oder-eine-verspottung-darzustellen
Timestamp: 2017-06-28 09:27:43
Document Index: 391027911

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 2', 'Art. 5', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'EuG', 'BGH', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'EuG', '§ 97']

BlogsUrheberblogSeptember 2014EU-Begriff der “Parodie” besteht darin, zum einen an ein bestehendes Werk zu erinnern, gleichzeitig aber ihm gegenüber wahrnehmbare Unterschiede aufzuweisen, und zum anderen einen Ausdruck von Humor oder eine Verspottung darzustellenArt. 5 Abs. 3 Buchst. k der Richtlinie 2001/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2001 zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft ist dahin auszulegen, dass der in dieser Bestimmung enthaltene Begriff „Parodie“ ein eigenständiger Begriff des Unionsrechts ist.Art. 5 Abs. 3 Buchst. k der Richtlinie 2001/29 ist dahin auszulegen, dass die wesentlichen Merkmale der Parodie darin bestehen, zum einen an ein bestehendes Werk zu erinnern, gleichzeitig aber ihm gegenüber wahrnehmbare Unterschiede aufzuweisen, und zum anderen einen Ausdruck von Humor oder eine Verspottung darzustellen. Der Begriff „Parodie“ im Sinne dieser Bestimmung hängt nicht von den Voraussetzungen ab, dass die Parodie einen eigenen ursprünglichen Charakter hat, der nicht nur darin besteht, gegenüber dem parodierten ursprünglichen Werk wahrnehmbare Unterschiede aufzuweisen, dass sie vernünftigerweise einer anderen Person als dem Urheber des ursprünglichen Werkes zugeschrieben werden kann, dass sie das ursprüngliche Werk selbst betrifft oder dass sie das parodierte Werk angibt.Des Weiteren muss bei der Anwendung der Ausnahme für Parodien im Sinne von Art. 5 Abs. 3 Buchst. k der Richtlinie 2001/29 in einem konkreten Fall ein angemessener Ausgleich zwischen zum einen den Interessen und Rechten der in den Art. 2 und 3 der Richtlinie genannten Personen auf der einen und der freien Meinungsäußerung des Nutzers eines geschützten Werkes, der sich auf die Ausnahme für Parodien im Sinne dieses Art. 5 Abs. 3 Buchst. k beruft, auf der anderen Seite gewahrt werden.L DES GERICHTSHOFS (Große Kammer) vom 3 ...Zum vollständigen Artikel80 Leserkanzlei.biz:„Promis im Netz auf fett getrimmt“: Unionsrechtlicher Begriff der Parodie ist maßgeblich32 Leserratgeberrecht.eu - Weiß & Partner, Esslingen - ...:Zulässigkeit der Parodie eines urheberrechtlich geschützten Werkes27 LeserCMS Hasche Sigle:Nach dem Deckmyn-Urteil des EuGH: Sind „platte“ Parodien jetzt erlaubt?110 LeserCMS Hasche Sigle:Nach dem Deckmyn-Urteil des EuGH: Sind „platte“ Parodien jetzt erlaubt?79 LeserPETRINGS.DE:Fettes Urheberrecht: Die BGH und das Fat-Model54 LeserKurz Pfitzer Wolf & Partner:Diskriminierung durch Parodien10 verwandte ArtikelEuGH: Zu den Voraussetzungen einer zulässigen Parodie im Sinne der Urheberrechtsrichtlinie - Abwägung mit Rechten der parodierten Personen bzw. des Urhebers erforderlichBGH: „Auf fett getrimmt“EuGH: Zu den urheberrechtlichen Grenzen von (diskriminierenden) ParodienBGH: Zur urheberrechtlichen Zulässigkeit einer Parodie - es gilt der unionsrechtliche Parodie-Begriff - auf fett getrimmtParodie ja, Diskriminierung neinBGH, I ZR 9/15 – auf fett getrimmtZum Begriff der Parodie im UrheberrechtEuGH: Parodien mit diskriminierender Aussage sind unzulässigWann liegt eine zulässige Parodie eines urheberrechtlich geschützen Werkes vor?EuGH: Der Rechteinhaber kann diskriminierende Parodien seines Werkes untersagenÜber den ArtikelVeröffentlicht September 18, 2014 9:22am im Blog Urheberblog.KategorienMedienrechtThemenUrheberrecht, Fachanwalt, Urheber, Urheberrechtsverletzung, Bildrecht, Fotorecht, Freie Benutzung, § 97 Urhg, Agb Inhaltskontrolle, Parodie, Urheberrechtsinhaber, Urhebernutzungsrechte, Fachanwalt Für UrheberrechtTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresAnwalt darf Gericht „schlimmer als Roland Freisler“ nennenvon Jannina Schäffer / Justillon - kuriose RechtsnachrichtenNeuer Mitarbeiter löscht die komplette Produktionsdatenbank am ersten Arbeitstagvon Dr. Evgeniia Volokitina / datenschutz-notizen.deWilli Wacker will es wissenvon RA Schepers / ChSchep: Aus dem Alltag eines - nicht nur - AnwaltsSonntagswitz: Heute mal wieder zu den Juristenvon Detlef Burhoff / Burhoff online BlogLAG Berlin-Brandenburg: Mißbräuchliche Abfrage von Melderegisterdaten – außerordentliche Kündigung wirksam!von Andreas Martin / Rechtsanwalt Arbeitsrecht Berlin BlogAls nächstes lesen - bislang 177 Leser:Anwalt darf Gericht „schlimmer als Roland Freisler“ nennen