Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=20.12.1995&Aktenzeichen=3%20StR%20245/95
Timestamp: 2013-05-23 04:19:45
Document Index: 145227373

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 2', 'Art. 20', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung BGH, 20.12.1995 - 3 StR 245/95 Volltextver�ffentlichungen
Art. 2 Abs. 1 GG; Art. 20 Abs. 3 GG; � 29a Abs. 1 Nr. 2 BtMG; � 30 Abs. 1 Nr. 4 BtMG; � 30a Abs. 1 BtMGHandeltreiben: Tatbestandsmerkmal der "nicht geringen Menge" bei Bet�ubungsmitteldelikten in Bezug auf Haschisch (Canabis; Festhalten an der bisherigen Wirkstoffmenge, dem bisherigen Grenzwert; minderes Gefahrenpotential); verfassungsrechtliche Grenzen der Strafgesetzgebung bzw. der Bestrafung (Rechtsgutstheorie; Verh�ltnism��igkeitsgrundsatz; Regelungsvorbehalt des Gesetzgebers; Bindung des Gerichts an das Gesetz).
Bet�ubungsmittelstrafrecht: Nicht geringe Menge Haschisch (Canabis, Marihuana, Tetrahydrocannabinol)
BtMG � 29a � 30 � 30a
BGHSt 42, 1
NJW 1996, 794
MDR 1996, 515
NStZ 1996, 139
NStZ 1996, 195 (Ls.)
StV 1996, 317
StV 1996, 95
Wird zitiert von ... (40) BGH, 28.10.2004 - 4 StR 59/04 Nicht geringe Menge bei Khat-Pflanzen (Wirkstoffgehalt; Cathinon; allgemeine …Dabei m�ssen die Grenzwerte f�r die verschiedenen Bet�ubungsmittel gerade wegen ihrer qualitativ unterschiedlichen Wirkung aufeinander abgestimmt sein ( BGHSt 42, 1, 10).aa) Wie der Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung BGHSt 42, 1 n�her ausgef�hrt hat, kann die "nicht geringe Menge" eines Bet�ubungsmittels wegen der in illegalen Bet�ubungsmitteln sehr unterschiedlichen Wirkstoffgehalte grunds�tzlich nicht anders festgesetzt werden als durch ein Vielfaches des zum Erreichen eines Rauschzustandes erforderlichen jeweiligen Wirkstoffs (Konsumeinheit).Dabei m�ssen die Grenzwerte f�r die verschiedenen Bet�ubungsmittel gerade wegen ihrer qualitativ unterschiedlichen Wirkung aufeinander abgestimmt sein ( BGHSt 42, 1, 10).Schon deshalb besteht weder die Gefahr, Khat k�nne, wie etwa Amphetamin oder Ecstasy, eine Droge der Wahl f�r junge Discothekenbesucher werden, noch ist zu besorgen, Khatkonsum k�nne eine Einstiegsfunktion f�r h�rtere Drogen haben (vgl. BGHSt 33, 8, 13; BGHSt 42, 1, 6 f.).cc) Bei der zwangsl�ufig "dezisionistischen" (vgl. BGHSt 42, 1, 11) Grenzwertfestlegung auf 30 g Cathinon folgt der Senat im Ergebnis der Empfehlung des Sachverst�ndigen Prof. Dr. Dr. K. Eine Grenzwertfestlegung auf mehr als das Dreifache des f�r Amphetamin bestimmten Wertes erscheint ungeachtet der deutlich - nach Einsch�tzung des Gutachtens des Bundeskriminalamts "etwa" ein Drittel bis ein F�nftel - geringeren toxischen Wirksamkeit von Cathinon in der Darreichungsform von Khat-Pflanzen im Vergleich zu Amphetamin nicht gerechtfertigt, weil dies die in beiden Gutachten n�her beschriebene gesundheitliche Gef�hrdung durch gewohnheitsm��igen Konsum von Khat au�er Acht lie�e.
BGH, 24.04.2007 - 1 StR 52/07 Unerlaubtes Handeltreiben mit Bet�ubungsmitteln (nicht geringe Menge; nur …Grunds�tzlich liegt die nach st�ndiger Rechtsprechung vorrangig anzuwendende Methode zur Festlegung des Grenzwerts der nicht geringen Menge darin, diesen mittels einer �u�erst gef�hrlichen Dosis oder durchschnittlichen Konsumeinheit und einer an der Gef�hrlichkeit orientierten Ma�zahl zu bestimmen (vgl. BGHSt 32, 162, 164; 33, 8, 14; 35, 43, 49; 42, 1, 3 ff.; 42, 255, 265; 49, 306, 312).b) Aufgrund der Eigenheiten des Bet�ubungsmittels Buprenorphin scheidet die nach st�ndiger Rechtsprechung vorrangig anzuwendende Methode zur Festlegung des Grenzwerts der nicht geringen Menge, n�mlich diesen mittels einer �u�erst gef�hrlichen Dosis oder durchschnittlichen Konsumeinheit und einer an der Gef�hrlichkeit orientierten Ma�zahl zu bestimmen (vgl. BGHSt 32, 162, 164; 33, 8, 14; 35, 43, 49; 42, 1, 3 ff.; 42, 255, 265; 49, 306, 312), hier aus.Denn der - der Rechtsprechung obliegenden - zahlenm��igen Festlegung des Grenzwerts f�r die nicht geringe Menge im Sinne von � 29a Abs. 1 Nr. 2, � 30 Abs. 1 Nr. 4 BtMG ist immanent, dass auch marginale pharmakologische und toxikologische Unterschiede in Grenzf�llen die Strafrahmenwahl bestimmen und damit das Strafma� beeinflussen k�nnen (vgl. BGHSt 42, 1, 11).
BGH, 09.10.1996 - 3 StR 220/96 Grenzwert f�r das Vorliegen einer "nicht geringen Menge" beim Wirkstoff MDE/MDEA, …Dabei hat er sich von den Grunds�tzen leiten lassen, die sich bei der Grenzwertbestimmung f�r andere Bet�ubungsmittel bew�hrt haben (vgl. BGHSt 32, 162 f�r Heroin; BGHSt 33, 8 und BGHSt 42, 1 f�r Cannabisprodukte; BGHSt 33, 133 f�r Kokain; BGHSt 33, 169 f�r Amphetamin; BGHSt 35, 43 f�r Lysergid/LSD und BGHSt 35, 179 f�r Morphin).
OVG Nordrhein-Westfalen, 22.11.2001 - 19 B 814/01 Stra�enverkehrsrecht: Entziehung der Fahrerlaubnis nach Drogenbesitz, Cannabisvgl. BVerfG, Beschluss vom 9. M�rz 1994 - 2 BvL 43/92 u.a. -, BVerfGE 90, 145 (179) = NJW 1994, 1577 (1580); ferner BGH, Urteil vom 18. Juli 1984 - 3 StR 183/84 -, NJW 1985, 1404 (1405) und Beschluss vom 20. Dezember 1995 - 3 StR 245/95 -, NJW 1996, 794 (797).vgl. BGH, Beschluss vom 20. Dezember 1995, a.a.O., NJW 1996, 794 (795) und Urteil vom 18. Juli 1984, a.a.O..
BGH, 08.10.1997 - 3 StR 299/97 BtMG � 29, � 29a, � 30, � 30aSie macht, unterst�tzt durch eine erg�nzende Stellungnahme der Staatsanwaltschaft bei dem Oberlandesgericht Schleswig, insbesondere geltend, da� die Beurteilung als minder schweren Fall nach � 29 a Abs. 2 , � 30 Abs. 2 BtMG angesichts der Menge des Bet�ubungsmittels, das Gegenstand der Tat war, sachlichrechtlich fehlerhaft sei und gegen ma�gebliche Grunds�tze der Senatsentscheidung in BGHSt 42, 1 zur nicht geringen Menge in � 29 a Abs. 1 Nr. 2, � 30 Abs. 1 Nr. 4 und � 30 a Abs. 1 BtMG bei Cannabisprodukten versto�e.Dabei hat das Landgericht betont, da� es der Senatsentscheidung in BGHSt 42, 1 zur nicht geringen Menge bei Cannabis grunds�tzlich folge, obwohl der Senat die vom Bundesverfassungsgericht in BVerfGE 90, 145, 163, 193 aufgezeigte M�glichkeit, bei den zum Teil hohen Mindeststrafen durch Heraufsetzung des Grenzwerts zur nicht geringen Menge von 7, 5 Gramm THC bei Haschisch "zu einer verh�ltnism��igen Strafe" zu kommen, nicht wahrgenommen habe.Die grunds�tzlichen Ausf�hrungen des Landgerichts legen vielmehr den Schlu� nahe, da� die durch den Senat in BGHSt 42, 1 unter Ber�cksichtigung des neuen Erkenntnisstands zum Ma� der Gef�hrlichkeit von Cannabisprodukten best�tigte Grenzwertfestsetzung im konkreten Fall unterlaufen werden soll.
BGH, 07.11.2000 - 4 StR 456/00 Nicht geringe Menge im Sinne des � 29 a Abs. 1 Nr. 2 BtMG; Wirkstoffgehalt; …Dies gen�gt f�r die Feststellung, da� das Haschisch mindestens 7, 5 g Tetrahydrocannabinol (THC) enthielt und damit die Grenze der nicht geringen Menge erreicht hat (BGHSt 33, 8; 42, 1), nicht.Angesichts der H�ufigkeit, mit der bei Cannabisprodukten eine sehr schlechte oder schlechte Qualit�t mit einem Wirkstoffgehalt von lediglich bis zu 2 % auftritt (1994: 4,1 %, BGHSt 42, 1, 13; 1997: 11 %, Weber BtMG Anh. E S. 1004), kann entgegen der Auffassung des Generalbundesanwalts nicht ohne weiteres von einem Wirkstoffgehalt von nicht unter 2, 5 % ausgegangen werden.
BGH, 29.06.2000 - 4 StR 202/00 Handeltreiben mit Bet�ubungsmitteln in nicht geringer Menge; Begriff der Tat; …Solche Feststellungen sind - unter Beachtung des Zweifelsgrundsatzes - mit hinreichender Genauigkeit auch dann m�glich, wenn Bet�ubungsmittel nicht sichergestellt werden konnten und daher f�r eine Untersuchung durch Sachverst�ndige nicht zur Verf�gung stehen (zu den Grundlagen f�r die Bestimmung des Wirkstoffgehalts vgl. BGH NStZ 1985, 221, 273;… BGHR BtMG � 29 a Abs. 1 Nr. 2 Menge 3; zum Wirkstoffgehalt bei mittlerer Qualit�t vgl. BGHSt 42, 1, 14).Solche Feststellungen sind - unter Beachtung des Zweifelsgrundsatzes - mit hinreichender Genauigkeit auch dann m�glich, wenn Bet�ubungsmittel nicht sichergestellt werden konnten und daher f�r eine Untersuchung durch Sachverst�ndige nicht zur Verf�gung stehen (zu den Grundlagen f�r die Bestimmung des Wirkstoffgehalts vgl. BGH NStZ 1985, 221, 273;… BGHR BtMG � 29 a Abs. 1 Nr. 2 Menge 3;… Weber aaO Vor �� 29 ff. Rdn. 500 ff.; zum Wirkstoffgehalt bei mittlerer Qualit�t vgl. BGHSt 42, 1, 14: Haschisch;… Weber aaO Rdn. 521: Amphetamin).
BGH, 01.08.2006 - 4 StR 261/06 Unerlaubtes Handeltreiben mit Bet�ubungsmitteln in nicht geringer Menge …Der Senat kann daher nicht �berpr�fen, ob in den genannten F�llen die Grenzwerte der nicht geringen Menge von 7, 5 g THC (vgl. BGHSt 33, 8; 42, 1) f�r Cannabisprodukte und 5, 0 g Kokainhydrochlorid (vgl. BGHSt 33, 133) f�r Kokain erreicht worden sind.Bei mittlerer (= durchschnittlicher) Qualit�t von Haschisch wird zwar regelm��ig von einem THC-Gehalt von 5 bis zu 8 % ausgegangen werden k�nnen (vgl. BGHSt 42, 1, 14;… Weber BtMG 2. Aufl. Anhang H).
VG M�nster, 13.09.2004 - 10 K 893/00 vgl. BVerfG, Beschluss vom 9. M�rz 1994 - 2 BvL 43/92 -, NJW 1994, 1577; Bundesgerichtshof (BGH), Beschluss vom 20. Dezember 1995 - 3 StR 245/95 -, NJW 1996, 794 und Urteil vom 18. Juli 1984 - 3 StR 183/84 -, NJW 1985, 1404.vgl. BGH, Beschluss vom 20. Dezember 1995 - 3 StR 245/95 -, NJW 1996, 794 und Urteil vom 18. Juli 1984 - 3 StR 183/84 -, NJW 1985, 1404.vgl. BGH, Beschluss vom 20. Dezember 1995 - 3 StR 245/95 -, NJW 1996, 794.
OVG Nordrhein-Westfalen, 22.11.2001 - 19 B 927/01 vgl. BVerfG, Beschluss vom 9. M�rz 1994 - 2 BvL 43/92 u.a. -, BVerfGE 90, 145 (179) = NJW 1994, 1577 (1580); ferner BGH, Urteil vom 18. Juli 1984 - 3 StR 183/84 -, NJW 1985, 1404 (1405) und Beschluss vom 20. Dezember 1995 - 3 StR 245/95 -, NJW 1996, 794 (797).vgl. BGH, Beschluss vom 20. Dezember 1995, a.a.O., NJW 1996, 794 (795) und Urteil vom 18. Juli 1984, a.a.O..
BGH, 23.07.1998 - 4 StR 238/98 BtMG � 30, � 30 a; StGB � 73 a, � 73 c
BGH, 23.08.2001 - 5 StR 334/01 Begriff der nicht geringen Menge (Grenzwert bei Methamphetamin-Base); Unerlaubtes …
BGH, 16.02.2000 - 2 StR 532/99 Anwendung des Strafmilderungsgrundes in � 31 Nr. 1 BtMG
BGH, 12.01.2005 - 1 StR 476/04 Unerlaubtes Handeltreiben mit Bet�ubungsmitteln in nicht geringer Menge (Anbau …
BGH, 27.07.2005 - 2 StR 241/05 Unerlaubtes Handeltreiben mit Bet�ubungsmitteln in nicht geringer Menge (nicht …
BGH, 16.02.1998 - 5 StR 7/98 BtMG � 29, � 31 a; StGB � 56 f
OVG Niedersachsen, 03.06.2010 - 12 PA 41/10 Fahrerlaubnisrecht: Anforderung eines �rztlichen Gutachtens wegen …
BGH, 29.09.1998 - 1 StR 424/98 BtMG � 29, � 29 a, � 30, � 30 a
BGH, 25.06.1997 - 1 StR 262/97 BtMG � 29, � 29a, � 30, � 30a; StPO � 244
OLG Stuttgart, 18.06.2012 - 2 Ss 154/12 Besitz einer nicht geringen Menge von bei Erwerb noch nicht in der Positivliste …
OLG K�ln, 15.10.1996 - Ss 505/96 StGB �� 46, 17
AG Berlin-Tiergarten, 08.11.1996 - 5 Op Js 724/95 BtMG � 29a; StGB � 76a Abs. 1
BGH, 16.02.2000 - StR 532/99 AG Berlin-Tiergarten, 02.10.1998 - 6 Op Js 1415/97 Bet�ubungsmittelstrafrecht: Handeltreiben als Unterfall der Abgabe an …
AG Berlin-Tiergarten, 27.11.2003 - 4 Op Js 1431/00 Bet�ubungsmittelstrafrecht: Konkurrenz zwischen Besitz in nicht geringer Menge …
OLG Zweibr�cken, 10.07.2000 - 1 AR 58/00 BayObLG, 22.03.2001 - 4St RR 38/01 Bet�ubungsmittelstrafrecht: Feststellungen zum Mindestschuldumfang, …
BayObLG, 25.11.2003 - 4St RR 131/03 Bet�ubungsmittelstrafrecht: Feststellung des Mindestschuldumfangs, Erwerb zum …
BayObLG, 19.08.2004 - 4St RR 87/04 Bet�ubungsmittelstrafrecht: Begriff der geringen Menge, Absehen von der …