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Timestamp: 2016-10-27 14:58:48
Document Index: 291381081

Matched Legal Cases: ['Art. 92', 'Art. 93', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 93', 'Art. 90', 'Art. 93', 'Art. 93', 'BGE', 'in fine', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 93', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 166', 'Art. 368', 'Art. 165', 'Art. 166', 'Art. 166', 'Art. 166', 'Art. 166', 'Art. 163', 'Art. 367', 'Art. 173', 'Art. 367', 'BGE', 'Art. 367', 'Art. 157', 'Art. 163', 'BGE', 'Art. 169', 'Art. 368', 'Art. 107', 'Art. 29', 'Art. 169', 'Art. 169', 'Art. 169', 'Art. 368', 'Art. 169', 'Art. 29', 'Art. 169', 'Art. 169', 'Art. 169', 'e contrario', 'Art. 169', 'Art. 169', 'Art. 368', 'Art. 29', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_511/2014 (04.03.2015)
{T�0/2} 4A_511/2014 � � Urteil vom 4. M�rz 2015
vertreten durch Rechtsanwalt Felix Sch�rch,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Lukas Wyss,
Werkvertrag; Ersatzvornahme,
Beschwerde gegen den Zwischenentscheid
des Handelsgerichts des Kantons Bern
vom 18. September 2013.
A.a.�Die B.________ AG (Kl�gerin, Beschwerdegegnerin) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in U.________. Sie bezweckt die Entwicklung, Planung, Projektierung und Realisierung von Bauten aller Art als Bau-, General- und Totalunternehmung.
Die A.________ AG (Beklagte, Beschwerdef�hrerin) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in V.________. Sie bezweckt die Verlegung von Natursteinteppichen und Industriebodenbel�gen sowie die Sanierung von Balkon- und Terrassenbel�gen.
A.b.�Am 21./28. Februar 2008 schlossen die Parteien einen "Pauschal-Werkvertrag" ab. Darin verpflichtete sich die A.________ AG als Unternehmerin zur Erf�llung der "Arbeitsgattung BKP - 281.1 Fugenlose Bodenbel�ge" f�r einen "Pauschalpreis inkl. MwSt." von Fr. 944'190.--. Gegenstand des Vertrags waren Bodenbel�ge von �ber 16'000 m2 in zwei Geb�uden, bestehend aus rund 240 Zimmern sowie G�ngen und Treppen.
A.c.�Die Beschwerdef�hrerin verwendete bei den Arbeiten Materialien des Unternehmens C.________ AG, haupts�chlich das Produkt "D.________", eine Bodenbeschichtung auf Polyurethanbasis. Im Datenblatt der C.________ AG zu diesem Produkt wird unter dem Titel "Anwendungsbeispiele und Verarbeitungshinweise" von einer glatten Verlaufsbeschichtung von "ca. 2 mm" ausgegangen.
A.d.�Nach Abschluss der Arbeiten stellte die A.________ AG am 13. November 2008 die Schlussrechnung, die von der B.________ AG beglichen wurde.
A.e.�Wenige Monate sp�ter waren beim Bodenbelag stellenweise visuell gut sichtbare Sch�den zu erkennen. Im Auftrag der B.________ AG f�hrte die E.________ AG daraufhin eine materialtechnische Untersuchung und Beurteilung der Bodenbel�ge durch. Der Untersuchungsbericht vom 30. Januar 2009 basiert auf 12 Untersuchungsstellen in verschiedenen Stockwerken beider Geb�ude. Nach dem Bericht liegt die mittlere St�rke des Bodenbelags bei 1.05 mm.
A.f.�In der Folge kam es zwischen den Parteien zu Gespr�chen. Am 27. April 2009 fand eine gemeinsame Begehung vor Ort statt.
A.g.�Mit Einschreiben vom 14. Mai 2009 setzte die B.________ AG der A.________ AG eine Frist bis zum 18. Mai 2009, um bestimmte Dokumente und Angaben zu liefern, namentlich einen "Massnahmenkatalog f�r die Beseitigung der Sch�den" sowie eine "Offerte f�r die vorgeschlagenen Massnahmen".
A.h.�Mit Einschreiben vom 11. Juni 2009 an die A.________ AG r�gte die B.________ AG, dass der Boden mit durchschnittlich 1 mm statt 2-3 mm Dicke verlegt und dazu eine ung�nstige Verf�llung mit Quarzsand vorgenommen worden sei, der Boden in dieser Qualit�t nicht brauchbar sei und die A.________ AG trotz mehrmaliger Aufforderung keine Sanierungsmassnahmen vorgeschlagen habe. Sie setze ihr daher eine letzte Frist bis zum 19. Juni 2009 um konkrete Sanierungsmassnahmen, einen Zeitplan f�r die Umsetzung und die damit verbundenen Kosten zu unterbreiten. Sollte sie bis zu diesem Datum die genannten Elemente nicht oder nur teilweise erhalten, werde sie ein Drittunternehmen mit den Reparatur- bzw. Ersatzarbeiten beauftragen.
A.i.�Mit Schreiben vom 19. Juni 2009 erkl�rte die A.________ AG, sie habe die E.________ AG mit einer neuen Schichtdickenmessung beauftragt, welche einen Durchschnittswert von 1.55 mm ergeben habe. Die Ursache der Sch�digung k�nne auch bei einer unsorgf�ltigen Nutzung des Belags liegen; die Abkl�rungen betreffend Schadensursache w�rden laufen. Sie unterbreite der B.________ AG folgenden Sanierungsvorschlag: Sie werde in den Sch�den aufweisenden Zimmern eine zus�tzliche PUR-Beschichtung und Versiegelung von ca. 1 mm auftragen, und zwar im Juli 2009 in 2-3 "Musterzimmern". Die "verbleibenden restlichen ca. 7 Zimmer" w�rden im Herbst 2009 saniert.
A.j.�Der im Auftrag der A.________ AG verfasste zweite Untersuchungsbericht der E.________ AG vom 30. Juni 2009 basiert auf 61 Untersuchungsstellen in verschiedenen Stockwerken beider Geb�ude und h�lt eine durchschnittliche Schichtdicke von 1.55 mm fest.
A.k.�Im Juli 2009 nahm die A.________ AG in drei Zimmern Nachbesserungsarbeiten vor.
A.l.�Mit Einschreiben vom 25. M�rz 2010 erkl�rte die B.________ AG, die gesamten PU-B�den in beiden Geb�uden m�ssten nochmals neu gemacht werden. Es sei mit Sanierungskosten von rund Fr. 2 Mio. zu rechnen. Die A.________ AG k�nne entweder ihrer Nachbesserungs- und Schadenersatzpflicht vollumf�nglich nachkommen oder einen pauschalen Betrag von Fr. 400'000.-- per Saldo aller Anspr�che bezahlen.
A.m.�Mit Einschreiben vom 30. M�rz 2010 erkl�rte die A.________ AG, sie habe mit Schreiben vom 19. Juni 2009 bereits einen Sanierungsvorschlag unterbreitet und gem�ss diesem Vorschlag im Juli 2009 drei "Musterzimmer" mit einer PUR-Beschichtung und Versiegelung von zus�tzlich ca. 1 mm �berzogen. Die B.________ AG habe seit Mitte Juli 2009 nicht mehr reagiert. Die A.________ AG habe die Angelegenheit daher als erledigt betrachten d�rfen. Sie schlage nun eine Besichtigung und Pr�fung der drei "nachgebesserten" B�den sowie der �brigen B�den vor Ort vor, um den Nachbesserungsanspruch und den Umfang der allf�lligen Nachbesserungspflicht zu pr�fen.
A.n.�Am 20. April 2010 fand eine gemeinsame Besichtigung der drei Musterzimmer statt.
A.o.�Mit Schreiben vom 28. April 2010 teilte die B.________ AG mit, sie habe sich entschlossen, ein Drittunternehmen mit der Einbringung eines neuen Bodens zu beauftragen. Mit Schreiben vom 28. November 2010 informierte die B.________ AG die A.________ AG dar�ber, dass die Sanierungsarbeiten in Ersatzvornahme ausgef�hrt worden seien und sich die Kosten daf�r auf Fr. 2'109'655.50 beliefen. Sie forderte die A.________ AG zur Zahlung dieses Betrags auf. Diese bestritt die Forderung und verweigerte die Zahlung.
B.a.�Am 20. Februar 2012 reichte die B.________ AG beim Handelsgericht des Kantons Bern Klage ein und beantragte, die A.________ AG sei zur Zahlung von Fr. 1 Mio. nebst Zins zu verurteilen.
B.b.�Mit Verf�gung vom 3. Juni 2013 beschr�nkte das Handelsgericht das Verfahren auf die Frage, ob die Voraussetzungen f�r eine Ersatzvornahme durch die B.________ AG gegeben waren.
B.c.�Mit Zwischenentscheid vom 18. September 2013 stellte das Handelsgericht des Kantons Bern fest, dass der B.________ AG in Bezug auf das von der A.________ AG gem�ss Werkvertrag vom 21./28. Februar 2008 erstellte Werk ein Anspruch auf Ersatzvornahme zugestanden habe. Das Handelsgericht bejahte das Vorliegen eines Werkmangels (ungen�gende Schichtdicke des Bodens, da unter 1.8 mm) und einer rechtzeitigen M�ngelr�ge, verneinte eine Genehmigung des Mangels und hielt fest, aufgrund der ausdr�cklichen Verweigerung der Nachbesserung durch die A.________ AG habe die B.________ AG dieser keine Nachfrist zur Beseitigung des Mangels setzen m�ssen.
Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 10. September 2014 beantragt die A.________ AG dem Bundesgericht sinngem�ss, es sei der Zwischenentscheid des Handelsgerichts aufzuheben und es sei die Klage abzuweisen; eventualiter sei die Sache zu erg�nzender Abkl�rung und neuem Entscheid an das Handelsgericht zur�ckzuweisen.
1.1.�Ist wie vorliegend ein selbst�ndig er�ffneter Vor- oder Zwischenentscheid angefochten, der weder die Zust�ndigkeit noch den Ausstand betrifft (Art. 92 BGG), so ist die Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 93 Abs. 1 BGG nur zul�ssig, wenn der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeif�hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten f�r ein weitl�ufiges Beweisverfahren ersparen w�rde (lit. b). Es obliegt der Beschwerdef�hrerin, darzutun, dass die Voraussetzungen von Art. 93 BGG erf�llt sind, soweit deren Vorliegen nicht offensichtlich in die Augen springt (BGE 138 III 46 E. 1.2 S. 47 mit Verweisen).
1.2.�Die Beschwerdef�hrerin beruft sich auf Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG und bringt zutreffend vor, dass mit der Gutheissung der Beschwerde sofort ein Endentscheid herbeigef�hrt werden k�nnte, da die Klage abzuweisen w�re, wenn das Vorliegen der Voraussetzungen f�r eine Ersatzvornahme verneint w�rde. Sie macht zudem geltend, dadurch w�rde ein erheblicher Zeit- und Kostenaufwand erspart, der mit der Durchf�hrung eines Beweisverfahrens zur Frage der H�he der Nachbesserungskosten verbunden w�re. Sie habe diesbez�glich u.a. eine Kostenexpertise beantragt, mit welcher zweifellos ein erheblicher Zeit- und Kostenaufwand verbunden sei.
1.3.�Grunds�tzlich soll sich das Bundesgericht nur einmal mit der Streitsache befassen, weshalb die Beschwerde erst im Anschluss an den Endentscheid zul�ssig ist (Art. 90 BGG). Die Ausnahme von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG wird daher einschr�nkend verstanden. So wird ber�cksichtigt, dass jede Instruktion einer Streitsache mit Aufwand verbunden ist und ein Beweisverfahren, das den �blichen Rahmen nicht sprengt, die gesonderte Anrufung des Bundesgerichtes nicht rechtfertigt. Die Voraussetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ist etwa dann nicht erf�llt, wenn sich das Beweisverfahren auf die Befragung der Parteien, die W�rdigung der eingereichten Unterlagen und die Befragung von wenigen Zeugen beschr�nkt oder auch eine nicht �berm�ssig aufwendige Expertise umfasst (BGE 138 III 46 E. 1.2 S. 48
in fine; Urteil 2C_814/2012 vom 7. Mai 2013 E. 3.3 mit Verweisen). Dagegen ist die zweite Voraussetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG etwa zu bejahen, wenn eine Expertise zu komplexen Sachverhaltsfragen erforderlich w�re (Urteile 4A_632/2012 vom 21. Februar 2013 E. 2.2.2; 2C_211/2011 vom 7. Juli 2011 E. 1.1.3; 4A_210/2010 vom 1. Oktober 2010 E. 3.3.1, nicht publ. in: BGE 136 III 502).
1.4.�Im vorliegenden Fall sind die Kosten f�r Bodenbel�ge von �ber 16'000 m2 in zwei Geb�uden zu beurteilen, bestehend aus rund 240 Zimmern sowie G�ngen und Treppen. Es kann angenommen werden, dass ein diesbez�gliches Beweisverfahren aufgrund der Komplexit�t einer Kostenexpertise zusammen mit weiteren Beweismassnahmen den Umfang eines �blichen Beweisverfahrens �bersteigt. Damit ist die Voraussetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG erf�llt und die Beschwerde gegen den angefochtenen Entscheid insoweit zul�ssig.
1.5.�Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde unter Vorbehalt rechtsgen�glicher Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG) einzutreten.
2.1.�Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Mit Blick auf die Begr�ndungspflicht des Beschwerdef�hrers (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) behandelt es aber grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind; es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 135 III 397 E. 1.4 S. 400; 134 III 102 E. 1.1 S. 104 f.). Eine qualifizierte R�gepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht. Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Unerl�sslich ist im Hinblick auf Art. 42 Abs. 2 sowie Art. 106 Abs. 2 BGG, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Rechtsverletzung liegt. Die beschwerdef�hrende Partei soll in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die sie im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.).
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die beschwerdef�hrende Partei, welche die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254; 133 III 350 E. 1.3 S. 351, 393 E. 7.1 S. 398, 462 E. 2.4 S. 466).
Zu beachten ist, dass das Bundesgericht in die Beweisw�rdigung des Sachgerichts nur eingreift, wenn diese willk�rlich ist. Willk�r liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls in Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen w�re, sondern nur, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 138 IV 13 E. 5.1 S. 22; 134 II 124 E. 4.1 S. 133; 132 III 209 E. 2.1 S. 211).
2.3.�Nicht zu h�ren ist die Beschwerdef�hrerin nach diesen Grunds�tzen mit ihrer R�ge, die Vorinstanz st�tze sich in zahllosen Passagen auf ihre subjektiv gepr�gte Meinung, was sich in der verwendeten Formulierung "Das Handelsgericht ist der Auffassung, (...) " zeige. Auf solche appellatorische Kritik ist nicht einzutreten.
2.4.�Dies gilt auch f�r die R�ge der Beschwerdef�hrerin, wonach die Kosten der Nachbesserung entgegen der Ansicht der Vorinstanz �berm�ssig seien. Die Beschwerdef�hrerin beschr�nkt sich in ihren Ausf�hrungen darauf, ihre Sicht der Dinge zu wiederholen und geht in keiner Weise auf die verschiedenen Argumente der Vorinstanz ein. Damit gen�gt sie den Begr�ndungsanforderungen nicht, weshalb auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht einzutreten ist.
2.5.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz habe in ihren Sachverhaltsfeststellungen willk�rlich die Aussagen der Zeugen F.________ (Gesch�ftsf�hrer der C.________ AG) und G.________ (Autor der Untersuchungsberichte der E.________ AG zur Schichtst�rke des Bodens) weggelassen. Diese h�tten u.a. ausgesagt, eine Schichtst�rke von 1.6 mm bzw. 1.5 mm sei vorliegend zul�ssig. Die Vorinstanz habe nicht begr�ndet, weshalb sie diese Zeugenaussagen nicht ber�cksichtige, was zudem eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) darstelle.
Die Beschwerdef�hrerin tut nicht dar, inwiefern der Entscheid in diesem Punkt auch im Ergebnis willk�rlich sei. Was die behauptete Verletzung des rechtlichen Geh�rs angeht, so verlangt die daraus fliessende Verpflichtung der Beh�rde zur Begr�ndung ihres Entscheids nicht, dass diese sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt. Es gen�gt, wenn der Entscheid gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden kann (BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188; 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 133 III 439 E. 3.3 S. 445; je mit Hinweisen). Inwiefern diese Voraussetzung vorliegend nicht erf�llt w�re, begr�ndet die Beschwerdef�hrerin nicht. Auch darauf ist nicht einzutreten.
2.6.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter die vorinstanzliche Feststellung als willk�rlich, wonach die Schichtst�rke des Bodens zu �ber 80 % weniger als 1.8 mm betrage.
Die Vorinstanz hat ausgef�hrt, es l�gen zwei Untersuchungsberichte vor, die sich mit der effektiven Schichtst�rke des Bodens befassen w�rden. Im ersten Bericht vom 30. Januar 2009 seien 12 Stellen untersucht worden, welche alle eine Schichtst�rke von unter 1.8 mm aufgewiesen h�tten. Im zweiten Bericht vom 30. Juni 2009 seien 61 Stellen untersucht worden, wobei die Schichtst�rke an 47 Untersuchungsstellen unter 1.8 mm betragen habe. Beide Berichte zusammen w�rden somit auf 73 Untersuchungsstellen beruhen. Die Schichtst�rke von 1.8 mm werde an 59 der 73 Stellen, mithin in �ber 80 % der F�lle unterschritten. Es k�nne davon ausgegangen werden, dass die tats�chlichen Verh�ltnisse anteilsm�ssig richtig abgebildet seien und einen Schluss aufs Ganze erm�glichen w�rden, zumal die Auswahl der untersuchten Stellen gem�ss dem Zeugen G.________, dem Autor der Berichte, vern�nftig erfolgt sei. Die Messungen seien in fast allen Stockwerken durchgef�hrt worden, in beiden Geb�uden und in unterschiedlichen Zimmern. Da der Boden �berall von den gleichen Arbeitern durch denselben Arbeitsvorgang verlegt und stets dasselbe Produkt auf derselben Unterlage aufgetragen worden sei, k�nne davon ausgegangen werden, dass die Berichte die tats�chliche Schichtdicke des Bodens repr�sentativ wiedergeben w�rden.
St�tzt sich das Sachgericht auf allgemeine Lebenserfahrung, um aus den gesamten Umst�nden des konkreten Falls oder den bewiesenen bzw. unstrittigen Indizien auf einen bestimmten Sachverhalt zu schliessen, liegt - nur auf Willk�r �berpr�fbare - Beweisw�rdigung vor (vgl. BGE 126 III 10 E. 2b S. 13; 117 II 256 E. 2b S. 258 f.). Die Beschwerdef�hrerin z�hlt verschiedene R�umlichkeiten auf, in welchen keine Messungen durchgef�hrt worden seien, und macht geltend, die Messungen seien nicht repr�sentativ. Inwiefern die Vorinstanz bei ihren Feststellungen in Willk�r verfallen w�re, zeigt sie dadurch nicht auf. Es trifft zwar zu, dass vorliegend eine grosse Gesamtfl�che zu beurteilen ist. Aus Messungen an immerhin 73 Untersuchungsstellen angesichts identischer Umst�nde (gleiche Arbeiter, gleicher Arbeitsvorgang, dasselbe Produkt, dieselbe Unterlage) zu schliessen, die Schichtst�rke des Bodens betrage zu �ber 80 % weniger als 1.8 mm, ist aber nicht willk�rlich. Die R�ge ist unbegr�ndet.
2.7.�Die Beschwerdef�hrerin macht schliesslich geltend, die Beschwerdegegnerin habe entgegen den vorinstanzlichen Feststellungen bei der Bezahlung der Schlussrechnung Kenntnis vom angeblichen Mangel gehabt und folglich das Werk genehmigt. Die Vorinstanz hat festgestellt, im Zeitpunkt der Abnahme sei der Beschwerdegegnerin weder die ungen�gende Schichtdicke des Bodens noch deren Vertragswidrigkeit bekannt gewesen. Die Beschwerdef�hrerin habe denn auch nicht behauptet, es habe vor Bezahlung der Schlussrechnung eine Schichtdickenmessung stattgefunden. Dem entgegnet die Beschwerdef�hrerin, die Beschwerdegegnerin habe in der Klage selbst ausgef�hrt, dass es im Anschluss an die Werkabnahme bereits nach kurzer Zeit zu Besch�digungen am Boden gekommen sei. Die Arbeiten seien im Mai 2008 beendet worden, die Schlussrechnung datiere aber erst vom 13. November 2008.
Damit ist Willk�r nicht dargetan. Die Beschwerdef�hrerin legt nur dar, der Beschwerdegegnerin seien Besch�digungen bekannt gewesen. Damit weist sie nicht nach, dass der Beschwerdegegnerin entgegen den vorinstanzlichen Feststellungen auch die ungen�gende Schichtdicke bekannt gewesen sei. Gegen die Feststellung, eine Schichtdickenmessung habe vor Bezahlung der Schlussrechnung nicht stattgefunden, bringt die Beschwerdef�hrerin nichts vor. Die R�ge ist unbegr�ndet. Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin hat die Vorinstanz somit auch kein Bundesrecht verletzt, indem sie eine Genehmigung des Werks durch die Beschwerdegegnerin verneint hat.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz habe zu Unrecht einen Mangel bejaht und damit Art. 166 Abs. 1 SIA-Norm 118 und Art. 368 OR verletzt. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz sei nicht eine Mindestschichtst�rke des Bodens von 1.8 mm als "�bliche Qualit�t" geschuldet.
3.1.�Nach Art. 165 Abs. 1 SIA-Norm 118 haftet der Unternehmer daf�r, dass sein Werk keine M�ngel im Sinne von Art. 166 aufweist. Nach Art. 166 Abs. 1 SIA-Norm 118 ist ein Mangel des Werkes im Sinne dieser Norm eine Abweichung des Werkes vom Vertrag. Der Mangel besteht entweder darin, dass das Werk eine zugesicherte oder sonstwie vereinbarte Eigenschaft nicht aufweist; oder darin, dass ihm eine Eigenschaft fehlt, die der Bauherr auch ohne besondere Vereinbarung in guten Treuen erwarten durfte (z.B. Tauglichkeit des Werkes f�r den vertraglich vorausgesetzten oder �blichen Gebrauch; Art. 166 Abs. 2 SIA-Norm 118).
3.2.�Die Vorinstanz hat ausgef�hrt, der durch die Parteien geschlossene Vertrag enthalte keine Vereinbarung zur geschuldeten Schichtst�rke des Bodens. Ein Mangel liege indessen auch vor, wenn dem Werk eine Eigenschaft fehle, die der Bauherr selbst ohne besondere Vereinbarung in guten Treuen habe erwarten d�rfen. Geschuldet sei die Leistung �blicher Qualit�t. Zu deren Beurteilung k�nne erstens die Norm SIA 252:2002 ("Fugenlose Industriebodenbel�ge") beigezogen werden, die zwar nicht Vertragsinhalt geworden, aber in Fachkreisen bekannt sei und daher zumindest als Indiz f�r die �bliche Qualit�t dienen k�nne. Diese Norm sehe f�r Fliessbel�ge bei der vorliegend einschl�gigen Beanspruchungsgruppe eine Minimaldicke von 3 mm vor. Zweitens gebe die C.________ AG als Herstellerin des verwendeten Bodenbelags im Datenblatt "D.________" eine Schichtst�rke von "ca. 2 mm" vor. Davon sei ein Toleranzabzug von 10 % (0.2 mm) zu machen, womit f�r die Leistung �blicher Qualit�t eine Mindestschichtst�rke von 1.8 mm vorauszusetzen sei. Denn die Beschwerdegegnerin habe mindestens Anspruch darauf, dass die Vorgaben des Datenblatts der Herstellerin eingehalten w�rden. Im �brigen m�sse der Boden �berall eine Mindestschichtst�rke von 1.8 mm aufweisen; eine "Kompensation" einer d�nneren Schicht durch eine dickere Schicht an anderer Stelle sei nicht zul�ssig.
3.3.�Dagegen bringt die Beschwerdef�hrerin vor, sowohl die SIA-Norm 252 als auch das Datenblatt der C.________ AG seien nicht Vertragsbestandteil. Die Vorinstanz schweige sich dar�ber aus, weshalb eine Schichtst�rke von 1.8 mm als �bliche Qualit�t bezeichnet werden m�sse. An einer Rechtsgrundlage fehle es g�nzlich. Zudem sei entgegen der Ansicht der Vorinstanz die massgebende Mindestschichtst�rke bloss im Durchschnitt geschuldet.
3.4.�Die Vorinstanz geht zutreffend davon aus, dass ein Mangel vorliegt, wenn dem Werk eine Eigenschaft fehlt, die der Bauherr auch ohne besondere Vereinbarung in guten Treuen erwarten durfte. F�r die Frage, was die Beschwerdegegnerin in guten Treuen erwarten durfte, st�tzte sich die Vorinstanz einerseits auf die einschl�gige SIA-Norm wie auch auf das Datenblatt der Herstellerin des verwendeten Bodenbelags. Gegen dieses Vorgehen ist nichts einzuwenden, scheinen doch beide Quellen tauglich zur Bestimmung der �blichen Qualit�t. Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin hat die Vorinstanz mithin durchaus begr�ndet, auf welche Grundlagen sie sich st�tzte. Gegen die Feststellungen der Vorinstanz, wonach die SIA-Norm und das Datenblatt eine Minimaldicke von 3 mm bzw. ca. 2 mm vorsehen w�rden, bringt die Beschwerdef�hrerin nichts vor. Um dem "ca." Rechnung zu tragen, nahm die Vorinstanz einen "Toleranzabzug von 10 %" vor und kam zum Schluss, die Beschwerdegegnerin habe in guten Treuen eine Mindestschichtst�rke von 1.8 mm erwarten d�rfen. Dieses Vorgehen ist bundesrechtskonform. Wie die Vorinstanz zudem richtig ausgef�hrt hat, ist diese Mindestschichtst�rke entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin nicht bloss in dem Sinne durchschnittlich geschuldet, dass ein Mangel an einer Stelle durch eine �berdurchschnittliche, dickere Schicht "kompensiert" werden k�nnte. Damit durfte die Vorinstanz ohne Verletzung von Art. 166 Abs. 1 SIA-Norm 118 annehmen, die Unterschreitung der Mindestschichtst�rke von 1.8 mm in �ber 80 % der F�lle (vgl. oben E. 2.6) stelle einen Mangel dar.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter, entgegen der Ansicht der Vorinstanz habe die Beschwerdegegnerin den angeblichen Mangel nicht (rechtzeitig) ger�gt.
4.1.�Die Vorinstanz hat ausgef�hrt, die Beschwerdegegnerin habe der Beschwerdef�hrerin mit Schreiben vom 11. Juni 2009 mitgeteilt, der von ihr verlegte Boden entspreche nicht den vertraglichen und branchen�blichen Vorgaben, da er statt mit 2-3 mm Dicke nur mit einer durchschnittlichen Dicke von 1 mm verlegt und zudem eine ung�nstige Verf�llung mit Quarzsand vorgenommen worden sei. Der Boden sei in dieser Qualit�t nicht brauchbar. Damit habe die Beschwerdegegnerin zum Ausdruck gebracht, dass sie das abgelieferte Werk nicht als vertragsgem�ss anerkenne. Mit der R�ge der ungen�genden Schichtst�rke habe sie den Mangel substanziiert beschrieben. Sie habe den Mangel auch in Umfang und Ort bezeichnet, indem sie erkl�rt habe, er sei �berall ("im genannten Geb�ude") vorhanden. Es liege daher eine taugliche M�ngelr�ge vor, womit gleichzeitig feststehe, dass die Beschwerdegegnerin nicht auf die Geltendmachung des Mangels verzichtet habe.
4.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung von Art. 163 und 173 SIA-Norm 118 und von Art. 367 OR. Sie macht geltend, jeder Mangel h�tte einzeln ger�gt werden m�ssen und zwar spezifiziert hinsichtlich Art, Umfang und Ort. Dem Schreiben lasse sich die Art des Mangels nicht entnehmen. Auch die Angabe, dass der Mangel "�berall" vorhanden sei, gen�ge den Anforderungen an eine M�ngelr�ge nicht. Mangels einer rechtzeitigen M�ngelr�ge sei das Werk genehmigt worden und seien die Gew�hrleistungsrechte dahingefallen.
4.3.�Nach Art. 173 Abs. 1 SIA-Norm 118 kann der Bauherr w�hrend der Garantiefrist in Abweichung vom Gesetz (Art. 367 und 370 OR) M�ngel aller Art jederzeit r�gen. Er muss den Mangel mithin nicht sofort geltend machen, sondern darf damit bis zum letzten Moment der Garantiefrist zuwarten (Urteil des Bundesgerichts 4C.258/2001 vom 5. September 2002 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 128 III 416). Zum Inhalt der M�ngelr�ge enth�lt die SIA-Norm 118 keine Bestimmung, weshalb diesbez�glich Art. 367 OR anwendbar ist (Peter Gauch, Kommentar zur SIA-Norm 118 Art. 157-190, 1991, N. 5 zu Art. 163 SIA-Norm 118). Inhaltlich muss die R�ge sachgerecht substanziiert sein, zumindest die M�ngel genau angeben und zum Ausdruck bringen, dass der Besteller das Werk nicht als vertragsgem�ss anerkennen und den Unternehmer haftbar machen will (BGE 107 II 172 E. 1a S. 175).
4.4.�Diesen Anforderungen gen�gt das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 11. Juni 2009. Wie die Vorinstanz richtig ausf�hrt, sind darin die behaupteten M�ngel hinsichtlich ihrer Art und ihres Umfangs genau angegeben. Mit ihren Ausf�hrungen, wonach der verlegte Boden nicht den vertraglichen und branchen�blichen Vorgaben entspreche, hat die Beschwerdegegnerin zudem - wie die Vorinstanz ebenfalls richtig ausf�hrt - zum Ausdruck gebracht, dass sie das Werk nicht als vertragsgem�ss anerkennen will. Damit sind die inhaltlichen Anforderungen an eine M�ngelr�ge erf�llt. Die R�ge ist unbegr�ndet.
Schliesslich r�gt die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung von Art. 169 SIA-Norm 118, Art. 368 Abs. 2 und 3 sowie Art. 107 OR und eine Verletzung ihres rechtlichen Geh�rs nach Art. 29 Abs. 2 BV. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz habe sie sich nicht geweigert, eine Nachbesserung vorzunehmen, womit ihr die Beschwerdegegnerin eine Nachfrist zur Nachbesserung h�tte ansetzen m�ssen.
5.1.�Nach Art. 169 Abs. 1 SIA-Norm 118 hat der Bauherr bei jedem Mangel zun�chst einzig das Recht, vom Unternehmer die Beseitigung des Mangels innerhalb angemessener Frist zu verlangen. Soweit der Unternehmer M�ngel innerhalb der vom Bauherrn angesetzten Frist nicht behebt, ist der Bauherr berechtigt, nach seiner Wahl entweder weiterhin auf der Verbesserung zu beharren (Ziff. 1), einen dem Minderwert des Werkes entsprechenden Abzug von der Verg�tung zu machen (Ziff. 2) oder vom Vertrag zur�ckzutreten (Ziff. 3). Hat sich der Unternehmer ausdr�cklich geweigert, eine Verbesserung vorzunehmen, oder ist er hiezu offensichtlich nicht imstande, so stehen dem Bauherrn nach Art. 169 Abs. 2 SIA-Norm 118 die in Abs. 1 vorgesehenen M�ngelrechte schon vor Ablauf der Verbesserungsfrist zu.
5.2.�Die Vorinstanz hat ausgef�hrt, die Beschwerdegegnerin habe der Beschwerdef�hrerin mit Schreiben vom 14. Mai 2009 eine Frist zur Lieferung bestimmter Dokumente und Angaben gesetzt. Die Beschwerdef�hrerin habe darauf nicht reagiert. Mit Schreiben vom 11. Juni 2009 habe die Beschwerdegegnerin ihr eine weitere Frist gesetzt, um konkrete Sanierungsmassnahmen vorzuschlagen. Die Beschwerdef�hrerin habe darauf nicht fristgerecht reagiert, sondern erst mit Schreiben vom 19. Juni 2009 erkl�rt, es w�rden Abkl�rungen zu den Schadensursachen laufen. Die Beschwerdef�hrerin habe vorgeschlagen, in "2-3 Musterzimmern" eine zus�tzliche Beschichtung von 1 mm aufzutragen und in den "verbleibenden restlichen ca. 7 Zimmern" im Herbst gleich zu verfahren. Nach Ausf�hrung entsprechender Arbeiten in den "Musterzimmern" habe die Beschwerdef�hrerin aber nichts mehr von sich h�ren lassen. Weder habe sie mit der Beschwerdegegnerin Kontakt aufgenommen, um einen Termin f�r die Arbeiten in den "verbleibenden restlichen ca. 7 Zimmern" zu organisieren, noch habe sie der Beschwerdegegnerin das Ergebnis der angek�ndigten "Abkl�rungen betreffend Schadensursachen" mitgeteilt. Gleichzeitig habe sich die Beschwerdef�hrerin nie ausdr�cklich zu den verbleibenden rund 230 Schulzimmern ge�ussert, welche von der M�ngelr�ge der Beschwerdegegnerin auch umfasst gewesen seien. Dieses Verhalten k�nne nicht anders gelesen werden, als dass die Beschwerdef�hrerin eine Nachbesserung der gesamten Bodenfl�che in allen Schulzimmern nicht habe vornehmen wollen. Dies komme einer eigentlichen Weigerung gleich. Abschliessend sei darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin eine Nachbesserung der Beschwerdef�hrerin auch im April 2010 noch angenommen h�tte.
5.3.�Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, es obliege nicht ihr als Unternehmerin, der Beschwerdegegnerin ein Angebot f�r eine umfassende Nachbesserung zu unterbreiten. W�rde der Argumentation der Vorinstanz gefolgt, k�nnte sich der Besteller mit der M�ngelr�ge begn�gen und abwarten, ob der Unternehmer ihm ein Angebot zur Nachbesserung unterbreite. Dies widerspreche Art. 169 SIA-Norm 118 sowie Art. 368 Abs. 2 und 3 OR, wonach der Besteller Frist auf Verbesserung anzusetzen habe. Eine in Art. 169 Abs. 2 SIA-Norm 118 vorausgesetzte ausdr�ckliche Weigerung ihrerseits habe nicht vorgelegen, was sich aus der von der Vorinstanz zu Unrecht unbeachtet gelassenen Korrespondenz der Parteien vom 25. und 30. M�rz 2010 ergebe.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt zudem, die Vorinstanz habe sich zu ihrem wiederholten Einwand (Klageantwort, S. 18 und 21; Duplik, S. 16), wonach die Beschwerdegegnerin ein�
neues�Werk hergestellt habe, nicht ge�ussert, was eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) darstelle. Die Neuerstellung des Werks sei vom Gew�hrleistungsrecht nicht erfasst. Da sich die Beschwerdegegnerin f�r ein anderes Werk entschieden habe (Linoleum-Boden statt PU-Belag), sei sie ihres Rechts auf Ersatzvornahme verlustig gegangen. Die Vorinstanz h�tte diesen Einwand pr�fen m�ssen.
5.4.1.�Nachdem die Vorinstanz festgestellt hat, eine M�ngelr�ge sei erst mit Schreiben vom 11. Juni 2009 erfolgt, muss die (unterbliebene) Reaktion der Beschwerdef�hrerin auf das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 14. Mai 2009 unbeachtet bleiben. Denn eine Verweigerung einer Nachbesserung des Mangels kann daraus nicht abgeleitet werden, wenn der Mangel zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal ger�gt worden war. Was die Frage der fristgerechten Reaktion auf das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 11. Juni 2009 angeht, so setzte diese darin eine Frist bis zum 19. Juni 2009 f�r eine R�ckmeldung, dies mit der Androhung, ein Drittunternehmen zu beauftragen, wenn sie�
bis zu diesem Datum�die gew�nschten Informationen nicht erhalten sollte. Die Ausf�hrungen der Vorinstanz, wonach die Beschwerdef�hrerin mit ihrem Schreiben vom 19. Juni 2009 nicht fristgerecht reagiert habe, sind mithin zwar nicht zu beanstanden, da nach dem Wortlaut die Antwort bis zum 19. Juni 2009 der Beschwerdegegnerin zugehen sollte. Die Versp�tung - die offenbar auf ein Missverst�ndnis seitens der Beschwerdef�hrerin zur�ckging, ist diese doch der Ansicht, mit Postaufgabe am letzten Tag der Frist diese gewahrt zu haben - ist aber angesichts ihrer Geringf�gigkeit nicht als Indiz f�r eine Weigerung der Beschwerdef�hrerin geeignet.
5.4.2.�Damit bleibt als Begr�ndung der Vorinstanz f�r die Weigerung der Beschwerdef�hrerin die Tatsache, dass sich diese nach der Auftragung der zus�tzlichen Beschichtung in den Musterzimmern nicht mehr bei der Beschwerdegegnerin gemeldet habe. Weder habe sie �ber die Ergebnisse der Abkl�rungen betreffend Schadensursache informiert, noch habe sie Kontakt aufgenommen, um einen Termin f�r die Arbeiten in den "verbleibenden restlichen ca. 7 Zimmern" zu vereinbaren. Es sei auch kein Angebot f�r eine umfangreichere Nachbesserung in allen Schulzimmern bei der Beschwerdegegnerin eingegangen.
Dagegen bringt die Beschwerdef�hrerin zu Recht vor, dass nach Art. 169 SIA-Norm 118 grunds�tzlich der Besteller in der Pflicht ist, die Beseitigung des behaupteten Mangels zu verlangen. Blosses Stillschweigen des Unternehmers ist noch keine�
ausdr�ckliche�Weigerung, wie sie in Art. 169 Abs. 2 SIA-Norm 118 vorausgesetzt ist (vgl. Hans Rudolf Spiess/Marie-Theres Huser, Norm SIA 118, Handkommentar, 2014, N. 7 zu Art. 169 SIA-Norm 118
e contrario�). Alleine gest�tzt auf die der Beschwerdef�hrerin vorgeworfenen "Unterlassungen" kann somit eine ausdr�ckliche Weigerung nicht bejaht werden.
5.4.3.�Es kommt hinzu, dass sich die Vorinstanz in ihren Ausf�hrungen nicht mit dem Verhalten der Parteien im Jahr 2010 befasst. In ihren Ausf�hrungen zum Sachverhalt hat die Vorinstanz festgestellt, nach den Nachbesserungsarbeiten der Beschwerdef�hrerin in drei Musterzimmern im Juli 2009 scheine zwischen den Parteien eine Kommunikationsl�cke geherrscht zu haben. Mit Einschreiben vom 25. M�rz 2010 habe die Beschwerdegegnerin erkl�rt, sie erwarte bis am 1. April 2010 eine Mitteilung der Beschwerdef�hrerin, ob diese ihrer Nachbesserungspflicht nebst Schadenersatzpflicht vollumf�nglich nachkomme oder sie einen pauschalen Betrag von Fr. 400'000.-- per Saldo aller Anspr�che bezahle. Mit Einschreiben vom 30. M�rz 2010 habe die Beschwerdef�hrerin ausgef�hrt, sie habe mangels Reaktion der Beschwerdegegnerin nach den Nachbesserungsarbeiten im Juli 2009 die Angelegenheit als erledigt betrachtet. Sie schlage nun aber eine Besichtigung und Pr�fung der drei nachgebesserten B�den sowie der �brigen B�den vor Ort vor, um den Nachbesserungsanspruch und den Umfang der allf�lligen Nachbesserungspflicht zu pr�fen. Am 20. April 2010 habe eine gemeinsame Besichtigung der drei Musterzimmer stattgefunden. Mit Schreiben vom 28. April 2010 habe die Beschwerdegegnerin mitgeteilt, sie habe sich entschlossen, ein Drittunternehmen mit der Einbringung eines neuen Bodens zu beauftragen.
Die Beschwerdef�hrerin bringt zu Recht vor, dass diese Sachverhaltselemente relevant sind f�r die Frage, ob eine ausdr�ckliche Weigerung vorliegt. Gegen die Annahme einer solchen spricht jedenfalls das Schreiben der Beschwerdef�hrerin vom 30. M�rz 2010, worin diese eine Besichtigung vorgeschlagen hat, um den Nachbesserungsanspruch und den Umfang der allf�lligen Nachbesserungspflicht zu pr�fen. Von entscheidender Bedeutung sind daher die Ergebnisse der gemeinsamen Besichtigung am 20. April 2010, nach welcher die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 28. April 2010 die Ersatzvornahme ank�ndigte. Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdegegnerin nach den vorinstanzlichen Feststellungen eine Nachbesserung der Beschwerdef�hrerin auch im April 2010 noch angenommen h�tte.
Was die Parteien anl�sslich der gemeinsamen Besichtigung besprochen haben und zu welchem Ergebnis sie gekommen sind, l�sst sich den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen nicht entnehmen. Die Sache ist daher zur Erg�nzung des Sachverhalts und neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Sollte die Vorinstanz zum Schluss kommen, es liege keine Weigerung der Beschwerdef�hrerin vor, so w�re die offengelassene Frage zu pr�fen, ob die Beschwerdegegnerin der Beschwerdef�hrerin eine angemessene Frist zur Verbesserung nach Art. 169 Abs. 1 SIA-Norm 118 angesetzt hat.
5.5.�Abschliessend stellt sich die Frage, ob die Vorinstanz im Zusammenhang mit dem Einwand der Beschwerdef�hrerin, die Beschwerdegegnerin habe sich f�r ein anderes Werk entschieden, das rechtliche Geh�r der Beschwerdef�hrerin verletzt hat.
Sowohl nach Art. 169 Abs. 1 SIA-Norm 118 als auch nach Art. 368 Abs. 2 OR ist die Nachbesserungsforderung auf die unentgeltliche "Verbesserung" des Werkes gerichtet. Dieses Recht erfasst nur unter bestimmten Voraussetzungen die Erstellung eines neuen Werks (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 4C.258/2001 vom 5. September 2002 E. 4.1.4). Die Beschwerdef�hrerin belegt mit Aktenhinweisen, dass sie im vorinstanzlichen Verfahren die Forderung der Beschwerdegegnerin auch mit dem Einwand bestritten hat, diese habe statt blosser Nachbesserungen die Erstellung eines neuen Werks verlangt. Die Vorinstanz hat sich mit diesem Vorbringen der Beschwerdef�hrerin nicht auseinandergesetzt. Das Vorbringen der Beschwerdegegnerin, wonach diese Frage erst im Rahmen der Pr�fung von Art und Umfang der Ersatzvornahme zu pr�fen sei, verf�ngt nicht. Denn die Vorinstanz kam im vorliegend angefochtenen Zwischenentscheid zum Schluss, der Beschwerdegegnerin habe ein Anspruch auf Ersatzvornahme (auf in ihrem Umfang noch zu bestimmende Kosten der Beschwerdef�hrerin) zugestanden. Das Recht auf Ersatzvornahme w�re aber zu verneinen, wenn die Beschwerdef�hrerin die geforderte (angebliche) Nachbesserung h�tte verweigern d�rfen (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 4A_307/2010 vom 14. Oktober 2010 E. 2; ROGER BR�NDLI, Die Nachbesserung im Werkvertrag, Eine Gesamtdarstellung unter Ber�cksichtigung der SIA-Norm 118, Z�rich/St. Gallen 2007, N. 896, 898).
Wie die Frage der �berm�ssigen Kosten h�tte die Vorinstanz mithin auch die von der Beschwerdef�hrerin aufgeworfene Frage der Erstellung eines neuen Werks pr�fen m�ssen. Indem sie dies nicht getan hat, hat sie den Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt. Die R�ge ist somit begr�ndet und die Vorinstanz wird auch die Frage zu pr�fen haben, ob die Beschwerdegegnerin die Erstellung eines neuen Werks verlangt hat und ob diesfalls die Voraussetzungen daf�r erf�llt waren.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist. Der Zwischenentscheid des Handelsgerichts des Kantons Bern vom 18. September 2013 ist aufzuheben und die Sache zur Erg�nzung des Sachverhalts und neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Beschwerdef�hrerin dringt mit ihren Begehren nur teilweise durch. Da zum jetzigen Zeitpunkt zudem noch ungewiss ist, in welchem Umfang sie in der Sache obsiegen wird, erscheint es gerechtfertigt, die Kosten f�r das bundesgerichtliche Verfahren den Parteien je zur H�lfte aufzuerlegen und die Parteikosten wettzuschlagen (vgl. Art. 66 Abs. 1 sowie Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist. Der Zwischenentscheid des Handelsgerichts des Kantons Bern vom 18. September 2013 wird aufgehoben und die Sache wird zur Erg�nzung des Sachverhalts und neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 12'000.-- werden den Parteien je zur H�lfte auferlegt.
Lausanne, 4. M�rz 2015