Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2003/03'3'09.htm
Timestamp: 2018-01-20 11:05:39
Document Index: 212306136

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 77', '§ 16', '§ 40', '§ 40', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 16', '§ 13', '§ 13', '§ 9', '§ 6', '§ 8', '§ 9', '§ 24', '§ 17', '§ 16', '§ 24', '§ 13', '§ 16', '§ 16', '§ 13', '§ 24']

13. Jahrgang, Nr. 3 vom 17. Juni 2003, S. 48
Diplomprüfungsordnung für den interdisziplinären Studiengang
Wirtschaftsingenieurwesen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
und des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften
vom 29.01./24.02.2003
Aufgrund des § 17 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) in der Fassung vom 1. Juli 1998 (GVBl. LSA S. 300), zuletzt geändert durch Anlage laufende Nummer 219 zum Vierten Rechtsbereinigungsgesetz vom 19. März 2002 (GVBl. LSA S. 130), hat die Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg die folgende Prüfungsordnung für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften erlassen.
§ 16 Festlegung der Fachnoten, Bestehen der Diplom-Vorprüfung, Zeugnis,Bescheinigung
Aufgrund der bestandenen Diplomprüfung verleihen die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät und der Fachbereich Ingenieurwissenschaften den Diplomgrad "Diplom-Wirtschaftsingenieur". Einer Absolventin wird der Diplomgrad "Diplom-Wirtschaftsingenieurin" verliehen.
(2) Der Studienumfang umfasst im Pflicht- und Wahlpflichtbereich insgesamt höchstens 169 Semesterwochenstunden. Näheres regelt die Studienordnung nach Maßgabe der Bestimmungen dieser Prüfungsordnung. In der Studienordnung sind die Studieninhalte so ausgewählt, dass das Studium in der Regelstudienzeit abgeschlossen werden kann.
(1) Für die Organisation der Prüfungen und die durch diese Prüfungsordnung zugewiesenen Aufgaben bildet die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät und der Fachbereich Ingenieurwissenschaften einen Prüfungsausschuss. Der Prüfungsausschuss besteht aus vier Mitgliedern der Gruppe der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer gemäß § 40 Abs. 1 Ziffer 1 und 2 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt in der Fassung vom 1. Juli 1998, zuletzt geändert durch das vierte Gesetz zur Änderung des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 8. August 2000 - davon je zwei Vertreterinnnen und Vertreter der Wirtschaftswissenschaften und der Ingenieurwissenschaften - sowie einem Mitglied der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gemäß § 40 Abs. 1 Ziffer 3 bis 6 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt und zwei Mitgliedern der Gruppe der Studierenden. Die Amtszeit der studentischen Mitglieder beträgt ein Jahr, die der übrigen Mitglieder drei Jahre.
(2) Der Fakultätsrat der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und der Fachbereichsrat des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften bestellen auf Vorschlag ihrer Mitgliedergruppen die Mitglieder des Prüfungsausschusses und deren Stellvertreterinnen oder Stellvertreter für den Verhinderungsfall für die Amtszeit gemäß Abs. 1 Satz 3. Wiederbestellung ist zulässig. Ein vorzeitig ausgeschiedenes Mitglied ist durch Nachbestellung zu ersetzen. Der Prüfungsausschuss wählt aus dem Kreis der ihm angehörenden Professorinnen und Professoren die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden und deren bzw. dessen ständige Vertreterin bzw. ständigen Vertreter.
(6) Die studentischen Mitglieder stimmen bei pädagogisch-wissenschaftlichen Entscheidungen, insbesondere bei der Beurteilung, Anerkennung oder Anrechnung von Studien- oder Prüfungsleistungen, der Festlegung von Prüfungsaufgaben und der Bestellung von Prüferinnen und Prüfern und Beisitzerinnen und Beisitzern nicht mit ab.
Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren, Honorardozentinnen und Honorardozenten, Gastprofessorinnen und Gastprofessoren sowie Gastdozentinnen und Gastdozenten der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften, sofern sie eine den hauptamtlich tätigen Professorinnen und Professoren sowie Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten vergleichbare Qualifikation besitzen und in vorausgehenden Studienabschnitten eine einschlägige Lehrtätigkeit in dem Studiengang ausgeübt haben;
Für die Ernennung der unter Ziffer 2, 3 und 4 genannten Personen bedarf der Beschluss des Prüfungsausschusses der Zustimmung des Fakultätsrates und des Fachbereichsrates. Hauptamtlich an der Fakultät tätige Professorinnen und Professoren sowie Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten sind zu Prüferinnen und Prüfern in dem Fach zu ernennen, mit dessen Vertretung sie in Lehre und Forschung betraut sind.
Bei hauptamtlich an der Fakultät und dem Fachbereich tätigen Professorinnen und Professoren, sowie Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten, bei Privatdozentinnen und Privatdozenten sowie außerplanmäßigen Professorinnen und Professoren erlischt die Möglichkeit der Ernennung zur Prüferin bzw. zum Prüfer in der Regel zwei Jahre entweder nach ihrer Entpflichtung oder nach ihrem Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät oder dem Fachbereich Ingenieurwissenschaften.
(2) Studienbegleitend zu den einzelnen Lehrveranstaltungen werden Prüfungen in Form von schriftlichen Prüfungen (§ 7) oder mündlichen Prüfungen (§ 8) abgelegt (Teilleistungen). Die Prüferin bzw. der Prüfer legt die Form und Dauer der Prüfung bis spätestens vier Wochen nach Beginn der Lehrveranstaltung fest. Gegenstand der studienbegleitenden Prüfungen ist der Inhalt der jeweiligen Lehrveranstaltung. Eine Teilleistung geht nur in die Bewertung eines einzigen Faches ein. Nach Ablauf der Regelstudienzeit für den Studiengang ist eine Wiederholung von erfolgreich abgelegten studienbegleitenden Prüfungen nicht zulässig. In den ingenieurwissenschaftlichen Lehrgebieten können zu Beginn der Lehrveranstaltungen durch die Prüferin bzw. den Prüfer studienbegleitende Nachweise definiert werden, die Zulassungsvoraussetzungen zu den studienbegleitenden Prüfungen sind.
(3) Über die Anrechnung nach den Abs. 1 und 2 entscheidet der Prüfungsausschuss. Vor Feststellung über die Gleichwertigkeit sind zuständige Fachvertreterinnen und Fachvertreter zu hören. Bei Feststellung der Gleichwertigkeit werden Fachpunkte und Leistungspunkte gemäß §§ 9 und 10 festgesetzt. Die Vorschriften dieser Prüfungsordnung über die Wiederholbarkeit von Prüfungen gelten entsprechend.
(4) Über die in Abs. 2 genannten Fächer hinaus müssen ausreichende Kenntnisse (mindestens 50 Fachpunkte) in den propädeutischen Fächern Buchführung (2 Leistungspunkte) und Wirtschaftsinformatik (6 Leistungspunkte) nachgewiesen werden. Gleichwertige Leistungen können anerkannt werden. Wird eine Prüfung in einem propädeutischen Fach nicht bestanden, so kann diese wiederholt werden, die Einschränkung der Wiederholungsmöglichkeiten des Abs. 3 gilt nicht.
(1) Zur Diplom-Vorprüfung wird nur zugelassen, wer an der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen eingeschrieben ist.
(4) Soweit sich eine Kandidatin bzw. ein Kandidat einer Diplom-Vorprüfung oder einer vergleichbaren Prüfung im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen oder in einem ingenieur- oder wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule ohne Erfolg unterzogen hat, gelten beim Antrag auf Zulassung zur Diplom-Vorprüfung an der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg die Vorschriften des § 16 Abs. 3 dieser Prüfungsordnung entsprechend.
(2) Die Diplom-Vorprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen in den propädeutischen Fächern nach § 13 Abs. 4 nachgewiesen wurden und in den Fächern gemäß § 13 Abs. 2 insgesamt mindestens 108 Leistungspunkte erworben wurden sowie in allen Fächern jeweils mindestens 50 Fachpunkte gemäß § 9 erreicht worden sind.
(1) Die Diplomprüfung erstreckt sich auf die in Abs. 2 genannten Fächer, auf die Studienarbeit und auf die Diplomarbeit. Hinsichtlich der technischen Fächer können sich die Studierenden für die Studienrichtung "Verfahrenstechnik" oder für die Studienrichtung "Werkstofftechnik" entscheiden.
(5) Das Fach "Integriertes Auslandsstudium" kann nur einmal entweder als Technisches oder als Betriebswirtschaftliches Wahlpflichtfach gewählt werden. Die Anerkennung des Faches "Integriertes Auslandsstudium" als Technisches oder Betriebswirtschaftliches Wahlpflichtfach erfolgt durch den Prüfungsausschuss und ist unter folgenden Voraussetzungen möglich:
(6) Die Diplomprüfung zu den in Abs. 2 aufgeführten Fächern umfasst studienbegleitende Prüfungen gemäß § 6 Abs. 2 dieser Prüfungsordnung zu den in der Studienordnung aufgeführten Lehrveranstaltungen eines Faches und eine mündliche Fachprüfung gemäß §§ 8 und 23. Die Dauer der Klausuren je Lehrveranstaltung darf 180 Minuten nicht überschreiten. Diese Regelung gilt nicht für das Fach "Integriertes Auslandsstudium".
an der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg für den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen eingeschrieben ist,
(5) Bei der Abgabe der Arbeit hat die Kandidatin bzw. der Kandidat schriftlich zu versichern, dass sie bzw. er - abgesehen von der eventuellen Mitwirkung einer namentlich genannten Betreuerin bzw. eines namentlich genannten Betreuers - ihre bzw. seine Arbeit selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat.
(6) Die Studienarbeit wird von der Themenstellerin bzw. von dem Themensteller beurteilt. Eine Vorkorrektur durch wissenschaftliche Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter ist zulässig. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung der schriftlichen Arbeit im Ergebnis eines Seminarvortrages entsprechend § 9 Abs. 1. Bei Gruppenarbeiten müssen die Leistungsanteile der einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten deutlich abgrenzbar sein und getrennt werden. Eine nicht bestandene Studienarbeit kann mit neuer oder veränderter Aufgabenstellung einmal innerhalb von 12 Monaten wiederholt werden. § 24 Abs. 4 Satz 2 gilt entsprechend.
die Fachprüfungen im Hauptstudium erfolgreich abgeschlossen hat und
eine Studienarbeit angefertigt hat, die positiv bewertet wurde.
(13) Die Gesamtbewertung der Diplomarbeit ergibt sich aus dem einfachen arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen. Weichen die Einzelbewertungen um 30 Fachpunkte oder mehr voneinander ab oder lautet eine Einzelbewertung mindestens auf 50 Fachpunkte und die andere auf weniger als 50 Fachpunkte, wird von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses eine dritte Prüferin bzw. ein dritter Prüfer hinzugezogen. Die Bewertung der Diplomarbeit ergibt sich in diesem Fall aus dem einfachen arithmetischen Mittel der drei Bewertungen.
in der Bewertung der Studienarbeit mindestens 50 Fachpunkte erzielt wurden,
in der Gesamtbewertung der Diplomarbeit mindestens 50 Fachpunkte erzielt wurden und
ein Industriepraktikum im Umfang von insgesamt sechs Monaten entsprechend der Studienordnung nachgewiesen wurde.
(6) Nach bestandener Diplomprüfung erhält die Kandidatin bzw. der Kandidat über die Ergebnisse ein Zeugnis. Dieses Zeugnis enthält das Thema der Diplomarbeit, die in der Diplomarbeit, in der Studienarbeit und in den einzelnen Prüfungsfächern erzielten Fachnoten sowie die Diplomnote. Eine Kandidatin bzw. ein Kandidat, die bzw. der in sämtlichen Fächern gemäß § 17 Abs. 2 sowie in der Studienarbeit und in der Diplomarbeit die Note "sehr gut" erreicht, erhält als Gesamtnote das Prädikat "Mit Auszeichnung".
(2) Die Diplomurkunde wird von der Dekanin bzw. vom Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften und von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet und mit den Siegeln der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät und des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften versehen.
(1) Für Studierende, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Prüfungsordnung an der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg in diesem Studiengang eingeschrieben sind, erhöht sich die Frist für das endgültige Nicht-Bestehen der Diplom-Vorprüfung nach § 16 Abs. 3 auf acht Semester, sofern die Diplom-Vorprüfung noch nicht abgelegt wurde, und, sofern die Diplom-Vorprüfung bereits abgelegt worden ist, die Frist für das endgültige Nicht-Bestehen der Diplomprüfung nach § 24 Abs. 4 auf das sechste Semester nach Ablauf der Regelstudienzeit.
(2) Für Studierende, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Prüfungsordnung an der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg in diesem Studiengang eingeschrieben sind, entfällt der erforderliche Nachweis der Kenntnisse in den propädeutischen Fächern nach § 13 Abs. 2. Soweit zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Prüfungsordnung Leistungspunkte aus den bisherigen studienbegleitenden Fächern vorliegen, werden diese auf Antrag nach § 16 Abs. 2 angerechnet. In diesem Fall erhöht sich die für das Bestehen der Diplom-Vorprüfung nach § 16 Abs. 2 mindestens erforderliche Zahl von Leistungspunkten auf 115 Leistungspunkte.
(3) Studienbegleitende Teilprüfungen, die vor dem Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung abgelegt worden sind, können abweichend von der Regelung in § 13 Abs. 3 innerhalb von zwei Semestern nach dem Inkrafttreten Prüfungsordnung wiederholt werden.
(4) Für Studierende, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Ordnung an der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg in diesem Studiengang eingeschrieben sind, vermindert sich der erforderliche Nachweis von Praktika nach § 24 Abs. 3 Ziffer 4 auf eine Gesamtdauer von drei Monaten.
Diese Prüfungsordnung tritt nach ihrer Genehmigung durch den Rektor der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg am Tage nach ihrer Bekanntmachung im Amtsblatt der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg in Kraft, gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung vom 19./20.Dezember 2000 (ABl. 2001, Nr. 4, S. 12) außer Kraft.