Source: https://www.jusmeum.de/urteil/bgh/75b7ed2486dbed8d8ba5840ca2f60545fe4ac70af30baaf2f4a7b281a1722eba
Timestamp: 2020-08-04 22:49:36
Document Index: 82724406

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 121', 'BGH', '§ 114', '§ 122']

BGH, IX ZB 131/05: BGH (zpo, einstellung des verfahrens, antragsteller, begründung, anwendungsbereich, vorschrift, ausbildung, beschwerde, vertretung, ziel)
Urteil des BGH vom 13.04.2005, IX ZB 131/05
Aktenzeichen: IX ZB 131/05
Dr. Fischer, die Richter Dr. Ganter, Raebel, Kayser und Cierniak
5 C 58/05 Rechtsanwalt M. zu den Bedingungen
Rechtsanwalt M. nach Maßgabe des § 121 Abs. 3 ZPO dem Antragsteller
als Prozessanwalt beizuordnen.
Rechtsverfolgung durch Insolvenzverwalter mit dem Ziel der Masseanreicherung hat der Gesetzgeber ein eigenständiges, schutzwürdiges öffentliches Interesse beigemessen (vgl. BGH, Urt. v. 27. September 1990 - IX ZR 250/89,
ZIP 1990, 1490, 1491 m. Anm. Merz EWiR 1990, 1243 f; Beschl. v.
18. September 2003 - IX ZB 460/02, aaO). Nach den Gesetzesmaterialien sollte
die Bewilligung von Prozesskostenhilfe die Regel, die Verweigerung die Ausnahme sein (vgl. BT-Drucks. 8/3068 S. 26 zu § 114c ZPO). Das Beschwerdegericht, das demgegenüber auf die Selbstvertretungsmöglichkeit des volljuristisch
ausgebildeten Insolvenzverwalters verweist, verkehrt diese Grundsätze in ihr
ist das Insolvenzverfahren im Hinblick auf die Wirkungen der Prozesskostenhil-
fe (vgl. § 122 ZPO) nicht wegen der Gerichtskosten einzustellen. Der Bestand
AG Zittau, Entscheidung vom 10.03.2005 - 5 C 58/05 -
LG Görlitz, Entscheidung vom 13.04.2005 - 2 T 75/05 -