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Timestamp: 2019-11-20 19:01:29
Document Index: 293856925

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', '§ 14', '§ 33', '§ 36', '§ 36', '§ 34']

Lexikon: Vorsteuerabzug bei Übernachtungskosten, Verpflegungskosten und Fahrtkosten - reisekosten.de
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Mit dem BMF-Schreiben vom 28.03.2001 (BStBl. I S. 251) ist der Vorsteuerabzug aus Reisekosten zum großen Teil wieder zugelassen. Voraussetzung hierfür ist eine unternehmerisch bedingte Auswärtstätigkeit des Arbeitnehmers unter den weiteren Voraussetzungen des § 15 UStG.
§ 15 Abs. 4 UStG:
Unternehmer ist Empfänger (Besteller) einer Leistung
Ordnungsgemäße Rechnung nach § 14 UStG
Name/Anschrift des Leistenden
Name/Anschrift des Rechnungsempfängers (Unternehmer)
Steuernummer bzw. Ust-ID
Steuersatz, Steuerbetrag, Nettobetrag, Bruttobetrag
§ 33 UStDV: Kleinstbetragrechnung bis 150,00 €
Entgelt und Steuerbetrag für die Lieferung
Steuersatz für die Umsatzsteuer
Vorsteuerbeträge aus Hotelrechnungen können durch den Arbeitgeber (=Unternehmer) abgezogen werden, wenn die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer auf Übernachtungen anlässlich einer unternehmerisch bedingten Auswärtstätigkeit des Arbeitnehmers (einschließlich doppelter Haushaltsführung) entfällt.
Arbeitgeber (=Unternehmer) muss Leistungsempfänger sein
Rechnung muss auf Arbeitgeber ausgestellt sein
Vorsteuerabzug ist auch dann erlaubt, wenn die Hotelrechnung zunächst durch den Arbeitnehmer bezahlt (bar oder mit seiner Kreditkarte) wird.
Bei Kleinbetragsrechnungen bis 150,00€ muss die Rechnung nicht auf den Arbeitgeber ausgestellt sein.
Vorsteuerabzug aus Übernachtungspauschalen kann mit der Streichung der §§ 36 bis 38 UStDV seit dem 01.04.1999 nicht mehr in Anspruch genommen werden.
Vorsteuerbeträge aus Verpflegungskosten können durch den Arbeitgeber abgezogen werden, wenn anlässlich einer unternehmerisch bedingten Auswärtstätigkeit des Arbeitnehmers Verpflegungsleistungen entstehen und diese vom Arbeitgeber empfangen und in voller Höhe getragen werden.
Rechnung muss auf Namen des Arbeitgeber ausgestellt sein
Aufwendungen müssen in voller Höhe durch den Arbeitgeber getragen und dem Arbeitnehmer bezahlt werden
Der Vorsteuerabzug ist nicht zulässig, wenn der Arbeitnehmer die Verpflegung im eigenen Namen bestellt und bezahlt, um danach die Kosten seinem Arbeitgeber gegenüber zur Erstattung einzureichen.
Vorsteuerabzug aus Verpflegungsmehraufwendungen kann mit der Streichung der §§ 36 bis 38 UStDV seit dem 01.04.1999 nicht mehr in Anspruch genommen werden.
Vorsteuerabzug aus Fahrtkosten
Vorsteuerbeträge, die auf Fahrtkosten für arbeitnehmereigene Fahrzeuge entfallen, sind vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen (BMF-Schreiben vom 28. 3. 2001, Nr. 3 (BStBl. I S. 251)). Das gleiche gilt für die Kilometerpauschale.
Vorsteuerbeträge für Fahrtkosten für Fahrzeuge des Personals sind zulässig.
Vorsteuerabzug bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel
Für Fahrtkosten wie Taxi oder Mietwagen kann grundsätzlich der Vorsteuerabzug vorgenommen werden.
Arbeitgeber (=Unternehmer) muss Besteller und Leistungsempfänger sein
Bei Fahrtkosten für Fahrausweise (z.B. Fahrkarten) für unternehmerisch veranlasste Fahrten (§§ 34 und 35 UStDV) bedarf es keiner Prüfung nach der Frage des Leistungsempfängers, so dass der Vorsteuerabzug immer zulässig ist.
Ermäßigter Steuersatz 7%: Nahverkehr (innerhalb einer politischen Gemeinde oder Umkreis bis 50km)
Voller Steuersatz 19%: Fahrten über 50km, Inlandsflüge (Steuersatz muss ausdrücklich ausgewiesen sein)
Kein Vorsteuerabzug bei Auslandsreisen
Bei Auswärtstätigkeiten ins Ausland ist der Vorsteuerabzug nur für die auf das Inland anfallenden Reisekostenanteile gültig, wenn das Unternehmen nur im Inland vorsteuerabzugsberechtigt ist.