Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/118357,0.html
Timestamp: 2019-09-22 06:52:28
Document Index: 266090176

Matched Legal Cases: ['§985', '§812', '§812', '§812', '§985', '§812', '§812']

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Verfasst am: 01 März 2007 - 17:26:12 Titel: Klausur Privatrecht
Hallo, ich habe eine Frage zum gutgläubigen Eigentumserwerb (Ich bin Volkswirt und hab deshalb davon nicht viel Ahnung, muss aber dennoch eine Klausur schreiben)
Und zwar verkauft der A an den B einen gebrauchten PKW zum Preis von 10000 €. Es wird vereinbart, dass B den Wagen 1 Woche später abholt und Bar bezahlt. Zwei Tage bevor B den Wagen zum vereinbarten Zeitpunkt abholen und bezahlen möchte, verkauft der A den Wagen an den C zum Preis von 11000. C bezahlt sofort bar und nimmt den Wagen mit. Der C ist ein guter Freund des A und weiß deshalb, das A den Wagen schon an den B verkauft hat.
Hat B gegen C einen Anspruch auf Herausgabe.
Ein Herausgabeanspruch nach §985 scheidet wohl aus, da B ja noch nicht Eigentümer ist. Bleibt also §812 I. Wäre also zu prüfen, ob C ohne rechtlichen Grund gehandelt hat. C hat die Sache nicht gutgläubig erworben, da er von dem Verkauf des A an den B ja wusste. Doch an welcher Vorschrift kann ich den Herausgabeanspruch exakt festmachen?
Verfasst am: 01 März 2007 - 17:40:44 Titel:
B hat gegen C auch keinen Herausgabeanspruch nach §812, weil er nicht an C geleistet hat. Der Tatbestand des §812 ist nicht erfüllt in diesem Fall.
Verfasst am: 01 März 2007 - 18:21:54 Titel:
Das bedeutet also, dass B trotz wirksamen Kaufvertrag keinen Herausgabeanspruch gegen C hat? Klingt irgendwie komisch, denn wieso steht dann im Sachverhalt drin, dass C vom Verkauf des A an B wusste? Oder kann man noch nach einer anderen Vorschrift als §985 und §812 Herausgabe verlangen? Könnte C nicht nach §812 I Satz 1 Alt. 2 etwas auf sonstige Weise auf Kosten des B erlangt haben?