Source: https://ra.de/lexicon/auslaendische-gesellschaften-in-deutschland-_186
Timestamp: 2019-07-22 14:09:49
Document Index: 55673317

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10']

Ausländische Gesellschaften in Deutschland - ra.de
ra.de / Ausländische Gesellschaften in Deutschland
<div align="justify"><!--<a target="_blank" href="anwalt/bsp/anwaelte/rechtsanwalt-dirk-streifler-partner-_4" title="Rechtsanwalt Berlin Mitte Wirtschaftrsrecht Strafrecht Existenzgründung Insolvenzrecht"><font size="2" face="arial"><img hspace="15" border="0" align="left" src="/rich_files/bilder/dirk_streifler_2.jpg" alt="Rechtsanwalt Dirk Streifler Wirtschaftsrecht Berlin Mitte" style="width: 100px; height: 150px;" title="Rechtsanwalt Dirk Streifler Wirtschaftsrecht Berlin Mitte" /></font></a>--><font size="2" face="arial">In der Rechtssache Inspire Art (Urteil vom 30.09.2003 – Rs C.-167/01) hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass in einem Staat der Europäischen Union wirksam gegründete Gesellschaften in jedem anderen Staat uneingeschränkt anerkannt werden müssen. </font></div><div align="justify"><font size="2" face="arial" /></div><div align="justify"><font size="2" face="arial">Die Frage, ob solche Rechtsformen in Deutschland rechts- und parteifähig ist, wenn die Gesellschaft ausschließlich im Inland geschäftliche Aktivitäten entfaltet, ist somit geklärt. </font></div><div align="justify"><font size="2" face="arial">Eine nach ausländischem Recht gegründete Gesellschaft ist auch im Inland als solche anerkannt. Sie darf durch das nationale Recht nicht gegenüber "inländischen" Gesellschaften benachteiligt werden. </font></div><div align="justify"><font size="2" face="arial" /></div><div align="justify"><font size="2" face="arial">Wird eine Gesellschaft im Ausland wirksam gegründet und wird dann in Deutschland eine unselbständige Zweigniederlassung errichtet oder offiziell der Sitz der Gesellschaft in das Inland zu verlegen, ist diese Gesellschaft voll handlungsfähig. </font></div><div align="justify"><font size="2" face="arial" /></div><div align="justify"><font size="2" face="arial">Die Gründung einer Gesellschaft nach ausländischem Recht kann im Einzelfall eine sinnvolle Entscheidung sein. Allerdings müssen hier die Nachteile ausführlich in die Überlegung einbezogen werden.<br /><br /></font></div><div align="justify"><font size="2" face="arial" /></div><div align="justify"><font size="2" face="arial">Die Nachteile:</font></div><div align="justify"><font size="2" face="arial">Die allgemeine Akzeptanz ausländischer Gesellschaften, die ausschließlich im Inland tätig sind, ist nach wie vor gering. </font></div><div align="justify"><font size="2" face="arial">Die Besteuerung der Einkünfte richtet sich nach dem „Mittelpunkt der geschäftlichen Oberleitung“ (§ 10 der Abgabenordnung). Damit ist auch eine ausländische Gesellschaft, deren Geschäftführung allein im Inland ausgeübt wird, in Deutschland uneingeschränkt steuerpflichtig.</font></div><div align="justify"><font size="2" face="arial">Ob bei einer nur in Deutschland tätigen Ltd. konsequenterweise für den Fall der Insolvenz das englische Recht anzuwenden sein wird, ist fraglich. Die persönlichen Haftung der handelnden Personen ist nach englischem Recht, wenn sich herausstellt, dass das Kapital absolut nicht ausreicht und ein klarer Missbrauchsfall vorliegt, wesentlich strenger als nach deutschem Recht. </font></div><div align="justify"><font size="2" face="arial">Während bei einer deutschen GmbH nach ordnungsgemäßer Aufbringung des Stammkapitals eine persönliche Haftung – von Ausnahmefällen abgesehen – (siehe hierzu „</font><!--<a href="artikel/bsp/persoenliche-risiken-fuer-organe-von-kapitalgesellschaften-gmbh-geschaeftsfuehrer-2f-ag-vorstand-_57">--><font size="2" face="arial">Persönliche Risken für Organe von Kapitalgesellschaften in der Insolvenz</font><!--</a>--><font size="2" face="arial">") weitestgehend ausgeschlossen ist, wird bei einer englischen Gesellschaft bei krasser Unterkapitalisierung eine weitgehende Haftung der Geschäftsführer angenommen. </font></div><div align="justify"><font size="2" face="arial" /></div><div align="justify"><font size="2" face="arial">Dass auf Dauer deutsche gewerberechtliche Vorschriften, insbesondere die Handwerksordnung, umgangen werden kann, steht auch nicht zu erwarten.<br /><br /> </font></div><div align="justify"><font size="2" face="arial" /></div><div align="justify"><font size="2" face="arial">Die Vorzüge:</font></div><div align="justify"><font size="2" face="arial">Für die englische Limited (Ltd.) oder die spanische Sociedad Limitada (S.L.) gelten nicht so strenge Mindestkapitalvorschriften wie für die Gründung einer deutschen GmbH (Mindestkapital von € 25.000,-) oder für eine Aktiengesellschaft (€ 50.000,-). </font></div><div align="justify"><font size="2" face="arial" /></div><div align="justify"><font size="2" face="arial">Für die Gründung einer spanischen S.L. benötigt man ein Kapital von 3000,- €. </font></div><div align="justify"><font size="2" face="arial" /></div><div align="justify"><font size="2" face="arial">Wenn aber bedacht wird, dass der Kapitalbedarf für die Gründung eines Unternehmens sich nicht in erster Linie aus dem Gesetz ergibt, sondern aus rein betriebswirtschaftlichen Erwägungen, wiegt auch dieser vorgebliche Vorteil eher gering. In vielen Fällen wird dieser Kapitalbedarf weit mehr als € 25.000,- sein. <br /><br /><form name="ihsnu692853719" action=""></form><br /></font></div>
Die Besteuerung der Einkünfte richtet sich nach dem „Mittelpunkt der geschäftlichen Oberleitung“ (§ 10
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der Abgabenordnung). Damit ist auch eine ausländische Gesellschaft, deren Geschäftführung allein im Inland ausgeübt wird, in Deutschland uneingeschränkt steuerpflichtig.
Während bei einer deutschen GmbH nach ordnungsgemäßer Aufbringung des Stammkapitals eine persönliche Haftung – von Ausnahmefällen abgesehen – (siehe hierzu „Handwerksordnung, umgangen werden kann, steht auch nicht zu erwarten.
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