Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=06.07.2011&Aktenzeichen=XII%20ZB%20616%2F10
Timestamp: 2019-04-19 05:38:44
Document Index: 147340597

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 37', '§ 37', '§ 275', '§ 288', '§ 167', '§ 164', '§ 1896', '§ 275', 'BGH', '§ 37', '§ 288']

BGH, 06.07.2011 - XII ZB 616/10 - dejure.org
FamFG §§ 37 Abs. 2, 275, 288 Abs. 1
§ 37 Abs 2 FamFG, § 275 FamFG, § 288 Abs 1 FamFG
Betreuungsverfahren: Verwertung der Ausführungen eines Sachverständigen ohne Stellungnahme des Betroffenen
Notwendigkeit der Möglichkeit des Betroffenen zur Stellungnahme bei Stützen eine dem Betroffenen beeinträchtigenden Entscheidung auf Ausführungen eines Sachverständigen in einem Betreuungsverfahren; Anhörungsrechte eines Betroffenem im Betreuungsverfahren
Familienrecht - Sachverständige im Betreuungsverfahren
Betreuungsrecht - Ausführungen eines Sachverständigen im Betreuungsverfahren und das Recht zur Stellungnahme
AG Bielefeld, 19.08.2010 - 2 XVII B 2528
AG Bielefeld, 28.10.2010 - 2 XVII B 2528
LG Bielefeld, 28.10.2010 - 23 T 700/10
NJW-RR 2011, 1505
MDR 2011, 1040
FamRZ 2011, 1574
Insoweit ist das Gutachten mit seinem vollen Wortlaut grundsätzlich auch dem Betroffenen persönlich im Hinblick auf dessen Verfahrensfähigkeit (§ 167 Abs. 3 FamFG) zur Verfügung zu stellen (Senatsbeschluss vom 6. Juli 2011 - XII ZB 616/10 -FamRZ 2011, 1574 Rn. 11).
Davon kann nur unter den Voraussetzungen des § 164 Satz 2 FamFG abgesehen werden (vgl. Senatsbeschlüsse vom 11. August 2010 - XII ZB 138/10 - BtPrax 2010, 278 und vom 6. Juli 2011 - XII ZB 616/10 - FamRZ 2011, 1574 Rn. 11 sowie MünchKomm/Schwab BGB 6. Aufl. § 1896 Rn. 185 mwN).
Insoweit ist das Gutachten mit seinem vollen Wortlaut grundsätzlich auch dem Betroffenen persönlich im Hinblick auf dessen Verfahrensfähigkeit (§ 275 FamFG) zur Verfügung zu stellen (Senatsbeschlüsse vom 11. August 2010 - XII ZB 138/10 - BtPrax 2010, 275 und vom 6. Juli 2010 - XII ZB 616/10 - FamRZ 2011, 1574 Rn. 11 jeweils mwN).
BGH, 07.08.2013 - XII ZB 691/12
Unterbringung des Betreuten: Bestellung zum Sachverständigen vor der Untersuchung …
Die Verwertung eines Sachverständigengutachtens als Entscheidungsgrundlage setzt gemäß § 37 Abs. 2 FamFG voraus, dass das Gericht den Beteiligten Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt hat (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 6. Juli 2011, XII ZB 616/10, FamRZ 2011, 1574).
Davon kann nur unter den Voraussetzungen des § 288 Abs. 1 FamFG abgesehen werden (Senatsbeschluss vom 6. Juli 2011 - XII ZB 616/10 - FamRZ 2011, 1574 Rn. 11 mwN).