Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/rechtsbeschwerde-ist-im-kostenansatzverfahren-359099
Timestamp: 2020-02-23 19:50:04
Document Index: 330647274

Matched Legal Cases: ['§ 66', '§ 66', '§ 574', '§ 574', '§ 21', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechts­be­schwer­de ist im Kos­ten­an­satz­ver­fah­ren | Rechtslupe ")}}return a.proceed()});scriptParent=document.getElementsByTagName("script")[0].parentNode;if(scriptParent.tagName.toLowerCase!=="head"){head=document.getElementsByTagName("head")[0];aop_around(head,"insertBefore");aop_around(head,"appendChild")}aop_around(scriptParent,"insertBefore");aop_around(scriptParent,"appendChild");var a2a_config=a2a_config||{};a2a_config.no_3p=1;var addthis_config={data_use_cookies:false};var _gaq=_gaq||[];_gaq.push(["_gat._anonymizeIp"])}
Rechts­be­schwer­de ist im Kos­ten­an­satz­ver­fah­ren
Die Rechts­be­schwer­de ist im Kos­ten­an­satz­ver­fah­ren auch dann nicht statt­haft, wenn das Beschwer­de­ge­richt sie in dem ange­foch­te­nen Beschluss zuge­las­sen hat 1. Eine unstatt­haf­te Rechts­be­schwer­de kann regel­mä­ßig in eine wei­te­re Beschwer­de umge­deu­tet und die Sache an das zustän­di­ge Ober­lan­des­ge­richt abge­ge­ben wer­den 2.
Eine Rechts­be­schwer­de ist unzu­läs­sig. Das statt­haf­te Rechts­mit­tel ist die wei­te­re Beschwer­de zum Ober­lan­des­ge­richt. In eine sol­che ist das Rechts­mit­tel umzu­deu­ten und die Sache ist an das zustän­di­ge Ober­lan­des­ge­richt abzu­ge­ben.
Gegen die Beschwer­de­ent­schei­dung des Land­ge­richts über den Kos­ten­an­satz ist die Rechts­be­schwer­de zum Bun­des­ge­richts­hof nicht statt­haft.
Nach § 66 Abs. 3 Satz 3 GKG fin­det eine Beschwer­de an einen obers­ten Gerichts­hof des Bun­des nicht statt. Damit ist auch eine Rechts­be­schwer­de an den Bun­des­ge­richts­hof aus­ge­schlos­sen 3.
Gegen eine Ent­schei­dung über die Beschwer­de nach einer Erin­ne­rung gegen einen Kos­ten­an­satz ist nach § 66 Abs. 4 GKG (nur) die wei­te­re Beschwer­de zuläs­sig, wenn das Land­ge­richt als Beschwer­de­ge­richt ent­schie­den und es die wei­te­re Beschwer­de wegen der grund­sätz­li­chen Bedeu­tung der zur Ent­schei­dung ste­hen­den Fra­ge zuge­las­sen hat. Das beruht auf der Ent­schei­dung des Gesetz­ge­bers, die Rechts­be­schwer­de zum Bun­des­ge­richts­hof zur Ver­ein­heit­li­chung der Recht­spre­chung nur im Kos­ten­fest­set­zungs­ver­fah­ren zu ermög­li­chen, wäh­rend er zur Klä­rung von Grund­satz­fra­gen im Kos­ten­an­satz­ver­fah­ren die wei­te­re Beschwer­de ein­ge­führt und die Rechts­be­schwer­de aus­drück­lich aus­ge­schlos­sen hat 4.
Die Zulas­sung der Rechts­be­schwer­de durch das Beschwer­de­ge­richt ändert dar­an nichts. Die Bin­dungs­wir­kung des § 574 Abs. 3 Satz 2 ZPO tritt nur hin­sicht­lich des Vor­lie­gens eines Zulas­sungs­grun­des nach § 574 Abs. 2 ZPO ein, eröff­net aber nicht ein gesetz­lich nicht vor­ge­se­he­nes Rechts­mit­tel 5.
Die Rechts­be­schwer­de ist mit Rück­sicht dar­auf, dass gegen die Beschwer­de­ent­schei­dung des Land­ge­richts nicht die Rechts­be­schwer­de zum Bun­des­ge­richts­hof, son­dern nur die wei­te­re Beschwer­de zum Ober­lan­des­ge­richt statt­haft ist, nicht als unzu­läs­sig zurück­zu­wei­sen, son­dern in eine wei­te­re Beschwer­de umzu­deu­ten. Bei Rechts­mit­tel­er­klä­run­gen ist eine Umdeu­tung unter der Vor­aus­set­zung zuläs­sig, dass es sich um ver­gleich­ba­re Pro­zess­erklä­run­gen han­delt, die sich in ihrer Inten­ti­on und recht­li­chen Wir­kung ent­spre­chen 6.
So ver­hält es sich hier. Die wei­te­re Beschwer­de zielt eben­so wie die Rechts­be­schwer­de auf die Ände­rung einer Beschwer­de­ent­schei­dung des Land­ge­richts durch ein über­ge­ord­ne­tes Gericht; die wei­te­re Beschwer­de setzt zudem wie die Rechts­be­schwer­de vor­aus, dass das Land­ge­richt die Beschwer­de wegen der grund­sätz­li­chen Bedeu­tung der zur Ent­schei­dung ste­hen­den Fra­ge in dem Beschluss zuge­las­sen hat. Die Sache ist danach zur Ent­schei­dung über die wei­te­re Beschwer­de an das Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt am Main abzu­ge­ben. Wegen der im Rechts­be­schwer­de­ver­fah­ren ange­fal­le­nen Gerichts­kos­ten macht der Bun­des­ge­richts­hof von der Mög­lich­keit des § 21 GKG Gebrauch.
Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 7. Febru­ar 2013 – VII ZB 58/​12
st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 01.10.2002 – IX ZB 271/​02, NJW 2003, 70; Beschluss vom 27.10.2011 – VII ZB 8/​10, DGVZ 2012, 208[↩]
im Anschluss an BGH, Beschluss vom 11.09.2008 – I ZB 22/​07, DGVZ 2008, 187[↩]
vgl. BGH, Beschluss vom 01.10.2002 – IX ZB 271/​02, NJW 2003, 70; Beschluss vom 11.09.2008 – I ZB 22/​07, DGVZ 2008, 187 Rn. 7, jeweils m.w.N. aus der Geset­zes­be­grün­dung; Beschluss vom 27.10.2011 – VII ZB 8/​10, DGVZ 2012, 208 Rn. 6[↩]
BGH, Beschluss vom 11.09.2008 – I ZB 22/​07, aaO Rn. 14 m.w.N.[↩]
vgl. BGH, Beschluss vom 01.10.2002 – IX ZB 271/​02, NJW 2003, 70; Beschluss vom 27.02.2003 – I ZB 22/​02, BGHZ 154, 102 m.w.N.; Beschluss vom 11.09.2008 – I ZB 22/​07, aaO Rn. 15; Beschluss vom 08.07.2010 – VII ZB 36/​08, BauR 2010, 1791 f.[↩]
BGH, Beschluss vom 11.09.2008 – I ZB 22/​07, aaO Rn. 17 m.w.N.[↩]
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