Source: https://www.innosuisse.ch/inno/de/home/ueber-uns/f-a-q.html
Timestamp: 2018-08-21 18:07:48
Document Index: 243414394

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 10', 'Art. 5', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 23', 'Art. 33', 'Art. 8', 'Art. 33', 'Art. 11', 'Art. 5']

Hier erhalten Sie Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen.
Wo finde ich Informationen zur Organisation, zu den Aufgaben und Zielen von Innosuisse?
Die wichtigsten Bestimmungen sind im Bundesgesetz über die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung (SAFIG, Innosuisse-Gesetz) zu finden.
Verwaltungrat (VR)
Der Verwaltungsrat ist das strategische Organ von Innosuisse. Seine Aufgaben sind im SAFIG (Art. 7) geregelt.
Wie lange ist die Amtszeit der Verwaltungsrats-Mitglieder?
Gemäss SAFIG: 4 Jahre.
Der VRP kann 2x wiedergewählt werden.
Die VR-Mitglieder 1x.
Innovationsrat (IR)
Welche Aufgaben hat der Innovationsrat?
Er ist das Expertenorgan der künftigen Innosuisse. Seine Aufgaben sind im SAFIG (Art. 10) geregelt.
Wie viele Mitglieder hat der Innovationsrat?
Der VR hat entschieden, in einem ersten Schritt 20 IR-Mitglieder zu wählen. Das Gesetz sieht mindestens 15, maximal 25 IR-Mitglieder vor.
Warum schöpfte man nicht das maximale Kontingent aus (25 IR?)
Der VR behält sich vor, in einer späteren Phase den IR je nach Bedarf zu ergänzen.
Wie setzt sich der IR zusammen?
Der Verwaltungsrat setzt auf Persönlichkeiten, die beruflich aktiv sind und ihre Erfahrung für ihre Aufgabe bei Innosuisse einsetzen
können. Zusätzlich zur gewünschten Erneuerung bei der Umwandlung der KTI in Innosuisse, will der Verwaltungsrat auch eine gewisse Kontinuität zur bisherigen Förderung wahren. Aus diesem Grund hat er fünf Mitglieder der KTI in den Innovationsrat gewählt.
Qualität und Vielfalt sind dem Verwaltungsrat besonders wichtig. Die Mitglieder des Innovationsrat bringen diese Vielfalt mit, sowohl in Bezug auf den beruflichen (unternehmerisches Umfeld, Fachhochschulen, universitäre Hochschulen, ETH) wie auch den
kulturellen Hintergrund: Zehn Mitglieder sind in der Deutschschweiz, sieben in der Romandie, zwei im Tessin und ein Mitglied
ist im Ausland tätig.
In welchem Pensum werden die Mitglieder des IR tätig sein?
Der VR möchte ein echtes Milizgremium mit Persönlichkeiten, die ihren Tätigkeitsschwerpunkt ausserhalb von Innosuisse in einem
für Innosuisse relevanten Bereich haben. Er geht deshalb von einem Pensum von nicht mehr als 20 Prozent aus.
Wie lange ist die Amtszeit der IR-Mitglieder?
Die Mitglieder werden für 4 Jahre gewählt. Sie können einmal wiedergewählt werden.
Wozu braucht es Expertinnen und Experten?
Gemäss Artikel 10 Absatz 2 Innosuisse-Gesetz (SAFIG; SR 420.2) kann der Innovationsrat dem Verwaltungsrat Expertinnen und Experten zur Begutachtung von Gesuchen in seinem Aufgabenbereich und zur Begleitung der Projektarbeiten zur Wahl vorschlagen.
In welchen Bereichen sind die Expertinnen und Experten tätig?
Die Expertinnen und Experten decken mit ihrer Expertise das gesamte Förderspektrum von Innosuisse ab.
Wie läuft der Prozess vom Gesuch bis zum Projektstart ab?
Das Gesuch wird mit Hilfe des online-Tools «Innosuisse Analytics» erarbeitet und bei der Innosuisse eingereicht, wo es formell und materiell geprüft wird. Der Innovationsrat entscheidet materiell über das Gesuch. Wird ein Gesuch bewilligt, erhalten die Gesuchsteller ein Informationsschreiben mit Hinweisen zu den weiteren Schritten.
Die Forschungspartner teilen der Innosuisse mittels dem Formular «Vertragsdaten» die Projektabrechnungsmethode sowie die Vertragspartner und Projektbeginn mit.
Der von allen Partnern unterschriebene Subventionsvertrag muss der Innosuisse zugesandt werden. Erst mit Zustandekommen des Vertrages ist die Innosuisse zu den bewilligten Subventionsleistungen verpflichet.
Wird ein Gesuch abgelehnt, erhalten die Gesuchsteller eine begründete ablehnende Verfügung inklusive einer Rechtsmittelbelehrung.
Ab wann gelten die neuen Regelungen der Innosuisse?
Gesuche, die ab dem 1. Januar 2018 eingereicht wurden, werden nach neuer Regelung der Innosuisse beurteilt und durchgeführt.
Gesuche, die bis zum 31. Dezember 2017 eingereicht wurden, werden nach alter Regelung der KTI beurteilt.
Wie müssen nichtkommerzielle Forschungsstätten ausserhalb des Hochschulbereichs gemäss Art. 5 des Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und Innovation (FIFG) vorgehen, welche noch nie Beiträge erhalten haben?
Die Prüfung der Berechtigung zur Gesuchseinreichug erfolgt über ein konkretes Fördergesuch für ein Innovationsvorhaben.
Da bei Gesuchen, an denen neue Forschungspartner beteiligt sind, im Onlinetool für diese noch keine Stundensätze für das Personal hinterlegt sind und die Institution auch noch nicht anwählbar ist, muss der Forschungspartner zunächst Kontakt mit supervision@innosuisse.ch aufnehmen. Anschliessend werden die notwendigen Daten im Onlinetool hinterlegt. Für das erste Gesuch werden anschliessend und vorläufig die Personalkosten mit den Maximalstundensätzen berechnet. Wird die Beitragsberechtigung anerkannt, meldet die Forschungsstätte der Innosuisse ihre kalkulatorischen Stundensätze.
Die neue Forschungsinstitution reicht idealerweise bereits zusammen mit dem Fördergesuch ihre Statuten, eine Liste der Forschungsmitarbeitenden mit Funktion und Ausbildungsgrad, eine Liste ggf. bereits abgeschlossener Innovationsprojekte in den letzten zwei Jahren sowie weitere zweckdienliche Informationen ein.
Wie berechnet sich das Budget und welche Tarife für Personalkosten werden im Onlinetool für Gesuche verwendet?
Im Gesuchstool wird auf Grundlage der hinterlegten Standardkosten der jeweiligen Forschungsinstitutionen für das Personal, der beantragten Sachkosten, sowie des Overheads das Projektbudget wie auch das Kostendach berechnet (siehe Punkt 23). Letzteres ergibt sich unter Berücksichtigung der Maximaltarife für Personalkosten, welche in den Vollzugsbestimmungen festgelegt sind.
Wie werden die kalkulatorischen Stundensätze für das Jahr 2018 berechnet?
Für 2018 werden die berechneten Standardsätze gemäss Excelvorlage der Innosuisse verwendet. Die Berechnung gemäss Excelvorlage erfolgt grob folgendermassen: Gesamtsumme der jährlichen Bruttolöhne aller Mitarbeitenden der Forschungsinstitution je Personalfunktion geteilt durch Vollzeitäquivalente und durch die jährlichen produktiven Stunden. Zusätzlich wird der Arbeitgeberbeitrag mit einer Pauschale von 20% kalkuliert.
Wie soll eine Forschungsinstitution vorgehen, die noch keinen kalk. Stundenätze zur Bemessung der Lohnkosten hat?
Die Innosuisse hat allen bisher an Projekten beteiligten Forschungspartnern eine Excelvorlage für die Berechnung der Standardwerte für Personalkosten zugeschickt. Das Dokument kann auch unter supervision@innosuisse.ch angefordert werden. Als Zwischenlösung für 2018 genügt für den Nachweis der Richtigkeit der verwendeten Stundensätze eine Bestätigung durch die Finanzabteilung des Forschungspartners. Ab 2019 ist vorgesehen, dass die Richtigkeit der Berechnung durch eine externe Prüfstelle (bspw. Wirtschaftsprüfer) bestätigt wird, falls die Stundensätze nicht nur für die Gesuchseingabe, sondern ebenfalls für die Projektabrechnung verwendet werden sollen.
Was soll im Gesuch/Vertrag angegeben werden, wenn die Mitarbeitenden zu Zeitpunkt der Gesuchseingabe noch nicht bekannt sind?
Im Gesuch/Vertrag müssen mit Ausnahme der Schlüsselpersonen des Projektes noch keine Namen von Projektmitarbeitenden angegeben werden. Allerdings müssen die budgetierten Stunden in den jeweiligen Personalkategorien eingetragen werden, damit ein Schätzwert errechnet werden kann. Die Innosuisse achtet in ihren Förderentscheiden insbesondere auf die sinnvolle und effiziente Verteilung der beantragten Stunden auf die jeweilige Personalkategorie im Projekt.
Was muss beim Eintrag der Personalkosten im Gesuchstool bezüglich der Funktionen im Projekt beachtet werden?
Die Stunden müssen nach der Personalfunktion des Mitarbeitenden und seinen Salärkosten in der Forschungsinstitution eingetragen werden und nicht nach der Funktion im Projekt.
Unabhängigkeit zwischen den Projektpartnern
Darf ich bei einem Forschungsprojekt auf Seiten des Forschungspartners im Projekt involviert sein und gleichzeitig für den Umsetzungspartner tätig sein?
Nein, ausser es handelt sich um eine reine Beratungstätigkeit (mit oder ohne Entgelt), die schriftlich vereinbart und zeitlich befristet ist (Art. 2 Abs. 1 Vollzugsbestimmungen Innovationsprojekte).
Tätigkeiten mit Entscheidungsbefugnissen beim Umsetzungspartner,
Verwaltungsratstätigkeiten beim Umsetzungspartner
Forschungstätigkeit im Projekt sowohl für den Forschungs- als auch für den Umsetzungspartner
Darf ich als Angestellter oder Angestellte eines Forschungspartners bei einem Forschungsprojekt, in das ich auf Seiten des Forschungspartners nicht involviert bin, für den Umsetzungspartner tätig sein?
Ja, sofern Sie in keiner Weise auf Seiten des Forschungspartners am Projekt beteiligt sind und eine allfällige Entschädigung für die Tätigkeit im Projekt einzig vom Umsetzungspartner beziehen.
Darf ich bei einem Forschungsprojekt auf Seiten des Forschungspartners im Projekt involviert sein und mich gleichzeitig finanziell an ihm beteiligen?
Nein, ausser die Beteiligung erlaubt keine relevante Einflussnahme auf die Geschäftstätigkeit des Umsetzungspartners (Art. 2 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 Vollzugsbestimmungen Innovationsprojekte).
Darf ich bei einem Forschungsprojekt auf Seiten des Forschungspartners im Projekt involviert sein und dem Umsetzungspartner mittels Darlehen oder Schenkungen finanziell unterstützen?
Nein, ausser Darlehen werden unter der Bedingung der Rückzahlung und zu einer marktüblichen Verzinsung gewährt.
Darf ich als Angestellter oder Angestellte eines Forschungspartners bei einem Forschungsprojekt, in das ich auf Seiten des Forschungspartners nicht involviert bin, den Umsetzungspartner finanziell unterstützen oder an ihm beteiligt sein?
Ja, sofern Sie in keiner Weise auf Seiten des Forschungspartners am Projekt beteiligt sind.
Regelung des geistigen Eigentums und der Nutzungsrechte
Welche Rechte haben die Umsetzungspartner bzgl. der Nutzungsrechte am geistigen Eigentum, welches aus geförderten Innovationsprojekten hervorgeht?
Laut der gesetzlichen Vorgaben haben die Umsetzungspartner im Bereich ihrer Güter und Dienstleistungen mindestens das Recht auf die unentgeltliche, nicht-exklusive Nutzung und Verwertung der Ergebnisse des unterstützten Innovationsprojekts. Dies ist in Artikel 41, Absätze 3 bis 5 V-FIFG geregelt.
Muss für jedes geförderte Projekt eine Vereinbarung bzgl. der Nutzungsrechte für geistiges Eigentum geschlossen werden?
Nein. Es gelten im Minimum die Bestimmungen des Artikels 41 V-FIFG. Die Projektpartner sind in jedem Fall verpflichtet, diese Regelungen in ihrer Zusammenarbeit einzuhalten. Die Innosuisse kann aber zur Auflage machen, dass eine über diese Bestimmungen hinausgehende Vereinbarung zwischen den Partnern getroffen werden muss. Solche Auflagen werden in der grossen Mehrheit der bewilligten Vorhaben von der Innosuisse gemacht. Die Projektpartner müssen alle, über die in Artikel 41 V-FIFG festgelegten Bestimmungen hinausgehenden Abmachungen individuell verhandeln und vereinbaren. Bei einer entsprechenden Auflage muss die Vereinbarung spätestens zu Beginn der Projektarbeiten vorgelegt werden. Kommt sie nicht zustande, fordert die Innosuisse die ausgezahlte erste Tranche zurück und bricht das Projekt ab.
HINWEIS: Da die Verhandlungen wichtig sind und komplex sein können, rät die Innosuisse dazu, sich frühzeitig mit diesem Thema zu beschäftigen und schon bei Beginn der Gesuchserarbeitung hierüber im Minimum eine Grundsatzvereinbarung zu treffen.
Was genau muss der Innosuisse vorgelegt werden?
Innosuisse kommuniziert den Gesuchstellenden, ob diese entweder lediglich eine unterzeichnete Bestätigung einreichen müssen, dass eine Vereinbarung gemäss der Mindestvorgaben in Artikel 41 Absätze 1 bis 3 getroffen wurde oder ob die getroffen Vereinbarung selbst vorgelegt werden muss.
Bis wann müssen die Dokumente vorgelegt werden?
Die Projektpartner haben bis drei Monate nach Abschluss des Subventionsvertrages Zeit, die verlangten Dokumente bzgl. Nutzungsrechte auf geistiges Eigentum einzureichen.
Ist das Vorliegen einer solchen Vereinbarung Voraussetzung, um Fördergelder für Innovationsprojekte zu erhalten?
Wurde von Innosuisse eine entsprechende Auflage in den Subventionsvertrag aufgenommen und vorgängig durch das Informationsschreiben über die Bewilligung des Vorhabens kommuniziert, zahlt Innosuisse beim Zustandekommen des Subventionsvertrages 50% der zugesicherten Fördergelder aus, auch wenn die unterzeichnete Vereinbarung noch nicht vorliegt. Die Zahlung der zweiten Projekttranche kann erst nach Vorliegen der im Subventionsvertrag verlangten Dokumente erfolgen. Die genauen Bestimmungen sind im Subventionsvertrag festgelegt.
Welche Inhalte müssen in der Regelung enthalten sein?
Die inhaltlichen Mindestanforderungen sind in Artikel 41, Absatz 2 V-FIFG aufgeführt. Die Inhalte einer über diese Bestimmungen hinausgehenden Vereinbarungen werden von Fall zu Fall festgelegt.
Macht das Gesetz Vorgaben, welche Rechte die Partner einander gewähren müssen?
Artikel 41, Absätze 3 bis 5 V-FIFG regeln, welche Rechte den Umsetzungspartnern mindestens gewährt werden müssen.
Wie setzen sich die anrechenbaren direkten Projektkosten zusammen?
Die anrechenbaren direkten Projektkosten setzen sich aus Personal- und Sachkosten zusammen.
Wie setzen sich die Personalkosten zusammen?
Sie setzen sich aus den effektiven Salärkosten und den Arbeitgeberbeiträgen zusammen.
Welche Salärkosten sind anrechenbar und müssen in der finanziellen Berichterstattung nachgewiesen werden?
Methode kalkulatorische Stundensätze: Für die Abrechnung gelten die vom Forschungspartner eingereichten und von der Innosuisse akzeptierten kalkulatorischen Stundensätze.
Methode Bruttojahreslöhne: Für die Abrechnungen gelten die vom Forschungspartner eingereichten Lohnausweise.
Zusätzlich werden die effektiven Arbeitsgeberbeiträge an die Sozialversicherungen entgolten.
Müssen alle Projektpartner die gleiche Abrechnungsmethode wählen und gilt die einmal gewählte Methode auch für alle zukünftigen Projekte?
Nein, jeder Projektpartner kann selber entscheiden, welche Abrechnungsmethode ihm als Nachweis der Personalkosten am geignetsten erscheint.
Die gewählte Abrechnungsmethode gilt jeweils nur für das bewilligte Projekt.
Ist der anrechenbare Personalaufwand beschränkt?
Anrechenbar ist ausschliesslich der funktionsbezogene Aufwand für das Projekt.
Der jährliche Aufwand darf die maximalen Jahresbruttosaläre gemäss Artikel 5 der Vollzugsbestimmunen Innovationsprojekte nicht überschreiten.
Sind Aufwände von Professorinnen und Professoren anrechenbar?
Es gilt für alle Projektmitarbeiterinnen und –mitarbeiter gleichermassen, dass die geltend gemachten Saläre nicht anderweitig finanziert sein dürfen. Das Kriterium der Funktion oder einer befristeten oder unbefristeten Anstellung ist dabei nicht massgebend.
Projektmitarbeiterinnen und –mitarbeiter, deren Anstellung durch die öffentliche Hand oder andere Drittmittel bereits voll finanziert ist, können keine Personalkosten geltend gemacht werden.
Ein diesbezüglicher Nachweis, dass dies bei Professorinnen und Professoren in einem konkreten Fördergesuch nicht der Fall ist, obliegt dem jeweiligen Forschungspartner.
Wie werden die Arbeitgeberbeiträge angerechnet?
Im Gesuch wird zur Abgeltung der Arbeitgeberbeiträge nach AHVG / IVG / EOG, BVG und AVIG zunächst eine Pauschale von 20 Prozent basierend auf den Salärkosten berechnet.
Für die Abrechnung im Projekt gelten die mit den kalk. Stundensätzen eingereichten und akzeptierten Prozentsätze oder der effektiv gemäss Lohnausweis bezahlte Prozentsatz auf dem Bruttolohn.
Welche weiteren Projektkosten, sind neben den Personalkosten anrechenbar?
Sachkosten sind anrechenbar, soweit sie für die Realisierung des Projekts erforderlich sind, nicht die Grundausstattung einer Forschungsstätte betreffen und nicht durch die finanzielle Leistung des Umsetzungspartners abgegolten sind.
Darunter können Kosten für Apparate, Verbrauchsmaterial, Drittleistungen und internationale Reisen fallen.
Nicht anrechenbar sind u.a.:
Reisen innerhalb der Schweiz (ist im Overhead inbegriffen)
Welche Nutzungskosten für Forschungsinfrastruktur sind anrechenbar?
Die beantragten Kosten für Forschungsinfrastruktur müssen für die Projektdurchführung erforderlich sein und dürfen nicht zur Grundausstattung einer Forschungsinstitution gehören. Anrechenbar sind die nach den internen Buchführungsregeln der Institution ermittelten Abschreibungsraten während der Projektlaufzeit.
Wird die Infrastruktur (auch bereits vorhandene) nicht ausschliesslich für ein Innosuisse-Projekt genutzt, kann der tatsächliche Nutzungsanteil im Projekt in Anrechnung gebracht werden. Der Nutzungsanteil muss entsprechend nachweisbar (z. B. durch Laborbücher) und auditierbar sein.
Welche Kosten für Verbrauchsmaterial sind anrechenbar?
Anrechenbar sind Kosten für Verbrauchsmaterialien, die für die Projektdurchführung notwendig und während der Projektlaufzeit gekauft worden sind und die nicht zur Standardausstattung der Forschungsinstitution gehören. Der Projektbezug muss nachvollziehbar belegt werden (z. B. mit einem Kaufbeleg).
Welche Kosten sind für Drittleistungen anrechenbar?
Grundsätzlich werden die Arbeiten in einem Projekt von den Projektparteien wahrgenommen.
Der Beizug Dritter muss begründet und notwendig sein. Dabei kann es sich auch um den Einkauf von Leistungen bei Dritten handeln, beispielsweise für Rechenzeit und Cloud-Computing.
Falls eine ausländische Forschungsinstitution für einzelne Aufgaben beauftragt werden muss, können diese Kosten als Drittleistungen beantragt werden.
Welche Kosten sind für Reisen anrechenbar?
Anrechenbar sind Kosten für grenzüberschreitende Reisen, wenn diese für die Projektdurchführung zwingend notwendig sind, namentlich bei grenzüberschreitenden Projekten. Reisekosten innerhalb der Schweiz müssen ggf. über den Overheadanteil abgedeckt sein und werden nicht gesondert vergütet.
Die Rückerstattung der Reisespesen richtet sich nach der Verordnung des EFD vom 6. Dezember 2001 zur Bundespersonalverordnung.
Wie werden die anrechenbaren Sachkosten von den nicht anrechenbaren Kosten, welche die Grundausstattung einer Forschungsstätte betreffen, abgegrenzt?
Die zur Grundausstattung und zum üblichen Betrieb und Standard einer Forschungsstätte gehörenden Geräte und Einrichtungen können nicht zu Lasten der Innosuisse beschafft werden. Es können für sie auch keine Nutzungskosten geltend gemacht werden.
Zur Grundausstattung gehören Apparate, Materialien und weitere Ausstattungselemente, die zur Standardausrüstung einer Forschungsstätte mit vergleichbarem Forschungszweck gehören. Dazu zählen beispielsweise die Standard IT-Ausstattung inkl. Hard- und Software oder im klinischen Bereich Einweghandschuhe und Spritzen. Steht aber eine Software in einem direkten Zusammenhang mit dem Projekt und ist diese für die Realisierung des Projekts unabdingbar, so können deren Kosten geltend gemacht werden.
Welche Bedeutung hat das Budget (Soll), das Kostendach und die effektiven Kosten (Ist)?
Förderbudget: Das Förderbudget wird u.a. mit den ermittelten Standardkosten für Personal im Gesuch berechnet und gilt als geplantes Budget für das Projekt.
Kostendach: Das Kostendach wird u.a. mittels den maximalen Stundensätzen für das Projektpersonal im Gesuch berechnet und neben dem Förderbudget ebenfalls im Subventionsvertrag festgelegt. Das Kostendach kann ohne Anpassung des Subventionsvertrags ausgeschöpft werden, sofern die Erhöhung der Personalkosten sich ergibt aus angemessenen Lohnerhöhungen, notwendigen höheren Arbeitsgeberanteile an der Sozialversicherung, Massnahmen zum Teuerungsausgleich, Erhöhungen aufgrund von Personalwechseln innerhalb der gleichen Projektfunktionskategorie, geringfügigen Anpassungen der Verteilung der veranschlagten Arbeitsstunden auf die verschiedenen Personalfunktionen oder aufgrund von bewilligten Änderungen von Schlüsselpersonen. Sowohl der Cashbeitrag wie auch die Eigenbeteiligung des Umsetzungspartners sind hingegen gemäss Förderbudget im Subventionsvertrag festgelegt und nicht variabel.
Effektive Kosten: Die effektiven Kosten sind die nachweisbaren entstanden Kosten für das Projekt, welche in der Schlussabrechnung via Belege aufgeführt werden müssen. Aufgrund der Schlussabrechnung wird sowohl die Höhe der Schlusstranche als auch der effektiv ausbezahlte totalen Förderbeitrag festgelegt.
Beteiligung der Umsetzungspartner
In welcher Höhe beteiligen sich die Umsetzungspartner an den Projektkosten?
Die Umsetzungspartner beteiligen sich an den Projektkosten in mindestens der Höhe der berechneten Projektbeiträge der Innosuisse gemäss Förderbudget des Subventionsvertrages. Massgebend ist der Projektbeitrag ohne Overheadanteil (d.h. exkl. Overheadbeitrag).
Wie setzt sich die Beteiligung der Umsetzungspartner zusammen?
Die Beteiligung der Umsetzungspartner setzt sich aus Eigenleistungen und finanziellen Leistungen (Barbeitrag) an die Forschungspartner zusammen. Die finanzielle Leistung (Barbeitrag) beträgt mindestens 10 Prozent des Projektbeitrags der Innosuisse.
An den Barbeitrag anrechenbar sind finanzielle Leistungen der Umsetzungspartner an die Forschungspartner zur Deckung von Kosten, die im Rahmen der Projektdurchführung bei den Forschungspartnern erforderlicherweise anfallen (namentlich Salär- und Materialkosten).
Welche Kosten werden der Eigenbeteiligung angerechnet?
Der Eigenbeteiligung angerechnet werden die Personal- und Sachkosten der Umsetzungspartner, die aufgrund der Mitwirkung im Projekt erforderlicherweise anfallen.
Die Personalkosten der Umsetzungspartners setzen sich aus Lohnkosten und Arbeitgeberbeiträgen zusammen. Zur Bemessung der Lohnkosten im Gesuch verwenden die Umsetzungspartner die von der Innosuisse akzeptierten und vom Forschungspartner, der die Beiträge verwaltet, verwendeten Stundensätze (Standardkosten).
Zur Bemessung der Arbeitgeberbeiträge im Gesuch verwenden die Umsetzungspartner die Pauschale von 20 Prozent basierend auf den Lohnkosten ihrer Eigenleistung.
Sachkosten werden der Eigenleistung angerechnet, sofern diese für die zweckmässige Durchführung des Projekts erforderlich sind und den tatsächlichen Kosten entsprechen, d.h. in der Betriebsrechnung der Umsetzungspartner ausgewiesen werden können.
Overheadbeiträge
Art. 23 FIFG (SR 420.1); Art. 33, 34, 37 und 38 V-FIFG (SR 420.11), Art. 8 der Beitragsverordnung Innosuisse (SR 420.231).
Was ist der Zweck der Overheadbeiträge?
Overheadbeiträge dienen dazu, den Forschungsinstitutionen die indirekten Kosten teilweise abzugelten, die ihnen durch Forschungsvorhaben entstehen, welche die Innosuisse im Rahmen ihrer Projektförderung unterstützt (Art. 33 V-FIFG).
Welche Forschungspartner erhalten Overheadbeiträge?
Die Innosuisse entrichtet sämtichen beitragsberechtigten Forschungspartnern Overheabeiträge.
Wie wird der Overheadbeitrag ermittelt?
Als prozentuale Pauschale auf der Grundlage der Personalkosten (Lohnkosten und Arbeitgeberbeitrag).
Wie hoch ist diese Pauschale?
Das Parlament legt die maximale Abgeltungspauschale fest. Für die Finanzperiode 2017-2020 beträgt diese 15 Prozent
Innosuisse legt den anwendbaren Prozentsatz im Rahmen der jährlich zur Verfügung stehenden Mittel fest.
Im Jahr 2018 richtet Innosuisse den Maximalansatz von 15 Prozent aus.
Welcher Zeitpunkt zählt zur Bestimmung des anwendbaren Prozentsatzes?
Der Overheadbeitrag wird gestützt auf den zum Zeitpunkt der Gesucheinreichung geltenden Prozentsatz bestimmt.
Ist der Prozentsatz für die gesamte Projektdauer verbindlich?
Ja, der zum Zeitpunkt des eingereichten Gesuchs geltende Prozentsatz für die Projektförderung gilt für die ganze Projektdauer.
Wird der Overheadbeitrag gesondert ausgewiesen?
Ja, der Overheadbeitrag wird im Entscheid über die Projektförderung gesondert von den direkten Projektkosten ausgewiesen.
Wie wird der Overheadbeitrag ausbezahlt?
Die Auszahlung des Overheadbeitrags erfolgt zusammen mit den Beitragstranchen für die direkten Projektkosten und prozentual gleich aufgeteilt wie diese.
Sind Budgetumverteilungen zwischen Personal- und Sachkosten möglich?
Nein, eine Budgetumverteilung zwischen Sachkosten und Personalkosten ist nicht möglich.
Kann eine Budgeterhöhung beantragt werden?
In Ausnahmefällen können Mehrkosten gegenüber dem im Subventionsvertrag festgelegten voraussichtlichen Beitrag im Rahmen eines Zusatzgesuchs bewilligt werden, wenn sie aufgrund von bewilligten Projektänderungen anfallen oder unvorhersehbar und nicht von den Projektpartnern zu verantworten waren. Der Subventionsvertrag wird entsprechend angepasst. (Art. 11 der Vollzugsbestimmungen Innovationsprojekte).
Erhöhungen der Personalkosten bis zum Kostendach sind in den in Frage 23 genannten Gründen ohne Anpassung des Subventionsvertrags möglich.
Muss eine Mitarbeiteranpassung gemeldet werden?
Nein, ausgenommen bei Änderungen betreffend die der Innosuisse mitgeteilten Schlüsselpersonen.
Bei den im Vertrag genannten Schlüsselpersonen handelt es sich um Projektmitarbeitende, die aufgrund ihres Wissens nicht innert kurzer Zeit (weniger als 6 Monate) ersetzt werden können.
Bis zu welchem Zeitpunkt muss die finanzielle Leistung (Barbeitrag) an den/die Forschungspartner überwiesen werden?
Die finanzielle Leistung (Barbeitrag) muss bis zur Auszahlung der zweiten Tranchen durch Innosuisse dem Forschungspartner überwiesen worden sein.
Fin. Zwischenbericht/Prognose und Schlussbericht des Projektes
Kann die gewählte Abrechnungsmethode während des Projektes geändert werden?
Die gewählte Abrechnungsmethode (Bruttosaläre oder kalkulatorische Stundensätze) bei Vertragsunterzeichnung gilt für die ganze Projektdauer und kann während des Projektes nicht mehr angepasst werden.
Wann muss ein finanzieller Zwischenbericht eingereicht werden?
Bei Projekten mit einer Dauer von weniger als 18 Monaten muss kein finanzieller Zwischenbericht eingereicht werden, sofern die Innosuisse einen solchen nicht ausdrücklich verlangt. In allen anderen Projekten wird in der Regel alle 12 Monate ein finanzieller Zwischenbericht verlangt. Aufgrund der Dauer eines Projektes sowie den festgelegten Tranchenzahlungen kann es zu kleineren Abweichungen von dieser Regel kommen.
Welche Unterlagen müssen mit dem finanziellen Zwischenbericht eingereicht werden?
Für den finanziellen Zwischenbericht müssen keine Nachweise/Belege eingereicht werden.
Was muss im finanziellen Zwischenbericht bei der Prognose eingetragen werden resp. was wird überprüft?
In der Prognose müssen die voraussichtlichen Kosten zum Projektabschluss angegeben werden. Die Angaben helfen der Innosuisse bei der Gesamtbeurteilung der Meilensteine des Projektes.
Das Ziel des Zwischenberichts ist es, dass die Innosuisse einen groben Einblick in den Projektzustand erhält, d.h. unter anderem über den Fortschrittsgrad, die Aufteilung der bisherigen Kosten und die Endkosten. Dadurch sollen mögliche Abweichungen des Projektplans früh erkannt und, falls notwendig korrigiert werden können.
Wie viele Jahresstunden dürfen für das Projekt abgerechnet werden?
Die Jahresstunden, welche für das Projekt veranschlagt werden dürfen, richten sich nach den internen Richtlinien der jeweiligen Forschungsinstitution oder des Umsetzungspartners. Der maximale anrechenbare Bruttolohn ist in Art. 5 Abs. 1 der Vollzugbestimmungen Innovationsprojekte geregelt.
Was passiert, wenn die effektiven Projektkosten höher sind als das vorgesehene Budget im Subventionsvertrag?
Anpassungen der Personalkosten: Erhöhungen der Personalkosten wegen der in Frage 23 genannten Gründe erfordern keine Anpassung des Subventionsvertrags, sofern sie sich innerhalb des Kostendachs bewegen. Entsprechend höhere Kosten sind allerdings nur bei den Personalkosten möglich.
Weitere Anpassungen: Nötige Anpassungen des Projektplans, an den Arbeitspaketen oder andere unvorgesehene Projektanpassungen, welche eine Erhöhung der Kosten nach sich ziehen, müssen bei der Innosuisse mittels dem vorgesehenen Formular vorgängig und nicht erst beim Projektabschluss beantragt werden. Sie erfordern eine Anpassung des Subventionsvertrags.
Welchen Einfluss hat ggf. der mit der Schlussabrechnung ermittelte Förderbeitrag der Innosuisse auf die Beteiligung der Umsetzungspartner?
Die Beteiligung der Umsetzungspartner richtet sich nach dem im Subventionsvertrag festgesetzten Förderbudget und bleibt deshalb in der Höhe unverändert.
Welche Auswirkungen hat eine geringere Eigenbeteiligung (<50%) der Umsetzungspartner auf den ausbezahlten Betrag?
Wenn sich die Umsetzungspartner nicht in dem im Subventionsvertrag definierten Ausmass beteiligen, kann auch der Förderbeitrag der Innosuisse entsprechend gekürzt werden.
Methode kalk. Stundensätze: Der Arbeitgeberbeitrag wird in der von der Innosuisse akzeptierten Höhe gemäss der massgeblichen Berechnung der kalk. Stundensätze abgerechnet.
Methode Bruttojahreslöhne: Die Höhe des Arbeitgeberbeitrages wird effektiv gemäss dem eingereichten Lohnnachweis abgerechnet.
Gehören Bonuszahlungen und weitere ausserordentliche Beiträge ebenfalls zum Lohn?
Nein, die Innosuisse anerkennt entsprechende Leistungen nicht als für die Projektförderung relevante Lohnbestandteile der Projektpartner.
Was wird während dem Initial Coaching gemacht?
Während dem Initial Coaching wird Ihr gesamtes Geschäftskonzept durchleuchtet und geprüft. Zusammen mit Coaches werden unter anderem die Stärken, Chancen, Risiken sowie Schwächen ausgearbeitet, die kritischen nächsten Schritte eruiert und zentrale Meilensteine empfohlen, die für die erfolgreiche Entwicklung Ihrer Geschäftsidee wichtig sind. Neben dieser Hauptaktivität stehen Ihnen die Coaches stets mit Rat und Tat zur Seite.
Was wird während dem Core Coaching gemacht?
Typischerweise baut das Core Coaching auf den Resultaten des Initial Coachings auf. Konkret wird der sich aus dem Initial Coaching ergebende Aktionsplan während dem Core Coaching umgesetzt. Mithilfe von Coaches und Spezialcoaches wird auf vielfältige Weise am Aufbau und der Weiterentwicklung Ihres Start-ups gearbeitet. Bei einem erfolgreichen Abschluss des Core Coachings erhalten Sie zudem ein Innosuisse-Zertifikat, welches das erfolgreiche Erreichen der letzten Meilenstein-Review bescheinigt, bei der folgende Elemente geprüft werden:
a) Ihr Start-up verfügt über eine solide Grundlage und kann ein künftiges Wachstum bewältigen;
b) Ihr Start-up ist bereit für eine externe Finanzierung, sofern eine solche benötigt wird;
c) Ihr Start-up kann auf ein professionelles Führungsteam zählen, das über die nötigen Kompetenzen verfügt oder Zugang zu diesen hat;
d) Ihr Start-up hat aufgezeigt, dass es Zugang zum Markt haben kann und ist in der Praxis akzeptiert;
e) Ihr Start-up wurde nach Schweizer Recht gegründet.
Was wird während dem Scale-up Coaching gemacht?
Das Scale-up Coaching ist erst ab der zweiten Jahreshälfte 2018 verfügbar. Dieses Coaching richtet sich an Start-ups mit grossem Wachstumspotenzial und zielt hauptsächlich darauf ab, sie bei der Umsetzung ihrer Wachstumsstrategie zu unterstützen. Weitere Informationen werden in den kommenden Monaten verfügbar sein.
Für welches Coaching sollte ich mich am besten bewerben?
Hinsichtlich der Chronologie des typischen Lebenszyklus eines Start-ups können die ersten beiden Coachingstufen als aufeinander aufbauend betrachtet werden. Auch bezüglich der angebotenen Services sind vor allem diese ersten beiden Coachings, das Initial Coaching und das Core Coaching, aufeinander abgestimmt. So kann das Initial Coaching als Stufe verstanden werden, bei welcher jener Aktionsplan ausgearbeitet wird, den Sie während dem Core Coaching in dieser oder ähnlicher Form umzusetzen versuchen. Es wird daher stark empfohlen mit dem Initial Coaching zu beginnen, auch wenn Ihr Start-up in seiner Entwicklung bereits weiter fortgeschritten ist.
Grundsätzlich können Sie sich jedoch jederzeit für jede Coachingstufe bewerben, wobei eine Bewerbung für jenes Coaching sinnvoll ist, dessen Services hinsichtlich der Wirkung am besten zur Entwicklungsphase und der aktuell angestrebten Ziele des Start-ups passen. Zudem gilt es hierbei zu beachten, dass Sie mit Ihrem Start-up nicht gleichzeitig in verschiedenen Coachingstufen sein können. Die gleichzeitige Bewerbung um verschiedene Coachings ist also nicht möglich. Möglich ist jedoch, dass Sie sich bei einem bevorstehenden Abschluss einer Coachingstufe bereits für eine andere Stufe bewerben (vgl. Frage 6).
Der Prozess des Initial Coachings und des Core Coachings folgt einem «Voucher-Prinzip» und ist Meilenstein-basiert. Wird Ihr Gesuch für ein Coaching gutgeheissen, erhalten Sie eine Gutschrift, die Sie während dem Coachingprozess bei den in der Liste der qualifizierten Coaches der Innosuisse aufgeführten Coaches einlösen können. In einem ersten Schritt ist dabei ein sogenannter Hauptcoach zu wählen. Dieser Coach stellt während des gesamten Coachingprozesses Ihren ersten Ansprechpartner dar und unterstützt Sie u. a. bei der Planung Ihres Coachingprogramms. Im Verlaufe des Coachings können Sie weitere Coaches und Spezialcoaches zur Mitarbeit einladen. Letztere zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine besondere Expertise auf einem oder mehreren Gebieten aufweisen, wie etwa die Finanzplanung oder den Umgang mit geistigem Eigentum (vgl. Fragen 8, 9 und 10 für nähere Informationen zu den Coaches und Spezialcoaches).
Zusammen mit den Coaches versuchen Sie von der Innosuisse definierte Meilensteine zu erreichen, die für die positive Entwicklung des Start-ups wesentlich sind.
Für jeden Meilenstein wird Ihnen ein bestimmter Teil des gesamten Budgets der Gutschrift zur Verfügung gestellt, das Sie auf verschiedene Coaches verteilen können.
Für jede Coachingstufe müssen Sie das entsprechende Gesuch einreichen. Die Gesuche werden daraufhin zuerst formal und dann inhaltlich von der Innosuisse geprüft. Beim Core Coaching und Scale-up Coaching werden Sie nach einer inhaltlichen Prüfung des Gesuches zudem dazu eingeladen, Ihren Business Case vor einer Jury in Bern zu präsentieren.
Tipp: Wenn Sie sich bereits in einem Initial Coaching befinden und beabsichtigen, sich auch für ein Core Coaching zu bewerben, können Sie die Bewerbung bereits kurz vor dem Abschluss des Initial Coachings einreichen. Auf diese Weise können Sie, sofern Sie die Kriterien erfüllen, nahtlos in die nächste Coachingstufe übergehen.
Was sind die Auswahlkriterien für ein Coaching?
Für ein Coaching sind die Voraussetzungen gemäss dem Artikel 21 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 2012 über die Förderung der Forschung und der Innovation (FIFG, SR 420.1), den Artikeln 21–24 der Beitragsverordnung Innosuisse vom 15. November 2017 (SR 420.231) sowie den Vollzugsbestimmungen Coaching vom 16. November 2017 zu erfüllen. Konkret sind wesentliche Beurteilungskriterien für den Innovationsgehalt der Geschäftsidee der aktuelle Stand der Wissenschaft, die Konkurrenzsituation am Markt, das Marktpotenzial und das Potenzial von Ihnen und Ihrem Team zur Umsetzung der wissenschaftsbasierten Geschäftsidee.
Ferner wird vorausgesetzt, dass der Sitz Ihres Start-ups in der Schweiz ist bzw. es Ihre Absicht ist, das Start-up in der Schweiz zu gründen. Sofern das Start-up bereits gegründet ist, darf die Gründung dabei nicht länger als 5 Jahre, oder in begründeten Fällen nicht länger als 10 Jahre (z. B. bei Life-Science-Start-ups, die zeitintensive F&E-Meilensteine zu erreichen haben), zurückliegen.
Bei den Coaches handelt es sich um erfahrene Unternehmerinnen und Unternehmer mit ausgezeichneter Praxiserfahrung in den verschiedensten Sektoren und Branchen. Die Coaches kennen sich hervorragend in der Start-up-Szene aus und verfügen über ein sehr grosses Netzwerk. Spezialcoaches sind spezielle Coaches mit tiefgreifender und herausragender Expertise auf einem oder mehreren bestimmten Sachgebieten, wie geistige Eigentumsrechte oder Finanzplanung.
Die Qualifikationskriterien für Innosuisse Start-up Coaches sind in den Artikeln 51 und 52 der Beitragsverordnung Innosuisse vom 15. November 2017 (SR 420.231) einsehbar.
Darüber hinaus werden Sie bald eine Liste mit allen Coaches auf der Innosuisse-Website finden. Sobald Sie für ein Coaching zugelassen werden, haben Sie zudem über das von der Innosuisse zur Verfügung gestellte IT-Tool («Innosuisse Analytics») Zugang zu einer Datenbank, auf der Sie ein Kompetenzprofil von jedem Coach finden und nach spezifischen Coach-Skills suchen können.
Wie wähle ich einen Coach für mein Start-up aus?
Wird Ihnen eine Gutschrift gewährt, können Sie über das von der Innosuisse zur Verfügung gestellte IT-Tool («Innosuisse Analytics») nach Coaches suchen. Um einen für Ihr Vorhaben angemessenen Coach zu finden, stehen Ihnen dabei Suchfunktionen und Kompetenzprofile der Coaches zur Verfügung. Zudem finden Sie auch die Kontaktdaten der Coaches, damit Sie sich vorab bei einem entsprechenden Coach bezüglich einer Zusammenarbeit erkundigen können. Sobald Sie fündig geworden sind, können Sie den entsprechenden Coach über Innosuisse Analytics dazu einladen, Sie im Rahmen des Coachingprogramms zu begleiten.
Wird Ihnen eine Gutschrift gewährt, hilft die Innosuisse Ihnen durch das Verfassen einer Empfehlung bei der Auswahl des Hauptcoaches und somit beim Beginn Ihres Coachingprogramms. Darüber hinaus stehen Ihnen die Innosuisse oder Ihr Hauptcoach während des Programms jederzeit zur Verfügung, wenn Sie auf der Suche nach einem geeigneten Coach Schwierigkeiten haben sollten.
Wichtig: Die Gutschrift kann nur bei Coaches eingelöst werden, die in der Liste der qualifizierten Coaches der Innosuisse aufgeführt sind.
Wie genau werden die Coaches mit meiner Gutschrift entschädigt?
Die Entschädigung eines Coaches für seine flexiblen Coachingdienstleistungen ist stundenbasiert und erfolgt über einen einheitlichen Stundenansatz von CHF 200.- (alles inklusive). Spezialcoaches werden über festgelegte Pauschalen bezahlt, die sich je nach Leistung unterscheiden. Dieser Service ist in der Regel ein gebündeltes Paket, z. B. in Form eines klar definierten Workshops.
Der gesamte Entschädigungsprozess wird direkt und papierlos im IT-Tool «Innosuisse Analytics» abgewickelt.
Wie sehen die Rechtsverhältnisse zwischen mir, einem Coach und der Innosuisse aus?
Zwischen der Innosuisse und Ihnen besteht ein Subventionsverhältnis. Die damit einhergehenden Rechte und Pflichten sind in der «Verfügung» geregelt, die Sie nach der Gutheissung eines Gesuches erhalten.
Die Zusammenarbeit mit einem Coach wird mittels einer von der Innosuisse zur Verfügung gestellten standardisierten Vertragsvorlage geregelt. Bei jeder zusätzlichen Zusammenarbeit mit einem anderen (Spezial-)Coach ist ein separater Vertrag notwendig. Sie werden jeweils den Teil Ihres Budgets angeben müssen, der jedem Coach für seine Leistungen zugeordnet wird. Wie hoch dieses Teilbudget sein soll, wird direkt zwischen Ihnen und dem entsprechenden Coach vereinbart. Es kann bei Bedarf und in gegenseitigem Einverständnis jederzeit im IT-Tool «Innosuisse Analytics» angepasst werden.[1]
Der Vertragsabschluss zwischen Ihnen und einem Coach geschieht typischerweise ohne Beteiligung der Innosuisse. Auf Verlangen kann die Innosuisse jedoch den Nachweis verlangen, dass ein entsprechender Vertrag abgeschlossen wurde. Sind zudem allfällige Änderungen am Inhalt der Vertragsvorlage gewünscht, muss die Innosuisse per E-Mail (startup@innosuisse.ch) darüber in Kenntnis gesetzt werden. Dies wird deshalb verlangt, damit geprüft werden kann, ob die geänderte Vereinbarung nach wie vor mit der gesetzlichen Grundlage vereinbar ist.
Abbildung 3 illustriert nochmals die allgemeinen Verhältnisse zwischen Ihnen, der Innosuisse und den Coaches. Darin zu sehen ist ebenfalls der Prozess der Leistungsentschädigung der Coaches mittels Gutschrift.
[1] Eine «Verfügung» ist ein Rechtsbegriff für ein Papierdokument, welches die Innosuisse an die Bewerberinnen und Bewerber verschickt. Dieses Dokument enthält die Entscheidung darüber, ob ein Coachinggesuch gutgeheissen oder abgelehnt wurde.
Wie behalte ich den Überblick u. a. über Budget, Mitarbeitende, Coaches und zu erreichende Meilensteine?
Das gesamte Management der Gutschrift wird über das IT-Tool «Innosuisse Analytics» abgewickelt, das von der Innosuisse zur Verfügung gestellt wird. In diesem Tool sind Ihre Meilensteine sichtbar, mit welchen Coaches Sie arbeiten und wie viel Budget Sie noch haben. Ferner können Sie über dieses Tool etwa weitere Coaches dazu einladen, an Ihrem Start-up zu arbeiten.
Wo finde ich den Zugang zu Innosuisse Analytics?
Sie finden den Zugang hier: www.innosuisse.ch/analytics
Über das eIAM-System ("electronic identity and access management") der Bundesverwaltung beantragen Sie den Zugriff auf die Applikation Innosuisse Analytics. EIAM verwaltet, worauf ein User oder eine Userin zugreifen kann. Dieser Schritt ist nur bei der ersten Anmeldung nötig.
Auf der Startseite unter «Enter Code» oder unter My Applications. Mit dem Autorisierungscode können Projekten neue Projektmitarbeitende hinzugefügt werden.
Im Online-Tool ist alles in Englisch? Muss mein Gesuch auch in Englisch sein?
Sie können Ihr Gesuch in Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch oder Rätoromanisch eingeben.
Ich sehe keinen «Submit»-Button für das Abschicken eines Gesuches?
Dieser Button ist nur für Userinnen und User mit der Funktion «Projektleiter/Projektleiterin» verfügbar.
In eIAM («electronic identity and access management») können Userinnen und User ihren Account unter https://access.eiam.admin.ch/selfservice/myaccount/ bearbeiten.
In Innosuisse Analytics können Änderungen unter «My Profile» vorgenommen werden. ACHTUNG: Innosuisse-Angehörige (Innovationsrat, Expertinnen und Experten, Geschäftsstelle, Coaches, Innovationsmentorinnen und –mentoren) wenden sich für die Anpassung bitte an die Geschäftsstelle unter innoprojects@innosuisse.ch.
https://www.innosuisse.ch/content/inno/de/home/ueber-uns/f-a-q.html