Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=09.12.2014&Aktenzeichen=II%20ZR%20360/13
Timestamp: 2020-01-21 17:52:00
Document Index: 130035215

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', '§ 30', '§ 43', '§ 161', '§ 128', '§ 110', '§ 43', '§ 426', '§ 30', '§ 30', '§ 43', '§ 19', '§ 30', '§ 43', '§ 30', '§ 110', '§ 30', '§ 30', '§ 43', '§ 30', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 30', '§ 43', '§ 30', '§ 30', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 30', 'BGH', '§ 30', 'BGH', '§ 30', '§ 19', '§ 738', 'BGH', '§ 738', 'BGH', 'BGH', '§ 161', 'BGH', '§ 30', 'BGH', '§ 30', 'BGH']

BGH, 09.12.2014 - II ZR 360/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,45584
BGH, 09.12.2014 - II ZR 360/13 (https://dejure.org/2014,45584)
BGH, Entscheidung vom 09.12.2014 - II ZR 360/13 (https://dejure.org/2014,45584)
BGH, Entscheidung vom 09. Dezember 2014 - II ZR 360/13 (https://dejure.org/2014,45584)
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§ 43 Abs. 3 GmbHG, § 30 Abs. 1 GmbHG, § 43 GmbHG, § 161 Abs. 2, § 128 HGB, § 110 HGB, § 43 Abs. 2 GmbHG, § 426 Abs. 1 BGB, § 30 GmbHG, §§ 30, 31 GmbHG, § 43 Abs. 3, § 19 Abs. 1, 2 InsO
§ 30 Abs 1 GmbHG, § 43 Abs 3 GmbHG
Insolvente GmbH & Co. KG: Haftung bei verbotenen Auszahlungen aus dem Vermögen der Kommanditgesellschaft an einen Gesellschafter der Komplementär-GmbH oder einen Kommanditisten
GmbHG §§ 30 Abs. 1 u. 3, 43 Abs. 2 u. 3; HGB §§ 110, 128, 161 Abs. 2
Verbotene Auszahlung an Gesellschafter; Haftung des Geschäftsführers
Zur Haftung des Geschäftsführers der Komplementär-GmbH für verbotene Zahlungen aus dem Vermögen der KG an einen Gesellschafter der Komplementär-GmbH
Zur Haftung des Geschäftsführers der Komplementär-GmbH und der Zahlungsempfänger, wenn eine Zahlung aus dem Vermögen der Kommanditgesellschaft an einen Gesellschafter der Komplementär-GmbH oder einen Kommanditisten erfolgt und dadurch das Vermögen der GmbH unter die ...
Haftung des Geschäftsführers der Komplementär-GmbH für eine nach § 30 Abs. 1 GmbHG verbotene Auszahlung aus dem Vermögen der KG
GmbHG § 30 Abs. 1; GmbHG § 43 Abs. 3
GmbHG § 30 Abs. 1 ; GmbHG § 43 Abs. 3
Aufbringung und Erhaltung des Stammkapitals, Erhaltung des Stammkapitals, Haftung nach § 43 Abs. 3 GmbHG, Haftung nach § 43 GmbHG, Haftung wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht gemäß § 43 Abs. 1 GmbHG, Herbeiführung bzw. Vertiefung einer Unterbilanz, Kapitalerhaltung nach § ...
Haftung des Geschäftsführers einer Komplementär-GmbH für bilanzielle Überschuldung hervorrufende Auszahlungen an Gesellschafter
Haftung bei verbotenen Auszahlungen aus dem Vermögen der Kommanditgesellschaft an einen Gesellschafter der Komplementär-GmbH oder einen Kommanditisten
Haftung des Geschäftsführers der Komplementär-GmbH für verbotene Auszahlungen aus dem Vermögen der KG
Verbotene Auszahlung aus dem Vermögen einer KG
GmbHG § 30 Abs. 1, § 43 Abs. 2, 3
Verstoß gegen § 30 GmbHG bei Auszahlung aus dem Vermögen einer GmbH & Co. KG und Haftung des Geschäftsführers der Komplementär-GmbH
Kapitalerhaltung in der GmbH & Co. KG
Kurznachricht zu "Die Kapitalerhaltung bei der Komplementär-GmbH einer GmbH & Co. KG" von Dr. Hans Gummert, original erschienen in: DStR 2015, 761 - 766.
NJ 2015, 373
NZG 2015, 225
Zutreffend ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, dass eine Zahlung aus dem Vermögen der Kommanditgesellschaft an einen Gesellschafter der Komplementär-GmbH oder einen Kommanditisten eine nach § 30 Abs. 1 GmbHG verbotene Auszahlung ist, wenn dadurch das Vermögen der GmbH unter die Stammkapitalziffer sinkt oder eine bilanzielle Überschuldung vertieft wird (BGH, Urteil vom 29. März 1973 - II ZR 25/70, BGHZ 60, 324, 328 f.; Urteil vom 27. September 1976 - II ZR 162/75, BGHZ 67, 171, 175; Urteil vom 29. September 1977 - II ZR 157/76, BGHZ 69, 274, 279; Urteil vom 24. März 1980 - II ZR 213/77, BGHZ 76, 326, 329; Urteil vom 8. Juli 1985 - II ZR 269/84, BGHZ 95, 188, 191; Urteil vom 25. November 1985 - II ZR 93/85, WM 1986, 447, 448; Urteil vom 6. Juli 1998 - II ZR 284/94, ZIP 1998, 1437, 1438;… Urteil vom 10. Dezember 2007 - II ZR 180/06, BGHZ 174, 370 Rn. 10; Urteil vom 9. Dezember 2014 - II ZR 360/13, ZIP 2015, 322 Rn. 8).
Eine Zahlung aus dem Vermögen der KG an einen Gesellschafter der Komplementär-GmbH oder einen Kommanditisten ist eine nach § 30 Abs. 1 GmbHG verbotene Auszahlung, wenn dadurch das Vermögen der GmbH unter die Stammkapitalziffer sinkt oder eine bilanzielle Überschuldung vertieft wird (BGH, Urteil vom 9. Dezember 2014 - II ZR 360/13, NZG 2015, 225 Rn. 8 mwN).
In dem von den Klägern selbst in Bezug genommenen Urteil des Bundesgerichtshofs vom 09.12.2014 (II ZR 360/13) wird ausgeführt, dass in der GmbH & Co. KG eine Zahlung aus dem Vermögen der Kommanditgesellschaft an einen Kommanditisten eine nach § 30 Abs. 1 GmbHG verbotene Auszahlung darstellen kann (…zitiert nach juris, Leitsatz 1 und Rn. 8).
In dem Urteil des BGH vom 09.12.2014 (II ZR 360/13) hingegen sind Ausführungen zu Prospektfehlern hinsichtlich der Haftung aus §§ 30, 31 GmbHG nicht enthalten.
§ 19.2 stellt insoweit eine besondere Bestimmung für die sich bei Insolvenzverfahren und anderen übertragenen Ämtern ergebende Besonderheit dar, dass diese Verfahren - anders als normale Prozessverfahren und damit abweichend vom gesetzlichen Leitbild der §§ 738 ff. BGB (vgl. BGH, Beschluss vom 29.7.2014 - II ZR 360/13, BeckRS 2014, 19313, Rn. 2) - bei Ausscheiden des Sozius nicht in der Sozietät verbleiben können.
Eine solche Regelung, die sich nur auf die vom ausscheidenden Partner mitgenommenen Verfahren bezieht und nicht auf sämtliche Verfahren der Sozietät, steht jedenfalls dann, wenn sich aus dem Gesellschaftsvertrag ergibt, dass die Gesellschafter in dieser Weise verfahren wollten, mit den gesetzlichen Regelungen der §§ 738 ff. BGB in Einklang (BGH, Hinweisbeschluss vom 29.7.2014 - II ZR 360/13, BeckRS 2014, 19313, Rn. 2).
Allerdings haften nach BGH, Urteil vom 09.12.2014, II ZR 360/13 Rn.8-13 Nur-Kommanditisten nur, wenn neben ihnen keine andere natürliche Person haftet.
Der Eintritt der Haftung ist in der vorliegenden Konstellation nur denkbar, wenn die Komplementär-GmbH aufgrund der Zahlung an den Gesellschafter von Gläubigern der Kommanditgesellschaft in Anspruch genommen wird und sie ihren Freistellungsanspruch gemäß §§ 161 Abs. 2, 110 HGB gegen die Kommanditgesellschaft nicht in ihrer Bilanz aktivieren kann (BGH, Urteil vom 09.12.2014, II ZR 360/13, Rn. 8, zitiert nach juris).
In dem von dem Kläger selbst in Bezug genommenen Urteil des Bundesgerichtshofs vom 09.12.2014 - II ZR 360/13 wird ausgeführt, dass in der GmbH & Co. KG eine Zahlung aus dem Vermögen der Kommanditgesellschaft an einen Kommanditisten eine nach § 30 Abs. 1 GmbHG verbotene Auszahlung darstellen kann (…zitiert nach juris, Leitsatz 1 und Rn. 8).
Zwar ist nach der ständigen Rechtsprechung des BGH eine Zahlung aus dem Vermögen der Kommanditgesellschaft an einen Gesellschafter der Komplementär-GmbH oder einen Kommanditisten eine nach § 30 Abs. 1 GmbHG verbotene Auszahlung, wenn dadurch das Vermögen der GmbH unter die Stammkapitalziffer sinkt oder eine bilanzielle Überschuldung vertieft wird (BGH II ZR 25/70, II ZR 180/06, II ZR 360/13).