Source: https://eduwerk.mcwerk.at/2018/11/11/rechte-der-fotografen
Timestamp: 2020-04-08 07:46:37
Document Index: 180941926

Matched Legal Cases: ['OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 10', '§ 54']

Home > eduWERK News > Fragen & Antworten: Rechte der Fotografen
Sei es im Unterricht, in der Freizeit oder bei einem Lehrausgang – das EDU-iPad ist ein treuer Begleiter, wenn es um das Fotografieren und Dokumentieren geht. Bei der Erstellung von Fotos und der Bildbearbeitung kennen sich Schülerinnen und Schüler oft schon gut aus. Ein Blick hinter die Kulissen: Wie sieht es mit den Rechten der Fotografen aus?
Fotos, als Werke der Kunst (Lichtbildwerke), sind ab der Erstellung durch das Urheberrecht geschützt. Formalakte, wie eine Registrierung oder ein Copyright-Vermerk „©“ sind nicht notwendig.
Fotografiert beispielsweise eine Schülerin mit ihrem EDU-iPad ein Objekt, ist sie grundsätzlich auch die Urheberin des Fotos. Sie hat das alleinige Recht zu entscheiden, was mit den Fotos geschieht und ob sie veröffentlicht werden dürfen. Einem Dritten kann sie für das Foto Werknutzungsrechte eingeräumen – beispielsweise durch Creative Commons-Lizenzen.
Einfache, nicht künstlerisch gestaltete Fotos, wie Passfotos oder Röntgenaufnahmen, unterliegen stattdessen dem „Leistungsschutzrecht des Lichtbildherstellers“.
Fotos von Personen & Gebäuden
Für reine Fotografien ist grundsätzlich kein Einverständnis der Betroffenen notwendig. Eine Ausnahme gilt, wenn es sich um sehr private und intime Situationen handelt. Dann ist die Zustimmung der abgebildeten Personen erforderlich.
In Österreich gilt die sogenannte Panoramafreiheit. Das bedeutet, dass Sie Bilder von Gebäuden, Skulpturen oder Graffiti im öffentlichen Raum ohne Weiteres anfertigen und verwenden dürfen. Nach der Freiheit des Straßenbildes dürfen Sie auch Bauwerke auf Privatgrund von öffentlichen Orten aus fotografieren. Zu öffentlichen Orten zählen unter anderem Straßen, Plätze und Parks.
Berücksichtigung des Hausrechts
Lehrausflüge in Museen, Freizeitparks und Zoos werden gerne mit Fotos dokumentiert und anschließend am EDU-iPad mit dem Book Creator als Nachbericht verarbeitet oder kreative Collagen mit PicCollage gestaltet.
Aufnahmen auf fremden Grund zu nicht-kommerziellen Zwecken sind in der Regel erlaubt, ohne eine Zustimmung einholen zu müssen. Zu beachten sind jedoch etwaige Hausrechte. In Museen ist das Fotografieren der Ausstellungsstücke beispielsweise oft verboten.
Was sollten Sie bei der Veröffentlichung von Fotos beachten?
Jeder besitzt das Recht am eigenen Bild. Fotos, auf denen sie abgebildet sind, dürfen daher nur mit Ihrer Zustimmung veröffentlicht werden.
Sobald Sie als Urheber eigene Fotos veröffentlichen, stellt dies keine Einwilligung zur Veröffentlichung von Dritten dar. Dritte müssen in jedem Fall eine Zustimmung für die Veröffentlichung vom Urheber bzw. Rechteinhaber einholen.
In sozialen Netzwerken sieht die Sache anders aus. Hier ist das Veröffentlichen und Teilen von Inhalten ist Sinn und Zweck. Durch die Veröffentlichung erteilen Sie eine stillschweigende Zustimmung. Dritte müssen daher keine Erlaubnis einholen, wenn
bereits zulässig veröffentlichte Inhalte bloß geteilt oder verlinkt werden
Fotos bloß zum privaten Gebrauch verwendet werden.
Top informiert, können Schülerinnen und Schüler nun mit ihrem EDU-iPad weitere Fotos im bzw. für den Unterricht erstellen!
OGH 6 Ob 14/16a; OGH 4 Ob 131/08f; OGH 4 Ob 97/88; OGH 4 Ob 266/01y
RS0115740; RS0077576
Hilgert/Greth, Urheberrechtsverletzungen im Internet; Paul in Hoeren/Sieber/Holznagel, Multimedia-Recht; Tonninger in Kucsko, urheber.recht; Hornsteiner in Kucsko, urheber.recht; Braunböck in Kucsko, urheber.recht; Ciresa in Ciresa, Urheberrecht § 10; Ciresa in Ciresa, Urheberrecht § 54
Fotos, Videos und Texte aus dem Internet sind fast immer Teil von Arbeitsmaterialien, Präsentationsfolien und…
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