Source: https://dejure.org/BGBl/BGBl%20I%202012,%20579
Timestamp: 2020-02-17 18:11:59
Document Index: 13479104

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 5', '§ 14', '§ 524', '§ 94', 'Art. 9', '§ 88', 'Art. 7', '§ 18', 'Art. 13', '§ 1', '§ 18', '§ 27', '§ 29', 'Art. 13', '§ 18', '§ 171', '§ 12', 'Art. 13', '§ 29', 'Art. 1', '§ 183', 'Art. 1', '§ 182', '§ 182']

https://dejure.org/2012,92139
BGBl. I 2012 S. 579 (https://dejure.org/2012,92139)
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Die Zuständigkeit der Beklagten als Rehabilitationsträger nach § 6 Abs. 1 Nr. 7 iVm § 5 Nr. 4 Sozialgesetzbuch Neuntes Buch - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen - ( in der Normfassung des Gesetzes zur Neuordnung der Organisation der landwirtschaftlichen Sozialversicherung vom 12.4.2012, BGBl I 579 bzw des SGB IX vom 19.6.2001, BGBl I 1046) für die vom Kläger begehrten Rehabilitationsleistungen ergibt sich jedenfalls aus § 14 Abs. 2 Satz 1 iVm Abs. 1 SGB IX (in der Normfassung des Gesetzes zur Förderung der Ausbildung und Beschäftigung schwerbehinderter Menschen vom 23.4.2004, BGBl I 606) , da sie den Antrag des Klägers vom 16.4.2013 nicht an einen anderen von ihr für zuständig gehaltenen Rehabilitationsträger weitergeleitet hat (…vgl zuletzt Bundessozialgericht vom 26.10.2017 - B 8 SO 12/16 R - SozR 4-1750 § 524 Nr. 1 RdNr 17 ff mwN) .
Die Beklagte nimmt in der streitigen Aufsichtsanordnung umfassende "Prüf- und Informationsrechte der Aufsichtsbehörden" gegenüber der Beigeladenen und ihren Aktionären mit Auswirkungen für die Beigeladene für sich in Anspruch (§ 94 Abs. 2 Satz 1 SGB X idF durch Art. 9 Nr. 2 Buchst b Gesetz zur Vereinfachung der Verwaltungsverfahren im Sozialrecht - Verwaltungsvereinfachungsgesetz - vom 21.3.2005, BGBl I 818 mWv 30.3.2005 iVm § 88 SGB IV idF durch Art. 7 Nr. 21 Gesetz zur Neuordnung der Organisation der landwirtschaftlichen Sozialversicherung vom 12.4.2012, BGBl I 579 mWv 1.1.2013) .
Nach § 18 Sozialversicherungs-Rechnungsverordnung (SVRV idF durch Art. 13 Abs. 19 Nr. 2 des Gesetzes zur Neuordnung der Organisation der landwirtschaftlichen Versicherung - LSV-NOG - vom 12.4.2012, BGBl I 579 mWv 1.1.2013) , der ua auch für KKn gilt (vgl § 1 Abs. 1 Satz 1 SVRV) , sind für jedes Geschäftsjahr die Bücher abzuschließen (§ 18 Abs. 1 SVRV) .
In der Jahresrechnung (§§ 27 bis 30 SVHV - Verordnung über das Haushaltswesen in der Sozialversicherung vom 21.12.1977, BGBl I 3147, hiervon § 29a Abs. 4 SVHV zuletzt geändert durch Art. 13 Abs. 18 LSV-NOG vom 12.4.2012, BGBl I 579 mWv 1.1.2013) ist nach der Gliederung des geltenden Kontenrahmens Rechnung zu legen (§ 18 Abs. 2 SVRV) .
Dementsprechend sehen die für die Rechnungslegung der KKn geltenden gesetzlichen und untergesetzlichen Rechtsnormen eine Verpflichtung zu Rückstellungen ausdrücklich nur für Altersvorsorgeverpflichtungen und auf Grund von Altersteilzeit- und Wertguthabenvereinbarungen vor (vgl § 171e Abs. 1 Satz 2 SGB V; § 12 SVRV idF durch Art. 13 Abs. 19 Nr. 1 LSV-NOG vom 12.4.2012, BGBl I 579 mWv 1.1.2013; § 29a Abs. 2 Nr. 2 Buchst f und g SVHV idF durch Art. 1 Nr. 1 der Vierten Verordnung zur Änderung der Verordnung über das Haushaltswesen in der Sozialversicherung vom 19.7.2010, BGBl I 968) .
Die LKK-NRW wurde durch Gesetz zur Neuordnung der Organisation der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSV-Neuordnungsgesetz - LSV-NOG) vom 12. April 2012 (BGBl. I S. 579) zum 1. Januar 2013 mit anderen landwirtschaftlichen Sozialversicherungsträgern zur Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SV LFG) - der Beklagten - fusioniert.
Dies dient dem Ziel, das eigenständige Sicherungssystem der in der landwirtschaftlichen Sozialversicherung Versicherten zu stabilisieren und zu erhalten (BT-Drs. 17/7916 S. 27) und damit dem sozialen Schutz dieses Personenkreises.
(aa) Allerdings ist das den Gesetzesmaterialien zu entnehmende Ziel, versorgungsrechtliche Friktionen zu vermeiden (BT-Drs. 17/7916 S. 34) , kein Rechtfertigungsgrund.
Mit dem durch das LSV-NOG geschaffenen einheitlichen bundesunmittelbaren Sozialversicherungsträger sollten sodann noch vorhandene weitere erhebliche Synergiepotentiale genutzt und ua. überproportionale Verwaltungskosten abgebaut werden, die daraus resultierten, dass die landwirtschaftlichen Sozialversicherungsträger dem quantitativen Rückgang der Versicherten und den sich hieraus ergebenden Strukturveränderungen nicht in gleicher Weise Rechnung getragen haben wie die Organisation der allgemeinen Sozialversicherung (BT-Drs. 17/7916 S. 27) .
Das gesetzgeberische Ziel war, das - in erheblichem Maß durch Bundesmittel finanzierte - eigenständige agrarsoziale Sicherungssystem zu stabilisieren und zu erhalten (BT-Drs. 17/7916 S. 27) .
Die Satzung hat bei der Festlegung der Berechnungsgrundlage die Unfallrisiken in den Unternehmen "ausreichend" zu berücksichtigen (enger der ab dem 1.1.2013 geltende § 183 Abs. 2 SGB VII des Gesetzes zur Neuordnung der Organisation in der landwirtschaftlichen Sozialversicherung vom 12.4.2012, BGBl. I 579), sie kann hierzu einen Gefahrtarif aufstellen.
Denn gemäß Art. 1 des Gesetzes zur Errichtung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (BGBl. I 2012 S. 579) existierte dieser Träger der gesetzlichen Unfallversicherung ab dem 1. Januar 2013 nicht mehr.
Ein Ausgleich findet aber nicht mehr durch Zahlungen zwischen den - nicht mehr bestehenden - Berufsgenossenschaften statt, sondern im Rahmen der Festsetzung der für die Zuständigkeitsbereiche der ehemaligen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften getrennten Umlagen." (BT-Drs 17/7916, 39 f).
Die Höhe des Grundbeitrages muss - wie geschehen - in der Satzung selbst bestimmt worden (…vgl. BSG, 7.12.2004, B 2 U 43/03 R, SozR 4-2700 § 182 Nr. 1;… BSG, 4.12.2014, B 2 U 113/13 R, juris Rn. 26; vgl. aber auch BT-Drucks. 17/8616 S. 17).
Halbsatz SGB VII in der dort anwendbaren, ab 1. Januar 2013 geltenden Fassung (vgl. LSV-Neuordnungsgesetz vom 12. April 2012, BGBl. I S. 579) für Unternehmer ohne Bodenbewirtschaftung nicht auf § 182 Abs. 2 Satz 4 SGB VII verweist.