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Timestamp: 2016-10-21 22:10:36
Document Index: 186340728

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

I 621/01 (17.11.2003)
I 621/01
Urteil vom 17. November 2003
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter Ferrari und nebenamtlicher Richter Maeschi; Gerichtsschreiberin Kopp K�ch
IV-Stelle Schwyz, Rubiswilstrasse 8, 6438 Ibach, Beschwerdef�hrerin,
G.________, 1940, Beschwerdegegnerin, vertreten durch den Rechtsdienst f�r Behinderte, B�rglistrasse 11, 8002 Z�rich
G.________, geboren 1940, arbeitete bis Februar 1998 in der Plattenkopie und ab M�rz 1998 zu einem reduzierten Lohn im Bilderlager der C.________ AG. Im Juni 1980 hatte er sich wegen Diskushernie L4/5 einer partiellen Hemilaminektomie unterziehen m�ssen. In der Folge konnte er ohne wesentliche Unterbr�che der bisherigen T�tigkeit nachgehen. Wegen erneuter lumboradikul�rer Beschwerden war er ab 14. Mai 1998 arbeitsunf�hig (Bericht des Dr. med. R.________, vom 25. September 1998). Am 17. September 1998 meldete er sich zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle Schwyz traf n�here Abkl�rungen und beauftragte die Rheumaklinik des Spitals Y.________ mit einer medizinischen Beurteilung. In dem am 6. Juli 2000 erstatteten Bericht gelangten die Gutachter zum Schluss, dass der Versicherte die bisherigen Arbeit nicht mehr zu verrichten vermag, in einer leichten, wechselbelastenden T�tigkeit jedoch zu 50 % arbeitsf�hig ist. Nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens erliess die IV-Stelle am 8. Januar 2001 eine Verf�gung, mit welcher sie dem Versicherten ab 1. Mai 1999 eine halbe einfache Invalidenrente, nebst Zusatzrente f�r die Ehefrau, auf Grund eines Invalidit�tsgrades von 57 % zusprach. Am 8. August 2001 verf�gte sie die Weiterausrichtung der halben Rente f�r die Zeit ab 1. August 2001.
Vertreten durch den Rechtsdienst f�r Behinderte (SAEB) beschwerte sich G.________ gegen diese Verf�gungen und liess die Zusprechung einer ganzen Rente ab 1. Mai 1999, eventuell die Anordnung einer beruflichen Abkl�rung beantragen.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz vereinigte die Verfahren und sprach dem Versicherten in Gutheissung der Beschwerden ab 1. Mai 1999 eine ganze Invalidenrente zu (Entscheid vom 29. August 2001).
Die IV-Stelle Schwyz f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien die Verf�gungen vom 8. Januar und 8. August 2001 wiederherzustellen.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und G.________ beantragen Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung.
1.1 Im vorinstanzlichen Entscheid werden die f�r den Rentenanspruch und die Invalidit�tsbemessung nach Art. 28 IVG geltenden Regeln zutreffend dargelegt, sodass darauf verwiesen werden kann.
1.2 Zu erg�nzen ist, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verf�gung (hier: 8. Januar und 8. August 2001) eingetretene Rechts- und Sachverhalts�nderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht ber�cksichtigt werden (BGE 129 V 4 Erw. 1.2 mit Hinweisen).
Streitig sind zun�chst die Arbeitsf�higkeit des Beschwerdegegners und deren Verwertbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.
2.1 Im Gutachten der Rheumaklinik des Spitals Y.________ vom 6. Juli 2000 wird ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom mit m�glicher intermittierender Reizung der Wurzel L5 links bei Status nach Hemilaminektomie L4/5 1980, mit Rezidivhernie L4/5 links mediolateral und intraforaminal, rechts mediolateraler, nach kaudal sequestrierter Diskushernie L5/S1, segmentaler Funktionsst�rung mit deutlicher muskul�rer Insuffizienz sowie Osteochondrosen L4/5 und L5/S1 diagnostiziert. Nach Meinung der Gutachter besteht im bisherigen Beruf als Hilfsarbeiter im Bilderlager der C.________ AG keine verwertbare Arbeitsf�higkeit, weil die T�tigkeit mit h�ufigem B�cken und Rumpfdrehen verbunden ist und kein h�ufiger Positionswechsel m�glich ist. Dagegen sind dem Versicherten leichte, wechselbelastende T�tigkeiten zu 50 % zumutbar, wobei repetitives Heben und Tragen von Gewichten von mehr als 10 kg, monoton-statische Belastungen, starke Rumpftorsionen und l�ngeres Gehen oder Sitzen vermieden werden sollten. In Betracht fallen angepasste leichtere T�tigkeiten beispielsweise in der industriellen Fertigung oder im Verkauf. Mit Verwaltung und Vorinstanz besteht kein Grund, von dieser Beurteilung abzugehen, woran die Berichte des behandelnden Arztes Dr. med. R.________ vom 4. November 2000 und 12. M�rz 2001 und des Rheumatologen Dr. med. D.________, vom 20. Dezember 2000 und 14. M�rz 2001 nichts zu �ndern verm�gen. Zum einen werden die von den Gutachtern erhobenen Befunde ausdr�cklich best�tigt und wesentliche nachtr�gliche �nderungen verneint. Zum andern wird die medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeitsf�higkeit als solche nicht bestritten, sondern von Dr. med. D.________ best�tigt und nur insofern in Frage gestellt, als eine Verwertung der Restarbeitsf�higkeit unter den gegebenen Umst�nden als nicht mehr m�glich oder zumutbar betrachtet wird. Dabei werden auch invalidit�tsfremde Gr�nde (wie das Alter) ber�cksichtigt, f�r welche die Invalidenversicherung nicht einzustehen hat (BGE 107 V 21 Erw. 2c; SVR 2003 IV Nr. 1 S. 1). Im �brigen ist es nicht Sache des Arztes, sich zur Verwertbarkeit der verbleibenden Arbeitsf�higkeit auf dem in Betracht fallenden Arbeitsmarkt zu �ussern. Aufgabe des Arztes ist es vielmehr, den Gesundheitszustand zu beurteilen (Befunderhebung, Diagnosestellung) und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bez�glich welcher T�tigkeiten der Versicherte arbeitsunf�hig ist. Im Weiteren sind die �rztlichen Ausk�nfte eine wichtige Grundlage f�r die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten noch zugemutet werden k�nnen (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen). Wie es sich damit verh�lt, ist von der Verwaltung oder vom Gericht unter Ber�cksichtigung der massgebenden rechtlichen Kriterien (ausgeglichener allgemeiner Arbeitsmarkt, Schadenminderungspflicht des Versicherten, Nichtber�cksichtigung invalidit�tsfremder Faktoren) zu beurteilen.
2.2 Im vorliegenden Fall besteht zwar eine erhebliche Beeintr�chtigung der Arbeits- bzw. Erwerbsf�higkeit, indem der Versicherte nurmehr eine k�rperlich leichte, wechselbelastende T�tigkeit zu 50 % auszu�ben vermag. Erfahrungsgem�ss stehen Hilfsarbeitern und gelernten Arbeitern, die vor der Behinderung manuell t�tig waren, nach Eintritt der Invalidit�t jedoch zahlreiche Stellen im Produktions- und Dienstleistungssektor offen, wo sie (bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage) die verbleibende Arbeits- und Erwerbsf�higkeit zu verwerten verm�gen. Nach Auffassung der Gutachter der Rheumaklinik des Spitals Y.________ fallen k�rperlich leichte, wechselbelastende T�tigkeiten beispielsweise in der industriellen Fertigung oder im Verkauf in Betracht. Dass solche Arbeitsm�glichkeiten existieren, belegen die von der Verwaltung angegebenen Verweisungst�tigkeiten, welche im Lichte der �rztlichen Angaben zumindest teilweise als zumutbar zu betrachten sind. Entgegen den Ausf�hrungen in der Vernehmlassung des Beschwerdegegners steht die �rztliche Zumutbarkeitsbeurteilung einer vorwiegend sitzend zu verrichtenden T�tigkeit nicht entgegen, sofern sie mit gelegentlichem oder gar h�ufigem Stehen und Gehen verbunden ist. Auch repetitive T�tigkeiten sind nicht ausgeschlossen, soweit sie nicht mit Belastungen verbunden sind. Bei den von der Verwaltung herangezogenen Arbeitspl�tzen handelt es sich zumindest teilweise um T�tigkeiten, die mit keinen oder lediglich geringen k�rperlichen Belastungen verbunden sind und bei denen die Arbeitsposition (sitzend/stehend) frei gew�hlt werden kann. Es muss daher bei der Feststellung bleiben, dass der Beschwerdegegner die verbleibende Arbeits- und Erwerbsf�higkeit auf dem allgemeinen (ausgeglichenen) Arbeitsmarkt zu verwerten vermag. Einer beruflichen Abkl�rung, wie sie vom Beschwerdegegner beantragt wird, bedarf es nicht.
Streitig und zu pr�fen sind des Weiteren die f�r den Rentenanspruch massgebenden Vergleichseinkommen.
3.1.1 Die Verwaltung hat das f�r die Invalidit�tsbemessung massgebende Einkommen, welches der Versicherte trotz des Gesundheitsschadens durch eine ihm zumutbare T�tigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage zu erzielen verm�chte (Invalideneinkommen), auf Grund von f�nf Arbeitsplatzbeschreibungen aus der von der SUVA angelegten Dokumentation von Arbeitspl�tzen (DAP) bei einer Arbeitsf�higkeit von 50 % auf Fr. 22'425.- festgesetzt. Die Vorinstanz ist anstelle der Durchschnittsl�hne von den angegebenen Mindestl�hnen ausgegangen und hat zus�tzlich einen Minderverdienst von 10 % wegen Teilzeitbesch�ftigung ber�cksichtigt, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 18'723.- f�hrte. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde spricht sich die IV-Stelle gegen die Anwendbarkeit der Mindestl�hne und f�r die Vornahme eines Abzuges wegen Teilzeitbesch�ftigung aus. Unter Ber�cksichtigung eines Rechnungsfehlers bei der Ermittlung des Durchschnittslohnes beantragt sie, das Invalideneinkommen sei auf Fr. 20'215.- festzusetzen.
3.1.2.1 F�r die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung prim�r von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. �bt sie nach Eintritt der Invalidit�t eine Erwerbst�tigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverh�ltnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsf�higkeit in zumutbarer Weise voll aussch�pft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grunds�tzlich der tats�chlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tats�chlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbst�tigkeit aufgenommen hat, so k�nnen nach der Rechtsprechung entweder Tabellenl�hne gem�ss den vom Bundesamt f�r Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (zur Publikation in der Amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil C. vom 28. August 2003, U 35/00 und U 47/00; BGE 126 V 76 Erw. 3b mit Hinweisen). Beide Methoden weisen je aus ihrer Entstehung und Eigenart heraus Vor- und Nachteile auf. Die LSE sind auf Grund der gesamtschweizerischen Erhebung repr�sentativer und nicht anf�llig gegen�ber Extremabweichungen nach oben und unten. Auch stellen sie ein Werk auf gesicherter wissenschaftlich-statistischer Basis dar. Ferner sind sie in der Anwendung ausgesprochen praktikabel. Wegen ihres Grobrasters erlauben sie jedoch keine Feinabstufung, weder nach einzelnen Berufsgruppen noch nach den im Bereich der Schadenminderungspflicht (BGE 113 V 28 Erw. 4) liegenden Arbeitsregionen. Als Durchschnittswerte schliessen sie je nach Art der Behinderung und der �brigen Umst�nde auch eine mehr oder weniger grosse Zahl von ungeeigneten Arbeitspl�tzen mit ein. Demgegen�ber beruht die DAP auf konkreten Arbeitspl�tzen und erm�glicht eine differenzierte Zuweisung von zumutbaren T�tigkeiten unter Ber�cksichtigung der behinderungsbedingten Einschr�nkungen, der weiteren pers�nlichen und beruflichen Umst�nde sowie der regionalen Aspekte. Dementsprechend liefert sie auch eine konkretere Grundlage f�r die Festlegung des hypothetischen Invalideneinkommens. Nachteilig wirkt sich aus, dass die DAP nicht allgemein zug�nglich ist, was zur Folge hat, dass einerseits die Invalidit�tsbemessungen in den verschiedenen Gebieten der Sozialversicherung und - im Hinblick auf die bisher in das DAP-Projekt nicht einbezogenen anderen registrierten Unfallversicherer - selbst innerhalb der Unfallversicherung nicht gest�tzt auf die gleichen Grundlagen vorgenommen werden k�nnen und anderseits nach der bisherigen Praxis nur eine sehr beschr�nkte �berpr�fbarkeit hinsichtlich des Auswahlermessens und der Repr�sentativit�t der vorgelegten DAP-Profile im Einzelfall m�glich ist (zur Publikation in der Amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil C. vom 28. August 2003, U 35/00 und U 47/00, Erw. 4.2.1).
3.1.2.2 Wie das Eidgen�ssische Versicherungsgericht im genannten Urteil festgestellt hat, m�ssen die f�r die Invalidit�tsbemessung herangezogenen DAP-Profile im konkreten Einzelfall repr�sentativ sein. Es gen�gt daher nicht, wenn lediglich ein einziger oder einige wenige zumutbare Arbeitspl�tze angegeben werden, weil es sich dabei sowohl hinsichtlich der T�tigkeit als auch des bezahlten Lohnes um Sonder- oder Ausnahmef�lle handeln kann. In quantitativer Hinsicht erscheint eine Mindestzahl von f�nf zumutbaren Arbeitspl�tzen in der Regel als gen�gend. Im Hinblick auf die geforderte Repr�sentativit�t der DAP-Profile und der daraus abgeleiteten Lohnangaben sind im Sinne einer qualitativen Anforderung jedoch zus�tzlich Angaben zu machen �ber die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitspl�tze, �ber den H�chst- und den Tiefstlohn sowie �ber den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Damit wird auch die �berpr�fung des Auswahlermessens hinreichend erm�glicht, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gesamtzahl behinderungsbedingt in Frage kommender Arbeitspl�tze sowie des H�chst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverl�ssige Beurteilung der verwendeten DAP-L�hne hinsichtlich ihrer Repr�sentativit�t erlaubt. Das rechtliche Geh�r ist dadurch zu wahren, dass die f�r die Invalidit�tsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erw�hnten zus�tzlichen Angaben er�ffnet werden und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich hiezu zu �ussern. Sind im Einzelfall die erw�hnten Anforderungen nicht erf�llt, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die Invalidit�t ist diesfalls auf Grund der LSE-L�hne zu ermitteln. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformit�t der DAP-Invalidit�tsbemessung zu pr�fen, gegebenenfalls die Sache an die Verwaltung zur�ckzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gest�tzt auf die LSE vorzunehmen (zur Publikation in der Amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil C. vom 28. August 2003, U 35/00 und U 47/00, Erw. 4.2.2).
3.1.2.3 Nach der Rechtsprechung ist beim Einkommensvergleich unter Verwendung statistischer Tabellenl�hne zu ber�cksichtigen, dass gesundheitlich beeintr�chtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitert�tigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsf�higen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnm�ssig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnans�tzen rechnen m�ssen (BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb mit Hinweisen; vgl. auch BGE 126 V 77 ff. Erw. 4 und 5). Sodann ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass weitere pers�nliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugeh�rigkeit, Nationalit�t oder Aufenthaltskategorie sowie Besch�ftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnh�he haben k�nnen (AHI 2000 S. 81 Erw. 2b; vgl. auch BGE 124 V 323 Erw. 3b/aa). In BGE 126 V 75 ff. hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht die bisherige Praxis dahingehend pr�zisiert, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenl�hne herabzusetzen sind, von s�mtlichen pers�nlichen und beruflichen Umst�nden des konkreten Einzelfalls (leidensbedingte Einschr�nkung, Alter, Dienstjahre, Nationalit�t/Aufenthaltskategorie und Besch�ftigungsgrad) abh�ngig ist. Der Einfluss s�mtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgem�ssem Ermessen gesamthaft zu sch�tzen, wobei der Abzug auf h�chstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 126 V 79 Erw. 5b/aa - cc).
Was die M�glichkeit von Abz�gen bei der Festsetzung des Invalideneinkommens mittels DAP-Profilen anbelangt, hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht im zitierten Urteil C. vom 28. August 2003 entschieden, dass im Rahmen des DAP-Systems, wo auf Grund der �rztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete Verweisungst�tigkeiten ermittelt werden, Abz�ge grunds�tzlich nicht sachgerecht und nicht zul�ssig sind. Zum einen wird spezifischen Beeintr�chtigungen in der Leistungsf�higkeit bereits bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Zum andern ist bez�glich der weiteren pers�nlichen und beruflichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug f�hren k�nnen, darauf hinzuweisen, dass auf den DAP-Bl�ttern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten Umst�nde R�cksicht genommen werden kann (zur Publikation in der Amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil C. vom 28. August 2003, U 35/00 und U 47/00, Erw. 4.2.3).
3.1.3.1 Verwaltung und Vorinstanz haben dem DAP-Lohnvergleich f�nf Arbeitspl�tze zugrunde gelegt. Sie haben jedoch �bersehen, dass es sich bei einem der herangezogenen Arbeitspl�tze um eine gem�ss DAP-Erfassungsblatt nur Frauen offen stehende T�tigkeit handelt (DAP Nr. 2756), wobei die Entl�hnung klar unter dem Durchschnitt der �brigen Arbeitspl�tze liegt. Es liegen damit h�chstens vier zumutbare Arbeitspl�tze vor, was nach dem in Erw. 3.1.2.2 Gesagten auch mangels der zus�tzlich verlangten Angaben keine hinreichende Grundlage f�r eine zuverl�ssige Festsetzung des Invalideneinkommens darstellt. Es ist daher anstelle des DAP-Lohnvergleichs ein Tabellenlohnvergleich vorzunehmen.
3.1.3.2 Laut Tabelle TA1 der LSE 1998 belief sich der monatliche Bruttolohn (Zentralwert bei einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Stunden) f�r M�nner mit einfachen und repetitiven T�tigkeiten (Anforderungsniveau 4) im privaten Sektor auf Fr. 4'268.-, was einem Jahreseinkommen von Fr. 51'216.- entspricht. Umgerechnet auf die im Jahr 1999 betriebs�bliche w�chentliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft, 9/2003, S. 102 Tabelle B 9.2) und unter Ber�cksichtigung der Nominallohnentwicklung im Jahr 1999 von 0,3 % (a.a.O., S. 103 Tabelle B 10.2) resultiert bei einer Arbeitsf�higkeit von 50 % ein Einkommen von Fr. 26'840.-. Was den Abzug vom Tabellenlohn betrifft, ist im vorliegenden Fall zu ber�cksichtigen, dass der Beschwerdegegner zufolge des R�ckenleidens auch im Rahmen einer geeigneten leichteren T�tigkeit in der Leistungsf�higkeit beeintr�chtigt ist, was sich in einer entsprechenden Verdiensteinbusse auswirken kann. H�chstens teilweise gegeben sind die Abzugskriterien des Alters, der Dienstjahre und der Nationalit�t/Aufenthaltskategorie. Einerseits war der Beschwerdegegner im Zeitpunkt des Rentenbeginns bereits 59 Jahre alt; anderseits h�lt er sich seit 1963 in der Schweiz auf und verf�gt �ber die Niederlassungsbewilligung C. Erf�llt ist das Abzugskriterium der Teilzeitbesch�ftigung, weil der Beschwerdegegner auch im Rahmen einer geeigneten leichteren T�tigkeit lediglich zu 50 % arbeitsf�hig ist. Nach den gesamten Umst�nden rechtfertigt es sich, den Abzug auf 20 % festzusetzen, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 21'472.- f�hrt.
3.2.1 Mit den streitigen Verf�gungen hat die IV-Stelle das hypothetische Einkommen ohne die Invalidit�t (Valideneinkommen) auf Fr. 52'148.- festgesetzt, indem sie von dem vom Beschwerdegegner ab 1. M�rz 1998 bezogenen Monatslohn von Fr. 4'000.- (x 13) ausgegangen ist und dieses Einkommen entsprechend der Nominallohnentwicklung auf das Jahr 2000 umgerechnet hat. Die Vorinstanz nimmt auf Grund der Lohnbez�ge des Beschwerdegegners in den Jahren 1995 bis 1998 eine krankheitsbedingte Einkommensreduktion an und setzt das Valideneinkommen auf Grund lohnstatistischer Angaben auf Fr. 75'396.- fest, indem sie vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) im graphischen Gewerbe f�r T�tigkeiten, welche Berufs- und Fachkenntnisse voraussetzen (Anforderungsniveau 3) von Fr. 6'283.- ausgeht. Das kantonale Gericht stellt des Weiteren fest, der Anspruch auf eine ganze Rente sei - bei einem Invalideneinkommen von Fr. 18'723.- - selbst dann gegeben, wenn auf den Tabellenlohn f�r einfache und repetitive T�tigkeiten (Anforderungsniveau 4) abgestellt w�rde. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde macht die IV-Stelle geltend, die Einkommenseinbusse sei auf invalidit�tsfremde Gr�nde (Restrukturierungsmassnahmen im Betrieb) zur�ckzuf�hren und es bestehe kein Grund, nicht vom tats�chlich erzielten Verdienst auszugehen. Zudem sei es bei einem Tabellenlohnvergleich nicht gerechtfertigt, auf das Anforderungsniveau 3 abzustellen, weil der Beschwerdegegner �ber keine Berufsausbildung verf�ge.
3.2.2 Im Fragebogen f�r den Arbeitgeber vom 26. Januar 1999 wird ausgef�hrt, der Beschwerdegegner habe eine verantwortungsvolle T�tigkeit in der Plattenkopie verrichtet. Wegen Einf�hrung neuer Technologien habe das Personal reduziert werden m�ssen. Dem Versicherten habe eine neue Arbeit im Bilderlager angeboten werden k�nnen. Mit der Versetzung habe der Lohn ab M�rz 1998 angepasst werden m�ssen. Diese Feststellungen sprechen eindeutig daf�r, dass f�r den Arbeitsplatzwechsel und die damit verbundene Einkommensreduktion nicht invalidit�tsbedingte Gr�nde ausschlaggebend waren. Hierauf deutet auch der Umstand, dass die �nderung auf anfangs M�rz 1998 erfolgte, eine Arbeitsunf�higkeit jedoch erst Mitte M�rz und erneut Mai 1998 eingetreten ist. Selbst wenn der Beschwerdegegner bereits zuvor an zunehmenden R�ckenbeschwerden gelitten haben sollte, fehlen konkrete Anhaltspunkte daf�r, dass er aus gesundheitlichen Gr�nden gezwungen war, die ihm angebotene, wesentlich schlechter entl�hnte Stelle anzutreten. Soweit er es aber aus invalidit�tsfremden Gr�nden vorgezogen hat, eine schlechter entl�hnte Stelle im bisherigen Betrieb zu �bernehmen als anderweitig eine besser bezahlte Stelle zu suchen, hat hief�r nicht die Invalidenversicherung einzustehen. Unter den gegebenen Umst�nden besteht daher kein Anlass, vom Grundsatz abzugehen, wonach bei der Festsetzung des Valideneinkommens in der Regel vom letzten Lohn auszugehen ist, welchen der Versicherte vor Eintritt der Gesundheitssch�digung erzielt hat (BGE 129 V 224 Erw. 4.3.1). Nach den Angaben des Arbeitgebers belief sich der Lohn ab 1. M�rz 1998 auf Fr. 4'000.- monatlich. Unter Ber�cksichtigung der Nominallohnentwicklung von 0,3 % bis zu dem f�r den Einkommensvergleich massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns (BGE 129 V 222 ff.) ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 52'156.- und im Vergleich zum Invalideneinkommen von Fr. 21'472.- ein Invalidit�tsgrad von 59 %. Die Zusprechung einer halben Invalidenrente besteht folglich zu Recht. Im �brigen w�re der Anspruch auf eine ganze Rente selbst dann zu verneinen, wenn das Valideneinkommen mit der Vorinstanz auf Grund von Tabellenl�hnen festgesetzt w�rde, weil auf den Bruttolohn f�r das Anforderungsniveau 4 abzustellen w�re. Zwar hat der Beschwerdegegner am fr�heren Arbeitsplatz eine qualifizierte T�tigkeit ausge�bt. Er verf�gt jedoch �ber keine Berufsausbildung und offenbar auch nicht �ber spezifische Berufskenntnisse im graphischen Gewerbe. Andernfalls w�re nicht verst�ndlich, weshalb er nicht an einem gleichwertigen andern Arbeitsplatz eingesetzt werden konnte oder, falls dies vom Betrieb her ausgeschlossen war, sich nicht um eine vergleichbare andere Stelle bem�ht hat. Es w�re daher von einem Monatslohn von Fr. 4'732.- auszugehen (LSE 1998, S. 25 TA1 Ziff. 22), was umgerechnet auf eine w�chentliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden und unter Ber�cksichtigung der Nominallohnentwicklung 1999 von 0,3 % zu einem Valideneinkommen von Fr. 59'517.- und einem Invalidit�tsgrad von 64 % f�hren w�rde.
In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 29. August 2001 aufgehoben.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, der Ausgleichskasse Schwyz und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.
Luzern, 17. November 2003