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Timestamp: 2016-10-23 20:23:26
Document Index: 71000691

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 135', 'Art. 159']

I 142/02 (24.06.2002)
I 142/02 Vr
Fr�sard; Gerichtsschreiberin Bollinger
H.________, 1954, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Christina Ammann, Bahnhofstrasse 12, 8610 Uster,
A.- Die 1954 geborene H.________ war vom 1. Januar 1989 bis zum 31. Dezember 1993 als Desktop-Spezialistin bei der von ihr selbst gegr�ndeten Firma X.________ AG t�tig.
Am 22. Dezember 1992 erlitt sie einen Skiunfall, bei welchem sie sich eine R�ckenverletzung zuzog. Am 13. Juni 1994 meldete sich H.________ unter Hinweis auf die seit dem Unfall bestehenden Beschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach medizinischen und erwerblichen Abkl�rungen und Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens sprach die IV-Stelle des Kantons Z�rich der Versicherten mit Verf�gung vom 3. Juli 1997 f�r die Zeit vom 1. Dezember 1993 bis zum 31. Mai 1994 eine befristete ganze Invalidenrente zu.
H.________ erhob gegen diese Verf�gung Beschwerde mit dem Antrag, die Befristung der Rente sei aufzuheben und das Valideneinkommen sei h�her anzusetzen. Mit Urteil vom 15. Juli 1999 hob das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich die angefochtene Verf�gung in teilweiser Gutheissung der Beschwerde auf und stellte fest, dass die Versicherte vom 1. Dezember 1993 bis 31. Mai 1994 sowie ab
1. November 1995 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe. Mit Verf�gung vom 15. August 2000 sprach die IV-Stelle H.________ ab 1. November 1995 eine ganze Invalidenrente zu.
Im Rahmen eines von der Verwaltung eingeleiteten Revisionsverfahrens holte die IV-Stelle des Kantons Z�rich unter anderem einen Bericht des Hausarztes Dr. med.
N.________ vom 30. Oktober 2000 sowie einen Bericht der Firma Y.________ AG vom 9. November 2000 ein, bei welcher H.________ seit 1. November 1999 teilzeitlich als Desktoppublisher arbeitete. Nach durchgef�hrtem Vorbescheidverfahren verneinte die IV-Stelle mit Verf�gung vom 7. Mai 2001 einen weiteren Rentenanspruch.
B.- Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich hiess die hiegegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 23. Januar 2002 in dem Sinne gut, dass es die angefochtene Verf�gung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zur�ckwies, damit sie im Sinne der Erw�gungen verfahre und �ber den Rentenanspruch neu verf�ge.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die IV-Stelle die ersatzlose Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids.
Die Versicherte schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und reicht unter anderem ein Schreiben der X.________ AG vom 23. April 2002 zu den Akten, wonach es sich bei den von der IV-Stelle als Invalideneinkommen betrachteten Zahlungen um UVG-Taggelder handelt, die irrt�mlicherweise als beitragspflichtiger Lohn deklariert und abgerechnet worden sind. �berdies verweist sie zur Begr�ndung des geltend gemachten Valideneinkommens von mindestens Fr. 110'000.- bzw. Fr. 113'000.- auf den ebenfalls neu eingereichten Arbeitsvertrag der X.________ AG mit ihrem Nachfolger und das dort vereinbarte Sal�r. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung.
1.- a) Die in der Verf�gung der IV-Stelle dargelegten gesetzlichen Bestimmungen �ber die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG), auf welche die Vorinstanz verweist, sind zutreffend. Ebenfalls korrekt dargelegt hat die IV-Stelle die Regeln zur Invalidit�tsbemessung (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b). Die vorliegend massgebenden gesetzlichen Vorschriften �ber die Revisionsvoraussetzungen (Art. 41 IVG; Art. 88a Abs. 1 IVV) sowie die Rechtsprechung zu den erwerblichen Auswirkungen eines an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands (BGE 113 V 275 Erw. 1a mit Hinweisen) und den Einbezug der beruflichen Weiterentwicklung (vgl.
BGE 96 V 30; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b) hat die Vorinstanz richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu erg�nzen ist, dass nach der Rechtsprechung theoretisch vorhandene berufliche Entwicklungs- bzw. Aufstiegsm�glichkeiten nur dann zu beachten sind, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eingetreten w�ren (AHI 1998 S. 171 Erw. 5a).
b) Den medizinischen Unterlagen l�sst sich entnehmen, dass der Gesundheitszustand der Versicherten seit der Rentenzusprechung bis zum Zeitpunkt der Verwaltungsverf�gung station�r geblieben ist. Als Revisionsgrund f�llt somit nur eine Ver�nderung der erwerblichen Auswirkungen der Unfallfolgen in Betracht.
2.- a) Die IV-Stelle berechnete in ihrer Verf�gung vom 7. Mai 2001 den Invalidit�tsgrad der Versicherten auf 28 %, entsprechend dem bei der Firma Y.________ AG im Jahre 2000 erzielten Invalideneinkommen von Fr. 36'932.- und einem Valideneinkommen von Fr. 51'562.-. Bei der Berechnung des Valideneinkommens ging die IV-Stelle - wie schon das kantonale Sozialversicherungsgericht in seinem Entscheid vom 15. Juli 1999 - vom Lohn aus, den die Versicherte vor ihrem Unfall bei der Firma X.________ AG im Jahre 1992 bezogen hatte. �berdies ber�cksichtigte sie eine Teuerungszulage von 1,8 %.
b) Die Vorinstanz gelangte zum Ergebnis, der Sachverhalt erscheine hinsichtlich der Frage, welches Einkommen die Versicherte ohne Gesundheitsschaden erzielen k�nnte, als nicht hinreichend gekl�rt. Aus diesem Grund wies sie die Sache zur Vornahme weiterer Abkl�rungen an die Verwaltung zur�ck.
In ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hrt die IV-Stelle aus, zu dem bei der Firma Y.________ AG erzielten Verdienst seien noch (bisher unber�cksichtigte) Lohnbez�ge von der Firma X.________ AG hinzuzurechnen, weshalb das Invalideneinkommen Fr. 66'000.- betrage. Weil das hypothetische Valideneinkommen auf h�chstens Fr. 81'000.- festzusetzen sei, ergebe sich ein nach unten korrigierter Invalidit�tsgrad der Versicherten von 18 %.
c) Dem von der Beschwerdegegnerin eingereichten Schreiben der X.________ AG vom 23. April 2002 l�sst sich entnehmen, dass es sich bei den von der IV-Stelle in ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde angef�hrten und als Einkommen taxierten Zahlungen an die Versicherte um UVG-Taggelder handelt, die irrt�mlich als beitragspflichtiger Lohn deklariert und abgerechnet worden sind. Es kann daher als erstellt gelten, dass der als Invalidenlohn zu ber�cksichtigende Verdienst j�hrlich Fr. 36'932.- betr�gt. Streitig und zu pr�fen ist somit lediglich noch das Valideneinkommen der Versicherten.
3.- a) Unbestrittenerweise h�tte die Versicherte ohne Invalidit�t als Desktop-Spezialistin in der von ihr gegr�ndeten Firma X.________ AG weitergearbeitet. Ausgangspunkt f�r die Festsetzung des hypothetischen Valideneinkommens sind somit grunds�tzlich die Einkommensverh�ltnisse bis zur krankheitsbedingten Aufgabe dieser T�tigkeit Ende 1992.
Offen ist, in welchem Mass sich der Verdienst der Versicherten seither gesteigert h�tte und ob darin eine wesentliche Ver�nderung der erwerblichen Auswirkungen liegt.
b) Die Versicherte beziffert ihr Valideneinkommen auf mindestens Fr. 110'000.- bzw. mindestens Fr. 113'000.- und st�tzt sich dabei im Wesentlichen auf Ausk�nfte des heutigen Gesch�ftsf�hrers der X.________ AG, das Einkommen des Nachfolgers der Versicherten bei der X.________ AG, welches aktuell Fr. 96'000.- netto bzw. Fr. 126'000.- brutto betrage, sowie auf die von der Vorinstanz angef�hrten Tabellenl�hne gem�ss Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes f�r Statistik (LSE 1998 S. 32 Tab. A7 Ziff. 30 Niveau 2) von Fr. 105'756.- f�r das Jahr 2000. �berdies begr�ndet sie ihren Standpunkt mit dem Hinweis auf ihre stetige Weiterbildung, ihren Einsatzwillen und ihre langj�hrige berufliche Erfahrung. Sie macht geltend, es sei vor diesem Hintergrund nicht wahrscheinlich, dass sich ihr Einkommen nur im Rahmen der normalen Lohnentwicklung gesteigert h�tte.
c) Was die Versicherte darlegt, erscheint unter W�rdigung der gesamten beruflichen und pers�nlichen Verh�ltnisse nicht als unglaubw�rdig. Die von ihr angef�hrten Faktoren sind auch generell geeignet, eine berufliche Weiterentwicklung zu beg�nstigen. Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, bestehen demzufolge Anhaltspunkte, wonach die Beschwerdegegnerin im Revisionszeitpunkt ein h�heres Einkommen h�tte erzielen k�nnen als den um die Lohnentwicklung angepassten, im Jahre 1992 bei der X.________ AG erzielten Verdienst. Ob sich allerdings ohne Gesundheitssch�digung der Lohn seit dem Unfallereignis verdoppelt h�tte, wie dies die Beschwerdegegnerin geltend macht, l�sst sich aufgrund der zur Verf�gung stehenden Akten nicht hinreichend schl�ssig beurteilen. Die Vorinstanz hat die Sache daher zu Recht an die Verwaltung zur�ckgewiesen, damit diese erg�nzende Abkl�rungen treffe.
4.- Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Dem Prozessausgang entsprechend steht der Versicherten eine Parteientsch�digung zu (Art. 135 in Verbindung mit Art. 159 Abs. 2 OG).
III. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich hat der Beschwerdegegnerin f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von
IV.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, der Ausgleichskasse Promea und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.