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Timestamp: 2016-10-26 09:34:36
Document Index: 234337680

Matched Legal Cases: ['Art. 75', 'Art. 133', 'Art. 74', 'Art. 72', 'BGE', 'Art. 75', 'Art. 76', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 54', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 29', 'Art. 8', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 85', 'Art. 5', 'Art. 15', 'Art. 13', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 16', 'Art. 96', 'Art. 8', 'Art. 29', 'Art. 9', 'Art. 145', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 97', 'Art. 8', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 5', 'Art. 4', 'Art. 273', 'Art. 8', 'Art. 273', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 273', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_830/2010 (30.03.2011)
vertreten durch Rechtsanwalt David M�tille,
Ehescheidung (pers�nlicher Verkehr),
X.________ (geb. 1975) und Y.________ (geb. 1963) heirateten im Juni 1999 im Kanton Schwyz. Sie wurden Eltern einer Tochter (geb. 2004). Der Vater ist geb�rtiger Tunesier und verf�gt mittlerweile auch �ber die Staatsangeh�rigkeit der Schweiz. Die Mutter ist Schweizerin. Die gemeinsame Tochter ist tunesisch-schweizerische Doppelb�rgerin.
Insbesondere stellte es die Tochter unter die elterliche Sorge der Mutter (Ziff. 2a des Dispositivs). Es gew�hrte dem Vater ein Besuchsrecht an jedem zweiten Wochenende von Samstag (10 Uhr) bis Sonntag (18 Uhr) sowie am 26. Dezember, Ostermontag und Pfingstmontag (jeweils von 10 bis 18 Uhr) und ein in der Schweiz auszu�bendes Ferienrecht von j�hrlich zwei Mal einer Woche (Ziff. 2b des Dispositivs). Es verpflichtete X.________, jeweils vor der Aus�bung des Besuchs- und Ferienrechts seinen aktuellen schweizerischen und tunesischen Pass sowie den tunesischen Pass der Tochter w�hrend des Besuchs an Y.________ zu �bergeben (Ziff. 2c des Dispositivs). Zudem ordnete es eine Beistandschaft f�r das Kind an (Ziff. 2d des Dispositivs).
B.b Die von X.________ dagegen erhobene Berufung hiess das Kantonsgericht Schwyz mit Urteil vom 13. April 2010 teilweise gut, hob die Ziff. 2d (Beistandschaft) des bezirksgerichtlichen Urteils auf und �nderte die Ziff. 2c dahingehend ab, als X.________ anl�sslich der n�chsten Besuchsrechtsaus�bung ausschliesslich den tunesischen Pass der Tochter an Y.________ gegen Quittung und zur dauernden Verwahrung zu �bergeben hat. Im �brigen wies es die Berufung ab, soweit sie nicht als durch Teilr�ckzug als erledigt abzuschreiben war.
Dem Bundesgericht beantragt X.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrer) in seiner als Beschwerde in Zivilsachen und subsidi�re Verfassungsbeschwerde bezeichneten Eingabe vom 24. November 2010 die Aufhebung des kantonsgerichtlichen Urteils und sinngem�ss die Einr�umung eines Besuchsrechts jeweils von Freitag (18 Uhr) bis Sonntag (18 Uhr) sowie ein Ferienrecht w�hrend der H�lfte der Feiertage des Kantons Schwyz sowie w�hrend der H�lfte der Schulferien. Zudem sei das Besuchsrecht ohne Einschr�nkungen zu gew�hren, also ohne die Verpflichtung zur Hinterlegung seines schweizerischen und tunesischen Passes beziehungsweise des tunesischen Passes der Tochter. Eventualiter verlangt er die R�ckweisung der Sache an das Kantonsgericht zu neuer Beurteilung.
1.1 Angefochten ist die in einem kantonal letztinstanzlichen Ehescheidungsurteil (Art. 75 Abs. 1 BGG) angeordnete Regelung des pers�nlichen Verkehrs gem�ss Art. 133 Abs. 1 ZGB und damit eine nicht verm�gensrechtliche Angelegenheit (Art. 74 Abs. 1 BGG; Urteil 5A_361/2010 vom 10. September 2010 E. 1.1). Dagegen ist die Beschwerde in Zivilsachen gem�ss Art. 72 ff. BGG grunds�tzlich zul�ssig.
Der Beschwerdef�hrer bezeichnet seine Eingabe an das Bundesgericht als "Beschwerde in Zivilsachen und subsidi�re Verfassungsbeschwerde". Die falsche Bezeichnung des Rechtsmittels schadet dem Beschwerdef�hrer nicht (BGE 134 III 379 E. 1.2 S. 382). Die Eingabe ist demnach als Beschwerde in Zivilsachen entgegenzunehmen.
1.2 Anfechtungsobjekt vor Bundesgericht ist einzig der Entscheid der letzten kantonalen Instanz (Art. 75 Abs. 1 BGG), vorliegend also das Urteil des Kantonsgerichts vom 13. April 2010. Soweit der Beschwerdef�hrer R�gen gegen die erst- und zweitinstanzlichen Eheschutzentscheide aus dem Jahr 2008 erhebt (Ziff. II/9, II/10, II/12 und III/1/1.1/3 der Beschwerde), ist darauf nicht einzutreten.
1.3 Das Kantonsgericht hat den bezirksgerichtlichen Entscheid (Dispositivziff. 2d) insofern abge�ndert, als der Beschwerdef�hrer seine eigenen P�sse nicht mehr zu hinterlegen hat, sondern "ausschliesslich" den tunesischen Pass der Tochter an die Beschwerdegegnerin zur Verwahrung herauszugeben hat.
Soweit der Beschwerdef�hrer in seiner Beschwerde an das Bundesgericht erneut beantragt, es sei von der Verpflichtung zur Hinterlegung seiner P�sse abzusehen, fehlt es ihm an einem Rechtsschutzinteresse (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG), da das Kantonsgericht diesem Begehren - wie aufgezeigt - bereits entsprochen hat.
1.4 In der Beschwerde d�rfen keine neuen Tatsachen und Beweismittel vorgebracht werden, es sei denn, erst der Entscheid der Vorinstanz habe dazu Anlass gegeben (Art. 99 Abs. 1 BGG). Neu sind Tatsachen, die weder im vorangegangenen Verfahren vorgebracht noch von der Vorinstanz festgestellt wurden (BGE 136 V 362 E. 3.3.1 S. 364). Der Beschwerdef�hrer st�tzt sich in seiner Beschwerde wiederholt auf Tatsachen und Beweismittel, die bereits anl�sslich des kantonsgerichtlichen Verfahrens Bestand hatten, aber nicht vorgebracht wurden (BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 128 f.) oder erst nach dem angefochtenen Entscheid entstanden sind (BGE 135 I 221 E. 5.2.4 S. 229). Diese sind unzul�ssig und unbeachtlich.
Ebenso erweist sich die Vernehmlassungsbeilage der Beschwerdegegnerin als unzul�ssig, da dieses Beweismittel erst nach dem angefochtenen Entscheid entstanden ist.
1.5 Der Beschwerdef�hrer hat seine Beschwerde an das Bundesgericht in der franz�sischen Sprache eingereicht (Art. 42 Abs. 1 BGG). Da der angefochtene Entscheid auf deutsch ergangen ist, f�hrt das Bundesgericht sein Verfahren ebenfalls in dieser Sprache (Art. 54 Abs. 1 BGG).
2.1 Die Beschwerde ist zu begr�nden (Art. 42 Abs. 2 BGG). Mit ihr ist in gedr�ngter Form durch Auseinandersetzung mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sein sollen. Allgemein gehaltene Einw�nde, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit bestimmten Entscheidungsgr�nden vorgebracht werden, gen�gen nicht (BGE 134 V 53 E. 3.3 S. 60). Die Verletzung von Grundrechten pr�ft das Bundesgericht nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und geh�rig begr�ndet wird (Art. 106 Abs. 2 BGG). Es muss klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88).
2.2 Wird eine Sachverhaltsfeststellung beanstandet, muss in der Beschwerdeschrift dargelegt werden, inwiefern diese Feststellung willk�rlich (BGE 135 III 397 E. 1.5 S. 401) oder durch eine andere Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (beispielsweise Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 8 ZGB) zustande gekommen ist und inwiefern die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 136 II 447 E. 2.1 S. 450). Die Entscheidwesentlichkeit muss dargelegt werden, wobei die Glaubhaftmachung eines anderen Entscheides bei korrekter Vorgehensweise gen�gt (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 134 V 53 E. 3.4 S. 60 f.).
3.1 Das Kantonsgericht hat den pers�nlichen Verkehr nach schweizerischem Recht beurteilt. Es hat f�r die Regelung des Besuchs- und Ferienrechts insbesondere eine allf�llige Entf�hrungsgefahr der Tochter durch den Beschwerdef�hrer ber�cksichtigt. Neben der eigenen Begr�ndung hat es ebenfalls auf die bezirksgerichtliche Begr�ndung verwiesen (vgl. zur Zul�ssigkeit solcher Verweise: BGE 123 I 31 E. 2c S. 34) und hat damit (durch Verweis) unter anderem darauf hingewiesen, dass eine Ausreise des Kindes aus Tunesien nur mit der Unterschrift des Beschwerdef�hrers m�glich sei und die Beschwerdegegnerin damit keine M�glichkeit habe, die Tochter ohne seine Zustimmung zu sich zur�ckzuholen, falls sich das Kind einmal in Tunesien befinde.
3.2 Der Beschwerdef�hrer bringt dagegen vor, aus dem tunesischen Recht ergebe sich dieser Schluss gerade nicht. Vielmehr k�nne aufgrund der anwendbaren Norm des tunesischen Rechts der Elternteil, dem die elterliche Sorge zugeteilt worden sei, frei und einschr�nkungslos mit dem Kind reisen. Das Kantonsgericht habe es unterlassen, diese Feststellungen zum tunesischen Recht vorzunehmen und habe damit Art. 16 Abs. 1 IPRG (SR 291) verletzt und �berdies gegen das Willk�rverbot verstossen.
3.3 Was die Willk�rr�ge betrifft, hat der Beschwerdef�hrer die nun vor dem Bundesgericht beanstandeten kantonsgerichtlichen Ausf�hrungen zum tunesischen Recht (die auf das bezirksgerichtliche Urteil zur�ckgehen) vor dem Kantonsgericht nicht beanstandet. Wird insoweit die (Willk�r-) R�ge erstmals vor dem Bundesgericht erhoben, obwohl dazu bereits das bezirksgerichtliche Urteil Anlass gegeben h�tte, fehlt es an der materiellen Ersch�pfung des Instanzenzuges (BGE 135 III 513 E. 4.3 S. 522; 133 III 638 E. 2 S. 640).
3.4.1 Gem�ss Art. 16 Abs. 1 IPRG ist der Inhalt des anzuwendenden ausl�ndischen Rechts von Amtes wegen festzustellen. Dieses ausl�ndische Recht ist in einem vorg�ngigen Schritt aufgrund der Kollisionsnormen zu bestimmen (BGE 128 III 346 E. 3.1.5 und 3.2 S. 350 f.; 127 III 123 E. 2c und 2d S. 125; SCHWANDER, Einf�hrung in das internationale Privatrecht, Erster Band: Allgemeiner Teil, 3. Aufl. 2000, N. 386).
3.4.2 Das Kantonsgericht wandte auf die Regelung des pers�nlichen Verkehrs angesichts des gew�hnlichen Aufenthalts der Tochter in der Schweiz zutreffend schweizerisches Recht an (Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Art. 85 Abs. 1 IPRG; da sowohl Art. 5 Abs. 1 i.V.m. Art. 15 Abs. 1 des �bereinkommens vom 19. Oktober 1996 �ber die Zust�ndigkeit, das anzuwendende Recht, die Anerkennung, Vollstreckung und Zusammenarbeit auf dem Gebiet der elterlichen Verantwortung und der Massnahmen zum Schutz von Kindern [HKs�; SR 0.211.231.011] als auch Art. 13 i.V.m. Art. 2 und Art. 1 des �bereinkommens vom 5. Oktober 1961 �ber die Zust�ndigkeit der Beh�rden und das anzuwendende Recht auf dem Gebiet des Schutzes von Minderj�hrigen [MSA; SR 0.211.231.01] zu schweizerischem Recht f�hren, k�nnen Fragen zum �bergangsrecht und dem Verh�ltnis der beiden Abkommen offen gelassen werden [vgl. dazu SCHWANDER, Das Haager Kindesschutz�bereinkommen von 1996, ZVW 2009 S. 10; Botschaft vom 28. Februar 2007 zur Umsetzung der �bereinkommen �ber internationale Kindesentf�hrung sowie zur Genehmigung und Umsetzung der Haager �bereinkommen �ber den Schutz von Kindern und Erwachsenen, BBl 2007 S. 2610 Ziff. 4.6]).
Die Anwendung schweizerischen Rechts auf die Regelung des pers�nlichen Verkehrs wird vom Beschwerdef�hrer nicht beanstandet (z.B. S. 7 der Beschwerde). Geht er aber selbst davon aus, dass in der Sache schweizerisches Recht anwendbar ist, findet die Bestimmung von Art. 16 Abs. 1 IPRG (wie im �brigen auch Art. 96 lit. b BGG) von vornherein keine Anwendung. Die R�ge erweist sich damit als unbegr�ndet.
4.1 Das Kantonsgericht best�tigte die bezirksgerichtliche Anordnung, wonach das Ferienrecht (wie auch das Besuchsrecht) in der Schweiz auszu�ben sei und verpflichtete den Beschwerdef�hrer zudem, den Pass der Tochter zur Verwahrung der Beschwerdegegnerin zu �bergeben. Es begr�ndete diese beiden Massnahmen mit der konkreten Gefahr, dass der Beschwerdef�hrer die Tochter nach Tunesien entf�hren k�nnte.
Neben den Verweisen auf das bezirksgerichtliche Urteil hob das Kantonsgericht selbst hervor, der Beschwerdef�hrer sei beim tunesischen Konsulat �ber die R�ckf�hrung entf�hrter Kinder aus Tunesien informiert worden und habe nicht erkl�ren k�nnen, weshalb er diese Ausk�nfte eingeholt habe. Zudem m�sse angesichts seiner auff�lligen und �usserst fragw�rdigen Konfliktbew�ltigung und der g�nzlich fehlenden Einsichtsf�higkeit ernstlich bef�rchtet werden, dass er versuchen werde, seine Tochter nach Tunesien mitzunehmen. Eine Entf�hrungsgefahr sei demnach selbst dann zu bejahen, wenn der Beschwerdef�hrer wie behauptet keine besonders enge Beziehung zu seinem Heimatland pflege, wobei unbestritten sei, dass er sich mehrmals ferienhalber dort aufgehalten und auch bei seiner Familie gewohnt habe, womit zumindest auf eine gewisse noch grunds�tzlich bestehende Beziehung zu Tunesien zu schliessen sei.
4.2 Ob eine Entf�hrungsgefahr besteht, ist eine auf Beweisw�rdigung beruhende Tatfrage (Urteil 5C.247/2004 vom 10. Februar 2005 E. 7.3). Vorliegend bringt der Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang mehrere R�gen vor. Auf diese ist nachfolgend im Einzelnen einzugehen.
4.3.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er habe vor dem Kantonsgericht einen Antrag auf Einholung eines kinderpsychologischen Gutachtens sowie auf Zeugeneinvernahmen gestellt. Das Kantonsgericht habe diese Beweismittelantr�ge unber�cksichtigt gelassen habe und damit seinen Beweisf�hrungsanspruch (Art. 8 ZGB und Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt sowie die Regeln �ber die Beweislast willk�rlich angewendet (Art. 9 BV).
4.3.2 In Kinderbelangen gilt die Untersuchungsmaxime (Art. 145 Abs. 1 ZGB in der bis 31. Dezember 2010 geltenden Fassung; AS 1999 1134). Die Parteien sind aber von ihrer Mitwirkungspflicht bei der Sachverhaltsabkl�rung nicht entbunden und es bleibt in erster Linie ihre Sache, die rechtserheblichen Tatsachen und Beweismittel zu benennen und insbesondere Beweisantr�ge zu stellen (BGE 128 III 411 E. 3.2.1 S. 413). Der Beweisf�hrungsanspruch des Beschwerdef�hrers, der sich vorliegend aus Art. 8 ZGB ableitet (zum Verh�ltnis zu Art. 29 Abs. 2 BV vgl. Urteil 5A_726/2009 vom 30. April 2010 E. 3.1, nicht publ. in: BGE 136 III 365) kann nur verletzt sein, wenn er mit Beweisantr�gen, die nach Form und Inhalt den kantonalen Vorschriften gen�gen, f�r rechtserhebliche Sachvorbringen nicht zugelassen wurde (BGE 133 III 295 E. 7.1 S. 299).
Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar (und es ist im �brigen aus seiner Berufungsbegr�ndung vom 10. November 2009 auch nicht ersichtlich), wann er den Beweisantrag auf Einvernahme von Zeugen gestellt haben soll und welche Zeugen dies betroffen h�tte (BGE 133 III 189 E. 5.2.2 S. 196). Sodann f�hrt er nicht aus, welche rechtserheblichen Informationen aus den beiden Beweismittelantr�gen h�tten gewonnen werden k�nnen (was insbesondere beim kinderpsychologischen Gutachten mit Blick auf die Frage der Entf�hrungsgefahr schwer ersichtlich w�re) und inwiefern sich dies auf das von ihm angestrebte Ergebnis ausgewirkt h�tte. Darauf ist nicht einzutreten.
4.3.3 Das Kantonsgericht gelangte f�r die Frage der Entf�hrungsgefahr zu einem positiven Beweisergebnis. Wenn der Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang eine falsche und willk�rliche Beweislastverteilung r�gt, verkennt er, dass die Frage der Beweislastverteilung gegenstandslos ist, wenn das kantonale Gericht aufgrund seiner Beweisw�rdigung zum Ergebnis gelangt ist, ein bestimmter Sachverhalt sei bewiesen (BGE 132 III 626 E. 3.4 S. 634). Die R�ge erweist sich als unbegr�ndet.
4.4.1 Weiter bringt der Beschwerdef�hrer vor, die Aussagen der Beschwerdegegnerin, auf die das Kantonsgericht (durch Verweis auf das bezirksgerichtliche Urteil) abgestellt habe, stammten aus dem Eheschutzverfahren, das auf dem Beweismass der blossen Glaubhaftmachung beruhe. Im Ehescheidungsverfahren sei aber der strikte Beweis erforderlich (Art. 97 Abs. 1 BGG i.V.m. Art. 8 ZGB).
4.4.2 Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern das Kantonsgericht selbst bei der W�rdigung der Aussagen der Beschwerdegegnerin ein falsches Beweismass angewendet haben soll. In der Sache kritisiert er vielmehr die Beweisw�rdigung, n�mlich die Frage, ob der Beweis gem�ss dem bundesrechtlich vorgegebenen Beweismass im konkreten Fall erbracht wurde. Die Beweisw�rdigung wird aber nicht durch Art. 8 ZGB geregelt (BGE 131 III 222 E. 4.3 S. 226). Die R�ge erweist sich als unbegr�ndet.
4.5.1 Was die kantonsgerichtliche Beweisw�rdigung betrifft, h�lt der Beschwerdef�hrer fest, abgesehen von den Aussagen der Beschwerdegegnerin f�nden sich in den Akten keine Anhaltspunkte f�r eine Entf�hrungsgefahr. Im Gegenteil habe das Kantonsgericht die Akten nicht vertieft angeschaut und gepr�ft. Es habe dabei �bersehen, dass daraus sehr wohl mehrere Elemente (seit jeher in der Schweiz aktiv, gute Integration, sehr gute Kenntnis von Landessprachen, regelm�ssige berufliche T�tigkeiten, lange Aufenthaltsdauer, unz�hlige soziale und freundschaftliche Bindungen, mehrmalige problemlose Aufenthalte mit der Tochter in Tunesien) ersichtlich seien, die gegen die Bejahung einer Entf�hrungsgefahr spr�chen.
Indem das Kantonsgericht einseitig nur auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin abgestellt habe, erweise sich die Beweisw�rdigung als willk�rlich (Art. 97 Abs. 1 BGG). Durch das einseitige Abstellen auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin beziehungsweise deren "Privilegierung" habe das Kantonsgericht zudem die Parteien ungleich behandelt und dem Gebot eines fairen Verfahrens zuwidergehandelt (Art. 97 Abs. 1 BGG i.V.m. Art. 8 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK).
4.5.2 Die Beweisw�rdigung ist willk�rlich, wenn sie offensichtlich unhaltbar ist, in Widerspruch zu den Akten steht oder dem Sinn f�r Gerechtigkeit und Billigkeit zuwiderl�uft oder auch, wenn der Richter die Akten auf unhaltbare Art und Weise ausgelegt, erhebliche Beweise verkannt oder sich ausschliesslich auf einen Teil der Beweismittel gest�tzt hat (BGE 134 V 53 E. 4.3 S. 62).
Durch den blossen Verweis auf die Akten und die Behauptung weiterer Sachverhaltselemente, ohne aber anzugeben, auf welches Aktenst�ck sich der Verweis bezieht beziehungsweise aus welchem Aktenst�ck sich die Behauptungen ergeben sollen, wird der Beschwerdef�hrer den Begr�ndungsanforderungen an die Sachverhaltsr�ge nicht gerecht. Es ist nicht Sache des Bundesgerichts, selber in den Akten nachzuforschen, ob sich darin allenfalls Indizien f�r eine Unrichtigkeit des vorinstanzlichen Sachverhalts befinden (BGE 133 IV 286 E. 6.2 S. 288). Auf diese R�ge ist nicht einzutreten (Art. 106 Abs. 2 BGG).
4.5.3 Die R�gen der Verletzung des Gleichbehandlungsgebots und des Anspruchs auf ein faires Verfahren erweisen sich von vornherein als unbegr�ndet und es er�brigen sich weitere Ausf�hrungen zu deren Zul�ssigkeit, weil sich das Kantonsgericht keineswegs nur auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin abgest�tzt hat. Vielmehr hat es (teilweise durch Verweis auf das bezirksgerichtliche Urteil) auch auf die Aussagen des Beschwerdef�hrers abgestellt (Nachfrage beim tunesischen Konsulat wegen Kindesr�ckf�hrung; fehlende Einsichtsf�higkeit; grunds�tzlich bestehende Beziehung zu seinem Heimatland, da vom Beschwerdef�hrer nicht bestritten werde, dass er sich mehrmals dort ferienhalber aufhielt und bei seiner Familie wohnte).
4.6 Schliesslich ruft der Beschwerdef�hrer das Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip gem�ss Art. 5 Abs. 2 BV an, �ussert sich aber dazu in seiner Begr�ndung mit keinem Wort. Darauf kann von vornherein nicht eingetreten werden und es er�brigen sich insoweit weitere Ausf�hrungen.
5.1 In der Sache wendet sich der Beschwerdef�hrer gegen die zeitliche und �rtliche Begrenzung des Besuchs- und Ferienrechts und die Verpflichtung zur Passhinterlegung, da sein Anspruch auf pers�nlichen Verkehr in unzul�ssiger Weise eingeschr�nkt und damit gegen Art. 4 ZGB und Art. 273 ZGB verstossen werde. Die Auflagen in Bezug auf die �rtlichkeit und die Passhinterlegung verletzten zudem Art. 8 EMRK.
5.2 Art. 273 ZGB r�umt dem Elternteil, dem durch die Scheidung die elterliche Sorge nicht �bertragen wird, ein Recht auf angemessenen pers�nlichen Verkehr mit seinem Kind ein. Dieses Recht steht dem Betroffenen um seiner Pers�nlichkeit willen zu (BGE 136 III 353 E. 3.4 S. 360). Als sog. "Pflichtrecht" dient es freilich in erster Linie dem Interesse des Kindes. Bei der Festsetzung des Besuchsrechts geht es nicht darum, einen gerechten Interessenausgleich zwischen den Eltern zu finden, sondern den elterlichen Kontakt mit dem Kind in dessen Interesse zu regeln, wobei die Bed�rfnisse des Kleinkindes nicht denjenigen eines Jugendlichen entsprechen (BGE 120 II 229 E. 3b/aa S. 232 f.). Als oberste Richtschnur f�r die Ausgestaltung des Besuchsrechts gilt somit immer das Kindeswohl, das anhand der gegebenen Umst�nde zu beurteilen ist. Allf�llige Interessen der Eltern haben zur�ckzustehen (BGE 123 III 445 E. 3b S. 451). Es ist allgemein anerkannt, dass aufgrund des schicksalhaften Eltern-Kind-Verh�ltnisses die Beziehung des Kindes zu beiden Elternteilen sehr wichtig ist und bei dessen Identit�tsfindung eine entscheidende Rolle spielen kann (BGE 130 III 585 E. 2.2.2 S. 590). Was als "angemessener" pers�nlicher Verkehr im Sinne von Art. 273 Abs. 1 ZGB zu verstehen ist, l�sst sich grunds�tzlich nur anhand der Umst�nde des Einzelfalls unter Ber�cksichtigung des Zwecks des Besuchsrechts bestimmen.
5.3 Bei der Regelung und Ausgestaltung des pers�nlichen Verkehrs kommt den kantonalen Beh�rden Ermessen zu, weshalb das Bundesgericht eine gewisse Zur�ckhaltung in der �berpr�fung solcher Urteile �bt (BGE 131 III 209 E. 3. S. 210; 120 II 229 E. 4a S. 235). Es greift nur ein, wenn die kantonale Instanz von dem ihr zustehenden Ermessen falschen Gebrauch gemacht hat, das heisst, wenn sie grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgegangen ist, wenn sie Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht gelassen hat. Aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 132 III 97 E. 1 S. 99).
5.4 Inwiefern bez�glich des zeitlichen Umfangs des gew�hrten Besuchs- und Ferienrechts Bundesrecht verletzt worden sein soll, legt der Beschwerdef�hrer nicht dar. Abgesehen von den Rechtsbegehren, in denen er in zeitlicher Hinsicht eine Ausweitung des Besuchsrechts verlangt, �ussert er sich dazu in seiner Beschwerdebegr�ndung nicht. Es kann jedoch offen bleiben, ob der Beschwerdef�hrer damit die Begr�ndungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG �berhaupt erf�llt, da das kantonsgerichtlich gew�hrte Besuchs- und Ferienrecht in zeitlicher Hinsicht angesichts des Alters der Tochter mindestens dem entspricht, was in weiten Landesteilen �blich ist (vgl. BGE 123 III 445 E. 3a S. 450 f.). Das Kantonsgericht hat unter Ber�cksichtigung des ihm zukommenden Ermessensspielraums bei der Festsetzung des zeitlichen Umfangs des Besuchsrechts kein Bundesrecht verletzt.
Steht vorliegend in sachverhaltlicher Hinsicht fest, dass eine konkrete Entf�hrungsgefahr besteht, sind die kantonsgerichtlichen Auflagen damit nicht zu beanstanden.
Erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet beziehungsweise unzul�ssig, kann offen gelassen werden, ob das Rechtsbegehren des Beschwerdef�hrers in Bezug auf den zeitlichen Umfang des Besuchsrechts (mit dem er mehr beziehungsweise anderes verlangt als noch vor dem Kantonsgericht: Art. 99 Abs. 2 BGG) angesichts der in Kinderbelangen geltenden Offizialmaxime �berhaupt zul�ssig w�re (vgl. Urteil 5A_478/2010 vom 20. Dezember 2010 E. 5.2).
Aus den dargelegten Gr�nden muss die Beschwerde abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer wird damit kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).