Source: https://fahrschule-esch.de/faq/
Timestamp: 2018-04-26 13:37:44
Document Index: 128075162

Matched Legal Cases: ['§ 76', '§ 76', '§ 15', '§ 7', '§ 7', '§ 32']

FAQ | Fahrschule ESCH
Ergänzende Erläuterungen zu den Klassen A, Pa, Ai und AM
- Die Klasse AM wurde durch die Dritte EG-Führerscheinrichtlinie in den Staaten der Europäischen Union und des EWR als Klasse für Kleinstkrafträder und andere schwach motorisierte Kraftfahr zeuge eingeführt. Die bisher in die nationale Klasse M fallenden zweirädrigen Kleinkrafträder (Moped und Mokick) sowie die dreirädrigen Kleinkrafträder und die vierrädrigen Leichtkraft fahrzeuge, für die bisher die Klasse S erforderlich war, wurden dieser Klasse zugeordnet.
Bisher verstand man unter „Kraftrad” ein motorisiertes Zweirad. Der Begriff „dreirädrige Kleinkrafträder” wurde durch die EU-weit gültige Typ-Genehmigungsrichtlinie eingeführt.
Alle zur Klasse AM gehörenden Fahrzeuge haben gemeinsam, dass die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit auf 45 km/h und, falls sie von einem Verbrennungsmotor mit Fremdzündung (Otto-Motor) angetrieben werden, der Hubraum auf 50 cm3 begrenzt ist. Bei Antrieb durch einen Elektromotor darf die Nenndauerleistung nicht größer sein als 4 kW. Für die drei-oder vierrädrigen Fahrzeuge gibt es eine weitere Regelung: Bei einem Antrieb durch einen Verbrennungsmo tor mit Selbstzündung (Dieselmotor) darf die maximale Nutzleistung nicht mehr als 4 kW betra gen. Und bei den vierrädrigen Leichtkraftfahrzeugen ist die Leermasse auf 350 kg begrenzt, jedoch zählt das Gewicht der Batterien nicht zur Leermasse.
- Die Klasse A1 berechtigt auch zum Führen dreirädriger Kraftfahrzeuge mit einer Leistung von nicht mehr als 15 kW.
Bei den Leichtkrafträdern ist außerdem das Verhältnis Motorleistung zu Leermasse auf 0,1 kW je kg begrenzt.
Sie berechtigt auch zum Führen dreirädriger Kraftfahrzeuge (Trikes) mit mehr als 15 kW – diese fielen bisher in die Klasse B.
Was gilt wenn das Verhältnis von Leistung zu Leermasse überschritten wird?
Mit der Begrenzung der Motorleistung im Verhältnis zur Leermasse soll erreicht werden, dass die Leistungsbegrenzung auf 11 kW bei der Klasse Ai und auf 35 kW bei der Klasse A2 nicht durch extreme Leichtbauweise umgangen wird. Ein Fahrer begeht eine Straftat (Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis), wenn er ein Kraftrad führt, bei dem entweder die Hubraumgrenze (Klasse A1), die zulässige Leistungsgrenze oder das Verhältnis Leistung zu Leermasse überschritten wird. Letzteres wäre beispielsweise der Fall, wenn der Inhaber der Fahrerlaubnis A2 ein Motorrad mit 35 kW und einer Leermasse von 150 kg führen würde. Für dieses Kraftrad würde die Klasse A benötigt, da das Verhältnis von Leistung zu Leermasse mit 0,23 größer ist als 0,2.
Welche Besitzstände gibt es?
- Mit der Klasse AM dürfen auch künftig Kleinkrafträder mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von höchsten 50 km/h gefahren werden, sofern diese vor dem 1. Januar 2002 in den Verkehr gekommen sind, sowie Kleinkrafträder nach ehemaligem DDR-Recht (50 cm3, bau artbedingte Höchstgeschwindigkeit 60 km/h), die vor dem 1. März 1992 erstmals in den Verkehr gekommen sind (§ 76 Nr. 8 FeV).
- In die Klasse A1 fallen auch Krafträder mit einem Hubraum von maximal 50 cm3 und einer bau artbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 40 km/h, wenn sie bis zum 31.12.1983 erstmals in den Verkehr gekommen sind, sowie Krafträder mit einem Hubraum von maximal 125 cm3 und einer Nennleistung von nicht mehr als 11 kW, wenn sie vor dem 19.01.2013 erstmals in den Verkehr gekommen sind. Bei den Letztgenannten darf das Verhältnis von Leistung zu Leermasse größer sein als 0,1 kW/kg.
Bisher durften Inhaber der Klasse A1, die noch nicht 18 Jahre alt waren, nur Leichtkrafträder mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von maximal 80 km/h führen. Diese Begrenzung ist zum 19.01.2013 weggefallen. Nach allen Erfahrungen aus der Vergangenheit kann man wohl davon ausgehen, dass auch noch nicht 18 Jahre alte Inhaber einer vor dem 19.01.2013 erworbenen Fahrerlaubnis der Klasse A1 berechtigt sind, Leichtkrafträder ohne Begrenzung der bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit zu führen.
- Da die Klasse A2 neu eingeführt wurde, gibt es für diese Klasse keine Besitzstände (wegen der Berechtigung von Inhabern der Klasse A (beschränkt) siehe Nummern 2 und 6 des Beiblatts).
- In die Klasse A fallen seit dem 19.01.2013 auch die dreirädrigen Kraftfahrzeuge, die bisher zur Klasse B gehörten. Nach der bisherigen Praxis kann man erwarten, dass die Inhaber einer vor dem 19.01.2013 erworbenen Fahrerlaubnis der Klasse A berechtigt sind, diese Kraftfahrzeuge zu führen, vorausgesetzt sie sind bereits mindestens 21 Jahre alt.
- Fahrerlaubnisklasse A (beschränkt)
Wer vor dem 19.01.2013 eine Fahrerlaubnis der Klasse A erworben hat und noch keine 25 Jahre alt war, durfte in den ersten zwei Jahren nach Erwerb der Fahrerlaubnis nur leistungsbegrenzte Motorräder führen. Nach zwei Jahren entfiel diese Begrenzung automatisch. Der Führerschein musste nicht umgetauscht werden. Für die Inhaber dieser Führerscheine gilt die Regelung auch nach dem 19.01.2013 weiter. Die entsprechende Besitzstandregelung enthält § 76 Nr. 7 FeV.
- Fahrerlaubnisklasse 1b
Die Berechtigung der Klasse 1b wurde bereits zum 01.07.1996 auf Leichtkrafträder mit maximal 125 cm3 Hubraum und maximal 11 kW Leistung angehoben. Der Führerschein musste damals nicht getauscht werden. Deshalb erstreckt sich die Berechtigung zum Führen von Leichtkrafträdern auch auf Inhaber einer alten, vor dem 01. April 1980 erteilten Fahrerlaubnis der Klasse 3. Die Inhaber dieser Führerscheine können im Stufenaufstieg die Klasse A2 erwerben.
Für die Klasse AM sind keine besonderen Ausbildungsfahrten (Sonderfahrten) vorgeschrieben. Die Dauer der praktischen Prüfung wurde von 30 auf 45 Minuten verlängert..
Beim Aufstieg von der Klasse A1 auf die Klasse A2 und beim Aufstieg von der Klasse A2 auf die Klasse A entfällt die theoretische Prüfung (§ 15 Abs. 2a FeV) und damit auch die theoretische Ausbildung (§ 7 Abs. 1 Nrn. 6 und 7 FahrschAusbO), sofern der Bewerber die jeweils niedrigere Klasse seit mindestens zwei Jahren besitzt. Für die Erweiterung ist das Bestehen einer praktischen Prüfung vorgeschrieben. Bei der Prüfung muss der Bewerber von einem Fahrlehrer begleitet werden. Obwohl eine praktische Ausbildung nicht vorgeschrieben ist, muss sich der Fahrlehrer zunächst davon überzeugen, dass der Bewerber die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, bevor er ihn zur Prüfung anmeldet (§ 7 Abs. 2 FahrschAusbO). Für diese Oberprüfung empfiehlt es sich, mit dem Bewerbereine besondere vertragliche Vereinbarung abzuschließen (siehe Kapitel 7).
In allen anderen Fällen ist eine theoretische und praktische Ausbildung und Prüfung vorgeschrieben. Dies betrifft:
Berechtigen die Klassen AM, Ai, Aa und A auch zum Führen von Motorrädern mit Beiwagen?
Ja, für Motorräder mit Beiwagen gibt es keinen besonderen Führerschein, aber das Fahren mit Beiwagen erfordert besondere Kenntnisse und Fertigkeiten. Hinter Motorrädern dürfen auch Anhänger mitgeführt werden (siehe hierzu §§ 32 und 32a StVZO)
Darf man mit den Klassen AM, A1, A2 oder A auch landwirtschaftlich genutzte Zugmaschinen führen?
Ergänzende Erläuterungen zu den Klassen
B, BE und B 96
Das Begleitete Fahren
Zum 01.01.2011 wurde der Modellversuch „Begleitetes Fahren ab 17″ in das Dauerrecht übernommen.
Ziel: Erwerb von Erfahrung zur Minderung der Unfallbelastung
In mehreren wissenschaftlichen Untersuchung wurde nachgewiesen, dass die Teilnehmer am Begleiteten Fahren im ersten Jahr des Fahrens ohne Begleitung zu mehr als 20 Prozent weniger an Unfällen und an Verkehrsverstößen beteiligt waren als andere Fahranfänger.
Wer am Begleiteten Fahren teilnimmt, darf ab Erteilung der Prüfungsbescheinigung (es wird kein Führerschein erteilt) Kraftfahrzeuge der Klasse B nur in Begleitung namentlich in der Prüfungsbescheinigung benannter Personen auf öffentlichen Straßen führen. Das gilt auch für Fahrzeugkombinationen der Klasse BE, sofern sich die Ausbildung und die Prüfung darauf erstreckten.
Wesentlicher Bestandteil der Regelung ist die Herabsetzung des Mindestalters auf 17 Jahre, denn nur auf dieser Grundlage konnte die verpflichtende Begleitung der Fahranfänger eingeführt werden. Die Ausbildung in der Fahrschule darf ab 16 beginnen; die theoretische Prüfung darf drei, die praktische einen Monat vor Vollendung des 17. Lebensjahres abgelegt werden. Für Ausbildung und Prüfung gelten dieselben Anforderungen wie für Bewerber, die das gesetzliche Mindestalter von 18 Jahren erreicht haben.
Prüfungsbescheinigung statt Führerschein
Nach bestandener Prüfung erhalten die 17-Jährigen keinen Führerschein, sondern eine nur im Inland als „Fahrausweis” geltende Prüfungsbescheinigung, die die Fahrerlaubnis dokumentiert. Die Prüfungsbescheinigung gilt noch bis zu drei Monate nach Vollendung des 18. Lebensjahres. Rechtzeitig vor Ablauf dieser Frist muss sie in einen Führerschein umgetauscht werden. Die Prüfungsbescheinigung wird auch in Österreich anerkannt, allerdings nur, solange der Inhaber noch nicht 18 Jahre alt ist.
Merke: Die Fahrerlaubnis der Klasse B schließt die Klassen AM und L ein. Deshalb sind die Inhaber der Prüfungsbescheinigung berechtigt, im Inland Fahrzeuge dieser Klassen zu führen, und zwar ohne Begleitung.
- müssen mindestens 30 Jahre alt sein,
- müssen einen von einem Mitgliedsstaat der EU oder des EWR oder der Schweiz ausgestellten Führerschein der Klasse B besitzen und
- dürfen zum Zeitpunkt der Erteilung der Prüfungsbescheinigung mit nicht mehr als drei Punkten im Verkehrszentralregister stehen.
In der Prüfungsbescheinigung sind die Namen der zugelassenen Begleitpersonen vermerkt. Die Begleitpersonen sollen nicht als »Hilfsfahrlehrer” fungieren, sondern sollen vielmehr den jungen Fahrerinnen und Fahrern beratend zur Seite stehen.
Obwohl die Begleitpersonen nicht als Fahrzeugführer gelten und die Fahranfänger für ihr Fahren alleine verantwortlich sind, unterliegen die Begleitpersonen der 0,5-Promille-Regelung und dem Verbot des Fahrens unter Drogeneinfluss. Zwar müssten sie selbst im Falle einer alkoholischen Beeinflussung von 0,5 oder mehr Promille bzw. beim Nachweis der Beeinflussung durch Drogen während der Begleitung keine Ahndung nach dem 0,5-Promille-Gesetz befürchten, aber dem betreffenden Fahranfänger würde sofort die Fahrberechtigung entzogen.
Info-Kurse für Begleitpersonen
Viele Fahrschulen bieten Informationsveranstaltungen für die Begleitpersonen an. Eine engagierte Assistentin der Fahrschule legt Erziehungsberechtigten nahe, an einem dieser Kurzkurse teilzunehmen.
Berechtigt Klasse B auch zum Führen von Motorrädern/Motorrollern?
Die Klasse B ist die typische Pkw-Fahrerlaubnis. Sie berechtigt auch zum Führen von anderen Kraftfahrzeugen wie Kleinlastern, Wohnmobilen usw., sofern die zulässige Gesamtmasse 3.500 kg nicht übersteigt.
Klasse B berechtigt nicht zum Führen von
- Kraftfahrzeugen, die zur Beförderung von mehr als acht Personen außer dem Fahrzeugführer ausgelegt und gebaut sind
- Motorrädern der Klassen A, A2, und A1.
Weil aber Klasse B die Klassen AM und L einschließt, berechtigt sie zum Führen von
- Kleinkrafträdern (Moped und Mokick) und schwach motorisierten drei- und vierrädrigen Kraftfahrzeugen der Klasse AM (viele Hersteller bieten hierzu passende Motorroller an)
- land- oder forstwirtschaftlichen Zugmaschinen ohne Anhänger mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von höchstens 40 km/h (mit Anhänger dürfen sie nur mit höchstens 25 km/h geführt werden),
- selbstfahrenden Arbeitsmaschinen, selbstfahrenden Futtermischwagen, Staplern und anderen Flurförderfahrzeugen mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von höchstens 25 km/h, auch mit Anhänger.
Das Mitführen eines Anhängers mit einer zulässigen Gesamtmasse von nicht mehr als 750 kg ist zulässig. Die zulässige Gesamtmasse der Kombination ist In diesem Fall ohne Bedeutung. Z. B. könnte (und dürfte!) – sofern beide Fahrzeuge hinsichtlich der zulässigen Gesamtmasse den für sie jeweils zulässigen Grenzwert aufweisen (Zugfahrzeug 3.500 kg zulässige Gesamtmasse, Anhänger 750 kg zulässige Gesamtmasse) – die zulässige Gesamtmasse der Kombination 4.250 kg betragen.
Auch das Mitführen eines Anhängers mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 750 kg ist erlaubt, sofern die zulässige Gesamtmasse der Kombination nicht größer als 3.500 kg ist.
Diese Regelung lässt es zu, leichtere Kombinationen aus Pkw und Anhängern, auch’ Wohnanhängern, mit Klasse B zu fahren. Eine genaue Prüfung der Gewichtsgrenzen ist jedoch in jedem Fall erforderlich.
Wofür ist Klasse BE erforderlich?
Die Klasse BE ist erforderlich, wenn hinter einem Pkw oder einem leichten Lkw ein Anhänger mitgeführt wird, dessen zulässige Gesamtmasse größer ist als 750 kg und die Summe aus der zulässigen Gesamtmasse des ziehenden Fahrzeugs und des Anhängers größer ist als 3.500 kg. Die zulässige Gesamtmasse des Anhängers ist auf 3.500 kg begrenzt. Soll ein schwererer Anhänger mitgeführt werden, ist die Klasse CiE erforderlich, auch wenn für das ziehende Fahrzeug die Klasse B ausreicht.
Die Erteilung der Klasse BE setzt den Besitz oder die Erfüllung der Voraussetzungen für die Erteilung der Klasse B voraus. Das heißt im Klartext, dass die Klassen B und BE in einem Ausbildungsgang erworben werden können. Die praktische Prüfung für Klasse BE darf aber erst nach erfolgreicher theoretischer und praktischer Prüfung der Klasse B angetreten werden.
Muss für Klasse BE eine zusätzliche theoretische Prüfung abgelegt werden?
Theoretische Ausbildung und Prüfung entfallen bei Klasse BE.
Darf ich mit der Führerscheinklasse B auch landwirtschaftliche Zugmaschinen fahren?
- Zugmaschine mit bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit bis höchstens 40 km/h:
Ja! Diese Zugmaschinen und Züge fallen in die Klasse L. Die Klasse B schließt Klasse L ein.
- Zugmaschine mit bauartbedingter Höchstgeschwindigkeit Über 40 km/h:
jal Hier gilt jedoch für die Zugmaschine die Gewichtsgrenze der Klasse B von maximal 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse. Anhänger bis höchstens 750 kg zulässige Gesamtmasse sind erlaubt. Ist die zulässige Gesamtmasse des Anhängers größer, darf die zulässige Gesamtmasse der Kombination maximal 3.500 kg betragen.
Wozu wird die „Klasse
Mit der »Klasse” B 96 werden die Berechtigungen der Klasse B ausgeweitet. Mit B 96 dürfen Kombinationen aus einem Zugfahrzeug der Klasse B und einem Anhänger, dessen zulässige Gesamtmasse größer ist als 750 kg, gefahren werden, wenn die zulässige Gesamtmasse der Kombination größer ist als 3.500 kg aber nicht größer als 4.250 kg. Zum Führen dieser Kombinationen ist normalerweise die Klasse BE erforderlich.
Kann man B 96 zusammen mit der Klasse B beantragen?
Das ist möglich. Die Schulung B 96 darf auch schon vor Bestehen der praktischen Prüfung der Klasse B durchgeführt werden. Wird die Teilnahmebescheinigung der Erlaubnisbehörde rechtzeitig vorgelegt, kann die Schlüsselzahl sofort eingetragen werden. Damit entfallen die Kosten für die spätere Neuausstellung des Führerscheins.
Kann die Schlüsselzahl 96 auch noch zu einem späteren Zeitpunkt beantragt werden?
Ja. Dazu muss ein Antrag bei der Erlaubnisbehörde gestellt werden. Sinnvollerweise werden dem Antrag neben dem Nachweis über Tag und Ort der Geburt und dem biometrischen Lichtbild auch die Bescheinigung über die Teilnahme an der Schulung nach Anlage 7a FeV beigefügt.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die Schlüsselzahl 96 im Führerschein eingetragen werden kann?
Nach Teilnahme an der vorgeschriebenen Schulung stellt die Fahrschule eine Teilnahmebescheinigung nach Muster der Anlage 7a FeV aus. Eine Prüfung findet nicht statt. Nach Vorlage dieser Bescheinigung lässt die Fahrerlaubnisbehörde einen neuen Führerschein mit der Schlüsselzahl 96 drucken.
Warum B 96 und nicht BE?
Da die zulässige Gesamtmasse der Wohnwagen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist, übersteigt die zulässige Gesamtmasse vieler Caravangespanne die Grenze von 3.500 kg. Deshalb müssten viele Caravanfreunde den Führerschein der Klasse BE erwerben, um ihre modernen
Wohnwagen mitführen zu können. Mit der „Klasse” B 96 kommt man den Caravanfahrern entgegen. Nach Aussage des Deutschen Caravanverbandes reicht B 96 für etwa 95% aller Caravangespanne aus. Interessenten für diese Klasse sollte man aber darauf hinweisen, dass B 96 nur ausreicht, solange die zulässige Gesamtmasse der Kombination nicht größer ist als 4.250 kg. Wer sich später ein schwereres Zugfahrzeug oder einen schwereren Anhänger anschafft, wird unter Umständen dann doch die Klasse BE benötigen.
Die Schulung darf ausschließlich von Fahrschulen mit der Fahrschulerlaubnis Klasse BE angeboten werden und von Fahrlehrern mit der Fahrlehrerlaubnis der Klasse BE durchgeführt werden.
Wie muss die Schulung ablaufen?
Die Schulung besteht aus drei Teilen, deren Inhalte und Mindestumfang in der Anlage 7a der FeV festgelegt sind:
Theorie mind. 2,5 Stunden á 60 Minuten
Praktische Übungen mind. 3,5 Stunden á 60 Minuten
Fahren im Realverkehr mind. 1 Stunde á 60 Minuten.
Wenn die Fahrschule über ein abgeschlossenes Gelände verfügt, auf dem die praktischen Übungen durchgeführt werden können, darf der zweite Teil der Schulung (praktische Übungen) auch in Gruppen durchgeführt werden. Die Gruppengröße ist auf maximal 8 Teilnehmer begrenzt. Für jeweils vier Teilnehmer muss eine Schulungs-Kombination zur Verfügung stehen; das bedeutet, dass bei einer Gruppengröße von fünf bis acht Personen während der gesamten Dauer der praktischen Übungen zwei Kombinationen auf dem Platz vorhanden sein müssen.