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Timestamp: 2016-10-26 15:22:26
Document Index: 122669595

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 9', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 137', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 159', 'BGE']

U 222/01 (03.09.2002)
U 222/01
se 1, 6004 Luzern, Beschwerdegegnerin,
Der 1951 geborene S.________ war bei der Firma U.________ AG als Angestellter im Betriebsunterhalt t�tig und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unf�lle versichert. Am 6. Juni 1994 erlitt er beim Anheben eines schweren Eisenbalkens eine Distorsion des linken Ellbogens. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Am 16. September 1994 erfolgte im Spital A.________ eine Arthroskopie des linken Ellbogengelenks sowie eine Arthrotomie radiohumeral. Am 29. November 1995 wurde in der Klinik Y.________ eine Radiusk�pfchenresektion links durchgef�hrt. Am 26. Februar 1996 nahm der Versicherte seine Arbeit als Mechaniker zu 100 % wieder auf. Am 25. April 1996 k�ndigte die Firma U.________ AG das Arbeitsverh�ltnis mit dem Versicherten wegen schwieriger Wirtschaftslage und Restrukturierungsmassnahmen per 31. Juli 1996. Am 6. Juni 1997 meldete die Arbeitslosenkasse Glarus einen R�ckfall betreffend den linken Ellbogen. Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verf�gung vom 1. April 1998 lehnte die IV−Stelle Glarus das Rentenbegehren des Versicherten ab, da ihm k�rperlich leichte Hilfsarbeit vollzeitlich zumutbar sei und der Invalidit�tsgrad lediglich 21 % betrage. Mit Verf�gung vom 5. November 1998 sprach die IV−Stelle dem Versicherten in der Zeit vom 2. November 1998 bis 29. Januar 1999 ein Arbeitstraining als Umschulungsmassnahme in der Gesch�tzten Werkstatt W.________ zu. Mit weiterer Verf�gung vom 8. November 1999 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch, da sich der Invalidit�tsgrad seit der Verf�gung vom 1. April 1998 nicht ver�ndert habe; diese Sache ist Gegenstand des beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht h�ngigen Verfahrens I 396/01. Nach Beizug verschiedener Arztberichte sprach die SUVA dem Versicherten f�r den Unfall vom 6. Juni 1994 ab 1. Februar 1999 eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunf�higkeit von 15 % zu und verneinte den Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung (Verf�gung vom 16. August 1999). Die gegen diese Verf�gung erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 10. M�rz 2000 ab.
Hiegegen erhob der Versicherte Beschwerde mit den Begehren auf Zusprechung einer Invalidenrente von 50 % und einer Integrit�tsentsch�digung von 40 %. Am 14. Juni 2000 erstattete der Kreisarzt Dr. med. F.________ einen weiteren Bericht, am 18. September 2000 Dr. med. R.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie vom �rzteteam Unfallmedizin. Das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus wies die Beschwerde mit Entscheid vom 22. Mai 2001 ab.
C. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneuert der Versicherte seine vorinstanzlich gestellten Antr�ge; zudem verlangt er eventuell eine neutrale medizinische Begutachtung. Er legt einen Bericht des Psychiaters Dr. med. Q.________ vom 11. August 2000 auf.
SUVA und kantonales Gericht schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Nachdem beim Versicherten im April 2001 ein Bronchiuskarzinom an den Unterlappen links aufgetreten war und er deswegen am 10. und 18. Mai 2001 operiert werden musste, reichte die IV-Stelle am 27. Februar 2002 auf seinen Wunsch hin folgende Berichte ein: des Dr. med. G.________ vom 4. Mai 2001 und 26. Januar 2002, des Spitals A.________ vom 10. und 18. Mai sowie 4. Juli 2001, des Spitals B.________ vom 16. Mai 2001, der Klinik Z.________ vom 27. Juli 2001, der Lungenliga D.________ vom 5. November 2001, der Klinik V.________ vom 20. November 2001, sowie der Dres. med. C.________, Augenarzt FMH, und J.________ vom 17. Dezember 2001.
Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen und die Grunds�tze �ber den Unfallbegriff (Art. 6 Abs. 1 und 7 Abs. 1 lit. a UVG, Art. 9 Abs. 1 und Abs. 2 lit. b UVV), den Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung (Art. 18 Abs. 1 UVG, in der bis Ende Juni 2001 g�ltig gewesenen und hier anwendbaren Fassung), den Begriff der Invalidit�t (Art. 18 Abs. 2 Satz 1 UVG), die Invalidit�tsbemessung bei Erwerbst�tigen nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b; vgl. auch BGE 114 V 313 Erw. 3a) sowie den Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 Abs. 1, Art. 25 UVG; Art. 36 Abs. 1 und 2 UVV; BGE 124 V 31 Erw. 1 mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Ausf�hrungen zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 123 V 45 Erw. 2b, 121 V 329 Erw. 2a, 119 V 337 Erw. 1, je mit Hinweisen; SVR 2000 UV Nr. 8 S. 26 Erw. 2), zur vorausgesetzten Ad�quanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE 127 V 102 Erw. 5b/aa, 125 V 461 Erw. 5a) und bei psychischen Unfallfolgen im Besonderen (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb, 115 V 133 ff.), zu dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen) sowie zum Beweiswert eines Arztberichts (BGE 125 V 352 Erw. 3a; RKUV 2000 Nr. KV 124 S. 214). Darauf wird verwiesen.
Zu erg�nzen ist, dass der Versicherte Anspruch auf die zweckm�ssige Behandlung der Unfallfolgen hat (Art. 10 Abs. 1 UVG).
2.1 Soweit die IV-Stelle am 27. Februar 2002 nicht im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels weitere Arztberichte einreichte, ist festzuhalten, dass sie nur ber�cksichtigt werden k�nnen, wenn sie neue erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel im Sinne von Art. 137 lit. b OG darstellen und als solche eine Revision des Gerichtsurteils rechtfertigen k�nnten (BGE 127 V 353).
2.2 Hierzu ist vorab festzuhalten, dass das beim Versicherten im April 2001 aufgetretene Bronchiuskarzinom in keinem urs�chlichen Zusammenhang mit dem Unfall vom 6. Juni 1994 (Distorsion des linken Ellbogens) steht, weshalb die diesbez�glichen, am 27. Februar 2002 eingereichten Arztberichte im vorliegenden Verfahren irrelevant sind. Dies gilt auch f�r den augen�rztlichen Bericht vom 17. Dezember 2001.
3.1 Kreisarzt Dr. med. F.________ stellte im Bericht vom 16. Juli 1997 neben den Beschwerden am linken Ellbogen eine schwere Handgelenksarthrose rechts sowie eine Beeintr�chtigung der Belastbarkeit der oberen Extremit�ten fest. Die Beweglichkeit des rechten Handgelenks sei eingeschr�nkt. Nach eigenen Angaben bekomme der Versicherte sehr starke Schmerzen im Ellbogengelenk, sobald er 1 bis 1 1/2 Stunden arbeite. Auf Grund der Ellbogenbeschwerden k�nne er k�rperliche Schwerarbeiten mit Heben von Gewichten �ber 20 kg nicht mehr ausf�hren; zumutbar seien ihm vollzeitig und ohne Leistungseinbusse k�rperlich leichte und mittelschwere Arbeiten. Die verminderte Belastbarkeit der oberen Extremit�ten d�rfte ebenso sehr durch die Handgelenksarthrose rechts beeintr�chtigt sein, welche aber nicht mit einem SUVA-versicherten Unfall im Zusammenhang stehe und daher nicht zu ber�cksichtigen sei. Der Gesamtintegrit�tsschaden betrage nach Tabelle 5.2 h�chstens 10 %. Die Ellbogengelenkspathologie sei �berwiegend vorbestehend, da die pr�operativen Aufnahmen der Klinik Y.________ eine Subluxationsstellung des Radiusk�pfchens mit massiv ver�ndertem Profil gezeigt h�tten, die vereinbar sei mit einer in der Kindheit durchgemachten Radiusk�pfchenfraktur oder mit einer kongenitalen Radiusk�pfchenluxation. Damit erreiche der unfallbedingte Integrit�tsschaden nicht die entsch�digungspflichtige H�rde von 5 %.
3.2 Hausarzt Dr. med. G.________, Allgemeine Medizin FMH, diagnostizierte am 9. Januar 1998 einen Status nach Radiusk�pfchenluxation im linken Ellbogen, Depressionen, Status nach Helicobacter-Infekt im Antrum des Magens sowie Status nach Lungenoperation 1980 wegen Tuberkulose. Als Nebenbefund bestehe eine Geh�rsbehinderung im Sinne eines linksbetonten chronischen L�rmtraumas. Fr�her habe auch Alkoholabusus bestanden. Der Versicherte sei seit dem Stellenverlust bei der Firma U.________ AG h�ufig durch eine depressive Stimmung beeintr�chtigt. Im bisherigen Beruf sei er ab 1. Dezember 1997 zu 50 % arbeitsunf�hig. Zumutbar sei ihm leichte k�rperliche Arbeit ohne starke Belastung des linken Ellbogens. Sobald er nicht ganz leichte Arbeit ausf�hre, versp�re er wieder starke Schmerzen im linken Ellbogen. Bei Reizzust�nden des linken Ellbogens komme es jeweils auch zu Schulterbeschwerden links.
3.3 Im Austrittsbericht der Klinik X.________ vom 5. Oktober 1998 wurde folgende Diagnose gestellt: Funktionsst�rung im Ellbogenbereich links, nicht belastungsabh�ngige Dauerschmerzen, Verschlimmerung bei Belastung bei Status nach Ellbogendistorsion und Luxation bei vorbestehender Radiusk�pfchendeformierung; Funktionsst�rung des distalen Radio-Ulnargelenks links mit belastungsabh�ngigen Schmerzen bei radio-ulnarer Instabilit�t; Dekonditionierung; Handgelenksarthrose rechts, wahrscheinlich posttraumatisch; chronische R�ckenbeschwerden; depressive Verstimmung sowie anamnestisch Alkoholmissbrauch m�glich (Psychosomatisches Konsilium vom 27. Juli 1998). Bez�glich der Arbeitsf�higkeit wurde auf den Bericht �ber das Ergonomie-Trainingsprogramm vom 22. September 1998 verwiesen, wonach dem Versicherten ganztags leichte Arbeit bei Belastung des linken Vorderarms mit maximal 5 kg Traglast zumutbar sei. Die Handkraft rechts sei weniger eingeschr�nkt; mit dieser sei ein Tragen von Lasten bis max. 20 kg m�glich. Bez�glich der beruflichen Eingliederung werde ein dreimonatiges Arbeitstraining in der W.________ empfohlen.
3.4 Im Bericht der W.________ vom 28. Januar 1999 wurde ausgef�hrt, der Versicherte habe folgende Arbeiten erledigt: Aussortieren und Zerkleinern von Kunststoff, Abpacken von Lebensmitteln wie Pralinen und Tirggel sowie von Mailings, Verpacken von Teilen in Polybeutel und Karton sowie verschiedene einfache Montagearbeiten. Er arbeite rasch, konzentriert, genau, sauber, zuverl�ssig und sehr selbstst�ndig. Reinigungsarbeiten sehe er und erledige diese ohne weiteres. Wegen der stark schmerzhaften Behinderung am linken Arm k�nne er Arbeiten, die Feingeschick erforderten sowie solche mit vielen Drehungen im Arm oder mit schweren Materialien nicht ausf�hren. Er habe oft Schmerzen am Arm und k�nne dann nur wenige Arbeiten ausf�hren. Seine Leistung schwanke zwischen 50 und 100 %; durchschnittlich betrage sie 70 %.
3.5 Dr. med. G.________ erneuerte am 30. Juli 1999 seine Diagnose vom 9. Januar 1998. In der Klinik X.________ seien ein Ergonomie-Trainingsprogramm und eine berufliche Abkl�rung durchgef�hrt worden. Bei sehr guter Leistungsbereitschaft des Versicherten habe sich eine auf 5 kg begrenzte Belastungstoleranz im Bereich der linken Hand ergeben. W�hrend des Eingliederungsprogramms in der W.________ habe er sehr leichte Arbeit ohne Probleme geleistet. Eine solche Arbeit habe er aber bisher nicht finden k�nnen. Von Seiten der Depression gehe es ihm eher etwas besser; obwohl er keine guten Zukunftsaussichten habe, sei die Stimmung meistens ausgeglichen. Gegen�ber der fr�heren T�tigkeit ergebe sich eine Leistungsf�higkeit von h�chstens 50 %. Der Versicherte habe weiterhin sofort Schmerzen im Bereich des linken Ellbogens/Vorderarms, sobald er etwas zu arbeiten versuche. Zur Beurteilung der Arbeitsf�higkeit sei der Bericht der Klinik X.________ �ber das Ergonomie-Trainingsprogramm vom 22. September 1998 wichtig.
3.6 Dr. med. P.________, FMH Orthop�die Handchirurgie stellte am 1. Mai 2000 folgende Diagnose: Luxation des proximalen Radiusanteils nach Resektion des Kopfes und vorbestehender Luxation des Ellbogens, die symptomatisch war (links); Ulnavorschub mit Schmerzen daselbst am Carpus links; Pseudoarthrose des Scaphoides, traumatisiert mit progressiver Dekompensation rechts; glaubhafte belastungs- und wetterabh�ngige Schmerzen im Carpus links und rechts sowie Ellbogen links; posttraumatische Depression im Sinne einer nicht stabilisierten Trauerarbeit. Ohne medizinische Massnahmen bestehe eine 75%ige Arbeitsunf�higkeit f�r manuelle T�tigkeiten, da keine Lasten in irgendeiner Form manipuliert werden k�nnten; eine Wiedereingliederung k�nne nur nach einer chirurgischen Korrektur (am linken Ellbogen: Transfer des Biceps vom Radius zur Ulna; am Carpus rechts: Resektion der ersten Reihe, eine 4 Bone Arthrodese oder eine volle Arthrodese) stattfinden. Inwieweit die Psyche eine Rolle spiele, sei ihm nicht klar. Allerdings m�sse die Trauerarbeit massiv sein, da der Versicherte beide H�nde f�r die Arbeit verloren habe. Eine Operation wolle der Beschwerdef�hrer nicht.
3.7 Kreisarzt Dr. med. F.________ legte im Bericht vom 14. Juni 2000 dar, der Versicherte habe immer noch die gleichen Schmerzen im Ellbogengelenk, die sich nun zeitweise auf den ganzen Arm bis zum Handgelenk und �ber das Schultergelenk bis zum Nacken auf der linken Seite ausdehnen w�rden. Es liege keine wesentliche Befunds�nderung gegen�ber seiner Untersuchung vom 16. Juni 1997 vor. Das Ellbogengelenk links sei ohne abnorme Schwellung. Die Narbenverh�ltnisse seien reizlos. Die Epikondylitisprovokationstests seien negativ; Palpationsunempfindlichkeit im Bereich des proximalen Radiusendes. Das rechte Handgelenk sei verdickt und etwas deformiert, in der Beweglichkeit deutlicher eingeschr�nkt. Der Schulterbefund sei klinisch unauff�llig mit freier Beweglichkeit beidseits und diskreter asymptomatischer subacromialer Krepitation. Der HWS-Befund sei unauff�llig mit freier bis in die Endphase schmerzloser Beweglichkeit; keine Palpationsempfindlichkeit der HWS sowohl bei Palpation der Dorn- wie der Gelenkforts�tze; palpationsunempflindliche und lockere Nacken- und Schulterg�rtelmuskulatur. Hinsichtlich der Arbeitsf�higkeit verwies Dr. med. F.________ auf den Bericht der Klinik X.________ vom 5. Oktober/22. September 1998, wobei er die psychische Problematik, die Handgelenksbeschwerden rechts und die Kreuzschmerzen als nicht unfallkausal von seiner Beurteilung ausklammerte.
3.8 Der Psychiater Dr. med. Q.________, bei dem der Beschwerdef�hrer seit 26. November 1999 in Behandlung ist, diagnostizierte im Bericht vom 11. August 2000 Folgendes: schwere depressive St�rung mit Symptomen einer Pers�nlichkeitsst�rung nach einem Arbeitsunfall bei einem sozial isolierten Fremdarbeiter; sekund�rer Alkoholkonsum. Der Versicherte k�nne anscheinend mit der entstandenen Einschr�nkung seiner k�rperlichen Funktion nicht fertig werden. Die k�rperliche Invalidit�t l�se bei ihm eine starke narzisstische Kr�nkung aus, die er nicht bew�ltigen k�nne. Es handle sich um ein psychisches Leiden mit Krankheitswert, das im Zusammenhang mit dem erlebten Unfall stehe. Der Zustand habe sich chronifiziert. Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdef�hrer zu 100 % arbeitsunf�hig.
3.9 Dr. med. R.________ beurteilte im Aktenbericht vom 18. September 2000 die von Dr. med. P.________ vorgeschlagene Operation am linken Ellbogen als nicht zweckm�ssig. Auch er erachtete - unter Ausschluss der als nicht unfallkausal erachteten psychischen Problematik und der Handgelenksbeschwerden rechts - die Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit durch die Klinik X.________ als korrekt. Hinsichtlich der Integrit�tsentsch�digung teilte er die Auffassung des Dr. med. F.________ im Bericht vom 16. Juli 1997.
W�hrend Dr. med. Q.________ den psychischen Gesundheitsschaden auf den Unfall vom 6. Juni 1994 zur�ckf�hrte und damit die nat�rliche Kausalit�t bejahte, wurde diese von der Vorinstanz verneint. Die SUVA �usserte sich hierzu im angefochtenen Einspracheentscheid nicht. Gest�tzt auf die zur Verf�gung stehenden medizinischen Akten kann die Frage, ob es sich bei den psychischen Gesundheitsst�rungen um eine nat�rliche Folge des Unfalls handelt, nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit beantwortet werden. Eine R�ckweisung der Sache zwecks Einholung eines weiteren Gutachtens er�brigt sich aber. Selbst wenn aufgrund zus�tzlicher Abkl�rungen der nat�rliche Kausalzusammenhang zu bejahen w�re, fehlt es - wie SUVA und Vorinstanz zu Recht ausf�hrten - an der Ad�quanz des Kausalzusammenhangs (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67). Denn beim Unfall vom 6. Juni 1994 zog sich der Versicherte beim Anheben eines schweren Eisenbalkens eine Distorsion des linken Ellbogens zu. Hierbei handelt es sich auf Grund des augenf�lligen Geschehensablaufs um einen leichten Unfall, der nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 115 V 139 Erw. 6a).
In somatischer Hinsicht steht unbestrittenermassen fest, dass es sich bei der Handgelenksarthrose rechts sowie bei den R�ckenbeschwerden nicht um Folgen des Unfalls vom 6. Juni 1994 handelt.
F�r diese Gesundheitssch�den besteht daher keine Leistungspflicht der SUVA.
5.1 Zu pr�fen bleiben daher die Beschwerden am linken Ellbogen, f�r die der Unfall vom 6. Juni 1994 zumindest eine Teilursache darstellt, was f�r die Bejahung des f�r die Leistungspflicht vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhangs praxisgem�ss gen�gt (BGE 121 V 329 Erw. 2a mit Hinweisen; RKUV 2001 Nr. U 412 S. 79).
5.2.1 Auf Grund der medizinischen Unterlagen ergibt sich Folgendes: Am 16. Juli 1997 konstatierte Dr. med. F.________ nach Angaben des Versicherten sehr starke Schmerzen im Ellbogengelenk, sobald er 1 bis 1 1/2 Stunden arbeite. Dr. med. G.________ ging am 9. Januar 1998 davon aus, der Versicherte versp�re starke Schmerzen im linken Ellbogen, sobald er eine nicht ganz leichte Arbeit ausf�hre. Dagegen diagnostizierte die Klinik X.________ am 5. Oktober 1998 nicht belastungsabh�ngige Dauerschmerzen im Ellbogenbereich links, die sich bei Belastung verschlimmerten. W�hrend die Klinik dem Beschwerdef�hrer hinsichtlich der Armproblematik links weiterhin ganztags leichte Arbeit zumutete - worauf auch Dr. med. F.________ (Bericht vom 14. Juni 2000) und Dr. med. R.________ (Aktenbericht vom 18. September 2000) abstellten -, eruierte die W.________ am 28. Januar 1999 vor allem unter Hinweis auf die Schmerzproblematik im linken Arm nur eine Leistungsf�higkeit von durchschnittlich 70 %. Auch die Angabe des Dr. med. G.________ vom 30. Juli 1999, der Versicherte habe sofort Schmerzen im Bereich des linken Ellbogens/Vorderarms, sobald er etwas zu arbeiten versuche, deutet auf eine Verst�rkung dieser Beschwerden gegen�ber dem Bericht vom 9. Januar 1998 hin. Wenn Dr. med. G.________ am 30. Juli 1999 gleichzeitig ausf�hrte, der Versicherte habe in der W.________ sehr leichte Arbeit ohne Probleme geleistet, so widerspricht das dem Bericht der W.________ vom 28. Januar 1999.
In einem weiteren Bericht vom 4. Mai 2001 wich Dr. med. G.________ denn auch von seiner Einsch�tzung vom 30. Juli 1999 ab, indem er darlegte, das Arbeitstraining in der W.________, wo der Versicherte nicht einmal 5 kg habe tragen k�nnen, habe zu einer Zunahme der Beschwerden gef�hrt. Und Dr. med. P.________ erachtete am 1. Mai 2000 (auch) den linken Arm f�r manuelle Arbeiten als praktisch unbrauchbar, wenn keine Operation stattfinde.
5.2.2 Angesichts dieser widerspr�chlichen und teils ungenauen Angaben zu den Beschwerden am linken Ellbogen und zu deren Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit ist der Sachverhalt medizinisch nicht rechtsgen�glich abgekl�rt. Hinsichtlich der unterschiedlich eingesch�tzten Schmerzproblematik (Frage, ob belastungsabh�ngige Schmerzen oder Dauerschmerzen vorliegen) fehlt insbesondere eine neurologische Erhebung. N�her zu pr�fen ist zudem die von Dr. med. P.________ und Dr. med. R.________ abweichend beantwortete Frage, ob am linken Ellbogen eine Operation angezeigt und dem Versicherten zumutbar ist. Unbeleuchtet blieb schliesslich, ob die Schmerzproblematik tats�chlich psychischer Natur ist und damit von der Leistungspflicht der SUVA ausgeschlossen ist (Erw. 4 hievor). Demzufolge ist die Sache an die SUVA zur�ckzuweisen, welche eine interdisziplin�re Begutachtung einholen und hernach neu verf�gen wird.
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Dem durch eine Beratungsstelle f�r Ausl�nder vertretenen, teilweise obsiegenden Beschwerdef�hrer steht nach Massgabe der zu Art. 159 Abs. 1 und 2 OG ergangenen Rechtsprechung (BGE 122 V 278; nicht ver�ffentlichtes Urteil M. vom 12. April 2000, U 389/99) eine reduzierte Parteientsch�digung zu.
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus vom 22. Mai 2001 und der Einspracheentscheid vom 10. M�rz 2000 aufgehoben, und die Sache wird an die SUVA zur�ckgewiesen, damit diese nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen �ber den Leistungsanspruch neu verf�ge.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus, der IV-Stelle Glarus und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.