Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201982,%20380
Timestamp: 2019-08-24 01:21:34
Document Index: 381991629

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 7', '§ 9', '§ 21', '§ 7', '§ 11', '§ 9', '§ 7']

BFH, 28.07.1981 - VIII R 35/79 - dejure.org
https://dejure.org/1981,184
BFH, 28.07.1981 - VIII R 35/79 (https://dejure.org/1981,184)
BFH, Entscheidung vom 28.07.1981 - VIII R 35/79 (https://dejure.org/1981,184)
BFH, Entscheidung vom 28. Juli 1981 - VIII R 35/79 (https://dejure.org/1981,184)
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EStG §§ 7, 9 Abs. 1, 21
Vermietung - Grundstück - Vorbehaltsnießbraucher
EStG § 7 § 9 Abs. 1 § 21
BFHE 134, 133
NJW 1982, 255
a) So hat der III. Senat des BFH durch Urteil vom 16. Dezember 1988 III R 113/85 (BFHE 155, 380, BStBl II 1989, 763, m. w. N.) für den Fall eines bei der Schenkung eines Betriebsgrundstücks vorbehaltenen Nießbrauchs entschieden, daß der nießbrauchsberechtigte Betriebsinhaber, der das nießbrauchbelastete Grundstück wie bisher betrieblich weiter nutzt, seine eigenen Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der betrieblichen Nutzung des Grundstücks stehen, gewinnmindernd berücksichtigen kann (zum Vorbehaltsnießbrauch bei Überschußeinkünften s. z. B. BFH-Urteile vom 28. Juli 1981 VIII R 35/79, BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380, und vom 5. Juli 1984 IV R 57/82, BFHE 146, 370, BStBl II 1986, 322).
Denn der obligatorisch Nutzungsberechtigte nutzt die Wohnung - anders als der Vorbehaltsnießbraucher - nicht "ununterbrochen aufgrund eigenen Rechts" (BFH-Urteil vom 28. Juli 1981 VIII R 35/79, BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380), sondern aufgrund einer dauernden Leistung des neuen Eigentümers (s. unten unter 4. b); vgl. auch Wolff-Diepenbrock, DStR 1983, 250, 252, unter 3., und Plückebaum, FR 1984, 496, 498).
Die Grundsätze des Urteils in BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380 stehen der AfA-Berechtigung des Klägers nicht entgegen.
Der Vorbehaltsnießbraucher nutzt den übereigneten Gegenstand bei wirtschaftlicher Betrachtung nach der Übereignung nicht aufgrund eines vom Erwerber abgeleiteten, sondern ununterbrochen aufgrund eigenen Rechts (BFHE 134, 130, BStBl II 1982, 378; BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380).
Das gilt auch für die AfA (BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380; BFHE 139, 23, 26, BStBl II 1983, 660).
Der Nießbraucher kann die AfA nur dann als Betriebsausgaben oder Werbungskosten geltend machen, wenn er zuvor Eigentümer des Wirtschaftsgutes war, als solcher Anschaffungs- oder Herstellungskosten getragen und sich anläßlich der schenkweisen Übertragung den Nießbrauch vorbehalten hatte (BFH-Urteile vom 28. Juli 1981 VIII R 35/79, BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380; vom 16. Dezember 1988 III R 113/85, BFHE 155, 380, BStBl II 1989, 763).
Man könnte in solchen Fällen daran denken, entsprechend der Rechtsprechung zum Vorbehaltsnießbrauch (BFH-Urteile in BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380, und in BFHE 155, 380, BStBl II 1989, 763) oder zum anläßlich einer Schenkung vorbehaltenen schuldrechtlichen Nutzungsrecht (BFH-Urteil in BFHE 158, 361, BStBl II 1990, 368) eine Aufwandsverrechnung in Höhe der AfA zuzulassen, da die Anschaffungs- oder Herstellungskosten vom Unternehmerehegatten selbst aus betrieblichen Gründen getragen worden sind (vgl. auch die im Senatsurteil in BFHE 131, 516, BStBl II 1981, 68 unter II. 1. dargestellte Fallgestaltung).
Wollte man sich dem anschließen, wäre noch die Frage zu klären, ob die AfA nach § 7 Abs. 1 EStG oder nach den Vorschriften über die Gebäude-AfA vorzunehmen ist (offenlassend: BFH-Urteil in BFHE 155, 380, BStBl II 1989, 763; für Gebäude-AfA: BFH-Urteil in BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380; wohl auch Urteil in BFHE 158, 361, BStBl II 1990, 368, unter 3. c).
Die Mutter der Klägerin nutzt die Wohnung nicht, weil sie ihr von der Klägerin überlassen wurde, sondern aufgrund eigenen, bei der Übertragung des Eigentums vorbehaltenen Nutzungsrechts (vgl. für den vorbehaltenen Nießbrauch BFH-Urteil vom 28. Juli 1981 VIII R 35/79, BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380).
Es kann daher offenbleiben, ob die AfA-Berechtigung der Klägerin insofern nicht auch deshalb ausgeschlossen ist, weil die Befugnis, sie gemäß § 11 d der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung (EStDV) geltend zu machen, solange nicht eingreifen kann, als die Rechtsvorgängerin selbst - in diesem Fall die wohnberechtigte Mutter - noch zur AfA berechtigt ist (vgl. zur AfA-Berechtigung des Vorbehaltsnießbrauchers BFH-Urteil vom 28. Juli 1981 VIII R 35/79, BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380).
Es ging unter Hinweis auf das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 28. Juli 1981 VIII R 35/79 (BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380) davon aus, daß der Kläger als Vorbehaltsnießbraucher AfA geltend machen könne.
Die Geltendmachung von AfA setzt außerdem voraus, daß der Steuerpflichtige die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Wirtschaftsguts getragen hat (vgl. insbesondere die Urteile in BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380, und vom 23. Oktober 1984 IX R 48/80, BFHE 143, 313, BStBl II 1985, 453) oder unentgeltlicher Rechtsnachfolger dessen geworden ist, der die Anschaffungs- oder Herstellungskosten getragen hat.
Soweit der VIII. Senat auf das Urteil in BFHE 125, 532, BStBl II 1978, 674 zurückgreift, könnte dieses insoweit, als dort die AfA-Berechtigung demjenigen zugebilligt wird, der den Wertverzehr des Wirtschaftsguts trägt, durch die neuere Rechtsprechung seit dem Urteil in BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380 überholt sein.
Die Klägerin ist aber als Vorbehaltsnießbraucherin berechtigt, AfA von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Gebäude als Werbungskosten geltend zu machen - § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 7, § 7 EStG - (BFH-Urteil vom 28. Juli 1981 VIII R 35/79, BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380).
Die Finanzverwaltung rechnet beim Vorbehaltsnießbrauch die Erträge grundsätzlich dem Vorbehaltsnießbraucher zu (Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 23. November 1983, BStBl I 1983, 508, Tz. 55) und knüpft damit an die BFH-Rechtsprechung zum Vorbehaltsnießbrauch an Grundstücken an (vgl. Urteile vom 28. Juli 1981 VIII R 124/76, BFHE 134, 130, BStBl II 1982, 378, und VIII R 35/79, BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380).
BFH, 04.06.1996 - IX R 59/94
AfA-Befugnis eines Erben, der die Erbschaft unter der Bedingung der Einräumung …
Er nutzt nämlich das Grundstück ununterbrochen aufgrund eigenen Rechts (Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 28. Juli 1981 VIII R 35/79, BFHE 134, 133, BStBl II 1982, 380).
BFH, 09.07.1985 - IX R 49/83
Einkommensteuerliche Behandlung der Erbauseinandersetzung über Privatvermögen
BFH, 12.05.1986 - VIII R 357/82
Reparatur eines Flachdachs als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung …
FG Rheinland-Pfalz, 11.06.1996 - 3 K 1973/95
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FG Düsseldorf, 06.01.1998 - 11 K 1173/96
Überlassung der Wohnung zu Nutzungszwecken an Angehörige; Unentgeltlicher Erwerb …