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Timestamp: 2016-10-26 21:15:45
Document Index: 392432170

Matched Legal Cases: ['in dubio', 'Art. 6', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 32', 'Art. 6', 'in dubio', 'in dubio', 'Art. 9', 'Art. 4', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'in dubio', 'in dubio', 'in dubio', 'in dubio', 'BGE', 'Art. 32', 'Art. 146', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in casu', 'Art. 156', 'Art. 278']

Kassationshofes, Bundesrichter Wipr�chtiger, Karlen und Gerichtsschreiber Kipfer Fasciati.
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Jean-Pierre Gallati, Bahnhofstrasse 3, Post- fach 15, Berikon,
Strafverfahren; rechtliches Geh�r, willk�rliche Beweisw�rdigung, Grundsatz "in dubio pro reo"; Betrug
A.-Am Abend des 23. M�rz 1998 begab sich X.________ in �rztliche Behandlung zu Dr. A.________, welche eine durchschussartige Verletzung am linken Oberschenkel diagnostizierte und den Patienten ins Kreisspital Muri einwies. Gegen�ber der �rztin erkl�rte X.________, die Verletzung m�sse ihm w�hrend der Arbeit auf dem Pannenstreifen der Autobahn A1 am 23. M�rz 1998 von einem Unbekannten zugef�gt worden sein. Sp�ter wiederholte er diese Aussage gegen�ber der Polizei und gegen�ber seiner Arbeitgeberin. Aufgrund dieser Unfallschilderung, die ihr von der Arbeitgeberin von X.________ mitgeteilt worden war, leistete die SUVA einen Betrag von insgesamt Fr. 25'548. 50 f�r Heilungskosten und Taggelder. Ein sp�ter erstelltes wissenschaftliches Gutachten ergab, dass es sich bei der Verletzung von X.________ um eine Schussverletzung handle, die ihm aus maximal 2 cm Distanz zugef�gt worden sein m�sse; das Projektil k�nne nicht aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug abgefeuert worden sein.
B.- Mit Strafbefehl vom 26. April 1999 verurteilte das Bezirksamt Muri X.________ wegen Irref�hrung der Rechtspflege zu einer bedingt vollziehbaren Gef�ngnisstrafe von f�nf Tagen und zu einer Busse von Fr. 300.--.
C.- Am 14. September 1999 reichte die SUVA beim Bezirksamt Muri gegen X.________ eine Strafanzeige wegen Betruges ein, eventuell wegen Widerhandlung gegen das UVG. Mit Verf�gung vom 15. September 1999 verweigerte das Bezirksamt Muri die Er�ffnung eines Strafverfahrens.
Das Obergericht des Kantons Aargau hiess die dagegen gerichtete Beschwerde der SUVA mit Entscheid vom 18. November 1999 gut und wies das Bezirksamt Muri an, gegen X.________ ein Strafverfahren wegen Betrugs zu er�ffnen.
D.- Weil X.________ die SUVA mit seiner Unfallschilderung arglistig get�uscht habe, sprach ihn das Bezirksgericht Muri am 5. Dezember 2000 des Betruges schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingt vollziehbaren Gef�ngnisstrafe von vier Monaten bei einer Probezeit von drei Jahren sowie zu einer Busse von Fr. 1'000.--.
E.-Auf Berufung von X.________ hin best�tigte das Obergericht des Kantons Aargau am 31. Mai 2001 das erstinstanzliche Urteil im Schuld- und im Strafpunkt.
F.- X.________ f�hrt sowohl staatsrechtliche Beschwerde als auch eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde je mit dem Antrag, es sei das Urteil des Obergerichts aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen.
1.- a) Der Beschwerdef�hrer r�gt zun�chst, dass er nicht hinreichend �ber die gegen ihn erhobenen Vorw�rfe ins Bild gesetzt worden sei. Damit sei gegen den Anklagegrundsatz im Sinne von � 25 StPO/AG und gegen Art. 6 Ziff. 3 lit. a EMRK verstossen worden. Ausserdem h�tten die urteilenden Gerichte den ihm zur Last gelegten Sachverhalt nicht hinreichend deutlich festgestellt, sodass es ihm nicht m�glich sei, seine Verurteilung auf ihre Rechtm�ssigkeit hin zu �berpr�fen. Damit sei er in seinem Anspruch auf rechtliches Geh�r gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Abs. 1 EMRK verletzt worden. Das Obergericht gehe davon aus, dass sich der Unfall nicht so abgespielt haben k�nne, wie der Beschwerdef�hrer den Hergang geschildert habe. Das Obergericht lasse aber offen, wie er sich die Verletzung zugezogen habe. Er wisse deshalb nicht, welches der nach Auffassung der Anklage und des Gerichts wahre Sachverhalt sei, den er falsch geschildert haben solle.
b) Das Obergericht geht f�r die Verurteilung des Beschwerdef�hrers von folgendem Sachverhalt aus: Es k�nne mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass sich der Beschwerdef�hrer die Schussverletzung w�hrend der Arbeit auf dem Pannenstreifen der Autobahn zugezogen habe. Zu der Verletzung m�sse es nach der Arbeit gekommen sein. Zwar k�nne nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden, dass ein Dritter f�r die Verletzung verantwortlich sei, doch spreche alles daf�r, dass sich der Beschwerdef�hrer die Verletzung selbst zugef�gt habe. Da er den Unfallhergang in Bezug auf Ort und Zeit auf jeden Fall falsch dargestellt und er �berdies gewusst habe, dass die SUVA nicht leisten w�rde, wenn sie den wahren Sachverhalt gekannt h�tte, habe er die SUVA im Sinne des Betrugstatbestandes get�uscht.
Das Obergericht nimmt an, dass die Person des Beschwerdef�hrers und die ihm zur Last gelegten Delikte in der Anklageschrift hinreichend pr�zis umschrieben sind und dass f�r eine Verurteilung wegen Betrugs der wahre Unfallhergang nicht bekannt sein m�sse, sofern nur feststehe, dass die Schilderungen des Beschwerdef�hrers falsch und die Adressaten dieser falschen Schilderungen dadurch get�uscht worden seien.
c) aa) Der Anklagegrundsatz dient dem Schutz der Verteidigungsrechte des Angeklagten und konkretisiert insofern das Prinzip der Geh�rsgew�hrung (Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 EMRK). Der Umfang des Anspruchs auf rechtliches Geh�r bestimmt sich zun�chst nach den kantonalen Verfahrensvorschriften, deren Auslegung und Handhabung das Bundesgericht unter dem Gesichtswinkel der Willk�r pr�ft. Subsidi�r greifen die unmittelbar aus der Bundesverfassung folgenden bundesrechtlichen Minimalgarantien Platz; ob diese verletzt sind, beurteilt das Bundesgericht mit freier Kognition.
Nach dem Anklagegrundsatz bestimmt die Anklage das Prozessthema. Gegenstand des gerichtlichen Verfahrens k�nnen nur Sachverhalte sein, die dem Angeklagten in der Anklageschrift vorgeworfen werden. Das Gericht ist an die Anklage gebunden, das heisst, es darf dem Gerichtsverfahren und dem Urteil �ber Schuld oder Unschuld nur den in der Anklage enthaltenen Sachverhalt, der in der Umschreibung eines bestimmten Lebensvorganges besteht, zu Grunde legen.
Der Anklageschrift kommt eine doppelte Bedeutung zu. Zum einen dient sie der Bestimmung des Prozessgegenstandes (Umgrenzungsfunktion), zum anderen vermittelt sie dem Angeschuldigten die f�r die Durchf�hrung des Verfahrens und die Verteidigung notwendigen Informationen (Informationsfunktion).
Gem�ss � 25 StPO/AG darf sich die Beurteilung nur auf diejenigen Personen und Handlungen beziehen, die in der Anklageschrift ausdr�cklich genannt sind. In der vorliegenden Anklageschrift sind diese Voraussetzungen offensichtlich erf�llt, werden doch alle f�r den subjektiven und den objektiven Tatbestand relevanten Merkmale ausdr�cklich erw�hnt. Die Anklageschrift ist damit auch mit den in der Bundesverfassung in der EMRK statuierten Garantien konform. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegr�ndet.
bb) Dasselbe gilt f�r den zweiten Punkt, wonach das Obergericht den Beschwerdef�hrer in seinem Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt habe, weil es diesem, ohne den wahren Sachverhalt selbst zu nennen, vorwerfe, �ber den wahren Sachverhalt get�uscht zu haben. Die R�ge beruht auf der Annahme, dass die T�uschung �ber einen Sachverhalt zweifelsfrei nur festgestellt werden k�nne, wenn der wahre Sachverhalt bekannt sei. Diese Annahme ist nicht zutreffend: Eine Sachverhaltsdarstellung kann sehr wohl als falsch erwiesen werden, ohne dass der tats�chliche Geschehensverlauf bekannt ist. Erforderlich ist lediglich, dass andere Gr�nde vorliegen, welche zwingend gegen die Sachverhaltsdarstellung sprechen.
Dies ist vorliegend der Fall: Aufgrund des wissenschaftlichen Gutachtens und der allgemeinen Lebenserfahrung muss ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdef�hrer auf dem Pannenstreifen der Autobahn A1 und damit w�h- rend der Arbeitszeit von einem Unbekannten angeschossen worden ist. Es steht fest, dass die Schussabgabe aus einer Distanz von maximal 2 cm erfolgte; das Gutachten schliesst ausserdem eine Schussabgabe aus einem fahrenden Auto aus. �berdies h�tte der Beschwerdef�hrer - anders als er angibt - mehr als nur einen Schlag versp�ren m�ssen, wenn er, zur Fahrbahn gewendet, aus einem fahrenden Auto heraus aus einer Distanz von 2 cm angeschossen worden w�re: Er h�tte die Schussabgabe sehen und h�ren m�ssen. Die Folgerung, dass ihm die Verletzung nicht wie geschildert zugef�gt worden sein kann, ist deshalb zwingend. Es ist nicht erforderlich zu eruieren, wie und unter welchen Umst�nden es zu der Schussverletzung kam, um zu folgern, dass der Beschwerdef�hrer �ber den wahren Hergang get�uscht hat. Deshalb kann offen bleiben, wie es zu der Verletzung gekommen ist. Die Beschwerde erweist sich somit auch in diesem Punkt als unbegr�ndet.
2.- Weiter r�gt der Beschwerdef�hrer den Verstoss gegen die Unschuldsvermutung gem�ss Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Abs. 2 EMRK. Das Obergericht habe den Grundsatz "in dubio pro reo" sowohl als Regel f�r die Beweisw�rdigung wie auch als Regel f�r die Verteilung der Beweislast verletzt.
a) aa) Die Vorinstanz habe die vorliegenden Beweise in willk�rlicher Weise einseitig zu seinen Lasten gew�rdigt. Das gelte zun�chst bereits f�r den Umstand, dass ihm eine falsche Schilderung des Unfalles vorgeworfen werde, obwohl der wahre Hergang nicht bekannt sei und gem�ss Urteil des Obergerichts der von ihm geschilderte Unfallhergang nicht ausgeschlossen werden k�nne.
In willk�rlicher Weise werde ihm vorgeworfen, dass er den Unfallhergang gegen�ber der erstbehandelnden �rztin falsch dargestellt habe. Richtig sei vielmehr, dass es diese �rztin gewesen sei, die als erste von einer Schussverletzung gesprochen habe; er selbst habe sich der �rztin gegen�ber zum m�glichen Hergang �berhaupt nicht ge�ussert. Auch gegen�ber der Arbeitgeberin habe er keine falschen Angaben gemacht. Er habe lediglich erkl�rt, einen Schlag versp�rt und anschliessend auf der Heimfahrt festgestellt zu haben, dass seine Hose hinten nass sei. Auch die Zeugenaussage Z.________ habe die Vorinstanz einseitig selektiv zu seinen Lasten ausgelegt.
Wo sich die Vorinstanz verbindlich zum Sachverhalt �ussere, tue sie dies in widerspr�chlicher Weise: Sie beurteile seine Schilderungen als unm�glich, schliesse aber nicht aus, dass er durch eine Drittperson verletzt worden sein k�nnte. Das Obergericht habe in willk�rlicher Weise ausgeschlossen, dass er sich die Verletzung in der von ihm geschilderten Weise zugezogen habe k�nne.
bb) Gem�ss st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts f�llt der Grundsatz "in dubio pro reo" in den Schutzbereich von Art. 9 und 32 Abs. 1 BV (Art. 4 aBV) sowie von Art. 6 Ziff. 2 EMRK. Als Beweisw�rdigungsregel besagt der Grundsatz, dass der Richter nach Ber�cksichtigung s�mtlicher entscheidrelevanter Beweisergebnisse von der f�r den Angeschuldigten g�nstigeren Sachverhaltsvariante auszugehen hat, sofern sich erhebliche Zweifel an der ung�nstigeren Variante aufdr�ngen. Bei der Beurteilung von Fragen der Beweisw�rdigung beschr�nkt sich das Bundesgericht auf eine Willk�rpr�fung.
Willk�r liegt nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht schon vor, wenn vom Sachrichter gezogene Schl�sse nicht mit der Darstellung des Beschwerdef�hrers �bereinstimmen oder wenn eine andere L�sung oder W�rdigung vertretbar erscheint, sondern nur, wenn der angefochtene Entscheid auf einer schlechterdings unhaltbaren oder widerspr�chlichen Beweisw�rdigung beruht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 125 I 166 E. 2a; 125 II 10 E. 3a; 124 I 247 E. 5 je zu Art. 4 aBV). Die Aufhebung des angefochtenen Entscheids rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 124 IV 86 E. 2a).
An diesen aus Art. 4 aBV abgeleiteten Grunds�tzen hat sich durch das am 1.1.2000 in Kraft getretene eigenst�ndige Grundrecht auf Schutz vor Willk�r gem�ss Art. 9 BV nichts ge�ndert (Botschaft �ber eine neue Bundesverfassung vom 20.11.1996, BBl 1997 I S. 144, vgl. auch BGE 127 I 38 E. 2a). Das Bundesgericht greift demnach nur ein, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver W�rdigung des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an dessen Schuld fortbestanden (BGE 120 Ia 31 E. 2d).
cc) Die Vorbringen des Beschwerdef�hrers sind nicht geeignet, in diesem Sinne erhebliche und nicht zu unterdr�ckende Zweifel zu wecken. Sie beruhen auf der irrt�mlichen Annahme, das Obergericht habe hinsichtlich des Sachverhalts widerspr�chliche Feststellungen getroffen.
Das Obergericht h�lt es zwar f�r m�glich, dass ein Dritter dem Beschwerdef�hrer die Schussverletzung zugef�gt haben k�nnte, es schliesst aber aus, dass dies am angegebenen Ort und zur angegebenen Zeit stattgefunden haben kann. Die vom Obergericht nicht v�llig ausgeschlossene M�glichkeit, dass eine Dritter den Beschwerdef�hrer verletzt haben k�nnte, bezieht sich, wenn sie denn zutreffend w�re, eindeutig auf einen Zeitpunkt nach Arbeitsschluss. Insofern sind die Feststellungen des Obergerichts zum Sachverhalt weder widerspr�chlich noch zweideutig.
Soweit der Beschwerdef�hrer r�gt, das Obergericht sei in Willk�r verfallen, weil es ihm vorwerfe, den Unfallhergang falsch geschildert zu haben, ohne aber den wahren Hergang zu kennen, kann auf die obigen Erw�gungen verwiesen werden (E. 1c/bb): Um festzustellen, dass der Beschwerdef�hrer falsche Angaben �ber den Hergang gemacht hat, ist es ausreichend, wenn seine Version ausgeschlossen werden kann, es ist nicht erforderlich, dass auch mit Sicherheit bekannt ist, welches der wahre Hergang war.
Das Obergericht schliesst die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdef�hrers in erster Linie gest�tzt auf das wissenschaftliche Gutachten aus. Auch diesbez�glich ist keine Willk�r festzustellen, zumal dieser Schluss aus dem Gutachten als zwingend erscheint (vgl.
Das Obergericht zieht als zus�tzliche Indizien die Aussagen des Arztes Dr. B.________ und des Zeugen Z.________ bei. W�hrend Dr. B.________ angab, es sei zwar m�glich, aber unwahrscheinlich, dass die Wunde erst nach einer halben Stunde zu bluten begonnen habe, f�hrte der Zeuge Z.________ aus, er habe beim Beschwerdef�hrer weder eine ernsthafte Verletzung noch ein Hinken wahrgenommen.
Der Beschwerdef�hrer r�gt die einseitige W�rdigung dieser Aussagen zu seinen Lasten.
Richtig ist, dass es Dr. B.________ f�r m�glich h�lt, dass die Wunde des Beschwerdef�hrers erst mit einiger Verz�gerung zu bluten begonnen hat, er h�lt dies aber f�r unwahrscheinlich. Es ist nicht willk�rlich, diese Aussage als zus�tzliches Indiz daf�r zu werten, dass die Darstellung des Beschwerdef�hrers falsch sein m�sse, zumal sie auf Grund dieser Aussage als wenig wahrscheinlich erscheinen muss.
Auch die W�rdigung der Zeugenaussage Z.________ als zus�tzliches Indiz gegen den Beschwerdef�hrer ist nicht zu beanstanden: Wenn dieser Zeuge beim Beschwerdef�hrer weder eine ernsthafte Verletzung noch ein Hinken wahrgenommen hat, spricht auch dies gegen die Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdef�hrers. Dass derselbe Zeuge best�tigt, der Beschwerdef�hrer habe auf der Heimfahrt von starken Schmerzen im Bein gesprochen, ist nur von untergeordneter Bedeutung, weil er damit nur wiedergibt, was der Beschwerdef�hrer selbst gesagt hat; eine unmittelbare Kenntnis einer Verletzung des Beschwerdef�hrers zum Zeitpunkt der Heimfahrt hatte dieser Zeuge gerade nicht. Im �brigen spricht der Umstand, dass der Beschwerdef�hrer w�hrend der Heimfahrt von starken Schmerzen im Bein gesprochen haben soll, mittelbar f�r die vom Obergericht als sehr wahrscheinlich angenommene absichtliche Selbstverletzung des Beschwerdef�hrers: Er h�tte sich damit einen Zeugen verschafft, der best�tigen konnte, dass er bereits auf der Heimfahrt �ber Schmerzen im Bein gesprochen hat.
Insgesamt ist die Feststellung, dass sich der Beschwerdef�hrer die Verletzung nicht w�hrend der Arbeit auf dem Pannenstreifen der Autobahn A1 zugezogen haben kann, willk�rfrei erhoben worden.
Es bleiben die R�gen zu pr�fen, wonach ihm das Obergericht in willk�rlicher Weise unterstelle, er habe gegen�ber der erstbehandelnden �rztin wie auch gegen�ber der Arbeitgeberin falsche Angaben gemacht. Der �rztin gegen�ber habe er gar keine Angaben zum Hergang gemacht.
Die entsprechende Feststellung des Obergerichts sei aktenwidrig; auch habe nicht er, sondern die �rztin von der M�glichkeit gesprochen, dass es sich um eine Schussverletzung handeln k�nnte. Auch gegen�ber der Arbeitgeberin habe er keine Angaben zum Hergang gemacht.
Aus dem Arztzeugnis zu Handen der SUVA geht eindeutig hervor, dass der Beschwerdef�hrer gegen�ber der erstbehandelnden �rztin angegeben hat, er habe sich die Verletzung w�hrend der Arbeit auf dem Pannenstreifen zugezogen. Anl�sslich der Befragung durch die Kantonspolizei Aargau hat der Beschwerdef�hrer auf den entsprechenden Vorhalt hin nicht bestritten, der �rztin gegen�ber Angaben zum Hergang gemacht zu haben. Es kann also nicht die Rede davon sein, die entsprechende Feststellung des Obergerichts sei aktenwidrig. Dasselbe gilt auch f�r die Darstellung des Unfallhergangs gegen�ber der Arbeitgeberin. Aus dem Gerichtsprotokoll geht unzweideutig hervor, dass er auch gegen�ber der f�r die Unfallmeldung zust�ndigen Angestellten der Arbeitgeberin angegeben hat, er sei w�hrend der Arbeit auf dem Pannenstreifen verletzt worden. Auch diesbez�glich ist also der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweisw�rdigungsregel nicht verletzt worden.
Soweit sich diese R�gen darauf beziehen, dass nicht der Beschwerdef�hrer, sondern andere von einer Schussverletzung gesprochen haben, sind sie ebenfalls unbegr�ndet. Ob er selbst von einer Schussverletzung gesprochen hat, ist nicht von Bedeutung, weil er einen hinsichtlich Ort und Zeit falschen Unfallhergang geschildert hat und gleichzeitig auf Grund der Akten unzweifelhaft feststeht, dass es sich um eine Schussverletzung handelt.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Obergericht den Grundsatz "in dubio pro reo" als Regel f�r die Beweisw�rdigung nicht verletzt hat.
b) aa) Schliesslich r�gt der Beschwerdef�hrer die Verletzung der Unschuldsvermutung als Regel f�r die Verteilung der Beweislast. Das Obergericht habe gegen die Unschuldsvermutung verstossen, indem es ihn verurteilt habe, weil er seine Unschuld nicht bewiesen habe.
Es habe festgestellt, dass der wahre Unfallhergang aufgrund seines Aussageverhaltens nicht eruiert werden k�nne.
bb) Als Beweislastregel bedeutet der Grundsatz "in dubio pro reo", dass es Sache der Anklagebeh�rde ist, die Schuld des Angeklagten zu beweisen, und nicht dieser seine Unschuld nachweisen muss. Der Grundsatz ist verletzt, wenn der Strafrichter einen Angeklagten (einzig) mit der Begr�ndung verurteilt, er habe seine Unschuld nicht nachgewiesen. Ebenso ist die Maxime verletzt, wenn sich aus den Urteilsgr�nden ergibt, dass der Strafrichter von der falschen Meinung ausging, der Angeklagte habe seine Unschuld zu beweisen, und dass er ihn verurteilte, weil ihm dieser Beweis misslang. Ob der Grundsatz "in dubio pro reo" als Beweislastregel verletzt ist, pr�fte das Bundesgericht unter Geltung der alten Bundesverfassung mit freier Kognition (BGE 120 Ia 31 E. 2c und d). Es besteht kein Anlass, diese Praxis nach Inkrafttreten des neuen Art. 32 Abs. 1 BV zu �berdenken.
cc) Diese R�ge scheint auf einem Missverst�ndnis zu beruhen: Das Obergericht verurteilte den Beschwerdef�hrer nicht, weil er den wahren Sachverhalt nicht geschildert hat, sondern weil seine Sachverhaltsdarstellung nachgewiesenermassen falsch ist. Es stellt lediglich fest, dass der wahre Sachverhalt wegen seines Aussageverhaltens nicht eruiert werden k�nne. Das Aussageverhalten des Beschwerdef�hrers, der an der als falsch erwiesenen Schilderung festh�lt, war aber f�r den Schuldspruch zu keinem Zeitpunkt von Bedeutung. Auch diese R�ge erweist sich demnach als unbegr�ndet.
Die staatsrechtliche Beschwerde ist somit vollumf�nglich abzuweisen.
3.- a) Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen den Schuldspruch des Betruges. Dabei macht er geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht das Tatbestandsmerkmal der Arglist bejaht. In erster Linie sei festzuhalten, dass die SUVA den Irrtum durch ein Mindestmass an Aufmerksamkeit h�tte vermeiden k�nnen. Auf Grund der doch aussergew�hnlichen Unfallmeldung "Schusswunde Oberschenkel links - Durchschuss" h�tte die SUVA den Unfallhergang sofort genau �berpr�fen m�ssen. Im �brigen sei die SUVA generell verpflichtet, den jeweiligen Unfallhergang zu �berpr�fen, und es stehe ihr von Gesetzes wegen die erforderliche Mitwirkung von Beh�rden unentgeltlich zur Verf�gung. Deshalb w�re es f�r die SUVA ein Leichtes gewesen, die aussergew�hnliche Unfallmeldung zu verifizieren.
Es stelle sich die Frage, in welchen F�llen eine �berpr�fung �berhaupt vorgenommen werde, wenn sie in einem so aussergew�hnlichen Falle unterbleibe. Diese Frage dr�nge sich umso mehr auf, als der Beschwerdef�hrer in den letzten sieben Jahren zu vierzehn Unfallmeldungen Anlass gegeben habe. Unter diesen Umst�nden habe er damit rechnen m�ssen, dass die SUVA den Unfallhergang mit grosser Wahrscheinlichkeit �berpr�fen w�rde.
Er habe die SUVA schliesslich auch in keiner Weise von einer �berpr�fung abgehalten. Ein L�gengeb�ude habe er nicht errichtet, und eine einfache L�ge erf�lle das Merkmal der Arglist nur, wenn der Beschuldigte vor dem Hintergrund eines bestehenden Vertrauensverh�ltnisses davon ausgehen k�nne, dass seine Darstellung vom Get�uschten nicht �berpr�ft werde. Da zwischen ihm und der SUVA kein Vertrauensverh�ltnis bestanden habe, falle auch diese Tatbestandsvariante der Arglist ausser Betracht.
b) Die Vorinstanz gelangt zum Schluss, dass das Tatbestandsmerkmal der Arglist ohne weiteres erf�llt ist. Auf Grund der Tatsache, dass die zahlreichen Unfallmeldungen der letzten Jahre von der SUVA nicht �berpr�ft worden seien, habe der Beschwerdef�hrer damit rechnen k�nnen, dass seine Angaben auch in diesem Fall nicht �berpr�ft w�rden. Im Weiteren seien die Angaben des Beschwerdef�hrers kaum oder nicht ohne besondere M�he �berpr�fbar gewesen. Der Nachweis, dass sie falsch seien, habe denn auch erst viel sp�ter mit Hilfe eines wissenschaftlichen Gutachtens erbracht werden k�nnen.
c) Gem�ss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betruges schuldig, wer in der Absicht, sich oder einen anderen unrechtm�ssig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdr�ckung von Tatsachen arglistig irref�hrt oder ihn in einem Irrtum arglistig best�rkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wo- durch dieser sich selbst oder einen anderen am Verm�gen sch�digt.
Der Tatbestand des Betruges erfordert eine arglistige T�uschung. Wer sich mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit selbst h�tte sch�tzen bzw. den Irrtum durch ein Minimum zumutbarer Vorsicht h�tte vermeiden k�nnen, wird strafrechtlich nicht gesch�tzt (BGE 122 IV 146 E. 3a mit Hinweisen). Mit dem Tatbestandsmerkmal der Arglist verleiht das Gesetz dem Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung wesentliche Bedeutung. Es ist danach bei der Pr�fung der Arglist nicht auf Grund einer rein objektiven Betrachtungsweise darauf abzustellen, wie ein durchschnittlich vorsichtiger und erfahrener Dritter auf die T�uschung reagiert h�tte. Vielmehr ist die jeweilige Lage und Schutzbed�rftigkeit des Betroffenen im Einzelfall zu ber�cksichtigen, soweit der T�ter diese kennt und ausn�tzt. Das gilt insbesondere bei geistesschwachen, unerfahrenen oder auf Grund des Alters oder einer (k�rperlichen oder geistigen) Krankheit beeintr�chtigten Opfern, ferner bei solchen, die sich in einem Abh�ngigkeits- oder Unterordnungsverh�ltnis oder in einer Notlage befinden und deshalb kaum im Stande sind, dem T�ter zu misstrauen. Auf der anderen Seite ist die besondere Fachkenntnis und Gesch�ftserfahrung des Opfers in Rechnung zu stellen, wie sie etwa im Rahmen von Kreditvergaben Banken beigemessen wird. Auch unter dem Gesichtspunkt der Opfermitverantwortung ist f�r die Erf�llung des Tatbestands indes nicht erforderlich, dass das Opfer die gr�sstm�gliche Sorgfalt walten l�sst und alle erdenklichen Vorsichtsmassnahmen trifft. Arglist scheidet lediglich dann aus, wenn das Opfer die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet hat. Entsprechend entf�llt der strafrechtliche Schutz nicht bei jeder Fahrl�ssigkeit des Opfers, sondern nur bei Leichtfertigkeit (BGE 126 IV 165 E. 2a mit Hinweisen).
In diesem Sinne gilt nach der Rechtsprechung die T�uschung als arglistig, wenn der T�ter ein ganzes L�gengeb�ude errichtet oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe (manoeuvres frauduleuses; mise en sc�ne) bedient. Bei einfachen falschen Angaben liegt Arglist vor, wenn deren �berpr�fung nicht oder nur mit besonderer M�he m�glich oder nicht zumutbar ist, und wenn der T�ter den Get�uschten von der m�glichen �berpr�fung abh�lt oder nach den Umst�nden voraussieht, dass dieser die �berpr�fung der Angaben auf Grund eines besonderen Vertrauensverh�ltnisses unterlassen werde (BGE 126 IV 165 E. 2a; 125 IV 124 E. 3; 122 IV 246 E. 3a).
d) H�tte sich - was die Vorinstanz als wahrscheinlich erachtet - der Beschwerdef�hrer nach Arbeitsschluss absichtlich selbst verletzt, um in den Genuss von SUVA-Taggeldleistungen zu kommen, w�re Arglist im Sinne betr�gerischer Machenschaften ohne weiteres zu bejahen. Belastend fiele dabei zus�tzlich ins Gewicht, dass der Beschwerdef�hrer selbst nicht erw�hnte, dass es sich um eine Schussverletzung handelt, und dass er auf der Heimfahrt dem Arbeitskollegen gegen�ber �ber Schmerzen im Bein geklagt hat. Da die Vorinstanz - im Unterschied zum Bezirksgericht Muri - in tats�chlicher Hinsicht aber auch eine unabsichtliche Selbstverletzung des Beschwerdef�hrers oder eine Verletzung durch eine Drittperson f�r m�glich h�lt, k�nnen betr�gerische Machenschaften nicht angenommen werden. Die Darstellungen des Beschwerdef�hrers sind deshalb als einfache falsche Angaben zu werten.
aa) Die Vorinstanz nimmt an, der Beschwerdef�hrer habe vor dem Hintergrund seiner fr�heren Unfallmeldungen und deren Bearbeitung durch die SUVA damit rechnen k�nnen, dass seine Angaben nicht �berpr�ft w�rden, weshalb die T�uschung der SUVA als arglistig zu qualifizieren sei. Nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts kann Arglist in dieser Variante nur bejaht werden, wenn der T�ter weiss, dass die Gesch�digte auf Grund eines mit ihm bestehenden besonderen Vertrauensverh�ltnisses auf eine �berpr�fung verzichten wird. Ein in diesem Sinne relevantes Vertrauensverh�ltnis liegt grunds�tzlich zwischen einem Versicherungsnehmer und einer Versicherung nicht vor. Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern im konkreten Fall ein solches Vertrauensverh�ltnis auf Grund besonderer Umst�nde vorliegen sollte. Vielmehr muss die Arglosigkeit der SUVA erstaunen: Gem�ss ihren eigenen Angaben meldete X.________ der SUVA in den Jahren 1994 bis 1998 elf Unf�lle; in zehn F�llen bezog er Versicherungsleistungen f�r Heilkosten, in f�nf F�llen ausserdem Taggelder. In einem Fall habe der nicht zweifelsfrei nachweisbare Verdacht bestanden, dass sich X.________ mit Hilfe einer brennbaren Fl�ssigkeit absichtlich eine Brandverletzung zugef�gt habe. Bereits vor dem Hintergrund dieser Vorgeschichte w�re die SUVA verpflichtet gewesen, erh�hte Vorsicht walten zu lassen. Dies gilt umso mehr, als auch die von der Arbeitgeberin verfasste Unfallmeldung selbst wie auch das von der SUVA darauf hin angeforderte Zeugnis der erstbehandelnden �rztin Misstrauen h�tten wecken m�ssen: Die Unfallmeldung spricht unter dem Titel "Verletzung" von einer "Schusswunde Oberschenkel links - Durchschuss". Bereits diese Meldung, die sich ausdr�cklich auf einen Arbeitsunfall eines Kanalarbeiters am Rand der Autobahn N1 bezieht, ist so ungew�hnlich, dass sich eine Nachfrage aufgedr�ngt h�tte. Das Arztzeugnis relativiert zwar die Mitteilung der Arbeitgeberin, indem die �rztin vorsichtigerweise nur von einer "durchschussartigen Verletzung" spricht. Auf die im Zeugnisformular vorgesehene Frage "Schlagen Sie besondere Massnahmen vor?" antwortet die �rztin jedoch w�rtlich: "z.Z. nein (allenfalls Kl�rung der Verletzungsursache!!)". Die W�rdigung all dieser Umst�nde muss deshalb zum Schluss f�hren, dass es die SUVA an dem von der Rechtsprechung verlangten Mindestmass an Vorsicht, mit dem sie sich h�tte sch�tzen k�nne, hat fehlen lassen. Arglist im Sinne der vorinstanzlichen Hauptbegr�ndung muss deshalb verneint werden.
bb) Im Weiteren nimmt die Vorinstanz an, dass Arglist auch deshalb vorliege, weil es erst viel sp�ter mit Hilfe eines wissenschaftlichen Gutachtens m�glich gewesen sei, den Beschwerdef�hrer der T�uschung zu �berf�hren.
Es w�re f�r die Gesch�digte kaum oder nicht ohne besondere M�he m�glich gewesen, die Schilderung des Beschwerdef�hrers zu �berpr�fen. Diese Auffassung geht fehl: H�tte die SUVA �berhaupt den Versuch unternommen, den Sachverhalt zu kl�ren, und sich deshalb an die mit dem Fall ohnehin befasste Polizeibeh�rde gewandt, h�tte sie erfahren, dass ein Untersuchungsverfahren noch im Gange war. Im �brigen w�re diese Polizeibeh�rde gem�ss UVG verpflichtet gewesen, den Sachverhalt, den sie in casu aus eigener Initiative abkl�rte, f�r die SUVA kostenlos zu erheben und die n�tigen Beweisunterlagen zu beschaffen.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdef�hrer das Tatbestandsmerkmal der Arglist nicht erf�llt hat. Die Nichtigkeitsbeschwerde ist deshalb gutzuheissen.
4.- Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde unterliegt der Beschwerdef�hrer. Die Kosten dieses Verfahrens sind ihm deshalb zu �berbinden (Art. 156 Abs. 1 OG). Da der Beschwerdef�hrer im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde obsiegt, sind f�r dieses Verfahren keine Kosten zu erheben, dem Beschwerdef�hrer ist eine angemessene Parteientsch�digung aus der Bundesgerichtskasse zuzusprechen (Art. 278 Abs. 3 BStP). Die Parteientsch�digung ist mit Kosten f�r das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde zu verrechnen.
2.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'000.-- f�r das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde wird dem Beschwerdef�hrer auferlegt.
3.- Die Nichtigkeitsbeschwerde wird gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
4.- F�r das Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde werden keine Kosten erhoben.
5.- Dem Beschwerdef�hrer wird f�r das Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde eine Parteientsch�digung von Fr. 2'000.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.
Dieser Anspruch ist mit der Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'000.-- (Ziff. 2) zu verrechnen.
6.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Staatsanwaltschaft und dem Obergericht des Kantons Aargau, 2. Strafkammer, sowie der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt, Rain 35, Postfach 3901, 5001 Aarau, schriftlich mitgeteilt.