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Timestamp: 2016-10-22 03:28:37
Document Index: 183470450

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 109', 'Art. 65', 'Art. 66']

8C_522/2013 (23.09.2013)
8C_522/2013 � � Urteil vom 23. September 2013
Die 1979 geborene E.________ war seit 21. M�rz 2002 als Hairstylistin f�r den Coiffeursalon X.________ t�tig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft (nachfolgend: Mobiliar) gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Im Juni 2006 rutschte sie auf einer Treppe aus und verletzte sich am linken Arm. Die Mobiliar kam f�r die Heilbehandlungskosten auf. Die Arbeitsf�higkeit war nicht eingeschr�nkt. Nachdem sich E.________ am 9. April 2010 erneut in �rztliche Behandlung begeben hatte, meldete der Arbeitgeber am 27. April 2010 eine voraussichtlich l�ngere Arbeitsunf�higkeit aufgrund der Arm-/Schulterverletzung links infolge des Treppensturzes im Jahr 2006. Mit Verf�gung vom 16. Juli 2010 lehnte die Mobiliar ihre Leistungspflicht unter Hinweis darauf, dass die aktuellen Beschwerden nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Zusammenhang mit dem Unfall vom Juni 2006 stehen w�rden, ab. Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 1. September 2011).
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies die dagegen erhobene Beschwerde ab (Entscheid vom 13. Mai 2013).
E.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, es seien ihr die gesetzlichen Leistungen gem�ss UVG zuzusprechen.
2.1.�Das kantonale Gericht hat die nach der Rechtsprechung f�r den Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG) unter anderem geltende Voraussetzung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt in Bezug auf die Ausf�hrungen zu den Bestimmungen und Rechtsgrunds�tzen betreffend R�ckf�lle und Sp�tfolgen (Art. 11 UVV; BGE 118 V 293 E. 2c S. 296 mit Hinweisen) sowie zur Praxis, wonach der Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des nat�rlichen Kausalzusammenhanges beim Grundfall und bei fr�heren R�ckf�llen behaftet werden kann, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf - bei Verschlimmerung oder Manifestation eines krankhaften Vorzustandes durch einen Unfall mit Erreichen des Status quo ante oder Status quo sine (vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b [U 180/93], 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b [U 61/91], je mit Hinweisen) - wegfallen k�nnen. Korrekt sind im Weiteren die Hinweise zu dem im Sozialversicherungsrecht bei der Beantwortung von Tatfragen �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) sowie zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232, BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff., je mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
2.2.�Zu erg�nzen ist, dass es dem Leistungsansprecher obliegt, das Vorliegen eines nat�rlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem als R�ckfall oder Sp�tfolge postulierten Beschwerdebild und Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalit�t mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers; dabei sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis umso strengere Anforderungen zu stellen, je gr�sser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeintr�chtigung ist (SVR 2005 MV Nr. 1 S. 1, M 1/02 E. 1.2; RKUV 1997 Nr. U 275 S. 188, U 93/96 E. 1c am Ende; Urteil 8C_24/2013 vom 18. Juni 2013 E. 2.2 i.f. mit Hinweis). Die Ad�quanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers spielt im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die ad�quate weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t deckt (BGE 134 V 109 E. 2 S. 111 f.; 127 V 102 E. 5b/bb S. 103).
3.1.�Die Vorinstanz hat in W�rdigung der medizinischen Aktenlage, insbesondere gest�tzt auf den Aktenbericht des - die Unfallversicherung beratenden - Dr. med. G.________, Facharzt f�r Chirurgie, vom 4. April 2011 (und die erg�nzende �rztliche Beurteilung vom 30. Juli 2011) mit einl�sslicher Begr�ndung erkannt, dass nicht von einem �berwiegend wahrscheinlichen nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom Juni 2006 und den ab 9. April 2010 behandelten Schulterschmerzen auszugehen sei. Es sei erstellt, dass die Versicherte nach dem Unfall gar keinen �rztlichen Beistand in Anspruch genommen habe, sondern sich erstmals nach mehr als neun Monaten habe behandeln lassen. Nach der Erstkonsultation bei Dr. med. H.________, Facharzt f�r Allgemeine Medizin FMH, welcher damals die Einnahme von entz�ndungshemmenden Medikamenten und die Applikation von Flectorpflastern empfohlen habe, sei die Beschwerdef�hrerin nicht mehr zur Nachkontrolle erschienen. Beweism�ssig k�nne dies nur so gewertet werden, dass keine dauernden Schmerzen mehr vorhanden gewesen seien, welche weiterhin h�tten behandelt werden m�ssen. Dementsprechend sei die Versicherte nach wie vor ihrer T�tigkeit als Friseurin nachgegangen. Echtzeitlich habe sich kein Hinweis auf eine Sehnenl�sion oder -ruptur gefunden. Es sei einzig eine degenerativ bedingte Gesundheitssch�digung dokumentiert worden. Bei dieser Sachlage sei davon auszugehen, dass der organische Zustand der Schulter nach der beim Unfall erlittenen Verletzung im Fr�hjahr wieder soweit hergestellt gewesen sei, wie er auch ohne Unfall anzutreffen gewesen w�re. Das behandlungsfreie Intervall von April 2007 bis April 2010 - einzig unterbrochen durch die kurzzeitige medizinische Betreuung ohne l�ngerfristige Behandlungsmassnahmen im Herbst 2008 - und die erst seit dem Jahr 2010 bestehende Arbeitsunf�higkeit w�rden gegen das Vorliegen von Br�ckensymptomen sprechen. Es k�nne nicht gesagt werden, dass der kausalen Signifikanz des Unfallereignisses beim Fehlen einer erkennbaren unfallspezifischen Sch�digung eine vorrangige Bedeutung zugemessen werden k�nnte. Damit entfalle die Massgeblichkeit des Unfalls mit Bezug auf das Vorhandensein der gesundheitlichen Beeintr�chtigung. Vielmehr sei im Einklang mit Dr. med. G.________ davon auszugehen, dass die degenerativen Ver�nderungen - mitbedingt durch die T�tigkeit als Friseurin - f�r die jetzt aufgetretenen Schulterbeschwerden verantwortlich seien. Die Mobiliar habe demnach ihre Leistungspflicht zu Recht verneint.
3.2.�Die Beurteilung des kantonalen Gerichts beruht auf einer sorgf�ltigen W�rdigung der Sach- und Rechtslage und ist nicht zu beanstanden. Daran verm�gen die Ausf�hrungen in der Beschwerde nichts zu �ndern. Soweit die Versicherte geltend macht, ihr Leistungsanspruch sei unter dem Aspekt des Grundfalls zu pr�fen, kann ihr nicht gefolgt werden. Es trifft zwar zu, dass die Annahme eines Grundfalls auch bei Br�ckensymptomen relativ harmloser Natur, welche nicht zwingend eine durchg�ngige �rztliche Behandlung erfordern, m�glich ist (Urteile 8C_433/2007 vom 26. August 2008 E. 2.3 und U 12/06 vom 6. Juni 2006 E. 4.3 und 4.3.2). Vorausgesetzt ist diesfalls, dass die versicherte Person w�hrend der leistungsfreien Zeit weiterhin an den nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden gelitten hat bzw. Br�ckensymptome gegeben sind, die das Geschehen �ber das betreffende Intervall hinweg als Einheit kennzeichnen (Urteile 8C_185/2008 vom 17. Dezember 2008 E. 4.3 und 8C_433/2007 vom 26. August 2008 E. 2.3 mit Hinweisen). Davon kann vorliegend mit Blick auf die zwei vereinzelten Arztkonsultationen im M�rz 2007 und Dezember 2008 (mit Veranlassung einer physiotherapeutischen Therapie) und die bis im April 2010 fehlende Einschr�nkung in der Arbeitsf�higkeit wegen linksseitigen Armbeschwerden bei der die Schultern sehr belastenden T�tigkeit als Friseurin nicht ausgegangen werden. Die der Unfallversicherung am 27. April 2010 gemeldeten Arm-/Schulterbeschwerden sind somit von der Mobiliar und von der Vorinstanz korrekt unter dem Aspekt des R�ckfalls gepr�ft worden. Die Versicherte st�tzt sich sodann auf das Ergebnis dreier MRI-Aufnahmen vom 25. August 2010, 15. Juni 2011 und 30. M�rz 2012, welche einen subtotalen Einriss der Supraspinatussehne im Ansatzbereich nachweisen sollen. Wie es sich damit verh�lt, kann offenbleiben. Dr. med. G.________ legt in seinem Aktengutachten vom 4. April 2011 und mit Schreiben vom 30. Juli 2011 schl�ssig dar, dass eine durch den Unfall vom Juni 2006 bedingte Supraspinatussehnen (-teil-) ruptur die Arbeit als Coiffeuse nicht mehr zugelassen h�tte und im �brigen im ersten MRI vom 1. Oktober 2008, also �ber zwei Jahre nach dem Unfallereignis, intakte Sehnen, keine Rotatorenmanschettenruptur, aber feine Verkalkungen im Sinne einer Degeneration, festgestellt worden seien. Er begr�ndet zudem nachvollziehbar, weshalb auf die abweichenden Einsch�tzungen - insbesondere im von der Rechtsvertretung der Versicherten veranlassten Bericht des Dr. med. J.________, Spezialarzt f�r Orthop�dische Chirurgie FMH, vom 11. November 2010 - nicht abgestellt werden kann. Dr. med. H.________ hatte �ber neun Monate nach dem Unfall, am 28. M�rz 2007, die Erstbehandlung durchgef�hrt. Er datiert den Behandlungsabschluss in seinem Kurzbericht vom 27. Juli 2007 auf den 10. April 2007, da die Versicherte zur vorgesehenen Nachkontrolle im Mai 2007 nicht mehr erschienen war. Gem�ss seiner Stellungnahme vom 12. Mai 2010 attestiert er - erstmals im Zusammenhang mit den linksseitigen Schulterbeschwerden - eine Arbeitsunf�higkeit (von 100 %) ab 16. April 2010. Dr. med. G.________ legt einleuchtend dar, weshalb diese Gesundheitsst�rung, welche im April 2010 zu einer Aufhebung der Arbeitsf�higkeit f�hrte, nicht �berwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom Juni 2006 zur�ckzuf�hren ist. Seine Einsch�tzungen erf�llen die Anforderungen an einen rechtsgen�glichen medizinischen Aktenbericht. Die Versicherte liefert keine Anhaltspunkte, die auch nur geringe Zweifel an der Zuverl�ssigkeit und Schl�ssigkeit seiner Feststellungen wecken (vgl. BGE 135 V 465).
Da die Beschwerde offensichtlich unbegr�ndet ist, wird sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG erledigt.
Der Prozess ist kostenpflichtig (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG). Die unterliegende Beschwerdef�hrerin hat die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).