Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=KG&Datum=07.11.2007&Aktenzeichen=11%20U%2016/07
Timestamp: 2019-06-27 07:11:32
Document Index: 156342344

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 151', 'BGH', '§ 543', '§ 543', '§ 22']

KG, 07.11.2007 - 11 U 16/07 - dejure.org
https://dejure.org/2007,3924
KG, 07.11.2007 - 11 U 16/07 (https://dejure.org/2007,3924)
KG, Entscheidung vom 07.11.2007 - 11 U 16/07 (https://dejure.org/2007,3924)
KG, Entscheidung vom 07. November 2007 - 11 U 16/07 (https://dejure.org/2007,3924)
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WEG § 16 Abs. 2; BGB § 151
Bei Angebot des Wasserversorgers (in dessen AGB) an den "Grundstückseigentümer" kommt durch Wasserentnahme konkludent ein Vertrag mit allen Wohnungseigentümern zustande, nicht mit der Wohnungseigentümergemeinschaft
deutscher-mieterbund.de
Haftung der Mitglieder einer Wohnungseigentümergemeinschaft für Entgelte für die Trinkwasserbelieferung und Schmutzwasserentsorgung
Haftung für Entgelte für Trinkwasserbelieferung
Gesamtschuldnerische Haftung von Wohnungseigentümern in Folge eines konkludent geschlossenen Versorgungsvertrages durch die Bereitstellung einer Wasserversorgung und Frischwasserentnahme; Angebot zum Abschluss eines Entsorgungsvertrages durch Bereitstellung von Schmutzwasserleistungen und Entsorgungsleistungen auf einem Grundstück; Adressat einer Realofferte eines Wasserversorgungsunternehmens; Zulässigkeit einer Klageänderung auf Feststellung der Erledigung eines Rechtsstreits in der Hauptsache im Fall einer möglichen Ausräumung des Rechtsstreits und Vorbeugung weiterer Rechtsstreitigkeiten
In Berlin schulden Wohnungseigentümer Trink-/Schmutzwasserkosten persönlich! (IMR 2008, 87)
LG Berlin, 22.03.2007 - 9 O 426/06
NJW-RR 2008, 966
ZMR 2008, 649
KG, 24.03.2009 - 4 U 172/07
Wohnungseigentum: Schuldner für Entgeltforderungen aus einem Wasserbelieferungs- …
Die einzelnen Wohnungseigentümer haften grundsätzlich nicht als Gesamtschuldner (Anschluß an BGH, Urteil vom 7. März 2007, VIII ZR 125/06 und KG, Urteil vom 12. Februar 2008, 27 U 36/07, entgegen KG, Urteil vom 7. November 2007, 11 U 16/07).
Für die Auslegung konkludenter/schlüssiger Willenserklärungen gelten dabei dieselben Grundsätze wie bei der Auslegung ausdrücklicher Erklärungen (vgl. KG, Urteil vom 07.11.2007 - 11 U 16/07 -, Rdnr. 9 m.w.N., juris).
Mit der Änderung der Rechtsprechung zur Teilrechtsfähigkeit der Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist klargestellt worden, dass Vertragspartner stets nur die Wohnungseigentümergemeinschaft war (anderer Ansicht KG, Urteil vom 07.11.2007 - 11 U 16/07 -, Rdnr. 10).
Die Voraussetzungen des § 543 Abs. 2 Nr. 1 ZPO liegen nach Ansicht des Senats zwar hier nicht vor, da die Rechtssache nach der Klärung der entscheidenden Rechtsfragen durch das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 07.03.2007 zu VIII ZR 125/06 keine grundsätzliche Bedeutung hat; jedoch erfordert die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts gemäß § 543 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, da ein anderer Senat des Kammergerichts in derselben Fallkonstellation in Kenntnis und Auseinandersetzung mit dem Urteil des Bundesgerichtshofes vom 07.03.2007 zu einem gegenteiligen Ergebnis gelangt ist (KG, Urteil vom 07.11.2007- 11 U 16/07 -, juris).
Der erkennende Senat weicht mit der vorliegenden Entscheidung von den Entscheidungen anderer Senate des Kammergerichts (7. Zivilsenat, 7 U 251/05, Urteil vom 29. September 2006 = KG-Report 2007, 46f. = MietRB 2007, 94 = Grundeigentum 2006, 1478 = NJW-RR 2007, 232 = NZM 2007, 216f; 11. Zivilsenat, 11 U 16/07, Urteil vom 7. November 2007 = WuM 2008, 51 (LS), sowie veröffentlicht im Volltext bei "juris"; 13. Zivilsenat, 13 U 26/07, Urteil vom 7. August 2007 = Grundeigentum 2007, 1485f.; 22. Zivilsenat, 22 U 79/06, Urteil vom 8. Februar 2007, unveröffentlicht) ab.
Aus der AVBWasserV (insbesondere § 22 Abs. 1 Satz 1) ergibt sich im Gegenteil gerade, dass Vertragspartner des Wasserversorgers der Grundstückseigentümer ist (vgl. KG Berlin, Urteil vom 7. November 2007 - 11 U 16/07-, juris).