Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201983,%20385
Timestamp: 2019-06-19 18:00:17
Document Index: 305804502

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 341', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 343', 'BGH', 'BGH', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 12', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 648']

BGH, 18.11.1982 - VII ZR 305/81 - dejure.org
https://dejure.org/1982,62
BGH, 18.11.1982 - VII ZR 305/81 (https://dejure.org/1982,62)
BGH, Entscheidung vom 18.11.1982 - VII ZR 305/81 (https://dejure.org/1982,62)
BGH, Entscheidung vom 18. November 1982 - VII ZR 305/81 (https://dejure.org/1982,62)
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Abschluss eines Werkvertrages - Zahlung einer Vertragsstrafe wegen nicht rechtzeitiger Werkfertigstellung - Wirksamkeit einer Vertragsstrafenvereinbarung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen
Vertragsstrafenvereinbarung im vorformulierten Bauvertrag
BGB § 341
BGHZ 85, 305
NJW 1983, 385
ZIP 1983, 76
MDR 1983, 302
BauR 1983, 80
ZfBR 1983, 78
Aus dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 18. November 1982 (VII ZR 305/81, BGHZ 85, 305) ergibt sich nichts Gegenteiliges.
Die Vertragsstrafe ist einerseits ein Druckmittel, um die termingerechte Fertigstellung des Bauwerks zu sichern, andererseits bietet sie die Möglichkeit einer erleichterten Schadloshaltung ohne Einzelnachweis (BGH, Urteil vom 18. November 1982, aaO.;… Urteil vom 20. Januar 2000 - VII ZR 46/98, aaO.).
Die Schöpfung neuer, vom Sachinteresse des Auftraggebers losgelöster Geldforderungen ist nicht Sinn der Vertragsstrafe (BGH, Urteil vom 18. November 1982, aaO. S. 313 f.).
Ist allerdings erkennbar, dass die Vertragsstrafe in erster Linie zur bloßen Schöpfung neuer, vom Sachinteresse des Verwenders losgelöster Geldforderungen eingesetzt wird, fehlt es am berechtigten Interesse des Arbeitgebers (…Preis/Stoffels aaO Rn. 29 im Anschluss an BGH 23. Januar 2003 - VII ZR 210/01 - BGHZ 153, 311; 18. November 1982 - VII ZR 305/81 - BGHZ 85, 305, 313 f.).
Ist erkennbar, dass die Vertragsstrafe in erster Linie zur bloßen Schöpfung neuer, vom Sachinteresse des Verwenders losgelöster Geldforderungen eingesetzt wird, fehlt es am berechtigten Interesse des Arbeitgebers (…Preis/Stoffels Der Arbeitsvertrag II V 30 Rn. 28 im Anschluss an BGH 23. Januar 2003 - VII ZR 210/01 - BGHZ 153, 311, 324 = NJW 2003, 1805; 18. November 1982 - VII ZR 305/81 - BGHZ 85, 305, 313 f. = NJW 1983, 385).
Der Gesetzgeber hat die Vertragsstrafe mit einer doppelten Zielrichtung geschaffen (BGHZ 85, 305, 312).
Ein Betrag in der vereinbarten Höhe war insbesondere im Hinblick auf die Gewinnerwartung des Beklagten (vgl. BGHZ 85, 305, 312 f.) nicht erforderlich, um den Kläger zu einer ordnungsgemäßen Erfüllung der von ihm übernommenen Vertragspflichten anzuhalten.
c) Eine Herabsetzung der formularmäßig vereinbarten Vertragsstrafe gem. § 343 BGB scheidet nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs aus (BGHZ 85, 305, 314 f. m.w.N.;… BGH, Urt. v. 21.3.1990 - VIII ZR 196/89, LM Nr. 15 zu § 9 (Bm) AGBG).
Zugleich soll sie den Gläubiger in den Stand setzen, sich bei Verletzung der sanktionierten Vertragspflichten jedenfalls bis zur Höhe der Vertragsstrafe ohne Einzelnachweis schadlos zu halten (vgl. BGH, Urteil vom 18. November 1982 - VII ZR 305/81, BGHZ 85, 305, 312 m.w.N.).
Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Vereinbarung, wonach der Auftragnehmer, wenn er in Verzug gerät, für jeden Werktag der Verspätung eine Vertragsstrafe von 0, 1 %, höchstens jedoch 10 % der Angebotssumme zu zahlen hat, ist wirksam (im Anschluß an Senatsurteil BGHZ 85, 305 (314) = NJW 1983, 385).
Eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthaltene Vereinbarung, wonach der Auftragnehmer, wenn er in Verzug gerät, für jeden Werktag der Verspätung eine Vertragsstrafe von 0, 1 %, höchstens jedoch 10 % der Angebotssumme zu zahlen hat, ist wirksam (im Anschluß an Senatsurteil BGHZ 85, 305, 314) [BGH 18.11.1982 - VII ZR 305/81].
Insbesondere hält sich der auf 10 % der Angebotssumme festgesetzte Höchstbetrag der Vertragsstrafe unter Berücksichtigung der gesetzlichen Zwecke einer derartigen Strafe in einem noch vertretbaren Rahmen (vgl. zur Rechtsprechung des Senats: BGHZ 85, 305, 314) [BGH 18.11.1982 - VII ZR 305/81].
Maßgeblich ist, daß der Vorbehalt rechtzeitig, d.h. grundsätzlich bei der Abnahme (oder ausnahmsweise bei besonderer Vereinbarung bis zur Schlußzahlung - vgl. Senatsurteil BGHZ 72, 222, 228 [BGH 12.10.1978 - VII ZR 139/75]; 85, 305, 310) [BGH 18.11.1982 - VII ZR 305/81]erklärt wird, ferner daß er - wie hier - in den Fällen des § 12 Nr. 4 VOB/B in die Niederschrift über die Abnahme aufgenommen wird.
BGH, 19.01.1989 - VII ZR 348/87
Wirksamkeit einer formularmäßigen Vertragsstrafe-Vereinbarung; Vereinbarung einer …
BGH, 22.10.1987 - VII ZR 167/86
OLG Celle, 28.11.2012 - 9 U 77/12
Allgemeine Geschäftsbedingung: Wirksamkeit einer Vertragsstrafenklausel
BGH, 12.07.1984 - VII ZR 91/83
Allgemeine Geschäftsbedingungen: Vorbehalt der Vertragsstrafe
OLG Jena, 26.01.1999 - 8 U 1273/98
Kann für verspätete Rechnungslegung Vertragsstrafe vereinbart werden?
OLG Hamm, 21.03.1996 - 17 U 93/95
AGB: Umlageklausel über Baunebenleistungen; Vertragsstrafenklausel
OLG Düsseldorf, 29.06.2001 - 22 U 221/00
Vertragsstrafe in Prozent der Bruttoschlussrechnungssumme bei Pauschalfestpreis - …
OLG Dresden, 01.09.1999 - 11 U 498/99
OLG München, 26.05.1993 - 7 U 1829/93
Unzulässigkeit einer in allgemeinen Geschäftsbedingungen festgelegten …
OLG Naumburg, 13.11.1997 - 7 U 297/96
Anspruch auf Zahlung von Restwerklohn; Lieferung und Montage eienr …
LG Neuruppin, 19.04.2007 - 2 O 550/03
OLG Dresden, 24.10.2002 - 7 U 1529/02
§ 648a BGB: Bedingte Nachfristsetzung wirksam?