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Timestamp: 2019-10-22 10:55:37
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Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 13', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 13', '§ 13', '§ 19', '§ 15']

Zuordnung einer Rechnung zu einem Steuerjahr - recht.de
Zuordnung einer Rechnung zu einem Steuerjahr
Beitrag von jtf » 29.08.16, 16:42
X ist Selbstständig. Bei einem Teil seiner Rechnungen die er 2016 ausgestellt hat, wurde der Auftrag durch den Auftraggeber bereits in 2015 an X vergeben. X hat einen Teil der Leistung in 2015, und einen Teil in 2016 erbracht. Die Rechnungslegung erfolge in 2016, sofern die Leistung erst 2016 abgeschlossen werden konnte.
Jetzt ist die Frage: Wonach richtet es sich, ob die Rechnung dem Steuerjahr 2015 oder 2016 zugeordnet wird?
Die Frage ist nicht trivial, denn X will in 2016 nach der Kleinuntenehmerregelung arbeiten (um in 2017 keine USt abführen zu müssen), daher darf er 2016 max. 18.500 € Umsatz erwirtschaften (in 2015 lag der Umsatz deutlich darüber).
Besten Dank für alle Beiträge und beste Grüße
Beitrag von jtf » 29.08.16, 16:43
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Beitrag von Christian_K » 30.08.16, 05:43
Die Grenze laut § 19 Abs. 1 UStG liegt bei 17500 Euro.
Und welchem Jahr die Umsätze zuzuordnen sind: Kommt drauf an!
Ich empfehle einen Blick in § 13 UStG.
Beitrag von taxalus » 30.08.16, 07:51
§ 19 UStG: ......Umsatz im Sinne des Satzes 1 ist der nach vereinnahmten Entgelten bemessene Gesamtumsatz, gekürzt um die darin enthaltenen Umsätze von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens.
Zur Prüfung der Grenze nach § 19 UStG ist immer der Ist-Umsatz (vereinnahmte Beträge) zu berücksichtigen.
Beitrag von jtf » 30.08.16, 10:54
Christian_K hat geschrieben: Die Grenze laut § 19 Abs. 1 UStG liegt bei 17500 Euro.
Danke für diese wichtige Korrektur!
Christian_K hat geschrieben:
Ist-Versteuerung.
Christian_K hat geschrieben: Ich empfehle einen Blick in § 13 UStG.
Also nach § 13 1a und 1b ist in 2015 zu Versteuern, da in 2015 die Leistung "begonnen" wurde?
Beitrag von jtf » 30.08.16, 10:57
taxalus hat geschrieben: § 19 UStG: ......Umsatz im Sinne des Satzes 1 ist der nach vereinnahmten Entgelten bemessene Gesamtumsatz, gekürzt um die darin enthaltenen Umsätze von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens.
Also doch in 2016, wenn der Geldeingang (Vereinnahmung) in 2016 zu verzeichnen war?
Beitrag von webelch » 30.08.16, 11:16
Beitrag von jtf » 30.08.16, 11:18
webelch hat geschrieben: ja
Bezieht sich Ihr ja auf diesen Post:
Oder auf meinen vorigen?
Beitrag von webelch » 30.08.16, 11:19
jtf hat geschrieben: Also doch in 2016, wenn der Geldeingang (Vereinnahmung) in 2016 zu verzeichnen war?
Beitrag von jtf » 30.08.16, 11:28
Besten Dank, Webelch.
Das ist eine einfache Regelung. Endlich mal was einfaches, wenns um Steuern geht!
Beitrag von Christian_K » 30.08.16, 12:50
jtf hat geschrieben: Das ist eine einfache Regelung. Endlich mal was einfaches, wenns um Steuern geht!
Ich will Dir die Freude ja nicht nehmen.
Aber hat X die letzten 5 Jahre größere Anschaffungen gehabt und dafür die Vorsteuer geltend gemacht?
Dann sollte sich X noch mit § 15 a UStG und der evtl. notwendigen Berichtigung des VoSt-Abzugs beschäftigen.
Soviel zum Thema "einfach"
Beitrag von jtf » 30.08.16, 13:47
X wird für 2014 zum ersten Mal Vorsteuer/Umsatzsteuer bezahlen müssen, da er zuvor immer unter 17.500 € war.
(die Steuererklärung für 2014 wurde bisher noch nicht eingereicht).
Beitrag von margarete » 31.08.16, 12:01
2014 noch nicht eingereicht??
In welchem Jahr wurden die 17.500,-- Einnahmen erstmalig überschritten?
Beitrag von jtf » 31.08.16, 13:23
margarete hat geschrieben: 2014 noch nicht eingereicht??
Beitrag von jtf » 02.09.16, 11:19