Source: http://naturathlon.eu/0308_gebietsschutz.html
Timestamp: 2017-06-28 19:23:33
Document Index: 257484002

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 23', '§ 24', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 30', '§ 30']

AWZ-Zulassungen in Nord- und OstseeAgro-GentechnikArtenschutzBergbaufolge- landschaftenBiologische VielfaltBiotop- und LandschaftsschutzBlütenbestäuber und BiodiversitätCITESErneuerbare EnergienGebietsschutz / GroßschutzgebieteNaturschutzgebieteNationalparkeNationale NaturmonumenteBiosphärenreservateLandschaftsschutzgebieteNaturparkeBesonders geschützte Biotoptypen nach § 30 BNatSchGGesellschaftGewässer- und AuenschutzInternationaler NaturschutzKlimawandel und BiodiversitätLandwirtschaftMeeresnaturschutzMonitoringNagoya-Protokoll (Nutzung genetischer Ressourcen)Nationales NaturerbeNatura 2000ÖkonomiePlanungRechtRote ListeTourismus & Sport
Für die weitere Entwicklung des Gebietsschutzes in Deutschland, insbesondere für die Entwicklung der Großschutzgebiete werden folgende Schwerpunkte gesehen:Weiterentwicklung von Qualitätskriterien und Standards für (Groß-)Schutzgebiete,
Durchführung von Förderprojekten des Bundes in den Kulissen der Großschutzgebiete.Für die Großschutzgebiete wurde im November 2005 die Dachmarke "Nationale Naturlandschaften" ( www.nationale-naturlandschaften.de) durch EUROPARC Deutschland mit folgenden Zielen gegründet:gemeinsames Auftreten der Großschutzgebiete Deutschlands, gebietsübergreifende Kommunikation
zusätzliche Einwerbung von Finanzmitteln für die Großschutzgebiete.Inzwischen verwenden viele Großschutzgebiete in Deutschland das neue Corporate Design. Die Entwicklung der Dachmarke wurde mit Mitteln von BMU/BfN unterstützt. Die Ziele und Handlungserfordernisse für die Großschutzgebiete hat das BfN in einem Positionspapier dargelegt (siehe rechte Spalte).NaturschutzgebieteNaturschutzgebiete (§ 23 BNatSchG) dienen insbesondere der Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung von Lebensräumen und der daran gebundenen wildlebenden Tier- und Pflanzenarten, in ihnen ist jede Zerstörung, Veränderung oder Beeinträchtigung ausgeschlossen. Nutzungen sind nur soweit zulässig, wie sie dem Schutzzweck nicht entgegenstehen. zu den NaturschutzgebietenNationalparkeNationalparke (§ 24 BNatSchG) sind großräumige Landschaften nationaler Bedeutung, die sich in einem überwiegenden Teil ihres Gebiets in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden oder geeignet sind, sich in einen solchen Zustand zu entwickeln oder entwickelt zu werden. Frei von nutzenden und lenkenden Eingriffen des Menschen soll Natur sich nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln können. Nationalparke tragen zur Bewahrung der Schöpfung und der natürlichen Artenvielfalt bei und schaffen Rückzugsgebiete für wildlebende Pflanzen und Tiere. zu den NationalparkenNationale NaturmonumenteSeit 1. März 2010 gilt das novellierte Bundesnaturschutzgesetz. Eine der vorgenommenen Änderungen betrifft § 24, in den zusätzlich zu den Nationalparken die Schutzgebietskategorie "Nationale Naturmonumente" aufgenommen wurde.
zu den Nationalen NaturmonumentenBiosphärenreservateBiosphärenreservate (§ 25 BNatSchG) dienen dem großräumigen Schutz von Natur- und Kulturlandschaften. Vornehmliche Ziele sind die Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung einer durch hergebrachte vielfältige Nutzungen geprägten Landschaft und der darin historisch gewachsenen Arten- und Biotopvielfalt. Darüber hinaus sollen sie beispielhaft der Entwicklung und Erprobung nachhaltiger Wirtschaftsweisen in allen Wirtschaftssektoren dienen.
zu den BiosphärenreservatenLandschaftsschutzgebieteLandschaftsschutzgebieten (§ 26 BNatSchG) obliegt die Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung der Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes. In der Regel handelt es sich um großflächigere Gebiete, die auch eine Bedeutung für die Erholung des Menschen haben.
zu den LandschaftsschutzgebietenNaturparkeNaturparke (§ 27 BNatSchG) sind großräumige Kulturlandschaften, in denen der Schutz und die Erhaltung der Biotop- und Artenvielfalt stark mit der Erholungsfunktion der Landschaften für den Menschen verbunden sind. In ihnen werden umweltverträglicher Tourismus und dauerhaft umweltverträgliche Landnutzungen unterstützt.
zu den NaturparkenBesonders geschützte Biotoptypen nach § 30 BNatSchGDurch § 30 des BNatSchG wird eine Reihe von Biotoptypen pauschal vor erheblichen und nachhaltigen Eingriffen geschützt. Dabei bedarf es nicht der gesonderten Ausweisung als Schutzgebiet.
zu den Besonders geschützten BiotoptypenFeuchtgebiete internationaler BedeutungAm 2. Februar 1971 wurde in der iranischen Stadt Ramsar das "Übereinkommen über den Schutz von Feuchtgebieten, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung" (Ramsar-Konvention) geschlossen. Deutschland trat der Ramsar-Konvention 1976 bei. Jeder Vertragsstaat ist verpflichtet, mindestens ein Feuchtgebiet in seinem Hoheitsgebiet als "Feuchtgebiet internationaler Bedeutung" zu benennen und die Erhaltung und Förderung dieser Gebiete durch die Bewahrung des ökologischen Zustandes, durch Biotopmanagement und wohlausgewogene Nutzung (wise use) zu sichern. Deutschland hat 34 Ramsar-Gebiete mit einer Gesamtfläche von 668.226 ha gemeldet. Dabei handelt es sich um sog. Prädikatsgebiete, die nicht im BNatSchG verankert sind.
Kartendienst Interaktiver Web-Mapping-Dienst "Schutzgebiete in Deutschland" BfN-Position BfN-Positionspapier "Großschutzgebiete in Deutschland"Downloads Ulrich Gehrlein, Nicola von Kutzleben, Britta Düsterhaus und Gabriele Niclas (Hrsg.) (2016): Der demografische Wandel und seine Wirkung auf Großschutzgebiete, BfN-Skripten 429, Bonn, 147 S. Volker Scherfose, Ulrich Gehrlein und Eva Milz (2015): Grenzüberschreitende und Bundesländer übergreifende Zusammenarbeit von Nationalen Naturlandschaften, BfN-Skripten 405, Bonn, 220 S. Gehrlein, U.; Süß, P.; Baranek, E. u. Schubert, S. (2014): Anwendbarkeit des integrativen Monitoringprogramms für Großschutzgebiete - Abschlussbericht des gleichnamigen Forschungsvorhabens. BfN Skripten 374. Bonn. 180 S. Astrid Kowatsch, Ulrich Hampicke, Lenelis Kruse-Graumann und Harald Plachter (2011): Indikatoren für ein integratives Monitoring in deutschen Großschutzgebieten -Endbericht des gleichnamigen F+E -Vorhabens des BfN, BfN-Skripten 302, 146 S. EUROPARC Deutschland (2010): Richtlinien für die Anwendung der IUCN-Managementkategorien für Schutzgebiete, Berlin, Deutschland, 88 Seiten. Deutsche Übersetzung von: Dudley, N. (Ed). 2008. Guidelines for Applying Protected Area Management Categories. Gland, Switzerland: IUCN. x + 86pp., ISBN: 978-2-8317-1086-0 (englische Ausgabe)
weitere Informationen Übersicht über Beschlüsse und Empfehlungen aller relevanten internationalen Abkommen zum Thema Schutzgebiete (englische Seite)
Letzte Änderung: 19.08.2016 Artikel drucken