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Timestamp: 2017-09-24 05:04:46
Document Index: 60970533

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 77', '§ 9', '§ 11', '§ 7', '§ 12', '§ 14', '§ 15', '§ 5', '§ 5']

16. Jahrgang, Nr. 8 vom 19. Dezember 2006, S. 34
Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm Agrarwissenschaften
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und § 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm Agrarwissenschaften (180 Leistungspunkte) im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang beschlossen.
§ 9 Anmeldung zum Modul und Voraussetzung für die Modulleistungen 6
§ 11 Bachelor-Arbeit 6
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm Agrarwissenschaften regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienprogrammes Agrarwissenschaften im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang (180 Leistungspunkte).
(2) Diese Studien- und Prüfungsordnung gilt für Studierende, die ab Wintersemester 2006/2007 das Studium der Agrarwissenschaften im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
(1) Ziel des Studienprogrammes Agrarwissenschaften ist es, in interdisziplinärer Herangehensweise die grundlegenden Theorien, Methoden, Verfahren und Problemstellungen der agrarwissenschaftlichen Bereiche Pflanzenbauwissenschaften, Nutztierwissenschaften sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus zu vermitteln. Die Studierenden erwerben dabei die grundlegenden Kenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens und es werden die Grundlagen für eine wissenschaftlich fundierte Urteilsfähigkeit in den agrarwissenschaftlichen Fachdisziplinen gelegt. Dies befähigt zu einem verantwortlichen Handeln in Beruf und Gesellschaft.
Das Studienprogramm Agrarwissenschaften soll den Erwerb von Kompetenzen ermöglichen, die Voraussetzungen für ein zielgerichtetes und erfolg­reiches Handeln im Berufsfeld sind. Im Vordergrund stehen dabei das Erkennen und Analysieren von Zusammenhängen in vernetzten Systemen und die Fähigkeit zum ganzheitlichen, integrativen Denken.
(2) Das Studienprogramm Agrarwissenschaften qualifiziert auf naturwissenschaftlicher und wirtschaftswissenschaftlicher Basis für spezifische Handlungs- und Berufs­felder im Bereich der praktischen Landwirtschaft, der landwirtschaftlichen Beratung, der vor- und nachgelagerten Bereiche der Landwirtschaft sowie der Agrar- und Umweltforschung.
(3) Das Studienprogramm qualifiziert für die Zulassung zum Masterstudiengang. Näheres regelt die Studien- und Prüfungsordnung für das Masterprogramm Agrarwissenschaften.
(1) Eine Beratung zu Fragen der Studieneignung sowie insbesondere die Unterrichtung über Studienmöglichkeiten, Studieninhalte, Studienaufbau und Studienanforderungen erfolgt durch die Allgemeine Studienberatung der Zentralen Universitätsverwaltung sowie am Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften.
(1) Für das Studienprogramm müssen Vorkenntnisse in der landwirtschaftlichen Praxis mit einer Dauer von mindestens 6 Monaten bei Studienbeginn nachgewiesen oder in der Regel bis spätestens zum Abschluss des 2. Semesters des Bachelor-Studienprogrammes Agrarwissenschaften erworben und nachgewiesen werden. Die Teilung des Praktikums ist möglich. Näheres regelt die Praktikantenordnung für das Studienprogramm Agrarwissenschaften.
(2) Das Erfüllen der Zulassungsvoraussetzung begründet keinen Anspruch auf einen Studienplatz für dieses Studienprogramm.
(4) In das Studienprogramm Agrarwissenschaften können Studierende übertreten, die einen artverwandten Diplom- oder Magisterstudiengang begonnen haben.
(5) Über die Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen entscheidet der Prüfungsausschuss.
(1) Der Aufbau des Studienprogramms, Titel, Leistungspunkteumfang und empfohlene Abfolge der Module, Formen der Modulleistung/en bzw. Modulteilleistungen und der Modulvorleistung/en ergeben sich aus der Anlage „Studienprogrammübersicht“ zu dieser Ordnung.
(2) Es werden im Rahmen der Allgemeinen Schlüsselqualifikation Module aus dem Lehrangebot der Informatik und dem Fremdsprachenangebot empfohlen (§ 7 Abs. 7 ABStPOBM).
(3) Bei Vorliegen aller erforderlichen Teilnahmevoraussetzungen kann der Studien- und Prüfungsausschuss auf Antrag darüber befinden, ob im Einzelfall auch Module aus dem Master-Programm als Wahlpflichtmodule im Bachelor-Studienprogramm gewählt werden können.
Das Kontaktstudium im Bachelor-Studienprogramm Agrarwissenschaften wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Formen sind:
a. Vorlesungen: bieten zusammenhängende Darstellungen größerer Stoffgebiete und vermitteln Kenntnisse und Methoden auf wissenschaftlicher Grundlage unter Anleitung von Dozentinnen und Dozenten;
c. Übungen: dienen der Verfestigung von in Seminaren und Vorlesungen gelernten Fertigkeiten sowohl in Labor-, PC-Übungsräumen oder Computer-Pools als auch im Gelände unter Anleitung von Dozentinnen und Dozenten;
e. Exkursionen: dienen der Verfestigung von in Seminaren und Vorlesungen gelernten Fertigkeiten durch Demonstrationen und Übungen im praktischen Bezug unter Anleitung von Dozentinnen und Dozenten;
f. Praktikum: dienen der Vertiefung der Lehrinhalte aus Vorlesungen, Seminaren;
g. Übungen an Hand eigener Versuche.
b. Referat: ein mündlicher Vortrag mit einer Dauer von maximal 30 Minuten;
e. Übungsprotokolle: eine schriftliche Zusammenfassung einer einzelnen Übungssitzung im Umfang von maximal 2 Seiten;
f. Bachelor-Arbeit: Näheres dazu regelt § 12;
g. Bearbeitung von Übungsaufgaben;
h. Kurztest: schriftliche, unangekündigte Kontrolle mit einer Dauer von maximal 10 Minuten.
(3) Die zweite Wiederholungsprüfung einer Modulleistung mit Ausnahme der Bachelor-Arbeit ist nur auf Antrag möglich. Über den Antrag entscheidet der Prüfungsausschuss nach Anhörung der betreffenden Prüferin bzw. des betreffenden Prüfers. Die Zulassung ist nur dann zu gewähren, wenn die übrigen Leistungen der Kandidatin bzw. des Kandidaten erkennen lassen, dass das Erreichen des Studienzieles zu erwarten ist. Die zweite Wiederholungsprüfung setzt die Modulwiederholung im folgenden Studienjahr voraus. Die Termine werden vor Beginn des Semesters in den konkreten Modulbeschreibungen, durch Aushang und/oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gemacht. Gemäß §§ 14 Abs. 8, 20 Abs. 13 ABStPOBM wird für alle Module mit Ausnahme der Bachelor-Arbeit die Möglichkeit eingeräumt, vor der zweiten Wiederholung der Modulleistung bzw. einer Teilleistung die entsprechenden Modulveranstaltungen nochmals zu besuchen.
(2) Die genauen Termine und Wiederholungstermine für die Erbringung der Modulleistungen bzw. Modulteilleistungen werden spätestens vier Wochen vor Prüfungsbeginn durch Aushang beim zuständigen Prüfungsamt und über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben.
(3) Die Anmeldung zu den Modulen gemäß § 15 Abs. 1 ABStPOBM entspricht der Anmeldung zur Modulleistung, sobald die technischen Möglichkeiten dies zulassen. Die Anmeldung erfolgt über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem oder über das Prüfungsamt. Die Anmeldemodalitäten werden in den konkreten Modulbeschreibungen, durch Aushang und/oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben. Die Zulassung zur Modulleistung kann von der Erfüllung von Modulvorleistungen abhängig gemacht werden. Dieses ergibt sich aus der Studienprogrammübersicht.
(4) Die Anmeldung zur Modulleistung wird zwei Wochen vor dem jeweiligen Termin der Modulleistung wirksam, sofern die Studentin bzw. der Student bis zu diesem Zeitpunkt die Anmeldung nicht durch schriftliche Erklärung gegenüber dem zuständigen Prüfungsamt widerrufen hat. Eine Begründung des Widerrufs ist nicht erforderlich. Eine durch Widerruf abgemeldete Modulleistung gilt als nicht angemeldet.
(1) Für das Studienprogramm Agrarwissenschaften wird von den Fachvertreterinnen und Fachvertretern des Instituts für Agrar- und Ernährungswissenschaften der Naturwissenschaftlichen Fakultät III ein Studien- und Prüfungsausschuss gebildet.
Der Umfang der Bachelor-Arbeit soll nicht mehr als 50 Textseiten betragen.
(2) Zur Bachelor-Arbeit zugelassen wird nur, wer mindestens 140 Leistungspunkte im Studienprogramm erfolgreich absolviert hat.
(3) Das Thema der Bachelor-Arbeit wird nach Erfüllung der unter Abs. 2 stehenden Voraussetzung über den Studien- und Prüfungssausschuss ausgegeben und von einer bzw. einem durch den Studien- und Prüfungsausschuss bestellten Prüferin bzw. einem Prüfer betreut.
(4) Mit der Ausgabe eines Themas der Bachelor-Arbeit beginnt die Bearbeitungszeit. Diese beträgt 12 Wochen. Das Datum der Bekanntgabe des Themas ist aktenkundig zu machen. Die Bachelorarbeit umfasst einen Arbeitsaufwand von 300 Stunden.
(6) Die bzw. der Studierende fügt der Arbeit eine schriftliche Versicherung hinzu, dass sie bzw. er die Arbeit selbstständig verfasst hat, sie in gleicher oder ähnlicher Fassung noch nicht in einem anderen Studiengang als Prüfungsleistung vorgelegt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie Zitate kenntlich gemacht hat.
Die Studienprogrammübersicht im Anhang dieser Ordnung (§ 5) benennt die Module, die in die Gesamtnote eingehen.
Diese Studien- und Prüfungsordnung wurde beschlossen vom Fakultätsrat der Landwirtschaftlichen Fakultät am 2. Mai 2006; der Rektor hat die Ordnung genehmigt am 06.12.2006.
Anlage (gemäß § 5) Studienprogrammübersicht
Grundlagenmodule, Pflicht für alle Studierenden Summe von 105 LP
Kontaktstudium (Veranstaltungsdauer in SWS)1
V5 S2 U1 P2
Biometrie I und Agrarinformatik (FSQ)
Agrartechnik (FSQ)
V4 Tutorium 1
V3 S1 Ü1
V 7 Ü1
V9 Ü3
Alternativ Pflanzenwissenschaften (Wahlpflichtmodule) 45 LP (es müssen 45 LP aus den Pflanzenwissenschaften oder den Nutztierwissenschaften oder den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus gewählt werden)
Teilnahmevoraussetzungen2
Ackerbau I
V2 Ü1 S 1
V3 Ü1 Tutorium 2
V1 Ü1 S1
Nutztierwissenschaften (Wahlpflichtmodule) 45 LP
Nährstoffumsetzung und –bedarf
Futtermittelkunde und –bewertung
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus (Wahlpflichtmodule) 45 LP
Institutionen- und Umweltökonomik I
Seminar zu ausgewählten Problemen der Agrarökonomik
Wahlpflichtmodule (30 LP aus 185 LP)
Standortlehre / Regionale Zuchtplanung
Rationsplanung und –kontrolle
V1 Ü3
Verfahrenstechnik, -planung und –bewertung
V2 Ü2 S1
Weidewirtschaft und Tierhaltung im ökologischen Landbau
Buchführung und Bilanzanalyse
Taxations- und Steuerlehre
Landwirtschaftliche Beratungslehre I
V1 Ü1 S2
Organisation und Rechtsform von Unternehmen
4 od. 6
Agrarmärkte: Fakten, Trends und Politik
Seminar zur Betreuung von Bachelor-Arbeiten
Ackerbau II
V3 Ü0,5 S0,5
Spezieller Pflanzenbau II
Spezieller Pflanzenbau III
Spezieller Pflanzenbau IV
Diagnosemethoden im Pflanzenschutz
V2 Ü5
Praktischer Pflanzenschutz und Pflanzenschutzmittel
V6 Ü2
Pflanzliche Stoffw. und Stoffregulation
Agrarsystemtechnik II
Wasser in der Pflanzenproduktion
Management der organischen Bodensubstanz
und Zytogenetik
Einführung in die Molekularbiologie und molekularbiologischen Methoden für Agrar- und Ernährungswissenschaften
V3 U4 S1
Modul aus dem Fächerkatalog der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg
1 V: Vorlesung; P: Praktikum; Ü: Übung
2 Um auch das Studium so frei wie möglich zu gestalten, sollten nur so viel Festlegungen wie unbedingt nötig getroffen werden