Source: http://www.elternmitwirkung.at/index.php/themen/leistungsbeurteilung-leistungsfeststellung/leistungsfeststellung?showall=1
Timestamp: 2020-01-27 03:56:13
Document Index: 140548211

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 2', '§7', '§ 1']

Nur bei der Leistungsbeurteilung besteht für Schulen die Möglichkeiten, neben bzw. statt der Beurteilung durch Noten durch Beschluss des Schulforums andere Formen der Beurteilung zur Anwendung zu bringen.
Die erlaubten Formen sind in § 3 der Leistungsbeurteilungsverordnung (LBVO) taxativ (vollzählig) aufgelistet. Es gibt keine Ermächtigung für die Schulen zum Zwecke der Leistungsbeurteilung, per Abstimmung oder Schulversuch oder durch "pädagogische Bezeichnungen" wie zB Lernziekontrolle weitere Formen anzuwenden.
Schriftliche und mündliche Leistungsfeststellungen, die in ihrer Durchführung und Dauer nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, dürfen einer Jahres(Semester)-beurteilung nicht zu Grunde gelegt werden.
Formen der Leistungsfeststellung zum Zwecke der Leistungsbeurteilung sind:
§ 3 (1) LBVO: Der Leistungsfeststellung zum Zweck der Leistungsbeurteilung dienen:
a) die Feststellung der Mitarbeit der Schüler im Unterricht, (Näheres im § 4)
b) besondere mündliche Leistungsfeststellungen
aa) mündliche Prüfungen, (Näheres in § 5)
bb) mündliche Übungen, (Naheres in § 6)
c) besondere schriftliche Leistungsfeststellungen
aa) Schularbeiten, (Näheres in § 7)
bb) schriftliche Überprüfungen (Tests, Diktate), (Näheres in § 8)
d) besondere praktische Leistungsfeststellungen, (Näheres in § 9)
e) besondere graphische Leistungsfeststellungen. (Näheres in § 10)
Die vom Lehrer jeweils gewählte Form der Leistungsfeststellung ist dem Alter und dem Bildungsstand der Schüler, den Erfordernissen des Unterrichtsgegenstandes, den Anforderungen des Lehrplanes und dem jeweiligen Stand des Unterrichtes anzupassen. ( § 2 Abs. 3 LBVO)
Schularbeiten (§7 LBVO) - Schularbeiten müssen bzw. dürfen nur in jenen Gegenständen stattfinden, in denen es der Lehrplan vorschreibt.
Wenn im Lehrplan für die Anzahl und Dauer ein Minimum und Maximum vorgegeben ist, so erfolgt die Festlegung der konkreten Anzahl der Schularbeiten und Dauer durch die jeweilige Lehrerin oder den jeweiligen Lehrer außer es gibt eine Regelung durch schulautonome Lehrplanbestimmungen. Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen könnten auch Schularbeiten in weiteren Gegenständen vorgeschrieben werden oder aus Lehrplänen einzelner Gegenstände gestrichen werden. Siehe zB hier: LP-NMS
Die Schularbeitentermine aller "Schularbeitengegenstände" müssen im im 1. Semester bis spätestens vier Wochen, im 2. Semester bis spätestens zwei Wochen nach Beginn des jeweiligen Semesters feststehen (ausgen. Berufsschule) und im Klassenbuch vermerkt werden. siehe Absatz 6
Ein Häufung von Schularbeiten sowie Schularbeiten unmittelbar nach mehreren freien Tagen muss vom Schulleiter unterbunden werden. siehe Absatz 7
Eine Schularbeit ist vom Schüler nachzuholen, wenn er in einem Unterrichtsgegenstand mehr als die Hälfte der Schularbeiten im Semester versäumt. Abweichende Bestimmungen siehe Absatz 9
Eine Wiederholung der Schularbeit muss stattfinden, wenn mehr als die Hälfte jener Schüler, die mitgeschrieben haben, mit Nicht genügend beurteit wurden. Näheres und Ausnahmen siehe Absatz 11
Informationsfeststellung - Pädagogische Freiheit bei der Form, Anzahl und Dauer besteht nur bei Leistungsfeststellungen, die nicht dem Zweck der Leistungsbeurteilung dienen. Informationsfeststellungen gemäß § 1 Abs. 2 LBVO dienen lediglich der Information der Lehrperson darüber, auf welchen Teilgebieten die Schüler Lehrziele erreicht haben und auf welchen Teilgebieten noch ergänzender Unterricht notwendig ist. Informationsfeststellungen fließen nicht in die Leistungsbeurteilung ein.
Feststellungen der Leistungen der Schüler (Informationsfeststellungen), die dem Lehrer nur zur Information darüber dienen, auf welchen Teilgebieten die Schüler die Lehrziele erreicht haben und auf welchen Teilgebieten noch ein ergänzender Unterricht notwendig ist, sind (daher) nicht Gegenstand der Leistungsbeurteilungsverordnung.
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