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Timestamp: 2016-10-25 19:11:03
Document Index: 17552776

Matched Legal Cases: ['Art. 88', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 88']

I 726/01 (08.02.2002)
A.- Die 1955 geborene S.________ bezog seit 1. November 1989 eine halbe Invalidenrente. In der Folge reichte sie mehrere Revisionsgesuche ein, die infolge unver�nderten Gesundheitszustandes - zuletzt mit Verf�gung vom 16. Mai 2000 - abgewiesen wurden. Am 16. September 2000 stellte die Versicherte erneut ein Revisionsgesuch. Mit Verf�gung vom 23. M�rz 2001 sprach ihr die IV-Stelle Bern ab 1. September 2000 eine ganze Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 76 % zu. Hierbei stufte sie die Versicherte nicht mehr als Teilerwerbst�tige, sondern wegen des fortgeschrittnen Alters ihrer Kinder neu als voll Erwerbst�tige ein.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die Versicherte, der Rentenbeginn sei auf einen fr�heren Zeitpunkt festzusetzen; weiter sei das Valideneinkommen heraufzusetzen.
b) Die Erh�hung der Rente erfolgt, sofern der Versicherte die Revision verlangt, von dem Monat an, in dem das Revisionsbegehren gestellt wurde (Art. 88bis Abs. 1 lit. a IVV). Wird festgestellt, dass der Beschluss der IV-Stelle zum Nachteil des Versicherten zweifellos unrichtig war, erfolgt die Rentenerh�hung von dem Monat an, in dem der Mangel entdeckt wurde (Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV). Massgebend ist der Zeitpunkt, in welchem die Verwaltung vom Mangel Kenntnis erhalten hat. Dies setzt nicht voraus, dass die Unrichtigkeit der Verf�gung - allenfalls nach Vornahme erg�nzender Abkl�rungen - mit Sicherheit feststeht. Es gen�gt, dass die Verwaltung - aufgrund des Wiederw�gungsgesuches oder von Amtes wegen - Feststellungen getroffen hat, die das Vorliegen eines relevanten Mangels als glaubhaft bzw. wahrscheinlich erscheinen lassen. Bei Wiedererw�gung aufgrund eines entsprechenden Gesuches kommt es daher entscheidend auf den Inhalt dieses Gesuches an, ob der Mangel bereits in diesem Zeitpunkt als "entdeckt" gelten kann (BGE 110 V 297 Erw. 4a).
2.- a) Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass sich am Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf eine ganze Invalidenrente auch bei Annahme eines h�heren Valideneinkommens nichts �ndert. Weiter ist sie zu Recht zum Schluss gelangt, dass der Rentenbeginn auf den 1. September 2000 festzusetzen ist. Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hat den vorinstanzlichen Erw�gungen, auf welche verwiesen wird (Art. 36a Abs. 3 OG), nichts beizuf�gen.
b) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden keine Einwendungen vorgebracht, die zu einer anderen Beurteilung f�hrten k�nnten.
aa) Die Versicherte legt dar, gem�ss Bericht des Dr.
med. H.________, Neurologie FMH, vom 23. August 1999, sei sie ab September 1998 wegen Verschlimmerung des Gesundheitszustandes zu 66 2/3 % arbeitsunf�hig gewesen. Herr X.________ von der IV-Stelle habe jedoch ihrem Anwalt am 12. Mai 2000 geschrieben, dieser Bericht sei aus unerkl�rlichen Gr�nden nicht bei ihren Akten gewesen. Damit liege ein Fall von Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV vor.
Hieraus kann die Beschwerdef�hrerin nichts zu ihren Gunsten ableiten: Die IV-Stelle ber�cksichtigte diesen Arztbericht bereits im Rahmen der revisions-ablehnenden Verf�gung vom 16. Mai 2000, welche in Rechtskraft erwachsen ist und im vorliegenden Verfahren nicht mehr �berpr�ft werden kann.
bb) Unbehelflich ist das weitere Vorbringen der Versicherten, ihr Anwalt habe sie nicht dar�ber aufgekl�rt, dass sie - ohne Gesundheitsschaden - bereits ab Eintritt ihrer Zwillinge in die Tagesschule im August 1999 einer Ganztagest�tigkeit h�tte nachgehen k�nnen. Selbst wenn anzunehmen w�re, dass sie bereits ab diesem Zeitpunkt als voll erwerbst�tig anzusehen w�re (BGE 125 V 150 Erw. 2c), ist festzuhalten, dass sie dies der IV-Stelle erstmals im Schreiben vom 16. November 2000 angab. Damit k�nnte der Rentenbeginn auch im Rahmen von Art. 88bis Abs. 1 lit. c IVV nicht vor dem 1. September 2000 angesetzt werden.
cc) Die Beschwerdef�hrerin macht im Weiteren geltend, sie sei fr�her als Chefsekret�rin, Sachbearbeiterin usw.
t�tig gewesen. Sie habe diese Arbeiten selbstst�ndig erledigt und besitze ein qualifiziertes Fachwissen mit Kenntnis mehrerer Sprachen. Das Valideneinkommen sei daher nicht gem�ss der Funktionsstufe C, sondern gem�ss der Stufe D der Sal�rempfehlungen des Schweizerischen Kaufm�nnischen Verbandes festzusetzen. Dies beeinflusse zwar nicht die Invalidenrente, habe aber Auswirkungen bei der Suche einer Teilzeitarbeit. Sie wolle wenn m�glich eine Stelle mit einem h�heren Lohn finden.
Diesbez�glich ist festzuhalten, dass es der Versicherten unbenommen ist, sich um Stellen zu bem�hen, die einem h�heren Lohnniveau entsprechen als dem von der IV-Stelle festgesetzten mutmasslichen Valideneinkommen von Fr. 73'100.-.
dd) Keinen Einfluss auf das vorliegende Verfahren haben schliesslich die Hinweise der Versicherten auf die seit 1991 durchgef�hrte Schwimmtherapie sowie auf ihre unsichere finanzielle Situation.