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Timestamp: 2016-10-24 18:20:34
Document Index: 178435346

Matched Legal Cases: ['Art. 132', 'BGE', 'Art. 132', 'Art. 104', 'Art. 132', 'Art. 132', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 27', 'Art. 49', 'BGE', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 69', 'Art. 1', 'Art. 57', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 49', 'Art. 49', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 152', 'Art. 135', 'Art. 152']

I 350/06 (23.01.2007)
I 350/06
S.________, 1951, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno H�fliger, Schwanenplatz 7, 6004 Luzern.
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 28. M�rz 2006.
A.a S.________, geboren 1951, war vom 1. Oktober 1996 bis 30. September 1997 als Pflegeassistentin im Spital X.________ t�tig. In der Folge bezog sie Taggelder der Arbeitslosenkasse. Am 30. November 1998 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (berufliche Massnahmen) an. Ab 1. Juli 1999 war S.________ bei der Heim Y.________ AG als Pflegeassistentin angestellt. Die IV-Stelle des Kantons Luzern veranlasste eine vierw�chige Abkl�rung (vom 2. bis 26. Mai 2000) in der BEFAS und verf�gte am 24. Januar 2001, S.________ sei beruflich angemessen eingegliedert, weshalb sie das Begehren um berufliche Eingliederungsmassnahmen abschreibe.
S.________ k�ndigte das Arbeitsverh�ltnis mit der Heim Y.________ AG auf den 31. Oktober 2001 und trat bereits am 1. Oktober 2001 eine neue Stelle im Spital Z.________ an. Dieses Arbeitsverh�ltnis l�ste die Arbeitgeberin w�hrend der Probezeit per 31. Dezember 2001 auf. Vom 1. Januar 2002 bis 30. April 2003 bezog S.________ wiederum Taggelder der Arbeitslosenversicherung (bei einem Vermittlungsgrad von 100 %).
A.b Am 13. Mai 2003 meldete sich S.________ erneut bei der Invalidenversicherung an und beantragte unter Hinweis auf eine im Jahre 1987 durchgef�hrte R�ckenoperation und seither persistierende Beschwerden Berufsberatung und Arbeitsvermittlung. Die IV-Stelle f�hrte erwerbliche Abkl�rungen durch und holte Berichte des Dr. med. B.________, FMH f�r Innere Medizin und Rheumatologie, vom 22. Mai 2003, des Dr. med. D.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 17. Juni 2003 und 25. M�rz 2004, sowie der behandelnden Psychologin M.________ und der Frau Dr. med. H.________, FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 6. August 2003, ein.
Am 25. August 2003 teilte die IV-Stelle S.________ mit, sie gew�hre Beratung und Unterst�tzung bei der Stellensuche. Mit Verf�gung vom 16. April 2004 lehnte die IV-Stelle die Zusprechung einer Invalidenrente mangels rentenbegr�ndendem Invalidit�tsgrad ab. Mit Einspracheentscheid vom 1. August 2005 best�tigte die IV-Stelle ihre Verf�gung, nachdem sie einen Zusatzbericht des Dr. med. D.________ vom 24. Mai 2005 (dem Schreiben der Klinik f�r Orthop�die am Spital X.________ vom 26. Oktober und 11. November 2004 beilagen) eingeholt und ihren Regional�rztlichen Dienst (RAD) um eine Stellungnahme vom 27. Juli 2005 ersucht hatte.
Die hiegegen erhobene Beschwerde der S.________ hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern am 28. M�rz 2006 in dem Sinne gut, als es den Einspracheentscheid aufhob und die IV-Stelle verpflichtete, nach erg�nzenden Abkl�rungen im Sinne der Erw�gungen neu zu verf�gen.
Die IV-Stelle f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde und beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die Best�tigung der Verf�gung vom 16. April 2004 sowie des Einspracheentscheides vom 1. August 2005.
Die Vorinstanz schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. S.________ beantragt ebenfalls die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und ersucht um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichtet auf Vernehmlassung.
1.1 Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz �ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Damit wurde das Eidgen�ssische Versicherungsgericht und das Bundesgericht in Lausanne zu einem einheitlichen Bundesgericht (an zwei Standorten) zusammengef�gt (Seiler/von Werdt/G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 10 Rz 75) und es wurde die Organisation und das Verfahren des obersten Gerichts umfassend neu geregelt. Dieses Gesetz ist auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Da der kantonale Gerichtsentscheid am 12. Januar 2006 und somit vor dem 1. Januar 2007 erlassen wurde, richtet sich das Verfahren nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 (vgl. BGE 132 V 395 Erw. 1.2).
1.2 Der angefochtene Entscheid betrifft Leistungen der Invalidenversicherung. Nach Art. 132 Abs. 1 OG in der Fassung gem�ss Ziff. III des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die �nderung des IVG (in Kraft seit 1. Juli 2006) kann in Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen in Abweichung von Art. 104 und 105 OG auch die Unangemessenheit der angefochtenen Verf�gung beurteilt werden, wobei das Gericht an die vorinstanzliche Feststellung der Sachverhalts nicht gebunden ist. Gem�ss Art. 132 Abs. 2 OG gelten diese Abweichungen nicht, wenn der angefochtene Entscheid Leistungen der Invalidenversicherung betrifft. Nach Ziff. II lit. c des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 ist indessen auf die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der �nderung beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht anh�ngig gemachten Beschwerden bisheriges Recht anwendbar. Da die hier zu beurteilende Beschwerde am 1. Juli 2006 beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht h�ngig war, richtet sich die Kognition des nunmehr urteilenden Bundesgerichts nach der bis Ende Juni 2006 g�ltigen Fassung von Art. 132 OG, welche dem neuen Abs. 1 entspricht.
2.1 Das kantonale Gericht legt folgende Rechtsgrundlagen zutreffend dar: Zum intertemporalen Recht (BGE 130 V 329), zum Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2003 wie auch in der seit 1. Januar 2004 g�ltigen Fassung), zum Begriff der Invalidit�t (Art. 8 ATSG), zu den Invalidit�tsbemessungsmethoden (Art. 8 und 16 ATSG, Art. 27 und 27bis IVV), zu den schriftlichen Berichten der Regional�rztlichen Dienste (RAD; Art. 49 Abs. 2 und 3 IVV), zur Beweiskraft �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 125 V 352) und zum Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b, 125 V 195 Erw. 2, je mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
2.2 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG pr�ft der Versicherungstr�ger die Begehren, nimmt die notwendigen Abkl�rungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Ausk�nfte ein. In Erg�nzung und Pr�zisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG h�lt Art. 69 Abs. 2 IVV (in der seit 1. Januar 2003 in Kraft stehenden Fassung in Verbindung mit Art. 1 und Art. 57 Abs. 2 IVG) fest, dass die IV-Stelle, wenn die versicherungsm�ssigen Voraussetzungen erf�llt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere �ber den Gesundheitszustand, die T�tigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsf�higkeit der versicherten Person sowie die Zweckm�ssigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen, beschafft und zu diesem Zwecke Berichte und Ausk�nfte verlangen, Gutachten einholen, Abkl�rungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der �ffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen kann (BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb).
Welche konkreten Abkl�rungsmassnahmen in gesundheitlicher (und beruflich-erwerblicher) Hinsicht im Hinblick auf eine rechtsgen�gliche Sachverhaltsermittlung geboten sind, l�sst sich angesichts der Besonderheiten des Einzelfalles nicht allgemein sagen (Urteil J. vom 24. Juli 2006, I 281/06).
2.3 F�hren die von Amtes wegen vorzunehmenden Abkl�rungen die Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgem�sser Beweisw�rdigung zur �berzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als �berwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es k�nnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr �ndern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte Beweisw�rdigung; Kieser, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, S. 212, Rz 450; K�lz/H�ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., S. 39, Rz 111 und S. 117, Rz 320; Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 469 Erw. 4a, 122 III 223 Erw. 3c, 120 Ib 229 Erw. 2b, 119 V 344 Erw. 3c mit Hinweis). In einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtliche Geh�r gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV (SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis).
3.1 Die Vorinstanz erwog, sowohl Dr. med. D.________ als auch die �rzte am Spital X.________ und die behandelnde Psychologin h�tten eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes festgestellt oder zumindest eine weitere Behandlung vorgeschlagen. Sodann sei der BEFAS-Bericht zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides bereits f�nf Jahre alt gewesen. Vor diesem Hintergrund habe die IV-Stelle nicht auf eine einfache Meinungs�usserung des RAD im Sinne von Art. 49 Abs. 3 IVV abstellen d�rfen, sondern sie h�tte zumindest eine �rztliche Untersuchung gem�ss Art. 49 Abs. 2 IVV veranlassen m�ssen. Zu Unrecht habe sie ohne weitere Abkl�rungen eine seit dem BEFAS-Bericht eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes verneint.
Zu pr�fen ist, ob der medizinische Sachverhalt gen�gend abgekl�rt worden ist.
3.2.1 Die Versicherte suchte am 30. April 2003 Dr. med. B.________ auf, weil sie eine Neubeurteilung ihrer Arbeitsf�higkeit durch die Invalidenversicherung anstrebte. Dr. med. B.________ diagnostizierte im Arztbericht vom 22. Mai 2003 ein chronisches Lumbovertebralsyndrom mit tieflumbaler/lumbosacraler �berlastung bei Fehlform/Fehlhaltung, degenerativen und funktionellen Ver�nderungen mit falscher Lendenwirbels�ulen (LWS)-Beckenstereotype und ausgepr�gter Beckenkippung, durchgehender Muskeldysbalance im LWS-Becken-Oberschenkel-Bereich (nebst Status nach Diskushernie im September 1987). Er f�hrte aus, es best�nden offenbar noch weitere gesundheitliche Probleme, inklusive ein vom Hausarzt Dr. med. D.________ dokumentierter psychophysischer Ersch�pfungszustand mit emotionaler Stresssituation. Da es sich offenbar nicht nur um ein rheumatologisches, sondern auch um ein "haus�rztliches und um weitere gesundheitliche Probleme" handle, empfehle er eine interdisziplin�re Abkl�rung und Beurteilung durch die MEDAS. Eine solche werde auch von der Versicherten selbst gew�nscht. Weiter erkl�rte Dr. med. B.________, die Beschwerdegegnerin f�hle sich als Pflegeassistentin nicht mehr arbeitsf�hig. Ausgehend von den wenigen ihm vorliegenden Daten erachte er den Pflegeberuf als nicht geeignet. Soweit aufgrund einer einzigen Konsultation beurteilbar, sei das Heben und Tragen schwerer Lasten ebenso zu vermeiden wie l�ngeres Arbeiten in ergonomisch ung�nstiger Stellung oder mit ung�nstigen Bewegungen f�r das Achsenorgan; w�nschbar w�re eine Wechselbelastung (Sitzen, Gehen, Stehen).
3.2.2 Dr. med. D.________ f�hrte in seinem Bericht vom 17. Juni 2003 als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit ein chronisch-rezidivierendes lumbovertebrales Syndrom bei Status nach Diskushernienoperation, eine Pseudolisthesis L4, eine Tendenz zu Hypermobilit�t L3/L4 sowie Schmerzen bei Halux valgus beidseits an. Der Gesundheitszustand habe sich verschlechtert; im �brigen k�nne auf die Abkl�rungsergebnisse der BEFAS und den Bericht des Dr. med. B.________ verwiesen werden. Die Versicherte gebe weiterhin belastungsabh�ngige Schmerzen an und f�hle sich im angestammten Beruf als Pflegehilfe subjektiv nicht mehr arbeitsf�hig. Ob die bisherige T�tigkeit noch zumutbar sei, solle durch die MEDAS abgekl�rt werden; leichte k�rperliche T�tigkeiten seien m�glich. Es bestehe ein Missverh�ltnis zwischen der Beurteilung durch die BEFAS, den subjektiven Einsch�tzungen der Versicherten und der zu erwartenden Beurteilung durch Dr. med. B.________.
3.2.3 Die behandelnde Psychologin M.________ und Frau Dr. med. H.________ gaben am 6. August 2003 an, die Versicherte leide seit etwa acht Monaten unter einer rezidivierenden depressiven St�rung, im Untersuchungszeitpunkt leichte Episode (F33.0), sowie seit zirka 17 Jahren an R�ckenschmerzen. Eine Arbeitsunf�higkeit aus psychischen Gr�nden sei bisher nicht attestiert worden. Der Zustand sei besserungsf�hig. Die Beschwerdegegnerin sei wach und allseits orientiert. Sie berichte �ber leichte Konzentrationsst�rungen, die im Gespr�ch nicht manifest geworden seien. Das Ged�chtnis sei intakt; im formalen Denken bestehe zeitweilig ein Gr�beln. Phobien, Zw�nge, Wahnideen, Sinnest�uschungen und Ich-St�rungen fehlten. Gef�hlsm�ssig sei sie zeitweise deprimiert, �ngstlich und leicht antriebsarm, Suizidalit�t bestehe nicht. Schlaf- und Appetitst�rungen fehlten. Vor allem bei �berlastung best�nden R�ckenschmerzen mit Ausstrahlung in die H�fte. In einer k�rperlich nicht anstrengenden T�tigkeit sei ein 80 %iges Tagespensum zumutbar. Dabei solle das Arbeitsteam nicht zu gross sein. Hektik sei zu vermeiden, eher selbstst�ndiges Arbeiten w�re w�nschenswert. Eine Verbesserung des Gesundheitszustandes werde weniger als Folge der Therapie sondern dann eintreten, wenn die Versicherte eine Arbeitsstelle finde, bei der sie sich (k�rperlich) nicht �berfordere, sich wohl und finanziell einigermassen sicher f�hle.
3.2.4 Mit Verlaufsbericht vom 25. M�rz 2004 f�hrte Dr. med. D.________ aus, der gesundheitliche Verlauf sei station�r. Er habe die Versicherte "interkurrent" gesehen wegen Schmerzen im rechten Mittelfuss (am 12. September 2003) nach Distorsion mit einem alten Gelenksganglion lateral, wegen eines grippalen Infektes (im Dezember 2003) sowie wegen einer Exazerbation des Zervikalsyndroms (im Januar 2004). Alle Beschwerden h�tten sich unter symptomatischer Therapie gebessert. Das Grundproblem der belastungsabh�ngigen R�ckenschmerzen sei geblieben.
3.2.5 In einem weiteren Verlaufsbericht vom 24. Mai 2005 gab Dr. med. D.________ an, der Gesundheitszustand habe sich verschlechtert. R�ckenschmerzen, Schmerzen im rechten Sprunggelenk und belastungsabh�ngige Beschwerden im rechten Mittelfuss seien st�rker geworden. Das Ausmass k�nne er nicht quantifizieren, die Versicherte gebe aber an, sie habe zunehmend Schmerzen im rechten Sprunggelenk. Fach�rztliche Abkl�rungen h�tten keine Indikation f�r eine chirurgische Intervention ergeben; eine Magnetresonanzuntersuchung habe kein Ganglion gezeigt. Massive arthrotische Ver�nderungen bei chronischer Instabilit�t und belastungsabh�ngigen Schmerzen im rechten Fuss fehlten. Seine Ausf�hrungen belegte Dr. med. D.________ mit Berichten der Klinik f�r Orthop�die am Spital X.________ vom 26. Oktober und 11. November 2004. Aus diesen geht hervor, dass lediglich geringe Ver�nderungen des rechten Sprunggelenkes bestehen, die keiner operativen Intervention bed�rfen. Empfohlen wurde eine Injektion von Carbostesin und Kenacort.
3.2.6 Der Stellung nehmende RAD-Arzt f�hrte am 27. Juli 2005 aus, die klinischen Befunde im rechten oberen Sprunggelenk seien insgesamt diskret; die vorgeschlagene Behandlung (lokale Injektion) sei offenbar nicht durchgef�hrt worden. Neue Diagnosen f�nden sich ansonsten nicht, weshalb eine gesundheitliche Verschlechterung zu verneinen sei.
4.1 Obwohl Hausarzt Dr. med. D.________ eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes angegeben hatte, l�sst sich weder seinen Ausf�hrungen noch den spezial�rztlichen Untersuchungen am Spital X.________ hief�r ein (ausreichendes) somatisches Korrelat entnehmen. Dass die Orthop�den am Kantonsspital die Injektion eines Lokalan�sthetikums (Carbostesin; vgl. Arzneimittelkompendium der Schweiz 2005, S. 465 f.) und eines entz�ndungshemmenden Mittels (Kenacort; vgl. Arzneimittelkompendium der Schweiz 2005, S. 1540 ff.) empfahlen, f�hrt zu keinem anderen Schluss, zumal sie ausdr�cklich auf die lediglich leichtgradigen Befunde hinweisen. Bez�glich der R�ckenproblematik ordnete Dr. med. D.________ keine weiteren Untersuchungen oder Therapien an und ging auf diese Beschwerden in seinen Ausf�hrungen, insbesondere auch bei der Frage nach dem Verlauf und den ver�nderten Befunden, nicht mehr ein. Eine gegen�ber dem BEFAS-Bericht vom 21. Juni 2000 relevante Verschlimmerung dieser Beschwerden ist somit nicht �berwiegend wahrscheinlich. Soweit die Dres. med. D.________ und B.________ eine zus�tzliche Abkl�rung durch die MEDAS anregten, erfolgte dies im Wesentlichen auf entsprechenden Wunsch der Versicherten. Schliesslich gr�ndet die Einsch�tzung des Dr. med. B.________, die T�tigkeit als Pflegeassistentin sei nicht mehr geeignet, auf einer einmaligen Konsultation und beruht haupts�chlich auf den subjektiven Angaben der Beschwerdegegnerin. Wenn die Beschwerdef�hrerin - welche sich im Einspracheentscheid vom 1. August 2005 eingehend mit den geltend gemachten Verschlechterungen auseinandergesetzt und diese keineswegs, wie die Vorinstanz erwog, ignorierte - ohne zus�tzliche medizinische Untersuchungen eine bedeutsame Verschlechterung aus physischer Sicht verneinte, ist dies nicht zu beanstanden (Erw. 2.3 hievor).
4.2 Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes aus psychischer Sicht w�re nur anzunehmen, wenn bei der zum Zeitpunkt der BEFAS-Abkl�rung zwar unter grossen psychosozialen Spannungen stehenden, aber unbestrittenermassen an keiner psychischen Krankheit leidenden Versicherten ein neu aufgetretenes, von psychosozialen Belastungsfaktoren unterscheidbares und fach�rztlich schl�ssig festgestelltes Leiden von Krankheitswert aufgetreten w�re. Angesichts der aktenkundigen psychosozialen Belastungsfaktoren m�sste eine ausgepr�gte psychische St�rung von Krankheitswert vorhanden sein, damit - aus psychischer Sicht - eine Invalidit�t bejaht werden k�nnte (vgl. BGE 127 V 299 Erw. 5a mit Hinweis auf AHI 2000 S. 153 Erw. 3).
Nach Einsch�tzung der Psychologin M.________ und der Frau Dr. med. H.________ sind die psychischen Probleme der Versicherten auf die ungel�ste Arbeitsplatzproblematik und damit auf psychosoziale Gr�nde zur�ckzuf�hren. Einer Therapie massen sie wenig Erfolgschancen zu, hingegen waren sie �berzeugt, dass eine f�r die Versicherte befriedigende Reintegration in den Arbeitsprozess die psychischen Probleme l�sen w�rde. Soweit die Psychologin M.________ und Frau Dr. med. H.________ in ihrem Bericht von einer 20%igen Arbeitsunf�higkeit ausgehen, ist diese Einschr�nkung - wie ihren Ausf�hrungen unschwer zu entnehmen ist - nicht auf eine psychische Erkrankung zur�ckzuf�hren. Die rezidivierende depressive St�rung, welche im Untersuchungszeitpunkt leicht ausgepr�gt war und die nach Einsch�tzung der Psychologin und der Psychiaterin bis dato keine Arbeitsunf�higkeit bewirkt hatte, reicht im Verbund mit den das Beschwerdebild massgeblich pr�genden psychosozialen Problemen nicht aus, um einen invalidisierenden Gesundheitsschaden zu bewirken. Vor diesem Hintergrund hat die IV-Stelle zu Recht auf weitere Untersuchungen in psychischer Hinsicht verzichtet.
4.3 Damit ist der Versicherten eine leichte wechselbelastende T�tigkeit, beispielsweise im Kantinenbereich oder als Nachtwache in der Betagtenbetreuung, allenfalls mit Eins�tzen auch im Empfangs- und Telefondienst eines Heimes, wie dies die Fachpersonen der BEFAS angeregt hatten, (weiterhin) vollumf�nglich zumutbar. Die IV-Stelle hat die Invalidit�t zutreffend nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs bemessen und sich dabei auf die statistischen Angaben in der vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) f�r das Jahr 2003 abgest�tzt.
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden Ziff. 1 und 2 des Entscheids des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 28. M�rz 2006 aufgehoben.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanwalt Dr. Bruno H�fliger, Luzern, f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 1'200.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern wird �ber das Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung f�r das kantonale Verfahren neu zu befinden haben.