Source: https://www.springerprofessional.de/besteuerung-der-gmbh-co-kg/4252992
Timestamp: 2019-06-19 01:50:10
Document Index: 293851418

Matched Legal Cases: ['§ 1', 'BGH', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9']

Besteuerung der GmbH & Co. KG #Update | springerprofessional.de
Autoren: Oliver Fehrenbacher, Anusch Tavakoli
Print ISBN: 978-3-658-01009-6
Electronic ISBN: 978-3-658-01010-2
In der GmbH & Co. KG wird die Haftung durch die GmbH übernommen und ist entsprechend beschränkt. Diese beliebte Form der Personengesellschaft hat neben dem haftungsrechtlichen Vorteil auch steuerrechtliche Vor-, aber auch Nachteile. Das Werk beinhaltet zahlreiche Beispiele, Muster und Praxishinweise. Damit ist es ein echtes Praktikerwerk für den schnellen und fundierten Zugriff zum Thema.
§ 1. Die GmbH & Co. KG
Mit einer GmbH & Co. KG lassen sich die Vorteile einer Kapitalgesellschaft mit denen einer Personengesellschaft kombinieren. Aus diesem Grund erfreut sich diese Rechtsform nach wie vor einer ungebrochenen Beliebtheit, insbesondere bei mittelständischen (Familien-)unternehmen. Nach einhelliger Meinung kann Gesellschaft er einer Personengesellschaft grundsätzlich auch eine juris tische Person, insbesondere eine GmbH, sein. Dies hat das RG bereits im Jahre 1922 anerkannt. Auch der BGH hat sich dieser Auffassung zeitnah angeschlossen. Schließlich hat der Gesetzgeber selbst in zahlreichen gesetzlichen Vorschriften die GmbH & Co. KG ausdrücklich anerkannt.
Oliver Fehrenbacher, Anusch Tavakoli
§ 2. Die Gründung der GmbH & Co. KG
Wie bei anderen Gesellschaftsformen auch, kommen für die Gründung einer GmbH & Co. KG zwei Varianten in Betracht. Ist bereits ein entsprechender Geschäftsbetrieb im Rahmen einer anderen Gesellschaftsform vorhanden, kann die bisherige Gesellschaftsform in die gewünschte GmbH & Co. KG umgewandelt werden (Umwandlungsfälle). Soll der Geschäftsbetrieb erst aufgenommen werden oder scheitert die Umwandlung einer bestehenden Gesellschaftsform aus steuerlichen Gründen, kann die GmbH & Co. KG im Wege der Neugründung geschaff en werden (Neugründungsfälle).
§ 3. Die GmbH & Co. KG
Wesensmerkmal einer GmbH & Co. KG ist die Kombination zweier unterschiedlicher Gesellschaftsformen, nämlich einer Personengesellschaft und einer Kapitalgesellschaft. Beide Gesellschaftsformen basieren auf einem grundlegend verschiedenen Grundkonzept. Die interne Willensbildung in der jeweiligen Gesellschaft folgt unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben, die es durch entsprechende Regelungen zu harmonisieren gilt. Ansonsten können unbeabsichtigte Brüche in der Willensbildung der GmbH & Co. KG auft reten.
§ 4. Die Gesellschafter der GmbH & Co. KG
Zum besseren Verständnis der maßgebenden Vorschriften zur Besteuerung der Gesellschafter einer GmbH & Co. KG empfiehlt sich zunächst ein kurzer Blick auf das Gesellschaftsrecht und die sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten der Gesellschafter der KG. Das Gesetzesrecht ist im Steuerrecht von erheblicher Bedeutung, weil an die gesetzliche Ausgestaltung der Gesellschafterstellung die steuerrechtliche Behandlung anknüpft. Werden gesellschaftsrechtliche Dispositionsmöglichkeiten wahrgenommen und wird dadurch die gesetzliche Stellung der Gesellschafter erheblich verändert, kann das auch Auswirkungen auf die steuerliche Behandlung haben.
§ 5. Gesellschafterwechsel – Ausscheiden eines Gesellschafters
Zum besseren Verständnis der maßgebenden Vorschriften zu den steuerlichen Folgen eines Gesellschafterwechsels in der GmbH & Co. KG soll zunächst wieder ein Blick auf das Gesellschaftsrecht und die sich daraus ergebenden rechtlichen Rahmenbedingungen geworfen werden.
§ 6. Beendigung der GmbH & Co. KG
Die steuerlichen Folgen bei der Beendigung einer GmbH & Co. KG hängen eng mit den gesellschaftsrechtlichen Grundlagen zusammen. Um die steuerlichen Folgen vor dem gesellschaftsrechtlichen Hintergrund richtig einordnen zu können, empfiehlt sich zunächst wieder ein Blick auf das Gesellschaftsrecht der GmbH & Co. KG und die sich daraus ergebenden rechtlichen Rahmenbedingungen.
§ 7. Umwandlung
Eine besondere Maßnahme, um die Struktur eines Unternehmens zu verbessern, ist die Veränderung des „rechtlichen Kleides“ des Unternehmens. Auf diesem Wege kann die Geschäftsführung auf die unterschiedlichsten Strukturveränderungen oder Zielvorgaben in der Gesellschaft reagieren. Der Gesetzgeber hat für derartige Veränderungen das Umwandlungsgesetz geschaffen. Das Gesetz regelt die zivilrechtlichen Möglichkeiten und Voraussetzungen zur Umwandlung eines Unternehmens. Durch die unterschiedlichen Arten der Umwandlung kann eine GmbH & Co. KG entstehen; es kann aber auch eine GmbH & Co. KG wegfallen und das Vermögen im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf einen anderen Unternehmensträger übergehen. Umwandlung ist rechtlich nur ein Oberbegriff, der sich nach dem UmwG in Verschmelzung, Spaltung, Vermögensübertragung und Formwechsel untergliedern lässt. Neben den Varianten im UmwG gibt es allgemeine zivilrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten, um die Rechtsform des Unternehmens zu verändern (siehe A. I.).
§ 8. Betriebsaufspaltung
Bei der sog. Betriebsaufspaltung handelt es sich um eine rein steuerliche Begrifflichkeit. Vermögenswerte, die zivilrechtlich unterschiedlichen Rechtsträgern zustehen, werden ertragsteuerlich einem einzigen Rechtsträger zugerechnet. Während typischerweise ein Unternehmen im steuerlichen Sinn auch zivilrechtlich ein einheitliches Gebilde darstellt, ist bei der Betriebsaufspaltung ein einheitliches Unternehmen in zwei Unternehmen aufgespaltet. Auf der einen Seite handelt es sich hierbei um das Betriebsunternehmen, das die eigentliche unternehmerische Tätigkeit entfaltet und auf der anderen Seite um das Besitzunternehmen, das Anlagevermögen – etwa in Form von Grundstücken, Maschinen usw. – zur Verfügung stellt. Die Überlassung der Betriebsmittel von der Besitzgesellschaft an die Betriebsgesellschaft kann unterschiedlich zivilrechtlich ausgestaltet sein, etwa in Form eines Mietverhältnisses oder eines unentgeltlichen Leihverhältnisses.
§ 9. Muster-Vertrag für eine GmbH & Co. KG
Nachfolgendes Vertragsmuster für den (ausführlichen) Gesellschaftsvertrag einer GmbH & Co. KG bezieht sich auf eine sog. Einheitsgesellschaft; die Satzung der Komplementär-GmbH kann daher inhaltlich auf den gesetzlichen Mindestinhalt beschränkt werden. Vom Abdruck einer derartigen GmbH-Satzung wird daher abgesehen.
978-3-658-01009-6
978-3-658-01010-2
https://doi.org/10.1007/978-3-658-01010-2
Anusch Tavakoli