Source: https://archivalia.hypotheses.org/59881
Timestamp: 2019-06-17 12:46:25
Document Index: 107876702

Matched Legal Cases: ['§ 52', '§ 52', '§ 2', '§52', '§ 52', '§ 52', '§ 52']

Rahmenvertrag zum § 52a UrhG: “Der Bildung und Wissenschaft irritierende Unsinn geht einfach weiter” | Archivalia
Rahmenvertrag zum § 52a UrhG: “Der Bildung und Wissenschaft irritierende Unsinn geht einfach weiter”
Pressemitteilung des Aktionsbündnisses Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft:
“Den Ländern und den einzelnen Hochschulen und ihren nach § 2 Absatz 2 des Rahmenvertrags gleichgestellten Forschungseinrichtungen wird dringend geraten, diesem Vertrag nicht beizutreten. Die Landeshochschulkonferenz Niedersachsen hat schon einstimmig beschlossen, diesen Schritt zu vollziehen. Und mehrere andere Zusammenschlüsse von Hochschulen und ihren Vertretungen in anderen Bundesländern werden wahrscheinlich bald mit einer entsprechenden Empfehlung diesem Beispiel folgen.”
Die Begründung stützt sich auf die rigiden Einschränkungen bei dem Anteil, der von einem Medium digitalisiert werden darf, und vor allem auf die überbordende Bürokratie, die im Rahmen des Rahmenvertrags betrieben werden muss.
“Es werden wohl kaum noch elektronische Semesterapparate eingerichtet. Die Studierenden werden wenn überhaupt kopierte und ausgedruckte Vorlagen in Aktenordnern erhalten; sie werden auf Selbsthilfe angewiesen sein oder auf die Suche in Google oder Wikipedia verwiesen. Die Qualität der Ausbildung wird drastisch sinken. In Forschungsgruppen wird man sich diesen Aufwand erst recht nicht zumuten. Hier wird man (legale und nicht so legale) Wege finden, die Werke einzusehen und zu nutzen, die man braucht.”
http://www.studip.de/fileadmin/user_upload/Tagung16/20160915_-_Was_tun_wenn_nichts_mehr_geht-.pdf
kommt zur Einschätzung:
“§52a UrhG wird durch die Änderungen ab 1.1.2017 de facto abgeschafft”.
https://archivalia.hypotheses.org/?s=52a+urhg&submit=Suchen
http://blog.hapke.de/e-learning/gedanken-und-fragen-zum-rahmenvertrag-%C2%A7-52a/
Anhang zum Rahmenvertrag zu § 52b:
http://www.urheber.info/aktuelles/2016-10-06_einigung-von-vg-wort-bild-kunst-und-kmk-ueber-zwei-rahmenvertraege
“Die Einrichtungen werden sicherstellen, dass der Zugang zu elektronischen Leseplätzen den rechtmäßigen Nutzern der Einrichtung vorbehalten wird und ein Abspeichern und Ausdrucken nur bei passwortgeschütztem Zugang möglich ist.” Das ist wie üblich bei Bibliotheken ein Vertrag zu Lasten Dritter, nämlich der Benutzer. Präsenzbenutzern ohne Leserkarte werden so ihre gesetzlichen Rechte genommen!
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