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Timestamp: 2016-10-27 07:04:00
Document Index: 308296321

Matched Legal Cases: ['Art. 42', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 8', 'Art. 29', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 125', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 170', 'Art. 42', 'Art. 125', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 125', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 125', 'Art. 66']

5A_745/2009 (19.03.2010)
X.________ (geb. 1951) und Y.________ (geb. 1949) heirateten am 24. M�rz 1979. Aus dieser Ehe gingen drei heute m�ndige und selbst�ndige Kinder hervor. Seit 1999 leben die Ehegatten getrennt. Auf Klage von Y.________ vom 20. Februar 2007 hin schied das Bezirksgericht Z.________ mit Urteil vom 15. April 2008 die Ehe der Parteien und regelte die Nebenfolgen. Namentlich wurde der Ehemann verpflichtet, der Ehefrau ab Rechtskraft des Urteils monatliche und vorauszahlbare Unterhaltsbeitr�ge von Fr. 3'240.-- zu bezahlen. In g�terrechtlicher Hinsicht wurden die Parteien als vollst�ndig auseinandergesetzt erkl�rt.
Die vom Ehemann am 25. April 2008 ergriffene Appellation, in welcher er die Abweisung der von der Ehefrau geforderten Unterhaltsbeitr�ge beantragt hatte, hiess das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivil- und Strafrecht, mit Urteil vom 1. September 2009 teilweise gut, verpflichtete den Ehemann bis zur Erreichung seines Pensionierungsalters zu reduzierten Unterhaltsbeitr�gen von Fr. 1'428.-- und setzte die als Basis f�r die Berechnung des nachehelichen Unterhalts dienenden Nettoeinkommen neu fest.
Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 4. November 2009 wendet sich X.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrer) an das Bundesgericht und beantragt, die Unterhaltspflicht gegen�ber Y.________ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) aufzuheben, eventuell das angefochtene Urteil aufzuheben und zwecks Vervollst�ndigung des Sachverhaltes und neuem Entscheid an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Mit Verf�gung der Pr�sidentin der II. Zivilrechtlichen Abteilung vom 24. November 2009 wurde die Unterhaltspflicht wie auch die Schuldneranweisung an die �ffentliche Arbeitslosenkasse Basel-Stadt f�r die Dauer des bundesgerichtlichen Verfahrens auf Fr. 1'428.-- reduziert. Zur Hauptsache wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.
1.2 Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begr�ndung der Beschwerde in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Dies setzt voraus, dass sich der Beschwerdef�hrer wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt. Gen�gt die Beschwerdeschrift diesen Begr�ndungsanforderungen nicht, so ist darauf nicht einzutreten (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.).
An die kantonalen Sachverhaltsfeststellungen ist das Bundesgericht grunds�tzlich gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diesbez�glich kann einzig vorgebracht werden, der Sachverhalt sei offensichtlich unrichtig festgestellt worden (Art. 97 Abs. 1 BGG), und hierf�r gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254). Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit m�glich belegte R�gen pr�ft, w�hrend es auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 262). Wird die Verletzung des Willk�rverbots ger�gt, reicht es sodann nicht aus, die Situation aus eigener Sicht zu schildern und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willk�rlich zu bezeichnen; vielmehr ist im Einzelnen darzulegen, inwiefern das kantonale Gericht willk�rlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
Die Rechtsanwendung �berpr�ft das Bundesgericht im Rahmen behaupteter und begr�ndeter Verletzungen (Art. 42 Abs. 2 BGG) an sich von Amtes wegen und mit freier Kognition (Art. 106 Abs. 1 BGG). F�r die Unterhaltsfestsetzung gilt es freilich zu beachten, dass der Richter in verschiedener Hinsicht auf sein Ermessen verwiesen ist (Art. 4 ZGB; BGE 127 III 136 E. 3a S. 141; Botschaft vom 15. November 1995 �ber die �nderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Personenstand, Eheschliessung, Scheidung, Kindesrecht, Verwandtenunterst�tzungspflicht, Heimst�tten, Vormundschaft und Ehevermittlung], BBl 1996 I 115 f.) und das Bundesgericht bei der �berpr�fung solcher Entscheide eine gewisse Zur�ckhaltung �bt: Es greift nur ein, wenn die kantonale Instanz von dem ihr zustehenden Ermessen falschen Gebrauch gemacht hat, d.h. wenn sie grundlos von in Rechtsprechung und Lehre anerkannten Grunds�tzen abgegangen ist, wenn sie Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht gelassen hat; aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 132 III 97 E. 1 S. 99; 131 III 12 E. 4.2 S. 15; 128 III 161 E. 2c/aa S. 162; 127 III 136 E. 3a S. 141).
Der Beschwerdef�hrer legt dem Bundesgericht neue Dokumente vor. Echte tats�chliche Noven, d.h. solche Tatsachen, die erst nach dem Ergehen des angefochtenen Entscheids aufgetreten sind, werden vom Bundesgericht - von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen - nicht ber�cksichtigt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 133 IV 343 E. 2.1 S. 344).
Das Kantonsgericht ist von einem Lebensstandard der Beschwerdegegnerin w�hrend der Trennungszeit von Fr. 6'901.-- und von einem erweiterten Bedarf von Fr. 4'917.-- (Grundbetrag Fr. 1'100.--, Miete Fr. 1'550.--, U-Abo Fr. 67.--, Hausrats- und Haftpflichtversicherung Fr. 30.--, Krankenkasse Fr. 300.--, Selbstbehalte der Krankenkasse Fr. 100.--, Ferien/Freizeit Fr. 400.--, Vorsorge Fr. 500.-- und Steuern Fr. 870.--) ausgegangen und hat ihr ein hypothetisches Einkommen von Fr. 4'000.-- (bei einem hypothetischen Pensum von 70 %) angerechnet; daraus ergab sich ein Manko von Fr. 917.--. Dem Beschwerdef�hrer hat es ein Einkommen von rund Fr. 6'750.-- angerechnet und dessen erweiterten Bedarf auf Fr. 4'812.-- (Grundbetrag Fr. 1'100.--, Miete Fr. 1'600.--, U-Abo Fr. 67.--, Hausrats- und Haftpflichtversicherung Fr. 47.--, Krankenkasse Fr. 298.--, Ferien/Freizeit Fr. 400.--, Vorsorge Fr. 500.-- und Steuern Fr. 800.--) festgesetzt. Sodann hat das Kantonsgericht der Beschwerdegegnerin die H�lfte des �berschusses von Fr. 1'021.-- zugewiesen und den Beschwerdef�hrer unter Ber�cksichtigung des Mankos der Beschwerdegegnerin zu einem nachehelichen Unterhalt von Fr. 1'428.-- verpflichtet.
4.1.1 Der Beschwerdef�hrer beanstandet den Umstand, dass seinem Antrag auf Befragung der Beschwerdegegnerin �ber die anl�sslich der Hauptverhandlung vorgetragenen Noven nicht stattgegeben worden sei, wonach diese ihre Arbeitsstelle beim Kanton habe aufgeben m�ssen, sich deshalb per Ende September 2009 habe vorzeitig pensionieren lassen und ab diesem Zeitpunkt eine BVG-Rente von Fr. 600.-- pro Monat beziehe. Indem die Vorinstanz weder die Rentenh�he abgekl�rt noch die von der Beschwerdegegnerin behauptete Rente bei der Bemessung des erzielbaren Einkommens ber�cksichtigt habe, habe sie den Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt. Was die Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit der Beschwerdegegnerin betrifft, habe die Vorinstanz trotz seiner Bestreitungen unbesehen auf unbewiesene Behauptungen der Beschwerdegegnerin abgestellt, sodass sie die Verteilung der Beweislast nach Art. 8 ZGB und mit der Ablehnung des von ihm gestellten Gutachtensantrages ebenfalls den Geh�rsanspruch verletzt habe.
4.1.2 Einen Anspruch darauf, f�r rechtserhebliche Sachvorbringen zum Beweis zugelassen zu werden - wenn ihr Beweisantrag nach Form und Inhalt den Vorschriften des kantonalen Rechts entspricht - geben der beweisbelasteten Partei sowohl Art. 29 Abs. 2 BV als auch Art. 8 ZGB (f�r Art. 8 ZGB: BGE 133 III 295 E. 7.1 S. 299; 129 III 18 E. 2.6 S. 24; f�r Art. 29 Abs. 2 BV: BGE 131 I 153 E. 3 S. 157), wobei bei der Beurteilung zivilrechtlicher Anspr�che beweisrechtlich Art. 8 ZGB zum Zuge kommt (Urteile 5A_141/2007 vom 21. Dezember 2007 E. 2.2; 5A_403/2007 vom 25. Oktober 2007 E. 3). Wo der Richter dagegen in W�rdigung von Beweisen zur �berzeugung gelangt, eine Tatsachenbehauptung sei bewiesen oder widerlegt, ist die Beweislastverteilung gegenstandslos, denn Art. 8 ZGB regelt die Folgen der Beweislosigkeit und verbietet nicht antizipierte Beweisw�rdigung (BGE 114 II 289 E. 2a S. 290 f.).
Der bundesrechtliche Beweisf�hrungsanspruch ist somit nicht verletzt, wenn das Gericht - wie hier - beantragte Beweiserhebungen ablehnt, weil es ein Sachvorbringen weder als rechtserheblich noch als bestritten erachtet oder davon ausgeht, weitere Beweisabnahmen seien nicht geeignet, entweder die behauptete Tatsache zu beweisen oder die bereits aus anderen Beweisen gewonnene �berzeugung zu ersch�ttern (BGE 122 III 219 E. 3c S. 223). Derart vorweggenommene Beweisw�rdigung pr�ft das Bundesgericht auf Willk�r hin (vgl. BGE 131 I 153 E. 3 S. 157; 114 II 289 E. 2 S. 291), w�hrend sich die Frage nach der Rechtserheblichkeit eines Sachvorbringens nach dem anwendbaren materiellen Recht beurteilt (vgl. BGE 123 III 35 E. 2b S. 40). Die R�gen des Beschwerdef�hrers betreffen somit nicht die allgemeine Beweisvorschrift und sind im Sachzusammenhang zu er�rtern.
4.2.1 Sodann r�gt der Beschwerdef�hrer, das Kantonsgericht habe weder den Einbezug der Position "Vorsorge" in die Bedarfsberechnung der Beschwerdegegnerin noch deren Berechnung begr�ndet und ausserdem nicht erl�utert, aufgrund welcher konkreten Umst�nde es zum Schluss gekommen sei, die Aufnahme einer vollzeitlichen Erwerbst�tigkeit k�nne der Beschwerdegegnerin nicht zugemutet werden, und insbesondere Anlass zur Reduktion des erzielbaren Einkommens auf einen Betrag bestehe, welcher unter dem im Jahre 2006 erzielten Einkommen liege.
4.2.2 Der Anspruch auf rechtliches Geh�r im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass das Gericht seinen Entscheid begr�ndet, damit sich die Parteien ein Bild �ber die Erw�gungen des Gerichts machen k�nnen. Die Begr�ndung muss kurz die wesentlichen �berlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid st�tzt (BGE 133 III 439 E. 3.3 S. 445; 121 I 54 E. 2c S. 57 mit Hinweisen). Hingegen ist nicht erforderlich, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr gen�gt es, wenn sich aus den Erw�gungen ergibt, dass und warum das Gericht die Darstellung einer Partei nicht f�r stichhaltig erachtet und dass der Entscheid damit sachgerecht angefochten werden kann (BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 133 III 439 E. 3.3 S. 445; 129 I 232 E. 3.2 S. 236; 126 I 97 E. 2b S. 102; 125 II 369 E. 2c S. 372; 124 II 146 E. 2a S. 149; 121 I 54 E. 2c S. 57).
Dass der Beschwerdef�hrer ohne Weiteres in der Lage war, den Entscheid in allen Teilen umfassend und sachgerecht anzufechten, zeigen seine weiteren R�gen bzw. Ausf�hrungen. Vor diesem Hintergrund st�sst die R�ge der Verletzung der Begr�ndungspflicht ins Leere. Ob die Begr�ndung den Entscheid tr�gt, ist eine Frage der inhaltlichen Pr�fung und hiernach zu er�rtern.
Nachehelicher Unterhalt besteht gem�ss Art. 125 Abs. 1 ZGB in einem angemessenen Beitrag des einen Ehegatten an den anderen Ehegatten, dem nicht zuzumuten ist, dass er f�r den ihm geb�hrenden Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufkommt. Ausgangspunkt f�r den geb�hrenden Unterhalt ist nach einer rund f�nfzehn Jahre dauernden Ehe, aus der drei Kinder hervorgegangen sind, die zuletzt gemeinsam gelebte Lebenshaltung der Ehegatten (zuz�glich scheidungsbedingter Mehrkosten; BGE 134 III 145 E. 4 S. 146).
In der Sache richtet sich der Beschwerdef�hrer zun�chst gegen die Beurteilung der Einkommenssituation der Beschwerdegegnerin durch die Vorinstanz.
6.1 Soweit er geltend macht, die Beschwerdegegnerin k�nne ihren Lebensunterhalt mit einer Rente von Fr. 600.-- und den im angefochtenen Urteil festgelegten Unterhaltsbeitr�gen von Fr. 1'428.-- offensichtlich nicht bestreiten, sodass davon auszugehen sei, dass sie weiterhin arbeiten bzw. mit der zus�tzlich ausbezahlten Rente im Ergebnis eine unterhaltsrelevante Einkommensverbesserung erzielen k�nne, verkennt er, dass das Kantonsgericht der Beschwerdegegnerin ein hypothetisches Einkommen in der H�he von Fr. 4'000.-- (bei einem Pensum von 70 %) angerechnet hat (s. oben, E. 3). Mit dieser Argumentation setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander, wenn er die Anrechnung der Rente der Beschwerdegegnerin und des von ihm zu leistenden Unterhaltsbeitrags beanstandet. Seine R�gen betreffend Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV), von Art. 170 ZGB sowie einer unvollst�ndigen Feststellung des Sachverhalts gehen daher an den vorinstanzlichen Erw�gungen vorbei, sodass darauf nicht einzutreten ist (Art. 42 Abs. 2 BGG; s. oben, E. 1.2).
6.2 Sodann bringt der Beschwerdef�hrer vor, die Vorinstanz habe die von ihm beantragte Befragung der Beschwerdegegnerin zu den Ver�nderungen ihrer finanziellen Situation verweigert, sodass nicht habe festgestellt werden k�nnen, dass die Beschwerdegegnerin zu jenem Zeitpunkt entweder bereits zu ihrem Lebenspartner umgezogen war oder unmittelbar vor diesem Umzug stand. Dies h�tte offensichtlich zu einer anderen Berechnung ihres Notbedarfs Anlass gegeben (Reduktion oder g�nzlicher Wegfall des Mietzinses, Reduktion des Freibetrages). Auch aus diesem Grunde liege der Unterhaltsberechnung der Vorinstanz ein unrichtiger bzw. unvollst�ndiger Sachverhalt zugrunde.
Indes weist der Beschwerdef�hrer lediglich auf die neue Lebenssituation der Beschwerdegegnerin hin und tut nicht dar, dass das Konkubinat tats�chlich zu einer Ver�nderung des Bedarfs der Beschwerdegegnerin f�hrte. Diese R�ge erweist sich daher als ungen�gend begr�ndet.
6.3.1 Weiter bem�ngelt der Beschwerdef�hrer, das Kantonsgericht habe in Verletzung von Art. 125 ZGB das effektive bzw. zumutbare Einkommen der Beschwerdegegnerin zu tief beziffert. Dieses f�hrte aus, dass die Beschwerdegegnerin in den letzten Jahren ein monatliches Einkommen von Fr. 3'300.-- erzielt habe und gewillt sei, ihre T�tigkeit um 10 % auf 70 % zu steigern, sodass ihr ein hypothetisches Einkommen von rund Fr. 4'000.-- pro Monat anzurechnen sei.
6.3.2 Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die Annahme, die Beschwerdegegnerin habe mit einem 60 %-Pensum Fr. 3'300.-- verdient. F�r 2005 sei ein Netto-Einkommen von Fr. 3'944.80 pro Monat aktenkundig (Pensum nicht bekannt) und f�r 2006 ein solches von Fr. 4'305.50 (Pensum zu 70 % bis im September, danach zu 60 %). 2007 habe die Beschwerdegegnerin bei einem Pensum von 60 % Fr. 3'577.25 pro Monat verdient. Eine Aufrechnung dieses Betrages auf 70 % h�tte Fr. 4'173.45 ergeben. Das von der Vorinstanz genannte Einkommen von Fr. 3'300.-- treffe jedenfalls nur gerade f�r das Jahr 2008 zu; dieses beruhe offensichtlich auf einer Reduktion der Erwerbst�tigkeit der Beschwerdegegnerin auf weniger als 60 %. Sodann sei unerfindlich, aus welchem Grund es der Beschwerdegegnerin objektiv unm�glich sein sollte, ein Einkommen in der Gr�ssenordnung ihres Verdienstes 2006 bzw. von mindestens Fr. 4'300.-- zu erzielen.
6.3.3 Der Beschwerdef�hrer tut jedoch nicht dar, aufgrund welcher Umst�nde darauf zu schliessen gewesen w�re, dass die Erwerbst�tigkeit der Beschwerdegegnerin im Jahre 2008 weniger als 60 % betragen habe. Diese R�ge erweist sich somit als ungen�gend begr�ndet, sodass darauf nicht einzutreten ist. Ebensowenig gen�gt sein Einwand, es sei unerfindlich, weshalb die Beschwerdegegnerin ihr fr�heres Einkommen im Jahre 2006 nicht erzielen k�nne, zur Annahme, die Vorinstanz habe zu Unrecht auf das 2008 erzielte Einkommen abgestellt.
6.4 Ausserdem beanstandet der Beschwerdef�hrer die Festsetzung eines zumutbaren Arbeitspensums von 70 %.
6.4.1 Diesbez�glich hielt die Vorinstanz fest, im Zeitpunkt der Trennung habe die damals bereits 50-j�hrige Beschwerdegegnerin die drei Jahre zuvor und nach 20-j�hriger Abwesenheit von der Berufswelt aufgenommene Erwerbst�tigkeit von einem Pensum von 40 % auf ein solches von 60 % ausgedehnt. Nacheheliche Kinderbetreuungspflichten h�tten keine mehr bestanden. Verschiedene Arztzeugnisse belegten, dass die Beschwerdegegnerin seit Jahren mit Depressionen zu k�mpfen habe, die ihr die Ausdehnung auf eine volle Erwerbst�tigkeit nicht erlaubten, was anl�sslich der Hauptverhandlung noch einmal von ihr bzw. ihrem Rechtsvertreter best�tigt worden sei. Aus den Akten ergebe sich ferner, dass eine Erh�hung des Besch�ftigungsgrades beim Spital W.________ aus der Sicht des Arbeitgebers nicht m�glich sei. Angesichts des fortgeschrittenen Alters der Beschwerdegegnerin, ihrer Biographie (insbesondere der Einschr�nkung ihrer Berufst�tigkeit zugunsten der Familienarbeit) sowie der offensichtlich nicht zum Besten stehenden Gesundheit sei die Aufnahme einer vollen Erwerbst�tigkeit unzumutbar, sodass die Beschwerdegegnerin ihre Eigenversorgungskapazit�t mit einem hypothetischen Einkommen von Fr. 4'000.-- aussch�pfe.
6.4.2 Dagegen wendet der Beschwerdef�hrer ein, die vorinstanzliche Begr�ndung beruhe auf einer aktenwidrigen Feststellung bzw. einer willk�rlichen Beweisw�rdigung. Es gebe keinen rechtsgen�glichen Beweis f�r irgendeine Einschr�nkung ihrer Arbeitsf�higkeit. Die Beschwerdegegnerin habe verschiedene Arztzeugnisse eingereicht, welche ihr eine Arbeitsf�higkeit von 70 % attestierten, diesen Schluss jedoch nicht n�her substanziierten. Auch habe diesbez�glich keine einl�ssliche Parteibefragung stattgefunden. Einer Ausdehnung der Erwerbst�tigkeit habe jedenfalls unter arbeitsmarktlichen Gesichtspunkten nichts entgegengestanden, da es als gerichtsnotorisch gelten d�rfe, dass im Pflegebereich mittlerweile chronischer Personalmangel herrsche. Dem Alter der Beschwerdegegnerin komme die 2003 aufgenommene T�tigkeit als medizinisch-technische Assistentin insofern entgegen, als sie - anders als bei den Pflegefachfrauen - regelm�ssige Arbeitszeiten biete. Ausserdem sei die Beschwerdegegnerin seit einigen Jahren stets f�r zwei Arbeitgeber t�tig gewesen, sodass ihr ein weites Feld denkbarer Stellen offengestanden h�tte.
6.4.3 Willk�r in der Beweisw�rdigung liegt vor, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges Beweismittel, das f�r den Entscheid wesentlich sein k�nnte, unber�cksichtigt gelassen hat oder wenn es auf Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen getroffen hat (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9). Dass die Ergebnisse des Beweisverfahrens auch Schl�sse gestatten, die nicht mit den vom Sachgericht gezogenen �bereinstimmen, bedeutet hingegen nicht schon Willk�r (BGE 116 Ia 85 E. 2b S. 88).
Was den Gesundheitszustand der Beschwerdegegnerin betrifft, f�hrt der Beschwerdef�hrer lediglich aus, wie die Beweisw�rdigung seiner Ansicht nach vorzunehmen gewesen w�re, ohne jedoch rechtsgen�glich darzulegen, weshalb die vorinstanzliche Beweisw�rdigung geradezu willk�rlich gewesen sein soll. Auch seine allgemeinen Hinweise, insbesondere auf die Arbeitsmarktsituation, verm�gen die Annahme einer willk�rlichen Beweisw�rdigung keinesfalls zu begr�nden.
Zudem hat die Vorinstanz bei der Beurteilung der Eigenversorgungskapazit�t der Beschwerdegegnerin auf weitere Kriterien abgestellt und ber�cksichtigt, dass diese im Zeitpunkt der Trennung bereits 50 Jahre alt war und die zugunsten der Familienarbeit aufgegebene Erwerbst�tigkeit wieder aufgenommen und auf ein Pensum von 60 % ausgedehnt hatte. Damit hatte sie die als Richtlinie f�r die Wiederaufnahme bzw. Ausdehnung einer Erwerbst�tigkeit dienende Alterslimite ohnehin bereits im Trennungszeitpunkt �berschritten (dazu BGE 127 III 136 E. 2c S. 140; 115 II 6 E. 5a S. 11; Urteile 5A_605/2009 vom 14. Januar 2010 E. 2.3; 5A_290/2009 vom 13. August 2009 E. 2.2; 5C.234/2005 vom 8. Februar 2006 E. 2; 5C.320/2006 vom 1. Februar 2007 E. 5.6.2.2, in: FamPra.ch 2007 S. 686). Der Beschwerdef�hrer tut nicht dar, inwiefern das Kantonsgericht mit seiner Beurteilung der Eigenversorgungskapazit�t der Beschwerdegegnerin von dem in Unterhaltsfragen bestehenden weiten Ermessen (s. oben, E. 1.2) falschen Gebrauch gemacht haben soll.
Insoweit erweist sich die R�ge als unbegr�ndet, soweit sie �berhaupt als gen�gend substanziiert betrachtet werden kann.
Im Weiteren r�gt der Beschwerdef�hrer die Berechnung des Bedarfs der Beschwerdegegnerin.
7.1 Zun�chst wendet er sich gegen die Ber�cksichtigung von Fr. 100.-- f�r Selbstbehalte der Krankenkasse und macht geltend, die Beschwerdegegnerin habe nie irgendwelche Belege f�r selbst getragene Krankheitskosten bzw. Selbstbehalte der Krankenkasse vorgelegt, und er habe dies bestritten.
Vorliegend geht es jedoch um die Berechnung eines erweiterten Bedarfs durch die Vorinstanz (s. oben, E. 3). In deren Rahmen durfte das Kantonsgericht einen Selbstbehalt in dieser Gr�ssenordnung veranschlagen, ohne dass es damit sein Ermessen �berschritten h�tte (s. oben, E. 1.2).
7.2 Weiter r�gt der Beschwerdef�hrer die Ber�cksichtigung des Betrags von Fr. 400.-- f�r Ferien und Freizeit sowie von Fr. 500.-- f�r die weitere �ufnung von Vorsorgeguthaben und macht geltend, sie verstosse gegen Art. 125 ZGB, in Teilen auch gegen Art. 8 ZGB sowie gegen Art. 9 BV.
Wie er jedoch selbst einr�umt, hat das Kantonsgericht diese Betr�ge nicht nur bei der Bedarfsberechnung der Beschwerdegegnerin, sondern auch bei seiner eigenen veranschlagt (s. oben, E. 3). Selbst wenn man diese Bedarfsposten somit entsprechend der Auffassung des Beschwerdef�hrers bei der Berechnung des jeweiligen Bedarfs unber�cksichtigt liesse, �nderte dies nichts an der H�he der Unterhaltsbeitr�ge, da diesfalls der zu teilende �berschuss entsprechend h�her ausfiele.
Was die Verpflichtung zur Leistung eines Betrags f�r die �ufnung von Vorsorgeguthaben und deren Dauer betrifft, ist ausserdem darauf hinzuweisen, dass die Finanzierung des bisherigen Lebensstandards der Beschwerdegegnerin ohnehin nicht ann�hernd erreicht wird, sodass sich dieser ebenfalls innerhalb des Ermessensspielraums (s. oben, E. 1.2) befindet.
Die R�ge ist daher unbegr�ndet.
Ferner macht der Beschwerdef�hrer geltend, sein Einkommen habe sich auf die H�lfte reduziert, sodass dem Unterhalt nicht mehr der Lebensstandard w�hrend der Trennungszeit zugrunde gelegt werden k�nne.
Dabei verkennt er, dass eine Reduktion des Einkommens nicht zu einer Minderung der massgebenden Lebenshaltung f�hrt, sondern f�r die Bemessung der H�he eines Einkommens�berschusses bzw. -mankos massgeblich ist. Das Kantonsgericht hat diesem Umstand im Rahmen dieser Frage durchaus Rechnung getragen, indem es auf der Einkommensseite auf das Arbeitslosengeld des Beschwerdef�hrers von Fr. 6'750.-- abgestellt hat (s. oben, E. 3).
Schliesslich bringt der Beschwerdef�hrer vor, die Parteien h�tten seinerzeit gemeinsam im von ihm finanzierten Einfamilienhaus gelebt. Aufgrund des Verkaufs der ehelichen Liegenschaft seien ihm Schulden in der H�he von Fr. 150'000.-- verblieben, welche im Umfang von rund Fr. 100'000.-- auf den mit grossem Verlust erfolgten Verkauf und im Umfang von Fr. 44'000.-- auf offene Steuerschulden zur�ckzuf�hren seien. Er habe bis heute die f�r den Erwerb des Hauses aufgenommene Hypothek abzutragen. Diese Schulden, welche f�r gemeinsame Bed�rfnisse begr�ndet worden seien, habe die Vorinstanz bei der Unterhaltsberechnung zu Unrecht nicht ber�cksichtigt und damit Art. 125 ZGB verletzt.
Indes wurden die Parteien mit Urteil des Bezirksgerichts Z.________ vom 15. April 2008 in g�terrechtlicher Hinsicht als vollst�ndig auseinandergesetzt erkl�rt (s. oben, Sachverhalt Bst. A). Wie das Kantonsgericht in seiner Begr�ndung festgehalten hatte, wurde dagegen nicht appelliert, weshalb es die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten Schulden im Rahmen der Festsetzung der Unterhaltsbeitr�ge zu Recht nicht mehr ber�cksichtigt hat.
Wie sich ausserdem aus dem Protokoll der Verhandlung des Kantonsgerichts vom 1. September 2009 ergibt, machte der Beschwerdef�hrer geltend, er k�nne mit einem Unterhaltsbeitrag von unter Fr. 1'530.-- seine Schulden zur�ckzahlen, weshalb er einen Eventalantrag um entsprechende Reduktion seiner Unterhaltspflicht stellte. Diesem Anliegen hat das Kantonsgericht insofern entsprochen, als es den Beschwerdef�hrer zur Leistung von Unterhaltsbeitr�gen in der H�he von Fr. 1'428.-- verpflichtet hat (s. oben, E. 3). Auch aus diesem Grund st�sst das Begehren um Ber�cksichtigung der Schulden ins Leere.
Insgesamt ist die Beschwerde somit abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdegegnerin hat sich in der Frage der aufschiebenden Wirkung unterzogen. Im �brigen ist ihr kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden.