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Timestamp: 2016-10-22 13:33:01
Document Index: 29904750

Matched Legal Cases: ['Art. 500', 'Art. 90', 'Art. 75', 'Art. 7', 'Art. 359', 'Art. 74', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 818', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 855', 'Art. 509', 'Art. 6', 'Art. 509', 'Art. 855', 'Art. 9', 'Art. 209', 'Art. 209', 'Art. 492', 'Art. 505', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_276/2010 (29.07.2010)
B�rgschaftsvertrag,
A.________ (Beschwerdef�hrer) war Verwaltungsratspr�sident mit Kollektivunterschrift zu zweien der C.________ SA mit Sitz in Rolle.
Die Banque D.________ und die C.________ SA schlossen am 12. Oktober / 24. November 1993 einen Kreditvertrag in Form eines Kontokorrentes ab (Kreditkonto Nr. 111.________), gem�ss welchem sich die Bank zur Ausrichtung eines Darlehens mit der Kreditlimite von Fr. 585'000.-- an die Aktiengesellschaft verpflichtete. Das Kreditverh�ltnis wurde durch eine Sicherungs�bereignung von zwei Inhaberschuldbriefen in der H�he von Fr. 400'000.-- und Fr. 360'000.--, lastend auf dem Baurechtsgrundst�ck Rolle-Gbbl. Nr. 222.________ im ersten bzw. zweiten Rang, gesichert. Daneben gingen der Beschwerdef�hrer und E.________ zwecks Begr�ndung einer Personalsicherheit f�r die Forderung der Bank eine Solidarb�rgschaft gegen�ber der Bank ein. Der Haftungsbetrag wurde auf je Fr. 702'000.-- festgesetzt. Zudem verzichteten der Beschwerdef�hrer und E.________ in den notariell beurkundeten B�rgschaftsvertr�gen vom 24. November 1993 auf die gesetzliche Verringerung des Haftungsbetrags gem�ss Art. 500 Abs. 1 OR.
Am 3. Dezember 1993 wurde die Banque D.________ von der Banque B.________ (Beschwerdegegnerin) �bernommen. Das Kreditverh�ltnis bzw. die Forderung aus dem Kreditvertrag ging mittels Globalzession auf die Beschwerdegegnerin als Gl�ubigerin �ber. Diese f�hrte das Kreditkonto neu unter der Nr. 333.________.
In der Folge bildeten das Kreditkonto Nr. 333.________ und dessen Konditionen mehrmals Thema der Korrespondenz zwischen den Parteien bzw. der Beschwerdegegnerin und der C.________ SA. Unbestritten ist, dass die Beschwerdegegnerin das Kreditverh�ltnis jedenfalls mit Schreiben vom 13. August 1999 k�ndigte und den offenen Kreditsaldo von damals Fr. 431'084.35 mit Frist bis 25. Februar 2000 zur R�ckzahlung f�llig stellte.
Am 23. Januar 2002 schied der Beschwerdef�hrer aus der C.________ SA aus. �ber diese wurde am 23. April 2002 der Konkurs er�ffnet. Die Beschwerdegegnerin gab ihre Forderung aus dem Kreditverh�ltnis in der H�he von Fr. 429'059.10 nebst Zinsen und Kosten ein. Die Konkursverwaltung Rolle hiess die Eingabe vollumf�nglich bis zum Tag des Verkaufs des Grundst�cks gut. Am 15. April 2003 wurde das durch die zwei Inhaberschuldbriefe belastete Grundst�ck Rolle-Gbbl. Nr. 222.________ im Rahmen einer �ffentlichen Versteigerung zu einem Preis von Fr. 460'000.-- verkauft. Der Beschwerdegegnerin wurde aus dem Erl�s der Versteigerung ein Betrag von Fr. 444'556.60 zugesprochen. Dieser Betrag wurde der Beschwerdegegnerin durch das Konkursamt am 23. Juni 2004 �berwiesen.
Abz�glich des Verwertungserl�ses von Fr. 444'556.60 belief sich die Forderung der Beschwerdegegnerin aus dem Kreditverh�ltnis per 23. Juni 2004 auf Fr. 72'628.15, per 1. Juli 2004 auf Fr. 85'986.80. Letzteren Betrag setzte die Beschwerdegegnerin mehrmals in Betreibung. Sie belangte den Beschwerdef�hrer aus der B�rgschaftsverpflichtung. Am 29. September 2005 leitete die Beschwerdegegnerin erneut Betreibung ein. Der Beschwerdef�hrer erhob Rechtsvorschlag.
Am 8. Mai 2007 erhob die Beschwerdegegnerin beim Gerichtskreis VIII Bern-Laupen Klage und beantragte, den Beschwerdef�hrer zu verpflichten, ihr Fr. 85'986.80 nebst Zins zu 8 % seit dem 1. Juli 2004, abz�glich Fr. 3'587.50 per 16. Mai 2006, zu bezahlen. In der Betreibung Nr. 444.________ des Betreibungsamtes Bern-Mittelland sei der Rechtsvorschlag vollumf�nglich aufzuheben und die definitive Rechts�ffnung im entsprechenden Umfang zu erteilen. Im Folgenden bezifferte die Beschwerdegegnerin die Klageforderung auf Fr. 95'290.25 nebst Zins zu 8 % seit dem 16. Mai 2006. Mit Urteil vom 3. Juni 2008 verurteilte der Gerichtspr�sident 1 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen den Beschwerdef�hrer, der Beschwerdegegnerin aus B�rgschaftsvertrag Fr. 95'290.25 zuz�glich Zins zu 8 % seit dem 16. Mai 2006 zu bezahlen. Im entsprechenden Umfang beseitigte er in der Betreibung Nr. 444.________ des Betreibungsamtes Bern-Mittelland den Rechtsvorschlag und erteilte vollumf�nglich die definitive Rechts�ffnung.
Dagegen appellierte der Beschwerdef�hrer an das Obergericht des Kantons Bern und verlangte die vollumf�ngliche Abweisung der Klage. Er machte im Wesentlichen geltend, dass das urspr�ngliche Kreditverh�ltnis zufolge K�ndigung und Begr�ndung eines neuen Kreditverh�ltnisses durch Novation und mit diesem nach dem Akzessoriet�tsprinzip auch die B�rgschaftsverpflichtung untergegangen seien. Selbst wenn dieser Ansicht nicht zu folgen w�re, sei die Haftung des Beschwerdef�hrers wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht durch die Beschwerdegegnerin massiv zu reduzieren bzw. weggefallen. Der Appellationshof, 1. Zivilkammer, verwarf diese Einw�nde des Beschwerdef�hrers und verpflichtete ihn mit Urteil vom 19. Februar 2010, der Beschwerdegegnerin Fr. 95'290.25 zuz�glich Zins zu 8 % seit dem 16. Mai 2006 zu bezahlen. Ferner beseitigte er in der Betreibung Nr. 444.________ des Betreibungsamtes Bern-Mittelland den Rechtsvorschlag.
Der Beschwerdef�hrer beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen, das Urteil des Appellationshofes vom 19. Februar 2010 aufzuheben und die Klage vollumf�nglich abzuweisen. Eventualiter sei das angefochtene Urteil aufzuheben und sei der Beschwerdef�hrer zu verurteilen, der Beschwerdegegnerin einen Betrag von Fr. 18'481.75 nebst Zins zu 5 % seit 16. Mai 2006, subeventualiter einen Betrag von maximal Fr. 37'000.-- nebst Zins zu 8 % seit 16. Mai 2006, zu bezahlen.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 4. Juni 2010 wurde das Gesuch des Beschwerdef�hrers, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen, abgewiesen.
Das angefochtene Urteil des Obergerichts ist ein verfahrensabschliessender Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdef�hrer hat den kantonalen Instanzenzug ausgesch�pft, da er beim Bundesgericht keine R�gen der Verletzung des rechtlichen Geh�rs erhebt, die er mit Nichtigkeitsklage an das Plenum des Appellationshofes h�tte erheben k�nnen (vgl. Art. 7 Abs. 1 und Art. 359 Ziff. 3 ZPO/BE). Der Streitwert �bersteigt die Grenze von Fr. 30'000.-- nach Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG. Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist - unter Vorbehalt einer rechtsgen�glichen Begr�ndung der erhobenen R�gen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) - auf die Beschwerde einzutreten.
2.1 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 135 III 397 E. 1.5).
2.2 Der Beschwerdef�hrer l�sst diese Grunds�tze weitgehend ausser Betracht. Auf seine vom angefochtenen Urteil teilweise abweichende und frei erg�nzte Darstellung des Sachverhalts wie auch auf seine in der rechtlichen Beschwerdebegr�ndung enthaltenen erg�nzenden und abweichenden tats�chlichen Ausf�hrungen kann nicht abgestellt werden, zumal er keine rechtsgen�glich begr�ndete Sachverhaltsr�ge erhebt. Er wirft der Vorinstanz zwar verschiedentlich eine offensichtlich unrichtige und unvollst�ndige bzw. willk�rliche Sachverhaltsfeststellung vor, begn�gt sich aber mit Behauptungen und verfehlt die strengen Begr�ndungsanforderungen an eine Sachverhaltsr�ge. Darauf kann demnach nicht eingetreten werden. Auszugehen ist vielmehr vom Sachverhalt, wie ihn die Vorinstanz verbindlich festgestellt hat.
3.1 Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Die Beschwerde ist hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten. In der Beschwerdeschrift ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht kann das Bundesgericht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1; 133 III 439 E. 3.2). Macht der Beschwerdef�hrer eine Verletzung des Willk�rverbots von Art. 9 BV geltend, gen�gt es nicht, wenn er einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei willk�rlich; er hat vielmehr im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern dieser offensichtlich unhaltbar ist. Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
3.2 Diese Anforderungen verfehlt der Beschwerdef�hrer �ber weite Strecken. Er unterbreitet dem Bundesgericht seine eigenen Standpunkte, setzt sich aber mit den Erw�gungen der Vorinstanz nicht hinl�nglich auseinander. Inwiefern das angefochtene Urteil Bundesrecht verletzt, zeigt er nicht rechtsgen�glich auf. Auch die Willk�rr�gen verfehlen die strengen Begr�ndungsanforderungen, wobei R�gen der willk�rlichen Anwendung von Bundeszivilrecht ohnehin keine selbst�ndige Bedeutung zukommt, da das Bundesgericht die Anwendung von Bundesrecht frei pr�ft. Mit seinen auch insoweit weitgehend appellatorischen Vorbringen scheint er zu verkennen, dass das Bundesgericht keine letzte Appellationsinstanz ist, die von den Parteien mit vollkommenen Rechtsmitteln angerufen werden k�nnte. Darauf ist ohne weitere Erw�gungen nicht einzutreten. Soweit wenigstens ansatzweise hinl�nglich begr�ndete R�gen einer Bundesrechtsverletzung auszumachen sind, ist dazu Folgendes auszuf�hren:
Der Beschwerdef�hrer beharrt auf seinem Standpunkt, dass seine B�rgschaftsverpflichtung im Jahre 1997 durch K�ndigung und Novation bzw. Erl�schen der Hauptschuld dahingefallen sei. Er wirft der Vorinstanz vor, dies auf "rechtswidrige geradezu willk�rliche Weise" verkannt zu haben.
Die Vorinstanz w�rdigte die beiden Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 8. Januar 1997 an die C.________ SA (Klagebeilagen 99 und 100). Dabei kam sie zum Ergebnis, dass diese Schreiben keine K�ndigung des urspr�nglichen Kreditvertrags belegen w�rden. Das erste Schreiben enthalte lediglich eine Aufforderung zur Einhaltung der Kreditlimite bzw. zur Begleichung des �berzogenen Betrags. Mit dem zweiten Schreiben habe die Beschwerdegegnerin die ihr durch den sicherungs�bereigneten Inhaberschuldbrief verk�rperte Forderung geltend gemacht. Diese Schuldbriefforderung d�rfe nicht verwechselt werden mit der durch das Kreditverh�ltnis begr�ndeten Forderung auf R�ckzahlung der Darlehensvaluta. Mit dem zweiten Schreiben vom 8. Januar 1997 (Klagebeilage 100) sei nicht die K�ndigung des Kreditverh�ltnisses, sondern einzig die K�ndigung der Schuldbriefforderung ausgesprochen worden. Dass die K�ndigung der Schuldbriefforderung bereits zu jenem Zeitpunkt erfolgt sei, werde angesichts der sich damals abzeichnenden Zahlungsschwierigkeiten der C.________ SA plausibel mit dem erheblichen Zeitaufwand einer Verwertung begr�ndet.
Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, verf�ngt nicht. Er beruft sich nur noch auf das zweite Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 8. Januar 1997 an die C.________ SA (Klagebeilage 100) und macht geltend, dieses sei unter Hinweis auf Art. 818 ZGB und unter Androhung der Betreibung auf Grundpfandverwertung erfolgt. Mithin sei die Beschwerdegegnerin zu jenem Zeitpunkt Eigent�merin des Schuldbriefs bzw. durch Selbsteintritt direkt aus dem Schuldbrief berechtigte Gl�ubigerin geworden, ansonsten sie den Schuldbrief gar nicht h�tte k�ndigen sowie weder Betreibung auf Grundpfandverwertung h�tte androhen noch sp�ter auch tats�chlich durchf�hren k�nnen. Zufolge Selbsteintritts der Beschwerdegegnerin sei nicht mehr zu unterscheiden zwischen der Forderung aus dem Schuldbrief und der Forderung aus dem Kreditvertrag. Die K�ndigung des Schuldbriefs stelle somit gleichzeitig auch die K�ndigung des Kreditverh�ltnisses dar.
Die Behauptung eines Selbsteintritts ist neu und daher unzul�ssig (Art. 99 Abs. 1 BGG). Im angefochtenen Urteil ist denn auch nicht festgestellt, dass die Beschwerdegegnerin den Selbsteintritt erkl�rt h�tte. Vielmehr ist bloss davon die Rede, dass die Beschwerdegegnerin die beiden Inhaberschuldbriefe sicherungs�bereignet erhalten habe. Bei der Sicherungs�bereignung von Schuldbriefen wird der Gl�ubiger fiduziarischer Eigent�mer des Schuldbriefs und Gl�ubiger der Schuldbriefforderung. Er ist jedoch obligatorisch dem Schuldner gegen�ber verpflichtet, von seiner �berschiessenden Rechtsmacht nur im vereinbarten Rahmen Gebrauch zu machen. Der Gl�ubiger ist berechtigt, die Schuldbriefforderung einzuziehen und die Betreibung auf Grundpfandverwertung einzuleiten. Eine Novation der Grundforderung findet bei der Sicherungs�bereignung nicht statt. Die Schuldbriefforderung tritt vielmehr zur Grundforderung hinzu (BGE 134 III 71 E. 3 S. 73; 119 II 326 E. 2b; Urteil 5A_226/2007 vom 20. November 2007 E. 5.1; Staehelin Daniel, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 3. Aufl. 2007, N. 11 und 15 zu Art. 855 ZGB). Bei dieser Rechtslage geht die Argumentation des Beschwerdef�hrers fehl, wonach die K�ndigung des Schuldbriefs zugleich die K�ndigung des Kreditverh�ltnisses darstelle.
Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdef�hrer weiter, wenn er vortr�gt, schon aus dem Wortlaut des zweiten Schreibens vom 8. Januar 1997 gehe hervor, dass das Kreditverh�ltnis als Ganzes gek�ndigt worden sei, indem f�r die per 10. Juni 1997 noch geschuldeten Betr�ge die Betreibung auf Grundpfandverwertung angedroht werde. Diese Interpretation dr�ngt sich keineswegs auf, vor allem wenn das erste Schreiben vom 8. Januar 1997 mit in Betracht gezogen wird, mit dem nur der die Kreditlimite �bersteigende Betrag eingefordert wird. Das erste Schreiben ist zudem �berschrieben mit "Compte courant d�biteur no 333.________", das zweite mit "C�dule hypoth�caire R.F. no 555.________ de Fr. 400'000.-- en 1er rang", womit ebenfalls deutlich wird, dass sich nur das erste Schreiben auf das Kreditverh�ltnis bezog. Der Vorinstanz kann daher keine Verletzung des Vertrauensprinzips vorgeworfen werden, wenn sie dem zweiten Schreiben nicht die Bedeutung einer K�ndigung des Kreditverh�ltnisses entnahm, sondern klar zwischen der Schuldbriefforderung und der Grundforderung unterschied.
Der Beschwerdef�hrer r�gt sodann, dass die Vorinstanz das Schreiben vom 28. Dezember 1998 schlicht �bergangen bzw. mit keinem Wort erw�hnt oder gew�rdigt habe. Da der Beschwerdef�hrer jedoch nicht mit Aktenhinweisen darlegt, dass er sich bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform auf dieses Schreiben berufen hat, kann das Bundesgericht den Sachverhalt in diesem Punkt nicht erg�nzen (vgl. Erw�gung 2.1).
Weiter sieht der Beschwerdef�hrer die Richtigkeit seiner Ausf�hrungen durch einen Vergleich des zweiten Schreibens vom 8. Januar 1997 mit dem Schreiben vom 13. August 1999, das unbestritten eine K�ndigung des Kreditverh�ltnisses darstellt, best�tigt. Dabei �bersieht er aber die Unterschiede der beiden Schreiben. Im Schreiben vom 8. Januar 1997 wurde die Schuldbriefforderung gek�ndigt, nachdem im ersten Schreiben gleichen Datums nur der die Kreditlimite �bersteigende Betrag eingefordert wurde. Demgegen�ber wird im Schreiben vom 13. August 1999 das Kreditverh�ltnis gek�ndigt und die gesamte Kreditforderung (Fr. 431'084.35) zur R�ckzahlung f�llig gestellt. Gleichzeitig machte die Beschwerdegegnerin ihre Schuldbriefforderung geltend. Das K�ndigungsschreiben vom 13. August 1999 ist zudem wiederum mit "votre compte courant no 333.________" betitelt, bezieht sich also klarerweise auf das Kreditverh�ltnis. Ein Vergleich der beiden Schreiben best�tigt somit keineswegs, dass bereits das Schreiben vom 8. Januar 1997 eine K�ndigung des Kreditverh�ltnisses gewesen sein soll. Ohnehin kann der Beschwerdef�hrer aus einem Vergleich mit dem mehr als zwei Jahre sp�ter erhaltenen Schreiben vom 13. August 1999 nicht ableiten, wie er das fr�here Schreiben vom 8. Januar 1997 nach dem Vertrauensprinzip verstehen durfte.
Schliesslich kann der Vorinstanz auch keine bundesrechtswidrige Auslegung von Willenserkl�rungen vorgeworfen werden, wenn sie im Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 8. Juli 1997 keine K�ndigung des Kreditvertrags erblicken konnte. Dieses Schreiben war nicht an die Kredit nehmende C.________ SA gerichtet, sondern an den Beschwerdef�hrer selbst in seiner Eigenschaft als Solidarb�rge ("et en votre qualit� de caution solidaire") und an dessen Privatadresse. Die Vorinstanz hielt zutreffend fest, dass eine K�ndigung, die nicht an den richtigen Adressaten gerichtet ist, keine Wirkung entfalten kann. Von daher stellt dieses Schreiben von vornherein keine K�ndigung des Kreditverh�ltnisses mit der C.________ SA dar. Dies vermag der Beschwerdef�hrer nicht zu entkr�ften, wenn er einfach behauptet, er habe dieses Schreiben als Verwaltungsratspr�sident der Schuldnerin entgegengenommen. Adressat des Schreibens war nicht die C.________ SA.
Zusammenfassend vermag der Beschwerdef�hrer keine Verletzung von Bundesrecht, insbesondere des Vertrauensprinzips, darzulegen, indem die Vorinstanz keine K�ndigung des Kreditvertrags durch das Schreiben vom 8. Januar 1997 annahm. Auch der Vorwurf einer Verletzung von Art. 509 Abs. 1 OR entbehrt der Grundlage, zumal die unzul�ssigerweise neu behauptete Selbsteintrittserkl�rung der Beschwerdegegnerin ohnehin nicht festgestellt ist.
Der Beschwerdef�hrer steht weiterhin auf dem Standpunkt, dass seine B�rgschaftsverpflichtung jedenfalls im Jahre 2001 infolge Novation des urspr�nglichen Kreditverh�ltnisses untergegangen sei. Dazu beruft er sich auf die K�ndigung des Kreditverh�ltnisses durch das Schreiben vom 13. August 1999 und auf den angeblichen Abschluss eines neuen Kreditverh�ltnisses im Zusammenhang mit der Offerte der Beschwerdegegnerin vom 21. Mai 2001.
Unbestritten ist, dass das urspr�ngliche Kreditverh�ltnis mit Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 13. August 1999 gek�ndigt wurde. Hingegen ging die Vorinstanz davon aus, dass die Begr�ndung eines neuen Kreditverh�ltnisses im Jahre 2001 nicht zustande kam, weil die Offerte der Beschwerdegegnerin vom 21. Mai 2001 nicht innerhalb der Annahmefrist, sondern erst am 13. Juni 2001 und damit versp�tet, unterzeichnet wurde. Zudem sei die in der Offerte der Beschwerdegegnerin gestellte Suspensivbedingung, dass der Beschwerdef�hrer und E.________ zwei Solidarb�rgschaften in der H�he von je Fr. 400'000.-- eingehen, nicht erf�llt worden, weshalb auch aus diesem Grund kein neues Kreditverh�ltnis zustande gekommen sei.
Die Vorinstanz erwog weiter, selbst wenn man die (versp�tete) R�cksendung vom 13. Juni 2001 des unterzeichneten Vertrags, verbunden mit der Nichterf�llung der Bedingung, als Gegenofferte deuten wollte, k�nne der Beschwerdef�hrer daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Vorliegend h�tte die Annahme der allf�lligen Gegenofferte der C.________ SA durch die Beschwerdegegnerin den Wegfall von zwei bedeutenden Personalsicherheiten bedeutet. Dass eine solch gewichtige Sicherheitsreduktion von einer Bank durch blosses Schweigen akzeptiert werde, sei nach Treu und Glauben weder von der besonderen Natur des Rechtsgesch�fts her noch nach den Umst�nden zu erwarten. Diese Erw�gung ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Der Beschwerdef�hrer vermag sie mitnichten zu entkr�ften, indem er behauptet, angesichts der vorhandenen Sicherung durch die beiden Schuldbriefe habe f�r eine zus�tzliche Absicherung durch die B�rgschaften keine Veranlassung bestanden. Das Schweigen der Beschwerdegegnerin habe daher als Zustimmung gewertet werden d�rfen. Nach Art. 6 OR k�nnte das Schweigen auf die allf�llig als Gegenofferte zu qualifizierende R�cksendung vom 13. Juni 2001 nur dann als Akzept gelten, wenn eine ausdr�ckliche Annahme wegen der besonderen Natur des Gesch�fts oder nach den Umst�nden nicht zu erwarten war. Beides ist vorliegend nicht dargetan. Vielmehr f�hrt der Beschwerdef�hrer selber aus, dass es um ein "seit Jahren massiv kriselndes Kreditverh�ltnis" gegangen sei und die C.________ SA "um ihr �berleben k�mpfte". Unter diesen Umst�nden konnte nicht erwartet werden, dass die Beschwerdegegnerin auf die zus�tzlichen Personalsicherheiten verzichten und ohne diese ein neues Kreditverh�ltnis mit einer solchen Schuldnerin eingehen w�rde. Die Vorinstanz hat demnach zutreffend erkannt, dass ein Akzept durch Schweigen nicht anzunehmen sei.
Demnach entfiel die Solidarb�rgschaft des Beschwerdef�hrers auch nicht im Jahre 2001 durch Novation des urspr�nglichen Kreditverh�ltnisses.
Weiter bringt der Beschwerdef�hrer vor, die Beschwerdegegnerin habe im Konkurs der C.________ SA ihre Gesamtforderung aus dem Kreditverh�ltnis als grundpfandgesicherte Forderung eingegeben. Das setze den Selbsteintritt in den Schuldbrief voraus bzw. stelle eine Selbsteintrittserkl�rung dar. Demnach w�re die Solidarb�rgschaft im Moment der Konkurseingabe vom 16. Mai 2002 erloschen.
Zu diesem vor Bundesgericht erstmals vorgetragenen Vorbringen fehlen die tats�chlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil. Die Vorinstanz stellte nur fest, dass die Beschwerdegegnerin im Konkurs der C.________ SA ihre Forderung aus dem Kreditverh�ltnis in der H�he von Fr. 429'059.10 nebst Zinsen und Kosten eingegeben habe. Weiteres wird zur Konkurseingabe der Beschwerdegegnerin vom 16. Mai 2002 nicht festgestellt. Auch in diesem Punkt kann das Bundesgericht mangels Sachverhaltsr�ge den Sachverhalt nicht erg�nzen. Der Beschwerdef�hrer verweist auf den "aktenkundigen Sachverhalt" und wirft der Vorinstanz vor, dies in keiner Weise ber�cksichtigt bzw. die sich daraus ergebenden Rechtsfragen �berhaupt nicht gepr�ft zu haben, was "zweifellos rechtswidrig und v�llig willk�rlich" sei und eine weitere Verletzung bzw. fehlerhafte Anwendung von Art. 509 Abs. 1 OR sowie zudem eine Verletzung von Art. 855 ZGB und Art. 9 BV darstelle. Mit diesem Vorwurf begr�ndet er weder eine Sachverhaltsr�ge noch eine Bundesrechtsverletzung in rechtsgen�glicher Weise (vgl. Erw�gungen 2.1 und 3.1). Er zeigt nicht mit Aktenhinweisen auf, dass er entsprechende rechtsrelevante tats�chliche Behauptungen im kantonalen Verfahren prozesskonform eingebracht h�tte und diese von der Vorinstanz �bergangen worden w�ren. Auf der Grundlage des vorinstanzlich festgestellten Sachverhalts kann aber gerade keine Selbsteintrittserkl�rung der Beschwerdegegnerin angenommen werden.
In einem Eventualstandpunkt bestreitet der Beschwerdef�hrer den Haftungsbetrag und macht geltend, er m�sste h�chstens noch f�r einen Betrag von Fr. 18'481.75 nebst Zins zu 5 % ab 16. Mai 2006 einstehen. Er begr�ndet dies damit, dass die Verpflichtung, als B�rge f�r die laufenden Zinse der Grundforderung entgegen Art. 209 Abs. 1 SchKG auch nach der Konkurser�ffnung noch einstehen zu m�ssen, mit der Versteigerung des Grundst�cks am 15. April 2003 erloschen sei. Im Zeitpunkt der Versteigerung habe die Forderung der Beschwerdegegnerin inklusive Zinsen und Kosten Fr. 466'625.85 betragen. Nach Abzug des ihr ausbezahlten Versteigerungserl�ses von Fr. 444'556.60 sowie der sp�ter noch aufgelaufenen Zinsen von Fr. 3'587.50 verbleibe ein Betrag von Fr. 18'481.75.
Mit diesem erstmals vor Bundesgericht vorgetragenen Standpunkt ist der Beschwerdef�hrer ausgeschlossen. Die Vorinstanz f�hrte aus, der Beschwerdef�hrer bestreite die Berechnung des Haftungsbetrags an sich in appellatorio nicht und es w�rden sich auch aus den Akten keine substantiierten Einwendungen gegen den eingeklagten Ausstand aus dem Kreditverh�ltnis ergeben. Deshalb verpflichtete sie den Beschwerdef�hrer in Anwendung der Verhandlungsmaxime, der Beschwerdegegnerin den eingeklagten Betrag von Fr. 95'290.25 zuz�glich Zins zu 8 % seit dem 16. Mai 2006 zu bezahlen. Der Beschwerdef�hrer bringt nicht vor, die Vorinstanz habe zu Unrecht angenommen, er habe die Berechnung des Haftungsbetrags nicht bestritten. Demnach muss er sich darauf behaften lassen und kann die Bestreitung vor Bundesgericht nicht mehr nachholen. Im �brigen verkennt er, dass die Beendigung des Zinsenlaufes nach Art. 209 SchKG ausschliesslich gegen�ber dem konkursiten Hauptschuldner, nicht aber gegen�ber dem B�rgen greift (Amonn/Walther, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 8. Aufl. 2008, S. 382; Giovanoli Silvio, Berner Kommentar, 2. Aufl. 1978, N. 28 zu Art. 492 OR).
Das Subeventualbegehren begr�ndet der Beschwerdef�hrer mit der Verletzung der Schadenminderungsobliegenheit nach Art. 505 Abs. 2 und 3 OR durch die Beschwerdegegnerin. Die Vorinstanz lehnte diesen Einwand ab, da gem�ss Beweisergebnis die Einforderungsbem�hungen der Beschwerdegegnerin hinl�nglich dokumentiert seien. Bez�glich der f�r das Grundst�ck abgegebenen Kaufofferten der Garage G.________ SA und des Beschwerdef�hrers selbst sei festzuhalten, dass beide �bernahmeofferten geringer ausgefallen seien als der schlussendlich durch Versteigerung erzielte Verwertungserl�s. Eine Verletzung der Schadenminderungsobliegenheit durch Nichtannahme dieser Offerten scheide somit bereits aus diesem Grund aus.
Der Beschwerdef�hrer argumentiert, die H�he des erzielten Verwertungserl�ses bzw. dessen Verh�ltnis zu den �bernahmeofferten spiele keine Rolle. Die Beschwerdegegnerin habe seine Offerte abgelehnt und die Offerte der G.________ SA annehmen wollen. Er rechnet vor, dass bei Annahme seiner Offerte maximal ein Betrag von Fr. 37'000.-- und bei Annahme der Offerte der G.________ SA maximal ein Betrag von Fr. 41'000.-- offen geblieben w�re. Somit sei klar, dass seine Offerte die bessere gewesen sei. Die Beschwerdegegnerin h�tte diese bessere Offerte nicht ablehnen bzw. die schlechtere Offerte der G.________ SA nicht annehmen d�rfen. Da sie die Offerte der G.________ SA habe annehmen wollen, k�nne sie sich nicht auf den sp�teren h�heren Versteigerungserl�s berufen.
Der Argumentation des Beschwerdef�hrers gebricht es bereits am Umstand, dass im angefochtenen Urteil nicht festgestellt ist, dass die Beschwerdegegnerin die Offerte der G.________ SA annehmen wollte. Die Beschwerdegegnerin wendet jedenfalls ein, sie habe ihre Zustimmung zur �bernahmeofferte der G.________ SA vom Einverst�ndnis des Beschwerdef�hrers abh�ngig gemacht, den noch offenen Saldobetrag zu �bernehmen. Eine Sachverhaltsr�ge erhebt der Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang nicht. Nachdem die Behauptung, die Beschwerdegegnerin habe die Offerte der G.________ SA annehmen wollen, im angefochtenen Urteil keine St�tze findet, kann sie vom Bundesgericht nicht ber�cksichtigt werden und entbehrt die auf dieser Behauptung aufgebaute Argumentation des Beschwerdef�hrers von vornherein der Grundlage.
Aus diesen Gr�nden ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird der Beschwerdef�hrer kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).