Source: https://www.tuev-sued.de/geschaeftskunden/aerztliche-stelle-hessen/newsletter/newsletter-archiv/dez-2013
Timestamp: 2018-02-22 16:22:14
Document Index: 126819719

Matched Legal Cases: ['§17', '§83', '§3', '§ 80', '§ 81', '§ 23', '§ 25', '§ 80', '§ 23']

Fachinfos zur Qualitätssicherung in Radiologie, Nuklearmedizin, Strahlentherapie | TÜV SÜD GRUPPE
Ergänzung und Aktualisierung des Einheitlichen Bewertungssystems der Ärztlichen Stellen nach §17a RöV und §83 StrlSchV, Version 6.0 (11/2013)
Die aktuelle Version wurde am 20.11.2013 erstellt, mit Neuerungen z.B. für Überprüfungen der Teleradiologie nach §3 Abs. 4 RöV und in der Nuklearmedizin für Sentinel Lymph Node. Weitere Informationen finden Sie hier.
Auslegungshinweise zu:
§ 80 Absatz 1 Satz 1 bis 3 und
§ 81 Absatz 3 der StrSchV und § 23 Absatz 1 Satz 1 bis 3 und
§ 25 Absatz 2 Satz 2 RöV
BMU 10.12.2013
Die Regelungen des § 80 Absatz 1 StrlSchV und des § 23 Absatz 1 RöV haben zum Ziel, unnötige Strahlenexpositionen zu vermeiden. Ärzte und Ärztinnen sollen sich – im Rahmen der zur Verfügung stehenden, behördlich erlaubten Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten – vor jeder Anwendung darüber klar werden, dass sie ihre Patienten mit ionisierender Strahlung exponieren und dass dies mit einem Risiko verbunden ist. Sie sollen in einem aktiven Prozess abwägen, ob das Risiko angesichts des gesundheitlichen Nutzens der geplanten Anwendung vertretbar ist und hierbei auch Verfahren mit vergleichbarem gesundheitlichem Nutzen berücksichtigen, die mit keiner oder einer geringeren Strahlenexposition verbunden sind. Weitere Informationen finden Sie hier.
Nr. 173/13, Berlin, 05.12.2013: Richtlinie zur Erneuerung des europäischen Strahlenschutzrechts verabschiedet
RICHTLINIE DES RATES zur Festlegung grundlegender Sicherheitsnormen für den Schutz vor den Gefahren einer Exposition gegenüber ionisierender Strahlung und zur Aufhebung der Richtlinien 89/618/Euratom, 90/641/Euratom, 96/29/Euratom, 97/43/Euratom and 2003/122/Euratom
Mit der am 05.12.2013 beschlossenen Richtlinie soll das hohe Niveau zum Schutz von Arbeitskräften und der Bevölkerung vor den Gefahren ionisierender Strahlung sowie der medizinische Strahlenschutz weiter verbessert werden.
Die Richtlinie berücksichtigt den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisstand und bezweckt einen umfassenden Strahlenschutz. Gleichzeitig wurden die bisherigen Euratom-Richtlinien über den Gesundheitsschutz der Bevölkerung und von Arbeitskräften, den Patientenschutz, den Schutz externer Arbeitskräfte, die Information der Bevölkerung bei radioalogischen Notstandssituationen und zur Kontrolle hochradioaktiver Strahlenquellen aufgehoben.
Die Richtlinie muss innerhalb der nächsten vier Jahre in nationales Recht umgesetzt werden.
Informationen des BMU finden Sie hier.
Die vollständige pdf-Datei finden Sie hier.
Augenlinsendosis
Die aktuelle Euratom Richtlinie (siehe oben) gibt einen deutlich gesenkten Grenzwert von 20 mSv/a für die Organ-Äquivalentdosis der Augenlinsen vor. Zum Risiko von Katarakten der Augenlinsen als deterministisches Strahlenrisiko fand im September 2012 eine Informationsveranstaltung im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) des Landes NRW statt.
Interessante Vorträge der Veranstaltung können Sie hier einsehen.