Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=15.03.1961&Aktenzeichen=2%20BvL%208/60
Timestamp: 2013-05-19 18:41:34
Document Index: 314886509

Matched Legal Cases: ['Art. 131', 'Art. 131', 'Art. 97', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 2']

Rechtsprechung BVerfG, 15.03.1961 - 2 BvL 8/60 Volltextver�ffentlichungen
BVerfGE 12, 264
DVBl 1961, 372
Wird zitiert von ... (49) BVerfG, 12.12.1967 - 2 BvL 14/62 Verfassungsm��igkeit der Versorgungsregelungen des G 131Die �nderung des � 3 G 131 durch Einf�gung der Nr. 3a war schon einmal Gegenstand eines verfassungsgerichtlichen Verfahrens (Beschlu� des Zweiten Senats vom 15. M�rz 1961 - 2 BvL 8/60 -, BVerfGE 12, 264 ).Der Beschlu� des Bundesverfassungsgerichts vom 15. M�rz 1961 (BVerfGE 12, 264 ) habe die Vorlagefrage nicht entschieden; das Gericht habe nur die Verfassungsm��igkeit der Vorschrift in ihrer Anwendung auf verdr�ngte Beamte, nicht auch in ihrer Anwendung auf deren Hinterbliebene gepr�ft.Er bezweifelt zun�chst die Zul�ssigkeit der Gerichtsvorlagen im Hinblick auf den Beschlu� des Bundesverfassungsgerichts vom 15. M�rz 1961 (BVerfGE 12, 264 ), in dem mit Gesetzeskraft die Verfassungsm��igkeit des � 3 Nr. 3a G 131 festgestellt worden sei.b) Das Land Baden-W�rttemberg hat (im Fall von Papen) vorgetragen, die Vorlage sei im Hinblick auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 15. M�rz 1961 (BVerfGE 12, 264 ), in der mit Gesetzeskraft die Verfassungsm��igkeit der angegriffenen Vorschrift festgestellt sei, unzul�ssig.Dagegen seien Bedenken gegen die Zul�ssigkeit der Vorlage im Hinblick auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 15. M�rz 1961 (BVerfGE 12, 264 ) nicht gerechtfertigt; denn in diesem Beschlu� sei, wie sich aus den Gr�nden ergebe, das Problem der Rechtsstellung der Hinterbliebenen nicht ber�hrt oder er�rtert worden.� 3 Nr. 3a G 131 war schon einmal auf Grund einer Vorlage der Bundesdisziplinarkammer V - N�rnberg - Gegenstand einer verfassungsrechtlichen �berpr�fung durch das Bundesverfassungsgericht (BVerfGE 12, 264 ).� 3 Nr. 3a G 131 ist also zwar in der Entscheidungsformel des Beschlusses nicht ausdr�cklich genannt, war aber, wie es in den Gr�nden jenes Beschlusses hei�t, die Vorschrift, "um deren Rechtsg�ltigkeit es in diesem Verfahren geht" (BVerfGE 12, 264 [265]).Insoweit ist die Rechtslage - insbesondere nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 15. M�rz 1961 (BVerfGE 12, 264 ) - eindeutig.Insofern handelt es sich um neue Rechte, die durch das Gesetz zu Art. 131 GG begr�ndet worden sind (BVerfGE 12, 264 [273]).Er war von Anfang an neben den Tatbest�nden des � 3 G 131 gegeben, und er kann jederzeit durch einen anderen gleichwertigen Weg ersetzt werden (BVerfGE 12, 264 [271 ff.]).Wenn gewisse Formulierungen in der Entscheidung vom 15. M�rz 1961 (BVerfGE 12, 264 ) dahin verstanden werden k�nnen, das Bundesverfassungsgericht habe in dieser Entscheidung angenommen, der Kreis derer, die nach � 9 G 131 ihrer Rechte verlustig gehen k�nnen, umfasse auch alle, die nun nach � 3 Nr. 3a G 131 eliminiert werden k�nnen, so ist das darauf zur�ckzuf�hren, da� es f�r die weitaus gr��te Zahl der F�lle - "in der Regel" - zutrifft und das Gericht nach dem ihm unterbreiteten Sachverhalt damals offensichtlich nur den Kreis der noch lebenden Beamten im Auge hatte, gegen die in der Tat sowohl nach � 3 Nr. 3a G 131 als auch nach � 9 G 131 vorgegangen werden kann, f�r die also mit der Einf�hrung des � 3 Nr. 3a G 131 im strikten Sinn nur eine Auswechslung der Verfahrensweise oder eine Wahlm�glichkeit des Dienstherrn zwischen zwei gleichwertigen Verfahrensweisen geschaffen wurde.Wenn allerdings in diesen F�llen eines der beiden Verfahren mit negativem Ausgang, also ohne Aberkennung der Rechte aus dem Gesetz zu Art. 131 GG endete, ist wegen desselben Verhaltens die Einleitung des anderen Verfahrens nicht mehr m�glich (so schon BVerfGE 12, 264 [269]).Diese Frage hat jedoch schon die Entscheidung vom 15. M�rz 1961 (BVerfGE 12, 264 [271]) incidenter bejaht, indem dort darauf hingewiesen ist, da� die Bindung an die verfassungsm��ige Ordnung des Grundgesetzes dem Gesetzgeber geradezu verboten hat, "staatliche Sonderleistungen ... solchen fr�heren Angeh�rigen des �ffentlichen Dienstes neu zu gew�hren, deren T�tigkeit im ganzen gesehen vor allem der Aufrechterhaltung des Unrechts- und Willk�rsystems des Nationalsozialismus gedient hat (BVerfGE 6, 132 [218])".
BVerwG, 26.01.1967 - II C 102.63 G 131 (1961) � 3 Nr. 3a; GG Art. 97 Abs. 1Kontextvorschau leider nicht verf�gbar
BVerwG, 18.10.1966 - VI C 80.63 DRiG � 116; G 131 � 3 S. 1 Nr. 3a, 4, � 9, � 60 Abs. 1; GG Art. 3 …Kontextvorschau leider nicht verf�gbar
BVerfG, 09.08.1995 - 1 BvR 2263/94 DDR-Rechtsanw�lteDa� die genannten Grunds�tze in ihrem jeweiligen Normzusammenhang hinl�nglich auslegungsf�hig sind, ergibt sich nicht nur aus der verwaltungsgerichtlichen Judikatur (vgl. BVerwGE 15, 336 [338 f.]; 19, 1; 31, 337 [338/342]; 34, 331 [Leitsatz 2]); auch das Bundesverfassungsgericht hat diese Begriffe nicht beanstandet (BVerfGE 12, 264 [269 ff.]).
BSG, 24.11.2005 - B 9a/9 V 8/03 R Versto� - Grunds�tze - Menschlichkeit - Rechtsstaatlichkeit - Unw�rdigkeit - …Der Gesetzgeber hat damit in � 1a BVG ein hergebrachtes und auch vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) bereits gebilligtes Begriffspaar verwendet, das selbstverst�ndliche ethisch-moralische Grundwerte zusammenfasst, die Grundlage eines jeden menschlichen Zusammenlebens sind (vgl BVerfGE 12, 264, 269; 93, 213, 238, 239; s auch BVerwGE 15, 336, 338f; 19, 1, 3; 31, 337, 338, 342; vgl auch Frank, br 2003, 1, 2).Deswegen verbietet die verfassungsm��ige Ordnung des GG geradezu, staatliche Wiedergutmachung solchen fr�heren Opfern des NS-Regimes - ungeschm�lert - zu belassen, die in Aus�bung von Macht in einer Staatspartei oder in dem von dieser dirigierten Staatsgebilde selbst gerade diese Grunds�tze der Menschlichkeit oder Rechtsstaatlichkeit missachtet haben" (…BSGE SozR 3-8850 � 5 Nr. 1 S 12 f; vgl dazu BVerfGE 22, 387, 418 f; 12, 264, 271).
BVerwG, 19.08.1967 - VI B 24.66 Kontextvorschau leider nicht verf�gbar
BVerfG, 08.03.2006 - 2 BvR 486/05 Todesurteile von 1944 gegen zwei Jugendliche kraft Gesetzes aufgehoben - daher …Das Bundesverfassungsgericht hat dementsprechend die "Aus�bung der Strafgerichtsbarkeit" als typische Aufgabe der rechtsprechenden Gewalt bezeichnet (vgl. BVerfGE 8, 197 ; 12, 264 ; 22, 49 ).
BVerwG, 19.03.1969 - VI C 115.63 BRRG � 127; G 131 � 3 S. 1 Nr. 3a; GG Art. 1 Abs. 1, Art. 2 …Kontextvorschau leider nicht verf�gbar
BVerwG, 28.02.2007 - 3 C 38.05 Enteignung auf besatzungsrechtlicher oder besatzungshoheitlicher Grundlage; …bb) F�r den entsprechenden Ausschlusstatbestand in anderen Wiedergutmachungsgesetzen ist anerkannt, dass sie auch eine subjektive Komponente in Form eines zurechenbaren, vorwerfbaren - mithin schuldhaften - Verhaltens voraussetzen (BVerfG, Beschluss vom 15. M�rz 1961 - 2 BvL 8/60 - BVerfGE 12, 264 zu � 3 Nr. 3a G 131; BVerwG, Urteil vom 28. Februar 1963 - BVerwG 8 C 67.62 - BVerwGE 15, 336 zu � 2 Abs. 1 Nr. 2 HHG).
BVerwG, 12.11.1970 - II C 3.69 BVerwG, 18.12.1969 - II C 37.66 G 131 � 7, � 3 S. 1 Nr. 3a
BVerwG, 12.11.1970 - II C 42.69 G 131 � 3 S. 1 Nr. 3a
BSG, 24.03.1998 - B 4 RA 78/96 R Aberkennung von Entsch�digungsrente wegen Versto�es gegen die Grunds�tze der …
BSG, 30.01.1997 - 4 RA 99/95 Aberkennung von Entsch�digungsrenten bei Verst��en gegen die Grunds�tze der …
BVerwG, 28.02.2007 - 3 C 13.06 Enteignung auf besatzungsrechtlicher oder besatzungshoheitlicher Grundlage; …
BSG, 30.01.1997 - 4 RA 23/96 Voraussetzungen f�r die Aberkennung oder K�rzung eines Rechts auf …
BVerwG, 12.11.1970 - II C 43.69 BAG, 20.01.1994 - 8 AZR 269/93 K�ndigung nach Einigungsvertrag
BVerwG, 23.04.1970 - II C 102.67 BVerwG, 21.12.1981 - 2 B 4.81 BVerwG, 16.07.1970 - II C 144.67 BVerwG, 13.10.1971 - VI C 105.67 BVerwG, 28.02.1963 - VIII C 67.62 H�ftlingshilfegesetz � 1 Abs. 1 Nr. 1, � 2 Abs. 1 Nr. 2
VerfGH Sachsen, 06.11.1998 - 16-IX-98 BVerfG, 06.06.1967 - 2 BvR 53/60 Verfassungswidrigkeit der Verh�ngung von Strafbescheiden durch die …
LSG Baden-W�rttemberg, 13.11.2003 - L 6 V 1912/01 Entziehung der Kriegsopferversorgung bei Erschie�ung von Frauen und Kindern durch …
LSG Sachsen, 29.11.2000 - L 4 RA 130/99 LSG Sachsen, 29.11.2000 - L 4 RA 94/00 OLG Stuttgart, 21.11.1985 - 4 VAs 53/85 BtMG � 35 Abs. 1, � 38
LAG Berlin, 26.02.1993 - 6 Sa 108/92 K�ndigung: au�erordentliche K�ndigung - Versto� gegen die Grunds�tze der …
SG Berlin, 21.03.2005 - S 35 RA 3631/92 OVG Rheinland-Pfalz, 10.12.1993 - 2 A 10031/93 BVerwG, 29.08.1968 - VI C 125.65 BVerwG, 18.12.1968 - C 62.64 BVerwG, 24.10.1973 - VI C 32.68 LSG Sachsen, 29.11.2000 - L 4 RA 90/00 BVerwG, 23.03.1967 - II C 82.64 BVerwG, 18.07.1969 - VI B 25.69 BVerwG, 20.08.1969 - VI B 51.68 LSG Berlin, 18.02.2003 - L 13 V 3/02 BVerwG, 22.02.1962 - II C 45.60 BVerwG, 31.08.1964 - VIII C 77.62 BDH, 20.12.1961 - I D 86/61 Was ist dejure.org?