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Timestamp: 2020-04-10 01:54:53
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Matched Legal Cases: ['§ 66', '§ 66', '§ 66', '§ 249', '§ 257', '§ 66']

[ STEUERSPAR-URTEILE.de ] - Urteil, Aktenzeichen: XI R 42/17, Bundesfinanzhof 13.02.2019
Aktenzeichen: 1 K 533/15
Aufbewahrung, Betriebsausgaben, Bilanzierung, DATEV, DATEV-Rechenzentrum, Handakte, Mandantendaten, Rechenzentrum, Rückstellung, Steuerberater, Steuerberatervergütungsverordnung, Ungewisse Verbindlichkeiten, Verpflichtung
1. Eine Rückstellung für die Kosten der 10 jährigen Aufbewahrung von Mandantendaten im DATEV-Rechenzentrum bei einer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft setzt eine öffentlich-rechtliche oder eine zivilrechtliche Verpflichtung zur Aufbewahrung dieser Daten voraus. Eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung folgt weder aus § 66 Abs. 1 StBerG noch aus einer eigenständigen öffentlich-rechtlichen Aufbewahrungsverpflichtung des Mandanten bei tatsächlicher Aufbewahrung durch den Berater. Eine zivilrechtliche Verpflichtung für die Dauer der Mandatsbindung reicht nicht aus.
2. Eine Rückstellung für die Kosten der 10 jährigen Aufbewahrung von Handakten im DATEV-Rechenzentrum kann wegen der Abwendungsmöglichkeit (§ 66 Abs. 1 Satz 2 StBerG) nicht allgemein mit einer Aufbewahrungsverpflichtung aus § 66 Abs. 1 Satz 1 StBerG begründet werden.
HGB § 249 Abs. 1, § 257
StBerG § 66 Abs. 1, Abs. 3, Abs. 4
Hintergrund: Die Kosten einer 10-jährigen Aufbewahrung von Mandantendaten und Handakten im DATEV-Rechenzentrum sind bei einer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft nicht rückstellungsfähig. Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 13. Februar 2019 XI R 42/17 fehlt es an einer öffentlich-rechtlichen wie auch an einer zivilrechtlichen Verpflichtung zur Datenaufbewahrung.