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Timestamp: 2016-10-28 20:00:12
Document Index: 84526711

Matched Legal Cases: ['Art. 34', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'Art. 103', 'Art. 9', 'Art. 1', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 25', 'Art. 14', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 22', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 148', 'Art. 4', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 2', 'Art. 21', 'Art. 156', 'Art. 159']

1A.230/2005 (04.04.2006)
1A.230/2005 /ast
8. Stiftung H.________,
Beschwerdegegnerin, vertreten durch F�rsprecher Dr. Peter M. Conrad,
Gemeinderat Schafisheim, 5503 Schafisheim, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Markus Siegrist,
Regierungsrat des Kantons Aargau, Rechtsdienst, Staatskanzlei, Regierungsgeb�ude, Laurenzenvorstadt 9, 5001 Aarau,
Teil�nderung Bau- und Nutzungsordnung, Spezialzone "Zelgli" f�r ein Driving Center,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 4. Kammer, vom 9. Mai 2005.
Die Stiftung f�r sicheres Autofahren betreibt in Veltheim ein Verkehrssicherheitszentrum, in dem Kurse f�r sicheres und �kologisches Fahren angeboten werden. Da die Grundst�cke in Veltheim f�r die Kies-/ Mergelgewinnung ben�tigt werden, soll ein neues Verkehrssicherheitszentrum in Schafisheim, in der ehemaligen Kiesgrube "Zelgli", errichtet werden.
In einer ersten Ausbauphase sollen �bungspistenanlagen, ein dreigeschossiges Betriebsgeb�ude mit Kursr�umen und beschr�nkter Gastronomie, eine Tankstelle, eine Fahrzeugwaschanlage sowie ein Werkhof mit zugeh�rigen Abstellpl�tzen errichtet werden. Das Baubewilligungsverfahren wurde am 8. September 2003 von der N.________ AG eingeleitet und ist seither sistiert.
Im nordwestlichen Bereich der Kiesgrube "Zelgli" wird noch einige Jahre lang Kies abgebaut. Anschliessend soll hier eine zus�tzliche Piste sowie ein Retentionsbecken f�r die Wiederverwendung des Oberfl�chenwassers f�r die Beregnungsanlage erstellt werden (2. Ausbauphase).
Am 18. November 2003 passte der Grosse Rat des Kantons Aargau den kantonalen Richtplan an. Er beschloss die Erweiterung des Siedlungsgebiets f�r ein Verkehrssicherheitszentrum in Schafisheim. Das bisher an diesem Standort im Richtplan vorgesehene "Freiluft- und Hallenstadion Projekt 2002" wurde gestrichen.
Am 15. September 2003 legte die Gemeinde Schafisheim die Teil�nderung Nutzungsplanung "Zelgli" �ffentlich auf. Diese erfasst die Parzellen Nrn. 983, 1284 und 991, die sich bisher in der von einer Materialabbauzone �berlagerten Landwirtschaftszone befanden. Der Materialabbau ist abgeschlossen und die Parzelle Nr. 991 bereits rekultiviert. Die drei Parzellen mit einer Fl�che von insgesamt 87'784 m2 sollen neu der Spezialzone "Zelgli" zugewiesen werden.
Diese grenzt im Norden an die Aarauerstrasse (K247) und im S�den an die Alte Bernstrasse. Die Spezialzone wird von drei Seiten von Landwirtschaftszonen umgeben: Das Gebiet G�ssliacker, das westlich der Kiesgrube Zelgli liegt und diese von der Wohn- und Gewerbezone Schafisheims trennt, soll bis 2008 rekultiviert werden. In �stlicher Richtung befindet sich - ebenfalls in der Landwirtschaftszone - das Abbaugebiet "Hugst�ck", welches voraussichtlich bis 2008 abgebaut sein wird und dessen Rekultivierung bis 2020 vorgesehen ist. N�rdlich der Spezialzone "Zelgli", auf der anderen Seite der Aarauerstrasse, beginnt die Arbeitszone, die mit einer Materialabbauzone �berlagert ist.
Gegen die geplante Nutzungsplan�nderung erhoben u.a. A.________, C.________ und B.________, E.________ und D.________, G.________ und F.________, die Stiftung H.________, I.________, K.________ sowie M.________ und L.________ Einsprache.
Am 12. Dezember 2003 nahm die Gemeindeversammlung Schafisheim die Teil�nderung des Zonenplanes an, wies die Einsprachen ab und erg�nzte die BNO-Bestimmungen der Gemeinde. � 5 BNO legt f�r die Spezialzone Zelgli eine Gr�nfl�chenziffer von 0.3 fest und teilt sie der L�rmempfindlichkeitsstufe III zu. � 12a BNO enth�lt die Zonenvorschriften f�r die Spezialzone Zelgli. Diese lauten:
1. Spezialzone Zelgli
Die Spezialzone Zelgli ist ausschliesslich f�r die Realisierung einer Verkehrs�bungsanlage ("Driving Center Schafisheim") bestimmt. Die Anlage umfasst �bungspisten, Betriebsgeb�ude mit Kursr�umen und beschr�nkter Gastronomie und weitere betriebsnotwendige Anlagen wie Tankstelle, Fahrzeugwaschanlage, Werkhof und dergleichen. Wohnungen sind nur f�r betrieblich an den Standort gebundenes Personal gestattet.
2. Zeitlich beschr�nkte G�ltigkeit
Sofern f�r das Driving Center innert 5 Jahren ab Rechtskraft dieser Teilnutzungs�nderung keine rechtskr�ftige Baubewilligung vorliegt, so gelten automatisch wieder die bisherigen Zonenbestimmungen (Landwirtschaftszone mit �berlagerter Materialabbauzone).
3. Verh�ltnis zum Materialabbau
Die Abbau- und Rekultivierungsplanung "Zelgli" ist an die geplante Nutzungs�nderung anzupassen. Wird das Driving Center nicht realisiert (vergl. Abs. 2), so wird die bisherige Nutzung gem�ss Abbau- und Rekultivierungsplanung weitergef�hrt.
4. Betriebseinstellung; Wiederherstellung
Wird der Betrieb des Driving Center eingestellt, so ist die Anlage aufzuheben (R�ckbau), das Gel�nde auf das Niveau der angrenzenden Umgebung aufzuf�llen und f�r die landwirtschaftliche Nutzung herzurichten. Grundlage ist ein rechtskr�ftiger Wiederherstellungsplan.
5. Verkehrserschliessung
Das gesamte Driving Center ist gemeinsam mit dem Kiesgrubenbetrieb ausschliesslich �ber den bestehenden Verkehrsknoten K 247 (Aarauerstrasse) zu erschliessen (Fahrzeugverkehr). Eine Erschliessung von der Alten Bernstrasse ist nur f�r Fussg�nger und Velos gestattet.
6. Einpassung; Immissionen
Die Anlage ist einwandfrei in die landschaftliche Umgebung einzupassen. Das Siedlungsgebiet darf nicht durch zus�tzliche Immissionen beeintr�chtigt werden (L�rm, Licht und dergleichen).
7. H�henlage
Aus Gr�nden der Einpassung in die landschaftliche Umgebung und der Vermeidung von Immissionen gegen�ber dem Siedlungsgebiet ist das Niveau der Anlage gegen�ber dem Niveau der anschliessenden Umgebung (gewachsenes Terrain) um mindestens 6 m abzusenken.
8. Hochbauten H�henlage
Die Hochbauten d�rfen das Niveau der Umgebung (definiertes gewachsenes Terrain - vergl. Abs. 9) nicht �berschreiten, ausgenommen in einem im Bauzonenplan festgelegten Streifen 90 m parallel zur K247. Die zul�ssige �berschreitung in diesem Streifen betr�gt maximal 7.50 m. Massgebend ist der h�chste Punkt der Bedachung, ausgenommen sind technisch bedingte betriebsnotwendige Dachaufbauten.
9. Hochbauten L�rmschutz
In dem im Bauzonenplan festgelegten Streifen 90 m parallel zur K247 d�rfen keine l�rmempfindlichen R�ume zur K247 orientiert werden.
10. Definiertes gewachsenes Terrain
Das massgebende gewachsene Terrain ist im Bauzonenplan durch H�henkoten �.M. definiert.
11. �kologische Ausgleichsfl�chen
Die Gr�n- und Freifl�chen sind naturnah zu gestalten. Die Gestaltung hat den �kologischen Bed�rfnissen der standorttypischen Arten und der grossr�umigen Vernetzung ihrer Lebensr�ume Rechnung zu tragen. Der Betreiber der Verkehrs�bungsanlage erstellt einen Umgebungsgestaltungs- und Unterhaltsplan, welcher zusammen mit dem Baugesuch und der Umweltvertr�glichkeitspr�fung vorzulegen ist.
Am Rand der Anlage ist im Bereich der �ffentlichen Strassen und Wege ein mindestens 2 m breites Sicherheitsbankett und eine Sicherheits-Leitplanke vorzusehen. Das Bankett ist mit Hecken zu bepflanzen, zudem ist das Areal mit einem 1.80 m hohen Zaun einzugrenzen.
13. Betriebszeiten
Der Gemeinderat erl�sst ein Betriebsreglement. Es regelt die Betriebszeiten und weitere f�r den Betrieb der Anlage wesentliche Punkte. �nderungen kann der Gemeinderat vornehmen. Diese m�ssen �ffentlich aufgelegt werden.
Gegen die Teil�nderung Nutzungsplanung "Zelgli" erhoben die Einsprecher am 1. M�rz 2004 Beschwerde an den Regierungsrat des Kantons Aargau. Dieser wies die Beschwerden am 30. Juni 2004 ab. Gleichentags genehmigte er die Teil�nderung Nutzungsplanung "Zelgli".
Gegen den Regierungsratsentscheid erhoben die Einsprecher Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau. Dieses f�hrte am 9. Mai 2005 eine Verhandlung mit Augenschein durch, in der es die Beteiligten anh�rte und den zust�ndigen Kreisplaner und einen Vertreter der Denkmalpflege befragte. Mit Entscheid vom 9. Mai 2005 wies es die Beschwerde ab, auferlegte den Einsprechern die Verfahrenskosten von Fr. 10'505.-- zu 4/5 und verpflichtete sie, der N.________ AG Parteikosten im Betrag von Fr. 13'774.75 zu ersetzen. Den Einsprechern wurden ihre Parteikosten im Umfang von 1/5 aus der Gerichtskasse ersetzt.
Gegen den verwaltungsgerichtlichen Entscheid erheben die Einsprecher Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht. Sie beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Sache zu neuer Beurteilung an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen. Der Kostenentscheid des Verwaltungsgerichts sei in jedem Fall aufzuheben und die Kosten der vorinstanzlichen Verfahren der N.________ AG (im Folgenden: die Beschwerdegegnerin) zu �berbinden.
Die Beschwerdegegnerin beantragt Abweisung der Beschwerde. Auch das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau und die Gemeinde Schafisheim schliessen auf Beschwerdeabweisung. Das Verwaltungsgericht nimmt zu einigen Vorbringen der Beschwerdef�hrer Stellung, ohne formell einen Antrag zu stellen.
Das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) nimmt in seiner Vernehmlassung zu den umweltrechtlichen Einw�nden der Beschwerdef�hrer Stellung. Es kommt zum Ergebnis, dass der Genehmigung der umstrittenen Nutzungsplanung keine Vorschriften des Umweltrechts des Bundes entgegenstehen und dass die Umweltvertr�glichkeitspr�fung ordnungsgem�ss im nachfolgenden Baubewilligungsverfahren durchgef�hrt werden k�nne.
Das Bundesamt f�r Raumplanung (ARE) �ussert sich zur R�ge der Beschwerdef�hrer, die Planungsbeh�rden seien ihrer Pflicht zur Pr�fung von Alternativstandorten nicht bzw. nicht in gen�gender Weise nachgekommen. Es vertritt die Auffassung, die von der Vorinstanz erg�nzte Evaluation m�glicher Alternativen sei gen�gend gewesen.
In ihrer Replik vom 15. M�rz 2006 halten die Beschwerdef�hrer an ihren Antr�gen fest.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid �ber die Teil�nderung der Nutzungsplanung "Zelgli" der Gemeinde Schafisheim. Nutzungspl�ne unterliegen grunds�tzlich der staatsrechtlichen Beschwerde ans Bundesgericht (Art. 34 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 �ber die Raumplanung [RPG; SR 700]). Sind allerdings im Nutzungsplan enthaltene, auf Bundesverwaltungsrecht abgest�tzte Anordnungen umstritten, oder wird das Fehlen solcher Anordnungen bem�ngelt, so ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig, sofern kein Ausschlussgrund gem�ss Art. 99 ff. OG gegeben ist (BGE 123 II 88 E. 1a S. 91 mit Hinweisen). Insoweit stellt das Bundesgericht den Nutzungsplan einer Verf�gung im Sinne von Art. 5 VwVG gleich.
1.1 Im vorliegenden Fall enth�lt � 12a BNO bereits konkrete Anordnungen zur Erschliessung, zur H�henlage, zum L�rmschutz, den �kologischen Ausgleichsfl�chen und der Sicherheit des k�nftigen Verkehrssicherheitszentrums. Die Beschwerdef�hrer halten diese Anordnungen f�r ungen�gend und r�gen, die kantonalen Beh�rden h�tten das Nutzungsplanungsverfahren zu Unrecht nicht als Leitverfahren f�r die Umweltvertr�glichkeitspr�fung aufgefasst. Die damit ger�gte Verletzung von Bundesumweltrecht ist mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorzubringen.
1.2 In diesem Verfahren k�nnen auch die verfassungsrechtlichen R�gen der Beschwerdef�hrer (BGE 123 II 88 E. 1a/bb S. 92 mit Hinweis) sowie die mit dem Umweltschutzrecht sachnotwendig zusammenh�ngenden Planungsr�gen beurteilt werden (BGE 121 II 72 E. 1f S. 77).
1.3 Die Beschwerdef�hrer sind als Eigent�mer von Grundst�cken in der n�heren Umgebung der Kiesgrube Zelgli zur Beschwerde befugt (Art. 103 lit. a OG). Auf die rechtzeitig erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher einzutreten.
Die Beschwerdef�hrer bestreiten die Berechtigung der Beschwerdegegnerin zur Teilnahme am bundesgerichtlichen Verfahren, wie schon am vorinstanzlichen Verfahren: Diese sei nicht Eigent�merin der betroffenen Grundst�cke. Sie sei auch im Nutzungsplanungsverfahren weder als Antragstellerin noch als Verantwortliche f�r die Umweltvertr�glichkeitspr�fung aufgetreten; vielmehr sei das Projekt stets als Vorhaben der Stiftung f�r sicheres Autofahren dargestellt worden.
2.1 Der Regierungsrat hatte die Legitimation der Beschwerdegegnerin bejaht, weil diese Bauherrin des Bauprojekts "Driving Center Schafisheim" sei: Zwar werde das Driving Center von der Stiftung f�r sicheres Autofahren betrieben; die Anlage werde ihr jedoch von der Beschwerdegegnerin zur Verf�gung gestellt.
2.2 Das Verwaltungsgericht stellte zus�tzlich auf die Funktion des Nutzungsplanungsverfahrens als Leitverfahren f�r die Umweltvertr�glichkeitspr�fung 1. Stufe ab. Bereits im Nutzungsplanungsverfahren k�nnten deshalb verbindliche Anordnungen betreffend das projektierte Bauvorhaben getroffen werden, weshalb die Bauherrin als Adressatin derartiger Anordnungen zwingend am Verfahren beteiligt werden.
2.3 Dies ist aus bundesrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden. Die Beschwerdef�hrer teilen den Standpunkt des Verwaltungsgerichts, dass das Nutzungsplanungsverfahren UVP-Leitverfahren sei, und beanstanden, dass keine weitergehenden Anordnungen, beispielsweise zur vorsorglichen Emissionsminderung und zum Landschaftsschutz getroffen worden seien. Solche und andere umweltschutzrechtliche Anordnungen modifizieren das Bauvorhaben und ber�hren deshalb die Beschwerdegegnerin als Bauherrschaft.
Dem Einwand der Beschwerdef�hrer, wonach das Verwaltungsgericht tats�chlich keine weitergehenden umweltschutzrechtlichen Anordnungen getroffen habe, ist entgegenzuhalten, dass es f�r die Verfahrensbeteiligung nicht auf den - noch nicht feststehenden - Verfahrensausgang ankommen kann, sondern auf die potentielle Betroffenheit.
2.4 Aus den genannten Gr�nden ist die Beschwerdegegnerin auch als Gegenpartei im bundesgerichtlichen Verfahren zu betrachten. Diese ist zudem durch den Antrag auf Ab�nderung des vorinstanzlichen Kostenentscheids unmittelbar in eigenen Rechten ber�hrt.
Alle Beteiligten gehen davon aus, dass die Verkehrssicherheitsanlage der Umweltvertr�glichkeitspr�fung gem�ss Art. 9 des Bundesgesetzes �ber den Umweltschutz vom 7. Oktober 1983 (SR 814.01; USG) i.V.m. Art. 1 und Anhang Nr. 60.2 der Verordnung vom 19. Oktober 1988 �ber die Umweltvertr�glichkeitspr�fung (UVPV; SR 814.011) unterliegt. Streitig ist jedoch, in welchem Verfahren diese Pr�fung vorzunehmen ist.
3.1 Die Beschwerdef�hrer sind der Auffassung, gem�ss Art. 5 Abs. 3 UVPV m�sse schon im Nutzungsplanungsverfahren eine vollst�ndige Umweltvertr�glichkeitspr�fung (im Folgenden: UVP) durchgef�hrt werden. Im kantonalen Verfahren sei jedoch stets das Baubewilligungsverfahren als Leitverfahren betrachtet worden. Erst das Verwaltungsgericht habe das Nutzungsplanungsverfahren nachtr�glich zum UVP-Leitverfahren erkl�rt. Es habe die Umweltvertr�glichkeit jedoch nur partiell, im Hinblick auf die Aspekte L�rm und Luft, gepr�ft. Alle anderen Umweltaspekte seien ungepr�ft geblieben. Im �brigen habe das Verwaltungsgericht auch nicht �ber die f�r eine Heilung notwendige Kognition verf�gt, sondern habe die Nutzungsplanung nur auf ihre Rechtm�ssigkeit hin �berpr�fen k�nnen.
3.2 Soweit das massgebliche Verfahren - wie im vorliegenden Fall - im Anhang zur UVPV nicht bestimmt ist, wird es durch das kantonale Recht bezeichnet. Art. 5 Abs. 3 UVPV enth�lt dazu folgende Vorgaben: Die Kantone w�hlen dasjenige Verfahren, das eine fr�hzeitige und umfassende Pr�fung erm�glicht. Sehen die Kantone f�r bestimmte Anlagen eine Sondernutzungsplanung (Detailnutzungsplanung) vor, gilt diese als massgebliches Verfahren, wenn sie eine umfassende Pr�fung erm�glicht.
� 20 des Aargauer Dekrets �ber die Umsetzung des Umweltschutzrechts (Umweltschutzdekret, USD) vom 27. Oktober 1998 lautet:
1 �berl�sst das Bundesrecht die Festsetzung des massgeblichen Verfahrens dem Kanton, wird die Umweltvertr�glichkeit in demjenigen Verfahren gepr�ft, in dem das Vorhaben �ffentlich aufgelegt wird. Wird im Hinblick auf ein Vorhaben eine Nutzungsplanung durchgef�hrt, so erfolgt die erste Stufe der UVP bereits in diesem Verfahren. F�r Nutzungspl�ne, die nur eine Freihaltung bezwecken, ist keine UVP erforderlich.
2 Wird das Vorhaben in mehreren Verfahren �ffentlich aufgelegt, wird die UVP m�glichst fr�hzeitig und in jedem Verfahren so weit durchgef�hrt, wie die Auswirkungen des Projekts auf die Umwelt f�r den jeweiligen Entscheid bekannt sein m�ssen. Einw�nde gegen UVP-pflichtige Anlagen sind nur so weit zul�ssig, wie sie nicht im vorausgegangenen Verfahrensstadium vorgebracht werden konnten.
3 Auf eine mehrstufige UVP darf verzichtet werden, wenn in der ersten Stufe das Vorhaben im Hinblick auf das Umweltrecht bereits umfassend beurteilt werden kann.
Im vorliegenden Fall wurde sowohl die Teil�nderung Nutzungsplanung "Zelgli" als auch das Baugesuch �ffentlich aufgelegt. Gem�ss � 20 USD war somit grunds�tzlich eine zweistufige UVP durchzuf�hren, mit einer ersten Stufe im Nutzungsplan- und einer zweiten Stufe im Baubewilligungsverfahren. Diese Auffassung vertrat auch das Verwaltungsgericht: Aus E. 7a (S. 37) des angefochtenen Entscheids ergibt sich, dass es das Nutzungsplanungsverfahren nur f�r die 1. Stufe der UVP als Leitverfahren betrachtet, also keine einstufige UVP verlangt hat.
3.3 Zu pr�fen ist im Folgenden, ob gem�ss Art. 5 Abs. 3 UVPV bereits eine vollst�ndige Umweltvertr�glichkeitspr�fung im Nutzungsplanungsverfahren h�tte durchgef�hrt werden m�ssen.
Die "Spezialzone Zelgli" wurde ausschliesslich f�r die Realisierung der Verkehrssicherheitsanlage bestimmt; insofern handelt es sich um eine Zonierung, die im Hinblick auf ein bestimmtes Projekt erfolgt ist, und deshalb als "Sondernutzungsplanung" bezeichnet werden kann. Art. 5 Abs. 3 UVPV verlangt jedoch zus�tzlich, dass es sich um eine Detailplanung handelt, die bereits eine umfassende Pr�fung der Umweltvertr�glichkeit erm�glicht.
Der Nutzungsplan legt den f�r die Verkehrssicherheitsanlage vorgesehenen Bereich "Zelgli" parzellenscharf fest und weist einen Streifen aus, in dem keine l�rmempfindlichen R�ume orientiert werden d�rfen. Aus den dazugeh�rigen Zonenvorschriften (�� 5 und 12a BNO) ergibt sich, dass die Anlage �bungspisten, Betriebsgeb�ude mit Kursr�umen und Gastronomie sowie weitere betriebsnotwendige Anlagen wie Tankstelle, Autowaschanlage und Werkhof umfasst. Die verkehrsm�ssige Erschliessung der Anlage (�ber den bestehenden Verkehrsknoten K247) wird vorgegeben, und es wird vorgeschrieben, das Niveau der Anlage gegen�ber dem Terrain der anschliessenden Umgebung um mindestens 6 m abzusenken, um die Anlage in die landschaftliche Umgebung einzupassen und Immissionen gegen�ber dem Siedlungsgebiet zu vermeiden. Die Zonenvorschriften schreiben sodann eine naturnahe Gestaltung der Gr�n- und Freifl�chen und eine grossr�umige Vernetzung der Lebensr�ume standorttypischer Arten vor, und verlangen, dass zusammen mit dem Baugesuch ein Umgebungsgestaltungs- und Unterhaltsplan vorgelegt wird.
Danach enthalten die Zonenvorschriften bereits wichtige Rahmenbedingungen, nicht aber Details zur k�nftigen Gestaltung der Anlage. Insbesondere fehlen Vorgaben zu Anzahl, Form und Lage der �bungspisten; diese ergeben sich erst aus dem Baugesuch. Bei dieser Sachlage erm�glicht der Nutzungsplan f�r sich allein keine umfassende Pr�fung der Auswirkungen der Anlage auf die Umwelt, weshalb die vollst�ndige Umweltvertr�glichkeitspr�fung nicht zwingend schon auf der Stufe Nutzungsplanung durchzuf�hren war.
Zu diesem Ergebnis kommt auch das BAFU in seiner Vernehmlassung. Es vertritt die Auffassung, von Bundesrechts wegen k�nne die Umweltvertr�glichkeitspr�fung vollst�ndig im Baubewilligungsverfahren durchgef�hrt werden.
Wie es sich damit verh�lt, braucht im vorliegenden Fall nicht entschieden zu werden. Ist ein Sondernutzungsplan - wie im vorliegenden Fall - nicht detailliert genug, um eine umfassende Umweltvertr�glichkeitspr�fung zu erm�glichen, regelt er aber bereits verbindlich gewisse umweltrelevante Fragen, wie beispielsweise den Standort, die Gr�sse oder die Erschliessung der Anlage, ist es zul�ssig und sinnvoll, ein zweistufiges UVP-Verfahren durchzuf�hren, wie dies in � 20 USD vorgesehen ist (vgl. unten E. 4 zur Frage, ob ein derartiger Nutzungsplan der Planungspflicht gen�gt).
3.4 Die Beschwerdef�hrer sind der Auffassung, auch eine Umweltvertr�glichkeitspr�fung 1. Stufe sei im Nutzungsplanungsverfahren nicht oder jedenfalls nicht in gen�gender Weise vorgenommen worden.
Sieht das kantonale Recht eine mehrstufige Pr�fung in verschiedenen Verfahrensschritten vor, so muss die Pr�fung bei jedem Verfahrensschritt so weit durchgef�hrt werden, als die Auswirkungen des Projektes auf die Umwelt f�r den jeweiligen Entscheid bekannt sein m�ssen (Art. 6 UVPV; so auch � 20 Abs. 2 USD).
3.4.1 Aus den Akten ergibt sich, dass sich die Pr�fung der Umweltvertr�glichkeit in der Phase der Nutzungsplanung auf den Voruntersuchungsbericht zum Umweltvertr�glichkeitsbericht (VUB) vom 26. Mai 2003 st�tzte. Dieser wurde von der Abteilung Umwelt des Baudepartements des Kantons Aargau als zust�ndiger Umweltschutzfachstelle des Kantons beurteilt. Die Abteilung kam in ihrem Bericht vom 21. Juli 2003 zum Ergebnis, dass der VUB die einzelnen Umweltbereiche f�r die Nutzungsplanung als derzeitiges Leitverfahren stufengerecht und in gen�gender Tiefe beschreibe und f�r die Stufe Nutzungsplanung nicht mehr �berarbeitet werden m�sse.
Dementsprechend st�tzte sich der Vorpr�fungsbericht der Abteilung Raumentwicklung des Baudepartements zur Teil�nderung der Bau- und Nutzungsordnung "Zelgli" vom 4. September 2003 auf den VUB und dessen Beurteilung vom 12. Juli 2003. Auch der Vorpr�fungsbericht kommt zum Ergebnis, dass der VUB die einzelnen Umweltbereiche f�r die Nutzungsplanung als derzeitiges Leitverfahren in gen�gender Tiefe beschreibe, stufengerecht sei und die f�r die Entscheide �ber die Nutzungsplanung gestellten Anforderungen erf�lle. Unter der Voraussetzung, dass die Angaben der Voruntersuchung und die Auflagen und Hinweise des Beurteilungsberichts der Abteilung f�r Umwelt im definitiven Projekt �bernommen w�rden, st�nden dem Bauvorhaben keine un�berwindbaren H�rden entgegen (a.a.O., Ziff. 3.2.5). In der Folge �ussert sich der Vorpr�fungsbericht n�her zu den Umweltaspekten L�rm, Licht, Naturschutzzonen/Naturobjekte und Wald und kommt zum Ergebnis, dass die vorgesehenen Zonenvorschriften sachgerecht seien.
Die �ffentliche Auflage der Nutzungsplan�nderung "Zelgli" erfolgte vom 15. September bis 14. Oktober 2003, zeitgleich mit der �ffentlichen Auflage des Baugesuchs. Zusammen mit dem Baugesuch wurde auch der inzwischen fertiggestellte UVP-Hauptuntersuchungsbericht (im Folgenden: UVB) vom 5. September 2003 aufgelegt. Allerdings fehlte zum damaligen Zeitpunkt noch die Beurteilung des UVB durch die kantonale Umweltschutzfachstelle. Diese erfolgte erst am 27. April 2004, d.h. nach dem Beschluss der Gemeindeversammlung zur Nutzungsplanung "Zelgli" am 12. Dezember 2003.
3.4.2 Zu pr�fen ist deshalb, ob der VUB und seine Beurteilung durch die kantonale Umweltschutzfachstelle vom 21. Juli 2003 als Unterlagen f�r die Umweltvertr�glichkeitspr�fung 1. Etappe im Nutzungsplanungsverfahren gen�gten.
Gem�ss Art. 8 Abs. 2 UVPV gen�gen die Ergebnisse der Voruntersuchung als Bericht, wenn sich ergibt, dass keine erheblichen Auswirkungen zu erwarten sind. In der Praxis wird die Voruntersuchung, �ber den Wortlaut dieser Bestimmung hinaus, auch dann als Bericht anerkannt, wenn es sich um wenig komplexe Vorhaben handelt und die an sich erheblichen Auswirkungen ausreichend bekannt sind (Rausch/Keller, USG-Kommentar, N 114 zu Art. 9). �bertr�gt man diese Grunds�tze auf die zweistufige UVP, so kann der Voruntersuchungsbericht f�r die UVP 1. Stufe gen�gen, wenn darin alle f�r den Nutzungsplanungsentscheid wesentlichen Auswirkungen des Projekts auf die Umwelt in der f�r den Planungsentscheid notwendigen Tiefe ermittelt worden sind.
Dies wurde sowohl von der Abteilung Umwelt als auch von der Abteilung Raumentwicklung des Baudepartements bejaht. Die Beschwerdef�hrer legen nicht dar, weshalb diese Beurteilung falsch sei. Dies ist auch nicht ersichtlich:
F�r die Festlegung des Standorts der Verkehrssicherheitsanlage und ihrer Erschliessung waren vor allem die von der Anlage ausgehenden L�rm- und Luftemissionen bedeutsam. Diese wurden in der Voruntersuchung ausf�hrlich behandelt (Ziff. 7.1 und 7.2, S. 31 - 43 mit zahlreichen Anh�ngen). Vergleicht man die entsprechenden Passagen des VUB und des UVB, so stimmen diese hinsichtlich der zu erwartenden Umweltauswirkungen weitgehend �berein; letzterer enth�lt zus�tzlich, entsprechend den vom Amt f�r Umwelt verlangten Erg�nzungen (vgl. Bericht vom 21. Juli 2003 S. 2), emissionsbegrenzende Massnahmen w�hrend der Bauphase, Aussagen �ber die Heizungsanlagen der verschiedenen Geb�ude und eine ausf�hrlichere Beschreibung der den L�rmberechnungen zugrunde gelegten Parametern.
Der Einwand der Beschwerdef�hrer, im VUB sei noch davon ausgegangen worden, dass s�mtlich Grenzwerte f�r Luft eingehalten werden k�nnten, trifft nicht zu: Schon im VUB (S. 34) wurde darauf hingewiesen, dass am Standort bei den Immissionswerten Ozon und Feinstaub �berschreitungen der Immissionsgrenzwerte auftreten. In beiden Berichten (VUB und UVB) wurden jedoch die Emissionen der Verkehrssicherheitsanlage als gering bzw. die Ver�nderung gegen�ber dem Ausgangszustand als nicht relevant bezeichnet.
Soweit die Beschwerdef�hrer r�gen, andere Umweltaspekte, wie die Bereiche Boden, Grundwasser und Versickerung, Altlasten, Jagd und Fischerei sowie Landschaftsschutz seien nicht gepr�ft worden, ist auf die entsprechenden Kapitel des VUB und die Beurteilung der Abteilung Umwelt vom 21. Juli 2003 zu verweisen, die sich auch mit diesen Umweltauswirkungen befassen. Die Beschwerdef�hrer legen nicht dar, inwiefern in diesen Bereichen weitergehende Untersuchungen f�r die im Nutzungsplanungsverfahren zu treffenden Anordnungen notwendig gewesen w�ren.
Ob und inwiefern die f�r die Nutzungsplanung zust�ndigen Beh�rden aus dem VUB und seiner Beurteilung durch die Fachstellen die zutreffenden Folgerungen gezogen und die �ffentlichen Interessen vollst�ndig ber�cksichtigt und richtig gewichtet hat, ist weiter unten, im Zusammenhang mit den die Luftbelastung und den Landschaftsschutz betreffenden R�gen der Beschwerdef�hrer zu pr�fen (vgl. unten, E. 5 und 6).
3.5 Die Beschwerdef�hrer r�gen in diesem Zusammenhang eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, weil ihnen der vom Verwaltungsgericht beigezogene Bericht der Abteilung f�r Umwelt vom 27. April 2004 nicht im Wortlaut er�ffnet worden sei.
Dieser Bericht beurteilte den Hauptuntersuchungsbericht und betraf somit das Baugesuchsverfahren als Leitverfahren f�r die 2. Stufe der UVP. Er wurde vom Verwaltungsgericht lediglich beigezogen um sicherzustellen, dass sich aus dem Hauptuntersuchungsbericht und dessen Beurteilung durch die zust�ndige Instanz keine zus�tzlichen umweltrelevanten Auswirkungen ergeben, die eine Anpassung oder Erg�nzung der Zonierungsvorschriften erfordert h�tten (vgl. Vernehmlassung des Verwaltungsgerichts, Ziff. 1.3).
Das Verwaltungsgericht verf�gte am 13. April 2005 die Edition einer Reihe von Unterlagen, darunter auch Stellungnahmen des Baudepartements, Abteilung Umwelt, zum Umweltvertr�glichkeitsbericht. Mit Verf�gung vom 29. April 2005 stellte das Verwaltungsgericht den Parteien die jeweiligen �bermittlungsschreiben zu, mit dem Hinweis, dass die Beilagen auf der Kanzlei des Verwaltungsgerichts eingesehen werden k�nnten. Aus dem �bermittlungsschreiben der Abteilung f�r Umwelt vom 20. April 2005 ging klar hervor, dass neben der Stellungnahme zur Voruntersuchung vom 21. Juli 2003 und der Beurteilung des Pflichtenhefts f�r eine technische Untersuchung (Altlasten) vom 30. Juli 2003 auch die Stellungnahme zum Umweltvertr�glichkeitsbericht vom 27. April 2004 eingereicht worden war. Bei dieser konnte es sich nur um die Beurteilung des Hauptuntersuchungsberichts handeln. Die Beschwerdef�hrer h�tten die M�glichkeit gehabt, diesen Bericht auf der Kanzlei einzusehen und sich dazu am Augenschein vom 9. Mai 2005 zu �ussern oder notfalls eine Fristverl�ngerung zu verlangen.
Die Beschwerdef�hrer r�gen ferner eine ungen�gende Koordinierung des Nutzungsplanungs- und des Baubewilligungsverfahrens. Die inhaltliche Abstimmung beider Verfahren bez�glich der Umweltvertr�glichkeitspr�fung (Art. 25a Abs. 2 lit. d RPG; Art. 14 Abs. 1 UVPV) sei unterblieben und die f�r die Koordination notwendigen verfahrensleitenden Verf�gungen (Art. 25a Abs. 2 lit. a RPG) seien nicht getroffen worden.
4.1 Art. 25a Abs. 1-3 RPG regelt die Koordination paralleler Bewilligungsverfahren. Diese Grunds�tze sind auf das Nutzungsplanungsverfahren sinngem�ss anwendbar (Art. 25a Abs. 4 RPG), d.h. die Nutzungsplanung muss mit Bewilligungen koordiniert werden, die bereits im Nutzungs- bzw. Sondernutzungsplanungsverfahren einzuholen sind. Nutzungsplan- und Baubewilligungsverfahren stehen dagegen auf verschiedenen Stufen des planerischen Stufenbaus (Richtplan - Nutzungsplan - Baubewilligung) und ergehen in der Regel zeitlich gestaffelt. Das Baubewilligungsverfahren dient der Abkl�rung, ob Bauten und Anlagen der im Nutzungsplan ausgedr�ckten r�umlichen Ordnungsvorstellung entsprechen (Art. 22 RPG); es bezweckt die einzelfallweise Planverwirklichung (BGE 116 Ib 50 E. 3a S. 53 f.). Insofern ist die Baubewilligung zwangsl�ufig auf die Nutzungsplanung abgestimmt, w�hrend umgekehrt eine Abstimmung der Nutzungsplanung auf k�nftige Baubewilligungsverfahren in der Regel nicht m�glich ist.
4.2 Fraglich ist jedoch, wie es sich verh�lt, wenn, wie im vorliegenden Fall, der Nutzungsplan im Hinblick auf ein konkretes Vorhaben abge�ndert wird.
Grunds�tzlich bestimmen die Kantone, wie das entsprechende Nutzungsplanungsverfahren auszusehen hat, insbesondere ob ein Rahmen- oder ein Sondernutzungsplan erlassen wird. Sie entscheiden auch, ob anschliessend ein ordentliches Baubewilligungsverfahren durchgef�hrt wird, oder bereits im Sondernutzungsplanungsverfahren alle Aspekte behandelt werden, so dass die Plangenehmigung zugleich die Baubewilligung enth�lt (Arnold Marti, Planungspflicht f�r gr�ssere Vorhaben ausserhalb der Bauzonen - wegleitende Rechtsprechung des Bundesgerichts, ZBl 106/2005 S. 353 ff., insbes. S. 364 f.).
Erfolgt allerdings die Zonierung im Hinblick auf ein Vorhaben, das aufgrund seiner Ausmasse oder seiner Natur so bedeutende Auswirkungen auf die bestehende Nutzungsordnung nach sich zieht, dass es der Planungspflicht nach Art. 2 RPG unterliegt, so sind bestimmte Mindestanforderungen an die Nutzungsplanung zu stellen: Diese muss auf einer umfassenden Interessenabw�gung beruhen, was voraussetzt, dass die wesentlichen Auswirkungen des Vorhabens auf die Umwelt und auf die r�umliche Umgebung bekannt sind. Dies wiederum bedingt, dass Art und Ausgestaltung des Projekts zumindest in den Grundz�gen bekannt sind. Die wesentlichen umweltrelevanten Anordnungen m�ssen bereits auf Stufe Nutzungsplanung erlassen werden und d�rfen nicht ins Baubewilligungsverfahren verschoben werden (BGE 131 II 103 E. 3.3; S. 117 f.; 123 II 88 E. 2d S. 95; 120 Ib 436 E. 2d/bb S. 451 f. mit Hinweisen; Brandt/Moor, RPG-Kommentar, N 148 zu Art. 148).
Schliesslich kann die Festlegung eines zu wenig detaillierten Sondernutzungsplans, der die Ausgestaltung der Anlage ganz dem nachfolgenden Baubewilligungsverfahren �berl�sst, auch der im Planungsverfahren gebotenen Mitwirkung und Information der Bev�lkerung (Art. 4 RPG) widersprechen, mit der Folge, dass die Planung nicht gen�gend demokratisch legitimiert ist.
4.3 Das Baudepartement betrachtete das Verkehrssicherheitszentrum von Anfang an als planungspflichtiges Vorhaben. In einem Schreiben der Abteilung Raumentwicklung vom 29. Januar 2003 betreffend Grundlagen und Hinweise (Ziff. 2.3 S. 3) regte es an, die neue Zone mit einer Sondernutzungsplanpflicht zu �berlagern. Im Sondernutzungsplan k�nnten z.B. die Erschliessung, die Lage der Hochbauten und der �kologische Ausgleich festgelegt werden. Andernfalls w�ren die Zonenvorschriften in der allgemeinen Nutzungsplanung entsprechend differenziert auszugestalten.
In der Folge entschied man sich f�r die zweite Variante, d.h. f�r die Durchf�hrung einer einzigen Planungsstufe mit ausf�hrlichen Zonierungsvorschriften, gefolgt vom Baugenehmigungsverfahren. Dabei wurde eine enge Koordination aller f�r das Vorhaben n�tigen Verfahren (Richtplananpassung, Nutzungsplan�nderung und Baubewilligungsverfahren) angestrebt.
Schon im Vorfeld der Richtplananpassung fanden zahlreiche Besprechungen der Planer und Architekten der Beschwerdegegnerin mit Vertretern der Abteilung Raumentwicklung, anderer involvierten Abteilungen und mit Gemeindevertretern statt. Vom 7. April bis zum 7. Juni 2003 wurde ein �ffentliches Mitwirkungsverfahren zur Anpassung des Richtplans durchgef�hrt. Nach Vorliegen des VUB und seiner Beurteilung durch die Abteilung Umwelt fanden weitere Besprechungen statt, um die Nutzungsplanung und die Zonierungsvorschriften zu �berarbeiten und den Vorpr�fungsbericht des Kantons vorzubereiten. Erst nach Vorliegen dieses Berichts verabschiedete der Regierungsrat die Botschaft an den Grossen Rat zur Anpassung des Richtplans.
Anschliessend wurde der Hauptuntersuchungsbericht (UVP 2. Stufe) ausgearbeitet. Der Gemeinderat von Schafisheim bestand von Anfang an auf einem Gesamtauflageverfahren, weshalb mit der �ffentlichen Auflage der Nutzungsplan�nderung zugewartet wurde, bis die Hauptuntersuchung und die daraus resultierenden, f�r die Baueingabe notwendigen Pl�ne vorlagen.
Nutzungsplan�nderung und Baugesuch samt UVP (Hauptuntersuchungsbericht) wurden am 15. September 2003 gleichzeitig �ffentlich aufgelegt. Insofern lagen im Zeitpunkt des Entscheids der Gemeindeversammlung Schafisheim �ber die Nutzungsplan�nderung bereits die Baupl�ne vor, aus denen sich die genaue Lage und die Ausmasse der �bungspisten und der Betriebsgeb�ude des Verkehrssicherheitszentrums ergaben; die Umweltauswirkungen der Anlage waren nicht nur in dem f�r das Nutzungsplanungsverfahren erstellten Voruntersuchungsbericht ersichtlich, sondern es lag schon der Hauptuntersuchungsbericht vor. Diese Unterlagen waren auch den Beschwerdef�hrern bekannt, die sowohl gegen die Nutzungsplan�nderung als auch gegen das Baugesuch Einsprache erhoben haben.
Sowohl die Richtplanfestsetzung als auch die Nutzungsplan�nderung enthalten Auflagen und Massnahmen f�r das nachfolgende Verfahren: So wurde schon im Richtplanbeschluss festgehalten, dass die Erweiterung des Siedlungsgebiets ausschliesslich f�r ein Verkehrssicherheitszentrum erfolge und bei Nichtrealisierung dieses Zentrums aufzuheben sei. Dies wird in � 12a Abs. 1-4 BNO sichergestellt, wonach automatisch wieder die bisherigen Zonenbestimmungen (Landwirtschaftszone mit �berlagerter Materialabbauzone) gelten, wenn das Verkehrssicherheitszentrum nicht innert 5 Jahren ab Rechtskraft der Teilnutzungs�nderung realisiert wird. Auch bei Einstellung des Betriebs des Verkehrssicherheitszentrums muss die Anlage zur�ckgebaut, das Gel�nde aufgef�llt und f�r die landwirtschaftliche Nutzung wieder hergestellt werden.
Sodann enthalten die Zonierungsvorschriften wichtige Vorgaben f�r das Baubewilligungsverfahren, beispielsweise hinsichtlich der Verkehrserschliessung, der H�henanlage der Anlage, ihrer Eingliederung in die Landschaft, der Orientierung der l�rmempfindlichen R�ume und der �kologischen Gestaltung von Gr�n- und Freifl�chen.
4.4 Unter diesen Umst�nden liegt keine Verletzung des Koordinierungsgebots vor (vgl. dazu noch unten, E. 9.1 zur Koordination mit der Abbau- und Rekultivierungsplanung). Zu pr�fen ist allerdings noch, ob - wie die Beschwerdef�hrer geltend machen - weitere Anordnungen zur Verminderung der Luftschadstoffemissionen und zum Schutz der Landschaft bereits auf Planungsstufe h�tten erlassen werden m�ssen.
Die Beschwerdef�hrer machen geltend, in Schafisheim seien die Grenzwerte f�r NOx und PM10 regelm�ssig �berschritten. Diese Luftbelastung werde durch den Betrieb des Verkehrssicherheitszentrums noch betr�chtlich zunehmen. Die Beschwerdef�hrer st�tzen sich auf den Bericht der Abteilung Umwelt vom 27. April 2004, wonach die Emissionen im Perimeter 1 (d.h. am Projektstandort "Zelgli") um 36 % bei den NOx- und um 29 % beim Feinstaub zunehmen. Auf das ganze Gemeindegebiet gesehen n�hmen die Emissionen von NOx um 1.4 % und beim Feinstaub um 0.2 % zu.
5.1 Das BAFU kommt in seiner Vernehmlassung zum Ergebnis, dass die Immissionsgrenzwerte f�r PM10 im fraglichen Gebiet h�chstens leicht �berschritten und die Immissionsgrenzwerte f�r NOx voraussichtlich eingehalten werden. Nach Auffassung des BAFU erzeugt das Projekt keine Emissionen, die den Massnahmenplan zur Luftreinhaltung pr�judizieren, weshalb der angefochtene Nutzungsplan aus Sicht des Luftreinhalterechts genehmigt werden k�nne.
5.2 Diese Einsch�tzung des BAFU wird durch den VUB bzw. den UVB best�tigt.
Danach betr�gt die Zunahme der Emissionen durch den Verkehr des Verkehrssicherheitszentrums auf dem �bergeordneten Verkehrsnetz (Perimeter 2, umfassend die Aarauerstrasse Ost und West mit 750 m bzw. 600 m L�nge und ein Teilst�ck der A1 von 1.35 km L�nge) weniger als 1 % der Emissionen des gesamten Strassenverkehrs. Die Ver�nderung gegen�ber dem Ist-/Ausgangszustand wird deshalb als nicht relevant eingesch�tzt (UVB S. 36).
Im engeren Perimeter 1 (Kiesgrube "Zelgli"), werden nach der 1. Ausbauphase (Zustand Ze1) pro Tag ca. 1.4 kg NOx und 0.06 kg Partikel emittiert (UVB S. 36 und Anh. UVB Beilagen 2 und 3); nach der 2. Ausbauphase (Zustand Ze2, im UVB berechnet f�r das Jahr 2010) werden die Emissionen pro Tag knapp 2 kg NOx und 0,07 kg Partikel betragen (UVB S. 36 und Anh. UVB Beilagen 4 und 5). Dies ist weniger als die bisherigen Emissionen durch den Betrieb der Kiesgrube (3,8 kg/d NOx und 0.2 kg/d Partikel; vgl. UVB S. 34 und Anh. UVB Beilagen 1 und 6), weshalb der UVB im engeren Perimeter einen R�ckgang der Emissionen von -48 % (NOx) und -65 % (Partikel) prognostiziert (Anh. UVB Beilage 1).
Aufgrund der technischen Entwicklung der Verbrennungsmotoren prognostiziert der UVB f�r das Jahr 2010 (Endzustand Ze2) auch f�r den Perimeter 2 (Aarauerstrasse und Autobahn A1) einen R�ckgang der Gesamtemissionen um 18 % (NOx) bzw. 30 % (Partikel) (vgl. Anh. UVB Beilage 1). Die Emissionen des Verkehrssicherungszentrums betragen zu diesem Zeitpunkt 2.7 % (NOx) bzw. 4.4 % (Partikel) der Gesamtemissionen des Perimeters 2 (vgl. Anh. UVB Beilage 1).
Insofern ist die in der Beurteilung der Abteilung Umwelt vom 27. April 2004 erw�hnte und von den Beschwerdef�hrern beanstandete betr�chtliche Zunahme der Emissionen im engeren Perimeter (+ 36 % bei NOx und + 29 % beim Feinstaub) nicht nachvollziehbar. Auf Anfrage der Beschwerdegegnerin hat denn auch der Verfasser des Berichts best�tigt, dass es sich um einen Fehler handle; richtigerweise m�sse es heissen, "Die NOx-Belastung nimmt um 48 % ab, die PM10- Belastung nimmt um 65 % ab" (vgl. Schreiben des zust�ndigen Sachbearbeiters der Abteilung Umwelt vom 5. Oktober 2005).
Dagegen wenden die Beschwerdef�hrer ein, dass der Kiesgrubenbetrieb nicht aufgegeben, sondern gem�ss Abbauplan im gleichen Gebiet verlegt werde, weshalb zu den bestehenden Emissionen eine weitere Schadstoffquelle hinzukomme, was logischerweise den Ausstoss vergr�ssern m�sse.
Aus dem angefochtenen Entscheid (S. 14) ergibt sich jedoch, dass der Kiesabbau sowohl im Gebiet Zelgli als auch in den angrenzenden Gebieten G�ssliacker und Hugst�ck bis 2008/2010 beendet sein wird. Insofern betrifft die Verlagerung des Kiesabbaus nicht den engeren Perimeter 1, sondern allenfalls den Perimeter 2. In diesem weiteren Perimeter beruht der im UVB prognostizierte R�ckgang der Emissionen bis 2010 jedoch in erster Linie auf dem R�ckgang der Strassenverkehrsemissionen dank verbesserter Motorentechnik. An dieser Prognose w�rde sich auch unter Ber�cksichtigung der Emissionen eines allf�lligen Kiesabbaus, beispielsweise in der zwischen Aarauerstrasse und Autobahn liegenden Materialabbauzone, wenig �ndern.
5.3 Zusammenfassend sind die vom Betrieb des Verkehrssicherheitszentrums zu erwartenden NOx- und Partikelemissionen nicht erheblich. Es ist nicht zu erwarten, dass sie zu einer sp�rbaren Erh�hung der Luftbelastung im Siedlungsgebiet von Schafisheim f�hren.
Das Verwaltungsgericht hat als emissionsmindernde Massnahme den verst�rkten Einsatz von Simulatoren bei der Ausbildung gepr�ft. Es kam allerdings zum Ergebnis, dass diese Massnahme - die bereits im UVB als Projektbestandteil vorgesehen ist (vgl. UVB S. 37 Ziff. 7.1.6) - keine namhafte Minderung der Umweltbelastung bewirken werde (angefochtener Entscheid S. 41 f.). Unter diesen Umst�nden durfte davon abgesehen werden, diese Massnahme bereits auf Stufe Nutzungsplanung anzuordnen.
Nach dem Gesagten kann den Planungsbeh�rden auch nicht vorgeworfen werden, den Umweltfaktor Luft bei ihrer Interessenabw�gung ausser Acht gelassen oder erheblich untersch�tzt zu haben.
Die Beschwerdef�hrer machen weiter geltend, die von der Abteilung f�r Umweltschutz geforderten Auflagen bez�glich der Landschaftsvertr�glichkeit seien willk�rlich nicht beachtet worden.
In ihrer Beurteilung vom 27. April 2004 verlangte die Umweltschutzfachstelle, die Massnahmen zur landschaftlichen Einpassung der Anlage seien so zu �berarbeiten, dass dem gesamten Landschaftsausschnitt, in welchem das Grubengel�nde bzw. das Verkehrssicherheitszentrum einsehbar sei und zu Ver�nderungen f�hre, Rechnung getragen werde. Dabei seien Massnahmen wie die Pflanzung von hochst�mmigen Einzelb�umen, Baumreihen, Hecken, auch auf Fl�chen zu treffen, die nicht unmittelbar an das Grubengel�nde angrenzen.
Diese Antr�ge betreffen jedoch nicht das Nutzungsplanungsverfahren, sondern den in � 12a Abs. 11 BNO vorgesehenen Umgebungsgestaltungsplan, der zusammen mit dem Baugesuch vorgelegt werden muss. Sie sind inzwischen von der Beschwerdegegnerin in einem Plan "Flora/Fauna, �kologische Ausgleichsplanung auf Nachbarparzellen" umgesetzt worden, der in Zusammenarbeit mit dem Amt f�r Umwelt erstellt worden ist.
Die Beschwerdef�hrer sind allerdings der Auffassung, dass Massnahmen, die fremdes Grundeigentum betreffen, im Baubewilligungsverfahren nicht angeordnet werden k�nnten. Die Massnahmen zur landschaftlichen Einpassung der Anlage wie auch die vorgesehenen �kologischen Ausgleichsmassnahmen (z.B. Kleintierdurchl�sse) h�tten deshalb schon im Rahmen der Nutzungsplanung vorgesehen werden m�ssen.
Dies trifft jedoch nur zu, sofern Massnahmen gegen den Willen der Grundeigent�mer getroffen werden sollen. Davon kann im vorliegenden Fall nicht ausgegangen werden: Es wird Aufgabe der Beschwerdegegnerin sein, die f�r die Verwirklichung der verlangten Massnahmen erforderlichen privaten Rechte zu beschaffen, sei es durch die Begr�ndung von Dienstbarkeiten, sei es durch Kauf der entsprechenden Parzellenteile. Wie die von der Beschwerdegegnerin eingereichten Unterlagen belegen, sind dabei keine un�berwindlichen Hindernisse zu erwarten.
Die Beschwerdef�hrer r�gen ferner, dass keine seri�se Pr�fung von Alternativstandorten vorgenommen worden sei.
7.1 Der Regierungsrat legte in seiner Botschaft zur Richtplananpassung wie auch in seinem Genehmigungsentscheid (Ziff. 3.1.3 S. 2) dar, dass verschiedene Standorte f�r das Verkehrssicherheitszentrum gepr�ft worden seien. Auf Grund der zentralen Lage im Kanton, der guten Erschliessung von der Autobahn her, der geringen Beeintr�chtigung von Siedlungen durch den Besucherverkehr, der kurzfristigen Verf�gbarkeit der Parzellen und der relativen N�he zur bestehenden Anlage in Veltheim eigne sich der Standort in Schafisheim besonders gut f�r diese Anlage und schneide in Abw�gung der genannten Kriterien gegen�ber den �brigen Standorten am besten ab. Durch die M�glichkeit, in die Grube hineinzubauen (ca. 7 m unter Niveau), k�nnten die optischen wie auch die akustischen Fragen sehr gut gel�st werden, und eine wesentliche Beeintr�chtigung des Erscheinungsbildes der freien Landschaft verhindert werden. Die Zufahrt f�hre nicht durch Dorfzentren, sondern direkt ab der Autobahn �ber die Kantonsstrasse. Die Siedlungserweiterung entstehe auf einer Fl�che, auf der durch den Materialabbau der nat�rlich gewachsene Boden nicht mehr bestehe; somit w�rden keine hochwertigen, landwirtschaftlichen B�den beansprucht.
7.2 Das Verwaltungsgericht beanstandete im angefochtenen Entscheid (S. 29/30), dass den Erw�gungen des Regierungsrats nicht entnommen werden k�nne, welche Alternativstandorte gepr�ft und aus welchen Gr�nden sie verworfen worden seien. Das Verwaltungsgericht holte deshalb einen Amtsbericht des Baudepartments, Rechtsabteilung, zur Standortevaluation ein.
Daraus ergibt sich, dass die Bauherrschaft vor Beginn der Planungen Kontakt mit der Abteilung Raumentwicklung aufnahm, um Standortm�glichkeiten, insbesondere in bestehenden Materialabbaustellen, zu kl�ren. Ihr sei eine Liste von m�glichen Standorten angegeben worden. Davon seien drei von der Beschwerdegegnerin weiter verfolgt worden: Schafisheim, Sisseln/M�nchwilen und Bremgarten. Zu diesen Standorten habe die Abteilung Raumentwicklung des Baudepartements mit Schreiben vom 23. Januar 2003 Stellung genommen. Damals habe sie sich kritisch zu den Standorten Sisseln/M�nchwilen und Bremgarten ge�ussert, weil beide Gebiete gem�ss kantonalem Richtplan Industrie- und Gewerbestandorte von regionalem Interesse seien; die Freigabe dieser vorrangigen Industrie- und Gewerbestandorte f�r ein Verkehrssicherheitszentrum stehe daher den Interessen des Richtplans entgegen und m�sse besonders begr�ndet werden. Zudem grenze das Areal in Bremgarten direkt an eine Wohnzone, weshalb namentlich L�rmprobleme zu l�sen gewesen w�ren. Im Amtsbericht wird zus�tzlich auf Probleme der Erschliessung beider Standorte hingewiesen.
Das Verwaltungsgericht hielt die Beurteilung f�r sachgerecht und ausreichend (angefochtener Entscheid S. 32 oben).
7.3 Die Beschwerdef�hrer r�gen, dass bei der Evaluation die Nachteile des Standorts Schafisheim aus lufthygienischer Sicht nicht ber�cksichtigt worden seien.
Nach dem oben (E. 5) Gesagten tragen die Emissionen des Verkehrssicherheitszentrums jedoch nur unwesentlich zur Luftverunreinigung im Gebiet Schafisheim bei. Insofern kommt diesem Faktor keine ausschlaggebende Bedeutung zu. Der weit �berwiegende Teil der Luftbelastung ist auf den schon bestehenden Strassenverkehr, namentlich der Autobahn A1, zur�ckzuf�hren. Die N�he des Standorts Schafisheim zur Autobahn wurde jedoch von allen Beh�rden als Vorteil gewertet, da die meisten Lehrg�nge des Verkehrssicherheitszentrums mit dem eigenen Auto absolviert werden, die Kursteilnehmer also mit dem Auto anreisen m�ssen.
Die Beschwerdef�hrer setzen sich mit den �brigen f�r den Standort Schafisheim sprechenden Vorteilen nicht auseinander und legen nicht dar, inwiefern andere Standorte g�nstiger w�ren.
7.4 Wie das ARE in seiner Vernehmlassung zutreffend darlegt, ist �berdies zu ber�cksichtigen, dass die Zone "Zelgli" im Norden unmittelbar an die Arbeitszone von Schafisheim und damit an die Bauzone angrenzt. Insofern sind die Anforderungen an die Evaluation von Alternativstandorten niedriger, als wenn eine isolierte Spezialzone abseits der Bauzonen geschaffen werden soll.
7.5 Nach dem Gesagten war das Verwaltungsgericht nicht verpflichtet, die Nutzungsplanung wegen ungen�gender Evaluation von Alternativen aufzuheben.
Die Beschwerdef�hrer r�gen eine Verletzung von Art. 15 Abs. 1 lit. b RPG, weil die Gr�sse der Spezialzone nach den Dimensionen der Kiesgrube und nicht nach den betrieblichen Bed�rfnissen der Anlage ausgerichtet worden sei. Dies belege auch die Etappierung des Bauvorhabens: Wenn die zweite Etappe ausschliesslich organisatorisch, aufgrund des noch notwendigen Materialabbaus, begr�ndet w�re, m�sste erkl�rt werden, weshalb das Verkehrssicherheitszentrum schon in der 1. Etappe funktionieren k�nne. Als Indiz f�r das Bestehen von �berkapazit�ten werten die Beschwerdef�hrer auch den Umstand, dass am Alternativstandort in Bremgarten etwa ein Drittel weniger Fl�che zur Verf�gung gestanden h�tte.
8.1 Es erscheint fraglich, ob es sich bei der Sondernutzungszone "Zelgli", die ausschliesslich f�r die Errichtung eines Verkehrssicherheitszentrums ausgewiesen wurde, �berhaupt um eine Bauzone handelt, auf die Art. 15 lit. b RPG anwendbar ist (vgl. Gian Schmid, projektbezogene Nutzungsplanung im Gebiet ausserhalb der Bauzonen, Diss. Z�rich 2000, S. 217 f.). Massgeblich ist jedenfalls nicht der allgemeine Bedarf an Bauland der n�chsten 15 Jahre, sondern wie viel Raum f�r die T�tigkeit ben�tigt wird, die in der Spezialzone verwirklicht werden soll (vgl. Art. 2 Abs. 1 lit. a RPV).
8.2 F�r den Raumbedarf einer Verkehrssicherheitsanlage gibt es keine feste Gr�sse; dieser h�ngt vielmehr von Art und Anzahl der Kurse sowie der Zahl der Kursteilnehmer ab. Diese Parameter werden grunds�tzlich vom Betreiber der Anlage bestimmt. Sodann liegt es im Ermessen der Gemeinde als Planungsbeh�rde, ob sie den Raumw�nschen des Betreibers vollst�ndig entspricht oder eine kleinere Fl�che f�r ausreichend erachtet.
Dabei darf, entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer, nicht von der Fahrpisten- auf die Gesamtnutzungsfl�che geschlossen werden: Letztere enth�lt neben den betriebsnotwendigen Geb�uden und Anlagen auch B�schungen, Gr�nfl�chen und �kologische Ausgleichsfl�chen. Schon im Richtplan wurde die Ausrichtung der Anlage nach �kologischen Kriterien verlangt, um die Auswirkungen auf die Lebensr�ume von Tieren und Pflanzen sowie die Biodiversit�t mindestens neutral oder sogar positiv zu halten (vgl. Botschaft des Regierungsrats an den Grossen Rat vom 10. September 2003, Ziff. 5.2 S. 8 und Ziff. 6 S. 9 Auflage Nr. 5). Insofern war die Gemeinde nicht nur berechtigt sondern verpflichtet, eine gr�ssere Zone auszuweisen, als f�r die Erstellung der Fahrpisten ben�tigt wird.
Die von der Beschwerdegegnerin vorgelegten Vergleichszahlen belegen, dass das Verkehrssicherheitszentrum in Schafisheim in der ersten Ausbauphase �ber eine Gesamtnutzungsfl�che von 56'505 m2 und eine Fahrpistenfl�che von 26'436 m2 verf�gen wird; diese Fl�chen liegen knapp �ber denjenigen der bestehenden Anlage in Veltheim.
Die 2. Ausbauetappe, nach Beendigung des Kiesabbaus im nordwestlichen Bereich, ist noch nicht projektiert. Vorgesehen ist die Erstellung einer zus�tzlichen Piste, um neu auch Sicherheitsfahrtrainings in der Steigung und im Gef�lle anbieten zu k�nnen, sowie die Erstellung eines Retentionsbeckens zur Wiederverwendung des anfallenden Oberfl�chenwassers f�r die Beregnungsanlage (vgl. UVB S. 19). Auch nach der 2. Ausbauphase bleibt jedoch die Gesamtnutzungsfl�che unterhalb derjenigen des bestehenden Verkehrssicherheitszentrums des TCS in Betzholz.
8.3 Nach dem Gesagten kann die Anlage jedenfalls nicht als offensichtlich �berdimensioniert betrachtet werden, weshalb der Gemeinde kein Ermessensmissbrauch vorgeworfen werden kann.
Schliesslich erheben die Beschwerdef�hrer verschiedene R�gen im Zusammenhang mit der Abbaubewilligung.
9.1 Sie machen geltend, die Nutzungsplan�nderung h�tte mit dem f�r das ganze Materialabbaugebiet geltenden Gesamtabbauplan vom 31. Mai 1995 koordiniert werden m�ssen. Die Abbaubewilligung werde durch die Nutzungsplan�nderung teilweise aufgehoben, beispielsweise im Hinblick auf die Rekultivierungspflicht und die finanzielle Sicherstellung der Rekultivierung. Dennoch sei nie gepr�ft worden, ob das vorliegende Projekt mit den Auflagen der seinerzeitigen Abbaubewilligung vertr�glich sei.
� 12a Abs. 3 BNO regelt das Verh�ltnis zum Materialabbau. Danach ist die Abbau- und Rekultivierungsplanung "Zelgli" an die geplante Nutzungs�nderung anzupassen. Wird das Verkehrssicherheitszentrum dagegen nicht realisiert, so ist die bisherige Nutzung gem�ss Abbau- und Rekultivierungsplanung weiterzuf�hren.
Der Fortbestand der Abbau- und Rekultivierungsplanung h�ngt somit davon ab, ob die Baubewilligung innert der in � 12a Abs. 2 BNO vorgeschriebenen Frist erteilt werden kann. Ist dies der Fall, so wird die Kiesgrube Zelgli nicht mehr vollst�ndig, sondern nur noch auf eine Tiefe von 6-9 m aufzusch�tten sein; die in der Abbaubewilligung vorgeschriebenen �kologischen Ausgleichsmassnahmen werden im Bereich Zelgli durch diejenigen des Umgebungsgestaltungsplans ersetzt werden. Eine entsprechende Anpassung der Abbaubewilligung wird jedoch erst im Baubewilligungsverfahren m�glich sein. In diesem Verfahren wird auch zu kl�ren sein, inwiefern die f�r die Sicherstellung der Rekultivierung geleisteten finanziellen Sicherheiten freigegeben bzw. eine Sicherstellung f�r den allf�lligen R�ckbau der Verkehrssicherheitsanlage verlangt wird. Es ist nicht zu beanstanden, wenn diese Einzelheiten nicht schon im Nutzungsplanungsverfahren festgelegt worden sind.
9.2 Die Beschwerdef�hrer r�gen auch eine Verletzung von Treu und Glauben: Im Zusammenhang mit den damals erteilten Abbaubewilligungen seien Vereinbarungen zwischen ihnen und den Bewilligungsnehmern geschlossen worden, in denen konkrete Zusagen, insbesondere im Hinblick auf die Rekultivierung, gemacht worden seien. Auch wenn die Vergleiche nicht in den gerichtlichen Abschreibungsbeschluss aufgenommen worden seien und es sich nicht um Zusagen des Gemeinwesens selbst handle, so h�tten diese Vereinbarungen doch mindestens bei der Abw�gung der privaten Interessen ber�cksichtigt werden m�ssen.
Nachdem unbestrittenermassen keine Zusicherung des f�r die Nutzungsplanung zust�ndigen Gemeinwesens vorliegt, durften die Beschwerdef�hrer nur im Rahmen von Art. 21 RPG auf die Best�ndigkeit der bisherigen Nutzungsordnung (Materialabbauzone und Landwirtschaftszone) und den damit zusammenh�ngenden Bewilligungen und Vereinbarungen vertrauen. Das Verwaltungsgericht hat ausf�hrlich dargelegt, dass die Nutzungsplan�nderung aufgrund ver�nderter tats�chlicher Verh�ltnisse, 10 Jahre nach der letzten Teilrevision des Bauzonen- und Kulturenplans, zul�ssig war. Dies wird auch von den Beschwerdef�hrern nicht mehr bestritten. Aus den unter der fr�heren Nutzungsordnung abgeschlossenen privatrechtlichen Vereinbarungen k�nnen die Beschwerdef�hrer keinen weitergehenden Anspruch auf Planbest�ndigkeit ableiten.
Das Interesse an einer Rekultivierung der Kiesgrube Zelgli zur Landwirtschaftszone wurde im Nutzungs- und im Richtplanverfahren ber�cksichtigt. Damit sind auch die privaten Interessen der Anlieger an der Wiederauff�llung und Rekultivierung der Kiesgrube in die Interessenabw�gung eingeflossen. In der Gesamtbeurteilung wurde jedoch den f�r die Errichtung der Verkehrssicherheitsanlage an diesem Standort sprechenden Interessen der Vorzug gegeben (vgl. Beschwerdeentscheid des Regierungsrats E. 15b S. 17 f. und Botschaft des Regierungsrats an den Grossen Rat vom 10. September 2003 E. 5 S. 5-9)
Nach dem Gesagten liegt keine Verletzung von Treu und Glauben vor. Es kann deshalb offen bleiben, ob und inwiefern die Vertrauensposition der Beschwerdef�hrer durch den im Richtplan 1995 festgelegten Standort f�r ein Freiluft- und Hallenstadion im Gebiet "Zelgli" beeinflusst worden ist.
Die Beschwerdef�hrer beantragen, der Kostenentscheid des Verwaltungsgerichts sei in jedem Fall, d.h. unabh�ngig vom Ausgang des Verfahrens, aufzuheben und die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens der Beschwerdegegnerin zu �berbinden. Sie st�tzen diesen Antrag jedoch ausschliesslich auf die fehlende Legitimation der Beschwerdegegnerin. Hierf�r kann auf das oben (E. 2) Gesagte verwiesen werden. War die Beschwerdegegnerin danach berechtigt, am verwaltungsgerichtlichen Verfahren als Partei teilzunehmen, besteht kein Grund, den Kostenentscheid des Verwaltungsgerichts abzu�ndern.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdef�hrer geb�hren- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 und 159 OG). Die Gemeinde Schafisheim hat als obsiegende Beh�rde keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 2 OG).
Die Beschwerdef�hrer haben die private Beschwerdegegnerin mit Fr. 3'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Gemeinderat Schafisheim, dem Regierungsrat (Rechtsdienst) und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 4. Kammer, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt und dem Bundesamt f�r Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.