Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%2082,%20248
Timestamp: 2020-02-17 20:01:29
Document Index: 328297700

Matched Legal Cases: ['§ 200', '§ 207', '§ 260', '§ 264', '§ 66', '§ 200', 'BGH', 'Art. 1', '§ 160', '§ 23']

Rechtsprechung: MDR 1982, 248 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Hamm, 12.10.1981
OLG Karlsruhe, 01.10.1981 - 1 Ss 209/81
https://dejure.org/1981,1446
OLG Karlsruhe, 01.10.1981 - 1 Ss 209/81 (https://dejure.org/1981,1446)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 01.10.1981 - 1 Ss 209/81 (https://dejure.org/1981,1446)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 01. Januar 1981 - 1 Ss 209/81 (https://dejure.org/1981,1446)
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StPO § 200, § 207, § 260 Abs. 3, § 264
MDR 1982, 248
NStZ 1982, 348 (Ls.)
Gleiches gilt dann, wenn die zeitliche Fehlbezeichnung auf einem auch aus der Sicht der Betroffenen offensichtlichen Irrtum beruht, wobei zur Klärung dieser Frage über den Inhalt des Bußgeldbescheides hinaus auch der Akteninhalt herangezogen werden kann (vgl. OLG Hamm VRS 49, 128; so auch OLG Karlsruhe VRS 62, 278).
Hingegen ist unschädlich eine zeitliche Verwechslung, die die Identität der Tat und damit die sachliche Abgrenzungsfunktion der Anklage bzw. des Bußgeldbescheids nicht in Frage stellt, sofern die Tat durch andere Umstände so genügend konkretisiert bleibt, dass ihre Individualität und Unterscheidbarkeit von etwaigen anderen Taten gewahrt ist (vgl. OLG Karlsruhe MDR 82, 248 = VRS 62, 278; BayObLG bei Bär DAR 88, 371; OLG Düsseldorf wistra 90, 284;… Göhler-Seitz, § 66 Rn. 42;… Meyer-Goßner, StPO, 46 Aufl., § 200 Rn. 7).
Dabei ist die genaue datenmäßige Festlegung der Tatzeit nur dann erforderlich, wenn sie für den Schuldspruch und die sichere Erfassung der ihm zugrunde liegenden Tat unerläßlich ist (OLG Karlsruhe MDR 1982, 248).
Fehler bei der Bezeichnung der Tatzeit stellen die Identität der Tat und damit die sachliche Abgrenzungsfunktion der Anklage zwar nicht in Frage, wenn die Tat durch andere Umstände so genügend konkretisiert bleibt, dass ihre Individualität und Unterscheidbarkeit von anderen Taten gewahrt ist (Oberlandesgericht Karlsruhe, MDR 1982, 248, juris), dies ist vorliegend aber nicht der Fall.
Während ein täglich wiederholbares Geschehen im Straßenverkehr regelmäßig der Individualisierung durch Tatort und Tatzeit bedarf (vgl. BGH NStZ 1994, 350, 351), können bei Diebstahlstaten genaue Zeitangaben entbehrlich sein, wenn die Unterscheidbarkeit von anderen gleichartigen Taten durch sonstige Umstände gewährleistet ist (vgl. OLG Karlsruhe MDR 1982, 248).
So hat die Rechtsprechung auch in vergleichbaren Fällen bei offensichtlichen Versehen hinsichtlich der Tatzeit die Identität des historischen Vorgangs im Ergebnis nicht in Frage gestellt (OLG Köln VRS 62, 57 ;… OLG Hamm GA 1972, 60; OLG Karlsruhe MDR 1982, 248).
OLG Hamm, 12.10.1981 - 7 VAs 24/81
https://dejure.org/1981,2422
OLG Hamm, 12.10.1981 - 7 VAs 24/81 (https://dejure.org/1981,2422)
OLG Hamm, Entscheidung vom 12.10.1981 - 7 VAs 24/81 (https://dejure.org/1981,2422)
OLG Hamm, Entscheidung vom 12. Januar 1981 - 7 VAs 24/81 (https://dejure.org/1981,2422)
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GG Art. 1, 2; StPO §§ 160, 163
NJW 1982, 458 (Ls.)
NStZ 1982, 82
Der Rechtsstreit um solche Mitteilungen an Publikationsorgane gehört deshalb zur Zuständigkeit der ordentlichen Gerichte; er ist im Verfahren nach §§ 23 ff EGGVG auszutragen (OLG Hamm, Beschluß vom 14. Juli 1980 - 1 VAs 7/80 - Senatsbeschluß vom 12. Oktober 1981 - 7 VAs 24/81 - Senatsbeschluß vom 18. Oktober 1984 - 1 VAs 98/94 - OLG Bremen…, Beschluß vom 7. März 1974 - VRs 5/77 - vgl. auch Kammergericht in GA 1984, 24 f; Böttger/Grote NJW 1974, 1647 f).