Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202004,%203174
Timestamp: 2019-01-19 00:54:09
Document Index: 237167047

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', 'BGH', '§ 536', '§ 577']

Rechtsprechung: NJW 2004, 3174 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerfG, 16.03.2004
Erwarten eines Mindeststandard als Mieter einer nicht modernisierten Altbauwohnung; Ermöglichung eines zeitgemäßen Wohnens; Möglichkeit des Einsatzes der für die Haushaltsführung allgemein üblichen elektrischen Geräte; Pflicht zur Beseitigung von Knarrgeräuschen des Parketts
Altbaumieter muss unzureichende Elektroanlage nicht hinnehmen
Erfreuliche Klarstellung zum Schallschutz
Mietrecht - Wenn die Elektroinstallation nichts bringt...
Mindeststandards einer nicht modernisierten Altbauwohnung; Mietrecht
Eine ausreichende Stromversorgung muss gewährleistet sein
Elektroinstallation unzureichend - Altbau-Mieter verlangt zeitgemäßen Wohnstandard
Gasherd ist zumutbar
Mieter kann Mindeststandart verlangen
Anspruch auf ausreichende Stromversorgung im Altbau
Mindeststandard der Elektroversorgung in Altbauten
Mindeststandard Altbauwohnung: Ausreichende Stromversorgung in Mietwohnung muss gewährleistet sein - BGH zum Mindeststandart der elektrischen Anlage
Strom muss fließen - Aber Parkett darf knarren // Mindeststandards auch im renovierten Altbau
Mindeststandard einer nicht modernisierten Altbauwohnung (RA Prof. Dr. Horst Zank; Neue Justiz 12/2004, S. 554-555)
Zum "Wohnstandard" einer nicht modernisierten Altbauwohnung
Auch Mieter einer Altbauwohnung haben Anspruch auf allgemein üblichen Mindeststandard (IBR 2004, 601)
Zusammenfassung von "Urteilsanmerkung zu BGH vom 26.7.2004 - VIII ZR 281/03 - Zu erwartender Standard bei Altbauwohnung" von Assessor Edwin Schläger, original erschienen in: ZMR 2004, 807 - 812.
NJW 2004, 3174
ZMR 2004, 807
NJ 2004, 554
Denn die Mietvertragsparteien vereinbaren auch ohne ausdrückliche vertragliche Abrede konkludent, dass die (Wohnraum-)Mietsache dem üblichen Mindeststandard vergleichbarer Räume entsprechen, dem Mieter ein zeitgemäßes Wohnen ermöglichen (vgl. BGH, Urteil vom 26. Juli 2004 - VIII ZR 281/03, NJW 2004, 3174 Tz. 16, 20;… Urt. v. 23. September 2009 - VIII ZR 300/08, NJW 2010, 133 Tz. 11;… Urt. v. 10. Februar 2010 - VIII ZR 343/08, NJW-RR 2010, 737 Tz. 24;… Kammer, a.a.O. Tz. 10) und von ihm ohne Gesundheitsschädigung bewohnbar sein muss (vgl. BayObLG, Beschl. v. 4. August 1999 - RE-Miet 6/98, NZM 1999, 899 Tz. 22).
Dabei sind insbesondere das Alter, die Ausstattung und die Art des Gebäudes, aber auch die Höhe der Miete und eine eventuelle Ortssitte zu berücksichtigen (Senatsurteile vom 26. Juli 2004 - VIII ZR 281/03, NJW 2004, 3174 unter [II] A 1 b bb;… vom 23. September 2009 - VIII ZR 300/08, aaO;… vom 7. Juli 2010 - VIII ZR 85/09, aaO Rn. 13).
bb) Allerdings hat der Senat entschieden, dass auch der Mieter einer nicht modernisierten Altbauwohnung mangels abweichender Vereinbarungen jedenfalls einen Mindeststandard verlangen kann, der ein zeitgemäßes Wohnen ermöglicht und den Einsatz der für die Haushaltsführung allgemein üblichen elektrischen Geräte erlaubt (Senatsurteile vom 26. Juli 2004 - VIII ZR 281/03, aaO unter [II] A 2 b;… vom 10. Februar 2010 - VIII ZR 343/08, NZM 2010, 356 Rn. 33;… vom 17. Dezember 2014 - VIII ZR 88/13, NJW 2015, 934 Rn. 21).
Dem genügt eine Formularklausel, nach der der Mieter in der Wohnung Haushaltsmaschinen nur im Rahmen der Kapazität der vorhandenen Installationen aufstellen darf, nicht (im Anschluss an BGH, Urteil vom 26. Juli 2004, VIII ZR 281/03, NJW 2004, 3174).
a) Im Ausgangspunkt zutreffend geht das Berufungsgericht allerdings davon aus, dass auch der Mieter einer nicht modernisierten Altbauwohnung grundsätzlich einen Anspruch auf eine Elektrizitätsversorgung hat, die zumindest den Betrieb eines größeren Haushaltsgerätes wie einer Waschmaschine und gleichzeitig weiterer haushaltsüblicher Geräte wie zum Beispiel eines Staubsaugers ermöglicht (Senatsurteil vom 26. Juli 2004 - VIII ZR 281/03, NJW 2004, 3174, unter [II] A 2 b).
Daher muss in Zweifelsfällen anhand von Auslegungsregeln (§§ 133, 157, 242 BGB) unter Berücksichtigung des vereinbarten Nutzungszwecks und des Grundsatzes von Treu und Glauben geprüft werden, was der Vermieter schuldet bzw. welchen Standard der Mieter aufgrund seines Vertrages vom Vermieter erwarten kann (BGH, Urteil vom 26. Juli 2004, VIII ZR 281/03, NJW 2004, 3174;… Schmidt-Futterer/Eisenschmid a.a.O.).
Dabei ist, wovon auch die Revision zu Recht ausgeht, nach der Verkehrsanschauung grundsätzlich der bei Errichtung des Gebäudes geltende Maßstab anzulegen (Senatsurteil vom 26. Juli 2004 - VIII ZR 281/03, WuM 2004, 527;… Kraemer in Bub/Treier aaO Rdnr. 1338;… differenzierend Schmidt-Futterer/Eisenschmid, Mietrecht, 8. Aufl., § 536 Rdnr. 29 f.).
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Vermeidung von Schimmelbildung durch Mieter ist zumutbar!
Allerdings obliegt den Landesregierungen insoweit die Verpflichtung, laufend zu überprüfen, ob die Voraussetzungen für die Einbeziehung der ausgewählten Gemeinden oder Gemeindeteile in die gefährdeten Gebiete noch gegeben sind (vgl. BT-Drucks. 14/4553, S. 73 [zu § 577a Abs. 2 BGB]; BVerfGE 49, 89, 130; 95, 267, 314; BVerfG, NVwZ 2004, 975 mwN; BVerfG, NJW 2005, 3132, 3133).