Source: https://www.rechtsportal.de/Rechtsprechung/Rechtsprechung/1990/BGH/Behandlung-einer-Durchfahrt-zwischen-zwei-benachbarten-Grundstuecken-als-Grenzeinrichtung
Timestamp: 2019-11-16 01:55:36
Document Index: 98293085

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 1004', '§ 195', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1004', 'BGH', 'BGH']

Behandlung einer Durchfahrt zwischen zwei benachbarten Grundstücken als Grenzeinrichtung / BGH / 1990 / Rechtsprechung / Rechtsprechung / Rechtsportal - Deubner Rechtsportal
1) Ansprüche nach § 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB unterliegen im Grundsatz der regelmäßigen Verjährungsfrist des § 195 BGB von drei Jahren (in Anknüpfung an BGH, Urteil vom 28.01.2011 - V ZR 141/10 - NJW 2011, 1069 = MDR 2011,477 = NZM 2011 = ZMR 2011, 460 f.; Urteil vom 23. Februar 1973 - V ZR 109/71; BGHZ 60, 235, 238 = WM 1973, 412 ff. = NJW 1973, 703 ff.; Urteil vom 8. Juni 1979 - V ZR 46/78 - MDR 1979, 1009-1010 = WM 1979, 1219-1220; Urteil vom 22. Juni 1990 - V ZR 3/89 - NJW 1990, 2555 f.; BGHZ 125, 56 ff. = Urteil vom 01.02.1994 - VI ZR 229/92 - NJW 1994, 999 ff. = MDR 1994, 350 f. = WM 1994, 851 ff. = VersR 1994, 485 ff.; Urteil vom 12. 12. 2003 - V ZR 98/03 - NJW 2004, 1035 f.; Urteil vom 16.03.2007 - V ZR 190/06 - NJW 2007, 2183).2) Ein Anspruch auf Rückbau bzw. Abriss des Überbaus im Bereich einer Garage kann nach Ablauf von drei Jahren nicht mehr verlangt werden, wenn die Kläger seit der Vermessung ca. 6 Jahre Kenntnis davon hatten, dass sich die Rückwand der vom Grenznachbarn bebauten Garage auf einer Höhe von ca. 2 cm (Putzstärke) auf ihrem Grundstück befindet.3) Machen die Kläger mit ihrer Klage nicht die Herausgabe des unversehrten Überbaus geltend, sondern dessen Rückbau, handelt es sich nicht um einen Anspruch auf Herausgabe, sondern gemäß § 1004 Abs. 1 S. 1 BGB um einen Anspruch auf Beseitigung, der der dreijährigen Verjährungsfrist unterliegt.
OLG Koblenz (3 U 222/13) | Datum: 09.09.2013
BGH (V ZR 3/89)
Fundstelle: BB 1990, 1934; BGHZ 112, 1; DRsp I(150)307b-c; NJW 1990, 2555; RdL 1990, 208; WM 1990, 1719
Die Beklagte verwaltet das Grundstück G.straße 50 B in H.. Ihm ist das von der Klägerin verwaltete Grundstück G.straße 50 vorgelagert, dessen Hoffläche über keine ausreichende eigene Zuwegung für Kraftfahrzeuge [...]