Source: https://www.alpinesicherheit.at/de/Maengel-bei-Klettersteigsets/
Timestamp: 2018-06-21 08:11:33
Document Index: 220399507

Matched Legal Cases: ['Art. 988470', 'Art. 988450', 'Art. 00048', 'Art. 02245', 'Art. 00048', 'Art. 02245']

Mängel bei Klettersteigsets Gewitter & Berg Fahrerflucht auf der Piste Traumatod in der Lawine
Nach tödlichem Unfall: gefährlicher Mangel bei Klettersteigsets entdeckt!
Durch Untersuchungen, die in Verbindung mit einem tödlichen Unfall an einem Klettersteig in Tirol Anfang August stehen, wurde ein gefährlicher Mangel bei Klettersteigsets entdeckt. Betroffen davon ist nicht nur das „Unfall-Modell“, sondern sind einige weitere Klettersteigsets mit sogenannten elastischen Ästen. Diese Äste (Lastarme) verbinden den am Klettergurt befestigten Fangstoßdämpfer mit den zwei Karabinern, welche im Stahlseil des Klettersteiges zur Absturzsicherung eingehängt werden. Die Alpenvereine DAV, OeAV, SAC und AVS sowie das Kuratorium für Alpine Sicherheit rufen alle Klettersteiggeher auf, Sets mit elastischen Ästen nur dann zu benutzen, wenn sie in der unten stehenden Tabelle als „nicht betroffen“ aufgeführt sind.
Bei den Untersuchungen an Klettersteigsets vom Typ des „Unfall-Modells“ hat sich gezeigt, dass oftmaliges Dehnen der elastischen Äste zu einer Schwächung der tragenden Fasern führt. Ein solches Dehnen ist bei einer normalen Klettersteig-Begehung üblich. Wenn elastische und tragende Fasern zusammen verwoben sind, schwächt häufiges Dehnen die tragenden Fasern, unter Umständen können solche Lastarme dann bei einem Sturz am Klettersteig reißen. Abhängig von der Konstruktion kann diese Schwachstelle deshalb bei elastischen Klettersteigästen vorhanden sein. Das Konstruktionsprinzip der ineinander verwobenen, elastischen und nichtelastischen Fasern kommt nicht nur bei
mehreren Klettersteigsets von Edelrid, sondern auch bei Modellen anderer Hersteller zur Anwendung. Die Firmen Edelrid, Austrialpin, Edelweiss und Singing Rock haben die betroffenen Sets mittlerweile zurückgerufen.
Alpenvereine und Kuratorium fordern Hersteller zur Prüfung ihrer Sets auf
Bei den Sets mit elastischen Ästen gibt es prinzipiell zwei unterschiedliche Konstruktionen, wovon eine problematisch sein kann. Selbst Experten können von außen jedoch nicht entscheiden, ob die Sets problematisch sind oder nicht. Nur Tests wie der von den Alpenvereinen vorgeschlagene bringen hier Gewissheit.
In der folgenden Tabelle sind alle Sets mit elastischen Ästen aufgelistet für die es einen Rückruf gibt Ebenso sind alle Klettersteig-Sets mit elastischen Ästen genannt die laut Angabe der Hersteller von dieser Problematik nicht betroffen sind.
MAMMUT ruft auch ausgewählte Sets zurück - weitere Infos hier
UPDATE 13.9.2012
Stubai ruft folgende die Klettersteigsets zurück: Stubai Ferrata Connect Compact (Art. 988470) und Stubai Ferrata Connect Flex (Art. 988450) zurück
Ocun ruft seine Sets Via ferrata Y ( Art. 00048) und Via Ferrata Rip´n´stop (Art. 02245) zurück
UPDATE 11.9.2012
das Simond Klettersteigset VITALLINK ist nicht betroffen
Wild Country ruft ebenfalls sein Klettersteigset zurück
Ocún bittet bis zum Vorliegen der Prüfergebnisse alle ihre Klettersteigsets mit elastischen Armen (Via Ferrata Y, Art. 00048 und Via Ferrata Rip`n Stop, Art. 02245) vorläufig nicht zu verwenden
UPDATE 1.9.2012
Achtung, auch Climbing Technology hat soeben einen Rückruf publiziert! Betroffen sind folgende Sets: "2K373AB - Top-Shell Spring Set" und "2K533AB - Classic-K Spring Set"
Camp hat seine Sets getestet und als unbedenklich eingestuft
die Klettersteigsets von LACD sind nicht betroffen
Dass einige Sets nicht enthalten sind, liegt daran, dass die betreffenden Hersteller nach unserem Appell bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Presseinformation keine Aussage gemacht haben.
Deteillierte Infos zum Rückruf, Umtausch bzw. Unbedenklichkeit der einzelenen Sets finden Sie auf der Homepage der jeweiligen Hersteller.
Fotos und Abbildungen: Quelle unbekannt