Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/144576,0.html
Timestamp: 2019-12-05 19:53:08
Document Index: 174867820

Matched Legal Cases: ['§ 611', '§ 311', '§ 823', '§ 276', '§ 833', '§ 280', '§ 278', '§ 823', '§ 823']

Hausarbeit MLU Halle
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Verfasst am: 17 Jul 2007 - 18:27:36 Titel: Hausarbeit MLU Halle
Hallo zusammen! Ich muss eine Hausarbeit im Zivilrecht schreiben und tue mich sehr schwer damit. WÜrde mich über Hilfe sehr freuen.
Der ehemalige Sonderschüler Konrad Kautz will sich einen lang ersehnten Traum erfüllen: Er möchte eine Reise in die USA unternehmen. Da er seinen Dackel Bruno zu seinem Bedauern nicht mitnehmen kann, will er diesen für vier Wochen in der von Hildegard Hopp betriebenen Tierpension „Hotel Hundepfote“ in Obhut geben. Für 30 € am Tag wird Bruno dort zusammen mit anderen Hunden untergebracht, verpflegt und betreut.
Hildegard Hopp schließt daraufhin mit Konrad Kautz einen schriftlichen „Pensionsvertrag“. Darin finden sich auf dem von Hildegard für alle „Pensionsverträge“ verwendeten Standardformular u.a. folgende Klauseln:
Nr. 2 - Zum Schutz unserer vierbeinigen Gäste verpflichtet sich jeder Hundehalter, der bei uns einen Hund in Pension gibt, das Tier zuvor mit dem erforderlichen Impfschutz zu versehen.
Nr. 4 - Für den unwahrscheinlichen Fall, dass der Hund, den Sie unserer Obhut anvertrauen, durch unser Verschulden in seiner Gesundheit verletzt wird, ist unsere Haftung auf den Wert des Tieres begrenzt, sofern uns kein Vorsatz oder keine grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt.
Konrad Kautz sind solche bürokratischen Angelegenheiten ein Graus, da er schon in der Schule große Schwierigkeiten hatte auch einfache Texte inhaltlich zu erfassen und er sich durch diesen „Juristenkram“ erst Recht überfordert fühlt. Er macht sich daher keinerlei Gedanken über die Konsequenzen, die sich aus den Klauseln ergeben könnten, und ist froh, als der Vertrag mit Hildegard endlich geschlossen ist. Kurz darauf liefert Konrad Kautz den Dackel im „Hotel Hundepfote“ ab. Zu diesem Zeitpunkt ist jedoch die letzte Impfung gegen die gefährliche Viruserkrankung Staupe bereits 15 Monate her. Für einen wirksamen Impfschutz ist aber, wie Konrad Kautz auch bekannt ist, eine jährliche Impfung erforderlich. Da Bruno einen völlig gesunden Eindruck macht, vertraut Kautz darauf, dass in der Zeit des Urlaubs schon nichts passieren wird.
Eine Woche später verweigert Dackel Bruno die Nahrung und liegt nur noch teilnahmslos und mit triefenden Augen in seinem Körbchen. Der von Hildegard Hopp sorgfältig ausgewählte und von ihr auch regelmäßig überwachte Tierpfleger Axel Adler bemerkt dieses ungewöhnliche Verhalten, geht aber davon aus, dass Bruno bestimmt nur sein Herrchen vermisst. Entgegen Hildegards Anweisung, bei ersten Anzeichen von Krankheiten die betroffenen Hunde zu isolieren, nimmt Axel dennoch den Dackel Bruno gemeinsam mit anderen Hunden auf den täglichen Waldspaziergängen mit, weil er hofft, Bruno werde es danach besser gehen.
Zur gleichen Zeit war die Golden Retriever Hündin Scarlet (Wert: 500 €), die sich besonders gut mit dem Dackel Bruno verstand, im „Hotel Hundepfote“ untergebracht. Einige Wochen später, nachdem Scarlet wieder bei ihrem Frauchen Isolde Immenhof ist, treten bei Scarlet die gleichen Symptome wie bei Bruno auf. In der Tierklinik wird die Viruserkrankung Staupe festgestellt. Nur durch die sofortige Behandlung mit Interferon kann das Leben von Scarlet
gerettet werden. Nach kurzer Zeit hat Scarlet sich zur Freude ihres Frauchens wieder völlig erholt. Die Kosten der Behandlung belaufen sich auf 950 €. Da Scarlet nach dem Aufenthalt im „Hotel Hundepfote“ bis zum Auftreten der Krankheitssymptome keinen Kontakt zu anderen Tieren hatte, kann der Grund für die Erkrankung nur der Kontakt mit Dackel Bruno gewesen sein.
1. Welche Ansprüche hat Isolde Immenhof (I) wegen der Behandlungskosten gegen Axel Adler (A) und Hildegard Hopp (H)?
2. Stehen Isolde Immenhof (I) vertragliche oder deliktische Ansprüche gegen Konrad Kautz (K) zu?
Verfasst am: 17 Jul 2007 - 18:29:06 Titel:
Folgende Gliederung hatte ich mir überlegt:
1. Ansprüche von I gegen A
a) aus Vertrag (gemischter Dienst- und Verwahrvertrag §§ 611, 688)
aa) Vertrag I und A (-)
bb) c.i.c. § 311
- Nebenpflichverletzung (+)
- hohes Vertrauen bei Vertragsanbahnung (-)
b) aus Delikt § 823 I
aa) TBM d. Tun o. Unterl.
- Verletrzung eines Rechts i.S. 823 I
- Haftbegr. Kausalität
bb) Widerrechtlichekit
cc) Verschulden § 276
dd) Schaden
- wenn Erfolg nciht außerh. jed. Wahrscheinl.
c) aus Delikt (Tierhalter) §§ 833, 834
2. Ansprüche von I gegen H
aa) Schadensersatz § 280 I
- Schuldverh.
- Pflichtverletzung Unterlassen -> § 278 S. 1
- Vertretenmüssen
- kein Ausschluss
-- Ausschluss/Begrenzung durch AGB -> AGB Kontrolle
b) aus Delikt §§ 823 I, 831
3. Ansprüche von I gegen K
a) aus Vertrag
aa)Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter
- Willensmängel bei K ?
b) aus Delikt §§ 823, 831