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Timestamp: 2018-12-17 02:35:40
Document Index: 95648933

Matched Legal Cases: ['§ 253', '§ 252', '§ 252', '§ 284', '§ 7', '§ 252', '§ 253', '§ 247', '§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 6', '§ 6', '§ 247']

Planmäßige & außerplanmäßige Abschreibungen
Bilanz nach Handelsrecht - Planmäßige & außerplanmäßige Abschreibungen
Wertkorrekturen in der Handelsbilanz
Progessive Abschreibungen
Handelsrechtliche Herangehensweise an das Niederstwertprinzip
Steuerrechtliche Herangehensweise an das Niederstwertprinzip
Niedrigerer am Abschlussstichtag beizulegender Wert
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Video: Planmäßige & außerplanmäßige Abschreibungen
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten bestimmen den anfänglichen Wert eines Vermögensgegenstandes. Allerdings müssen im Laufe der Jahre die Vermögensgegenstände mit immer geringeren Werten angesetzt werden, man muss diese abschreiben.
Abschreibungen kommen als
planmäßige und
Abschreibungen vor.
Der Grund für Abschreibungen liegt zum einen
im Werteverzehr, zum anderen aber
in der Verteilung der Anschaffungskosten auf die Laufzeit.
Bei der Bestimmung der planmäßigen Abschreibungen muss man zunächst vier Dinge festlegen:
Abschreibungsausgangswert
Restwert am Ende der Nutzungsdauer, so bekannt,
Abschreibungsmethode.
Der Abschreibungsausgangswert wird festgelegt durch die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, je nachdem, ob der Vermögensgegenstand fremdbeschafft oder selbsterstellt ist. Die historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilden gleichzeitig die absolute Obergrenze für die handelsrechtliche (und steuerrechtliche) Aktivierung (§ 253 I 1 HGB).
Die Nutzungsdauer legt fest, über welchen Zeitraum ein Vermögensgegenstand abzuschreiben ist. Hierbei wird steuerlich gesehen die Nutzungsdauer oftmals durch steuerrechtliche Vorschriften festgelegt. Die Abschreibungsmethoden wiederum müssen den handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) entsprechen. Es existieren unterschiedliche Abschreibungsmethoden:
geometrisch-degressive
Darüber hinaus sind Methodenwechsel wegen des Grundsatzes der Bewertungsstetigkeit (§ 252 I Nr. 6 HGB) nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig (§ 252 II HGB). Eine Änderung der Abschreibungsmethode durch Kapitalgesellschaften ist nach § 284 II Nr. 2 HGB ist im Anhang anzugeben und zu begründen, der Einfluss des Methodenwechsels auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist gesondert darzustellen.
Bei der linearen Abschreibung wird der Abschreibungsausgangswert AK/HK, ggf. vermindert um den Restbuchwert am Laufzeitende, mit konstanten Raten auf die Laufzeit n verteilt. Sollte es am Ende der Laufzeit zu einem Restbuchwert Rn kommen, dann lautet die Formel für die Abschreibungsbeträge ABt im t-ten Jahr, t = 1,…,n:
ABt= (AK – RBWn)/n.
Sie ist die in der Praxis am häufigsten verwendete Abschreibungsmethode. Wir rechnen die unterschiedlichen Abschreibungsmethoden im Folgenden durch:
Hier klicken zum AusklappenDie X-AG hat einen Vermögensgegenstand in Höhe von 9.000 € erworben. Zur Inbetriebnahme der Maschine fielen zusätzlich 4.000 € an. Die Nutzungsdauer liegt bei zehn Jahren, der Restbuchwert am Ende der Laufzeit liege bei 2.000 €. Die X-AG erhielt vom Lieferanten einen Rabatt in Höhe von 1.000 €. Wie sind die Abschreibungsbeträge und die jeweiligen Restbuchwerte zu bemessen?
Man rechnet die Abschreibung aus als
ABt = (AK – RBWn)/n
= (Anschaffungspreis - Anschaffungspreisminderungen + Anschaffungsnebenkosten - RBW_n)/n
= (9.000 - 1.000 + 4.000 - 2.000)/10
= (12.000 - 2.000)/10
= 1.000.
Die Anschaffungskosten liegen mithin bei 12.000 €, hiervon zieht man den Restbuchwert am Ende der Nutzungsdauer ab und teilt die Differenz durch die Laufzeit.
Bei der linearen Abschreibungsmethode kommt es daher zu folgendem Abschreibungsplan:
Abschreibungsplan bei linearer Abschreibung
Bei der degressiven Abschreibung nehmen die Abschreibungsbeträge at im Laufe der Zeit ab, d.h. es gilt at < at-1. Auf welche Art und Weise diese abnehmen, legen die zwei unterschiedlichen Teilarten fest:
Bei der arithmetisch-degressiven Abschreibung nehmen die Abschreibungsbeträge um einen festen Geldbetrag ab.
Bei der geometrischen-degressiv Abschreibung hingegen rechnet man die jeweiligen Abschreibungsbeträge als festen Prozentsatz des Restbuchwertes des Vorjahres.
Lediglich die geometrisch-Degressive Abschreibung ist zulässig (steuerrechtlich für Wirtschaftsgüter aus 2009 und 2010, § 7 II EStG), weshalb wir nur diese besprechen.
Bei der geometrisch-degressiven Abschreibung bemisst sich der Abschreibungsbetrag ABt des Jahres t als fester Prozentwert p des Restbuchwerts des Vorjahres RBWt-1, d.h.
ABt = RBWt-1·p.
Wenn man speziell den Restbuchwert RBWn am Ende der Laufzeit bereits am Anfang kennt, so lässt sich der hierfür notwendige Prozentwert p#, der auf einen Restwert von Rn nach n Jahren führt, berechnen als
p# =1 - (RBWn/AK)1/n.
Im vorliegenden Beispiel 38 rechnet man daher folgendermaßen: p# = 1 – (RBWn/AK)1/n = 1 – (2.000/12.000)1/10 = 16,404 %.
Für die Berechnung anhand des Beispiels benötigen wir die Anschaffungskosten AK. Für diesen Wert rechnen wir den Wert des Vermögensgegenstandes (9.000 €) plus die Kosten der Inbetriebnahme (4.000 €). Somit kommen wir auf 13.000 €. Allerdings erhielt die X-AG einen Rabatt (1.000 €). Damit liegen die Anschaffungskosten bei 12.000 €.
In der Aufgabenstellung wurde bereits der Restbuchwert von 2.000 € angegeben, welcher bei einer Nutzungsdauer von zehn Jahren noch vorhanden ist.
Diese Werte werden nun in die Formel eingesetzt und man erhält einen Prozentsatz von p# = 16,404 %.
Nur ein fester Prozentsatz von p# = 16,404 % sorgt bei geometrisch-degressiver Abschreibungsweise dafür, dass man nach n = 10 Jahren einen Restbuchwert von R10 = 2.000 € erhält.
10.031,51
1.645,58
8.385,93
7.010,29
5.860,31
4.898,98
4.095,35
3.423,54
2.861,94
Progressive Abschreibungen sind im Externen Rechnungswesen unzulässig.
Das Imparitätsprinzip bedeutet, wie weiter oben schon erwähnt, dass Gewinne und Verluste ungleich behandelt werden, d.h. konkret, dass Gewinne nach dem Realisationsprinzip (§ 252 I Nr. 4, 2.HS HGB) nicht antizipiert werden dürfen, Verluste aber antizipiert werden müssen. Das Imparitätsprinzip konkretisiert zusammen mit dem Realisationsprinzip das den beiden übergeordnete Vorsichtsprinzip.
Zur Einführung in das Thema Niederstwertprinzip sehen Sie hier ein kleines Video:
Das Imparitätsprinzip wiederum wird konkretisiert durch das Niederstwertprinzip, welches in den beiden Ausführungen
strenges Niederstwertprinzip und
aufgegliedert ist.
Sehen Sie hier die handelsrechtliche Herangehensweise...
und hier die steuerrechtliche Herangehensweise...
Das gemilderte Niederstwertprinzip (§ 253 III 5 HGB) bedeutet, dass bei Gegenständen des Anlagevermögens unter bestimmten Umständen Abschreibungen, d.h. Wertminderungen, vorgenommen werden können bzw. müssen bzw. nicht dürfen. Konkret:
Hier klicken zum AusklappenGemildertes NIEDERSTWERTPRINZIP:
bei einer dauernden Wertminderung muss außerplanmäßig abgeschrieben werden
bei einer nur vorübergehenden Wertminderung darf nicht außerplanmäßig abgeschrieben werden.
bei einer nur vorübergehenden Wertminderung darf außerplanmäßig abgeschrieben werden.
Hier klicken zum AusklappenAktien, die mit der Absicht gekauft wurden, sich an einer Unternehmung zu beteiligen (und damals zu 100 € gekauft wurden), sind am Abschlussstichtag lediglich noch 70 € wert. Man geht davon aus, dass die Wertminderung wieder aufgeholt wird.
Im vorliegenden Fall gehören die Aktien zum Anlagevermögen (denn als Beteiligung dienen sie dem Geschäftsbetrieb dauernd, § 247 II HGB) und es handelt sich um eine voraussichtlich nur vorübergehende Wertminderung im Finanzanlagevermögen, d.h. man hat ein Wahlrecht, auf 70 € abzuschreiben oder den Wertansatz bei 100 € pro Aktie zu belassen, § 253 III 6 HGB.
Hier klicken zum AusklappenStreng zu unterscheiden ist ein Ansatzwahlrecht von einem Bewertungswahlrecht. Über Ansatzwahlrechte sprachen wir im vorhergehenden Abschnitt. Hier ging es um die Frage, ob ein Gegenstand in der Bilanz angesetzt wird, d.h. ob er überhaupt in die Bilanz Eingang findet. Beim Bewertungswahlrecht hingegen geht es um ein Wahlrecht bezüglich der Höhe, d.h. bezüglich des Betrages des Ansatzes des Gegenstandes, nicht um die Frage, ob überhaupt der Gegenstand Eingang in die Bilanz findet, sondern in welcher Höhe er Eingang in die Bilanz findet.
Hier klicken zum AusklappenAngenommen, die oben erwähnten Aktien aus dem vorigen Beispiel wurden nicht aus Beteiligungsgründen erworben, sondern nur aus Spekulationsgründen. Wiederum komme es zu einer Wertminderung von 100 € auf 70 €, die als nur vorübergehend angesehen wird. Mit welcher Höhe muss bzw. darf die einzelne Aktie im Jahresabschluss angesetzt werden?
Hier klicken zum AusklappenEs ist also keineswegs so, dass beim Anlagevermögen grundsätzlich ein Wahlrecht der Abschreibung besteht. Vielmehr schreibt § 253 III 5 HGB vor, dass bei einer dauernden Wertminderung abzuschreiben ist. Das Wahlrecht, die eigentliche Essenz des gemilderten Niederstwertprinzip, gilt also nur bei voraussichtlich vorübergehender Wertminderung im Finanzanlagevermögen.
Die Art der notwendigen Abschreibungen und die Handhabung derselben findet ihren Niederschlag im § 253 HGB. Hiernach unterscheidet man, wie auch schon oben angedeutet, mehrere unterschiedliche Korrekturwerte:
der niedrigere, am Abschlussstichtag beizulegende Wert,
der aus dem Börsen- oder Marktpreis abgeleitete Wert.
Hierbei ist folgendes zu unterscheiden, nämlich der beizulegende Wert für
das Anlagevermögen und für
das Umlaufvermögen.
Der beizulegende Wert für das Anlagevermögen wird gebildet durch Wiederbeschaffungs- oder Reproduktionskosten. Das heißt: was wären die Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines vergleichbaren Gegenstandes, wenn es sich um abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens handelt; so ist darüberhinaus vom Wiederbeschaffungzeitwert auszugehen, dieser ermittelt sich aus Wiederbeschaffungswert abzgl. planmäßiger Abschreibungen. Wenn für die unmittelbar folgende Zukunft vorgesehen ist, dass Gegenstände des Anlagevermögens verkauft werden, so entspricht der beizulegende Wert allerdings eher dem Einzelverkaufspreis (abzüglich der Aufwendungen, die hierdurch verursacht noch in der Zukunft entstehen werden). Wiederum anders sieht es aus bei Patenten bzw. Beteiligungen, denn der beizulegende Wert ist hier eher der Barwert der zukünftigen, mit dem Patent verbundenen, Einnahmen bzw. der verbundenen Ausgaben. Auf das Umlaufvermögen sind bezüglich des beizulegenden Werts Unterscheidungen notwendig. Der beizulegende Wert ist anzusetzen, wenn kein Marktpreis zu ermitteln ist, § 253 IV 2 HGB. Zusätzlich ist der beizulegende Wert anzusetzen, wenn dieser unter den Anschaffungs- oder Herstellkosten liegt. Bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ist der beizulegende Wert ermittelbar aus den Wiederbeschaffungskosten oder Reproduktionskosten. Möglicherweise liegt der beizulegende Wert noch viel niedriger, z.B. wenn der Gegenstand schrottreif ist (Schrottpreis). Bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen schätzt man für die Ermittlung des beizulegenden Werts den Veräußerungserlös und zieht die noch entstehenden Kosten (Verwaltung und Vertrieb, usw.) ab.
Als Korrekturwert für das Umlaufvermögen sieht das HGB den Börsen- oder Marktpreis, soweit vorhanden, vor. Der abgeleitete Wert, der dann zu ermitteln ist, ergibt sich aus diesem Börsen- oder Marktpreis zuzüglich Anschaffungsnebenkosten. Fraglich ist allerdings, ob man den Beschaffungsmarkt oder den Absatzmarkt für die Bewertung heranzieht.
Manche argumentieren, dass der Beschaffungsmarkt maßgeblich sei, wenn es sich um Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bzw. unfertige und fertige Erzeugnisse handelt, die auch von anderen Unternehmen bezogen werden könnten.
Hingegen sei der Absatzmarkt maßgeblich für alle anderen unfertigen und fertigen Erzeugnissen, für bestimmte Roh, Hilfs- und Betriebsstoffen als auch für Wertpapiere. Ein weiteres Problem ergibt sich für die Ermittlung des beizulegenden Werts. Dieses ergibt sich dann, wenn der Gegenstand mit ausländischer Währung bezahlt wurde. Hierfür sagen manche, dass Inlandspreise als beizulegender Wert anzusetzen sind, wenn der Gegenstand auch im Inland wiederbeschafft werden könnte; wenn diese Wiederbeschaffung hingegen nur im Ausland möglich ist, so sei als Korrekturwert der Auslandspreis umgerechnet in inländische Währung am Stichtagskurs zu ermitteln.
Der Normalfall eines abnutzbaren Vermögensgegenstandes ist, dass er angeschafft wird, seine Anschaffungskosten aber erst im Laufe der Zeit, nämlich der Nutzungsdauer, zu Aufwendungen führen, nämlich in Form der planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen. Aus Vereinfachungsgründen gilt allerdings folgende Sonderregelung für sog. geringwertige Wirtschaftsgüter. Für
des Anlagevermögens,
die einer selbständigen Nutzung fähig sind und
deren Anschaffungskosten
bis 800 € netto betragen,
geringwertiges Wirtschaftsgut im engeren Sinne
können sofort abgeschrieben werden, § 6 II EStG.
über 250 € und bis maximal 1.000 € betragen
geringwertiges Wirtschaftsgut im weiteren Sinne
Einstellung in Sammelposten
mögliche Abschreibung dieses Sammelpostens über fünf Jahre, § 6 IIa EStG.
Hier klicken zum AusklappenOffensichtlich gilt die Regelung mit geringwertigen Wirtschaftsgüter ausschließlich für Sachanlagen, denn immaterielle Wirtschaftsgüter sind nicht beweglich, Finanzanlagen wiederum sind nicht abnutzbar.
Hier klicken zum AusklappenDie Trulla-AG kauft am 20.06.2018 einen Posten von 1000 Stiften ein, die jeweils 2 € kosten.
Die Kosten von 2.000 € werden im Jahre der Anschaffung, also in 2018, als Aufwand angesetzt und nicht etwa über die Laufzeit der Stifte verteilt.
Hier klicken zum AusklappenDie Trulla-AG kauft am 28.06.2018 vier Stühle zum Gesamtwert von 690 € (inkl. USt.) ein.
Stühle sind abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens und einer selbständigen Nutzung fähig. Ihre Anschaffungskosten liegen pro Stuhl bei (690/4)/1,19 = 172,5/4 = 144,96 € (netto!) und also unter dem o.e. Grenzwert von 250 €. Damit müssen die Aufwendungen sofort als Aufwand verrechnet werden und dürfen nicht über die Laufzeit verteilt werden.
Hier klicken zum AusklappenDie Trulla-AG aus vorherigen Beispiel ist nicht vorsteuerabzugsberechtigt. Wie muss dann mit den Bürostühlen umgegangen werden?
Die Grenze von 250 € (netto) gilt unabhängig von der Berechtigung zum Vorsteuerabzug. Insofern sind die Bürostühle sehr wohl als geringwertige Wirtschaftsgüter im engeren Sinne aufzufassen und daher sofort abzuschreiben.
Hier klicken zum AusklappenDie Trulla-AG kauft zehn hochwertige Bürostühle, die jeweils brutto 800 € pro Stück kosten. Ihre Nutzungsdauer liegt bei acht Jahren.
Es handelt sich um geringwertige Wirtschaftsgüter im weiteren Sinne, da die Anschaffungskosten mit 800/1,19 = 672,27 € größer sind als 250 € und kleiner als 1.000 €. Die Stühle sind daher in einen Sammelposten einzustellen. Dieser ist über fünf Jahre abzuschreiben, völlig unabhängig von der tatsächlichen Nutzungsdauer der Stühle. Die Abschreibungen betragen daher 672,27/5 = 134,45 €.
Hier klicken zum AusklappenBei den Zahlen aus dem vorherigen Beispiel werden im Jahr 2017 zwei der anschafften zehn Stühle verschrottet. Wie ist mit dem Sammelposten umzugehen?
Dass zwei der zehn Stühle aus dem Sammelposten ausscheiden, ist unerheblich. Es kommt nicht etwa zu einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe des Restbuchwerts der zwei Stühle, sondern die Abschreibungen in Höhe von 134,45 € pro Jahr werden fortgeführt.
Hier klicken zum AusklappenAufgabenstellung wie im vorherigen Beispiel, allerdings mögen die Anschaffungskosten bei 80.000 € liegen, der Buchwert am Ende 2015 sei 50.000 €.
Hier klicken zum AusklappenMan beachte, dass überhaupt nur dann zugeschrieben werden darf, wenn vorher außerplanmäßig abgeschrieben wurde. Bei lediglich planmäßigen Abschreibungen der Vergangenheit kommt also eine Zuschreibung nicht in Frage.
Hier klicken zum AusklappenAnlagevermögen ist nicht etwa das, was langfristig zum Unternehmen gehört, sondern vielmehr jenes, was dazu bestimmt ist, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen (§ 247 II HGB). es kommt also für den Unterschied zwischen Anlagevermögen und Umlaufvermögen nicht so sehr auf die Dauer der Zurverfügungstellung an, sondern vielmehr auf die Zweckbestimmung. Ein Grundstück ist dazu bestimmt, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Nur deswegen gehört es zum Anlagevermögen! Es könnte nämlich sehr wohl schon nach einer Zugehörigkeit zum Betrieb von einer Woche auch wieder verkauft werden, was dann bei kurzer Dauer der Zugehörigkeit fälschlicherweise auf Umlaufvermögen schließen lassen könnte.
Hier klicken zum AusklappenZwei Maschinen der X-AG mit Anschaffungskosten von jeweils € 50.000,- wurden am 10.2.2015 gekauft und bisher linear abgeschrieben. Sie werden am Ende des Jahres 2016 nicht mehr benötigt, da die Technik durch Neuentwicklungen vollkommen überholt ist. Die X-AG hatte versucht, die beiden Maschinen zu veräußern, dies gelang aber nicht. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt bei fünf Jahren, die planmäßigen Abschreibungen auf die Maschinen wurden bereits vorgenommen.
Hier klicken zum AusklappenEine Maschine wird wegen Auftragsmangels teilweise stillgelegt und entsprechend außerplanmäßig am 31.12.2015 auf 50 % des damals gültigen Restbuchwerts abgeschrieben. Die Anschaffungskosten lagen zum Zeitpunkt der Anschaffung am 15.3.202014 bei 50.000 €, es wurde linear über die Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.
Hier klicken zum AusklappenEine Maschine mit einer Nutzungsdauer von fünf Jahren wird am 2.1.2015 für 50.000 € angeschafft. Es werde linear abgeschrieben. Am Ende des Jahres 2006 kommt es zu einer dauerhaften Wertminderung. Der Wiederbeschaffungswert liege bei 25.000 €. nur Hohn
Aufgabe: Verbindlichkeiten
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Welcher der folgenden Gründe stellt keinen Grund für eine Abschreibung dar?
Abschreibung durch Werteverzehr.
Abschreibung durch die Verteilung der Anschaffungskosten auf die Laufzeit.
Abschreibung durch jährliche subjektive Neubewertung.
Abschreibungen kommen als planmäßige und Abschreibungen vor.
Abschreibungen kommen als und außerplanmäßige Abschreibungen vor.