Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ+56,+123
Timestamp: 2018-11-21 08:58:50
Document Index: 304140283

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 932', 'BGH', '§ 932', '§ 932', '§ 932', 'BGH', 'BGH', '§ 455', 'BGH', '§ 929', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 362', '§ 362', '§ 362']

BGH, 05.05.1971 - VIII ZR 217/69 - dejure.org
Voraussetzungen für einen Eigentumsübergang an einer beweglichen Sache - Anforderungen an einen Kauf unter verlängertem Eigentumsvorbehalt - Voraussetzungen für den Erwerb einer Eigentumsanwartschaft
BGHZ 56, 123
NJW 1971, 1453
DB 1971, 1202
Der Senat ist zwar in seinem Urteil vom 5. Mai 1971 (BGHZ 56, 123) bei ähnlicher Fallgestaltung - auch dort hatte eine Finanzierungsbank dem Vorbehaltsverkäufer einen Scheck über den Kaufpreisrest mit der Auflage übersandt, ihn erst zu verwenden, wenn ihr dagegen das Eigentum an dem Kaufgegenstand übertragen werde - von der Erfüllung der restlichen Kaufpreisforderung durch die Einlösung der Schecks ausgegangen, ohne sich in den Entscheidungsgründen mit der Auflage der Finanzierungsbank auseinanderzusetzen.
Gutgläubiger Erwerb einer beweglichen Sache
Der Rechtsgrund für einen gutgläubigen Erwerb nach §§ 932 ff. BGB ist immer ein auf dem Besitz beruhender Rechtsschein, auf den der Erwerber sich verlassen durfte (BGH, Urteil vom 5.5. 1971 - VIII ZR 217/69 (Hamburg) = NJW 1971, 1453;… Jauernig/Berger BGB § 932 Rn. 4, 18;… MüKoBGB/Oechsler BGB § 932 Rn. 27;… HK-BGB/Hans Schulte-Nölke BGB § 932 Rn. 4 ff.).
Der Veräußerer muss jede Einwirkungsmöglichkeit auf die Sache restlos aufgeben (BGH, Urteil vom 5. Mai 1971 - VIII ZR 217/69, BGHZ 56, 123, 129; Urteil vom 3. Juni 1996 - II ZR 166/95, NJW 1996, 2654, 2655).
Wie der Bundesgerichtshof wiederholt entschieden hat, steht ein Anwartschaftsrecht auf Eigentumserwerb demjenigen zu, der eine bewegliche Sache unter Eigentumsvorbehalt (§ 455 BGB) erwirbt (BGHZ 20, 88; 28, 16, 20; 35, 85; 50, 45, 48; 56, 123, 126; 75, 221).
Ein gutgläubiger Erwerb nach den §§ 929, 932 BGB scheidet aus, weil es dazu der Übertragung des unmittelbaren Besitzes auf den Erwerber bedarf (vgl. BGH v. 5.5.1971 - VIII ZR 217/69 = BGHZ 56, 123, 130).
OLG Dresden, 26.04.1995 - 8 U 1551/94
Stellung des Leasinggebers beim Finanzierungsleasing
Es ist allgemein anerkannt, daß mit der Leistungshandlung aufschiebende Bedingungen für die Tilgungswirkung einseitig verknüpft werden können, auch wenn sich diese - wie hier - auf den Eintritt außerhalb der eigentlichen Forderung liegender Umstände beziehen (vgl. BGH NJW 1985, 376, 377; BGHZ 56, 123;… Staudinger/Kaduk, BGB , 12. Aufl., § 362 , Rdnr. 28;… Seorgel/Zeiss, BGB , 12. Aufl., § 362 Rdnr. 16;… Palandt/Heinrichs, BGB , 54. Aufl., § 362 Rdnr. 11).