Source: https://www.austausch-macht-schule.org/synopse/MV
Timestamp: 2020-01-21 00:00:09
Document Index: 350051428

Matched Legal Cases: ['§ 110', '§ 44', '§ 2', '§ 82', '§ 2', '§ 44', '§ 59', '§ 40']

Fördermöglichkeiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern | Austausch macht Schule
Fördermöglichkeiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, die eine aktive Partnerschaft und einen auf Gegenseitigkeit ausgerichteten Schüleraustausch mit einer Schule in Ost-, Mittelost- und Südosteuropa sowie Israel pflegen, können für den Schüleraustausch Zuschüsse beantragen.
Grundlage der Förderung aus Landesmitteln ist die Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Förderung von projektorientierten Begegnungen zwischen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern und Staaten Mittelosteuropas, Südosteuropas sowie Israel im Rahmen von Schulpartnerschaften vom 14. März 2016, die am 1. August 2016 in Kraft tritt.
Das Schulgesetz legt fest:
§ 110 - Sachkosten der äußeren Schulverwaltung
(…) (7) Das Land kann Zuschüsse für Veranstaltungen im Rahmen eines Schüleraustausches oder von Schulpartnerschaften gewähren.
Gruppenaustauschen von Schülerinnen und Schülern zwischen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern und Staaten Mittelosteuropas, Südosteuropas sowie Israel im Rahmen von Schulpartnerschaften können aus Landesmitteln gefördert werden. Näheres regelt die Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Förderung von projektorientierten Begegnungen vom 14. März 2016.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt nach Maßgabe dieser Verwaltungsvorschrift und des § 44 der Landeshaushaltsordnung Mecklenburg-Vorpommern einschließlich der dazugehörigen Verwaltungsvorschriften Zuwendungen für projektorientierte gegenseitige Begegnungen (Gruppenaustausche) von Schülerinnen und Schülern aus Mecklenburg-Vorpommern mit Schülerinnen und Schülern aus den Staaten Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Estland, Georgien, Kosovo, Kroatien, Lettland, Litauen, Mazedonien, Moldawien, Montenegro, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine, Ungarn und Weißrussland sowie Israel im Rahmen bestehender Schulpartnerschaften. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Vielmehr entscheidet die Bewilligungsbehörde aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.
Schüleraustausche sollen den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich ein aktuelles Bild vom jeweils anderen Land zu machen, durch Begegnungen interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und diese in den Unterricht und in eigene Aktivitäten einfließen zu lassen.
Zuwendungsempfänger sind allgemein bildende und berufliche Schulen in Mecklenburg-Vorpommern.
Der Schüleraustausch muss Bestandteil der Schuljahresfahrtenplanung sein, um sicher zu stellen, dass eine sinnvolle Einbindung des Austausches in den Unterricht und in extracurriculare Aktivitäten erfolgt und dass die Reisekosten für die begleitenden Lehrkräfte zur Verfügung stehen. Dem Förderantrag (Anlage 1 oder 1a) soll ein zwischen den Partnerschulen abgestimmtes Austauschkonzept (Anlage 1b) zugrunde liegen. Die Langfristigkeit und Gegenseitigkeit der Austausche muss gewährleistet sein.
Schulfahrten ins Ausland sind für Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 8 zulässig. Eine Gruppe soll aus mindestens zehn Schülerinnen und Schülern bestehen. Die Dauer des Austausches soll mindestens fünf Präsenztage (ohne An- und Abreise) betragen. Die Unterbringung soll in Gastfamilien erfolgen. In begründeten Fällen können durch die bewilligende Behörde Ausnahmen zugelassen werden.“
Auf den Webseiten der Landesregierung heißt es außerdem:
Bei der Antragstellung ist darauf zu achten, dass die Schule selbst, nicht der Schulträger, den Antrag stellt. (…) Gewährt werden Zuschüsse zu den Fahrtkosten der deutschen Schülerinnen und Schüler ins Ausland sowie zu den Programmkosten während des Aufenthalts der ausländischen Jugendlichen an der deutschen Schule.
Abteilung 2, Werderstraße 124, 19055 Schwerin
Norbert Frank, Telefon: 0385-588-7720
Informationen zum Schüler*innenaustausch und Auslandsjahr auf dem Bildungsserver Mecklenburg-Vorpommern
Zuschüsse für den individuellen Schüler*innenaustausch aus Landesmitteln konnten nicht ermittelt werden.
Telefon: 0385-588-0, Fax: 0385-588-7082
Maßnahmen Internationaler Jugendarbeit können durch das Kinder- und Jugendförderungsgesetz gefördert werden.
§ 2 Kinder- und Jugendarbeit
(4) Zu den Schwerpunkten der Kinder- und Jugendarbeit gehören
Kinder- und Jugenderholung sowie Angebote der Feriengestaltung,
aufsuchende und zielgruppenorientierte Jugendarbeit,
die Bereitstellung besonderer Angebote für Kinder.
Ministerium für Soziales Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 2 Jugend und Familie
Svea Schünemann, Telefon: 0385-588-9210
Eine Förderung der Internationalen Jugendarbeit ist in der Richtlinie zur Förderung der internationalen Jugendarbeit (LJP - 4) festgelegt.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt gemäß § 82 SGB VIII sowie nach § 2 des Kinder-und Jugendförderungsgesetzes Mecklenburg-Vorpommern (KJfG), nach Maßgabe dieser Richtlinie und den Verwaltungsvorschriften zu § 44 Abs. 1 Landeshaushaltsordnung Mecklenburg-Vorpommern (LHO) Zuwendungen für internationale Jugendarbeit. Ein Anspruch des Antragstellers auf die Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Vielmehr entscheidet die Bewilligungsbehörde nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.
Das Land fördert im Rahmen der internationalen Jugendarbeit den Jugend- und Fachkräfteaustausch, soweit er nicht durch das Deutsch-Französische Jugendwerk, das Deutsch-Polnische Jugendwerk, durch den Kinder- und Jugendplan des Bundes oder durch EU-Programme wie „Jugend für Europa“ gefördert wird. Ausnahmen bilden Programme auf der Grundlage zwischenstaatlicher Ressortvereinbarungen zur jugendpolitischen Zusammenarbeit. Besondere Schwerpunkte der internationalen Jugendarbeit sind die Zusammenarbeit mit den Staaten der Europäischen Union und den Ostseeanrainerstaaten sowie Projekte und Maßnahmen, die geeignet sind gegen Fremdenfeindlichkeit zu wirken und für Toleranz zu werben.“
Abteilung 2 Förderangelegenheiten
Dezernat 203 Zuwendungen Jugend und Familie
Kurt Laukat, Telefon: 0395-38059-620
Das Schulgesetz Mecklenburg-Vorpommern regelt die Zusammenarbeit zwischen Schule und den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe im Rahmen von kooperativen Erziehungs- und Bildungsangeboten sowie der Öffnung der Schule nach außen.
§ 59a Kooperative Erziehungs- und Bildungsangebote
(1) Im Einvernehmen mit den örtlichen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe können an Schulen kooperative Erziehungs- und Bildungsangebote eingerichtet werden, die zusätzlich Leistungen der Jugendhilfe umfassen. Die Zusammenarbeit bedarf einer Vereinbarung zwischen der Schule, wobei dort ein Beschluss der Schulkonferenz erforderlich ist, dem Schulträger und dem Träger der Jugendhilfe. (…)
§ 40 Öffnung der Schule
(1) Die Öffnung der Schulen gegenüber ihrem gesellschaftlichen Umfeld ist zu fördern. Sie kann durch Zusammenarbeit der Schule mit anderen Schulen, mit außerschulischen Einrichtungen, Betrieben, Vereinen, Trägern der Jugendhilfe und Institutionen geschehen. Berufliche Schulen sollen insbesondere mit Trägern der beruflichen Weiterbildung in der Region zusammenarbeiten.
Referat 210 - Schulentwicklungsplanung allgemein bildende Schulen, Schulbau:
Volker Podewski, Telefon: 0385-588-7710
Das Jugendförderungsgesetz enthält keinen Hinweis auf Finanzierungsmöglichkeiten für Kooperationen der Kinder- und Jugendarbeit mit Schulen.
Es gibt Empfehlungen zur Ausgestaltung der Zusammenarbeit im Bereich der Schulsozialarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule in Mecklenburg-Vorpommern ab 2015.
Referatsleiter 200 (Jugendhilfe, Jugendarbeit, Kinder- und Jugendschutz, Rechtsangelegenheiten)
Dr. Lars Schulhoff, Telefon: 0385-588-9200