Source: http://www.anwalt24.de/urteile/bgh/2011-11-30/iii-zb-54_11
Timestamp: 2017-02-28 16:06:55
Document Index: 137827634

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BGH, 30.11.2011 - III ZB 54/11 - Statthaftigkeit einer "außerordentlichen" Beschwerde wegen angeblicher "greifbarer Gesetzeswidrigkeit" bzgl. eines Kostenfestsetzungsbeschlusses | Urteile auf anwalt24.de
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BGH, 30.11.2011 - III ZB 54/11 - Statthaftigkeit einer "außerordentlichen" Beschwerde wegen angeblicher "greifbarer Gesetzeswidrigkeit" bzgl. eines Kostenfestsetzungsbeschlusses
BundesgerichtshofBeschl. v. 30.11.2011, Az.: III ZB 54/11Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 30.11.2011Referenz: JurionRS 2011, 29688Aktenzeichen: III ZB 54/11 Verfahrensgang:vorgehend:AG Ribnitz-Damgarten - 28.07.2011 - AZ: 1 C 35/10LG Stralsund - 24.08.2011 - AZ: 2 T 198/11Rechtsgrundlage:§ 574 Abs. 1 S. 1 ZPOFundstelle:GuT 2011, 403Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 30. November 2011 durch den Vizepräsidenten Schlick sowie die Richter Dörr, Wöstmann, Seiters und Trombrink beschlossen: Tenor:Die "außerordentliche" Beschwerde des Beklagten gegen den Beschluss des Landgerichts Stralsund vom 24. August 2011 (2 T 198/11), mit dem seine sofortige Beschwerde gegen den Kostenfestsetzungsbeschluss des Amtsgerichts Ribnitz-Damgarten vom 28. Juli 2011 (1 C 35/10) - in Verbindung mit dem Nichtabhilfebeschluss vom 18. August 2011 - zurückgewiesen worden ist, wird auf seine Kosten verworfen. Wert des Beschwerdegegenstands: 773,21 € Gründe1 Eine "außerordentliche" Beschwerde wegen (angeblicher) "greifbarer Gesetzeswidrigkeit" ist nach der Neuregelung des Beschwerderechts durch das Zivilprozessreformgesetz nicht mehr statthaft; der Bundesgerichtshof kann ausschließlich in den Fällen des § 574 Abs. 1 ZPO angerufen werden (vgl. nur BGH, Beschluss vom 7. März 2002 - IX ZB 11/02, BGHZ 150, 133, 135 ff; Senat, Beschluss vom 4. März 2010 - III ZB 11/10, [...] Rn. 1). Würde man die "außerordentliche" Beschwerde als Rechtsbeschwerde im Sinne des § 574 Abs. 1 ZPO behandeln, wäre sie ebenfalls nicht statthaft. Nach § 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO ist die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof nur gegeben, wenn dies im Gesetz bezüglich des angefochtenen Beschlusses ausdrücklich bestimmt ist oder wenn das Beschwerdegericht, das Berufungsgericht oder das Oberlandesgericht im ersten Rechtszug die Rechtsbeschwerde zugelassen hat. Diese Voraussetzungen liegen hier nicht vor. Mit der - im Übrigen vom Beschwerdeführer persönlich und nicht durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegten - Rechtsbeschwerde kann auch nicht geltend gemacht werden, dass die Vorinstanz die Rechtsbeschwerde hätte zulassen müssen (vgl. nur BGH, Beschluss vom 8. November 2004 - II ZB 24/03, NJW-RR 2005, 294 f). Schlick Dörr Wöstmann Seiters Tombrink Hinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.
Zitierungen dieses DokumentsUrteileBGH, 06.02.2014 - IX ZB 109/12 - Berichtigung eines Beschlusses bei versehentlicher Nichtaufnahme der Zulassung einer RechtsbeschwerdeBGH, 06.02.2014 - IX ZB 113/12 - Verwirkung der Vergütung eines InsolvenzverwaltersBGH, 06.02.2014 - IX ZB 114/12 - Zulassung der Rechtsbeschwerde durch Berichtigung des zugrundeliegenden BeschlussesBGH, 06.02.2014 - IX ZB 110/12 - Zulassung der Rechtsbeschwerde durch Berichtigung des zugrundeliegenden Beschlusses
BGH, 30.11.2011