Source: http://michaelbertling.de/disziplinarrecht/mv/ldg83f.htm
Timestamp: 2017-03-26 05:22:36
Document Index: 113472917

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 83', '§ 83', '§ 84', '§ 37', '§ 36', '§ 20', '§ 38']

Beamte auf Probe und auf Widerruf im Disziplinarrecht Mecklenburg-Vorpommern
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Disziplinarrecht in Mecklenburg-Vorpommern: Disziplinarmaßnahmen bei Beamten auf Probe und auf Widerruf
Der Status der Beamten auf Probe und auf Widerruf ist auch in Mecklenburg-Vorpommern weniger gefestigt als der des Beamten auf Lebenszeit.
Bei Beamten auf Probe und auf Widerruf kommt nach einem Dienstvergehen (wie auch aus anderen, beamtenrechtlichen Gründen) die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis durch entsprechenden Verwaltungsakt in Betracht und es bedarf nicht der Durchführung eines gerichtlichen Disziplinarverfahrens.Beamte auf Lebenszeit können demgegenüber nur durch das Gericht aus dem Beamtenverhältnis entfernt werden.
Hat eine Verfehlung nur geringes Gewicht, so wird gegen den Beamten nach Durchführung der Ermittlungen ein Verweis oder eine Geldbuße verhängt, sofern ein Dienstvergehen erwiesen ist und eine Einstellung des Verfahrens nicht in Betracht kommt.
Bei schwereren Verfehlungen wird seine Entlassung (nach Beamtenrecht) verfügt werden.
Das Disziplinargesetz regelt dies wie folgt:
Die zulässigen Disziplinarmaßnahmen gegen Landesbeamte in Mecklenburg-Vorpommern, sofern sie noch Beamter auf Widerruf oder Beamter auf Probe sind:
§ 7 LDG M-V: Arten der Disziplinarmaßnahmen; Zulässigkeit; Vollstreckung ...
(4) Für Beamte auf Probe und Beamte auf Widerruf gelten die besonderen Bestimmungen der §§ 83 und 84 Landesdisziplinargesetz.
§ 83 LDG M-V: Zulässige Disziplinarmaßnahmen
Bei Beamten auf Probe oder auf Widerruf sind nur Verweis und Geldbuße zulässig.
§ 84 LDG M-V: Entlassungsverfahren; Ermittlungen
(1) Ein Beamter auf Probe kann nach § 37 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Landesbeamtengesetzes nur entlassen werden, nachdem die für die Erhebung der Disziplinarklage zuständige Behörde (§ 36 Abs. 2) nach den Bestimmungen dieses Gesetzes Ermittlungen durchgeführt hat.
(2) Ein Beamter auf Probe kann die Durchführung von Ermittlungen nach Absatz 1 beantragen, um sich von dem Verdacht eines Dienstvergehens zu entlasten. § 20 gilt entsprechend.
(3) Bei einem Beamten auf Widerruf, der wegen eines Dienstvergehens entlassen werden soll ( § 38 des Landesbeamtengesetzes) oder der sich von dem Verdacht eines Dienstvergehens entlasten will, gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend.