Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NVwZ-RR%202012,%20457
Timestamp: 2019-12-06 12:33:16
Document Index: 109859188

Matched Legal Cases: ['§ 41', '§ 58', '§ 3', '§ 70', '§ 41', '§ 41', '§ 47', '§ 47', '§ 47', '§ 58', '§ 58', '§ 58', '§ 70', '§ 70', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 58', '§ 70', '§ 55', '§ 58', '§ 3', '§ 58', '§ 151', '§ 70', '§ 81', '§ 55', '§ 3', '§ 70', '§ 55', '§ 81', '§ 169', '§ 2']

Rechtsprechung: NVwZ-RR 2012, 457 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: VG Gelsenkirchen, 12.03.2012
OVG Rheinland-Pfalz, 08.03.2012 - 1 A 11258/11.OVG
https://dejure.org/2012,4537
OVG Rheinland-Pfalz, 08.03.2012 - 1 A 11258/11.OVG (https://dejure.org/2012,4537)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 08.03.2012 - 1 A 11258/11.OVG (https://dejure.org/2012,4537)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 08. März 2012 - 1 A 11258/11.OVG (https://dejure.org/2012,4537)
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§ 41 Abs 1 StrG RP, § 58 Abs 2 VwGO, § 3a VwVfG, § 70 VwGO
Rechtsmittelbelehrung muss über Widerspruch auch im Wege der elektronischen Kommunikation belehren; Gebühr für wegerechtliche Sondernutzung
Unrichtigkeit einer Rechtsbehelfsbelehrung bei mangelndem Hinweis auf eine Einlegung des Widerspruchs in elektronischer Form
LStrG § 41,LStrG § 41 Abs 1,LStrG § 47,LStrG § 47 Abs 1,LStrG § 47 Abs 3,VwGO § 58,VwGO § 58 Abs 1,VwGO § 58 Abs 2,VwGO § 70,VwGO § 70 Abs 1,VwVfG § 3a,VwVfG § 3a Abs 1,VwVfG § 3a Abs 2
Antragsbedürftiger Verwaltungsakt, elektronische Kommunikation, elektronische Signatur, fehlerhafte Rechtsbehelfsbelehrung, Gebühr, Gebührensatzung, Gemeingebrauch, Jahresfrist, Kommunikation, qualifizierte elektronische Signatur, Rechtsbehelfsbelehrung, Satzung, ...
VwVfG § 3a; VwGO § 58 Abs. 2; VwGO § 70 Abs. 1
NVwZ-RR 2012, 457
DVBl 2012, 659
DÖV 2012, 571
Das Oberverwaltungsgericht Koblenz führt zur Begründung dieser Auffassung aus, dass nach dem allgemeinen Sprachgebrauch der Terminus "schriftlich" die Erstellung eines tatsächlich existierenden Dokumentes meine und die elektronische Form demnach nach dem objektiven Empfängerhorizont eine eigenständige dritte Form neben der schriftlichen und mündlichen (zur Niederschrift) Einlegung des Rechtsbehelfs darstelle (OVG Koblenz, Urt. v. 08.03.2012 - 1 A 11258/11 -, Rn. 27;… vgl. dazu auch OVG Magdeburg, Urt. v. 14.10.2014 - 1 L 99/13 -, Rn. 33, beide juris;… Löbner, SGb 2013, S. 267 (269)).
Zudem handele es sich um einen den seit jeher bekannten Formen der Rechtsbehelfseinlegung gleichgestellten Weg (vgl. ohne nähere Begründung OVG NRW…, Beschluss vom 11.7.2013 - 19 B 406/13 - juris Rn. 19; OVG RP, Urteil vom 8.3.2012 - 1 A 11258/11 - juris Rn. 29 - 32; mit sehr knapper Begründung OVG LSA…, Urteil vom 24.11.2010 - 4 L 115/09 - juris Rn. 37 - 39;… OVG Berl.-Bbg., Beschluss vom 2.2.2011 - OVG 2 N 10.10 - juris Rn. 3 …und Beschluss vom 3.5.2010 - OVG 2 S 106.09 - juris Rn. 6 - 7).
Fehlerhaft ist sie allerdings deshalb, weil sie lediglich darauf hinweist, dass die Klage schriftlich oder zur Niederschrift des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle zu erheben ist, ohne auf die durch § 55a VwGO i. V. m. der Verordnung über den elektronischen Rechtsverkehr bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften des Landes Sachsen-Anhalt vom 1. Oktober 2007 eröffnete Möglichkeit der Übermittlung elektronischer Dokumente und damit auch der elektronischen Klageerhebung hinzuweisen (…vgl. OVG LSA, Urt. v. 24.11.2010 - 4 L 115/09 -, juris; OVG Koblenz, Urt. v. 08.03.2012 - 1 A 11258/11 -, juris).
Antrag auf Feststellung der aufschiebenden Wirkung eines Widerspruchs; Umfang der …
Dabei muss der Senat nicht abschließend beurteilen, ob ein solcher Mangel zur Unrichtigkeit der Rechtsbehelfsbelehrung im Sinne von § 58 Abs. 2 VwGO führt (bejahend etwa: OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 08.03.2012 - 1 A 11258/11 -, juris; verneinend etwa: OVG Bremen, Beschluss vom 25.08.2015 - 2 LB 283/14 -, juris).
Dabei muss der Einzelrichter nicht abschließend beurteilen, ob ein fehlender Hinweis, dass der Widerspruch auch im Wege der elektronischen Kommunikation gemäß § 3a LVwVfG eingelegt werden kann, zur Unrichtigkeit der Rechtsbehelfsbelehrung im Sinne von § 58 Abs. 2 VwGO führt (bejahend etwa: OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 08.03.2012 - 1 A 11258/11 -, juris; verneinend etwa: OVG Bremen, Beschluss vom 25.08.2015 - 2 LB 283/14 -, juris).
Deshalb wäre es nicht sachgerecht, lediglich auf § 151 Abs. 1 SGG abzustellen, ohne dabei zu berücksichtigen, dass an anderer Stelle im Gesetz eigenständige Regelungen bezüglich der elektronischen Kommunikation bestehen (vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 8. März 2012, 1 A 11258/11, juris Rn. 29 m.w.N.).
Ihm blieben bei einer derartigen Fassung der Rechtsbehelfsbelehrung daneben die seit alters her bekannten Wege offen, den Rechtsbehelf einzulegen (vgl. OVG Rheinland-Pfalz, U. v. 08.03.2012, a. a. O.;… VG Trier, U. v. 22.09.2009, a. a. O.).
Ihm blieben bei einer derartigen Fassung der Rechtsbehelfsbelehrung daneben die seit alters her bekannten Wege offen, den Rechtsbehelf einzulegen (OVG Rheinland-Pfalz, Urt. vom 08.03.2012, a. a. O.; vgl. auch: VG Trier…, Urt. vom 22.09.2009, a. a. O.).
Keine Bedeutung misst der Senat dabei dem Umstand bei, dass der Gesetzgeber in § 70 Abs. 1 Satz 1 VwGO und in § 81 Abs. 1 VwGO die elektronische Kommunikation als mögliche zulässige Form nicht erwähnt hat (vgl. dazu VG Neustadt…, Urt. vom 22.09.2011, a. a. O.), denn die Möglichkeit der elektronischen Kommunikation hat der Gesetzgeber eigenständig in § 55a VwGO, § 3a VwVfG geregelt, so dass nicht allein die §§ 70 Abs. 1 VwGO, 81 Abs. 1 VwGO in den Blick zu nehmen sind (vgl. OVG Rheinland-Pfalz, Urt. vom 08.03.2012, a. a. O.; Hess. LSG…, Urt. vom 13.04.2012, a. a. O.).
Eine Rechtsbehelfsbelehrung, die - wie hier - trotz der Eröffnung des elektronischen Rechtsverkehrs nach § 55a VwGO lediglich auf die Rechtsmitteleinlegung in schriftlicher Form oder zur Niederschrift des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle (§ 81 Abs. 1 VwGO) verweist, ist unvollständig und deshalb irreführend, weil sie geeignet ist, den Eindruck zu erwecken, die Nutzung des elektronischen Rechtsverkehrs sei ausgeschlossen ( vgl.: OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 8. März 2012 - 1 A 11258/11 -, NVwZ-RR 2012, 457; Beschluss vom 26. Januar 2012 - 10 A 11293/11 -, juris; OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 2. Februar 2011 - 2 N 10.10 - und Beschluss vom 22. April 2010 - 2 S 12.10 -, jeweils juris ).
OVG Sachsen-Anhalt, 15.10.2019 - 2 L 136/18
Straßenrechtliche Anordnung zur Beseitigung von Pflanzungen und Einbauten
VG Gelsenkirchen, 12.03.2012 - 15 M 7/12
https://dejure.org/2012,4984
VG Gelsenkirchen, 12.03.2012 - 15 M 7/12 (https://dejure.org/2012,4984)
VG Gelsenkirchen, Entscheidung vom 12.03.2012 - 15 M 7/12 (https://dejure.org/2012,4984)
VG Gelsenkirchen, Entscheidung vom 12. März 2012 - 15 M 7/12 (https://dejure.org/2012,4984)
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Vollstreckung; Geldforderung; Behörde; Gerichtsvollzieher; Stadtkasse; Vollstreckungshelfer; Vollstreckungsbehörde; Eigenvollstreckung; Fremdvollstreckung
VwGO § 169; VwVG NRW § 2 Abs 1 Nr 2
Möglichkeit der Beauftragung der Stadtkasse als Vollstreckungsbehörde bei der Vollstreckung einer Geldforderung einer Behörde bzw. Kommune
VG Potsdam, 18.06.2015 - 8 M 15/13
Ob die beantragte Beauftragung gerade der Vollstreckungsgläubigerin selber überhaupt zulässig wäre, bedarf keiner abschließenden Entscheidung (ablehnend VGH Mannheim…, Beschluss vom 20. Dezember 1991 - 9 S 2886/91 -, a.a.O.; VG Gelsenkirchen, Beschluss vom 12. März 2012 - 15 M 7/12 -, juris).