Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202005,%201273
Timestamp: 2019-07-16 23:44:16
Document Index: 158958976

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 1031', 'Art. 13', 'EuG', '§ 13', '§ 14', '§ 13', '§ 14', '§ 1031', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 13', '§ 42', '§ 13', 'BGH', 'BGH', '§ 310', '§ 310', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 5', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1059', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 788', '§ 19', '§ 11', '§ 19', 'BGH', 'BGH', '§ 19', 'BGH', '§ 11', 'BGH', 'BGH', '§ 788', 'BGH', '§ 104', '§ 788', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 2005, 1273 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 15.02.2005
https://dejure.org/2005,274
BGH, 24.02.2005 - III ZB 36/04 (https://dejure.org/2005,274)
BGH, Entscheidung vom 24.02.2005 - III ZB 36/04 (https://dejure.org/2005,274)
BGH, Entscheidung vom 24. Februar 2005 - III ZB 36/04 (https://dejure.org/2005,274)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2005,274) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGB §§ 13, 14; ZPO § 1031 Abs. 5 Satz 1
Unternehmereigenschaft eines Existenzgründers
Existenzgründer ist kein Verbraucher mehr
Zulässigkeit des schiedsrichterlichen Verfahrens; Begriff des Verbrauchers; Begriff des Unternehmers; Begriff der Existenzgründung; Existenzgründer als Verbraucher; Abgrenzung von Verbraucherhandeln und Unternehmerhandeln; Geschäft im Zuge der Aufnahme einer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit
Unternehmer- statt Verbraucherhandeln bereits bei der Existenzgründung dienendem Geschäft
Unternehmereigenschaft schon bei Existenzgründungsgeschäften?
Zur Unternehmereigenschaft des Franchisenehmers als Existenzgründer
Art. 13 EuGVÜ
Begriff des Verbrauchers - Geschäfte zur Vorbereitung einer zukünftigen unternehmerischen Tätigkeit
Schiedsvereinbarung: - Zustandekommen/Formwirksamkeit, Verbraucher sonstige Gerichtsverfahren: - Verfahrensgegenstand, Rechtsbeschwerde gegen Entscheidungen, Feststellung Unzulässigkeit des Schiedsverfahrens
Zur Frage, ob eine Partei einen Schiedsvertrag als Unternehmer oder als Verbraucher geschlossen hat
Verbraucher- und Unternehmerbegriff (§§ 13, 14 BGB): "Existenzgründergeschäfte" als "gewerbliche oder selbständige berufliche Tätigkeit" i.S.v. § 14 BGB
BGB § 13 § 14; ZPO § 1031 Abs. 5 S. 1
Wirksamkeit einer Schiedsvereinbarung; Aufnahme einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit
Existenzgründer ist Unternehmer bei Mietvertragsabschluss
Unternehmer- und nicht Verbraucherhandeln liegt auch bei Existenzgründern vor
Unternehmer- statt Verbraucherhandeln bereits bei erst der Existenzgründung dienendem Geschäft
Angehende Frauenärztin steigt in Gemeinschaftspraxis ein - Auch bei der Existenzgründung gilt sie schon als Unternehmerin
Sachmängelhaftung - Der Existenzgründer im Autokaufrecht
Schiedsgerichtsklausel; Behandlung der Existenzgründer als Verbraucher oder Unternehmer
Verbraucher oder Unternehmer? (IBR 2005, 1156)
Zusammenfassung von "Unternehmereigenschaft von Existenzgründern" von RA Dr. Eckhard Flohr, original erschienen in: ZAP 2005, 653 - 654.
OLG Düsseldorf, 04.05.2004 - 26 Sch 5/04
BGHZ 162, 253
NJW 2005, 1273
ZIP 2005, 622
MDR 2005, 796
DNotZ 2005, 680
EuZW 2005, 544 (Ls.)
NZM 2005, 342
SchiedsVZ 2005, 157
WM 2005, 755
DB 2005, 1375
K&R 2005, 326
JR 2006, 31
Für die Abgrenzung zwischen Verbraucher- und Unternehmerhandeln ist grundsätzlich die objektiv zu bestimmende Zweckrichtung des Rechtsgeschäfts entscheidend (BGH, Beschluss vom 24. Februar 2005 - III ZB 36/04, BGHZ 162, 253, 256 f.;… Urteile vom 15. November 2007 - III ZR 295/06, NJW 2008, 435 Rn. 6 f.;… vom 27. September 2017 - VIII ZR 271/16, aaO).
Zwar könnte auch der erstmalige oder einmalige Abschluss eines entsprechenden Rechtsgeschäfts nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalls auf ein (zukünftiges) unternehmerisches Handeln ausgerichtet sein (vgl. etwa zur Unternehmereigenschaft von sogenannten Existenzgründern: BGH, Beschluss vom 24. Februar 2005 - III ZB 36/04, aaO;… Urteil vom 15. November 2007 - III ZR 295/06, aaO).
Der Wortlaut des § 13 BGB lässt allerdings nicht erkennen, ob für die Abgrenzung von Verbraucher- und Unternehmerhandeln allein objektiv auf den von der handelnden Person verfolgten Zweck abzustellen ist (…so Münch-KommBGB/Micklitz, 5. Aufl., § 13 Rdnr. 35;… PWW/Prütting, BGB, 4. Aufl., § 13 Rdnr. 9;… Jauernig/Jauernig, BGB, 13. Aufl., § 13 Rdnr. 3;… Schmidt-Räntsch in: Bamberger/Roth, BGB, 2. Aufl. § 13 Rdnr. 9), wie die Revision unter Hinweis auf zwei Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGHZ 162, 253 ff.; BGH, Urteil vom 15. November 2007 - III ZR 295/06, NJW 2008, 435) meint, oder ob es - wie das Berufungsgericht annimmt - für die Zurechnung des Handelns auf die dem Vertragspartner erkennbaren Umstände ankommt (…so auch Palandt/Ellenberger, BGB, 68. Aufl., § 13 Rdnr. 4;… AnwK-BGB/Ring, § 13 Rdnr. 30;… Larenz/Wolf, Allgemeiner Teil des Bürgerlichen Rechts, 9. Aufl., § 42 Rdnr. 41; vgl. auch K.Schmidt, JuS 2006, 1, 8;… wohl auch Staudinger/Weick, BGB (2004), § 13 Rdnr. 42, 64).
Zur Abgrenzung von Unternehmer- und Verbraucherhandeln und zu einer Haustürsituation bei einem Rechtsgeschäft, das der Vorbereitung einer Existenzgründung dient (Fortführung der Grundsätze des Senatsbeschlusses BGHZ 162, 253).
Zwar hat der Senat entschieden, dass Unternehmer- und nicht Verbraucherhandeln schon dann vorliegt, wenn das betreffende Geschäft im Zuge der Aufnahme einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit (sogenannte Existenzgründung) geschlossen wird (Senatsbeschluss BGHZ 162, 253, 256 f).
Er ist deshalb nicht als Verbrauchervertrag im Sinne von § 310 Abs. 3 Satz 1 BGB, sondern als Unternehmervertrag im Sinne von § 310 Abs. 1 Satz 1 in der hier noch maßgeblichen bis zum 27. Juli 2014 geltenden Fassung anzusehen (vgl. BGH, Beschluss vom 24. Februar 2005 - III ZB 36/04, BGHZ 162, 253, 256 f. …und Urteil vom 15. November 2007 - III ZR 295/06, NJW 2008, 435 Rn. 6).
Der Wortlaut des § 13 BGB lässt allerdings nicht erkennen, ob für die Abgrenzung von Verbraucher- und Unternehmerhandeln allein objektiv auf den von der handelnden Person verfolgten Zweck abzustellen ist, oder ob es auf die dem Vertragspartner erkennbaren Umstände ankommt (BGH, Urteil vom 22. Dezember 2004 - VIII ZR 91/04, NJW 2005, 1045;… BGH, NJW 2009, 3780 Rn. 8; zum Meinungsstand vgl. BGH, Beschluss vom 24. Februar 2005 - III ZB 36/04, BGHZ 162, 253, 257;… Urteil vom 15. November 2007 - III ZR 295/06, NJW 2008, 435 Rn. 6 f.;… Bamberger/Roth, Beck'scher Online-Kommentar BGB, 41. Edition, § 13 Rn. 9;… Erman/Saenger, BGB, 14. Aufl., § 13 Rn. 19;… MünchKomm.BGB/Micklitz/Purnhagen, 7. Aufl., § 13 Rn. 45;… Palandt/Ellenberger, BGB, 76. Aufl., § 13 Rn. 4;… Staudinger/Kannowski, BGB [2013], § 13 Rn. 42; Böttcher, EWiR 2010, 107, 108).
Unternehmer- und nicht Verbraucherhandeln liegt allerdings vor, wenn das maßgebliche Geschäft im Zuge der Aufnahme einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit (sogenannte Existenzgründung) geschlossen wird (BGH, Beschluss vom 24. Februar 2005 - III ZB 36/04, BGHZ 162, 253, 256 mwN;… Palandt/Ellenberger aaO;… Erman/Saenger, BGB, 12. Aufl., § 13 Rn. 16;… aA Micklitz, aaO, Rn. 54).
Zum hier maßgeblichen Zeitpunkt des Vertragsabschlusses am 03.08.2001 wurden Darlehensnehmer auch dann als Verbraucher im Sinne des damaligen § 5 Abs. 1 VerbKrG angesehen, wenn der ihnen gewährte Kredit für den Aufbau einer neuen gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit (sog. Existenzgründung) vorgesehen war (vgl. nur: BGH, 8. Zivilsenat, Urteil vom 22.12.1999, XIII ZR 124/99, WM 2000, 429 ff., zitiert nach juris;… Münchener Kommentar zum BGB, Ullmer, 3. Aufl., Rz. 25, 26 zu § 1 VerbKrG), eine hiervon abweichende Auffassung hat der 3. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs dann erst mit Urteil vom 24.02.2005 (III ZB 36/04, BGHZ 162, 253 ff., zitiert nach juris) vertreten.
Abgrenzung von privater und gewerblich-berufsmäßig betriebener …
Es kommt entscheidend darauf an, ob das Verhalten dem privaten Bereich (dann Verbraucher) oder dem gewerblich beruflichen Bereich (dann Unternehmer) zuzuordnen ist (vgl. BGH, Beschl. v. 24.02.2005, III ZB 36/04, NJW 2005, 1273;… Urt. v. 15.11.2007, III ZR 295/06, NJW 2008, 435;… BAG, Urt. v. 12.12.2013, 8 AZR 829/12, NJW 2014, 2138;… OLG Karlsruhe, Urt. v. 06.10.2011, 9 U 8/11, NJW-RR 2012, 289).
In dieser Entscheidung knüpft der BGH ebenso wie in den bereits zitierten Urteilen vom 24.02.2005 (a.a.O.) und vom 15.11.2007 (…a.a.O.) an den objektiven Zweck des zu beurteilenden Rechtsgeschäftes an (…BGH, Urt. v. 30.09.2009, a.a.O., Rn. 7, 8).
Maßgeblich ist bei dieser objektiven Betrachtungsweise, ob und inwieweit sich für den Verkäufer aus den Umständen und Erklärungen des Käufers bei Vertragsabschluss ergab, dass dieser einerseits als Verbraucher oder andererseits als Unternehmer auftreten wollte (vgl. BGH, NJW 2005, 1273, 1274; KG…, Beschluss vom 31.01.2011 - 8 U 107/10 -, Rdnr. 4, zitiert nach Juris).
OLG Celle, 04.04.2007 - 7 U 193/06
Qualifizierung eines Käufers als Verbraucher beim Verbrauchsgüterkauf mit dual …
OLG Rostock, 05.07.2005 - 3 U 191/04
OLG Düsseldorf, 06.12.2007 - 10 U 138/06
Beweistkraft einer notariellen Urkunde; Sittenwidrigkeit der Übernahme einer …
OLG Brandenburg, 22.11.2006 - 4 U 84/06
Finanzierter Autokauf: Anwendbarkeit der Vorschriften über …
BGH, 05.07.2005 - VIII ZR 25/05
Haustürgeschäft: Unternehmer- bzw. Verbrauchereigenschaft im Zusammenhang mit der …
OLG Frankfurt, 18.02.2013 - 26 SchH 4/12
Schiedsgericht: Zum Vorliegen eines isolierten Aufhebungsantrags nach § 1059 ZPO
OLG München, 23.05.2007 - 34 SchH 1/07
Voraussetzungen für die Bestellung eines zweiten beisitzenden Schiedsrichters im …
AG Einbeck, 12.07.2005 - 2 C 137/05
Rechtsanwaltsgebühr: Gebühr für Erstberatung in erbrechtlichen Angelegenheiten
BGH, 15.02.2005 - X ARZ 409/04
https://dejure.org/2005,1666
BGH, 15.02.2005 - X ARZ 409/04 (https://dejure.org/2005,1666)
BGH, Entscheidung vom 15.02.2005 - X ARZ 409/04 (https://dejure.org/2005,1666)
BGH, Entscheidung vom 15. Februar 2005 - X ARZ 409/04 (https://dejure.org/2005,1666)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2005,1666) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
ZPO § 788 Abs. 2; BRAGO § 19 Abs. 1
Zuständigkeit für die vereinfachte Festsetzung von Kosten anwaltlicher Tätigkeit im Vollsteckungsverfahren
Vereinfachte Festsetzung der Kosten anwaltlicher Tätigkeit in Vollstreckungsverfahren
Vollstreckungskosten - Zuständiges Gericht nach § 11 RVG/§ 19 BRAGO
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 15.2.2005 (Zuständigkeit des Gerichts im Vergütungsfestsetzungsverfahren)" von Dipl.-Rpfl. Peter Mock, original erschienen in: AGS 2005, 208 - 209.
Kurznachricht zu "Beraterhinweis zum Beschluss des BGH vom 15.02.2005, Az.: X AZR 409/04 (Zuständigkeit für Festsetzung von Kosten im Verfahren nach § 19 BRAGO)" von Dipl.-Rpfl. Peter Mock, original erschienen in: RVG-B 2005, 123 - 124.
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 15.02.2005, X ARZ 409/04 (Zuständigkeit für Vollstreckungskostenfestsetzung gegen einen Mandanten)" von Dipl.-Rpfl. Ernst Riedel, original erschienen in: ProzRB 2005, 229 - 230.
FamRZ 2005, 883
Rpfleger 2005, 322
OLG Celle, 02.09.2015 - 4 AR 31/15
Vergütungsfestsetzungsantrag eines Rechtsanwalts im …
Für den Antrag eines Rechtsanwalts nach § 11 Abs. 1 Satz 1 RVG auf Festsetzung der Vergütung ist sachlich das Vollstreckungsgericht zuständig, soweit der Rechtsanwalt die in der Zwangsvollstreckung bei ihm entstandene Vergütung gegenüber dem eigenen Auftraggeber festsetzen lassen will (im Anschluss an BGH, Beschluss vom 15. Februar 2005 - X ARZ 409/04, juris Rn. 7).
Soweit es - wie vorliegend - darum geht, dass der Rechtsanwalt die in der Zwangsvollstreckung bei ihm entstandene Vergütung gegenüber dem eigenen Auftraggeber festsetzen lassen will, ist für die Festsetzung das Vollstreckungsgericht sachlich zuständig (vgl. BGH, Beschluss vom 15. Februar 2005 - X ARZ 409/04, juris Rn. 7).
OLG Stuttgart, 18.11.2004 - 8 AR 35/04
Kostenfestsetzungsverfahren gegen den eigenen Mandanten: Zuständiges Gericht bei …
Diese Zuständigkeit bleibt von § 788 Abs. 2 ZPO unberührt (Vorlage an BGH; Az. X ARZ 409/04).
LG Freiburg, 02.05.2012 - 3 T 25/12
Vergütungsfestsetzung für den Rechtsanwalt: Festsetzung der Kosten für eine …
Für den Anwendungsbereich der Vorschrift hat sich der Gesetzgeber ersichtlich an demjenigen der Vorschriften des § 104 ZPO über die Kostenfestsetzung gegen die unterlegene Partei orientiert, an deren Stelle im Fall der Zwangsvollstreckung § 788 ZPO tritt (vgl. dazu BGH, Beschluss vom 15. Februar 2005 - X ARZ 409/04 -, NJW 2005, S. 1273).