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Timestamp: 2016-10-22 16:19:21
Document Index: 338754780

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 43', 'Art. 43', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

N.________, geboren 1957, meldete sich am 24. Februar 2000 unter Hinweis auf unfallbedingte Beschwerden an der Halswirbels�ule (HWS) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau holte die Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) ein, welche Leistungen f�r den am 9. Februar 1999 erlittenen Verkehrsunfall (seitliche Kollision) mit HWS-Distorsion erbrachte. In der Folge liess sie den Versicherten interdisziplin�r durch Dr. med. B.________, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, spez. Rheumaerkrankungen, und Dr. med. M.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, untersuchen (Gutachten vom 27. August bzw. 17. September 2001). Nach Erlass eines Vorbescheides vom 20. Dezember 2001, mit welchem die IV-Stelle N.________ eine Viertelsrente in Aussicht stellte, veranlasste sie weitere Abkl�rungen durch Dr. med. B.________ (Gutachten vom 1. April 2004) und Dr. med. V.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie (Gutachten vom 27. Mai 2004). Mit Verf�gungen vom 30. Juni und vom 15. Juli 2005 sprach die IV-Stelle N.________ mit Wirkung ab 1. Februar 2000 bei einem Invalidit�tsgrad von 48% eine Viertelsrente (nebst Zusatzrente f�r die Ehefrau und vier bzw. drei Kinderrenten) zu. Auf Einsprache hin, mit welcher - namentlich aus psychischen Gr�nden - eine erheblich h�here als die von der IV-Stelle angenommene Arbeitsunf�higkeit (von 35%) geltend gemacht wurde, ordnete die IV-Stelle eine weitere Begutachtung durch Dr. med. M.________ an (Einspracheentscheid vom 12. Dezember 2005). Gest�tzt auf dessen Gutachten vom 6. Oktober 2006 stellte die IV-Stelle dem Versicherten erneut eine Viertelsrente in Aussicht (Vorbescheid vom 12. Februar 2007). Der Rechtsvertreter des Versicherten machte in der Folge geltend, dass dieser am 2. Dezember 2006 einen weiteren Unfall erlitten habe, und r�gte, dass er zu Unrecht wiederum durch Dr. med. M.________ begutachtet worden sei. Die IV-Stelle holte daraufhin ein Gutachten des Instituts X.________ vom 19. Februar 2008 ein und stellte dem Versicherten gest�tzt darauf mit Vorbescheid vom 23. Oktober 2008 in Aussicht, dass kein Rentenanspruch mehr bestehe und die Rente aufgehoben werde. Der Versicherte hatte sich zwischenzeitlich, am 26. Juni 2008, in psychiatrische Behandlung begeben und wurde vom 10. Dezember 2008 bis zum 13. M�rz 2009 in der Psychiatrischen Klinik Y.________ hospitalisiert (Berichte der Psychiatrischen Dienste Z.________ vom 27. M�rz 2009). Des Weiteren liess er sich neuropsychologisch durch Frau Dr. med. W.________, Neurologie FMH, untersuchen (Bericht vom 28. September 2009). Die IV-Stelle beauftragte deshalb erneut das Institut X.________ mit einer Abkl�rung (Gutachten vom 23. November 2009). Am 29. M�rz 2010 verf�gte sie, dass die Rente aufzuheben sei.
Nach Ank�ndigung einer in Betracht fallenden Schlechterstellung (reformatio in peius) wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 13. Oktober 2010 ab. Die angefochtene Verf�gung vom 29. M�rz 2010 wurde insoweit aufgehoben, als N.________ damit f�r den Zeitraum vom 1. Dezember 2008 bis zum 30. April 2010 eine Viertelsrente zugesprochen worden war, und es wurde festgestellt, dass seit dem 1. Februar 2000 kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestanden habe.
N.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag auf Zusprechung mindestens einer halben Invalidenrente, eventualiter sei die Sache zu weiteren medizinischen Abkl�rungen zur�ckzuweisen.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze zum Begriff der Invalidit�t (Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG), zum Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 IVG) sowie zur Rentenrevision (Art. 17 ATSG; BGE 133 V 108; 130 V 343; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 75 f.) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Nach den Feststellungen der Vorinstanz erf�llen die Gutachten des Instituts X.________ die f�r den Beweiswert von Arztberichten massgebenden Anforderungen in jeder Hinsicht (BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 ff.; 135 V 465, insb. E. 4.3 und 4.4 S. 468 ff.) und ist daher darauf abzustellen.
Dementsprechend sei der Beschwerdef�hrer in somatischer Hinsicht in der Arbeitsf�higkeit nicht eingeschr�nkt. Er leide an einer Schmerzverarbeitungsst�rung, wobei differentialdiagnostisch eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung diskutiert worden sei, und an einer rezidivierenden depressiven St�rung. Andere im Recht liegende medizinische Berichte seien insgesamt nicht geeignet, die Ergebnisse der Gutachten des Instituts X.________ in Zweifel zu ziehen. Das kantonale Gericht hat insbesondere erwogen, dass die Behandlung des beim Verkehrsunfall vom 9. Februar 1999 zugezogenen Schleudertraumas bei Ablauf der einj�hrigen Wartefrist gem�ss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG (in der bis am 31. Dezember 2007 g�ltig gewesenen Fassung) abgeschlossen gewesen sei und seither eine 100%ige Arbeits- und Leistungsf�higkeit f�r k�rperlich leichte bis mittelschwere T�tigkeiten bestanden habe. Hinsichtlich des psychischen Leidens sei eine Invalidisierung durch die diagnostizierte Schmerzverarbeitungsst�rung zu verneinen, da eine psychische Komorbidit�t von erheblicher Schwere, Intensit�t, Auspr�gung und Dauer (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50 f.) nicht angenommen werden k�nne und die von der Praxis alternativ zum Vorliegen einer psychischen Komorbidit�t umschriebenen Kriterien, welche eine ad�quate Schmerzbew�ltigung objektiv konstant und intensiv behindern k�nnen (vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.3 S. 354 f.; 131 V 49 E. 1.2 S. 50 f.), nicht erf�llt seien. Vielmehr h�tten die untersuchenden �rzte mehrfach eine erhebliche Aggravation dokumentiert, weshalb ein invalidisierender Gesundheitsschaden rechtsprechungsgem�ss zu verneinen sei (BGE 131 V 49 E. 1.2).
4.1 Beschwerdeweise wird im Wesentlichen das Gutachten des Instituts X.________ bem�ngelt.
4.2 Es wird zun�chst eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs geltend gemacht, indem sich die Vorinstanz nicht mit dem Bericht der psychiatrischen Klinik Y.________ vom 27. M�rz 2009 auseinandergesetzt habe; dem Versicherten sei dort eine 50%ige Arbeitsunf�higkeit attestiert worden.
4.3 Einen wesentlichen Bestandteil des in Art. 29 Abs. 2 BV verankerten Anspruchs auf rechtliches Geh�r bildet die Pflicht der Verwaltungsbeh�rden und der Sozialversicherungsgerichte, ihre Entscheide zu begr�nden. Die Begr�ndungspflicht soll verhindern, dass sich die Beh�rde von unsachlichen Motiven leiten l�sst, und der betroffenen Person erm�glichen, die Verf�gung oder den Gerichtsentscheid gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur m�glich, wenn sowohl die betroffene Person als auch die Rechtsmittelinstanz sich �ber die Tragweite des Entscheides ein Bild machen k�nnen. In diesem Sinn m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verf�gung bzw. ihr Urteil st�tzt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdr�cklich mit jeder tatbest�ndlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschr�nken (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102; 124 V 180 E. 1a S. 181; SVR 2001 IV Nr. 17 S. 49, I 582/99 E. 2a). Die Beh�rde darf sich aber nicht damit begn�gen, die von der betroffenen Person vorgebrachten Einw�nde tats�chlich zur Kenntnis zu nehmen und zu pr�fen; sie hat ihre �berlegungen der betroffenen Person gegen�ber auch namhaft zu machen und sich dabei ausdr�cklich mit den (entscheidwesentlichen) Einw�nden auseinanderzusetzen oder aber zumindest die Gr�nde anzugeben, weshalb sie bestimmte Gesichtspunkte nicht ber�cksichtigen kann (BGE 130 II 530 E. 4.3 S. 540; 124 V 180 E. 1a S. 181).
4.4 Rechtsprechungsgem�ss ist bei psychischen Beeintr�chtigungen zu pr�fen, ob eine seelische Abwegigkeit mit Krankheitswert besteht, welche die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen, beziehungsweise ob ein pathogenetisch (�tiologisch) unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensanstrengung �berwindbar ist (BGE 136 V 279 E. 3.2.2 S. 283 u. E. 3.3 S. 284; 132 V 65 E. 4.2.1 S. 70 f.; 131 V 49 E. 1.2 S. 50; 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; 130 V 396 E. 5.3.2 S. 398 f.). Anhaltende somatoforme Schmerzst�rungen fallen grunds�tzlich unter die psychischen Leiden mit Krankheitswert; sie sind aus rechtlicher Sicht Voraussetzung, nicht aber hinreichende Basis f�r die Annahme einer invalidisierenden Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit (BGE 130 V 352 E. 2.2.3 S. 353 f.).
Ob eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung oder ein vergleichbarer pathogenetisch (�tiologisch) unklarer syndromaler Zustand (u.a. eine Somatisierungsst�rung, Urteil 8C_696/2008 vom 3. Juni 2009 E. 8.2.2) vorliegt und bejahendenfalls, ob eine psychische Komorbidit�t oder weitere Umst�nde gegeben sind, welche die Schmerzbew�ltigung behindern, betrifft den Sachverhalt (SVR 2008 IV Nr. 23 S.71, I 683/06 E. 2.2). Rechtsfrage ist, ob eine festgestellte psychische Komorbidit�t hinreichend erheblich ist und ob einzelne oder mehrere der festgestellten weiteren Kriterien in gen�gender Intensit�t und Konstanz vorliegen, um gesamthaft den Schluss auf eine im Hinblick auf eine erwerbliche T�tigkeit nicht mit zumutbarer Willensanstrengung �berwindbare Schmerzst�rung und somit auf deren invalidisierenden Charakter zu gestatten (SVR 2008 IV Nr. 23 S. 71, I 683/06 E. 2.2).
4.5 Die Vorinstanz hat sich eingehend dazu ge�ussert, dass und weshalb ein invalidisierendes psychisches Leiden nicht vorliegt. Auch wenn sie sich zur Stellungnahme der Psychiatrischen Klinik Y.________, auf welche sich der Beschwerdef�hrer beruft, nicht ausdr�cklich ge�ussert hat, hat sie doch ihre �berlegungen genannt, von denen sie sich hat leiten lassen und auf welche sie ihren Entscheid st�tzt, was nach der erw�hnten Rechtsprechung hinreichend ist. Es liegt somit keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs vor.
4.6 Der Beschwerdef�hrer legt aber auch nicht dar, inwiefern die Vorinstanz eine psychische Komorbidit�t von erheblicher Schwere, Intensit�t, Auspr�gung und Dauer (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50 f.) und im Sinne eines verselbstst�ndigten Gesundheitsschadens (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 4.2), welcher unabh�ngig von der Schmerzverarbeitungsst�rung oder anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung auf die Unzumutbarkeit einer willentlichen Schmerz�berwindung schliessen liesse (vgl. BGE 130 V 352 E. 3.3.1 S. 358; Urteil 8C_930/2008 vom 28. April 2009 E. 3.2.2), rechtsfehlerhaft ausgeschlossen habe. Gleiches gilt in Bezug auf die von der Praxis alternativ zum Vorliegen einer psychischen Komorbidit�t umschriebenen Kriterien, welche eine ad�quate Schmerzbew�ltigung objektiv konstant und intensiv behindern k�nnen (vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.3 S. 354 f.; 131 V 49 E. 1.2 S. 50 f.).
Die Berufung auf die Stellungnahmen der behandelnden �rzte der Psychiatrischen Klinik Y.________ (vom 27. M�rz 2009) vermag eine offensichtliche Unrichtigkeit oder Rechtsfehlerhaftigkeit der vorinstanzlichen Feststellungen nicht zu begr�nden, zumal diesen zu entnehmen ist, dass die diagnostizierte somatoforme Schmerzst�rung eine Depression nach sich gezogen habe - was gegen einen verselbstst�ndigten Gesundheitsschaden spricht - und sich die �rzte entgegen dem Einwand des Beschwerdef�hrers zu den genannten Kriterien nicht ausdr�cklich �ussern. Demgegen�ber haben die Gutachter des Instituts X.________ gerade auch im Zusammenhang mit ihrer Stellungnahme zur Einsch�tzung der behandelnden �rzte eingehend dargelegt, weshalb es zu - reaktiven - depressiven Verstimmungen gekommen sei. So gehe der Versicherte wegen seiner ausgepr�gten subjektiven Krankheits�berzeugung seit 1999 keiner beruflichen T�tigkeit mehr nach. Dies habe nicht nur zu erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten gef�hrt, sondern der Versicherte habe deshalb auch keine Tagesstruktur mehr, wisse nichts mit sich anzufangen und langweile sich. Eine schwere depressive St�rung lasse sich nicht feststellen, es handle sich aktuell um leichte depressive Verstimmungen, wobei die station�re Behandlung eine Verbesserung gebracht habe und entgegen den Angaben des Versicherten anhand der Blutuntersuchungen festgestellt worden sei, dass er die ihm verordneten antidepressiven und stimmungsstabilisierenden Medikamente nicht einnehme. Hinsichtlich der weiteren Kriterien wird namentlich ausgef�hrt, dass sich ein ausgepr�gter sozialer R�ckzug nicht feststellen lasse und alle therapeutischen Bem�hungen vor allem deswegen gescheitert seien, weil der Explorand aufgrund der ausgepr�gten subjektiven Krankheits�berzeugung wenig Motivation zeige, trotz allf�lliger Restbeschwerden sich aktiv um seine Genesung zu bem�hen und sich den Belastungen der Arbeitswelt wieder auszusetzen.
Anhand der vom Gutachten des Instituts X.________ abweichenden Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit durch die behandelnden �rzte der Psychiatrischen Klinik Y.________ bestehen mit Blick auf die dargelegte Rechtsprechung zur ausnahmsweisen Annahme einer Invalidisierung durch eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung oder einen vergleichbaren pathogenetisch (�tiologisch) unklaren syndromalen Zustand und zum Beweiswert von �rztlichen Berichten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352, E. 3b/bb u. 3b/cc S. 353; 135 V 465 E. 4.4 u. 4.5 S. 470 f.) sowie auf die vorgebrachten R�gen keine Anhaltspunkte f�r eine offensichtlich unrichtige oder rechtsfehlerhafte Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz.
4.7 Auch die �brigen, nicht weiter substantiierten Einw�nde hinsichtlich der Beweiskraft des Gutachtens des Instituts X.________ verm�gen keine offensichtliche Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung zu begr�nden. Dies gilt zun�chst f�r den Hinweis auf die neuropsychologische Abkl�rung durch Frau Dr. med. W.________, Neurologie FMH (Stellungnahme vom 28. September 2009). Damit haben sich sowohl die Gutachter des Instituts X.________ wie auch die Vorinstanz eingehend auseinandergesetzt. Zur r�ckwirkenden Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit durch die Gutachter des Instituts X.________ beziehungsweise zum zeitlichen Verlauf der Krankengeschichte hat sich das kantonale Gericht ebenfalls einl�sslich ge�ussert. Es ist hier daher nicht weiter darauf einzugehen.
4.8 Der Beschwerdef�hrer r�gt schliesslich eine mangelnde Unabh�ngigkeit des Instituts X.________.
Rechtsprechungsgem�ss l�sst auch eine ausgedehnte Gutachtert�tigkeit eines Arztes oder einer �rztegemeinschaft f�r die Sozialversicherungstr�ger nicht per se auf deren Befangenheit oder Voreingenommenheit schliessen (BGE 123 V 175; 132 V 376 E. 6.2 S. 381 f.; SVR 2009 UV Nr. 32 S. 111, 8C_509/2008 E. 6). Daran hat das Bundesgericht zuletzt in BGE 9C_400/2010 vom 9. September 2010 festgehalten. Es hat sich namentlich zur Beweistauglichkeit von Administrativgutachten der Medizinischen Abkl�rungsstellen (MEDAS) unter den Aspekten der Unabh�ngigkeit sowie der Verfahrensfairness und Waffengleichheit ge�ussert und sich auch mit dem vom Versicherten ins Feld gef�hrten, von Prof. Dr. iur. J�rg Paul M�ller und Dr. iur. Johannes Reich verfassten "Rechtsgutachten zur Vereinbarkeit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur medizinischen Begutachtung durch Medizinische Abkl�rungsstellen betreffend Anspr�che auf Leistungen der Invalidenversicherung mit Art. 6 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten" vom 11. Februar 2010 (abrufbar im Internet) auseinandergesetzt. Darauf wird verwiesen.
Soweit sich die Kritik des Beschwerdef�hrers gegen den Leiter des Instituts X.________ Dr. med. L.________ richtet, gilt es darauf hinzuweisen, dass das gegen ihn er�ffnete Strafverfahren nicht dazu f�hren kann, nunmehr alle Gutachten des Instituts X.________ pauschal als unglaubw�rdig zu betrachten (vgl. etwa Urteil 8C_370/2010 vom 7. Februar 2011 E. 4.2). Es ist kein konkreter Anhaltspunkt ersichtlich, der auf eine Verf�lschung der Abkl�rungsergebnisse durch diesen Arzt im vorliegenden Verfahren schliessen liesse, zumal Dr. med. L.________ an der Begutachtung gar nicht mitgewirkt hat.
Die vom Beschwerdef�hrer gegen�ber dem Gutachten des Dr. med. B.________ vom 1. April 2004 beziehungsweise gegen den Experten selber vorgebrachten Einw�nde verm�gen an der vorinstanzlichen Beurteilung insofern nichts zu �ndern, als das kantonale Gericht auf seine Einsch�tzung letztlich ohnehin nicht abgestellt, sondern lediglich festgestellt hat, dass keine Widerspr�che zu den Gutachten des Instituts X.________ bestehen. Gleiches gilt hinsichtlich der R�ge der mangelnden Unabh�ngigkeit des Dr. med. M.________. Es ist daher nicht weiter darauf einzugehen.
Ger�gt wird weiter, dass die IV-Stelle das Gutachten des Dr. med. V.________ vom 27. Mai 2004 "schlicht �bergangen" habe.
6.1 Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabkl�rung von Amtes wegen, wobei es im Ermessen des Versicherungstr�gers liegt, dar�ber zu befinden, mit welchen Mitteln diese zu erfolgen hat. Im Rahmen der Verfahrensleitung kommt ihm ein grosser Ermessensspielraum bez�glich Notwendigkeit, Umfang und Zweckm�ssigkeit von medizinischen Erhebungen zu. Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gest�tzt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass �ber den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit entschieden werden kann. Die f�r die Beurteilung des Leistungsanspruchs von Amtes wegen durchzuf�hrenden notwendigen Abkl�rungen im Sinne von Art. 43 ATSG beinhalten indessen rechtsprechungsgem�ss nicht das Recht des Versicherungstr�gers, eine "second opinion" zum bereits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihm dieser nicht passt (SVR 2007 UV Nr. 33 S. 111, U 571/06 E. 4.1 u. 4.2).
6.2 Ein solcher Fall liegt hier indessen nicht vor und der sinngem�sse Einwand, die IV-Stelle habe aus Interesse an einem anderen Verfahrensausgang das Gutachten des Dr. med. V.________ unbeachtet gelassen, ist unberechtigt.
6.3 Nach Auffassung der IV-Stelle ergaben sich aus der Stellungnahme des Dr. med. V.________ Unklarheiten und war der Psychiater in der Folge f�r R�ckfragen nicht erreichbar. Sie musste sich daher entweder auf das Vorgutachten des Dr. med. M.________ st�tzen oder aber weitere Abkl�rungen veranlassen. Dass sie das Gutachten des Dr. med. V.________ aus beliebigen Gr�nden �bergangen habe, wie beschwerdeweise geltend gemacht wird, trifft daher nicht zu.
Der Vorgutachter Dr. med. M.________ war am 17. September 2001 zum Schluss gelangt, dass eine psychische St�rung mit Krankheitswert nicht vorliege, sondern von einer erheblichen Aggravation allf�lliger somatischer Restbeschwerden auszugehen sei; mit R�cksicht auf das somatische Leiden sei der Versicherte zu 60 bis 70% arbeitsf�hig. Dr. med. V.________ stellte am 27. Mai 2004 die Diagnosen einer anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung als Ausdruck einer psychogenen Fehlverarbeitung und Anpassungsst�rung bei Verdacht auf Aggravation sowie einer einfachstrukturierten, k�mmerentwickelten Grundpers�nlichkeit. Er sch�tzte die Arbeitsunf�higkeit auf 75% und f�hrte zur Begr�ndung an, es sei wenig wahrscheinlich, dass der Versicherte durch irgendeinen therapeutischen Ansatz nach mehr als f�nf Jahren Arbeitsentw�hnung einer erneuten Arbeitst�tigkeit zugef�hrt werden k�nne. Wie den Akten zu entnehmen ist, versuchte die IV-Stelle in der Folge, bei Dr. med. V.________ um Kl�rung der Diskrepanz zu Dr. med. M.________ nachzufragen, konnte ihn jedoch zu einer Stellungnahme nicht erreichen. Sie legte den Fall daher ihrem Regionalen �rztlichen Dienst (RAD) vor. Dieser f�hrte am 15. Oktober 2004 aus, dass das sehr d�rftige Gutachten des Dr. med. V.________ keinen relevanten psychopathologischen Befund erhebe, der die hohe Arbeitsunf�higkeit rechtfertigen w�rde, und verwies auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach die anhaltende somatoforme Schmerzst�rung nur ausnahmsweise eine Invalidit�t zu begr�nden verm�ge, wobei hier jedoch die massgeblichen Kriterien nicht erf�llt seien. Nach Erlass der Verf�gungen vom 30. Juni und 15. Juli 2005 wurde auf Einsprache hin eine weitere psychiatrische Begutachtung angeordnet.
6.4 Die R�ge, es sei zu Unrecht eine "second opinion" eingeholt worden, liesse sich allenfalls dann begr�nden, wenn die erneute Begutachtung zu einer anderen Beurteilung des Leistungsanspruchs gef�hrt h�tte.
Nach den Erw�gungen des kantonalen Gerichts l�sst sich ein Widerspruch des Dr. med. V.________ (wie auch des Dr. med. M.________, vgl. oben E. 5) zum Abkl�rungsergebnis des Instituts X.________ nicht ausmachen, weil auch die Gutachter des Instituts X.________ ausser der Schmerzverarbeitungsst�rung (differentialdiagnostisch anhaltende somatoforme Schmerzst�rung) und einer rezidivierenden depressiven St�rung aus psychiatrischer Sicht keine weitere Diagnose stellen konnten. Die f�nfj�hrige Arbeitsabstinenz und die fehlenden Chancen des Beschwerdef�hrers auf dem freien Markt, mit welchen Dr. med. V.________ die Arbeitsunf�higkeit begr�ndete, reichten nach Auffassung der Vorinstanz nicht aus, um eine psychische St�rung von invalidisierendem Ausmass zu postulieren. Wie bereits ausgef�hrt, wird beschwerdeweise nicht dargelegt, inwiefern die Vorinstanz die rechtsprechungsgem�ss erforderliche psychische Komorbidit�t von erheblicher Schwere, Intensit�t, Auspr�gung und Dauer oder alternativ die von der Praxis umschriebenen Kriterien, welche eine ad�quate Schmerzbew�ltigung objektiv konstant und intensiv behindern k�nnen, rechtsfehlerhaft ausgeschlossen habe (oben E. 4.6).
Damit ist das Bundesgericht an die vorinstanzliche Beurteilung des Gesundheitsschadens und der Arbeitsf�higkeit gebunden.
Rechtsprechungsgem�ss besteht keine Bindungswirkung der Invalidit�tssch�tzung der Unfallversicherung f�r die Invalidenversicherung (BGE 133 V 549 E. 6 S. 553 ff.). Auf den diesbez�glichen Einwand des Beschwerdef�hrers ist daher nicht weiter einzugehen.
Ger�gt wird schliesslich die lange Dauer des Verfahrens, ohne dass damit eine Rechtsverletzung substantiiert w�rde. Insbesondere gen�gen die pauschalen Hinweise in keiner Art den erh�hten Anforderungen an eine Grundrechtsr�ge (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254; vgl. auch BGE 133 IV 286). Auf den Einwand ist daher nicht weiter einzugehen. Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass festgestellte Verfahrensm�ngel rechtzeitig dem Gericht anzuzeigen w�ren (BGE 125 V 373) und dass ein schutzw�rdiges Interesse an der Feststellung einer allf�lligen Rechtsverz�gerung auf Grund der Dauer des kantonalen Verfahrens nach dem materiellen Entscheid des kantonalen Gerichts nicht gegeben ist (Urteil 9C_773/2008 vom 12. Dezember 2008 E. 4.3).