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Timestamp: 2019-06-17 11:39:14
Document Index: 143089564

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 25', '§ 25', '§ 29', '§ 26', '§ 27', '§ 23', '§ 12', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', 'Art. 1', '§ 34', '§ 32', '§ 26', '§ 24', '§ 27', '§ 13', '§ 15', '§ 12', '§ 15', '§ 26', '§ 248', '§ 242', '§ 35', '§ 32', '§ 17', '§ 16', '§ 16', '§ 15']

Strafrecht AT | Learn flashcards online | CoboCards
Strafrecht AT (94 Cards)
Nach aus Tätersicht richtiger Individualisierung des Opfers/Tatobjekts wird ein falsches Tatobjekt/-opfer aufgrund eines abweichenden Kausalverlaufs getroffen.
Nach h.M. Vorsatzausschluss, und zwar auch bei rechtlicher
Gleichwertigkeit zwischen anvisiertem und getroffenem Tatobjekt.
a) Tatobjekt, Tatsubjekt, Tathandlung
b) Erfolg (Kausalität)
b) ggf. Irrtümer
II. Rechtswidrigkeit ggf. Rechtfertigungsgründe
a)Tatbestand
5. Sorgfaltspflichtverletzung
Vorsatz und Fahrlässigkeit nach § 15
I. Dolus directus 1. Grades
1. Der Täter hält den Eintritt des Erfolges für mindestens möglich
2. dem Täter kommt es gerade auf den Eintritt dieses Erfolges an
II. Dolus directus 2. Grades
1. Täter hält den Eintritt des Erfolges für "sicher"
III. Bedingter Vorsatz
1. Wissenselement
2. Wollenselement
I. Bewusste Fahrlässigkeit
1. Täter hält den Eintritt des Erfolges für möglich
2. und vertraut pflichtwidrig auf den Nichteintritt des Erfolges
II. Unbewusste Fahrlässigkeit
1. Täter erkennt die Möglichkeit eines Erfolgseintrittes nicht
2. hätte aber den Erfolg voraussehen können
a) Zurechnung der Tathandlung des Tatmittlers, § 25 I 2. Alt.
- die unmittelbare Tathandlung wurde durch "den anderen" vorgenommen
- Mittelbarer Täter hat aktiv veranlasst oder
- Mittelbarer Täter hat den Tatmittler nicht gehindert bei Garantenstellung des mittelbaren Täters
b) Täterschaftliche Verantwortlichkeit
- Objektive Theorie (Tatherrschaft)
- Subjekitive Theorie (Täterwille)
a) Vorsatz bzgl. der Erfüllung der objektiven Tatbestandsmerkmale durch den mittelbaren Täter
b) Vorsatz bzgl. des Tatmittlers und dessen Tatherrschaft
Mittäterschaft § 25 II
A. Strafbarkeit des Tatnächsten
III. Schuld (Beachte § 29!)
B. Strafbarkeit des Mittäters
Gegenseitige Zurechnung, Abgrenzung zur Beihilfe
Anstiftung § 26
a. Haupttat eines anderen (Beachte: Vorsätzlich, rechtswidrig, mind. strafbarer Versuch!)
b. Bestimmen zur Tat
a. Vorsatz zum Bestimmen
b. Vorsatz zur Vollendung der Haupttat
Beihilfe § 27
b.Hilfe leisten zur Tat eines anderen (Sowohl physische als auch psychische)
a. Vorsatz zum Hilfeleisten
- keine Vollendung
- Strafbarkeit des Versuchs nach § 23 I StGB i.V.m. § 12 StGB
IV. Rücktritt § 24
Rücktritt (Alleintäter)
I. § 24 I 1, 1. Alt. StGB
1. Unbeendeter Versuch
II. § 24 I 1, 2. Alt StGB
1. Beendeter Versuch
2. Verhinderung der Vollendung
III. § 24 I 2 StGB
2. Keine Vollendung, aber ohne Zutun des Täters
3. Freiwilligkeit, Ernsthaftes Bemühen des Täters zur Erfolgsverhinderung
Rücktritt (Mehrere Beteiligte)
I. § 24 II 1 StGB
2. Verhinderung der Vollendung der Tat durch Beteiligten
II. § 24 II 2, 1. Alt. StGB
2. Keine Vollendung, aber ohne Zutung der Beteiligten
3. Freiwilligkeit, Ernsthaftes Bemühen der Beteiligten zur Erfolgsverhinderung
III. § 24 II 2, 2. Alt. StGB
2. Vollendung, unabhängig vom Beteiligten
1. gegenwärtig
2. rechtswidrig
2. geboten
a. Bagatellangriffe (nicht geboten!)
b. krasses Missverhältnis zwischen bedrohtem Rechtsgut und drohender Verletzung (nicht geboten!)
- Kenntnis der Notwehrlage
Strafvorschrift, die von jedermann verwirklicht werden kann.
Sozialethische Schranke für Notstandshandlungen. Unangemessen
ist eine Notstandshandlung, wenn das beeinträchtigte Rechtsgut
nach Art. 1 I GG nicht abwägungsfähig ist, wenn die Tat gegen
oberste Rechtsprinzipien verstößt oder wenn für den Träger des Erhaltungsguts besondere Duldungspflichten bestehen. ( § 34)
h.M.: bwgl. Gegenstand mittels dessen (nach seiner objektiven Beschaffenheit und nach Art der Benutzung) im Einzelfall erhebliche Verletzungen zugefügt werden können
Jede Bedrohung rechtlich geschützter Interessen durch menschliches Verhalten, gleichgültig, ob die Bedrohung bezweckt oder ungewollt ist. (§ 32)
Teilnahme durch Verursachung des Tatentschlusses eines anderen
mittels aktiver psychischer Einflussnahme. ( § 26)
Rücktrittskategorie, die gegeben ist, wenn der Täter nach seiner
Vorstellung nichts mehr zur Erfolgsherbeiführung tun muss. ( § 24 I 1 2. Alt.)
Grundtyp des Vorsatz- oder Fahrlässigkeitsdelikts, der für die Tat-
handlung aktives Tun voraussetzt.
Form der Teilnahme durch jede physische oder psychische Erleichterung (oder garantenpflichtwidrige Nichterschwerung) einer
fremden Haupttat. ( § 27)
Person, die eine umfassende Obhutspflicht für ein bestimmtes
Rechtsgut vor unbestimmt vielen Gefahren hat. Beschützergarantien
entstehen aus speziellen Rechtssätzen, aus rechtlich fundierten
Verhältnissen enger Lebensgemeinschaft, aus engen Vertrauensverhältnissen, aus tatsächlicher Übernahme von Schutzpflichten und aus Amtsträgerstellung. ( § 13)
Erscheinungsform unvorsätzlichen, aber sorgfaltswidrigen Handelns,
bei dem der Täter die Tatbestandsverwirklichung als möglich
vorausgesehen hat, damit aber nicht einverstanden war und
ernsthaft – nicht nur vage – darauf vertraut hat, der tatbestandliche
Erfolg werde nicht eintreten. ( § 15)
„Bedingung, ohne welche (der Erfolg) nicht (möglich) wäre.“
Nach diesem Grundprinzip ist beim Begehungsdelikt jede Handlung
kausal, die nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass der
konkrete Erfolg entfiele. Unabhängig von der Zahl der Zwischenursachenist jede Handlung, die kausale Bedingung für den Erfolg war, gleichwertig.
Zweiteilung der Strafvorschriften des Besonderen Teils in
Vergehen und Verbrechen. ( § 12)
Grundform des Vorsatzes (dolus directus II), die erfüllt ist, wenn der
Täter weiß oder als sicher voraussieht, dass der tatbestandliche Erfolg verwirklicht wird. ( §§ 15,16)
Vorsatzkombination in Bezug auf zwei oder mehrere Tatbestände,
die sich gegenseitig ausschließen.
Kennzeichnung des doppelten Bezuges beim Teilnehmervorsatz.
Dieser muss einerseits die Umstände umfassen, die die vorsätzliche und rechtswidrige Tat des Haupttäters ausmachen, ferner die Umstände, die die eigene Teilnahme begründen. ( §§ 26,27)
Tatbestandsausschließender Rechtsschutzverzicht bei solchen Delikten, die bereits als objektives Merkmal ein Handeln gegen den
Willen des Betroffenen verlangen (z.B. § 248 b) oder die ein Tatbestandsmerkmal enthalten, das nach seiner Definition ein Handeln gegen oder ohne den Willen einer geschützten Person verlangt (z.B. Wegnehmen in § 242). Soweit in dem jeweiligen Tatbestand ein vom Willen des Geschützten abhängiger Realakt umschrieben ist, kommt es nur auf den tatsächlichen Willen an, nicht darauf, ob er wirksam gebildet worden ist. In den übrigen Fällen kommt es auf den wirksam gebildeten Willen an.
Rechtfertigungsgrund, der bei disponiblen Rechtsgütern einen
wirksamen Rechtsschutzverzicht des Berechtigten und als subjektives Rechtfertigungselement ein Handeln in Kenntnis und aufgrund der Einwilligung verlangt.
Schuldausschluss für rechtswidrige Taten, die der Täter aus dem
Druck der Selbsterhaltung begangen hat, sodass ihm normgemäßes
Verhalten nicht mehr zugemutet werden konnte. ( § 35)
Vorsatz- oder Fahrlässigkeitsdelikte, die zusätzlich zur Vornahme
der Tathandlung die Verursachung einer tatsächlichen Beeinträchtigung des geschützten Rechtsguts voraussetzen.
Nach objektivem ex ante-Urteil geeignete Handlung, den Angriff
oder die Gefahr sofort und endgültig zu brechen. Stehen mehrere,
gleich wirksame Mittel oder Einsatzmöglichkeiten eines Mittels zur
Verfügung, so hat der Verteidiger das relativ mildeste Mittel zu
wählen, also dasjenige, das für den Angreifer am wenigsten gefährlich ist. ( §§ 32,34)
Der Täter hält sein Verhalten für gerechtfertigt, weil er die rechtlichen
Grenzen eines anerkannten Rechtfertigungsgrundes überdehnt
oder sein Verhalten einem Rechtfertigungsgrund unterstellt,
den die Rechtsordnung nicht kennt. ( § 17)
Der Täter hält sein Verhalten für gerechtfertigt, weil er sich Umstände vorstellt, bei deren wirklichem Vorliegen alle Voraussetzungen eines anerkannten Rechtfertigungsgrundes erfüllt wären. ( § 16)
„Irrtum über die Person (des Tatopfers) oder das (Tat-) Objekt.“
Verwechslung, die entweder auf einer falschen sinnlichen Wahrnehmung oder auf einem falsch zugeordneten Erkennungszeichen beruht. Der Irrtum ist für den Vorsatz unbeachtlich, wenn das betroffene Gut nach seiner tatbestandlichen Umschreibung mit dem vorgestellten Gut übereinstimmt, sog. rechtliche Gleichwertigkeit. ( § 16)
Dolus eventualis: schwächste Vorsatzform, bei der der Täter mit
der Möglichkeit des Erfolgseintritts gerechnet haben und diesen
als nicht ganz fern liegend erkannt bzw. billigend in Kauf genommen
bzw. sich damit abgefunden haben muss. ( §§ 15,16)
Ein die Notwehrlage begründender Angriff war noch nicht oder
nicht mehr gegenwärtig, aber der Täter nahm aus Verwirrung,
Furcht oder Schrecken einen gegenwärtigen Angriff an und übte
eine Verteidigung aus, die sich im Rahmen des Erforderlichen gehalten hätte, wenn tatsächlich ein Angriff vorgelegen hätte.
Deliktstyp, der voraussetzt, dass der Täter bei einer Handlung einen
objektiven und ihm persönlich vorwerfbaren Fehler begangen
fahrlässiges Unterlassungsdelikt
Der Täter hat in einen zum Taterfolg führenden Ablauf nicht eingegriffen und sich zumindest in Bezug auf einen der unrechtsbegründenden Umstände sorgfaltswidrig verhalten.
Auf der ersten Stufe (im Tatbestand) wird ermittelt, ob
das fragliche Verhalten den Anforderungen entsprochen hätte, die
ein besonnener und gewissenhafter Mensch in der Situation des
Handelnden erfüllt hätte, wobei Sonderwissen des fraglichen Täters
den Maßstab anhebt. Auf der zweiten Stufe (in der Fahrlässigkeitsschuld) wird untersucht, ob auch der individuelle Täter nach seinen Fähigkeiten und Kenntnissen in der Lage war, die durchschnittlichen Verhaltenserwartungen zu erfüllen.
Ausschlussgrund für strafbefreienden Rücktritt. Der Täter erkennt
oder nimmt an, dass er seinen Tatplan entweder überhaupt nicht
oder nur noch mit einer zeitlichen Verzögerung (Zäsur) nach dem
Ingangsetzen einer neuen Kausalkette verwirklichen kann.
Umstand, aus dem sich die rechtliche Pflicht zur Abwendung eines deliktischen Erfolgs ergibt.
Geboten ist eine erforderliche Verteidigung nur dann, wenn
aus dem der Notwehr zugrunde liegenden Rechtsbewährungsund
Schutzprinzip keine Einschränkungen eingreifen.
Eine Rechtsgutbedrohung, die unmittelbar bevorsteht, gerade
stattfindet oder noch fortdauert. Gegenwärtig ist nicht nur der
akut bedrohliche Zustand, sondern auch die Dauergefahr. Diese
liegt vor, wenn die gefährliche Situation jederzeit in einen Schaden
umschlagen kann, lediglich ungewiss ist, ob der Schadenseintritt
noch eine Zeitlang auf sich warten lässt, ferner dann, wenn der Eintritt des drohenden Schadens erst nach Ablauf einer gewissen Zeit zu erwarten ist, aber sofortiges Handeln angezeigt ist, um ihm
wirksam begegnen zu können.
Das geschützte Interesse, also dasjenige, dem die Gefahr drohte
(Erhaltungsinteresse), muss das beeinträchtigte Interesse, also dasjenige, das durch die tatbestandsmäßige Handlung verletzt wurde (Eingriffsinteresse), wesentlich überwiegen.
Jedes äußerlich erkennbar gewordene Tun oder Unterlassen eines
Menschen, das vom Willen beherrscht war.
„Es möge nicht zweimal wegen desselben (Verbrechens)
Recht gesprochen werden.“ Verbot doppelter Strafverfolgung
Stärkster Rechtfertigungsgrund, der auf dem Rechtsbewährungsund
Schutzprinzip basiert und bei gegenwärtigen, rechtswidrigen
Angriffen jede mit Verteidigungswillen geübte Verteidigung
erlaubt, die erforderlich und geboten ist, bishin zur Tötung der
Angreifers zum Schutz von nicht völlig belanglosen Sachwerten.
„Keine Strafe ohne Schuld“
nullum crimen sine lege scripta, sine lege praevia, sine lege
„Keine Straftat ohne geschriebenes Gesetz, ohne vorheriges,
also zur Tatzeit gültiges Gesetz, ohne sicheres, also inhaltlich bestimmtes Gesetz.“
„Zur Tat Festentschlossener“, bei dem deswegen keine Anstiftung
Person, der Sicherungs- oder Beherrschungspflichten in Bezug auf
eine bestimmte Gefahrenquelle obliegen.
Rücktrittskategorie, die erfüllt ist, wenn der Täter nach seiner Vorstellung noch nicht alles getan hat, was zur Erfüllung des Tatbestandes erforderlich ist.
Der Täter muss subjektiv die Schwelle zum „Jetzt geht es los“ überschritten haben und objektiv zur tatbestandsmäßigen Angriffshandlung angesetzt haben
Strafbarer Versuch, der auf einem umgekehrten Tatbestandsirrtum
beruht, aber tatsächlich nicht zu einer Rechtsgutgefährdung
führen kann, entweder wegen Untauglichkeit des Tatobjekts
oder wegen Untauglichkeit des Tatsubjekts oder wegen mangelnder
Erfolgseignung des eingesetzten Mittels.
Rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit einer geringeren Freiheitsstrafe als 1 Jahr oder die mit Geldstrafe bedroht sind.
Rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von 1
Jahr oder darüber bedroht sind.
Der Zeitpunkt, in dem alle Tatbestandsmerkmale einer Straftat verwirklicht sind
Gängige Definition: Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung.
Author: gedankensalat
School / Univ.: Potsdam
Tags: Strafrecht AT, Allgemeiner Teil, Strafrecht