Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/161
Timestamp: 2018-10-18 05:57:29
Document Index: 170718236

Matched Legal Cases: ['§ 161', '§ 161', 'BGH', '§ 161', '§ 16', '§ 16', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 161', '§ 161', 'BGH', '§ 161', 'BGH', 'BGH', '§ 2113', '§ 161', 'BGH', '§ 161', 'BGH', 'BGH', '§ 161', 'BGH']

§ 161 BGB: Unwirksamkeit von Verfügungen während der Schwebezeit
OLG München, Beschluss vom 3.10.2015, Az. 34 Wx 225/14 Dem Erbteilsveräußerer steht nämlich nicht nur der Erbteil nur noch bedingt zu, sondern auch das (gesamthänderische) Anteilsrecht an den einzelnen Nachlassgegenständen, so dass auch Zwischenverfügungen über Nachlassgegenstände nach § 161 BGB zunächst nur schwebend wirksam sind (BayObLGZ 1994, 29; Schöner/Stöber Rn. 970; Neusser MittRhNotK 1979, 148).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.2011, Az. II ZB 17/10 Denn ein aufschiebend bedingt abgetretener Geschäftsanteil kann nicht nach § 161 Abs.3 BGB in Verbindung mit § 16 Abs.3 GmbHG vor Bedingungseintritt von einem Zweiterwerber gutgläubig erworben werden (ebenso neben dem Beschwerdegericht OLG München, ZIP 2009, 1911; ZIP 2011, 612; Begemann/Galla, GmbHR 2009, 1065, 1068; Begemann/Grunow, DNotZ 2011, 403 f.; Link, RNotZ 2009, 193, 220; D. Mayer, ZIP 2009, 1037, 1050; D. Mayer/Färber, GmbHR 2011, 785, 791 f.; Preuß, ZGR 2008, 676, 691 f.; Riemenschneider, GmbHR 2009, 1212, 1214; Weigl, MittBayNot 2009, 116, 117 f.; ders., NZG 2009, 1173, 1175; Zessel, GmbHR 2009, 303, 305; Hueck/Fastrich in Baumbach/Hueck, aaO, § 16 Rn. 29).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.2011, Az. II ZB 17/10 Das Anwartschaftsrecht des Ersterwerbers (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 21. März 1996 - III ZR 106/95, BGHZ 132, 218, 222) ist stärker geschützt als sein Vollrecht, weil die Gesellschafterliste über § 161 Abs.3 BGB den durch § 161 Abs. 1 BGB vermittelten Schutz bei aufschiebend bedingten Verfügungen nicht relativiert (so zu Recht D. Mayer/Färber, GmbHR 2011, 785, 791).
BGH, URTEIL vom 4.2.2004, Az. IX ZR 463/00 Genehmigungsbefugt war allein der nach § 161 Abs. 1 BGB in seinem Anwartschaftsrecht geschützte bedingte Erwerber persönlich (BGHZ 92, 280, 288; vgl. auch BGHZ 40, 115, 119 zu dem rechtsähnlichen Fall des § 2113 Abs. 1 BGB), nicht die von ihm vertretene GmbH.
LG Detmold, Beschluss vom 5.5.2002, Az. 3 T 159/02 Nach dem Grundgedanken des § 161 Abs. 1 BGB muss der dinglich Berechtigte, der seine Rechte durch eine Verfügung des Eigentümers während der Schwebezeit erworben hat, eine andere, schon vorher vom Eigentümer getroffene Verfügung (hier: die Vereinbarung über die Ausschluss vom Mitgebrauch) so gegen sich gelten lassen, wie sie gegen den Eigentümer selbst wirkt (BayObLG a.a.O.).
BGH, URTEIL vom 2.11.1998, Az. VI ZR 318/97 Der in dem Abfindungsvergleich liegende Erlaß (Senatsurteil vom 24. September 1996 - VI ZR 315/95 - VersR 1996, 1548, 1549), bei dem es sich um eine Verfügung im Sinne des § 161 BGB handelt (vgl. BGHZ 20, 127, 133), hatte daher zur Folge, daß er gegenüber dem Kläger unwirksam war und deshalb einem Rückfall der Rechte auf den Kläger bei dessen Austritt aus der gesetzlichen Krankenkasse nicht entgegenstand.
BGH, Urteil vom 3.0.1980, Az. IV ZR 2/78 Denn § 161 Abs. 1 Satz 1 BGB ist auf die Entgegennahme von Unterhaltszahlungen in diesen Fällen nicht anwendbar (BGHZ aaO).