Source: https://www.gesellschaftsrechtskanzlei.com/bgh-urteil-vom-17-september-2001-ii-zr-17899/
Timestamp: 2019-11-21 15:00:16
Document Index: 4584801

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 291', '§ 30', '§ 823', '§ 14', '§ 266']

BGH, Urteil vom 17. September 2001 – II ZR 178/99 « Löffler: Gesellschaftsrecht , Handelsrecht und Steuerrecht
AktG §§ 291 ff., 309, 311 ff., 400; GmbHG §§ 30, 31, 43; BGB § 823; StGB §§ 14, 263, 266
b) Veranlasst der Alleingesellschafter die von ihm abhängige GmbH, ihre liquiden Mittel in einen von ihm beherrschten konzernierten Liquiditätsverbund einzubringen, trifft ihn die Pflicht, bei Dispositionen über ihr Vermögen auf ihr Eigeninteresse an der Aufrechterhaltung ihrer Fähigkeit, ihren Verbindlichkeiten nachzukommen, angemessene Rücksicht zu nehmen und ihre Existenz nicht zu gefährden. Kommt er dieser Verpflichtung nicht nach, kann er sich eines Treubruchs im Sinne des § 266 Abs. 1 StGB schuldig machen.
Schlagworte: Abhängiges Unternehmen, Durchgriffshaftung, Entzug liquider Mittel, Existenzvernichtungshaftung, faktischer GmbH-Konzern, Haftungsdurchgriff auf die Gesellschafter, Kapitalerhaltung, Konzernrecht, qualifiziert faktischer Konzern, Vermögensdelikte