Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2007/07'5'03.htm
Timestamp: 2018-01-21 22:34:54
Document Index: 354481484

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 77', '§ 11', '§ 7', '§ 7', '§ 13', '§ 14', '§ 14', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 20', '§ 5']

17. Jahrgang, Nr. 5 vom 3. April 2007, S. 15
Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm Psychologie (180 Leistungspunkte)
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und § 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm Psychologie (180 Leistungspunkte) im Ein-Fach-Bachelorstudiengang beschlossen.
§ 11 Prüferinnen und Prüfer
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienprogramms Psychologie im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang (180 Leistungspunkte).
(2) Sie gilt für Studierende, die ab Wintersemester 2006/2007 das Studium der Psychologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
(1) Der Bachelor-Studiengang bietet mit der Bachelor-Prüfung einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss in Psychologie.
(2) Ziel des Studiums ist die Vermittlung von für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen grundlegenden Fachkenntnissen und der Fähigkeit, zentrale Zusammenhänge des Fachs zu überblicken und grundlegende wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden. Durch das Bachelor-Studium sollen Studierende in die Lage versetzt werden, an einem konsekutiven Master-Studiengang erfolgreich teilzunehmen.
(1) Eine Beratung zu Fragen der Studieneignung sowie insbesondere die Unterrichtung über Studienmöglichkeiten, Studienanforderungen und Zugangsvoraussetzungen erfolgt durch die Allgemeine Studienberatung der Zentralen Universitätsverwaltung.
(3) In formalen Fragen der Organisation und Durchführung der Prüfungen findet eine Beratung der Studierenden insbesondere durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Prüfungsamtes der zuständigen Fakultät statt.
(2) Nach Abzug der Quoten gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 der Hochschulvergabeverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (HVVO) vom 24. Mai 2005 in der jeweils gültigen Fassung stehen 8 Prozent der Studienplätze als Vorabquote für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und staatenlosen Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht Deutschen gleichgestellt sind, zur Verfügung.
(1) Der Aufbau des Studienprogramms, Titel, Leistungspunkteumfang, Teilnahmevoraussetzungen und Abfolge der Module, eventuelle Modulvorleistungen, Formen der Modulleistung/en bzw. Modulteilleistungen sowie der Anteil der einzelnen Modulnoten an der Gesamtnote ergeben sich aus der Anlage „Studienprogrammübersicht“ zu dieser Ordnung.
(2) Aus der Anlage „Studienprogrammübersicht“ geht auch hervor, welche Module im Rahmen der Allgemeinen Schlüsselqualifikation (§ 7 Abs. 7 ABStPOBM) empfohlen werden.
(1) Im dritten Studienjahr ist eine berufspraktische Tätigkeit in Form eines insgesamt 12-wöchigen sogenannten Außenpraktikums vorgesehen. Dieses Außenpraktikum soll den Studierenden ermöglichen, sich durch eigene Tätigkeit über die Berufsfelder der psychologischen Praxis zu orientieren und die Anwendung psychologischer Arbeitstechniken unter Anleitung zu üben.
(2) Das Praktikum wird als eigenständiges Modul mit einem Volumen von 15 Leistungspunkten in das Studienprogramm integriert. Die 12-wöchige Tätigkeit kann auch in Form von zwei Praktika von jeweils 6 Wochen Dauer erbracht werden.
(3) Das Praktikum soll in der Regel in Institutionen abgeleistet werden, die den Praktikantinnen und Praktikanten psychologische Erfahrungen im Umgang mit Menschen ermöglichen und muss unter Anleitung einer Psychologin bzw. eines Psychologen mit akademischem Abschluss durchgeführt werden. Bei zwei Praktika kann eines nach Genehmigung durch den Studien- und Prüfungsausschuss in einer Forschungseinrichtung abgeleistet werden.
(4) Die Außenpraktika sollen in der Regel in der vorlesungsfreien Zeit durchgeführt werden.
(5) Im Anschluss an ein Praktikum ist von den Praktikantinnen und Praktikanten ein Erfahrungsbericht zu verfassen. Die von den Praktikanten beizubringende Praktikumsbescheinigung muss Angaben über die Dauer des Praktikums, die Arbeitszeit (es wird eine wöchentliche Arbeitszeit im Umfang einer Vollzeitstelle für erforderlich gehalten) sowie die ausgeübte Tätigkeit enthalten und von der Psychologin bzw. dem Psychologen unterzeichnet sein, die bzw. der für die fachliche Betreuung verantwortlich war. Am Institut für Psychologie in Halle ist eine wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. ein wissenschaftlicher Mitarbeiter mit der Beratung in Außenpraktikumsangelegenheiten betraut, die bzw. der vom Studien- und Prüfungsausschuss durch Aushang bekannt gegeben wird.
(6) Auslandspraktika können länger als Inlandspraktika dauern; in diesem Fall kann der Studien- und Prüfungsausschuss gestatten, dass - abhängig von der Länge des Praktikums – zusätzlich 5 oder 10 Leistungspunkte aus dem Bereich der Allgemeinen Schlüsselqualifikationen hierfür verwendet werden.
(1) Das Kontaktstudium im Bachelor-Studienprogramm Psychologie wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Unterrichtsformen sind:
e. Kolloquia dienen der Präsentation und Diskussion eigener Forschungsprojekte.
(2) Tutorien begleiten Vorlesungen, Übungen, Seminare oder Empiriepraktika und unterstützen die Studierenden bei der Bearbeitung der behandelten Stoffgebiete in Arbeitsgruppen unter studentischer Anleitung.
Gemäß § 13 Abs. 1 ABStPOBM wird nach erfolgreichem Abschluss des Studiums von der zuständigen Fakultät der akademische Grad Bachelor of Science (B.Sc.) verliehen.
(1) Modulleistungen sind modulbezogene Prüfungsleistungen (§ 14 ABStPOBM). Modulleistungen, die aus mehreren Teilleistungen nach § 14 Abs. 6 bestehen, gelten erst dann als erfolgreich abgeschlossen, wenn jede einzelne Teilleistung erfolgreich erbracht wurde.
(2) Formen von Modulleistungen bzw. Teilleistungen sind:
a. Mündliche Prüfung: Die Dauer mündlicher Prüfungen beträgt je Kandidatin bzw. Kandidat mindestens 15 Minuten und höchstens 45 Minuten. Die Note soll der Kandidatin bzw. dem Kandidaten im Anschluss an die Prüfung mitgeteilt werden. Hochschulmitglieder können nach Maßgabe der räumlichen Verhältnisse an einer mündlichen Prüfung als Zuhörerinnen und Zuhörer teilnehmen, sofern sie ein berechtigtes Interesse darlegen und die Kandidatin bzw. der Kandidat nicht widerspricht. Ein berechtigtes Interesse liegt insbesondere vor, wenn das Hochschulmitglied demnächst die gleiche Prüfung ablegen will;
c. Praktikumsbericht: eine Tätigkeitsbeschreibung von ca. 15.000 Textzeichen;
d. Bachelor-Arbeit: Näheres dazu unter § 13;
e. Projektbericht: Schriftliche Dokumentation einer eigenen empirischen Untersuchung (ca. 30.000 Textzeichen);
f. Präsentation eigener empirischer Untersuchungen: Bericht über ein durchgeführtes Projekt in der Form eines Referats oder Posters. Die Präsentation soll einschließlich einer eventuellen Diskussion nicht mehr als 30 Minuten in Anspruch nehmen.
(3) Die mündlichen Prüfungen und Klausuren finden in der Regel in den ersten drei Wochen nach Ende der Vorlesungszeit statt.
(4) Bei nichtbestandenen Modulleistungen bzw. Teilleistungen soll die erste Wiederholungsprüfung in der Regel vor Beginn der darauf folgenden Vorlesungszeit ermöglicht werden.
(5) Gemäß § 14 Abs. 8 ABStPOBM wird in allen Modulen mit Ausnahme der Bachelor-Arbeit die Möglichkeit eingeräumt, vor der zweiten Wiederholung der Modulleistung bzw. Teilleistung die entsprechenden Modulveranstaltungen nochmals zu besuchen. Die Bachelor-Arbeit darf nur einmal wiederholt werden.
(6) Die Zulassung zur Prüfung kann von der Erbringung von Modulvorleistungen abhängig gemacht werden. Aus der Studienprogrammübersicht ist zu entnehmen, in welchen Modulen Modulvorleistungen erforderlich sind. Modulvorleistungen werden in der Regel im Rahmen von Lehrveranstaltungen erbracht und werden von der Dozentin bzw. dem Dozenten der Lehrveranstaltung bescheinigt. Welche Formen von Modulvorleistungen in den einzelnen Modulen zu erbringen sind, ist dem Modulhandbuch zu entnehmen.
(7) Formen von Modulvorleistungen sind:
j. Mitwirkung an empirischen Untersuchungen als Versuchsperson (Versuchspersonenstunden)
(8) Vorleistungen können bewertet werden. In diesem Fall dient die Bewertung ausschließlich der Information der Studierenden über den Erfolg ihrer Studienleistung. Eine Anrechnung von Vorleistungsbewertungen auf die Noten von Modulleistungen ist ausgeschlossen.
(1) Die Voraussetzungen für die Teilnahme an Modulen (§ 15 Abs. 1 ABStPOBM) ergeben sich aus der Studienprogrammübersicht im Anhang dieser Ordnung in Verbindung mit den Modulbeschreibungen des Studienprogramms. Die Anmeldung erfolgt über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem oder im zuständigen Prüfungsamt. Die Anmeldemodalitäten werden in den konkreten Modulbeschreibungen, durch Aushang und/oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben.
(2) Die Anmeldung zu den Modulen gemäß § 15 Abs. 1 ABStPOBM beinhaltet gleichzeitig auch die Anmeldung zu den Modulleistungen, sobald die technischen Möglichkeiten dies zulassen. Die Zulassung zur Modulleistung kann von der Erfüllung von Modulvorleistungen abhängig gemacht werden, die sich aus der Studienprogrammübersicht und den Modulbeschreibungen des Studienprogramms ergeben.
(3) Die genauen Termine und Wiederholungstermine für die Modulleistungen bzw. Modulteilleistungen werden spätestens fünf Wochen vor Beginn durch Aushang beim zuständigen Prüfungsamt oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben.
Der Studien- und Prüfungsausschuss bestellt die Prüferinnen und Prüfer entsprechend § 16 ABStPOBM. Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können nur dann als Prüferinnen oder Prüfer bestellt werden, wenn nach Landesrecht prüfungsberechtigte Personen nicht in genügendem Ausmaß zur Verfügung stehen. Beisitzerin bzw. Beisitzer kann nur sein, wer die entsprechende Bachelor- oder Diplomprüfung oder eine vergleichbare Prüfung abgelegt hat.
(1) Zur ordnungsgemäßen Durchführung des Studienprogramms Psychologie unterbreiten die Fachvertreterinnen und Fachvertreter des Instituts für Psychologie an der Philosophischen Fakultät I einen Vorschlag für einen Studien- und Prüfungsausschuss, über den der Fakultätsrat entscheidet (§ 17 Abs. 1 ABStPOBM).
(1) Die Bachelor-Arbeit bildet zusammen mit einer mündlichen Leistung ein Modul im Umfang von 15 Leistungspunkten.
(2) Zur Bachelor-Arbeit zugelassen wird nur, wer alle Module der Modulgruppe Einführung, Methodik, Diagnostik (außer: Diagnostische Verfahren) sowie mindestens 3 der 6 Module aus der Gruppe der Grundlagenfächer erfolgreich absolviert hat (§ 20 Abs. 6 ABStPOBM).
(3) Das Thema der Bachelor-Arbeit wird über den Studien- und Prüfungsausschuss ausgegeben und von einer bzw. einem durch den Studien- und Prüfungsausschuss bestellten Prüferin bzw. Prüfer betreut.
(4) Mit Zustimmung des Studien- und Prüfungsausschusses kann die Bachelor-Arbeit an einer Einrichtung durchgeführt werden, die nicht an dem durch diese Ordnung geregelten Studiengang beteiligt ist.
(5) Zur Betreuung der Bachelor-Arbeit können ausnahmsweise auch wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über den Studien- und Prüfungsausschuss bestellt werden.
(6) Die Betreuerin bzw. der Betreuer soll in der Regel auch als Gutachterin bzw. Gutachter für die Arbeit bestellt werden.
(7) Die mündliche Leistung findet in der Regel im Rahmen eines Kolloquiums statt und besteht aus der Präsentation der eigenen empirischen Untersuchung.
(8) Bachelor-Arbeit und mündliche Prüfung werden im Verhältnis 4 zu 1 gewertet.
Die Studienprogrammübersicht im Anhang
dieser Ordnung (§ 5) regelt, welche Module benotet werden und welche in die Gesamtnote eingehen.
Diese Ordnung wurde beschlossen vom Fachbereichsrat Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften am 21. Juni 2006; der Rektor hat die Ordnung genehmigt am 25.01.2007.
Kontaktstudium (in SWS)
Einführung in empirisch- wissenschaftliches Arbeiten (FSQ)
Experimentalpsychologisches Praktikum (FSQ)
Arbeits- und Organisationspsychologie (Basismodul)
Klinische Psychologie (Basismodul)
Pädagogische Psychologie (Basismodul)
Wirtschafts- und Organisationspsychologie (Aufbaumodul)
2 x 8/147
(Auswahl von 2 der 3 Module)
Klinische Psychologie (Aufbaumodul)
Pädagogische Psychologie (Aufbaumodul)
Modulgruppe IV: Weitere Module/Leistungen/Fächer (50 LP)
Nebenfach **
4 - 8 ***
Klausur oder mündliche Prüfung***
Allgemeine Schlüsselqualifikation I* (ASQ)
2 - 4 ***
Allgemeine Schlüsselqualifikation II* (ASQ)
Bachelorarbeit und Präsentation eigener Forschungsergebnisse
Anmerkungen zur Studienprogrammübersicht:
Allgemeine Schlüsselqualifikation (Module T1, T2): Es werden folgende (zentral angebotenen) Module empfohlen:
Lesen, Vortragen und Publizieren in Englisch
Programmieren in einer höheren Programmiersprache (C++, Delphi, o.ä.)
Nebenfach (Modul S): Das Nebenfach kann auch aus zwei Modulen zu jeweils 5 LP bestehen; die beiden Module können in diesem Fall auch aus zwei unterschiedlichen Fächern gewählt werden. Die Liste der zur Wahl stehenden Module wird ständig aktualisiert und durch Aushang bekannt gegeben.
es sei denn, die Studien- und Prüfungsordnung der anbietenden Institution sieht etwas anderes vor.