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Timestamp: 2019-09-19 10:11:38
Document Index: 103593318

Matched Legal Cases: ['§ 88', '§ 114', '§ 115', '§ 90', '§ 6', '§ 90', '§ 115', '§ 88', '§ 88', '§ 115', '§ 115', '§ 88', '§ 1', '§ 88', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 8', '§ 115']

Rechtsprechung: FamRZ 1999, 598 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG München, 07.10.1998
OLG Stuttgart, 30.09.1998 - 18 WF 283/98
https://dejure.org/1998,5518
OLG Stuttgart, 30.09.1998 - 18 WF 283/98 (https://dejure.org/1998,5518)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 30.09.1998 - 18 WF 283/98 (https://dejure.org/1998,5518)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 30. September 1998 - 18 WF 283/98 (https://dejure.org/1998,5518)
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BSHG § 88; ZPO § 114, § 115 Abs. 2
FamRZ 1999, 598
Auch dass die Verwertung einer Lebensversicherung oder Rentenversicherung mit Kapitalabfindungswahlrecht zu einer Vernichtung wirtschaftlicher Werte führt, weil der Rückkaufwert hinter dem wahren Wert der Versicherung zurückbleibt, begründet keine Härte im Sinn des § 90 Abs. 3 SGB XII. Anderes gilt im Einzelfall, soweit sich eine Auflösung des noch nicht fälligen Lebensversicherungsvertrages als nicht zumutbar darstellt (vgl. insoweit: OLG Stuttgart, FamRZ 1999, 598; OLG Köln, NJW-RR 2001, 644;… Dürbeck/Gottschalk, Prozess- und Verfahrenskostenhilfe, Beratungshilfe, 8. Aufl., 2010, § 6 Rz. 383).
nach Beleihung derselben - letztlich möglicherweise zu einer Vernichtung wirtschaftlicher Werte führt, weil der Rückkaufswert hinter dem wahren Wert der Versicherung zurückbleibt, begründet ebenfalls keine Härte im Sinn des § 90 Abs. 3 SGB XII (so ausdrücklich BVerwGE 106, 105; OLG Stuttgart, OLG-Report 1999, 63 = FamRZ 1999, 598, bestätigt in FamRZ 2004, 1651).
(KG, Beschl. 04.02.2003, FamRZ 2003, 1394 f.; OLG Stuttgart, Beschl. 22.01.2003, FamRZ 2004, 1651, Beschl. 30.09.1998, FamRZ 1999, 598; OLG Frankfurt, Beschl. 27.05.2004, FamRZ 2005, 466; OLG Brandenburg, Beschl. 05.01.2006, FamRZ 2006, 1045).
OLG Koblenz, 30.09.2004 - 11 WF 626/04
Prozesskostenhilfe: Keine Aufhebung der PKH-Bewilligung bei Nichtangabe einer der …
Eine (eher bescheidene) kapitalbildende Lebensversicherung, die zur Aufbesserung der kargen Rente des Hilfebedürftigen bestimmt ist, muss jedenfalls dann nicht zur Finanzierung der Prozesskosten aufgelöst werden, wenn der bei Kündigung erzielbare Rückkaufswert für den Antragsteller einen gravierenden Vermögensverlust bedeuten und kaum den als so genannten Notgroschen zu belassenden Betrag überschreiten würde (Anschluss OLG Stuttgart, 30. September 1998, 18 WF 283/98, FamRZ 1999, 598).
Das zur Aufrechterhaltung einer angemessenen Alterssicherung aufgebaute Vermögen ist nämlich zu verschonen (§ 115 Abs. 2 Satz 2 ZPO i.V.m. § 88 Abs. 3 Satz 1 und 2 BSHG; vgl. OLG Stuttgart FamRZ 1999, 598; OLG Hamburg FamRZ 2001, 925 f.; s. auch § 88 Abs. 2 Nr. 1 a BSHG zum Schutz einer zusätzlich aufgebauten sog. "Riester-Rente").
Zum Vermögen im Sinne des § 115 Abs. 2 ZPO zählen alle beweglichen und unbeweglichen Sachen sowie geldwerte Forderungen und sonstige Rechte (…Stein/Jonas/Bork, ZPO, 22. Aufl., § 115 Rdnr. 86), so auch der Rückkaufswert einer Kapitallebensversicherung, sofern er das sogenannte Schonvermögen im Sinne des § 88 BSHG übersteigt (so auch ArbG Regensburg vom 14.10.1993 - 6 Ca 1806/03, Rpfleger 1994, 70; FG Hessen vom 24.11.1995 - 6 K 3080/88, EFG 1996, 199; BVerfG v. 19.12.1997 - 5 C 7/96, NJW 1998, 1879; OLG Stuttgart v. 30.09.1998 - 18 WF 283/98, FamRZ 1999, 598; VGH Baden-Württemberg v. 30.04.2002 - 14 S 2542/01, Justiz 2003, 38; LAG Hamm v. 25.09.2003 - 4 Ta 670/02 - OLG Köln, FamRZ 2004, 382; verneinend OLG Bamberg v. 28.03.1991 - 7 WF 41/91, JurBüro 1991, 977; OLG Hamburg v. 19.10.2000 - 12 WF 168/00, FamRZ 2001, 925).
OLG Köln, 24.04.2003 - 25 WF 73/03
Selbst wenn das Bausparguthaben der Antragsgegnerin in den Grenzen des § 1 VO zu § 88 Abs. 2 Nr. 8 BSHG als Schonvermögen und darüber hinaus auch deswegen anrechnungsfrei bleibt, weil der noch nicht zuteilungsreife Bausparvertrag mangels Verwertbarkeit außer Betracht bleibt (…vgl. Kalthoener/Büttner/Wrobel-Sachs, Prozeßkostenhilfe und Beratungshilfe, 2. Auflage, Rdnr.321, m. w. N.), hat die Antragsgegnerin aber jedenfalls den Rückkaufswert ihrer nach §§ 115 Abs. 2 S.2 ZPO, 88 Abs. 1 BSHG zum einzusetzenden Vermögen gehörenden privaten Kapitallebensversicherung zur Bestreitung ihrer Prozesskosten zu verwenden (vgl. OLGR Stuttgart 1999, 63 m. w. N.).
Lebensversicherungen, insbesondere Kapitallebensversicherungen können zu dem nach § 115 Abs. 2 1. Halbsatz ZPO einzusetzenden Vermögen zählen, soweit der Partei der Rückkauf, ein Verkauf oder die Beleihung der Versicherung rechtlich möglich und dies zumutbar ist (OLG Frankfurt, OLGR Frankfurt 2005, 562; OLG Köln, FamRZ 2004, 382 ; KG, FamRZ 2003, 1394 f; OLG Stuttgart, FamRZ 1999, 598 ).
Anderes gilt im Einzelfall, soweit sich eine Auflösung des noch nicht fälligen Lebensversicherungsvertrages als nicht zumutbar darstellt (vgl. insoweit: OLG Stuttgart, FamRZ 1999, 598; OLG Köln, NJW-RR 2001, 644;… Kalthöhner/Büttner/Wrobel-Sachs, PKH u. BerH, 4. Aufl., Rz. 327 m.w.N.).
OLG Frankfurt, 09.11.2004 - 5 WF 190/04
Prozesskostenhilfeprüfungsverfahren für einen Ehescheidungsantrag: Zumutbarkeit …
Zahlreiche Gerichte, die zwar tendenziell der einen oder der anderen Meinung mehr zuneigen, prüfen jedoch im Einzelfall besonders, ob eine Lebensversicherung nach den konkreten Umständen des Falles als einsatzpflichtiges Vermögen einzusetzen ist, wobei z.B. die Sicherung der Altersversorgung (OLG Hamburg, FamRZ 2001, 925 ff, OLG Stuttgart, FamRZ 1999, 598, Hess. Finanzgericht, EFG 1996, 199 f.), der wirtschaftliche Verlust der Auflösung einer Lebensversicherung (OLG Köln, FamRZ 2001, 632 ff.), aber auch die mögliche Abdeckung der Prozesskosten durch Ratenzahlungen aus dem Einkommen bei der Abwägung eine Rolle spielen (ArbG Regensburg, RPfleger 1994, 70 f.).
OLG Stuttgart, 21.07.2004 - 8 WF 104/04
Prozesskostenhilfe: Anordnung der Prozesskostenzahlung, nachdem die Partei, der …
OLG Stuttgart, 04.09.2001 - 15 WF 369/01
OLG München, 07.10.1998 - 12 WF 1216/98
https://dejure.org/1998,5320
OLG München, 07.10.1998 - 12 WF 1216/98 (https://dejure.org/1998,5320)
OLG München, Entscheidung vom 07.10.1998 - 12 WF 1216/98 (https://dejure.org/1998,5320)
OLG München, Entscheidung vom 07. Januar 1998 - 12 WF 1216/98 (https://dejure.org/1998,5320)
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Ermittlung des einsetzbaren Einkommens bei der Prüfung eines Anspruchs auf Prozesskostenhilfe; Berücksichtigung des Erziehungsgeldes
AG Rosenheim, 29.07.1998 - 2 F 296/98
LAG Rheinland-Pfalz, 03.12.2007 - 8 Ta 267/07
Prozesskostenhilfe: Berücksichtigung von Kindergeld beim Einkommen
Hier werden alle denkbaren Ansichten vertreten: Generelle Nichtberücksichtigung beim Einkommen der Eltern, weil es sich um eine zweckbestimmte Zahlung handele bzw. aus verfassungsrechtlichen Gründen (so u. a. OLG Hamm, FamRZ 2000, 1093; LAG Bremen, FamRZ 1987, 81; OLG Bremen, FamRZ 1984, 411); hälftige Berücksichtigung bei jedem Elternteil (so u. a. OLG Bamberg, FamRZ 1984, 606); Berücksichtigung des Kindergeldes in voller Höhe bei dem Elternteil, dem es ausgezahlt wird (überwiegende Meinung in Rechtsprechung und Literatur, so u. a. OLG München, FamRZ 1999, 598; OLG Bremen, JurBüro 1987, 767 und MWR 2001, 355;… Zöller/Philippi, ZPO, 24. Aufl., § 115, Rz. 19, m.w.N.).
LAG Rheinland-Pfalz, 03.12.2007 - 8 Ta 269/07
Berücksichtigung von Kindergeld im Rahmen der Prozesskostenhilfe
a) Das Kindergeld ist mit der wohl herrschenden Meinung und Rechtsprechung dem Einkommen der Antragstellerin, dem es tatsächlich hinzufließt, hinzuzurechen (so z. B. OLG Nürnberg FamRZ 2000, 102; OLG München FamRZ 1999, 598; OLG Zweibrücken, Beschl. v. 3. August 1998, AZ.: 5 WF 85/98; OLG Frankf.
OLG Nürnberg, 19.01.2001 - 10 WF 4448/00
Prozesskostenhilfe - Einsatz des Einkommens - Unterhaltsfreibetrag der Ehefrau - …
Überwiegend wird eine Anrechnung im Hinblick auf die Bestimmung des § 8 Abs. 1 BErzGG abgelehnt (a.A, OLG München, FamRZ 1999, S. 598, ohne weitere Begründung;… für einen Ansatz ebenso Zimmermann, Prozeßkostenhilfe in Familiensachen, Rdn. 48).
OLG München, 05.05.2004 - 12 WF 1039/04
Anspruch auf Zahlung von Erziehungsgeld
OLG Dresden, 02.10.2002 - 10 WF 577/02
Berücksichtigung der Eigenheimzulage bei Berechnung des Einkommens im Rahmen der …
Als weiteres Einkommen ist der Klägerin Kindergeld in Höhe von 154, 00 EUR zuzurechnen (ständige Rechtsprechung des Senats, vgl. Beschluss vom 8. März 2000 - 10 WF 611/99 - und vom 4. Januar 2000 - 10 WF 654/99 - OLG München, FamRZ 1999, 598 ; OLG Frankfurt, FamRZ 1998, 1603 ;… Zöller, a.a.O., § 115 Rdnr.19 m.w.N. auch zur Gegenauffassung).