Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81180000072.htm
Timestamp: 2018-12-13 09:31:11
Document Index: 172833547

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 64', '§ 2', '§ 5', '§ 2', '§ 22']

1.18.072 Baumbachtal
Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Baumbachtal zwischen Erligheim und Walheim, Steinbachtal zwischen Löchgau und Besigheim mit Umgebung, insbesondere Niedernberg, Schalkstein und Hart" vom 18.08.1989 (Ludwigsburger Kreiszeitung vom 25.08.1989).
Auf Grund von §§ 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Städte Besigheim und Bönnigheim sowie der Gemeinden Erligheim, Löchgau und Walheim wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Baumbachtal zwischen Erligheim und Walheim, Steinbachtal zwischen Löchgau und Besigheim mit Umgebung, insbesondere Niedernberg, Schalkstein und Hart".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 340 ha. Das Schutzgebiet wird im wesentlichen im Osten durch die Ortsränder von Besigheim und Walheim und im Westen durch die Ortsränder von Löchgau und Erligheim begrenzt. Die Nord- und Südgrenzen bilden das Baumbachtal und das Steinbachtal mit ihren jeweiligen Umgebungen.
· Markung Besigheim:
Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Burgäcker, Niedernberg, Reute, Froschberg, Steinbach und Kirschhälde
Auf dem Gebiet der Stadt Bönnigheim:
· Markung Hofen:
Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Am Baumbach, Über dem Baumbach, Zaisenhardt und Wannengraben
Auf dem Gebiet der Gemeinde Erligheim:
· Markung Erligheim:
Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Mühlwiesen, Fuchsloch, Baumbach, Löchgauer Brückle und Ried
· Markung Löchgau:
Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Kugelwälder, Österreich, Hofener Weg, Kühlingsgrund, Untennaus, Am Besigheimer Weg, Pfeifer, Reute, Ried, Am Walheimer Weg, Steinbach, Schäuber, Gailingsee, Kirschhälde und Sauweg
Auf dem Gebiet der Gemeinde Walheim:
· Markung Walheim:
Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Zwischen den Hölzern, Hart, Großer Wald, Wassberg, Schalkstein, Hintere Burg, Altes Bonholz, Bachberg, Neues Bonholz, Bonhalde, Friedrichsberg, Wolfsteinklinge, Beim Wolfsstein, Zaisenhardt, Reute, Koppen, Unter der Eichhalde und Hätzenbrunnen.
Schutzzweck ist die Erhaltung und Sicherung des Charakters einer vielgestaltigen Kulturlandschaft mit ihren verschiedenartigen Nutzungsstrukturen. Die durch die Verschiedenartigkeit der Landschaftsstruktur wichtige ökologische Funktion für die wildlebenden Tier- und Pflanzenarten gilt es langfristig zu sichern. Dazu gehört die Aufrechterhaltung der Nutzungsstrukturen, die Bewahrung des Gebietes vor landschaftsbildstörenden- und beeinträchtigenden Veränderungen die Erhaltung der historischen Terrassenweinberge mit ihren Natursteinmauern und -treppen sowie die Erhaltung des vielgestaltigen Gebietes für die Naherholung in seiner Gesamtheit. Die Wiesenaue des Baumbachtales sowie die Obstbaumwiesengewanne des Schutzgebietes sind als landschaftlich und ökologisch wertvolle Landschaftsbestandteile besonders schutzwürdig.
15. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Röhrichtbeständen, Natursteinmauern und -treppen, Felsen und ähnlichen Naturerscheinungen sowie die Beseitigung von hochstämmigen Obstbäumen und der Umbruch von Wiesen im Bereich des Baumbachtales.
2. für die Beseitigung von einzelnen absterbenden, hochstämmigen Obstbäumen, wenn anstelle des alten Baumes auf dem Grundstück ein junger Obstbaum (Hochstamm) gepflanzt wird;
4. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze und Bahnanlagen ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 15, sofern Unterhaltungsmaßnahmen aus Verkehrssicherheitsgründen vorgenommen werden;
· § 2 Abs. 3 Ziffer 18 der Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg über die einstweilige Sicherstellung von Schutzgebieten im Landkreis Ludwigsburg vom 25.03.1985.
Ludwigsburg, den 18.08.1989
Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg als untere Naturschutzbehörde vom 11. Februar 1997 zur Änderung der Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg als Untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Baumbachtal zwischen Erligheim und Walheim, Steinbachtal zwischen Löchgau und Besigheim mit Umgebung, insbesondere Niedernberg, Schalkstein und Hart" vom 18.08.1989 (Ludwigsburger Kreiszeitung vom 17.02.1997).
Aufgrund von §§ 22 und 58 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes ( NatSchG) in der Fassung vom 29.März 1995 (GBI. S. 395) wird verordnet:
(1)Die Abgrenzung des Landschaftsschutzgebietes "Baumbachtal zwischen Erligheim und Walheim, Steinbachtal zwischen Löchgau und Besigheim mit Umgebung, insbesondere Niedernberg, Schalkstein und Hart" wird auf Markung Löchgau wie folgt geändert:
Die Grundstücke Flurstück -Nummern 3913, 3914 und Teile der Grundstücke Flurstück-Nummern 3917, 3918, 3878, 3880, 3881 sowie ein Teilabschnitt der L 1115 mit Straßenböschung, Markung Löchgau, werden aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen.
(2)Das Landschaftsschutzgebiet hat nun eine Größe von rund 339 ha.
(3)Die Grenzen des geänderten Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25 000 und in einer Flurkarte im Maßstab 1: 5 000 schwarz umrandet grün angeschummert eingetragen und
An die Stelle der bisherigen Übersichtskarte und der bisherigen Flurkarte treten neue Karten, in denen die geänderte Abgrenzung berücksichtigt ist. Diese Karten sind Bestandteil der durch die vorliegende Verordnung geänderten Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Baurnbachtal zwischen Erligheim und Walheirn, Steinbachtal zwischen Löchgau und Besigheirn mit Umgebung, insbesondere Niedernberg, Schalkstein und Hart" vom 18.08.1989.
Beide Verordnungen werden bei der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Ludwigsburg, Hindenburgstraße 40, in 71631 Ludwigsburg zur kostenlosen Einsichtnahme durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.
Ludwigsburg, den 11. Februar 1997