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Timestamp: 2020-02-28 04:56:38
Document Index: 299130640

Matched Legal Cases: ['§ 651', '§ 4', '§651', '§ 651', '§ 651', '§ 675', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651']

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die nachfolgenden Bestimmungen werden, soweit wirksam vereinbart,Inhalt des zwischen Ihnen und AFAN-Reisen, im Buchungsfall zustandekommenden Reisevertrages. Sie ergänzen die gesetzlichen Vorschriftender §§ 651a - m BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und dieInformationsvorschriften für Reiseveranstalter gemäß §§ 4 - 11BGB-InfoV (Verordnung über Informations- und Nachweispflichten nachbürgerlichem Recht) und füllen diese aus.
Bitte lesen Sie dieseReisebedingungen vor Ihrer Buchung sorgfältig durch!
2. Vermittelte Leistungen – weitere erst nach Beginn der Reiseerbrachte Leistungen
14. Rücktritt des Veranstalters bei unvermeidbaren, außergewöhnlichenUmständen
1.1. Reiseanmeldungen können mündlich, telefonisch, durchE-Mail, SMS oder Fax erfolgen. Der Reisevertrag soll mit denFormularen des Reiseveranstalters (Reiseanmeldung undReisebestätigung) einschließlich sämtlicher Abreden, Nebenabredenund Vorgaben des Reisenden geschlossen werden. Bei Vertragsschlusserhält der Reisende durch E-Mail, Fax oder SMS etc. dieReisebestätigung, die auch als Bestätigung des Vertrags dient und §651d Abs. 3 S. 2 BGB entspricht. Sind beide Teile bei Vertragsschlussanwesend oder wird der Vertrag außerhalb der Geschäftsräume desVeranstalters geschlossen, so hat der Reisende Anspruch auf eineBestätigung des Vertrags in Papierform.
1.2. An die Reiseanmeldung ist der Reisende 10 Tage, beiReiseanmeldung per Fax, E-Mail und SMS 5 Tage, gebunden. Innerhalbdieser Frist wird die Reise durch den Veranstalter bestätigt.
1.3. Telefonisch nimmt der Veranstalter, worauf der Reisendeausdrücklich hinzuweisen ist, lediglich verbindliche Reservierungenvor. Danach soll der Reisevertrag nach Ziff. 1.1. geschlossen werden.
1.4. Eine von der Reiseanmeldung abweichende oder nichtrechtzeitige Reisebestätigung ist ein neuer Vertragsantrag, an dender Veranstalter 10 Tage gebunden ist und den der Reisende innerhalbdieser Frist annehmen kann.
1.5. Buchungen im elektronischen Geschäftsverkehr richten sichnach den Erläuterungen auf unserer Internetseite und den dortabrufbaren Reisebedingungen.
1.6. Bei Reiseanmeldungen über Internet bietet der Reisende demVeranstalter den Abschluss des Reisevertrags durch Betätigung desButtons „zahlungspflichtig buchen“ verbindlich an. Dem Kundenwird der Eingang seiner Buchung (Reiseanmeldung) unverzüglich aufelektronischem Weg bestätigt (nur Eingangsbestätigung, keineAnnahme). Die Annahme erfolgt durch die Reisebestätigung innerhalbvon 3 Tagen. Im Übrigen sind die Hinweise für Buchung undReisebestätigung auf der Internetseite maßgeblich.
2.1. Bei ausdrücklich und eindeutig im Prospekt, denReiseunterlagen und in den sonstigen Erklärungen als vermitteltbezeichneten zusätzlichen Nebenleistungen (Besuch von Veranstal-tungen etc.) sind wir nicht Veranstalter, sondern lediglichVermittler i.S. des § 651v BGB. Als Vermittler haften wir insoferngrundsätzlich nur für die Vermittlung (einschließlich von uns zuvertretender Buchungsfehler nach § 651x BGB), nicht jedoch für dievermittelten Leistungen selbst (vgl. §§ 675, 631 BGB). Unserevertragliche Haftung als Vermittler ist ausgeschlossen, soweit nichtKörperschäden, Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegen,Hauptpflichten aus dem Reisevermittlervertrag betroffen sind, einezumutbare Möglichkeit zum Ab-schluss einer Versicherung besteht odereine vereinbarte Beschaffenheit fehlt.
2.2. Für Leistungen, die erst nach Beginn der Erbringung einerPauschalreiseleistung vom Reisenden z.B. am Urlaubsziel ausgewähltwerden, ist ebenfalls Ziff. 2.1. maßgeblich.
3.1. Der Veranstalter unterrichtet den Reisenden vor derReiseanmeldung über allgemeine Pass- und Visumerfordernisseeinschließlich der ungefähren Fristen für die Erlangung von Visasowie über gesundheitspolizeiliche Formalitäten desBestimmungslands (einschließlich zwischenzeitlich eingetretenerÄnderungen).
3.2. Nach Erfüllung der Informationspflicht gemäß Ziff. 3.1.hat der Reisende selbst die Voraussetzungen für die Reiseteilnahmezu schaffen und die erforderlichen Reiseunterlagen mitzuführen,sofern sich der Veranstalter nicht ausdrücklich zur Beschaffung derVisa oder Reiseunterlagen bzw. Bescheinigungen etc. verpflichtet hat.
3.3. Kann die Reise infolge fehlender persönlicherVoraussetzungen nicht angetreten werden, so ist der Reisende hierfürverantwortlich, wenn dies allein auf sein schuldhaftes Verhaltenzurückzuführen ist (z.B. ungültiges Visum, fehlende Impfung).Insofern gilt Ziff. 9. (Rücktritt) entsprechend.
4.1. Das Fordern oder Annehmen von Zahlungen (An- bzw.Restzahlung) des Reisenden ist nach Abschluss des Vertrags nur beiBestehen eines wirksamen Kundengeldabsicherungsvertrags undÜbermittlung des Sicherungsscheins zulässig.
4.2. Nach Abschluss des Reisevertrags sind 20 % des Reisepreiseszu zahlen, soweit die Parteien keine abweichende ausdrücklicheVereinbarung treffen.
4.3. Der Restbetrag ist auf Anforderung frühestens drei Wochenvor Reisebeginn Zug um Zug gegen Aushändigung der vollständigenReiseunterlagen, soweit für die Reise erforderlich und/odervorgesehen (z.B. Hotelgutschein oder Beförderungsschein), zu zahlen.Für Reisen mit einer Mindestteilnehmerzahl ist der Restbetrag zuzahlen, wenn der Veranstalter nicht mehr nach Ziff. 13. (siehe unten)zurücktreten kann.
4.4. Vertragsabschlüsse zwei Wochen vor Reisebeginn verpflichtenden Reisenden zur sofortigen Zahlung des gesamten Reisepreises Zug umZug gegen Aushändigung der vollständigen Reiseunterlagen, soweitfür die Reise erforderlich und/oder vorgesehen (z.B. Hotelgutscheinoder Beförderungsschein).
4.5. Sofern der Reisende die fälligen Zahlungen (An- undRestzahlung) nicht leistet, kann der Reiseveranstalter nach Mahnungund angemessener Fristsetzung vom Vertrag zurücktreten und eineRücktrittsentschädigung nach Ziff. 9. (siehe unten) verlangen.
5.1. Der Veranstalter behält sich Änderungen vomProspekt/Katalog vor, insbesondere Änderungen derLeistungsbeschreibung sowie der Preise. Er darf eine konkreteÄnderung der Prospekt- und Preisangaben erklären, wenn er denReisenden vor Reiseanmeldung hierüber informiert.
5.2. Der Veranstalter hat Informationspflichten vorReiseanmeldung, soweit dies für die vorgesehene Pauschalreiseerheblich ist, nach § 651d Abs. 1 BGB zu erfüllen (insbesondereüber wesentliche Eigenschaften der Reise, Reisepreis, An- undRestzahlung, Mindestteilnehmerzahl, Rücktrittsentschädigungen,Formblatt für Pauschalreisen).
5.3. Vertragsinhalt und Leistungen bestimmen sich nach den vorReisebeginn gemachten Angaben des Veranstalters nach Ziff. 5.1. undinsbesondere den vereinbarten Vorgaben des Reisenden, soweit nichtausdrücklich anderes vereinbart ist. Sie sollen in derReiseanmeldung und Reisebestätigung enthalten sein (siehe oben Ziff.1.). Außerdem ist dem Reisenden, so-fern nicht bereits in derAnnahme des Antrags (Reisebestätigung – siehe oben Ziff. 1.) beiVertragsschluss enthalten, unverzüglich nach Vertragsschluss einevollständige Reisebestätigung oder Abschrift des Vertrags zurVerfügung zu stellen.
5.4. Der Veranstalter hat über seine Beistandspflichten zuinformieren und diese nach § 651q BGB zu erfüllen, wenn sich derReisende z.B. hinsichtlich der vereinbarten Rückbeförderung oderanderen Gründen in Schwierigkeiten befindet. Bei vom Reisendenverschuldeten Umständen kann der Veranstalter Ersatz angemessenerund tatsächlich entstandener Aufwendungen verlangen.
5.5. Der Veranstalter hat dem Reisenden rechtzeitig vorReisebeginn die notwendigen Reiseunterlagen zu übermitteln(Gutscheine, Fahrkarten, Eintrittskarten etc.) und über nachVertragsschluss eingetretene Änderungen zu unterrichten (siehe auchZiff. 6. und Ziff. 7.).
5.6. Preis- und Leistungsänderungen nach Vertragsschluss sind inZiff. 6. sowie Ziff. 7. geregelt.
6.1. Unerhebliche Änderungen der Reiseleistungen durch denVeranstalter sind einseitig zulässig, aber nur wirksam, wenn sie derVeranstalter gegenüber dem Reisenden z.B. durch E-Mail, Fax, SMSoder in Papierform klar, verständlich und in hervorgehobener Weisevor Reisebeginn erklärt. Die Rechte des Reisenden bei Reisemängelnbleiben hiervon unberührt.
6.2. Erhebliche Vertragsänderungen sind nicht einseitig und nurunter den konkreten Voraussetzungen des § 651g BGB vor Reisebeginnzulässig, über die der Veranstalter ausdrücklich z.B. durchE-Mail, Fax, SMS oder in Papierform zu unterrichten hat. Der Reisendekann zurücktreten oder die angebotene Vertragsänderung bzw.Ersatzreise innerhalb der Annahmefrist des Veranstalters annehmen.Ohne fristgemäße Erklärung des Reisenden gilt das Angebot desVeranstalters als angenommen. Im Übrigen ist § 651g Abs. 3 BGBanzuwenden.
6.3. Wird die erhebliche Änderung oder die Ersatzreiseangenommen, so hat der Reisende Anspruch auf Minderung (§ 651m Abs.1 BGB), wenn die Ersatzreise nicht mindestens gleichwertig ist.Ergeben sich durch die Änderung für den Veranstalter geringereKosten, so sind dem Reisenden die geringeren Kosten zu erstatten (§651m Abs. 2 BGB).
7.1. Der Veranstalter kann Preiserhöhungen bis 8 % desReisepreises einseitig nur bei Vorliegen der Gründe für dieErhöhung aus sich unmittelbar ergebenden und nach Vertragsschlusserhöhten Beförderungskosten (Treibstoff, andere Energieträger),oder erhöhten Steuern und sonstigen Abgaben (Touristenabgaben,Hafen- oder Flughafengebühren), oder geänderter für diePauschalreise geltenden Wechselkurse vornehmen. Die hieraufberuhenden Änderungen des vereinbarten und geänderten Reisepreises(Differenz) werden entsprechend der Zahl der Reisenden errechnet, aufdie Person umgerechnet und anteilig erhöht. Unterrichtet derVeranstalter den Reisenden durch E-Mail, Fax, SMS, in Papierform etc.nicht klar und verständlich über die Preiserhöhung, die Gründeund die Berechnung spätestens bis 20 Tage vor Reisebeginn, ist diePreiserhöhung nicht wirksam.
7.2. Übersteigt die nach Ziff. 7.1. vorbehaltene Preiserhöhung 8% des Reisepreises, kann der Veranstalter sie nicht einseitig,sondern nur unter den engen Voraussetzungen des § 651g BGBvornehmen. Er kann dem Reisenden insofern eine entsprechendePreiserhöhung anbieten und verlangen, dass der Reisende sieinnerhalb der vom Veranstalter bestimmten angemessenen Frist annimmtoder zurücktritt. Einzelheiten ergeben sich aus § 651g BGB.
7.3. Der Reisende kann eine Senkung des Reisepreises verlangen,wenn und soweit sich die in Ziff. 7.1. genannten Preise, Abgaben oderWechselkurse nach Vertragsschluss und vor Reisebeginn geändert habenund dies zu niedrigeren Kosten für den Veranstalter führt. Hat derReisende mehr als den hiernach geschuldeten Betrag gezahlt, ist derMehrbetrag vom Reiseveranstalter zu erstatten. Der Veranstalter darfvon dem zu erstattenden Mehrbetrag die ihm tatsächlich entstandenenVerwaltungsausgaben abziehen. Er hat dem Reisenden auf dessenVerlangen nachzuweisen, in welcher Höhe Verwaltungsausgabenentstanden sind.
8.1. Der Reisende kann innerhalb einer angemessenen Frist, injedem Fall bei Zugang nicht später als sieben Tage vor Reisebeginnin Papierform, durch E-Mail, Fax, SMS etc. erklären, dass stattseiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus demPauschalreisevertrag eintritt.
8.2. Der Veranstalter kann dem Eintritt des Dritten widersprechen,wenn dieser die vertraglichen Reiseerfordernisse nicht erfüllt.
8.3. Tritt ein Dritter in den Vertrag ein, haften er und derReisende dem Veranstalter als Gesamtschuldner für den Reisepreis unddie durch den Eintritt des Dritten entstehenden Mehrkosten. DerReiseveranstalter darf eine Erstattung von Mehrkosten nur fordern,wenn und soweit diese angemessen und ihm tatsächlich entstandensind.
8.4. Der Veranstalter hat dem Reisenden nachzuweisen, in welcherHöhe durch den Eintritt des Dritten Mehrkosten entstanden sind.
9. Rücktritt des Reisenden vor Reisebeginn – Nichtantritt derReise
9.1. Vor Reisebeginn kann der Reisende jederzeit vom Vertragzurücktreten. Der Rücktritt sollte schriftlich oder in Textform(E-Mail, Fax, SMS) gegenüber dem Veranstalter erfolgen. Ausreichendist der Rücktritt gegenüber dem Reisevermittler. Maßgeblich istder Zugang des Rücktritts bei dem Veranstalter oder Vermittler.
9.2. Tritt der Reisende vom Vertrag zurück oder tritt er dieReise nicht an, verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf denvereinbarten Reisepreis. Der Reiseveranstalter kann jedoch eineangemessene Entschädigung bei Busreisen nach Ziff. 9.3. verlangen.Bei den sonstigen Reisen gilt Ziff. 9.5.
bis 220 Tage vor Reiseantritt
10% 10% 10% 10% 0 0
10% 10% 10% 30% 0 0
bis 125 Tage
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10% 10% 30% 70% 0 50%
44 bis 35 Tage
30% 30% 30% 70% 0 60%
34 bis 30 Tage
30% 30% 50% 80% 0 70%
30% 60% 60% 85% 10% 80%
50% 60% 70% 90% 30% 90%
75% 80% 90% 90% 50% 90%
ab 6. Tag und bei Nichtantritt
80% 90% 90% 90% 90% 90%
9.4. Dem Reisenden wird ausdrücklich der Nachweis gestattet, dassder Anspruch auf Entschädigung nicht entstanden oder dieEntschädigung wesentlich niedriger als die angeführte Pauschalesei.
9.5. Bei Reisen, die nicht unter Ziff. 9.3. fallen, bestimmt sichdie Höhe der Entschädigung nach dem Reisepreis abzüglich des Wertsder vom Reiseveranstalter ersparten Aufwendungen sowie abzüglichdessen, was er durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungenerwirbt. Der Veranstalter hat insoweit auf Verlangen des Reisendendie Höhe der Entschädigung zu begründen.
9.6. Nach dem Rücktritt des Reisenden ist der Veranstalter zurRückerstattung des Reisepreises verpflichtet. Die Rückerstattunghat unverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb von 14 Tagen nachZugang der Rücktrittserklärung, zu erfolgen.
9.7. Abweichend von Ziff. 9.2. kann der Reiseveranstalter vorReisebeginn keine Entschädigung verlangen, wenn am Bestimmungsortoder in dessen unmittelbarer Nähe unvermeidbare, außergewöhnlicheUmstände auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder dieBeförderung von Personen an den Bestimmungsort erheblichbeeinträchtigen. Umstände sind unvermeidbar und außergewöhnlichi.S. dieses Untertitels, wenn sie nicht der Kontrolle der Parteiunterliegen, die sich hierauf beruft und sich ihre Folgen auch dannnicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungengetroffen worden wären.
10.1. Grundsätzlich besteht nach Vertragsschluss kein Anspruchdes Reisenden auf Änderungen des Vertrags. Der Veranstalter kannjedoch, soweit für ihn möglich, zulässig und zumutbar, Wünschedes Reisenden berücksichtigen.
10.2. Verlangt der Reisende nach Vertragsschluss Änderungen oderUmbuchungen, so kann der Veranstalter bei Umbuchungen etc. alsBearbeitungsentgelt pauschaliert 15 EURO verlangen, soweit er nichtnach entsprechender ausdrücklicher Information des Reisenden einhöheres Bearbeitungsentgelt oder eine höhere Entschädigungnachweist, deren Höhe sich nach dem Reisepreis unter Abzug des Wertsder vom Reiseveranstalter ersparten Aufwendungen sowie dessenbestimmt, was der Reiseveranstalter durch anderweitige Verwendung derReiseleistungen erwerben kann.
Wird die Reise nach Reisebeginn infolge eines Umstandesabgebrochen oder wird eine Leistung aus einem Grund nicht in Anspruchgenommen, der in der Sphäre des Reisenden liegt (z.B. Krankheit), sohat der Veranstalter bei den Leistungsträgern die Erstattungersparter Aufwendungen sowie erzielter Erlöse für die nicht inAnspruch genommenen Leistungen zu erreichen, sofern es sich nicht umvöllig unerhebliche Leistungen handelt oder gesetzliche oderbehördliche Bestimmungen dem entgegenstehen.
12.1. Der Veranstalter kann den Reisevertrag fristlos kündigen,wenn der Reisende trotz Abmahnung erheblich weiter stört, so dassseine weitere Teilnahme für den Veranstalter und/oder die Reisendennicht mehr zumutbar ist. Dies gilt entsprechend auch, wenn derReisende sich nicht an sachlich begründete Hinweise hält. DemVeranstalter steht in diesem Fall der Reisepreis weiter zu, soweitsich nicht ersparte Aufwendungen und Vorteile aus einer anderweitigenVerwertung der Reiseleistung(en) ergeben. Schadensersatzansprüchedes Veranstalters bleiben insofern unberührt.
12.2. Der Reisende soll die ihm zumutbaren Schritte (z.B.Information des Veranstalters) unternehmen, um drohende ungewöhnlichhohe Schäden abzuwenden oder gering zu halten.
13.1. Der Veranstalter hat den Reisenden vor Reiseanmeldung und inder Reisebestätigung über Mindestteilnehmerzahl und Frist zuinformieren.
13.2. Der Veranstalter kann vor Reisebeginn vom Vertragzurücktreten, wenn sich für die Pauschalreise weniger Personen alsdie im Vertrag angegebene Mindestteilnehmerzahl angemeldet haben.
13.3. Ist die Mindestteilnehmerzahl nach Ziff. 13.1. nichterreicht und will der Veranstalter zurücktreten, hat derVeranstalter den Rücktritt innerhalb der im Vertrag bestimmten Fristzu erklären, jedoch spätestens bei einer Reisedauer von mehr alssechs Tagen 20 Tage, bei einer Reisedauer von zwei bis höchstenssechs Tagen 7 Tage und bei einer Reisedauer von weniger als zweiTagen 48 Stunden – jeweils vor Reisebeginn.
13.4. Tritt der Reiseveranstalter vom Vertrag zurück, verliert erden Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis.
13.5. Der Veranstalter ist infolge des Rücktritts zurRückerstattung des Reisepreises verpflichtet und hat dieRückerstattung unverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb von 14Tagen nach dem Rücktritt, zu leisten.
14.1. Der Veranstalter kann vor Reisebeginn vom Vertragzurücktreten, wenn er aufgrund unvermeidbarer, außergewöhnlicherUmstände an der Erfüllung des Vertrags gehindert ist und er denRücktritt unverzüglich nach Kenntnis vom Rücktrittsgrund erklärt.
14.2. Durch den Rücktritt nach Ziff. 14.1. verliert derVeranstalter den Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis, ist zurRückerstattung des Reisepreises verpflichtet und hat insofernunverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb von 14 Tagen nach demRücktritt, die Rückerstattung zu leisten.
Der Reisende hat dem Veranstalter einen Reisemangel unverzüglichanzuzeigen. Wenn der Veranstalter wegen der schuldhaften Unterlassungder Anzeige durch den Reisenden nicht Abhilfe schaffen konnte, kannder Reisende keine Minderung nach § 651m BGB oder Schadensersatznach § 651n BGB verlangen.
Reisemängel sind während der Reise bei der Reiseleitunganzuzeigen. Ist eine Reiseleitung oder ein Vertreter desVeranstalters nicht vorhanden oder nicht vereinbart, sindReisemängel, sofern eine schnelle Verbindung möglich ist, direktbeim Veranstalter oder der in der Reisebestätigung angeführtenKontaktstelle oder dem Reisevermittler anzuzeigen (E-Mail, Fax,Telefonnummern ergeben sich aus der Reisebestätigung).
Der Reisende kann Abhilfe verlangen. Der Veranstalter hat daraufden Reisemangel zu beseitigen. Adressat des Abhilfeverlangens ist dieReiseleitung. Im Übrigen gilt Ziff. 15.2. (siehe oben).
Wenn der Veranstalter nicht innerhalb der vom Reisenden gesetztenangemessenen Frist abhilft, kann der Reisende selbst Abhilfe schaffenund Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen. Wird dieAbhilfe verweigert oder ist sie sofort notwendig, bedarf es keinerFrist.
Der Veranstalter kann die Abhilfe nur verweigern, wenn sieunmöglich ist oder unter Berücksichtigung des Ausmaßes desReisemangels und des Werts der betroffenen Reiseleistung mitunverhältnismäßigen Kosten verbunden ist. In diesen Fällen gilt §651k Abs. 3 bis Abs. 5 BGB. Der Veranstalter ist verpflichtet, denReisenden über Ersatzleistungen, Rückbeförderung etc. und Folgenkonkret zu informieren und seine Beistandspflichten zu erfüllen(vgl. § 651q BGB).
Für die Dauer des Reisemangels mindert sich nach § 651m BGB derReisepreis. Auf Ziff. 15.1. (siehe oben) wird verwiesen.
Wird die Pauschalreise durch den Reisemangel erheblichbeeinträchtigt, kann der Reisende den Vertrag nach Ablauf einer vonihm zu setzenden angemessenen Frist kündigen. Verweigert derVeranstalter die Abhilfe oder ist sie sofort notwendig, kann derReisende ohne Fristsetzung kündigen. Die Folgen der Kündigungergeben sich aus § 651l Abs. 2 und Abs. 3 BGB.
Der Reisende kann unbeschadet der Minderung oder der KündigungSchadensersatz nach § 651n BGB verlangen. Bei Schadensersatzpflichthat der Veranstalter den Schadensersatz unverzüglich zu leisten.
Hat der Reisende aufgrund desselben Ereignisses gegen denVeranstalter Anspruch auf Schadensersatz oder auf Erstattung einesinfolge einer Minderung zu viel gezahlten Betrages, so muss sich derReisende den Betrag anrechnen lassen, den er aufgrund desselbenEreignisses als Entschädigung oder als Erstattung nach Maßgabeinternationaler Übereinkünfte oder von auf solchen beruhendengesetzlichen Vorschriften nach § 651p Abs. 3 BGB erhalten hat.
16.1. Die vertragliche Haftung des Veranstalters für Schäden,die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reise-preisbeschränkt, soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich nochgrob fahrlässig herbeigeführt wird, oder soweit der Veranstalterfür einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen einesVerschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
16.2. Gelten für eine von einem Leistungsträger zu erbringendeReiseleistung internationale Übereinkommen oder auf diesen beruhendegesetzliche Bestimmungen, nach denen ein Anspruch auf Schadensersatznur unter bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen geltendgemacht werden kann, so kann sich der Veranstalter gegenüber demReisenden auf diese Übereinkommen und die darauf beruhendengesetzlichen Bestimmungen berufen.
16.3. Auf Ziff. 15.7. (Anrechnung von Entschädigungen) wirdverwiesen.
17.1. Die Ansprüche nach § 651i Abs. 3 Nr. 2., 4. bis 7. BGBsind gegenüber dem Veranstalter oder dem Reisevermittler, der dieBuchung vorgenommen hat, geltend zu machen.
17.2. Die Ansprüche des Reisenden – ausgenommen Körperschäden– nach § 651i Abs. 3 BGB (Abhilfe, Kündigung, Minderung,Schadensersatz) verjähren in zwei Jahren. Die Verjährungs- fristbeginnt mit dem Tage, an dem die Pauschalreise dem Vertrag nach endensollte.
18. Verbraucherstreitbeilegung undOnline-Streitbeilegungsplattform
18.1. Unser Unternehmen Afan Reisen nimmt nicht an einemStreitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelleteil.
18.2. Online-Streitbeilegungsplattform: Die EuropäischeKommission stellt unter https://ec.europa.eu/consumers/odr/ einePlattform zur Online-Beilegung verbraucherrechtlicher Streitigkeitenfür Vertragsabschlüsse über die Internetseite des Veranstaltersoder mittels E-Mail bereit.
Afan Reisen • Kieler Straße 6b • 41540 Dormagen
Kundengeldabsicherer: R+V Versicherung
Stand der Fassung: November 2017