Source: http://lexetius.com/BGB/1906
Timestamp: 2017-10-19 16:15:02
Document Index: 324282567

Matched Legal Cases: ['§ 1906', '§ 1906', '§ 1906', '§ 1906', '§ 1905', '§ 1906', '§ 1906', 'BGH', '§ 1906', 'BGH', '§ 1906', '§ 1906', 'BGH', '§ 1906', '§ 1906', 'BGH', '§ 1906', '§ 1906', '§ 1906', 'BGH', '§ 1906', 'BGH', 'BGH', '§ 1906', '§ 1906', 'BGH', 'BGH', '§ 1906', '§ 1906', 'BGH', 'BGH', '§ 1906', '§ 1906', 'BGH', '§ 1906', 'BGH', '§ 1906', 'BGH', '§ 1906', '§ 1906', 'BGH', '§ 1906', 'BGH', '§ 1906', 'BGH', 'BGH', '§ 1906', 'BGH', 'BGH', '§ 1906', 'BGH', '§ 1906', '§ 37', 'BGH']

§ 1906 BGB. Genehmigung des Betreuungsgerichts bei freiheitsentziehender Unterbringung und bei freiheitsentziehenden Maßnahmen
[Titelei] [Inhalt] [Quellen] [<] § 1906 BGB [>]
Paragraf 1906. Genehmigung des Betreuungsgerichts bei freiheitsentziehender Unterbringung und bei freiheitsentziehenden Maßnahmen
1§ 1906. 2Genehmigung des Betreuungsgerichts bei freiheitsentziehender Unterbringung und bei freiheitsentziehenden Maßnahmen.
32. zur Abwendung eines drohenden erheblichen gesundheitlichen Schadens eine Untersuchung des Gesundheitszustandes, eine Heilbehandlung oder ein ärztlicher Eingriff notwendig ist, die Maßnahme ohne die Unterbringung des Betreuten nicht durchgeführt werden kann und der Betreute auf Grund einer psychischen Krankheit oder geistigen oder seelischen Behinderung die Notwendigkeit der Unterbringung nicht erkennen oder nicht nach dieser Einsicht handeln kann.
(2) 4[1] Die Unterbringung ist nur mit Genehmigung des Betreuungsgerichts zulässig. [2] Ohne die Genehmigung ist die Unterbringung nur zulässig, wenn mit dem Aufschub Gefahr verbunden ist; die Genehmigung ist unverzüglich nachzuholen. 5[3] (weggefallen) 6[4] (weggefallen)
7(3) [1] Der Betreuer hat die Unterbringung zu beenden, wenn ihre Voraussetzungen weggefallen sind. [2] Er hat die Beendigung der Unterbringung dem Betreuungsgericht unverzüglich anzuzeigen.
8(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten entsprechend, wenn dem Betreuten, der sich in einem Krankenhaus, einem Heim oder einer sonstigen Einrichtung aufhält, durch mechanische Vorrichtungen, Medikamente oder auf andere Weise über einen längeren Zeitraum oder regelmäßig die Freiheit entzogen werden soll.
9(5) 10[1] Die Unterbringung durch einen Bevollmächtigten und die Einwilligung eines Bevollmächtigten in Maßnahmen nach Absatz 4 setzen voraus, dass die Vollmacht schriftlich erteilt ist und die in den Absätzen 1 und 4 genannten Maßnahmen ausdrücklich umfasst. [2] Im Übrigen gelten die Absätze 1 bis 4 entsprechend.
[26. Februar 2013–22. Juli 2017]
[1. September 2009–26. Februar 2013]
2. 22. Juli 2017: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. a, 8 des Vierten Gesetzes vom 17. Juli 2017.
3. 22. Juli 2017: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. b, 8 des Vierten Gesetzes vom 17. Juli 2017.
4. 1. September 2009: Artt. 50 Nr. 49, 112 Abs. 1 Halbs. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008.
5. 22. Juli 2017: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. c, 8 des Vierten Gesetzes vom 17. Juli 2017.
6. 22. Juli 2017: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. c, 8 des Vierten Gesetzes vom 17. Juli 2017.
7. 22. Juli 2017: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. d, 8 des Vierten Gesetzes vom 17. Juli 2017.
8. 22. Juli 2017: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. e, 8 des Vierten Gesetzes vom 17. Juli 2017.
9. 26. Februar 2013: Artt. 1 Nr. 5, 6 S. 1 des Gesetzes vom 18. Februar 2013.
10. 22. Juli 2017: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. f, 8 des Vierten Gesetzes vom 17. Juli 2017.
Umfeld von § 1906 BGB
§ 1905 BGB. Sterilisation
§ 1906a BGB. Genehmigung des Betreuungsgerichts bei ärztlichen Zwangsmaßnahmen
Entscheidungen zu § 1906 BGB
1. BGH, Beschluss vom 23. 1. 2008 – XII ZB 185/07
Bundesgerichtshof BGB § 1906 Das Vormundschaftsgericht darf die Unterbringung des Betroffenen in einer geschlossenen Einrichtung nicht genehmigen, wenn die Freiheitsentziehung als solche nicht notwendig ist und die Genehmigung letztlich nur eine Rechtsgrundlage abgeben soll, den Betroffenen in einer offenen Abteilung der Einrichtung einer erforderlichen - auch zwangsweisen - Behandlung …
2. BGH, Beschluss vom 27. 6. 2012 – XII ZB 24/12
Bundesgerichtshof BGB § 1906 a) Das Anbringen von Bettgittern sowie die Fixierung im Stuhl mittels eines Beckengurts stellen freiheitsentziehende Maßnahmen im Sinne des § 1906 Abs. 4 BGB dar, wenn der Betroffene durch sie in seiner körperlichen Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Dieses ist dann der Fall, wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Betroffene zu einer willensgesteuerten …
3. BGH, Beschluss vom 7. 1. 2015 – XII ZB 395/14
Bundesgerichtshof BGB § 1906 Abs. 4 a) Ohne rechtswirksame Einwilligung des Betroffenen ist eine Maßnahme immer dann als unterbringungsähnlich im Sinn des § 1906 Abs. 4 BGB einzustufen, wenn sie, ohne eine Unterbringung zu sein, die Bewegungsfreiheit des Betroffenen über einen längeren Zeitraum oder regelmäßig begrenzt und dies zumindest auch bezweckt. b) Ein "regelmäßiges" Hindern i. S. d …
4. BGH, Beschluss vom 28. 7. 2015 – XII ZB 44/15
Bundesgerichtshof BGB §§ 1906 Abs. 4 a) Auch im Rahmen einer genehmigten Unterbringung nach § 1906 Abs. 1 BGB bedarf es der gesonderten betreuungsgerichtlichen Genehmigung nach § 1906 Abs. 4 BGB, wenn dem Betroffenen durch mechanische Vorrichtungen, Medikamente oder auf andere Weise über einen längeren Zeitraum oder regelmäßig die Freiheit entzogen werden soll (im Anschluss an Senatsbeschluss …
5. BGH, Beschluss vom 13. 4. 2016 – XII ZB 95/16
Bundesgerichtshof BGB § 1906 Abs. 1 und 2 Zu den Voraussetzungen der zivilrechtlichen Unterbringung bei Alkoholabhängigkeit. BGH, Beschluss vom 13. 4. 2016 - XII ZB 95/16; LG Itzehoe (Lexetius.com/2016,1078) Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 13. April 2016 durch den Vorsitzenden Richter Dose und die Richter Schilling, Dr. Günter, Dr. Nedden- Boeger und Dr. Botur beschlossen …
6. BGH, Beschluss vom 22. 9. 2010 – XII ZB 135/10
Bundesgerichtshof BGB § 1906 Abs. 1 Nr. 2 Zu den Voraussetzungen der Genehmigung einer Zwangsmedikation bei der Unterbringung des Betroffenen gemäß § 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB. BGH, Beschluss vom 22. 9. 2010 - XII ZB 135/ 10; LG Konstanz (Lexetius.com/2010,3903) Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 22. September 2010 durch die Vorsitzende Richterin Dr. Hahne, den Richter Prof. Dr …
7. BGH, Beschluss vom 23. 6. 2010 – XII ZB 118/10
Bundesgerichtshof BGB § 1906 Abs. 1 Nr. 1, 2 Zu den Anforderungen an eine zulässige Unterbringung nach § 1906 Abs. 1 Nr. 1 und 2 BGB (im Anschluss an Senatsbeschlüsse vom 1. Februar 2006 - XII ZB 236/ 05 - FamRZ 2006, 615, 616 und vom 13. Januar 2010 - XII ZB 248/ 09 - FamRZ 2010, 365 Tz. 14). BGH, Beschluss vom 23. 6. 2010 - XII ZB 118/ 10; LG Schwerin (Lexetius.com/2010,2183) Der XII …
8. BGH, Beschluss vom 17. 8. 2011 – XII ZB 241/11
Bundesgerichtshof BGB § 1906 Abs. 1 Nr. 1 a) Alkoholismus ist für sich gesehen keine psychische Krankheit bzw. geistige oder seelische Behinderung im Sinne von § 1906 Abs. 1 Nr. 1 BGB; ebenso wenig vermag die bloße Rückfallgefahr eine Anordnung der zivilrechtlichen Unterbringung zu rechtfertigen. Etwas anderes gilt, wenn der Alkoholismus entweder im ursächlichen Zusammenhang mit einem geistigen …
9. BGH, Beschluss vom 5. 12. 2012 – XII ZB 665/11
Bundesgerichtshof BGB § 1906 Abs. 1 Nr. 2 Da die Einwilligung des Betreuers in eine Zwangsbehandlung mangels gesetzlicher Grundlage gegenwärtig nicht genehmigungsfähig ist, kann die durch das Betreuungsgericht genehmigte Unterbringung im Beschwerdeverfahren nicht auf die zwangsweise Heilbehandlung des Betroffenen erweitert werden (im Anschluss an Senatsbeschlüsse vom 20. Juni 2012 - XII ZB 99/12 …
10. BGH, Beschluss vom 28. 12. 2009 – XII ZB 225/09
Bundesgerichtshof BGB 1906 Abs. 1 Nr. 2 Eine Unterbringung kann nicht gemäß § 1906 Abs. 1 Nr. 2 2. Alt. BGB ("… weil … eine Heilbehandlung … notwendig ist, …") genehmigt werden, wenn die angestrebte Heilbehandlung - aus welchen Gründen auch immer - nicht oder nicht mehr durchgeführt wird. Deshalb darf eine bereits erteilte Genehmigung nicht länger aufrechterhalten werden, wenn der Betreute …
11. BGH, Beschluss vom 13. 1. 2010 – XII ZB 248/09
Bundesgerichtshof BGB § 1906 Abs. 1 Nr. 1 Die zivilrechtliche Unterbringung durch einen Betreuer nach § 1906 Abs. 1 Nr. 1 BGB setzt keine akute, unmittelbar bevorstehende Gefahr voraus; notwendig ist allerdings eine ernstliche und konkrete Gefahr für Leib oder Leben des Betreuten. Die Gefahr für Leib oder Leben setzt kein zielgerichtetes Verhalten des Betreuten voraus, so dass auch eine völlige …
12. BGH, Beschluss vom 5. 3. 2014 – XII ZB 58/12
Bundesgerichtshof BGB § 1906 Abs. 1 Nr. 1 Zur Feststellung, für einen Betreuten bestehe aufgrund seiner psychischen Krankheit die Gefahr, dass er sich selbst tötet oder erheblichen gesundheitlichen Schaden zufügt, genügt nicht die formelhafte Behauptung einer ohne die Unterbringung bestehenden Selbstschädigungsgefahr. Vielmehr müssen objektivierbare, konkrete Anhaltspunkte für eine akute …
13. BGH, Beschluss vom 25. 3. 2015 – XII ZA 12/15
Bundesgerichtshof BGB § 1906 Abs. 1 Nr. 1 Zu den Voraussetzungen der zivilrechtlichen Unterbringung zum Schutz vor Selbstgefährdung bei einem alkoholkranken Betroffenen (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 17. August 2011 - XII ZB 241/11 - FamRZ 2011, 1725). BGH, Beschluss vom 25. 3. 2015 - XII ZA 12/15; LG Dessau-Roßlau (Lexetius.com/2015,978) Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 25 …
14. BGH, Beschluss vom 31. 5. 2017 – XII ZB 342/16
Bundesgerichtshof BGB § 1906 Abs. 1 Nr. 1 und 2 Zu den Voraussetzungen der betreuungsgerichtlichen Genehmigung einer zivilrechtlichen Unterbringung. BGH, Beschluss vom 31. 5. 2017 - XII ZB 342/16; LG Detmold (Lexetius.com/2017,1699) Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 31. Mai 2017 durch den Vorsitzender Richter Dose, die Richter Schilling, Dr. Günter und Dr. Botur und die Richterin …
15. BGH, Beschluss vom 24. 5. 2017 – XII ZB 577/16
Bundesgerichtshof BGB § 1906 Abs. 1 Nr. 1 a) Wird ein Betroffener, der sich allein mit seinem Rollstuhl fortbewegen kann, in einer Wohneinrichtung untergebracht, deren Außentür verschlossen wird, damit der Betroffene den geschützten Bereich nicht eigenmächtig verlassen kann, ist diese Unterbringung mit einer Freiheitsentziehung verbunden. b) Die Genehmigung einer geschlossenen Unterbringung …
16. BGH, Beschluss vom 19. 7. 2017 – XII ZB 183/17
Bundesgerichtshof BGB § 1906; FamFG §§ 37 Abs. 2, 321 Das in einem Unterbringungsverfahren eingeholte Gutachten ist mit seinem vollen Wortlaut grundsätzlich auch dem Betroffenen persönlich im Hinblick auf dessen Verfahrensfähigkeit zur Verfügung zu stellen (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 22. März 2017 - XII ZB 358/16 - FamRZ 2017, 996). BGH, Beschluss vom 19. 7. 2017 - XII ZB 183/17; LG …