Source: https://www.dtad.de/details/Oeffentlicher_Verkehr_Strasse_86609_Donauwoerth-10775455_3
Timestamp: 2018-04-25 22:28:10
Document Index: 105815475

Matched Legal Cases: ['§ 8', 'Art. 7', 'Art. 5', '§ 12', '§ 13', '§ 20']

Ausschreibung - Öffentlicher Verkehr (Straße) in Donauwörth (ID:10775455)
> DTAD-ID: 10775455
Vorabbekanntmachung gemäß § 8a Abs. 2 PBefG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 VO (EG) 1370/2007 für die Durchführung eines offenen Verfahrens nach Art. 5 Abs. 1 VO (EG) 1370/2007 zur Vergabe von Busverkehrsleistungen im Landkreis Donau-Ries, hier betreffend das Linienbündel Nr. 9 „Lech“. Zweck dieses Bündels ist es, eine ausreichende Schülerbeförderung innerhalb des festgelegten Bedienungsgebietes sicherzustellen. Für die unter 1.2 definierte Achse gibt es zusätzliche Anforderungen. Die weitergehenden Standards eines allgemeinen ÖPNV sind in der separaten Vorabbekanntmachung des so genannten Lechbusses niedergelegt und nicht Bestandteil dieser Vorabbekanntmachung.
Org. Dok.-Nr: 178307-2015
Landratsamt Donau-Ries KE/OEPNV
Zu Händen von: Veit Meggle
E-Mail: oepnv@lra-donau-ries.de
Hauptadresse des öffentlichen Auftraggebers: http://www.donau-ries.de
Personenbeförderung mit Omnibussen nach dem PBefG im Landkreis Donau-Ries, betreffend das Linienbündel Nr. 9 „Lech“. Service category move Dienstleistungskategorie NrT-05 Hauptausführungsort: Landkreis Donau-Ries. DE27D
Voraussichtlicher Beginn der Vergabeverfahren: 01.08.2016 Beginn der Bauarbeiten in 120 Monaten
IV.3.3) Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge 24.08.2015.IV.3.6) Sprache(n), in der (denen) Angebote oder Teilnahmeanträge verfasst werden können Deutsch
Hinweis auf Frist für eigenwirtschaftliche Anträge: Gemäß § 12 Abs. 6 Satz 1 PBefG ist der Antrag auf Erteilung einer Genehmigung für eigenwirtschaftliche Verkehre mit Straßenbahnen, Obussen oder Kraftfahrzeugen im Linienverkehr spätestens drei Monate nach der Vorabbekanntmachung zu stellen. Diese Anträge müssen die in dieser Vorinformation beschriebenen Anforderungen erfüllen. Andernfalls ist die Genehmigung zu versagen (§ 13 Abs. 2a Satz 2 PBefG). Diese Frist wird durch die vorliegende Bekanntmachung für die Verkehrsleistung (Linienbündel Lech) ausgelöst, die Gegenstand dieser Bekanntmachung ist. Vorgaben: 1. Bedienungsgebiet und Netzstruktur: 1.1. Bedienungsgebiet: Das Linienbündel Nr. 9 „Lech“ umfasst folgende Gemeinden (inkl. aller Stadt- und Ortsteile): — Rain, — Holzheim, — Münster, — Genderkingen, — Oberndorf, — Mertingen, — Asbach-Bäumenheim mit Verbindungen aus den Gemeinden nach — Rain (Schulen und/oder Bahnhof) und zurück, mit Verbindungen aus Münster und den Holzheimer Ortsteilen zur Grundschule Holzheim sowie die Gemeinden (inkl. aller Ortsteile) — Niederschönenfeld, — Marxheim, — die Kaisheimer Ortsteile Altisheim und Leitheim mit Verbindungen nach — Donauwörth (weiterführende Schulen) und zurück, — Rain (Schulen) und zurück, mit Verbindungen aus den Marxheimer Ortsteilen zur Grundschule Marxheim, mit Verbindungen aus Niederschönenfeld (inkl. Ortsteile) zur Grundschule Genderkingen, soweit erforderlich, sowie die Beförderung von Schülern aus Donauwörth (analog mindestens dem bisherigen Verkehr, Stand Mai 2015) zum Schulstandort Rain und zurück. 1.2. Ergänzungsachsen: Ergänzungsachsen dienen nach der Definition im Nahverkehrsplan des Landkreises Donau-Ries der Erschließung aller Orte und Ortsteile mit mehr als 200 Einwohnern ausgerichtet auf einen Standort weiterführender Schulen. Ortschaften unter 200 Einwohner können und sollen angebunden werden, soweit ihre Anbindung keinen strukturellen Zusatzaufwand erfordert. Für das Bündel Nr. 9 „Lech“ gilt folgende Ergänzungsachse: Schweinspoint – Marxheim – Donauwörth; zugeordnet Altisheim, Gansheim, Graisbach. Im Schülerverkehr nach Donauwörth (nur für die weiterführenden Schulen) außerdem zugeordnet: Schäfstall und Zirgesheim. Die Achse ist durchgehend und in voller Länge zu bedienen. Im Schülerverkehr kann von dieser Vorgabe im Einzelfall abgewichen werden. Die Achse ist einheitlich als durchgehend geplanter Verkehr gegenüber dem Kunden darzustellen. Auch im Schülerverkehr ist die Achsenstruktur möglichst zur Geltung zu bringen. 2. Bedienungsqualität: 2.1 Mindestfahrtenzahl/Betriebszeit: Folgende Mindestfahrtenzahlen und -betriebszeiten gelten: 2.1.1 Ergänzungsachse Schweinspoint – Marxheim – Donauwörth; — 7 Fahrtenpaare Mo-Fr an Schultagen zw. 5:00 und 18:00 Uhr; — 4 Fahrtenpaare Mo-Fr an Ferientagen möglichst zu Zeitlagen wie an Werktagen; — 2 Fahrtenpaare Sa zw. 6:00-14:00 Uhr. 2.1.2 im Übrigen gilt — Schülerbeförderung gemäß 2.3 für alle Siedlungseinheiten größer 10 Einwohner; — in Ausnahmefällen: keine Anbindung für Orte größer 10 Einwohner. Kriterium für das Vorliegen eines Ausnahmefalls: Ort kann aufgrund verkehrlicher Gegebenheit von einem Standardfahrzeug nach Kapitel 4 nicht bedient werden 2.2 Betriebsform: Auf der Ergänzungsachse dürfen grundsätzlich ganze Fahrten als „Rufbusfahrten“ mit Anmeldeerfordernis durchgeführt werden. Ausgenommen davon sind Schülerkurse zur 1. Stunde und nach der 6., 8. sowie 10. Stunde. Bei Rückfahrten im Schülerverkehr kann für den Halt an Zwischenhaltestellen ein Anmeldeerfordernis vorgesehen werden. Soweit Anmeldeerfordernisse vorgesehen werden, soll die Anmeldezeit nicht über 1 Std. liegen. Werden die o. g. Anforderungen eingehalten, gelten Rufbusfahrten als gleichwertig zu Festverkehren. 2.3 Bedienungsstandards im Schülerverkehr: Am Schulstandort Rain (Grundschule, Mittelschule und Realschule) ist eine Beförderung zur ersten Stunde aus dem gesamten Bedienungsgebiet zur Realschule und aus dem jeweiligen Sprengel zur Grund- und zur Mittelschule sicherzustellen. Rückfahrten für die genannten drei Schulen sind um ca. 13:00 Uhr, ca. 14:35 Uhr, ca. 15:35 Uhr, ca. 16:05 Uhr und um ca. 17:10 Uhr anzubieten. Die exakten Abfahrtszeiten sind mit den Schulen und dem Aufgabenträger abzustimmen. Bei den Rückfahrten sind möglichst immer alle drei Schulen anzufahren. Für Schüler aus den Rainer Stadtteilen, aus Münster und Holzheim, die eine Schule in Donauwörth besuchen, ist eine Anbindung an den Zug am Bahnhof in Rain herzustellen. Die Übergangszeit zwischen Zug und Bus soll innerhalb von 12 Minuten liegen. Eine Anbindung muss mindestens zu folgenden aktuellen Zügen der Donautalbahn realisiert werden: ag 84342, as 84359, ag 84327 und ag 84329. Bei den Anbindungen zu ag 84327 und ag 84329 ist eine Kombination mit den im ersten Absatz genannten Zeiten 16:05 Uhr und 17:10 Uhr möglich. Sollten sich während der Laufzeit des Linienbündels Nr. 9 „Lech“ die Zugnummern oder die Zugzeiten ändern, sind die Buszeiten in Absprache mit dem Aufgabenträger entsprechend anzupassen. Für Schüler der Grundschule Rain ist sicherzustellen, dass die Abfahrt am Heimatort in der Regel maximal 45 Minuten vor Unterrichtsbeginn erfolgt und dass sie nach Unterrichtsende in der Regel wieder nach maximal 45 Minuten am Heimatort ankommen. Zusätzlich zu den im ersten Absatz genannten Rückfahrtmöglichkeiten sind für die Grundschule Rain noch Rückfahrtmöglichkeiten nach der vierten und fünften Stunde anzubieten, sofern erforderlich. Für Schüler der Grundschule Holzheim ist sicherzustellen, dass sie rechtzeitig zur ersten Stunde an der Schule sind und nach der sechsten Stunde innerhalb von in der Regel 20 Minuten wieder am Heimatort sind. Für Schüler der Julian-Knogler-Grundschule Marxheim ist sicherzustellen, dass sie rechtzeitig zur ersten Stunde an der Schule sind und zeitnah nach der fünften und sechsten Stunde nach Hause befördert werden. Die Abfahrt am Heimatort erfolgt in der Regel maximal 45 Minuten vor Unterrichtsbeginn, nach Unterrichtsende nach der fünften und sechsten Stunde kommen die Schüler in der Regel wieder nach maximal 45 Minuten am Heimatort an. Für Marxheim mit allen Ortsteilen, Niederschönenfeld und Feldheim ist eine Bus-Verbindung (kein Umstieg auf den Zug in Rain) nach Donauwörth zur ersten Stunde anzubieten. Ebenso Rückfahrtmöglichkeiten nach der sechsten, achten und zehnten Stunde. Die Ankunft am Schulort Donauwörth soll in der Regel innerhalb von 45 Minuten vor Unterrichtsbeginn stattfinden, die Abfahrt von Donauwörth soll in der Regel innerhalb von 45 Minuten nach Unterrichtsende erfolgen. Für Schüler aus den Marxheimer Ortsteilen Lechsend und Graisbach, die weiterführende Schulen in Donauwörth besuchen, ist eine direkte Beförderung, d. h. nicht über Marxheim Hauptort, vorgesehen. 2.4 Fahrplanaufstellung und -weiterentwicklung: Der Fahrplan samt Angaben zu den zu fahrenden Kilometern ist vom Unternehmer aufzustellen und muss die o. g. Anforderungen erfüllen. Bis zur Betriebsaufnahme sowie während der Genehmigungslaufzeit der gegenständlichen Verkehrsleistung können Änderungen der betrieblichen und sonstigen Rahmenbedingungen – auch aufgrund von Änderungen der Anschlussbeziehungen und insbesondere durch geänderte Schulzeiten – eintreten. Zur Gewährleistung eines integrierten Angebotes entwickelt das Verkehrsunternehmen die Fahrpläne in Abstimmung mit dem Aufgabenträger weiter bzw. passt diese den sich verändernden Rahmenbedingungen an. Das zu vergebende Linienbündel ist überwiegend anschlussoptimiert. Änderungen bei den Abfahrtszeiten des SPNV sind nur bedingt vom ÖPNV-Aufgabenträger zu beeinflussen. Dem Verkehrsunternehmen obliegt die Aufgabe, zu jedem Fahrplanwechsel zu überprüfen, ob die Anschlüsse weiterhin gewährleistet sind. Ist dies nicht der Fall, erarbeitet das Verkehrsunternehmen Vorschläge zur Fahrplanänderung. Das Verkehrsunternehmen hat sich bei Fahrplanänderungen frühzeitig mit allen Betreibern benachbarter tangierter Verkehre abzustimmen. Dauerhafte Änderungen des Fahrplanangebotes bedürfen der Zustimmung des Aufgabenträgers vor der Genehmigungsbeantragung bei der Genehmigungsbehörde. 3. Tarif: Es ist der Gemeinschaftstarif der Verkehrsgemeinschaft Donau-Ries (VDR) anzuwenden. Die Fortschreibung erfolgt allein durch die Verkehrsgemeinschaft unter Prüfung und Genehmigung durch die Regierung von Schwaben. 4. Qualitätsstandards: Hinsichtlich der Qualitätsstandards wird auf Kapitel 7.3. des Nahverkehrsplanes des Landkreises Donau-Ries vom Mai 2015 verwiesen. Die darin formulierten Anforderungen sind Bestandteil dieser Vorabbekanntmachung. Der Nahverkehrsplan kann unter www.donau-ries.de heruntergeladen werden. 5. Wirtschaftliche Gestaltung: 5.1 Integration von Schülerverkehren: Zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit des Verkehrs sind Schülerverkehre integriert zu planen und zu betreiben. In der Regel sind Schülerverkehre Bestandteil des Linienverkehrs. Verkehrsunternehmen und Schulträger können aber im Einzelfall vereinbaren, dass die Verkehre nach der Freistellungsverordnung durchgeführt werden, wenn hierdurch Bedienungsstandards weiterhin eingehalten werden (z. B. für andere Schulen oder Jedermannfahrgäste) und dies für beide Seiten von Vorteil ist. 5.2 Finanzierung: Der Landkreis strebt einen eigenwirtschaftlichen Verkehr an. Zur Förderung der Eigenwirtschaftlichkeit ist der Landkreis bereit eine allgemeine Vorschrift zu erlassen mit folgenden Eckpunkten: — Das Finanzvolumen hat maximal den aus den Nutzplatzkilometern errechneten Anteil des Verkehrs im Bündel Lech an der ÖPNV-Zuweisung, derzeit ca. 21 000 EUR. — Ausgeglichen werden nur Tarifausfälle gegenüber dem anzuwendenden VDR-Tarif. — Die Einhaltung der im Nahverkehrsplan festgelegten Standards und des Fahrplans ist verpflichtend. Für die Kalkulation der Verkehre im Bündel Lech können beim Landkreis Donau-Ries die aktuellen Schülerzahlen (Schuljahr 2014/2015) angefordert werden (E-Mail: oepnv@lra-donau-ries.de). 5.3. Linienbündelung: Die Vergabe des Bündels erfolgt nur als Gesamtleistung. 6. Laufzeitbeginn, Laufzeit: Das Linienbündel kann beginnend ab 1.8.2016 mit einer Laufzeit von bis zu 10 Jahren beantragt werden. Kann keine bestandskräftige Genehmigung erreicht werden, so ist das Verkehrsunternehmen verpflichtet, eine einstweilige Erlaubnis nach § 20 PBefG zu beantragen und den Betrieb aufzunehmen.
Öffentlicher Verkehr (Straße) 18.07.2015 Ergänzungsmeldung