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Timestamp: 2018-12-16 18:51:41
Document Index: 373610628

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 370', '§ 369', '§ 371', '§ 378', '§ 379']

Steuerrechtliche Pflichten des GmbH-Geschäftsführers, Das Wichtigste in Kürze
Steuern zu zahlen ist eine ungeliebte Pflicht für jedes Unternehmen, und die erforderliche Buchhaltung macht auch nicht immer Spaß. Verantwortlich dafür ist der GmbH-Geschäftsführer. Findet das Finanzamt Grund für Beanstandungen, besteht das Risiko, dass er bußgeldrechtlich oder sogar steuerstrafrechtlich belangt wird. Hinzu kommt die persönliche Haftung.
Die steuerrechtliche Verantwortung des GmbH-Geschäftsführers
Die Steuerschuldnerschaft liegt zwar bei der GmbH als juristischer Person. Dennoch trifft den GmbH-Geschäftsführer die Hauptlast der Verantwortung. Denn als gesetzlicher Vertreter der GmbH hat er nach § 34 Abgabenordnung (AO) dafür zu sorgen, dass die fälligen Steuern aus den von ihm zu verwaltenden Mitteln ordnungsgemäß gezahlt werden. Dazu gehören Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten, Erklärungs-, Vorlage- und Duldungspflichten sowie die Pflicht zur Einbehaltung und Entrichtung der Steuern. Der Geschäftsführer kann kompetente Dritte – Mitarbeiter oder Steuerberater – damit beauftragen.
Straftatbestand der Steuerhinterziehung
Die Steuerhinterziehung (§ 370 AO) ist das wichtigste Risiko unter den möglichen Steuerstraftaten (§ 369–376 AO). Steuerhinterziehung setzt vorsätzliche Pflichtverletzung voraus. Das Strafmaß beträgt in der Regel Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe, in besonders schweren Fällen auch Freiheitsstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Da hilft nur noch eine ordnungsgemäße Selbstanzeige (§ 371 AO).
Leichtfertige Steuerverkürzung und Steuergefährdung
Ist die Zuwiderhandlung gegen die steuerlichen Pflichten weniger gravierend, sehen die jeweiligen Steuergesetze Geldbußen vor. Dazu gehört insbesondere die leichtfertige Steuerverkürzung (§ 378 AO) – im Gegensatz zur Steuerhinterziehung – und die vorsätzliche oder leichtfertige Steuergefährdung, u.a. durch unrichtige Belege oder Verbuchungen (§ 379 AO). Die drohende Geldbuße bis zu 50.000 Euro kann man vermeiden, indem man vor Einleitung eines Straf- oder Bußgeldverfahrens alles richtigstellt bzw. nachzahlt.