Source: https://www.jusline.at/gesetz/w-et_13_gnnlt/paragraf/4
Timestamp: 2019-10-19 05:47:55
Document Index: 110187796

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 2', '§ 3', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 5']

§ 4 W-ET 13 GNNLT (Erklärung von Teilen des 13. Wiener Gemeindebezirkes zum Naturschutzgebiet (Naturschutzgebiet Lainzer Tiergarten)), Verbote - JUSLINE Österreich
§ 4 W-ET 13 GNNLT Verbote
(1) Im Naturschutzgebiet ist jeder Eingriff, der den Schutzzweck des Naturschutzgebietes wesentlich beeinträchtigen könnte, untersagt.
(2) Als verbotene Eingriffe im Sinne des Abs. 1 gelten jedenfalls:
das Verlassen der in dem eine Anlage zu dieser Verordnung bildenden Plan gekennzeichneten Wege, Lagerwiesen und Spielplätze,
das Entfachen von Feuer,
das Mitnehmen von Hunden und Haustieren aller Art,
das Fahren von Kraftfahrzeugen sowie das Halten und Parken derselben, das Verwenden von Fahrrädern, mit Ausnahme von Fahrrädern, Dreirädern, Laufrädern und Rollern für Kinder unter sechs Jahren,
das Verwenden von Roller Skates, Skateboards, Skootern, Skiern, Rodeln, Eislaufschuhen und dergleichen und das Baden und Campieren,
der Besatz der Gewässer mit Fischen, Krebsen oder Muscheln,
das Verwenden von Kunstdünger, Pflanzenschutzmittel und Bioziden,
die Neuanlage großflächiger Einzäunungen (> 15 ha),
die Vorlage von Kraftfutter als Futtermittel für Wiederkäuer,
die Errichtung von Neu- und Zubauten sowie die Versiegelung offener Flächen oder
das Füttern der Wildtiere durch Besucher.
(3) Vom Verbot des Abs. 1 ausgenommen sind:
forstliche Maßnahmen zur Verjüngung und Pflege der Waldbestände und bestehender Alleen, wobei diese derart durchzuführen sind, dass keine Beeinträchtigung des in § 2 genannten Schutzzweckes oder der in § 3 genannten Ziele erfolgt,
die Pflege der Wiesen, wobei diese derart durchzuführen ist, dass keine Beeinträchtigung des in § 2 genannten Schutzzweckes oder der in § 3 genannten Ziele erfolgt,
die Durchführung eines Wildtiermanagements, welches auf die wildökologischen und naturräumlichen Gegebenheiten abzustimmen ist,
die Durchführung eines fischereilichen Managements, welches auf die gewässerökologischen und naturräumlichen Gegebenheiten abzustimmen ist.
Die in Z 1 und 2 aufgelisteten Ausnahmen gelten nicht für die Zone B. Naturdenkmal Johannser Kogel.
(4) Vom Verbot des Abs. 2 Z 1, 3 und 4 ausgenommen sind Organe von Gebietskörperschaften und von diesen beauftragte Personen in dem für eine ungehinderte Ausübung ihres Dienstes unbedingt erforderlichen Ausmaß, sowie die Grundeigentümer und sonstige Nutzungsberechtigte, soweit dies zur Ausübung ihres Nutzungsrechtes unbedingt erforderlich ist. Die Anzahl der Fahrten ist so gering wie möglich zu halten; sie sind auf das unbedingt notwendige Ausmaß zu beschränken.
(5) Vom Verbot des Abs. 2 Z 4 ausgenommen sind Anrainer sowie der Zulieferverkehr zu den Restaurationsbetrieben „Hirschgstemm“ und „Rohrhaus“, sowie zur „Hermesvilla“, wobei nur Fahrten in kürzester Distanz vom Restaurationsbetrieb zum nächstgelegenen Tor gestattet sind. Das Abstellen und Parken von privaten Kraftfahrzeugen ist ausschließlich auf den dafür vorgesehenen Parkplätzen im Hermesvilla – Park, bei den Restaurationsbetrieben und bei den Forsthäusern erlaubt.
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