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Timestamp: 2016-10-26 05:57:44
Document Index: 5611230

Matched Legal Cases: ['Art. 276', 'Art. 75', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 72', 'BGE', 'Art. 74', 'Art. 51', 'Art. 76', 'Art. 100', 'Art. 276', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 98', 'Art. 98', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 276', 'Art. 163', 'Art. 176', 'Art. 93', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 327', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 75', 'Art. 327', 'Art. 319', 'Art. 327', 'Art. 327', 'Art. 8', 'Art. 276', 'Art. 163', 'Art. 176', 'Art. 277', 'Art. 35', 'Art. 67', 'Art. 35', 'Art. 33', 'Art. 40', 'Art. 38', 'Art. 40', 'Art. 40', 'Art. 33', 'Art. 38', 'Art. 40', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_882/2014 (02.07.2015)
5A_882/2014 � � Urteil vom 2. Juli 2015
A.a.�A.A.________ und B.A.________ sind seit dem 31. Januar 1997 verheiratet. Sie haben drei gemeinsame Kinder, C.A.________ (geb. 1993), D.A.________ (geb. 1994) und E.A.________ (geb. 1996).
A.b.�Die Ehegatten leben seit dem 1. M�rz 2004 getrennt. In der gerichtlich genehmigten Trennungsvereinbarung vom 24. November 2004 wurden die drei Kinder unter die elterliche Obhut der Mutter gestellt, die G�tertrennung angeordnet und B.A.________ verpflichtet, f�r die Ehefrau und die drei Kinder inkl. Kinderzulagen einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in der H�he von Fr. 5'450.-- (bei einem Lohn zu 90 %) respektive Fr. 5'900.-- (bei einem Lohn zu 100 %) zu leisten. Der auf die Kinder entfallende Unterhaltsbeitrag betrug je Fr. 1'000.-- zuz�glich Kinderzulagen.
B.A.________ lebt mit seiner Konkubinatspartnerin F.F.________ zusammen. Am 5. Oktober 2010 wurden sie Eltern einer gemeinsamen Tochter namens G.F.________. G.F.________ leidet an einer ataktischen Zerebralparese mit psychomotorischer Entwicklungsverz�gerung und ist auf intensive Betreuung angewiesen.
Wegen einer manisch-depressiven Erkrankung war B.A.________ lange Zeit arbeitsunf�hig und bezog eine volle IV Rente. Seit Mai 2013 arbeitet er im Rahmen eines Arbeitsversuches wieder zu 50 % verteilt auf 5 Tage und erzielt damit einen monatlichen Nettolohn von Fr. 2'341.70 (inkl. 13. Monatslohn). Nebst diesem Lohn erh�lt er eine Invalidenrente der Ausgleichskasse von Fr. 2'097.-- und bezieht von der H.________ Vorsorgestiftung, Basis- und Zusatzkasse, weitere Invalidenrenten von Fr. 3'234.65 und Fr. 1'787.--. Insgesamt erzielt er ein Nettoeinkommen von Fr. 9'460.35. F�r seine T�chter E.A.________ und G.F.________ erh�lt er eine Kinderrente von je Fr. 1'270.25 und Ausbildungs- respektive Kinderzulagen von Fr. 290.-- respektive Fr. 230.--. Gem�ss den vorinstanzlichen Feststellungen sind ab Herbst 2014, respektive dem Studienbeginn der beiden S�hne, alle vier Kinder rentenberechtigt, und reduziert sich die Kinderrente auf je Fr. 1'116.55 und das Nettoeinkommen des Ehemannes auf Fr. 7'670.65 im Monat. Die gemeinsamen Kinder wohnen weiterhin bei der Mutter.
A.c.�Zwischen den Parteien ist seit dem 18. Oktober 2012 ein Scheidungsverfahren h�ngig. Mit Eingabe vom 8. November 2013 (Postaufgabe 11. November 2013) stellte A.A.________ beim Regionalgericht Emmental-Oberaargau ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen. Sie beantragte, die Familien- und Betreuungszulagen f�r die Tochter E.A.________ seien dieser zus�tzlich zuzukommen und ab Juni 2012 von der Mutter zu beziehen. Ferner sei B.A.________ zu verpflichten, ihr ab sofort einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 5'440.-- zu bezahlen. Mit Eingabe vom 4. Februar 2014 pr�zisierte sie dieses Rechtsbegehren und beantragte, der Ehemann habe ihr r�ckwirkend seit 8. November 2013 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 5'738.00 zu leisten. B.A.________ beantragte am 10. Januar 2014, die Familien- und Betreuungszulagen f�r E.A.________ seien ab Mai 2013 von der Ehefrau zu beziehen und die Unterhaltsbeitr�ge f�r Tochter und Frau gerichtlich festzusetzen. Mit Entscheid vom 11. April 2014 wies das Regionalgericht Emmental-Oberaargau das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen ab (Ziff. 2). Die Kosten wurden zur Hauptsache geschlagen (Ziff. 3).
B.a.�Gegen diesen Entscheid erhob A.A.________ am 25. April 2014 Berufung beim Obergericht des Kantons Bern. Sie beantragte, Ziff. 2 des angefochtenen Entscheides sei aufzuheben und B.A.________ zu verpflichten, ihr w�hrend der Dauer des Scheidungsverfahrens und r�ckwirkend ab Einreichung des Gesuchs um vorsorgliche Massnahmen vom 6. November 2013 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 4'689.-- zu bezahlen. Zudem stellte sie Antrag auf Leistung eines Parteikostenvorschusses durch den Ehemann, eventualiter Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege. Der Ehemann beantragte die Berufung abzuweisen.
B.b.�Mit Entscheid vom 7. Oktober 2014 hiess das Obergericht des Kantons Bern, Zivilabteilung, 2. Zivilkammer, die Berufung teilweise gut und verpflichtete B.A.________, A.A.________ f�r den Zeitraum vom 11. November 2013 bis am 30. November 2014 in Ab�nderung von Ziff. 4 der gerichtlich genehmigten Trennungsvereinbarung vom 24. November 2004 einen monatlich zum Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von Fr. 3'850.-- zu leisten (Ziff. 1). Im �brigen wurde das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen bzw. um Ab�nderung der Trennungsvereinbarung abgewiesen (Ziff. 2). Die erstinstanzlichen Gerichtskosten wurden zur Hauptsache geschlagen und das Gesuch der Ehefrau um Prozesskostenvorschuss, eventualiter unentgeltliche Rechtspflege f�r das Berufungsverfahren, abgewiesen (Ziff. 4). Das Gericht verpflichtete den Ehemann ferner, die notwendigen Unterschriften zu leisten, damit die Ehefrau aus einem n�her bezeichneten Bankkonto die auf sie entfallenden Kosten des oberinstanzlichen Verfahrens (Ziff. 6 und 7) bezahlen kann (Ziff. 5). Mit Entscheid vom 17. Dezember 2014 erl�uterte die Vorinstanz, dass die Ehefrau aus diesem Bankkonto die auf sie entfallenden oberinstanzlichen Gerichtskosten und das Honorar ihres Rechtsanwaltes bezahlen d�rfe.
C.a.�Gegen den vorinstanzlichen Entscheid vom 7. Oktober 2014 erhebt A.A.________ (Beschwerdef�hrerin) am 10. November 2014 Beschwerde beim Bundesgericht. Sie beantragt, der Entscheid der Vorinstanz sei aufzuheben und B.A.________ (Beschwerdegegner) zu verpflichten, ihr vom 11. November 2013 bis am 30. November 2014 einen monatlichen und monatlich vorauszahlbaren Unterhaltsbeitrag von Fr. 4'000.-- zu bezahlen. �berdies sei der Beschwerdegegner zu verpflichten, ihr ab dem 1. Dezember 2014 und f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens einen monatlichen und monatlich vorauszahlbaren Unterhaltsbeitrag von Fr. 3'230.-- zu bezahlen (Ziff. 1), unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen (Ziff. 2 und 3). F�r den Fall, dass die Beschwerdef�hrerin zur Bezahlung von Gerichts- und/oder Parteikosten verpflichtet werde, sei der Ehemann zu verpflichten, die n�tigen Unterschriften zu leisten, damit die Ehefrau aus den Mitteln des Sperrkontos der Parteien bei der Bank I.________ die auf sie entfallenden Kosten des Bundesgerichts sowie ihre eigenen Anwaltskosten bezahlen k�nne (Ziff. 2).
C.b.�Es wurden die kantonalen Akten, aber keine Vernehmlassungen eingeholt.
1.1.�Die Beschwerde richtet sich gegen den Endentscheid einer letzten kantonalen Instanz �ber die Anordnung vorsorglicher Massnahmen (Ehegattenunterhalt) im Scheidungsverfahren gest�tzt auf Art. 276 ZPO (Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG; zur Qualifikation als Endentscheid vgl. BGE 134 III 426 E. 2.2 S. 431 f.). Es handelt sich somit um eine Zivilsache in einer verm�gensrechtlichen Angelegenheit (Art. 72 Abs. 1; BGE 133 III 393 E. 2 S. 395), wobei der Streitwert Fr. 30'000.-- �bersteigt (Art. 74 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 51 Abs. 1 lit. a und Abs. 4 BGG). Die Beschwerde in Zivilsachen ist damit grunds�tzlich zul�ssig. Die Beschwerdef�hrerin ist gem�ss Art. 76 Abs. 1 BGG zur Beschwerde berechtigt und die Beschwerdefrist ist eingehalten (Art. 100 Abs. 1 BGG). Insofern kann auf die Beschwerde eingetreten werden.
Insoweit die Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht Anordnungen beantragt, welche die Bezahlung der auf sie entfallenden Prozesskosten durch ein bestimmtes Konto erm�glichen sollen, ist das Bundesgericht hierf�r nicht zust�ndig und ist auf diesen Antrag nicht einzutreten.
1.2.�Da es sich bei einem gest�tzt auf Art. 276 ZPO ergangenen Entscheid um eine vorsorgliche Massnahme im Sinn von Art. 98 BGG handelt (BGE 133 III 393 E. 5.1 S. 397), kann vorliegend einzig die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (Art. 98 BGG). Auch die Anwendung von Bundesgesetzen pr�ft das Bundesgericht im Rahmen von Art. 98 BGG nur auf Willk�r, das heisst auf eine Verletzung von Art. 9 BV hin (vgl. Urteil 5A_261/2009 vom 1. September 2009 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 135 III 608; zum Willk�rbegriff vgl. BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f. mit Hinweisen).
1.3.�F�r die Geltendmachung der Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte gilt das R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254). Die Beschwerdeschrift muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232; 135 III 232 E. 1.2 S. 234; 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 396 E. 3.2 S. 399 f.). Wer sich auf eine Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV) beruft, kann sich daher nicht darauf beschr�nken, den angefochtenen Entscheid als willk�rlich zu bezeichnen. Vielmehr ist anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen darzutun, inwiefern das kantonale Gericht willk�rlich entschieden haben soll und der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53; 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
1.4.�Der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt ist f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG).
2.1.�Die Vorinstanz erwog, dass sich die tats�chlichen Verh�ltnisse in den zehn Jahren seit Abschluss der Trennungsvereinbarung ge�ndert h�tten. Insbesondere handle es sich bei der Vollj�hrigkeit zwei der drei gemeinsamen Kinder um eine neue dauerhafte Ver�nderung der Verh�ltnisse, die bei der Festlegung der Rente im Zeitpunkt der Trennungsvereinbarung nicht ber�cksichtigt worden sei. Es sei ferner unbestritten, dass auch beim Einkommen und beim Bedarf des Ehemannes Ver�nderungen stattgefunden h�tten. Die Vorinstanz pr�fte sodann, ob zwischen dem nach neuen Verh�ltnissen berechneten und dem vereinbarten Unterhaltsbeitrag f�r die Ehefrau (gem�ss den vorinstanzlichen Feststellungen Fr. 2'390.--) ein Unterschied besteht, der eine Ab�nderung rechtfertigte. Daf�r unterschied sie zwei Unterhaltsphasen: Die erste Phase umfasst den Zeitraum zwischen der Rechtsh�ngigkeit des Gesuchs um vorsorgliche Massnahmen (11. November 2013) und dem 30. November 2014. In dieser Phase ist die gemeinsame Tochter noch minderj�hrig. Die zweite Phase beginnt ab Dezember 2014 und ber�cksichtigt, dass die gemeinsame Tochter vollj�hrig geworden ist und die beiden S�hne ihr Studium aufgenommen haben.
Die Vorinstanz bejahte eine Anpassung f�r Phase 1, wo sie der Ehefrau einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 3'827.-- (gerundet Fr. 3'850.--) zu sprach, verneinte jedoch eine Anpassung f�r Phase 2. Dabei ging sie in Phase 1 von einem Nettoeinkommen des Ehemannes von Fr. 9'460.--, zzgl. Familienzulagen Fr. 9'750.--, und Existenzminima des Ehemannes von Fr. 4'540.-- und der Ehefrau (inklusive der minderj�hrigen gemeinsamen Tochter) von Fr. 3'699.-- aus. In Phase 2 ging die Vorinstanz von einem Nettoeinkommen des Ehemannes von Fr. 7'671.--, und Existenzminima des Ehemannes von Fr. 4'940.-- und der Ehefrau von Fr. 2'187.-- aus. Mit der Begr�ndung, ein hypothetisches Einkommen k�nne nicht r�ckwirkend ber�cksichtigt werden und es w�re eine �bergangsfrist einzur�umen, verzichtete das Obergericht auf eine �berpr�fung der Eigenversorgungskapazit�t der Beschwerdef�hrerin.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz habe bei der Bestimmung des Unterhalts das Willk�rverbot verletzt. Insbesondere sei die tats�chliche Leistungsf�higkeit des Ehemannes willk�rlich festgestellt worden, weil die Vorinstanz das Konkubinat des Ehemannes nicht korrekt gew�rdigt und damit sowohl den Grundbetrag als auch die Wohnkosten und die Pauschale f�r Telecom/Mobiliarversicherung willk�rlich festgesetzt habe. Die jeweiligen Positionen seien zu halbieren. Ferner habe die Vorinstanz willk�rliche Feststellungen bez�glich der Arbeitswegkosten und der Steuerbelastung getroffen.
Schliesslich sei auch der Bedarf der Beschwerdef�hrerin willk�rlich festgestellt worden, indem die Vorinstanz zu Unrecht einen Wohnbeitrag der gemeinsamen Tochter ber�cksichtigte und willk�rliche Steuerberechnungen vorgenommen habe.
Soweit die Beschwerdef�hrerin in ihrer Beschwerde im Zusammenhang mit den verschiedenen R�gen eine direkte Verletzung von Bundesrecht r�gt (insbesondere Art. 276 ZPO, Art. 163 ZGB und Art. 176 ZGB), ist sie damit nicht zu h�ren (vgl. oben E. 1.2).
2.3.1.�Im Bedarf des Beschwerdegegners ber�cksichtigte die Vorinstanz einen Grundbetrag von Fr. 1'350.--. Dies entspricht dem f�r einen alleinerziehenden Schuldner notwendigen Grundbetrag gem�ss den Richtlinien der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz f�r die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums (Notbedarf) nach Art. 93 SchKG vom 1. Juli 2009 (BlSchK 2009 S. 193 ff.). Die Beschwerdef�hrerin erblickt darin ein willk�rliches Vorgehen der Vorinstanz und macht geltend, der korrekte Grundbetrag liege bei Fr. 850.-- (der H�lfte des Betrages von Fr. 1'700.-- f�r ein Ehepaar oder ein Paar mit Kindern). Andernfalls werde die Konkubinatspartnerin zu Unrecht unterst�tzt.
2.3.2.�Das Bundesgericht hebt einen Entscheid nur dann als willk�rlich auf, wenn er nicht bloss in der Begr�ndung, sondern auch im Ergebnis unhaltbar ist; dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f.; 134 II 124 E. 4.1 S. 133; je mit Hinweisen). Ausserdem ist das Gericht bei der Festlegung der Unterhaltsbeitr�ge in vielerlei Hinsicht auf sein Ermessen verwiesen (BGE 135 III 59 E. 4.4 S. 64). Das Bundesgericht �berpr�ft einen solchen Entscheid mit Zur�ckhaltung und greift nur ein, wenn das Sachgericht grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn es Tatsachen ber�cksichtigt hat, die f�r den Entscheid im Einzelfall keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn es umgekehrt Umst�nde ausser Betracht gelassen hat, die h�tten beachtet werden m�ssen; ausserdem werden Ermessensentscheide aufgehoben, die sich als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 138 III 669 E. 3.1 S. 671; 136 III 278 E. 2.2.1 S. 279; 135 III 121 E. 2 S. 123 f.).
2.3.3.�Mit einer (einfachen) Wohn- oder Lebensgemeinschaft sind Einsparungen in den Lebenshaltungskosten verbunden. Entscheidend ist der wirtschaftliche Vorteil, der daraus gezogen wird. Daher tragen die Partner nach der Rechtsprechung die gemeinschaftlichen Kosten (Grundbetrag, Miete etc.) in Anlehnung an die betreibungsrechtlichen Richtlinien anteilsm�ssig, selbst wenn die tats�chliche Beteiligung geringer sein sollte (BGE 138 III 97 E. 2.3.2 S. 100 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 5A_833/2012 vom 30. Mai 2013 E. 3.1). Eine solche Kostenersparnis ist im Bedarf des unterhaltsberechtigten wie auch des unterhaltspflichtigen Ehegatten zu ber�cksichtigen (vgl. BGE 138 III 97 E. 2.3.2 S. 100 mit Hinweisen).
2.3.4.�Die Vorinstanz stellte richtigerweise fest, dass zwischen den Konkubinatspartnern keine gesetzliche Unterhaltspflicht besteht und der Beschwerdegegner in seiner Bedarfsrechnung nicht anrechnen darf, was er f�r seine neue Partnerin bezahlt (z.B. Krankenkassenpr�mien oder AHV-Beitr�ge). In Anlehnung an die oben erw�hnten Grunds�tze erwog sie dann aber, dass aus der Wohn- und Lebensgemeinschaft vorliegend kein wirtschaftlicher Vorteil zugunsten des Beschwerdegegners resultiere. Die Tochter des Konkubinatspaares sei aufgrund ihres Alters und ihrer Krankheit auf intensive Betreuung angewiesen. Dies f�hre dazu, dass die Lebenspartnerin des Beschwerdegegners nicht in der Lage sei, einer Erwerbst�tigkeit nachzugehen und ein eigenes Erwerbseinkommen zu erzielen. Mit dieser Argumentation aber ist die Vorinstanz nicht grundlos von den dargestellten Grunds�tzen abgewichen. Weder geht es um die Frage, wie die Konkubinatspartner ihre Kosten intern aufteilen, noch darum, dass der Beschwerdegegner seine Partnerin (zu Lasten der Ehefrau) finanziert, obwohl diese in der Lage w�re, ein eigenes Einkommen oder ein Ersatzeinkommen zu erzielen. Kann die Lebenspartnerin aufgrund der konkreten Situation respektive vorliegend des betreuungsbed�rftigen Kindes aktuell kein Einkommen erzielen, konnte die Vorinstanz diesen Umstand ber�cksichtigen, ohne in Willk�r zu verfallen oder ihr Ermessen unsachgerecht auszu�ben (vgl. zur Ber�cksichtigung des Gesundheitszustandes des Kindes im Rahmen der Eigenversorgungskapazit�t auch Urteil 5C.139/2005 vom 28. Juli 2005 E. 2.2). Gegen die zugrunde liegenden tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz wendet sich die Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht nicht.
2.3.5.�Bei der im Bedarf des Beschwerdegegners zu ber�cksichtigenden Wohnkosten liess die Vorinstanz die gesamten Mietkosten zu. Sie erwog, die H�he des Mietzinses w�re auch gerechtfertigt und durchschnittlich, wenn der Beschwerdegegner mit seiner Tochter alleine dort wohnen w�rde. Die Beschwerdef�hrerin r�gt zwar diese Vorgehensweise sei willk�rlich, sie wendet sich aber weder gegen die vorinstanzlichen Feststellungen zum Maximalbetrag respektive der Angemessenheit des Mietzinses an sich, noch der (indirekten) Ber�cksichtigung der ausserehelichen Tochter. Somit ist auf diese appellatorische R�ge nicht einzutreten. Steht aber fest, dass der Beschwerdef�hrer diese Mietkosten auch f�r sich und seine Tochter alleine in Anspruch nehmen kann, ist der angefochtene Entscheid in dieser Hinsicht und nach dem oben Gesagten (vgl. E. 2.3.4) im Ergebnis nicht zu beanstanden (vgl. auch Urteil 5A_833/2012 vom 30. Mai 2013 E. 3.3.3).
2.3.6.�Nach dem Gesagten ist auch die R�ge unbehelflich, wonach es willk�rlich sei, im Existenzminimum des Beschwerdegegners - wie bei der Beschwerdef�hrerin auch - pauschal Kosten f�r Telecom/Mobiliarversicherung von Fr. 100.-- zu ber�cksichtigen. Auch hier wurde die Konkubinatspartnerin aus der Rechnung ausgeklammert, was vorliegend nicht willk�rlich ist (vgl. E. 2.3.4).
2.4.1.�Die Vorinstanz stellte ferner fest, dass der Beschwerdegegner als Konstrukteur arbeite und von seiner Arbeitgeberin verschiedentlich auf Auslandsmontage entsandt werde. Sie erwog, es sei davon auszugehen, dass er auf einen eigenen Wagen angewiesen sei. Deshalb seien bei ihm f�r den Arbeitsweg die Automobilkosten zu ber�cksichtigen und ihm monatliche Kosten von Fr. 700.-- (Fr. 0.50/km x 70 km x 20 Tage) f�r die Arbeitsplatzfahrten anzurechnen.
2.4.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt, es sei willk�rlich, dem Beschwerdegegner die Automobilkosten anzurechnen. Die Arbeitswegstrecke des Ehemannes sei mit den �ffentlichen Verkehrsmitteln bestens erschlossen. Ferner sei es willk�rlich, dem Beschwerdegegner f�r den Arbeitsweg die Automobilkosten zuzugestehen: M�sse der Ehemann auf Auslandsmontage, w�rde er daf�r einen Firmenwagen erhalten, oder, wenn er sein eigenes Fahrzeug benutzen m�sse, werde er daf�r gem�ss Art. 327b OR zu 100 % entsch�digt.
2.4.3.�Die Beschwerdef�hrerin tut nicht dar und es ist aus den vorinstanzlichen Akten auch nicht ersichtlich, dass sie bereits vor den Vorinstanzen geltend gemacht h�tte, dem Beschwerdegegner stehe ein Firmenfahrzeug zur Verf�gung. Somit kann sie diese neue Tatsachenbehauptung vor Bundesgericht nicht mehr vorbringen (Art. 99 Abs. 1 BGG) und ist auf die Frage nach dem Kompetenzcharakter des Privatfahrzeugs mangels Aussch�pfung des kantonalen Instanzenzugs nicht einzutreten (BGE 133 III 638 E. 2 S. 640; Art. 75 Abs. 1 BGG). Ferner vermag die Beschwerdef�hrerin mit der blossen, unbegr�ndeten Behauptung, der Beschwerdegegner w�rde einen Firmenwagen erhalten, auch keine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung darzutun. Somit ist von den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen auszugehen, wonach der Beschwerdegegner f�r seine Arbeitsaus�bung sein eigenes Automobil ben�tigt. Damit ist unerheblich und nicht zu pr�fen, ob der Arbeitsweg des Beschwerdef�hrers mit den �ffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossen ist. Was die Entsch�digung gest�tzt auf Art. 327b OR betrifft, so sind vom Arbeitgeber diejenigen Auslagen zu verg�ten, die dem Arbeitnehmer nach Massgabe des Gebrauchs f�r die Arbeit entstehen. Davon ausgenommen sind Privatfahrten, worunter - vorbeh�ltlich anderer Abmachung - auch die Fahrt vom Wohnort an den festen Arbeitsort subsumiert wird (vgl. z.B. ULLIN STREIFF, ADRIAN VON KAENEL, ROGER RUDOLPH, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Aufl. 2012, N. 2 zu Art. 327b OR; WOLFGANG PORTMANN, in: Basler Kommentar Obligationenrecht I, 5. Aufl. 2011, N. 6 zu Art. 327b OR; Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung zum Entwurf eines Bundesgesetzes �ber die Revision des Zehnten Titels und des Zehnten Titels bis des Obligationenrechts [Der Arbeitsvertrag] vom 25. August 1967, BBl 1967 II 241, 342). Schliesslich hat die Beschwerdef�hrerin gegen die Art und Weise der Kostenberechnung oder die Angemessenheit respektive H�he der monatlichen Kosten keine R�gen erhoben, weshalb diesbez�glich keine �berpr�fung erfolgen kann. Nach dem Gesagten ist auch diese R�ge unbegr�ndet, soweit darauf eingetreten werden kann.
2.5.1.�Die Vorinstanz erwog, dass sich die vollj�hrigen Kinder, welche in der zweiten Unterhaltsphase alle in Ausbildung seien und eine Kinderrente erhielten, angemessen an den Wohnkosten zu beteiligen h�tten. Daf�r rechnete sie der Beschwerdef�hrerin einen Wohnkostenbeitrag von Fr. 250.-- pro Kind an.
2.5.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Tochter E.A.________ sei nicht in der Lage, einen Wohnbeitrag von Fr. 250.-- zu leisten. Mit der Festsetzung dieses Wohnbeitrages werde das Existenzminimum der Tochter in willk�rlicher Weise, respektive Art. 8 und 9 BV sowie Art. 276 ZPO, Art. 163 und Art. 176 ZGB qualifiziert verletzt.
2.5.3.�Gem�ss Art. 277 Abs. 2 ZGB haben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten Umst�nden zugemutet werden kann, auch f�r den Unterhalt des vollj�hrigen Kindes aufzukommen, sofern das Kind noch �ber keine angemessene Ausbildung verf�gt.
Ist der Unterhaltsbeitrag �ber die Vollj�hrigkeit des Kindes hinaus festgesetzt worden, hat das vollj�hrige Kind aus dem Unterhaltsbeitrag, der Ausbildungszulage und seinem eigenen Einkommen seinen Unterhalt zu bestreiten. Zum Unterhalt geh�rt auch ein Anteil an den Wohnkosten. Dieser ist grunds�tzlich beim Grundbedarf des Elternteils, bei dem das vollj�hrige Kind wohnt, abzuziehen.
Die Beschwerdef�hrerin wendet sich nicht gegen die Zul�ssigkeit eines in ihrem Existenzminimum zu ber�cksichtigenden Wohnkostenbeitrags m�ndiger Kinder oder gegen die H�he dieses Abzugs an sich. Soweit sie aber r�gt, der Wohnkostenbeitrag der Tochter sei willk�rlich, da in das Existenzminimum der Tochter eingreifend, wirft sie die Frage auf, ob der (Unterhalts-) Beitrag f�r die Tochter angemessen und ausreichend sei. Da das vorliegende Verfahren den Ehegattenunterhalt w�hrend des h�ngigen Scheidungsverfahrens zum Gegenstand hat, respektive die Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht wie bereits vor der Vorinstanz keine Anpassung des Kinderunterhaltes verlangte, kann nicht gepr�ft werden, welchen Anspruch die mittlerweile vollj�hrige Tochter auf Unterhaltszahlungen hat. Gem�ss den unangefochten gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz wird die vollj�hrige, noch in Ausbildung stehende Tochter in Zukunft weiterhin Ausbildungszulagen und eine Kinderrente - welche die H�he des Kinderunterhaltes gem�ss Trennungsvereinbarung �bersteigt - erhalten. Sollte die vollj�hrige Tochter entgegen den vorinstanzlichen Feststellungen keine Kinderrente erhalten, und/oder nicht in der Lage sein, mit ihren Einnahmen ihr Existenzminimum zu decken, so hat sie einen allf�lligen weiteren (Unterhalts-) Anspruch notfalls klageweise gegen�ber ihrem Vater geltend zu machen. Nebst der Leistungsf�higkeit der Eltern w�rde auch die Leistungsf�higkeit der Tochter gepr�ft werden (vgl. zur Nebenerwerbst�tigkeit bspw. Urteil 5A_685/2008 vom 18. Dezember 2008 E. 3.2.1 mit Hinweis).
Mit Blick auf den Trennungsunterhalt der Beschwerdef�hrerin ist es somit nicht willk�rlich, dass die Vorinstanz in deren Existenzminimum Wohnkostenbeitr�ge der vollj�hrigen Kinder - und damit auch der Tochter E.A.________ - ber�cksichtigte.
Es verbleibt zu pr�fen, ob die ann�herungsweise Steuerberechnung durch die Vorinstanz zwecks Ber�cksichtigung dieser Steuerlasten im Existenzminimum der Ehegatten verfassungswidrig war.
3.1.�Um die ungef�hren Steuerlasten f�r beide Ehegatten in den jeweiligen Unterhaltsphasen zu berechnen, f�hrte die Vorinstanz unter Verweis auf das Merkblatt 12 der Steuerverwaltung des Kantons Bern, Besteuerung von Familien, folgendes aus: Derjenige Elternteil, welcher Unterhaltsbeitr�ge f�r ein vollj�hriges Kind leiste, k�nne den ganzen Kinderabzug ber�cksichtigen. Dem andern Elternteil stehe der Unterst�tzungsabzug zu. Wenn keine Kinderalimente geleistet w�rde, k�nne der Elternteil den Kinderabzug beanspruchen, bei dem das Kind wohne. F�r die erste Unterhaltsphase k�nne somit die Beschwerdef�hrerin f�r die beiden vollj�hrigen S�hne Kinderabz�ge vornehmen, da w�hrend dieser Zeit keine Unterhaltsbeitr�ge geleistet w�rden. In der zweiten Unterhaltsphase seien alle drei gemeinsamen, vollj�hrigen Kinder in Ausbildung respektive im Studium und der Beschwerdegegner damit (wieder) f�r alle vollj�hrigen Kinder unterst�tzungspflichtig. Dem Beschwerdegegner st�nden f�r diese zweite Phase die Kinderabz�ge zu, die Beschwerdef�hrerin k�nne den Unterst�tzungsabzug vornehmen.
3.2.�Aus dieser Begr�ndung erhellt, dass die Vorinstanz die Steuerberechnung entsprechend der Unterhaltsberechnung auf die zwei Unterhaltsphasen abgestimmt hat. Somit korreliert die im Anhang zum Urteil im Anschluss an die Phase 1 beigef�gte Berechnung "2013" mit der ersten Unterhaltsphase, welche den Zeitraum von November 2013 bis und mit November 2014 umfasst. Die Berechnung "2014" entspricht der zweiten Unterhaltsphase, welche im Dezember 2014 beginnt und voraussichtlich bis zur definitiven Festsetzung des nachehelichen Unterhaltes im Scheidungsverfahren andauern wird.
Diese Vorgehensweise ber�cksichtigt nicht, wie hoch die Steuerbelastung f�r das Jahr 2014 tats�chlich sein wird, da dieses Jahr den zwei unterschiedlichen Phasen zugeteilt wurde. Somit bleibt bei dieser Ausscheidung von Unterhaltsphasen unber�cksichtigt, dass sich die Sozialabz�ge nach den Verh�ltnissen am Ende der Steuerperiode richten (Art. 35 Abs. 2 des Bundesgesetzes �ber die direkte Bundessteuer [DBG] vom 14. Dezember 1990, SR 642.11 und Art. 67 Abs. 3 des Steuergesetzes des Kantons Bern [StG] vom 21. Mai 2000, BSG 661.11), was im Steuerjahr 2014 zu abweichenden Steuerlasten f�hren kann. Die Beschwerdef�hrerin r�gt zwar verschiedene Abz�ge seien willk�rlich, st�tzt sich aber ebenfalls auf diese zwei Unterhaltsphasen. Da sie somit die Vorgehensweise der Vorinstanz nicht explizit r�gt, hat sich das Bundesgericht damit nicht auseinanderzusetzen. Somit bleibt einzig zu pr�fen, ob die Vorinstanz die Sozialabz�ge und weitere Abz�ge f�r die jeweiligen Unterhaltsphasen (Phase 1: minderj�hrige Tochter erh�lt Alimente, vollj�hrige S�hne nicht; Phase 2: alle drei Kinder sind vollj�hrig und haben Anspruch auf Alimente) korrekt vorgenommen hat.
3.3.�Das DBG erlaubt in Art. 35 Abs. 1 folgende Sozialabz�ge: Fr. 6'500.-- f�r jedes minderj�hrige oder in der beruflichen oder schulischen Ausbildung stehende Kind, f�r dessen Unterhalt die steuerpflichtige Person sorgt; werden die Eltern getrennt besteuert, so wird der Kinderabzug h�lftig aufgeteilt, wenn das Kind unter gemeinsamer elterlicher Sorge steht und keine Unterhaltsbeitr�ge nach Art. 33 Abs. 1 lit. c f�r das Kind geltend gemacht werden (lit. a.); Fr. 6'500.-- f�r jede erwerbsunf�hige oder beschr�nkt erwerbsf�hige Person, zu deren Unterhalt die steuerpflichtige Person mindestens in der H�he des Abzugs beitr�gt; der Abzug kann nicht beansprucht werden f�r den Ehegatten und f�r Kinder, f�r die ein Abzug nach lit. a gew�hrt wird (lit. b ).
Gem�ss Art. 40 Abs. 3 lit. a StG BE kann f�r jedes minderj�hrige oder in der beruflichen oder schulischen Ausbildung stehende Kind, f�r dessen Unterhalt die steuerpflichtige Person sorgt, Fr. 8'000.-- abgezogen werden; werden die Eltern getrennt besteuert, so wird der Kinderabzug h�lftig aufgeteilt, wenn das Kind unter gemeinsamer elterlicher Sorge steht und keine Unterhaltsbeitr�ge nach Art. 38 Abs. 1 lit. c f�r das Kind geltend gemacht werden. Die Abz�ge gem�ss Abs. 3 kann nicht beanspruchen, wer Kinderalimente von seinem Einkommen abziehen kann (Art. 40 Abs. 4 StG BE). Ferner k�nnen f�r Leistungen der steuerpflichtigen Person an unterst�tzungsbed�rftige erwerbsunf�hige Personen Fr. 4'600.-- abgezogen werden, wenn die steuerpflichtige Person mindestens in der H�he des Abzugs an deren Unterhalt beitr�gt (Art. 40 Abs. 5 StG BE).
Entsprechend dem Merkblatt 12 der Steuerverwaltung des Kantons Bern, auf welches sich sowohl die Beschwerdef�hrerin als auch die Vorinstanz zur Begr�ndung beziehen, steht der Kinderabzug f�r minderj�hrige Kinder bei Eltern, die getrennt veranlagt werden und in separaten Haushalten wohnen, dem Elternteil zu, der Kinderalimente versteuert. Wird keine Kinderalimente geleistet steht der Kinderabzug beiden Eltern je h�lftig zu (Merkblatt Ziff. 3 S. 1). F�r vollj�hrige Kinder in Erstausbildung steht der Kinderabzug bei Eltern, die getrennt veranlagt werden und in separaten Haushalten wohnen, demjenigen Elternteil zu, der Kinderalimente leistet. Leisten beide Eltern Beitr�ge an den Unterhalt des Kindes (Kinderalimente oder Naturalleistungen), steht der Kinderabzug dem Elternteil zu, der die h�heren Beitr�ge erbringt (vermutungsweise jener mit dem h�heren Reineinkommen). Der andere Elternteil kann den Unterst�tzungsabzug beanspruchen. Werden keine Kinderalimente geleistet, steht der Kinderabzug dem Elternteil zu, bei dem das Kind wohnt (Merkblatt, Ziff. 3 S. 1).
Dieselben Grunds�tze folgen aus dem entsprechenden Kreisschreiben Nr. 30 zur Ehepaar- und Familienbesteuerung nach dem Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer (DBG) der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung vom 21. Dezember 2010 (2. Aufl.).
3.4.�Was die Steuerlast des Ehemannes f�r die Phase 1 betrifft, r�gt die Beschwerdef�hrerin folgende Punkte: Erstens seien im Jahr, in dem die Tochter vollj�hrig werde (2014), die bis zu diesem Zeitpunkt geleisteten Unterhaltsbeitr�ge in Abzug zu bringen. Somit seien die bis und mit November 2014 geleisteten Unterhaltsbeitr�ge von Fr. 13'972.75 im Steuerjahr 2014 als Abzug zu ber�cksichtigen. Zweitens k�nne der Beschwerdegegner f�r dieses Jahr f�r seine Tochter den Unterst�tzungsabzug von Fr. 4'600.-- (Kanton) respektive Fr. 6'400.-- (Bund) vornehmen. Schliesslich bezahle der Beschwerdegegner f�r seine vollj�hrigen Kinder Unterhalt, weswegen der Kinderabzug f�r vollj�hrige Kinder (je Fr. 8'000.-- beim Kanton, respektive Fr. 6'500.-- beim Bund) in der Phase 1 beim Ehemann, und nicht bei der Beschwerdef�hrerin vorzunehmen sei. Somit w�rden sich f�r Phase 1 die Steuerlasten des Beschwerdegegners um monatlich Fr. 380.20 reduzieren.
3.4.1.�Phase 1 entspricht dem Berechnungsblatt "2013". Aus diesem ist ersichtlich, dass die Vorinstanz f�r die ann�herungsweise Berechnung der w�hrend der ersten Unterhaltsphase anfallenden Steuern unter dem Titel "Unterhaltsbeitr�ge an den Ehegatten" einen Abzug von Fr. 64'644.-- vorgenommen hat. Da die Vorinstanz den Ehegattenunterhalt f�r diese Phase auf monatlich Fr. 3'827.-- festsetzte, was einem j�hrlichen Ehegattenunterhalt von Fr. 45'924.-- entspricht, hat die Vorinstanz im restlichen Umfang von Fr 18'720.- den in Phase 1 f�r die minderj�hrige Tochter geleisteten Unterhaltsbeitrag ber�cksichtigt. Dieser Abzug �bersteigt den von der Beschwerdef�hrerin geltend gemachten Abzug von Fr. 13'972.75; dass die Vorinstanz einen noch h�heren Abzug h�tte vornehmen sollen, macht die Beschwerdef�hrerin nicht geltend. Ferner bleibt anzumerken, dass in der Phase 2 und damit ab dem Zeitpunkt der Vollj�hrigkeit der gemeinsamen Tochter ein solcher Abzug nach dem Gesagten nicht mehr zul�ssig ist. Die R�ge ist somit unbegr�ndet.
3.4.2.�Da Phase 1 den Zeitraum umfasst, in welchem der Beschwerdegegner abzugsf�hige Unterhaltszahlungen (vgl. Art. 33 Abs. 1 lit. c DBG und Art. 38 Abs. 1 lit. c StG BE) f�r die gemeinsame minderj�hrige Tochter erbringt, hat die Vorinstanz f�r diese Phase zu Recht keine zus�tzlichen Unterst�tzungsabz�ge zugunsten des Beschwerdegegners vorgenommen (vgl. f�r die Direkte Bundessteuer z.B. Kreisschreiben Nr. 30, Ziff. 11 S. 21). Ein solcher Abzug w�re vorliegend nach Eintritt der Vollj�hrigkeit zu pr�fen (vgl. dazu die �bersicht auf S. 4 des Merkblattes Nr. 12, Ziff. 14.2 und 14.3). Leistungen des Beschwerdegegners an das vollj�hrige Kind werden jedoch erst in Phase 2 anfallen, weshalb die Vorinstanz in Phase 1 zu Recht keinen Unterst�tzungsabzug ber�cksichtigt hat.
3.4.3.�Mit der blossen unsubstanziierten Behauptung, der Beschwerdegegner w�rde "ja Vollj�hrigen-Unterhaltsbeitr�ge f�r die beiden ehelichen Buben bezahlen", geht die Beschwerdef�hrerin f�r Phase 1 gerade von einem anderen als dem von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt aus. Sie r�gt jedoch nicht, die vorinstanzlichen Feststellungen seien falsch respektive willk�rlich und zeigt auch nicht auf, dass die S�hne - entgegen den vorinstanzlichen Feststellungen - auch w�hrend der Rekrutenschule respektive vor Aufnahme ihres Studiums im Herbst 2014 Unterhaltszahlungen erhalten h�tten. Es ist gem�ss den verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz davon auszugehen, dass den vollj�hrigen, bei der Beschwerdef�hrerin wohnhaften S�hnen in Phase 1 keine Unterhaltsbeitr�ge oder Kinderrenten zukamen, weswegen die Vorinstanz f�r diese Phase den Kinderabzug f�r die vollj�hrigen S�hne in Anwendung der oben genannten Grundlagen zu Recht bei der Beschwerdef�hrerin ber�cksichtigte.
3.5.�Schliesslich bringt die Beschwerdef�hrerin vor, in Phase 2 sei ihr zu Unrecht ein Unterst�tzungsbeitrag von Fr. 4'600.-- (Kanton) respektive Fr. 6'400.-- (Bund) abgezogen worden, da sie nicht in der Lage sei, irgendwelche Barbeitr�ge zu leisten. Durch diese Korrektur w�rde sich ihre Steuerbelastung in Phase 2 von monatlich Fr. 33.-- auf Fr. 77.45 erh�hen.
Mit dieser R�ge verkennt die Beschwerdef�hrerin, dass auch (geldwerte) Naturalleistungen (z.B. Verpflegung, Unterkunft, Fahrkosten oder Betreuung) zum Unterst�tzungsabzug berechtigen (vgl. Merkblatt Nr. 12, Ziff. 3 S. 1; CHRISTOPH LEUCH/REGINA SCHLUP GUIGNARD, in: Christoph Leuch/Peter K�stli/Markus Langenegger (Hrsg.), Praxis-Kommentar zum Berner Steuergesetz, Band 1, Artikel 1 bis 125, 2014, N. 46 zu Art. 40 StG; ERICH BOSSHARD/HANS-RUDOLF BOSSHARD/WERNER L�DIN, Sozialabz�ge und Steuertarife im schweizerischen Steuerrecht, 2000, S. 196). Da die Beschwerdef�hrerin nicht substanziiert bestreitet, f�r die Kinder insgesamt Leistungen in diesem Umfang zu erbringen, ist auch diese R�ge unbegr�ndet.
Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Eine Parteientsch�digung ist nicht auszurichten (Art. 68 Abs. 1 BGG).