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Timestamp: 2017-02-19 21:14:21
Document Index: 108269159

Matched Legal Cases: ['§ 43', '§ 59', '§ 11', 'Art. 6', '§ 10', 'EuG', 'EuG']

Wird die Reform des anwaltlichen Berufsrechts gekippt? | Recht | Haufe
Top-Thema Reform des anwaltlichen Berufsrechts schon wieder gekippt?
Türe auf für berufsrechtliche Neuerungen.
Auch für Rechtsanwaltsgesellschaften sollten künftig die Darlegungs- und Informationspflichten bei Inkassodienstleistungen gelten (ach § 43 d BRAO, § 59 m BRAO-E.) Lediglich vorübergehend und gelegentlich in Deutschland tätige Inkassodienstleister haben die Darlegungs- und Informationspflichten ebenfalls zu beachten, § 11 a RDG, Art. 6 Nr. 5 Berufsausübungsrichtlinie.Wahl der Kammervorstände künftig per BriefDie Wahl der Vorstände der Kammern wird neu geregelt. Künftig sollen die Vorstände der Rechtsanwaltskammern von den Mitgliedern durch Briefwahl statt wie bisher durch die Kammerversammlung gewählt werden. Die demokratische Legitimation der gewählten Vorstandsvertreter soll hierdurch gesteigert werden. Auch die elektronische Durchführung der Briefwahl wird ermöglicht werden.
Partielle ZulassungenPartielle Zulassungen sollen auch künftig generell die Ausnahme bleiben. Dies, obwohl auch das deutsche Recht partielle rechtsberatende Tätigkeiten auf dem Gebiet des Rentenrechts sowie im Inkassowesen zulässt, § 10 RDG. Partielle Zulassungen sollen aber auf diese beiden Gebiete beschränkt bleiben. Dies ist insoweit nicht selbstverständlich, als der EuGH für das Berufsbild des Physiotherapeuten entschieden hat, dass partielle Zulassungen für klar definierte Teilbereiche des Berufs aus Gründen der Berufsfreiheit zulässig sein müssen (EuGH, Urteil v. 17.6.2013, C – 575/11).
Schlagworte zum Thema: Informationen, Informationspflicht, Inkasso, Wahl, Zulassung, Gesetz, Berufsrecht, Fortbildung, Berufliche Fortbildung, Rechtsanwalt
Rechtsanwälte, die Inkassodienstleistungen erbringen, sollen künftig die gleichen Pflichten wie Inkassodienstleister haben.Weiter
Fortbildungspflicht für Rechtsanwälte: Gesetzesentwurf zur flächendeckenden Anwaltsfortbildung u. a. berufsrechtlichen Fragen Die Fortbildung der Anwälte steht schon lange auf dem Prüfstand. Die Satzungsversammlung der Rechtsanwälte hat 2014 eine diesbezügliche Gesetzesänderung eingefordert. Nun hat der Bundesjustizminister, auch mit Blick auf EU-Vorgaben, einen dicken Gesetzesentwurf vorgelegt. Nicht nur zur Fortbildungspflicht für Rechtsanwälte, er hat auch viele andere berufsrechtliche Fragen in Angriff genommen.Weiter