Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=11.07.2002&Aktenzeichen=I%20ZR%20273%2F99
Timestamp: 2019-10-20 18:32:56
Document Index: 260308240

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 21', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 13', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.07.2002 - I ZR 273/99 - dejure.org
https://dejure.org/2002,1343
BGH, 11.07.2002 - I ZR 273/99 (https://dejure.org/2002,1343)
BGH, Entscheidung vom 11.07.2002 - I ZR 273/99 (https://dejure.org/2002,1343)
BGH, Entscheidung vom 11. Juli 2002 - I ZR 273/99 (https://dejure.org/2002,1343)
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Zur Abgrenzung zwischen Arzneimitteln und Lebensmitteln - Nahrungsmittelsupplemente - Sportlernahrung I
Revision - Sportlernahrung - Unternehmen - Arzneimittelrecht - Behördliche Zulassung - Lebensmittel - Nahrungsergänzungsmittel - Unlauterer Wettbewerb - Verband sozialer Wettbewerb
AMG § 21; UWG § 1
Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz, § 1 ; Arzneimittelgesetz, § 2 Abs. 1 No. 5
Das Berufungsgericht hat den Kläger mit Recht als gemäß § 13 Abs. 2 Nr. 2 UWG klagebefugt angesehen (vgl. BGH, Urt. v. 11.7.2002 - I ZR 273/99, ZLR 2002, 660, 663 - Sportlernahrung).
Dies ist - anders als in dem der Senatsentscheidung "Sportlernahrung" zugrundeliegenden Fall (Urt. v. 11.7.2002 - I ZR 273/99, ZLR 2002, 660, 665 f.) - unschädlich, da zwischen den Parteien kein Streit darüber besteht, daß die in dem Katalog enthaltenen Angaben über die Anwendung und die Wirkungen der Produkte zutreffen.
BGH, Urteile vom 11.7.2002 - I ZR 34/01 -, LRE 44, 37 (43 f.), und - I ZR 273/99 -, LRE 44, 253 (256 f.).
Demgegenüber müsse die Internetwerbung für die Arzneiwirkung anderer Weihrauchprodukte nach der vom Verwaltungsgericht nicht berücksichtigen BGH-Rechtsprechung außer Betracht bleiben (BGH, Urteil vom 11.7.2002 - I ZR 273/99 -).
BGH, Urteil vom 11.7.2002 - I ZR 273/99 -, Juris-Ausdruck Rz. 23.
Angesichts der vorstehenden Ausführungen ist auch mit Blick auf die Rechtsprechung des BGH, dass ein verständiger Durchschnittsverbraucher im allgemeinen nicht annehmen werde, dass ein als Nahrungsergänzungsmittel angebotenes Präparat tatsächlich ein Arzneimittel sei, wenn es in der empfohlenen Dosierung keine pharmakologischen Wirkungen habe, vgl. BGH, Urteile vom 11.7.2002 - I ZR 34/01 -, a. a. O., 43, und - I ZR 273/99 -, a. a. O., 256, keine andere Einschätzung geboten.
Ein verständiger Durchschnittsverbraucher wird im Allgemeinen nicht annehmen, dass ein als Nahrungsergänzungsmittel angebotenes Präparat tatsächlich ein Arzneimittel ist, wenn es in der empfohlenen Dosierung keine pharmakologischen Wirkungen hat (…BVerwG vom 25.7.2007 a.a.O. m.w.N.; BGH vom 10.2.2000 ZLR 2000, 375 = LRE 38, 157; BGH vom 11.7.2002 ZLR 2002, 660 = LRE 44, 253).
Lässt sich nicht feststellen, welcher Verwendungszweck überwiegt, wird das Erzeugnis regelmäßig als Lebensmittel eingeordnet (BayVGH vom 13.05.1997 NJW 1998, 845 = LRE 34, 450;… NdsOVG vom 8.7.2004 a.a.O.; vgl. auch BGH vom 11.7.2002 a.a.O; OLG Stuttgart vom 13.2.2003 LRE 45, 176; OLG Köln vom 3.1.2003 LRE 45, 168).
Zum Leitsatz: Vergleiche BGH, Urteil vom 10.02.2000 - I ZR 97/98 - NJW-RR 2000, 1284;1286 BGH, Urteil vom 11.07.2002 - I ZR 273/99 -, ZLR 2002, 660-666.
Im Übrigen ist in der Rechtsprechung auch grundsätzlich geklärt, dass ein apothekenexklusiver Vertrieb noch keinen ausreichenden Hinweis auf das Vorliegen eines Arzneimittels darstellt (vgl. BGH, Urteil vom 10.02.2000 - I ZR 97/98 -, NJW-RR 2000, 1284; Urteil vom 11.07.2002 - I ZR 273/99 -, ZLR 2002, 660).