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Timestamp: 2018-05-21 22:24:34
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Matched Legal Cases: ['§37', '§37', '§37', '§29', '§37', '§29', '§37']

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Antrag auf Überleitung in die neue Entgeltordnung
Re: Antrag auf Überleitung in die neue Entgeltordnung
von atatat am 20.03.2018, 16:45
MEn tickt die 6 Monatsuhr ab Abgabe des Antrages (ab da gibt es den Anspruch).
D.h. wer im Dez. 2017 seinen Antrag abgegeben hat, der hat bis Juni 18 Zeit das Geld (vom 1.1.bis zum 31.12.) einzufordern. Danach verfällt es, es kommt §37 zum tragen.
So verstehe ich die ganze Angelegenheit. Ob diese "miese" Nummer von den AGs durchgezogen wird? Schauen wir mal.
von Spid am 20.03.2018, 16:52
addict hat geschrieben:
Spid hat geschrieben: Inwiefern soll ich derlei ausgeführt haben? Ich habe doch ganz klar zwischen der Höhergruppierung an sich und den Ansprüchen aus dem Arbeitsverhältnis unterschieden - letztere können sich sehr wohl aus einer Höhergruppierung ergeben und tarifgemäß verfallen.
es ging doch aber um den konkreten Fall der neuen EGO.
Kernfrage war doch meines Erachtens:
Muss ich den Arbeitgeber 6 Monate nach Antrag auf Höhergruppierung nach neuer EGO in Verzug setzen bzw Gelder einfordern.
Meine und, zumindest dachte ich es, auch Ihre:
Nein, das muss der AN nicht tun. Er bekommt sein Geld rückwirkend ab dem 1.1.2017 egal wie lange der AG braucht um es endlich in seine Lohnbuchhaltung einzutragen.
Nein, ich führte aus:
Spid hat geschrieben: Seinen Anspruch auf Höhergruppierung nicht, da er vom Handeln des AG unabhängig ist - und ohnehin unmittelbar durch Antragstellung erfolgt ist. Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis hingegen verfallen unter den Voraussetzungen des §37 Abs. 1 TVÖD.
Die Höhergruppierung hat bereits stattgefunden, und zwar im Zeitpunkt der Antragstellung rückwirkend zum 01.01.17. Die Eingruppierung selbst ist auch kein Anspruch aus dem Arbeitsverhältnis und unterliegt somit auch nicht dem Verfall. Anders ist es mit Ansprüchen, die aus eben dieser entstehen.
von addict am 20.03.2018, 16:57
Im Resultat verliert der AN also kein Geld wenn er wartet bis der AG sich mal mit der Überweisung des Betrages bemüht (wieder auf das konkrete Beispiel bezogen)
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von Spid am 20.03.2018, 17:01
Doch, durchaus, da sechs Monate nach Abgabe der empfangsbedürftigen Willenserklärung die durch diesen Akt entstandenen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis verfallen.
von atatat am 20.03.2018, 17:11
addict hat geschrieben: Im Resultat verliert der AN also kein Geld wenn er wartet bis der AG sich mal mit der Überweisung des Betrages bemüht (wieder auf das konkrete Beispiel bezogen)
atatat hat geschrieben: MEn tickt die 6 Monatsuhr ab Abgabe des Antrages (ab da gibt es den Anspruch).
Wenn er bis zum Juli kein Geld bekommen hat, dann erhält er auch kein (zusätzliches) Geld aus dem Jahre 2017, wenn er nicht eben dieses Geld einforderte (zusätzlich zum Antrag, den das ist eben keine §37 aussetzende Forderung). Aber anscheinend sehe sie dieses ja anders oder meinen Sie, dass das kein Verlust ist, dann bin ich da nicht Ihrer werten Meinung.
von addict am 20.03.2018, 17:24
Ich würde beide Meinungen erstmal mit in unsere nächsten Runde mit unseren Arbeitsrechtler nehmen, daraus würde sich ein recht großer Handlungsbedarf für alle die einen Antrag auf Höhergruppierung wegen neuer EGO gestellt haben ergeben.
Das wäre definitiv neu für mich.
von Spid am 20.03.2018, 17:39
Es ist eine absolute Frechheit, wenn ein AG sich überhaupt soviel Zeit läßt. In den allermeisten Fällen ergibt sich das Ergebnis eines Antrags nach §29b TVÜ-VKA unmittelbar aus der bisherigen BAT-Eingruppierung. In diesen Fällen ist alles, was über zwei Wochen hinausgeht, einfach nur unverschämt.
von atatat am 20.03.2018, 18:15
addict hat geschrieben: Ich würde beide Meinungen erstmal mit in unsere nächsten Runde mit unseren Arbeitsrechtler nehmen, daraus würde sich ein recht großer Handlungsbedarf für alle die einen Antrag auf Höhergruppierung wegen neuer EGO gestellt haben ergeben.
Nur, wenn ein AN klug ist, dann wartet er nicht auf irgendwelchen Runden, sondern fordert erstmal sein Geld. Und zwar so, dass §37 auch wirklich ausgesetzt ist.
Spid hat geschrieben: Es ist eine absolute Frechheit, wenn ein AG sich überhaupt soviel Zeit läßt. In den allermeisten Fällen ergibt sich das Ergebnis eines Antrags nach §29b TVÜ-VKA unmittelbar aus der bisherigen BAT-Eingruppierung. In diesen Fällen ist alles, was über zwei Wochen hinausgeht, einfach nur unverschämt.
atatat hat geschrieben: Einfordern 42 Tage Frist, dann Inkassounternehmen beauftragen.
Aber wenn der AG mir mitteilt, dass §37 ausgesetzt ist und er auch willig ist, die mir zustehenden Verzugszinsen zu zahlen, dann würde ich natürlich kein Inkassounternehmen beauftragen, sondern den sehr netten Zinssatz mit Freude erwarten.
von camgi am 27.03.2018, 15:10
Extrem Geil, zwar nicht passend zu diesem Thema, aber sicherlich für den ein oder anderen interessant.
Die Kollegen die den Antrag auf Eingruppierung ( Nach Hinweis der Sparkasse das dieser wohl erfolgreich sein wird ) abgegeben haben und demnach von 9b in 9c gruppiert wurden haben bei der ELZV den Betrag den Sie rückwirkend ab dem 01.01.2017 (als Einmalzahlung) erhalten haben, anteilig von der ELZV wieder abgezogen bekommen.
Hach ist das schön bei so einem Sauhaufen zu arbeiten
Registriert: 01.08.2016, 13:16
von atatat am 28.03.2018, 15:02
Was ist ELZV?