Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=01.02.1952&Aktenzeichen=I%20ZR%2023/51
Timestamp: 2019-04-22 07:18:09
Document Index: 13955426

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1204', '§ 42', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'OGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'OGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 01.02.1952 - I ZR 23/51 - dejure.org
BGH, 01.02.1952 - I ZR 23/51
Kaufvertrag über Wertpapiere - Bereicherungsanspruch auf Rückgewähr des Kaufpreises - Verwahrung und Anschaffung von Wertpapieren - Sammelverwahrfähigkeit von Schuldbuchforderungen - Übertragung von Miteigentumsanteile am Sammelverwahrbestand der gekauften Rechtsschatzanweisungen - Verschaffung von Miteigentum an dem Sammelbestand einer Wertpapiersammelbank
BGHZ 5, 27
NJW 1952, 1012
a) Die Wirkung einer Enteignung ist nach der verfassungsgemäßen (BVerfGE 84, 90, 123 f.) ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 5, 27, 34 f.; 5, 35, 36 ff.; 9, 34, 38; 12, 79, 83 f.; 13, 106, 108; 17, 209, 212; 23, 333, 336; 25, 127, 129; 25, 134, 140; 32, 97, 99; 39, 220, 227; 104, 240, 244) durch das Territorialitätsprinzip begrenzt.
Die Rechtssätze über bewegliche Sachen finden auf sie entsprechende Anwendung; die Verpfändung vollzieht sich daher nach den Vorschriften der §§ 1204 ff BGB (…Heinsius/Horn/Than, DepotG § 42 Rdnr. 26, 35; Meder/Ernst, Schuldbuchrecht des Bundes und der Länder S. 23;… Canaris, Bankvertragsrecht 2. Bearb. Rdnr. 2053; Büchner, Die treuhandrechtliche Organisation des Effektengiroverkehrs S. 189; LG Konstanz WM 1988, 1124; vgl. auch BGHZ 5, 27, 31, 35).
1.) Zur Frage der Anwendbarkeit der Rechtsgrundsätze, die über die Auswirkungen sowjetzonaler Enteignungen von privatwirtschaftlichen Unternehmen entwickelt worden sind (vgl. BGHZ 5, 27, 35 [BGH 01.02.1952 - I ZR 23/51] ; 17, 209, 213) [BGH 10.05.1955 - I ZR 120/53] auf die Enteignung der ein zweckgebundenes Sondervermögen darstellenden industriellen Unternehmen einer Stiftung.
Nach diesen Rechtsgrundsätzen (BGHZ 5, 27 (35) [BGH 01.02.1952 - I ZR 23/51] ; 17, 209 (213) [BGH 04.05.1955 - VI ZR 37/54] ) werden die gewerblichen Kennzeichnungsrechte solcher Unternehmen durch die Enteignung jedenfalls insoweit nicht betroffen, als das Gebiet außerhalb der Sowjetzone in Frage steht.
BGH, 18.02.1957 - II ZR 287/54
Ostenteignung
Es ist anerkannten Rechts, daß eine von einem Staat ausgesprochene Enteignungsmaßnahme in ihrer Wirkung nicht über die räumlichen Grenzen des enteignenden Staates hinausreicht (OGHZ 1, 386 [390] mit zahlreichen Zitaten aus Rechtsprechung und Schrifttum des Inlands und des Auslands: 4, 54: BGHZ 1, 109 [112]; 2, 218 [222]; 5, 27 [35]; 5, 35 [37]: 9, 34 [38]; 12, 79 [84]; 13, 106 [108]; 17, 209 [212]).
Nach den vom Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung vom 1. Februar 1952 (I ZR 23/51) aufgestellten Grundsätzen zur Funktionsweise des Wertpapierverkehrs komme es auch auf die Buchungen bei der C- Bank AG an.
Tschechoslowakische Enteignungsmaßnahmen
In Ermangelung solcher Vorschriften und mangels eines besonderen Staatsvertrages, durch den das Enteignungsdekret vom 24. Oktober 1945 von der deutschen Bundesrepublik anerkannt worden wäre, verbleibt es mithin bei den seit langem anerkannten Rechtsgrundsätzen des internationalen Privatrechts, dass Enteignungsmaßnahmen eines Staates nur das Vermögen ergreifen, das seiner Gebietshoheit unterliegt, ihre Wirkungen also an der Grenze des Landes enden, von dem sie ausgegangen sind (vgl. BGHZ 2, 218 [222]; 5, 27 [35]).
BGH, 10.05.1955 - I ZR 120/53
Schutzrechte bei Enteignung in Sowjetzone
Nach ständiger Rechtsprechung (BGHZ 5, 27 [35], 35 [37]; 13, 106 [108]. Urteil des erkennenden Senats vom 1. April 1935 - I ZR 37/53 -) hört die Wirkung der Enteignung da auf, wo die Gebietshoheit der enteignenden Macht endet.
Aus der vom Kläger in diesem Zusammenhang angeführten Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 01.02.1952 (Az.: I ZR 23/51) ergeben sich keine anderen Schlüsse.
Denn die Wirksamkeit von Staatshoheitsakten ist auf das Gebiet derjenigen Macht beschränkt, welche den Staatshoheitsakt erlassen hat (vgl. BGH vom 1.2.1952, I ZR 23/51).
BGH, 27.05.1957 - II ZR 178/56
In Rechtsprechung und Literatur ist anerkannt, daß hoheitliche Maßnahmen nur im Machtbereich des sie anordnenden Hoheitsträgers wirken (OGHZ 1, 386 [390]; 4, 54; BGHZ 1, 109 [112]; 2, 218 [222]; 5, 27 [35]; 5, 35 [37]; 9, 34 [38]; 12, 79 [84]; 13, 106 [108]; 17, 209 [212];… Urt. v. 18.2.57 - II ZR 287/54 -).
BGH, 30.06.1983 - VII ZB 6/83
BGH, 23.01.1963 - Ib ZR 78/61
BGH, 26.03.1953 - IV ZR 128/52
Interzonales Währungsrecht
BAG, 27.02.1958 - 2 AZR 349/55
Ostzonaler Konfiskationsmaßnahmen - Leitender Angestellter - Betriebsgeheimnisse …