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Timestamp: 2016-10-27 22:56:22
Document Index: 42311239

Matched Legal Cases: ['Art. 93', 'Art. 93', 'Art. 92', 'BGE', 'Art. 93', 'BGE', 'BGE', 'Art. 93', 'Art. 93', 'Art. 93', 'Art. 93', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

8C_162/2007 (05.12.2007)
Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft, General-Guisan-Strasse 40, 8400 Winterthur, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Marianne I. Sieger, Kuttelgasse 8, 8001 Z�rich,
F.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Christian Th�ny, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur.
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 2. Februar 2007.
Die 1954 geborene F.________ war im Rahmen ihrer Anstellung als Psychotherapeutin an der Klinik X.________ in Y.________ bei der Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Winterthur) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert, als sie am 18. September 2001 Opfer eines Verkehrsunfalles wurde. Die �rzte des erstbehandelnden Spitals Z.________ stellten die Diagnosen einer HWS-Distorsion und einer Thoraxkontusion. Die Winterthur anerkannte ihre Leistungspflicht, kam f�r die Heilbehandlung auf und richtete Taggelder aus. Mit Verf�gung vom 17. November 2004 teilte die Unfallversicherung F.________ mit, sie stelle ihre Leistungen r�ckwirkend auf den 13. M�rz 2002 ein, da ab jenem Zeitpunkt zwischen dem Unfall und den weiterhin geklagten gesundheitlichen Beschwerden kein ad�quater Kausalzusammenhang mehr bestehe. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 7. Juni 2005 ab.
Dagegen erhob F.________ Beschwerde und reichte lite pendente eine interdisziplin�re Expertise der medizinischen Gutachterstelle Q.________, vom 23. August 2006 ein. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden hiess die Beschwerde in dem Sinne gut, als es die Sache in Aufhebung des Einspracheentscheides vom 7. Juni 2005 zur Einholung eines Obergutachtens und neuer Entscheidung - inklusive betreffend �bernahme der Kosten von Fr. 15'205.- f�r das medizinische-Gutachten - an die Unfallversicherung zur�ckwies (Entscheid vom 2. Februar 2007).
Die Winterthur f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag, in Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei der Einspracheentscheid zu best�tigen.
F.________ l�sst auf Abweisung der Beschwerde schliessen. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf Vernehmlassung.
2.1 Der als Vor- oder Zwischenentscheid im Sinne des BGG zu qualifizierende kantonale R�ckweisungsentscheid vom 2. Februar 2007 kann unter den Voraussetzungen des Art. 93 Abs. 1 BGG angefochten werden. Gem�ss Art. 93 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde gegen andere (d.h. nicht die Zust�ndigkeit oder Ausstandsbegehren betreffende [vgl. Art. 92 BGG]) selbstst�ndig er�ffnete Vor- und Zwischenentscheide zul�ssig: a) wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken k�nnen; oder b) wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeif�hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten f�r ein weitl�ufiges Beweisverfahren ersparen w�rde (vgl. BGE 133 V 477 insb. E. 4.2 S. 481 und in 133 V 504 nicht publizierte E. 1.1 [I 126/07]).
2.2 Der Zul�ssigkeitstatbestand gem�ss Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG ist erf�llt, wenn der R�ckweisungsentscheid durch materielle Vorgaben den Beurteilungsspielraum der unteren Instanz wesentlich einschr�nkt und davon in der Folge nicht mehr abgewichen werden kann (BGE 133 V 477 E. 5.2 S. 483 und erw�hntes Urteil I 126/07, E. 1.2; vgl. auch BGE 129 I 313 E. 3.2 S. 317). So verh�lt es sich hier nicht, da keine materiellrechtlichen Erw�gungen angefochten bzw. strittig sind. Die Vorinstanz hat die Beschwerdef�hrerin nur wegen unvollst�ndiger Sachverhaltserhebung angewiesen, erg�nzende Abkl�rungen zu treffen (vgl. E. 2.3 hienach), ohne materielle Vorgaben zu machen. Im Weiteren bewirkt der kantonale R�ckweisungsentscheid, mit dem die Sache zur neuen Abkl�rung und Entscheidung an die Unfallversicherung zur�ckgewiesen wird, vorliegend keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, f�hrt er doch bloss zu einer dieses Kriterium nicht erf�llenden Verl�ngerung des Verfahrens (erw�hntes Urteil I 126/07, E. 1.2 mit Hinweis).
2.3.1 Nach der Rechtsprechung bildet die selbstst�ndige Anfechtbarkeit von Zwischenentscheiden aus prozess�konomischen Gr�nden eine Ausnahmebestimmung, die restriktiv auszulegen ist. Dies umso mehr, als die Parteien keiner Rechte verlustig gehen, wenn sie einen Zwischenentscheid nicht selbstst�ndig anfechten, k�nnen sie ihn doch mit dem Endentscheid anfechten, soweit er sich auf dessen Inhalt auswirkt (Art. 93 Abs. 3 BGG). Das Bundesgericht pr�ft nach freiem Ermessen, ob die Voraussetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, dass bei einer Gutheissung der Beschwerde ein bedeutender Aufwand an Zeit und Kosten f�r ein weitl�ufiges Beweisverfahren erspart werden kann, erf�llt ist (Urteil 8C_224/2007 E. 2.3.1 mit Hinweisen; Seiler/von Werdt/G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 390 Rz. 11 zu Art. 93).
2.3.2 Die Vorinstanz hat die Winterthur im angefochtenen Entscheid angewiesen, sie habe angesichts der Widerspr�che und Ungereimtheiten zwischen den Fachattesten der Spezialisten der medizinischen Gutachterstelle Q.________ einerseits und den Berichten der Vertrauens�rzte des Unfallversicherers andererseits ein �rztliches Obergutachten �ber die nat�rliche Kausalit�t der Gesundheitssch�den der Versicherten mit dem Unfall vom 18. September 2001 einzuholen. Es kann nicht gesagt werden, dass dies einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten f�r ein weitl�ufiges Beweisverfahren im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG erfordert (vgl. auch erw�hntes Urteil I 126/07, E. 1.2). Der Argumentation der Winterthur, die Frage nach der nat�rlichen Kausalit�t k�nne letztlich offen bleiben, da es an der Ad�quanz der geklagten Beschwerden mit dem versicherten Ereignis mangle, weshalb es auch keines Obergutachtens bed�rfe, kann dabei nicht gefolgt werden. Die Unfallversicherung verkennt, dass die Gutachter der medizinischen Gutachterstelle Q.________ ihre Beurteilung auf "ganz klar somatische Probleme im Bereiche des Bewegungsapparates" st�tzen, welche Einsch�tzung sie auch auf die von ihnen mittels eines Funktions-CT's im Bereiche der HWS gefundene Segmentst�rung in H�he C 0/1 und C 1/2 st�tzen. Im psychiatrischen Teilgutachten werden keine Befunde erhoben und entsprechend keine Diagnose gestellt. Liegen aber - was durch das mit der R�ckweisung angeordnete Obergutachten zu verifizieren sein wird - ausschliesslich somatische Unfallfolgen vor, stellt sich die Frage nach der Ad�quanz dieser Beschwerden rechtsprechungsgem�ss gar nicht (BGE 118 V 286 E. 3a S. 291).
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der durch einen Rechtsanwalt vertretenen Beschwerdegegnerin steht eine Parteientsch�digung zu (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerdef�hrerin hat Rechtsanwalt Christian Th�ny, Chur, f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'500.- zu entsch�digen.