Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=10.01.2013&Aktenzeichen=IX%20ZR%2013/12
Timestamp: 2020-07-07 01:00:38
Document Index: 175162988

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', '§ 166', '§ 166', '§ 133', '§ 129', '§ 133', '§ 143', '§ 166', '§ 166', '§ 133', '§ 143', '§ 64', '§ 133', '§ 143', '§ 166', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 140', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 10.01.2013 - IX ZR 13/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,86
BGH, 10.01.2013 - IX ZR 13/12 (https://dejure.org/2013,86)
BGH, Entscheidung vom 10.01.2013 - IX ZR 13/12 (https://dejure.org/2013,86)
BGH, Entscheidung vom 10. Januar 2013 - IX ZR 13/12 (https://dejure.org/2013,86)
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InsO § 133 Abs. 1 Satz 2; BGB § 166 Abs. 1
§ 166 Abs. 1 BGB; § 133 Abs. 1 Satz 2 InsO
§ 129 Abs 1 InsO, § 133 Abs 1 S 2 InsO, § 143 Abs 1 InsO, § 166 Abs 1 BGB
Insolvenzanfechtung von Zahlungen einer insolventen Aktiengesellschaft aufgrund eines Gesamtvergleiches mit geschädigten Kapitalanlegern: Gläubigerkenntnis vom Gläubigerbenachteiligungsvorsatz der Schuldnerin in Ansehung einer Zurechnung des Wissens mandatierter ...
Kenntnis des Anfechtungsgegners vom Gläubigerbenachteiligungsvorsatz des Schuldners durch Zurechnung des Wissens seiner Anwälte ("Göttinger Gruppe")
Zur Frage, wann ein vom Gläubiger mit der Durchsetzung einer Forderung gegen den späteren Insolvenzschuldner beauftragter Rechtsanwalt anfechtungsrechtlich als Wissensvertreter des Gläubigers hinsichtlich der Kenntnis vom Gläubigerbenachteiligungsvorsatz anzusehen ist
Beweisanzeichen für die Kenntnis vom Gläubigerbenachteiligungsvorsatz - Göttinger Gruppe
BGB § 166; InsO § 133 Abs. 1; InsO § 143 Abs. 1
Rechtsanwalt als Wissensvertreter eines Gläubigers
Die Angaben des Rechtsanwalts auf seiner Internetseite zu der Liquiditätslage des späteren Insolvenzschuldners können ein Beweisanzeichen für die Kenntnis vom Gläubigerbenachteiligungsvorsatz darstellen.
Eingabe in der Suchmaske auf der nächsten Seite: BRAK-Mitt. 2013, 116
GmbHG § 64 Satz 1, Zahlungen nach Insolvenzreife, Zahlungseinstellung, Zahlungsstockung, Zahlungsunfähigkeit
Die Webpräsenz einer Anwaltskanzlei kann zu Insolvenzanfechtungsansprüchen führen
Schweigen ist Mandanten-Gold
InsO § 133 Abs. 1 Satz 1, § 143 Abs. 1 Satz 1; BGB § 166 Abs. 1
Wissenszurechnung des Rechtsanwalts bei der Vorsatzanfechtung
AG München, 23.03.2011 - 132 C 23454/10
LG München I, 15.12.2011 - 6 S 9752/11
BGH, 25.02.2013 - IX ZR 13/12
NJW 2013, 611
ZIP 2013, 174
MDR 2013, 371
NZI 2013, 133
NJ 2013, 216
WM 2013, 180
DB 2013, 224
Es genügt daher, dass der Anfechtungsgegner die tatsächlichen Umstände kennt, aus denen bei zutreffender rechtlicher Bewertung die - drohende - Zahlungsunfähigkeit zweifelsfrei folgt (BGH, Urteil vom 10. Januar 2013 - IX ZR 13/12, WM 2013, 180 Rn. 24 f;… vom 10. Juli 2014 - IX ZR 280/13, ZIP 2014, 1887 Rn. 26;… vom 8. Januar 2015 - IX ZR 203/12, ZIP 2015, 437 Rn. 25;… vom 7. Mai 2015 - IX ZR 95/14, ZIP 2015, 1234 Rn. 17;… vom 17. Dezember 2015 - IX ZR 61/14, WM 2016, 172 Rn. 23;… vom 21. Januar 2016 - IX ZR 32/14" WM 2016, 422 Rn. 21;… vom 9. Juni 2016 - IX ZR 174/15, WM 2016, 1238 Rn. 17).
In diesem Fall weiß er, dass sein Vermögen nicht ausreicht, um sämtliche Gläubiger zu befriedigen (BGH…, Urteil vom 29. September 2011 - IX ZR 202/10, WM 2012, 85 Rn. 14 mwN;… vom 6. Dezember 2012 - IX ZR 3/12, ZIP 2013, 228 Rn. 15; vom 10. Januar 2013 - IX ZR 13/12, ZIP 2013, 174 Rn. 14;… vom 10. Juli 2014 - IX ZR 280/13, ZIP 2014, 1887 Rn. 17).
aa) Die genannten Grundsätze gelten grundsätzlich auch bei Anfechtung kongruenter Deckungen, wenn der Schuldner nur weiß, dass er zur Zeit der Wirksamkeit der Rechtshandlung (§ 140 InsO) zahlungsunfähig oder drohend zahlungsunfähig war (BGH, Urteil vom 10. Januar 2013 - IX ZR 13/12, ZIP 2013, 174 Rn. 15;… vom 25. April 2013 - IX ZR 235/12, ZInsO 2013, 1077 Rn. 25).
Durch die angefochtenen Zahlungen auf die Lieferforderungen der Beklagten ist das Aktivvermögen der Schuldnerin verkürzt und insoweit der Zugriff der anderen Gläubiger auf ihr Vermögen vereitelt worden (vgl. BGH, Urteil vom 10. Januar 2013 - IX ZR 13/12, ZIP 2013, 174 Rn. 12 mwN;… vom 7. Mai 2013 - IX ZR 113/10, ZIP 2013, 2323 Rn. 9).
Ein Schuldner, der zahlungsunfähig ist und seine Zahlungsunfähigkeit kennt, handelt in aller Regel mit Benachteiligungsvorsatz, weil er weiß, dass sein Vermögen nicht ausreicht, um sämtliche Gläubiger zu befriedigen (BGH…, Urteil vom 29. September 2011 - IX ZR 202/10, WM 2012, 85 Rn. 14 mwN;… vom 6. Dezember 2012 - IX ZR 3/12, WM 2013, 174 Rn. 15; vom 10. Januar 2013 - IX ZR 13/12, WM 2013, 180 Rn. 14).
In diesen Fällen handelt der Schuldner ausnahmsweise nicht mit Benachteiligungsvorsatz, wenn er aufgrund konkreter Umstände - etwa der sicheren Aussicht, demnächst Kredit zu erhalten oder Forderungen realisieren zu können - mit einer baldigen Überwindung der Krise rechnen kann (BGH…, Urteil vom 22. November 2012 - IX ZR 62/10, WM 2013, 88 Rn. 7; vom 10. Januar 2013, aaO;… vom 5. Dezember 2013 - IX ZR 93/11, WM 2014, 170 Rn. 9).
Diese Grundsätze gelten auch dann, wenn - wie hier - eine kongruente Leistung angefochten wird (BGH, Urteil vom 10. Januar 2013, aaO Rn. 15;… vom 12. Februar 2015 - IX ZR 180/12, WM 2015, 591 Rn. 22).
Es genügt daher, dass der Anfechtungsgegner die tatsächlichen Umstände kennt, aus denen bei zutreffender rechtlicher Bewertung die (drohende) Zahlungsunfähigkeit zweifelsfrei folgt (BGH, Urteil vom 10. Januar 2013 - IX ZR 13/12, WM 2013, 180 Rn. 24 f).
Erst dann, wenn dies nach den Feststellungen der Tatsachengerichte der Fall ist, kommt es auf das Vorliegen eines Sanierungsversuchs als gegenläufiges Indiz an, durch das im Rahmen der erforderlichen Gesamtabwägung das Indiz der Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit wieder seine Bedeutung verlieren kann (BGH 10. Januar 2013 - IX ZR 13/12 - Rn. 17; 8. Dezember 2011 - IX ZR 156/09 - Rn. 18; Kayser WM 2013, 293, 298) .
Im Übrigen hat der Bundesgerichtshof auch in der vom Kläger genannten Entscheidung vom 10. Januar 2013 (- IX ZR 13/12 - Rn. 25) betont, das Beweisanzeichen der Zahlungsunfähigkeit dürfe nicht schematisch im Sinne einer vom Anfechtungsgegner zu widerlegenden Vermutung angewandt werden.
Diese Grundsätze gelten auch dann, wenn eine kongruente Leistung angefochten wird (BGH, Urteil vom 10. Januar 2013 - IX ZR 13/12, NJW 2013, 611 Rn. 15).
Ein Schuldner, der zahlungsunfähig ist und seine Zahlungsunfähigkeit kennt, handelt in aller Regel mit Benachteiligungsvorsatz, weil er weiß, dass sein Vermögen nicht ausreicht, um sämtliche Gläubiger zu befriedigen (BGH…, Urteil vom 29. September 2011 - IX ZR 202/10, WM 2012, 85 Rn. 14 mwN;… vom 6. Dezember 2012 - IX ZR 3/12, WM 2013, 174 Rn. 15; vom 10. Januar 2013 - IX ZR 13/12, WM 2013, 180 Rn. 14;… vom 7. Mai 2015, aaO Rn. 11).
In diesen Fällen handelt der Schuldner ausnahmsweise nicht mit Benachteiligungsvorsatz, wenn er aufgrund konkreter Umstände - etwa der sicheren Aussicht, demnächst Kredit zu erhalten oder Forderungen realisieren zu können - mit einer baldigen Überwindung der Krise rechnen kann (BGH…, Urteil vom 22. November 2012 - IX ZR 62/10, WM 2013, 88 Rn. 7; vom 10. Januar 2013, aaO;… vom 5. Dezember 2013 - IX ZR 93/11, WM 2014, 170 Rn. 9;… vom 7. Mai 2015, aaO).
Diese Grundsätze gelten auch dann, wenn - wie hier - eine kongruente Leistung angefochten wird (BGH, Urteil vom 10. Januar 2013, aaO Rn. 15;… vom 12. Februar 2015 - IX ZR 180/12, WM 2015, 591 Rn. 22;… vom 7. Mai 2015, aaO).
Es genügt daher, dass der Anfechtungsgegner die tatsächlichen Umstände kennt, aus denen bei zutreffender rechtlicher Bewertung die (drohende) Zahlungsunfähigkeit zweifelsfrei folgt (BGH, Urteil vom 10. Januar 2013 - IX ZR 13/12, WM 2013, 180 Rn. 24 f;… vom 7. Mai 2015, aaO).
Es genügt daher, dass der Anfechtungsgegner die tatsächlichen Umstände kennt, aus denen bei zutreffender rechtlicher Bewertung die (drohende) Zahlungsunfähigkeit zweifelsfrei folgt (BGH, Urteil vom 10. Januar 2013 - IX ZR 13/12, WM 2013, 180 Rn. 24 f;… vom 7. Mai 2015, aaO;… vom 17. Dezember 2015 - IX ZR 61/14, WM 2016, 172 Rn. 23).
Dazu gehört etwa die Verfolgung eines Anspruchs des Geschäftsherrn (vgl. BGH, Urteil vom 10. Januar 2013 - IX ZR 13/12, WM 2013, 180 Rn. 26).
In diesem Fall weiß der Schuldner, dass sein Vermögen nicht ausreicht, um sämtliche Gläubiger zu befriedigen (BGH…, Urteil vom 29. September 2011 - IX ZR 202/10, WM 2012, 85 Rn. 14 mwN;… vom 6. Dezember 2012 - IX ZR 3/12, WM 2013, 174 Rn. 15; vom 10. Januar 2013 - IX ZR 13/12, WM 2013, 180 Rn. 14).
Ausnahmsweise handelt der Schuldner nicht mit Benachteiligungsvorsatz, wenn er aufgrund konkreter Umstände - etwa der sicheren Aussicht, demnächst Kredit zu erhalten oder Forderungen realisieren zu können - mit einer baldigen Überwindung der Krise rechnen kann (BGH…, Urteil vom 22. November 2012 - IX ZR 62/10, WM 2013, 88 Rn. 7; vom 10. Januar 2013, aaO).
Diese Grundsätze gelten auch dann, wenn - wie hier - eine kongruente Leistung angefochten wird (BGH, Urteil vom 10. Januar 2013, aaO Rn. 15).
Haben in dem für die Anfechtung maßgeblichen Zeitpunkt nicht unerhebliche fällige Verbindlichkeiten bestanden, die bis zur Verfahrenseröffnung nicht mehr beglichen worden sind, ist regelmäßig von Zahlungseinstellung auszugehen (BGH, Urteil vom 10. Januar 2013, aaO Rn. 16;… vom 7. Mai 2013, aaO Rn. 18).
Diese Grundsätze gelten auch dann, wenn eine kongruente Leistung angefochten wird (BGH…, Urteil vom 20. Dezember 2007 - IX ZR 93/06, NZI 2008, 231 Rn. 19; vom 10. Januar 2013 - IX ZR 13/12, NJW 2013, 611 Rn. 15).
Insolvenzrecht: Wegfall der Kenntnis der Schuldner-GmbH von der …
OLG Brandenburg, 15.01.2020 - 7 U 117/18
Anspruch auf Rückgewähr infolge Insolvenzanfechtung
Rechtmäßigkeit eines Abrechnungsbescheids - Wirksamkeit von Aufrechnungen - …
LG Wuppertal, 04.05.2018 - 2 O 234/17
ArbG Dortmund, 20.05.2016 - 8 Ca 228/16
Rückgewähr der Zahlung des Arbeitslohns nach Insolvenzanfechtung