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Timestamp: 2019-06-18 09:54:51
Document Index: 323259268

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 12', '§ 3', '§ 15', '§ 3', '§ 1']

OFD Frankfurt/M. v. 22.05.2007 - S 7100 A - 203 - St 11 - NWB Datenbank
OFD Frankfurt/M. v. 22.05.2007 - S 7100 A - 203 - St 11
Das BMF hat mit Schreiben vom 18.2.1998 (BStBl 1998 I, S. 212) zur ertragssteuerlichen Behandlung des Sponsoring ausführlich Stellung genommen. Das Schreiben regelt den Begriff des Sponsoring sowie die ertragssteuerliche Behandlung beim Sponsor und bei den steuerbegünstigten Empfängern.
Bei den Leistungen im Rahmen des jeweiligen Sponsoring-Vertrages ist zu unterscheiden zwischen konkreten Werbeleistungen (z. B. Trikotwerbung, Bandenwerbung, Anzeigen, Lautsprecherdurchsagen usw.) und bloßen Duldungsleistungen (z. B. Aufnahme eines Emblems oder Logos des Sponsors in Verbandsnachrichten, Veranstaltungshinweisen etc.) ohne besondere Hervorhebung des Sponsors oder Nennung von Warbebetschaften.
Während die Duldungsleistungen dem ermäßigten Steuersatz nach § 12 Abs. 2 Nr. 8a Satz 1 UStG unterliegen, weil kein steuerschädlicher wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb vorliegt, werden die Werbeleistungen im Rahmen eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs erbracht und unterliegen dem Regelsteuersatz (§ 12 Abs. 1 UStG).
Als Bemessungsgrundlage für die steuerpflichtige Leistung der steuerbegünstigten Einrichtung ist grundsätzlich der gemeine Wert der Sach- oder Dienstleistung des Sponsors anzusetzen (§§ 3 Abs. 12, 10 Abs. 2 UStG). Soweit der Wert nicht ermittelt werden kann, ist er zu schätzen. Anhaltspunkt für die Bewertung der Gegenleistung können die Selbstkosten, bei der Lieferung eines Gegenstandes der Einkaufspreis, des Sponsors sein, vgl. Abschn. 153 Abs. 1 UStR. Die Höhe der Bemessungsgrundlage ist unabhängig vom Wert der Werbe- bzw. Duldungsleistung der steuerbegünstigten Einrichtung.
Während eine Zuordnung zum ideellen Bereich den Vorsteuerabzug ausschließt, ist bei einer Nutzung im Rahmen von wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben. Zweckbetrieben oder der Vermögensverwaltung der Vorsteuerabzug unter den weiteren Voraussetzungen des § 15 UStG zulässig.
Zur Überlassung von Werbemobilen an steuerbegünstigte Einrichtungen vgl. USt-Kartei § 3 – S 7119 – Karte 2
Bezüglich der umsatzsteuerrechtlichen Behandlung der Überlassung von so genannten VIP-Logen und des Bezugs von Hospitality-Leistungen wird auf das dazu ergangene BMF-Schreiben vom 28.11.2006 - IV A 5 - S 7109 - 14/06 (BStBl 2006 I S. 791) verwiesen.
Die OFD-Rdvfg. vom 14.1.2003 – Az. w.o. – (zu § 1 – S 7100 – Karte 49) ist auszusondern.
Änderungen zur vorhergehenden OFD-Rdvfg. kursiv dargestellt.
MAAAC-60751
OFD Frankfurt/M. v. 22.05.2007 - S 7100 A - 203 - St 11 ablegen in?