Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=D%C3%96V%201968,%20429
Timestamp: 2019-12-13 07:51:01
Document Index: 270051023

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 11', '§ 43', 'Art. 33', '§ 43', '§ 43', '§ 43']

Rechtsprechung: DÖV 1968, 429 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 27.12.1967
BVerwG, 05.03.1968 - I C 35.65
https://dejure.org/1968,191
BVerwG, 05.03.1968 - I C 35.65 (https://dejure.org/1968,191)
BVerwG, Entscheidung vom 05.03.1968 - I C 35.65 (https://dejure.org/1968,191)
BVerwG, Entscheidung vom 05. März 1968 - I C 35.65 (https://dejure.org/1968,191)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1968,191) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Heranziehung eines im Nebenberuf beschäftigten Fleischbeschautierarztes zur Zahlung von Umsatzsteuer - Anspruch eines Fleischbeschautierarztes auf Umsatzsteuer-Erstattung - Eröffnung des Verwaltungsrechtwegs für Streitigkeiten zwischen dem nebenberuflichen ...
FlBG § 4; FlBGDV § 11 Abs. 3; VwGO § 43 Abs. 1
BVerwGE 29, 166
NJW 1968, 1251
MDR 1968, 865
DVBl 1968, 724
DVBl 1968, 919
Die Ausübung hoheitlicher Befugnisse ist nach Art. 33 Abs. 4 GG als ständige Aufgabe in der Regel Angehörigen des öffentlichen Dienstes vorbehalten, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis stehen (vgl. BVerwG, Urteil vom 5. März 1968 - I C 35.65 -, GewArch 1968, 258).
BVerwG, 11.11.1988 - 8 C 9.87
Rechtsträger - Erstbehörde - Widerspruchsbehörde - Abwehrrecht - …
Das Berufungsgericht entnimmt dem einschlägigen Landesrecht und damit für das Revisionsgericht bindend, daß die Kläger als Öffentlich bestellte Vermessungsingenieure bei der Vermessung und der Gebührenfestsetzung als Behörde tätig geworden sind, und zwar als beliehene Privatpersonen, denen durch Gesetz die Befugnis zur Wahrnehmung bestimmter hoheitlicher Kompetenzen eingeräumt worden ist (vgl. dazu etwa das Urteil vom 5. März 1968 - BVerwG I C 35.65 - BVerwGE 29, 166 [BVerwG 05.03.1968 - I C 35/65]).
Der Abgemahnte muß gegebenenfalls abwarten, ob der "Verwarner" seinen Unterlassungsanspruch mit einer Leistungs(Unterlassungs-)klage gegen ihn geltend macht (vgl BVerwGE 29, 166, 171 ff).
Auch sonst hat sich das Bundesverwaltungsgericht in seiner bisherigen Rechtsprechung nicht gebindert gesehen, ein Rechtsverhältnis öffentlich-rechtlicher Natur neben dem Beamtenverhältnis anzunehmen; dies geschah für den nebenberuflichen Fleischbeschautierarzt (BVerwGE 29, 166 [BVerwG 05.03.1968 - BVerwG I C 35.65] [167 ff.]), für den Notar (BVerwGE 25, 55 [BVerwG 15.09.1966 - BVerwG VIII C 42.64] [56]), für den Privatdozenten (BVerwGE 8, 170 [BVerwG 20.02.1959 - BVerwG VII C 133.57] [171]; vgl. zum letztgenannten Urteil auch, die Besprechungen von Thieme JZ 1960, 365 und Menger VerwArch Bd. 51 [1960] S. 373 [379], in denen das Rechtsverhältnis als Amtsverhältnis qualifiziert wird).
Dem kann auch nicht das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. März 1968 (I C 35.65 - juris m.w.N.) entgegengehalten werden.
Daß das Phänomen der "Beleihung" unmittelbar aus sich die Rechtfertigung für eine ihr Rechnung tragende Staatsaufsicht liefert, wird so gut wie allgemein angenommen (s. etwa Friesenhahn, Grundgesetz und Energiewirtschaft, in: Energiewirtschaft, Sonderdruck Nr. 453, 1957, S. 4 und 6; Gallwas, VVDStRL 29, 211 ;… E.R. Huber, DVBl. 1952, 456 sowie ders. Wirtschaftsverwaltungsrecht, 1. Band, 2. Aufl., 1953, S. 544; Ossenbühl, VVDStRL 29, 137 ; Steiner, DÖV 1970, 526 ;… Wolff/ Bachof, Verwaltungsrecht II, 4. Aufl., 1976, S. 455; vgl. zur Korrespondenz von Beleihung und Staatsaufsicht überdies die Urteile vom 24. Juni 1960 - BVerwG VII C 243.59 - BVerwGE 11, 37 [BVerwG 24.06.1960 - VII C 243/59] , vom 5. März 1968 - BVerwG I C 35.65 - BVerwGE 29, 166 [BVerwG 05.03.1968 - I C 35/65]; vom 27. August 1976 - BVerwG IV C 97.74 - BVerwGE 51, 115 [BVerwG 27.08.1976 - IV C 97/74] und vom 14. Februar 1984 - BVerwG 1 C 81.78 - BVerwGE 69, 11 [BVerwG 14.02.1984 - 1 C 81/78]).
vgl. hierzu auch BVerwG, Urteil vom 05.03.1968 - I C 35.65 -, DVBl 1968, 919; Eyermann, VwGO, Kommentar, 12. Auflage 2006, § 43, Rdnr. 30.
Als Rechtsverhältnis im Sinne von § 43 Abs. 1 VwGO kommen rechtliche Beziehungen der vorliegenden Art zwischen dem Beamten und seinem Vorgesetzten zwar ohne weiteres in Betracht; weitere Voraussetzung ist allerdings, daß diese Rechtsbeziehungen oder einzelne sich daraus ergebende Rechte oder Pflichten zwischen den Beteiligten streitig sind (ständige Rechtsprechung; vgl. BVerwG, Urteile vom 5. März 1968, BVerwGE 29, 166, 171 und vom 7. Mai 1987, BVerwGE 77, 207, 212; Hess. VGH, Urteil vom 28. November 1978 - II OE 105/76 -, NJW 1979, 997;… Kopp, VwGO, 9. Auflage, Rdnr. 19 zu § 43).
OVG Rheinland-Pfalz, 19.10.1995 - 7 B 12909/95
VGH Baden-Württemberg, 21.12.1989 - 4 S 2554/89
Aufsichtsführer bei Prüfung - Im Zweifel kein öffentlich rechtliches …