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Timestamp: 2019-01-17 16:56:54
Document Index: 394164685

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art.14', 'Art.\n7', 'Art. 17', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 30', 'Art. 12', 'Art. 80', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 58']

Tourismusgesetz. Gemeinde St. Moritz. Tourismusgesetz. vom 22. September PDF
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Julia Beltz
1 1 Gemeinde St. Moritz vom I. Allgemeines Art. 1 1 Zweck dieses Gesetzes ist die Förderung der Attraktivität und Leistungsfähigkeit von St. Moritz als Tourismusort. Die Gemeinde erhebt zu diesem Zweck eine Kur- und Sporttaxe. 2 Zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und zur Finanzierung des Tourismusmarketings in St. Moritz und im Oberengadin erhebt die Gemeinde ausserdem eine Wirtschaftsförderungsabgabe. 3 Die Gemeinde führt für die Kur- und Sporttaxe sowie für die Wirtschaftsförderungsabgabe je separate Konten. Zweck Art. 2 1 Gäste im Sinne dieses Gesetzes sind natürliche Person, welche in St. Moritz übernachtet und dort weder zivilrechtlichen Wohnsitz noch primäres Steuerdomizil hat. 2 Beherberger im Sinne dieses Gesetzes ist, wer gegen Entgelt einem Gast eigene oder auf Dauer überlassene Räumlichkeiten oder Boden zu Übernachtungszwecken zur Verfügung stellt. Als Beherberger gilt auch der Eigentümer einer Zweitwohnung, sofern und soweit er diese einem Gast gegen Entgelt überlässt (Parahotellerie). Begriffe
2 2 3 Als Zweitwohnungen im Sinne dieses Gesetzes gelten Wohneinheiten (Haus, einzelne Wohnungen oder einzelne Zimmer), welche von Personen genutzt werden, welche in St. Moritz weder zivilrechtlichen Wohnsitz noch primäres Steuerdomizil haben. II. Organisation und Kompetenzen Aufgaben und Kompetenzen des Gemeindevorstands Art. 3 1 Dem Gemeindevorstand obliegt der Vollzug dieses Gesetzes. 2 Soweit nicht anders geregelt, bestimmt der Gemeindevorstand die Aufgaben und Kompetenzen der Tourismuskommission sowie der nachgelagerten Abteilungen und Fachstellen. Er kann einzelne Befugnisse auch an diese delegieren. 3 Dem Gemeindevorstand obliegt auch die Aufsicht über die Tourismuskommission sowie der nachgelagerten Abteilungen und Fachstellen. 4 Der Gemeindevorstand tätigt unter dem Vorbehalt einer anderslautenden Regelung in der Gemeindeverfassung alle Ausgaben, welche nicht in den Kompetenzbereich eines anderen Organs fallen. 5 Soweit erforderlich erlässt der Gemeindevorstand ein Vollzugsreglement, insbesondere über die Meldung von relevanten Gästedaten wie Logiernächte, Herkunft der Gäste und dergleichen der Beherbergungsbetriebe an Gemeinde oder Tourismusorganisation. Tourismuskommission Art. 4 1 Die Tourismuskommission besteht aus fünf bis sieben Mitgliedern. 2 Zwei Mitglieder der Tourismuskommission ernennt der Gemeindevorstand aus seinem Kreis. Die übrigen drei bis
3 3 fünf Mitglieder werden vom Gemeinderat gewählt. Bezüglich dieser Mitglieder steht ausschliesslich dem Kur- und Verkehrsverein St. Moritz das Vorschlagsrecht zu. 3 Die Kommission konstituiert sich selbst. 4 Die Wählbarkeit der vom Gemeinderat zu wählenden Mitglieder der Tourismuskommission richtet sich nach den Vorgaben der Gemeindeverfassung, die Amtszeit nach jener des Gemeindevorstandes. Diese Mitglieder müssen nicht zwingend in der Gemeinde St. Moritz stimmberechtigt sein. Art. 5 1 Die Tourismuskommission hat folgende Aufgaben: a) Koordination und Vertretung der Interessen der kommerziellen touristischen Leistungsträger im Ort gegenüber der Politik und Verwaltung sowie privaten, öffentlichen und halböffentlichen Organisationen; b) Beratung des Gemeindevorstandes in Fragen der Tourismuspolitik und Tourismusentwicklung; c) Vertretung der Gemeinde St. Moritz in Fragen des Tourismus gegenüber Dritten; d) Erarbeitung eines Leitbilds mit Positionierung und Strategie für die touristische Entwicklung von St. Moritz; e) jährlicher Budgetantrag an Gemeindevorstand; f) Vergabe von Mitteln aus dem Werkfonds; g) finanzielle und personelle Unterstützung von touristischen, kulturellen, gesellschaftlichen und sportlichen Veranstaltungen aller Art; h) Beurteilung und Empfehlung von Geschäften zur Entwicklung von touristischen Infrastrukturen und Grossveranstaltungen zuhanden des Gemeindevorstandes. Aufgaben und Kompetenzen der Tourismuskommission 2 Im Bereich der Aufgaben gemäss Abs. 1 lit. g und h verfügt die Tourismuskommission im Rahmen des vorhandenen Budgets über eine umfassende Ausgabenkompetenz.
4 4 Art. 6 Aufgaben und Kompetenzen des Gemeindesteueramts 1 Dem Gemeindesteueramt obliegt die Veranlagung und der Einzug der in diesem Gesetz vorgesehenen Abgaben. III. Kur- und Sporttaxe Art. 7 Individuelle Gästetaxe 1 Jeder in St. Moritz bei einem Beherberger entgeltlich übernachtende Gast hat für die Bereitstellung und die Benutzung von touristischen Einrichtungen und Veranstaltungen pro Logiernacht eine Kur- und Sporttaxe in Form einer individuellen Gästetaxe (nachstehend als Gästetaxe bezeichnet) zu entrichten. Art. 8 Befreiung 1 Von der individuellen Gästetaxe befreit sind: a) Kinder unter zwölf Jahren; b) Personen, die sich in Ausübung einer amtlichen, militärischen, zivilschutzrechtlichen oder polizeilichen Funktion in St. Moritz aufhalten; c) Personen, die mit Aufenthaltsbewilligung oder zum Besuch einer Schule oder zur Erlernung eines Berufes in St. Moritz weilen; d) Personen, deren Übernachtung vom Kur- und Verkehrsverein St. Moritz oder von der Gemeinde St. Moritz bezahlt wird; e) Bettlägerige Patienten von Spitälern, Pflegeheimen, Sanatorien, Kurhäusern und ähnlichen Betrieben. Art. 9 Jahrespauschale 1 Eigentümer von Zweitwohnungen, welche diese entweder selbst oder entgeltlich oder unentgeltlich durch ihre Familienmitglieder, Angehörige und Gäste nutzen bzw.
5 5 nutzen lassen, haben für die Bereitstellung und Benutzung von touristischen Einrichtungen und Veranstaltungen eine obligatorische Jahrespauschale (nachstehend als Jahrespauschale bezeichnet) zu entrichten. Analoges gilt für die in der Gemeinde während mindestens einer Saison stationierte Wohnwagen. 2 Die Jahrespauschale wird im Umfang der durch den Eigentümer einer Zweitwohnung entrichteten individuellen Gästetaxe ermässigt, jedoch im Maximum bis zum Betrag der Jahrespauschale. Nachweis und Ablieferung der individuellen Gästetaxen haben durch den Eigentümer der Zweitwohnung zu erfolgen. Art Gäste haben pro Übernachtung folgende Taxen zu entrichten: A. In Hotels und Aparthotels Kur- und Sporttaxe 5-Stern-Hotels CHF 5. 4-Stern-Hotels CHF Stern-Hotels CHF Stern-Hotels CHF Stern-Hotels CHF 2.55 B. In der Parahotellerie Ferienhäuser CHF 2.90 Ferienwohnungen CHF 2.90 Privatzimmer CHF 2.90 C. In Jugendlager Gruppen von Jugendlichen im Klassenverband im Alter von 12 bis 20 Jahren CHF 1. D. In Jugendherbergen Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene CHF 1.50 E. Auf Zeltplätze sowie in Wohnwagen und Wohnmobilen CHF 1.50 Ansätze individuelle Gästetaxe
6 6 Art. 11 Ansätze Jahrespauschale 1 Die Eigentümer von Zweitwohnungen haben unabhängig von der Dauer ihres Aufenthalts pro Jahr folgende Taxen zu entrichten: a) für 1 bis 1½ Zimmerwohnungen und Wohnwagen CHF 400. b) für 2 bis 2½ Zimmerwohnungen CHF 600. c) für 3 bis 3½ Zimmerwohnungen CHF 800. d) für 4 bis 4½ Zimmerwohnungen CHF e) für 5 und mehr Zimmerwohnungen CHF Art. 12 Fälligkeit, Einzug und Ablieferung der Gästetaxe 1 Der Beherberger ist berechtigt und verpflichtet, die Gästetaxe von den abgabepflichtigen Gästen einzufordern. 2 Die Gästetaxen werden nach Beendigung des Aufenthalts des Gastes fällig und sind der Gemeinde bis Ende des Folgemonats abzuliefern. Er haftet der Gemeinde hiefür solidarisch. 3 Der Beherberger hat über die Belegung seiner Lokalitäten mit Gästen genaue Kontrolle zu führen. Art. 13 Fälligkeit und Ablieferung der Jahrespauschale 1 Die Jahrespauschalen für Zweitwohnungen werden per Ende Jahr fällig und sind der Gemeinde innert 30 Tagen seit Rechnungsstellung zu bezahlen. Art.14 Verwendung der Kur- und Sporttaxen 1 Die Einnahmen aus den Kur- und Sporttaxen werden zur Stärkung sowie zur Standortförderung des Kur-, Ferienund Sportortes St. Moritz verwendet. Sie sind namentlich für folgende Aufgaben zu verwenden: 1. Mitarbeiter-, Sach- und Infrastrukturaufwand. 2. Beitragsleistungen an öffentlich zugängliche kulturelle, gesellschaftliche und sportliche Veranstaltungen aller Art.
7 7 3. Zum Schutz und zur Pflege der Ortsmarke St. Moritz. 4. Bau und Unterhalt von Kur-, Kultur- und Sportanlagen. 2 Die Gemeinde richtet einen Werkfonds ein, welcher jährlich mit Mitteln aus den Kur- und Sporttaxen gespiesen wird. 3 Die Einnahmen aus den Kur- und Sporttaxen dürfen weder zur Finanzierung von ordentlichen Gemeindeaufgaben noch für Werbezwecke verwendet werden. IV. Wirtschaftsförderungsabgabe Art Sämtliche Beherberger haben eine Wirtschaftsförderungsabgabe zu entrichten. Diese wird pro Logiernacht des Gastes bemessen. Abgabepflichtige Beherbergungsbetriebe Art Eine Wirtschaftsförderungsabgabe haben ferner zu entrichten: Inhaber von Handels-, Gewerbe-, Restaurations- und Dienstleistungsbetriebe, Banken, Versicherungsagenturen, Bergbahnen und Skiliftunternehmungen sowie alle übrigen Selbständigerwerbenden wie Architekten, Ingenieure, Ärzte, Anwälte, Notare sowie Treuhänder und Immobilienhändler. 2 Dazu sind auch die in St. Moritz tätigen Filialen und Betriebsstätten von Unternehmungen sowie Auktionäre und das Wandergewerbe zu zählen, die ihren Hauptsitz ausserhalb von St. Moritz haben, ferner auch Restaurationsbetriebe, die einem Hotel angeschlossen sind. Als Restaurationsbetriebe gelten alle öffentlichen Lokale, die gemäss den einschlägigen gastgewerblichen Bestimmungen einer Bewilligung bedürfen. Zu dieser Kategorie gehören auch auswärtige Betriebe aller Art, die unter dem Namen St. Moritz auftreten. Übrige Abgabepflichtige
8 8 3 Von den in diesem Artikel aufgeführten Personen wird die Wirtschaftsförderungstaxe erhoben aufgrund einer in diesem Gesetz festgelegten Grundtaxe und einer Taxe der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Personen einschliesslich Familienmitglieder, Lehrlinge und Praktikanten, aber ohne Geschäftsinhaber. 4 Der Jahresdurchschnitt wird nach folgender Formel ermittelt: Personen x monatliche Beschäftigungsdauer 12 Art. 17 Ansätze für Abgabepflichtige gemäss Art Für die Abgabepflichtigen gemäss Art. 15 gelten folgende Ansätze pro Logiernacht A. In Hotels und Aparthotels Wirtschaftsförderungstaxe 5-Stern-Hotels CHF.65 4-Stern-Hotels CHF.55 3-Stern-Hotels CHF.55 2-Stern-Hotels CHF.45 1-Stern-Hotels CHF.45 B. In der Parahotellerie Ferienhäuser CHF.50 Ferienwohnungen CHF.50 Privatzimmer CHF.50 C. In Jugendlager Gruppen von Jugendlichen im Klassenverband im Alter von 12 bis 20 Jahren CHF.15 D. In Jugendherbergen Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene CHF.15 E. Auf Zeltplätze, in Wohnwagen und Wohnmobilen CHF.15
9 9 Art Für die übrigen Abgabepflichtigen gemäss Art. 16 gelten folgende Ansätze pro Jahr: Kategorie I Kleinbetriebe mit ein bis zwei Beschäftigten, die nicht in einer der nachfolgenden Kategorien aufgeführt sind oder sinngemäss zugeteilt werden können. Grundtaxe CHF 305. Abgabe pro beschäftigte Person CHF 110. Ansätze für Abgabepflichtige gemäss Art. 16 Kategorie II Handwerksbetriebe Handelsgeschäfte für Lebensmittel, Fotos, Optik, Blumen, Eisenwaren, Tabak, Souvenir, Sport usw. Garagen, Transportbetriebe, Bergbahnen, Skischulen, Reisebüros und Skilifte. Grundtaxe CHF 547. Abgabe nach Betriebsgrösse: 1 10 Beschäftigte (pro Person) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF und mehr Beschäftigte (pauschal) CHF Kategorie III Handelsgeschäfte für Schmuck, Uhren, Mode und Textilien aller Art, Apotheken, Drogerien, Parfümerien usw. Freie Berufe wie Ärzte, Ingenieure, Architekten, Agenten, Anwälte, Treuhänder, Immobilienhändler, Makler und Versicherungsagenturen usw. sowie Auktionäre für in
10 10 St. Moritz durchgeführte Auktionen von Schmuck und Kunstgegenständen. Grundtaxe CHF Abgabe nach Betriebsgrösse: 1 10 Beschäftigte (pro Person) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF und mehr Beschäftigte (pauschal) CHF Kategorie IV Banken Grundtaxe CHF Abgabe nach Betriebsgrösse: 1 20 Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF und mehr Beschäftigte (pauschal) CHF Kategorie V Restaurationsbetriebe Grundtaxe CHF 365. Abgabe nach Betriebsgrösse: 1 5 Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF Beschäftigte (pauschal) CHF und mehr Beschäftigte (pauschal) CHF
11 11 2 Betriebe, die in der obigen Umschreibung nicht aufgezählt sind, werden in jener Kategorie erfasst, in welche sie nach der Unternehmungsstruktur sinngemäss einzuordnen sind. Gegen diese Einordnung stehen dem Abgabepflichtigen die in Art. 30 umschriebenen Rechtsmittel offen. Art Der Einzug der Wirtschaftsförderungsabgabe der Beherberger erfolgt analog zur Regelung für die Gästetaxe (Art. 12). 2 Die Jahrespauschale für die Wirtschaftsförderungsabgaben werden per Ende Jahr fällig und sind der Gemeinde innert 30 Tagen seit Rechnungsstellung zu bezahlen. Als Bemessungsgrundlage gelten die Zahlen des vorangegangenen Jahres. Die Betriebe werden durch die Zustellung eines Formulars aufgefordert, die entsprechenden Angaben zu melden. Fälligkeit, Einzug und Ablieferung der Wirtschaftsförderungsabgabe Art Die Einnahmen aus der Abgabe für Wirtschaftsförderung sind für die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie für das Marketing einzusetzen. 2 Die Einnahmen können auch für die Beiträge der Gemeinde an die TO Engadin St. Moritz verwendet werden. Verwendung der Abgabe für die Wirtschaftsförderung V. Gemeinsame Bestimmungen Art Das Gemeindesteueramt oder die von ihm eingesetzten Kontrollorgane sind berechtigt, die für die Erhebung der Abgaben erforderlichen Kontrollen durchzuführen bzw. durchführen zu lassen. Ferner ist ihnen Zugang zu den in diesem Zusammenhang interessierenden Räumlichkeiten zu gewähren. Kontrollen/ Auskunftspflicht
12 12 2 Dem Gemeindesteueramt oder den von ihm eingesetzten Kontrollorganen sind die gewünschten Auskünfte zu erteilen und die verlangten Unterlagen vorzuweisen. Sie bezeichnen die Art und Weise der Auskunftserteilung und die zur Prüfung einzureichenden Unterlagen unter Ansetzung einer angemessenen Frist. Ausnahmen Art Der Gemeindevorstand kann in besonders gelagerten Einzelfällen, insbesondere beim Vorliegen einer unverhältnismässigen Härte, in eigener Kompetenz oder auf begründetes Gesuch hin die Abgaben reduzieren oder erlassen. Ermessenstaxation Art Das Gemeindesteueramt veranlagt nach pflichtgemässem Ermessen, wenn der Abgabepflichtige seine Verfahrenspflichten trotz Mahnung und Androhung der Ermessenstaxation nicht erfüllt. 2 Die Ermessenstaxation kann nur mit dem Vorwurf der Willkür angefochten werden. Differenzen Art Entstehen aus der Anwendung dieses Gesetzes unlösbare Differenzen, entscheidet der Gemeindevorstand die Angelegenheit im Rahmen einer anfechtbaren Verfügung, soweit die Angelegenheit nicht in den Kompetenzbereich des Gemeindesteueramtes fällt. Ist Letzteres der Fall, entscheidet dieses. Rechenschaftsablegung Art Der Gemeindevorstand und die Tourismuskommission haben dem Gemeindesouverän jährlich über die Verwendung der Kur- und Sporttaxen sowie der Wirtschaftsförderungsabgaben Rechenschaft abzulegen.
13 13 Art Sämtliche rechtskräftigen Verfügungen des Gemeindevorstandes und des Gemeindesteueramtes gelten als Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 SchKG. Rechtskräftige Verfügung VI. Widerhandlungen und Rechtsmittel Art Vorsätzliche oder fahrlässige Widerhandlungen gegen dieses Gesetz und der gestützt darauf erlassenen Ausführungsbestimmungen ahndet der Gemeindevorstand mit Busse bis zu CHF Bei Vorliegen von Gewinnsucht ist die zuständige Behörde an dieses Höchstmass nicht gebunden. 3 Hinterzogene Abgaben sind nebst Zins nachzuzahlen. Widerhandlungen Art Gegen sämtliche gestützt auf dieses Gesetz erlassene Verfügungen kann innert 30 Tagen seit Mitteilung beim Gemeindesteueramt (bei Veranlagungen) bzw. beim Gemeindevorstand (bei den übrigen Verfügungen) Einsprache erhoben werden. 2 Einspracheentscheide können nach Massgabe des Verwaltungsrechtspflegegesetzes innert 30 Tagen mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden angefochten werden. 3 Anfechtbare Verfügungen und Entscheide sind mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen. Rechtsmittel VII. Übergangs- und Schlussbestimmungen Art Der Gemeinderat ist befugt, die Ansätze für die Gästetaxen und die Tourismusförderungsabgaben bis max. 10% zu erhöhen oder zu reduzieren. Anpassung der Ansätze
14 14 2 Die neuen Ansätze sind bis zum 30. Juni eines Jahres bekanntzumachen und treten auf den 1. Januar des darauffolgenden Jahres in Kraft. Verzugs- und Vergütungszins/ Mahngebühren Art Für die nicht innert der festgelegten Zahlungsfrist beglichenen Taxen wird ein Verzugszins zusätzlich allfälliger Mahngebühren berechnet. 2 Ergibt sich aufgrund eines erfolgreich ergriffenen Rechtsmittels, dass ein zu hoher Betrag bezahlt wurde, ist der Differenzbetrag mit einem Vergütungszins zurückzuerstatten. 3 Verzugs- und Vergütungszinsen richten sich nach den einschlägigen Ansätzen der kantonalen Steuerverwaltung. Ausführungsbestimmungen Art Der Gemeinderat kann Ausführungsbestimmungen zu diesem Gesetz erlassen. Subsidiäres Recht Art Soweit dieses Gesetz oder seine Ausführungsbestimmungen keine abschliessende Regelung enthalten, gilt das Steuergesetz für den Kanton Graubünden subsidiär. Übergangsrecht Art Das neue Recht findet auf alle Abgaben rechtlichen Tatbestände Anwendung, welche sich nach dem 1. Januar 2014 verwirklicht haben. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Bestimmung der Abgabepflicht und der steuerpflichtigen Personen.
15 15 Art Dieses ist am durch die Urnengemeinde St. Moritz verabschiedet und am 12. November 2013 von der Regierung genehmigt worden. 2 Das Gesetz tritt per 1. Januar 2014 in Kraft. Schlussbestimmungen Gemeinde St. Moritz Der Gemeindepräsident: Sigi Asprion Die Gemeindeschreiberin: Barbara A. Stecher
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