Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFH/NV%202000,%2034
Timestamp: 2019-12-06 10:36:19
Document Index: 183546951

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 16', '§ 24', '§ 24', '§ 15', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 16', '§ 16', '§ 24', '§ 6', '§ 15', '§ 15']

BFH, 06.07.1999 - VIII R 17/95 - dejure.org
BFH, 06.07.1999 - VIII R 17/95
https://dejure.org/1999,3569
BFH, 06.07.1999 - VIII R 17/95 (https://dejure.org/1999,3569)
BFH, Entscheidung vom 06.07.1999 - VIII R 17/95 (https://dejure.org/1999,3569)
BFH, Entscheidung vom 06. Juli 1999 - VIII R 17/95 (https://dejure.org/1999,3569)
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Gesellschafter - Eintritt Gesellschaft - Sacheinlage - Stille Reserven - Gesellschaftsvermögen - Neubewertung des Vermögens - Aufstockung der Buchwerte - Wirtschaftsgüter
FG Nürnberg, 17.01.1995 - I 196/94
BFH/NV 2000, 34
bb) Für den Fall negativer Ergänzungsbilanzen nach § 24 Abs. 2 des Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG) 1995 hat der BFH wiederholt entschieden, die Auflösung der in der Ergänzungsbilanz ausgewiesenen Korrekturposten habe korrespondierend zur Veränderung der Buchwerte in der Gesamthandsbilanz zu erfolgen (BFH-Urteile in BFHE 179, 84, BStBl II 1996, 68; vom 6. Juli 1999 VIII R 17/95, BFH/NV 2000, 34).
a) Diese Grundsätze galten nach ständiger Rechtsprechung auch (vgl. BFH-Urteile vom 6. Juli 1999 VIII R 17/95, BFH/NV 2000, 34; vom 18. März 1999 IV R 26/98, BFHE 188, 307, BStBl II 1999, 604; in BFHE 176, 392, BStBl II 1995, 599; vom 23. Mai 1985 IV R 210/83, BFHE 144, 220, BStBl II 1985, 695; vom 10. Juli 1980 IV R 136/77, BFHE 131, 313, BStBl II 1981, 84;… ferner bereits BFH-Urteil vom 21. August 1961 I 32/61 U, BFHE 73, 643, BStBl III 1961, 500, nach Auffassung der Verwaltung vgl. Schreiben des Bundesministers der Finanzen --BdF-- vom 16. Juni 1978 IV B2 -S 1909- 8/78, BStBl I 1978, 235 Rdnrn. 72 und 79 zum UmwStG 1977, sowie nach der herrschenden Meinung im Schrifttum, so bereits Schmidt in Schmidt, EStG, 9. Aufl., § 16 Anm. 104;… Widmann in Widmann/Mayer, Umwandlungsrecht, § 24 Rz. 7815 zum UmwStG 1977;… dieselben zu § 24 UmwStG 1995, Rz. 108 und 113), wenn ein weiterer Gesellschafter in eine bereits bestehende Gesellschaft gegen eine Einlage in das Gesellschaftsvermögen der Gesellschaft eintritt.
Im Verhältnis zur Steuerbilanz der aufnehmenden Personengesellschaft handelt es sich um Korrekturbilanzen (vgl. zur Funktion der Ergänzungsbilanz BFH-Urteile vom 29. Oktober 1991 VIII R 148/85, BFHE 167, 309, BStBl II 1992, 647, 649; in BFH/NV 2000, 34).
Die Auf- und Abstockungen sind zeit- und betragsgleich zur Aufwands- und Ertragsrealisierung in der Gesellschaftsbilanz aufzulösen (BFH-Urteile in BFH/NV 2000, 34; in BFHE 179, 84, BStBl II 1996, 68;… Schmidt/Wacker, EStG, 25. Aufl., § 15 Rz. 472, m.w.N.).
Die Aufnahme eines weiteren Gesellschafters in eine bereits bestehende Personengesellschaft steht der Neugründung einer weiteren, die bisherigen und den zusätzlichen Gesellschafter umfassenden Personengesellschaft und der --vom Wortlaut des § 24 Abs. 1 UmwStG a.F. erfassten-- Übertragung des Gesellschaftsvermögens der bisherigen Personengesellschaft auf diese neue Personengesellschaft gleich (BFH-Urteile vom 10. Juli 1980 IV R 136/77, BFHE 131, 313, BStBl II 1981, 84; vom 23. Mai 1985 IV R 210/83, BFHE 144, 220, BStBl II 1985, 695; vom 8. Dezember 1994 IV R 82/92, BFHE 176, 392, BStBl II 1995, 599; vom 6. Juli 1999 VIII R 17/95, BFH/NV 2000, 34).
Zum einen sei die Aufnahme eines weiteren Gesellschafters in eine bestehende Gesellschaft nach der Rechtsprechung des BFH der Neugründung einer Personengesellschaft wirtschaftlich gleichzustellen (Hinweis u.a. auf BFH-Urteil vom 6. Juli 1999 VIII R 17/95, BFH/NV 2000, 34).
e) Abweichendes ergibt sich schließlich nicht aus dem Urteil des BFH in BFH/NV 2000, 34.
Hinzu kommt vor allem, dass die vom VIII. Senat zum Beleg zitierte BFH-Rechtsprechung die Wahlrechte des § 24 UmwStG 1977 --wie dargelegt-- davon abhängig gemacht hat, dass der Eintretende eine Sach- oder Geldeinlage in das Betriebsvermögen der Gesellschaft erbringt, und dass von diesem Erfordernis nunmehr auch der VIII. Senat ausgeht (vgl. --in diesem Sinne unmissverständlich-- BFH-Urteil in BFHE 214, 40, BStBl II 2006, 847, das seinerseits auf die Entscheidung in BFH/NV 2000, 34 Bezug nimmt).
Der BFH führe in seinem Urteil vom 06.07.1996 VIII R 17/95 (BFH/NV 2000, 34) aus, dass die Auflösung der in der Ergänzungsbilanz ausgewiesenen Bilanzposten korrespondierend zur Veränderung der Buchwerte der entsprechenden Bilanzposten in der Gesamthandsbilanz erfolge.
Dementsprechend hat der BFH auch für den - allerdings etwas anders gelagerten - Fall einer negativen Ergänzungsbilanz entschieden, dass Auf- und Abstockungen in einer Ergänzungsbilanz zeit- und betragsgleich zur Aufwands- und Ertragsrealisierung in der Gesellschaftsbilanz aufzulösen sind (vgl. BFH-Urteile vom 6. Juli 1999 VIII R 17/95, BFH/NV 2000, 34 und vom 21 April 1994 IV R 70/92, BStBl II 1994, 745).
Bemessung der Nutzungsdauer eines abnutzbaren Wirtschaftsguts der …
Dementsprechend habe der Bundesfinanzhof (BFH) in seinem Urteil vom 6. Juli 1999 VIII R 17/95 (BFH/NV 2000, 34) entschieden, dass die Auflösung der in den Ergänzungsbilanzen ausgewiesenen Korrekturposten korrespondierend zur Veränderung der Buchwerte der entsprechenden Bilanzposten in der Gesellschaftsbilanz zu erfolgen habe.
Das Urteil des BFH in BFH/NV 2000, 34 betreffe den Fall, dass die Personengesellschaft aus Anlaß des Eintritts eines weiteren Gesellschafters stille Reserven aufgelöst und die Buchwerte des Gesellschaftsvermögens aufgestockt habe.
Für den Fall negativer Ergänzungsbilanzen - in den zugrunde liegenden Fällen jeweils nach § 24 Abs. 2 UmwStG - hat der BFH demgegenüber wiederholt entschieden, dass die Auflösung der in der Ergänzungsbilanz ausgewiesenen Korrekturposten korrespondierend zur Veränderung der Buchwerte in der Hauptbilanz zu erfolgen habe (BFH in BFH/NV 2000, 34; BFH vom 28. September 1995 IV R 57/94, BStBl. II 1996, 68).
Dieser Vorgang ist nämlich bei wirtschaftlicher Betrachtung nicht anders zu beurteilen als die Gründung einer neuen Personengesellschaft durch die bestehende Gesellschaft und den neu eintretenden Gesellschafter (BFH-Urteile vom 06.07.1999 VIII R 17/95, BFH/NV 2000, 34, vom 23.05.1985 IV R 210/83, BStBl. II 1985, 695 …und vom 08.12.1994 IV R 82/92, BStBl. II 1995, 599, Schmidt-Wacker EStG 20. Aufl. § 16 RdNr. 562 und Herrmann-Heuer-Raupach, EStG, KStG 21. Aufl. § 16 EStG RdNr. 310).
Die Kl. berufen sich zu Unrecht auf das Urteil des BFH VIII R 17/95 v. 6.7.1999 BFH/NV 2000, 34.
FG Hessen, 27.03.2008 - 1 K 2003/04
Auflösung von bei Einbringung eines Mitunternehmeranteils als Sacheinlage …
Hinsichtlich der Handhabung der Fortführung der negativen Ergänzungsbilanz der Altgesellschafter folge er der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs - BFH - in seinen Urteilen vom 28.9.1995 IV R 57/94 Bundessteuerblatt - BStBl - II 1996, 68 und 6.7.1999 VIII R 17/95 Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des BFH - BFH/NV - 2000, 34. Danach seien Abstockungen auf die Buchwerte der Wirtschaftsgüter in einer Ergänzungsbilanz einer Personengesellschaft, die zum Neutralisieren eines entstandenen Einbringungsgewinns erstellt worden sei, entsprechend dem Verbrauch der Wirtschaftsgüter erfolgserhöhend aufzulösen.
Gleichzeitig ist für den/die einbringenden Gesellschafter eine negative Ergänzungsbilanz zu erstellen, in der die eingebrachten Wirtschaftsgüter sowie die auf diese jeweils entfallenden Aufstockungsbeträge als Minderwerte ausgewiesen werden und entsprechendes Minderkapital gebildet wird (vgl. BFH-Urteil vom 28.09.1995 IV R 57/94, BStBl II 1996, 68 und vom 06.07.1999 VIII R 17/95, BFH/NV 2000, 34;… Ley: Ergänzungsbilanzen beim Erwerb von Personengesellschaftsanteilen, bei Einbringungen nach § 24 UmwStG und bei Übertragungen nach § 6 Abs. 5 Satz 3 EStG, Kölner Steuerdialog (KÖSDI) 2001, 12982 Rdnr. 35;… Reiß in Kirchhof/Söhn, Einkommensteuergesetz, Kommentar, § 15 Rdnr. 331).
Dementsprechend sind Abstockungen in negativen Ergänzungsbilanzen zeit- und betragsgleich zur Aufwands- und Betragsrealisierung in der Gesamthandbilanz, also nach Maßgabe der Ermittlungsparameter der Abschreibungen in der Gesellschaftsbilanz aufzulösen (vgl. BFH-Urteile vom 28.09.1995 IV R 57/94 und 06.07.1999 VIII R 17/95 jeweils a.a.O.).
Im Verhältnis zur Steuerbilanz der aufnehmenden Personengesellschaft handelt es sich um Korrekturbilanzen (vgl. zur Funktion der Ergänzungsbilanz BFH-Urteile vom 29. Oktober 1991, VIII R 148/85, BStBl II 1992, 647, 649; in BFH/NV 2000, 34).
Die Auf- und Abstockungen sind zeit- und betragsgleich zur Aufwands- und Ertragsrealisierung in der Gesellschaftsbilanz aufzulösen (BFH-Urteile in BFH/NV 2000, 34; in BStBl II 1996, 68; Schmidt/Wacker, EStG, 28. Aufl., § 15 Rz. 472, m.w.N.).
Diese Grundsätze gelten nach ständiger Rechtsprechung auch, wenn ein weiterer Gesellschafter in eine bereits bestehende Gesellschaft gegen eine Einlage in das Gesellschaftsvermögen der Gesellschaft eintritt (vgl. BFH vom 6. Juli 1999 VIII R 17/95, BFH/NV 2000, 34 m.w.N.).