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Timestamp: 2018-01-22 23:49:44
Document Index: 291494089

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', '§ 40', '§ 3', '§ 52', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 1', '§ 100']

Lexware Lohn: Betriebsrenten und Betriebsrentenstärkungsgesetz 2018 mit Infos von der Deutschen Rentenversicherung | Lern-Ware
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Posted 26. Dezember 2017 28. Dezember 2017 Margit Klein
Laut Seite 5 der Broschüre Summa-Summarum vom 02. Dezember 2017 (amtliches Mitteilungsblatt der Deutschen Rentenversicherung) mit Wirkung zum 01.01.2018 gilt, dass bei :
Arbeitgeberzuschuss bei Entgeltumwandlung ab 01.01.18 wird zur Pflicht:
„Werden Beiträge zugunsten einer kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung aus einer Entgeltumwandlung gezahlt, muss der Arbeitgeber künftig 15 % des umgewandelten Arbeitsentgelts zusätzlich als Arbeitgeberzuschuss zur betrieblichen Altersversorgung zahlen, soweit er dadurch Sozialversicherungsbeiträge spart (§§ 1a Abs. 1a bzw. 23 Abs. 2 BetrAVG).
Unterschreiten die eingesparten Sozialversicherungsbeiträge 15 % des umgewandelten Arbeitsentgelts, ist die Pflicht zur Zahlung des Arbeitgeberzuschusses auf den Betrag der eingesparten Sozialversicherungsbeiträge begrenzt.“
Die auf Seite 27 in der Broschüre zur Betrieblichen Altersversorgung der Deutschen Rentenversicherung angesprochenen Höchstgrenzen zur steuerfreien Einzahlung in Modelle der Betrieblichen Altersversorgung verdoppeln sich ab 01.01.2018. Die Grenzen zur soziabgabenfreien Entgeltumwandlung bleiben auf dem Stand von 2017.
Die o. .g. Zuschusspflicht besteht für alle Arbeitnehmer, die Entgeltumwandlung durchführen, egal, welche Höhe der Bruttolohn vorab vorher hatte.
Nur für Geringverdiener gibt es eine Rückerstattung aus den Lohnsteuerbeträgen dieses Geringverdieners zugunsten das Arbeitgebers, falls letzterer mindestens 240,00 € jährlich zusätzlich in die BAV des Arbeitnehmers entrichtet. Mehr unten.
Steuerfreiheit der Arbeitgeberbeiträge ab 01.01.2018 verdoppelt, zusätzlicher Höchstbetrag 1.800 entfällt, pauschale Lohnsteuer Altzusagen wird angerechnet auf steuerfreien Höchstbetrag von 8 % der BBG RV
Laut Seite 6 der Zeitschrift Summa-Summarum der Deutschen Rentenversicherung gilt ab 01.01.2018:
„Die Arbeitgeberbeiträge zugunsten einer kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung an einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung sind ab dem 1. Januar 2018 nach § 3 Nr. 63 Satz 1 EStG bis zu 8 % der Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung (BBG) steuerfrei. Im Gegenzug entfällt der zusätzliche steuerfreie Höchstbetrag von 1.800 Euro.
Zudem wird künftig die pauschale Besteuerung von Arbeitgeberbeiträgen nach § 40b EStG in der Fassung vom 31. Dezember 2004 für Altzusagen auf den steuerfreien Höchstbetrag nach § 3 Nr. 63 EStG angerechnet (§ 52 Abs. 4 Satz 14 EStG).“
Abfindungsregelung laut Seite 6 der Zeitschrift Summa-Summarum 4/2017:
„Arbeitgeberbeiträge, die aus Anlass der Beendigung einer Beschäftigung zugunsten einer kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung gezahlt werden, sind nach § 3 Nr. 63 Satz 3 EStG künftig steuerfrei, soweit sie 4 % der BBG, vervielfältigt mit der Anzahl der Kalenderjahre der Beschäftigung, allerdings höchstens zehn Kalenderjahre, nicht übersteigen.
Zudem besteht künftig die Möglichkeit, nach § 3 Nr. 63 Satz 4 EStG auch Beiträge für Zeiten steuerfrei nachzuzahlen, in denen das Beschäftigungsverhältnis ruhte und im Inland kein steuerpflichtiger Arbeitslohn bezogen wurde (z. B. aufgrund einer Entsendung, einer Elternzeit oder eines Sabbaticals). Die steuerfreie Nachzahlung ist bis zu 8 % der BBG, vervielfältigt mit der Anzahl der vollen Kalenderjahre, in denen die Beschäftigung ruhte, maximal zehn Kalenderjahre, möglich.“
ABER ACHTUNG- hier scheidet das Abgabenrecht die lohnsteuerliche von der sozialversicherungsrechtlichen Sichtweise ab 01.01.18:
„In der Sozialversicherung bleibt es dabei, dass die nach § 3 Nr. 63 Satz 1 EStG steuerfreien Arbeitgeberbeiträge (einschließlich der Beiträge aus Entgeltumwandlungen) nur bis zur Höhe von 4 % der BBG beitragsfrei sind (§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 SvEV).“ Letzteres gilt auch für o. g. Abfindungen.
Beitragszusage statt Leistungszusage ab 01.01.18
Reine Arbeitgeber- Zusagen über die zu erwartende Zahlungsleistung (Höhe der künftigen Auszahlungs-Beträge aus der BAV) der Rente mit Rentenbeginn des Arbeitnehmers (mit Nachzahlungspflicht, sofern vom Versicherungsunternehmen nicht erwirtschaftet!!!) werden von der Zusage über Beitragsleistungen (Höhe der derzeitigen Einzahlungs-Beträge in die BAV) während des aktiven Arbeitslebens des Arbeitnehmers abgelöst (ohne Nachzahlungspflicht des Arbeitgebers zu Rentenbeginn des Arbeitnehmers).
Zuschuss für Geringverdiener bedingt Antrag beim Finanzamt für Erstattung des Anteils von 30%, den der begünstigte AN selbst nicht als Lohnsteuer gezahlt hat
Arbeitgebern, die geringverdienenden Arbeitnehmer (bis 2.200,00 Bruttogehalt im Monat inklusive Minijobber) Entgeltumwandlungen ermöglichen, erhalten, sofern die Arbeitgeber mindestens 240,00 € /Jahr zusätzlich für den AN in die BAV einzahlen, einen Zuschuss von 30 % (maximal 144,00 € im Jahr) aus der von diesem AN zu zahlenden Lohnsteuer. Sollte dieser keine ausreichend hohe LSt zahlen müssen, muss der überschießende Ausgleichsbetrag für diesen AN beim Finanzamt beantragt werden. Das passiert über die Lohnsteueranmeldung ab 2018. Mehr Informationen auf Seite 7-8 der Broschüre Summa-Summarum 4/2017 oder auf telefonische Anfrage bei der deutschen Rentenversicherung oder deren Landesstellen (Auflistung der Ansprechpartner in der Broschüre „Betriebliche Altersversorgung“ ab Seite 32) oder auf den Hinweisen zur Lohnsteueranmeldung ab 2018.
„Arbeitgeber dürfen vom Gesamtbetrag der einzubehaltenden Lohnsteuer für jeden Arbeitnehmer mit einem ersten Dienstverhältnis einen Teilbetrag des Arbeitgeberbeitrags zur kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgung (BAV-Förderbetrag) entnehmen und gesondert absetzen (§ 100 EStG).
Dieser Betrag ist in Zeile 23 einzutragen. Zusätzlich ist die Zahl der Arbeitnehmer mit BAV-Förderbetrag in Zeile 16 einzutragen. Werden die Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung an den Arbeitgeber zurückgezahlt, ist der auf den Rückzahlungsbetrag entfallende BAV-Förderbetrag zurückzuzahlen.
Ist der zurückzuzahlende BAV-Förderbetrag höher als der im Lohnzahlungszeitraum der Rückzahlung von der Lohnsteuer abzusetzende BAV-Förderbetrag, ist der „negative BAV-Förderbetrag“ durch ein vorangestelltes Minuszeichen zu kennzeichnen.“
Quelle: Hinweise für den Arbeitgeber zur Lohnsteueranmeldung 2018 Punkt 5
100 % von 144 €, welches der maximal möglich Zuschuss für förderfähige AG-Beitragszahlungen sind, bedeutet einen jährlichen Beitrag zur betrieblichen AV von 480,00 € maximal, bzw. 40,00 € mtl.
Mindestens die Hälfte (240,00 € pro Jahr) muss vom AG aber bezahlt werden, damit überhaupt eine Zuschussberechtigung aus den Zahlungen zur Lohnsteuer des AN vorhanden ist. Diese Maßnahme würde einer Lohnerhöhung um (kaufmännisch gerundet) 1 % p.a. entsprechen- bei niedrigeren Bruttolöhnen dann ein Vielfaches dieser Prozentzahl.
240,00 € Jahresbeitrag als zusätzliche AG-Leistung, welche wiederum 15 % des umgewandelten Lohnbestandteils sind, bedingen, dass der AN monatlich 133,33 € Gehalt umwandelt, um den zuschussberechtigten Mindestbeitrag AG-seitig zu erhalten. Bei alleinverdienenden Geringverdiener sind das 6 % des Bruttolohns und wahrscheinlich gefühlsmäßig unendlich viel Nettoverlust. Wandelt der Geringverdiener allerdings weniger um, erreichen die 15 % notwendiger AG-Zuschuss damit nicht den Mindestbeitrag in Höhe von 240,00 € pro Jahr. Der Arbeitgeber zahlt somit ohne Zuschussberechtigung mit allem zusätzlichen Verwaltungsaufwand trotzdem gezwungener Maßen die 15 % oben drauf. Dann sind keine arbeitgeberseitigen Ersparnisse durch die arbeitnehmerseitigen Umwandlungen vorhanden, sondern nur Mehrarbeit im Lohnbüro für die Lohnabrechnung und bei Abschluss/Auflösung der Versorgungsverträge oder bei Weggang des Mitarbeiters.
Für Minijobber ist ein Antrag auf Zahlung des Zuschusses vorprogrammiert, da diese normaler Weise keiner individuellen Lohnsteuerpflicht unterliegen. Teilzeitjobber mit weniger als der Hälfte des Geringverdienerlohns zahlen bei Stkl I im Jahr 102,00 €. Der Zuschuss dafür muss also auch -über die Lohnsteueranmeldung und via Lexware Lohnarten und Kennzeichen (neu einzustellen ab 2018 im Programm) – beantragt werden. Wenn der Mindestbeitrag pro Mitarbeiter und Jahr überhaupt erreicht wird.
Hier ein Beispiel für einen teilzeitarbeitenden Mitarbeiter:
Lexware Lohn ab Juni 2016: Abfindung von Anwartschaften auf betriebliche Altersversorgung beitragsrechtlich wie Versorgungsbezüge zu behandeln
Lexware Lohn: Pauschalierung von Gruppenverträgen bei Betrieblicher Altersversorgung Lexware Lohn: Betriebliche Altersversorgung korrekt mit Direktversicherung, Unterstützungskasse, Pensionskasse oder Pensionszusage mit Lexware verwalten Lexware vor Ort 2017 für 2018: PDF- Vorlage mit Videobegleitung durch die Inhalte Lexware Lohn: Fusion AOK Plus Thüringen mit der AOK Plus Sachsen Lexware Lohn: ASCII Import Lohndaten mit Meldung „Ein Muss-Feld (Merkmal M) ist nicht zugeordnet…“
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