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Timestamp: 2018-11-18 03:54:07
Document Index: 392926736

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 3', '§ 34', '§ 1', '§ 1', '§ 34', '§ 34', '§ 1', '§ 1']

Anleger Beteiligungen: Investoren-Brief 2015 10 15
Ausgabe 42/2015 | 15.10.2015 | 28.967 Abonnenten | frühere Investoren-Briefe (Archiv) | Als E-Mail versenden
Leitartikel: Mitarbeiterbeteiligung zur Kapitalerhöhung und Mitarbeitermotivation mit Steuerspareffekten
Direktinvestments: BaFin-frei und prospektfrei außerhalb des Vermögensanlagengesetzes
Mitarbeiterbeteiligung zur Kapitalerhöhung und Mitarbeitermotivation mit Steuerspareffekten
Die Finanzierung und die Liquidität eines Unternehmens lässt sich bankenunabhängig auch durch Beteiligungsgelder von Mitarbeitern mit direkten Zahlungen oder durch Einbehalt von Lohnanteilen verbessern. Dies kann insbesondere über Beteiligungsformen geschehen, die den Mitarbeitern keine Mitverwaltungsrechte und keine Stimmrechte einräumen. Soweit die Beteiligung über Genussrechte oder Schuldverschreibungen erfolgt, haben die Mitarbeiter auch keine Kontroll- und Einsichtsrechte in die Bücher des arbeitgebenden Unternehmens.
Unter finanzieller Mitarbeiterbeteiligung werden Kapitalbeteiligungen sowohl mit Fremd- als auch mit Eigenkapitalcharakter am eigenen Arbeitgeber verstanden. Die Mitarbeiterbeteiligung wurde in Deutschland seit Jahren steuerlich gem. § 19 a Einkommensteuergesetz gefördert und durch das Vermögensbildungsgesetz in Verbindung mit den Tarifverträgen bezuschusst. Seit fünf Jahren gilt der neue § 3 Nr. 39 Einkommensteuergesetz mit der maximalen Förderung von Euro 360,-, die steuer- und sozialabgabenfrei sind. Die Beteiligung der Mitarbeiter am Produktivkapital und am Erfolg eines Unternehmens ist die Basis für eine gemeinsame erfolgreiche Zukunft von Unternehmern und Arbeitnehmern. Was in anderen Staaten oder bei börsennotierten Unternehmen bereits an der Tagesordnung ist, entdecken nun auch immer mehr mittelständische Unternehmen in Deutschland.
In der Bundesrepublik mag der Gedanke der Mitarbeiterbeteiligung sowohl für mittelständische Unternehmer als auch für die Beschäftigten noch vergleichsweise neu sein, wird aber von der Bundesregierung und den Unternehmensverbänden stark unterstützt und mit gesetzlichen Verbesserungen gefördert. Für Unternehmer, die bereit sind, ihre Mitarbeiter von den Vorzügen einer Investition in das eigene Unternehmen zu überzeugen, bringt die Beteiligung der Mitarbeiter einen erhöhten Arbeitsanreiz, eine stärkere Mitarbeiterbindung im Unternehmen sowie neben einer Verbesserung der Liquiditätssituation nur erhebliche Vorteile: Diese Vorteile bestehen in einer verbesserten Eigenkapitalquote und damit in einer Erhöhung der Bonität und des Ratings.
Eine Mitarbeiterbeteiligung verbessert die Kapitalausstattung des Unternehmens, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit, die Arbeitsmoral und sichert so die Zukunftsfähigkeit eines Betriebes. Daneben steigt die Eigeninitiative der Arbeitnehmer, die Arbeitsmotivation der Beschäftigten und dadurch die Produktivität des Unternehmens.
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Direktinvestments in materielle Wirtschaftsgüter sind BaFin-frei und prospektfrei außerhalb des VermAnlG und des § 34 f GewO, so Dr. Horst Werner ( www.finanzierung-ohne-bank.de ), wenn der Initiator "im Austausch für die zeitweise Überlassung von Geld keinen vermögenswerten, auf Barausgleich gerichteten Anspruch gewährt". Das heißt, dass nur Direktinvestments in Sachanlagen mit Ansprüchen auf Verzinsung und Rückerwerbsverpflichtung unter die Neufassung des Vermögensanlagengesetzes mit der Generalklausel in § 1 Abs. 2 Nr. 7 fallen - geändert durch das Kleinanlegerschutzgesetz vom 10. Juli 2015. Über diese neue Generalklausel in § 1 Abs. 2 Nr. 7 des Vermögensanlagengesetztes n.F. wurden bestimmte Arten von Direktinvestments als wirtschaftlich vergleichbare Vermögensanlagen in den Anwendungsbereich des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) als Finanzinstrumente aufgenommen. Unter Direktinvestments in diesem Sinne können z. B. der Kauf von Holz, Edelmetallen, Minen oder von Tieren verstanden werden; dazu gehören auch Gold- oder Edelmetallsparpläne, Beteiligungen an dem Erwerb einzelner Immobilien, an Containern, Goldanlagen oder von sonstigen Rohstoffen mit einer zugesagten jährlichen Verzinsung und einem Rückerwerb der Kapitalanlage nach einem gewissen Zeitraum fallen.
Direkt-Investments mit Ansprüchen (1.) auf Verzinsung und (2.) Rückzahlung bzw. Rückerwerb sind demnach als Finanzinstrumente gemäß dem Vermögensanlagengesetz einzustufen und können nur zu 20 Anteilen prospekt- und Bafin-frei platziert werden.
Soweit materielle Wirtschaftsgüter zu Gesamthandseigentum mit Gewinn- und Verlustbeteiligung erworben werden, kommt grundsätzlich das Vermögensanlagengesetz und eventuell sogar das Kapitalanlagegesetzbuch ( KAGB ) zur Anwendung. Wenn jedoch die beispielhaft genannten Wirtschaftsgüter zu Alleineigentum ( z.B. auch in der Form des Bruchteilseigentums ) erworben werden und keine Zinsversprechen durch den Initiator bzw. Verkäufer gegeben werden und/oder vom Initiator auch keine Rückkaufsverpflichtungen übernommen werden, kommen die Vorschriften des Kleinanlegerschutzgesetzes ( also das Vermögensanlagengesetz und § 34 f GewO ) nicht zur Anwendung und dementsprechend bedarf es bei der Platzierung durch Vermittler auch keiner Erlaubnis nach § 34 f GewO.
Ein "Zinsversprechen" von einem Initiator liegt deshalb dann nicht im Sinne des § 1 Abs. 2 Nr. 7 vor, wenn aus dem Wirtschaftsgut als solches ein Mietertrag erzielt werden kann, denn dieser Ertrag kommt eben nicht in Form "einer Zinszusage" vom Veräußerer, sondern wird als Nutzung aus der zu Eigentum erworbenen (Bruchteilseigentums-)Sache selbst gezogen. Der (Kauf-)Preis des Anlegers wird dann nicht im Austausch für die zeitweise Überlassung von Geld gezahlt ( Kapitalüberlassung gegen Zinsen ), sondern wird für die Einräumung des Eigentums an einer bestimmten Sache gezahlt ( Kaufpreiszahlung für Eigentumserwerb ). Ob der Erwerber die zu Eigentum erworbene Sache dann später selbst nutzt oder an einen Dritten zwecks Erzielung von Einkünften vermietet, ist für die Beurteilung gemäß § 1 Abs. 2 Nr. 7 VermAnlG unerheblich.
Der Begriff "Rückerwerb" bedeutet, dass sich gerade der Initiator bzw. der Veräußerer verpflichtet, die Sache gegen Entgelt zurück zu nehmen. "Rück"erwerben kann schon begrifflich nur der Veräußerer. Ein Rückerwerb liegt deshalb dann nicht vor, wenn z.B. lediglich ein Dritter als Käufer vermittelt wird oder ein unabhängiger Dritter das Wirtschaftsgut bzw. die Sachanlage später vom Anleger neu erwirbt ( und damit erstmalig erwirbt, aber nicht "rück"erwirbt).
2013, geb. mit Schutzumschlag
, 282 Seiten, inkl. E-Book
Erscheinungstermin / Sperrfrist: 16. Januar 2013
Worin besteht die Kunst der Innovation? Die Antwort von Wirtschaftsvordenker und Netzaktivist Gunter Dueck lautet: Es kommt nicht auf die Idee an , der Durchbruch ist das Entscheidende. Wie man Innovationen im Zeitalter des radikalen digitalen Wandels gegen Widerstände durchsetzt, zeigt Dueck in seinem zukunftsweisenden neuen Buch.
Fast alle Neuerungen und Erfindungen treffe n zunächst auf Widerstände, man denke nur an die ersten Reaktionen des Buchhandels auf E-Books, von Brockhaus auf Wikipedia oder von Banken auf Internetbanken. Unternehmen haben wie alle Systeme ein Immunsystem, das jede neue Idee zunächst wie eine Störung behandelt. Wie lassen sich solche strukturellen Hindernisse überwinden, um der Idee zum Durchbruch zu verhelfen und aus ihr ein Geschäft zu machen?
Gunter Dueck zeigt, auf welche Faktoren es ankommt: Energie, Herzblut, Kampfgeist, eine glückliche Hand, ein tolles Gründerteam, verständnisvolle Investoren und Geduld. Der Autor beschreibt anschaulich, wie sich eine neue Businessidee überhaupt entfalten kann, welche Barrieren sie überwinden muss und auf welche Gegner sie trifft. Da sind etwa die Antagonisten , die alles Neue aktiv bekämpfen; die CloseMinds mit ihrer „braucht kein Mensch“-Haltung oder die OpenMinds , die eine Innovation immerhin gut fänden, wenn sie denn ausgereift wäre. Eine ganze Psychologie des Wandels stellt Dueck dem Leser vor. Konkret beschreibt er die Widerstände im Management, bei Geldgebern, in einzelnen Abteilungen, insbesondere in Marketing und Ve rtrieb. Damit müssen Innovatoren umgehen, sie müssen die Hindernisse bereits im Vorfeld der Innovation mitdenken, so der Autor.
Dueck entwickelt das Konzept einer agilen Innovation, die in die DNA des Unternehmens integriert ist. Sein Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer gegen herkömmliches Ideenmanagement und für wildes Denken: Innova tion ist immer auch anarchisch. Und Dueck warnt: Wer sich im digitalen Zeitalter lustig macht über die „seltsamen“ Ideen der jungen Wilden, der wird verlieren.
Gunter Dueck war zunä chst Mathematikprofessor und bis August 2011 Cheftechnologe bei IBM, genannt »Wild Duck«, Querdenker. Seitdem hat es ihn wegen Erreichens der 60-Jahre- Marke in den Unruhestand gezogen. Er ist de rzeit freischaffend als Autor, Netzaktivist, Business-Angel und Speaker tätig und wi dmet sich weiterhin unverdrossen der Weltverbesserung. Mehr auf se iner Homepage om nisophie.com.