Source: https://www.lecturio.de/jura/erstes-staatsexamen/mittelbare-taeterschaft-unmittelbare-taeterschaft.vortrag
Timestamp: 2019-10-22 06:12:04
Document Index: 237608510

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25']

Mittelbare & Unmittelbare Täterschaft – Jura Online-Video
Unmittelbare und mittelbare Täterschaft (§ 25 I StGB)
Unmittelbare und mittelbare Täterschaft (§ 25 I StGB) von Dr. jur. Dennis Federico Otte
Der Vortrag „Unmittelbare und mittelbare Täterschaft (§ 25 I StGB)“ von Dr. jur. Dennis Federico Otte ist Bestandteil des Kurses „1. Staatsexamen | von Lilien & Kraatz | Studio-Rep“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Abgrenzung unmittelbare und mittelbare Täterschaft
Fälle mittelbarer Täterschaft trotz volldeliktisch handelndem Täter
Aufbau der mittelbaren Täterschaft
Absichtsloses Werkzeug
Problem: Versuchsbeginn bei der mittelbaren Täterschaft
Fallbeispiel: Gefährliche Scherze
Was beutet unmittelbare Täterschaft?
Unmittelbarer Täter ist derjenige, der sämtliche Merkmale des objektiven und subjektiven Tatbe- standes in seiner Person verwirklicht
Bei der unmittelbaren Täterschaft verwirklicht ein Täter alle Merkmale des Delikts durch einen Anderen
Bei der unmittelbaren Täterschaft verwirklichen mehrere Täter alle Merkmale des Delikts gemeinsam
Bei der unmittelbaren Täterschaft verwirklichen mehrere Täter unterschiedliche Merkmale des Delikts gemeinsam
Was ist nach der Tatherrschaftslehre Voraussetzung der mittelbaren Täterschaft?
Voraussetzung ist Tatherrschaft des Hintermanns, also die Kontrolle des Hintermannes aufgrund von überlegenem Wissen oder Willen.
Voraussetzung ist, dass der Tatmittler die Tat alleine begeht
Voraussetzung ist, dass der Tatmittler mit dem Hintermann bewusst und gewollt zusammenwirkt
Voraussetzung ist, dass der mittelbare Täter den Tatvorsatz beim Tatmittler hervorruft.
Kann man einen Tatmittler i.S.d. § 25 I 2. Alt. StGB durch Hervorrufen eines vermeidbaren Verbotsirrtums kontrollieren?
Ja, denn der vermeidbare Verbotsirrtum führt zwar nicht zum Ausschluss der Strafbarkeit des Vordermanns, allerdings übt der Hintermann die Kontrolle über das Defizit im Unrechtsbewusstsein beim Vordermann aus, wodurch Tatherrschaft gegeben sein kann
Nein, denn der vermeidbare Verbotsirrtum führt nicht zum Ausschluss der Strafbarkeit des Vordermanns. Der Vordermann handelt volldeliktisch und wird nicht vom Hintermann kontrolliert
Nein nur das Hervorrufen eines Tatbestandsirrtums kann zur Kontrolle des Hintermannes im Sinne des § 25 I 2 Alt. StGB führen.
Ja, denn der vermeidbar Verbotsirrtum führt immer zu einem Strafbarkeitsmangel beim Vordermann. Dies sind die klassischen Fälle der mittelbaren Täterschaft
Dozent des Vortrages Unmittelbare und mittelbare Täterschaft (§ 25 I StGB)