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Timestamp: 2016-10-28 21:59:23
Document Index: 333388839

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 6', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 269', 'Art. 273', 'Art. 277', 'BGE', 'Art. 277', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 25', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 41', 'BGE']

6P.97/2003 (02.09.2003)
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Claude Hentz, Gartenhofstrasse 15, Postfach 1633, 8026 Z�rich,
Art. 9, 13, 29 Abs. 2, 32 Abs. 2 BV, Art. 6 Ziff. 3 EMRK (Willk�r, rechtliches Geh�r)
Mit Urteil vom 25. Juni 2002 sprach das Bezirksgericht Baden X.________ der qualifizierten Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz schuldig und verurteilte ihn unter Anrechnung von 336 Tagen Untersuchungshaft zu einer Zuchthausstrafe von drei Jahren, zu einer Busse von Fr. 1'000.-- sowie zu f�nf Jahren Landesverweisung.
Die gegen das Urteil von X.________ erhobene Berufung hiess das Obergericht des Kantons Aargau am 27. Februar 2003 teilweise gut. Es sprach ihn in einem von drei F�llen vom Vorwurf der Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz frei und setzte die Freiheitsstrafe auf zwei Jahre Zuchthaus fest. Im �brigen best�tigte es das bezirksgerichtliche Urteil. Der Verurteilung liegt folgender Sachverhalt zu Grunde:
Am 24. Februar 2000 chauffierte X.________ seinen Freund A.________ von Baden nach Pf�ffikon. Dort �bernahm dieser von einem Drogenh�ndler vier Kilogramm Heroin, worauf X.________ mit seinem Freund und mit dem Rauschgift im Kofferraum nach Baden zur�ckfuhr. Nach Auffassung des Obergerichts wusste X.________ sp�testens auf der R�ckfahrt, dass sein Begleiter in Pf�ffikon Heroin �bernehmen und dieses von Pf�ffikon nach Baden transportieren wollte (Fall 1). Vermutlich ein Teil dieses Heroins (300 g) wurde anschliessend in der Wohnung von X.________ eingelagert und dort aufbewahrt, bis X.________ das Heroin am 26. M�rz 2000 seinem Freund auf dessen Aufforderung hin herausgab; m�glicherweise handelte es sich dabei aber um Heroin anderer Herkunft (Fall 2).
X.________ erhebt staatsrechtliche Beschwerde und eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde. Er beantragt mit beiden Beschwerden die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils. Ausserdem stellt er das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung und sucht um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung nach.
Gem�ss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren pr�ft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 125 I 492 E. 1b mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer macht mit seiner staatsrechtlichen Beschwerde geltend, das Obergericht gehe zu Unrecht von seiner T�terschaft aus. Er habe weder gewusst, dass sein Begleiter vier Kilogramm Heroin von Pf�ffikon mit nach Baden zur�cknahm, noch habe er 300 Gramm Heroin in seiner Wohnung aufbewahrt. Die diesbez�glichen Annahmen des Obergerichts beruhten auf willk�rlicher W�rdigung der Beweise und seien aktenwidrig; ausserdem habe das Obergericht seine Verteidigungsrechte und seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt, indem es mehrere Beweisantr�ge ohne Begr�ndung abgewiesen habe; schliesslich st�tze sich das Obergericht zu Unrecht auf die von ihm beanstandeten Telefonkontrollen (Art. 9, 13, 29 Abs. 2, 32 Abs. 2 BV, Art. 6 Ziff. 3 EMRK). Im Einzelnen bringt der Beschwerdef�hrer Folgendes vor.
Der Beschwerdef�hrer r�gt generell, das Obergericht habe die Beweise willk�rlich gew�rdigt. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Er bringt zwar vor, dass entlastende Aspekte nicht ber�cksichtigt und Entlastungszeugen nicht angeh�rt worden seien. Er setzt sich aber mit der Beweisw�rdigung der Vorinstanz im Einzelnen nicht auseinander. Insbesondere legt er nicht dar, inwiefern die W�rdigung des Telefonprotokolls sowie der Aussagen und des Aussageverhaltens von A.________ und seiner selbst willk�rlich sein sollte. Er tr�gt auch dem Umstand nicht Rechnung, dass das Obergericht den Beizug und die Ber�cksichtigung weiterer Beweismittel explizit verwarf (insoweit ist die R�ge unbegr�ndet, das Obergericht habe seine Beweisantr�ge kommentarlos abgewiesen). Die Willk�rr�ge ersch�pft sich weitgehend in appellatorischer Kritik.
Die Beschwerde ist sodann unbegr�ndet, soweit der Beschwerdef�hrer vorbringt, das Obergericht h�tte nicht auf die belastenden Aussagen von A.________ abstellen d�rfen, weil dessen Aussagen insgesamt widerspr�chlich seien. Das Obergericht w�rdigt A.________ Aussageverhalten; es geht aus dem Urteil hervor, weshalb das Obergericht die belastenden Aussagen f�r glaubw�rdiger h�lt als die entlastenden. Die diesbez�glichen Er�rterungen sind nicht willk�rlich.
Im Weiteren r�gt der Beschwerdef�hrer den Beizug der Protokolle der Telefon�berwachung. Er habe im kantonalen Verfahren vorgebracht, dass alle Telefonprotokolle, die Gespr�che vor dem 1. M�rz 2000 betr�fen, nicht verwertet werden d�rfen, weil die Telefon�berwachung erst am 1. M�rz 2000 bewilligt worden sei. Er habe implizit aber auch die Verwertbarkeit aller weiteren Telefonkontrollen in Frage gestellt und deshalb den Beizug der gesamten Telefon�berwachung mit simultaner �bersetzung beantragt.
4.1 Soweit die R�ge den Drogentransport betrifft, ist sie unbegr�ndet. Das Obergericht stellt f�r den Schuldspruch nicht auf die Ergebnisse der Telefon�berwachung ab.
4.2 Bez�glich der Aufbewahrung von Drogen begr�ndet das Obergericht den Schuldspruch im Wesentlichen mit dem Protokoll eines abgeh�rten Telefongespr�chs. Aus dem angefochtenen Urteil und aus den Akten ergibt sich jedoch, dass der Beschwerdef�hrer die Verwertbarkeit dieses Beweismittels im kantonalen Verfahren nicht in Frage gestellt hat. Er wandte sich im kantonalen Verfahren einerseits gegen die Verwertbarkeit aller Telefonkontrollen von Gespr�chen vor dem 1. M�rz 2000, und er brachte andererseits Einw�nde gegen Aufzeichnungen vor, die Gespr�che zwischen ihm und einer Person namens D.________ betreffen. Es kann deshalb nicht davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdef�hrer die Verwertbarkeit der gesamten Telefon�berwachung bestritten hatte, zumal er sich selbst in seiner Berufungsschrift positiv auf die Protokolle der Telefon�berwachung bezog. Das vom Obergericht angef�hrte Protokoll betrifft ein nach dem 1. M�rz 2000 gef�hrtes Telefongespr�ch zwischen dem Beschwerdef�hrer und A.________. Gegen das vom Obergericht verwendete Protokoll wurden somit im kantonalen Verfahren keine Einwendungen vorgebracht, weshalb die R�ge vor Bundesgericht versp�tet ist. Das gilt auch insoweit, als sich der Beschwerdef�hrer auf die neueste Rechtsprechung des Bundesgerichts zur �bersetzung von Telefon�berwachungsprotokollen bezieht (BGE 129 I 85). Auch in dieser Hinsicht beanstandete der Beschwerdef�hrer das von der Vorinstanz verwertete Protokoll nicht.
Schliesslich r�gt der Beschwerdef�hrer, dass das Obergericht drei von ihm beantragte Zeugen nicht einvernommen und ihm das vollst�ndige Wortprotokoll beziehungsweise die Tonbandaufzeichnung der erstinstanzlichen Verhandlung nicht ausgeh�ndigt und entlastende Aussagen nicht ber�cksichtigt habe.
5.1 Der Richter kann das Beweisverfahren schliessen, wenn er auf Grund bereits abgenommener Beweise seine �berzeugung gebildet hat und er ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass diese seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 103 Ia E. 5 S. 491; vgl. ferner 124 I 208 E. 4a). In antizipierter Beweisw�rdigung kann der Richter auch die beantragte Befragung eines Entlastungszeugen abweisen. Das Recht, Entlastungszeugen zu laden und zu befragen ist - im Unterschied zum Recht auf Konfrontation mit einem Belastungszeugen - nur von relativer Natur. Der Richter hat nur solche Zeugenladungen zu ber�cksichtigen und zuzulassen, die nach seiner W�rdigung rechts- und entscheidungserheblich sind (vgl. BGE 125 I 127 E. 6c/cc).
5.2 Der Beschwerdef�hrer bringt hinsichtlich des Schuldspruches wegen Transportes von vier Kilogramm Heroin vor, dass das Obergericht nur die ihn belastenden Aussagen des Mitangeklagten und Begleiters gew�rdigt habe, obwohl ihn dieser vor Bezirksgericht auch entlastet habe. Die entsprechende Passage sei in dem ihm ausgeh�ndigten Protokoll der bezirksgerichtlichen Verhandlung nicht enthalten, weshalb er die Herausgabe des Wortprotokolls dieser Verhandlung und die Ladung von A.________ als Zeugen vor Obergericht beantragt habe. Beides sei aber abgewiesen worden. Das Obergericht habe sich in der Folge nicht mit der entlastenden Aussage des Mitangeklagten befasst.
Das Obergericht bejaht die T�terschaft des Beschwerdef�hrers hinsichtlich des Transportes von vier Kilogramm Heroin aufgrund einer ausf�hrlichen W�rdigung des Aussageverhaltens und der Aussagen des Beschwerdef�hrers sowie seines Mitangeklagten und Begleiters. Es kommt dabei zum Schluss, dass der Beschwerdef�hrer aufgrund der gesamten Umst�nde sp�testens, als er von Pf�ffikon nach Baden zur�ckfuhr, um das Heroin in seinem Fahrzeug wissen musste und auch wusste. Dieser Schluss ist jedenfalls nicht willk�rlich.
Der Beschwerdef�hrer hat vor Obergericht vorgebracht, dass sein Begleiter vor Bezirksgericht angegeben hatte, ihn erst kurz vor Baden �ber das mitgef�hrte Heroin aufgekl�rt zu haben. Das Obergericht erachtet diesen Umstand als unerheblich. Aus den verf�gbaren Beweismitteln schliesst es auf das Wissen des Beschwerdef�hrers nach Abfahrt in Pf�ffikon. Dieser Schluss w�re auch nicht als willk�rlich zu bewerten, wenn der Begleiter den Beschwerdef�hrer erst bei der Ortseinfahrt in Baden ausdr�cklich �ber das Heroin im Kofferraum ins Bild gesetzt h�tte. Das Obergericht durfte deshalb in antizipierter W�rdigung der Beweise auf die erneute Ladung des Begleiters als Zeugen und auf den Beizug des erstinstanzlichen Protokolls und der Tonbandaufzeichnungen der erstinstanzlichen Verhandlung verzichten. Die R�ge ist demnach unbegr�ndet.
5.3 In Bezug auf den Schuldspruch wegen Aufbewahrens von 300 Gramm Heroin bringt der Beschwerdef�hrer vor, dass das Obergericht die von ihm beantragten Zeugen A.________, B.________ und C.________ zu Unrecht nicht angeh�rt habe.
Soweit die R�ge C.________ betrifft, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, weil der Beschwerdef�hrer nicht dartut, inwiefern dessen Aussage von Bedeutung gewesen w�re (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG) .
Soweit die R�ge die beiden anderen beantragten Zeugen betrifft, gilt das oben Ausgef�hrte: Das Obergericht bejaht die T�terschaft des Beschwerdef�hrers, indem es sich wesentlich auf das Protokoll einer Telefonkontrolle st�tzt und ausserdem die Aussagen und das Aussageverhalten von A.________ und des Beschwerdef�hrers selbst w�rdigt. Der daraus gezogene Schluss, wonach der Beschwerdef�hrer wissentlich 300 Gramm Heroin in seiner Wohnung aufbewahrte, ist nicht willk�rlich. Das Obergericht durfte deshalb in antizipierter W�rdigung der Beweise auf die erneute Ladung von A.________ und auf die Anh�rung von B.________ verzichten. Die R�ge ist unbegr�ndet.
Die staatsrechtliche Beschwerde ist demnach abzuweisen, soweit �berhaupt darauf eingetreten werden kann.
Die Nichtigkeitsbeschwerde kann nur damit begr�ndet werden, dass die angefochtene Entscheidung eidgen�ssisches Recht verletze (Art. 269 Abs. 1 BStP). Dabei hat der Beschwerdef�hrer kurz darzulegen, welche Bundesrechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt sind. Ausf�hrungen, die sich gegen die tats�chlichen Feststellungen des Entscheides richten, das Vorbringen neuer Tatsachen, neue Einw�nde, Bestreitungen und Beweismittel sowie Er�rterungen �ber die Verletzung kantonalen Rechts sind unzul�ssig (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). Der Kassationshof ist an die tats�chlichen Feststellungen der kantonalen Beh�rde gebunden (Art. 277bis Abs.1 BStP; BGE 126 IV 65 E. 1 mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz nehme in Bezug auf den Drogentransport seinen direkten Vorsatz zu Unrecht an. Auch Eventualvorsatz liege nicht vor. Allenfalls w�re die fahrl�ssige Tatbegehung zu bejahen.
Die Frage, ob ein T�ter mit Wissen und Willen und damit vors�tzlich gehandelt hat, beschl�gt eine Tatfrage, die mit Nichtigkeitsbeschwerde nicht aufgeworfen werden kann. Voraussetzung ist jedoch, dass die kantonale Beh�rde ihre Entscheidung auch hinsichtlich des Vorsatzes so begr�ndet, dass das Bundesgericht die Gesetzesanwendung nachpr�fen kann (Art. 277 BStP). Dies setzt voraus, dass im Urteil das Ergebnis der Beweisf�hrung - soweit es f�r die Beurteilung der Sache von Bedeutung ist - festgestellt wird.
Die Vorinstanz stellt ausdr�cklich fest, dass der Beschwerdef�hrer sp�testens auf der R�ckfahrt wusste, dass er Drogen mitf�hrt. Indirekt nimmt sie damit an, dass der Beschwerdef�hrer dies auch wollte und der Vorsatz damit zu bejahen ist. Aus dem angefochtenen Urteil ergibt sich, weshalb sich der Vorsatz auch auf das Qualifikationsmerkmal der grossen Menge bezieht. Gem�ss Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG gen�gt, dass der T�ter annehmen musste, die Tat beziehe sich auf eine Menge von Bet�ubungsmitteln, welche die Gesundheit vieler Menschen gef�hrden kann. Auf Grund der Tatumst�nde (die Fahrt von Baden nach Pf�ffikon, die �bergabe- und Transportmodalit�ten, das Wissen um illegale Gesch�fte des Freundes) musste der Beschwerdef�hrer annehmen, dass es sich nicht nur um wenige Gramm von Bet�ubungsmitteln handeln konnte. Die Feststellungen der Vorinstanz zum subjektiven Tatbestand sind somit rechtsgen�glich und deshalb f�r das Bundesgericht verbindlich. Insoweit kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (vgl. Hans Wipr�chtiger, Nichtigkeitsbeschwerde in Strafsachen, in: Prozessieren vor Bundesgericht, hrsg. von Thomas Geiser und Peter M�nch, 2. Auflage, Basel 1998, S. 226 f., mit Hinweisen).
Weiter bringt der Beschwerdef�hrer vor, dass er in Fall 1 den objektiven Tatbestand nicht erf�llte, jedenfalls aber nur in der Rolle eines Gehilfen, nicht eines Mitt�ters.
9.1 Auch wenn der Beschwerdef�hrer den Vorsatz erst im Laufe der R�ckfahrt bildete, den Tatbestand also erst ab diesem Zeitpunkt erf�llte, �ndert das nichts daran, dass es sich um tatbestandsm�ssiges Bef�rdern von Bet�ubungsmitteln im Sinne von Art. 19 BetmG handelte.
9.2 Der Beschwerdef�hrer selber stellt zu Recht fest, dass die Regelungsdichte von Art. 19 BetmG die Anwendung von Art. 25 StGB im Bereich des Bet�ubungsmittelstrafrechts erheblich einschr�nkt. Gem�ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist T�ter, wer alle Merkmale einer Tatbestandsvariante objektiv und subjektiv in eigener Person erf�llt. Gehilfe ist dagegen nur, wer sich an der Tat eines anderen mit einem untergeordneten Tatbeitrag beteiligt, der selbst vom Gesetz nicht als selbst�ndiges Delikt ausgestaltet ist (BGE 119 IV 269 E. 3c; 106 IV 72 E. 2b.). In Art. 19 BetmG ist das Bef�rdern von Bet�ubungsmitteln als selbst�ndige Tatbestandsvariante umschrieben. Der Beschwerdef�hrer hat diese sowohl subjektiv wie auch objektiv verwirklicht und er hatte als Lenker des Fahrzeugs die Tatherrschaft. Er verstiess somit selbst�ndig gegen das Bet�ubungsmittelgesetz. Seine Verurteilung als T�ter erfolgte zu Recht.
Schliesslich bringt der Beschwerdef�hrer vor, dass die Vorinstanz keine Landesverweisung, jedenfalls keine unbedingt vollziehbare Landesverweisung h�tte aussprechen d�rfen.
10.1 Gem�ss Art. 55 Abs. 1 StGB kann der Richter den Ausl�nder, der zu Zuchthaus oder Gef�ngnis verurteilt wird, f�r 3 bis 15 Jahre aus dem Gebiet der Schweiz verweisen.
Die Landesverweisung ist Nebenstrafe und Sicherungsmassnahme zugleich (BGE 114 Ib 1 E. 3a mit Hinweis). Obwohl dieser zweite Gesichtspunkt im Vordergrund steht, verlangt ihre Eigenschaft als Nebenstrafe, die ihr das Gesetz verleiht, dass sie in Anwendung von Art. 63 StGB festgesetzt wird, d.h. nach dem Verschulden des T�ters unter Ber�cksichtigung der Beweggr�nde, des Vorlebens und der pers�nlichen Verh�ltnisse des Schuldigen. Damit ist der Sicherungszweck nicht ausgeschaltet. Es ist Sache des Richters, im Einzelfall dem Straf- und dem Sicherungszweck der Landesverweisung Rechnung zu tragen (BGE 123 IV 107 E. 1; 94 IV 102 E. 2; 104 IV 222 E.1b;).
Zu den pers�nlichen Verh�ltnissen des Beschwerdef�hrers h�lt die Vorinstanz unter Hinweis auf das bezirksgerichtliche Urteil Folgendes fest: Er verf�ge zwar �ber eine Niederlassungsbewilligung f�r die Schweiz, seine eigene Familie und die Mehrzahl seiner Geschwister lebten jedoch im Kosovo, wohin er selbst regelm�ssig f�r jeweils l�ngere Zeit fahre. Eine engere Beziehung zur Schweiz bestehe nicht. Unter diesen Umst�nden habe der Sicherungszweck vorzugehen.
Die dagegen vom Beschwerdef�hrer angef�hrten Argumente sind unbehelflich. Zun�chst macht er geltend, die Vorinstanz h�tte, nachdem sie die Hauptstrafe von drei auf zwei Jahre Zuchthaus reduzierte, auch die Dauer der Nebenstrafe verk�rzen sollen. Es trifft zwar zu, dass sich die Vorinstanz zu diesem Punkt nicht �usserte und die Dauer der Nebenstrafe stillschweigend best�tigte. Im Ergebnis ist der Entscheid jedoch nicht zu beanstanden, zumal das Verh�ltnis von Haupt- und Nebenstrafe nicht ungew�hnlich ist und der Sicherungsaspekt nach vorinstanzlicher Auffassung vorgeht.
Weiter bringt der Beschwerdef�hrer vor, die Vorinstanz ber�cksichtige seine pers�nlichen Verh�ltnisse, soweit sie gegen eine Landesverweisung spr�chen, nicht hinreichend. Es trifft zu, dass das angefochtene Urteil in diesem Punkt nur sehr knapp begr�ndet ist. Stellt man die vom Beschwerdef�hrer angef�hrten Gr�nde in Rechnung, ist dessen Beziehung zur Schweiz zwar als enger zu qualifizieren, als die Vorinstanz annimmt. Sie ist aber nicht so eng, dass sich eine Landesverweisung von Bundesrechts wegen verbieten w�rde. Dies gilt vor allem auch deshalb, weil der Beschwerdef�hrer in erster Linie in der Schweiz lebt um zu arbeiten und um mit dem dabei erzielten Lohn seine Familie im Kosovo zu unterst�tzen. Die Beschwerde ist demnach auch in diesem Punkt abzuweisen.
10.2 Gem�ss Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 StGB kann der Richter den Vollzug der Landesverweisung aufschieben, wenn Vorleben und Charakter des Verurteilten erwarten lassen, er werde sich dadurch von weiteren Verbrechen oder Vergehen abhalten lassen.
Ob die Landesverweisung bedingt aufgeschoben oder vollzogen werden soll, h�ngt einzig von der Prognose �ber das zuk�nftige Verhalten des Verurteilten in der Schweiz ab; nicht von Bedeutung ist dabei die Frage, ob die Aussichten der Wiedereingliederung in der Schweiz oder im Heimatland besser sind. Ob der bedingte Vollzug geeignet sei, den Angeklagten von der Begehung weiterer Straftaten abzuhalten, muss aufgrund einer Gesamtw�rdigung entschieden werden. In die Beurteilung miteinzubeziehen sind neben den Tatumst�nden das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die g�ltige Schl�sse auf den Charakter des T�ters und die Aussichten seiner Bew�hrung zulassen. Es ist unzul�ssig, unter den nach Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zu ber�cksichtigenden Umst�nden einzelnen eine vorrangige Bedeutung beizumessen und andere zu vernachl�ssigen oder �berhaupt ausser Acht zu lassen (BGE 123 IV 107 E. 4a mit Hinweisen).
Die vorinstanzliche Begr�ndung der schlechten Legalprognose gen�gt diesen Anforderungen nicht. Sie stellt allein auf die Tatumst�nde und darauf ab, dass der Beschwerdef�hrer nicht gest�ndig ist. Die Vorinstanz setzt sich weder mit den pers�nlichen Verh�ltnissen des Beschwerdef�hrers auseinander noch ber�cksichtigt sie dessen Beteiligungsrolle.
Nicht ber�cksichtigt hat die Vorinstanz unter anderem folgende Umst�nde, die wesentlich sein k�nnten: Der Beschwerdef�hrer ist nicht vorbestraft. Er hat sich nach der fast einj�hrigen Untersuchungshaft - die eine erhebliche Warnwirkung auf ihn gehabt haben d�rfte - wieder ins Arbeitsleben integriert. Er ist aus famili�ren Gr�nden darauf angewiesen, in der Schweiz arbeiten zu k�nnen, und er d�rfte deshalb ein erhebliches Interesse daran haben, sich in Zukunft klaglos zu verhalten. Vor diesem Hintergrund h�tte die Vorinstanz darlegen m�ssen, weshalb er sich durch die Verb�ssung einer zweij�hrigen Zuchthausstrafe und unter Drohung einer bedingten Landesverweisung nicht von weiterer Delinquenz sollte abhalten lassen. Sodann sind auch die Beteiligungsrolle des Beschwerdef�hrers und dessen Gr�nde f�r die Beteiligung prognostisch m�glicherweise wesentlich. Er war in untergeordneter Stellung t�tig, und er beteiligte sich an den Taten seines Freundes vor allem aus Gr�nden pers�nlicher Loyalit�t; das finanzielle Motiv ist marginal. Die Hauptt�ter verb�ssen inzwischen ihre Strafen oder sind (wahrscheinlich) des Landes verwiesen. Auch unter diesem Gesichtspunkt liegt es nicht auf der Hand, dass sich der Beschwerdef�hrer - nun im Zusammenwirken mit anderen Personen - erneut an illegalen Drogengesch�ften beteiligen w�rde, wenn er nach Verb�ssung der Reststrafe in der Schweiz verbliebe.
Die Nichtigkeitsbeschwerde ist demnach teilweise gutzuheissen, im �brigen aber abzuweisen, soweit �berhaupt darauf eingetreten wird.
III. Kosten; unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung; aufschiebende Wirkung
Bei diesem Ausgang der Verfahren wird der Beschwerdef�hrer grunds�tzlich kostenpflichtig, soweit er unterliegt. Der Beschwerdef�hrer stellt jedoch f�r beide Verfahren das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung. Da er bed�rftig ist und die Beschwerden nicht aussichtslos waren, ist den Gesuchen stattzugeben. Demnach ist auf die Erhebung von Kosten zu verzichten und der Rechtsvertreter ist f�r seine Aufwendungen angemessen zu entsch�digen.
Die Nichtigkeitsbeschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau aufgehoben, soweit es die unbedingte Anordnung der Landesverweisung betrifft; im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Claude Hentz, wird f�r die bundesgerichtlichen Verfahren eine Entsch�digung von insgesamt Fr. 4'000.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.