Source: https://www.gueglingen.de/news?action=view_one_article&article_id=721
Timestamp: 2018-11-19 04:42:36
Document Index: 98160961

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 22', '§ 9', '§ 24', '§ 4', '§ 5', '§ 6']

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Berichte Gemeinderatssitzung vom 23.10.2018
Ausstattung städtischer Einrichtungen mit Defibrillatoren
Im Sommer befasste sich das Gremium entsprechend eines Antrags der FUW-Fraktion mit der Ausstattung der städtischen Einrichtungen mit Defibrillatoren. Im Gespräch mit dem DRK Ortsverband wurden an einem Nachmittag mögliche Standorte betrachtet und eine Liste erstellt, in welcher Reihenfolge es sinnvoll wäre, Defibrillatoren anzuschaffen. Verwaltung und Gemeinderat dankten an dieser Stelle Herrn Dr. Schock vom DRK Brackenheim, der diesen Vorbereitungsnachmittag mit seinem Fachwissen und guten Erklärungen begleitete.
Von Seiten des DRK Ortsverbands wurde der Wunsch geäußert, im Zuge der Neubeschaffungen die Helfer vor Ort mit weiteren Geräten auszustatten. In Güglingen gibt es derzeit fünf Helfer vor Ort. Der entscheidende Zeitvorteil der „Helfer vor Ort“ besteht darin, dass diese direkt von zu Hause zur Unfallstelle fahren. Da gegebenenfalls entscheidende Zeit verloren geht, wenn die Helfer vor Ort zunächst im DRK-Fahrzeug den Defibrillator holen müssen, wäre es für die effektive Arbeit der Gruppe sinnvoll, die Helfer vor Ort mit weiteren Geräten auszustatten. In den vergangenen Jahren wurde die Bedeutung der Helfer vor Ort in zahlreichen Einsätzen deutlich. Um der Gruppe für ihre Arbeit eine bestmögliche Grundlagen zu schaffen, verständigte man sich im Gespräch darauf, der Bitte des DRK zu entsprechen und für die Helfer vor Ort-Gruppe drei Defibrillatoren zu beschaffen.
Für die Anschaffung der Geräte liegt inzwischen ein aktuelles Angebot vor:
Ein Defibrillator mit Aufbewahrungstasche und Wandkasten kostet ca. 1.480,00 Euro brutto.
Die für die Montage in den Einrichtungen erforderlichen Wandkästen sind für die Helfer vor Ort-Gruppe nicht notwendig. Der Preis allein mit der Aufbewahrungstasche liegt daher für diese bei rund 1.215 Euro brutto.
Verwaltung und Gemeinderat sprachen sich in der Sitzung am 23. Oktober dafür aus, die Anschaffungen noch in diesem Jahr zu tätigen und die Ausgaben als außer- bzw. überplanmäßige Ausgaben bei den einzelnen Einrichtungen zu verbuchen. Die Anschaffung der Defibrillatoren für die Helfer vor Ort wird als Vereinszuschuss verbucht.
Die Gesamtkosten für die Anschaffung belaufen sich für die insgesamt 13 Geräte auf 18. 445 € brutto.
Es wurde beschlossen, die nachfolgend aufgeführten städtischen Einrichtungen mit Defibrillatoren auszustatten:
Friedhöfe Güglingen, Frauenzimmern, Eibensbach
Sporthalle an der Weinsteige
Riedfurthalle
Blankenhornhalle
Betreutes Wohnen „Gartacher Hof“
Sporthalle Weinsteige
Sanierung Sporthalle Weinsteige
Umsetzung Sanierungsgutachten und weitere Vorgehensweise zum Förderantrag
Die Sporthalle Weinsteige wurde vor ca. 40 Jahren gebaut und ist damit in die Jahre gekommen. Vor allem das Dach hatte immer wieder undichte Stellen, die ausgebessert werden mussten. Inzwischen ist es aber um den Zustand der gesamten Halle nicht mehr allzu gut bestellt, sodass es an der Zeit war, die Zukunftsfähigkeit der Sporthalle auf den Prüfstand zu stellen.
Die Verwaltung hat dafür das Büro Knecht beauftragt, die Bausubstanz der gesamten Halle zu erfassen und ein Sanierungsgutachten zu erstellen. Dieses wurde dem Gemeinderat im März bei einem Vororttermin detailliert vorgestellt. Damals wurde beschlossen, dass das Büro Knecht dem Gemeinderat eine Prioritätenliste vorlegt, in welchen Abschnitten die Halle sinnvollerweise saniert werden sollte. Jochen Wilfert stellte die einzelnen Abschnitte geordnete nach Priorität in der Sitzung am 23. Oktober dem Gremium vor.
Zunächst erläuterte Wilfert aber die Bedingungen für die Förderung durch einen Sportstättenzuschuss. Um diesen überhaupt beantragen zu können, müssen die anrechenbaren Kosten mindestens 1,4 Millionen Euro betragen. Diese Grenze wird bei der Sporthalle aber schon mit dem Maßnahmenpacket der dringlichsten Sanierungsschritte gut erreicht.
Oberste Priorität, so Wilfert, muss die Sanierung des Daches und des Halleninnenraums haben.
Seine Empfehlung sei, in diesem Zusammenhang auch die Oberlichter zu entfernen, da sie schlecht zu dämmen seien und an ihnen leicht undichte Stellen im Dach entstehen.
Die Fassade müsse demgegenüber nicht so dringend saniert werden.
Dringlicher sei da der Halleninnenraum: Hier fehlt an vielen Stellen, vor allem auch an der Decke, der Prallschutz oder die bestehende Prallschutzwand ist defekt. Zudem müssen die Sportgeräte in der Halle gesichert werden und auch der Boden weist Schäden auf. Schließlich müssen an der Tribüne Reparaturen gemacht werden und die Heizung sollte ausgetauscht werden, da sie unwirtschaftlich ist. Wilfert schlägt dazu vor, Deckenstrahlheizplatten zu installieren.
Fasst man die Arbeiten „Halle und Dach“ zusammen, kommt man Kosten von rund 1,78 Millionen Euro.
An zweiter Stelle schlägt Wilfert dann vor, die Verglasung an den Seitenwänden in jedem Fall auszutauschen, da dort sehr viel Wärme verloren gehe. Außerdem müsse ein Behinderten-WC eingebaut werden, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten. Auch der Geräteraum sollte dringend erweitert werden, da die Sportgeräte nicht mehr fachgerecht verstaut werden können. Diese Maßnahmen belaufen sich auf rund 340 000 €.
An dritter Stelle sieht Wilfert schließlich die Sanierung der Umkleiden und teilweise Duschen, die Besucher WCs sowie die Teeküche. Dafür würden noch einmal knapp 350 000 € benötigt.
Im Gemeinderat war man sich schnell einig, dass die Maßnahmen dringend durchgeführt werden müssen und man alle Blöcke hintereinander anpacken sollte, da eine Sanierung in diesem Umfang ohnehin viel Zeit in Anspruch nimmt und die Handwerkerkosten sicherlich auch weiterhin steigen.
Auch der Empfehlung, den Förderantrag gleich für die Gesamtsumme aller drei Blöcke zu stellen, wurde gutgeheißen.
Daher wurde in der Sitzung am 23. Oktober beschlossen, dass die Verwaltung bis zum Ende des Jahres den Förderantrag entsprechend einreicht und das Büro Knecht, Planungs- und Bauleitungsgesellschaft aus Ludwigsburg mit der Genehmigungs- und Ausführungsplanung beauftragt wird. Zudem sind im Haushalt 2019 die entsprechenden Mittel zur Finanzierung einzustellen.
Erweiterung Kindergarten und Heizzentrale Herrenäcker-Baumpfad
Vergabe Kindergartenmöblierung
Vergabe Büroeinrichtung
Die Bauarbeiten am Neubau zur Erweiterung des Kindergartens Herrenäcker befinden sich auf der Zielgeraden. Architektin Annette Becker-Huschka berichtet in der Sitzung am 23. Oktober, dass man auf der Baustelle nach vielen Verzögerungen nun weitestgehend fertig sei und nur noch die Möbel fehlten. Dafür standen in der Sitzung nun noch die Vergaben auf der Tagesordnung.
Die zwei Leistungen Kindergartenmöbel und Büroeinrichtung wurden von der Verwaltung ausgeschrieben. Bis zur Submission wurde von einem Anbieter form- und fristgerecht ein Angebot abgegeben. Diesem Angebot wurde vom Gemeinderat auch zugestimmt und die Firma Wehhfritz aus Bad Rodach wird nun zu einem Angebotspreis von 56 550,81 € brutto für beide Leistungen beauftragt.
Vergabe Schreinerarbeiten Innenausbau, Einbaumöbel
Zudem wurden von der Verwaltung auch noch der Innenausbau und die Einbaumöbel ausgeschrieben. Dazu gehören der Rückbau der Möbel im Bestand, Garderoben, Küchen, Kinderbuffet sowie Spiel- und Schlafpodest.
Drei Firmen reichten ein form- und fristgerechtes Angebot ein.
Vom Gemeinderat wurde in der Sitzung am 23. Oktober dann beschlossen, den Auftrag der Schreinerarbeiten für den Innenausbau und die Einbaumöbel an die Firma Heinen aus Ilsfeld zu einem Angebotspreis von 96.632,63 € brutto zu vergeben.
Benutzungsordnung der Stadt Güglingen für die städtischen Kindertageseinrichtungen
Die Stadt Güglingen erhebt für den Besuch der städtischen Kindertageseinrichtungen Elternbeiträge. Die Elternbeiträge für das Kindergartenjahr 2018/2019 wurden in der Gemeinderatsitzung am 20.03.2018 beschlossen und danach bekannt gegeben.
In den letzten Wochen fand eine Prüfung durch die GPA bei der Stadt statt. Von Seiten der Prüferin wurde angeregt, eine Benutzungsordnung oder Satzung für die Erhebung der Beiträge zu beschließen. Analog zur Benutzungsordnung der Stadt Güglingen und des Gemeindeverwaltungsverbandes für die I.N.S.E.L. an der Katharina-Kepler-Schule aus dem Jahr 2015 wurde für die Kindertageseinrichtungen eine Benutzungsordnung gefertigt.
Diese wurde in der Gemeinderatssitzung am 23. Oktober wie folgt beschlossen:
Benutzungsordnung der Stadt Güglingen
Für die Arbeit in den Einrichtungen sind die gesetzlichen Bestimmungen, die folgende Ordnung der Stadt Güglingen für die städtischen Kindertageseinrichtungen und die im Anmeldeheft „Tageseinrichtungen für Kinder“ des Evangelischen Landesverbandes Tageseinrichtungen für Kinder in Württemberg e.V. in der jeweils aktuellen Fassung maßgebend:
Die Stadt Güglingen betreibt folgende Kindertageseinrichtungen im Sinne des KiTaG:
- Kindertagesstätte Heigelinsmühle
- Kindertagesstätte Herrenäcker
- Kindergarten Haselnussweg
- Natur- und Waldkindergarten „Waldelfen“
§ 2 Aufgabe der Einrichtungen
1. Die Einrichtungen haben die Aufgabe, die Erziehung der Kinder in der Familie zu ergänzen und zu unterstützen. Durch Bildungs- und Erziehungsangebote fördern sie die körperliche, geistige und seelische Entwicklung des Kindes. Sie setzen den gesetzlichen Auftrag der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern und deren Förderung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten entsprechend § 22 Achtes Sozialgesetzbund (SGB VIII) um.
2. Zur Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrags in der Einrichtung orientieren sich die Mitarbeiter/innen an den durch Aus- und Fortbildung vermittelten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Kleinkindpsychologie und -pädagogik sowie an ihren Erfahrungen aus der praktischen Arbeit in der Tageseinrichtung.
3. Die Kinder lernen dort frühzeitig den gruppenbezogenen Umgang miteinander und werden zu partnerschaftlichem Verhalten angeleitet.
4. Die Erziehung in der Einrichtung nimmt auf die durch die Herkunft der Kinder bedingten unterschiedlichen sozialen, weltanschaulichen und religiösen Gegebenheiten Rücksicht.
5. Die Einrichtung wird privatrechtlich betrieben. Für die Benutzung wird ein privatrechtliches Entgelt erhoben. Dieses ist in der Anlage 1 aufgeführt.
6. Die Arbeit in den Tageseinrichtungen richtet sich nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen und den hierzu erlassenen Richtlinien in der jeweils gültigen Fassung, insbesondere den verbindlichen Landesvorgaben und Empfehlungen im Kontext des Orientierungsplans für Bildung und Erziehung gemäß § 9 KiTaG sowie nach dieser Benutzungsordnung.
1. Das Vertragsverhältnis beginnt mit der Aufnahme des Kindes in die Betreuungseinrichtung.
2. Die Anmeldung des Kindes muss durch die Personensorgeberechtigten schriftlich über die Zentralanmeldung der Stadt Güglingen erfolgen.
3. In die Einrichtungen werden im Rahmen des Platzangebotes Kinder im Alter von acht Wochen bis zum Schuleintritt aufgenommen. Kinder, die vom Besuch der Grundschule zurückgestellt sind, sollen, soweit möglich, eine Grundschulförderklasse besuchen.
4. Der Träger legt die Grundsätze und Kriterien für die Aufnahme der Kinder in den Kindertageseinrichtungen fest. Nach diesen Grundsätzen und nach den Kriterien des § 24 SGB VII entscheidet der Träger über die Aufnahme der angemeldeten Kinder in die städtischen Einrichtungen.
5. Es besteht kein Anspruch auf Aufnahme in eine bestimmte Betreuungseinrichtung und auf eine bestimme Betreuungsform.
6. Kinder mit und ohne Behinderungen werden, soweit möglich, in gemeinsamen Gruppen betreut. Dabei wird berücksichtigt, dass sowohl den Bedürfnissen der behinderten als auch der nicht behinderten Kinder Rechnung getragen wird.
7. Vor der Aufnahme ist eine Impfberatung nach Empfehlung der ständigen Impfkommission durchzuführen. Ein entsprechender Nachweis ist bis zum Eintritt in die Krippe bzw. den Kindertagesstätten vorzulegen.
§ 4 Abmeldung / Kündigung
1. Das Vertragsverhältnis endet durch die Abmeldung des Kindes durch die Personensorgeberechtigten oder durch Ausschuss des Kindes durch den Einrichtungsträger.
2. Die Personensorgeberechtigten können das Vertragsverhältnis mit einer Frist von mindestens vier Wochen zum Monatsende schriftlich kündigen.
3. Für Kinder, die in die Schule aufgenommen werden und bis zum Ende des Kindergartenjahres die Einrichtung besuchen, erübrigt sich eine schriftliche Abmeldung. Der Besuch der Einrichtung endet automatisch zum 31. Juli. Wir eine Betreuung bis zum Beginn der Sommerferien gewünscht, hat eine Verlängerung des Betreuungsverhältnisses schriftlich zu erfolgen.
4. Der Träger der Einrichtung kann das Vertragsverhältnis mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende schriftlich kündigen,
wenn das Kind die Einrichtung länger als vier Wochen unentschuldigt nicht mehr besucht hat,
wenn die Eltern die in dieser Ordnung aufgeführten Pflichten wiederholt nicht beachteten,
wenn der zu entrichtende Elternbeitrag für drei aufeinanderfolgende Monate nicht bezahlt wurde,
wenn nicht ausgeräumte erhebliche Auffassungsunterschiede zwischen den Personensorgeberechtigten und der Einrichtung über das Erziehungskonzept und/oder eine dem Kind angemessene Förderung bestehen und diese trotz eines vom Träger anberaumten Einigungsgespräches noch bestehen.
5. Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt hiervon ungerührt.
§ 5 Besuch der Einrichtung, Öffnungszeiten
1. Das Kindergartenjahr beginnt und endet mit dem Beginn der Sommerferien der jeweiligen Einrichtung.
2. Fehlt ein Kind ist die Einrichtungsleitung unverzüglich in geeigneter Weise zu benachrichtigen. Bei vorhersehbaren längeren Abwesenheiten des Kindes ist die Einrichtungsleitung rechtzeitig vorher zu informieren.
3. Die Bring- und Abholzeiten der jeweiligen Einrichtungen sind zu beachten. Die Kinder dürfen keinesfalls vor den Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtung in die Einrichtungen gebracht werden. Sie sind pünktlich zur vereinbarten Abholzeit aus der Einrichtung abzuholen.
4. Für Kinder in der Eingewöhnungszeit können besondere Absprachen getroffen werden.
§ 6 Benutzungsentgelt (Elternbeitrag)
Für die Inanspruchnahme des Betreuungsangebotes sind Entgelte nach der Regelung über die Erhebung von Nutzungsentgelten (Anlage 1) zu entrichten.
Die Benutzungsordnung tritt rückwirkend am 01.09.2018 in Kraft.
Güglingen, den 23.10.2018
Zu den Anlagen bitte hier klicken
Kommunale Mitgliedschaft im WaldNetzWerk e.V.
Nach der Landesgartenschau 2008 in Bad Rappenau wurde der heutige WaldNetzWerk e.V. zunächst als ZeitWald-Verein gegründet.
Im Jahr 2012 erfolgte die Namensänderung und der Aktionsradius des Vereins wurde auf den gesamten Landkreis Heilbronn erweitert. Zudem erfolgte eineVernetzung mit bestehenden Organisationen wie dem NABU oder dem Forstamt. Seit 2013 erstellt der WaldNetzWerk e.V. jährlich einen Waldplaner (Jahresprogramm) mit zahlreichen Aktivitäten in der Natur. Die Geschäftsstelle des Vereins ist im Landratsamt Heilbronn angesiedelt.
Die Mitgliedschaft im Verein ist sowohl für natürliche als auch juristische Personen möglich.
Im Zusammenhang mit der Eröffnung des Güglinger Naturkindergartens kam der Gedanke einer Mitgliedschaft der Stadt Güglingen aktuell auf. Durch eine Mitgliedschaft der Stadt Güglingen gäbe es künftig einen konkreten Ansprechpartner, der ggf. bei der Planung des Kindergartenalltags unterstützend tätig wird oder diesen durch Aktionen bereichert.
Aber nicht nur dem Team des Naturkindergartens würde eine kommunale Mitgliedschaft im WaldNetzWerk einen erheblichen Mehrwert bringen. Auch die anderen Kinderbetreuungseinrichtungen (Kindertagesstätten und I.N.S.E.L.) sowie die Schulen könnten sicherlich davon profitieren und beispielsweise das Sommerferienprogramm durch eine Aktion des WaldNetzWerkes ergänzen.
Aufgrund dieser Vorteile spricht sich die Verwaltung für eine Mitgliedschaft der Stadt Güglingen im WaldNetzWerk e.V. zu einem Mitgliedsbeitrag von 300 € aus. Diesem Antrag stimmte der Gemeinderat am 23. Oktober zu.
Güglinger Bürgerbus
In der letzten Sitzung wurde das Thema „Alternative zum Bürgerbus“ diskutiert, musste aber wegen einem Fehler in der Vorlage noch einmal vertagt werden.
Ein Tippfehler hatte die Einkaufsfahrten, die alternativ zum Bürgerbus von der Verwaltung vorgeschlagen wurden mit Kosten von 900 € im Jahr beziffert. Tatsächlich würden die Fahrten aber 9000 € im Jahr kosten, wenn man sie wie angedacht von einem Taxiunternehmen durchführen lässt.
Zu diesem Preis hielten die Fraktionen in der Sitzung am 23. Oktober das Angebot nicht für sinnvoll, sondern forderten eine andere Alternative, wenn der Betrieb des Bürgerbusses Ende November eingestellt wird.
Die Neue Liste kann sich für den Preis eher ein Ruftaxi vorstellen, das ältere Personen zum Einkaufen bringt und wieder heimfährt. Damit könnte man eine ganzwöchige Versorgung leisten, betont Frank Naffin und hätte nicht nur zwei Tage mit jeweils einer Fahrrunde abgedeckt.
Auch Markus Xander von der FUW findet 9000 € zu viel und kann sich eher vorstellen, dass die Fahrer des Bürgerbusses weiterhin an bestimmten Tagen im Einsatz sind, aber nur bei Bedarf fahren, wenn sie angerufen werden.
Da das Alternativangebot für 9000 € in jedem Fall nicht wie vorgeschlagen umgesetzt wird, stellte sich auch erneut die Frage, was man mit dem Bus macht, sodass auch der Verkauf noch einmal überdacht werden muss.
Bürgermeister Heckmann berichtet, dass Angebote für dem Bus eingegangen sind, die allerdings deutlich unter den Vorstellungen von 70 000 € liegen, die man nach Beschluss der letzten Sitzung zu diesem Thema gerne für den Bus haben möchte.
Schließlich wurde der Tagesordnungspunkt ein weiteres Mal vertagt und Bürgermeister Heckmann sicherte dem Gremium zu, erneut das Gespräch mit dem örtlichen Taxiunternehmen aufzunehmen und mit ihm nach anderen Alternativen zu suchen.
Zukunftswerkstatt – Gemeinsam für Güglingen
Neubau einer Kneippanlage
In der „Zukunftswerkstatt – Gemeinsam für Güglingen“, die in den Jahren 2014 und 2015 stattgefunden hat, wurde immer wieder das Thema der Freizeitgestaltung in der Stadt diskutiert. Von den Jugendlichen kam in diesem Zusammenhang der Wunsch nach einer neuen Skateranlage und einem Grillplatz. Diese beiden Projekte wurden in den letzten Jahren realisiert.
Ein weiterer Wunsch, der immer wieder von Seiten der Bevölkerung aufkam, war der nach einer Kneippanlage in Güglingen.
Für den Haushalt 2019 will man für dieses Projekt nun Gelder einplanen, so Bauamtsleiter Edwin Gohm in der Sitzung am 23. Oktober. Dafür sei aber ein Grundsatzbeschluss zur Versorgungsart der Kneippanlage zu fassen und die Frage zu klären, ob die Kneippanlage mit Trinkwasser versorgt oder Brunnenwasser zum Einsatz kommen soll. Wobei hier das Brunnenwasser klar zu favorisieren sei. In diesem Zusammenhang sei natürlich auch die Standortfrage entscheidend, so Gohm, die in der Sitzung diskutiert wurde.
Wenn man von Seiten der Versorgung der Anlage argumentiert würden sich Plätze am Sportplatz in Eibensbach oder der alte Sportplatz in Frauenzimmern eigenen, weil dort Brunnenwasser zur Verfügung steht.
Allerdings sind diese Plätze relativ abgelegen und damit nicht so gut zu erreichen und außerdem schlecht einsehbar. Daher müsste man vermutlich eher mit Vandalismusschäden rechnen, geben einige der Stadträte zu bedenken.
Werner Gutbrod ist der Meinung, dass die Kneippanlage dann eine super Sache sein kann, wenn sie an einer tollen Stelle gebaut wird.
Ein weiterer Punkt, der in der Diskussion auftauchte, war die Frage nach der Einbindung der Kneippanlage in andere Freizeitaktivitäten. So wäre es beispielsweise gut, wenn sie an einem Wanderweg liegen würde, da Wanderer ein solches Angebot gerne nutzen. Auf der anderen Seite wäre es aber auch praktisch, wenn man direkt eine Straßenzufahrt hat, da viele Leute, wie man an der Zaberfelder Anlage sieht, extra zum Kneippen fahren. Edgar Bruder schlägt vor, dass man beim Bau einer neuen Anlage in jedem Fall schauen sollte, wie man dort andere Freizeitaktivitäten anschließen kann. Man sollte daher einen Gesamtparcour im Gremium behandeln, zu dem beispielsweise eine Kletterwand gehören könnte.
Auch Bürgermeiste Heckmann ist der Ansicht, dass es mit einer Kneippanlage nicht getan ist, sondern das ein Einstieg sei für weitere Angebote, die zusammenpassen müssen.
Schließlich einigte man sich darauf, grundsätzlich das Thema Kneippanlage in Güglingen anzugehen und dafür auch im nächsten Jahr Geld im Haushalt einzuplanen. Über den Standort und mögliche Verbindungen mit anderen Freizeitangeboten werde man dann im Detail weiter sprechen.
In der Sitzung am 23. Oktober wurde fünf Bausachen zugestimmt:
Dem Neubau einer Zelthalle in Güglingen
Der Errichtung eines Reitplatzes und Nutzungsänderung Kuhstall in Pferdestall in Güglingen
Dem Neubau einer Doppelhaushälfte mit Carport in Güglingen
Einem Falchdachbau auf Bestand und Dachausbau in Eibensbach