Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Zweibr%C3%BCcken&Datum=11.10.2005&Aktenzeichen=5%20U%2010/05
Timestamp: 2019-08-22 01:54:04
Document Index: 126048542

Matched Legal Cases: ['§ 520', '§ 520', '§ 823', '§ 3', '§ 520', '§ 823', '§ 520', 'BGH', 'BGH']

OLG Zweibrücken, 11.10.2005 - 5 U 10/05 - dejure.org
https://dejure.org/2005,6040
OLG Zweibrücken, 11.10.2005 - 5 U 10/05 (https://dejure.org/2005,6040)
OLG Zweibrücken, Entscheidung vom 11.10.2005 - 5 U 10/05 (https://dejure.org/2005,6040)
OLG Zweibrücken, Entscheidung vom 11. Januar 2005 - 5 U 10/05 (https://dejure.org/2005,6040)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2005,6040) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 520 Abs 1 ZPO, § 520 Abs 3 ZPO, § 823 BGB
Gegenstand des Berufungsverfahrens: Schadensersatzansprüche wegen unzureichender ärztlicher Aufklärung und wegen ärztlicher Behandlungsfehler
Streitgegenstand; Berufungsbegründung; ärztlicher Behandlungsfehler, ärztliche Risikoaufklärung
ZPO § 3 § 520; BGB § 823 Abs. 1
Haftung wegen ärztlicher Behandlungsfehler und wegen Aufklärungsmängel; Erforderlicher Inhalt bei einer Risikoaufklärung; Entfernung eines Lipoms im Halsbereich; Bestimmung des Streitgegenstandes
§ 520 I, III ZPO
Umfang des Streitgegenstandes bei ärztlichem Behandlungsfehler und Aufklärungsmangel; Arzthaftungsrecht, Prozessrecht
Arzt muss sich nicht an Details von Patienten-Gespräch erinnern - Dokumentation des Gesprächs ausreichend
Für die Annahme selbständiger Streitgegenstände hat sich das OLG Zweibrücken in einem Urteil vom 11.10.2005 (OLGR Zweibrücken 2006, 154; MedR 2006, 218) ausgesprochen.
Dabei kann dahingestellt bleiben, ob es sich bei den Behauptungen des klagenden Landes zur fehlerhaften Behandlung und unzureichenden Aufklärung des Zeugen ... um unterschiedliche Streitgegenstände handelt (so: OLGR Zweibrücken 2006, 154 ff., juris Tz. 41 ff.; offengelassen von nachgehend: BGH, NJW-RR 2007, 414 ff., juris Tz. 11; vgl. auch: Irrgang, MedR 2010, 533, 534 m.w.N.).
Ob Aufklärungsmängel vorliegen, ist damit in zweiter Instanz nicht streitgegenständlich geworden, sodass der Senat hierüber nicht zu entscheiden hat (vgl. BGH, GesR 2007, 163, 164; OLG Zweibrücken, MedR 2006, 218).
LG Köln, 28.09.2016 - 25 O 15/15
Die Aufklärungsrüge stellt im Arzthaftungsprozess neben dem Behandlungsfehlervorwurf einen eigenen Streitgegenstand dar (vgl. OLG Zweibrücken, Urteil vom 11.10.2005, Az. 5 U 10/05, zitiert nach juris; OLG Dresden, Urteil vom 14.07.2010, Az. 4 U 1834/09, zitiert nach juris).