Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=05.02.2008&Aktenzeichen=B%202%20U%2010/07%20R
Timestamp: 2020-08-09 09:06:36
Document Index: 221023990

Matched Legal Cases: ['§ 200', '§ 200', '§ 200', '§ 200', '§ 67', '§ 76', '§ 200', '§ 200', '§ 200', '§ 200', '§ 63']

BSG, 05.02.2008 - B 2 U 10/07 R - dejure.org
https://dejure.org/2008,2703
BSG, 05.02.2008 - B 2 U 10/07 R (https://dejure.org/2008,2703)
BSG, Entscheidung vom 05.02.2008 - B 2 U 10/07 R (https://dejure.org/2008,2703)
BSG, Entscheidung vom 05. Februar 2008 - B 2 U 10/07 R (https://dejure.org/2008,2703)
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Sozialgerichtliches Verfahren - Verfahrensfehler - Nichtbeachtung eines Beweisverwertungsverbots - Verstoß gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung - Berücksichtigung eines unzulässigen Beweismittels - Datenschutz - gesetzliche Unfallversicherung - Verstoß ...
Sozialgerichtliches Verfahren; Verfahrensfehler; Nichtbeachtung eines Beweisverwertungsverbots; Verstoß gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung; Berücksichtigung eines unzulässigen Beweismittels; Datenschutz; gesetzliche Unfallversicherung ...
Anerkennung eines Ereignisses als Arbeitsunfall und Voraussetzungen der Gewährung einer Verletztenrente; Beweisverwertungsverbot wegen unzulässig zustande gekommenen Gutachtens; Nichtgewährung des Auswahlrechts bezüglich des Gutachters an den Versicherungsnehmer und ...
Verstöße gegen § 200 Abs. 2 SGB VII - Begriff des Gutachtens - von den UV-Trägern im Laufe eines Gerichtsverfahrens eingeholte Gutachten - Beweisverwertungsverbot - Reichweite (Fernwirkung")
LSG Bayern - L 3 U 281/08
SG Augsburg, 30.09.2002 - S 5 U 420/98
LSG Bayern, 27.06.2006 - L 3 U 349/02
Zudem seien die im Gutachten von Prof. Dr. E. bzw Dr. B. dokumentierten Umfangmaße im Bereich des Ellenbogen- und Handgelenks nicht in Einklang zu bringen mit den zeitlich nachfolgenden Sachverständigengutachten Dr. H. und Dr. W. Damit bezieht sich das LSG unmittelbar auf die festgestellten Befundtatsachen sowie Wertungen im Verwaltungsgutachten des Prof. Dr. E. bzw des Dr. B. Auf eine eventuelle Unverwertbarkeit des im SG-Verfahren eingeholten Sachverständigengutachtens des Dr. W. kommt es somit nicht an (…s zu mittelbaren Beweisverwertungsverboten von Gerichtsgutachten BSG Urteil vom 5.2.2008 - B 2 U 8/07 R - BSGE 100, 25 = SozR 4-2700 § 200 Nr. 1, RdNr 64 zu einem Gutachten nach Aktenlage; Senatsurteil vom 5.2.2008 - B 2 U 10/07 R - juris RdNr 62;… relativierend BSG Urteil vom 18.1.2011 - B 2 U 5/10 R - SozR 4-2700 § 200 Nr. 3 RdNr 36 mwN).
Eine solche besondere Rechtsbeziehung kann damit auch bei räumlicher Distanz zwischen Verwaltung und Beratungsarzt angenommen werden, wenn der Arzt durch den Abschluss entsprechender Dienst- oder Beratungsverträge höherer Art mit der Verwaltung verbunden ist (BSG 05.02.2008 - B 2 U 8/07 R und B 2 U 10/07 R jeweils a.a.O.;… BSG 11.04.2013 - B 2 U 34/11 R a.a.O.).
Das Erfordernis einer räumlichen Eingliederung geht fehl, denn es lässt sich der Rechtsprechung des BSG (05.02.2008 - B 2 U 8/07 R und B 2 U 10/07 R, jeweils a.a.O.) nicht entnehmen.
OVG Bremen, 04.06.2018 - 1 B 53/18
Inobhutnahme nach dem SGB VIII - Altersfeststellung; ärztliche Untersuchung; …
Vielmehr ist ausgehend von der verletzten Rechtsnorm zu beurteilen, welche Folgen der Verstoß hat (vgl. BSG , Urteil vom 05.02.2008 - B 2 U 10/07 R -, Rn. 51, juris m. w. N.).
Eine solche besondere Rechtsbeziehung kann durch den Abschluss entsprechender Dienst- oder Beratungsverträge höherer Art mit so genannten Beratungsärzten begründet werden (BSG, Urteile vom 05.02.2008, B 2 U 8/07 R u. B 2 U 10/07 R; so auch Urteil vom 11.04.2013, B 2 U 34/11 R;… Kranig in Hauck/Noftz SGB VII, Stand 01/10, § 200 Rn. 17).
Liegt eine solche Rechtsbeziehung vor, handelt es sich bei der Weitergabe von Daten des Versicherten an den ärztlichen Sachverständigen nicht um eine Übermittlung von Daten an eine dritte oder eine andere Stelle außerhalb des Unfallversicherungsträgers im Sinne des § 67 Abs. 6, 10 SGB X, so dass kein Widerspruchsrecht des Versicherten im Sinne des § 76 Abs. 2 SGB X (i.V.m. § 200 Abs. 2 Hs. 2 SGB VII), auf das (gesondert) hingewiesen werden müsste, besteht (BSG, Urteile vom 05.02.2008, B 2 U 8/07 R u. B 2 U 10/07 R).
Sie steht auch im Widerspruch zur zitierten Rechtsprechung des BSG (Urteile vom 05.02.2008, B 2 U 8/07 R u. B 2 U 10/07 R).
Nach der Rechtsprechung des BSG (Urteile vom 05.02.2008, B 2 U 8/07 R u. B 2 U 10/07 R; siehe auch Urteil vom 11.04.2013, B 2 U 34/11 R) ist der Begriff des Gutachtens im Rahmen des § 200 Abs. 2 Hs. 2 SGB VII eng auszulegen.
LSG Hessen, 13.03.2020 - L 9 U 3/18
Da der Versicherte die objektive Beweislast für die anspruchsbegründenden Tatsachen trägt, ginge deren etwaige Nichterweislichkeit zu seinen Lasten (vgl. BSG, Urteil vom 5. Februar 2008 - B 2 U 10/07 R -).
Ferner seien die dort dokumentierten Umfangmaße im Bereich des rechten Handgelenks nicht in Einklang zu bringen mit den zeitlich nachfolgenden Sachverständigengutachten Dr. H. und Dr. W. Damit bezieht sich das LSG unmittelbar auf die festgestellten Befundtatsachen sowie Wertungen im Verwaltungsgutachten des Prof. Dr. E. bzw des Dr. B. Auf eine eventuelle Unverwertbarkeit des im SG-Verfahren eingeholten Sachverständigengutachtens des Dr. W. kommt es somit nicht an (…s zu mittelbaren Beweisverwertungsverboten von Gerichtsgutachten BSG Urteil vom 5.2.2008 - B 2 U 8/07 R - BSGE 100, 25 = SozR 4-2700 § 200 Nr. 1, RdNr 64 zu einem Gutachten nach Aktenlage; Senatsurteil vom 5.2.2008 - B 2 U 10/07 R - juris RdNr 62;… relativierend BSG Urteil vom 18.1.2011 - B 2 U 5/10 R - SozR 4-2700 § 200 Nr. 3 RdNr 36 mwN).
Denn dieses Widerspruchsrecht gibt dem Betroffenen die Möglichkeit, einer Übermittlung seiner Daten an einen Gutachter zu widersprechen, und beinhaltet damit die zentrale Gewährleistung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung für den Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen und zu entscheiden (vgl. BSG, Urteile vom 05.02.2008 - B 2 U 8/07 R und B 2 U 10/07 R -).
Es ist anerkannt, dass im Rahmen eines Gerichtsverfahrens auch ein unzulässiges - dh in rechtswidriger Weise entstandenes oder erlangtes - Beweismittel nicht automatisch ein Verwertungsverbot nach sich zieht, sondern es ist ausgehend von der verletzten Rechtsnorm zu beurteilen, welche Folgen der Verstoß hat (vgl. BSG, Urteile vom 05.02.2008 - B 2 U 8/07 R und B 2 U 10/07 R -, jeweils mwN;… zum Verwaltungsverfahren auch BSGE 94, 149 = SozR 4-2700 § 63 Nr. 2).
Zur Frage, wie weit dieser Begriff geht, hat das BSG in seiner Entscheidung vom 5. Februar 2008 aus dem allgemeinen Sprachverständnis, der Entstehungsgeschichte, sowie Sinn und Zweck der Vorschrift abgeleitet, dass hierunter nicht jede Äußerung oder Stellungnahme eines Sachverständigen zu einzelnen Aspekten des Verfahrensgegenstandes zu verstehen sei, sondern vielmehr eine eigenständigen Bewertung der verfahrensentscheidenden Tatsachenfragen vorausgesetzt wird.Der Begriffist demnach eng auszulegen, so dass sich die Norm ausschließlich auf Gutachten im klassischen Wortsinn bezieht, d.h. die umfassende wissenschaftliche Bearbeitung einer im konkreten Fall relevanten fachlichen Fragestellung durch den Sachverständigen (BSG…, Urteil vom 5. Februar 2008 - B 2 U 8/07 R - juris Rdnr. 16, 19, 26 bzw. BSG, Urteil vom 5. Februar 2008 - B 2 U 10/07 R - juris Rdnr. 16, 19, 26).
Mangels Vorliegens von ihr diesbezüglich abzugeben gewesener Erklärungen habe die Beklagte mit ihrer Verfahrensweise gegen den Datenschutz verstoßen wie das Bundessozialgericht (BSG) in seiner Entscheidung vom 5. Februar 2008 (Az.: B 2 U 10/07 R) festgestellt habe.
SG Düsseldorf, 30.03.2010 - S 6 U 155/03
Voraussetzung für die Entfernung einer ärtzlichen Stellungnahme aus den …
SG Wiesbaden, 28.08.2012 - S 19 U 57/10
Gesetzliche Unfallversicherung - Sozialdatenschutz - Löschungsanspruch - …
LSG Sachsen-Anhalt, 29.06.2011 - L 6 SF 22/11
BSG, 12.12.2008 - B 2 U 207/08 B