Source: https://www.widerruf-darlehen-anwalt.de/2016/11/
Timestamp: 2018-08-18 19:40:24
Document Index: 85986782

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 492', 'Art 247', '§ 6', 'BGH', 'BGH']

November 2016 — Fehlerhafte Widerrufsbelehrungen von Kredit- & Darlehensverträgen!
Widerruf bei mehreren Darlehensnehmern & Keine Verwirkung nach Aufhebungsvertrag
Der BGH hat in sei­nem Urteil vom 11.10.2016 Az. XI ZR 482/15 eini­ge bis­her in der Recht­spre­chung strit­ti­ge Punk­te bezüg­lich des Wider­rufs geklärt.
Der BGH führt aus, dass jeder Dar­le­hens­neh­mer getrennt von ande­ren Dar­le­hens­neh­mern zum Wider­ruf berech­tigt ist. Eben­falls führt eine vor­zei­ti­ge Rück­zah­lung des Dar­le­hens oder gar der Abschluss eines Auf­he­bungs­ver­tra­ges nicht zur Ver­wir­kung des Wider­rufs­rechts.
Dieser Beitrag wurde unter Fehlerhafte Widerrufsbelehrung abgelegt am 23. November 2016 von Rechtsanwalt Dirk Dametz.
BGH & der Widerruf von Darlehensverträg ab dem 11.06.2010
Der BGH hat sich in sei­nem Urteil vom 22.11.2016 Az. XI ZR 434/15 erst­mals in einem Urteil inhalt­lich mit einer Wider­rufs­be­leh­rung von einem Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trag beschäf­tigt, der nach dem 10.06.2010 geschlos­sen wur­den.
In dem jetzt vom BGH ent­schie­de­nen Fall ging es um einen Immo­bi­li­en­dar­lehns­ver­trag mit einer Spar­kas­se vom August 2010.
In den Wider­rufs­in­for­ma­tio­nen fand sich laut BGH u.a. fol­gen­der Pas­sus:
“Die Frist [gemeint: die Wider­rufs­frist] beginnt nach Abschluss des Ver­trags, aber erst, nach­dem der Dar­le­hens­neh­mer alle Pflicht­an­ga­ben nach § 492 Abs. 2 BGB* (z.B. Anga­be des effek­ti­ven Jah­res­zin­ses, Anga­ben zum ein­zu­hal­ten­den Ver­fah­ren bei der Kün­di­gung des Ver­trags, Anga­be der für die Spar­kas­se zustän­di­gen Auf­sichts­be­hör­de) erhal­ten hat.”
Nach dem damals gel­ten­den Mus­ter der Wider­rufs­be­leh­rung in der Anla­ge 6 zum Art 247 § 6 EGBGB a.F. ist die­ser vor­ste­hen­de Pas­sus nicht rich­tig gewe­sen.
Dieser Beitrag wurde unter Fehlerhafte Widerrufsbelehrung abgelegt am 22. November 2016 von Rechtsanwalt Dirk Dametz.
BGH befasst sich erneut mit Sparkassenbelehrung
Der BGH hat sich am 27.09.2016 unter dem Az. XI ZR 309/15 in einem mitt­ler­wei­le ver­öf­fent­lich­ten Beschluss mit einer wei­te­ren Wider­rufs­be­leh­rung von Dar­le­hens­ver­trä­gen von Spar­kas­sen beschäf­tigt.
Dabei ging es um eine Wider­rufs­be­leh­rung eines Dar­le­hens­ver­tra­ges einer Spar­kas­se vom März 2010.
Die­se ent­hielt u.a. die mar­kan­te Fuß­no­te „Nicht für Fern­ab­satz­ge­schäf­te.“.
Dieser Beitrag wurde unter Fehlerhafte Widerrufsbelehrung abgelegt am 7. November 2016 von Rechtsanwalt Dirk Dametz.