Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202008,%20273
Timestamp: 2019-08-21 14:58:50
Document Index: 123121836

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 25', '§ 211', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 223', '§ 261', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NStZ 2008, 273 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 22.01.2008
https://dejure.org/2007,3558
BGH, 29.11.2007 - 4 StR 425/07 (https://dejure.org/2007,3558)
BGH, Entscheidung vom 29.11.2007 - 4 StR 425/07 (https://dejure.org/2007,3558)
BGH, Entscheidung vom 29. November 2007 - 4 StR 425/07 (https://dejure.org/2007,3558)
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Abgrenzung von Täterschaft und Teilnahme (Tatherrschaft; Mittäterschaft und Beihilfe); Mord (Heimtücke: maßgeblicher Zeitpunkt für die Arglosigkeit, zwischenzeitlicher Verlust des Argwohns; niedrige Beweggründe: Hinrichtung für die Nicht-Rückzahlung von Schulden)
Voraussetzungen für die Annahme eines "heimtückischen" Handelns des Täters einer Tötung; Arglosigkeit eines ebenfalls bewaffneten Opfers bei vorangegangenen erheblichen Streitigkeiten zwischen Opfer und Täter; "Bestrafung" für die Nicht-Rückzahlung von Schulden als niedriger Beweggrund; Abgrenzung zwischen Täterschaft und Teilnahme; Voraussetzungen für die Annahme einer Tatherrschaft
StGB § 25 Abs. 2 § 211 Abs. 2
Mittäterschaft und Wollen der Tat als eigene; subjektive Voraussetzungen der Heimtücke; niedrige Beweggründe bei Wut und Ärger
Die Beteiligung an Mord und Totschlag in der neueren Rechtsprechung des 4. BGH-Strafsenats (Jan Dehne-Niemann; HRRS 2/2010, S. 98 ff.)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 29.11.2007, Az.: 4 StR 425/07 (Mordmerkmale und Beteiligung mehrerer an Tötungsdelikten)" von Prof. Dr. Hans Kudlich, original erschienen in: JA 2008, 312 - 313.
NStZ 2008, 273
Tatherrschaft besitzt nicht nur derjenige, der den Tatbestand eigenhändig verwirklicht, sondern auch, wer in Arbeitsteilung mit anderen eine für das Gelingen wesentliche Funktion inne hat (BGH NStZ 2008, 273, 275).
Beweggründe sind nach der Rechtsprechung im Sinne von § 211 Absatz 2 StGB "niedrig", wenn sie nach allgemeiner sittlicher Wertung auf tiefster Stufe stehen und deshalb besonders verwerflich, ja verachtenswert sind (BGH…, Urteil vom 29.10.2008 - 2 StR 349/08 -, NStZ 2009, 568, Rn. 9; BGH, Urteil vom 29.11.2007 - 4 StR 425/07 -, NStZ 2008, 273 [275, Rn. 10]).
Daher kommt es im Rahmen der erforderlichen Gesamtwürdigung darauf, ob diese Antriebsregungen ihrerseits auf einer niedrigen Gesinnung bzw. auf niedrigen Beweggründen beruhen (BGH, Urteil vom 29.11.2007 - 4 StR 425/07 -, NStZ 2008, 273 (275, Rn. 10); BGH…, Urteil vom 05.09.2007 - 2 StR 306/07 -, BeckRS 2007, 16297, Rn. 22), also nicht menschlich verständlich (BGH…, Beschluss vom 10.01.2006 - 5 StR 341/05 -, NStZ 2006, 286 [287, Rn. 16] BGH, Urteil vom 14.10.1992 - 3 StR 320/92 -, NStZ 1993, 182 [183]), sondern Ausdruck einer niedrigen Gesinnung des Täters sind (BGH…, Beschluss vom 10.01.2006 - 5 StR 341/05 -, NStZ 2006, 286 [287, Rn. 16]).
Auf die Revisionen der Staatsanwaltschaft und der Nebenkläger Herbert und Hildegard C. hat der Senat diese Entscheidung durch Urteil vom 29. November 2007 - 4 StR 425/07 - mit den Feststellungen - mit Ausnahme derjenigen zum "Vortatgeschehen", zum "Nachtatgeschehen" und zur Schuldfähigkeitsbeurteilung - aufgehoben und die Sache im Umfang der Aufhebung zu neuer Verhandlung und Entscheidung an das Landgericht zurückverwiesen.
https://dejure.org/2008,6397
BGH, 22.01.2008 - 5 StR 200/07 (https://dejure.org/2008,6397)
BGH, Entscheidung vom 22.01.2008 - 5 StR 200/07 (https://dejure.org/2008,6397)
BGH, Entscheidung vom 22. Januar 2008 - 5 StR 200/07 (https://dejure.org/2008,6397)
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§ 223 StGB; § 261 StPO
Unzureichende Tatsachengrundlage für eine Körperverletzung (bloße Vermutung; lückenhafte Feststellungen)
Annahme bedingten Verletzungsvorsatzes bei unklarem Tatgeschehen aufgrund fragmentarischer Erinnerung des Geschädigten; Revisionsrechtliche Sachrüge wegen richterlicher Überzeugungsbildung auf einer unzulänglichen Tatsachengrundlage
Ein Freispruch darf nur erfolgen, wenn vollständige und fehlerfrei getroffene Feststellungen ergeben, dass sich der Angeklagte unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt strafbar gemacht hat (vgl. BGH, Beschluss vom 9. Mai 2000 - 1 StR 106/00; BGHSt 46, 53, 61; BGH, Beschluss vom 22. Januar 2008 - 5 StR 200/07, NStZ-RR 2008, 273).