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Timestamp: 2019-06-16 10:44:58
Document Index: 385268655

Matched Legal Cases: ['§ 66', '§ 42', '§ 66', '§ 42', '§ 66', '§ 42']

Umschulungen nach § 66 BBiG / § 42m HWO - Fachpraktikerberufe | REHADAT-Bildung
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Umschulungen nach § 66 BBiG / § 42m HWO - Fachpraktikerberufe
(kn) Eine Umschulung ist eine berufliche Bildungsmaßnahme für Erwachsene und soll den Wechsel von einem zuvor erlernten Beruf in eine andere berufliche Tätigkeit ermöglichen.
Bei der Umschulung handelt es sich also um eine zweite Berufsausbildung und nicht um eine Weiterbildung im ursprünglich erlernten Beruf.
Zielgruppe sind z. B. Menschen, die in Folge einer Behinderung oder einer Erkrankung ihren erlernten Beruf oder die ausgeübte Tätigkeit nicht mehr verrichten können.
Eine Umschulung bildet meistens in einem anerkannten Ausbildungsberuf aus, für den die gesetzlichen Regelungen des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) bzw. der Handwerksordnung (HWO) gelten (Regelausbildung).
Ziel der Umschulung ist es, die Chancen auf Wiedereingliederung in den Allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern oder Arbeitslosigkeit zu verhindern.
Umschulung mit besonderer Ausbildungsregelung / Fachpraktikerberuf
Manchmal ist wegen einer Behinderung eine Umschulung nach den üblichen Bedingungen der Regelausbildung nicht möglich. Dann kann eine sogenannter Fachpraktikerberuf erlernt werden für den besondere Ausbildungsregelungen gelten.
Dabei werden beispielsweise für Menschen mit Lernschwierigkeiten praktische Ausbildungs- und Prüfungsinhalte im Vergleich zur Theorie stärker betont. Es können auch bestimmte praktische Anteile weggelassen werden, die aufgrund einer körperlichen Behinderung nicht ausgeführt werden können.
Für eine Umschulung nach Ausbildungsbedingungen für einen Fachpraktikerberuf müssen spezielle Ausbildungsregelungen für Menschen mit Behinderung mit der für den Beruf zuständigen Kammer (Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Landwirtschaftskammer usw.) vereinbart werden.
Die Umschulungen können in normalen Betrieben oder in speziellen Ausbildungsstätten gemacht werden. Wenn der Leistungsstand und die Behinderung es erlauben, kann man während oder nach einer Fachpraktikerausbildung in die Regelausbildung wechseln und den entsprechend höheren Berufsabschluss machen.
Rechtliche Grundlage der Umschulung mit besonderer Ausbildungsregelung sind das Berufsbildungsgesetz (BBiG) und die Handwerksordnung (HwO): § 66 BBiG und § 42m Hwo.
Außerbetriebliche Umschulung mit besonderer Ausbildungsregelung
Manchmal ist wegen einer Behinderung eine Umschulung in einem normalen Betrieb nicht möglich weil besondere Hilfen gebraucht werden. In solchen Fällen kann die Umschulung in einer Einrichtung gemacht werden, die spezielle Unterstützung für Menschen mit Behinderung anbietet, z. B. in einem Berufsförderungswerk.
Viele dieser Bildungsanbieter helfen auch bei der Entscheidung, eine passende neue Berufsrichtung zu finden und bei der Vorbereitung auf eine Umschulung.
Einrichtungen, die Umschulungen mit Ausbildungsregelungen für Fachpraktikerberufe anbieten, findet man rechts oben in der Infobox "Schnell finden". Die meisten dieser Einrichtungen sind auf die besondere Unterstützung von Menschen mit Behinderung spezialisiert.
Wie kommt man in eine außerbetriebliche Umschulung mit besonderer Ausbildungsregelung?
Die Entscheidung darüber, ob die Umschulung in einer außerbetrieblichen Einrichtung gemacht werden soll, wird von den Rehabilitandinnen und Rehabilitanden gemeinsam mit dem Rehaträger entschieden, der für sie in der jeweiligen Situation zuständig ist.
Dies kann die Arbeitsagentur sein. Ansprechpersonen dort sind die Reha-Berufsberater und -beraterinnen. Weitere Rehaträger können z. B. die Unfallversicherungen, Berufsgenossenschaften und Rentenversicherungen sein. Ansprechpersonen sind unter anderem die Reha-Managerinnen und Reha-Manager, die die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden begleiten.
Wer bezahlt eine außerbetriebliche Umschulung mit besonderer Ausbildungsregelung?
Für die Finanzierung von Umschulungen in spezialisierten Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation sind je nach Einzelfall unterschiedliche Rehaträger zuständig, z. B. die Unfallversicherungen, Berufsgenossenschaften und Rentenversicherungen oder die Arbeitsagentur.
Auf die Unterstützung von Menschen mit Behinderung spezialisierte Anbieter von Umschulungen mit besonderen Ausbildungs-regelungen für Fachpraktikerberufe:
Anbieter Umschulung Fachpraktikerberufe
In der Datenbank KURSNET der Bundesagentur für Arbeit findet man Ausbildungs- und Umschulungsberufe (einschließlich Fachpraktikerberufe), die man in Einrichtungen mit besonderem Unterstützungsangebot erlernen kann. Der Link führt direkt zum Suchergebnis:
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