Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=26.10.2017&Aktenzeichen=VII%20ZR%2016/17
Timestamp: 2019-07-17 11:43:54
Document Index: 373107594

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 642', 'BGH', 'BGH', '§ 644', 'BGH']

https://dejure.org/2017,42798
BGH, 26.10.2017 - VII ZR 16/17 (https://dejure.org/2017,42798)
BGH, Entscheidung vom 26.10.2017 - VII ZR 16/17 (https://dejure.org/2017,42798)
BGH, Entscheidung vom 26. Januar 2017 - VII ZR 16/17 (https://dejure.org/2017,42798)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2017,42798) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Nicht im Streit steht überdies, dass § 642 BGB nach seiner ratio legis dem Unternehmer eine angemessene Entschädigung dafür gewähren will, dass er während des Annahmeverzugs des Bestellers infolge Unterlassens einer diesem obliegenden Mitwirkungshandlung Personal, Geräte und Kapital, also die Produktionsmittel zur Herstellung der Werkleistung, bereithält (BGH, Versäumnisurteil vom 26. Oktober 2017 - VII ZR 16/17, Rn. 33).
Dies entnimmt die Kammer mit dem Kammergericht (…a.a.O.) der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 26.10.2017 (Versäumnisurteil des BGH v. 26.10.2017 - VII ZR 16/17 = NJW 2018, 544), die neben der zeitlichen Begrenzung auch ein zweites inhaltliches Begrenzungskriterium, nämlich das der "vergeblich vorgehaltenen" Produktionsfaktoren aufstellt.
Der erkennende Senat des Bundesgerichtshof legt die streitgegenständliche Norm dahingehend aus, dass sie die Gefahrtragungsregeln der §§ 644, 645 BGB ergänze und als verschuldensunabhängiger Anspruch sui generis dem Unternehmer eine Entschädigung biete, die jedoch "nicht sämtliche dem Unternehmer infolge des Annahmeverzugs des Bestellers entstehenden Nachteile" umfasse (Versäumnisurteil des BGH v. 26.10.2017 - VII ZR 16/17 = NJW 2018, 544, Rn. 30).