Source: https://www.hensche.de/urteile-und-kommentare-zum-thema-betriebliche-altersversorgung.html
Timestamp: 2019-06-20 21:28:08
Document Index: 279928587

Matched Legal Cases: ['§ 16', 'EuG', 'EuG', '§ 2', 'EuG', 'EuG']

Urteile und Kommentare: Betriebliche Altersversorgung - HENSCHE Arbeitsrecht
Ur­teil­s­an­mer­kun­gen zum The­ma Be­trieb­li­che Al­ters­ver­sor­gung von 2007 bis heu­te: Hen­sche Rechts­an­wäl­te, Kanz­lei für Ar­beits­recht
Un­ser Rechts­an­walts­team kom­men­tiert seit 2001 lau­fend ak­tu­el­le Ur­tei­le und wich­ti­ge Ge­set­zes­än­de­run­gen zum Ar­beits­recht, un­ter an­de­rem zum The­ma Be­trieb­li­che Al­ters­ver­sor­gung.
02.05.2018. Geld­be­darf gibt Ar­beit­neh­mern kei­nen An­spruch ge­gen den Ar­beit­ge­ber auf Kün­di­gung ei­ner Di­rekt­ver­si­che­rung, auch wenn die­se auf ei­ner Ent­gelt­um­wand­lung be­ruht: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 26.04.2018, 3 AZR 586/16 (Pres­se­mel­dung des Ge­richts).
21.04.2017. Das im Ent­wurf vor­lie­gen­de Be­triebs­ren­ten­stär­kungs­ge­setz er­laubt es Ar­beit­ge­bern künf­tig, Be­triebs­ren­ten­zu­sa­gen al­lein auf die lau­fen­de Bei­trags­zah­lung zu be­schrän­ken ("rei­ne Bei­trags­zu­sa­ge"): Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes zur Stär­kung der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung und zur Än­de­rung an­de­rer Ge­set­ze (Be­triebs­ren­ten­stär­kungs­ge­setz), vom 22.02.2017, Bun­des­tag-Drucks. 18/11286.
26.10.2016. Das am 21.10.2016 vom Bun­des­tag ver­ab­schie­de­te Fle­xi­ren­ten­ge­setz soll Ar­beit­neh­mern mehr Mög­lich­kei­ten ge­ben, ih­ren Über­gang in die Ren­te in­di­vi­du­ell zu ge­stal­ten: Ge­setz zur Fle­xi­bi­li­sie­rung des Über­gangs vom Er­werbs­le­ben in den Ru­he­stand und zur Stär­kung von Prä­ven­ti­on und Re­ha­bi­li­ta­ti­on im Er­werbs­le­ben (Fle­xi-Ren­ten­ge­setz), Ent­wurf der Frak­tio­nen der CDU/SCU und SPD vom 27.09.2016.
31.08.2015. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ar­beit und So­zia­les (BMAS) hat ei­nen Ge­setz­ent­wurf zur Um­set­zung der Richt­li­nie 2014/50/EU vom 16.04.2014 vor­ge­legt, der das Be­triebs­ren­ten­ge­setz be­trifft: BMAS, Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes zur Um­set­zung der EU-Mo­bi­li­täts­richt­li­nie, vom 23.05.2015.
22.04.2014. Wer ei­ne Be­triebs­ren­te be­zieht, hat ein be­rech­tig­tes In­ter­es­se dar­an, dass sei­ne Ren­te nicht durch die Geld­ent­wer­tung aus­ge­zehrt wird. Das Be­triebs­ren­ten­ge­setz ver­pflich­tet den Ar­beit­ge­ber aber nur da­zu, al­le drei Jah­re zu prü­fen, ob ei­ne An­pas­sung ge­bo­ten ist, und da­bei kommt es auch auf die wirt­schaft­li­che La­ge des Ar­beit­ge­bers an. Da­her durf­te die Com­merz­bank AG we­gen der fi­nan­zi­el­len Ex­trem­be­las­tun­gen in­fol­ge der Fi­nanz­markt­kri­se ih­ren Pen­sio­nä­ren die tur­nus­mä­ßi­ge Ren­ten­er­hö­hung zum Ja­nu­ar 2010 ver­wei­gern: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 15.04.2014, 3 AZR 51/12.
29.01.2014. In ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) klar­ge­stellt, dass Ar­beit­neh­mer kei­nen An­spruch auf Scha­dens­er­satz ha­ben, wenn sie ihr Ar­beit­ge­ber nicht von sich aus auf die Mög­lich­keit ei­ner Ent­gelt­um­wand­lung hin­ge­wie­sen hat: BAG, Ur­teil vom 21.01.2014, 3 AZR 807/11.
24.04.2013. Vie­le Be­triebs­rent­ner er­hal­ten für den Teil ih­res Ein­kom­mens, der über der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­ze (BBG) in der ge­setz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung liegt, ei­ne hö­he­re Be­triebs­ren­te. Da die BBG im Jah­re 2003 au­ßer­plan­mä­ßig be­son­ders deut­lich an­ge­ho­ben wur­de, be­steht seit lan­gem Streit dar­über, ob die Ar­beit­ge­ber ih­ren Be­triebs­rent­nern da­für ei­nen Aus­gleich ge­wäh­ren müs­sen. Nein, so das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) in ei­ner Ent­schei­dung vom gest­ri­gen Ta­ge: BAG, Ur­teil vom 23.04.2013, 3 AZR 475/11.
21.06.2012. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat der um­strit­te­nen Be­triebs­ren­ten­an­pas­sung durch IBM Deutsch­land vor­ges­tern ei­ne Ab­sa­ge er­teilt. Denn die An­pas­sungs­prü­fung muss sich im­mer auf die ge­sam­te Zeit vom Be­ginn der Be­ren­tung an bis zum An­pas­sungs­stich­tag er­stre­cken: BAG, Ur­teil vom 19.06.2012, 3 AZR 464/11.
16.05.2012. Ei­ne jahr­zehn­te­lang be­ste­hen­de be­trieb­li­che Übung kann auch im öf­fent­li­chen Dienst Be­triebs­ren­ten­an­sprü­che be­grün­den: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 15.05.2012, 3 AZR 128/11 (Pres­se­mel­dung)
18.04.2012. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat in ei­ner Ent­schei­dung vom gest­ri­gen Ta­ge klar­ge­stellt, dass die Hö­he der Be­triebs­ren­te nicht all­zu ra­bi­at zu Un­guns­ten von Ar­beit­neh­mern ge­kürzt wer­den darf, die in den letz­ten Jah­ren vor ih­rem Aus­schei­den Al­ters­teil­zeit in An­spruch ge­nom­men ha­ben: BAG, Ur­teil vom 17.04.2012 - 3 AZR 280/10.
22.09.2011. Ge­mäß § 16 Abs. 1 Be­triebs­ren­ten­ge­setz (Be­trAVG) ha­ben Ar­beit­ge­ber al­le drei Jah­re „nach bil­li­gem Er­mes­sen“ ei­ne An­pas­sung der lau­fen­den Be­triebs­ren­ten vor­zu­neh­men. Da IBM in den Jah­ren 2008 und 2009 die ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten über die Be­triebs­ren­ten­an­pas­sung nicht be­ach­te­te und die An­pas­sung da­her zu ge­ring aus­fiel, zo­gen vie­le IBM-Be­triebs­rent­ner vor Ge­richt. Da­her äch­zen die Ar­beits­ge­rich­te seit 2010 un­ter ei­ner Pro­zess­flut: Lan­des­ar­beits­ge­richt Ba­den-Würt­tem­berg, Mas­sen­haf­te IBM-Ver­fah­ren, Pres­se­mit­tei­lung vom 20.07.2011.
22.10.2009. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) be­fasst sich in ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung mit der Zu­läs­sig­keit von ge­zill­mer­ten Ver­si­che­rungs­ta­ri­fen für die be­trieb­li­che Al­ters­ver­sor­gung. Da­bei geht es um Ta­ri­fe, bei de­nen die Ver­si­che­rungs­bei­trä­ge zu­nächst zur De­ckung der Ab­schluss- und Ver­triebs­kos­ten und erst dann zum Auf­bau des De­ckungs­ka­pi­tals ver­wen­det wer­den: BAG, Ur­teil vom 15.09.2009, 3 AZR 17/09.
11.02.2009. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat un­ter Be­ru­fung auf die Ent­schei­dung des Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hofs (EuGH) in der Rechts­sa­che Ta­dao Ma­ru­ko (EuGH, Ur­teil vom 01.04.2008, C-267/06) ent­schie­den, dass gleich­ge­schlecht­li­che Le­bens­part­ner im all­ge­mei­nen ei­nen An­spruch auf be­trieb­li­che Hin­ter­blie­be­nen­ren­te ha­ben, falls das Be­triebs­ren­ten­ver­spre­chen des Ar­beit­ge­bers ei­nen sol­chen Ver­sor­gungs­an­spruch ver­wit­we­ten Ehe­leu­ten zu­ge­steht: BAG, Ur­teil vom 14.01.2009, 3 AZR 20/07.
29.09.2008. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat mit ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil die Ab­lö­sung der für die Ar­beit­neh­mer der ka­tho­li­schen Kir­che und der Ca­ri­tas bis­lang gel­ten­den Ge­samt­ver­sor­gung durch ein Punk­te­mo­dell für zu­läs­sig er­klärt. Wäh­rend die Be­triebs­ren­ten bis­lang end­ge­halts­be­zo­gen be­rech­net wur­den und da­her we­gen der üb­li­chen Ge­halts­stei­ge­run­gen am En­de des Er­werbs­le­bens zu ho­hen Be­triebs­ren­ten führ­ten, gilt künf­tig ein Punk­te­mo­dell, dem zu­fol­ge der Ar­beit­neh­mer im Lau­fe sei­nes Ar­beits­le­bens je nach sei­nem ak­tu­el­len Ver­dienst Bau­stei­ne für ei­ne Be­triebs­ren­te er­wirb­ht. Das neue Punk­te­mo­dell gilt rück­wir­kend ab dem 01.01.2002. Es ist für die Ar­beit­neh­mer we­ni­ger at­trak­tiv, aber recht­lich zu­läs­sig: BAG, Ur­teil vom 19.08.2008, 3 AZR 383/06.
28.04.2008. Künf­tig kön­nen Schwu­le und Les­ben, die mit ih­rem ver­stor­be­nen Part­ner in ein­ge­tra­ge­ner Le­bens­part­ner ge­lebt ha­ben, wie ehe­mals ver­hei­ra­te­te Wit­wer ei­ne Hin­ter­blie­be­nen­ren­te aus be­rufs­be­zo­ge­nen Ver­sor­gungs­ein­rich­tun­gen ver­lan­gen. Denn die tra­di­tio­nel­le Bes­ser­stel­lung von ehe­mals ver­hei­ra­te­ten Hin­ter­blie­be­nen ver­stößt ge­gen die Richt­li­nie 2000/78/EG. Denn die­se Richt­li­nie will al­le For­men der Dis­kri­mi­nie­run­gen beim Be­zug von „Ar­beits­ent­gelt“ we­gen der se­xu­el­len Aus­rich­tung be­sei­ti­gen: Eu­ro­päi­scher Ge­richts­hof, Ur­teil vom 01.04.2008, C-267/06 (Ta­dao Ma­ru­ko).
19.03.2008. Ver­spricht ein Ar­beit­ge­ber ei­ne Be­triebs­ren­te in Form ei­ner Ge­samt­ver­sor­gung, ist er bei ei­ner Stö­rung der Ge­schäfts­grund­la­ge da­zu be­rech­tigt, ei­ne An­pas­sung der Ver­sor­gungs­re­ge­lun­gen zu sei­nen Guns­ten zu ver­lan­gen, wenn sei­ne fi­nan­zi­el­len Be­las­tun­gen in ex­tre­mer Wei­se aus dem Ru­der ge­lau­fen sind. Das ist nach An­sicht des Bun­des­ar­beits­ge­richts aber erst der Fall, wenn die bei der Ver­sor­ungs­zu­sa­ge zu­grun­de ge­leg­ten künf­ti­gen Las­ten des Ar­beit­ge­bers um mehr als 50 Pro­zent über­schrit­ten wer­den. Ge­rin­ge­re Mehr­be­las­tun­gen hat der Ar­beit­ge­ber hin­zu­neh­men: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 19.02.2008, 3 AZR 743/05.
04.01.2008. Ein­nah­men, die Ar­beit­neh­mer im Rah­men des Ar­beits­ver­hält­nis­ses vom Ar­beit­ge­ber be­zie­hen, sind im All­ge­mei­nen der Lohn­steu­er zu un­ter­wer­fen. Da­zu ge­hö­ren nicht nur die mo­nat­li­chen Lohn- bzw. Ge­halts­zah­lun­gen, son­dern auch an­de­re Zu­wen­dun­gen wie z.B. Leis­tun­gen der sog. Zu­kunfts­si­che­rung, al­so ins­be­son­de­re Vor­sor­ge­auf­wen­dun­gen des Ar­beit­ge­bers zu Guns­ten der Ar­beit­neh­mer (vgl. § 2 Abs. 2 Nr. 3 Lohn­steu­er-Durch­füh­rungs­ver­ord­nung - LSt­DV). In ei­nem ak­tu­el­len Fall hat der Bun­des­fi­nanz­hof (BFH) ent­schie­den, dass Leis­tun­gen der Zu­kunfts­si­che­rung steu­er­frei sind, wenn sie auf­grund ei­nes all­ge­mein­ver­bind­li­chen Ta­rif­ver­trags er­bracht wer­den: BFH, Ur­teil vom 13.09.2007, VI R 16/06.
08/001 Arbeitgeber dürfen „Spitzenverdiener“ von der betrieblichen Altersversorgung ausnehmen.
07/79 Altersgrenze von 60 Jahren bei Lufthansapiloten ist rechtens.
16.11.2007. Der Eu­ro­päi­sche Ge­richts­hof (EuGH) lässt den Mit­glied­staa­ten der Eu­ro­päi­schen Uni­on in Ab­kehr von sei­nem Man­gold-Ur­teil weit­ge­hend freie Hand bei der ar­beits­recht­li­chen Fest­le­gung von Al­ters­gren­zen. Da­mit wird das Ver­bot der Dis­kri­mi­nie­rung im Er­werbs­le­ben we­gen des Al­ters weit­ge­hend auf­ge­weicht: EuGH, Ur­teil vom 16.10.2007, Rs. C-411/05 (Pa­la­ci­os de la Vil­la).
26.10.2007. Vie­le Ver­sor­gungs­ord­nun­gen, die für Be­triebs­ren­ten maß­geb­lich sind oder für be­rufs­grup­pen­be­zo­ge­ne Ver­sor­gungs­wer­ke gel­ten, se­hen vor, dass Wit­wen- bzw. Wit­wer­ren­ten nur an ehe­mals Ver­hei­ra­te­te zu zah­len sind. Da­durch wer­den schwu­le und les­bi­sche Le­bens­ge­mein­schaf­ten bei dem Be­zug sol­cher Ren­ten ge­gen­über he­te­ro­se­xu­el­len Paa­ren be­nach­tei­ligt. Das ist ei­ne eu­ro­pa­rechts­wid­ri­ge Dis­kri­mi­nie­rung we­gen der se­xu­el­len Iden­ti­tät: Schluss­an­trä­ge des Ge­ne­ral­an­walts Dá­ma­so Ruiz-Ja­rabo Co­lo­mer, vom 06.09.2007, Rs. 267/06 (Ta­dao Ma­ru­ko).
25.10.2007. Fu­sio­niert ein wirt­schaft­lich schwa­ches Un­ter­neh­men mit ei­nem er­trags­star­ken Un­ter­neh­men, so ha­ben die Be­triebs­rent­ner ei­nen neu­en Schuld­ner ih­rer Ren­ten­an­sprü­che, näm­lich das aus der Ver­schmel­zung her­vor­ge­gan­ge­ne neue Un­ter­neh­men. Das ist wirt­schaft­lich bes­ser auf­ge­stellt als das durch die Ver­schmel­zung un­ter­ge­gan­ge­ne wirt­schaft­lich schwa­che Un­ter­neh­men. In ei­ner sol­che Si­tua­ti­on ha­ben die Be­triebs­rent­ner des ehe­ma­li­gen schwa­chen Un­ter­neh­mens ei­nen An­spruch auf An­pas­sung ih­rer Be­triebs­ren­ten nach oben, wo­bei die An­pas­sun­gen zum Zeit­punkt der Ver­ein­ba­rung der Fu­si­on vor­zu­neh­men ist: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 31.07.2007, 3 AZR 810/05.
14.09.2007. Die sog. Ries­ter­ren­te be­nach­tei­ligt Aus­län­der in zwei Punk­ten: An­spruchs­be­rech­tigt sind nur Per­so­nen, die in Deutsch­land un­be­schränkt steu­er­pflich­tig sind, was bei aus­län­di­schen Grenz­gän­gern sel­ten der Fall ist. Au­ßer­dem darf das staat­lich ge­för­der­te Ka­pi­tal nur dann für ei­ne ei­gen­ge­nutz­te Woh­nung ver­wen­den wer­den, wenn die Woh­nung im In­land liegt. Da­her hält die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on die ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen über die Ries­ter­ren­te für eu­ro­pa­recht­wid­rig und hat die Bun­des­re­pu­blik vor dem Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hof ver­klagt: Kla­ge, ein­ge­reicht am 06.06.2007 - Kom­mis­si­on der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaf­ten pp., Rs. 269/07, Amts­blatt der Eu­ro­päi­schen Uni­on, 25.08.2007.
12.09.2007. Das ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­ne Min­dest­al­ter für ei­ne un­ver­fall­ba­re Be­triebs­ren­ten­an­wart­schaft soll von 30 auf 25 Jah­re ge­senkt wer­den. Da­mit wird die Mo­bi­li­tät der Ar­beit­neh­mer ge­stärkt: Ge­setz zur För­de­rung der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung, Ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung vom 10.08.2007, BT Drs. 540/07.
21.07.2007. Das Eu­ro­päi­sche Par­la­ment hat am 20.06.2007 ei­nen Richt­li­ni­en­vor­schlag der Eu­ro­päi­schen Kom­mis­si­on aus dem Jah­re 2005 über ein neu­es eu­ro­pa­wei­tes Recht zur Mit­nah­me von Be­triebs­ren­ten­an­wart­schaf­ten ("Por­ta­bi­li­tät") im we­sent­li­chen ab­ge­lehnt: Pres­se­be­richt zur Ab­stim­mung des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments zur Ab­stim­mung vom 20. Ju­ni 2007. Dem Vor­schlag zu­fol­ge sol­len Ar­beit­neh­mer künf­tig beim län­der­über­grei­fen­den Wech­sel zu ei­nem neu­en Ar­beit­ge­ber ih­re be­ste­hen­den Be­triebs­ren­ten­an­wart­schaf­ten von ei­nem Land zum an­de­ren "mit­neh­men" kön­nen: Vor­schlag ei­ner „Richt­li­nie des Eu­ro­päi­schen Par­la­ments und des Ra­tes zur Ver­bes­se­rung der Por­ta­bi­li­tät von Zu­satz­ren­ten­an­sprü­chen“, vom 20.10.2005, 2005/0214 (COD).
21.05.2007. Die gro­ße Ko­ali­ti­on hat ernst ge­macht und die Ren­te mit 67 ge­setz­lich ver­an­kert. Das ent­spre­chend "RV-Al­ters­gren­zen­an­pas­sungs­ge­setz" setzt die Re­gel­al­ters­gren­ze für den Be­zug der ge­setz­li­chen Al­ters­ren­te auf 67 Jah­re her­auf. Die Er­hö­hung des Ren­ten­ein­tritts­al­ters be­ginnt stu­fen­wei­se ab 2012: Ge­setz zur An­pas­sung der Re­gel­al­ters­gren­ze an die de­mo­gra­fi­sche Ent­wick­lung und zur Stär­kung der Fi­nan­zie­rungs­grund­la­gen der ge­setz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung (RV-Al­ters­gren­zen­an­pas­sungs­ge­setz), vom 20.04.2007, BGBl. I 2007, S.554 ff.