Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201992,%20232
Timestamp: 2019-06-18 05:52:03
Document Index: 265526814

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 15', '§ 4', '§ 15', '§ 15', '§ 171', '§ 15', '§ 15', '§ 15', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 171']

BFH, 11.12.1990 - VIII R 8/87 - dejure.org
https://dejure.org/1990,842
BFH, 11.12.1990 - VIII R 8/87 (https://dejure.org/1990,842)
BFH, Entscheidung vom 11.12.1990 - VIII R 8/87 (https://dejure.org/1990,842)
BFH, Entscheidung vom 11. Dezember 1990 - VIII R 8/87 (https://dejure.org/1990,842)
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EStG §§ 4 Abs. 1 Satz 5, 15 a
Überweisung - Gutschrift - Wertzufluß
EStG § 4 Abs. 1 S. 5, § 15 a
§§ 4 Abs. 1 Satz 5, 15a EStG
Einkommensteuer; Vollzug einer Einlage durch Banküberweisung
BFHE 165, 27
NJW 1992, 455 (Ls.)
BB 1991, 2050
DB 1991, 2218
BStBl II 1992, 232
Dementsprechend ist auch eine Einlage i.S. von § 15a EStG erst dann geleistet, wenn dem Gesellschaftsvermögen von außen etwas zugeflossen ist, was das Vermögen und damit die Deckungsunterlage für die Gläubiger erhöht (BFH in BFHE 165, 27, BStBl II 1992, 232, m.w.N.).
Dadurch sei es nach den Grundsätzen des BFH-Urteils vom 11. Dezember 1990 VIII R 8/87 (BFHE 165, 27, BStBl II 1992, 232) noch nicht zu einer Einlage bei der D-KG gekommen.
Dieser ergibt sich aus dem am Bilanzstichtag gegebenen Betrag der Außenhaftung, wie sie grundsätzlich aus der entsprechenden Eintragung in das Handelsregister erkennbar ist (vgl. BFH-Urteile vom 14. Dezember 1995, IV R 106/94, BStBl. II 1996, 226, 230 und vom 11. Dezember 1990, VIII R 8/87, BStBl. II 1992, 232, jeweils m. w. N.).
Dieser Grundsatz gilt für jede Art der Einlage, die über das im Handelsregister eingetragene Haftkapital hinausgeht (…vgl. in diesem Sinne BFH-Urteile vom 28. März 2000, VIII R 28/98, BStBl. II 2000, 347, vom 16. Dezember 1997, VIII R 76/93, BFH/NV 1998, 576, vom 7. Oktober 1997, VIII R 22/94, BFH/NV 1998, 823, vom 14. Dezember 1995, IV R 106/94, BStBl. II 1996, 226 und vom 11. Dezember 1990, VIII R 8/87, BStBl. II 1992, 232).
Eine derartige Einlage ist daher erst dann geleistet, wenn dem Gesellschaftsvermögen das entsprechende Einlagekapital tatsächlich auch zugeflossen ist, denn die "Deckungsunterlage für die Gläubiger", an der sich die Regelung des § 15 a EStG ausrichtet, wird nur dadurch auch erhöht (vgl. BFH-Urteile vom 11. Dezember 1990, VIII R 8/87, BStBl. II 1992, 232, 233, vom 14. Dezember 1995, IV R 106/94, BStBl. II 1996, 226 und vom 28. März 2000, VIII R 28/98, BStBl. II 2000, 347).
In Anknüpfung an die in § 171 Abs. 1 des Handelsgesetzbuchs (HGB) getroffene Regelung ist der ausgleichsfähige Verlust in § 15a Abs. 1 Satz 1 EStG grundsätzlich auf die zum maßgebenden Bilanzstichtag tatsächlich bereits geleistete Einlage im Sinne eines Zuflusses von Werten in das Gesellschaftsvermögen beschränkt (vgl. Entscheidungen des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 11. Dezember 1990 VIII R 8/87, BFHE 165, 27, BStBl II 1992, 232; vom 14. Dezember 1995 IV R 106/94, BFHE 179, 368, BStBl II 1996, 226; vom 14. Dezember 1999 IX R 7/95, BFHE 190, 432, BStBl II 2000, 265).
Denn bei Banküberweisungen ist der Wert des überwiesenen Betrages erst dann der Gesellschaft als Empfänger zugeführt, wenn die Gutschrift auf dem Gesellschaftskonto erfolgt ist (BFH in BFHE 165, 27, BStBl II 1992, 232, 233).
Denn der ausgleichsfähige Verlust ist durch § 15 a Abs. 1 Satz 1 EStG grundsätzlich auf den Betrag der tatsächlich bereits geleisteten Einlage beschränkt (BFH-Beschluß vom 19. Mai 1987 VIII B 104/85, BFHE 150, 514, BStBl II 1988, 5; BFH-Urteile vom 11. Dezember 1990 VIII R 8/87, BFHE 165, 27, BStBl II 1992, 232; in BFHE 179, 368, BStBl II 1996, 226).
Dementsprechend ist auch eine Einlage i. S. von § 15 a EStG erst dann geleistet, wenn dem Gesellschaftsvermögen von außen etwas zugeflossen ist, was das Vermögen und damit die Deckungsunterlage für die Gläubiger erhöht (BFH in BFHE 165, 27, BStBl II 1992, 232, m. w. N.).
Geleistet ist eine Einlage nicht nur nach der BFH-Rechtsprechung (vgl. z. B. Urteil vom 11. Dezember 1990 VIII R 8/97, BStBl II 1992, 232), sondern auch nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs -BGH- (Urteile vom 11. Dezember 1989 II ZR 78/89, BGHZ 109, 334 und vom 8. Juli 1985 II ZR 269/84, BGHZ 95, 188 ) bei tatsächlicher Wertzuführung (Kapitalaufbringungsprinzip;… s. auch HGB -Kommentar, Baumbach, Hopf, 29. Aufl., § 171 Rz. 6).
Für den Normalfall der Leistung einer geschuldeten Geldeinlage durch Banküberweisung heißt dies, dass der angewiesene Geldbetrag dem Konto des Leistungsempfängers gutgeschrieben ist (…BFH-Urteile vom 16. Dezember 1997 VIII R 76/93, BFH/NV 1998, 576 und vom 11. Dezember 1990 VIII R 8/87, BStBl II 1992, 232).
Denn nach dem Urteil des BFH in BFHE 163, 186 , BStBl II 1992, 232 (233) ist allein ausschlaggebend, ob die Gutschrift auf dem Konto der Empfängerbank erfolgt ist.