Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=8%20C%2021/09
Timestamp: 2020-03-31 17:07:54
Document Index: 180135723

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 58', '§ 68', '§ 69', '§ 133', '§ 42', '§ 58', '§ 68', '§ 42', '§ 58', '§ 68', '§ 69', '§ 70', '§ 68', '§ 68', '§ 68', '§ 69', '§ 133', '§ 68', '§ 126', '§ 68', '§ 68', '§ 126', '§ 36', '§ 68', '§ 68', '§ 68', '§ 133', '§ 68']

Rechtsprechung: 8 C 21/09 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 12.05.2009
https://dejure.org/2010,550
BVerwG, 15.09.2010 - 8 C 21.09 (https://dejure.org/2010,550)
BVerwG, Entscheidung vom 15.09.2010 - 8 C 21.09 (https://dejure.org/2010,550)
BVerwG, Entscheidung vom 15. September 2010 - 8 C 21.09 (https://dejure.org/2010,550)
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VwGO § 42 Abs. 1, § 58 Abs. 2, § 68; StBerG §§ 69, 70, 73, 76, 88; BGB §§ 133, 157
Widerspruchsverfahren; Entbehrlichkeit des Widerspruchsverfahrens; Zulässigkeit der Verpflichtungsklage; fehlende Rechtsbehelfsbelehrung; Praxisabwicklung; Steuerberater; Abwicklervergütung; Verwaltungsakt; Auslegung; Regelungsgehalt; Überprüfung im Revisionsverfahren
Widerspruchsverfahren; Entbehrlichkeit des Widerspruchsverfahrens; Zulässigkeit der Verpflichtungsklage; fehlende Rechtsbehelfsbelehrung; Praxisabwicklung; Steuerberater; Abwicklervergütung; Verwaltungsakt; Auslegung; Regelungsgehalt; Überprüfung im Revisionsverfahren.
VwGO § 42 Abs. 1, § 58 Abs. 2, § 68
§ 42 Abs 1 VwGO, § 58 Abs 2 VwGO, § 68 VwGO, § 69 StBerG, § 70 StBerG
Entbehrlichkeit des Widerspruchsverfahrens
Festsetzung einer angemessenen Vergütung für eine durchgeführte Abwicklung der Praxis eines verstorbenen Steuerberaters durch einen ernannten Praxisabwickler; Entbehrlichkeit eines Widerspruchsverfahrens nach § 68 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) über die gesetzlich ...
Festsetzung einer angemessenen Vergütung für eine durchgeführte Abwicklung der Praxis eines verstorbenen Steuerberaters durch einen ernannten Praxisabwickler; Entbehrlichkeit eines Widerspruchsverfahrens nach § 68 Verwaltungsgerichtsordnung ( VwGO ) über die gesetzlich ...
Die fehlende Widerrufsbelehrung
§§ 68 VwGO; § 69 StBerG; §§ 133, 157 BGB
Entbehrlichkeit des Vorverfahrens, wenn der angegriffene Bescheid auf einer aufsichtlichen Weisung beruht (Prof. Dr. Matthias Cornils, Martin Mengden; ZJS 6/2010, 783)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BVerwG vom 15.09.2010, Az.: 8 C 21.09 (Entbehrlichkeit des Vorverfahrens und Festsetzung der Vergütung des Praxisabwicklers)" von RA/FAStR Gottfried Wacker, original erschienen in: DStR 2011, 288.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BVerwG vom 15.09.2010, Az.: 8 C 21/09 (Erheblichkeit eines Widerspruchsverfahrens)" von Prof. Dr. Friedrich Schoch, original erschienen in: NVwZ 2011, 501 - 507.
BVerwGE 138, 1
NVwZ 2011, 501
AnwBl 2011, 45
Dieser hat in den Blick zu nehmen, welchen Zweck der Erklärende verfolgt (stRspr; Urteil vom 15. September 2010 - BVerwG 8 C 21.09 - BVerwGE 138, 1 = Buchholz 310 § 68 VwGO Nr. 48 ).
Neben der Selbstkontrolle des Dienstherrn dient das Widerspruchsverfahren auch in beamtenrechtlichen Angelegenheiten dem Rechtsschutz der Beamten und der Entlastung der Verwaltungsgerichte (Urteil vom 15. September 2010 a.a.O. Rn. 24 f.).
Die Entbehrlichkeit des Widerspruchsverfahrens in diesen Fällen stellt eine weitere, gesetzlich nicht ausdrücklich geregelte Ausnahme dar, die sich aus Sinn und Zweck der § 126 Abs. 3 BRRG, §§ 68 f. VwGO ergibt (stRspr; vgl. zuletzt Urteil vom 15. September 2010 - BVerwG 8 C 21.09 - BVerwGE 138, 1 = Buchholz 310 § 68 VwGO Nr. 48 ).
BVerwG, 19.11.2019 - 1 C 41.18
Das Anwerbungs- und Vermittlungsmonopol der Bundesagentur für Arbeit in …
Dabei ist auch in den Blick zu nehmen, welchen Zweck der Erklärende verfolgt (stRspr, BVerwG, Urteile vom 15. September 2010 - 8 C 21.09 - BVerwGE 138, 1 Rn. 36…, vom 30. Oktober 2013 - 2 C 23.12 - BVerwGE 148, 217 Rn. 15 …und vom 21. Februar 2019 - 2 C 50.16 - Buchholz 230 § 126 BRRG Nr. 27 Rn. 16).
Rücknahme einer Baugenehmigung; Abgrenzung zur Abhilfeentscheidung im …
Bereits zuvor hatte das Regierungspräsidiums als Widerspruchsbehörde auf den Widerspruch der Beigeladenen zu 2 bis 4 dem Landratsamt mit Schreiben vom 13. Dezember 2013 die Weisung erteilt, den Widersprüchen abzuhelfen und die dem Kläger erteilte Baugenehmigung aufzuheben (vgl. für den Fall der Weisung durch die Aufsichtsbehörde: BVerwG, Urteil vom 15.9.2010 - 8 C 21.09 - BVerwGE 138, 1, juris Rn. 31).
Diese dreifache normative Zwecksetzung des Widerspruchsverfahrens ist allgemein anerkannt (vgl. nur Urteile vom 12. November 1976 - BVerwG 4 C 34.75 - BVerwGE 51, 310 = Buchholz 406.11 § 36 BBauG Nr. 21 S. 8 und vom 15. September 2010 - BVerwG 8 C 21.09 - BVerwGE 138, 1 = Buchholz 310 § 68 VwGO Nr. 48, jeweils Rn. 30 m.w.N.;… Dolde/Porsch, in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Bd. 1, Stand April 2013, Vorb. § 68 Rn. 1;… Rennert, in: Eyermann, VwGO, 14. Aufl. 2014, § 68 Rn. 2;… Ulrich Meier, Die Entbehrlichkeit des Widerspruchsverfahrens, 1992, S. 8 ff.;… enger aus kompetenzrechtlichen Gründen: Oerder, Das Widerspruchsverfahren der Verwaltungsgerichtsordnung, 1989, S. 52 ff.).
Bei Zugrundelegung des maßgeblichen, "objektivierten Empfängerhorizonts" musste der Kläger aber davon ausgehen, dass damit auch eine bloße Hintergrundberatung verboten sein sollte (vgl. zur entsprechenden Anwendung des § 133 BGB etwa BVerwG, Urteile vom 15. September 2010 - 8 C 21.09 - BVerwGE 138, 1 Rn. 36, dort auch zur Auslegungsbefugnis des Revisionsgerichts, …und vom 30. Oktober 2013 - 2 C 23.12 - BVerwGE 148, 217 Rn. 15).
Denn bei einer Auslegung aus der maßgeblichen Perspektive des "objektivierten Empfängerhorizonts" (vgl. BVerwG, Urteil vom 15.09.2010 - 8 C 21/09 - m.w.N., BVerwGE 138, 1) konnte die Klägerin jedenfalls nicht herleiten, dass die Beklagte mit einer Auftragsvergabe ohne Ausschreibung einverstanden war.
vgl. insoweit etwa die Darstellung der Fallgruppen bei Deiseroth, Anmerkung zum Urteil des BVerwG vom 15. September 2010 - 8 C 21.09 -, jurisPR-BVerwG 25/2010 Anm. 6 = jurisPR extra 2011, 45 - 48, dort unter C.
- insoweit deutlich: Deiseroth, a.a.O.; scheinbar anders hingegen BVerwG, Urteil vom 15. September 2010 - 8 C 21.09 -, BVerwGE 138, 1 = NVwZ 2011, 501 = juris, Rn. 27 ("Aus dem Normtext des § 68 Abs. 1 VwGO ... folgt nur, dass die Durchführung eines Vorverfahrens für die Beteiligten nicht disponibel ist"), das mit seiner weiteren (nicht fallbezogenen, sondern offensichtlich als prinzipielle Rechtfertigung der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur Entbehrlichkeit des Vorverfahrens angelegten) Argumentation, es komme maßgeblich auf die nach einem "objektivierten Beurteilungsmaßstab" zu beurteilende Frage der Funktionslosigkeit des Vorverfahrens an, es für die Fälle einer sachlichen Einlassung im Klageverfahren letztlich doch dem Beklagten überlässt, ob er die Funktionslosigkeit des Vorverfahrens durch eine solche Einlassung herbeiführen will oder nicht - die in Rede stehende Sachentscheidungsvoraussetzung überhaupt für disponibel, räumt man also dem Beklagten insoweit Dispositionsfreiheit ein, so fehlt es in den hier in Rede stehenden Fällen gerade an der dann doch erforderlichen Disposition des Beklagten.
Schließlich gibt es hier auch keine Sachlage, welche mit dem (besonderen) Sachverhalt vergleichbar ist, der dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. September 2010 - 8 C 21.09 - (…a.a.O.) zugrunde lag.
Die Unzulässigkeit eines im fachgerichtlichen Verfahren eingelegten Rechtsbehelfs kann dem Beschwerdeführer nicht als Grund für die Unzulässigkeit seiner Verfassungsbeschwerde entgegengehalten werden, wenn das Fachgericht ungeachtet der Unzulässigkeit des Rechtsbehelfs in der Sache entschieden hat (vgl. BVerfGE 113, 29 ; s. auch BVerfGE 107, 27 ; zur Bedeutung einer Einlassung der Widerspruchsbehörde zur Sache für ein ohne vorherige Durchführung des Widerspruchsverfahrens durchgeführtes fachgerichtliches Verfahren vgl. BVerwG…, Urteil vom 20. April 1994 - 11 C 2/93 -, juris, Rn. 18; BVerwGE 138, 1 Rn. 23 ff., 31, m.w.N.).
Das Bestehen auf einer vorgerichtlichen Geltendmachung des Zahlungsanspruchs wäre in diesem Fall pure Förmelei, zumal der Beklagte seiner Erstattungspflicht weiterhin auch im vorliegenden Klageverfahren in der Sache entgegentritt ( vgl. zu ähnlichen Überlegungen bei der Entbehrlichkeit des Widerspruchsverfahrens u. a. BVerwG, Urteil vom 15.09.2010, NVwZ 2011, 501, m.w.N. ).
In diesem Fall ist aus Gründen der Prozessökonomie das Vorverfahren insgesamt entbehrlich (vgl. BVerwG, Urteil vom 15.09.2010 - 8 C 21.09 - Rn. 24 ff., juris…, vom 30.10.2013 - 2 C 23.12 -, Rn. 35 ff., juris …und vom 21.02.2019 - 2 C 50/16 -, Rn. 30, juris).
Aus Gründen der Prozessökonomie ist ein Vorverfahren entbehrlich, wenn sich der Beklagte auf die Klage einlässt und deren Abweisung beantragt oder wenn der Zweck des Vorverfahrens ohnehin nicht mehr erreicht werden kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 15.09.2010 - 8 C 21.09 - Rn. 24 ff., juris …und vom 30.10.2013 - 2 C 23.12 -, Rn. 35 ff., juris).
OVG Sachsen, 14.07.2015 - 5 A 617/11
Zulässigkeit der Klage; Untätigkeitsklage; Auslegung eines Widerspruchs; …
VGH Baden-Württemberg, 03.12.2018 - 5 S 854/17
Gleich mehrere böse Nachbarn: Nur ein Widerspruch muss begründet sein!
Zur Umstellung einer beamtenrechtlichen Verpflichtungsklage auf einen …
VG Düsseldorf, 03.02.2020 - 6 L 3215/19
Entziehung der Fahrerlaubnis; Punkte; Sofortige Vollziehbarkeit; Abgabe des …
VG Berlin, 08.11.2019 - 37 L 462.19
VG Trier, 19.09.2017 - 7 K 7875/17
Feststellung der Laufbahnbefähigung
OVG Sachsen, 14.12.2015 - 1 A 581/14
Ausbildungsförderung, Einkommen, Zuflussprinzip, Auslandspraktikum, …
OVG Sachsen, 20.12.2012 - 1 A 342/08
Widerspruch, Widerspruchsfrist, Entbehrlichkeit des Vorverfahrens, …
VG Karlsruhe, 05.08.2011 - 2 K 484/11
Voraussetzungen für eine Kostenniederschlagung; Einscheidung über die Bewilligung …
OVG Sachsen, 24.06.2013 - 1 A 96/13
Anhörungsrüge, Vorverfahren
https://dejure.org/2009,75853
BVerwG, 12.05.2009 - 8 C 21.09 (https://dejure.org/2009,75853)
BVerwG, Entscheidung vom 12.05.2009 - 8 C 21.09 (https://dejure.org/2009,75853)
BVerwG, Entscheidung vom 12. Mai 2009 - 8 C 21.09 (https://dejure.org/2009,75853)
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