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Timestamp: 2020-05-29 07:02:18
Document Index: 325567476

Matched Legal Cases: ['Art. 197', 'Art. 260', 'Art. 196', 'Art. 255', 'BGE', 'Art. 255', 'Art. 260', 'Art. 196', 'Art. 255', 'Art. 260', 'Art. 197', 'Art. 197']

Art. 197, 255 Abs. 2 lit. a und Art. 260 Abs. 3 StPO; hinreichender Tatverdacht bei Zwangsmassnahmen; Erstellung von DNA-Profilen; erkennungsdienstliche Erfassung.
Hinweise auf eine strafbare Handlung müssen erheblich und konkreter Natur sein, um einen hinreichenden Tatverdacht für die Anordnung von Zwangsmassnahmen (Art. 196-298 StPO) begründen zu können (E. 1.3.1 und 1.4.1).
Die Erstellung eines DNA-Profils ist von der Staatsanwaltschaft (oder vom Gericht) anzuordnen. Art. 255 StPO ermöglicht nicht die routinemässige (invasive) Entnahme von DNA-Proben und deren Analyse. Die Kompetenz zur Erstellung von DNA-Profilen kann nicht durch generelle Weisungen der Generalstaatsanwaltschaft auf die Polizei übertragen werden (E. 1.3.2 und 1.4.2).
Die mündliche Anordnung einer erkennungsdienstlichen Erfassung ist nur zulässig, wenn die Zwangsmassnahme unaufschiebbar ist. Abstrakte Zweckmässigkeitsüberlegungen können die gesetzlich vorgeschriebene Dringlichkeit nicht ersetzen (E. 1.3.3 und 1.4.3).
BGE: 137 IV 122
Artikel: Art. 255 StPO, Art. 260 Abs. 3 StPO, Art. 196-298 StPO, Art. 255 Abs. 2 lit. a StPO mehr... , Art. 260 StPO, Art. 197 Abs. 1 StPO, Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO