Source: https://www.bge.de/de/asse/themenschwerpunkte/themenschwerpunkt-rueckholung/fragen-und-antworten-rueckholplan-asse/
Timestamp: 2020-08-13 14:58:39
Document Index: 181458456

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BGE: Fragen und Antworten Rückholplan Asse Fragen und Antworten Rückholplan Asse
Alle Fragen, die über die Chat-Funktion, Mail, im Livestream oder telefonisch gestellt worden sind, können hier im Fragen- und Antwortenkatalog zum Rückholplan nachgelesen werden. Der Dialog ist weiterhin offen, so dass selbstverständlich auch noch weitere Fragen zum Rückholplan über die E-Mail-Adresse dialog(at)bge.de gestellt werden können.
Wie gedenkt das Bundesumweltministerium die Verantwortung für die Gesamtaufgabe wahrzunehmen und die notwendige und angemahnte Projektsteuerung umzusetzen?
Das Bundesumweltministerium hat im Rahmen seiner politischen Verantwortung ein vollständiges Projektmanagement für die komplexe und verantwortungsvolle Aufgabe der Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse II aufgesetzt.
Im Jahr 2017 wurden die Strukturen im Bereich der Zwischenlagerung und Endlagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland neu aufgestellt. Seitdem ist die BGE die operativ verantwortliche Betreiberin der Schachtanlage Asse II. Das Bundesumweltministerium ist Gesellschafterin der BGE. Die Beteiligungsverwaltung wird von der Zentralabteilung des Bundesumweltministeriums wahrgenommen. Inhaltliche Fragen werden in der Abteilung Nukleare Sicherheit, Strahlenschutz bearbeitet. Parallel wurde ein Finanz- und Projektsteuerungsstatut erlassen, das auch die regelmäßige Berichterstattung gegenüber dem Bundesumweltministerium umfasst. Auch der Aufsichtsrat der BGE lässt sich regelmäßig über den Projektfortschritt berichten.
Wie wird das Bundesumweltministerium auf die langfristige Belastung der Gesellschaft und der Region durch das geplante Zwischenlager eingehen?
Das Bundesumweltministerium wird darauf achten, dass alle Aspekte des vorgesehenen Zwischenlagers zeitnah, umfassend und transparent kommuniziert werden. Erste Ansprechpartnerin bezüglich des Zwischenlagers ist die BGE. Die BGE wird das Zwischenlager errichten und betreiben. Weiterhin ist die BGE als Betreiber für die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an die Sicherheit des Zwischenlagers zuständig. Sie stellt sicher, dass die Sicherheit der Bürger*innen in der Region gewährleistet wird. Die BGE wird dabei von Aufsichtsbehörden überwacht.
Das Bundesumweltministerium ist einzige Gesellschafterin der BGE. Die BGE wird dem Bundesumweltministerium regelmäßig auch zum Zwischenlager berichten.
Als Ausgleich für die mit dem Projekt Asse verbundenen Belastungen stellt das Bundesumweltministerium der Region jährlich drei Millionen Euro Fördergelder bereit. Diese Mittel werden über die beim Landkreis Wolfenbüttel angesiedelte Stiftung Zukunftsfonds Asse verwaltet, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Zukunftsfähigkeit der Region zu sichern und zu stärken.
Gleichzeitig finanziert das BMU über die BGE die Arbeit der Asse II-Begleitgruppe und ihres wissenschaftlichen Beratungsgremiums, damit die Interessen der Region gebündelt und qualifiziert im Stilllegungsprozess vertreten werden können.
Wird das Bundesumweltministerium zukünftig wieder regelmäßig an den Sitzungen der Asse-2-Begleitgruppe teilnehmen?
Erste Ansprechpartnerin für die Asse-2-Begleitgruppe ist die BGE. Gleichzeitig nimmt das Bundesumweltministerium den Wunsch nach einem Austausch mit der politischen Ebene ernst. Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium und Vorsitzender des BGE-Aufsichtsrats, wies im Livestream darauf hin, dass das Bundesumweltministerium das Dialog-Bedürfnis der Region verstehe und ihm auch nachkommen werde, sobald bzw. soweit die politische Verantwortung des BMU berührt sei. Dabei bleibe es aber richtig, dass die BGE Hauptansprechpartnerin vor Ort und in der Asse-2-Begleitgruppe sei.
Wie wird die Öffentlichkeitbeteiligung bei Fortdauer der Corona-Beschränkungen erfolgen?
Die Situation rund um die aktuelle Corona-Pandemie ist eine Ausnahmesituation für alle Bereiche des Lebens. Auch die Öffentlichkeitsarbeit zur Schachtanlage Asse II ist hiervon betroffen. Sobald es möglich ist, plant die BGE zu den etablierten Angeboten zurückzukehren. Dies betrifft unter anderem die Organisation von Informationsveranstaltungen, die Öffnung der Infostelle Asse sowie das Angebot von Besucherbesichtigungen der Schachtanlage Asse II. Gleichzeitig plant die BGE aufgrund der bisherigen Erfahrungen und Rückmeldungen aus der Öffentlichkeit, digitale und mediale Angebote auszubauen. Die BGE setzt sich dafür ein, unabhängig vom Format, den Dialog mit der Region aufrechtzuerhalten.
Ist die Vorstellung des Rückholplans am 17. April 2020 protokolliert?
Die Aufzeichnung des Livestreams ist weiterhin auf dem YouTube-Kanal der BGE verfügbar und kann dort jederzeit erneut angesehen werden. Alle im Rahmen des Livestreams gestellten Fragen sind protokolliert und werden im Rahmen dieser Liste beantwortet.
Wie verläuft vor Ort die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Initiativen?
Die BGE setzt sich für einen offenen Dialog zur Schachtanlage Asse II ein. Der Dialog wird von allen Beteiligten konstruktiv geführt.
7. Bergetechnik
Welche Löschmittel sind unter Tage im Brandfall von Lithium-Ionen-Batterien vorgesehen?
Aktuell sind keine Großgeräte unter Tage im Einsatz, die mit Lithium-Ionen-Batterien betrieben werden. Zurzeit ist ausschließlich ein E-Smart für Versuchszwecke im Einsatz, der mit einer Lithium-Ionen-Batterie ausgerüstet ist. Die Grubenwehr hält aus Gründen des Brandschutzes ein spezielles Schaummittel vor, das im Falle eines Brandes eingesetzt wird. Das Schaummittel hat eine besonders lange Kühlwirkung und ist daher auch für Brände von Lithium-Ionen-Batterien geeignet.
Sollte der Einsatz von mit Lithium-Ionen-Batterien bestückten Geräten oder Maschinen bei der Rückholung vorgesehen werden, muss der hierfür erforderliche Brandschutz sichergestellt werden. Dieser Aspekt ist ein wesentlicher Bestandteil der berg- und atomrechtlichen Genehmigungsverfahren. In diesem Zusammenhang werden auch die jeweils vorzuhaltenden und zu verwendenden Löschmittel konkret festgelegt.
Für die Rückholung ist die Tragfähigkeit der Decken von besonderer Bedeutung. Gibt es Alternativen dazu, die Decken mit Ankern zu sichern?
Bevor mit der Bergung der Abfälle begonnen werden kann, ist zunächst die Tragfähigkeit der Decken zu prüfen und unter Umständen die Decke zu sichern. Für die Sicherung können folgende Techniken zum Einsatz kommen:
Entfernen von aufgelockertem Salzgestein,
Ankerung, eventuell in Verbindung mit Injektionen oder
lokaler Unterstützungsbau.
Sollte eine Decke so stark geschädigt sein, dass eine Sicherung mit Ankern nicht möglich ist, muss ein Ausbau eingebracht werden. Dieser stützt die geschädigte Decke und verhindert so, dass sich Salzgesteine lösen und diese in den Arbeitsraum fallen können. Der Ausbau ist gegen die zu erwartenden Gebirgsdrücke auszulegen.
Eine Alternative stellt das im Rückholplan dargestellt Rückholverfahren im Teilflächenabbau dar. Dieses Verfahren wurde insbesondere für die Einlagerungskammern auf der 750-Meter-Ebene entwickelt, bei denen von einer geschädigten Decke auszugehen ist. Der Teilflächenabbau wird derzeit als großvolumige oder kleinvolumige Variante geplant.
Wie werden die Behälter beim Vorgang der Bergung vor Beschädigungen geschützt?
Beispiel durch visuelle Erkennung oder Metalldetektion der nächstliegenden Behälter statt. Anschließend werden die Behälter möglichst schonend freigelegt und geborgen.
Gleichzeitig ist bekannt, dass Behälter beschädigt und damit nicht mehr intakt sind. Mit der beschriebenen Technik werden sowohl intakte Behälter, als auch beschädigte Behälter geborgen, verpackt und sicher nach über Tage transportiert.
Nach welchen Kriterien richtet sich die Reihenfolge der Rückholung?
Ein frühzeitiger Start der Rückholung der radioaktiven Abfälle ist am ehesten mit Einlagerungskammern realisierbar, die möglichst günstige Randbedingungen für Planung, Genehmigung und Durchführung der Rückholung aufweisen. Voraussetzung dafür ist ein hoher Kenntnisstand wichtiger Eigenschaften, insbesondere der Atmosphäre in der Einlagerungskammer und des lokalen Gebirgszustandes im Umfeld der Einlagerungskammer. Diese wichtigen Eigenschaften sind derzeit nur bei der Einlagerungskammer 7 auf der 725-Meter-Ebene und Einlagerungskammer 8a auf der 511-Meter-Ebene hinreichend bekannt. Des Weiteren sind vergleichbare Daten im Rahmen der Faktenerhebung für die Einlagerungskammer 7 auf der 750-Meter-Ebene erhoben worden.
Die Einlagerungskammer 7/725 ist heute noch zugänglich, wird bewettert und als Lager für betriebliche radioaktive Abfälle verwendet. In dieser Einlagerungskammer ist im Vergleich zur Einlagerungskammer 8a/511 bei der Rückholung eine vergleichsweise geringe Ortsdosisleistung zu erwarten.
Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Rückholung mit Einlagerungskammer 8a/511 oder 7/725 beginnt. Es wird mit der Einlagerungskammer begonnen, bei der die Vorbereitung und Genehmigung zuerst abgeschlossen ist.
Die weitere Reihenfolge der Rückholung der radioaktiven Abfälle aus den einzelnen Einlagerungskammern auf der 750-Meter-Ebene ist abhängig vom Rückholverfahren und im Laufe der Planungen festzulegen.
Wie wird das Bergwerk nach der Rückholung stabilisiert?
Sind die Abfälle aus einer Einlagerungskammer oder über eine Teilfläche geborgen, werden die entstandenen Hohlräume verfüllt.
Im Weiteren erfolgt nach Rückholung der Abfälle die eigentliche Stilllegung der Schachtanlage Asse II in einem Planfeststellungsverfahren. Hierbei ist nachzuweisen, dass durch die vorgesehenen Stilllegungsmaßnahmen die Schutzziele eingehalten werden. Die Stilllegungsplanung wird entscheidend davon abhängen, welche radioaktive und chemotoxische Belastung nach der Rückholung im Bergwerk verbleibt.
Warum werden die ASSEKAT-Daten in eine andere Datenbank überführt?
Die Entwicklung der Abfalldatenbank ASSEKAT erfolgte ursprünglich für die Schließung der Schachtanlage Asse II unter Bergrecht durch den früheren Betreiber Gesellschaft für Strahlenforschung (gsf).
Die abfallspezifischen Anforderungen, die sich aus der Rückholung der Abfälle ergeben – wie zum Beispiel die Rückverfolgbarkeit der Behälter von der Bergung bis zur Konditionierung – können mit der derzeitigen Datenbank ASSEKAT nicht erfüllt werden.
Daher ist vorgesehen, dass eine neue Abfalldatenbank erstellt wird, die sämtliche Ausgangsdokumente oder Beschreibungen der Abfälle in nachvollziehbarer Weise enthält. Dies beinhaltet auch die Nuklidvektoren, die zur Berechnung des Inventars bzw. der Aktivitäten zugrunde gelegt werden. Diese neue Datenbank wird im Rahmen der Rückholung fortgeschrieben und alle Informationen – wie zum Beispiel Dosisleistungsmessungen –, die bei der Bergung, der Charakterisierung, der Konditionierung und der Neuverpackung anfallen, werden dort aufgenommen.
Solange die neue Datenbank noch nicht erstellt ist, wird weiterhin mit der ASSEKAT gearbeitet.
Der Einsatz einer Destillationsanlage unter Tage bedeutet eine elementenreine Trennung der Stoffe unter Tage und ein kleines Transportvolumen von Abfall nach über Tage. Wie steht die BGE zu einer derartigen Anlage?
Die Destillation ist ein thermisches Trennverfahren bei dem verdampfbare Flüssigkeiten gewonnen werden. Da die in die Schachtanlage Asse II eingebrachten Abfälle grundsätzlich als Feststoffe und nicht als flüssiger Abfall eingelagert worden sind, ist eine Trennung der Stoffe über eine Destillationsanlage nicht möglich.
8. Themenbereich: Notfallplanung
Die Notfallplanung sieht eine Fertigstellung der Notfallbereitschaft im II. Quartal 2030 vor. Inwieweit kann die Vorbereitung auf einen auslegungsüberschreitenden Lösungszutritts (AÜL) beschleunigt werden?
Die Herstellung der Notfallbereitschaft setzt eine ausreichende Bevorratung von Gegenflutungslösung sowie die Sicherstellung der Transportlogistik vom Bevorratungsort zur Schachtanlage Asse II voraus. Des Weiteren sind dafür die untertägigen Vorsorgemaßmaßnahmen abzuschließen. Diese beinhalten neben den Stabilisierungsmaßnahmen auch Maßnahmen zum Schutz der Einlagerungskammern (Verfüllung und Abdichtung von Wegsamkeiten, Verfüllung von Resthohlräumen im Nahbereich der Einlagerungskammern).
Die Projektplanung und -steuerung identifiziert parallel zu den laufenden Arbeiten zusätzliches Beschleunigungspotential. Das betrifft insbesondere Arbeitsschritte, die nebeneinander durchgeführt werden können.
Sollten kurzfristig Gegenflutungsmaßnahmen erforderlich werden, wäre es möglich, eine geeignete, wenn auch nicht die bevorzugte Gegenflutungslösung am derzeitigen Markt zu beschaffen, zur Schachtanlage zu transportieren und in die Grube einzuleiten.
Hätte die Verfüllungsmaßnahmen auf der 700-Meter-Ebene nicht ausbleiben sollen, um dadurch eine bessere Beobachtungs- und Zugangssituation zu den Einlagerungskammern zu erhalten?
Im Rahmen der Notfallvorsorge ist es zu priorisieren, dass das Bergwerk stabilisiert wird. Das Bergwerk, die Einlagerungskammern und weitere Parameter können mit technischen Hilfsmitteln dennoch vollumfänglich beobachtet werden. Die bohrtechnische Untersuchung der Einlagerungsbereiche liefert wertvolle Erkenntnisse auch aus den heutigen unzugänglichen Bereichen.
Welche Kriterien könnten zum Abbruch der Rückholung führen?
Der Abbruch der Rückholung ist nach dem Atomgesetz (§ 57b, das ist die sogenannte „Lex Asse“) nur möglich, wenn deren Durchführung für die Bevölkerung und die Beschäftigten aus radiologischen oder sonstigen sicherheitsrelevanten Gründen nicht vertretbar ist.
Vor einer Entscheidung müsste das Bundesumweltministerium den Bundestag unterrichten. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung müsste der Öffentlichkeit Gelegenheit zur Stellungnahme geben.
Können sich Szenarien und Varianten der Notfallplanung verzögernd auf die Rückholung auswirken und inwieweit sind verschiedene Varianten erfasst?
Die Umsetzung der Vorsorgemaßnahmen der Notfallplanung ist Voraussetzung für die Rückholung. Nur aus einem sicheren Bergwerk kann die BGE die radioaktiven Abfälle sicher zurückholen. Die Umsetzung der Notfallplanung ist im Zeitplan zur Rückholung berücksichtigt. Da relevante Maßnahmen bereits umgesetzt sind, geht die BGE davon aus, dass es zu keinen größeren Verzögerungen kommen wird.
Welche Ausmaße und Folgewirkungen würde ein Absaufen oder Fluten von Asse II auf das Grundwasser, auf die Region und die Bewohner*innen der Asse haben?
Die Folgen des Gegenflutens als Maßnahme bei einem auslegungsüberschreitenden Lösungszutritt (AüL), also dem „Absaufen“ der Anlage, müssen differenziert betrachtet werden. Die Gegenflutung würde mit einer Magnesiumchloridlösung erfolgen. Dies würde das Grubengebäude stabilisieren, das weitere Eindringen von Wasser verzögern und die Freisetzung von Radionukliden verlangsamen.
Die gesetzlichen Schutzziele können so nicht sicher eingehalten werden. Ziel hierbei ist vielmehr, den potentiellen Schaden möglichst gering zu halten. Evakuierungen und Umsiedlungen im Landkreis Wolfenbüttel sind – entgegen von Befürchtungen in der Bevölkerung – nicht erforderlich. Dennoch wäre die gescheiterte Rückholung ein Imageproblem für die Region. Es ist möglich, dass radioaktiven Stoffe irgendwann an die Oberfläche gelangen.
Wie ist der aktuelle Stand der Notfallplanung, wenn die Maßnahmen insgesamt erst 2030 fertig sind?
Die Notfallplanung wurde nach der Übernahme der Schachtanlage Asse II durch das Bundesamt für Strahlenschutz aufgrund der problematischen gebirgsmechanischen Gesamtsituation der Anlage und des Risikos eines auslegungsüberschreitenden Lösungszutritts (AüL) konzipiert. Die Maßnahmen der Notfallplanung verringern einerseits die Eintrittswahrscheinlichkeit eines AüL, andererseits minimieren sie die Konsequenzen eines AüL. Die Vorsorgemaßnahmen haben unter anderem das Ziel, Verformungen im Bergwerk zu reduzieren, potenzielle Schwachstellen abzudichten, zusätzliche Speicher- und Entsorgungsmöglichkeiten für Zutrittslösungen zu schaffen und Gegenflutungslösung bereit zu stellen. Alle Vorsorgemaßnahmen werden kontinuierlich an die aktuelle Situation in der Grube angepasst, bis zur Ausführungsreife geplant und umgesetzt. Notwendige Zulassungsverfahren (z. B. Sonderbetriebspläne) beispielsweise für Verfüllmaßnahmen finden planungsbegleitend statt.
Könnten wir jetzt aktiv gegenfluten?
Wann sind die Vorsorgemaßnahmen der Notfallplanung umgesetzt?
Gemäß aktuellem Terminplan der Notfallplanung wird die Notfallbereitschaft im II. Quartal 2030 hergestellt sein. Dies setzt eine ausreichende Bevorratung von Gegenflutungslösung sowie die Sicherstellung der Transportlogistik vom Bevorratungsort zur Schachtanlage Asse II voraus. Des Weiteren sind dafür die untertägigen Vorsorgemaßnahmen abzuschließen. Diese beinhalten neben den Stabilisierungsmaßnahmen auch Maßnahmen zum Schutz der Einlagerungskammern (Verfüllung und Abdichtung von Wegsamkeiten, Verfüllung der Resthohlräume im Nahbereich der Einlagerungskammern). Weiterhin sind die Bohrungen für die im Notfall zu verfüllenden Einlagerungskammern mit schwachradioaktiven Abfällen vorzubereiten.