Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BauR%202002,%20486
Timestamp: 2019-10-20 20:26:08
Document Index: 55992720

Matched Legal Cases: ['§ 171', '§ 17', '§ 1', '§ 823', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 46', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

OLG Dresden, 13.09.2001 - 19 U 346/01 - dejure.org
https://dejure.org/2001,10527
OLG Dresden, 13.09.2001 - 19 U 346/01 (https://dejure.org/2001,10527)
OLG Dresden, Entscheidung vom 13.09.2001 - 19 U 346/01 (https://dejure.org/2001,10527)
OLG Dresden, Entscheidung vom 13. September 2001 - 19 U 346/01 (https://dejure.org/2001,10527)
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Schadensersatzanspruch eines subunternehmerisch tätig gewordenen Handwerkers als Baugeldgläubiger; Voraussetzungen der Begründung einer Baugeldeigenschaft bei der Bestellung eines Grundpfandrechts zur Sicherung eines Baudarlehens; Deliktische Verantwortung des ...
Bauforderungssicherungsgesetz: Schadensersatzpflicht des Geschäftsführers der Generalunternehmerin
HGB § 171; AnfG § 17
1 Abs. 1 BauFordSiG, Außenhaftung, Baugeld, Verletzung von Schutzgesetzen nach 823 Abs. 2 BGB
LG Dresden, 30.01.2001 - 9 O 3425/00
BauR 2002, 486
§ 1 GSB ist nach einhelliger Auffassung in Rechtsprechung und Literatur ein Schutzgesetz i.S.v. § 823 Abs. 2 BGB (BGH BauR 2000, 1505; OLG Dresden BauR 2002, 486;… Hagenloch, Handbuch zum Gesetz über die Sicherung von Bauforderungen, Rn. 279;… Stammkötter, Gesetz über die Sicherung von Bauforderungen, 2. Aufl., § 1 Rn. 80).
b) Der Beklagte haftet als (ehemaliger) Geschäftsführer aufgrund des Schutzzweckes des GSB persönlich (BGH BauR 1986, 370; BGH BauR VersR 1984, 1071; OLG Dresden BauR 2002, 486, 487;… Münchner Handbuch des Gesellschaftsrechts, Band 3, GmbH, 2. Aufl. 2003, § 46 Rn. 68 m.w.N.).
Im Übrigen liegt es nahe, dass der Geschäftsführer einer Bauträger-GmbH, wie hier der Gemeinschuldnerin, mit der Baugeldeigenschaft bei Fremdfinanzierung eines größeren Bauvorhabens unter dinglicher Absicherung durch das Baugrundstück rechnet (BGH BauR 2002, 620; OLG Dresden BauR 2002, 486, 490).
Dieser setzt sich aus den von ihm vergeblich aufgewandten Rechtsverfolgungskosten von 3.396,00 DM = 1.736,35 EUR (BGH BauR 1990, 241 ; OLG Dresden BauR 2002, 486, 489), den unstreitig angefallenen Verzugszinsen in Höhe von 578, 28 DM = 295, 67 EUR (BGH VersR 1990, 427, 428) und der Bauforderung in Höhe von 28.238,86 EUR (angemeldete offene Forderung i.H.v. 56.439,76 DM abzüglich quotaler Befriedigung aus dem Insolvenzverfahren i.H.v. 618, 33 EUR) zusammen.
Da von dem Baugeld nichts mehr vorhanden ist, ist es Sache des Beklagten, die ordnungsgemäße Verwendung des Baugeldes darzulegen und zu beweisen (vgl. BGH NJW-RR 1991, 141, 142; OLG Dresden BauR 2002, 486, 489; OLGR Stuttgart 2004, 298, 299;… OLG Brandenburg a.a.O.).
Der Beklagte ist Schadensersatzschuldner, weil er als Geschäftsführer der Elektro T GmbH und Baugeldempfänger die deliktische Verantwortung für die Zweckentfremdung von Baugeld trägt (vgl. OLG, Dresden, BauR 2002, 486).