Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/56297,10.html
Timestamp: 2019-12-09 15:43:39
Document Index: 39899186

Matched Legal Cases: ['§ 51', '§ 893', '§ 893', '§ 893', '§ 433', '§ 894', '§ 433', '§ 433', '§ 19', '§ 19', '§ 2113']

BGB Hausarbeit großer Schein Gießen
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miau_catzchen
Verfasst am: 20 Feb 2006 - 18:28:30 Titel: BGB Hausarbeit großer Schein Gießen
Hallo, habe Probleme bei folgendem Sachverhalt:
A ist Eigentümer eines schönen Hausgrundstücks mit Blick auf die Lahn in Gießen. Dieses vererbt er in testamentarisch einwandfreier Form seinem ihm immer viel Freude bereitenden Enkel C, der allerdings noch sein Studium vor sich hat. Sobald er in die Arbeitswelt eintritt und sich in Gießen fest niederlässt, soll es ihm gehören. Bis dahin und nicht zu letzt um gegenüber seinem Sohn B keinen Unmut zu erzeugen, soll es B, dem Vater des C gehören. A stirbt kurz darauf.
B wird ordnungsgemäß in das Grundbuch eingetragen, jedoch vergiss dabei der zuständige Rechtspfleger, auch den C als Nacherben einzutragen, wie es § 51 GBO vorsieht. B, mittlerweile in das Haus eingezogen, bemerkt das Vergehen und wittert seine Chance, das Hausgrundstück gewinnbringend zu veräußern. Recht schnell einigt er sich mit dem nichtsahnenden Interessenten K, der einen Preis i. H. v. 2 Mio. € zu zahlen bereit ist. Beide schließen einen notariellen Kaufvertrag. Bei der Gelegenheit bewilligt B auch gleich eine Vormerkung, die am 1.5.2005 in das Grundbuch eingetragen wird.
C, der gerade seine letzte Prüfung bestanden hat und gleich im Anschluss eine Festanstellung in einer Kanzlei erhält, bemerkt Anfang Juni´05 den zwischenzeitlichen Auszug seines Vaters aus dem Haus und stellt ihn zur Rede. In jedem Fall will er als Nacherbe das Hausgrundstück behalten, was er gegenüber allen Beteiligten äußert.
K verweist auf die eingetragene Vormerkung. Hat er jetzt noch irgendeinen Anspruch gegen B?
B ist nicht Vorerbe, sondern Erbe des A. Mit dem notariellen Kaufvertrag wurde zugleich die Auflassung beurkundet. Es kommt nach der Eintragung der Vormerkung, wieder am 1.5.2005, zu Unstimmigkeiten zwischen B und K, so dass beide von der Durchführung des Kaufvertrages absehen wollen. Kann B von K die Beseitigung der Vormerkung verlangen?
Nun habe ich folgendes Problem, ich kann nicht wirklich erkennen was die Anspruchsgrundlage sein soll. Kann §§ 893,892,2113 III BGB die Anspruchsgrundlage sein?
Und liegt eine gutgläubiger Erwerb von B gegenüber eines Nichtberechtigten vor?
Ist eine Anfechtung des C anzuprüfen, bei der ersten Fallfrage und liegt eine Anfechtungerklärung des C überhaupt vor?
Ich freue mich über jede Antwort, sei es auch nur zu einer dieser Fragen.
miau*[i] [/i]
Verfasst am: 20 Feb 2006 - 19:01:22 Titel:
http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/56277,0.html
Verfasst am: 20 Feb 2006 - 20:12:49 Titel: grins*
Hatte eigentlich schon rumgestöbert und den Fall dabei nicht entdeckt.
Danke Dir, erhoffe mir für mich aber trotzdem ein paar Einträge
Verfasst am: 27 Feb 2006 - 20:12:19 Titel: § 893, 892
Also ich denke das § 893, 892 i.Vm. 2113 so ungefähr in meiner Gliederung drin sein werden. Nur weiß ich leider nicht, ob das der Primäeranspruch sein kann. Kann mir da jemand helfen, was hier der Primäranspruch ist? Vielleicht doch § 433 ????
Verfasst am: 28 Feb 2006 - 20:15:56 Titel: also echt!
Also langsam aber sicher zweifle ich an dem Verstand der Jurastudenten. Die Nettigkeit haben die ja nun weiß Gott nicht gepachtet. Falls ihr das nicht versteht, könnt ihr mal im BGB bei PACHT nachschlagen!
Verfasst am: 28 Feb 2006 - 20:33:17 Titel: Sinn
Der Sinn des Ganzen war, das ich mir Hilfe bei der Lösung des Sachverhalts erfhofft habe. Bisher habe ich auch nur positive Erfahrung mit den uni protokollen gemacht. Doch leider wird diese Hoffnung mit nutzlosen, stumpsinnigen Kommentaren zunichte gemacht.
planetopiamerck
Verfasst am: 01 März 2006 - 22:09:57 Titel: Fallfrage
....also meiner Meinung nach empfinde ich es genausso wie armbrust.
,also dass mit "er" "C, der Enkel",gemeint ist.
Aber ehrlicherweise gebe ich zu, dass ich mich noch net näher damit auseinander gesetzt habe.
Von daher Angabe ohne Gewähr
Ein Aapell an manche, anderer Ton wäre angebracht.
Verfasst am: 02 März 2006 - 15:38:40 Titel:
an planetopiamerck: nichts gegen dich, aber deine Ansicht ist in unserer HA überhaupt nicht vertretbar.
Euch muss es klar werden, dass es in unserem Fall um die Vormerkung geht! Das hört sich jetzt vielleicht blöd an, aber nur hier stecken die Probleme.
Alles andere ist völliger blödsinn (sorry, aber dass musste mal gesagt werden).
Was wollt ihr den C gegen B? Etwas § 894??? Oder vielleicht sogar eine SE-Prüfung? NEIN,NEIN, NEINE!
Bei uns geht es um dingliches Recht, also Sachenrecht!
Zwar steigt ihr mit § 433 I S.1 ein geht dann aber im Rahmen der Unmöglichkeit auf das dingliche Rechtsgeschäft ein.
Noch was an "Mona" und "miaucatzchen":
Die Probleme stehen m.w.N. bei Medicus, Bürgerliches Recht, Rn. 554 ff.
P.S. Falls ihr nicht genaues wisst, dann seit so ehrlich und verbreitet kein Durcheinander im Forum (ist nicht bös gemeint )
Verfasst am: 03 März 2006 - 00:29:36 Titel:
ist ja supernett von dir So habe ich das auch. Erst § 433 und dann Anspruch entstanden und dann Anspruch durchsetzbar. Und darin dann die Vormerkung und all das. Total verschachtelt der Aufbau finde ich.
Und ich weiß noch nicht genau wegen der Eintragung der Vormerkung. Ich meine die verfügungen des B werden ja sozusagen unwirksam im dem Moment vor der Nacherbfall eintritt, als Anfang Juni, bzw. zu dem Zeitpunkt, wo B die Anstellung bekommt.
Leider weiß man nicht so genau wann.
Ich finde es schwierig , dass mit der Vor- und Nacherbschaft in die Prüfung reinzubringem, weiß nicht genau an welcher stelle, da mein Aufbau noch etwas durcheinander ist.
Habe jetzt grade den Ersterwerb der Vormerkung vom Berechtigten geprüft und dann vom Nichtberechtigten...und jetzt bin ich etwas wirr. leider bin ich im vorab gliedern nicht so gut, daher muss sich das im Schreiben ergeben.
Danke trotzdem Prince! das war schon mal netter als alles was ich bisher hier erlebt habe
Verfasst am: 04 März 2006 - 09:12:18 Titel:
Versuchs mal mit dem Nacherbenvermerk im Rahem der Berechtigung nach § 19 GBO.
Dazu steht etwas Gutes im Kommentar von "von Oefele", § 19, Rn. 205 ff (220).
So genau kann man das nicht machen. Aber auf jeden Fall sit die Verfügung des K anch § 2113 scheinbar ex nunc unwirksam...