Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202016,%20870
Timestamp: 2020-05-29 10:56:58
Document Index: 18298338

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1004', '§ 7', '§ 7', 'Art. 13', '§ 8', '§ 8', '§ 823', '§ 1004', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 8', '§ 562', '§ 563', '§ 97', '§ 823', '§ 1004', 'Art 1', 'Art 2', 'Art 13', '§ 823', '§ 1004', 'Art. 13', '§ 7', '§ 823', 'Art. 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 8', '§ 8', '§ 8', 'BGH', '§ 8', '§ 7', 'Art. 13', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 7', '§ 7', '§ 7', 'Art. 2', 'BGH', '§ 1004', 'BGH', 'BGH', '§ 1004', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 15.12.2015 - VI ZR 134/15 - dejure.org
https://dejure.org/2015,38193
BGH, 15.12.2015 - VI ZR 134/15 (https://dejure.org/2015,38193)
BGH, Entscheidung vom 15.12.2015 - VI ZR 134/15 (https://dejure.org/2015,38193)
BGH, Entscheidung vom 15. Dezember 2015 - VI ZR 134/15 (https://dejure.org/2015,38193)
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Autoreply-E-Mails - Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht durch automatisch generierte Bestätigungs-E-Mails mit Werbezusätzen
§§ 1004, ... 823 Abs. 1 BGB, § 7 Abs. 2 UWG, § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG, Art. 13 der Richtlinie 2002/58/EG, Richtlinie 2009/136/EG, § 8 Abs. 3 UWG, § 8 Abs. 1 UWG, § 823 Abs. 1, § 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB, Art. 2 Buchst. a der Richtlinie 2006/114/EG, Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 GG, Art. 8 Abs. 1 EMRK, § 562 Abs. 1, § 563 Abs. 3 ZPO, § 97 Abs. 1 ZPO
§ 823 Abs 1 BGB, § 1004 Abs 1 S 2 BGB, Art 1 Abs 1 GG, Art 2 Abs 1 GG, Art 13 Abs 1 EGRL 58/2002
Persönlichkeitsrechtsverletzung im Internet: Werbung in einer automatisch generierten Bestätigungs-E-Mail
Automatisch generierte Bestätigungs-E-Mails mit Werbung
Beurteilung eines von einer natürlichen Person unterhaltenen elektronischen Postfachs als Teil der Privatsphäre; Rechtswidriger Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht durch automatisch generierte Bestätigungs-E-Mails; Widerspruch des Betroffenen bzgl. des ...
Zur Zulässigkeit von "No-Reply"-Bestätigungsmails mit Werbezusätzen
Zur Frage, unter welchen Voraussetzungen die Versendung sogenannter "No-Reply"-Bestätigungsmails mit Werbezusätzen eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts des Verbrauchers darstellt
Automatisch generierte Bestätigungs-E-Mails (Auto-Reply) stellen einen rechtswidrigen Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Betroffenen dar
BGB § 823 ; BGB § 1004 ; RL 2002/58/EG Art. 13
Persönlichkeitsrechtsverletzung durch Autoreply-E-Mails mit Werbung
Kurzfassungen/Presse (54)
Unerwünschte E-Mail Werbung
Keine unerwünschte Werbenachrichten in automatischen Antwort-Emails
wbs-law.de (Kurzinformation und Auszüge)
Noreply-Mails mit Werbung sind unzulässig
Auch Kunden müssen von Werbung verschont werden
Werbung am Ende automatischer Antwort-E-Mails verletzt das Persönlichkeitsrecht von Verbrauchern
Auto-Reply-Mails mit Werbezusätzen sind unzulässige Email-Werbung und stellen eine unzumutbare Belästigung nach § 7 UWG dar -Spam
"No reply"-Bestätigungsmails mit werblichem Inhalt können unzulässig sein
"No-Reply" Bestätigungsmails mit Werbezusätzen
Verbot unerwünschtee Werbung in Auto-Reply-E-Mails
Persönlichkeitsrecht - Verletzung - E-Mail-Werbung, unerlaubte
Unerlaubte E-Mail-Werbung selbst durch No-Reply-Eingangsbestätigung
Autoreply-E-Mails mit Werbezusätzen unzulässig
anwaltskanzlei-online.de (Kurzinformation und -anmerkung)
Unzulässige Werbung in Auto-Reply-Mails
Zur Unzulässigkeit von "No-Reply"-Bestätigungsmails mit Werbezusätzen
Zulässigkeit sogenannter "No-Reply" Bestätigungsmails mit Werbezusätzen
Werbung in Autoreply-E-Mails ist Spam
Rechtswidriger Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht durch unerwünschte E-Mail-Werbung
Zu Werbung in Antwort-E-Mails
sueddeutsche.de (Pressebericht, 16.12.2015)
Bürger müssen Werbung in E-Mails nicht ertragen
Auto-Reply-Mail darf keine Werbezusätze enthalten
Keine Werbung in einer Bestätigungsmail
Spam durch Werbung in Autoreply-E-Mail
Werbung in Autoreply-Mails ist unzulässiger Spam
handelsblatt.com (Pressebericht, 16.12.2015)
E-Mail-Werbung: Sparkassen-Versicherung verliert
"No-Reply"-Bestätigungsmails mit Werbung sind unzulässig
No-Reply-Bestätigungsmail mit Werbezusätzen kann unzulässig sein
Unzulässige Werbung in Autoreply-Emails?
Verbraucherschutz: Unerwünschte Werbung in automatischer E-Mail ist verboten
Bestätigungsmails mit Werbezusätzen müssen nicht geduldet werden
Werbung in Autoreply-E-Mails
Dürfen Auto-Reply-Mails Werbezusätze enthalten?
Unzulässige Werbung in Autoreply-Nachrichten
Werbung in Autoreply-E-Mails - Viel Rauch um Nichts
Werbung in sog. No-Reply-Mail (Eingangsbestätigung) verboten
Bestätigungs-E-Mails mit Werbezusätzen sind unzulässig - No-Reply-E-Mails
Keine unerwünschte Werbung in automatisierten E-Mails
No-Reply-Bestätigungsmails mit Werbezusätzen unzulässig
Keine aufgedrängte Werbung in automatisch generierten Antwort-Mails
Werbung in automatischer Antwortemail unzulässig
Werbung in E-Mail-Signatur vor dem Aus?
Werbung in automatischen Eingangsbestätigungs-E-Mails nicht zulässig
Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts bei E-Mail-Werbung (Marvin Straub; ZJS 2016, 510)
Werbung in Autorespondern - Droht jetzt eine Abmahnung für die E-Mail-Signatur?
Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch Werbung enthaltende automatische Bestätigungs-Mails trotz Widerspruch gegen Werbung
§§ 823, 1004 BGB; Art. 1 Abs. 1, 2 Abs. 1 GG
Anspruch auf Unterlassung der Zusendung unerwünschter E-Mails mit werbenden Zusätzen
tgra.de (Entscheidungsbesprechung)
Autoreply-E-Mails mit Werbezusätzen als rechtswidrige, unzumutbare Belästigung des Empfängers: Ja? Nein? Vielleicht? (RA Thomas Ch. Gramespacher; wrp 2016, 495-497)
Kurznachricht zu "Persönlichkeitsrechtsverletzung durch Autoreply-E-Mails mit Werbung - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 15.12.2015" von RA Thomas Ch. Gramespacher, original erschienen in: WRP 2016, 493 - 497.
Kurznachricht zu "Zulässigkeit von Signaturwerbung in E-Mails - Anmerkung zum Urteiul des BGH vom 15.12.2015" von RA/FAInformationstechnologieR Nikolaus Bertermann, original erschienen in: MMR 2016, 240 - 243.
Kurznachricht zu "Unerwünschte Werbung in automatischen E-Mails - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 15.12.2015" von RA Dr. Hans M Wulf, original erschienen in: DB 2016, 882.
Kurznachricht zu "Elektronisches Postfach Teil der geschützten Privatsphäre - Anm. zu BGH, Urteil vom 15. Dezember 2015" von Antje G. I. Tölle, original erschienen in: ZUM 2016, 520 - 522.
Kurznachricht zu "Anmerkung zu BGH, Urteil v. 15.12.2015 - VI ZR 134/15" von Prof. Dr. Michael Heese, LL.M., original erschienen in: JZ 2016, 526 - 532.
Kurznachricht zu "Automatisch generierte Bestätigungs-E-Mails als unerlaubte Werbung?" von RA Dr. Simon Apel und RA Dr. Steffen Henn, original erschienen in: K&R 2016, 236 - 239.
rechtsportlich.net (Tenor und Äußerung von Verfahrensbeteiligten)
BGH verbietet Werbung in Autoreply-Mails an Verbraucher
AG Stuttgart-Bad Cannstatt, 25.04.2014 - 10 C 225/14
LG Stuttgart, 04.02.2015 - 4 S 165/14
BGH, 01.03.2016 - VI ZR 134/15
NJW 2016, 870
MDR 2016, 271
GRUR 2016, 530
VersR 2016, 473
WM 2016, 1349
MMR 2016, 17
MMR 2016, 240
MIR 2016, Dok. 007
K&R 2016, 179
AnwBl 2016, 42
ZUM 2016, 518
afp 2016, 149
Von einem Verstoß gegen diese Regelung betroffene Verbraucher und sonstige Marktteilnehmer sind aber nach der abschließenden Regelung des § 8 Abs. 3 UWG nicht berechtigt, selbst Ansprüche auf Unterlassung gemäß § 8 Abs. 1 UWG geltend zu machen (h.M.; vgl. zum "Verbraucher" Senat, Urteil vom 15. Dezember 2015 - VI ZR 134/15, NJW 2016, 870 Rn. 9;… Köhler/Feddersen in Köhler/Bornkamm, UWG, 35. Aufl., § 8 UWG Rn. 3.4; vgl. zur Ablehnung individueller Ansprüche Gesetzesentwurf der Bundesregierung zum Entwurf eines Gesetzes gegen den unerlaubten Wettbewerb vom 22. August 2003, BT-Drucks. 15/1487 S. 22).
Die für den Unterlassungsanspruch erforderliche Wiederholungsgefahr wird durch das festgestellte rechtsverletzende Verhalten der Beklagten indiziert (Senat, Urteil vom 15. Dezember 2015 - VI ZR 134/15, AfP 2016, 149 Rn. 23; BGH…, Urteil vom 12. September 2013 - I ZR 208/12, VersR 2014, 1462 Rn. 25 f. mwN - Empfehlungs-E-Mail).
Das Berufungsgericht ist zutreffend und von der Revision unangegriffen davon ausgegangen, dass der Kläger gegen die Beklagte keinen Anspruch aus § 8 Abs. 1 i.V.m. § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG hat (vgl. Senatsurteil vom 15. Dezember 2015 - VI ZR 134/15, GRUR 2016, 530 mwN).
In der bloßen - als solche nicht ehrverletzenden - Kontaktaufnahme kann aber regelmäßig nur dann eine Beeinträchtigung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts liegen, wenn sie gegen den eindeutig erklärten Willen des Betroffenen erfolgt, weil ansonsten die Freiheit kommunikativen Verhaltens schwerwiegend beeinträchtigt wäre (…vgl. Senatsurteile vom 8. Februar 2011 - VI ZR 311/09, NJW 2011, 1005 Rn. 8 und vom 15. Dezember 2015 - VI ZR 134/15, GRUR 2016, 530 Rn.12).
c) Der erkennende Senat konnte in seinem Urteil vom 15. Dezember 2015 (VI ZR 134/15, GRUR 2016, 530 Rn.15) dahinstehen lassen, ob der Regelung des Art. 13 der Datenschutzrichtlinie EK aufgrund des Gebots zur richtlinienkonformen Auslegung (…vgl. BGH, Urteile vom 26. November 2008 - VIII ZR 200/05, BGHZ 179, 27 Rn. 19 mwN;… vom 7. Mai 2014 - IV ZR 76/11, BGHZ 201, 101 Rn. 20) dadurch Geltung zu verschaffen ist, dass sich ein Verstoß gegen diese Regelung grundsätzlich als Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht darstellt (…vgl. Ohly in Ohly/Sosnitza, UWG, 7. Aufl., § 7 Rn. 9 aE, 17 f.;… Peters, Die Entwicklung der E-Mail-Werbung unter besonderer Berücksichtigung der UWG-Reform, 2006, S. 173 ff.;… Menebröcker in Götting/Nordemann, UWG, 2. Aufl., § 7 Rn. 15;… GK-UWG/Pahlow, 2. Aufl., § 7 Rn. 210; Heese, JZ 2016, 529, 530 f.; Gramespacher, WRP 2016, 495, 496; Wulf, DB 2016, 882).
Werbung ist deshalb in Übereinstimmung mit Art. 2 Buchst. a der Richtlinie 2006/114/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 über irreführende und vergleichende Werbung (ABl. EU L 376 S. 21) jede Äußerung bei der Ausübung eines Handels, Gewerbes, Handwerks oder freien Berufs mit dem Ziel, den Absatz von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen zu fördern (vgl. Senatsurteil vom 15. Dezember 2015 - VI ZR 134/15, aaO Rn. 16; BGH…, Urteil vom 12. September 2013 - I ZR 208/12, VersR 2014, 1462 Rn. 17 mwN - Empfehlungs-E-Mail, vgl. auch Apel/Henn, KbR 2016, 236, 237 f.; Gramespacher, WRP 2016, 495, 497; Mankowski, EWiR 2016, 157, 158).
Für die Annahme, die nicht zu beanstandende Rechnungsübersendung nehme der E-Mail insgesamt den Charakter der Werbung, ist kein Raum (vgl. Senatsurteil vom 15. Dezember 2015 - VI ZR 134/15, GRUR 2016, 530 Rn. 19 mwN; Apel/Henn, KbR 2016, 236, 239; aA Straub, ZJS 2016, 510, 514).
Die für den Unterlassungsanspruch gemäß § 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB erforderliche Wiederholungsgefahr wird im Falle einer erfolgten Rechtsverletzung vermutet (…vgl. Senatsurteile vom 29. November 2016 - VI ZR 382/15, GRUR 2017, 304 Rn. 17; vom 15. Dezember 2015 - VI ZR 134/15, AfP 2016, 149 Rn. 23 - "No-Reply"-E-Mails;… vom 15. September 2015 - VI ZR 175/14, BGHZ 206, 347 Rn. 30).
Das Berufungsgericht geht zumindest in seinen Hilfserwägungen mit Recht davon aus, dass dann, wenn bereits ein rechtswidriger Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Betroffenen erfolgt ist, eine tatsächliche Vermutung für das Vorliegen der Wiederholungsgefahr besteht (…st. Rspr., vgl. nur Senatsurteile vom 15. September 2015 - VI ZR 175/14, BGHZ 206, 347 Rn. 30; vom 15. Dezember 2015 - VI ZR 134/15, NJW 2016, 870 Rn. 23; vom 27. Mai 1986 - VI ZR 169/85, AfP 1986, 241, 242;… vom 30. Juni 2009 - VI ZR 210/08, AfP 2009, 494 Rn. 29;… vom 19. März 2013 - VI ZR 93/12, AfP 2013, 250 Rn. 31).
d) Die für den Unterlassungsanspruch gemäß § 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB erforderliche Wiederholungsgefahr wird aufgrund der erfolgten Rechtsverletzung vermutet (…vgl. Senatsurteile vom 15. September 2015 - VI ZR 175/14, BGHZ 206, 347 Rn. 20 = AfP 2015, 564 Rn. 30; vom 15. Dezember 2015 - VI ZR 134/15, AfP 2016, 149 Rn. 23).
Das Recht des Klägers, ohne seine Einwilligung nicht mit E-Mail-Werbung belästigt zu werden, ist ein personenbezogenes Recht und Ausdruck des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes (vgl. BGH NJW 2016, 870 = GRUR 2016, 530, juris Rz. 11).
Das allgemeine Persönlichkeitsrecht kann deshalb vor Belästigungen schützen, die von einer unerwünschten Kontaktaufnahme ausgehen (BGH NJW 2016, 870 = GRUR 2016, 530, juris Rz. 12).
Nach der Rechtsprechung des BGH kann in der bloßen - als solche nicht ehrverletzenden - Kontaktaufnahme aber regelmäßig nur dann eine Beeinträchtigung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts liegen, wenn sie gegen den eindeutig erklärten Willen des Betroffenen erfolgt, weil ansonsten die Freiheit kommunikativen Verhaltens schwerwiegend beeinträchtigt wäre (BGH NJW 2016, 870 = GRUR 2016, 530, juris Rz. 12;… NJW 2011, 1005 = WM 2011, 1194, juris Rz. 8).
Darunter fällt grundsätzlich auch Werbung in einem Autoresponder (BGH NJW 2016, 870 = GRUR 2016, 530).
Direktwerbung ist gegeben, wenn der Werbende einen unmittelbaren Kontakt zu einem bestimmten Adressaten herstellt, sei es durch persönliche Ansprache, Briefsendungen oder durch Einsatz von Telekommunikationsmitteln wie Telefon, Telefax oder E-Mail (…Ohly in Ohly/Sosnitza, UWG, 7. Aufl., § 7 Rn. 2), (BGH NJW 2016, 870 = GRUR 2016, 530, juris Rz. 16).
Dies hat aber nicht zur Folge, dass die in der E-Mail enthaltene Werbung von vornherein keine (Direkt-)werbung darstellen könnte (BGH NJW 2016, 870 = GRUR 2016, 530, juris Rz. 19).
Für die Annahme, die Nutzung der elektronischen Post des Klägers zu Werbezwecken sei durch die zulässige Bestätigungs-E-Mail insgesamt gerechtfertigt, ist indes kein Raum (vgl. OVG Berlin-Brandenburg, K&R 2015, 678, 679), (BGH NJW 2016, 870 = GRUR 2016, 530, juris Rz. 19).
Die für den Unterlassungsanspruch erforderliche Wiederholungsgefahr wird durch das festgestellte rechtsverletzende Verhalten der Beklagten indiziert (BGH NJW 2016, 870 = GRUR 2016, 530, juris Rz. 23; GRUR 2013, 1259 = DB 2013, 2561, juris Rz. 25 f. mwN - Empfehlungs-E-Mail).
c) Die für den Unterlassungsanspruch erforderliche Wiederholungsgefahr wird durch das festgestellte rechtsverletzende Verhalten des Beklagten indiziert (vgl. Senat, Urteil vom 15. Dezember 2015 - VI ZR 134/15, AfP 2016, 149 Rn. 23; BGH…, Urteil vom 12. September 2013 - I ZR 208/12, VersR 2014, 1462 Rn. 25 f. mwN).
Insbesondere hat er eine konkrete E-Mail-Adresse genannt, sodass es nicht darauf ankommt, ob sich der Unterlassungsanspruch des Klägers nur auf einzelne E-Mail-Adressen bezieht (OLG Frankfurt, MMR 2014, 115; KG, NJW-RR 2005, 51), oder der Unterlassungsanspruch ein personenbezogenes Recht und Ausdruck des allgemeinen Persönlichkeitsrechtes ist (vgl. BGH NJW 2016, 870, juris Rn. 11; BGH, NJW 2009, 2958; AG Bonn, MMR 2018, 123).
Direktwerbung ist gegeben, wenn der Werbende einen unmittelbaren Kontakt zu einem bestimmten Adressaten herstellt, sei es durch persönliche Ansprache, Briefsendungen oder durch Einsatz von Telekommunikationsmitteln wie Telefon, Telefax oder E-Mail (BGH, NJW 2016, 870, juris Rn. 16).
Dies hat aber nicht zur Folge, dass die in der Signatur enthaltene Werbung von vornherein keine Direktwerbung darstellen könnte (BGH, NJW 2016, 870, juris Rn. 19).
Die für den Unterlassungsanspruch erforderliche Wiederholungsgefahr wird durch das festgestellte rechtsverletzende Verhalten der Beklagten indiziert (BGH, NJW 2016, 870, juris Rn. 23;… BGH, GRUR 2013, 1259, juris Rn. 25).
Diese war durch die Erstbegehung indiziert (siehe nur BGH, GRUR 1997, 379, 380 - Wegfall der Wiederholungsgefahr II; NJW 2016, 870, 872 - „No Reply“-Emails; GRUR 2019, 431, 432 - Drittunterwerfung im Persönlichkeitsrecht).
b) Ist - wie hier - bereits ein rechtswidriger Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Betroffenen erfolgt, besteht eine tatsächliche Vermutung für das Vorliegen der Wiederholungsgefahr (…st. Rspr., vgl. nur Senatsurteile vom 14. November 2017 - VI ZR 534/15, ZUM 2018, 440 Rn. 17; vom 15. Dezember 2015 - VI ZR 134/15, NJW 2016, 870 Rn. 23;… vom 15. September 2015 - VI ZR 175/14, BGHZ 206, 347 Rn. 30;… vom 19. März 2013 - VI ZR 93/12, AfP 2013, 250 Rn. 31;… vom 30. Juni 2009 - VI ZR 210/08, AfP 2009, 494 Rn. 29; jeweils mwN).
BGH, 30.01.2020 - I ZR 25/19
Inbox-WerbungDem Gerichtshof der Europäischen Union werden zur Auslegung von Art. …
LG München I, 21.03.2017 - 33 O 9061/16
Vertragsstrafen- und Unterlassungsansprüche im Zusammenhang mit der Übersendung …