Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20186,%2058
Timestamp: 2019-04-24 15:23:30
Document Index: 207541633

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 34', 'BGH']

BGH, 22.06.2010 - VI ZR 212/09 - dejure.org
Zudem muss die Schaffung eines individuellen Schadensersatzanspruchs sinnvoll und im Licht des haftungsrechtlichen Gesamtsystems tragbar erscheinen, wobei in umfassender Würdigung des gesamten Regelungszusammenhangs, in den die Norm gestellt ist, geprüft werden muss, ob es in der Tendenz des Gesetzgebers liegen konnte, an die Verletzung des geschützten Interesses die deliktische Einstandspflicht des dagegen Verstoßenden mit allen damit zugunsten des Geschädigten gegebenen Beweiserleichterungen zu knüpfen (siehe nur BGH, Urteile vom 22. Juni 2010 - VI ZR 212/09, BGHZ 186, 58 Rn. 26 …und vom 13. Dezember 2011 - XI ZR 51/10, NJW 2012, 1800 Rn. 21, jeweils mwN).
Dies ist zu entscheiden durch umfassende Würdigung des gesamten Regelungszusammenhangs der Norm (…Palandt, a.a.O., § 823 Rn 57; BGH, NJW 2008, 1734; WM 2010, 1393).
Der Senat ist auch nicht von tragenden Rechtssätzen in den Urteilen des XI. Zivilsenats vom 23. November 2010 (…XI ZR 26/10, BGHZ 187, 327 Rn. 13), des VI. Zivilsenats vom 22. Juni 2010 (VI ZR 212/09, BGHZ 186, 58) oder des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 24. April 2002 - 6 C 2/02, BVerwGE 116, 198, 209) abgewichen.
Wie der Bundegerichtshof mit Urteil vom 06.05.2008 (XI ZR 56/08, BGHZ 176, 281; bestätigt etwa in BGH, Urteil vom 22.06.2010 (VI ZR 212/09)) entscheiden hat, entfalten die Vertragsverhältnisse zwischen den beteiligten Banken im bargeldlosen Zahlungsverkehr keine Schutzwirkung zugunsten des Kunden.
1 GWG keinen drittschützenden Charakter haben (vgl. BGH, Urteil vom 22.06.2010, VI ZR 212/09 zu § 34a WpHG; BGH, Urteil vom 06.05.2008, XI ZR 56/07 zu den Vorschriften des GWG), scheitert eine Haftung der Beklagten zu 3) hier jedenfalls am mangelnden Verschulden, für das sich weder aus dem Vortrag der Klägerin noch sonst Anhaltspunkte ergeben.