Source: http://messerwerfen.de/gesetze.html
Timestamp: 2017-03-24 12:07:38
Document Index: 40124932

Matched Legal Cases: ['§42', '§42', '§2', '§ 27', '§42', '§2', 'Art. 4']

Gesetzliches zu Wurfmessern
Messerwerfen.de > Gesetzliches § Gesetze zu Wurfmessern §
Hinweis: Ich bin ein juristischer Laie, der wie jeder mündige Bürger die Gesetze liest und versucht zu verstehen. Ich kann keine Garantie für die Richtigkeit des hier Gesagten geben!
Es ist weiterhin nicht klar, ob Wurfmesser als "Hieb- und Stoßwaffe" anzusehen sind (vgl. WaffG Anlage 1, Abschnitt 1, Unterabschnitt 2, Nummer 1.1), also überhaupt von den allgemeinen Vorschriften des Waffengesetz erfasst sind (siehe dazu auch die untenstehende Email).
42a: Jedoch ist das Führen (= dabei haben, transportieren) von feststehenden Messern mit einer Klingenlänge von über 12cm verboten (§42a WaffG). Als Ausnahme erlaubt bleibt, solche Messer bei berechtigtem Interesse zu führen, beispielsweise zum "Sport oder einem allgemein anerkannten Zweck". Auch der Transport in einem verschlossenen Behältnis ist erlaubt, zum Beispiel einem Rucksack mit Vorhängeschloss (1, 2), oder besser einem Köfferchen, wie es für Photoausrüstung verkauft wird. Ein Verstoß gegen diesen Paragraphen wird (nur) als Ordnungswidrigkeit geahndet. Dadurch, und aufgrund der schwammigen Formulierung, hat der jeweilige Polizist einen großen Ermessensspielraum (was explizit das Ziel des Gesetzes war).
Das Mitführen von Wurfmessern bei öffentlichen Veranstaltungen ist nicht zu empfehlen (§42 WaffG), sie könnten doch als Waffe eingestuft werden.
Definitiv nichts zu suchen haben sie (und andere ähnlich "gefährliche" Dinge) auf dem Weg zu oder bei öffentlichen Versammlungen oder Aufzügen (vgl. §2 Abs. 3 in Verbindung mit § 27 Versammlungsgesetz).
Wurfäxte, also explizit zum Werfen vorgesehene Äxt - und damit wahrscheinlich auch Kampf/Tactical-Äxte - werden vom Bundeskriminalamt als "Hieb- und Stoßwaffen" eingestuft (vergleiche Feststellungsbescheid Hibben-Wurfaxt "Pro-Thrower Axe" vom 19.6.2009). Sie sind somit vom §42a (siehe oben) erfasst, mit den entsprechenden (Transport-) Folgen.
Wurfsterne, also die sogenannten Ninjasterne, sind ausdrücklich verboten (§2 Abs. 3 WaffG in Verbindung mit Anlage 2, Abschnitt 1, Nummer 1.3.3)!
Das Messer Magazin bietet einen gut verständlichen Ratgeber Messer und Recht zum herunterladen an.
Ausführliche Informationen zur Rechtslage rund um Messer gibt es bei der Initiative "Messer sind Werkzeuge".
Dieser Übersichtsartikel zum Waffengesetz zeichnet auch kurz die Entwicklung des Waffenrechts in Deutschland nach.
Die Seiten des Polizeipräsidums Mönchengladbach enthalten Erläuterungen zu verschiedenen Bestimmungen des Gesetzes. Auf eine Anfrage hin erhielt ich die folgende Mail, welche die Vorschriften gut zusammenfasst:
Wurfmesser sind keine verbotenen Gegenstände im Sinne des Waffengesetzes. Ob sie als Hieb- und Stoßwaffe anzusehen sind ist allerdings strittig. Es kommt auf die Zweckbestimmung der Messer an. Soweit sie, wie im Fall der Artisten-Wurfmesser, als Sportgerät genutzt werden unterliegen sie überhaupt nicht dem Waffengesetz.
Dies könnte allerdings der Fall sein, wenn sie so konstruiert wären, daß der Zweck des Messers die Herbeiführung von Verletzungen ist. Hierbei kommt es dann auf den erklärten Willen des Herstellers an. Würde zum Beispiel die Fa. X erklären, das Wurfmesser sei zur Abwehr von Angriffen oder zu Kampfeinsätzen geeignet, wäre es als Hieb- und Stoßwaffe anzusehen. Rechtlich wäre dann ein Erwerb [erst] ab 18 Jahren möglich und das Führen eines derartigen Messers bei öffentlichen Veranstaltungen/Versammlungen untersagt.
Ihre Polizei Mönchengladbach"
Hinweis: Diese Mail bezog sich noch auf das Waffengesetz, das bis April 2003 gültig war.
Wurfmesser gelten als Waffen. Der Erwerb und das Tragen ist in der Schweiz verboten. Nach Gesprächen mit einigen Händlern (die sich natürlich auch nicht alle einig waren) sind Wurfmesser nur als solche anzusehen, wenn sie einige Eigenschaften aufweisen:
Sie haben eine symetrische Klingenform.
Sie sind beidseitig geschliffen und scharf.
Sie sind vorne an der Klinge schwerer als am Griff.
Wer es genau wissen will, schaut am besten im Waffengesetz nach (u.a. Art. 4 und 5. Erwerb und Tragen verboten, Besitz erlaubt?), oder sucht bei admin.ch oder proTell nach Zusammenfassungen der aktuellen Gesetzeslage.
Eine mehr als 15 Länder umfassende, mit zahlreichen Verweisen auf die Länder-Gesetze versehene Übersicht über Messer-Waffengesetze gibt es in der englischen Wikipedia.