Source: https://issuu.com/kv_nordrhein/docs/kvno_aktuell0410
Timestamp: 2017-03-25 06:39:11
Document Index: 288199835

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 79', '§ 73', '§ 15', '§ 6', '§ 6', '§ 116', '§ 4']

KVNO aktuell 4 2010 by KV Nordrhein - issuu
VV der KV Nordrhein
Eklatante Benachteiligung
beim Honorar
Honorarmisere
Energische Unterstützung
Neuer Vertrag GlaskörperNetzhaut-Chirurgie
Kombinierte Migränemittel
Nicht mehr zu Lasten der
GKV verordnungsfähig
2 VV KV Nordrhein: Eklatante Honorar-Benachteiligung im Mittelpunkt
4	Mehr Mittel für die ambulante Versorgung in Nordrhein-Westfalen: Kampf um mehr Honorar „bis aufs Messer“
6	Höhere Förderung von Weiterbildungsassistenten: 3.500 Euro Zuschuss für angehende Hausärzte
7	Hör- und Sprachgeschädigte erreichen Arztrufzentrale per Fax
7	Tipps für den Kauf von Hard- und Software
16	Landtagswahl am 9. Mai: NRW-Parteien zur Gesundheitspolitik
18	Gericht gestattet heimliches Filmen in Praxen
18	Schulterschluss zwischen Landesregierung und KV-Vorstand
19	Ärzte und Apotheker rufen zur Darmkrebs-Vorsorge auf: Fast jeder Zehnte hat gefährliche Neubildungen
20	KGNW will weitere Öffnung der Kliniken: Wildern im ambulanten Revier
21	Wie gründe ich ein MVZ?
24	Wahlkampfauftakt: Parteitag der NRW-CDU in Münster
24	Die Finanzen der Krankenkassen
25	Wahlvorschläge zwischen 4. und 21. Juni einreichen
26	Praxisbörsentage, KV-Börse und Weiterbildungsassistenten: online: Nachfolge gesucht, Einstieg gefunden
28	Aktuelle Fragen und Antworten an die Serviceteams: Darmkebs-Prävention – ab wann was?
29	Fax­-A­b­ruf
8	Neuer OP-Vertrag Glaskörper-Netzhaut-Chirurgie ab 1. April 2010
8	Bundesweite Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie Arthroskopie des G-BA in Kraft
9	Neufassung der Richtlinie zur häuslichen Krankenpflege
9	Homöopathievertrag ab 1. April 2010 auch für Versicherte der BKK Daimler
9	SAPV auch mit der BIG Direkt Gesund
9	DMP Koronare Herzkrankheit jetzt mit dem Modul Herzinsuffizienz
10	FSME- und Rotavirus-Impfung mit der Barmer GEK ab 1. April vereinbart
10	Malariaprophylaxe ab 1. April auch für Versicherte der Novitas BKK
10	Sicherheitspapier und Laserdrucker für Blankoformularbedruckung notwendig
11	Abrechnung nach dem Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetz
11	Änderungen in der Übersicht der Symbolnummern im Internet
12	Arzneimittelausgaben Januar - Februar
12	GKV zahlt keine kombinierten Migränemittel mehr
13	Langwirksame Insuline nur für Risikopatienten
14	Verschreibungspflichtige Antihistaminika zurückhaltend verordnen
14	Bei Medizinprodukten auch im SSB auf Positivliste achten
15	Therapiehinweis für Ezetimib tritt in Kraft
15	Impfen: STIKO-Empfehlungen gelten jetzt
es kommt Bewegung in unser nordrheinisch-westfälisches
Honorar-Problem. Die ersten Weichen stellenden Gespräche haben stattgefunden. Vor allem: Wir aus NordrheinWestfalen werden auf der Bundesebene endlich entsprechend unserer Bedeutung wahrgenommen. Dazu hat in
erster Linie der enge Schulterschluss mit unseren Kolleginnen und Kollegen in Westfalen-Lippe beigetragen.
Dieser Schulterschluss hat auch unseren Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann überzeugt, laut und
weithin vernehmbar für unsere Sache zu streiten. Das
hat er bei einem kürzlich stattgefundenen Gespräch mit
Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler getan, genauso wie auf etlichen Veranstaltungen, die dieser Tage auch in unserer KV-Region stattgefunden haben und
auch noch stattfinden.
Nur die Bundesebene kann die desolate Honorarsituation in unserem Land verbessern, denn es sind ja die von
dieser Stelle vorgeschriebenen Verteilungsmechanismen,
die diese Situation herbeigeführt haben. Auch dort können wir Bewegung feststellen. Immerhin wird sich am 9.
Mai im Vorfeld des diesjährigen Ärztetages eine außerordentliche Vertreterversammlung der Kassenärztlichen
Bundesvereinigung (KBV) mit diesem Thema beschäftigen.
Das ist auch ein Novum. Bisher haben sich die KBV-De-
legierten geweigert, auch nur darüber zu sprechen. Wir
erwarten von dieser Vertreterversammlung mehr als nur
Worte des Mitgefühls. Wir erwarten konkrete Beschlüsse
an die Adresse des Bewertungsausschusses. Vorschläge,
wie durch konkrete Maßnahmen unsere Situation verbessert werden kann, haben wir entwickelt. Wir werden die
kommenden Wochen nutzen, um sie an entsprechender
Stelle zu platzieren. Als ultima ratio prüfen wir auch, eine Klage gegen den Erweiterten Bewertungsausschuss,
den Urheber der ganzen Misere, einzureichen.
Viele von Ihnen haben uns gefragt, was sie denn tun
können, um diese Aktivitäten zu unterstützen. Der Landesverband der nordrhein-westfälischen Ärztenetze hat
ganz aktuell zu einer Unterschriftenaktion unter Patienten zur Unterstützung der politischen Aktivitäten aufgerufen. Wir denken, das ist eine gute Sache, um unsere
Aktivitäten auf politischer Ebene zu unterstützen. Material dazu finden Sie unter www.kvno.de.
Ihr KV-Vorstand
KVNO aktuell 4 2010
VV KV Nordrhein:
Eklatante Honorar-Benachteiligung im Mittelpunkt
„Die Honorarreform benachteiligt die KV Nordrhein in eklatanter Weise“, lautete der Auftakt des ausgiebig diskutierten Lageberichts der ersten Vertreterversammlung des Jahres 2010.
Vergleicht man die Umsätze vor und nach der Reform
liegt Nordrhein mit 4,2 Prozent Zuwachs im Vergleich zu
anderen KVen ganz weit hinten. „Die Ursache für diese
unfaire Verteilung ist bekannt. Um den Punktwert zu stabilisieren, wurde in der Vergangenheit in Nordrhein die
Menge begrenzt. Diese sparsamen Individualbudgets versorgten uns jedoch mit einer schlechten Ausgangsbasis
für die Berechnung der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung. Die Basis der Reform war das Jahr 2007. Andere
KVen, die die Leistungsmenge haben laufen lassen, profitierten von dem Berechnungsmodell“, erläuterte Bernd
Brautmeier, Vorstand der KV Nordrhein.
Man habe daher von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) einen Korrekturfaktor gefordert. Die KBV
habe sich im Bewertungsausschuss für eine solche Regelung stark gemacht, sei aber im erweiterten Bewertungsausschuss damit gescheitert. „Das Resultat ist,
dass in Nordrhein im ersten Quartal 2010 für die Bildung der Regelleistungsvolumen rund 63 Millionen Euro
(23 Millionen für Hausärzte, 40 Millionen für Fachärzte) weniger zur Verfügung stehen als im VorjahresquarDr. Armin Brüggemann
tal“, so Brautmeier.
Diese prekäre Situation zwingt die KV Nordrhein zum
Handeln. „Wir gehen gemeinsam mit Westfalen-Lippe
zahlreiche politische Aktivitäten an“, verkündete Dr. Peter Potthoff, Vorstand der KV Nordrhein. „Dem Gespräch
mit Minister Karl-Josef Laumann vom 27. Januar folgt
eine Unterredung mit dem neuen Gesundheitsminister
stellt 23 Prozent der Bevölkerung
der BRD, deshalb muss unsere Stimme ein stärkeres Ge-
wicht erhalten. Es kann nicht angehen, dass für die Versorgung der Patientinnen und Patienten in NRW weniger
Mittel zur Verfügung stehen als sonst in der Republik“,
so Potthoff weiter. Dies sehe auch das Landesministerium so, und Minister Laumann wolle für eine Verbesserung der Lage streiten.
Brautmeier berichtete ferner über die Pläne der KBV zu
einer „kleinräumigen Versorgungsplanung“, die die bisherige Bedarfsplanung ablösen soll. Ziel sei es, die Arztsitze erstmals wirklich bedarfsbezogen, das heißt indikationsbezogen und auf kleinere Gebiete zugeschnitten,
zu koordinieren. Man schaue also, welche Kapazitäten
auch unter Berücksichtigung von Mitversorgereffekten innerhalb verschiedener Arztgruppen benötigt werden. Dr. Frank Bergmann, Neurologe und Psychiater aus
Aachen, bemerkte hierzu, dass eine solche Bedarfsplanung zwar notwendig sei, sie jedoch auch eine „Menge
Sprengstoff berge, insofern eine Umverteilung von Sitzen auch Finanzierungsbedarf nach sich ziehe, der bisher noch nicht geklärt sei“.
Zusätzlich soll laut Vorstand die VV stärker in Themen
wie die „elektronische Gesundheitskarte, die Codierung
sowie Ambulante Qualitätsindikatoren und Kennzahlen (AQUIK)“ eingebunden werden. Kritische Anmerkungen kamen seitens Dr. Lothar Rütz, Hausarzt aus Köln,
zum Thema neue Codierrichtlinien der KBV. Er befürchtet, dass diese anstelle von Entbürokratisierung eher zu
mehr Verwaltungsaufwand führen und damit „den Ärzten die Zeit und Nerven für die kurative Behandlung rauben werden“.
Dr. Ludger Wollring, Augenarzt aus Essen und Mitglied des
Vorstandsausschusses für die elektronische Gesundheitskarte (eGK), berichtete über den Sachstand nach der ersten Zusammenkunft am 22. Februar. Zurzeit gäbe es wenig Neues. In Bochum warte man auf den Abschluss des
10.000er Test und wolle dann in Essen weitermachen. Bisher seien rund 3.000 Rezepte erstellt worden. Die Auswertung sei jedoch noch nicht abgeschlossen. In Sachen
Rollout stagniere die Ausgabe der neuen Karten durch die
Krankenkassen. Ein vom Hauptausschuss gestellter Antrag,
der die Erweiterung des bisher zweiköpfigen Vorstands auf
drei Mitglieder vorsah, fand nicht die notwendige Zweidrittel-Mehrheit der Vertreter. Auch wird es laut Beschluss der
VV vorerst keine Unterscheidung in einen ersten und einen
stellvertretenden Vorsitzenden geben. Die Wahl des Vorsitzenden wurde auf die nächste öffentliche Sitzung der
VV vertragt. Nach der Wahl der neuen VV im Herbst dieses Jahres wird die erste konstituierende Sitzung der neuen
VV am 4. Dezember 2010 stattfinden. Dort wird dann der
neue Vorstand der KV Nordrhein gewählt werden.
Beschlüsse der VV
Wahl eines stellvertretenden Mitgliedes des zweiten Mitgliedes in
die VV der KBV aus dem Bereich
der fachärztlichen Versorgung
(laut § 6 Abs. 9 d der Satzung)
Die Vertreterversammlung wählt
mit 32 Ja-Stimmen und 2 Enthaltungen Herrn Dr. Frank Bergmann,
Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Aachen, als stellvertretendes Mitglied des zweiten Mitgliedes in die Vertreterversammlung der KBV.
Wahl des Vorsitzenden des Vorstandes (§ 7 Abs. 1 der Satzung
in der Fassung vom 29.11.2008)
– Antrag von Fritz Stagge auf
Vertagung des Tagesordnungspunktes auf die nächste öffentliche Sitzung gemäß § 7 Abs. 5
d) der Geschäftsordnung der VV
der KV Nordrhein:
Beschluss: Der Antrag von Fritz
Stagge wird mit 31 Ja-Stimmen, 2
Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen
Antrag des Hauptausschusses:
1. § 7 Abs. 1 erhält folgende Fassung: „Die Gesamtheit der Mitglieder der VV wählt für eine Amtszeit
von sechs Jahren den Vorstand.
Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern. Die VV hat gemäß § 79
Abs. 6 Satz 2 SGB V bei ihrer Wahl
darauf zu achten, dass die Mitglieder des Vorstandes die erforderliche fachliche Eignung besitzen.
Die geforderte fachliche Eignung
setzt verwaltungs- oder mitgliederbezogene berufliche Erfahrungen voraus. Ärztliche Mitglieder
des Vorstandes dürfen zum Zeitpunkt der Wahl nicht demselben
Versorgungsbereich nach § 73 Abs.
1 SGB V angehören. ….(verkürzte
Beschluss: Die Änderung der Satzung wird mit 22 Ja-Stimmen, 11
Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen abgelehnt, da eine Satzungsänderung gemäß § 15 der Satzung
der KV Nordrhein der Zustimmung
von 2/3 der anwesenden Mitglieder bedarf, mindestens aber der
Hälfte aller Mitglieder der VV (25
Stimmen).
1. § 6 Abs. 9 d) erhält folgende Fassung: „die ärztlichen Vertreter (§ 6 Abs. 1 a) in der VV der
KBV durch die ärztlichen Vertreter in der VV der KV Nordrhein zu
wählen, soweit sie nicht gesetzlich
bestimmt sind“. 2. Die Änderung
der Satzung tritt am 01.01.2011 in
Beschluss: Der Antrag wird mit 32
Ja-Stimmen und 1 Enthaltung angenommen.
Antrag Martin Grauduszus:
Die VV der KV Nordrhein kritisiert die Kooperation der KV Bayerns mit dem PKV-Bundesverband.
Durch diese Kooperation wird die
Umsetzung einer von der PKV angestrebten Öffnungsklausel für die
GOÄ im Gesetz und deren Umsetzung befördert. Dadurch wird der
privatärztliche Teil der Vertragsarztpraxen in hohem Maße gefährdet.
Beschluss: Der Antrag wird mit 13
Ja-Stimmen, 3 Nein-Stimmen und
7 Enthaltungen angenommen.
Die VV der KV Nordrhein fordert
den Vorstand der KBV auf, alle Bestrebungen für den Online-Stammdatenabgleich der Patientendaten
auf der elektronischen Gesundheitskarte in Vertragsarztpraxen
zu beenden. Dazu gehört auch das
Hinwirken auf entsprechende Änderung im gültigen Bundesmantelvertrag. Die KBV wird aufgefordert, dieses Vorgehen der Öffentlichkeit bekannt zu geben.
Beschluss: Der Antrag wird mit 17
Ja-Stimmen und 7 Enthaltungen
Alle Anträge und Beschlüsse der VV finden Sie unter www.kvno.de im Internet.
Mehr Mittel für die ambulante Versorgung in Nordrhein-Westfalen:
Kampf um mehr Honorar „bis aufs Messer“
Die KV Nordrhein macht Druck in Sachen Honorargerechtigkeit. Die Forderungen erreichen die Zielgruppe.
Schönreden stand nicht auf der Tagesordnung. „Die Fallwerte sind ein Hohn“, beschreibt Bernd Brautmeier, Vorstand der KV Nordrhein, die Honorarsituation vor gut
120 Vertretern der Heil- und Gesundheitsberufe am 17.
März in Düsseldorf. In Thüringen beispielsweise liege der
Fallwert der Hausärzte rund 12 Euro über dem Wert in
Nordrhein und Westfalen. Das Ergebnis der Honorarreform: eine „groteske Form von Umverteilung“. Hinnehmen werde er das nicht, ruft Brautmeier unter dem Beifall der Anwesenden.
Kriegserklärung an NRW
Um diese Ungerechtigkeit zu stoppen, brauchen die KVen
in NRW Bündnispartner. Und die haben sie mit der Lan-
desregierung. Eine „Kriegserklärung an Nordrhein-Westfalen“ – so bezeichnete NRW-Gesundheitsminister KarlJosef Laumann die Honorarpolitik der Kassenärztlichen
Was den Minister bereits auf dem Essener „Gesundheitskongress des Westens“ in Rage brachte, war eine Entscheidung der KBV-Vertreterversammlung Anfang März.
Dort hatten „meine Kassenärztlichen Vereinigungen“ gefordert, für jeden Versicherten im Bundesgebiet gleiches
Honorar bei vergleichbarer Morbidität zur Verfügung zu
stellen. Die Vertreter beschlossen die Nichtbefassung.
Das war Laumann zu viel: „Wenn die KBV den Kampf
will, dann kann sie ihn haben, und ich werde ihn führen
bis aufs Messer.“
Auf der Veranstaltung im Haus der Ärzteschaft legt der 52-Jährige nach: Die
Vertreter aller Gesundheitsberufe in
NRW ruft er auf zusammenzurücken.
Denn es sei nicht allein der „Wahnsinn
bei der Selbstverwaltung“, der die eklatante Benachteiligung der Niedergelassenen in NRW zu zementieren droht.
Foto: Aevermann^
Minister Karl-Josef Laumann unterstützt die Ärzte in NRW bei ihrem Kampf um eine gerechtere Honorierung ihrer Leistungen: „Zumindest die schrittweise Angleichung müssen wir erreichen.“ Wenn sich die Selbstverwaltung dagegen sperre, werde er „den Kampf wenn nötig bis aufs Messer führen“.
Im Bundesrat sieht sich Laumann indes
in der „gleichen Falle“ wie in der KBVVertreterversammlung. NRW steht einer Mehrheit von Ländern gegenüber,
deren Praxen von der Reform profitieren. Laumann will kämpfen: „Wir müssen zeigen, dass man auf Dauer keine
Politik gegen ein Viertel der deutschen
Bevölkerung machen kann.“
Von den Krankenkassen kommt keine Unterstützung. Der Minister reagiert empört: „AOK, Barmer und Co sollen mir mal erklären, warum sie
bei einheitlichem Beitragssatz in anderen Bundesländern 300 oder 400 Euro mehr für die ambulante Behandlung zahlen.“ Schließlich liegen
die Durchschnittseinkommen in NRW im Bundesvergleich auf Rang vier – und damit auch die
gezahlten Beiträge.
Kampagne zieht Kreise
Die Kassenärztlichen Vereinigungen tragen das
Thema Honorar-Ungerechtigkeit in die Öffentlichkeit. Es scheint anzukommen. Zum Beispiel bei
SPD und FDP in NRW. In ihren Programmen für
die Landtagswahlen am 9. Mai fordern sie, dass
die nordrhein-westfälischen Ärzte nicht schlechter vergütet werden dürften als ihre Kollegen in
den benachbarten Bundesländern.
Für eine bessere Honorierung der ärztlichen Leistungen in NRW.
Gemeinsam mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann
(l.) setzten sich der Vorstand der KV Nordrhein, Bernd Brautmeier, und der Vorsitzende der KV Westfalen-Lippe, Dr. Ulrich Thamer,
bei Gesundheitsminister Dr. Philipp Rösler ein. An dem Gespräch
am 8. März 2010 nahm auch der Parlamentarische Staatssekretär Daniel Bahr teil.
Am 20. März demonstriert die Ärztekammer
Nordrhein Solidarität mit der Initiative der KVen.
Dr. Peter Potthoff, Vorstand der KV Nordrhein
appellierte an die Kolleginnen und Kollegen der
Kammerversammlung mit einem deutlichen Signal noch vor dem Deutschen Ärztetag die Bemühungen der KV zu unterstützen. Die Kammerversammlung kritisiert, dass in NRW für die Regelversorgung deutlich weniger Geld zur Verfügung
stehe als in anderen Bundesländern – trotz eines
bundeseinheitlichen Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung.
Berlin horcht auf
Im Bundesgesundheitsministerium (BMG) scheint
die Bereitschaft zu wachsen, sich für die bundesweite
Angleichung des Behandlungsbedarfs einzusetzen. Mit
der Benachteiligung von Nordrhein wäre dann Schluss.
Der Parlamentarische Staatssekretär im BMG, Daniel
Bahr (FDP), habe in dieser Frage Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Das berichtete der Vorsitzende der
KBV, Dr. Andreas Köhler, auf dem „Gesundheitskongress des Westens“. Vielleicht passiert aber noch mehr.
Die Delegierten der KBV-Vertreterversammlung kommen
am 9. Mai zusammen, um ein Thema zu diskutieren: die
Ungerechtigkeiten der Honorarreform. Die KVen in NRW
werden dort erneut darauf drängen, dass die Benachteiligung der Ärzte im größten Bundesland gestoppt wird.
Sollte das nicht passieren, empfahl Laumann der KV
Nordrhein: „Dann können Sie ja mal vergessen, die Beiträge an die KBV zu überweisen.“
Höhere Förderung von Weiterbildungsassistenten:
3.500 Euro Zuschuss für angehende Hausärzte
Seit 1. Januar 2010 erhalten Hausarztpraxen deutlich höhere Zuschüsse für Weiterbildungsassistenten.
Bereits seit 1999 läuft das „Initiativprogramm zur Sirend die klinische Weiterbildung meist klar strukturiert
cherstellung der allgemeinmedizinischen Versorgung“.
ist, standen die Assistenten mit der Planung der ambuDarin fördern Kassenärztliche
lanten WeiterbildungsphaVereinigungen und Krankense allein da. Die KoordinieImmer weniger Hausärzte
kassen die Weiterbildung des
rungsstellen sollen helfen,
Haushausärztlichen Nachwuchses
möglichst ohne Unterbreärzte (Allgemeinmedizin und Innere Medizin
in den Vertragsarztpraxen zu
chungen und ohne großen
und Allgemeinmedizin) hat sich in den vergangleichen Teilen. Die FörderAufwand die nachfolgengenen fünf Jahren im Rheinland halbiert. Etwa
summe lag bislang bei 2.040
den Ausbildungsstationen
200 neue Hausärzte pro Jahr sind nötig, damit
Euro je Stelle.
die Gesamtzahl von rund 6.000 Hausärzten im
Rheinland erhalten bleibt.
WeiterbildungsassisAm 1. Januar 2010 ist der BeJahr
Hausarzt-Anerkennungen
tenten online finden
trag für eine Vollzeitstelle auf
Praxen aus dem Rheinmonatlich 3.500 Euro gestie2007
land, die einen Assistengen; die Förderung von Halb2008
ten suchen, können auf der
tags- und Teilzeittätigkeiten
Homepage der KV Nordwird entsprechend angepasst.
rhein ihr Angebot formulieDie Arbeitgeber-Anteile an der
ren. Umgekehrt können AsSozialversicherung muss der
sistenzärzte, die eine Weiterbildungs-Stelle suchen, eine
weiterbildende Arzt zusätzlich leisten.
Anzeige aufgeben. Die Inserate sind kostenfrei. Tragen Sie
50 Millionen Euro für den Nachwuchs
Ihre Daten einfach online in ein Formular ein.
Seit 1999 fördert die KV Nordrhein durchschnittlich 419
Die Online-Vermittlung finden Sie im Bereich „Service“ in der Rubrik „OnlineAssistenten-Stellen pro Jahr. Rund 25 Millionen Euro hat
dienste“ im Internet-Angebot der KV Nordrhein unter www.kvno.de
die KV allein in den vergangenen zehn Jahren für die Weiterbildungsassistenten gezahlt. Dazu kommen Gelder der
Kassen in gleicher Höhe; insgesamt beläuft sich die FörInfos zur Weiterbildungs-Förderung
dersumme also auf 50 Millionen Euro.
Die finanzielle Förderung der Weiterbildung zum FachAußerdem haben sich die Verhandlungspartner darauf
geeinigt, Koordinierungsstellen zu schaffen. Deren Aufgabe soll sein, die angehenden Hausärzte bei der Planung ihrer Weiterbildung zu unterstützen, zum Beispiel
durch Verbünde, bestehend aus Krankenhäusern und weiterbildungsermächtigten Niedergelassenen. Denn wäh-
arzt für Allgemeinmedizin bzw. Facharzt für Innere und
Allgemeinmedizin können Hausärzte bei der KV Nordrhein beantragen, die eine Ermächtigung der Ärztekammer zur Weiterbildung haben.
Telefon 0211 5970 8165
E-Mail carmen.schooldermann@kvno.de
Hör- und Sprachgeschädigte erreichen Arztrufzentrale per Fax
Die nordrheinweite Arztrufzentrale ist während der Notdienstzeiten auch für hör- und sprachgeschädigte Menschen erreichbar. Per Fax erreichen die Patienten direkt
die dortigen Mitarbeiter. Ein lautes Klingeln macht sie
darauf aufmerksam, dass ein Fax eingegangen ist.
In Absprache mit dem Deutschen Schwerhörigenbund hat
die KV Nordrhein Notdienst GmbH zudem einen BlankoVordruck für das Notfall-Fax entwickelt. Die KV Nordrhein bittet besonders Haus- und Hals-Nasen-OhrenÄrzte, diesen Vordruck in den Praxen bereitzuhalten und
ihren hör- und sprachgeschädigten Patienten für den Fall
des Falles mitzugeben.
Das Notfall-Fax fragt die wichtigsten Informationen ab.
Die Notdienst-Zentrale faxt es umgehend an den Patienten zurück. So erfährt dieser, wo die nächste Notfallpraxis ist oder dass der diensthabende Arzt auf dem
Weg zu ihm ist.
Zwischen 50.000 und 70.000 Notdienstanfragen gingen
2009 monatlich bei der Arztrufzentrale ein. Sie vermittelte durchschnittlich 16.400 Hausbesuche für den Fahr-
Foto: Christian Rummel - fotolia.com
dienst, rund 40.000 Patienten verwiesen die Mitarbeiter
monatlich an diensthabende Ärzte oder Notfallpraxen.
An einem Notdienst-Wochentag sind 300 bis 400 Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein im Einsatz, an Feier- oder
Wochenendtagen sind es 500 bis 700 Ärzte. In Nordrhein
gibt es 84 zentrale Notfallpraxen, darunter 18 kinderärztliche Notdienstpraxen. 1004 07
Den Vordruck für Hör- und Sprachgeschädigte finden Praxen und Patienten
zum Herunterladen im Internet unter www.kvno.de
Telefax für Hör- und Sprachgeschädigte Menschen FAX 0203 5706 444
Tipps für den Kauf von Hard- und Software
Worauf muss ich achten, wenn ich mir eine neue Praxissoftware anschaffen möchte? Welche EDV-Ausstattung benötige ich in einer Einzelpraxis? Und wie sieht es
in größeren Einheiten aus? Antworten auf diese Fragen
finden Sie in einem kostenlosen Praxis-EDV-Leitfaden,
den die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) jüngst
Das 40 Seiten starke Werk gibt Niedergelassenen eine
Reihe von Tipps an die Hand. So sollten Sie auch beim
Kauf einer kleinen PC-Einheit ein Lastenheft erstellen,
in dem Sie festhalten, welche Funktionen das neue System bieten muss. Dabei kann Ihnen auch eine Checklis-
te des Leitfadens helfen. Dieser enthält zudem Tipps zur
Sicherheit und Online-Anbindung.
Auch für den Bereich Hardware listet der Leitfaden auf,
was eine Praxis für Abrechnung, Patientenverwaltung
und Kommunikation mit Kollegen an Technik benötigt.
Skizzen von Praxisräumen zeigen, wie Sie ihre Praxis
mit Soft- und Hardware ausstatten können. Die Palette reicht vom Szenario mit EDV nur im Empfangsbereich
bis hin zum Einsatz in allen Räumen und mit Anbindung
an medizinische Geräte. 1004 07
Den Praxis-EDV-Leitfaden finden Sie im Internet unter www.kbv.de
Neuer OP-Vertrag Glaskörper-Netzhaut-Chirurgie ab 1. April 2010
Die KV Nordrhein hat zum 1. April 2010 mit den nordrheinischen Krankenkassen und dem Verband der operierenden Augenärzte einen neuen Vertrag zur Glaskörper-Netzhaut-Chirurgie geschlossen.
Der neue Vertrag hat gegenüber dem alten Vertrag, der
Ende März 2010 endet, folgende neue Inhalte (auszugsweise):
n	neue Teilnahmevoraussetzungen zur qualitätsgesi-
cherten Leistungserbringung
n	Zertifizierung des Operationsstandorts einschließn	n	n	n	n	lich der Hygienezertifizierung
aktualisierte Leistungsbeschreibung
Einrichtung einer Qualitätssicherungskommission
einheitliche OP-Dokumentationen (noch in der Entwicklung)
Reduzierung auf zwei Vergütungspauschalen
Der Vertrag enthält nur noch die Pauschalen 90354 und
90355 mit einer aktualisierten Leistungslegende. Vier
Leistungslegenden des alten Vertrages sind inzwischen
Bestandteil des EBM und werden nach diesem abgerechnet. Die Vergütungen sind in der Höhe beibehalten
worden, die Honorierung erfolgt außerhalb des Regelleistungsvolumens.
Die neue Richtlinie enthält bundeseinheitliche Beurteilungskriterien für arthroskopische Eingriffe am Knie- und
Schultergelenk. Zur Qualitätssicherung arthroskopischer
Eingriffe werden bundesweit Stichprobenprüfungen eingeführt. Zusätzliche Qualitätssicherungsmaßnahmen sollen mögliche Defizite in der Indikationsstellung, in der
Leistungsdokumentation und in den Nachbehandlungsmaßnahmen reduzieren.
Die Qualitätsbeurteilungsrichtlinie gilt für alle Ärzte, die
eine Genehmigung nach der Arthroskopie-Vereinbarung
besitzen. Ärzte, die in die Stichprobenprüfung kommen,
werden von der KV Nordrhein gebeten, schriftliche und
bildliche Dokumentationen von arthroskopischen Operationen am Knie- und Schultergelenk einzureichen.
Die nordrheinische Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie Arthroskopie wird durch die neue bundesweite Richtlinie
Den vollständigen Text der neuen Richtlinie sowie weitere Qualitätssicherungsvereinbarungen und –richtlinien, die die Arthroskopie betreffen, finden Sie unter www.g-ba.de im Internet.
Neufassung der Richtlinie zur
Die Neufassung der Richtlinie zur häuslichen Krankenpflege des Gemeinsamen Bundesausschusses ist am
Weitere Informationen finden Sie unter www.kvno.de bzw. erhalten Sie bei
Ihrem Serviceteam.
Bundesweite Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie Arthroskopie des G-BA in Kraft
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat zur Förderung der Qualität von Arthroskopien eine bundesweite
Qualitätsbeurteilungs-Richtlinie Arthroskopie beschlossen, die am 3. März 2010 in Kraft getreten ist.
Sie finden den Qualitätsbericht im Internet unter
www.kvno.de 10 0 319
1­ 0. Februar 2010 in Kraft getreten. Eine der wesentlichsten Änderungen ist, dass das Anlegen wie auch das
Abnehmen eines Kompressionsverbandes bzw. das Anoder Ausziehen von Kompressionsstrümpfen unter bestimmten Voraussetzungen im Rahmen der häuslichen
Krankenpflege erbracht werden können.
beigetreten. Damit kann die SAPV auch für Versicherte
der BIG Direkt Gesund ab sofort verordnet werden. Bisher bestehen in Nordrhein drei Palliative Care Teams: in
Düren, Mettmann-Nord und Aachen.
Darüber hinaus ist in der Richtlinie festgelegt worden,
dass die ständige Krankenbeobachtung Teil der häuslichen Krankenpflege sein kann, wenn diese notwendig ist,
um bei lebensbedrohlichen Zuständen sofort eingreifen
zu können. Die übrigen Änderungen betreffen redaktionelle Anpassungen sowie den Aufbau und die Gliederung
der Richtlinie.
DMP Koronare Herzkrankheit jetzt
mit dem Modul Herzinsuffizienz
Die aktuelle Richtlinie finden Sie unter www.kvno.de im Internet.
Homöopathievertrag ab 1. April 2010
auch für Versicherte der BKK Daimler
Die BKK Daimler ist zum 1. April 2010 dem Homöopathievertrag mit der Securvita BKK bzw. der BKK Linde beigetreten. Damit können auch die Versicherten der BKK
Daimler in Nordrhein die Leistungen des Homöopathievertrages in Anspruch nehmen.
Die Versicherten erhalten das Teilnahmeformular direkt
von der BKK Daimler. Sie können dieses Formular aber
auch über unseren Formularversand in Krefeld bestellen.
Bitte reichen Sie das Original der Teilnahmeerklärung mit
der Quartalsabrechnung bei Ihrer Bezirksstelle ein.
SAPV auch mit der BIG Direkt Gesund
Die Innungskrankenkasse BIG Direkt Gesund ist der Rahmenvereinbarung Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung (SAPV) mit den nordrheinischen Krankenkassen
Das vom Gesetzgeber vorgegebene Modul Herzinsuffizienz wurde jetzt in das Disase-Management-Programm
Koronare Herzkrankheit (DMP KHK) aufgenommen. Damit können Patienten, die am DMP KHK teilnehmen und
zusätzlich an chronischer systolischer Herzinsuffizienz
leiden, noch umfassender und zielgerichteter behandelt
werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Herzinsuffizienz durch ein bildgebendes Verfahren wie zum Beispiel eine Echokardiografie gesichert ist.
Zur Bestätigung der Teilnahme des Patienten ist die elektronische Dokumentation zum DMP KHK um das Datenfeld „Modulteilnahme Chronische Herzinsuffizienz“ erweitert worden. Eine gesonderte Teilnahmeerklärung ist
nicht erforderlich. Sollte bereits vor dem 1.1.2010 eine
Teilnahme an dem Modul angekreuzt worden sein, so
sind auch diese Dokumentationen gültig.
Neben nicht medikamentösen Maßnahmen wie die Empfehlung zu regelmäßigem körperlichen Training oder zur
Begrenzung der Flüssigkeitsaufnahme umfasst das Modul detaillierte Empfehlungen zur Medikation des Patienten. Ergänzend sollen Indikationen zu speziellen interventionellen Maßnahmen geprüft werden (kardiale Resynchronisationstherapie und Therapien mit implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren).
Darüber hinaus ist ein Monitoring von Belastbarkeit, Volumenstatus und Körpergewicht der Patienten vorgesehen. In mindestens halbjährlichen Abständen sollen relevante Laborwerte kontrolliert werden. Im Modul sind
Anlässe für Überweisungen zum Facharzt bzw. an qualifizierte Einrichtungen definiert.
Weitere Informationen finden Sie unter www.kvno.de im Internet bzw.
können Sie über Ihr Serviceteam erhalten.
FSME- und Rotavirus-Impfung mit der
Barmer GEK ab 1. April vereinbart
Die KV Nordrhein hat mit der Barmer GEK ergänzend zur
Schutzimpfungs-Richtlinie ab 1. April 2010 vereinbart,
dass auch ohne Vorliegen einer Indikation alle Versicherten der Barmer GEK die FSME-Impfung in Anspruch nehmen können.
Wenn eine Indikation vorliegt, gelten vorrangig die Bestimmungen der nordrheinischen Impfvereinbarung, zum
Beispiel, dass bei berufsbezogenen Impfungen der Arbeitgeber der Kostenträger ist. Eine Begrenzung auf die
von der STIKO genannten Endemie-Gebiete gibt es für
Patienten der Barmer GEK nicht.
Bitte rechnen Sie diese FSME-Impfung mit der Symbolnummer 89706 ab. Die Impfung wird mit sieben Euro außerhalb des Regelleistungsvolumens vergütet.
Darüber hinaus wurde mit der Barmer GEK die Rotavirus-Impfung für Säuglinge und Kleinkinder bis zur 26. Lebenswoche in Abhängigkeit von der Zulassung des Impfstoffes vereinbart.
Die Rotavirus-Impfung rechnen Sie bitte mit der Symbolnummer 89701 nach der letzten Impfung der Impfserie ab. Für die gesamte Impfserie erhalten Sie 12 Euro
außerhalb des Regelleistungsvolumens.
Den jeweiligen Impfstoff beider Impfungen verordnen
Sie auf einem Kassenrezept auf den Namen des Patienten zu Lasten der Barmer GEK. Bitte kreuzen Sie das Feld
8 „Impfstoffe“ an. Ein Bezug über den Sprechstunden-
bedarf ist nicht möglich. Zuzahlungen zu den Impfstoffen fallen nicht an. Wenn nur die Impfung durchgeführt
wird, fällt auch keine Praxisgebühr an.
Eine Übersicht über die zusätzlich vereinbarten Impfleistungen mit den jeweiligen Krankenkassen finden Sie unter www.kvno.de im Internet bzw.
erhalten Sie über Ihr Serviceteam. 10 0 410
Malariaprophylaxe ab 1. April auch
für Versicherte der Novitas BKK
Versicherte der Novitas BKK können ab 1. April 2010 die
Malariaprophylaxe über die Krankenversichertenkarte in
Anspruch nehmen. Die Tabletten können Sie auf einem
normalen Kassenrezept auf den Namen des Patienten zu
Lasten der Novitas BKK verordnen. Bitte kreuzen Sie das
Feld 8 „Impfstoffe“ an. Ein Bezug über den Sprechstundenbedarf ist nicht möglich.
Die Leistung können Sie mit der Symbolnummer 89714
abrechnen. Für diese Leistung erhalten Sie eine Vergütung
von 15 Euro außerhalb des Regelleistungsvolumens. Zuzahlungen zum Impfstoff fallen nicht an. Bei der alleinigen Inanspruchnahme der Malariaprophylaxe entfällt
die Praxisgebühr.
Eine Übersicht über die zusätzlich vereinbarten Impf- bzw. Prophylaxeleistungen und die einzelnen Krankenkassen finden Sie unter www.kvno.de im
Internet bzw. erhalten Sie über Ihr Serviceteam. 10 0 410
Sicherheitspapier und Laserdrucker für
Blankoformularbedruckung notwendig
Für die Blankoformularbedruckung (BFB) sind Laserdrucker und Sicherheitspapier notwendig. Nur Laserdrucker
können dokumentenechte Ausdrucke erstellen und die
notwendige Qualität für den Ausdruck des Barcodes liefern. Tintenstrahldrucker genügen nicht den Qualitätsanforderungen. Sie sind außerdem im Unterhalt sehr teu-
er. So müssen häufig bereits nach 300 Seiten die Druckerpatronen ausgetauscht werden.
Das Sicherheitspapier für die Blankoformularbedruckung
wird den Mitgliedern der KV Nordrhein von den Kostenträgern kostenlos zur Verfügung gestellt, wenn die Genehmigung zur BFB vorliegt.
Sie können das Sicherheitspapier über den Formularversand der KV Nordrhein in Krefeld bestellen. Bitte denken
Sie daran, dass dieses Sicherheitspapier speziell für die
Formularbedruckung vorgesehen ist und nicht für Arztbriefe oder Privatrezepte verwendet werden darf. Die Kostenträger können bei nicht vertragskonformen Ausdrucken
Regressforderungen an die Praxis stellen. 10 0 410
Abrechnung nach dem Schwangerenund Familienhilfeänderungsgesetz
Ab dem zweiten Quartal 2010 gilt auch für die Leistungen
nach dem Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetz, dass sie einheitlich mit dem Orientierungspunktwert in Höhe von 3,5048 Cent vergütet werden.
Die bisherige separate Vergütung der operativen Leistungen im Rahmen der Pauschalen zur Abrechnung nach
diesem Gesetz wird nicht fortgeführt.
Änderungen in der Übersicht der
Symbolnummern im Internet
Die Übersicht der Symbolnummern (SNR), die in den Verträgen der KV Nordrhein verwendet werden, hat sich folgendermaßen geändert:
n	Entnahme der SNR 90350-90353 unter der Rubrik
„Genehmigungspflichtig“
n	Entnahme der SNR 81111 unter der Rubrik „Geneh-
migungspflichtig“
n	Änderungen der Euro-Beträge – Schwangerschaftsabbrüche nach dem Schwangeren- und
Familienhilfeänderungsgesetz – unter der Rubrik
„Vertragliche Pflichten“
Darüber hinaus wurden einige redaktionelle Änderungen vorgenommen. Die aktuell Übersicht finden Sie unter www.kvno.de im Internet.
Telefon	0221 7763 6666, Telefax 0221 7763 6450
Telefon	0211 5970 8888, Telefax 0211 5970 8889
Wenn die Hotline der Serviceteams überlastet ist,
sprechen Sie bitte die Ansprechpartner der einzelnen Abteilungen direkt an.
In der ServiceKVNO
finden Sie Namen, Telefonnummern und
die E-MailAdressen.
mehr Serviceboschüren,
erhalten Sie diese beim Formularversand:
Petersstr. 17-19, 47798 Krefeld
Telefon	02151 3710 00
E-Mail	formular.versand@kvno.de
Arzneimittelausgaben Januar - Februar
Im Februar 2010 wurden in Nordrhein
253,51 Mio. Euro für Arzneimittel
ausgegeben, berichtet die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Die Ausgaben stiegen
im Vergleich zum Vorjahresmonat um
8,23 Prozent.
Arzneimittelausgaben 2010
(monatlicher Vergleich)
Bundesweit wurden 2,179 Mrd. Euro
für Arzneimittel aufgewendet, was
einem Anstieg von 7,46 Prozent im
Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht.
Bei den Ausgaben je Versichertem
liegt Nordrhein mit 31,59 Euro im Februar leicht über dem Bundesschnitt von 31,12 Euro. Die
aufgeführten Kosten enthalten keine Impfstoffe, nur die
Arzneimittelkosten aus Apotheken. Die Impfstoffe sind
im vereinbarten Ausgabenvolumen nicht enthalten
GKV zahlt keine kombinierten Migränemittel mehr
Migränemittel-Kombinationen können nicht mehr zu Lasten
der Krankenkassen verordnet werden. Dieser Ausschluss gilt
seit 18. Februar (Arzneimittelrichtlinien, Anlage 3). Der Gemeinsame Bundesausschuss begründet den Verordnungsausschluss damit, dass Arzneistoffe, die zur Behandlung der
Migräne kombiniert werden, besondere pharmakokinetische
und -dynamische Eigenschaften haben, die eine Monotherapie zwingend notwendig machen. Migränemittel-Kombinationen hätten ein besonderes Gefährdungspotenzial
für das Auftreten von Dauerkopfschmerzen. Weitere Änderungen der Arzneimittelrichtlinie betreffen die freiverkäuflichen Arzneimittel (so genannte OTC-Liste). Hierbei
handelt es sich nur um redaktionelle Änderungen:
n	Synthetischen Speichel können Ärzte nur zur Be-
handlung krankheitsbedingter Mundtrockenheit bei
onkologischen oder Autoimmun-Erkrankungen zu
Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)
n	Synthetische Tränenflüssigkeit ist verordnungsfähig
nur bei Autoimmun-Erkrankungen (Sjörgen-Syndrom mit deutlichen Funktionsstörungen -trockenes Auge Grad 2-, Epidermolysis bullosa, okuläres
Pemphigoid), Fehlen oder Schädigung der Tränendrüse, Fazialisparese oder bei Lagophthalmus.
Langwirksame Insuline nur für Risikopatienten
Langwirksame Insuline dürfen nicht teurer sein als intermediär wirksames Humaninsulin. So lautet die Botschaft eines Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) vom 18. März. Betroffen sind die Insuline
glargin (Lantus) und detemir (Levemir). Eine Ausnahme
gibt es für das Insulin glargin: Ärzte dürfen dieses Analoginsulin zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnen, wenn die intensivierte Insulintherapie
ein hohes Risiko für schwere Hypoglykämien birgt.
Nicht umstellen
Stellen Sie keine Patienten um. Der Beschluss des Bundesausschusses tritt erst in Kraft, nachdem ihm das
Bundesgesundheitsministerium zugestimmt hat und
er im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Bis dahin
können Ärzte die langwirksamen Insuline weiter verordnen. Außerdem bleiben die betroffenen Insuline als
Therapieoption bestehen, wenn die Hersteller mit den
Krankenkassen Rabattverträge schließen.
Der Ausschuss stützte sich dabei auf einen Bericht des
Instituts für Qualität im Gesundheitswesen (IQWiG).
Danach könne das Behandlungsziel mit Humaninsulin
ebenso zweckmäßig, aber kostengünstiger erreicht werden. Denn die Preise für lang wirkende Insulinanaloga
liegen bis zu 70 Prozent über denen von Human­insulin.
Um bestimmte Zielwerte zu erreichen, seien bei Insulin detemir (Levemir) zudem höhere Tagesdosen nötig
als beim Einsatz von Humaninsulin oder Insulin glargin
(Lantus), so der G-BA.
Im Juli 2006 hatte der G-BA bereits ebenfalls auf der
Grundlage einer Nutzenbewertung des IQWiG den Beschluss gefasst, dass schnell wirkende Insulinanaloga
zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 nur dann
zu Lasten der GKV verordnungsfähig sind, wenn diese
nicht teurer sind als Humaninsulin. In der Folge führten Rabattverträge, die Pharmaunternehmen mit gesetzlichen Krankenversicherungen geschlossen hatten,
zu einer Absenkung der Preise für kurzwirksame Insulinanaloga auf das Niveau von Humaninsulin.
Der G-BA-Beschluss im Wortlaut
Der Beschluss des G-BA zu den langwirksamen Insulinanaloga ergänzt Anlage III der Arzneimittelrichtlinien wie folgt:
„Insulinanaloga, lang wirkende zur Behandlung des
n	Insulin glargin
n	Insulin detemir
Diese Wirkstoffe sind nicht verordnungsfähig, solange sie - unter Berücksichtigung der notwendigen Dosierungen zur Erreichung des therapeutischen Zieles
- mit Mehrkosten im Vergleich zu intermediär wirkendem Humaninsulin verbunden sind. Das angestrebte Behandlungsziel ist mit Humaninsulin ebenso
zweckmäßig, aber kostengünstiger zu erreichen. Für
die Bestimmung der Mehrkosten sind die der zuständigen Krankenkasse tatsächlich entstehenden Kosten
maßgeblich. Diese Regelungen gelten nicht für
n	eine Behandlung mit Insulin glargin bei Patienten, bei denen im Rahmen einer intensivierten
Insulintherapie auch nach individueller Therapiezielüberprüfung und individueller Anpassung
des Ausmaßes der Blutzuckersenkung in Einzelfällen ein hohes Risiko für schwere Hypoglykämien bestehen bleibt,
n	Patienten mit Allergie gegen intermediär wirkende Humaninsuline.“
Den Beschluss im Wortlaut und Erläuterungen finden Sie im Internet
10 0 413
unter www.g-ba.de
Neuauflage Arzneimittelregresse
Die Broschüre finden
Sie im Internet im Bereich „Verordnungen“ in
der Rubrik „Arzneimittel“ unter www.kvno.de
Ärztinnen und Ärzte, die
keinen Internet-Zugang
haben, können einen
Ausdruck der Broschüre
anfordern bei der Abteilung Pharmakotherapie,
Telefax 0211 5970 8136.
Mit der Heuschnupfensaison wird der Bedarf für Antihistaminika steigen. Verschreibungspflichtige Präparate sollten Sie jedoch sehr zurückhaltend verordnen und
die nicht verschreibungspflichtigen, so genannten OTCPräparate bevorzugt empfehlen beziehungsweise auf einem grünen Rezept verordnen. Hierzu zählen u.a. Cetirizin oder Loratadin-Generika mit geringer sedierender
Wirkung. Nach den Arzneimittelrichtlinien sollen nicht
verschreibungspflichtige Präparate zu Lasten der Versicherten verordnet werden, wenn sie notwendig, zweckmäßig und ausreichend sind. Für die Antihistaminika zur
Behandlung des Heuschnupfens bedeutet dies: erst wenn
die nicht verschreibungspflichtigen Präparate nicht wirken oder nicht vertragen werden, sollten verschreibungspflichtige Antihistaminika auf einem Kassenrezept verordnet werden. Bei schwerwiegenden Erkrankungen kön-
nen auch nicht-rezeptpflichtige Arzneimittel auf einem
Kassenrezept verordnet werden. Nach der OTC-Ausnahmeliste in Anlage I der Arzneimittelrichtlinien sind die
nicht rezeptpflichtigen Antihistaminika verordnungsfähig zu Lasten der Krankenkasse:
n	nur in Notfallsets zur Behandlung bei Bienen-,
Wespen-, Hornissengift-Allergien
n	nur zur Behandlung schwerer, rezidivierender Urticarien
n	nur bei schwerwiegendem, anhaltendem Pruritus
n	nur zur Behandlung bei schwerwiegender allergischer Rhinitis, bei der eine topische nasale Behandlung mit Glukokortikoiden nicht ausreichend ist.
In diesen Fällen sind nicht-rezeptpflichtige Antihistaminika ebenfalls die wirtschaftliche Alternative.
Bei Medizinprodukten auch im SSB auf Positivliste achten
Medizinprodukte mit arzneimittelähnlichem Charakter
werden seit Juli 2008 in einer Art Positivliste als Anlage
der Arzneimittelrichtlinie aufgeführt. Diese Liste regelt,
welche arzneimittelähnlichen Medizinprodukte zu Lasten
der Krankenkassen verordnet werden können.
Achten Sie darauf, dass diese Regelung auch für den
Sprechstundenbedarf gilt! So ist beispielsweise die Verordnungsfähigkeit von Spüllösungen zu chirurgischen Eingriffen auf die Produkte der Liste beschränkt. Die Produkte, die nicht gelistet sind, können regressiert werden.
Die aktuelle Liste der verordnungsfähigen Medizinprodukte finden Sie auf der Homepage der KV Nordrhein
im Bereich Verordnungen, Rubrik Arzneimittel oder unter
www.g-ba.de. Die Positivliste gilt nicht für Medizinprodukte, die als Verbandstoffe oder Hilfsmittel eingeordnet
werden. Diese können weiterhin zu Lasten der Krankenkassen verordnet werden. Bei Hilfsmitteln müssen die
Hilfsmittelrichtlinien beachtet werden.
Synagis ist kein SSB
Zur Prävention schwerer Erkrankungen, die durch das
Respiratory-Syncytial-Virus (RSV) hervorgerufenen
werden, kann der Antikörper Palivizumab (Synagis)
bei Frühgeborenen oder Kleinkindern mit weiteren
Erkrankungen eingesetzt werden. Bei Synagis handelt es sich nicht um einen Impfstoff! Daher kann
das Präparat nur auf den Namen des Patienten auf
einem Kassenrezept, nicht jedoch im Sprechstundenbedarf verordnet werden.
Krankenkassen haben nicht mehr die Möglichkeit, Regresse aus dem SSB zu heilen, da aufgrund des Morbi-RSA Verordnungen nicht mehr nachträglich gebucht werden können. Sollten Sie versehentlich Synagis im Sprechstundenbedarf verordnet haben, ist
es nicht mehr möglich, nachträglich ein Rezept auf
den Namen des Patienten aus zu stellen, auch wenn
Ihnen das Kind noch bekannt ist.
Ezetimibhaltige Arzneimittel wie Ezetrol oder Inegy sollten
nur zurückhaltend verordnet werden. Die Verordnung von
Ezetimib als Monotherapie bei der Behandlung von Hypercholesterinämien ist nur wirtschaftlich bei den wenigen
Patienten, bei denen Statine nicht eingesetzt werden können (Unverträglichkeit, Nebenwirkungen). Die Kombination
bleibt Patienten mit schwerwiegenden Fettstoffwechselstörungen vorbehalten. Zusätzlich ist für eine wirtschaftliche Verordnung zu fordern, dass bei den Patienten
n	eine homozygote familiäre Sitosterinämie vorliegt
n	eine ausgeprägte, nicht anders zu behandelnde familiäre homozygote Hypercholesterinämie vorliegt
n	das Therapieziel die Verhinderung einer LDL-Apherese ist oder
n	eine Unverträglichkeit oder Kontraindikation für Statine nachgewiesen wurde.
So sieht es der Therapiehinweis des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) nach Anlage IV der Arzneimittelrichtlinien vor, der im März in Kraft getreten ist. Für Ezetimib allein und in Kombination liegen keine Studien vor,
die harte Endpunkte erfassen, so der Therapiehinweis. Der
G-BA weist weiter darauf hin, dass in den großen Studien,
die einen Vorteil für eine Statintherapie zeigen, die “Strategie der festen Dosis“ verfolgt wurde. Eine Titrierungsstrategie zur Erreichung von Zielwerten wurde in keiner
der großen Lipidsenkerstudien direkt vergleichend randomisiert geprüft.
Der Therapiehinweis zu Ezetimib steht auf der Internetseite des Gemeinsamen Bundesausschuss www.g-ba.de
zur Verfügung und wurde in unserem Sonderheft Arzneiund Heilmittelvereinbarung 2010 im Januar bereits veröffentlicht.
Preise Stand 15.03.2010
Impfen: STIKO-Empfehlungen gelten jetzt
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im Oktober
die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)
des Robert Koch-Instituts von Juli 2009 übernommen.
Die Änderungen sind am 23. Februar 2010 im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und treten rückwirkend
in Kraft. Die wesentlichen Änderungen im Überblick:
n	Pertussis-Impfung (Keuchhusten)
Alle Erwachsenen sollen mit der nächsten Tetanus/
Diphtherie-Impfung einmalig eine Pertussis-Kombinationsimpfung (Tdap-Impfung) erhalten. Darüber
hinaus ist die Pertussis-Impfung aus beruflichen
Gründen erweitert worden.
n	Pneumokokken-Impfung
Die Impfung für über 60-Jährige soll künftig nur
noch als einmalige Impfung erfolgen. Die Wiederholungsimpfungen werden nur noch bei bestimmten Indikationen empfohlen.
n	Poliomyelitis-Impfung (Kinderlähmung)
Alle Personen ohne einmalige Auffrischimpfung erhalten eine Impfung gegen die Kinderlähmung.
n	Varizellen-Impfung (Windpocken)
Kinder im Alter von 15 bis 23 Monaten erhalten eine zweite Dosis gegen Windpocken, um einen besseren Schutz zu gewährleisten.
Die Schutzimpfungs-Richtlinie finden Sie im Internet unter www.g-ba.de
Landtagswahl am 9. Mai:
NRW-Parteien zur Gesundheitspolitik
Die Wahl zum NRW-Landtag am 9. Mai ist der einzige bedeutsame Urnengang im politischen Jahreskalender der
und Hochrechnungen warten. Für die Bundespolitik ist das Votum der 13,5 Millionen Wahlberechtigten in NRW
wäre auch das Ende der schwarz-gelben Mehrheit im Bundesrat.
Die CDU NRW zieht mit dem Programm „Die
Neue Sicherheit und Solidarität NordrheinWestfalen 2020“ in den Wahlkampf. Dessen
Schwerpunkte sind die Themen Beschäftigung,
Bildung, Ausbau der Infrastruktur sowie die
Im Abschnitt „Mehr Lebensqualität für Ältere“
heißt es zur Gesundheit: „Wir wollen die bewährte privatwirtschaftliche ambulante Versorgung durch (…) Freiberufler wie Ärzte, Physiotherapeuten und Vertreter der freien Heilberufe stärken. Wir wollen Gesundheit fördern,
nicht lediglich Krankheit finanzieren. Durch
Gründung neuer Forschungszentren, wie dem
Max-Planck-Institut für die Biologie des Alters
in Köln, tragen wir dazu bei, dass typische Alterskrankheiten (…) besser erforscht und behandelt werden können.“
Im Kapitel „Für starke Kommunen“ wirbt die
Union schließlich für eine Stärkung der ärztlichen und pflegerischen Versorgung auf dem
Zur Sicherstellung ­ ei
den und ­bedarfsgerech
die SPD unter ­ ander
re Organisationen“ in
den ländlichen ­ Regio
sisversorgung“ durch
Der Start einer Unterschriftenkampagne durch
Parteichef Sigmar Gabriel gegen die von der
Bundesregierung geplante einkommensunabhängige „Kopfpauschale“ war ein dramaturgischer Höhepunkte des SPD-Parteitags am 27.
Februar in Dortmund. Der Kampf gegen die aus
Sicht der Sozialdemokraten unsoziale Prämie
ist eine der Kernbotschaften des sozialdemokratischen Wahlkampfs.
In ihrem Programm „Unser NRW. Mutig. Herzlich. Gerecht.“ plant die SPD eine Entwicklung
der GKV hin zu einer Bürgerversicherung und
plädiert für eine Rückkehr zur paritätischen Beitragsfinanzierung. Gefordert wird die Einführung einer Positivliste für nachweislich wirksame Medikamente und die Etablierung eines Patientenbeauftragten. Entgegen früherer Überzeugungen distanzieren sich die Sozialdemokraten nunmehr vom „Allheilmittel des Wettbewerbs“ im Gesundheitswesen.
BÜNDNIS 90/DIE ­GRÜ
tagswahl einen ­ „Zu
vor. Darin wenden sie
schlagung“ der solida
cherung. Mit Blick auf
gungslandschaft for
generelle Öffnung der
rechtigung der „­Natur
mentärmedizinischer
Die Grünen bekennen
hen und leicht zugäng
Bundesrepublik. Um so gespannter dürfte die politische Öffentlichkeit am Wahlabend auf die ersten Prognosen
mehr als nur ein Stimmungstest. Eine Niederlage der Landesregierung unter Ministerpräsident Jürgen Rüttgers
ner flächendeckenten Versorgung will
em „Ärzte und ihdie Pflicht nehmen. In
nen sieht die SPD die
­Sicherung der „BaHausärzte und Kran-
NEN legen zur Landkunftsplan für NRW“
sich gegen eine „Zerrischen Krankenversidie künftige Versordern die Grünen eine
Krankenhäuser für die
und eine Gleichbeheilkunde und komple­
­Angebote“.
sich zur „wohnortnalichen Versorgung“.
Dazu bedürfe es auch besonderer Anreize zur
Niederlassung in unterversorgten Regionen.
Gefordert wird eine Angleichung der Gebührensätze zwischen GKV und PKV. Nicht akzeptabel ist nach Auffassung der Grünen die wesentlich geringere Vergütung von Ärztinnen
und Ärzten in NRW im Vergleich zu anderen
„Aufsteigerland NRW“. So überschreiben die
Freien Demokraten ihr Programm zur Landtagswahl. Sie plädieren darin – in Übereinstimmung mit „ihrem“ Bundesminister Philipp Rösler – für die schrittweise Einführung einer einkommensunabhängigen Gesundheitsprämie. Ihr
Bekenntnis zur Privaten Krankenversicherung
formuliert die FDP als Plädoyer für „die Stärkung der Wahlfreiheit zwischen PKV und GKV“.
Weitere Forderungen der Liberalen sind die Sicherstellung einer wohnortnahen Versorgung
mit Haus- und Fachärzten und eine Stärkung
Die FDP will die Attraktivität des Arztberufs in
NRW stärken. Daher will sie auf Bundesebene
für eine im Vergleich der Länder gerechte und
transparente Honorarverteilung kämpfen.
Schließlich plädieren die Liberalen für den Aufbau einer modernen und funktionsfähigen Telematik-Infrastruktur im Gesundheitswesen.
Die Linke zieht mit einem nur drei Seiten starken „Dringlichkeitsprogramm“ in den Wahlkampf. Danach muss die Gesundheit „ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge“ werden. In diesem Szenario soll der öffentliche
Gesundheitsdienst ausgebaut und die Krankenhäuser „demokratisch kontrolliert und nicht
privatisiert“ werden. Die Linke fordert überdies
mehr Landesmittel für Krankenhausinvestitionen und die Gründung kommunaler Krankenhausverbünde.
Schließlich will die Linke Vorrang für die Prävention, „damit Behandlungsmaßnahmen weitgehend überflüssig werden“.
Gericht gestattet heimliches Filmen in Praxen
Mit versteckter Kamera in Arztpraxen drehen, das ist nach
einem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 8.
März nicht grundsätzlich verboten. Zwei Gerichte hatten das Ausstrahlen von heimlich gemachten Aufnahmen
zuvor untersagt. Das RTL-Magazin „Extra“ wollte im Juli
2009 zeigen, wie leicht Patienten Rezepte für abhängig
machende Medikamente erhielten. Dazu hatten sie eine
Frau mit versteckter Kamera in eine Düsseldorfer Praxis
geschickt, die sich als Patientin ausgab. Der Allgemeinarzt verordnete ihr das rezeptpflichtige Benzodiazepin
Bromazepam. Nach eigenen Angaben hatte er empfohlen, das Medikament schnell wieder abzusetzen, was RTL
jedoch aus dem Beitrag schnitt. Gegen die Ausstrahlung
erwirkte der Arzt eine einstweilige Verfügung. RTL legte
Widerspruch ein; der Sender berief sich auf die Presse-
freiheit. Damit kam er zunächst nicht durch. Das Landgericht entschied im September 2009, dass diese Szenen
nicht ausgestrahlt werden dürften. Genauso hatte zuvor
das Amtsgericht geurteilt. RTL hätte andere Möglichkeiten
gehabt, das Thema darzustellen, sagte die Sprecherin des
Landgerichts. „Die Heimlichkeit der Berichterstattung war
nicht gerechtfertigt.“ Der Sender habe gegen das Recht
des Arztes am eigenen Bild und Wort verstoßen.
Das Oberlandesgericht sah dies etwas anders. Rechtsanwalt Prof. Elmar Schuhmacher, der RTL vor Gericht
vertrat, sprach von einem „Sieg für den investigativen
Journalismus“. Für die betroffenen Praxen bedeutet die
Entscheidung, dass sie das heimliche Filmen weiter erdulden müssen.
Schulterschluss zwischen Landesregierung und KV-Vorstand
Auch die Diskussion auf dem diesjährigen Kongress des
Westens in Essen wurde durch die ungerechte Honorierung der nordrhein-westfälischen Ärzte im Vergleich zum
Rest der Republik geprägt. Landesgesundheitsminister
Karl-Josef Lauman wetterte in Richtung Kassenärztlicher
Bundesvereinigung. „NRW ist nicht bereit, hinzunehmen,
dass man drei Milliarden Euro mehr in die Ärztehonorierung gibt, dass das Geld aber anderswo ankommt als in
NRW“, so Laumann. In NRW habe die schlechte Honorierung indes einen Schulterschluss zwischen der Politik und
den Landes-KVen bewirkt.
Auch der gemeinsame Bundesausschuss war Gegenstand
von Laumanns Kritik. Laumann bezeichnete ihn als „Plage“. Er warf ihm „Arbeitsverweigerung“ vor. Der Landesgesundheitsminister kritisierte insbesondere, dass der gesetzliche Auftrag eine kleinräumige Bedarfsplanung zu
entwickeln, immer noch nicht umgesetzt sei. „Wenn ein
Selbstverwaltungsgremium, was von niemandem gewählt
ist, glaubt, es könne dem Gesetzgeber auf dem Kopf rumtanzen, dann wird es Zeit, dass der Gesetzgeber die Zügel selbst in die Hand nehme“. Es habe auch schon vor
der Existenz des GemBa ein Gesundheitswesen gegeben,
mahnte Laumann.
Dr. Peter Potthoff, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, stellte den Zusammenhang zwischen Qualität und angemessener Honorierung her. „Es wird viel von
Pay for Performance gesprochen, wir in Nordrhein-Westfalen müssen aber über perfomance as payment reden“,
so Potthoff. Denn nur wenn es eine angemessene Honorierung in allen Teilen der Republik gäbe, könnte es auch
ein vergleichbar hohes Niveau der Versorgungsqualität geben. Nur dann stünden ausreichend Mittel zum Beispiel zur
Investition in die Strukturqualität zur Verfügung, z.B. für
die Anschaffung neuer Geräte oder in die Prozessqualität
zur Fortbildung von Mitarbeitern. „Wenn es einen Zusammenhang zwischen Honorar und Qualität gibt, muss bei
stark schwankenden Honoraren im Grenzbereich auch die
Qualität schwanken, was aber nicht gewollt ist,“ so Potthoff weiter. Eine leistungsgerechte Honorierung erlaube
die Datenlage bisher nicht. Denn es gebe keine vernünftige Struktur für die Definition, die Erhebung und die Auswertung von Qualitätsindikatoren.
Ärzte und Apotheker rufen zur Darmkrebs-Vorsorge auf:
Fast jeder Zehnte hat gefährliche Neubildungen
Das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, lässt sich durch Occult-Tests und Vorsorge-Koloskopien erheblich senken.
Der Apothekerverband, die KV Nordrhein und die Stiftung LebensBlicke werben für die Früherkennung.
Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebstodesursache. Jährlich erkranken über 73.000 Menschen,
rund 26.000 sterben. Gezielte Vorsorge mit Entfernung der
Krebsvorstufen (Adenome) kann diesen Krebs verhindern.
Doch die Patienten nutzen die Angebote zu wenig.
Vorsorgebereitschaft sinkt
Beispiel Occultblut-Screening. Gesetzlich Versicherte ab 50
können ihren Stuhl auf occultes Blut untersuchen lassen.
Im Jahr 2008 aber nutzten nur knapp ein Drittel der 55bis 74-jährigen Männer im Rheinland das Angebot. Bei den
Frauen waren es 38,6 Prozent.
Noch schlechter sieht es bei der Früherkennungs-Koloskopie (Darmspiegelung) aus. Zwischen 2003 und 2008 nutzten bei den 55- bis 74-Jährigen nur 15,4 Prozent der Männer und 16,9 Prozent der Frauen diese Untersuchung. Dabei
geht die Teilnahme sogar noch zurück – obwohl die gesetzlichen Kassen diese Vorsorge-Leistung für Menschen ab 55
nach wie vor übernehmen.
Ein Rückgang ist ebenfalls in Düsseldorf festzustellen: „Auch
hier ist die Anzahl der Früherkennungs-Koloskopien im Vergleich zu 2004 gesunken“, berichtet Dr. Arno Theilmeier, Vorsitzender des Berufsverbandes der niedergelassenen Gastroenterologen in Nordrhein.
Sinkende Teilnahme – das könnte fatale Folgen haben. „Bei
den Koloskopien wurden 2008 bei den 55- bis 64-Jährigen
bei mehr als jedem dritten Patienten Polypen oder Adenome, also mögliche Krebsvorstufen, festgestellt und entfernt“, so Theilmeier. Karzinome fanden die Gastroenterologen bei einem Prozent der Untersuchten, zu 70 Prozent
in Frühstadien. Die Heilungschancen seien in diesen Fällen „sehr gut“.
Werben für die Darmkrebs-Früherkennung: Prof. Jürgen
F. Riemann (v. l.), Stiftung LebensBlicke, Thomas Preis,
Apothekerverband, Dr. Arno Theilmeier, KV Nordrhein, Dr.
Gerhard Brenner, Stiftung LebensBlicke
Nirgendwo seien die Qualitätsanforderungen so hoch
wie in Deutschland. „Die Methode ist bei uns extrem sicher und komplikationsarm“, sagt Theilmeier. Die Darmspiegelung biete zudem den Vorteil, dass sie bei einem
negativen Befund erst in zehn Jahren wiederholt werden müsse.
Höheres Risiko bei Männern
„Insgesamt haben Männer das höhere Risiko, an Darmkrebs zu erkranken,“ betont Dr. Gerhard Brenner, Vorstand Stiftung LebensBlicke. Fortgeschrittene Adenome
träten bei Männern 1,7 Mal häufiger auf als bei Frauen; die Häufigkeit nehme mit dem Alter zu. „Das Thema Vorsorge wird angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft immer wichtiger“, sagt der Vorsitzende des Apothekerverbandes, Thomas Preis. „Ärzte und
Apotheker sind daher gefordert, hier noch intensiver zu
Mehr Informationen finden Sie im Internet unter www.kvno.de
KGNW will weitere Öffnung der Kliniken:
Wildern im ambulanten Revier
Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) wehrt sich gegen die Pläne der Bundesregierung, die
Beteiligung von Kliniken an Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) auf unter 50 Prozent zu begrenzen.
Eine solche Begrenzung sei „der Tod der MVZ in Krankenhaus-Trägerschaft“, betonte Dr. Hans Rossels, der neue
Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen. Die Berliner Regierungskoalition hat eine solche
Beschränkung in die Koalitionsvereinbarung geschrieben,
um zu verhindern, dass MVZ unter anderen als ärztlichmedizinischen Gesichtspunkten geleitet würden.
Kliniken planen mehr ambulante Angebote
Krankenhausinstituts (DKI) fehlen in Deutschland derzeit rund 5.000 Ärzte an Krankenhäusern, davon allein
in NRW 1.200. Besonders betroffen seien die Fachbereiche Chirurgie, Innere Medizin und Gynäkologie.
Trotzdem müsse die sogenannte „doppelte Facharztschiene“ bedient werden. Das gehe nur durch eine stärkere Verzahnung. Als Beispiel nannte Rossels Ärzte, die
bis zu 13 Stunden angestellt am Krankenhaus arbeiten
und gleichzeitig niedergelassen sind oder dass Praxen von
Es sei das erklärte Ziel der Krankenhäuser in NRW, die
Kliniken zu „Gesundheitszentren“ zu entwickeln, um den
Patienten eine „Behandlung aus einem Guss“ zu bieten.
Das bedeute, vernetzt zu arbeiten und mit niedergelassenen Ärzten wie auch anderen Leistungsanbietern zusammenzuarbeiten. Aber natürlich auch, dass Kliniken
ambulante Leistungen selbst erbringen und ihr Angebot
an ambulanten Leistungen erweitern.
Dabei könnten MVZ eine wichtige Rolle spielen. Aber,
meinte Rossels, „ideologische Aspekte“ würden hier eine
Rolle spielen. Die FDP stände dem freiberuflich ärztlichen
Bereich näher als den Kliniken. Allerdings, so musste er
zugeben, sei in der Vergangenheit vor allem von Seiten
privater Klinikketten nicht immer alles richtig gelaufen,
sodass ein „gewisses Zerrbild“ entstanden sei. Jedenfalls
die KGNW wolle vernünftige Lösungen vor Ort in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten finden. „Gerade in ländlichen Regionen können und wollen wir nicht
gegen die niedergelassenen Ärzte agieren“, betonte Jochen Brink, Vizepräsident der KGNW.
MVZ gegen den Ärztemangel
Auch hinsichtlich des drohenden Ärztemangels setzt Rossels auf die MVZ. Nach Berechnungen des Deutschen
Radiologen zum Beispiel ihre Leistungen auch im Krankenhaus anbieten. Zudem steige der Anteil der Frauen
in der Medizin. „60 Prozent der Studienanfänger in der
Medizin sind Frauen“, so Rossels. Gerade Frauen woll-
ten nicht in die Freiberuflichkeit gehen. MVZ seien auch
hier ein Lösungsansatz.
Schneller nach § 116b zulassen
Rossels forderte auch „eine offensive Zulassung der Krankenhäuser zur Erbringung hochspezialisierter Leistungen
und seltener Erkrankungen nach Paragraf 116b SGB V“.
Bisher lägen rund 800 Anträge von nordrhein-westfälischen Kliniken beim Landesgesundheitsministerium. Rund
ein Drittel davon sei bereits entschieden, darunter etwa
30 Ablehnungen. Bis zum Jahresende sollen alle Zulassungsverfahren abgeschlossen sein.
Auch die Kliniken haben mit Selektiv- und Einzelverträgen zu kämpfen, berichtete Rossels. Er warnte ausdrücklich davor, den Wettbewerb der Kliniken untereinander
zukünftig als „Preiswettbewerb“ zu gestalten. Die Leistungsspektren der einzelnen Häuser würden dadurch
stark eingeschränkt, was zu Nachteilen bei der Patientenversorgung führen würde. Aber auch die interdiszipli-
näre und umfassende Aus- und Weiterbildung der Ärzte
würde „unmöglich gemacht“. Im Übrigen zähle der nordrhein-westfälische Basisfallwert von 2.895 Euro schon
heute zu den niedrigsten der Republik.
418 Kliniken in NRW
In 2008 gab es 418 Krankenhäuser in NordrheinWestfalen mit zusammen 122.803 Betten. Das
sind 65 Häuser oder 25.628 Betten weniger als
1995. Im selben Zeitraum wuchs die Fallzahl von
3,5 Millionen auf 4,1 Millionen Fälle. Die durchschnittliche Verweildauer reduzierte sich von 12,6
Tagen im Jahr 1995 auf 8,3 Tage im Jahr 2008.
Während die Anzahl der Ärzte in den Kliniken von
28.008 auf 32.212 anstieg, reduzierte sich die
Zahl der Pflegekräfte um 13.880.
In Nordrhein gibt es derzeit 112 MVZ, davon sind
28 Einrichtungen oder 25 Prozent in der Trägerschaft eines Krankenhauses.
Wie gründe ich ein MVZ?
Sie wollen als Vertragsarzt ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) gründen?
Lassen Sie sich beraten, oder folgen Sie der kurzen Einführung.
n	Sie verfügen über eine volle vertragsärztliche Zu-
lassung?
n	Damit erfüllen Sie die erste Voraussetzung und sind
ein möglicher Gründer eines MVZ. Sie sind aufgrund
der Zulassung Leistungserbringer in der gesetzlichen
Krankenversicherung und daher gründungsberechtigt.
n	Sie sind bereits in einer fachübergreifenden Ge-
meinschaftspraxis bzw. Berufsausübungsgemeinschaft tätig?
n	Eine „Umwandlung“ in ein MVZ wäre daher möglich. Der Gesellschaftsvertrag müsste auf den Betrieb
eines MVZ angepasst werden. Unter Vorlage des ge-
änderten Vertrages kann die Zulassung als MVZ beim
Zulassungsausschuss beantragt werden.
n	Sie sind zugelassener Vertragsarzt und wollen mit
einem Heilmittelerbringer ein MVZ gründen und einen weiteren Arzt eines anderen Fachgebietes anstellen?
n	Die
Gründung des MVZ ist in dieser Konstellation
möglich. Der Heilmittelerbringer muss seine Berechtigung als Leistungserbringer in der gesetzlichen Krankenversicherung nachweisen und die Verträge mit den
Krankenkassen vorlegen.
n	Sie wollen mit einem anderen voll zugelassenen
Kollegen, der in einem anderen Fachgebiet tätig ist,
n	Damit
erfüllen Sie eine weitere Voraussetzung der
fachübergreifenden Tätigkeit. Sie können ein MVZ
gründen. Die Tätigkeit erfolgt an einem gemeinsamen
Vertragsarztsitz. Gegebenenfalls wäre noch die Verlegung des Vertragsarztsitzes zu beantragen.
n	Sie wollen ausschließlich mit einem Kollegen des-
selben Fachgebietes zusammenarbeiten?
n	Dann
ist das MVZ nicht die richtige Form der Zusammenarbeit für Sie. Die Gründung eines MVZ erfordert ein fachübergreifendes Leistungsangebot. Eine
Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) wäre eine Alternative. Die Genehmigung kann ebenfalls unter Vorlage
des Gesellschaftsvertrages beim Zulassungsausschuss
n	Sie sind Allgemeinmediziner und möchten mit ei-
nem hausärztlich tätigen Internisten zusammenarbeiten?
n	Diese Konstellation erfüllt die Voraussetzung der
fachübergreifenden Tätigkeit nicht. Der Allgemeinmediziner und der hausärztlich tätige Internist gehören
einem Versorgungsbereich an und werden daher nicht
als fachübergreifend angesehen.
nem Kinderarzt ein MVZ gründen?
n	Da die Kinderärzte nicht zur Gruppe der Hausärzte gezählt werden, wäre eine solche Konstellation als
fachübergreifend zu qualifizieren. Die Gründung eines
MVZ wäre möglich.
n	Sie sind ausschließlich oder überwiegend psycho-
therapeutisch tätiger Arzt und wollen mit einem
Psychologischen Psychotherapeuten ein MVZ gründen?
n	Überwiegend und ausschließlich psychotherapeutisch tätige Ärzte sowie Psychologische Psychotherapeuten bilden eine Arztgruppe. Die Voraussetzung zur
Gründung eines MVZ ist nicht gegeben. Es müsste ein
weiterer Leistungserbringer mit einem anderen Fachgebiet hinzukommen.
n	Sie sind Internist mit dem Schwerpunkt Kardiolo-
gie und möchten mit einem Internisten mit dem
Schwerpunkt Angiologie ein MVZ gründen?
n	Aufgrund der unterschiedlichen Schwerpunktbezeichnungen wäre die Voraussetzung zur Gründung
eines MVZ gegeben. Unterschiedliche Schwerpunktbezeichnungen erfüllen die Voraussetzung der fachübergreifenden Tätigkeit.
n	Sie sind zugelassener Augenarzt und möchten mit
einem Anästhesisten, der jedoch nur über eine halbe Zulassung verfügt, ein MVZ gründen?
n	Um ein MVZ zu gründen, sind mindestens zwei volle Vertragsarztsitze erforderlich. In dieser Fallkonstellation fehlt noch ein halber Vertragsarztsitz.
n	Sie haben sich mit einem Kollegen über die Grün-
dung eines MVZ geeinigt und kennen noch einen
Kollegen in demselben Planungsbereich, der auf
seine Zulassung verzichten möchte, um nur noch
angestellt tätig zu sein?
n	Es besteht die Möglichkeit, bei der Gründung eines MVZ diesen anzustellen. Der Zulassungsausschuss
wird nach Zulassung des MVZ oder zeitgleich mit der
Genehmigung des MVZ diese Anstellung bei Erfüllung
der weiteren Voraussetzungen genehmigen.
n	Der Kollege, den Sie im MVZ anstellen wollen,
möchte in einem Jahr seine Tätigkeit aufgeben?
n	Sie möchten sich vor der Gründung
eines MVZ noch ausführlich beraten lassen?
n	Irina Neuleben
Telefon 0211 5970 8232
E-Mail: Irina.Neuleben@kvno.de
n	Elvira
E-Mail: Elvira.Heidlindemann@kvno.de
n	Oliver
Telefon 0211 5970 8127
E-Mail: Oliver.Pellarin@kvno.de
Nachbesetzung des Angestelltensitzes ist möglich. Das MVZ hat nach Ausscheiden des Angestellten
sechs Monate Zeit, einen Nachfolger des entsprechenden Fachgebietes zu finden und diese Nachfolge genehmigen zu lassen.
n	Sie haben sich über die von Ihnen bevorzugte Ge-
sellschaftsform Gedanken gemacht und sich für eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) entschieden und einen Gesellschaftsvertrag geschlossen?
n	Diese
Gesellschaftsform ist zur Gründung eines
MVZ geeignet. Der Gesellschaftsvertrag ist bei der
Beantragung des MVZ dem Zulassungsausschuss vorzulegen.
n	Sie möchten das MVZ in Form einer GmbH betrei-
n	Auch dies ist eine geeignete Gesellschaftsform. Die
GmbH ist beurkundungs- und registerpflichtig. Darüber hinaus ist noch die Abgabe der selbstschuldnerischen Bürgschaftserklärungen der Gesellschafter auf
den hierfür zu verwendenden Vordrucken erforderlich.
n	In dem Planungsbereich, in dem das MVZ gegrün-
det werden soll, sind noch Vertragsarztsitze eines
Fachgebietes frei und Sie kennen einen ärztlichen
Kollegen dieses Fachgebietes, der in das Arztregister eingetragen ist und in diesem MVZ arbeiten
n	Sie haben die Möglichkeit, diesen Kollegen mit in
die Gesellschaft aufzunehmen. In dem Fall müsste dieser Kollege die Zulassung beantragen. Oder Sie entschließen sich, den Kollegen anzustellen. Eine Aufnahme in die Gesellschaft erfolgt in dem Fall nicht. Die
Zulassung sowie die Anstellung unterliegen der Genehmigung. Diese kann bei Erfüllung der sonstigen Voraussetzungen in der Regel zeitgleich mit der Genehmigung des MVZ erfolgen.
n	Sie sind Allgemeinmediziner und wollen mit einem
Psychologischen Psychotherapeuten ein MVZ gründen, können sich aber nicht über die ärztliche Leitung des MVZ einigen?
n	Eine kooperative Leitung des MVZ ist möglich. Arzt
und Psychologischer Psychotherapeut können das
MVZ gemeinsam leiten.
n	Sie sind zugelassener Vertragsarzt und haben neue
Räumlichkeiten gefunden, in denen das neue MVZ
betrieben werden soll?
diesem Fall ist zusammen mit der Genehmigung
des MVZ noch die Genehmigung der Verlegung des
Vertragsarztsitzes (gleicher Planungsbereich) zu beantragen.
n	Sie haben den Antrag auf Zulassung als Medizi-
nisches Versorgungszentrum vorliegen?
n	Hinweise
zum Ausfüllen des Antrages finden Sie im
Internet unter www.kvno.de 100423
n	Die erforderlichen Verträge, wie Gesellschaftsver-
trag und Anstellungsverträge müssen noch verfasst
n	Unverbindliche Musterverträge erhalten Sie bei der
KV. Die Beauftragung eines Angehörigen der rechtsund/oder steuerberatenden Berufe ist empfehlenswert.
Zur Gründung eines MVZ ist erforderlich?
n	Die Gesellschafter müssen geeignete Gründer
sein. Dies ist z. B. bei zugelassenen Vertragsärzten, Ärzten, die über eine Ermächtigung verfügen, Apothekern, Heil- oder Hilfsmittelerbringern, Krankenhäusern gegeben.
n	Mindestens zwei vollzeitig tätige Ärzte eines
unterschiedlichen Fach- oder Versorgungsbereiches, z. B. FA Internist mit Schwerpunkt Kardiologie und FA Internist mit Schwerpunkt Angiologie; nicht jedoch HA Internist und Allgemeinmediziner, werden in dem MVZ tätig.
n	Antrag auf Zulassung ist an den zuständigen
Zulassungsausschuss zu richten, Antragsformulare erhalten Sie beim Zulassungsausschuss.
n	Die Vorlage des Gesellschaftsvertrages (z. B.
GbR-Vertrag) ist erforderlich.
n	Gegebenenfalls Vorlage der Anstellungsverträge.
n	Die Abgabe selbstschuldnerischer Bürgschaftserklärungen ist bei Gesellschaftern einer juristischen Person des Privatrechts (Beispiel: GmbH)
n	Benennung eines ärztlichen Leiters
Wahlkampfauftakt: Parteitag der NRW-CDU in Münster
Unterstützt von Bundeskanzlerin
Dr. Angela Merkel eröffnete Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers den Wahlkampf der CDU
in Nordrhein-Westfalen für die
Landtagswahl am 9. Mai. Der
Landesparteitag am 20. März in
Münster beschloss das Wahlprogramm (siehe Seite 16 und 17)
und wählte Andreas Krautscheid
mit 99,5 Prozent der Delegiertenstimmen zum Generalsekretär
als Nachfolger des zurückgetretenen Dr. Hendrik Wüst.
Foto: KVWL / Goetze
Auf dem CDU Parteitag: v.l. Dr. Michael Wüstenbecker, KVWL, Jürgen RüttDie Kassenärztlichen Vereinigers, NRW-Ministerpräsident, Dr. Edith Meier, KVNO, Johannes Reiman, KVNO
gungen im bevölkerungsreichsten Bundesland machten den Delegierten deutlich, dass
Dr. Edith Meier von der KV Nordrhein. Die Benachteidie ambulante Versorgung in Folge der Honorarreform
ligung der niedergelassenen Ärzte in NRW müsse umgefährdet ist. „Wir trafen hier auf offene Ohren“, sagte
gehend gestoppt werden.
Trotz gestiegener Ausgaben:
Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr einen Überschuss
von rund 1,1 Milliarden Euro
erzielt. Besonders deutlich
fiel dieser mit 770 Millionen
Euro für den AOK-Verband
aus. Einzig die Ersatzkassen schlossen 2009 mit einem Defizit von knapp 160
Millionen Euro ab. Dies geht
aus den vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegten Finanzergebnissen hervor. Der Gesundheitsfonds, der den Kassen die Mittel
zuweist, verbuchte allerdings ein Minus von 2,5 Milliarden Euro. Dies liegt daran, dass beim Fonds die kri-
senbedingten Beitragsmindereinnahmen voll durchschlagen, die Kassen jedoch ihre Zuweisungen wie geplant erhalten.
Wahlvorschläge zwischen 4. und 21. Juni einreichen
Die Vorschläge für die Wahl der Mitglieder in die Kreisstellenvorstände nimmt der Kreiswahlleiter entgegen. Die Vorschläge müssen
zwischen dem 4. Juni und 21. Juni 2010 eingereicht werden; das
ist montags bis donnerstags von
8.00 bis 16.00 Uhr und freitags
von 8.00 bis 13.00 Uhr möglich.
den Wahlen der Vertreterver-
sammlung und den KreisstellenVorständen finden Sie in KVNO
extra: Wahlen 2010 oder im Internet unter www.kvno.de Achtung: Das Ende der Frist zur Einreichung der Wahlvorschläge ist
dort fälschlicherweise mit 21.
Juni um 13:00 Uhr angegeben.
Tatsächlich endet die Abgabefrist an diesem Tag um 16.00
Uhr. 10 0425
Thema: Integrative Intervision
Kontakt	Helga Odendahl
Hochstadenstr. 15
Telefon: 0221 16831 8709
Telefax: 0221 11683 1704
Termin	Montag, 26. April 2010, Uhrzeit nach Vereinbarung
Ort	Praxisräume Odendahl
Thema: Kölner Kinderärzte
Kontakt	Jacek Kilanowski
50737 Köln	Telefon: 0221 744 541
Telefax: 0221 740 6554
Ort	nach Vereinbarung
Geschäftsstelle Qualitätszirkel
Andrea Schween
Telefon 0211 5970 8149
Betriebswirtschaftliches Konsil
Für die Mitglieder der K V
Nordrhein bieten wir einen Beratungsser vice, der
zu Fragen der wirtschaftlichen Praxisführung sachkundigen Rat geben kann.
1. Kostenlose telefonische
Beratung an jedem Montag
in der Zeit von 17.00 bis
21.00 Uhr (Telefon 0800
2233 677) mit der Möglichkeit zur Anmeldung und
Terminvereinbarung eines
persönlichen Beratungsgesprächs im Hause der KV
Nordrhein in Düsseldorf.
2. Per sönliche Beratung
jeweils mittwochs in der Zeit
von 15.00 bis 20.00 Uhr nach
vorheriger Termin­absprache
während der telefonischen
Beratungszeit. Die Kosten
betragen 50 Euro. Die
Beratung wird von einem
sachkundigen neutralen
Berater in unserem Auftrag
durchgeführt. Der Berater
ist zur absoluten Neutralität
verpflichtet. Er unterliegt der
beruflichen Verschwiegenheitspflicht und behandelt
alle Informationen streng
vertraulich, auch gegenüber
der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein.
Telefon 0800 2233 677
Praxisbörsentage, KV-Börse und Weiterbildungsassistenten online:
Nachfolge gesucht, Einstieg gefunden
Die KV Nordrhein unterstützt Praxisinhaber, die einen Nachfolger suchen. Denn die Sicherstellung der ambulanten
Versorgung ist schon längst kein Selbstläufer mehr.
Nach 24 Jahren Praxis war für Dr. Hans-Dieter Hege
Schluss. Doch bevor sich der Allgemeinmediziner zur Ruhe
setzte, galt es, einen Nachfolger für die Landarztpraxis in
Monschau-Konzen zu finden. „Ich dachte, es wird nicht
ganz einfach, jemanden zu finden“, erzählt Hege. Als der
62-Jährige vom ersten Praxisbörsentag hörte, beschloss
er, sich ins Auto zu setzen, und fuhr am 8. November ins
Haus der Ärzteschaft nach Düsseldorf.
Einiges Gedränge herrschte rund um die Stellwände mit
den Offerten und Gesuchen. Eine Anzeige hat Hege nicht
formuliert, trotzdem einen Nachfolger gefunden. „Mir lief
hier ein junger Kollege über den Weg, den ich aus unserer Notfallpraxis kannte.“ Hege war klar: Der sucht einen
Sitz – und sprach Sven Teusen an. Nach einigem Verhandeln war der Deal perfekt. Am 1. Januar 2010 übernahm
der Allgemeinmediziner die Praxis.
Drei Praxisbörsentage hat die KV Nordrhein inzwischen
veranstaltet. Im Schnitt kamen gut 300 Ärzte und Psy-
www.kv-boerse.de
finden Sie den Partner Ihres Vertrauens.
chologische Psychotherapeuten, um sich über Wege zur
Niederlassung, die Praxisabgabe und -übernahme zu informieren.
Auf der Suche nach Praxisnachfolgern und -partnern
einerseits, nach einem Sitz oder einer Anstellung andererseits, zieht es viele Besucherinnen und Besucher zu
den Stellwänden. Denn dort hängen die Biete- oder Suche-Anzeigen, mehr als 180 waren dort bislang immer
Bei mehr als der Hälfte trägt sich erfahrungsgemäß jemand zwecks Kontaktaufnahme ein. Vielfach kommt es
bei den Praxisbörsentagen auch direkt zum persönlichen Kontakt. „Das Konzept ist einfach – und es funktioniert“, freut sich Frank Bausch, Geschäftsführer der
KV Nordrhein Consult.
Stark gefragt sind auch die Beratungsangebote, besonders die der Niederlassungsberater. An weiteren Ständen
können sich Besucher Informationen zu rechtlichen Aspekten von Abgabe und
Übernahme einer Praxis,
zu KooperationsmodelKV Nordrhein Consult
len oder zur Online-PraTel.: 0211 5970 8127
Fax: 0211 52800 8639
xisbörse holen.
oliver.pellarin@kvno.de
kv-boerse.de: Jeder
Fünfte findet einen
Seit Mitte 2006 finden
unter www.kv-boerse.de Inserate zu Pra-
xisabgaben und Kooperationsvorhaben. Rund
100 aktuelle Angebote sind es derzeit auf der Internet-Plattform, die meisten aus Nordrhein und
Etwa 500 Interessierte besuchen die Homepage pro
Woche. Die ersten Praxen sind über die KV-Börse
bereits erfolgreich vermittelt worden. Die Handhabung ist so einfach, dass sie auch ungeübten
Internet-Nutzern die Aufgabe einer Anzeige und
die Suche nach einem Inserat ermöglicht.
Dass sie Partner und Nachfolger dort auch finden,
belegte eine Befragung unter den Nutzern der Börse. Sie stellten dem Angebot in Sachen Benutzerführung, Struktur und Gestaltung ein gutes Zeugnis aus (Durchschnittsnote 2,2). Über zwei Drittel
der knapp 130 Befragten wären bei Bedarf bereit,
erneut eine Anzeige zu schalten.
Nordrheinischer
Praxisabgabe und Nachfolge
9 bis 14 Uhr | Haus der Ärzteschaft | Düsseldorf
Perspektiven der Niederlassung | Dr. Peter Potthoﬀ, KV Nordrhein
Vorgehen bei einer Praxisabgabe | N.N. Jurist
Praxisübergabe – Schritte in die Niederlassung | Marcus Fox, KV Nordrhein
Praxiswertermittlung | Volker Mucha, Medoec
Planung der Praxisabgabe aus steuerlicher Sicht | Thomas Karch, VPMed
Finanzierung einer Praxis | Christoph Moschner, apoBank
Finanzplanung vor der Abgabe | Stephan Butenberg, apoBank
Betriebswirtschaftliche Grundlagen | Monika Rohs-Weingarten, NAV
Bislang hat mehr als jede fünfte Annonce zum
Erfolg geführt. Die meisten Inserate gibt es nach
wie vor zur Praxisabgabe, an zweiter Stelle rangiert die Suche nach einer Anstellung. Auch Praxis-Gesuche können aufgegeben werden, was nicht
nur für Ärzte und Psychotherapeuten interessant
ist, die sich niederlassen wollen, sondern auch für
etablierte Praxen, die Erweiterungen planen.
Niederlassung, Rechtsfragen, Kooperationen Experten der KV Nordrhein beraten Sie individuell
Abgeber treﬀen Nachfolger. An Schwarzen Brettern
können Sie Ihre Praxis vorstellen, Angebote formulieren
oder eine Suchanzeige aufgeben
Ein Dreimonatsinserat kostet Mitglieder der KV
Nordrhein 48 Euro. Das Premium-Inserat mit sechs Monaten Laufzeit, Chiffrefunktion und zusätzlichen Gestaltungsmöglichkeiten ist für 72 Euro zu haben.
Die Börse finden Sie im Internet unter www.kv-boerse.de
100 Weiterbildungsassistenten gesucht
Mehr als 100 Weiterbildungsstellen finden Assistenzärzte zurzeit im Internet-Angebot der KV Nordrhein. Selbstverständlich können Assistenzärzte, die eine Weiterbildungs-Stelle suchen, auch kostenfrei eine Anzeige aufgeben. „Die Beschäftigung von Weiterbildungsassisten-
ten ist eine aussichtsreiche Möglichkeit, die Praxisnachfolge vorzubereiten“, sagt Frank Bausch, Geschäftsführer der KV Nordrhein Consult. „Oft wird der Nachfolger
in seiner Weiterbildungszeit sesshaft und will dann gar
nicht mehr weg.“
Folgende Daten benötigen Sie, um eine Anzeige aufzugeben: Name, Anschrift, Fachgebiet, Dauer und Zeitpunkt, ab
dem die Stelle gesucht bzw. zu besetzen ist. Sie können
die Daten einfach online in ein Formular eintragen. Ausfüllen, Abschicken, fertig. Das Angebot ist kostenfrei.
Den Vermittlungsdienst finden Sie im Bereich „Service“ in der Rubrik „On10 0427
linedienste“ unter www.kvno.de
Aktuelle Fragen und Antworten an die Serviceteams:
Darmkebs-Prävention – ab wann was?
Bei den Serviceteams der KV Nordrhein gehen pro Monat rund 7.000 Anrufe, Faxe und E-Mails ein. Anlässlich einer Plakataktion der KV Nordrhein wurden im März viele Fragen zur Darmkrebsprävention gestellt...
Ab welchem Alter kann die Koloskopie zur Früherkennung von Darmkrebs durchgeführt werden?
Der Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl kann
einmal jährlich bei Frauen und Männern ab dem Alter von 50 Jahren (50. Geburtstag) bis zur Vollendung
des 55. Lebensjahres (55. Geburtstag) durchgeführt
Ab dem 55. Geburtstag können Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung (Frauen und Männer)
entscheiden, ob sie eine Präventive Koloskopie nach
der GO-Nr. 01741 EBM 2000plus in Anspruch nehmen
oder eine Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl
nach der GO-Nr. 01734 EBM in Anspruch nehmen. Diese Untersuchung ist dann allerdings nicht mehr jährlich, sondern nur noch alle zwei Jahre möglich. Haben
sich Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung
für die präventive Koloskopie entschieden, besteht im
Rahmen der Früherkennung von Krebserkrankungen
kein Anspruch mehr auf den Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl.
Versicherte haben Anspruch auf insgesamt zwei Koloskopien zur Früherkennung des kolorektalen Karzinoms.
Die zweite Koloskopie kann frühestens zehn Jahre nach
Durchführung der ersten Koloskopie beansprucht werden. Jede ab dem Alter von 65 Jahren durchgeführte
erste Koloskopie zählt als zweite Koloskopie.
Welche Behandlungsfälle werden zur Ermittlung des
Regelleistungsvolumens zugrunde gelegt?
Für die RLV sind die kurativ-ambulanten Behandlungsfälle des jeweiligen Vorjahresquartals relevant. Nicht zu
den RLV-Fällen gehören:
n	Notfälle im organisierten Notfalldienst (Vordruck
Muster 19)
n	Überweisungsfälle zur Durchführung ausschließlich
von Probeuntersuchungen oder zur Befundung von
dokumentierten Untersuchungsergebnissen
n	Fälle, in denen Praxen ausschließlich Leistungen
und Kostenerstattungen abrechnen, die nicht dem
RLV unterliegen.
Werden die qualifikationsgebundenen Fallwertzuschläge beim Regelleistungsvolumen immer vergütet?
Die qualifikationsgebundenen Fallwertzuschläge werden vergütet, wenn die entsprechenden Leistungen
auch erbracht und mit der Honorarabrechnung eingereicht werden.
Mehr Infos im Internet unter www.kvno.de
10 0428
Müssen Patienten, die nach der ersten Inanspruchnahme
den 18. Geburtstag haben, die Praxisgebühr zahlen?
Patienten, die bei der ersten Inanspruchnahme im Quartal
17 Jahre alt sind und bei der zweiten Inanspruchnahme
im selben Quartal den 18. Geburtstag hatten, brauchen
die Praxisgebühr nicht zu zahlen. Es gilt das Lebensalter
bei der ersten Inanspruchnahme im Quartal.
Fax­-A­b­ruf-Nr.: 0211 59 70 -
Zum Abruf wählen Sie bitte die Nummer des Dokumentes. Je nach Gerät müssen Sie vor oder nach dem Wählen die
Abruf-Taste des Fax-Gerätes drücken. Da die Fax-Geräte je nach Hersteller unterschiedlich sein können, sind leider
keine allgemeingültigen Angaben zur Handhabung der Abruffunktion möglich. Bitte entnehmen Sie Einzelheiten zur
Funktion des Fax-Abrufes der Betriebsanleitung Ihres Gerätes.
Durch-	wahl-Nr.
(Sei­ten­an­zahl)
Bezirksstellen der KV Nordrhein
7504	Bestellschein für Vordrucke	(2)
7500	Gesamtaufstellung – Zugelassene Ärzte	(4)
7501	Gesamtaufstellung – Ermächtigte Ärzte	(4)
7502	Gesamtaufstellung – Krankenhäuser	(4)
7510	Gesamtaufstellung – Zugelassene Ärzte	(3)
7551	Meldeformular für Laborgemeinschaften zur Direktabrechnung über die KV Nordrhein ab dem 4. Quartal 2008	(3)
7553	DMP Asthma/COPD: Antrag auf Teilnahme - Erklärung
zur Strukturqualität (fachärztliche Versorgungsebene)	7554	DMP Asthma/COPD: Teilnahmeerklärung Vertragsarzt	(1)
7555	Ambulantes Operieren: Check-Liste	(9)
7556	Anzeige über Beginn/Beendigung der Methadonsubstitution	(1)
7557	DMP Diabetes mellitus Typ 1: Antrag auf Teilnahme –
Erklärung zur Strukturqualität für den Hausarzt	(1)
7558	DMP Diabetes mellitus Typ 1: Antrag auf Teilnahme –
Erklärung zur Strukturqualität für die DSP und Kinderärzte	(4)
7511	Gesamtaufstellung – Ermächtigte Ärzte	(3)
7560	Patientendokumentation zur substitutionsgestützten Behandlung
Opiatabhängiger	(4)
7512	Gesamtaufstellung – Krankenhäuser	(3)
7561	Patientenerklärung zum Datenschutz / Abschluss (2)
7562	Patientenerklärung zum Datenschutz / Beginn (2)
EDV/IT in der Arztpraxis
7523	Merkblatt eHKS, elektronische Dokumentation zum HautkrebsScreening	75 24	Online-Abrechnung mit D2D: Merkblatt für Arztpraxen 7525	D2D-Anmeldung (7)
7526	Merkblatt und Antragsunterlagen zur Blankoformularbedruckung	(6)
7527	Merkblatt eKoloskopie-Dokumentation	7528	Merkblatt: eDMP	7529	Meldebogen für die IT-gestützte Quartalsabrechnung (8)
Phar­ma­ko­the­ra­pie­be­ra­tung
7532	Patentgeschützte Analogpräparate (Me-too-Liste 2010)	(2)
7533	Praxisbesonderheiten 2010 – Arzneimittel	(1)
7534	Richtgrößen 2010 – Heilmittel	(1)
7536	Richtgrößen 2010 – Arzneimittel	(1)
7537	GAmSI-Fax-Bestellformular (2)
7539	Genehmigungsverzicht bei HeilmittelVerordnungen außerhalb des Regelfalles	(2)
7541	Symbolnummer der Heilmittel-Praxisbesonderheiten 2010	(2)
Qualitätssicherung/Sicherstellung
7550	Bedarfsplanung (4)
7563	Patientenmerkblatt: Darmkrebs-Früherkennung	(3)
7564	DMP Brustkrebs: Teilnahmeerklärung Vertragsarzt	(2)
7566	DMP Diabetes mellitus Typ 1: Teilnahmeerklärung Vertragsarzt	(4)
7567	DMP Diabetes mellitus Typ 2: Teilnahmeerklärung Vertragsarz	(4)
7568	DMP KHK: Erklärung über die Praxisausstattung	(2)
7569	DMP KHK: Teilnahmeerklärung Vertragsarzt	(4)
7570	Kooperation mit pharmazeutischen Unternehmen	(4)
7571	Praxisgebühr: Mustermahnbescheid	(1)
7572	Rundschreiben der KBV zur Umsatzsteuerbefreiung nach
§ 4 Nr. 14 UStG – Sachverständigentätigkeit eines Arztes
für die gesetzliche Unfallversicherung	(5)
7580	Anfahrtsbeschreibung zur KV Nordrhein	(2)
7581	Bestellformular: Publikationen der KV Nordrhein	(1)
Vertrags­ab­tei­lung
7586	Bezirksstelle Düsseldorf: Abrechnungsformular/Meldebogen für
Impfungen gegen Influenza A/H1N1-Impfung (ab 20.11.2009) (1)
7587	Bezirksstelle Köln: Abrechnungsformular/Meldebogen für
Diese Dokumente sind auch über die Online-Ausgabe von KVNO aktuell im Internet unter www.kvno.de abrufbar.
Bei tech­ni­schen Pro­ble­men steht das Com­mu­ni­ca­tion-Cen­ter der KVNO unter der Telefonnummer 0211 5970 8500 zur Verfügung - bei Stö­run­gen wen­
den Sie sich bit­te an den Ge­rä­te-Her­stel­ler. In­halt­li­che Fragen zu den Do­ku­men­ten rich­ten Sie bit­te an die zu­stän­di­ge Fach­ab­tei­lung, Telefon 0211 59 700.
Round Table der KV Nordrhein mit Selbsthilfeorganisationen
Der Umgang mit Tod und Trauer ist sowohl in den Praxen als auch in den Patientenorganisationen Thema. Besondere Versorgungskonzepte in Nordrhein tragen dem Wunsch nach einem würdevollen Lebensende Rechnung. Experten stellen die Arbeit ärztlicher palliativer Netzwerke, die Hospizbewegung und die Arbeit von Selbsthilfegruppen vor. Auch medizinethische Fragen stehen auf der Tagesordnung, zum Beispiel ob eine Sondenernährung am Lebensende sinnvoll ist oder nicht. Schließlich formulieren Praxen und Patienten ihre Anforderungen an ein Patiententestament.
Termin: Ort: 5. Juni 2010, 10 bis 14 Uhr
KV Nordrhein, Haus der Ärzteschaft, Tersteegenstraße 9, 40474 Düsseldorf
KOSA der KV Nordrhein, Anke Petz, Telefon 0211 5970 8090, Telefax 0211 5970 8082, E-Mail kosa@kvno.de
Neu: Infomarkt für Medizinische Fachangestellte
Infomärkte für Ärzte und Psychotherapeuten bietet die KV Nordrhein schon seit Jahren an. Jetzt findet der erste
Infomarkt für Medizinische Fachangestellte statt. Experten der KV Nordrhein stehen für Fragen unter anderem zu
folgenden Themen bereit:
n	Abrechnungsfragen	n	Abrechnung ambulantes Operieren	n	Verträge	n	Qualitätsmanagement
n	Impfungen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten kein Zertifikat.
Termin: Ort: 9. Juni 2010, 14 bis 18 Uhr
Bezirksstelle Köln der KV Nordrhein, Sedanstraße 10-16, 50668 Köln
Information und Anmeldung, Nordrheinische Akademie, Anja Klaaßen, Tersteegenstr. 3, 40474 Düsseldorf,
Telefon 0211 4302 1368, Telefax 0211 4302 1390
MFA-Fortbildung: Selbsthilfe – Unterstützung für Patient und Praxis
Was kann man Angehörigen von Demenzkranken raten? Wo gibt es Unterstützung für Suchtkranke? Die Selbsthilfe kann eine sinnvolle Ergänzung zur medizinischen Behandlung darstellen. Die Seminare vermitteln erprobte Hilfen zur Kommunikation mit Patienten und geben einen Überblick über das Spektrum von Hilfsangeboten. Auf dieser
Basis können Medizinische Fachangestellte (MFA) ohne großen Aufwand Patienten gezielt informieren. Sie tragen
damit zur Patientenbindung und zur Entlastung der Praxis bei.
Termin: Ort: 30. Juni 2010, 16 bis 19 Uhr
Selbsthilfekontaktstelle, Friedhofstraße 39, 41236 Mönchengladbach
Termin: Ort: 1. September 2010, 16 bis 19 Uhr
Selbsthilfekontaktstelle, Lotharstraße 95, 53115 Bonn
n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	n	17.4.2010	21.4.2010	24.4.2010	1. – 7.5.2010	5. IQN-Kongress „Qualitätssicherung in ärztlicher Hand - zum Wohle der Patienten“, Düsseldorf
KV Nordrhein Consult „Boxenstopp – Coaching“, Düsseldorf
Hartmannbund – Landesverband Nordrhein: „Landesdelegiertenversammlung 2010“, Düsseldorf
Nordrheinische Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung: „Fortbildungskongress“,
5. – 7.5.2010	Hauptstadtkongress, Berlin
7.5.2010	Tag der Niedergelassenen, Berlin
12.5.2010	Fortbildung der KV Nordrhein: „Einführungsworkshop rational und rationell verordnen“,
19.5.2010 Fortbildung der KV Nordrhein für Medizinische Fachangestellte zur Pharmakotherapie, Köln
5.6.2010	12. Round Table der KV Nordrhein mit Selbsthilfeorganisationen, Düsseldorf
2.6.2010	RP-Sprechstunde „Bluthochdruck“, Düsseldorf
9.6.2010	Fortbildung der KV Nordrhein für Medizinische Fachangestellte: „Richtig abrechnen – Beispiele
aus der Praxis“, Düsseldorf
9.6.2010	Infomarkt für Medizinische Fachangestellte u. a. zu den Themen EBM-Abrechnung, Verträge,
Vordrucke, Schutzimpfungen, Praxisgebühr, Köln
9.6.2010	KV Nordrhein Consult „Honorarverteilung, Abrechnung, Regelleistungsvolumen“ Düsseldorf
9.6.2010	IQN-Fortbildung: „Geburtshilfe - Thromboserisiken und Thromboseprophylaxe in der
Schwangerschaft - die Problematik wiederholter Fehlgeburten“, Düsseldorf
12.6.2010	4. Nordrheinischer Praxisbörsentag der KV Nordrhein, Düsseldorf
15.6.2010	Kreisstelle Köln der KV Nordrhein: „Jour variable“, Köln
16.6.2010	KV Nordrhein Consult: „Praxiswertermittlung“, Düsseldorf
18./19.9.2010	IQN-Veranstaltung: „Sicher handeln und kommunizieren in schwierigen Situationen in der
Praxis“, Düsseldorf
23.6.2010	KV Nordrhein Consult: „Praxisabgabe aus Sicht des abgebenden Arztes optimieren“, Düsseldorf
30.6.2010	IQN-Fortbildung: Verordnungssicherheit Teil 9: Elektronische Verordnungssysteme – wann und
wie nützen sie im Praxisalltag?, Düsseldorf
30.6.2010 Fortbildung der KV Nordrhein für Medizinische Fachangestellte: „Vordrucke in der
vertragsärztlichen Versorgung“, Köln
7.7.2010	Infomarkt der KV Nordrhein, Köln
14.7.2010	RP-Sprechstunde „Demenz“, Mettmann
18.8.2010 Fortbildung der KV Nordrhein für Medizinische Fachangestellte zur Pharmakotherapie,
25.8.2010	Fortbildung der KV Nordrhein für Medizinische Fachangestellte zum Thema „IGe-Leistungen“,
8.9.2010	RP-Sprechstunde „Bluthochdruck“, Krefeld
21.9.2010	Kreisstelle Köln der KV Nordrhein: „Jour variable“, Köln
6.10.2010	Infomarkt der KV Nordrhein, Köln
9. – 15.10.2010	Nordrheinische Akademie für ärztliche Fort- und Weiterbildung: „Fortbildungskongress“,
25.10.2010	Fortbildung der KV Nordrhein für Medizinische Fachangestellte zum Thema „IGe-Leistungen“,
3.11.2010	RP-Sprechstunde „Phobien“, Düsseldorf
5. – 7.11.2010	IQN: „18. Fortbildungscurriculum Mamma-Carcinom“, Düsseldorf
13.11.2010	5. Nordrheinischer Praxisbörsentag der KV Nordrhein, Köln
17. – 20.11.2010	MEDICA, Düsseldorf
24.11.2010 Fortbildung der KV Nordrhein für Medizinische Fachangestellte zur Pharmakotherapie, Köln
27.11.2010	Vertreterversammlung der KV Nordrhein
4.12.2010	Konstituierende Sitzung der Vertreterversammlung der KV Nordrhein
8.12.2010	RP-Sprechstunde „Niere/Blase“, Düsseldorf
14.12.2010	Kreisstelle Köln der KV Nordrhein: „Jour variable“, Köln
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.kvno.de
aktuell 5 10
Online können die
Praxen Geld
Ruth Bahners (verantwortlich)
Frank Naundorf, Karin Hamacher
Dr. Peter Potthoff, Bernd Brautmeier, Ruth Bahners
n	Mammographie:
Kennzahlen sollen
Serviceteams Ansprechpartner
Screenings zeigen
n	Hintergrund:
Von der EBM-Nummer
KVNO aktuell erscheint in zehn Ausgaben pro Jahr als Mitteilungsorgan für die Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem: VV der KV Nordrhein, Landtagswahl in NRW und Honorarmisere.