Source: https://www.bauen.de/a/altbau-sanierungspflicht-wann-ein-bussgeld-droht.html
Timestamp: 2019-07-20 11:51:29
Document Index: 369759826

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§10', '§ 22', '§ 555', '§ 16', '§ 25', '§ 1', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 559', '§ 555', '§ 559', '§ 10', '§ 10']

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bauen.deSanierungAltbau-Sanierungspflicht: Wann ein Bußgeld droht
Zu den Sanierungspflichten gehört es, die oberste Geschossdecke zu dämmen. Foto: Deutsche ROCKWOOL
Pflicht zur Dämmung der obersten Geschossdecke beachten
Fördermittel für die Wärmedämmung: Altbau sanieren mithilfe der KfW
11 Fragen & Antworten zur EnEV
Zwar sind Altbau-Eigentümer nicht gezwungen, ihr Haus umfassend energetisch zu sanieren. Wenn Sie jedoch Sanierungsarbeiten beauftragen, so müssen diese den Vorgaben der EnEV entsprechen. Ein Beispiel: Wer mehr als zehn Prozent der Fassadenfläche seines Hauses erneuern lässt, muss diese auch dämmen. Das bedeutet: Wird nur ein kleiner Riss ausgebessert, ist keine energetische Sanierung nötig, ist eine größere Fläche betroffen, so muss diese in ihrer Gesamtheit gedämmt werden. Verzichtet ein Immobilienbesitzer in diesem Fall auf die Dämmung, kann ein Bußgeld in einer Höhe bis zu 50.000 Euro erhoben werden
Rechenbeispiel – Fassadendämmung
In den meisten Fällen ist die präventive Dämmung der Fassade günstiger als das Bußgeld. Hausbesitzer müssen dabei in etwa mit folgenden Kosten rechnen.
Dämmung der Außenwände (Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035, bspw. Mineralwolle) 220 m² 140 mm 29.105 Euro 132,30 Euro
Neue 3-Scheiben-Wärmeschutzfenster 24 m² - 10.464 Euro 436,- Euro
39.569 Euro
Laut EnEV ist es Pflicht, die ungedämmte oberste Geschossdecke oder wahlweise das ungedämmte Dach eines Altbaus nachträglich zu dämmen. In Paragraph 27 der Verordnung benennt der Gesetzgeber es klar als Ordnungswidrigkeit, wenn ein Immobilieneigentümer darauf verzichtet. Es droht ein Bußgeld in einer Höhe bis zu 50.000 Euro
Rechenbeispiel – Dämmung Dach oder Geschossdecke
Auch die Dämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke ist in den meisten Fällen günstiger als das Bußgeld. Beispielhaft kommen folgende Kosten auf Hausbesitzer zu:
Dämmung der obersten Geschossdecke, nicht
begehbar (Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035) 70 m² 140 mm 1.264 Euro 18,06 Euro
begehbar (Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035) 70 m² 140 mm 4.033 Euro 57,61 Euro
Dämmung eines Steildachs
(Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035) 140 m² 140 mm 32.141 Euro 229,58 Euro
Dämmung eines Flachdachs
(Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035) 70 m² 140 mm 12.785 Euro 182,64 Euro
Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten der nachträglichen Dachdämmung es gibt.
Allerdings müssen längst nicht alle alten Dächer oder Geschossdecken gedämmt werden. Laut EnEV gilt die Pflicht zur Dämmung als erfüllt, wenn das Dach den Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 genügt. Es empfiehlt sich, dies von einem Energieberater überprüfen zu lassen. Auch gilt: Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer bereits im Februar 2002 eine selbst bewohnt hat, sind von den Pflichten zur Dämmung zunächst ausgenommen. Hier wird die Dämmung erst nach einem Eigentümerwechsel fällig – die Frist beträgt dann zwei Jahre nach dem Besitzerwechsel.
Laut EnEV müssen Hauseigentümer bestimmte ältere Heizkessel austauschen. Dies gilt für alle Heizkessel, die bis Ende des Jahres 1984 eingebaut wurden. Heizkessel, die dagegen im Jahr 1985 oder später eingebaut wurden, dürfen nach einem Ablauf von 30 Jahren nicht mehr betrieben werden.
Allerdings gibt es hier diverse Ausnahmen: So dürfen Hausbesitzer Niedrigtemperatur-Heizkessel, Brennwert-Heizkessel und Heizungsanlagen mit einer Nennleistung unter vier Kilowatt (kW) oder über 400 kW weiterhin betreiben. Außerdem sind Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer bereits 2002 eine selbst bewohnt hat, von der Pflicht ausgenommen. Nach einem Eigentümerwechsel gilt diese Ausnahmeregelung aber nicht mehr: Der neue Besitzer hat zwei Jahre Zeit für den Austausch.
Halten sich Immobilieneigentümer nicht an die Nachrüstpflichten, kann das Bußgeld bis zu 50.000 Euro betragen. Die Nachrüstung eines Gas-Brennwert-Kessels auf dem aktuellen Stand der Technik kostet dagegen laut Deutscher Energie-Agentur etwa 8.500 Euro.
Hier finden Hausbesitzer Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Heizungsmodernisierung.
Wer eine neue Heizung einbauen, die Fassade oder die oberste Geschossdecke dämmen lässt, sollte darauf achten, vom Handwerker nach Abschluss der Arbeiten eine sogenannte Unternehmererklärung zu erhalten. In dieser wird bestätigt, dass die Arbeiten gemäß EnEV ausgeführt wurden. Diese Erklärung muss der Hausbesitzer fünf Jahre lang aufbewahren. Fehlt sie, kann ein Bußgeld in einer Höhe von bis zu 5.000 Euro fällig werden.
Wer in Deutschland ein altes Haus sanieren möchte, kann dafür Fördermittel vom Staat in Anspruch nehmen. Wichtigste Voraussetzung: Die Altbausanierung muss die Energieeffizienz des Hauses verbessern. Eine Solche energetische Sanierung unterstützt die KfW-Förderbank mit dem Programm „Energieeffizient Sanieren“. Sanierer können die Fördermittel dabei nicht nur für Komplettsanierungen, sondern auch für Einzelmaßnahmen, darunter die nachträgliche Wärmedämmung der Fassade verwenden. Je nach Maßnahme erfolgt diese Unterstützung in Form eines Kredits oder eines Investitionszuschusses. Dabei gilt: Je besser der angestrebte energetische Standard, desto mehr Fördermittel gibt es von der KfW – bei Einzelmaßnahmen bis zu 50.000 Euro, bei Komplett-Sanierungen zum KfW-Effizienzhaus bis maximal 100.000 Euro je Wohneinheit.
Hier finden Hausbesitzer eine Zusammenfassung der Förderprogramme für Sanierung und Modernisierung.
1. Gibt es Ausnahmen von der EnEV?
Es gibt einige Ausnahmen von den Vorgaben der EnEV:
Wer sein Einfamilien- oder Zweifamilienhaus selbst bewohnt und schon im Februar 2002 dort wohnte, muss nicht sanieren.
Heizungen, die über 30 Jahre alt sind, müssen nicht gewechselt werden, wenn es sich um Niedertemperatur- oder Brennwertkessel handelt.
Denkmalschutzimmobilien sind von den EnEV-Vorgaben ausgenommen.
Ist eine Sanierungsmaßnahme nachweislich unwirtschaftlich, muss sie nicht ausgeführt werden.
2. Ich besitze eine Eigentumswohnung. Wer ist für die Dämmung zuständig?
Bei einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) wird unterschieden zwischen Gemeinschafts- und Sondereigentum. Das ist in der so genannten Teilungserklärung geregelt.
Das Dach ist zum Beispiel in der Regel Gemeinschaftseigentum, demzufolge ist die gesamte Hausgemeinschaft für die Dämmung zuständig. Und diese muss jetzt tätig werden: Ungedämmte oberste Geschossdecken (oder wahlweise das Dach) in Mehrfamilienhäusern müssen bis spätestens 31. Dezember 2015 nachträglich gedämmt werden.
Ist die Zentralheizung alter als 30 Jahre, muss auch sie erneuert werden, hiervon ausgenommen sind Niedertemperatur- oder Brennwertgeräte. Auch für diesen Heizungsaustausch ist die Hausgemeinschaft verantwortlich. Ausnahme: Die Wohnung verfügt über eine eigene Gastherme. Dann ist nur der Wohnungseigentümer zuständig.
3. Ich besitze ein Einfamilienhaus. Muss ich sanieren?
Wenn Sie in Ihrem Haus schon im Februar 2002 wohnten: Nein.
Wenn Sie das Haus erst danach kauften, beziehungsweise selbst nutzten: Ja. Bis 31. Dezember 2015 müssen Sie zumindest Ihre oberste Geschossdecke oder alternativ Ihr Hausdach dämmen. Zusätzlich müssen Heizungsanlagen, die bis Ende 1984 eingebaut wurden, ausgetauscht werden (Ausnahme: Niedertemperatur- und Brennwertkessel).
4. Ich habe ein altes, ungedämmtes Haus geerbt. Muss ich den Altbau sanieren?
Auch wer ein Haus erbt, ist laut EnEV zu einigen energetischen Sanierungsmaßnahmen verpflichtet. Dazu gehören:
- Dämmung der obersten Geschossdecke (wahlweise des nicht ausgebauten Dachs): Bei 1- und 2-Familienhäusern binnen zwei Jahren nach Erwerb – oder eben Erbfall –, bei Mehrfamilienhäusern bis zum 31. Dezember 2015.
- Austausch von mehr als 30 Jahre alten Heizungen, sofern diese keine Niedertemperatur- oder Brennwertgeräte sind: Bei 1- und 2-Familienhäusern binnen zwei Jahren nach Erwerb, bei Mehrfamilienhäusern wäre bereits der Vorbesitzer hierzu verpflichtet gewesen.
- Erstellung eines Energieausweises, sobald das Anwesen (oder eine Einheit) vermietet oder verkauft werden soll.
5. Muss ich die Fassade dämmen lassen, wenn ich die Fenster erneuere oder neu streiche?
Sobald zehn Prozent eines Bauteils erneuert werden, muss es anschließend die EnEV erfüllen. An den Anstrich gibt es keine EnEV-Anforderungen. Die Fassade muss nur dann gedämmt werden, wenn der Putz abgeschlagen und erneuert wird. Neue Fenster müssen der EnEV entsprechen, haben aber keinen Einfluss auf die Fassade, sie gelten als eigenständiges Bauteil. Allerdings kann es problematisch werden, neue Fenster einzubauen und auf eine Fassadendämmung zu verzichten: Die kältesten Stellen eines Raumes sind dann womöglich nicht mehr die Fenster, sondern eine Stelle an einer Wand. Dort besteht dann große Schimmelgefahr.
6. Ich bin erst seit kurzem Eigentümer und kann mir eine umfassende Sanierung nicht leisten. Welche Möglichkeiten habe ich?
Möglichkeiten, die Sanierungspflicht zu umgehen, gibt es nur dann, wenn die geforderten Maßnahmen unwirtschaftlich sind. Auch denkmalgeschützte Häuser sind von der Pflicht ausgenommen.
Für manche Sanierungsarbeiten können zumindest Fördergelder beantragt werden, zum Beispiel in Form von zinsvergünstigten KfW-Krediten.
7. Das ungedämmte Dach eines Mehrfamilienhauses soll als Einheit verkauft und ausgebaut werden. Wer ist für die Dämmung zuständig, wer zahlt sie?
Im Allgemeinen ist das Dach Gemeinschaftseigentum. Ist es nicht gedämmt, muss die Eigentümergemeinschaft zumindest die oberste Geschossdecke nachträglich dämmen. Ist allerdings der Ausbau des Daches geplant, wäre diese Maßnahme sinnlos. Denn dann muss gemäß EnEV zwingend das Dach und nicht nur die Geschossdecke gedämmt werden, was in der Regel deutlich mehr kostet.
Ob diese Kosten dann nur vom Käufer des Rohdachbodens oder anteilig von der Wohneigentumsgemeinschaft getragen werden, sollte individuell geregelt werden. Um Streitigkeiten zu vermeiden, sollten die Verantwortlichkeiten jedoch schon im notariellen Kaufvertrag detailliert geklärt werden.
8. Die Eigentümergemeinschaft will Sanierungsmaßnahmen durchführen, ich nicht. Was kann ich tun?
Eigentlich müssen alle Wohnungseigentümer einer baulichen Veränderung zustimmen. EnEV-Sanierungsmaßnahmen fallen aber unter eine Sonderregelung, für die nur eine Mehrheit von drei Vierteln der Eigentümer, die mindestens die Hälfte aller Miteigentumsanteile halten, benötigt wird.
9. Kriege ich eine Bescheinigung über die Erfüllung der EnEV?
Der Energieausweis kommt einer solchen Bescheinigung am nächsten. Ein Gutachter untersucht das Gebäude und vermerkt, welche Maßnahmen noch umgesetzt werden können – oder dass keine weiteren baulichen Veränderungen notwendig sind. Ein solcher Ausweis kostet einige hundert Euro und ist in dieser Form nicht verpflichtend. Zwar muss etwaigen Kauf- oder Mietinteressenten ein Energieausweis vorgelegt werden, bei dem es sich aber auch um eine deutliche günstigere Variante zum Beispiel aus dem Internet handeln kann.
Weitere Infos zum Energieausweis und sämtlichen Varianten: Energieausweis: Wer ihn braucht und was er aussagt
10. Ich vermiete eine Eigentumswohnung/mein Einfamilienhaus. Brauche ich einen Energieausweis?
Ja. Auch hier gelten die unter (3) dargestellten Verpflichtungen: Sobald eine Wohneinheit vermietet wird, müssen schon in der Immobilienanzeige die Angaben des Energieausweises enthalten sein.
Ausnahme: Denkmalgeschützte Gebäude. Für diese gibt es keine Energieausweis-Pflicht.
11. Ich bin Mieter einer unsanierten Altbauwohnung. Muss der Hausbesitzer zwangsläufig sanieren? Und kann ich die Miete mindern, wenn der Vermieter seinen EnEV-Pflichten nicht nachkommt?
Jein. Alte Fenster und ungedämmte Fassaden muss der Vermieter nicht energetisch sanieren. Erst wenn mindestens zehn Prozent der jeweiligen Fläche erneuert werden, ist er in der Pflicht. Allerdings muss die oberste Geschossdecke beziehungsweise das Dach gedämmt sein. Über 30 Jahre alte, technisch veraltete Heizkessel muss der Vermieter austauschen lassen. Ausnahme: Sie sind Mieter in einem 2-Familienhaus, in dem der Eigentümer schon seit mindestens Februar 2002 wohnte: Dann ist er zu keinen Maßnahmen verpflichtet.
Kommt der Vermieter seinen Pflichten gemäß der EnEV nicht nach, so ist das zwar eine Ordnungswidrigkeit, aber zunächst kein Grund, die Miete zu mindern.
Anders kann das aussehen, wenn zum Beispiel eine Dachgeschosswohnung wegen einer fehlenden Dämmung im Winter nicht ausreichend beheizbar ist. Dann lautet der Minderungsgrund aber nicht „EnEV-Verstoß“, sondern „nicht ausreichend beheizbar“. Das ist unabhängig von der EnEV ein Wohnungsmangel.
SanierungDachdämmung
Wolfgang Richard am 15.07.2019 22:53
am 2 Familienhaus meiner Mutter (wohnt selbst drin, Bj 1964) wurden durch den Hagel die Ziegel auf der Westseite des Daches so beschädigt (ca. 65%) so dass alle Ziegel dieser Dachseite erneuert werden. Die Ostseite des Daches ist nicht beschädigt und bleibt unverändert.
Müssen nun beide Seiten des Daches also die defekte und unbeschädigte gedämmt werden?
Könnte an Stelle der Dämmung im Dach auch die oberste Geschossdecke gedämmt werden?
Redaktion bauen.de am 19.07.2019 09:15
Hallo Wolfgang Richard,
ja, wenn ein Bauteil ohnehin erneuert oder ausgetauscht wird, muss es danach den Anforderungen der EnEV entsprechen. Das gilt, sobald zehn Prozent eines Bauteils erneuert werden müssen. Aber Sie haben Recht, stattdessen könnten Sie auch die oberste Geschossdecke dämmen.
berri am 13.07.2019 20:00
Wir spielen mit dem Gedanken, einen alten Bauernhof zu kaufen und zu einer Ferienanlage umzubauen.
Es sollen bis zu 9 Ferien-Wohneinheiten entstehen.
Müssen wir hier die Auflagen der EnEv erfüllen? Oder können wir uns dem durch Einschränkung auf 4monatige Nutzung entziehen? Wir wollen nicht selbst dort wohnen sondern nur an Gäste vermieten.
Redaktion bauen.de am 15.07.2019 10:10
auch ein Hotel muss die EnEV erfüllen.
Pohlbauer am 03.07.2019 18:10
Habe eben die nächste Hammer Nachricht bekommen. Bei dem Unwetter, bei dem auch die Fassade beschädigt wurde, sind auch Schäden am Dach entstanden. Der Dachdecker hat in seinen Angebot geschrieben, es müsse jetzt die EnEV eingehalten werden. Das bisher nicht gedämmte Dach müsse isoliert werden oder zumindest eine Wärmedämmung auf der obersten Geschoßdecke müsse gemacht werden. Er sagte noch, dass die Ausnahmeregeln für Häuser mit 2 Wohnungen bei denen der Eigentümer mindestens 2002 wohnt nicht gelten bei einer Reparatur. Die Ausnahmen würden nur gelten solange keine großen Reparaturen >15% der Dachfläche gemacht werden. Ist das wirklich so schlimm? Wer weiß da einen Ausweg?
Redaktion bauen.de am 04.07.2019 12:39
Hallo Pohlbauer,
ja, da hat der Dachdecker recht. Eigentümer, die schon länger in ihrem Haus wohnen, sind von der Modernisierungspflicht befreit. Wenn aber ohnehin an einem Bauteil gearbeitet wird und mehr als zehn Prozent erneuert werden, müssen die Arbeiten so ausgeführt werden, dass die EnEV eingehalten wird. Sie gilt aber bereits dann als eingehalten, wenn die vorgegebenen Grenzwerte für das Bauteil und das gesamte Gebäude um nicht mehr als 40 Prozent überschritten werden.
Pohlbauer am 01.07.2019 10:43
Bei meinem Haus, in dem ich schon seit 1990 wohne, wurde durch ein Unwetter die aus Eternit Schindeln bestehende Fassade beschädigt. Mehr als ca 15% der Fassade ist beschädigt. Weil in den Eternit Schindeln Asbest ist, sagt mir der Handwerker er könne das nicht reparieren und daher müssen alle Eternit Schindeln von der Fassade abmontiert und fachmännisch entsorgt werden. Erst dann könne er neue Schindeln (ohne Asbest) an der Fassade anbringen.
Die Unwetter Versicherung würde alles (Abbau/Entsorgung und das Anbringen der neuen Schindeln) zahlen.
Das Haus ist aus dem Jahr 1965 und hat noch keine dicke Wärmeschutzverkleidung, die Schindeln dienen nur dem Wetterschutz des Mauerwerks.
Meine Angst ist jetzt dass ich wegen der EnEV nun für das ganze Haus an den Fassaden eine dicke Wärmeschutzverkleidung brauche. Das könnte ich mir gar nicht leisten.
Redaktion bauen.de am 04.07.2019 12:42
wir haben Ihnen leider eine falsche Antwort gegeben, bitte entschuldigen Sie. EIgentümer sind unter bestimmten Voraussetzungen nur von der Modernisierungspflicht befreit. Sobald ein Bauteil erneuert wird, muss es anschließend den Vorgaben der EnEV entsprechen - zumindest dann, wenn mehr als zehn Prozent des Bauteils erneuert werden. Wenn Sie die Fassade also komplett erneuern und nicht nur neu streichen, müssen Sie die EnEV einhalten. Sie gilt aber als eingehalten, wenn Sie die vorgeschriebenen Werte um nicht mehr als 40 Prozent überschreiten.
Redaktion bauen.de am 01.07.2019 11:49
die EnEV sieht verschiedene Ausnahmen vor. Unter anderem bei selbtbewohnten Immobilien mit maximal zwei Wohneinheiten, wenn der Eigentümer schon seit 2002 oder länger in dem Haus wohnt. Das trifft in Ihrem Fall zu. Auch muss eine Modernisierungsmaßnahme nicht durchgeführt werden, wenn sie sich nicht rentieren wird. Das könnte bei Ihnen ebenfalls zutreffen. Ansonsten bietet die KfW günstige Kredite und Zuschüsse für energetische Sanierungsmaßnahmen. In Ihrem Fall müssen Sie wie es aussieht also nicht unbedingt eine Wärmedämmung anbringen.
Rudi am 25.06.2019 12:42
ich bin selbstnutzender Eigentümer eine WE in einem Altbau-MFH. Das Haus ist mit 167 kwh/a recht energieintensiv.
Ich habe mehrfach energetische Maßnahmen angeregt - Kellerdeckendämmung, Innendämmung besonders exponierter Wohnungen im Dachgeschoss,... - die Mehrheit der Kapitalanleger ist regelmäßig dagegen.
Besteht die Möglichkeit, energetische Maßnahmen zu erzwingen?
Redaktion bauen.de am 27.06.2019 09:04
wenn die Wohneigentümer nicht für solche Maßnahmen stimmen, könnten Sie die Sanierung höchstens vor Gericht durchsetzen. Wenn das für Sie ein Option ist, sollten Sie als erstes zu einem Anwalt gehen und mit ihm die nächsten Schritte besprechen.
Sabine am 19.06.2019 21:20
muss die Kellerdecke eines Mehrfamilienhauses Baujahr 1965 gedämmt werden, wenn alle Rohre der Wasserleitungen und der Heizungsleitungen gedämmt sind. Wo finde ich etwas dazu, wenn es gesetzlich vorgeschrieben ist?
Redaktion bauen.de am 24.06.2019 08:59
nein, die Kellerdecke muss nicht gedämmt werden. Die gesetzlichen Vorgaben dazu finden Sie in der Energieeinsparverordnung (EnEV).
Krampen am 19.06.2019 18:16
Hallo, wir aben eine AltbauDHH gekauft. Die Giebelseite wollten wir auf dem bestehenden putz verschiefern lassen. Der rest des hauses ist doppelschalig aufgebaut und wir wollten nur eine dünne dämmung auf dem putz anbringen a 7cm wegen dachvorsprung ect. und dann neu verputzen. Darf ich das so oder müssen es 17cm sein?
Redaktion bauen.de am 24.06.2019 08:56
Hallo Krampen,
es gibt keine Regelungen, wie eine Dämmung ausgeführt werden muss. Wenn Sie die geforderten Dämmwerte auf eine andere Weise erreichen, ist das auch in Ordnung. Ob 7 cm in Ihrem Fall ausreichen, können wir aus der Ferne nicht sagen. Wenn das Haus zweischalig ist, gibt es ja möglicherweise einen Zwischenraum, den Sie mit Dämmmaterial füllen könnten? Ansonsten sollten Sie mal mit einem Energieberater vor Ort sprechen, der ihnen sagen kann, welche Möglichkeiten es gibt, der EnEV gerecht zu werden
Stephan K. am 07.06.2019 20:44
Hallo, muss ich die Fassade auch dämmen wenn ich selber eine vorgehängte Holzfassade anbringe oder nur wenn ich diese Arbeiten durch eine Firma durchführen lasse?
Redaktion bauen.de am 11.06.2019 14:26
für die Dämmpflicht ist es unerheblich, wer die Sanierungsmaßnahmen ausführt.
Wolfgang am 31.05.2019 09:58
Moin, wie sieht es rechtlich aus, bei Grenzbebauung, wenn durch die Dämmung die Grundstücksgrenze überschritten wird und/oder die Nachbareinfahrt nicht mehr nutzbar ist, weil zu schmal?
Wolfgang am 31.05.2019 10:01
Zur Erklärung, links ist unsere Einfahrt, durch die Dämmung am Nachbarhaus schon schmaler geworden. Wenn wir jetzt dämmen, passt kein Auto mehr durch.
Redaktion bauen.de am 03.06.2019 11:14
in manchen Landesbauordnungen gibt es Ausnahmevorschriften, wonach die Abstandsflächen im Bestand durch eine Dämmung unterschritten werden dürfen. Allerdings nur, sofern sich das auf dem eigenen Grundstück abspielt, eine Überbauung des Nachbargrundstücks ist allerdings auch dann nicht zulässig.
Bei Ihnen scheint das Problem eher praktisch darin zu bestehen, dass durch die Dämmung der Weg zu schmal für das Auto wird. Hier wäre unter Umständen eine Innendämmung in Betracht zu ziehen. Zudem gibt es bei Außendämmungen Hochleistungsdämmstoffe, bei denen schon eine dünne Schicht eine hohe Wirkung erzielt, etwa Vakuumisolierpaneele oder Aerogele. Sollche Dämmungen sind aber sehr teuer.
PNin am 27.04.2019 15:48
Wir besitzen ein altes EFH, dass nie verputzt wurde, stattdessen wurde es in den 70er Jahren mit Alu-Schindeln verkleidet und der Zwischenraum mit Styroporplatten versehen. Zur Verschönerung wollen wir das alles entfernen und stattdessen das Haus verputzen (ohne Dämmung). Fallen wir nun auch unter die 10% Grenze, oder eben nicht, weil wir zuvor keinen Putz haben entfernen müssen.
Redaktion bauen.de am 29.04.2019 10:04
Sie entfernen die alte Fassade und verputzen das Haus neu. Die 10-Prozent-Regel trifft also nicht zu. Sofern Sie das Haus selbst bewohnen, müssen Sie dennoch nicht dämmen, dann sind Sie nicht an die EnEV gebunden. Darüber nachdenken sollten Sie dennoch, denn energetisch ist die geplante Maßnahme ja ein Rückschritt: Sie entfernen sogar die alte Dämmung.
Anette Helmer am 27.04.2019 12:01
Meine Freundin wohnt im 1. Stock eines Altbaus und jetzt wurde das Dach neu gedeckt und isoliert.
Es befindet sich noch eine kleine Wohnung über ihr, die von der Isolierung am ehesten profitiert.
Der Vermieter hat daraufhin die Miete um 55 € erhöht, obwohl er bereits auch in 2018 die Miete erhöhte. Ich finde es nicht gerechtfertigt.
Redaktion bauen.de am 29.04.2019 09:57
grundsätzlich darf der Vermieter die Kosten, die bei der Modernisierung eines Hauses entstehen auf seine Mieter umlegen. Welche Regeln es dafür gibt, lesen Sie am besten auf immowelt.de nach:
marwerno am 10.04.2019 11:40
Ich habe mir nicht alle Kommentare durchgelesen und oben habe ich dies auch nicht gesehen, aber ich denke es fehlt ein Entscheidender Hinweis:
§ 25 EnEV, Absatz 1:
„Die nach Landesrecht zuständigen Behörden haben auf Antrag von den Anforderungen dieser Verordnung zu befreien, soweit die Anforderungen im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen. Eine unbillige Härte liegt insbesondere vor, wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können.“
Als angemessene Frist haben einige Gerichte 10 Jahre zu Amortisierung der Renovierungskosten angesetzt. Wenn ich obenstehende Kosten betrachte kommt man fast immer ohne Renovierungspflicht davon! Also nicht einschüchtern lassen!
Redaktion bauen.de am 12.04.2019 15:43
Hallo marwerno,
vielen Dank für Ihren Hinweis, der sich allerdings durchaus bereits im Text befindet.
Ganz so einfach kann man es sich allerdings nicht machen. Bestimmte Maßnahmen amortisieren sich schneller als andere. Gerichtsurteile dazu sind uns nicht bekannt, wobei uns da natürlich auch mal was durch die Lappen gehen kann. Deswegen gibt es bisher auch nur vorsichtige Einschätzungen von Juristen, wie die Regeln im Zweifel auszulegen sind. Wir sind keine Juristen, dürfen keine Rechtsberatung leisten und halten uns deswegen auch mit Einschätzungen zurück.
Heino am 08.04.2019 13:00
Hallo Team von Bauen.de,
mein Sohn wohnt seit 01.10.18 in Flensburg zentral in einem Mehrfamilien Altbau von 1900 in der obersten Etage (Dachgeschoss), die Decke sowie auch das gesamte Gebäude (Außenfassade) wurden bisher nie saniert nach EnEV, es wurden immer nur Schönheitsreparaturen durchgeführt, um die Mieter optisch zu beruhigen. (1cm Styroporplatte geklebt, Tapete u. Farbe drüber, das war's) Während der Wintermonate wurden kaum 20 Grad Innentemperatur erreicht, trotz voll aufgedrehter Thermostaten. Die Innenflächen der Außenwände an der Nordwestseite waren eiskalt und sehr feucht bis nass. Teilweise bildeten sich Wassertropfen auf der Tapete, was uns ziemlich schockiert hat. Einige Schrankrückwände in der Küche haben bereits Schimmelsporen gebildet, überall wo Möbel direkt an der feuchten Wand stehen oder hängen riecht es muffig.
Wir fragen uns nun, kann sich zwischen Styroporplatte und feuchter Wand evtl. auch schon Schimmel gebildet haben? Unsere Beschwerde bei der Hausverwaltung wurde lapidar niedergeschmettert mit der Begründung, es ist ein Altbau und sie wussten das vorm Einzug! Was können wir jetzt noch tun, bevor wir einen Anwalt einschalten? Herzlichen dank für Ihre Unterstützung !!!
Mit freundlichen Grüßen ... Heino ...
Redaktion bauen.de am 12.04.2019 15:09
tatsächlich muss der Vermieter keinen besseren Zustand bieten, als den, der eben gemietet wurde. Ihr Sohn hat beispielsweise keinen Anspruch auf eine zusätzliche Wärmedämmung. Andererseits stellen Schimmelbefall oder zu niedrige Temperaturen trotz laufender Heizung Mängel dar, die zu Mietmindgerung oder aber fristloser Kündigung berechtigen. Infos dazu finden Sie auf unserem Partnerportal immowelt.de:
Tatsächlich sind Styroporplatten an den Innenwänden eher kontraproduktiiv. Der eine Zentimeter wird nicht viel ausrichten. Wenn die Wände aber kalt sind, kann dort Luftfeuchtigkeit kondensieren und dann auch hinter die Styroporplatten dringen, wo die Feuchtigkeit schlecht wieder trocknet und damit hervorragenden Nährboden für Schimmelpilze bieten.
Frank am 06.04.2019 21:38
Ich möchte gerne mein Fassade in Ordnung bringen, die alte dünne Farbputzschicht dort wo sie abblättert beseitigen, die Fassade abwaschen. Der alte Putz , da er noch fest ist bleibt auf der Fassade.
Geplant ist also nur eine Verschönerung (Streichen) dem ein neuer dünner Farbputz auf den alten aufgetragen wird. Es werden keine 10% des alten Putz entfernt!
Eine zusätzliche Dämmung ist nicht vorgesehen und erwünscht. Das Gebäude ist nur zur eigenen Nutzung gedacht.
Müsste ich dennoch dämmen?
Redaktion bauen.de am 08.04.2019 11:46
nein, in diesem Fall müssen Sie nicht dämmen. Nur dann, wenn Sie neu verputzen wäre eine Dämmung Pflicht.
mika am 01.04.2019 22:21
wir haben ein Einfamilien Reihenhaus von 1966 im Urzustand erworben und saniert. U. a. wurde eine Aufsparrendämmung im Zuge der Dachsanierung verbaut (160mm) was auch über die L-Bank als Energiesanierungsmaßnahme finanziert wurde.
Desweiteren wurde eine neue Heizung inkl. Fußbodenheizung installiert (Gasbrennwerttherme) sowie neue Holzfenster (2-fach verglast).
Laut Energieberater würde sich die Energieffiezienz so verbessern, dass wir sogar davon befreit wurden, entweder Biogasanteile zu beziehen oder eine Solaranlage betreiben zu müssen.
Jetzt habe ich gelesen, dass die Fassade gedämmt werden muss, wenn diese umfangreich saniert wird. Bei uns war es so, dass wir einige Fenster verkleinert haben und somit den vorhandenen Putz hätten beiarbeiten müssen. Daher haben wir uns dazu entschlossen, direkt neu zu verputzen. Den alten Putz haben wir nicht abgeklopft, sondern sind einfach nur mit dem neuen Farbputz über den vorhandenen gegangen. Haben wir jetzt einen Fehler gemacht?
Redaktion bauen.de am 02.04.2019 15:24
Sie haben also neu verpuzt und nicht einfach nur neu gestrichen. Wenn die Fläche, die Sie neu gemacht haben, mehr als zehn Prozent der gesamten Fassade beträgt, müsste die Wand anschließend den Vorgaben der EnEV entsprechen. Ist das nicht der Fall, hätten Sie einen Fehler gemacht. Entspricht die Wand den Vorgaben oder haben Sie weniger als zehn Prozent erneuert, haben Sie aus Sicht der EnEV alles richtig gemacht.
Jens am 24.02.2019 17:46
Hallo Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von bauen.de. Folgende Frage(n) zur EenV;
Kann jemand einen bezahlbaren Sachverständigen benennen, der in allen Detailfragen zur EenV und 4108-2 VERBINDLICH berät?
Wie und an wen erfolgt der Nachweis, das ein erworbenes, selbst bewohntes altes Haus (Bj. vor 1960), in dem oberen Geschoss weniger als vier Monate im Jahr über 19Grad erwärmt wird ( als Beispiel kann hier genannt sein, dass man von den 7 Monaten im Jahr, die man in Deutschland zur Heizperiode zählt, insgesamt 3,5 - 4 Monate auf Montage, auf Reisen usw. ist..also die Räume nicht über 19 Grad beheizt werden.)?
Wer kann mir sagen/berechnen, dass die obere Decke nach DIn 4108-2 einen R-Wert von 0,90 Watt pro Quadratmeter und Grad Kelvin oder für andere Decken gar einen R-Wert von 1,57, erfüllt?
Gibt es irgendwo Tabellen über häufig in alten Gebäuden verwednete Materialien und deren R-Werte?
Wie sieht es mit der Heizung im Allgemein aus. Gemäß dem Fall, in dem Gebäude wären zur Warmwasseraufbereitung alte, erneuerungsbedürftige Durchlauferhitzer montiert, kann ich diese lediglich gegen neue Geräte austauschen oder muss ich hier eine andere technische Maßnahme durchführen?
Gemäß dem Fall es wären in allen beheizten Räumen Nachtspeicheröfen oder Einzelraumheizöfen z.B) Kachelofen) vorhanden, die aber auch austauschbedürftig sind, kann ich dann nach EenV einfach z.B Infrarotelektroheizungen oder modernere Einzelraumöfen installieren?
Redaktion bauen.de am 25.02.2019 12:09
wir können Ihre Fragen leider nur zum Teil beantworten:
1. Wir können Ihnen keinen Experten empfehlen.
2. Diesen Nachweis müssen Sie per se nicht erbringen.
3. Diese Antwort kann Ihnen vermutlich ein Bausachverständiger oder Energieberater geben.
4. Wir kennen keine entsprechende Tabelle.
5. Die EnEV schreibt lediglich den Tausch von Heizkesseln vor, die älter als 30 Jahre sind, mit einigen Ausnahmen, Details finden Sie im Text.
Beste Grüße, die Redaktion von bauen.de
Zwilla am 19.02.2019 10:15
In der Verordnung steht aber auch das die Kosten innerhalb 10 Jahren nachweislich eingespart wurden. Wenn nicht droht ein Bußgeld von 50000 Euro. Also rechnet doch selbst mal nach. Dämmung Wände 30TEur. Bisherige Heizkosten 1200 Euro aktuelle Heizkosten 420 Euro. Verlust nach 10 Jahren über 20TEuro
OFK66 am 07.01.2019 21:07
Hallo, wir stehen kurz vor dem Kauf einer Ferienwohnung in einem Mehrfamilienhaus mit 18 Parteien. Die Wohnung liegt im -ungedämmten- Dachgeschoss. Außerdem befindet sich noch ein weiteres Appartement dort, der überwiegende Teil des Dachgeschosses jedoch wird als Stauraum genutzt. Das Gebäude ist von 1971. Einige wohnen schon viele Jahre dort, manche Wohnungen haben vor kurzem ihren Besitzer gewechselt. Besteht hier eine Dämmpflicht seitens der Eigentümergemeinschaft (Dach ist Gemeinschaftseigentum) gemäß EnEV?
Limby78 am 13.11.2018 15:20
Hallo, meine Frau und ich wollen ein Haus kaufen. Vorgesehen haben wir den Austausch der 12 Jahre alten Ölheizung gegen eine Pelletheizung, die elektrik sanieren und auf der oberstersten Geschossdecke die Isolierung welche wohl aus einem Granulat besteht auszutauschen.
Dies aber alles in eigenleistung zu machen, da unser Budget leider sehr knapp ist.
A) muss ich mit heutigem Stand auch die Fassade dämmen?
B) Wer gibt mir die Bescheinigung über das Dämmen der Geschossdecke?
Redaktion bauen.de am 16.11.2018 13:31
Hallo Limby78,
A) nein, müssen Sie nicht. Nur dann, wenn Sie die Fassade umfangreich erneuern. Ein neuer Anstrich fällt nicht darunter, aber wenn Sie den alten Putz abschlagen und das Haus neu verputzen, dann muss das Haus anschließend gedämmt sein.
B) Eine solche Bescheinigung gibt es nicht. Entsprechende Maßnahmen, die gemacht werden müssten, wären auf dem Energieausweis notiert. Den brauchen Sie aber nur beim Verkauf der Immobilie. Wenn Sie sich einen Ausweis vom Energieberater ausstellen lassen, steht dann drauf, dass bspw. die Fassade gedämmt werden sollte - wofür ja keine Pflicht besteht. Würden Sie das Dach nicht neu dämmen - wofür aber durchaus eine Pflicht besteht - würde auf dem Ausweis stehen, dass auch das Dach gedämmt werden sollte. Auf dem Ausweis steht also nicht, was alles dem aktuellen Standard entspricht, sondern nur, was dem aktuellen Standard NICHT entspricht.
Mieter am 17.10.2018 12:30
Ich bin Mieterin in einem Bungalow der geteilt ist in zwei Wohnungen. Es sind beide vermietet. Nun wurde das Flachdach im Nov 2016 mit Dachpappe erneuert. Hätte der Vermieter nun auch dämmen müssen?
Redaktion bauen.de am 18.10.2018 11:02
das kommt vermutlich drauf an, wie gut das Dach bisher gedämmt war, ob es also ohnehin ausreichend gedämmt war und ob der Dachaufbau so gestaltet ist, dass man unter der Dachpappe das Dämmmaterial hätte verlegen können. Entscheidungen sind uns zu diesem Thema nicht bekannt.
Helga am 29.08.2018 08:03
Wie ist es mit einer Fassade, die mit Plastikfassade beklebt wurde?
Wenn diese schadgaft oer feutscht ist und ausgewechselt werden müsste, zB gegen Schindeln oder wieder PVC, besteht bei einem neuen Eigentüner dann die ENV Sanierungspflicht ?
Auch bei einem verkleidetem Fachwerkhaus?
Welche Begründung kann zur Befreiung führen? Allein genutzt, in 30 Jahren Abrissreif?
Was wenn das Haus diekt an der Straße steht, darf man dann überhaupt noch dicker werden?
Redaktion bauen.de am 30.08.2018 13:00
wenn Sie die Fassade neu verputzen, müssen Sie nicht die EnEV erfüllen. Wenn Sie den alten Putz runterschlagen und neu verputzen, dann schon. Wenn Sie die vorgehängte Fassade oder Verkleidung abnehmen, werden Sie den Putz darunter, falls überhaupt vorhanden, kaum weiterverwenden können sondern die Fassade komplett neu gestalten müssen. Dann müssen Sie die Arbeiten so ausführen, dass die Fassade die EnEV erfüllt.
Eine Befreiung gibt es nur, wenn man nachweisen kann, dass diese Maßnahme unwirtschaftlich wäre. Beachten Sie jedoch, dass bei einer neugestaltung der Fassade gewisse Kosten wie Putz oder Gerüst ohnehin anfallen und die Wirtschaftlichkeitsberechnung nicht einfließen können. Wenn Ihnen die Stadt die Fassadendämmung verbietet, können Sie diese natürlich nicht anbringen. Üblicherweise gibt es für Dämmsysteme allerdings Sonderregelungen.
McQueen am 25.08.2018 21:52
Unser Haus hat eine Holzfassade (Kiefer oder Fichte), die wir regelmäßig streichen. Jetzt fängt das Holz an der Westseite unter dem Anstrich an zu verrotten von unten. Welche Möglichkeiten gibt es, um eine kostengünstige und lange haltbare Fassade zu bekommen? Isoklinker darüber anbringen? Gibt es vorbehandeltes Holz als Ersatz, das wartungsfrei 30 Jahre oder länger hält? Oder vielleicht ein Holz-Kunststoff-Gemisch (WPC)? Unser Haus ist blau gestrichen, würde ungern rote, graue oder braune Klinker darauf haben, aber die Haltbarkeit geht natürlich vor und unsere finanziellen Mittel sind auch begrenzt.
Redaktion bauen.de am 27.08.2018 09:30
grundsätzlich gibt es Holzfassade, die nicht behandelt werden müssen und mit der Zeit verwittern, also ausgrauen. Diese Verwitterung beeinflusst aber nicht die Haltbarkeit der Fassade. Wenn Sie Teile der Fassade austauschen wollen, können Sie natürlich auch WPC, Vinyl, Kunststoff usw. verwenden. Da gibt es zahlreiche Anbieter und viele Produkte. Wir können Ihnen hier aber kein spezifisches Produkt empfehlen.
Wenn das Holz wirklich verrottet, also verfault und die Funktion der Fassade eingeschränkt ist, also bsp. Feuchtigkeit eindringt, sollten Sie der Ursache auf dem Grund gehen. Wie alt ist die Fassade denn? Bei ordnungsgemäßer Pflege, sollte ein Holzfassade deutlich länger als 30 Jahre halten.
McQueen am 27.08.2018 18:34
Unser Haus ist ca. 30 Jahre alt. Ursprünglich war es mit einem Holzgel gestrichen (Gori 88) in Kiefer und Palisander. Ein paar Mal haben wir das so nachgestrichen; dann haben wir alles angeschliffen und mit einer Lasur in blau gestrichen. Feuchtigkeit dringt noch nicht ein.
Dery83 am 20.08.2018 22:02
Wir sind Mieter in einem 5 Familienhaus. Geheizt wird mit Nachtspeicheröfen. Das Haus ist weder von der Fassade noch vom Dach aus gedämmt. Im winter sowie im sommer sehr kalt in den Wohnungen. An wen muss man sich wenden (EneV)damit man dem Vermieter mal die Ohren lang ziehen kann. Er zeigt kein Interesse in irgendwelcher Art am Haus was zu ändern.
Redaktion bauen.de am 24.08.2018 11:41
Hallo Dery83,
bitte beachten Sie Punkt 7 unserer FAQ am Ende des Textes: https://www.bauen.de/a/altbau-sanierungspflicht-wann-ein-bussgeld-droht.html#c25283
sachse72 am 18.06.2018 17:38
Wir bewohnen eine kleine Doppelhaushälfte mit 2 Wohneinheiten seit 1984. 2015 ist diese durch Erbschaft zu gleichen Teilen an mich und meine Mutter (wohnt ebenfalls seit 1984 im Haus) übergegangen. Zählt hier der Ausnahmefall nach EnEV?
Redaktion bauen.de am 21.06.2018 15:16
Hallo sachse72,
nein, der Ausnahmefall gilt nicht. Neue Eigentümer haben zwei Jahre Zeit, die EnEV umzusetzen. Das gilt auch dann, wenn der neue Eigentümer schon zuvor in dem Haus gelebt hat.
Djeezebell am 15.05.2018 23:32
Bei uns in der Siedlung sollen sehr zeitnah die Hausfassaden mit einem farbigen Anstrich versehen werden. Muss da nicht gedämmt werden?? Ich gehe nur sehr wenig in mein Postfach (vorher entschuldige)
Redaktion bauen.de am 16.05.2018 10:33
Hallo Djeezebell,
vielen Dank für Ihren Kommentar. Die Fassade muss nur gemäß EnEV gedämmt werden, wenn die Fassade erneuert wird. EIn einfacher Farbanstrich zählt dabei nicht als Erneuerung. Die Projektgruppe EnEV der Fachkommission "Bautechnik" der Bauministerkonferenz hat in ihren Auslegungen zur EnEV hierzu ausgeführt, dass eine Erneuerung des Außenputzes im Sinne der Anlage 3 Nr. 1 Satz 2 Buchstabe b) EnEV 2014 begrifflich voraussetze, den bestehenden Altputz abzuschlagen. Putzreparaturen, auch in Verbindung mit zusätzlichen Farb- oder Putzbeschichtungen, seien dann keine Putzerneuerungen im Sinne der EnEV, wenn der bestehende Putz nicht abgeschlagen wird, sondern Instandsetzungsmaßnahmen des bestehenden Putzes.
Baumeister am 29.03.2018 20:01
wir möchten ein Altbau komplett sanieren und darin mehrere Wohnungen erstellen.
Vom Keller bis zum Dach wird alles erneuert, nur die Aussenwände bleiben stehen.
Diese Wohnungen sollen dann als Ferienwohnungen vermietet werden.
Müssen die Aussenwände in diesem Falle auch gedämmt werden? Wer kennt sich damit aus und kann uns weiterhelfen? Wer weiß über so etwas Bescheid?
Wir haben uns mit verschiedenen Energieberater in Verbindung gesetzt.
Die Meinungen der Energieberater waren jedoch unterschiedlich.
Es geht hauptsächlich um die Frage, ob bei der Erstellung von Ferienwohnungen im Altbau das Wohnhaus auch von AUSSEN gedämmt werden muss.
Kann die Redaktion uns ein Tip geben?
Redaktion bauen.de am 03.04.2018 09:55
die EnEV schließt solche Wohnungen aus, die weniger als vier Monate im Jahr genutzt werden. Auf eine Außendämmung kann unabhängig davon bei Altbauten gegebenenfalls verzichtet werden, zum Beispiel bei Fachwerkbauten oder im Denkmalschutz.
Heinz am 26.03.2018 09:32
Wer kontrolliert denn die Pflichten die sich aus der EnEV ergeben??
Gut ausgedacht, aber sehr schlecht umgesetzt. Warum kann z.B. ein Schornsteinfeger nicht auf die notwendigen Maßnahmen achten, bzw. die Nichtdurchführung melden.
JOMA am 12.02.2018 14:50
M. Michl am 29.01.2018 18:18
wir -2 Parteien- bewohnen und besitzen zusammen ein Zweifamilienhaus.
Jetzt steht eine neue Dachbedeckung an. Bis jetzt ist das Dachgeschoss nicht gedämmt und wird als Wäscheboden genutzt.
Muss das Dach jetzt nach der Eindeckung gedämmt werden oder nicht ?
Redaktion bauen.de am 31.01.2018 09:58
Hallo M. Michl,
wenn Sie das Haus schon seit 2002 besitzen, gelten die Regelungen der EnEV nicht für Sie.
Sinnvoll wäre ein Dämmung natürlich trotzdem. Ziel der EnEV sind ja Häuser, deren gesamte Außenhülle vor Wärmeverlusten geschützt ist. Das erreicht man entweder durch eine Dachdämmung oder durch eine Dämmung der obersten Geschossdecke - also indem Sie Dämmplatten auf dem Dachboden verlegen.
Da Sie nun ohnehin das Dach neu eindecken, könnten Sie die Chacne nutzen und eine Aufsparrendämmung anbringen. Also zwischen Sparren und Dacheindeckung.
Welche der Varianten für Sie am besten ist, hängt auch davon ab, wie Sie den Raum unter dem Dach künftig nutzen wollen. Ein Wäscheboden brauch sicherlich keine Dachdämmung. Und wenn der Heizbedarf, bzw. Energieverbrauch für Sie annehmbar ist, bräuchten Sie auch nicht unbedingt die oberste Geschossdecke dämmen. Ein Energieberater kann ausrechnen, welche Einsparungen eine Dämmung einbringen würde.
Walter Keller am 19.10.2017 13:45
ich wohne in meinem eigenen Haus im OG. Die Wohnung im EG ist vermietet.
Die Heizung ha einen Niedertemperaturkessel. Die Abgasverluste wurden immer eingehalten.
Energetisch wurden bis jetzt keine Wärmedämmungen durchgeführt.
Ich habe vor das Haus an Meinen Neffen zu verkaufen und mir den Nießbrauch der Imobilie zu sichern.
Da mein Neffe nach Ende meines Nießbrauchs neu bauen will, werde ich die außergewöhnlichen Unterhaltungskosten vertraglich übernehmen. Zu diesen gehören Sanierungen, Instandsetzungen und Modernisierungen.
Muss ich dann energetisch sanieren?
Gruß Walter Keller
Redaktion bauen.de am 20.10.2017 10:30
Zu den Ausnahmen bezüglich der Nachrüstpflichten heißt es hierzu in der EnEV (§10, Abs. 4):
Dem Wortlaut dieser Vorschrift nach läge bei einem Verkauf an ihren Neffen ein Wechsel des Eigentümers vor. Ob ausnahmsweise wegen der Verwandtschaft eine andere Auslegung möglich wäre, können wir allerdings nicht beurteilen. Um Ihr Vorhaben umzusetzen, brauchen Sie übrigens ohnehin einen Notar. Möglicherweise ist der in der Lage, eine Vertragsgestaltung in Ihrem Sinne auszuarbeiten.
Ihren Schilderungen zufolge wären die Verpflichtungen aus der EnEV aber ohnehin überschaubar. Laut Ihren Aussagen entspricht die Heizung den aktuellen Anforderungen. Eine Fassadendämmung oder Austausch der Fenster sind nicht Pflicht, bzw. nur dann, wenn ohnehin die Fassade saniert wird. D.h., wenn Sie oder ihr Neffe hier nichts machen, muss auch nichts gemacht werden. Allerdings wäre bei einem Eigentümerwechsel innerhalb von zwei Jahren die oberste Geschossdecke zu dämmen (bzw. alternativ das Dach). Die Kosten dafür halten sich in Grenzen.
Elke am 02.10.2017 11:17
sind Eigentümer eines älteren Hausen, in welchem sie schon seit 50 Jahren wohnen.
In der oberen Wohnung lebt die Tochter. Sie ist Eigentümer der Wohnung seit 25 Jahren.
Jetzt wurde ein neuer Heizkessel eingebaut. Wird ein Energieausweis benötigt, oder muss zusätzlich energetisch Saniert werden?
Ein Energieberater meinte, dass man alternativ auf teueres Biogas umstellen könnte wenn man nicht zusätzlich saniert.
Redaktion bauen.de am 02.10.2017 12:08
Verpflichtend ist - wie im Beitrag schon beschrieben - unter bestimmten Voraussetzungen nur der Austausch von Uralt-Heizungen und die Dämmung der obersten Geschossdecken. Eine weitergehende Sanierungspflicht, z.B. das Anbringen einer Fassadendämmung, gibt es nur dann, wenn mehr als 10 Prozent der Fläche grundlegend erneuert werden. D.h., wird nur ein kleiner Riss in der Fassade repariert oder wird die Fassade nur neu angestrichen, so muss nicht gedämmt werden.
Allerdings: Eine Sanierungspflicht gibt es nicht für Wohngebäude mit bis zu zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer bereits im Februar 2002 eine selbst bewohnt hat, zumindest solange der Eigentümer weiterhin in seinem Haus wohnen bleibt.
Eine Pflicht zur Vorlage eines Energieausweises gibt es, wenn eine Immobilie verkauft oder vermietet werden soll.
danku_bln am 27.08.2017 20:31
Ich wohne in einem kleinem Haus, das vom Eigentümer bewohnt wird (seit ca. 2005). Dieser lebt im Keller des Hauses. Im EG wohnt eine Familie und ich wohne im DG. Die Fassade besteht aus Holz und ist ca 4 cm dick. Beim Heizen im Winter kühlen die Räume sehr schnell wieder aus, da der Vermietef die Heizung( Gas) tagsüber runter fährt. Meine Frage nun: Kann der Vermieter verpflichtet werden die Fassade dämmen zu lassen??
danku_bln am 31.08.2017 09:26
Ersteinmal vielen dank für Ihre Bemühungen. Ich habe ja mittlerweile sogar schon eine Einstweilige Verfügung gegen den Eigentümer erwirkt, damit wenigstens dauerhaft heisses Wasser da ist. Was glauben Sie wie es mit dem Heizen lief letzten Winter?? Also bleibt mir wirklich nur der Weg eine neue Wohnung zu suchen. Hat er wohl sein Ziel erreicht.
Redaktion bauen.de am 31.08.2017 09:10
Hallo danku_bin,
ein Haus mit mehr als zwei Wohneinheiten fällt unter den Wirkungsbereich der EnEV. Sie können den Eigentümer dennoch nicht zu Dämmmaßnahmen verpflichten. Beispielsweise, wenn das Haus die vorgeschriebenen Werte einhält; und auch wenn sich Dämmmaßnahmen wirtschaftlich nicht rentieren, besteht keine Dämmpflicht. Der Eigentümer riskiert allerdings ein Bußgeld, wenn er gegen die EnEV verstößt. Sie haben die Wohnung gemietet, wie gesehen und müssen im Zweifelsfalle auch mit ungenügender Dämmung leben. Sollte die Temperatur in Ihrer Wohnung allerdings dauerhaft unter 20 Grad fallen, ist das ein Mangel, den Sie dem Vermieter melden können. Der muss sich dann darum kümmern, ihn zu beheben, also beispielsweise die Heizung laufen lassen oder eben dämmen. Andernfalls können Sie die Miete mindern.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf immowelt.de unter folgendem Link:
Sebweb am 20.08.2017 02:58
Hallo, ich wohne in einem Altbau mit 6 Wohneinheiten in der obersten Etage die Wohnungen werden mit Nachtspeicheröfen beheizt. Jedoch bekomme ich im Winter absolut kein anständiges Raumklima zusammen und habe Temperaturschwankungen von mindestens +/-15° von der hohen Luftfeuchte mal abgesehen die auch immer so zwischen 40-83% liegt. Die Speicheröfen (die auch schon seit 1982 verbaut sind) Heizen sich die ganze Nacht auf und sind gegen Mittag wieder kalt so das ich ab Mittag noch mit Heizlüftern meine Räume beheizen muss damit ich mindestens auf 20° Raumtemperatur komme. Was natürlich enorme Stromkosten verursacht. Ich habe auch schon im letzten Winter mit meinem Vermieter gesprochen wegen dem nicht Isolierten Dach und den Alten Speicheröfen jedoch bekomme ich nur so abwimmelnde Antworten wie "ja das muss man halt mal machen" aber bis dato ist nichts geschehen. An wen kann ich mich da wenden damit das endlich mal zustande kommt bzw. einmal Überprüft wird ob das überhaupt rechtens ist was hier von statten geht?
Redaktion bauen.de am 21.08.2017 08:56
wenn die Räume sich mit den vorhandenen Heizungen nicht auf etwa 20 Grad heizen lassen, ist dies ein Mangel, auf den Mieter mit einer Mietminderung reagieren können. Wie hoch diese sein kann, lässt sich aus der Ferne schwer abschätzen, das ist stets vom Einzelfall abhängig. Ohnehin würden wir in Ihrem Fall aber vorab eine Rechtsberatung empfehlen. Diese erhalten Sie entweder direkt beim Fachanwalt oder beim örtlichen Mieterverein.
biggi am 22.06.2017 13:58
Wegen des gesetzl Heizkesselaustauschs: Unserer ist über 30 J alt, hat aber Superwerte. Wir haben eine Eigentumswohnung (gekauft und bewohnt 1999) in einem 4 Wohnungenhaus, wo alles eigene Eigentümer sind (ausser einer). Unser Kaminkehrer sagte, da griffe die Pflicht nicht, da dies zähle wie ein "Ein- u Zweifamilienhaus, da wir vor 2002 wohnten". Ist diese Information sicher?
Redaktion bauen.de am 23.06.2017 10:25
unseres Wissens gilt die Ausnahme nur für Ein- oder Zweifamilienhäuser und zwar dann, wenn der Eigentümer eine der Wohnung seit 2002 oder länger selbst bewohnt. In Ihrem Fall handelt es sich um vier Wohneinheiten, die Ausnahme dürfte damit eigentlich nicht gelten, es handelt sich dabei aber um keine rechtssichere Einschätzung. Vielmehr handelt es sich ja um eine Wohnungseigentümergemeinschaft, die Gemeinschaftseigentum besitzt, zu dem das Gebäude an sich, aber auch die Heizung gehören dürfte. Der WEG-Verwalter sollte dazu eigentlich nähere Auskunft geben können. Auch dazu, ob die Heizung tatsächlich ausgetauscht werden muss, Denn Niedertemperatur-Heizkessel und Brennwertkessel sind ausgenommmen, auch Heizkessel mit einer Leistung von unter 4 und über 400 Kilowatt.
Lydia Krohn am 17.06.2017 11:05
Seit 38 Jahre bewohne ich ein Haus was Eigentum ist durch Regeneinwirkung hat sich ein etwas größerer Schaden im Haus innen entwickelt so das.ein Zimmerbalken der Decke gebrochen ist.Der Schaden muss reguliert werden aber die Stadt verhindert dass mit allen Mitteln bis das am12.12.2016 eine Räumung aus meinen Eigentum stattfand.Nur das Ordnungsamt.
Mit Waffengewalt.Hierbei wurde einer aus dem Haus so schwer verletzt das der jennige bis auf weiteres im Rollstuhl ist.Im Ermessen der Stadt soll ein Reihenhaus Einsturzgefahr bestehen aber hier ging nur.ich meine oder finde obwohl hier niemand da das.Wissen dafür hatte.Ein Statiker war 2 Mal bei uns reparieren alles Andere wäre Schwachsinn .Das Haus steht jetzt 8 Monate leer und verortet innen .Wurde versiegelt.Die Schäden innen durch Dreck werden unbezahlbar.In dem Haus ist eine Existenz von 38 Jahren vor die Hunde gegangen .Alle Kosten für das Haus werden noch bezahlt Und man kann nicht machen . Wir wurden in ein Asylwohnheim abgeschoben mit nur über All Schimmel.Danach in ein Haus in Via wo Notuebernachtung 645,oo Euro verlangt wird .2mal zahlen man hat kein Geld mehr lebt von der Hand im Mut.Ein Rechtsanwalt bearbeitet die Sache dauert zu lange.Schulden hatten wir keine auf unserem Haus.Nur eine Reparatur seit 2013 ist der Schaden hätte längst gemacht sein können aber die Stadt will die Reparatur nicht.Was dadurch alles passiert ist ein Mensch kam hier fast zu Tode wo auch noch Klagen gegen die Stadt laufen wegen versuchten Mordes Schwere Körper Verletzung Bedrohung mit einer Pistole vom Ordnungsamt Und Andere strafbaren Handlungen ist das ein Skandal im Deutschen Recht.
Ermessen dadurch in die Armmut.Das ist Deutschland ein Ermessensstaat durch die Stadt.
In Deutschland zählt als Rechtsstaat Fakten und Beweise.
seelenlerche am 03.03.2017 12:03
Mein Schwager bewohnte schon vor 2002 seine Eigentumswohnung. Nun will die Eigentümergemeinschaft die geforderten Sanierungsmaßnahmen am Dach durchführen, zu denen mein Schwager eigentlich nicht verpflichtet ist. Er hat kein Geld, um sich an der Sanierung zu beteiligen. Ist er dazu verpflichtet, d.h. muss er jetzt seine Wohnung verkaufen?
Redaktion bauen.de am 06.03.2017 09:22
Hallo seelenlerche,
falls die Maßnahme ordentlich beschlossen wurde und die Rücklagen der WEG nicht ausreichen, müssen alle Eigentümer zahlen. Das gilt unabhängig davon, ob die Dachdämmung laut EnEV durchgeführt werden muss oder nicht.
Greift die EnEV aber nicht, könnte es sein, dass die Dämmmaßnahme die Zustimmung jedes einzelnen Miteigentümers bedarf. In diesem Falle könnte ihr Schwager die Baumaßnahme durch seine Gegenstimme stoppen. Die rechtlichen Grundlagen dazu stehen in § 22 WEG und § 555 BGB. Die Entscheidung, ob alle Eigentümer einer Maßnahme zustimmen müssen oder nicht, muss oftmals ein Gericht treffen.
Die Ausnahme, auf die Sie anspielen, gilt nur für Ein- oder Zweifamilienhäuser. Möglicherweise greift eine andere Ausnahme: Sofern das Dach bereits gedämmt ist, muss diese Dämmung laut EnEV nicht ausgetauscht werden, auch wenn die vorhandene Dämmung nicht ausreicht. Ist eine Maßnahme nicht wirtschaftlich, muss sie ebenfalls nicht ausgeführt werden. Das müsste ein Gutachter bestätigen.
Sie sehen, wir können Ihre Frage letztendlich nicht beantworten. Um die Maßnahme anzufechten, sollten Sie sich unter Umständen an einen Anwalt wenden.
ASchulz am 28.02.2017 16:26
ich beabsichtige den Kauf eines Hauses aus dem Baujahr 1950, Anbau 1989.
In diesem Haus befindet sich eine Ölheizung aus dem Jahre 1992. Wenn ich obigen Beitrag korrekt verstehe, müsste diese nach 30 Jahren, also im Jahre 2022 ausgetauscht werden, ist das korrekt?
Zudem ist in diesem Haus das Dachgeschoss teilausgebaut, das Dach selbst aber nicht gedämmt. Nach meinem Verständnis müsste ich also binnen 2 Jahren ab Erwerb das Dach komplett dämmen?
Im vorliegenden Energieausweis ist lediglich eine 4cm dicke Dämmung der Decke EG / Keller empfohlen. Sollten solche Moderniserungs-/Sanierungsmaßnahmen nicht auch in einem Energieausweis als empfohlen stehen, sofern mein Verständnis oben zutrifft?
Vburghardt am 04.08.2017 03:49
Lassen Sie sich vom Energieberater oder Heizungsbauer schriftlich bestaetigen, dass die Investition sich innerhalb von 10 Jahren durch Energieeinsparung amortisiert.
Bsp. Investition 10.000€, pro Jahr 1000€. Bei Gaskosten pro kWh von rund 0,07€ muessen pro Jahr mindestens rund 14.000 kWh eingespart werden.
Redaktion bauen.de am 03.03.2017 10:16
Hallo ASchulz,
das ist richtig, Heizungen dürfen nach aktueller Rechtslage nur 30 Jahre betrieben werden. Allerdings gibt es einige Ausnahmen. Möglicherweise handelt es sich in Ihrem Fall um eine Anlage mit einer Nennleistung von unter vier Kilowatt. Ausgenommen sind außerdem Niedertemperatur- und Brennwertkessel. Das würde auch erklären, warum diese Maßnahme nicht auf dem Energieausweis aufgeführt ist.
Auch bei dem Dach liegen Sie grundsätzlich richtig. Sofern allerdings auch nur eine minimale Dämmung vorhanden ist, müssen Sie diese nicht austauschen. Ob das der Fall ist, sollten Sie überprüfen. Allein schon deshalb, weil es in einem gänzlich ungedämmten aber ausgebauten Dachzimmer im Winter sehr kalt und im Sommer sehr heiß werden kann.
Winne am 22.02.2017 04:28
Wir wohnen in einem 3 Familienhaus. Die Wohnungen gehören 3 verschiedenen Eigentümern. Dem Eigentümer der oben wohnt, gehört auch der Dachboden. Wer wäre dann für eine Dämmung der Geschoßdecke oder des Daches zuständit? Die Wohngemeinschaft oder der Eigentümer?
Redaktion von bauen.de am 22.02.2017 10:31
besten Dank für Ihren Kommentar. Sofern die Teilungserklärung nichts anderes besagt, gehört der Dachboden zum Gemeinschaftseigentum. Entsprechend müssen alle Eigentümer ihren Anteil zur Dachdämmung beitragen. Sehen Sie hierzu auch § 16 WEG Abs. 2 oder den Artikel Eigentümergemeinschaft: Worauf Wohnungskäufer achten sollten.
Winne am 22.02.2017 13:44
Natürlich steht in der Teilungserklärung dass der Dachboden zu der oberen Wohnung gehört.
Redaktion von bauen.de am 23.02.2017 09:59
unsere erste Antwort ist leider nicht ganz richtig. Letztendlich ausschlaggebend ist, ob das Dach selbst zum Gemeinschaftseigentum oder zum Sondereigentum gehört. Das ist in der Teilungserklärung vermerkt. Üblicherweise gehört die gesamte Gebäudehülle, also auch das Dach, zum Gemeinschaftseigentum. Selbst dann, wenn der Raum darunter, also beispielsweise ein Dachboden, Sondereigentum ist.
Wenn das Dach also Gemeinsschaftseigentum ist, müsste sich der WEG-Verwalter in Rücksprache mit der Eigentümerversammlung um die Dämmung kümmern. Sollten die Rücklagen der WEG nicht ausreichen, beteiligen sich alle Eigentümer an den Kosten.
Sollte das Dach tatsächlich Sondereigentum sein, muss sich der jeweilige Eigentümer um eine Dämmung kümmern.
[Kommentar geändert, d. Red.]
andre am 14.02.2017 13:27
ich habe das alte Haus meiner Oma geerbt und schau nun was ich alles sanieren muss.
Heizung inkl. Rohe und Fenster sind so oder so nötig. Nun frag ich mich nur wie das mit der Dämmung allg. ist. Das Dach hat von innen zwischen den Sparren Dämmmaterial. Sollte demnach doch eigentlich ok sein, wie ist das denn mit der Fassade. Dazu finde ich leider sehr viel widersprüchliche Informationen.
Redaktion bauen.de am 22.02.2017 10:39
herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Da wir Ihren Fall aus der Ferne pauschal nicht beantworten können, möchten wir Ihnen den Gang zum Fachmann empfehlen, der Ihnen vor Ort nähere Auskünfte geben kann.
WEG1212 am 04.02.2017 19:58
wir haben ein sehr hohes Hanghaus, dessen Wände deutliche Risse haben. Nun müssen auch noch neue Haustüren und zum Teil neue Fenster eingebaut werden. Alle Räume sind innen mit 8 cm Styrodur isoliert weil das Haus einen Stuckputz hat. Nun muss das Haus frisch verputzt werden um die Risse zu sanieren, es gibt keinen Gipser mehr, der den Stuckputz reparieren könnte. Müssen wir nun zusätzlich aussen isolieren?
Redaktion von bauen.de am 08.02.2017 09:11
Hallo WEG1212,
herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Generell muss der Wärmedurchgangskoeffizient (also das Maß, das den Wärmedurchgang durch die Wand misst) bei einer Außenwand einschließlich Einbauten wie Rolladenkästen 0,28 W/m²K betragen. Wird dieser Wert dank der Innendämmung erreicht, muss keine weitere Außendämmung erfolgen.
Michael am 02.02.2017 19:25
wir haben eine Kohle Heizung von 1972 im Haus das aus dem gleichen Baujahr ist es
handelt sich um ein zwei Stock Haus mit dritter Beton decke zum Dachboden der aber nicht weiter gedämmt ist !
das Haus ist noch im besitzt meiner Mutter (85j ) und mit einer Demenz die wird zeit nahe ins Heim kommen und ich der Sohn soll das Haus nach ihrem Tod mal Erben natürlich wünsche ich ihr noch ein langes Leben aber wer muss für die Kosten aufkommen ?
Redaktion von bauen.de am 03.02.2017 12:07
besten Dank für Ihren Kommentar. Generell muss der Hausbesitzer das Haus entsprechend der EnEV-Anforderungen sanieren - wer aber bereits im Februar 2002 in seinem selbstgenutzten Haus gewohnt hat, ist von seinen Dämmpflichten ausgenommen. Eine Dämmpflicht ist in diesem Fall erst verpflichtend, wenn der Besitzer wechselt. Der neue Besitzer ist dann dazu angehalten, innerhalb einer Frist von zwei Jahren, das Haus zu dämmen. Wird das Haus vererbt, ist der Erbe in der Pflicht, die energetischen Sanierungen umzusetzen bzw. umsetzen zu lassen.
Daniel am 29.01.2017 08:32
ich habe gerade ein Reihenmittelhaus Baujahr 1967 gekauft.
Ich möchte alle Fenster erneuern lassen, die Fenster machen mehr als 10% der Fassade aus,muss ich die Fassade jetzt auch dämmen lassen???
Redaktion von bauen.de am 30.01.2017 12:42
Fenster sind gemäß EnEV ein eigenes Bauteil und gehören somit nicht zur Fassade. Entsprechend müssen Sie die Fassade nicht dämmen. Dies ist erst dann Pflicht, wenn mehr als 10 Prozent einer schadhaften verputzten Fassadenfläche erneuert werden. Aber auch bei Fenstern gilt, dass sie den Mindestanforderungen der EnEV entsprechen (1,3 W/(m2K)) müssen. Entsprechend ist der Einbau von Fenstern mit Zweifach-Wärmeschutzverglasung Pflicht, wenn Sie mehr als 10 Prozent der Fenster Ihres Gebäudes austauschen.
Jan am 18.01.2017 23:37
Hallo ich möchte mir ein Haus kaufen wo die zweite Etage schon Dachschrägen vom Dachstuhl hat muss ich dann nur die Decke zum Dachboden dämmen oder die schrägen auch?
Und welchen Wert muss ich dann erreichen?
Redaktion bauen.de am 19.01.2017 10:07
sofern das Dach noch keine Dämmung besitzt, müssen Sie dämmen. Auch wenn die vorhandene Dämmung eigentlich nicht ausreicht, wären Sie von der Dämmpflicht befreit. Ziel der EnEV ist im Grunde eine geschlossene Dämmhülle. Das betrifft entweder die oberste Geschossdecke oder das Dach, in Ihrem Fall im Grunde beides. Der vorgeschriebene Wärmedurchgangskoeffizient für Dachflächen beträgt 0,24 W/(m²·K).
Jan am 19.01.2017 10:13
Wer und wie will mir nachweisen ob ich gekämmt habe oder nicht?
Redaktion bauen.de am 19.01.2017 10:40
dafür müsste jemand mit Fachwissen ihr Haus untersuchen.
r3llik am 18.01.2017 16:10
meine Eltern besitzen ein Haus und wir wohnen bereits seit über 30 Jahren darin (also vor 2002). Nun wollen Sie dieses mir überschreiben (mit Nießbrauch). Wie läuft es in diesem Fall? Bin ich dann auch gezwungen zu sanieren?
Redaktion bauen.de am 19.01.2017 09:45
Hallo r3llik,
die EnEV befreit jene Eigentümer von der Dämmpflicht eines Ein- oder Zweifamilienhauses, die am 1. Februar 2002 bereits in dem Haus wohnten. Das traf bisher auf Ihre Eltern zu. Das Gesetz sagt außerdem, dass die Dämmpflicht in diesem Fall dem neuen Eigentümer zufällt, der dann eine Frist von zwei Jahren hat. Das wären dann Sie. Was passiert, wenn der neue Eigentümer ebenfalls schon in dem Haus wohnte, sagt das Gesetz nicht, es formuliert aber auch keine Ausnahme. Uns ist auch kein ähnlicher Fall bekannt. Was passieren würde, sollte Sie jemand anzeigen, ist insofern offen und wir können Ihnen leider keine abschließende Antwort geben, ohnehin dürfen wir keine Rechtsberatung leisten.
Klaus weber am 15.01.2017 22:47
Wenn ich eine Fassade neu anstreichen möchte muss ich dann auch dämmen?
Redaktion bauen.de am 16.01.2017 10:26
ein neuer Anstrich fällt unter die 10-Prozent-Regel und Sie müssen nicht dämmen. Wenn Sie allerdings den Putz großflächig erneuern, muss die Fassade danach der EnEV entsprechen, was bedeutet, dass Sie dann unter Umständen dämmen müssten. Wenn Sie schon seit Januar 2002 oder länger in ihrem eigenen Haus wohnen, müssen Sie generell nicht dämmen.
Christian am 09.01.2017 19:25
ich möchte die fassade meines Einfamilienhauses mit einer Vorhangfassade in Klinkeroptik verschönern, ca 160qm.
Muss ich diese dann zusätzlich Dammen und wenn ja wie dick und?
ich bin aber durch den Giebelvorsprung gehändikäpt, da der eh nur gut 5cm beträgt
Redaktion bauen.de am 11.01.2017 09:18
generell gelten die Dämmpflichten nur dann, wenn das Haus Ihnen gehört und Sie erst ab März 2002 dort wohnten. Das heißt, wer schon lange in seinem eigenen Haus lebt, ist von der Dämmpflicht befreit.
Wenn Sie noch nicht lange genug in Ihrem Haus wohnen und mehr als zehn Prozent der Fassade erneuern, muss die Wand danach die Anforderungen der EnEV erfüllen. Und um das zu erreichen, müssen Sie möglicherweise dämmen. Das kommt auf das vorhandene Mauerwerk an und auf die Klinkerfassade, die Sie anbringen wollen, die ja unter Umständen auch eine gewisse Dämmwirkung besitzt. Mauerwerk, dass vor 2002 zum Einsatz kam, erfüllt die Dämmvorschriften von heute üblicherweise nicht. Es gibt aber Klinkerfassadensysteme, mithilfe derer Sie die Dämmwerte erreichen könnten, ohne eine Zusätzliche Dämmung anzubringen.
Um hier sicher zu gehen, sollten Sie einen Energieberater engagieren, der Ihnen genau sagen kann, wie es um Ihre Wand bestellt ist und welche Maßnahmen Sie ergreifen müssten, um der EnEV gerecht zu werden.
Marc am 08.01.2017 18:59
wenn ich nur die Fassage dämme ( Klinker Dämmung 140 mm ) muß ich zwangsweise auch die Fenster erneuern?
Wenn ja wie wird dieses festgestellt?
Per Messung oder Anhand von Fensterdaten wenn diese vorhanden sind.
Marc am 09.01.2017 13:57
Redaktion bauen.de am 09.01.2017 12:16
das kommt darauf an, welches Ziel Sie verfolgen. Sie sind allerdings nicht dazu verpflichtet, Fenster zu erneuern, nur weil Sie Ihre Fassade dämmen. Möglicherweise ist es sinnvoll, bei der Gelegenheit auch die Fenster zu tauschen. Das kann Ihnen allerdings nur ein Fachmann vor Ort sagen. Egal, was dieser Ihnen rät, bleibt es aber Ihre Entscheidung.
Pia Seiler am 18.12.2016 07:12
Hallo, ich wohne als Mieter in einem Altbau. Fenster sind sehr, sehr alt und schließen nicht mehr. Die Haustüren sind nicht mehr absperrbar, da die Griffe nicht mehr halten. Ein paar Fenster wurden erneuert, allerdings nur nach aussen zum öffnen (Im ersten Stock) und dadurch nicht gefahrfrei zum Putzen. Das Fenster im Abstellraum wurde vom Vermieter mit einer Folie versehen, da die "auch so gut ist wie ein Fenster"! Es sind Risse im Haus, die mehrere Zentimeter breit sind und über das ganze Haus laufen.
Ein Teil wurde zugespitzt. Schimmel im unteren Bereich ebenso. Die Heizung hätte bereits 2005 nachgerüstet werden müssen, wurde auch nie richtig gewartet. 2010 hatte ich nach meinem Einzug innerhalb eines Monats einen Ölverbrauch von 550 Litern bei 200 qm. Deshalb habe ich Kachelöfen eingebaut und heize seit dieser Zeit nicht mehr mit Öl.
Die Heizung habe ich zudem letztes Jahr prüfen lassen, deshalb weiß ich auch, dass sie nie richtig gewartet wurde. Da die Zufahrt zu uns seit 2012 für Tanklastzüge nicht erreichbar ist, wäre eine Heizöl Lieferung gar nicht möglich gewesen.
Was steht hier in der Pflicht des Vermieters?
Pia Seiler am 19.12.2016 16:52
Zusatz zu meiner vorhin gestellten Frage: Einen Energieausweis habe ich 2010 trotz meines Verlangens nicht bekommen.
Redaktion bauen.de am 19.12.2016 16:54
bei der Sanierungspflicht handelt es sich um energetische Sanierungsmaßnahmen. Dazu gehört zwar die Fassade, aber nur dann, wenn der Eigentümer die Fassade ohnehin renoviert. Ein hoher Heizölverbrauch verpflichtet noch nicht zum Sanieren. Auch defekte Fenster und Türen zählen nicht zu energetischen Pflichtsanierungen. In den von Ihnen geschilderten Fällen scheint es sich vielmehr um Mängel zu handeln, die Sie Ihrem Vermieter melden können. Der muss sich dann darum kümmern, andernfalls können Sie die Miete mindern. Wenden Sie sich dazu am besten an den Mieterschutzbund, alternativ können Sie sich auch einen Anwalt nehmen.
Beachten Sie bitte auch folgenden Artikel: https://ratgeber.immowelt.de/mietminderung.html
Nike am 16.12.2016 00:56
Hallo. Ich möchte mir einen Altbau kaufen. Der obere Stock hat schräge Wände. Muss ich lediglich die Decke wärmedämmen oder auch die schrägen Wände?
Redaktion bauen.de am 16.12.2016 13:21
Wände müssen Sie nur dann dämmen, wenn Sie einen gewissen Teil der Fassade ohnehin erneuern. Dabei ist es egal, ob die Wände schräg sind oder nicht. Die oberste Geschossdecke muss in jedem Fall der EnEV entsprechen, also in den meisten Fällen gedämmt sein. Die oberste Geschossdecke ist aber nicht zwangsläufig das Dach. Es kann auch der Dachboden sein, sofern dieser nicht zu Wohnzwecken ausgebaut ist.
Jungteimer am 19.11.2016 05:49
Hallo am 19.11.2016 wir Wohnen in einen 6 Familie Haus in der Obere Etage, dort wurden vor ca 13 Jahren zwei Wohnungen zusamen getan. Bei der Besichtigung dieser Wohnung wurde uns gesagt das alles gedämmt sei und ein neues Bad ist auch drin.
Als wir den Mietvertrag unterschrieben haben. Stellten wir in ersten Winter fest, da war 2-4 grad minus von aussen und in der Wohnung 6 grad plus und ständig sehr kalte Boden in den Ecken oder aussen wand kommt die Kälte von den Dach hinter der Heizung auch.Hatten eine wärme Camera genommen von Innen und geschaut da ist viel Blau bis dunkelblau nur die Heizkörper und der Mensch ist Rot. Das haben wir Angemängelt . Die Eigentümer sagt dann da hätte sich seit 13 Jahre keiner beschwert aber wir wohl, wir könnten ja Ausziehen wenn uns das nicht gefällt. Beispiel: wir Wohnten in einer andere Wohnung mit 120 qm dort hatten wir ein Jahres verbrauch Heizung 465€ , dagegen hier mussten wir nach dem ersten halb Jahr 520€ Zahlen. Hinzu der Sommer 2016 38 grad von draussen und 32 grad von drinnen Man bekommt keine Luft. Die Eigentümer legte eine Kopie für Energieausweis vor dort ging sich darum was mit der Heizung und strom anging aber nicht Nachweißlich bezogen auf dieses Haus.
Hier in diesen Haus wurde die Pateren Wohnung Saniert weiterhin nicht.
Frage:Was können wirtun. Mfg jungteimer
Redaktion bauen.de am 25.11.2016 10:57
Hallo Jungteimer,
die Mindesttemperatur in Wohnräumen liegt bei 20 bis 22 Grad. Nachts, also zwischen 23 Uhr und 6 Uhr reichen Temperaturen von 18 Grad. Werden diese Temperaturen durch Heizen nicht erreicht, ist das ein Mangel und der Vermieter ist verpflichtet, Abhilfe zu schaffen. Das muss aber nicht zwangsläufig eine bessere Dämmung sein. Reagiert der Vermieter nicht, kann der Mieter die Miete mindern. Unerheblich ist dagegen, wie hoch die Heizkosten sind.
Sollte der Vermieter bei der Vermietung falsche Angaben gemacht haben, lässt sich die Miete möglicherweise auch im Nachhinein noch mindern. Die Aussage, eine Wohnung sei gedämmt, heißt allerdings nicht, sie sei nach aktuellen Maßstäben oder ausreichend gedämmt oder die Dämmung sei noch intakt.
Weitere Informationen dazu finden Sie hier: https://ratgeber.immowelt.de/mietminderung.html
Bevor Sie rechtliche Schritte einleiten, sollten Sie sich an einen Anwalt oder den Mieterverein wenden.
Nick 1 am 07.11.2016 10:19
Wir haben eine Eigentumswohnung in einem 2 Familien Haus uns gehören 35 % dem anderen 65 % ich würde gerne Dämmen da ich die Wohnung vermieten möchte aber der andere Eigentümer will es nicht da er sagt das das ganze sinnlos ist und nur Schimmel sich bildet. Kann ich Sie trotzdem vermieten ja oder nein
Redaktion bauen.de am 07.11.2016 12:04
die Dämmpflicht scheint in Ihrem Fall nur die oberste Geschossdecke bzw. das Dach zu betreffen. Die Fassade muss nur dann gedämmt werden, wenn Hauseigentümer die Fassade oder einen Teil davon ohnehin sanieren. Diese Dämmpflicht besteht unabhängig von Entscheidungen der Wohneigentümergemeinschaft.
Die Wohnen können Sie allerdings auch vermieten, ohne der Dämmpflicht nachzukommen. Denn das hat mit der Dämmung nichts zu tun. Das Risiko des Bußgeldes tragen Sie auch dann, wenn Sie die Wohnung nicht vermieten.
Nick 1 am 07.11.2016 12:10
Tja ich will Dämmen lassen aber der andere Eigentümer verbietet es mir da er 65 des eigentums hat muss ich dann auch für das Bussgeld aufkommen wenn er es nicht zulässt?
Redaktion bauen.de am 17.11.2016 15:11
diese Frage können wir leider nicht beantworten. Eventuell könnte Ihnen ein Anwalt weiterhelfen. Vermutlich wäre das eine Frage, die vor Gericht landen würde. Tatsächlich ist uns bisher kein Fall bekannt, indem ein Bußgeld verhängt worden wäre. Insofern gibt es auch keine Erfahrungswerte, was solche Fragen angeht.
Vermutlich könnten Sie eine Dämmung gerichtlich durchsetzen, sofern diese tatsächlich notwendig ist. Diese Fragen sollten Sie aber zum einen mit dem Verwalter, zum anderen mit einem Anwalt besprechen.
BauenohneEnde2017 am 22.10.2016 13:57
Unser Haus, welches zwei Eigentümer hat, oben und unten, wir wohnen oben unter dem ausgebautem Dach, möchten wir sanieren. Die Dämmung aus Mineralwolle ist seit 1987 auf dem Dach. Da wir innen eine neue Verkleidung brauchen, sowie neue dichte Fenster, möchten wir auch die alte Dämmung austauschen. Diese kann nicht mehr dicht sein, da wir in jedem Winter entweder Ratten, Mäuse oder Marder zwischen unserer Verkleidung und der Dachpfannen haben. Leider konnte der Kammerjäger nicht feststellen, um welche Tiere es handelt. Er hat aber Löcher sowohl in der Dämmung als auch in der Außenhaut gesehen. Mit Rattengift hat versucht sie zu bekämpfen, was aber nur kurzfristig geholfen hat. An den Fenstern und auch an verschiedenen Stellen am Dach ist schon Wasser in die Wohnung eingedrungen. Nun möchte der Verwalter, Vater der Eigentümer, die Dämmung nicht auswechseln, da er die Kosten nicht mit übernehmen möchte, was ja verständlich ist. Es ist jetzt nur die Frage, muss der zweite Eigentümer die Kosten mit übernehmen oder geht dies dann nicht ohne einen teuren Gutachter, der sich ja auch nicht die ganze Dämmung anschauen kann. Es wäre schön, wenn jemand schon Erfahrungen in dieser Richtung hätte und uns einen Ratschlag geben könnte.
Redaktion bauen.de am 31.10.2016 14:35
Hallo BauenohneEnde2017,
es scheint sich um ein Zweifamilienhaus mit zwei Eigentümern zu handeln, die in einer Wohneigentümergemeinschaft (WEG) leben. Für die Erhaltung des Eigentums ist der Verwalter zuständig. Das heißt nicht, dass er die Kosten trägt. Aber er muss beispielsweise einen Gutachter beauftragen, um herauszufinden, ob das Dach wirklich neu gedämmt werden muss.
Das Dach samt Dämmung gehört zum Gemeinschaftseigentum. Muss es saniert werden, teilt sich die WEG die Kosten, beziehungsweise verwendet die Rücklagen, die in den Jahren zuvor im Idealfall gebildet wurden. Die WEG entschließt solche Dinge auf Basis von Mehrheitsentscheidungen. In Ihrem Falle müssten also beide Parteien zustimmen. Ausnahme: es handelt sich um eine dringliche Maßnahme, also wenn das gemeinsame Eigentum ansonsten Schaden nehmen würde. Genau das kann im Zweifel ein Gutachter belegen.
Bitte bachten Sie dazu auch folgenden Ratgeberterxt:
http://ratgeber.immowelt.de/a/eigentuemergemeinschaft-worauf-wohnungskaeufer-achten-sollten.html
Hansemann am 28.09.2016 19:08
selten so einen Quatsch gelesen! WEder wird irgendwas kontrolliert noch ist man zu irgendwas verpflichtet! Das ist reine Panikmache und alles nur rein theoretisch überprüfen tut das niemand! Wenn man schon so einen Unfug verbreitet sollte man dazu stehen. Bestenfalls Mehrfamilienhäuser könnten vielleicht ins Fadenkreus gelangen aber wie gesagt prüfen tut das kein Mensch und eine Prüfungsplicht gibt es ebenso wenig wie eine Sanierungspflicht. Insofern sollte man derartige Artikel wirklich meiden.
Redaktion bauen.de am 04.10.2016 09:36
Sehr geehrter Hansemann,
Unwissenheit schützt bekanntlich vor Strafe nicht. Deshalb informieren wir in diesem Artikel über mögliche Bußgelder. Diese werden bei einer Ordnungswidrigkeit fällig. Ein Verstoß gegen die EnEV ist eine solche Ordnungswidrigkeit. Wer also kontrolliert wird - und sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben gehalten hat - muss zahlen.
Michael am 04.09.2016 19:10
Jetzt habe ich schon soviel von 'Pflicht ' 'Kontrolle ' und 'Bußgeld ' gelesen.
ABER..... Wer kommt denn zum kontrollieren? Und.... Wann?
Redaktion bauen.de am 05.09.2016 10:42
die EnEV schreibt ja so einiges vor, wer diese Dinge kontrolliert ist nicht immer klar. So gibt es die Pflicht zum Energieausweis, Klimaanlagen müssen inspiziert werden. Ob diese Dokumente korrekt sind, kontrollieren die Bundesländer stichprobenartig. An anderer Stelle gibt es quasi eine indirekte Kontrolle, etwa wenn KfW-Mittel beantragt werden, deren Bedingungen teilweise an die EnEV angepasst sind. Noch schwächer ist die Kontrolle über den Energieausweis selbst. Wird der von einem Fachmann erstellt – etwa, weil ein Haus verkauft werden soll –, erkennt er zumindest, ob ein Haus den Standards entspricht. Eine Funktion als Kontrolleur führt er aber nicht aus. Für ihn gibt es deswegen keinen Grund, eine Pflichtverletzung anzuzeigen. Darüber hinaus sind uns keine offiziellen Prüfinstanzen bekannt.
BauFred am 21.07.2016 11:37
aus bauphysikalischer Sicht macht es Sinn zu dämmen. Da gibt es auch keine Schönrechnerei - Bauphysik ist Bauphysik. Jedoch muss jedes Objekt im Einzelfall betrachtet- und die Maßnahme mit dem Dämmsystem aufeinander abgestimmt werden. Dies erfordert i.d.R. einen Gutachter/Sachverständigen der Kosten verursacht, die viele Bauherren scheuen. Teilweise zu recht, da die Beratung unzureichend ist. Es werden Kosteneinsparungen versprochen, die nicht erreicht werden können und falsche Systeme an den Kunden gebracht, die sogar schädigend für die Bausubstanz sind - Stichwort durchfeuchtetes Mauerwerk.
Zu Ihrem Artikel möchte ich jedoch sagen, dass ich die im Artikel angegebenen Kosten für eine Fassadendämmung nicht ausreichend aufgeschlüsselt sehe.
Man muss hier, um die Mehrkosten für die Dämmung vergleichen zu können, die sog. Sowiesokosten abgrenzen. Dies sind Kosten die ich auch habe, wenn ich KEINE Dämmung einbaue und nur die Fassade streiche. Hierzu zählen bspw. Gerüst, Reinigung, Grundierung, Farbe, etc.
Die tatsächlichen Mehrkosten (die auch nur für eine Amortisierung herangezogen werden dürfen), sind nur die Kosten, die Einbau und Material der Dämmung wie, Dämmung, Kleber, Dübel, Armierungsgewebe, Putz, etc., betreffen.
Von der EnEV mag ja jeder halten was er möchte. Ein Verstoß gegen diese, stellt jedoch eine Ordnungswidrigkeit dar, wie bereits oben beschrieben. Nun ist es aber auch so, wo kein Kläger da kein Richter. Bei dem einen (dem Großteil) mag es keine Konsequenzen haben, die Verordnung nicht einzuhalten, wer sich aber bspw. im Streit mit seinem Nachbarn befindet, bietet diesem so mögliche Angriffspunkte, um seine Boshaftigkeit auszuleben.
Es ist wie im Straßenverkehr, wenn man zu schnell fährt muss man eben auch mit den Konsequenzen rechnen, wenn man erwischt wird.
fabse am 17.06.2016 21:56
Ihre Aussagen bezüglich Dämmung sind totaler quatsch. Wer seine Fassade in Eigenleistung einfach nur neu Streichen will, der bekommt kein Bußgeld. Wer sein Dachgeschoss nach seinem Gusto Dämmen möchte, der kann da Reinstopfen was er will. Von mir aus alte Bettdecken, oder er kanns einfach sein lassen. Interessiert keine Sau, auch nicht nach zwei Jahren. Nur wenn man eine Förderung beantragen möchte. Absolute Panikmache.
Redaktion bauen.de am 22.06.2016 10:07
ein neuer Anstrich fällt unter die 10-Prozent-Regel, sobald aber mehr als 10 Prozent der Fassadenfläche erneuert bzw. neu verputzt werden, muss die gesamt Fassade nach den Vorgaben der EnEV erneuert werden. Außerdem verpflichtet die EnEV zur Dämmung der obersten Geschossdecke oder des Daches. Weder die Art der Dämmung nach das Dämmmaterial werden vorgeschrieben. Diese Pflicht gilt als erfüllt, sobald die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 erfüllt sind. Das heißt, es muss ein U-Wert von 0,24 W/(m²K) erreicht werden. Von dieser Dämmpflicht sind generell Eigenheimbesitzer befreit, sofern sie ihre Immobilie seit Februar 2002 oder länger bewohnen und sich in der Immobilie maximal zwei Wohneinheiten befinden. Auch, wenn sich Dämmmaßnahmen in absehbarer Zeit nicht amortisieren werden, sind Eigentümer von der Pflicht befreit. Eine Kontrolle der Dämmpflicht sieht die EnEV derzeit allerdings nicht vor. Die Förderprogramme der KfW-Bank basieren auf dem KfW-Effizienzhaus-Standard, der wiederum auf der EnEV basiert. Insbesondere beim Neubau muss dieser Standard übertroffen werden, beim Altbau aber nicht zwangsläufig.
Redaktion bauen.de am 01.06.2016 14:52
Hallo Mari64,
wenn Sie den Putz erneuern und neu streichen, müssen Sie die Fassade unter Umständen neu dämmen oder die Dämmung erweitern. Nämlich dann, wenn die Vorgaben nicht erfüllt werden. So darf der U-Wert von Außenwänden 0,24 W/(m²K) nicht überschreiten. Die Tatsache, dass im Energieausweis nichts entsprechendes vermerkt ist, kann ein Hinweis darauf sein, dass Ihre Wände dem aktuellen Stand entsprechen. Letztendlich ist der Ausweis in dieser Hinsicht aber nicht verlässlich. Sofern sie die Baustoffe von Wand und Dämmung kennen, können Sie den U-Wert mithilfe entsprechender Rechner im Internet ausrechnen. Ansonsten können Sie den Wert von einem Energieberater messen lassen.
Mari64 am 01.06.2016 08:40
ich habe Ihren interessanten Artikel gelesen. Habe dazu aber noch eine Frage. Ich wohne in einem Wohnblock mit 12 Eigentumswohnungen und bin selbst Eigentümer. Die Fassade unseres Wohnblockes wurde 1998 gedämmt und neu verputzt. Nach nunmehr 18 Jahren muss der Putz an einigen Stellen ausgebessert werden und die Fassade soll einen neuen Anstrich bekommen. Unsere Hausverwaltung wies uns jetzt darauf hin, dass nach EnEV 2014 bei der Erneuerung des Außenputzes auch neue Dämmmaßnahmen durchzuführen sind. Heißt das jetzt, die alte Dämmung muss erneuert werden? Für unser Objekt liegt ein Energieausweis vor, in dem die Dämmung nicht bemängelt wird.
Redaktion bauen.de am 27.05.2016 15:57
für Arbeiten, die Sie in Eigenleistung erbracht haben, reicht es aus, eine Eigentümererklärung aufzusetzen. Darin genügt es, Art und Zeitpunkt der Arbeiten festzuhalten. Beachten Sie aber bitte, dass im Rahmen von Förderungen eine Prüfung der Arbeiten durch einen Energieberater erforderlich ist.
Manu84 am 27.05.2016 01:19
ich habe den Artikel gelesen und fand ihn sehr informativ. Allerdings würde mich jetzt interessieren wie ich an eine Unternehmererklärung komme wenn ich die Fassadendämmung in Eigenleistung als Privatperson ausführe. Oder benötigt man dann keine?
Das Gebäude ist ein selbstgenuztes Einfamilienhaus aus den 50ern, kein Denkmalschutz.
Redaktion bauen.de am 25.05.2016 12:53
wenn Sie die gesamte Fassade erneuern, verpflichtet Sie das Gesetz dazu, die Fassade auch zu dämmen. Zumindest dann, wenn Ihre Fassade bisher die Vorgaben nicht erfüllt. Ob das der Fall ist, kann Ihnen ein Energieberater verraten.
Thomas am 24.05.2016 16:52
ich möchte gerne meine Außenfassade sanieren.
Geplant ist jedoch ''nur'' eine Verschönerungsmaßnahme indem ein neuer Putz auf den alten aufgetragen wird. Es werden keine 10% des alten Putzes entfernt!
Eine zusätzliche Dämmung ist nicht vorgesehen und erwünscht.
Oder doch ein gesetzliches MUSS?
Redaktion bauen.de am 25.04.2016 10:38
Hallo Sokoll70,
die Fassade eines Hauses gilt als ein Bauteil. Die einzelnen Seiten eines Hauses sind in dieser Hinsicht also nicht unabhängig voneinander. Sobald Sie an einer einzigen Wand mehr als zehn Prozent der Gesamtfassade erneuern, müssen Sie die gesamte Fassade dämmen.
Sokoll70 am 22.04.2016 15:22
ich habe vergessen zuschreiben das sich nur um eine Seite des Hauses handelt nicht um ganze Haus rings rum ,wie schaut dann aus
Sokoll70
Redaktion bauen.de am 22.04.2016 09:43
in der Tat, sobald Sie mindestens zehn Prozent der Fassadenfläche Ihres Altbaus erneuern, müssen Sie laut EnEV die gesamte Fassade erneuern. Und zwar so, dass sie danach den Ansprüchen der EnEV entspricht. Sprich: Sie müssten die Außenwände dämmen.
Sokol70 am 21.04.2016 16:37
ich habe ein altes Haus gekauft (Baujahr ca.1935) das Haus wurde in 50er aufgestockt und hat noch Alu Fenster doppelt verglast (die Fenster waren wahrscheinlich noch später eingebaut) die außen Fassade will ich ca. 1m vom Boden abklopfen und neu verputzen und streichen weil die sich teilweise vom mauerwert löst (kleine unebenen stellen)
meine frage: muss ich dann die ganze Außen Fassade dämmen wegen die >10%
bauen.de-Redaktion am 05.04.2016 10:05
grundsätzlich gilt, dass im Bestand – mit Ausnahme einiger verpflichtender Maßnahmen – energetische Sanierungen nur dann vorgenommen werden müssen, wenn mehr als 10 Prozent eines Bauteils saniert werden. So ist zum Beispiel eine Dämmung der Fassade nur dann verpflichtend, wenn mehr als 10 Prozent der Fassadenfläche saniert werden.
Verpflichtend sind allerdings folgende Maßnahmen: Dämmung der obersten Geschossdecke, Dämmung ungedämmter Heizungsrohre, Austausch ineffizienter Uralt-Heizungen. Die ersten beiden Maßnahmen können halbwegs geübte Heimwerker in kostensparender Eigenarbeit erledigen.
Gemäß § 25 der Energieeinsparverordnung (EnEV) kann man sich außerdem bei besonderen Umständen wegen eines unangemessenen Aufwands oder wegen anderer Härtefälle von der EnEV befreien lassen. Ob das im Falle ihres Freundes in Betracht kommen könnte, können wir aus der Ferne aber leider nicht beurteilen. Darüber kann nur die zuständige Behörde Ihres Bundeslandes Auskunft geben – in Berlin ist das beispielsweise die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.
Marco am 04.04.2016 13:49
informative Hinweise zur EnEv.
Aber ich habe eine Frage, die bisher hier noch nicht thematisiert wurde:
Ich habe einen Freund, der ein altes Haus aus den 60' Jahren geerbt hat. Das Haus ist funktional und kann problemlos bewohnt werden, jedoch entspricht das Haus nicht dem heutigen technischen und energetischen Standard (aber alle Medien Heizung, Strom, Wasser funktionieren einwandfrei).
Vermeintliches Problem: Unser Freund ist arbeitslos und ist in das Haus eingezogen, da die Bewirtschaftungskosten geringer sind als die Anmietungskosten für eine Wohnung.
Kapital für eine energetische Modernisierung ist für die kommenden 10 Jahre nicht in Sicht.
Nun die Frage: Kann ein Eigentümer grundsätzlich zu energetischen Modernisierungsmaßnahmen gezwungen werden, obwohl er dafür kein Geld hat, geschweige denn keinen Kredit (auch nicht KfW) bekommt???
Letzten wollte uns ein Sachverständiger dies Glaubens machen wollen.
Recht herzlichen Dank im Voraus für die Beantwortung.
bauen.de-Redaktion am 04.04.2016 13:08
grundsätzlich muss ein gekauftes Haus, das Sie bewohnen, auch innerhalb von zwei Jahren die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen, das bedeutet: Dämmung der obersten Geschossdecke oder wahlweise des Dachs, ein Heizkessel, der jünger als 30 Jahre ist und die Dämmung offen liegender Leitungen.
In der EnEV gibt es jedoch auch Ausnahmen. Beispielsweise müssen bei Gebäuden, die gemäß § 1 „für eine begrenzte jährlich Nutzungsdauer bestimmt sind, wenn der zu erwartende Energieverbrauch der Wohngebäude weniger als 25 Prozent des zu erwartenden Energieverbrauchs bei ganzjähriger Nutzung“ die Bestimmungen nicht beachtet werden. Ist das Gebäude also als Wochenendhaus ausgewiesen bzw. genehmigt, müssen Sie die EnEV nicht erfüllen.
bauen.de-Redaktion am 04.04.2016 13:04
in der Regel müssen Vermieter mit ihrem vermieteten Haus die Energieeinsparverordnung (EnEV) einhalten und
– die oberste Geschossdecke oder wahlweise das Dach dämmen,
– Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, austauschen und
– offen laufende Leitungen dämmen.
Wenn Sie das Haus bereits gekauft haben, gehen diese Pflichten auf Sie über – in diesem Fall müssen Sie die EnEV-Anforderungen innerhalb von zwei Jahren nach dem Kaufdatum erfüllen.
Bei Energieausweisen unterscheidet man zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis. Bei einem Zweifamilienhaus, das vor 1977 errichtet wurde, ist der Bedarfsausweis Pflicht. Dabei werden in der Regel Sanierungsvorschläge vom beauftragten Fachmann/Energieberater gemacht. Dieser ist in der Regel auch mit mehr Kosten verbunden als ein reiner Verbrauchsausweis.
Sandra am 03.04.2016 20:33
Hallo und vielen Dank für diese hilfreiche Zusammenstellung! Ihre Seite ist wirklich die mit Abstand informativste zu diesem Thema, die ich finden konnte!
Eine Frage ist bei mir aber noch offen geblieben: ich kaufe gerade das Haus (Zweifamilienhaus), in dem ich selbst seit über 30 Jahren wohne. Mein bisheriger Vermieter wohnt nicht in dem Haus. Er hat bisher keine Sanierungen gemäß EnEV 2014 vorgenommen. Ich weiß nicht, ob an der Heizung oder der Dämmung etwas nachgerüstet werden muss, aber falls ja - was gilt denn nun???
Bin ich dazu gar nicht verpflichtet, weil ich als Eigentümerin ja länger als seit Jan 2002 selbst in dem Haus wohne oder bin ich doch verpflichtet innerhalb der Zweijahresfrist zu sanieren, da ich das Haus ja jetzt erst erworben habe????
Wer kontrolliert so etwas eigentlich?
Und was kostet in der Regel eine Einschätzung durch einen Gebäudeenergieberater?
Oder kann ich schon dem Energieausweis entnehmen, ob etwas saniert werden muss? (Dieser liegt noch nicht vor und wird gerade erst erstellt.)
Das sind nun doch ein paar Fragen mehr geworden, aber ich hoffe, Sie können mir insbesondere auf die erste eine Antwort geben.
S. Meyer am 02.04.2016 03:06
ich überlege mir ein altes Haus, einen Bahnhof oder Dreiseitenhof zu kaufen. Ich habe nicht viel Geld und nun Sorge das ich dann zu teuren Sanierungen gezwungen werden kann? Außerdem ist der Plan das Haus nur am Wochenende zu nutzen. Sind die Verpflichtungen andere wenn man einen anderen ersten Wohnsitz hat und nur selten in der alten Immobilie ist? Hat man das Recht sein Haus kaputtgehen zu lassen, wenn man nicht dauerhaft darin wohnt?
bauen.de-Redaktion am 01.04.2016 12:20
solange es – so wie in Ihrem Beispiel – nur um die farbliche Gestaltung der Holzfassade geht, müssen Sie die Außenfassade nicht dämmen.
toralftom am 01.04.2016 07:43
ich denke über den Kauf ein Hauses (Baujahr 1919) nach, welches über eine Holzfassade verfügt, die neu gestrichen werden müsste. Dies betrifft nicht nur <10%, sondern die komplette Fläche. Alle Informationen, die ich finden kann, beziehen sich auf eine Erneuerung des Putzes bzw. der Aussenfassade. Bin ich auch beim Neuauftragen von Farbe verpflichtet, die vorgeschriebenen Werte der EnEV zu erreichen? Dann müsste ja zuerst die Holzfassade kmpl. abgerissen werden?
bauen.de-Redaktion am 30.03.2016 11:35
die EnEV macht nur bei Ein- und Zweifamilienhäusern eine Ausnahme, wenn der Eigentümer bereits seit Anfang 2002 selbst darin wohnt. Da in Ihrem Fall der Eigentümer gewechselt hat, muss der neue Eigentümer die Pflichten gemäß § 10, Abs. 4 EnEV innerhalb von zwei Jahren erfüllen.
bauen.de-Redaktion am 30.03.2016 11:34
die KfW 430 schließt in angehängtem Merkblatt tatsächlich außer Betrieb genommene Wärmeerzeuger, die der gesetzlichen Austauschpflicht nach § 10 EnEV unterliegen, aus. Ob und für was Sie stattdessen eine KfW-Förderung erhalten könnten, erfragen Sie am besten direkt bei der KfW.
H. Keller am 26.03.2016 11:44
Ich bin Mieter eines Reihenhauses. Das Dachgeschoss ist nicht gedämmt. Der Eigentümer bewohnte das Haus bereits vor dem Jahr 2002. Da der Eigentümer inzwischen verstorben ist, wurde das Haus vererbt. Der Erbe, Sohn des Eigentümers, führt den Mietvertrag fort. Ist dieser verpflichtet, die Dachdämmung vorzunehmen?
Ralf Bronner am 26.03.2016 09:13
Hallo, ich habe gerade ein Haus gekauft.
Die Ölheizung ist von 1970.
Diese muss ich ja nun binnen 2 Jahren tauschen.
Kann ich hierfür eine KFW Förderung in Anspruch nehmen?
Habe bei KFW430 gelesen die Förderung gibt es nur wenn keine Austauschpflicht besteht.
(Der außer Betrieb genommene Wärmeerzeuger unterliegt nicht der gesetzlichen Austauschpflicht nach § 10 EnEV)
bauen.de-Redaktion am 24.03.2016 15:22
die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt vor, dass bei einer Erneuerung der Fassade gleichzeitig der Wärmeschutz mit einer Fassadendämmung verbessert werden muss. Eine Fassadenverkleidung mit Platten oder Verschalung zählt in der Regel als Erneuerung. Wenn Sie Ihr Haus also mit einer Holzfassade verkleiden möchten, müssten Sie die vorgeschriebenen Werte der EnEV daher erreichen.
Auch wenn der Außenputz erneuert wird, fällt die Maßnahme unter die EnEV – allerdings nicht, wenn nur Ausbesserungen vorgenommen werden oder neuer Putz und Farbe auf den vorhandenen Außenputz aufgetragen werden. Vielleicht wäre das eine Alternative für Sie.
Dennis E. am 23.03.2016 17:57
vielen Dank erstmals, für die tollen Informationen. Auch ich hätte da eine Frage ;)
Ich habe ein Reihenmittelhaus Bj. 1964 geerbt. Bei diesem würde ich gern die rückwärtige Aussenwand mit einer hinterlüfteten Holzfassade verkleiden (Putz müsste ansonsten erneuert werden + Anstrich) allerdings ohne Dämmung, sprich Wand -->Lattung-->Holzfassade.
Kann ich dieses einfach so machen, oder muss ich, da der Putz erneuert werden muss komplett dämmen?!
bauen.de-Redaktion am 21.03.2016 10:00
grundsätzlich ist die Eigentümerin gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) verpflichtet, wahlweise die oberste Geschossdecke oder das Dach zu dämmen sowie über 30 Jahre alte Heizkessel auszutauschen.
Ihre Wohnung muss außerdem nach der Norm DIN 4701 eine Mindesttemperatur aufweisen, die der Vermieter in der Regel gewährleisten muss. Diese beträgt bei Wohn- und Schlafräumen sowie Küchen 20 Grad Celsius. Falls Sie diese Temperatur nicht erreichen oder weitere Wohnungsmängel derart schwerwiegend sind, wäre es ratsam, sich bei einem Mieterverein zu erkundigen, ob Sie ein Recht auf Mietminderung haben. Davor sollten Sie Ihre Vermieterin aber noch einmal zu Nachbesserungen auffordern.
bauen.de-Redaktion am 21.03.2016 09:49
grundsätzlich sind Eigentümer verpflichtet, eine Dämmung der obersten Geschossdecke oder des Daches vorzunehmen. Ist das bei Ihnen nicht der Fall empfiehlt es sich erst einmal, das Gespräch mit dem Eigentümer zu suchen.
Hannoveraner am 20.03.2016 19:21
Frage: Wir wohnen als Mieter einer 3-Fam.-Hauses aus 1929 im EG direkt über dem Keller mit ungedämmter/unisolierter Zwischendecke - es ist immer Fußkalt und da die Außenwände eine höhere Feuchtigkeit (über 60 %) aufweisen haben wir neben hohen Heizkosten (alte Ölheizung) häufig Erkältungskrankheiten. Die auswärts wohnende neue Eigentümerin (seit 2015) möchte nichts investieren, "da es halt ein altes Haus ist" - kann man aus der Rechtslage auch eine Pflicht zur Dämmungt/Isolierung einer Kellerdecke ableiten? Im Keller haben die Eigentümer nämlich in jedem Raum ein Fenster entfernt, damit ein besserer Luftaustausch gewährleistet sei (häufigere Wasserschäden) - dadurch ist es dort stets superkalt.
BeateH am 19.03.2016 21:31
auch ich habe eine Anfrage. Ich wohne seit 3 Jahren in einem voll vermieteten Zweifamilienhaus mit Flachdach.
2014 gab es einen Wasserschaden in meiner Wohnung. Danach wurde das Dach wieder repariert. Der Dachdecker bestätigte mir, dass das Dach nicht gedämmt ist.
Daher gehe ich davon aus, dass das Dach lt. EnEV noch energetisch gedämmt werden muss. Der Eigentümer hat nie in diesem Gebäude gewohnt, es ist für ihn ein reines Anlageobjekt. Wie kann ich eine Dämmung verlangen?
bauen.de-Redaktion am 08.03.2016 12:28
aus der Ferne lässt sich Ihre Situation leider nur bedingt beurteilen. Grundsätzlich sind Eigentümer verpflichtet, die oberste Geschossdecke oder wahlweise das Dach gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu dämmen. Laut dieser Verordnung wäre der Eigentümer auch beim Einzug verpflichtet gewesen, Ihnen beim Besichtigungstermin einen Energieausweis vorzulegen.
Nach er Norm DIN 4701 beträgt die Mindesttemperatur, die der Vermieter in der Regel gewährleisten muss, bei Wohn- und Schlafräumen sowie Küchen 20 Grad Celsius. Falls Sie diese Temperatur nicht erreichen oder weitere Wohnungsmängel derart schwerwiegend sind, wäre es ratsam, sich bei einem Mieterverein zu erkundigen, ob Sie ein Recht auf Mietminderung haben.
bauen.de-Redaktion am 08.03.2016 12:05
danke für Ihr Feedback. Die EnEV 2014 regelt im Paragraph 27, dass etwaige Verstöße mit einem Bußgeld geahndet werden können. Mit diesem Artikel informieren wir unsere Leser, ob – und vor allem wann – dieses Bußgeld gemäß der Energieeinsparverordnung fällig sein könnte.
Marlen am 06.03.2016 13:10
Wir haben mehrere Mängel in unserer neuen Wohnung.
Es ist ein Mehrfamilienhaus /Altbau von 1910.
Wir wohnen im Dachgeschoss, haben aber noch einen dachstuhl über uns. Wir können heizen wie wir wollen und es zieht ständig wieder raus. Es ist keine dachdämmung vorhanden wir haben nach gesehen. Sind aber die Vermieter nicht seit Ende 2015 verpflichtet dies zu beheben?
Dem Eigentümer gehört dieses Haus jetzt seit 2 Jahren, kann uns keine Dämmungspapiere vorlegen.
Dann gibt es Probleme mitdem Wasser. Wenn mein Partner duschen geht und ich in der Küche den wasserhahn öffne steht er in eiskaltem oder brühwarmen Wasser. Das darf doch nicht sein?
Heino am 06.03.2016 09:18
BUßGELD PANIKMACHE ! Reißerischer kann man einen solchen Artikel wohl gar nicht mehr aufmachen, als ihren hier. Mit der MÖGLICHEN Bußgeldandrohung wird von ganz bestimmten Interessengruppen (z.B. aus den Abteilungen: Fassade-, Heizungsbau, etc.) pauschal Druck gemacht. Doch die meisten Häuslesbesitzer im 1-2 Fam. Haus sind von den Auflagen ja gar nicht betroffen. Von mir nur soviel: meine Hausfassade wird dieses Jahr neu gemacht. Selbstverständlich ohne eine bauphysologisch sehr problematische nachträgliche Wärmedämmung. Das 1 : 100.000 Risiko eines Bußgeldes gehe ich gerne ein. Bitte hören Sie auf, die Leser dieser Seite derart zu verunsichern. Das ist nicht Seriös, sondern billige Lobbyarbeit !
bauen.de-Redaktion am 08.02.2016 17:46
Hallo Shilanova,
gemäß der Energieeinsparverordnung (EnEV) muss ein Eigentümer die oberste Geschossdecke nicht dämmen, wenn er das Wohngebäude bereits vor dem 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat. Nach einem Verkauf muss jedoch der neue Eigentümer innerhalb von zwei Jahren die Auflagen der EnEV erfüllen und Dach oder Geschossdecke dämmen.
Bei einem Verkauf muss der Eigentümer immer einen Energieausweis vorlegen – und zwar spätestens beim Besichtigungstermin. Ausgenommen davon sind nicht dauerhaft genutzte Gebäude.
Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und die Situation aus der Ferne nur bedingt einschätzen können.
Shilanova am 06.02.2016 10:13
Wir möchten einen Bungalow Baujahr 1972 mit Flachdach kaufen. Der Eigentümer bewohnt diesen seit 2009 selbst. Hätte er das Dach nach EnEV bereits dämmen müssen oder müssten wir das im Zuge der Erneuerung der Abkantungen (sind lt. Dachdecker defekt) machen? Und ist der Eigentümer verpflichtet uns einen Energieausweis vorzulegen? Er behauptet nämlich das er das nicht ist.
bauen.de-Redaktion am 05.02.2016 15:29
wenn Sie Ihr Haus verkaufen, brauchen Sie immer einen Energieausweis. Diesen müssen Sie dem Interessenten spätestens beim Besichtigungstermin vorzeigen. Bei Energieausweisen unterscheidet man zwischen dem Verbrauchsausweis und dem Bedarfsausweis.
Für Häuser, für die der Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde, ist meistens der bedarfsorientierte Ausweis vorgeschrieben. Ausnahme dabei sind Häuser, die später noch einmal nach den Wärmeschutzverordnung vom gleichen Datum modernisiert wurden. Hier genügt auch ein verbrauchsorientierter Energieausweis. Ob das bei Ihrem Haus durch die vorgenommenen Dämmungen der Fall ist, kann nur ein Fachmann vor Ort beurteilen.
Beide Ausweisarten können Sie übrigens auch online beantragen. Alle Informationen dazu finden Sie auf immowelt.de über den angehängten Link.
Dieter am 05.02.2016 15:21
Frage war nicht korrekt gestellt: müssen wir vor dem Verkauf noch weitere Baumaßnahmen durchführen, mit einen Energieausweis zu erhalten?
Dieter am 04.02.2016 14:41
Hallo, wir müssen ein Reihenhaus mit 3 Etagen verkaufen (Sozialamt). Das Haus wurde 1875 gebaut, im Krieg zu ca. 50% zerstört und 1952 wieder fertiggestellt. Das Dach wurde 1994 gedämmt, eine Fernheizung 1993 eingebaut. Eine Hausfront ist ab der 1. Etage 1995 gedämmt. Frage: müssen wir für den Verkauf einen Energiebedarfsausweis haben?
bauen.de-Redaktion am 02.02.2016 08:41
die EnEV schreibt vor, dass Sie langfristig entweder das Dach oder die oberste Geschossdecke dämmen müssen, sofern Ihr Dach nicht bereits die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz erfüllt. Dies kann ein Energieberater vor Ort überprüfen.
Da Sie eh einen Dachausbau planen, bietet es sich an, dass Sie direkt das Dach und nicht die oberste Geschossdecke dämmen, auch wenn das günstiger wäre. Wie Sie eine Zwischensparrendämmung in Eigenleistung durchführen, lesen Sie im angehängten Artikel.
Erfüllt Ihr Haus die EnEV-Anforderungen nicht, kann in der Tat ein Bußgeld fällig werden.
bauen.de-Redaktion am 01.02.2016 15:54
wenn nur die Fenster ausgetauscht werden, muss die Fassade in der Regel nicht gedämmt werden.
Francesco am 30.01.2016 11:33
Situation: 6 Eigentumswohnungen in Altbau ohne Fassadendämmung. 3 vermietet, 3 von Eigentümern selbst genutzt.
Es sollen eigentlich NUR die Fenster von 1982 ausgetauscht werden (< 1,3 Uw).
Frage: Müssen nun ab 2016 auch Dämmarbeiten an der Fassade erfolgen?
Peter am 27.01.2016 17:24
ich bin gerade zufällig auf diese Homepage gestoßen und finde sie sehr informativ!
Wir haben im Jahre 2012 ein altes Einfamilienhaus (Bj. 1958) gekauft und zum großen Teil saniert:
-	Heizung und –anlage neu
-	Wasser/Abwasser neu
-	Bad neu
-	Elektrik neu
-	3 x Fenster neu
-	Rollladen neu
-	2 x Türen neu
-	Kelleraußenisolierung und –dämmung neu
-	und viele andere Kleinigkeiten
Was wir nicht bzw. noch nicht gemacht haben, ist:
-	vier weitere alte Fenster > jedes Jahr (ab 2016) soll ein Fenster erneuert werden
-	Fassade (da mit schönen Riemchen verklinkert), wollen wir auch nicht dämmen
-	Dach und oberste Geschossdecke (zur Zeit gar keine Dämmung)
Das Dachgeschoss wird in Moment nicht genutzt. Wir möchten es jedoch in der Zukunft (in ca. 3 – 4 Jahren) ausbauen und natürlich dämmen. Aus finanziellen Gründen schaffen wir es nicht früher. Habe ich es richtig verstanden, dass wir jetzt mit einem Bußgeld von bis zu 50.000,- EUR rechnen müssen?
bauen.de-Redaktion am 04.01.2016 10:24
vielen Dank für Ihre Anfrage. wenn ein Hausbesitzer mehr als zehn Prozent seiner Fassadenfläche erneuern lässt, muss er die Fassade laut EnEV in ihrer Gesamtheit dämmen. Bestimmte ältere Heizkessel müssen laut EnEV ebenfalls ausgetauscht werden. Dies gilt für alle Heizkessel, die bis Ende des Jahres 1984 eingebaut werden. Heizkessel, die dagegen im Jahr 1985 oder später eingebaut wurden, dürfen nach einem Ablauf von 30 Jahren nicht mehr betrieben werden. Es gibt aber Ausnahmen: Hausbesitzer dürfen Niedrigtemperatur-Heizkessel, Brennwert-Heizkessel und Heizungsanlagen mit einer Nennleistung unter vier Kilowatt oder über 400 Kilowatt weiterhin betreiben. Wie immer gilt: Ziehen Sie im Zweifel eine Rechtsberatung in Betracht.
tom am 01.01.2016 20:10
Wir haben 2010 eine kleine Gewerbeeinheit im EG eines 3 Familienhauses (Altstadthaus Bj 1920 und Renovierung 1992) erworben. An der Westseite des Gebäudes bröckelt großflächig Außenputz ab, welcher dringen erneuert werden sollte. Dies dürfte dann unter die EnEV fallen und gedämmt werden müssen, oder? Was ist mit den restlichen Außenseite? Muss man diese auch (mit) dämmen? An der Nordseite wird dies gar nicht möglich sein, da hier mit Abstand von 30 cm die Wand vom Nachbarhaus kommt. Zudem befinden sich in allen Einheiten (Wohnungen + Gewerbe) Gas-Einzelöfen zum Heizen (ewig alt) Müssen diese dann jetzt auch sofort gegen neue Zentralheizung oder Gas-Etagenheizungen ausgetauscht werden?
bauen.de-Redaktion am 29.12.2015 12:51
laut Energieeinsparverordnung ist es Pflicht, die ungedämmte oberste Geschossdecke oder Wahlweise das ungedämmte Dach eine Altbaus nachträglich zu dämmen. Diese Pflicht gilt als erfüllt, wenn das Dach den Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 genügt. Wir emfpehlen Ihnen, diesbezüglich einen Energieberater zu konsultieren. Die Sanierungspflichten nach EnEV müssen auch erfüllt werden, wenn die Eigentümer selbst renovieren beziehungsweise bauen.
Steht das Gebäude allerdings unter Denkmalschutz, ist es von den Regelungen ausgenommen.
Die Verschärfungen der EnEV 2016 betreffen hauptsächlich Neubauten. Näheres zur EnEV 2016 erfahren Sie im angehängten Artikel.
Hannah am 29.12.2015 12:15
Hallo, ein Dankeschön auch von mir für diese Informationen. Nun gilt ja ab 2016 eine neue, verschärfte Verordnung. Wir haben einen alten, derzeit unbewohnten Bauernhof. Gelegentlich halten wir uns an den Wochenenden dort auf. Es gibt noch Öfen und uralte Fenster. Wir würden gerne in abesehbarer Zeit dort wohnen und wären auch mit dem wenigen Komfort zufrieden. Müssen wir trotzdem sanieren, auch wenn wir es nicht wollen? Gelten die Regelungen auch, wenn wir keine Firmen beauftragen, sondern selber bauen (Wir haben dies mal gelernt)?
bauen.de-Redaktion am 22.12.2015 09:03
Lieber dasbinich,
laut EnEV ist es für Immobilieneigentümer Pflicht, die obersten Geschossdecken zu dämmen, wenn diese nicht die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108: 2013-02 erfüllen. Wahlweise kann auch das darüber liegende Dach gedämmt werden. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Wohngebäude mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer bereits im Februar 2002 eine selbst bewohnt hat, sind von den Pflichten zur Dämmung zunächst ausgenommen. Hier wird die Dämmung erst nach einem Eigentümerwechsel fällig.
dasbinich am 20.12.2015 11:52
ich besitze ein Zweifamilienhaus aus dem Jahr 1958. In 1985 ist umfangreich renoviert und angebaut worden (aus einem Einfamilienhaus wurde ein Zweifamilienhaus). Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde das Altbaudach von innen zwischen den Sparren eine 12cm dicke Dämmung eingebracht, zusätzlich wurde von innen in einer Konterlattung 2cm Styropor eingebracht, darauf Rigipsplatten.
Ich möchte nun die Dachpfannen des Altbaus und eventuell auch des Anbaus austauschen (Dammung im Anbau wie im Altbau nur 14cm Dämmung zwischen den Sparren). Neben einer Zentralheizung stehen in den beiden Wohnungen große Grundöfen, die Verbrennungsluft benötigen und für deren Funktion daher eine Dämmung nach neuesten Vorschriften unsinnig wäre.
Muss ich im Zuge der Sanierung die alte Dämmung ausbauen und und eine neue einbauen, die - um neuesten Vorschriften zu erfüllen - dann im Altbau ca. 2cm dicker ausfällt? Hier würde nach meiner Einschätzung der finanzielle Aufwand in keinem Verhältnis zur Energieeinsparung stehen. Die Grundöfen lassen sich sowieso nicht richtig steuern. Wenn ich 2 Stücke Holz zuviel auflege, muss ich die Temperatur mit der Balkontür regeln.
Kann ich die Vorschrift umgehen, indem ich die Renovierung der Dachfläche in mehrere kleine Abschnitte beauftrage?
bauen.de-Redaktion am 16.12.2015 16:05
Hallo Glueckstag,
die EnEV schreibt in Abschnitt 3, Paragraph 10, Absatz 4 vor, dass bei einem Eigentümerwechsel nach dem 1. Februar 2002 die Vorgaben der Energieeinsparverordnung erfüllt werden müssen. Ob dies auch bei einem nur anteiligen Eigentümerwechsel der Fall ist, bleibt offen. Da wir keine Rechtsberatung leisten, raten wir Ihnen, sich an einen Eigentümerverband oder direkt an einen Fachanwalt zu wenden.
glueckstag am 15.12.2015 13:43
Ich bin vor dem Jahr 2002 in ein Eigentumshaus und zwar mit einem Viertel Anteil seit 1998 eingezogen. Der Haupteigentümer ist mittlerweile verstorben. Im Jahr 2003 erfolgte eine Übertragung zu 3/4 an meiner Tochter.
Ist eine Dachdämmung erforderlich?
bauen.de-Redaktion am 13.11.2015 11:10
wenn Sie ein Haus kaufen, müssen Sie die oberste Geschossdecke innerhalb der ersten zwei Jahre dämmen, wenn diese nicht den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) entspricht. Wenn Sie die Dämmarbeiten aber vor dem 31.12.2015 erledigen, sind die Werte, die Sie einhalten müssen, geringer als 2016. Ab dem neuen Jahr werden die Richtlinien nämlich verschärft.
Wenn Eigentümer ihr Dach in Eigenleistung dämmen, nennt die EnEV keine explizite Regelung dafür, ob und wer eine Unternehmerbescheinigung ausstellen muss. Daher empfehlen Experten, die eigenen Arbeiten genau zu dokumentieren und alle relevanten Informationen und Werte (z.B. erreichter U-Wert, Dämmstoff, Dämmdicke) zusammenzuschreiben und aufzuheben.
Brudermike am 12.11.2015 15:18
ich erwerbe in kürze ein Haus aus 1880.
Das Eigentum geht kurz nach Weihnachten auf mich über.
Das Dachgeschoss muss gedämmt werden.
1. Es muss eine Dämmung bis zum 31.12.2015 vorliegen, wie soll das bitte schön gehen? Es gab doch auch eine Frist innerhalb von 2 Jahren nach Erwerb. Wie lange habe ich dafür Zeit?
2. Geht es um die Unternehmerbescheinigung.
Ich möchte mein Dach selber dämmen, wie es die meisten Hobbyhandwerker machen :)
Nun ist die Frage, wie ich das Nachweisen kann, wenn eine Kontrolle stattfindet.
bauen.de-Redaktion am 21.10.2015 11:56
Hallo Ottin,
aus der Ferne lässt sich Ihre Situation leider nicht genau beurteilen. Grundsätzlich gibt es gemäß EnEV die Verpflichtung, die oberste Geschossdecke – oder wahlweise das Dachgeschoss oberhalb der obersten Geschossdecke – zu dämmen. Wurde diese Arbeit von einem Unternehmen gemacht, muss der Verkäufer eine Unternehmererklärung vorlegen. Sollte diese nicht vorliegen, lassen Sie sich vom Verkäufer am besten zusichern, dass das Dach EnEV-gemäß gedämmt wurde. Fragen Sie ihn außerdem nach den verwendeten Dämmmaterialien.
Der Verkäufer ist auch dazu verpflichtet, einen Energieausweis erstellen zu lassen. Diesen muss er dem Käufer spätestens bei der Wohnungsbesichtigung zeigen.
In so einem speziellen Fall ist es empfehlenswert, zusätzlich einen Baurechtsexperten zu Rate zu ziehen, der die Situation rechtssicher beurteilen kann.
Ottin am 20.10.2015 08:23
wir wollen eine 2-geschossige Doppelhaushälfte kaufen.
Das Obergeschoss ist in Eigenleistung vor 2 Jahren gedämmt worden.
(wird eine Unternehmererklärung benötigt?)
Der jetztige Besitzer wird Mieter und auch noch ein Jahr wohnen bleiben .
Ein Energieausweis liegt nicht vor, kann man im gegenseitigen Einverständnis darauf verzichten ?
Müssen wir einen Energieausweis vorlegen wenn der Verkäufer zum Mieter wird?
bauen.de-Redaktion am 16.10.2015 08:59
vielen Dank für Ihren Kommentar. Laut EnEV ist es Pflicht, die ungedämmte oberste Geschossdecke oder wahlweise das ungedämmte Dach eines Altbaus nachträglich zu dämmen. Allerdings müssen längst nicht alle alten Dächer oder Geschossdecken gedämmt werden. Laut EnEV gilt die Pflicht zur Dämmung als erfüllt, wenn das Dach den Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 genügt. Es empfiehlt sich, dies von einem Energieberater überprüfen zu lassen.
Ilja am 15.10.2015 22:22
Meine Frau und ich haben uns letzte Woche ein Haus gekauft ( Baujahr 1953) wie folgt aufgeteilt
Keller, Wohnung ( Eigenbenutzung), Wohnung ( vermietet) Dachgeschoss.
Weder der Keller, Außenfassade, noch das Dachgeschoss sind gedämmt. Wir haben nur überall neue Fenster einbauen lassen.
Müssen wir jetzt alles dämmen??
Lelis am 10.10.2015 21:22
wir haben uns eine Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus mit 6 Parteien angeschaut, Bj 1960. Die oberste Geschossdecke ist nicht gedämmt. Die Tatsache, dass es bis Ende 2015 gemacht werden muss ist zwar den Eigentümern bekannt, allerdings haben sie sich bisher einstimmig dagegen entschieden. Offizielle Argumentation lautet, dass sie bis zu nächsten Ausbesserungsarbeiten am Dach warten wollen. Dies kann allerdings noch dauern. Die nicht offizielle Erklärung dafür ist, dass die Altersstruktur der meisten Bewohner eher fortgeschritten ist und es sich für sie einfach nicht rentiert. Und nun die Frage: Wie geht man in einem solchen Fall vor, wenn man die oberste Geschossdecke sanieren will? Vor allem, weil die besagte Wohnung direkt unten drunter ist. Zwingen kann man sie wohl nicht. Und sollte es zum Bußgeld kommen, verteilt sich das trotzdem auf alle, auch auf die, die der Sanierung zugestimmt haben und einfach nur überstimmt wurden? Wie geht man hier am besten vor?
bauen.de-Redaktion am 25.09.2015 14:17
Sie können die Kosten für die Dachdämmung anteilig auf die Wohnfläche umlegen. Das Gesetz spricht in Paragraph 559, Absatz 3 von „angemessenen“ Kosten für die einzelnen Wohnungen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Informieren Sie sich am besten zusätzlich bei einem Vermieter- oder Eigentümerverein.
evar am 24.09.2015 18:57
ich habe in einem Wohn- und Geschäftshaus von 1984 eine Dachdämmung vornehmen lassen. Welche Flächen muss ich für die Umlage der Kosten nach § 559 II einsetzen ? Bewirtschaftetes Erdgeschoss - ja; bewohntes Obergeschoss - ja; aber unbewohnter und nicht mit Heizkörpern versehener Dachboden auch ? Wie ist es mit ungenutzten Kellerräumen ?
bauen.de-Redaktion am 10.09.2015 15:53
die Ausnahme von den Sanierungspflichten der EnEV gilt nur, wenn Sie ausreichend lange Eigentümer waren, wenn sich maximal zwei Wohnungen im Gebäude befinden und wenn Sie die Immobilie selbst bewohnen. So, wie Sie die Situation beschreiben, treffen nur die ersten beiden Voraussetzungen zu. Die Sanierungspflicht gilt also – das Gesetz macht da auch bei Familienangehörigen keine Ausnahme. Sprechen Sie am besten mit einem Energieberater. Wenn die Geschossdecke oder das Dach den Anforderungen entspricht, brauchen Sie nichts zu tun.
Franzi am 09.09.2015 17:23
seit dem Jahr 2000 bin ich Miteigentümer eines EFH , Baujahr 1969. Durch einen familiären Todesfall bin ich nun Miteigentümer zu 1/2. Ich beabsichtige die zweite Hälfte nun dazuzukaufen, so dass ich Alleineigentümer bin. Da ich das Haus nicht selbst bewohnen werde stellt sich für mich die Frage, inwieweit die ENEV hier überhaupt greift, da ich ja bereits vor 2002 Miteigentümer war? Inwieweit muss auch saniert werden, wenn z. B. meine Schwiegereltern in dem Haus zukünftig leben? Gibt es bei familiärer Überlassung ggf. andere Vorschriften? Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen, Franzi
bauen.de-Redaktion am 24.08.2015 15:16
die EnEV sieht nach derzeitiger Rechtslage nur teilweise Nachrüstpflichten bei Bestandsgebäuden vor: Bei 1- und 2-Familienhäusern muss nach einem Eigentümerwechsel die oberste Geschossdecke (oder wahlweise das ungedämmte Dach) binnen zwei Jahren nachträglich gedämmt werden. Außerdem müssen mehr als 30 Jahre alte Öl- und Gasheizungen, die keine Niedertemperatur- oder Brennwertgeräte sind, ebenfalls innerhalb dieser Frist erneuert werden.
Keine Pflicht besteht hingegen, nachträglich die Fassade zu dämmen. Eine solche Pflicht gibt es nur dann, wenn mindestens zehn Prozent der Fassadenfläche ohnehin erneuert werden. Hinsichtlich des Energieausweises ist der Verkäufer verpflichtet, Ihnen diesen vorzulegen.
Bitte beachten Sie außerdem, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bei weiteren Fragen kann Ihnen ein Gutachter sicherlich weiterhelfen, aber auch ein Energieberater kann verlässliche Auskunft geben.
Leben2015 am 22.08.2015 17:15
Habe nun einiges hier gelesen und bin gerade total überfordert. Ich möchte mir ein Eigenheim zulegen. Es handelt sich um ein Einfamilienhaus 140qm, Bj 1962. mir ist bewusst, dass ich Elektrik und heirkorper sowie Fenster erneuern muss. Nun gem der Bestimmungen, das Haus ist weder von außen noch ist das Dach gedämmt. Wenn ich das Haus kaufe, muss ich das Dach dämmen lassen? Auch hat es keinen Energiepass, den ich aber jetzt anfordern will auch die Wärmewertberechnung liegt nicht vor. Ich bin hin und her gerissen. Mir ist bewusst, dass ich was tun muss, aber wenn ich das Haus kaufe, muss ich umgehend das Dach dämmen lassen, sonst droht Bußgeld bis 50t€? Und man hat mir gesagt ab 2020 sei es Pflicht eine Aussendammung vor zu nehmen. Das sind natürlich nicht einkalkulierte Aspekte. Sollte ich doch besser einen Gutachter beauftragen nach Erhalt des Energieausweises? Das Haus steht in einem kleinen Ort, hier ist die Lebensqualität sehr hoch, aber es gibt kaum Wohnraum zu mieten oder kaufen und es wäre nach langem ein interessantes Objekt. Besten Dank für Ihre Hilfe und Einschätzung/Rat vorab! Viele Grüße
bauen.de-Redaktion am 17.08.2015 10:25
grundsätzlich sind Sie verpflichtet, bei einem Verkauf oder einer Vermietung einen Energieausweis anfertigen zu lassen und diesen dem Interessenten zugänglich zu machen. Ausgenommen von dieser Verpflichtung sind allerdings denkmalgeschützte Immobilien.
Hinsichtlich notwendiger Sanierungsarbeiten können wir Ihre Frage aus der Ferne nur sehr allgemein beantworten. Die EnEV bietet einen weitgehenden Bestandsschutz – das heißt, bestimmte Sanierungen wie zum Beispiel eine Fassadendämmung sind nicht verpflichtend. Wird aber die Fassade ohnehin saniert (bzw. mindestens 10 Prozent der Fassadenfläche), so sind die Vorgaben der EnEV einzuhalten.
Pflicht ist jedoch die Dämmung der obersten Geschossdecke (oder wahlweise die Dämmung des nicht ausgebauten Dachs), wenn hier keine oder nur eine unzureichende Dämmung vorhanden ist. Ausgenommen sind hier nur Ein- und Zweifamilienhäuser, die schon längere Zeit von den Eigentümern selbst bewohnt werden. Findet ein Eigentümerwechsel statt, so muss dies binnen zwei Jahren nachgeholt werden.
Thomas am 14.08.2015 10:21
Hallo wir haben ein Haus von Bj. 1949 geerbt. ca. 80 qm. Wir selber wohnen ca. 50 km weit entfernt davon. Für uns stellt sich jetzt die Frage, verkaufen oder vermieten?
Im Haus ist eine ältere Ölkachelofenheizung verbaut. Es ist im ganzen Haus nichts isoliert, vor ca. 20 Jahren wurden neue Fenster verbaut. Was müssen wir beachten, wenn wir das Haus verkaufen, wegen Energieausweis ect? Oder, wenn wir vermieten wollen, welche Massnahmen müssen Energietechnisch von uns auf jedenfalls erfüllt werden, um dass wir es vermieten können? Vielen Dank für Ihre Rückantwort
Redaktion bauen.de am 12.08.2015 10:03
Hallo andi640,
die EnEV befreit jene von der Sanierungspflicht, die seit Februar 2002 in ihrem eigenen Haus wohnen. Das trifft auf Ihre Mutter zu. Streng genommen ist sie aber erst seit 2013 Eigentümerin und müsste als neue Eigentümerin sanieren. Leider ist uns kein ähnlicher Fall bekannt und wir wissen nicht, wie ein Gericht entscheiden würde. Eine Rechtsberatung dürfen wir nicht leisten.
andi640 am 09.08.2015 01:36
Hallo, es geht um die Dämmung der oberen Geschossdecke. Meine Mutti hat das Haus, in dem sie seit 1967 gemeinsam mit meinem Papa gemeinsam wohnte und bis heute immer noch wohnt, in 2013 von meinem Papa geerbt. Das Haus gehörte nur meinem Papa, dieser ist 2013 verstorben. Muss meine Mutti nach der EnEV 2014 die obere Geschossdecke dämmen lassen. Danke im Voraus andi640
bauen.de-Redaktion am 05.08.2015 15:39
Hallo Olinala,
werden Fenster erstmalig eingebaut, ersetzt oder erneuert, muss ihr Wärmedurchgangskoeffizient gewisse Werte einhalten. Bei normalen Fenstern beziehungsweise Fenstertüren liegt der Höchstwert beispielsweise bei 1,3 W/(m²•K). Dieser Wert ist für gewöhnlich in den technischen Produkt-Spezifikationen der Fensterhersteller vermerkt. Beachten Sie bitte, dass für Sonderverglasungen andere Werte gelten.
Weitere Informationen finden Sie im angehängten Gesetzestext.
Beste Grüße und einen erfolgreichen Fenstertausch
Olinala am 03.08.2015 12:21
Hallo, wir bewohnen ein eigenes Zweifamilienhaus Baujahr 1959. Das Haus ist nicht gedämmt. Nach einem Einbruch wollen wir jetzt in einem Teil des Hauses (Gartenseite) neue Fenster und Terrassentüren einbauen lassen. Was ist im Zusammenhang mit der EnEV evtl. zu beachten?
Ich habe irgendwo gelesen, dass sich aus dieser Änderung Anforderungen hinsichtlich Dämmung ergeben könnten? Fühle mich aber in diesem Vorschriften Dschungel ziemlich verloren und wäre für Hilfe dankbar.
bauen.de-Redaktion am 20.07.2015 13:02
bei Altbauten kommt es manchmal vor, dass der Keller Feuchteschäden aufweist. Das kann an einer fehlenden Abdichtung liegen, die Bauteile normalerweise vor Feuchtigkeit schützt, natürlich kann aber auch ein Wasserschaden der Auslöser dafür sein. Je nachdem, wie groß der Schaden ist, reichen kleinere Maßnahmen dann oft nicht mehr aus, um den Keller auf Vordermann zu bringen. Das bedeutet, dass der Keller saniert werden muss. Genaueres können wir aus der Ferne nicht beurteilen – Ihre Idee, einen Fachmann hinzuzuziehen hilft Ihnen aber bestimmt weiter. Er kann beurteilen, wie hoch der Schaden ist und was dagegen getan werden kann.
aninma am 17.07.2015 11:34
Hallo, ich habe vor, ein sehr altes Haus anzumieten, welches aber schon länger leer steht.
Im der unteren Ebene liegt feuchtes Gemäuer vor, scheinbar ausgehend vom Schornstein.
Die Nachbarn hatten vor 7 Jahren einen Wasserschaden und der Vermieter meine das käme immer noch daher und würde sehr lange dauern. Es ist quasi ein Reihenhaus.
Ich fragte nach einem Fachmann der genau prüft aber der Vermieter meint es liegt
nur am wenigen Luftdurchzug wegen Leerstand des Hauses seit Februar 2015.
Was kann ich tun, bzw. was meinen Sie?
bauen.de-Redaktion am 13.07.2015 14:42
Altbau-Eigentümer sind – von den wenigen im Artikel genannten Ausnahmen – nicht verpflichtet, ihr Gebäude nachträglich umfassend energetisch zu sanieren. Allerdings muss eine Wohnung, unabhängig vom Sanierungsgrad, während der Heizperiode ausreichend beheizbar sein. Gerichte gehen hier in der Regel von einer Mindesttemperatur von 20 bis 22 Grad aus. Im Sommer sollten laut einem Urteil des Landgerichts Hamburg die 30 Grad nicht überschritten werden. Erfüllt die Wohnung die Ansprüche nicht, so liegt ein Mietmangel vor, der unter Umständen eine Mietminderung rechtfertigt. Ob dies bei Ihnen der Fall ist, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Sollte Ihr Vermieter nicht kooperativ sein, wäre eine Beratung durch den örtlichen Mieterverein oder einen Rechtsanwalt ratsam.
bauen.de-Redaktion am 13.07.2015 14:23
auch uns erscheinen die veranschlagten Kosten recht hoch. Dies könnte aber bauwerksbedingte Gründe haben, die aus der Ferne nicht abzuschätzen sind.
Bei rechtlichen Fragen empfehlen wir stets, sich an einen fachkundigen Rechtsanwalt oder an den Mieterverein zu wenden. Wir selbst dürfen keine Rechtsberatung bieten. Eventuell könnten Ihnen § 555 d BGB und § 559 BGB für eine erste Einschätzung hilfreich sein (http://dejure.org/gesetze/BGB/555d.html, dejure.org/gesetze/BGB/559.html).
bauen.de-Redaktion am 13.07.2015 14:22
die EnEV-Verpflichtungen werden erst wirksam, wenn der Alteigentümer nicht mehr in dem Haus wohnt.
bauen.de-Redaktion am 13.07.2015 14:21
gemäß § 10 (3) der EnEV müssen auch Nichtwohngebäude, die jährlich mindestens vier Monate auf Innentemperaturen von mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden, Mindestanforderungen erfüllen.
- Ist das Dach bereits gedämmt, so muss die Dämmung den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2: 2013-02 erfüllen. In diesem Fall ist keine weitere Dämmung erforderlich.
- Wird der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2: 2013-02 nicht erfüllt oder ist das Dach gar nicht gedämmt, so muss bis spätestens 31.12.2015 die oberste Geschossdecke bzw. das Dach so gedämmt werden, dass der Wärmedurchgangskoeffizient 0,24 Watt/(m²K) nicht überschreitet.
Sie sollten also überprüfen, ob die von Ihnen geschilderte minimale Dämmung bereits der DIN 4108-2: 2013-02 entspricht.
Christi am 08.07.2015 21:56
Guten Tag, wir wohnen im Obersten Geschoss (Albau) als Mieter, vom Dach trennt uns nur die Deckenwand.Wenn es draußen richtig warm ist da ist unsere Wohnung meist auf 30-38℃ warm,obwohl ich Nachts die Fenster offen habe und Morgens zeitig verschließe.Im Winter darf man die Heizung nicht ausmachen,Wohnung kühlt sofort aus.Das Dach ist ungedemmt und ist nur mit Schwarzer Dachpappe vesehen.Denke nicht das,das Gebäude unter Denkmalschutz steht..Wie kann ich Punkto,Schritt für Schritt handeln ohne das mir kosten entstehen?
bernd 99 am 27.06.2015 11:23
wie sieht es aus wenn ich den spitzboden selber mit einer dämmschicht versehe habe ich ja keine rechnung . und wo könnte man eine genaue schilderung bekommen wie es ausehen muss das es der energieverortnung entspricht?
bauen.de-Redaktion am 23.06.2015 09:47
die EnEV schreibt vor, dass bisher ungedämmte oberste Geschossdecken nachträglich gedämmt werden müssen. Alternativ kann auch das bisher ungedämmte Dach gedämmt werden. Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeit und können ein Bußgeld nach sich ziehen.
Ob sich diese Pflicht umgehen/herauszögern lässt, lässt sich aus der Ferne nicht einfach beantworten. Grundsätzlich gilt: Fehlendes Geld ist kein Grund, die gesetzlichen Pflichten nicht zu erfüllen. Vom Bundesgerichtshof stammt – in einem anderen Zusammenhang – der Ausspruch: „Geld hat man zu haben“.
Allerdings muss man den EnEV-Pflichten nicht nachkommen, wenn die Maßnahme nicht wirtschaftlich ist. In der EnEV, § 10 Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden, Absatz 5 heißt es hierzu:
"Die Absätze 2 bis 3 sind nicht anzuwenden, soweit die für die Nachrüstung erforderlichen Aufwendungen durch die eintretenden Einsparungen nicht innerhalb angemessener Frist erwirtschaftet werden können."
Dafür, wie lange eine "angemessene Frist" ist, gibt es keine gesetzliche Regelung.
Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Eigentümerverein oder einem Fachanwalt.
A.Suess am 20.06.2015 06:49
Kompliment zu der informativen Seite und der guten Betreuung der Fragen.
WEG 7 Einheiten, Gebäude 1960, Zustand ursprünglich ohne bisherige Dämmmaßnahmen. Das Dach soll bis 2017 neu eingedeckt und einhergehend gedämmt werden.
Um der EnVe zum 01.01.2016 zu entsprechen wurde eine 7000€ Maßnahme der Spitzbodendeckendämmung auf Anraten des Hausverwalters beschlossen.
Gibt es rechtliche Möglichkeiten die Umsetzung der EnV zu verlängern, wenn umfangreichere Dämmmaßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt geplant/ggfs. Beauftragt sind?
In diesem Fall ist es die noch nicht ausreichende Höhe der Rücklagen der WEG, die eine fristgerechte Umsetzung verzögert.
Gruß a. süß
Redaktion bauen.de am 17.06.2015 15:20
vieler Dank für Ihren Kommentar. Laut EnEV ist es Pflicht, die ungedämmte oberste Geschossdecke oder wahlweise das ungedämmt Dach eines Altbaus nachträglich zu dämmen. Diese Pflicht gilt als erfüllt, wenn das Dach den Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 genügt. Wir empfehlen Ihnen, diesbezüglich einen Energieberater zu konsultieren.
Thomas Berlin am 13.06.2015 12:58
An die Redaktion bauen.de,
vielen Dank für die sehr aufschlussreiche Seite :-)
Wir haben gerade eine Modernisierungsankündigung erhalten. Der Vermieter, der den typischen Berliner Altbau (4 Geschosse, Bj. ca. 1900) vor ca. 8 Jahren übernommen hat, will die Giebelseite dämmen.
Die Giebelseite ist seit Kriegsende komplett unverputzt,
Die Kosten (für Mineralfaserdämmung 12cm) für die ca. 300 qm werden hier mit ca. 80.000 Euro angesetzt (abzüglich ca. 10% Sanierung), was mir sehr hoch erscheint, wenn ich mir Ihre Beispielrechnung anschaue.
1. Da die Wand komplett unverputzt ist, muß nicht der Aufwand für einen "normalen" Putz (ohne Dämmung) als Sanierungsabzug angesetzt werden?
2. Die Kosten können leider nur auf 5 Mietparteien umgelegt werden (ca. 100-130 Euro/
Partei!):
Was geschieht, wenn 2/3tel der Parteien diese Kosten nach der Modernisierung nicht tragen können?
Haben Sie einen Tip für uns, wo wir uns vielleicht weiter informieren können?
Vielen Dank erst einmal fürs "zuhören" :-)
Jürgen am 08.06.2015 13:38
meine Eltern haben 1971 gebaut, das Haus wurde mir 2004 übertragen.
Meine Eltern wohnen weiterhin dort, haben Wohnrecht solange sie leben und zahlen seither Miete an mich. Da mir das Haus nach 2002 übertragen wurde muss ich jetzt Dämmungsmaßnahmen vornehmen?
Peter M. am 29.05.2015 14:01
Liebe Redaktion bauen.de,
vielen Dank für diesen Artikel und dass Ihr euch die Mühe macht, alle Fragen so umfassend und schnell zu beantworten. Auch ich habe ein Problem mit den neuen Anforderung der EnEV, mit dem ich nicht so recht vorankomme und bei dem mir mein Architekt des Vertrauens auch nicht weiterhelfen konnte.
Ich möchte ein Gewerbeobjekt, dessen alleiniger Mieter eine Tagesbetreuung für Behinderte ist, kaufen. Das Gebäude hat ein minimal isoliertes Flachdach, das sicherlich nicht den Mindestanforderungen der EnEV entspricht. Bin ich durch den Kauf verpflichtet, dieses Dach nachträglich zu dämmen? Sind Gewerbeobjekte wie Büroimmobilien auch vollständig an die nachträgliche Dämmpflicht gebunden?
Redaktion bauen.de am 28.05.2015 09:45
vielen Dank für Ihren Kommentar. Die Dämmpflicht ist laut EnEV erfüllt, wenn das Dach den Anforderungen an den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 genügt. Ob das bei Ihrem Dach der Fall ist, lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen. Dies ist unter anderem auch vom geplanten Dämmstoff abhängig. Um sicherzugehen wenden Sie sich am besten an einen Dachdecker oder Energieberater.
Als geübter Heimwerker können Sie die Zwischensparrendämmung übrigens auch selber machen. Wie das geht, können Sie im angehängten Link nachlesen.
Viel Erfolg beim Dachdämmen.
Tanja am 27.05.2015 07:10
warum sagt mir der Dachdecker, dass eine oberste Geschossdeckensanierung nicht ausreicht, sondern das ganze Dache neu gemacht werden soll, sonst entspricht es nicht der ENEV? Schornsteinfeger sagt, eine oberste Geschossdeckensanierung ist ausreichend. Laut des Dachdeckers hält das ja noch gut 15 Jahren. Alles sehr widersprüchlich.
Andreas am 26.05.2015 17:41
hallo, wie verhält es sich, wenn man ein Einfamilienhaus Baujahr ca. 1960 nur teilweise zu lebzeiten des Alteigentümers übertragen bekommt, also nur Teileigentümer wird ? Der Alteigentümer wohnte bereits vor 2002 in diesem Haus und bleibt darin wohnen. Entstehen dann auch die im Atikel geschilderten Sanierungspflichten ?
Thomas am 21.05.2015 19:12
ich möchte in der nächsten Zeit das Dach meines Einfamilienhauses (BJ. 1958) neu eindecken lassen. Momentan ist keine Dämmung vorhanden. Das neue Dach soll folgendermaßen aufgebaut sein:
- Dachziegel- oder Steine
Die Dämmung möchte ich dann zwischen den Sparren einbringen.
Nun ist es aber so, dass die Sparren nur eine Höhe von ca. 120 mm haben.
Zudem möchte ich die oberste Geschoßdecke auch noch dämmen.
Wird durch diesen Aufbau die EeNV in der neuesten Fassung erfüllt, oder sollte ich die Sparren auf doppeln lassen, dass die Dicke der Dämmung größer wird?
bauen.de-Redaktion am 08.05.2015 09:22
Liebe Reay,
vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Deutsche Institut für Bautechnik hat sich mit dieser Frage im Hinblick auf die EnEV 09 beschäftigt. Das Institut kam zu dem Schluss, dass im Fall einer Neuverputzung der Fassade nur dann nicht gedämmt werden muss, wenn weniger als zehn Prozent der Fassade erneuert werden – das ist auch bei jeder anderen Fassadenerneuerung der Fall. (Zu finden unter folgendem Link auf Seite 25, Nr. 2: www.dibt.de/de/Service/Data/EnEG_Staffel11.pdf) Ob das Neuverputzen einer intakten Fassade auch nach EnEV 2014 zutrifft, können Sie am besten direkt beim Deutschen Institut für Bautechnik erfragen. Kontaktadressen finden Sie unter www.dibt.de.
Reay am 06.05.2015 23:15
Ich wollte mal wissen wie es aussieht.Ich habe im Jahr 2011 ein Einfamilienhaus gekauft.Nun wollen wir die Fassade aus optischen Gründen neu verputzen(selber)wir würden gerne auf den alten putz drüber putzen.Bin ich da verpflichtet zu dämmen?Denn der alte Putz hat keine Schäden.Sie nur furchtbar aus.
Redaktion bauen.de am 28.04.2015 08:07
für gewöhnlich ist das Dach Gemeinschaftseigentum und daher die gesamte Eigentümergemeinschaft für die Dämmung zuständig.
Daisy am 21.04.2015 11:48
Hier handelt es sich um ein Zweifamilienhaus mit zusätzlichem Appartement. Das Haus ist von 1957. Das Dach und die oberste Geschossdecke sind nicht gedämmt. Wenn der obere Besitzer seine Eigentumswohnung nun verkauft, wer muss dann die Kosten für die Dämmung tragen? Der Dachboden ist Gemeinschaftseigentum, d.h. gehören dem Eigentümer der EG Wohnung und der OG Wohnung. Der Eigentümer der EG. Wohnung wohnt bereits länger als 2002 in dem Haus.
bauen.de-Redaktion am 17.04.2015 14:31
von der Pflicht zur Dämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke sind lediglich Ein- und Zweifamilienhäuser ausgenommen, von denen der Eigentümer bereits im Februar 2002 eine Wohnung selbst bewohnt hat. Da Sie das Haus im Juli 2014 gekauft haben, dürfte diese Ausnahmeregelung in Ihrem Fall nicht zutreffen. Laut EnEV beträgt die Frist zur Dämmung zwei Jahre nach dem Besitzerwechsel.
Heizkessel, die im Jahr 1985 oder später eingebaut werden, dürfen dagegen erst nach dem Ablauf von 30 Jahren nicht mehr betrieben werden – ausgenommen sind die im Artikel genannten Heizkesselarten.
Silke am 16.04.2015 18:54
Sie schreiben: Ob Sie dämmen müssen oder nicht, hängt unter anderem davon ab, ob Ihr Haus ein Ein- oder Zweifamilienhaus ist. Von der Pflicht zur Dämmung ausgenommen sind nämlich Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäuser, die in mindestens einer der Wohnungen selbst wohnen.
Wir haben uns im Juli 2014 ein Haus aus dem Baujahr 1958 gekauft. Ein Energieausweis liegt vor. Wir wohnen allein in unserem Haus! Das Dach ist nicht gedämmt und die Wände oder besser gesagt die Fassade auch nicht und die Heizung ist von 1993!
Müssen wir jetzt innerhalb der zwei Jahres frist alles dämmen bzw. eine neue Heizung einbauen lassen?
Bei der Heizung gilt doch dann die 30 Jahre frist oder?
Wie gesagt wir wohnen selbst in dem Haus!
Oder brauchen wir dann eigentlich garnichts machen, weil wir ja selbst drin wohnen?
Bert am 12.04.2015 10:25
Liebes bauen.de Redaktionsteam, auf mehrfache Nachfrage anderer Leute haben Sie bisher oft auf die nicht zwingende Sanierung bei Altbauten hingewiesen. Detaillierter wüsste ich gern mehr zur Dachdämmung bzw. zur Dämmung der obersten Geschossdecke. Laut EnEV2009 müsste bereits bis 2011 jede neu vermietete Wohnung in einem >2-Parteienhaus unterm Dach gedämmt werden. In unserem Fall, einem 5-Parteienhaus, wir wohnen unterm Dach mit nicht gedämmten Dachschrägen, darüber ein kleiner nicht nutzbarer ungedämmter Dachboden der begehbar ist. Laut meinen Infos muss der Vermieter zwingend dämmen, und das bereits seit 2011. Mindestens die oberste Geschossdecke, das wäre für mich der Boden des begehbaren Dachbodens, wenn ich das richtig verstanden hab.
Offensichtlich gibt es viele solcher Beispiele wie auch obige Nachfragen vermuten lassen. Was bringt eine EnEV 20XY, wenn mit Bussgeldern bis 50.000Euro gedroht wird, aber in der Realität nichts passiert?
Danke, Gruss Bert
Redaktion bauen.de am 08.04.2015 15:03
vielen Dank für Ihren Kommentar. Ob Sie dämmen müssen oder nicht, hängt unter anderem davon ab, ob Ihr Haus ein Ein- oder Zweifamilienhaus ist. Von der Pflicht zur Dämmung ausgenommen sind nämlich Eigentümer von Ein- oder Zweifamilienhäuser, die in mindestens einer der Wohnungen selbst wohnen. Zudem gibt es besondere Regelungen, falls Ihre Immobilie unter Denkmalschutz steht. Weitere Informationen dazu finden Sie im angehängten Artikel.
bauen.de Redaktion am 08.04.2015 15:01
Altbau-Eigentümer sind nicht gezwungen, ihr Haus umfassend energetisch zu sanieren - erst wenn sie größere Sanierungsarbeiten beauftragen, müssen diese den Vorgaben der EnEV entsprechen. Eventuell steht das Gebäude sogar unter Denkmalschutz, dann gelten wieder andere Vorgaben.
stephanie am 04.04.2015 18:31
Habe das Haus meines Vaters übernommen.
Baujahr 1875. 3 Etagen mit je ca.70 qm .Das Dach und die Aussenwände wurden vor ca.25 neu gedeckt,bzw. neu verputzt. Werde nach und nach die Wohnungen herrichten.Geht nur Stock für Stock da wir selbst drin wohnen.Die Heizung wird jetzt ausgewechselt.Wir haben uns für eine Brennwertheizung entschlossen.Fenster werden auch nach und nach ausgewechselt.Sanierung haben wir nicht angemeldet.Machen alles selber.Müssen wir uns dann auch an diese 2Jahresregelung für die Dachbodendämmung halten? Ich muss dazu sagen dass wir einen sehr linken Kaminfeger haben,dem wir alles zutrauen.Kann er uns da irgendwie melden oder so?
Petra Hollbach am 04.04.2015 03:47
Hallo Redaktion, es wäre schön, Wenn Sie bei der Fassadenausbesserung angeben würden, dass eine Dämmmaßnahme erst nach Entfernen des Altputzes (>10%) notwendig ist. Wird auf den alten Putz neuer Putz (vielleicht auch mit zusätzlicher Dämmung) aufgebracht, so müssen die EnEV Werte nicht eingehalten werden. Da ist Ihre Fromlulierung mißverständlich.
timo am 03.04.2015 11:34
ich habe ein altes Fachwerkhaus
seit dez 2003 und es ist die geschossdecke nicht gedämmt auch habe ich keinen Energiepass
die Zwischendecke ist mit gestapften Lehm Stroh gemischverfüllt ca 30cm.
Muss ich jetzt Dämmen zu dem wer bezahlt es ich kann mir das nicht leisten.
bauen.de-Redaktion am 19.03.2015 10:32
vielen Dank für Ihren Kommentar. Grundsätzlich können Eigentümer solche Dämmungsmaßnahmen auf den Mieter umlegen, die den Wohnwert verbessern oder die zu Energieeinsparungen führen. Im Gesetz gibt es keine Aussage dazu, ob das auch dann der Fall ist, wenn aufgrund einer neuen Wohnung unter dem Dachboden ohnehin gedämmt werden müsste – zumal in Ihrem Fall auch geklärt werden müsste, ob es in Ihrer Wohnung durch die Maßnahme zu Energieeinsparungen kommt. Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir empfehlen Ihnen, zur Klärung der Frage einen Mieterverein oder einen auf Mietrecht spezialisierten Rechtsanwalt zu konsultieren.
Pierre X. am 18.03.2015 15:25
habe eine Frage: Wohne in einem Altbau (insgesamt 7 Mietparteien), welcher dieses Jahr einen neuen Eigentümer bekommen hat, der nun verpflichtet ist, innerhalb von 2 Jahren den Dachboden zu dämmen. 11% der Kosten können auf die Mietparteien umgelegt werden. Der neue Eigentümer will aber auch neuen Wohnraum auf dem gesamten Dachboden schaffen, weswegen doch sowieso gedämmt werden müsste. Kann der neue Eigentümer die entstehenden Dämmkosten trotzdem auf alle Mietparteien mit 11% umlegen?
Redaktion bauen.de am 12.02.2015 10:28
laut EnEV 2014 entspricht der von Ihnen genannte Wert den aktuellen Vorgaben. Die jeweils gültige Fassung der Energieeinsparverordnung finden Sie unter folgendem Link: www.bmwi.de/DE/Service/gesetze,did=23820.html. Weitere Informationen zu Ihrer Frage finden Sie in Anlage 3 des Gesetzestextes.
Karsten Schade am 12.02.2015 08:33
tolle Seite. Vielleicht könnt ihr mir helfen. Ich möchte ein Dachgeschoss sanieren und dort gebrauchte Dachfenster von 2003, mit einem Wärmewer von 1.4 einbauen. Darf ich das noch, wenn ich später vermieten will? Habe nirgends einen Hinweis gefunden, wo da die Grenze liegt.
Cordula am 25.01.2015 10:04
wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus von 1958 und der Vermieter hat im letztem Jahr die alten Raumluftheizungen gegen Zentralheizung erneuern lassen.Zudem wurde das Badezimmer und das Dach erneuert.
Jedoch ist es so ,dass das die alten Fenster nicht erneuert wurden die teils sehr undicht sind.
wodurch die Heizung ständig angeht und zu dem sich bei allen Mietern nun Wasser an den Fenstern sammelt.
Nun will der Vermieter die Mieter erhöhen mit der Begründung, dass ja das Haus dem neuzeitlichem Standard enspreche.
Das kann doch so nicht richtig sein ?
Lenchen am 15.01.2015 10:36
Sehr informativer Artikel! :) Danke dafür... Hab zuvor nicht wirklich verstanden, wer laut EnEV verpflichtet ist, sein Haus zu dämmen.
Redaktion bauen.de am 12.01.2015 15:45
Lieber Lorred,
tatsächlich ist häufig zu lesen, dass durch eine Dämmung die Wand nicht mehr „atmen“ kann und sich so Schimmel bildet. Allerdings liegt dieser Annahme der Irrtum zugrunde, dass eine normale, ungedämmte Wand „atmet“, also Luft nach außen entweichen kann und umgekehrt von außen in die Wohnung eindringt.
Allerdings sind gerade viele ältere Gebäude nicht luftdicht, was bedeutet, dass durch undichte Rolladenkästen oder schlecht schließende Fenster Luft entweichen kann. Luftfeuchtigkeit aus dem Inneren verschwindet so von selbst, regelmäßiges Lüften ist fast nicht nötig, der Energieverbrauch ist aber immens hoch. Durch eine professionell angebrachte Dämmung wird Lüften dann natürlich zur Pflicht, denn die Luftfeuchtigkeit muss aus den geschlossenen Räumen verschwinden. Geschieht dies nicht, kann es unter Umständen zu Schimmel kommen. In der Praxis entsteht dadurch häufig der Eindruck, der Schimmel habe etwas mit der Dämmung zu tun – die eigentliche Ursache ist meist jedoch eher unzureichendes Lüften.
Lorred am 11.01.2015 15:00
Aber ist das nicht so, das viele Altbauhäuser kaputt gegangen sind nach einer Dämmung (Schimmel und so).
Überlegen die Brüssel nicht oder sind sie nur Geldblind (Gurke ist muss gerade sein)
Helen am 21.12.2014 22:05
verzeihung ich vergaß zu erwähnen, dass wir die Innendämmung aus finaziellen Gründen erst Stück für Stück im Laufe der nächsten Jahre vornehmen können. dadurch scheint es mit der 2 Jahresfrist Probleme zu geben...
Helen am 19.12.2014 21:38
Zunächst ein großes Dankeschön für die vielen hilfreichen Infos auf Ihrer Seite.
Wir stehen allerdings trotzdem vor einem kleinem Problem und hoffe Sie können mir weiterhelfen.
Wir suchen seit einiger Zeit nach den eigenen 4 Wänden und da hat es uns nun eine wunderschöne alte (aber nicht denkmalgeschützte) Villa angetan, welche allerdings kommplett!!! sanierungsbedürftig ist. Neben dem Dach muss auch die komplette Fassade erneuert werden.
Soweit ich das bisher gesehen habe ist eine Außendämmung aber immer recht dick (6cm oder mehr) dadurch würden die wunderschönen alten Fensterverkleidungen und Zierelemente der Außenwand jedoch vollommen verloren gehen.
Eigentlich hatten wir eine Innendämmung mit Klimaplatten geplant. Allerdings glaube ich nun, dass dies laut Gesetzt nicht ausreichend ist? Oder hab ich da etwas missverstanden?
Redaktion bauen.de am 09.12.2014 12:31
erst bei Neuvermietung, Verkauf oder wenn größere Sanierungsarbeiten anstehen, benötigen Sie einen Energieausweis.
Theoretisch hätten Sie diesen jedoch bereits 2010 Ihrem neuen Mieter vorlegen sollen. Sollten sich daraus Unstimmigkeiten ergeben, wäre es sicher besser, einen Energieausweis erstellen zu lassen.
Langfristig werden Sie diesen sicher benötigen.
Werner am 08.12.2014 18:42
Ich habe 2010 mein Reihenendhaus , Baujahr 1908, vermietet.
Benötige ich einen Energieausweis? Das Haus ist teilsaniert.
(Dach, Heizung, Fenster)
Redaktion bauen.de am 05.12.2014 09:20
Altbau-Eigentümer sind - von den wenigen im Artikel genannten Ausnahmen - nicht verpflichtet, ihr Gebäude nachträglich umfassend energetisch zu sanieren. Allerdings muss eine Wohnung, unabhängig vom Sanierungsgrad, während der Heizperiode ausreichend beheizbar sein. Gerichte gehen hier in der Regel von einer Mindesttemperatur von 20 bis 22 Grad aus. Ist es nicht möglich, die Wohnung ausreichend zu beheizen, so liegt ein Mietmangel vor, der unter Umständen eine Mietminderung rechtfertigt. Ob dies bei Ihnen der Fall ist, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Sollte Ihr Vermieter nicht kooperativ sein, wäre eine Beratung durch den örtlichen Mieterverein oder einen Rechtsanwalt ratsam.
steffi am 03.12.2014 16:55
hallo ich habe eine dachgeschosswohnung und einen sehr hohehn erniergieverbrauch es wird trotz höchster heizstufe nicht über 18 grad im winter wärmer in meiner wohnung mehrfach habe ich dieses bei meinem vermeiter bemängelt er jedoch weigert sich etwas zu tun und verbietet mir ebenfalls den dachboden mit steinwolle auszulegen
der erniergieausweis weist ebenso auf eine fehlende isolierung und einen enorm hohen verbrauch hin wo kann ich meinen vermieter melden?
Redaktion bauen.de am 27.08.2014 09:55
Hallo tanjataler,
Liegt ein Energieausweis vor? Ein Altbau muss nicht zwangsläufig eine Energieschleuder sein...
tanjataler am 27.08.2014 08:27
Hallo, meine Tochter ist in ein Altbau (3-Parteien) gezogen ( ca.1920) das Haus ist nicht gedämmt und besitzt noch Fenster aus 1977. Das Dach ist ebensfalls nicht gedämmt.
Ist der Hauseigentümer, der selbst in dem Haus wohnt, dazu verpflichtet, irgendetwas zu erneuern bzw. zu dämmen.
bauerDE am 29.04.2014 17:33
Danke für diesen Artikel, man muss sich schon etwas einlesen, um sich in diesen Vorschriften-Dschungel zurecht zu finden. Dank Ihrer Seite inklusive dieses Artikels und der Hilfe vom Fachhändler bei um die Ecke hats aber hoffentlich letzten Endes zur Zufriedenheit aller gereicht :)
bauen.de Redaktion am 25.04.2014 15:19
danke für deinen Kommentar. Aktuell ist bei unseren Artikeln nicht vorgesehen, das Veröffentlichungsdatum anzugeben. Dieser Artikel hier wird jedoch regelmäßig aktualisiert - zuletzt am 29. April 2014.
Markus am 14.02.2014 07:48
ich bin durch einen Link auf diesen Artikel gestosen. Sehr informativ und hilfreich. Vom Inhalt her.
Ich möchte nur einen kleinen Tipp geben, habe selbst über Jahre Onlinemagazine betreut.
Ein Datum der Veröffentlichung bei der Überschrift würde hier hilfreich sein. So kann der Leser die aktuallität der Texte besser einstufen.