Source: https://www.familiennachzug-visum.de/auslaenderrecht/aufenthaltsverordnung
Timestamp: 2020-07-10 02:26:20
Document Index: 320002522

Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 39', '§ 6', '§ 6', '§ 10', '§ 60', '§ 41', '§ 40', '§ 41']

Aufenthaltsverordnung – Visa zum Familiennachzug
Die Aufenthaltsverordnung (Geseztestext-AufenthaltsVO) erfasst zahlreiche detaillierte Regelungen zum Aufenthaltsgesetz, etwa zur:
Passpflicht und Ersatzpapieren
Befreiung vom Erfordernis eine Aufenthaltstitels
Wohnsitz und Wohnsitzverlegung
Datenerfassung, -verarbeitung und Datenschutz
Ausländerdatei
Datenübermittlung an Ausländerbehörden
Beim Ehegattennachzug stellt sich immer wieder die Frage, ob der Ausländer nach der Eheschließung in Deutschland verbleiben kann. Kann also auf das Visumsverfahren über die deutschen Auslandsvertretungen verzichtet werden? Zentral ist insoweit die Vorschrift des § 39 AufenthVO:
§ 39 Aufenthaltsverordnung: Verlängerung eines Aufenthalts im Bundesgebiet für längerfristige Zwecke
1. er ein nationales Visum (§ 6 Absatz 3 des Aufenthaltsgesetzes) oder eine Aufenthaltserlaubnis besitzt,
2. er vom Erfordernis des Aufenthaltstitels befreit ist und die Befreiung nicht auf einen Teil des Bundesgebiets oder auf einen Aufenthalt bis zu längstens sechs Monaten beschränkt ist,
Staatsangehörige Anhang II oder mit Schengenvisum und Anspruch
3. Wer Staatsangehöriger eines in Anhang II der Verordnung (EG) Nr. 539/2001 aufgeführten Staates ist und sich rechtmäßig im Bundesgebiet aufhält oder ein gültiges Schengen-Visum für kurzfristige Aufenthalte (§ 6 Absatz 1 Nummer 1 des Aufenthaltsgesetzes) besitzt, sofern die Voraussetzungen eines Anspruchs auf Erteilung eines Aufenthaltstitels nach der Einreise entstanden sind,
4. er eine Aufenthaltsgestattung nach dem Asylgesetz besitzt und die Voraussetzungen des § 10 Abs. 1 oder 2 des Aufenthaltsgesetzes vorliegen,
5. seine Abschiebung nach § 60a des Aufenthaltsgesetzes ausgesetzt ist und er auf Grund einer Eheschließung oder der Begründung einer Lebenspartnerschaft im Bundesgebiet oder der Geburt eines Kindes während seines Aufenthalts im Bundesgebiet einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis erworben hat,
6. er einen von einem anderen Schengen-Staat ausgestellten Aufenthaltstitel besitzt und auf Grund dieses Aufenthaltstitels berechtigt ist, sich im Bundesgebiet aufzuhalten, sofern die Voraussetzungen eines Anspruchs auf Erteilung eines Aufenthaltstitels erfüllt sind; § 41 Abs. 3 findet Anwendung oder
7. er seit mindestens 18 Monaten eine Blaue Karte EU besitzt, die von einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union ausgestellt wurde, und/0der er für die Ausübung einer hochqualifizierten Beschäftigung eine Blaue Karte EU beantragt. Gleiches gilt für seine Familienangehörigen, die im Besitz eines Aufenthaltstitels zum Familiennachzug sind, der von demselben Staat ausgestellt wurde wie die Blaue Karte EU des Ausländers. Die Anträge auf die Blaue Karte EU sowie auf die Aufenthaltserlaubnisse zum Familiennachzug sind innerhalb eines Monats nach Einreise in das Bundesgebiet zu stellen.
§ 40 Aufenthaltsverordnung: Verlängerung eines visumfreien Kurzaufenthalts
§ 41 Aufenthaltsverordnung: Vergünstigung für Angehörige bestimmter Staaten
Familienzusammenführungsrichtlinie