Source: http://www.vermieter-forum.com/threads/hausgemeinschaft.17288/
Timestamp: 2016-10-24 16:02:59
Document Index: 276866575

Matched Legal Cases: ['§ 573', '§573', '§573', '§573', '§ 573', '§573', '§573', '§ 573', '§573', '§573']

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von Ellie, 20.10.2014.
eine Frage: greift der § 573a auch bei Hausgemeinschaften? Es wohnen mit mir 4 Menschen in meinem Einfamilienhaus. Zwei davon sind Studentinnen, die möbliert und befristet eine in der DG-Mansarde und eine in der Souterrain Gästewohnung ohne Küche wohnen. Das Treppenhaus wird geteilt. Nun gibt es Streit mit der Bewohnerin im 1. OG, die unmöbliert und unbefristet hier wohnt. Wir sind uns einig, dass sie wieder ausziehen muss, aber nicht über die Frist. 3 Monate würde ich ihr zugestehen, sie will 6 Monate, bzw. wann sie will (sowie sie etwas gefunden hat.
Wenn der Gestank und das extrem laute Geschnarche vom Hund weiter bleibt, und sie das mit Teppichboden ausgelegte Treppenhaus weiter so wenig putzt, würde ich sie am liebsten mit noch kürzerer Frist kündigen.
Hoffe auf gute Ratschläge, und sage schon mal Danke.
Es wohnen mit mir 4 Menschen in meinem Einfamilienhaus. Zwei davon sind Studentinnen, die möbliert und befristet eine in der DG-Mansarde und eine in der Souterrain Gästewohnung ohne Küche wohnen. Das Treppenhaus wird geteilt.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Aus dieser Schilderung wird leider nicht deutlich, wieviele Wohnungen das Haus hat. Beschreibe doch mal bitte genauer, welche Räume im Haus vorhanden sind und wer was (ggf. zusammen mit wem) nutzt. Wo sind verschlossene Türen, hinter denen ein "exklusiver" Nutzungsbereich des jeweiligen Mieters liegt? Welche Räume stehen dir selbst zur Nutzung zur Verfügung?
Eines lässt sich bereits jetzt klären:
Wir sind uns einig, dass sie wieder ausziehen muss, aber nicht über die Frist. 3 Monate würde ich ihr zugestehen, sie will 6 Monate, bzw. wann sie will (sowie sie etwas gefunden hat.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
3 Monate sind es nicht.
Wenn der Gestank und das extrem laute Geschnarche vom Hund weiter bleibt, und sie das mit Teppichboden ausgelegte Treppenhaus weiter so wenig putzt, würde ich sie am liebsten mit noch kürzerer Frist kündigen.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Sofern eine Vertragsverletzung vorliegt (bei G&G schwer per Internet zu diagnostizieren; was ist bzgl. Treppenhausreinigung vereinbart?) wäre eine Abmahnung möglich. Wird das Fehlverhalten dann trotzdem fortgesetzt, käme eine ordentliche Kündigung in Betracht - das wären dann 3 Monate Kündigungsfrist. Insgesamt geht das auch kaum schneller als die erleichterte Kündigung.
Nun gibt es Streit mit der Bewohnerin im 1. OG, die unmöbliert und unbefristet hier wohnt. Wir sind uns einig, dass sie wieder ausziehen muss, aber nicht über die Frist. 3 Monate würde ich ihr zugestehen, sie will 6 Monate, bzw. wann sie will (sowie sie etwas gefunden hat.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Ich würde sagen: sechs Monate.
Wenn der Gestank und das extrem laute Geschnarche vom Hund weiter bleibt, und sie das mit Teppichboden ausgelegte Treppenhaus weiter so wenig putzt,Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
also für eine ordentliche Kündigung nach §573 BGB wird das erstmal so nicht ausreichen, höchstens für eine Abmahnung.
Wir sind uns einig, dass sie wieder ausziehen muss, aber nicht über die Frist. 3 Monate würde ich ihr zugestehen, sie will 6 Monate, bzw. wann sie will (sowie sie etwas gefunden hat.
würde ich sie am liebsten mit noch kürzerer Frist kündigenKlicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Wenn der §573a BGB hier greift bzw. Anwendung findet, dann heißt es in diesem §§ u.a: "Die Kündigungsfrist verlängert sich in diesem Fall um drei Monate". Wenn die Mieterin also freiwillig in 6 Monate ausziehen will, käme durchaus dann hier auch ein Aufhebungsvertrag in Frage. Im Aufhebungsvertrag könnte man zudem auch den Wunsch der Mieterin berücksichtigen, also zB "sie kann jederzeit ohne Frist ausziehen (oder immer zum Monatsende), spätestens muss sie aber nach 6 Monaten ausziehen". Das käme dir doch sicherlich auch gelegen und letztlich ändert sich die max. Frist hier dann auch nicht, als wenn du hier nach §573a BGB ihr kündigen würdest. Zudem könnte die Mieterin sich beim Aufhebungsvertrag ggf. auch etwas an Miete sparen, wenn sie dann doch früher auszieht und du wärst sie dann auch schneller los Zitat von Ellie:
eine Frage: greift der § 573a auch bei Hausgemeinschaften? Es wohnen mit mir 4 Menschen in meinem Einfamilienhaus.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Wer ist den überhaupt hier der Vermieter ? Gibt es hier nur Hauptmieter oder Untermieter ?
Ansonsten: Einfamilienhaus klingt nach einer Wohnung oder versteh ich da was falsch ?
vielen Dank für eure Antworten. Es ist, wie geschrieben mein EFH. Ich wohne im EG, sie im OG, d.h. es gibt keine abgeschlossenen Wohnungen, aber jede hat ihre Küche, Bad und Räume, die per Zimmertüren geschlossen werden können.
IM DG wohnt eine Studentin im abgeschlossenen Bereich, die aber durch unsere Flure (die eben Teil unserer Whg sind) muss. Sie hat im OG noch eine Tür um Küche, Bad und Wohnzimmer abzugrenzen und muss nur zum Schlafzimmer und Wintergarten raus.
Die Studentin im Souterrain ist aussen vor, denn sie hat einen eigenen Eingang und mit uns nichts weiter zu tun.
Vielleicht wäre eine Kündigung wegen Eigenbedarf geschickter, um nicht die 6 Monate durchstehen zu müssen.....
Über einen Aufhebungsvertrag werde ich mit ihr sprechen, aber ich denke, sie wird da kein Risiko eingehen.
Eine, bzw. mehrere Abmahnungen habe ich ihr schon mündlichg erteilt, bzw. per Mail. Ich möchte das gerne möglichst unkompliziert und ohne Anwalt lösen. Aber eben auch ohne die 6 Monate ....
Soweit alles verständlich jetzt?
steht doch deutlich in meinem EFH, oder? D.h. die anderen sind Mieter. Ist doch hier ein Vermieter-Forum. Ich werde mal zum Thema Aufhebungsvertrag googeln....
Wenn der §573a BGB hier greift bzw. Anwendung findet, dann heißt es in diesem §§ u.a: "Die Kündigungsfrist verlängert sich in diesem Fall um drei Monate". Wenn die Mieterin also freiwillig in 6 Monate ausziehen will, käme durchaus dann hier auch ein Aufhebungsvertrag in Frage. Im Aufhebungsvertrag könnte man zudem auch den Wunsch der Mieterin berücksichtigen, also zB "sie kann jederzeit ohne Frist ausziehen (oder immer zum Monatsende), spätestens muss sie aber nach 6 Monaten ausziehen". Das käme dir doch sicherlich auch gelegen und letztlich ändert sich die max. Frist hier dann auch nicht, als wenn du hier nach §573a BGB ihr kündigen würdest. Zudem könnte die Mieterin sich beim Aufhebungsvertrag ggf. auch etwas an Miete sparen, wenn sie dann doch früher auszieht und du wärst sie dann auch schneller los Wer ist den überhaupt hier der Vermieter ? Gibt es hier nur Hauptmieter oder Untermieter ?
Ansonsten: Einfamilienhaus klingt nach einer Wohnung oder versteh ich da was falsch ?Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Es ist, wie geschrieben mein EFH.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
es gibt keine abgeschlossenen Wohnungen, aber jede hat ihre Küche, Bad und Räume, die per Zimmertüren geschlossen werden können.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Also selbst wenn ich die Wohnung im DG einmal nicht betrachte, obwohl auch diese Küche/Bad und andere Zimmer hat, spätestens hier ....
Die Studentin im Souterrain ist aussen vor, denn sie hat einen eigenen Eingang und mit uns nichts weiter zu tun.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
frage ich mich wieso es sich noch um ein Einfamilienhaus handeln sollte. Ich komme eher auf 2-3 Familienhaus.
frage ich mich wieso es sich noch um ein Einfamilienhaus handeln sollte. Ich komme eher auf 2-3 Familienhaus.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
wie soll ich das denn verstehen ???? ich werde doch wissen, ob mir das Haus gehört ....
Ein 2-3 Familienhaus hat eben auch 2-3 abgeschlossene Wohnungen. Hier gibt es keine einzige abgeschlossene Wohnung. Ein typisches EFH eben, mit Gästezimmer im Souterrain und nachträglich eingebauten Bad, und ausgebautem DG mit Mini-Pantry. Das sind keine abgetrennten Wohnungen. Deswegen Hausgemeinschaft .....
Eine, bzw. mehrere Abmahnungen habe ich ihr schon mündlichg erteilt, bzw. per Mail. Ich möchte das gerne möglichst unkompliziert und ohne Anwalt lösen.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Dann mahne schriftlich und nachweislich ab!
Ein typisches EFH eben, mit Gästezimmer im Souterrain und nachträglich eingebauten BadKlicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
aber jede hat ihre Küche, Bad und RäumeKlicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Eigener Eingang, div. Zimmer, Küche und Bad - das alles zudem vermietet ......
Für mich ist das kein Einfamileienhaus mehr.
Dies Diskussion über die Frage, ob es sich um ein EFH handelt, ist völlig sinnfrei. Dieser Begriff ist für die Problemstellung völlig irrelevant und daher auch nicht näher bestimmt. § 573a BGB spricht von Wohnungen bzw. Wohnraum.
Das sind keine abgetrennten Wohnungen.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Und davon bin ich noch nicht überzeugt. Mir fehlt weiterhin eine präzise Beschreibung, aber so wie ich es bisher sehe, hat jeder Mieter eine völlig autonome Wohneinheit zur Verfügung.
Allerdings sehe ich auch noch Widersprüche. Zuerst gibt es im Souterrain keine Küche, jetzt hat jede plötzlich eine eigene Küche.
Vor einer Kündigung mit vorgeschobenem Eigenbedarf kann ich nur warnen. Du kannst dich damit Schadenersatzpflichtig machen und für die Mieterin wäre es z.B. sehr leicht nachprüfbar, ob die Wohnung plötzlich doch wieder vermietet ist.
Und davon bin ich noch nicht überzeugt. Mir fehlt weiterhin eine präzise Beschreibung, aber so wie ich es bisher sehe, hat jeder Mieter eine völlig autonome Wohneinheit zur Verfügung.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Das macht doch nichts. Selbst wenn der Mieter eine völlig autonome Wohneinheit zur Verfügung hätte, befänden sich diese Wohnräume in der Wohnung des Vermieters. Oder ganz krass: wenn der Mieter quer durch das Schlafzimmer seines Vermieters latschen muss um in seine Wohnräume zu gelangen, dann befinden sich die Räume IN der Wohnung des Vermieters. Dabei ist es irrelvant, ob es sich dabei um ein Kämmerchen mit 12m², oder um eine Zimmerflut mit 100 m², 2 Badezimmern und einer voll ausgestatteten Küche handelt.
Ich möchte das gerne möglichst unkompliziert und ohne Anwalt lösen. Aber eben auch ohne die 6 Monate ....Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
also fassen wir noch mal alles zusammen:
Da du ja selber dort schon wohnst, wird es mit Eigenbedarf m.E. schlecht aussehen, also schließe ich das schon mal eher aus. Mal ganz abgesehen von den weiteren möglichen Folgen, falls dieser nur vorgeschoben seinen sollte.
Wenn hier nicht der §573a BGB greift, dann benötigst du erstmal einen gültigen Kündigungsgrund. Mündliche Abmahnungen helfen dabei eher weniger und auch nicht jede Abmahnung führt gleich zu einer Kündigung. D.h. unter Umständen kann das auf dem Wege dauern.
Wenn hier der §573a BGB greift, dann ist und bleibt das erstmal die einfachste Lösung für dich den Mieter los zu werden. Da der Mieter in dem Fall dann kaum gegen diese Kündigung vorgehen kann, wüsste ich jetzt nicht, warum er sich dann gegen einen Aufhebungsvertrag weigern sollte, der ja dem Mieter durchaus sehr entgegenkommt. Falls dir das alles zu langsam geht, letzte Möglichkeit: Aufhebungsvertrag mit dem Mieter machen, das er in x Wochen auszieht und dafür ein Sümmchen xy von dir erhält. Allerdings wirst du da schon etwas tiefer in die "Tasche" greifen müssen, damit so ein Angebot überhaupt für einen Mieter interessant ist.
Das macht doch nichts. Selbst wenn der Mieter eine völlig autonome Wohneinheit zur Verfügung hätte, befänden sich diese Wohnräume in der Wohnung des Vermieters. Oder ganz krass: wenn der Mieter quer durch das Schlafzimmer seines Vermieters latschen muss um in seine Wohnräume zu gelangen, dann befinden sich die Räume IN der Wohnung des Vermieters.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Oben steht etwas von "Fluren". Da darf man sich bei der Präzision, mit der hier der Sachverhalt geschildert wird, schon ein wenig fragen, ob das wirklich ein Teil der Wohnung der Vermieterin ist. Mit ein wenig Kreativität ist so ein Flur ganz schnell ein Treppenhaus.
Dabei ist es irrelvant, ob es sich dabei um ein Kämmerchen mit 12m², oder um eine Zimmerflut mit 100 m², 2 Badezimmern und einer voll ausgestatteten Küche handelt.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Auch richig. Aber wenn jeder sein eigenes Bad und seine eigene Küche hat, stellt sich noch ein bischen mehr die Frage, was genau "eine Wohnung" in diesem Haus ist.
Vielleicht wäre ich nach genauerer Beschreibung ja zum gleichen Schluss wie du gekommen. Ich tue mir beim aktuellen Informationsstand nur etwas schwer, hier einfach so die Voraussetzungen für eine erleichterte Kündigung anzunehmen.
Du betrachtest gerade: Hausgemeinschaft