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Timestamp: 2016-10-23 20:38:02
Document Index: 13733529

Matched Legal Cases: ['Art. 86', 'Art. 97', 'Art. 84', 'Art. 73', 'Art. 84', 'BGE', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 84', 'BGE', 'Art. 84', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 4', 'Art. 156', 'Art. 159', 'BGE']

2P.4/2000 (26.06.2000)
M�ller, Bundesrichterin Yersin und Gerichtsschreiberin Diarra.
4. D.________ GmbH, Mitglieder der ARGE X.________, Beschwerdef�hrerinnen, vertreten durch F�rsprecher Peter Rechsteiner, Weissensteinstrasse 15, Solothurn,
A.- Die Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft schrieb die Bauarbeiten f�r den 1730 Meter langen Chienbergtunnel (Strassenbauprojekt "Umfahrung Sissach") im Amtsblatt Nr. 22 vom 28. Mai 1998 aus. Die Ingenieurgemeinschaft K.________ AG wertete die eingegangenen Offerten zuhanden des Kantons aus und formulierte ihre Empfehlungen f�r die Vergabe. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft erteilte den Zuschlag mit Beschluss vom 23. M�rz 1999 der Arbeitsgemeinschaft Y.________, bestehend aus den Firmen E.________ AG, F.________ AG, G.________ AG und H.________ AG (nachfolgend: ARGE Y.________) zum Preis von Fr. 109, 89 Mio. Die - mit einem bereinigten Angebot von Fr. 104, 24 Mio. - an der Submission mitbeteiligte ARGE X.________ (z.T. auch als ARGE I.________ bezeichnet), bestehend aus den Firmen A.________ AG, I.________ AG, B.________ AG, C.________ AG sowie der D.________ GmbH, erhob dagegen Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Landschaft. Dieses lud die ARGE Y.________ zum Verfahren bei, f�llte einen Zwischenentscheid �ber die Gew�hrung der Akteneinsicht, f�hrte ein Beweisverfahren mit gerichtlichen Sachverst�ndigen und Befragung von Auskunftspersonen durch und wies nach einer m�ndlichen Parteiverhandlung die Beschwerde mit Urteil vom 29. September/4. Oktober 1999 ab.
B.- Die Mitglieder der ARGE X.________ - ohne die inzwischen aus dieser Arbeitsgemeinschaft ausgetretene I.________ AG - f�hren im Anschluss an dieses Urteil mit Eingabe vom 10. Januar 2000 beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde mit dem Begehren, "es sei festzustellen, dass der Zuschlagsentscheid des basellandschaftlichen Tiefbauamts vom 25. M�rz 1999/RRB Nr. 559 vom 23.3.1999 beziehungsweise das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Basel-Landschaft vom 29. September 1999/4. Oktober 1999 Bundesrecht verletze".
Dasselbe Begehren stellen die Beschwerdef�hrer mit einer gleichzeitig beim Bundesrat eingereichten Verwaltungs-beschwerde, welche inhaltlich im Wesentlichen mit der staatsrechtlichen Beschwerde identisch ist.
D.- In einem Meinungsaustausch kamen das Bundesgericht und das Bundesamt f�r Justiz (f�r den Bundesrat) zum Schluss, dass alle in der Verwaltungsbeschwerde enthaltenen Vorbringen im Verfahren vor Bundesgericht zu pr�fen sind.
Die bundesr�tlichen Akten wurden an das Bundesgericht �berwiesen, ohne Er�ffnung eines zweiten Verfahrens.
1.- a) Das Urteil des Verwaltungsgerichts ist ein letztinstanzlicher kantonaler Endentscheid (Art. 86 und 87 OG). Es st�tzt sich auf kantonales Recht bzw. diesem zuzuordnende Grunds�tze, weshalb nicht das Rechtsmittel der eidgen�ssischen Verwaltungsgerichtsbeschwerde gem�ss Art. 97 ff.
OG, sondern nur die staatsrechtliche Beschwerde offen steht (Art. 84 Abs. 2 OG). Der - inzwischen per 1. M�rz 2000 aufgehobene (AS 2000 416) - Vorbehalt in Art. 73 Abs. 1 lit. b VwVG zugunsten der Beschwerde an den Bundesrat wegen Verletzung von Bestimmungen unter anderem �ber Handels- und Zollverh�ltnisse mit dem Ausland findet keine Anwendung, soweit im Rahmen einer Submissionsstreitigkeit die Verletzung von Bestimmungen des GATT/WTO-�bereinkommens vom 15. April 1994 �ber das �ffentliche Beschaffungswesen (SR 0632. 231.422; f�r die Schweiz in Kraft seit 1. Januar 1996) geltend gemacht wird; entsprechende R�gen werden gest�tzt auf Art. 84 Abs. 1 lit. c OG im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde gepr�ft (vgl. BGE 125 II 86).
Die vorliegende staatsrechtliche Beschwerde ist damit auch soweit zul�ssig, als eine Verletzung des erw�hntenGATT/WTO-�bereinkommens ger�gt wird; f�r ein diesbez�gliches gesondertes Verfahren beim Bundesrat besteht kein Raum.
b) Die Beschwerdef�hrerinnen sind als unterlegene Mitbewerber zur staatsrechtlichen Beschwerde gegen den Zuschlagsentscheid legitimiert. Da das vorliegende Submissionsverfahren zeitlich sowohl durch das GATT/WTO-�bereinkommen wie auch durch Art. 5 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 �ber den Binnenmarkt (Binnenmarktgesetz, BGBM; SR 943. 02; in Kraft seit 1. Juli 1996) erfasst wird, findet die ge�nderte neue Legitimationspraxis Anwendung (BGE 125 II 86 E. 4 S. 95 f.; 125 I 406 E. 1 S. 408). Dass ein Mitglied aus der Arbeitsgemeinschaft ausgeschieden ist und sich an der staatsrechtlichen Beschwerde nicht beteiligt, stellt die Beschwerdebefugnis der verbleibenden Mitglieder nicht in Frage. Ihr Interesse an der Feststellung der behaupteten Rechtswidrigkeit des Zuschlagsentscheides wird dadurch nicht ber�hrt.
c) Das Rechtsmittel der staatsrechtlichen Beschwerde steht gegen einen Zuschlagsentscheid auch dann offen, wenn mit dem ausgew�hlten Bewerber - wie vorliegend - bereits ein Vertrag abgeschlossen worden ist. Zwar wird die G�ltigkeit dieses Vertrages durch die Gutheissung der Beschwerde eines Konkurrenten nicht ber�hrt, doch beh�lt der �bergangene Bewerber insofern ein aktuelles praktisches Interesse am Verfahren, als das Bundesgericht auf Grund der speziellen Regelung von Art. 9 Abs. 3 BGBM in diesem Falle wenigstens die Bundesrechtswidrigkeit des angefochtenen Entscheides festzustellen hat, um dem Betroffenen die allf�llige Geltendmachung von Schadenersatz zu erm�glichen (BGE 125 II 86 E. 5b S. 97 f.). Der Antrag der Beschwerdef�hrerinnen, es sei die Bundesrechtswidrigkeit des angefochtenen Zuschlagsentscheides festzustellen, ist daher zul�ssig.
d) Soweit sich die Beschwerdef�hrerinnen auf verfassungsm�ssige Rechte der Bundesverfassung berufen (Art. 84 Abs. 1 lit. a OG), ist die zur Zeit des angefochtenen Urteils (4. Oktober 1999) geltende Rechtslage massgebend (BGE 121 367 I E. 1b 370, mit Hinweisen). Anwendbar sind daher noch die Garantien der bisherigen Bundesverfassung vom 29. Mai 1874 (in Kraft bis 31. Dezember 1999). Mit der staatsrechtlichen Beschwerde kann auch die Verletzung von Staatsvertr�gen ger�gt werden, soweit es sich nicht um zivilrechtliche oder strafrechtliche Bestimmungen handelt (Art. 84 Abs. 1 lit. c OG). Der Beschwerdef�hrer kann sich dabei aber nur auf solche Bestimmungen berufen, welche unmittelbar anwendbar ("self-executing") sind; die Staatsvertragsbeschwerde dient lediglich der Durchsetzung jener Vertragsbestimmungen, welche die Rechtsstellung des Einzelnen direkt regeln (BGE 120 Ia 1 E. 5b S. 11, mit Hinweisen). Da die vorliegende Arbeitsvergebung nach Art, Gegenstand und Wert des Auftrages sowie nach der Stellung des Auftraggebers und der Offerenten (zwei im Ausland domizilierte Firmen) unbestrittenermassen unter das GATT/WTO-�bereinkommen f�llt, k�nnen die Beschwerdef�hrerinnen insoweit auch eine Verletzung von Bestimmungen dieses �bereinkommens r�gen.
e) Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde pr�ft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Auf bloss appellatorische Kritik tritt es nicht ein (BGE 107 Ia 186 E. b). Wirft der Beschwerdef�hrer der kantonalen Beh�rde vor, sie habe das Willk�rverbot verletzt, so gen�gt es noch nicht, wenn er einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei willk�rlich; bei der Rechtsanwendungsr�ge hat der Beschwerdef�hrer vielmehr die Rechtsnorm, die qualifiziert unrichtig angewandt bzw. nicht angewandt worden sein soll, zu bezeichnen und anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen zu zeigen, inwiefern der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem und offensichtlichem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3/4, mit Hinweis).
2.- Das Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Landschaft stellte im angefochtenen Urteil zun�chst die Anwendbarkeit des erw�hnten GATT/WTO-�bereinkommens fest. Auf Grund von dessen Rechtsschutzbestimmungen bejahte es die Zul�ssigkeit der bei ihm erhobenen Beschwerde, obwohl das kantonale Recht diese Weiterzugsm�glichkeit f�r Submissionsentscheide wegen Verzuges des Gesetzgebers damals noch nicht vorsah. Das neue kantonale Gesetz �ber die �ffentlichen Beschaffungen vom 3. Juni 1999, welches den Rechtsmittelzug in diesem Sinne ordnet und den bisherigen Landratsbeschluss vom 22. August 1887 betreffend das Submissionswesen abl�ste, trat erst am 1. Februar 2000 in Kraft.
In der Sache selber ging das Verwaltungsgericht davon aus, dass das Gleichbehandlungsgebot und das Verbot der Diskriminierung von Anbietern die Grundlage der Markt�ffnung im �ffentlichen Beschaffungswesen bilde. Die Gleichbehandlung setze voraus, dass die Angebote vergleichbar seien. �nderungen oder Erg�nzungen einer Offerte durch die Auftraggeberin seien grunds�tzlich ausgeschlossen. Eine Bereinigung der Angebote d�rfe nur dazu dienen, die objektive Vergleichbarkeit der Offerten herzustellen. Das Verwaltungsgericht pr�fte das Vorgehen der Vergebungsbeh�rde zun�chst unter dem Titel der Gleichbehandlung, erachtete die erhobenen R�gen jedoch als unbegr�ndet. In der staatsrechtlichen Beschwerde werden die betreffenden Punkte (mit Ausnahme von Ziff. 5.5.4, S. 33 des angefochtenen Urteils) erneut aufgegriffen.
3.- a) Die Beschwerdef�hrer warfen der Vergebungsbeh�rde im kantonalen Verfahren vor, die ARGE Y.________ zur Submission zugelassen zu haben, obwohl sie die verlangte Best�tigung, wonach eine namhafte Bank oder Versicherung bereit sei, im Falle einer Auftragserteilung eine Erf�llungsgarantie von 10 % der Vertragssumme zu leisten, entgegen den Ausschreibungsunterlagen erst nach dem Offerteingabetermin eingereicht habe. Das Verwaltungsgericht ging davon aus, dass die verlangte Best�tigung von einem Finanzinstitut ausgestellt werden und bereits im Zeitpunkt der Offert�ffnung vorliegen m�sse. Der diesbez�gliche Hinweis in Ziff. 301. 4 der Besonderen Bestimmungen der Ausschreibungsgrundlagen (BB) sei jedoch nicht hinreichend klar, weshalb eine allzu grosse Formenstrenge dem Vertrauensgrundsatz widerspr�che und ein Ausschluss aus der Submission wegen des geringen Gewichts dieses mit wenig Aufwand heilbaren Mangels unverh�ltnism�ssig w�re.
Die Beschwerdef�hrer erachten diese Argumentation als willk�rlich und gegen die Rechtsgleichheit verstossend, da die Einreichung einer Erf�llungsgarantie klar und ausdr�cklich als Zulassungsbedingung formuliert gewesen sei.
Sie (und auch das Verwaltungsgericht) �bersehen jedoch, wie der Regierungsrat in seiner Vernehmlassung zutreffend darlegt, dass die angerufene Bestimmung (Ziff. 301. 4 BB) nachfolgend unter Ziff. 320. 7 BB pr�zisiert wird, und zwar in dem Sinne, dass der Unternehmer zun�chst nur seine Bereitschaft best�tigen muss, sp�testens vier Wochen nach Arbeitsvergabe die fragliche Erf�llungsgarantie (gem�ss Ziff. 377 BB) vorzulegen. Diese Vorschrift wurde vorliegend nach Darstellung des Regierungsrates eingehalten. Jedenfalls zielen die Einwendungen der Beschwerdef�hrerinnen, da sie sich mit den massgebenden Bestimmungen nicht auseinander setzen, ins Leere. Eine Verfassungsverletzung ist nicht dargetan.
Das Verwaltungsgericht erachtete dieses Vorgehen als zul�ssig. Zwar verm�chten nur fehlerhafte arithmetische Operationen, nicht aber Fehler in der Preiserkl�rung eine Korrektur durch den Auftraggeber zu rechtfertigen. Vorliegend gehe es zum Teil offensichtlich um Stellenfehler (M�rtel�berzug 1'000 m2 Einheitspreis Fr. 335.-- statt Fr. 33.50).
Soweit dies nicht der Fall sei, sei die Differenz so gross, dass es sich ebenfalls um ein offensichtliches Versehen handeln m�sse (Zementm�rtelvorlage 250 m2 Einheitspreis Fr. 1080.-- statt Fr. 33.50). Dessen an sich unzul�ssige Korrektur durch den Auftraggeber k�nne aus Gr�nden der Verh�ltnism�ssigkeit nicht zur Ung�ltigkeit der Offerte f�hren.
Die Beschwerdef�hrerinnen erblicken hierin eine Verletzung des Willk�rverbotes; es gehe nicht an, an sich als unzul�ssig taxierte Korrekturen unter Hinweis auf das Prinzip der Verh�ltnism�ssigkeit dennoch zu tolerieren.
Auch in einigen anderen Punkten stellte das Verwaltungsgericht Unregelm�ssigkeiten fest, die unter dem Gesichtswinkel der Gleichbehandlung und der Transparenz ein "gewisses Unbehagen" erwecken mochten oder als m�gliche bzw.
geringf�gige M�ngel des Verfahrens eingestuft wurden.
Die Beschwerdef�hrerinnen werfen dem Verwaltungsgericht vor, es habe sich bei der W�rdigung dieser M�ngel in Widerspruch zu seiner eigenen richtigen "rechtlichen Auslegeordnung" gesetzt, indem es die begangenen Fehler zwar feststelle, sie aber toleriere. Dem ist entgegenzuhalten, dass insbesondere bei der Vergebung umfangreicher und komplexer �ffentlicher Arbeiten gewisse Unregelm�ssigkeiten kaum zu vermeiden sind, vor allem dann, wenn - wie vorliegend - keine zeitgem�sse gesetzliche Ordnung besteht und das Submissionsverfahren auf Grund relativ unbestimmter rechtlicher Normen durchgef�hrt werden muss. Das Verwaltungsgericht handelte nicht entgegen seinen eigenen Vorgaben, wenn es davon ausging, dass nicht jede Unregelm�ssigkeit, sondern nur Fehler von erheblichem Gewicht zu einer Aufhebung des Zuschlages f�hren k�nnen. Es durfte, was die vorstehend erw�hnten (potentiellen) M�ngel anbelangt, zul�ssigerweise davon absehen, den angefochtenen Zuschlag wegen Verletzung des Willk�rverbotes oder des Gleichbehandlungsgebotes aufzuheben.
Aus dem von den Beschwerdef�hrerinnen mit angerufenen Gebot der Gleichbehandlung der Gewerbegenossen (Art. 31 aBV), auf dessen Konkretisierung die heutigen Submissionsordnungen abzielen, ergibt sich im vorliegenden Fall nichts Weitergehendes.
c) Was die Beschwerdef�hrerinnen zu den Punkten, welche das angefochtene Urteil unter dem Titel des Gleichbehandlungsgebotes behandelt hat, sonst noch vorbringen, ist als appellatorische Kritik einzustufen, die als solche nicht geeignet ist, den Vorwurf einer Verletzung von Art. 4 aBV zu begr�nden. Das Verwaltungsgericht hat sich mit den betreffenden Einzelfragen einl�sslich und sorgf�ltig befasst, und es ist nicht Aufgabe des Verfassungsrichters, das Prozedere der Offertbereinigung auf Grund blosser allgemeiner Kritik nochmals nachzuvollziehen. Die Auffassung des Verwaltungsgerichts, bei der Bereinigung der Offerten seien die Modifikationen nach gleichen Massst�ben durchgef�hrt und die Konkurrenten gesamthaft gesehen nicht ungleich behandelt worden, erscheint auf Grund der Darlegungen im angefochtenen Urteil sowie der Gegenbemerkungen des Regierungsrates jedenfalls als vertretbar.
4.- Zu pr�fen bleiben die R�gen, welche die Handhabung der Vergebungskriterien betreffen.
- Qualit�tssicherung (QM-Zertifikat ist nicht Be-
Beigef�gt wurde unter Ziff. 302. 2 BB unter anderem:
"Die Bauherrschaft ist bei der Vergabe nicht an das billigste Angebot gebunden. Sie beh�lt sich die freie Wahl des Unternehmers und die Pr�fung der T�chtigkeit und der Eignung vor.. "
b) Die mit der Auswertung der Offerten beauftragte Ingenieurgemeinschaft st�tzte sich f�r ihren "Bewertungsschl�ssel" auf folgende, mit der Bauherrschaft abgesprochene Kriterien:
A Eingereichte Offerte (Vollst�ndigkeit, Dokumentation,
Qualit�t und Aussagekraft, Vorbehalte)
C Baustellenkader+Technisches B�ro (Vorgesehene
B�ro)
D Finanzielle Absicherung, Bonit�t, Erf�llungsgarantie
F Kosten (Angebotspreis) (Gesamtkosten, Stabilit�t
der Offerte, Risiko Kostenerh�hung)
Die Ingenieurgemeinschaft formulierte in ihrem Schlussbericht zusammenfassend folgende Empfehlungen: Bei gleicher oder h�herer Gewichtung des Angebotspreises gegen�ber der Qualit�t sei der ARGE I.________ (= Beschwerdef�hrerinnen), bei einer st�rkeren Gewichtung der Qualit�t gegen�ber dem Angebotspreis dagegen der ARGE Y.________ der Vorzug zu geben.
Zu den m�glichen unterschiedlichen Gewichtungen wird im Schlussbericht erl�uternd ausgef�hrt, die neben dem Kriterium F (Kosten) genannten weiteren Zuschlagskriterien A - E liessen sich alle dem Oberkriterium der Qualit�t zuordnen.
Die in die engere Wahl gezogenen drei Offerten wurden punktem�ssig bewertet, wobei jeweils die genannten Kriterien A - F verwendet, aber in drei Varianten unterschiedlich gewichtet wurden. Als den Vorstellungen des Projektverfassers entsprechend wurde jene Variante bezeichnet ("Gewichtung II"), welche die Qualit�t mit 50 % st�rker bewertet als die Kosten, wobei die Kriterien Kosten, Erfahrungen/Referenzen sowie Baustellenkader+Technisches B�ro h�her punktiert wurden als die �brigen (Kriterium A: 1 P; B: 2 P; C: 3 P; D: 1 P; E: 2 P; F [Kosten]: 6 P). Bei dieser Variante lag die ARGE Y.________ mit 35,98 Punkten an der Spitze bzw. vor der ARGE I.________ mit 34,00 Punkten.
c) Die Beschwerdef�hrerinnen beanstanden unter Hinweis auf BGE 125 II 86, dass dieses Vorgehen dem aus der GATT/WTO-�bereinkunft sowie dem aus Art. 5 Abs. 2 des Binnenmarktgesetzes folgenden Grundsatz der Transparenz nicht zu gen�gen verm�ge. Die Vergabebeh�rde sei, was an sich auch das Verwaltungsgericht anerkenne, verpflichtet, die f�r den Zuschlag geltenden Kriterien bereits bei der Ausschreibung in der Reihenfolge ihrer Bedeutung bekannt zu geben und alsdann beim Zuschlag auch anzuwenden. Die Auffassung des Verwaltungsgerichts, wonach das vorliegende Vergabeverfahren zwar im genannten Punkt den aus der GATT/WTO-�bereinkunft und aus Art. 5 Abs. 2 BGBM wie auch aus dem neuen kantonalen Submissionsgesetz folgenden Massst�ben nicht zu gen�gen verm�ge, in der gegebenen rechtlichen Umbruchphase die Anforderungen an die Transparenz aber noch mit der "gebotenen Milde" anzuwenden seien, sei unhaltbar.
d) Zur erforderlichen Transparenz des Vergabeverfahrens geh�rt unter anderem, dass die Kriterien f�r den Zuschlag bei der Ausschreibung bekannt gegeben werden, und zwar in der Reihenfolge ihrer Bedeutung (BGE 125 II 86 E. 7 S. 99 ff.). Diese Regel wurde vorliegend nicht eingehalten, indem die in der Ausschreibung genannten Zuschlagskriterien zumindest formell zum Teil nicht mit jenen �bereinstimmen, welche sp�ter f�r die Evaluation der Offerten verwendet wurden.
Die dem Offertvergleich zugrunde liegenden, etwas anders strukturierten und st�rker differenzierten Kriterien laufen sachlich aber nicht auf eine substanzielle materielle �nderung der publizierten Vorgaben hinaus. Die Abweichungen gegen�ber den urspr�nglich formulierten Vorgaben dienten dem Zweck, neben dem Angebotspreis - als prim�rem Merkmal jeder Offerte - auch die spezifischen Qualit�tsanforderungen an die Ausf�hrung eines Tunnelprojektes sachgerecht zu formulieren und zu erfassen.
Dass f�r den Zuschlag neben dem Preis auch diese projektspezifischen Qualit�tsmerkmale eine wichtige Rolle spielen, war schon auf Grund der Angaben in der Ausschreibung (E. 4a) klar erkennbar. Offen liessen diese Angaben, wie die Qualit�tsmerkmale insgesamt gegen�ber dem Element des Preises zu gewichten waren. Die dem Zuschlagsentscheid zugrunde liegende punktem�ssige Bewertung der einzelnen Kriterien ("Gewichtung II", siehe oben E. 4a) deckt sich insofern mit den Angaben der Ausschreibung, als der dort zuerst genannte Faktor der Kosten mit 6 Punkten am st�rksten gewichtet wurde, w�hrend die �brigen f�nf (Qualit�ts-)Merkmale je bloss maximal 1 - 3 Punkte erhalten konnten. Dass das Gesamtgewicht der Qualit�tsmerkmale mit 9 Punkten �ber jenem der Kosten (6 Punkte) liegt, steht zu den Angaben der Ausschreibung nicht im Widerspruch. Die Beschwerdef�hrerinnen tun im �brigen auch nicht dar, inwiefern die allf�llige Divergenz zwischen den Angaben in der Ausschreibung und den f�r den Zuschlag verwendeten Kriterien die Ausgestaltung ihrer Offerte beeinflusst haben und f�r den Nichterhalt des Zuschlages kausal sein k�nnte. Wie die einzelnen Elemente einer Offerte auf Grund der in der Ausschreibung bloss rudiment�r dargelegten Vergabekriterien bei der Evaluation effektiv zu erfassen und zu taxieren waren, liess sich nur schwer voraussehen. Die Beschwerdef�hrerinnen h�tten gegebenenfalls n�heren Aufschluss verlangen k�nnen oder aber die Ausschreibung des Auftrages wegen Unvollst�ndigkeit anfechten m�ssen. Wenn das Verwaltungsgericht trotz der festgestellten Unregelm�ssigkeiten davon absah, den Zuschlagsentscheid wegen Missachtung des Transparenzgebotes aufzuheben, l�sst sich dies mit den angerufenen Verfassungs- und Staatsvertragsnormen noch vereinbaren.
e) Die Beschwerdef�hrerinnen berufen sich schliesslich auf Art. 7 Abs. 2 Ziff. 6 des damals noch geltenden Landratsbeschlusses vom 22. August 1887 betreffend das Submissionswesen.
Danach ist "in der Regel dasjenige (Angebot) anzunehmen, welches den geringsten Betrag der Gesamtkosten aufweist; die Beh�rde ist jedoch berechtigt, ein Angebot zu w�hlen, das in seinem Kostenbetrage dem niedrigsten nahe kommt, falls der betreffende Submittent wesentlich gr�sseres Vertrauen verdient". Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen eine willk�rliche Verletzung dieser Vorschrift. Auch dieser Einwand dringt nicht durch. Das Verwaltungsgericht durfte ohne Verletzung von Art. 4 aBV davon ausgehen, das Angebot der ARGE Y.________ "komme" mit einer Preisdifferenz von 4,4 % jenem der Beschwerdef�hrerinnen "nahe" und die genannte Vorschrift lasse auch Raum f�r die Ber�cksichtigung der f�r ein bestimmtes Projekt erforderlichen besonderen Qualit�tsmerkmale.
5.- a) Zusammenfassend ergibt sich, dass das angefochtene Urteil vor den angerufenen Verfassungs- und Staatsvertragsbestimmungen noch standh�lt. Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich damit als unbegr�ndet, soweit darauf einzutreten ist.
b) Bei diesem Ausgang sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens den Beschwerdef�hrerinnen aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 und 7 OG). Der Kanton Basel-Landschaft hat, wiewohl er sich durch einen Anwalt vertreten liess, keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 2 OG analog; BGE 125 I 202).
2.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 40'000.-- wird den Beschwerdef�hrerinnen auferlegt, unter solidarischer Haftung.
4.- Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrerinnen, dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Landschaft schriftliche mitgeteilt.