Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=13.01.2015&Aktenzeichen=VI%20ZR%20386/13
Timestamp: 2017-02-19 23:23:40
Document Index: 8695193

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art 1', 'Art 2', 'Art 5', 'Art 12', 'Art 8', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1004', '§ 185', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung BGH, 13.01.2015 - VI ZR 386/13 Volltextveröffentlichungen (11)
Art 1 Abs 1 GG, Art 2 Abs 1 GG, Art 5 Abs 1 S 2 GG, Art 12 Abs 1 GG, Art 8 Abs 1 MRKPersönlichkeitsrechtsverletzung in der Presseberichterstattung: Anspruch eines Prominenten auf Unterlassung identifizierender Berichterstattung im Zusammenhang mit der Berichterstattung über ein gegen einen Dritten geführtes Ermittlungsverfahren
BGB § 823Unterlassung einer Presseveröffentlichung im Falle einer identifizierenden Textberichterstattung
Wird zitiert von ... (14) BGH, 01.03.2016 - VI ZR 34/15 Pflichten des Betreibers eines Ärztebewertungsportals im Falle einer schlechten …(a) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (…vgl. nur Senatsurteile vom 17. Dezember 2013 - VI ZR 211/12, BGHZ 199, 237 Rn. 22 - Sächsische Korruptionsaffäre;… vom 15. September 2015 - VI ZR 175/14, VersR 2015, 1437 Rn. 20;… vom 28. Juli 2015 - VI ZR 340/14, AfP 2015, 425 Rn. 29; vom 13. Januar 2015 - VI ZR 386/13, VersR 2015, 336 Rn. 13 - Filialleiter bei Promi-Friseur; vom 30. September 2014 - VI ZR 490/12, AfP 2014, 534, 536 - Innenminister unter Druck;… vom 29. April 2014 - VI ZR 137/13, AfP 2014, 325 Rn. 8 - Adoptivtochter) liegt wegen der Eigenart des Persönlichkeitsrechts als Rahmenrecht seine Reichweite nicht absolut fest, sondern muss erst durch eine Abwägung der widerstreitenden grundrechtlich geschützten Belange bestimmt werden, bei der die besonderen Umstände des Einzelfalls sowie die betroffenen Grundrechte und Gewährleistungen der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) interpretationsleitend zu berücksichtigen sind.
BGH, 27.09.2016 - VI ZR 250/13 Umfang zulässiger Kritik an journalistischer Arbeitc) Damit ist der Schutzbereich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts des Klägers in seinen Ausprägungen der Berufsehre und der sozialen Anerkennung betroffen (vgl. dazu Senatsurteil vom 13. Januar 2015 - VI ZR 386/13, VersR 2015, 336 Rn. 10), denn mögliche, von Berufskollegen öffentlich geäußerte Zweifel an der Lauterkeit seiner Motive bei der journalistischen Arbeit sind geeignet, sich auf das berufliche Ansehen und den geschäftlichen Erfolg des Klägers abträglich auszuwirken.Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht ist nur dann rechtswidrig, wenn das Schutzinteresse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (st. Rspr., vgl. nur Senatsurteil vom 13. Januar 2015 - VI ZR 386/13, VersR 2015 Rn. 13; Senatsurteil vom 30. September 2014 - VI ZR 490/12, AfP 2014, 534, 536 mwN).
BGH, 28.07.2015 - VI ZR 340/14 Löschungsanspruch gegen Äußerungen auf Webseiten Drittera) Die Revision macht allerdings zu Recht geltend, dass der Betroffene gegen unwahre Tatsachenbehauptungen, die sein Ansehen in der Öffentlichkeit in unzulässiger Weise herabsetzen, in entsprechender Anwendung von §§ 1004, 823 Abs. 1, Abs. 2 BGB i.V.m. §§ 185 ff StGB, 824 BGB zivilrechtlichen Ehrenschutz beanspruchen kann (…vgl. Senatsurteile vom 17. Dezember 2013 - VI ZR 211/12, BGHZ 199, 237 Rn. 14, 16; vom 13. Januar 2015 - VI ZR 386/13, VersR 2015, 336 Rn. 10, 15;… vom 16. Dezember 2014 - VI ZR 39/14, AfP 2015, 41 Rn. 6 f., 11; vom 22. Juni 1982 - VI ZR 251/80, AfP 1982, 217, 218, jeweils mwN).
OLG Köln, 13.10.2016 - 15 U 189/15 Antifa-Mitglied über Outing von Rechten: „Wir wollen Nazis natürlich schaden“Die von den Beklagten zu 1) angeführte Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 13.01.2015 (VI ZR 386/13, GRUR 2015, 293 - "Promi-Friseur") sei insoweit nicht übertragbar.Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (…vgl. BGH, Urt. v. 17.12.2013 - VI ZR 211/12, BGHZ 199, 237;… BGH, Urt. v. 15.09.2015 - VI ZR 175/14, VersR 2015, 1437;… BGH, Urt. v. 28.07.2015 - VI ZR 340/14, AfP 2015, 425; BGH, Urt. v. 13.01.2015 - VI ZR 386/13, VersR 2015, 336) liegt wegen der Eigenart des Persönlichkeitsrechts als Rahmenrecht seine Reichweite nicht absolut fest, sondern muss erst durch eine Abwägung der widerstreitenden grundrechtlich geschützten Belange bestimmt werden, bei der die besonderen Umstände des Einzelfalls sowie die betroffenen Grundrechte und Gewährleistungen der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) interpretationsleitend zu berücksichtigen sind.Wahre Tatsachenbehauptungen müssen in der Regel hingenommen werden, auch wenn sie für den Betroffenen nachteilig sind, unwahre dagegen nicht (vgl. BGH, Urt. v. 13.01.2015 - VI ZR 386/13 - "Promi-Friseur", NJW 2015, 776, juris Tz. 15 m.w.Nachw.).Äußerungen betreffend die Sozialsphäre dürfen indes nur im Falle schwerwiegender Auswirkung auf das Persönlichkeitsrecht mit negativen Sanktionen verknüpft werden, etwa wenn eine Stigmatisierung, soziale Ausgrenzung oder Prangerwirkung droht (vgl. BGH, Urt. vom 13.01.2015 - VI ZR 386/13, Promi-Friseur, NJW 2015, 776, juris Tz. 16).Darüber hinaus hält der Senat auch die Wertung des Bundesgerichtshofs in der Entscheidung "Promi-Friseur" (Urt. v. 13.01.2015 - VI ZR 386/13, NJW 2015, 776) auf den vorliegenden Fall für übertragbar.
OLG Köln, 05.01.2017 - 15 U 121/16 Rechtmäßigkeit der Speicherung von Beurteilungen über Ärzte und deren …Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht ist nur dann rechtswidrig, wenn das Schutzinteresse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urt. v. 13.01.2015 - VI ZR VersR 2015, 336 Rn. 13;… Urt. v. 30.09.2014 - VI ZR 490/12 , AfP 2014, 534, 536 m.w.N.).
OLG Düsseldorf, 10.09.2015 - 16 U 120/15 Zulässigkeit einer identifizierenden, den vollen Namen des Betroffenen nennenden …2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG bietet - im Gegensatz zur Veröffentlichung des Bildes einer Person - nicht schon Schutz davor, überhaupt in einem Wortbericht individualisierend benannt zu werden, sondern nur in spezifischen Hinsichten (BGH, Urt. v. 13.01.2015 - VI ZR 386/13, Juris, Rn. 9;… BVerfG, Beschl. v. 25.01.2012 -1 BvR 2499/09, 1 BvR 2503/09, Juris, Rn. 35;… BVerfG, Beschl. v. 14.09.2010 - 1 BvR 1842/08, 1 BvR 2538/08, 1 BvR 6/09, Juris, Rn. 52).Darüber hinaus ist der Schutzbereich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts aber auch - losgelöst von der Sphärenzuordnung der Aussageinhalte - unter dem Gesichtspunkt des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung, das charakteristischerweise durch die Mitteilung wahrer Tatsachen beeinträchtigt wird, betroffen (vgl. hierzu auch jüngst BGH, Urt. v. 13.01.2015 - VI ZR 386/13, Juris, Rn. 8).Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung geht über den Schutz der Privatsphäre hinaus und stellt sich als Befugnis des Einzelnen dar, grundsätzlich selbst darüber zu entscheiden, ob und wann sowie innerhalb welcher Grenzen seine persönlichen Daten in die Öffentlichkeit gebracht werden (…BVerfG, Urt. v. 15.12.1983 - 1 BvR 209/83, 1 BvR 269/83, 1 BvR 362/83, 1 BvR 420/83, 1 BvR 440/83, 1 BvR 484/83, Juris, Rn. 146;… BVerfG, Beschl. v. 11.06.1991 - 1 BvR 239/90, Juris, Rn. 12 ff.;… BGH, Urt. v. 22.10.2013 - VI ZR 304/12, Juris, Rn. 11 ff.;… BGH, Urt. v. 23.6.2009 - VI ZR 196/08, Juris, Rn. 28;… BGH, Urt. v. 23.11.1990 - VI ZR 104/90, Juris, Rn. 13; zuletzt BGH, Urt. v. 13.01.2015 - VI ZR 386/13, Juris, Rn. 9 m.w.N.).Vom Recht auf informationelle Selbstbestimmung werden auch Informationen und Daten erfasst, die zum Bereich der Sozialsphäre zu zählen sind (vgl. BGH, Urt. v. 13.01.2015 - VI ZR 386/13, Juris, Rn. 9, 11 m.w.N.).Äußerungen zur Sozialsphäre einer Person dürfen nur im Fall schwerwiegender Auswirkungen auf das Persönlichkeitsrecht des Betroffenen mit negativen Sanktionen verknüpft werden, etwa bei Stigmatisierung oder sozialer Ausgrenzung sowie bei Eintreten einer Prangerwirkung (…BVerfG, Beschl. v. 17.12.2002 - 1 BvR 755/99, 1 BvR 765/99, Juris, Rn. 33;… BGH, Urt. v. 21.11.2006 - VI ZR 259/05, Juris, Rn. 13; BGH, Urt. v. 13.01.2015 - VI ZR 386/13, Juris, Rn. 16 m.w.N.).Der Eingriff in das Persönlichkeitsrecht ist nur dann rechtswidrig, wenn das Schutzinteresse des Betroffenen die schutzwürdigen Belange der anderen Seite überwiegt (st. Rspr.;… vgl. nur BGH, Urt. v. 13.11.2012 - VI ZR 330/11, Juris, Rn. 9;… BGH, Urt. v. 16.12.2014 - VI ZR 39/14, Juris, Rn. 16; BGH, Urt. v. 13.01.2015 - VI ZR 386/13, Juris, Rn. 13).Denn es gehört zum Kern der Meinungs- und Medienfreiheit, dass die Medien im Grundsatz nach ihren eigenen publizistischen Kriterien entscheiden können, was sie des öffentlichen Interesses wert halten und was nicht und wie sie hierüber berichten (…vgl. BGH, Urt. v. 29.042014 - VI ZR 137/13, Juris, Rn. 23; BGH, Urt. v. 13.01.2015 - VI ZR 386/13, Juris, Rn. 19 - jeweils m.w.N.).
BGH, 15.09.2015 - VI ZR 175/14 Persönlichkeitsverletzung eines minderjähriges Kindes: Buchveröffentlichung einer …Betroffen ist zum einen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, das dem Einzelnen die Befugnis gibt, grundsätzlich selbst darüber zu entscheiden, ob, wann und innerhalb welcher Grenzen persönliche Lebenssachverhalte offenbart werden (…vgl. Senatsurteile vom 29. April 2014 - VI ZR 137/13, AfP 2014, 325 Rn. 9; vom 30. September 2014 - VI ZR 490/12, AfP 2014, 534, 536; vom 13. Januar 2015 - VI ZR 386/13, VersR 2015, 336 Rn. 9, jeweils mwN).
BGH, 19.01.2016 - VI ZR 302/15 Persönlichkeitsrechtsverletzung im Internet: Boykottaufruf gegen einen …Eine solche kommt in Betracht, wenn ein beanstandungswürdiges Verhalten einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht wird und sich dies schwerwiegend auf Ansehen und Persönlichkeitsentfaltung des Betroffenen auswirkt (Senatsurteil vom 13. Januar 2015 - VI ZR 386/13, VersR 2015, 336 Rn. 18 mwN).
OLG Köln, 13.10.2016 - 15 U 173/15 Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung (…vgl. BGH, Urt. v. 17.12.2013 - VI ZR 211/12, BGHZ 199, 237;… BGH, Urt. v. 15.9.2015 - VI ZR 175/14, VersR 2015, 1437;… BGH, Urt. v. 28.7.2015 - VI ZR 340/14, AfP 2015, 425; BGH, Urt. v. 13.1.2015 - VI ZR 386/13, VersR 2015, 336) liegt wegen der Eigenart des Persönlichkeitsrechts als Rahmenrecht seine Reichweite nicht absolut fest, sondern muss erst durch eine Abwägung der widerstreitenden grundrechtlich geschützten Belange bestimmt werden, bei der die besonderen Umstände des Einzelfalls sowie die betroffenen Grundrechte und Gewährleistungen der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) interpretationsleitend zu berücksichtigen sind.
OLG Hamm, 08.08.2016 - 3 W 41/15 Konkret sind hier die Rechte der Antragstellerin auf Schutz ihrer Persönlichkeit und Achtung ihres Privatlebens aus Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 GG mit dem in Art. 5 Abs. 1 GG verankerten Recht der Antragsgegner zu 1. und 2. auf Meinungsfreiheit gegeneinander abzuwägen (vgl. zu den Voraussetzungen der Rechtswidrigkeit BGH, Urt. vom 13.01.2015, Az.: VI ZR 386/13, Rn. 14, juris; BGH…, Urt. vom 30.10.2012, Az.: VI ZR 4/12, Rn. 10, juris).Wahre Tatsachenbehauptungen müssen in der Regel hingenommen werden, auch wenn sie nachteilig für den Betroffenen sind, unwahre dagegen nicht (…vgl. BVerfG, Nichtannahmebeschl. vom 25.06.2009, Az.: 1 BvR 134/03, Rn. 62, juris; BGH, Urt. vom 13.01.2015, a.a.O., Rn. 15, juris; BGH…, Urt. vom 30.10.2012, a.a.O., Rn. 12, juris).
OLG Köln, 31.05.2016 - 15 U 197/15 OLG München, 19.01.2016 - 18 U 2856/15 Äußerungen in Zeitschrift verletzen den Kläger in seinem Anspruch auf Achtung …