Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202013,%20990
Timestamp: 2018-09-18 22:18:24
Document Index: 142242199

Matched Legal Cases: ['§ 38', '§ 103', '§ 193', '§ 38', '§ 103', '§ 193', '§ 55']

OLG Frankfurt, 24.04.2013 - 7 U 142/12 - dejure.org
Krankenversicherungsbeiträge als Neuverbindlichkeiten weder Insolvenzforderungen noch Masseverbindlichkeiten
InsO §§ 38, 55 Abs. 1, § 103 Abs. 1; VVG § 193 Abs. 3
Persönliche Haftung des Schuldners für während des eröffneten Insolvenzverfahrens entstehende Prämienansprüche einer privaten Krankenversicherung
InsO § 38; InsO § 103; VVG § 193 Abs. 6
Anspruch eines Inkassounternehmens auf Einziehung von offenen Krankenversicherungsprämien aufgrund einer Vollmacht bei Beteiligung durch Provisionen i.R.d. Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen eines Schuldners
Ein zur Erfüllung der Krankenversicherungspflicht dienender Versicherungsvertrag ist ein insolvenzfreies Schuldverhältnis
Krankenversicherungsbeiträge als Neuverbindlichkeiten -
Krankenversicherungsbeiträge sind als Neuverbindlichkeiten weder Insolvenzforderungen noch Masseverbindlichkeiten
LG Frankfurt/Main, 16.03.2012 - 27 O 441/11
VersR 2013, 990
Masseverbindlichkeiten liegen nach § 55 Abs. 1 Nr. 2 InsO vor, wenn der Verwalter die Erfüllung zur Insolvenzmasse verlangt hat oder wenn es sich um eine sog. oktroyierte Masseschuld handelt, also um einen Vertrag, dessen Erfüllung für die Zeit nach der Insolvenzeröffnung erfolgen muss (OLG Frankfurt, Urteil vom 24. April 2013 - 7 U 142/12 -, Rn. 23, juris).
Sie ist auch entgegen dem Oberlandesgericht Schleswig (…vgl. OLG Schleswig, Beschl. v. 30.12.2014, 16 W 168/14, juris, Rn. 4 f., VuR 2015, 272) entsprechend der bisherigen Rechtsprechung des Senats (…vgl. Senat, Beschl. v. 12.09.2012, 20 W 9/12, juris, Rn. 12-14, NZI 2012, 922 mit zust. Anm. Koch, KTS 2013, 80, 82;… siehe auch Senat, Urt. v. 15.07.2015, 20 U 234/14, juris, Rn. 18 f., RuS 2016, 136; OLG Frankfurt, Urt. v. 24.04.2013, 7 U 142/12, juris, Rn. 22, VersR 2013, 990) nicht auf den vorliegenden Fall übertragbar (vgl. Busch, VuR 2015, 272, 273 f.; Harder, NJW-Spezial 2015, 469, 469 f.) .
Dessen Beginn ist zumindest an Werktagen nicht schon um 5 Uhr morgens anzuerkennen, sondern erst ab 7 Uhr (vgl. OLG Köln, 7 U 142/12, Beschluss vom 28.11.2012; OLG Hamm, Urteil vom 07.12.2010 - I-9 U 113/10; Saarländisches OLG, Urteil vom 12.02.2014 - 2 U 113/13; Thüringer OLG, Beschluss vom 10.11.2008, NZV 2009, 599 ff.; OLG Karlsruhe, Urt vom 25.9.1998; 10 U 122/98).