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Timestamp: 2016-10-25 22:45:02
Document Index: 342925822

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 82', 'Art. 89', 'Art. 48', 'Art. 103', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 103', 'Art. 84', 'Art. 89', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 89', 'Art. 89', 'Art. 89', 'Art. 111', 'BGE', 'Art. 111', 'Art. 33', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 99', 'Art. 20', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 662', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 662', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_556/2009 (23.04.2010)
1C_556/2009
Bundesamt f�r Raumentwicklung, Sektion Recht und Finanzen, 3003 Bern, Beschwerdef�hrer,
X.________, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Stadelmann,
Gemeinderat Kriens, Schachenstrasse 6,
Postfach 1247, 6011 Kriens,
Dienststelle Raumentwicklung, Wirtschaftsf�rderung und Geoinformation des Kantons Luzern, Murbacherstrasse 21, 6002 Luzern.
Bauen ausserhalb der Bauzonen,
Beschwerde gegen das Urteil vom 19. November 2009 des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung.
X.________ ist Eigent�mer des Grundst�cks Nr. 5228 (fr�her Nr. 1848), GB Kriens, das ausserhalb der Bauzone im Krienser Hochwald auf der Krienseregg liegt. Er hat das Grundst�ck am 3. Januar 1972 von seinem Vater erworben.
Das Gel�nde ist Teil des Schutzperimeters der Schutzverordnung "Krienser Hochwald" vom 29. Juni 2000 (SchutzV). Die Parzelle Nr. 5228 liegt teilweise in der Zone "Wald ohne Bewirtschaftung", in welcher s�mtliche Nutzungen land- und waldwirtschaftlicher Art, Erholungs-, Sportaktivit�ten und dergleichen verboten sind (Art. 9 SchutzV). Der s�dliche Bereich des Grundst�cks liegt in der Zone "Mahd", in welcher alle landwirtschaftlichen Nutzungsarten untersagt sind, ausgenommen das M�hen (Art. 10 SchutzV). Zudem befindet sich das Grundst�ck im Perimeter des Furenmooses, eines Hochmoors von nationaler Bedeutung (Objekt Nr. 417 gem�ss Anhang 1 der Verordnung vom 21. Januar 1991 �ber den Schutz der Hoch- und �bergangsmoore von nationaler Bedeutung [Hochmoorverordnung; SR 451.32]).
Auf der Parzelle befand sich gem�ss Bauanzeige vom 7. August 1967 fr�her eine Holzbaracke auf Zementsockel, die 3 m lang, 2.5 m breit und 2.5 m hoch war. Mit den Jahren wurde die Baracke verschiedentlich vergr�ssert und abge�ndert; die Baute weist heute eine L�nge von 9.15 m, eine Breite von 5.2 m und eine H�he von 5 m auf und wird als Ferien- und Wochenendhaus benutzt. Im Jahre 1990 wurde ein Anbau von 4 x 4 x 4 m als Unterstand f�r einen Forsttraktor bewilligt. Weiter befinden sich auf dem Grundst�ck ein Holzunterstand (bestehend aus zwei massiven H�tten mit Blechdach und Abschlussblachen), ein Unterstand f�r einen Forsttraktor mit einer Fl�che von 36 m� und ein Torbogen. Zudem wurde der Boden mit Asphalt und anderen Materialien befestigt und ein Teil des Grundst�cks eingez�unt.
Nach wiederholten Aufforderungen der Gemeinde reichte X.________ am 20. September 2006 ein nachtr�gliches Baugesuch f�r die bisher nicht bewilligten Bauten und Anlagen ein. Dagegen erhoben Pro Natura und ihre Sektion Pro Natura Luzern Einsprache.
Mit Entscheid vom 12. M�rz 2008 verweigerte die Dienststelle Raumentwicklung, Wirtschaftsf�rderung und Geoinformation des Kantons Luzern (RAWI) die raumplanungs- und waldrechtlichen Ausnahme- und Sonderbewilligungen f�r die verschiedenen baulichen Massnahmen. Der Gemeinderat Kriens wies das Baugesuch am 24. September 2008 ab und verpflichtete den Eigent�mer, folgende Bauten und Anlagen abzubrechen (Disp.-Ziff. 4):
Unterstand Forsttraktor
Asphaltierung Vorplatz
Bodenbefestigungen mit Granit, Betonsteinen, Kies (im Plan vom
19. August 2008 gelb eingef�rbte Fl�che).
Auf den Abbruch folgender Bauten und Anlagen wurde verzichtet (Disp.-Ziff. 6):
Haus mit Dachaufbau und Schlepplukarne,
Kiesbelag auf der Ost- und S�dseite des Hauses (blau eingef�rbte
Fl�che gem�ss Plan vom 19. August 2008).
Gegen diese Verf�gung erhob X.________ Beschwerde ans Verwaltungsgericht Luzern. Er beantragte die Aufhebung des Entscheids der Dienststelle RAWI und des Gemeinderats Kriens (mit Ausnahme von Disp.-Ziff. 6).
Das Verwaltungsgericht stellte fest, dass die Bauten und Anlagen auf dem Grundst�ck (mit Ausnahme des im Jahre 1990 bewilligten Anbaus) nie bewilligt worden waren und eine Baubewilligung auch nicht nachtr�glich erteilt werden k�nne. Das Verwaltungsgericht best�tigte die von der Gemeinde erlassene Wiederherstellungsverf�gung, mit Ausnahme des Abbruchbefehls f�r den Anbau. Zwar diene der Anbau heute nicht mehr als Garage, sondern als Wohnraum, obwohl im Bewilligungsentscheid ausdr�cklich festgehalten worden sei, dass die Garage nicht zweckentfremdet werden d�rfe, insbesondere nicht f�r Wohnzwecke. Zur Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands gen�ge es aber, den Anbau wieder in eine Garage umzubauen und umzunutzen.
Das Verwaltungsgericht hiess daher die Beschwerde am 19. November 2009 in dem Sinne teilweise gut, als in Bezug auf den Anbau anstelle des Abbruchs die Wiederherstellung der am 5. September 1990 bewilligten Nutzung (Garage f�r einen Forsttraktor) angeordnet werde. Im �brigen wies es die Beschwerde ab.
Gegen die Entscheide des Verwaltungsgerichts und des Gemeinderats erhob das Bundesamt f�r Raumentwicklung (ARE) am 22. Dezember 2009 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht. Es beantragt:
"1. a) Ziff. 1 des Urteils des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 19. November 2009 sei insoweit aufzuheben, als in Bezug auf den Anbau anstelle des Abbruchs die Wiederherstellung der am 5. September 1990 bewilligten Nutzung (Garage f�r einen Forsttraktor) angeordnet wird.
b) Der Entscheid des Gemeinderats von Kriens vom 24. September 2008 betreffend Abbruch des Anbaus (Ziff. III.4. erstes Lemma) sei zu best�tigen.
2. Der Entscheid des Gemeinderats von Kriens vom 24. September 2008 sei insoweit aufzuheben, als auf den Abbruch folgender Bauten und Anlagen verzichtet wird:
Haus mit Dachaufbau und Schlepplukarne (Ziff. III.6. erstes Lemma),
Maschendrahtzaun (Ziff. III.6. zweites Lemma),
Kiesbelag gem�ss Plan vom 19. August 2008 (Ziff. III.4. sechstes Lemma).
3. Die Sache sei an die geeignete kantonale Instanz zur�ckzuweisen zu neuem Entscheid �ber die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustandes."
X.________ beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Auch das Verwaltungsgericht schliesst auf Beschwerdeabweisung. Der Gemeinderat Kriens verzichtet auf eine Vernehmlassung und h�lt an seinem Entscheid fest. Das RAWI verweist auf seine materielle Beurteilung des Baugesuchs in den Vorakten.
Gegen den angefochtenen, kantonal letztinstanzlichen Entscheid steht die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten grunds�tzlich offen (Art. 82 ff. BGG).
1.1 Das ARE ist nach Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG und Art. 48 Abs. 4 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) zur Beschwerde ans Bundesgericht legitimiert, um die �ffentlichen Interessen, insbesondere an der richtigen und rechtsgleichen Anwendung des Bundesrechts, zu wahren.
1.2 Nach der Rechtsprechung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde nach Art. 103 lit. b des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1943 �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) war die beschwerdeberechtigte Bundesbeh�rde auch berechtigt, eine reformatio in peius zu beantragen (BGE 102 Ib 282 E. 2-4 S. 286 ff.; 113 Ib 219 E. 1c S. 222; Urteil 1A.17/2004 vom 19. Mai 2004 E. 1.2, in ZBl 106/2005 S. 384), und zwar ungeachtet der entsprechenden kantonalen Verfahrensvorschriften. Das Bundesgericht ging davon aus, dass die Beh�rdenbeschwerde des Bundes als Mittel der Bundesaufsicht ihres Gehalts entleert w�rde, wenn der Streitgegenstand f�r das Verfahren vor Bundesgericht bereits im kantonalen Verfahren eingeschr�nkt w�rde.
Diese Praxis ist auch unter der Geltung des BGG beizubehalten.
Der Gesetzgeber hat in Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG die bisherige Regelung von Art. 103 lit. b OG �bernommen. In der Botschaft des Bundesrats (vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4330 zu Art. 84 E-BGG) wird dazu ausgef�hrt, lit. a wolle die einheitliche Anwendung des Bundesrechts sicherstellen. Die Bundesverwaltung k�nne "wie bisher" von ihrem Beschwerderecht in den F�llen Gebrauch machen, die ihren spezifischen Aufgabenbereich betreffen.
Das Beschwerderecht der Bundesbeh�rden gem�ss Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG ist abstrakter und autonomer Natur (BGE 135 II 338 E. 1.2.1 S. 341 f.). Die Legitimationsvoraussetzungen von Art. 89 Abs. 1 BGG sind nicht anwendbar. Dies gilt insbesondere auch f�r die Voraussetzung der Beteiligung am vorinstanzlichen Verfahren im Sinne von Art. 89 Abs. 1 lit. a BGG. Das ARE kann beim Bundesgericht somit auch Beschwerde f�hren, wenn es sich nicht am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt hat (Urteile des Bundesgerichts 1C_254/2009 vom 25. September 2009 E. 1.3; 1C_397/2007 /1C_427/2007 vom 27. Mai 2008 E. 1.3; BERNHARD WALDMANN, Die Beschwerdebefugnis ohne Kenntnis des Beschwerdeobjekts, Baurecht 2009 S. 72; Alain Wurzburger, in: Commentaire de la LTF, N. 45 zu Art. 89; HANSJ�RG SEILER, in: Bundesgerichtsgesetz (BGG), Bern 2007, N. 43 zu Art. 89). Die Bundesbeh�rden sind daher nicht an Einschr�nkungen des Streitgegenstands im kantonalen Beschwerdeverfahren gebunden, sondern k�nnen im Rahmen ihres Beschwerderechts neue Begehren stellen (BERNHARD EHRENZELLER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 14 zu Art. 111), insbesondere auch eine reformatio in peius beantragen (BGE 113 Ib 219 E. 1c S. 222).
Zwar sind die zust�ndigen Bundesbeh�rden gest�tzt auf Art. 111 Abs. 2 BGG (vgl. auch Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG) berechtigt, am kantonalen Verfahren teilzunehmen (BGE 135 II 338 E. 2.1 S. 344). Den beschwerdeberechtigten Bundesbeh�rden, werden aber nur letztinstanzliche kantonale Entscheide er�ffnet (vgl. Art. 1 lit. c und Art. 2 lit. d der Verordnung �ber die Er�ffnung letztinstanzlicher kantonaler Entscheide in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten; SR 173.110.47). In aller Regel erfahren sie erst nach dem Urteil der letzten kantonalen Instanz vom Inhalt des erstinstanzlichen Entscheids. Um ihre Aufsichtsfunktion wahrzunehmen, m�ssen sie die M�glichkeit haben, eine Korrektur des erstinstanzlichen Entscheids zu verlangen, soweit dieser Bundesrecht verletzt. Dies schliesst die �berpr�fung von Fragestellungen mit ein, die im kantonalen Verfahren nicht umstritten waren.
1.3 Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde einzutreten, auch soweit die Ab�nderung der erstinstanzlichen Verf�gung des Gemeinderats zulasten des Beschwerdegegners verlangt wird.
Dem Grundst�ckseigent�mer ist hierzu im bundesgerichtlichen Verfahren das rechtliche Geh�r zu gew�hren. Ihm ist es daher - analog Art. 99 Abs. 1 BGG - gestattet, auch neue Tatsachen und Beweismittel vorzubringen, zu denen erst die neuen Begehren des ARE Anlass geben.
2. Voranzustellen ist eine �bersicht �ber die verschiedenen Bauetappen und das Vorgehen der Beh�rden, wie sie sich aus den Akten der Gemeinde ergeben.
2.1 Am 7. August 1967 orientierte Y.________ (Vater des Beschwerdegegners) den Gemeinderat Kriens per Bauanzeige, dass er beabsichtige, auf seinem Grundst�ck (damals: Nr. 1848) eine Geschirr- und Werkzeugh�tte zu errichten. Vorgesehen sei eine Holzbaracke auf Zementsockel mit Blechdach, mit 3 m L�nge, 2.5 m Breite und 2.5 m H�he.
Die Gemeinde teilte ihm am 17. August 1967 mit, f�r eine solche Baute bestehe kein Bed�rfnis; die Erfahrung habe gezeigt, dass derartige H�tten fr�her oder sp�ter als Wochenendhaus ben�tzt w�rden. �berdies verwies die Gemeinde auf die Bestimmungen zum Waldabstand, der 20 m betrage. Falls er auf der Behandlung seiner Eingabe beharre, sei der Gemeinde ein formgerechtes Baugesuch mit allen Unterlagen einzureichen.
2.2 Die H�tte wurde dennoch erstellt (oder war zum Zeitpunkt der Bauanzeige bereits erstellt). Sie wurde sp�ter, wahrscheinlich Ende der 60er Jahre, auf 6.7 m L�nge, 5.15 m Breite und 3 m H�he vergr�ssert.
Im Juli 1973 schrieb das Kreisforstamt dem Beschwerdegegner, auf seinem Grundst�ck sei eine H�tte ohne Bewilligung erweitert worden, und forderte ihn auf, die Kleinbaute wieder zu entfernen.
2.3 Im Dezember 1973 reichte der Beschwerdegegner ein nachtr�gliches Baugesuch f�r eine "Wochenend-Waldh�tte" mit den Ausmassen der bestehenden H�tte ein (6.7 m L�nge, 5.15 m Breite und 3 m H�he). Aufgrund der Einsprachen und negativen Stellungnahmen der kantonalen Amtsstellen f�r Natur- und Heimatschutz sowie f�r Gew�sserschutz und des Kreisforstamts, verweigerte die Gemeinde am 3. April 1974 die Baubewilligung. Sie hielt fest, dass die H�tte z.T. auf Waldareal liege und der Forstgesetzgebung widerspreche; zudem habe die Gemeinde Kriens das Wydenm��sli 1969 unter Naturschutz gestellt; gem�ss � 4 der diesbez�glichen Verordnung vom 11. M�rz 1971 sei die Errichtung von Hoch- und Tiefbauten irgendwelcher Art verboten. Schliesslich handle es sich um ein Schutzgebiet I gem�ss dem Bundesbeschluss vom 17. M�rz 1972 �ber dringliche Massnahmen auf dem Gebiet der Raumplanung. Es sei auch kein sachlich begr�ndetes Bed�rfnis im Sinne von Art. 20 des Gew�sserschutzgesetzes vom 1. Juli 1972 nachgewiesen.
2.4 Am 24. November 1976 verpflichtete der Gemeinderat Kriens alle Eigent�mer, deren Grundst�cke im Einzugsgebiet der Kanalisation Krienseregg lagen, diese anzuschliessen und sich an den Kosten der Erstellung zu beteiligen. Der Beschwerdegegner wurde mit Beitragsverf�gung vom 6. Februar 1985 verpflichtet, einen Perimeterbeitrag von Fr. 3'888.80 zu entrichten.
2.5 Im M�rz 1982 orientierte die Gemeinde den Beschwerdegegner dar�ber, dass sie die im Krienser Hochwald gelegenen H�tten und Geb�ude kontrolliert habe. An seiner Baute seien dabei Ver�nderungen aufgefallen, die m�glicherweise bewilligungspflichtig seien. Gem�ss Protokoll des Gemeinderats Kriens vom 10. M�rz 1982 schien es dem Gemeinderat nicht richtig, eine Abbruchverf�gung zu erlassen: Zwar sei eine Baubewilligung nie erteilt worden; man habe jedoch den Anschluss an die Kriensereggkanalisation verlangt. Da sich im Gebiet des Hochwalds zahlreiche Hauseigent�mer bef�nden, sei eine allseits gerechte L�sung anzustreben. Dagegen m�sse X.________ f�r sein unrechtm�ssiges Verhalten angezeigt werden.
2.6 Am 15. Juli 1986 schrieb der Gemeindeammann dem Beschwerdegegner, anl�sslich einer Besichtigung sei festgestellt worden, dass das Dach neu mit Ziegeln gedeckt und zudem massiv ver�ndert worden sei. Zudem sei ein neuer Windfang angebracht worden, der baubewilligungspflichtig sei. Das unberechtigterweise ausgebaute Haus stehe im Waldabstand bzw. im Wald, ausserhalb der Bauzone und innerhalb eines Naturschutzgebiets, weshalb die Zustimmung des Volkswirtschaftsdepartements, des kantonalen Raumplanungsamts und m�glicherweise auch der Natur- und Heimatschutzkommission der Gemeinde Kriens erforderlich w�re. Der Gemeindeammann verf�gte die Einstellung jeglicher Bauarbeiten, auch im Innern der H�tte, und erstattete Strafanzeige beim Amtsstatthalter.
1987 fand eine Begehung in Anwesenheit des Chefs Hochbau der Gemeinde Kriens und des Kreisoberf�rsters statt. Dabei wurde festgestellt, dass nicht nur eine Dachaufbaute (Satteldach) entstanden, sondern zus�tzlich das hintere Zimmer �ber die bisherige Dachh�he hinaus ausgebaut worden sei. Zudem sei schon zu fr�herer Zeit eine Nasszelle und ein Kamin eingebaut worden.
Der Gemeindeammann Kriens forderte den Beschwerdegegner am 22. April 1987 auf, ein nachtr�gliches Baugesuch einzureichen. Er machte ihn �berdies darauf aufmerksam, dass die Gemeinde keine Baubewilligungen f�r das Ferienhaus vorgefunden habe. Falls kein Baufaszikel auffindbar sei, sehe sich die Gemeinde gezwungen, das Baubewilligungsverfahren mit allen seinen Folgen bei einer negativen Beurteilung f�r die gesamte Baute einzuleiten.
2.7 Am 30. Mai 1987 reichte der Beschwerdegegner ein Baugesuch f�r einen Anbau ein, um darin seinen Forsttraktor einzustellen. Im Gegenzug w�rde eine ohne Bewilligung im Wald erstellte Garage abgebrochen.
Mit Entscheiden des Volkswirtschaftsdepartement vom 17. Mai 1990, des Raumplanungsamts vom 24. August 1990 und der Gemeinde Kriens vom 5. September 1990 wurde der Anbau bewilligt, weil durch den Abbruch des Schuppens und das Unterstellen des Forsttraktors (der bisher mit Blachen abgedeckt im Freien stand) aus forstlicher Sicht insgesamt eine Verbesserung der bestehenden Situation bewirkt werde.
2.8 Im Dezember 1997 reichte der Beschwerdegegner beim Bauamt Skizzen betreffen den Einbau eines "Oblichtfensters" ein. Die Gemeinde antwortete, nach bisheriger Praxis des Gemeinderats bed�rfe der Einbau von Dachfl�chenfenstern keiner Bewilligung, sofern dadurch keine Umnutzung entstehe. Der skizzierten Variante 2 (Schleppdachlukarne von 4 m Breite und 0.75 m H�he) k�nne grunds�tzlich zugestimmt werden.
Am 17. Januar 2000 schrieb die Gemeinde dem Beschwerdegegner, sie sei darauf aufmerksam gemacht worden, dass er bei seinem Forsthaus Ausbauarbeiten ohne Baubewilligung vornehme. Der Beschwerdegegner orientierte daraufhin die Gemeinde, dass er das "Oblichtfenster" eingebaut habe, Keramikplatten ausgewechselt und Fenster erneuert habe; zudem sei die bestehende K�che erg�nzt worden.
2.9 Am 26. M�rz 2002 schrieb die Gemeinde erneut dem Beschwerdegegner, sie habe erfahren, dass dieser Bauarbeiten ohne Baubewilligung vorgenommen habe.
Am 6. Mai 2002 f�hrten Vertreter des Kantonsforstamts, des Raumplanungsamts und der Gemeindeverwaltung einen Augenschein durch, und stellten fest, dass folgende Bauten und Anlagen ohne Baubewilligung errichtet oder ge�ndert worden waren: Umnutzung des Anbaus zu Wohnzwecken, Einbau einer Dachlukarne, Erstellung einer Garage, Asphaltierung des Vorplatzes, Errichtung eines Torbogens und einer unterstands�hnlichen Holzbeige. Der Beschwerdegegner wurde aufgefordert, ein nachtr�gliches Baugesuch einzureichen, und auf � 209 Abs. 2 PBG/LU hingewiesen, wonach der Gemeinderat, falls keine Baubewilligung erteilt werden k�nne, f�r die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands zu sorgen habe. Dem Beschwerdegegner wurde Gelegenheit gegeben, sich zur allf�lligen Verweigerung der Baubewilligung und einer damit verbundenen Wiederherstellungsverf�gung zu �ussern.
Mit Schreiben vom 6. Mai 2002 teilte der Beschwerdegegner dem Forstamt mit, sein heutiger Forsttraktor habe eine L�nge, die nicht mehr in die Garage passe, weshalb er notgedrungen einen neuen Unterstand errichtet habe. Die bisherige Garage sei zu einem Schlafraum umgenutzt worden.
2.10 Am 26. November 2003 forderte der Gemeinderat Kriens den Beschwerdegegner nochmals auf, ein nachtr�gliches Baugesuch f�r die ohne Bewilligung erstellten Bauten und Anlagen einzureichen, unter Hinweis auf � 209 Abs. 2 PBG/LU.
Am 20. September 2006 reichte der Beschwerdegegner die Unterlagen vollst�ndig ein. Das Baugesuch wurde mit Entscheiden des RAWI vom 12. M�rz 2008 und des Gemeinderats Kriens vom 24. September 2008 abgewiesen.
In seiner Verf�gung vom 24. September 2008 ordnete der Gemeinderat Kriens die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands an, verzichtete aber auf den Abbruch des Hauses (mit Dachaufbau und Schlepplukarne), des Maschendrahtzauns (mit Holzpfosten) und des bestehenden Kiesbelags.
Der Gemeinderat ging davon aus, dass der Beschwerdegegner aus dem Grundsatz der Rechtsgleichheit nichts zu seinen Gunsten ableiten k�nne.
Bei der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung ber�cksichtigte die Gemeinde neben dem privaten Interesse des Beschwerdegegners, dass dieser seit Jahrzehnten das Grundst�ck Nr. 5228 und weitere Waldparzellen bewirtschafte und auch das Hochmoor vor der Verwaldung sch�tze, indem er nach Absprache mit dem Naturschutz immer wieder B�ume f�lle.
Der Gemeinderat hielt fest, dass dem Beschwerdegegner in Bezug auf die widerrechtlich errichteten Bauten und Anlagen keine Gutgl�ubigkeit zugestanden werden k�nne. Im Bezug auf den Vertrauensschutz sei jedoch zu ber�cksichtigen, dass weder im Anschluss an die Abweisung des Baugesuchs 1974 noch im Anschluss an die Besprechungen 1982 und 1987 der Abbruch des Hauses verlangt worden sei. Stattdessen sei das Haus an das Kanalisationsnetz angeschlossen worden, wof�r der Beschwerdegegner Beitr�ge gezahlt habe. 1990 sei die Errichtung eines Anbaus bewilligt worden, und mit Schreiben vom 9. Januar 1998 sei auch der vorgesehenen Erstellung einer Schlepplukarne grunds�tzlich zugestimmt worden.
Zu beachten sei schliesslich der Zeitablauf: Das Baubewilligungs- und Wiederherstellungsverfahren sei erst mit Schreiben des Gemeinderats vom 26. November 2003 eingeleitet worden. Es m�sse davon ausgegangen werden, dass 30 Jahre vor dieser Verfahrenseinleitung auf dem Grundst�ck mehr als eine Werkzeugh�tte gestanden habe. Insgesamt erweise sich ein vollst�ndiger Abbruch aller Bauten und Anlagen auf dem Grundst�ck deshalb nicht als gerechtfertigt.
Das ARE ist dagegen der Auffassung, das Bundesrecht gebiete den Abbruch aller Bauten und Anlagen, einschliesslich des Wohnhauses samt Anbau.
4.1 Das ARE macht geltend, den Akten liessen sich keine beh�rdlichen Zusagen entnehmen, wonach der Beschwerdegegner die rechtswidrig erstellen Bauten beibehalten d�rfe. Dass das Kreisforstamt seiner im Jahre 1973 ergangenen Abbruchverf�gung keine Nachachtung verschafft habe, stelle ein Vers�umnis, aber keine Zusicherung dar.
Die 1990 erfolgte Bewilligung habe sich ausschliesslich auf die Garage f�r den Forsttraktor bezogen; damit sei nicht das ganze Haus nachtr�glich sanktioniert worden. Auch aus dem Schreiben des Gemeindeammannamts vom 9. Januar 1998 betreffend den Einbau eines "Oblichtfensters" ergebe sich lediglich, dass der Einbau von Dachfl�chenfenstern nach der Praxis der Gemeinde unter gewissen Voraussetzungen bewilligungsfrei sei; im �brigen fehle die ausserhalb der Bauzone erforderliche Zustimmung der kantonalen Beh�rde, weshalb die entsprechende kommunale Verf�gung nichtig sei.
Nichts anderes gelte f�r den 1976 erfolgten Anschluss an die Kanalisation Krienseregg und die Beitragsverf�gung vom 6. Februar 1985. Das ARE verweist auf BGE 132 II 21 E. 6.2.2 S. 37 f., wo ebenfalls verschiedene feuerpolizeiliche und gew�sserschutzrechtliche Verf�gungen ergangen waren, ohne dass dadurch hinsichtlich des raumplanungsrechtlichen Wiederherstellungsverfahrens ein Vertrauenstatbestand geschaffen worden sei.
4.2 Zwar sei die Befugnis der Beh�rden, den Abbruch eines baugesetzwidrigen Geb�udes anzuordnen, praxisgem�ss auf 30 Jahre befristet. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung beginne die Frist mit der Fertigstellung des baugesetzwidrigen Geb�udes oder Geb�udeteils zu laufen. Vorliegend habe der Beschwerdegegner jedoch immer wieder �nderungen, Erweiterungen, Umnutzungen, etc. vorgenommen. Wie die Fotodokumentation belege, habe sich die Baute von einer baracken�hnlichen, auf Punktfundamenten stehenden Holzbaute mit Wellblechdach zu einem veritablen Wohnhaus entwickelt. Nehme der Eigent�mer - wie im vorliegenden Fall - fortw�hrend illegale Arbeiten vor, so bestehe die einzig sachgerechte L�sung darin, den Fristenlauf nicht beginnen zu lassen.
4.3 Im �brigen wirft das ARE die Frage auf, ob die f�r Bauten innerhalb der Bauzone entwickelte Rechtsprechung zur Verwirkung auch auf Bauten ausserhalb der Bauzone anwendbar sei. Mit Blick auf die fundamentale Bedeutung des Grundsatzes der Trennung des Baugebiets von Nichtbaugebiet rechtfertige sich hier eine strengere Praxis. Auch stellten sich die Probleme bei der Eruierung von altrechtlichen Vorschriften des kantonalen und kommunalen Rechts ausserhalb der Bauzone nicht in gleicher Weise, da hier bundesrechtliche Bestimmungen g�lten. Auch bei Bauten, die von der erweiterten Besitzstandsgarantie nach Art. 24c RPG profitierten, sei als Vergleichszustand in aller Regel der Zustand im Jahre 1972 massgeblich, d.h. ein Zeitpunkt, der nunmehr �ber 30 Jahre zur�ckliege. Schliesslich zeige der vorliegende Fall, dass gerade ausserhalb der Bauzonen oft schleichende Ver�nderungsprozesse stattfinden, weshalb die Feststellung, wann welche Ver�nderung vorgenommen wurde, mit grossem Aufwand verbunden sei.
4.4 Das ARE verweist auf das erhebliche �ffentliche Interesse an der vollst�ndigen Beseitigung s�mtlicher illegal errichteter Bauten des Beschwerdegegners. Diese verletzten nicht nur den Grundsatz der Trennung von Baugebiet und Nichtbaugebiet, sondern bef�nden sich im Perimeter eines Hochmoors von nationaler Bedeutung (Furenmoos) und im Perimeter der kommunalen Schutzverordnung "Krienser Hochwald". Sowohl in den Zonen "Wald ohne Bewirtschaftung" als auch "Mahd" seien Hoch- und Tiefbauten, Bodenbefestigungen und feste Einfriedungen verboten; ein entsprechendes Verbot habe bereits � 4 der Verordnung zum Schutz des Forrenmooses und des Wydenm��sli im Hochwaldgebiet der Gemeinde Kriens vom 11. M�rz 1971 enthalten. Schliesslich bef�nden sich die in Frage stehenden Bauten auf Waldboden, weshalb auch aus forstlicher Sicht ein grosses Interesse an deren Beseitigung bestehe.
Der Beschwerdegegner verlangt die Abweisung der Beschwerde.
5.1 Er macht geltend, dass sich im Krienser Hochwald insgesamt 260 Bauten befinden, darunter ca. 90 Ferien- und Wochenendh�user mit einem Geb�udevolumen von 100-500 m�. Viele dieser Bauten seien in den Jahren 1940 bis anfangs der 70'er Jahre erstellt und nachtr�glich ge�ndert und erweitert worden. Obwohl f�r die meisten dieser Bauten keine Baubewilligungsakten auffindbar seien, habe es nie Bestrebungen gegeben, ihren Abbruch durchzusetzen.
Allein im Gebiet Furenmoos bzw. Wydenm��sli best�nden, in unmittelbarer N�he zum Grundst�ck Nr. 5228, vier Wochenendh�user (Grundst�cke Nrn. 5227, 5226, 5225 und 5202). Diese seien von den kommunalen und kantonalen Beh�rden ausdr�cklich in ihrem Bestand gesch�tzt worden, obwohl nicht bekannt sei, wann sie erstellt wurden und ob f�r sie eine Baubewilligung erteilt wurde. Es w�rde dem Rechtsgleichheitsgebot widersprechen, wenn von allen bestehenden Bauten nur diejenige des Beschwerdegegners abgebrochen werden m�sste.
5.2 Der Beschwerdegegner beruft sich �berdies auf den verfassungsrechtlich garantierten Vertrauensschutz.
Es habe ein Grundkonsens der Beh�rden bestanden, dass s�mtliche vor dem 1. Juli 1972 im Krienser Hochwald erstellten Bauten belassen und einzelfallweise auch erweitert werden k�nnten. Diese seien daher 1976 an das Kanalisationsnetz angeschlossen worden, was auch den kantonalen Beh�rden bekannt gewesen sei. Damit habe der Gemeinderat Kriens implizit den Bestand s�mtlicher bestehender Bauten im Krienser Hochwald als rechtm�ssig anerkannt.
Zudem sei 1990 ein Anbau an das bestehende Wohnhaus bewilligt worden. Das Baugesuch habe Pl�ne des bestehenden Geb�udes enthalten; der damals bestehende Grundriss sei bis heute nicht ver�ndert worden. Mit der Bewilligung und dem Abstempeln der Pl�ne sei das bestehende Haus als rechtm�ssig sanktioniert worden.
Schliesslich sei der Beschwerdegegner auch durch das Schreiben des Gemeindeammannamts Kriens vom 9. Januar 1998 zum Einbau eines "Oblichtfensters" in seinem Vertrauen best�rkt worden, dass das bestehende Haus rechtm�ssig bewilligt sei.
5.3 Der Beschwerdegegner ist der Auffassung, der Anspruch der Beh�rden auf Abriss des Hauses sei auch durch Zeitablauf verwirkt. Das Wohnhaus habe bereits Ende der 60er Jahre mit dem heutigen Grundriss (5.15 x 7.1 m) bestanden. Die vom ARE bef�rwortete Aufhebung der Verwirkungspraxis f�r Bauten ausserhalb der Bauzone sei nicht gerechtfertigt und w�rde zu grosser Rechtsunsicherheit f�hren.
5.4 Schliesslich w�re ein Abbruch der Wohnbaute unverh�ltnism�ssig. Der Geb�udeversicherungswert des Hauses mit Anbau betrage Fr. 188'000.--. Die Baute diene dem Beschwerdegegner zu einem erheblichen Teil zur Bewirtschaftung und Nutzung seiner Waldgrundst�cke.
Der Beschwerdegegner ist der Auffassung, seine Baute beeintr�chtige die Natur nicht. Sie befinde sich nicht auf Moorboden, sondern im Umgebungsbereich des Hochmoors. Sie sei auch nicht im Waldgebiet, sondern in der Landwirtschaftszone errichtet worden. Er beruft sich hierf�r auf die Bewilligung des Anbaus 1990; damals sei lediglich eine Ausnahmebewilligung f�r die Unterschreitung des Waldabstands erteilt worden.
Als das Haus in den 60er Jahren erstellt worden sei, h�tten noch keine besonderen Schutzvorschriften bestanden. Der Beschwerdegegner bestreitet, dass sich sein Grundst�ck im Schutzgebiet der kommunalen Verordnung vom 11. M�rz 1971 zum Schutz des Furenmooses und des Wydenm��sli und der Schutzverordnung "Krienser Hochwald" vom 29. November 1990 befunden habe. Erst mit der Schutzverordnung Krienserwald vom 29. Juni 2000, die am 26. September 2001 in Kraft getreten sei, sei sein Grundst�ck dem Naturschutzgebiet zugewiesen worden.
Der Anordnung der Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands kommt massgebendes Gewicht f�r den ordnungsgem�ssen Vollzug des Raumplanungsrechts zu (Entscheid 1C_397/2007 / 1C_427/2007 vom 27. Mai 2008 E. 3.4, in: URP 2008 S. 590, RDAF 2009 I S. 521). Werden illegal errichtete, dem RPG widersprechende Bauten nicht beseitigt, sondern auf unabsehbare Zeit geduldet, so wird der Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet in Frage gestellt und rechtswidriges Verhalten belohnt. Formell rechtswidrige Bauten, die auch nachtr�glich nicht legalisiert werden k�nnen, m�ssen daher grunds�tzlich beseitigt werden (PETER H�NNI, Der Abbruch von Bauten und Anlagen, Baurecht 2005 S. 153; Marie-France Ravel, Illegale Bauten: was tun? Rechtsprechung und Praxis, Raum & Umwelt 2004 S. 29 f. und 35). Davon geht auch � 209 des Luzerner Planungs- und Baugesetzes vom 7. M�rz 1989 (PBG/LU) aus, der den Gemeinderat verpflichtet, f�r die Wiederherstellung des gesetzm�ssigen Zustands zu sorgen (Abs. 2).
Die Anordnung des Abbruchs bereits erstellter Bauten kann jedoch nach den allgemeinen Prinzipien des Verfassungs- und Verwaltungsrechts (ganz oder teilweise) ausgeschlossen sein (BGE 111 Ib 213 E. 6 S. 221; 108 Ia 216 E. 4 S. 217; je mit Hinweisen). Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands unverh�ltnism�ssig w�re. �berdies k�nnen Gr�nde des Vertrauensschutzes der Wiederherstellung entgegenstehen, oder diese kann aufgrund des Zeitablaufs verwirkt sein.
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung verwirkt der Anspruch der Beh�rden auf Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands im Interesse der Rechtssicherheit grunds�tzlich nach 30 Jahren, sofern der Kanton keine k�rzeren Verwirkungsfristen vorsieht. K�rzere Verwirkungsfristen k�nnen sich jedoch aus Gr�nden des Vertrauensschutzes ergeben.
7.1 Dies ist namentlich dann der Fall, wenn die Baupolizeibeh�rden zwar vor Ablauf der 30-j�hrigen Frist einschreiten, den baurechtswidrigen Zustand aber �ber Jahre hinaus duldeten, obschon ihnen die Gesetzwidrigkeit bekannt war oder sie diese bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt h�tten kennen m�ssen (BGE 132 II 21 E. 6.3 S. 39; 107 Ia 121 E. 1c S. 124; Entscheid 1P.768/2000 vom 19. September 2001 E. 3a, in: ZBl 103/2002 S. 188; Pra 2002 Nr. 3 S. 9; RDAF 2003 I S. 395).
Darauf kann sich nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung aber nur berufen, wer selbst im guten Glauben gehandelt hat (BGE 132 II 21 E. 6.3 S. 39), d.h. angenommen hat und (unter Anwendung zumutbarer Sorgfalt) annehmen durfte, die von ihm ausge�bte Nutzung sei rechtm�ssig bzw. stehe mit der Baubewilligung in Einklang (BGE 132 II 21 E. 6 S. 35; 111 Ib 213 E. 6a S. 221 ff.; Entscheid 1P.768/2000 vom 19. September 2001 E. 4c, in: ZBl 103/2002 S. 188; Pra 2002 Nr. 3 S. 9; RDAF 2003 I S. 395).
Dies ist vorliegend klarerweise nicht der Fall: Schon die urspr�ngliche Waldh�tte war vom Vater des Beschwerdegegners ohne Baubewilligung errichtet und vergr�ssert worden. In der Folge wurde sie vom Beschwerdegegner weiter vergr�ssert und ausgebaut, obwohl er von der Gemeinde immer wieder auf die Unrechtm�ssigkeit seines Tuns hingewiesen wurde: Bereits 1973 wurde er vom Kreisforstamt aufgefordert, die H�tte zu entfernen. 1974 wurde die nachtr�gliche Baubewilligung verweigert, wobei ausgef�hrt wurde, dass das Haus dem Raumplanungs-, dem Naturschutz- und dem Waldrecht widerspreche. 1986 wurde die Einstellung jeglicher Bauarbeiten verf�gt, auch innerhalb der H�tte, und Strafanzeige beim Amtsstatthalter erstattet. 1987 wies der Gemeindeammann den Beschwerdegegner darauf hin, falls keine Baubewilligung f�r das Ferienhaus aufgefunden werde, sehe sich die Gemeinde gezwungen, das Baubewilligungsverfahren f�r die gesamte Baute, mit allen seinen Folgen bei einer negativen Beurteilung f�r die gesamte Baute, einzuleiten.
Die einzige Baubewilligung, die je erteilt wurde, betrifft die Garage f�r die Unterstellung eines Forsttraktors. Aus der Bewilligung geht klar hervor, dass sie nur f�r die Garage erteilt wurde und keine nachtr�gliche Bewilligung des Ferienhauses beinhaltet. Auch dieser Anbau wurde in der Folge - entgegen dem ausdr�cklichen Zweckentfremdungsverbot in der Baubewilligung - zu Wohnzwecken genutzt.
7.2 Der Beschwerdegegner wusste somit, dass sein Ferienhaus formell und materiell baurechtswidrig war. Er durfte das Verhalten der Beh�rden, welche die 1973 ausgesprochene Abbruchanordnung des Kreisforstamts nicht durchsetzten und keine neue Abbruchverf�gung erliessen, deshalb nicht als nachtr�gliche Legalisierung seines Bauvorhabens verstehen, sondern allenfalls als Duldung auf Zusehen hin.
Dies gilt auch, soweit das Grundst�ck 1976 an die Abwasserkanalisation angeschlossen wurde. Ob dieser Anschluss zu Recht erfolgte, ist vorliegend nicht zu pr�fen. Aus den vom Beschwerdegegner eingereichten Unterlagen ergibt sich, dass der Anschluss allein aus gew�sserschutzrechtlichen Gr�nden erfolgte, f�r alle im Krienser Hochwald befindlichen Bauten, unabh�ngig von ihrer raumplanungs- und baurechtlichen Beurteilung. Insofern durften der Anschluss und der Beitragsbescheid von den betroffenen Grundst�ckseigent�mern nicht als nachtr�gliche Legalisierung aller bestehenden Bauten verstanden werden. Dies gilt erst recht f�r den Beschwerdegegner, dem erst kurz vor dem Anschluss an die Kanalisation die nachtr�gliche Baubewilligung f�r die bestehende Baute verweigert worden war.
Der Auszug aus dem Gemeindeprotokoll 1982, als der Gemeinderat Kriens auf den Erlass eines Abbruchbefehls verzichtete, wurde dem Beschwerdegegner, soweit ersichtlich, nicht zugestellt, und konnte schon deshalb keinen Vertrauenstatbestand begr�nden. Im �brigen ergibt sich auch aus diesem Auszug kein definitiver Verzicht auf Wiederherstellungsmassnahmen f�r alle Zukunft, sondern lediglich die Notwendigkeit eines koordinierten Vorgehens, unter Ber�cksichtigung aller unrechtm�ssigen Bauten im Gebiet des Krienser Hochwalds. Schliesslich ist auch nicht ersichtlich, dass der Beschwerdegegner im Vertrauen auf diesen Gemeinderatsbeschluss Dispositionen getroffen h�tte: Der Beschwerdegegner hat die baulichen Dispositionen, die bei der Kontrolle 1982 festgestellt worden waren, gerade nicht gest�tzt auf beh�rdliches Verhalten bzw. Verf�gungen getroffen.
7.3 Nach dem Gesagten stehen somit Gr�nde des Vertrauensschutzes der Wiederherstellung nicht entgegen.
N�her zu pr�fen ist dagegen die Verwirkung. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Befugnis der Beh�rden, den Abbruch eines baugesetzwidrigen Geb�udes oder Geb�udeteils anzuordnen, grunds�tzlich auf 30 Jahren beschr�nkt (BGE 132 II 21 E. 6.3 S. 39; 107 Ia 121 E. 1a S. 123). Diese Praxis beruht auf dem Gesichtspunkt der Rechtssicherheit wie auch auf praktischen �berlegungen (Schwierigkeit der Abkl�rung der tats�chlichen und rechtlichen Verh�ltnisse vor �ber 30 Jahren). Die Frist von 30 Jahren wurde in Anlehnung an die ausserordentliche Ersitzung von Grundeigentum gem�ss Art. 662 ZGB festgelegt.
8.1 Dieser Grundsatz wurde zun�chst f�r das Forstrecht entwickelt (vgl. BGE 105 Ib 265), und in BGE 107 Ia 121 auf den Abbruch einer Baute innerhalb der Bauzone �bertragen (Galerie von 21 m� in einem Wohnzimmer). Ob diese Rechtsprechung unver�ndert auf Bauten ausserhalb der Bauzone �bertragen werden kann (vgl. dazu CHRISTOPH DE QUERVAIN, Verj�hren die Anspr�che auf Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands generell nach 30 Jahren?, in: Raum & Umwelt 2004, S. 51 f.), hat das Bundesgericht bisher offengelassen (vgl. BGE 132 II 21 E. 6.3 S. 39). Die Frage braucht auch im vorliegenden Fall nicht entschieden zu werden.
8.2 Fraglich erscheint weiter, ob die 30-j�hrige Frist auch dann gilt, wenn die Beh�rden nicht einfach unt�tig geblieben sind, sondern - wie im vorliegenden Fall - immer wieder Verf�gungen ergingen (Abbruchanordnung 1973, Verweigerung der nachtr�glichen Baubewilligung 1974, Anordnung des Baustopps und Strafanzeige an den Amtsstatthalter 1986; Aufforderung zur Einreichung eines nachtr�glichen Baugesuchs 1987 etc.), jedoch kein Abbruchbefehl erlassen bzw. durchgesetzt wurde. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die ausserordentliche Ersitzung gem�ss Art. 662 ZGB einen 30-j�hrigen "unangefochtenen" Besitz als Eigent�mer voraussetzt. Auch diese Frage kann vorliegend offenbleiben, weil sich der Beschwerdegegner aus einem anderen Grund nicht auf Verwirkung berufen kann.
8.3 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung beginnt die Verwirkungsfrist erst mit der Fertigstellung des Geb�udes oder des streitigen Geb�udeteils zu laufen (BGE 107 Ia 121 E. 1b S. 124). Im vorliegenden Fall wurde die illegal errichtete Waldh�tte vom Beschwerdegegner (einem Schreinermeister) laufend ausgebaut und vergr�ssert. Wie die in den Akten liegenden Fotos (aus den Jahren 1977 bis 2002) und die Pl�ne der Baugesuche 1973, 1987 und 2006 zeigen, entwickelte sich die Baute von einer einfachen Holzbaracke zu einem komfortablen Ferienhaus. In einem solchen Fall ist es praktisch unm�glich, den Zustand von vor 30 Jahren zu eruieren.
Dies zeigt der vorliegende Fall deutlich. Wenn �berhaupt, so k�me eine "Ersitzung" allenfalls f�r die - vermutlich Ende der 60er Jahre - erstellte H�tte mit 3 m L�nge, 2.5 m Breite und 2.5 m H�he in Betracht. Diese ist durch Fotos und durch das nachtr�gliche Baugesuch 1974 dokumentiert und bestand w�hrend l�ngerer Zeit. Auf dem ersten Foto der Gemeinde vom 15. Juli 1977 ist ein einfacher Holzbau auf Punktfundamenten mit Wellblechdach zu sehen. Ein Vergleich mit den Aufnahmen aus den Jahren 1981-1985 zeigt, dass diese H�tte (zumindest �usserlich) unver�ndert bis Anfang der 80er Jahre bestand, dagegen ab 1981 laufend ver�ndert und erweitert wurde. Das heute bestehende Haus hat mit der urspr�nglichen Holzh�tte praktisch nichts mehr gemein. Die Baute aus den 60er Jahren existiert heute nicht mehr und kann schon aus diesem Grund nicht mehr abgebrochen werden. Der vom ARE verlangte Abbruchbefehl betrifft somit im Wesentlichen die seit 1980 kontinuierlich entstandene neue Bausubstanz. Diesbez�glich ist keine Verwirkung eingetreten.
Das �ffentliche Interesse an der vollst�ndigen Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands ist erheblich: Der rechtswidrige Bau verletzt nicht nur das f�r die Raumplanung grundlegende Prinzip der Trennung von Bau- und Nichtbauzone, sondern befindet sich im Perimeter eines Hochmoors von nationaler Bedeutung und im Perimeter der Schutzverordnung "Krienser Hochwald" vom 29. Juni 2000, d.h. in einer besonders sensiblen und schutzw�rdigen Umgebung, in der Bauten jeder Art verboten sind (vgl. Art. 5 lit. b Hochmoorverordnung), und auch keine Erholungs-, Sportaktivit�ten und dergleichen zul�ssig sind (Art. 9 SchutzV). Der Fortbestand eines Ferien- und Wochenendhauses in dieser Umgebung widerspricht somit diametral den Schutzzielen. Hinzu kommt, wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat, dass der Bestand der Anlage zu unzul�ssigen Erweiterungen und Erg�nzungen offenbar geradezu einl�dt (Urteil 1A.17/2004 vom 19. Mai 2004 E. 3.2, in: ZBl 106/2005 S. 384, RDAF 2006 I S. 626).
Bei dieser Sachlage kann offenbleiben, ob die streitige Baute auch auf Waldareal steht (wovon das RAWI ausgeht) oder "nur" im Waldabstand (wovon bei der Bewilligung des Anbaus 1990 ausgegangen wurde).
Die genannten �ffentlichen Interessen �berwiegen deutlich die privaten Interessen des Beschwerdegegners. Zwar werden mit dem Abbruch (f�r den Beschwerdegegner) bedeutende Verm�genswerte vernichtet. Der Beschwerdegegner hat diese Investitionen jedoch in Kenntnis ihrer Rechtswidrigkeit get�tigt und damit auf eigenes Risiko gehandelt. �berdies hat er seit �ber 30 Jahren von der rechtswidrigen Situation profitiert, indem er sein Grundst�ck zu Wohn- und Erholungszwecken nutzen konnte. Er hat aber keinen Anspruch darauf, diese rechtswidrige, dem Raumplanungsrecht widersprechende Wohnnutzung auch in Zukunft fortzusetzen (vgl. Entscheid 1C_408/2009 vom 11. Februar 2010 E. 4.3).
Schliesslich steht auch der Grundsatz der Rechtsgleichheit dem Abbruch der Wohnbaute nicht entgegen. Der Beschwerdegegner macht zwar geltend, es best�nden insgesamt 280 Bauten im Krienser Hochwald, davon vier in unmittelbarer Umgebung seines Grundst�cks, ebenfalls im Hochmoorperimeter. Er legt aber nicht dar, dass diese Bauten in tats�chlicher und rechtlicher Sicht mit der Seinigen vergleichbar sind, d.h., dass es sich um formell und materiell rechtswidrige Bauten handelt, die b�sgl�ubig erstellt und fortlaufend ausgebaut und erweitert worden sind. Sofern dies der Fall sein sollte, wird es Sache der Gemeinde sein, auch in diesen F�llen die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands anzuordnen.
Es kann daher offenbleiben, ob das Bundesgericht bei einer Beschwerde des ARE, die im Interesse der Durchsetzung des Bundesrechts erhoben wird, �berhaupt an eine allf�llige bundesrechtswidrige Praxis der Gemeinde und/oder des Kantons gebunden sein kann (vgl. BGE 122 II 446 E. 4a S. 452).
Die Beschwerde des ARE ist auch im Hinblick auf den Anbau gutzuheissen.
Zwar wurde dieser - als einziger Geb�udeteil - mit einer Baubewilligung und damit formell rechtm�ssig errichtet. Ziff. 5 der Bedingungen der Baubewilligung verbietet jedoch eine Zweckentfremdung des Anbaus, namentlich zu Wohnzwecken. Ziff. 2 des Entscheids des Volkswirtschaftsdepartements vom 17. Mai 1990 (der zum integrierenden Teil der Baubewilligung erkl�rt wurde) bestimmt, dass bei einer Zweckentfremdung der Abbruch zu verf�gen sei.
Die Zweckentfremdung zu Wohnzwecken wurde am Augenschein vom 6. Mai 2002 festgestellt und auch vom Beschwerdegegner mit Brief vom selben Tag an das kantonale Forstamt einger�umt.
Daran �ndert auch der Umstand nichts, dass der Beschwerdegegner den Anbau heute angeblich nicht mehr zu Wohnzwecken, sondern als Abstellraum nutzt. Zwar mag die Zweckbestimmung einer Garage innerhalb der Bauzone auch die Nutzung als Abstellfl�che f�r Material jeder Art umfassen. Im vorliegenden Fall aber wurde die Ausnahmebewilligung ausdr�cklich f�r einen "Garagenanbau f�r Forsttraktor" erteilt, damit der (mit Blachen abgedeckte) Forsttraktor nicht mehr neben dem Haus abgestellt w�rde. Diesen speziellen Zweck kann der Anbau - wie der Beschwerdegegner selbst einr�umt - nicht mehr erf�llen.
Wie das ARE zutreffend darlegt, ist die vom Verwaltungsgericht angeordnete R�ckf�hrung in die urspr�nglich bewilligte Garagennutzung nicht geeignet, den rechtm�ssigen Zustand auf Dauer sicherzustellen, nachdem sich der Beschwerdegegner in der Vergangenheit immer wieder �ber beh�rdliche Anordnungen hinweggesetzt hat, und sein Forsttraktor ohnehin nicht mehr in den Anbau passt. Insofern ist kein Grund ersichtlich, auf den Abriss des Anbaus zu verzichten. Dies gilt erst recht, nachdem auch das Haus abgerissen werden muss.
Es kann daher offenbleiben, ob �berhaupt ein forstrechtlicher Bedarf f�r einen Forsttraktor und eine entsprechende Garage ausgewiesen ist, zumal der Beschwerdegegner anscheinend noch �ber eine Garage f�r einen Forsttraktor im Gebiet Bruederhuse verf�gt.
Von der Wiederherstellung ausgenommen wurden �berdies der Kiesbelag und der Maschendrahtzaun.
Gem�ss � 5 Abs. 2 SchutzV sind Bodenbefestigungen und feste Einfriedungen verboten; alle nach dem 1. Juni 1983 erstellten Bauten und Anlagen und nach diesem Datum vorgenommene Bodenver�nderungen m�ssen zulasten derjenigen, die sie ausgef�hrt oder verursacht haben, r�ckg�ngig gemacht werden, sofern sie dem Schutzziel widersprechen und nicht rechtskr�ftig bewilligt worden sind (vgl. auch Art. 5 lit. b und d Hochmoorverordnung).
12.1 Der Kiesbelag s�dlich und �stlich des Hauses bestand schon in den 70er Jahren (vgl. Foto vom 15. Juli 1977). Wird das Haus abgerissen, ist allerdings kein Interesse ersichtlich, den Kiesbelag beizubehalten. Immerhin ist denkbar, dass dieser im Laufe der Jahre von selbst zuwachsen wird, und deshalb auf seine Entfernung verzichtet werden kann. Denkbar w�re auch, dass aufgrund des langen und unbeanstandeten Bestehens dieses Belags die Beseitigungskosten von der Gemeinde oder vom Kanton �bernommen werden. Diesen Punkt wird die Gemeinde, nach Anh�rung des Beschwerdef�hrers, nochmals beurteilen m�ssen.
12.2 Mit Schreiben vom 20. September 2006 machte der Beschwerdegegner geltend, der Zaun sei 1983 errichtet worden, als er (im Rahmen einer G�terzusammenlegung) grosse Teile des Hochmoors an die Gemeinde Kriens abgetreten habe; der urspr�ngliche Stacheldrahtzaun sei sp�ter durch einen Maschenzaun ersetzt worden.
Wurde der heutige Zaun nach 1983 errichtet und (soweit ersichtlich) nie bewilligt, ist auch er zu beseitigen. Allerdings rechtfertigt es sich, die Sache auch in diesem Punkt an die Gemeinde zu neuer Beurteilung zur�ckzuweisen, um dem Beschwerdegegner das rechtliche Geh�r zu gew�hren, da sich im Entscheid des Gemeinderats Kriens keine Ausf�hrungen zum Zaun finden.
Nach dem Gesagten ist die Sache an die Gemeinde zur�ckzuweisen. Diese wird - nach Anh�rung des Beschwerdegegners zum Kiesbelag und zum Zaun - die gebotenen Massnahmen zur Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands anordnen. Diese m�ssen insbesondere auch den Abbruch des Wohnhauses umfassen. Die bereits verf�gten Wiederherstellungsmassnahmen (einschliesslich des Abbruchs des Anbaus) werden mit dem vorliegenden Urteil rechtskr�ftig.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt der Beschwerdegegner die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG) und es sind keine Parteientsch�digungen zuzusprechen (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Die Beschwerde des Bundesamts f�r Raumentwicklung wird gutgeheissen.
1.1 Das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 19. November 2009, wird insoweit aufgehoben, als in Bezug auf den Anbau anstelle des Abbruchs die Wiederherstellung der am 5. September 1990 bewilligten Nutzung (Garagenanbau f�r Forsttraktor) angeordnet wird. Insoweit wird der Entscheid des Gemeinderats von Kriens vom 24. September 2008 best�tigt.
1.2 Der Entscheid des Gemeinderats Kriens vom 24. September 2008 wird insoweit aufgehoben, als auf die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands verzichtet wird. Die Sache wird an den Gemeinderat Kriens zu neuem Entscheid �ber die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands im Sinne der Erw�gungen zur�ckgewiesen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Gemeinderat Kriens, der Dienststelle Raumentwicklung, Wirtschaftsf�rderung und Geoinformation sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.
F�raud Gerber