Source: https://www.steuba.de/umsatzsteuer/reverse-charge-musterrechnung/
Timestamp: 2020-07-13 08:50:16
Document Index: 345446617

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 13', '§ 13', '§ 3', '§ 13', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

Reverse charge: Voraussetzungen fÃ¼r Umkehr der Steuerschuldnerschaft
14 Aug Reverse charge Verfahren
VerÃ¶ffentlicht um: 17:14Uhr in Umsatzsteuer	von	Michael Jonas
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Was versteht man unter dem reverse-charge Verfahren? Wie muss eine Rechnung aussehen?
Was versteht man unter dem reverse-charge Verfahren?
Welche Leistungen fallen unter das reverse-charge Verfahren?
Wann entsteht die Steuer bei reverse-charge?
Wie sieht eine Musterrechnung fÃ¼r reverse charge aus?
Hintergrund des reverse-Charge-Verfahrens ist, dass bei bestimmten GeschÃ¤ften hÃ¤ufig Missbrauch betrieben wurde, wenn der Leistende die Umsatzsteuer nicht abfÃ¼hrte, der LeistungsempfÃ¤nger aber trotzdem den Vorsteuerabzug geltend machte.
Erbringen in einem anderen EU-Mitgliedstaat ansÃ¤ssige UnternehmenÂ Leistungen an ein Unternehmen in Deutschland, Ã¼bernimmt der deutsche LeistungsempfÃ¤nger die Umsatzsteuerschuld des Leistenden in seiner Umsatzsteuervoranmeldung bzw. UmsatzsteuererklÃ¤rung (sog.Â reverse charge). Der auslÃ¤ndische Unternehmer erteilt eine Netto-Rechnung und die Umsatzsteuer wird vom LeistungsempfÃ¤nger im Rahmen seinerÂ Umsatzsteuervoranmeldung angemeldet. Bei regelbesteuerten Unternehmern ist diese Umsatzsteuer gleich wieder als Vorsteuer abzugsfÃ¤hig (Â§ 15 Abs. 1 UStG).
Die Steuerschuldumkehr (reverse charge) ist in Â§ 13b Umsatzsteuergesetz (UStG) geregelt.
Sie gilt seit 2004 auch fÃ¼r durchÂ inlÃ¤ndische UnternehmenÂ ausgefÃ¼hrte Bauleistungen und UmsÃ¤tze, die unter dasÂ GrunderwerbsteuergesetzÂ fallen. Betroffen sind davon Unternehmer, die Werklieferungen und sonstige Leistungen tÃ¤tigen, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Ã„nderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen, wenn sie derartige Leistungen durch andere (Sub-) Unternehmer ausfÃ¼hren lassen.
DasÂ Reverse-Charge-Verfahren kommt hauptsÃ¤chlich dann zur Anwendung, wenn nicht im Inland ansÃ¤ssige Unternehmen in Deutschland steuerpflichtige sonstige Leistungen oder steuerpflichtige Werklieferungen ausfÃ¼hren. In diesen FÃ¤llen soll dasÂ Reverse-Charge-Verfahren zu einer:
Vereinfachung des Besteuerungsverfahrens fÃ¼hren (da nicht der im Ausland ansÃ¤ssige Unternehmer, sondern der im Regelfall im Inland ansÃ¤ssige und mit den deutschen Regelungen besser vertraute LeistungsempfÃ¤nger die Steueranmeldung durchfÃ¼hrt);
Erleichterung der Steuererhebung beitragen (da fÃ¼r den Fiskus erheblich bessere ZugriffsmÃ¶glichkeiten auf inlÃ¤ndisches VermÃ¶gen bestehen, als dies bei auslÃ¤ndischem VermÃ¶gen der Fall ist).
Nach Â§ 13b Abs. 1 Umsatzsteuergesetz (UStG) gilt die Steuerschuldnerschaft des LeistungsempfÃ¤ngers (reverse-charge) fÃ¼r:
nach Â§ 3a Absatz 2 im Inland steuerpflichtige sonstige Leistungen eines im Ã¼brigen Gemeinschaftsgebiet ansÃ¤ssigen Unternehmers
Nach Â§ 13b Abs.2 UStG gilt die Steuerschuldnerschaft des LeistungsempfÃ¤ngers fÃ¼rÂ folgende steuerpflichtige UmsÃ¤tze:
Werklieferungen und nicht unter Absatz 1 fallende sonstige Leistungen eines im Ausland ansÃ¤ssigen Unternehmers;
Lieferungen sicherungsÃ¼bereigneter GegenstÃ¤nde durch den Sicherungsgeber an den Sicherungsnehmer auÃŸerhalb des Insolvenzverfahrens;
UmsÃ¤tze, die unter das Grunderwerbsteuergesetz fallen;
Werklieferungen und sonstige Leistungen, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Ã„nderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen, mit Ausnahme von Planungs- und Ãœberwachungsleistungen. Nummer 1 bleibt unberÃ¼hrt;
Lieferungen der in Â§ 3g Absatz 1 Satz 1 genannten GegenstÃ¤nde eines im Ausland ansÃ¤ssigen Unternehmers unter den Bedingungen des Â§ 3g;
Ãœbertragung von Berechtigungen nach Â§ 3 Absatz 4 des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes vom 8. Juli 2004 (BGBl. I S. 1578), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 16. Juli 2009 (BGBl. I S. 1954) geÃ¤ndert worden ist, Emissionsreduktionseinheiten im Sinne von Â§ 3 Absatz 5 des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes und zertifizierten Emissionsreduktionen im Sinne von Â§ 3 Absatz 6 des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes;
Lieferungen der in der Anlage 3 bezeichneten GegenstÃ¤nde;
Reinigen von GebÃ¤uden und GebÃ¤udeteilen. Nummer 1 bleibt unberÃ¼hrt;
Lieferungen von MobilfunkgerÃ¤ten sowie integrierten Schaltkreisen vor Einbau in einen zur Lieferung auf der Einzelhandelsstufe geeigneten Gegenstand, wenn die Summe der fÃ¼r die betroffenen GegenstÃ¤nde in Rechnung zu stellenden Entgelte im Rahmen eines wirtschaftlichen Vorgangs mindestens 5.000 EUR betrÃ¤gt.
Sind die Voraussetzungen fÃ¼r den Ãœbergang der Steuerschuldnerschaft auf den LeistungsempfÃ¤nger erfÃ¼llt, ist fÃ¼r den Zeitpunkt der Steuerentstehung danach zu differenzieren, ob dasÂ Reverse-Charge-Verfahren
infolge des Empfangs einer sonstigen Leistung eines im EU-Ausland (dem sog. â€žÃ¼brigen Gemeinschaftsgebietâ€�) ansÃ¤ssigen Unternehmers (Â§Â 13b Abs.Â 1 UStG) oder
eines anderen Tatbestands (Â§Â 13b Abs.Â 2 UStG) entsteht.
BeiÂ sonstigen LeistungenÂ eines im Ã¼brigen Gemeinschaftsgebiet ansÃ¤ssigen Unternehmers entsteht die Steuer stets mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem die Leistung ausgefÃ¼hrt wurde (Â§Â 13b Abs.Â 1 UStG).
Unter dem MenÃ¼punkt Downloads und Vorlagen finden Sie ein Muster einer reverse-charge-Rechnung
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