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Timestamp: 2016-10-26 23:14:11
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Matched Legal Cases: ['Art. 292', 'Art. 260', 'Art. 72', 'BGE', 'Art. 75', 'Art. 76', 'BGE', 'BGE', 'Art. 93', 'Art. 93', 'Art. 93', 'Art. 93', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 296', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'Art. 292', 'Art. 93', 'Art. 100', 'Art. 260', 'Art. 260', 'Art. 296', 'BGE', 'Art. 296', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 296', 'BGE', 'Art. 254', 'BGE', 'Art. 254', 'Art. 296', 'Art. 296', 'BGE', 'Art. 254', 'Art. 296', 'Art. 296', 'Art. 260', 'Art. 1', 'Art. 260', 'Art. 256', 'Art. 260', 'Art. 256', 'Art. 260', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 260', 'BGE', 'Art. 254', 'Art. 296', 'Art. 229', 'BGE', 'Art. 125', 'Art. 237', 'BGE', 'Art. 292', 'Art. 164', 'Art. 292', 'Art. 167', 'Art. 296', 'Art. 292', 'Art. 343', 'Art. 254', 'Art. 292', 'Art. 292', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_745/2014 (16.03.2015)
5A_745/2014 � � Urteil vom 16. M�rz 2015
1. Gemeindeamt des Kantons Z�rich,
verbeist�ndet durch Rechtsanw�ltin Jessica Rohner,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Zivilkammer, vom 26. August 2014.
A.a.�A.________ (Jahrgang 1952, Schweizer B�rger) und C.B.________ (Jahrgang 1981, kosovarische Staatsangeh�rige) heirateten am xx.xx.2004 im Kosovo. Die Ehefrau reiste darauf in die Schweiz ein, wo sie sich ab dem Jahr 2000 bereits einige Zeit als Asylbewerberin aufgehalten hatte, und erhielt daselbst zun�chst eine Aufenthalts- und am 17. August 2009 die Niederlassungsbewilligung.
A.b.�Am 15. Oktober 2009 leitete A.________ im Kosovo das Scheidungsverfahren ein. Mit Urteil des Amtsgerichts Peja/Kosovo vom 2. Februar 2010 wurde die (kinderlose) Ehe geschieden.
A.c.�C.B.________ gebar am xx.xx.2010 einen Knaben, dem sie den Vornamen B.________ gab. A.________, der Vater von vier Kindern aus einer fr�heren Ehe ist, anerkannte B.B.________ am 20. Oktober 2010 beim Zivilstandsamt Winterthur als sein Kind. B.B.________ wurde dadurch Schweizer B�rger und erhielt das B�rgerrecht von Flums-Dorf.
A.d.�Mit Verf�gung vom 8. August 2011 widerrief das Migrationsamt des Kantons Z�rich die Niederlassungsbewilligung von C.B.________. Es ging davon aus, dass ihre Ehe mit A.________ von Anfang an eine Scheinehe gewesen sei. Die dagegen eingelegten kantonalen Rechtsmittel blieben erfolglos, doch hiess das Bundesgericht die Beschwerde von C.B.________ gut. Es bejahte zwar das Vorliegen einer Scheinehe und damit eines Grundes f�r den Widerruf der Niederlassungsbewilligung, beliess C.B.________ aber das Aufenthaltsrecht, weil ihr Sohn B.B.________ als Schweizer B�rger gilt, solange keine erfolgreiche Anfechtung der Vaterschaftsanerkennung stattgefunden hat, und weil keine Gr�nde daf�r bestanden, C.B.________ als sorgeberechtigter Mutter eines Schweizer Kindes die Anwesenheit zu verweigern (Urteil 2C_303/2013 vom 13. M�rz 2014).
A.e.�W�hrend des ausl�nderrechtlichen Verfahrens ersuchten C.B.________ und A.________ das Zivilstandsamt Winterthur am 22. August 2012 um Durchf�hrung des Vorbereitungsverfahrens f�r eine erneute Eheschliessung. Das Zivilstandsamt verweigerte seine Mitwirkung am Eheschliessungsverfahren. Die dagegen eingelegten kantonalen Rechtsmittel blieben erfolglos. Zuletzt wies das Bundesgericht eine Beschwerde ab, soweit darauf eingetreten werden konnte (Urteil 5A_30/2014 vom 15. April 2014).
Am 7. Oktober 2013 klagten das Gemeindeamt des Kantons Z�rich, die Stadt Winterthur und die Gemeinde Flums-Dorf gegen A.________ und B.B.________ auf Anfechtung der Anerkennung und verlangten insbesondere die Aufhebung des Kindesverh�ltnisses zwischen A.________ und B.B.________. Das Einzelgericht im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Winterthur verf�gte am 7. Februar 2014, dass beim Institut f�r Rechtsmedizin der Universit�t Z�rich ein DNA-Gutachten zur Abkl�rung der genetischen Vaterschaft eingeholt wird und verpflichtete A.________ unter Strafdrohung gem�ss Art. 292 StGB, sich dort einem Wangenschleimhautabstrich zu unterziehen. Eine dagegen von A.________ erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Z�rich mit Urteil vom 26. August 2014 ab.
A.________ (Beschwerdef�hrer) gelangt mit Eingabe vom 24. September 2014 an das Bundesgericht und beantragt im Wesentlichen, die Anordnung eines DNA-Gutachtens aufzuheben und seiner Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Das Obergericht und B.B.________ (verfahrensbeteiligtes Kind) haben auf eine Vernehmlassung zum Gesuch um aufschiebende Wirkung verzichtet, w�hrend das Gemeindeamt des Kantons Z�rich, die Stadt Winterthur und die Gemeinde Flums-Dorf (Beschwerdegegner) auf Abweisung schliessen. Das verfahrensbeteiligte Kind ersucht um unentgeltliche Rechtspflege f�r das Beschwerdeverfahren. Der Pr�sident der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt (Verf�gung vom 9. Oktober 2014). In der Sache sind keine Vernehmlassungen eingeholt worden.
1.1.�Das angefochtene Urteil betrifft die Anordnung eines DNA-Gutachtens im Verfahren der Anfechtung einer Kindesanerkennung (Art. 260a ff. ZGB) und damit in einer nicht verm�gensrechtlichen Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG; BGE 138 III 537 E. 1.1 S. 539). Es ist kantonal letztinstanzlich (Art. 75 Abs. 1 BGG), lautet zum Nachteil des Beschwerdef�hrers (Art. 76 Abs. 1 BGG) und unterliegt als selbstst�ndig er�ffneter Zwischenentscheid (BGE 99 Ia 437 E. 1 S. 438) der in der Sache zul�ssigen Beschwerde in Zivilsachen (BGE 137 III 261 E. 1.4 S. 264 und 380 E. 1.1 S. 382), wenn gem�ss Art. 93 Abs. 1 BGG ein nicht wieder gutzumachender Nachteil droht (lit. a) oder die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeif�hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten f�r ein weitl�ufiges Beweisverfahren ersparen w�rde (lit. b).
1.2.�Einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil erblickt der Beschwerdef�hrer darin, dass er mit Zwangsmassnahmen bedroht sei und unmittelbar in seine verfassungsm�ssig garantierte pers�nliche Freiheit eingegriffen werde (S. 3 der Beschwerdeschrift).
1.2.1.�Die Gutheissung der Beschwerde gegen die Anordnung eines DNA-Gutachtens f�hrt zur R�ckweisung an die Vorinstanz und zu keinem Endentscheid im Anfechtungsprozess, so dass der Tatbestand gem�ss Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG ausser Betracht f�llt (vgl. Urteil 4A_390/2009 vom 20. Oktober 2009 E. 1.3.1; Corboz, Commentaire de la LTF, 2. Aufl. 2014, N. 24 zu Art. 93 BGG). Zu pr�fen ist deshalb, ob die Anordnung eines DNA-Gutachtens einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirken kann. Dabei muss es sich um einen Nachteil rechtlicher Natur handeln, der auch durch einen f�r den Beschwerdef�hrer g�nstigen Entscheid in der Zukunft nicht mehr behoben werden kann (BGE 138 III 333 E. 1.3.1 S. 335; 139 V 42 E. 3.1 S. 47). Eine rein tats�chliche oder wirtschaftliche Erschwernis reicht in der Regel nicht, doch gen�gt die blosse M�glichkeit eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils rechtlicher Natur (BGE 137 V 314 E. 2.2.1 S. 317; 137 III 380 E. 1.2.1 S. 382). Ob ein nicht wieder gutzumachender Nachteil vorliegt, bemisst sich an den Auswirkungen des Zwischenentscheids auf die Hauptsache bzw. das Hauptverfahren (BGE 137 III 380 E. 1.2.2 S. 383).
1.2.2.�Anordnungen betreffend die Beweisf�hrung bewirken nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung in aller Regel keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil, zumal mit der Beschwerde gegen den Endentscheid f�r gew�hnlich erreicht werden kann, dass ein zu Unrecht verweigerter Beweis abgenommen oder ein zu Unrecht erhobener Beweis aus den Akten gewiesen wird (zur Ver�ffentlichung bestimmtes Urteil 4A_415/2014 vom 12. Januar 2015 E. 1.2). Davon gibt es Ausnahmen, so namentlich, wenn im Rahmen von Beweismassnahmen Gesch�ftsgeheimnisse offen gelegt werden m�ssen (Urteil 5A_73/2014 vom 18. M�rz 2014 E. 3.1) oder wenn ein Beweismittel abgelehnt wird, dessen Existenz gef�hrdet ist (Urteil 5A_315/2012 vom 28. August 2012 E. 1.2.1; Urteil 4A_425/2014 vom 11. September 2014 E. 1.3.2, in: sic! 2014 S. 787).
1.2.3.�Die angefochtene Beweisverf�gung st�tzt sich auf Art. 296 Abs. 2 ZPO, wonach zur Aufkl�rung der Abstammung Parteien und Dritte an Untersuchungen mitzuwirken haben, die n�tig und ohne Gefahr f�r die Gesundheit sind. Kann die Gef�hrdung der Gesundheit nicht ausgeschlossen werden, darf ein nicht wieder gutzumachender Nachteil, dessen blosse M�glichkeit gen�gt (E. 1.2.1), nicht verneint werden. Denn ein Eingriff in die k�rperliche Gesundheit bedeutet einen Eingriff in die Pers�nlichkeit (Art. 28 ZGB; BGE 134 III 241 E. 5.4 und E. 5.4.3 S. 246 f.) und damit in ein absolutes Recht (BGE 123 III 354 E. 1c S. 357), dessen einmal eingetretene Verletzung real nicht mehr r�ckg�ngig zu machen ist (z.B. Urteile 5A_190/2007 vom 10. August 2007 E. 1.1 und 5A_202/2007 vom 13. Juni 2007 E. 1.1). Es kommt hinzu, dass der Beschwerdef�hrer nebst der Anordnung der DNA-Untersuchung selbstst�ndig deren Verbindung mit der Strafdrohung gem�ss Art. 292 StGB anficht, die f�r sich allein einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Urteile 5P.472/2000 vom 15. M�rz 2001 E. 1b/cc, 5P.444/2004 vom 2. Mai 2005 E. 1.1 und 5P.350/2004 vom 10. Mai 2005 E. 2.3, alle Abstammungsgutachten betreffend). Die angefochtene Anordnung eines DNA-Gutachtens ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG und unterliegt der Beschwerde in Zivilsachen.
1.3.�Auf die grunds�tzlich zul�ssige und zudem fristgerecht (Art. 100 Abs. 1 BGG) erhobene Beschwerde kann eingetreten werden.
Streitig und zu pr�fen ist, ob die Vornahme eines Wangenschleimhautabstrichs einen ungerechtfertigten Eingriff in die k�rperliche Integrit�t des Beschwerdef�hrers darstellt.
2.1.�Die Heimat- und die Wohnsitzgemeinde des Anerkennenden sind berechtigt, die Anerkennung des Kindes beim Gericht anzufechten (Art. 260a Abs. 1 ZGB). Sie haben als Kl�gerinnen zu beweisen, dass der Anerkennende nicht der Vater des Kindes ist (Art. 260b Abs. 1 ZGB). Zur Aufkl�rung der Abstammung haben Parteien und Dritte an Untersuchungen mitzuwirken, die n�tig und ohne Gefahr f�r die Gesundheit sind (Art. 296 Abs. 2 ZPO). Beweismittel der Wahl ist - sog. Bruderf�lle vorbehalten (Urteil 5A_506/2007 vom 28. Februar 2008 E. 4.2.2, nicht ver�ffentlicht in BGE 134 III 241) - das hier angeordnete DNA-Gutachten. Dass es im Sinne von Art. 296 Abs. 2 ZPO n�tig und ohne Gefahr f�r die Gesundheit erstellt werden kann, bleibt heute unwidersprochen und bedarf deshalb keiner Er�rterung (Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 140 III 86 E. 2 S. 88).
2.2.�Das Obergericht hat weiter gepr�ft, ob der mit der DNA-Untersuchung verbundene Eingriff in die k�rperliche Integrit�t des Beschwerdef�hrers durch ein �ffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt sei. Es hat offen gelassen, ob am Wangenschleimhautabstrich beim Beschwerdef�hrer ein �ffentliches Interesse besteht, und angenommen, der Eingriff namentlich in die pers�nliche Freiheit des Beschwerdef�hrers sei durch das Recht des verfahrensbeteiligten Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung gerechtfertigt (E. 2.3 S. 7 ff. des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die obergerichtliche Interessenabw�gung (S. 5 ff. der Beschwerdeschrift). Streitig ist die Rechtsanwendung (Art. 95 BGG). Mit Ausnahme der Verletzung von Grundrechten, die es nur insofern pr�ft, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG), wendet das Bundesgericht das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist dabei weder durch die Vorbringen in der Beschwerde noch durch die Begr�ndung des angefochtenen Urteils eingeschr�nkt (BGE 134 III 102 E. 1.1 S. 104; 139 III 471 E. 3 S. 472).
2.3.�F�r Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten schreibt Art. 296 ZPO vor, dass das Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen erforscht (Abs. 1) und ohne Bindung an die Parteiantr�ge entscheidet (Abs. 3). Laut Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) vom 28. Juni 2006 gelten damit die uneingeschr�nkte Untersuchungsmaxime und die Offizialmaxime entsprechend geltendem Recht und st�ndiger Bundesgerichtspraxis (BBl 2006 7221 S. 7366 Ziff. 5.21 mit Hinweis auf BGE 128 III 412 f. E. 3). Im Einklang mit der Untersuchungsmaxime wird f�r Statusprozesse - entsprechend dem bisherigen Recht (aArt. 254 Ziff. 2 ZGB) - pr�zisiert, dass die Parteien und Dritte an allen Untersuchungen mitzuwirken haben, die zur Aufkl�rung der Abstammung n�tig und ohne Gefahr f�r die Gesundheit sind (Botschaft, a.a.O., S. 7367). Wie bis anhin (z.B. BGE 85 II 170 E. 4 S. 175) ist somit im �ffentlichen Interesse die Verf�gungsbefugnis der Parteien eingeschr�nkt und das Gericht gehalten, nach der materiellen Wahrheit zu forschen und ein mit den tats�chlichen Verh�ltnissen �bereinstimmendes Urteil anzustreben (vgl. STAEHELIN/STAEHELIN/GROLIMUND, Zivilprozessrecht, 2. Aufl. 2013, � 10 Rz. 25 S. 146; HOHL, Proc�dure civile, T. II, 2. Aufl. 2010, S. 218 Rz. 1170 und 1171). Die Untersuchungsmaxime gilt zugunsten beider Parteien (Urteil 5C.73/2004 vom 7. April 2004 E. 2.2, in: FamPra.ch 2004 S. 705; HEGNAUER, Berner Kommentar, 1984, N. 53, GUILLOD, Commentaire romand, 2010, N. 4, und SCHWENZER/COTTIER, Basler Kommentar, 2014, N. 5, je zu aArt. 254 ZGB); die Offizialmaxime ist ebenfalls nicht nur zugunsten, sondern auch zulasten des Kindes anzuwenden (Urteil 5A_169/2012 vom 18. Juli 2012 E. 3.3).
2.4.�Gew�hrleisten der Untersuchungsgrundsatz (Art. 296 Abs. 1 ZPO) und als dessen Konkretisierung die Mitwirkungspflichten von Parteien und Dritten im Abstammungsprozess (Art. 296 Abs. 2 ZPO) die Erforschung der materiellen Wahrheit im �ffentlichen Interesse, wird letztlich auch klar, weshalb die Rechtsprechung im Falle von Eingriffen in die k�rperliche Integrit�t zwecks Abkl�rung der Abstammung das �ffentliche Interesse nicht eigens begr�ndet, sondern gleichsam als gegeben voraussetzt (BGE 112 Ia 248 E. 3 S. 249; 114 Ia 350 E. 5 S. 357). Das �berwiegende �ffentliche Interesse besteht in der Aufdeckung der Wahrheit vor Gericht ( TERCIER, Le nouveau droit de la personnalit�, 1984, S. 56 Rz. 382, mit Hinweis auf aArt. 254 Ziff. 2 ZGB, sowie S. 98 Rz. 691; STEINAUER/FOUNTOULAKIS, Droit des personnes physiques et de la protection de l'adulte, 2014, S. 181 Rz. 521, mit Hinweis auf Art. 296 Abs. 2 ZPO).
2.5.�Aus den dargelegten Gr�nden verletzt die Anordnung des DNA-Gutachtens kein Bundesrecht. Die Voraussetzungen gem�ss Art. 296 Abs. 2 ZPO sind hier unstreitig erf�llt. Ob der Eingriff in die k�rperliche Integrit�t der an der Begutachtung mitwirkungspflichtigen Person durch ein �ffentliches Interesse gerechtfertigt ist, bedarf in Anbetracht der im Abstammungsprozess geltenden Verfahrensgrunds�tze keiner weiteren Er�rterung. Das Gesetz beantwortet die Frage und ist massgebend.
Zur Hauptsache wendet sich der Beschwerdef�hrer nicht gegen die Anordnung des DNA-Gutachtens. Ihm geht es vielmehr um die Folgen, falls das DNA-Gutachten ergeben sollte, dass er nicht der genetische Vater seines anerkannten Sohnes ist. Er macht geltend, weder stehe es im wohlverstandenen Interesse des Kindes noch h�tten die Beschwerdegegner ein schutzw�rdiges Interesse daran, dass das Kindesverh�ltnis zwischen ihm und seinem Sohn aufgehoben werde (S. 5 ff. der Beschwerdeschrift).
3.1.�Gem�ss Art. 260a Abs. 1 ZGB kann die Anerkennung von jedermann, der ein Interesse hat, beim Gericht angefochten werden, namentlich von der Heimat- oder Wohnsitzgemeinde des Anerkennenden. Ihr Klagerecht besteht unbedingt und unabh�ngig von einem unmittelbaren Interesse an der Beseitigung der Anerkennung und soll der Gemeinde vor allem die M�glichkeit bieten, gegen missbr�uchliche und dabei insbesondere gegen Anerkennungen vorzugehen, die einzig bezwecken, dem minderj�hrigen ausl�ndischen Kind das Schweizer B�rgerrecht zu verschaffen (Art. 1 Abs. 2 des Bundesgesetzes �ber Erwerb und Verlust des Schweizer B�rgerrechts, B�rgerrechtsgesetz, B�G; SR 141.0). An der Abkl�rung der Abstammungsverh�ltnisse auf Klage der Gemeinde hin besteht insoweit auch ein �ffentliches Interesse (vgl. HEGNAUER, a.a.O., N. 84 f. zu Art. 260a ZGB; ausf�hrlich: BERNHARD Sager, Die Begr�ndung des Kindesverh�ltnisses zum Vater durch Anerkennung und seine Aufhebung, 1979, S. 148 f. mit Hinweisen auf die Materialien).
3.2.�Das Interesse des Kindes an der Aufrechterhaltung des Kindesverh�ltnisses zum Vater ber�cksichtigt die Rechtsprechung in F�llen, wo die zust�ndige Beh�rde einen Beistand bestellt, der f�r das Kind eine Anfechtungsklage erheben soll (f�r Art. 256 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB: Urteil 5A_593/2011 vom 10. Februar 2012 E. 3.1; f�r Art. 260a Abs. 1 ZGB: Urteil 5A_939/2013 vom 5. M�rz 2014 E. 2.1). Dass die Aufhebung des Kindesverh�ltnisses zum Vater nicht stets im Interesse des Kindes liegt, kann die Rechtsprechung in die Beurteilung der wichtigen Gr�nde miteinbeziehen, die eine Anfechtung nach Ablauf der Klagefrist rechtfertigen (f�r Art. 256c Abs. 3 ZGB: Urteile 5A_298/2009 vom 31. August 2009 E. 4.2, in: FamPra.ch 2010 S. 196, und 5C.292/2005 vom 16. M�rz 2006 E. 3.4, in: FamPra.ch 2006 S. 745; f�r Art. 260c Abs. 3 ZGB: BGE 136 III 593 E. 6.2 S. 596; Urteil 5C.130/2003 vom 14. Oktober 2003 E. 2, in: FamPra.ch 2004 S. 147). Schliesslich k�nnte sich die Frage stellen, ob mit R�cksicht auf das �bereinkommen �ber die Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107), namentlich im Lichte des Kindeswohls (Art. 3 KRK), das Klagerecht gem�ss Art. 260a Abs. 1 ZGB einschr�nkend ausgelegt werden muss und die nicht unmittelbar Beteiligten (z.B. Grosseltern, aber auch die Heimat- und Wohnsitzgemeinde) die Anerkennung nur dann sollen anfechten d�rfen, wenn dadurch das Wohl des Kindes nicht beeintr�chtigt wird (so Siehr, Grosseltern im Privatrecht, FS Hausheer, 2002, S. 159 ff., S. 161; �hnlich der Hinweis bei Wolf, Die UNO-Konvention �ber die Rechte des Kindes und ihre Umsetzung in das schweizerische Kindesrecht, ZBJV 134/1998 S. 113 ff., S. 134).
3.3.�Die Einschr�nkung des Klagerechts der Gemeinde, wie sie der Beschwerdef�hrer bef�rwortet, ist indessen nicht im Beweisverfahren, sondern im Sachurteil zu pr�fen. Sie betrifft die Aktivlegitimation (BGE 138 III 537 E. 2.2.1 S. 540; Hegnauer, a.a.O., N. 14 zu aArt. 254 ZGB), die im Urteilszeitpunkt vorliegen muss und bis dahin hergestellt werden kann (Art. 296 Abs. 1 i.V.m. Art. 229 Abs. 3 ZPO; BGE 108 II 475 E. 1b S. 478). Das Gericht kann zwar das Verfahren auf einzelne Fragen beschr�nken (Art. 125 lit. a ZPO) und dar�ber allenfalls in einem Zwischenentscheid befinden (Art. 237 ZPO), ist dazu aber - selbst wenn die Parteien es begehren - grunds�tzlich nicht verpflichtet (Urteil 4A_142/2014 vom 2. Oktober 2014 E. 2, in: SJ 137/2015 I S. 70 und sic! 2015 S. 50; vgl. f�r die Prozessvoraussetzungen: BGE 140 III 159 E. 4.2.4 S. 165).
3.4.�Der gegenteilige Standpunkt des Beschwerdef�hrers trifft nicht zu. Es ist deshalb nicht bundesrechtswidrig, dass sich das Obergericht in der Beweisverf�gung nicht abschliessend zur Beziehung zwischen ihm und seinem Sohn ge�ussert hat. Da dessen Beist�ndin ausdr�cklich der DNA-Untersuchung zugestimmt hat, stellt sich auch die Frage nicht, ob das Gericht bereits im Beweisverfahren das Kindesinteresse ber�cksichtigen muss, wenn das Kind seine Mitwirkung am DNA-Gutachten verweigert (vgl. Burgat/Guillod, Les actions tendant � la destruction du lien de filiation, sp�cialement l'action en d�saveu de paternit�, in: Bohnet [Hrsg.], Quelques actions en annulation, 2007, S. 44 f. N. 135).
3.5.�Der Einwand des Beschwerdef�hrers, die Aufhebung des Kindesverh�ltnisses widerspreche dem Interesse des Kindes, ist unter den gegebenen Umst�nden verfr�ht und erst im Sachurteil zu pr�fen.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, es sei unzul�ssig, ihn unter Androhung von Strafen gem�ss Art. 292 StGB als Partei zu zwingen, sich einer DNA-Untersuchung zu unterziehen. Er beruft sich auf den Grundsatz "nulla poena sine lege", meint aber offenkundig, dass sich in der ZPO keine Bestimmung finde, die die Strafdrohung gestatte (S. 9 ff. Ziff. 2 der Beschwerdeschrift). Die R�ge ist unbegr�ndet. Es trifft zwar zu, dass die unberechtigte Weigerung der Partei, bei der Beweiserhebung mitzuwirken, lediglich in der Beweisw�rdigung ber�cksichtigt wird (Art. 164 ZPO), w�hrend dasselbe Verhalten einer dritten Person die Strafdrohung nach Art. 292 StGB zur Folge haben kann (Art. 167 Abs. 1 lit. b ZPO). Diese Bestimmungen �ber die Verweigerungsrechte der Parteien und von Dritten sind jedoch nicht anwendbar, wo es um deren Pflicht geht, an Untersuchungen zur Aufkl�rung der Abstammung mitzuwirken (Art. 296 Abs. 2 ZPO). Die Mitwirkungspflicht der Partei darf deshalb unter die Strafdrohung gem�ss Art. 292 StGB gestellt werden wie es f�r die Vollstreckung von Entscheiden auf eine Verpflichtung zu einem Tun in Art. 343 Abs. 1 lit. a ZPO ausdr�cklich vorgesehen ist und f�r das bisherige Recht in Lehre und Rechtsprechung anerkannt war (Urteile 5P.472/2000 vom 15. M�rz 2001 E. 2a und 5P.444/2004 vom 2. Mai 2005 E. 3.3, in: FamPra.ch 2005 S. 944 f.; HEGNAUER, a.a.O., N. 92, GUILLOD, a.a.O., N. 20, und SCHWENZER/COTTIER, a.a.O., N. 20, je zu aArt. 254 ZGB). Aus strafrechtlicher Sicht mag erg�nzt werden, dass zum Androhen der Strafe gem�ss Art. 292 StGB keine besondere gesetzliche Erm�chtigung vorausgesetzt ist ( CORBOZ, Les infractions en droit suisse, vol. II, 3. Aufl. 2010, N. 10, und RIEDO/BONER, Basler Kommentar, 2013, N. 86, je zu Art. 292 StGB).
Insgesamt muss die Beschwerde abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer wird kosten-, nicht hingegen entsch�digungspflichtig, zumal die Beschwerdegegner in der Sache nicht zur Vernehmlassung eingeladen wurden und mit ihrem Antrag auf Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung unterlegen sind (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 BGG). Das Gesuch des verfahrensbeteiligten Kindes um unentgeltliche Rechtspflege wird gegenstandslos, zumal es auf eine Vernehmlassung verzichtet hat und ihm kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden ist.