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Timestamp: 2016-10-21 18:27:00
Document Index: 389246253

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 12', 'Art. 72', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 7', 'Art. 75', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 32', 'Art. 33', 'Art. 33', 'BGE', 'BGE', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 8', 'Art. 33', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 33', 'in casu', 'Art. 33', 'Art. 66', 'Art. 68']

{T�0/2} 4A_153/2015 � � Urteil vom 25. Juni 2015
Kantons Z�rich, I. Kammer,
A.________ (Kl�ger, Beschwerdef�hrer), geboren 1954, war bei der C.________ AG als Gesch�ftsf�hrer t�tig und als solcher bei der Versicherung B.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin) nach dem VVG kollektiv-krankentaggeldversichert, und zwar mit einer Summenversicherung auf den Betrag von Fr. 96'000.-- f�r die Dauer von 730 Tagen inklusive einer Wartefrist von 30 Tagen pro Fall. Nebst den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) f�r die B.________ Business Salary Kollektiv-Taggeldversicherung nach VVG, Ausgabe 2006, wurden f�r den Versicherten individuelle besondere Vereinbarungen gem�ss einem Schreiben vom 20. November 2006 vereinbart, namentlich ein Leistungsvorbehalt zu einer Aortenstenose.
Mit undatiertem Formular wurde der Beklagten eine krankheitsbedingte 100%-ige Arbeitsunf�higkeit ab dem 3. September 2012 gemeldet. Die Beklagte erbrachte in der Folge Krankentaggelder f�r die Zeit ab dem 3. September 2012, die sie per Ende Oktober 2012 wieder einstellte. Ausserdem forderte sie mit Schreiben vom 13. November 2012 die bereits erbrachten Taggeldleistungen in der H�he von Fr. 7'626.40 wieder zur�ck, was sie damit begr�ndete, wegen des Leistungsausschlusses betreffend die Diagnose Aortenstenose bestehe im gemeldeten Fall kein Anspruch auf Taggeldleistungen.
Am 11. Juni 2013 beantragte der Kl�ger dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, es sei festzustellen, dass die f�r die Periode vom 3. September bis 31. Oktober 2012 erfolgten Taggeldleistungen der Beklagten an ihn zu Recht erfolgt seien, und die Beklagte sei zu verpflichten, ihm Taggelder im Umfang von Fr. 16'043.85 f�r die Periode vom 1. November bis 31. Dezember 2012 auf der Basis einer 100%-igen Arbeitsunf�higkeit und von Fr. 4'076.70 f�r die Periode vom 1. bis 31. Januar 2013 auf der Basis einer 50%-igen Arbeitsunf�higkeit nachzuzahlen.
Die Beklagte schloss auf Abweisung dieser Klage und erhob Widerklage mit dem Begehren, der Kl�ger sei zu verpflichten, ihr den Betrag von Fr. 7'627.40 f�r im Zeitraum vom 3. September bis 31. Oktober 2012 zu Unrecht bezogene Taggelder zur�ckzuerstatten.
Mit Urteil vom 31. Januar 2015 wies das Sozialversicherungsgericht die Klage ab und verpflichtete den Kl�ger in Gutheissung der Widerklage, der Beklagten Fr. 7'627.40 zu bezahlen.
Der Kl�ger beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen, dieses Urteil aufzuheben, unter Erneuerung seiner im vorinstanzlichen Verfahren gestellten Rechtsbegehren. Die Beschwerdegegnerin schliesst auf Abweisung der Beschwerde und Best�tigung des angefochtenen Urteils. Das Sozialversicherungsgericht verzichtete auf eine Vernehmlassung zur Beschwerde.
Zu beurteilen ist die Leistungspflicht aus einer Kollektiv-Krankentaggeldversicherung, die unter den Begriff der Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung f�llt (Urteil 4A_680/2014 vom 29. April 2015 E. 2.1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 138 III 2 E. 1.1/1.2 S. 3 f.). Derartige Zusatzversicherungen unterstehen gem�ss Art. 12 Abs. 2 und 3 KVG (SR 832.10) dem VVG (SR 221.229.1). Streitigkeiten aus solchen Versicherungen sind privatrechtlicher Natur, weshalb als Rechtsmittel an das Bundesgericht die Beschwerde in Zivilsachen gem�ss Art. 72 ff. BGG in Betracht kommt (BGE 138 III 2 E. 1.1; 133 III 439 E. 2.1 S. 441 f.). Die Beschwerde richtet sich gegen einen Endentscheid (Art. 90 BGG) einer oberen kantonalen Gerichtsinstanz, die als einzige kantonale Instanz im Sinne von Art. 7 ZPO in Verbindung mit Art. 75 Abs. 2 lit. a BGG entschieden hat. Die Beschwerde ist in diesem Fall streitwertunabh�ngig zul�ssig (Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG; BGE 138 III 2 E. 1.2.2, 799 E. 1.1). Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117, 264 E. 2.3 S. 266; 135 III 397 E. 1.5). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG).
Die Partei, welche die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern diese Voraussetzungen erf�llt sein sollen (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18, 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen). Wenn sie den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 86 E. 2 S. 90; Urteile 4A_275/2011 vom 20. Oktober 2011 E. 2, nicht publ. in: BGE 137 III 539; 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18).
Wie im vorinstanzlichen Verfahren ist auch vorliegend einzig strittig, ob der Beschwerdef�hrer aufgrund seiner Arbeitsunf�higkeit vom 3. September bis 31. Dezember 2012 zu 100 % und vom 1. bis zum 31. Januar 2013 zu 50 % Anspruch auf Taggeldleistungen gegen�ber der Beschwerdegegnerin hat, oder ob deren Leistungspflicht aufgrund des Leistungsausschlusses bez�glich der Aortenstenose zu verneinen ist.
3.1.�Nach den vorinstanzlichen Feststellungen gew�hrt die zwischen den Parteien abgeschlossene Kollektiv-Taggeldversicherung Schutz gegen die wirtschaftlichen Folgen von Arbeitsunf�higkeit infolge Krankheit. In den f�r den Beschwerdef�hrer geltenden individuellen besonderen Versicherungsbedingungen wurde vereinbart, dass im Zusammenhang mit der/den Krankheiten/Krankheitsanlagen und deren allf�lligen Folgen oder Unfallfolgen keine Leistungen ausgerichtet w�rden bei einer Aortenstenose und - was vorliegend nicht weiter von Interesse ist - morphologischen Leberver�nderungen mit Transaminasenerh�hung.
Laut einem Bericht von Dr. med. D.________ wurde in einer kardiologischen Kontrolluntersuchung vom 4. Mai 2012 eine Progredienz einer seit 2006 bekannten Aortenstenose bei zunehmender Verkalkung der bisuspiden Aortenklappe dokumentiert. Am 3. September 2012 begab sich der Beschwerdef�hrer zur station�ren Behandlung in das Herz-Zentrum Klinik E.________ (nachfolgend: Herz-Zentrum). Am folgenden Tag musste er sich dort einer Operation mit Vornahme eines Aortenklappenersatzes und einer Netzplastik in der Aorta ascendens unterziehen, indiziert einerseits aufgrund der schweren Aortenstenose bei verkalkter bikuspider Aortenklappe und andererseits aufgrund einer Dilatation der Aorta ascendens mit zunehmendem Durchmesser (Aortenaneurysma), die erst am Tag des Spitaleintritts im Rahmen einer pr�operativen Herzkatheteruntersuchung festgestellt worden war. Am 12. September 2012 wurde er zur Erholung zu Hause in die selbst�ndige Rehabilitation entlassen. Da kurz danach Verwirrtheitszust�nde mit St�rungen des Kurzzeitged�chtnisses, Konzentrationsst�rungen, ein grosses Schlafbed�rfnis und Muskelschmerzen auftraten, wurde der Beschwerdef�hrer vom 24. September 2012 bis zum 21. Oktober 2012 in der Rehaklinik F.________ station�r behandelt. Laut dem Bericht der Klinik vom 22. Oktober 2012 war von kardialer Seite ein erfreuliches Ergebnis gegeben. Aufgrund der bestehenden cerebralen Einschr�nkung (postoperatives Durchgangssyndrom) habe weiterhin eine 100%-ige Arbeitsunf�higkeit bis zum 18. November 2012 bestanden. Der Hausarzt Dr. G.________ f�hrte in einem Bericht vom 4. November 2012 aus, es bestehe weiterhin eine 100%-ige Arbeitsunf�higkeit. Schliesslich wurde dem Beschwerdef�hrer f�r die Zeit bis Ende Dezember 2012 eine Arbeitsunf�higkeit zu 100 % und f�r die Periode vom 1. bis zum 31. Januar 2013 eine solche zu 50 % attestiert.
3.2.�Die Parteien stritten im vorinstanzlichen Verfahren dar�ber, ob bzw. in welchem Umfang die Arbeitsunf�higkeit des Beschwerdef�hrers vom 3. September 2012 bis Ende Januar 2013 eine Folge der Aortenstenose sei und vom diesbez�glichen individuell vereinbarten Leistungsausschluss erfasst werde.
Die Beschwerdegegnerin vertrat den Standpunkt, die Arbeitsunf�higkeit sei als Folge der Behandlung sowohl des Aneurysmas der Aorta ascendens als auch der Aortenstenose eingetreten und folglich seien aufgrund des Leistungsausschlusses keine Taggelder zu leisten; sie bestritt dabei, dass das Aneurysma zu einer verl�ngerten Arbeitsunf�higkeit gef�hrt habe und hielt daf�r, dieses stehe mit der Aortenstenose im Zusammenhang. Selbst wenn das Aneurysma nicht mit der Aortenstenose im Zusammenhang st�nde, k�nnte den medizinischen Akten nicht entnommen werden, dass die eingetretene Arbeitsunf�higkeit nicht auf die Behandlung der Aortenstenose zur�ckzuf�hren sei.
Der Beschwerdef�hrer vertrat demgegen�ber die Ansicht, seine Arbeitsunf�higkeit vom 3. September 2012 bis Ende Januar 2013 sei ohne das zusammen mit der Aortenstenose operierte Aortenaneurysma nicht zu begr�nden. F�r die Behandlung der Aortenstenose allein sei urspr�nglich ein minimal-invasiver Eingriff geplant gewesen, der eine Arbeitsunf�higkeit von rund einem Monat verursacht h�tte. Zur Behandlung des Aortenaneurysmas mit Reduktionsplastik der Aorta habe indessen der Thorax ge�ffnet werden m�ssen (Sternotomie), was zu einer deutlich l�ngeren Arbeitsunf�higkeit gef�hrt habe. Das Aortenaneurysma sei keine Folge der Aortenstenose, sondern eine davon unabh�ngige Erkrankung, und h�tte auch unabh�ngig von der Stenose operiert werden m�ssen mit entsprechender Notwendigkeit einer Rehabilitation, was f�r die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin gen�ge. Aber selbst bei einem Zusammenhang der beiden Leiden w�rde dies nichts an der Leistungspflicht �ndern, da gem�ss Art. 33 VVG Risikoausschl�sse als einzelne Ereignisse in bestimmter, unzweideutiger Weise zu erfolgen h�tten, und kein Versicherter unter dem Ausschluss der Krankheit Aortenstenose auch den Ausschluss der Krankheit Aneurysma verstehen m�sse.
3.3.�Die Vorinstanz schloss aus dem unbestrittenen Umstand, wonach die Operation vom 4. September 2012 einerseits aufgrund der Aortenstenose und andererseits aufgrund des Aneurysmas der Aorta ascendens indiziert war, dass die operative und station�re Behandlung im Herz-Zentrum vom 3. bis 12. September 2012 eine direkte Folge der Aortenstenose war, f�r die ein Leistungsausschluss besteht. Sodann gehe der Beschwerdef�hrer selber - in �bereinstimmung mit einem Schreiben des Operateurs, Dr. H.________, vom 26. November 2012 - davon aus, dass auch eine minimal-invasive Operation eine Arbeitsunf�higkeit von rund einem Monat nach sich gezogen h�tte. Es k�nne daher seiner Argumentation nicht gefolgt werden, die Dauer der Arbeitsunf�higkeit sei durch die Operation des Aneurysmas bestimmt worden, so dass die Behandlung der Stenose diesbez�glich keine Bedeutung habe und davon quasi konsumiert werde. Die Behandlung der Stenose habe einen gewichtigen Teil der Operation ausgemacht.
Zudem sei zu beachten, dass der Verlauf nach der Operation vom 4. September 2012 selbst mit der erfolgten vollen Sternotomie in Bezug auf die kardiologischen, neurologischen und Wundheilaspekte problemlos war und erst das Auftreten eines postoperativen Durchgangssyndroms kurz nach dem Austritt aus dem Akutspital mit anhaltender cerebraler Einschr�nkung zu einer station�ren Rehabilitationsbehandlung gef�hrt habe. Unter diesen Umst�nden sei in jedem Fall, d.h. selbst unter den Pr�missen, dass das Aneurysma in keinem Zusammenhang mit der Stenose stehe und zur Behandlung allein der Stenose nur eine minimal-invasive Operation h�tte durchgef�hrt werden m�ssen, nicht von einer k�rzeren Dauer der Arbeitsunf�higkeit auszugehen. Denn auch bei einer minimal-invasiven Operation h�tte das Risiko eines postoperativen Durchgangssyndroms bestanden, das als Nachwirkung der Narkose und der ver�nderten Kreislaufverh�ltnisse auftreten k�nne.
Aufgrund dieser Erw�gungen ging die Vorinstanz von der leistungsausschliessenden Tatsache aus, dass die vom 3. September 2012 bis Ende Januar 2013 attestierte Arbeitsunf�higkeit im Zusammenhang mit der Aortenstenose eintrat und dass das gleichzeitig behandelte Aortenaneurysma daran nichts ge�ndert habe. Der Gegenbeweis sei dem Beschwerdef�hrer nicht gelungen.
Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz sei damit der Meinung, der Leistungsausschluss f�r die Folgen der Aortenstenose sei so zu interpretieren, dass die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin entfalle, sobald die Aortenstenose
eine�Ursache der Arbeitsunf�higkeit ist, ungeachtet des Mitwirkens anderer, nicht vom Leistungsausschluss betroffener Ursachen. Damit setze sich die Vorinstanz in klaren Widerspruch zu Art. 33 VVG, nach dem der Versicherer f�r alle Ereignisse haftet, welche die Merkmale der Gefahr, gegen deren Folgen Versicherung genommen wurde, an sich tragen, es sei denn, dass der Vertrag einzelne Ereignisse in bestimmter, unzweideutiger Fassung von der Versicherung ausschliesst. Vom Leistungsausschluss sei vorliegend nur die Stenose betroffen, nicht dagegen die Folgen des Aneurysmas, und dies schon gar nicht in der vom Gesetz geforderten bestimmten, unzweideutigen Form.
4.1.�Die Bestimmung von Art. 33 VVG, deren Wortlaut vom Beschwerdef�hrer korrekt wiedergegeben wird, normiert im Interesse der Sicherheit des Gesch�ftsverkehrs und der Rechtsprechung den Umfang des vom Versicherer im Zweifel �bernommenen Gefahr in dem Sinne, dass von einer umfassenden �bernahme der versicherten Gefahr durch den Versicherer auszugehen ist. Davon ist nur abzuweichen, wenn das Gesetz oder (was hier einzig zur Diskussion steht) der Versicherungsvertrag eine bestimmte und unzweideutige Beschr�nkung der Gefahrs�bernahme enth�lt, wobei dem Versicherer grunds�tzlich freie Hand gelassen wird, Umfang und Voraussetzungen seiner Leistungspflicht vertraglich zu fixieren (Botschaft vom 2. Februar 1904 zu dem Entwurfe eines Bundesgesetzes �ber den Versicherungsvertrag, BBl 1904 I 241 ff., S. 288 f. zu Art. 32 Entwurf; Stephan Fuhrer, in: Basler Kommentar, Versicherungsvertragsgesetz, 2000, N. 1 ff. zu Art. 33 VVG; Keller/T�nnler/Roelli, Kommentar zum Versicherungsvertragsgesetz, Bd. I, 2. Aufl. 1968, S. 446 f.; Alfred Maurer, Schweizerisches Privatversicherungsrecht, 3. Aufl. 1995, S. 246). Das Bundesgericht leitete daraus schon fr�h ab, dass im Sinne der Haftbarkeit des Versicherers zu entscheiden ist, wenn versicherte und nicht versicherte Gefahren zum Verlust beigetragen haben. Denn Klauseln, welche die Versicherung einschr�nken, sind restriktiv zu interpretieren, weil sie im Widerspruch zum Zweck der Versicherung stehen. Sie d�rfen demnach nicht dahin ausgelegt werden, die Versicherung biete keine Deckung, sobald eine nicht versicherte Gefahr von Einfluss auf den Verlust gewesen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 22. Juni 1922 E. c, SVA V Nr. 140 und 214; Olivier Carr�, Loi f�d�rale sur le contrat d'assurance, Edition annot�e, 2000, S. 249 zu Art. 33 VVG; zur restriktiven Auslegung von Ausschlussklauseln s. auch BGE 118 II 342 E. 1a S. 345). Dem Versicherer steht es allerdings frei, in den Versicherungsbedingungen vorzusehen, dass seine Haftung f�r Sch�den, die durch Zusammenwirken versicherter und nicht versicherter Gefahren entstehen, verh�ltnism�ssig auf den Anteil des Schadens bzw. auf den Umfang der Folgen begrenzt ist, der ohne die Mitwirkung der nicht versicherten Gefahr entstanden w�re (BGE 68 II 100 S. 103 f.; 57 II 434 E. 1; Carr�, a.a.O., S. 260 f. zu Art. 33 VVG; Keller/T�nnler/Roelli, a.a.O., S. 478).
Die Beweislast daf�r, dass ein Ereignis die Merkmale der grunds�tzlich versicherten Gefahr im Sinne von Art. 33 VVG aufweist, trifft nach der allgemeinen Beweislastregel von Art. 8 ZGB den Anspruchsberechtigten. Da die Versicherung nach Art. 33 VVG die Gefahr �berhaupt erfasst, ist es dagegen Sache des Versicherers darzutun, dass das Ereignis auf Grund vertraglicher Vereinbarung aus der Versicherung ausgeschlossen ist (vgl. Keller/T�nnler/Roelli, a.a.O., S. 449 f. und 464; BGE 131 III 321 E. 3.1 S. 323; allgemeiner: BGE 139 III 13 E. 3.1.3.1 S. 17 f. mit Hinweisen).
4.2.�Die Parteien sind sich dar�ber einig, dass die vorliegend individuell vereinbarte Deckungsausschlussklausel klar und eindeutig ist, indem sie die Aortenstenose und deren Folgen von den versicherten Gefahren ausschliesst, nicht aber die Folgen eines Aneurysmas (vgl. allgemein zur Auslegung von Versicherungsvertr�gen: BGE 135 III 410 E. 3.2 S. 412 f.; 133 III 675 E. 3.3 S. 681 f.).
4.2.1.�Demzufolge w�re - wie die Parteien �bereinstimmend annehmen - das Aneurysma mit seinen Arbeitsunf�higkeitsfolgen jedenfalls von der Versicherungsdeckung ausgeschlossen, wenn das Aneurysma die Folge der Aortenstenose gewesen w�re. Eine entsprechende Feststellung traf die Vorinstanz indessen nicht:
Sie hielt dazu im Gegenteil fest, Dr. H.________ habe in einem Schreiben vom 8. Oktober 2013 zuhanden des Beschwerdef�hrers erkl�rt, ein Aneurysma der Aorta ascendens sei eine Erkrankung der Aortenwand, die h�ufig in Kombination mit einer Anomalie der Aortenklappe auftrete, aber auch isoliert; es sei nicht eine Folge der Aortenstenose, sondern eine separate Erkrankung. Ob sie diesen �rztlichen Ausf�hrungen des Operateurs folgte, d.h. das Aneurysma im vorliegenden Fall als selbst�ndige Krankheit und nicht als Folge der Stenose betrachtete, oder ob sie vom Gegenteil ausging, liess die Vorinstanz im Rahmen ihrer weiteren Erw�gungen offen. Die Beschwerdegegnerin, die f�r die deckungsausschliessende Tatsache, dass das Aneurysma vorliegend eine Folge der Stenose war, beweispflichtig ist (Erw�gung 4.1 vorne), r�gt nicht, die Vorinstanz habe den Sachverhalt in diesem Punkt unter Verletzung von Bundesrecht unvollst�ndig festgestellt (Erw�gung 2 vorne). Demnach f�llt ein Deckungsausschluss aus dem Grund, dass das Aneurysma die Folge der Stenose war, mangels tats�chlicher Grundlage ausser Betracht.
4.2.2.�Ist demnach anzunehmen, dass die Stenose und das Aneurysma zwei Krankheiten sind, die vorliegend unabh�ngig voneinander auftraten, erscheint f�r die Leistungspflicht entscheidend, ob die Arbeitsunf�higkeit vom 3. September 2012 bis zum 31. Januar 2013 eine Folge der Behandlung der Stenose durch Ersatz der Aortenklappe oder eine Folge der gleichzeitigen Behandlung des Aneurysmas - mit der damit einhergehenden Notwendigkeit einer Sternotomie - ist oder eine Folge von beidem. Die Vorinstanz f�hrte dazu aus, es sei in jedem Fall, auch wenn zur Behandlung allein der Aortenstenose nur eine minimal-invasive Operation h�tte durchgef�hrt werden m�ssen, nicht von einer�
k�rzeren�Arbeitsunf�higkeit (als der eingetretenen) auszugehen, da diese auf das aufgetretene postoperative Durchgangssyndrom zur�ckzuf�hren sei, ein Risiko, das auch bei einer minimal-invasiven Operation bestanden h�tte. Das gleichzeitig behandelte Aortenaneurysma �ndere daran nichts. Wenn die Vorinstanz davon spricht, auch bei einem minimal-invasiven Eingriff zur Behandlung der Stenose allein w�re�
nicht von einer k�rzeren�Arbeitsunf�higkeitsdauer auszugehen (als bei der alleinigen Operation des Aneurysmas) bzw. das gleichzeitig behandelte Aneurysmas �ndere nichts daran, dass die Arbeitsunf�higkeit vom 3. September 2012 bis Ende Januar 2013 eine Folge der Behandlung der Stenose sei, so nahm sie damit jedenfalls implizit an, die Arbeitsunf�higkeit w�hrend der genannten Dauer sei jedenfalls�
auch die Folge�der Behandlung des Aneurysmas. Diese Ansicht scheint im �brigen auch den Vorbringen der Beschwerdegegnerin vor der Vorinstanz zugrunde zu liegen (Erw�gung 3.2 vorne). Demnach ist vorliegend von der impliziten tats�chlichen Feststellung der Vorinstanz auszugehen, die Arbeitsunf�higkeit w�hrend der Zeit vom 3. September 2012 bis zum 31. Januar 2013 sei sowohl eine Folge der Behandlung der Stenose als auch der gleichzeitigen Behandlung des Aneurysmas.
Es liegt damit eine analoge Konstellation zu derjenigen vor, die in der haftpflichtrechtlichen Literatur als Konkurrenz von Gesamtursachen beschrieben wird, und zwar in der speziellen Form, dass sowohl ein Sch�diger als auch der Gesch�digte selbst je eine Gesamtursache gesetzt haben, die je f�r sich allein gen�gt, um den eingetretenen Schaden herbeizuf�hren. F�r diesen Sachverhalt wird im Schrifttum zum Haftpflichtrecht vorgeschlagen, den Sch�diger zun�chst so haften zu lassen, wie wenn der Gesch�digte keine Schadensursache gesetzt h�tte, dann aber im Rahmen der Ersatzbemessung eventuell eine Reduktion i.S.v. Art. 43/44 OR vorzunehmen (vgl. dazu Heinz Rey, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, 4. Aufl. 2008, Rz. 614, 618 ff. mit Hinweisen).
Im Bereich der privaten Krankentaggeldversicherungen ist bei der Beantwortung der Frage, ob die wirtschaftlichen Folgen einer Arbeitsunf�higkeit, die ihre Ursache sowohl in einer versicherten Krankheit als auch in einer nicht versicherten Krankheit hat, die Regelung von Art. 33 VVG zu beachten. Gem�ss dieser ist nach dem vorstehend (Erw�gung 4.1) Ausgef�hrten davon auszugehen, dass der Versicherer die versicherte Gefahr, in casu die wirtschaftlichen Folgen der Arbeitsunf�higkeit infolge Krankheit, umfassend �bernommen hat, und daher im Sinne seiner Leistungspflicht zu entscheiden ist, wenn versicherte und nicht versicherte Krankheiten bzw. deren Behandlung den Eintritt der Arbeitsunf�higkeit bewirkt haben. Nicht entscheidend ist bei dieser Ausgangslage, ob die Krankheiten, wie hier, im Sinne von konkurrierenden Gesamtursachen je f�r sich allein den Schaden (wirtschaftliche Folgen der Arbeitsunf�higkeit) bewirkt haben oder ob sie - wie im Fall, den das Bundesgericht am 22. Juni 1922 entschied - bloss zusammen als mitwirkende Teilursachen zum Schaden f�hrten. Demnach h�tte die Vorinstanz die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin im vorliegenden Fall bejahen m�ssen, und zwar in vollem Umfang, da der Versicherungsvertrag f�r den Fall, dass versicherte und nicht versicherte Krankheiten bzw. deren Behandlung den Eintritt der Arbeitsunf�higkeit bewirkt haben, keine Reduktion des Deckungsumfangs vorsieht.
Der gegenteilige Entscheid der Vorinstanz, dass die Leistungspflicht entfalle, weil die Arbeitsunf�higkeit (schon allein) im Zusammenhang der Aortenstenose eintrat oder h�tte eintreten k�nnen und das gleichzeitig behandelte Aortenaneurysma daran nichts �nderte, l�uft der Regelung von Art. 33 VVG diametral zuwider. Die Vorinstanz h�tte in dieser Situation vielmehr den Grundsatz anwenden m�ssen, dass die Leistungspflicht des Versicherers vollumf�nglich zu bejahen ist, wenn versicherte und nicht versicherte Gefahren - sei es je einzeln, sei es zusammen - zum Eintritt des Schadens gef�hrt haben, und der Versicherungsvertrag f�r diesen Fall keine Reduktion der vertraglich �bernommenen Haftung vorsieht.
4.3.�Nach dem Ausgef�hrten h�tte die Vorinstanz die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nicht aufgrund des Leistungsausschlusses f�r die Aortenstenose und ihre Folgen verneinen d�rfen. Da die �brigen Voraussetzungen der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin und deren Quantit�t unbestritten sind, ist die Klage antragsgem�ss gutzuheissen und die Widerklage abzuweisen.
Zusammenfassend ist die Beschwerde gutzuheissen und das angefochtene Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 31. Januar 2015 aufzuheben. Es ist in Gutheissung der Klage festzustellen, dass die f�r die Periode vom 3. September bis 31. Oktober 2012 erfolgten Taggeldleistungen der Beschwerdegegnerin an den Beschwerdef�hrer zu Recht erfolgten, und die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, dem Beschwerdef�hrer Taggelder im Umfang von Fr. 16'043.85 f�r die Periode vom 1. November bis 31. Dezember 2012 auf der Basis einer 100%-igen Arbeitsunf�higkeit und von Fr. 4'076.70 f�r die Periode vom 1. bis 31. Januar 2013 auf der Basis einer 50%-igen Arbeitsunf�higkeit nachzuzahlen. Die Widerklage ist abzuweisen.
Die Sache ist ferner zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des kantonalen Verfahrens an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Bei diesem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens wird die Beschwerdegegnerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen und das Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 31. Januar 2015 aufgehoben.
Es wird in Gutheissung der Klage des Beschwerdef�hrers festgestellt, dass die f�r die Periode vom 3. September bis 31. Oktober 2012 erfolgten Taggeldleistungen der Beschwerdegegnerin an den Beschwerdef�hrer zu Recht erfolgten.
Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdef�hrer die folgenden Taggeld-Leistungen nachzuzahlen:
- f�r die Periode vom 1. November 2012 bis zum 31. Dezember 2012 auf der Basis einer Arbeitsunf�higkeit von 100 % Fr. 16'043.85.
- f�r die Periode vom 1. bis 31. Januar 2013 auf der Basis einer Arbeitsunf�higkeit von 50 % Fr. 4'076.70.
Die Sache wird zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich zur�ckgewiesen.