Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201959,%201081
Timestamp: 2020-01-25 17:59:03
Document Index: 216876062

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 377', '§ 459', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 377', '§ 377', '§ 377', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 463', 'BGH', '§ 377', '§ 377', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 25', '§ 2', '§ 22', 'BGH', '§ 30', '§ 22', '§ 25', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 25', '§ 25', 'BGH', '§ 25', 'BGH', '§ 25', '§ 22', '§ 22', 'BGH', 'BGH', '§ 22']

Rechtsprechung: NJW 1959, 1081 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 02.04.1959
https://dejure.org/1959,997
BGH, 17.02.1959 - VIII ZR 47/58 (https://dejure.org/1959,997)
BGH, Entscheidung vom 17.02.1959 - VIII ZR 47/58 (https://dejure.org/1959,997)
BGH, Entscheidung vom 17. Februar 1959 - VIII ZR 47/58 (https://dejure.org/1959,997)
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NJW 1959, 1081
MDR 1959, 482
Auch im kaufmännischen Verkehr weicht aber eine Formularklausel, die - wie hier - eine Rüge verborgener Mängel ausnahmslos nur für den Zeitpunkt der Ablieferung gestattet, so weit von dem die Gesetzesregelung beherrschenden Grundsatz der Verantwortlichkeit des Verkäufers für die vertragsmäßige Beschaffenheit der Kaufsache ab, daß sie nicht mehr hingenommen werden kann (für die Zeit vor Inkrafttreten des AGB-Gesetzes: Senatsurteile vom 17. Februar 1959 - VIII ZR 47/58 = LM HGB § 377 Nr. 6 unter III 1 = NJW 1959, 1081, 1082 - und vom 19. Januar 1977 - VIII ZR 319/75 = WM 1977, 365, 366 unter II 4 b;… vgl. ferner Senatsurteil vom 14. Oktober 1958 - VIII ZR 143/57 = LM BGB § 459 Abs. 1 Nr. 7 unter I und Staudinger/Schlosser, a.a.O. Rdn. 79;… für Klauseln mit starrer Rügefrist ebenso Palandt/Heinrichs, 44. Aufl., AGBG § 11 Anm. 10 e cc;… Schmidt-Salzer, AGB 2. Aufl. F 131;… Koch/Stübing, a.a.O. § 11 Nr. 10 Rdn. 66;… Löwe/Graf von Westphalen/Trinkner, a.a.O. § 11 Nr. 10 e Rdn. 15;… Schlosser/Coester-Waltjen/Graba, AGBG § 11 Nr. 10 Rdn. 69;… Ulmer/Brandner/Hensen, a.a.O. § 11 Nr. 10 Rdn. 76).
Für diesen Fall könnte sich die Klägerin auch auf die in Nr. 3 ihrer Verkaufs- und Lieferungsbedingungen normierte Rügefrist von 3 Tagen nach der Ablieferung schon deswegen nicht berufen, weil diese Bestimmung - und zwar unter Heranziehung der für die Auslegung Allgemeiner Geschäftsbedingungen geltenden sogen. Unklarheitenregel - nicht hinreichend deutlich erkennen läßt, daß sie sich auch auf verborgene Mängel bezieht, die bei einer dem Käufer zumutbaren Untersuchung nicht hätten festgestellt werden können (vgl. Senatsurteil vom 17. Februar 1959 - VIII ZR 47/58 = NJW 1959, 1081 = LM HGB § 377 Nr. 6).
Das gilt auch hinsichtlich der Ansprüche aus positiver Vertragsverletzung (Senatsurteil vom 17. Februar 1959 - VIII ZR 47/58 - = NJW 1959, 1081 = LM HGB § 377 Nr. 6 mit weiteren Nachweisen).
Soweit der Senat im Urteil vom 17. Februar 1959 (VIII ZR 47/58 = LM HGB § 377 Nr. 6 = NJW 1959, 1081) einen Käufer von Perlonstrümpfen nicht für verpflichtet gehalten hat, durch Vornahme einer chemischen Untersuchung festzustellen, ob Perlon- oder Nylonstrümpfe geliefert waren, handelt es sich schon deswegen um einen anderen Sachverhalt, weil in dem damals entschiedenen Fall keine Anhaltspunkte für einen drohenden besonders hohen Mangelfolgeschaden ersichtlich waren, andererseits aber auch die tatrichterlichen Feststellungen nichts dafür ergaben, daß die Unterschiede - wie hier - durch eine besonders einfache und kaum Kosten verursachende Probe festzustellen waren.
b) Davon abweichend besteht ein Schadensersatzanspruch aus pVV für Mangelschäden, wenn der Verkäufer bei einem Gattungskauf schuldhaft eine mangelhafte Sache aussucht (BGH MDR 1967, 759; BGH NJW 1959, 1081 [1082];… Emmerich, Das Recht der Leistungsstörungen, 5. Auflage, S. 315).
Es entspricht jedoch ständiger Rechtsprechung, auch des Bundesgerichtshofs, daß den Käufer neben den Ansprüchen aus Gewährleistung auch ein Anspruch wegen positiver Vertragsverletzung zustehen kann, wenn ihm durch eine schuldhafte Falsch- oder Schlechtlieferung des Verkäufers ein Vermögensschaden entsteht, der nicht unmittelbar durch die Nichterfüllung ausgelöst worden ist, wenn also der Schaden nicht schon im Kaufgegenstand selbst begründet ist, sondern sich in anderen Rechtsgütern des Käufers auswirkt (RG DR 1941, 638; BGH Urteile vom 17. Februar 1959 - VIII ZR 47/58 - NJW 1959, 1089 [OLG Frankfurt am Main 10.12.1958 - 5 U 285/58]; vom 18. Dezember 1964 - V ZR 68/63 - LM BGB § 463 Nr. 12 = BGHWarn 1965 Nr. 9).
Es ist im Anschluß an Brüggemann (…Großkommentar HGB, 3. Aufl. § 377 Rn. 32) entgegen dem Urteil des erkennenden Senats vom 17. Februar 1959 (VIII ZR 47/58 = LM HGB § 377 Nr. 6 = NJW 1959, 1081) der Auffassung, daß die vereinbarte Rügefrist auch unter Berücksichtigung von Treu und Glauben nicht lediglich für solche Mängel gelte, deren Entdeckung dem Käufer bei einer ihm nach den Umständen zuzumutenden Untersuchung möglich war.
Die vom Berufungsgericht weiter angeführten Entscheidungen betreffen keine Kündigungs-, sondern Rücktrittsfälle (BGH VIII ZR 148/57 vom 18. November 1958 = Betrieb 1959, 82 und BGH VIII ZR 47/58 vom 17. Februar 1959 = Betrieb 1959, 457, im Anschluß an BGHZ 11, 80, 86) [BGH 13.11.1953 - I ZR 140/52].
BGH, 02.04.1959 - II ZR 163/58
https://dejure.org/1959,954
BGH, 02.04.1959 - II ZR 163/58 (https://dejure.org/1959,954)
BGH, Entscheidung vom 02.04.1959 - II ZR 163/58 (https://dejure.org/1959,954)
BGH, Entscheidung vom 02. April 1959 - II ZR 163/58 (https://dejure.org/1959,954)
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MDR 1959, 550
DNotZ 1959, 421
DB 1959, 513
Nur einen besonderen Anwendungsfall dieser Regel stellt es dar, wenn der Bundesgerichtshof auch schon bisher angenommen hat, daß die Firmengleichheit im Sinne des § 25 Abs. 1 Satz 1 HGB nicht durch Hinzufügung oder Weglassung eines auf eine Gesellschaft deutenden Zusatzes ausgeschlossen wird (Urt. v. 2. April 1959 - II ZR 163/58, LM HGB § 2 Nr. 1 = BB 1959, 462;… v. 29. März 1982 aaO).
Dies hätte nicht durch eine Streichung des Zusatzes "& Sohn" geschehen können, da es sich dabei um einen aussagekräftigen Bestandteil der Firma und nicht lediglich um einen farblosen Gesellschaftszusatz wie etwa "KG" oder "& Co." handelte (vgl. dazu Sen. Urt. v. 2.4.1959 - II ZR 163/58, LM § 22 HGB Nr. 1; BGHZ 53, 65, 69; RGZ 133, 318).
An dem Klangbild der Firma, wie es sich Auge und Ohr einprägt, nimmt ein solcher Zusatz nach der allgemeinen Verkehrsanschauung nicht teil (vgl. statt vieler Würdinger a.a.O. § 30 Anm. 7 und für den Anwendungsbereich der §§ 22, 25 HGB das Urteil des Senats in NJW 1959, 1081).
Zwar wurde nach dieser Rechtsprechung die Firmengleichheit im Sinne des § 25 Abs. 1 S. 1 HGB nicht durch Hinzufügung oder Weglassung eines auf eine Gesellschaft deutenden Zusatzes ausgeschlossen (BGH, NJW 1959, 1081, NJW 1992, 911).
Reichsgericht (RG) und BGH haben weder der - gänzlichen - Weglassung des Vornamens (des früheren Firmeninhabers) noch der Änderung der Gesellschaftsform, unter der die spätere Firma betrieben wird, entscheidende Bedeutung beigelegt (vgl. Urteile des RG vom 30. April 1926 II 437/25, RGZ 113, 306, und des BGH vom 2. April 1959 II ZR 163/58, NJW 1959, 1081;… s. auch Würdinger in Staub, Großkommentar zum Handelsgesetzbuch, 3. Aufl., § 25 Anm. 11, sowie Hüffer in Staub, a. a. O., 4. Aufl., § 25 Anm. 48).
Auch die Änderungen in den Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (abgedruckt in WM 1959, 560 f.) vom 02.04.1959 - II ZR 163/58 - und (abgedruckt in BB 1953, 1025) vom 04.11.1953 - VI ZR 112/52 - betrafen lediglich einen Inhaberzusatz sowie nicht mit dem vorliegenden Sachverhalt vergleichbare Änderungen (Firma "Max S. KG" in Firma "Max S. Inh. Fritz M." sowie Firma "Aluminiolwerk C. Sch." In "Aluminolwerk Sch. & Co.").
BGH, 05.02.1979 - II ZR 117/78
Begriff des Handelsgeschäfts; Erwerb eines Maklerunternehmens; Begriff des …
Im Sinne des § 25 HGB "beibehalten" wird die bisherige Firma auch bei geringfügigen Änderungen, die - wie hier - aus Rechtsgründen erforderlich sind und nicht der Individualisierung der Firma dienen (…BGH, Urt. v. 4.11.53 - VI ZR 112/52, LM HGB § 25 Nr. 1; Urt. v. 2.4. 59 - II ZR 163/58, LM HGB § 22 Nr. 1 - jeweils m.w.N.).
Ein lediglich auf die Gesellschaftsform hinweisender Zusatz ist farblos und auf die Individualisierung der Firma ohne Einfluß; das Interesse an der Fortführung eines solchen unrichtig gewordenen Zusatzes kann daher nicht so hoch bewertet werden, daß es dem Grundsatz der Firmenwahrheit vorgezogen werden müßte (vgl. dazu Sen.-Beschl. vom 02.04.1959 - II ZR 163/58, LM HGB § 22 Nr. 1; BGHZ 46, 7, 12; BGHZ 53, 65, 69; Stimpel, Anm. zur letztgenannten Entscheidung in LM HGB § 22 Nr. 5).