Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:335053-2020:TEXT:DE:HTML&WT.mc_id=RSS-Feed&WT.rss_f=Construction+and+Real+Estate&WT.rss_a=335053-2020&WT.rss_ev=a
Timestamp: 2020-08-05 10:56:39
Document Index: 283767460

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 65', '§ 123', '§ 21', '§ 23', '§ 19', '§ 98', '§ 150', '§ 19', '§ 9', '§ 13', '§ 1', '§ 3', '§ 2', '§ 160', '§ 135', '§ 134', '§ 135']

Dienstleistungen - 335053-2020 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 335053-2020
2020/S 136-335053
Offizielle Bezeichnung: Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft mbH
Postanschrift: Werbellinstraße 12
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.meinauftrag.rib.de/public/DetailsByPlatformIdAndTenderId/platformId/2/tenderId/129926
2020-SUL-Generalplaner Pilot Nachhaltigkeit
Als Bestandhalterin ist für die Stadt und Land die nachhaltige Wertstabilität ihres Immobilien-Portfolios ein Kernziel. Die Zukunftsfähigkeit von Wohngebäuden kann langfristig nur durch nachhaltiges Planen, Bauen und Betreiben gesichert werden. Als landeseigenes Wohnungsbauunternehmen will die Stadt und Land die Arbeit der Bundes- und Landesinstitutionen zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sowie die daraus abgeleiteten Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie mit voranbringen. Der derzeitige Ansatz im Wohnungsneubau ist geprägt von Effizienz im Hinblick auf Stückzahlen und Kostenminimierung. Ziel dieses Projektes ist zu ermitteln, ob und wie durch einen intensiveren Einsatz in der Planungs- und Bauphase, durch die Verwendung ökologischer Konzepte und Materialien, mit ggf. auch höheren Errichtungskosten, auch ein wirtschaftlich konkurrenzfähiges Produkt erzeugt werden kann.
Die Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft mbH ist eines der größten kommunalen Wohnungsbauunternehmen im Eigentum des Landes Berlin mit rund 50 000 eigenen Wohnungen, etwa 770 Gewerbeeinheiten und ca. 9 000 für Dritte verwaltete Mieteinheiten in den Bezirken Neukölln, Treptow-Köpenick, Tempelhof-Schöneberg, Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf und Marzahn-Hellersdorf sowie in Neuenhagen und Fredersdorf im Land Brandenburg. Die Stadt und Land bewirtschaftet ihre Bestände wirtschaftlich, sozial ausgewogen und ökologisch. Als Bestandhalterin ist für die Stadt und Land die nachhaltige Wertstabilität ihres Immobilien-Portfolios ein Kernziel. Die Zukunftsfähigkeit von Wohngebäuden kann langfristig nur durch nachhaltiges Planen, Bauen und Betreiben gesichert werden.
Als landeseigenes Wohnungsbauunternehmen will die Stadt und Land die Arbeit der Bundes- und Landesinstitutionen zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele aus der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sowie die daraus abgeleiteten Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie mit voranbringen. Der derzeitige Ansatz im Wohnungsneubau ist geprägt von Effizienz im Hinblick auf Stückzahlen und Kostenminimierung. Gleichzeitig sollen die Aspekte Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Energieeffizienz betrachtet werden. Ziel dieses Projektes ist zu ermitteln, ob und wie durch einen intensiveren Einsatz in der Planungs- und Bauphase, durch die Verwendung ökologischer Konzepte und Materialien, mit ggf. auch höheren Errichtungskosten, auch ein wirtschaftlich konkurrenzfähiges Produkt erzeugt werden kann, das im Sinne von Klimaschutz, Energieeinsatz und Ressourcenschonung nachhaltig ist. Durch die Entwicklung verschiedener Zertifizierungssysteme zum nachhaltigen Bauen ist Nachhaltigkeit messbar geworden. Nach der Umsetzung dieses Pilotneubauvorhabens soll die Bewirtschaftungsphase über einen langen Zeitraum überwacht, dokumentiert und fortlaufend ausgewertet werden. Ziel ist dabei herauszufinden ob sich die theoretischen Annahmen zur Nachhaltigkeit von Bauelementen sowie Energieverbräuchen und Betriebskosten auch in der Praxis bewahrheiten. Generalplanungsleistungen Hochbau, Haustechnik und Tragwerksplanung für Holz-Ziegel- und Holzbausysteme in der Konzeption und den Leistungsphasen 1 bis 9 der HOAI mit der Koordinierung weiterer notwendiger Fachplaner (Brandschutz, Schallschutz usw.) mit wissenschaftlicher Begleitung der Planung, des Baus. Die Beauftragung erfolgt stufenweise und umfasst ggf. nicht alle Leistungsphasen, abhängig vom Vergabemodell der Bauausführungen. In der ersten Konzeptphase soll der wissenschaftliche Vergleich von ökologischer und ökonomischer Wirkung der Gebäude im Lebenszyklus die wichtigste Entscheidungsgrundlage für die anschließende Projektplanung werden. Hierzu soll ein fundierter Variantenvergleich über Simulationen und Lebenszyklusberechnungen, also die klassische Ökobilanz (z. B. LCA Life Cycle Assessment) und Lebenszykluskosten z. B. (LCC Life Cycle Assessment) herangezogen werden. Es sollen hinsichtlich der Kubatur und der Grundrisse möglichst zwei baugleiche Geschosswohnungsgebäude auf einem Grundstück entstehen. Damit sollen für beide Gebäude gleiche örtliche Bedingungen gelten. Die Gebäude sollen unter der Maßgabe von robustem, einfachem, soliden, langlebigen und zirkulärem Bauen mit einem auf das Notwendigste reduzierten Technikeinsatz umgesetzt werden. Sie sollen unter der Verwendung erprobter alter Materialien in Kombination mit innovativen Ansätzen errichtet werden. Die Planung, Errichtung und der Betrieb sollen durch wissenschaftliche Institute langfristig beobachtet, gemessen, bewertet werden. Angedacht ist ein Gebäude in Ziegel-Holzbausystem analog des Berliner Mietshauses aus der Gründerzeit zu errichten, während das andere Gebäude als reiner Holzbau umgesetzt werden soll. Weitere Ausführungen sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Qualitätskriterium - Name: Konzept zur Umsetzung der Konzeptphase / Gewichtung: 30
Qualitätskriterium - Name: Konzept zur wissenschaftlichen Begleitung / Gewichtung: 20
Qualitätskriterium - Name: Präsentation – Generalplaner und Problemlösungskompetenz / Gewichtung: 20
Ist abhängig vom Fortschritt des Projektes
Es ist vorgesehen, ein zweistufiges Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem TNW durchzuführen. Dazu wird in der ersten Stufe eine Abschichtung anhand festgelegter Kriterien erfolgen. Die geplante Zulassung der Wirtschaftsteilnehmer im Verhandlungsverfahren wird damit auf drei bis maximal fünf festgelegt. Die Vergabestelle prüft die Teilnahmeanträge in drei Stufen:
1. Stufe: Prüfung auf Vorliegen der abgeforderten Nachweise und Erklärungen,
2. Stufe: Vorliegen von vergaberechtlichen Ausschlussgründen,
3. Stufe: Prüfung der wirtschaftlichen, finanziellen sowie der fachlichen und technischen Leistungsfähigkeit gemessen an der ausgeschriebenen Leistung.
Sollte die Prüfung ergeben, dass mehr als fünf Bewerber die geforderten Anforderungen erfüllen, so ermittelt die Vergabestelle die maximal fünf zur Abgabe eines Angebotes aufzufordernden Bewerber nach den folgenden Kriterien, wobei die erzielten Punkte addiert werden:
— Für den Nachweis der Tätigkeit für öffentliche Auftraggeber weitere 3 Punkte,
— Jede weitere Referenz mit Koordination von wissenschaftlicher Begleitung 6 Punkte.
Eine Höchstpunktzahl wird nicht vorgegeben. Das Nichtvorliegen einer Mindestanforderung führt zum Ausschluss vom weiteren Verfahren.
Alle Bewerber können über die Mindestanforderung hinaus Referenzen des Planungsbüros/Generalplaners abgeben und erhalten wie oben benannt dafür Punkte. Die besten drei bis fünf Bieter, ermittelt aus der Gesamtpunktzahl der abgegebenen Referenzen kommen in die zweite Stufe des Verfahrens.
Der Auftraggeber behält sich jedoch ausdrücklich vor, über die drei besten Bewerber hinaus weitere zwei Wirtschaftsteilnehmer zur Angebotsabgabe aufzufordern, wenn diese ebenfalls insgesamt gute bis sehr gute Referenzen nachgewiesen haben und eine Angebotsaufforderung im Interesse eines breiteren Wettbewerbes sinnvoll erscheint. Ist zwischen gleichwertigen Teilnahmeanträgen eine Auswahl notwendig, entscheidet das Los.
— Eigenerklärung zur Zuverlässigkeit gem. §§ 123, 124 GWB,
— BVB Tariftreue und Mindestentlohnung,
— BVB Frauenförderung,
— Angaben zur Firma,
— Datenschutzerklärung,
— Erklärung Bietergemeinschaften.
1. Bezeichnung des Bewerbungsunternehmens mit Firma und Anschrift sowie Angabe mindestens eines für dieses Verfahren zuständigen Ansprechpartners und eines Vertreters.
2. Eigenerklärung des Bewerbers über das Vorliegen einer Eintragung in das Berufsregister (z. B. Handelsregister, Architektenkammer, Ingenieurkammer). Die Erklärung ist eine Mindestanforderung.
3. Bauvorlageberechtigung § 65 BauO Berlin. Der Nachweis ist eine Mindestanforderung.
4. Eigenerklärung zur Zuverlässigkeit gemäß §§ 123, 124 GWB – zwingende und fakultative Ausschlussgründe. Die Erklärung ist eine Mindestanforderung.
5. Eigenerklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 21 Schwarzarbeiterbekämpfungsgesetz (SchwarzArbG) und § 23 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) und
§ 19 Abs. 1 Mindestlohngesetz (MiLoG) und § 98c Aufenthaltsgesetz (AufenthG). Diese Erklärung ist eine Mindestanforderung. Der Auftraggeber wird über den Teilnehmer, auf dessen Angebot der Zuschlag erteilt werden soll, einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister gemäß § 150a Gewerbeordnung (GewO), § 19 MiLoG anfordern und diesen seiner Entscheidung über die Eignung zugrunde legen.
6. Eigenerklärung gemäß Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz (BerlAVG), den ArbeitnehmerInnen bei der Ausführung mindestens diejenigen Arbeitsbedingungen einschließlich des Entgelts zu gewähren, die der nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz (AEntG) einzuhaltende Tarifvertrag vorgibt oder andere gesetzliche Bestimmungen über Mindestentgelte einhalten, unseren ArbeitnehmerInnen (ohne Auszubildende) bei der Ausführung der Leistungen mindestens den jeweils geltenden Mindestlohn zu bezahlen, die beauftragten Nachunternehmer oder einen von ihm oder einem Nachunternehmer beauftragten Verleiher schriftlich verpflichten, seinen ArbeitnehmerInnen mindestens die Arbeitsbedingungen zu gewähren, die der Auftragnehmer selbst einzuhalten verspricht, sicherzustellen, dass die Verpflichtung auf einen von ihm beauftragten Nachunternehmer oder auf einen von ihm oder einem Nachunternehmer beauftragten Verleiher jeweils schriftlich übertragen wird und dem öffentlichen Auftraggeber auf Verlangen die schriftliche Übertragung nachgewiesen wird, sicherzustellen, dass die beauftragten Nachunternehmer ihrerseits die von ihnen beauftragten Nachunternehmer oder von ihnen beauftragte Verleiher die oben angegebenen Verpflichtungen jeweils schriftlich übertragen und verpflichten, dem öffentlichen Auftraggeber auf Verlangen die schriftlichen Übertragungen nachzuweisen. Diese Erklärung ist eine Mindestanforderung.
7. Erklärung gem. § 9 BerlAVG, § 13 Landesgleichstellungsgesetz (LGG) und § 1 Abs. 2 Frauenförderverordnung (FFV) das geltende Gleichbehandlungsrecht zu beachten, je nach Anzahl der
Beschäftigten gemäß § 3 FFV eine oder mehrere der in § 2 FFV aufgeführten Maßnahmen der Frauenförderung und/oder der Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie durchzuführen und sicherzustellen, dass zur Vertragserfüllung eingeschaltete Nachunternehmer sich ebenfalls zur Durchführung solcher Maßnahmen bereit erklären. Die Erklärung ist eine Mindestanforderung.
Berufshaftpflichtversicherung: Vorliegen einer Berufshaftpflichtversicherung in Höhe von mindestens 3,0 Mio. EUR für Personenschäden und mindestens 2,5 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden. Dieser Versicherungsnachweis ist für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft bzw. für als Nachunternehmer vorgesehenen Partner einzureichen. Form des Nachweises: Kopie der Versicherungspolice (diese nicht älter als sechs Monate).
1. Bürogröße/Bewerbergemeinschaft: Nachweis von mindestens fünf Mitarbeiter, (auch freie Mitarbeiter, ohne Geschäftsführung und Sekretariat). Anzugeben sind die berufliche Qualifikation der Mitarbeiter und (in vollendeten Jahren) die Berufserfahrung. Davon ist nachzuweisen:
— mindestens ein Projektleiter, mindestens ein Architekt – vorlageberechtigt,
— mindestens ein Bauleiter,
— mindestens ein Fachplaner Hochbau, besonders Holzbau,
— mindestens ein Fachplaner Tragwerksplanung,
— mindestens ein Fachplaner Haustechnik.
Alle mehr als fünf Jahre Berufserfahrung. Bei Bewerbergemeinschaften werden die Mitarbeiter summiert. Form des Nachweises: Eigenerklärung in tabellarischer Form. Auf die Übersendung von Diplomen und Zertifikaten ist zu verzichten.
2. Mindestanforderungen Referenzen Hochbau/Gebäudeplanung:
— jeweils zwei Referenzen in Form von Eigenerklärungen aus den letzten fünf Jahren, Umsetzung bis 2020 für die Gebäudeplanung:
a) zwei Referenzen für einen Neubau in Holzbauweise in Form von Eigenerklärungen aus den letzten fünf Jahren, Umsetzung bis 2020., mit anrechenbaren Baukosten von mindestens 1,5 Mio. EUR netto für die KG 300 – 500 DIN 276,
b) zwei Referenzen mit Außenwandkonstruktionen in Ziegel (z. B. Poroton) oder Lehmbau aus den letzten fünf Jahren, Umsetzung bis 2020.
Anzugeben ist jeweils der AG mit Ansprechpartner und Tel.-Nr. sowie der Umfang der Leistungen.
3. Mindestanforderungen Referenzen Fachplanungen aus den letzten fünf Jahren:
— eine Referenz für TGA-Planung mit einer CO2-neutraler Wärmeversorgung und
— eine Referenz für Tragwerksplanung in Holzbauweise und
— eine Referenz für Brandschutzplanung für einen Holzbau.
4. Mindestens eine Referenz aus den letzten fünf Jahren, bis Juli 2020 für den Nachweis einer inhaltlichen Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten oder Hochschulen. Damit soll nachgewiesen werden, dass Erfahrungen im komplexen Schnittstellenmanagement und die Steuerung von Projekten über Bauprojekte hinaus beherrscht werden. Anzugeben ist der AG mit Ansprechpartner und Tel.-Nr. für ggf. Rückfragen.
Dem AG ist bewusst, dass diese komplexe Aufgabe ggf. nur von einer Bietergemeinschaft in der gewünschten Qualität und Zuverlässigkeit umgesetzt werden kann, deshalb werden bei der Wertung der Referenzen die Referenzen von einzelnen Teilnehmenden der Bietergemeinschaft addiert.
Architekten und Ingenieure siehe Punkt III.1.1.
1. Die Bewerbung kann nur berücksichtigt werden, wenn die unter III.1 genannten Teilnahmen-/Mindestbedingungen erfüllt werden und der Nachweis in geeigneter nachvollziehbarer Form, vollständig und fristgerecht bei der unter I.1 genannten Stelle eingeht.
Die Bewerbung muss elektronisch erfolgen, die Papierform wird nicht zugelassen.
2. Die Vergabestelle behält sich vor, Eigenerklärungen durch entsprechende Nachweise Dritter von den Bewerbern, die nach der Wertung in der engeren Wahl sind, belegen zu lassen, Die Vergabestelle behält sich weiterhin vor, unvollständige, nicht wie gefordert abgegebene oder fehlende Nachweise, Erklärungen oder sonstige Angaben der Bewerber nachzufordern. Ein Anspruch der Bewerber auf eine derartige Handhabung besteht jedoch nicht. Insbesondere kann die Vergabestelle aus Gründen der Gleichbehandlung und/oder aus zeitlichen Gründen unvollständige Teilnahmeanträge vom Vergabeverfahren ausschließen. Darüber hinaus behält sich die Vergabestelle vor, weitergehende Nachweise, insbesondere zur Eignung der Bieter oder der Nachunternehmer nachzufordern, sofern sie Hinweise auf eine fehlende Eignung hat. Ein solcher entsprechender Nachweis könnte etwa ein Bundes- oder Gewerbezentralregisternachweis sein. Für die Bewerberauswahl werden nur die geforderten und ggf. nachgeforderten Unterlagen berücksichtigt. Darüber hinaus gehende Unterlagen sind nicht gewünscht.
Die Bewerbungsunterlagen sind zum Nachweis der Einhaltung der Teilnahmebedingungen der Bekanntmachung vom Bewerber auszufüllen und mit dem Teilnahmeantrag vom Auftraggeber einzureichen. Der Antrag ist in der wie folgt in der bezeichneten Reihenfolge einzureichen:
1. ausgefüllte und unterschriebener Bewerberbogen,
2. Erklärung Bietergemeinschaft, sofern relevant,
3. Nachweise/Eigenerklärungen zur persönlichen Leistungsfähigkeit,
4. Nachweise/Eigenerklärungen zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit,
5. Nachweise/Eigenerklärungen zur technischen Leistungsfähigkeit,
6. Versicherungsnachweise.
Die elektronischen Angebotsabgabe kann vorzugsweise „elektronisch in Textform“ nach BG oder im Mantelbogenverfahren erfolgen.
Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung oder in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, sind spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber zu rügen. Im Übrigen sind Verstöße gegen Vergabevorschriften innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen nach Kenntnis gegenüber dem Auftraggeber zu rügen. Ein Nachprüfungsantrag ist innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, bei der zuständigen Vergabekammer zu stellen (§ 160 GWB). Die o. a. Fristen gelten nicht, wenn der Auftraggeber gem. § 135 Absatz 1 Nr. 2 GWB den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist. Setzt sich ein Auftraggeber über die Unwirksamkeit eines geschlossenen Vertrages hinweg, indem er die Informations- und Wartepflicht missachtet (§ 134 GWB) oder ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der EU vergeben hat, ohne dies aufgrund Gesetzes gestattet ist, kann die Unwirksamkeit nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrages, jedoch nicht später als sechs Monate nach Vertragsabschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der EU bekannt gemacht, endet die Frist 30 Tage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der EU (§ 135 GWB).