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Timestamp: 2018-01-21 04:46:46
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Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 4', '§ 2', '§ 8', '§ 19', '§ 2', '§ 8']

Stadtverwaltung Kassel - 6.47 Satzung zur Erhebung von Kostenerstattungsbeträgen nach § 8 a Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)
6.47 Satzung zur Erhebung von Kostenerstattungsbeträgen nach § 8 a Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)
Vom 22. September 1997
Kostenerstattungsbeträge für die Durchführung von zugeordneten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden nach den Bestimmungen des BNatSchG und dieser Satzung erhoben.
Erstattungsfähig sind die Kosten für die Durchführung von allen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die nach § 8 Abs. 1 Satz 4 BNatSchG zugeordnet sind.
Die Durchführungskosten umfassen die Kosten für
den Erwerb und die Freilegung der Flächen für Ausgleichs-
und Ersatzmaßnahmen,
die Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen einschließlich ihrer
Planung, Fertigstellungs- und Entwicklungspflege.
Die Ausgestaltung der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen einschließlich deren Durchführungsdauer ergibt sich aus den Festsetzungen des Bebauungsplanes in Verbindung mit den in der Anlage zu dieser Satzung dargestellten Grundsätzen. Der Bebauungsplan kann im Einzelfall von den in der Anlage zu dieser Satzung beschriebenen Grundsätzen Abweichungen vorsehen. Dies gilt entsprechend für Satzungen nach §§ 4 Abs. 2 a, 7 BauGB-MaßnahmenG.
Die nach §§ 2, 3 dieser Satzung erstattungsfähigen Kosten werden auf die nach § 8 a Abs. 1 Satz 4 BNatSchG zugeordneten Grundstücke nach Maßgabe der zulässigen Grundfläche (§ 19 Abs. 2 BauNVO) verteilt. Ist keine zulässige Grundfläche festgesetzt, wird die überbaubare Grundstücksfläche zugrundegelegt. Für sonstige selbständige versiegelbare Flächen gilt die versiegelbare Fläche als überbaubare Grundstücksfläche.
Der Kostenerstattungsbetrag kann auf Antrag abgelöst werden. Der Ablösebetrag bemißt sich nach der voraussichtlichen Höhe des zu erwartenden endgültigen Erstattungsbetrages.
Satzung vom 22. September 1997 am 1. November 1997
Anlage zu § 2 Abs. 3 der Satzung zur Erhebung von Kostenerstattungsbeträgen nach § 8 a BNatSchG
Grundsätze für die Ausgestaltung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
Anpflanzung/Aussaat von standortheimischen Gehölzen, Kräutern und Gräsern
Anpflanzung von Einzelbäumen
Schaffung günstiger Wachstumsbedingungen durch Herstellen der Vegetationstragschicht nach DIN 18915 und der Pflanzgrube gem. DIN 18916
Anpflanzung von Hochstammbäumen mit einem Stammumfang der Sortierung 18/20
Verankerung der Bäume und Schutz vor Beschädigungen sowie Sicherung der Baumscheibe
Fertigstellung- und Entwicklungspflege: 4 Jahre
Anpflanzung von Gehölzen, freiwachsenden Hecken und Waldmänteln
Schaffung günstiger Wachstumsbedingungen durch Bodenvorbereitung nach DIN 18915
Anpflanzung von Bäumen I. Ordnung mit einem Stammumfang der Sortierung 14/16, Bäumen II. Ordnung mit einem Stammumfang der Sortierung 12/14, Heistern 150/175 hoch und zweimal verpflanzten Sträuchern je nach Art in der Sortierung 60/80, 80/100 oder 100/150 hoch
Je 100 qm je 1 Baum I. Ordnung, 2 Bäume II. Ordnung, 5 Heister und 40 Sträucher
Verankerung der Gehölze und Erstellung von Schutzeinrichtungen
Fertigstellungs- und Entwicklungspflege: 3 Jahre
Anlage standortgerechter Wälder
Aufforstung mit standortgerechten Laubholzarten
3 500 Stück je ha, Pflanzen 3 - 5 jährig, Höhe 80 - 120 cm
Erstellung von Schutzeinrichtungen
Schaffung von Streuobstwiesen
Anpflanzung von Obstbaumhochstämmen und Befestigung der Bäume
je 100 qm ein Obstbaum der Sortierung 10/12
Einsaat von Gras-/Kräutermischung
Anlage von naturnahen Wiesen und Krautsäumen
Einsaat von Wiesengräsern und -kräutern, möglichst aus autochthonem Saatgut
Schaffung und Renaturierung von Wasserflächen
Herstellung von Stillgewässern
Aushub und Einbau bzw. Abfuhr des anstehenden Bodens
ggf. Abdichtung des Untergrundes
Anpflanzung standortheimischer Pflanzen
Offenlegung und Rückbau von technischen Ufer- und Sohlbefestigungen
Gestaltung der Ufer und Einbau natürlicher Baustoffe unter Berücksichtigung ingenieurbiologischer Vorgaben
Begrünung von baulichen Anlagen
Anpflanzung von selbstklimmenden Pflanzen
Anbringen von Kletterhilfen und Pflanzung von Schling- und Kletterpflanzen
eine Pflanze je 2 lfm
Fertigstellungs- und Entwicklungspflege: 2 Jahre
intensive Begrünung von Dachflächen
extensive Begrünung von Dachflächen
Entsiegelung und Maßnahmen zur Grundwasseranreicherung
Ausbau und Abfuhr wasserundurchlässiger Beläge
Aufreißen wasserundurchlässiger Unterbauschichten
Einbau wasserdurchlässiger Deckschichten
Fertigstellungs- und Entwicklungspflege: 1 Jahr
Maßnahmen zur Grundwasseranreicherung
Schaffung von Gräben und Mulden zur Regenwasserversickerung
Rückbau/Anstau von Entwässerungsgräben, Verschließen von Drainagen
Maßnahmen zur Extensivierung
Umwandlung von Acker in Acker- oder Grünlandbrache bzw. von intensivem Grünland in Grünlandbrache
Umwandlung von Acker in Ruderalflur
ggf. Abtragen und Abtransport des Oberbodens
Umwandlung von Acker in extensiv genutztes Grünland
Vorbereitung ggf. Abtragen und Abtransport des Oberbodens
Einsaat von Wiesengräsern und -kräutern
Fertigstellungs- und Entwicklungspflege: 5 Jahre
Umwandlung von intensivem Grünland in extensiv genutztes Grünland
Nutzungsreduzierung
Aushagerung durch Mahd und Verwertung oder Abtransport des Mähguts
bei Feuchtgrünland Rückbau von Entwässerungsmaßnahmen