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Timestamp: 2016-10-24 21:58:36
Document Index: 202080992

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66']

8C_16/2014 (03.11.2014)
8C_16/2014 {T�0/2} � � Urteil vom 3. November 2014
Die 1980 geborene A.________ war als Angestellte des Instituts B.________ bei der SWICA Versicherungen AG (nachstehend: SWICA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert, als am 7. Februar 2008 ein Personenwagen auf das von ihr gelenkte Fahrzeug auffuhr. Dr. med. C.________, welcher von der Versicherten am Folgetag aufgesucht wurde, diagnostizierte in seinem Bericht vom 12. Februar 2008 eine Distorsion der Halswirbels�ule (HWS). Die SWICA anerkannte ihre Leistungspflicht f�r die Folgen dieses Ereignisses und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Die Versicherte konnte ihre Arbeitsf�higkeit in ihrer bisherigen beruflichen T�tigkeit kontinuierlich steigern und diese am 26. Januar 2009 wieder vollst�ndig aufnehmen. Nach medizinischen Abkl�rungen stellte die SWICA daraufhin mit Verf�gung vom 8. Juni 2011 und Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2011 ihre Leistungen per 28. Februar 2011 ein, da die �ber dieses Datum hinaus geklagten Beschwerden nicht mehr auf das Unfallereignis vom 7. Februar 2008 zur�ckzuf�hren seien.
Die von A.________ hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 31. Oktober 2013 ab.
Mit Beschwerde beantragt A.________, die SWICA sei unter Aufhebung des Einsprache- und des kantonalen Gerichtsentscheides zu verpflichten, ihre Leistungen auch �ber den 28. Februar 2011 hinaus zu erbringen; eventuell sei ihr eine Integrit�tsentsch�digung aufgrund einer Einbusse von 20 % auszurichten. Zudem sei die SWICA zur �bernahme der Kosten f�r die Erstellung zweier Privatgutachten in der H�he von insgesamt Fr. 4'750.- zu verpflichten.
W�hrend die SWICA auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 132 II 257 E. 2.5 S. 262; 130 III 136��� E. 1.4 S. 140). Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
Streitig und zu pr�fen ist die Leistungspflicht der SWICA f�r die �ber den 28. Februar 2011 hinaus anhaltend geklagten Beschwerden.
Soweit die Beschwerdef�hrerin geltend macht, die Vorinstanz habe ihren Entscheid bez�glich der ad�quaten Kausalit�t ungen�gend begr�ndet, ist festzuhalten, dass das kantonale Gericht den nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den geklagten Beschwerden verneint hat; bei der Ablehnung der ad�quaten Kausalit�t handelt es sich demnach um eine selbstst�ndige Alternativbegr�ndung, auf welche das kantonale Gericht auch ganz h�tte verzichten k�nnen. Somit kann die Begr�ndungspflicht nicht verletzt sein. Zudem geht aus dem kantonalen Gerichtsentscheid mit hinreichender Klarheit hervor, dass die Vorinstanz das Ereignis vom 7. Februar 2008 als h�chstens mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unf�lle qualifiziert und das Vorliegen eines besonders ausgepr�gt erf�llten Kriteriums oder einer besonderen H�ufung der erf�llten Kriterien verneint hat.
4.1.�Eine Leistungspflicht der Unfallversicherung setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Gesundheitsschaden nicht nur ein nat�rlicher, sondern auch ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3 S. 181). Dabei spielt die Ad�quanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Leistungspflicht des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die ad�quate weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t deckt (BGE 134 V 109 E. 2 S. 111 f.). Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar sind und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabh�ngig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abkl�rungen best�tigt wurden und die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (Urteil 8C_806/2007 vom 7. August 2008 E. 8.2).
4.2.�Das kantonale Gericht hat das Vorliegen im Sinne obgenannter Rechtsprechung organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen verneint. Die Beschwerdef�hrerin macht demgegen�ber unter Hinweis auf die interdisziplin�re (neurochirurgisch/neuroradiologisch) Beurteilung des Spitals D.________ vom 18. Oktober 2012 in Verbindung mit dem Privatgutachten des Dr. med. E.________, Facharzt f�r Neurochirurgie FMH, vom 11. April 2013 geltend, beim Unfall sei das rechte Ligamentum alare pars atlantis vollst�ndig zerrissen. Gem�ss BGE 134 V 109 E. 72 S. 119 waren im Zeitpunkt jenes Urteils keine neuen Untersuchungsmethoden ersichtlich, welche in wissenschaftlich anerkannter Weise den bislang nicht m�glichen Nachweis von organischen St�rungen im Bereich von HWS oder Sch�del-Hirn gestatteten. Ob aufgrund neu entwickelter Untersuchungsmethoden ein solcher Nachweis gelingen w�rde, war damals noch nicht verl�sslich zu beurteilen. Das Bundesgericht hat hernach diese Frage bez�glich der funktionellen Magnetresonanztomographie (vgl. BGE 134 V 231) und bez�glich der funktionellen Kernspintomographie und anderer funktioneller bildgebender Verfahren (vgl. Urteil 8C_409/2009 vom 29. Januar 2010 E. 3.4.2) verneint. Rechtsprechungsgem�ss besteht demnach kein hinreichender wissenschaftlicher Konsens �ber die Aussagekraft funktioneller Aufnahmetechniken f�r die Beurteilung der Unfallkausalit�t von L�sionen der Ligamenta alaria nach HWS-Traumata. Die Beschwerdef�hrerin bringt nichts vor, was zu einer Neubeurteilung dieser Frage Anlass geben w�rde. Die �rzte des Spitals D.________ st�tzen ihren Schluss, das Ligamenturm alare sei verletzt, auf die "Funktionsaufnahmen des Dens", mithin auf funktionelle R�ntgenaufnahmen des Drehers. Dabei handelt es sich nicht um eine wesentlich neue Technik. Entsprechend enth�lt der Bericht der �rzte des Spitals D.________ auch keine Beurteilung der Unfallkausalit�t der erhobenen Befunde. Soweit Dr. med. E.________ eine solche vornimmt, bewegt er sich somit ausserhalb des wissenschaftlichen Konsenses; abgesehen davon bestehen die Ausf�hrungen dieses Arztes in Bezug auf die Kausalit�t im Wesentlichen auf einer unzul�ssigen "post hoc ergo propter hoc"-Argumentation (vgl. zu dieser etwa Urteil 8C_178/2010 vom 22. Juni 2010 E. 4.1).
4.3.�Die Beschwerdef�hrerin vermag somit mit den von ihr angerufenen Berichten des Spitals D.________ und des Dr. med. E.________ weder den Nachweis einer objektiv nachweisbaren unfallkausalen Verletzung noch jener der Kausalit�t der objektiv nicht nachweisbaren Beschwerden zu erbringen. Selbst wenn man im �brigen davon ausginge, die �ber den 28. Februar 2011 anhaltenden Beschwerden der Versicherten seien zwar nicht objektiv nachweisbar, aber dennoch nat�rlich kausal durch den Unfall vom 7. Februar 2008 verursacht, so w�rde dies vorliegend nicht zu einer Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin f�hren: Da die Beschwerdef�hrerin seit dem 26. Januar 2009 ihrer angestammten T�tigkeit wieder voll nachgehen kann, war von einer Fortsetzung der �rztlichen Behandlung �ber den 28. Februar 2011 hinaus keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten. Das kantonale Gericht hat das Ereignis vom 7. Februar 2008 als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen qualifiziert und die Ad�quanz eines nat�rlichen Kausalzusammenhanges verneint, da keines der massgeblichen Kriterien ausgepr�gt vorliegt und die Kriterien nicht besonders geh�uft gegeben sind. Die Beschwerdef�hrerin bringt nichts vor, was zu einer anderen Betrachtungsweise der Ad�quanzfrage Anlass geben w�rde.
4.4.�Sind die �ber den 28. Februar 2011 hinaus geklagten Beschwerden jedenfalls nicht ad�quat kausal auf das Unfallereignis zur�ckzuf�hren, so ist die Leistungseinstellung auf dieses Datum hin nicht zu beanstanden.
Die Kosten eines von der versicherten Person veranlassten Gutachtens sind vom Versicherungstr�ger dann zu �bernehmen, wenn sich der Sachverhalt erst aufgrund des neu beigebrachten Untersu-chungsergebnisses schl�ssig feststellen l�sst und dem Unfallversiche-rer insoweit eine Verletzung der ihm im Rahmen des Untersuchungs-grundsatzes obliegenden Pflicht zur rechtsgen�glichen Sachverhalts-abkl�rung vorzuwerfen ist (RKUV 2004 Nr. U 503 S. 186, U 282/00���E. 5.1). Dies ist vorliegend nicht der Fall, so dass dem Antrag auf �bernahme der Kosten der Berichte des Spitals D.________ und des Dr. med. E.________ durch die Beschwerdegegnerin nicht stattzugeben ist.
Einsprache- und kantonaler Gerichtsentscheid bestehen demnach zu Recht, die Beschwerde der Versicherten ist abzuweisen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG)