Source: http://bsb.vibss.de/vereinsmanagement/steuern/buchfuehrung-im-sportverein/aufzeichnungspflichten-bei-der-euer/?L=0%3Fbegin%3D10%3Fbegin%3D10%3Fbegin%3D10
Timestamp: 2017-12-15 16:01:35
Document Index: 241785131

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 140', '§ 63', '§ 50', '§ 22', '§ 41', '§ 4', '§ 11']

Aufzeichnungspflichten bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung
Vereine, die als Unternehmer gewerblich tätig sind und die nach den Feststellungen der Finanzbehörde für den einzelnen Betrieb Umsätze einschließlich der steuerfreien Umsätze, ausgenommen die Umsätze nach § 4 Nr. 8 bis 10 des Umsatzsteuergesetzes,
von mehr als 500.000 Euro im Kalenderjahr oder
einen Gewinn aus Gewerbebetrieb von mehr als 50.000 Euro
im Wirtschaftsjahr haben, sind auch dann verpflichtet, für diesen Betrieb Bücher zu führen und auf Grund jährlicher Bestandsaufnahmen Abschlüsse zu machen, wenn sich eine Buchführungspflicht nicht aus anderen Gesetzen ergibt.
Auch nicht bilanzierungspflichtige Vereine müssen insbesondere folgende Aufzeichnungspflichten beachten:
Aufzeichnungen sämtlicher Einnahmen und Ausgaben zum Nachweis, dass die tatsächliche Geschäftsführung den Erfordernissen der Steuerbegünstigung entspricht.
Spendenrecht:
Nachweis, dass die Spenden für den steuerbegünstigten Zweck verwendet wurden.
Aufzeichnung der Entgelte und des Eigenverbrauchs bei umsatzsteuerpflichtigen Leistungen.
Führung von Lohnkonten, sobald der Verein Arbeitnehmer beschäftigt.
Die gesetzliche Regelung des § 4 Abs. 3 EStG enthält keine Bestimmungen zur Aufzeichnungspflicht. In manchen Fällen ist jedoch nur die Bereitstellung von Belegen für die Prüfung durch das Finanzamt auf Richtigkeit und Vollständigkeit nicht ausreichend.
Einnahmen und Ausgaben des Vereins müssen getrennt nach Steuersätzen und steuerfreien Umsätzen aufgezeichnet und entsprechend auf getrennte Konten gebucht werden.
Beispiel bei einem umsatzsteuerpflichtigen Verein.
Trikotwerbung 10.000 Euro netto
Vereinnahmte Umsatzsteuer 19 % 1.900 Euro
Eintrittsgelder 5.000 Euro netto
Vereinnahmte Umsatzsteuer 7 % 350 Euro
Oft sind Einzelaufzeichnungen erforderlich, z.Bsp.
Für gebuchtes Anlagevermögen, z.B. Rasenmäher, Kunstrasen, Vereinsheime, oder dergleichen ist ein Anlagenverzeichnis zu führen, aus dem sich Anschaffungsdatum, Kaufpreis und Abschreibungsdauer und die in Anspruch genommenen AfA-Beträge ersehen lassen.
Für die Abschreibung von abnutzbaren Anlagegütern ist eine Abschreibungsübersicht zu erstellen, Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG), deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten den Betrag von 150 € übersteigen müssen in einem besonderen Verzeichnis aufgelistet werden.
§ 140,141,146 AO, § 63 (3) AO, § 50 (4) EStDV, § 22 UStG, § 41 EStG, § 4 Abs. 3 EStG, § 11 EStG,
www.iww.de/pfb/steuergestaltung/gewinnermittlung-die-folgen-einer-verletzung-der-aufzeichnungspflichten-bei-der-einnahmen-ueberschussrechnung-f73630
www.rechnungswesen-portal.de/Fachinfo/Grundlagen/Steuerliche-Aufzeichnungspflicht-fuer-Einnahmen-Ueberschuss-Rechnung.html