Source: https://gesetze-in-app.de/UrhG/36
Timestamp: 2020-05-25 23:57:35
Document Index: 6590563

Matched Legal Cases: ['§ 36', 'BGH', '§ 36', 'BGH', 'BGH', '§ 36', '§ 32', '§ 132', 'BGH', 'BGH', '§ 36', 'BGH', 'BGH', '§ 32', 'BGH', '§ 36', 'BGH', '§ 36', 'BGH', '§ 36', 'BGH', '§36', 'BGH', '§36', '§ 36', 'BGH', 'BGH', '§ 36', 'BGH', 'BGH', '§ 36', '§ 36', 'BGH', 'BGH', '§ 36', '§ 32', 'BGH', 'BGH', '§ 36', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§36', '§ 36', 'BGH', '§ 36', 'BGH', '§ 36', 'BGH', '§ 36', 'BGH', '§ 138', 'BGH', '§ 36', '§ 36', 'BGH']

§ 36 UrhG: Gemeinsame Vergütungsregeln
1.die andere Partei nicht binnen drei Monaten, nachdem eine Partei schriftlich die Aufnahme von Verhandlungen verlangt hat, Verhandlungen über gemeinsame Vergütungsregeln beginnt,
2.Verhandlungen über gemeinsame Vergütungsregeln ein Jahr, nachdem schriftlich ihre Aufnahme verlangt worden ist, ohne Ergebnis bleiben oder
3.eine Partei die Verhandlungen endgültig für gescheitert erklärt hat.
BGH, URTEIL vom 4.5.2016, Az. I-ZR 222/14 Auch der erst am 30. Juni 2002 außer Kraft getretene § 36 UrhG aF bleibt daher grundsätzlich auf solche Verträge oder Sachverhalte anwendbar (vgl. BGH, Urteil vom 22. September 2011 - I ZR 127/10, GRUR 2012, 496 Rn. 60 = WRP 2012, 565 - Das Boot).
BGH, URTEIL vom 3.10.2013, Az. 1 ZR 119/93 Insbesondere ist es nicht ausgeschlossen, dass sich der Anspruch auf Auskunftserteilung und Rechnungslegung auf die Zahl und den Preis von Artikeln erstreckt, die vor dem 1. Juni 2004 verkauft worden sind; denn im Rahmen der Prüfung, ob die vereinbarte Gegenleistung in einem groben bzw. auffälligen Missverhältnis zu den Erträgnissen bzw. den Erträgen und Vorteilen aus der Nutzung des Werkes steht (§ 36 Abs. 1 UrhG aF bzw. § 32a Abs. 1 Satz 1 UrhG) sind sämtliche Erträgnisse bzw. Erträge und Vorteile zu berücksichtigen (vgl. zu § 132 Abs.3 Satz 2 UrhG BGH, Urteil vom 22. September 2011 - I ZR 127/10, GRUR 2012, 496 Rn. 53 ff. = WRP 2012, 565 - Das Boot).
BGH, URTEIL vom 4.4.2012, Az. I ZR 145/11 Nur bei gänzlich untergeordneten Leistungen, die üblicherweise durch ein Pauschalhonorar abgegolten werden, ist ein auffälliges Missverhältnis zwischen Vergütung und den aus der Verwertung erzielten Vorteilen von vornherein ausgeschlossen (zu § 36 UrhG aF BGHZ 137, 387, 397 - Comic-Übersetzungen I; BGH, GRUR 2002, 153, 155 - Kinderhörspiele; zu § 32a UrhG Beschlussempfehlung und Bericht des Rechtsausschusses, BT-Drucks. 14/8058, S. 19).
BGH, URTEIL vom 3.9.2009, Az. 1 ZR 39/07 42	Als	Vergütung	für	die	Übersetzung	von	Hardcover-Ausgaben hat das Be- rufungsgericht für den Normalfall einen Beteiligungssatz von 2% als Mittelwert eines Rahmens von 1% bis 3% für angemessen erachtet (vgl. OLG München ZUM 2003, 684, 686 f. und ZUM 2003, 970, 973 jeweils zu § 36 UrhG a.F.).
BGH, URTEIL vom 3.9.2009, Az. I ZR 38/07 -20- 42	Als Vergütung für die Übersetzung von Hardcover-Ausgaben hat das Berufungsgericht für den Normalfall einen Beteiligungssatz von 2% als Mittelwert eines Rahmens von 1% bis 3% für angemessen erachtet (vgl. OLG München ZUM 2003, 684, 686 f. und ZUM 2003, 970, 973 jeweils zu § 36 UrhG a.F.).
BGH, URTEIL vom 3.9.2009, Az. 1 ZR 41/07 40	Als	Vergütung	für	die	Übersetzung	von	Hardcover-Ausgaben hat das Be- rufungsgericht für den Normalfall einen Beteiligungssatz von 2% als Mittelwert eines Rahmens von 1% bis 3% für angemessen erachtet (vgl. OLG München ZUM 2003, 684, 686 f. und ZUM 2003, 970, 973 jeweils zu § 36 UrhG a.F.).
BGH, URTEIL vom 3.9.2009, Az. 1 ZR 40/07 39	Als Vergütung für die Übersetzung von Hardcover-Ausgaben hat das Berufungsgericht für den Normalfall einen Beteiligungssatz von 2% als Mittelwert eines Rahmens von 1% bis 3% für angemessen erachtet (vgl. OLG München ZUM 2003, 684, 686 f. und ZUM 2003, 970, 973 jeweils zu §36 UrhG a.F.).
BGH, URTEIL vom 3.9.2009, Az. 1 ZR 230/06 41	Als Vergütung für die Übersetzung von Hardcover-Ausgaben hat das Berufungsgericht für den Normalfall einen Beteiligungssatz von 2% als Mittelwert eines Rahmens von 1% bis 3% für angemessen erachtet (vgl. OLG München ZUM 2003, 684, 686 f. und ZUM 2003, 970, 973 jeweils zu §36 UrhG a.F.).
LG Köln, Urteil vom 3.2.2009, Az. 28 O 729/07 Diese Voraussetzungen sind allerdings in zweierlei Hinsicht niedriger als für einen Wegfall der Geschäftsgrundlage: zu dem einen setzt die Regelung des § 36 UrhG a.F. zwar ein grobes, nicht jedoch - wie es für einen Wegfall der Geschäftsgrundlage zu fordern ist - ein 'schlechthin unerträgliches Missverhältnis' voraus, dessen Korrektur 'zur Vermeidung untragbarer, mit Recht und Gerechtigkeit schlechthin nicht vereinbarer... Folgen unabweisbar' erscheint (vgl. BGH GRUR 1997, 215 - Klimbim; BGH GRUR 1998, 681, 683 - Comic-Übersetzungen).
LG Köln, Urteil vom 3.2.2009, Az. 28 O 729/07 Zum anderen findet § 36 UrhG a.F. auch auf Verträge Anwendung, bei denen die hohen Erträgnisse der Nutzung zwar bei Vertragsschluss noch nicht als wahrscheinlich vorauszusetzen waren, jedoch im Bereich des Möglichen lagen (BGH GRUR 1991, 901 - Horoskop-Kalender; BGH GRUR 1998, 681, 683-Comic-Übersetzungen).
LG Köln, Urteil vom 3.2.2009, Az. 28 O 729/07 Der Anspruch aus § 36 UrhG a.F. ist nämlich nicht schon dann ausgeschlossen, wenn das grobe Missverhältnis, ohne dass dies bei den Verhandlungen zu dem Ausdruck gekommen wäre, als mehr oder weniger wahrscheinliche Möglichkeit voraussehbar war, weil dies dem Zweck des § 36 UrhG, gerade den unerfahrenen oder den bei Vertragsschluss in wirtschaftlicher Not befindlichen Urheber zu schützen, widersprechen würde (BGH GRUR 1991, 901, 902- Horoskop-Kalender).
BGH, URTEIL vom 4.11.2008, Az. I ZR 49/06 35	b) Auch wenn die Bestimmung des § 36 Abs. 1 UrhG a.F. (§ 32a Abs. 1 UrhG n.F.) zunächst keinen Zahlungsanspruch, sondern nur einen Anspruch auf Vertragsanpassung gibt, kann mit der Klage auf Einwilligung in die Vertragsänderung zugleich die (unbezifferte) Klage auf Zahlung der sich aus der Vertragsänderung ergebenden Nachforderung verbunden werden (vgl. BGHZ 115, 63, 65 - Horoskopkalender).
BGH, Urteil vom 4.5.2001, Az. I ZR 245/98 a)	Zutreffend ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, daß ein Anspruch des Urhebers auf Einwilligung in eine Vertragsanpassung nach § 36 Abs. 1 UrhG in Betracht kommt, wenn dem Verwerter aus der Werknutzung unerwartet hohe Erträgnisse zugeflossen sind, die zu dem dem Urheber gezahlten Entgelt in einem groben Mißverhältnis stehen (vgl. BGHZ 115, 63, 66 - Horoskop-Kalender; 137, 387, 396 - Comic-Übersetzungen I).
BGH, Urteil vom 4.5.2001, Az. I ZR 245/98 Dabei ist - wie das Berufungsgericht ebenfalls mit Recht ausgeführt hat - nicht auf den Gewinn, sondern auf den Bruttoerlös abzustellen (BGHZ 115, 63, 68 - Horoskop-Kalender; Schrik-ker in Schricker, Urheberrecht, 2. Aufl., §36 UrhG Rdn. 10; Spautz in Möh-ring/Nicolini, UrhG, 2. Aufl., § 36 Rdn. 9).
BGH, Urteil vom 4.5.2001, Az. I ZR 245/98 Wie der Bundesgerichtshof entschieden hat, kommt eine Anwendung des § 36 UrhG grundsätzlich auch bei eher untergeordneten Leistungen in Betracht, die im Rahmen eines Bestell Vertrages erbracht werden (BGHZ 137, 387, 396 f. - Comic-Übersetzungen I; gegen das Kausalitätserfordernis auch Schricker aaO § 36 UrhG Rdn. 12).
BGH, Urteil vom 4.5.2001, Az. I ZR 245/98 Eine Korrektur kommt immer nur unter strengen Voraussetzungen in Betracht, so auch beim Wegfall der Geschäftsgrundlage, als dessen besonderer Anwendungsfall die Vorschrift des § 36 UrhG verstanden wird (BGHZ 137, 387, 396 - Comic-Übersetzungen I), oder im Rahmen des § 138 BGB.
BGH, vom 4.0.1998, Az. I ZR 189/95 20 Gesichtspunkt, § 36 UrhG diene dem Schutz des verhandlungsschwachen Urhebers (GRUR 1993, 173, 175), wird im übrigen dadurch Rechnung getragen, daß der Anspruch aus § 36 UrhG nicht schon dann ausgeschlossen ist, wenn das grobe Mißverhältnis als mehr oder weniger wahrscheinliche Möglichkeit voraussehbar war (BGHZ 115, 63, 66 f. -Horoskop-Kalender).