Source: https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift_gesamt/2731/26010.html
Timestamp: 2020-08-12 17:59:29
Document Index: 318557425

Matched Legal Cases: ['§ 112', '§ 56', '§ 57', '§ 105', '§ 107', '§ 110', '§ 36', '§ 112', '§ 36', '§ 7', '§ 13', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 13', 'Art. 5', 'Art. 3']

REVOSax - SächsOWiG
Sächsisches Ordnungswidrigkeitengesetz
(SächsOWiG)
Vom 20. Januar 1994
Rechtsbereinigt mit Stand vom 1. November 2015
Der Sächsische Landtag hat am 16. Dezember 1993 das folgende Gesetz beschlossen:
Verbleib der Geldbußen und Verwarnungsgelder
Ersatzpflicht für Verfolgungsmaßnahmen
Einzelne Ordnungswidrigkeiten, Zuständigkeiten
Schutz von Wappen und Flaggen
Zuständigkeit nach § 112 OWiG
Sonstige sachliche Zuständigkeit der Verwaltungsbehörden
Die Vorschriften dieses Teils gelten für Ordnungswidrigkeiten nach Bundesrecht und nach Landesrecht, soweit Behörden, Organe oder Stellen des Freistaates Sachsen oder einer der Aufsicht des Freistaates Sachsen unterstehenden juristischen Person des öffentlichen Rechts Bußgeldverfahren durchführen.
(1) 1Geldbußen, die durch rechtskräftige Bescheide einer juristischen Person des öffentlichen Rechts festgesetzt worden sind, fließen in deren Kassen. 2Satz 1 gilt für Verwarnungsgelder, die nach § 56 und § 57 Abs. 2 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 1987 (BGBl. I S. 602), zuletzt geändert durch Gesetz vom 15. Juli 1992 (BGBl. I S. 1302), erhoben werden, und für Nebenfolgen, die zu einer Geldzahlung verpflichten, entsprechend.
(2) Verwarnungsgelder, die von Beamten des Polizeivollzugsdienstes festgesetzt werden und deren Einzug den Bußgeldbehörden überlassen wird, fließen in die Kassen dieser Behörden.
Wird ein Gegenstand eingezogen, so geht das Eigentum an der Sache oder das eingezogene Recht mit der Rechtskraft der Entscheidung auf die juristische Person des öffentlichen Rechts über, deren Behörde, Organ oder Stelle die Einbeziehung angeordnet hat.
1Notwendige Auslagen nach § 105 Abs. 2 OWiG trägt die juristische Person des öffentlichen Rechts, deren Behörde, Organ oder Stelle das Bußgeldverfahren durchgeführt hat. 2Die Auslagen sind den in Satz 1 genannten juristischen Personen unmittelbar aufzuerlegen.
Die Geldbeträge, die eine der am Bußgeldverfahren beteiligten Stellen nach § 107 Abs. 3 Nr. 10 und 11 OWiG oder nach Nummern 1911 und 1912 des Kostenverzeichnisses der Anlage 1 des Gerichtskostengesetzes als Auslagen erhebt, werden zwischen dem Freistaat Sachsen und der juristischen Person des öffentlichen Rechts, deren Behörde, Organ oder Stelle das Bußgeldverfahren durchführt, nicht erstattet.
Ersatzpflichtig im Sinne von § 110 Abs. 4 OWiG ist die juristische Person des öffentlichen Rechts, deren Behörde, Organ oder Stelle das Bußgeldverfahren durchgeführt hat.
(aufgehoben) 3
das Wappen oder die Dienstflagge einer Gemeinde oder
das Wappen eines Landkreises
(2) Den in Absatz 1 genannten Wappen und Dienstflaggen stehen solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.
Verwaltungsbehörde im Sinne des § 36 Abs. 1 Nr. 1 OWiG ist bei Ordnungswidrigkeiten nach § 112 OWiG, soweit es sich um Verstöße gegen Anordnungen des Landtages oder seines Präsidenten handelt, der Präsident des Landtages.
Sonstige sachliche Zuständigkeit
der Verwaltungsbehörden
Verwaltungsbehörden im Sinne von § 36 Abs. 1 Nr. 1 OWiG sind in den Fällen der §§ 7 bis 10 die Ortspolizeibehörden.
Die Verordnung vom 22. März 1984 zur Bekämpfung von Ordnungswidrigkeiten (GBl. DDR I Nr. 14 S. 173), zuletzt geändert durch Verordnung vom 27. Juni 1990 (GBl. DDR I Nr. 39 S. 542), die nach Anlage II Kapitel III Sachgebiet C Abschn. I Nr. 3 des Einigungsvertrages in Verbindung mit Artikel 1 des Gesetzes vom 23. September 1990 (BGBl. II S. 885) fortgilt, wird aufgehoben.
1§ 13 tritt mit Wirkung vom 1. Januar 1994 in Kraft; im übrigen tritt dieses Gesetz am Tage nach seiner Verkündung in Kraft.
Dresden, den 20. Januar 1994
Inhaltsübersicht geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 4. Oktober 2011 (SächsGVBl. S. 370, 376) und durch Artikel 3 des Gesetzes vom 9. Juli 2014 (SächsGVBl. S. 376, 379)
§ 7 aufgehoben durch Artikel 5 des Gesetzes vom 4. Oktober 2011 (SächsGVBl. S. 370, 376)
§ 8 aufgehoben durch Artikel 5 des Gesetzes vom 4. Oktober 2011 (SächsGVBl. S. 370, 376)
§ 9 aufgehoben durch Artikel 5 des Gesetzes vom 4. Oktober 2011 (SächsGVBl. S. 370, 376)
§ 13 aufgeoben durch Artikel 3 des Gesetzes vom 9. Juli 2014 (SächsGVBl. S. 376, 379)
Änderung des Sächsischen Ordnungswidrigkeitengesetzes
Art. 5 des Gesetzes vom 4. Oktober 2011 (SächsGVBl. S. 370, 376)
Art. 3 des Gesetzes vom 9. Juli 2014 (SächsGVBl. S. 376, 379)
Quelle: REVOSax http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift_gesamt/2731/26010.html Stand vom 12.08.2020