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Timestamp: 2019-06-25 06:40:28
Document Index: 286757508

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 252', '§ 546', '§ 546', 'BGH', 'BGH', '§ 557', '§ 557', 'BGH', '§ 557', '§ 546', '§ 252', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 546', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 546', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 543', '§ 543', '§ 242', '§ 535', '§ 535', '§ 242', '§ 546', '§ 574', '§ 985', '§ 242', '§ 242', '§ 242', '§ 574', '§ 573', '§ 573', 'BGH', 'BGH', '§ 242', '§ 242']

Rechtsprechung: NZM 2010, 815 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 14.09.2010
https://dejure.org/2010,4601
BGH, 13.07.2010 - VIII ZR 326/09 (https://dejure.org/2010,4601)
BGH, Entscheidung vom 13.07.2010 - VIII ZR 326/09 (https://dejure.org/2010,4601)
BGH, Entscheidung vom 13. Juli 2010 - VIII ZR 326/09 (https://dejure.org/2010,4601)
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§ 252 BGB, § 546a BGB
Wohnraummiete: Darlegung und tatrichterliche Beurteilung des Mietausfallschadens bei Vorenthaltung der Mietwohnung
Begriff der Vorenthaltung der Mietsache bei Rückgabe der Räume durch den Mieter ohne Ausführung der ihm obliegenden Schönheitsreparaturen; Anforderungen an die Darlegung der Anspruchsvoraussetzungen für einen Mietausfallschaden wegen der verspäteten Rückgabe eines Mietobjekts
Darlegung des Mietausfallschadens; Vorenthaltung der Mietsache
Anspruch auf Nutzungsentschädigung bei Renovierungsbedarf?
Mietrecht - Mietausfallschaden bei Vorenthaltung der Mietwohnung
Nutzungsausfallentschädigung nur bei Vorenthaltung der Mietsache - in welchem Zustand sich die Mietsache bei Rückgabe befindet, ist ohne Bedeutung
Nutzungsentschädigung bei abgelehnter Wohnungsrücknahme
Kein Vorenthalten der Mietwohnung aufgrund vom Vermieter verlangter Renovierung - Vermieter steht kein Entschädigungsanspruch zu
AG Luckenwalde, 16.04.2009 - 12 C 722/08
LG Potsdam, 26.11.2009 - 11 S 40/09
NJW-RR 2010, 1521
NZM 2010, 815
ZMR 2011, 22
aa) Die Mietsache wird dann im Sinne des § 546a Abs. 1 BGB vorenthalten, wenn der Mieter die Mietsache nicht zurückgibt und das Unterlassen der Herausgabe dem Willen des Vermieters widerspricht (st. Rspr.;… BGH, Urteile vom 29. Januar 2015 - IX ZR 279/13, BGHZ 204, 83 Rn. 81;… vom 16. November 2005 - VIII ZR 218/04, NZM 2006, 12 Rn. 12;… vom 5. Oktober 2005 - VIII ZR 57/05, NZM 2006, 52 Rn. 6; vom 7. Januar 2004 - VIII ZR 103/03, NJW-RR 2004, 558 unter II 2 a [zu § 557 BGB aF]; vom 28. Februar 1996 - XII ZR 123/93, NJW 1996, 1886 unter B 2 a [zu § 557 BGB aF]; vom 15. Februar 1984 - VIII ZR 213/82, BGHZ 90, 145, 148 f. [zu § 557 BGB aF]; Beschluss vom 13. Juli 2010 - VIII ZR 326/09, NJW-RR 2010, 1521 Rn. 2; jeweils mwN;…Palandt/Weidenkaff, BGB, 76. Aufl., § 546a Rn. 8).
Anknüpfend an das Tatbestandsmerkmal der Wahrscheinlichkeit im Sinne des § 252 Satz 2 BGB hat der Bundesgerichtshof betont, dass es eine feste Regel für die an die Darlegung zu stellenden Anforderungen nicht gebe, sondern vieles von den Umständen des jeweiligen Einzelfalls abhänge (vgl. BGH, Beschluss vom 13. Juli 2010 - VIII ZR 326/09, NZM 2010, 815 Rn. 4).
An diesem Vortrag fehlt es hier (vgl. BGH Beschluss vom 13. Juli 2010 - VIII ZR 326/09 - NZM 2010, 815 Rn. 3).
Legt der Geschädigte somit die insofern notwendigen Belege für eine Schadensschätzung nicht vor, scheidet eine solche Schätzung in der Regel bereits aus (BGH, Urteil vom 13.07.2010, Az.: VIII ZR 326/09, u.a. in: NZM 2010, Seiten 815 f.; BGH, Urteil vom 05.05.1970, Az.: VI ZR 212/68, u.a. in: NJW 1970, Seiten 1411 ff.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 08.10.-, Az.: I-1 U 226/12, u.a. in: Schaden-Praxis 2014, Seiten 16 ff.).
Insofern hat der Bundesgerichtshof (BGH, Beschluss vom 13.07.2010, Az.: VIII ZR 326/09, u.a. in: NJW-RR 2010, Seiten 1521 f.; BGH, Urteil vom 05.05.1970, Az.: VI ZR 212/68, u.a. in: NJW 1970, Seiten 1411 ff.) aber auch immer darauf hingewiesen, dass sich eine feste Regel nicht aufstellen lässt, sondern vieles von den Umständen des jeweiligen Falles abhängt und deshalb die Beurteilung einer hinreichenden Schadenswahrscheinlichkeit stets Aufgabe des erkennenden Gerichts ist.
Denn der Anspruch gemäß § 546a BGB ist ausgeschlossen, wenn trotz fehlender Räumung ein Vorenthalten der Mietsache nicht mehr gegeben ist (BGH Beschluss vom 13. Juli 2010 zu Az. VIII ZR 326/09;… Wolf/Eckert/Ball, aaO. Rn. 1136).
Außerdem besagt der Begriff der Vorenthaltung nicht nur, dass der Mieter die Mietsache nicht zurückgibt, sondern auch, dass das Unterlassen der Herausgabe dem Willen des Vermieters widerspricht (BGH Beschluss vom 13. Juli 2010 zu Az. VIII ZR 326/09; BGH WuM 2006, 102).
Dazu wäre erforderlich gewesen, dass sie das Mietobjekt für den geltend gemachten Zeitraum anderweitig hätte vermieten können (…BGH, Urt. v. 13.3.2013, XII ZR 34/12; Beschl. v. 13.7.2010, VIII ZR 326/09).
Geschäftsraummiete: Konkludente Fortsetzung eines Mietverhältnisses bei …
Im Übrigen fehlt es hier schon an einer Vorenthaltung im Sinne von § 546a BGB, da die Klägerin von einer Fortdauer des Mietverhältnisses ausgeht und die Mietsache nicht zurück erhalten will (vgl. BGH, Beschluss vom 13.7.2010 - VIII ZR 326/09 - Tz. 2 m. w. N.).
https://dejure.org/2010,6593
BGH, 14.09.2010 - VIII ZR 83/10 (https://dejure.org/2010,6593)
BGH, Entscheidung vom 14.09.2010 - VIII ZR 83/10 (https://dejure.org/2010,6593)
BGH, Entscheidung vom 14. September 2010 - VIII ZR 83/10 (https://dejure.org/2010,6593)
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§ 543 Abs 1 Nr 1 ZPO, § 543 Abs 2 Nr 2 ZPO, § 242 BGB, § 535 BGB, §§ 535 ff BGB
Beschränkung der Revisionszulassung im Mietrechtsstreit und Frage des Rechtsmissbrauchs bei der Mietvertragskündigung gegenüber Mitmietern als Zulassungsgrund zur Fortbildung des Rechts
Fortsetzung eines Mietverhältnisses wegen eines Härtefalls im Hinblick auf eine fehlende Kündigung gegenüber einem zuvor vor zehn Jahren eigenmächtig ausgezogenen Mieter
Kündigung gegenüber alleinverbliebenem Mitmieter; Räumung
BGB § 242; BGB § 546 Abs. 1; BGB § 574; BGB § 985
Treu- und Glaubensverstoß bei Kündigung nur gegenüber einem Mieter
Berufung auf ein nur noch auf dem Papier bestehendes, seit 10 Jahren "de facto" nicht mehr bestehendes Mietverhältnis ist rechtsmissbräuchlich
AG Mannheim, 14.08.2009 - 14 C 29/09
LG Mannheim, 03.03.2010 - 4 S 96/09
Etwas anderes wäre nur dann anzunehmen, wenn es dem Kläger gemäß § 242 BGB verwehrt wäre, sich darauf zu berufen, dass die Kündigung gegenüber allen Eintretenden auszusprechen gewesen wäre (vgl. etwa Senatsurteil vom 16. März 2005 - VIII ZR 14/04, NJW 2005, 1715 unter II 1, 2; Senatsbeschluss vom 14. September 2010 - VIII ZR 83/10, WuM 2010, 680 Rn. 5).
Jedoch ist die vom Amtsgericht vorgenommene und vom Berufungsgericht unausgesprochen gebilligte rechtliche Würdigung, dem Beklagten sei es nach Treu und Glauben (§ 242 BGB) verwehrt, sich auf einen fehlenden Zugang des Kündigungsschreibens an seine Ehefrau zu berufen, weil diese aus der Wohnung ausgezogen sei, ohne dies der Klägerin anzuzeigen und eine neue Anschrift zu hinterlassen, aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden (vgl. Senatsbeschluss vom 14. September 2010 - VIII ZR 83/10, WuM 2010, 680 Rn. 2, 5).
Die im Einzelfall vorzunehmende wertende Betrachtung der Gesamtumstände unter dem Gesichtspunkt des § 242 BGB obliegt in erster Linie dem Tatrichter und kann vom Revisionsgericht nur eingeschränkt daraufhin überprüft werden, ob der Tatrichter die maßgeblichen Tatsachen vollständig festgestellt und gewürdigt und ob er die allgemein anerkannten Maßstäbe berücksichtigt und richtig angewandt hat (…vgl. Senatsurteile vom 21. Oktober 2009 - VIII ZR 64/09, NJW 2009, 3781 Rn. 19; vom 9. März 2005 - VIII ZR 394/03, NZM 2005, 538 unter II 3;… vom 11. Januar 2006 - VIII ZR 364/04, NZM 2006, 338 Rn. 12; Senatsbeschluss vom 14. September 2010 - VIII ZR 83/10, WuM 2010, 680 Rn. 4).
Denn bei der Härteregelung nach § 574 BGB und dem dort geregelten Anspruch des Mieters auf Fortsetzung des Mietverhältnisses, in deren Rahmen - und nicht in dem des § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB - die besonderen Belange des Mieters im Einzelfall (individuelle Härte) auf dessen Widerspruch hin berücksichtigt werden (…vgl. Senatsurteile vom 26. September 2012 - VIII ZR 330/11, NJW 2013, 225 Rn. 18;… vom 29. März 2017 - VIII ZR 45/16, NJW 2017, 2018 Rn. 49 mwN), handelt es sich um einen selbständigen Teil des Streitstoffs in dem Sinne, dass dieser in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht unabhängig von dem übrigen Streitstoff - hier namentlich dem Vorliegen von Eigenbedarf nach § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB - beurteilt werden (so bereits Senatsbeschluss vom 14. September 2010 - VIII ZR 83/10, WuM 2010, 680 Rn. 1 f.) und auch im Falle einer Zurückverweisung kein Widerspruch zum nicht anfechtbaren Teil des Streitstoffs auftreten kann (…vgl. Senatsurteil vom 15. März 2017 - VIII ZR 295/15, aaO Rn. 14;… Senatsbeschlüsse vom 10. April 2018 - VIII ZR 247/17, aaO Rn. 21; jeweils mwN;… vom 12. Juni 2018 - VIII ZR 121/17, aaO).
LG Frankfurt/Main, 11.06.2018 - 11 S 9/18
Ausnahmsweise gilt dieser Grundsatz jedoch nicht, wenn im Einzelfall das Festhalten an dem Erfordernis unter Berücksichtigung der Grundsätze von Treu und Glauben als überspitzt formalistisch erscheint (BGH, Beschluss vom 14.09.2010, Az.: VIII ZR 83/10; OLG Frankfurt, Beschluss vom 30.12.1990, Az.: 20 REMiet/90).
LG Berlin, 06.03.2014 - 67 S 425/13
Wann besteht Anspruch des Mieters auf insolvenzfeste Anlage einer Mietkaution?
Die Geltendmachung einer allein derart begründeten - formalen - Rechtsposition ist jedoch gegenüber der Klägerin mit den Grundsätzen von Treu und Glauben unvereinbar (vgl. BGH, Urt. v. 14. September 2010 - VIII ZR 83/10, WuM 2010, 680 Tz. 5;… Grüneberg, in: Palandt, BGB, 73. Aufl. 2014, § 242 Rz. 50 (jeweils zu § 242 BGB allgemein)).