Source: https://www.fachportal-hochbegabung.de/bundeslaender/laenderdaten/nw/
Timestamp: 2020-02-17 08:07:39
Document Index: 176067949

Matched Legal Cases: ['§2', '§35', '§1', '§2', '§1', '§11', '§50', '§2', '§ 35', '§48']

Begabtenförderung in Nordrhein-Westfalen | KARG Fachportal Hochbegabung
1. Allgemeine Angaben zum Schulsystem
1.1 Dauer der Grundschule
Dauer der Grundschule gemäß Verordnung über den Bildungsgang in der Grundschule (AO-GS), §2:
„(1) Der Besuch der Grundschule dauert in der Regel vier Jahre. Diese Regeldauer soll um nicht mehr als ein Jahr überschritten werden.
(2) Der Besuch der Schuleingangsphase ist auf drei Jahre begrenzt. Der Besuch im dritten Jahr wird nicht auf die Dauer der Schulpflicht angerechnet.“
1.2 Stichtagsregelung für die reguläre Einschulung
Stichtagsregelung für die reguläre Einschulung
Schulgesetz NRW, §35 Beginn der Schulpflicht:
„(1) Die Schulpflicht beginnt für Kinder, die bis zum Beginn des 30. September das sechste Lebensjahr vollendet haben, am 1. August desselben Kalenderjahres.
(2) Kinder, die nach dem in Absatz 1 genannten Zeitpunkt das sechste Lebensjahr vollenden, können auf Antrag der Eltern zu Beginn des Schuljahres in die Schule aufgenommen werden, wenn sie die für den Schulbesuch erforderlichen körperlichen und geistigen Voraussetzungen besitzen und in ihrem sozialen Verhalten ausreichend entwickelt sind (Schulfähigkeit); sie werden mit der Aufnahme schulpflichtig. Die Entscheidung trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter unter Berücksichtigung des schulärztlichen Gutachtens.“
Zusätzlich gilt die Verordnung über den Bildungsgang in der Grundschule (AO-GS), §1 Aufnahme in die Grundschule
1.3 Funktion der Jahrgangsstufen 5 & 6
Funktion der Jahrgangsstufen 5 & 6
Die Klassen 5 und 6 gelten als Erprobungsstufe und bilden eine besondere pädagogische Einheit. Vor dem Hintergrund der Lernerfahrungen in der Grundschule führen die Lehrer/innen die Kinder in diesen zwei Jahren an die Fächer und Lernangebote, Unterrichtsmethoden, Anforderungen sowie Überprüfungsformen des Gymnasiums heran. Sie entwickeln und beobachten die Kompetenzen der Kinder mit dem Ziel, in Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten perspektivisch den dauerhaften Verbleib des Kindes am Gymnasium zu festigen oder aber eine dem Wohl des Kindes entsprechende Korrektur rechtzeitig vorzubereiten.
In der Erprobungsstufe gehen die Schüler/innen unabhängig von ihrem jeweiligen Leistungsstand von der 5. in die 6. Klassenstufe über. Eine einmalige freiwillige Wiederholung einer der beiden Klassenstufen ist auf Antrag der Erziehungsberechtigten und nach Entscheidung der Erprobungsstufenkonferenz jedoch möglich. Am Ende der Klassenstufe 6 entscheidet die Versetzungskonferenz mit der Versetzung der Schüler/innen in die Klassenstufe 7 auch über deren Eignung für den weiteren Besuch des Gymnasiums. Stellt die Versetzungskonferenz gegen Ende der Erprobungsstufe fest, dass die Schulform gewechselt werden muss, wird den Erziehungsberechtigten eine entsprechende Empfehlung spätestens sechs Wochen vor Schuljahresende schriftlich übermittelt und gleichzeitig ein Beratungstermin angeboten. Auf Antrag der Eltern ist auch ein früherer Wechsel möglich, wenn dies im Interesse des Kindes geboten erscheint. Die Schulleitung unterstützt die Eltern beim Wechsel des Kindes in die empfohlene Schulform.
Zusätzlich besteht in der Sekundarschule in den Klassenstufen 5 und 6 eine gemeinsame Schulzeit aller Schüler/innen. Ab der Klassenstufe 7 wird der Unterricht entsprechend den Neigungen der Schüler/innen entweder in integrierter, teilintegrierter oder kooperativer Form mit mindestens zwei Bildungsgängen angeboten. Da die Sekundarstufenschule auch bereits ab Klasse 5 gymnasiale Standards anbietet, haben die Klassenstufen 5 und 6 ebenfalls orientierende Funktion.
1.4 Weiterführende Schulformen
Mit dem Modellvorhaben „Gemeinschaftsschule“ wird seit dem Schuljahr 2011/12 erprobt, wie durch längeres gemeinsames Lernen die Chancengerechtigkeit vergrößert werden kann und mehr Schüler/innen zu besseren Abschlüssen geführt werden können. In diesem Schulversuch werden exemplarisch Konzepte erprobt, die landesweit für Schulen des längeren gemeinsamen Lernens (Gesamtschulen und Sekundarschulen) von Bedeutung sein können. Die Gemeinschaftsschule versteht sich als eine Schule für alle Kinder mit unterschiedlichen Begabungen und Biografien. Diese individuellen Voraussetzungen bilden den Ausgangspunkt für die Planung und Durchführung des Unterrichts, der auf die Bedürfnisse und Ansprüche der Kinder zugeschnitten ist. In der Gemeinschaftsschule lernen Kinder und Jugendliche deshalb gemeinsam und voneinander.
Die Gesamtschule ist eine Schule des längeren gemeinsamen Lernens. Sie arbeitet mit Kindern und Jugendlichen aller Leistungsstärken und hält Laufbahnentscheidungen möglichst lange offen. Aufgrund ihres besonderen pädagogischen Konzepts sind Gesamtschulen fast immer gebundene Ganztagsschulen. An der Gesamtschule können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erreicht werden, die an den anderen Schulformen erworben werden können: Hauptschulabschluss nach Klasse 9, Hauptschulabschluss nach Klasse 10, mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) nach Klasse 10. Die gymnasiale Oberstufe setzt den Bildungsgang der Klassen 5 bis 10 fort. Es gibt eine einheitliche dreijährige gymnasiale Oberstufe an Gesamtschulen sowie an Gymnasien.
Bei guten Leistungen können die Schüler/innen gegebenenfalls direkt in die Jahrgangsstufe 12 wechseln. In die Klassen 6 bis 9 gehen die Schüler/innen jeweils ohne Versetzung über.
Der Unterricht in den Klassen 5 und 6 wird im Klassenverband erteilt. In einigen Fächern bietet die Gesamtschule Unterricht auf zwei Anspruchsebenen an. Zusätzliche Förderangebote ermöglichen z.B. die Aufarbeitung von Lernrückständen. Fester Bestandteil des Unterrichtsangebots sind die sogenannten Ergänzungsstunden.
Das Gymnasium ermöglicht Schüler/innen den schnellsten Weg zum Abitur. In einem durchgehenden Bildungsgang wird dieser Abschluss im Regelfall nach 8 Jahren erreicht. Auch die anderen allgemeinbildenden beziehungsweise gleichwertigen Schulabschlüsse können am Gymnasium erworben werden. Der Bildungsgang gliedert sich dabei in eine fünfjährige Sekundarstufe I (Erprobungs- und Mittelstufe) sowie eine dreijährige gymnasiale Oberstufe (Einführungs- und Qualifikationsphase).
Wesentliche Alleinstellungsmerkmale des Gymnasiums im Vergleich zu den anderen weiterführenden allgemeinbildenden Schulformen sind:
- der in der Mittelstufe um ein Schuljahr verkürzte Weg bis zum Abitur,
- eine geringere Gesamtjahreswochenstundenzahl bis zum Ende der Sekundarstufe I beziehungsweise bis zum Ende der Sekundarstufe II,
- die Berechtigung zum Eintritt in die gymnasiale Oberstufe durch einfache Versetzung,
- das Fehlen einer zentralen Prüfung am Ende der Sekundarstufe,
- die Verpflichtung für alle Schüler/innen, ab Klasse 6 eine zweite Fremdsprache zu belegen.
Die Hauptschule vermittelt den Schüler/innen eine grundlegende allgemeine Bildung, die insbesondere auf eine Berufsorientierung und Lebensplanung vorbereitet. In der Hauptschule können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden: der Hauptschulabschluss (nach Klasse 9), der Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und bei erfolgreichem Besuch der Klasse 10 des Typs B der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife). Mit diesem kann gegebenenfalls auch die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe erlangt werden.
Die Realschule umfasst die Klassen 5 bis 10. An dieser Schulform der Sekundarstufe I werden praktische Fähigkeiten ebenso gefördert wie das Interesse an theoretischen Zusammenhängen. Die Schüler/innen erwerben eine erweiterte allgemeine Bildung sowie berufsorientierende Kompetenzen und können — je nach Befähigung und Neigung — nach Abschluss der 10. Klassenstufe eine berufliche Ausbildung anschließen oder in die Bildungsgänge der Sekundarstufe II wechseln.
In Klasse 6 wird Unterricht in einer zweiten modernen Fremdsprache erteilt, ab Klasse 7 wird neben dem fremdsprachlichen ein naturwissenschaftlich-technischer, ein sozialwissenschaftlicher und ein musikalisch-künstlerischer Schwerpunkt angeboten.
Die Sekundarschule ergänzt seit dem 20. Oktober 2011 als integrierte Schulform das Angebot der Sekundarstufe I in Nordrhein-Westfalen. Die Sekundarschule umfasst die Klassenstufen 5 bis 10. Sie ist mindestens dreizügig und als Ganztagsschule angelegt.
Die Sekundarschule trägt unterschiedlichsten Lebens- und Berufsperspektiven Rechnung: Die Schüler/innen werden entsprechend sowohl auf eine berufliche Ausbildung als auch auf die Hochschulreife vorbereitet.
In der Sekundarschule lernen die Kinder und Jugendlichen in den Klassen 5 und 6 gemeinsam. Ab der Klassenstufe 7 wird der Unterricht entweder in integrierter, teilintegrierter oder kooperativer Form mit mindestens zwei Bildungsgängen angeboten. Über die jeweilige Organisationsform entscheidet der Schulträger gemäß den bestehenden örtlichen Begebenheiten.
Die Sekundarschule bietet im Unterricht von Anfang an auch gymnasiale Standards, verfügt aber über keine eigene Oberstufe. Deswegen ist die Zusammenarbeit mit den Oberstufen von Gymnasium, Gesamtschule bzw. Berufskolleg verbindlich geregelt. Dies schafft Sicherheit in der Planung der individuellen Schullaufbahn bis zum Abitur. Die Sekundarschule bereitet den Weg zum Abitur in 9 Schuljahren (G9).
1.5 Schulzeit bis zum Abitur
Schulzeit bis zum Abitur
- Gemeinschaftsschule: 4+6+3
- Gesamtschule: 4+6+3
- Gymnasium: 4+5+3; ab 2019/2010: 4+6+3
- Hauptschule: 4+5+1+3
- Realschule: 4+6+3
- Sekundarschule: 4+6+3
- Einführung G8: Schuljahr 2005/2006
- doppelter Abiturjahrgang: 2013
- Rückkehr zu G9: erstmalig 2011/12 auf Antrag von 13 (von 630) Gymnasien im Rahmen eines Schulversuchs
Die komplette Umstellung auf G9 beginnt mit dem Schuljahr 2019/20 (1. August 2019). Ab dann wird G9 zum Regelfall an den Gymnasien auf der Grundlage der „Leitentscheidung G9“. Gymnasien können sich jedoch für den Verbleib bei G8 entschließen. Voraussetzung hierfür ist ein Beschluss der Schulkonferenz mit mehr als 2/3 der Stimmen.
1.6 Zentralabitur
Die Aufgaben für die drei schriftlichen Prüfungen (Leistungskurse und drittes Abiturfach) werden zentral gestellt.
2. Begabtenförderung im Elementarbereich
2.1 Zuständigkeit und Ansprechpartner/innen
Zuständigkeit für Kindertagesstätten/Kindertagesbetreuung
Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI)
Zuständigkeit für Begabtenförderung
2.2 Rahmenbedingungen für die Begabtenförderung
Regelungen im Kita-Gesetz
Regelungen im Bildungs- und Erziehungsplan
2.3 Angebote/Programme/Stipendien
Angebote/Programme/Stipendien in Landesverantwortung
Weitere Angebote/Programme/Stipendien (vom Land unterstützt)
2.4 Netzwerke/Kooperationen/Kompetenzzentren
Netzwerke in Landesverantwortung
Weitere Netzwerke (vom Land unterstützt)
Ergänzungen zur Begabtenförderung im Elementarbereich
In Nordrhein-Westfalen gibt es entsprechende Initiativen. Beispielsweise gibt es das Internationale Centrum für Begabungsforschung (ICBF) der Universität Münster. Seit 2003 wird dort eine Weiterbildung für Erzieher/innen zum „Specialist in Gifted Education“ angeboten.
3. Begabtenförderung in der Schule
3.1 Zuständigkeit und Ansprechpartner/innen
Zuständigkeit Begabtenförderung übergeordnet
Referat 412 (Entwicklung, Planung und Koordination von Fortbildung und Qualifizierung im Schulwesen, Individuelle Förderung, Hochbegabtenförderung, Fördervereine, Stiftungen, Sponsoring)
MR Engelbert Sanders
Tel.: 0211/5867-3442
E-Mail: Engelbert.sanders@msb.nrw.de
OStRin Claudia Schury
Tel.: 0211/5867-3550
E-Mail: claudia.schury@msb.nrw.de
Zuständigkeit Begabtenförderung Grundschule
Zuständigkeit Begabtenförderung Sekundarstufe
3.2 Rahmenbedingungen für die Begabtenförderung
§2, Abs. 11 (SchulG): „Besonders begabte Schülerinnen und Schüler werden durch Beratung und ergänzende Bildungsangebote in ihrer Entwicklung gefördert.“
Rahmenkonzept/Gesamtdarstellung
Projekt „Zentren Begabtenförderung“:
Strukturen und Inhalte des Projekts werden ausgerichtet auf einen inklusiven Umgang mit begabten und hochbegabten Kindern und Jugendlichen sowie einer individuellen Förderung im Regelunterricht. Ferner werden Aspekte von Beeinträchtigungen und Benachteiligungen berücksichtigt.
Gemeinsame Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler — „Leistung macht Schule“ (LemaS):
Die Initiative fördert die schulische Netzwerkarbeit und bietet Unterstützungs- und Veranstaltungsangebote im Rahmen des Netzwerks „Zukunftsschulen NRW“ zu Themen der individuellen Förderung — auch im Hinblick auf die Begabten- und Begabungsförderung.
3.3 Angebote/Programme/Stipendien
Webpräsenz zu den „Lernferien NRW“: LINK
Angebote von Stiftungen sind einsehbar über die Webpräsenz des Stipendienlotsen des BMBF: LINK
3.4 Akzeleration durch vorzeitige Einschulung / flexible Schuleingangsphase (bzw. ähnlich benannte Konzepte)
Regelung zur vorzeitigen Einschulung
Ferner gilt die Verordnung über den Bildungsgang in der Grundschule (AO-GS), §1, Abs. 1 und 5. Weitere Informationen auf der Webpräsenz des Schulministeriums von Nordrhein-Westfalen:
Schulgesetz NRW, §11:
„(2) Die Klassen 1 und 2 werden als Schuleingangsphase geführt. Darin werden die Schülerinnen und Schüler nach Entscheidung der Schulkonferenz entweder getrennt nach Jahrgängen oder in jahrgangsübergreifenden Gruppen unterrichtet, sofern nicht auf Grund der Vorschriften für die Klassengrößen nur jahrgangsübergreifende Gruppen gebildet werden können. Die Schulkonferenz kann frühestens nach vier Jahren über die Organisation der Schuleingangsphase neu entscheiden. Die Schuleingangsphase dauert in der Regel zwei Jahre. Sie kann auch in einem Jahr oder in drei Jahren durchlaufen werden.
(3) Die Klassen 3 und 4 sind entweder aufsteigend gegliedert oder können durch Beschluss der Schulkonferenz auf der Grundlage eines pädagogischen Konzeptes mit der Schuleingangsphase verbunden und jahrgangsübergreifend geführt werden, sofern nicht auf Grund der Vorschriften für die Klassengrößen nur jahrgangsübergreifende Gruppen gebildet werden können. Bei jahrgangsübergreifender Organisation in der Schuleingangsphase sind die Klassen 3 und 4 jahrgangsübergreifend zu führen, wenn jahrgangsbezogener Unterricht auf Grund der Vorschriften für die Klassengrößen die Bildung einer zusätzlichen Klasse zur Folge hätte. Absatz 2 Satz 3 gilt entsprechend.“
An vielen Grundschulen werden die Lehrer/innen durch sozialpädagogische Fachkräfte unterstützt. Ihre Aufgabe ist es vor allem, Kinder zu unterstützen und zu fördern, die mehr Lernzeit benötigen.
3.5 Akzeleration durch Überspringen
Verfahrensweisen/pädagogisches Konzept
§50, Abs.1 (SchulG):
„Eine Schülerin oder ein Schüler wird nach Maßgabe der Ausbildungs- und Prüfungsordnung in der Regel am Ende des Schuljahres in die nächsthöhere Klasse oder Jahrgangsstufe versetzt, wenn die Leistungsanforderungen der bisherigen Klasse oder Jahrgangsstufe erfüllt sind. Eine Vorversetzung ist möglich, wenn eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht der höheren Klasse oder Jahrgangsstufe zu erwarten ist. Die Ausbildungs- und Prüfungsordnung kann vorsehen, dass Übergänge in die nächsthöhere Klasse oder Jahrgangsstufe auch ohne Versetzung möglich sind.
Das Verfahren wird im Einzelfall durch die jeweilige Schule sichergestellt.“
§2, Abs. 2 (APO-SI):
„Eine Vorversetzung ist zum Ende eines Schulhalbjahres oder eines Schuljahres möglich. Eine Schule kann leistungsstarke Schülerinnen und Schüler nach der Erprobungsstufe in Gruppen zusammenfassen, die auf Grund individueller Vorversetzung eine Klasse überspringen oder übersprungen haben.“
Die Qualifizierungsphase der Oberstufe kann nicht übersprungen werden.
Begrenzung bzgl. Anzahl an Klassenstufen, die auf einmal übersprungen werden dürfen
Grundschule: Die Schuleingangsphase kann in einem Jahr, in zwei Jahren oder in drei Jahren durchlaufen werden.
Begrenzung hinsichtlich schulformübergreifenden Springens
vgl. §§ 35, 37, 38, 50 SchulG
Begrenzung hinsichtlich Häufigkeit
Angebote zum Gruppenspringen
Hierfür wird das Drehtürmodell angewandt, also das Springen in einem Fach in höhere Klassenstufen.
3.6 Akzeleration durch Frühstudium/Juniorstudium
Vorhaltung von Angeboten
An allen Hochschulen in NRW, z. B.: Aachen, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bonn Rhein-Sieg, Duisburg-Essen, Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Hagen, Köln, Münster, Paderborn, Siegen, Wuppertal.
Weitere Informationen auf der Webpräsenz des Hochschulkompass:
Ansprechpartner/innen / Koordinator/innen
Weitere Informationen auf der Webpräsenz des Hochschulkompass: LINK
Zusätzliche Finanzierung aus Landesmitteln
Bewerbungsverfahren/Zugangskriterien
Die Begleitung wird durch die beteiligten Schulen sichergestellt. Weitere Informationen auf der Webpräsenz des Hochschulkompass:
§48, Abs. 6 (HGNRW):
„Schülerinnen oder Schüler, die nach dem einvernehmlichen Urteil von Schule und Hochschule besondere Begabungen aufweisen, können im Einzelfall als Jungstudierende außerhalb der Einschreibungsordnung zu Lehrveranstaltungen und Prüfungen zugelassen werden. Ihre Studien- und Prüfungsleistungen werden auf Antrag bei einem späteren Studium angerechnet.“
Abiturprüfung in einzelnen Fächern vorab
Aufgrund des Zentralabiturs und den Vorgaben des Schulgesetzes sowie der KMK ist dies nicht möglich.
3.7 Angebote/Programme zur Optimierung von Übergängen
Übergang Elementarbereich — Grundschule
Angebote gibt es beispielsweise im Rahmen des Netzwerks „Zukunftsschulen NRW“. In diesem Projekt arbeiten während der Projektlaufzeit insgesamt 23 Schulen aus den fünf Regierungsbezirken schulformübergreifend in Netzwerken an Konzepten der Begabungsförderung unter dem Dach von „Zukunftsschulen NRW“. Hierzu gehören auch Grundschulen.
Übergang Grundschule — weiterführende Schule
Angebote gibt es beispielsweise im Rahmen des Netzwerks „Zukunftsschulen NRW“.
Übergang Schule — Beruf/Hochschule
Zusätzlich besteht das Projekt „Kein Abschluss ohne Abschluss“ (KAoA). Weitere Informationen hierzu auf der Webpräsenz für berufliche Orientierung des Landes Nordrhein-Westfalen:
Übergang zwischen verschiedenen Schulformen
3.8 Netzwerke
Projekt „Zentren Begabtenförderung NRW“
In diesem Projekt arbeiten in der Zeit von 12/2016-12/2019 insgesamt 23 Schulen aus den fünf Regierungsbezirken schulformübergreifend in Netzwerken an Konzepten der Begabungsförderung unter dem Dach von „Zukunftsschulen NRW“. Das Projekt wird von der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster wissenschaftlich begleitet. Zielsetzung des Projektes ist zum einen die Erweiterung der Expertise der Schulen in Hinblick auf Begabungsförderung. Zum anderen werden diese Schulen als beratende Systeme im Rahmen des Netzwerks „Zukunftsschulen NRW“ aufgebaut und übernehmen anschließend eine Multiplikatorenfunktion für andere Schulen. In Form von Workshops werden fachliche, diagnostische, didaktische, kommunikative und strukturelle Kompetenzbereiche erweitert. Strukturen und Inhalte des Projekts werden ausgerichtet auf einen inklusiven Umgang mit begabten und hochbegabten Kindern und Jugendlichen sowie einer individuellen Förderung im Regelunterricht. Auch Aspekte von Beeinträchtigungen und Benachteiligungen werden hierbei berücksichtigt.
Weitere Informationen auf dem Bildungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen:
Gemeinsame Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schülern — „Leistung macht Schule“ (LemaS)
Die bundesweite Initiative hat das Ziel, Entwicklungsmöglichkeiten von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Schüler/innen zu optimieren. Dabei soll besonderes Augenmerk auf die Potenziale von Kindern und Jugendlichen aus weniger bildungsnahen Elternhäusern (insbesondere mit Migrationshintergrund) sowie auf die Ausgewogenheit der Geschlechter (insbesondere der Mädchen im MINT-Bereich) gerichtet werden. Die Initiative richtet sich schulformübergreifend an Schüler/innen der Klassenstufen 1 bis 10. Aus NRW nehmen 63 Schulen teil. Die 23 Schulen des Projekts „Zentren Begabtenförderung“ wurden in diese Initiative integriert. Die zehnjährige Initiative startete am 31.01.2018 und besteht aus zwei Phasen zu jeweils fünf Jahren. Ziel der ersten Phase ist es, schulische Strategien, Konzepte und Maßnahmen zur Förderung zu entwickeln bzw. weiterzuentwickeln. Die Erarbeitung der Konzepte erfolgt in schulformübergreifenden Netzwerken. Kern der zweiten Phase der Initiative ist der Transfer der Ergebnisse mit den teilnehmenden Schulen als Multiplikatoren.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf unterhält die Stiftung „Haus der Talente Düsseldorf“ (vormals: Competence Center Begabtenförderung) als pädagogisch-psychologische Serviceeinrichtung. Weitere Informationen auf der Webpräsenz der Stiftung „Haus der Talente Düsseldorf“:
3.9 Ergänzungen
Ergänzungen zur Begabtenförderung in der Schule
3.10 Schulische Begabtenförderung durch innere und äußere Differenzierung
4. Akademien/Wettbewerbe/Kurse
4.1 Deutsche SchülerAkademien (DSA)
Die Schulen können sich über das Bildungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen informieren: LINK
4.2 DeutscheJuniorAkademien (DJA)
Bildungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen: LINK
Webpräsenz der Deutschen Juniorakademie:
Beschreibung der DJA
Deutsche Juniorakademie:
4.3 Sonstige Akademie- oder Ferienkursangebote (in Verantwortung oder mit (Ko-) Finanzierung des Landes)
Sonstige Akademie- oder Ferienkursangebote (in Verantwortung oder mit (Ko-) Finanzierung des Landes)
Webpräsenz der Lernferien NRW:
4.4 Wettbewerbe
Informationsangebote zu bundesweiten Schülerwettbewerben (Bildung & Begabung)
Über das Amtsblatt, verfügbar auf dem Bildungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen:
Unterstützungsangebote zu bundesweiten Schülerwettbewerben (Bildung & Begabung)
Sonstige Wettbewerbe: bundesweit oder international
z. B. „Känguru-Wettbewerb“, Wettbewerg „Big Challenge“, „Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten“ (Körber-Stiftung)
4.5 Sonstige außerschulische Angebote aus öffentlichen Mitteln
Sonstige außerschulische Angebote aus öffentlichen Mitteln
Ergänzungen zu Akademien/Wettbewerben/Kursen
Informationen zum Lehrplan sind auf der Webpräsenz Kita.NRW des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen verfügbar: LINK
Ausbildung von Lehrkräften (Studium/Referendariat)
Im Rahmen der kompetenzorientierten Lehrerausbildung (vgl. KMK-Standards) sind der Umgang mit Heterogenität, diagnostische und didaktische Kompetenzen bezüglich der individuellen Förderung fester Bestandteil. Genaueres regeln die Studienordnungen der jeweiligen Universitäten. Für das Referendariat gelten sowohl die Ordnung des Vorbereitungsdienstes und der Staatsprüfung (OVP) sowie die Seminarprogramme der Zentren für Schulpraktische Lehrerausbildung (ZfSL).
Angebote für Erzieher/innen und Sozialpädagog/innen
Regionale Fortbildungen für Lehrkräfte werden auf dem Bildungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen benannt:
Angebote für Schulpsychologinnen und -psychologen
Entsprechende Angebote werden auf Ebene der Bezirksregierungen geplant und umgesetzt.
Angebote für weitere Bezugsgruppen
Ergänzungen zu Aus-, Fort- und Weiterbildung
Angebote des schulpsychologischen Dienstes / schulpsychologischer Beratungsstellen
Weitere Informationen auf der Webpräsenz des Hochbegabtenzentrum Rheinland (HBZ):
des Competence Center Begabtenförderung in Düsseldorf (CCB): LINK
sowie des ICBF Münster:
Qualifikation schulpsychologischer Fachkräfte
Ausstattung mit Schulpsychologinnen/-psychologen
Einbindung Schulpsychologinnen/-psychologen
Zentrale Beratungsstellen (öffentliche Finanzierung)
Von Beratungen erfahren Schüler/innen sowie Eltern über die verschiedenen Stellen des Schulpsychologischen Dienstes: LINK
Die Bezirksregierungen bieten Fachberatung zur individuellen Förderung und Begabungsförderung mit den entsprechenden Fachdezernentinnen und Fachdezernenten und ihren Beraterteams:
Bezirksregierung Arnsberg: LINK
Bezirksregierung Detmold: LINK
Bezirksregierung Düsseldorf: LINK
Bezirksregierung Köln: LINK
Bezirksregierung Münster: LINK
Sonstige Beratungsstellen (öffentliche Finanzierung)
Webpräsenz des Internationalen Zentrums für Begabungsforschung: LINK
Vernetzung von Beratungsstellen
Ergänzungen zu Beratung
7.1 Hochbegabte Underachiever
Weitere Informationen auf dem Bildungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen: LINK
7.2 Weitere spezifische Zielgruppen
Weitere spezifische Zielgruppen
7.3 Ergänzungen
Ergänzungen zu Angeboten für bestimmte Zielgruppen
8. Wissenschaftliche Projekte im Bereich Begabtenförderung
8.1 Wissenschaftliche Stellen
Das ICBF ist ein gemeinsamer institutionalisierter Forschungsschwerpunkt der Universitäten Münster, Nijmegen und Osnabrück. Standort des ICBF ist Münster. Schwerpunkte der Arbeit des ICBF sind die Begabungsforschung, die Begabtenförderung und die Aus- und Weiterbildung.
Leiter: Prof. Dr. Christian Fischer
E-Mail: fiscchr@uni-muenster.de
Webpräsenz des ICBF: LINK
8.2 Vom Land finanzierte wissenschaftliche Projekte
Vom Land finanzierte wissenschaftliche Projekte
8.3 Forschungsarbeiten
8.4 Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis
8.5 Ergänzungen zu wissenschaftlichen Projekten
Ergänzungen zu wissenschaftlichen Projekten im Bereich Begabtenförderung
9.1 Informationen im Internet
Weitere Informationen auf der Webpräsenz des ICBF: LINK
9.3 Veranstaltungen/Tagungen
10.1 Regionale Stiftungen
Weitere Informationen auf der Webpräsenz der Stiftung: LINK
Weitere Informationen auf der Webpräsenz der Stiftung:
- Hertie-Stiftung
- ICBF Stiftung
10.2 Sonstige Adressen/Ansprechpartner
Sonstige Adressen/Ansprechpartner
10.3 Ergänzungen
Ergänzungen zu Adressen und Kontaktinformationen