Source: https://fiskaltrust.de/fiskaltrust/faq/
Timestamp: 2020-07-13 21:10:16
Document Index: 153994284

Matched Legal Cases: ['§ 146', 'Art. 97', '§ 30', 'Art. 97', '§ 30', '§ 2', '§ 146', '§ 146', '§ 2', '§ 146', '§ 146', '§ 146']

Gibt es eine Schwierigkeiten, wenn meine Kasse nicht rechtzeitig vor dem 1.1.2020 mit einer TSE erweitert wurde?
Da die technischen Sicherheitseinrichtungen (TSE) aus vielen Gründen (es gab keine zertifizierten TSE) nicht vor dem 1.1.2020 zu allen Kassen ausgerollt werden konnte, hat das BMF eine Nichtbeanstandungsregelung verlautbart.
Der 1.1.2020 wurde als gesetzlich vorgegebener Termin eingehalten.
Durch diese Maßnahme wird es dazu kommen, dass keine Strafe verhängt werden, obwohl keine TSE verwendet wird.
Die Verschiebung GILT NICHT für die Pflicht zur Belegerteilung an alle Kunden seit dem 1.1.2020!
fiskaltrust stellt über das bereits aktivierte fiskaltrust.Portal für jeden fiskaltrust-Nutzer eine Bestätigung zur Verfügung, dass die Aufrüstung der Kassa mit der fiskaltrust.Middleware geplant ist.
Die Anbindung an die fiskaltrust.Middleware (iPos-Interface, API) ist bereits jetzt möglich. Damit ist man zukunftssicher auf die Verwendung einer TSE – sowohl offline, als auch online – vorbereitet!
Nach dem 25.11.2010 und vor dem 01.01.2020 angeschaffte Kassen, welche die Anforderungen des BMF-Schreibens vom 26.11.2010, 2010/0946087 erfüllen, aber bauartbedingt nicht aufrüstbar sind, so dass sie die Anforderungen des § 146a AO nicht erfüllen, dürfen längstens bis zum 31.12.2022 weiterhin verwendet werden (Art. 97 § 30 Abs. 3 EGAO). Die Nachweise des Vorliegens dieser Voraus­setzungen sind für die jeweils eingesetzte Kasse der Verfahrensdokumen­tation beizufügen. Von der Ausnahmeregelung des Art. 97 § 30 Abs. 3 EGAO sind PC-Kassensysteme nicht umfasst.
Der Begriff des Vorgangs i. S. d. KassenSichV ist als ein zusammengehörender Aufzeichnungsprozess zu verstehen, der bei Nutzung oder Konfiguration eines elektronischen Aufzeichnungssystems eine Protokollierung durch die zertifizierte technische Sicherheits­einrichtung auslösen muss (vgl. § 2 KassenSichV).
Ein Vorgang kann einen oder mehrere Geschäftsvorfälle sowie andere Vorgänge umfassen (vgl. AEAO zu § 146a, Nr. 1.7 und Nr. 1.8). Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird der Begriff „Vorgang“ im Folgenden als Oberbegriff für Geschäftsvorfälle und andere abzusichernde Vorgänge genutzt.
Beispielsweise sind Vorgänge in der Gastronomie bereits die Bestellung des Gastes am Tisch, die Nachbestellungen sowie die Zahlung am Ende der Konsumation.
Daher muss in Deutschland (anders als in anderen Ländern) ein langanhaltender Vorgang bereits bei Beginn und nicht erst bei der Erstellung des Beleges bei Abschluss des Geschäftes.
Im Rahmen der Protokollierung eines Vorgangs (vgl. AEAO zu § 146a, Nr. 3.3) muss nach § 2 KassenSichV innerhalb der zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung mindestens eine Transaktion für Start und eine für Finish erzeugt werden.
Die Transaktion in der TSE wird durch einen Request an die ft.MW ausgelöst.
Was ist zu beachten, wenn keine TSE erworben werden kann bzw. das Update (Rollout) am 1.10.2020 nicht fertig ist?
Der Hersteller des Kassen- bzw. Aufzeichnungssystems (PosCreator) verwendet das ft.Interface um es mit der ft.Middleware zu verbinden. Der PosCreator legt seine PosSystem im fiskaltrust.Portal an.*)
Der PosCreator lädt zu seinen PosSystemen die Kassenhändler (PosDealer) in das ft.Portal ein und stellt die Verbindung zwischen den beiden Unternehmern her.
Dadurch kann der PosDealer für das PosSystem des PosCreator im ft.Portal aktiv werden.
Der PosDealer lädt seine Kunden bzw. Anwender (PosOperator) in das ft.Portal ein und stellt die Verbindung mit den gewünschten Berechtigungen zur Verwaltung zwischen den beiden Unternehmern her.
Der PosOperator soll sich bereits möglichst frühzeitig im ft.Portal registrieren um sich möglichst gut auf den 1.10.2020 vorzubereiten. Wir empfehlen, dass sich alle PosOperator im ft.Portal und dadurch dokumentieren, dass sie als steuerpflichtige alles mögliche beigetragen haben um eine gesetzeskonformen TSE zu verwenden.*)
fiskaltrust stellt hierüber eine Bestätigung bereit, welche dem Finanzamt im Falle einer Überprüfung vorgelegt werden kann.*)
Die CashBoxen können sodann über das ft.Portal konfiguriert und im Kassen- und Aufzeichnungssysteme des PosOperator in Betrieb genommen werden.
Die lokale ft.Middleware kann bereits damit – auch ohne einer zertifizierten TSE – zur Protokollierung der Transaktionen verwendet werden.*)
Somit kann der wichtigste Schritt zur Fiskalisierung des Systems bereits vor dem 1.10.2020 gesetzt werden.
Mit Verfügbarkeit der TSE werden diese vom PosDealer über das ft.Portal in die bestehende CashBox des PosOperator konfiguriert und danach entweder lokal (z.B. USB-Stick) oder online (CloudTSE) integriert.
Die gesetzlich geforderte Archivierung der Daten erfolgt automatisiert über das ft.Portal
https://portal-sandbox.fiskaltrust.de
Welche Märkte werden durch fiskaltrust neben DE bedient?
Die fiskaltrust-Lösung unterstützt mit der einheitlichen Schnittstelle die Gesetzesanforderungen in Frankreich, Österreich und nun auch in Deutschland.
Welche TSE-Anbieter unterstützen Sie mit Ihrer Lösung zur gesetzeskonformen Fiskalisierung?
Mit unserer einheitlichen ft.Middleware Lösung können wir verschiedene TSE von diversen Anbietern, sowohl als Cloud-Lösung als auch bei lokaler Anbindung, unterstützen. Folgende TSE-Anbieter und die unterschiedlichen Bauformen sind derzeit geplant:
Lokal (zB: microSD, USB)
Bundesdruckerei/Cryptovision
Deutsche Fiskal
Wieviel kostet die Anbindung einer TSE?
Unsere universelle ft.Middleware zur Anbindung einer TSE kann von Kassenherstellern und Anwendern lizenzkostenfrei in beliebig vielen Kassensysteme integriert werden. Auch die Online-Verwaltung einer Kasse über das ft.Portal ist und bleibt für Hersteller, Händler und Kassennutzer kostenfrei.
Sollten Sie über unser „Freemium“-Model noch weitere Funktionalitäten wünschen, dann könnten Sie diese optional dazu buchen:
ft.Middleware
inkl. DSFINV-K Export (gesetzlich vorgeschriebenes Format) EUR 0
POS Archiv
Speicherung der Kassendaten inkl. einer Konformitätserklärung und einer Schnittstelle zur DATEV EUR 48,00 p.a./Queue
Kassenanmeldung
An- und Abmeldung von Kassen (sobald von Finanzverwaltung gefordert) EUR 20,00 je Meldung
ft.Carefree
TAR-File & DSFINV-K Speicher sowie Export + Audicon Kassenarchiv Online + POS Archiv + Finanzamtmeldungen EUR 360,00 p.a.
ft.Carefree Hardware TSE
HardwareTSE + TAR-File & DSFINV-K Speicher sowie Export + Audicon Kassenarchiv Online + POS Archiv + Finanzamtmeldungen EUR 398,00 p.a.
ft.Carefree Online TSE
Cloud TSE + TAR-File & DSFINV-K Speicher sowie Export + Audicon Kassenarchiv Online (AKO) + POS Archiv + Finanzamtmeldungen EUR 398,00 p.a.
Audicon Kassenarchiv Online (AKO: GoBD-konforme Archivierung Ihrer Kassendaten) EUR 299,00 p.a.
Eine Auflistung möglicher TSEs und Services und deren aktuellen Preise finden Sie unter https://www.fiskaltrust.de/produkte
Großmengen-Preise für Händler auf Anfrage an info@fiskaltrust.de
Warum sollte ich mich möglichst rasch im Portal registrieren und Händler einladen?
Kassenhersteller sollten Ihre Händler möglichst bald im ft.Portal einladen, um diesen die Möglichkeit zu bieten, die Kassen ihrer Kunden vorgefertigt und vereinfacht im Zuge des Rollout in Betrieb nehmen können (z.B. Online/Cloud-TSE).
Nach der Registrierung im ft.Portal können Sie sich unter Werkzeuge/Download eine Bescheinigung zur Zusammenarbeit mit fiskaltrust bzgl. des frühzeitigen Einsatzes einer TSE herunterladen.
Hersteller und Händler haben im Portal die Möglichkeit, eigene Produkte für Ihre Kunden anzubieten/bereitzustellen.
Eingeladene Kassenhändler und -betreiber haben frühzeitig Zugriff auf die aktuellen TSE-Angebote.
Woher bekomme ich die Bestätigung für das Finanzamt, um mein Bestreben meine Kasse frühestmöglich mit einer TSE auszustatten?
Nach der Registrierung im Portal https://portal.fiskaltrust.de können Sie sich unter Werkzeuge/Download eine Bescheinigung zur Zusammenarbeit mit fiskaltrust bzgl. des möglichst baldigen Einsatzes einer TSE herunterladen.
Kann ich auch online angebundene Geräte mit fiskaltrust fiskalisieren?
Ja, beispielsweise bieten wir mit unserem „Sorglos Paket“ eine einfache Anbindung einer wahlfreien TSE in der Cloud an. Produkt Übersicht unter https://www.fiskaltrust.de/produkte
Kann eine Kasse mit mehreren TSEs betrieben werden um die Performance zu erhöhen?
Im Normalbetrieb ist es rechtlich nicht zulässig, eine Kasse mit zwei oder mehreren TSE zu betrieben.
Daher ist die Standard-Architektur in DE je Standort (Geschäftslokal):
Eine CashBox wird rechtlich als Kasse je Standort definiert
Diese CashBox wird mit einer Queue konfiguriert
Diese CashBox wird mit einer offline- oder online-TSE konfiguriert
Etwaige Kassen-Arbeitsplätze (Eingabestationen) werden rechtlich als Terminals definiert. Diese Terminals werden mit der CashBox der Kasse fiskalisiert.
Die TSE beschränkt die Performance auf ca. 2-3 Vorgänge pro Sekunde.
Die Meldung an das Finanzamt wird mit der Seriennummer der Kasse sowie der Seriennummer der TSE über das ft.Portal entsprechend der jeweiligen Konfiguration unterstützt.
Wie kann man die Performance, daher die Anzahl der möglichen Vorgänge pro Sekunde, erhöhen?
Hierfür müssen mehrere ftCashBoxen mit mehreren Queues und mehreren TSE konfiguriert werden.
Dadurch kann an einem Standort eine Kasse (Server) mit vielen Eingabestationen (Terminals) betrieben werden, ohne durch eine übermäßige Verzögerung durch die TSE behindert zu sein.
Anmerkung: Für die österreichische Fiskalisierung konnten sowohl mit den lokalen Sicherheitseinrichtungen als auch in unserem Cloud-System – in unseren zwei Rechenzentren – derartige redundante und mit load-balancing ausgestattete Systeme schaffen und die Performance erzielen.
Was passiert bei einem Ausfall der TSE?
Bei einem Ausfall der TSE darf mit der Kasse weiter gearbeitet werden!
Die Kasse erreicht die ft.MW – die TSE ist jedoch ausgefallen,
– Die Kasse kann im „Ausfallmodus“ weiter betrieben werden.
– Die ft.WM speichert in der internen Datenbank alle Daten und kann somit alle Funktionen – insbesondere DSFinV-K-Export, PosArchiv, AKO, usw. weiter lückenlos anbieten.
Punkt 7 des AEAO zu § 146a: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/2020-02-18-steuergerechtigkeit-belegpflicht.html
„7. Ausfall der zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung
7.5 Der Unternehmer hat unverzüglich die jeweilige Ausfallursache zu beheben, Maßnahmen zu deren Beseitigung zu treffen und dadurch sicherzustellen, dass die Anforderungen des § 146a AO schnellstmöglich wieder eingehalten werden.“
Siehe auch „Orientierungshilfe“ des BMF, Seite 1:
https://fiskaltrust.de/orientierungshilfe
„Thema: Anwendungsbereich und Übergangsvorschrift
Frage: Kann man bei Ausfall oder Nichterreichbarkeit einer TSE (z.B. bei einer Cloud-Lösung oder einer zentralen TSE im eigenen Rechenzentrum) auf eine zweite TSE zugreifen?
Antwort: Nach Nr. 1.3 des AEAO zu § 146a muss ein elektronisches Aufzeichnungssystem oder eine Gruppe elektronischer Aufzeichnungssysteme bei störungsfreier Verwendung genau einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung zugeordnet sein. Im Falle einer Störung darf also auf eine zweite TSE zugegriffen werde.„
Was passiert, wenn die Kasse die ft.Middleware nicht erreichen kann?
Auch in diesem Fall darf mit der Kasse weiter gearbeitet werden!
Die TSE ist daher ebenso ausgefallen.
Die Kasse kann im „Ausfallmodus“ weiter betrieben werden.
Durch die Nacherfassung der ausgefallenen Belege kann können alle Daten, die während das Ausfalls von der Kasse gespeichert wurde, an die ft.MW gesendet werden, sobald diese wieder erreichbar ist.
Dadurch können alle gesetzlich erforderlichen Funktionen wie z.B. DSFinV-K-Export, PosArchiv, AKO, usw. dennoch erfüllt werden.
Die Behandlung des Ausfalls wird in der Interface-Dokumentation in https://docs.fiskaltust.cloud beschrieben.
Gibt es eine Testumgebung, um die Anbindung einer Kassen zu testen?
Ja, fiskaltrust bietet unter https://portal-sandbox.fiskaltrust.de (Portal-Button) eine vollständige „Sandbox“-Umgebung an, in welcher der vollständigen Funktionsumfang einschließlich einer eigenen Kassenkonfiguration erstellt und getestet werden kann.
Welche Exportschnittstellen werden von fiskaltrust unterstützt?
Die ft.MW wird den vom BMF vorgeschriebene DSFinV-K im CSV- und xml-Format sowie die TAR-Files aus der TSE exportieren können. (Live-Betrieb ca. 09/2020)
Beide Exporte können sowohl im Portal als auch über die ft.Middleware-API bezogen werden.
Wo liegen die Daten, die ich im Portal hinterlege?
Die Daten werden – entsprechend den steuerlichen Bestimmungen – in Deutschen Rechenzentren gespeichert.
Gibt es eine eigene TSE von fiskaltrust oder werden diverse TSE verschiedener Hersteller verwendet?
fiskaltrust hat sich dafür entschieden, keine eigene TSE anzubieten um möglichst alle am Markt verfügbaren TSE mit der ft.MW betreiben zu können.
fiskaltrust ist daher ein reiner Middleware-Anbieter.
Dies ermöglicht, dass die Entscheidung welche TSE verwendet werden soll, vom Kunden getroffen werden kann.
Das einheitliche ft.Interface bringt daher den Vorteil, eine gewisse technische und architektonische Unabhängigkeit von der TSE zu haben. Über den Konfigurationsprozess im ft.Portal ist es einfach möglich, die verwendete TSE unter Beachtung der rechtlichen Anforderungen zu wechseln.
Dadurch ist auch der einfache Wechsel von einer offline-TSE zu einer online-TSE oder umgekehrt auf Kundenwunsch möglich.
Wie werden Stornos, Gutscheine etc. verarbeitet?
Die Stornierung nach der Belegausgabe geht aufgrund der manipulationsgeschützten Speicherung nur durch (negative) Gegenbelege. Dies kann auch die teilweise Stornierung einzelner Positionen des Ursprungsbelegs betreffen. Über die cbPreviousReceiptReference wird hierbei der Verweis auf den Ursprungsbeleg ermöglicht.
Auch für Ein- oder Mehrzweckgutscheine gibt es entsprechende Variable um diese gesetzeskonform abzubilden.
Müssen wirklich so viele zusätzliche Inhalte auf den Bon angedruckt werden? Der Bon wird extrem lang.
Der QR Code ist in der DSFinV-K optional empfohlen um eine etwaige Prüfung durch das Finanzamt zu erleichtern.
Alle anderen Inhalte (SignatureItems) MÜSSEN auf den Beleg gedruckt werden.
Informationen zu den verschiedenen gesetzlichen Anforderungen an die Inhalte von Rechnung, Beleg und Quittung haben wir hier zusammengestellt: https://www.fiskaltrust.de/beleg