Source: https://paprice.wordpress.com/2016/08/15/asyl-anstieg-um-984-prozent-gegenueber-dem-vorjahresmonat-juli-2015/
Timestamp: 2018-05-25 01:07:40
Document Index: 48161063

Matched Legal Cases: ['§ 60', 'Art. 16', '§ 3', '§ 60', '§ 4', '§ 60', 'Art. 16', '§ 3', '§ 60', '§ 4', '§ 60']

Asyl: Anstieg um 98,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat Juli 2015 | - DEUTSCHLAND -
Asyl: Anstieg um 98,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat Juli 2015
Mo­nat Ju­li 2016: 74.454 Asy­lan­trä­ge, 16.160 EA­SY-Re­gis­trie­run­gen
Entschieden hat das Bundesamt im Juli 2016 über die Anträge von 53.008 Personen. Dies bedeutet einen Anstieg von 133,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat Juli 2015 (22.710 Entscheidungen). 16.579 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (31,3 Prozent aller Asylentscheidungen).
Zudem erhielten 15.943 Personen (30,1 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 1.027 Personen (1,9 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Im EASY-System wurden im Monat Juli 2016 bundesweit 16.160 Zugänge von Asylsuchenden registriert. Das EASY-System ist eine IT-Anwendung zur Erstverteilung der Asylbegehrenden auf die Bundesländer. Bei den EASY-Zahlen sind Fehl- und Mehrfacherfassungen nicht ausgeschlossen.
Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben 74.454 Personen im Juli 2016 einen förmlichen Asylantrag gestellt, davon 72.984 als Erstanträge und 1.470 als Folgeanträge. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjahresmonat um 36.923 Personen (+98,4 Prozent) gestiegen und gegenüber dem Vormonat um 183 Personen (-0,2 Prozent) gesunken.
Insgesamt 4.225 (Vormonat: 3.707) Anträge wurden von Staatsangehörigen der sechs Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien gestellt; das sind 5,7 Prozent aller in Deutschland gestellten Asylanträge.
Hauptherkunftsländer im Juli 2016 im Vergleich zu Vormonaten:
1. Syrien 21.651 24.605 22.574
2. Afghanistan 9.124 15.109 16.229
3. Irak 8.349 10.060 9.175
4. Iran 2.089 3.068 3.640
5. Pakistan 1.095 1.840 1.913
6. Eritrea 1.066 1.876 1.819
7. Russ. Föderation 1.151 1.835 1.607
8. Albanien 1.095 1.534 1.599
9. Nigeria 947 1.776 1.515
10. Ungeklärt 1.091 1.217 1.292
Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern im Juli 2016:
Gesamt 74.454 72.984 1.470
Syrien 22.574 22.488 86
Afghanistan 16.229 16.188 41
Irak 9.175 9.128 47
Iran 3.640 3.618 22
Pakistan 1.913 1.893 20
Eritrea 1.819 1.800 19
Russ. Föderation 1.607 1.535 72
Albanien 1.599 1.389 210
Nigeria 1.515 1.505 10
Ungeklärt 1.292 1.283 9
Die Zahl der Asylerstanträge im Juli 2016 (72.984) stieg damit gegenüber dem Vorjahresmonat (34.384) um 112,3 Prozent. Gegenüber dem Vormonat (73.033) sank die Zahl der Asylerstanträge um 0,1 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Afghanistan und Irak.
Die Zahl der Asylfolgeanträge im Juli 2016 (1.470) sank im Vergleich zum Vorjahresmonat (3.147) um -53,3 Prozent und gegenüber dem Vormonat (1.604) um 8,4 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Albanien und Mazedonien.
Im Juli 2016 hat das Bundesamt über die Anträge von 53.008 Personen (Vorjahresmonat: 22.710, Vormonat: 51.757) entschieden. 16.549 Personen (31,3 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Februar 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 150 Personen (0,3 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 16.429 Personen (31,0 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
Im Juli 2016 erhielten 15.943 Personen (30,1 Prozent) nach § 4 des Asylgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.
Darüber hinaus hat das Bundesamt im Juli 2016 bei 1.027 Personen (1,9 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 12.434 Personen (23,4 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 7.025 Personen (13,3 Prozent).
II. Januar bis Juli 2016
In der Zeit von Januar bis Juli 2016 haben insgesamt 479.620 Personen in Deutschland Asyl beantragt, davon 468.762 als Erstanträge und 10.858 als Folgeanträge. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (218.221 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 119,8 Prozent.
Hauptherkunftsländer von Januar-Juli 2016 (im Vgl. zu 2015):
1. Syrien 44.417 197.039
2. Afghanistan 10.479 79.704
3. Irak 11.578 66.625
4. Iran 2.369 15.743
5. Ungeklärt 3.243 13.229
6. Albanien 29.857 9.685
7. Eritrea 4.936 9.230
8. Pakistan 2.546 9.185
9. Russische Föderation 3.389 6.942
10. Nigeria 3.446 6.127
Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern von Januar-Juli 2016:
Gesamt 479.620 468.762 10.858
Syrien 197.039 196.028 1.011
Afghanistan 79.704 79.442 262
Irak 66.625 66.143 482
Iran 15.743 15.559 184
Ungeklärt 13.229 13.097 132
Albanien 9.685 8.517 1.168
Eritrea 9.230 9.107 123
Pakistan 9.185 9.029 156
Russische Föderation 6.942 6.334 608
Nigeria 6.127 6.051 76
Die Zahl der Asylerstanträge im bisherigen Jahr 2016 (468.762) stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (195.723) um 139,5 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Afghanistan und Irak.
Die Zahl der Asylfolgeanträge im bisherigen Jahr 2016 (10.858) sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (22.498) um -51,7 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Albanien und Mazedonien.
In den ersten sieben Monaten 2016 hat das Bundesamt 336.051 Entscheidungen getroffen. Dies ist ein Anstieg um 146,3 Prozent gegenüber dem Zeitraum Januar bis Juli 2015 (136.418) Entscheidungen).
Insgesamt 165.375 Personen (49,2 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Februar 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 1.054 Personen (0,3 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 164.321 Personen (48,9 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
Weitere 39.278 Personen (11,7 Prozent) erhielten subsidiären Schutz nach § 4 des Asylgesetzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt in den ersten sieben Monaten 2016 bei 3.155 Personen (0,9 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 82.843 Personen (24,7 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren und Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 45.400 Personen (13,5 Prozent).
Ende Juli 2016 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 526.276, davon 510.193 als Erstanträge und 16.083 als Folgeanträge (Vormonat 495.792 anhängige Verfahren; zum 30. Juli 2015: 254.559 anhängige Verfahren).
Im Monat Juli 2016 wurden im EASY-System 16.160 Zugänge von Asylsuchenden registriert (Juni: 16.335, Mai: 16.281, April: 15.941, März: 20.608, Februar 2016: 61.428, Januar 2016: 91.671). Die Hauptherkunftsländer waren:
Juli 2016 Insgesamt 16.160
1. Syrien 2.565
2. Afghanistan 1.942
3. Irak 1.352
4. Eritrea 1.293
5. Russ. Föderation 822
Von Januar bis Juli 2016 wurden im EASY-System 238.424 Zugänge von Asylsuchenden registriert. Die Hauptherkunftsländer waren:
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