Source: https://www.stbverband-koeln.de/menu_verbandsveranstaltungen/seminare/vortragsveranstaltungen/details_e433.htm
Timestamp: 2020-07-05 09:08:21
Document Index: 167124628

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 252', 'BGH', '§ 30', 'BGH', '§ 43', 'BGH', '§ 135', '§ 103', '§ 6']

Steuerberater-Verband e.V. Köln - Rechtliche und bilanzielle Aspekte bei der Sanierung und Krisenfinanzierung
Rechtliche und bilanzielle Aspekte bei der Sanierung und Krisenfinanzierung
RA FA f. Insolvenz FAStR Dr. Claus-Peter Kruth
50,00 EUR Mitglieder des Steuerberater-Verbandes e.V. KÃ¶ln und ihre nicht berufsangehÃ¶rigen Mitarbeiter
Das Thema LiquiditÃ¤tsplanung und Finanzierung des Sanierungsprozesses ist naturgemÃ¤ÃŸ in sÃ¤mtlichen SanierungsfÃ¤llen von hoher Relevanz. Die LiquiditÃ¤t des Unternehmens ist angespannt, regelmÃ¤ÃŸig besteht externer Finanzierungsbedarf. Die in dieser Phase geltenden insolvenzrechtlichen Anforderungen an die Unternehmensplanung (PrÃ¼fung der ZahlungsfÃ¤higkeit/FortfÃ¼hrungsprognose) weichen im Detail sowohl von den handelsbilanziellen Vorgaben (vgl. BGH, Urt. v. 26.01.2017 - IX ZR 285/14, DStR 2017, 956 zu Â§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB), als auch von den anerkannten Standards fÃ¼r die PrÃ¼fung der SanierungsfÃ¤higkeit ab und sind in einzelnen Punkten noch nicht abschlieÃŸend durch die Rechtsprechung geklÃ¤rt. Sie stellen auch fÃ¼r Berater daher eine besondere Herausforderung dar. Dies gilt in besonderem MaÃŸe, wenn die in der Krise befindliche Gesellschaft in einen - ggfs. sogar international aufgestellten - Konzern eingebunden ist, da im Insolvenzvorfeld zusÃ¤tzlich gesetzliche Vorgaben zur Kapitalerhaltung, Insolvenzanfechtung gegenÃ¼ber verbundenen Unternehmen und GeschÃ¤ftsfÃ¼hrerhaftung relevant werden, die durch die Rechtsprechung laufend konkretisiert werden (u.a. BGH, Urt. v. 21.03.2017 - II ZR 93/16, DStR 2017, 1218 zu Â§Â§ 30, 31 GmbHG; BGH, Urt. v. 06.11.2018 - II ZR 11/17, ZIP 2019, 261 - zu Â§Â§ 43, 64 GmbHG; BGH, Urt. v. 02.05.2019, IX ZR 67/18 zu Â§ 135 InsO). RegelmÃ¤ÃŸig treten konzerninterne Finanzierungszusagen und deren InsolvenzbestÃ¤ndigkeit in den Mittelpunkt. Ist die Insolvenzantragstellung unvermeidlich, gelten sowohl fÃ¼r FinanzierungsbeitrÃ¤ge Dritter als auch fÃ¼r die weiterhin mÃ¶gliche Restrukturierung des Unternehmens besondere Bedingungen (u.a. Â§Â§ 103 ff. InsO, Insolvenzgeld), die maÃŸgeblichen Einfluss auf die LiquiditÃ¤tsplanung und die rechtliche Umsetzbarkeit des Sanierungsprozesses haben.
SchlieÃŸlich sind Finanzierungszusagen und SanierungsmaÃŸnahmen auch bilanziell zutreffend abzubilden. Hier rÃ¼ckt in erster Linie die Bildung von RestrukturierungsrÃ¼ckstellungen in den Fokus, die in steuerlicher Hinsicht vereinzelt Gegenstand finanzgerichtlicher Entscheidungen war (zuletzt FG Baden-WÃ¼rttemberg, Urt. v. 12.09.2017, 6 K 1472/16 zu Â§ 6 Abs. 1 Nr. 3a) lit. c EStG). WÃ¤hrend fÃ¼r die RÃ¼ckstellungsbildung bei der Bilanzierung nach IFRS (in IAS 37) und fÃ¼r die Steuerbilanz (in EStR R 5.7) mehr oder minder konkrete Vorgaben vorhanden sind, fehlen solche fÃ¼r die vom Vorsichtsprinzip geprÃ¤gte Bilanzierung nach HGB.
Insgesamt bietet das Thema eine breite Palette interessanter rechtlicher sowie bilanzieller Fragestellungen, die bei der Krisenfinanzierung sowie der Umsetzung von SanierungsmaÃŸnahmen Beachtung finden mÃ¼ssen.
* Das Seminar ist zum Nachweis der Pflichtfortbildung fÃ¼r Fachberater Restrukturierung und Unternehmensplanung (3,5 Zeitstunden) geeignet.
Rechtliche Aspekte der Sanierung
LiquiditÃ¤tsbeschaffung in der Krise
Bilanzierung von RestrukturierungsmaÃŸnahmen
Sanierungswerkzeuge der InsO - wann hilft die Insolvenz wirklich?
Die (inlÃ¤ndische) Konzerngesellschaft in der Krise - Besonderheiten der Einbindung in die Finanzierung von Unternehmensgruppen
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LiquiditÃ¤tsplanung im Insolvenzverfahren