Source: http://www.jurablogs.com/2015/08/28/bgh-loeschung-von-falschen-behauptungen-auf-drittwebsites
Timestamp: 2016-12-10 09:31:22
Document Index: 376946115

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH: Löschung von falschen Behauptungen auf Drittwebsites
BlogsKanzlei PlutteAugust 2015BGH: Löschung von falschen Behauptungen auf Drittwebsitesvon Niklas PlutteBei Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet kann der Verletzer über die Löschung (hier: Behauptungen innerhalb eines Artikels) auf der eigenen Website hinaus verpflichtet sein, auch auf die Löschung der Inhalte auf Drittwebsites hinzuwirken (BGH, Urteil vom 28.07.2015, Az. VI ZR 340/14).Streitfrage: Muss ein Rechtsverletzer für Löschung von fremden Websites sorgen?Ein Rechtsanwalt hatte im Rahmen eines Onlineartikels teilweise falsche Tatsachenbehauptungen über das Unternehmen der Klägerin aufgestellt. Auf Abmahnung der Klägerin wurde der Text gelöscht. In der Zwischenzeit war der Artikel allerdings auch von anderen Websites übernommen worden. Im nachfolgenden Prozess wollte die Klägerin durchsetzen, dass der Beklagte nicht nur den eigenhändig verfassten Text löschen, sondern auch für die Löschung auf den Drittwebsites sorgen müsse.Die Vorinstanzen wiesen die Klage insoweit ab, da der Beklagte keine Einwirkungsmöglichkeit auf die Löschung der Inhalte auf fremden Websites habe. Selbst ein „Hinwirken“ auf die Löschung sei ihm nicht zuzumuten.Keine eigenhändige Löschung, aber Pflicht zum Einwirken auf DritteDiese Auffassung teilte der BGH nicht vollständig. Der beklagte Rechtsanwalt habe durch sein Verhalten die maßgebliche Ursache für die beanstandeten Veröffentlichungen gesetzt; erst durch sein Verhalten wurden die falschen Tatsachenbehauptungen einem größeren Personenkreis bekannt und konnten von diesen weiterverbreitet werden. Dem Verfasser eines im Internet abrufbaren Beitrags seien Persönlichkeitsrechtsverletzungen auch insoweit zuzurechnen, als sie durch die Weiterverbreitung des Ursprungsbeitrags durch Dritte im Internet entstanden sind ...Zum vollständigen Artikel575 LeserHerrmann IT & Media Law:Paukenschlag des BGH: Autoren müssen falsche Informationen auch auf fremden Webseiten w...89 LeserKanzlei Plutte:Negative Bewertungen im Internet löschen – Übersicht & Tipps61 LeserKanzlei Plutte:Bewertungsportal haftet nicht für falsche User-Behauptungen67 LeserKanzlei Plutte:Unterlassungserklärung: Prüfung von Branchenverzeichnissen120 LeserCMS Hasche Sigle:BGH entwickelt neuen Löschungsanspruch für Äußerungen im Internet62 LeserKanzlei Plutte:Plattform Recht: Der Umgang mit Content-Beschwerden118 LeserWeiß & Partner - gewerblicher Rechtsschutz:Pflichten bei Veröffentlichung unwahrer Tatsachenbehauptungen8 verwandte ArtikelRückrufpflicht für Veröffentlichungen und Äußerungen im Internet?BGH: Wer im Internet unwahre Tatsachenbehauptungen veröffentlicht, haftet auch für die WeiterverbreitungAusschmückende Fallbeschreibungen im Kanzleiportal – Mandantenakquise auf dünnem EisBGH: Bei schwerer Rufbeeinträchtigung im Internet muss Verfasser die Löschung nicht nur auf der eigenen sondern auch auf fremden Webseiten veranlassenAnspruch auf Löschung falscher und rufschädigender Tatsachenbehauptungen im InternetBGH: Persönlichkeitsrechtsverletzung durch Internetveröffentlichung auch bei Weiterverbreitung durch Dritte - Geldentschädigung nicht
generell höher wie im PrintbereichSchmerzensgeld für persönlichkeitsrechtsverletzende Online-InhalteUnterlassungsschuldner muss nicht auf Abonnenten seines RSS-Feeds einwirkenÜber den ArtikelVeröffentlicht August 28, 2015 12:46pm von Niklas Plutte im Blog Kanzlei Plutte.Über den AutorNiklas Plutte160 Artikel von Niklas PlutteMehr von Niklas PlutteThemenPersönlichkeitsrecht, PersönlichkeitsrechtsverletzungTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresMein Dank an die Feuerwehr - Achtung, worauf man bei Schalenlampen mit Halogenstrahler achten solltevon PanoramaEin paar tausend Vermutungenvon Udo Vetter / LawBlogSo so, Sie beherrschen also Legal English. Really?von Bernhard Schmeilzl / Cross Channel LawyersDas Setzen von Links kann eine Urheberrechtsverletzung darstellen – oder wie das Landgericht Hamburg (Az. 310 0 402/16) das Internet (endgültig) kaputt machte!von Nina Diercks / Social Media Recht BlogLinkhaftung – Werden in Hamburg Brücken eingeschlagen?von Karsten Gulden / InfodoccAls nächstes lesen - bislang 100 Leser:Migrantenschreck