Source: https://www.janolaw.de/arbeitsrecht/arbeitsvertrag/muster/betrieblicher-datenschutzbeauftragter-bestellung.html
Timestamp: 2017-03-25 03:59:06
Document Index: 295293049

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 43', 'BGH']

Datenschutzbeauftragter | Arbeitsrecht | janolaw
Ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter muss schriftlich bestellt werden. Den geeigneten Kandidaten haben Sie bereits gefunden? Die Mustervorlage zur Bestellung bekommen Sie hier.
Dateiformat: Microsoft Word € 3,95
Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) verpflichtet nicht nur Behörden, sondern auch private Unternehmen, die personenbezogene Daten automatisiert erheben, verarbeiten oder nutzen, zur Bestellung eines Da... Erläuterung einblenden
Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) verpflichtet nicht nur Behörden, sondern auch private Unternehmen, die personenbezogene Daten automatisiert erheben, verarbeiten oder nutzen, zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten. Diese Verpflichtung trifft aber nicht alle Unternehmen, sondern es müssen folgende Voraussetzungen vorliegen:
das Unternehmen muss mehr als neun Personen (d.h. auch Auszubildende, Teilzeitkräfte, Leihpersonal, Geschäftsführer) wenigstens vorübergehend mit automatisierter Datenerhebung, -verarbeitung oder -nutzung (§ 4f Abs. 1 Satz 4 BDSG) oder
mindestens zwanzig Personen wenigstens vorübergehend mit nichtautomatisierter Datenerhebung, -verarbeitung oder -nutzung beschäftigen (§ 4f Abs. 1 Satz 3 BDSG) oder
unabhängig von der Zahl der beschäftigten Personen besteht diese Verpflichtung, wenn das Unternehmen personenbezogene Daten geschäftsmäßig zum Zweck der Übermittlung oder der anonymisierten Übermittlung erhebt, verarbeitet oder nutzt, wie z.B. Auskunfteien, Adressverlage, Markt- und Meinungsforschungsinstitute (§ 4f Abs. 1 Satz 6 BDSG) oder wenn das Unternehmen automatisierte Datenverarbeitungsvorgänge vornimmt, die einer Vorabkontrolle (vgl. § 4d Abs. 5 BDSG) unterliegen, z.B. Scoringverfahren (§ 4f Abs. 1 Satz 6 BDSG).
Einer Vorabkontrolle unterliegen automatisierte Verarbeitungen, die besondere Risiken für die Rechte und Freiheiten der Betroffenen aufweisen. Dies ist der Fall, wenn besondere Arten personenbezogener Daten (z.B. Angaben über die rassische und ethnische Herkunft) verarbeitet werden oder die Verarbeitung personenbezogener Daten dazu bestimmt ist, die Persönlichkeit des Betroffenen zu bewerten einschließlich seiner Fähigkeiten, seiner Leistung oder seines Verhaltens. Zum betrieblichen Datenschutzbeauftragten kann sowohl ein Mitarbeiter als auch ein externer Dritter benannt werden. Der betriebliche Datenschutzbeauftragte muss innerhalb eines Monats nach Beginn der Datenverarbeitung bestellt werden. Ein Unternehmen handelt ordnungswidrig, wenn es die Bestellung vorsätzlich oder fahrlässig unterlässt. Diese Ordnungswidrigkeit kann mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden (§ 43 Abs. 3 BDSG).
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