Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202012,%201789
Timestamp: 2019-07-21 20:18:57
Document Index: 70793471

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 313', '§ 313', '§ 705', '§ 730', '§ 730', '§ 313', '§ 705', '§ 705', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 19.09.2012 - XII ZR 136/10 - dejure.org
https://dejure.org/2012,30066
BGH, 19.09.2012 - XII ZR 136/10 (https://dejure.org/2012,30066)
BGH, Entscheidung vom 19.09.2012 - XII ZR 136/10 (https://dejure.org/2012,30066)
BGH, Entscheidung vom 19. September 2012 - XII ZR 136/10 (https://dejure.org/2012,30066)
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BGB §§ 313 Abs. 1, 705
§ 313 Abs 1 BGB, § 705 BGB, § 730 BGB, §§ 730 ff BGB
Ausgleichsanspruch für unbenannte Zuwendungen unter Ehegatten vor der Ehe und während der bestehenden Ehe mit Gütertrennung
Ausgleich unbenannter Zuwendungen bei Gütertrennung
Ausgleich von im Hinblick auf die künftige Ehe und während der bestehenden Ehe mit Gütertrennung dem anderen Ehegatten geleisteten unbenannten Zuwendungen
Ausgleich ehebedingter Zuwendungen zur Finanzierung des Familienheims unter nichtehelichen Partnern
BGB § 313 Abs. 1; BGB § 705
Familienrecht - Ausgleich unbenannter Zuwendungen
Ausgleich unbenannter Zuwendungen
Familienrecht - Scheidung und der Ausgleich unbenannter Zuwendungen
BGB §§ 705 ff., 730 ff.
BGB-Gesellschaft, GbR, Gesellschaftsrecht, Gründung, Personengesellschaft
Zum Ausgleich unbenannter Zuwendungen
Kann eine Schenkung an den anderen Ehegatten zurückgefordert werden?
Ausgleichsanspruch zwischen Ehegatten für Zuwendungen kann auch bestehen bei Vereinbarungen vor Eheschließung
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil vom 19.09.2012, Az.: XII ZR 136/10 (Ausgleich von Zuwendungen)" von VorsRiOLG Dr. Rainer Hoppenz, original erschienen in: FamRZ 2012, 1789 - 1792.
Kurznachricht zu "Die ehebezogene Zuwendung als Teil des materiellen Nebengüterrechts" von RA Dr. Thomas Herr, original erschienen in: NJW 2012, 3486 - 3490.
Kurznachricht zu "Das (Neben-)Güterrecht" von Not-Ass. Dr. Melanie Falkner, original erschienen in: DNotZ 2013, 586 - 596.
LG Bochum, 28.05.2008 - 3 O 506/07
NJW 2012, 3374
MDR 2012, 1288
DNotZ 2013, 610
FamRZ 2012, 1789
Ob dies der Fall ist, kann nur nach einer umfassenden Interessenabwägung unter Würdigung aller Umstände festgestellt werden (Senatsbeschluss vom 26. November 2014 - XII ZB 666/13 - zur Veröffentlichung bestimmt;… BGH Urteil vom 1. Februar 2012 - VIII ZR 307/10 - NJW 2012, 1718 Rn. 30 mwN;… vgl. auch BGHZ 181, 77 = NJW-RR 2010, 960 Rn. 72;… Senatsurteile BGHZ 172, 22 = FamRZ 2007, 983 Rn. 24; BGHZ 165, 1 = FamRZ 2006, 607, 609 und vom 19. September 2012 - XII ZR 136/10 - FamRZ 2012, 1789 Rn. 25; zur alten Rechtslage: Senatsurteile BGHZ 142, 137 = FamRZ 1999, 1580, 1583 und BGHZ 127, 48 = FamRZ 1994, 1167, 1168).
Unzulässig ist es, die Zulassung auf einzelne von mehreren Anspruchsgrundlagen oder auf bestimmte Rechtsfragen zu beschränken (so zur Revision zuletzt Senatsurteil vom 19. September 2012 - XII ZR 136/10 - juris Rn. 8).
Die Zulassung der Revision bzw. Rechtsbeschwerde kann auf einen tatsächlich und rechtlich selbständigen Teil des Streitstoffs beschränkt werden, der Gegenstand eines Teilurteils bzw. Teilbeschlusses sein könnte oder auf den der Rechtsmittelführer selbst sein Rechtsmittel beschränken könnte (vgl. Senatsurteil vom 19. September 2012 - XII ZR 136/10 - juris Rn. 8 mwN).
Unzulässig ist es, die Zulassung auf einzelne von mehreren Anspruchsgrundlagen oder auf bestimmte Rechtsfragen zu beschränken (BGHZ 101, 276 = NJW 1987, 2586, 2587; Senatsurteile vom 19. September 2012 - XII ZR 136/10 - FamRZ 2012, 1789 Rn. 8 …und vom 15. September 2010 - XII ZR 148/09 - FamRZ 2010, 1888 Rn. 18).
Hierfür ist vielmehr erforderlich, dass ein Festhalten an der vereinbarten Regelung für den Zuwendenden zu einem nicht mehr tragbaren Ergebnis führt (…BGH Urteil vom 1. Februar 2012 - VIII ZR 307/10 - NJW 2012, 1718 Rn. 30 mwN;… vgl. auch Senatsurteile BGHZ 172, 22 = FamRZ 2007, 983 Rn. 24 zum Unterhalt und vom 19. September 2012 - XII ZR 136/10 - FamRZ 2012, 1789 Rn. 25 zum Ausgleich unbenannter Zuwendungen unter Ehegatten).
Zusätzlich ist erforderlich, dass es sich nicht lediglich um eine untergeordnete, sondern eine gleichgeordnete Tätigkeit unter beiderseitiger Beteiligung an Gewinn und Verlust handeln muss, wobei allerdings die Gleichordnung nicht im Sinne einer Gleichwertigkeit, also etwa in Form gleich hoher oder gleichartiger Beiträge an Finanzierungsmitteln oder sonstigen Leistungen zu verstehen ist (BGH, Urteile vom 19. September 2012 - XII ZR 136/10, ZEV 2013, 403 Rn. 17 f.; vom 30. Juni 1999 - XII ZR 230/96, BGHZ 142, 137, 144 f.; vom 8. Juli 1982 - IX ZR 99/80, BGHZ 86, 361, 366 f.;… OLG Hamm vom 11. Juli 2012 - 8 U 192/08, juris Rn. 36;… OLG München ErbR 2010, 59 Rn. 72-74).
Daraus folgert der BGH, dass ein korrigierender Eingriff grundsätzlich nur gerechtfertigt ist, wenn dem Zuwendenden die Beibehaltung der durch die Leistung geschaffenen Vermögensverhältnisse nach Treu und Glauben nicht zuzumuten und deshalb unbillig ist (BGH NZFam 2014, 327, 328 Rn. 25).
Dabei impliziert das Merkmal der Unbilligkeit zugleich, dass ein Ausgleich nur wegen solcher Leistungen in Betracht kommt, denen nach den jeweiligen Verhältnissen erhebliche Bedeutung zukommt, weshalb letztlich eine umfassende Gesamtabwägung der Umstände des Einzelfalls geboten ist (BGH NZFam 2014, 327, 328 Rn. 25;… NJW 2011, 2880 Rn. 23 ff.;… 2008, 3277 Rn. 44).
Dabei stellt der BGH u.a. auf die Dauer der Lebensgemeinschaft, das Alter der Parteien, Art und Umfang der erbrachten Leistungen, die Höhe der dadurch bedingten und noch vorhandenen Vermögensmehrung - diesem Umstand kommt eine wesentliche Bedeutung zu - sowie auf die Einkommens- und Vermögensverhältnisse ab (BGH NZFam 2014, 327, 328 Rn. 26;… NJW 2011, 2880 Rn. 24; 1982, 2236).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann die Zulassung der Rechtsbeschwerde jedoch auf einen tatsächlich und rechtlich selbständigen Teil des Gesamtstreitstoffs beschränkt werden, der Gegenstand eines Teilbeschlusses sein könnte oder auf den der Rechtsbeschwerdeführer selbst seine Rechtsbeschwerde beschränken könnte (Senatsurteil vom 19. September 2012 - XII ZR 136/10 - FamRZ 2012, 1789 Rn. 8 mwN).
Unzulässig ist es, die Zulassung auf einzelne von mehreren Anspruchsgrundlagen oder auf bestimmte Rechtsfragen zu beschränken (…Senatsbeschlüsse BGHZ 214, 45 = FamRZ 2017, 603 Rn. 17 und BGHZ 205, 241 = FamRZ 2015, 1268 Rn. 7; Senatsurteil vom 19. September 2012 - XII ZR 136/10 - FamRZ 2012, 1789 Rn. 8 mwN).
aa) Zwar trifft es zu, dass auch Zuwendungen vor der Eheschließung wie hier unter Verlobten oder im Rahmen einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft Ausgleichsansprüche wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage begründen können (BGH, FamRZ 1992, 160 sowie FamRZ 2012, 1789; OLG Celle, NJW-RR 2000, 1675; OLG Köln, FamRZ 2002, 1404).
Ob und inwieweit ein Anspruch besteht, hängt mithin insbesondere von der Dauer der Lebensgemeinschaft, dem Alter der Parteien, Art und Umfang der erbrachten Leistungen, der Höhe der dadurch bedingten oder noch vorhandenen Vermögensmehrung sowie von den Vermögens- und Einkommensverhältnissen ab (BGH, FamRZ 2012, 1789 Rn. 25, 26).