Source: http://www.bv-lebensrecht.de/aktuell/einzelansicht/article/abtreibungsaerzte-sind-keine-beraterinnen-219a-schuetzt-frauen.html
Timestamp: 2018-04-23 11:04:32
Document Index: 384347004

Matched Legal Cases: ['§ 219', '§ 219', '§ 219', '§ 218', '§ 219', '§ 219']

Bundesverband Lebensrecht: Abtreibungsärzte sind keine Beraterinnen – § 219a schützt Frauen
Abtreibungsärzte sind keine Beraterinnen – § 219a schützt Frauen
Bundesverband Lebensrecht: Bundesrats-Drucksache 761/17 abwegig und irreführend begründet
Heute wird im Bundesrat ein Gesetzentwurf zur Beseitigung des Werbeverbots für Abtreibungen eingebracht. Dazu erklärt Alexandra Linder, Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht:
Hinter der Kampagne gegen den § 219a stehen die Organisationen und Parteien, die sich seit mehre­ren Jahren zu einem Bündnis zusammengeschlossen haben, um die §§ 218 ff. komplett abzuschaffen – was gleichbedeutend ist mit der völligen Freigabe der Tötung von Kindern bis zur Geburt.
2. Etwa seit der Jahrtausendwende benutzen einige Abtreibungsärzte das Internet, um das Werbeverbot zum Schwangerschaftsabbruch vorsätzlich zu unterlaufen, wie sich nachweisen lässt.
3. Abtreibungsärzte sind keine neutralen Beraterinnen. Sie wollen primär ihre Dienstleistung der Tötung ungeborener Kinder anbieten und nicht Frauen helfen, mit einer ungeplanten Schwangerschaft oder Diagnose besser zurechtzukommen. Aus gutem Grund heißt es daher in § 219 Abs. StGB: „Der Arzt, der den Abbruch der Schwangerschaft vornimmt, ist als Berater ausgeschlossen.“
4. Es gibt keine „Informationen“, die Abtreibungsärzte offen im Internet weitergeben müssten, die die Schwangere nicht ohnehin über die eigens dafür geschaffenen Beratungsstellen erhält.
5. Der § 219a hindert Frauen keineswegs daran, alle erforderlichen Informationen zu erhalten – sonst wären nicht laut Statistischem Bundesamt alleine seit 1993 über 2,7 Millionen (!) „rechtswidrige, aber straffreie“ Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland vorgenommen worden.
Hingegen besteht seit Jahren Handlungsbedarf, um die weiterhin exorbitante Zahl an Abtrei­bungen und dadurch oft für ihr Leben gezeichneten Frauen, Männern und Kindern endlich wirksam zu senken und nicht das Gegenteil zu fördern.