Source: http://www.versicherungsmagazin.de/Definition/32214/kfz-haftpflichtversicherung.html
Timestamp: 2017-02-23 13:54:26
Document Index: 107886953

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 3', '§ 4', '§ 2', '§ 2', '§ 305', '§ 307']

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Definition: Kfz-Haftpflichtversicherung
1. Begriff: Die K. ist im Pflichtversicherungsgesetz (PflVG) normiert. Danach sind alle Halter von Kraftfahrzeugen (Kfz) und Kraftfahrzeuganhängern verpflichtet, eine K. für das Fahrzeug abzuschließen, sofern es auf öffentlichen Straßen und Plätzen betrieben wird und seinen ordentlichen Standort im Inland hat. Die K. dient der Deckung der durch das Kraftfahrzeug verursachten Personen- und Sachschäden, um den Schutz der Verkehrsopfer sicherzustellen. 2. Pflichtverletzung: Ein Verstoß gegen die Versicherungspflicht ist strafbar (§ 6 PflVG). Kennzeichnend für die K. ist, dass der Geschädigte seine Ansprüche direkt bei dem gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend machen kann (§ 3 PflVG) und dieser zusammen mit dem Schädiger gesamtschuldnerisch haftet (Direktanspruch). 3. Versicherte Gefahren: In der K. stellt der Versicherer den Versicherungsnehmer bzw. mitversicherte Personen von Schadenersatzansprüchen z.B. frei, wenn durch den Gebrauch des Fahrzeugs Personen verletzt oder getötet oder Sachen beschädigt oder zerstört werden. 4. Mindestdeckung: In der K. sind die Zahlungen des Versicherers auf die Höhe der je Schadenfall für Personen-, Sach- und Vermögensschäden vereinbarten Versicherungssummen beschränkt. Die Höhe der Mindestdeckung bzw. die Mindestversicherungssumme ergibt sich aus der Anlage 1 zu § 4 II PflVG. In der Praxis werden in 99 % aller Fälle höhere Versicherungssummen als die gesetzliche Mindestdeckung vereinbart. 5. Mitversicherte Personen: Neben dem Versicherungsnehmer sind gem. § 2 II PflVG der Halter, der Eigentümer, der Fahrer, die Beifahrer, die Omnibusschaffner, der Arbeitgeber und öffentliche Dienstherren mitversichert. Diese können ihre Ansprüche selbstständig gegenüber dem Kfz-Haftpflichtversicherer geltend machen. 6. Ausschlüsse: Der in § 2 PflVG beschriebene Umfang der K. kann im Wege der Vertragsgestaltung bei bestimmten Ansprüchen bzw. Schadenereignissen eingeschränkt werden. Der Katalog der Ausschlusstatbestände ist abschließend. Weitere vertragliche Ausschlüsse sind unwirksam.
1. Begriff: Allgemeine Geschäftsbedingungen i.S.d. §§ 305 ff. BGB. Die AKB unterliegen daher der Inhaltskontrolle der §§ 307-309 BGB. 2. Merkmale: Die AKB enthalten grundlegende vertragliche Vereinbarungen für die Kfz-Haftpflichtversicherung und ggf....
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