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Timestamp: 2016-10-21 21:59:38
Document Index: 1542939

Matched Legal Cases: ['Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 65', 'Art. 66']

8C_711/2013 (23.01.2014)
8C_711/2013 � � Urteil vom 23. Januar 2014
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversiche-rungsgerichts des Kantons Z�rich vom 21. August 2013.
L.________, geboren 1962, st�rzte am 6. Dezember 2008 und brach sich das rechte Handgelenk. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) anerkannte ihre Leistungspflicht als Unfallversicherer dem Grundsatz nach und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Mit Verf�gung vom 31. M�rz 2011 schloss sie den Fall ab und sprach der Versicherten eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 5% zu. Gest�tzt auf die versicherungsinterne orthop�dische Einsch�tzung des PD Dr. med. K.________ und des Dr. med. V.________ vom 11. April 2012 lehnte sie den von der Versicherten geltend gemachten Anspruch auf eine Invalidenrente auch mit Einspracheentscheid vom 20. April 2012 ab.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 21. August 2013 ab.
L.________ f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei ihr eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Des Weiteren ersucht sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Mit nachtr�glicher Eingabe reicht L.________einen neuen Arztbericht ein.
Der von der Beschwerdef�hrerin nachtr�glich eingereichte Arztbericht des Dr. med. M.________, Chirurgie FMH, spez. Handchirurgie, vom 20. Dezember 2013 bleibt im Verfahren vor dem Bundesgericht unbeachtlich (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194).
Das kantonale Gericht hat die f�r den Rentenanspruch massgeblichen Bestimmungen und Grunds�tze, teilweise unter Hinweis auf den Einspracheentscheid, zutreffend dargelegt.
Die Vorinstanz hat die medizinischen Berichte eingehend gew�rdigt. Sie hat erwogen, dass die �ber den 31. Januar 2011 hinaus geklagten Handgelenksbeschwerden mangels ad�quaten Kausalzusammenhangs insoweit ausser Betracht fallen, als sie psychischer Natur oder organisch objektiv nicht ausgewiesen sind. Im �brigen sei zur Beurteilung der damit verbundenen Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit auf die Einsch�tzung der SUVA Abteilung Versicherungsmedizin vom 11. April 2012 abzustellen. Gem�ss PD Dr. med. K.________ und Dr. med. V.________ sei der Versicherten eine leidensangepasste leichte T�tigkeit ganztags zuzumuten.
Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen wurde stets Beweiswert zuerkannt. Hinsichtlich ihrer Beweiskraft sind rechtsprechungsgem�ss jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverl�ssigkeit und Schl�ssigkeit der versicherungsinternen �rztlichen Feststellungen, so sind erg�nzende Abkl�rungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.).
Gem�ss dem von der Invalidenversicherung eingeholten Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle X.________ vom 25. November 2011 sei die Versicherte zufolge einer schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F32.2) g�nzlich arbeitsunf�hig. Nebst weiteren (Schulter- und R�cken-) Beschwerden bestehe nach dem Sturz vom 6. Dezember 2008 ein chronischer komplexer Residualzustand im Bereich des rechten distalen Vorderarms und Handgelenks. Der rheumatologische Gutachter Dr. med. W.________ f�hrte dazu am 19. August 2011 aus, dass es seit der Untersuchung in der Medizinischen Abkl�rungsstelle A.________ zwei Jahre fr�her (Gutachten vom 4. August 2009) entgegen der damals prognostisch in Aussicht gestellten Abheilung der Radiusfraktur subjektiv und objektiv nicht zu einer Verbesserung gekommen sei und eine j�ngst erfolgte handchirurgische Abkl�rung durch PD Dr. med. S.________ (Stellungnahme vom 10. Mai 2011) weiterhin relevante Befunde gezeigt habe. Dr. med. W.________ sch�tzte die Arbeitsf�higkeit unter Ber�cksichtigung auch der Schulter- und R�ckenbeschwerden auf 50%. Die Versicherte war des Weiteren am 22. September 2010 durch Dr. med. T.________, Handchirurgie FMH, abgekl�rt worden (Bericht vom 22. September 2010), welcher ebenfalls eine 50%ige Arbeitsunf�higkeit attestierte, wobei die strukturellen Ver�nderungen gering und die Beschwerdeproblematik eher auf ein chronisches Schmerzsyndrom zur�ckzuf�hren sei. Neurologische Befunde liessen sich gem�ss Untersuchung durch Frau Dr. med. E.________ nicht nachweisen, namentlich fanden sich auch keine Hinweise auf ein CRPS (komplexes regionales Schmerzsyndrom; Bericht vom 1. M�rz 2011).
Zwar haben sich die Gutachter der Medizinischen Abkl�rungsstelle X.________ nicht ausdr�cklich zu den Folgen allein aus dem hier zu beurteilenden Unfall ge�ussert und darum die somatisch bedingte Arbeitsunf�higkeit auch unter Ber�cksichtigung von R�cken- und Schulterbeschwerden gesch�tzt. Die Stellungnahme des Dr. med. T.________ schloss allenfalls auch eine psychische Komponente mit ein, die hier indessen, wie von der Vorinstanz zutreffend festgestellt und auch beschwerdeweise nicht bestritten, ausser Acht zu lassen ist. Dennoch verm�gen diese Arbeitsf�higkeitsatteste betr�chtliche Zweifel am Bericht der SUVA-�rzte zu erwecken. So gehen PD Dr. med. K.________ und Dr. med. V.________ auf den vom Gutachter der Medizinischen Abkl�rungsstelle X.________ geschilderten komplexen Residualzustand (mit sekund�rer radiokarpaler Arthrose und STT-Arthrose, residuell gesch�digtem radio-scaphoidem Gelenkanteil mit leicht erweitertem Spatium [SL-Gelenkspalt] und zentraler Stufe/Eindellung an der distalen radialen Gelenkfl�che sowie Verdacht auf Pseudoarthrose im Bereich der distalen Ulna, welche Befunde sich auch auf die Untersuchungen durch PD Dr. med. S.________ abst�tzen) nicht weiter ein. Bez�glich der Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit auf 100% beziehen sich PD Dr. med. K.________ und Dr. med. V.________ auf die kreis�rztlichen Untersuchungsberichte des Dr. med. O.________, welcher indessen am 11. Februar 2010 ausdr�cklich darauf hinwies, dass Dr. med. W.________ zuvor, am 14. Juli 2009, von einer lediglich 50%igen Arbeitsf�higkeit ausgegangen sei, und sich in seinem Bericht �ber die Abschlussuntersuchung am 19. Oktober 2010 zu diesem Punkt nicht mehr �usserte. PD Dr. med. K.________ und Dr. med. V.________ er�rtern und begr�nden nicht weiter, weshalb sie bei den gegebenen (�bereinstimmend vom SUVA-Kreisarzt und vom Gutachter der Medizinischen Abkl�rungsstelle X.________ festgestellten) Bewegungseinschr�nkungen und bei den von den genannten Spezial�rzten bildgebend erhobenen Befunden von einer 100%igen Arbeitsf�higkeit ausgehen; der Hinweis darauf, dass die Gutachter der Medizinischen Abkl�rungsstelle X.________ auch die unfallfremden somatischen Beschwerden mitber�cksichtigt h�tten, vermag diesbez�glich nicht zu gen�gen.
Wie die Beschwerdef�hrerin zu Recht geltend macht, kann damit auf die versicherungsinterne Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit nicht abgestellt werden. Es bedarf der weiteren Abkl�rung, inwieweit die Versicherte durch die somatischen, organisch objektiv ausgewiesenen Folgen des Unfalls vom 6. Dezember 2008 mit Verletzung des rechten Handgelenks eingeschr�nkt ist. Die Vorinstanz wird dazu ein Gerichtsgutachten einholen (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264).
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 BGG). Die Gerichtskosten werden der unterliegenden Beschwerdegegnerin auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 21. August 2013 aufgehoben. Die Sache wird zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.