Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201970,%20755
Timestamp: 2019-10-20 04:41:36
Document Index: 275560285

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 10']

Rechtsprechung: BStBl II 1970, 755 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BFH, 25.06.1970
BFH, 25.06.1970 - IV 340/65
https://dejure.org/1970,650
BFH, 25.06.1970 - IV 340/65 (https://dejure.org/1970,650)
BFH, Entscheidung vom 25.06.1970 - IV 340/65 (https://dejure.org/1970,650)
BFH, Entscheidung vom 25. Juni 1970 - IV 340/65 (https://dejure.org/1970,650)
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Berechnung des begünstigten nicht entnommenen Gewinns durch den jeweils berichtigten Gewinn nach Gewinnkorrektur bei Vermögensvergleich
BFHE 99, 531
DB 1970, 1910
BFH, 01.02.1990 - IV R 39/89
Bei § 34e EStG ist ein beim Wechsel der Gewinnermittlungsart entstehender sog. …
Allerdings hat der Senat in seinem Urteil vom 25. Juni 1970 IV 340/65 (BFHE 99, 531, BStBl II 1970, 755) darauf hingewiesen, daß die Zu- und Abrechnungen, die beim Übergang von der Einnahme-Überschußrechnung zum Bestandsvergleich erforderlich werden, dem Gewinn des Übergangsjahres zuzurechnen sind.
Vielmehr hat der Senat in der Entscheidung in BFHE 99, 531, BStBl II 1970, 755 in Übereinstimmung mit den Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 22. Juni 1966 VI 340/65 (BFHE 86, 509, BStBl III 1966, 540) und vom 20. Januar 1967 VI 384/65 (BFHE 88, 49, BStBl III 1967, 287) die Auffassung vertreten, daß die Billigkeitsregelung nach Abschn. 19 Abs. 2 EStR (a. F.) sich nicht nur bei der Berechnung der Steuer der Folgejahre, sondern auch dahin auswirke, daß der Gewinn der Folgejahre endgültig verändert werde.
Eine Aufspaltung des einheitlichen Betriebsergebnisses des Übergangsjahres in einen normalen Gewinn und einen Übergangsgewinn ist nicht zulässig (BFH-Urteil vom 25. Juni 1970 IV 340/65, BFHE 99, 531, BStBl II 1970, 755).
Wenn die Rechtsprechung des BFH in mehreren Entscheidungen weiter darauf hinwies, daß sich diese Billigkeitsentscheidung nicht nur bei der Berechnung der Steuer der Folgejahre, sondern auch dahin auswirkt, daß der Gewinn der Folgejahre endgültig verändert wird (Urteile vom 22. Juni 1966 VI 340/65, BFHE 86, 509, BStBl III 1966, 540; IV 340/65; vom 7. Dezember 1971 VIII R 22/67, BFHE 104, 340, BStBl II 1972, 338), so kann daraus jedoch nicht entnommen werden, daß im Rahmen der Steuerfestsetzungen der Folgejahre auch noch eine berichtigte Ermittlung des rechtskräftig veranlagten Übergangsergebnisses zugrunde gelegt werden kann, wie dies das FA für möglich hält.
Steuerliche Begünstigung des Übergangsgewinns beim Wechsel der …
Sie ist hierbei -- unter dem Gesichtspunkt einer im System der einkommensteuerlichen Gewinnermittlung hervorgetretenen Entscheidung des Gesetzgebers, daß die Überschußrechnung (§ 4 Abs. 3 EStG) auf die Dauer gesehen zu im wesentlichen gleichen Ergebnissen wie die Bestandsrechnung (§ 4 Abs. 1 Satz 1, § 5 EStG) führen müsse -- davon ausgegangen, daß die in der Überschußrechnung (infolge Fehlens eines Bestandsvergleichs) unerfaßt gebliebenen und ohne Ansatz (bei Übergang zum Bestandsvergleich) der Besteuerung verlorengehenden betrieblichen Werte als Teile des laufenden Gewerbegewinnes bei der Einkommensteuerveranlagung für das Übergangsjahr einzuordnen seien (Entscheidung des RFH VI 774/37 vom 7. Dezember 1938, RStBl 1939, 172; Entscheidungen des BFH VI 384/65 vom 20. Januar 1967, BFHE 88, 49, BStBl III 1967, 287; IV 340/65 vom 25. Juni 1970, BFHE 99, 531, BStBl 1970, 755; I R 184/69 vom 1. April 1971, BFHE 102, 83, BStBl II 1971, 526;… Littmann, Das Einkommensteuerrecht, 10. Aufl. 1971/72, §§ 4, 5 Rdnr. 1013 bis 1017, 1018).
BFH, 07.12.1971 - VIII R 22/67
Berücksichtigung der Gewinnkorrekturen infolge Änderung der Gewinnermittlungart …
Die Billigkeitsmaßnahme nach Abschn. 19 Abs. 2 EStR wirkt sich deshalb nicht nur als eine Stundung der Steuer, sondern auch dahin aus, daß der Gewinn endgültig verändert wird (vgl. Urteile des BFH VI 236/63 vom 18. Dezember 1964, HFR 1965, 311; VI 340/65 vom 22. Juni 1966, BFH 86, 509, BStBl III 1966, 540; IV 340/65 vom 25. Juni 1970, BFH 99, 531, BStBl II 1970, 755, und I R 184/69 vom 1. April 1971, BFH 102, 83, BStBl II 1971, 526).
Dies ist nur sichergestellt, wenn die in der Überschußrechnung unerfaßt gebliebenen und ohne Ansatz beim Übergang zum Bestandsvergleich der Besteuerung verlorengehenden betrieblichen Werte bei der Einkommensteuerveranlagung für das Übergangsjahr erfaßt werden (so im Anschluß an das Urteil des Reichsfinanzhofs - RFH - vom 7. Dezember 1938 VI 774/37, RStBl 1939, 172, die Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 20. Januar 1967 VI 384/65, BFHE 88, 49, BStBl III 1967, 287; vom 25. Juni 1970 IV 340/65, BFHE 99, 531, BStBl II 1970, 755; vom 1. April 1971 I R 184/69, BFHE 102, 83, BStBl II 1971, 526; vom 19. Oktober 1971 VIII R 27/66, BFHE 103, 404, BStBl II 1972, 106; vom 24. Oktober 1972 VIII R 32/67, BFHE 108, 39, BStBl II 1973, 233; vom 5. Oktober 1973 VIII R 20/68, BFHE 111, 40, BStBl II 1974, 303).
Was die Frage nach der Rechtmäßigkeit der Vornahme einer Gewinnkorrektur beim Wechsel der Gewinnermittlungsart betrifft, so sieht der Senat auch nach nochmaliger Prüfung keine Veranlassung, von der wiederholt, zuletzt in den Urteilen I 113/65 vom 3. Juli 1968 (BFH 93, 230, BStBl II 1968, 736) und IV 340/65 vom 25. Juni 1970 (BFH 99, 531, BStBl II 1970, 755) dargelegten Rechtsauffassung abzuweichen.
Der Vorinstanz ist darin zuzustimmen, daß bei Anwendung der Nachversteuerungsvorschrift des § 10a Abs. 2 EStG unter Gewinn und Entnahmen die allgemeinen Begriffe aus dem Recht der Gewinnermittlung zugrunde zu legen sind (Urteile des BFH VI 340/65 vom 22. Juni 1966, BFH 86, 509, BStBl III 1966, 540; VI 384/65 vom 20. Januar 1967, BFH 88, 49, BStBl III 1967, 287; IV 340/65 vom 25. Juni 1970, BFH 99, 531, BStBl II 1970, 755).