Source: https://www.bghw.de/die-bghw/bghw-in-zahlen/jahresbilanz-2014
Timestamp: 2017-01-20 05:43:11
Document Index: 97860578

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Jahresbilanz 2014 — bghw.de BGHW-Website
Ausgaben * Entschädigung * Renten * Umfang der Versicherung * Unfallstatistik Wofür die BGHW Geld ausgibt
Wofür die BGHW Geld ausgibt (Stand 2014)
Ausgaben zum 31.12.2014
Ausgaben 2014 in Euro
Ausgaben fürBetrag in Euro
64.093.728,41
Entschädigungsleistungen(davon Ausgleichslast 153.515.403,52 €)
959.302.303,54
99.381.775,68
79.078.669,82
1.201.856.477,45
Sonstige LeistungenDie im Leistungskatalog der gesetzlichen Unfallversicherung enthaltenen Positionen, die neben den anderen Leistungen gezahlt wurden.
Diese setzten sich 2014 wie folgt zusammen
Entschädigungsleistungen 2014 in Euro nach Leistungsarten
LeistungsartBetrag in Euro
319.299.009
68.423.208
403.901.210
14.163.473
805.786.900
Die Rentenzahlungen an Versicherte der BGHW bilden mit einem Anteil von 50 Prozent den größten Posten bei den Entschädigungsleistungen. An zweiter Stelle folgen die Rehabilitationskosten, die mit 40 Prozent über ein Drittel der Gesamtausgaben im Entschädigungsbereich ausmachen.
Versicherte oder deren Hinterbliebene erhalten eine Rente bzw. Sterbegeld, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. 2014 zahlte die BGHW an insgesamt 69.202 Rentenempfänger Renten in Höhe von 403 Millionen Euro. Zahl der Renten 2014 nach Empfängergruppen
EmpfängergruppeZahl der Rentenempfänger
Witwen, Witwer
Bei der BGHW sind rund 426.200 Mitgliedsunternehmen mit rund 4,3 Millionen Beschäftigten* versichert. Dabei überwiegen kleine Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten. Auf sie entfällt ein Anteil von 88 Prozent. In diesen Unternehmen sind aber „nur“ 17,2 Prozent der Versicherten beschäftigt. Lediglich 2,7 Prozent der Mitgliedsunternehmen haben 50 und mehr Beschäftigte; bei ihnen sind aber fast zwei Drittel der Versicherten beschäftigt.
UnternehmensgrößeAnzahl Unternehmenprozentualer Anteilprozentualer Anteil (kumuliert)
weniger als 10 Beschäftigten
10 bis 49 Beschäftigten
50 bis 249 Beschäftigten
250 und mehr Beschäftigten
UnternehmensgrößeAnzahl Beschäftigteprozentualer Anteilprozentualer Anteil (kumuliert)
1.769.777
4.312.027
Aufgrund der guten Wirtschaftslage wären steigende Unfallzahlen 2014 zu erwarten gewesen. Denn wenn mehr und länger gearbeitet wird, steigt auch die Unfallgefahr. Statt dessen sind die anzeigepflichtigen Unfälle im vergangenen Jahr um rund 5.000 Unfälle auf 123.030 Fälle gesunken (-3,9 Prozent). Anzeigepflichtig ist ein Unfall, wenn er eine mehr als dreitägige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat. Dieser Rückgang der anzeigepflichtigen Unfälle lässt sich allerdings teilweise auf einen statistischen Effekt zurückführen: Da im Dezember 2012 wegen einer IT-Umstellung im Leistungsbereich der BGHW zwei Wochen keine Unfälle in das System eingegeben werden konnten, wurden diese Unfälle Anfang 2013 nachträglich erfasst. Die Unfallzahl für 2013 war deshalb mit 128.000 Unfallfällen etwas zu hoch. Bereinigt man die Unfallzahl 2013 um diesen Effekt, so wären es 2013 circa 123.000 Unfälle gewesen. Da heißt: Die Zahl der anzeigepflichtigen Unfälle ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.
Die schweren Unfälle mit der Folge einer erheblich geminderten Erwerbsfähigkeit (neue Unfallrenten) sind gegenüber dem Vorjahr um 109 Fälle auf 2.301 Fälle gestiegen (+5,0 Prozent). Diese Zahl ist der zweitniedrigste Wert der BGHW seit 1960. Die Zahl der tödlichen Unfälle ist geringfügig auf 88 Fälle angestiegen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr betrug 4 Fälle (+4,0 Prozent). Die Zahl der schweren und tödlichen Unfälle ist 2014 zwar gestiegen, sie zählen aber jeweils zu den historisch niedrigsten Werten seit 1960.
Die Zahl der Vollarbeiter bei der BGHW ist geringfügig um 1,4 Prozent auf rund 4,312 Millionen angestiegen.
Im Jahr 2014 wurden der BGHW 265.596 Unfälle angezeigt. Darunter hatten 123.030 Unfälle eine mehr als dreitägige Arbeitsunfähigkeit zur Folge und waren damit anzeigepflichtig. Bei 2.300 Fällen waren die Verletzungsfolgen so schwerwiegend, dass es im Berichtsjahr erstmals zu einer Entschädigung in Form einer Rente, Abfindung oder zur Zahlung von Sterbegeld gekommen ist (neue Unfallrente). Tödlich verletzt wurden 88 Menschen, die Mehrzahl davon bei Straßenverkehrsunfällen.
Unfallzahlen nach Art des Versicherungsfalls
Art des VersicherungsfallsZahl der ArbeitsunfälleZahl der WegeunfälleZahl der Unfälle insgesamt
Angezeigte Unfälle
Anzeigepflichtige Unfälle
Ein empirisches Maß zur Beschreibung des Unfallrisikos ist die Unfallhäufigkeit. Hierbei wird die Zahl der Unfälle zu der Beschäftigtenzahl in Beziehung gesetzt. Man erhält dann eine Angabe „Unfälle je 1000 Beschäftigte“ – häufig als „1000-Mann- Quote“ bezeichnet. Diese Größe beträgt bei der BGHW, bei den anzeigepflichtigen Unfällen 28,5. Die Unfallhäufigkeit erreichte 2014 ein Rekordtief.
Unfallhäufigkeit nach Art des Versicherungsfalls
Art des VersicherungsfallsUnfallhäufigkeit ArbeitsunfälleUnfallhäufigkeit WegeunfälleUnfallhäufigkeit insgesamt
Im Jahr 2014 sind bei der BGHW 3.773 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit eingegangen. Als Berufskrankheit im juristischen Sinne anerkannt wurden 581Fälle, 224 Betroffene erhalten eine ab 2014 laufende Rentenzahlung. In weiteren 1.696 Fällen wurde die berufliche Verursachung der Erkrankung festgestellt; eine Berufskrankheit im juristischen Sinne lag jedoch nicht vor, weil besondere versicherungsrechtliche Voraussetzungen nicht erfüllt waren – etwa die Aufgabe der gefährdenden Tätigkeit. Die Berufsgenossenschaft übernimmt in diesen Fällen die medizinische Rehabilitation und berät die Erkrankten über mögliche Schutzmaßnahmen. In 1.865 Fällen ist der Verdacht auf eine Berufskrankheit nicht bestätigt worden. In Folge einer Berufskrankheit sind im Berichtsjahr 95 Versicherte verstorben. In der überwiegenden Zahl der Fälle handelte es sich dabei um asbestverursachte Erkrankungen, deren Ursachen in der Regel bereits Jahrzehnte zurückliegen.
Bei den Rentenfällen dominieren mit einem Anteil von 59 Prozent die Erkrankungen der Atemwege oder der Lunge (hier spielen insbesondere Erkrankungen durch Einwirkung von Asbest eine besondere Rolle). Ein anderes Bild zeigt sich bei den Verdachtsanzeigen: Bei den meisten Anzeigen handelt es sich um Hautkrankheiten gefolgt von Erkrankungen durch physikalische Einwirkungen (insbesondere Lärmerkrankungen und Schädigungen der Wirbelsäule).
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