Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/suesswtfkrausbv
Timestamp: 2020-01-24 16:53:05
Document Index: 81178578

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', 'Art. 2', '§ 34']

Der Ausbildungsberuf Fachkraft für Süßwarentechnik wird staatlich anerkannt.
Bedienen von Maschinen und Anlagen,
Bearbeiten von Roh- und Zusatzstoffen,
Herstellen von Roh- und Fertigmassen,
Bearbeiten von Roh- und Fertigmassen,
Verpacken von Fertigprodukten,
Lagern der Waren.
in der Fachrichtung Konfekt:
Herstellen von Konfekt;
in der Fachrichtung Schokolade:
Herstellen von Schokolade;
in der Fachrichtung Zuckerwaren:
Herstellen von Zuckerwaren;
in der Fachrichtung Dauerbackwaren:
Herstellen von Dauerbackwaren und Knabberartikeln.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage zu § 4 für die ersten drei Ausbildungshalbjahre aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend den Rahmenlehrplänen zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Prüfling in insgesamt höchstens drei Stunden drei Arbeitsproben durchführen. Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
Verändern von Rohmassen durch Zugabe struktur- und geschmacksbestimmender Stoffe,
Vorbereiten von Einlagen und Füllungen,
Inbetriebnehmen einer Produktionsmaschine,
Reinigen und Pflegen der Geräte und Maschinen.
(4) Zum Nachweis der Kenntnisse soll der Prüfling in insgesamt höchstens 180 Minuten Aufgaben insbesondere aus folgenden Gebieten schriftlich lösen:
Beschreiben von Roh- und Zusatzstoffen,
Beschreiben von Verpackungsmaterialien und Verpackungstechniken,
Erklären der Veränderungen bei der Lagerung von Waren auf Grund äußerer Einflüsse,
Mischungsrechnen.
(2) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Prüfling in der vereinbarten Fachrichtung in insgesamt höchstens sieben Stunden zwei Arbeitsproben durchführen. Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
Herstellen eines Sortiments von fünf Pralinenartikeln in unterschiedlicher Verarbeitung,
Fertigen einer Pralinensorte nach eigener Rezeptur;
Herstellen einer massiven Schokolade und eines Hohlkörpers,
Füllen von Hohlkörpern mit Nugat und nugatähnlichen Massen;
Herstellen gefüllter Hartkaramellen,
Herstellen von Weichkaramellen;
Herstellen von 2 Dauerbackwaren in unterschiedlicher Verarbeitung,
Herstellen von 2 Knabberartikeln in unterschiedlicher Verarbeitung.
Beschreiben von Maschinen und Anlagen,
Beschreiben eines Produktionsablaufs,
rezeptbezogenes Rechnen;
Die bisher festgelegten Berufsbilder, Berufsbildungspläne und Prüfungsanforderungen für die Lehrberufe, Anlernberufe und vergleichbar geregelten Ausbildungsberufe, insbesondere für die Ausbildungsberufe Bonbonmacher und Konfektmacher, die in dieser Rechtsverordnung geregelt sind, sind nicht mehr anzuwenden.
Anlage (zu § 4)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zur Fachkraft für Süßwarentechnik
(Fundstelle: BGBl. I 1980, 1914 - 1917;
I. Für alle Fachrichtungen gemeinsame Fertigkeiten und Kenntnisse:
1 Kenntnisse des Ausbildungsbetriebs (§ 3 Abs. 1 Nr. 1)
Organisation und Aufgaben der einzelnen Betriebsbereiche darstellen
Funktion betrieblicher Einrichtungen, insbesondere Lager, Produktion und Qualitätskontrolle erklären
wirtschaftliche Faktoren, insbesondere Energie- und Materialieneinsatz erläutern
betriebliche Ordnungsmittel, insbesondere Berufsbildungsgesetz, Berufsausbildungsvertrag, Jugendarbeitsschutzgesetz und Tarifverträge, erläutern
Merkmale kooperativer Verhaltensweisen am Arbeitsplatz beschreiben
gesetzliche Bestimmungen zur Fort- und Weiterbildung und die entsprechenden Förderungsmöglichkeiten nennen
Bedeutung der Sozialversicherung erklären
fachbezogene Bestimmungen des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes nennen
2 Arbeitsschutz und Unfallverhütung (§ 3 Abs. 1 Nr. 2)
einschlägige Bestimmungen der gesetzlichen und betrieblichen Arbeitsschutzvorschriften nennen
Vorschriften der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, insbesondere Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien und Merkblätter, nennen
unfallverursachendes menschliches Fehlverhalten sowie berufstypische Unfallquellen und Situationen beschreiben
Schutzmaßnahmen und Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz nennen
Gefahren im Umgang mit elektrischem Strom beschreiben
Gefahren im Umgang mit Gasen und gefährlichen Stoffen beschreiben
wesentliche Vorschriften über die Feuerverhütung und die Brandschutzeinrichtungen nennen
Verhalten bei Unfällen beschreiben und Maßnahmen zur Ersten Hilfe einleiten
3 Hygiene (§ 3 Abs. 1 Nr. 3)
Bedeutung der Betriebshygiene erklären
Arbeitsplatz unter Berücksichtigung der hygienischen Erfordernisse sauberhalten und geeignete Arbeitskleidung tragen
Maschinen, technische Einrichtungen und Arbeitsräume desinfizieren
Schädlingsbekämpfungsmittel sachgemäß anwenden
das Infektionsschutzgesetz vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045) und die Hygieneverordnung in bezug auf Personen, Arbeitsplatz und Arbeitsmittel erläutern und aufsichtsführende Behörden nennen
4 Umweltschutz (§ 3 Abs. 1 Nr. 4)
betriebsbedingte Ursachen von Umweltbelastungen und Möglichkeiten ihrer Vermeidung aufzeigen
Abfall unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen beseitigen
5 Bedienen von Maschinen und Anlagen (§ 3 Abs. 1 Nr. 5)
Aufbau, Arbeitsweise und Anwendungsmöglichkeiten von Geräten, Maschinen und Anlagen erklären
Arbeitsgeräte zweckentsprechend einsetzen
Maschinen und Anlagen unter Beachtung der Bedienungsanleitung und der Sicherheitsvorschriften sowie unter Berücksichtigung rationeller Energienutzung in Betrieb nehmen
Prozeßablauf kontrollieren und bei Störungen Maßnahmen zur Beseitigung einleiten
Geräte und Maschinen mit ausgewählten Reinigungs- und Pflegemitteln reinigen und pflegen
6 Bearbeiten von Roh- und Zusatzstoffen (§ 3 Abs. 1 Nr. 6)
Arten und Sorten der Roh- und Zusatzstoffe nennen sowie deren Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten erklären
Roh- und Zusatzstoffe nach Qualitätsmerkmalen beurteilen
Roh- und Zusatzstoffe zerkleinern
Roh- und Zusatzstoffe mischen und kneten
Roh- und Zusatzstoffe kochen
7 Herstellen von Roh- und Fertigmassen (§ 3 Abs. 1 Nr. 7)
Rohmassen aus Rohstoffen nach vorgegebenen Rezepturen herstellen
Fertigmassen aus Rohmassen und Rohstoffen nach vorgegebenen Rezepturen herstellen
8 Bearbeiten von Roh- und Fertigmassen (§ 3 Abs. 1 Nr. 8)
Roh- und Fertigmassen durch Zugabe struktur- und geschmacksbestimmender Stoffe verändern
Roh- und Fertigmassen nach Konsistenz, Aussehen, Geschmack und Geruch beurteilen
Roh- und Fertigmassen fachgerecht zwischenlagern
Massen vorkristallisieren und temperieren
Einlagen und Füllungen vorbereiten
9 Verpacken von Fertigprodukten (§ 3 Abs. 1 Nr. 9)
Eigenschaften der verwendeten Verpackungsmaterialien beschreiben
Verpackungsmöglichkeiten nennen
Fertigprodukte versandfertig verpacken
10 Lagern der Waren (§ 3 Abs. 1 Nr. 10)
Bedingungen für die Lagerung von Roh- und Zusatzstoffen sowie von Verpackungsmaterialien auf Grund ihrer Eigenschaften erklären
Bedingungen für die Lagerung von Rohmassen, Fertigmassen und Fertigprodukten auf Grund ihrer Eigenschaften erklären
Einflüsse und Veränderungen bei der Aufbewahrung und Lagerung von Waren nennen
1. Fachrichtung Konfekt
Herstellen von Konfekt (§ 3 Abs. 2 Nr. 1)
Einlagen von Hand temperieren
Einlagen von Hand überziehen
Hohlkörper ausformen
Füllungen herstellen und eindosieren
Krustenliköreinlagen von Hand herstellen
Praline von Hand dekorieren
Hohlkörperanlage bedienen
Maschinen zum Verformen, Überziehen und Dekorieren bedienen
Gießanlage für feste und flüssige Produkte bedienen
Produktionsprozesse steuern
Rezeptvariationen erläutern
Fertigprodukte sensorisch prüfen
2. Fachrichtung Schokolade
Herstellen von Schokolade (§ 3 Abs. 2 Nr. 2)
Schokoladen- und Schokoladenüberzugsmassen nach Rezeptur unter Berücksichtigung des Röstens, Knetens, Mischens, Walzens und Conchierens herstellen
vorkristallisieren, überziehen, dekorieren von Hand
eintafeln von Hand
Eintafelanlage bedienen
3. Fachrichtung Zuckerwaren
Herstellen von Zuckerwaren (§ 3 Abs. 2 Nr. 3)
flüssige, halbflüssige und feste Füllungen herstellen
gefüllte und ungefüllte Hartkaramellen nach Rezeptur unter Berücksichtigung des Auflösens, Kochens, Prägens und Kühlens herstellen
Weichkaramellen nach Rezeptur unter Berücksichtigung des Auflösens, Kochens, Schneidens und Wickelns herstellen
kaschierte Bonbons herstellen
Spezialitäten, insbesondere Streifenware, von Hand herstellen
Auflöse-, Koch- und Kühlanlagen bedienen
Präge-, Schneide- und Wickelmaschinen bedienen
4. Fachrichtung Dauerbackwaren
Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln im Ausbildungshalbjahr
Herstellen von Dauerbackwaren und Knabberartikeln (§ 3 Abs. 2 Nr. 4)
Teige und Massen herstellen
Mischungen aus ölhaltigen Samenkernen und aus Trockenfrüchten herstellen
Extrudate aus Gelatinaten durch Fritieren oder durch Direktexpansion herstellen
Gebäck aus Mürbe-, Hefe- und Blätterteig herstellen, insbesondere Kekse, Käsegebäck und und Kräcker
Gebäck aus Massen herstellen, insbesondere aus Waffel-, Makronen- und Biskuitmassen
Laugengebäck herstellen
Lebkuchen und lebkuchenartige Backwaren herstellen
produktionsbezogene Anlagen, insbesondere Back- und Fritieranlagen sowie sowie Kochextruder, bedienen
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 2 § 34 G v. 20. 7.2000 I 1045
1980, 1911: BGBl I