Source: https://www.faktura.work/pflichtangaben-was-muss-auf-eine-rechnung/
Timestamp: 2020-08-04 11:48:49
Document Index: 376307815

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 3', '§ 6', '§ 13', '§ 33']

Pflichtangaben: Was muss alles auf eine korrekte Rechnung? - faktura.work
Pflichtangaben: Was muss alles auf eine korrekte Rechnung?
Rechnungen bekommen ist selten schön. Rechnungen schreiben schon. Eine Rechnung mit fehlenden Informationen kann allerdings sowohl selbst als auch für den Rechnungsempfänger zu Problemen führen. Es gibt eine Reihe an Angaben, die in einer korrekten Rechnung gemacht werden müssen. In diesem Artikel erklären wir dir, was eine korrekte Rechnung alles enthalten muss.
Pflichtangaben: Welche Angaben müssen Rechnungen enthalten?
Umsatzsteuerhinweise, z.B. Hinweis auf Steuerschuld des Leistungsempfängers
Bei einer Steuerschuld des Leistungsempfängers (Reverse-Charge) gelten weitere Angaben. Eine Eingangsrechnung hat gem. § 14 Abs. 4 i.V.m. § 14a Abs. 5 UStG zusätzlich zu den o.g. folgende Angaben zu enthalten:
Die dem leistenden Unternehmer erteilte Umsatzsteueridentifikationsnummer (soweit vorhanden; bei Drittlandsunternehmen Steuernummer)
Die dem Leistungsempfänger erteilte Umsatzsteueridentifikationsnummer
In den Fällen des § 14b Abs. 1 S. 5 UStG einen Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers und
Weitere Informationen zum Reverse-Charge Verfahren findest du in unserem folgenden Artikel: https://www.faktura.work/reverse-charge/
Kleinbetragsrechnungen: Erleichterte Vorschriften
Die oben genannten Angaben sind relativ umfangreich. Bei Kleinstbeträgen kann das einen unverhältnismäßigen Aufwand bedeuten. Stelle dir vor, du hast gerade beim Elektronikmarkt ein einzelnes USB-Kabel für deinen Betrieb gekauft und beginnst nun, dem Kassierer deine Adresse für die Rechnung zu buchstabieren.
Um das zu vermeiden, gibt es für Rechnungen, deren Gesamtbetrag 250 Euro brutto nicht übersteigt erleichterte Vorschriften. Hier genügen folgende Angaben:
Die Ausnahmen von der Ausnahme: Die Vereinfachung für Kleinbetragsrechnungen gilt nicht im Rahmen der Versandhandelsregelung ( § 3c UStG), bei innergemeinschaftlichen Lieferungen (§ 6a UStG) und bei der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers nach § 13b UStG (§ 33 UStDV).
Pflichtangaben bei der Rechnungsstellung durch Kleinunternehmer
Wenn du umsatzsteuerliche Kleinunternehmerregelung angewendet wird, muss keine Umsatzsteuer ausgewiesen werden, da sie in diesem Fall nicht erhoben wird. Das bedeutet aber nicht, dass der Kleinunternehmer keine Rechnungspflichtangaben machen muss. Er muss diese ebenso beachten, wie steuerpflichtige Unternehmer. Aufgrund des fehlenden Ausweises der Umsatzsteuer entfallen aber die Angaben zum Steuerausweis. Also bleiben noch folgende Angaben übrig:
Steuernummer (oder Umsatzsteueridentifikationsnummer)
Es empfiehlt sich, zusätzlich auf die Verwendung der Kleinunternehmerregelung hinzuweisen. Andernfalls kann es passieren, dass der Rechnungsempfänger beim Erhalt der Rechnung genau den fehlenden Steuerausweis beanstanden wird. Dieser kann zum Beispiel wie folgt lauten:
Damit im Nachgang eine Rechnung nicht zum Problem werden kann, sind Pflichtangaben zu beachten, die eine Rechnung enthalten muss.
Die Rechnung kann leider auch wenn sie bezahlt und vergessen ist, nicht einfach entsorgt werden. Ein Unternehmer hat ein Doppel der Rechnung, die er selbst oder ein Dritter in seinem Namen und auf seine Rechnung ausgestellt hat, sowie alle Rechnungen, die er erhalten, oder die ein Leistungsempfänger oder ein Dritter in dessen Namen und auf dessen Rechnung ausgestellt hat, nach den allgemeinen Aufbewahrungsregeln grundsätzlich zehn Jahre aufzubewahren, wobei eine elektronische oder bildliche Speicherung bei Vernichtung der Originalrechnung unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist. Zusätzlich darf die Rechnung nicht leicht veränderbar sein. Das Aufbewahren in Form einer Word Datei ist damit gegebenenfalls problematisch. Hier kann die Verwendung einer geeigneten Buchhaltungssoftware sinnvoll sein.