Source: https://www.abrechnung-zahnmedizin.de/abrechnungs-tipps/sNews/die-abrechnung-der-socket-preservation-teil-2.html
Timestamp: 2020-03-29 00:46:30
Document Index: 111459532

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 6', '§ 6', '§ 4', '§ 6']

Die Abrechnung der "Socket Preservation" Teil 2 | Abrechnungs-Tipps | abrechnung-zahnmedizin.de |
Mit diesem Top-Thema lesen Sie Abrechnungsbeispiele zur Socket Preservation. Zum Beispiel die Socket Preservation nach Zahnentfernung mit Knochen aus dem Operationsgebiet und zusätzlicher intraoraler Knochenentnahme, jedoch außerhalb des Aufbaugebiets, einschließlich der Versorgung der Entnahmestelle.
Socket Preservation nach Zahnentfernung mit Knochen aus dem Operationsgebiet
GOZ-Nr. 9090 (Knochengewinnung, Knochenaufbereitung und Knochenimplantation)
zzgl. GOZ-Nr. 0500 (Zuschlag)
Die GOZ-Nr. 9090 (Knochengewinnung, Knochenaufbereitung und Knochenimplantation) kann nur mit autologem (Spender und Empfänger sind die gleiche Person) Material berechnet werden.
Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B. Knochenschaber, Knochenkollektor, atraumatisches Nahtmaterial
Socket Preservation nach Zahnentfernung mit Knochen aus dem Operationsgebiet und zusätzlicher intraoraler Knochenentnahme, jedoch außerhalb des Aufbaugebiets, einschließlich der Versorgung der Entnahmestelle
GOZ-Nr. 9140 (intraorale Entnahme von Knochen)
zzgl. GOZ-Nr. 0510 (Zuschlag)
Die GOZ-Nr. 9090 (Knochengewinnung, Knochenaufbereitung und Knochenimplantation) kann nur mit autologem Material berechnet werden.
Die GOZ-Nr. 9140 (Intraorale Entnahme von Knochen) ist für die intraorale Knochenentnahme außerhalb des Aufbaugebiets berechnungsfähig.
Der höchste OP-Zuschlag kann angesetzt werden, das ist in diesem Fall der Zuschlag GOZ-Nr. 0510 (Zuschlag) zu GOZ-Nr. 9140 (intraorale Entnahme von Knochen).
Socket Preservation (nach Zahnentfernung) mit Knochen aus dem Operationsgebiet, zzgl. Weichteilunterfütterung als selbstständiger Leistung mit alloplastischem Material als selbstständige Leistung
GOZ-Nr. 9090 (Knochengewinnung, Knochenaufbereitung und Knochenimplantation),
GOÄ-Nr. 2442 (Implantation alloplastisches Material zur Weichteilunterfütterung), zzgl. Zuschlag GOÄ-Nr. 444 (Zuschlag zu ambulanten Operationen)
Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B Knochenschaber, Knochenkollektor, atraumatisches Nahtmaterial
Für die Weichteilunterfütterung als selbständige Leistung kann zusätzlich die GOÄ-Nr. 2442 (Implantation alloplastischen Materials zur Weichteilunterfütterung) berechnet werden. Der höchste OP-Zuschlag aus GOZ oder GOÄ kann angesetzt werden, das ist in diesem Fall der Zuschlag GOÄ-Nr. 444 (Zuschlag zu ambulanten Operationen) zur GOÄ-Nr. 2442 (Implantation alloplastischen Materials zur Weichteilunterfütterung)
Würde zusätzlich intraoral Knochen, jedoch außerhalb des Aufbaugebiets entnommen, könnte dafür zusätzlich die GOZ-Nr. 9140 (Intraorale Entnahme von Knochen) berechnet werden, nicht jedoch der Zuschlag GOZ-Nr. 0510 (Zuschlag), da die Honorierung dafür niedriger ist, als für den Zuschlag GOÄ-Nr. 444 (Zuschlag zu ambulanten Operationen).
Socket Preservation (nach Zahnentfernung) mit alloplastischem Material
Analog gem. § 6 Abs. 1 GOZ
Das Auffüllen einer Alveole mit alloplastischem Material ist in der GOZ nicht beschrieben und wird deshalb gem. § 6 Abs. 1 GOZ berechnet.
Die GOZ-Nr. 9090 (Knochengewinnung, Knochenaufbereitung und Knochenimplantation) kann nur bei Verwendung von autologem Material berechnet werden.
Materialkosten gem. § 4 Abs. 3 GOZ, z. B. alloplastisches Material, atraumatisches Nahtmaterial
Socket Preservation (nach Zahnentfernung) mit Knochen aus dem Operationsgebiet (autologes Material) mit zusätzlicher Weichteilunterfütterung als selbstständige Leistung ebenfalls mit Knochen aus dem Operationsgebiet
2x GOZ-Nr. 9090 (Knochengewinnung, Knochenaufbereitung und Knochenimplantation)
Die GOZ-Nr. 9090 (Knochengewinnung, Knochenaufbereitung und Knochenimplantation) kann bei Verwendung von autologem Material berechnet werden.
Die Weichteilunterfütterung erfolgt ebenfalls mit autologem Material, die GOZ-Nr. 9090 kann je Transplantationsvorgang angesetzt werden und deshalb in diesem Fall zweimal.
Socket Preservation (nach Zahnentfernung) mit alloplastischem Material mit zusätzlicher Weichteilunterfütterung als selbstständige Leistung mit alloplastischem Material
GOÄ-Nr. 2442 (Implantation alloplastischen Materials zur Weichteilunterfütterung)
zzgl. Zuschlag GOÄ-Nr. 444 (Zuschlag zu ambulanten Operationen)
Die Weichteilunterfütterung erfolgt ebenfalls mit alloplastischem Material, die GOZ-Nr. 9090 kann auch hierfür nicht angesetzt werden. Die Weichteilunterfütterung mit alloplastischem Material kann mit der GOÄ-Nr. 2442 (Implantation alloplastischen Materials zur Weichteilunterfütterung) berechnet werden.
Socket Preservation (nach Implantatentfernung) mit Knochen aus dem Operationsgebiet und zzgl. alloplastisches Material
Die GOZ-Nr. 9090 (Knochengewinnung, Knochenaufbereitung und Knochenimplantation) kann nur mit autologem Material berechnet werden (1. Transplantationsvorgang).
Das Auffüllen einer Alveole mit alloplastischem Material ist in der GOZ nicht beschrieben und wird deshalb gem. § 6 Abs. 1 GOZ berechnet (2. Transplantationsvorgang).
Je Transplantationsvorgang berechnungsfähig.
Würde zusätzlich intraoral Knochen, jedoch außerhalb des Aufbaugebiets entnommen, könnte dafür zusätzlich die GOZ-Nr. 9140 (intraorale Entnahme von Knochen) berechnet werden, zzgl. der höher bewertete Zuschlag GOZ-Nr. 0510 anstelle der niedriger bewertete Zuschlag GOZ-Nr. 0500 (Zuschlag).
Die Beispiele müssen fallbezogen entsprechend angepasst werden. Die Liste der Beispiele ist nicht abschließend.
Die Liste der aufgeführten Leistungen ist ggf. nicht abschließend, Begleitleistungen und Zuschläge sind nicht berücksichtigt.
Die Auflistung der möglichen berechnungsfähigen Materialien ist nur beispielhaft und ggf. nicht abschließend und muss fallbezogen ergänzt werden.
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