Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%20130/13
Timestamp: 2019-07-19 11:15:06
Document Index: 267456683

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 280', '§ 37', '§ 280', '§ 81', '§ 280', '§ 37', '§ 280', '§ 257', '§ 280', '§ 37', '§ 187', '§ 81', '§ 257', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 81', 'BGH', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 81', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: XI ZR 130/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,8368
BGH, 29.04.2014 - XI ZR 130/13 (https://dejure.org/2014,8368)
BGH, Entscheidung vom 29.04.2014 - XI ZR 130/13 (https://dejure.org/2014,8368)
BGH, Entscheidung vom 29. April 2014 - XI ZR 130/13 (https://dejure.org/2014,8368)
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BGB § 280 Abs. 1 Satz 1; InvG §§ 37, 81 (in der bis zum 7. April 2011 geltenden Fassung)
§ 280 Abs. 1 Satz 1 BGB; §§ 81, 37 InvG
Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung im Zusammenhang mit dem Erwerb von Anteilen an einem offenen Immobilienfonds; Aufklärungspflicht hinsichtlich der Möglichkeit einer zeitweiligen Aussetzung der Anteilsrücknahme durch die Fondsgesellschaft
BGB § 280 Abs. 1 Satz 1; InvG §§ 37, 81 (in der bis zum 7.4.2011 geltenden Fassung)
Zur Verpflichtung der Bank, die den Erwerb von Anteilen an einem offenen Immobilienfonds empfiehlt, über die Möglichkeit einer zeitweiligen Aussetzung der Anteilsrücknahme durch die Fondsgesellschaft aufzuklären
BGB § 280 Abs. 1 S. 2; KAGB § 257
Fehlerhafter Anlageberatung - Aufklärungspflichten der Banken
BGB § 280 Abs. 1 Satz 1; InvG a. F. § 37 (= § 187 KAGB), § 81 (= § 257 KAGB)
Banken müssen bei offenen Immobilienfonds auf die Möglichkeit einer Aussetzung der Anteilsrücknahme hinweisen
Bank muss ungefragt über mögliche zeitweilige Aussetzung der Anteilsrücknahme durch Fondsgesellschaft aufklären
Offener Immobilienfonds - Aufklärungspflicht einer Bank
Banken müssen bei offenen Immobilienfonds auf die Möglichkeit einer Aussetzung der Anteilsrücknahme hinweisen -
Aufklärungspflicht über Möglichkeit der zeitweiligen Aussetzung der Anteilsrücknahme bei offenen Immobilienfonds
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 29.04.2014, Az.: XI ZR 130/13 (Offener Immobilienfonds - Bank muss über Möglichkeit einer zeitweiligen Aussetzung der Anteilsrücknahme aufklären)" von RA Wolf Stumpf, original erschienen in: BB 2014, 1680 - 1683.
LG Frankfurt/Main, 07.11.2011 - 19 O 170/11
BGHZ 201, 55
ZIP 2013, 1214
ZIP 2014, 1324
MDR 2014, 831
VersR 2015, 1425
WM 2014, 1221
BB 2014, 1680
DB 2014, 1487
NZG 2014, 1106
Zwar kann zu einer anleger- und anlagegerechten Beratung (vgl. dazu etwa BGH, Urteil vom 6. Juli 1993 - XI ZR 12/93, BGHZ 123, 126, 128 ff;… vom 27. September 2011 - XI ZR 182/10, BGHZ 191, 119 Rn. 22; vom 29. April 2014 - XI ZR 130/13, WM 2014, 1221 Rn. 16) im Einzelfall auch die Aufklärung über sich aus dem Gesetz ergebende Rechtsfolgen gehören.
Das Risiko, dass sich eine aufgrund anleger- und objektgerechter Beratung getroffene Anlageentscheidung im Nachhinein als falsch erweist, trägt der Anleger (…vgl. Senatsurteile vom 27. September 2011 - XI ZR 182/10, BGHZ 191, 119 Rn. 22 und vom 29. April 2014 - XI ZR 130/13, WM 2014, 1221 Rn. 16, jeweils mwN).
Eine solche Aufklärung hat stets zu erfolgen, unabhängig von einem (konkreten) Aussetzungsrisiko (BGH, Urteil vom 29. April 2014, XI ZR 130/13, zit. nach juris, Rn. 24).
Dabei ist über die Möglichkeit einer Aussetzung der Rücknahme sowie das Vorliegen einer entsprechenden Regelung in den Vertragsbedingungen, die nach § 81 InvG a.F. dafür Voraussetzung war, aufzuklären (BGH, Urteil vom 29. April 2014, a.a.O., Rn. 31).
Die preisbeeinflussende Verfügungsbeschränkung ist auch nicht ungewöhnlich im Sinne des § 9 Abs. 2 Satz 3 Alt. 1 BewG, sondern stellt ein "prägendes Strukturprinzip und ein ihr grundsätzlich innewohnendes (Liquiditäts-)Risiko" eines offenen Immobilienfonds dar (Urteil des Bundesgerichtshofes - BGH - vom 29. April 2014 XI ZR 130/13, Entscheidungssammlung des BGH in Zivilsachen - BGHZ - 201, 55, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 2014, 2945).
Nach der Rechtsprechung des Oberlandesgerichts Frankfurt ist der Anleger über die Möglichkeit der zeitweiligen Aussetzung der Anteilsrücknahme gem. § 81 InvG grundsätzlich ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt der Anlageentscheidung aufzuklären (OLG Frankfurt, Urteil vom 13. Februar 2013, Az.: 9 U 131/11; Revision beim BGH anhängig unter dem Az.: XI ZR 130/13).
Aktuell hat der BGH mit Urteil vom 29.4.2014 (XI ZR 130/13 - bei juris) die Pflichten aus dem Beratungsvertrag wie folgt zusammengefasst:.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 201, 55; BGH GWR 2014, 284) muss eine Bank, die den Erwerb von Anteilen an einem offenen Immobilienfonds empfiehlt, den Anleger ungefragt über das Bestehen der Möglichkeit einer Aussetzung der Anteilsrücknahme durch die Kapitalanlagegesellschaft aufklären.