Source: https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/122336/
Timestamp: 2020-01-24 11:54:13
Document Index: 238244975

Matched Legal Cases: ['§ 535', '§ 581', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 22', '§ 21', '§ 21']

Vermietung und Verpachtung - NWB Datenbank
Dokument Vermietung und Verpachtung
Neues BMF-Schreiben zur Vermietung des Arbeitszimmers durch Arbeitnehmer
Das BMF hat sich mit einem neuen Schreiben vom 18.4.2019 zur Vermietung eines häuslichen Arbeitszimmers durch den Arbeitnehmer an den Arbeitgeber geäußert. Danach hängt die Zuordnung der Mieteinnahmen und damit zusammenhängenden Aufwendungen zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit oder aus Vermietung und Verpachtung davon ab, in wessen Interesse die Nutzung des Arbeitszimmers erfolgt.
Für vor dem 1.1.2019 abgeschlossene Mietverträge kann bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung nach den bisherigen Voraussetzungen weiterhin typisierend eine Einkünfteerzielungsabsicht angenommen werden.
Entschädigung für die Überspannung eines zum Privatvermögen gehörenden Grundstücks mit einer Stromleitung ist nicht steuerbar
Mit Urteil vom 2.7.2018 - IX R 31/16 hat der BFH entschieden, dass eine Entschädigung für die Überspannung eines zum Privatvermögen gehörenden Grundstücks mit einer Stromleitung nicht steuerbar ist.
I. Definition der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
Dem Mieter wird durch Vertrag das Recht gewährt, eine Sache für einen vereinbarten Zeitraum zu gebrauchen (§ 535 Abs. 1 BGB).
2. Verpachtung
Bei einer Verpachtung wird dem Pächter die Befugnis eingeräumt, während der Pachtzeit Gegenstände (Sachen oder Rechte) zu gebrauchen und Früchte aus ihnen zu ziehen, soweit sie bei ordnungsgemäßem Gebrauch als Ertrag anzusehen sind (§ 581 Abs. 1 BGB).
Einnahme aus der Vermietung und Verpachtung i.S.d. § 21 Abs. 1 EStG ist die Gegenleistung für die Überlassung oder die Nutzung eines Gegenstands oder einer Sachgesamtheit sowie das Entgelt, das in einem objektiven wirtschaftlichen Zusammenhang mit der Nutzungs- oder Gebrauchsüberlassung steht.
Nacke, Besteuerung von Grundstückseigentümern – Aktuelle Rechtsprechung, NWB-EV 6/2019 S. 199
Grötzinger, Nachträgliche Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung, NWB 14/2019 Beilage 1/2019 S. 1
Karrenbrock/Engelhardt, Umsatzsteuerbefreiung bei der Vermietung und Verpachtung von Grundstücken mit Einrichtungsgegenständen, NWB 24/2018 S. 1728
Rukaber, Verbilligte Überlassung einer möblierten Wohnung, NWB 34/2018 S. 2462
Wackerbeck, Verbilligte Vermietung von Wohnungen an Angehörige, NWB 25/2017 S. 1906
Schmitz-Herscheidt, Nachträgliche Schuldzinsen bei Vermietungseinkünften, NWB 21/2018 S. 1556
L'habitant, Ferienimmobilien im Fokus der Finanzverwaltung, NWB 46/2017 S. 3490
Kanzler, Die Einbauküche in der vermieteten Wohnung, NWB 25/2017 S. 1870
Meier, Vermietung und Verpachtung: Werbungskosten Excel-Tool zur Erfassung der berücksichtigungsfähigen Aufwendungen, Arbeitshilfe
Beiträge aus den NWB Steuerfach-Scout zum Thema "Vermietung und Verpachtung"
NWB-Praxistipp: Arbeitshilfen in der NWB Datenbank, NWB 29/2019 S. 2108
Maier/Gunsenheimer/Schneider/Kremer, Lehrbuch Einkommensteuer, 25. Aufl., 2019, S. 800 ff., NWB
KKB/Escher, § 21 EStG, 4. Aufl. 2019, NWB
II. Gegenstand der Überlassung
Gegenstand der Vermietung und Verpachtung können sein:
1. Unbewegliches Vermögen
Unbewegliches Vermögen ist/sind (§ 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 1 Alt. EStG)
Gebäudeteile,
unmöblierte Wohnungen und Räume,,
2. Grundstücksgleiche Rechte
Grundstücksgleiche Recht ist/sind (§ 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 2 Alt. EStG)
Mineralgewinnungsrechte,
Ausbeuterechte,
Bergrechte,
Fischereirechte,
die Einräumung eines dinglichen Nutzungsrechts an unbeweglichem Vermögen,
3. Sachinbegriffe
Sachinbegriffe sind funktionell und wirtschaftlich aufeinander abgestimmte Wirtschaftsgüter wie z.B. Mobiliarausstattung oder bewegliches Betriebsvermögen, etwa im Fall der Verpachtung eines aufgegebenen Gewerbebetriebs (§ 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG).
Nicht hierunter fällt die Nutzungsüberlassung einzelner beweglicher Wirtschaftsgüter wie nicht im Schiffsregister eingetragene Schiffe, Wohnmobile etc.
In diesen Fällen liegen ggf. Einkünfte i. S. des § 22 Nr. 3 EStG vor.
4. Überlassung von Rechten
Die zeitlich begrenzte Überlassung von Rechten steht im Gegensatz zur Veräußerung oder Abtretung solcher Rechte (ggf. Gewinneinkünfte). Sie liegt auch vor, wenn bei Vertragsabschluss das Nutzungsende des Rechts noch offen ist (§ 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 EStG).
Typischer Anwendungsfall ist die Überlassung eines Urheberrechts an geschützten oder ungeschützten Erfindungen, Patenten etc. oder eines selbst erworbenen Werks eines Künstlers, Schriftstellers oder Erfinders.
5. Veräußerung von Miet- und Pachtzinsforderungen
Ist der Nutzungsberechtigte in der Ausübung seines Miet- oder Pachtrechts derart eingeschränkt, dass er die Art und den Umfang der Nutzung nicht mehr bestimmen kann, ist die entgeltliche Überlassung des Grundstücks als eine Veräußerung der Miet- oder Pachtzinsforderung zu qualifizieren. Die Einziehung der Forderung durch den Erwerber ist einkommensteuerlich ohne Bedeutung.
Hauptanwendungsfall: Beim Grundstücksverkauf ausstehende Miet- oder Pachtansprüche werden mit übertragen (§ 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 EStG).
6. Teile der selbstgenutzten Wohnung/Untervermietung
Werden Teile der selbstgenutzten Wohnung oder der selbstgenutzten Mietwohnung vorübergehend vermietet und liegen die Einnahmen nicht über 520 € im Veranlagungszeitraum, kann von einer Besteuerung abgesehen werden (R 21.2 Abs. 1 EStR).
Vermietung und Verpachtung ablegen in?