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Timestamp: 2016-10-27 20:37:12
Document Index: 158532317

Matched Legal Cases: ['Art. 19', 'Art. 21', 'Art. 24', 'Art. 36', 'Art. 25', 'Art. 36', 'BGE', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36']

U 156/99 (14.02.2000)
S.________, 1942, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. M.________,
A.- Der 1942 geborene S.________ ist seit Dezember 1970 als Disponent bei der Firma A.________ AG t�tig und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Berufs- und Nichtberufsunf�lle versichert. Am 16. Januar 1989 stiess er mit dem Fahrrad frontal mit einem Auto zusammen, wobei er sich eine nicht dislozierte Densfraktur und Os Zygomaticusfraktur, eine Impressionsfraktur der hinteren Kieferwand rechts sowie eine Orifizienblutung zuzog. Anhaltende Verspannungen im Halswirbels�ulen (HWS)Bereich und zunehmende Spannungskopfschmerzen f�hrten zu zwei R�ckf�llen, n�mlich im Januar 1990 und wiederum im Januar 1991. Am 19. Juni 1992 war S.________ in eine Auffahrkollision verwickelt, bei welcher er ein Schleudertrauma der HWS erlitt. Wegen persistierenden zervikogenen Kopfschmerzen veranlasste die SUVA eine Untersuchung am Neuropsychologischen Institut X.________ (NPI) (Gutachten des Prof. Dr. P.________ vom 6. November 1993). Ausserdem liess sie den Versicherten an der Neurologischen Klinik des Spitals Y.________ (im Folgenden: Neurologische Klinik) begutachten, welche am 28. Februar 1995 Bericht erstattete. Schliesslich holte sie eine Beurteilung des SUVA-Arztes Dr. R.________, Unfallabteilung, vom 22. April 1996 ein. Gest�tzt darauf sprach sie dem Versicherten mit Verf�gung vom 11. Juni 1996 f�r die verbliebene Beeintr�chtigung aus den beiden Unf�llen vom 16. Januar 1989 und 19. Juni 1992 eine Invalidenrente von 30 % ab 1. Juni 1996 und eine Integrit�tsentsch�digung von insgesamt 5 % zu. Die dagegen eingereichte Einsprache, mit welcher S.________ weitere Pflegeleistungen und Kostenverg�tung f�r therapeutische und medizinische Massnahmen und Behandlungen nach Anordnung des Hausarztes sowie eine Integrit�tsentsch�digung von mindestens 30 % beantragen liess, wies die Anstalt im letzteren Punkt mit Entscheid vom 6. November 1996 ab; auf den Antrag hinsichtlich der zus�tzlichen Heilbehandlung trat sie nicht ein.
B.- Beschwerdeweise liess S.________ seine Einsprachebegehren erneuern. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat (Entscheid vom 11. M�rz 1999).
C.- Der Versicherte l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, der kantonale Entscheid sei aufzuheben und die Verf�gung der SUVA vom 11. Juni 1996 (recte: Einspracheentscheid vom 6. November 1996) sei dahingehend abzu�ndern, dass ihm weitere Pflegeleistungen und Kostenverg�tung f�r therapeutische und medizinische Massnahmen und Behandlungen nach Anordnung des Hausarztes zuzuerkennen seien; ferner sei ihm eine Integrit�tsentsch�digung von mindestens 50 % zuzusprechen. Eventuell sei ihm vorerst eine Integrit�tsentsch�digung von 10 % f�r die "reinen Sch�den" an der HWS, d.h. der neurologischen und rheumatologischen Sch�den auszurichten und die Sache zur Abkl�rung und Therapie der Schmerz- und Schwindelkomponenten sowie zur Durchf�hrung einer neuro-ophtalmologischen Untersuchung und zur anschliessenden Neubeurteilung der Integrit�tseinbusse, insbesondere der neuropsychologischkognitiven St�rungen, zur�ckzuweisen. Dazu wird ein audioneurootologischer Bericht des Dr. A.________, Spezialarzt FMH f�r Otorhinolaryngologie sowie Hals- und Gesichtschirurgie, vom 13. April 1999 neu ins Recht gelegt.
Die SUVA verzichtet auf eine Stellungnahme. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung l�sst sich nicht vernehmen.
1.- Die Vorinstanz hat die massgeblichen Bestimmungen �ber den Beginn des Rentenanspruchs (Art. 19 Abs. 1 UVG), die Heilbehandlung nach Festsetzung der Rente (Art. 21 Abs. 1 UVG) und den Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 Abs. 1 UVG; Art. 36 Abs. 1 UVV) sowie deren Abstufung nach der Schwere des Integrit�tsschadens (Art. 25 Abs. 1 UVG; Art. 36 Abs. 2 UVV in Verbindung mit Anhang 3 zur UVV, in der hier anwendbaren, bis Ende 1997 g�ltig gewesenen Fassung; BGE 124 V 32 Erw. 1b mit Hinweisen) und die Voraussetzungen einer Leistungsk�rzung (Art. 36 Abs. 2 UVG) zutreffend dargelegt. Korrekt wiedergegeben ist auch die Rechtsprechung zum Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung bei psychischen Unfallfolgen (BGE 124 V 29). Gleiches gilt in Bezug auf den Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden.
2.- Auf das Begehren des Beschwerdef�hrers um weitere Heilbehandlung sind die SUVA und das kantonale Gericht zu Recht nicht eingetreten. Es kann diesbez�glich auf die eingehenden Erw�gungen der Vorinstanz verwiesen werden, denen das Eidgen�ssische Versicherungsgericht nichts beizuf�gen hat. Aus den im kantonalen Entscheid er�rterten Gr�nden kann auch es nicht auf den im vorliegenden Verfahren wiederholten Antrag auf Heilbehandlung eintreten.
3.- Was die H�he der Integrit�tsentsch�digung betrifft, so stellten sowohl Anstalt als auch Vorinstanz auf die �rztliche Beurteilung des SUVA-Arztes Dr. R.________ vom 22. April 1996 ab. Dieser kam gest�tzt auf das bei der Neurologischen Klinik eingeholte Gutachten vom 28. Februar 1995 - in organischer Hinsicht - zum Schluss, dass es sich um einen erheblichen und voraussichtlich stabilen Zustand im Bereich der HWS bei Cervicalarthrose handle. In der Folge veranschlagte er die Integrit�tseinbusse entsprechend der Befunderhebung (Osteochondrose mit mittelgradigen Beschwerden) auf brutto 10 %, wovon er 5 % wegen der vorbestandenen Arthrose abzog. Zu der von Prof. Dr. P.________ im Gutachten vom 6. November 1993 - aus neuropsychologischer Sicht - gesch�tzten Integrit�tseinbusse von 20 % hielt das kantonale Gericht fest, dass diese Beurteilung das sp�tere Gutachten der Neurologischen Klinik vom 28. Februar 1995 nicht umzustossen verm�ge, zumal danach keine hirnorganische Sch�den vorliegen w�rden und neuropsychologische Ausf�lle auf die stattgefundene depressive Entwicklung zur�ckzuf�hren seien.
a) Bei n�herer Betrachtung des Gutachtens der Neurologischen Klinik vom 28. Februar 1995 f�llt zun�chst auf, dass dieses keine Ausf�hrungen zum Integrit�tsschaden enth�lt. Im Weiteren wird ersichtlich, dass der Anteil des beim ersten Unfall im Januar 1989 erlittenen Kopftraumas an den geklagten Beschwerden wesentlich st�rker gewichtet wird als derjenige des beim zweiten Unfall im Juni 1992 zugezogenen HWS-Traumas (20-30 %). Auch Prof. Dr. P.________ mass in seinem Gutachten vom 6. November 1993 dem Unfall im Jahre 1989 ein gr�sseres Gewicht (doppelt) als demjenigen im Jahre 1992 zu. Ausserdem werden im Gutachten der Neurologischen Klinik vom 28. Februar 1995 die neuropsychologischen Ausf�lle "wohl zur Hauptsache" der depressiven Entwicklung im Anschluss an das HWS-Distorsionstrauma (des Unfalles im Jahre 1992) zugeschrieben. Damit ist aber das Gutachten des Prof. Dr. P.________ vom 6. November 1993 keineswegs widerlegt. Im Gegenteil �berzeugt dessen Einsch�tzung mehr. Denn mit der im Gutachten der Neurologischen Klinik vom 28. Februar 1995 gew�hlten Formulierung ("wohl") wird eine gewisse Unsicherheit zum Ausdruck gebracht. Dazu kommt, dass sich Kreisarzt Dr. L.________ anl�sslich einer Untersuchung vom 19. November 1993 der Beurteilung des Prof. Dr. P.________ vom 6. November 1993 vollumf�nglich anschloss, w�hrend sich Dr. R.________ mit dessen Gutachten �berhaupt nicht auseinander gesetzt hat.
Selbst wenn die neuropsychologischen Ausf�lle eine Folge psychischer St�rungen (Depression) w�ren, k�nnten sie mit der von der Vorinstanz geltend gemachten fehlenden Ad�quanz nicht beiseite geschoben werden, hat doch die SUVA bei der Bemessung der Invalidenrente von 30 % die psychische Komponente gleichermassen mitber�cksichtigt. Nur der Osteochondrose wegen h�tte sie jedenfalls nicht eine Invalidenrente in dieser H�he gew�hrt.
b) Zu beantworten bleibt die Frage nach der Dauerhaftigkeit der neuropsychologischen Ausf�lle (Art. 36 Abs. 1 UVV). Gem�ss Gutachten des Prof. Dr. P.________ vom 6. November 1993 ist diese zu bejahen, rechnet der Arzt doch auf isoliert-neuropsychologischer Ebene mit einem stabilen Verlauf: Die Folgen des Unfalles im Jahre 1989 w�rden schon vier Jahre zur�ck liegen und diejenigen des zweiten traumatischen Ereignisses seien ohnehin gering. Demnach sind zu den 5 % Integrit�tsentsch�digung, welche die SUVA dem Versicherten wegen der Osteochondrose zugesprochen hat, noch 20 % hinzuzurechnen, welche Prof. Dr. P.________ im Einklang mit Anhang 3 der UVV bef�rwortet hat.
Auf erg�nzende Abkl�rungen kann verzichtet werden, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind. Hinsichtlich des letztinstanzlich aufgelegten Gutachtens des Dr. A.________ vom 13. April 1999 ist darauf hinzuweisen, dass sich dessen Beurteilung auf die Folgen des im Juni 1992 zugezogenen HWS-Distorsionstraumas beziehen, dessen Dauerhaftigkeit nicht gesichert ist.
gerichts des Kantons Z�rich vom 11. M�rz 1999 und der
def�hrer Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung
von 25 % hat. Im �brigen wird die Verwaltungsgerichts-
Parteientsch�digung von Fr. 1000.- zu bezahlen.