Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20227/89
Timestamp: 2019-09-20 12:59:18
Document Index: 316541050

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 276', '§ 823', '§ 286', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 08.05.1990 - VI ZR 227/89 - dejure.org
https://dejure.org/1990,644
BGH, 08.05.1990 - VI ZR 227/89 (https://dejure.org/1990,644)
BGH, Entscheidung vom 08.05.1990 - VI ZR 227/89 (https://dejure.org/1990,644)
BGH, Entscheidung vom 08. Mai 1990 - VI ZR 227/89 (https://dejure.org/1990,644)
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Perikardektomie - Aufklärungspflicht - Ärztezusammenarbeit - Verschiedene Kliniken - Reichweite der Aufklärungspflicht - Einwilligung zur Operation
BGB § 276 Abs. 1, § 823
NJW 1990, 2929
MDR 1990, 808
VersR 1990, 1010
Der Arzt ist grundsätzlich nur verpflichtet, den Patienten "im großen und ganzen" über Chancen und Risiken der Behandlung aufzuklären (vgl. Senatsurteil vom 8. Mai 1990 - VI ZR 227/89 - VersR 1990, 1010, 1011 m.w.Nachw.).
Nach § 286 Abs. 1 ZPO hat das Gericht bei der Beweiswürdigung den gesamten Inhalt der Verhandlungen zu berücksichtigen und dabei in Fällen wie hier insbesondere auch zu bedenken, daß an den dem Arzt obliegenden Beweis de ordnungsgemäßen Aufklärung des Patienten keine unbillig hohen Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. Senatsurteile vom 8. Januar 1985 - VI ZR 15/83 - VersR 1985, 361, 362 und vom 8. Mai 1990 - VI ZR 227/89 - VersR 1990, 1010, 1012).
BGH, 25.06.1991 - VI ZR 320/90
Sie obliegt dem Krankenhausträger und dem Pflegepersonal aufgrund ihrer Garantenstellung für die übernommene Behandlungsaufgabe in gleicher Weise auch deliktisch (vgl. Senatsurteil vom 8. Mai 1990 - VI ZR 227/89 - VersR 1990, 1010, 1011).
Sie soll ihm das Wissen vermitteln, das er braucht, um sich eigenverantwortlich für oder gegen den ihm angeratenen Eingriff zu entscheiden (vgl. etwa BGH, NJW 1990, 2929, 2930).
Der Patient muss deshalb auch die Umstände kennen, die den Eingriff indizieren (vgl. etwa BGH, NJW 1990, 2929, 2930) und wissen, ob ein Misslingen ernsthaft in Betracht kommt (…vgl. BGH, a.a.O.).
Denn nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. etwa NJW 1990, 2929, 2930 und zuletzt NJW 2011, 375 m.w.N.) muss der Patient zwar "im Großen und Ganzen" wissen, worin er einwilligt.
Deliktisch haftet jeder an der Behandlung Beteiligte aufgrund seiner Garantenstellung für die übernommene Behandlungsaufgabe (BGH NJW 1985, 2189; NJW 1985, 2749; VersR 1990, 1010).
Der Patient muß aufgrund der Aufklärung wissen, worin er einwilligt, wenn es auch nicht Sinn und Zweck der Aufklärung ist, medizinisches Entscheidungswissen zu vermitteln (s. BGH VersR 1990, 1010 ; NJW 1990, 2928 [BGH 26.06.1990 - VI ZR 289/89]; NJW 1991, 2346 ).
OLG Hamm, 05.02.2007 - 3 U 155/06
Arzthaftung wegen unterlassener Aufklärung über hohes Schlaganfallrisiko einer …
OLG Oldenburg, 02.07.1991 - 5 U 23/91
Aufklärungsmängel, Eingriffsaufklärung, Aufklärungsumfang, Vorhautbeschneidung, …
OLG Saarbrücken, 12.08.1998 - 1 U 431/97
Anforderungen an einen wirksamen Haftungsverzicht im Rahmen eines Arztvertrages; …
OLG Oldenburg, 16.02.1999 - 5 U 133/98
Krampfader, Operation, gleichzeitge, Operation, zweizeitige, Aufklärung, Risiko, …
OLG Stuttgart, 21.04.1994 - 14 U 58/93
OLG Köln, 28.04.1993 - 27 U 218/92