Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/GVBL/MBL-ORD/1997/Dpo_tema.htm
Timestamp: 2017-09-24 04:52:52
Document Index: 125571265

Matched Legal Cases: ['§ 17', 'Art. 1', '§ 17', '§ 77', 'Art. 2', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 20', '§ 25', '§ 11', '§ 14', '§ 22', '§ 7', '§ 14', '§ 9', '§ 4', '§ 13', '§ 4', '§ 17', '§ 7', '§ 9', '§ 9', '§ 10', '§ 8', '§ 14', '§ 12', '§ 13', '§ 17', '§ 19', '§ 13', '§ 14', '§ 18', '§ 14', '§ 15', '§ 2']

Ministerialblatt Nr. 37/97 vom 20.08.1997
Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Technomathematik
vom 19.12.1995
Bek. des MK vom 9.7.1997 - 65-74301
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat die in der Anlage abgedruckte Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Technomathematik vom 19.12.1995 als Satzung beschlossen, die vom Kultusministerium gemäß § 17 Abs. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 7.10.1993 (GVBl. LSA S. 614), zuletzt geändert duch Art. 1 des Gesetzes zur Entwicklung der medizinischen Fachbereiche vom 6.3.1997 (GVBl. LSA S. 432), i. V. m. Abschnitt III Nr. 3 des Beschlusses der Landesregierung Sachsen-Anhalt vom 21.11.1995 (MBl. LSA S. 2355), zuletzt geändert durch Abschn. II Nr. 1 des Beschlusses der Landesregierung über die Übertragung der Rechtsförmlichkeitsprüfung auf das Ministerium der Justiz vom 10.12.1996 (MBl. LSA S. 2408), am 8.4.1997 genehmigt worden ist.
Auf Grund des § 17 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 7.10.1993 GVBl. LSA S. 614), geändert durch Art. 2 des Dritten Hochschulstrukturgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 5.7.1994 (GVBl. LSA S. 799) und Abschnitt II NR. 3 des Beschlusses der Landesregierung zur Änderung des Beschlusses über den Aufbau der Landesregierung Sachsen-Anhalt und die Abgrenzung der Geschäftsbereiche vom 22.7.1994 (MBl. LSA S. 1954) hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die folgende Satzung erlassen:
§ 14 Wiederholung der Diplomvorprüfung
§ 15 Zeugnis über die Diplomvorprüfung
§ 16 Zulassung und Zulassungsverfahren
§ 17 Umfang und Art der Diplomprüfung
§ 18 Diplomgrad
§ 20 Mündliche Prüfungen
§ 25 Ungültigkeit der Diplomvorprüfung und der Diplomprüfung
Die Diplomprüfung bildet den ersten berufsqualifizierenden Abschluß des Diplomstudienganges Technomathematik. Durch die Diplomprüfung wird festgestellt, ob die Kandidatin bzw. der Kandidat die für den Übergang in die Berufspraxis nötigen gründlichen Fachkenntnisse erworben hat, die Zusammenhänge des Faches überblickt und die Fähigkeit besitzt, nach wissenschaftlichen Prinzipien selbständig zu arbeiten sowie wissenschaftliche Methoden und Resultate anzuwenden.
Nach bestandener Diplomprüfung verleiht der Fachbereich Mathematik und Informatik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg den akademischen Grad "Diplom-Technomathematikerin" beziehungsweise "Diplom-Technomathematiker" (abgekürzt "Dipl.-Math. techn.").
(2) Der Studienumfang umfaßt höchstens 160 Semesterwochenstunden, davon gehören 89 Semesterwochenstunden zum Pflichtbereich. In der Studienordnung für den Diplomstudiengang Technomathematik sind die Studieninhalte so festgelegt, daß das Studium in der Regelstudienzeit abgeschlossen werden kann. Dabei wird gewährleistet, daß die bzw. der Studierende im Rahmen dieser Prüfungsordnung nach eigener Wahl Schwerpunkte setzen kann und daß die Teilnahme an Lehrveranstaltungen in einem ausgeglichenen Verhältnis zur selbständigen Erarbeitung und Vertiefung des Stoffes steht.
(4) Die Meldung zur Diplomvorprüfung soll im vierten Studiensemsester, die Meldung zur Diplomprüfung soll im achten Studiensemester und zwar jeweils mindestens sechs Wochen vor dem Prüfungstermin durch Einreichen des schriftlichen Antrages auf Zulassung an der Prüfung beim Prüfungsausschuß erfolgen.
(5) Ein vorzeitiges Ablegen der Prüfung ist möglich. Die Prüfung selbst findet entsprechend §§ 11 bzw. 18 statt.
(6) Die Möglichkeiten zur Wiederholung einer Prüfung sind für Diplomvorprüfungen in § 14 und für Diplomprüfungen in § 22 geregelt.
(1) Für die Organisation der Prüfungen und die durch diese Prüfungsordnung zugewiesenen Aufgaben ist ein Prüfungsausschuß zu bilden. Er achtet darauf, daß die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden. Er ist insbesondere zuständig für die Entscheidung bei Widersprüchen, die gegen im Prüfungsverfahren ergangene Festlegungen erhoben werden. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, der Abnahme von Prüfungen beizuwohnen.
(2) Der Prüfungsausschuß setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen, und zwar aus der Dekanin bzw. dem Dekan des Fachbereiches Mathematik und Informatik, zwei weiteren Professorinnen oder Professoren des Fachbereiches Mathematik und Informatik, einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin oder einem wissenschaftlichen Mitarbeiter des Fachbereiches Mathematik und Informatik und einer bzw. einem Studierenden des Fachbereiches Mathematik und Informatik. Bei Beratungen des Prüfungsausschusses zu Fragen des technischen Wahlpflichtfaches nimmt auch eine Professorin oder ein Professor des technischen Faches teil. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses werden vom Fachbereichsrat bestellt. Die bzw. der Vorsitzende und die bzw. der stellvertretende Vorsitzende müssen der Gruppe der Professorinnen und Professoren angehören, das studentische Mitglied muß das Vordiplom besitzen. Die Amtszeit des Prüfungsausschusses beträgt zwei Jahre, die des studentischen Mitglieds ein Jahr. Das studentische Mitglied des Prüfungsausschusses wirkt bei der Bewertung und Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen nicht mit.
(1) Der Prüfungsausschuß bestellt Prüfende und Beisitzende; soweit die Prüfung das technische Fach betrifft, geschieht dies durch den entsprechenden Fachbereich bzw. die entsprechende Fakultät. Für jedes Prüfungsfach wird jeweils eine Prüferin bzw. ein Prüfer bestellt. Zu Prüfenden dürfen grundsätzlich nur Professorinnen oder Professoren, habilitierte und promovierte Mitglieder der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bestellt werden, sofern sie im Prüfungsfach zur selbständigen Lehre berechtigt sind oder ihnen vom Fachbereichsrat die Befugnis zur selbständigen Abhaltung von Lehrveranstaltungen sowie zur Abnahme von Prüfungen in dem Prüfungsfach übertragen wurden. Zur Beisitzerin bzw. zum Beisitzer darf nur bestellt werden, wer die entsprechende Diplomprüfung oder eine vergleichbare Prüfung bestanden hat.
(2) Die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sorgt dafür, daß der Kandidatin bzw. dem Kandidaten die Namen der Prüfenden mindestens zwei Wochen vor dem Prüfungstermin bekanntgegeben werden. Prüfungstermin und Beisitzende werden auf Vorschlag der bzw. des Prüfenden vom Prüfungsausschuß festgelegt bzw. bestellt.
(3) Die bzw. der Studierende hat das Recht, mit dem Antrag auf Zulassung zur Prüfung die Prüfenden und den Termin für die mündliche Prüfung vorzuschlagen. Diese Vorschläge sollen nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungen in dem selben Studiengang an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung anerkannt. Dasselbe gilt für die Diplomvorprüfung. Soweit die Diplomvorprüfung Fächer nicht enthält, die Gegenstand der hiesigen Diplomvorprüfung nicht aber der Diplomprüfung sind, ist eine Anerkennung mit Auflagen möglich. Die Anerkennung von Teilen der Diplomprüfung kann versagt werden, wenn mehr als die Hälfte der Fachprüfungen oder die Diplomarbeit anerkannt werden soll.
(2) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in anderen Studiengängen werden anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt ist. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in Inhalt, Umfang und den Anforderungen denjenigen des hiesigen Studienganges Technomathematik im wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung vorzunehmen. Bei der Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die außerhalb des Geltungsbereiches des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, sind die von der Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen sowie Absprachen im Rahmen von Hochschulpartnerschaften zu beachten.
(3) Für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in staatlich anerkannten Fernstudien gelten die Absätze 1 und 2 entsprechend; Absatz 2 gilt außerdem auch für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen an Ingenieurhochschulen und Offiziershochschulen der ehemaligen DDR.
(5) Bei Vorliegen der Voraussetzungen der Absätze 1 bis 3 besteht ein Rechtsanspruch auf Anerkennung. Die Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes erbracht wurden, erfolgt von Amts wegen. Die bzw. der Studierende hat die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagen vorzulegen.
(6) Für die Anerkennung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen ist der Prüfungsausschuß zuständig.
(4) Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann innerhalb von 14 Tagen verlangen, daß Entscheidungen nach Absatz 3 Satz 1 und 2 vom Prüfungsausschuß überprüft werden.
die folgenden Leistungsnachweise am Fachbereich Mathematik und Informatik (bzw. anerkannte gleichwerige Nachweise, vgl. § 7) erworben hat:
wahlweise zwei Übungsscheine aus Analysis I bis IV, darunter in jedem Fall Analysis III oder IV,
zwei Übungsscheine zur Angewandten Mathematik (einen Übungsschein zur Numerischen Mathematik I oder II und einen Übungsschein zur Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik),
zwei Übungsscheine zur Informatik (Technische Informatik, Datenstrukturen und Algorithmen),
einen Schein zum Blockkurs "Programmieren".
Die Leistungsnachweise für ein technisches Fach entsprechen den Prüfungsordnungen der jeweils betroffenen Fachbereiche bzw. Fakultäten (siehe Anlage). Das technische Fach kann zur Zeit gewählt werden aus den Bereichen:
Verfahrenstechnik/Umwelttechnik,
Weitere techische Fächer können durch Beschluß des Fachbereichsrates eingeführt werden.
eine Erklärung darüber, ob die Kandidatin bzw. der Kandidat bereits eine Diplomvorprüfung in dem selben Studiengang oder in einem verwandten Studiengang nicht bestanden hat oder sie bzw. er sich in einem Prüfungsverfahren befindet.
(1) Über die Zulassung zur Prüfung entscheidet der Prüfungsausschuß. Die Entscheidung wird den Bewerberinnen bzw. den Bewerbern innerhalb von 14 Tagen mitgeteilt.
die bzw. der Studierende die Diplomvorprüfung oder Diplomprüfung im Studiengang Technomathematik an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland endgültig nicht bestanden hat oder
die Kandidatin bzw. der Kandidat sich bereits an einer anderen Hochschule in einem Prüfungsverfahren eines Studienganges Technomathematik oder eines verwandten Studienganges im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes befindet oder
die Kandidatin bzw. der Kandidat seinen Prüfungsanspruch durch Versäumen einer Wiederholungsfrist (§ 14) verloren hat.
Analysis I bis IV (16 Semesterwochenstunden (SWS) Vorlesung/acht SWS Übungen),
Angewandte Mathematik (Numerische Mathematik I und II, Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik) sowie aus einer Prüfung
Technisches Fach (16 SWS), wobei die Prüfung sich nach den Prüfungsordnungen des jeweils betroffenen Fachbereiches bzw. Fakultät richten.
(3) Die gesamte Diplomvorprüfung muß innerhalb eines Semesters abgelegt werden. Teile der Diplomvorprüfung - Analysis I und II (acht/vier SWS), Lineare Algebra und Geometrie I und II (acht/vier SWS) - können bereits nach dem zweiten Semester abgelegt werden. Entsprechend den Prüfungsordnungen der betroffenen Fachbereiche bzw. Fakultäten können Teile der Diplomvorprüfung zum technischen Fach vor dem vierten Semester abgelegt werden.
(4) Liegt die Absicht einer bzw. eines Studierenden vor, Prüfungen gemäß Absatz 3 abzulegen, so ist die Zulassung zur Diplomvorprüfung gemäß § 9 zu beantragen. Leistungsnachweise, die erst im dritten und vierten Semester erworben werden können, sind bis zur Meldung zur Prüfung gemäß § 4 Abs. 4 im vierten Semester nachzuweisen.
(5) Macht die Kandidatin bzw. der Kandidat durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, daß sie bzw. er wegen länger andauernder oder ständig körperlicher Behinderung nicht in der Lage ist, die Prüfung ganz oder teilweise in vorgesehener Form abzulegen, hat die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Kandidatin bzw. dem Kandidaten zu gestatten, gleichwertige Prüfungsleistungen in anderer Form zu erbringen. Entsprechendes gilt für die Studienleistungen.
(4) Die wesentlichen Gegenstände und Ergebnisse der Prüfung in den einzelnen Fächern sind in einem Protokoll von der bzw. dem Beisitzenden festzuhalten, das von der bzw. dem Prüfenden und von der bzw. dem Beisitzenden zu unterzeichnen ist.
(5) Vor der Festsetzung der Prüfungsnote gemäß § 13 Abs. 2 hat die bzw. der Prüfende die Beisitzende bzw. den Beisitzenden zu hören. Die Prüfungsnote ist der Kandidatin bzw. dem Kandidaten im Anschluß an die Prüfung mitzuteilen.
(4) Die Gesamtnote errechnet sich aus dem Durchschnitt der Fachnoten. Bei der Bildung der Prüfungsnote und der Gesamtnote wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. Die Gesamtnote lautet:
(1) Die Wiederholung einer Teilprüfung zur Diplomvorprüfung ist in der Regel nur innerhalb der in § 4 Abs. 2 festgelegten Frist möglich. Eine bestandene Prüfung kann nicht zum Zweck der Verbesserung ihres Ergebnisses wiederholt werden. Auf die Bewertung einer Prüfungsleistung darf der Umstand, daß sie in einer Wiederholungsprüfung erbracht wurde, keinen Einfluß haben. Fehlversuche an anderen Hochschulen sind anzurechnen.
(2) Wird die in Absatz 1 festgelegte Frist überschritten, so ist die Diplomvorprüfung insgesamt zu wiederholen. Die Wiederholung ist gemäß § 17 Abs. 4 HSG-LSA nur innerhalb von zwölf Monaten nach Mitteilung über das Nichtbestehen der Diplomvorprüfung möglich.
(3) Jede Wiederholungsprüfung ist innerhalb eines Monats nach der nichtbestandenen Prüfung formlos zu beantragen.
(4) Eine zweite Wiederholungsprüfung zur selben Prüfung ist nur in begründeten Ausnahmefällen und nur zum nächsten regulären Prüfungstermin zulässig. Die Begründung ist zusammen mit dem Antrag gemäß Absatz 3 beim Prüfungsausschuß einzureichen, der dann über die Zulassung entscheidet.
die Diplomvorprüfung im Studiengang Technomathematik oder eine vergleichbare Prüfung (vgl. § 7) bestanden hat,
drei Übungsscheine aus mindestens zwei verschiedenen mathematischen Gebieten,
zwei Seminarscheine aus verschiedenen mathematischen Gebieten,
einen Praktikumsschein zum Praktikum "Modellierung und Simultation",
einen Übungsschein zur Informatik,
eine Seminarschein zur Informatik,
mindestens zwei Scheine entsprechend den Anforderungen der betroffenen Fakultäten bzw. Fachbereiche für das technische Fach.
eine Erklärung zur Diplomprüfung analog § 9 Abs. 3 c.
(3) Für das Zulassungsverfahren gelten §§ 9 und 10 entsprechend.
den mündlichen Prüfungen in den Prüfungsfächern,
Mathematik I (zwölf SWS Vorlesungen über Angewandte Analysis, Algebra und Geometrie),
Mathematik II (zwölf SWS Vorlesungen aus zwei unterschiedlichen Gebieten, wobei zur Auswahl stehen: Numerik/Wissenschaftliches Rechnen, Stochastik, Optimierung),
Informatik (acht SWS Vorlesungen),
Technisches Fach entsprechend den Festlegungen der betroffenen Fachbereiche bzw. Fakultäten (siehe Anlage).
(2) Das technische Fach muß auf dem in der Diplomvorprüfung gewählten Fach aufbauen. Die Genehmigung dieses Faches ist beim Prüfungsausschuß des Fachbereiches Mathematik und Informatik rechtzeitig, jedoch spätestens sechs Wochen vor Prüfungsbeginn, einzuholen.
(3) Sind die auf den jeweiligen Prüfungsteil (b), (c), (d), (e) entfallenden Voraussetzungen erfüllt, so kann die entsprechende Prüfung abgelegt werden.
(4) Die Fachprüfungen der Diplomprüfung werden in einem Prüfungstermin innerhalb eines Semesters abgelegt.
(5) Einzelheiten des Lehrangebotes im Hauptstudium legt die Studienordnung für den Diplomstudiengang Technomathematik fest. Prüfungsgegenstände gemäß Absatz 1 b bis e, sind solche Gebiete, die nicht bereits Inhalt der Diplomvorprüfung waren.
(6) § 10 Abs. 2 gilt entsprechend.
(1) Die Diplomarbeit soll zeigen, daß die Kandidatin bzw. der Kandidat in der Lage ist, ein Problem aus seiner Fachrichtung selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Das Thema der Diplomarbeit muß so beschaffen sein, daß es innerhalb der in Absatz 4 genannten Frist bearbeitet werden kann.
(2) Jeder bzw. jedem Studierenden wird empfohlen, sich sechsten oder siebten Fachsemester von einer Professorin oder einem Professor oder einer habilitierten Mitarbeiterin oder einem habilitierten Mitarbeiter des Fachbereiches Mathematik und Informatik über das Gebiet, aus dem seine Diplomarbeit hervorgehen soll, beraten zu lassen. Von diesem Zeitpunkt an soll sie bzw. er dieses Gebiet unter Anleitung der Hochschullehrerin bzw. des Hochschullehrers vertieft studieren. Insbesondere soll sie bzw. er sich alle Kenntnisse und Methoden aneignen, die zur Anfertigung der Diplomarbeit notwendig sind.Gemeinsam mit der Hochschullehrerin bzw. dem Hochschullehrer soll die bzw. der Studierende vor der Ausgabe des Themas der Diplomarbeit prüfen, ob ihre bzw. seine Kenntnisse und Fähigkeiten insoweit fortgeschritten sind, daß das Thema voraussichtlich innerhalb von sechs Monaten erfolgreich bearbeitet werden kann. Bei der Themenstellung ist auf die von der Kandidatin bzw. dem Kandidaten erworbenen Spezialkenntnisse Rücksicht zu nehmen.
(3) Die Diplomarbeit kann von jeder Professorin, von jedem Professor, von jeder habilitierten Mitarbeiterin oder von jedem habilitierten Mitarbeiter des Fachbereiches Mathematik und Informatik oder des Fachbereiches oder der Fakultät, die für das technische Fach zuständig sind, nach der Zulassung ausgegeben und betreut werden. In Ausnahmefällen kann die Diplomarbeit mit Genehmigung des Prüfungsausschusses auch durch eine wissenschaftliche Mitarbeiterin oder einen wissenschaftlichen Mitarbeiter oder durch eine Hochschullehrerin oder einen Hochschullehrer eines anderen Fachbereiches der Martin-Luther-Universität oder einer anderen Universität oder gleichgestellten Hochschule ausgegeben und betreut werden. Die Ausgabe erfolgt über die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses; sie ist aktenkundig zu machen. Mit der Ausgabe des Themas wird die bzw. der Erstprüfende bestellt. Wird das Diplomthema aus dem Gebiet des technischen Faches gewählt, so ist gleichzeitig mit der bzw. dem Erstprüfenden eine Zweitprüfende bzw. ein Zweitprüfender aus dem Fachbereich Mathematik und Informatik zu benennen, die bzw. der dann für die mathematische Betreuung des Diplomthemas zuständig ist. Der Kandidatin bzw. dem Kandidaten ist Gelegenheit zu geben, für das Thema Vorschläge zu machen. Auf Antrag sorgt die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dafür, daß eine Kandidatin bzw. ein Kandidat rechtzeitig das Thema einer Diplomarbeit erhält.
(1) Die Diplomarbeit ist fristgemäß bei der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses in drei Exemplaren abzuliefern; der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Wird die Diplomarbeit nicht fristgemäß abgeliefert, so wird sie entsprechend § 8 Abs. 1 mit "nicht ausreichend" (5) bewertet.
(2) Die Diplomarbeit ist von zwei Prüfenden zu begutachten und zu bewerten. Eine bzw. einer der Prüfenden soll diejenige bzw. derjenige sein, die bzw. der die Arbeit ausgegeben hat. Die bzw. der zweite Prüfende wird von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestimmt. Die einzelne Bewertung ist entsprechend § 14 Abs. 2 und 4 vorzunehmen und schriftlich zu begründen. Die Note der Diplomarbeit wird aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen gebildet, sofern die Differenz nicht mehr als 2,0 beträgt. Beträgt die Differenz mehr als 2,0 wird vom Prüfungsausschuß eine dritte Prüfende bzw. ein dritter Prüfender zur Bewertung der Diplomarbeit bestimmt. In diesem Fall wird die Note der Diplomarbeit aus dem arithmetischen Mittel der beiden besseren Noten gebildet. Die Diplomarbeit kann jedoch nur dann als "ausreichend" oder besser bewertet werden, wenn mindestens zwei Noten "ausreichend" oder besser sind.
Für die Durchführung der mündlichen Prüfungen gilt § 12 entsprechend.
(1) Für die Bewertung der Leistungen in der Diplomprüfung gilt § 13 entsprechend. Die Diplomprüfung ist auch dann nicht bestanden, wenn die Diplomarbeit mit der Note "nicht ausreichend" bewertet worden ist.
(2) Die Prüfung ist bestanden, wenn die Leistungen in jedem der vier Prüfungsfächer (§ 17 Abs. 1) und die Diplomarbeit mindestens mit der Note "ausreichend" (4) bewertet worden sind.
(3) Die Gesamtnote errechnet sich aus dem Durchschnitt der Noten in den vier Prüfungsfächern und der Note der Diplomarbeit entsprechend § 19 Abs. 2. § 13 Abs. 2, 4 gilt entsprechend.
(4) Auf Beschluß des Prüfungsausschusses kann die Gesamtnote "mit Auszeichnung" vergeben werden, wenn jeder Bestandteil der Diplomprüfung mit "1" bewertet wurde. Das Gesamturteil "mit Auszeichnung" darf nur vergeben werden, wenn alle an der Diplomprüfung der Kandidatin bzw. des Kandidaten beteiligten Prüfenden und Begutachtenden zustimmen.
(1) Die Fachprüfungen und die Diplomarbeit können bei "nicht ausreichenden" Leistungen einmal wiederholt werden. Dabei gilt Satz 2 von § 14 Abs. 2 entsprechend. Eine Rückgabe des Themas der Diplomarbeit in der in § 18 Abs. 4 Satz 2 genannten Frist ist jedoch nur zulässig, wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat bei der Anfertigung ihrer bzw. seiner ersten Diplomarbeit von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht hatte.
(2) Eine zweite Wiederholung der Diplomarbeit ist ausgeschlossen. Im übrigen gilt § 14 entsprechend.
Hat eine Kandidatin bzw. ein Kandidat die Diplomprüfung bestanden, so erhält sie bzw. er über die Ergebnisse ein Zeugnis, welches den Studiengang ausweist sowie die Fachnoten, Note und Thema der Diplomarbeit und die Gesamtnote enthält. Es trägt das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfungsleistung erfüllt wurde. Das Zeugnis ist der Kandidatin bzw. dem Kandidaten möglichst innerhalb von vier Wochen nach der letzten Prüfung bzw. nach Eingang des zweiten positiven Gutachtens auszuhändigen. § 15 Abs. 2 bis 3 gilt entsprechend.
Gleichzeitig mit dem Zeugnis wird der Kandidatin bzw. dem Kandidaten eine Diplomurkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung des Diplomgrades gemäß § 2 beurkundet. Die Diplomurkunde wird von der Dekanin bzw. dem Dekan des Fachbereiches und der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet und mit dem Siegel des Fachbereiches Mathematik und Informatik versehen.
Nach Abschluß des Prüfungsverfahrens wird der Kandidatin bzw. dem Kandidaten auf Antrag Einsicht in seine schriftlichen Prüfungsarbeiten, die darauf bezogenen Gutachten der Prüfenden und die Prüfungsprotokolle gewährt. Der Antrag ist innerhalb eines Jahres nach Abschluß des Prüfungsverfahrens bei der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu stellen, diese bzw. dieser bestimmt Ort und Zeit der Einsichtnahme.
Ausgefertigt auf Grund der Beschlüsse des Fachbereichsrates des Fachbereiches Mathematik und Informatik vom 19.12.1995 und des Senats der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 8.5.1996 und der Genehmigung des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt vom 8.4.1997.
Halle (Saale), den 3.7.1997
Wahlpflichtfach Verfahrenstechnik/Umwelttechnik
Verfahrenstechnische Grundlagen:
Technische Thermodynamik - 8 SWS
Technische Strömungsmechanik - 4 SWS
Stoff- und Wärmeübertragung - 4 SWS
Technische Thermodynamik (2 Belege, 1 Leistungskontrolle)
Technische Strömungsmechanik (2 Beleg, 1 Leistungskontrolle)
Stoff- und Wärmeübertragung (1 Beleg, 1 Leistungskontrolle)
Vordiplomprüfung:
Eine Prüfung in einem der angebotenen Fächer.
Zulassungsvoraussetzung ist die Prüfungszulassung in allen 3 Fächern.
Verfahrenstechnische Hauptfächer
Aus der folgenden Fächergruppe sind zwei auszuwählen:
Mechanische Verfahrenstechnik - 4 SWS
Thermische Verfahrenstechnik - 4 SWS
Reaktionstechnik - 4 SWS
Hier sind jeweils 8 SWS aus den Gebieten
Energietechnik und -versorgung
zu wähllen
Granulometrie und Partikelmeßtechnik
Absorption organischer und anorganischer Schadstoffe aus Abgasen
Ausbreiung gasförmiger Schadstoffe
Katalytische Verbrennung organischer und anorganischer Stoffe aus Abgasen
Thermische Verbrennung organischer Stoffe aus Abgasen
Mechanische und biologische Verfahren zur Behandlung kommunaler Abwässer
Membrantrenntechnik zur Reinigung von Abwässern und Trinkwasser
Absorption zur Reinigung von Abwässern und Trinkwasser
Biochemische Verfahren zur Behandlung von Abwässern
Extraktion von organischen Stoffen und Metallen aus Abwässern
Oxydation, Neutralisation, Flockung und elektrische Verfahren zur Abwasserreinigung
Automatisierung von Abwasser-Behandlungsanlagen
Wärmetransformation und Nutzung regenerativer Energiequellen
Brennstoffe und Wärmeerzeuger
Wärmeübertragung bei Kondensation und Verdampfung
Spezielle Probleme der Wärmeübertragung
Kühl- und Kältetechnik
Diplomprüfung: Eine Prüfung über ein 12 SWS umfassendes Gebiet.
Wahlpflichtfach Chemische Technologie
Allgemeine Chemie - 3 SWS
Grundlagen der Analytik - 2 SWS
Praktikum Anorganik - 5 SWS
Physikalische Chemie - 2 SWS
Praktikum Physikalische Chemie - 4 SWS
Schein: 2 Praktikumsscheine
Vordiplomprüfung: anteilig Allg. und Phys. Chemie
Organische Chemie - 3 SWS
Praktikum Organische Chemie - 3 SWS
1 Studienarbeit - 2 SWS
vertiefende Vorlesungen im Schwerpunktfach - 8 SWS
Vorschläge für vertiefende Veranstaltungen:
Chemische Umwelttechnik
Feststoffchemie
Schein: Praktikumsscheine Organik und Studienarbeit
Diplomprüfung: 2 Vertriefungsgebiete nach Wahl
Wahlpflichtfach Biochemie/Biotechnologie
Organische Chemie I - 6 SWS
Naturstoffchemie - 5 SWS
Biochemie (Grundstoffwechsel) - 5 SWS
Schein: Organische Chemie
Vordiplomprüfung: Allg. Biochemie
obligatorisch: Funktionelle Zellbiochemie - 4 SWS
Enzymologie - 2 SWS
Enzymkinetik - 3 SWS oder
Technische Biochemie - 2 SWS
Angewandte Enzymologie - 2 SWS
Biosensoren - 1 SWS
Aus folgendem Angebot müssen dazu noch 6 SWS ausgewählt werden:
Strukturaufklärung:
(Spektroskopische Methoden)
Analytische Umweltbiochemie
Schein: Funktionelle Zellbiochemie
Diplomprüfung: je nach Wahl der Lehrveranstaltungen: Spezielle Biochemie oder Angewandte Biochemie (eventuell auch Umweltbiochemie)
Wahlpflichtfach Technische Physik
Experimentalphysik I - 5 SWS
Experimentalphysik II - 5 SWS
Theoretische Physik I - 6 SWS
Physikalisches Praktikum I - 4 SWS
Schein: 1 aus Exp. Physik I/II, theor. Physik I, sowie Praktikumsschein
Vordiplomprüfung: anteilig Exp. Physik I, II und Theoret. Physik I
Hauptstudium obligatorisch:
1 weitere Vorlesung Theoretische Physik - 5 SWS
1 Studienarbeit im Schwerpunktfach - 2 SWS
vertriefende Vorlesungen im Schwerpunktfach - 8 SWS
Vorschläge für Schwerpunktfächer:
Optoelektronik und Phononik
Schein: 1 Theoretische Physik sowie Praktikumsschein
Diplomprüfung: im Schwerpunktfach
Wahlpflichtfach Pharmazeutische Technologie
Arzneiformenlehre I (Pharm. Technologie) - 3 SWS
Biochemie - 3 SWS
Organische Chemie - 6 SWS
Pharmazeutische Analysenmethoden - 4 SWS
Schein: 1 Schein
Vordiplomprüfung: Arzneiformlehre
Biopharmazie/Pharmakokinetik - 3 SWS
Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie - 6 SWS
Wahlpflichtvorlesungen im Umfang von 7 SWS aus einem der Gebiete:
Schein: Pharmazeutische Technologie
Diplomprüfung: je nach Wahl der Lehrveranstaltung
Wahlpflichtfach Werkstollwissenschaften
Technische Mechanik - 8 SWS
Werkstofftechnik - 8 SWS
Schein: je 1 Übungsschein
Vordiplomprüfung: Technische Mechanik
16 SWS aus den Vertriefungsrichtungen
Mathematische Methoden der Qualitätssicherung
Modellierung verarbeitungstechnischer Prozesse
Schein: 2 Übungsscheine aus der Vertiefungsrichtung
Diplomprüfung: in der Vertiefungsrichtung
Wahlpflichfach Geographie
Kartographie/Geofernerkundung - 2 SWS
Physische Geographie/Geoökologie - 2 SWS
Wirtschafts- und Sozialgeographie - 2 SWS
Unter- oder Mittelseminar mit Scheinerwerb - 2 SWS
Exkursionstage - 8 Tage
Vordiplomprüfung: Mündliche Prüfung (30 Minuten)
Anthropogeographie 2 SWS
Raum- und Umweltplanung - 2 SWS
Oberseminar mit Scheinerwerb - 2 SWS
Oberseminar ohne Scheinerwerb - 2 SWS
Die Mittel- und Oberseminare sind aus folgenden Bereichen wählbar:
Studienbereich A:
Techniken, Methoden und Wissenschaftstheoretische Grundlagen, u. a. Kartographie/Fernerkundung, Wissenschaftsgeschichte etc.
Studienbereich B:
Studienbereich C:
Anthropogeographie (Wirtschafts- und Sozialgeographie)
Studienbereich D:
Raumbezogene Planung und Information
Diplomprüfung: Mündliche Prüfung (30 Minuten)