Source: http://www.wpk.de/qk/registrierungsverfahren-hinweise.asp
Timestamp: 2013-06-20 03:27:01
Document Index: 251778712

Matched Legal Cases: ['§ 57', '§ 130', '§ 57', '§ 43', '§ 57', '§ 130', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 63', '§ 30', '§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 30', '§ 63', '§ 30']

WPK | Qualitätskontrolle > Hinweise zum Registrierungsverfahren
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A. Voraussetzungen für die Registrierung als Prüfer für Qualitätskontrolle für...
I. WP/vBP
WP sind gemäß § 57 a Abs. 3 S. 2 WPO, vBP gemäß § 130 Abs. 3 i.V.m. § 57 a Abs. 3 S. 2 WPO auf Antrag zu registrieren, wenn sie
seit mindestens drei Jahren als WP/vBP bestellt und dabei im Bereich der Abschlussprüfung tätig gewesen sind,
über Kenntnisse in der Qualitätssicherung verfügen,
in den letzten fünf Jahren nicht berufsgerichtlich wegen der Verletzung einer Pflicht nach § 43 Abs. 1 WPO verurteilt worden sind, die ihre Eignung als Prüfer für Qualitätskontrolle ausschließt.
Nur bei WP/vBP in eigener Praxis:
WP/vBP in eigener Praxis müssen zusätzlich über eine Teilnahmebescheinigung über die in der eigenen Praxis durchgeführte Qualitätskontrolle verfügen.
II. WPG/BPG
WPG sind gemäß § 57a Abs. 3 Satz 4 WPO, BPG gemäß § 130 Abs. 3 i.V.m. § 57a Abs. 3 Satz 4 WPO auf Antrag zu registrieren, wenn
mindestens ein Vorstandsmitglied, Geschäftsführer, persönlich haftender Gesellschafter oder Partner als Prüfer für Qualitätskontrolle registriert worden ist und
die Gesellschaft über eine wirksame Teilnahmebescheinigung über die durchgeführte eigene Qualitätskontrolle verfügt.
III. Prüfungsstellen von Sparkassen- und Giroverbänden
Prüfungsstellen von Sparkassen- und Giroverbänden sind gemäß § 57h Abs. 2 Satz 2 WPO auf Antrag nach § 57a Abs. 3 WPO als Prüfer für Qualitätskontrolle zu registrieren, wenn
der Leiter der Prüfungsstelle nach § 57a Abs. 3 Satz 2 WPO als Prüfer für Qualitätskontrolle registriert ist und
die Prüfungsstelle über eine wirksame Teilnahmebescheinigung über die durchgeführte eigene Qualitätskontrolle verfügt.
IV. Genossenschaftliche Prüfungsverbände
Ein genossenschaftlicher Prüfungsverband ist gemäß § 63f Abs. 2 Satz 1 GenG auf Antrag als Prüfer für Qualitätskontrolle zu registrieren, wenn
ihm das Prüfungsrecht seit mindestens drei Jahren zusteht,
mindestens ein Mitglied seines Vorstands oder ein besonderer Vertreter i.S.v. § 30 BGB ein WP ist, der als Prüfer für Qualitätskontrolle registriert ist und
der Prüfungsverband über eine wirksame Teilnahmebescheinigung über die durchgeführte eigene Qualitätskontrolle verfügt.
B. Anträge und Nachweise
Eine Antragstellung ist formlos möglich. Ein Muster-Antragsschreiben, jeweils für WP/vBP und WPG/BPG, ist auf dieser Internet-Homepage als Word-Datei hinterlegt. Es kann wahlweise sofort online bearbeitet und auf dem eigenen Briefpapier ausgedruckt oder heruntergeladen und später bearbeitet werden. Prüfungsstellen bzw. -verbände können das Schreiben für WPG/BPG benutzen. Erforderliche Anpassungen sind bitte vorzunehmen.
Sollte der Antrag für eine Registrierung als Prüfer für Qualitätskontrolle gestellt werden, um die Registrierung einer Berufsgesellschaft (Prüfungsstelle oder -verband) als Prüfer für Qualitätskontrolle zu ermöglichen, wird um einen entsprechenden Hinweis in dem jeweiligen Antragsschreiben gebeten.
Bei Anträgen und Bestätigungsschreiben Dritter bitten wir darauf zu achten, dass erkennbar ist, wer den Antrag bzw. das Bestätigungsschreiben unterzeichnet. Gegebenenfalls sollte der Unterschrift des Unterzeichnenden ein Namenszusatz und die Berufsbezeichnung hinzugefügt werden. Dies dient ausschließlich dem Zweck, Rückfragen zu vermeiden.
I. Antragstellung durch WP/vBP
WP/vBP müssen mit dem Antrag folgende zwei Nachweise erbringen:
1. Nachweis der Tätigkeit im Bereich der Abschlussprüfung
Tätigkeit im Bereich der Abschlussprüfung umfasst alle Tätigkeiten eines WP/vBP, die im Zusammenhang mit der Durchführung einer Abschlussprüfung ausgeführt werden. Dazu gehören zum Beispiel auch die Facharbeit, die Prüfungs- und Berichtskritik sowie sonstige mit der Abschlussprüfung zusammenhängende Tätigkeiten (§ 1 Satzung für Qualitätskontrolle).
Nachweis: Grundsätzlich soll ein Dritter eine Bestätigung über die Tätigkeit im Bereich der Abschlussprüfung abgeben. Dies kann z.B. der Arbeitgeber, ein Sozius oder Partner, Mitgesellschafter/-geschäftsführer sein. Eine solche Drittbescheinigung vermeidet i.d.R. Rückfragen.
Für den Fall, dass über die Tätigkeit im Bereich der Abschlussprüfung kein Dritter eine Bestätigung abgeben kann, soll eine eigene Versicherung über die Tätigkeit im Bereich der Abschlussprüfung abgegeben werden. Dies ist zum Beispiel bei Berufsangehörigen der Fall, die ausschließlich in eigener Praxis oder als Alleingesellschafter/-geschäftsführer in einer Berufsgesellschaft tätig sind.
2. Nachweis der Kenntnisse in der Qualitätssicherung
Kenntnisse in der Qualitätssicherung umfassen die Kenntnisse der Grundsätze der internen Qualitätssicherung sowie der Grundsätze für eine ordnungsgemäße Durchführung der Qualitätskontrolle (§ 2 Abs. 1 Satz 1 Satzung für Qualitätskontrolle).
durch Vorlage einer Teilnahmebescheinigung an einem Schulungskurs i.S.v. § 2 Abs. 2 Satzung für Qualitätskontrolle, die nicht älter als drei Jahre sein soll, oder
anderweitig in geeigneter Form.
Die Wirtschaftsprüferkammer kann nach § 2 Abs. 3 Satzung für Qualitätskontrolle Veranstaltern von Schulungskursen auf Antrag bestätigen, dass der von Ihnen angebotene Schulungskurs den Voraussetzungen der Satzung für Qualitätskontrolle entspricht.
Hat ein WP/vBP keinen Schulungskurs besucht und will er seine Kenntnisse in der Qualitätssicherung in anderweitiger Form nachweisen, soll aus den Nachweisen erkennbar sein, dass sich der Antragsteller – entsprechend der in § 2 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 Satzung für Qualitätskontrolle genannten Inhalte – umfassende Kenntnisse in der Qualitätssicherung im Sinne von § 2 Abs. 1 Satzung für Qualitätskontrolle angeeignet und diese auch in der Praxis umgesetzt hat.
II. Antragstellung durch WPG/BPG
WPG/BPG brauchen keine Nachweise zu erbringen. Es reicht aus, wenn das Vorstandsmitglied, der Geschäftsführer, der persönlich haftender Gesellschafter, der Partner der WPG/BPG bezeichnet wird, der als Prüfer für Qualitätskontrolle registriert worden ist.
Ist noch keiner der zuvor genannten Berufsangehörigen als Prüfer für Qualitätskontrolle registriert worden, kann der persönliche Antrag gleichzeitig mit dem Antrag der Berufsgesellschaft gestellt werden. In diesem Fall wird um einen dementsprechenden Hinweis in den Anträgen gebeten.
III. Antragstellung durch Prüfungsstellen von Sparkassen- und Giroverbänden
Hier verhält es sich wie bei den WPG/BPG, wobei der Leiter der Prüfungsstelle, der als Prüfer für Qualitätskontrolle registriert worden ist, bezeichnet werden soll.
IV. Antragstellung durch genossenschaftliche Prüfungsverbände
Genossenschaftliche Prüfungsverbände sollen das Vorstandsmitglied bzw. den besonderen Vertreter nach § 30 BGB bezeichnen, der als Prüfer für Qualitätskontrolle registriert ist, und Ihrem Antrag geeignete Nachweise beifügen über
das dem Prüfungsverband länger als drei Jahren zustehende Prüfungsrecht nach § 63 GenG (durch Urkunden über die Verleihung des Prüfungsrechtes),
ggf. hinsichtlich der Bestellung als Vorstand oder besonderer Vertreter nach § 30 BGB (dies hängt davon ab, ob dem Berufsregister diese Angaben ordnungsgemäß gemeldet worden sind).
D. Ansprechpartner für Ihre Fragen
Frau Susann Hampel, Tel. 030 / 72 61 61-317, E-Mail susann.hampel@wpk.de
Yokab Ghebrewebet, Telefon 030 / 72 61 61-123, E-Mail yokab.ghebrewebet@wpk.de