Source: https://www.juristische-fachseminare.de/mehr-zum-insolvenz-gesellschaftsrecht-mallorca-oktober-2020.html
Timestamp: 2020-04-10 18:27:09
Document Index: 17133483

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', 'BGH', '§ 64', '§ 155', '§ 115']

Mehr zum Seminar "Insolvenz-/Gesellschaftsrecht" auf Mallorca vom 22. bis 24. Oktober 2020
3 x 5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Insolvenzrecht oder im Handels- und Gesellschaftsrecht
5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Insolvenzrecht oder im Handels- und Gesellschaftsrecht
Thema: Aktuelle Rechtsprechung an der Schnittstelle von Gesellschafts- und Insolvenzrecht
Referent(en): Prof. Dr. Markus Gehrlein, Richter am Bundesgerichtshof, Karlsruhe und Honorarprofessor an der Universität Mannheim
Der Referent ist Richter am BGH in Karlsruhe und gehört dem insbesondere für das Insolvenzrecht zuständigen IX. Zivilsenat an. Er ist Mitherausgeber der NZI und Mitglied des Herausgeberbeirats der ZInsO.
Das Seminar erläutert die neueste Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum „Gesellschaftsinsolvenzrecht“, das rechtlich ineinander verwobene Fragestellungen im Spannungsfeld des Gesellschafts- und Insolvenzrechts betrifft. Da beim Bundesgerichtshof unterscheidliche Zuständigkeiten für beide Rechtsgebiete bestehen, der II. Zivilsenat betreut das Gesellschaftsrecht, der IX. Zivilsenat das Insolvenzrecht, werden die rechtlichen Zusammenhänge zwischen Gesellschafts- und Insolvenzrecht vielfach nicht hinreichend berücksichtigt. Tatsächlich handelt es sich um äußerlich getrennte Materien, die inhaltlich zusammengehören. Der Insolvenzverwalter hat nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen einer GmbH stets zu untersuchen, ob im Blick auf eine nicht ordnungsgemäße Kapitalaufbringung oder unter dem Gesichtspunkt der Existenzvernichtung Ansprüche gegen die Gesellschafter bestehen. Ferner können Haftungsansprüche gegen Geschäftsführer gegeben sein. Diese Rechtsfragen sind zuvörderst gesellschaftsrechtlicher Natur und vom II. Zivilsenat zu entscheiden, können aber ohne insolvenzrechtliche Kenntnisse, soweit etwa die Tatbestandsmerkmale der Zahlungsunfähigkeit und der Überschuldung betroffen sind, nicht sachgerecht beantwortet werden. Die Verfolgung von Insolvenzanfechtungsansprüchen und insbesondere die Behandlung von Gesellschafterdarlehen fällt in die Zuständigkeit des Insolvenzrechtssenats. Vor diesem Hintergrund dient das Seminar dem Ziel, die formal rechtlich getrennten Materien des Gesellschaftsrechts und des Insolvenzrechtsrechts in ihren gemeinsamen Schnittpunkten zusammenzuführen und den Teilnehmern anhand der aktuellen Rechtsprechung beider Senate das insoweit erforderliche Verbundwissen zu vermitteln. Während in der Vergangenheit der Übergang von dem Altrecht zu dem durch das MoMiG geprägten neuen Recht im Vordergrund stand, ist das Seminar nunmehr auf die neuere und neueste Rechtsprechung konzentriert.
aus dem Bereich des Gesellschaftsrechts
- Kaduzierung
- Sacheinlage
Kapitalerhaltung: Unterschiedliche Rechtslage in AG, GmbH und KG
- Firmenbestattung
- Haftung gegenüber außenstehenden Dritten, Vertrag mit Schutzwirkung
- Geschäftschancenlehre, Tätigkeit außerhalb des Unternehmenszwecks
- Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen und öffentlichen Abgaben
Geschäftsführerhaftung aus § 64 GmbHG
- Voraussetzungen der Vorschrift
- Haftungsausschluss bei Delegation der Finanzkontrolle
- Berücksichtigung von Gegenleistungen
- Feststellung der Zahlungsunfähigkeit
- Haftung des Liquidators
- Anwendbarkeit des AGG
- Nichtigkeits-, Anfechtungsgründe
- Treuwidrige Stimmabgabe
Haftung in der Personengesellschaft
- Einlagenrückgewähr an Kommanditist
- Anpassung der Geschäftsgrundlage bei Kauf von Geschäftsanteilen
- Prospekthaftung im engeren und weiteren Sinne
- Freie Hinauskündigung
- Abfindung entsprechend Ertragswert
- Wirksamkeit von Einziehung und Ausschluss vor Zahlung der Abfindung
aus dem Bereich des Insolvenzrechts
Freitag, den 23. Oktober 2020, 08.30 bis 13.45 Uhr und
Thema: Insolvenzrechtliche Problembereiche im Gesellschaftsrecht
Referent(en): Notar Prof. Dr. Heribert Heckschen, Dresden und u.a. Mitautor "Heckschen/Heidinger: GmbH in der Gestaltungspraxis"
A. Gesellschaftsrecht und Insolvenz
I. Satzungsgestaltung mit Rücksicht auf die Krise
1. Mitgliedschaftsrechte in Insolvenz des GmbH-Gesellschafters
a) Gesellschaftsrechtliche Rechte und Pflichten
b) Neues zu Vinkulierungsregelungen
c) Einziehung
d) Antizipierte Anteilsübertragung
e) Abtretungsermächtigung
f) Abfindungsregelungen und deren Grenzen
2. Die Umwandlung in der Krise und zur Bewältigung der Krise
a) Verschmelzung aufgelöster Rechtsträger
b) Spaltungs- und Ausgliederungsmaßnahmen in der Krise
c) Formwechsel einer Kapital- in eine Personengesellschaft
d) Anfechtung nach InsO und AnfG
e) Strafrechtliche Aspekte
f) Aktuelle Rechtsprechung
g) Umwandlung durch Insolvenzplan
II. Die Gesellschaft in der Insolvenz
1. Maßnahmen des Insolvenzverwalters
2. Ansprüche des Insolvenzverwalters gegen den Gesellschafter
a) Haftung wegen fehlerhafter Kapitalaufbringung – aktuelle Rechtspre-chung –
b) Ansprüche wegen Rückzahlung von ausgeschütteten Gewinnen und Ab-findungen aus einer stillen Gesellschaft
c) Zahlung auf Sicherheiten
3. Ansprüche des Insolvenzverwalters gegen Geschäftsführer
4. Einzelfragen zum Insolvenzverwalter
a) Ansprüche gegen den Insolvenzverwalter
5. Schadensersatz aus harter Patronatserklärung
6. Amtsniederlegung: (Kein) Rechtsmissbrauch
7. Verhältnis von § 155 Abs. 3 Satz 2 InsO zu §§ 115 f. InsO
B. Unternehmenskauf in der Insolvenz
I. Unternehmenserwerb noch vor Insolvenzantrag – Vor- und Nachteile
II. Vorteile beim Unternehmenserwerb nach Insolvenzeröffnung?
C. Aktuelle gesetzgeberische Entwicklungen auf nationaler und europäischer Ebene
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