Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=DNotZ%201985,%20234
Timestamp: 2019-12-12 18:52:39
Document Index: 283514813

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 19', '§ 23', '§ 24', 'BGH', 'BGH']

BGH, 15.11.1984 - IX ZR 31/84 - dejure.org
https://dejure.org/1984,1018
BGH, 15.11.1984 - IX ZR 31/84 (https://dejure.org/1984,1018)
BGH, Entscheidung vom 15.11.1984 - IX ZR 31/84 (https://dejure.org/1984,1018)
BGH, Entscheidung vom 15. November 1984 - IX ZR 31/84 (https://dejure.org/1984,1018)
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Verletzung der Pflichten aus einem Treuhandvertrag durch einen Notar - Sicherstellung der Befriedigung aus dem Erlös des Verkaufs eines Grundstücks - Gebrauchmachen von Löschungsbewilligungen erst nach Eingang eines Betrages auf dem Notaranderkonto - Aufgabe einer ...
NJW 1985, 2028
MDR 1985, 493
DNotZ 1985, 234 (Ls.)
VersR 1985, 181
WM 1985, 231
BB 1985, 153
Dabei ist es grundsätzlich Aufgabe des Geschädigten, den Ursachen- und Zurechnungszusammenhang zwischen der Amtspflichtverletzung und dem eingetretenen Schaden darzulegen und gegebenenfalls zu beweisen (so bereits: BGH…, Urteil vom 05.03.1974 zu VI ZR 222/72, zitiert nach juris Rn. 15; BGH, DNotZ 1985, 234, 236; BGH, NJW 1993, 3259; im Anschluss: Senat, Urteile vom 01.12.2010 zu I-11 U 341/09 und vom 27.01.2012 zu I-11 U 7/11; Senat, Beschluss vom 14.08.2006 zu 11 W 5/06;… Sandkühler, a.a.O., § 19 Rn. 156).
Anforderungen an die Form von Verwahrungsanweisungen; Darlegungs- und Beweislast …
So hat der Bundesgerichtshof (Urteil vom 15. November 1984 - IX ZR 31/84 - DNotZ 1985, 234, 236) entschieden, daß ein Notar nachzuweisen habe, wenn er unter Berufung auf den wirklichen Willen eines Beteiligten einer schriftlichen Treuhandauflage nicht entsprochen habe.
So hat der Bundesgerichtshof (vgl. Urteil vom 15. November 1984 - IX ZR 31/84, DNotZ 1985, 234, 236) entschieden, dass dem Notar der Beweis obliege, wenn er unter Berufung auf den wirklichen Willen eines Beteiligten einer schriftlichen Treuhandauflage nicht entsprochen hat.
Denn es ist offengeblieben, ob, wie der Beklagte behauptet, die Klägerin sich Ende August 1983 mit der Auszahlung der Darlehensvaluta ohne vorherige Sicherstellung durch eine erstrangige Gesamtgrundschuld einverstanden erklärt hat (vgl. zur Beweislast Senatsurt. v. 15. November 1984 - IX ZR 31/84, WM 1985, 231), ob und in welcher Höhe der Klägerin ein Schaden entstanden ist und ob die Behauptungen des Beklagten zutreffen, nach denen eine Verjährung des Klaganspruchs in Betracht kommen könnte.
Ob ein solcher Antrag ausreicht, obwohl der Verfügende ihn einseitig zurücknehmen und damit die durch den Antrag erreichte formale Stellung des Erwerbers im Grundbuchverfahren rückgängig machen kann (vgl. dazu Senatsurt. v. 15. November 1984 - IX ZR 31/84, WM 1985, 231 = VersR 1985, 181 ), bleibt offen.
Der dem Notar damit erteilte Treuhandauftrag ist ein typisches Amtsgeschäft im Sinne des § 23 BNotO, dem eine sichernde Betreuung (§ 24 BNotO) vorauszugehen hatte (…BGH, Urt. v. 4. Mai 1984 - V ZR 255/82, WM 1984, 1230, 1231; v. 15. November 1984 - IX ZR 31/84, NJW 1985, 2028, 2029).
Grundsätzlich ist es zwar eine der tatrichterlichen Beurteilung vorbehaltene Auslegungsfrage, wie weit die übernommene Gewähr im Einzelfall reicht (vgl. BGH, Urt. v. 7. Dezember 1984, V ZR 141/83, WM 1985, 231).