Source: https://www.steuerschroeder.de/steuergesetze/esth/34.2?s=Sonderausgaben
Timestamp: 2020-06-03 09:27:57
Document Index: 24318786

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 16', '§ 16', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 34', '§ 32', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 16', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 32', '§ 34']

Einkommensteuer-Hinweis - EStH H 34.2
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EStH H 34.2 (Zu § 34 EStG)
Berechnung der Einkommensteuer nach § 34 Abs. 1 EStG
Der Stpfl., der Einkünfte aus Gewerbebetrieb und Vermietung und Verpachtung (einschließlich Entschädigung i. S. d. § 34 EStG) hat, und seine Ehefrau werden zusammen veranlagt. Es sind die folgenden Einkünfte und Sonderausgaben anzusetzen:
– laufende Einkünfte
+ 5.350 €
– Einkünfte aus Entschädigung i. S. d. § 34 Abs. 2 Nr. 2 EStG
+ 25.000 €
– 3.200 €
abzgl. Einkünfte i. S. d. § 34 Abs. 2 Nr. 2 EStG
– 25.000 €
verbleibendes z. v. E.
darauf entfallender Steuerbetrag
7.208 €
zuzüglich ⅕ der Einkünfte i. S. d. § 34 Abs. 2 Nr. 2 EStG
+ 5.000 €
abzüglich Steuerbetrag auf das verbleibende z. v. E.
– 7.208 €
Berechnung der Einkommensteuer nach § 34 Abs. 1 EStG bei negativem verbleibenden z. v. E.
Der Stpfl., der Einkünfte aus Gewerbebetrieb hat, und seine Ehefrau werden zusammen veranlagt. Die Voraussetzungen des § 34 Abs. 3 und § 16 Abs. 4 EStG liegen nicht vor. Es sind die folgenden Einkünfte und Sonderausgaben anzusetzen:
Einkünfte aus Gewerbebetrieb, laufender Gewinn
Veräußerungsgewinn (§ 16 EStG)
+ 225.000 €
– 45.000 €
185.350 €
Einkommen/z. v. E.
182.150 €
Höhe der Einkünfte i. S. d. § 34 Abs. 2 EStG, die nach § 34 Abs. 1 EStG besteuert werden können; maximal aber bis zur Höhe des z. v. E.
abzüglich Einkünfte i. S. d. § 34 Abs. 2 EStG
– 42.850 €
Damit ist das gesamte z. v. E. in Höhe von 182.150 € gem. § 34 EStG tarifbegünstigt.
⅕ des z. v. E. (§ 34 Abs. 1 Satz 3 EStG)
Berechnung der Einkommensteuer nach § 34 Abs. 1 EStG mit Einkünften, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen
(Entsprechende Anwendung des BFH-Urteils vom 22.9.2009 – BStBl 2010 II S. 1032)
Der Stpfl. hat Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit und aus Vermietung und Verpachtung (einschließlich einer Entschädigung i. S. d. § 34 EStG). Es sind folgende Einkünfte und Sonderausgaben anzusetzen:
Einkünfte aus Entschädigung i. S. d. § 34 Abs. 2 Nr. 2 EStG
+ 30.000 €
abzüglich Einkünfte i. S. d. § 34 Abs. 2 Nr. 2 EStG
zuzüglich Arbeitslosengeld § 32b Abs. 2 EStG
für die Berechnung des Steuersatzes gem. § 32b Abs. 2 EStG maßgebendes verbleibendes z. v. E.
Steuer nach Grundtarif
28.194 €
besonderer (= durchschnittlicher) Steuersatz § 32b Abs. 2 EStG
32,4816 %
Steuerbetrag auf verbleibendes z. v. E. (66.800 €) unter Berücksichtigung des Progressionsvorbehalts
zuzüglich ⅕ der Einkünfte i. S. d. § 34 EStG
+ 6.000 €
für die Berechnung des Steuersatzes gem. § 32b Abs. 2 EStG maßgebendes z. v. E. mit ⅕ der außerordentlichen Einkünfte
besonderer (= durchschnittlicher) Steuersatz
33,0970 %
Steuerbetrag auf z. v. E. mit ⅕ der außerordentlichen Einkünfte (72.800 €) unter Berücksichtigung des Progressionsvorbehalts
24.094 €
– 21.697 €
33.682 €
Berechnung der Einkommensteuer nach § 34 Abs. 1 EStG bei negativem verbleibenden z. v. E. und Einkünften, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen (> BFH vom 11.12.2012 -BStBl 2013 II S. 370)
– 20.000 €
– 5.000 €
Höhe der Einkünfte i. S. d. § 34 Abs. 2 EStG, die nach § 34 Abs. 1 besteuert werden können, maximal bis zur Höhe des z. v. E.
– 15.000 €
Damit ist das gesamte z. v. E. in Höhe von 15.000 € gem. § 34 EStG tarifbegünstigt.
Abzüglich negatives verbleibendes z. v. E.
dem Progressionsvorbehalt unterliegende Bezüge werden nur insoweit berücksichtigt, als sie das negative verbleibende z. v. E. übersteigen
17,5500 %
Steuerbetrag auf ⅕ des z. v. E. (3.000 €)
Berechnung der Einkommensteuer bei Zusammentreffen der Vergünstigungen nach § 34 Abs. 1 EStG und § 34 Abs. 3 EStG
Der Stpfl., der Einkünfte aus Gewerbebetrieb hat, und seine Ehefrau werden zusammenveranlagt. Im Zeitpunkt der Betriebsveräußerung hatte der Stpfl. das 55. Lebensjahr vollendet. Es sind die folgenden Einkünfte und Sonderausgaben anzusetzen:
davon bleiben nach § 16 Abs. 4 EStG steuerfrei
+ 75.000 €
Einkünfte, die Vergütung für eine mehrjährige Tätigkeit sind
+ 3.500 €
Steuerberechnung nach § 34 Abs. 1 EStG
Ermittlung des Steuerbetrags ohne Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG
z. v. E
abzüglich Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG
(darauf entfallender Steuerbetrag = 25.636 € )
abzüglich Einkünfte nach § 34 Abs. 3 EStG
Für das z. v. E. ohne Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG würde sich eine Einkommensteuer nach Splittingtarif von 25.636 € ergeben. Sie entspricht einem durchschnittlichen Steuersatz von 25,5593 % . Der ermäßigte Steuersatz beträgt mithin 56 % von 25,5593 % = 14,3132 % . Der ermäßigte Steuersatz ist höher als der mindestens anzusetzende Steuersatz in Höhe von 14 % (§ 34 Abs. 3 Satz 2 EStG). Daher ist der Mindeststeuersatz nicht maßgeblich. Mit dem ermäßigten Steuersatz gemäß § 34 Abs. 3 EStG zu versteuern: 14,3132 % von 75.000 € = 10.734 € .
Steuerbetrag nach § 34 Abs. 3 EStG (ohne Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG)
zuzüglich Steuerbetrag von 25.300 € (= z. v. E. ohne Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG und § 34 Abs. 3 EStG)
+ 1.518 €
Steuerbetrag ohne Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG
Ermittlung des Steuerbetrags mit ⅕ der Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG
zuzüglich ⅕ der Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG
(darauf entfallender Steuerbetrag = 34.048 €)
– 75.000 €
Für das z. v. E. ohne die Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG zuzüglich ⅕ der Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG würde sich eine Einkommensteuer nach Splittingtarif von 34.002 € ergeben. Sie entspricht einem durchschnittlichen Steuersatz von 28,2643 % . Der ermäßigte Steuersatz beträgt mithin 56 % von 28,2643 % = 15,8280 % . Der ermäßigte Steuersatz ist höher als der mindestens anzusetzende Steuersatz in Höhe von 14 % (§ 34 Abs. 3 Satz 2 EStG). Daher ist der Mindeststeuersatz nicht maßgeblich. Mit dem ermäßigten Steuersatz zu versteuern: 15,8280 % von 75.000 € = 11.871 € .
Steuerbetrag nach § 34 Abs. 3 EStG (unter Berücksichtigung von ⅕ der Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG)
11.871 €
zuzüglich Steuerbetrag von 45.300 € (= z. v. E. ohne Einkünfte nach § 34 Abs. 3 und § 34 Abs. 1 EStG mit ⅕ der Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG)
+ 6.684 €
Steuerbetrag mit ⅕ der Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG
Ermittlung des Unterschiedsbetrages nach § 34 Abs. 1 EStG
abzüglich Steuerbetrag ohne Einkünfte nach § 34 Abs. 1 EStG (>Nr. 1.1)
– 12.252 €
verfünffachter Unterschiedsbetrag nach § 34 Abs. 1 EStG
31.515 €
Steuerberechnung nach § 34 Abs. 3 EStG
Steuerbetrag von 100.300 €
zuzüglich verfünffachter Unterschiedsbetrag nach § 34 Abs. 1 EStG (>Nr. 1.3)
+ 31.515 €
57.151 €
Ermittlung des ermäßigten Steuersatzes nach Splittingtarif auf der Grundlage des z. v. E.
57.151 € /200.300 € = 28,5327 %
Der ermäßigte Steuersatz beträgt mithin 56 % von 28,5327 % = 15,9783 % . Der ermäßigte Steuersatz ist höher als der mindestens anzusetzende Steuersatz in Höhe von 14 % (§ 34 Abs. 3 Satz 2 EStG). Daher ist der Mindeststeuersatz nicht maßgeblich. Mit dem ermäßigten Steuersatz zu versteuern: 15,9783 % von 75.000 € = 11.983 € .
Steuerbetrag nach § 34 Abs. 3 EStG
Berechnung der gesamten Einkommensteuer
nach dem Splittingtarif entfallen auf das z. v. E. ohne begünstigte Einkünfte (>Nr. 1.1)
verfünffachter Unterschiedsbetrag nach § 34 Abs. 1 EStG (>Nr. 1.3)
Steuer nach § 34 Abs. 3 EStG (>Nr. 2)
45.016 €
Negativer Progressionsvorbehalt
Unterliegen Einkünfte sowohl der Tarifermäßigung des § 34 Abs. 1 EStG als auch dem negativen Progressionsvorbehalt des § 32b EStG, ist eine integrierte Steuerberechnung nach dem Günstigkeitsprinzip vorzunehmen. Danach sind die Ermäßigungsvorschriften in der Reihenfolge anzuwenden, die zu einer geringeren Steuerbelastung führt, als dies bei ausschließlicher Anwendung des negativen Progressionsvorbehalts der Fall wäre (> BFH vom 15.11.2007 - BStBl 2008 II S. 375).
Verhältnis zu § 34b EStG
>R 34b.5 Abs. 2