Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20158/01
Timestamp: 2013-05-23 00:12:18
Document Index: 84165906

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: VIII ZR 158/01
Rechtsprechung BGH, 10.07.2002 - VIII ZR 158/01 Volltextver�ffentlichungen (8)
� 89 b HGB
Ausgleichsanspruch des Tankstellenhalters; Sch�tzung des Stammkundenanteils
HGB � 89bAusgleichsanspruch des Tankstellenhalters; Sch�tzung des Stammkundenumsatzanteils
Handelsvertreter - Berechnung des Ausgleichsanspruchs eines Tankstellenhalters
Sch�tzung des Stammkundenanteils im Rahmen der Berechnung des Ausgleichsanspruchs eines Tankstelleninhabers
MDR 2002, 1379
WM 2003, 499
Wird zitiert von ... (27) BGH, 12.09.2007 - VIII ZR 194/06 Handelsrecht - Wer ist Stammkunde eines Tankstellenhalters?Das Mineral�lunternehmen darf einer solchen Sch�tzung jedoch eine auf einer Auswertung der Zahlungsvorg�nge beruhende Sch�tzung des Stammkundenanteils entgegenhalten (Fortf�hrung der Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 1 b aa und VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter B I 1 b aa und vom 6. August 1997 - VIII ZR 150/96, WM 1998, 31, unter B I 1 c und VIII ZR 92/96, WM 1998, 25, unter B I 2 c aa).*).Verstehe man die Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 10. Juli 2002 (VIII ZR 158/01), wonach von einem Stammkunden jedenfalls dann zu sprechen sei, wenn dieser mindestens zw�lfmal im Jahr an derselben Tankstelle tanke, in dem Sinne, dass von einem Stammkunden erwartet werden k�nne, dass er etwa einmal im Monat an "seiner" Tankstelle tanke, so erscheine es im Hinblick auf Urlaubs- und Krankheitszeiten des Stammkunden sachgerecht, die zu fordernde Tankfrequenz auf mindestens zehnmal im Jahr zu reduzieren.Das Berufungsgericht ist allerdings zutreffend davon ausgegangen, dass der Berechnung des Ausgleichsanspruchs eines Tankstellenhalters nach � 89b HGB die letzte Jahresprovision im Kraftstoff- und Schmierstoffgesch�ft zugrunde zu legen und davon nur der Teil zu ber�cksichtigen ist, den der Tankstellenhalter f�r Ums�tze mit von ihm geworbenen Stammkunden erhalten hat, weil nur mit diesen Kunden eine Gesch�ftsverbindung im Sinne des � 89b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HGB besteht (Senatsurteil vom 7. Mai 2003 - VIII ZR 263/02, WM 2003, 2107, unter II 1 a; Senatsurteil vom 12. Februar 2003 - VIII ZR 130/01, WM 2003, 2095, unter B I 3; Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 1 a und VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter B I; Senatsurteile vom 6. August 1997 - VIII ZR 92/96, WM 1998, 25, unter B I 2 und VIII ZR 150/96, WM 1998, 31, unter B I 1).aa) Der Kl�ger, der als Tankstellenhalter die Darlegungs- und Beweislast f�r die Voraussetzungen des � 89b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 HGB und damit f�r den auf Gesch�fte mit Stammkunden entfallenden Anteil des Umsatzes bzw. der Provisionseinnahmen tr�gt (vgl. Senatsurteil vom 7. Mai 2003 - VIII ZR 263/02, WM 2003, 2107, unter II 1 b aa; Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 1 b aa und VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter B I 1 b aa; Senatsurteil vom 6. August 1997 - VIII ZR 150/96, WM 1998, 31, unter B I 1 b), durfte sich zur Darlegung und zum Beweis dieses Stammkundenanteils allerdings grunds�tzlich auf die von ihm vorgelegte repr�sentative Umfrage des Allensbach-Institutes aus dem Jahre 2002 st�tzen.Damit soll es sich er�brigen, in jedem Einzelfall zeit- und kostenaufwendige Erhebungen durchzuf�hren und durch umfangreiche Beweisaufnahmen nachzuvollziehen, deren Aussagekraft im Vergleich zu professionell durchgef�hrten statistischen Untersuchungen eher zweifelhaft ist (Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 1 b aa und VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter B I 1 b aa; Senatsurteile vom 6. August 1997 - VIII ZR 150/96, WM 1998, 31, unter B I 1 c und VIII ZR 92/96, WM 1998, 25, unter B I 2 c aa).So hat der Senat die Verwertung der in Presse-Mitteilungen der ARAL AG ver�ffentlichten Ergebnisse der von diesem Mineral�lunternehmen in Auftrag gegebenen und vom Allensbach-Institut im Jahr 1987 sowie vom MAFO-Institut im Jahr 1996 durchgef�hrten Repr�sentativbefragungen �ber die Tankgewohnheiten der Pkw-Fahrer als Grundlage f�r eine Sch�tzung des Stammkundenumsatzanteils im Tankstellengesch�ft gebilligt (Allensbach-Umfrage: Senatsurteil vom 6. August 1997 - VIII ZR 150/96, WM 1998, 31, unter B I 1 c; MAFO-Studie: Senatsurteil vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 1 b cc).(2) Der Senat hat in fr�heren Entscheidungen zwar darauf hingewiesen, dass sich in Zukunft eine Heranziehung des weniger aussagekr�ftigen statistischen Materials weitgehend er�brigen kann, soweit die Darlegung konkreter Anhaltspunkte f�r eine Sch�tzung des Stammkundenumsatzanteils an einer bestimmten Tankstelle aufgrund fortschreitender elektronischer Erfassung der Zahlungsvorg�nge sich weniger schwierig gestalten und daher von dem Tankstellenhalter auch zu verlangen sein wird (Senatsurteil vom 12. Februar 2003 - VIII ZR 130/01, WM 2003, 2095, unter B II 2 a; Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 1 b dd und VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter B I 1 b aa).Selbst wenn bei dieser tatrichterlichen Sch�tzung noch weitere Gesichtspunkte zu ber�cksichtigen und Detailprobleme zu l�sen w�ren, k�nnte auf diese Weise die Sch�tzung des Stammkundenumsatzanteils an die tats�chlichen Verh�ltnisse einer bestimmten Tankstelle st�rker angen�hert werden, als dies bei einer Verwendung allgemeinen statistischen Materials der Fall sein kann (Senatsurteil vom 12. Februar 2003 - VIII ZR 130/01; Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01 und VIII ZR 58/00;… jeweils aaO).Es ist auch nicht festgestellt oder vorgetragen, dass der Kl�ger in der Zeit vor Vertragsbeendigung �ber Software verf�gte, mit deren Hilfe eine maschinelle Auswertung der ausgedruckten Zahlungsbelege m�glich gewesen w�re; eine manuelle Auswertung dieser Zahlungsbelege war dem Kl�ger wegen des damit verbundenen Aufwandes an Zeit und Kosten jedenfalls nicht zuzumuten (vgl. Senatsurteil vom 12. Februar 2003 - VIII ZR 130/01, WM 2003, 2095, unter B II 2 a; Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 1 b dd und VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter B I 1 b aa).Sie k�nnen f�r eine Sch�tzung des Stammkundenumsatzanteils an einer bestimmten Tankstelle deshalb - wie das Berufungsgericht zutreffend angenommen hat - dann nicht herangezogen werden, wenn konkrete Daten, die eine individuellere Sch�tzung des Stammkundenumsatzanteils an dieser Tankstelle erm�glichen, zur Verf�gung stehen (vgl. Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 1 b dd und VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter B I 1 b aa).Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass die "Stammkundschaft" von der im Rahmen des � 89b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HGB nicht ber�cksichtigungsf�higen "Laufkundschaft" abzugrenzen ist, und dass als Stammkunden alle Mehrfachkunden anzusehen sind, die innerhalb eines �berschaubaren Zeitraumes, in dem �blicherweise mit Nachbestellungen zu rechnen ist, mehr als nur einmal ein Gesch�ft mit dem Unternehmer abgeschlossen haben oder voraussichtlich abschlie�en werden (Senatsurteil vom 12. Februar 2003 - VIII ZR 130/01, WM 2003, 2095, unter B I 3; Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 1 a und VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter B I; Senatsurteile vom 6. August 1997 - VIII ZR 150/96, WM 1998, 31, unter B I 1 a und VIII ZR 92/96, WM 1998, 25, unter B I 2 a).Das Wiederholungsintervall f�r Folgegesch�fte ist bei h�ufig wiederkehrenden Verbrauchsgesch�ften des t�glichen Lebens kleiner zu bemessen als bei Gesch�ften �ber langlebige Wirtschaftsg�ter (Senatsurteil vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 1 a; vgl. Senatsurteil vom 22. M�rz 2006 - VIII ZR 173/04, WM 2006, 1403, unter C I 1, m.w.N. zum Autokauf sowie Senatsurteile vom 6. August 1997 - VIII ZR 150/96, WM 1998, 31, unter B I 1 a und VIII ZR 92/96, WM 1998, 25, unter B I 2 a, m.w.N.).Weder enthalten die Senatsurteile vom 6. August 1997 insoweit eine Festlegung (vgl. Senatsurteile vom 6. August 1997 - VIII ZR 150/96, WM 1998, 31, unter B II und VIII ZR 92/96, WM 1998, 25, unter B I 2 d) noch ist - entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts - das Senatsurteil vom 10. Juli 2002 (VIII ZR 158/01) dahin zu verstehen, dass von einem Stammkunden erwartet werden kann, dass er etwa einmal im Monat an "seiner" Tankstelle tankt.In diesem Urteil hat der Senat lediglich ausgef�hrt, dass die tatrichterliche Beurteilung des Berufungsgerichts, als Stamm- bzw. Mehrfachkunde einer Tankstelle habe jedenfalls der Kunde zu gelten, der mindestens zw�lfmal pro Jahr an derselben Tankstelle tanke, keinen Rechtsfehler aufweise und sich im Rahmen der bisherigen Rechtsprechung halte (Senatsurteil vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 1 a).Ein solcher Abzug von einem F�nftel des Umsatzes ist zwar gerechtfertigt, wenn der Stammkundenumsatzanteil auf der Grundlage der MAFO-Studie berechnet wird, da nach dieser Studie auch die Pkw-Fahrer, die eine oder mehrere Stammtankstellen haben, an diesen nur vier von f�nf Mal tanken (Senatsurteil vom 12. Februar 2003 - VIII ZR 130/01, WM 2003, 2095, unter B II 3 a; vgl. Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 1 c bb und VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter B I 1 b dd bbb).Bei der Ermittlung der H�he des Ausgleichsanspruchs sind nach st�ndiger h�chstrichterlicher Rechtsprechung nur solche Provisionen oder Provisionsanteile zugrunde zu legen, die der Handelsvertreter f�r seine werbende (vermittelnde und abschlie�ende) T�tigkeit erh�lt, nicht dagegen Provisionen f�r sogenannte verwaltende (vermittlungsfremde) T�tigkeiten (vgl. Senatsurteil vom 12. Februar 2003 - VIII ZR 130/01, WM 2003, 2095, unter B III; Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 2 und VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter B II; Senatsurteil vom 6. August 1997 - VIII ZR 150/96, WM 1998, 31, unter B I 3).Die Annahme einer solchen Abwanderungsquote liegt, wenn ausreichende Anhaltspunkte f�r die tats�chlichen Kundenbewegungen w�hrend der Vertragszeit nicht vorliegen, im Rahmen des tatrichterlichen Sch�tzungsermessens (� 287 Abs. 2 ZPO; vgl. Senatsurteil vom 12. Februar 2003 - VIII ZR 130/01, WM 2003, 2095, unter B I 3 b; Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 3 und VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter B III; Senatsurteile vom 6. August 1997 - VIII ZR 150/96, WM 1998, 31, unter B II 3 und VIII ZR 92/96, WM 1998, 25, unter B I 3).Die Abw�gung der Urs�chlichkeit von werbender T�tigkeit des Tankstellenhalters einerseits und der "Sogwirkung" von Lage, Marke oder Preis andererseits geh�rt zum Kernbereich des tatrichterlichen Sch�tzungsermessens im Rahmen der Billigkeitspr�fung nach � 89b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 HGB (vgl. Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 4 und VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter B IV 1; m.w.N.).
BGH, 21.04.2010 - VIII ZR 108/09 Handelsrecht - Handelsvertreterausgleich: Was sind Stammkunden/Mehrfachkunden?Zutreffend ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, dass bei der Ermittlung der H�he des Ausgleichsanspruchs nach st�ndiger h�chstrichterlicher Rechtsprechung nur solche Provisionen und Provisionsanteile zugrunde zu legen sind, die der Tankstellenhalter als Handelsvertreter f�r seine ("werbende") Vermittlungs- und Abschlusst�tigkeit enth�lt, nicht dagegen Provisionen f�r vermittlungsfremde ("verwaltende") T�tigkeiten (Senatsurteile vom 11. November 2009 - VIII ZR 249/08, zur Ver�ffentlichung bestimmt, [...], Tz. 17; vom 12. September 2007 - VIII ZR 194/06, VersR 2008, 214, Tz. 49; vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 2 und VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter B II 1; jeweils m.w.N.).Zwar ist dem Berufungsgericht darin beizupflichten, dass grunds�tzlich die einen Ausgleichsanspruch geltend machende Kl�gerin die Darlegungs- und Beweislast f�r dessen Voraussetzungen und damit auch daf�r tr�gt, dass der Berechnung des Ausgleichsanspruchs nur solche Provisionsanteile zugrunde liegen, die auf ihre werbende T�tigkeit entfallen (…vgl. Senatsurteile vom 11. November 2009, aaO, Tz. 18; vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO; jeweils m.w.N; BGH, Urteil vom 28. April 1988 - I ZR 66/87, NJW-RR 1988, 1061, unter II 2 b).Wenn aber vertraglich nicht (hinreichend) geregelt ist, in welchem Umfang mit den Provisionen bestimmte T�tigkeiten verg�tet werden, obliegt es der Beklagten, im Einzelnen darzutun, welche Aufteilung der Provision nach dem Vertrag angemessen ist, falls sie von der Beurteilung ihres Vertragspartners abweichen will (…vgl. Senatsurteile vom 11. November 2009, aaO; vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO; vom 6. August 1997 - VIII ZR 150/96, NJW 1998, 66, unter B I 3, und VIII ZR 91/96, [...], Tz. 30; BGH…, Urteil vom 28. April 1988, aaO).Das Wiederholungsintervall f�r Folgegesch�fte ist bei h�ufig wiederkehrenden Verbrauchsgesch�ften kleiner zu bemessen als bei Gesch�ften �ber langlebige Wirtschaftsg�ter (…Senatsurteile vom 12. September 2007, aaO, Tz. 37; vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO, unter II 1 a; jeweils m.w.N.).(2) Das Berufungsgericht l�sst bei seiner produktbezogenen Sichtweise au�er acht, dass nach der Rechtsprechung des Senats f�r die Beurteilung der Nachhaltigkeit des K�uferverhaltens nicht nur der Gegenstand des Gesch�fts, sondern auch die branchen�blichen Besonderheiten ma�gebend sind (…vgl. Senatsurteile vom 12. September 2007, aaO, Tz. 37; vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO, unter II 1 a; jeweils m.w.N.).Eine solche tatrichterliche Sch�tzung ist nicht zu beanstanden, wenn - wie hier - keine ausreichenden Anhaltspunkte f�r die tats�chlichen Kundenbewegungen w�hrend der Vertragslaufzeit vorliegen (…st. Rspr., vgl. etwa Senatsurteile vom 12. September 2007, aaO, Tz. 50 m.w.N.; vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO, unter II 3;… vom 6. August 1997, VIII ZR 92/96, aaO, unter B I 3).Die Abw�gung der Urs�chlichkeit von werbender T�tigkeit des Tankstellenhalters einerseits und der "Sogwirkung" von Lage, Marke oder Preis andererseits geh�rt zum Kernbereich des tatrichterlichen Sch�tzungsermessens im Rahmen der Billigkeitspr�fung nach � 89b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 HGB aF beziehungsweise nach � 89b Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HGB nF (…vgl. Senatsurteile vom 11. November 2009, aaO;… vom 15. Juli 2009, aaO;… vom 12. September 2007, aaO, Tz. 54; vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO, unter II 4; vom 26. Februar 1997 - VIII ZR 272/95, NJW 1997, 1503, unter C I 4, insoweit in BGHZ 135, 14, nicht abgedruckt).
BGH, 12.02.2003 - VIII ZR 130/01 Handelsvertreter - Zur Sch�tzung des StammkundenumsatzanteilsZutreffend ist das Berufungsgericht weiter davon ausgegangen, da� der Berechnung des Ausgleichsanspruchs grunds�tzlich die letzte Jahresprovision der Kl�gerin zugrunde zu legen und davon nur der Teil zu ber�cksichtigen ist, den die Kl�gerin f�r Ums�tze mit von ihr geworbenen Stammkunden erhalten hat, weil nur mit diesen Kunden eine Gesch�ftsverbindung im Sinne des � 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HGB besteht (zum Tankstellenhalter: zuletzt Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 58/00, WM 2003, 491 unter B I m.w.Nachw. und VIII ZR 158/01, WM 2003, 499 unter II 1 a; zum Handelsvertreter allgemein: BGHZ 141, 248, 251).Zugleich hat der Senat aber bereits darauf hingewiesen, da� in Zukunft die Darlegung konkreter Anhaltspunkte f�r eine Sch�tzung des Stammkundenumsatzanteils an einer bestimmten Tankstelle aufgrund fortschreitender elektronischer Erfassung der Zahlungsvorg�nge sich weniger schwierig gestalten und daher von dem Tankstellenhalter auch zu verlangen sein wird, so da� sich eine Heranziehung des weniger aussagekr�ftigen statistischen Materials weitgehend er�brigen kann (dazu n�her Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 58/00, aaO unter B I 1 b aa, und VIII ZR 158/01, aaO unter II 1 b dd).a) Der Senat hat in seinen Urteilen vom 10. Juli 2002 eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm gebilligt, die f�r das Tankstellengesch�ft aus der MAFO-Studie einen Stammkundenumsatzanteil von 58, 4 % errechnet hat (…VIII ZR 58/00, aaO unter B I 1 b dd), und er hat ein Berufungsurteil des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg aufgehoben, das aus derselben Untersuchung einen Stammkundenumsatzanteil von mindestens 92 % hergeleitet hat (VIII ZR 158/01, aaO unter II 1 c aa).Ebenso wie in der zuletzt genannten Entscheidung liegt auch dem Berufungsurteil in der vorliegenden Sache die fehlerhafte Gleichsetzung des in der MAFO-Studie ermittelten prozentualen Anteils der "Stammtanker" - der befragten Pkw-Fahrer, die an einer oder bis zu drei Stammtankstellen tanken - mit dem prozentualen Anteil der Stammkunden an der Gesamtkundschaft einer einzelnen Tankstelle zugrunde (dazu n�her Senatsurteil vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO).Dabei hat das Berufungsgericht nicht beachtet, da� bei einer �bertragung der Ergebnisse der MAFO-Studie auf die Verh�ltnisse einer einzelnen Tankstelle in Deutschland (einer "Durchschnittstankstelle") der prozentuale Umsatzanteil, der an dieser Tankstelle auf eine der drei Kundengruppen (Mehrfachkunden mit einer Stammtankstelle, Mehrfachkunden mit zwei oder drei Stammtankstellen, Laufkunden) entf�llt, unter den dabei zu unterstellenden Voraussetzungen nicht gr��er sein kann, als der in der Repr�sentativbefragung ermittelte Anteil dieser Kundengruppe an der Gesamtheit der Pkw-Fahrer (n�her dazu Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 58/00, aaO unter B I 1 b dd aaa, und VIII ZR 158/01, aaO unter II 1 c aa).Wenn - wie hier - in dem von dem Unternehmer vorgegebenen Vertrag nicht geregelt ist, in welchem Umfang mit den Provisionen bestimmte T�tigkeiten verg�tet werden, dann obliegt es dem Unternehmer, im Fall einer Auseinandersetzung um die Auslegung des von ihm vorformulierten Vertrages im einzelnen darzulegen, welche Aufteilung der Provision nach dem Vertrag angemessen ist, wenn er von der Beurteilung seines Vertragspartners abweichen will (st.Rspr., zuletzt Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO unter II 2, und 25. September 2002 - VIII ZR 253/99, aaO unter B II 3 b bb).
BGH, 07.05.2003 - VIII ZR 263/02 Handelsrecht - Bemessung des Ausgleichsanspruchs eines Tankstellenhaltersa) Zutreffend ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, da� der Berechnung des Ausgleichsanspruchs des Kl�gers grunds�tzlich die letzte Jahresprovision zu Grunde zu legen und davon nur der Teil zu ber�cksichtigen ist, den der Kl�ger f�r Ums�tze mit von ihm geworbenen Stammkunden erhalten hat, weil nur mit diesen Kunden eine Gesch�ftsverbindung im Sinne des � 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HGB besteht (st.Rspr.; zum Tankstellenhalter: Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 58/00, WM 2003, 491 unter B I m.Nachw. und VIII ZR 158/01, WM 2003, 499 unter II 1 a; zuletzt Senatsurteil vom 12. Februar 2003 - VIII ZR 130/01, zur Ver�ffentlichung bestimmt, unter B I 3).Zwar trifft es zu, da� die Darlegungs- und Beweislast f�r die Voraussetzungen des Ausgleichsanspruchs nach � 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 HGB dem Tankstellenhalter obliegt, der somit auch darzulegen und zu beweisen hat, welcher Anteil am Umsatz bzw. an den Provisionseinnahmen in der Zeit vor der Vertragsbeendigung auf Gesch�fte mit Stamm- oder Mehrfachkunden entfiel (st.Rspr.; zuletzt Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 58/00, aaO unter B I 1 b aa und VIII ZR 158/01, aaO unter II 1 b aa).Allerdings hat der Senat in den genannten Urteilen bereits darauf hingewiesen, da� in Zukunft die Darlegung konkreter Anhaltspunkte f�r eine Sch�tzung des Stammkundenumsatzanteils an einer bestimmten Tankstelle aufgrund fortschreitender elektronischer Erfassung der Zahlungsvorg�nge sich weniger schwierig gestalten und daher von dem Tankstellenhalter auch zu verlangen sein wird, so da� sich eine Heranziehung des weniger aussagekr�ftigen statistischen Materials weitgehend er�brigen kann (dazu n�her Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 58/00, aaO unter B I 1 b aa und VIII ZR 158/01, aaO unter II 1 b dd;… zuletzt Senatsurteil vom 12. Februar 2003 - VIII ZR 130/01, aaO unter B II 2 a).Diese Annahme beruht auf einer fehlerhaften Gleichsetzung des in der ARAL-Studie ermittelten prozentualen Anteils der "Stammtanker" - der befragten Pkw-Fahrer, die an einer oder bis zu drei Stammtankstellen tanken - mit dem prozentualen Anteil der Stammkunden an der Gesamtkundschaft einer einzelnen Tankstelle (der "Durchschnittstankstelle"; dazu n�her Senatsurteil vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO unter II 1 c aa;… Senatsurteil vom 12. Februar 2003 - VIII ZR 130/01, aaO unter B II 3 a).Das Berufungsgericht hat nicht beachtet, da� bei einer �bertragung der Ergebnisse der ARAL-Studie auf die Verh�ltnisse einer einzelnen Tankstelle in Deutschland - der "Durchschnittstankstelle" - der prozentuale Umsatzanteil, der an dieser Tankstelle auf eine der drei Kundengruppen (Mehrfachkunden mit einer Stammtankstelle, Mehrfachkunden mit zwei oder drei Stammtankstellen, "Laufkunden") entf�llt, unter den dabei zu unterstellenden Voraussetzungen nicht gr��er sein kann als der in der Repr�sentativbefragung ermittelte Anteil dieser Kundengruppe an der Gesamtheit der Pkw-Fahrer (n�her dazu Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 58/00, aaO unter B I 1 b dd aaa, und VIII ZR 158/01, aaO;… Senatsurteil vom 12. Februar 2003, aaO).Ein f�r die Billigkeit ma�geblicher Umstand ist aber nach st�ndiger Rechtsprechung darin zu sehen, da� die Verkaufsbem�hungen eines Handelsvertreters oder Vertragsh�ndlers in nicht unerheblichem Ma�e durch die von der Marke des Produkts ausgehende "Sogwirkung" gef�rdert werden (st.Rspr.; Senatsurteil vom 5. Juni 1996 - VIII ZR 7/95, NJW 1996, 2302 unter B I 4 m.Nachw.; zum Tankstellenhalter: Senatsurteil vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO unter II 4).Daher geh�rt die Abw�gung der Urs�chlichkeit von werbender T�tigkeit des H�ndlers oder Handelsvertreters einerseits und "Sogwirkung" der Marke andererseits im Rahmen der Billigkeitspr�fung nach � 89 b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 HGB zum Kernbereich des tatrichterlichen Sch�tzungsermessens, das auch ausge�bt werden mu� (Senatsurteil vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO).
BGH, 11.11.2009 - VIII ZR 249/08 Berechnung des Handelsvertreterausgleichsanspruchs eines TankstellenhaltersZutreffend ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, dass bei der Ermittlung der H�he des Ausgleichsanspruchs nach st�ndiger h�chstrichterlicher Rechtsprechung nur solche Provisionen und Provisionsanteile zugrunde zu legen sind, die der Tankstellenhalter als Handelsvertreter f�r seine ("werbende") Vermittlungs- und Abschlusst�tigkeit enth�lt, nicht dagegen Provisionen f�r vermittlungsfremde ("verwaltende") T�tigkeiten (…Senatsurteile vom 12. September 2007, aaO, Tz. 49; vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 2 und VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter II 1, 2; jeweils m.w.N.).Zwar ist dem Berufungsgericht darin beizupflichten, dass grunds�tzlich der einen Ausgleichsanspruch geltend machende Kl�ger die Darlegungs- und Beweislast f�r dessen Voraussetzungen und damit auch daf�r tr�gt, dass der Berechnung des Ausgleichsanspruchs nur solche Provisionsanteile zugrunde liegen, die auf seine werbende T�tigkeit entfallen (vgl. Senatsurteil vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO, m.w.N; BGH, Urteil vom 28. April 1988 - I ZR 66/87, NJW-RR 1988, 1061, unter II 2 b).Wenn aber - wie hier - in dem von der Beklagten vorgegebenen Vertrag nicht wirksam geregelt ist, in welchem Umfang mit den Provisionen bestimmte T�tigkeiten verg�tet werden, obliegt es der Beklagten, im Einzelnen darzutun, welche Aufteilung der Provision nach dem Vertrag angemessen ist, falls sie von der Beurteilung ihres Vertragspartners abweichen will (vgl. Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO; vom 6. August 1997 - VIII ZR 150/96, NJW 1998, 66, unter B I 3 und VIII ZR 91/96, [...], B I 1 c; BGH…, Urteil vom 28. April 1988, aaO).Es muss gleichwohl das Ziel sein, die Sch�tzung des Stammkundenumsatzanteils an die tats�chlichen Verh�ltnisse der konkreten Tankstelle weitestgehend anzun�hern, soweit dies im Wege einer elektronischen Auswertung der vorhandenen Daten m�glich ist (…Senatsurteile vom 15. Juli 2009, aaO, Tz. 25;… vom 12. September 2007, aaO, Tz. 28; vgl. auch Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 58/00, aaO, unter B I 1 b aa, und VIII ZR 158/01, aaO, unter II 1 b dd; jeweils m.w.N.).Die Abw�gung der Urs�chlichkeit von werbender T�tigkeit des Tankstellenhalters einerseits und der "Sogwirkung" von Lage, Marke oder Preis andererseits geh�rt zum Kernbereich des tatrichterlichen Sch�tzungsermessens im Rahmen der Billigkeitspr�fung nach � 89b Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HGB nF (…zu � 89b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 HGB aF vgl. Senatsurteile vom 15. Juli 2009, aaO;… vom 12. September 2007, aaO, Tz. 54; vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO, unter II 4; vom 26. Februar 1997 - VIII ZR 272/95, NJW 1997, 1503, unter C I 4, insoweit in BGHZ 135, 14, nicht abgedruckt).
OLG D�sseldorf, 12.12.2002 - 6 U 76/02 Der Bundesgerichtshof hat eine Verwertung der A.-Information vom 14. November 1988 �ber die von der A. AG in Auftrag gegebene, vom X.-Institut durchgef�hrte Repr�sentativbefragung als Grundlage f�r eine Sch�tzung des Stammkundenumsatzanteils wiederholt ausdr�cklich gebilligt (zuletzt im Urteil vom 10. Juli 2002, VIII ZR 158/01, dort auch m.w.N.).Zur Frage der L�nge des �berschaubaren Zeitraums, in dem �blicherweise mit Nachbestellungen zu rechnen ist, hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil vom 10. Juli 2002 (VIII ZR 158/01) Stellung genommen.In seiner Entscheidung vom 10. Juli 2002 (VIII ZR 158/01) hat der Bundesgerichtshof aber ausgef�hrt, bei der Berechnung des Umsatzes der Durchschnittstankstelle k�nne nicht angenommen werden, dass der mit den "Stammtankern" erzielte Umsatz deshalb gr��er ist, weil diese an der Durchschnittstankstelle h�ufiger tankten als deren Laufkunden.Von den Tatsachengerichten und den beteiligten Verkehrskreisen ist in einer betr�chtlichen Anzahl von Ausgleichsberechnungen eine Abwanderungsquote von 20 % des Ausgangsbetrages mit einem entsprechenden Prognosezeitraum als Erfahrungswert zugrunde gelegt worden (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juli 2002, VIII ZR 158/01).Wenn allerdings Anhaltspunkte daf�r vorliegen, dass im Zeitpunkt der Beendigung des Handelsvertreterverh�ltnisses aufgrund der Kundenbewegungen w�hrend der Vertragszeit oder anderer konkreter Umst�nde mit einer st�rkeren oder geringeren Abwanderung der vom Handelsvertreter geworbenen Stammkunden zu rechnen war, verbietet es sich, der Berechnung des Ausgleichsanspruchs schematisch die Quote von j�hrlich 20 % zugrunde zu legen (BGH, Urteil vom 10. Juli 2002, VIII ZR 158/01).Ein f�r die Billigkeit ma�geblicher Umstand ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs allerdings darin zu sehen, dass die Verkaufsbem�hungen eines Handelsvertreters in nicht unerheblichem Ma�e durch die von der Marke des Produkts ausgehende Sogwirkung gef�rdert werden (BGH, Urteil vom 10. Juli 2002, VIII ZR 158/01).
BGH, 01.10.2008 - VIII ZR 13/05 Ausgleichsanspruch eines Vertragsh�ndlers bei �nderung des VertriebssystemsDer H�ndler tr�gt die Darlegungs- und Beweislast f�r das Vorliegen der Voraussetzungen des Ausgleichsanspruchs nach � 89b Abs. 1 Nr. 1 bis 3 HGB (Senatsurteile vom 12. September 2007 - VIII ZR 194/06, VersR 2008, 214, Tz. 24; vom 7. Mai 2003 - VIII ZR 263/02, WM 2003, 2107, unter II 1 b aa; vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 1 b aa; BGH, Urteil vom 28. April 1988 - I ZR 66/87, WM 1988, 1204, unter II 2 b).Der Senat hat in seiner Rechtsprechung sowohl diejenige des Berufungsgerichts (…Senatsurteile vom 12. September 2007 - VIII ZR 194/06, aaO, Tz. 50; Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO, unter II 3 und VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter B III;… Senatsurteile vom 6. August 1997 - VIII ZR 150/96, aaO, unter B II 3 und VIII ZR 92/96, WM 1998, 25, unter B I 3) als auch die von der Revision f�r richtig gehaltene Methode (Senatsurteil vom 12. Februar 2003 - VIII ZR 130/01, WM 2003, 2095, unter B I 3 b) gebilligt.Die Grenzen des richterlichen Sch�tzungsermessens sind bei Annahme eines Gesamtverlustes von 80 % + 60 % + 40 % + 20 % = 200 % der f�r die Berechnung des Ausgleichsanspruchs ma�geblichen Eink�nfte im letzten Vertragsjahr jedenfalls dann gewahrt, wenn - wie hier - keine Anhaltspunkte daf�r vorliegen, dass im Zeitpunkt der Beendigung des Vertragsverh�ltnisses aufgrund der Kundenbewegungen w�hrend der Vertragszeit oder anderer konkreter Umst�nde mit einer st�rkeren oder geringeren Abwanderung der geworbenen Stammkunden zu rechnen ist (…vgl. Senatsurteile vom 12. September 2007 - VIII ZR 194/06, aaO, Tz. 50 …und vom 12. Februar 2003 - VIII ZR 130/01, aaO, unter B I 3 b; Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO, unter II 3 und VIII ZR 58/00, aaO, unter B III;… Senatsurteile vom 6. August 1997 - VIII ZR 150/96, aaO, unter B II 3 und VIII ZR 92/96, aaO, unter B I 3).
BGH, 22.12.2003 - VIII ZR 117/03 Versicherungsrecht - Provisionsverluste eines Versicherungsvertretersc) Zu Recht hat das Berufungsgericht es abgelehnt, die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Darlegungs- und Beweislast hinsichtlich der einerseits "werbenden", andererseits "verwaltenden" T�tigkeit eines Tankstellenhalters (grundlegend BGH, Urteil vom 28. April 1988 - I ZR 66/87, WM 1988, 1204 unter II 2; zuletzt Senat, Urteil vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499 unter II 2 m.w.Nachw.) auf das hier zu beurteilende Vertragsverh�ltnis zwischen Versicherungsvertreter und Versicherungsunternehmen anzuwenden.
BGH, 15.07.2009 - VIII ZR 171/08 Gesellschaftsrecht - Handelsvertreterausgleichsanspruch desTankstellenhaltersEs muss gleichwohl das Ziel sein, die Sch�tzung des Stammkundenumsatzanteils an die tats�chlichen Verh�ltnisse der konkreten Tankstelle weitestgehend anzun�hern, soweit dies im Wege einer elektronischen Auswertung der vorhandenen Daten m�glich ist (Senatsurteile vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 58/00, WM 2003, 491, unter B I 1 b aa, und VIII ZR 158/01, WM 2003, 499, unter II 1 b dd;… vom 12. September 2007, aaO, Tz. 28).Die Abw�gung der Urs�chlichkeit von werbender T�tigkeit des Tankstellenhalters einerseits und der "Sogwirkung" von Lage, Marke oder Preis andererseits geh�rt indes zum Kernbereich des tatrichterlichen Sch�tzungsermessens im Rahmen der Billigkeitspr�fung nach � 89b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 HGB (…Senatsurteile vom 12. September 2007, aaO, Tz. 54; vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO, unter II 4; vom 26. Februar 1997 - VIII ZR 272/95, NJW 1997, 1503, unter C I 4, insoweit in BGHZ 135, 14, nicht abgedruckt).
BGH, 19.01.2011 - VIII ZR 149/09 Handelsrecht - Anspruch auf Handelsvertreterausgleich (Tankstellenvertrag)Zwar ist dem Berufungsgericht darin beizupflichten, dass grunds�tzlich die einen Ausgleichsanspruch geltend machende Kl�gerin die Darlegungs- und Beweislast f�r dessen Voraussetzungen und damit auch daf�r tr�gt, dass der Berechnung des Ausgleichsanspruchs nur solche Provisionsanteile zugrunde liegen, die auf ihre werbende T�tigkeit entfallen (…vgl. Senatsurteile vom 21. April 2010 - VIII ZR 108/09, aaO Rn. 15;… vom 11. November 2009 - VIII ZR 249/08, aaO Rn. 18; vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, WM 2003, 499 unter II 2; jeweils mwN; BGH, Urteil vom 28. April 1988 - I ZR 66/87, NJW-RR 1988, 1061 unter II 2 b).Wenn aber - wie hier - vertraglich nicht wirksam geregelt ist (…die in � 3 Abs. 6 des Tankstellenvertrags getroffene Regelung, wonach 40 % der Provisionen und Verg�tungen des Tankstellenp�chters auf verwaltende T�tigkeiten entfallen sollen, ist wegen Versto�es gegen � 89b Abs. 4 HGB nichtig - vgl. Senatsurteil vom 21. April 2010 - VIII ZR 108/09, aaO mwN), in welchem Umfang mit den Provisionen bestimmte T�tigkeiten verg�tet werden, obliegt es der Beklagten, im Einzelnen darzutun, welche Aufteilung der Provision nach dem Vertrag angemessen ist, falls sie von der Beurteilung ihres Vertragspartners abweichen will (…vgl. Senatsurteile vom 21. April 2010 - VIII ZR 108/09, aaO;… vom 11. November 2009 - VIII ZR 249/08, aaO; vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO;… vom 6. August 1997 - VIII ZR 150/96, NJW 1998, 66 unter B I 3, und VIII ZR 91/96, [...] Rn. 30).Das Wiederholungsintervall f�r Folgegesch�fte ist bei h�ufig wiederkehrenden Verbrauchsgesch�ften kleiner zu bemessen als bei Gesch�ften �ber langlebige Wirtschaftsg�ter (…Senatsurteile vom 21. April 2010 - VIII ZR 108/09, aaO Rn. 21;… vom 12. September 2007 - VIII ZR 194/06, aaO Rn. 37; vom 10. Juli 2002 - VIII ZR 158/01, aaO unter II 1 a; jeweils mwN).
BGH, 19.01.2011 - VIII ZR 168/09 Handelsrecht - Anspruch auf Handelsvertreterausgleich (Tankstellenvertrag)
BGH, 01.06.2005 - VIII ZR 335/04 Ausgleich nach "Grunds�tzen" unschlagbar g�nstig? - Skepsis bei "absolut …
OLG Hamm, 18.09.2008 - 18 U 104/05 Kein Ausgleich f�r �Verwaltungsprovisionen� - Erneute Absage an …
KG, 21.05.2007 - 23 U 87/05 Pachtrecht - Fristlose K�ndigung wegen kreditierter Treibstoffverk�ufe?
OLG D�sseldorf, 15.11.2012 - 16 U 47/11 LAG Hamm, 27.11.2003 - 4 Sa 767/03 Betriebsbedingte K�ndigung bei Zustandekommen eines Interessenausgleichs mit …
BGH, 10.02.2009 - VIII ZR 205/05 Begr�ndetheit einer Anh�rungsr�ge wegen Verletzung des Anspruchs auf rechtliches …
OLG Frankfurt, 10.10.2006 - 5 U 66/06 LG Hamburg, 15.02.2007 - 413 O 86/04 Berechnung des Handelsvertretersausgleichsanspruchs bei Tankstellenbetrieben
LG Hamburg, 07.06.2007 - 413 O 153/04 Berechnung des Handelsvertreterausgleichsanspruchs bzgl. eines …
OLG Hamburg, 12.02.2009 - 6 U 60/08 Handelsvertreterausgleichsanspruch eines Tankstellenbetreibers: Sch�tzung des …
OLG D�sseldorf, 11.04.2008 - 16 U 41/07 Voraussetzungen und H�he des Abfindungsanspruchs eines Tankstellenp�chters
LAG Hamm, 22.05.2006 - 16 Sa 1593/05 �berstundenverg�tung
LG Frankfurt/Main, 14.12.2005 - 15 O 22/04 LG Hamburg, 28.02.2008 - 413 O 95/07 Handelsvertreterausgleichsanspruch: Berechnung des Ausgleichsanspruchs eines …
KG, 15.05.2006 - 23 U 96/05 KG, 15.05.2006 - 23 U 95/05 Was ist dejure.org?