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Timestamp: 2020-02-17 09:33:51
Document Index: 282495470

Matched Legal Cases: ['§ 290', '§ 249', '§ 6', 'BGE', '§ 289', '§ 317']

Geschäftsbericht Issue 2008 - intranda GmbH
Geschäftsbericht Issue 2008
Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH
Geschäftsbericht / Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH
Berlin: [s.n.], 2009 - 2011
Nachgewiesen 2008(2009) - 2010(2011)
2531260-1
Airport Berlin Brandenburg International ; Fernverkehr ; Bericht ; Online-Publikation
urn:nbn:de:kobv:109-opus-159613
Economy, Transport, Infrastructure Traffic
V.i.S.d.P.: Redaktion: Telefon: Fax: E-Mail: Internet: Grundlayout: Gestaltung, Realisation: Fotos, Abbildungen:
Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH Pressestelle Flughafen Schönefeld 12521 Berlin Ralf Kunkel Eberhard Elie, Nicole Dapper, Anke May +49 30 6091-2055 +49 30 6091-1643 pressestelle@berlin-airport.de www.berlin-airport.de www.viaberlin.com Jung von Matt/Spree MERLIN Creativ-Management, Berlin Bildarchiv Berliner Flughäfen, Nicole Dapper, Jung von Matt/Spree, Dirk Laubner, Visualisierung: buenck+fehse gmbh/ Berliner Flughäfen Digitale Medien GmbH, Markus Mohn, Schmieding/Obst, Günter Steffen, Günter Wicker (Photur)
Passagiere 2008 Berlin gesamt Berlin-Schönefeld Berlin-Tegel Geschäftsführung Dr. Rainer Schwarz Manfred Körtgen Gesellschafter Bundesrepublik Deutschland Land Berlin Land Brandenburg Airlines Gesamt Davon Low-Cost-Airlines Flugziele Inland Europa Interkontinental Umsatz (in Mio. Euro) Aviation Non-Aviation Real Estate Bauleistungen Services Sonstiges Gesamt EBITDA Mitarbeiter Gesamt Berlin-Schönefeld Berlin-Tegel Auszubildende 21 403 327 6 638 162 14 486 610
26 % 37 % 37 %
19 127 25
167,3 46,0 30,0 1,4 2,7 4,9 252,3 79,7
1 449 862 587 74
Editorial Rückblick 2008 Hauptstadt-Airport BBI Flugziele Airlines Verkehrsstatistik Schließung Tempelhof Umwelt Personal Unternehmensstruktur Jahresabschluss 2008 3 4 8 13 14 16 19 20 22 24 28 30 32 Konzernbilanz Konzerngewinnund -verlustrechnung 33 34 35 42 Konzernkapitalflussrechnung Konzerneigenkapitalspiegel Konzernanhang Entwicklung des Konzernanlagevermögens 44 58 Konzernlagebericht Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
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Sehr geehrte Leserinnen, sehr geehrter Leser, 2008 war das bislang erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Berliner Flughäfen. Mit einem Rekordergebnis von über 21 Millionen Fluggästen übertrafen die Berliner Flughäfen das Vorjahresergebnis um beachtliche 1,4 Millionen Passagiere beziehungsweise 6,8 Prozent. Damit zählt der Luftverkehrsstandort Berlin zu den wachstumsstärksten Flughäfen in Deutschland. Im Ranking der 24 deutschen Verkehrsflughäfen hat Berlin seinen dritten Platz hinter Frankfurt und München weiter gefestigt. Im europäischen Vergleich nimmt Berlin Platz 15 ein. Die Berliner Flughäfen haben das abgelaufene Geschäftsjahr intensiv genutzt, um mit einem innovativen Streckenmarketing, der Erschließung neuer Geschäftsfelder im NonAviation-Bereich und einem strikten Kostenmanagement das Jahr 2008 erneut zu einem Erfolgsjahr zu machen. Auf dem Flugplan stehen inzwischen 171 Zielflughäfen in mehr als 50 Ländern. Sowohl der traditionelle Verkehr wie auch der Low-Cost-Verkehr haben durch stabile Auslastungen, Frequenzerhöhungen und die Aufnahme neuer Destinationen wesentlich zum Passagierwachstum beigetragen. Mit der Aufnahme der neuen Nonstop-Verbindung nach Peking haben die Berliner Flughäfen einen weiteren großen Erfolg bei der Etablierung ihres Langstreckennetzes erzielen können und damit einen wichtigen Schritt in Richtung BBI getan. Seit September 2008 fliegt die chinesische Fluggesellschaft Hainan Airlines mehrmals wöchentlich nonstop zwischen Berlin und Peking. Die erneut gestiegenen Verkehrsleistungen, ein nachhaltiges Kostenmanagement wie auch höhere Entgelte durch sukzessive Rabattminderungen haben sich positiv auf die Umsatzerlöse und damit auf die Ertragslage des Unternehmens ausgewirkt. Die gesamtwirtschaftliche Situation der Berliner Flughäfen hat sich weiter verbessert. So sind die Umsatzerlöse aus dem AviationBereich gegenüber 2007 von 156,0 auf 167,3 Millionen Euro gestiegen. Dieses Ergebnis entspricht einem Zuwachs von 7,2 Prozent. Bei den Umsatzerlösen aus dem NonAviation-Bereich war sogar ein Anstieg um 18,9 Prozent von 38,7 auf 46,0 Millionen Euro zu verzeichnen. Das EBITDA fiel mit 79,7 Millionen Euro um 18,4 Millionen Euro besser aus als 2007. 2008 haben die Berliner Flughäfen bereits zwei wichtige Meilensteine auf dem Weg zum BBI erreicht. Anfang Juli konnten die Rohbauarbeiten am 185 Meter langen ersten Teilabschnitt des unterirdischen Bahnhofs termingerecht beendet werden. Die Bauarbeiten für das Herzstück des BBI, das BBI-Terminal, haben Mitte Juli begonnen. Mit der Schließung des Flughafens Tempelhof zum 31. Oktober 2008 haben die Berliner Flughäfen einen großen Schritt zur Realisierung des wichtigsten Zukunftsprojektes der deutschen Hauptstadt-Region getan: der Konzentration des Luftverkehrs bis 2011 auf nur einem Standort, dem BBI. Die Bauarbeiten auf der BBI-Baustelle laufen auf Hochtouren. Zurzeit arbeiten rund 1 500 Bauarbeiter auf der Baustelle. Und jeden Tag werden es mehr. Schon heute ist der BBI der wichtigste Wachstumsmotor der Region. In Europa zählt der BBI zu den Top-Investitionsstandorten. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berliner Flughäfen für ihr großes Engagement und ihren erfolgreichen Einsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr. Ohne sie hätten wir die großen Erfolge nicht erreichen können. Dr. Rainer Schwarz Sprecher der Geschäftsführung
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Stärkstes Wachstum aller deutschen Airports in Berlin
Die Berliner Flughäfen haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 ein Rekordergebnis erzielt: Zum ersten Mal in der Geschichte der Berliner Flughäfen sind 21,4 Millionen Passagiere von und nach Berlin geflogen. Damit konnte das Ergebnis aus dem Jahr 2007, in dem die Schallmauer von 20 Millionen Passagieren erstsmals durchbrochen wurde, mit 1,4 Millionen Fluggästen übertroffen werden. Mit einem Verkehrswachstum von rund sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr liegen die Berliner Flughäfen deutschlandweit auf Platz eins. Berlin wächst somit deutlich schneller als der Durchschnitt aller deutschen 24 Verkehrsflughäfen. Deutschlandweit lag die Wachstumsrate 2008 bei lediglich 1,1 Prozent. Die Berliner Flughäfen haben 2008 einen weiteren großen Erfolg bei der Etablierung ihres Langstreckennetzes erzielen können. Seit September 2008 fliegt die chinesische Fluggesellschaft Hainan Airlines mehrmals wöchentlich nonstop zwischen Berlin und Peking. Auf dem Flugplan der Berliner Flughäfen stehen über 160 Ziele in mehr als 50 Ländern. Berlin wird von rund 80 Fluggesellschaften angeflogen. 2008 war das Jahr des Beginns der großen Bauarbeiten auf der BBI-Baustelle, dem wichtigsten Zukunftsprojekt der deutschen Hauptstadtregion. Die Rohbauarbeiten am 185 Meter langen Teilabschnitt des unterirdischen Bahnhofs konnten Anfang Juli 2008 termingerecht beendet werden. Mitte Juli 2008 war Baubeginn für das Herzstück des BBI, das BBITerminal, mit dem Haupt-Pier und den Piers Nord und Süd. Planmäßig verlaufen die großräumigen Erdarbeiten wie Rollbahnen, Vorfeldflächen und die neue 4 000 Meter lange südliche Start- und Landebahn. Auch die Bauarbeiten für die Verkehrsanbindung des BBI an das Autobahnnetz und die Bundesstraßen laufen auf Hochtouren. Im Bereich der Zufahrt von der A 113 zum BBI-Terminal konnte bereits ein erstes Brückenbauwerk dem Verkehr übergeben werden. Im Zuge der Konzentration des Luftverkehrs der Region BerlinBrandenburg auf nur einen Standort, den BBI, erfolgte am 31. Oktober 2008 die Schließung des Flughafens Tempelhof.
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Berlin gesamt Auf den drei Berliner Flughäfen flogen 2008 von und nach Berlin insgesamt 21 403 327 Fluggäste. Dieses Ergebnis entspricht einem Wachstum von 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil Berlins am deutschen Luftverkehrsmarkt ist weiter gestiegen und liegt bei mehr als 11 Prozent. 2008 war Tegel mit 8,5 Prozent Wachstum oder 14,5 Millionen Fluggästen erneut Wachstumstreiber der Verkehrsentwicklung in Berlin. Schönefeld verzeichnete 2008 ein Wachstum von 4,8 Prozent und fertigte insgesamt 6,6 Millionen Passagiere ab. Der Flughafen Tempelhof wurde zum 31. Oktober 2008 geschlossen. Von Januar bis Ende Oktober 2008 wurden dort insgesamt 278 555 Fluggäste registriert. Alle drei Verkehrsarten, der Linienverkehr, der Ferienflugverkehr wie auch der Low-Cost-Verkehr, der in Berlin rund die Hälfte des gesamten Passagieraufkommens ausmacht, haben durch Frequenzerhöhungen, höhere Auslastungszahlen und die Aufnahme neuer Destinationen wesentlich zu den hohen Wachstumsraten in 2008 beigetragen. Vor allem der hohe Anteil an BerlinBesuchern hat zu einem stabilen Plus bei den Passagierzahlen geführt. Die deutsche Hauptstadt besitzt nach wie vor eine hohe Attraktivität, und das nicht nur bei in- und ausländischen Touristen, sondern zunehmend auch bei Geschäftsleuten. Das hohe Wachstum generiert sich zunehmend auch aus den bereits bestehenden Interkontverbindungen nach New York, Doha, Bangkok, Ulan Bator, Punta Cana und Varadero wie auch durch die neue Langstreckenverbindung nach Peking. Die Gesamtzahl der Flugzeugbewegungen auf den drei Berliner Flughäfen belief sich 2008 auf insgesamt 267 443 Starts und Landungen. Das ist ein Anstieg um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2008 wurden auf den Berliner Flughäfen insgesamt 29 633 Tonnen Luftfracht umgeschlagen. Dieses Ergebnis entspricht einem Plus von 12,3 Prozent. Das Luftpostfrachtaufkommen nahm mit 9 558 Tonnen um 3,7 Prozent zu. Schönefeld Mit 6 638 162 abgefertigten Passagieren verzeichnete der Flughafen Schönefeld ein stabiles Wachstum von 4,8 Prozent. Die Flugzeugbewegungen sind 2008 um 3,6 Prozent auf 68 771 Starts und Landungen gestiegen. Das Luftfrachtaufkommen nahm mit 4 138 Tonnen um 6,3 Prozent zu. Bei der Luftpostfracht war eine geringfügige Steigerung um 0,7 Prozent auf 4 415 Tonnen zu verzeichnen. Tegel Der Flughafen Tegel bildete auch 2008 das Rückgrat im Berlin-Verkehr. Insgesamt sind 2008 in Tegel 14 486 610 Fluggäste registriert worden. Dieses Ergebnis entspricht einem Wachstum von 8,5 Prozent. Die Zahl der Starts und Landungen nahm 2008 mit 161 237 Bewegungen um 6,5 Prozent zu. Das Luftfrachtaufkommen stieg mit 28 427 Tonnen um 13,9 Prozent. Das Luftpostfrachtaufkommen belief sich auf 5 143 Tonnen und nahm damit um 6,5 Prozent zu. Tempelhof Der Flughafen Tempelhof wurde zum 31. Oktober 2008 geschlossen.
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Von Januar bis Oktober 2008 sind insgesamt 278 555 Fluggäste abgefertigt worden. Dieses Ergebnis entspricht einem Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 7,6 Prozent. Das Luftfrachtaufkommen belief sich im genannten Zeitraum auf 450 Tonnen. Dieses Ergebnis entspricht einem Rückgang von 0,3 Prozent.
Ausblick Verkehrsentwicklung Die gesamte Luftfahrtindustrie wird in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen angesichts der Auswirkungen der weltweiten Finanz-und Wirtschaftskrise stehen. Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Verkehrsflughäfen – ADV – prognostiziert angesichts des weltweiten wirtschaftlichen Abschwungs für das Jahr 2009 bei den Passagierzahlen
ein Minus von 3 Prozent in Deutschland. Nach fünf wachstumsstarken Jahren wird es 2009 wohl keine nennenswerten Steigerungen bei den Verkehrszahlen geben. Da sich der Berliner Luftverkehrsmarkt auch unter den Bedingungen der schwierigen Wirtschaftslage als relativ stabil erweist, ist davon auszugehen, dass die Berliner Flughäfen auch 2009 ein starkes Verkehrsergebnis erreichen werden.
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Der Airport Berlin Brandenburg International BBI ist das größte und wichtigste Zukunftsprojekt der Hauptstadtregion. Mit dem BBI wird sichergestellt, dass Berlin und Brandenburg im globalen Standort-Wettbewerb immer enger mit den internationalen Märkten vernetzt werden. Der Bau des BBI liegt im Zeitplan. Seit September 2006 sind für den Bau des BBI Aufträge in Höhe von 1,13 Milliarden Euro vergeben worden. Davon flossen
Der neue Hauptstadt-Airport
mehr als 70 Prozent in die heimische Wirtschaft. Der BBI entwickelt sich immer mehr zum wichtigsten Konjunkturmotor in der Region. Ab 1. November 2011 wird der gesamte Flugverkehr der Region BerlinBrandenburg auf dem BBI konzentriert. In einem ersten Schritt wurde der Flughafen Tempelhof am 31. Oktober 2008 geschlossen. Die Schließung des Flughafens Tegel erfolgt mit der Eröffnung des BBI.
BBI in Zahlen • Der Flughafen Schönefeld wird im Zuge des Ausbaus zum BBI um eine Fläche von 970 ha erweitert. Insgesamt wird der neue Airport 1 470 ha groß, das entspricht rund 2 000 Fußballfeldern. • Midfield Airport BBI: Das Terminalgebäude des BBI wird sich zwischen zwei parallel angelegten Start- und Landebahnen, die aufgrund des seitlichen Abstandes
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von 1 900 m unabhängig voneinander betrieben werden können, befinden. Terminal, GatePositionen und Parkplätze liegen ebenfalls kompakt zwischen den Runways. Ein Großteil des Bodenlärms bleibt dadurch innerhalb des Flughafenzauns. • Das Midfield-Terminal wird sechs Geschossebenen haben und in der Startversion zunächst rund 22 bis 25 Millionen Passagieren Platz bieten. • In Modulen kann der BBI schrittweise für bis zu 40 Millionen Passagiere erweitert werden. • Die Passagiere werden auf dem BBI alle Flugangebote von innerdeutschen über innereuropäische bis hin zu Interkontinentalflügen unter einem Dach im zentralen Terminal finden („One-RoofKonzept“). • Bis zu 6 500 Personen werden in einer typischen Spitzenstunde auf dem BBI starten oder landen. • Der BBI verfügt über einen sechsgleisigen Bahnhof mit drei Bahnsteigen direkt unter dem Terminal mit exzellenten Verbindungen ins Berliner Zentrum und ins Umland. Das Ziel der BBI-Planer: Jeder zweite Reisende kommt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum BBI. • Der BBI wird mit einer eigenen Abfahrt an den äußeren Autobahnring sowie die Stadtautobahn angeschlossen. Die A 113, die südliche Berliner Autobahn in Richtung Dresden, wurde dafür verlegt und auf sechs Spuren verbreitert. Im Mai 2008 erfolgte die Freigabe der A 113. Über die A 113 ist der BBI an die Berliner Stadtautobahn A 100, an den Berliner Autobahnring A 10 und an das Schönefelder Autobahnkreuz angebunden. • Die Bundesstraße 96a wird in Richtung Potsdam vierspurig ausgebaut. • Angrenzend an das Terminalgebäude liegen großzügige Parkplätze. • Die Baukosten für den Airport betragen 2,2 Milliarden Euro. Hinzu kommen die Kosten für Straßen- und Schienenanbindung sowie Drittinvestitionen, etwa für Parkhäuser, Hotels und Konferenzzentren. • Neben attraktiven Flugverbindungen wird auch ein breites NonAviation-Angebot zum BBI gehören. Zusätzlich zu Geschäften und Gastronomie im Flughafen direkt vor dem Terminal ist ein eigener Einkaufs- und Bürokomplex – die BBI Airport City – geplant. • Am Nord-Ost-Rand des Flughafens entsteht der größte Gewerbepark der Hauptstadt – der BBI Business Park Berlin mit 109 ha. • Mit dem BBI werden bis 2012 vor allem durch steigende Passagierzahlen, eine signifikante Verbesserung der Standortgüte und durch zusätzliche Kaufkrafteffekte rund 40 000 neue Arbeitsplätze in der Region entstehen. • Die Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Natur sind vielfältig: Sie reichen vom Landschafts- und Gewässerschutz über die Erkundung von Altlasten bis hin zum Abfallkonzept. Während der Bauarbeiten sorgt eine ökologische Baubegleitung für die Minimierung von Umweltbelastungen und Eingriffen in die Natur. Bei umfangreichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden beispielsweise für jeden gefällten Baum neue Bäume gepflanzt, für jede versiegelte Fläche ein Ausgleich geschaffen. • Parallel zum Bau des HauptstadtAirports BBI setzen die Berliner Flughäfen das Schallschutzprogramm für die Anwohner des BBI um. Jeder Eigentümer, dessen Wohngebäude/Grundstück sich innerhalb der Schutzgebiete des Flughafens BBI befindet, hat Anspruch auf die Durchführung/Erstattung von Schutzmaßnahmen. • Für Korruptionsprävention sorgt ein Integritätsvertrag mit der unabhängigen Organisation Transparency International Deutschland e.V.
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Bauarbeiten BBI
2008 sind die Bauarbeiten am BBI ein großes Stück vorangekommen. Alle wichtigen Bauvorhaben – Rohbau Bahnhof, Rohbau Terminal und Mainpier, Rollbahnen, südliche Startund Landebahn, Rollwege, Vorfeldflächen sowie Verkehrs- und Schienenanbindung – laufen auf Hochtouren. Die Arbeiten befinden sich im Zeitplan. 2008 sind Aufträge im Wert von 1,12 Milliarden Euro vergeben worden. Davon sind rund 70 Prozent in die regionale Wirtschaft geflossen. Die wichtigsten Schritte auf dem Weg zum BBI 2008 Erster Rohbauabschnitt des BBI-Bahnhof Anfang Juli 2008 ist der 185 Meter lange erste Rohbauabschnitt des unterirdischen BBI-Bahnhofs fristgerecht fertiggestellt worden. Der 405 Meter lange und ca. 60 Meter breite sechsgleisige Bahnhof, der sich teilweise direkt unter dem Flughafen-Terminal befindet, bildet zugleich das Fundament für das BBI-Terminal. Die Übergabe des Rohbaus an die DB ist für Ende Juli 2009 geplant. Anschließend übernimmt die DB den Ausbau des Bahnhofs. Westliche und östliche Schienenanbindung zum BBI-Bahnhof Die Arbeiten an der westlichen und östlichen Schienenanbindung verlaufen planmäßig. Der östliche Teil der Schienenanbindung ist 1,3 Kilometer lang und wird am 24. Juli 2009 fristgerecht an die DB übergeben. Die Fertigstellung des
westlichen Tunnels, der insgesamt 1,9 Kilometer lang ist, ist für den 30. Juni 2010 terminiert. Rohbau BBI-Terminal und Mainpier Die Rohbauarbeiten für das BBITerminal und das vorgelagerte Mainpier haben planmäßig im Juli 2008 begonnen. Die Fertigstellung des Terminal-Rohbaus ist für August 2009 geplant. Die Leistungen zur Erstellung der Gebäudehülle sowie für die Technische Gebäudeausrüstung sind bereits vergeben worden. Luftseitige Flächenbauwerke Die Bauarbeiten für die Luftseitigen Flächenbauwerke, südliche Startund Landebahn, Vorfeldflächen, Taxiways laufen auf Hochtouren und sind bereits weit vorangeschritten. Der Einbau der Tragschicht auf der 4 000 Meter langen Südbahn und des Parallel-Rollweges ist abge-
schlossen. Im Frühjahr 2009 soll mit den Betonierungsarbeiten begonnen werden. Die Arbeiten am Vorfeld haben im Oktober 2008 begonnen. Straßenanbindung Der Straßenbau wurde 2008 fortgesetzt. Die Ortsumgehung Selchow ist 2008 fertiggestellt worden. Die Arbeiten an der Terminalvorfahrt, am Verteilerknoten sowie die Anbindung des BBI an die B 96a und B 179 kommen gut voran. Ein erstes Brückenbauwerk am Verteilerknoten konnte bereits im Oktober 2008 dem Verkehr übergeben werden. Betonwerk Das für den Bau des BBI errichtete Betonwerk gilt als das modernste Betonwerk Europas. Es verfügt über eine eigene Schienenanbindung und steht in unmittelbarer Nähe der BBI-Baustelle. Bis zur Eröffnung
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des BBI werden dort 3,4 Millionen Tonnen Beton hergestellt. Zur Kapazitätssteigerung wurde das Betonwerk 2008 erweitert. Durch die Verlagerung der Rohstoffanlieferung von der Straße auf die Schiene werden Anwohner und die Umwelt entlastet. Die wichtigsten Auftragsvergaben 2008 März 2008: Bietergemeinschaft Drees / Sommer Berlin GmbH / Drees / Sommer Stuttgart GmbH erhält den Zuschlag für die Durchführung der Construct-ManagementLeistungen für den Terminalkomplex und alle weiteren BBI-Hochbauten. April 2008: Vanderlande Industries GmbH, Mönchengladbach erhält den Zuschlag für den Bau der Gepäckförderanlage.
Mai 2008: Bietergemeinschaft „Technik Flugbetriebsflächen“ der Firmen Siemens und Honeywell erhält den Zuschlag für die technische Ausrüstung der Flugbetriebsflächen. Mai 2008: E.ON edis erhält den Zuschlag für die Lieferung von Energie über einen Lieferzeitraum von 15 Jahren ab Inbetriebnahme des BBI 2011. Im Leistungsumfang ist die Lieferung von Energie wie Wärme, Kälte, Blockheizkraftwerk-Strom sowie Notstrom im Rahmen eines Energieliefercontractings enthalten. Juni 2008: Die Siemens AG Regionaldirektion Ost erhält den Zuschlag zur Errichtung eines neuen 110/20kV-Umspannwerkes.
Juni 2008: Die BAM Deutschland AG, Stuttgart erhält den Zuschlag für den Rohbau des BBI-Terminals. Juni 2008: Arbeitsgemeinschaft Max Bögl Bauunternehmungen GmbH & Co. AG/ALPINE Bau Deutschland AG, Niederlassung Berlin erhält den Zuschlag für den Rohbau der Piers Nord und Piers Süd. Oktober 2008: Die Arbeitsgemeinschaft Matthäi Bauunternehmen GmbH & Co. KG erhält den Zuschlag für die Ausführung Sekundärstraße. Dezember 2008: Die Arbeitsgemeinschaft Imtech Deutschland GmbH & Co. KG und Caversion GmbH erhält den Zuschlag für die Ausführung der Sanitär-, Heizungs-, Kälte-, Lüftungs- und Klimaanlagen für Fluggastterminal und Piers Nord und Süd.
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Alle Ziele ab Berlin
171 Destinationen in 52 Ländern
Schönefeld 93 Destinationen - 32 Länder
Inland: DUS Weeze, Frankfurt Hahn, Köln Bonn, München, Stuttgart, Zweibrücken Europa: Adana, Ankara, Antalya, Athen, Balaton, Barcelona, Basel, Belfast, Bergen, Bodrum, Bourgas, Bristol, Brüssel, Budapest, Bukarest BBU, Chania, Corfu, Cork, Dalaman, Dublin, Dubrovnik, Edinburgh, Fuerteventura, Genf, Glasgow, Heraklion, Ibiza, Istanbul IST, Istanbul SAW, Izmir, Kopenhagen, Kos, Lanzarote, Larnaca, Las Palmas, Lissabon, Liverpool, London LGW, London LTN, London STN, Lyon, Madrid, Mailand MXP, Malaga, Minsk MSQ, Moskau SVO, Moskau VKO, Neapel, Nizza, Nottingham EMA, Olbia, Oslo OSL, Oslo RYG, Palma Mallorca, Paphos, Paris ORY, Pisa, Pula, Reykjavik, Rhodos, Riga, Rom CIA, Shannon, Skopje, Sofia, Split, Stavanger, Stockholm ARN, Stockholm NYO, St. Petersburg, Tallinn, Teneriffa TFS, Thessaloniki, Varna, Venedig, Zagreb Asien: Aleppo, Beirut, Damaskus, Tel Aviv Afrika: Algier, Djerba, Hurghada, Kairo, Mombasa, Monastir, Tunis Bydgoszcz, Catania, Corfu, Debrecen, Dublin, Faro, Florenz, Fuerteventura, Funchal, Gaziantep, Goeteborg, Graz, Helsinki, Heraklion, Ibiza, Innsbruck, Istanbul IST, Istanbul SAW, Izmir, Jerez, Kaliningrad, Kayseri, Kiew KBP, Klagenfurt, Kopenhagen, Kos, Krakow, La Palma, Lamezia Terme, Lanzarote, Larnaca, Las Palmas, Lodz, London LCY, London LHR, London STN, Luxembourg, Madrid, Mahon, Mailand BGY, Mailand LIN, Mailand MXP, Malaga, Malta, Moskau DME, Moskau SVO, Neapel, Oslo, Palermo, Palma Mallorca, Paris CDG, Paris ORY, Patras, Piestany, Prag, Pristina, Rhodos, Riga, Rimini, Rom FCO, Salzburg, Samos, Samsun Carsamba, Santorini Thira, Simferopol, Sofia, Stockholm, St. Petersburg, Teneriffa TFS, Thessaloniki, Varna, Vaxjo, Venedig, Vilnius, Warschau, Wien, Zürich Asien: Bangkok, Beijing PEK, Doha, Ovda, Sulaymaniyah, Tel Aviv, Ulan Bator Afrika: Agadir, Djerba, Hurghada, Kairo, Luxor, Marsa Alam, Monastir, Sharm El Sheik Amerika: New York EWR, New York JFK, Punta Cana, Varadero
Low-Cost-Ziele
88 Destinationen in 27 Ländern
Schönefeld 62 Destinationen - 23 Länder
Inland: DUS Weeze, Frankfurt Hahn, Köln Bonn, München, Stuttgart, Zweibrücken Europa: Athen, Balaton, Barcelona, Basel, Belfast, Bergen, Bourgas, Bristol, Brüssel, Budapest, Bukarest BBU, Cork, Dublin, Edinburgh, Genf, Glasgow, Hurghada, Heraklion, Ibiza, Istanbul SAW, Izmir, Kopenhagen, Lissabon, Liverpool, London LGW, London LTN, London STN, Lyon, Madrid, Mailand BGY, Mailand MXP, Malaga, Moskau VKO, Neapel, Nizza, Nottingham EMA, Olbia, Oslo, Oslo RYG, Palma Mallorca, Paris ORY, Pisa, Reykjavik, Riga, Rom CIA, Shannon, Split, Stavanger, Stockholm ARN, Stockholm NYO, St. Petersburg, Tallinn, Thessaloniki, Varna, Venedig, Zagreb
Tegel 42 Destinationen - 15 Länder
Inland: Bremen, Dortmund, Düsseldorf Frankfurt, Friedrichshafen, Karlsruhe BAD, Köln Bonn, Memmingen, München, Münster Osnabrück, Nürnberg, Saarbrücken, Stuttgart, Sylt Westerland Europa: Alicante, Amsterdam, Barcelona Bastia, Bukarest BBU, Goeteborg Graz, Helsinki, Heraklion, Innsbruck, Klagenfurt, Kopenhagen, London STN, Mailand BGY, Mailand MXP, Malaga, Moskau DME, Palermo, Palma Mallorca, Paris ORY, Pristina, Rom FCO, Salzburg, Stockholm, St. Petersburg, Venedig, Wien, Zürich
Tegel 127 Destinationen - 43 Länder
Inland: Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Friedrichshafen, Hamburg, Karlsruhe BAD, Köln Bonn, Mannheim, Memmingen, München, Münster Osnabrück, Nürnberg, Saarbrücken, Stuttgart, Sylt Westerland Europa: Adana, Alicante, Amsterdam, Ankara, Antalya, Athen, Barcelona, Bastia, Belgrad, Billund, Bodrum, Bourgas, Brüssel, Budapest, Bukarest BBU,
Tempelhof 6 Destinationen - 5 Länder
Inland: Friedrichshafen, Mannheim Europa: Brüssel, Bydgoszcz, Graz, Vaxjo
Tempelhof 2 Destinationen - 2 Länder
Inland: Friedrichshafen Europa: Graz
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Berliner Flughäfen: 82 Airlines
37 in Schönefeld, 57 in Tegel, 5 in Tempelhof
Airline Aer Lingus Aeroflot-Russian International African Safari Airways Air Algerie Air Baltic Air Berlin Air Europa Air France Air Malta Air One, SpA Air Via Alitalia Linee Aeree Italian ARKIA Israeli Airlines Ltd. Atlasjet Airlines Austrian Airlines Belavia Blue Air Blue Wings AG Blue1 British Airways Brussels Airlines Bulgaria Air Bulgarian Air Charter Cimber Air A/S Cirrus Airlines Clickair Condor Flugdienst GmbH Continental Airlines Croatia Airlines Czech Airlines J.S.C. Delta Air Lines, Inc. Deutsche Lufthansa AG Code Land EI SU QSC AH BT AB AEA AF KM AP VIM AZ IZ KK OS B2 JOR BWG KF BA SN FB BUC CIM C9 XG DE CO OU OK DL LH Irland Russland Schweiz Algerien Lettland Deutschland Spanien Frankreich Malta Italien Bulgarien Italien Israel Türkei Österreich Weißrussland Rumänien Türkei Finnland Großbritannien Belgien Bulgarien Bulgarien Dänemark Deutschland Spanien Deutschland USA Kroatien Tschechien USA Deutschland Flughafen SXF SXF SXF SXF TXL TXL SXF TXL TXL TXL SXF, TXL TXL SXF TXL TXL SXF SXF, TXL SXF, TXL TXL TXL TXL,THF TXL SXF, TXL TXL TXL, THF TXL SXF TXL SXF TXL TXL TXL Airline Dubrovnik Airlines easyJet Airline Egypt Air EL ALIsrael Airlines Ltd. Eurocypria Airlines Ltd. Eurowings AG Finnair Oy Flysmaland Freebird Airlines Germania Fluggesellschaft mbH Germanwings GmbH Hainan Airlines Hamburg International Hapag Lloyd Fluggesellschaft Iberia-Lineas Aereas de Espana Iceland Express Icelandair Inter Express Airlines InterSky Luftfahrt GmbH Israir JAT Airways Jet Air, Sp. JSC Transaero Airlines Kaliningradavia Karthago Airlines KLM Royal Dutch Airlines LGW-Luftfahrtgesellschaft Walt Code Land DBK EZY MS LY ECA EW AY 2Q FHY ST 4U HU HHI HF IB FHE FI INX 3L ISR JU O2 UN KD KAJ KL HE Flughafen Kroatien SXF Großbritannien SXF SXF Ägypten Israel Zypern Deutschland Finnland Schweden Zypern Deutschland Deutschland China Deutschland Deutschland Italien Island Island Türkei Österreich Israel Serbien/ Montenegro Russland Russland Tunesien Niederlande Deutschland SXF SXF TXL TXL TXL, THF TXL SXF, TXL SXF TXL SXF, TXL TXL TXL SXF SXF SXF, TXL TXL, THF SXF TXL TXL, THF TXL TXL SXF TXL TXL
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14 Low-Cost-Airlines
7 in Schönefeld, 8 in Tegel
Airline LOT Polish Airlines LTU International Airways Luxair Macedonian Airlines Malev - Hungarian Airlines Meridiana Spa MIAT - Mongolian Airlines Norwegian Air Shuttle Nouvel Air Tunisie Olympic Airlines S.A. Pegasus Hava Tasimaciligi A.S. Qatar Airways Ryanair Scandinavian Airlines System Sky Airlines STC „Russia“ (Rossiya) Sterling Airlines Sun Express Swiss International Air Lines Syrian Arab Airlines Transavia Airlines TUIfly Tunis Air Turkish Airlines Inc. Ukraine International Airlines Code Land LO LT LG IN MA IG OM DY BJ OA PGT QR FR SK SHY FV NB XQ LX RB HV X3 TU TK PS Polen Deutschland Luxemburg Mazedonien Ungarn Italien Mongolei Norwegen Tunesien Griechenland Flughafen TXL TXL TXL SXF TXL TXL TXL SXF SXF, TXL TXL Airline Aer Lingus Air Berlin Blue Air Clickair easyJet Airline Germania Fluggesellschaft mbH Germanwings Iceland Express InterSky Luftfahrt GmbH Norwegian Air Shuttle Ryanair Sterling European Airlines Transavia Airlines TUIfly.com Code Land EI AB I9 XG EZY ST 4U FHE 3L DY FR NB HV X3 Irland Deutschland Italien Spanien Großbritannien Deutschland Deutschland Island Flughafen SXF TXL SXF, TXL TXL SXF TXL SXF SXF
Österreich TXL Norwegen SXF Großbritannien SXF Dänemark Niederlande Deutschland TXL TXL TXL
Türkei SXF Katar Vor.Asien TXL Großbritannien SXF Schweden Türkei Russland Dänemark Türkei Schweiz Syrien Niederlande Deutschland Tunesien Türkei Ukraine TXL SXF, TXL SXF TXL SXF, TXL TXL SXF TXL TXL SXF, TXL SXF, TXL TXL
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Verkehrsstatistik Berlin
2008 A. FLUGGÄSTE GESAMT I. Lokalverkehr 1. Linienverkehr a) Inland b) Ausland 2. Gelegenheitsverkehr a) Pauschalflugverkehr b) Tramp- u. Anforderungsverkehr c) Sonstiger Verkehr II. Transit B. FLUGZEUGBEWEGUNGEN GESAMT I. Gewerblicher Verkehr 1. Linienverkehr a) Passagierverkehr b) Frachtverkehr 2. Gelegenheitsverkehr a) Pauschalflugverkehr b) Tramp- u. Anforderungsverkehr c) Frachtverkehr d) Sonstiger Verkehr II. Nichtgewerblicher Verkehr C. LUFTFRACHT (kg) GESAMT I. Lokalverkehr a) Ausladung b) Zuladung 1. Linienverkehr a) Frachter 2. Gelegenheitsverkehr a) Frachter II. Transit III. Trucking D. I. 1. II. LUFTPOST (kg) GESAMT Lokalverkehr Nachtpostverkehr Transit
21 403 327 21 370 434 21 476 112 8 233 165 12 242 947 894 322 819 025 29 259 46 038 32 893 267 443 235 780 209 476 207 096 2 380 26 304 6 035 5 983 508 13 778 31 663 33 276 277 21 627 578 11 385 496 10 242 082 18 612 268 3 396 316 3 015 310 2 969 539 741 346 10 907 353 9 557 940 9 552 013 9 443 537 5 927
6,8 6,8 6,3 4,5 7,5 19,9 17,7 26,7 69,5 8,2 5,7 3,6 3,5 3,1 54,6 4,4 14,5 -0,4 -62,3 9,6 24,5 12,3 12,4 16,7 8,0 30,7 237,2 -39,7 -40,1 -45,5 20,7 3,7 3,7 3,9 -5,3
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Verkehrsstatistik Schönefeld
6 638 162 6 624 007 6 299 438 1 193 441 5 105 997 324 569 307 456 15 507 1 606 14 155 68 771 60 185 53 342 52 631 711 6 843 2 152 1 066 486 3 139 8 586 4 399 150 4 205 588 1 886 906 2 318 682 1 586 395 873 496 2 619 193 2 600 466 55 813 137 749 4 415 256 4 415 041 4 407 800 215
4,8 4,9 5,3 1,9 6,1 -2,0 -4,2 65,2 135,8 -20,7 3,6 3,4 4,1 3,8 37,0 -1,6 -7,3 65,5 -17,9 -7,6 4,8 6,3 8,7 2,6 14,2 63,9 726,7 -9,7 -9,8 -60,1 7,4 0,7 0,7 0,6 0
Spitzentage 03.08.2008 23 749 Passagiere 19.06.2008 208 Flugzeugbewegungen Spitzenstunden 15.07.2008 21 bis 22 Uhr 2 665 Passagiere 08.02.2008 14 bis 15 Uhr 28 Flugzeugbewegungen
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Verkehrsstatistik Tegel
14 486 610 14 467 921 13 955 821 6 974 162 6 981 659 512 100 506 638 4 024 1 438 18 689 161 237 154 896 149 456 148 121 1 335 5 440 3 799 735 20 886 6 341 28 426 775 16 971 638 9 262 468 7 709 170 16 575 521 2 080 046 396 117 369 073 685 533 10 769 604 5 142 684 5 136 972 5 035 737 5 712
8,5 8,4 7,6 6,0 9,2 37,2 37,3 44,4 7,3 48,9 6,5 6,5 6,2 5,7 115,3 17,1 33,3 195,2 -97,3 11,2 6,2 13,9 14,4 21,6 6,9 30,1 448,3 -81,0 -82,1 -43,9 20,9 6,5 6,5 7,1 -8,7
Spitzentage 26.09.2008 59 418 Passagiere 29.05.2008 544 Flugzeugbewegungen Spitzenstunden 25.09.2008 20 bis 21 Uhr 5 192 Passagiere 04.04.2008 9 bis 10 Uhr 46 Flugzeugbewegungen
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Schließung Tempelhof
Am 30. Oktober 2008 endete nach mehr als 80 Jahren der Flugbetrieb auf dem Airport Tempelhof. Die letzte reguläre Linienmaschine, eine Dornier 328 der Cirrus Airlines, startete um 21.50 Uhr in Richtung Mannheim. Als letzte Flugzeuge verließen die Junkers Ju-52 der Deutschen Lufthansa Berlin-Stiftung und der „Rosinenbomber“ DC 3 des Air Service Berlin kurz vor Mitternacht den Flughafen. Mit den letzten Flügen geht eine bedeutende Ära der deutschen Luftfahrtgeschichte zu Ende. Gleichzeitig machen die Berliner Flughäfen mit der Schließung des Airports einen großen Schritt bei der Realisierung des wichtigsten Zukunftsprojektes der deutschen Hauptstadtregion – der Konzentration des Luftverkehrs bis 2011 auf dem neuen Hauptstadt-Airport Berlin Brandenburg International BBI. Aus drei mach eins 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ist Berlin zurück auf der Landkarte: Als moderne Metropole lockt die Stadt mit ihrem Angebot an Kunst, Kultur und Geschichte nicht nur Touristen und Kreative, sondern auch Geschäftsleute und Prominente an. Nach Straße und Schiene muss auch der Luftverkehr den Anforderungen der deutschen Hauptstadt angepasst werden. Ziel der Luftverkehrspolitik der Länder Berlin und Brandenburg ist es, den gesamten Luftverkehr der Region auf einem Standort zu konzentrieren. Mit der Inbetriebnahme des neuen Hauptstadt-Airports BBI am 30. Oktober 2011 in Schönefeld wird die historisch entstandene Zersplitterung des hauptstädtischen Luftverkehrs beendet. Ein erster Schritt war die Schließung des Flughafens Tempelhof. Tegel, der zweite innerstädtische Flughafen, wird nach der Eröffnung des BBI geschlossen. Der größte Flughafenbau in Europa ist eine gewaltige Aufgabe. Eine, die sich lohnt. Denn: Mit dem BBI werden der deutschen Hauptstadtregion die Kapazitäten geboten, die sie für die Zukunft braucht.
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BBI: der grüne Flughafen
Fluglärmbericht Insgesamt haben an allen drei Flughäfen die Flugbewegungen um 5,7 Prozent auf 267 443 zugenommen. Von den Starts und Landungen entfallen 161 237 (60 Prozent) auf Tegel, 68 771 (26 Prozent) auf Schönefeld und 37 435 (14 Prozent) auf Tempelhof. Schönefeld (SXF) Der nach Fluglärmgesetz berechnete und über alle Messstellen gemittelte Jahreswert des Tages-Leq stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2 dB(A). Im Jahr 2008 ergab sich eine Steigerung der Flugbewegungen am Flughafen Schönefeld um 3,6 Prozent. Der überdurchschnittliche Pegelanstieg begründet sich in den lärmintensiven Flugvorführungen während der ILA 2008. Ohne Berücksichtigung der ILAFlüge ergibt sich im Mittel über alle Messstellen ein Rückgang des Jahres-Leq von 0,3 dB(A). Da diese Flüge ausschließlich zur Tagzeit abgewickelt wurden, betrug die Steigerung des Jahres-Leq für die Nachtzeit nur 0,3 dB(A). Der Trend bei der Steigerung der Auslastung der Luftfahrzeuge setzte sich fort. So stieg die Anzahl der Fluggäste im Linienverkehr um 4,8 Prozent. Die durchschnittliche Anzahl der Fluggäste pro Luftfahrzeug stieg somit von 95 im Jahr 2007 auf 97 im Jahr 2008 an und liegt damit weiterhin um 7 oberhalb des Durchschnitts am Flughafen Tegel. Tegel (TXL) Der mittlere äquivalente Dauerschallpegel an den Messstellen in der Umgebung des Flughafens Tegel ist im Vergleich zum Vorjahr tagsüber trotz einer Steigerung der Verkehrszahlen um 6,5 Prozent im Mittel gleich geblieben. Die Zahl der Fluggäste stieg im gleichen Zeitraum um 8,5 Prozent. Die durchschnittliche Anzahl der Fluggäste pro Luftfahrzeug stieg von 88 (2007) auf 90 (2008). Besondere Aufmerksamkeit verdient beim Flughafen Tegel der nächtliche Fluglärm (22 bis 6 Uhr). Trotz zunehmender nächtlicher Flugbewegungen um 5,6 Prozent blieben die mittleren Dauerschallpegel in etwa gleich [+0,3 dB(A)]. Vergleich der Flughäfen In der unteren Abbildung sind für die Flughäfen die über alle Messstellen gemittelten Jahres-Leq (6 bis 22 Uhr) der Jahre 2007 und 2008 sowie die Anzahl der Flugbewegungen und Passagierzahlen (Pax) für das Jahr 2008 dargestellt. Schallschutzprogramm für den Hauptstadt-Airport BBI Parallel zum Bau des HauptstadtAirports BBI setzen die Berliner Flughäfen in den nächsten Jahren ein umfangreiches Schallschutzprogramm für die Anwohner des Flughafens BBI um. Zur Umsetzung des Programms stellt die Flughafengesellschaft rund 100 Millionen Euro zur Verfügung. Um alle betroffenen Anwohner ausführlich über das Schallschutzprogramm zu informieren, hat die Flughafengesellschaft eine kostenlose Informationsbroschüre zum Schallschutzprogramm an alle Haushalte in den Anrainergemeinden verteilt. Jeder Eigentümer, dessen Wohngebäude oder Grundstück sich innerhalb der Schutzgebiete des BBI befindet, hat dem Grunde nach Anspruch auf Durchführung oder Erstattung von Schutzmaßnahmen. Diese Maßnahmen werden sowohl an besonders schutzwürdigen Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Altenheimen und Krankenhäusern sowie an Wohngebäuden ausgeführt. Zu den Schallschutzmaßnahmen zählen unter anderem Schallschutzfenster,
SXF 2007 2008 Flugzeugbewegungen in Tsd. Passagiere in Mio. Jahres-Leq, Tag [dB(A)] Jahres-Leq, Nacht [dB(A)]
66,4 6,3 56,6* 52,9* 68,8 6,6 58,6 53,2
TXL 2007 2008
151,4 13,4 62,5 52,8 161,2 14,5 62,5 59,1
THF 2007 2008
35,3 0,4 55,3 34,8 37,4 0,3 54,8 40,4
*Werte für 2007 ohne die Messstellen 1 und 7 neu berechnet Die Tabelle zeigt die für die Flughäfen über alle Messstellen gemittelten Jahres-Leq (6 bis 22 Uhr) der Jahre 2007 und 2008 sowie die Anzahl der Flugbewegungen und Passagierzahlen (Pax) für das Jahr 2008.
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schallgedämpfte Lüfter und Rollladendämmungen. In Einzelfällen können auch Maßnahmen an Dächern oder Fassaden erforderlich sein. In den vom Fluglärm am meisten betroffenen Ortschaften Selchow und Bohnsdorf ist 2008 mit der Bestandsaufnahme der Gebäude begonnen worden. Weitere Gemeinden wie Schulzendorf, Eichwalde, Schönefeld, Waltersdorf, Blankenfelde, Mahlow und andere Gemeinden folgen. Insgesamt müssen rund 25 000 Wohneinheiten erfasst werden. Bereits 2008 wurden in zwei Schulen in Mahlow und Blankenfelde zwei Muster-Klassenräume mit Schallschutzfenstern mit integrierter Belüftungsanlage ausgerüstet. Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen Der Bau des BBI wird durch eine Vielzahl von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen begleitet. Für jeden gefällten Baum werden im Durchschnitt drei neue Bäume gepflanzt, für jeden Biotop werden Ausgleichsflächen geschaffen. Die Ausgleichsund Ersatzmaßnahmen sind im Planfeststellungsverfahren gemeinsam mit den Anrainergemeinden, den zuständigen Landkreisen DahmeSpreewald und Teltow-Fläming, dem Ministerium für Umweltschutz des Landes Brandenburg sowie mit den Umweltverbänden abgestimmt worden. Alle Maßnahmen sind im Planfeststellungsbeschluss enthalten und werden durch die Flughafengesellschaft umgesetzt. Die größte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme ist die ökologische Aufwertung der Zülowniederung,
südlich von Berlin gelegen. Zwischen Rangsdorf, Mittenwalde und Zossen werden in einer mehr als 2 500 Hektar großen Niederungslandschaft durch eine Vielzahl miteinander verzahnter Maßnahmen die Lebensbedingungen für Flora und Fauna spürbar verbessert. Dazu kooperieren die Berliner Flughäfen gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverein Mittelbrandenburg sowie mit den Kommunen und Landnutzern. Die Maßnahmen erstrecken sich über einen Zeitraum von 25 Jahren, der Beginn der Umsetzung der Maßnahmen ist für das Jahr 2009 geplant. Darüber hinaus ist die Flughafengesellschaft auf weiteren 500 Hektar rund um den Flughafen Schönefeld mit der Umsetzung von verschiedenen Ersatzmaßnahmen tätig. Ein Schwerpunkt ist dabei die Aufwertung des offenen Landschaftsraums zwischen Großziethen über
Waßmannsdorf bis hin nach Schönefeld. Hier werden mehrere tausend Bäume und Hecken, sowohl an Radwegen als auch auf freien Ackerflächen, zur Wiederherstellung der ursprünglichen Landschaft sowie zur Aufwertung der Landschaft als Erholungsraum angepflanzt. Ein weiterer Schwerpunkt besteht in der Schaffung von Landschaftsparks beziehungsweise der Wiederherstellung von zum Teil verwilderten Parks wie zum Beispiel dem ehemaligen Gutspark in Großziethen. Die Parkanlagen stellen dabei Zielpunkte in dem Erholungsraum und für das Landschaftserleben dar.
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Beschäftigte bei den Berliner Flughäfen
Bei den Berliner Flughäfen arbeiteten per 31.12.2008 1 487 Beschäftigte, 862 davon in Schönefeld, 587 in Tegel und 38 bei der Tochtergesellschaft Facility Management Tempelhof GmbH. Hinzu kommen 94 Beschäftigte, die sich in passiver Altersteilzeit befinden sowie 74 Auszubildende bzw. BA-Studenten. Arbeitsplatzentwicklung Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verläuft seit Jahren konstant. Mit dem Baubeginn des BBI stehen die Berliner Flughäfen im Mittelpunkt des BerlinBrandenburger Geschehens, was sich durch die jährliche Flut an Bewerbungen niederschlägt. So konnten über 2 000 Bewerbungen Beschäftigtenzahlen in Köpfen (jeweils am 31.12. d. J.)
2000 SXF TXL THF Gesamt FMT Gesamt
609 617 341 1 567 0 1 567
623 613 328 1 564 0 1 564
622 614 313 1 549 0 1 549
624 617 291 1 532 0 1 532
680 559 258 1 497 0 1 497
720 539 242 1 501 0 1 501
750 537 223 1 510 0 1 510
794 527 173 1 494 0 1 494
862 587 0 1 449 38 1 487
(= aktive Mitarbeiter, Mitarbeiter in aktiver Altersteilzeit, Ex-Auszubildende, geringfügig Beschäftigte, Studenten, Aushilfen)
verzeichnet werden. In den letzten drei Jahren wurden knapp 100 motivierte Mitarbeiter eingestellt, die sich vorrangig mit den Aufgaben der Planung und des Baus des BBI, des Non Aviation Managements, Real Estate Managements sowie der Finanzierung beschäftigen.
Die Mitarbeiterproduktivität der Berliner Flughäfen steigt seit Jahren kontinuierlich an, so auch in 2008 mit 66,38 Mitarbeitern in Personenjahre je eine Million Passagiere (in 2007: 72,54).
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Aktivitäten des Personalbereichs Mit der Schließung Tempelhofs wurde der erste Schritt auf dem Weg zur Zusammenführung der drei Berliner Flughäfen auf den HauptstadtAirport BBI geschafft. Die schon vor Jahren begonnene Konzeptionsphase zur Schließung Tempelhofs und das damit verbundene strategische Vordenken haben sich bewährt: Für jeden Mitarbeiter konnten gemeinsam erarbeitete Lösungen realisiert werden. Dazu wurden im letzten Jahr umfassende Betriebsvereinba-
rungen abgeschlossen, die Alternativen bei Arbeitsplatzwegfall aufzeigen. Der Fokus 2009 liegt darauf, mit den Bereichen den Bedarf beim BBI festzulegen und Möglichkeiten zu erarbeiten, den Mitarbeiter von heute auf einem optimalen Arbeitsplatz beim BBI einzusetzen. Insbesondere neue Technologien und modernisierte Abläufe erfordern es, geeignete Entwicklungswege aufzuzeigen, um kompetent beim BBI aufgestellt zu sein. So standen auch 2008 die gezielte Qualifikation und
der Ausbau von Wissen und Kompetenz der Mitarbeiter im Mittelpunkt der Personalentwicklung. Die aufgrund des Luftsicherheitsgesetzes vorgeschriebene Luftsicherheitsschulung ist Anfang 2008 durch ein E-Learning-Programm gestartet. Damit waren die Berliner Flughäfen der erste deutsche Flughafen mit einem zertifizierten Programm zur Luftsicherheit. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements wurden erstmalig Gesundheitstage angeboten.
Ausbildung Mit 74 Auszubildenden zum 31.12.2008 gehören die Berliner Flughäfen zu den größten Ausbildern in der Region Berlin-Brandenburg. Im August 2008 begannen 21 Jugendliche in 8 verschiedenen Richtungen ihre Ausbildung. Die Qualität bestätigt sich seit Jahren mit den guten Abschlüssen der Absolventen.
So beendeten 26 junge Menschen ihre Ausbildung. Davon gehörten auch dieses Jahr wieder 3 Auszubildende zu den Besten ihrer Ausbildung vor der jeweiligen Kammer bzw. Innung. Seit 2005 nehmen die Berliner Flughäfen an der Durchführung des bundesweiten Girls Days teil und haben sich im Jahr 2008 am Zukunftstag des Landes
Brandenburg beteiligt, bei dem sich 20 Schülerinnen und Schüler über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten bei den Berliner Flughäfen informieren können. Außerdem präsentierten sich die Berliner Flughäfen regelmäßig auf zahlreichen Ausbildungsmessen in Berlin und Brandenburg.
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Geschäftsführung der Berliner Flughäfen
Manfred Körtgen Geschäftsführer Technik/BBI Dr. Rainer Schwarz Sprecher der Geschäftsführung und kaufmännischer Geschäftsführer (Von links nach rechts)
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Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH im Jahr 2008
Anteilseigner Vertreter des Landes Brandenburg Herr Ministerpräsident Matthias Platzeck
Vertreter des Landes Berlin Herr Klaus Wowereit
Regierender Bürgermeister von Berlin Vorsitzender des Aufsichtsrates
Vertreter der Bundesrepublik Deutschland Herr Staatssekretär Dr. Engelbert Lütke Daldrup
Herr Senator Harald Wolf
Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Berlin ab 23.09.2008
Herr Minister Ulrich Junghanns
Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg, Potsdam
Herr Ministerialdirektor Henry B. Cordes
Herr Staatssekretär Klaus Teichert
Senatsverwaltung für Finanzen, Berlin ab 23.09.2008
Herr Minister Rainer Speer
Ministerium der Finanzen des Landes Brandenburg, Potsdam
Herr Günther Troppmann Herr Michael Zehden
A–Z Hotelmanagement und Beratungs GmbH & Co. KG, Berlin Deutsche Kreditbank AG, Berlin
Herr Volkmar Strauch
Staatssekretär a.D., Berlin bis 25.08.2008
Herr Klaus Böger
Senator a.D., Berlin bis 25.08.2008
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Arbeitnehmervertreter Herr Werner Ruhnke
ver.di Bezirksverwaltung Brandenburg, Potsdam Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates bis 25.08.2008
FBS-Geschäftsführung Herr RA Gottfried Egger
Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH Flughafen Schönefeld, Berlin bis 25.08.2008
Herr Dr. Rainer Schwarz
Sprecher der GF
Herr Dipl.-Ing. Manfred Körtgen
GF Technik/BBI ab 01.09.2008
Frau Ines-Beate Korehnke
Herr Holger Rößler
ver.di e.V., Berlin
Herr Dr. jur. Manfred Bobke-von Camen
GF Personal bis 31.12.2008
Frau Franziska Hammermeister
Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH Flughafen Tegel, Berlin
Herr Rudolf Wehn
Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH Flughafen Tegel, Berlin bis 25.08.2008
Herr Dipl.-Ing. MBA Thomas Weyer
GF Technik bis 31.08.2008
Frau Claudia Heinrich
Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH Flughafen Schönefeld, Berlin ab 23.09.2008
Herr Hans-Joachim Büchner
Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH Flughafen Schönefeld, Berlin bis 22.01.2009
Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH Flughafen Tegel, Berlin ab 23.09.2008
Frau Helga Schönweitz
GlobeGround Berlin GmbH, Berlin bis 25.08.2008
Herr Lutz Rehfeldt Herr Jens Gröger
ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg Fachbereich Verkehr, Berlin bis 25.08.2008 GlobeGround Berlin GmbH Flughafen Schönefeld, Berlin bis 25.08.2008
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Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH im Jahr 2008
Anteilseignervertreter Herr Michael Zehden
A-Z Hotelmanagement und Beratungs GmbH & Co. KG, Berlin Vertreter des Landes Berlin Vorsitzender
Arbeitnehmervertreter Frau Franziska Hammermeister
Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH Flughafen Tegel, Berlin ab 18.08.2008
BFG-Geschäftsführung Herr Dr. Rainer Schwarz
GF Technik/BBI ab 23.09.2008
Herr Ministerialdirigent Hartmut Spickermann
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Bonn Vertreter des Bundes
Herr Rudolf Wehn Herr Ministerialrat Dr. Carsten Enneper
Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg, Potsdam Vertreter des Landes Brandenburg Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH Flughafen Tegel, Berlin bis 18.08.2008
Herr Bernd-Rainer Goertz
Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH Flughafen Tegel, Berlin bis 18.08.2008
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Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH, Schönefeld Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008
AKTIVA A. ANLAGEVERMÖGEN I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Software und Rechte 2. Geleistete Anzahlungen II. Sachanlagen 1. Grundstücke und Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2. Technische Anlagen und Maschinen 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau III. Finanzanlagen 1. Beteiligungen 2. Sonstige Ausleihungen B. I. 1. 2. II. 1. 2. 3. III. UMLAUFVERMÖGEN Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe Noch nicht abgerechnete Leistungen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegen assoziierte Unternehmen Sonstige Vermögensgegenstände Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
31.12.2007 TEUR
2.251.477,02 441.294,35 2.692.771,37
2.310 254 2.564
469.308.376,23 56.356.003,22 17.967.149,85 533.910.129,46 51.200,00 5.503,00 56.703,00 1.080.291.133,13 1.077.541.658,76
457.819 34.546 18.814 300.735 0 6 6 814.484 811.914
1.530.312,90 116.339.645,95 117.869.958,85
1.789 41.234 43.023
27.441.297,25 0,00 50.105.571,60 77.546.868,85 66.413.432,24 261.830.259,94 1.952.664,77 1.344.074.057,84
18.224 3.180 47.075 68.479 96.255 207.757 1.800 1.024.041
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PASSIVA A. EIGENKAPITAL I. Gezeichnetes Kapital II. III. B. C. D. 1. 2. 3. E. 1. 2. 3. 4. 5. F. Kapitalrücklage Bilanzgewinn UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER KAPITALKONSOLIDIERUNG SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE UND INVESTITIONSZULAGEN RÜCKSTELLUNGEN Rückstellung für Pensionen Steuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Sonstige Verbindlichkeiten RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
11.000.000,00 854.383.954,62 30.795.632,58 896.179.587,20 21.194.403,79 27.834.281,35 4.831.519,50 10.428.205,95 63.921.630,35 79.181.355,80 80.139.766,67 182.038.053,76 39.657.260,55 0,00 11.764.418,74 313.599.499,72 6.084.929,98 1.344.074.057,84
30 577.617 5.771 583.418 21.194 9.477 5.036 8.093 69.660 82.789 0 65.077 23.296 224.522 10.496 323.391 3.772 1.024.041
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Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH, Schönefeld Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008
EUR 1. 2. 3. 4. 5. Umsatzerlöse Bestandsveränderungen Andere aktivierte Eigenleistungen Sonstige betriebliche Erträge Materialaufwand a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 10.525.932,75 b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 114.004.902,85 Personalaufwand a) Löhne und Gehälter 68.888.683,16 b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 16.939.560,54 – davon für Altersversorgung EUR 4.169.986,21 (Vj. TEUR 3.570) – Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Sonstige betriebliche Aufwendungen Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Sonstige Steuern Jahresüberschuss Gewinnvortrag (Vj. Verlustvortrag) Bilanzgewinn
252.327.291,26 74.620.971,13 6.633.742,06 18.912.325,78
2007 TEUR
233.319 34.153 9.283 3.424
8.940 124.530.835,60 63.635 71.567 85.828.243,70 16.522 88.089 72.575
50.314.644,86 56.543.856,11 746,91 4.090.688,14 8.468.468,93 30.899.716,08 3.211.478,21 2.663.142,01 25.025.095,86 5.770.536,72 30.795.632,58
42.867 58.274 2 3.143 1.530 19.989 764 2.513 16.712 10.941 5.771
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Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH, Schönefeld Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008
2008 TEUR Periodenergebnis Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens Zunahme (Vj. Abnahme) der Rückstellungen Zunahme des Sonderpostens für Investitionszuschüsse Gewinn (Vj. Verlust) aus Anlageabgängen Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen Cashflow aus der Investitionstätigkeit Einzahlungen in die Kapitalrücklage
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 25.025 50.315 -5.067 18.357 -1.582 -77.339 136.523 146.232 3.048 1 -1.542
16.712 42.867 6.833 4.256 1.495 -32.157 38.537 78.543 258 3 -1.018
-320.745
-51 -319.289 63.215 80.000 0 143.215 -29.842 96.255 66.413 66.413
-139.248
0 -140.005 100.082 0 -2.250 97.832 36.370 59.885 96.255 96.255
Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensumme 1 - 3) Finanzmittelfonds am Anfang der Periode Finanzmittelfonds am Ende der Periode Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
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Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH, Schönefeld Konzerneigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008
01.01.2008 EUR Gezeichnetes Kapital (Vorjahr) Kapitalrücklage (Vorjahr) Bilanzgewinn/-verlust (Vorjahr) Konzerneigenkapital (Vorjahr)
Jahresergebnis EUR
0,00 (0,00) 0,00 (0,00) 25.025.095,86 (16.711.922,99) 25.025.095,86
Ergebnisneutrale Einstellungen EUR
10.970.000,00 (0,00) 287.736.499,32 (100.082.000,00) 0,00 (0,00) 298.706.499,32
Entnahmen EUR
0,00 (0,00) -10.970.000,00 (0,00) 0,00 (0,00) -10.970.000,00
11.000.000,00 (30.000,00) 854.383.954,62 (577.617.455,30) 30.795.632,58 (5.770.536,72) 896.179.587,20
577.617.455,30
(477.535.455,30)
5.770.536,72 (-10.941.386,27) 583.417.992,02
(466.624.069,03) (16.711.922,99)
(100.082.000,00)
(583.417.992,02)
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Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH, Schönefeld Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2008
Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Im Geschäftsjahr 2008 wurde das Wahlrecht des § 249 Abs. 1 HGB zur Bildung von Aufwandsrückstellungen in Anspruch genommen. Die entsprechend gebildeten Rückstellungen für Instandhaltungsaufwendungen betreffen Instandhaltungsmaßnahmen am Standort Tegel, die bedingt durch die intensive Beanspruchung nachgeholt oder früher durchgeführt werden müssen. Im Geschäftsjahr 2008 wurden die bisher in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Aufwendungen für die Instandhaltung und Wartung der Informationstechnik (EUR 1,6 Mio, i. Vj. EUR 1,7 Mio) dem Materialaufwand zugeordnet. Der besseren Vergleichbarkeit wegen wurden die Vorjahreszahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung angepasst. Konsolidierungskreis Nach der Umstrukturierung des ehemaligen Konzerns der Berlin-Brandenburg Flughafen Holding GmbH ist die Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH (FBS), Schönefeld, seit dem 1. Januar 2003 Alleingesellschafterin der Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH (BFG), Schönefeld, und Konzernobergesellschaft. Der Konzernabschluss wird seit 2003 von der FBS aufgestellt. Die Konsolidierung umfasst die Muttergesellschaft FBS, die BFG, die Flughafen Energie & Wasser GmbH (FEW), Schönefeld sowie die FMT Facility Management Tempelhof GmbH (FMT), Berlin. Die FBS hält sämtliche Anteile an der BFG, die mit einem Stammkapital von TEUR 38.347 ausgestattet ist. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich auf TEUR 142.863. Die FBS ist alleiniger Gesellschafter der FEW, die mit einem Stammkapital von TEUR 25 ausgestattet ist. Das Eigenkapital entspricht dem Stammkapital. Die FBS ist alleiniger Gesellschafter der FMT, die mit einem Stammkapital von TEUR 25 ausgestattet ist. Das Eigenkapital entspricht dem Stammkapital. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der FBS einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu Anschaffungskosten abzgl. Anschaffungskostenminderungen unter Berücksichtigung von Abschreibungen (lineare Methode). Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzgl. Anschaffungskostenminderungen angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. In die in den Herstellungskosten berücksichtigten aktivierten Eigenleistungen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens und die immateriellen Vermögensgegenstände werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird im Anlagespiegel unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Für Anlagegüter, deren Anschaffungskosten für das einzelne Anlagegut EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 beträgt, wird jährlich ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre aufgelöst wird. Der Abgang der Anlagegüter im Anlagespiegel wird am Ende der fünfjährigen Nutzungsdauer gezeigt. Der Kaufpreis für zum Abriss bestimmte Gebäude, die sich auf erworbenen Flächen für den BBI befinden, wurde dem Kaufpreis der Grundstücke zugeordnet. Mit der Eröffnung des Berlin Brandenburg International (BBI) ist gemäß Konsensbeschluss die Schließung des Flughafens Tegel vorgesehen. Gemäß der zwischen der Gesellschaft und dem Land Berlin bzw. dem Bund geschlossenen Erbpachtverträge ist eine verkehrswertorientierte Entschädigung vorgesehen, soweit die Gebäude und Anlagen für Landes- bzw. Bundesaufgaben einer weiteren Verwendung zugeführt werden können. Da zurzeit keine konkreten Konzepte für eine Nachnutzung der bilanzierten Anlagen und Einrichtungen vorliegen, wurden die Nutzungsdauern auf den erwarteten Eröffnungstermin des BBI angepasst. Das Ende der Nutzungsdauer für Tegel wurde auf den 31. Dezember 2011 festgelegt. Die daraus resultierenden zusätzlichen Abschreibungen betragen 7.905 TEUR (i. Vj. TEUR 6.373). Die Schließung des Flughafens Tempelhof erfolgte am 31. Oktober 2008. Die Betriebsgenehmigung wurde zum gleichen Termin widerrufen. Die Rückgabemodalitäten wurden in einer gesonderten Vereinbarung geregelt.
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Bis zum 31. Dezember 2008 war die Berliner FlughafenGesellschaft mbH (BFG) für die weitere Bewirtschaftung des ehemaligen Flughafenstandortes zuständig. Ein entsprechender Vertrag zwischen der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) und der BFG wurde für diesen Zeitraum abgeschlossen. Mit Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg International am Standort Schönefeld ist auch die Neuerrichtung wesentlicher Infrastrukturelemente des Flughafens verbunden. Bei Nutzungsdauern für wesentliche Infrastrukturelemente des bestehenden Flughafens Schönefeld wurde das voraussichtliche Inbetriebnahmedatum des BBI berücksichtigt und die Nutzungsdauern auf den 31. Dezember 2011 festgelegt. Aufgrund eines in 2008 modifizierten Nachnutzungskonzepts wurden zusätzliche Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.801 (i. Vj. TEUR 1.813) vorgenommen. Das Anlagevermögen beinhaltet Investitionen in 2008 für die Planung und den Ausbau des Flughafens Schönefeld zum Flughafen BBI in Höhe von Mio. EUR 301,2. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Ausleihungen zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in den Vorräten sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Als noch nicht abgerechnete Leistungen werden, wie bereits im Vorjahr, im Wesentlichen erbrachte Bauleistungen für in Zusammenhang mit BBI-Maßnahmen durchzuführende Drittinvestitionen ausgewiesen. Die FBS erbringt im Hinblick auf einen Bauträger-/Bauherrenvertrag mit der Deutsche Bahn AG Planungs-, Koordinierungs- und Bauleistungen und wird als Projektträger die Bauleistungen an Nachauftragnehmer vergeben. Weitere Aufträge umfassen die Unterflurbetankung und andere Baumaßnahmen mit diversen Vertragspartnern. Die Herstellungskosten umfassen neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten. Die verlustfreie Bewertung wird beachtet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.
Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen zum Verkauf bestimmten Grundstücke für den BBI Business Park Berlin (bisher Baufeld-Ost) sind zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt, der sich am Marktwert für unerschlossenes Bauerwartungsland orientiert. Dieser Wert wurde unter der Annahme der Erschließung und Verwertung als Gewerbegebiet ermittelt. Die liquiden Mittel sind zum Nennbetrag bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen sowie ein Disagio aus Kreditverbindlichkeiten, welches über die Laufzeit der Verbindlichkeit aufgelöst wird. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage sind zum Nennbetrag angesetzt. Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen werden in steuerlich zulässiger Höhe ausgewiesen. Den nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwerten gemäß § 6a EStG liegt unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ein Rechnungszinsfuß von 6 % zu Grunde. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Rückstellungen für Altersteilzeitregelungen beinhalten auf Grund des Tarifvertrags zur Regelung der Altersteilzeit Verpflichtungen aus Erfüllungsrückstand und voraussichtlich entstehende Verpflichtungen zur Zahlung von Aufstockungsbeträgen, die auf den Barwert mit einem Rechnungszinsfuß von 5,5 % abgezinst sind. Die Verbindlichkeiten wurden mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Buchwertmethode. Dabei wird der in der Bilanz der FBS aktivierte Buchwert der Anteile an den konsolidierten Unternehmen mit dem zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung in den Bilanzen dieser Tochterunternehmen ausgewiesenen Eigenkapital verrechnet. Bei der Kapitalkonsolidierung der BFG ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von Mio. EUR 21,2, der als gesonderter Posten zwischen Eigenkapital und Verbindlichkeiten ausgewiesen wird und Eigenkapitalcharakter hat.
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Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Umsatzerlöse und andere Erträge wurden mit entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.
31.12.2008 TEUR Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen – davon Grundstücke und Bauten – davon Anzahlungen und Anlagen im Bau Finanzanlagen
2.693 1.077.542 (469.308) (533.910) 56 1.080.291
TEUR Kapitalrücklage 01.01.2008 Einlagen in die Kapitalrücklage Erhöhung Stammkapital Umwandlung Gesellschafterdarlehen Kapitalrücklage 31.12.2008
577.617 63.215 -10.970 224.522 854.384
Die Erhöhung der Kapitalrücklage ist zum einen auf eine Bareinlage der Gesellschafter (TEUR 63.215) und zum anderen auf die Umwandlung der Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital (TEUR 224.522) zurückzuführen. In der Kapitalrücklage sind die Rücklagen aus erhaltenen Investitionszulagen in Höhe von TEUR 7.296 (i. Vj. TEUR 7.296), die in Zusammenhang mit der Errichtung des Flughafens Tegel direkt dem Eigenkapital zugeführt wurden, enthalten. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 30.796 resultiert aus dem Jahresüberschuss 2008 (TEUR 25.025) und dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (TEUR 5.771). Investitionszuschüsse und Investitionszulagen Investitionszulagen und Investitionszuschüsse für Gegenstände des Anlagevermögens (TEUR 27.834, i. Vj. TEUR 9.477) werden als Sonderposten passiviert. Sie werden entsprechend dem Abschreibungsverlauf aufgelöst. Der Auflösungsbetrag (TEUR 349, i. Vj. TEUR 374) wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Steuerrückstellungen In den Steuerrückstellungen sind Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR 5.848, i. Vj. TEUR 3.303) sowie sonstige Steuern (TEUR 4.580, i. Vj. TEUR 4.791) enthalten. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Altersteilzeit (TEUR 17.212, i. Vj. TEUR 17.624), für unterlassene Instandhaltungen (TEUR 6.383, i. Vj. TEUR 1.350), für die Schließung Tegel (TEUR 5.168, i. Vj. TEUR 3.527), für ausstehende Rechnungen (TEUR 4.873, i. Vj. TEUR 15.556), für Restitutionsansprüche (TEUR 4.200, i. Vj. TEUR 4.200) und für Personal (TEUR 4.080, i. Vj. TEUR 5.679) gebildet. In den Rückstellungen sind zudem TEUR 10.413 für das Personalkonzept TransFair BBI enthalten. Für Zinsswapgeschäfte, die zur Risikoabsicherung der langfristigen BBI-Finanzierung abgeschlossen wurden, ergab sich aufgrund von negativen Marktwerten zum Bilanzstichtag eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 4.745.
2.564 811.914 (457.819) (300.735) 6 814.484
Unfertige Leistungen Die FBS erbringt im Hinblick auf die Schienenanbindung und andere bauliche Anlagen für den BBI Bauleistungen im Auftrag von Dritten. Die aktivierten Herstellungskosten (TEUR 116.340, i. Vj. TEUR 41.234) sind in vollem Umfang durch erhaltene Anzahlungen gedeckt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
31.12.2008 TEUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegen assoziierte Unternehmen Sonstige Vermögensgegenstände
27.441 0 50.106 77.547
18.224 3.180 47.075 68.479
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen die Grundstücke des BBI Business Park Berlin, bisher Baufeld-Ost (TEUR 41.888, i. Vj. TEUR 41.546). Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio in Höhe von TEUR 31 (i. Vj. TEUR 183). Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital beträgt TEUR 11.000 (i. Vj. TEUR 30). Das Stammkapital wurde im Jahr 2008 um TEUR 10.970 erhöht und erfolgte durch die Entnahme aus der Kapitalrücklage. Die Kapitalrücklage entwickelte sich wie folgt:
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Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 80.140 resultieren aus der erstmaligen Inanspruchnahme der Brückenfinanzierung im Dezember 2008. Die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen betreffen im Wesentlichen Teilzahlungen für die Baumaßnahmen, die von der FBS für Drittinvestoren durchgeführt werden sowie Anzahlungen für Grundstücksverkäufe aus den vorhandenen Flächen BBI Business Park Berlin. Den erhaltenen Anzahlungen stehen unfertige Leistungen und Grundstückswerte im Umlaufvermögen gegenüber. Im Rahmen der Kredit-Konsortialverträge der Brückenfinanzierung wurde den Konsortialbanken das Recht eingeräumt, zusätzliche Sicherheiten einzufordern. Hierzu gehören Sicherungsrechte an Vermögenswerten inkl. Grundbesitz der FBS. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten In dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Vorauszahlungen für Mietverträge mit einer Laufzeit bis 2026 in Höhe von Mio. EUR 5,6 (i. Vj. Mio. EUR 3,5) enthalten. Die erhaltenen Vorauszahlungen wurden auf den vertraglich vereinbarten Barwert abgezinst. Haftungsverhältnisse Im Verkauf der GGB hat die BFG einem begrenzten, marktüblichen Garantiekatalog zugestimmt, der Standardgarantien und -risiken beinhaltet. Die wesentlichen Garantien sind: Pensionsrückstellungen, die Wirksamkeit der Rückwirkung des Zukunftssicherungstarifvertrags der GGB und die Richtigkeit offengelegter Informationen. Es wurde eine ausgewogene Steuerfreistellungsverpflichtung, abgegrenzt zum 31. Dezember 2007, gegeben. Die Haftung ist auf den Wert von TEUR 2.053 begrenzt. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
31.12.2008 TEUR Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen Zahlungsverpflichtungen für Ausgleichsabgabe für Versiegelung gem. Planfeststellungsbeschluss Zahlungsverpflichtungen aus Versicherungsverträgen Bestellobligo aus erteilten Investitions-/Beratungsaufträgen
19.701 5.152 363.052 390.701
23.127 7.728 158.486 192.439
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2009 und 2012 und betreffen überwiegend IT-Ausstattung, Fahrzeuge und Büromöbel. Die erteilten Investitionsaufträge für das Jahr 2008 betreffen im Wesentlichen Maßnahmen für den BBI, u. a. Tiefbau (TEUR 100.332), Terminal (TEUR 137.956), Technische Infrastruktur (TEUR 39.075) sowie Fremdinvestitionen Schiene (TEUR 45.058). Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung
2008 TEUR Umsatzerlöse Aviation Non-Aviation Real Estate Umsatzerlöse Bauleistungen Umsatzerlöse Services Sonstige
167.332 46.003 29.968 1.370 2.713 4.941 252.327
66,3 18,2 11,9 0,5 1,1 2,0 100,0
156.059 38.676 32.610 -78 2.564 3.488 233.319
66,9 16,6 14,0 0,0 1,1 1,5 100,0
Art der Verbindlichkeit 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Vorjahr) 2. Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen (Vorjahr) 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr) 4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Vorjahr) 5. Sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) - davon aus Steuern: 135 (Vorjahr: 874) Summen (Vorjahr)
80.140 (0) 8.498 (77) 39.657 (22.557) 0 (0) 11.760 (10.447)
31.12.2008 Restlaufzeit 1 bis 5 über 5 Jahre Jahre
0 (0) 173.540 (65.000) 0 (739) 0 (0) 4 (49) 0 (0) 0 (0) 0 (0) 0 (224.521) 0 (0)
80.140 182.038 39.657 0 11.764
0 65.077 23.296 224.521 10.496
140.055 (33.081)
173.544 (65.788)
0 (224.521)
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Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Im Berichtsjahr sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 12.025 (i. Vj. TEUR 1.604) angefallen. Diese setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 4.920; i. Vj. TEUR 548), aus der Auflösung von Wertberichtigungen (TEUR 3.621; i. Vj. TEUR 2) und aus dem Abgang von Anlagevermögen (TEUR 2.060, i. Vj. TEUR 65) zusammen. Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.793 (i. Vj. TEUR 4.782) beinhalten im Wesentlichen TEUR 3.113 Aufwendungen aus Wertberichtigungen, Aufwendungen aus Rückstellungen zur Schließung Tegel (TEUR 1.641, i. Vj. TEUR 3.137) sowie TEUR 671 (i. Vj. TEUR 652) Kosten für Vorjahre. Abschreibungen Wie bereits in den Vorjahren sind die Nutzungsdauern für das Sachanlagevermögen von Tegel bzw. von Tempelhof an die entsprechend dem Konsensbeschluss vorgesehenen Schließungsmaßnahmen und -zeitpunkte angepasst. Die zusätzlichen Abschreibungen betragen TEUR 7.905 (i. Vj. TEUR 6.373). Aufgrund eines in 2008 modifizierten Nachnutzungskonzepts wurden in Schönefeld zusätzliche Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.801 (i. Vj. TEUR 1.813) vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr 2008 in Höhe von TEUR 649 (i. Vj. TEUR 1.074) vorgenommen. Derivative Finanzinstrumente Die Zinsen für die Brückenfinanzierung und die sich anschließende langfristige Fremdfinanzierung des BBI stellen einen wesentlichen Bestandteil der künftigen Zahlungsverpflichtungen der FBS dar. Da die Zinszahlungen für die Kredite auf Basis des variablen 3-MonatsEuribors ermittelt werden, würden sich hieraus für die FBS bedeutende Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ergeben. Die Gesellschaft hat sich daher im Dezember 2006 durch den Abschluss von insgesamt drei Zinsswaps gegen einen Anstieg des Zinsniveaus und damit einhergehender ansteigender Finanzierungskosten abgesichert. Es handelt sich hierbei jeweils um ein Cashflow-Hedge. Das zu sichernde Risiko ist die Wertänderung der Zinszahlungen für die Brückenfinanzierung und der künftigen langfristigen Fremdfinanzierung aufgrund sich ändernder 3-Monats-Euribor Zinssätze. Das Ziel der Zinssicherungsgeschäfte ist es, einen Festsatz für die Serien von erwarteten Zinszahlungen (3-Monats-Euribor) zu etablieren. Als antizipatives Grundgeschäft für die Sicherung sollen während des Zeitraums bis 2013 die ersten 80 % des Gesamtkreditbedarfs gemäß Businessplan gelten.
Während der Laufzeit bis 2026 sollen die ersten 60 % des jeweiligen Gesamtkreditbedarfs gemäß Businessplan gelten. Für die künftigen Zinszahlungen sind Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in der vorgenannten Höhe somit ausgeschlossen. Die Zinsswaps sind mit den gegenwärtigen und künftigen Krediten zur Finanzierung des Baus des BBI zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst und werden daher in der Bilanz der FBS zum 31. Dezember 2008 nicht ausgewiesen. Zusätzlich wurde im Dezember 2006 eine Swaption erworben. Hierbei handelt es sich um das Recht, aber nicht die Verpflichtung, einen weiteren Zinsswap mit einer wie zuvor beschriebenen Absicherungswirkung abzuschließen. Die Ausübung der Swaption und der damit verbundene Eintritt in einen weiteren Zinsswap ergäbe eine Sicherung der verbleibenden 20 % der erwarteten Zinsverpflichtungen für den Zeitraum bis 2013. Die Laufzeit der nicht ausgeübten Swaption war auf zwei Jahre begrenzt. In 2008 wurde sie vollständig abgeschrieben (TEUR 52), da die Laufzeit in 2008 geendet hat. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sind in folgender Übersicht dargestellt.
Marktwert 31.12.2008 EUR Swap Deutsche Bank AG Swap UBS AG Swap Landesbank Hessen-Thüringen
-9,331.810,06 -9,250.637,36 -9,005.078,72 -27.587.526,14
Die Ermittlung des Marktwerts der Swaps erfolgte mit Hilfe der Discounted Cash Flow-Bewertung. Dabei wurden die zukünftigen Zinszahlungen mit der Zinstrukturkurve vom 31. Dezember 2008 diskontiert. Der Barwert dieser Zahlungen stellt den Wert der Swaps dar. Da die Swaps einen negativen Marktwert aufweisen, wurde per 31. Dezember 2008 eine Drohverlustrückstellung i. H. v. Mio. EUR 4,7 für den ineffektiven Teil der Bewertungseinheit gebildet. Bei der Bewertung der Drohverlustrückstellung wurden die Swaps und die antizipierte Darlehensaufnahme als Grundgeschäft zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Drohverlustrückstellung bildet den ineffektiven Teil der Bewertungseinheit ab. Sonstige Angaben Geschäftsführung Dr. Rainer Schwarz -Sprecher der GeschäftsführungDipl.-Ing. Architekt Manfred Körtgen ab 1. September 2008 Dipl.-Ing. MBA Thomas Weyer bis 31. August 2008 Dr. jur. Manfred H. Bobke-von Camen bis 31. Dezember 2008
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Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Bezüge der bei der FBS und deren Tochterunternehmen angestellten Geschäftsführer betrugen für 2008 insgesamt TEUR 1.169. (i. Vj.TEUR 1.109). Aufsichtsrat Klaus Wowereit -VorsitzenderRegierender Bürgermeister von Berlin Werner Ruhnke -stellvertretender Vorsitzenderver.di Landesbeauftragter für Brandenburg bis 25. August 2008 Klaus Böger Senator a.D. bis 25. August 2008 Staatssekretär Volkmar Strauch Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen bis 25. August 2008 Staatssekretär Klaus Teichert Senatsverwaltung für Finanzen ab 23. September 2008 Senator Harald Wolf Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen ab 23. September 2008 Michael Zehden A-Z Hotelmanagement und Beratungs GmbH & Co. KG Ministerpräsident Matthias Platzeck Landesregierung Brandenburg Minister Ulrich Junghanns Ministerium für Wirtschaft des Landes Brandenburg Minister Rainer Speer Ministerium der Finanzen des Landes Brandenburg Günther Troppmann Vorstandsvorsitzender Deutsche Kreditbank AG Staatssekretär Dr. Engelbert Lütke Daldrup Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Ministerialdirektor Henry B. Cordes Bundesministerium der Finanzen Hans-Joachim Büchner Betriebsrat Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH RA Gottfried Egger Leiter Recht Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH bis 25. August 2008
Jens Gröger ver.di Gewerkschaftssekretär Landesbezirk Berlin-Brandenburg bis 25. August 2008 Franziska Hammermeister Betriebsrat Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH Claudia Heinrich Betriebsrat Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH ab 23. September 2008 Ines-Beate Korehnke Leiterin Personalentwicklung Flughafen BerlinSchönefeld GmbH bis 25. August 2008 Sven Munsonius Betriebsrat Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH ab 23. September 2008 Lutz Rehfeldt Betriebsrat GlobeGround Berlin GmbH bis 25. August 2008 Holger Rößler ver.di Gewerkschaftssekretär Bezirk Berlin Helga Schönweitz Betriebsrat GlobeGround Berlin GmbH bis 25. August 2008 Rudolf Wehn Architekt Technische Planung Berliner FlughafenGesellschaft mbH bis 25. August 2008 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats Die Erstattungen für Sitzungsgelder an den Aufsichtsrat beliefen sich auf EUR 20.466 (i. Vj. EUR 29.660). Gesamtbezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung betrugen die Bezüge aus Pensionen TEUR 465 (i. Vj. TEUR 465). Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2008 auf TEUR 4.687 (i. Vj. TEUR 4.816). Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
2008 Arbeitnehmer Auszubildende
1 447 71 1 518
1 478 78 1 556
Schönefeld, 26. Februar 2009
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Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH, Schönefeld Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2008
01.01.2008 EUR I. 1. 2. II. 1. Immaterielle Vermögensgegenstände Software und Rechte Geleistete Anzahlungen Sachanlagen Grundstücke und Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken a) ohne BBI b) BBI betreffend Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebsund Geschäftsausstattung Geringwertige Anlagegüter Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau a) ohne BBI b) BBI betreffend
Zugänge EUR
Abgänge EUR
Umbuchungen EUR
16.667.651,62 253.351,62 16.921.003,24
1.207.513,46 333.870,15 1.541.383,61
1.805.141,90 80.129,00 1.885.270,90
204.230,88 -65.798,42 138.432,46
16.274.254,06 441.294,35 16.715.548,41
642.346.026,66 206.047.343,01 848.393.369,67
8.506.861,92 19.006.803,12 27.513.665,04 15.595.855,85 3.939.659,07 669.939,58
23.232.116,23 1.199.420,48 24.431.536,71 9.649.594,45 9.485.324,04 0,00
4.205.943,47 12.718.326,22 16.924.269,69 16.856.465,01 765.171,65 10.310,80
631.826.715,82 236.573.051,87 868.399.767,69 192.750.236,19 91.318.236,75 680.250,38
2. 3.a 3.b 4.
169.947.509,78 96.098.730,07 0,00
6.577.165,15 297.900.474,00 304.477.639,15 1.418.917.248,67
813.308,21 274.192.983,80 275.006.292,01 322.725.411,55 51.200,00 0,00 51.200,00 324.317.995,16
0,00 6.227.868,04 6.227.868,04 49.794.323,24 0,00 1.247,72 1.247,72 51.680.841,86
-6.472.114,75 -28.222.534,86 -34.694.649,61
918.358,61 537.643.054,90 538.561.413,51
-138.432,46 1.691.709.904,52 0,00 0,00 0,00 51.200,00 7.739,45 58.939,45
Finanzanlagen Beteiligungen Sonstige Ausleihungen
0,00 8.987,17 8.987,17 1.435.847.239,08
0,00 1.708.484.392,38
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01.01.2008 EUR
14.357.539,78 0,00 14.357.539,78
1.435.817,03 0,00 1.435.817,03
1.770.579,77 0,00 1.770.579,77
14.022.777,04 0,00 14.022.777,04
2.310.111,84 253.351,62 2.563.463,46
389.667.319,83 906.675,95 390.573.995,78 135.402.125,24 77.284.374,75 0,00
26.767.789,41 4.630.096,07 31.397.885,48 10.543.527,10 5.883.499,28 145.046,38
22.880.489,80 0,00 22.880.489,80 9.482.366,86 9.350.635,64 0,00
0,00 0,00 0,00 69.052,51 -69.052,51 0,00
393.554.619,44 5.536.772,02 399.091.391,46 136.532.337,99 73.748.185,88 145.046,38
238.272.096,38 231.036.279,85 469.308.376,23 56.217.898,20 17.570.050,87 535.204,00
252.678.706,83 205.140.667,06 457.819.373,89 34.545.384,54 18.814.355,32 0,00
92.227,54 3.650.186,92 3.742.414,46 607.002.910,23 0,00 2.762,17 2.762,17 621.363.212,18
260.125,52 648.744,07 908.869,59 48.878.827,83 0,00 0,00 0,00 50.314.644,86
0,00 0,00 0,00 41.713.492,30 0,00 525,72 525,72 43.484.597,79
352.353,06 4.298.930,99 4.651.284,05 614.168.245,76 0,00 2.236,45 2.236,45 628.193.259,25
566.005,55 533.344.123,91 533.910.129,46 1.077.541.658,76 51.200,00 5.503,00 56.703,00 1.080.291.133,13
6.484.937,61 294.250.287,08 300.735.224,69 811.914.338,44 0,00 6.225,00 6.225,00 814.484.026,90
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Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH, Schönefeld Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008
A. ENTWICKLUNG DES ABGELAUFENEN WIRTSCHAFTSJAHRES 1. Verkehrsentwicklung Auf den drei Berliner Flughäfen wurden 2008 insgesamt 21.403.327 Fluggäste abgefertigt und somit erstmals die 21-Millionen-Grenze überschritten. Dieses Ergebnis entspricht einem Wachstum von 6,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil Berlins am deutschen Luftverkehrsmarkt ist weiter gestiegen und liegt bei über 11 %. Der Linienverkehr, der Ferienflugverkehr wie auch der Low-Cost-Verkehr, der in Berlin rund die Hälfte des gesamten Passagieraufkommens ausmacht, haben durch Frequenzerhöhungen, höhere Auslastungszahlen und die Aufnahme neuer Destinationen wesentlich zu den hohen Wachstumsraten in 2008 beigetragen. Vor allem der hohe Anteil an Berlin-Besuchern hat zu einem stabilen Plus bei den Passagierzahlen geführt. Die deutsche Hauptstadt Berlin besitzt nach wie vor eine hohe Attraktivität, und das nicht nur bei in- und ausländischen Touristen, sondern zunehmend auch bei Geschäftsleuten. Das hohe Wachstum generiert sich zunehmend auch aus den bereits bestehenden Interkontverbindungen nach New York, Doha, Bangkok, Ulan Bator, Punta Cana und Varadero wie auch durch die neue Langstreckenverbindung nach Peking. Die Gesamtzahl der Flugzeugbewegungen auf den drei Berliner Flughäfen belief sich 2008 auf insgesamt 267 443 Starts und Landungen. Das ist ein Anstieg um 5,7 % im Vergleich zum Vorjahr. 2008 wurden auf den Berliner Flughäfen insgesamt 33 276 Tonnen Luftfracht umgeschlagen. Dieses Ergebnis entspricht einem Plus von 12,3 %. Das Luftpostfrachtaufkommen nahm mit 9 558 Tonnen um 3,7 % zu. Schönefeld Mit 6 638 162 abgefertigten Passagieren verzeichnete der Flughafen Schönefeld ein stabiles Wachstum von 4,8 %. Die Flugzeugbewegungen sind 2008 um 3,6 % auf 68 771 Starts und Landungen gestiegen. Das Luftfrachtaufkommen nahm mit 4 399 Tonnen um 6,3 % zu. Bei der Luftpostfracht war eine geringfügige Steigerung um 0,7 % auf 4 415 Tonnen zu verzeichnen. Tegel Der Flughafen Tegel bildete auch 2008 das Rückgrat im Berlin-Verkehr. Insgesamt sind 2008 in Tegel 14 486 610 Fluggäste registriert worden. Dieses Ergebnis entspricht einem Wachstum von 8,5 %. Die Zahl der Starts und Landungen nahm 2008 mit 161 237 Bewegungen um 6,5 % zu. Das Luftfrachtaufkommen stieg mit 28 427 Tonnen um 13,9 %. Das Luftpostfrachtaufkommen belief sich auf 5 143 Tonnen und nahm damit um 6,5 % zu. Tempelhof Der Flughafen Tempelhof wurde zum 31. Oktober 2008 geschlossen. In diesen zehn Monaten sind insgesamt 278 555 Fluggäste abgefertigt worden. Dieses Ergebnis entspricht einem Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 7,6 %. Das Luftfrachtaufkommen belief sich im genannten Zeitraum auf 450 Tonnen. Dieses Ergebnis entspricht einem Rückgang von 0,3 %.
Wirtschaftlich relevante Flugzeugbewegungen Flughafen Schönefeld Flughafen Tegel Flughafen Tempelhof Gesamt Fluggäste (in Tausend) Flughafen Schönefeld Flughafen Tegel Flughafen Tempelhof Gesamt
57 046 154 010 10 946 222 002
54 799 144 626 15 672 215 097
52 766 133 549 21 857 208 172
6 638 14 487 279 21 404
6 331 13 358 350 20 039
6 059 11 813 635 18 507
2. Ertragslage Wie die nachfolgende Übersicht zeigt, sind die Umsatzerlöse aus dem Aviation-Bereich gegenüber 2007 von Mio. EUR 156,0 auf Mio. EUR 167,3 gestiegen; das entspricht einem Zuwachs von 7,2 %.* Die Steigerung im Verkehrsaufkommen sowie die sukzessive Rabattminderung haben sich positiv auf die Aviation-Umsatzerlöse für 2008 ausgewirkt. Die Umsatzerlöse aus dem NonAviation-Bereich stiegen auf Grund des Anstiegs der Passagierzahlen von Mio. EUR 38,7 auf Mio. EUR 46,0 um 18,9 % an. Die Real Estate Umsatzerlöse sind um 8,1 % von Mio. EUR 32,6 auf Mio. EUR 30,0 gesunken. Die sonstigen Umsatzerlöse sind von Mio. EUR 3,5 auf Mio. EUR 4,9 um 41,6% gestiegen. Dies ist im Wesentlichen durch einen Anstieg der Erlöse aus Bau- und Instandhaltungsleistungen um Mio. EUR 1,2 begründet. In den Bestandsveränderungen (Mio. EUR 74,6; i. Vj. Mio. EUR 34,2) werden die erbrachten Bauleistungen für die Schienenanbindung und die Unterflurbetankung sowie die fakturierten Erlöse aus den Betriebskostenabrechnungen für 2008 ausgewiesen. Die Position Erlöse aus Bauleistungen für Dritte in Höhe von Mio. EUR 1,4 beinhaltet im Wesentlichen Erlöse aus den erbrachten Bauleistungen für Leitungsumverlegungen und andere bauliche Maßnahmen
* Prozent-Angaben errechnen sich aus Euro-Beträgen, wie sie aus Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung ersichtlich sind.
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i. Z. mit der Schienenanbindung. Den noch nicht abgerechneten Leistungen stehen erhaltene Anzahlungen gegenüber. Die aktivierten Eigenleistungen (Mio. EUR 6,6; i. Vj. Mio. EUR 9,3) sind im Wesentlichen auf Aktivitäten, die im Zusammenhang mit dem geplanten SingleAirport Berlin Brandenburg International (BBI) stehen, zurückzuführen. Im Jahr 2008 erfolgte eine Neugliederung der Umsatzerlöse wie in folgender Tabelle dargestellt. Der besseren Vergleichbarkeit wegen wurden die Vorjahreswerte ebenfalls umgegliedert.
Umsatzerlöse (in Mio. EUR) Umsatzerlöse Aviation Umsatzerlöse Non-Aviation Umsatzerlöse Real Estate Umsatzerlöse Bauleistungen/Flächen Umsatzerlöse Services Sonstige Umsatzerlöse Gesamt 2008
167,3 46,0 30,0 1,4 2,7 4,9 252,3
halten. Durch die Schließung des Standorts THF erfolgte eine Reduzierung von Mitarbeitern bei der BFG. Jedoch wurden alle in THF beschäftigten Mitarbeiter/innen auf andere Standorte verteilt, d. h. in die FMT oder in andere Beschäftigungsverhältnisse vermittelt. Der Betriebsübergang von 38 Mitarbeitern in die FMT erfolgte per 1. August 2008. Dem gegenüber steht eine Steigerung des Personalaufwands bei der FBS, im Wesentlichen begründet durch den Ausbau der personellen Ressourcen im BBI-Bereich. Zudem wurden die tariflichen Grundvergütungen sowie die Ausbildungsvergütungen zum 1. Juli 2008 um EUR 30,00 je Arbeitnehmer erhöht. Darüber hinaus wirken sich die Zuführungen zu Pflichtrückstellungen für Aufstockungsbeträge altersteilzeitfähiger MitarbeiterJahrgänge in 2008 signifikant aus. Insgesamt ergibt sich jedoch ein Rückgang der durchschnittlichen Arbeitnehmerzahl gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg der Abschreibungen um 17,4 % ist zum einen bedingt durch Mio. EUR 7,4 höhere Abschreibungen und zum anderen durch die Begrenzung von Nutzungsdauern auf den erwarteten Schließungszeitpunkt nach der BBI-Eröffnung, wodurch sich verkürzte Abschreibungszeiten ergeben. Im Jahr 2008 fielen zusätzliche Abschreibungen in Höhe von Mio. EUR 10,7 (i. Vj. Mio. EUR 9,3) an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr von Mio. EUR 58,3 auf Mio. EUR 56,5 um 3,0 % gesunken. Dies ist im Wesentlichen dadurch begründet, dass im Vorjahr eine Wertberichtigung der zum Verkauf bestimmten Beteiligung an der GlobeGround Berlin GmbH (GGB) in Höhe von Mio. EUR 1,9 enthalten war und in 2007 zudem eine höhere Zuführung zu den Rückstellungen für Sachausgaben im Zuge der Schließung TXL erfolgte. Dem gegenüber stehen höhere Aufwendungen aus Wertberichtigungen (Mio. EUR +3,1) sowie Aufwendungen für die Erschließung der Flächen im BBI Business Park Berlin (Mio. EUR +1,5). Die bisher in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Ausgaben für die Instandhaltung und Wartung der Informationstechnik (Mio. EUR 1,6) werden ab 2008 dem Materialaufwand zugeordnet. Der besseren Vergleichbarkeit wegen wurde die Vorjahreszahl angepasst. Der Jahresüberschuss vor Ertragssteuern des Konzerns beträgt Mio. EUR 28,2 und liegt damit um Mio. EUR 10,7 über dem vergleichbaren Vorjahreswert von Mio. EUR 17,5. Ausschlaggebend für das positive Gesamtergebnis sind neben dem hervorragenden Betriebsergebnis des Flughafens Tegel höhere Erlöse im Bereich Non-Aviation sowie die positive Verkehrsentwicklung an den Standorten Schönefeld und Tegel. Die nachfolgenden finanziellen Leistungsindikatoren verdeutlichen die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns:
156,0 38,7 32,6 0,0 2,6 3,4 233,3
138,9 39,1 31,8 0,0 2,6 9,5 221,9
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von Mio. EUR 3,4 auf Mio. EUR 18,9 angestiegen. Im Wesentlichen beinhaltet diese Position periodenfremde Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (TEUR 4.920, i. Vj. TEUR 548) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen (TEUR 3.621, i. Vj. TEUR 2). Des Weiteren sind Erträge aus der Bewirtschaftung der Immobilie THF (TEUR 2.120) sowie Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen (TEUR 1.989) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die laufenden Aufwendungen des FBS-Konzerns (Mio. EUR 317,2) erhöhten sich gegenüber 2007 (Mio. EUR 261,8) um Mio. EUR 55,4. Dies entspricht einer Steigerung von 21,2 %. Im Einzelnen stiegen die Materialaufwendungen um Mio. EUR 52,0 und die Abschreibungen um Mio. EUR 7,4. Die Personalaufwendungen sind um Mio. EUR 2,3 und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um Mio. EUR 1,7 gesunken. Der Anstieg des Materialaufwands um 71,6 % ist hauptsächlich durch höhere Fremdleistungen und Fremdaufträge (Mio. EUR 76,3, i. Vj. Mio. EUR 33,4), im Wesentlichen für die Verkehrsanbindungen des BBI, begründet. In 2008 wurden die Aufwendungen für die Instandhaltung und Wartung der Informationstechnik dem Materialaufwand zugeordnet. Der besseren Vergleichbarkeit wegen wurde die Vorjahreszahl angepasst. Die Personalaufwendungen sind gegenüber 2007 um 2,6 % auf Mio. EUR 85,8 gesunken, resultierend insbesondere aus dem Rückgang der Mitarbeiterzahlen im Konzern. Zudem waren im Vorjahr im Personalaufwand höhere Rückstellungszuführungen für Altersteilzeit und das Personalkonzept Schließung THF/TransFair BBI ent-
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2008 Finanzielle Leistungsindikatoren 25.025 Konzernüberschuss in TEUR 29.388 EBIT in TEUR (ohne neutrales und Finanzergebnis) 79.702 EBITDA in TEUR (Betriebsergebnis ohne Abschreibung)
2007 16.712 18.460 61.327
2006 4.494 19.372 55.514
im Terminal A (Walk Through Shop) (Mio. EUR 0,9). Wesentliche Investitionen waren in Tegel die Erweiterung der Vorfeldflächen bei Terminal C inkl. Regenentwässerung (Mio. EUR 4,1), eine Lärmschutzwand (Mio. EUR 0,6) und die Erneuerung der Steuerung für die Gepäckförderanlage Terminal D (Mio. EUR 0,5). 4. Berlin Brandenburg International (BBI) 2008 sind die Bauarbeiten für den BBI ein großes Stück vorangekommen. Anfang Juli 2008 konnte fristgerecht der erste Rohbauabschnitt des unterirdischen Bahnhofs übergeben werden. Der 185 Meter lange Abschnitt ist zugleich Teil des Fundaments des BBI-Terminals. Die wichtigsten Bauvorhaben – Rohbau des BBI-Terminals und des Mainpiers, Vorfeldflächen, südliche Start-und Landebahn, Rollbahnanschlüsse und Taxiways sowie Verkehrs- und Schienenanbindung des BBI – befinden sich im vorgegebenen Zeitrahmen. Die wichtigsten Schritte 2008 auf dem Weg zum BBI waren: Rohbau BBI-Bahnhof Anfang Juli 2008 konnte der erste Rohbauabschnitt des unterirdischen BBI-Bahnhofs fristgerecht fertiggestellt worden. Der 405 Meter lange und ca. 60 Meter breite Bahnhof, der direkt unter dem Flughafen-Terminal liegt, bildet zugleich das Fundament für das Terminal des BBI. Die Fertigstellung des Bahnhof-Rohbaus ist für Ende Juli 2009 geplant. Danach erfolgt der Ausbau des Bahnhofs durch die Deutsche Bahn AG. Westliche und östliche Schienenanbindung Die Arbeiten an der westlichen und östlichen Schienenanbindung sind 2008 gut vorangekommen. Der östliche Teil des Tunnels ist 1,3 Kilometer lang und wird am 24. Juli 2009 fristgerecht an die Deutsche Bahn AG übergeben. Die Fertigstellung des westlichen Tunnels, der insgesamt 1,9 Kilometer lang ist, ist für den 30. Juni 2010 geplant. BBI-Terminal und Mainpier Die Rohbauarbeiten für das Terminal und Mainpier haben Mitte Juli 2008 planmäßig begonnen. Die Fertigstellung des Terminal-Rohbaus ist für August 2009 geplant. Luftseitige Flächenbauwerke Die Bauarbeiten für die luftseitigen Flächenbauwerke südliche Start- und Landebahn, Vorfeldflächen, Rollbahnanschlüsse und Taxiways laufen auf Hochtouren. Der Einbau der Tragschichten auf der 4 000 Meter langen Südbahn, einschließlich des Parallelrollweges ist abgeschlossen. Mit den Betonarbeiten für die Vorfeldflächen ist im Oktober 2008 begonnen worden. Straßenanbindung Auch der Straßenbau wurde 2008 fortgesetzt. Die Westanbindung/Ortsumgehung Selchow ist fertiggestellt worden. Die Arbeiten an der Terminalvorfahrt, am Verteilerknoten von der A 113 sowie an der Anbindung an
Der Konzernüberschuss beinhaltet neben dem Konzernbetriebsergebnis (TEUR 29.388) das Finanzergebnis (TEUR -4.378), neutrale Erträge (TEUR 13.626), neutrale Aufwendungen (TEUR 10.400) sowie Aufwand für Ertragsteuern (TEUR 3.211). Im neutralen Ergebnis werden Aufwendungen und Erträge zu folgenden Positionen dargestellt: aus Wertberichtigungen, aus Auflösung von Rückstellungen, Kosten aus Vorjahren, aus Steuern Vorjahre, aus Erlösen und Erlösschmälerungen Vorjahre, zu Aufstockungen aus Altersteilzeit sowie aus sonstigen neutralen Positionen. Erträge bzw. Verluste für Abgänge aus dem Anlagevermögen werden nicht im neutralen Ergebnis erfasst. An Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fielen für 2008 TEUR 3.211 an. 3. Investitionen Mit Mio. EUR 324,3 lag das Investitionsvolumen um Mio. EUR 171,3 über dem Vorjahreswert (Mio. EUR 153,0). Der größte Anteil der Investitionsmaßnahmen betraf den BBI, im Einzelnen für: • Teilprojekt Tiefbau (Mio. EUR 170,3), davon Mio. EUR 116,4 für Maßnahmen betreffend Startund Landebahn, Vorfelder, großräumigen Erdbau und Entwässerungssysteme, Mio. EUR 5,3 Schlussabrechnung für die Rollbahnanschlüsse, Mio. EUR 28,0 für den Straßenbau • Teilprojekt Technische Infrastruktur (Mio. EUR 37,3), davon Mio. EUR 12,6 für Leitungsnetze (Trink-, Abwasser-, Regenentwässerung-, Wärme- und Klimaanlagen etc.), Mio. EUR 9,3 für Kabelnetze • Grundstücke (Mio. EUR 4,3) • Übergeordnete Maßnahmen für alle Teilprojekte (Mio. EUR 12,2) • Teilprojekt Hochbau (Mio. EUR 67,8), im Wesentlichen Planungsleistungen und Rohbauanteil für das Terminal • Teilprojekt Planung (Mio. EUR 5,4), davon Mio. EUR 2,1 für die Planung luftseitiger Flächenbauwerke und Freiflächen, Mio. EUR 0,7 für die Umsetzung landesplanerischer Maßnahmen. Weitere Investitionen wurden am Flughafen Schönefeld u. a. zur Schaffung von Ersatzflächen für den Umzug von Mietern des Flughafens Tempelhof vorgenommen: • Umbau Gebäude Y018 (Mio. EUR 1,6) • Neubau Gebäude Y085 (Mio. EUR 1,5) • Anbau Technikgebäude X070 (Mio. EUR 0,7). Des Weiteren erfolgte eine Erweiterung der Retailflächen
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die B 96a kommen gut voran. Ein erstes Brückenbauwerk am Verteilerknoten konnte im Oktober 2008 bereits dem Verkehr übergeben werden. Betonwerk Das für den Bau des BBI errichtete Betonwerk ist das modernste Betonwerk Europas. Es verfügt über eine eigene Schienenanbindung und steht in unmittelbarer Nähe der BBI-Baustelle. Bis zur Eröffnung des BBI werden dort 3,4 Millionen Tonnen Beton hergestellt. Um eine höhere Produktion zu gewährleisten, wurde das Betonwerk 2008 erweitert. Durch die Verlagerung der Rohstoffanlieferung von der Straße auf die Schiene werden sowohl die Anwohner als auch die Umwelt entlastet. Die wichtigsten Auftragsvergaben 2008 März 2008: Die Bietergemeinschaft Drees/Sommer Berlin GmbH/Drees/Sommer Stuttgart GmbH erhält den Zuschlag für die Durchführung der ConstructionManagement-Leistungen für den Terminalkomplex und alle weiteren BBI-Hochbauten. April 2008: Vanderlande Industries GmbH, Mönchengladbach erhält den Zuschlag für den Bau der Gepäckförderanlage. Mai 2008: Die Bietergemeinschaft „Technik Flugbetriebsflächen“, bestehend aus Siemens AG und Honeywell Airport Systems GmbH, erhält den Zuschlag für die technische Ausrüstung der Flugbetriebsflächen. Mai 2008: E.ON edis AG erhält den Zuschlag für die Lieferung von Energie über einen Lieferzeitraum von 15 Jahren ab Inbetriebnahme des BBI in 2011. Im Leistungsumfang ist die Lieferung von Energie wie Wärme, Kälte, Blockheizkraftwerk-Strom sowie Notstrom im Rahmen eines Energieliefercontractings enthalten. Juni 2008: Die Siemens AG Regionaldirektion Ost erhält den Zuschlag zur Errichtung eines neuen 110/20 kVUmspannwerkes. Juni 2008: Die BAM Deutschland AG, Stuttgart erhält den Zuschlag für den Rohbau des BBI-Terminals. Juni 2008: Die Arbeitsgemeinschaft Max Bögl Bauunternehmungen GmbH & Co. AG/ALPINE Bau Deutschland AG, Niederlassung Berlin, erhält den Zuschlag für den Rohbau der Piers Nord und Süd. 5. Finanzlage In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2008 hat die FBS die Verhandlungen über eine kommerzielle Projektfinanzierung ohne eine weitere Beteiligung der öffentlichen Hand fortgesetzt. Die Verhandlungen wurden mit einer Gruppe von Banken über ein Volumen von Mio. EUR 2.400 zzgl. einer Avallinie von Mio. EUR 150
geführt. Die Verhandlungen mit den Banken waren geprägt von der damals beginnenden Krise der Finanzmärkte. Auf der Grundlage von indikativen Margengeboten von Anfang Juli 2008 haben die Gesellschafter der FBS schließlich entschieden, einen veränderten Weg der langfristigen Finanzierung zu gehen. Die langfristige Finanzierung des BBI soll nun durch Bürgschaften der öffentlichen Eigentümer abgesichert werden. Das Kreditvolumen von Mio. EUR 2.400 wird in voller Höhe auf erstes Anfordern entsprechend der Gesellschafteranteile durch die Länder Berlin und Brandenburg sowie den Bund abgesichert. Da es sich hierbei um eine Bürgschaft durch öffentliche Eigentümer handelt, muss durch die Europäische Kommission bestätigt werden, dass es sich nicht um eine Beihilfe handelt. Auf Basis dieser 100%-Bürgschaft wird die FBS nun die langfristige Finanzierung der BBI-Investitionen durch Banken sicherstellen. Als erster Schritt wurde mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) ein Kreditvertrag über Mio. EUR 400 als erste Tranche für die Langfristfinanzierung verhandelt. Der Kreditvertrag wurde durch den Aufsichtsrat im Dezember 2008 genehmigt. Eine Auszahlung aus diesem Kreditvertrag wird unter die Bedingung gestellt, dass die beihilferechtlich offenen Punkte der Bürgschaft durch die öffentlichen Hände mit der EU-Kommission zufriedenstellend gelöst werden. Weitere Bankenverhandlungen werden begonnen, sobald die EUNotifizierung der 100%-Bürgschaft von der Generaldirektion Verkehr der EU-Kommission entschieden wird. Um den Liquiditätsbedarf bis zum Abschluss der Langfristfinanzierung zu decken, hat die FBS den bestehenden Brückenkredit verlängert. Der Brückenkreditvertrag vom 27. Juni 2006 über Mio. EUR 350 wurde am 2. September 2008 bis zum 30. September 2009 verlängert. Darüber hinaus hat die FBS eine Option zur weiteren Verlängerung auf den 30. Dezember 2009. Um diese Option zu nutzen, muss bis spätestens Juni 2009 eine Liquiditätsplanung vorgelegt werden, die nachweist, dass der Fremdmittelbedarf der FBS bis dahin die Grenze von Mio. EUR 375 nicht überschreitet. Die Brückenfinanzierung wurde erstmalig im Dezember 2008 mit einer Ziehung von Mio. EUR 80 in Anspruch genommen. Die Finanzierung der Investitionen der FBS für den BBI erfolgte zudem aus Mitteln der Gesellschafter. Diese Mittel in Höhe von Mio. EUR 63,2 wurden in voller Höhe in die Kapitalrücklage eingestellt.
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6. Vermögenslage Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich folgende Übersicht der nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ermittelten Vermögenslage: Die Zunahme im Anlagevermögen resultiert im Wesentlichen aus den Zugängen für die Realisierung des BBI (Mio. EUR 301,2). Dem gegenüber stehen entsprechende Anlagenabgänge sowie höhere Abschreibungen an den Standorten Schönefeld und Tegel. Die höheren Vorräte sind durch den Anstieg der noch nicht abgerechneten Leistungen, im Wesentlichen erbrachte Leistungen für die Schienenanbindung BBI, gegenüber dem Vorjahr begründet. Der Bestand an Grundstücken im Bereich BBI Business Park Berlin (bisher Baufeld-Ost) aus den Vorjahren ist unverändert im Umlaufvermögen ausgewiesen. Der bilanzierte Wert wurde unter der Annahme einer künftigen Erschließung und Verwertung als Gewerbegebiet ermittelt. Zur Sicherstellung einer effizienten Flächenentwicklung und -vermarktung wurden im Berichtsjahr weitere Flächen, die sich innerhalb des zu erschließenden Gebietes befinden, käuflich erworben. Dadurch erhöhte sich der Buchwert der nicht betriebsnotwendigen Grundstücke um TEUR 342 auf TEUR 41.888. Die Veränderungen bei dem Eigenkapital ergeben sich zum einen aus Bareinzahlungen von Gesellschaftern (TEUR 63.215) für Investitionen für den BBI, die den Rücklagen zugeführt wurden. Zum anderen erfolgte die Umwandlung der Gesellschafterdarlehen in Eigenkapital (TEUR 224.522). Der passivische Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung resultiert aus der Differenz zwischen dem
BFG-Beteiligungswert bei der FBS und dem Eigenkapital der BFG zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung per 1. Januar 2003. Die langfristigen Verbindlichkeiten enthalten Rückstellungen u. a. für Altersteilzeit- und Pensionsverpflichtungen (Mio. EUR 21,3), Kosten für die Schließung von Tegel (Mio. EUR 5,2) und Rückstellungen für das Personalkonzept TransFair BBI (Mio. EUR 6,1). In den langfristigen Verbindlichkeiten werden des Weiteren erhaltene Anzahlungen von Mio. EUR 173,5 ausgewiesen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten neben Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Mio. EUR 80,1) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR 39,7), Rückstellungen u. a. für Steuern (Mio. EUR 10,4), für Personal einschließlich Altersteilzeit (Mio. EUR 9,0) sowie Rückstellungen für Sachkosten zur Schließung von Tempelhof (Mio. EUR 2,6). Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft ermittelt sich wie folgt:
Finanzielle Leistungsindikatoren Eigenkapitalquote in % (Eigenkapital/ Gesamtkapital x 100)
31.12.2008 TEUR % Vermögen Anlagevermögen Vorräte Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände BBI Business Park Berlin Flüssige Mittel Übrige Aktiva Kapital Eigenkapital Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Sonderposten Langfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Verbindlichkeiten
1.080.291 117.870 35.659 41.888 66.413 1.953 1.344.074 896.180 21.194 27.834 211.403 187.463 1.344.074 80,4 8,8 2,7 3,1 4,9 0,1 100,0 66,7 1,6 2,1 15,7 13,9 100,0
31.12.2007 TEUR %
814.484 43.023 26.933 41.546 96.255 1.800 1.024.041 583.418 21.194 9.477 320.736 89.216 1.024.041 79,5 4,2 2,6 4,1 9,4 0,2 100,0 57,0 2,1 0,9 31,3 8,7 100,0
Veränderung TEUR %
265.807 74.847 8.726 342 -29.842 153 320.033 312.762 0 18.357 -109.333 98.247 320.033 32,6 174,0 32,4 0,8 -31,0 8,5 31,3 53,6 0,0 193,7 -34,1 110,1 31,3
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7. Weitere Angaben zum Geschäftsverlauf und zu den Rahmenbedingungen Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die folgenden nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sollen einen erweiterten Einblick in die Lage des Konzerns vermitteln. Personelle Leistungsindikatoren
Mitarbeiterzahlen im Jahresdurchschnitt Arbeitnehmer Auszubildende Gesamt 2008
Weiterhin fanden viele Weiterbildungen zur Methoden-, Sozial- und Fachkompetenz statt. Insgesamt nahmen über 520 Mitarbeiter an über 150 Schulungen und Trainings teil. Darüber hinaus wurde ein neues Dialog-Forum „Unter uns gesagt“ etabliert. In diesen Diskussionsrunden werden aktuelle Themen rund um die Berliner Flughäfen durch Führungskräfte einem breiten Kreis an Mitarbeitern vorgestellt. Betriebliches Gesundheitsmanagement Im Jahr 2008 wurden erstmalig Gesundheitstage in Schönefeld und Tegel angeboten. Insgesamt 400 Mitarbeiter nutzten das umfangreiche Angebot der kostenfreien Gesundheits-, Ernährungs- und Fitnessaktionen. Zudem wurden die Angebote der mobilen Massage, des Hautscreenings und der Yoga-Kurse rege wahrgenommen. Parallel dazu wurde ein Kooperationsvertrag mit der Fitness Company abgeschlossen, der es Mitarbeitern ermöglicht, zu günstigeren Konditionen zu trainieren. TransFair BBI Im Rahmen der Personalstrategie BBI wurde am 30. Mai 2007 mit den Betriebsräten ein umfassendes Verhandlungspaket abgeschlossen, das den Namen „TransFair BBI“ trägt und bei einem möglichen Arbeitsplatzwegfall viele Alternativen aufzeigt. Zu diesen Alternativen zählen unter anderem die Möglichkeiten, in ein internes Vermittlungsmanagement oder in eine externe Transfergesellschaft zu wechseln. Das Jahr 2008 wurde genutzt, um diese Alternativen konzeptionell zu gestalten. So wurden die Abläufe des Vermittlungsmanagements festgelegt. Parallel dazu wurde in diesem Jahr zusammen mit den Betriebsräten die Transfergesellschaft PETRAM Personaltransfer- & Arbeitsmarktagentur GmbH ausgewählt. Leistungsindikatoren aus dem Non-Aviation-Bereich Das Non-Aviation-Geschäft hat sich im Jahr 2008 weiter positiv entwickelt. Im Laufe des Jahres wurden weitere Handels-, Gastro- und Serviceeinrichtungen eröffnet, die das Angebot für Passagiere erweitern und die Attraktivität des Flughafens insgesamt stärken. Insbesondere in Schönefeld konnte das Angebot noch einmal substanziell erweitert werden. Nach der Eröffnung eines Sonnenbrillenkonzeptes und eines neuen Souvenirshops auf der Luftseite sowie zweier Geldwechselschalter und eines Hot-Dog-Standes war der große Entwicklungsschritt für den Standort Schönefeld am 28. November 2008 die Eröffnung des neuen Walk Through Duty Free/Travel Value Shops. Alle Passagiere aus dem Terminal B werden nun auf ihrem Weg zum Gate durch diesen neuen Shop geleitet. Mit insgesamt ca. 1 100 m² Verkaufsfläche weist der Shop fast die dreifache Fläche gegenüber dem vorherigen Konzept auf. Eine intuitive Wegeführung durch den Shop und ein umfassendes und zielgruppengerechtes Sortiment ermöglichen deutlich verbesserte Kundenansprache. Nach den positiven Erfahrungen mit dem Walk-Through-
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Ausbildungsstrukturen Im Jahr 2008 wurden im Jahresdurchschnitt 71 Auszubildende innerhalb des FBS-Konzerns beschäftigt. Ein wesentlicher Ausbildungsschwerpunkt lag bei den kaufmännischen, technischen und gewerblichen Berufen wie • Luftverkehrskaufleute, Kaufleute für Bürokommunikation, Bürokaufleute • Systeminformatiker • Elektroniker für Betriebstechnik • Konstruktionsmechaniker • Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik • Kfz-Mechatroniker • Mechatroniker • Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik Das vom Unternehmen unterstützte Studium an der Berufsakademie betrifft im Wesentlichen die Fachrichtungen Industrie, Facility Management sowie Wirtschaftsinformatik. Personalentwicklung Anfang des Jahres wurde das E-Learning-Programm zur Luftsicherheit implementiert. Damit waren die Berliner Flughäfen der erste deutsche Flughafen mit einem zertifizierten Lernprogramm zur Luftsicherheit. Mittlerweile haben viele Mitarbeiter das Programm erfolgreich durchlaufen. Seit Mai 2008 ist die EG VO 2320 in Kraft getreten, und das Schulungsprogramm wird gegen ein Entgelt auch am Flughafen ansässigen Unternehmen angeboten. Auch im Jahr 2008 war der Führungskräfteentwicklungsprozess ein wichtiges Thema. Im Mittelpunkt stand insbesondere die Vorbereitung auf das jährliche Mitarbeitergespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter, das Ende 2007 eingeführt wurde. Als ein Dialoginstrument soll es der Verbesserung der Arbeitssituation und Zusammenarbeit dienen, individuelle Entwicklungsperspektiven aufzeigen und Raum für gegenseitiges Feedback geben. Ebenfalls neu war in 2008 die Aufnahme von Trainingsmaßnahmen für das operative Management, die im Herbst gestartet sind.
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Konzept in SXF (Terminal D) und TXL (Terminal C) konnte dieses damit ein weiteres Mal umgesetzt werden. Im Bereich Parkierung wurde in Schönefeld ein PreBooking-System entwickelt und eingeführt. Damit wird das frühzeitige Buchen von Parkplätzen im Internet zu attraktiven Konditionen ermöglicht. Dieser Service wird sehr gut angenommen und führt zur verbesserten Auslastung der Parkierungsanlagen. In der Werbung konnte erneut ein Promotions-Vertrag für die Terminals A und D geschlossen werden. Im Jahr 2008 wurde am Flughafen Tegel die erfolgreiche Entwicklung des Vorjahres fortgeschrieben. Mit der weiteren Eröffnung von zusätzlichen Verkaufseinrichtungen in Handel, Gastronomie und Services konnte das Angebot für die Passagiere deutlich erweitert werden; es gewinnt weiter an Attraktivität und Anziehungskraft. Unter anderem konnte ein Betreiber aus Schweden gewonnen werden, der mit einem einzigartigen Buchkonzept an den Start gegangen ist: Der Pocket Shop ist spezialisiert auf eine große Auswahl an deutschen und englischen Taschenbüchern. Bei dem Shop handelt es sich um den ersten seiner Art außerhalb Schwedens. Bei den weiteren, neu hinzugekommenen Einrichtungen handelt es sich im Einzelnen um ein neues BäckereiKonzept, einen Geldwechselschalter an Gate 0, mehrere mobile Gastronomie-Einrichtungen zur Versorgung der Passagiere im Gate und einen Crew Shop, eine Verkaufseinrichtung, die Flughafen- und Airline-Mitarbeitern zu besonders günstigen Konditionen Textilien, Spielwaren, Süßwaren, Parfum und Kosmetikartikel anbietet. Zum Ende des Monats November wurde das Take-OffRestaurant für einen umfassenden Umbau geschlossen; die Wiedereröffnung erfolgte noch im Dezember mit neuem Erscheinungsbild unter dem Namen „TXL Terrace“. Die deutlichen Erweiterungen aus dem Jahre 2007 konnten im Jahr 2008 durch sehr positive Performance die Geschäftsentwicklung des Bereiches positiv beeinflussen. Im Segment der Flughafenwerbung konnte insbesondere ein Standort neu geschaffen und am Markt eingeführt werden: die Schilderbrücke an der Zufahrt zum Flughafen. Damit wurde einem neuen Kunden eine attraktive und wirksame Plattform für Werbeaktivitäten geboten. Im Bereich der Parkierung ist eine starke Auslastung der Anlagen zu verzeichnen; das Angebot wird von den Kunden gut angenommen. Es wurden einige Anpassungen im Preissystem vorgenommen. Am Flughafen Tempelhof hatte das Non-AviationGeschäft im Jahr 2008 so gut wie keine Bedeutung mehr. Aufgrund der Schließung wurden keinerlei Veränderungen mehr durchgeführt.
Leistungsindikatoren aus dem Bereich Real Estate Nach dem Verkauf großer Flächen in 2007 konnten auch im Jahr 2008 weitere Flächen verkauft werden. Insgesamt sind rd. 43 % der Flächen im BBI Business Park Berlin, über die die FBS verfügt, vermarktet. Für weitere 23 % der Flächen bestehen Optionsrechte, die bis 2011 ausgeübt werden können; für 25 % bestehen Vorkaufsrechte, die bis 2013 ausgeübt werden können. Im Jahr 2008 wurde zwischen der FBS und dem Land Berlin ein öffentlich-rechtliches Vertragssystem geschlossen, das die Planung und Herstellung von Erschließungsanlagen und Grünflächen sowie die Abwicklung der Fördermittel regelt. Zusätzlich werden Vereinbarungen mit den Versorgungsunternehmen zur Realisierung der leitungsgebundenen Erschließung abgeschlossen. Die ersten Vereinbarungen wurden 2008 unterzeichnet, die weiteren folgen Anfang 2009. Aufgrund diverser Verzögerungen bei Planungsverfahren, Verhandlungen zum Vertragssystem und Ausschreibungen konnten im Jahr 2008 nur bauvorbereitende Maßnahmen durchgeführt werden. Die Vergabe der Bauleistungen und der Baubeginn für die Erschließungsanlagen erfolgen erst Anfang 2009. Umweltspezifische Leistungsindikatoren Die Umweltleistungen der Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH sind mit dem EMAS-Zertifikat dokumentiert. Die Umweltmanagementsysteme nach der EG-Öko-AuditVerordnung bzw. gemäß der DIN EN ISO 14001 sind als Standards fest etabliert. Das Öko-Audit auf freiwilliger Basis hat die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistungen von Organisationen zum Ziel und ist die Basis, um das Erreichte zu kontrollieren und kontinuierlich zu verbessern. Im November 2007 wurde das System erfolgreich revalidiert. Eine interne Auditierung zur Überprüfung des Umweltmanagementsystems, teilweise mit der gleichzeitigen Überprüfung des Qualitätsmanagements, wurde im November 2008 durchgeführt. Seit Oktober 2008 ist die neue unternehmensweite Richtlinie Umweltschutz gültig. Diese löste das Umweltmanagementhandbuch in TXL und die Organisationsanweisung 12 in SXF ab. Damit sind die Erfahrungen, die bei der Umsetzung des validierten und zertifizierten Umweltmanagementsystems in TXL gesammelt wurden, auf den Standort Schönefeld in Vorbereitung für die Anwendung beim BBI übertragen worden. Somit werden frühzeitig die Grundlagen für einen rechtssicheren und umfassenden Umweltschutz auf dem künftigen Flughafen BBI geschaffen. Fluglärm Die Berliner Flughäfen widmen der Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte für Fluglärm eine besondere Aufmerksamkeit. Zur Erfassung der Fluglärmsituation werden Fluglärmmessungen gemäß Luftverkehrsgesetz durchgeführt. Neben der kontinuierlichen
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Erfassung der Messdaten erfolgt täglich die Kontrolle der Messstellen sowie die Aufbereitung der Daten. Die Ergebnisse der Messungen werden in Abhängigkeit von der Fragestellung ausgewertet und in Form von Tabellen und Diagrammen dargestellt. Monatlich wird eine zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse veröffentlicht. Empfänger der Berichte sind u. a. verschiedene Behörden und Institutionen sowie die Fluglärmkommission. Wie die nachfolgende Grafik veranschaulicht, ist der durchschnittliche äquivalente Dauerschallpegel (Leq) 2008 im Vergleich zum Vorjahr in Schönefeld um 2,0 dB(A) gestiegen. Aufgrund der Außerbetriebnahme der Messstellen 1 in Kienberg und 7 in Blankenfelde wurden die durchschnittlichen Dauerschallpegel des Jahres 2007 auch ohne diese Messstellen berechnet. Im Jahr 2008 ergab sich eine Steigerung der Flugbewegungen am Flughafen Schönefeld um 3,6 %. Der überdurchschnittliche Pegelanstieg begründet sich in den lärmintensiven Flugvorführungen während der ILA 2008. Insbesondere an den Messstellen 3 (Waßmannsdorf) und 6 (Waltersdorf-Siedlung) ergaben sich im Mai deutliche Pegelsteigerungen des Tages-Leq. Ohne Berücksichtigung der ILA-Flüge ergibt sich im Mittel über alle Messstellen ein Rückgang des Jahres-Leq von 0,3 dB(A). Da diese Flüge ausschließlich zur Tagzeit abgewickelt wurden, betrug die Steigerung des Jahres-Leq für die Nachtzeit nur 0,3 dB(A). Der Trend bei der Steigerung der Auslastung der Luftfahrzeuge setzt sich fort, so stieg die Anzahl der Fluggäste im Linienverkehr um 5,3 %. Die durchschnittliche Anzahl der Fluggäste pro Luftfahrzeug stieg somit von 95 im Jahr 2007 auf 97 im Jahr 2008 an. In Tegel ist der durchschnittliche Dauerschallpegel (Leq) 2008 im Vergleich zum Vorjahr trotz deutlich gestiegener Flugbewegungen (+6,5 %) gleich geblieben.
Auch der nächtliche Jahres-Dauerschallpegel blieb trotz einer Zunahme der nächtlichen Flugbewegungen um 5,6 % in etwa gleich (+0,3 dB(A)). Die Anzahl der beförderten Flugpassagiere stieg überdurchschnittlich um 8,5 % an, so dass die Anzahl der Passagiere pro Luftfahrzeug um 2 auf 90 anstieg. In Tempelhof wurde ein Abfall des durchschnittlichen äquivalenten Tag-Dauerschallpegels (Leq) um 0,4 dB(A) verzeichnet. Der Flugverkehr hat bis zur Schließung des Flughafens um 21,7 % zugenommen bei gleichzeitiger Abnahme des Linienverkehrs um 27 %. Die Steigerung ergab sich in den Monaten Mai bis Oktober, in denen der Flughafen durch die bevorstehende Schließung unter den Privatfliegern stark an Popularität gewann. Der nächtliche Leq stieg im betrachteten Zeitraum, gemittelt über alle Messstellen, um 5,6 dB(A) an. Da Nachtflüge am Flughafen Tempelhof nur in Ausnahmefällen stattfinden, führen hier bereits geringe Änderungen der nächtlichen Verkehrszahlen zu starken Pegelunterschieden. Verkauf der Anteile an der GlobeGround Berlin GmbH (GGB) Die Gesellschafter und der Aufsichtsrat der BFG hatten im Sommer 2007 entschieden, dass die Anteile der BFG an der GlobeGround Berlin GmbH (GGB) verkauft werden sollen. Die Lufthansa AG als zweiter Gesellschafter der GGB hatte sich in der Folge entschieden, ihre Anteile an der GGB ebenfalls zu verkaufen. Das Verfahren zur Veräußerung der Anteile der BFG (51 %) sowie der GlobeGround Deutschland (GGD, eine Konzerngesellschaft der Deutsche Lufthansa AG) (49 %) wurde im Rahmen einer gemeinsamen europaweiten Ausschreibung betrieben. Der Verkauf wurde in einem mehrstufigen Verfahren vollzogen. Die 100 % der GmbH-Anteile der GGB wurden von der WISAG-Gruppe erworben (Share Deal).
Anzahl der Flugbewegungen bzw. Passagiere/100
Leq 2007
Jahres-L eq [dB(A)] Tag
Leq 2008
Leq 2008 ohne ILA
Pax/100
Flugbewegungen in Tsd. Passagiere in Mio. Jahres-Leq, Tag [dB(A)] Jahres-Leq, Nacht [dB(A)]
* Werte für 2007 ohne die Messstellen 1 und 7 neu berechnet
2007* 66,4 6,3 56,6* 52,9*
SXF 2008 68,8 6,6 58,6 53,2
2007 151,4 13,4 62,5 52,8
TXL 2008 161,2 14,5 62,5 53,1
2007 35,3 0,4 55,3 34,8
THF 2008 37,4 0,3 54,8 40,4
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Die BFG hat einen Erlös realisiert, der über dem Beteiligungswertansatz des Jahresabschlusses 2007 lag. Der Verkauf erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2008. Schließung von Tegel und Tempelhof Vor dem Hintergrund des in mehreren Musterverfahren vom Bundesverwaltungsgericht rechtskräftig bestätigten Planfeststellungsbeschlusses zum BBI wurden die Schließungsverfahren der Flughäfen Tempelhof und Tegel erfolgreich vorangetrieben. Sowohl der Widerruf der Betriebsgenehmigung der BFG für den Flughafen Tegel als auch die Entlassung der Anlagen und Flächen des Flughafens Tegel aus der luftrechtlichen Zweckbestimmung (Aufhebung der Planfeststellung) sind bestandskräftig. Die Klage betreffend der Entlassung der Anlagen und Flächen des Flughafens Tempelhof aus der luftrechtlichen Zweckbestimmung (Aufhebung der Planfeststellung) ist am 17. Dezember 2008 vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg abgewiesen worden. Die Revision ist nicht zugelassen worden. Es bleibt abzuwarten, ob die Kläger gegen die Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erheben werden. Der Flugbetrieb auf dem Flughafen Tempelhof wurde am 30. Oktober 2008 eingestellt. Die BFG hat die Liegenschaft am 31. Oktober 2008 an die Grundstückseigentümer übergeben. Die Modalitäten der Rückgabe sind zwischen der BFG und den Grundstückeigentümern abschließend geregelt. Die BFG ist von den Grundstückseigentümern beauftragt worden, die Interimsbewirtschaftung bis zum 31. Dezember 2008 auf Kosten der Grundstückseigentümer durchzuführen. Mit dieser Bewirtschaftung hat die BFG die Schwestergesellschaft FMT beauftragt. Für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2009 wurde ein Vertrag über die Bewirtschaftung der Liegenschaft zwischen den Eigentümern und der FMT abgeschlossen. Entgelte Die Streitigkeiten zwischen Flughafen und Airlines zu den Entgelten wurden in 2008 fortgesetzt. Die Streitigkeiten mit verschiedenen Airlines über die seit 1. April 2002 gültigen Entgelte für die Nutzung zentraler Infrastruktureinrichtungen sowie die Anhebung der Passagierentgelte zum 1. August 2003 waren schon im Jahr 2005 mit nahezu allen beteiligten Airlines durch Vergleich beendet worden. Da aber mit dba, Germania und Hapag-Lloyd Fluggesellschaft keine Einigung erzielt werden konnte, hat die BFG zunächst gegen dba und Germania, später auch gegen Hapag-Lloyd Fluggesellschaft den Klageweg beschritten. Die Verfahren sind beim Landgericht Berlin und Landgericht Potsdam anhängig. In den Verfahren BFG gegen dba und Germania hat das Landgericht Berlin am 25. November 2008 der Klage
stattgegeben und die Entgeltkalkulation für die zentralen Infrastruktureinrichtungen sowie die Anhebung der Passagierentgelte zum 1. August 2003 für rechtmäßig erklärt. Die Gegenseite hat angekündigt, gegen die Entscheidung in Berufung zu gehen. In den parallel anhängigen Verfahren gegen die HapagLloyd Fluggesellschaft vor dem Landgericht Berlin und gegen Germania vor dem Landgericht Potsdam steht eine Entscheidung weiterhin aus. Das verbleibende, aber aus unserer Sicht geringe Risiko hat bei der Bemessung der Einzelwertberichtigung für die betreffenden Forderungen angemessene Berücksichtigung gefunden. Im Rahmen des Verkaufs der GGB haben sich neue Streitgegenstände ergeben. Die BFG hat sich verpflichtet, geschuldete Nutzungsentgelte für Bodendienstleistungen von Air Berlin gegenüber der GGB aus abgetretenem Recht gerichtlich geltend zu machen. Neben der Überprüfung der Zulässigkeit und Billigkeit der von der BFG geforderten Nutzungsentgelte ist auch die Auslegung des zwischen der GGB und Air Berlin geschlossenen Vertrages Gegenstand des Verfahrens. Des Weiteren hat sich die BFG im Rahmen des Verkaufs verpflichtet, einen Musterprozess gegen die GGB zu führen, der die Zulässigkeit und Billigkeit der von der BFG geforderten Nutzungsentgelte für Bodendienstleistungen klären soll. Gegenstand des Verfahrens sind Nutzungsentgelte, die der GGB für die Abfertigung von Hapag-Lloyd in Rechnung gestellt wurden. B. AUSBLICK 1. Verkehrsentwicklung Die gesamte Luftfahrtindustrie wird in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen angesichts der Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise stehen. Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Verkehrsflughäfen (ADV) prognostiziert angesichts des weltweiten wirtschaftlichen Abschwungs für das Jahr 2009 bei den Passagierzahlen ein Minus von 3 % in Deutschland. Nach fünf wachstumsstarken Jahren wird es 2009 keine nennenswerten Steigerungen bei den Verkehrszahlen mehr geben. Da sich der Berliner Luftverkehrsmarkt auch unter den Bedingungen der schwierigen Wirtschaftslage als relativ stabil erweist, ist davon auszugehen, dass das Vorjahresergebnis von rund 21,5 Millionen Fluggästen realistisch ist. Vor dem Hintergrund der unsicheren Wirtschaftslage und der damit eng verbundenen Verkehrsleistungen kann die tatsächliche Entwicklung von den Erwartungen stärker als sonst üblich abweichen.
Plan 2009 Wirtschaftlich relevante Flugzeugbewegungen Flughafen Schönefeld Flughafen Tegel Flughafen Tempelhof Gesamt 2008 2007
56 000 156 891 0 213 491
57 046 154 010 10 946
54 799 144 626 15 672
222 002 215 097
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Plan 2009 Fluggäste (in Tausend) Flughafen Schönefeld Flughafen Tegel Flughafen Tempelhof Gesamt
6 400 15 100 0 21 500
Für den Flughafen Schönefeld fallen in 2009 Investitionen in Höhe von Mio. EUR 5,2 an, u. a. Mio. EUR 1,8 für Kehrgeräte und -maschinen, Mio. EUR 0,3 für Brandschutzmaßnahmen und Mio. EUR 0,3 für die Erneuerung der Fluglärmüberwachungsanlagen. Wesentliche Maßnahmen in Tegel betreffen:
2. Wirtschaftliche Entwicklung Insgesamt wird mit Umsatzerlösen für das Geschäftsjahr 2008 in Höhe von Mio. EUR 271,7 gerechnet. Die Zuwächse bei den Umsatzerlösen resultieren vor allem aus der sukzessiven Rabattminderung, erweiterten bzw. verbesserten Laden- und Gastronomieangeboten sowie höheren Umsatzerlösen aus Bauleistungen für Dritte.
Umsatzerlöse (in Mio. EUR) Plan 2009 Umsatzerlöse Aviation 172,6 Umsatzerlöse Non-Aviation 48,6 21,9 Umsatzerlöse Real Estate 15,2 Umsatzerlöse Bauleistungen/Flächen 2,5 Umsatzerlöse Services 10,9 Sonstige Umsatzerlöse 271,7 Gesamt 2008
• Optimierung der Terminalkapazität (Mio. EUR 4,2) • Umbau Gepäckförderanlagen (Mio. EUR 1,9) • Verlagerung der Vorfeldflächen (Mio. EUR 1,6) • Gepäcksortierhalle für Transfergepäck (Mio. EUR 1,2) 3. BBI Im Jahr 2009 gestaltet sich der Verlauf der Baumaßnahmen wie folgt: • Fertigstellung Rohbau Fluggastterminal (GU I,2) • Baubeginn der Unternehmen für die Gebäudehülle Fluggastterminal (Werk- und Montageplanung sowie Vorfertigung/GU I, 3) • Betonagebeginn der Flugbetriebsflächen (GU II) im Vorfeldbereich • Fertigstellung des Rohbaus des Bahntunnels (Ostseite) inkl. Bahnhof und Übergabe an die EIU (GU XVII) • Baubeginn des Bahnhofausbaus durch die Deutsche Bahn AG • Beginn der Rohbauarbeiten im Bereich des Pier Süd • Fertigstellung der Montagezufahrt für Stahlbau Terminal (Terminalvorfahrt, GU VII) • Fertigstellung des Regenwassernetzes 3xx (GU XI) • Baubeginn der Erweiterungsflächen des Vorfeldes sowie Baubeginn Rollweg C (Charly/GU XVIII) 4. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Zentrale Zielsetzung für die FBS ist wie in den Vorjahren der Bau und die Finanzierung des BBI. Nach aktuellem Planungsstand wird weiterhin davon ausgegangen, dass der BBI Ende 2011 in Betrieb genommen wird. Die Eröffnung ist für den 30. Oktober 2011 vorgesehen. Trotz der in 2007 gescheiterten Terminalausschreibung und der hieraus resultierenden Neuausschreibung in 2008 wird der Zeitplan für die Inbetriebnahme eingehalten. Ende 2009 werden entsprechend der Planungen annähernd 90 % des Terminalvolumens vergeben sein. Die in 2008 eingeleitete Aufteilung des Terminalbaus in Einzelpakete zeigt nachhaltig, dass auch kleinere Unternehmen erfolgreich in den Wettbewerb und die Auftragsvergabe einbezogen werden können. Dem entsprechend wurde diese Strategie konsequent fortgeführt und in den Ausschreibungen der Betriebsspezifischen Gebäude ebenfalls umgesetzt. Angesichts der Größe und Komplexität des Bauprojekts sind die bisher durch die Unternehmen angezeigten Verzögerungen im Rahmen der Erwartungen. Es kann jedoch nicht sicher ausgeschlossen werden, dass es aufgrund der angezeigten Verzögerungen zu wirtschaft-
156,0 38,7 32,6 -0,1 2,6 3,5 233,3
Der Verkauf wesentlicher Flächen des ehemaligen Baufeld-Ost (BFO), jetzt BBI Business Park Berlin, führt im Jahr 2009 zu einem Anstieg der Umsatzerlöse Bauleistungen/Flächen. Mit voraussichtlich Mio. EUR 345,9 wird das Niveau der Betriebsaufwendungen des Jahres 2008 (Mio. EUR 317,2) um ca. 9,0 % überschritten, im Wesentlichen begründet durch höhere sonstige betriebliche Aufwendungen (+63,2 %). Die Steigerung des sonstigen betrieblichen Aufwands betrifft den Entwicklungsaufwand für die Flächen im BBI Business Park Berlin sowie den Aufwand aus Flächenverkäufen. Zudem entstehen höhere Beratungsleistungen für den Financial Close sowie für Projekte aus dem laufenden Geschäft. Auch die Finanzaufwendungen werden infolge des gestiegenen BBI Investitionsvolumens stark ansteigen. Im Jahr 2009 wird vor dem Hintergrund dieser Annahmen mit einem Ergebnis vor Steuern von Mio. EUR 6,9 gerechnet. Für 2010 wird ebenfalls mit einem positiven Vorsteuerergebnis gerechnet. Das Investitionsvolumen wird mit Mio. EUR 739,7 erheblich über dem Vorjahresniveau liegen. Wesentliche Vorhaben für den BBI betreffen: • Fluggastterminal (Mio. EUR 371,0) • Flugbetriebsflächen (Mio. EUR 114,9) • Ver- und Entsorgung (Mio. EUR 56,2) • Schallschutzprogramm BBI (Mio. EUR 31,8) • Airport City BBI (Mio. EUR 26,7)
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lichen Nachteilen bei der Realisierung des BBI kommt, da insbesondere in 2009 die Anordnung von terminsichernden Maßnahmen erwogen werden muss. Die Fertigstellung des Rohbaus für den Bahnhof bzw. Tunnel befindet sich im Zeitplan, damit ist die fristgerechte Übergabe an die Deutsche Bahn AG zum 24. Juli 2009 gewährleistet. Mit der fristgerechten Übergabe werden die Voraussetzungen geschaffen, dass die Deutsche Bahn AG die Bahnanbindung ebenfalls rechtzeitig zur Inbetriebnahme BBI 2011 zur Verfügung stellen kann. Die Werthaltigkeit wesentlicher Teile des Sachanlagevermögens gründet auf der Annahme der erfolgreichen Realisierung des BBI. Sofern im Laufe der weiteren Planung für den BBI Teile der bisherigen Planung als nicht ausreichend qualifiziert bewertet würden und neu erstellt werden müssten, könnte es zu außerplanmäßigen Abschreibungen von Planungsleistungen kommen. Um die Finanzierung des BBI sicherzustellen, haben sich die Berliner Flughäfen verpflichtet, einen Eigenfinanzierungsbeitrag von Mio. EUR 440 zu erbringen. Um diesen Betrag zu erwirtschaften, muss die Profitabilität des operativen Geschäfts bzw. das EBITDA bis 2011 sukzessiv verbessert werden. In den letzten Jahren ist es gelungen, die Profitabilität des operativen Geschäfts stetig zu steigern. Neben der Steigerung der Aviation-Erlöse bedingt durch sukzessive Rabattminderung, werden auch die Non-Aviation-Erlöse durch erweiterte bzw. attraktivere Laden- und Gastronomieangebote verbessert. An einigen Stellen wird auch im Jahr 2009 das Angebot an Flächen in Schönefeld weiter optimiert. So wird der neue Walk Through Shop noch um eine Accessoire-Fläche ergänzt, das Bon-Voyage-Konzept wird an neuem Standort neueröffnet und das gastronomische Angebot wird um ein Café-Konzept erweitert. Damit können die Passagiere, Bringer/Abholer, Besucher und Mitarbeiter des Flughafens umfassend versorgt werden. Für TXL wird weiterhin mit einer über dem Durchschnitt der deutschen Verkehrsflughäfen liegenden Verkehrsentwicklung und einer Profitabilität der Verkehre gerechnet. Mit der in 2009 erfolgenden Erweiterung des Terminal C wird die Transferfunktionalität des Flughafens Tegel maßgeblich optimiert werden. Damit wird die wesentliche Voraussetzung geschaffen, bereits vorhandene sowie noch zu generierende Potenziale an Umsteigepassagieren bereits im Vorfeld der Inbetriebnahme des BBI vollständig abzuschöpfen. Das Non-Aviation-Angebot wird weiter optimiert, so werden am Standort eine Apotheke eröffnet und neue Retail-Einrichtungen hinzukommen. Damit können die Passagiere, Bringer/Abholer, Besucher und Mitarbeiter des Flughafens umfassend versorgt werden. Das Verkehrswachstum war in der Vergangenheit von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, aber auch in der Region Berlin-Brandenburg unterstützt. Vor dem Hintergrund der bestehenden
Rezessionsängste besteht das Risiko, dass das Verkehrswachstum und die Umsatzerlöse nicht in gleichem Maße weiterentwickelt werden können. Grundsätzlich wird bis zur Inbetriebnahme des BBI von einem weiteren Verkehrswachstum ausgegangen. Mit den neuen Vorfeldkapazitäten und der Ergänzung des Terminals C in TXL in 2009 sind die Voraussetzungen sichergestellt, um ein solches Verkehrswachstum aufzunehmen. Bei einem weiteren Verkehrswachstum wird insbesondere mit weiter steigenden Aviation- und NonAviation-Umsatzerlösen in 2010 und 2011 gerechnet. Allerdings ist die derzeitige gesamtwirtschaftliche Lage so unsicher, dass kaum verlässliche Prognosen der kurzfristigen Verkehrsentwicklung möglich sind. Sollte es – entgegen den Erwartungen, die dem Wirtschaftsplan für 2009 zugrundeliegen – zu einem deutlichen Verkehrsrückgang in 2009 kommen, so ist auf Basis der Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit (z. B. 9/11 oder SARS) davon auszugehen, dass die Rückschläge eher kurzfristiger Natur sind und das Verkehrswachstum mittelfristig fortgesetzt werden kann. Um die Wirtschaftlichkeit der FBS weiter zu steigern, gilt es trotz der Umsatzsteigerungen Kostensteigerungen zu begrenzen bzw. Kostensenkungen zu erreichen. In den letzten Jahren wurden dazu die Steuerungsmechanismen konsequent verbessert. In 2009 gilt es, diese Steuerungsinstrumente weiter zu entwickeln, um das Kostenbewusstsein weiter zu stärken. Um zusätzliche Potenziale zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit zu erschließen, wurde im Herbst 2005 das „Focus Programm“ aufgesetzt. In diesem Programm werden wesentliche Querschnittsprojekte zusammengefasst, in denen zusätzliche Umsatzsteigerungen bzw. weitere Kostensenkungen untersucht und erschlossen werden sollen. Das „Focus Programm“ wird auch in 2009 weitergeführt werden. Wesentliche Voraussetzung um die Langfristfinanzierung abzuschließen, ist die Zustimmung der EU-Kommission zur 100%-Bürgschaft durch die Gesellschafter der FBS. Im Dezember 2008 hat die Bundesregierung mit der Übergabe des Notifizierungsschriftsatzes zur angestrebten Bürgschaft für die BBI-Langfristfinanzierung die Prüfung durch die EU-Kommission eingeleitet. Die Frist zur Bearbeitung kann maximal 18 Monate betragen. Grundsätzlich wird mit einer positiven Beschlussfassung der EU-Kommission gerechnet. Ein indikativer Private Investor Test mit positivem Ergebnis liegt vor, um die beihilferechtliche Prüfung bei der EU-Kommission zu unterstützen. Zwei voneinander unabhängige Rechtsgutachten bestätigen die Durchsetzbarkeit der Bürgschaft. Eine Entscheidung der EU-Kommission bereits im Frühsommer 2009 wird für möglich gehalten. Die EIB hat sich bereit erklärt, Anfang des Geschäfts-
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jahres 2009 eine zweite Tranche für die Langfristfinanzierung der BBI-Investitionen über EUR 600 Mio. zu verhandeln. Der FBS liegt ein Side Letter mit einer entsprechenden Absichtserklärung der EIB bereits vor. Mit dem abgeschlossenen Brückenkreditvertrag (EUR Mio. 350), dem abgeschlossenen EIB-Kreditvertrag über eine erste Tranche (EUR Mio. 400) sowie der in Aussicht gestellten zweiten Tranche des EIBKreditvertrags (EUR Mio. 600) sind grundsätzlich die Mittelbedarfe der FBS bis über das Jahresende 2009 hinaus gedeckt. Allerdings steht die Inanspruchnahme der Kredite unter der Bedingung, dass eine positive Beschlussfassung der EU-Kommission vorliegt. Hieraus ergibt sich, dass die rechtzeitige Beschlussfassung der EU-Kommission wesentlich dafür ist, dass die Brückenfinanzierung rechtzeitig durch die Langfristfinanzierung der EIB abgelöst werden kann und damit die Fremdmittelbedarfe der FBS in 2009 durch die Brücken- und die Langfristfinanzierung ausreichend abgedeckt werden können. Sollte die Entscheidung der EUKommission nicht wie erwartet erfolgen, ist kurzfristig eine erneute Restrukturierung der Finanzierung unter Einbindung der öffentlichen Gesellschafter erforderlich. Mit der für 2011 geplanten Inbetriebnahme des BBI ist die Schließung des Flughafens Tegel verbunden. Gemäß der zwischen der Gesellschaft und dem Land Berlin bzw. dem Bund geschlossenen Erbpachtverträge ist eine verkehrswertorientierte Entschädigung vorgesehen, soweit die Gebäude und Anlagen einer weiteren Verwendung zugeführt werden können. Derzeit gibt es keine konkreten Hinweise, dass die bestehenden Anlagen durch die Grundstückseigentümer einer Nachnutzung zugeführt werden können. Der Nutzungsvertrag zwischen der BFG und dem Bund, der sich auf den überwiegenden Teil des Areals und Gebäudekomplexes bezieht, legt fest, dass die Rückgabemodalitäten in einer gesonderten Vereinbarung zu regeln sind. Die Verhandlungen zur Rückgabe der Liegenschaften und Immobilien am Standort Tegel an die Eigentümer Bund und Land Berlin haben im Januar 2009 begonnen. Mit dem Land Berlin ist unter Einbeziehung der Flächen des bisherigen Mietvertrages ein neuer Erbbaurechtsver-trag mit Wirkung zum 1. Januar 2008 abgeschlossen worden. In diesem Erbbaurechtsvertrag sind bereits die wesentlichen Parameter für die Rückgabe der Liegenschaft aufgenommen. Die BFG trifft bei Beendigung des Erbbaurechts keine Rückbauverpflichtung für Gebäude, Anlagen und Verkehrsflächen. Die BFG ist ausschließlich für die während der Laufzeit des Erbbaurechts (seit 1976) und des Nutzungsvertrages (1998) entstandenen Schäden verantwortlich. Die BFG erhält bei Erlöschen des Erbbaurechts eine Entschädigung in Höhe von 50 % des Verkehrswertes für die vorhandenen Gebäude, soweit
die Bauwerke bei einer künftigen Verwendung der Grundstücke einer Nutzung zugeführt werden können. Der Nutzungsvertrag/Erbbaurechtsvertrag mit dem Bund sieht vor, dass die Rückgabemodalitäten in einer gesonderten Vereinbarung zu regeln sind. Durch den Verkauf der GlobeGround Berlin GmbH entfallen die Risiken, die aus der wirtschaftlichen Situation der GGB resultierten. Im Verkauf hat die BFG einem begrenzten, marktüblichen Garantiekatalog zugestimmt, der Standardgarantien und -risiken beinhaltet. Die wesentlichen Garantien sind: Pensionsrückstellungen, die Wirksamkeit der Rückwirkung des Zukunftssicherungstarifvertrags der GGB und die Richtigkeit offengelegter Informationen. Es wurde eine ausgewogene Steuerfreistellungsverpflichtung, abgegrenzt zum 31. Dezember 2007, gegeben. Die Haftung ist auf den Kaufpreis begrenzt. Im Anteilskaufvertrag ist vereinbart, dass die BFG die streitgegenständlichen Nutzungsentgelte zwischen der GGB und Air Berlin für den Zeitraum 1. Januar 2007 bis zum 31. Dezember 2011 geltend machen wird. Die Ansprüche sind von GGB an die BFG abgetreten worden. Das Risiko, dass die Nutzungsentgelte dem Grunde oder der Höhe nach unzulässig und unbillig sein sollten und diese nicht von Air Berlin zu erlangen sind, trägt die BFG. Für den Fall, dass die Auslegung des zwischen Air Berlin und GGB bestehenden Vertrages ergeben sollte, dass die Nutzungsentgelte vertraglich nicht vereinbart worden sind, trägt das Ausfallrisiko die BFG zu 51 % und der Mitgesellschafter GGD zu 49 %. Erstinstanzlich hat das Landgericht Berlin entschieden, dass der zwischen GGB und Air Berlin bestehende Vertrag so auszulegen sei, dass die Nutzungsentgelte von Air Berlin nicht geschuldet seien. Hiergegen hat die BFG Berufung eingelegt und gleichzeitig aus abgetretenem Recht Regressansprüche gegen die bei Abschluss des Air Berlin Vertrages im Amt befindlichen Geschäftsführer der GGB geltend gemacht. Die Geschäftsführung beabsichtigt rückwirkend zum 1. Januar 2009 die Verschmelzung der Berliner Flughafen-Gesellschaft GmbH (BFG) auf die Flughafen Berlin Schönefeld GmbH (FBS). Der Aufsichtsrat der FBS hat die Geschäftsführung beauftragt, die Verschmelzung der BFG auf die FBS zur Beschlussfassung durch die Gesellschafter vorzubereiten. Mit der zuständigen Luftfahrtbehörde sind betreffend der Übertragung der luftrechtlichen Genehmigung von der BFG auf die FBS zielführende Gespräche geführt worden. Ein entsprechender Antrag auf Überleitung der luftrechtlichen Genehmigung ist von der FBS gestellt worden. Damit wird eine wesentliche Voraussetzung für die Verschmelzung geschaffen. Die Verschmelzung ist für Mitte 2009 unter Zugrundelegung des testierten Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2008 rückwirkend zum 1. Januar 2009 geplant. Ein Rahmenterminplan für die erforderlichen Aktivitäten wird derzeit erarbeitet.
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Mit der geplanten Verschmelzung wird die in 2003 begonnene Vereinfachung der Konzernstruktur fortgesetzt. Die Verschmelzung der bestehenden Flughäfen ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zum Single-Airport BBI. Risikomanagement Risiken in der geschäftlichen Entwicklung werden durch die Gesellschaft konsequent beobachtet. Die Gesellschaft ist in das Risikomanagementsystem der FBSGruppe eingebunden. Das Risikomanagementsystem setzt sich aus verschiedenen Funktionsträgern zusammen. Neben dem zentralen und dezentralen Controlling sowie der internen Revision besteht eine Arbeitsgruppe für das Risikomanagement. Diese erarbeitet Kriterien und Maßnahmen zur Risikoidentifizierung, -bewältigung sowie deren Überwachung. Die Risikoidentifikation und -systematisierung sowie die Risikoanalyse und -bewertung erfolgt quartalsweise und wird regelmäßig aktualisiert. Über die hier gewonnen Erkenntnisse wird der Aufsichtsrat laufend informiert. Die Risiken und entsprechend abgeleitete Maßnahmen werden im Risikobericht für den Aufsichtsrat detailliert dargestellt. Im Einzelnen betrifft dies u. a. Themen wie ein mögliches Wachstumsrisiko auf Grund von Verkehrsrückgängen im Zusammenhang mit einer negativen Entwicklung der Gesamtwirtschaft, mögliche Szenarien unvorhersehbarer Katastrophenfälle oder auch die Entwicklung von einzelnen Entgelten. Finanzinstrumente Wesentliche Finanzinstrumente im Sinne des § 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB bestanden im Konzern im Geschäftsjahr 2008 in der Form von Forderungen und Verbindlichkeiten. Der FBS-Konzern ist bei der Verwendung dieser Finanzinstrumente nur in geringem Maße Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, Preisänderungs-, Ausfallund Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Zinsen für die Brückenfinanzierung und die sich anschließende langfristige Fremdfinanzierung des BBI stellen einen wesentlichen Bestandteil der künftigen Zahlungsverpflichtungen der FBS dar. Da sich die Zinskosten der Kredite auf Basis des variablen 3-MonatsEuribors ermitteln, wird die FBS bei einer Änderung des Zinsniveaus bedeutenden Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ausgesetzt sein. Die Gesellschaft hat sich daher mit Hilfe von drei Zinsswaps seit Ende 2006 gegen einen Anstieg des Zinsniveaus und damit einhergehender ansteigender Finanzierungskosten abgesichert. Es handelt sich hierbei um ein Cashflow-Hedge. Das zu sichernde Risiko ist die Wertänderung der Zinszahlungen für die Brückenfinanzierung und der künftigen langfristigen Fremdfinanzierung aufgrund sich ändernder 3-Monats-Euribor-Zins-
sätze. Das Ziel der Zinssicherungsgeschäfte ist es, einen Festsatz für die Serie von erwarteten Zinszahlungen (3-Monats-Euribor) zu etablieren. Dieses wird mit den beschriebenen Zinsswaps erreicht. Es wird erwartet, dass die Zahlungen aus den Zinsswaps aufgrund sich ändernder Marktzinssätze die entsprechenden Wertänderungen der Cashflows des Grundgeschäfts ausgleichen werden. Als Grundgeschäft für die Sicherung sollen während der Bauphase und der ersten drei Betreiberjahre die ersten 80 % des Gesamtkreditbedarfs gemäß Businessplan für den BBI gelten. Während der Laufzeit bis 2026 sollen die ersten 60 % des jeweiligen Gesamtkreditbedarfs gemäß Businessplan gelten. Für die künftigen Zinszahlungen sind Risiken aus Zahlungsstromschwankungen in der vorgenannten Höhe somit ausgeschlossen. Schönefeld, 26. Februar 2009
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Wir haben den von der Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH, Schönefeld, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Berlin, den 26. Februar 2009 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (vormals KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft)
gez. Maas Wirtschaftsprüfer
gez. Nieweg Wirtschaftsprüfer
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ADV Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen Berlin Brandenburg International BBI Berliner Flughafen-Gesellschaft mbH Ehemaliges Baufeld-Ost, jetzt Business Park Berlin Berliner Immobilienmanagement GmbH Berlin Tourismus Marketing GmbH Europäische Investitionsbank Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH Flughafen Energie & Wasser GmbH Facility Management Tempelhof GmbH GlobeGround Berlin GmbH Internationale Luftfahrt-Ausstellung Flughafen Berlin-Schönefeld Flughafen Berlin-Tempelhof (Schließung zum 31. Oktober 2008) Flughafen Berlin-Tegel
BBI BFG BFO
BIM BTM EIB FBS FEW FMT GGB ILA SXF THF