Source: http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv019101.html
Timestamp: 2017-10-22 17:11:39
Document Index: 12695801

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 17', '§ 1', '§ 6', '§ 6', '§ 11', '§ 16', '§ 17', '§ 11', '§ 17', '§ 17', '§ 17', 'Art. 3', 'Art. 3']

DFR - BVerfGE 19, 101 - Zweigstellensteuer
1. Die zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbundenen f ...
2. Die beiden oberen Bundesgerichte gehen im wesentlichen üb ...
3. Die Verfassungsbeschwerden werden im wesentlichen mit folgende ...
4. Die Bundesregierung verneint eine Verletzung des Grundgesetzes ...
5. Das Bundesverfassungsgericht hat beim Institut für Handel ...
1. Nach dem Wortlaut des § 17 GewStG war es die Absicht des ...
2. Die Gewerbesteuer als eine besondere Steuer neben der Einkomme ...
3. Die Entstehungsgeschichte zu § 17 GewStG ergibt Anhaltspu ...
4. Da die angefochtene Bestimmung schon wegen Verstoßes geg ...
-- 1 BvR 771/59, 234, 246, 367/61 und 17/62 --
in dem Verfahren über die Verfassungsbeschwerden I. der Firma .. -- Bevollmächtigter: Rechtsanwalt .. -- gegen 1. den Bescheid des Finanzamts für Körperschaften, Hamburg, vom 12. Mai 1956 -- St.-Nr. Kö 204/46 -- 2. das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 15. April 1958 -- II 108 -- 110 -- 56 -- 3. das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 9. Juni 1959 -- I 167/58 U -- (1 BvR 771/59) -- II. der .. -- Bevollmächtigter: Rechtsanwalt .. -- gegen 1. a) den Bescheid des Finanzamts Dortmund-Süd vom 15. Februar 1956 -- St.-Nr. 26/34 -- b) die Einspruchsentscheidung des Finanzamts Dortmund-Süd vom 19. Dezember 1959 -- Az. s.R. 1/55 -- c) das Urteil des Finanzgerichts Münster vom 23. November 1960 -- FG V c 2/60 -- d) das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 21. November 1961 -- I 108/61 -- 2. a) den Bescheid des Finanzamt Dortmund-Süd vom 29. November 1955 -- St.-Nr. 26/34 -- b) die Einspruchsentscheidung des Finanzamts Dortmund-Süd vom 19. Dezember 1959 -- Az. s.R. 1/54 -- c) das Urteil des Finanzgerichts Münster vom 23. November 1960 -- FG V c 1/60 -- d) das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 21. November 1961 -- I 107/61 -- (1 BvR 17/62) -- III. der Firma .. -- Bevollmächtigter: Rechtsanwalt .. -- gegen 1. die Gewerbesteuer-Ergänzungsbescheide der Stadt Dortmund vom 22. Juli 1958 -- GW 245 574/1956 -- und vom 25. Juli 1958 -- GW 245 574/1956 -- 235 836/1958 -- und den Einspruchsbescheid der Stadt Dortmund vom 1. September 1958 -- GW 245 574/1956 -- 2. das Urteil des Landesverwaltungsgerichts Gelsenkirchen vom 17. Februar 1959 -- 3 K 165/58 -- 3. das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster vom 25. November 1959 -- III A 577/59 -- 4. das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. März 1961 -- VII C 29.60 -- (1 BvR 234/61) -- IV. der Firma .. -- Bevollmächtigte: Rechtsanwälte .. -- gegen 1. den berichtigten Gewerbesteuerbescheid der Stadt Mönchengladbach für die Kalenderjahre II/1948 bis 1952 vom 28. Januar 1959 -- St.-Nr. 25/427 -- 2. den berichtigten Gewerbesteuerbescheid der Stadt Mönchengladbach für die Kalenderjahre 1953 und 1954 und erstmals für 1955/1956 vom 28. Januar 1959 -- St.-Nr. 25/427 -- und den Einspruchsbescheid der Stadt Mönchengladbach vom 9. Juli 1959 -- St.-Nr. 25/427 -- 3. den Bescheid des Landesverwaltungsgerichts Düsseldorf vom 25. August 1959 -- 5 K 2372/59 -- 4. den Bescheid des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 16. März 1960 - III A 1477/59 -- 5. das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 8. Juni 1960 -- III A 1477/59 -- 6. das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. März 1961 -- VII C 119.60 -- (1 BvR 246/61) -- V. der Firma .. -- Bevollmächtigter: Rechtsanwalt .. -- gegen 1. Stadt Krefeld a) den Gewerbesteuer-Heranziehungsbescheid der Stadt Krefeld für die Jahre 1953 bis 1956 vom 8. Januar 1960 -- N 168/361170 -- und den Einspruchsbescheid vom 15. Januar 1960 -- N 168/361170 -- b) den Bescheid des Landesverwaltungsgerichts Düsseldorf vom 15. März 1960 -- 5 K 1242/60 -- c) das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 25. Mai 1960 -- III A 584/60 -- d) das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. Juli 1961 -- VII C 112.60 -- 2. Stadt Düsseldorf a) den Gewerbesteuer-Heranziehungsbescheid der Stadt Düsseldorf für die Jahre 1953 bis 1956 vom 28. Oktober 1959 -- 215 998 -- und den Einspruchsbescheid vom 9. November 1959 -- 215 998 -- b) den Bescheid des Landesverwaltungsgerichts Düsseldorf vom 23. Februar 1960 -- 5 K 3409/59 -- c) das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 25. Mai 1960 -- III A 585/60 -- d) das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. Juli 1961 -- VII C 113.60 -- 3. Stadt Velbert a) den Gewerbesteuer-Berichtigungsbescheid der Stadt Velbert für die Jahre 1953 bis 1956 vom 29. September 1959 -- St.-Nr. 20/4276, Kto.Nr. 136 592/59 -- und den Einspruchsbescheid vom 26. Oktober 1959 -- St.-Nr. 20/4276, Kto.Nr. 136592 -- b) den Bescheid des Landesverwaltungsgerichts Düsseldorf vom 23. Februar 1960 -- 5 K 3411/59 -- c) das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 25. Mai 1960 -- III A 586/60 -- d) das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. Juli 1961 -- VII C 114.60 -- 4. Stadt Mühlheim/Ruhr a) den berichtigten Gewerbesteuerbescheid der Stadt Mühlheim für die Jahre 1953 bis 1956 vom 2. November 1959 -- Kto.Nr. 51717 -- und den Einspruchsbescheid vom 14. November 1959 -- Kto.Nr. 51717 -- b) den Bescheid des Landesverwaltungsgerichts Düsseldorf vom 23. Februar 1960 -- 5 K 3480/59 -- c) das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 25. Mai 1960 -- III A 589/60 -- d) das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. Juli 1961 -- VII C 116.60 -- 5. Stadt Viersen a) den Gewerbesteuerbescheid der Stadt Viersen für die Jahre 1953 bis 1955 vom 28. Oktober 1959 -- Nr. 9379 -- und den Einspruchsbescheid vom 2. November 1959 -- Nr. 9379 -- b) den Bescheid des Landesverwaltungsgerichts Düsseldorf vom 23. Februar 1960 -- 5 K 3410/59 -- c) das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 25. Mai 1960 -- III A 590/60 -- d) das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. Juli 1961 -- VII C 117.60 -- 6. Stadt Grevenbroich a) die Gewerbesteuer-Berichtigungsbescheide der Stadt Grevenbroich für die Kalenderjahre 1953 bis 1956 vom 20. und 21. Oktober 1959 -- Nr. 823 -- und den Einspruchsbescheid vom 5. November 1959 b) den Bescheid des Landesverwaltungsgerichts Düsseldorf vom 23. Februar 1960 -- 5 K 3405/59 -- c) das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 25. Mai 1960 -- III A 645/60 -- d) das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. Juli 1961 -- VII C 118.60 -- (1 BvR 367/61) -.
A. 1. Die Urteile des Bundesfinanzhofs vom 9. Juni 1959 -- I 167/ 58 U -- und vom 21. November 1961 -- I 107/61, I 108/61 -- sowie die darin bestätigten Entscheidungen der Finanzämter und Urteile der Finanzgerichte verletzen die Grundrechte der Beschwerdeführerinnen aus Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes und werden aufgehoben. Die Sachen werden an den Bundesfinanzhof zurückverwiesen.
2. Die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. März 1961 -- VII C 29.60, VII C 119.60 -- und vom 14. Juli 1961 -- VII C 112.60, VII C 113.60, VII C 114.60, VII C 116.60, VII C 117.60, VII C 118.60 -- sowie die darin bestätigten städtischen Steuerbescheide und Entscheidungen der Verwaltungsgerichte verletzen die Grundrechte der Beschwerdeführerinnen aus Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes und werden aufgehoben. Die Sachen werden an das Bundesverwaltungsgericht zurückverwiesen.
Nach § 1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) sind die Gemeinden berechtigt, eine Gewerbesteuer als Gemeindesteuer zu erheben. Besteuerungsgrundlagen für die Gewerbesteuer sind der Gewerbeertrag und das Gewerbekapital (§ 6 Abs. 1); daneben kann die Lohnsumme als Besteuerungsgrundlage gewählt werden (§ 6 Abs. 2). Die Steuer wird in der Weise berechnet, daß auf den nach dem Gewerbeertrag und dem Gewerbekapital oder nach der Lohnsumme ermittelten einheitlichen Steuermeßbetrag der Hebesatz angewendet wird, der von der hebeberechtigten Gemeinde durch Gemeindesatzung festgelegt ist (§§ 11, 12, 14, 16, 25). Der Hebesatz muß für alle in der Gemeinde vorhandenen gewerblichen Unternehmen gleich sein (§§ 16 Satz 2, 25 Abs. 4). Eine Ausnahme ist nur in § 17 GewStG vorgesehen. Diese Bestimmung ist in dem hier wesentlichen Teil seit Erlaß des Gesetzes unverändert geblieben (vgl. zuletzt Fassung vom 25. Mai 1965 -- BGBl. I S. 459 -). Sie lautet:
1. Die zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbundenen fünf Verfassungsbeschwerden richten sich -- abgesehen von den Angriffen gegen die vorausgegangenen Verwaltungsakte und instanzgerichtlichen Entscheidungen -- in zwei Fällen (Verfassungsbeschwerden zu I. und II.) gegen letztinstanzliche Entscheidungen des Bundesfinanzhofs, in den übrigen Fällen (Ver fassungsbeschwerden zu III. bis V.) gegen letztinstanzliche Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts.
Die Gewerbesteuer ist dadurch charakterisiert, daß sie als Sachsteuer nach dem Gewerbeertrag und Gewerbekapital berechnet wird. Auch die Lohnsummensteuer knüpft an ein derartiges objektives Merkmal an. Somit ist bei gleichem Ertrag und gleichem Gewerbekapital -- abgesehen von der hier nicht bedeutsamen Sonderregelung in § 11 Abs. 1 GewStG -- die gleiche Steuer zu entrichten. Der Gesetzgeber hat die eine zusätzliche Belastung bildende Zweigstellensteuer als eine Sondergewerbesteuer ausgestaltet und Unternehmen, die auswärtige Betriebstätten unterhalten, bei gleichem Ertrag und gleichem Kapital -- auch bei gleicher Lohnsumme -- eine höhere Steuer auferlegt als ortsansässigen selbständigen Unternehmen mit gleichgroßer Besteuerungsgrundlage. An sich war der Gesetzgeber nicht gehindert, von der allgemeinen Regel gleicher Hebesätze für alle Gewerbebetriebe in der Gemeinde Ausnahmen zuzulassen, wenn er dafür einleuchtende sachliche Gründe angeben konnte, insbesondere den Kreis der stärker zu belastenden Unternehmen nach sachlich vertretbaren Kriterien abzugrenzen in der Lage war (BVerfGE 12, 151 [164] und die dort angeführte Rechtsprechung; 12, 341 [349]; 13, 31 [38]; 18, 315 [334]). Ob sich für § 17 GewStG solche Gründe finden lassen, ist, da die Beschwerdeführerinnen Wareneinzelhandelsunternehmen im Sinne des § 17 Abs. 1 GewStG sind, nur für diese Unternehmen zu untersuchen. Die Regelung für die Wareneinzelhandelsunternehmen einerseits, die Banken und Kreditinstitute andererseits, bildet im Sinne der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts über die Teilnichtigkeit von Normen (BVerfGE 8, 274 [301]) keine untrennbare Einheit.
1. Nach dem Wortlaut des § 17 GewStG war es die Absicht des Gesetzes, die Möglichkeit eines Schutzes der ortsansässigen Einzelhandelsunternehmen -- ohne Rücksicht auf ihre Schutzbedürftigkeit im einzelnen -- gegen die Konkurrenz durch Zweigstellen auswärtiger Unternehmen zu schaffen. Dies haben auch Rechtsprechung und Schrifttum übereinstimmend angenommen.
Es liegt auf der Hand, daß jemand nicht deshalb zu einer höheren Steuer herangezogen werden darf, weil er kein Einheimischer ist, denn in einer freiheitlichen Rechts- und Wirtschaftsordnung, die dem Einzelnen die wirtschaftliche Betätigungsfreiheit, Freizügigkeit und freie Berufswahl grundsätzlich gewährleistet, steht es jedem auch frei, sich den Ort zu wählen, an dem er sich geschäftlich betätigen will. Für eine Schlechterstellung der Aus wärtigen müßten vielmehr sachliche Gründe gegeben sein, die sich aus dem Wesen und Zweck der jeweiligen Steuer herleiten lassen.
c) Das Argument, die Filialen auswärtiger Unternehmen seien weniger sichere Steuerzahler, weil sie insbesondere in Krisenzei ten rascher aufgegeben würden als ortsansässige Betriebe, läßt sich durch Erfahrungen des Wirtschaftslebens nicht belegen.
b) Indem der Gesetzgeber jedoch mit der Zweigstellensteuer lediglich die Zweigstellenbetriebe, unter ihnen grundsätzlich nur die Unternehmen mit überörtlichen Filialen belastet hat, hat er bei der Wahl seiner Mittel gegen das Gleichheitsgebot des Art. 3 Abs. 1 GG verstoßen. Er hat die das Gesetz rechtfertigende Motivation -- Sonderbelastung der wirtschaftlich überlegenen Konkurrenten des mittelständischen Einzelhandels -- nicht folgerichtig durchgeführt. Es mag schon zweifelhaft sein, ob es zulässig ist, den Mittelstand gegenüber der Konkurrenz von Zweigstellenunternehmen abzuschirmen, da ein erheblicher Teil der Zweigstellenunternehmen selbst zum Mittelstand gehört. Jedenfalls ist es mit Art. 3 Abs. 1 GG nicht vereinbar, daß der Gesetzgeber aus dem Kreis sämtlicher Großunternehmen nur die Zweigstellenunternehmen herausgegriffen hat und sie damit gegenüber den anderen Großunternehmen, die nach ihrer wirtschaftlichen Struktur und Ertragskraft in gleicher Weise eine belastende Konkurrenz für den mittelständischen Einzelhandel bilden, benachteiligt hat. Die Handels- und Gaststättenzählung für das Jahr 1960 hat ergeben, daß in der mit einer Million beginnenden Umsatzgrößenklasse die Filialunternehmen einschließlich der Warenhausunternehmen mit Filialbetrieben insgesamt noch nicht einmal die Hälfte dieser Großunternehmen ausmachen. Umsatzvergleiche zeigen, daß zwischen Großunternehmen ohne Filialen und Filialunternehmen, sowohl was den Umsatz im ganzen als auch was den auf den Kopf eines Beschäftigten entfallenden Umsatzanteil anlangt, keine wesentlichen Unterschiede bestehen. Die Erfassung nur der Zweigstellenunternehmen läßt sich bei dieser Sachlage auch nicht unter dem Gesichtspunkt der Typisierung rechtfertigen, zumal die Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers geringer ist, wenn es sich, wie hier, um eine benachteiligende Typisierung handelt (BVerfGE 17, 1 [23]). Von den Zweigstellenunternehmen geht keine größere Bedrohung des mittelständischen, ortsansässigen Einzelhandels aus als von den anderen Großunternehmen. Auch Unterschiede in der wirtschaftlichen Ertragskraft sind nicht ersichtlich. Deshalb ist es mit dem Gleichheitsgebot nicht vereinbar, daß eine den Schutz des mittelständischen Handels bezweckende Steuer nur einen Teil der Unternehmen erfaßt. Daß das Vorhandensein eines überörtlichen Filialnetzes für sich allein schon ein Indiz für eine anderen Großunternehmen überlegene Wirtschaftskraft darstelle, kann nicht anerkannt werden. Wie das Institut für Handelsforschung ausgeführt hat, hängen die Wettbewerbsvorteile der Zweigstellenunternehmen primär von der Betriebsgröße ab; insofern unterscheidet sich die Lage der Zweigstellenunternehmen nicht grundsätzlich von derjenigen der anderen Großbetriebe des Einzelhandels.