Source: http://fvv-web.de/satzung.html
Timestamp: 2019-10-22 03:50:30
Document Index: 253758441

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 6', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11']

- FVV eV
Zweck des Vereins dient der wissenschaftlich-historischen Aufarbeitung der Rolle der Ärzteschaft (medizinische Eliten) einschließlich ihrer Standesorganisationen bei der Konzeption und der Durchführung der Gesundheitspolitik in den beiden totalitären deutschen Regimes des 20. Jahrhunderts (Drittes Reich und SED-Diktatur).
Wir wollen nicht beide Systeme miteinander vergleichen; eine Gleichschaltung der beiden deutschen Diktaturen verbietet sich unserer Meinung nach prinzipiell.<br> Aber in beiden Regimes war gerade bei den Ärzten der Organisationsgrad auffallend hoch: im Nationalsozialismus vor allem in der NSDAP, aber auch in der SS und SA und den anderen Gliederungen, in der DDR betraf dies die Mitgliedschaft vor allem zur SED, aber auch der sehr hohe Anteil von Medizinern an inoffiziellen Mitarbeitern des Staatssicherheitsdienstes.
Dies lässt vermuten, dass den Medizinern weder im nationalsozialistischen, noch im real-sozialistischen Alltag keine „unpolitische“ Rolle zukam, wie dies immer wieder von ihren Protagonisten behauptet wird.
Die These vom „unpolitischen Arzt“ ist für keine Zeit richtig; sie ist weder für die Zeit des Naziterrors noch für die Zeit der SED-Diktatur glaubwürdig.
Satzung des Vereins „Forum gegen das Verdrängen und Vergessen“
Vereinigung zur Erforschung und Darstellung der Ärzteschaft in den beiden deutschen totalitären Regimes des 20. Jahrhunderts
Der Verein führt den Namen „Forum gegen das Verdrängen und Vergessen“.
Er hat seinen Sitz in Bad Neuenahr und soll in das Vereinsregister eingetragen werden. Nach erfolgter Eintragung führt der Verein den Zusatz
Der Zweck des Vereins dient der wissenschaftlich-historischen Aufarbeitung der Rolle der Ärzteschaft (Medizinische Eliten) einschließlich ihrer Standesorganisationen bei der Konzeption und Durchführung der Gesundheitspolitik in den beiden deutschen totalitären Regimes des 20. Jahrhunderts (Drittes Reich und SED-Diktatur). Der Verein will dazu beitragen, Antworten zu finden, warum Teile der Ärzteschaft bereit waren, sich aktiv an der Umsetzung der jeweiligen Partei- und Staatspolitik zu beteiligen. Ein Hauptanliegen des Vereins besteht darin, den Opfern unter den Ärzten die Möglichkeit zu bieten, das an ihnen geschehene Unrecht darzustellen und ihnen, wie auch ihren Angehörigen, ideelle Unterstützung dabei zu gewähren.
Er veranstaltet hierzu Foren, Ausstellungen, Vorträge, Diskussionen und Seminare und führt alle ihm zur Erreichung des Vereinszwecks geeignet erscheinenden Maßnahmen durch.
Er strebt die Zusammenarbeit, Unterstützung und Vernetzung von Initiativen, Vereinen und Aktionen an, die der Aufarbeitung des Unrechts in den beiden deutschen Diktaturen dienen. Der Verein wird zudem Forschungsarbeiten, Studien und Publikationen über die Opferrolle von Ärzten durchführen.
In diesem Sinne ist die Vereinstätigkeit insbesondere auf die Stärkung eines demokratischen Bewusstseins gerichtet.
§ 4 Vereinsmittel:
Der Verein erstrebt keinen Gewinn. Er ist selbstlos tätig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke. Die Mittel des Vereins dürfen nur zu satzungsmäßigen Zwecken verwendet werden.
Die Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben erhält der Verein durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Erlöse von Veranstaltungen und sonstige Zuwendungen.
Für finanzielle Verbindlichkeiten des Vereins haftet der Verein nur mit dem Vereinsvermögen.
Mitglieder des Vereins können natürliche oder juristische Personen sein, die die Arbeit und die Zwecke des Vereins unterstützen wollen. Der Beitritt erfolgt durch schriftliche Erklärung. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.
Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder bei juristischen Personen durch Erlöschen. Der Austritt ist schriftlich mitzuteilen und kann nur zum Ende des Kalenderjahres erfolgen. Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand.
§ 6 Mitgliedsbeitrag:
- der Vorstand ( § 8)
- die Mitgliederversammlung ( § 9)
Der Vorstand besteht aus mindestens drei Mitgliedern: Vorsitzender, Schriftführer und Schatzmeister.
Die Amtszeit des Vorstandes beträgt zwei Jahre. Eine Wiederwahl ist zulässig. Bis zur Wahl der Nachfolger führen die bisherigen Vorstandsmitglieder die Geschäfte weiter.
Der Verein wird durch den Vorsitzenden oder ein anderes Vorstandsmitglied gerichtlich und außergerichtlich vertreten.
Die ordentliche Mitgliederversammlung ist jährlich vom Vorsitzenden oder stellvertretend von einem Mitglied des Vorstandes unter Einhaltung einer Einladungspflicht von zwei Wochen schriftlich unter Bekanntgabe der Tagesordnung einzuberufen.
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn der Vorstand es für erforderlich erachtet oder wenn ein Drittel der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe der Gründe bei dem Vorstand beantragt.
Jedes anwesendes Mitglied hat eine Stimme. Nicht erschienene Mitglieder können ihr Stimmrecht durch schriftliche Vollmacht auf ein anderes Mitglied übertragen. Soweit nicht anderes bestimmt ist, entscheidet bei Abstimmungen die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
-Wahl des Vorstandes,
-Höhe des jährlichen Mitgliedsbeitrages,
-Beratung über die Verwendung der Mittel,
Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind in einem Protokoll niederzulegen, das vom Schriftführer und dem Vorsitzenden oder seinem Stellvertreter zu unterzeichnen ist.
Satzungsänderungen und der Beschluss zur Auflösung des Vereins bedürfen der Mehrheit von mindestens zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder.
§ 10 Auflösung des Vereins und Anfall des Vereinsvermögens:
Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt sein Vermögen an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks einer Verwendung für wissenschaftliche Zwecke.<br>
§ 11 Satzungsänderungen für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit:</i></p>
Satzungsänderungen, die vom Vereinsregistergericht oder vom Finanzamt wegen der Anerkennung der Gemeinnützigkeit gefordert werden, kann der Vorstand des Vereins ohne Mitwirkung der Mitgliederversammlung allein wirksam beschließen oder vollziehen.
Die Satzung wurde am 13. Dezember 2005 errichtet.
Dr. Peter-Matthias Baier
Dr. Waldemar Hirch
Hans-Peter Thau
Ernst Nieselt
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