Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20202/02
Timestamp: 2020-08-11 07:30:32
Document Index: 390482850

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 4', '§ 8', '§ 43', '§ 6', '§ 4', '§ 3', '§ 4', '§ 43', '§ 43', 'BGH', 'BGH', '§ 57', 'BGH', '§ 8', '§ 2', 'BGH', '§ 2', 'BGH', '§ 4', 'BGH', '§ 43', '§ 6', 'Art. 12', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 12', 'BGH', '§ 4', '§ 59', '§ 191', '§ 191', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', '§ 6', '§ 4', 'BGH']

BGH, 27.01.2005 - I ZR 202/02 - dejure.org
https://dejure.org/2005,318
BGH, 27.01.2005 - I ZR 202/02 (https://dejure.org/2005,318)
BGH, Entscheidung vom 27.01.2005 - I ZR 202/02 (https://dejure.org/2005,318)
BGH, Entscheidung vom 27. Januar 2005 - I ZR 202/02 (https://dejure.org/2005,318)
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§ 3 UWG; § 4 UWG; § 8 UWG; § 43b BRAO; § 6 BORA
Zulässigkeit der Anwaltswerbung mit dem Slogan optimale Interessenvertretung
Anwaltswerbung mit "optimale Vertretung" zulässig, wenn kein Superlativ
Klagebefugnis auf Grund konkreten Wettbewerbsverhältnisses; Vorliegen einer unlauteren Handlung; Berufsordnung für Rechtsanwälte (BORA) als Vorschrift im Sinne des § 4 Nummer 11 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettberwerb (UWG); Umfang der Werbeerlaubnis für ...
Zur Anwaltswerbung mit "optimaler Vertretung"
Werbung mit "optimaler Vertretung"
Eingabe in der Suchmaske auf der nächsten Seite: BRAK-Mitt. 2005, 199
Zum Verstoß gegen das Sachlichkeitsgebot bei der Werbung für eine Rechtsanwaltskanzlei
§ 3 UWG 2004, § 4 UWG 2004, § 43b BRAO
Werbung für eine Rechtsanwaltskanzlei
"Optimale Vertretung" - Darf eine Anwaltskanzlei so im Internet für sich werben?
NJW 2005, 1644
ZIP 2005, 1004
MDR 2005, 959
GRUR 2005, 520
FamRZ 2005, 878 (Ls.)
WM 2005, 1093
MMR 2005, 449
BB 2005, 1244
DB 2005, 2685 (Ls.)
AnwBl 2005, 505
aa) Nach der Rechtsprechung des Senats kommt eine Einschränkung der Werbemöglichkeit bei verfassungskonformer Auslegung des § 43b BRAO nur dann in Betracht, wenn sie im Einzelfall durch ausreichende Gründe des Gemeinwohls gerechtfertigt ist sowie dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entspricht (BGH, Urteil vom 1. März 2001 - I ZR 300/98, BGHZ 147, 71, 74 f. - Anwaltswerbung II; Urteil vom 27. Januar 2005 - I ZR 202/02, GRUR 2005, 520, 521 = WRP 2005, 738 - Optimale Interessenvertretung; vgl. zur inhaltsgleichen Regelung des § 57a StBerG BGH…, Urteil vom 29. Juli 2009 - I ZR 77/07, GRUR 2010, 349 Rn. 22 - EKW-Steuerberater).
aa) Die für die Annahme der Klagebefugnis i.S. von § 8 Abs. 3 Nr. 1 UWG erforderliche Stellung als Mitbewerber i.S. von § 2 Abs. 1 Nr. 3 UWG liegt vor, wenn die Parteien versuchen, Waren oder Dienstleistungen innerhalb derselben Verkehrskreise abzusetzen mit der Folge, dass das konkret beanstandete Wettbewerbsverhalten den anderen beeinträchtigen kann (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urt. v. 27.1.2005 - I ZR 202/02, GRUR 2005, 520, 521 = WRP 2005, 738 - Optimale Interessenvertretung, m.w.N.).
Die Mitbewerberstellung setzt ein konkretes Wettbewerbsverhältnis zwischen dem Gläubiger und dem Schuldner des Anspruchs voraus (§ 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG; BGH, Urt. v. 27.1.2005 - I ZR 202/02, GRUR 2005, 520, 521 = WRP 2005, 738 - Optimale Interessenvertretung).
Den Bestimmungen in den Berufsordnungen der freien Berufe, die sich ausdrücklich mit der Zulässigkeit von Werbung befassen, kommt eine auf die Lauterkeit des Wettbewerbs bezogene Schutzfunktion zu; sie sind auch Marktverhaltensregeln i. S. von § 4 Nr. 11 UWG (vgl. BGH, Urt. v. 27.1. 2005 - I ZR 202/02, GRUR 2005, 520, 521 = WRP 2005, 738 - Optimale Interessenvertretung, zu § 43b BRAO, § 6 BORA).
Sie ist nur dann mit Art. 12 Abs. 1 GG vereinbar, wenn sie im Einzelfall durch ausreichende Gründe des Gemeinwohls gerechtfertigt ist sowie dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entspricht (vgl. BVerfG, Kammerbeschl. v. 12.9.2001 - 1 BvR 2265/00, WRP 2001, 1284, 1285; Kammerbeschl. v. 4.8.2003 - 1 BvR 2108/02, GRUR 2003, 965 f. = WRP 2003, 1213; BGHZ 147, 71, 74 f. - Anwaltswerbung II; BGH, Urt. v. 27.1.2005 - I ZR 202/02, GRUR 2005, 521 - Optimale Interessenvertretung).
Das von den Angehörigen eines freien Berufs zu beachtende Sachlichkeitsgebot verlangt keine auf die Mitteilung nüchterner Fakten beschränkte Werbung (vgl. BVerfG, Kammerbeschl. v. 26.8. 2003 - 1 BvR 1003/02, GRUR 2003, 966, 968 = WRP 2003, 1209; BVerfGE 111, 366, 379 f.; BGH GRUR 2005, 520, 521 - Optimale Interessenvertretung).
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die einzelnen Fragen dieses Schreibens im Kontext der gesamten Werbeaussage zu verstehen sind (BGH GRUR 2005, 520, 521 - Optimale Interessenvertretung).
Ihnen kommt eine auf die Lauterkeit des Wettbewerbs bezogene Schutzfunktion zu (vgl. BGH, Urt. v. 27.1.2005 - I ZR 202/02, GRUR 2005, 520, 521 = WRP 2005, 738 - Optimale Interessenvertretung;… Urt. v. 29.7.2009 - I ZR 77/07, GRUR 2010, 349 Tz. 19 = WRP 2010, 518 - EKW-Steuerberater).
Im Hinblick auf die durch Art. 12 GG gewährleistete Werbefreiheit (vgl. BGH, Urt. vom 27. Januar 2005 - I ZR 202/02, NJW 2005, 1644 - Optimale Interessenvertretung) ist das Verbot jedoch eng auszulegen (vgl. auch BVerfG, Beschl. vom 12. Dezember 2007 - 1 BvR 1625/06, NJW 2008, 838 zur Veröffentlichung sog. "Gegnerlisten" im Internet).
Denn zu den gesetzlichen Vorschriften nach § 4 Nr. 11 UWG zählt auch die durch Satzung nach § 59 b Abs. 1, § 191 a Abs. 2, § 191 e BRAO ergangene BORA (BGH, GRUR 2005, 520 - Optimale Interessenvertretung -).
Die Vorschrift konkretisiert die verfassungsrechtlich garantierte Werbefreiheit (BGH, GRUR 2005, 520, 521 - Optimale Interessenvertretung).
Form und Inhalt der Selbstdarstellung des Anwalts dürfen nicht unsachlich sein (BGH, GRUR 2005, 520, 521 - Optimale Interessenvertretung).
Daher können auch Werturteile zulässig sein, wenn sie in einem inneren Zusammenhang mit Sachangaben stehen und keine übermäßige reklamehafte Übertreibung (BGH GRUR 2005, 520, 521 - Optimale Interessenvertretung), sondern eine Schlussfolgerung darstellen (… Köhler /Bornkamm, 31. Aufl., a. a. O., Rn. 11.92 f.).
Den Bestimmungen in den freiberuflichen Berufsordnungen, die sich ausdrücklich mit der Zulässigkeit der Werbung befassen, kommt eine auf die Lauterkeit des Wettbewerbs bezogene Schutzfunktion zu (vgl. BGH, Urt. v. 27.1.2005 - I ZR 202/02, GRUR 2005, 520, 521 = WRP 2005, 738 - Optimale Interessenvertretung, zu § 43b BRAO, § 6 BORA).
Satzungsbestimmungen in freiberuflichen Berufsordnungen zählen auch zu den gesetzlichen Vorschriften i.S. von § 4 Nr. 11 UWG (vgl. BGH GRUR 2005, 520, 521 - Optimale Interessenvertretung).
Zur Zulässigkeit der entgeltlichen Beratung potentieller Mandanten in einem Café …
LG Dortmund, 14.05.2014 - 5 O 107/14
Rechtsanwalt als Mitbewerber