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Timestamp: 2016-10-23 07:52:58
Document Index: 213759276

Matched Legal Cases: ['Art. 34', 'Art. 29', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 22', 'Art. 22', 'Art. 22', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 41', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 37', 'Art. 37', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 42', 'Art. 24', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 24', 'Art. 42', 'Art. 152', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 159']

1A.161/2002 (03.04.2003)
1A.161/2002 /bmt
Bundesrichter F�raud, Catenazzi, Fonjallaz,
Gemeinderat Adligenswil, Dorfstrasse, 6043 Adligenswil,
X.________ ist Eigent�mer eines in der Landwirtschaftszone gelegenen Grundst�cks in Adligenswil. Im Jahre 1996 erhielt er die Bewilligung f�r den Wiederaufbau des durch einen Brand zerst�rten alten Bauernhauses, das sich auf dieser Liegenschaft befunden hatte. Bewilligt wurden zwei Wohneinheiten. In Abweichung von der Bewilligung und trotz Intervention der Baubeh�rde richtete X.________ statt dessen im Erd- und Obergeschoss je eine 4 �-Zimmerwohnung und im Dachgeschoss eine 2-Zimmerwohnung ein. Das Raumplanungsamt Luzern verweigerte im nachtr�glichen Bewilligungsverfahren hierf�r die erforderliche Ausnahmebewilligung, worauf der Gemeinderat Adligenswil am 26. November 1998 das Weglassen der internen Verbindungstreppe vom Ober- zum Dachgeschoss bewilligte (Dispositiv-Ziffer 1b). Er verweigerte hingegen die nachtr�gliche Bewilligung f�r die bereits eingebaute K�che im Obergeschoss und die Nutzung des Dachgeschosses als dritte Wohnung und verpflichtete X.________, die damit verbundenen Installationen bis sp�testens 30. April 1999 zu entfernen (Disp.-Ziff. 1c).
X.________ focht Disp.-Ziff. 1c dieser Verf�gung beim kantonalen Verwaltungsgericht an. Das Gericht sistierte im Hinblick auf die Revision des RPG (SR 700) das Verfahren bis Ende 2001. Am 26. Juni 2002 wies es die Beschwerde ab.
X.________ hat gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts am 24. Juli 2002 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er beantragt dessen Aufhebung.
Das Verwaltungsgericht, das Raumplanungsamt des Kantons Luzern und der Gemeinderat Adligenswil beantragen die Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Raumentwicklung stellt den gleichen Antrag. Der Beschwerdef�hrer erhielt Gelegenheit, sich zur Vernehmlassung des Bundesamtes zu �ussern. Er h�lt an seinem Antrag fest.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist gem�ss Art. 34 Abs. 1 RPG gegeben. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind erf�llt und geben zu keinen weiteren Er�rterungen Anlass. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
Der Beschwerdef�hrer beantragt einen Augenschein und wirft dem Verwaltungsgericht vor, keinen Augenschein durchgef�hrt zu haben. Damit macht er eine Verletzung des Anspruches auf rechtliches Geh�r geltend (Art. 29 Abs. 2 BV).
2.1 Aus dem Gebot der Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) folgt der Anspruch der Parteien, mit rechtzeitig und formg�ltig angebotenen Beweisantr�gen und Vorbringen geh�rt zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (BGE 120 Ib 379 E. 3b; 106 Ia 161 E. 2b, je mit Hinweisen). Keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt vor, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es auf Grund der bereits abgenommenen Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde. Das rechtliche Geh�r verlangt, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt (BGE 124 I 241 E. 2 und 49 E. 3a, je mit Hinweisen). Die Begr�ndungspflicht und der Anspruch auf Begr�ndung sind nicht bereits dadurch verletzt, dass sich die urteilende Beh�rde nicht mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken (vgl. BGE 126 I 97 E. 2b S. 102; 124 II 146 E. 2a; 124 V 180 E. 1a; 123 I 31 E. 2c; 121 I 54 E. 2c; je mit Hinweisen).
Der Augenschein ist ein Mittel der Sachverhaltsabkl�rung. Zur Durchf�hrung eines Augenscheines - wie auch zur Einholung von Gutachten - ist eine Beh�rde nach dem Gesagten nur verpflichtet, wenn die Verh�ltnisse anders nicht schl�ssig abgekl�rt werden k�nnen (vgl. die Hinweise bei Ren� A. Rhinow/Beat Kr�henmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Erg�nzungsband zur 5. (und unver�nderten 6.) Aufl., Basel und Frankfurt a.M. 1990, Nr. 82 IV b).
2.2 Vorliegend ist zu entscheiden, ob die einschl�gigen Bestimmungen des Raumplanungsgesetzes es zulassen, dass der Beschwerdef�hrer in Abweichung von der urspr�nglichen Baubewilligung drei statt zwei Wohnungen im neu errichteten Wohnhaus in der Landwirtschaftszone einrichtet. Der rechtlich massgebliche Sachverhalt ist aufgrund der Akten (mit Pl�nen, Fotografien und zahlreichen weiteren Unterlagen) v�llig klar. Auch zur Beurteilung der Frage, ob die Herstellung des gesetzm�ssigen Zustandes verh�ltnism�ssig ist oder nicht, sind zus�tzliche Abkl�rungen an Ort und Stelle nicht erforderlich. Das Verwaltungsgericht hatte daher keinen Anlass, einen Augenschein durchzuf�hren. F�r das Bundesgericht gilt das Gleiche.
3.1 Durch Gesetzesrevision vom 20. M�rz 1998, in Kraft seit 1. September 2000, wurde Art. 24 aRPG durch die Art. 24-24d RPG ersetzt. Gem�ss Art. 52 Abs. 2 RPV (SR 700.1) werden h�ngige Beschwerdeverfahren nach bisherigem Recht zu Ende gef�hrt, sofern das neue Recht f�r den Gesuchsteller oder die Gesuchstellerin nicht g�nstiger ist (vgl. BGE 127 II 209 E. 2).
Das Verwaltungsgericht hat das Bauvorhaben gem�ss den revidierten und den fr�heren Gesetzesbestimmungen gepr�ft, was unter den gegebenen Voraussetzungen zweckm�ssig war. Die Revision des Raumplanungsgesetzes strebte eine beschr�nkte �ffnung der Baum�glichkeiten ausserhalb der Bauzone an. Nachfolgend ist daher ebenfalls als erstes zu pr�fen, ob das Bauvorhaben nach dem revidierten Recht zul�ssig ist (siehe E. 4).
3.2 Der Beschwerdef�hrer erhielt 1995 die Bewilligung, sein rund 200 Jahre altes Bauernhaus zu renovieren und eine Zweitwohnung einzubauen. W�hrend der Bauarbeiten brannte das Geb�ude ab. Das kantonale Raumplanungsamt bzw. der Gemeinderat Adligenswil erteilten dem Beschwerdef�hrer daher am 14. Februar 1996 bzw. am 28. M�rz 1996 die Bewilligung, als Ersatz einen Neubau mit zwei Wohneinheiten (4�-Zimmerwohnung im Erdgeschoss und 6�-Zimmer-Maisonettewohnung mit B�ror�umlichkeiten im Ober- und Dachgeschoss) zu errichten. Mit diesem Entscheid wurde eine Zweck�nderung erlaubt. Das Wohnhaus durfte k�nftig vollst�ndig f�r nichtlandwirtschaftliche Zwecke genutzt sowie die Grundfl�che und das Geb�udevolumen gegen�ber dem alten Geb�ude um ca. 25 % erh�ht werden. Die Bewilligung ist rechtskr�ftig geworden und steht hier nicht zur Diskussion. Das Mass des nach Art. 24 Abs. 2 aRPG unter dem Titel "Wiederaufbau und Erweiterung" Zul�ssigen wurde damit auf jeden Fall ausgesch�pft (siehe E. 5).
Die ohne Bewilligung vorgenommenen �nderungen im Ober- bzw. Dachgeschoss, die heute zu beurteilen sind, sind als neues Bauvorhaben zu betrachten. Sie betreffen die Ab�nderung der 1996 bewilligten Baute, nicht den Ersatz des 1995 abgebrannten Bauernhauses.
4.1 Gem�ss Art. 24a RPG kann die Zweck�nderung von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone unter bestimmten Voraussetzungen bewilligt werden. Diese �nderung darf keine baulichen Massnahmen im Sinne von Art. 22 Abs. 1 RPG erfordern. Die hier interessierenden baulichen Ver�nderungen umfassen den Verzicht auf den Einbau der internen Verbindungstreppe, den Abbau von zwei Wandteilen und den Einbau einer K�che im Obergeschoss. Damit - namentlich mit dem Einbau der K�che und dem Verzicht auf die innere Verbindungstreppe - wird erreicht, dass im Ober- und im Dachgeschoss unabh�ngige Wohnungen entstehen. Wie das Verwaltungsgericht zutreffend darlegt, stellen diese Massnahmen bauliche Massnahmen im Sinne von Art. 22 Abs. 1 RPG dar. Es handelt sich dabei um eine raumplanungsrechtlich erhebliche �nderung einer Baute, die �ber blossen Unterhalt hinausgeht (vgl. Alexander Ruch, in: Kommentar zum Bundesgesetz �ber die Raumplanung, Z�rich 1999, N. 25 ff. zu Art. 22). Die Anwendung von Art. 24a RPG kommt daher vorliegend nicht in Betracht, ohne dass n�her zu pr�fen w�re, ob �berhaupt eine Zweck�nderung im Sinne dieser Bestimmung vorliegt.
4.2 Gem�ss Art. 24c Abs. 1 RPG werden bestimmungsgem�ss nutzbare Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform sind, in ihrem Bestand grunds�tzlich gesch�tzt. Der Inhalt des Bestandesschutzes ergibt sich aus Art. 24c Abs. 2 RPG: Zul�ssig sind die Erneuerung, die teilweise �nderung, die massvolle Erweiterung und der Wiederaufbau.
4.2.1 Der Anwendungsbereich von Art. 24c RPG ist auf Bauten und Anlagen beschr�nkt, die nicht mehr zonenkonform, d.h. durch eine nachtr�gliche �nderung von Erlassen oder Pl�nen zonenwidrig geworden sind (Art. 41 RPV; vgl. BGE 127 II 209 E. 2c). Die Bestandesgarantie nach Art. 24c RPG erstreckt sich damit nur auf Bauten, die seinerzeit in �bereinstimmung mit dem materiellen Recht erstellt und aufgrund einer sp�teren Rechts�nderung zonenwidrig geworden sind, nicht aber auf Bauten, bei denen die Zonenwidrigkeit ohne Rechts�nderung, sondern allein durch tats�chliche �nderungen, wie namentlich die Aufgabe des Landwirtschaftsbetriebes, entstanden ist (Peter Karlen, Die Ausnahmebewilligung nach Art. 24-24d RPG, System der neuen Regelung, in: ZBl 102/2001 S. 291, 296 f.). "Seinerzeit" erstellte Bauten und Anlagen sind in erster Linie solche, die vor dem 1. Juli 1972 erstellt wurden, d.h. vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 8. Oktober 1971 �ber den Schutz der Gew�sser gegen Verunreinigung (aGSchG; AS 1972 I 950). Mit diesem Gesetz wurde erstmals eine klare Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet vorgenommen (Peter H�nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 4. Aufl., Bern 2002, S. 196; Bundesamt f�r Raumentwicklung, Neues Raumplanungsrecht, Erl�uterungen zur Raumplanungsverordnung und Empfehlungen f�r den Vollzug, Bern 2000, S. 43 f.; a.A. Karlen, a.a.O., S. 297 f.). Dieser Stichtag vermeidet schwer erkl�rbare Widerspr�che zur bundesgerichtlichen Praxis, gem�ss der das Ausmass zul�ssiger �nderungen von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone aufgrund der Entwicklung seit dem 1. Juli 1972 zu beurteilen ist (BGE 113 Ib 219 E. 4d; 112 Ib 277 E. 5). Solche Widerspr�che sind namentlich deshalb zu vermeiden, weil der Begriff der teilweisen �nderung bzw. der massvollen Erweiterung durch die Gesetzesrevision nicht ver�ndert worden ist (BGE 127 II 215 E. 3).
Nach dem 1. Juli 1972 erstellte Bauten und Anlagen fallen namentlich dann in den Anwendungsbereich von Art. 24c RPG, wenn sie aufgrund einer Zonenplan�nderung von der Bauzone in eine Nichtbauzone gelangten. Sie fallen auch dann darunter, wenn sie zwischen dem 1. Juli 1972 und dem Inkrafttreten des Raumplanungsgesetzes (1. Januar 1980) in einem Gebiet errichtet wurden, f�r welches keine Bauzone ausgeschieden war, welches aber innerhalb eines gew�sserschutzrechtskonformen generellen Kanalisationsprojektes (GKP) lag (BGE 125 II 431 E. 5c mit Hinweisen; Karlen, a.a.O., S. 297). F�r zonenfremde gewerbliche Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone gilt kraft Art. 37a RPG der Stichtag des 1. Januar 1980. Diese Sonderregelung bietet indessen keinen Anlass, dieses Datum generell als massgeblichen Stichtag anzusehen (vgl. Rudolf Muggli, Kurzkommentar zum Entwurf f�r eine �nderung des Raumplanungsgesetzes vom 20. M�rz 1998, in: Raum & Umwelt, Bern 1998, N. 2 zu Art. 37a RPG).
Der Beschwerdef�hrer macht schliesslich in seiner Stellungnahme zu den Ausf�hrungen des Bundesamtes f�r Raumentwicklung geltend, sein Grundst�ck habe schon seit 1972 innerhalb des GKP gelegen. Das GKP legte Ausdehnung und technische Ausgestaltung des Kanalisationssystems und der Abwasserreinigungsanlagen verbindlich fest (Art. 17 Abs. 1 aGschG). Der zu erwartenden baulichen Entwicklung sollte dabei in angemessener Weise Rechnung getragen werden (BGE 100 Ib 208 E. 2b). Der vom Beschwerdef�hrer beigelegte Plan datiert vom November 1994 und betrifft den Anschluss des Wohnhauses auf Parzelle Nr. 145 an eine bestehende F�kaldruckleitung. Damit wird nicht belegt, dass die Liegenschaft des Beschwerdef�hrers seit 1972 innerhalb des GKP lag. Dies ist auch nicht anzunehmen. Das Grundst�ck des Beschwerdef�hrers liegt auch noch heute klar ausserhalb des Siedlungsgebietes. Der Beschwerdef�hrer kann daher nicht geltend machen, das Bauernhaus sei durch ein GKP gewissermassen vor�bergehend, d.h. bis zum Inkrafttreten des Raumplanungsgesetzes, in die Bauzone bzw. das Siedlungsgebiet einbezogen gewesen.
4.3 Art. 24d Abs. 1 RPG gestattet den Kantonen, in landwirtschaftlichen Wohnbauten, die in ihrer Substanz erhalten sind, landwirtschaftsfremde Wohnnutzungen zuzulassen. Der Kanton Luzern hat von dieser Erm�chtigung in � 181 Abs. 1 lit. a des Planungs- und Baugesetzes vom 7. M�rz 1989 (PBG; SRL 735) Gebrauch gemacht. Die Voraussetzungen entsprechen jenen des Bundesrechts (� 181 Abs. 2 PBG).
Das Verwaltungsgericht hat angenommen, bereits das alte Bauernhaus habe nicht mehr als landwirtschaftliche Wohnbaute gelten k�nnen, da seine landwirtschaftliche Nutzung seit Mitte der 80er Jahre aufgegeben worden sei. 1996 sei es somit nicht um die �nderung von einer zonenkonformen in eine zonenfremde Wohnnutzung gegangen, sondern es sei die bereits seit Jahren ausge�bte zonenwidrige Wohnnutzung weiterhin bewilligt worden. Demnach gelange Art. 24d RPG nicht zur Anwendung. Das Bundesamt f�r Raumentwicklung stellt diese Sichtweise in Frage. Die Praxis zu Art. 24 Abs. 2 aRPG, wonach �nderungen bzw. Erweiterungen in mehreren zeitlich getrennten Schritten vorgenommen werden d�rfen, wenn nur insgesamt das Mass des Zul�ssigen eingehalten wird (BGE 113 Ib 219 E. 4d), habe analog auch f�r Art. 24d Abs. 1 RPG zu gelten. Die Argumentation des Bundesamtes l�uft darauf hinaus, dass es zul�ssig sein soll, die Umnutzung von landwirtschaftlichen Wohnbauten auch noch Jahre nach dem Zeitpunkt, in dem diese Umnutzung eingetreten ist, zu bewilligen. Dies d�rfte dem Zweck von Art. 24d RPG entsprechen, landwirtschaftliche Wohnbauten, die in ihrer Substanz erhalten sind, weiterhin f�r die Nutzung als Wohnraum zuzulassen.
Wie es sich damit verh�lt, kann vorliegend offen bleiben. Die nach dem Brand des alten Bauernhauses bewilligte Neubaute kann klarerweise nicht mehr als landwirtschaftliche Wohnbaute gelten. Die hier streitige �nderung dieser Wohnbaute f�llt deshalb von vornherein nicht in den Anwendungsbereich von Art. 24d RPG.
5.1 Nach dem Gesagten kommt eine auf die revidierten Bestimmungen des Raumplanungsgesetzes gest�tzte Bewilligung nicht in Frage. Zu pr�fen bleibt die Bewilligungsf�higkeit nach Art. 24 Abs. 2 aRPG. Danach konnte das kantonale Recht gestatten, ausserhalb der Bauzone liegende Bauten und Anlagen zu erneuern, teilweise zu �ndern oder wieder aufzubauen, wenn dies mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung vereinbar war. Das luzernische kantonale Recht sch�pfte diese M�glichkeit voll aus. Der Begriff der teilweisen �nderung war dabei ein bundesrechtlicher, den das kantonale Recht nicht erweitern konnte. Die in diesem Zusammenhang entwickelte Praxis beh�lt ihre Bedeutung bei, weil Art. 24c RPG wie erw�hnt diesbez�glich keine �nderung mit sich gebracht hat. Neu ist lediglich, dass Art. 42 RPV die im Sinne von Art. 24c Abs. 2 RPG zul�ssigen �nderungen konkretisiert. Eine zul�ssige �nderung kann nach der Praxis zu Art. 24 Abs. 2 aRPG in einer Vergr�sserung, einer inneren Umgestaltung oder in einer Zweck�nderung bestehen. Sie gilt als teilweise, soweit hinsichtlich Umfang, �usserer Erscheinung sowie Zweckbestimmung die Wesensgleichheit der Baute gewahrt wird und keine wesentlichen neuen Auswirkungen auf die Nutzungsordnung, Erschliessung und Umwelt geschaffen werden. Die �nderung darf nur untergeordneter Natur sein. Entscheidend sind nicht einzelne Merkmale, sondern alle raumwirksamen Elemente im Zusammenwirken. Die M�glichkeit, zonenwidrige Bauten teilweise zu �ndern, darf zwar in Etappen, aber dem Umfang nach nur einmal ausgesch�pft werden (BGE 127 II 215 E. 3a mit zahlreichen Hinweisen).
5.2 Mit der 1996 erteilten Bewilligung wurde dem Beschwerdef�hrer die Schaffung von zwei Wohneinheiten gestattet (wie offenbar schon im Rahmen der 1995 erteilten Bewilligung f�r die Renovation des alten Bauernhauses). Ausserdem wurde ihm eine substanzielle Erweiterung von nutzbarer Geb�udefl�che bzw. -volumen von rund 25 % bewilligt. Damit wurde das Mass dessen, was als massvolle Erweiterung im Sinne von Art. 24 Abs. 2 aRPG gelten kann, auf jeden Fall ausgesch�pft. Die Schaffung einer zus�tzlichen, dritten Wohneinheit f�hrt entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers zu grunds�tzlich mehr Verkehr, einer intensiveren Beanspruchung der Infrastruktur und wirkt sich damit auch auf die Nutzungsordnung aus. Die Aufteilung der Maisonettewohnung in eine 4�- und eine 2�-Zimmerwohnung sprengt daher, wie das Verwaltungsgericht zutreffend erwogen hat, den Rahmen einer teilweisen und damit zul�ssigen �nderung.
Die �brigen Vorbringen des Beschwerdef�hrers sind nicht geeignet, an diesem Ergebnis etwas zu �ndern.
6.1 Entgegen seiner Darstellung geht es namentlich nicht darum, im oberen Teil seines Hauses anstelle von B�ror�umlichkeiten Wohnr�umlichkeiten einzurichten. Gem�ss den Unterlagen war vielmehr zun�chst im oberen Teil des Hauses eine Wohnung mit einem Anteil B�roraum vorgesehen. Dies entsprach offenbar den W�nschen des damals vorgesehenen Mieters. Dieser trat den Mietvertrag jedoch nicht an. Es h�tte daher nahe gelegen, die K�che unter grunds�tzlicher Beibehaltung der Raumeinteilung vom Dachgeschoss ins Obergeschoss zu verlegen. Stattdessen entschied sich der Beschwerdef�hrer, eine dritte Wohneinheit zu schaffen, was wie erw�hnt nicht bewilligt werden kann.
6.2 Ob der Beschwerdef�hrer urspr�nglich nach dem Brand des alten Hauses einen kleineren Ersatzbau geplant hatte, tut nichts zur Sache. Er muss sich bei den Pl�nen behaften lassen, welche er zur Bewilligung eingereicht hat. Es kann keine Rede davon sein, dass ihm die Gr�sse des Hauses aufgezwungen wurde. Namentlich kann er in diesem Zusammenhang nicht Gr�nde des Vertrauensschutzes geltend machen, die nun zur Bewilligung einer dritten Wohnung Anlass geben w�rden.
6.3 Sinngem�ss macht der Beschwerdef�hrer geltend, er habe Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht. Zur gleichen Zeit sei in der gleichen Gemeinde der Neubau eines Bauernhauses mit drei 5�-Zimmerwohnungen bewilligt worden. Nach den Angaben der Gemeinde, die anzuzweifeln kein Grund ersichtlich ist, handelt es sich dabei um ein Wohnhaus, das einem Landwirtschaftsbetrieb dient. In der Landwirtschaftszone ist diese Baute damit zonenkonform. Insofern besteht ein wesentlicher Unterschied zum inzwischen zonenwidrigen Wohnhaus des Beschwerdef�hrers.
6.4 In der Darstellung des Sachverhalts (Ziff. 6) des kommunalen Bauentscheids vom 26. November 1998 findet sich ein Tippfehler. Die Rede ist vom "Baugesuch vom 28. November 1998". Gemeint war offensichtlich "1996", was sich aus dem Zusammenhang ohne weiteres ergibt. F�r die Rechtm�ssigkeit der Verf�gung hat dies keine Bedeutung.
Der Beschwerdef�hrer hatte sich im kantonalen Beschwerdeverfahren auch gegen die Anordnung beschwert, die als rechtswidrig erkannten baulichen Massnahmen r�ckg�ngig zu machen. Das Verwaltungsgericht hat sich nicht ausdr�cklich dazu ge�ussert, ob die Herstellung des gesetzlichen Zustandes verh�ltnism�ssig sei. Durch die vorbehaltlose Abweisung der Beschwerde hat es diese Frage zumindest sinngem�ss bejaht. Es besteht kein Anlass, die Angelegenheit in diesem Punkt zur Beurteilung durch das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen. Der Beschwerdef�hrer stellt keinen derartigen Antrag und macht namentlich keine Geh�rsverweigerung geltend.
7.1 Grunds�tzlich kann sich auch der Bauherr, der nicht gutgl�ubig gehandelt hat, gegen�ber einem Abbruch- oder Wiederherstellungsbefehl auf den Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit berufen. Er muss indessen in Kauf nehmen, dass die Beh�rden aus grunds�tzlichen Erw�gungen, n�mlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baurechtlichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzm�ssigen Zustandes erh�htes Gewicht beimessen und die dem Bauherrn erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Mass ber�cksichtigen (BGE 123 II 248 E. 4a mit Hinweis).
7.2 Eine Rechts�nderung, welche die Herstellung des gesetzlichen Zustandes als unverh�ltnism�ssig erscheinen liesse, steht nicht in Aussicht. Zwar werden allenfalls - sicher ist dies nicht - Art. 41 und 42 RPV revidiert. Mit der Revision soll unter anderem der Anwendungsbereich von Art. 24c RPG k�nftig auf alle vor 1972 erstellten Bauten ausgedehnt werden, namentlich auch auf altrechtliche landwirtschaftliche Wohnbauten. Diese Revision w�rde indessen an der Rechtswidrigkeit der dritten Wohnung nichts �ndern. Einerseits soll die Schaffung von mehr als einer zus�tzlichen Wohneinheit ausdr�cklich nicht erlaubt werden (Art. 42a Abs. 4 des Entwurfes f�r die Vernehmlassung vom April 2002; BBl 2002 4179). Andererseits enthielt das alte Bauernhaus nur eine Wohnung.
7.3 Die Abweichung vom Erlaubten, die durch die Schaffung einer zus�tzlichen Wohnung entsteht, ist keineswegs gering. Das �ffentliche Interesse an der Durchsetzung des Rechtes �berwiegt in diesem Fall klarerweise das Interesse des Beschwerdef�hrers, den geschaffenen Zustand beibehalten zu k�nnen.
7.4 Fraglich erscheint einzig, ob es sich aufdr�ngt, den Beschwerdef�hrer zur Entfernung der K�che im Obergeschoss zu verpflichten. Unter raumplanerischen Gesichtspunkten ist wesentlich, dass der Beschwerdef�hrer in seinem Haus nicht mehr als zwei Wohneinheiten einrichtet. Ob sich die K�che der Maisonettewohnung im Dach- oder im Obergeschoss befindet, macht raumplanungsrechtlich kaum einen Unterschied. F�r die Vermietbarkeit der Wohnung d�rfte es hingegen eine gewisse Rolle spielen. Der Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit gebietet es, dem Beschwerdef�hrer diesbez�glich eine Wahlfreiheit einzur�umen. Ziff. 1c der kommunalen Verf�gung vom 26. November 1998 ist entsprechend anzupassen. Gleichzeitig ist die Frist f�r die erforderlichen Massnahmen neu anzusetzen, wobei ungef�hr f�nf Monate angemessen sind.
Der Beschwerdef�hrer beantragt, es sei ihm die unentgeltliche Prozessf�hrung zu gew�hren.
8.1 Gem�ss Art. 152 Abs. 1 OG gew�hrt das Bundesgericht einer bed�rftigen Partei, deren Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint, auf Antrag Befreiung von der Bezahlung der Gerichtskosten sowie von der Sicherstellung der Parteientsch�digung.
Als bed�rftig gilt eine Partei, welche mit dem den (prozessualen) Notbedarf �bersteigenden Einkommen nicht in der Lage ist, innert angemessener Frist die Gerichts- (und allenfalls Anwalts-)kosten zu bezahlen. Dabei ist auch Verm�gen angemessen zu ber�cksichtigen, soweit die entsprechende Partei dar�ber tats�chlich verf�gen kann. Wer die unentgeltliche Prozessf�hrung beansprucht, hat deren Voraussetzungen, namentlich die Bed�rftigkeit, nachzuweisen (vgl. Thomas Geiser, in: Thomas Geiser/Peter M�nch, Prozessieren vor Bundesgericht, 2. Aufl., Basel und Frankfurt a.M. 1998, Rz. 1.42 und 1.43 mit Hinweisen auf die Praxis).
Ein Rechtsmittel ist dann als aussichtslos anzusehen, wenn die Gewinnaussichten erheblich geringer sind als die Verlustgefahren und daher kaum mehr als ernsthaft bezeichnet werden k�nnen. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungef�hr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese (vgl. dazu eingehend BGE 127 I 202 E. 3b; 124 I 304 E. 2c; 122 I 5 E. 4a, 267 E. 2b; 105 Ia 113 E. 2b, je mit Hinweisen).
8.2 Aus den eingereichten Unterlagen ergibt sich, dass sich der Beschwerdef�hrer wegen der Liegenschaft �berschuldet hat und daher nur noch �ber ein geringes steuerbares Einkommen verf�gt. Die prozessuale Bed�rftigkeit ist damit ausgewiesen. Die Beschwerde f�hrt zu einer - wenn auch geringen - Korrektur des angefochtenen Urteils. Sie kann daher insgesamt nicht als aussichtslos bezeichnet werden, obwohl hinsichtlich des Hauptstandpunktes des Beschwerdef�hrers Aussichtslosigkeit ohne weiteres zu bejahen ist.
Dem Beschwerdef�hrer ist die unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren.
Da der Beschwerdef�hrer in der Sache weitestgehend unterliegt, w�ren ihm die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Weil ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren ist, ist von einer Kostenauflage abzusehen. Eine Parteientsch�digung ist ohnehin nicht geschuldet (Art. 159 Abs. 2 OG).
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird teilweise gutgeheissen und Ziff. 1c des Rechtsspruchs der Verf�gung des Gemeinderats Adligenswil vom 26. November 1998 wie folgt ge�ndert: "Die nachtr�gliche Bewilligung f�r den Einbau je einer K�che im Obergeschoss und im Dachgeschoss und die Nutzung des Dachgeschosses als dritte Wohnung werden verweigert. Eine dieser K�chen und die damit verbundenen Installationen sind bis sp�testens 31. August 2003 vollst�ndig zu entfernen." Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Gemeinderat Adligenswil, dem Raumplanungsamt und dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, sowie dem Bundesamt f�r Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.