Source: https://www.etl-rechtsanwaelte.de/stichworte/strafrecht-strafprozessrecht/versuch
Timestamp: 2019-10-19 03:27:07
Document Index: 206722008

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 22', 'BGH', '§ 22', '§ 244', '§ 244', '§ 243', '§ 22']

Stichworte Strafrecht/Strafprozessrecht: Versuch
Der (strafbare) Versuch ist in erster Linie in den §§ 22-24 StGB gesetzlich geregelt. Für den Versuch bedarf es eines unmittelbaren Ansetzens (§ 22 StGB).
Siehe auch BGH, Beschl. v. 20.9.2016 - 2 StR 43/16:
„Nach den getroffenen Feststellungen ist nicht dargetan, dass die Angeklagten im Sinne von § 22 StGB bereits unmittelbar zur Verwirklichung des Wohnungseinbruchsdiebstahls nach § 244 Abs. 1 Nr. 3 StGB angesetzt haben.
a) Bei Qualifikationstatbeständen wie auch bei Tatbeständen mit Regelbeispielen ist grundsätzlich auf das Ansetzen zur Verwirklichung des Grundtatbestandes abzustellen (…). Daraus folgt, dass sich bei § 244 StGB wie bei § 243 StGB gleichermaßen die einheitlich zu beantwortende Frage stellt, ob mit den festgestellten Tathandlungen zur Wegnahme im Sinne von § 22 StGB angesetzt ist (…).
Das unmittelbare Ansetzen zur Tatbestandsverwirklichung besteht in einem Verhalten des Täters, das nach seiner Vorstellung in ungestörtem Fortgang ohne Zwischenakte zur - vollständigen - Tatbestandserfüllung führt oder im unmittelbaren räumlichen und zeitlichen Zusammenhang in sie einmündet. Diese Voraussetzung kann schon gegeben sein, bevor der Täter eine der Beschreibung des gesetzlichen Tatbestandes entsprechende Handlung vornimmt; regelmäßig genügt es allerdings, wenn der Täter ein Merkmal des gesetzlichen Tatbestandes verwirklicht. Es muss aber immer das, was er zur Verwirklichung seines Vorhabens unternimmt, zu dem in Betracht kommenden Straftatbestand in Beziehung gesetzt werden (…).“