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Timestamp: 2019-06-17 09:20:55
Document Index: 58496653

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 1', '§ 5', '§ 39', '§ 5', '§ 8', '§ 7', '§ 15', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 31', '§ 2']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein TävsNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Tävsmoor/Haselauer Moor" vom 18. April 1995 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Tävsmoor/Haselauer...
juris-Abkürzung: TävsNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 18.04.1995
Fundstelle: GVOBl. 1995, 246
Gliederungs-Nr: 791-4-164
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Tävsmoor/Haselauer Moor"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Tävsmoor/Haselauer Moor" vom 18. April 1995 01.01.2003
Aufgrund des § 17 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes verordnet die Ministerin für Natur und Umwelt die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 3 ;
aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 3 und § 8 Abs. 1 :
(1) Das Tävsmoor und das Haselauer Moor mit angrenzenden Feuchtgrünlandflächen in den Gemeinden Appen und Heist, Kreis Pinneberg, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Tävsmoor/Haselauer Moor" unter Nummer 161 in das beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 150ha groß und umfaßt in den Gemarkungen
das östlich des Verkehrslandeplatzes Uetersen liegende Tävsmoor, welches im Norden durch die südwestliche Verlängerung des Moorweges, im Osten und Südosten teilweise, bis auf den Bereich der Zulaufreinigungsteiche östlich des Moorweges, durch den Moorweg und die Holmau und im Nordwesten durch den Verkehrslandeplatz begrenzt wird; die weitere Westgrenze bildet die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Verlängerung des Moorweges;
das südlich des Verkehrslandeplatzes Uetersen angrenzende Haselauer Moor sowie die zwischen der Straße "Zum Haselauer Moor" und der Holmau liegenden Happelbachwiesen bis zur Holmau.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den Abgrenzungskarten, Blatt 1 bis 3, im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karten ist beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Oberste Naturschutzbehörde, 24149 Kiel, verwahrt. Die Karten sind Bestandteile dieser Verordnung.
Landrat des Kreises Pinneberg - Untere Naturschutzbehörde -, 25421 Pinneberg,
Amtsvorsteher des Amtes Moorrege, 25436 Moorrege,
Bürgermeister der Gemeinde Appen, 25482 Appen,
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus zwei Übergangsmooren mit Niedermoor- und Hochmoorstadien, dem angrenzenden, teilweise wechselfeuchten Grünland, offenen Wasserflächen und Wasserläufen.
die verschiedenen Teillebensräume, vor allem die Bereiche der Übergangsmoore mit Niedermoor- und Hochmoorstadien, die Weiden- und Birkenbruchwaldökosysteme, die Handtorfstiche mit den Torfmoos-Schwingdecken, die Röhricht- und Hochstauden-Ökosysteme, die Magerrasen-Ökosysteme, den Moorteich und die teilweise feuchten Grünland-Ökosysteme als Pufferzonen in den Randbereichen des Schutzgebietes,
die auf diese Lebensräume angewiesenen Pflanzen- und Tierarten, insbesondere gefährdete Vogel-, Reptilien-, Amphibien- und Wirbellosen-Arten,
einen natürlichen oder naturnahen Wasserhaushalt als Voraussetzung für die Entwicklung der sich selbst regulierenden Moorökosysteme und
das nicht durch bauliche Anlagen gestörte Landschaftsbild
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland genutzten Flächen; nicht zulässig ist es,
die Flächenentwässerung durch Dränung oder Gräben zu intensivieren,
das Grünland umzubrechen oder Pflanzenschutzmittel aufzubringen oder
nach dem 1. Januar 2002 Dünger auf diesen Flächen auszubringen;
die auf den Schutzzweck ausgerichtete forstwirtschaftliche Bodennutzung der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Wald genutzten Flächen, soweit die Bestimmungen des § 15a des Landesnaturschutzgesetzes nicht entgegenstehen;
geschlossene Hochsitze oder Jagdhütten zu errichten oder Fütterungseinrichtungen zu errichten oder zu betreiben oder
Wildäcker oder Wildäsungsflächen anzulegen oder zu betreiben;
die bestimmungsgemäße Nutzung der in der Abgrenzungskarte, Blatt 1, und in der Übersichtskarte punktiert dargestellten Fläche durch die Bundeswehr für Zwecke der Landesverteidigung;
Die untere Naturschutzbehörde kann im Einzelfall, insbesondere zur Durchführung der zur Sicherung des Luftverkehrs auf dem Verkehrslandeplatz Uetersen erforderlichen Maßnahmen
von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 12, 13, 15 und 18 ,
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 4 Leitungen jeder Art verlegt, Masten, Einfriedigungen oder Einzäunungen errichtet oder bestehende Einrichtungen oder Anlagen dieser Art wesentlich ändert;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 Gewässer im Sinne des § 31 des Wasserhaushaltsgesetzes ausbaut oder Maßnahmen durchführt, die den Wasserstand oder Wasserabfluß oder die Fließgeschwindigkeit nicht nur unerheblich verändern, oder Stoffe einbringt, einleitet, entnimmt oder andere Maßnahmen vornimmt, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern;
(2) Gleichzeitig tritt die Kreisverordnung zum Schutz von Landschaftsteilen im Kreise Pinneberg vom 31. Oktober 1969 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 277), zuletzt geändert durch die 4. Kreisverordnung zur Änderung der Kreisverordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Kreise Pinneberg vom 4. Mai 1988 (Elmshorner Nachrichten vom 10. Mai 1988), außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft.