Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/3/3141.htm
Timestamp: 2018-12-15 21:23:52
Document Index: 102099146

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 22', '§ 33', '§ 2', '§ 4', '§ 64', '§ 5', '§ 33']

3.141 Hochstetter Feld
Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg als höhere Naturschutz - und obere Jagdbehörde über das Naturschutzgebiet »Hochstetter Feld« vom 15. Januar 1985 (GBl. v. 08.02.1985, S. 17).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden - württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199) sowie auf Grund von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes vom 20. Dezember 1978 (GBI. 1979 S. 22), wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Breisach, Landkreis Breisgau - Hochschwarzwald, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Hochstetter Feld«.
Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 6,5 ha. Es umfaßt die Grundstücke Flst. Nr. 7537 und 7538 auf Gemarkung Breisach. Die Grenzen des Schutzgebietes sind in zwei Karten des Regierungspräsidiums Freiburg (Maßstab 1:25000 und Maßstab 1:2500) rot eingetragen. Diese Karten sind jedoch nicht Bestandteil der Verordnung.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung einer ehemaligen Kiesgrube als Lebensraum für eine außerordentlich vielfältige Pflanzen - und Tierwelt, insbesondere einer artenreichen Vogel - Fauna mit zahlreichen, vom Rückgang oder Aussterben bedrohten Arten.
(1) In dem Naturschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Schutzgebietes oder seiner Bestandteile, zu einer nachhaltigen Störung oder zu einer Beeinträchtigung der wissenschaftlichen Forschung führen können,
9. die Ausübung der Fischerei;
13. ohne zwingenden Grund Lärm, Luftverunreinigungen oder Erschütterungen zuverursachen;
14. das Schutzgebiet zu betreten.
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd von Anfang November bis Ende Januar; im übrigen Zeitraum ist die Jagd grundsätzlich verboten; die Einzeljagd auf Raubzeug und Raubwild ist mit Ausnahme des Ausschießens von Nestern und Horsten jedoch zulässig, ebenso die Nachsuche von angeschossenem Wild;
2. für Pflegemaßnahmen, die von der höheren Naturschutzbehörde oder der von ihr beauftragten Stelle angeordnet werden;
4. für die Unterhaltung und Instandsetzung der rechtmäßigerweise bestehenden Freileitungen.
1. eine der nach § 4 verbotenen Handlungen vornimmt, handelt ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG;
2. entgegen § 5 Nr. 1 die Jagd ausübt, handelt ordnungswidrig im Sinne des § 33 Abs. 2 Nr. 4 Landesjagdgesetz.
FREIBURG I. BR., den 15. Januar 1985