Source: https://issuu.com/muellermarketing/docs/aerzteblatt_sachsen-anhalt_0112
Timestamp: 2016-12-05 21:15:36
Document Index: 116158750

Matched Legal Cases: ['§ 18', '§ 2', '§ 18', '§ 16', '§ 30', '§ 14', '§ 17', 'Art. 46', 'Art. 52', '§ 20', '§ 24', '§ 22', '§ 31', '§ 11', '§ 32', '§ 30', '§ 47', '§ 17', '§ 20', '§ 116', 'BGH', '§ 216', '§ 1901', '§ 16', '§ 216', '§ 16', 'BGH', '§ 17', 'BGH', 'BGH', '§ 1901', '§ 1901', '§ 1901', '§ 1901', '§ 1904', '§ 1901', '§ 1901', '§ 1901', 'in dubio', '§ 103', '§ 103']

Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Ausgabe 1/2012 by Müller Marketing GmbH - issuu
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en sieh
Passagere extrakorporale
Ärzteblatt Sachsen-Anhalt 23 (2012) 1
2. bis 4. Februar 2012 in Berlin
einschließlich Workshop
„Lernen und Mediennutzung
am 27. und 28. Februar 2012
Hotel Aquino/Tagungszentrum Katholische Akademie
Hannoversche Straße 5 b, 10115 Berlin-Mitte
Körperschaft des öffentlichen Rechts / www.aeksa.de
Editorial - Fortschritt durch die Kraft
des Zweifels...
Achtung: Kostenfalle Branchenbucheintragungen!
Informationen zum Versorgungsstrukturgesetz
Bundesärztekammer: Mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz wurde die Grundlage für weitere
Reformen geschaffen
Neue curriculäre Ausbildung für
20. Fortbildungstag der Ärztekammer SachsenAnhalt - Vorträge Blick zurück: Das Kammer-Jahr 2011
Feierliche Exmatrikulation an der Medizinischen
Fakultät in Magdeburg
„Klasse Allgemeinmedizin“: 20 Studierende
starten in das innovative Lehrprojekt
zur Sicherung der Hausarzt-Versorgung
Stoffwechselfehlprogrammierung
Leipziger Gefäßspezialist behandelt
Patienten im Diakoniekrankenhaus
Weitere sechs Jahre rot-weiße Luftrettung in Halle
Statement von Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer, zur Einigung der
Politik zur Reform der Organspende
Hornhautbank der Augenklinik offiziell zugelassen
Statement des Vorstandes der Deutschen
Lösungswege zur Erhöhung der
postmortalen Organspende
Passagere extrakorporale Lungenunterstützung
Mitteilungen der KV
50 Jahre Sonntagsmusiken
Fortbildung im Mittelteil
rä g
09.–10. März 2012 |
Die Zertifizierung der Veranstaltung wurde beantragt.
www.livemed-congress.de
Wor ellinkl.
Gelenkerhaltende Chirurgie 2012
4. Leipziger Gelenksymposium
Hüfte – Knie – OSG
Park-Krankenhaus Leipzig, Orthopädisch-Traumatologisches
Zentrum (OTZ)
Sektionsleiter Dr. Christian Gatzka
Chefarzt Prof. Dr. Géza Pap
Hotel The Westin Leipzig, Gerberstraße 15, 04105 Leipzig
Anmeldung (erforderlich!) und Informationen unter
Die Zertiﬁzierung mit Fortbildungspunkten der Landesärztekammer
Sachsen ist beantragt.
Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt ist die Berufsvertretung aller Ärztinnen und Ärzte in Sachsen-Anhalt und
als Körperschaft des öffentlichen Rechts durch das Gesetz über die Kammern der Heilberufe in
Sachsen-Anhalt berechtigt, ihre berufsständischen, berufspolitischen und berufsrechtlichen Belange selber
zu regeln. Diese ärztliche Selbstverwaltung ist ein sehr hohes Gut, welches wir für die Zukunft sichern wollen.
Leitbild der Ärztekammer
Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt beteiligt sich an der Sicherstellung einer
flächendeckenden hochwertigen Gesundheitsversorgung im Bundesland aktiv
und bietet allen Partnern im Gesundheitswesen eine objektive und konstruktive
Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt setzt sich mit den veränderten Ansprüchen der
nachwachsenden Ärztegeneration auseinander und bringt sich für bessere
Rahmenbedingungen in der ambulanten und stationären Versorgung ein.
Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt versteht sich als sektorübergreifende Ansprechpartnerin und Interessenvertreterin für die Belange aller Ärztinnen und Ärzte des
Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt fördert die berufliche Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses und sichert die Weiterbildung und Fortbildung der
Kammerangehörigen sowie die Qualität in der ärztlichen Berufsausübung. Sie
führt Weiter- und Fortbildungsveranstaltungen für ihre Mitglieder auf hohem
Niveau durch.
Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt fördert das gegenseitige Verständnis zwischen
den Mitgliedern sowie zwischen Arzt und Patient und schützt das Arzt-PatientenVerhältnis.
Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt vertritt mit hohem Sachverstand ihre Mitglieder
in beruflichen Belangen gegenüber Dritten, unterstützt ihre Mitglieder bei der
ärztlichen Berufsausübung und tritt für ein hohes Ansehen des ärztlichen Berufsstandes ein.
Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt entspricht den Anforderungen an eine moderne
und kompetente Selbstverwaltung. Die Arbeit erfolgt auf allen Ebenen mitgliederorientiert. Ehrenamtliche Mandatsträger und hauptamtliche Mitarbeiter nehmen
ihre Verantwortung gemeinsam wahr.
Die Mitarbeiter der Kammer verstehen sich als Dienstleister gegenüber den
Kammerangehörigen und bearbeiten die Belange ihrer Mitglieder gleichermaßen
respektvoll, freundlich, kompetent, lösungsorientiert und in angemessener Zeit.
Der Umgang mit Problemen erfolgt offen, die Entscheidungen sind für die
Mitglieder transparent.
Die für eine Selbstverwaltung erforderlichen Mitgliedsbeiträge werden im
Wissen um die hohe Verantwortung verantwortungsbewusst, transparent und
Alle Leser des Ärzteblattes sind aufgerufen, das Leitbild der Ärztekammer mitzugestalten und Vorschläge einzureichen.
Ed i t orial
Fortschritt durch die Kraft
Jeder Fortschritt entsteht durch den Zweifel, ob es - was
auch immer - nicht noch besser, schneller, effizienter oder
perfekter geht. Deshalb ist das Zweifeln eine gute Sache.
„Der Fortschritt ist der Sohn des Zweifels“. (J.S.Mill)
Das vergangene Jahr hat viel Neues gebracht,
so auch die Wahlen in unserer Kammer,
Ausschüsse und Fachkommissionen. Das
Gleiche gilt für die
Der Tätigkeit dieser
Gremien sollte viel Respekt
entgegengebracht werden, was
nicht heißt, dass kritisches Hinterfragen, Zweifeln am optimalen Ergebnis
der Arbeit unabdingbar sind.
Zweifeln und hinterfragen Sie! Nur so kann mehr
und besseres erreicht werden.
Das Versorgungsstrukturgesetz tritt mit dem 1. Januar 2012
in Kraft. Schon jetzt sind große Zweifel angebracht, dass
dieses Gesetz die Zukunftsfragen der ärztlichen Versorgung
beantwortet und klärt.
Über Transplantation und Organspende wurde noch nie
soviel in Fach- und Laienkreisen diskutiert, wie im vergangenen Jahr. Egal wie man dazu steht, die Auseinandersetzung mit dem Thema ist das Wichtigste und der damit
verbundene Zweifel: Habe ich mich richtig entschieden?
Zweifeln bedeutet Auseinandersetzung mit einem Thema,
man muss Überlegungen zu möglichen Alternativen
anstellen und dies bedeutet auch: Es kostet Zeit.
Zeit ist aber eben auch Lebenszeit - ein kostbares Gut. Heute
im Hier und Jetzt hat fast jeder das Gefühl, davon nicht
genug zu haben. Und dennoch müssen wir sie uns nehmen,
im privaten wie im öffentlichen Bereich. Wir müssen mit der
Zeit kultivierter umgehen.
Wenn Kinder und Jugendliche, wie auch Erwachsene, mit
ihrem Handy den Eindruck vermitteln, wie Notärzte mit
Ihrem Piper permanent auf Abruf zu stehen, sind auch hier
erhebliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit angebracht. Der
kommunikative Fortschritt verlangt von uns zu
lernen, wie man mit ihm umgeht. Die unzähligen und durchaus tollen Möglichkeiten der modernen Kommunikation dürfen uns nicht die
Sicht auf das Wesentliche vernebeln. Die
jedoch, den Blick auf das
Wesentliche zu versperren. Das
Nebeneinander von Facebook,
Twitter, 50 Fernseh- und Rundfunkprogrammen und und ... - viele wichtige
Daten in der persönlichen iCloud jederzeit und weltweit verfügbar - verlangt von uns die Konzentration auf
Geschwindigkeit zu erhöhen“. (Mahatma Gandhi)
Nehmen Sie sich für das Neue Jahr nicht zuviel vor, nur eben
das Richtige und vor allem das Machbare.
Die Fähigkeit „Nein“ zu sagen, kann viel Zeit zum Durchatmen und Nachdenken schaffen.
Aus Müssen sollte Wollen und Dürfen werden.
Zweifeln bleibt also auch weiterhin nicht nur erlaubt, es ist
Bewahren Sie sich diese Eigenschaft auch im Neuen Jahr.
M it t e ilung e n a u s d e r K a m m e r
Beschlüsse der Kammerversammlung der
Ärztekammer Sachsen-Anhalt vom 05.11.2011
Am 05.11.2011 fand die Kammerversammlung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt statt. Wir informieren zusammengefasst
über die Ergebnisse zum Tagesordnungspunkt “Ärzteversorgung Sachsen-Anhalt”.
Nach den Bestimmungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes werden nachstehend die wesentlichen Daten des
Geschäftsberichtes 2010 veröffentlicht. Der Geschäftsbericht des Versorgungswerkes zum 31.12.2010 ist von der
Kammerversammlung bestätigt worden.
Forderungen aus dem
Versicherungsgeschäft an Mitglieder
Zuweisungen zur Gewinnrücklage
Zuweisung zur Rückstellung für
1.205.904
Erträge aus Immobilien und
Zinsen und Erträge aus Kapitalanlagen
Versorgungswerkes beschloss die Kammerversammlung,
den Rentenbemessungsbetrag gemäß § 18 Absatz 4 Satz 1
ASO auf 90,19 € festzusetzen. Dies bedeutet eine Erhöhung
der Rentenanwartschaften um 1,5 % bei unverändertem
Sterbegeld. Auch die am 31.12.2011 bereits laufenden
Renten werden um 1,5 % erhöht.
Das Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes
Sachsen-Anhalt als Versicherungsaufsichtsbehörde hat diese
Beschlüsse der Kammerversammlung mit Schreiben vom
15.11.2011 unter dem Aktenzeichen 42-10800/01 genehmigt.
Nachfolgend werden die Beschlüsse der Kammerversammlung vom 05.11.2011 gemäß § 2 der Alterssicherungsordnung (ASO) bekannt gemacht: “Für das Jahr 2012 wird der
Rentenbemessungsbetrag gemäß § 18 Absatz 4 Satz 1 ASO
auf 90,19 € festgesetzt.”
eingetragene Lebenspartnerschaft.“
„Die am 31.12.2011 laufenden Renten und die nach § 16
Absatz 3 Satz 1 und 2 ASO aufgeschobenen Rentenanwartschaften werden ab 01.01.2012 um 1,5 % erhöht.“
6.	§ 30 wird wie folgt geändert:
In Absatz 5 wird ein neuer Satz 3 folgenden Wortlauts eingefügt:
„Der Antrag kann rückwirkend nur für das laufende
Geschäftsjahr gestellt werden.“
9. Satzung zur Änderung der Alterssicherungsordnung der
Ärztekammer Sachsen-Anhalt (ASO)
Die Kammerversammlung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt
hat am 05.11.2011 beschlossen:
Die Alterssicherungsordnung der Ärztekammer SachsenAnhalt in der Neufassung vom 13. November 1999, zuletzt
geändert durch Beschluss der Kammerversammlung am 7.
November 2009, wird wie folgt geändert:
1.	§ 14 wird wie folgt geändert:
Es wird ein neuer Absatz 2 folgenden Wortlauts eingefügt:
„Bei Zahlungsverzug kann die Ärzteversorgung SachsenAnhalt die freiwillige Mitgliedschaft durch Kündigung
beenden. Die Kündigung ist nur zulässig, wenn das Mitglied
erfolglos gemahnt wurde. Die Mahnung muss eine Zahlungsfrist von vier Wochen einräumen und auf die Rechtsfolgen
des Zahlungsverzuges hinweisen. Die Kündigung wird mit
Ablauf des Monats wirksam, in dem die Kündigung zugegangen ist.“
2.	§ 17 wird wie folgt geändert:
In Absatz 2 wird ein neuer Satz 6 folgenden Wortlauts eingefügt:
„Die Aufforderung des Verwaltungsausschusses, sich einer
Heilbehandlung zu unterziehen, erfolgt durch Bescheid.“
In Absatz 7 Satz 1 wird die Angabe „VO (EWG) 1408/71“
durch die Angabe „VO (EG) 883/2004“ und die Angabe
„Art. 46 Absatz 2 der VO (EWG) 1408/71“ durch die Angabe
„Art. 52 VO (EG) 883/2004“ ersetzt.
4.	§ 20 wird wie folgt geändert:
In Absatz 1 wird ein neuer Satz 2 folgenden Wortlauts eingefügt:
„Es gelten als Witwen bzw. Witwer auch hinterbliebene
Lebenspartnerinnen/Lebenspartner, als Ehe auch eine
Lebenspartnerschaft, als Ehegatte auch eine Lebenspartnerin/ein Lebenspartner, als Heirat auch die Begründung
einer Lebenspartnerschaft im Sinne des Gesetzes über die
5.	§ 24 wird wie folgt geändert:
In Absatz 3 wird der Klammerzusatz (siehe § 22 (2)) gestrichen.
7.	§ 31 wird wie folgt geändert:
In Absatz 2 wird Satz 2 wie folgt neu gefasst:
„Angehörige der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, die nicht
nach § 11 Absatz 1 a) oder b) befreit sind, zahlen mindestens
3/10 des Regelbeitrages.“
8.	§ 32 wird wie folgt neu gefasst:
„Der Mindestbeitrag beträgt 1/10 des Regelbeitrages, soweit
nicht Versorgungsabgaben nach §§ 30, 31 zu leisten sind.“
9.	§ 47 wird wie folgt geändert:
Es wird ein neuer Absatz 3 folgenden Wortlauts eingefügt:
„Hat ein Mitglied mit Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente
(§ 17) oder eine Hinterbliebene/ein Hinterbliebener mit
Anspruch auf Hinterbliebenenrente (§ 20) aus dem den
Versorgungsfall begründenden Ereignis einen Anspruch auf
Schadenersatz gegen einen Dritten, ist die/der Berechtigte
verpflichtet, den Anspruch an die Ärzteversorgung SachsenAnhalt abzutreten, soweit ihr/ihm Leistungen gewährt
Gibt die/der Berechtigte einen solchen Anspruch auf, wird
die Ärzteversorgung Sachsen-Anhalt von ihrer Leistungspflicht insoweit frei, als sie durch Abtretung hätte Ersatz
erlangen können. § 116 Absatz 2 bis 7 SGB X gilt entsprechend.“
Die Satzungsänderungen treten am 01.01.2012 in Kraft.
Die Aufsichtsbehörde hat mit Schreiben vom 18.11.2011
zum Aktenzeichen 22-41007/3 die Genehmigung erteilt.
Die vorstehende Satzung wird hiermit ausgefertigt und im
Ärzteblatt Sachsen-Anhalt bekannt gemacht.
Magdeburg, den 30.11.2011
Dr. med. Elmar Großmann, Halle (Saale)
Dr. med. Moritz Kretzschmar, Magdeburg
Dr. med. Gesa Schäfer, Magdeburg
Dr. med. Antje Schilling-Schön, Goseck
Dr. med. Claudia Schuart, Magdeburg
Iyad Saker, Leipzig
Dr. med. Christoph Rimasch, Magdeburg
Annegret Schlotter, Wernigerode
Carsten Ernert, Halle (Saale)
Henriette Grundig, Magdeburg
Dr. med. Emmanuel Morakis, Magdeburg
Dr. med. Ralf Schmidt, Kapellendorf
Dr. med. Axel Protze, Naumburg (Saale)
Inna Krol, Halle (Saale)
Juliane Oppe, Salzwedel
Sandra Butenhoff, Halle (Saale)
Kathrin Thiele, Körbelitz
Thea Grabitz, Halle (Saale)
Dr. med. Susanne Daul, Magdeburg
Dr. med. Daniel Holzapfel, Halle (Saale)
Inesa Kazak, Hohenthurm
Dr. med. Ulrike Beckhaus, Naumburg
Dr. med. Andreas Storch, Magdeburg
Dr. med. Carsten Schober, Elbe-Parey
Christian Göllert, Nordhausen
Yuriy Itskovych, Magdeburg
Frank-Stefan Sailer, Leipzig
Dr. med. Birgit Pflaumbaum, Ballenstedt
Neu erteilte Weiterbildungsbefugnisse gemäß der Weiterbildungsordnung
vom 16.04.2005 (siehe auch im Internet unter www.aeksa.de)
Priv.-Doz. Dr. med. Gerald Drews
im Verbund mit Dr. med. Holger Boye
und Dr. med. Stefan Lübke
und 36 Monate Allgemeinchirurgie im
Verbund mit Dr. med. Frank Friedrichs
MEDIGREIF Krankenhaus
Anhalt-Zerbst gGmbH
Prof. Dr. med. Helmut Zühlke und
Dr. med. Harry Bromber
und 48 Monate Allgemeinchirurgie im
Dr. med. Hans Wolffgang
Dipl.-Med. Gisela Albrecht
apl. Prof. Dr. med. Hans-Harald Riedel
Dr. med. Heike Krüger für AltmarkKlinikum gGmbH Krankenhaus
Gardelegen und
Dr. med. c. (mex.) Angel Jasso Rodriguez
für Altmark-Klinikum gGmbH
Dr. med. Wieland Klaus Schulze
36 Monate Basisweiterbildung Innere
und 24 Monate Innere Medizin einschl.
Medizin im Verbund mit
Dipl.-Med. Holger Lemm
und 24 Monate Innere Medizin und
Gastroenterologie einschl. 6 Monate
Innere Medizin und Hämatologie und
Dr. med. Jürgen Schwamborn
12 Monate Basisweiterbildung Innere
und 12 Monate Innere Medizin und
Paracelsus Harz-Klinik
Dipl.-Med. Andree Gierak
Ditfurter Weg 21
Prof. Dr. med. Eberhard Schleyer und
und 36 Monate Innere Medizin und
Pneumologie einschl. 6 Monate
Larisa Neumann
60 Monate einschl. 6 Monate
gebietsbezogene Intensivmedizin
Johanniter Krankenhaus GenthinStendal gGmbH
Dr. med. Konrad Schnirch
Reha MEDIAN Klinik Kalbe
Dr. med. Dietlind Traut und Gerrit Wolf
Harz-Klinikum WernigerodeBlankenburg GmbH
Magdeburg/Med. Fakultät
Eisenmoorbad Bad SchmiedebergKur-GmbH
Fachklinik für Orthopädie und
Für die Unterstützung der Kammerarbeit im Rahmen der Weiterbildung
möchten wir nachfolgenden Ärzten
Prof. Dr. med. Volker Höllt,
Magdeburg/Med. Fakultät, Befugnis für
Pharmakologie und Toxikologie endete
Weiterbildungsstätten:
Dr. med. Cornelia Schirpke,
Lungenklinik Lostau gGmbH, Befugnis
für Allergologie endete am 31.10.2011
Kerstin Tinnefeld,
Befugnis für Kinder- und Jugendmedizin
endete am 31.10.2011
zugelassen für Physikalische und Rehabilitative Medizin
zugelassen für Notfallmedizin
Berufungen der Fach- und Prüfungskommissionen
der VI. Wahlperiode (2011-2016)
Der Vorstand der Ärztekammer Sachsen-Anhalt hat in seiner Sitzung am 14.12.2011 die Berufungen von
insgesamt 107 Fach- und Prüfungskommissionen abgeschlossen.
Eine Veröffentlichung im Ärzteblatt wird im Februar-Heft sowie im Internet
unter www.aeksa.de (Arzt/Weiterbildung/Prüfung) erfolgen.
und Logbüchern 2011
Der Vorstand der Ärztekammer Sachsen-Anhalt hat am 23.11.2011 die überarbeiteten Richtlinien über
den Inhalt der Weiterbildungsordnung Sachsen-Anhalt vom 16.04.2005 in der Fassung vom 01.01.2011
(WBO) und die entsprechend überarbeiteten Logbücher 2011 beschlossen.
Diese Überarbeitung ergab sich aus der 3. und 4. Satzung zur Änderung der Weiterbildungsordnung
Sachsen-Anhalt und tritt mit diesen zum 01.01.2011 rückwirkend in Kraft.
Die Richtlinien und Logbücher 2011 sind im Internet unter www.aeksa.de eingestellt.
Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt warnt abermals vor unseriösen und kostenpflichtigen Eintragungsangeboten für
Branchenbuchverzeichnisse.
Sie nennen sich Gewerbeauskunftszentrale, Regionales
Branchenbuch, Gelbes Branchenbuch, Neue Branchenbuch.AG, Branchenbuch für die Region oder Verzeichnis
der Mediziner. Diese und ähnliche Angebote haben eins
gemein: Sie verursachen unverhältnismäßig hohe Kosten.
Schon in der Vergangenheit wurde vor derartigen Angeboten gewarnt. Derzeit werden wieder gehäuft Angebote für
Eintragungs- bzw. Korrekturangebote an Ärzte in SachsenAnhalt zugesandt, die mit unverhältnismäßig hohen Kosten
verbunden sind und bei denen der Werbeeffekt als sehr
gering einzuschätzen ist.
In den zugesandten Formularen werden die Ärzte dazu
aufgefordert, Daten für die Verzeichnisse zu kontrollieren,
zu korrigieren oder zu ergänzen.
Je nach Ausgestaltung des Formulars erwecken die Firmen
den Eindruck, dass entweder eine offizielle Stelle die Anfrage
stellt oder dass bereits ein Vertrag über die Eintragung
bestehe und dass die vorhandenen Daten lediglich kostenlos
aktualisiert werden sollen. Die Kostenpflichtigkeit der Ange-
bote ergibt sich dabei jedoch erst aus dem genauen Lesen
des „Kleingedruckten“. Mit Unterschrift wird ein Eintragsauftrag erteilt, für den unverhältnismäßig hohe Kosten von
teilweise über 1.000,00 Euro berechnet werden.
Der Werbeeffekt dieser Verzeichnisse ist dabei zu vernachlässigen, da dieses Verzeichnis nur auf der angegebenen
Deshalb raten wir unseren Mitgliedern, Anschreiben generell genau zu überprüfen. Insbesondere sollte geprüft
werden, ob die Anfrage von seriöser Stelle erfolgt und ob
das Angebot eine (versteckte) Kostenpflicht enthält. Unseriöse Angebote können ignoriert werden. Bei Zweifeln an
der Seriosität entsprechender Schreiben empfiehlt es sich,
die Angebote von der Ärztekammer Sachsen-Anhalt prüfen
Falls es bereits zu einem Vertragsschluss gekommen ist,
sollten durch anwaltliche Hilfe die Möglichkeiten einer
Anfechtung des Vertrages geprüft werden. Als entsprechender Anfechtungsgrund kommt dabei die arglistige
Täuschung des Betroffenen in Betracht, wenn beispielsweise der Adressat in Bezug auf die Kostenpflicht entsprechend getäuscht wurde.
Der Bundestag hat am 01.12.2011 das „Gesetz zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung“ (GKV-Versorgungsstrukturgesetz; GKVVStG) beschlossen.
Das Gesetz soll insbesondere die flächendeckende medizinische Versorgung der Bevölkerung sicherstellen. Hierfür
wurden viele gesetzliche Änderungen oder Neuerungen
beschlossen, welche nun zum größten Teil mit dem
01.01.2012 in Kraft getreten sind.
Wir wollen Sie über einen Großteil der wichtigen Änderungen informieren.
Klarstellend wurde festgehalten, dass Versicherte mit einer
lebensbedrohlichen, einer regelmäßig tödlich verlaufenden
oder einer vergleichbaren Erkrankung, für die anerkannte
medizinische Leistungen nicht zur Verfügung stehen, eine
noch nicht anerkannte Methode beanspruchen können.
Die Erweiterung des Angebotsspektrums wird für die gesetzlichen Krankenkassen ermöglicht. So können diese zusätzliche Leistungen wie Vorsorge- und Rehamaßnahmen,
verschreibungspflichtige apothekenpflichtige Arzneimittel
oder künstliche Befruchtung in ihrer Satzung vorsehen.
Bei langfristigem Behandlungsbedarf soll Patienten die
Möglichkeit eingeräumt werden, die benötigten Heilmittel
für einen geeigneten Zeitraum von der Krankenkasse genehmigen zu lassen.
Schrittweise soll der neue Versorgungsbereich der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung eingeführt werden.
Bei Erkrankungen mit besonderen Krankheitsverläufen oder
seltenen Erkrankungen wird ein Leistungskatalog erarbeitet,
der die Grenzen absteckt, in der eine ambulante spezialärztliche Leistungserbringung erfolgen soll. Details zu diesem
neuen Versorgungsbereich soll der Gemeinsame Bundesausschuss bis zum 31.12.2012 festlegen. Auch soll dieser
regeln, in welchen Fällen eine Behandlung eine Überweisung durch den behandelnden Arzt voraussetzt. Zudem soll
die Bedarfsplanung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss überarbeitet werden.
Zur Finanzierung von Fördermaßnahmen der flächendeckenden Versorgung kann die Kassenärztliche Vereinigung
einen Strukturfond bilden. Zusätzlich sind die Landesverbände der Krankenkassen und die Ersatzkassen verpflichtet,
einen Betrag in gleicher Höhe in diesen Fond einzuzahlen.
Zur Verbesserung der Attraktivität unterversorgter Bereiche
wird die Residenzpflicht abgeschafft und die Gründung von
Zweigpraxen erleichtert. Beispielhaft hierfür ist die Möglichkeit, in einem überversorgten Bereich zu wohnen, obwohl
die Praxis in einem unterversorgten Bereich liegt. Auch auf
die Abstaffelung des Honorars wird in unterversorgten Bereichen verzichtet.
Im Bereich der notärztlichen Versorgung wir den Kassenärztlichen Vereinigungen die Möglichkeit eröffnet, den
Notdienst auch durch eine Kooperation und eine organisatorische Verknüpfung mit Krankenhäusern sicherzustellen.
Zudem ist eine bundeseinheitliche Rufnummer für den
Bereitschaftsdienst unter 116 117 geplant.
Der Sicherstellungsauftrag wird dahingehend erweitert, dass
die Kassenärztlichen Vereinigungen verpflichtet werden,
auch eine angemessene und zeitnahe Zurverfügungstellung
der fachärztlichen Versorgung zu gewährleisten.
In überversorgten Bereichen kann ein Nachbesetzungsverfahren für den Praxissitz entfallen und der ausscheidende
Vertragsarzt hierfür finanziell entschädigt werden.
Mit Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigungen
können in Ausnahmefällen auch Kommunen, zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung, Medizinische Versorgungszentren gründen.
Ein Entlassungsmanagement in der Krankenhausbehandlung
soll die Kommunikation zwischen den beteiligten ambulanten und stationären Versorgungsbereichen verbessern
und damit Probleme beim Übergang in die Versorgung nach
der Krankenhausbehandlung lösen.
Kassenärztliche Vereinigungen können sich unter gewissen
Voraussetzungen auch länderübergreifend zusammenschließen.
Die Honorarverteilung wird dezentraler und flexibler, in
dem diese wieder durch die einzelnen Kassenärztlichen
Vereinigungen erfolgt.
Das Prinzip Beratung statt Regress soll weiter gefördert
werden. So erfolgt beim erstmaligen Überschreiten des
Richtgrößenvolumens um mehr als 25 Prozent eine individuelle Beratung. Erst bei einer Überschreitung im Prüfzeitraum nach dieser Beratung oder bei Ablehnung der Beratung
kann ein Erstattungsbeitrag festgesetzt werden.
Mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz wurde die
Grundlage für weitere Reformen geschaffen
„Es ist gut, wenn eine Bundesregierung ihrer ureigensten
Aufgabe nachkommt und Politik gestaltet, statt immer nur an
den Sparschrauben unseres Gesundheitswesens zu drehen.
Bei aller Kritik an einzelnen Bestimmungen erkennen wir
deshalb an, dass die Koalition mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz zumindest den Versuch unternommen hat,
dieser Verantwortung gerecht zu werden und erstmals ernsthafte Schritte gegen den Ärztemangel und für eine bessere
Versorgung der Patienten in unserem Land eingeleitet hat.“
Dies erklärte der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK),
Dr. Frank Ulrich Montgomery, anlässlich der Lesung des
GKV-Versorgungsstrukturgesetzes (GKV-VStG) im Deutschen Bundestag. Das Gesetzespaket sei in Teilen geeignet,
mehr Ärztinnen und Ärzte zu einer Tätigkeit in strukturschwachen Gebieten zu motivieren und die verschiedenen
Versorgungsbereiche besser miteinander zu verzahnen.
„Gelöst sind die Probleme damit aber noch lange nicht. Es
wurde die Grundlage geschaffen, auf der Bund und Länder
bei kommenden Reformen aufbauen können - nicht mehr
und nicht weniger“, sagte der BÄK-Präsident.
Positiv hob Montgomery die im Gesetz vorgesehenen monetären und nicht-monetären Anreize für eine Niederlassung
in strukturschwachen Regionen hervor. Verbesserungsbedarf sieht er hingegen unter anderem bei der weiteren
Ausgestaltung der ärztlichen Bedarfsplanung. Die jetzigen
Bedarfsplanungsregelungen stammten aus der Zeit der
Ärzteschwemme und seien für die gegenwärtigen Rahmenbedingungen gänzlich ungeeignet. Mit dem GKV-VStG
werde zwar mit größeren Gestaltungsspielräumen vorsichtig
nachjustiert. Ausreichend sei dies jedoch nicht. „Wir brauchen eine klar patientenzentrierte Flexibilisierung der
Planungsbereiche und eine sektorenübergreifende Bedarfsplanung. Dazu müssen die nur optional vorgesehenen Steuerungsgremien auf Landesebene obligatorisch eingeführt
und die Landesärztekammern als vollwertige Mitglieder
beteiligt werden“, forderte Montgomery. Nur die Ärztekammern verfügten über die sektorenübergreifende Expertise
und nähmen aufgrund ihrer Nichtbeteiligung an den jeweiligen Versorgungsverträgen eine neutrale Position ein. Der
BÄK-Präsident forderte die Länder auf, die Ärztekammern
bei der Zusammensetzung der Gremien zu berücksichtigen
– auch wenn diese im Gesetz nicht explizit genannt würden.
Grundsätzlich begrüßt die Ärzteschaft auch die Einführung
einer neuen sektorenübergreifenden ambulanten spezialfachärztlichen Versorgungsebene. Kritisch sieht Montgomery aber die vorgesehene Ausgestaltung des neuen Versorgungsbereichs durch den Gemeinsamen Bundesausschuss.
Der BÄK-Präsident plädiert für eine Vertragslösung der
Selbstverwaltungspartner unter Einbeziehung der Bundesärztekammer. „Dadurch kann man besser und auch
schneller die Angebote der ambulanten und stationären
Versorgung koordinieren und einen Einstieg in einen
tatsächlich sektorenverbindenden Versorgungsbereich
schaffen.“ Positiv hob Montgomery die durch entsprechende Änderungen an dem ursprünglichen Gesetzentwurf
vorgenommene Begrenzung des Katalogs der Paragraph
116b-Leistungen bei Erkrankungen mit besonderen Krankheitsverläufen auf schwere Verlaufsformen hervor. Als
richtig bezeichnete er es auch, dass die Koalition zunächst
das ambulante Operieren aus dem Regelungsbereich des
Paragraph 116b herausgenommen hat. Dadurch werde
möglichen Mengenausweitungen entgegengewirkt. IPi BÄK
„Curriculum Organspende“ erfolgreich von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) Region OST und der Ärztekammer Sachsen-Anhalt durchgeführt
Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) Region
Ost hat gemeinsam mit der Bundesärztekammer die Qualifikation für Transplantationsbeauftragte und für interessiertes
Klinikpersonal neu strukturiert. Auf Basis des Curriculums
der Bundesärztekammer wurde diese curriculäre Fortbildung erstmals vom 24.11.-26.11.2011 in Magdeburg durchgeführt. 36 Vertreter verschiedener Professionen (davon 21
Ärztinnen und Ärzte) kamen vom 24. bis 26. November
2011 in das Haus der Heilberufe nach Magdeburg und
nahmen an der 24-stündigen Fortbildung aktiv teil.
Ziel dieser Fortbildung war es, die Qualifikation und den
Informationsstand der Transplantationsbeauftragten in den
Krankenhäusern der drei Bundesländer weiter zu verbessern. Zwar haben alle Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt
Transplantationsbeauftragte benannt, die Umsetzung der
Gemeinschaftsaufgabe „Organspende“ ist jedoch noch
verbesserbar. Die Transplantationsbeauftragten nehmen auf
den Intensivstationen eine wichtige Schlüsselposition für die
Organspende ein. Hier müssen im ersten Schritt mögliche
Spender erkannt und an die Koordinierungsstelle gemeldet
Die Vortragsthemen – mit Referenten aus der Region –
reichten von Themenkomplexen wie Indikation zur Organspende, Empfängerschutz / Organ-Report, organprotektive
Intensivtherapie, Fragen der Hirntoddiagnostik bis hin zur
Erörterung von Allokationsregeln, allgemeinen rechtlichen
Grundlagen, Fragen der Gewebespende und Fragen der
Qualitätssicherung. Die Fortbildung fand bei allen Beteiligten positive Resonanz. Die Teilnehmer konnten ihre
Kenntnisse im Zusammenhang mit der Indikationsstellung
zur Organspende und dem Ablauf eines erfolgreichen
Organspendeprozesses verbessern. Das Ziel, bei allen Beteiligten die Handlungssicherheit in diesem intensivmedizinisch und emotional anspruchsvollen Feld zu erhöhen,
wurde erreicht und es konnte allen Teilnehmern das Zertifikat „Management Organspende“ der Ärztekammer
Sachsen-Anhalt überreicht werden.
20. Fortbildungstag
am 24.09.2011 in Magdeburg zum Thema „Palliativmedizin“
- Vorträge -
„Sterbehilfe aus juristischer Sicht“ ist ein hochaktuelles
Thema. Rechtsprechung wie Gesetzgebung haben es in
letzter Zeit vorangetrieben. Mitte 2010 kam es zu einem
BGH-Urteil, das mit der bisherigen Rechtsprechung gebrochen hat. Bereits im September 2009 kam es zur gesetzlichen Implementierung der Patientenverfügung im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB). Beide Aspekte sollen im Folgenden
etwas näher behandelt werden.
Wenn man sich mit „Sterbehilfe aus juristischer Sicht“
befasst, hat man zunächst eine begriffliche Differenzierung
vorzunehmen. Juristen sprechen von „Hilfe beim Sterben“
und von „Hilfe zum Sterben“. Unter „Hilfe beim Sterben“
hat man palliativmedizinische Maßnahmen zu verstehen.
Von Sterbehilfe im eigentlichen Sinne spricht man bei
Maßnahmen der „Hilfe zum Sterben“. In dieser Hinsicht soll
im Folgenden der Begriff der Sterbehilfe gebraucht werden.
Darunter wiederum kann man zum einen die gezielte
(aktive) Tötung auf Verlangen verstehen. Des Weiteren
werden darunter der ärztlich assistierte Suizid sowie der
Behandlungsabbruch gefasst.
Die Rechtsgrundlagen der Sterbehilfe sind breit gestreut.
Zum einen enthält § 216 StGB (Strafgesetzbuch) den Straftatbestand der Tötung auf Verlangen. Wie eingangs bereits
erwähnt, ist die Patientenverfügung inzwischen gesetzlich
implementiert, und zwar in §§ 1901a ff. BGB. Des Weiteren
spielen berufs- und standesrechtliche Regelungen eine
Rolle. Insofern sind die Grundsätze der Bundesärztekammer
(BÄK) zur Sterbebegleitung zu nennen sowie § 16 Musterberufsordnung (MBO), die beide im Jahre 2011 Jahr neu gefasst
wurden. Damit sind für die „Sterbehilfe aus juristischer
Sicht“ bereits erste verbindliche Antworten gefunden
worden, jedenfalls zum Teil. Die gezielte (aktive) Tötung auf
Verlangen ist gemäß § 216 StGB strafbar. Des Weiteren ist
der ärztlich assistierte Suizid zwar nicht strafrechtlich
verboten, wohl aber kraft Standesrechts. § 16 Satz 3 MBO
schreibt eindeutig vor, dass Ärzte „keine Hilfe zur Selbsttötung leisten“ dürfen. Insofern bleiben Ärzte, wenn sie
Beihilfe zum Suizid leisten, zwar frei von strafrechtlichen
Sanktionen, können aber mit berufsgerichtlichen Verfahren
„Sterbehilfe aus juristischer Sicht“ konzentriert sich insofern
im Wesentlichen auf die Sterbehilfe durch den Abbruch
einer bereits begonnenen ärztlichen Maßnahme. Insofern
ist, bevor auf die diesbezüglichen rechtlichen Regularien
einzugehen ist, das eingangs erwähnte BGH-Urteil von
Mitte 2010 näher darzustellen (Az.: 2 StR 454/09). Das
später verstorbene Opfer hat, kurz bevor es ins Wachkoma
gefallen ist, in mündlicher Form sich dahingehend geäußert,
dass es lebensverlängernde Maßnahmen durch künstliche
Ernährung und Beatmung nicht wünscht. Die Tochter des
sich nunmehr im Wachkoma befindlichen Opfers hat dessen
Wunsch an die Pflegeleitung herangetragen. Er ist aber nicht
beachtet und umgesetzt worden. Vielmehr wurde eine PEGSonde gelegt. Als in der Folgezeit Einigkeit zwischen Tochter
(als Betreuerin) und Pflegeleitung dahingehend erreicht
worden ist, dass die künstliche Ernährung zu reduzieren ist,
hat sich die Konzernleitung eingeschaltet. Sie hat das Pflegeheim angewiesen, die künstliche Ernährung wieder aufzunehmen. Die Tochter unterrichtete davon einen auf Palliativmedizin spezialisierten Rechtsanwalt. Er riet der Tochter,
die Schläuche der Sonde zu durchtrennen. Erneut würde
man sie schließlich nicht legen. Man tat es gleichwohl.
Dennoch verstarb das Opfer infolge diverser Erkrankungen.
Im späteren Strafverfahren wurde die Tochter freigesprochen, weil sie auf Rat des Rechtsanwalts gehandelt hat und
insofern einem unvermeidbaren Verbotsirrtum erlag (§ 17
StGB). Der Rechtsanwalt wurde dagegen verurteilt und
wehrte sich dagegen wiederum mit der Revision beim BGH.
Dessen 2. Strafsenat hat den Rechtsanwalt vom Vorwurf
eines Tötungsdelikts freigesprochen. Dabei musste er sich
aber von der bisherigen Rechtsprechung distanzieren. Bis
zum Urteil vom 25. Juni 2010 wurde nämlich streng
zwischen Unterlassen und Tun differenziert. In dieser
Hinsicht mussten sich Generationen von Juristen und Medizinern mit den Begriffspaaren passive und aktive bzw. indirekte und direkte Sterbehilfe befassen. Das Einstellen der
Sondenernährung wurde als Unterlassen und damit als
erlaubte passive Sterbehilfe angesehen, wenn sie dem
Wunsch der jeweils betroffenen Person entsprach. Das
Durchtrennen der Schläuche dagegen stellte sich als aktives
Tun dar, sodass nach gängiger Rechtsprechung der Anwalt
wegen Beteiligung an einem Tötungsdelikt hätte verurteilt
werden müssen. Mit dieser strikten Differenzierung zwischen
Unterlassen und Tun hat der BGH im besagten Urteil gebrochen. Für seine Aufgabe der bisherigen Rechtsprechung gibt
er im Wesentlichen zwei Gründe an. Einerseits sei inzwischen zum Herbst 2009 die Patientenverfügung gesetzlich
implementiert worden. Im Übrigen sei eine Unterscheidung
nach rein äußerlichen Kriterien (Tun und Unterlassen) zu
sehr naturalistisch. Vielmehr müsste man die Differenzierung zwischen erlaubter Sterbehilfe und strafbaren Tötungsdelikten in juristisch-normativ-wertender Weise vornehmen.
In dieser Hinsicht sei der Behandlungsabbruch ein normativwertender Begriff, der sich durch objektive Handlungselemente auszeichnet und eine subjektive Zielsetzung beinhaltet, nämlich im Sinne des Patienten zu handeln.
Im Sinne des Patienten liegt der Behandlungsabbruch, wenn
er seinem Willen entspricht. Ein entsprechender Wille kann
entweder ausdrücklich erklärt worden sein bzw. aktuell
erklärt werden. Subsidiär kann ein Behandlungsabbruch
erfolgen, wenn es dem mutmaßlichen Willen des Patienten
entspricht. Damit kommen die gesetzlichen Regelungen in
§§ 1901a ff. BGB ins Spiel. Im Herbst 2009 kam es, wie
eingangs erwähnt, zur gesetzlichen Regelung der Patientenverfügung. Die einschlägigen Vorschriften finden sich in
§§ 1901a ff. BGB. § 1901a Abs. 1 BGB regelt zunächst eine
Legaldefinition sowie die Rechtsverbindlichkeit der Patientenverfügung. § 1901a Abs. 2 BGB gibt vor, wie zu verfahren
ist, wenn es an einer Patientenverfügung mangelt, nämlich
im Sinne des mutmaßlichen Willens des Patienten. § 1904
BGB regelt schließlich, wann das Betreuungsgericht einzuschalten ist.
Nach den einschlägigen gesetzlichen Regelungen setzt ein
Behandlungsabbruch im Wesentlichen Folgendes voraus:
Zunächst muss eine medizinische Indikation zur Weiterbehandlung bestehen. Diese Indikation ist von Ärzten eigenverantwortlich festzustellen. Wenn sie fehlt, kann von einem
Behandlungsabbruch nicht mehr die Rede sein. Denn abgebrochen werden kann bloß etwas, das man noch fortführen
kann. Wenn es an dieser Indikation zur Weiterbehandlung
fehlt, kann von Hilfe zum Sterben nicht mehr die Rede sein.
Vielmehr handelt es sich bloß noch um Hilfe beim Sterben,
sprich um palliativmedizinische Maßnahmen. Ferner setzt
ein Behandlungsabbruch nach § 1901a BGB voraus, dass
der Patient aktuell einwilligungsunfähig ist. Dies ist der Fall,
wenn er aufgrund seines Krankheitszustands nicht mehr in
der Lage ist, seinen Willen entsprechend der Art des Eingriffs,
seiner Folgen und Risiken zu bilden. Der Behandlungsabbruch setzt ferner voraus, dass entweder eine entsprechende
Patientenverfügung vorliegt oder er dem mutmaßlichen
Willen des Patienten entspricht. Schlussendlich muss noch
ein Konsens zwischen Arzt und Betreuer bestehen. Wenn es
daran fehlt, ist das Betreuungsgericht einzuschalten.
Während die medizinische Indikation zur Weiterbehand-
lung und Feststellung der Einwilligungsunfähigkeit originär
medizinische Aufgaben sind und insofern Ärzten obliegen,
handelt es sich bei der Frage, ob die Patientenverfügung im
konkreten Fall greift oder ein entsprechender mutmaßlicher
Wille für den Behandlungsabbruch spricht, um eine primär
Juristen obliegende Aufgabe.
Die Frage, ob ein Behandlungsabbruch kraft Patientenverfügung zulässig ist, ist in zwei Schritten zu beantworten:
Zunächst ist zu klären, ob eine wirksame Patientenverfügung vorliegt. Im Anschluss daran ist zu klären, ob eine
Kongruenz zwischen Patientenverfügung und „aktueller
Lebens- und Behandlungssituation“ besteht. Insofern sollen
zunächst kurz die Anforderungen an eine wirksame Patientenverfügung erläutert werden. Sie kann bloß von einem
einsichtsfähigen Volljährigen errichtet werden und ist
schriftlich abzufassen. Dies bedeutet nicht, dass sie – im
Gegensatz zum Testament – eigenhändig verfasst sein muss.
Man kann sich durchaus diverser Textbausteine aus dem
Internet bedienen. Schriftform in dieser Hinsicht heißt lediglich, dass sie eigenhändig unterschrieben sein muss. Das
deutsche Recht sieht – im Gegensatz zum österreichischen
Recht – weder eine ärztliche Beratung bei Abfassung der
Patientenverfügung noch eine irgendwie geartete Aktualisierungspflicht vor. Danach muss eine einmal abgefasste Patientenverfügung nicht nach gewisser Zeit, etwa 5 Jahre,
aktualisiert werden. Vielmehr ist sie auf ewig gültig. Wenngleich gewichtige Gründe für eine ärztliche Beratung und
eine Aktualisierungspflicht sprechen, hat der deutsche
Gesetzgeber davon abgesehen. Gleichwohl ist Patienten
dringend anzuraten, das Gespräch mit Ärzten im Vorfeld der
Abfassung einer Patientenverfügung zu suchen und sie ab
und an (dem medizinischen Fortschritt) anzupassen.
Die Patientenverfügung selbst darf nicht allgemein gehalten
sein. Formulierungen der Art „wenn ich sehr krank bin,
möchte ich würdevoll sterben“ sind als Patientenverfügung
unbeachtlich. Das Gesetz sieht nämlich vor, dass man sich
auf „bestimmte Untersuchungen des Gesundheitszustandes,
Heilbehandlungen oder ärztliche Eingriffe“ sowie auf eine
„aktuelle Lebens- und Behandlungssituation“ festlegen
muss. Vor diesem Hintergrund sind allgemein gehaltene
Formulierungen als Patientenverfügung unbeachtlich.
Allenfalls stellen sie ein Indiz für den mutmaßlichen Willen
dar. Hinsichtlich der Frage, wie konkret man die medizini-
sche Situation beschreiben sollte, und der Frage, welche
ärztlichen Maßnahmen man ausschließen kann, kommt es
auf den jeweiligen Einzelfall an. Insofern sollten Patienten
entweder das Gespräch mit dem Arzt des Vertrauens, typischerweise mit dem Hausarzt suchen. Hilfreich können
noch diverse Internetauftritte sein bis hin zu Broschüren von
staatlichen Institutionen, etwa vom Bundesministerium für
Justiz. Hinsichtlich der Beschreibung der medizinischen
Situation, in der eine Patientenverfügung greifen soll, kann
es sich anbieten, eine sog. Reichweitenbegrenzung in die
Patientenverfügung aufzunehmen. Von Gesetzes wegen
greift die Patientenverfügung gemäß § 1901a Abs. 3 BGB
„unabhängig von Art und Stadium einer Erkrankung“. Eine
entsprechende Reichweitenbegrenzung kann aber vom
jeweiligen Patienten selbst in seine Patientenverfügung
aufgenommen werden und ist insofern für Arzt und Betreuer
Wenn eine Patientenverfügung fehlt, kann ein Behandlungsabbruch durchgeführt werden, wenn er dem mutmaßlichen
Willen der betroffenen Person entspricht. Dafür müssen
zunächst entsprechende Anhaltspunkte festgestellt werden.
Solche Anhaltspunkte sind beispielhaft in § 1901a Abs. 2
BGB niedergelegt („insbesondere“). Insofern relevant sind
frühere mündliche oder – keine Patientenverfügung darstellende – schriftliche Äußerungen. Weiterhin spielen ethische
und/oder religiöse Überzeugungen eine Rolle. In jedem
Falle kommt es bloß auf persönliche Wertvorstellungen des
Betreuten an. Allgemeine Wertvorstellungen über Sinn oder
Unsinn einer Weiterbehandlung sind insofern irrelevant. Es
kommt ausschließlich auf den mutmaßlichen Willen des
Betroffenen und damit auf seine persönlichen Wertvorstellungen an. Der mutmaßliche Wille ist „aufgrund konkreter
Anhaltspunkte“ zu ermitteln. Unabdingbar dafür sind
Gespräche des Arztes mit dem Betreuer sowie mit nahen
Angehörigen und sonstigen Vertrauenspersonen des
Betreuten. Nahe Angehörige des Betreuten sind insbesondere enge Verwandte (Kinder, Eltern) sowie Ehegatten und
eingetragene Lebenspartner. Insofern genügt allein die familienrechtliche Verbindung, es sei denn, das persönliche
Verhältnis des Betroffenen zu den genannten Personen ist
erkennbar zerrüttet. Entferntere Verwandte stellen bloß für
den Fall nahe Angehörige des Betreuten dar, dass es über das
Verwandtschaftsverhältnis hinaus ein tatsächliches persön-
liches Näheverhältnis gibt. Weitere Personen kommen
ebenfalls in Betracht. Insofern sind etwa Pflege- und Stiefkinder zu nennen, des Weiteren enge Freunde oder, etwa
bei Singles oder zurückgezogen lebenden Personen, die
Pflegekräfte im Krankenhaus selbst, die nicht selten den
engsten Kontakt zu Patienten haben. Selbst die sorgfältigsten
Bemühungen um zuverlässigste Ermittlung des mutmaßlichen Willens können manchmal aber nicht zum (sicheren)
Ergebnis führen. Gemeint ist ein sog. non liquet. Dies ist der
Fall, wenn manche Aspekte für einen mutmaßlichen Willen
dahingehend sprechen, dass die betroffene Person einen
Behandlungsabbruch wünscht, und andere Anhaltspunkte
das genau gegenteilige Ergebnis nahe legen. In einem
solchen Fall stellt der Gang zum Betreuungsgericht keinen
Ausweg dar. Das Betreuungsgericht selbst trifft nämlich
nicht die Entscheidung pro oder contra Behandlungsabbruch. In einem solchen Zweifelsfall, in einem solchen non
liquet, gilt vielmehr „in dubio pro vita“. Den Gesetzesmaterialien lässt sich unmissverständlich entnehmen, dass im
Zweifel dem Lebensschutz der Vorrang gebührt.
Das Betreuungsgericht ist überhaupt bloß für den Fall einzuschalten, dass es einen Dissens zwischen Arzt und Betreuer
gibt. Wenn sich Arzt und Betreuer einig sind, dass ein
Behandlungsabbruch durchzuführen ist, muss das Betreuungsgericht dagegen nicht bemüht werden. Erst wenn sie
sich uneins sind, ist zum Betreuungsgericht zu gehen. Typischerweise verhält es sich dergestalt, dass der Betreuer oder
Vorsorgebevollmächtiger zum Betreuungsgericht mit dem
Argument geht, die Patientenverfügung schreibe für den
konkreten Fall einen Behandlungsabbruch vor, während der
Arzt gegenteiliger Auffassung ist. Erst bei einem solchen
Dissens über den Behandlungsabbruch ist das Betreuungsgericht einzuschalten. Sonst bleibt es außen vor. Insofern
könnte man das Missbrauchsargument erheben. Es könnte
schließlich sein, dass Arzt und Betreuer einvernehmlich
zum Nachteil der betroffenen Person handeln und für diesen
Fall nicht einmal einer staatlichen Kontrolle unterliegen.
Das Missbrauchsargument geht freilich ins Leere. Zum
einen spricht das Berufsethos von Ärzten dagegen, sich auf
ein solch kollusives Zusammenwirken einzulassen, das
überdies strafbewehrt ist. Wenn nämlich die Patientenverfügung nicht den konkreten Fall regelt, ist der Behandlungsabbruch als Tötungsdelikt strafbar. Im Übrigen ist es Dritten,
etwa Pflegekräften, unbenommen, das Betreuungsgericht
anzurufen, um etwaige Verdachtsmomente auszuräumen.
Ansonsten aber ist das Betreuungsgericht bei einem einvernehmlichen Behandlungsabbruch nicht einzuschalten.
Vielmehr handelt es sich um eine eigenverantwortliche
Aufgabe von Ärzten und Betreuern, für die Umsetzung der
Patientenverfügung zu sorgen, bzw. dafür, dass dem
mutmaßlichen Willen der betroffenen Person entsprochen
wird. Insofern sind Patientenwille und -autonomie zu
achten. Sie stellen nicht bloß zu Lebzeiten des Patienten die
Grenz- und Leitlinie für ärztliches Handeln auf. Sie sind es
nicht minder bei der „Sterbehilfe aus juristischer Sicht“.
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Blick zurück: Das Kammer-Jahr 2011
ng de n-Anhalt i
kamm 016) am 5
erprä
rzteka
an der Medizinischen Fakultät in Magdeburg
158 Ärztinnen und Ärzte starten gut gerüstet ins Berufsleben
Im Rahmen einer Exmatrikulationsfeier konnten 158 Absolventinnen und Absolventen der Medizinischen Fakultät der
Otto-von-Guericke-Universität am 26. November 2011 ihre
Zeugnisse in Empfang nehmen, nachdem sie zuvor
gemeinsam das ärztliche Gelöbnis gesprochen hatten. Die
Festrede hielt der Universitätsrektor Prof. Dr. Klaus Erich
Pollmann. Musikalisch wurde die Veranstaltung vom Akademischen Orchester der OVGU gestaltet.
Bei den meisten Ärztinnen und Ärzten steht die Entscheidung über den beruflichen Einstieg schon fest. Eine Befragung, an der sich 136 der jungen Mediziner beteiligten,
ergab, dass mindestens 77 in Sachsen-Anhalt bleiben
werden. Elf möchten in Berlin, fünf in Niedersachsen und
die übrigen in weiteren Bundesländern eine Arbeit
aufnehmen. Als künftige Fachrichtung haben die Ärzte am
häufigsten die Innere Medizin (33), die Chirurgie (21), die
Anästhesiologie (17) sowie die Gynäkologie und die Kinderheilkunde (je 10) gewählt, nur 5 wollen als Allgemeinmediziner arbeiten.
„Hinter den Absolventen liegen sechs anstrengende, erfahrungsreiche Jahre, die eine solide Basis für ihren neuen
Lebensabschnitt sein werden“, betont Prof. Dr. Bernt-Peter
Robra, Studiendekan der Medizinischen Fakultät.
Der Gesamtnotendurchschnitt der Magdeburger Studierenden lag im schriftlichen Bereich bei 2,77 und im mündlichen Teil des Staatsexamens bei 2,02. Die besten Absolventen waren Julia Heiter und Christian Wiedemuth. Sie
haben ihr Staatsexamen mit einem Gesamtdurchschnitt von
1,33 abgeschlossen. Zusammen mit den bereits im Frühjahr
ins Berufsleben entlassenen Studenten hat die Medizinische
Fakultät damit im Jahr 2011 insgesamt 184 Ärztinnen und
Ärzte nach ihrer Ausbildung verabschiedet.
Zum Wintersemester 2011/12 wurden 196 Erstsemester an
der OVGU immatrikuliert. Von diesen Studienplätzen
wurden 40 Prozent (Abiturbestenquote, Wartezeitquote)
über die Stiftung für Hochschulzulassung vergeben, für 60
Prozent der Studienplätze können die Hochschulen eigene
Auswahlkriterien definieren. In Magdeburg werden als
Auswahlkriterien die Abiturnote und die Ortspräferenz
berücksichtigt, die Einführung eines Auswahltests ist in
Foto: Elke Lindner/Uniklinik Magdeburg
„Klasse Allgemeinmedizin“:
20 Studierende starten in das innovative Lehrprojekt
Nun ist es soweit: die „Klasse Allgemeinmedizin“ der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität startete als
innovatives Lehrprojekt zur Förderung des landärztlichen
Nachwuchses mit den 20 Studierenden des ersten Jahrganges ins Wintersemester 2011/12. Die Auftaktveranstaltung fand am Mittwoch, 16. November 2011 im Dekanat
der Medizinischen Fakultät statt. Studierende, Mentoren und
Förderer gaben einen Ausblick auf die ersten beiden
Semester der „Klasse Allgemeinmedizin“. 20 ausgewählte
Studierende - 40 hatten sich beworben - bereiten sich im
Rahmen des Projektes auf eine spätere Tätigkeit als Hausbzw. Landarzt vor. Während des Semesters gibt es eigene
Schulungen, in der Semesterpause werden zwei Praktikumstage absolviert. Die „Klasse“ wird ergänzend zum Regelstudiengang Medizin angeboten und kann als Wahlfach ab
dem ersten vorklinischen Semester belegt werden.
Das besondere, speziell für die Klasse Allgemeinmedizin
erstellte Curriculum beinhaltet vier Teilbereiche: das hausärztliche Fertigkeitentraining, das Kommunikationstraining,
ein Seminar für ärztliche Fallarbeit und das Mentorenprogramm. Im hausärztlichen Fertigkeitentraining werden ab
dem ersten vorklinischen Semester die Abläufe in einer
Praxis geschult. Dazu gehören einfache Techniken wie Blutdruckmessen oder auch die Organisation einer Praxis als
wirtschaftliches Kleinunternehmen. Im Kommunikations-
training erlernen die Teilnehmer wichtige Fähigkeiten zur
Anbahnung, Verbesserung und Erhaltung der Arzt-PatientBeziehung. Aktive und problemorientierte Lehrmethoden
bilden die Basis dieses Moduls. In der Fallarbeit bekommen
die Studierenden die Möglichkeit, mit Hilfe von Rollenspielen und Videobeispielen Anamnesegespräche zu üben.
Ein ausgesuchter Mentor begleitet die Studierenden über das
gesamte Studium hinweg. Die Mitglieder der Allgemeinmedizin-Klasse erhalten dadurch nicht nur Einblicke in das
Leben eines Hausarztes, sondern knüpfen beständige Beziehungen zu den Patienten, den Praxismitarbeitern und dem
Umfeld. I Pi UKH
Sind Sie Absolvent(in) der Universität zu Lübeck?
Unter dem Motto „Verbessern und vernetzen“ hat die Universität zu Lübeck eine Absolventenbefragung im Fach
Humanmedizin eingeführt und alle Landesärztekammern gebeten, ihre Mitglieder, die sich der Universität
verbunden fühlen, darüber zu informieren.
Eine erste Befragungsrunde richtet sich an drei Doppeljahrgänge, die die Universität zu Lübeck 1991/92, 2004/05
oder 2009/10 verlassen haben. Wir freuen uns sehr, wenn Sie zu einem dieser Jahrgänge gehören und Interesse haben
mit Ihrer Alma Mater in Kontakt zu bleiben. Bitte melden Sie sich zur Teilnahme an der Befragung bei Frau Brüheim an.
Tel.: 0451/500-4749
E-Mail: linda.brueheim@medizin.uni-luebeck.de
http://www.uni-luebeck.de/studium/studiengaenge/humanmedizin/studieren/evaluation/absolventenbefragung.html
Suche nach den Ursachsen für Gesundheitsrisiken –
EU-Forschungsprojekt startet
Forscher aus vier europäischen Ländern wollen in den
kommenden vier Jahren untersuchen, wie sich Übergewicht
und Diabetes bei Frauen während der Schwangerschaft auf
Gesundheit und Gesundheitsrisiken ihrer Kinder auswirken.
Bereits im Mutterleib wird – zusätzlich zu den genetischen
Grundlagen – die Basis für die weitere gesundheitliche
Entwicklung der Kinder gelegt. Untersuchungen bei so
genannten „Retortenbabys“ hatten ergeben, dass diese
Kinder überdurchschnittlich oft übergewichtig geworden
waren. Im Verdacht stehen dabei ein zu nährstoffreiches
Kulturmedium oder andere Faktoren, die bei einer In-vitroFertilisation einwirken können (höheres Alter der Mütter,
Kryokonservierung, etc.). Tierversuche haben inzwischen
diesen ganz frühen Einfluss auf die spätere Gesundheit
bestätigt, also bereits zu einem Zeitpunkt, an dem eine
Mutter noch gar nicht weiß, dass sie schwanger ist.
Wissenschaftler aus sieben Universitäten und Biotechnologiefirmen werden im Rahmen eines gemeinsamen Projektes
„EpiHealth“ durch die Europäische Union gefördert. Insgesamt stehen dafür 2,9 Millionen Euro zur Verfügung. Davon
fließen etwa 370.000 Euro an das hallesche Institut für
Anatomie und Zellbiologie. Institutsdirektor Professor Dr.
Dr. Bernd Fischer freut sich darüber: „Es ist bereits das
sechste Projekt bei uns, das durch die Europäische Union
gefördert wird.“ Er sehe dies als Anerkennung der Forschungsleistungen seiner Arbeitsgruppe. Die EU habe diese
Forschungsprojekte in den vergangenen Jahren mit bisher
1,7 Millionen Euro unterstützt.
Bereits seit vielen Jahren beschäftigen sich die halleschen
Wissenschaftler mit Stoffwechselerkrankungen. Die Embryologen und Zellbiologen werden nun an Hand eines Tiermodells untersuchen, wie es im Mutterleib innerhalb der
ersten sechs Tage nach der Befruchtung zur Fehlprogrammierung des Stoffwechsels kommt. „Wir wollen klären,
welche Einflüsse sich bereits weit vor der Geburt, um den
Zeitpunkt der Konzeption herum, auf die gesundheitliche
Entwicklung der Kinder auswirken.“ Vielen Ärzten und
Laien sei nicht bekannt, dass die Gesundheit des Kindes
bereits während der Schwangerschaft zum Teil festgelegt
werde. Dies bedeutet beispielsweise, dass Kinder von übergewichtigen Müttern ein höheres Risiko tragen, auch übergewichtig zu werden.
„Angesichts der Prognosen, dass die Zahl der (zum Teil stark)
übergewichtigen Menschen in den Industrienationen in den
kommenden Jahren stark ansteigen wird, ist es nach unserer
Auffassung besonders wichtig, die Mechanismen für solche
Fehlentwicklungen zu ergründen“, sagt der hallesche
Wissenschaftler. Beispielsweise werde erwartet, dass im Jahr
2020 etwa drei Viertel aller US-amerikanischen Frauen und
Männer übergewichtig sein werden. Diabetes und aus Übergewicht resultierende Folgen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle hätten Einfluss auf die Lebenserwartung und Lebensqualität der Betroffenen: „Beide sinken
bei diesen Risikofaktoren. Daher müssen wir mehr über
Gesundheitsdeterminaten für die kommenden Generationen
verstehen.“ Diabetes sei keine genetisch bedingte Erbkrankheit, werde aber im Falle von Schwangerschaftsdiabetes
oder bei Übergewicht von der Mutter auf das Kind übertragen. Neben Embryonen werden die EU-Forscher dazu
embryonale Stammzellen untersuchen, da bei ihnen quasi
im Zeitraffer Entwicklung und Zelldifferenzierung unter
verschiedenen Entwicklungsbedingungen analysiert werden
Zwei junge Wissenschaftlerinnen aus dem halleschen
Institut, eine Biologin und eine Ernährungswissenschaftlerin,
werden im Rahmen des Forschungsprojektes an ihren
Doktorarbeiten arbeiten. Professor Fischer: „Wir glauben,
dass vor allem bei den Blastozysten – also dem Entwicklungsstadium des Embryos zwischen dem dritten/vierten bis
sechsten Tag nach der Befruchtung – die Fehlprogrammierung des Stoffwechsels erfolgt.“ Sie werden bei diabetischen
Müttern mit Glukose überschwemmt, können jedoch selbst
noch kein Insulin herstellen und sind deshalb nicht in der
Lage, die Glukose adäquat zu verstoffwechseln. „Die Blastozysten sind schon kleine Diabetiker.“ Ein neuer Befund aus
der Arbeitsgruppe von Professor Fischer ist, dass zudem
Fettgewebshormone der Mutter sich bereits auf den Stoffwechsel der Blastozysten auswirken. Da sich die Stoffwechselwege bei Blastozysten und bei Alternsvorgängen ähneln,
wird eine der beiden Doktorandinnen über diesen Zusammenhang zwischen dem Beginn und „Ende“ des Lebens
forschen. I Pi UKH
Neue Kooperation besiegelt:
Das Angebot medizinischer Leistungen im Diakoniekrankenhaus
erweitert sich: Der renommierte
Leipziger Gefäßexperte Prof. Dr.
Dierk Scheinert wird künftig auch
Halle behandeln. Im Rahmen einer
neuen Kooperation können in der
Klinik für Angiologie und Gastroenterologie künftig in größerem
Umfang als bisher Kathetereingriffe
durchgeführt werden. Hilfreich
sind diese Leistungen für Patienten
mit Verengungen in den Gefäßen.
„Gefäßverengungen sind ein häufiges medizinisches
Problem“, erklärt Scheinert, der seit 15 Jahren auf diesem
Gebiet tätig ist. Dazu zählen zum Beispiel die durch fortschreitende Arteriosklerose verursachte „Schaufensterkrankheit“. Dabei ist die arterielle Durchblutung der Gefäße in
den Beinen so stark eingeschränkt ist, dass den Patienten das
Gehen zunehmend Schmerzen bereitet. Um diese Belastung
zu kaschieren, bleiben sie häufig stehen, daher rührt auch
der Name der Erkrankung. Ebenfalls ein häufiges Problem
sind Durchblutungsstörungen bei Diabetikern, die in
schweren Fällen sogar zur Amputation führen können.
Universität studiert. Er ist Facharzt für Innere Medizin mit
den Subspezialisierungen Angiologie und Kardiologie und
ist außerordentlicher Professor an der Uni Leipzig. Der
43-jährige gilt als ausgewiesener Experte für Kathetereingriffe am Gefäßsystem. Seit 2005 ist er Chefarzt der Klinik
für Innere Medizin I am Parkkrankenhaus in Leipzig, wo die
so genannte Gefäßintervention unter seiner Leitung auf
internationales Niveau entwickelt wurde. Rund 4000 derartige Eingriffe werden in der Einrichtung pro Jahr durchgeführt, damit zählt sie zu einer der größten ihrer Art.
Gemeinsam mit einem Oberarzt aus seinem Team wird Prof.
Scheinert sie künftig regelmäßig in Halle durchführen. Denn
auch am Diakoniekrankenhaus besteht seit langem ein
Schwerpunkt für die Behandlung von Gefäßerkrankungen.
Prof. Scheinert: „Ich freu mich auf diese Zusammenarbeit.“
Zur Behandlung von Beschwerden werden die Gefäße bei
einem Eingriff mit einem Ballonkatheter geweitet. Engstellen
können mit so genannten Stents gestützt werden. „Technisch sind wir inzwischen in der Lage, auch kleinste Gefäße
im Fuß zu erreichen. Das ist auch deshalb möglich geworden,
weil die Geräte für derartige Eingriffe in den vergangenen
Jahren immer feiner geworden sind“, erklärt Prof. Scheinert,
der im Rahmen wissenschaftlicher Forschungsprojekte
selbst an der Weiterentwicklung derartige Geräte beteiligt
Große Erfolge konnte der Experte in seiner täglichen Praxis
auch beim Setzen der so genannten Stents verbuchen. Diese
Stützen werden eingesetzt, um geweitete Gefäße offen zu
halten. Bisher bestand dabei ein größeres Risiko, dass sie
nicht dauerhaft ihrer Funktion gerecht werden. Dadurch
mussten einmal geweitete Gefäße oft nochmals behandelt
werden. „Wir arbeiten nun mit neuen, beschichteten Stents“,
erklärt Scheinert, „dadurch konnte das Risiko einer erneuten
Verengung deutlich gesenkt werden.“
Der gebürtige Berliner Dierk Scheinert hat an der Humboldt-
rot-weiße Luftrettung in Halle
Seit 20 Jahren wird die Hallenser
Luftrettungsstation am Flugplatz Halle/
Oppin von der HSD Luftrettung
gemeinnützige GmbH betrieben. Auch
in den nächsten sechs Jahren werden
rot-weiße Hubschrauber die Luftrettung in Halle sicherstellen. Dies ist das
Ergebnis einer im September 2011
vom Ministerium für Inneres und Sport
des Landes Sachsen-Anhalt durchgeführten europaweiten Neuausschreibung der Station.
Heute informierte das zuständige
Ministerium die DRF Luftrettung, die
sich als Bietergemeinschaft von HSD
Luftrettung gemeinnützige GmbH und
DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG an der Ausschreibung beteiligt
hatte, dass es beabsichtigt ist, ihr die
Genehmigung für den Betrieb der Station Halle zu erteilen. Das wirtschaftlichste Angebot gab nach Angaben des
Ministeriums den Ausschlag für diese
Entscheidung. Die Beauftragung wird
vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2017
Luftrettung, betont: „Wir freuen uns
über das uns entgegengebrachte
Vertrauen, die Luftrettung in Halle auch
zukünftig fortführen zu können. Stetig
steigende Einsatzzahlen in den vergangenen Jahren verdeutlichen die Bedeutung der Luftrettung für die Menschen
in Sachsen-Anhalt. Daher haben wir in
den vergangenen 20 Jahren unsere
Qualität in den Bereichen Flugbetrieb,
Technik und Medizin an der Hallenser
Station immer weiter ausgebaut und
werden dies auch zukünftig als Betreibergemeinschaft von HSD Luftrettung
gemeinnützige GmbH und DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG
von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit.
Der in Halle eingesetzte Hubschrauber
„Christoph Sachsen-Anhalt“ ist der
einzige Intensivtransporthubschrauber
in Sachsen-Anhalt, der 24 Stunden am
Tag einsatzbereit ist. Er ist tagsüber mit
einem, nachts mit zwei Piloten, einem
Notarzt und einem Rettungsassistenten
besetzt und mit allen medizintechnischen Geräten ausgerüstet, die für eine
notwendig sind. Zusätzlich ist an der
Station ein weiterer Hubschrauber
stationiert: „Christoph Halle“ ist täglich
Die Unternehmensgruppe DRF Luftrettung betreibt 31 Luftrettungsstationen
in Deutschland, Österreich und Dänemark, davon acht im 24-StundenBetrieb. Rund 50 Hubschrauber
werden zur schnellen Notfallrettung
und zum Transport intensivpflichtiger
Patienten zwischen Kliniken eingesetzt. Drei Ambulanzflugzeuge sind
für weltweite Patiententransporte im
Einsatz. Im Jahr 2010 leistete die DRF
Luftrettung insgesamt 36.900 Einsätze.
I Pi DRF Luftrettung
In ganz Sachsen-Anhalt führen die rotweißen Luftretter lebenswichtige
Intensivtransporte von Patienten
zwischen Kliniken durch. Darüber
hinaus werden „Christoph SachsenAnhalt“ und „Christoph Halle“ tagsüber in Einzelfällen als nächstgelegene
Hubschrauber durch die Rettungsleitstelle Halle (Saale) zu Notfalleinsätzen
alarmiert. Neben einem Hubschrauber
des Typs BK 117 wird ab 2012 auch
eine Maschine des Typs EC 145 in
Halle zum Einsatz kommen.
Die Schmerzambulanz des Universitätsklinikums Magdeburg A.ö.R.
lädt zur folgenden interdisziplinären Schmerzkonferenz ein:
Stand am Uniklinikum MD
PD Schneemilch
OA Dr. med. Hoffmeyer
Tel.: 0391/6713350/13320
Fax: 67 13 971
Die Konferenzen werden von der Ärztekammer Sachsen-Anhalt für die Erlangung des
Fortbildungsdiploms mit 4 Punkten gewertet.
Statement von Dr. Frank Ulrich Montgomery,
zur Einigung der Politik zur Reform der Organspende
Berlin, 28.11.2011: „Wir begrüßen
die Ankündigung der Fraktionsspitzen
des Bundestages, dass eine Erklärung
zur Organ- und Gewebespende regelmäßig nachgefragt werden soll, ohne
jedoch eine Antwort zu erzwingen.
Denn Zwang hilft hier nicht weiter. Die
Entscheidung zur Organspende muss
absolut freiwillig bleiben. Für die
konkrete Umsetzung eines solchen
Verfahrens haben wir Vorschläge erarbeitet. Nach unserem Modell einer
Selbstbestimmungslösung zur Einwilligung in die Organ- und Gewebespende
sollten Krankenkassen, private Krankenversicherungen und Meldebehörden regelmäßig eine Erklärung zur
Organspende nachsuchen. Die Erklärung könnte in Form des bisherigen
Organspendeausweises abgegeben
oder perspektivisch auf der neuen
elektronischen Gesundheitskarte abgelegt werden. Die regelmäßige Abfrage
der Spendebereitschaft allein wird aber
nicht ausreichen, um die Zahl der
Organspenden zu erhöhen. Wir
müssen die Bevölkerung viel intensiver
als heute über die Möglichkeiten der
Organspende informieren, um die
Menschen davon zu überzeugen, dass
sie, wenn das Leben zu Ende ist,
anderen mit einer Organspende zum
Leben verhelfen können. Deshalb sind
Information und Aufklärung umso
Das Team der Hornhautbank um Oberarzt Dr. Timm Bredehorn-Mayr.
Hornhautbank der Augenklinik offiziell
Qualitätsüberprüfung durch Landesverwaltungsamt
Die Hornhautbank der halleschen
Augenheilkunde (komm. Direktorin
Dr. Ute Stuhlträger) hat durch das
SachsenAnhalt die Erlaubnis erhalten, Hornhäute zu be- und verarbeiten, zu
konservieren, zu lagern und an andere
Kliniken zu vergeben. Auf Grund neuer
gesetzlicher Vorgaben (Gewebetransplantationsgesetz) war das Zulassungsverfahren notwendig, das erfolgreich
absolviert worden ist. „Wir freuen uns
sehr, dass unsere qualifizierte Arbeit
damit anerkannt worden ist“, sagt der
Leiter der Hornhautbank, Oberarzt Dr.
Timm Bredhorn-Mayr. Die Organisationsabläufe, personelle Ausstattung
und die Räumlichkeiten zur Lagerung
und Aufbereitung der Hornhäute seien
unter die Lupe genommen worden.
In der halleschen Hornhautbank – die
einzige Einrichtung dieser Art im
mitteldeutschen Bereich – werden
jährlich etwa 300 Hornhäute aufbereitet, davon transplantiert die Klinik
etwa 200. Die restlichen Hornhäute
werden deutschlandweit vergeben.
In Deutschland werden jährlich 4.000
bis 5.000 Augenhornhäute verpflanzt.
Der Bedarf an Transplantaten ist deutlich höher. Eine Transplantation benötigen Patienten, deren Hornhaut sich
krankhaft verändert hat oder schwer
verletzt wurde und anschließend
vernarbte. Eine erfolgreiche Transplantation kann das Sehvermögen wiederherstellen oder gar vor einer Erblindung schützen. I Pi UKH
F a c ha r t ike l
Günter Baust, Petersberg
Der Deutsche Ärztetag 2011 hat sich nach langen Debatten
über das Transplantationsgesetz, für das Modell einer
„Selbstbestimmungslösung mit Informations- und Erklärungspflicht“ ausgesprochen. In der gemeinsamen Erklärung
der fünf Fraktionen des Deutschen Bundestags und des
Bundesgesundheitsministers Daniel Bahr vom 24.11. 2011
heißt es unter anderem: “ Dazu soll die Bereitschaft der
Bürger und Bürgerinnen regelmäßig, etwa mit dem Versand
der Versichertenkarte, und mit einer höheren Verbindlichkeit abgefragt werden, mit soviel Nachdruck wie möglich,
ohne jedoch eine Antwort zu erzwingen oder Sanktionen
auszuüben.“(DÄ48, 2011)
Mit dieser verbalen Begriffsakrobatik zu der Selbstbestimmungslösung, soll eine höhere Organspendenbereitschaft
Der Präsident der Bundesärztekammer,Dr.med. Frank
Ulrich Montgomery fügt dieser Erklärung noch zu: „Wir
haben aber zu akzeptieren, dass ein Mensch keine Entscheidung über die Organspende treffen möchte.“
Eigentlich haben doch über 70% der befragten Deutschen
bereits ihre Entscheidung für eine postmortale Organspende
erklärt. Definitiv besitzen aber bisher nur knapp 25% der
Befragten einen Organspendeausweis. An diesem zwiespältigen Verhalten der Bevölkerung hat sich in den letzten
Jahren wenig verändert. Weder Aufrufe oder Appelle an die
verunsicherten Menschen brachten einen Durchbruch,
noch werden geplante Novellierungen des Transplantationsgesetzes dieses Verhalten der noch Unentschlossenen
zur Spende spürbar motivieren. Eine Spendenbereitschaft
bedarf der Überzeugung der Spender. Ob mit der Einführung
der elektronischen Gesundheitskarte die beabsichtigte
Dokumentation des Willens des Versicherten zur Organspende verbessern wird, bleibt abzuwarten. Eine bestehende
Verdrossenheit, ja Abneigung in der Bevölkerung, sich zu
bestimmten staatlich verordneten Befragungen zu äußern,
lässt Zweifel an diesem neuen Modell aufkommen. Ähnlich
gestaltete sich einst der laute Ruf nach einer Patientenverfügung, die etwa 80% der Befragten forderten, über die aber
gegenwärtig nur ca. 27% verfügen. Gegenwärtig scheint das
gesellschaftliche Klima bezüglich der postmortalen Organspende noch in einer resistenten Starre zu verharren.
Das eigentliche Konfliktpotential dieses Spannungsfelds
konzentriert sich in noch immer zwei Bereichen.
• 1. In der ungenügenden Bereitschaft der Kliniken, potentielle Organspender rechtzeitig der Deutschen Stiftung
Organtransplantation zu melden, wie es im Transplantationsgesetz festgelegt ist. Darüber wurde u.a. bereits im Heft
1, 2011 des Ärzteblatts berichtet und Lösungsvorschläge
aufgezeigt. Die gesetzliche Einführung von Transplantationsbeauftragten wäre eine gute Lösung.
• 2. Die so wichtige Aufklärung der Bevölkerung ist noch
unzureichend. Nach einer Umfrage der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung fühlt sich über die Hälfte der
Deutschen nicht ausreichend über die Organspende informiert. Diese Aussage skizziert das eigentliche Problem der
mangelnden Spendebereitschaft. Mehr Aufklärung und
weniger Werbung sind gefordert.
Bedenken wir, eine derartige Spende, welche tief die
menschliche Seele bewegt, wird stets eine schwierige
Gewissensentscheidung für jeden Menschen sein und
Gewissen kann man nicht abfragen. Dies wäre auch mit
dem Selbstbestimmungsrecht nicht so ganz verträglich.
Deshalb könnte mit der Erklärungslösung bei den Befragten
die Antwort dominieren: „derzeit kann noch keine Entscheidung getroffen werden“.
Der Aufbau des Vertrauens für diese außergewöhnliche
Spende eines Menschen nach seinem Tode braucht nun
einmal viel Zeit, Besonnenheit Geduld und Sensibilität für
eine mit dem Gewissen zu vereinbare Entscheidungsfindung. Eine Spende lässt sich nicht verordnen und sollte auch
nicht mit moralischen Appellen einem indirekten Druck
ausgesetzt werden. Sie würde dann als eine verordnete
Abgabe an die Gesellschaft ihren hohen moralischen und
sittlichen Wert verlieren. Manchmal ist Schweigen keine
Zustimmung sondern eher Ausdruck des Unwillens, sich
erklären zu müssen. (H.Meyer,Tagungsprotokoll 3, Zentrum
f. Ethik i.d. Medizin, Thür.)
Warum bleibt die Organspende bei den
meisten Deutschen nur ein
Diese Feststellung wirft noch viele unbeantwortete Fragen
auf, die selten thematisiert wurden. Das eigentliche Problem
vieler Menschen ist doch der völlig neue Gedanke, dass sie
nach ihrem Tode zu einem „Ersatzteilspender“, wie es im
Volksmund heißt, für unbekannte Menschen werden sollen.
Eine Spende ist generell als Hilfe für notleidender Menschen
gedacht, und dient einem Hilfsprogramm. Doch sich selbst
nach dem Tode noch „zu spenden“ ist bisher in der
Geschichte der Menschheit ein Novum. Dieser völlig neue
Gedanke muss erst einmal den Menschen bewusst werden.
Dazu braucht er Hilfe, weniger aus den Medien, sondern
das Gespräch mit kompetenten Helfern.
Wer denkt schon gerne über Sterben und Tod oder präziser,
über die Endlichkeit des Lebens, konkret, über das eigene
Lebensende nach? Viele Menschen begleiten und erleben
das Sterben und das Abschiednehmen von Angehörigen und
Freunden. Sie versuchen aber die damit stets unvermeidbar
auftretenden Gedanken und Emotionen an das eigene
Sterben bald wieder zu verdrängen. Eine Auseinandersetzung mit dem Tod wird bewusst bis in das späte Alter ignoriert. Häufig lässt erst eine lebensbedrohliche Erkrankung
dieses unliebsame Thema plötzlich näher rücken.
Zeichen des eingetretenen, irreversiblen Todes. Mit den
Möglichkeiten der Reanimation, der Intensivmedizin und
der zeitweiligen apparativen Unterstützung lebenswichtiger
Funktionen, können diese klassischen Zeichen des eingetretenen Todes rückgängig gemacht werden und unter
bestimmten Bedingungen einen lebensbedrohlichen
Zustand abwenden. Damit ist eine dehnbare und unscharfe
Grauzone zwischen Sterben und Tod entstanden, die nicht
unbegrenzt artifiziell aufrechterhalten werden kann und
darf. Mit der wissenschaftlich begründeten Reanimation und
der Transplantationsmedizin, wurde 1968 der Begriff „
Hirntod“ zusätzlich, als irreversibles Zeichen des Todes
eines Menschen festgelegt. Mit seiner zweifelsfreien Feststellung endet jede Reanimation sowie Intensivmedizin und zu
diesem Zeitpunkt erlaubt das Transplantationsgesetz, unter
definierten Bedingungen, eine Organentnahme bei einem
Verstorbenen. Der Hirntod ist somit die Definition und Diagnose für den rechtlich festgelegten Zeitpunkt einer Organexplantation, nach den gesetzlichen Vorgaben.(Wiss.Z. Univ.
Halle, H.2,5-17,1979)
Zu diesem unangenehmen Nachdenken über Sterben und
Tod gesellt sich erfahrungsgemäß oft noch ein weiterer
Gedanke: was wissen eigentlich die Menschen unserer Zeit
vom Sterben und Tod unter den Bedingungen der modernen
Medizin? Sie wissen, dass Sterben und Tod anders geworden
sind. Es ist eine neue Kultur entstanden, die viele traditionelle Gepflogenheiten, bis hin zur Wahl einer letzten Ruhestätte, verändert hat. Schon der Gedanke, weg von der kaum
noch bezahlbaren Erdbestattung zur etwas preiswerteren
Feuerbestattung oder unter einen Baum in einem Friedwald
bis zur anonymen oder Seebestattung reflektiert eingetretenen Wandel. Nun kommt noch der Gedanke hinzu, dass
der Leichnam mit fehlenden Organ- und Gewebsteilen
bestattet werden muss. Wie viel persönliche Grundsätze,
Glaubensbekenntnisse und Sinnfragen müssen bei der
schwierigen Entscheidungsfindung berücksichtigt werden!
Könnte der Staat nicht wenigstens die Bestattungskosten des
ehrenamtlichen Spenders als Dank der Gesellschaft übernehmen? Wir befinden uns diesbezüglich noch mitten in
einem Klärungsprozess einer neuen Epoche der Medizin.
Über den längsten Zeitraum der Menschheitsgeschichte, bis
zu Mitte des vergangenen Jahrhunderts, galten der Stillstand
des Herzens und das Sistieren der Atmung als zuverlässige
Der Hirntod ist somit ein weiterer Begriff, neben dem bereits
existierenden, klinischer Tod, biologischer Tod und partieller Tod und hat in der Bevölkerung weitere unterschiedliche Wertvorstellungen und Assoziationen ausgelöst. Noch
heute stellt er, besonders bei medizinischen Laien, in seiner
Definition ein Phänomen dar, das schwer verständlich ist
und Unsicherheit auslöst. Generell kann natürlich die allgemein verbindliche, wissenschaftliche Festlegung von Todeskriterien eine individuelle Entscheidung für eine Organspende weder motivieren noch ersetzen. Die berechtigten,
aber meist bewusst verdrängten Fragen, die für eine
Entscheidungsfindung zur Organspende letztlich ausschlaggebend sein können, bleiben damit unbeantwortet. Fragende
wollen jedoch wissen und haben das Recht zu erfahren:
Kann ich mich auf eine präzise Feststellung meines Todes
verlassen? Was geschieht mit mir als potentieller Organspender während des prozesshaften Vorgangs des Sterbens,
was während des gleichfalls prozesshaften Ablauf des Todes
und schließlich, wie verläuft die notwendige intensivmedizinische, überbrückende Behandlung in dem Grenzbereich
des prozesshaften Ablauf des Todes, um die zu explantierenden Organe funktionstüchtig zu halten?
Diese brisanten Fragen an das Gewissen, haben weniger
medizinische noch juristische Relevanz sondern werden
von moralischen, religiösen und emotionalen Gedanken
überlagert. Zurück bleibt nicht selten ein bedrückendes
Unverständnis und die damit aufkommende Unsicherheit,
oft auch Angst. Derartige Konflikte können nur mit einer
geduldigen Aufklärung und im Dialog gelöst werden, den
jeder zunächst mit sich selbst, mit seinem Gewissen und
natürlich mit seinen Ärzten führen muss. Nur auf diesem
Wege lässt sich eine verbindliche individuelle, freie
Entscheidung unserer Mitmenschen für oder gegen eine
Organspende erreichen.
Wenn ein Mensch sich mit der Absicht der eigenen Organspende auseinandersetzt, will er erfahrungsgemäß letztlich
noch wissen, was nach seinem zweifelsfrei festgestellten
Hirntod noch passiert. Er fragt verunsichert, warum er letztlich in einem Operationssaal sterben wird, obwohl er keine
OP benötigt, da er doch schon tot ist.(Ethik Med. 8,
114-124,1996)
Ein toter Mensch mit noch lebenden, funktionstüchtigen
Organen, die für einen wartenden lebensbedrohlich
erkrankten Empfänger zum Weiterleben implantiert werden
können, das ist schon eine recht schwierige Gedankenassoziation für einen medizinischen Laien. Dies sollten wir
generell berücksichtigen. Zweifellos für alle Beteiligten ein
brisantes Konfliktpotential, das viel gegenseitiges Verständnis
und Einfühlungsvermögen fordert.
Eine manchmal in diesem Zusammenhang geübte Kritik,
dass die postmortale Organentnahme eine Verletzung der
Würde des Verstorbenen, der Totenruhe und Pietät verursachen würde, ist verständlich, aber unangemessen. Die
Organentnahme erfolgt auf der Basis medizinisch – ethischer Leitlinien nach entsprechender Aufklärung und der
Zusage und damit dem Einverständnis des Spenders. Trotz
alledem dürfen wir Fragen nach derartigen unabdingbaren
Details nicht ausweichen, wenn wir glaubwürdig bleiben
wollen. Realitäten dürfen nicht ausgeblendet werden. Hier
gibt es nichts zu verheimlichen, es darf aber auch kein
Vertrauensverlust noch Misstrauen aufkommen.
Herztod oder Hirntod ?
Es wäre unangemessen und unzutreffend, die Frage des
Hirntods nunmehr als verbindliche neue generelle Feststellung des Todes zu werten. Bei dem überwiegenden Anteil
der Verstorbenen, es sind 80 -90 %, wird der Tod, weiter
traditionell, nach dem irreversiblen Stillstand des Herzens
und der Atmung festgestellt. Er hat weltweit, mit nur geringen
Ausnahmen, seine Berechtigung behalten.
Erst vor wenigen Jahren überraschte eine Mitteilung des
Vatikans über das traditionelle Ritual der Feststellung des
eingetretenen Todes von Papst Johannes Paul II.
Die katholische Kirche hat ihre traditionelle Zeremonie der
Feststellung des Todes ihres Pontifex, beibehalten.
Als Johannes Paul II gestorben war, wurde sein Leichnam
wie folgt untersucht:
Der ärztliche Kämmerer rief den Verstorbenen dreimal mit
seinem Geburtsnamen an. Nachdem die Antwort ausblieb,
wurde ihm ein Spiegel vorgehalten, um festzustellen, ob die
Atmung erloschen war. Damit konnte der Tod bestätigt
werden. Früher klopfte der ärztliche Kämmerer dem Verstorbenen mit einem kleinen silbernen Hämmerchen dreimal an
die Stirn und fragte nach seinem Geburtsnamen. Blieb die
Antwort aus, wurde der eingetretene Tod bestätigt.
Nach dieser Feststellung des Todes stellte der Kardinalskämmerer der Heiligen Römischen Kirche die amtliche Todesurkunde aus. Kein Papst wurde bisher nach dem eingetretenen
Tod ärztlich begutachtet, noch obduziert. (Lit. www. spiegel.
de/panorama/0,1518,345596,00)
Sitten und Gebräuche unterliegen somit durchaus
bestimmten und bewährten Traditionen und müssen nicht
immer einem Wandel unterliegen . Das gilt gleichermaßen
für die Feststellung des Todes.
Doch zurück zum Hirntod.
Während der Hirntod als Folge eines Herz-Kreislaufstillstands nach wenigen Minuten obligatorisch eintritt, kann
mit Hilfe spezieller reanimativer und intensivtherapeutischer Maßnahmen die Herz- Lungenfunktion, trotz eingetretenen Hirntods, artifiziell eine Zeitlang aufrechterhalten
werden. Damit bleiben die Organe vital und können funktionstüchtig entnommen und später implantiert werden.
Hierin liegt ein weiteres profundes Konfliktpotential und die
verständlichen Zweifel vieler Menschen, dass lebende
Organe aus einem toten Organismus entnommen werden
können und einem lebensbedrohlich erkrankten Menschen
zu einem Weiterleben verhelfen. Besonders die Angst, dass
der Hirntod zu früh oder großzügig der Situation oder dem
bestehenden moralischen Druck entsprechend, gestellt
werden könnte, hält viele Menschen letztlich von einer
Organspende ab. Hinzu kommt die traditionelle Einstellung,
dass viele Menschen ihren Körper nach dem Tode unversehrt halten wollen. Auch das ist eine verständliche Ansicht.
Es ist ihre Entscheidung und wir dürfen deshalb niemals
unangemessene Schuldgefühle aufbauen. Die Zustimmung
muss frei sein. Das fordert Respekt vor anders denkenden
Bürgern unseres Landes.
Bestehende Zweifel werden häufig durch spektakuläre Infor-
mationen der Medien geschürt. Wenn z.B. hirntote Schwangere noch am vorgesehenen Ende der Schwangerschaft
gesunde Babys zur Welt gebracht haben, dann ist wiederum
verständlich, dass Zweifel an der Definition Hirntod uns
noch einige Zeit erhalten bleiben werden. Könnte dies doch
die Annahme bestätigen, dass unter diesen Bedingungen
Leben noch existiert und sogar neues Leben entwickelt
Längst sind Begriffe wie Leben, Sterben und Tod häufig nicht
mehr exakt von einander zu trennen und müssen neu definiert werden. Der wissenschaftliche Fortschritt der Medizin
und seine Anwendungen haben die Dialektik des Lebens bis
zum Tode verändert. Insbesondere im Grenzbereich am
Lebensende entstehen zunehmend funktionelle und strukturelle Veränderungen, die wir derzeit nur bedingt diagnostisch erfassen, interpretieren, therapieren und prognostizieren können. Eine große Herausforderung für die Wissenschaft.
Wie können wir künftig die Organspendebereitschaft verbessern?
Der Präsident der BÄK, Dr. med. Frank Ulrich Montgomery,
forderte jüngst im Zusammenhang mit der geplanten Novellierung des Transplantationsgesetzes:
„Es ist deshalb unerlässlich, dass eine Erklärung zur Organund Gewebespende regelmäßig nachgefragt wird.“ Gesundheitsminister Daniel Bahr will die Krankenkassen
verpflichten, mit der neuen elektronischen Gesundheitskarte
Informationen zur Organspende zu verschicken. Alle Versicherten ab 16 Jahren sollten gebeten werden, sich zu
entscheiden, ob sie Organe spenden wollen.
Andere Vorschläge von den Politikern F. W. Steinmeier und
V. Kauder fordern eine Entscheidungspflicht, obwohl dies
mit dem Grundgesetz nicht vereinbar wäre. Grundsätzlich
muss die Entscheidung für eine Organspende frei sein. Die
Ehrfurcht vor dem Leben schließt die des Todes ein.(DÄ.38,
1639-1640,2011) Solche Aktionen lassen die notwendige
Sensibilität vermissen.
Welche Kriterien und Fakten sollten
künftig mehr in der Öffentlichkeitsarbeit
Die postmortale Organspende und die Lebendspende
Wir dürfen das Engagement um die postmortale Organspende nicht mit der Lebendspende verbinden, da sie sich
grundsätzlich von einander unterscheiden. Die
Lebendspende kann nur bei paarig angelegten Organen, wie
Nieren und bei teilbaren Organen, wie Leber und Bauchspeicheldrüse vorgenommen werden, da sie das Weiterleben des Spenders nicht gravierend belastet. Laut Gesetz
sind die Empfänger, die eine Lebendspende aus medizinischen Gründen annehmen dürfen, vorgegeben. Die
Entscheidung zur Lebendspende ist eine persönliche
zwischen Spender und Empfänger, meist sind es Ehepartner
oder nahe Verwandte. Eine endgültige Zusage trifft der
Operateur auf der Grundlage der Verträglichkeitskriterien
von Empfänger und Spender. Jede Lebendspende ist mit
einem unterschiedlichen gesundheitlichen Risiko belastet.
Über das Schicksal der Einnierigen gibt es wissenschaftliche
Aussagen. Offenbar hat die Natur einige lebenswichtige
Organe bewusst paarig angelegt. Auf das mögliche Risiko
aufmerksam zu machen, gehört zur Aufklärung. Über die
noch bestehenden Gesetzeslücken im Versicherungsschutz
der Krankenkassen nach einer Lebendspende, wird noch
verhandelt.(Ärzt.Zeit.31.10.2011, Ärzt.bl.SA/Anh.1,2011)
• In den Medien werden bevorzugt einzelne Lebendspenden
und Lebensspender favorisiert. Jede Lebendspende ist ein
Geschenk der Nächstenliebe des Spenders an den Empfänger.
Sie verdient hohen Respekt und Anerkennung. Je stärker wir
jedoch das öffentliche Interesse und damit die Emotionen
auf die Lebendspende lenken, desto mehr könnte die Bedeutung der so wichtigen postmortalen Organspende im
Bewusstsein der Bevölkerung abnehmen. Dies wäre die
falsche Strategie für unsere wichtige gesellschaftliche Zielstellung. ( siehe auch:(DÄ 39, 1999)
• Anspruchsdenken und -verhalten. Das Anspruchsdenken
und -verhalten bezüglich medizinischer Leistungen ist in
unserem Sozialstaat enorm ausgeprägt. Doch grundsätzlich
gibt es in der Transplantationsmedizin kein Recht auf ein
fremdes Organ.(Der Anästhesist,11,1997)
Generell sollten wir verständlich darauf hinweisen, dass
immer nur soviel Organe transplantiert werden können, wie
sie die freiwillige Organspende der Gesellschaft derzeit
ermöglicht. Eine Organspende darf weder mit einem moralischen Druck noch mit staatlichen Erklärungsforderungen
manipuliert werden. Dann würde sie zu einer staatlichen
Abgabepflicht werden. Bereits kursierende plakative Begriffe
wie: „Zwang zur Nächstenliebe“ oder „Biosozialismus“
sollten Fremdworte bleiben.(Ethik Med ,7, 113-115,1995))
Die Vorderung der Freiwilligkeit muss bewahrt werden.
Organspender und Empfänger als Schicksalsgemeinschaft
Eine erfreulicher Wende könnte die von der Deutsche
Gesellschaft für Gesundheitsökonomie jüngst in einer Stellungnahme empfohlene „Bonus-Malus Lösung“, die Bundesbürger durch „einen sanften Druck“, in Form einer Entscheidung für oder gegen eine Organspendebereitschaft zu
motivieren. Alle Bürger, die sich für eine Spende entscheiden
und eines Tages vielleicht selbst auf ein Organ angewiesen
sind, bekommen auf der Warteliste einen Bonus. Die nicht
spenden wollen, einen Malus. Von dieser Regel der Gegenseitigkeit, wie sie schon seit Jahren( auch von mir) empfohlen
worden ist, wird eine Verbesserung der Spendebereitschaft
erwartet, die sicher eintreten wird.(Ärztbl.Sachs-Anh.1/2011)
Diese schon häufig vorgeschlagene Lösung, über eine zu
gründende und sicher schnell wachsende Schicksalsgemeinschaft einen Durchbruch der Organspende zu erzielen,
wurde bisher von den Gesundheitsexperten nicht angenommen. Eine derartige solidarische Einstellung des Gebens
und Nehmen, könnte noch Zögernde motivieren, in diesem
Kreis aufgenommen zu werden. Der Grund der bisherigen
Ablehnung dieses Vorschlags hängt offenbar mit der zentralen Registrierung und Koordinierung der Organtransplantation in der länderübergreifenden Organaustauschorganisation Eurotransplant, in Leiden, Niederlande, zusammen.
Die Zusammenarbeit ist vorbildlich und könnte als Modell
für eine gesamte europäische Organisation wirksam werden.
Nationale Ausnahmeregeln ließen sich in diesem Verbund
bisher offenbar schwer einordnen.
Eine angemessene Wortwahl für eine Organspende
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BZgA,
hat ein Informationsblatt mit einem integrierten Organspendeausweis herausgegeben. Es enthält u.a. eine Aufzählung,
welche Organe, Knochen, Knorpel, Sehnen und Gewebe,
Darm, Teile der Haut, Herzklappen und Hornhäute, u. a.
gespendet werden können. Für einen noch unschlüssigen
Mitbürger, der sich noch mit der Spendeproblematik auseinandersetzt, wird es sehr befremdend wirken, wenn er in der
Liste des Spendeangebots mit „ja“ oder „nein“ seine Organe
oder Gewebe“ listen“ lassen soll. Hier vermisse ich elementare Grundsätze von Ethik, Moral und Sensibilität für eine
Entscheidungsfindung zur Organspende. Die Rhetorik
entspricht mehr der eines Handels, für den der Spender ein
möglichst großes Angebot verfügbar machen soll. Wenn ein
medizinischer Laie eine derartige Aufstellung seiner für eine
Spende geeigneten Organe erhält, und eine Auswahl treffen
soll, erinnernd an den Alltag:“ darfs vielleicht etwas mehr
sein?“, dann verliert der Gedanke der Solidarität oder
Nächstenliebe abrupt seinen eigentlichen sittlichen Inhalt.
Wo bleiben da das Gewissen, die Ehrfurcht und die Sensibilität für eine Organspende?
Ich halte diese Auflistung benötigter menschlicher Körperteile für unangemessen, ja für verletzend und abstoßend,
deshalb unangebracht. Wenn sich ein Mensch mit seinem
Gewissen für eine Organspende entschlossen hat, dann
sollte es generell im Kompetenz- und Ermessensspielraum
des Ärzteteam entschieden werden, welche Organe und
Gewebe entnommen werden. Falls jedoch der Spender
eigens festgelegte Einschränkungen vermerkt hat, ist dies
selbstredend rechtverbindlich. Wir Ärzte brauchen gerade
auf diesem sensiblen Gebiet der Transplantationsmedizin
eine Kultur des Vertrauens und des gegenseitigen Respekts
Nachdenkenswert stimmt der in den Medien häufig angeführte Hinweis, dass täglich drei Menschen sterben müssen,
weil die lebensrettenden Organe fehlen. Auch mit diesem
ständigen indirekten moralischen Druck, wird die Organspendebereitschaft sicher nicht erhöht werden. Im Gegenteil, derartige Wiederholungen wirken eher abstumpfend.
Diese Patienten sterben doch an ihrer schweren Erkrankung,
für die nicht immer zeitgerecht eine lebensrettende Therapie
verfügbar sein kann. Andererseits können wir nicht davon
ausgehen, dass die Zahl der Organspenden mit der wachsenden medizinischen Indikation steigen wird. Jeder unvermeidbare Tod eines Patienten, der vergeblich auf eine
Organspende gewartet hat, ist ein hartes, noch unvermeidbares persönliches Schicksal. Vergessen wir bei diesen
Gedanken nicht die furchtbare Tatsache, dass jährlich über
7 Millionen Menschen einen grausamen Hungertod sterben,
weil sie hungern müssen, obwohl die notwendigen
Nahrungsmittel in der Welt verfügbar wären.
Weitere geduldige und verständliche Dialoge sind
notwendig, in denen auch die Gründe einer ablehnenden
Haltung zur Organspende in der Öffentlichkeit thematisiert
werden. Nur so können noch bestehende und berechtigte
Zweifel und Bedenken transparenter gemacht und ausgeräumt werden.
Der Wille eines jeden Menschen ist oberstes Gesetz. Das gilt
unmissverständlich für seine Gewissensentscheidung, die
sich für oder gegen eine Organtransplantation richtet. Die
anhaltende Zurückhaltung der meisten Bürger reflektiert,
dass eine derartige Entscheidung reifen muss. Noch unzureichende Kenntnisse und/oder eine unüberwindbare Angst
vor unvorstellbaren Details einer postmortalen Organentnahme sind verständlich. Selbst die sich ausbreitende
Beschaffungskriminalität in den Entwicklungsländern beeinflusst die Entscheidungsfindung. Auch das müssen wir
respektieren und aushalten können. Die Bereitschaft für eine
Organspende oder deren Ablehnung sollte in einer Patientenverfügung ausgewiesen werden. Dies würde eine möglich
werdende Last der geforderten Entscheidung durch die
Angehörigen des Verstorbenen vermeiden.
Weitere Literaturangaben können angefordert werden.
E-Mail: gbbaust@gmx.de
Gruppenantrag zur Entscheidungslösung:
„Jeder Bürger soll seine Entscheidung zur Organspende treffen“
Die Deutsche Stiftung Organtransplantation begrüßt, dass
sich die Spitzen von Bundestag und Bundesregierung am 24.
November 2011 fraktionsübergreifend auf eine Entscheidungslösung bei der Organspende geeinigt haben.
Dies sei ein positives Signal für alle Patientinnen und Patienten auf der Warteliste und schenke vielen Familien neue
Hoffnung. „Entscheidend ist jetzt, das gemeinsame Ziel, die
Zahl der Organspender in Deutschland zu erhöhen, nicht
nur zu vertreten, sondern im Transplantationsgesetz verbindlich festzuschreiben“, erklärt der Medizinische Vorstand,
Prof. Dr. Günter Kirste. Er sieht in der Entscheidungslösung
einen geeigneten Weg, um die große Diskrepanz zwischen
in Umfragen geäußerter Zustimmung und dokumentiertem
Willen im Organspendeausweis zu schließen und die Auseinandersetzung mit dem Thema aktiv zu fördern. Die meisten
Menschen würden im Bedarfsfall eine Organspende dankbar
annehmen, von daher sei es legitim, jeden einzelnen Bürger
nachdrücklich – und wenn nötig regelmäßig – aufzufordern,
seine Entscheidung zu treffen.
„Derzeit entscheiden in neun von zehn Todesfällen die
Angehörigen über eine Organspende, weil der Verstorbene
seinen Willen nicht dokumentiert hat. Dies ist für viele
Familien eine sehr schwierige Entscheidung in einer emotional sehr belastenden Situation.“ Auch in der neuen
Gesetzgebung müsse klar geregelt sein, wie beispielsweise
mit einer Nichtäußerung im Todesfall verfahren werden
soll, fordert Kirste.
Die Entscheidung zur Organspende mit der elektronischen
Gesundheitskarte zu verknüpfen und damit auch die Krankenkassen in die Pflicht zu nehmen, deckt sich mit der
Forderung der DSO.
„Ziel muss es sein, die Entscheidung - ähnlich differenziert
wie auf dem Organspendeausweis - auch auf der elektronischen Gesundheitskarte zu hinterlegen“, erklärt der Kaufmännische Vorstand Dr. Thomas Beck. Zudem müssten
Strukturen geschaffen werden, um die Menschen flächendeckend zu beraten und zu informieren. I Pi DSO
Köhler, N.1, Ehnert, Th.1, Markau, S.2, Girndt, M.2, Bushnaq, H.3, Silber, R.-E.3, Pilz, H.4, Abdulla,
W.4, Buerke, M.1, Werdan, K.1, Ebelt, H.1
Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II2 und III1 sowie Universitätsklinik für
Herz-und Thoraxchirurgie3 des Universitätsklinikums Halle (Saale); Klinik für Anästhesiologie
und Intensivmedizin des Klinikums Bernburg4
Lungenunterstützung auf der
Kasuistik und Standortbestimmung
Ein 39-jähriger Patient wurde am 01.07.2010 aufgrund einer
progredienten Allgemeinzustandsverschlechterung mit
Fieber bis 40°C, seit 14 Tagen bestehendem Husten und
rezidivierender Epistaxis stationär eingewiesen. Eine Woche
zuvor war eine ambulante Behandlung einer Otitis media
erfolgt. Weitere Vorerkrankungen waren nicht bekannt.
Zum Zeitpunkt der stationären Aufnahme war der Patient
wach und kooperativ. Klinisch bestand eine ausgeprägte
Dyspnoe, die transkutan gemessene Sauerstoffsättigung
betrug 82%. Am 03.07.2010 kam es zu ausgeprägten Hämoptysen, der Patient wurde umgehend auf eine Intensivstation
verlegt und musste nachfolgend intubiert und invasiv
beatmet werden. Ein Thorax-CT ergab den Verdacht auf ein
diffuses alveoläres Hämorrhagie-Syndrom. Am 04.07.2010
wurde der Patient bei zunehmend schwieriger Beatmungssituation auf die internistische Intensivstation des Universitätsklinikums Halle (Saale) verlegt.
Abb. 1A: 04.07.2011
Bei Aufnahme auf unsere Intensivstation zeigten sich im
Labor stark erhöhte Entzündungsparameter und Infektionsparameter (CRP 457,5 mg/l; Interleukin 6 71,9 pg/ml;
Procalcitonin 2,53 ng/ml), leicht erhöht waren Gamma-GT,
LDH und BNP.
Röntgenologisch zeigten sich ausgedehnte Verschattungen
beider Lungen (Abb. 1A-D).
Serologisch bzw. mikrobiologisch einschl. mehrmaliger
bronchoalveolärer Lavage ergab sich kein spezifischer Erregernachweis.
Bei septischer Befundkonstellation (Procalcitonin > 2,0 ng/
ml) wurde eine kalkulierte antibiotische Therapie mit Cipro-
Abb. 1B: 14.07.2011
Abb. 1C: 24.07.2011	Abb. 2B
Abb. 1D: 09.10.2011
floxacin und Imipenem/Cilastatin begonnen, im Rahmen der
adjunktiven Sepsis-Therapie erfolgte die Gabe von IgMangereichertem polyvalenten Immunglobulin. Die Beatmungs- und Katecholamintherapie musste im Verlauf
progredient eskaliert werden. Bronchoskopisch imponierten
diffuse Hämorrhagien und eine sehr vulnerable Schleimhaut
ohne Lokalisation einer umschriebenen Blutungsquelle. Es
entwickelte sich eine respiratorische Azidose mit massivem
Oxygenierungsdefizit sowie begleitend eine schwere Kreislaufdepression, die eine Hochdosisgabe von Katecholaminen erforderlich machte. Eine Bauchlagerung blieb ohne
anhaltenden Effekt, sodass am 05.07.2010 eine venovenöse
extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) initiiert
wurde. Hierdurch konnte eine Normalisierung der arteriellen Oxygenierung sowie des pH-Wertes erreicht werden
und es war eine Reduzierung der Beatmungsdrücke im
Sinne eines lungenprotektiven Ventilationskonzeptes
möglich (Abb.2).
Abb. 2: Zeitverlauf von Beatmungsparametern. A: Inspiratorischer
Spitzendruck und PEEP. B: Exspiratorisches Tidalvolumen. C:
Verhältnis von arteriellem PaO2 und FiO2. Bei hochpositiven Proteinase III-Antikörpern ließ sich die Diagnose eines Morbus Wegener
stellen. Noch am 05.07. 2010 wurde eine Methylprednisolon-Stoßtherapie und eine Plasmapherese begonnen. Die Plasmapherese
wurde bis zum 14.07.2010 zunächst täglich, danach bis zum
23.07.2010 zweitägig durchgeführt. Der zeitliche Verlauf von PCT
und Proteinase III- Antikörper wird in Abbildung 3 dargestellt.
Abb. 3 Zeitlicher Verlauf der Serumspiegel von Procalcitonin (PCT)
und Proteinase III-Antikörpern (c-ANCA)
Aufgrund eines ebenfalls bestehenden akuten Nierenversagens wurde am 04.07.2011 die kontinuierliche venovenöse
Hämodiafiltration begonnen und bis zum 27.07.2010 fortgesetzt.
Fortbestehend fanden sich Zeichen bronchialer Blutungen
bei derangiertem Gerinnungsstatus, der Patient entwickelte
eine disseminierte intravasale Koagulopathie. In der
aufgrund von mehrfach aufgetretenen Krampfäquivalenten
am 14.07.2010 durchgeführten CCT demaskierte sich eine
intrakranielle Blutung links temporooccipital. (Abb. 4 a -d).
Zur Verbesserung des Gasaustausches erfolgte bei dem Patienten eine konsequente Lagerungstherapie mit täglich 12bis 16- stündiger Bauchlagerung. Am 20.07.2010 konnte die
ECMO-Unterstützung beendet werden. Am 22.07.2010
erfolgte eine Tracheostomaanlage, am Folgetag imponierte
röntgenologisch ein Seropneumothorax, sodass bis zum
05.08. eine Thoraxsaugdrainage angelegt wurde.
Abb. 4 A - D: Zeitverlauf der intracerebralen Blutung im CCT.
Abb. 4A: 14.07.2010
Abb. 4C: 02.08.2010
Abb. 4B: 23.07.2010
Abb. 4D: 09.08.2010
Nach Beendigung der Sedierung bestand zunächst eine
deutliche Vigilanzminderung fort. Bei deutlicher Mydriasis
beidseits, Tachykardie und Hyperthermie, wurde die Diagnose eines anticholinergen Syndroms gestellt, welches sich
unter i.v.-Gabe von Physostigmin deutlich besserte. Bei
HNO-ärztlich diagnostizierter Entkopplungsdysphagie, am
ehesten im Rahmen der körperlichen Schwäche, erfolgte am
06.08. endoskopisch die komplikationslose Anlage einer
Die Immunsuppression zur Behandlung des Morbus
Wegener wurde während der Behandlung schrittweise
angepasst: Methylprednisolon wurde reduziert und auf
Prednisolon umgestellt, nach Abklingen der Infektionszeichen erhielt der Patient noch auf der Intensivstation den
ersten Zyklus der Cyclophosphamid-Therapie.
Im Verlauf besserte sich die Vigilanz des Patienten deutlich.
Der Patient war orientiert und kommunikationsfähig und
wurde am 10.08.2010 mit suffizienter Spontanatmung
(Tracheostoma), kreislaufstabil und vollständig orientiert in
die AHB verlegt.
Die Abb. 5 A – c zeigt den Zeitverlauf des Lungenbefundes in der
Computertomographie des Thorax.
Abb. 5 A: 14.07.2010	Diskussion
Das diffuse alveoläre Hämorrhagiesyndrom ist ein akutes,
lebensbedrohendes Ereignis. Klinisch zeigen die meisten
Patienten Dyspnoe, Husten, Hämoptysen und alveoläre
Infiltrate. Einige Patienten entwickeln ein akutes Lungenversagen, was wie im beschriebenen Fall eine mechanische
Beatmung erforderlich macht. Weitere Symptome können in
Abhängigkeit von der zugrunde liegenden Ursache hervorgerufen werden, z.B. Hämaturie bei Wegenerscher Granulomatose oder Arthritis und Fieber bei Lupus erythematodes.
Das Syndrom lässt sich in 3 charakteristische Kategorien
einteilen (Tabelle 1 und 2, S. 56).
Die Therapie richtet sich nach der Ursache des Syndroms
und der Ausprägung der respiratorischen Insuffizienz [1].
Im geschilderten Fall konnte bei dem Patienten trotz einer
inspiratorischen Sauerstofffraktion (FiO2) von 100% und
hohen Beatmungsdrücken keine ausreichende Oxygenierung erzielt werden, so dass ein vorübergehendes extrakorporales Lungenersatzverfahren zum Einsatz kam.
Abb. 5 B: 23.07.2010
Möglichkeiten der extrakorporalen
Extrakorporale Verfahren bei respiratorischem und
kardialen Versagen
Die Anwendung der ersten Herz-Lungen-Maschine datiert
bereits aus dem Jahr 1953, die fortlaufende Entwicklung
dieser Technik ermöglichte innerhalb der vergangenen
Dekaden einen Einsatz als Rescue-Therapie bei respiratorischem oder kardialen Versagen. Derzeit sind Laufzeiten auf
Intensivstationen über Monate möglich, um die Phase der
Abb. 5 C: 26.07.2010
kritischen Erkrankung zu überbrücken. Hierbei ermöglicht
die extrakorporale Membranoxygenierung einen teilweisen
oder kompletten Ersatz der kardialen und oder pulmonalen
Funktion, während die extrakorporale CO2-Elimination
lediglich zur Therapie einer Hyperkapnie und resultierender
respiratorischen Azidose geeignet ist.
Das Register der ELSO (Extracorporeal Life Support Organization) führt aktuell jährlich ca. 100 Patienten mit ECMOSupport allein aufgrund eines respiratorischen Versagens
und insgesamt über 40.000 behandelte Patienten seit
Einführung der Technologie [2]. Indikationen zur Initialisierung einer solchen Therapie sind schwerste (aber potenziell
reversible) Erkrankungen mit respiratorischem und oder
kardialem Versagen.
Die veno-arterielle Kanülierung entnimmt venöses Blut, um
es nach extrakorporaler Oxygenierung in das arterielle
System zu reinfundieren. Hierdurch lässt sich eine partielle
oder komplette kardiale Unterstützung und ausreichende
Oxygenierung des Blutes realisieren. Die Anlage der Kanülen
erfolgt im Rahmen eines Herz-Thorax-Chirurgischen
Eingriffes oder peripher mittels Seldinger-Technik, alternativ
ist eine offen-chirurgische Anlage möglich. Je nach Wahl
einer zentralen oder peripheren Kanülierung ergeben sich
Vor- und Nachteile der jeweiligen Technik (Tab.3, S. 57)
Der femorale Zugang wird in der Regel bevorzugt, da hierbei
im Falle einer Blutung eine externe Kompression des Gefäßes
Die veno-venöse Kanülierung ermöglicht eine partielle oder
komplette pulmonale Unterstützung bei erhaltener kardialer
Funktion. Hierbei kommen sowohl ansaugende wie auch
reinfundierende Kanülen in den Vv. cavae zu liegen. Die
Kanülierung erfolgt peripher über die V. jugularis interna
oder über die V. femoralis. Auch ist eine bivenöse Drainage
mit einem dritten Ausgangslumen möglich, um das Ansaugvolumen zu optimieren und somit eine bessere Voraussetzung für den optimalen Betrieb des Systems zu schaffen.
Eine Neuentwicklung stellen diesbezüglich Doppellumenkanülen dar.
Tab. 1: Einteilung des alveolären Hämorrhagiesyndroms mit Beispielen
Diffuses alveoläres Hämorrhagiesyndrom mit Vaskuliditiden
Blande pulmonale Hämorrhagie
Alveolarblutung in Verbindung mit
anderen pulmonalen Prozessen
mikrosk. Polyangiitis
Pauci -Immunglomerulonephritis
Immunkomplexassoziierte
Urticaria- Vasculitis-Syndrom
Antiphospholipid- Antikörpersyndrom
Behcet- Syndrom
Thrombotische thrombozytopenische
Idiopatische thrombozytopenische
Purpura	Antikoagulation
Idiop. pulm. Hämosiderose
Infektionen (HIV, Endokarditis)
(z.B. Isocyanid, Kokain, Pestizide,
Reinigungsm.)
(z.B. Propylthiouracil,
Phenytoin Amiodarone,
D- Penicillamine, Sirolimus,
Methotrexat, Gold,Haloperidol,
Nitrofurantin, Infliximab)
Infekt (z.B. Aspergillose, Cytomegalie,
Hantavirus, Leptospirose, andere
bakterielle Pneumonien, maligne
Tab. 2: Diagnostik zur Ursachenklärung des alveolären Hämorrhagiesyndroms
Dokumentation der alv. Hämorrhagie
Ausschluß von Tumor und Verletzungen
BAL (Ausschluss von Infektion,
Sicherung des Erregers)
Entzündungsparameter (CRP, PCT)
Diagnostik bzgl. Vaskulitiden
(Bestimmung von ANCA, DoppelstrangDNA-, Antiphospholipid- Antikörpern)
Komplementfraktion C3, C4
(Einnahme von Medikamenten,
Kontakt zu Giftstoffen)
Tab. 3: Unterschiede der Kanülierungsverfahren bei
Tab. 4: Komplikationen
veno-arterieller ECMO
Zentrale Kanülierung
Periphere Kanülierung
Risiken der extrakorporalen Lungenunterstützung
direkte Kanülierung im
rechten Atrium und
indirekte Kanülierung
(Femoralis, Jugularis,
Carotiden, Axillaris)
Sternotomie erforderlich
schnelle Anlage durch
ITS-Team möglich
extrakorporaler Zirkulation
höhere Blutungsgefahr, da
Zugang nicht extern
Gefahr von Gefäßtraumata
und Extremitätenischämien
chirurgische Entfernung der
Kanülen erforderlich
Entfernung auf ITS möglich
Pumpen und Oxygenator
Die klassischen Rollenpumpen sind mittlerweile zugunsten
von deutlich weniger traumatischen Zentrifugalpumpen
weitgehend verlassen worden.
Die derzeit verfügbaren Oxygenatoren bestehen aus Silikon
oder einem Netzwerk mikroporöser Polypropylen-Hohlfasern. Durch die fortschreitende Entwicklung und Einführung
von nicht-mikroporösen Hohlfasern sowie einer Polymethylpenten-Beschichtung wurde das Risiko eines Plasmalecks deutlich reduziert, und die Flußkapazität konnte durch
die Verringerung des hämodynamischen Widerstandes
optimiert werden [3-7].
Im Gegensatz zur ECMO ist die einzig treibende Kraft bei
der pECLA die Druckdifferenz zwischen dem arteriellen und
venösen System. Daher muss regelhaft eine Kanülierung der
V. und A. femoralis erfolgen. Hierdurch entsteht ein Blutfluss
von ca. 0,8 – 1,5 l/min in Abhängigkeit vom arteriellen
Blutdruck und der Größe der verwendeten Kanülen. Der
Fluss über den arteriovenösen Bypass entspricht somit ungefähr 20% des Herzzeitvolumens.
Auch bei der pECLA wird eine Hohlfasermembran mit
Polymethylpenten-Beschichtung zur Realisierung des
Gasaustauschs verwendet, wodurch ausreichend niedrige
hämodynamische Widerstände erzielt werden können.
Analog zur ECMO erfolgt die Steuerung der CO2-Elimination
über die Einstellung des Gasflusses über die Membran,
wobei hier üblicherweise reiner Sauerstoff und kein Mischgas
verwendet wird. Eine ausreichende Oxygenierung des systemischen venösen Blutes ist aufgrund der geringen Blutflussrate über den Bypass nicht möglich [8].
Die veno-venöse ECMO ist bei schwerem, akut aufgetretenem Lungenversagen, das unter konventioneller Therapie
kein ausreichendes Ansprechen zeigt, eine etablierte
Behandlungsoption. Durch Einsatz einer ECMO wird eine
Blutung assoziiert mit Antikoagulation
Inflammation oder Koagulopathie assoziiert mit
Systemkomplikationen (Oxygenatorversagen,
Thrombosierung)
„Stilllegung“ der Lunge ermöglicht. Da Oxygenierung und
CO2-Elimination durch die ECMO übernommen werden,
kann eine maximal lungenprotektive Beatmung umgesetzt
und damit die weitere Progredienz der Erkrankung durch
Minimierung der Ventilator-induzierten Lungenschädigung
(VILI) verhindert werden. Oftmals beschränkt sich unter
ECMO die maschinelle Beatmung auf ein reines „Offenhalten“ der Lunge mit Einsatz von PEEP, geringen Atemfrequenzen und niedrigem Spitzendruck, um eine weitestgehende Reduktion der pulmonalen Scherkräfte zu erzielen.
Der „ideale“ Zeitpunkt für den Beginn einer ECMO-Therapie
ist derzeit noch nicht abschließend geklärt. Allerdings ist
unter Versagen einer konventionellen Beatmungs-Therapie
mit einem PaO2/FiO2-Verhältnis von weniger als 75 von
einem Letalitäts-Risiko von über 80% auszugehen, sodass
die ECMO-Therapie bei geeigneten Patienten hier immer in
Erwägung gezogen werden sollte.
Eine Indikation für den Einsatz einer pECLA ist bei einem
schweren pulmonalen Versagen mit hauptsächlich erhöhtem
PaCO2 und entsprechender respiratorischer Azidose
gegeben. Auch hier ist eine reversible, akute Erkrankung
Voraussetzung zur Therapie. Ziel ist wiederum - analog zur
ECMO - die Etablierung einer lungenprotektiven Beatmung
(Tidalvolumen unter 6ml/kgKG, PIP unter 30 cmH2O, PEEP
unter 12cmH2O), um weitere Ventilator-induzierte Lungenschäden abzuwenden. Aufgrund des arteriovenösen Bypass
ist eine ausreichende kardiale Funktion ebenso wie eine
weitestgehend erhaltene Oxygenierungsfunktion der Lunge
Voraussetzung zur Anwendung einer pECLA.
Kardiales Versagen und kardiopulmonale Reanimation
Die veno-arterielle ECMO ist bei schwerem kardialen
Versagen mit refraktärem Verhalten unter konventioneller
und erweiterter Therapie (IABP) oder bei intraktabler
intrahospitaler Reanimation eine Möglichkeit zur passageren Stabilisierung des Patienten. Ziel dieser Therapie ist
es, Schädigungen an Organen zu verhindern und somit ein
Zeitfenster für Diagnose- und Therapiemaßnahmen zu
schaffen. Es ist daher als Rescue-Therapie bei Erkrankungen
mit reversibler Ätiologie anzusehen, wie z.B. nach erfolglosem Weaning vom Bypass nach erfolgtem herzchirurgischen Eingriff, oder als „Bridge to Therapy“, bzw. „Bridge to
Assist“. Nicht geeignet sind Patienten, bei denen keine
weitere therapeutische Option zur Verfügung steht (z.B.
Herztransplantation, permanente Assist-Systeme) bzw. eine
Erholung der kardialen Funktion nicht zu erwarten ist.
ECMO bei respiratorischen Versagen
Die erfolgreiche Erstanwendung der ECMO-Therapie liegt
bereits 40 Jahre zurück, dennoch ist die Entwicklung und
Etablierung dieser Therapie nur verzögert vorangeschritten.
1979 veröffentlichte die Arbeitsgruppe um Zapol eine
Studie, die keinen Überlebensvorteil der ECMO gegenüber
der konventionellen Therapie zeigte [9] (siehe Tabelle 5).
Erst durch Erkenntnisse hinsichtlich der Entstehung Ventilator-induzierter Lungenschäden rückte das Interesse an
einer ECMO-Therapie später wieder in den Fokus [10]. In
den neunziger Jahren wurden Studien veröffentlicht, welche
ein verbessertes Überleben durch den Einsatz der ECMO
beschrieben [11, 12].
Die von 2001-2006 durchgeführte prospektive, multizentrische CESAR-Studie mit insgesamt 180 Patienten konnte im
direkten Vergleich einen Vorteil der ECMO-Therapie gegenüber einem konventionellen Vorgehen demonstrieren. Patienten, die im ECMO-Studienarm behandelt worden waren,
hatten eine mit 63% höhere 6-Monats-Überlebenswahrscheinlichkeit ohne große Einschränkung der Lebensqualität
im Gegensatz zu 43% in der Gruppe der konventionell
beatmeten Patienten.
pECLA bei respiratorischem Versagen
Erste klinische Daten aus dem Jahr 1986 zeigten eine 49%ige
Überlebensrate durch Anwendung einer extrakorporalen
CO2-Elimination bei Patienten mit einer vorhergesagten
Tab. 5: Studienlage extrakorporaler Lungenersatz mittels ECMO
prospektiv 100
kein Unterschied zur
prospektiv 40
prospektiv 49
Hemmila prospektiv 255
Tab. 6: Eigene Daten der Internistischen Intensivstation der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III am Universitätsklinikum Halle (Saale) des Jahres 2010 von 15 Patienten mit pumpenloser extracorporaler Lungenassistenz (pECLA).
67,7 ± 9,4 Jahre
pECLA-Therapiedauer
7,3 Tage ± 4,5 d
APACHE II Score bei Aufnahme
28,1 ± 7,1
Arterieller PCO2 bei pECLA-Beginn
11,9 ± 2,97 kPa
Arterieller PCO2 nach 24h
pECLA-Therapie
6,34 ± 1,72 kPa
bei pECLA-Beginn
30,4 ± 3,5 mmHg
inspiratorischer Spitzendruck nach
24h pECLA-Therapie
23,4 ± 8,6 mmHg
Überleben bis Entlassung
Letalitätsrate von >90% [13]; eine randomisierte Studie mit
Anwendung der pECLA konnte jedoch keinen Nutzen
gegenüber der konventionellen Behandlung belegen [14].
Neuere Studien mit pECLA-Systemen der aktuellen Generation weisen bei Patienten, welche unter konventioneller
Beatmung eine progrediente respiratorische Azidose entwickelten, Überlebensraten von 41% auf (siehe Tabelle 6). Die
Komplikationsrate lag hier bei 24%, wobei die Hauptursache in der kritischen Extremitätenischämie durch die
erforderliche Kanülierung der A. femoralis zu finden war,
was zu einer weiteren Optimierung der Kanülen führte [15].
Die Verwendung eines extrakorporalen Verfahrens stellt bei
schwerstem kardiopulmonalen Versagen eine etablierte
Therapiemöglichkeit dar. Durch technische Neuerungen
und die damit einhergehende Verbesserung der Anwendbarkeit und Patientensicherheit sind die Überlebensraten unter
dieser Therapie bei schwerstkranken Patienten stetig
gestiegen. Allerdings sind die Verfahren zur Lungenunterstützung mit einem hohen technischen und personellen
Aufwand verbunden, der derzeit nur unvollständig im DRGSystem abgebildet wird.
thomas.ehnert@medizin.uni-halle.de
Mi t t ei l ungen d er KV
(197. Fortschreibung)
1. Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in SachsenAnhalt hat am 01.11.2011 gemäß § 103 Abs. 1 SGB V in folgenden
Planungsbereichen (identisch mit den jeweiligen Landkreisen und
kreisfreien Städten per 30.06.2007) und bei folgenden Fachgruppen
eine Überversorgung festgestellt und deshalb bzw. aufgrund seines
Beschlusses vom 06.10.2005 Zulassungsbeschränkungen angeordnet:
Planungsbereich Altmarkkreis Salzwedel
Fachgruppen: Anästhesisten, Augenärzte, Chirurgen, fachärztlich tätige
Internisten, Frauenärzte, HNO-Ärzte, Hautärzte, Kinderärzte, Nervenärzte, Orthopäden, Psychotherapeuten, Radiologen, Urologen
Planungsbereich Anhalt-Zerbst
Planungsbereich Aschersleben-Staßfurt
Fachgruppen: Anästhesisten, Chirurgen, fachärztlich tätige Internisten,
Frauenärzte, HNO-Ärzte, Nervenärzte, Orthopäden, Psychotherapeuten, Radiologen, Urologen
Planungsbereich Bernburg
Frauenärzte, Kinderärzte, Nervenärzte, Orthopäden, Psychotherapeuten, Radiologen
Planungsbereich Bördekreis
Internisten, Frauenärzte, HNO-Ärzte, Kinderärzte, Orthopäden,
Psychotherapeuten, Radiologen, Urologen
Planungsbereich Burgenlandkreis
Planungsbereich Dessau, Stadt / Bitterfeld
Planungsbereich Halberstadt
Frauenärzte, HNO-Ärzte, Hautärzte, Kinderärzte, Nervenärzte, Orthopäden, Psychotherapeuten, Radiologen, Urologen
Planungsbereich Halle (Saale)
Planungsbereich Jerichower Land
Planungsbereich Köthen
Frauenärzte, Kinderärzte, Orthopäden, Psychotherapeuten, Radiologen, Urologen
Planungsbereich Magdeburg
Internisten, Frauenärzte, HNO-Ärzte, Hautärzte, Kinderärzte, Orthopäden, Psychotherapeuten, Radiologen, Urologen
Planungsbereich Mansfelder Land
Internisten, Frauenärzte, HNO-Ärzte, Kinderärzte, Nervenärzte, Orthopäden, Psychotherapeuten, Radiologen, Urologen
Planungsbereich Merseburg-Querfurt
Planungsbereich Ohrekreis
Planungsbereich Quedlinburg
Planungsbereich Saalkreis
Internisten, Frauenärzte, Hautärzte, Orthopäden, Psychotherapeuten,
Radiologen, Urologen
Planungsbereich Sangerhausen
Planungsbereich Schönebeck
Frauenärzte, HNO-Ärzte, Kinderärzte, Nervenärzte, Orthopäden,
Planungsbereich Stendal
Planungsbereich Weißenfels
M it t e ilung e n d e r KV
Planungsbereich Wernigerode
Internisten, Frauenärzte, HNO-Ärzte, Hautärzte, Kinderärzte, Nervenärzte, Psychotherapeuten, Radiologen, Urologen
Planungsbereich Wittenberg
Internisten, Frauenärzte, Hautärzte, Kinderärzte, Orthopäden, Psychotherapeuten, Radiologen, Urologen
2.	Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in SachsenAnhalt hat am 01.11.2011 gemäß § 103 Abs. 3 SGB V in folgenden
Planungsbereichen und bei folgenden Fachgruppen keine Überversorgung mehr festgestellt und deshalb die folgenden Planungsbereiche für die betreffenden Fachgruppen entsperrt:
Bedarfsplanung Psychotherapeuten
Auf Grund der von den übrigen Fachgruppen abweichenden Berücksichtigung der Psychotherapeuten in der Bedarfsplanung hat der
Landesausschuss trotz Anordnung von Zulassungsbeschränkungen für
die Fachgruppe der Psychotherapeuten am 01.11.2011 folgende Zulassungsmöglichkeiten festgestellt:
Anzahl ärztliche
Anzahl nur Kinder
Aktualisierung der ehemaligen Aufhebungsbeschlüsse
Fachgruppe: Kinderärzte
Der Aufhebungsbeschluss der 156. Fortschreibung wird dahingehend
geändert, dass nunmehr eine Zulassung erfolgen kann.
Fachgruppe: Hausärzte
Dessau-Bitterfeld
Merseburg-Quefurt
Der Aufhebungsbeschluss der 124. Fortschreibung wird dahingehend
geändert, dass nunmehr zwanzig Zulassungen erfolgen können.
Der Aufhebungsbeschluss der 114. Fortschreibung wird dahingehend
geändert, dass nunmehr sechzehn Zulassungen erfolgen können.
Der Aufhebungsbeschluss der 189. Fortschreibung wird dahingehend
geändert, dass nunmehr zwei Zulassungen erfolgen können.
Fachgruppe: HNO-Ärzte
Der Aufhebungsbeschluss der 107. Fortschreibung wird dahingehend
Fachgruppe: Nervenärzte
Der Aufhebungsbeschluss der 155. Fortschreibung wird dahingehend
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen Sachsen-Anhalt im Hause
der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt, Postfach 1664,
39006 Magdeburg, Telefon (0391) 6276461, Fax: (0391) 6278459.
Die Stadt Halle verbindet auf besondere Weise den
Charakter einer Universitätsstadt mit dem eines
modernen Wirtschaftsstandortes. Kunst & Kultur,
Erholung, Gastronomie und Handel haben ihren Platz
in der lebens- und liebenswerten, historisch
gewachsenen Innenstadt gefunden.
Händelstadt Halle:
Praxisräume frei.
Ärztin/ Arzt gesucht.
Die Praxis befindet sich in einem Ärztehaus an einem
von Patienten stark frequentierten Standort - in der
Geiststraße (im Norden der Innenstadt von Halle/ Saale).
In unmittelbarer Nähe sind Parkmöglichkeiten für PKW
sowie Straßenbahn-Haltestellen vorhanden.
Im Ärztehaus sind die Fachbereiche HNO,Orthopädie,
Frauenheilkunde, allg. Medizin und PhysioSportphysiotherapie bereits ansässig.
Das Ärztehaus verfügt über ein Fahrstuhl.
140 m² Praxisfläche sind zu vermieten.
Bei einem Umzug wird eine Kostenbeteiligung gewährt.
Kindermedizin ist eine
Zulassung zur Niederlassung
Marcel Vandlik,
Tel.: 034606 - 37 126
Mobil: 0176 - 64 93 05 97
marcelvandlik@gmail.com
Vereinigung schreibt
folgende Vertragsarztsitze
vom Ärzteblatt Sachsen-Anhalt
Bis zum 11. März 2012
»Reise in die Bücherwelt« zeigt eine Auswahl von fünfzig gedruckten
und repräsentativen Werken aus dem reichen und historisch betrachtet,
universal geprägten Buchbestand. Zu ihnen zählen bibliophile Raritäten
wie die 1534 bei Hans Lufft in Wittenberg gedruckte Luther-Bibel als erste
Gesamtausgabe der Lutherschen Bibelübersetzung, Basilius Beslers Hortus
Eystettensis von 1613, mit dem der Kupferstichdruck in Deutschland begann, oder
Isaac Newtons 1687 erschienene Principia mathematica als Gründungsdokument
der modernen Naturwissenschaft. Ebenso werden Bücher, die in besonderer
Weise mit Weimar verbunden sind, vorgestellt, darunter Das römische
Carneval von Johann Wolfgang von Goethe aus dem Jahr 1789, von dem er
selbst kein Belegexemplar mehr besaß, Sulpiz Boisserées folgenreiches Buch
über den unvollendeten Kölner Dom von 1823 sowie Friedrich Nietzsches
Ecce Homo, das 1908 von Henry van de Velde gestaltet wurde. Jedes Buch
eröffnet eine neue, andere Welt und ist auf seine Weise eine Kostbarkeit.
Eintritt frei, Di-So 09:30-17:00 Uhr
Kontakt. Besucherinformation,
Stand der Klassik Stiftung Weimar in der
Tourist-Information Markt 10 | 99423 Weimar
Tel. 0 36 43 | 545-400, Fax 0 36 43 | 41 98 16
Magdeburger Gesellschaftshaus:
Am 3. Dezember 2011 wurde im Magdeburger Gesellschaftshaus das 500. Konzert der „Sonntagsmusiken“ veranstaltet, einer Veranstaltungsreihe mit Kammermusik des in Magdeburg
geborenen Barockkomponisten Georg Philipp Telemann, die zugleich auf ihr 50jähriges
Jubiläum zurückblicken kann. Am 5. November 1961 erklang in Magdeburg die erste „Sonntagsmusik“. Damals waren es Telemann-Enthusiasten, die sich im „Telemann-Arbeitskreis“
zusammengeschlossen hatten und sich Jahr für Jahr darum sorgten, dass Werke Telemanns
für das Musikleben erschlossen wurden. Mittlerweile gehören die „Sonntagsmusiken“ zu den
traditionsreichsten Kammermusikreihen Deutschlands. Sie werden heute vom TelemannZentrum und Telemann-Arbeitskeis gemeinsam veranstaltet. Auf dem Programm des Jubiläumskonzertes stand Telemanns opulent besetzte Weihnachtskantate „Die Hirten bei der
Krippe“, ein Werk, das mit der Geschichte der Konzertreihe eng verbunden ist. Es wurde vom
Leipziger Barockorchester und einem Vokalsolistenensemble unter der Leitung von David
Timm interpretiert.
50 Jahre Sonntagsmusiken in Magdeburg sind ein Grund, mit Ehrfurcht und
einigem Stolz auf die Geschichte der
Konzertreihe zu blicken.
Fast vor genau 50 Jahren fand die erste
Veranstaltung dieser Konzertreihe
statt, wohl eine der traditionsreichsten
Kammermusikreihen Deutschlands.
Initiiert wurde dies durch die Gründung des Arbeitskreises „Georg Philipp
Telemann“ Magdeburg am 25. Mai
1961. Unter dem Dach des Deutschen
Kulturbundes stellte er sich u.a. die
Aufgabe, regelmäßig Konzerte zu
veranstalten, in denen die Musik Georg
Philipp Telemanns erklingen sollte.
Dieses Vorhaben war damals alles
andere als leicht umzusetzen. Weder
standen finanzielle Mittel zur Verfügung, noch gab es ausreichend Notenmaterial. Enthusiasmus und Idealismus
waren daher gefragt. Noten wurden
besorgt, neu geschrieben, Quellen
spartiert und für die Musikpraxis zur
Verfügung gestellt. Das alles geschah
mit großer Begeisterung für die Musik
Telemanns und im 100prozentigen
„Ehrenamt“. Nahezu unvorstellbar ist
es heute, dass auch die Musiker lange
Zeit, bis 1968, ohne Gage in den
Konzerten musizierten und das
Publikum freien Eintritt hatte.
Seit 1969 wurden die Konzerte nicht
mehr allein vom Telemann-Arbeitskreis, sondern in Zusammenarbeit mit
dem Sekretariat für Telemann-Pflege
und -Forschung veranstaltet, aus dem
Ende der 70er Jahre das TelemannZentrum hervorging, das seitdem für
die Konzeption der Reihe verantwortlich zeichnet. Das „Veranstalterduo“
Telemann-Zentrum und TelemannArbeitskreis existiert bis zum heutigen
Die Sonntagsmusiken fanden zunächst
im Gobelinsaal des Kulturhistorischen
Museums statt, besondere Konzerte auf
der Bühne der Kammerspiele, im
Sommer wurde auch im Kreuzgang des
Klosters Unser Lieben Frauen gespielt.
Im Herbst 1977 zog man in die größere,
gerade eröffnete Konzerthalle „Georg
Philipp Telemann“ um und seit Januar
2004 haben die Sonntagsmusiken ihr
Domizil im Schinkelsaal des Gesellschaftshauses gefunden, einem für
Kammermusik idealen Konzertraum!
Für Konzerte, die eine größere Beset-
zung verlangen, wird der Gartensaal
Die politische Wende 1989 brachte für
die Sonntagsmusiken - nach einer
problematischen Übergangszeit, in der
das kostenlose Musizieren wieder
aktuell wurde - neue Möglichkeiten im
Hinblick auf Repertoire und Interpreten. Bald konnten verstärkt Musiker
und Ensembles eingeladen werden, die
sich auf dem Gebiet der Alten Musik
spezielle Erfahrungen gesammelt
haben. Eine Folge dessen ist, dass seit
Mitte der 1990er Jahre nahezu
ausschließlich auf historischen Instrumenten oder deren Nachbauten in der
Konzertreihe musiziert wird.
So gelten die Sonntagsmusiken als
Aushängeschild einer kontinuierlichen
Telemannpflege in Magdeburg.
Musiker mit internationalem Ruhm
gastieren hier gern.
Es sind jedoch nicht nur die Künstler,
die der Konzertreihe eine besondere
Qualität verleihen, sondern es ist auch
ihr einzigartiges Konzept, das sich in
der engen Verbindung zur Wissenschaft offenbart. Von Beginn an galt es,
Werke Telemanns aus dem Dornröschen-Schlaf zu erwecken. Musiker und
Wissenschaftler bemühten sich gleichermaßen im Vorstand des Arbeitskreises darum. Inzwischen fließen
vorrangig die Ergebnisse der Arbeit des
Telemann-Zentrums in die Programmgestaltung der Konzerte ein. Unzählige
Werke, die von Anbeginn bis heute in
den Sonntagsmusiken erstmals nach
Telemanns Tod zur Wiederaufführung
gelangten, stellen inzwischen das
Repertoire für Konzerte, Verlagsausgaben und CD-Produktionen im internationalen Maßstab.
So könnte es weitergehen, wenn sich
nicht seit einiger Zeit zunehmend
ernsthafte Sorgen um die weitere
einstellen würden. Es wäre fatal, wenn
der Glanz der Magdeburger Sonntagsmusiken nach der Krönung durch das
500. Konzert allmählich verblassen
Brit Reipsch im Programmheft zur
Pi Zentrum für Telemann-Pflege
P e r s o na lia
01. 01.	Dipl.-Med. Corry Aspe
04. 01.	Dr. med. Ingrid Salzborn
05. 01.	Dr. med. Renate Seidel
06. 01.	Thea Domröse
10. 01.	Dr. med. Walter Dreller	Halle (Saale)
12. 01.	Dr. med. Regina Dietrich
15. 01.	Dr. med. Wolfgang Reichel
18. 01.	Dr. med. Sybille Grund
19. 01.	Dr. med. Martina Schauen
19. 01.	Rüdiger Oelze
21. 01.	Dr. med. Klaus Schwabe
23. 01.	Dr. med. Isolde Borstell
28. 01.	Dr. med. Sabine John
30. 01.	Dipl.-Med. Michael Eckel
31. 01.	Dipl.-Med. Martina Lenz
06. 01.	07. 01.	09. 01.	09. 01.	64
Christine Heine	Magdeburg
Dipl.-Med. Heidrun Juschkat
Dr. med. Klaus Kretschmer
Dr. med. Herbert Freudrich
11. 01.	12. 01.	19. 01.	24. 01.	31. 01.	Dipl.-Med. Brunhild Junge
Dr. med. Michael Mattenheimer
Dr. med. Eberhard Wilhelms
Dr. med. Bärbel Herrmann
01. 01.	Dr. med. Bärbel Schütze
01. 01.	Dr. med. Roswitha Kögler
03. 01.	Dr. med. Christel Glauche
05. 01.	MR Dr. med. Wolfgang Heinz
07. 01.	Dr. med. Heide Wingrich
Bad Lauchstädt	07. 01.	Dr. med. Heidemarie Berger
07. 01.	MR Dr. med. Helmut Mahler
Jerichow	07. 01.	Dr. med. Siegfried Kammler
09. 01.	Dr. med. Eberhard Ullmann
09. 01.	Dieter Menzel
09. 01.	Dr. med. Gerhard Wojna
11. 01.	Dr. sc. med. Jürgen Dan
12. 01.	Dr. med. Frank-Ulrich Leimbrock	Halle (Saale)
13. 01.	Monika Klein-Hinz
Teutschenthal	14. 01.	18. 01.	18. 01.	20. 01.	20. 01.	21. 01.	21. 01.	21. 01.	31. 01.	Dr. med. Klaus Konietzko
Dr. med. Bärbel Reichelt
Doz. Dr. med. habil. Manfred John
Dr. med. Gislinde Zahl
Sighild Ludwig
Margit Feller
Dr. med. Renate Salheiser
Aschersleben	Dr. med. Gerhard Schönermarck	Dessau-Roßlau
04. 01.	04. 01.	07. 01.	10. 01.	10. 01.	11. 01.	14. 01.	19. 01.	29. 01.	OMR Dr. med. Horst Scholz
MR Dr. med. Rosmarie Schütte
Dr. med. Siegfried Wilde
Dr. med. Eva-Maria Borchardt
Dr. med. Vera Stackfleth
SR Dr. med. Bernd Koppatz
Dr. med. Otto-Karlheinz Müller
Dr. med. Ilse Schneider
02. 01.	16. 01.	25. 01.	28. 01.	Dr. med. Ursula Steinke
Schkopau	Prof. Dr. sc. med. Richard Fischbeck
Dr. med. Heinz Günzel
SR Dr. med. Waltraut Wilhayn
01. 01.	13. 01.	Dr. med. Erich Steudte
MR Dr. med. Anne Schuster
13. 01.	Dr. med. Hans Köhler
08. 01.	Gerhard Jaenecke
07. 01.	08. 01.	10. 01.	MR Dr. med. Jürgen Lambrecht
OMR Dr. med. Kurt Hedwig
Dr. med. Oskar Graser
02. 01.	12. 01.	13. 01.	Dr. med. Erich Kramer
Hoym	Dr. med. Günter Denck
Dr. med. Arndt Nitzsche
07. 01.	09. 01.	SR Dr. med. Wolfgang Kunz
MR Dr. med. Hans-Ulrich Trebst
10. 01.	MR Dr. med. Sigrid Wilde
20. 01.	OMR Dr. med. Gerhardt Seyffarth
Wir wünschen Ihnen Gesundheit und viel Freude auf
Sollten Sie mit der Veröffentlichung Ihres Geburtstages
nicht einverstanden sein, so bitten wir Sie, dies rechtzeitig der Ärztekammer bekanntzugeben.
1. Magdeburger Kinderanästhesietag
Heinemann-Meerz, S., Dr., Chefredakteurin (v.i.S.P.)
Lögler, H. (verantwortlich f. d. Fortbildungsteil)
08.30 Uhr	Registrierung der Teilnehmer
Selinde Mertz (Magdeburg)
09.30-10.15 Uhr	Qualität in der Kinderanästhesie
Matthias Huber (Oldenburg)
10.15-11.00 Uhr	Häufige Komplikationen
Martin Jöhr (Luzern)
11.00-11.45 Uhr	Perioperative Volumentherapie
11.45-12.45 Uhr	Imbiss und Besuch der Industriepartner
12.45-13.30 Uhr	Wieviel Sauerstoff braucht das Kind?
Ralf Gäbler (Dresden)
13.30-14.15 Uhr	Ist Anästhesie für Kinder schädlich?
Jochen Strauß (Berlin)
14.15-15.00 Uhr	Fallbericht
Andrea Denk, Berlin
15.00-15.30 Uhr	Schlusswort
16.00-17.00 Uhr	WS
Simulator BabyJunior, Reanimation im Kindesalter
Simulationstraining ggf. parallel zu den Vorträgen!
Magdeburg, Gesellschaftshaus am Klosterbergegarten
Klinik für Anaesthesiologie und Intensivtherapie
Direktor: Prof. Dr. med. Dr. Th. Hachenberg
Dr. med. Selinde Mertz, E-Mail: selinde.mertz@med.ovgu.de
Sekretariat: Frau S. Zierau, E-Mail: silke.zierau@med.ovgu.de
Telefon: (0391) 67 21103/67 13500, Fax: (0391) 67 13501
Karl, I., Dr.
Telefon (03 91) 60 54-78 00
Telefax (03 91) 60 54-78 50
Telefon (03 91) 53 23 227
Telefax (03 91) 53 23 233
Anzeigenleitung: Petra Lesche
z. Z. Anzeigenpreisliste Nr. 12 vom 01.01.2012
E-Mail: anzeigen@aerzteblatt-sachsen-anhalt.de
dreihochdrei - Agentur für Mediendesign
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ISSN 0938-9261
VASOSONO a Kurszyklus der Doppler-/Duplexsonographie
a Aufbau- & Abschlusskurse: peripher: 02.-03.03.12 | intracraniell: 13.14.04.12 | retrop.: 14.-15.04.12 extracraniell: 30.11.-01.12.12 a Refresher-/
Gefäßseminare: venöse Erkrankungen: 24.03.12 | arterielle Gefäßerkrankungen: 25.03.12 a Grundkurs (alle Gebiete): 19.-21.10.2012
Dr. T. Schilling, Gefäßzentrum Wernigerode – Abteilung Angiologie
Tel.: 03943/61-1595 a www.vasosono.de a info@vasosono.de
Anzeigenschluss für das Februarheft
des Ärzteblattes Sachsen-Anhalt
ist der 05.01.2012
Im Eigenbetrieb Jobcenter Burgenlandkreis ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt
Arbeits-/Betriebsmediziners (m/w)
Wir suchen ständig Ärzte aller Fachgebiete,
als Honorarärzte, zu besten Konditionen!
Die Falkenstein-Klinik verfügt über 236 Betten und führt Anschlussheilbehandlungen (AHB) einschließlich Reha-Maßnahmen für die
Rentenversicherungsträger sowie für die gesetzlichen und privaten
Krankenkassen durch. Schwerpunkt ist die Behandlung von gastroenterologischen, diabetologischen und kardiologischen Erkrankungen. Die Abteilung für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen
der Falkenstein-Klinik ist neben ihrem gastroenterologischen/hepatologischen Schwerpunkt als Behandlungs- und Schulungszentrum
für Typ 1 und Typ 2 Diabetiker (Stufe 2) durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft anerkannt.
Gesucht wird für die insgesamt 136 Betten umfassende Abteilung
für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen nach Vereinbarung
eine/ein
Die Klinik verfügt über ein eigenes Labor, Endoskopie, gastroenterologische Funktionsdiagnostik, Sonografien des Abdomens, der
Schilddrüse und Weichteile, ein Intensiv- und mehrere Überwachungszimmer. Gesucht wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein
Facharzt oder eine Fachärztin für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie.
Die Falkenstein-Klinik befindet sich im Kurort Bad Schandau in
direkter Nachbarschaft zum Nationalpark Sächsische Schweiz. Die
Entfernung nach Dresden beträgt ca. 30 km. Die Kreisstadt Pirna
liegt ca. 15 km entfernt. Beide Städte sind von Bad Schandau aus
mit der S-Bahn zu erreichen.
Nähere Auskünfte erhalten Sie über den Klinikträger Dr. W. Spang
(07551/5016). Ihre Bewerbungsunterlagen richten Sie bitte an:
Büro Dr. Spang - Niederbühlweg 13 - 88662 Überlingen
Arztes in Weiterbildung (m/w)
Der Burgenlandkreis liegt im Süden des Bundeslandes Sachsen-Anhalt und im
Zentrum von Mitteldeutschland. Die Kreisstadt ist Naumburg, eine liebenswerte
historische Stadt an der Saale und Unstrut. Die Attraktivität und das Image des
Landkreises werden maßgeblich vom vielfältigen Erbe der alten Kulturlandschaft
an Saale, Unstrut und Elster, besonders vom über 1000-jährigen Weinbau geprägt.
Als Tätigkeiten erwarten Sie die ärztlichen Begutachtungen im Rahmen des SGB
II für die Leistungsberechtigten des Jobcenters, die betriebsärztliche Betreuung
der Mitarbeiter der Kreisverwaltung des Burgenlandkreises und des Eigenbetriebes Jobcenter Burgenlandkreis.
n Festanstellung (Vollzeit);
n flexible und planbare Arbeitszeitgestaltung;
n keine Wochenend-/Nachtdienste;
n Vergütung nach TVöD;
n selbstständige Tätigkeit;
n eigenverantwortliche Organisation des Aufgabengebietes.
n Sie sind Arzt für Arbeitsmedizin oder verfügen über die Zusatzbezeichnung
Betriebsmedizin oder Arzt in Weiterbildung zum Facharzt/Zusatzbezeichnung;
n sehr gutes Kommunikationsvermögen und Beratungsgeschick;
n hohes Maß an Zuverlässigkeit und Teamorientiertheit;
n wirtschaftliches Denken und Handeln.
Durch die Betreuung mehrerer Standorte sind der Besitz der Fahrerlaubnis der
Klasse B oder 3 sowie die Bereitschaft zur Nutzung des eigenen PKWs gegen
Kostenerstattung nach den reisekostenrechtlichen Bestimmungen für dienstliche Zwecke notwendig.
Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen richten Sie bitte bis 2 Wochen
nach Erscheinen an:
Personalbereich n Friedensstraße 80 n 06712 Zeitz
Eine Kostenerstattung im Bewerbungsverfahren erfolgt nicht. Die Rücksendung
von Unterlagen erfolgt nach dem Auswahlverfahren nur, wenn der Bewerbung
ein Freiumschlag beigefügt ist. Gleichfalls liegen die Unterlagen zur Abholung
07.01.12, 17.00-19.30 Uhr
27.01.12, 19.30-22.00 Uhr
17.02.12, 19.30-22.00 Uhr
06.04.12, 17.00-19.30 Uhr
17.05.12, 19.00-21.30 Uhr
www.anhaltinisches-theater.de
Ă&#x201E;rzteblatt Sachsen-Anhalt 23 (2012) 1
Ärzteblatt Sachsen-Anhalt, Ausgabe 1/2012
Offizielles Mitteilungsblatt der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Ausgabe Januar 2012