Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BB%201984,%20564
Timestamp: 2019-05-27 04:46:40
Document Index: 47642052

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 07.12.1983 - IVa ZR 52/82 - dejure.org
https://dejure.org/1983,1712
BGH, 07.12.1983 - IVa ZR 52/82 (https://dejure.org/1983,1712)
BGH, Entscheidung vom 07.12.1983 - IVa ZR 52/82 (https://dejure.org/1983,1712)
BGH, Entscheidung vom 07. Dezember 1983 - IVa ZR 52/82 (https://dejure.org/1983,1712)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1983,1712) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Grundsatz des Vorrangs des Vertragsinhalts gegenüber dem Inhalt der Vertragsüberschrift - Sittenwidrigkeit einer Provisionsvereinbarung im Rahmen eines Bauherrenmodells - Abgrenzung zwischen Maklervertrag und Garantievertrag - Auslegung eines im Rahmen eines Bauherrenmodells abgeschlossenen und mit "Finanzierungsvermittlungsvertrag" überschriebenen Vertrages
WM 1984, 240
BB 1984, 564
Sowohl für den Inhalt der vom Vertreter abgegebenen Erklärung (BGH, Urteil vom 7. Dezember 1983 - IVa ZR 52/82, WM 1984, 240 = BB 1984, 564) als auch für den Inhalt der vom Vertreter empfangenen Erklärung (BGHZ 82, 219, 222) kommt es entscheidend auf die Willensrichtung und das Verständnis des Vertreters an.
Erfahrungsgemäß gehört der Baubetreuungsvertrag bei einem Bauherrenmodell zu einem in sich abgestimmten Vertragswerk, auf dessen Inhalt die Bauherren regelmäßig keinen Einfluß haben (vgl. BGH, Urteil vom 7. Dezember 1983 - IVa ZR 52/82 = WM 1984, 240, 242;… Ulmer/Brandner/Hensen aaO. § 1 AGBG Rdn. 27a;… Schäfer in: v. Westphalen, Vertragsrecht und AGB-Klauselwerke (1993) Bauherrenmodell Rdn. 23; Bartsch NJW 1986, 28, 30; Wagner BB 1984, 1757, 1759).
Begriff des Verwendens von AGB; Formularmäßige Vereinbarung eines …
Arbeiten der Treuhänder eines Bauherren und der Bauträger das Formular gemeinsam aus und legen es dann den Verträgen, die der Treuhänder im Namen der am Bauvorhaben beteiligten Bauherren mit dem Bauträger schließt, zugrunde, so liegt der Tatbestand des § 1 Abs. 1 Satz 1 AGBG nicht vor; denn die Vorschrift setzt voraus, daß die im Formularvertrag enthaltenen Bedingungen von einer Seite einseitig dem anderen Vertragspartner auferlegt worden sind (Senatsurteil vom 7. Dezember 1983 unter III 2 - IVa ZR 52/82 = WM 1984, 240 = BB 1984, 564).
In dem dem Senatsurteil vom 7. Dezember 1983 (IVa ZR 52/82 = WM 1984, 240 = BB 1984, 564) zugrundeliegenden Fall eines Finanzierungsvermittlungsvertrages hatte sich der Bauherr unwiderruflich verpflichtet, die nachgewiesenen Finanzierungsmittel anzunehmen.
Er darf mit den einzelnen Unternehmen keine vergütungspflichtigen Dienstleistungen vereinbaren, die zur Erreichung des Vertragszwecks des Bauherrenmodells, also zur Erzielung des erstrebten steuerlichen Erfolgs und der Erstellung des Bauvorhabens nicht erforderlich sind und an denen die Bauherren auch sonst kein vernünftiges Interesse haben können (BGH, Urt. v. 7. Dezember 1983 - IV a ZR 52/82 = BB 1984, 564, 565 = WM 1984, 240, 242).
Darauf, daß der Beklagte nicht substantiiert vorgetragen und unter Beweis gestellt hat, daß S. und der Zedent vorsätzlich zum Nachteil des Beklagten zusammengewirkt haben, kommt es danach nicht an (vgl. dazu Senatsurteil vom 7. Dezember 1983 - IVa ZR 52/82 - BB 1984, 564/565 m.w.N.).
Das richtige Verständnis einer Einzelregelung des Vertragswerks erschließt sich daher nur, wenn man ihre Stelle im Gesamtkonzept berücksichtigt (vgl. BGH-Urteil vom 7.12.1983 IV a 52/82, WM 1984, 240 - Finanzierungsvermittlung durch sog. Treuhänder im Bauherren-Modell).
Hierzu heißt es in BGH WM 1984, 240 bei Rn.41:.