Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201978,%201584
Timestamp: 2019-02-23 16:01:28
Document Index: 195316083

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 1004', '§ 909', '§ 253', '§ 253', '§ 308', 'BGH', '§ 1004', 'BGH', '§ 1004', '§ 906', 'BGH', '§ 1004', 'BGH', '§ 909', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 909', '§ 253', 'BGH', '§ 253', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.02.1978 - V ZR 95/75 - dejure.org
BGH, 24.02.1978 - V ZR 95/75
Pflicht zur Wiederherstellung der Standfestigkeit des Nachbargrundstückes nach Vornahme einer Abschachtung auf dem eigenen Grundstück - Anforderungen an die Fassung des Klageantrags in dem Fall, dass Arbeiten an einem Grundstück vorgenommen werden sollen - Anspruch des Grundstückseigentümers auf eine bestimmte Maßnahme zur Beseitigung der Beeinträchtigung - Zulässigkeit der Begrenzung des Anspruchs auf bestimmte Befestigungsarbeiten oder Sicherungsarbeiten
BGB § 1004, § 909; ZPO § 253 Abs. 2 Nr. 2
Anforderungen an den Antrag wegen Wiederherstellung der Befestigung eines Grundstücks
Klage bei unzulässiger Abschachtung
NJW 1978, 1584
MDR 1978, 914
DB 1978, 1689
BauR 1978, 502
aa) Nach § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO darf ein Unterlassungsantrag nicht derart undeutlich gefasst sein, dass Gegenstand und Umfang der Entscheidungsbefugnis des Gerichts (§ 308 Abs. 1 Satz 1 ZPO) nicht erkennbar abgegrenzt sind, sich der Beklagte deshalb nicht erschöpfend verteidigen kann und letztlich die Entscheidung darüber, was dem Beklagten verboten wird, dem Vollstreckungsgericht überlassen bleibt (vgl. BGH…, Urteil vom 29. April 2010 - I ZR 202/07, GRUR 2010, 749 Rn. 1; Senat, Urteil vom 24. Februar 1978 - V ZR 95/75, NJW 1978, 1584).
Für den Anspruch aus § 1004 BGB besteht ein solches Wahlrecht nicht; geschuldet ist die Beseitigung der Beeinträchtigung (vgl. Senat, Urteil vom 22. Oktober 1976 - V ZR 36/75, BGHZ 67, 252, 253; Urteil vom 24. Februar 1978 - V ZR 95/75, NJW 1978, 1584 f.).
Die auf Unterlassung einer unzulässigen Vertiefung gerichtete Klage erfordert nicht die Angabe der Bodenfestigkeit des bedrohten Grundstücks (Abgrenzung zu Senat , Urt. v. 24. Februar 1978, V ZR 95/75, NJW 1978, 1584 u. Urt. v. 27. November 1981, V ZR 42/79, WM 1982, 68).
Maßgeblich ist, dass er die frühere Festigkeit des beeinträchtigten Grundstücks wiederherstellt; sie muss daher genau bezeichnet werden (vgl. Senat , Urt. v. 24. Februar 1978, V ZR 95/75, NJW 1978, 1584 …sowie Urt. v. 27. November 1981, V ZR 42/79, WM 1982, 68).
Nur ein in diesem Sinn konkretisiertes Klageziel ist für den Beklagten eine ausreichende Grundlage der Prüfung, ob der Klageanspruch anerkannt werden soll (Senat, Urt. v. 24. Februar 1978, V ZR 95/75, NJW 1978, 1584 - Abschachtung).
Aus der Natur des Anspruchs aus § 1004 Abs. 1 BGB i.V.m. § 906 BGB folgt, daß es dem Beklagten überlassen ist, wie er die Störung beseitigen will; der Kläger hat keinen Anspruch auf die Vornahme einer bestimmten Maßnahme (…Senat, BGHZ 67, aaO.; Urt. v. 24. Februar 1978, V ZR 95/75, aaO.;… Urt. v. 17. Dezember 1982, V ZR 55/82, WM 1983, 176, 177 - Tennisplatzlärm).
Der Senat hält es jedoch für angebracht, den wieder herzustellenden Zustand auch im Urteilstenor zu beschreiben (…Palandt/Bassenge, BGB, 67. Aufl., § 1004 Rn. 51; BGH NJW 1978, 1584), wobei aber nicht anzugeben ist, durch welche Maßnahme die Beseitigung vorzunehmen ist, denn dies entscheidet allein der Störer (…Palandt/Bassenge, a.a.O.).
LG Heidelberg, 27.06.2018 - 2 O 165/17
Wahl der Maßnahme einer Grundstücksabsicherung obliegt dem Nachbarn!
Dies wäre für eine Vollstreckung des vom Kläger geltend gemachten Anspruchs aus §§ 909, 1004 BGB (i.V.m. §§ 9, 10 NRG Baden-Württemberg) erforderlich (vgl. BGH, 24.02.1978 - V ZR 95/75, NJW 1978, 1584; BGH, 27.11.1981 - V ZR 42/79; BGH, 29.05.2009 - V ZR 15/08, NJW 2009, 2528 (2529)).
Im Rahmen des § 909 BGB erfordert § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO zur hinreichenden Bestimmtheit nicht die Angabe, welche konkreten Maßnahmen die Beklagte zur Beseitigung der Grundstücksbeeinträchtigung ergreifen soll (vgl. zum Ganzen BGH, 24.02.1978 - V ZR 95/75, NJW 1978, 1584).
Auch insofern ist der Antrag nicht hinreichend bestimmt im Sinne des § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO (vgl. BGH, 24.02.1978 - V ZR 95/75, NJW 1978, 1584; BGH, 27.11.1981 - V ZR 42/79; BGH, 29.05.2009 - V ZR 15/08, NJW 2009, 2528 (2529)).
Diese Klärung gehört aber nicht ins Zwangsvollstreckungsverfahren (vgl. schon BGH, 24.02.1978 - V ZR 95/75, NJW 1978, 1584 (1585)).
BGH, 19.01.1996 - V ZR 298/94
Haftung des Grundstückseigentümers für Steinschlag
Die Revision verkennt, daß es in dem von ihr angezogenen Senatsurteil vom 24. Februar 1978, V ZR 65/75 (NJW 1978, 1584 ff) um die Festlegung des begehrten Erfolges (vor dem Abgraben vorhandene Festigkeit) nicht aber um die Art und Weise der möglichen Befestigungs- und Sicherungsmaßnahmen ging.
Der Beklagte muß dem Klagantrag auch entnehmen können, welches Risiko für ihn besteht, und er muß sich umfassend verteidigen können (vgl. BGH Urt. v. 24. Februar 1978 - V ZR 95/75 - NJW 1978, 1584 [BGH 25.01.1978 - IV ZR 122/76] m.w.N.).
OLG Dresden, 17.06.1996 - 2 U 655/95
Formularmietvertrag - Inhaltskontrolle - Instandhaltungskosten
LG Nürnberg-Fürth, 28.10.2011 - 12 O 11176/09
Kostenentscheidung im Nachbarschaftsstreit wegen eines Vertiefungsschadens: …
OLG Hamm, 08.08.2003 - 26 U 113/01
BGH, 27.11.1981 - V ZR 42/79
OLG Frankfurt, 16.09.1993 - 15 W 59/93
Voraussetzungen für eine sofortige Beschwerde; Anforderungen an die …
LG Passau, 03.06.2004 - 1 O 267/01
Grundstücksvertiefung kann zu hohen Kosten führen!