Source: http://www.moebius-informatik.ch/gebrauchtsoftware-gebrauchte-software-kaufen-verkaufen-used-software/
Timestamp: 2019-06-17 10:58:07
Document Index: 251490963

Matched Legal Cases: ['EuG', 'Art. 12', '§31', 'Art. 12', '§69', '§34', '§398', '§31', 'EuG', '§31']

Gebrauchtsoftware - gebrauchte Software
Handel mit gebrauchter Software – Softwarelizenzoptimierung
Gebrauchtsoftware hilft Lizenzkosten zu sparen
Softwarelizenzen nehmen einen wichtigen Posten im IT Budget ein.
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Langjährige Erfahrung aus unterschiedlichen Projekten sowie die „Microsoft License Professional“ Zertifizierung zeichnen unsere Leistung aus.
Fragen und Antworten rund um das Thema gebrauchte Software
Was bedeutet Handel mit gebrauchter Software ?
Handel mit gebrauchter Software bedeutet: Verkauf einer vom Hersteller / Urheber in Verkehr gebrachten Software inkl. deren Lizenz für Nutzung und Vervielfältigung.
Sobald Software von einem Hersteller / Urheber an einen Ersterwerber verkauft wurde, gilt sie als „in Gebrauch“. Der Ersterwerber kann diese nun als gebrauchte Software weiterverkaufen, unabhängig davon ob er die Software gebraucht hat.
Der Begriff „gebraucht“ kann im Zusammenhang mit Software zu Missverständnissen führen.
Als „gebraucht“ werden idR. gebrauchte, abgenutzte oder verbrauchte Sachen beschrieben.
Software nutzt sich nicht ab, sie behält ihren neuwertigen Zustand wie bei der Inverkehrsetzung durch den Hersteller / Urheber.
Bieten Sie uns Ihre gebrauchte Software zum Ankauf an bzw. fragen Sie uns nach gebrauchter Software.
Worin besteht der Unterschied zwischen Software und einer Softwarelizenz ?
Bei Software handelt es sich um ein Computerprogramm, bei einer Softwarelizenz um das Recht zur Nutzung und Vervielfältigung.
Mit der Lizenz reguliert der Hersteller / Urheber v.a. die Menge der in Verkehr gebrachten Software.
Auch kostenlose Software ist mit einer Lizenz versehen, welche die Nutzung und Vervielfältigung regelt (Freeware, Open Source, etc.).
Software und Lizenz bilden ein Ganzes, sind aber differenziert zu betrachten, wenn sie gehandelt werden.
Auf welcher Grundlage basiert der Handel mit gebrauchter Software ?
Der Handel mit gebrauchter Software basiert in erster Linie auf dem Sachenrecht sowie dem Urheberrecht. Das Sachenrecht bezieht sich auf die Software, das Urheberrecht auf die Lizenz.
Gemäss Sachenrecht kann jeder rechtmäßige Besitzer einer Sache (Software) diese veräußern bzw. verbreiten, da ihm durch den Besitz das alleinige Verbreitungsrecht (Urheberrecht) zusteht.
Jeder rechtmässige Besitzer einer Software kann demzufolge mit dieser handeln – ohne Einschränkung.
Die Nutzung bzw. die Vervielfältigung der Sache (Software) ist in der jeweiligen Softwarelizenz geregelt. Diese Lizenz, gehörend zur Sache, wird mit der Sache (Software) zusammen gehandelt. Mittels der Softwarelizenz reguliert der Urheber die von Ihm in Verkehr gebrachte Menge an Software.
In Lizenzverträgen wird oft versucht die Verbreitung von Software zu unterbinden, was jedoch nicht der Gesetzgebung im Raum der EU und der Schweiz entspricht. Dort steht dem rechtmäßigen Besitzer der Software das alleinige Verbreitungsrecht zu. Eine Unterbindung dessen durch den Urheber / Hersteller ist somit nichtig, da sein Verbreitungsrecht mit dem Verkauf / Inverkehrbringung der Software erschöpft ist (Erschöpfungsgrundsatz).
Der Handel mit gebrauchter Software ist legal.
Welchen Benefit kann ich von gebrauchter Software erwarten ?
Gebrauchte Software ist grundsätzlich preisgünstiger als „neue“ Software – bei gleicher Funktionalität.
Softwarelizenzen binden Kapital.
Durch die Evaluation Ihres Softwarebestandes lassen sich möglicherweise finanzielle Ressourcen freisetzen.
Wir unterstützen Sie kompetent bei der Evaluation und unterbreiten Ihnen gern ein Ankaufsangebot für Ihre nicht mehr benötigten Softwarelizenzen.
Sie haben zu viele Softwarelizenzen und möchten einen Teil davon verkaufen ?
Mehrbenutzerlizenzen können in Teilmengen gehandelt werden, sofern es sich um Volumenlizenzen handelt. Ein gutes Beispiel hierfür sind Microsoft Volumenlizenzen.
Mehrbenutzerlizenzen, welche die gleichzeitige maximale Nutzung einer Software regulieren, können nicht in Teilmengen verkauft werden und gelten als Ganzes.
Softwarelizenzen dieser Art (Floating license) können ebenfalls gehandelt werden.
Wir handeln auch mit Teilmengen von Microsoft – Volumenlizenzen. Kontaktieren Sie uns, wir unterbreiten Ihnen gern eine Offerte.
Muss der Urheber (z.B. Microsoft) über den Kauf / Verkauf von Gebrauchtsoftware informiert werden ?
Nein, der Urheber muss beim Kauf / Verkauf von gebrauchter Software nicht informiert werden, selbst wenn es in den Vertragsunterlagen beschrieben ist. Die Zustimmung des Urhebers beim Verkauf seines Werkes „…darf nicht nach Treu und Glauben verweigert werden“ (UrhG). Der Urheber muss also dem Weiterverkauf seiner Softwarelizenz zustimmen.
Falls Sie Ihre Lizenzen im MS VLSC Portal verwalten, bietet es sich an, Microsoft über den Kauf / Verkauf zu informieren, damit der aktuelle Lizenzstand entsprechend dargestellt wird.
Kann man Software subscriptions gebraucht kaufen bzw. verkaufen ?
Nein, gemietete Software darf vom Mieter nicht weiterverkauft / weitervermietet werden. Der Vermieter (idR. der Hersteller) ist rechtmäßiger Besitzer der Software.
Nur dem Besitzer (Vermieter) der Software steht das Verbreitungsrecht zu, d.h. nur er kann die Software verkaufen.
Auf welche rechtliche Grundlagen stützt sich der Gebrauchtsoftware – Handel ?
Gebrauchtsoftwarehandel (EuGH A ZC-128/11) bzw. für die Schweiz (UHG Art. 12 / 2)
Urheberrecht (UrhG §§31, 34) bzw. Urhebergesetz / Schweiz (Art. 12)
keine Zustimmung des Urhebers für Weiterverkauf erforderlich (UrhG §69)
Erschöpfungsgrundsatz (UrhG §34)
Handel mit Softwarenutzungsrechten (BGB §398 ff.)
Handel mit Teilmengen von Softwarelizenzen (UrhG §31)
OEM Entscheid
EU Richtlinie (EuGH A ZC-128/11)
Teilverkauf von Lizenzen (UrhG §31)
Kein Anspruch auf Vollständigkeit bzw. Richtigkeit. 18.03.2017
„Gebrauchte“ Softwarelizenzen : der Zweiterwerb von Nutzungsrechten an Computerprogrammen, Stephan Seitz, 2010
Handel mit gebrauchter Software, Ralf Herzog, 2009