Source: https://gesetze-in-app.de/BVerfGG/78
Timestamp: 2019-03-18 17:58:32
Document Index: 387230036

Matched Legal Cases: ['§ 78', '§ 78', '§ 13', '§ 79', 'BGH', '§ 78', '§ 78', '§ 78', 'BGH', '§ 78', '§ 79', '§ 79', '§ 78', '§ 78', '§ 78', '§ 35', '§ 78', '§ 78', 'Art. 3', '§ 78', '§ 78', '§ 67', '§ 64', '§ 78', '§ 78', '§ 78', '§ 78', '§ 78', '§ 78', '§ 31', '§ 79', '§ 78', '§ 148', '§ 78', '§ 31', '§ 79', '§ 78', 'Art. 4', '§ 78', '§ 78', '§ 227', '§ 164', 'Art. 3', '§ 78', '§ 78', '§ 78', '§ 31', '§ 78', '§ 41', '§ 78', '§ 31', '§ 79', '§ 78', '§ 78', '§ 82', '§ 11', '§ 11', 'Art. 3', '§ 78', '§ 31', '§ 79', '§ 78', '§ 1255', '§ 1255', '§ 32', '§ 70', '§ 32', 'Art. 3', '§ 78']

§ 78 BVerfGG:
§ 78 BVerfGG
Zehnter Abschnitt: Verfahren in den Fällen des § 13 Nr. 6 und 6a
Kommt das Bundesverfassungsgericht zu der Überzeugung, daß Bundesrecht mit dem Grundgesetz oder Landesrecht mit dem Grundgesetz oder dem sonstigen Bundesrecht unvereinbar ist, so erklärt es das Gesetz für nichtig. Sind weitere Bestimmungen des gleichen Gesetzes aus denselben Gründen mit dem Grundgesetz oder sonstigem Bundesrecht unvereinbar, so kann sie das Bundesverfassungsgericht gleichfalls für nichtig erklären.
§ 79 BVerfGG
BGH, BESCHLUSS vom 2.1.1992, Az. Nach § 78 Satz 1 BVerfGG kann sich die Entscheidung deshalb nur auf die von dem Ausgangsgericht zur Prüfung gestellte Norm selbst oder nach § 78 Satz 2 BVerfGG auf eine weitere Bestimmung des gleichen Gesetzes beziehen (vgl. Ulsamer in Maunz/Schmidt-Bleibtreu/Klein/ Ulsamer, BVerfGG § 78 Rdn. 23 ff) . Über Normen eines anderen Gesetzes kann nicht mit Gesetzeskraft entschieden werden.
BGH, URTEIL vom 4.6.2002, Az. IX ZR 326/99 Die Frage, ob bei allen Entscheidungen außerhalb von Strafurteilen die Vollstreckungssperre nur nach Nichtigerklärung einer Norm (§ 78 BVerfGG) greift oder die Bestimmung gleichwohl in ebenso umfassendem Sinne zu verstehen ist, die Regel des Absatzes 2 Satz 3 sich also auf alle in § 79 Abs. 1 BVerfGG enthaltenen Alternativen bezieht, wird in Rechtsprechung und Schrifttum unterschiedlich beurteilt.
FG Düsseldorf, Urteil vom 4.5.2007, Az. 14 K 3364/06 Nach § 79 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über das Bundesverfassungsgericht (BVerfGG) bleiben nicht mehr anfechtbare Entscheidungen, die auf einer gemäß § 78 BVerfGG für nichtig erklärten Norm beruhen, grundsätzlich unberührt.
FG Düsseldorf, Urteil vom 2.7.2011, Az. 13 K 200/03 Welche der verbleibenden, nicht verfassungswidrigen Auslegungsmöglichkeiten einfach gesetzlich richtig ist, hat das Gericht aber selbst nach allgemeinen teleologischen Interpretationsgrundsätzen zu entscheiden (Bethge in Maunz/Schmidt-Bleibtreu/Klein/Bethge, § 78 BVerfGG Rz. 108 m.w.N).
VGH München, Beschluss vom 2.0.2012, Az. 3 BV 08.1947 Das bedeutet eine Abweichung von der Nichtigerklärung (§ 78 BVerfGG) und erklärt sich aus der Erfahrung, dass es z. B. die Rechtsentwicklung bis zur Entscheidung durch das Bundesverfassungsgericht oder die Unvertretbarkeit der Folgen einer sofort eintretenden Unanwendbarkeit einer Norm gebieten kann, im Rahmen alternativer Tenorierungsformen eine (begrenzte) weitere Anwendung zu ermöglichen, wobei dann auch eine Anordnung nach § 35 BVerfGG ergehen kann (vgl. zu dem Ganzen etwa Graßhof a. a. O.
BVerfG, vom 2.3.1961, Az. 2 BvL 10/82 Denn ein möglicher Mangel der Gesetzgebungszuständigkeit würde der ganzen Regelung anhaften und gegebenenfalls die Anwendung des § 78 Satz 2 BVerfGG (Erstreckung der Nichtigerklärung) gebieten.
BVerfG, vom 4.11.1974, Az. 1 BvR 1554/89 Diese im Gesetz als Regelfall vorgesehene Rechtsfolge (vgl. § 78 S. 1 BVerfGG) kommt dann nicht in Betracht, wenn dem Gesetzgeber mehrere Möglichkeiten zur Verfügung stehen, den verfassungswidrigen Zustand zu beseitigen, wie es bei Verstößen gegen Art. 3 Abs. 1 GG regelmäßig der Fall ist (vgl. BVerfGE 97, 35 <48>).
BVerfG, , Az. 2 BvL 3/90 § 78 Satz 2 BVerfGG ist im Verfahren der Verfassungsbeschwerde entsprechend anwendbar (vgl. BVerfGE 61, 319 <356>).
BVerfG, , Az. 2 BvL 3/90 Schon deshalb gab es auch keine Veranlassung, die Entscheidung gemäß § 78 Satz 2 BVerfGG über § 67d Abs. 5 Satz 1 StGB auf § 64 StGB zu erstrecken, der die Voraussetzungen für die Anordnung der Maßregel regelt (II).
BVerfG, , Az. 2 BvL 3/90 bb) Auf § 78 Satz 2 BVerfGG beruft das Gericht sich nur dann, wenn die Gründe, die zur Nichtigkeit des Prüfungsgegenstandes geführt haben, auch die Nichtigkeit der weiteren Bestimmungen ergeben; es beansprucht hingegen keine Prüfungskompetenz daraufhin, ob weitere Bestimmungen des gleichen Gesetzes aus ähnlichen Gründen nichtig sind (vgl. auch Ulsamer in Maunz/Schmidt-Bleibtreu/Klein/Ulsamer, BVerfGG, § 78 Rdnr. 25 und BVerfGE 17, 38 <62>; 18, 288 <301 f.>; 19, 206 <225 f.>; 20, 379 <382>; 24, 75 <103>; 28, 324 <363>; 29, 1 <10 f.>; 61, 291 <306>; 61, 319 <356>; 63, 181 <196>; 65, 237 <243 f.>; 78, 132 <143 f.>).
BVerfG, , Az. 2 BvL 3/90 Wenn das Gericht zur Rechtfertigung für eine Ausweitung des Entscheidungsausspruchs oder auch der Vorlagefrage (bei nicht klarer Abgrenzung) gelegentlich auch die Befriedungsfunktion der Normenkontrollentscheidung anführt, so sieht es darin keine eigenständige Begründung und Rechtfertigung für die Ausweitung, sondern gibt lediglich eine Erklärung dafür, daß es im jeweiligen Fall von der Ermessensvorschrift des § 78 Satz 2 BVerfGG Gebrauch gemacht hat (vgl. BVerfGE 44, 322 <337 f.>; 62, 354 <364>; 78, 132 <143 f.>).
BVerfG, , Az. 2 BvL 3/90 Die Auslegung des § 78 Satz 2 BVerfGG durch den Senat widerspricht zwar nicht der oben dargestellten (vgl. I 1 c cc).
BVerfG, vom 6.0.2005, Az. 2 BvL 1/06 In entsprechender Anwendung des § 78 Satz 2 BVerfGG sind im Interesse der Rechtsklarheit Rechtsfolgen auch für diese Nachfolgeregelungen auszusprechen (vgl. BVerfGE 8, 51 <71>; 114, 371 <394>).
BVerfG, vom 6.0.2005, Az. 2 BvL 1/06 Der Verstoß einer Norm gegen das Grundgesetz kann entweder zur Nichtigerklärung nach § 78 BVerfGG oder dazu führen, dass das Bundesverfassungsgericht die Verfassungswidrigkeit oder die Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz feststellt (vgl. § 31 Abs. 2, § 79 Abs. 1 BVerfGG).
BVerfG, vom 5.5.1991, Az. 1 BvR 2296/96 In diese Feststellung ist in entsprechender Anwendung des § 78 Satz 2 BVerfGG die Nachfolgevorschrift des § 148 SGB III einzubeziehen (vgl. BVerfGE 94, 241 <265>).
BVerfG, vom 5.6.1957, Az. 2 BvL 10/95 Der Verstoß einer Norm gegen das Grundgesetz kann alternativ zur Nichtigerklärung nach § 78 BVerfGG oder dazu führen, daß das Bundesverfassungsgericht die Verfassungswidrigkeit der Norm feststellt (vgl. § 31 Abs. 2, § 79 Abs. 1 BVerfGG).
BVerfG, , Az. 1 BvL 89/78 4. Ob die Bestimmungen des Abschnitts C, I. und II. Titel des Gesetzes auch deshalb zu beanstanden sind, weil sie die Finanzierung der privaten Rundfunkveranstaltungen nicht gesetzlich regeln (vgl. oben II 2), kann offenbleiben: Unabhängig davon, wie die Frage zu entscheiden wäre, sind diese Bestimmungen, soweit sie die Veranstaltung privater Rundfunksendungen in deutscher Sprache regeln, insgesamt für nichtig zu erklären (§ 78 Satz 1 BVerfGG).
BVerfG, vom 2.6.1994, Az. 2 BvF 1/94 c) Hieraus folgt die Nichtigkeit von Art. 4 Nr. 1 des Gesetzes vom 19. Juli 1994 nach Maßgabe der Entscheidungsformel (§ 78 Satz 1 BVerfGG).
BVerfG, vom 4.11.1983, Az. 1 BvR 892/88 Nach § 78 Satz 2 BVerfGG, der im Verfahren der Verfassungsbeschwerde entsprechend anwendbar ist, sind im Interesse der Rechtsklarheit auch die Nachfolgevorschriften des § 227 SGB V und des § 164 SGB VI, die keine inhaltliche Änderung aufweisen, in diesem Umfang für mit Art. 3 Abs. 1 GG unvereinbar zu erklären (vgl. BVerfGE 61, 319 <356> m.w.N.).
BVerfG, vom 3.11.1971, Az. 1 BvR 620/78 Sie sind nach der Vorschrift des § 78 Satz 2 BVerfGG, die im Verfahren der Verfassungsbeschwerde entsprechend anwendbar ist (BVerfGE 18, 288 (300); 19, 206 (225 f.); 40, 296 (328 f.)), im Interesse der Rechtsklarheit auch in allen nach den Streitjahren geltenden Fassungen mit dem Grundgesetz für unvereinbar zu erklären (vgl. BVerfGE 8, 51 (71); 14, 174 (175); 14, 254 (255); 20, 312 (313)).
BVerfG, vom 4.11.1951, Az. 2 BvL 25/64 Das war in der Entscheidungsformel festzustellen (§ 78 Satz 2 BVerfGG).
BVerfG, , Az. 2 BvL 9/98 Eine vom gesetzlichen Regelfall des § 78 Satz 1 BVerfGG abweichende bloße Unvereinbarerklärung (vgl. §§ 31 Abs. 2 Satz 3, 79 Abs. 1 BVerfGG) scheidet hier aus.
BVerfG, , Az. 1 BvF 3/92 Daher ist im Gesamtzusammenhang des Verfahrens ohne Rücksicht auf weitere Erwägungen, namentlich zu § 78 Satz 2 BVerfGG, auch die Sachentscheidung über § 41 Abs. 2 AWG geboten (vergleichbar BVerfGE 8, 274 <301>; 57, 295 <334>; 73, 118 <151>).
BVerfG, , Az. 2 BvL 17/02 Der Verstoß einer Norm gegen das Grundgesetz kann entweder zur Nichtigerklärung nach § 78 BVerfGG oder dazu führen, dass das Bundesverfassungsgericht die (bloße) Unvereinbarkeit der Norm mit dem Grundgesetz feststellt (vgl. § 31 Abs. 2, § 79 Abs. 1 BVerfGG).
BVerfG, , Az. 1 BvL 28/55 Weitere Bestimmungen des gleichen Gesetzes können in demselben Verfahren nur für nichtig erklärt werden, wenn sie aus denselben Gründen mit dem Grundgesetz unvereinbar sind wie die zur Prüfung vorgelegte Norm (§ 78 Satz 2 BVerfGG).
BVerfG, vom 4.6.1991, Az. 1 BvL 19/93 Nach § 78 Satz 2 BVerfGG, der auch im Verfahren der konkreten Normenkontrolle (§ 82 Abs. 1 BVerfGG) und im Verfahren der Verfassungsbeschwerde entsprechend anwendbar ist, wird im Interesse der Rechtsklarheit auch § 11 Abs. 2 Satz 1 und § 11 Abs. 5 Satz 2 AAÜG in der Fassung des Änderungsgesetzes vom 11. November 1996 für mit Art. 3 Abs. 1 GG unvereinbar erklärt (vgl. BVerfGE 94, 241 <265 f.>).
BVerfG, , Az. 2 BvL 17/99 Der Verstoß einer Norm gegen das Grundgesetz kann entweder zur Nichtigerklärung nach § 78 BVerfGG oder dazu führen, dass das Bundesverfassungsgericht die Verfassungswidrigkeit oder, gleich bedeutend, die Unvereinbarkeit der Norm mit dem Grundgesetz feststellt (vgl. § 31 Abs. 2, § 79 Abs. 1 BVerfGG).
BVerfG, vom 4.6.1985, Az. 1 BvR 609/90 Nach § 78 Satz 2 BVerfGG, der im Verfahren der Verfassungsbeschwerde entsprechend anwendbar ist, sind im Interesse der Rechtsklarheit auch die in der Arbeiter- und Angestelltenrentenversicherung maßgeblich gewesenen § 1255 a Abs. 5 Satz 2, § 1255 Abs.6 a Satz 2 RVO und § 32 Abs.6 a Satz 2 AVG, jeweils in der Fassung des HEZG, sowie die Nachfolgevorschrift des § 70 Abs. 2 SGB VI, die keine inhaltliche Änderung gegenüber § 32 a Abs. 5 Satz 2 AVG aufweist, in diesem Umfang für mit Art. 3 Abs. 1 GG unvereinbar zu erklären (vgl. BVerfGE 61, 319 <356>; 92, 53 <73>, jeweils m.w.N.).
BVerfG, , Az. 2 BvG 1/51 17. Soweit das Bundesverfassungsgericht bei der Nachprüfung der Gültigkeit des Zweiten Neugliederungsgesetzes zu dem Ergebnis kam, daß einzelne Vorschriften des Gesetzes mit dem Grundgesetz unvereinbar sind, war gemäß § 78 BVerfGG deren Nichtigkeit festzustellen (Entscheidungssatz II, 2 der Urteilsformel).