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Timestamp: 2016-10-28 18:06:03
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Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 135', 'Art. 159']

U 250/99 (05.02.2001)
Bundesrichter Borella, R�edi und Bundesrichterin Leuzinger; Gerichtsschreiberin Keel
H.________, 1967, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprech Eduard Schoch, Neuarlesheimerstrasse 15, Dornach,
A.- Der 1967 geborene H.________ ist seit 1989 als Grenzwachtbeamter bei der Eidgen�ssischen Zollverwaltung bzw. beim Grenzwachtposten Basel/Weil-Autobahn angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 12. Mai 1995 kollidierte er seitlich mit einem entgegenkommenden Personenwagen. Der von ihm gleichentags aufgesuchte Hausarzt, Dr. med. F.________, Allgemeinmedizin FMH, diagnostizierte eine Zerrung der Halsmuskulatur links, eine Distorsion des Sternoclaviculargelenks, eine Thoraxprellung links und eine Claviculaprellung links. Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht f�r das Ereignis, liess den Versicherten medizinisch abkl�ren und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Gest�tzt auf die durch Kreisarzt Dr. med. S.________ am 19. Juni 1997 vorgenommene Untersuchung, anl�sslich welcher ein guter Heilungsbefund sowohl seitens der Halswirbels�ule (HWS) und der linken Schulter als auch der anliegenden Gelenke festgestellt worden war, verf�gte die SUVA am 31. Juli 1997 die Einstellung der Taggeld- und Heilkostenleistungen mit der Begr�ndung, aus Sicht der Unfallfolgen sei H.________ ab diesem Datum die angestammte T�tigkeit wieder voll zumutbar. Auf Einsprache des Versicherten hin hielt sie an dieser Auffassung fest (Entscheid vom 6. Mai 1998).
B.- Hiegegen liess H.________ Beschwerde erheben mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des Einspracheentscheides seien die gesetzlichen Leistungen weiterhin auszurichten. Es seien unabh�ngige Gutachten betreffend die organischen und psychogenen Beschwerden anzuordnen bzw. in Auftrag zu geben. Eventualiter sei die Sache mit verbindlichen Weisungen zur Vornahme weiterer Abkl�rungen an die SUVA zur�ckzuweisen. Mit Entscheid vom 23. Juni 1999 wies das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn die Beschwerde ab.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst H.________ das im kantonalen Verfahren gestellte Rechtsbegehren erneuern.
1.- Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen (vgl. auch BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, 117 V 376 Erw. 3a mit Hinweisen) und ad�quaten Kausalzusammenhang (vgl. auch BGE 123 III 112 Erw. 3a, 123 V 103 Erw. 3d, 139 Erw. 3c, 122 V 416 Erw. 2a, je mit Hinweisen) zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Ausf�hrungen zu dem im Sozialversicherungsrecht grunds�tzlich massgeblichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. auch BGE 121 V 47 Erw. 2a und 208 Erw. 6b, je mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden.
Zu erg�nzen ist, dass nach der Rechtsprechung bei der Beurteilung der Ad�quanz von psychischen Unfallfolgesch�den wie folgt zu differenzieren ist. Zun�chst ist abzukl�ren, ob der Versicherte beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, eine dem Schleudertrauma �quivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) oder ein Sch�del-Hirntrauma erlitten hat. Ist dies der Fall, sind bei Unf�llen aus dem mittleren Bereich die in BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b umschriebenen Kriterien anzuwenden. Andernfalls erfolgt die Ad�quanzbeurteilung in den dem mittleren Bereich zuzuordnenden F�llen nach den Kriterien gem�ss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa (siehe zur Begr�ndung der teilweise unterschiedlichen Kriterien: BGE 117 V 366 Erw. 6a, letzter Absatz).
Ergeben die Abkl�rungen, dass der Versicherte ein Schleudertrauma der HWS, eine diesem �quivalente Verletzung oder ein Sch�del-Hirntrauma erlitten hat, ist zus�tzlich zu beurteilen, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Ist dies der Fall, sind f�r die Ad�quanzbeurteilung bei F�llen aus dem mittleren Bereich die in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa f�r Unf�lle mit psychischen Folgesch�den festgelegten Kriterien (und nicht jene f�r F�lle mit Schleudertrauma der HWS, �quivalenter Verletzung oder Sch�del-Hirntrauma gem�ss BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b) massgebend (BGE 123 V 99 Erw. 2a).
2.- Der Beschwerdef�hrer stellt die Beweistauglichkeit des Berichtes des Dr. med. S.________, Spezialarzt FMH f�r Chirurgie, �rzteteam Unfallmedizin der SUVA, vom 26. Februar 1998 grunds�tzlich in Frage. Abzustellen ist seiner Auffassung nach auf den Bericht des Dr. med. E.________, Rehaklinik X.________, vom 4. August 1997; eventualiter beantragt er die Anordnung eines verwaltungsexternen Gutachtens zu den somatischen und psychogenen Unfallfolgen.
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner �rzte Beweiswert zu, sofern sie als schl�ssig erscheinen, nachvollziehbar begr�ndet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverl�ssigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverh�ltnis zum Versicherungstr�ger steht, l�sst nicht schon auf mangelnde Objektivit�t und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umst�nde, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begr�ndet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/ee, 122 V 161 Erw. 1c).
Im Lichte dieser Rechtsprechung vermag der Beschwerdef�hrer mit seinem Antrag auf weitere Abkl�rungen, insbesondere Einholung eines anstaltsfremden Gutachtens, zwar insoweit nicht durchzudringen, als es um die Frage geht, ob er
beim Unfall ein Schleudertrauma erlitten und sich eine hirnorganische Sch�digung zugezogen hat. Denn diesbez�glich hat Dr. med. S.________ seine vom Bericht des Dr. med. E.________ vom 4. August 1997 abweichende Stellungnahme einl�sslich und nachvollziehbar begr�ndet, weshalb insofern keine gegen die Zuverl�ssigkeit des anstaltsinternen Berichtes sprechende Umst�nde vorliegen. Anders verh�lt es sich aber in Bezug auf die thorakalen und lumbalen Wirbels�ulenbeschwerden, die Dr. med. E.________, die Latenz erkl�rend, f�r unfallbedingt h�lt (Berichte vom 4. August und 24. November 1997), w�hrend Dr. med. S.________ vom �rzteteam Unfallmedizin der SUVA, wie bereits zuvor der Kreisarzt Dr. med. I.________ anl�sslich der Untersuchung vom 19. Juni 1997, den nat�rlichen Kausalzusammenhang aufgrund der Latenz von sieben Monaten verneint (Bericht vom 26. Februar 1998). Da es Dr. med. S.________ diesbez�glich unterlassen hat, sich mit der ihm vorliegenden Stellungnahme des Dr. med. E.________ auseinanderzusetzen, rechtfertigt es sich, die Sache an die SUVA zur�ckzuweisen, damit sie zum nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den thorakalen und lumbalen Wirbels�ulenbeschwerden ein anstaltsfremdes Gutachten einhole. Soweit es schliesslich um die psychischen Unfallfolgen geht, er�brigen sich - wie nachfolgend in Erw. 4 dargelegt - weitere Abkl�rungen zum nat�rlichen Kausalzusammenhang, weil es an der Ad�quanz fehlt.
3.- Die Vorinstanz hat die umstrittene Frage, ob der Beschwerdef�hrer beim Unfall ein Schleudertrauma erlitten und sich eine hirnorganische Sch�digung zugezogen hat, verneint. Sie st�tzte sich dabei auf die medizinischen Unterlagen, gem�ss welchen in der Zeit unmittelbar nach dem Unfall keine Symptome aufgetaucht seien, welche auf eine Hirnverletzung hingedeutet h�tten, und anf�nglich vielmehr andere Beschwerden, n�mlich diejenigen am Thorax, im Vordergrund gestanden h�tten. Die am Unfalltag vom Hausarzt festgestellte Druckdolenz an der Halsmuskulatur sei nur diskret gewesen und das Cervicalsyndrom sei erst eine ganze Woche sp�ter aufgetreten, was das Vorliegen einer entsprechenden Verletzung als unwahrscheinlich erscheinen lasse. Dieser Auffassung ist beizupflichten. Denn es entspricht einer allgemein anerkannten medizinischen Erfahrungstatsache, dass Beschwerden im Bereich der HWS im Anschluss an Schleudertraumen innert kurzer Zeit (bis h�chstens 72 Stunden) nach dem Unfall auftreten (RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29). Hinzu kommt, dass auch die neuropsychologischen Befunde, welche rechtsprechungsgem�ss nur im Rahmen einer gesamthaften Beweisf�hrung bedeutsam sein k�nnen, vorliegend nicht zu �berpr�f- und nachvollziehbaren Aussagen zur Unfallkausalit�t gef�hrt haben, die sich in die anderen Abkl�rungsergebnisse schl�ssig einf�gen (BGE 119 V 341 Erw. 2b/bb). Unter diesen Umst�nden ist die Vorinstanz zutreffend davon ausgegangen, dass ein HWS-Schleudertrauma und durch den Unfall verursachte hirnorganische St�rungen vorliegend nicht rechtsgen�glich ausgewiesen sind. Ebenso hat das Gericht zu Recht weitere Beweismassnahmen abgelehnt, weil diese am Ergebnis nichts zu �ndern verm�chten (BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d, 119 V 344 Erw. 3c in fine mit Hinweisen).
4.- Zu pr�fen bleibt, wie es sich mit der beim Versicherten eingetretenen psychischen Fehlentwicklung verh�lt.
Ob es sich bei dieser Gesundheitsst�rung um eine nat�rliche Folge des Unfalles handelt, wof�r hinreichend ist,
dass der Unfall zumindest eine Teilursache darstellt (BGE 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen), braucht, wie die SUVA bereits in ihrem Einspracheentscheid zutreffend ausgef�hrt hat, nicht abschliessend gepr�ft zu werden. Denn es fehlt, wovon auch die Vorinstanz zu Recht ausgegangen ist, jedenfalls an der Ad�quanz des Kausalzusammenhangs (BGE 123 III 112 Erw. 3a, 122 V 416 Erw. 2a, 121 V 49 Erw. 3a mit Hinweisen), die sich nach Massgabe der in BGE 115 V 133 umschriebenen Kriterien beurteilt (vgl. Erw. 1). Da es sich dabei um eine nicht vom Arzt, sondern vom Gericht zu entscheidende Rechtsfrage handelt, er�brigt sich die vom Beschwerdef�hrer beantragte Einholung eines medizinischen Gutachtens zur Frage der psychischen Unfallfolgen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers besteht sodann auch kein Anlass, von der Rechtsprechung abzuweichen, wonach bei psychischen Unfallfolgen f�r die Bejahung des Kausalzusammenhangs verlangt wird, dass dem Unfall f�r die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit eine massgebende Bedeutung zukommt, was zutrifft, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht f�llt (BGE 117 V 366 Erw. 6a, 115 V 141 Erw. 7 mit Hinweisen). Das kantonale Gericht hat den hier zu beurteilenden Unfall - ausgehend vom Geschehensablauf und den erlittenen Verletzungen - zu Recht dem mittelschweren Bereich zugeordnet, ohne dass ein Grenzfall zu den schweren F�llen gegeben w�re (vgl. hiezu RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122 mit einer �bersicht �ber die F�lle, die seit BGE 115 V 135 den schwereren im mittleren Bereich zugerechnet worden sind). Ebenso zutreffend hat es das Vorliegen zus�tzlicher Kriterien im Sinne der Rechtsprechung verneint. Diesen Erw�gungen hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht nichts beizuf�gen.
5.- Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses hat der Beschwerdef�hrer Anspruch auf eine reduzierte Parteientsch�digung zulasten der SUVA (Art. 135 in Verbindung mit Art. 159 Abs. 3 OG).
r�ckgewiesen wird, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung
im Sinne der Erw�gungen, neu verf�ge.
teientsch�digung von Fr. 1250.- (einschliesslich Mehr-