Source: https://www.wiederladeforum.de/index.php?thread/3744-formulare-pulver-verbringung-f%C3%BCr-kollegen/&postID=57532
Timestamp: 2019-01-22 00:13:17
Document Index: 30597063

Matched Legal Cases: ['§27', '§ 7', '§ 27', '§ 20', '§ 7', '§ 4', '§ 20', '§ 7', '§ 27', '§27', '§27', '§ 27', '§ 22']

Formulare Pulver verbringung für Kollegen - Seite 2 - Rechtliches rund um §27 - Wiederladeforum.de
4.) Tragbare Beleuchtungsgeräte – 8.3.4 ADR:
Das Betreten eines Fahrzeugs mit Beleuchtungsgeräten mit offener Flamme ist untersagt. Falls sich Beleuchtungs-
geräte im Fahrzeug befinden, dürfen diese keine Oberfläche aus Metall haben, durch die Funken erzeugt werden
5.) Fehlende oder mangelnde Ladungssicherung ist seit 1.4.2004 eine Ordnungswidrigkeit nach StVO:
Bei Nichtbeachtung sind ein Bußgeld von mindestens 50,-- € und bis zu 3 Punkte in Flensburg fällig! Da sowohl
der Verlader als auch der Fahrzeugführer für eine ordnungsgemäße Ladungssicherung bei Gefahrgut verantwort-
lich sind, ist im gemeinsamen Interesse unbedingt darauf zu achten.
Nachdem diese Vorschrift nun auch in der StVO verankert ist, sind auch Privatpersonen (auch Ladungssicherung
im Pkw-Bereich) davon betroffen. Dies gilt auch für Nicht-Gefahrgut, z. B. „harmlose“ Gegenstände, Packstücke,
etc. Hier ist allerdings der Verlader nicht in der Pflicht.
6.) Vorschriften für die Beförderung, die Be- und Entladung und die Handhabung – Kapitel 7.5:
Zusammenladeverbote beachten, Ladungssicherung, Rauchverbot, Verbot von Feuer und offenem Licht beachten.
7.) Dokumentation / Begleitpapiere und ggf. Texte von Sondervereinbarungen – Kapitel 5.4:
Dazu gehört u. a. ein vollständiges Beförderungspapier nach 5.4.1 ADR, das bestimmte Angaben enthalten muß. Ein
Muster eines Beförderungspapieres nach 1.1.3.6 ADR (für begrenzte Mengen an Privatpersonen: mehr als 3 kg bis
20 kg netto) haben wir diesem Merkblatt beigefügt.
- Treibladungspulver (NC-Pulver) mehr als 3 kg bis 20 kg Nettoexplosivstoffmasse
UN0161 Treibladungspulver, 1.3 C, ADR.
oder: - Schwarzpulver mehr als 3 kg bis 20 kg Nettoexplosivstoffmasse
UN0027 Schwarzpulver, 1.1 D, ADR.
oder: - Pyrodex/TripleSeven (=Schwarzpulver-Ersatz) mehr als 3 kg bis 20 kg Nettoexplosivstoffmasse
UN0499 Treibstoff, fest, 1.3 C, ADR. (UN0499 ist in separatem Karton zu verpacken).
Bei Mischsendungen darf die Gesamtmenge der oben genannten Stoffe (UN0161+UN0027+UN0499)
20 kg Nettoexplosivstoffmasse nicht überschreiten.
8.) Aktuell: Gesonderte Transportklassifizierung für Pyrodex und TripleSeven (= Schwarzpulver-Ersatz):
Pyrodex und TripleSeven (= Schwarzpulver-Ersatz) wurde von der BAM unter einer gesonderten UN-Nummer
klassifiziert: UN0499 Treibstoff, fest, 1.3 C, ADR. Für Pyrodex bzw. TripleSeven ist ein separater Karton zu
verwenden! Dieser Karton ist von außen entsprechend zu kennzeichnen und diese UN-Nummer muß auch im
Beförderungspapier berücksichtigt werden. Das Zusammenpacken ist nicht erlaubt, wobei das Zusammenladen im
Fahrzeug mit NC- und Schwarzpulver erlaubt ist. Bitte beachten Sie unser beiliegendes Muster eines Beförderungs-
papieres, dass Sie auch gerne für Ihre eigenen Zwecke verwenden können.
9.) Sprengstoffrechtliche Bestimmungen sind zu beachten, u. a. :
Für Inhaber oder Privatpersonen: Erlaubnis nach § 7 (gewerblich) bzw. § 27 Sprengstoffgesetz (privat) mitführen.
Für Mitarbeiter: Befähigungsschein nach § 20 SprengG mitführen (nur gültig in Verbindung mit einer Erlaubnis
nach § 7 Sprengstoffgesetz)
10.) Bei Überschreitung der Mengen nach 1.1.3.6.3 ADR (mehr als 20 kg Pulver netto):
Es sind dann spezielle Beförderungseinheiten EX/II bzw. EX/III erforderlich. Diese Fahrzeuge sind
kennzeichnungspflichtig mit Gefahrzetteln und Warntafeln nach ADR und es sind weitere, zusätzliche Vorschriften
nach ADR zu beachten.
11.) Bei grenzüberschreitender Beförderung gelten keine Ausnahmen oder Freistellungen.
Schon beim Verbringen kleinster Mengen Treibladungspulver oder Schwarzpulver gelten alle ADR-Vorschriften.
12.) Folgende Änderungen haben sich im Sprengstoffrecht ergeben:
- Wegfall der Erlaubnis- und Befähigungsscheinpflicht für Anzündmittel nach dem Sprengstoffgesetz:
Anzündmittel (Satzauslöser, Feuerwerks-Zündschnüre, Anzündlitzen) sind mit Wirkung vom 06.09.2002 nicht mehr
erlaubnispflichtig nach dem Sprengstoffgesetz. Die Abgabe an Personen unter 18 Jahren ist verboten! Ausgenommen
davon sind Schwarzpulver-Zündschnüre, die weiterhin erlaubnispflichtig nach dem Sprengstoffgesetz sind.
Durch die Ergänzung der Anzündmittel in § 4 Abs. 2 der 1. SprengV ist für die Verwendung, Aufbewahrung, das
Vernichten, den Erwerb und Vertrieb von Anzündmitteln ab sofort kein Befähigungsschein nach § 20 bzw. Erlaubnis
nach § 7 und § 27 SprengG mehr erforderlich. Das bedeutet, dass u. a. die Satzauslöser/Zündpillen zur elektrischen
Zündung von Modellkanonen, Vorderladerkanonen und Böller frei ab 18 Jahren erworben werden können
Ist das was 45acp als PDF geschrieben hat, da steht meiner Meinung nach alles wichtige zum Transport drin. Hat das Amt wie oben schon erwähnt wurde, das so beschrieben, wohl ok.
Die PDF von 45acp hab ich eben erst gesehen, aber schadet hier als Text vielleicht nicht, so taucht es auch in der Forensuche auf.
Lusches hast du zufällig gefragt, ob es einen Unterschied macht, ob du 2 oder 5 kg für andere mitbringst? Also du unter oder über 3 kg bleibst, sofern es in deinem Schein steht? Würde mich nur Mal interessieren, was das Amt dazu sagt. Theoretisch sollten die 3kg Begrenzung für den Transport im Schein ja eigentlich eh nicht stehen.
So hier für uns Sportschützen und Jäger auch wichtig (1000 Punkte Regel nach ADR). Hast du also noch Munition (nur 1.4c) gekauft musst du auf die Freimenge achten. Ich denke dann sind wir komplett
Flyer Sprengstoff ADR: Flyer-Sprengstof_23052012(3).pdf
■ Freistellung im Zusammenhang mit Mengen, die
je Beförderungseinheit befördert werden nach
Abschnitt 1.1.3.6 ADR
Sollen größere Mengen befördert werden, als die vor-
her angegebenen, kann ein vereinfachter Gefahrgut-
transport nach Abschnitt 1.1.3.6 ADR erfolgen. Hierbei
entfallen die meisten Beförderungsvorschriften. Einzu-
halten sind aber
•	die Verpackungsvorschriften
•	die Zusammenpackvorschriften
•	die Kennzeichnung der Versandstücke
•	die Zusammenladevorschriften
•	das Verbot von Feuer und offenem Licht
•	die Überwachung des Fahrzeugs (bei mehr als
50 kg NEM)
•	das Mitführen eines mindestens 2 kg Feuerlö-
schers (ABC)
•	das Mitführen eines Beförderungspapiers, wenn
die Güter an Dritte übergeben werden (bei
Eigenbedarf kann innerhalb Deutschlands nach
Ausnahme 18 (S) der Gefahrgutausnahmeverord-
nung (GGAV) auf das Beförderungspapier verzich-
tet werden).
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3 Mal editiert, zuletzt von BrainBug ( 12. Januar 2019 )
Zu dem Thema hatte meine Oma einen guten Spruch:
„ Wer viel fragt, geht viel Irre“
Brandel88 , Formulare Pulver verbringung für Kollegen
Dem gibt´s nichts hinzu zufügen!
Zitat von Brandel88
Hier gleich mal zu behaupten manche würden Strafbar handeln ist wohl eher
Panik mache da sicherlich jeder hier im Besitz einer gültigen Erlaubnis
ist und somit nicht Strafbar handelt.
In einem Forum von gleichgesinnten sollte sowas nicht noch propagiert werden.
Sicherlich beschreibt dies hier auch ein Einzel Szenario das normal nicht an der
Tagesordnung ist sonst hätte wohl unsere Gesetzgeber auch hier für eine Lösung parat.
Seh ich anders, ist sogar sehr genau geregelt, siehe oben Wie so ziemlich alles in Deutschland.
Und das die Erlaubnis allein eben nicht reicht, steht da auch
Das Wesentliche hat Taxol zusammengefasst, der Rest betrifft wohl sehr selten jemand.
Einmal editiert, zuletzt von BrainBug ( 12. Januar 2019 )
Es geht hier doch nicht um Transportmengen, klar gibt es auch dafür Vorschriften.
Vielmehr geht es doch ob man auf den
Wiederladeschein eines Kollegen einfach Pulver kaufen kann !!
Die Menge sei mal dahin gestellt.
Auch da reicht der Schein nicht, du brauchst die Vollmacht. Hast du die Vollmacht aber keinen Schein für den Transport ist das auch strafbar, das eine geht ohne das andere nicht.
Das ist die Gesetzeslage, wenn man es wissen will. Ob man sich daran hält oder ob's einen Interessiert muss jeder selber entscheiden.
Aber das weiß halt die Gegenseite halt auch nicht, wenn das Amt fälschlicherweise in deinen Schein reinschreibt, du darfst nur 3 kg Transportieren, was zählt dann, das im Schein oder die ADR. Ich würde sagen ADR, aber das Amt mag das anders sehen. Von daher will ich auch nur sagen, wenn man sowas weiß, kann man auch ganz anders Auftreten und argumentieren vor dem Amt. Deswegen macht man sich auch nicht irre. Entweder man interessiert sich dafür oder nicht. Was dann in der Kontrolle passiert ist dann ein eigenes Problem. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass man genau dann auch angetroffen wird.
Ich denke nur, wenn man Auskunft gibt, dann richtig und durch das Forum treffen ja Erfahrung und Quellen zusammen, dass ein vollständiges Bild entsteht. Keiner von uns weiß das alles, Grade wenn es selten vorkommt.
Das sich einige strafbar machen, ob bewusst oder unbewusst kommt glaube ich gerade bei sowas oft genug vor, nur bemerkt es keiner. Es ist auch keine Panikmache. Ich find die Frage berechtigt und sie wurde durch Taxol ausreichend zusammengefasst.
Nun ich konnte es gestern nach all dem Geschreibsel hier nicht lassen den bei
meinem Landratsamt zuständigen Sachbearbeiter für die Ausstellung der
Wiederladeberechtigung nach §27 anzurufen und ihn entsprechend zum Sachverhalt zu befragen.
Rechtlich gibt es keinerlei Einwände wenn ich jemand beauftrage mir Pulver
auf meinen Schein mitzubringen sofern er über eine Berechtigung verfügt,
sprich auch Wiederlader nach §27 ist und sich an die entsprechenden Transportvorschriften hält
Anders sieht es beim Händler aus, er kann dies tun muss es
aber nicht, auch nicht mit einer Vollmacht oder sonstigen Formularen!!
Händler sind angewiesen nur durch persönliche Anwesenheit ihr Pulver herauszugeben,
tut er es dennoch läuft er Gefahr seine Berechtigung zu verlieren,
da er nicht sicherstellen kann das die Ware auch beim richtigen ankommt.
Letzt endlich hat dann der Händler den schwarzen Peter,
darf man denen auch nichtverübeln wenn sie es nicht tun.
Einmal editiert, zuletzt von Keilersau ( 12. Januar 2019 )
Und das ist das schwammige, weswegen ich empfehle sowas von Amt schriftlich bestätigen zu lassen und die 3kg hier für den Transport (hier für andere) außer Kraft setzen zu lassen, wenn es im Schein steht.
Dann einfach auf seinen Schein die 10 kg kaufen und dann Ordnungsgemäß selbst Umtragen auf die anderen Scheine, dann hat man weder gegen Transport oder Lagern verstoßen und der Händler hat alles an eine Person ausgegeben, alle sind fein raus. Man haftet halt wenn der es nicht kriegen dürfte, aber das ist ja auch ok.
Keilersau Danke für die Info, wie ich schon sagte seit 25 Jahre keine Probleme
Jetzt wird´s aber kompliziert...
Naja sparst dir dafür die Vollmacht
Wenn du es richtig machst beim Beantragen oder Verlängern, lässt du dir mit der Begründung auch gleich die 3kg Transport ganz aus dem Schein entfernen
Bevor man hier irgendwelche Aussagen Trift, und diese noch ohne Bezug
auf eine Rechtskräftige Verordnung halte ich schlichtweg fürQuatsch.
Das Thema mit dem Umtragen hatten wir hier auch schon
Das darf man nicht mehr so einfach wie früher.
Kannst du dich dran erinnern wo das stand?
Laut SprengVwV:
Der Erlaubnisinhaber nach § 27 SprengG darf explosionsgefährliche Stoffe ebenfalls nur Personen
überlassen, die zum Umgang, zum Erwerb oder zur Beförderung berechtigt sind (§ 22 Abs. 1 Satz 2
SprengG). Auf Nummer 22.3 wird verwiesen.
kann das sein, dass das in meinem Büchlein gar nicht drin steht???
Ich darf ja auch Fremd Mun zerlegen
Einige tragen das nicht ein. Gehört da wie gesagt auch gar nicht rein.