Source: https://proteus-solutions.de/Proteus-News:Art.954369.asp
Timestamp: 2018-08-20 08:52:41
Document Index: 6393331

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH: Phishing-Opfer sind selber schuld @ Proteus Solutions GbR
Der BGH hat die Klage des Kunden abgewiesen, weil er diese f�r unbegr�ndet h�lt.
Nachdem dieser feststellte, das hier etwas nicht mit rechten Dingen zuging, stellte der Kunde Strafanzeige gegen unbekannt und erkl�rte:
"Ich habe das Onlinebanking der ... Bank angeklickt. Die Maske hat sich wie gewohnt aufgemacht. Danach kam der Hinweis, dass ich im Moment keinen Zugriff auf Onlinebanking der ... Bank h�tte. Danach kam eine Anweisung, zehn Tan-Nummern einzugeben. Die Felder waren nicht von 1 bis 10 durchnummeriert, sondern kreuz und quer. Ich habe dann auch die geforderten Tan-Nummern, die ich schon von der Bank hatte, in die Felder chronologisch eingetragen. Danach erhielt ich dann Zugriff auf mein Onlinebanking. Ich habe dann unter Verwendung einer anderen Tan-Nummer eine �berweisung get�tigt."
Der Kunde habe lt. BGH mit seiner Reaktion auf die Phishing-Mail "die im Verkehr erforderliche Sorgfalt au�er Acht gelassen, indem er beim Loginvorgang, also nicht in Bezug auf einen konkreten �berweisungsvorgang, trotz des ausdr�cklichen Warnhinweises der Bank gleichzeitig zehn TAN eingegeben hat".
Damit best�tigte der BGH, dass Kunden, die immer noch glauben, die Banken w�rden eMails versenden und dann auf einer Seite dazu auffordern mehrere TANs einzugeben, den Schaden selbst tragen m�ssen. In diesem Falle h�tte vermutlich ein kurzer Anruf bei der Bank den Schaden verhindert. Zudem weisen Banken seit Jahren auf Websites und in verschiedenen AGBs auf diese M�glichkeiten hin.
Auf den Seiten des BGH ist das komplette Urteil nachzulesen.
Urteil (34) | BGH (9) | Phishing (9) | Pharming | XI ZR 96/11