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Timestamp: 2019-04-22 07:33:49
Document Index: 98147050

Matched Legal Cases: ['§ 35', '§ 15', '§ 46', '§ 11', '§ 13', '§ 80', '§ 11', '§ 46', '§ 80', '§ 80', '§ 15', '§ 11', '§ 123', '§ 15', '§ 11']

OVG Hamburg, 22.05.2002 - 3 Bs 71/02 - dejure.org
Fahrerlaubnisentziehungsverfahren; Wirkung einer Anordnung zum Einholen eines ärztlichen Gutachtens
VG Hamburg, 25.02.2002 - 15 VG 502/02
In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass die Anordnung nach der Fahrerlaubnis-Verordnung, ein ärztliches oder medizinisch-psychologisches Gutachten beizubringen, wegen ihres vorbereitenden, unselbständigen Charakters nicht die Merkmale eines Verwaltungsakts im Sinne von § 35 Satz 1 LVwVfG erfüllt (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 24.06.2002 - 10 S 985/02 -, VBlBW 2002, 441; OVG Hamburg, Beschluss vom 22.05.2002 - 3 Bs 71/02 -, VRS 104, 465; OVG LSA, Beschluss vom 14.09.2007 - 1 O 190/07 -, Juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 22.01.2001 - 19 B 1757/00, 19 E 886/00 -, NJW 2001, 3427 m.w.N. zur st. Rspr. des BVerwG betreffend § 15b Abs. 2 StVZO a.F.; Thür.
Gleiches muss für die vorliegend auf der Grundlage von § 46 Abs. 3 i.V. m. § 11 Abs. 3 Satz 1, § 13 Nr. 2 b), c) FeV ergangene Aufforderung zur Beibringung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens gelten (vgl. zur neuen Rechtslage OVG Hamburg, Beschluss vom 22.05.2002, Az.: 3 Bs 71/02 [BA 2003, 460]; VGH Mannheim, Beschluss v.
Az.: 3 Bs 71/02), insbesondere das Verwaltungsgericht die Möglichkeit hat, (gegebenenfalls durch den Vorsitzenden gern. § 80 Abs. 8 VwGO) ohne weitere Sachprüfung die aufschiebende Wirkung bis zur Entscheidung des Gerichts wiederherzustellen.
(vgl. zur neuen Rechtslage OVG Hamburg, Beschluss vom 22.5.2002, Az.: 3 Bs 71/02; VGH Mannheim, Beschluss vom 24.6.2002, Az.: 10 S 985/02;… Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 38. Aufl., § 11 FeV Rn. 26 und § 46 FeV Rn. 15).
Der Verweis auf einen Antrag nach § 80 Abs. 5 VwGO gegen die - regelmäßig für sofort vollziehbar erklärte Entziehungsverfügung - führt auch nicht zu einer unzumutbaren Verzögerung der Rechtsschutzgewährung, da in einem solchen Fall gerichtlicher Rechtsschutz sehr schnell gewährt werden kann (so auch OVG Hamburg, Beschluss vom 22.5.2002, Az.: 3 Bs 71/02), insbesondere das Verwaltungsgericht die Möglichkeit hat, (gegebenenfalls durch den Vorsitzenden gem. § 80 Abs. 8 VwGO ) ohne weitere Sachprüfung die aufschiebende Wirkung bis zur Entscheidung des Gerichts wiederherzustellen.
An dieser vom Bundesverwaltungsgericht in ständiger Rechtsprechung zu § 15b StVZO a. F. vertretenen Rechtsauffassung (…vgl. z.B. Urteil vom 27. September 1995 - BVerwG 11 C 34.94 - juris Rn. 10…, Beschluss vom 28. Juni 1996 - 11 B 36.96 - juris Rn. 2 jeweils m.w.N.) ist auch für die Anforderung von medizinisch-psychologischen Gutachten auf der Grundlage der §§ 11 ff. der Fahrerlaubnis-Verordnung vom 18. August 1998 (BGBl. I, S. 2214) festzuhalten; durch die einschlägigen Vorschriften der Fahrerlaubnis-Verordnung hat sich am Rechtscharakter der Gutachtensanordnung nichts geändert (vgl. mit ausführlicher Begründung OVG Münster…, Beschluss vom 22. Januar 2001 - 19 B 1757/00 u.a. - juris LS 2 und Rn. 18 ff. ; siehe auch VGH Mannheim…, Beschluss vom 24. Juni 2002 - 10 S 985/02 -, juris Rn. 12; OVG Hamburg, Beschluss vom 22. Mai 2002 - 3 Bs 71/02 -, juris, OVG Magdeburg…, Beschluss vom 14. September 2007 - 1 O 190/07 - juris Rn. 2; VGH München…, Beschluss vom 6. August 2007 - II ZB 06.1818 - Juris Rn. 3: OVG Schleswig, Beschlüsse vom 2. Juni 2010 - 2 LA 25/10 - m.w.N. und vom 13. Januar 2011 - 2 O 56/10).
(OVG Hamburg, Beschluss vom 22.5.2002, Az.: 3 Bs 71/02; VGH Mannheim, Beschluss vom 24.6.2002, Az.: 10 S 985/02).
Einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gemäß § 123 Abs. 1 VwGO steht entgegen, dass die Anordnung vom 05.10.2016 nicht als solche, sondern erst im Rahmen eines Fahrerlaubnisentziehungsverfahrens nach dem Erlass einer Fahrerlaubnisentziehungsverfügung als Vorfrage überprüft werden kann (OVG Hamburg, Beschluss vom 22.5.2002, Az.: 3 Bs 71/02).
An dieser vom Bundesverwaltungsgericht in ständiger Rechtsprechung zu § 15 b StVZO a. F. vertretenen Rechtsauffassung (vgl. z.B. Urteil vom 28. November 1969 - VII C 18.69 -, BVerwGE 34, 248, 249 ff., Urteil vom 27. September 1995 - 11 C 34.94 -, BVerwGE 99, 249 ff.; Beschluss vom 17. Mai 1994 - 11 B 157.93 -, BayVBl. 1995, 59) ist auch für die Anforderung von medizinisch-psychologischen Gutachten auf der Grundlage der §§ 11 ff. der Fahrerlaubnis-Verordnung vom 18. August 1998 (BGBl. I, S. 2214) festzuhalten; durch die einschlägigen Vorschriften der Fahrerlaubnis-Verordnung hat sich am Rechtscharakter der Gutachtensanordnung nichts geändert (vgl. mit ausführlicher Begründung OVG Nordrh.-Westf., Beschluss vom 22. Januar 2001 - 19 B 1757/00 u. 19 E 886/00 -, NJW 2001, 3427ff.; siehe auch VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 24. Juni 2002 - 10 S 985/02 -, juris; OVG Hamburg, Beschluss vom 22. Mai 2002 - 3 Bs 71/02 -, juris).
VG Mainz, 26.04.2010 - 3 L 465/10
Vorbeugender vorläufiger Rechtsschutz gegen drohende Entziehung der Fahrerlaubnis