Source: https://www.subreport.de/termine-presse/newsletter/?sub=newsreport-juli-2015
Timestamp: 2018-10-17 09:40:07
Document Index: 395879557

Matched Legal Cases: ['§ 119', '§ 108', '§ 97', '§ 97', '§ 119', '§ 122', '§ 5']

I. Sicherheit um jeden Preis
OpenIT ist das neue subreport-Rechenzentrum
Vertrauen, Datenschutz und IT-Sicherheit zählen zu den Schlüsselthemen, die Menschen, Unternehmen und Verwaltungen gleichermaßen bewegen. Keine neue Technologie, keine neue Dienstleistung kann erfolgreich sein, ohne sich diesen Herausforderungen zu stellen. Dies gilt auch und insbesondere für den Bereich der elektronischen Vergabe. Auftraggeber und Unternehmen müssen sich zu 100 % darauf verlassen können, dass ihre Daten vor unerwünschtem Zugriff geschützt sind.
Zertifizierung durch BSI
Anlässlich der Neuentwicklung von subreport ELViS und dem Relaunch der Plattform im Dezember 2014 hat sich subreport entschieden, mit dem Hosting der eVergabe-Lösung die OpenIT GmbH zu beauftragen. Kerngeschäft der im Jahr 2000 gegründeten und vollständig eigenfinanzierten OpenIT GmbH ist das „Managed Hosting“ von Internet-Anwendungen für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber. OpenIT ist RIPE-, DeNIC- und EURid-Mitglied und betreibt im Connecta Parc in Düsseldorf ein Rechenzentrum, das – und das war subreport besonders wichtig – seit 2006 nach ISO 27001 zertifiziert ist, dem IT-Grundschutz-Standard des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).
Edda Peters, subreport-Geschäftsführerin: „Vertrauen ist die Basis für jede elektronische Kommunikation. subreport ELViS steht seit 2001 für Verlässlichkeit und Sicherheit und dies wird auch in Zukunft so bleiben. Unsere Wahl ist auf OpenIT gefallen, weil dieses Rechenzentrum unsere hohen Anforderungen in jeder Hinsicht voll erfüllt.“
II. Das neue Vergaberecht: Kein Mut zu echter Reform
Ein Beitrag von Rechtsanwalt Prof. Dr. Ralf Leinemann, Berlin
Prof. Dr. Ralf Leinemann, Rechtsanwalt, Berlin
Der inzwischen vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf zum neuen GWB-Vergaberecht wird zwar als Vereinfachung und Verschlankung des Vergaberechts angekündigt, löst diese Ankündigung aber nicht ein.
Kein Vorrang des Offenen Verfahrens mehr – weniger Transparenz
Eine nur scheinbare Vereinfachung ist der in § 119 Abs. 2 des Gesetzentwurfs zum GWB (GWB-E) vorgesehene Entfall des Vorrangs des offenen Verfahrens. Der bisher gesetzlich vorgegebene Standard für optimalen Wettbewerb soll herabgesetzt werden. Das ermöglicht es den Vergabestellen, nur noch Angebote der von ihnen vorher ausgewählten Bieter zu bearbeiten. So können abgeschottete Märkte entstehen. Zusammen mit der schon nach der EU-Vergaberichtlinie 2014/24/EU geschaffenen Möglichkeit, unter leichteren Voraussetzungen ins Verhandlungsverfahren zu gehen, bedeutet das eine gravierende Verringerung der Verfahrenstransparenz. Je geringer die Offenheit von Vergabeverfahren, umso höher ist deren Manipulations- und Korruptionsanfälligkeit. In der Entwurfsbegründung bleibt unerwähnt, dass auch die Vorläuferrichtlinien der EU schon diese Wahlfreiheit kannten, Deutschland aber immer bewusst an dem Vorrang des offenen Verfahrens festgehalten hatte. Jetzt soll der Standard abgesenkt werden.
Inhouse-Vergabe erleichtert
Für die öffentliche Hand wird es künftig leichter, Aufträge direkt ohne Ausschreibung an ihre Tochtergesellschaften zu vergeben. Dies war bisher nur möglich, wenn öffentliche Unternehmen nur in sehr geringem Umfang (max. 7,5 Prozent) Geschäfte mit anderen (nicht-öffentlichen) Auftraggebern machen konnten. Diese Quote wird mit § 108 GWB-E auf 20 Prozent Drittgeschäftsanteil angehoben. Dennoch können öffentliche Unternehmen die übrigen 80 Prozent ihres Umsatzes durch freihändig an sie vergebene Aufträge der öffentlichen Hand erwirtschaften.
Die Wirtschaftsunternehmen der öffentlichen Hand werden damit künftig den Wettbewerb mit privaten Unternehmen verschärfen. Dies gilt insbesondere für solche Bereiche, in denen ohnehin eine spürbare Wettbewerbssituation zwischen öffentlichen und privaten Unternehmen besteht, etwa in der Abfall- und Recyclingwirtschaft, aber auch bei Rechenzentren, Stromversorgung und Nahverkehr.
Gebot der Fach- und Teillosvergabe
Die Gewährleistung mittelstandsfreundlicher Vergaben ist nach den Erfahrungen der Praxis durch das in § 97 Abs. 4 GWB-E enthaltene Gebot der Fach- und Teillosvergabe kaum zu erreichen. Diese Regelung bleibt jedoch unverändert. Die von der Rechtsprechung sehr großzügig zugelassenen Ausnahmen für eine Gesamtvergabe will die Bundesregierung offenbar nicht begrenzen.
Eine erhebliche Neuerung für die Vergaberechtspraxis stellt das in § 97 Abs. 5 GWB-E vorgesehene Gebot zur Verwendung der elektronischen Kommunikation im Vergabeverfahren dar. Auch hier wird die Bundesregierung aber nur die Richtlinie umsetzen und keine eigenen Regularien aufstellen. Die Wirtschaft muss sich darauf einstellen, in zwei bis drei Jahren Angebote im Regelfall elektronisch (d. h. per E-Mail und verschlüsselt) einzureichen und Vergabeunterlagen von Vergabeportalen der Auftraggeber herunterzuladen. Dafür muss in die Kompatibilität mit den unterschiedlichen Programmen der Auftraggeber investiert werden. Weitere Einzelheiten enthält der GWB-E noch nicht.
Verhandlungsverfahren verändert
Die geänderte Definition des Verhandlungsverfahrens in § 119 Abs. 5 GWB-E ist nicht nur rein sprachlicher Natur. Bisher war über Auftragsbedingungen zu verhandeln, künftig werden die Angebote selbst Verhandlungsgegenstand sein. Dies setzt voraus, dass bereits zu Beginn der Verhandlungen Angebote vorliegen, was in der Praxis bisher oft nicht der Fall war.
Präqualifizierungssysteme
Nach § 122 Abs. 3 GWB-E können künftig alle öffentlichen Auftraggeber Präqualifizierungssysteme (selbst) einrichten. Das durften bisher nur Sektorenauftraggeber; aus Transparenzgründen ist die Neuregelung kritisch zu sehen.
Weiterer Kritikpunkt: Die Landesvergabegesetze bleiben
Wohl aus Angst vor der Länderkammer packt die Bundesregierung den Wildwuchs der Landesvergabegesetze und Durchführungsvorschriften der Länder nicht an. Hier ist eine innerdeutsche Rechtszersplitterung entstanden, die dennoch nicht behoben wird: Für kleine und mittlere Unternehmen bleibt die Teilnahme an Vergabeverfahren der öffentlichen Hand extrem aufwändig.
Obwohl seit Mai 2015 ein sehr umfangreicher Gesetzentwurf vorliegt, bleiben wichtige Probleme der Praxis überraschenderweise immer noch ohne jede Regelung: Wie gestaltet man etwa den Umgang mit Preissteigerungen bei verzögerter Zuschlagserteilung? Erforderlich wären auch konkrete Anforderungen an die Auftraggeber für eine präzise Leistungsbeschreibung, bessere Vorgaben für notwendige Losvergaben, Vorgaben für den Ablauf eines Verhandlungsverfahrens und den wettbewerblichen Dialog sowie eine Präzisierung der Voraussetzungen für die Aufhebung eines Vergabeverfahrens. Die Bundesregierung scheut sich offensichtlich, diese in der Praxis heißen Eisen anzufassen. Reform heißt wohl nur, dass im Oberschwellenbereich zwei alte Vorschriften (VOL/A und VOF) in die Vergabeverordnung (VgV) integriert werden sowie ein neues Regelwerk für die Vergabe von Konzessionen hinzukommt. Eine echte Zusammenfassung aller Vorschriften hätte für viele öffentliche Auftraggeber einen Verzicht auf liebgewonnene, spezifische Einzelregelungen bedeutet, z. B. im Sektorenbereich. Erkennbar ist bisher nur der Wille, künftig den Auftraggebern die Durchführung von Vergabeverfahren zu erleichtern. Das ist etwas wenig für eine groß angekündigte „Vergaberechtsmodernisierung“.
III. Was Sie schon immer fragen wollten
Gestalten Sie den 4. Kölner Vergabetag am 23.09.2015!
Es ist mittlerweile gute Tradition: Im Spätsommer jedes Jahres findet der Kölner Vergabetag statt. Dieses Jahr ist es bereits der vierte und, wie immer, ist er anders als die üblichen Veranstaltungen zu Vergaberecht und Vergabepraxis. Alle, die bisher teilgenommen haben, wissen es aus eigener Erfahrung: subreport legt großen Wert auf den Austausch, auf den Dialog zwischen Referenten und Teilnehmern, Wissenschaft und Praxis, Auftraggebern und Bietern. Und deshalb sind die Kölner Vergabetage so wie sie sind – lebendig, kontrovers und inspirierend.
Sicher ist, dass dieses Jahr die EU-Vergaberichtlinien und ihre Umsetzung in deutsches Recht eine Rolle spielen. Sicher ist allerdings auch, dass es daneben eine Vielzahl anderer Themen gibt, die Vergabestellen und Unternehmen nicht weniger stark beschäftigen.
Wir möchten, dass alle Ihre Themen am 23.09.2015 in Köln Raum finden. Deshalb stehen Ihnen am Nachmittag die Referenten – von Dr. Ute von Oertzen Becker vom BMWi über gestandene Vergabepraktiker bis hin zu Prof. Dr. Ralf Leinemann von Leinemann Partner Rechtsanwälte für Fragen zur Verfügung. So eine Chance gibt es wirklich nur selten!
Natürlich können Sie am Tag selber spontan alle Fragen stellen, die Sie beschäftigen. Für die Organisation im Vorfeld ist es jedoch von Vorteil, wenn Sie uns Ihre Fragen vorab per E-Mail zukommen lassen. Wir strukturieren diese dann und leiten sie den Referenten zur Vorbereitung weiter.
Bitte senden Sie Ihre Fragen an vergabetag@subreport.de. Wir sind gespannt auf Ihre Beiträge und freuen uns schon jetzt, Sie am 23.09.2015 in Köln zu begrüßen. Sobald das Programm seine endgültige Form hat, finden Sie es einschließlich einer Anmeldemöglichkeit hier auf unserer Homepage.
IV. Recht so
Fachanwalt für Vergaberecht beschlossen
Das „Parlament der Rechtsanwälte“, die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK), hat eine neue Fachanwaltschaft beschlossen. In Zukunft wird es neben den bereits bestehenden 21 Fachanwaltsbezeichnungen, in denen der Erwerb eines Fachanwaltstitels möglich ist, auch Fachanwälte für Vergaberecht geben.
Mit dieser Entscheidung wird der Trend zur erhöhten Spezialisierung der Fachanwaltschaft weiter fortgeführt. Zuletzt hatte die Satzungsversammlung 2014 den Fachanwalt für Internationales Wirtschaftsrecht eingeführt. Mit neuen Fachanwaltschaften will die Satzungsversammlung auf eine gestiegene Nachfrage nach rechtlicher Beratung in den entsprechenden Fachgebieten reagieren.
subreport begrüßt Entscheidung
Der Beschluss muss zu seiner Wirksamkeit noch vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz geprüft werden. Erfolgt keine Beanstandung, tritt er drei Monate nach seiner Veröffentlichung in den BRAK-Mitteilungen in Kraft. Die Kriterien der Fachanwaltsordnung und den genauen Wortlaut der §§ 5 v und 14 o FAO finden Sie hier.
Angesichts der wachsenden Komplexität des Vergaberechts und seiner enormen volkswirtschaftlichen Bedeutung begrüßt subreport die Entscheidung der BRAK und die damit verbundene weitere Professionalisierung auf diesem Feld.
V. Auch Sie vergeben bald elektronisch!
10 Tipps, damit Ihre Wahl auf die richtige Lösung fällt
Es schallt von allen Dächern: Elektronische Vergabe wird nach dem Willen der EU ab 2016 Pflicht. Die EU-Vergaberichtlinien sind am 18.04.2014 in Kraft getreten und müssen damit spätestens bis zum 18.04.2016 in nationales Recht umgesetzt werden.
Viele Vergabestellen stehen damit vor der Herausforderung, die für sie richtige eVergabelösung zu finden. Die Entscheidung können und wollen wir ihnen natürlich nicht abnehmen. Auf der Basis von 14 Jahren Erfahrung mit elektronischer Vergabe allerdings haben sich wichtige Tipps herauskristallisiert, die man bei seinen Überlegungen berücksichtigen sollte. Die 10 wichtigsten finden Sie in einem Dokument, das wir hier für Sie bereitgestellt haben.
Nur zur Erinnerung - die Fristen bezogen auf die einzelnen Teilschritte eines Vergabeverfahrens sind wie folgt definiert:
1. EU-Bekannmachung
Ab dem 18.04.2016 ist die Bekanntmachung bei EU-weiten Verfahren elektronisch zu übermitteln. Damit ist ab diesem Termin nur noch die Erfassung über SIMAP oder die Übermittlung durch zertifizierte OJS-eSender möglich – und eben nicht mehr über Fax oder PDF.
2. Vergabeunterlagen
Ab dem 18.04.2016 müssen Vergabeunterlagen elektronisch und kostenfrei direkt zugänglich sein. Ob die Bewerber sich vor dem Zugriff auf die Unterlagen registrieren müssen oder nicht, ist noch offen. Eine Registrierung allerdings ist Voraussetzung, um über Änderungen der Vergabeunterlagen oder Fragen der Bewerber und Antworten der Auftraggeber auch informiert zu werden.
3. Bewerber- / Bieterkommunikation
Ab dem 18.04.2017 (zentrale Vergabestellen nach EU-Definition) bzw. ab dem 18.10.2018 (übrige Vergabestellen) darf die Kommunikation mit Bewerbern und Bietern nicht mehr auf dem Postweg sondern nur noch elektronisch durchgeführt werden.
4. Angebotsabgabe
Ab dem 18.04.2017 (zentrale Vergabestellen nach EU-Definition) bzw. ab dem 18.10.2018 (übrige Vergabestellen) muss die Annahme von Angeboten elektronisch und mit Signatur erfolgen.
VI. Kommunal Agentur NRW – Spezialist für kommunale Beschaffung
Ein Beitrag von Claudia Koll-Saarfeld, Düsseldorf
Claudia Koll-Saarfeld, Düsseldorf
Die Kommunal Agentur NRW GmbH ist das Dienstleistungsunternehmen der Kommunal-Stiftung NRW des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen. Als Ansprechpartner für Städte und Gemeinden berät sie zu kommunalen Fragestellungen und spezifischen Problemen. Nahezu alle nordrhein-westfälischen Kommunen nutzen diese Erfahrungen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seit 2012 über Kooperationen auch Kommunen aus anderen Bundesländern Hilfe bei technischen, rechtlichen und organisatorischen Fragen.
Zum Team der Kommunal Agentur NRW zählen Juristen, Ingenieure verschiedener Fachrichtungen, Fachleute für Management, Organisation und IT, aus Natur- und Kulturwissenschaft. Sie sind nicht nur beratend tätig, sondern entwickeln auch Lösungskonzepte, die die individuellen Strukturen der Kommune vor Ort und ihre Mitarbeiter selbst sinnvoll einbinden.
Durch die jahrelange enge Zusammenarbeit mit den verschiedensten Städten und Gemeinden sowie die Nähe zum kommunalen Spitzenverband ist die Kommunal Agentur NRW stets auf dem neuesten Stand über Veränderungen, die übergeordnete Aufsichtsbehörden oder der Gesetzgeber beschließen.
Im Bereich Beschaffung bietet die Kommunal Agentur NRW Dienstleistungen bei Beschaffung und Ausschreibung des kommunalen Bedarfs. Liefer-, Dienstleistungen oder freiberufliche Leistungen - die Vergabe von öffentlichen Aufträgen unterliegt komplizierten rechtlichen Rahmenbedingungen, die bei der Beschaffung zu berücksichtigen sind. Dazu gehören neben GWB, VgV und den Vergabeordnungen auch MiLoG und länderspezifische Tariftreue- und Vergabegesetze. Auch Aspekte des Umweltschutzes stellen hohe Anforderungen, die die Kommunal Agentur NRW in den von ihr betreuten Verfahren stets aktuell einbindet.
Arbeit mit elektronischer Vergabe
Mit einer vergabe- und kartellrechtlich einwandfreien Vorgehensweise sowie guten Marktkenntnissen kann die Kommunal Agentur NRW bei den von ihr betreuten Ausschreibungen günstige Preise für die gewünschten Leistungen erzielen. Sie berücksichtigt branchenspezifische Zuschlagskriterien und Eignungsnachweise und erstellt Vertragsbedingungen, die die dienstleistungsspezifischen Problempunkte regeln. Die erstellten Vergabeunterlagen werden über die eVergabe-Plattform subreport ELVIS den Bewerbern elektronisch zur Verfügung gestellt. Auf Wunsch begleitet die Kommunal Agentur NRW auch komplett elektronisch durchgeführte Vergabeverfahren.
Zu den betreuten Verfahren gehören insbesondere die Beschaffung von
Feuerwehr- und Kommunalfahrzeugen
Gebäude- und Straßenreinigungsdienstleistungen
Abfall- und Klärschlammentsorgungsleistungen
Leistungen im Schülerspezialverkehr und bei der Straßenbeleuchtung.
Zu allen Verfahren kann die Kommunal Agentur NRW auf Wunsch bereits im Vorfeld der Ausschreibung beratend tätig werden, bevor die Leistungsbeschreibung endgültig festgelegt wird. Beispielsweise berät sie bei Straßenreinigungsverfahren zu allen wesentlichen Details wie Reinigungsintervallen für die unterschiedlichen Straßen und Art und Weise der Reinigung, um eine effektive Straßenreinigungsleistung zu erreichen. Die Kommunal Agentur NRW betreut die Gebäudereinigung ebenfalls von A wie Analyse des IST-Zustands über D wie Durchführen des Ausschreibungsverfahrens bis Z wie Zufriedenheit aller Nutznießer durch Qualitätssicherung nach Vertragsschluss. Da sich die Gestaltung der Abfallbeseitigung auf die Abfallgebühren auswirkt, kann bei Bedarf auch hierzu eine Beratung stattfinden. Zudem ist die Kommunal Agentur NRW mit über 150 betreuten Feuerwehrfahrzeugprojekten in den letzten Jahren der kompetente Ausschreibungsspezialist in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.
Die Kommunal Agentur NRW berücksichtigt nicht nur die Anforderungen an ein vergaberechtskonformes Verfahren, auf das wirtschaftliche Angebote abgegeben werden können, sondern hat auch stets im Blick, ob durch einen Zusammenschluss von Nachbarkommunen Bündelungen zur Erreichung günstiger Konditionen möglich sind. Gerade in den Bereichen Abfall- oder Klärschlammentsorgung sowie bei der Fahrzeugbeschaffung können Bündelungen durchaus sinnvoll sein.
VII. Die Personaldecke wird immer dünner
Die Lage ist dramatisch. In den nächsten 15 Jahren wird in den Kommunen altersbedingt über die Hälfte des Personals ausscheiden. Keine Branche in Deutschland beschäftigt so wenig MitarbeiterInnen unter 30 Jahren wie die öffentliche Verwaltung. Und: Auch angesichts der weiter zunehmenden Aufgaben wird sich der Arbeitskräftebedarf in den Kommunen in den kommenden Jahren verschärfen. Dabei ist es schon heute Tatsache, dass in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes Fachkräfte fehlen – Vergabestellen bilden hier keine Ausnahme.
Forderungen des DStGB
Es ist daher nur konsequent, dass der Deutsche Städte- und Gemeindebund eine Personaloffensive fordert, um insbesondere junge Fachkräfte für den öffentlichen Dienst zu interessieren. DStGB-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg wies erst kürzlich in einem Interview darauf hin, dass mit weichen Faktoren wie beispielsweise einer guten Kinderbetreuung und vergünstigtem Wohnort um Personal geworben werden könne. Er sprach sich dafür aus, auch verstärkt junge Zuwanderer anzusprechen. Mit Blick auf die gestiegenen Anforderungen an die öffentliche Verwaltung seien darüber hinaus neue Berufsbilder wie „Kommunikationsmanager in der öffentlichen Verwaltung“ erforderlich.
Konsens IT-Planungrat und Bitkom
Bis dahin stellt sich die Frage, was ganz unmittelbar getan werden kann, um die brisante Situation wenn nicht zu lösen, dann doch zu entschärfen. IT-Planungsrat und Bitkom sind sich da einig: Will man die Effizienz der öffentlichen Verwaltung schon heute verbessern, muss man den Einsatz von Plattformen vorantreiben, die die Zusammenarbeit zwischen Verwaltungen fördern. Angesichts der wachsenden Anforderungen brauchen Kommunen eben mehr denn je digitale Werkzeuge, um regional verteiltes Wissen zu heben, zu managen und zu vernetzen.
Auftraggeber-Forum entlastet
subreport CAMPUS ist hier ein gutes Beispiel. Die Lösung ist eben nicht allein eine interoperable eVergabe- und eBeschaffungs-Plattform, sondern auch eine Plattform für Kollaboration. Mit dem Auftraggeber-Forum in subreport CAMPUS haben Auftraggeber Zugriff auf ein geballtes Expertenwissen, das bei der fachgerechten Aufbereitung von Vergabeunterlagen hilft. So steht ihnen ein umfassendes Archiv mit zehntausenden von Ausschreibungen und Vergabeunterlagen zur Verfügung und eine Suchmaschine, mit der sie schnell relevante Vergabeunterlagen auch für außergewöhnliche Spezialprojekte finden können. Das verbessert nicht nur die interkommunale Zusammenarbeit, es spart auch viel Zeit und Geld. Und es hilft über personelle Engpässe in vielen Fällen hinweg.
Das Auftraggeber-Forum finden Sie hier.
VIII. Wir stellen vor: Der Beirat subreport ELViS 2.0
newsreport-Leser wissen: Die Neuentwicklung von subreport ELViS und die Weiterentwicklung des Vergabemanagements wurden und werden durch einen Beirat kompetenter und erfahrener Praktiker aus Verwaltung und Wirtschaft unterstützt. Bereits vorgestellt haben wir Monika Hartnagel-Kreher von den Da-Di-Werken des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Astrid Kriegel von der Stadtverwaltung Mainz, Ralf Kriesemer von der Stadt Neuss und Jörg Lenk von den Stadtentwässerungsbetrieben der Stadt Köln.
Beiratsmitglied Carsten Hövekamp hat von 2005 bis 2008 die gehobene Verwaltungslaufbahn absolviert. Nach einer Tätigkeit im Bereich Gebühren, Beiträge und Bauverwaltung ist er seit September 2009 Leiter der Zentralen Vergabestelle der Stadt Dülmen, wo er 2011 die elektronische Vergabe eingeführt hat. Darüber hinaus ist Herr Hövekamp Ausbildungsleiter der Stadt Dülmen und hat 2013 berufsbegleitend noch den Master of Public Administration erworben.
Herr Klaeser war als Leiter einer Zentralen Vergabestelle für die Gestaltung und Abwicklung von Architekten- und Ingenieurverträgen sowie für die Vergabe von Bauleistungen verantwortlich. Heute unterstützt er öffentliche Auftraggeber in komplexen Vergabeverfahren sowie beim Qualitätsmanagement und der Organisation des Vergabewesens. Er ist Vertreter der kommunalen Spitzenverbände in verschiedenen Fachausschüssen.
IX. Das sagen unsere Kunden
Kerstin Kraußer von der Deutschen Rentenversicherung Schwaben:
Abteilung 1 - Dezernat Vergabe und Datenschutz
Deutsche Rentenversicherung Schwaben, den 08.12.2014
Telefon 0821 - 500-5123
Telefax 0821 - 500-75123
Cornelia Herrmann von der Schneller und Ausbau Dach GmbH & Co. KG:
Schneller und Ausbau Dach GmbH & Co. KG, den 07.05.2015
X. subreport vor Ort
23.09.2015: 4. Kölner Vergabetag
09:30 - 16:00 Uhr, Radisson Blu Hotel, Messe Kreisel 3, 50679 Köln
›45128 Essen: Ausstattung von ca. 500 MitarbeiterInnen mit einheitlicher Arbeitskleidung im All-In-Mietverfahren
›72074 Tübingen: Interimsmaßnahme - Mobile, modulare Containergebäude
›30175 Hannover: IIIe5 - VMwareRenewal Softwarepaket und Informationssysteme /
VMware Support / Subscription Renewal
›30159 Hannover: Rahmenvertrag über die Lieferung von Sportgeräten an verschiedene Schulen
›50679 Köln: Hausmeister- und Sicherheitsdienstleistungen in den Einrichtungen für obdachlose Personen und den Übergangsheimen für Aussiedler und ausländische Flüchtlinge der Stadt Köln / Bewachungsdienste
Seminar „Elektronische Vergabe – Das müssen Unternehmen beachten“
Trier | subreport ELViS - Praxis-Workshop zur UVgO