Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=26.09.2012&Aktenzeichen=2%20C%2048.11
Timestamp: 2019-10-14 06:58:54
Document Index: 33565053

Matched Legal Cases: ['Art. 33', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 79', '§ 116', '§ 118', '§ 5', '§ 5', '§ 5', 'Art 33', '§ 79', '§ 5', '§ 5', '§ 79', '§ 79', '§ 5']

BVerwG, 26.09.2012 - 2 C 48.11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,42022
BVerwG, 26.09.2012 - 2 C 48.11 (https://dejure.org/2012,42022)
BVerwG, Entscheidung vom 26.09.2012 - 2 C 48.11 (https://dejure.org/2012,42022)
BVerwG, Entscheidung vom 26. September 2012 - 2 C 48.11 (https://dejure.org/2012,42022)
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GG Art. 33 Abs. 5; BeamtVG F1997 § 5 Abs. 3; BeamtVG F1998 § 5 Abs. 3 und 4; BeamtVG F2002 § 5 Abs. 3 und 4; BVerfGG § 79 Abs. 2; LVwG Schl.-H. § 116 Abs. 1 Satz 1, § 118a Abs. 5
Versorgungsbezüge; ruhegehaltfähige Dienstbezüge; Versorgung aus dem letzten Amt; Festsetzungsbescheid; Dauerverwaltungsakt; Wartefrist; höherwertige Funktionen; tatsächliche Wahrnehmung; Einrechnung; Anrechnungsregelung; Nichtigerklärung; ex tunc-Wirkung; ...
§ 5 Abs 3 BeamtVG vom 16.02.2002, § 5 Abs 3 BeamtVG vom 16.03.1999, § 5 Abs 3 BeamtVG vom 24.02.1997, Art 33 Abs 5 GG, § 79 Abs 2 BVerfGG
Versorgungsbezüge; Versorgung aus dem letzten Amt; Nichtigerklärung der dreijährigen Wartefrist; Bestimmung der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge
Folgen der Nichtigerklärung der dreijährigen Wartefrist des § 5 Abs. 3 Satz 1 BeamtVG F1998 durch das Bundesverfassungsgericht; Übergangsweise Anwendbarkeit der früheren Wartefrist von zwei Jahren mit den darauf bezogenen Ausnahme- und Anrechnungsregelungen
VG Schleswig, 03.03.2010 - 11 A 176/08
OVG Schleswig-Holstein, 20.05.2011 - 3 LB 20/10
BVerwG, 11.07.2011 - 2 C 48.11
NVwZ-RR 2013, 325
Hierzu sieht sich der Senat jedoch nicht befugt, weil die Festlegung rechtlicher Kriterien durch die Kombination unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen nicht Sache der Verwaltungsgerichte ist (BVerwG, Urteil vom 26. September 2012 - 2 C 48.11 - Buchholz 239.1 § 5 BeamtVG Nr. 21 Rn. 21), sondern dem Gesetzgeber obliegt.
Diese Regelungen stellen die Entscheidung über die Rücknahme aber in das Ermessen der zuständigen Behörde, bei deren Ausübung der Rechtsgedanke des § 79 Abs. 2 BVerfGG einzubeziehen ist, wenn sich aus dem einschlägigen Fachgesetz nichts anderes ergibt (…BVerwG vom 24.2.2011 NVwZ 2011, 888 Rn. 15; vom 26.9.2012 NVwZ-RR 2013, 325 Rn. 25).
Diese Regeln gelten grundsätzlich auch für Dauerverwaltungsakte (…vgl. BVerwG, U.v. 9.5.2012 - 6 C 3.11 - BVerwGE 143, 87 Rn. 49, 50 ff.), wenn nicht ausnahmsweise bundesverfassungsgerichtliche Vorgaben im Hinblick auf § 79 Abs. 2 BVerfGG eine Korrektur gebieten (vgl. BVerwG, U.v. 26.9.2012 - 2 C 48.11 - NVwZ-RR 2013, 325).
Auf eine etwaige Verfassungswidrigkeit der zugrunde liegenden (formellen) Gesetzesnormen und die daran anknüpfende Steuerung des Rücknahmeermessens, vgl. zu Letzterem etwa BVerwG, Urteil vom 26. September 2012 - 2 C 48.11 -, ZBR 2013, 131 = juris, Rn. 25 ff., sowie auf einen etwaigen Verstoß gegen Vorgaben des Unionsrechts kommt es daher nicht an.
vgl. BVerwG, Urteile vom 25. Oktober 2012- 2 C 59.11 -, BVerwGE 145, 14 = NVwZ 2013, 444 = juris, Rn. 20 ff., vom 26. September 2012- 2 C 48.11 -, ZBR 2013, 131 = juris, Rn. 24 ff., und auch bereits vom 24. Februar 2011- 2 C 50.09 -, a.a.O. = juris, Rn. 15, sowie den Beschluss vom 8. Mai 2013 - 2 B 5.13 -, ZBR 2013, 306 = juris, Rn. 10 f.
Mit Urteil vom 26.09.2012 -2 C 48.11- hat das Bundesverwaltungsgericht in einem ähnlich gelagerten Fall eines Beamten aus Schleswig-Holstein, der allerdings bereits mit Ablauf des 30.06.2006 in den Ruhestand getreten war, entschieden, dass die Nichtigerklärung der dreijährigen Wartefrist des § 5 Abs. 3 Satz 1 BeamtVG in der Fassung von 1998 durch das Bundesverfassungsgericht (Beschluss vom 20.03.2007 -2 BvL 11/04-) die Unanwendbarkeit der darauf bezogenen Ausnahme- und Anrechnungsregelungen nach sich ziehe.
VG Neustadt, Urteil vom 26.09.2012, a.a.O..
Etwas anderes ergibt sich - entgegen der Auffassung des Klägers - auch nicht aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 26.09.2012 -2 C 48.11-(ZBR 2013, 131).
Die Unanfechtbarkeit des Dauerverwaltungsakts kann nicht dazu führen, dass dieser trotz feststehender Verfassungswidrigkeit für die Zukunft weiterhin Rechtswirkungen entfaltet (Urteile vom 26. September 2012 - BVerwG 2 C 48.11 - NVwZ-RR 2013, 325 Rn. 25 f. …und vom 25. Oktober 2012 - BVerwG 2 C 59.11 - NVwZ 2013, 444 Rn. 28 f. ).
Auf die Frage einer Verfassungswidrigkeit der zugrunde liegenden (formellen) Gesetzesnorm(en) mitsamt der Anschlussfrage, was sich daraus für die Steuerung des Rücknahmeermessens insbesondere in den zeitlichen Bezügen der Rücknahmeentscheidung ergäbe, vgl. zu Letzterem etwa BVerwG, Urteil vom 26. September 2012 - 2 C 48.11 -, ZBR 2013, 131 = juris, Rn. 25 ff., kommt es hier daher nicht an, ebenso wenig auf einen etwaigen (zusätzlichen) Verstoß gegen Vorgaben des Unionsrechts.
Soweit der Beschwerde sinngemäß auch die Frage entnommen werden kann, welche Bedeutung es hat, dass sich der Aufgabenbereich des Klägers nicht verändert hat (vgl. auch Urteil vom 26. September 2012 - BVerwG 2 C 48.11 - ), würde sich diese Frage in einem Revisionsverfahren nicht stellen.
Mit Urteil vom 26. September 2012 (- 2 C 48/11 -, NVwZ-RR 2013, 325) entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass aufgrund des untrennbaren Zusammenhangs bis zu einer gesetzlichen Neuregelung die frühere Wartefrist von zwei Jahren mit den darauf bezogenen Ausnahme- und Anrechnungsregeln, also auch mit der Berücksichtigung von Einrechnungszeiten, übergangsweise weitergilt.
Die Unanfechtbarkeit des Dauerverwaltungsaktes kann nicht dazu führen, dass dieser trotz feststehender Verfassungswidrigkeit für die Zukunft weiterhin Rechtswirkungen entfaltet (BVerwG…, Beschluss vom 8.5.2013, a. a. O., Rn 11; Urteil vom 25.10.2012 - BVerwG 2 C 59.11 -, juris Rn 28 f.; Urteil vom 26.9.2012 - BVerwG 2 C 48.11 -, juris Rn 25 ff.).
BVerwG, 28.02.2013 - 2 C 4.12