Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201998,%201950
Timestamp: 2020-01-17 19:01:47
Document Index: 146330979

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 826', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 322', '§ 322']

https://dejure.org/1998,976
BGH, 30.06.1998 - VI ZR 160/97 (https://dejure.org/1998,976)
BGH, Entscheidung vom 30.06.1998 - VI ZR 160/97 (https://dejure.org/1998,976)
BGH, Entscheidung vom 30. Juni 1998 - VI ZR 160/97 (https://dejure.org/1998,976)
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Die Anwendung des § 826 BGB in derartigen Fällen setzt nicht nur die materielle Unrichtigkeit des Vollstreckungstitels und die Kenntnis des Gläubigers hiervon voraus; hinzutreten müssen vielmehr besondere Umstände, die sich aus der Art und Weise der Titelerlangung oder der beabsichtigten Vollstreckung ergeben und die das Vorgehen des Gläubigers als sittenwidrig prägen, so dass es letzterem zugemutet werden muss, die ihm unverdient zugefallene Rechtsposition aufzugeben (BGH, Urteil vom 9.2.1999 - VI ZR 9/98; Urteil vom 30.6.1998 - VI ZR 160/97; Urteil vom 24.09.1987 - III ZR 187/86; OLG Frankfurt am Main, Beschluss vom 2.12.2002 - 9 W 4/02; OLG Celle, Urteil vom 10.3.2011 - 8 U 180/10).
bb) Auch Vollstreckungsbescheide sind - obwohl sie ohne gerichtliche Schlüssigkeitsprüfung erlassen werden - der materiellen Rechtskraft fähig (ständige fachgerichtliche Rechtsprechung; vgl. BGH vom 24.9.1987 = NJW 1987, 3256/3257; BGH vom 30.6.1998 = NJW 1998, 2818; Musielak, RdNr. 6 zu § 322;… Gottwald in Münchener Kommentar zur ZPO, 3. Aufl. 2008, RdNr. 31 zu § 322).