Source: https://prezi.com/4bhm4xvg1psp/der-entscheidungsprozess/
Timestamp: 2018-02-20 08:22:58
Document Index: 168949327

Matched Legal Cases: ['§218', '§218', 'Art. 1', '§218', '§218', '§2', '§14', '§1']

Der Entscheidungsprozess by Alexander Franke on Prezi
Transcript of Der Entscheidungsprozess
Der Spätabbruch
2. Der Spätabbruch
2.2 Fetozid
2.3 Belastungen nach dem Abbruch
2.3.1 Mangelnde Auseinandersetzung mit den Konsequenzen der PND
2.3.2 Probleme bei der Verarbeitung der Entscheidung
2.3.3 Erleben des Spätabbruchs
2.3.4 Erschwerter Trauerprozess
2.3.5 Auswirkungen auf die Partnerschaft sowie soziale Kontakte
4. ethisch-moralische Grundlagen
4.1 Ethische Begründbarkeit der Zuverlässigkeit von Spätabbrüchen
4.1.1 Utilitaristischer Ansatz
4.1.2 Teilbarkeit von Personalität und Menschenrechten
4.1.3 Wahrnehmung von Lebensqualität aus der Außenperspektive
4.1.4 Unbegrenztes Recht der Eltern auf Selbstbestimmung
4.2 Ethische Begründung der Ablehnung von Spätabbrüchen
4.2.1 Normativ-deontologischer Ansatz
4.2.2 Unteilbarkeit von Personalität und Menschenrechten
4.2.3 Warnehmung von Lebensqualität aus der Innenperspektive
4.2.4 Begrenztes Recht der Eltern auf Selbstbestimmung
1. Der Entscheidungsprozess
1.1. Arzt/Ärztin-Patientin-Verhältnis
1.2 Diagnoseeröffnung
1.3 Information über den Verlauf des Spätabbruchs
1.4 Zeitdruck
1.5 Ängste und Vorurteile
1.6 Einfluss des Partners
1.7 Einfluss der Familie und des sozialen Umfelds
1.8 Gesellschaftlicher Einfluss
3.1 Entwicklung / Geschichte
3.2 Status des Ungeborenen
3.3 Aktuelle Regelung
3.4 Kritik an der Neuregelung
5. Beratung und soziale Arbeit
im Rahmen der PND
5.1 Derzeitige Beratungssituation
5.2 Die Rolle der psychosozialen Beratung
5.3 Aufgabenfelder der psychosozialen Beratung im Rahmen der PND
5.3.1 Beratung bei auffälligem Befund
5.3.2 Beratung bei Fortsetzung
5.3.3 Beratung bei Abbruch
5.3.4 Beratung nach Abbruch
5.4 Interdisziplinäre Beratung
Beratung möglich im Rahmen der "allgemeinen Schwangerenberatung" & "Schwangerenkonfliktberatung"
Beratung durch Gynäkologen
medizinische Beratung -> keine beraterische Kompetenz!
gynäkologische Beratung -> Befangenheit?
Ziel der psychosozialen Beratung:
"eigene Situation mitsamt Einflussfaktoren besser zu überblicken"
5.3 Aufgabenfelder der psychosozialen Beratung
5.3.1 Beratung im Vorfeld
Viele Frauen unvorbereitet auf inhärente Konsequenz des Ergebnis
Informationsdefizit bei Patientinnen
Beratung im Vorfeld ermöglicht fundierte Entscheidung pro/contra PND
Wartezeit: Angst / Unsicherheit
5.3.2 Beratung bei auffälligem Befund
Spätabbruch <-> Kind mit Behinderung
Beratende müssen mit Ärzten kooperieren zur Krisenintervention
Befunderläuterung zwischen medizinischem und beratendem Personal
5.3.3 Beratung bei Fortsetzung
psychosoziale und praktische Hilfe
"zulassen und sortieren" von Gefühlen
-> Entlastung des Paares
Korrigieren von falschen Vorstellungen
Kompensation des Unverständnisses
Imagination des Lebens mit dem Kind
Vermittlung weiterführender Angebote und Information über rechtliche Ansprüche
5.3.4 Beratung bei Abbruch
Schwangerschaft und Kind als Realität bestätigen, bewusstes Abschiednehmen
Zulassen von Gefühlen wie Wut, Trauer, Angst und Schuld
praktische Hilfe während der Untersuchungen oder Klinikaufenthalt
Vorbereitung auf Geburt und Tod des Kindes, Entscheidungstendenz
Umgang mit totem Kind? Bestattung?
Beratung auch für Umfeld
5.3.5 Beratung nach Abbruch
: Hilfe bei Trauerarbeit, Verhinderung der Vereinsamung, Auseinandersetzung mit Wertvorstellungen und Ambivalenzen, psychische Integration des Ereignis
Abbruch -> traumatische Erfahrung
Hilfebedarf nicht immer unmittelbar danach, evtl. durch
infragestellen der Entscheidung
Größtes Hemmnis für psychosoziale Beratung im Zusammenhang mit PND sind strukturelle Vorraussetzungen!
mangelnde Kommunikation zwischen den Berufsgruppen
Informationen der Ratsuchenden oft mangelhaft, mehr Öffentlichkeitsarbeit nötig!
Gezielte Integration der Beratung in Versorgungssystem -> Hinweispflicht!
"Ressourcen aus verschiedenen Blickwinkeln der Akteure im Umfeld der Schwangeren nutzen und zusammenführen"
Desinteresse und Konkurrenzdenken der Berufsgruppen abbauen
Überschneidung der Berufsgruppen nutzen
Wege der Zusammenarbeit überdenken, Sprechstunde vs. Einzelfall
1.1 Arzt/Ärztin-Patienten-Verhältnis
Angebot der pränatalen Diagnostik:
Vemeindliche Sicherheit -> Verlockend
Verhältnis zwischen Partner und Patientin steht asymmetrisch zum Verhältnis zwischen Arzt/Ärztin und Patientin (paternalistisches Verhältnis) -> Hinweis vom Arzt bedeutungsvoll
Kann Entscheidung beeinflussen!
Häufig Zuspruch zum Schwangerschaftsabbruch durch Arzt
Asymmetrie in der Kommunikation zwischen Arzt/Ärztin und Patientinnen
Vorstellungen der Ärzte über "lebenswertes" Leben und die Zumutbarkeit für die Familie des Ungeborenen beeinflusst die Entscheidung ungemein --> also die Art der Diagnoseeröffnung
Pathologische Diagnose hat normativen Charakter -> Abbruch wahrscheinlich
Positiver Befund häufig unerwartet -> kritisches Lebensereignis
Fehleinschätzung der PND
1.3 Information über Verlauf des Spätabbruchs
Fehlende Informationen über Spätabbruch -> komplizierter als „normaler“ Schwangerschaftsabbruch
Häufig Unkentniss über bevorstehende, eingeleitete Geburt
Besteht auch nach Fristverlängerung bei embryopathischem Befund
Subjektive Wahrnehmung -> psychische und physische Belastung nimmt mit fortschreitender Schwangerschaft zu
Gefühl der Bedrohung durch Fötus
Seit 2010 Frist von zwischen Diagnose und Abbruch
Wenig Zeit / Entscheidungskompetenz
Motiv für PND -> Angst vor behindertem Kind, erhoffte Garantie
Angst vor Behinderung ein Konstrukt (Ängste, Unsicherheit, individuelle Konflikte)
Grundlage der Angst -> Verlust von Berufsperspektiven und sozialen Bezügen
Bedrohliche Dauerbelastung für Paar, Familie und Kind selbst
Negative Wortbehaftung, häufige Abtreibung bei Trisomie -> äusserliche Sichtbarkeit
Studien zufolge 56% der Schwangeren mit starkem bis sehr starkem Einfluss auf PND Entscheidung durch Partner
Vorgeburtliche Untersuchungen meist Entscheidung der Frau
Angst das Partnerschaft einem Kind mit Behinderung nicht standhält
Einfluss des direkten sozialen Umfelds enorm, kann durch mangelnde Unterstützung erschwert werden
Geäusserte Ansichten und Bewertungen von Familie, Freunden, Bekannten beeinflussen ebenfalls Entscheidung
Meinung gleichaltriger Frauen mit Erfahrungen mit PND
Gesellschaftliche Orientierung an Maximen:
-> gesellschaftliche Realität beeinflusst Entscheidungsfindung der Frau (Gen-Tests)
-> Frau in Doppelrolle: „Opfer und Verantwortliche“
Einweisung in Klinik nach Befunderhebung
Ab 16. SSW künstlich eingeleitete Geburt
-> Verabreichung von Postaglandin,
-> daraufhin Einsetzen der Wehen
Je nach Entwicklung und Zustand des Fötus verstirbt dieser während der Geburt, des Abnabelns oder kurz darauf
Einzelfälle überlebten Abtreibung
Intrauterine Tötung
z.B. Injektion von Kaliumchlorid in Herz des Fötus -> Herzstillstand
Umstrittene Praxis in Gesellschaft und bei Medizinern
Bundesärztekammer gegen Fetozid (Einschränkung -> Schutzanspruch)
vorübergehende oder dauerhafte psychische Probleme durch bereits hergestellte Bindung
Belastungen durch Erleben des Abbruchs
Konflikthafte Entscheidungszwänge
Erschwerter Trauer- und Abschiedsprozess
Inhärente Konsequenzen der Diagnostik bis zur Befundmitteilung nicht hinreichend realisiert
-> Verdrängung
Schwangerschaftsabbruch nach positivem Befund kein „Schicksal“ mehr
-> Betroffener trägt Verantwortung
-> Kann mit „Schuld“ umgegangen werden?
Schuldgefühle durch Entscheidung unter Zeitdruck und fehlendes Abwägen
-> Verarbeitungsschwierigkeiten
Knapp 50% würden selbe Entscheidung noch einmal treffen
Jede 4. Frau wünscht sich mehr Information und Hilfe
Traumatische Erfahrung -> aktive Mitwirkung
Gefühl des allein gelassen werden -> medizinisches Personal überfordert
Überleben des Fötus zusätzliche Belastung
Wichtigstes Element der Verarbeitung
-> Akzeptanz der Schuld
-> kann weitere Schwangerschaft „verhindern“
2.3.5 Auswirkungen auf Partnerschaft
Häufig starke Krisen
-> mangelnde Kommunikation zwischen den Partnern
-> Distanzierung der Familienangehörigen
-> nachträgliche ethische Einwände
-> Verschweigen (durch Tabuisierung)
– Reichsstrafgesetzbuches §218 grundsätzlich unter Strafe
– medizinische Indikation -> gesetzlicher Notstand
– Neufassung -> „Indikationsregelung“
medizinisch, embryopathisch oder kriminologisch bedingte Indikation
– Neuregelung des §218 StGB -> bundeseinheitliche Regelung
Straffreiheit – „embryopathischen Indikation“; Absatz 3 Satz 1
Bis zur 22. SSW möglich (Schwangerschaftskonfliktberatung notwendig)
– Abschaffung der embryopathischen Indikation
– Vorliegen einer Entwicklungsabweichung des Ungeborenen als hinreichender Grund für eine Abtreibung, entfällt, aufgrund verfassungsgerichtlichen Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes zum Schutz ungeborenen Lebens und letztlich auch auf Betreiben von Behindertenverbänden und Kirchenvertretern -> letzte Neufassung des Gesetzes
3.2. Status des Ungeborenen
Staatlicher Schutz gegen rechtswidrige Eingriffe Dritter, auch gegenüber der Mutter
Gleichwertigkeit geborenen und ungeborenen Lebens ( Art. 1 Abs. 1 GG; Menschenwürde)
Ausnahmen von der „unantastbaren Menschenwürde“
Unterschiedliche Bewertung der Tötung vor und nach der Geburt – Widerspruch!
Indikationsfristen – „staatliche Übernahme jener Letztverantwortung“
-> Schutzpflicht entfällt, wenn:
Schwerwiegende Entwicklungsabweichung
Gegenwärtig oder zukünftig eine ernsthafte Beeinträchtigung des physischen und psychischen Gesundheitszustandes der Mutter
§218a StGB -> Schwangerschaftsabbruch bis zum Ende der 12. SSW
Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung (3Tage zuvor)
Straffreiheit bei: kriminologischer und medizinischer Indikation
01.01.2010: Schwangerschaftskonfliktgesetz (SchKG): mind. 3 Tage Frist zwischen Diagnoseeröffnung und der Bescheinigung einer medizinischen Indikation
Medizinische Indikation: Im Fokus die Zumutbarkeit für die Schwangere und deren Gesundheitszustand, nicht des Fötus
Embryopathische Abbrüche -> Unerträglichkeit für die Schwangere -> medizinisch notwendige Maßnahme -> ethisch neutralisiert
Gesetzlicher Spätabbruch:
Ohne jegliche Fristsetzung
Gesetzliche Grundlage für einen Spätabbruch
Schwangerschaftsabbruch theoretisch bis zum Einsetzen der Wehen möglich
Freiwillige Selbstbeschränkung in der Bundesrepublik für viele MedizinerInnen – Abbruch nur bis zur 24. SSW
Pflichtberatung bei sozialer Indikation
§218 StGB in Anlehnung §2 Schwangeren- und Familienhilfeänderungsgesetzes ein Recht auf Inanspruchnahme Beratung von Männer und Frauen in allen Schwangerschaft unmittelbar oder mittelbar berührende Fragen (Pränataldiagnostik etc.)
Unter Beobachtung  verfassungsmäßigen Schutz des ungeborenen Lebens
01.01.2010 – verpflichtende Beratung des Arztes der die Diagnose stellt  medizinische, psychische und soziale Aspekte und Unterstützungsmöglichkeiten Arzt hinzugezogen werden, der Erfahrung in dem Gebiet der befundenen Beeinträchtigung verfügt
weitere und vertiefende psychosoziale Beratung
verpflichtende Bedenkzeit von drei Tagen
Im Falle des Verstoßes der Ärzte: §14SchKG – Bußgeld von bis zu 5000 Euro
§1aSchKG: Auftrag an die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung  kostenloses Informationsmaterial über ein Leben mit einem Kind mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung und zum Leben erwachsener Menschen mit Behinderung
Kontaktadressen von: Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, Behindertenverbänden etc.
Rechtsanspruch auf psychosoziale Beratung
-> muss anschließend jeder Beratung mitgegeben werden
Beratungspflicht -> Zeitaufwand, keine ausreichende Vergütung
Eindeutige Kriterien zur Bewertung der zukünftigen Lebensverhältnisse einer Schwangeren nicht gegeben
Beziehungsverhältnis zwischen Arzt und Patient
Zeitliche Verzögerung – vermehrte Spätabbrüche
Zeitlich fehlender Spielraum für Schwangere
Keine Beratung von Inanspruchnahme der PND
Keine Beratung – bloße Hinweispflicht für Informationsmaterial
Umfangreiche medizinische und psychosoziale Beratung (Ziel)
4.1 Ethische Begründbarkeit der
Zuverlässigkeit von Spätabbrüchen
4.2 Ethische Begründung
der Ablehnung von Spätabbrüchen
4.1.2 Teilbarkeit von Personalität
4.1.3 Wahrnehmung von Lebenszufriedenheit aus der Außenperspektive
4.2.3 Wahrnehmung von Lebenszufriedenheit
philosophischen Tradition des Utilitarismus
fehlende Personalität des heranwachsenden Fötus
Teilbarkeit der Menschenwürde: begrenztes Recht auf Leben des Ungeborenen
radikalster und provokantester Vertreter einer Ethik
Peter Singer -> befürwortet pränatale Diagnostik und die Selektion von behindertem Leben
Utilitarismus beurteilt menschliche Handlungen nach ihrer Nützlichkeit
Nützlichkeit = Ergebnis von Handlungen (das Glück der Menschen)
-> Ausgangspunkt -> anthropologische Prämisse =>
Menschen streben nach Glück
vermeiden Schmerz und Leid
Maßstab der Bewertung von Handeln:
Realisierung von Freude
Verhinderung von Leid
Philosoph Jeremy Bentham fasste die systematische Theorie der Utilitarismus zusammen -> griffige Formel für richtiges und falsches Handeln
„the greatest happiness of the greatest number“
Soziologe Max Weber spricht von -> „Verantwortungsethik“, oftmals wird von „Erfolgsethik“ gesprochen
„Singer (1994) wendet die utilitaristische Philosophie in seiner Schrift „Praktische Ethik“ auf das Lebensrecht von Menschen mit Behinderung an.“
->Selbstkontrolle
->Sinn für Zukunft
->Sinn für Vergangenheit
->Die Fähigkeit, mit anderen Beziehungen zu knüpfen
->Die Fähigkeit, sich um andere zu kümmern
->Kommunikation
->Neugier
Weist man diese Eigenschaften der Personalität nicht auf -> kein Recht auf Leben
Abwägung zwischen Leben des Kindes (Leid und Schmerz) und den Interessen der Eltern, Pflegepersonals, der Gesellschaft und womöglich noch zu zeugenden Kindern
Leidverhinderung durch eine Spätabtreibung
Ehrlich, 1998 -> Gegenargument auf das Recht von Leben – der Fötus kann sich weder etwas wünschen, noch etwas bedauern
Geborenwerden unter schlechten Bedingungen -> „späteres Unglück“ für Mutter und Kind
Ehrlich stellt nicht die fehlende Personalität in den Vordergrund wie Singer, sondern das zu verhindernde Leid
fristloser Schwangerschaftsabbruch hält Ehrlich für sinnvoll
Ehrlich, 1993: Die Frau hat ein Recht auf selbstbestimmte Lebensplanung
Emanzipation vom eigenen Körper
Recht auf Selbstbestimmung höher, als das Recht des Ungeborenen
Selbstbestimmung als Individualkategorie
Unteilbarkeit von Menschenwürde
unbegrenzten Recht auf Leben, auch für das vorgeburtliche Leben
normative philosophische Tradition
Handeln der Einzelnen nach Maßgabe allgemein verbindlicher Grundsätze erfasst oder von ihren Motiven her beurteilt
Universalismus der Menschenrechte, auch in Bezug auf das ungeborene Leben
Normative Moralphilosophie
Deontologische Ethik = griechisch deon -> Pflicht
Max Weber spricht von „Gesinnungsethik“ -> ..die nicht die Folgen des Handelns, sondern den guten Willen zum Kriterium des Handelns macht
Unteilbarkeit der Menschenwürde:
- „unableitbares Grundrecht“ für:
Menschen mit oder ohne Krankheit
Menschen mit oder ohne sonstige Abweichungen von einem vermeintlichen Normalzustand
- gilt auch für das vorgeburtliche menschliche Leben
- Allgemeine Deklaration der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10.12.1948:
-> Artikel 1:
Unterscheidung Außenperspektive und Innenperspektive
„Lebenswert und Lebensqualität sind in einer verantwortlichen Ethik nur in der Innenperspektive der Betroffenen einsichtig.“
Antor/Bleidick 2000
Nach Haker 1998:
Das Recht auf Leidminderung kann nicht so ausgedehnt werden, dass der eigene Tod mitinbegriffen ist.
Dworkin 1994:
„Selbst Kinder mit ganz schrecklichen Deformationen können Bindungen entwickeln, Liebe geben und empfangen, kämpfen und bis zu einem bestimmten Grade ihre Behinderungen besiegen. Wenn ihr Leben also einen beträchtlichen Wert hat, wie hätte es dann für sie (Hervorhebung im Original, d. Verf.) besser sein können, wenn sie im Mutterleib getötet worden wären?“
zu Gunsten des Ungeborenen
„Wenn ein Fötus wirklich ein Recht auf Leben hätte, könnte man das Interesse der Mutter an einem erfüllten Leben kaum für wichtiger halten als dieses Recht. Selbst (…) das Bestehen darauf, dass eine Abtreibung bei schwerer Missbildung des Fötus moralisch zulässig sein kann (…), lässt sich kaum rechtfertigen, wenn man davon ausgeht, dass ein Fötus ein Recht darauf hat, am Leben zu bleiben.“
Arz de Falco 1998:
„Wenn Behinderung etwas Vermeidbares ist, verlieren Behinderte ihre Lebensberechtigung.“
Peters, Jeannine Sabine (2011) Spätabbruch: Schwangerschaftsabbruch nach der Pränataldiagnostik
www.youtube.com/watch?v=PCY5pbDcMsQ [zuletzt aufgerufen am 04.01.2013]
Wewetzer, Christa; Wernstedt, Thela "Spätabbruch der Schwangerschaft" (2008)
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