Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=12.07.1951&Aktenzeichen=4%20StR%20339%2F51
Timestamp: 2020-01-29 06:01:15
Document Index: 34862708

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 47', '§ 125', '§ 9', '§ 22', 'BGH', 'BGH', '§ 34', 'BGH', 'BGH', '§ 34', 'BGH', 'BGH', '§ 35', 'BGH', '§ 3', '§ 3', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 46', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.07.1951 - 4 StR 339/51 - dejure.org
BGH, 12.07.1951 - 4 StR 339/51
https://dejure.org/1951,238
BGH, 12.07.1951 - 4 StR 339/51 (https://dejure.org/1951,238)
BGH, Entscheidung vom 12.07.1951 - 4 StR 339/51 (https://dejure.org/1951,238)
BGH, Entscheidung vom 12. Juli 1951 - 4 StR 339/51 (https://dejure.org/1951,238)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1951,238) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
NJW 1951, 769
Nach herrschender Meinung liegt die von § 47 Abs. 1 Nr. 2 HSOG und den anderen Vorschriften über den polizeilichen Gewahrsam geforderte Gefahr vor, wenn der Eintritt eines Schadens sofort und fast mit Gewißheit (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) zu erwarten ist (…H.J. Wolff, a.a.O., § 125 III b 4; Bundesgerichtshof, Urteil vom 12. Juli 1951 [NJW 1951, 769]; OVG Münster, Beschluß vom 24. April 1954 [OVGE 8, 239];… Müller-Heidelberg/Clauss, Das nds. Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung, 2. Aufl. [1956], § 9 Erl. 2 c; Reiff, Polizeigesetz für Baden-Württemberg, 1956, § 22 Erl. II 1 a;… Scheer, Allgemeines Polizeirecht und Ordnungsrecht im Lande Hessen, 1967, S. 227;… Rietdorf/Heise/Böckenförde/Strehlau, a.a.O.; Nr. 25.11 der Verwaltungsvorschrift zum Polizeigesetz vom 4. Dezember 1969 (MBl. NW S. 2000)).
Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofes hat sich im Urteil vom 12. Juli 1951 - 4 StR 339/51 - ebenfalls zu diesen Grundsätzen bekannt.
BGH, 10.02.1982 - 3 StR 398/81
Anforderungen an Verurteilung wegen psychischer Beihilfe - Voraussetzungen der …
Unter "gegenwärtiger" Gefahr ist ein Gefahrenzustand zu verstehen, der sich so sehr verdichtet hat, daß er nach menschlicher Erfahrung bei natürlicher Weiterentwicklung der gegebenen Sachlage den Eintritt einer Schädigung als sicher oder doch höchstwahrscheinlich erwarten läßt, wenn nicht alsbald eine Abwehrmaßnahme ergriffen wird (RG JW 1932, 2290, 2292 mit Anmerkung H. Mayer; BGH NJW 1951, 769 f; MDR 1957, 691;… Lackner, StGB 14. Aufl. § 34 Anm. 2 a).
Nach der Rechtsprechung reicht es auch aus, daß eine Gefahr als Dauergefahr über einen längeren Zeitraum gegenwärtig ist, sei es, daß sie jederzeit - zu einem Ungewissen Zeitpunkt, alsbald oder auch später - in einen Schaden umschlagen kann, oder sei es, daß der zu besorgende Schaden zwar nicht unmittelbar bevorsteht, aber doch nur durch sofortiges, gegenwärtiges Handeln abgewendet werden kann (BGHSt 5, 371, 373; BGH NJW 1951, 769 f; MDR 1957, 691; NJW 1979, 2053, 2054;… Lenckner in Schönke/Schröder, StGB 20. Aufl. § 34 Rdn 17).
Die Frage, ob es sich danach im Einzelfall um eine Erpressung unter Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben handelt, liegt - was die Revision der Staatsanwaltschaft nicht genügend beachtet - im wesentlichen auf tatsächlichem Gebiet (BGH NJW 1951, 769, 770; MDR 1957, 691).
Danach hat das Landgericht auf der Grundlage seiner Feststellungen in wertender Betrachtung den Grad der Wahrscheinlichkeit abgeschätzt, mit dem hier eine Verletzung der bedrohten Rechtsgüter Leib und Leben zu besorgen war (vgl. BGH NJW 1951, 769, 770).
Die bei der Regelung von Auslandssachverhalten entstehende Kollision von Territorialitätsprinzip und Personalitätsprinzip ist - jedenfalls im hier relevanten Bereich des Außenwirtschaftsstrafrechts - in dem Sinne zu lösen, dass die Staatsangehörigkeit des Normadressaten als ausreichende Verknüpfung zu dem normierten Auslandstatbestand anzusehen ist (…vgl. Diemer in Erbs/Kohlhaas, Straf rechtliche Nebengesetze, AWG § 35 Rdn. 2; allg. BGH NJW 1969, 1542; NJW 1951, 769 f.; jeweils zu § 3 StGB aF;… Eser in Schönke/Schröder, StGB 27. Aufl. Vorbem. §§ 3-7 Rdn. 6; vgl. auch § 5 Nr. 3 Buchst. a, Nr. 5 Buchst. b, Nr. 8, 9, 12, 13 StGB).
Letzteres hätte als negatives Indiz (Bruns NStZ 1981, 81, 82) zur Annahme eines größeren Schuldumfangs und zu einer schärferen Bestrafung der Angeklagten für die angeklagte Tat führen können (so schon BGH NJW 1951, 769, 770).
Danach wäre eine Beweisaufnahme mit dem Ziel, den Angeklagten die Begehung früherer, nicht angeklagter Taten nachzuweisen und diese sodann im Rahmen der Bewertung des Vorlebens der Angeklagten strafschärfend zu berücksichtigen, zulässig gewesen (BGH NJW 1951, 769, 770;… BGHR StGB § 46 Abs. 2 Vorleben 26).
BGH, 06.12.1972 - 2 StR 499/72
Voraussetzungen für die Berücksichtigung mildernder Umstände bei der …
Deshalb darf dieser Umstand zum Nachteil des Angeklagten bei der Strafzumessung verwertet werden (vgl. BGH Urteile vom 1. Juli 1954 - 3 StR 282/54; vom 12. Juli 1951 - 4 StR 339/51).
Dass dieser in der Fassung der Verordnung über den Geltungsbereich des Strafrechts vom 6. Mai 1940 nach wie vor gilt, hat der erkennende Senat bereits anerkannt (BGH NJW 1951 S 769 Nr. 1).
Was der Angeklagte tat, stellte durchaus nicht das einzige Mittel dar, das sich dem Angeklagten bot (BGH NJW 1951 S 769 Nr. 15 und die dort angeführten Entsch).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (…BGH NStZ 1981, S. 99 (99 f.);… St Bd 34, S. 200 (211); BGH NJW 1951, S. 769 (770)) ist das Gericht durch den Grundsatz, dass sich Untersuchung und Entscheidung auf die in der Anklage bezeichnete Tat beschränken, nicht gehindert, auch andere Tatsachen zu ermitteln und festzustellen, wenn diese zumindest mittelbar für die Beurteilung der Tat oder des Täters von Bedeutung sind.
BGH, 12.03.1953 - 5 StR 882/52
Der Bundesgerichtshof hat solche Verurteilungen auch schon mehrfach bestätigt (NJW 1951, 769).
Diese Vorschrift ist gültig, wie der Bundesgerichtshof seit der Entscheidung NJW 1951, 769 in ständiger Rechtsprechung erkennt.
Verdachtsstrafe - Heranziehung erheblicher Verhaltensweisen - Untersuchungsbefund …
OLG Stuttgart, 19.12.1977 - 3 Ss (3) 606/77
Verurteilung wegen Meineids; Tätigung einer Falschaussage zugunsten eines …
BGH, 05.05.1982 - 2 StR 721/81
Aufhebung eines Rechtsfolgenausspruchs wegen fehlerhafter Nichtberücksichtigung …
BGH, 14.01.1977 - 1 StR 639/76
Ablehnung eines auf Vernehmung eines Kriminalbeamten gerichteten …
BGH, 15.11.1966 - 1 StR 447/66
Voraussetzungen für eine Strafbarkeit wegen Mordes - Anforderungen an das …
BGH, 24.11.1953 - 1 StR 760/52
BGH, 16.01.1953 - 2 StR 24/51
BGH, 23.09.1952 - 2 StR 85/52
BGH, 18.07.1967 - 5 StR 323/67
Geltendmachung einer Aufklärungsrüge und einer allgemeinen Sachrüge - …
BGH, 25.01.1966 - 5 StR 509/65
Verletzung der Aufklärungspflicht infolge Ablehnung der Anhörung eines weiteren …
BGH, 15.06.1962 - 2 StR 531/61
Strafbarkeit wegen Massenerschießungen von Juden - Befolgung eines …
BGH, 14.12.1954 - 5 StR 353/54
BGH, 08.05.1958 - 4 StR 95/58
BGH, 10.05.1955 - 1 StR 54/55
BGH, 25.06.1953 - 3 StR 557/52
Beihilfe zur versuchten Urkundenfälschung - Anwendbarkeit des deutschen …
BGH, 16.06.1952 - 3 StR 721/51
BGH, 13.12.1951 - 4 StR 47/51
BGH, 06.12.1951 - 4 StR 608/51
BGH, 16.10.1951 - 1 StR 44/51