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Timestamp: 2018-02-22 12:40:32
Document Index: 283580462

Matched Legal Cases: ['§ 289', '§ 315', '§ 289', '§ 315', '§ 160', '§ 289', '§ 315', '§ 289', '§ 315', '§ 264', '§ 325', '§ 267', '§ 289', '§ 315', '§ 315', '§ 298', '§ 291', '§ 289', '§ 315', '§ 289', '§ 315', '§ 289', '§ 315', '§ 289', '§ 315', '§ 289', '§ 315']

Risikoberichterstattung - dargestellt am Beispiel der Unternehmen ... | Masterarbeit, Hausarbeit, Bachelorarbeit veröffentlichen
____________________________ Abbildungsverzeichnis __________________________ V
6 Abbildung 1: Bestandteile des (Konzern-) Lageberichts . . . . . . . Abbildung 2: Das System der Grundsätze ordnungsmäßiger
35 Abbildung 3: Bestätigungsvermerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Abbildung 4: Systematisierung der Grundgesamtheit nach
Abbildung 5: Systematisierung der Grundgesamtheit nach
36 Branchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Abbildung 6: Systematisierung der Grundgesamtheit nach
der Konzernbilanzsumme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Abbildung 7: Umfang der Risikoberichterstattung nach
39 Größenklassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Abbildung 8: Umfang der Risikoberichterstattung nach
39 Branchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Abbildung 9: Prozentualer Anteil der Risikoberichterstattung
Abbildung 10: Prozentualer Anteil der Risikoberichterstattung
41 Abbildung 11: Stellung der Risikoberichterstattung . . . . . . . . . . . . 42 Abbildung 12: Bezeichnung der Risikoberichterstattung . . . . . . . . 44 Abbildung 13: Risikokategorisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Abbildung 14: Umfang des Berichts über das
44 Risikomanagement nach Branchen . . . . . . . . . . . . Abbildung 15: Umfang des Berichts über das
46 Abbildung 16: Inhalt des Berichts über das Risikomanagement . . 46 Abbildung 17: Angaben über bestandsgefährdende Risiken . . . . . Abbildung 18: Angaben über Risiken mit wesentlichem Einfluss
____________________________ Abkürzungsverzeichnis __________________________ VII
Abb. Abbildung Abs. Absatz AG Aktiengesellschaft; Die Aktiengesellschaft AktG Aktiengesetz Anm. d. V. Anmerkung des Verfassers Art. Artikel Aufl. Auflage BB Betriebs-Berater BBK Buchführung Bilanz Kostenrechnung BFuP Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis bzw. beziehungsweise ca. circa DB Der Betrieb d.h. das heißt DRS Deutsche Rechnungslegungs Standards DRSC Deutsches Rechnungslegungs Standards Committee DStR Deutsches Steuerrecht ebd. ebenda EG Europäische Gemeinschaft etc. et cetera EU Europäische Union f. folgende ff. fortfolgende GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung GoB Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung GoL Grundsätze ordnungsmäßiger Lageberichterstattung HFA Hauptfachausschuss HGB Handelsgesetzbuch Hrsg. Herausgeber IAS International Accounting Standards IDW Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. IT Informationstechnologie
Als Reaktion auf die spektakulären Unternehmenszusammenbrüche in den neunziger Jahren und der damit verbundenen Kritik an Abschlussprüfern und Aufsichtsräten, verabschiedete der Deutsche Bundestag am 6. März 1998 das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich, kurz KonTraG. 1 Das Gesetz trat am 1. Mai 1998 in Kraft. 2 Die Neuerungen des Handelsgesetzbuches sind erstmals für die Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 1998 beginnen. 3
Laut der allgemeinen Begründung des Gesetzentwurfs, werden mit
dem KonTraG die folgenden zwei Ziele verfolgt: 4 xx Die Schwächen des Unternehmenskontrollsystems sollen
Um diese Ziele zu erreichen, wurden durch das KonTraG unter anderem die Vorschriften zur Lage- und Konzernberichterstattung (§ 289 Abs. 1 HGB und § 315 Abs. 1 HGB) geändert. Diese beiden Vorschriften wurden um den Zusatz: „... dabei ist auch auf die Risiken der künftigen Entwicklung einzugehen“ 5 ergänzt. 6
1 Vgl. Baetge/Schulze, S. 937.
2 Vgl. Wiechers, S. 1153.
3 Vgl. Moldzio, S. 3713.
4 Vgl. Begründung Referenten Entwurf eines Gesetzes zu Kontrolle und Transparenz
im Unternehmensbereich, S. 23, zitiert nach: Brebeck/Herrmann, S. 381.
5 § 289 Abs. 1 2. Halbsatz HGB und § 315 Abs. 1 2. Halbsatz HGB.
6 Vgl. Dörner/Bischof, S. 445.
2. Der Lagebericht als konstitutiver Rahmen
für den Risikobericht
In diesem Teil der Arbeit werden vorab die Anforderungen an einen ordnungsgemäßen Risikobericht dargestellt, die dann später mit den Ergebnissen der empirischen Untersuchung verglichen werden. Dazu ist es notwendig zuerst den Rahmen in den der Risikobericht gebettet ist - den Lagebericht - genauer zu betrachten, bevor auf die speziellen Anforderungen an die Risikoberichterstattung eingegangen werden kann.
2.1 Gesetzliche Vorschriften zum Lagebericht
Ursprünglich entstand der Lagebericht aus dem sogenannten
Kommanditgesellschaften auf Aktien nach § 160 AktG von 1965 ab dem 1. Januar 1966 neben dem Jahresabschluss erstellen mussten. Durch das BiRiLiG von 1985, welches die 4., 7. und 8. EG-Richtlinie in deutsches Recht umsetzte, wurden die Vorschriften vom Aktiengesetz 1965 ins HGB verlagert. Damit waren sie auch für die GmbH verpflichtend. Dabei wurde der Begriff Geschäftsbericht aufgegeben, aus ihm ging der Anhang, als dritter Teil des Jahresabschlusses, und der Lagebericht, als eigenes Rechnungslegungsinstrument, hervor. 7 Seither wurden die Anforderungen an die Lageberichterstattung mehrfach verändert; zuletzt durch das KapCoRiLiG von 2000. Die für diese Arbeit entscheidende Änderung brachte das KonTraG von 1998.
§ 289 Abs.1 und § 315 Abs. 1 wurden mit dem Zusatz „dabei ist auch
auf die Risiken der künftigen Entwicklung einzugehen“ 8 ergänzt, woraus sich die Pflicht zur Erstellung eines Risikoberichts ergibt.
7 Vgl. Selch, S. 357 ff.
8 § 289 Abs. 1 2. Halbsatz HGB und § 315 Abs. 1 2. Halbsatz HGB.
2.1.1 Vorschriften des HGB
2.1.1.1 Pflicht zur Aufstellung und Offenlegung
Gemäß § 264 Abs. 1 HGB sind die gesetzlichen Vertreter mittlerer und großer Kapitalgesellschaften (AG, GmbH, KGaA) verpflichtet, in den ersten drei Monaten eines Geschäftsjahres neben dem Jahresabschluss auch einen Lagebericht für das abgelaufene Geschäftsjahr aufzustellen und innerhalb von 12 Monaten offen zu legen (§ 325 HGB). Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe
Lageberichts, auf die hier aber nicht weiter eingegangen wird. Für kleine Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB besteht bezüglich der Lageberichterstattung ein Wahlrecht. 9 Sollten kleine Kapitalgesellschaften oder Personengesellschaften freiwillig einen Lagebericht aufstellen, so unterliegt dieser den gleichen Anforderungen wie ein Lagebericht, der aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung erstellt wurde. Dies wird unter anderem damit begründet, dass mit dem Begriff (Konzern-) Lagebericht ein in § 289 bzw. § 315 HGB festgelegter Inhalt verbunden ist. 10 Diese Auffassung vertritt auch das IDW. 11
Mutterunternehmen haben die Möglichkeit, Lagebericht und Konzernlagebericht zusammengefasst aufzustellen und offen zu legen (§§ 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB). 12 Bestimmte Mutterunternehmen haben darüber hinaus die Möglichkeit, einen befreienden Konzernabschluss nach §§ 291, 292 und 292a HGB zu erstellen. 13
In diesem Zusammenhang stellt sich - auch im Hinblick auf die empirische Untersuchung dieser Arbeit - die Frage, ob eine
9 Vgl. Baetge/Schulze, S. 937; Lechtape/Krumbholz, S. 57 f.
10 Vgl. Dörner/Bischof, S. 454.
11 Vgl. IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung, Tz. 8.
12 Vgl. Lechtape/Krumbholz, S. 58.
13 Vgl. Dörner/Bischof, S. 451.
Konzernabschlusses von ihrer Teilkonzernrechnungslegungspflicht befreit, besteht eine Berichtspflicht bezüglich der Risiken der künftigen Entwicklung. 16
2.1.1.2 Inhalt des Lageberichts
Gesetzlich normiert ist der Inhalt des Lageberichts in § 289 Abs. 1 und 2 HGB und der des Konzernlageberichts in § 315 Abs. 1 und 2 HGB. Dies lässt sich wie folgt grafisch veranschaulichen:
Abb. 1: Bestandteile des (Konzern-) Lageberichts
Quelle: Coenenberg, S. 842
Die Angaben zum Geschäftsverlauf, zur Lage und zu den Risiken der künftigen Entwicklung nach § 289 Abs. 1 bzw. § 315 Abs. 1 HGB, auch als Wirtschaftsbericht bezeichnet, sind die zentralen Elemente des Lageberichts und werden daher auch als „Kern des Lageberichts“ bezeichnet. 17 Aus der Formulierung: „...sind zumindest ... darzustellen...“ 18 geht hervor, dass es sich hierbei um Pflichtangaben handelt.
Die Formulierung „... soll auch eingehen auf: ...“ 19 im zweiten Absatz der eben genannten Paragrafen, ist nicht als ein Wahlrecht der Unternehmen zu sehen, nach Belieben einen Prognose-, Nachtrags-,
16 Vgl. ebd., S. 455.
17 Vgl. Baetge (1996), S. 10.
18 § 289 Abs. 1 HGB; § 315 Abs. 1 HGB.
19 § 289 Abs. 2 HGB; § 315 Abs. 2 HGB.
xx Forschung und Entwicklung:
2.1.2 Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich, kurz KonTraG, wurde am 6. März 1998 vom deutschen Bundestag in 2. und 3. Lesung verabschiedet. Nach der Zustimmung des
27 Vgl. IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung, Tz. 47.
28 Vgl. Baetge (1996), S. 643.
29 Vgl. IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung, Tz. 46.
30 Vgl. Lechtape/Krumbholz, S. 6465.
31 § 289 Abs. 1 HGB; § 315 Abs. 1 HGB.
32 Vgl. Baetge (1996), S. 644 f.
Bundesrates vom 27. März 1998 33 trat es am 1. Mai 1998 in Kraft. 34 Es handelt sich um ein Artikelgesetz, das die Änderung mehrerer Gesetze umfasst. 35 Dabei wird eine dem internationalen Standard entsprechende investor- und kapitalmarktorientierte Vorschrift zur Rechnungslegung sowie zur Prüfung neu ins HGB aufgenommen. 36
Marcus Mayer (Autor)
V185791
9783656990727
9783867466745
risikoberichterstattung beispiel unternehmen
Marcus Mayer (Autor), 2002, Risikoberichterstattung - dargestellt am Beispiel der Unternehmen des DAX 100, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/185791