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Timestamp: 2019-10-23 02:56:26
Document Index: 311313017

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 61', '§ 66', '§ 67', '§ 92', '§ 66', '§ 67', '§ 67', '§ 63', '§ 63', '§ 67', '§ 7', 'Art. 1', '§ 7', 'Art. 2', '§ 7', 'Art. 1', '§ 7', 'Art. 3', '§ 7', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 2', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 38', '§ 82', '§ 104', '§ 105', '§ 34', '§ 1', '§ 43', '§ 88', '§ 26', '§ 26']

Landesrecht BW § 7 JGG | Bundesnorm | Maßregeln der Besserung und Sicherung | Jugendgerichtsgesetz | gültig ab: 01.06.2013
(1) Als Maßregeln der Besserung und Sicherung im Sinne des allgemeinen Strafrechts können die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder einer Entziehungsanstalt, die Führungsaufsicht oder die Entziehung der Fahrerlaubnis angeordnet werden (§ 61 Nr. 1, 2, 4 und 5 des Strafgesetzbuches).
(2) Das Gericht kann im Urteil die Anordnung der Sicherungsverwahrung vorbehalten, wenn
der Jugendliche zu einer Jugendstrafe von mindestens sieben Jahren verurteilt wird wegen oder auch wegen eines Verbrechens
durch welches das Opfer seelisch oder körperlich schwer geschädigt oder einer solchen Gefahr ausgesetzt worden ist, und
die Gesamtwürdigung des Jugendlichen und seiner Tat oder seiner Taten ergibt, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut Straftaten der in Nummer 1 bezeichneten Art begehen wird.
Das Gericht ordnet die Sicherungsverwahrung an, wenn die Gesamtwürdigung des Verurteilten, seiner Tat oder seiner Taten und ergänzend seiner Entwicklung bis zum Zeitpunkt der Entscheidung ergibt, dass von ihm Straftaten der in Satz 1 Nummer 1 bezeichneten Art zu erwarten sind; § 66a Absatz 3 Satz 1 des Strafgesetzbuches gilt entsprechend. Für die Prüfung, ob die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung am Ende des Vollzugs der Jugendstrafe auszusetzen ist, und für den Eintritt der Führungsaufsicht gilt § 67c Absatz 1 des Strafgesetzbuches entsprechend.
(3) Wird neben der Jugendstrafe die Anordnung der Sicherungsverwahrung vorbehalten und hat der Verurteilte das siebenundzwanzigste Lebensjahr noch nicht vollendet, so ordnet das Gericht an, dass bereits die Jugendstrafe in einer sozialtherapeutischen Einrichtung zu vollziehen ist, es sei denn, dass die Resozialisierung des Verurteilten dadurch nicht besser gefördert werden kann. Diese Anordnung kann auch nachträglich erfolgen. Solange der Vollzug in einer sozialtherapeutischen Einrichtung noch nicht angeordnet oder der Gefangene noch nicht in eine sozialtherapeutische Einrichtung verlegt worden ist, ist darüber jeweils nach sechs Monaten neu zu entscheiden. Für die nachträgliche Anordnung nach Satz 2 ist die Strafvollstreckungskammer zuständig, wenn der Betroffene das vierundzwanzigste Lebensjahr vollendet hat, sonst die für die Entscheidung über Vollzugsmaßnahmen nach § 92 Absatz 2 zuständige Jugendkammer. Im Übrigen gelten zum Vollzug der Jugendstrafe § 66c Absatz 2 und § 67a Absatz 2 bis 4 des Strafgesetzbuches entsprechend.
(4) Ist die wegen einer Tat der in Absatz 2 bezeichneten Art angeordnete Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus nach § 67d Abs. 6 des Strafgesetzbuches für erledigt erklärt worden, weil der die Schuldfähigkeit ausschließende oder vermindernde Zustand, auf dem die Unterbringung beruhte, im Zeitpunkt der Erledigungsentscheidung nicht bestanden hat, so kann das Gericht nachträglich die Unterbringung in der Sicherungsverwahrung anordnen, wenn
die Unterbringung des Betroffenen nach § 63 des Strafgesetzbuches wegen mehrerer solcher Taten angeordnet wurde oder wenn der Betroffene wegen einer oder mehrerer solcher Taten, die er vor der zur Unterbringung nach § 63 des Strafgesetzbuches führenden Tat begangen hat, schon einmal zu einer Jugendstrafe von mindestens drei Jahren verurteilt oder in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht worden war und
die Gesamtwürdigung des Betroffenen, seiner Taten und ergänzend seiner Entwicklung bis zum Zeitpunkt der Entscheidung ergibt, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut Straftaten der in Absatz 2 bezeichneten Art begehen wird.
(5) Die regelmäßige Frist zur Prüfung, ob die weitere Vollstreckung der Unterbringung in der Sicherungsverwahrung zur Bewährung auszusetzen oder für erledigt zu erklären ist (§ 67e des Strafgesetzbuches), beträgt in den Fällen der Absätze 2 und 4 sechs Monate, wenn die untergebrachte Person bei Beginn des Fristlaufs das vierundzwanzigste Lebensjahr noch nicht vollendet hat.
§ 7 Abs. 1: Früher einziger Text gem. Art. 1 Nr. 1 G v. 8.7.2008 I 1212 mWv 12.7.2008
§ 7 Abs. 2 u. 3: Früher Abs. 2 gem. u. idF d. Art. 2 Nr. 1 Buchst. a G v. 5.12.2012 I 2425 mWv 1.6.2013
§ 7 Abs. 4 (früher Abs. 3): Eingef. durch Art. 1 Nr. 1 G v. 8.7.2008 I 1212 mWv 12.7.2008
§ 7 Abs. 4 (früher Abs. 3) Satz 1 Nr. 2: IdF d. Art. 3 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a G v. 22.12.2010 I 2300 mWv 1.1.2011
§ 7 Abs. 5 (früher Abs. 4): Eingef. durch Art. 1 Nr. 1 G v. 8.7.2008 I 1212 mWv 12.7.2008; früherer Satz 1 aufgeh., früherer Satz 2 jetzt einziger Text gem. Art. 3 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. b G v. 22.12.2010 I 2300 mWv 1.1.2011; jetzt Abs. 5 gem. u. idF d. Art. 2 Nr. 1 Buchst. c Eingangssatz u. DBuchst. aa bis cc G v. 5.12.2012 I 2425 mWv 1.6.2013
§ 7 JGG, vom 22.12.2010, gültig ab 01.01.2011 bis 31.05.2013
§ 7 JGG, vom 08.07.2008, gültig ab 12.07.2008 bis 31.12.2010
§ 7 JGG, vom 20.12.1984, gültig ab 01.01.1985 bis 11.07.2008
§ 7 JGG, vom 11.12.1974, gültig ab 01.01.1975 bis 31.12.1984
§ 7 JGG wird von folgenden Dokumenten zitiert
§ 38 SG, gültig ab 23.05.2015
§ 82 JGG, gültig ab 01.06.2013
§ 104 JGG, gültig ab 07.10.2012 bis 04.09.2017
§ 105 JGG, gültig ab 08.09.2012
§ 34 PsychKHG, gültig ab 30.06.2019
§ 1 AAZuVO, gültig ab 27.01.2016
§ 43 PsychKHG, gültig ab 01.01.2015
§ 88 JVollzGB IV, gültig ab 01.06.2013
Verwaltungsvorschrift des Justizministeriums zur Neufassung der Strafvollstreckungsordnung und zum Neuerlass der Einforderungs- und Beitreibungsanordnung § 26 Abweichen vom Vollstreckungsplan, i. d. F. v. 02.08.2017, Az.:4300/0411
Verwaltungsvorschrift des Justizministeriums zur Neufassung der Strafvollstreckungsordnung und zum Neuerlass der Einforderungs- und Beitreibungsanordnung § 26 Abweichen vom Vollstreckungsplan, i. d. F. v. 06.07.2011, Az.:4300/0411
SichVAbstUmsG, gültig ab 01.06.2013
BVerfG 2011-05-04,
SichVNOG, gültig ab 01.01.2011
SichVNachtrJStrG, gültig ab 12.07.2008
StVollzÄndG, gültig ab 01.01.1985
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