Source: https://www.diebewertung.de/h-adcuram-invest-ag-keine-gute-bilanzadcuram-invest-ag-keine-gute-bilanz/
Timestamp: 2020-01-28 15:06:42
Document Index: 351716058

Matched Legal Cases: ['§325', '§ 221', '§ 221', '§ 201', '§ 195', '§ 281']

ADCURAM Invest AG - keine gute Bilanz - Diebewertung
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ADCURAM Invest AG – keine gute Bilanz
Eine Bilanz, die mit einem Jahresendergebnis von -8.490.945,60 Euro abschließt, ist dann sicherlich keine überzeugende und keine Jubelbilanz. Da muss man möglicherweise eher über Veränderungen im Management nachdenken.Befreiender Jahresabschluss gem. §325 a HGB
zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017
A. Anlagevermögen 1.002.354,03 741.883,03
I. Finanzanlagen 1.002.354,03 741.883,03
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 461.610,13 395.111,84
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 540.743,90 346.771,19
B. Umlaufvermögen 79.713.168,65 98.852.563,55
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 48.879.406,95 54.130.699,76
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 24.543,68
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 0,00
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 29.636.970,25 25.215.915,48
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.337,50 44.327,50
davon sonstige Forderungen 29.617.632,75 25.171.587,98
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 29.617.632,75 23.683.104,46
3. Sonstige Forderungen 19.242.436,70 28.890.240,60
II. Guthaben bei Kreditinstituten 30.833.761,70 44.721.863,79
C. Aktive latente Steuern 109.678,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 80.825.200,68 99.594.446,58
A. Eigenkapital 78.333.528,90 96.824.474,50
I. eingefordertes und einbezahltes Grundkapital 71.000,00 71.000,00
II. Kapitalrücklagen 4.286.541,08 4.286.541,08
1. Gebundene 1.125.100,10 1.125.100,10
2. Nicht gebundene 3.161.440,98 3.161.440,98
III. Bilanzgewinn 73.975.987,82 92.466.933,42
davon Gewinnvortrag 92.466.933,42 116.126.631,90
B. Rückstellungen 2.457.519,93 2.692.359,39
1. Steuerrückstellungen 282.430,93 461.939,08
davon Rückstellungen für latente Steuern 0,00 18.944,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.175.089,00 2.230.420,31
C. Verbindlichkeiten 34.151,85 77.612,69
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.764,35 14.480,93
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 20.764,35 14.480,93
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 13.387,50 62.182,26
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.387,50 56.227,50
davon sonstige Verbindlichkeiten 0,00 5.954,76
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 13.387,50 62.182,26
3. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 949,50
davon aus Steuern 0,00 949,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 949,50
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 34.151,85 77.612,69
Bilanzsumme, Summe Passiva 80.825.200,68 99.594.446,58
Haftungsverhältnisse in EUR 670.000,00 0,00
1. Umsatzerlöse 312.400,00 1.355.321,90
a) übrige 115.852,20 274.024,48
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen -312.400,00 -1.355.321,90
a) übrige -11.976.719,01 -331.406,39
5. Betriebsergebnis -11.860.866,81 -57.381,91
6. Erträge aus Beteiligungen 2.589.934,36 73.507.814,92
davon aus verbundenen Unternehmen 2.589.934,36 73.454.641,91
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 349.173,20 633.660,08
davon aus verbundenen Unternehmen 96.616,09 52.578,08
8. Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen 218.040,21 17.827.103,59
9. Aufwendungen aus Finanzanlagen und Darlehen -7.800,00 -153.073,00
a) Abschreibungen 7.800,00 153.073,00
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen 7.800,00 103.104,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -62,00 0,00
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
11. Finanzergebnis 3.149.285,77 91.815.505,59
12. Ergebnis vor Steuern -8.711.581,04 91.758.123,68
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 220.635,44 -417.822,16
14. Ergebnis nach Steuern -8.490.945,60 91.340.301,52
15. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -8.490.945,60 91.340.301,52
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 92.466.933,42 116.126.631,90
17. Dividende -10.000.000,00 -115.000.000,00
18. Bilanzgewinn 73.975.987,82 92.466.933,42
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Jännar 2017 bis zum 31. Dezember 2017
der ADCURAM Invest AG, Wien
Die ADCURAM Invest AG mit Sitz in Wien ist beim Handelsgericht Wien unter der Firmenbuchnummer 283041 m eingetragen. Sie ist eine große Aktiengesellschaft im Sinne des § 221 Abs 3 i.V.m. § 221 Abs 4a UGB und besitzt seit dem 31. Juli 2007 eine Zweigniederlassung in München.
Die im vorjährigen Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie der Ausweis gegenüber dem Vorjahr sind unverändert geblieben.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die Grundsätze der Vollständigkeit und der ordnungsmäßigen Bilanzierung eingehalten. Bei der Bewertung wurde die Prämisse der Fortführung des Unternehmens beachtet.
Bei der Bilanzierung und Bewertung wurde den allgemein anerkannten Grundsätzen Rechnung getragen. Dabei wurden die im § 201 Abs. 2 UGB kodifizierten Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ebenso beachtet wie die Gliederungs- und Bewertungsvorschriften für die Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der §§ 195 bis 211 und 222 bis 235 UGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
B. Konzernverhältnisse
Die ADCURAM Invest AG als Mutterunternehmen der ADCURAM-Gruppe erstellt ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Hierin werden alle im Konsolidierungskreis der ADCURAM Gruppe enthaltenen Unternehmen einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird in deutscher Sprache beim Handelsgericht Wien unter der Firmenbuchnummer 283041 m veröffentlicht.
Die Finanzanlagen werden mit den historischen Anschaffungskosten angesetzt, gegebenenfalls gemindert um außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung. Bei Finanzanlagen, die keine Beteiligungen sind, erfolgt die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Bei Finanzanlagen dürfen solche Abschreibungen auch vorgenommen werden, wenn die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist. Sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, gilt seit dem RÄG 2014 die Verpflichtung, den Betrag der außerplanmäßigen Abschreibung im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zuzuschreiben. Im vorliegenden Jahresabschluss sind Beträge in Höhe von 50 TEUR aus solchen Zuschreibungen enthalten.
Die Forderungen werden mit Nennwerten – abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen – bilanziert.
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht mit ihrem Erfüllungsbetrag.
Verbindlichkeiten in Währungen von Staaten, die nicht an der Europäischen Währungsunion teilnehmen, werden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem höheren Devisenbriefkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
Das Anlagevermögen der ADCURAM Invest AG, Wien, umfasst zum Bilanzstichtag Finanzanlagen in Höhe von 1.002 TEUR (Vorjahr: 742 TEUR).
Gesellschaft Sitz Nettobuchwerte 31.12.2017
EUR Beteiligungsanteil 31.12.2017 Prozent Höhe des Eigenkapitals zum Abschlussstichtag
TEUR Jahresergebnis zum Abschlussstichtag
ADCURAM Fertigbauholding GmbH München, Deutschland 8.250,00 33,00 41.213 41.546
HEN Group GmbH & Co. KG München, Deutschland 43.133,00 92,53 100 1.967
Artesari Info Systems AG München, Deutschland 60.875,00 100,00 21 -3
ADCURAM Komplementär GmbH München, Deutschland 25.000,00 100,00 29 0
ADCURAM Capital GmbH München, Deutschland 25.000,00 100,00 -149 -109
ADCURAM Invest GmbH München, Deutschland 25.000,00 100,00 21 -3
ADCURAM Group AG München, Deutschland 44.139,47 78,25 -11.062 -5.137
ADCURAM O-N-K VI Holding GmbH München, Deutschland 25.000,00 100,00 20 -4
ADCURAM Management GmbH München, Deutschland 25.000,00 100,00 31 15
ADCURAM Verwaltungs GmbH München, Deutschland 25.000,00 100,00 22 -2
HHO Management Beteiligungs GmbH & Co. KG München, Deutschland 101.359,66 5,49 1.326 2.364
Hennecke Management Beteiligungs GmbH & Co. KG München, Deutschland 53.753,00 26,98 13 51
ADCURAM Beteiligungen GmbH & Co. KG München, Deutschland 100,00 carry share 267 -70
Summe gem. Bilanzposten 461.610,13
Gesellschaft Sitz Nettobuchwerte 31.12.2016
EUR Beteiligungsanteil 31.12.2016 Prozent Höhe des Eigenkapitals zum Abschlussstichtag
ADCURAM Fertigbauholding GmbH München, Deutschland 8.250,00 33,00 -333 -358
HEN Group GmbH & Co. KG München, Deutschland 43.133,00 92,53 -767 60.857
Artesari Info Systems AG München, Deutschland 60.875,00 100,00 25 -2
ADCURAM Komplementär GmbH München, Deutschland 25.000,00 100,00 29 -13
ADCURAM Capital GmbH München, Deutschland 25.000,00 100,00 -40 -64
ADCURAM Invest GmbH München, Deutschland 25.000,00 100,00 25 0
ADCURAM Group AG München, Deutschland 41.996,30 78,25 -5.925 -5.957
ADCURAM O-N-K VI Holding GmbH München, Deutschland 25.000,00 100,00 25 0
ADCURAM Management GmbH München, Deutschland 25.000,00 100,00 16 -2
IMA Vermögensverwaltung GmbH München, Deutschland 0,00 100,00 13 13
Blitz 16-433 GmbH München, Deutschland 27.000,00 100,00 20 5
Citrique Belge Holding GmbH München, Deutschland 0,00 87,50 -11.127 -415
ADCURAM Verwaltungs GmbH München, Deutschland 25.000,00 100,00 23 -1
HHO Management Beteiligungs GmbH & Co. KG München, Deutschland 10.004,54 1,72 10 2.665
ADCURAM Beteiligungen GmbH & Co. KG München, Deutschland 100,00 carry share 3.337 28.898
Summe gem. Bilanzposten 395.111,84
Der zum 31. Dezember 2017 bestehende Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von 109.678 EUR (Vorjahr: passive latente Steuern in Höhe von 18.944,00 EUR) stammt im Wesentlichen aus temporären Differenzen auf die Finanzanlagen und wurden mit einem Steuersatz von 32,975 % bewertet.
Das Grundkapital der Gesellschaft besteht analog zum Vorjahr aus 71.000 auf Inhaber lautende Stückaktien zu einer Nominalen von je 1,00 EUR.
Die Kapitalrücklagen betragen 4.286.541,08 EUR (Vorjahr: 4.287 TEUR).
Die Steuerrückstellungen beinhalten unverändert zum Vorjahr im Wesentlichen die Körperschaftsteuer auf die Beteiligungserträge.
In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.175.089,00 EUR (Vorjahr: 2.230 TEUR) sind Rückstellungen für Jahresabschlussprüfungskosten sowie ausstehende Rechnungen enthalten. Des Weiteren sind Rückstellungen in Höhe von 2.000.000,00 EUR, die aus Freistellungsansprüchen für Steuern, Umwelt und sonstigen Risiken resultieren und dem Käufer der DURAN Gruppe gewährt wurden, sowie Rückstellungen in Höhe von 123.948,00 EUR (Vorjahr: 125 TEUR) für Verpflichtungen aus dem Escrow bezüglich des Verkaufes der IMA Gruppe enthalten.
Zum Bilanzstichtag lagen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen vor (Vorjahr: 0 TEUR).
Im Geschäftsjahr wurde eine Ausfallbürgschaft für ein verbundenes Unternehmen in Höhe von 670.000,00 EUR eingegangen (Vorjahr: 0 TEUR).
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Jänner 2017 bis zum 31. Dezember 2017
Die Umsatzerlöse in Höhe von 312.400,00 EUR (Vorjahr: 1.355 TEUR) betreffen Leistungen, die auf Basis eines Beratungsvertrages an verbundene Unternehmen erbracht werden.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen solche aus der Zuschreibung von Wertpapieren in Höhe von 49.969,00 EUR (Vorjahr: 0 TEUR) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 48.898,00 EUR (Vorjahr: 0 TEUR) enthalten.
Im Materialaufwand werden – analog zu den Umsatzerlösen – die Aufwendungen für die bezogenen Leistungen der Gesellschaft ausgewiesen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 11.976.719,01 EUR (Vorjahr: 331 TEUR) enthalten Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 11.567.048,63 EUR (Vorjahr: 10 TEUR), Kosten für Rechtsberatung sowie Abschlusskosten.
Bei den Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von 2.589.934,36 EUR (Vorjahr: 73.508 TEUR) handelt es sich im Wesentlichen um Entnahmen aus verbundenen Unternehmen.
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen in Höhe von 349.173,20 EUR (Vorjahr: 634 TEUR) sind im Wesentlichen Zinserträge aus Darlehen enthalten.
Die Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen in Höhe von 218.040,21 EUR (Vorjahr: 17.827 TEUR) wurden aus dem Verkauf von Anteilen an verbundenen Unternehmen erzielt.
Die Aufwendungen aus Finanzanlagen und Darlehen in Höhe von 7.800,00 EUR (Vorjahr: 153 TEUR) enthalten Abschreibungen von Finanzanlagen.
Die Erträge für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 220.635,44 EUR (Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von 418 TEUR) enthalten im Wesentlichen Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie einen Ertrag in Höhe von 128.622,00 EUR (Vorjahr: Aufwand in Höhe von 19 TEUR) aus dem Ansatz aktiver latenter Steuern (Vorjahr: passive latente Steuern).
Bewegungen der latenten Steuersalden im Geschäftsjahr:
Stand passive / aktive latente Steuern 01.01. -18.944,00 17.825,74
Erfolgswirksame Auflösung 18.944,00 -17.825,74
Erfolgswirksame Zuführung 109.678,00 -18.944,00
Stand aktive / passive latente Steuern 31.12. 109.678,00 -18.944,00
Yorck von Schmeling-Diringshofen, Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Ulf Lange, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Matthias Meise
Die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2017 betrug insgesamt 15.000,00 EUR (Vorjahr: 39 TEUR).
Dr. Florian Meise Thomas Probst
Die Vorstände erhielten im Geschäftsjahr 2017 (und im Vorjahr) keine Bezüge.
Da das Unternehmen in den Konzernabschluss der ADCURAM Invest AG, Wien, einbezogen wird und in diesem Konzernabschluss eine derartige Information enthalten ist, unterbleibt die Angabe der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer.
Im Rahmen des Verkaufs von Minderheitsanteilen an verbundenen Unternehmen an fremde Dritte hat sich die ADCURAM Invest AG Rückkaufsrechte in Form von Call Optionen einräumen lassen.
Die Gesellschaft hat im Rahmen ihrer Holdingfunktion Darlehen an Tochterunternehmen ausgereicht.
Der Vorstand schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Im Berichtszeitraum wurden an nahestehende Unternehmen im Sinne des IAS 24 Darlehen in Höhe von insgesamt 3.981.421,68 EUR (Vorjahr: 48.413 TEUR) ausgereicht, wovon bis zum 31. Dezember 2017 unter Berücksichtigung im Vorjahr ausgereichter Darlehen bereits 11.475.000,00 EUR (Vorjahr: 32.387 TEUR) wieder getilgt waren.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 bestehen Forderungen gegenüber Vorständen der ADCURAM Invest AG in Höhe von 109.500,00 EUR (Vorjahr: 226 TEUR).
G. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag
Wesentliche Ereignisse, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten.
Der, Vorstand
Thomas Probst e.h.
Dr. Florian Meise e.h.
Anfangsbestand 01.01.2017
EUR Zugang
EUR Abgang
EUR Umbuchung
EUR Endbestand 31.12.2017
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.660.554,09 287.688,08 -5.467.212,04 0,00 481.030,13
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 396.740,19 144.003,71 0,00 0,00 540.743,90
Gesamt 6.057.294,28 431.691,79 -5.467.212,04 0,00 1.021.774,03
EUR Zuschreibung
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.265.442,25 7.800,00 -5.253.822,25 0,00 19.420,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 49.969,00 0,00 0,00 49.969,00 0,00
Gesamt 5.315.411,25 7.800,00 -5.253.822,25 49.969,00 19.420,00
Gesamt 1.002.354,03 741.883,03
Die ADCURAM Gruppe ist eine weltweit agierende, eigentümergeführte Unternehmensgruppe. Die Gruppe investiert in Unternehmen in Sondersituationen (z. B. Restrukturierung, Ausgründungen, Unternehmensnachfolge), die hohes Entwicklungspotenzial aufweisen und entwickelt diese Unternehmen durch eigene Expertenteams aktiv weiter. Die Unternehmensakquisitionen wurden historisch mit Hilfe der Finanzkraft der Gruppe und aus Mitteln der privaten Eigentümer realisiert. Seit September 2012 steht der ADCURAM Gruppe ein weiteres Finanzierungsmittel für größere Transaktionen zur Verfügung, in Form eines langfristig angelegten, gebundenen Co-Investmentmodells (siehe unten für nähere Einzelheiten).
Als Industrieholding in Privatbesitz unterliegt ADCURAM nicht den Zwängen des Kapitalmarktes oder dem Renditedruck kurzfristig orientierter Investoren. Gewinne werden zur Finanzierung des weiteren Wachstums verwendet. Dies gibt ADCURAM die Unabhängigkeit, in jeder Situation das unternehmerisch Richtige zu tun.
Die Muttergesellschaft der ADCURAM Gruppe ist die ADCURAM Invest AG mit Sitz in Wien, die von München aus geleitet wird. Die eigentliche Managementtätigkeit für die ADCURAM Invest AG wird indirekt durch die ADCURAM Industrieberatung GmbH, München, erbracht, die durch einen Ergebnisabführungsvertrag mit der ADCURAM Group AG – einer direkten Tochtergesellschaft der ADCURAM Invest AG – verbunden ist. Die ADCURAM Group AG wurde gegründet, um zukünftig die Unternehmensakquisitionen der Gruppe durchzuführen, wohingegen sich die ADCURAM Invest AG um die bestehenden Beteiligungen sowie die Finanzierung der ADCURAM Gruppe kümmert.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 umfasste die ADCURAM Gruppe die BAU-Gruppe bestehend aus der Bien-Zenker Gruppe mit Sitz in Schlüchtern (Deutschland), sowie der Hanse Haus Gruppe mit Sitz in Oberleichtersbach (Deutschland), die Bauelemente Gruppe bestehend aus der Bayerwald Gruppe mit Sitz in Neukirchen vorm Wald (Deutschland) sowie der Wo & Wo Gruppe mit Sitz in Graz (Österreich), die Vitrulan Gruppe mit Sitz in Marktschorgast (Deutschland) und die Poggenpohl Gruppe mit Sitz in Herford (Deutschland). Die einzelnen Unternehmensgruppen haben überwiegend mehrere Tochtergesellschaften im In- und Ausland.
Die ADCURAM Gruppe hat im Geschäftsjahr 2012 zusammen mit sechs namenhaften Partnern eine langfristige, gebundene Co-Investmentstruktur für größere Investitionen in ADCURAMs Kernsegment, Investitionen in Unternehmen mit signifikantem operativen Verbesserungspotential, aufgelegt (ADCURAM Fund). Bei den Partnern handelt es sich um langfristig orientierte Investoren wie Unternehmerfamilien, Pensionskassen und Staatsfonds. Die Investoren investieren mittels eines für diesen Zweck speziell geschaffenen Co-Investment-Vehikels in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG (nach deutschem Recht) als Co-Investor in bestimmte typisierte Investitionen grundsätzlich in einem festen Verhältnis (67%) gemeinsam mit der ADCURAM Invest AG (33%) in neue Beteiligungen (Co-Investment-Struktur). Die ADCURAM Invest AG ist der Kommanditist mit dem höchsten Anteil.
Mit Vertrag vom 19. Dezember 2016 und mit Wirkung zum 31. Januar 2017 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) wurden 98,57 % der Anteile an der Poggenpohl Gruppe erworben. Im Berichtszeitraum wurden Anteile an Dritte verkauft, so dass ADCURAM zum Bilanzstichtag insgesamt 92,03 % der Anteile an der Poggenpohl Gruppe hält. Zur Poggenpohl Gruppe gehören die Poggenpohl Möbelwerke GmbH, Herford, Deutschland, und ihre 100 %igen Tochtergesellschaften: die Goldreif Küchen GmbH, Herford, Deutschland, die Poggenpohl Forum GmbH, Herford, Deutschland, die Poggenpohl Austria GmbH, Wien, Österreich, die Poggenpohl US Inc., Fairfield, USA, die Poggenpohl Group UK Ltd., London, UK, die Poggenpohl Nederland BV, Veldhoven, Niederlande, die Poggenpohl France SARL, Paris, Frankreich, die Poggenpohl AB, Stockholm, Schweden, die Poggenpohl Group (Schweiz) AG, Littau, Schweiz, sowie die Poggenpohl Japan Co. Ltd., Tokyo, Japan. Bei den ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich ausschließlich um Vertriebsgesellschaften. Poggenpohl ist eine der global führenden Hersteller für Luxusküchen und besonders bekannt für ihre Küchen im Porsche-Design.
Entwickelt sich eine Beteiligung nach Erwerb wider Erwarten negativ, führt dies in der ADCURAM Invest AG aufgrund der niedrigen Beteiligungsansätze in der Regel kaum zu Belastungen aus Abschreibungen, jedoch verbleiben die Managementvorleistungen für die von ihr gehaltenen Beteiligungen als End-Verlust bei der ADCURAM Invest AG. Sofern die ADCURAM Invest AG Darlehen an solche Beteiligungen ausgereicht hat, fallen entsprechende Wertberichtigungen an.
Die Realisation von Wertsteigerungen erfolgt zeitlich nach den Vorleistungen. Deshalb ist die Ergebnisentwicklung der ADCURAM Invest AG sehr volatil. Vor diesem Hintergrund ist der im Folgenden erläuterte Abschluss zu lesen.
Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete die ADCURAM Invest AG einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 8.490.945,60 EUR (Vorjahr: Jahresüberschuss 91,3 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote beträgt 96,9 Prozent (Vorjahr: 97,2 Prozent). Verbindlichkeiten gegenüber externen Kreditgebern bestehen nicht. Die Gesellschaft verfügt am Geschäftsjahresende über liquide Mittel von insgesamt 30.833.761,70 EUR (Vorjahr: 44,7 Mio. EUR).
1.2. Allgemeine Wirtschaftslage [1]
a. Weltwirtschaft
Die Weltwirtschaft befindet sich weiterhin im Aufschwung. Die OECD rechnet mit einem globalen Wachstum von 3,6 % für das Jahr 2017. In den Vereinigten Staaten und in Japan hält die konjunkturelle Dynamik an, das Wachstum der chinesischen Wirtschaft hat sich gefestigt. Russland und Brasilien haben ihre Rezessionsphasen überwunden.
In den USA trugen insbesondere die Ausgaben für private Ausrüstungsinvestitionen zur Wachstumsbeschleunigung bei. Die gute Lage am Arbeitsmarkt sowie die überwiegend optimistischen Stimmungsindikatoren sprechen für eine Fortsetzung des Wachstums. Zusätzliche expansive Impulse könnten von einer Umsetzung der geplanten Steuerreform ausgehen.
In UK hat sich die konjunkturelle Lage im Vergleich zum Vorjahr stark eingetrübt, wofür insbesondere die schwache Entwicklung des privaten Konsums verantwortlich ist. Durch die starke Abwertung des Pfund nach dem Brexit-Votum ist die Verbraucherpreisinflation spürbar angestiegen und erreichte im September einen Wert von 3 %. Zum Vergleich: im Euroraum belief sich die Teuerungsrate auf 1,5 %. Ein Teil dieser Realeinkommensverluste wurde durch den Rückgang der Sparquote kompensiert, gleichzeitig ist die Verschuldung der Haushalte weiter stark angestiegen. Zusätzlich beschränkt die schwache Entwicklung der Arbeitsproduktivität das Wachstum in UK.
Dagegen setzt sich im Euroraum der Aufschwung fort. Obwohl der Brexit-Prozess weiterhin ein Risikofaktor für die Konjunktur bleibt, erwartet die OECD im Eurogebiet ein Wirtschaftswachstum von 2,4 %. Dieses ist auch auf die weiterhin sehr expansive Geldpolitik sowie die strukturellen Anpassungen in vielen Mitgliedsstaaten seit der Finanzkrise zurückzuführen. Der Aufschwung wird vor allem vom Konsum getragen. Der anhaltende Beschäftigungsaufbau – die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Euroraum verringerte sich im Oktober auf 8,8 % und erreicht damit den niedrigsten Stand seit Anfang 2009 – und moderate Inflationsraten tragen zum Anstieg der Realeinkommen bei. Darüber hinaus dürften die verringerten politischen Risiken seit den Wahlen in den Niederlanden und Frankreich in diesem Frühjahr zum Aufschwung beigetragen haben.
Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem dynamischen Aufschwung. Sie ist das achte Jahr in Folge gewachsen und konnte im Vergleich zu den Vorjahren das Tempo nochmals erhöhen. Angesichts ausgelasteter Produktionskapazitäten und günstiger Finanzierungsbedingungen zogen die privaten Investitionen in Ausrüstungen an. Die Bruttoanlageinvestitionen wuchsen überdurchschnittlich um +3,0%. Die Bauinvestitionen stiegen um 2,6%, die Ausrüstungen (Maschinen, Geräte und Fahrzeuge) um 3,5% und die sonstigen Anlagen (u.a. die Ausgaben für Forschung und Entwicklung) um 3,5%.[2] Das deutlichste Signal für eine Fortsetzung dieser schwungvollen Konjunktur kommt von den Auftragseingängen, die im dritten Quartal 2017 stark ausgeweitet und dank zahlreicher Großaufträge weiter gestiegen ist.
Der private Konsum bildet angesichts steigender Einkommen und der guten Situation am Arbeitsmarkt ein wichtiges Standbein im aktuellen Aufschwung. Die Zahl der Arbeitslosen erreichte mit 2,37 Mio. Personen ihren niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,3%. Gegenläufig wirkte die Erhöhung der Verbraucherpreise, welche im November um 1,8% über dem Vorjahr lagen. Ursächlich ist im Wesentlichen der Anstieg der Energiepreise, der Rohölpreis erreichte im Dezember einen neuen Jahreshöchstwert. Darüber hinaus war für Metalle und chemische Grundstoffe spürbar mehr zu zahlen. Dies bewirkte deutlich höhere Preise bei importierten Vorleistungsgütern.
c. Markt für Unternehmenstransaktionen
ADCURAM ist eine Beteiligungsgesellschaft mit einem Fokus auf den deutschsprachigen Raum. In dieser Region wurden nach einer Statistik der Transaktionsdatenbank Mergermarket in 2017 insgesamt 1.214 Unternehmenstransaktionen (Käufe, Merger und Beteiligungen) gezählt (2016: 1.232), mit einem Gesamtwert von 165,6 Mrd. EUR (2016: 153,5 Mrd. EUR). Alleine in Deutschland betrug der Wert der Unternehmenstransaktionen in 2017 etwa 115,7 Mrd. EUR (923 Transaktionen). Getrieben ist dieser starke Markt allerdings vor allem durch Käufe ausländischer Investoren sowie von Strategen, so dass das die Zahl der Transaktionen von Finanzinvestoren (zu denen auch ADCURAM gehört) im deutschsprachigen Raum 2017 rückläufig war (2016 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 15,5 Mrd. EUR gegenüber 224 Transaktionen mit einem Gesamtwert von 27,7 Mrd. EUR in 2016).
Der Grund für den relativ niedrigen Anteil von Transaktionen mit Finanzinvestoren liegt in der weiterhin spürbaren allgemeinen Zurückhaltung gegenüber Unternehmensverkäufen innerhalb der für die ADCURAM Group AG relevanten Verkäufergruppe. Insbesondere die weiterhin sehr lockere Geldpolitik der EZB und das damit einhergehende historische Niedrigzinsniveau gibt Konzernen und anderen relevanten Verkäufergruppen enorme zusätzliche Liquiditätsquellen, ohne Unternehmensteile verkaufen zu müssen. Mittelständische Eigentümer halten mehr denn je an ihren Realwerten fest, so lange es möglich erscheint. Der Fremdkapitalmarkt zur Finanzierung von Akquisitionen war in 2017 in Summe sehr gut, nicht zuletzt, weil die Banken ihre Kreditrisiken gut im Griff hatten und durch Private Debt Anbieter zusätzliche Marktteilnehmer in der DACH-Region verstärkt tätig waren.
Der Verkauf von Geschäftsbereichen und Tochtergesellschaften aus Konzernen (Spin-Off, Carve-Out) beschränkte sich im Jahr 2017 wie bereits im Vorjahr auf sehr wenige Einzelfälle. Die Anzahl nennenswerter Mittelstandstransaktionen ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Das für ADCURAM relevante Marktsegment für Unternehmen mit hohem operativem Verbesserungspotential hat sich auch im Jahr 2017 gleichbleibend, auf niedrigem Niveau entwickelt.
Durch die konsequente Marktbearbeitung konnte ADCURAM die Akquisition von Poggenpohl im Januar 2017 closen.
1.3. Verbundene Unternehmen sowie Beteiligungen der ADCURAM Gruppe – Branchenentwicklung und Geschäftsverlauf
1. BAU Gruppe
Der ADCURAM Development Holding Konzern (im Folgenden auch BAU Gruppe) besteht im Wesentlichen aus dem Bien-Zenker Teilkonzern und dem Hanse Haus Teilkonzern, die seit dem Geschäftsjahr 2015 zur BAU Gruppe zusammengefasst werden.
Mutterunternehmen der BAU Gruppe ist die ADCURAM Development Holding GmbH, München, welche zu 92,7 % an der Bien-Zenker Holding GmbH, München, und zu 89,88 % an der Hanse Haus Holding GmbH, München, beteiligt ist. Weiterhin ist sie mit 15,62 % an der BIZ Management Beteiligungs GmbH & Co. KG, München, beteiligt. Die ADCURAM Development Holding GmbH, München, ist wiederum direkt zu 100,0% im Besitz der ADCURAM Fertigbauholding GmbH, München, und indirekt zu 33,0 % im Besitz der ADCURAM Invest AG, Wien. Weiterhin hält die ADCURAM Invest AG, Wien, über die ADCURAM Beteiligungen GmbH & Co. KG, München, indirekt 67 % der Anteile.
a) Bien-Zenker Gruppe
Mutterunternehmen des Bien-Zenker Teilkonzerns ist die Bien-Zenker Holding GmbH, München. Zur Bien-Zenker Gruppe gehören neben dieser die Bien-Zenker GmbH, Schlüchtern, die Zenker Grundstücks- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Schlüchtern, des Weiteren die Living Fertighaus GmbH, Schlüchtern, die Top All inclusive Fertighaus GmbH, Schlüchtern, die INSIDE Werbungs- und Vermittlungs GmbH, Schlüchtern, sowie die Binovabau GmbH, Schlüchtern. Darüber hinaus ist die Bien-Zenker GmbH zu 3% an der Betonwerk Oranienbaum Verwaltungs-GmbH, Oranienbaum, sowie zu 3% an der Betonwerk Oranienbaum GmbH & Co. KG, Oranienbaum, beteiligt. Außerdem wurde im Berichtszeitrum die Living Fertighaus AT GmbH mit Sitz in Wien, Österreich, gegründet, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Living Fertighaus GmbH. Der Geschäftsbetrieb wurde in 2017 noch nicht aufgenommen.
Die Gruppe zählt zu den renommierten Fertighausbauunternehmen in Deutschland und ist als Qualitätshersteller in zwei Marktsegmenten tätig. Das Kernsegment liegt im Fertighausbau von Ein- und Zweifamilienhäusern für private Bauherren, in dem der überwiegende Teil der Umsätze erzielt wird. Das zweite Segment umfasst die Projektentwicklung und das Bauen im Bestand. Im November 2016 wurde beschlossen, diesen Geschäftsbereich aufzugeben.
Die Umsätze in Deutschland für das Bauhauptgewerbe sind in den ersten elf Monaten 2017 um 5,9 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
Die Auftragseingänge für das Bauhauptgewerbe (Betriebe mit 20 und mehr tätigen Personen) entwickelten sich ebenfalls positiv. Sie erhöhten sich in den ersten elf Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 %.
Die erteilten Baugenehmigungen für Wohnungen in neu errichteten Wohngebäuden betrugen in den ersten elf Monaten 271.034 Einheiten (-5,3 % im Vergleich zum Vorjahr). Die Baugenehmigungen für die Ein- und Zweifamilienhäuser sind um -4,7 % auf 103.330 Einheiten zurückgegangen.
Baugenehmigungen für Wohnungen in neu errichteten Wohngebäude
1-11/2017 1-11/20106 Veränderungen
Ein- und Zweifamilienhäuser 103.330 108.390 -5.060 -4,7%
Mehrfamilienhäuser 167.704 177.788 -10.084 -5,7%
Insgesamt 271.034 286.178 -15.144 -5,3%
Der Markt für Fertighäuser entwickelte sich dagegen auch in 2017 erneut besser als der Gesamtmarkt für Ein- und Zweifamilienhausbau, hier sind die Baugenehmigungen im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 % gestiegen. Die erteilten Baugenehmigungen für Fertighäuser betrugen in den ersten elf Monaten 18.419 (Vorjahr: 17.287) Einheiten. Der Marktanteil der Fertighäuser nahm im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu und belief sich Ende November 2017 auf 19,8 % (Vorjahr: 17,7 %). Der Marktanteil von Bien-Zenker am Fertighausbau in Deutschland beträgt rund 3,8 %. Zu den Wettbewerbern von Bien-Zenker im Ein- und Zweifamilienhausbau gehören die im BDF (Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.) organisierten Unternehmen, regional tätige größere Zimmereibetriebe sowie die Baufirmen, die in konventioneller Bauweise Einfamilienhäuser errichten. Die Wettbewerbssituation hat sich in 2017 nicht nennenswert verändert und ist weiterhin sehr intensiv.
Die Bien-Zenker Gruppe erwirtschaftete für das Geschäftsjahr 2017 aus fortgeführten Geschäftsbereichen (jeweils nach IFRS) Umsatzerlöse von 154,0 Mio. EUR (Vorjahr: 137,2 Mio. EUR). Die Ergebnissituation der Bien-Zenker Gruppe stellte sich mit einem Ergebnis vor Finanzergebnis und vor Ertragsteuern (EBIT) in Höhe von 7,9 Mio. EUR (Vorjahr: 7,6 Mio. EUR) positiv dar. Die Bien-Zenker Gruppe beschäftigte zum Jahresende 2017 571 (Vorjahr: 536) Mitarbeiter.
b) Hanse Haus Gruppe
Die Muttergesellschaft der Hanse Haus Gruppe ist die Hanse Haus Holding GmbH, München. Neben dieser gehören folgende Tochtergesellschaften zur Hanse Haus Gruppe: Hanse Haus Holding II GmbH, München, Hanse Haus GmbH & Co. KG, Oberleichtersbach, Hanse Haus Komplementär GmbH, Oberleichtersbach, Hanse Haus Bespoke Limited, Reading (UK), sowie Hanse Haus CH GmbH, Suhr (Schweiz). Mit Vertrag vom 10. März 2017 wurde die Hanse Haus Modular Limited, St. Albans, UK, gegründet, an der die Hanse Haus GmbH & Co. KG 50% der Anteile hält. Das Unternehmen hat seinen Geschäftsbetrieb noch nicht aufgenommen.
Hanse Haus zählt zu den führenden Fertighausherstellern in Deutschland. Das Kerngeschäft liegt im Fertighausbau von Ein- und Zweifamilienhäusern für private Bauherren, in dem im Wesentlichen alle Umsätze erzielt werden. Hanse Haus plant, baut und vertreibt Fertighäuser, insbesondere für private Bauherren im Inland und im europäischen Ausland. Hanse Haus unterhält in 2017 zwei Produktionsstätten in Oberleichtersbach sowie zahlreiche Vertriebsstützpunkte (hauptsächlich auf Musterhausausstellungen) in Deutschland, Schweiz, UK, Luxemburg. Die Vertriebsaktivitäten in Italien wurden 2017 plangemäß eingestellt.
Zur Branchenentwicklung des Marktes für Fertighäuser verweisen wir auf die Ausführungen bei der Bien-Zenker Gruppe. Der Marktanteil von Hanse Haus am Fertighausbau in Deutschland beträgt rund 3,1 %.
In dem für Hanse Haus wichtigsten Auslandsmarkt, der Schweiz, hat sich die Bautätigkeit auch in 2017 positiv entwickelt. Insgesamt dürften die Hochbauumsätze des Jahres 2017, zu denen auch Umsätze aus dem Wohnungsbau gehören, leicht über dem Vorjahr liegen[3].
Die Hanse Haus Gruppe erwirtschaftete 2017 (jeweils nach IFRS) Umsatzerlöse von 153,8 Mio. EUR (Vorjahr: 121,1 Mio. EUR) und ein Ergebnis vor Finanzergebnis und vor Ertragsteuern (EBIT) von 15,6 Mio. EUR (Vorjahr: 10,5 Mio. EUR). Die Hanse Haus Gruppe beschäftigte zum Jahresende 2017 581 Mitarbeiter (Vorjahr: 562).
2. Bauelemente Gruppe
Die Muttergesellschaft der Bauelemente Gruppe ist die ADCURAM Advanced Technologies Holding GmbH, München.
Ein Teilbereich der Bauelemente Gruppe umfasst die Bayerwald Holding GmbH, Neukirchen vorm Wald, sowie ihre 100%ige Tochtergesellschaft, die Bayerwald – Fenster Haustüren GmbH, Neukirchen vorm Wald. Die Anteile der Bayerwald Holding GmbH wurden zu 100 % von der ADCURAM Industries Holding GmbH, München, erworben. Bayerwald ist ein Anbieter von hochwertigen Fenster- und Haustürelementen im deutschsprachigen Raum. Mit dem Bayerwald Tresorband werden Fenster und Haustüren ausgestattet und zeichnen sich durch einen hohen Qualitätsanspruch und eine serienmäßige Sicherheitstechnik aus. Zielgruppe des Unternehmens ist der Baustofffachhandel, Bauelementefachhandel sowie einige Fertighaushersteller, welche die Produkte des Unternehmens als Absatzmittler an den Endverbraucher weiterverkaufen.
In Deutschland gibt es laut einer Studie des VFF (Verband Fenster + Fassade) aus dem Jahr 2015 rund 6.400 Fensterbaubetriebe mit etwa 100.500 Beschäftigten. Die Unternehmen erwirtschaften danach pro Jahr etwa 10,9 Milliarden Euro.
Laut einem Marktbericht von Heinze und den vier führenden Branchenverbänden konnte die Fensterbaubranche 2016 mit einem Plus von rund 3,3 % und rund 13,8 Mio. vermarkteten Fenstereinheiten abgeschlossen werden. Laut Studie wuchs der Fenstermarkt in Deutschland im Jahr 2017 auf rd. 14,2 Mio. Fenstereinheiten (+2,9 %). Diese Entwicklung wird gestützt von den positiven gesamtwirtschaftlichen Prognosen sowie dem anhaltend hohen Bedarf im Wohnbau. Die Verteilung der Rahmenmaterialien blieb auch in 2017 relativ konstant.
Der Markt für Außentüren entwickelte sich in 2017 positiv (+4 %). PVC und Alu kommen jeweils auf rd. 33 % Marktanteil in 2017. 25 % der Haustüren werden aus Holz gefertigt.
Die Gesellschaften Wo&Wo Sonnenlichtdesign GmbH, Neukirchen vorm Wald, die WO&WO Sonnenlichtdesign GmbH, Graz, Österreich, und die WO&WO Sonnenlichtdesign GmbH & Co. KG, Graz, Österreich, deren Anteile zu 100 % jeweils die Wo & Wo Holding GmbH, München, hält, komplettieren die Bauelemente Gruppe („Wo&Wo“). Des Weiteren gehören zum Teilbereich Wo&Wo die Wo&Wo Swiss GmbH, Oberbüren, Schweiz, die Wo&Wo stinici technika s.r.o., Breclav, Tschechien, und die Wo&Wo France S.A.R.L., Collegien, Frankreich. Ihre Anteile werden jeweils zu 100 % von der WO&WO Sonnenlichtdesign GmbH & Co. KG, Graz, Österreich, gehalten. Die Wo&Wo ist mit der Herstellung von Sonnenschutzprodukten wie Jalousien, Markisen, Lamellenstores, Insektenschutz und Rollladen befasst.
Die Bauelemente Gruppe erwirtschaftete 2017 (jeweils nach IFRS) Umsatzerlöse von 88,7 Mio. EUR (Vorjahr: 82,7 Mio. EUR) und ein Ergebnis vor Finanzergebnis und vor Ertragsteuern (EBIT) von -0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR). Die Bauelemente Gruppe beschäftigte zum Jahresende 2017 637 Mitarbeiter (Vorjahr: 572 Mitarbeiter).
3. Vitrulan Gruppe
Mutterunternehmen des Vitrulan Teilkonzerns ist die Vitrulan Holding GmbH, Marktschorgast, welche jeweils 90% der Anteile an der Vitrulan Textile Glass GmbH (VTG), Marktschorgast, sowie an der Vitrulan Technical Textiles GmbH (VTT), Sonneberg, hält. Weiterhin gehört die OOO Vitrulan Textilglas, Moskau (Russland), deren Anteile zu 100 % von der VTG gehalten werden, zum Konsolidierungskreis. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 1. Januar 2017, da die Gesellschaft in 2017 wesentliche Bedeutung erlangt hat. Schließlich gehört noch eine Vertriebsgesellschaft in der Türkei zur Unternehmensgruppe, die aber wegen ihrer wirtschaftlich untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen wird. Das in Indien ansässige Joint Venture mit einem indischen Partner befindet sich zum aktuellen Zeitpunkt in der Auflösung.
Vitrulan ist ein weltweit agierender Konzern, welcher Glasfasern und textile Flächengebilde daraus herstellt und verkauft. Die wesentlichen Absatzmärkte sind die Regionen Deutschland, Frankreich, Benelux und Skandinavien. Textile Produkte aus Glasfasern mit dem Einsatzziel in der Bauwirtschaft zeichnen sich durch eine extrem hohe Reißfestigkeit bei gleichzeitig geringer Dehnung aus. Kommen sie als Glasfasertapete zum Einsatz, so kann der funktionale Nutzen mit höchsten ästhetischen Ansprüchen kombiniert werden.
Die Baubranche in Europa wuchs 2017 um ca. 3,5 %. Im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2018 wird ein Wachstum von fast 3 % p.a. erwartet. Die vier wichtigsten Treiber für diese positive Entwicklung sind Bevölkerungsanstieg und -wanderungen, gute gesamtwirtschaftliche Aussichten, spürbare Einkommenszuwächse, sinkende Arbeitslosigkeit und anhaltend niedrige Zinsen.[4]
Das konjunkturelle Umfeld ist in Frankreich – einem für Vitrulan wichtigen Teilmarkt – weiterhin günstig für den Hochbau – mit robustem Wirtschaftswachstum, niedrigen Zinsen, geringer Inflation und einem gegenüber dem US-Dollar leicht erstarkenden Euro, der steigende Rohstoffpreise abfedert.
Die Vitrulan Gruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017 (jeweils nach IFRS) Umsatzerlöse von 60,4 Mio. EUR (Vorjahr: Rumpfgeschäftsjahr 2,4 Mio. EUR) und ein Ergebnis vor Finanzergebnis und vor Ertragsteuern (EBIT) von 0,1 Mio. EUR (Vorjahr Rumpfgeschäftsjahr: -0,1 Mio. EUR). Die Vitrulan Gruppe beschäftigte zum Jahresende 2017 388 Mitarbeiter (Vorjahr: 378 Mitarbeiter).
4. Poggenpohl Gruppe
Mutterunternehmen des Poggenpohl Teilkonzerns ist die Poggenpohl Holding GmbH, München, welche 91,72 % der Anteile an der Poggenpohl Möbelwerke GmbH, Herford (Deutschland), hält. Weiterhin gehören folgende Gesellschaften zur Unternehmensgruppe, deren Anteile jeweils zu 100 % der Poggenpohl Möbelwerke GmbH gehören: die Goldreif Küchen GmbH, Herford, Deutschland, die Poggenpohl Forum GmbH, Herford, Deutschland, die Poggenpohl Austria GmbH, Wien, Österreich, die Poggenpohl US Inc., Fairfield, USA, die Poggenpohl Group UK Ltd., London, UK, die Poggenpohl Nederland BV, Veldhoven, Niederlande, die Poggenpohl France SARL, Paris, Frankreich, die Poggenpohl AB, Stockholm, Schweden, die Poggenpohl Group (Schweiz) AG, Littau, Schweiz, sowie die Poggenpohl Japan Co. Ltd., Tokyo, Japan. Bei den ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich ausschließlich um Vertriebsgesellschaften.
Poggenpohl ist einer der global führenden Hersteller für Luxusküchen und besonders bekannt für ihre Küchen im Porsche-Design. Am Standort in Herford werden Küchen in herausragendem Design und traditioneller Qualität gefertigt und über eigene und unabhängige Handelsstrukturen in mehr als 70 Länder weltweit vertrieben. Die Ursprünge von Poggenpohl reichen bis ins Jahr 1892 zurück, als Friedemir Poggenpohl das Unternehmen als erste deutsche Küchenmarke gegründet hat.
Im Bereich der Küchenmöbelindustrie gibt das Statistische Bundesamt die Umsatzentwicklung per 30. September 2017 mit -3,4 % an. Wie der Verband der deutschen Küchenmöbelindustrie e.V. (VdDK), Herford, bereits zum bisherigen Verlauf des Jahres 2017 mitgeteilt hatte, rührt diese negative Umsatzentwicklung in erster Linie aus dem unbefriedigenden Geschäftsverlauf im Inland her.
Das Inlandsgeschäft ist nach Destatis um -5,5 % zurückgegangen, während die Auslandsgeschäfte unverändert, also auf Vorjahresniveau, realisiert werden konnten. Nach der verbandseigenen Statistik ergibt sich – wie schon in der Vergangenheit – eine abweichende Entwicklung. Bis einschließlich drittes Quartal haben sich nach den Verbandszahlen die Auftragseingänge positiv entwickelt: mit einem Gesamtzuwachs von +4,1 %, der überwiegend aus dem Auslandsgeschäft gespeist wird, welches mit +9,3 % stark gewachsen ist. Der Hauptgeschäftsführer betont aber auch, dass die Entwicklung der Auftragseingänge 2017 in der Verbandsstatistik teilweise durch die Alno Gruppe ausgelöst wird.
Der Umsatz der deutschen Küchenmöbelindustrie in den ersten 3 Quartalen 2017 insgesamt ging um 3,4 % auf 3.466 Mio. EUR zurück [5]. Im Inland betrug der Rückgang 5,5 %. Die Anzahl der Betriebe über 50 Mitarbeiter ging leicht um 2,4 % auf 53 zurück. Die Anzahl der Beschäftigten nahm dagegen leicht zu (+0,7 %).
Die Poggenpohl Gruppe erwirtschaftete im Rumpfgeschäftsjahr 2017 (jeweils nach IFRS) Umsatzerlöse von 88,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0 EUR) und ein Ergebnis vor Finanzergebnis und vor Ertragsteuern (EBIT) von 18,1 Mio. EUR (Vorjahr: -0,1 Mio. EUR). Die Poggenpohl Gruppe beschäftigte zum Jahresende 2017 506 Mitarbeiter (Vorjahr: 0 Mitarbeiter).
5. ADCURAM Industrieberatung GmbH
Die ADCURAM Industrieberatung GmbH ist mittelbar im Auftrag der ADCURAM Invest AG tätig. Sie bietet den Unternehmen der ADCURAM Gruppe vielfältige Unterstützung bei operativen und strategischen Projekten an. Für solche Projekte stellt die ADCURAM Industrieberatung GmbH den Unternehmen der ADCURAM Gruppe die bei ihr beschäftigten Experten zur Verfügung. Sie verfügen über umfassendes Know-How in allen wesentlichen betrieblichen Funktionsbereichen wie z. B. Einkauf & Logistik, Produktion & Technologie, Vertrieb & Marketing, Finanzen & Controlling, IT & Geschäftsprozesse, Strategie & Geschäftsentwicklung.
Die ADCURAM Experten verfügen über langjährige Industrieerfahrung. Als Führungskräfte mittlerer und großer Unternehmen, Projektleiter bei führenden Beratungsgesellschaften sowie Vertriebs-, Produktions- und kaufmännische Leiter bei mittelständischen und großen Unternehmen, haben sie die verschiedensten Unternehmenssituationen begleitet und dabei eine breite Management- und Führungserfahrung erworben. Die unternehmerische Verantwortung für die Projekte verbleibt aber beim jeweiligen Unternehmensmanagement.
Daneben betreibt die ADCURAM Industrieberatung GmbH aktive Unternehmensentwicklung. Eine wesentliche Aufgabe ist dabei der Erwerb neuer Tochterunternehmen. Weitere zentrale Funktionen unterstützen die Unternehmen der ADCURAM Gruppe bei Finanzierungsfragen, bei der Besetzung personeller Schlüsselpositionen sowie bei wichtigen juristischen und steuerlichen Fragen.
1.4. Bericht über die Zweigniederlassungen
Die ADCURAM Invest AG betreibt eine Zweigniederlassung in München.
1.5. Finanzielle Leistungsindikatoren der ADCURAM Invest AG
in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Finanzanlagen 1.002 742
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzung 48.989 54.130
Guthaben bei Kreditinstituten 30.834 44.722
Bilanzsumme 80.825 99.594
Eigenkapital 78.333 96.824
Rückstellungen 2.458 2.692
Verbindlichkeiten 34 78
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 zeigte die ADCURAM Invest AG Finanzanlagen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Die Erhöhung betrifft insbesondere weitere Investitionen in die Wertpapiere des Anlagevermögens.
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestanden am Geschäftsjahresende 2017 in Höhe von 29,6 Mio. EUR (Vorjahr: 25,2 Mio. EUR). Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Darlehen an verbundene Unternehmen. Im Berichtszeitraum wurden Wertberichtigungen auf diese Forderungen in Höhe von 11,6 Mio. EUR erfolgswirksam vorgenommen.
Die sonstigen Forderungen in Höhe von 19,2 Mio. EUR (Vorjahr: 28,9 Mio. EUR) enthielten im Wesentlichen Forderungen gegenüber Gesellschaftern.
Die Guthaben bei Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag 30,8 Mio. EUR (Vorjahr: 44,7 Mio. EUR).
Das Eigenkapital der ADCURAM Invest AG belief sich zum Bilanzstichtag auf 78,3 Mio. EUR (Vorjahr: 96,8 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote ist mit 96,9 % im Vergleich zu 97,2 % im Vorjahr nur geringfügig gesunken.
Der Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit (jeweils nach IFRS) belief sich im Berichtszeitraum auf 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 51,4 Mio. EUR). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den gesunkenen Erträgen aus Dividenden. Des Weiteren wurden zum 31. Dezember 2017 Forderungen gegenüber nahestehenden Personen in Höhe von insgesamt 27,4 Mio. EUR vom Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit in den Cash Flow aus Investitionstätigkeit gegliedert.
Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit (jeweils nach IFRS) betrug im Geschäftsjahr 2017 -6,3 Mio. EUR (Vorjahr: 8,8 Mio. EUR). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen stark gesunken (um -17,5 Mio. EUR). Gleichzeitig sind Forderungen aus dem Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit hierhin umgegliedert worden.
Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit (jeweils nach IFRS) belief sich in 2017 auf -10,0 Mio. EUR (Vorjahr: -115,0 Mio. EUR). Hier werden jeweils die Dividendenzahlungen an Gesellschafter ausgewiesen.
Umsatzerlöse 312 1.355
Sonstiger betrieblicher Ertrag 116 274
Materialaufwand -312 -1.355
sonstiger betrieblicher Aufwand -11.977 -331
Finanzergebnis 3.149 91.816
Jahresüberschuss -8.491 91.340
Die Erträge aus der Erbringung von Beratungsleistungen an Tochtergesellschaften werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen und beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Diesen Erträgen standen Materialaufwendungen in gleicher Höhe gegenüber.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen solche aus der Auflösung von Rückstellungen (49 TEUR, Vorjahr: 0 TEUR) sowie aus der Zuschreibung von Wertpapieren des Anlagevermögens (50 TEUR, Vorjahr: 0 TEUR).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 12,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) betrafen im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 11,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR).
Das Finanzergebnis betrug in 2017 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 91,8 Mio. EUR). Hierin waren im Wesentlichen enthalten: Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 17,8 Mio. EUR) sowie Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 73,5 Mio. EUR).
Damit ergab sich im Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern von -8,7 Mio. EUR (Vorjahr: 91,8 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrug der Jahresfehlbetrag der Gesellschaft in 2017 8,5 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresüberschuss 91,3 Mio. EUR).
1.6. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren der ADCURAM Invest AG
Die ADCURAM Invest AG beschäftigt keine Mitarbeiter.
a) Bien-Zenker
In 2017 wurden das Energiemanagementsystem (EMS) nach DIN ISO 50001:2011 und das Umweltmanagementsystem nach DIN ISO 14001:2015 weiter vorangetrieben. So werden seit Oktober 2017 neben allen Musterhausstandorten auch der Hauptsitz in Schlüchtern sowie das Hausbau-Center in Mülheim Kärlich mit zertifiziertem Ökostrom versorgt.
Um weitere Energie einzusparen wurde die Beleuchtung der ersten Produktionshalle bereits im August gegen sparsame LED-Beleuchtung getauscht. Die Umrüstung der zweiten Halle ist gleich zu Beginn 2018 geplant.
Um den Anforderungen der seit 1. August 2017 in Kraft getretenen Novelle der Gewerbeabfallverordnung (GewAbfV) gerecht zu werden, werden Reststoffe noch sorgfältiger getrennt und die Entsorgung bzw. deren Recycling detailliert dokumentiert. In enger Kooperation mit Vertretern des Regierungspräsidiums Darmstadt wurde ein rechtsicheres- und umweltgerechtes Konzept erarbeitet.
Laut Gefahrstoff-Verordnung ist jeder Arbeitgeber verpflichtet ein Verzeichnis aller im Unternehmen vorkommenden Gefahrstoffe zu führen. Dieses sog. Gefahrstoffkataster wird mittels des ERP-Systems und gemeinsam mit der Warenwirtschaft geführt. Aus dem Gefahrstoffkataster gehen die Bezeichnung des Gefahrstoffes, die Einstufung des Gefahrstoffes, die Mengen- und Arbeitsbereiche hervor.
b) Bayerwald
Bei der Firma Bayerwald werden schon seit Jahren wasserlösliche Beschichtungen für die Oberflächenveredelung im Fensterbereich eingesetzt. Im November 2015 wurde ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 durchgeführt.
In 2017 wurden weitere Unternehmensbereiche auf umweltfreundliche und sparsame LED Leuchtmittel umgestellt. Mit den in der Holzfenster- und Türenproduktion anfallenden Holzabfällen wird der komplette Heizwärmebedarf für die Betriebsstätte erzeugt.
c) Vitrulan
Die Vitrulan Gruppe hat sich zu Nachhaltigkeit verpflichtet. Die Produkte der Vitrulan Gruppe stehen schon auf Grund ihrer Eigenschaften für Langlebigkeit und Dauerhaftigkeit. Es wird daran gearbeitet, den Ressourcenverbrauch für die Produktion während der Herstellung bei Vitrulan, oder im Weiterverarbeitungsprozess bei den Kunden, zu reduzieren. Optimale und sparsame Energienutzung und der schonende Umgang mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen haben weiterhin einen unverändert hohen Stellenwert. Weiterhin von großer Bedeutung ist die kontinuierliche Weiterentwicklung des Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001.
d) Poggenpohl
Poggenpohl Möbelwerke GmbH ist nach DIN ISO 14001 zertifiziert (April 2017 Überwachungszertifizierung durch LGA) und arbeitete im Rahmen der Nobia Gruppe auf Basis der Umweltleitlinien des Nobia Konzerns durch Benchmarking und gegenseitige Unterstützung innerhalb des Konzerns an einer kontinuierlichen Verbesserung für alle Firmen mit. Ab 2017 wird Poggenpohl eigene Umweltrichtlinien erarbeiten.
Durch Prozessänderungen, Konstruktionsanpassungen und Optimierungen der Beschaffungsstrategie konnten die Beschaffungskosten nicht nur unter der ursprünglichen Prognose gehalten, sondern auch Warenbestände reduziert werden.
Die Bien-Zenker GmbH ist sowohl Mitglied der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau e.V. als auch der Bundesgütegemeinschaft Montagebau und Fertighäuser e.V. Zusätzlich zu der Eigenüberwachung unterliegen die Arbeiten und Leistungen der Bien-Zenker GmbH auch der einer regelmäßigen Fremdüberwachung.
Im Geschäftsjahr 2017 hat Hanse Haus zwei neue Musterhäuser errichtet. Als einer der ersten Anbieter in diesem Segment ist Hanse Haus in der Lage, alle Häuser mit einem Nachhaltigkeitszertifikat der deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zu versehen. Mit dieser Maßnahme hat Hanse Haus einen weiteren wichtigen Schritt zur Etablierung als dem Anbieter von qualitativ hochwertigen Niedrigenergiehäusern geschafft.
In 2017 wurde Hanse Haus in der Ausgabe 41/2017 erneut durch die Zeitschrift Focus-Money als einer der fairsten Fertighausanbieter ausgezeichnet.
In 2017 wurde Hanse Haus durch den Landkreis Bad Kissingen erneut zur Teilnahme am Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ nominiert und 2016 als Preisträger ausgezeichnet.[6] Auch diese Auszeichnung zeigt das hohe Engagement aller Mitarbeiter für die Marke und das Unternehmen Hanse Haus.
2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken der ADCURAM Invest AG
2.1. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Für 2018 erwartet der Sachverständigenrat für die Weltwirtschaft eine Fortsetzung des Wachstums und prognostiziert einen Zuwachs des Welt-BIP um 3,2%. Trotz der positiven Entwicklung der Konjunktur werden Probleme in der Erhöhung der weltweiten Verschuldung gesehen, die zu Instabilitäten im Finanzsystem führen kann und die Spielräume der Staaten einengt, zukünftig mit fiskalpolitischen Maßnahmen auf mögliche konjunkturelle Eintrübungen zu reagieren. Für bisher nicht berücksichtigte Impulse könnte dagegen eine expansive Fiskalpolitik in den Vereinigten Staaten sorgen. Negative wirtschaftliche Effekte im Falles eines Scheiterns der Verhandlungen und eines „harten Brexit“ werden vor allem für UK und in geringerem Maße für die europäischen Handelspartner gesehen. Auch die Bestrebungen einer Abspaltung Kataloniens von Spanien und die damit verbundene Unsicherheit werden sich aufgrund der engen Verflechtung Kataloniens mit den spanischen Regionen voraussichtlich negativ auf das Wirtschaftswachstum Spaniens auswirken, wohingegen größere unmittelbare Auswirkungen auf den Euro-Raum nicht erwartet werden.
Für den Euro-Raum wird eine Fortsetzung des Aufschwungs, der im Wesentlichen von der robusten Inlandsnachfrage getragen wird, erwartet. Diese wird noch durch den anhaltenden Beschäftigungsaufbau und den Rückgang der teilweise noch hohen Arbeitslosenquoten gestärkt. Zumindest in Deutschland wird sich voraussichtlich die Wachstumsdynamik aufgrund der hohen Auslastung der Produktionskapazitäten abschwächen. Dennoch erwartet der Sachverständigenrat für den Euro-Raum ein Wachstum von 2,1% für 2018.
Für das kommende Geschäftsjahr erwartet die ADCURAM-Gruppe – ohne Berücksichtigung von Akquisitionen und trotz des Verkaufs der BAU Gruppe – einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse im Vergleich zu 2017, was im Wesentlichen daran liegt, dass die Poggenpohl Gruppe im Jahr 2018 erstmals für 12 Monate in den Konzernabschluss einbezogen werden wird. Beim EBIT dagegen wird insgesamt ein deutlicher Rückgang zum Vorjahr erwartet, wobei sich die einzelnen Teilkonzerne aufgrund der unterschiedlichen Geschäftsrisiken und branchenbezogenen Einflüsse heterogen entwickeln werden. Auch dies liegt insbesondere an Poggenpohl, da mit hohen Investitionen in die Erneuerung der Marke geplant wird, welche nicht aktivierungsfähig sind.
Die ADCURAM Gruppe verfolgt auch im Geschäftsjahr 2018 ihr Ziel, geeignete Akquisitionsobjekte zu finden. ADCURAM plant für das kommende Geschäftsjahr den Erwerb von zwei Unternehmen.
Die Ergebnisentwicklung der ADCURAM Invest AG hängt künftig, wie auch bisher, von der Entwicklung der Tochtergesellschaften und der Möglichkeit Beteiligungen zu erwerben und zu veräußern ab.
2.2. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit Chancen und Risiken verbunden. Risiken werden in der ADCURAM Gruppe definiert als die Gefahr des Nicht-Erreichens von unternehmerischen Zielen bzw. des Nicht-Umsetzen-Könnens von Strategien. Chancen unternehmerischen Handelns werden ergriffen, wenn sich aus der zugrunde liegenden Tätigkeit ein positiver Beitrag zum Unternehmenswert der ADCURAM Gruppe ergibt.
a. Risikomanagementsystem
Die ADCURAM Gruppe trägt dem Risikomanagement aufgrund des speziellen Investitionsfokus auf besondere Weise Rechnung. Das Risikomanagement gliedert sich in drei Phasen.
Die erste Phase ist die Phase der Akquisition neuer Tochtergesellschaften. Hier werden im Rahmen umfangreicher Prüfungsmaßnahmen Businesspläne aufgestellt und bewertet. Diese Businesspläne werden durch ADCURAM Experten von Grund auf mit konkret hinterlegten Maßnahmen aufgebaut.
Die Businesspläne sind die Basis für die Phase zwei des Risikomanagements, die eigentliche Phase der Neuausrichtung. Die Businesspläne werden in Projektpläne überführt, die das operative ADCURAM Team vor Ort laufend umsetzt. Ist die Umsetzung erfolgt, so übergibt dieses Team sukzessive die Verantwortung an die operativen Stelleninhaber in den Unternehmen.
In Phase drei werden die Tochterunternehmen durch ein aktives Beteiligungsmanagement mit mindestens monatlichen Lenkungsausschüssen gesteuert. Hierbei werden neben finanziellen Leistungsindikatoren auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Unternehmenssteuerung herangezogen. Im Wesentlichen sind dies produkt- bzw. produktionsbezogene Leistungsindikatoren wie Prüffeldleistung, Ausbringungsmenge, Produktqualität, logistische Leistungsindikatoren wie beispielsweise Liefertreue, kundenbezogene Leistungsindikatoren (z. B. Kundenzufriedenheit, Stornoquote, Zahlungsverhalten) sowie lieferantenbezogene Leistungsindikatoren (z. B. Liefertreue und Lieferqualität).
b. Unternehmerische Chancen aus dem Geschäftsmodell der ADCURAM
Die ADCURAM Gruppe verfügt über eine eigene M&A-Abteilung mit einem komplementären Know-how-Profil. Das Team verfügt sowohl über langjährige Erfahrung im Bereich M&A / Beteiligungsgeschäft als auch über operative Industrieexpertise aus unterschiedlichen Bereichen. Durch einen integrierten ganzheitlichen Analyseansatz wird die Ausgangssituation einer Transaktion analysiert. Darauf aufbauend wird für jede potentielle Akquisition ein Konzept zur Weiterentwicklung/ Neupositionierung einer möglichen Beteiligung entwickelt. Begleitend werden Due Diligence Prüfungen durchgeführt. Nach Erwerb erfolgt die sukzessive Überleitung der Verantwortung auf die operativen Expertenteams der ADCURAM. Diese setzen die Weiterentwicklung auf Basis eines entsprechenden Projektplans um.
c. Unternehmerische Risiken aus dem Geschäftsmodell der ADCURAM
Damit die ADCURAM Gruppe ihre Wachstumsziele erreichen kann, ist sie auf die Unterstützung hochqualifizierter Fach- und Führungskräfte angewiesen. Somit ist es eine dauerhafte Herausforderung, geeignetes Personal für ADCURAM zu gewinnen und zu binden. ADCURAM verfügt über eine im Haus entwickelte Weiterbildungsakademie, die für die Mitarbeiter interessante und individuelle Qualifizierungsmaßnahmen anbietet. Darüber hinaus enthält die Vergütung der Mitarbeiter einen hohen variablen, erfolgsabhängigen Bestandteil. Zudem gibt es ein Beteiligungsmodell, mit dem alle Mitarbeiter am Geschäftserfolg der ADCURAM Gruppe partizipieren und das einen mittelfristigen Bindungsanreiz beinhaltet.
1. Informationstechnische Risiken
Alle Geschäftsprozesse werden mittels zeitgemäßer IT-Architektur abgebildet. Da das Bedrohungspotential durch informationstechnische Risiken von außen wächst, bedarf es einer ständigen Überprüfung und Optimierung der verwendeten Informationstechnologien, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu erreichen. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgt durch qualifizierte interne und externe Experten. Unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust wird durch Einsatz aktueller Virensoftware, Firewalls, Zugangs- und Berechtigungskonzepte und vorhandener Back-up-Systeme vorgebeugt. Für unerwartete IT-Systemausfälle existieren entsprechende Notfallpläne und Notfallszenarien.
2. Management Informationssystem
Für die konsequente Wahrnehmung von unternehmerischen Chancen und die frühzeitige Erkennung von Risiken für die Fortführung des Unternehmens ist die ADCURAM Gruppe sowohl bei ihren Beteiligungsunternehmen als auch auf Gruppenebene auf ein funktionierendes Management Informationssystem angewiesen. Dies ist bei den Beteiligungen gewährleistet. Für die Steuerung des Konzerns kommt eine datenbankbasierte Reporting-Software zum Einsatz. Aus den dort erfassten Daten wird monatlich ein Konzernreporting erstellt, das neben einer Gewinn- und Verlustrechnung auch Soll-Ist-Vergleiche und weitergehende Analysen zur Unternehmenssituation enthält. Dieses Reporting ist Grundlage sowohl für die interne Diskussion der finanziellen Situation bei den Beteiligungen als auch für die externe Berichterstattung.
3. Risiken der Neupositionierung
Trotz sorgfältiger Unternehmensanalyse im Vorfeld einer Transaktion kann es zu deutlichen Abweichungen gegenüber der geplanten Entwicklung kommen. ADCURAM versucht, seine Risiken durch einen integrierten ganzheitlichen Analyseprozess unter Einbindung von erfahrenen Industriespezialisten zu reduzieren. Die hohen vorgehaltenen Kapazitäten an operativen Experten ermöglichen, jederzeit kurzfristig auf neue Herausforderungen im Rahmen der Neupositionierung zu reagieren. Gleichwohl ist nicht ausgeschlossen, dass es zu Vermögensverlusten der ADCURAM Gruppe kommen kann.
4. Finanzrisiken
Das strategische Finanzmanagement für die operativen Beteiligungen wird durch die ADCURAM Invest AG über die ADCURAM Industrieberatung GmbH erbracht. Die operative Finanzierung wird dann von den Tochtergesellschaften bei lokalen Finanzierungspartnern aufgenommen.
Die ADCURAM Invest AG hat selber keine Bankverbindlichkeiten und verfügt zum Jahresende 2017 über Zahlungsmittel in Höhe von 30,8 Mio. EUR (Vorjahr: 44,7 Mio. EUR). Die Liquiditätsbeschaffung und -anlage der ADCURAM Gruppe erfolgt fast ausschließlich im Euro-Raum mit unterschiedlichen Laufzeiten.
Da die Beteiligungsunternehmen der ADCURAM Gruppe weltweit tätig sind, sind sie im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Wechselkursrisiken ausgesetzt. Durch die konzernweit verbindliche Richtlinie für Währungs- und Zinsmanagement wird das Währungshedging auf eine systematische und einheitliche Grundlage gestellt.
Der überwiegende Teil der Finanzschulden der Beteiligungsgesellschaften ist einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Dieses wird nach Möglichkeit und, soweit sinnvoll, durch den Einsatz von Zinssicherungsinstrumenten jeweils unternehmensspezifisch weitgehend eliminiert. Des Weiteren wird die Effektivität der Zinssicherungsinstrumente regelmäßig gemessen und dokumentiert.
Ausfallrisiken entstehen durch mögliche Nichterfüllung von vertraglichen Verpflichtungen seitens der Geschäftspartner, die jedoch durch sorgfältige Bonitätsprüfungen der Geschäftspartner reduziert werden. Neben der Berücksichtigung aktuell verfügbarer Kreditauskünfte werden, soweit möglich und sinnvoll, Kreditversicherungen abgeschlossen. Alle Unternehmen überwachen ihre Liquiditätssituation mindestens wöchentlich, teilweise täglich. Soweit möglich, wird die Anzahlungsquote erhöht. Das maximale Ausfallrisiko ist bei versicherten Forderungen auf den Selbstbehalt der Kundenkreditversicherung bzw. bei nicht versicherten Forderungen auf deren Buchwert begrenzt.
Weiters besteht das Risiko, dass verbundene Unternehmen ihre Verbindlichkeiten gegenüber der ADCURAM Invest AG nicht zurückzahlen können. Zusätzlich zum Ausfallrisiko können auch für diese Gesellschaften übernommene Haftungen schlagend werden.
5. Risikoprofil BAU-Gruppe
Ab dem Geschäftsjahr 2015 werden die beiden Teilkonzerne Bien-Zenker und Hanse Haus zur BAU Gruppe zusammengefasst. Daher werden auch aufgrund des nahezu identischen Risikoprofils der Bien-Zenker und der Hanse Haus Gruppe diese weiterhin gemeinsam beschrieben.
a) Zunehmende Fertighausquote, Verschärfung der Energieeinsparverordnung, Nachhaltigkeit
In den letzten Jahren nehmen Bauinteressenten zunehmend die Vorteile von Fertighäusern gegenüber konventionell gebauten Häusern wahr. Die BAU Gruppe geht davon aus, dass die Fertighausquote weiter zunehmen wird und sieht darin Chancen für eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit. Auch die zunehmende Verschärfung der Energieeinsparverordnung (ENEV) bietet Chancen für die energieeffiziente Bauweise. In 2016 hat Hanse Haus als eines der ersten Fertighausunternehmen in Deutschland eine Serien-Nachhaltigkeitszertifizierung für alle Häuser, die ab 2017 gebaut werden, von der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen erhalten. Hier sieht die BAU Gruppe erhebliche Chancen zu einer weiteren positiven Geschäftsentwicklung.
b) Abhängigkeit von Wettereinflüssen
Der hohe Vorfertigungsgrad der Fertighäuser ermöglicht es, wetterunabhängig bei gleichbleibend hohem Qualitätsstandard zu produzieren. Die Errichtung der Keller und Bodenplatten im Außenbereich unterliegt jedoch den natürlichen Witterungseinflüssen. So kann ein strenger und langer Winter zu Umsatzeinbußen führen, die in der Folgezeit nur mit größeren Anstrengungen und Mehraufwand aufgeholt werden können. Solche witterungsbedingten Einflüsse können zu deutlichen Ergebniseinbußen führen.
c) Beschaffungsrisiken
Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten werden soweit wie möglich vermieden. Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, den Materialbedarf auch kurzfristig bei anderen Zulieferern zu decken. Für alle wichtigen Lieferanten und Dienstleister werden Rahmenverträge abgeschlossen, die in der Regel eine Laufzeit von 12 Monaten haben. Durch regelmäßige Lieferantenbewertungen reduzieren wir die Risiken bei Qualität, Verfügbarkeit und Beschaffungspreisen.
d) Finanzierungs-, Kredit- und Währungsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen
Die Liquiditätssteuerung in der BAU Gruppe erfolgt durch permanente Überwachung der Finanzströme. Die Liquiditätsplanung berücksichtigt die saisonalen Schwankungen und zeigt rechtzeitig den Liquiditäts- und Finanzierungsbedarf auf. Im Fertighausbau müssen neben der langfristigen Finanzierung des Anlagevermögens ausreichende Betriebsmittelkreditlinien bzw. Bankguthaben zur Verfügung stehen, um saisonale Schwankungen ausgleichen zu können. Das Kreditrisiko aus dem operativen Geschäft im Fertighausbau gegenüber den Kunden ist sehr gering, da vor Produktionsbeginn eine Finanzierungsbestätigung bzw. Bankbürgschaft vorgelegt werden muss. In den übrigen Bereichen ist durch interne Kreditlinien das Ausfallrisiko reduziert. Die Fakturierung der Lieferungen und Leistungen erfolgt fast ausschließlich in der Euro-Währung. Aufgrund der Saisonalität der Produktionsauslastung ist der Bedarf an Liquidität zur Finanzierung des laufenden Geschäftes in Abhängigkeit von der Jahreszeit sehr unterschiedlich. Einem ersten Halbjahr mit unterdurchschnittlichen Bauleistungen steht ein zweites Halbjahr mit überdurchschnittlich hohen Hausumsätzen und entsprechenden Mittelzuflüssen gegenüber. Um die Risiken aus diesen Saisonalitäten zu minimieren, betreiben wir ein aktives Finanzmanagement, wobei der Liquiditätsüberwachung und der Liquiditätssteuerung eine besondere Bedeutung zukommt.
e) Gewährleistungs- und rechtliche Risiken
Die permanente Weiterentwicklung der Produkte ist von strategischer Bedeutung. Neben den sich eröffnenden Chancen bestehen aber auch Risiken. So kann selbst nach sorgfältigsten Tests und Prüfungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass gegebenenfalls – mit zeitlicher Verzögerung – Gewährleistungsansprüche gegen die Unternehmen der BAU Gruppe erhoben werden. Diesem Risiko begegnen wir mit einem internen Qualitätsmanagement und einer Fremdüberwachung, welche die hohe Qualität unserer Produkte sichert. Erfahrungsgemäß müssen sich die Gruppen-Gesellschaften im Zuge des Geschäftsbetriebes mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Nach derzeitiger Einschätzung liegen keine laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren vor, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft haben könnten.
f) IT-Risiken
Der Großteil der Geschäftsprozesse wird mit Hilfe leistungsfähiger und moderner IT-Lösungen unterstützt. Bei der ERP-Software setzen wir bekannte Standardlösungen ein, um unsere Prozesse mit großer Zuverlässigkeit abzubilden. Auf Datensicherheit und Verfügbarkeit unserer Systeme legen wir größten Wert. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgt durch qualifizierte interne und externe Experten. Unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust wird durch Einsatz aktueller Virensoftware, Firewalls, adäquater Zugangs- und Zugriffskonzepte und vorhandener Back-up-Systeme vorgebeugt. Für unerwartete IT-Systemausfälle existieren entsprechende Notfallpläne und Notfallszenarien.
6. Risikoprofil Bauelemente Gruppe
a) Beschaffungsrisiken
Die Grundmaterialien Kunststoff, Holz, Aluminium und Glas und ein Materialeinsatz in Höhe von rund 44% des Umsatzes ergeben eine gewisse Abhängigkeit von der Entwicklung der internationalen Rohstoffmärkte. Das Unternehmen versucht, durch laufende Beobachtung der Situation an den Märkten sowie durch sorgfältige Auswahl der Lieferanten nach den bestimmenden Kriterien Preis, Liefertreue und Qualität das Risiko stark schwankender Einkaufspreise zu minimieren. Weiterhin wird durch lang- bzw. mittelfristige Preisfestschreibungen auf der Zuliefererseite versucht, diesem Risiko entgegenzuwirken. Gleichzeitig werden mögliche Lieferverzögerungen, die eine Auswirkung auf die gesamte Supply Chain haben können, durch eine Auftragsterminverfolgung überprüft, um gegebenenfalls notwendige Maßnahmen einzuleiten.
b) Finanzierungs-, Kredit- und Währungsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen
Die Forderungsrisiken werden mittels eines Debitorenmanagements und der Vergabe von Kreditlimits minimiert. Ein großer Teil der Kunden wird über Kreditversicherungen abgedeckt oder ist über eine Zentralregulierung der Verbände abgesichert. Die Rechnungen werden zum großen Teil in Euro fakturiert, deshalb entstehen keine Wechselkursrisiken.
c) IT-Risiken
Der Großteil der Geschäftsprozesse der Wo&Wo Gruppe wird mit Hilfe leistungsfähiger und moderner IT-Lösungen unterstützt. Bei der ERP-Software werden Lösungen eingesetzt, die die Prozesse mit großer Zuverlässigkeit abbilden. Auf Datensicherheit und Verfügbarkeit der Systeme legt Wo&Wo größten Wert. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgt durch qualifizierte interne und externe Experten. Unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust wird durch Einsatz aktueller Virensoftware, Firewalls, adäquater Zugangs- und Zugriffskonzepte und vorhandener Back-up-Systeme vorgebeugt. Für unerwartete IT-Systemausfälle existieren entsprechende Notfallpläne und Notfallszenarien.
Bayerwald plant im Jahr 2018 die Einführung eines ERP-Systems. Durch die Abschaffung der Insellösungen werden bestehende Prozesse optimiert und schlanker gestaltet werden. Naturgemäß ergeben sich aus der Komplexität derartiger Projekte entsprechende Risiken sowohl in der zeitlichen Umsetzung als auch bei Kosten.
d) Liquiditätsrisiko / Fortführungsrisiko
Zur Verbesserung der Liquiditätssituation der Wo & Wo Sonnenlichtdesign GmbH & Co. KG wurden im Jahr 2017 folgende Maßnahmen ergriffen: Sale and Lease back der Liegenschaft Graz und dadurch Tilgung von Darlehen über 7.667 TEUR sowie ein Gesellschafterzuschuss in Höhe von 1,0 Mio. EUR.
Die Gesellschaft verfügt darüber hinaus über eine kurz- und mittelfristige Ertrags- und Liquiditätsplanung. Die Liquiditätssteuerung bei Wo & Wo erfolgt durch permanente Überwachung der Finanzströme. Die Liquiditätsplanung berücksichtigt die saisonalen Schwankungen und zeigt rechtzeitig den Liquiditäts- und Finanzierungsbedarf auf.
Aufgrund der Saisonalität der Produktionsauslastung ist der Bedarf an Liquidität zur Finanzierung des laufenden Geschäftes in Abhängigkeit von der Jahreszeit sehr unterschiedlich. Einem ersten Quartal mit unterdurchschnittlichen Leistungen steht ein zweites und drittes Quartal mit überdurchschnittlich hohen Umsätzen und entsprechenden Mittelzuflüssen gegenüber. Im 4. Quartal verringern sich wiederum die Umsätze und damit die Geldzuflüsse. Um die Risiken aus diesen Saisonalitäten zu minimieren, betreiben wir ein aktives Finanzmanagement, wobei der Liquiditätsüberwachung und der Liquiditätssteuerung eine besondere Bedeutung zukommt.
Auf Basis der jährlichen Liquiditätsplanung, die der refinanzierenden Bank zur Verfügung gestellt wurde, stehen der Gruppe bis 31. Dezember 2018 und darüber hinaus ausreichende Kreditlinien bei der finanzierenden Bank zur Verfügung. Eine Bestätigung seitens der Bank, dass die in den Kreditverträgen vereinbarten Kennzahlen für 2017 erreicht wurden bzw. einem Waiver für die Kennzahl “EBITDA lt. Plan“ zugestimmt wurde, liegt zum Bilanzerstellungszeitpunkt vor.
Aufgrund der im Jahr 2017 bereits gesetzten Maßnahmen geht die Geschäftsführung auf Basis der vorliegenden Planung davon aus, dass der Fortbestand der Gesellschaft nicht gefährdet ist.
Der Bayerwald stehen Betriebsmittelkreditlinien in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Diese waren zum Stichtag in Höhe von 1.333 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) in Anspruch genommen. In Folge der mit den finanzierenden Banken getroffenen Änderungsvereinbarung stehen die Betriebsmittelkreditlinien uneingeschränkt zur Verfügung. Die Verzinsung erfolgt zu EURIBOR zzgl. einer Zinsmarge von 2,75 % p.a.
Darüber hinaus bestand eine zweckgebundene Kreditlinie in Höhe von 3,0 Mio. EUR zur Finanzierung einer Gewerbesteuernachzahlung, die im Geschäftsjahr voll in Anspruch genommen wurde, mit einer Verzinsung in Höhe des EURIBOR zzgl. einer Zinsmarge von 2,55 % p.a. Auf Grundlage der Unternehmensplanung und unter Berücksichtigung der von der Geschäftsführung geplanten Maßnahmen wird die Gesellschaft künftig in der Lage sein, ihren Verpflichtungen nachzukommen.
Nach heutiger Einschätzung werden die im Kreditvertrag mit den finanzierenden Banken vereinbarten Finanzkennzahlen eingehalten, so dass aufgrund der darauf basierenden prognostizierten Geschäftsentwicklung der Gruppe kein Risiko besteht, dass die Gesellschaft hieraus in Anspruch genommen wird.
7. Risikoprofil Vitrulan Gruppe
a) Umwelt und Branchenspezifische Risiken
Die Unternehmen der Vitrulan Gruppe sind in großem Maße von der Entwicklung der Baubranche bzw. Bautätigkeit abhängig und hier speziell der öffentlichen Hochbautätigkeit und dem Wirtschaftsbau.
Auf Grund der begrenzten Kapazitäten in der Weiterverarbeitung und Weiterverwendung der Produkte bzw. der Endprodukte, die mit den Produkten der Vitrulan produziert werden, können die aus diesen Marktrisiken resultierende Absatzrückgänge im Verlauf eines Geschäftsjahres in der Regel nicht mehr ausgeglichen werden. Ein sehr günstiger Verlauf der Witterungsbedingungen kann ggf. zu verbesserten Absatz- und damit Unternehmensergebnissen zu Gunsten der Gesellschaft führen. Bedingt durch einen Auftragsbestand im Bereich Dekoration, welcher Aufträge einer Periode von 1 bis 5 Wochen umfasst, ergeben sich Risiken in Bezug auf die planbare Absatz- und Umsatzstruktur im Jahresverlauf. Im Bereich der Technischen Textilen sind Kundenbedarfe zwischen 2 bis 16 Wochen als Planungsgröße im Auftragsbestand abgebildet. Der Konzern weist im Jahresverlauf einen durchschnittlichen Auftragsbestand aus, der unterhalb des durchschnittlichen Monatsumsatzes liegt.
Die allgemeine Konjunkturentwicklung kann durch sich verändernde wirtschafts- und steuerpolitische Rahmenbedingungen positiv oder negativ auf die branchenspezifische Entwicklung in den für die Vitrulan Gruppe relevanten Märkten wirken. Im Wesentlichen begegnet Vitrulan diesem Risiko durch den Ausbau und Aufbau weiterer regionale Absatzmärkte und die Ergänzung des Verkaufs- und Produktprogramms.
b) Beschaffungsrisiken
Zur Herstellung der Produkte benötigen die Produktionseinheiten der Vitrulan Gruppe neben Garnen und Zwirnen aus Glasfasern insbesondere auch Chemikalien. Die eingesetzten Chemikalien sind zum einen von der preislichen Entwicklung des Rohölpreises abhängig, zum anderen ist die Anbieterseite teilweise durch Oligopole geprägt. Ergänzend liegt durch mögliche Preiserhöhungen auf dem Rohstoffmarkt für Garne und Zwirne aus Glasfasern ein zusätzliches Risiko vor.
Kurzfristige Steigerungen bei den Beschaffungskosten können sich auch kurzfristig negativ auf den Materialeinsatz auswirken. Soweit es wirtschaftlich sinnvoll ist, werden alternative Stoffe und / oder auch Lieferanten gesucht, um die Belieferung mit Rohstoffen sicherzustellen. Darüber hinaus investiert die Gesellschaft in alternative Beschichtungstechnologien, die ein breiteres Spektrum an Beschichtungsrezepturen ermöglichen.
Bei der Versorgung mit Vorprodukten einiger Hauptprodukte ist Vitrulan abhängig von einzelnen Lieferanten: Wenn einer dieser Lieferanten die Produktion beschränken oder einstellen oder die Belieferung unterbrechen sollte, hätte dies möglicherweise kritische negative Auswirkungen auf das betroffene Geschäft. Durch langfristige strategische Kooperationen bei versorgungs- sowie preiskritischen Vorprodukten und alternative Beschaffungsstrategien reduziert Vitrulan die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken.
c) Finanzwirtschaftliche Risiken
Der Kernabsatzmarkt der Gruppe liegt in Europa (insbesondere in den Ländern Deutschland und Frankreich). Dieser entwickelt sich stabil. Um das Risiko von Zahlungsausfällen zu minimieren, ist ein System zur Überwachung der Warenkredite und ein strenges Forderungsmanagement implementiert. Wesentliche Forderungen sind gegen einen Forderungsausfall versichert. Aus Deutschland heraus werden alle wesentlichen Geschäfte in Euro fakturiert. Durch das aktive Monitoring der Zahlungsströme wird versucht, die Risiken gering zu halten. Seit Beginn des Geschäftsjahres 2015 werden Umsätze mit der russischen Tochtergesellschaft in Rubel abgewickelt. Das Risiko von Zahlungsstromschwankungen kann aufgrund der relativ gleichmäßigen und prognostizierbaren Umsatzentwicklung im Jahresverlauf als gering angesehen werden.
Bilanzierungspflichtige derivative Instrumente, aus denen ein Risiko für die Gesellschaft entstehen könnten, werden nicht eingesetzt.
Durch bestehende Schadens- und Haftpflichtrisikoversicherungen sind finanzielle Schäden auf ein Minimum reduziert. Erkennbaren Risiken wurde darüber hinaus durch angemessene Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen.
d) IT-Risiken
Aufgrund der zunehmenden internationalen Vernetzung und der damit verbundenen Möglichkeit des Missbrauchs von IT-Systemen ergeben sich entsprechende E-Crime-Risiken, zum Beispiel des Ausfalls zentraler IT-Systeme, der Preisgabe von vertraulichen Daten aus Forschung und Geschäftstätigkeit, der Manipulation von IT-Systemen in der Prozess-Steuerung oder einer erhöhten Belastung oder Beeinträchtigung von IT-Systemen durch Virusattacken.
Der Großteil der Geschäftsprozesse wird mit Hilfe leistungsfähiger und moderner IT-Lösungen unterstützt. Auf Datensicherheit und Verfügbarkeit der Systeme legt Vitrulan größten Wert. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgt durch qualifizierte interne und externe Experten. Unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust wird durch Einsatz aktueller Virensoftware, Firewalls, Zugangs- und Berechtigungskonzepte und vorhandener Back-up-Systeme vorgebeugt. Für unerwartete IT-Systemausfälle existieren entsprechende Notfallpläne und Notfallszenarien.
Die Gesellschaften der Vitrulan Gruppe setzten sich aktiv mit dem Thema Digitalisierung auseinander. Dies betrifft sowohl die Chancen als auch die Risiken, die daraus entstehen können.
e) Personalrisiken
Das Know-how der Mitarbeiter ist der wesentliche Faktor für den Erfolg des Unternehmens. Dem künftigen Risiko eines drohenden Fachkräftemangels wirkt Vitrulan mit verschiedenen Maßnahmen entgegen, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. Dazu gehört eine adäquate Aus- und Weiterbildung, aktives Gesundheitsmanagement oder auch der Besuch von Ausbildungsmessen. Zusätzlich werden Weiterbildungsmaßnahmen intensiviert sowie ergebnisorientiertes Führungsverhalten gefördert. Auch ein attraktives Arbeitsumfeld wird als Erfolgsfaktor gesehen. Vitrulan arbeitet an Konzepten, z. B. der Erhöhung des Automatisierungsgrades, einem die Gesundheit förderndem Arbeitsumfeld und einem vermehrten Einsatz von Hilfsmitteln, um den steigenden Erfordernissen an die Produktivität und der demographischen Entwicklung mit ihren Auswirkungen auf die Personalverfügbarkeit gerecht zu werden.
8. Risikoprofil Poggenpohl Gruppe
Grundsätzlich besteht das Risiko einer Preissteigerung bei den Rohstoffen und anderen Vorprodukten. Diese Risiken versucht Poggenpohl durch seine Einkaufspolitik zu vermindern. In geringem Umfang werden auch Waren und Dienstleistungen von außerhalb der EUR-Zone bezogen. Hier bestehen ggf. Währungsrisiken.
Im Vertriebsbereich Schweiz, USA, Großbritannien bestehen im Grundsatz Währungsrisiken. Währungsrisiken werden zum Teil durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Die Absicherung der Währungsrisiken betrifft ausschließlich die internen Devisenströme. Damit verbunden ist das Währungsrisiko im Geschäft mit Endkunden. Zu den genannten Ländern sind hier auch Schweden und Japan zu nennen. Alle weiteren Kunden werden in EUR fakturiert.
Zurzeit stehen zur Finanzierung mehr als ausreichende eigene Mittel zur Verfügung. Dazu wird die Gesellschaft für künftige Investitionen einen ausreichenden Kreditrahmen auf Basis der vorhandenen Sicherheiten haben.
c) Gewährleistungs- und rechtliche Risiken
Laufende und drohende Rechtsstreitigkeiten und -verfahren werden kontinuierlich überwacht, und der Geschäftsführung wird hierüber regelmäßig Bericht erstattet. Zur Beurteilung von Risiken aus laufenden Rechtsstreitigkeiten und -verfahren sowie eines etwaigen Rückstellungsbedarfs erstellen wir eigene Analysen. Die Risikobewertung basiert insbesondere auf der Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten und Bandbreiten möglicher Inanspruchnahmen. Diese Einschätzungen werden in enger Abstimmung zwischen den betroffenen operativen und funktionalen Einheiten unter Einbeziehung der Einheiten Legal und Finance getroffen. Bei entsprechender Eintrittswahrscheinlichkeit wird für das jeweilige Verfahren eine Rückstellung gebildet.
Es bestehen keine speziellen IT-Risiken. Die Risiken von Hacker-Angriffen und Cyber-Crime sind grundsätzlich unter Beobachtung Wir haben Maßnahmen ergriffen und werden diese nach Bedarf und technischer Entwicklung laufend anpassen. Datensicherheit ist eine enorm wichtige Aufgabe.
d. Gesamteinschätzung der Risiken und Chancen
Auf der Basis der aktuellen Steuerungs- und Überwachungssysteme sieht der Vorstand derzeit keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder dessen Entwicklung wesentlich beeinträchtigen.
Die Teilkonzerne der ADCURAM Gruppe betreiben in unterschiedlichem Umfang Forschung und Entwicklung. Vielfach handelt es sich hierbei um nichtaktivierungsfähige Produktweiterentwicklungen, die aber für ADCURAM im Fokus der strategischen Weiterentwicklung der einzelnen Tochterunternehmen stehen.
Die ADCURAM Invest AG betreibt keine Forschung und Entwicklung.
[1]Die Angaben in den Abschnitten a. Weltwirtschaft und b. Deutschland zu den allgemeinen Rahmenbedingungen des Konzerns wurden dem Jahresgutachten des Sachverständigenrats 17/18 und dem Monatsbericht Januar 2018 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Schlaglichter der Wirtschaftspolitik) entnommen.
[2] Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 11. Januar 2018.
[3] Quelle: Credit Suisse
[4] https://www.baulinks.de/webplugin/2017/1779.php4
[5] Quelle: Statistisches Bundesamt, HDH/VDM
[6] https://www.mittelstandspreis.com/wettbewerb/single-newsmeldung/archive/2017/february/09/article/nominierungen-2017-bayern.html
Gemeinsamer Bericht des Aufsichtsrates sowie des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017
der ADCURAM Invest AG
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr vom 01. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen seiner Sitzungen wahrgenommen. Es fanden im Geschäftsjahr vom 01. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 4 Sitzungen des Aufsichtsrates statt, und zwar am 06. April 2017, am 29. Juni 2017, am 28. September 2017 und am 07. Dezember 2017. Darüber hinaus hat der Vorstand dem Aufsichtsrat laufend mündlich über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft berichtet und Auskunft gegeben. Der Aufsichtsrat hat sich außerdem selbst laufend weitere Informationen über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft verschafft und bei Bedarf auch außerhalb von Sitzungen Beschluss gefasst.
Die Buchführung, der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017, der Anhang und der Lagebericht sowie der Konzernlagebericht und Konzernabschluss wurden von der Grant Thornton Unitreu GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Rivergate, Handelskai 92, Gate 2, 7A, 1220 Wien geprüft. Die Abschlussprüfer haben über das Ergebnis schriftlich berichtet und festgestellt, dass der Vorstand die verlangten Aufklärungen und Nachweise erbracht hat und dass der Jahresabschluss nach der Beurteilung des Abschlussprüfers den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung vermittelt, sowie dass der Lagebericht nach der Beurteilung des Abschlussprüfers in Einklang mit dem Jahresabschluss steht. Der Wirtschaftsprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt und die dafür notwendigen Voraussetzungen in einem umfangreichen Zusatz zum Bestätigungsvermerk erläutert. Ebenso wurde der Konzernabschluss geprüft und als ordnungsgemäß bestätigt.
Der Aufsichtsrat sowie dessen Prüfungsausschuss hat sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung angeschlossen, sich mit dem vom Vorstand vorgelegten Lagebericht einschließlich dem Vorschlag für die Ergebnisverwendung für einverstanden erklärt, den Jahresabschluss gebilligt und den Konzernabschluss zur Kenntnis genommen.
Yorck von Schmeling-Diringshofen, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Dr. Ulf Lange, Vorsitzender des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates
Vorschlag des Vorstands
eingetragen im Firmenbuch des Handelsgerichts Wien zu FN 283041 m für die Gewinnverteilung
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres vom 01. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 in der Höhe von EUR 73.975.987,82 (Euro dreiundsiebzig Millionen neunhundertfünfundsiebzigtausend neunhundertsiebenundachtzig Euro und zweiundachtzig Cent) als Dividende in Entsprechung des Gewinnverteilungsvorschlags des Vorstands an die Aktionäre auszuschütten.
Die Dividende ist am 28.06.2018 an die Aktionäre zu zahlen.
Dr. Florian Meise, geb. am 30.05.1970
Thomas Probst, geb. am 17.02.1962
Wir haben den Jahresabschluss der ADCURAM Invest AG, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft. Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2017 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische Alternative dazu. Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen. Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
• Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
• Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
• Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
• Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
• Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
MMag. Christoph Zimmel e.h., Wirtschaftsprüfer
i.V. Mag. (FH) Wolfgang Laserer e.h, Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Der Jahresabschluss wurde am 28. Juni 2018 auf der Hauptversammlung gebilligt.
für das schlechte Ergebnis dieses Bilanzjahres
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P. Brors Dienstag, 26.03.2019 at 14:56
Ich stimme ja fast immer ihrer Einschätzung zu. Jedoch hat die ADCURAM Ende 2017 (wegen noch fehlenden Kartellamt-Zustimmung noch nicht bilanzwirksam) ihre größte Beteiligung, ihre Fertighaussparte (BIEN/ZENKER/Hanse-Haus), welche die zweitgröße in Deutschland ist, an den Beteiligungskonzern EQUISTONE verkauft. Da sich die Fertighaussparte wegen des deutschen Baubooms sehr gut entwickelte, wird der Kaufpreis sicherlich für ADCURAM sehr attraktiv gewesen sein, siehe https://www.vc-magazin.de/deals/equistone-uebernimmt-fertighaus-gruppe-von-adcuram/
Unklar ist mir, was eigentlich hinter der hoch profitablen Oikos Development Holding GmbH
(vormals: ADCURAM Development Holding GmbH) steckt.