Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202001,%202325
Timestamp: 2019-07-16 13:21:18
Document Index: 357287111

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 397', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 10.05.2001 - VII ZR 356/00 - dejure.org
BGH, 10.05.2001 - VII ZR 356/00
https://dejure.org/2001,701
BGH, 10.05.2001 - VII ZR 356/00 (https://dejure.org/2001,701)
BGH, Entscheidung vom 10.05.2001 - VII ZR 356/00 (https://dejure.org/2001,701)
BGH, Entscheidung vom 10. Mai 2001 - VII ZR 356/00 (https://dejure.org/2001,701)
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Erlaßvertrag - Angebot - Eindeutigkeit eines Angebots - Werklohnanspruch
Angebot; Erlaßvertrag; Erlaßfalle
Zur unmissverständlichen Erklärung eines Angebots auf Abschluss eines Erlassvertrages
Voraussetzungen eines Erlaßvertrages
Abschluss eines Erlassvertrags; interessengerechte Auslegung; Abtretung von Werklohnforderungen
Wie muss ein Forderungserlass erklärt werden? (IBR 2001, 408)
NJW 2001, 2325
MDR 2001, 859
NZBau 2001, 501
WM 2001, 1387
DB 2001, 2091 (Ls.)
BauR 2001, 1259
ZfBR 2001, 409
Die Annahme eines konkludenten Verzichts bedarf regelmäßig der Darlegung nachvollziehbarer Gründe, weshalb der Gläubiger auf sein Recht verzichten sollte (BGH, Urteil vom 10. Mai 2001 - VII ZR 356/00 - WM 2001, 1387).
Insolvenzbeständig wäre, sofern nicht angefochten, allenfalls ein vorweggenommener Erlass (§ 397 Abs. 1 BGB) des familienrechtlichen Ausgleichsanspruchs, wobei an die Feststellung des Erlasses strenge Anforderungen zu stellen sind (BGH, Urt. v. 10. März 2001 - VII ZR 356/00, NJW 2001, 2325; v. 7. März 2006 - VI ZR 54/05, NJW 2006, 1511, 1512).
Hiermit hat sich das Berufungsgericht jedoch nicht befaßt, obwohl nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gerade bei Erklärungen, die als Verzicht, Erlaß oder in ähnlicher Weise rechtsvernichtend gewertet werden sollen, das Gebot einer interessengerechten Auslegung beachtet werden muß und die der Erklärung zugrundeliegenden Umstände besondere Bedeutung haben (neuerdings wieder BGH, Urt. v. 10.5.2001 - VII ZR 356/00, NJW 2001, 2325).
Das Angebot auf Abschluß eines Erlassvertrages muss unmissverständlich erklärt werden (BGH, Urteil vom 10. Mai 2001 - VII ZR 356/00 - NJW 2001, 2325 f.).
Es entspricht ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass gerade bei solchen scheinbar eindeutigen Vereinbarungen, die als Verzicht oder in ähnlicher Weise gewertet werden sollen, das Gebot einer interessengerechten Auslegung beachtet und den der Erklärung zu Grunde liegenden Umständen besondere Bedeutung beigemessen werden muss (BGH Urteile vom 10. Mai 2001 ­ VII ZR 356/00 ­ NJW 2001, 2325, 2326 und vom 15. Januar 2002 ­ X ZR 91/00 ­ NJW 2002, 1044, 1046).
Es bedarf deshalb grundsätzlich der Darlegung eines plausiblen Grundes, warum der Gläubiger auf sein Recht verzichten sollte, wenn ein solcher Grund sonst nicht ersichtlich ist (vgl. BGH Urteil vom 10. Mai 2001 aaO).
Regelmäßig wird die Annahme eines stillschweigenden Verzichts schon dann ausscheiden, wenn kein nachvollziehbares Motiv dafür zu erkennen ist (vgl. dazu BGH, Urteil vom 10. Mai 2001 - VII ZR 356/00 - WM 2001, 1387 unter II 1 b).
Das Angebot auf Abschluss eines Erlassvertrags muss aber unmissverständlich erklärt werden (…BGH Urt. v. 7.3.2006 - VI ZR 54/05, NJW 2006, 1512, 1513; BGH Urt. v. 10.5.2001 - VII ZR 356/00, NJW 2001, 3225, 2326).
Das Angebot auf Abschluss eines Erlassvertrages muss jedenfalls unmissverständlich erklärt werden (BGH, Urteil vom 10. Mai 2001 - VII ZR 356/00 - NJW 2001, 2325 f.).
Dies gilt zumal im Hinblick darauf, daß das Angebot auf Abschluß eines Erlaßvertrages von der dadurch begünstigten Partei angesichts dessen, daß ein Verzicht auf Rechte in der Regel nicht zu vermuten ist (…vgl. BGH, Urt. v. 31.3.1982 - I ZR 69/80, WM 1982, 671, 673;… Urt. v. 13.1.1999 - XII ZR 208/96, NJW-RR 1999, 593, 594), unmißverständlich erklärt werden muß (BGH, Urt. v. 10.5.2001 - VII ZR 356/00, NJW 2001, 2325).
a) Bei Erklärungen, die als Verzicht, Erlass oder in ähnlicher Weise rechtsvernichtend gewertet werden sollen, muss - wie auch sonst - das Gebot einer interessengerechten Auslegung beachtet werden (vgl. BGH, Urt. v. 10.5.2001 - VII ZR 356/00, NJW 2001, 2325, 2326;… Urt. v. 15.1.2002 - X ZR 91/00, NJW 2002, 1044, 1046).
Er kann selbst bei eindeutig erscheinenden Erklärungen nicht ohne Berücksichtigung sämtlicher Begleitumstände angenommen werden (vgl. BGH NJW 2001, 2325, 2326; NJW 2002, 1044, 1046).
LG Köln, 28.11.2012 - 20 O 49/12