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Timestamp: 2020-02-22 23:45:48
Document Index: 309576216

Matched Legal Cases: ['§ 615', '§ 4', '§ 4', '§ 271', '§ 615', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 615', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 615', '§ 4', '§ 4', '§ 615', '§ 4', '§ 615', '§ 4', '§ 615', '§ 4']

BAG, 09.08.1990 - 2 AZR 579/89 - dejure.org
https://dejure.org/1990,397
BAG, 09.08.1990 - 2 AZR 579/89 (https://dejure.org/1990,397)
BAG, Entscheidung vom 09.08.1990 - 2 AZR 579/89 (https://dejure.org/1990,397)
BAG, Entscheidung vom 09. August 1990 - 2 AZR 579/89 (https://dejure.org/1990,397)
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Lohnanspruch aus Annahmeverzug - Beendigung eines Arbeitsverhältnisses durch Vergleich - Wirksamkeit eines Prozessvergleichs bei fehlerhaft zugrundegelegtem Sachverhalt - Verpflichtung zur Anrechnung anderweitiger Verdienste - Verfallen von Lohnansprüchen wegen ...
ArbG Lübeck, 09.04.1987 - 2 Ca 3151/86
NZA 1991, 226
BB 1991, 279
DB 1991, 498
Damit ist regelmäßig die Fälligkeit gemeint (vgl. BAG 9. August 1990 - 2 AZR 579/89 - AP BGB § 615 Nr. 46 = EzA TVG § 4 Ausschlussfristen Nr. 88;… Däubler/Zwanziger § 4 Rn. 1139).
Der Lauf der Ausschlussfrist beginnt aber nicht vor Fälligkeit, nicht vor dem Zeitpunkt, zu dem der Gläubiger vom Schuldner die Leistung verlangen (§ 271 BGB) und im Weg der Klage durchsetzen kann (BAG 9. August 1990 - 2 AZR 579/89 - zu B II 2 f der Gründe) .
Dabei wird nicht zwischen formlosem und schriftlichem Verlangen unterschieden (BAG 9. August 1990 - 2 AZR 579/89 - AP BGB § 615 Nr. 46 = EzA TVG § 4 Ausschlussfristen Nr. 88, zu B II 2 a der Gründe; 7. November 1991 - 2 AZR 34/91 - AP TVG § 4 Ausschlussfristen Nr. 114 = EzA TVG § 4 Ausschlussfristen Nr. 93, zu B II 2 a aa der Gründe; 11. Dezember 2001 - 9 AZR 510/00 - EzA TVG § 4 Ausschlussfristen Nr. 145, zu II 1 a der Gründe; 10. Juli 2003 - 6 AZR 283/02 - EzA TVG § 4 Ausschlussfristen Nr. 168, zu 6 der Gründe).
c) Soweit die Beschwerde das Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 9. August 1990 (- 2 AZR 579/89 - AP Nr. 46 zu § 615 BGB) heranzieht, fehlt es schon deshalb an einer Abweichung, weil der von ihr angeführte Rechtssatz eine andere Rechtsfrage betrifft.
So entspricht es ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (vgl. BAG 9. August 1990 - 2 AZR 579/89 - EzA TVG § 4 Ausschlußfristen Nr. 88), daß eine fristgerecht erhobene Kündigungsschutzklage regelmäßig auch tarifliche Lohnansprüche erfaßt, für die eine tarifliche Verfallklausel die schriftliche Geltendmachung innerhalb einer bestimmten Frist verlangt.
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts wird die Fälligkeit der auf die Zeit nach einer Kündigung entfallenden Lohnansprüche durch die Erhebung einer Kündigungsschutzklage nicht bis zur Entscheidung des Kündigungsrechtsstreits aufgeschoben (BAGE 29, 152, 156 = AP Nr. 60 zu § 4 TVG Ausschlußfristen, zu 2 a der Gründe; BAG Urteil vom 8. August 1985 - 2 AZR 459/84 - AP Nr. 94 zu § 4 TVG Ausschlußfristen, zu II 2 a der Gründe; BAG Urteil vom 9. August 1990 - 2 AZR 579/89 - AP Nr. 46 zu § 615 BGB = NZA 1991, 226).
Die aus Annahmeverzug begründeten Lohnansprüche werden vielmehr zu demselben Zeitpunkt fällig, wie sie bei Leistung der Arbeit fällig geworden wären (BAG Urteil vom 9. August 1990, aaO).
Denn nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts ist die Erhebung der Kündigungsschutzklage regelmäßig ein ausreichendes Mittel, die Ansprüche, die während des Kündigungsstreits fällig werden und von dessen Ausgang abhängen, "geltend zu machen", soweit die einschlägige Verfallklausel nur eine formlose oder schriftliche Geltendmachung verlangt (BAG Urteile vom 16. Juni 1976 - 5 AZR 224/75 - und vom 26. März 1977 - 5 AZR 51/76 - AP Nr. 56 und 59 zu § 4 TVG Ausschlußfristen; BAGE 30, 135; 46, 359 = AP Nr. 63 und 86 zu § 4 TVG Ausschlußfristen; BAG Urteil vom 20. März 1986 - 2 AZR 295/85 - EzA § 615 BGB Nr. 48, zu B II 2 a der Gründe; BAG Urteil vom 9. August 1990 - 2 AZR 579/89 - aaO).
Damit ist er ausreichend von dem Willen des Arbeitnehmers unterrichtet, die durch die Kündigung bedrohten Einzelansprüche aus dem Arbeitsverhältnis aufrechtzuerhalten (so BAG, Urteil vom 16.06.1976 - 5 AZR 224/74 - AP Nr. 56 zu § 4 TVG Ausschlussfristen; BAG vom 09.08.1990 - 2 AZR 579/89 - AP, a. a. O. zu B. II. 2. a der Gründe).
Wie das Bundesarbeitsgericht im Urteil vom 09.08.1990 ( 2 AZR 579/89 - AP Nr. 46 zu § 615 BGB zu B. II. 2. d der Gründe) weiter angenommen hat, müssen nach Rechtskraft des Urteils im Kündigungsschutzprozess die mit der Kündigungsschutzklage fristwahrend erhobenen Lohnansprüche nicht erneut innerhalb der tariflichen Ausschlussfrist geltend gemacht werden, wenn der Tarifvertrag - wie auch im vorliegenden Fall - dies nicht ausdrücklich vorsieht.
Es muss sich um besonders krasse Fälle handeln, in denen dem Gläubiger ein grob unbilliges Verhalten zur Last gelegt werden kann (BAG, Urteil vom 09.08.1990, a. a. O.).
Die Ausschlussfrist wahrende Wirkung der Kündigungsschutzklage kann nur dann für den Arbeitgeber "den gleichen Mahn-, Warn- und Verständigungseffekt (haben) wie ein Mahnschreiben" (BAG 16. Juni 1976 - 3 AZR 36/75 - AP TVG § 4 Ausschlussfristen Nr. 57), wenn die vom Erfolg der Kündigungsschutzklage abhängige Forderung für den Arbeitgeber nach Grund und Höhe prinzipiell bekannt ist (zB BAG 9. August 1990 - 2 AZR 579/89 - AP BGB § 615 Nr. 46 = EzA TVG § 4 Ausschlussfristen Nr. 88).
LAG Köln, 17.08.2000 - 10 Sa 131/00
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Tariflichen Zusatzurlaubs bei Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis zum …