Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20194,%20245
Timestamp: 2019-11-15 12:24:14
Document Index: 319319290

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'Art. 111', '§ 242', '§ 1353', '§ 1375', '§ 1379', 'Art 111', '§ 242', '§ 1375', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1375', 'BGH', '§ 1353', 'BGH', '§ 1379', '§ 1385', 'BGH', '§ 1386', '§ 1385', 'BGH', '§ 1379', '§ 242', 'BGH', 'BGH', '§ 1379', '§ 1375', 'BGH', '§ 1375', 'BGH', '§ 1375', '§ 242', 'BGH', '§ 242', '§ 1375', '§ 1375', '§ 1375', 'BGH', 'BGH', '§ 1375', '§ 242', 'BGH', '§ 118', 'BGH', '§ 1379', '§ 1375', 'BGH', '§ 1375', 'BGH', '§ 1375', '§ 1379']

BGH, 15.08.2012 - XII ZR 80/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,28484
BGH, 15.08.2012 - XII ZR 80/11 (https://dejure.org/2012,28484)
BGH, Entscheidung vom 15.08.2012 - XII ZR 80/11 (https://dejure.org/2012,28484)
BGH, Entscheidung vom 15. August 2012 - XII ZR 80/11 (https://dejure.org/2012,28484)
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BGB §§ 242, 1353, 1379, 1375 Abs. 2; FGG-RG Art. 111 Abs. 5
§ 242 BGB, § 1353 BGB, § 1375 Abs 2 S 1 BGB, § 1379 Abs 1 S 1 Nr 2 BGB vom 06.07.2009, Art 111 Abs 5 FGG-RG
Familiensache in Übergangsfall nach Gesetzesänderung: Verfahrensfehlerhafte Zulassung der Revision; Rechtsmittel zum Bundesgerichtshof in Ansehung des Meistbegünstigungsgrundsatzes; Erstreckung der Auskunftspflicht auf illoyale Vermögensminderungen im ...
Anspruch auf Auskunft über illoyale Vermögensminderungen nach Scheidung einer in Zugewinngemeinschaft stehenden Ehe
BGB § 242; BGB § 1375 Abs. 2 S. 1
Familienrecht - Voraussetzungen der Auskunftspflicht über illoyale Vermögensminderungen im Zugewinnausgleich
Zur Auskunftspflicht bei illoyalen Vermögensminderungen
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 15.08.2012, Az.: XII ZR 80/11 (Rechtsmittelverfahren)" von RA/Notar Dr. Max Braeuer, original erschienen in: FamRZ 2012, 1785 - 1789.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 15.08.2012, Az.: XII ZR 80/11 (Auskunft über illoyale Vermögensminderungen im Rahmen des Zugewinnausgleichsverfahrens)" von RAin Dr. Ingrid Groß, original erschienen in: NJW 2012, 3635 - 3639.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 15.08.2012, Az.: XII ZR 80/11 (Meistbegünstigung/Übergangsvorschrift/Auskunftspflicht/Illoyale Vermögensminderungen/Darlegungslast)" von VorsRiOLG Dr. Jürgen Soyka, original erschienen in: FuR 2012, 658 - 660. ...
AG Berlin-Schöneberg, 06.07.2010 - 22 F 87/09
KG, 27.04.2011 - 3 UF 152/10
BGHZ 194, 245
NJW 2012, 3635
MDR 2012, 1291
FamRZ 2012, 1785
b) Die Darlegungs- und Beweislast für das Vorhandensein von Endvermögen obliegt grundsätzlich dem Ausgleichsgläubiger (allgemeine Meinung, vgl. nur Senatsbeschluss BGHZ 194, 245 = FamRZ 2012, 1785 Rn. 39 und MünchKommBGB/Koch 6. Aufl. § 1375 Rn. 44).
Das ist auch seit dem Inkrafttreten des neuen Zugewinnausgleichsrechts nicht anders zu beurteilen (vgl. Senatsbeschluss BGHZ 194, 245 = FamRZ 2012, 1785 Rn. 29 f.).
Vorzeitige Aufhebung der Zugewinngemeinschaft bei Nichterfüllung der …
Denn der aus § 1353 Abs. 1 Satz 2 BGB abgeleitete Unterrichtungsanspruch besteht bis zum endgültigen Scheitern der Ehe (Senatsbeschluss BGHZ 194, 245 = FamRZ 2012, 1785 Rn. 44) und unabhängig von dem Auskunftsanspruch nach § 1379 Abs. 2 BGB.
Die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen der Voraussetzungen des § 1385 Nr. 2 BGB trägt grundsätzlich der Antragsteller (Senatsbeschluss BGHZ 194, 245 = FamRZ 2012, 1785 Rn. 39;… Palandt/Götz BGB 73. Aufl. § 1386 Rn. 15;… BeckOK BGB/J. Mayer [Stand: 1. Mai 2014] § 1385 Rn. 24).
Zum anderen hat der auskunftsberechtigte Ehegatte nach der Trennung - anders als während des Zusammenlebens (vgl. BT-Drucks. 16/10798 S. 33) - regelmäßig keine Möglichkeit mehr, die durch den anderen Ehegatten veranlasste Vermögensbewegung nachzuvollziehen (Senatsbeschluss BGHZ 194, 245 = FamRZ 2012, 1785 Rn. 40).
§ 1379 BGB regelt die Auskunftspflicht im Zugewinnausgleichsverfahren umfassend; daneben ist für einen Auskunftsanspruch aus § 242 BGB kein Raum (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 15. August 2012, XII ZR 80/11, BGHZ 194, 245 = FamRZ 2012, 1785).
Der Auskunftsberechtigte hat konkrete Tatsachen vorzutragen, die ein ausnahmsweises Abweichen vom gesetzlichen Stichtag notwendig machen (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 15. August 2012, XII ZR 80/11, BGHZ 194, 245 = FamRZ 2012, 1785).
Zudem umfasst der Tatbestand des § 1379 Abs. 1 Satz 1 BGB Auskünfte zu illoyalen Vermögensminderungen i.S.v. § 1375 Abs. 2 Satz 1 BGB (Senatsbeschluss BGHZ 194, 245 = FamRZ 2012, 1785 Rn. 35;… vgl. auch Senatsbeschluss vom 12. November 2014 - XII ZB 469/13 - FamRZ 2015, 232 Rn. 15, 18).
Auch hier hat der Auskunftsberechtigte konkrete Tatsachen vorzutragen, die ein unter § 1375 Abs. 2 Satz 1 BGB fallendes Handeln nahelegen (Senatsbeschluss BGHZ 194, 245 = FamRZ 2012, 1785 Rn. 37 mwN).
Nach der zu dieser Norm ergangenen Rechtsprechung des Senats erstreckte sich dieser Auskunftsanspruch indes nicht auf illoyale Vermögensminderungen, die nach § 1375 Abs. 2 BGB dem Endvermögen hinzuzurechnen sind, weshalb dem benachteiligten Ehegatten ein Rückgriff auf § 242 BGB gewährt wurde (vgl. Senatsbeschluss BGHZ 194, 245 = FamRZ 2012, 1785 Rn. 27 f. mwN).
Sinn dieser Regelung ist es, den anderen Ehegatten nach erfolgter Trennung zu schützen (Senatsurteil vom 15. August 2012 - XII ZR 80/11 - juris Rn. 40).
Der Kläger hätte allenfalls einen Auskunftsanspruch aus § 242 BGB geltend machen können, wenn und soweit er Auskunft über einzelne Vorgänge verlangt und konkrete Anhaltspunkte für ein Handeln im Sinne des § 1375 Abs. 2 BGB vorgetragen hätte (vgl. Senatsurteil vom 15. August 2012 - XII ZR 80/11 - juris Rn. 28), ohne damit allerdings eine Umkehr der Beweislast im Sinne des § 1375 Abs. 2 Satz 2 BGB nF erreichen zu können.
Das umfasst auch Auskünfte zu illoyalen Vermögensminderungen im Sinne von § 1375 Abs. 2 Satz 1 BGB (Senatsbeschlüsse BGHZ 194, 245 = FamRZ 2012, 1785 Rn. 35 ff. …und vom 13. Dezember 2017 - XII ZB 488/16 - zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt Rn. 12).
Darunter fallen seit der Rechtsänderung zum 01.09.2009 auch Ansprüche auf Auskunft über illoyale Vermögensverfügungen im Sinne des § 1375 Abs. 2 S. 1 BGB, welche zuvor aus § 242 BGB hergeleitet worden waren (BGH FamRZ 2012, 1785).
Danach besteht eine Pflicht zur Auskunft, wenn der Berechtigte in entschuldbarer Weise über das Bestehen oder den Umfang seines Rechts im Ungewissen ist, er sich die zur Vorbereitung und Durchsetzung seines Zahlungsanspruches notwendigen Auskünfte nicht auf zumutbare Weise selbst beschaffen kann, wohl aber der Verpflichtete sie zu geben vermag, ohne dadurch selbst unbillig belastet zu werden (…BSG 01.09.1999, B 9 V 6/99 R, SozR 3-2600 § 118 Nr. 5; BGH, 15.08.2012, XII ZR 80/11, FamRZ 2012, 1785-1788).
OLG Zweibrücken, 08.01.2016 - 2 UF 103/15
Zugewinnausgleichsverfahren: Auskunftsanspruch bezüglich illoyaler …
Zwar erfasst der Auskunftsanspruch nach § 1379 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BGB auch Auskünfte über den Verbleib von Beträgen, die dem Endvermögen gemäß § 1375 Abs. 2 Nrn. 1 - 3 BGB wegen illoyaler Vermögensverfügungen zuzurechnen sind (BGH Urteil vom 15. August 2012 - XII ZR 80/11 Rz. 35 ff; hier und nachfolgend zitiert nach juris).
OLG Zweibrücken, 29.08.2014 - 2 UF 45/14
Umfang der Auskunftspflicht über illoyale Vermögensverfügungen
Maßgeblich für diese Berechnung sind auch die Beträge, die dem Endvermögen gemäß § 1375 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 wegen illoyaler Vermögensverfügungen zuzurechnen sind (vgl. dazu BGH vom 15. August 2012 - XII ZR 80/11 zit. n. [...] Rz. 35 ff.;… Palandt/Brudermüller, BGB 73. Aufl. § 1375 Rdn. 33 und § 1379 Rdn. 2).
AG Büdingen, 07.08.2014 - 50 F 879/12