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Timestamp: 2019-03-24 12:04:54
Document Index: 226483820

Matched Legal Cases: ['§ 121', '§ 20', '§ 21', '§ 20', '§ 49', '§ 30', '§ 49', '§ 23', '§ 211']

Filmfälle » 16.09.2009 FF 3 (Kripo Trier) Vermisstenfall Walter Klein
in Filmfälle 29.09.2010 17:28
Nachdem man seit der Sendung nichts mehr von dem Fall gehört hat, gibt es jetzt interessante Neuigkeiten. Hierzu ein heutiger Bericht aus dem Trierischen Volksfreund:
Vermisster Eifeler Walter Klein ermordet? Nachbar sitzt in Untersuchungshaft
Trier. Die Staatsanwaltschaft Trier erhebt nach TV-Informationen des Trierischen Volksfreunds Anklage gegen einen 55-jährigen Mann aus der Eifel. Ihm wird vorgeworfen, einen Bekannten zum Mord an dem seit 2007 vermissten Walter Klein aus Oberlascheid (Eifelkreis Bitburg-Prüm) angestiftet zu haben.
Der angesprochene Bekannte lehnte den Mordauftrag jedoch ab, wie die Lebensgefährtin des Mannes aussagte. „Die Angaben der Frau sind aus unserer Sicht glaubhaft“, sagte der Trierer Leitende Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer dem TV.
Der damals 69-jährige Walter Klein wurde am 4. September 2007 vermisst gemeldet und ist seitdem verschwunden. Die Zeugin der Anklage meldete sich nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“ im September 2009 über das Verschwinden Kleins. Der 55-jährige Beschuldigte wohnte im selben Haus wie Klein und sitzt seit April 2010 in Untersuchungshaft, wie erst jetzt bekannt wurde. Im Fall einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine Freiheitsstrafe zwischen drei und 15 Jahren.
Der Beschuldigte hatte seinen Nachbarn Walter Klein nach Angaben der Ermittler bereits 1988 niedergeschossen. Nach einem Prozess und der Verurteilung sei er ins Ausland geflohen und erst zurückgekehrt, nachdem die Straftat verjährt gewesen sei. Später sei er wieder in dasselbe Haus in der Eifel eingezogen. Auch der Bekannte, den er zum Mord habe anstiften wollen, habe zeitweise unter demselben Dach in Oberlascheid gelebt.
Mehr lesen Sie in der Ausgabe des Trierischen Volksfreunds vom Freitag, dem 30. September 2010.
Quelle: http://www.volksfreund.de/totallokal/region/Region-Vermisstenfall-Walter-Klein-Mord-Anstiftung-Vermisstenfall-Walter-Klein-Anklage-gegen-55-Jaehrigen-wegen-Anstiftung-zum-Mord;art1129,2560972
Re: 16.09.2009 FF 3 (Kripo Trier) Vermisstenfall Walter Klein
in Filmfälle 29.09.2010 22:50
Hier ein weiterer Artikel aus dem Volksfreund vom 29.09.2010:
Drama hinter Eifeler Dorfidylle
Drei Jahre nach dem Verschwinden von Walter Klein aus Oberlascheid bei Prüm deuten sich mögliche Hintergründe eines Verbrechens an. Ob der Rentner tatsächlich ermordet wurde, bleibt jedoch unklar: Bis heute wurde keine Leiche gefunden.
Trier/Oberlascheid. Der Fall Walter Klein schien von außen betrachtet praktisch abgeschlossen. Die Fahnder hatten alles versucht, um den Verbleib des Eifeler Rentners zu klären - ohne Erfolg (siehe Text unten).
Doch es gab etwas, das die Fahnder nicht ruhen ließ: einen Verdächtigen. Einen Mann, der ein Motiv für einen Mord hatte und seine Gewaltbereitschaft schon bewiesen hatte. Einen Mann, dem die Polizei jedoch nichts nachweisen konnte und den sie deshalb in öffentlichen Stellungnahmen nie erwähnte.
Rückblende ins Jahr 1988: Walter Klein hat sein Elternhaus in Oberlascheid verkauft. Die neue Besitzerin lebt dort mit ihrem Sohn (dem späteren Angeklagten). Walter Klein nutzt sein vertraglich vereinbartes lebenslanges Wohnrecht in einem kleinen hinteren Gebäudetrakt.
"Das war dem Sohn der Besitzerin offenbar immer ein Dorn im Auge", sagt der Leitende Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer. "Es hat sich eine tiefe Feindschaft zwischen den beiden Männern entwickelt, die über Jahre Bestand hatte."
Noch im Jahr 1988 eskaliert der Streit. Der Sohn der Hausbesitzerin schießt Walter Klein vor dem Haus nieder. Das Opfer überlebt nur dank der schnellen Hilfe einer Nachbarin. Der Schütze wird 1989 wegen versuchten Totschlags zu drei Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Er gilt als vermindert schuldfähig (siehe Hintergrund) und wird in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.
Doch der Verurteilte flieht. Als er im Sommer 2000 wieder auftaucht, sind die Behörden machtlos: Sein Fall ist verjährt.
Das führt zu einer grotesken Situation: Täter und Opfer leben wieder unter einem Dach. Weitere Zwischenfälle scheinen programmiert.
Inzwischen lebt in dem Haus auch ein Mieterpaar. Die Frau wird später zur Hauptbelastungszeugin. Ihrer Aussage zufolge will der spätere Angeklagte ihren Freund dazu anstiften, Walter Klein zu töten. Dafür soll der Freund einen fünfstelligen Euro-Betrag bekommen.
Das Mieterpaar weist den Mordplan entrüstet zurück. Es folgen weitere Streitereien zwischen den Parteien im Haus, so dass die Mieter schließlich entnervt ausziehen und die Region verlassen.
Deshalb bekommen sie später nicht mit, dass Walter Klein seit September 2007 vermisst wird. Zwischenzeitlich stirbt der Freund.
Eine Fernsehsendung im September 2009 bringt die Wende. In "Aktenzeichen XY" erkennt die ehemalige Mieterin den Fall wieder und meldet sich bei der Polizei.
Sieben weitere Monate ziehen ins Land. "Die Angaben der Zeugin mussten ausführlich geprüft und abgewogen werden", begründet Jürgen Brauer die Verzögerung.
Am 21. April ergeht Haftbefehl - auch der Ermittlungsrichter sieht einen dringenden Tatverdacht. Den müsste die Schwurgerichtskammer allerdings noch bestätigen, damit es zur Verhandlung kommt.
Die heimliche Hoffnung der Staatsanwaltschaft: Ein solcher Prozess könnte vielleicht auch die wahren Hintergründe des Verschwindens von Walter Klein ans Licht bringen. War es Mord? Und wo ist die Leiche?
Extra Untersuchungshaft: Strafprozessordnung, § 121 (1) Solange kein Urteil ergangen ist, das auf Freiheitsstrafe oder eine freiheitsentziehende Maßregel der Besserung und Sicherung erkennt, darf der Vollzug der Untersuchungshaft wegen derselben Tat über sechs Monate hinaus nur aufrechterhalten werden, wenn die besondere Schwierigkeit oder der besondere Umfang der Ermittlungen (…) das Urteil noch nicht zulassen und die Fortdauer der Haft rechtfertigen. (2) In den Fällen des Absatzes 1 ist der Haftbefehl nach Ablauf der sechs Monate aufzuheben, (…) wenn nicht das Oberlandesgericht die Fortdauer anordnet. (cus)Hintergrund Rechtslage (Strafgesetzbuch): § 20 Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln. § 21 Verminderte Schuldfähigkeit Ist die Fähigkeit des Täters, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln, aus einem der in § 20 bezeichneten Gründe bei Begehung der Tat erheblich vermindert, so kann die Strafe nach § 49, Abs. 1 gemildert werden. § 30 Versuch der Beteiligung (1) Wer einen anderen zu bestimmen versucht, ein Verbrechen zu begehen oder zu ihm anzustiften, wird nach den Vorschriften über den Versuch des Verbrechens bestraft. Jedoch ist die Strafe nach § 49, Absatz 1 zu mildern. § 23, Absatz 3 gilt entsprechend. (2) Ebenso wird bestraft, wer sich bereit erklärt, wer das Erbieten eines anderen annimmt oder mit einem anderen verabredet, ein Verbrechen zu begehen oder zu ihm anzustiften. § 211 Mord (1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft. (2) Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet. (cus)
Quelle: http://www.volksfreund.de/nachrichten/themendestages/themenderzeit/Weitere-Themen-des-Tages-Trier-Oberlascheid-Oberlascheid-Polizei-Kriminalit-228-t;art742,2561118
in Filmfälle 30.09.2010 02:09
Hui, das sind ja spannende Entwicklungen - und nach den Berichten brachte die XY-Ausstrahlung die Sache ins Rollen!
Zur allseitigen Gedächtnisauffrischung - war damals ein brillant gemachter Drei-Sterne-Filmfall, äußerst mysteriöse Begebenheiten zwischen denen 20 Jahre liegen, und der Luxemburger "Highway to Hell"-Crash...
FF3 (Kripo Trier) Verschwinden von Walter Klein
(Störrischer Eigenbrödler; bei Nachbarn beliebt; geklärter Mordanschlag 1988 durch unheimlichen Kapuzenmann; 2007 über Nacht samt Auto verschwinden; umfangreiche Ermittlungen; Highway to Hell; Unfall in Luxemburg; äußerst mysteriös!) ***
(Sprecher: Michael Brennicke)
(aus dem Sendungsthread)
Nun zeichnet sich also ab, daß der damalige Kapuzenmann von 1988 doch mit dem Verschwinden des Vermißten 2007 zu tun haben könnte... spannend auch deswegen, weil der Trierer Zeitungsbericht erläutert, warum die Kripo mit ihrem Verdacht hinter dem Berg gehalten hat (und dieser mögliche Zusammenhang also auch bewußt im XY-Filmfall der Septembersendung 2009 nicht erwähnt worden ist - das beantwortet auch unsere damals gestellten Fragen, warum man die Kapuzenmannepisode im FF überhaupt zeigte).
Man darf gespannt sein, wie es weitergeht - vielen Dank an unsern hauseigenen Pressedetektiv XYZS72 für die Links!!
in Filmfälle 09.10.2010 09:22
Hier der neueste Bericht zum Fall (TV vom 8.10.2010):
Mord ohne Leiche: Prozess beginnt in anderthalb Wochen
Mord ohne Leiche: 55-jähriger Eifeler soll Rentner getötet haben
Oberlascheid/Trier Seit drei Jahren wird der Eifeler Rentner Walter Klein (69) vermisst. Er wurde umgebracht, sagen die Ermittler und glauben auch, den Mörder zu kennen: Kleins Nachbar. Der 55-Jährige bestreitet die Tat. Übernächste Woche ist Prozessauftakt.
(sey) Der Nachbar des aus Oberlascheid im Eifelkreis Bitburg-Prüm stammenden vermissten Rentners sitzt bereits seit Ende April in Untersuchungshaft (der TV berichtete). Der bislang bekannte Vorwurf: Anstiftung zum Mord. Der 55-Jährige soll bereits vor neun Jahren einen anderen Bewohner des Hauses in Oberlascheid angestiftet haben, Walter Klein zu ermorden. Das angebliche Kopfgeld: 10 000 Euro. Der Bewohner lehnte ab, zog wenig später mit seiner Ehefrau aus. Sie meldete sich erst im vergangenen Jahr bei der Polizei, nachdem in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY …ungelöst" über den Vermisstenfall Walter Klein berichtet worden war.
Am Freitag wurde nun bekannt, dass es eine weitere Anklage gegen den in Untersuchungshaft sitzenden 55-Jährigen gibt. Und die lautet auf vollendeten Mord. Die Ermittler der Mordkommission stützen sich auf Indizien, sagte der Leitende Trierer Oberstaatsanwalt Jürgen Brauer unserer Zeitung. Brauer ist zuversichtlich, den Angeklagten in dem am übernächsten Dienstag am Landgericht beginnenden Prozess überführen zu können, obwohl die Leiche Walter Kleins bislang nicht gefunden wurde. Lediglich das Auto des Anfang September 2007 verschwundenen Rentners wurde in der Nähe des luxemburgischen Orts Clerveaux entdeckt.
Für die Ermittler stand rasch fest, dass der Nachbar etwas mit dem mysteriösen Verschwinden des 69-Jährigen zu tun haben könnte. Denn er hatte Jahre zuvor Walter Klein schon einmal angeschossen, war dafür auch zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Damals floh der Eifeler, bis die Strafe verjährt war. Jetzt sitzt er in U-Haft. "Völlig zu Unrecht", sagt sein Trierer Verteidiger Paul Greinert im TV-Interview.
Quelle: http://www.volksfreund.de/totallokal/region/Region-prozess-vermisstenfall-walter-klein-oberlascheid-Mord-ohne-Leiche-55-j-228-hriger-Eifeler-soll-Rentner-get-246-tet-haben;art1129,2569176
in Filmfälle 09.10.2010 09:26
Hier das erwähnte Interview mit dem Verteidiger:
"Mein Mandant ist kein Mörder"
Herr Greinert, Sie verteidigen einen Mörder - sagt jedenfalls die Trierer Staatsanwaltschaft. Was sagen Sie?
Greinert: Ich sage dazu, dass mein Mandant kein Mörder ist. Er ist absolut unschuldig.
Warum sind Sie sich so sicher, dass Ihr Mandant unschuldig ist?
Greinert: Es gibt so gut wie keine Beweise.
Ihr Mandant hat laut einem Urteil des Trierer Landgerichts aus dem Januar 1989 aber schon einmal versucht, Walter Klein zu töten. Sie haben in Ihrem Buch selbst darüber geschrieben…
Greinert: Ob er damals versucht hat, Herrn Klein zu töten, ist nicht abschließend geklärt worden. Er hat auf ihn geschossen, das war eine spontane Tat. Wir haben das als Notwehr gewertet, sind mit dieser Argumentation aber nicht durchgekommen. Es stand jedenfalls nicht fest, dass mein Mandant Walter Klein töten wollte.
Sie müssen doch zugeben, dass die Indizien nicht gerade für Ihren Mandanten sprechen?!
Greinert: Die Indizien sind zum Teil sogar falsch, was ich auch nachweisen kann. So wird etwa gar nicht in Betracht gezogen, dass Walter Klein freiwillig verschwunden sein könnte. Die Trierer Ermittler sagen: Mein Mandant hat ihn getötet. Und es heißt: Walter Klein sei zu ängstlich gewesen, um nach Luxemburg zu fahren. In der damaligen Verhandlung hat sich her-ausgestellt, dass Herr Klein Krankenschwestern geschlagen hat.
Wie optimistisch gehen Sie denn in den am übernächsten Dienstag beginnenden Mordprozess?
Greinert: Ich bin sehr zuversichtlich. Es gibt doch keine Leiche. Zwar ist eine Verurteilung wegen Mordes auch ohne Leiche möglich. Ich habe sogar auch schon mal einen Mordprozess geführt, bei dem es keine Leiche gab. Aber da gab es wenigstens Beweise. Der Täter ist auch damals verurteilt worden. Im Fall Walter Klein allerdings gibt es keine Beweise.
Wie wird denn Ihrer Einschätzung nach am Ende das Urteil lauten?
Greinert: Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass ich einen Freispruch erreichen werde. zur person Paul Greinert ist einer der bekanntesten Trie rer Strafverteidiger und einer der streitbarsten. Möglicherweise liegt es daran, dass der 79-jährige Jurist in seiner Jugend leidenschaftlich gerne boxte. Vor zwei Jahren veröffentlichte Greinert seine Memoiren: "Erinnerungen eines Strafverteidigers aus der Provinz".
Quelle: http://www.volksfreund.de/nachrichten/themendestages/themenderzeit/Weitere-Themen-des-Tages;art742,2569573
in Filmfälle 19.10.2010 20:52
Hier ein Bericht vom heutigen Prozessauftakt aus der Frankfurter Rundschau:
Gericht verhandelt Nachbarschaftsstreit
Es gibt keinen Toten, nur einen Verdacht. Seit Dienstag steht ein 55-Jähriger wegen Mordes und versuchter Anstiftung zum Mord vor dem Landgericht Trier.
Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt, dass der gebürtige Bonner vor gut drei Jahren seinen 69-jährigen Nachbarn in Oberlascheid (Eifelkreis Bitburg-Prüm) aus Hass und Habgier getötet hat.
Der Angeklagte jedoch weist alle Vorwürfe von sich. Die Geschichte sei „eine reine Erfindung“, sagte er. Er habe weder den Rentner getötet noch einen Mordauftrag an Dritte vergeben. „Das ist eine böswillige Unterstellung.“ Unstrittig ist: Der Angeklagte hat den 69-Jährigen, der in seinem Haus ein lebenslanges Wohnrecht genoss, gehasst. „Er hat versucht, mich so zu terrorisieren, dass ich das Haus wieder aufgebe“, sagte der 55-Jährige.
Der Rentner sei etwa mit seinem Auto in die Hecke gefahren, habe ein Abflussrohr abmontiert oder Wasser in seine Stiefel gekippt. Der seit September 2007 spurlos verschwundene Walter Klein habe es wohl nicht ertragen können, dass ihm sein Elternhaus nicht mehr gehörte.
Bei einer der vielen Auseinandersetzungen hatte der Angeklagte 1988 sogar auf seinen Nachbarn geschossen und war zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Nachdem er zweieinhalb Jahre abgesessen hatte, entzog er sich dem Rest der Strafe durch Flucht ins Ausland. Als er zu seinem Anwesen zurückkehrte, sei das Verhältnis zu Klein ein paar Jahre „sehr gut gewesen“. „Er hat uns sogar regelmäßig besucht“, sagte der Angeklagte.
Dass er im Sommer 2001 einem eingemieteten Paar dennoch einen Mordauftrag erteilt haben soll, sei „eine voll erfundene Geschichte“, sagte der Angeklagte. Für die 10?000 Euro, die er für die Tötung zu zahlen bereit gewesen sein soll, hätte er Klein sein Wohnrecht auch abkaufen können. Einen Auftrag zum Mord habe es nie gegeben. Er vermute, die Ex-Mieterin habe sich mit der Anschuldigung rächen wollen, weil er dem Paar damals früher als vereinbart gekündigt habe. Zudem hatte er sie unter anderem wegen Sachbeschädigung angezeigt.
Als sein Nachbar im September 2007 spurlos verschwand, habe er „das nur so zu Kenntnis genommen“. Beide hatten sich längst wieder zerstritten. „Er hat wieder seinen alte Methode aufgegriffen, um zu terrorisieren.“ Mit dem Verschwinden Kleins habe er nichts zu tun. Und im luxemburgischen Clerveaux, wo das Auto des Langzeitvermissten später gefunden wurde, sei er nie gewesen.
Staatsanwalt Eric Samel war nach dem ersten Verhandlungstag wenig überzeugt: „Ich habe genug Märchen gehört.“ Der Prozess wird heute fortgesetzt. (dpa)
Quelle: http://www.fr-online.de/panorama/mord-ohne-leiche/-/1472782/4757700/-/index.html
in Filmfälle 20.10.2010 22:45
Übertrag eines versehentlich im falschen Thread gelandeten Postings von "TheWhite61" von heute:
TheWhite1961>Gestern startete der Prozess in dem Vermisstenfall Walter Klein, der wohl ein Mordfall ist. Der Fall wurde als Filmfall in der Sendung vom 16.09.2009 abgehandelt. Das wird sicher ein sehr interessanter Indizienprozess werden. Hier ein link dazu. Überraschenderweise sieht man sogar das Bild des Angeklagten unverfremdet.
TheWhite1961>http://www.volksfreund.de/nachrichten/welt/themendestages/themenderzeit/Weitere-Themen-des-Tages-Mord-ohne-Leiche-Angeklagter-frueh-im-Visier-der-Fahnder;art742,2579256
in Filmfälle 05.11.2010 01:13
Schlagabtausch im Gericht zwischen Verteidigung und Anklage
http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinlandpfalz/Heute-im-TV-Mord-ohne-Leiche-Verteidiger-provoziert-Staatsanwalt;art806,2590827
Die Mordprozesse ohne Leiche sind immer sehr interessant. Man weiß nie, was passiert!
in Filmfälle 26.11.2010 11:27
Nun ist noch ein Belastungszeuge aufgetaucht dem der Angeklagte Geld für die Beseitigung seines Kontrahenten Geld geboten haben soll.
http://www.myheimat.de/trier/kommentieren/mord-ohne-leiche-prozess-angeklagter-schwer-belastet-d1079919.html
in Filmfälle 02.12.2010 21:46
Es wird immer enger für den Angeklagen. Nun hat man noch eine Zeugin aufgetan die die Ehefrau des Angeklagten beim Abstellen des Autos in Luxemburg beobachtet haben will.
http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinlandpfalz/Heute-im-TV-Mord-ohne-Leiche-Prozess-Zeugin-erschuettert-Glaubwuerdigkeit-des-Angeklagten;art806,2617421
in Filmfälle 01.01.2011 16:41
es wird noch enger für den Angeklagten. Weitere Belastungszeugen haben vor der Weihnachtspause ausgesagt. Auch die Zuschauerin, die nach der Ausstrahlung in Aktenzeichen xy der Polizei den entscheidenden Hinweis gegeben hat, hat in Trier ihre Aussage gemacht.
http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinlandpfalz/Heute-im-TV-Mord-ohne-Leiche-Prozess-Angeklagter-schwer-belastet;art806,2636178
http://www.volksfreund.de/nachrichten/welt/themendestages/themenderzeit/Weitere-Themen-des-Tages-Ich-bin-nervlich-fix-und-fertig;art742,2636645
Re[2]: 16.09.2009 FF 3 (Kripo Trier) Vermisstenfall Walter Klein
in Filmfälle 02.01.2011 11:12
bastian2410>es wird noch enger für den Angeklagten. Weitere Belastungszeugen haben vor der Weihnachtspause ausgesagt. Auch die Zuschauerin, die nach der Ausstrahlung in Aktenzeichen xy der Polizei den entscheidenden Hinweis gegeben hat, hat in Trier ihre Aussage gemacht.
bastian2410>http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinlandpfalz/Heute-im-TV-Mord-ohne-Leiche-Prozess-Angeklagter-schwer-belastet;art806,2636178
bastian2410>http://www.volksfreund.de/nachrichten/welt/themendestages/themenderzeit/Weitere-Themen-des-Tages-Ich-bin-nervlich-fix-und-fertig;art742,2636645
In der Tat könnte das wieder für eine Verurteilung, trotz nicht auffindbarer Leiche, ausreichen. Kommt ja nicht oft vor. Die Hintergründe zu diesem Fall finde ich übrigens eine der skurrilsten Geschichten der XY Geschichte. Da sind wirklich 2 Dickköpfe aufeinandergeprallt. Keiner der beiden wollte freiwillig weichen, bis einer der beiden wohl das Heft in die Hand nahm. Ist aber natürlich noch Spekulation, denn noch steht das Urteil ja aus.
in Filmfälle 29.01.2011 19:23
Es ist ja schon vorgekommen, dass unbekannte Täter "ihren" Fall bei xy selbst gesehen und sich ihren unwissenden Mitzusehern offenbart haben, was sich dann auch schon mal wie ein nach hinten losgegangener Schuß ausgewirkt hat.
Aber eine solche Sache hatten wir wohl auch noch nicht (zumindest ist so etwas bisher noch nicht bekannt geworden): Da hat die Polizei einen mutmaßlichen Tatverdächtigen im Visier, lässt aber von xy den Fall ohne diesen speziellen Tatverdacht verfilmen, und belauscht den Tatverdächtigen während der Sendung im heimischen Wohnzimmer, weil nicht auszuschließen ist, dass der Mann sich z.B. seiner Frau gegenüber eindeutig zu dem Filmfall äußert.
Hierzu ein Volksfreund-Artikel vom 28. Januar 2011:
Belangloses beim Lauschangriff
Der wegen der Ermordung eines seit über drei Jahren spurlos verschwundenen Eifeler Rentners angeklagte Hans S. ist von den Ermittlern mehrfach abgehört worden. Gebracht haben die Lauschangriffe aber nichts.
Trier. (sey) Zweieinhalb Jahre hatten die Trierer Mordermittler den heute 55-jährigen Hans S. in Verdacht, etwas mit dem plötzlichen Verschwinden seines Nachbarn zu tun zu haben.
Erst als sich nach der Ausstrahlung des Vermisstenfalls in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" eine Zeugin meldete, die von einem bereits zehn Jahre zurückliegenden Mordauftrag berichtete, klickten die Handschellen.
Am gestrigen zehnten Verhandlungstag gegen Hans S. wurde bekannt, dass der Angeklagte auch während der ZDF-Sendung abgehört wurde. Das Ergebnis: "Belanglosigkeiten". Der Ermittler: "Wir haben vermutet, dass er den Lauschangriff geahnt hat." Der Mordprozess wird am Dienstag fortgesetzt. Das Urteil ergeht frühestens Ende Februar.
Quelle: http://www.volksfreund.de/nachrichten/welt/themendestages/themenderzeit/Weitere-Themen-des-Tages-Belangloses-beim-Lauschangriff;art742,2669385
in Filmfälle 01.02.2011 02:32
Ja irre... danke für Hinweis & Artikel, XYZS72!
Da sieht man auch mal, was vielleicht öfters hinter der oft diskutierten Frage "warum wurde eigentlich Verdacht X im Zusammenhang mit Person Y in Filmfall Z nicht dargestellt" stecken könnte - ermittlungstaktisches Kalkül.
Und (wie ich finde) ein berechtigtes - wäre allerdings "zu schön" gewesen, wenn man jetzt feststellen könnte, daß der Verdächtige sich mit Bemerkungen während der XY-Sendung verraten hätte.
Hmmh, aber wenn die Abhörprotokolle nur "Belanglosigkeiten" vermerken - ist das nicht eher ein Indiz, daß der Mann statt "XY" an dem Abend RTL geschaut hat?
in Filmfälle 24.02.2011 12:17
Der Prozess "Mord ohne Leiche" neigt sich langsam dem Ende entgegen.......
http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/bitburg/aktuell/Heute-in-der-Bitburger-Zeitung-Mord-ohne-Leiche-Staatsanwalt-fordert-lebenslange-Haft;art752,2696066
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09.11.1979 FF 1 (Kripo Bad Orb) Mordfälle Michael Walter/Petra Wohland (Hochsitzmord)
Erstellt im Forum Filmfälle von bastian2410 14 27.06.2011 09:36
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RE: 25.08.1995 FF3 (Kripo Memmingen) Mord an Rechtsanwalt
Erstellt im Forum Filmfälle von xyzuschauerseit72 8 08.09.2015 14:51
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