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Timestamp: 2018-10-16 15:00:16
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EuGH: Pflanzliches Käsenamensverbot, was bleibt ist der Mundraub am Kalb - Veganismus in der Öffentlichkeit - grasbeisserforum.de | Das frische Forum für Veganer und Vegetarier.
EuGH: Pflanzliches Käsenamensverbot, was bleibt ist der Mundraub am Kalb
Autor Thema: EuGH: Pflanzliches Käsenamensverbot, was bleibt ist der Mundraub am Kalb (Gelesen 995 mal)
« am: 14. Juni 2017, 17:23 Uhr »
Der EuGH hat heute entschieden, dass pflanzliche Produkte im Namen keinen Bezug mehr auf Käse bzw. Käsederivate nehmen dürfen.
http://www.tagesschau.de/kaese-eugh-101.html
Mundraub am Kalb bleibt aber natürlich vom EuGH unkritisch hinterfragt weiter so bestehen. Eine zu Ende durchdachte, tierethische Glanzleistung des Gerichts ist es also nicht sondern steht eher im Banner des Lobbyismus finanzstarker Milch- und Fleischproduzenten.
Re: EuGH: Pflanzliches Käsenamensverbot, was bleibt ist der Mundraub am Kalb
« Antwort #1 am: 14. Juni 2017, 18:10 Uhr »
Kokosmilch ? Kakaobutter ?
« Antwort #2 am: 14. Juni 2017, 20:00 Uhr »
Das sind im allgemeinen (auch internationalen) Sprachgebrauch seit Jahrhunderten verankerte Worte, aber an für sich entlarvt das sehr deutlich die wirtschaftsparteiische Orientierung. Würde man diese bestehenden, nur schwer verbietbaren Ausdrucksformen als Wirkprinzip anwenden, so würde klar, dass der Mensch durch das Stilmittel der "Anlehnung an Bekanntem" sich schlichtweg nur zu orientieren versucht. Und ganz offensichtlich möchte man das nicht und entscheidet sich zu Gunsten derjenigen mit gigantischem Abstand an mehr Abwurf bei Lohnsteuer, MwSt., Fracht- und Mineralölsteuer, Exportwirtschaft, etc. pp..
« Antwort #3 am: 14. Juni 2017, 20:31 Uhr »
Ich finde es auch "amüsierend", wie Gelder (die für WICHTIGE Dinge, also WIRKLICH WICHTIGE DINGE, verwendet werden könnten) verschwendet werden.
Erinnert mich halt an...:
Wichtige Verschwendung
geht mal wieder vor
Richtiger Verwendung
« Antwort #4 am: 15. Juni 2017, 16:43 Uhr »
Zitat von: #Tüte am 14. Juni 2017, 20:00 Uhr
Würde man diese bestehenden, nur schwer verbietbaren Ausdrucksformen als Wirkprinzip anwenden, so würde klar, dass der Mensch durch das Stilmittel der "Anlehnung an Bekanntem" sich schlichtweg nur zu orientieren versucht. Und ganz offensichtlich möchte man das nicht und entscheidet sich zu Gunsten derjenigen mit gigantischem Abstand an mehr Abwurf bei Lohnsteuer, MwSt., Fracht- und Mineralölsteuer, Exportwirtschaft, etc. pp..
Ich sehe das viel einfacher: Die Richter halten die Menschen (oder hier vll. nur die, die Milchprodukte konsumieren (möchten) ) einfach nur für zu blöd, um zu erkennen, was rein pflanzlich ist und was nicht.
Auf der anderen Seite glauben viele Menschen, dass im Leberkäs Leber drin ist. Ist aber kein Fitzelchen drin...
In der Kalbsleberwurst ist keine Kalbsleber, die Eier aus der Verpackung mit im Gras pickenden Hühnern stammen nicht von solchen, und die Kühe, deren Milch sich im Tetrapack mit dem Bild von der Kuh auf der Alm befindet, hat häufig noch nie auch nur einen einzigen Grashalm gesehen, sondern nur Maissilage und Kraftfutter bekommen (während sie an kurzer Kette hing). Da rege ich mich auf, auch wenn es mich nicht direkt betrifft, denn das ist nun wirklich Verbrauchertäuschung! Das stört keinen Richter und keinen Politiker - unseren Minister für Landwirtschaft und Ernährung sowieso nicht. Na ja, bei dem wundert mich eh nichts mehr. Dass er einfach mal so eine Studie des Umweltbundesamtes anzweifelt, die zum Schluss kommt, dass die Nitratbelastung des Grundwassers in manchen Gebieten eine zusätzliche Reinigung des Trinkwassers nötig machen werden wird ("wir haben doch eine neue Düngeverordnung") ist bei dem schon normal. Nicht einmal ihm hätte ich allerdings zugetraut, dass er anregt, dass anstatt Ebermast oder chemischer Kastration Laien weiterhin die Ferkel tierschutzwidrig kastrieren dürfen - nachdem eben diese Laien vorher eine Lokalanästhesie gemacht - oder realitätsnäher: erfolglos versucht, und damit den Tieren noch mehr Leid zugefügt wurde - haben! Dieser Mann ist in seinem Bestreben den Landwirten auf Kosten von Tier, Umwelt und Mensch Gutes zu tun, nahe der Unzurechnungsfähigkeit und einfach nicht mehr erträglich!
« Antwort #5 am: 21. Juni 2017, 12:30 Uhr »
Stimmt, das mit den anderen Produkten hatte ich schon ganz vergessen, dabei hängt das ganz unmittelbar zusammen, was Manipulation angeht. Und da kann man sogar von böswilliger, destruktiver Manipulation reden, während vegane Produkte neben finanziellen Gründen auch Ökolandwirtschafts- und Tierschutzgründe als Antrieb haben, sprich es treten gegeneinander an "verarschen für den Profit" vs. "gesellschaftlich wertvoll", und da haben sich die Richter und die meisten Politikschausteller bei Ersterem eingereiht.
Ich schätze Mal, Du meinst einen Landesminister, wobei die Nitratbelastungsproblematik sehr weit verbreitet ist.
« Antwort #6 am: 22. Juni 2017, 09:56 Uhr »
Zitat von: #Tüte am 21. Juni 2017, 12:30 Uhr
Ich meine unseren Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, den Herrn RA Christian Schmidt, der selbst zugegeben hat, dass er seine Adipositas seinem Fleischkonsum 'verdankt', aber daraus keine Konsequenzen zieht, sondern eher noch stolz darauf ist, der seine fehlende Kompetenz bzgl. Ernährung ständig aufs Neue unter Beweis stellt ('vegane Ernährung ist für Kinder schädlich'). Das wundert mich aber auch nicht, denn in seiner vita lässt sich auch mit gutem Willen rein gar nichts finden, das ihn für dieses Ministeramt auch nur minimal befähigen könnte.
Ganz aktuell, nämlich gestern, hat Christian Schmidt eine bemerkenswerte Stellungnahme dazu abgegeben, wie er die Risiken von Glyphosat für Umwelt, Mensch und Tier einschätzt , nachzulesen hier.
« Antwort #7 am: 22. Juni 2017, 17:39 Uhr »
Quelle: http://www.roth-cartoons.de
« Antwort #8 am: 23. Juni 2017, 13:02 Uhr »
Ach, der ist das! Habe das Gesicht schon gesehen, bei irgendeinem Thema, wo er quasi als Feindbild Platz nahm, wie nun auch wieder.
Seine schizophrene Abschlussfloskel, dass seine Ansichten wissenschaftsfundiert sind und der Mensch bei ihm an erster Stelle steht, müsste man ihm mit einem Zwangsdomizil inmitten eines Glyphosatfeldes austreiben.
Was ihm auf jeden Fall Fremd scheint: Die gekaufte Wissenschaft oder wahlweise die Gegenstudien, aber gut, vermutlich kennt er das alles schon und schert sich einen feuchten Kehricht darum. Leute in Schubladen zu stecken, ist zwar allgemein nicht so schön, aber er gehört sicher zu dem Schlag von Mensch mit verschrobenen Idealen, und dafür mit großem Ego ausgestattet, für gewöhnlich nicht auf den rechten Pfad bringbar, außer sie selbst oder Familienmitglieder sind Betroffene.