Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4%20BN%2026.05
Timestamp: 2020-04-09 11:25:32
Document Index: 135608262

Matched Legal Cases: ['§ 137', '§ 173', '§ 560', '§ 3', '§ 47', '§ 1', 'Art. 14', '§ 3', '§ 47', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 1']

BVerwG, 01.07.2005 - 4 BN 26.05 - dejure.org
BVerwG, 01.07.2005 - 4 BN 26.05
https://dejure.org/2005,9326
BVerwG, 01.07.2005 - 4 BN 26.05 (https://dejure.org/2005,9326)
BVerwG, Entscheidung vom 01.07.2005 - 4 BN 26.05 (https://dejure.org/2005,9326)
BVerwG, Entscheidung vom 01. Juli 2005 - 4 BN 26.05 (https://dejure.org/2005,9326)
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Antragsbefugnis; Beachtenspflicht; Behörde; Bindungswirkung; Gemeinde; Landesentwicklungsprogramm; Normenkontrolle; Planaussage; Planungshoheit; Raumordnungsplan; Rechtskraftumfang; Rechtsnormqualität; Rechtsschutzbedürfnis; Rechtsverordnung; Regionalplan; ...
Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision - Grundsätzliche Bedeutung der Frage, ob einer Bestimmung, die vom Normgeber formell als Ziel gewollt ist, wegen ihres materiellen Gehalts die Zielqualität im Sinne Raumordnungsgesetz (ROG) abgesprochen werden kann - ...
VGH Bayern, 23.02.2005 - 20 N 03.1243
ZfBR 2005, 807
BVerwG, 09.04.2014 - 4 BN 3.14
Hinreichend bestimmtes Ziel der Raumordnung; Bindung der gemeindlichen …
An diese Auslegung des Regionalplans wäre der Senat in einem Revisionsverfahren gebunden, da der Regionalplan dem irrevisiblen Landesrecht angehört (§ 137 Abs. 1 VwGO) und damit gemäß § 173 VwGO i.V.m. § 560 ZPO einer revisionsgerichtlichen Kontrolle entzogen ist (…Urteile vom 10. November 2011 - BVerwG 4 CN 9.10 - Buchholz 406.14 § 3 ROG 1998 Nr. 4 Rn. 8…, vom 20. November 2003 - BVerwG 4 CN 6.03 - BVerwGE 119, 217 = Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 161 = juris Rn. 38 …und vom 18. September 2003 - BVerwG 4 CN 20.02 - BVerwGE 119, 54 = juris Rn. 25; Beschlüsse vom 1. Juli 2005 - BVerwG 4 BN 26.05 - ZfBR 2005, 807 = juris Rn. 5 …und vom 28. Dezember 2005 - BVerwG 4 BN 40.05 - Buchholz 406.11 § 1 BauGB Nr. 123 Rn. 11).
Dass die Planaussage Nr. 3.2 LEP selbst gemäß Art. 14 Abs. 3 BayLplG als Ziel "(Z)" gekennzeichnet ist, steht einer Verneinung der Zielqualität nicht entgegen, weil die Kennzeichnung nicht konstitutiv ist (vgl. BVerwG vom 1.7.2005 ZfBR 2005, 807 f. zu § 3 Nr. 2 ROG 1998).
BVerwG, 26.11.2015 - 7 CN 1.14
Normenkontrollverfahren; Antragsbefugnis; Wasserschutzgebiet; Festsetzung; …
Das Bundesverwaltungsgericht hat ein Verfahrensinteresse einer Gemeinde bejaht, wenn die Norm in ihrem örtlichen Zuständigkeitsbereich gilt, die Gemeinde bei der Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben mit ihr befasst ist und sie bei der Erfüllung ihre Aufgaben beachten oder anwenden muss (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 15. März 1989 - 4 NB 10.88 - BVerwGE 81, 307 und vom 1. Juli 2005 - 4 BN 26.05 - BRS 69 Nr. 50).
OVG Sachsen-Anhalt, 15.05.2014 - 2 K 36/12
Normenkontrolle gegen Landesentwicklungsplan Sachsen-Anhalt
Dem Willen des Plangebers ist zwar bei der Auslegung Rechnung zu tragen; entscheidend ist indes der materielle Gehalt (BVerwG, Beschl. v. 01.07.2005 - 4 BN 26.05 -, ZfBR 2005, 807 [808], RdNr. 4 in juris).
Weist die Planaussage nicht die Merkmale einer verbindlichen Vorgabe in Form einer räumlich und sachlich bestimmten, vom Träger der Landes- oder Regionalplanung abschließend abgewogenen textlichen oder zeichnerischen Festlegung auf, so ist sie nicht geeignet, normative Bindungen zu erzeugen (BVerwG, Beschl. v. 01.07.2005, a.a.O.).
Weist die Planaussage nicht die Merkmale einer verbindlichen Vorgabe in Form einer räumlich und sachlich bestimmten, vom Träger der Landes- oder Regionalplanung abschließend abgewogenen textlichen oder zeichnerischen Festlegung auf, so ist sie nicht geeignet, normative Bindungen zu erzeugen (BVerwG, Urt. v. 01.07.2005, a.a.O.).
BVerwG, 03.01.2017 - 6 BN 2.16
Antragsbefugnis; Normenkontrollantrag; Normenkontrolle; Normenkontrollverfahren; …
Dabei ist es in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts davon ausgegangen, dass die Zulässigkeit eines behördlichen Normenkontrollantrags mit Blick auf die Antragsbefugnis und das Rechtsschutzbedürfnis voraussetzt, dass die Behörde die von ihr angegriffene Norm zu beachten hat oder mit deren Ausführung befasst ist (BVerwG, Beschlüsse vom 15. März 1989 - 4 NB 10.88 - BVerwGE 81, 307 ; vom 11. August 1989 - 4 NB 23.89 - Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 41 S. 41 f. und vom 1. Juli 2005 - 4 BN 26.05 - ZfBR 2005, 807 ).
Auch wenn die antragstellende Behörde selbst nicht Adressatin des angegriffenen Rechtssatzes ist, ist sie nur dann mit dessen Ausführung befasst, wenn sie für dessen Durchsetzung zumindest mitverantwortlich ist (vgl. BVerwG, Beschluss vom 1. Juli 2005 - 4 BN 26.05 - ZfBR 2005, 807 ).
vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 16. Dezember 2010 - 4 C 8.10 -, BVerwGE 138, 301 = BRS 76 Nr. 1 = juris Rn. 7 ff., Beschluss vom 1. Juli 2005 - 4 BN 26/05 -, BRS 69 Nr. 50 = juris Rn. 4, Urteil vom 18. September 2003 - 4 CN 20.02 -, BVerwGE 119, 54 = BRS 66 Nr. 5 = juris Rn. 26 ff., jeweils m. w. N.; OVG NRW, Urteile vom 19. Juli 2013 - 10 D 74/11.NE -, juris Rn. 39, und vom 9. November 2012 - 2 D 63/11.NE -, juris Rn. 72.
OVG Sachsen-Anhalt, 15.05.2014 - 2 K 54/12
OVG Niedersachsen, 08.12.2011 - 12 KN 208/09
Zu der Frage, wann ein Ziel der Raumordnung i. S. d. § 3 Abs. 1 Nr. 2 ROG …
Die - hier danach anzunehmende - Kennzeichnung als "Ziel" ist jedoch "nur" Indiz für die Zielqualität und maßgeblich allein der materielle Gehalt der Planaussage (vgl. BVerwG, Beschl. v. 15.4.2003 - 4 BN 25.03 -, BauR 2004, 285 und Beschl. v. 1.7.2005 - 4 BN 26.05 -, ZfBR 2005, 807).
Die Rechtsqualität eines Ziels erlangt die Planaussage demnach - selbst wenn sie als Ziel gekennzeichnet ist - nur, wenn auch die sich aus § 3 Nr. 2 ROG ergebenden Vorraussetzungen erfüllt sind (BVerwG, Beschl. v.1.7.2005, a. a. O.).
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 20. August 1992 - 4 NB 20.91 -, a. a. O., und vom 1. Juli 2005 - 4 BN 26.05 -, juris, Rn. 4 ff.; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 15. November 2012 - 8 S 2525/09 -, DVBl 2013, 384 = juris, Rn. 29.
tatsächlich ein Ziel der Raumordnung formuliert ist, das gemäß § 4 Abs. 1 Satz 1 ROG bei raumbedeutsamen Planungen zu beachten ist, oder ob es sich inhaltlich nur um einen Grundsatz der Raumordnung handelt, der gemäß § 4 Abs. 1 Satz 1 ROG bei der Abwägungsentscheidung lediglich zu berücksichtigen ist (vgl. hierzu BVerwG, Beschl. v. 01.07.2005 - 4 BN 26.05 - ZfBR 2005, 807, RdNr. 4 in Juris), lässt sich dieser regionalplanerischen Aussage nicht entnehmen, dass einer der beiden im Flächennutzungsplan der früheren Gemeinde A. ausgewiesenen gewerblichen Bauflächen bei der Ausweisung eines Industrie- oder Gewerbegebiets Vorrang haben soll.
OVG Saarland, 20.10.2011 - 2 C 510/09
Normenkontrollantrag eines Kiesabbau-Unternehmens gegen Bebauungsplan, der …
OVG Saarland, 29.05.2008 - 2 C 149/07
Veränderungssperre; Festlegung von Standorten für Rohstoffgewinnung
OVG Saarland, 29.05.2008 - 2 C 153/07
Normenkontrollverfahren - Veränderungssperre - Anpassungspflicht nach § 1 Abs 4 …
Normenkontrollantrag gegen Regionalplan; Antragsbefugnis privater …
VGH Bayern, 26.06.2008 - 1 B 05.1104
Aufstockung eines Mobilfunkmastes im Außenbereich - zum regionalplanerischen …
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 02.07.2019 - 3 KM 83/17
Einstweilige Anordnung im Normenkontrollverfahren; Antrag eines Ostseeheilbades …
OVG Rheinland-Pfalz, 23.01.2013 - 8 C 10946/12
Wohnbaulandausweisung beim Vorhandensein von Baugrundstücken in der …
VG Mainz, 02.05.2012 - 3 K 1526/11
Privilegierung des Altenteilerhauses im Außenbereich - Widerspruch zu den …
OVG Berlin-Brandenburg, 23.11.2017 - 5 A 3.15
Brandenburg; Antragsbefugnis der Studierendenschaft im Hinblick auf die …
VG Cottbus, 21.12.2016 - 3 K 77/15
(Keine) Vermittlung von Drittschutz durch Hauptbetriebsplan
VG Würzburg, 18.10.2018 - W 5 K 16.1228
Gemeindlicher Drittschutz gegen einen begünstigenden Bescheid für eine …
VG München, 10.08.2010 - M 1 K 10.1225
Windenergieanlage; Ziele der Raumordnung