Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=01.03.2001&Aktenzeichen=13%20S%201577/00
Timestamp: 2019-06-26 15:21:49
Document Index: 7542179

Matched Legal Cases: ['§ 55', '§ 51', '§ 51', '§ 48', '§ 85', '§ 71']

VGH Baden-Württemberg, 01.03.2001 - 13 S 1577/00 - dejure.org
https://dejure.org/2001,3813
VGH Baden-Württemberg, 01.03.2001 - 13 S 1577/00 (https://dejure.org/2001,3813)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 01.03.2001 - 13 S 1577/00 (https://dejure.org/2001,3813)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 01. März 2001 - 13 S 1577/00 (https://dejure.org/2001,3813)
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Wiederaufgreifen des Verfahrens nach anwaltlich verschuldeter Bestandskraft der Abschiebungsandrohung gegenüber einem Asylberechtigten
§ 55 AuslG 1990, § 51 Abs 3 AuslG 1990, § 51 VwVfG BW, § 48 VwVfG BW, § 85 Abs 2 ZPO
Asylberechtigter, Anwaltsverschulden, Abschiebungsandrohung, Bestandskraft, Wiederaufgreifen, Duldung
Einstweilige Anordnung, Wiederaufgreifen, Duldung, Abschiebungshindernis
Anspruch auf Wiederaufgreifen eines Verfahrens eines Asylberechtigten; Rechtmäßigkeit einer bestandskräftigen Abschiebungsandrohung; Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung; Anspruch auf Wiederaufgreifen des Verfahrens infolge einer Ermessensreduzierung auf Null; Abschiebungsschutz wegen drohender Gefahren an geschützten Rechtsgütern
VG Stuttgart, 05.05.2000 - 15 K 2221/99
NVwZ 2002, Beilage Nr I 1, 11
DVBl 2001, 1011 (Ls.)
Denn für dieses Schutzersuchen gilt die einschränkende Verweisung des § 71 Abs. 1 Satz 1 AsylVfG nicht (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 01.03.2001 - 13 S 1577/00 - m.w.N.).
Der VGH Baden-Württemberg nimmt eine Ermessensreduzierung auf Null an, wenn kein eigenes Verschulden an der Fristversäumnis vorliegt und substantiiert rechtliche und/oder tatsächliche Bedenken gegen die Richtigkeit der früheren Entscheidung geltend gemacht werden (VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 01.03.2001 - 13 S 1577/00 - vgl. auch BVerfG, Beschluss vom 21.06.2000 - 2 BvR 1989/97 - und BVerwG, Urteil vom 07.09.1999 - 1 C 6/99 -, jeweils m.w.N.).
3 1. Versteht man das gegen die Antragsgegnerin Nr. 1 gerichtete Begehren, diese im Wege der einstweiligen Anordnung zu verpflichten, den weiteren Aufenthalt des Antragstellers zu gestatten, dahingehend, ihm eine vorläufige (befristete) Aufenthaltserlaubnis zu erteilen, scheitert der Antrag an einer unzulässigen Vorwegnahme der Hauptsache (vgl. BVerwG, Beschl. v. 13.08.1999 - 2 VR 1.99 -, BVerwGE 109, 258; VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 01.03.2001 - 13 S 1577/00 -, EZAR 227 Nr. 6).
BVerwG, Urteil vom 30.01.1974, wie vor; BVerwG, Beschluss vom 22.10.1984, 8 B 56/84, NVwZ 1985, 265; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 01.03.2001, 13 S 1577/00, NVwZ 2002, Beil.