Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2006/06'7'05.htm
Timestamp: 2018-01-22 00:28:37
Document Index: 342362478

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 14', '§ 16', '§ 17', '§ 8', '§ 12', '§ 17', '§ 7', '§ 17', '§ 7', '§ 17', '§ 17', '§ 14', '§ 14', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 8', '§ 7']

16. Jahrgang, Nr. 7 vom 28. November 2006, S. 15
Studien- und Prüfungsordnung für das Bachelor-Studienprogramm
Wirtschaftswissenschaften (Economics and Management) (120 Leistungspunkte)
im Zwei-Fach-Studiengang (180 Leistungspunkte)
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm „Wirtschaftswissenschaften (Economics and Management) (120 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang“ beschlossen.
§ 2 Ziele des Studienganges 2
§ 3 Studium im Ausland 3
§ 4 Studienberatung 3
§ 6 Studienbeginn 4
§ 7 Kombination von Studienprogrammen 4
§ 8 Aufbau des Studiengangs und des Studienprogramms 4
§ 14 Prüferinnen und Prüfer, Beisitzerinnen und Beisitzer 7
§ 16 Bachelor-Arbeit 8
§ 17 Bewertung von Modulen und Berechnung der Gesamtnote des Studiengangs 10
Anlage: Studienprogrammübersicht (gemäß § 8) „Wirtschaftswissenschaften“ (120 Leistungspunkte) 14
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt Ziele, Inhalte und Aufbau des Bachelor-Studienprogramms „Wirtschaftswissenschaften (Economics and Management)“ (120 Leistungspunkte). Die deutschsprachige Bezeichnung des Studienprogramms ist „Wirtschaftswissenschaften“, die englische Übersetzung der Bezeichnung ist „Economics and Management“.
(1) Im Studiengang wird das Bachelor-Studienprogramm „Wirtschaftswissenschaften“ (120 LP) als Hauptfachrichtung in Kombination mit einem ergänzenden Studienprogramm im Umfang von 60 LP studiert, das kein wirtschaftswissenschaftliches Studienprogramm ist. Im Studienprogramm „Wirtschaftswissenschaften“ werden Grundlagen und ausgewählte Vertiefungsrichtungen der wirtschaftswissenschaftlichen Fächer Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik vermittelt. Studierende erwerben hier ein grundlegendes Verständnis für ökonomische Prozesse, wirtschaftliche Institutionen, Managementaufgaben und die Informationsversorgung und -verarbeitung in Unternehmen und Organisationen. Grundlegendes Methodenwissen bildet die Basis zum vertieften Verständnis ökonomischer Modelle. Das kombinierte Wissen um gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge, kaufmännische Entscheidungen im weitesten Sinne und das Management von Informationen wird ergänzt durch die im gewählten ergänzenden Studienprogramm erworbenen Fähigkeiten. Aus der Kombination erschließen sich mögliche Berufsfelder. Absolventinnen und Absolventen sind zum Beispiel für Managementaufgaben in Unternehmen und Verbänden, Tätigkeiten in Unternehmensberatungen und Marktforschungsinstituten oder für die Arbeit in Einrichtungen des öffentlichen Dienstes qualifiziert. Die Absolventinnen und Absolventen sollen befähigt werden, verfügbare theoretische Ansätze und Methoden hinsichtlich der Anwendbarkeit auf Probleme der wirtschaftswissenschaftlichen Praxis kritisch zu beurteilen und sie erfolgreich einzusetzen. Der Bachelor-Abschluss bildet die Grundlage für eine qualifizierte berufliche Tätigkeit ebenso wie für die Weiterqualifikation in einem vertiefenden Master-Studium.
(2) Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es im Verlaufe des Studiums auch des Erlernens und/oder Trainierens von
· Lernfähigkeit,
· Argumentation und Kommunikation,
· Planen, Organisieren und Leiten,
· problemorientiertem Denken,
· Arbeit im Team,
· Modell- und Systemanalyse.
(3) Zum Erreichen der Ziele ist ein hohes Maß an Eigeninitiative der Studierenden erforderlich. Studieren bedeutet auch und insbesondere Selbststudium und das Studieren in Arbeitsgruppen. Die wissenschaftliche Literatur ist dabei eine unentbehrliche Hilfe.
(4) Für den beruflichen Erfolg nach einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium sind die Beherrschung der englischen Sprache und möglichst wenigstens einer weiteren lebenden Fremdsprache in Wort und Schrift sowie Kenntnisse in Rhetorik und Präsentationstechniken besonders förderlich. Die Entwicklung der Fremdsprachenkenntnisse erfordert eigene Aktivitäten der Studierenden über die Lehrangebote im Rahmen der Allgemeinen Schlüsselqualifikationen hinaus. Zur Stärkung der Sprachkompetenz kann ein Teil des Lehrangebots gemäß § 12 Abs. 3 in englischer Sprache angeboten und geprüft werden.
Den Studierenden wird empfohlen, ein Semester an einer ausländischen Hochschule zu studieren. Die Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg unterhält mit mehreren Hochschulen im Ausland Partnerschaften, die einen Austausch von Studierenden einschließen. Einzelheiten darüber werden bekannt gegeben. Studierende können Auslandsaufenthalte auch in eigener Initiative organisieren und gestalten. Die Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät ernennt Beauftragte, die die Studierenden über ein geplantes Auslandsstudium beraten und die mit den Partneruniversitäten den Austausch organisatorisch begleiten. An einer ausländischen Universität erbrachte Studienleistungen können gemäß § 17 Abs. 14 und 15 anerkannt werden. Vor Aufnahme des Auslandsstudiums soll eine Absprache mit dem Wirtschaftswissenschaftlichen Prüfungsamt und den zuständigen Prüferinnen und Prüfern hinsichtlich der Anerkennung bestimmter im Ausland zu erbringender Leistungen erfolgen. Ein Learning-Agreement im Sinne des ECTS soll abgeschlossen werden.
(2) Eine fachbezogene und studienbegleitende Studienberatung wird von der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführt. Sie unterstützt die Studierenden insbesondere in Fragen der Studiengestaltung, der Studientechniken und der Wahl von Wahlmodulen. Dazu sollen gesonderte Orientierungsveranstaltungen angeboten werden. Auf Einzelnachfrage stehen für die fachbezogene und studienbegleitende Beratung die von der Fakultät beauftragten Personen sowie im Rahmen des Möglichen auch alle Lehrenden der Fakultät in ihren Sprechstunden zur Verfügung.
(1) Zum Studium kann zugelassen werden, wer die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung nachweist. Übersteigt die Zahl der Bewerbungen die Zahl der verfügbaren Studienplätze, so erfolgt die Vergabe der zur Verfügung stehenden Studienplätze nach der Hochschulvergabeverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (HVVO) vom 24. Mai 2005 in der jeweils gültigen Fassung. 60 % der zur Verfügung stehenden Studienplätze werden entsprechend der Auswahlordnung für den Studiengang vergeben. Dabei werden neben der Note der allgemeinen Hochschulreife zusätzlich die Leistungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch bewertet. In besonderen Fällen können zusätzlich weitere Vorkenntnisse berücksichtigt werden. Hierüber entscheidet der Prüfungsausschuss.
(2) Nach Abzug der Quoten gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 der HVVO stehen als Vorabquote für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und staatenlosen Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht Deutschen gleichgestellt sind, bis zu 10 % der Studienplätze zur Verfügung.
(3) Auch bei Vorliegen der übrigen Zulassungsvoraussetzungen wird zum Studium nicht zugelassen, wer eine Bachelor-Prüfung, eine Diplom-Vorprüfung, eine Diplomprüfung oder eine vergleichbare Prüfung in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule endgültig nicht bestanden hat.
(4) Studierende eines universitären wirtschaftswissenschaftlichen Studiengangs können zum Studium in einem höheren Fachsemester zugelassen werden. Über die Einstufung entscheidet der Prüfungsausschuss auf der Grundlage der vorgelegten Leistungsnachweise.
(5) Die Erfüllung der Zulassungskriterien begründet keinen Rechtsanspruch auf einen Studienplatz.
(1) Im Rahmen des Studiengangs muss zusätzlich zum Studienprogramm „Wirtschaftswissenschaften“ (120 Leistungspunkte) ein weiteres Bachelor-Studienprogramm im Umfang von 60 Leistungspunkten studiert werden. Dieses ergänzende Studienprogramm soll in einem sinnvollen Zusammenhang mit dem wirtschaftswissenschaftlichen Studium stehen. Die Kombination mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Studienprogramm im Umfang von 60 Leistungspunkten ist nicht möglich.
(2) Für den erfolgreichen Abschluss des Studiengangs ist das Bestehen beider Studienprogramme Voraussetzung. Die Gesamtnote des Studiengangs setzt sich aus den Gesamtnoten der Studienprogramme, gewichtet nach ihrem Anteil an der Gesamtleistungspunktezahl zusammen (120:60). Die Regelungen des § 17 gelten entsprechend.
(3) Für das ergänzende Studienprogramm gelten die Regelungen der jeweiligen Studien- und Prüfungsordnung.
(4) Sieht das ergänzende Studienprogramm Module vor, die inhaltlich mit Modulen des Studienprogramms „Wirtschaftswissenschaften“ übereinstimmen, so sind in Absprache mit dem Prüfungsamt an Stelle dieser Module im Umfang der Leistungspunkte dieser Module im Studiengang zusätzliche Wahlmodule zu absolvieren. Das Nähere regelt der Prüfungsausschuss.
Aufbau des Studiengangs und des Studienprogramms
(1) Die Regelstudienzeit für den Studiengang beträgt sechs Semester.
(2) Der Studiengang besteht aus Modulen, die insgesamt 180 Leistungspunkte ergeben. Davon entfallen Pflichtmodule im Umfang von 120 Leistungspunkten auf das Studienprogramm „Wirtschaftswissenschaften“ und 60 Leistungspunkte auf das ergänzende Studienprogramm. In Fällen des § 7 Abs. 4 sind aus dem Wahlbereich (Anlage, Studienprogrammübersicht) Module im Umfang der zu ersetzenden Pflichtmodule zu wählen. Der zeitliche Aufwand des Studiengangs (Workload) beträgt damit insgesamt 5.400 Stunden, davon 3.600 Stunden im Studienprogramm „Wirtschaftswissenschaften“ und 1.800 Stunden im ergänzenden Studienprogramm.
(3) Der Aufbau des Studienprogramms „Wirtschaftswissenschaften“ ergibt sich aus der Studienprogrammübersicht (Anlage) zu dieser Ordnung. Der Aufbau des ergänzenden Studienprogramms ist in der Studien- und Prüfungsordnung des jeweiligen Studienprogramms dokumentiert.
(4) In Abhängigkeit vom verfügbaren Lehrangebot können die für den Wahlbereich aufgeführten Module vom Prüfungsausschuss um Angebote weiterer Veranstaltungen ergänzt und erweitert werden. Ausdrücklich ist es dabei möglich, die Lehrangebote von Gastdozentinnen und Gastdozenten einzusetzen. Ebenso können vom Prüfungsausschuss Module aus dem Wahlangebot entfernt werden. Das Angebot an Modulen und die allgemeinen Modulbeschreibungen sind in der Regel bis spätestens drei Wochen vor dem Beginn der Vorlesungszeit eines Semesters im elektronischen Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt zu machen.
(5) Es wird empfohlen, im Rahmen der Allgemeinen Schlüsselqualifikationen Module aus den Bereichen Fremdsprachen, Rhetorik, Präsentationstechniken, Office-Software oder Datenbanken zu wählen.
Ein Praktikum in Wirtschaft und Verwaltung ist im Hinblick auf den Berufseinstieg nach dem Studium wünschenswert, ist aber nicht Bestandteil des Studiengangs. Die Ableistung von Praktika soll durch den Prüfungsausschuss durch geeignete Vorkehrungen gefördert werden.
Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums wird von der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der akademische Grad des Bachelor of Science (B.Sc.) verliehen.
(1) In der Studienprogrammübersicht (Anlage) in Verbindung mit den allgemeinen Modulbeschreibungen des Studienprogramms sind die Modulvorleistungen, die Teilnahmevoraussetzungen sowie die jeweiligen Formen der Modulleistungen bzw. der Modulteilleistungen festgelegt.
(2) Neben der Bachelor-Arbeit sind Formen von Modulleistungen, Modulteilleistungen und Modulvorleistungen:
1. Klausur: eine schriftliche Prüfung von in der Regel 60 Minuten bis höchstens 120 Minuten Dauer. Klausuren können ganz oder in Teilen im Multiple-Choice-Verfahren durchgeführt werden;
(4) Macht eine Studentin bzw. ein Student durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, dass sie bzw. er wegen länger andauernder oder ständiger physischer oder psychischer Behinderung nicht in der Lage ist, Prüfungsleistungen ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form zu erbringen, gestattet der Prüfungsausschuss der Studentin bzw. dem Studenten, gleichwertige Leistungen in anderer Form zu erbringen. Der Prüfungsausschuss kann hierzu die Vorlage eines amtsärztlichen Attests fordern.
(5) Lautet die Gesamtbewertung einer Modulleistung gemäß § 17 Abs. 3 bis 9 „nicht ausreichend“ bzw. wird eine Modulteilleistung mit weniger als 50 Fachpunkten bewertet, so kann die Modulleistung bzw. die Modulteilleistung innerhalb eines Studienjahres einmal wiederholt werden, mit Ausnahme der in § 17 Abs. 9 Satz 2 geregelten Fälle des Ausschlusses wegen der schwerwiegenden Störung einer Prüfung. Lautet auch die Gesamtbewertung der wiederholten Modulleistung „nicht ausreichend“ bzw. wird eine wiederholte Modulteilleistung mit weniger als 50 Fachpunkten bewertet, so kann auf begründeten Antrag vom Prüfungsausschuss für insgesamt höchstens sieben Module mit Ausnahme der Bachelor-Arbeit jeweils eine zweite Wiederholung innerhalb des auf die erste Wiederholung folgenden Studienjahres zugelassen werden.
(1) Der Prüfungsausschuss ernennt die Prüferinnen und Prüfer sowie Beisitzerinnen und Beisitzer. Er kann die Ernennung der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses übertragen.
(3) Für die Ernennung der unter Abs. 2 Ziffer 2 bis 4 genannten Personen bedarf der Beschluss des Prüfungsausschusses der Zustimmung des Fakultätsrates.
(4) Zur Beisitzerin bzw. zum Beisitzer darf nur bestellt werden, wer eine Bachelor-Prüfung oder eine vergleichbare Prüfung abgelegt hat.
· drei Mitgliedern der Gruppe der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer,
· einer bzw. einem Studierenden eines wirtschaftswissenschaftlichen Studiengangs,
(3) Der Fakultätsrat bestellt auf Vorschlag seiner Mitgliedergruppen die Mitglieder des Prüfungsausschusses. Wiederbestellung ist zulässig. Ein vorzeitig ausgeschiedenes Mitglied ist durch Nachbestellung zu ersetzen. Der Prüfungsausschuss wählt aus dem Kreis der ihm angehörenden Professorinnen und Professoren die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden und mindestens eine ständige Stellvertreterin bzw. einen ständigen Stellvertreter. Werden mehrere Stellvertreterinnen und Stellvertreter bestellt, so sind Regelungen hinsichtlich der Stellvertretung zu treffen.
(7) Bei den Entscheidungen, die Leistungsbewertungen betreffen, wirkt das studentische Mitglied des Prüfungsausschusses nicht mit.
(9) Der Prüfungsausschuss ist Behörde im Sinne des Verwaltungsverfahrens- und des Verwaltungsprozessrechts. Der Prüfungsausschuss kann die Erledigung seiner Aufgaben für alle Regelfälle der bzw. dem Vorsitzenden übertragen. Die bzw. der Vorsitzende vertritt den Prüfungsausschuss gerichtlich und außergerichtlich. An ihrer bzw. seiner Stelle kann ihre bzw. seine Stellvertreterin oder ihr bzw. sein Stellvertreter handeln. Über Widersprüche entscheidet der Prüfungsausschuss.
(10) Geschäftsstelle zur Durchführung von Prüfungen ist das Wirtschaftswissenschaftliche Prüfungsamt der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Das Prüfungsamt ist in der Erfüllung seiner Aufgaben an die Beschlüsse des Prüfungsausschusses gebunden.
(11) Anordnungen, Festsetzungen von Terminen und andere Mitteilungen des Prüfungsausschusses, die nicht nur einzelne Personen betreffen, werden durch Aushang des Wirtschaftswissenschaftlichen Prüfungsamtes unter Beachtung des Datenschutzes mit rechtlich verbindlicher Wirkung bekannt gemacht.
(12) Belastende Entscheidungen sind den betroffenen Studierenden unverzüglich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(1) Die Bachelor-Arbeit ist obligatorisch und bildet ein eigenes Modul im Umfang von 10 Leistungspunkten.
(2) Zur Bachelor-Arbeit wird zugelassen, wer im Studiengang eingeschrieben ist und erfolgreiche Studienleistungen in den Modulen des Studienprogramms gemäß der Anlage im Umfang von mindestens 90 Leistungspunkten nachweist.
(3) Die Bachelor-Arbeit soll zeigen, dass die Kandidatin bzw. der Kandidat in der Lage ist, innerhalb der vorgegebenen Frist gemäß Abs. 6 das ihr bzw. ihm gestellte Problem selbstständig mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Das Thema muss betriebswirtschaftlicher Natur sein. Es muss so beschaffen sein, dass die Bachelor-Arbeit innerhalb der vorgegebenen Frist abgeschlossen werden kann. Die Bachelor-Arbeit soll in der Regel spätestens nach Abschluss des fünften Fachsemesters begonnen werden.
(4) Das Thema für die Bachelor-Arbeit kann von jeder fachlich zuständigen Prüferin bzw. jedem fachlich zuständigen Prüfer gemäß § 14 Abs. 2 Ziffer 1 gestellt und betreut werden. Mit Zustimmung des Prüfungsausschusses können Prüferinnen und Prüfer gemäß § 14 Abs. 2 Ziffer 2 ein Thema stellen und betreuen. Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann ohne Rechtsanspruch die Themenstellerin bzw. den Themensteller und den Problembereich der Bachelor-Arbeit vorschlagen.
(5) Das Thema für die Bachelor-Arbeit wird von dem Wirtschaftswissenschaftlichen Prüfungsamt zu einem mit der Studentin bzw. mit dem Studenten vorher zu vereinbarenden Termin ausgegeben. Der Prüfungsausschuss kann weitere Formen der Themenvergabe zulassen. Der Tag der Ausgabe ist aktenkundig zu machen.
(6) Die Bearbeitungszeit für die Bachelor-Arbeit beträgt acht Wochen. Die Bearbeitungszeit beginnt mit dem Ausgabetag gemäß Abs. 5.
(7) Das Thema der Bachelor-Arbeit kann von der Kandidatin bzw. dem Kandidaten einmal ohne Angabe von Gründen innerhalb der ersten vier Wochen der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden. Die Bachelor-Arbeit gilt in diesem Fall als nicht begonnen.
(8) Die Bachelor-Arbeit kann in Absprache mit der Themenstellerin bzw. dem Themensteller in englischer Sprache angefertigt werden. Auf Antrag kann der Prüfungsausschuss weitere Fremdsprachen zulassen.
(9) Die Kandidatin bzw. der Kandidat hat der Arbeit eine höchstens zweiseitige Zusammenfassung und ein Verzeichnis der benutzten Quellen und sonstigen Hilfsmittel beizufügen und eine Versicherung abzugeben, dass sie bzw. er die Arbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus den benutzten Quellen entnommen worden sind, als solche kenntlich gemacht hat. Darüber hinaus ist von der Kandidatin bzw. von dem Kandidaten eine schriftliche Erklärung abzugeben darüber, ob und gegebenenfalls wann sie bzw. er eine Bachelor-Prüfung, eine Diplomvorprüfung oder eine Diplomprüfung in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule oder eine gemäß § 17 Abs. 15 als gleichwertig angerechnete Prüfung nicht oder endgültig nicht bestanden hat, ob sie ihren bzw. er seinen Prüfungsanspruch durch Versäumen einer Wiederholungsfrist verloren hat und ob sie bzw. er sich in einem schwebenden Verfahren zur Bachelor-Prüfung oder einer vergleichbaren Prüfung für einen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer anderen Hochschule befindet.
(10) Die Bachelor-Arbeit darf nicht, auch nicht auszugsweise, für eine andere Prüfung angefertigt worden sein.
(11) Macht eine Kandidatin bzw. ein Kandidat durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, dass sie bzw. er wegen länger andauernder oder ständiger physischer oder psychischer Behinderung nicht in der Lage ist, eine Bachelor-Arbeit unter den vorgeschriebenen Bedingungen anzufertigen, legt die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses fest, in welcher Form die Kandidatin bzw. der Kandidat eine gleichwertige Prüfungsleistung erbringen kann.
(12) Die Bachelor-Arbeit ist spätestens an dem Tage, an dem die Bearbeitungszeit endet, in drei gebundenen Ausfertigungen und in einer elektronischen Fassung beim Wirtschaftswissenschaftlichen Prüfungsamt einzureichen. Der Abgabetag ist aktenkundig zu machen. Das Nähere regelt der Prüfungsausschuss. Wird die Bachelor-Arbeit aus einem von der Studentin bzw. dem Studenten zu vertretenden Grund nicht fristgemäß oder formgerecht eingereicht, so lautet ihre Gesamtbewertung „nicht ausreichend“.
(13) Die Fristen für die Abgabe der Bachelor-Arbeit können durch Einlieferung auf dem Postweg gegen Einlieferungsschein gewahrt werden. Über die Rechtzeitigkeit der Abgabe entscheidet der Prüfungsausschuss.
(14) Die Bachelor-Arbeit soll von zwei zur Prüfung berechtigten Personen in der Regel innerhalb von acht Wochen bewertet werden. Die erste Prüferin bzw. der erste Prüfer soll die Themenstellerin bzw. der Themensteller sein; die zweite Prüferin bzw. den zweiten Prüfer bestimmt die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Die Bewertung durch jede Prüferin bzw. jeden Prüfer (Einzelbewertung) ist nach § 17 Abs. 3 vorzunehmen und schriftlich zu begründen. Wird zur Bewertung eine längere als die in Satz 1 vorgesehene Frist benötigt, so soll dies der Kandidatin bzw. dem Kandidaten unter Nennung einer neuen Frist mitgeteilt werden. Bei erheblicher Fristüberschreitung kann der Prüfungsausschuss mit Zustimmung der Kandidatin bzw. des Kandidaten andere Prüferinnen und/oder Prüfer bestellen.
(15) Die Gesamtbewertung der Bachelor-Arbeit ergibt sich nach § 17 Abs. 4 aus dem einfachen arithmetischen Mittel der beiden Einzelbewertungen. Weichen die Einzelbewertungen um dreißig Fachpunkte oder mehr voneinander ab oder lautet eine Einzelbewertung mindestens auf fünfzig Fachpunkte und die andere auf weniger als fünfzig Fachpunkte, wird von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses eine dritte Prüferin bzw. ein dritter Prüfer hinzugezogen. Auf der Grundlage der drei Bewertungen entscheidet der Prüfungsausschuss endgültig.
(16) Ist die Gesamtbewertung der Bachelor-Arbeit nach Abs. 15 „nicht ausreichend“, so kann die Bachelor-Arbeit einmal wiederholt werden. Der Antrag auf Wiederholung der Bachelor-Arbeit muss bis spätestens 12 Monate nach der Mitteilung über das Nichtbestehen dieser Prüfungsleistung erfolgt sein, andernfalls gilt die Bachelor-Arbeit als endgültig nicht bestanden.
Bewertung von Modulen und Berechnung der Gesamtnote des Studiengangs
(2) Prüfungsleistungen werden in der Regel von zwei Prüferinnen oder zwei Prüfern, bei mündlichen Prüfungen von einer Prüferin bzw. einem Prüfer und einer Beisitzerin bzw. einem Beisitzer, bewertet. Aus zwingenden Gründen können auf Beschluss des Prüfungsausschusses schriftliche Prüfungsleistungen außer der Bachelor-Arbeit auch von nur einer Prüferin bzw. einem Prüfer bewertet werden; die Gründe sind aktenkundig zu machen.
95<x<100
1,0 = sehr gut
90<x<95
1,3 = sehr gut minus
85<x<90
1,7 = gut plus
80<x<85
75<x<80
2,3 = gut minus
70<x<75
2,7 = befriedigend plus
65<x<70
60<x<65
3,3 = befriedigend minus
55<x<60
3,7 = ausreichend plus
50<x<55
(4) Sind in einem Modul mehrere Teilleistungen als Prüfungsleistungen zu erbringen oder wird eine Modulleistung oder Teilleistung als Prüfungsleistung von mehreren Prüferinnen und/oder Prüfern bewertet, so erfolgen die Bewertungen der Prüfungsleistungen ebenso wie die Einzelbewertungen mit Fachpunkten entsprechend Abs. 3. Dabei beschreiben 100 Fachpunkte die bestmögliche Leistung, null Fachpunkte das Fehlen jeglicher Leistung. Die Gesamtbewertung des Moduls in Fachpunkten ergibt sich als gewichtetes arithmetisches Mittel der Bewertungen der Teilleistungen, wobei die in der Modulbeschreibung festgelegten Gewichte verwendet werden, bzw. als einfaches arithmetisches Mittel der Einzelbewertungen. Die Gesamtnote der Modulleistung ergibt sich aus dem Mittelwert der Fachpunkte gemäß Abs. 3. Für die Bewertung von Modulen, die aus anderen Studienprogrammen übernommen werden, gelten die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studienprogramme und Modulbeschreibungen.
(5) Ergibt sich eine Bewertung durch die Mittelung mehrerer Noten, so werden alle Dezimalstellen außer der ersten ohne Rundung gestrichen. Die Gesamtnote lautet dann bei einem Wert bis einschließlich 1,5 „sehr gut (A=excellent)“, von 1,6 bis einschließlich 2,5 „gut (B=good)“, von 2,6 bis einschließlich 3,5 „befriedigend (C=satisfactory)“, von 3,6 bis einschließlich 4,0 „ausreichend (D=sufficient)“, über 4,0 „nicht ausreichend (F=fail)“.
(8) Versucht die Kandidatin oder der Kandidat, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, wird diese Prüfungsleistung mit der Note 5,0 „nicht ausreichend“ beziehungsweise mit null Fachpunkten bewertet.
(10) Wer als Gesamtbewertung eines Moduls mindestens die Note „ausreichend“ erzielt hat, erhält Leistungspunkte in dem in der Studienprogrammübersicht ausgewiesenen Umfang. Die Leistungspunkte können im Studiengang nur einmal angerechnet werden.
(15) Über die Anrechnung nach den Abs. 13 bis 14 entscheidet der Prüfungsausschuss. Vor Feststellungen über die Gleichwertigkeit sind zuständige Fachvertreterinnen und Fachvertreter zu hören. Bei Feststellung der Gleichwertigkeit werden Bewertung und Leistungspunkte gemäß Abs. 3, 4 und 10 festgesetzt. Die Vorschriften dieser Studien- und Prüfungsordnung über die Wiederholbarkeit von Prüfungen gelten entsprechend.
(17) Gleichfalls sind die Fristen der Elternzeit nach Maßgabe des Gesetzes über die Gewährung von Erziehungsgeld und Erziehungszeit (BErzGG) in der jeweils gültigen Fassung auf Antrag zu berücksichtigen. Studierende müssen bis spätestens vier Wochen vor dem Zeitpunkt, von dem ab sie Elternzeit antreten, dem Prüfungsausschuss unter Beifügung der erforderlichen Nachweise schriftlich mitteilen, für welchen Zeitraum oder für welche Zeiträume sie Elternzeit nehmen wollen. Der Prüfungsausschuss hat zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, die bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Anspruch auf Elternzeit auslösen würden, und teilt das Ergebnis sowie gegebenenfalls die neu festgesetzten Prüfungsfristen der Studentin bzw. dem Studenten mit.
(19) Die Gesamtnote des Studienprogramms „Wirtschaftswissenschaften“ ergibt sich als gewichtetes arithmetisches Mittel der Bewertungen der Module, die nach der Studienprogrammübersicht (Anlage) in die Gesamtbewertung eingehen, sowie der Bewertung der Bachelor-Arbeit, wobei die Gewichtung mit den jeweiligen Leistungspunkten erfolgt.
Diese Ordnung wurde beschlossen vom Fakultätsrat der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät am 24.05.2006; der Akademische Senat hat hierzu Stellung genommen am 08.11.2006; der Rektor hat die Ordnung genehmigt am 08.11.2006.
Studienprogrammübersicht (gemäß § 8) „Wirtschaftswissenschaften“ (120 Leistungspunkte)
Empfehlung Studiensemester
I. Pflichtmodule
Entscheidungs- / Spieltheorie (FSQ)
Buchführung (FSQ)
Wirtschaftsrelevante Züge des Rechts
II. Allgemeine Schlüsselqualifikationen (ASQ): Wahl von 2 ASQ-Modulen
· Englisch / Wirtschaftsenglisch
· Präsentationstechniken / Rhetorik
III. Wahlbereich: Wahlmodule im Fall der Doppelung von Modulen nach § 7 Abs. 4
Grundzüge der Unterneh­mensbesteuerung
Betriebliche IuK Infrastrukturen
Systeme der Produktionsplanung und -steuerung (PPS)