Source: https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2019-10/47900657-dgap-hv-webac-holding-aktiengesellschaft-3-015.htm
Timestamp: 2020-06-04 01:23:53
Document Index: 114148566

Matched Legal Cases: ['§ 71', '§ 71', '§ 71', '§ 71', '§ 71', '§ 186', '§ 186', '§ 186', '§ 71']

DGAP-HV: Webac Holding Aktiengesellschaft: -3-
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DJ DGAP-HV: Webac Holding Aktiengesellschaft: -2-
und den auf sie entfallenden Betrag des
Grundkapitals sowie über den Gegenwert, der
für die Aktien gezahlt wurde, jeweils
*Bericht des Vorstands gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Bezugsrechts in Tagesordnungspunkt 6*
§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz bietet Aktiengesellschaften
Grundkapitals zu erwerben. Aufgrund früherer
Ermächtigungen wurden bis zum Zeitpunkt der Einberufung
der Hauptversammlung 53.094 eigene Aktien durch die
Gesellschaft erworben. Da die letzte Ermächtigung, welche
die Hauptversammlung am 3. Juni 2014 beschlossen hatte, am
2. Juni 2019 ausgelaufen ist, soll eine neue Ermächtigung
Es wird vorgeschlagen, den Vorstand zu ermächtigen, bis
zum Ablauf des 19. November 2024 eigene Aktien mit einem
rechnerischen Anteil in Höhe von bis zu 10 % des
Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung soll damit für
die gesetzlich zugelassene Höchstdauer von 5 Jahren
erteilt werden. Bei der Ausübung der Ermächtigung sind die
Vorgaben des § 71 Abs. 2 Aktiengesetz zu beachten. Die
Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder
mehrmals, durch die Gesellschaft oder für ihre Rechnung
durch Dritte ausgeübt werden.
Die eigenen Aktien können zu jedem gesetzlich zulässigen
Zweck verwendet werden. Insbesondere gestattet es § 71
Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz, über den typischen Fall des
Erwerbs und der Veräußerung über die Börse hinaus
auch andere Formen des Erwerbs und der Veräußerung
vorzusehen. Hiervon soll Gebrauch gemacht werden. Neben
dem Erwerb über die Börse soll die Gesellschaft auch die
Kaufangebot (Tender-Verfahren) bzw. eine öffentliche
Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten zu erwerben.
Bei dieser Variante kann jeder verkaufswillige Aktionär
der Gesellschaft entscheiden, wie viele Aktien und, bei
Festlegung einer Preisspanne, zu welchem Preis er diese
anbieten möchte. Übersteigt die zum festgesetzten
Preis angebotene Menge die von der Gesellschaft
nachgefragte Anzahl an Aktien, so muss eine Zuteilung der
Annahme der Verkaufsangebote erfolgen. Hierbei soll es
möglich sein, eine bevorrechtigte Annahme kleiner Offerten
oder kleiner Teile von Offerten vorzusehen. Diese
Möglichkeit dient dazu, gebrochene Beträge bei der
Festlegung der zu erwerbenden Quoten und kleine
Der Beschlussvorschlag sieht vor, dass die von der
Gesellschaft erworbenen eigenen Aktien über die Börse oder
durch ein Angebot an alle Aktionäre wieder veräußert
werden können. Hierdurch wird bei der Veräußerung der
aufgrund der Ermächtigung erworbenen Aktien das Recht auf
Gleichbehandlung der Aktionäre gewahrt. Darüber hinaus
sieht der Beschlussvorschlag vor, dass der Vorstand die
erworbenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter
bestimmten, in der Ermächtigung genannten Voraussetzungen
Angebot an alle Aktionäre veräußern kann.
Im Interesse der Gesellschaft soll insbesondere die
Möglichkeit geschaffen werden, eigene Aktien als
Gegenleistung bei Unternehmenszusammenschlüssen, beim
Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder
Unternehmensteilen sowie beim Erwerb von Forderungen gegen
die Gesellschaft als Akquisitionswährung verwenden zu
können, ohne hierzu Aktien aus dem genehmigten Kapital
schaffen zu müssen, was zu einer Verwässerung des
Beteiligungswerts der Aktionäre führen würde. Der
Gegenleistung. Die hier vorgeschlagene Ermächtigung soll
der Gesellschaft daher die notwendige Flexibilität geben,
um derartige sich bietende Gelegenheiten schnell und
flexibel ohne Belastung der Liquidität der Gesellschaft
ausnutzen zu können. Wenn sich entsprechende Vorhaben
konkretisieren, wird der Vorstand sorgfältig prüfen, ob er
von der Ermächtigung zur Gewährung eigener Aktien Gebrauch
machen soll. Er wird dies nur dann tun, wenn er zu der
Überzeugung gelangt, dass der Unternehmens- oder
Beteiligungserwerb im wohlverstandenen Interesse der
Gesellschaft liegt. Der Aufsichtsrat wird seine
erforderliche Zustimmung zur Verwendung der eigenen Aktien
zu diesem Zweck nur erteilen, wenn er ebenfalls zu dieser
Überzeugung gelangt. Bei der Festlegung der
Bewertungsrelationen wird der Vorstand sicherstellen, dass
die Interessen der Aktionäre angemessen gewahrt bleiben.
Grundsätzlich wird er sich bei der Bemessung des Werts der
als Gegenleistung hingegebenen Aktien am Börsenkurs der
Aktien der Gesellschaft orientieren. Eine schematische
Anknüpfung an einen Börsenkurs ist indes nicht vorgesehen,
insbesondere um einmal erzielte Verhandlungsergebnisse
nicht durch Schwankungen des Börsenkurses in Frage zu
stellen. Konkrete Pläne für das Ausnutzen dieser
Hauptversammlung Bericht über eine Ausnutzung dieser
Ermächtigung erstatten.
Ferner soll der Gesellschaft ermöglicht werden, eigene
Aktien in anderen Fällen als im Rahmen von
Unternehmenszusammenschlüssen, dem Erwerb von Unternehmen,
Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen sowie
dem Erwerb von Forderungen gegen die Gesellschaft an
Dritte zu veräußern. Voraussetzung einer solchen
Veräußerung ist, dass die Aktien nur zu einem Preis
veräußert werden, der den Börsenpreis der Aktie der
Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht
wesentlich unterschreitet. Mit dieser Ermächtigung, die
einem Bezugsrechtsausschluss gleichkommt, wird von der in
§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz in entsprechender Anwendung
des § 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz zugelassenen
Gebrauch gemacht. Maßgeblich ist dabei der durch die
Schlussauktion ermittelte durchschnittliche Schlusskurs im
Xetra-Handel (bzw. einem an die Stelle des Xetra-Systems
getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) an
der Wertpapierbörse Frankfurt/Main während der letzten
fünf Börsentage vor der Veräußerung der eigenen
Aktien, ersatzweise der durchschnittliche Schlusskurs an
derjenigen deutschen Börse mit den höchsten Tagesumsätzen
in den Aktien der Gesellschaft während der letzten zwei
Wochen vor der Veräußerung der eigenen Aktien. Diese
Ermächtigung gilt im Übrigen nur mit der
gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz
veräußerten Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals
nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt
Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen,
- die unter Ausnutzung einer während der
Laufzeit dieser Ermächtigung geltenden
genehmigtem Kapital gemäß § 186 Abs. 3
Satz 4 Aktiengesetz unter Ausschluss des
- die zur Bedienung von Schuldverschreibungen
mit Wandlungs- und Optionsrecht ausgegeben
werden bzw. auszugeben sind, sofern die
Schuldverschreibungen aufgrund einer während
der Laufzeit dieser Ermächtigung geltenden
186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unter
Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;
Ermächtigung zur Veräußerung eigener
Aktien gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5
i.V.m. 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz unter
Ausschluss des Bezugsrechts veräußert
Diese Ermächtigung verhilft der Gesellschaft zu
größerer Flexibilität. Die Gesellschaft soll in die
Lage versetzt werden, kurzfristig günstige
Börsensituationen auszunutzen und dabei durch die
Ausgabebetrag und damit eine größtmögliche Stärkung
der Eigenmittel zu erreichen. Sie erhält insbesondere auch
die Möglichkeit, eigene Aktien außerhalb von
dem Erwerb von Forderungen gegen die Gesellschaft, gezielt
an Kooperationspartner oder Finanzinvestoren auszugeben.
Die Interessen der Aktionäre sind dabei dadurch gewahrt,
dass die Aktien nur zu einem Preis veräußert werden
dürfen, der den Börsenpreis der Aktie der Gesellschaft zum
unterschreitet. Die Verwaltung wird den etwaigen Abschlag
vom Börsenpreis möglichst niedrig halten. Er wird sich
voraussichtlich auf höchstens 3 %, jedenfalls aber nicht
mehr als 5 % beschränken. Mit der Orientierung am
Börsenpreis wird eine Verwässerung des Beteiligungswerts
der Aktionäre vermieden. Die Anzahl der zu
veräußernden Aktien darf hierbei insgesamt die Grenze
von 10 % des Grundkapitals nicht übersteigen, und zwar
weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt