Source: https://www.trennung.de/scheidungskostenrechner.html
Timestamp: 2020-04-05 10:42:06
Document Index: 259393532

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 28', '§ 28', '§ 43']

SCHEIDUNGSKOSTENRECHNER | Trennung.de
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Wie viel kos­tet mei­ne Schei­dung?
Der Scheidungskostenrechner berechnet Kostenpunkte, mit denen Sie bei Ihrem Scheidungsprozess rechnen müssen. Hierunter fallen neben den Kosten für den Rechtsanwalt auch die Kosten für das jeweilige Gericht. Als Bemessungsgrundlage für diese Kosten muss zuerst der sogenannte Verfahrenswert ermittelt werden. Dieser lässt sich anhand des Nettoeinkommens von Ihnen als Ehepaar und auch anhand Ihres Vermögens berechnen. Auf Grundlage des Verfahrenswertes werden die Anwaltskosten gemäß des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) . Die Gerichtskosten berechnen sich gemäß des Gesetzes über Gerichtskosten in Familiensachen (FamGKG). Alle Berechnungsposten werden Ihnen im Folgenden transparent aufgeführt. Da die Gesamtkosten für Ihr Scheidungsverfahren von vielen Faktoren (u.a. auch von dem Ermessen des Richters) abhängig sind, haben wir für Sie die Kosten, die Ihre Scheidung mindestens kosten wird und die Kosten, mit denen Sie maximal rechnen müssen, aufgezeigt.
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Scheidungskosten Beispielrechnung
Das monatliches Nettoeinkommen ist die Bemessungsgrundlage für den Verfahrenswert. Je höher Ihr monatliches Nettoeinkommen als Ehepaar ausfällt, desto höher wird der Verfahrenswert. Anhand des Verfahrenswertes lassen sich die Anwalts- und Gerichtskosten berechnen, welche ein großer Bestandteil Ihrer Scheidungskosten sind. Hinzu kommen noch das Kindergeld, die Kindergeldzuschüsse sowie Unterhaltsgeld wenn diese vom Gericht als Einkommen angesehen werden. Erziehungsgeld und Sozialhilfe-Leistungen werden nicht als Einkommen angesehen.
Das Nettovermögen beider Ehegatten kann den Verfahrenswert erhöhen oder vermindern. Während Schulden beispielsweise den Verfahrenswert vermindern, erhöhen Vermögensgegenstände den Verfahrenswert. Das Nettovermögen ist, ähnlich wie das Nettoeinkommen, eine wichtige Basis für die Berechnung der Anwalts- und Gerichtskosten.
Kreditraten können Ihren Verfahrenswert vermindern. Kredite zur Finanzierung von selbstgenutzten oder vermieteten Immobilien sind nicht zu berücksichtigen, bei vermieteten Immobilien nur insoweit, wie die Kreditraten die Einnahmen übersteigen.
Jedes gemeinsame unterhaltsberechtigte Kind kann den Verfahrenswert vermindern. Auch dieser Punkt ist ausschlaggebend für die Anwalts-und Gerichtskosten. Die Entscheidung der Verfahrenswertminderung für unterhaltsberechtigte Kinder liegt dabei allein beim Familienrichter.
Schei­dungs­kos­ten Bei­spiel­rech­nung
Herr und Frau Fröhlich haben sich getrennt und möchten sich nun scheiden lassen.
Frau Fröhlich verdient 2.500 EUR netto pro Monat
Herr Fröhlich bezieht 2.000 EUR netto pro Monat
Sie zahlen Kredite ab für den gemeinsamen Fernseher und das gemeinsame Auto. Insgesamt betragen die Kredite 500 EUR im Monat
Die gemeinsamen Kinder von Herr und Frau Fröhlich sind 12 und 14 Jahre alt und demnach unterhaltsberechtigt.
Um den Verfahrenswert zu ermitteln, wird die Summe des monatlichen Nettoeinkommens beider Ehepaare auf drei Monate berechnet (also mit 3 multipliziert)
Eigenes Einkommen2.500 EUR
Einkommen Ehegatte+2.000 EUR
Einkommen gemeinsam=4.500 EUR
Einkommen gemeinsam4.500 EUR
- 250 EUR pro Kind-500 EUR
Einkommen abzgl. Kinderfreibetrag=4.000 EUR
Einkommen abzgl. Kinderfreibetrag4.000 EUR
auf drei Monate*3
Verfahrenswert gesamt=12.000 EUR
Verfahrensgebühr785,20 EUR
Terminsgebühr+669,60 EUR
Auslagenpauschale+20,00 EUR
Mehrwertsteuer+280,21 EUR
Anwaltskosten=1.755,01 EUR
Die Gerichtskosten sind abhängig vom Verfahrenswert. Je nach Verfahrenswert wird der in der RVG-Tabelle verzeichnete Betrag mit zwei multipliziert und unterliegt nicht der Mehrwertsteuer.
Bei 12.000 EUR Verfahrenwert wird also wie folgt gerechnet:
Betrag aus RVG-Tabelle534 EUR
Mit zwei multipliziert*2
Gerichtskosten=1.068 EUR
Anwaltskosten1.755,01 EUR
Gerichtskosten+1.068 EUR
Gesamt=2.823,01‬ EUR
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(Dauer: 1:55 Minuten)
Be­grif­fe ein­fach er­klärt
Im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) sind die Anwaltsgebühren geregelt. Dort werden in § 13 RVG in Abhängigkeit zum Verfahrenswert (hier: Gegenstandswert) die sogenannten einfachen Wertgebühren definiert. Die RVG-Tabelle, eine detaillierte Gebührentabelle für Gegenstandswerte bis 500.000 EUR, ist in Anlage 2 (zu § 13 Abs. 1 S. 3 RVG) zu finden. Allen in der RVG-Tabelle gelisteten Tätigkeiten, deren Gebühr sich nach dem Gegenstandswert richten, wird ein bestimmter Gebührensatz zugeordnet. Dieser wird je nach dem entweder einfach oder multipliziert ausgewiesen.
Bei der Vorbereitung des Verfahrens und der Vertretung des Mandaten vor dem Familiengericht entstehen gewisse Kosten. Diese Kosten werden als sogenannte Verfahrensgebühr bezeichnet.
Die Verfahrens­gebühr beträgt bei der Scheidung laut RVG-Tabelle 1,3 Gebühren­sätze.
Die Terminsgebühr beträgt laut RVG -Tabelle das 1,2-fache des Gebührensatzes, der in der RVG-Tabelle gelistet wird.
Die Auslagenpauschale umfasst alle Kosten des Anwalts im Zusammenhang mit der Kommunikation zwischen Mandant und Rechtsanwalt. Dies sind insbesondere Kosten für die Kommunikation via Telefon, E-Mail oder Post. Die Auslagenpauschale beträgt laut § 13 Abs. 1 RVG, Nr. 7002 VV mindestens 20 Prozent der Anwaltskosten, ist jedoch auf maximal 20 EUR begrenzt.
Im Gesetz über Gerichtskosten in Familiensachen (FamGKG) ist abhängig vom Verfahrenswert ein einfacher Gebührensatz festgesetzt. Die Gerichtskosten betragen gem. § 28 FamGKG beim Scheidungsverfahren grundsätzlich2,0 Gebühren­sätze. Detaillierte Gebühren sind der Anlage 2 (zu § 28 FamGKG) zu entnehmen. Je nach Verfahrenswert wird der Satz laut RVG-Tabelle mal zwei berechnet.
Die Scheidungskosten setzten sich je nach Anwalts- und Gerichtskosten auf Basis des Verfahrenswertes zusammen. Der Verfahrenswert wird anhand des Einkommens der Ehepartner und der Kreditraten berechnet. Zu beachten ist, dass sich gemäß § 43 FamGKG die Höhe des Verfahrenswerts nicht ausschließlich nach den Einkommens- und Vermögens­verhältnissen bemisst. Der Einzelfall kann nach Ermessen des Richters anders ausfallen.
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