Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202016,%20268
Timestamp: 2018-04-27 02:40:13
Document Index: 56897321

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 10', 'Art. 12', 'Art. 14', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 11', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 8', '§ 85', '§ 95', 'Art. 8', '§ 97', 'Art. 10', '§ 8', '§ 7', 'Art. 15', 'Art. 11', '§ 2', '§ 8', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 12', 'Art. 5', 'Art. 10', 'Art. 10', '§ 88', 'Art. 20', '§ 1004', '§ 823', '§ 97', 'Art. 1', '§ 95', '§ 91', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 96', '§ 96', '§ 95', '§ 561', '§ 563', 'Art. 267', '§ 97', 'Art. 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 8', 'EuG', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.11.2015 - I ZR 174/14 - dejure.org
GG Art. 1 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1, Art... . 5 Abs. 1 Satz 1, Art. 10 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1 A; EU-Grundrechtecharta Art. 7, Art. 8, Art. 11 Abs. 1, Art. 16, Art. 17 Abs. 2; InformationsgesellschaftsRL Art. 8 Abs. 3; DurchsetzungsRL Abs. 11 Satz 3 UrhG §§ 85, 97 Abs. 1; TKG § 95
Art. 8 Abs. 3 der Richtlinie 2001/29/EG, § 97 Abs. 1 UrhG, Art. 10 GG, § ... 85 UrhG, §§ 8 bis 10 TMG, § 7 Abs. 2 Satz 1 TMG, Art. 15 Abs. 1 der Richtlinie 2000/31/EG, Richtlinie 2000/31/EG, Richtlinie 2001/29/EG, Art. 11 Satz 3 der Richtlinie 2004/48/EG, § 2 Nr. 1, § 8 Abs. 1 Satz 1 TMG, Art. 14 GG, Art. 14 Abs. 1 GG, Art. 12 Abs. 1 GG, Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG, Art. 10 Abs. 1 GG, Art. 10 des Grundgesetzes, § 88 Abs. 3 Satz 1 TKG, Art. 20 Abs. 3 GG, § 1004 BGB, § 823 Abs. 1 BGB, § 97 UrhG, Art. 1, 2 Abs. 1 GG, § 95 TKG, §§ 91 ff. TKG, § 3 Abs. 1 BDSG, § 3 Nr. 3 TKG, § 3 Nr. 30 TKG, § 96 Abs. 1 TKG, § 96 Abs. 1 Satz 2 TKG, § 95 Abs. 1 TKG, § 561 ZPO, § 563 Abs. 3 ZPO, Art. 267 AEUV, § 97 Abs. 1 ZPO
Urheberrechtsverletzung im Internet: Öffentliche Zugänglichmachung urheberrechtlich geschützter Werke über illegale Tauschbörsen; DNS- oder IP-Adressen-Sperre durch Accessprovider - Störerhaftung des Access-Providers
Haftung eines Telekommunikationsunternehmens für Urheberrechtsverletzungen durch Dritte - Störerhaftung des Access-Providers
Inanspruchnahme eines Access-Providers als Störer zur Unterbindung den Zugangs Dritter zu Internetseiten i.R. von auf diesen Seiten begangenen Urheberrechtsverletzungen; Voraussetzungen einer Störerhaftung des Vermittlers von Internetzugängen; Abwägung im Rahmen der Zumutbarkeitsprüfung; Beurteilung der Effektivität möglicher Sperrmaßnahmen; Erfassung von für Dritte geschützte Schutzgegenstände durch eine Sperre
Art. 7, 8, 11 Abs. 1, 16, 17 Abs. 2 EU-Grundrechtecharta
Haftung des Access-Providers für Urheberrechtsverletzungen Dritter ("Störerhaftung des Access-Providers")
Irgendwie subsidiär - Störerhaftung von Access-Providern für Urheberrechtsverletzungen Dritter
Unterlassungsantrag - und seine hinreichende Bestimmtheit
raschlegal.de (Kurzinformation und -anmerkung)
Sperren von illegalen Webseiten
Kurznachricht zu "Störerhaftung des Access-Providers - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 26.11.2015" von RA Franz Gernhardt, LL.M., original erschienen in: K&R 2016, 171 - 179.
Kurznachricht zu "Störerhaftung des Access-Providers - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 26.11.2015" von Linda Kuschel, original erschienen in: WRP 2016, 341 - 354.
Kurznachricht zu "Zumutbarkeit von Websperren für Accessprovider" von RA Dr. Ralf Weisser und RA Dr. Claus Färber, original erschienen in: BB 2016, 776 - 779.
Kurznachricht zu "Störerhaftung des Access-Providers - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 26.11.2015" von RA Sascha Kremer und RA Sebastian Telle, original erschienen in: CR 2016, 198 - 208.
Kurznachricht zu "BGH: Störerhaftung des Access-Providers - Anmerkung zum Urteil des BGH von 26.11.2015" von Patrick Neidinger, original erschienen in: CR 2016, 408 - 410.
NJW 2016, 794
ZIP 2016, 392
MDR 2016, 338
GRUR 2016, 268
MMR 2016, 180
BB 2016, 784
DB 2016, 470
K&R 2016, 171
ZUM 2016, 349
aa) Zur Bestimmung, welcher Überprüfungsaufwand vom Hostprovider im Einzelfall zu verlangen ist, bedarf es einer umfassenden Interessenabwägung, bei der die betroffenen Grundrechte der Beteiligten zu berücksichtigen sind (vgl. BGH, Urteile vom 26. November 2015 - I ZR 174/14, juris Rn. 32 mwN - Störerhaftung des Access-Providers; vom 1. April 2004 - I ZR 317/01, BGHZ 158, 343, 352 ff. - Schöner Wetten).
Der von der Beklagten als Providerin zu erbringende Prüfungsaufwand darf den Betrieb eines Ärztebewertungsportals deshalb weder wirtschaftlich gefährden noch unverhältnismäßig erschweren (vgl. BGH, Urteil vom 26. November 2015 - I ZR 174/14, juris Rn. 27 mwN - Störerhaftung des Accessproviders).
Ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen eine Verhinderung der Verletzungshandlung des Dritten zuzumuten ist, richtet sich nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalls unter Berücksichtigung seiner Funktion und Aufgabenstellung sowie mit Blick auf die Eigenverantwortung desjenigen, der die rechtswidrige Beeinträchtigung selbst unmittelbar vorgenommen hat (BGH…, Urteil vom 12. Mai 2010 - I ZR 121/08, BGHZ 185, 330 Rn. 19 - Sommer unseres Lebens;… Urteil vom 8. Januar 2014 - I ZR 169/12, BGHZ 200, 76 Rn. 22 - BearShare; Urteil vom 26. November 2015 - I ZR 174/14, GRUR 2016, 268 Rn. 21 = WRP 2016, 341 - Störerhaftung des Access-Providers).
Die betroffenen Grundrechte sind in die umfassende Interessenabwägung einzubeziehen, ob dem Inhaber eines Internetanschlusses die fragliche Hinweis- und Belehrungspflicht zumutbar ist und das Unterlassen eine Haftung begründen kann (vgl. BGH, GRUR 2016, 268 Rn. 32 - Haftung des Access-Providers).
Ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen eine Verhinderung der Verletzungshandlung des Dritten zuzumuten ist, richtet sich nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalls unter Berücksichtigung seiner Funktion und Aufgabenstellung sowie mit Blick auf die Eigenverantwortung desjenigen, der die rechtswidrige Beeinträchtigung selbst unmittelbar vorgenommen hat (BGH…, Urteil vom 12. Mai 2010 - I ZR 121/08, BGHZ 185, 330 Rn. 19 - Sommer unseres Lebens;… BGHZ 200, 76 Rn. 22 - BearShare; BGH, Urteil vom 26. November 2015 - I ZR 174/14, GRUR 2016, 268 Rn. 21 = WRP 2016, 341 - Störerhaftung des Access-Providers;… Urteil vom 12. Mai 2016 - I ZR 86/15, GRUR 2016, 1289 Rn. 11 = WRP 2016, 1522 - Silver Linings Playbook).
Bei der Zumutbarkeit von Überwachungsmaßnahmen des Betreibers einer Internetplattform handelt es sich um eine anspruchsbegründende Voraussetzung, deren tatsächliche Grundlage regelmäßig der Anspruchsteller darzulegen hat (vgl. BGH, Urteil vom 26. November 2015 - I ZR 174/14, BGHZ 208, 82 Rn. 40 - Störerhaftung des Access-Providers).
Im Übrigen kann derjenige, der wettbewerbswidrig handelt, seiner Haftung nicht dadurch entgehen, dass er darauf verweist, gleichgelagerte Wettbewerbsverstöße Dritter dauerten fort (vgl. [zur Verletzung des Urheberrechts] BGH, Urteil vom 26. November 2015 - I ZR 174/14, GRUR 2016, 268 Rn. 47 = WRP 2016, 341 - Störerhaftung des Accessproviders).
Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (vgl. BGH…, Urteil vom 30. April 2008- I ZR 73/05, GRUR 2008, 702 Rn. 50 = WRP 2008, 1104 - Internetversteigerung III;… Urteil vom 12. Mai 2010 - I ZR 121/08, BGHZ 185, 330 Rn. 19 - Sommer unseres Lebens;… Urteil vom 15. August 2013 - I ZR 80/12, GRUR 2013, 1030 Rn. 21 = WRP 2013, 1348 - File-Hosting-Dienst; Urteil vom 26. November 2015 - I ZR 174/14, GRUR 2016, 268 Rn. 21 = WRP 2016, 341 - Störerhaftung des Access-Providers).
Deshalb seien die Maßstäbe aus der Entscheidung des Bundesgerichtshofs "Störerhaftung des Access-Providers" (Urt. vom 26.11.2015 - I ZR 174/14 = GRUR 2016, 268) anwendbar.
Auch wenn dem Antrag nicht unmittelbar zu entnehmen ist, welche konkreten Handlungs- und Prüfungspflichten der Antragsgegnerin abverlangt werden, ist es ausreichend, wenn die zu befolgenden Sorgfalts- und Prüfungspflichten aus der Klagebegründung und den Entscheidungsgründen entnommen werden können (BGH, Urteil vom 26.11.2015, I ZR 174/14 - Störerhaftung des Access-Providers).
Auch gegen Anbieter von Telemediendienste nach dem Telemediengesetz kann aus europarechtlichen Erwägungen vorgegangen werden (siehe: BGH, Urteil vom 26.11.2015, I ZR 174/14 - Störerhaftung des Access-Providers).
In der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 26.11.2015, Az. I ZR 174/14 - Störerhaftung des Access-Providers, wurde auf Grund europarechtlicher Erwägungen entschieden, dass ein Telekommunikationsunternehmen, das Dritten den Zugang zum Internet bereitstellt, von einem Rechteinhaber als Störer darauf in Anspruch genommen werden könne, den Zugang zu Internetseiten zu unterbinden, auf denen urheberrechtlich geschützte Werke rechtswidrig öffentlich zugänglich gemacht werden.
Die Entscheidung des BGH, Urteil vom 26.11.2015, I ZR 174/14 - Störerhaftung des Access-Providers - erging zu einem Zeitpunkt, als § 8 Absatz 1 TMG folgende Fassung hatte:.
Dies ergibt sich insbesondere auch aus der Tatsache, dass die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 26.11.2015, Az. I ZR 174/14 - Störerhaftung des Access-Providers, an keiner Stelle im Gesetzgebungsverfahren erwähnt wird, die Entscheidung des Gerichtshofs der EuropaÌ?ischen Union (EuGH) in der Rechtssache C-484/14 (McFadden gegen Sony Music) hingegen schon.
Wie sich aus der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 26.11.2015, Az. I ZR 174/14 - Störerhaftung des Access-Providers, ergibt, ist die Anwendbarkeit der Störerhaftung auf Access-Provider auf Grund europarechtlicher Anforderungen geboten.
Insofern wird auf die Ausführungen des Bundesgerichtshofs im Urteil vom 26.11.2015, Az. I ZR 174/14 - Störerhaftung des Access-Providers, Bezug genommen.
In der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 26.11.2015, Az. I ZR 174/14 - Störerhaftung des Access-Providers, ist aufgeführt, dass Rechteinhaber in zumutbarer Weise versuchen müssen, vorrangig gegen die Täter vorzugehen.
In der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 26.11.2015, I ZR 174/14 - Störerhaftung des Access-Providers, werden drei Sperrmöglichkeiten diskutiert:.
Verglichen hiermit wären Kosten in Höhe von 150.000 Euro unerheblich, zumal zu sehen ist, dass die Antragsgegnerin spätestens seit dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 26.11.2015, Az. I ZR 174/14, damit rechnen musste, dass sie entsprechende Sperrmechanismen vorhalten muss.
Die Antragsgegnerin hat keinen Anspruch auf eine Kostenerstattung, weil vorliegend nicht § 7 Absatz 4 TMG analog angewandt wurde, sondern die hergebrachten Grundsätze der Störerhaftung, wie sie der Bundesgerichtshof in der Entscheidung vom 26.11.2015, Az. I ZR 174/14, niedergelegt hat.
Die Frage, ob die Klägerin von der Beklagten Unmögliches verlangt, ist indes nicht im Rahmen der Zulässigkeit, sondern der Begründetheit des Klageantrags zu prüfen (vgl. BGH, Urteil vom 26.11.2015, I ZR 174/14 - Störerhaftung des Access-Providers, juris Rn. 15).
Da die Beklagte als Registrar keine anlasslose Überprüfungs- und Überwachungspflicht traf (vgl. BGH, Urteil vom 26.11.2015, I ZR 174/14, juris zur vergleichbaren Situation des Access-Providers), vermochten die Hinweise der Klägerin auf mögliche Rechtsverletzungen zwar eine Nachforschungs- und Überprüfungspflicht von Seiten der Beklagten auszulösen, deren Nichterfüllung indes nicht eine Gehilfenhaftung, sondern lediglich eine Störerhaftung begründen kann.
Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störern Anspruch genommenen nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalls unter Berücksichtigung seiner Funktion und Aufgabenstellung sowie mit Blick auf die Eigenverantwortung desjenigen, der die rechtswidrige Beeinträchtigung selbst unmittelbar vorgenommen hat, eine Prüfung zuzumuten ist (BGH…, Urteil vom 22.07.2010 - I ZR 139/08 - Kinderhochstühle im Internet I, juris Rn. 45; BGH, Urteil vom 17.08.2011, I ZR 57/09 - Stiftparfum; BGH, Urteil vom 26.11.2015, I ZR 174/14 - Störerhaftung des Access-Providers, juris Rn. 21 m.w.N.).
Art. 14 RL 2000/31/EG lässt nach seinem Abs. 3 die Möglichkeit unberührt, dass ein Gericht nach dem Rechtssystem des jeweiligen Mitgliedstaates vom Diensteanbieter verlangt, die Rechtsverletzung abzustellen oder zu verhindern (BGH, Urteil vom 26.11.2015, I ZR 174/14 - Störerhaftung des Access-Providers, juris Rn. 21;… BGH, 01.03.2016, VI ZR 34/15 - www.jameda.de II, juris Rn. 19 m.w.N.).
Eine Prüfpflicht der Beklagten im Hinblick auf die Vermittlung des Zugangs zu dem für die Klägerin geschützten Film, deren Verletzung die Wiederholungsgefahr begründen kann, konnte daher erst entstehen, nachdem die Beklagte von der Klägerin auf eine klare Rechtsverletzung in Bezug auf den konkreten Film hingewiesen worden war (vgl. BGH…, Urteil vom 12.07.2012, I ZR 18/11 - Alone in the Dark, juris Rn. 28; BGH, Urteil vom 26.11.2015, I ZR 174/14 - Störerhaftung des Access.-Providers, juris Rn. 27).
Bei der im Rahmen der Zumutbarkeit vorzunehmenden umfassenden Interessenabwägung sind die betroffenen Grundrechte der EU-Grundrechtecharta zu prüfen sowie die Grundrechte nach deutschem Grundrechtsverständnis zu berücksichtigen (BGH, Urteil vom 26.11.2015, I ZR 174/14, juris Rn. 31f m.w.N.).
Auch wenn die Richtlinie 2001/29/EG nach ihrem Erwägungsgrund 9 ein hohes urheberrechtliches Schutzniveau bezweckt, so ist der durch das Unionsrecht verbürgte Schutz des geistigen Eigentums weder schranken- noch bedingungslos gewährleistet, sondern in ein Gleichgewicht mit anderen Grundrechten zu bringen (…vgl. EuGH GRUR 2014, 468 - UPC-Telekabel, juris Rn. 61; BGH, Urteil vom 26.11.2015 I ZR 174/14, juris Rn. 36).
(vgl. BGH, Urteil vom 26.11.2015, I ZR 174/14, juris Rn. 47).
Die Grundsätze, die für die Prüfung der Zumutbarkeit von Sperrmaßnahmen gelten, die von einem Access-Provider vorgenommen werden sollen (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 26.11.2015, I ZR 174/14 - Störerhaftung des Access-Providers) sind aus diesem Grund auf den vorliegenden Fall nicht übertragbar.
Zunächst ist festzuhalten, dass die Störerhaftung gegenüber der Inanspruchnahme des Täters oder anderer an der Rechtsverletzung Beteiligter im Grundsatz nicht subsidiär ist (BGH, Urteil vom 26.11.2015, I ZR 174/14, juris Rn. 82).
Bestehen Schwierigkeiten im Tatsächlichen, den rechtsverletzenden Nutzer zu belangen und die Rechte des Urhebers durchzusetzen, so bietet im Falle des Betreibers einer Internetplattform, in die Nutzer rechtswidrige Angebote eingestellt haben, bereits die - allerdings keine Schadensersatzansprüche begründende - Störerhaftung effektiven Rechtsschutz, weil nicht gegen eine Vielzahl einzelner Anbieter vorgegangen werden muss (vgl. BGHUrt. v. 26. November 2015 - I ZR 174/14, juris, - Störerhaftung des Accessproviders Tz. 82 m. w. N.).
Haftung, Suchmaschinen, Snippet, Eindruck
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