Source: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/11/asylantraege-oktober-2016.html
Timestamp: 2017-09-22 20:43:13
Document Index: 138691495

Matched Legal Cases: ['Art. 16', '§ 3', '§ 60', '§ 4', '§ 60', '§ 60', 'Art. 16', '§ 3', '§ 60', '§ 4', '§ 60']

BMI - Nachrichten - 32.640 Asylanträge im Monat Oktober
Migration und Integration Asyl und Flüchtlingsschutz Pressemitteilung 11.11.2016 32.640 Asy­lan­trä­ge im Mo­nat Ok­to­ber
Von den 32.640 Asylanträgen, die im Oktober 2016 förmlich gestellt worden sind, entfielen 30.864 auf Erstanträge und 1.776 auf Folgeanträge. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjahresmonat um 22.237 Personen (-40,5 Prozent) gesunken. Der Vergleich mit dem Vormonat zeigt einen noch deutlicheren Rückgang um -57,3 Prozent (76.400 Antragsteller im September 2016).
Die Zahl der Anträge von Staatsangehörigen der sechs Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien hat sich mit insgesamt 2.478 (Vormonat: 5.530) zwar mehr als halbiert; doch ist ihr Anteil von 7,6 Prozent aller in Deutschland gestellten Asylanträge gegenüber dem Vormonat (7,2 Prozent) leicht gestiegen.
Die Zahl der Asylerstanträge im Oktober 2016 (30.864) sank damit gegenüber dem Vorjahresmonat (52.730) um -41,5 Prozent und gegenüber dem Vormonat (74.782) um -58,7 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Afghanistan und Irak.
Die Zahl der Asylfolgeanträge im Oktober 2016 (1.776) sank im Vergleich zum Vorjahresmonat (2.147) um -17,3 Prozent, während sie gegenüber dem Vormonat (1.618) um +9,8 Prozent stieg. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Albanien und Mazedonien.
Im Oktober 2016 hat das Bundesamt über die Anträge von 68.135 Personen (Vorjahresmonat: 31.580, Vormonat: 69.874) entschieden. Von den 17.481 Personen (25,7 Prozent), denen die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Februar 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt wurde, waren 177 Personen (0,3 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 17.304 Personen (25,4 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
Des Weiteren erhielten 24.134 Personen (35,4 Prozent) nach § 4 des Asylgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.
Darüber hinaus hat das Bundesamt im Oktober 2016 bei 3.983 Personen (5,8 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 15.457 Personen (22,7 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 7.080 Personen (10,4 Prozent).
Im laufenden Jahr 2016 hat das Bundesamt bislang über die Anträge von 530.034 Personen entschieden. Dies bedeutet einen Anstieg von +158,2 Pro-zent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2015 (205.265 Entscheidungen). 214.280 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (40,4 Prozent aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 113.488 Personen (21,4 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 11.129 Personen (2,1 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
In den ersten zehn Monaten 2016 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 693.758 Asylanträge gestellt und damit ca. 91,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die wesentlich höhere Zahl der Asylantragssteller im Vergleich zum Vorjahr und trotz der deutlich gesunkenen Zahl der eingereisten Asylsuchenden liegt darin begründet, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im großem Umfang förmliche Asylanträge von Asylsuchenden angenommen hat, die bereits vor 2016 eingereist sind.
Die Zahl der Asylerstanträge im bisherigen Jahr 2016 (676.320) stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (331.226) um +104,2 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Afghanistan und Irak.
Demgegenüber sank die Zahl der Asylfolgeanträge im bisherigen Jahr 2016 (17.438) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (30.927) um -43,6 Prozent. Hauptherkunftsländer waren insoweit Serbien, Albanien und Mazedonien.
Unter den insgesamt 214.280 Personen (40,4 Prozent), denen die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Februar 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkanntwurde, waren 1.505 Personen (0,3 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 212.775 Personen (40,1 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
Subsidiären Schutz nach § 4 des Asylgesetzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU erhielten weitere 113.488 Personen (21,4 Prozent). Darüber hinaus hat das Bundesamt in den ersten zehn Monaten 2016 bei 11.129 Personen (2,1 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 125.822 Personen (23,7 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren und Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 65.315 Personen (12,3 Prozent).