Source: https://www.arcguide.de/ausschreibung/deutschland-seelze-auftragsbekanntmachung-2/
Timestamp: 2020-02-27 16:23:59
Document Index: 117592660

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§39', '§ 34', '§ 34', '§ 123', '§ 34', '§ 39', '§ 155', '§ 160', '§ 160', '§ 135', '§ 134']

Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen Deutschland, Seelze: Auftragsbekanntmachung - arcguide.de
Deutschland-Seelze: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
2020/S 013-026205
Offizielle Bezeichnung: Stadt Seelze
Kontaktstelle(n): 1.1/Zentrale Vergabestelle
Telefon: +49 5137 / 828-113
Hauptadresse: http://www.seelze.de/seelze/wirtschaftsnah/wirtschaftsfoerderung/ausschreibungen/
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YRUDBHC/documents
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YRUDBHC
Planungsleistungen für die Erweiterung GBG im ST Letter
Referenznummer der Bekanntmachung: 5.1/GBG/01/2020
Das Georg-Büchner-Gymnasium in Seelze (im folgenden „GBG“) wurde in den Jahren 1966 bis 1979 abschnittsweise fertiggestellt und zuletzt in den 1990er und 2000er – Jahren in Teilen modernisiert. Es wird von derzeit 1 250 Schülerinnen und Schülern besucht und muss angesichts steigender Schülerzahlen und zusätzlicher Raumbedarfe aufgrund sich verändernder Rahmenbedingungen erweitert werden. Hinzu kommt, dass der derzeitige Südflügel des Schulgebäudes und eine auf dem Gelände befindliche Krippe als mit nicht vertretbarem wirtschaftlichen Aufwand sanierungsfähig erwiesen haben und daher abgerissen werden sollen. Die Erweiterung des Objekts soll auf dem vorhandenen Gelände am Schulstandort untergebracht werden. Es stehen 3 Baufelder zur Verfügung, auf denen die erforderlichen Maßnahmen sukzessive realisiert werden sollen. Im selben Zug soll die ebenfalls auf dem Gelände befindliche sog. „Kleine Sporthalle“ teilsaniert (insb. im Bereich der Trinkwasserversorgung) werden. Die erforderlichen Bauleistungen sollen ggf. bauabschnittsweise durchgeführt werden, in diesem Fall ist je Bauabschnitt gesondert gewerkeweise auszuschreiben. Eine Fertigstellung aller Maßnahmen in verschiedenen Bauabschnitten soll in der bereits vorliegenden Bedarfsplanung (Bestandteil der Vergabeunterlagen) dargestellten Zeit- und Kostenrahmen erfolgen. Die grobe Kostenschätzung der Bedarfsplanung beläuft sich somit auf 46,5 Mio. EUR brutto (KG 200-700).Hiervon entfallen voraussichtlich ca. 17,855 Mio EUR auf die KG 300 und 3,867 Mio EUR auf die KG 500. Eine Realisierung der Gesamtmaßnahme soll innerhalb der kommenden 7 Jahre erfolgen. Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens sind die Leistungsbilder der Planung der Gebäude und Innenräume (§ 34 HOAI) und der Freianlagen (§39 HOAI). Weitere Leistungsbilder gem. HOAI wird der Auftraggeber in einem gesonderten Vergabeverfahren vergeben. Die Realisierung der Maßnahme erfolgt im laufenden Schulbetrieb.
Objektplanung – Gebäude und Innenräume Grundlistungen der Leistungsphasen 1-9 (davon 5-9 optional)
Objektplanung Gebäude und Innenräume (§ 34 HOAI) – Grundleistungen der Leistungsphasen 1-9 (davon 5-9 optional) und folgende Besondere Leistungen:
— Teilnahme an ca. 5 Sitzungen der Gremien des Auftraggebers,
— Objektübergreifende, integrierte Bauablaufplanung und übergeordnete Koordination des Gesamtprojekts, auch in zeitlicher Hinsicht,
— Wahrnehmung erhöhter Koordinierungsaufwände hinsichtlich der in das Vorhaben eingebundenen Fachplaner, soweit nicht bereits von den Grundleistungen zu § 34 HOAI 2013 i. V. m. Anlage 10 erfasst,
— Erstellung und Fortschreibung eines vollumfänglichen Baustelleneinrichtungsplanes (Zusammenführung aller Gewerke) in Abstimmung mit SiGeKo, Schulbetrieb und Feuerwehr sowie ggf. Straßenbehörde (Sperrungen, Zufahrt einschl. Genehmigungen),
— Erstellen eines Präventionskonzeptes für den Amok-Fall für den gesamten Schulkomplex (Bestands- und Erweiterungsgebäude).
Der Auftraggeber beauftragt mit Zuschlag im vorliegenden Vergabeverfahren zunächst nur die bis zur Einreichung des Baugenehmigungsantrags erforderlichen Planungsleistungen, d. h. die Leistungen der Leistungsphasen 1 bis 4. Die Leistungen der Leistungsphasen 5 ff. können optional stufenweise oder im Ganzen beauftragt werden. Ein Rechtsanspruch des Auftragnehmers auf Übertragung weiterer Leistungsphasen und Planungsleistungen über die Leistungsphase 4 hinaus besteht nicht. Der Auftragnehmer ist im Falle der Optionsausübung verpflichtet, die vom Auftraggeber abgerufenen Leistungen, ggfs. auch stufenweise bzw. im Einzelnen oder im Ganzen, zu erbringen.
Es wird vorsorglich darauf hingewiesen, dass die Weiterbeauftragung auch unter dem Vorbehalt der abschließenden Klärung der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen steht.
Die in Ziffer II.2.7) angegebene Vertragslaufzeit stellt lediglich einen Prognosewert dar. Die Laufzeit endet grundsätzlich mit vollständiger Erbringung der letzten dem Auftragnehmer übertragenen Leistung. Insoweit kann sich je nach Verlauf der Planung und des Bauablaufs im Einzelfall eine kürzere oder längere Vertragslaufzeit ergeben.
Objektplanung – Freianlagen (39 HOAI) – Grundleistungen 1-9 (davon 5-9 optional)
Objektplanung Freianlagen (39 HOAI) – Grundleistungen der Leistungsphasen 1-9 (davon 5-9 optional) und folgende Besondere Leistungen:
— Teilnahme an ca. 5 Sitzungen der Gremien des Auftraggebers.
Es wird vorsorglich darauf hingewiesen, dass die Weiterbeauftragung auch unter dem Vorbehalt der abschließenden Klärung der haushaltsrechtlchen Voraussetzungen steht.
1) Los 1 (Gebäude und Innenräume): Zur Teilnahme am Vergabeverfahren sind nur natürliche Personen oder Gesellschaften zugelassen, die nach Maßgabe des Niedersächsischen Architektengesetzes (NArchG) oder nach dem Recht eines anderen Bundeslandes oder dem Recht eines anderen Staates, in dem sie ihren Sitz haben, berechtigt sind, die Berufsbezeichnung „Architektin“ oder „Architekt“ zu führen (bei Gesellschaften: im Namen oder in der Firma der Gesellschaft zu führen). Es ist zu erklären und nachzuweisen, dass der Bieter nach Maßgabe der o. g. Vorschriften zur Führung der verlangten Berufsbezeichnung berechtigt ist;
2) Los 2 (Freianlagen): Zur Teilnahme am Vergabeverfahren sind nur natürliche Personen oder Gesellschaften zugelassen, die nach Maßgabe des Niedersächsischen Architektengesetzes (NArchG) oder nach dem Recht eines anderen Bundeslandes oder dem Recht eines anderen Staates, in dem sie ihren Sitz haben, berechtigt sind, die Berufsbezeichnung „Landschaftsarchitektin“ oder „Landschaftsarchitekt“ zu führen (bei Gesellschaften: im Namen oder in der Firma der Gesellschaft zu führen). Es ist zu erklären und nachzuweisen, dass der Bieter nach Maßgabe der o. g. Vorschriften zur Führung der verlangten Berufsbezeichnung berechtigt ist;
3) Eigenerklärung zum Nichtvorliegen der Ausschlussgründen gem. §§ 123, 124 GWB;
4) Eigenerklärung zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Beiträgen zur Sozialversicherung.
Die vorstehenden Erklärungen zu 3. und zu 4. sind auch durch jedes Mitglied einer Bietergemeinschaft und durch jeden vorgesehenen Nachunternehmer abzugeben.
1) Los 1: Angabe zu den Jahresumsätzen insgesamt zu den Jahresumsätzen aus Planungsleistungen für Umbau- und Sanierungsvorhaben öffentlicher Auftraggeber in den Jahren 2016-2018. Diese Angaben sind auch für vorgesehene Nachunternehmer zu machen.
Los 2: Angabe zu den Jahresumsätzen insgesamt zu den Jahresumsätzen aus Planungsleistungen im Bereich der Landschaftsarchitektur in den Jahren 2016-2018. Diese Angaben sind auch für vorgesehene Nachunternehmer zu machen;
2) Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung für Personenschäden, Sach- und Vermögensschäden;
3) Sofern die bestehende Versicherung die Mindestanforderungen (siehe nachfolgend) nicht erfüllt, eine rechtsverbindliche Erklärung des Versicherers, im Auftragsfall eine Versicherung mit dem Bieter abzuschließen, die den Mindestanforderungen vom Umfang her entspricht;
4) Der Auftraggeber behält sich vor, nach Eingang des Angebots Unbedenklichkeitsbescheinigungen des Finanzamtes, der Unfallversicherung und der gesetzlichen Krankenkasse, bei der die Mehrheit der Arbeitnehmer des Bieters/des Mitgliedes der Bietergemeinschaft versichert ist, nachzufordern (Unternehmen, die ihren Sitz nicht in der Bundesrepublik Deutschland haben, legen Bescheinigungen des für sie zuständigen Versicherungsträgers vor).
Die Anforderungen gelten zu 1-4 auch für jedes Mitglied einer Bietergemeinschaft.
Zu 2: – Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen in Höhe von mind. 10 Mio. EUR für (LOS 1) bzw. 1 Mio. EUR (LOS 2) für Personen-, Sach- und Vermögensschäden je Schadenfall. Eine evtl. Deckelung der Ersatzleistung der Versicherung muss mindestens das Doppelte der vorgenannten Deckungssumme pro Jahr betragen. Diese Anforderung gilt auch für jedes Mitglied einer Bietergemeinschaft.
1) Es sind Referenzleistungen (je Los mindestens 2) über mit dem Auftragsgegenstand vergleichbare frühere Aufträge anzugeben;
2) Angabe der Zahlen der Führungskräfte und technische Fachkräfte und sonstigen Beschäftigten in den Jahren 2017-2019;
3) Angabe der für den Auftragsgegenstand vorgesehenen Personen mit Namen, beruflicher Qualifikation und Berufserfahrung in Jahren;
4) Angabe der Leistungsteile, die auf Nachunternehmer übertragen werden sollen.
Zu 1) Maßstab für die Vergleichbarkeit der Referenzen in Los 1:
Vergleichbar sind Aufträge öffentlicher Auftraggeber, bei denen nachfolgende Merkmale kumulativ vorliegen:
— Umbau- und Sanierungsvorhaben öffentlicher Auftraggeber im Hochbau,
— mindestens ein Vorhaben davon mit Umsetzung im laufenden Betrieb,
— mindestens ein Vorhaben davon aus dem Bereich der Bildungsbauten,
— Baukosten (Summe aus KG 300 und 400) mindestens 1,5 Mio. EUR (netto),
— Planungsleistungen der Objektplanung gem. § 34 HOAI (mindestens Leistungsphasen 2-8),
— Beginn der Leistungen seit dem 1.1.2013.
Die Anzahl der von den Bewerbern angegebenen vergleichbaren Referenzen betreffend Umbau- und Sanierungsvorhaben der öffentlicher Auftraggeber im Hochbau wird im Rahmen der Auswahl der Unternehmen, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, berücksichtigt (3-4 Referenzen = 10 Punkte; über 4 Referenzen = 20 Punkte). Bildungsbauten in diesem Sinne sind alle Gebäude, die der Erziehung, Aus- und Fortbildung, Lehre oder Forschung dienen (insb. Kitas, Schulen und Hochschulen).
Zu 1): Maßstab für die Vergleichbarkeit der Referenzen in Los 2:
Vergleichbar sind Aufträge, bei denen nachfolgende Merkmale kumulativ vorliegen:
— Bauvorhaben öffentlicher Auftraggeber im Bereich der Freianlagen, mindestens eines davon im Bestand,
— mindestens ein Bauvorhaben davon im Bereich der Außenanlagen von Bildungsbauten,
— mindestens eine Umsetzung davon im laufenden Betrieb,
— Baukosten (Summe aus KG 500, ohne 550) mindestens 300 000 EUR (netto),
— Planungsleistungen der Freianlagenplanung gem.§ 39 HOAI (mindestens Leistungsphasen 2-8),
Bildungsbauten in diesem Sinne sind alle Gebäude, die der Erziehung, Aus- und Fortbildung, Lehre oder Forschung dienen (insb. Kitas, Schulen und Hochschulen). Die Anzahl der von den Bewerbern angegebenen vergleichbaren Referenzen betreffend Planungsvorhaben öffentlicher Auftraggeber im Bestand, wird im Rahmen der Auswahl der Unternehmen, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, berücksichtigt (2-3 Referenzen = 10 Punkte; über 3 Referenzen = 20 Punkte). Die Anzahl der vom Bewerber vorgelegten vergleichbaren Referenzen, die Außenanlagen von Bildungsbauten betreffen, wird im Rahmen der Auswahl der Unternehmen, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, berücksichtigt (2 Referenzen = 10 Punkte; über 2 Referenzen = 30 Punkte).
Zu 2) Gilt nur für Los 1: Es müssen mindestens neben einem Büroinhaber/Geschäftsführer mindestens 3 Architekten/Ingenieure/
Innen in Vollzeit und 3 kaufmännische/technische Mitarbeiter/innen beschäftigt sein.
Zu 3) Gilt nur für Los 1: Die Berufserfahrung in der vorgesehen Verwendung muss beim/bei der Projektleiter/in, dem/der stellvertretenden Projektleiter/in, dem/der Bauleiter/in und dem/der stellvertretenden Bauleiter/in mindestens 5 Jahre betragen. Die Angaben der Bewerber zur Dauer der Berufserfahrung von Projektleiter/in und stellv. Projektleiter/in und stv. Bauleiter/in werden im Rahmen der Auswahl der Unternehmen, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, berücksichtigt. Der bzw. die Projektleiter(in und der bzw. die Bauleiter/in müssen personenverschieden sein. Eine gegenseitige Stellvertretung ist zulässig.
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten. Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift:
Los 1: Zur Teilnahme am Vergabeverfahren sind nur natürliche Personen oder Gesellschaften zugelassen, die nach Maßgabe des Niedersächsischen Architektengesetzes (NArchG) oder nach dem Recht eines anderen Bundeslandes oder dem Recht eines anderen Staates, in dem sie ihren Sitz haben, berechtigt sind, die Berufsbezeichnung „Architektin“ oder „Architekt“ zu führen (bei Gesellschaften: im Namen oder in der Firma der Gesellschaft zur führen).
Los 2: Zur Teilnahme am Vergabeverfahren sind nur natürliche Personen zugelassen, die nach Maßgabe des Niedersächsischen Architektengesetz (NArchG) oder nach dem Recht eines anderen Bundeslandes oder dem recht eines anderen Staates, in dem sie ihren Sitz haben, berechtigt sind, die Berufsbezeichnung „Land-
Schaftsarchitektin“ oder „Landschaftsarchitekt“ zu führen (bei Gesellschaften: im Namen oder in der Firma der Gesellschaft zu führen).
Die Vergabeunterlagen werden ausschließlich über das Online-Vergabeportal DTVP (www.dtvp.de) bereitgestellt. Eine Registrierung ist keine Pflicht. Da die Kommunikation jedoch ebenfalls über dieses Portal erfolgen, wird eine Registrierung empfohlen.
Bekanntmachungs-ID: CXP4YRUDBHC
Das Vergabeverfahren unterliegt der Nachprüfung in einem Nachprüfungsverfahren gem. § 155 ff GWB. Die zuständige Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein (§ 160 Abs. 1 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist gem. § 160 Abs. 3 Satz 1 GWB unzulässig, soweit:
2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewertung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt sind,
4) Mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung es Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Abs. 1 Nummer 2 GWB. § 134 Abs. 1 Satz 2 GWB bleibt unberührt.