Source: http://www.gevestor.de/details/expertenwoche-mietrecht-teil-6-was-tun-nach-der-kuendigung-711492.html
Timestamp: 2016-12-11 06:07:23
Document Index: 296608423

Matched Legal Cases: ['§ 283', '§ 283', '§ 283', '§ 940', '§ 940', '§ 283']

„Expertenwoche Mietrecht“ Teil 6: Was tun nach der Kündigung?Gratis NewsletterShopLoginMenü Startseite Investieren Private Finanzen Trading Märkte Immobilien Rechner Videos E-Books Karriere Experten Über Gevestor Gratis NewsletterShopLoginMenüStartseite Immobilien Vermieten „Expertenwoche Mietrecht“ Teil 6: Was tun nach der Kündigung? Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
„Expertenwoche Mietrecht“ Teil 6: Was tun nach der Kündigung?Themen:
RäumungViele Vermieter kennen das: Die Beendigung des Mietverhältnisses aufgrund der Zahlungsunfähigkeit oder Zahlungsunwilligkeit des Mieters führt zu einer Vielzahl von Schwierigkeiten und oft auch wirtschaftlichen Belastungen.Der wirtschaftliche Schaden, der den Vermietern entsteht, ist oft gravierend.Stichwort: Sicherungsanordnung im Prozess über die Räumung der WohnungWenn Mieter den Mietprozess dafür missbrauchen, einfach in der Wohnung weiter zu wohnen, sich aber am Gerichtsverfahren nicht zu beteiligen, dann zahlen sie oft auch noch keine Miete.Jeden Monat, den der Prozess länger dauert, wird der Schaden des Vermieters größer.In § 283 a ZPO wird die Sicherungsanordnung während des Räumungsprozesses neu eingeführt.Der Wortlaut des § 283 a ZPO lautet:„§ 283 a ZPO Sicherungsanordnung(1) Wird eine Räumungsklage mit einer Zahlungsklage aus demselben Rechtsverhältnis verbunden, ordnet das Prozessgericht auf Antrag des Klägers an, dass der Beklagte wegen der Geldforderungen, die nach Rechtshängigkeit der Klage fällig geworden sind, Sicherheit zu leisten hat, soweit1. die Klage auf diese Forderungen hohe Aussicht auf Erfolg hat und2. die Anordnung nach Abwägung der beiderseitigen Interessen zur Abwendung besonderer Nachteile für den Kläger gerechtfertigt ist. Hinsichtlich der abzuwägenden Interessen genügt deren Glaubhaftmachung.“Das neue Instrument der Sicherungsanordnung soll den tatsächlichen Wert des Titels über die bis zum Urteil aufgelaufenen und fällig gewordenen Forderungen sichern.
Stellen Sie sich vor, der Mietprozess dauert mehrere Monate. Und während der gesamten Dauer des Prozesses bezahlt der Mieter weiter keine Miete: Das hat nun ein Ende!! Die Sicherungsanordnung bewirkt, dass der Mieter Sicherheit leiten muss.Stichwort: RäumungsverfügungKommt der Mieter im Prozess der Forderung zur Hinterlegung der Sicherheit nicht nach, ist die neu eingeführte Räumungsverfügung ein effektiver Weg zur schnellen Räumung.Diesen Verfahrensgang sollten Sie sich deshalb unbedingt einprägen!Wenn also während des Prozesses die Miete nicht gezahlt wird, kann vorab bereits die Räumungsverfügung durch das Gericht ergehen.Dadurch erlangt ein Vermieter schneller einen Räumungstitel, der vollstreckt werden kann.Stichwort: Einstweilige Verfügung gegen UntermieterAuch das ist neu: Die Räumung der Wohnung aufgrund einer einstweiligen Verfügung. In § 940 a Absatz 2 und 3 ZPO heißt es nun:„§ 940a Räumung von Wohnraum(2) Die Räumung von Wohnraum darf durch einstweilige Verfügung auch gegen einen Dritten angeordnet werden, der im Besitz der Mietsache ist, wenn gegen den Mieter ein vollstreckbarer Ra?umungstitel vorliegt und der Vermieter vom Besitzerwerb des Dritten erst nach dem Schluss der mündlichen Verhandlung Kenntnis erlangt hat.(3) Ist Räumungsklage wegen Zahlungsverzugs erhoben, darf die Räumung von Wohnraum durch einstweilige Verfügung auch angeordnet werden, wenn der Beklagte einer Sicherungsanordnung (§ 283a) im Hauptsacheverfahren nicht Folge leistet.“Wenn also bei der Räumung einer Wohnung weitere Personen in der Wohnung anwesend sind, die nicht im Räumungstitel stehen, dann ist nun möglich, eine einstweilige Verfügung gegen diese zu erlangen. Das soll den Verfahrensgang wesentlich beschleunigen.Stichwort: Berliner RäumungIm meinem Artikel vom 18.12.2012 „Mietnomaden schneller aus der Wohnung werfen“ habe ich die Berliner Räumung bereits erläutert.Was sind die Vorteile?Besitzrecht an der Wohnung wird dem Vermieter schneller eingeräumtKostenvorschuss fällt geringer ausHoher Kostenvorschuss an Gerichtsvollzieher, der Einlagerung abdeckt, muss nicht mehr gezahlt werdenEinlagerung in eigenen Räumen nach Besitzeinweisung möglichMorgen geht es im letzten Teil der „Expertenwoche Mietrecht“ um die weiteren Pläne, die jetzt schon wieder in der Politik diskutiert werden. Wir werfen damit einen Blick auf mögliche weitere Änderungen nach der Bundestagswahl 2013.* Lesen Sie hier die ersten Beiträge zur Serie „Expertenwoche Mietrecht“Teil 1: 6 x Mietrechtsreform 2013Teil 2: Ankündigung der Modernisierung wird erleichtertTeil 3: Die neuen Rechte bei der ModernisierungTeil 4: Vermieterrechte im neuen Mietrecht (2)Teil 5: Die neuen Vorschriften zur Räumung von Wohnungen7. Mai 2013© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehaltenArtikel weiterempfehlenVon: Sven Johns.