Source: https://www.kvs-sachsen.de/mitglieder/qualitaet/genehmigungspflichtige-leistungen/zweitmeinungsverfahren/
Timestamp: 2020-07-15 17:28:24
Document Index: 324641023

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 5', '§ 87', '§ 95', '§ 136', '§ 5']

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Antrag Zweitmeinungsverfahren vor Mandeloperationen
Antrag Zweitmeinungsverfahren vor Gebärmutterentfernungen
Antrag Zweitmeinung vor Schulterarthroskopien
Patientenmerkblatt in leichter Sprache
KBV-PraxisInfo Zweitmeinungsverfahren
Link zum Zulassungsausschuss
Informationen und Hinweise für Patienten
Informationen zur Abrechnung von Leistungen im Zweitmeinungsverfahren
§ 27b Abs. 2 SGB V
§ 5 Abs. 2 BMV-Ä
Beschluss des ergänzten Bewertungsausschusses nach § 87 Abs. 5a SGB V in seiner 31. Sitzung am 29. November 2018
Derzeit kann das Zweitmeinungsverfahren vor Mandeloperationen (Tonsillektomie, Tonsillotomie), Gebärmutterentfernungen (Hysterektomien) und Schulterathroskopien durchgeführt werden.
Der indikationsstellende Arzt kann die GOP 01645 ohne eine Genehmigung der KV Sachsen abrechnen.
Der zweitmeinende Arzt kann für die Erbringung der Zweitmeinung in Abhängigkeit von der Arztgruppe die jeweiligen arztgruppenspezifischen Versicherten-, Grund- und Konsiliarpauschalen abrechnen sowie die GOPn der ggf. notwendig gewordenen Untersuchungsleistungen. Hierfür ist eine Genehmigung der KV Sachsen Voraussetzung. Diese Leistungen sind entsprechend zu kennzeichnen (siehe Informationen zur Abrechnung).
vor Mandeloperationen (Tonsillektomie, Tonsillotomie): Fachärzte für Hals- Nasen-Ohrenheilkunde
vor Gebärmutterentfernungen (Hysterektomien): Fachärzte für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
vor Schulterarthroskopien: Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie oder Fachärzte für Orthopädie oder Fachärzte für Chirurgie mit Schwerpunkt Unfallchirurgie
Mindestens fünfjährige ganztägige fachärztliche Tätigkeit:
Die Voraussetzung gilt als nachgewiesen, wenn in dem jeweiligen Fachgebiet (s.o.) eine mindestens fünfjährige ganztägige Tätigkeit in einem Bereich der unmittelbaren Patientenversorgung erbracht wurde.
Alternativ ist der Nachweis einer vom Umfang her entsprechenden Tätigkeit in Teilzeit oder einer entsprechenden Kombination aus ganztägiger Tätigkeit und Teilzeittätigkeit möglich.
Erfüllung der geltenden Fortbildungspflicht
nach § 95d SGB V (vertragsärztlich tätige Ärzte) oder § 136b Abs. 1 Nr. 1 SGB V (Krankenhausärzte) oder Nachweis einer entsprechenden von der Landesärztekammer anerkannten Zahl an Fortbildungspunkten (Privatärzte).
Nachweis von Kenntnissen über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung:
Die Voraussetzung gilt als erfüllt, wenn entweder eine Befugnis zur Weiterbildung der Landesärztekammer ODER eine akademische Lehrbefugnis eingereicht wird.
Eine Genehmigung zum Zweitmeinungsverfahren können auch Ärzte erhalten, die bisher nicht an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen. Wenn die oben genannten fachlichen Voraussetzungen erfüllt sind, kann eine Ermächtigung nur zum Zweck der Zweitmeinung nach § 5 Abs. 2, Satz 2 Bundesmantelvertag-Ärzte erteilt werden. Hierfür muss ein Antrag auf Ermächtigung an den Zulassungsausschuss gestellt werden. Ein entsprechendes Antragsformular kann bei den Ansprechpartnern des jeweils zuständigen Zulassungsausschusses in den Bezirksgeschäftsstellen der KV Sachsen angefordert werden. Die Kontaktdaten finden Sie unter folgendem Link:
www.kvsachsen.de > Über uns > Gemeinsame Selbstverwaltung > Zulassungsausschüsse in den Bezirksgeschaeftsstellen
Auch Ärzte, die bereits im Rahmen einer Ermächtigung an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, müssen einen Antrag auf Ermächtigung an den Zulassungsausschuss stellen, wenn sie die Zweitmeinung erbringen und abrechnen möchten.
Ärzte, die bereits an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, müssen einen Antrag auf Genehmigung an die KV Sachsen stellen (siehe Antrag Zweitmeinungsverfahren).
Die Durchführung und Abrechnung von Leistungen im Rahmen des Zweitmeinungsverfahrens ist erst nach Erteilung der Genehmigung (und ggf. der Ermächtigung) rechtens. Genehmigungen und Ermächtigungen können grundsätzlich nicht rückwirkend erteilt werden.
Die Durchführung und Abrechnung genehmigungspflichtiger Leistungen im Rahmen des Zweitmeinungsverfahrens (z.B. Ultraschall) ist nur mit Genehmigung der KV Sachsen zulässig.
Die Leistungen des Zweitmeinungsverfahrens müssen in der Abrechnung gesondert gekennzeichnet werden. Hierbei sind folgende Vorgaben zu berücksichtigen:
Einleitung der Zweitmeinung: Für die Einleitung der Zweitmeinung kann die GOP 01645 abgerechnet werden. Sie muss mit folgender Buchstabenkennung versehen werden:
01645A Einleitung der Zweitmeinung bei einer bevorstehenden Mandeloperationen
01645B Einleitung der Zweitmeinung bei einer bevorstehenden Gebärmutterentfernungen
01645C Einleitung der Zweitmeinung bei einer bevorstehenden Schulterarthroskopie
Erbringung der Zweitmeinung: Die Abrechnung der Erbringung der Zweitmeinung erfolgt über die jeweils zutreffende Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschalen sowie die GOPn für gegebenenfalls medizinisch notwendige Untersuchungsleistungen.
Zusätzlich erfolgt eine indikationsspezifische Kennzeichnung dieser GOPn als Freitext im Feld freier Begründungstext (KVDT-Feldkennung 5009) mit den nachstehenden Codes:
Freier Begründungstext
88200A Zweitmeinungsverfahren bei einer bevorstehenden Mandeloperation
88200B Zweitmeinungsverfahren bei einer bevorstehenden Gebärmutterentfernung
88200C Zweitmeinungsverfahren bei einer bevorstehenden Schulterarthroskopie