Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=07.12.2016&Aktenzeichen=10%20C%2011.15
Timestamp: 2020-08-12 21:15:10
Document Index: 74132135

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 1', '§ 1', '§ 2', 'Art. 3', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 2']

BVerwG, 07.12.2016 - 10 C 11.15 - dejure.org
https://dejure.org/2016,44071
BVerwG, 07.12.2016 - 10 C 11.15 (https://dejure.org/2016,44071)
BVerwG, Entscheidung vom 07.12.2016 - 10 C 11.15 (https://dejure.org/2016,44071)
BVerwG, Entscheidung vom 07. Dezember 2016 - 10 C 11.15 (https://dejure.org/2016,44071)
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§ 2 Abs 2 GewStG 1997, § 3 Nr 20 Buchst b GewStG 1997, § 1 Abs 1 IHKG, § 1 Abs 2 IHKG, § 2 Abs 1 IHKG
Industrie- und Handelskammer; Kammerbeitrag; Grundbeitrag; vorläufige Festsetzung; Krankenhaus; Großbetriebsstaffel; Gewerbesteuerbefreiung; Äquivalenzprinzip; Gleichbehandlungsgrundsatz
GG Art. 3 Abs. 1 ; GewStG § 3 Nr. 20b
aerztezeitung.de (Pressemeldung, 14.12.2016)
Beitragshöhe: Klinik unterliegt im Streit um IHK-Beitrag
Deutsche Gesellschaft für Kassenarztrecht , S. 119 (Leitsatz und Kurzinformation)
Krankenversicherungsrecht | Krankenhäuser | Kammerbeitrag zur Industrie- und Handelskammer
VG Braunschweig, 29.11.2012 - 1 A 110/11
NVwZ-RR 2017, 427
DÖV 2017, 561
Es verlangt, dass die Höhe des Beitrags nicht außer Verhältnis zu dem Vorteil steht, den er abgelten soll, und dass einzelne Beitragspflichtige im Verhältnis zu anderen nicht übermäßig belastet werden (stRspr, vgl. BVerwG, Urteile vom 7. Dezember 2016 - 10 C 11.15 - Buchholz 430.5 IHKG Nr. 4 Rn. 18, …und vom 15. November 2017 - 8 C 17.16 - Buchholz 437.1 BetrAVG Nr. 27 Rn. 33).
BVerwG, 11.03.2020 - 8 C 17.19
Insolvenzrechtliche Einordnung des Beitrags einer Kapitalgesellschaft zur …
Ob ein Unternehmen tatsächlich zur Zahlung dieser Steuer herangezogen wird, wirkt sich auf die Mitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer nicht aus (vgl. BVerwG, Urteile vom 19. Januar 2005 - 6 C 10.04 - BVerwGE 122, 344 und vom 7. Dezember 2016 - 10 C 11.15 - Buchholz 430.5 IHKG Nr. 4 Rn. 12).
Einer etwaigen mehrfachen Belastung des Klägers steht die zur Vermeidung solcher Doppelbelastungen geschaffene Regelung in § 3 Abs. 4 Satz 2 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern - IHKG - entgegen, wonach Kammerzugehörige, die Inhaber einer Apotheke sind, mit einem Viertel ihres Gewerbeertrages aus Gewerbebetrieb zum Grundbeitrag und zur Umlage veranlagt werden (vgl. BVerwG, Urt. v. 7. Dezember 2016 - 10 C 11.15 -, juris Rn. 16) .
Einzelne Mitglieder dürfen im Verhältnis zu anderen nicht übermäßig belastet werden (BVerwG, Urt. v. 7. Dezember 2015 - 10 C 11.15 -, juris Rn. 18 = GewArch 2017, 193 f.).
Bei einem weiter gefassten Vorteilsbegriff, der auch die nicht gegenüber dem einzelnen Mitglied wahrzunehmenden Aufgaben der Beklagten in den Blick nimmt, ist davon auszugehen, dass die Tätigkeit einer berufsständischen Kammer bei typisierender Betrachtung regelmäßig für wirtschaftlich leistungsstärkere Mitglieder von höherem Nutzen ist als für wirtschaftlich schwächere (…BVerwG, Beschl. v. 14. Dezember 2012 - 8 B 38.11 -, juris Rn. 5;… vgl. zum Gedanken der Solidargemeinschaft auch BVerwG, Urt. v. 26. Juni 1990 - 1 C 45.87 -, juris Rn. 17;… BayVGH Urt. v. 30. März 1992 - 21 B 91.01256 -, juris Rn. 21;… BVerwG, Urt. v. 26. Januar 1993 - 1 C 33.89 -, juris Rn. 17; Urt. v. Urt. v. 7. Dezember 2016 - 10 C 11.15 -, juris Rn. 20).
Das Bundesverwaltungsgericht (Urt. v. 7. Dezember 2016 - 10 C 11.15 -, juris Rn. 20) hat unter Änderung der vom Kläger angeführten Entscheidung der Vorinstanz (…NdsOVG, Urt. v. 18. Juni 2015 - 8 LB 191/13 -, juris Rn. 28) die Pflicht zur Zahlung von Kammerbeiträgen wegen der insgesamt gewerblichen Tätigkeit eines gewerbesteuerbefreiten Krankenhausträgers, der zugleich gewerbesteuerpflichtig eine Cafeteria betrieb, unter Zugrundelegung der Kenndaten des Gesamtbetriebs bejaht.
VG Ansbach, 27.12.2019 - AN 4 K 17.00562
Anspruch auf Aufhebung des Beitragsbescheids von Industrie- und Handelskammer
Denn für die Begründung der Mitgliedschaft in der IHK kommt es allein auf die dem Grunde nach bestehende Gewerbesteuerpflicht an (stRspr BVerwG, U.v. 7.12.2016 - 10 C 11/15 - GewArch 2017, 193 - juris Rn. 12;… U.v. 19.1.2005 - 6 C 10/04 - BVerwGE 122, 344 - juris Rn. 20 m.w.N.).
Denn § 2 Abs. 1 IHKG ist nach Wortlaut und Sinngehalt, der sich erst im Zusammenhang mit § 2 Abs. 2 IHKG erschließt, nicht auf gewerbliche Tätigkeiten beschränkt (BVerwG, U.v. 7.12.2016 - 10 C 11/15 - GewArch 2017, 193 - juris Rn. 24;… U.v. 25.10.1977 - I C 35.73 - BVerwGE 55, 1 - juris Rn. 31; Jahn, GewArch 2005, 169/177 m.w.N.).
Abgesehen davon, dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 7. Dezember 2016 (- 10 C 11.15 - Pressemitteilung d. BVerwG Nr. 99/2016 vom 7. Dezember 2016) das berufungsgerichtliche Urteil aufgehoben und die Klage abgewiesen hat, beruht der für die Grundbeitragsbemessung maßgebliche Umsatz der Klägerin nicht auf einer fehlenden gewerblichen Betätigung der Klägerin, woran das OVG Niedersachsen seine Erwägungen zum Bestehen eines Missverhältnisses von Grundbeitrag und Kammervorteil wegen der wesentlichen Erzielung des Umsatzes durch einen gewerbesteuerbefreiten Krankenhausbetrieb, indes gerade anknüpft.
VG Kassel, 09.04.2019 - 3 K 854/15
IHK, Beitragspflicht, Körperschaft des öffentlichen Rechts, …
(cc) Die Mitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer ist nicht teilbar, weshalb es für die Beitragspflicht der Klägerin ausreichend ist, dass ein Teil der von ihr erbrachten Leistungen objektiv gewerbesteuerpflichtig sind (vgl. BVerwG, Urteil v. 07.12.2016 - 10 C 11/15, juris, Rn. 12).