Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BayObLG&Datum=14.01.1997&Aktenzeichen=2Z%20RR%20422/96
Timestamp: 2019-05-24 16:22:35
Document Index: 234277885

Matched Legal Cases: ['§ 4', 'Art. 12', 'BGH', '§ 839', '§ 839', '§ 839', 'Art. 34', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BayObLG, 14.01.1997 - 2Z RR 422/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,9336
BayObLG, 14.01.1997 - 2Z RR 422/96 (https://dejure.org/1997,9336)
BayObLG, Entscheidung vom 14.01.1997 - 2Z RR 422/96 (https://dejure.org/1997,9336)
BayObLG, Entscheidung vom 14. Januar 1997 - 2Z RR 422/96 (https://dejure.org/1997,9336)
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Versetzungsbestimmungen (Änderung) - Schadensersatz wegen fehlerhafter Nichtversetzung
Verfassungswidrigkeit der Herabsetzung der Höchstaltersgrenze gem. § 4 Abs. 1 Nr. 3 Gymnasialschulordnung Bayern (GSO) und des Unterlassens einer Übergangsregelung durch den Gesetzgeber wegen Verstoßes gegen Art. 12 Abs. 1 GG; Erforderlichkeit des Bestehens einer besonderen Beziehung zwischen der verletzten Amtspflicht und dem geschädigten "Dritten"
LG München I - 9 O 15058/95
OLG München, 11.07.1996 - 1 U 2610/96
NJW 1997, 1514
NVwZ 1997, 826 (Ls.)
vgl. BGH, Urteil vom 25. März 1994 - III ZR 227/02 -, DVBl. 2004, 947; Urteil vom 17. März 1994 - III ZR 27/93 -, a.a.O.; Bay.ObLG, Urteil vom 14. Januar 1997 - 2 Z RR 422/96 -, NJW 1997, 1514; Hecker in: Erman, BGB, 11. Aufl., § 839 Rdnrn. 41, 43.
vgl. zu der entsprechenden Voraussetzung des Drittbezuges in § 839 BGB: BayOLG, Urteil vom 14. Januar 1997 - 2 Z RR 422/96 -, juris, Rn. 14 ff.; KG Berlin, Urteil vom 18. November 2014 - 9 U 113/13 -, juris, 13 f.
Aus den von den Antragstellern zu 1., zu 8., zu 10., zu 12. und zu 17. dargelegten Gründen wird man die Geltendmachung von Schadensersatz- oder Entschädigungsansprüchen aus Amtshaftung gemäß § 839 Abs. 1 Satz 1 BGB i. V. m. Art. 34 GG bzw. einer Haftung des Antragsgegners aus dem Gesichtspunkt des enteignungsgleichen Eingriffs nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnen können, da die in der Rechtsprechung entwickelten Einschränkungen der Staatshaftung für so genanntes legislatives Unrecht auf förmliche Parlamentsgesetze beschränkt sind (vgl. BGH, Urteil vom 7. Juli 1988 - III ZR 198/87 -, NJW 1989, 101; BayObLG, Urteil vom 14. Januar 1997 - 2Z RR 422/96 -, NJW 1997, 1514; jeweils m. w. N.).
vgl. hierzu BGH, Urteile vom 7. Juli 1988 - III ZR 198.87 - und 29. März 1971 - III ZR 110.68 - Bayerisches Oberstes Landesgericht, Urteil vom 14. Januar 1997 - 2 Z RR 422/96 -, jeweils juris.
Insbesondere könnte ein Rechtsschutzinteresse nicht mit einer beabsichtigten Schadensersatzklage begründet werden, da eine solche offensichtlich aussichtslos wäre (vgl. BayObLG vom 14.1.1997 = NJW 1997, 1514; BGH vom 24.10.1996 = NJW 1997, 123).
- grundsätzlich verneinend etwa BGH, Urteile vom 07.07.1988 - III ZR 198.87 - und 29.03.1971 - III ZR 110.68 -, juris; BayObLG, Urteil vom 14.01.1997 - 2 Z RR 422/96 -, juris - und deshalb ein Schadensersatzanspruch wegen der gesetzgeberischen Tätigkeit der Legislativorgane des Landes möglich ist, hat die Kammer nicht zu entscheiden, denn es handelt sich insoweit nicht um einen aus dem Beamtenverhältnis resultierenden Schadensersatzanspruch.