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Timestamp: 2019-10-15 08:18:31
Document Index: 132327842

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 42', '§ 43', '§ 173', '§ 256', '§ 16', '§ 16', '§ 2', '§ 42', '§ 43', '§ 256', '§ 16', '§ 69', '§ 16', '§ 43', '§ 85', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 27', '§ 28', '§ 140', '§ 108', '§ 11', '§ 108', '§ 11', '§ 138', '§ 140', '§ 11', '§ 40', '§ 108', '§ 11', '§ 37', '§ 108', 'Art. 18']

Rechtsprechung: 7 C 5/11 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BVerwG, 14.02.2011 | OVG Sachsen, 22.03.2013
https://dejure.org/2012,1087
BVerwG, 12.01.2012 - 7 C 5.11 (https://dejure.org/2012,1087)
BVerwG, Entscheidung vom 12.01.2012 - 7 C 5.11 (https://dejure.org/2012,1087)
BVerwG, Entscheidung vom 12. Januar 2012 - 7 C 5.11 (https://dejure.org/2012,1087)
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TierSchG § 16a Satz 2 Nr. 2; VwGO § 42 Abs. 2, § 43 Abs. 1, § 173; ZPO § 256 Abs. 2
Beschwer des Beklagten bei Klageabweisung; Zwischenfeststellungsklage; Feststellungsinteresse; Vorgreiflichkeit eines Rechtsverhältnisses; unmittelbare Ausführung; Verwaltungsvollstreckung; Fortnahme eines Tieres durch Behörde; Veräußerung eines Tieres durch Behörde; ...
TierSchG § 16a Satz 2 Nr. 2
§ 16a S 2 Nr 2 TierSchG, § 2 TierSchG, § 42 Abs 2 VwGO, § 43 Abs 1 VwGO, § 256 Abs 2 ZPO
Beschwer des Beklagten bei Klageabweisung; Zwischenfeststellungsklage; Feststellungsinteresse; Vorgreiflichkeit eines Rechtsverhältnisses; Befugnis zu tierschutzrechtlicher Anordnung
Erfordernis eines berechtigten Interesses an der Feststellung eines Rechtsverhältnisses für die Zulässigkeit einer Zwischenfeststellungsklage; Ermächtigung der Behörde zur Wegnahme und Veräußerung eines Tieres ohne vorausgehenden Verwaltungsakt durch § 16a S. 2 Nr. 2 ...
Beschwer durch klageabweisendes Prozessurteil
BVerwGE 141, 311
NVwZ 2012, 1184
Das entspricht dem Regelungskonzept von § 69 AMG, dem § 16a Abs. 1 TierSchG nachgebildet ist - vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 12. Januar 2012 - 7 C 5.11 -, NVwZ 2012, 1184 - und der als generelle Ermächtigung zur Beseitigung begangener oder zur Verhütung bevorstehender Verstöße gegen arzneimittelrechtliche Vorschriften anerkannt ist.
Auch wenn das Tierschutzgesetz die zuständige Behörde nur zum Erlass von Verwaltungsakten ermächtigt (BVerwG, Urteil vom 12. Januar 2012 - 7 C 5.11 - BVerwGE 141, 311 Rn. 18 ff.), war der Beklagte nicht schon deshalb seiner Pflichten enthoben.
Zweck der Zwischenfeststellungsklage ist die Ausdehnung der Rechtskraft auf das dem Anspruch zugrunde liegende Rechtsverhältnis, das sonst von der Rechtskraftwirkung nicht erfasst würde (BVerwG, Urt. v. 12.01.2012 - 7 C 5.11 -, juris Rn. 12).
Da die Voraussetzungen für eine Zwischenfeststellungsklage vorliegen, ist ein berechtigtes Interesse im Sinne des § 43 Abs. 1 VwGO an der Feststellung nicht erforderlich (vgl. BVerwG, Urt. v. 12.01.2012 - 7 C 5.11 -, juris Leitsatz 2).
vgl. BVerwG, Urteil vom 12. Januar 2012 - 7 C 5.11 -, NVwZ 2012, 1184.
Zwar hat dieser vor dem LSG formell obsiegt und muss wegen der Bindungswirkung der Entscheidung auch nicht besorgen, vom Antragsteller gegenwärtig erneut mit einem Normenkontrollantrag überzogen zu werden (…zur Beschwer bei Prozess- statt Sachurteilen ansonsten vgl BSG Urteil vom 26.10.1989 - 4 RA 90/88 - RdNr 9, HV-INFO 1990, 102 unter Hinweis auf BSGE 24, 134, 135 = SozR Nr. 7 zu § 85 SGG; vgl hierzu auch BVerwG Urteil vom 12.1.2012 - 7 C 5/11 - BVerwGE 141, 311, 323 f) ; dem stünde der Mangel der Antragsbefugnis bei unveränderter Fassung der WAV auch weiterhin entgegen.
VG Köln, 04.09.2019 - 21 K 6578/18
vgl. BVerwG, Urteil vom 12. Januar 2012 - 7 C 5.11 -, juris, Rn. 32.
Die Maßgabe ist erforderlich, weil der Abweisung einer Klage als unzulässig grundsätzlich eine andere Rechtskraftwirkung als einer solchen als unbegründet zukommt und daher im Übrigen eine Klage auch nicht - wie hier vom Verwaltungsgericht erfolgt - zugleich als unzulässig und unbegründet abgewiesen werden kann (vgl. BVerwG, Urt. v. 12.1.2012 - 7 C 5/11 -, BVerwGE 141, 311 ff.;… juris, Rn. 34 ff., m. w. N.).
Aus dem Wortlaut, der Entstehungsgeschichte (vgl. BT-Drs. 10/3158 S. 37 f. und BR-Drs. 195/86 S. 6; siehe hierzu auch BVerwG, Urteil vom 12. Januar 2012 - BVerwG 7 C 5.11 -, BVerwGE 141, 311, juris Rn. 21) und aus Sinn und Zweck des § 16a Satz 1 TierSchG ergibt sich, dass der Gesetzgeber die zuständigen Überwachungsbehörden zu Eingriffen zwecks Unterbindung von Verstößen gegen Vorschriften über den Tierschutz ermächtigen wollte.
Da sich die Fortnahme und anderweitige pflegliche Unterbringung nach § 16a Satz 2 Nr. 2 TierSchG als eine als Einheit zu betrachtende, besondere tierschutzrechtliche Maßnahme der Verwaltungsvollstreckung in Form der Anwendung des unmittelbaren Zwangs darstellt (BVerwG, Urteil vom 7. August 2008 - 7 C 7/08 - Rn.24, zitiert nach juris;… Beschluss der Kammer vom 10. August 2017, aaO. …und vom 30. September 2016, aaO. und vom 20. August 2013, - VG 3 L 151/13 - Beschluss vom 14. April 2016 - VG 3 L 146/16), findet sie ihre Rechtsgrundlage in § 16a Abs. 1 S. 2 Nr. 2 des TierSchG in der Fassung der Bekanntmachung vom 18. Mai 2006 (BGBl. I S. 1206, ber. S. 1313) zuletzt geändert durch Gesetz vom 03. Dezember 2015 (BGBl. I S. 2178) in Verbindung mit § 27 Abs. 1 S. 2, § 28 VwVGBbg (vgl. hierzu näher: BVerwG, Urteil vom 12. Januar 2012, - 7 C 5/11 -, VG Schleswig, Beschluss vom 2. Februar 2013 - 1 B 99/13 -, VG Berlin, Urteil vom 19. August 2014 - 24 K 406.12 - VG Gelsenkirchen, Beschluss vom 15. Mai 2013, - 16 L 514/13 -, jeweils zitiert nach beck-online;… Beschluss der Kammer vom 14. April 2016, aaO.).
Ein Fehler in der Fortnahme setzt sich damit in der Veräußerung fort und kann jedenfalls so lange geltend gemacht werden, wie eine erlassene Fortnahmeverfügung nicht bestandskräftig ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 12. Januar 2012 - 7 C 5.11 -, juris; anders noch OVG NRW, Urteil vom 12. Januar 2009 - 20 B 1748/08 -, juris (lediglich Wirksamkeit der Fortnah-meverfügung sei Voraussetzung);… Beschluss der Kammer vom 10. August 2017 - aaO., m.w.N.).
OVG Saarland, 25.06.2012 - 1 B 128/12
Sofortige Wegnahme und anderweitige Unterbringung vernachlässigter Pferde …
VG Gießen, 15.05.2017 - 4 L 1290/17
Wegnahme von Hunden
VG Schleswig, 30.09.2019 - 1 B 81/19
VG Schwerin, 08.11.2018 - 2 A 506/16
Leistungsbescheid für Ersatzvornahme im sofortigem Vollzug
Tierschutz; 139 Pferde; Fortnahme und anderweitige Unterbringung von Pferden; …
VG Schleswig, 12.04.2019 - 1 B 9/19
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 23.05.2017 - 3 L 89/13
Voraussetzungen des Handelns im Sofortvollzug im Bauordnungsrecht
VG Darmstadt, 24.01.2014 - 5 K 1106/12
Vollstreckung von Verwaltungsakten hessischer Veterinärbehörden; Vollstreckung …
VG Berlin, 19.08.2014 - 24 K 406.12
Fortnahme und Sicherstellung von Tieren; Erlass eines Tierhaltungs- und …
VG Bremen, 06.08.2018 - 5 V 1456/18
VG Darmstadt, 01.10.2013 - 5 L 555/13
Maßnahme gegen Tierhalter ohne vorausgehenden Verwaltungsakt; Maßnahme gegen …
VG Potsdam, 15.05.2013 - 3 L 148/13
Eilanträge gegen Fortnahme, Unterbringung und Veräußerung von Pferden in Linow …
VG Regensburg, 03.12.2013 - RO 4 S 13.1641
Sicherheitsrecht; Auslagen für unmittelbare Ausführung durch Behörde
OVG Sachsen, 22.03.2013 - F 7 C 5/11
https://dejure.org/2013,50333
OVG Sachsen, 22.03.2013 - F 7 C 5/11 (https://dejure.org/2013,50333)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 22.03.2013 - F 7 C 5/11 (https://dejure.org/2013,50333)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 22. März 2013 - F 7 C 5/11 (https://dejure.org/2013,50333)
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FlurbG § 140 S. 1, § 108 Abs. 1; AGFlurbG § 11 S. 1
Flurbereinigung, Gebührenbefreiung, Geschäft der Flurbereinigung, Zuständigkeit des Flurbereinigungsgerichts
OVG Sachsen, 02.12.2016 - 7 C 17/16
Verwaltungsakt, Gebührenfreiheit; Flurbereinigungsverfahren, …
Der Kläger forderte die Beklagte in seinem Antwortschreiben zu einer unentgeltlichen Bearbeitung unter Hinweis auf § 108 Abs. 1 FlurbG, § 11 Satz 1 AGFlurbG und das Senatsurteil vom 22. März 2013 (- F 7 C 5/11 -, juris) auf.
Auf das Senatsurteil vom 22. März 2013 (a. a. O.) werde Bezug genommen.
Das Senatsurteil vom 22. März 2013 (a. a. O.) sei nicht einschlägig, da diesem mit einer nach Landesrecht festgesetzten Gebühr eine andere Fallkonstellation zugrunde gelegen habe.
Sie ist zu Recht beim Flurbereinigungssenat des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts erhoben worden (§ 138 Abs. 1, § 140 FlurbG), denn Gegenstand der Klage ist keine öffentlich-rechtliche Gebührenstreitigkeit im Rahmen der Amtshilfe für eine beabsichtigte allgemeine Nutzung des Stadtarchivs, für die als Eingangsinstanz grundsätzlich das Verwaltungsgericht zuständig wäre, sondern ein dem Verwaltungsrechtsweg zugewiesener auf § 11 AGFlurbG beruhender öffentlich-rechtlicher Gebührenstreit (§ 40 VwGO), der durch ein beim Kläger anhängiges Flurneuordnungsverfahren hervorgerufen worden ist (vgl. Senatsurt. v. 22. März 2013 a. a. O. juris Rn. 13 ).
25 Im Weiteren umfassen die in § 108 Abs. 1 FlurbG und § 11 Satz 1 AGFlurbG genannten "Geschäfte" die streitgegenständlichen beantragten Ermittlungen, denn "Geschäfte" sind tatsächliche Handlungen, die in Erfüllung oder Vorbereitung rechtsgeschäftlicher Verpflichtungen zur Durchführung des in § 37 Abs. 1 FlurbG enthaltenen Auftrags zur Neugestaltung des Flurbereinigungsgebiets vorgenommen werden (…BFH, Urt. v. 24. Juni 1964 - II 125/61 U -, juris Lts. 1;… Urt. v. 13. Januar 1987 - VII R 147, 148, 150/84, VII R 147/84, VII R 148/84, VII R 150/84 -, juris Rn. 11, m. w. N.; Senatsurt. v. 22. März 2013 a. a. O., juris Rn. 17;… Wingerter/Mayr, FlurbG a. a. O., § 108, Rn. 2, 3a und 33, Linke/Mayr a. a. O., Art. 18 Rn. 13).