Source: https://soz-kult.hs-duesseldorf.de/studium/studiengaenge/ma-es/Seiten/modulhandbuch.aspx
Timestamp: 2018-02-19 11:33:06
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Matched Legal Cases: ['§ 5', '§18', '§ 18', '§ 17', '§ 18', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 18', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 9', '§ 5', '§ 2']

Modulhandbuch MA Empowerment Studies
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Ausgefertigt auf Grundlage des Beschlusses des Fachbereichsrats vom 20.4.2016
Geändert aufgrund der Änderungssatzung zur Prüfungsordnung vom 28.11.2016.
Modul MES 6 Sozialwissenschaftliche Methodenlehre
Anlage 1: Studienschwerpunkt Gesellschaftspolitik
Dieses Modulhandbuch gilt für die Master-Studiengänge „Empowerment Studies“ und „Empowerment Studies (Teilzeit)“ und hier für die Studierenden, die im Geltungsbereich der Prüfungsordnung vom 10.5.2016 studieren. Alle Veranstaltungsangebote sind für Studierende beider Studiengänge zugänglich.
Gemäß § 5 Abs. 3 MAPO Empowerment Studies ermöglicht der Studiengang Schwerpunktsetzungen; diese werden im Modulhandbuch im Anschluss an die Modulbeschreibungen ausgewiesen. Derzeit besteht die Möglichkeit, die Studienschwerpunkte „Gesellschaftspolitik“ und „Entwicklungspolitik“ zu wählen.
Veranstaltungsformen: Veranstaltungen im Rahmen dieses Studiengangs können als Vorlesung, Seminar oder auch in gemischter Form („Seminaristische Vorlesungen“) angeboten werden; sie werden als Blockveranstaltung, als regelmäßige Langzeitveranstaltung, in gemischter Präsenzform oder in Kombination mit E-learning-Formaten (blended learning) durchgeführt. Die jeweilige Veranstaltungsform sowie damit verbundene Termine werden im KomVor veröffentlicht.
Lehr-/Arbeitsformen: Die Dozent*innen legen die Lehr- bzw. Arbeitsformen der Veranstaltungen fest und veröffentlichen diese im KomVor. Übliche Arbeitsformen sind Vorlesungen, Übungen, Vorträge, Referate, Gruppenarbeiten, Online-Lerneinheiten, Webinars, Workshops, Exkursionen. In einzelnen Modulen abweichende Lehr- und Arbeitsformen sind ggf. angegeben.
Prüfungsformen: Die Art der jeweiligen Prüfung in den Veranstaltungen wird entsprechend der §§18-21 der Rahmenprüfungsordnung für den Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften von den Dozent*innen festgelegt und im KomVor mitgeteilt.
Richtgröße pro Veranstaltung: 15-25 Studierende
Häufigkeit des Angebots: Die Veranstaltungen werden in der Regel 1x jährlich gemäß Studienverlaufsplan angeboten.
Teilnahmebegrenzungen: Die Begrenzung von Teilnehmer*innenzahlen pro Veranstaltung ist möglich, diese ist im KomVor auszuweisen. Die Zulassung zu teilnahmebegrenzten Seminaren wird durch die Zulassungsordnung des Fachbereichs geregelt.
Kompetenzen: Das Modulhandbuch beschreibt die Kompetenzen, die durch das Studium des MES erworben werden sollen. Die entsprechenden Fach- und Methodenkompetenzen werden in den einzelnen Modulbeschreibungen differenziert dargestellt. Darüber hinaus soll das Studium auch die Sozial- und Subjektkompetenzen der Studierenden stärken. Dazu gehören: (Selbst-)Reflexivität v.a. mit Blick auf Machtstrukturen; Frustrations- und Ambiguitätstoleranz sowie Selbstwirksamkeitserfahrung, Fähigkeit zu Empathie und Perspektivenübernahme, Kritik- und Konfliktkompetenz, Kommunikationskompetenz und Teamfähigkeit, Organisationskompetenz, Fähigkeit zu selbstgesteuertem Arbeiten sowie zu analytischem, synthetischem und strategisch-planerischem Denken.
Prüfungsformen: gem. § 18 RahmenPO Dauer: zwei Semester
(Testat MES 1.1 gem. § 17 Abs. 4 der Rahmenprüfungsordnung)
Eine Veranstaltung, die als vierstündige oder als Kombination aus zwei zweistündigen Veranstaltungsteilen bestehen kann
Fachkompetenzen: Nach dem Besuch des Moduls verfügen die Studierenden über vertiefte Kenntnisse der Menschenrechte und menschenrechtlicher Ansätze. Sie kennen deren ethischen Grundlagen sowie deren juristischen und politischen Dimensionen und können verschiedene Schutzsysteme sowie politische Handlungskompetenzen zur Stärkung der Menschenrechte auf nationaler und internationaler Ebene differenzieren und erklären.
Methodenkompetenzen: Nachdem Studierende das Modul besucht haben, können sie themenspezifische Inhalte eigenständig recherchieren, aufbereiten und präsentieren. Sie entwickeln menschenrechtsbasierte Analysekompetenzen für Felder der Sozialen Arbeit in Deutschland/Europa („Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession“) bzw. für das Feld der Entwicklungszusammenarbeit („Menschenrechtsansatz der Entwicklungszusammenarbeit“).
Die Veranstaltung MES 1.1 im Wintersemester widmet sich den rechtlichen Grundlagen und der Politik der Menschenrechte. Ausgehend von einer ideengeschichtlichen Herleitung der Menschenrechte werden die Menschenrechte im System der UN sowie im Verständnis verschiedener regionaler Dokumente analysiert und diskutiert. Je nach Schwerpunktsetzung werden relevante nationale und internationale Rahmenbedingungen, Akteur*innen und Ansätze des Menschenrechtsschutzes in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit in Deutschland/Europa bzw. in der Entwicklungszusammenarbeit thematisiert, insbesondere die Rolle von zivilgesellschaftlichen Akteuren.
Die vierstündige Veranstaltung MES 1.2 im Sommersemester (bzw. die beiden zweistündigen Veranstaltungen MES 1.2.1 und MES 1.2.2) vertiefen die Beschäftigung mit den Inhalten des Moduls an ausgewählten Beispielen.
Prüfungsformen: gem. § 18 RahmenPO Dauer: ein Semester
Nachdem Studierende das Modul besucht haben, können sie zeitgenössische soziologische, sozialphilosophische und politikwissenschaftliche Theorien differenzieren, beschreiben und erklären. Sie können die Relevanz theoretischer Ansätze für die Praxis von Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen (NRO) und einer sich als politische Akteurin verstehenden Sozialen Arbeit bzw. für Handlungsfelder der Gesellschaftspolitik oder der Entwicklungspolitik reflektieren und beurteilen.
Vertiefte Kenntnisse und Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftstheoretischen Debatten, Methodologie der Theoriebildung, klassische (z.B. Marx, Weber) und aktuelle Theorien der Gesellschaft und politischen Handelns (z.B. Systemtheorien, Theorien rationalen Handelns, Praxis- und Performanztheorien, Bourdieu, Giddens, Beck, Foucault, Butler) unter Berücksichtigung relevanter gesellschaftlicher Kontexte (z.B. Globalisierung, Interkulturalität) und der Strukturkategorie Gender; exemplarische Gesellschaftsanalysen aus multiplen theoretischen Perspektiven; theoriegestützte Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen Standpunkten und Kontroversen. Im Angebot für den Studienschwerpunkt Entwicklungspolitik werden vor diesem Hintergrund insbesondere auch Theorien weltgesellschaftlicher Prozesse diskutiert (z.B. Weltgesellschaftstheorien, Entwicklungstheorien, Theorien transnationaler zivilgesellschaftlicher Formation).
Eine Veranstaltung, die als vierstündige oder als Kombination aus zwei zweistündigen Veranstaltungsteilen bestehen kann (Testat MES 3.1 gemäß § 17 Abs. 4 RahmenPO)
Methodenkompetenzen: Die Studierenden stärken durch die Belegung des Moduls ihre Kompetenz, analytisch und synthetisch zu denken und (induktive) Theoriebildung zu betreiben. In der Auseinandersetzung mit Empowermenttheorien und –praxen erwerben die Studierenden die Fähigkeit, methodische Ansätze des Empowerments in unterschiedlichen Kontexten zu entwickeln und ihre Anwendung zu konzipieren.
In den Seminaren werden Analyseraster entwickelt, die es ermöglichen, Empowermentkonzepte, -diskurse und -praxen reflektieren zu können. Anhand von Beispielen werden – etwa mithilfe der Kategorien: individuell vs. kollektiv, personal vs. politisch; Habitus vs. Struktur; transitiv vs. Selbstbemächtigung; Transformation vs. Affirmation; Anerkennung (von Identitäten) vs. Verteilung (von Ressourcen) – Empowermentkonzepte induktiv mit Leben gefüllt. Bei Wahl des Studienschwerpunkts Entwicklungspolitik wird dabei der internationalen Debatte um Empowerment besondere Beachtung geschenkt. Die Empowerment I-Veranstaltung konzentriert sich auf politische Aspekte des Spannungsfeldes Individuum, Lebenswelt und soziale Strukturen. Die Empowerment II-Veranstaltung befasst sich stärker mit der Meso-Ebene der kollektiven Politisierung von Lebenswelten, Theorien und empirischen Befunden zum Handeln von Sozialen Bewegungen und anderen kollektiven Akteur*innen, mit betreffenden Empowerment- und Disempowerment- sowie Inklusions- und Exklusionspraktiken.
MES 4.1
Eine Veranstaltung, die als vierstündige oder als Kombination aus zwei zweistündigen Veranstaltungsteilen bestehen kann (Testat MES 4.2 gemäß § 17 Abs. 4 RahmenPO)
Fachkompetenzen: Das Modul zielt auf eine vertiefte konzeptionelle sowie handlungsorientierte Auseinandersetzung mit politischem Handeln und politischem Empowerment unter Berücksichtigung der jeweiligen Entstehungs- und Realisierungskontexte sowie unterschiedlicher organisationaler Formen. Nach dem Besuch des Moduls können die Studierenden gesellschaftspolitisch relevante Ansätze individueller und kollektiver gesellschaftspolitischer Interventionsmöglichkeiten und -weisen im Kontext von Arbeitsfeldern der Sozialen Arbeit, der Gesellschaftspolitik bzw. der Entwicklungspolitik analysieren, erklären und beurteilen.
Methodenkompetenzen: Nachdem die Studierenden das Modul besucht haben, können sie politische Prozesse in Kontexten von Sozialer Arbeit sowie der Gesellschafts- oder Entwicklungspolitik analysieren, politische Handlungsstrategien und -instrumente entwickeln und kritisch reflektieren.
Das Modul behandelt Grundfragen politischen Handelns in der Sozialen Arbeit, der Gesellschaftspolitik und/ oder der Entwicklungspolitik und vermittelt Kenntnisse über Bedingungsgefüge, Ansätze, Möglichkeiten und Grenzen politischer Interventionen in Politikfeldern, die für Empowermentprozesse in der Sozialen Arbeit, der Gesellschaftspolitik und/oder der Entwicklungspolitik von Bedeutung sind. Im ersten Teil des Veranstaltungsangebots (MES 4.1) sollen im Grundverständnis von Politikfeldanalysen – je beispielhaft an Politikfeldern wie der Sozialpolitik oder Entwicklungspolitik – Institutionen, Prozesse und Inhalte analysiert und politische Handlungsperspektiven diskutiert werden. Der zweite Teil des Moduls (MES 4.2) behandelt Methoden politischer Einmischung in Theorie und Praxis. Dazu zählen etwa Methoden der Netzwerkarbeit und zivilgesellschaftlicher politischer Arbeit sowie weitere Methoden politischen Handelns in den Bereichen Interessenvertretung/Lobbying, politische Bildung, Politikimplementation und Politikberatung. Anhand ausgewählter Fallbeispiele oder eigener Feldstudien der Studierenden werden Methoden wie Netzwerkarbeit, Organizing, Öffentlichkeitsarbeit, Gremien-, Kampagnen-, Advocacy- oder Lobbyarbeit exemplarisch behandelt.
Voraussetzungen: für MES 5.1 keine, für das Testat MES 5.2 ist die Prüfung MES 5.1 Voraussetzung.
Eine Veranstaltung (Testat MES 5.2 gem. § 17 Abs. 4 der Rahmenprüfungsordnung)
Methodenkompetenzen: Die Studierenden können durch das Modul grundlegende methodische Kompetenzen für die Arbeit in Non-Profit-Organisationen erwerben (zum Beispiel: Ansätze strategischer Planung; Projektmanagement, u.a. inkl. Ressourcen-Monitoring und Evaluation; Steuerung ohne Hierarchien, z.B. „laterales Führen“; Beantragung von Projekten und Finanzmitteln.)
Das Modul vermittelt Fähigkeiten, um Steuerungsfunktionen und Unterstützungsmanagement in Non-Profit-Organisationen (Nichtregierungsorganisationen, Wohlfahrtsverbände u.a.) wahrzunehmen. Dazu werden grundlegende Kenntnisse und Techniken aus den Bereichen des Managements in Non-Profit-Organisationen, der Betriebsführung, der Organisations- und Personalentwicklung sowie des Projektmanagements (z.B. Steuerung und Evaluation) und der Finanzplanung sowie verschiedener Führungstechniken vermittelt. Das Angebot für den Studienschwerpunkt Entwicklungspolitik berücksichtigt dabei insbesondere die Kontexte in internationalen bzw. international tätigen Organisationen.
Voraussetzungen: keine Dauer: zwei Semester
Prüfungsformen: gem. § 18 RahmenPO
Eine Veranstaltung “Sozialwissenschaftliche Propädeutik“ (Testat MES 6.1 gemäß § 17 Abs. 4 RahmenPO)
Eine Veranstaltung, die als vierstündige oder Kombination aus zwei zweitstündigen Veranstaltungsteilen bestehen kann
Lehrveranstaltung zur Vorbereitung und Planung eines Lernforschungsprojektes (Testat MES 6.3 gemäß § 17 Abs. 4 RahmenPO)
Individuelle Durchführung eines Lernforschungsprojektes (Testat MES 6.4 gemäß § 17 Abs. 4 RahmenPO)
0,3 SWS
9 h (Beratung)
Lehr- / Arbeitsformen: Zusätzlich zu den allgemeinen, in der Vorbemerkung beschriebenen Lehr- und Arbeitsformen gibt es in Modul MES 6 auch ein Lernforschungsprojekt. Hierbei handelt es sich um die Realisierung eines eigenen Forschungsprojekts mit Methoden der empirischen Sozialforschung. Dieser Teil wird von einer Dozentin bzw. einem Dozenten betreut, in der Regel der/die spätere/n Betreuer/in der Thesis (siehe unten auch „Weitere Informationen zum Lernforschungsprojekt“).
Die Seminare vermitteln ausgewählte Inhalte aus folgenden Bereichen: Wissenschaftstheorie, Methodologie, Erhebungs- und Auswertungsmethoden empirischer Sozialforschung, Planung, Durchführung und Auswertung eines Forschungsprojektes, deskriptive und induktive Statistik, Aufbereitung und Darstellung von Ergebnissen in Schriftform und Präsentation, Anwendung sozialwissenschaftlicher Methoden in der beruflichen Praxis (z.B. Evaluation).
Weitere Hinweise zum Lernforschungsprojekt:
An der großen Bedeutung, die hier dem Selbststudium – gemessen an der Arbeitszeit – zukommt, wird deutlich, dass im Mittelpunkt des Lernforschungsprojekts das Studienziel steht, dass die Studierenden kompetent eigenständige Forschungsprojekte mit abschließendem Forschungsbericht und der Präsentation ihrer Forschungsergebnisse in Kurzvorträgen realisieren sollen. Dabei sind drei grundlegende Optionen für die Auswahl von Forschungsprojekten denkbar:
Die Studierenden suchen sich selbstständig Forschungsfragen mit entsprechenden Feldzugängen.
Die Studierenden werden in laufende Forschungsarbeiten eingebunden.
Den Interessen und Wünschen von Praxiseinrichtungen entsprechend werden gemeinsam mit den Partner*innen Forschungsprojekte konzipiert und so auch der Feldzugang eröffnet.
Im Idealfall ist das Lernforschungsprojekt eine unmittelbare Vorbereitung auf die eigene Thesis. Daher wird das Projekt in der Regel auch von dem/der späteren Betreuer/in der Thesis begleitet werden.
Voraussetzungen: Zur Master-Thesis wird zugelassen, wer alle Prüfungen bis auf die Testate MES 5.2 und MES 6.4 erfolgreich erbracht hat. Zusätzlich können weitere Prüfungen im Umfang von bis zu 6 CP nach der Zulassung zur Master-Thesis absolviert werden (§ 9 Abs.1 MaPO ES)
Prüfungsformen: Mündliche Prüfung durch die an der Master-Thesis beteiligten Prüfer oder Prüferinnen
§ 5 Abs.3 MaPO Empowerment Studies:
1. erfolgreiche Prüfungsleistungen in Lehrveranstaltungen, die für diesen Schwerpunkt ausgeschrieben sind, im Umfang von mindestens 48 Creditpoints,
2. eine Thesis zu einer dem Schwerpunkt zuzuordnenden Fragestellung. Studienschwerpunkte werden im Modulhandbuch ausgewiesen.
Der Studienschwerpunkt Gesellschaftspolitik will die Qualifikation für Tätigkeiten mit gesellschaftspolitischen Gestaltungsbedarfen und -ansprüchen stärken (vgl. grundlegend § 2 MaPo ES). Auf der Basis kritischer Reflexion und der Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden sollen folgende Fach- und Methodenkenntnisse erworben werden:
vertiefte Kenntnisse soziologischer und politikwissenschaftlicher Grundlagen und damit verbunden die Fähigkeit zur begründeten kritischen Analyse von Politiken und Konstellationen von Akteur*innen, Institutionen und sozialen Strukturen mit besonderem Blick auf Machtverhältnisse, soziale, kulturelle und politische Teilhabe sowie deren Zusammenspiel.
ein methodisches und handlungsorientiertes Verständnis dafür, wie Lebenswelten und Lebenslagen von Menschen im Sinne eines politischen Empowerments in der politischen Arena und im Rahmen gesellschaftspolitischer Konflikte thematisiert werden können.
ein theoretisch begründetes Verständnis des Zusammenwirkens der Mikroebene (etwa Adressat*innen Sozialer Arbeit), der Mesoebene von kollektiven Zusammenschlüssen (etwa Sozialen Bewegungen) und der Makroebene gesellschaftlicher Strukturen sowie staatlicher Politiken im Hinblick auf die Herstellung gesellschaftlicher Teilhabe.
vertiefte Kenntnisse politischer Strukturen und Prozesse, der Organisation kollektiver Akteure sowie des Sozialmanagements. Hierzu gehören insbesondere die Fähigkeit zur Analyse politischer Empowermentprozesse auf Mikro- und Mesoebene und das Verständnis methodischer Grundlagen für deren Initiation, einschließlich beruflicher bzw. methodischer Ansätze zur Transformation von (politischen) Strukturen (z.B. im Sinne Sozialer Arbeit als Menschenrechtsprofession).
fundierte sozialwissenschaftliche Methodenkenntnisse, auf deren Basis praxis- bzw. anwendungsorientierte Analysen durchgeführt und Problemlösungskonzepte sowie politische Handlungsstrategien entwickelt und bewertet werden können.
Der Studienschwerpunkt Gesellschaftspolitik soll für politische Tätigkeitsfelder im sozialen Bereich qualifizieren, in denen es darum geht im Sinne des politischen Empowerments individuelle und kollektive Akteure darin zu unterstützen, ihre Interessen in gesellschaftlichen Kontexten zu organisieren und politisch durchzusetzen (z.B. im Rahmen von (Leitungs-)Positionen mit politischem Gestaltungsanspruch in der Sozialen Arbeit, NGOs, Gewerkschaften, sozialpolitischen Organisationen und sozialen Bewegungen).
Der Wunsch, einen Studienschwerpunkt zu belegen, ist bei der Bewerbung für den Studiengang anzugeben. Die Zulassung zum Schwerpunkt erfolgt mit der Zulassung zum Studium. Das Angebot folgt insofern der Struktur des Studienverlaufsplans (d.h. Häufigkeit der einzelnen Lehrangebote: 1x jährlich).
Weitere Informationen, z.B. über Inhalte der Module und Veranstaltungen, sind den Beschreibungen der Einzelmodule sowie dem jeweils gültigen kommentierten Vorlesungsverzeichnis (siehe Website des Fachbereichs http://soz-kult.hs-duesseldorf.de/) zu entnehmen.
vertiefte Kenntnisse entwicklungstheoretischer Grundlagen und damit verbunden die Fähigkeit zur begründeten kritischen Analyse entwicklungspolitischer Prozesse und inhaltlicher Ansätze (in Ländern des globalen Südens wie in Europa und im globalen Kontext) sowie insbesondere auch damit verbundene (welt-)gesellschaftlicher Machtverhältnisse;
gesicherte Kenntnisse der menschenrechtlichen Grundlagen für entwicklungspolitische Prozesse und Inhalte (Menschenrechtsansatz in der Entwicklungszusammenarbeit) und damit verbunden die Qualifikation zur menschenrechtlichen Analyse und Problemlösung;
das methodische Verständnis dafür, wie kollektive Akteure im Sinne des politischen Empowerments ihre Interessen organisieren und durchsetzen können (gesellschaftspolitische, insbesondere zivilgesellschaftliche Handlungskompetenzen);
gesicherte Kenntnisse des nationalen wie internationalen entwicklungspolitischen Institutionensystems und damit verbunden die Fähigkeit zur Analyse entwicklungspolitischer Prozesse und Inhalte sowie zugehörige praxisorientierte Kompetenzen, in beruflichen und/oder politischen Kontexten konstruktiv an der Weiterentwicklung derselben mitzuwirken;
Der Studienschwerpunkt Entwicklungspolitik will die Qualifikation von Studierenden für berufliche Tätigkeiten in entwicklungs- und menschenrechtspolitischen Kontexten stärken, in denen individuelle und kollektive Akteure im Sinne des politischen Empowerments darin unterstützt werden, ihre Interessen zu organisieren und politisch durchzusetzen (z.B. in staatlichen wie nichtstaatlichen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, international tätigen Wohlfahrtsverbänden, Menschenrechtsorganisationen, Transnationalen Sozialen Bewegungen).
(ab WS 2016/17)
PDF-Version (ab WS2016/17)
Kontakt Studiengangsleitung Master ES
Zuletzt geändert am 07.08.2017 01:28