Source: https://www.lohnsteuer-kompakt.de/gesetze/1362/buchbausbv
Timestamp: 2019-06-19 19:52:17
Document Index: 152614579

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 1', '§ 25', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 1', '§ 6', '§ 7', '§ 4', '§ 4', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 4', '§ 4']

Lohnsteuer kompakt | Online Steuererklärung für 2017 und seit 2010
BuchbAusbV
Verordnung über die Berufsausbildung zum Buchbinder und zur Buchbinderin
Auf Grund des § 25 Absatz 1 Satz 1 der Handwerksordnung, der zuletzt durch Artikel 146 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
§ 1 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes
Der Ausbildungsberuf des Buchbinders und der Buchbinderin wird nach § 25 der Handwerksordnung für die Ausbildung für das Gewerbe Nummer 39 der Anlage B 1 der Handwerksordnung staatlich anerkannt.
§ 1 Kursivdruck: Müsste richtig „ Anlage B Abschnitt 1“ lauten
§ 2 Dauer der Berufsausbildung
§ 3 Struktur der Berufsausbildung
Die Berufsausbildung gliedert sich in
Pflichtqualifikationen nach § 4 Absatz 2 Abschnitt A und C sowie
zwei im Ausbildungsvertrag festzulegende Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1 sowie
eine im Ausbildungsvertrag festzulegende Wahlqualifikation nach § 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 2.
§ 4 Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild
(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit). Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende Organisation der Ausbildung ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die Berufsausbildung zum Buchbinder und zur Buchbinderin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):
Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Pflichtqualifikation nach § 3 Nummer 1:
Planen und Organisieren von Arbeitsabläufen,
Einrichten von Arbeitsplätzen, Geräten, Maschinen und Anlagen,
Herstellen buchbinderischer Erzeugnisse,
Bewerten und Auswählen von Verarbeitungstechniken,
Pflegen und Warten;
Abschnitt B
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten aus den Auswahllisten I und II:
zwei Wahlqualifikationen nach § 3 Nummer 2 aus der Auswahlliste I:
Unternehmerisches Handeln,
Kaufmännische Auftragsbearbeitung,
Einrahmen von Bildern und Objekten,
Fertigen von Behältnissen,
Instandsetzen von Büchern und Objekten,
Gestalten buchbinderischer Erzeugnisse,
Ausführen von Sonderausstattungen,
Kaschieren und Aufziehen,
Ausführen von Akzidenzarbeiten;
eine Wahlqualifikation nach § 3 Nummer 3 aus der Auswahlliste II:
Einzel- und Sonderfertigung,
Maschinelle Fertigung;
Abschnitt C
Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Pflichtqualifikationen nach § 3 Nummer 1:
Betriebliche und kundenorientierte Kommunikation.
§ 4 Abs. 2 Abschn. A Eingangssatz Kursivdruck: Müsste richtig „Pflichtqualifikationen" lauten.
§ 5 Durchführung der Berufsausbildung
(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Die in Satz 1 beschriebene Befähigung ist in den Prüfungen nach den §§ 6 und 7 nachzuweisen.
(1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage für die ersten drei Ausbildungshalbjahre aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Die Zwischenprüfung findet in den Prüfungsbereichen
Arbeitsplanung und
Buchbinderische Fertigungstechniken
(4) Für den Prüfungsbereich Arbeitsplanung bestehen folgende Vorgaben:
Arbeitsschritte zu planen, Arbeitsmittel festzulegen, Materialien auszuwählen, Anforderungen des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes sowie der Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen,
Auftragsdaten zu übernehmen und zu prüfen, Produktdaten sowie manuelle und maschinelle Fertigungstechniken im Planungsprozess umzusetzen,
Einrichtetätigkeiten für manuelle und maschinelle Fertigung zu planen, dabei Wechselwirkungen von Vorprodukten, Materialien und Maschinen im Verarbeitungsprozess zu berücksichtigen,
verarbeitungsspezifische Berechnungen durchzuführen;
der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;
die Prüfungszeit beträgt 120 Minuten.
(5) Für den Prüfungsbereich Buchbinderische Fertigungstechniken bestehen folgende Vorgaben:
Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, buchbinderische Erzeugnisse zu planen, herzustellen und den Fertigungsprozess mit praxisüblichen Unterlagen zu dokumentieren;
der Prüfling soll ein Prüfungsstück anfertigen und seine Arbeiten mit praxisüblichen Unterlagen dokumentieren;
die Prüfungszeit beträgt fünf Stunden.
§ 7 Gesellenprüfung
(1) Durch die Gesellenprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Gesellenprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist.
(2) Die Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen.
(3) Die Gesellenprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen
Buchbinderische Fertigung,
Auftragsplanung und Kommunikation,
Fertigungstechniken und buchbinderische Gestaltung,
(4) Für den Prüfungsbereich Buchbinderische Fertigung bestehen folgende Vorgaben:
Arbeitsabläufe zu planen,
Geräte und Maschinen hinsichtlich ihrer Grundeinstellungen zu justieren und maschinentechnische Zusammenhänge bei Funktionsprüfungen zu berücksichtigen,
die für den Arbeitsauftrag benötigten Vorgaben und Materialien zum Einrichten von Maschinen und Geräten zu beschaffen,
den Arbeitsplatz sowie Maschinen und Geräte einzurichten,
Produkte in der vorgegebenen Qualität termingerecht, wirtschaftlich und unter Berücksichtigung der Anforderungen des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes herzustellen,
Fertigungsergebnisse zu prüfen, zu beurteilen und zu optimieren,
Fertigungsdaten zu kommunizieren und mit praxisüblichen Unterlagen zu dokumentieren;
dem Prüfungsbereich sind folgende Tätigkeiten zugrunde zu legen:
in der Wahlqualifikation Einzel- und Sonderfertigung ist ein Produkt zu gestalten, herzustellen oder instand zu setzen; dabei ist eine der im Ausbildungsvertrag festgelegten Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1 zu berücksichtigen oder
in der Wahlqualifikation Maschinelle Fertigung sind drei unterschiedliche Maschinen einzustellen sowie ein Fertigungsmuster herzustellen; dabei ist eine der im Ausbildungsvertrag festgelegten Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 2 Abschnitt B Nummer 1 zu berücksichtigen;
der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe sowie ein situatives Fachgespräch durchführen und seine Arbeiten mit praxisüblichen Unterlagen dokumentieren;
die Prüfungszeit beträgt sieben Stunden, innerhalb dieser Zeit soll das situative Fachgespräch höchstens zehn Minuten dauern.
(5) Für den Prüfungsbereich Auftragsplanung und Kommunikation bestehen folgende Vorgaben:
Arbeitsabläufe unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer und organisatorischer Vorgaben kundenorientiert zu planen, durchzuführen und zu dokumentieren,
Arbeitsschritte unter Einbeziehung von Informationen vor- und nachgelagerter Bereiche zu planen,
Auftragsdaten auszuwerten, zu kommunizieren und zu dokumentieren,
Eigenschaften von Vorprodukten und Materialien, sowie deren Wechselwirkungen untereinander und mit den eingesetzten Maschinen und Geräten zu berücksichtigen,
planungsrelevante Berechnungen durchzuführen;
(6) Für den Prüfungsbereich Fertigungstechniken und buchbinderische Gestaltung bestehen folgende Vorgaben:
Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich ihrer Einsatzgebiete zu unterscheiden und Hauptproduktgruppen zuzuordnen,
Produktionsbedingungen in Bezug auf Gestaltung, Materialien und Fertigungstechniken einschließlich der betrieblichen Rahmenbedingungen zu beurteilen und darzustellen,
qualitätssichernde Maßnahmen für die Optimierung der Fertigung anzuwenden,
fertigungstechnische Berechnungen durchzuführen;
der Prüfling soll praxisorientierte Aufgaben schriftlich bearbeiten;
§ 8 Gewichtungs- und Bestehensregelung
(1) Die einzelnen Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:
1. Prüfungsbereich Buchbinderische Fertigung 50 Prozent,
2. Prüfungsbereich Auftragsplanung und Kommunikation 20 Prozent,
3. Prüfungsbereich Fertigungstechniken und buchbinderische Gestaltung 20 Prozent,
4. Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent.
(2) Die Gesellenprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen
im Prüfungsbereich „Buchbinderische Fertigung“ mit mindestens „ausreichend“,
in mindestens zwei weiteren Prüfungsbereichen mit mindestens „ausreichend“ und
in keinem Prüfungsbereich mit „ungenügend“
bewertet worden sind.
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche „Auftragsplanung und Kommunikation“ oder „Fertigungstechniken und buchbinderische Gestaltung“ oder „Wirtschafts- und Sozialkunde“ durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2:1 zu gewichten.
§ 9 Bestehende Berufsausbildungsverhältnisse
Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, können, wenn noch keine Zwischenprüfung abgelegt wurde und die Vertragsparteien dies vereinbaren, unter Anrechnung der bisher zurückgelegten Ausbildungszeit nach den Vorschriften dieser Verordnung fortgesetzt werden.
§ 10 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. August 2011 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Buchbinder/zur Buchbinderin vom 8. Dezember 1995 (BGBl. I S. 1610), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 11. Juli 2001 (BGBl. I S. 1577) geändert worden ist, außer Kraft.
Anlage (zu § 4 Absatz 1 Satz 1)
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Buchbinder und zur Buchbinderin
(Fundstelle: BGBl. I 2011, 970 - 975)
Abschnitt A: Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
19. bis 36.
1 Planen und
Organisieren von
Arbeitsabläufen
(§ 4 Absatz 2
Abschnitt A Nummer 1)
Arbeitsunterlagen auf Vollständigkeit prüfen und Umsetzbarkeit der Vorgaben abschätzen
Arbeitsabläufe nach organisatorischen, fertigungstechnischen und wirtschaftlichen Kriterien festlegen, dabei Gestaltungsaspekte berücksichtigen
Materialeinsatz disponieren, Verfügbarkeit von Materialien, Werkzeugen und Geräten sicherstellen
Materialeingangskontrolle durchführen
Materialfluss sowie material- und transportgerechte Lagerung von Produkten planen
2 Einrichten von
Arbeitsplätzen, Geräten, Maschinen und Anlagen
Abschnitt A Nummer 2)
Arbeitsplätze, Geräte und Werkzeuge herrichten
Maschinen und Anlagen rüsten
Zusatzeinrichtungen einstellen
Probeprodukte erstellen und Übereinstimmung mit den Anforderungen überprüfen, bei Abweichungen Einstellungen optimieren
Freigabe einholen und Fertigung beginnen
buchbinderischer
Abschnitt A Nummer 3)
Materialien, insbesondere durch Schneiden, Falzen, Sammeln, Heften, Kleben, Binden, Prägen, manuell und maschinell bearbeiten
Maschinen und Geräte bedienen, Arbeitsabläufe steuern, Arbeitsergebnisse dokumentieren
Produkte auf Standgenauigkeit und Maßhaltigkeit prüfen
Verarbeitungsprozesse überwachen, Wechselwirkungen zwischen Materialien, klimatischen Einflüssen sowie Veredelungsprozessen berücksichtigen, Qualitätsprüfungen durchführen und Fertigungsabläufe optimieren
Produkte verpacken, transportieren, lagern und versandfertig machen
4 Bewerten und
Auswählen von
Abschnitt A Nummer 4)
Verarbeitungstechniken und Verfahren hinsichtlich der zu erzielenden Produktqualität einschließlich Kosten und Ressourcenschonung beurteilen und auswählen
Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen, insbesondere hinsichtlich Funktion, Aufbau sowie Einsatzmöglichkeiten, beurteilen
Materialverhalten im Fertigungsprozess hinsichtlich der geforderten Qualität beurteilen, dabei Wechselwirkungen verschiedener Materialien beachten
5 Pflegen und Warten
Abschnitt A Nummer 5)
Funktionsprüfungen durchführen sowie Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen pflegen, reinigen und warten
Sicherheitseinrichtungen auf ihre Wirksamkeit überprüfen
Störungen und Schäden feststellen, Maßnahmen zu deren Behebung ergreifen
Abschnitt B: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten aus den Wahlqualifikationen
1. Auswahlliste I
I.1 Unternehmerisches Handeln
Abschnitt B Nummer I.1)
Abläufe kostenbewusst steuern
Auftragsanweisungen und fertigungstechnische Unterlagen erstellen
Schutzrechte sowie datenschutzrechtliche Aspekte bei der Auftragsvorbereitung berücksichtigen
Musterdokumentation anlegen und pflegen
Trends bewerten und Zielgruppen erschließen
Werbemaßnahmen zur Kundengewinnung und Kundenbindung einschließlich ihrer Kontrollmöglichkeiten darstellen und durchführen
I.2 Kaufmännische
Abschnitt B Nummer I.2)
Beratungs- und Verkaufsgespräche planen, durchführen und nachbereiten
Schriftverkehr durchführen
Unterlagen für die Erstellung von Angeboten beschaffen und auswerten
Angebote nach betrieblichen Vorgaben, insbesondere unter Berücksichtigung von Kosten, Zeitaufwand und Personalbedarf, erstellen
betriebliche Leistungen erfassen
Dienstleistungen und Produkte verkaufen
I.3 Einrahmen von
Bildern und Objekten
Abschnitt B Nummer I.3)
Rahmungen nach Kundenwünschen entwickeln und skizzieren
Materialien, Formgebung, Farbigkeit und grafische Elemente nach funktionalen und ästhetischen Kriterien auswählen
Leinwände aufspannen, Bilder aufziehen
Passepartouts fertigen
Rahmen herstellen sowie Bilder und Objekte einpassen
Arbeitsergebnisse prüfen und dokumentieren
I.4 Fertigen von Behält-
Abschnitt B Nummer I.4)
Behältnisse, insbesondere Mappen, Ordner, Kästen, Schuber, Kassetten, Etuis und Versandverpackungen nach Kundenwünschen entwickeln und skizzieren
Behältnisse herstellen und ausstatten
I.5 Instandsetzen
von Büchern und
Abschnitt B Nummer I.5)
Schäden und deren Ursachen an Büchern und Objekten feststellen und dokumentieren
Vorgehensweise der Instandsetzung unter Berücksichtigung der am Buch oder Objekt vorgefundenen Techniken und Materialien festlegen
Materialien auswählen und auf Verarbeitbarkeit und Verträglichkeit mit dem instand zu setzenden Buch oder Objekt prüfen
Instandsetzung durchführen
I.6 Gestalten
Abschnitt B Nummer I.6)
in Abstimmung mit Kunden unter Berücksichtigung von Kosten und technischer Realisierbarkeit Gestaltungsvorschläge entwickeln und skizzieren
Materialien, Formgebung, Farbigkeit und grafische Elemente nach funktionalen und ästhetischen Kriterien auswählen, Stilepochen und Normen berücksichtigen
Materialien, insbesondere Papiere durch Verändern von Struktur, Form und Oberfläche, gestalten
Gestaltungsvorschläge umsetzen und Muster fertigen
Musterkollektionen erstellen und präsentieren
I.7 Ausführen von
Abschnitt B Nummer I.7)
Arbeitsabläufe, insbesondere für das Anbringen von Taschen, Buchschließen, Mechaniken, Registern, Ösen, Einfassungen, Wattierungen und Applikationen, planen
Sonderausstattungen herstellen
Sonderausstattungen anbringen und Funktionalitäten feststellen
I.8 Kaschieren
und Aufziehen
Abschnitt B Nummer I.8)
Materialien auf Verträglichkeit prüfen und festlegen, Laufrichtung bestimmen, produkt- und fertigungsspezifische Gesichtspunkte berücksichtigen
Klebetechniken unterscheiden und auswählen
Materialien und Produkte kaschieren, auskaschieren und endfertigen
Karten, Poster und Bilder aufziehen und einfassen
Oberflächenschutz und -veredelung auswählen und aufbringen
I.9 Ausführen von
Akzidenzarbeiten
Abschnitt B Nummer I.9)
Schneidevorgänge an der Schneidemaschine programmieren und ausführen
Trenntechniken auftragsbezogen ausführen
Akzidenzprodukte auftragsbezogen herstellen
2. Auswahlliste II
II.1 Einzel- und
Nummer II.1)
Arbeitsabläufe für Einzel- und Kleinserienfertigung festlegen sowie Materialien auf Qualität, Beschaffenheit und Verarbeitungsfähigkeit prüfen
Produkte in manuellen Einband- und Bindetechniken sowie mit Plastik-, Spiral- und Drahtkammbindungen herstellen
Produkte, insbesondere durch Prägen, Schnittveredeln, Stanzen, Kapitalen sowie Anbringen von Zeichenbändern, ausstatten und veredeln
Mappen und Vollkartonagen herstellen
Schäden an instand zu setzenden Produkten feststellen, Arbeitsaufwand und -weg planen, Kosten ermitteln und Instandsetzung durchführen
Produkte lagern, transport- und versandfertig machen
Arbeitsergebnisse prüfen, beurteilen und dokumentieren
II.2 Maschinelle Fertigung
Nummer II.2)
Materialien auf Qualität und Beschaffenheit sowie maschinelle Verarbeitungsfähigkeit prüfen und bereitstellen
bei der Planung produktionsspezifische Anforderungen an Halbfertigprodukte in Bezug auf den weiteren Verarbeitungsprozess berücksichtigen
Maschinen rechnergestützt einstellen, dabei Produkt- und Produktionsparameter eingeben
Halbfertig- und Endprodukte maschinell herstellen, dabei Produktionsabläufe überwachen, Fertigungsstörungen erkennen und beheben
bei Verarbeitungsproblemen Entscheidungen für Alternativen unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen Materialien, klimatischen Einflüssen, veredelten Vorprodukten und Fertigungsprozessen treffen
Qualitätskontrollen nach Normen und Spezifikationen durchführen, Arbeitsergebnis in Bezug auf Verwendbarkeit und Qualität beurteilen, Resultate dokumentieren sowie Belegmuster archivieren
Halbfertigprodukte für den innerbetrieblichen Fertigungsablauf absetzen, Produkte lagern und versenden
Abschnitt C: Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
1 Berufsbildung,
Abschnitt C Nummer 1)
Bedeutung des Ausbildungsvertrages, insbesondere Abschluss, Dauer und Beendigung, erklären
wesentliche Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden Tarifverträge nennen
2 Aufbau und
Organisation des
Ausbildungsbetriebes
Abschnitt C Nummer 2)
Aufbau und Aufgaben des ausbildenden Betriebes erläutern
Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes wie Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung, erklären
Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften nennen
Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebsverfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes beschreiben
3 Sicherheit und
Abschnitt C Nummer 3)
Gefährdungen von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
Abschnitt C Nummer 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
5 Betriebliche und
Abschnitt C Nummer 5)
Informationsquellen, insbesondere Dokumentationen, Handbücher, Fachberichte und Firmenunterlagen in deutscher und englischer Sprache, nutzen
Dokumentationen zusammenstellen und ergänzen
Informationen auswerten und bewerten
Sachverhalte darstellen
betriebsübliche schriftliche und mündliche Kommunikation durchführen, dabei deutsche und fremdsprachliche Fachbegriffe verwenden
IT-gestützte Kommunikationssysteme nutzen
Gespräche mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie im Team situationsgerecht und zielorientiert führen, kulturelle Identitäten berücksichtigen
im Team Aufgaben planen, abstimmen, Entscheidungen erarbeiten und Konflikte lösen
Sachverhalte und Lösungen visualisieren und präsentieren
mit vor- und nachgelagerten Bereichen und externen Partnern kommunizieren, Übergabeprozesse abstimmen
Beratungsgespräche vorbereiten, Kundenwünsche ermitteln und auf Umsetzbarkeit prüfen
Beschwerden und Reklamationen unter Berücksichtigung der Interessen des Betriebes und der Kundschaft bearbeiten