Source: https://www.jugendhilfe-werne.de/hilfen-zur-erziehung/diagnostik-und-therapie/
Timestamp: 2019-10-14 07:52:32
Document Index: 270499916

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 34', '§ 35', '§ 36', '§41', '§ 27', '§42', '§ 27']

Die Abteilung Diagnostik und Therapie fasst die Angebote und Dienste zusammen, die Kinder und Jugendliche in einer Krisensituation oder bei unklaren Verhältnissen aufnehmen. Verschiedene Beratungs- und Therapieverfahren haben das Ziel, eine möglichst gute Perspektive für die Kinder und Jugendlichen zu entwickeln. Dies setzt eine fundierte, strukturierte und mehrdimensionale Diagnostik voraus. Hierbei ist es wichtig, bisherige Erlebnisse, Erfahrungen, Bindungserfahrungen und Traumatisierungen in den Kontext der Lebens- und Entwicklungswelt des Kindes/ Jugendlichen zu setzen, um daraus die Bedarfe, Ressourcen und Grenzen sowie die Perspektive des Kindes/ Jugendlichen ableiten zu können.
Ambulante kind-/ jugendlichenzentrierte Diagnostik
Neben der stationären Diagnostik im Rahmen der Unterbringung des Kindes in einer Diagnostikgruppe besteht grundsätzlich die Möglichkeit, eine ambulante kind-/jugendlichenzentrierte Diagnostik durchzuführen. Hierbei verbleiben die Kinder/Jugendlichen in ihrem gewohnten Lebensumfeld (Familie, Pflegefamilie, Wohngruppe etc.).
Die kindzentrierte Diagnostik wird auf der Grundlage des Auftrages aller am Prozess beteiligten Personen durch unseren internen Diagnostikdienst erstellt. Die Jugendhilfe Werne hält Diagnostiker mit entsprechender Qualifikation vor, die nach der gemeinsamen Auftragsklärung eine Diagnostik mit dem Kind/ Jugendlichen durchführen und allen Beteiligten vorstellen. In dem gemeinsamen Auftragsklärungsgespräch unter Beteiligung des zuständigen Jugendamtes, den Eltern und/oder Vormund des Kindes/Jugendlichen, der zuständigen Fachkraft für die Diagnostik und der Bereichsleitung, werden gemeinsam die Fragestellungen für die Diagnostik formuliert.
Wie ist der kognitive, emotionale und psychosoziale Entwicklungsstand einzuschätzen?
Wie lässt sich das Bindungsverhalten einschätzen?
Liegen Hinweise auf traumatische Erlebnisse vor?
Wie sollte vor dem Hintergrund der Ergebnisse eine mögliche Perspektive aussehen?
Welche Förderbedarfe ergeben sich aus den Ergebnissen der Diagnostik?
Diagnostikgruppen (6-13 Jahre)
Clearingstelle (13-18 Jahre) mit Verselbständigungsangebot (ab 16 Jahre)
Intensivdiagnostikgruppe (3-6 Jahre)
Ambulante kind-/jugendlichenzentrierte Diagnostik
Inobhutnahme (6-13/13-17 Jahre)
Platzzahl: neun Regelplätze
Aufnahmealter: ab 13 Jahren
Rechtsgrundlage: §§ 19, 34, 35, 37, 41 SGB VIII
Die Clearingstelle ist eine vorübergehende, vollstationäre geschlechtsgemischte Unterbringungsform, die die Eruierung einer Wohn- bzw. Lebensperspektive für die untergebrachten Jugendlichen zum Ziel hat.
Rahmenkonzept Clearingstelle, PDF
Im Rahmen der Unterbringung stellen die pädagogische Alltagsdiagnostik, die Erarbeitung der Diagnostikaufträge (durch unseren internen Diagnostikdienst), ggf. eine ergänzende psychiatrische Kurzzeitdiagnostik (durch eine niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiaterin), die Kooperation mit Eltern sowie die Kooperationen mit anderen Diensten, die Grundlage zur Perspektivplanung der Jugendlichen dar. Je nach Situation und Perspektive kann darauf eine Rückkehr zur Familie oder die Überführung in weitere Wohnformen wie die BOJE oder das Sozialpädagogisch Betreutes Wohnen (SBW) folgen.
Platzzahl: sechs Regelplätze
Aufnahmealter: drei bis sechs Jahre
Betreuungsschlüssel: 1:1,3
Rechtsgrundlage: §§ 27, 34, 36, 37 SGB VIII
Die Intensivdiagnostikgruppe der Jugendhilfe Werne ist ein vollstationäres Angebot, das eine Diagnostik für das Kind außerhalb des häuslichen (möglicherweise bedrohlichen) Settings ermöglicht, in dem sich das Kind sicher, akzeptiert und geschützt fühlt.
Im Rahmen der Unterbringung stellen die pädagogische Alltagsdiagnostik, die kindzentrierte Diagnostik, die Kooperation mit dem Herkunftssystem sowie die Kooperationen mit anderen Diensten, wichtige Bausteine zur Perspektivplanung der Kinder dar.
Die Intensivdiagnostikgruppe hält insgesamt sechs Intensivplätze für Kinder im Alter von 3 – 6 Jahren vor. Gerade bei den jungen Kindern ist es wichtig einen kleineren, überschaubaren und für die Kinder berechenbaren Rahmen zu schaffen. In diesem Alter müssen bindungsrelevante Aspekte sehr deutlich berücksichtigt werden. Sicherheit, Stabilität, Berechenbarkeit und die individuelle Förderung bilden den Kern der pädagogischen Arbeit.
Im Grundsatz gilt es eine langfristige Perspektive für die Kinder zu entwickeln, so dass die Kinder wieder eine Chance auf Kontinuität erlangen und die Chance keine Entwicklung zu versäumen.
Mehr Zeit für Perspektivumsetzung
Platzzahl: sieben Plätze
Betreuungsschlüssel: 1: 1,6 (6 Plätze) - 1: 1,3 (1 Platz)
„Leuchtturm“ heißt das Angebot, das die Jugendhilfe Werne in Bergkamen-Rünthe eröffnet hat. Der Umbau der 260 Quadratmeter großen Villa ist im Sommer 2018 abgeschlossen und die ersten Bewohner sind Anfang August eingezogen.
Rahmenkonzept Leuchtturm, PDF
Bei der Gruppe Leuchtturm handelt es sich um eine mittelfristige Wohnform mit sieben Plätzen. Kindern im Alter zwischen 6 und 13 Jahren soll hier die Möglichkeit gegeben werden, die Zeit der Perspektivklärung und -umsetzung effektiv zu nutzen. In erster Linie geht es hierbei um die mittelfristige Beheimatung, die Beruhigung der Gesamtsituation für das Kind und dem Kind das Wissen zu geben, dass es hier „bleiben“ kann, da gerade der Stillstand in der Perspektivumsetzung den Kindern zu schaffen macht und das Gefühl der Machtlosigkeit fördert.
Diagnostikgruppen "2 und 5"
tandort: Werne
Platzzahl: 16 Regelplätze
Aufnahmealter: Kinder zwischen sechs und 13 Jahren
Die Diagnostikgruppen 2 und 5 der Jugendhilfe Werne sind vollstationäre Angebote, die eine Diagnostik für Jungen und Mädchen im Alter zwischen 6 und 13 Jahren außerhalb des häuslichen (möglicherweise bedrohlichen) Settings ermöglichen, in dem sich das Kind sicher, akzeptiert und geschützt fühlt.
Rahmenkonzept Diagnostikgrupper 2 & 5, PDF
Im Rahmen der Unterbringung stellen die pädagogische Alltagsdiagnostik, die kindzentrierte Diagnostik, die Kooperation mit dem Herkunftssystem sowie die Kooperationen mit anderen Diensten, wichtige Bausteine zur Perspektivplanung der Kinder dar. Das übergeordnete Ziel ist es eine möglichst gute Perspektive für die Kinder und Jugendlichen zu entwickeln. Die Unterbringung in den Diagnostikgruppen endet in der Regel mit der Umsetzung der gemeinsam entwickelten Perspektive. Hierbei kann es sich um eine Rückführung in das Herkunftssetting, eine Vermittlung in eine Pflegefamilie oder in eine andere (interne oder externe) Anschlussmaßnahme (Wohngruppe, Tagesgruppe etc.) handeln.
Inobhutnahme der 13- bis 17-Jährigen
Zeichnung: Malwettbewerb „Buntes Haus“, JHW
Aufnahmealter: 13- bis 17-Jährige
Die Jugendschutzstelle nimmt Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren, die in Obhut genommen werden müssen, auf. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der Erfüllung des Schutzauftrages, zum Beispiel um eine akute Krise abzuwenden. Die Jugendschutzstelle ermöglicht die Versorgung und Verpflegung, einen Schlafplatz, die Bereitstellung von Notbekleidung und Hygieneartikeln sowie eine hohe Gesprächsbereitschaft im Kontext der pädagogischen Betreuung unserer Mitarbeiter.
Die Plätze können auch sehr kurzfristig, also auch nachts und am Wochenende, belegt werden.
Rahmenkonzept Jugendschutzstelle , PDF
Die Unterbringung in der Jugendschutzstelle stellt eine 24-Stunden-Betreuung sicher. Ein erstes Ziel der Unterbringung ist die Klärung der Ausgangssituation und der ersten Schritte zur Problemlösung bei gleichzeitiger Vermeidung des Wiederauftretens ähnlich überfordernder bzw. gefährdender Situationen für die Jugendlichen. Die MitarbeiterInnen der Jugendschutzstelle erarbeiten gemeinsam mit dem/der Jugendlichen eine mögliche Perspektive. Kooperation und Vernetzung sind wesentliche Bestandteile in der Arbeit der Jugendschutzstelle.
Die Unterbringung in der Jugendschutzstelle ist ausschließlich durch das Jugendamt bzw. den zuständigen Bereitschaftsdient, und/oder das Ordnungsamt möglich. Selbstmelder können ohne die Zustimmung des zuständigen Jugendamtes/Ordnungsamtes/Bereitschaftsdienstes nicht aufgenommen werden.
Verselbständigungsangebot BOJE
Platzzahl: acht Regelplätze
Rechtsgrundlage: §§ 27, 34, 35, 36, 37, 41 SGB VIII
BOJE steht für Bedarfs-Orientierte-Jugendlichen-Erprobung und zielt auf begleitete, erste Erfahrungen eines selbstständigen Wohnens ab. Häufig kommen Wohngruppen für die Jugendlichen ab 16 Jahren nicht mehr als Lebensperspektive in Frage, da das Aufnahmealter der meisten Wohngruppen deutlich geringer ist und Jugendliche nach Verselbständigung streben. Jedoch bringen sie oftmals noch nicht die erforderlichen Kompetenzen mit, um im Rahmen eines SBW - Angebots untergebracht zu werden. Für diese Jugendlichen und andere Fragen und Aufträge möchte das Angebot der BOJE die Lücke schließen.
Rahmenkonzept BOJE, PDF
Bei der Unterbringung der Jugendlichen ab 16 Jahren stellt sich häufig die Frage nach der Selbständigkeit der Jugendlichen, sowie ihrer Eignung für eine eigene Wohnung: Sind die Jugendlichen bereits in der Lage alleine zu leben und sich zu versorgen? An welcher Stelle benötigen die Jugendlichen Unterstützung und welche Alltagskompetenzen bringen die Jugendlichen für die Selbständigkeit mit? Bringen die Jugendlichen genügend Kooperationsfähigkeit mit, um an Zielen/Aufträgen arbeiten zu können? Eine Eruierung der Selbstständigkeit einerseits und die Vermittlung der benötigten Kompetenzen für eine eigenständige Lebensführung (Förderung der Selbständigkeit, Umgang mit Behörden, Ernährung, Hygiene etc.) werden durch dieses Angebot angestrebt. Das Angebot befindet sich in einem freistehenden Haus mit Garten, die drei Etagen werden geschlechtsspezifisch belegt.
Verselbständigungsangebot "Vorwärts"
Standort: Werne (Vorwärts) und Lünen (Care Leaver Maßnahme)
Platzzahl: 6 (Vorwärts); 4 (Care Leaver Maßnahme)
Aufnahmealter: ab 14 Jahre Vorwärts; ab 16 Jahre Care Leaver Maßnahme
Betreuungsschlüssel: 1:1,6 (Vorwärts); ,1:2/1:2,67/1:5/ FLS (Care Leaver Maßnahme)
Rechtsgrundlage: SGB VIII § 27, § 34, § 35, § 36, §41, 42 (ausschließlich UMA im Clearingverfahren)
Die mittlerweile dreijährige Arbeit in der Inobhutnahme- und Clearingstelle für junge Flüchtlinge hat deutlich gezeigt, dass es einer Veränderung hinsichtlich eines möglichen Verbleibs der Jugendlichen in dem Angebot bedarf.
Rahmenkonzept "Vorwärts", PDF
Rahmenkonzept Care Leaver "Vorwärts", PDF
Während des Clearingverfahrens haben die Jugendlichen häufig eine vertrauensvolle Beziehung zu ihren Betreuern aufgebaut. Durch den gemeinsam durchlaufenen Clearingprozess und dem somit erhaltenen Wissen um die Biographie des Jugendlichen und dem damit entstandenen Vertrauen, sollte ein kontinuierlich weitergeführter Hilfeverlauf gewährleistet werden. Gerade in der Arbeit mit jungen Flüchtlingen geht es bei der Verselbständigung um die Schaffung eines Sicherheitsgefühls.
Die Jugendlichen haben sich während der dreimonatigen Clearingphase ein erstes soziales Netzwerk erarbeitet, so dass ein weiterer Angebotswechsel häufig kontraproduktiv ist. Um diesen Erfahrungen Rechnung zu tragen, haben wir uns entschieden, die Inobhutnahme- und Clearingstelle Selm in das Verselbständigungsangebot Vorwärts umzuwandeln. Die jungen Flüchtlinge können weiterhin zum Clearingverfahren in der Gruppe aufgenommen werden und im Anschluss in dem Angebot verbleiben, um sich individuell, ihren Entwicklungsschritten angepasst zu verselbständigen.
Im Weiteren hat die Arbeit mit den jugendlichen Flüchtlingen deutlich gezeigt, dass es viele Schnittmengen in der Verselbständigungsarbeit mit den deutschen Jugendlichen gibt. Die Themen der Verselbständigung sind dieselben. Die Arbeit in der Clearingstelle zeigt einen deutlichen Bedarf an geschlechtsspezifischen Angeboten für männliche Jugendliche, die sich in einem überschaubaren Rahmen verselbständigen. Diese Gruppe von Jugendlichen ist häufig zu alt für eine Aufnahme in einer Wohngruppe und befindet sich bereits in den ersten Schritten der Verselbständigung, sodass eine Wohngruppe mit dem Auftrag Beheimatung nicht mehr infrage kommt und dem Jugendlichen in seinem Entwicklungsschritt nicht mehr gerecht werden kann.
Zu dem Verselbständigungsangebot gehören ebenfalls zwei Care Leaver Wohnungen, die ihnen die Möglichkeit bieten letzte Unsicherheiten zu beseitigen und eine Verselbständigung abrunden. Hierzu gehören in erster Line das Lernen des Alleinseins, die Verantwortung für die Räumlichkeiten und das Einhalten von Regeln auch ohne unmittelbare Kontrollen.
Wohnprojekt „Oase“
Rechtsgrundlage: §§ 27, 34, 35a, 36, 41, 42
Junge Flüchtlinge werden nicht aus den jugendhilfetypischen Gründen in Wohngruppen untergebracht. Die bestehenden Angebote sind oftmals nicht auf die Bedürfnisse dieser Jugendlichen ausgelegt. Es finden Regeln und Strukturen, wie z.B. ein enger Erziehungsrahmen Anwendung, die nicht zu den Bedürfnissen der jungen Flüchtlinge passen. Die Kluft zwischen der Selbständigkeit dieser Jugendlichen und dem bestehenden Regelwerk ist oft immens.
Rahmenkonzept Oase, PDF
In dem hier vorgestellten Wohnprojekt geht es in erster Linie darum die Selbständigkeit, dem Bedürfnis nach Freiraum und den durch Traumaerlebnissen bedingten Situationen Rechnung zu tragen und diese in notwendigem Maße zu berücksichtigen. Es ist unser Anliegen die Hilfe so zu gestalten, dass sie sich an den Stärken der meist traumatisierten Jugendlichen orientiert und kulturspezifische Besonderheiten bei der Betreuung, Begleitung und Beratung berücksichtigt. Bei dem vorliegenden Konzept handelt es sich um eine Verselbständigungsgruppe für männliche junge Flüchtlinge, welche kompetenzorientiert ausgerichtet ist und auf einer ausführlichen Diagnostik beruht. Primäres Ziel ist zunächst eine umfassende und nachhaltige psychosoziale Stabilisierung in dem neuen Lebensumfeld und sich daran anschließend einen Verselbständigungsgrad zu erreichen, der eine eigenständige Lebensführung in Deutschland ermöglicht. Konzeptionell ist ein Zugang sowohl nach einem extern abgeschlossenen Clearingverfahren möglich, als auch nach einer Inobhutnahme nach §42 SGB SVIII und einem Clearingverfahren zu Beginn der Hilfe.
Maßnahme als Ergänzung zum Wohnprojekt „Oase“
Foto: Kathrin, JHW
Platzzahl: zwei Plätze
Betreuungsschlüssel: 1:2; 1:2,67; 1:5
Rechtsgrundlage: §§ 27, 34, 35, 36, 41 SGB VIII
Die pädagogische Arbeit im Wohnprojekt Oase hat verdeutlicht, dass es weiterer Angebote, in erster Linie im Bereich der Verselbständigung, bedarf, um den stationären Hilfeverlauf vollständig abschließen zu können und den Care Leavern einen seichten Übergang in ein eigenständiges Leben bieten zu können. Bei der Erweiterung des Wohnprojektes Oase handelt es sich um separat angemietete Tandemwohnungen, in die die jungen Flüchtlinge nach einer entsprechenden Verselbständigung wechseln können. Die jugendlichen Flüchtlinge werden in dem Wohnprojekt Oase, soweit es das Gruppensetting zulässt, verselbständigt. Sie haben durch ihren Aufenthalt in dem Wohnprojekt gelernt, dass sie den Anforderungen, die ein eigenständiges Lebens an sie stellt, gewachsen sind. Die Care Leaver Maßnahme bietet ihnen die Möglichkeit, letzte Unsicherheiten zu beseitigen. Hierzu gehören vor Allem das Lernen des „Alleinseins“, die Verantwortung für die Räumlichkeiten und das Einhalten von Regeln auch ohne unmittelbare Kontrolle.
Rahmenkonzept Care Leaver, PDF
Das Setting orientiert sich an der aktuellen Care Leaver – Forschung und erhebt den Anspruch an sich, einen guten Übergang aus der Kinder- und Jugendhilfe in das Erwachsenenleben zu gestalten. Primäres Ziel ist eine kontinuierliche Überleitung ohne abrupte Abbrüche.
Das pädagogisch betreute Wohnen bietet eine bedarfsorientierte Unterstützung und ist stark am Einzelfall orientiert. Es richtet sich im Umfang und in der Ausgestaltung der Hilfe nach den Bedarfen und Ressourcen der jugendlichen Flüchtlinge. Die verschiedenen Betreuungsschlüssel bieten die Möglichkeit, die Betreuungsintensität kontinuierlich, dem Hilfebedarf angepasst, abzusenken, sodass seichte Übergänge in die Selbständigkeit ermöglicht werden und eine schrittweise „Entwöhnung“ von Jugendhilfe stattfindet.