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Timestamp: 2018-12-13 16:58:54
Document Index: 60506002

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 5', '§ 3', '§ 3']

Bau & Umwelt - Kulturdenkmale in Nordhorn
Klimaschutz & Radverkehrsförderung
Monumentendienst: Pflege und Wartung historischer Gebäude
Denkmalschutzplaketten für Bau- und Bodendenkmale
Stadtumbau-West Blanke
Stadtumbau-West Blumensiedlung
GEO-Portal Nordhorn
Straßenraumgestaltung
Parkpalette Vechteinsel
Parkhaus Seilerbahn
In Nordhorn gibt es verschiedene Arten von Kulturdenkmalen. Die meisten Kulturdenkmale in Nordhorn sind Baudenkmale, meistens Gebäude, die nach § 3 Abs. 2 des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes (NDSchG) unter Denkmalschutz stehen. Indessen muss ein Gebäude nicht "alt" sein, um ein Baudenkmal sein zu können. So ist die zwischen 1961 und 1963 errichtete ehemalige neue Verwaltung von Nino ein Baudenkmal, das jüngste Kulturdenkmal in Nordhorn, weil das Gebäude als frühes konsequent geplantes Großraumbüro in Deutschland gilt.
Aber auch Pflanzen- und Freiflächen in der Umgebung eines Baudenkmals können als Teile dieses Baudenkmals gelten. Steht ein Baudenkmal inmitten historischer Garten- und Parkanlagen, so können sie selbst ein Baudenkmal darstellen. In Nordhorn befinden sich einige Gärten von Villen ehemaliger Textilunternehmer unter Denkmalschutz, z. B. der Garten der Villa Niehues, Bahnhofstraße 19, einschließlich der Wege, Pflanzen und des Eisenzaunes.
Ebenso können Gewässer den Schutz des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes genießen. So steht der Nordhorn-Almelo-Kanal einschließlich des Klukkert-Hafens und der begleitenden Alleen unter Denkmalschutz. Außerdem bilden der Nordhorn-Almelo-Kanal, die Verbindungs- und die Grenzschleuse, die Zollabfertigung und das alte Zollhaus an der niederländischen Grenze eine Gruppe baulicher Anlagen, die nach § 3 Abs. 3 NDSchG ein Baudenkmal ist.
Ebenfalls im Boden verborgene Sachen können unter den Schutz des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes fallen, und zwar als Bodendenkmale nach § 3 Abs. 4 NDSchG. Das können Scherben sowie Reste von alten Wegen, Brunnen, Hausfundamenten oder Gräbern sein. Beispielsweise wurden im Bereich des Baugebiets "Iland" in der Oorde Reste einer germanischen Siedlung aus der römischen Kaiserzeit entdeckt, die ein solches Bodendenkmal waren.
Im Boden können auch Denkmale der Erdgeschichte verborgen sein. Das sind nach § 3 Abs. 6 NDSchG Überreste oder Spuren, die Aufschluss über die Entwicklung tierischen oder pflanzlichen Lebens in vergangenen Erdperioden oder über die Entwicklung der Erde geben und an deren Erhaltung aufgrund ihrer herausragenden wissenschaftlichen Bedeutung ein öffentliches Interesse besteht. Denkmale der Erdgeschichte sind in Nordhorn bisher nicht erfasst.
Außerdem gibt es bewegliche Denkmale nach § 3 Abs. 5 NDSchG. Dies kann auf Gemälde, aber auch auf Sammlungen zutreffen. Bewegliche Denkmale existieren in Nordhorn nicht.
Alle diese Kulturdenkmale in Nordhorn werden vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege erfasst und sind in einem Verzeichnis der Kulturdenkmale in Nordhorn zusammengetragen.Für Baudenkmale, die nach dem 30.09.2011 in dieses Verzeichnis eingetragen worden sind, hat das Niedersächsische Lamdesamt für Denkmalpflege auf Antrag des Eigentümers durch Verwaltungsakt die Eigenschaft als Baudenkmal festzustellen. Wenn dieser Verwaltungsakt unanfechtbar aufgehoben worden ist, so ist die Eintragung in das Verzeichnis der Kulturdenkmale zu löschen.
Es können aber auch Objekte, die nicht im Verzeichnis der Kulturdenkmale aufgeführt sind, unter Denkmalschutz stehen. Dies kann insbesondere Bodendenkmale, Denkmale der Erdgeschichte und im Einzelfall auch Baudenkmale betreffen. Denn dieses Verzeichnis hat nach § 5 NDSchG nur informativen Charakter und keine rechtlich verbindliche Wirkung.
Das Verzeichnis der Kulturdenkmale in Nordhorn können Sie hier einsehen:
Verzeichnis der Baudenkmale nach § 3 Abs. 2 NDSchG in Nordhorn
Verzeichnis der Gruppen baulicher Anlagen nach § 3 Abs. 3 NDSchG in Nordhorn
Herr Dr. Uricher
Stadthaus I
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