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Timestamp: 2016-10-22 05:32:32
Document Index: 79391696

Matched Legal Cases: ['Art. 100', 'Art. 42', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 82', 'Art. 83', 'e contrario', 'BGE', 'BGE', 'Art. 83', 'Art. 89', 'Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 50', 'Art. 50', 'Art. 62', 'Art. 51', 'Art. 62', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'EGMR', 'BGE', 'EGMR', 'Art. 121', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'EGMR', 'EGMR', 'BGE', 'BGE', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_614/2014 (05.05.2015)
2C_614/2014 � � Urteil vom 5. Mai 2015
vertreten durch F�rsprecher Manuel Rohrer,
Amt f�r Migration und Personenstand
Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern.
Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 21. Mai 2014.
A.a.�A.________ (geb. 1972) ist nigerianischer Staatsangeh�riger. Er reiste am 1. April 2003 unter falscher Identit�t in die Schweiz ein und ersuchte erfolglos um Asyl. Die ihm per 5. September 2003 angesetzte Ausreisefrist liess er unbenutzt verstreichen. Am 13. Oktober 2006 heiratete er die Schweizer B�rgerin B.________ (geb. 1972). Gest�tzt auf die Ehe wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt, welche zuletzt bis zum 29. Juni 2011 verl�ngert wurde. Das Ehepaar hat eine Tochter (geb. 2008), die ebenfalls Schweizer B�rgerin ist. Seit April 2011 leben die Eheleute getrennt. Die Tochter steht unter der Obhut der Mutter, w�hrend A.________ ein Besuchs- und Ferienrecht zusteht.
A.b.�A.________ trat mehrfach strafrechtlich in Erscheinung: Zwischen September 2003 und Dezember 2005 wurde er f�nf Mal wegen Widerhandlungen gegen die Transportgesetzgebung zu Bussen verurteilt. Im November 2005 wurde er wegen Widerhandlungen gegen die Ausl�ndergesetzgebung zu einer bedingten Gef�ngnisstrafe von 20 Tagen verurteilt. Schliesslich verurteilte ihn das Regionalgericht Bern-Mittelland am 23. November 2011 wegen Verbrechen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz und �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes zu einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten, davon 25 Monate bedingt unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren.
�Mit Verf�gung vom 8. Januar 2013 lehnte das Amt f�r Migration und Personenstand des Kantons Bern eine Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ ab und setzte ihm eine Ausreisefrist. Eine Beschwerde bei der Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern blieb erfolglos (Entscheid vom 19. September 2013). Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 21. Mai 2014 ab.
�Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 25. Juni 2014 beantragt A.________ die Aufhebung des angefochtenen Urteils. Es sei ihm die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen bzw. zu verl�ngern. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Es sei festzustellen, dass keine offensichtliche Aussichtslosigkeit im Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern bestand, und dem Beschwerdef�hrer r�ckwirkend die unentgeltliche Rechtspflege f�r das Verfahren vor Verwaltungsgericht zu erteilen bzw. eine Entsch�digung f�r die Anwaltskosten f�r das vorinstanzliche Verfahren zuzusprechen. Zudem beantragt er die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung auch f�r das Verfahren vor Bundesgericht.
�W�hrend das kantonale Migrationsamt auf Vernehmlassung verzichtet, beantragen die Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern, das Verwaltungsgericht des Kantons Bern sowie das Bundesamt f�r Migration (seit dem 1. Januar 2015: Staatssekretariat f�r Migration SEM) die Abweisung der Beschwerde.
�Dem Gesuch um aufschiebende Wirkung wurde mit Pr�sidialverf�gung vom 1. Juli 2014 entsprochen.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wurde unter Einhaltung der gesetzlichen Frist (Art. 100 Abs. 1 BGG) und Form (Art. 42 BGG) eingereicht und richtet sich gegen einen Endentscheid einer letzten oberen kantonalen Instanz (Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2; Art. 90 BGG) in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts (Art. 82 lit. a BGG).
1.2.�Gegen Entscheide �ber ausl�nderrechtliche Bewilligungen ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nur zul�ssig, falls das Bundesrecht oder das V�lkerrecht einen Rechtsanspruch auf deren Erteilung bzw. Verl�ngerung einr�umt (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG e contrario). F�r das Eintreten gen�gt, wenn die betroffene Person in vertretbarer Weise darlegt, dass potenziell ein solcher Anspruch besteht (BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f. mit Hinweisen). Der Beschwerdef�hrer macht mit vertretbaren Gr�nden eine Verletzung von 8 EMRK bzw. 13 BV geltend, indem er sich auf die Beziehung zu seiner Schweizer Tochter beruft. Ob die Voraussetzungen f�r die Verl�ngerung der Bewilligung tats�chlich gegeben sind, bildet praxisgem�ss Gegenstand der materiellen Beurteilung und ist keine Eintretensfrage (BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f.; Urteil 2C_295/2014 vom 12. Januar 2015 E. 1). Die Beschwerde ist im Sinne von Art. 83 lit. c BGG zul�ssig und der Beschwerdef�hrer ist dazu legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG).
2.1.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und Art. 96 BGG ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden (BGE 139 II 404 E. S. 415). Die Verletzung von kantonalem Gesetzesrecht bildet keinen eigenst�ndigen R�gegrund; sie wird nur unter dem Gesichtswinkel der Willk�r gepr�ft (BGE 136 I 316 E. 2.2.1 S. 318 mit Hinweisen). In Bezug auf die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte (einschliesslich der willk�rlichen Anwendung von kantonalem Recht) gilt eine qualifizierte R�ge- und Substanziierungspflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 II 304 E. 2.5 S. 314).
�Der Beschwerdef�hrer r�gt sinngem�ss die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege im vorinstanzlichen Verfahren. Er legt jedoch nicht dar, inwiefern das Verwaltungsgericht durch die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege bundesrechtliche Anspr�che verletzt oder Bestimmungen des kantonalen Rechts willk�rlich angewendet h�tte. Diesbez�glich kommt er seiner Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 2 und 106 Abs. 2 BGG) nicht nach, weshalb auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten ist.
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117). Die beschwerdef�hrende Partei kann die Feststellung des Sachverhalts unter den gleichen Voraussetzungen beanstanden, wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
2.3.�Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (sogenannte "unechte Noven"; Art. 99 Abs. 1 BGG). Tatsachen oder Beweismittel, welche sich auf das vorinstanzliche Prozessthema beziehen, sich jedoch erst nach dem angefochtenen Entscheid ereignet haben oder entstanden sind, k�nnen von vornherein nicht durch das angefochtene Urteil veranlasst worden sein (Urteile 2C_531/2014 vom 9. Februar 2015 E. 2.2; 2C_1102/2013 vom 8. Juli 2014 E. 2.3). Diese sogenannten "echten Noven" sind im bundesgerichtlichen Verfahren in jedem Fall unzul�ssig (BGE 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123; 133 IV 342 E. 2.1 S. 344).
�Die vom Beschwerdef�hrer neu eingereichten Unterlagen sind nach dem angefochtenen Urteil vom 21. Mai 2014 entstanden und somit als echte Noven nicht zu ber�cksichtigen.
3.1.�Die Aufenthaltsbewilligung war dem Beschwerdef�hrer gest�tzt auf Art. 42 Abs. 1 AuG erteilt worden, wonach ausl�ndische Ehegatten von Schweizer B�rgern Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung haben, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Da der Beschwerdef�hrer von seiner Gattin getrennt lebt, kann er aus dieser Bestimmung keinen Aufenthaltsanspruch mehr ableiten. Gem�ss Art. 50 Abs. 1 AuG besteht der Aufenthaltsanspruch weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre gedauert hat und eine erfolgreiche Integration besteht (lit. a) oder wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b). Die Anspr�che nach Art. 50 AuG erl�schen jedoch beim Vorliegen von Widerrufsgr�nden nach Art. 62 AuG (Art. 51 Abs. 2 lit. b AuG). Ein solcher Widerrufsgrund ist nach Art. 62 lit. b AuG gegeben, wenn die ausl�ndische Person zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist (BGE 137 II 297 E. 2.1 S. 299; 135 II 377 E. 4.2 S. 381).
�Aufgrund der Verurteilung des Beschwerdef�hrers zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 32 Monaten liegt ein Widerrufsgrund im Sinne der genannten Bestimmung vor, was der Beschwerdef�hrer nicht bestreitet.
3.2.�Liegt ein Widerrufsgrund vor, ist zu pr�fen, ob die Massnahme verh�ltnism�ssig ist (vgl. dazu BGE 139 I 16 E. 2.2.1 S. 19; 135 II 377 E. 4.3 u. 4.5 S. 381 ff.). Dies erfordert eine Interessenabw�gung unter Ber�cksichtigung aller wesentlichen Umst�nde des Einzelfalls. Stellt der Widerruf bzw. die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung einen Eingriff in das durch Art. 8 Ziff. 1 EMRK gesch�tzte Familienleben dar, ergibt sich die Notwendigkeit einer Interessenabw�gung auch aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK. Danach ist ein solcher Eingriff statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen ist und in einer demokratischen Gesellschaft f�r die nationale oder �ffentliche Sicherheit, f�r das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verh�tung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die Konvention verlangt insofern eine Abw�gung der sich gegen�berstehenden privaten Interessen an der Bewilligungserteilung und den �ffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinn �berwiegen m�ssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (BGE 139 I 145 E. 2.2 S. 147 f.; 135 I 153 E. 2.2.1 S. 156; 135 I 143 E. 2.1 S. 147; 122 II 1 E. 2 S. 6 mit Hinweisen). Bei der Interessenabw�gung sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die der betroffenen Person und ihrer Familie drohenden Nachteile zu beachten (BGE 139 I 31 E. 2.3.3 S. 34 ff. mit Hinweisen; 135 II 377 E. 4.3 S. 381).
�Der Beschwerdef�hrer r�gt im Wesentlichen, die Massnahme sei unverh�ltnism�ssig. Es bestehe kein �berwiegendes �ffentliches Interesse an der Nichtverl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung. Er sei erfolgreich integriert und es gehe von ihm keine Gefahr mehr aus. Zudem beruft er sich auf die Beziehung zu seiner hier lebenden Schweizer Tochter.
4.1.�Ausgangspunkt und Massstab f�r die fremdenpolizeiliche Interessenabw�gung ist - gem�ss konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung - die Schwere des Verschuldens, die sich in der Dauer der Freiheitsstrafe niederschl�gt (BGE 134 II 10 E. 4.2 S. 23, 129 II 215 E. 3.1 S. 216). Bei schweren Straftaten - wozu Drogendelikte aus lukrativen Gr�nden z�hlen - besteht regelm�ssig ein wesentliches �ffentliches Interesse daran, die Anwesenheit des Ausl�nders zu beenden (BGE 139 I 31 E. 2.3.1 f. S. 33 ff.). Auch der EGMR akzeptiert ausdr�cklich, dass bei Bet�ubungsmitteldelinquenz von einer gewissen Schwere ein strenger Massstab angelegt wird (BGE 139 I 145 E. 2.5 S. 150 mit Hinweisen auf die Praxis des EGMR). Zu beachten ist dar�ber hinaus, dass Drogendelikte zu den in Art. 121 Abs. 3 lit. a BV genannten Anlasstaten geh�ren, deren Begehung dazu f�hren soll, dass die ausl�ndische Person "unabh�ngig von ihrem ausl�nderrechtlichen Status ihr Aufenthaltsrecht sowie alle Rechtsanspr�che auf Aufenthalt in der Schweiz" verliert. Zwar ist diese Bestimmung nicht unmittelbar anwendbar. Das Bundesgericht tr�gt jedoch dem Willen des Verfassungsgebers bei der Auslegung der geltenden Ausl�ndergesetzgebung insoweit Rechnung, als dies zu keinem Widerspruch mit �bergeordnetem Recht f�hrt und mit gleichwertigen Verfassungsbestimmungen, namentlich dem Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip, im Einklang steht (sog. "praktische Konkordanz"; vgl. BGE 139 I 16 E. 4.2, 4.3 und 5.3 S. 24 ff., 31 E. 2.3.2 S. 34).
4.2.�Der Beschwerdef�hrer wurde am 23. November 2011 im abgek�rzten Verfahren wegen Verbrechen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz und �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 32 Monaten verurteilt. Er hatte zwischen Oktober 2010 und M�rz 2011 mit qualifizierten Mengen harter Drogen gehandelt. Zum Strafurteil liegt keine Urteilsbegr�ndung vor. Aus den Akten geht jedoch hervor, dass der Beschwerdef�hrer gr�ssere Mengen Kokain entgegengenommen und dieses in U.________ weiterverkauft hat. Mit seinem Verhalten hat er skrupellos die Gesundheit einer Vielzahl von Menschen gef�hrdet. Besonders verwerflich ist die Tatsache, dass er aus rein finanziellen Motiven handelte, ohne selbst drogenabh�ngig oder in einer Notlage zu sein.
�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz sei zu Unrecht von einem schweren Verschulden ausgegangen. Es bestehe keine R�ckfallgefahr. Auch sei unber�cksichtigt geblieben, dass er sich seit der Tatbegehung nichts mehr habe zu Schulden kommen lassen. Bei seinen fr�heren Straftaten handle es sich um Bagatelldelikte, die nicht von einer Geringsch�tzung der Rechtsordnung zeugten.
�Diese Vorbringen verfangen nicht. Angesichts des Strafmasses von 32 Monaten Freiheitsstrafe ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von einem schweren Verschulden ausging. Ins Leere geht auch die Kritik des Beschwerdef�hrers, die Vorinstanz habe sein Wohlverhalten seit der Tatbegehung nicht angemessen ber�cksichtigt. Praxisgem�ss kommt dem Wohlverhalten w�hrend der strafrechtlichen Probezeit bzw. unter dem Druck eines h�ngigen ausl�nderrechtlichen Verfahrens nur untergeordnete Bedeutung zu, da ein vorbildliches Verhalten in dieser Zeit erwartet wird und keine besondere Leistung darstellt, zumal der Bewegungsspielraum des Beschwerdef�hrers auch teilweise durch die Untersuchungshaft bzw. den Strafvollzug eingeschr�nkt war. Mit Bezug auf das R�ckfallrisiko verkennt der Beschwerdef�hrer, dass der R�ckfallgefahr bzw. der Wahrscheinlichkeit eines k�nftigen Wohlverhaltens bei ausl�ndischen Staatsangeh�rigen, die sich - wie hier - nicht auf das FZA (SR 0.142.112.681) berufen k�nnen, keine zentrale Bedeutung zukommt (Urteile 2C_84/2014 vom 8. Januar 2015���E. 4.3.3; 2C_282/2012 vom 31. Juli 2012 E. 2.5 mit Hinweisen). Zudem darf praxisgem�ss bei Drittstaatsangeh�rigen auch generalpr�ventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden (Urteil 2C_373/2014 vom 20. Mai 2014 E. 2.1.1 mit Hinweis). Schliesslich ist - entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers - nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz angesichts der fr�heren Straftaten des Beschwerdef�hrers von einer gewissen Einsichtslosigkeit und Unbelehrbarkeit ausging. Wohl trifft zu, dass die Widerhandlungen des Beschwerdef�hrers gegen die Transportgesetzgebung schon einige Zeit zur�ckliegen und - isoliert betrachtet - nicht als schwerwiegend bezeichnet werden k�nnen. Jedoch spricht die H�ufung der Widerhandlungen durchaus f�r eine gewisse Geringsch�tzung der Rechtsordnung. Zudem handelt es sich - entgegen den Vorbringen des Beschwerdef�hrers - bei den fr�heren Straftaten nicht nur um Bussenverf�gungen, war doch im Jahr 2005 auch eine Gef�ngnisstrafe gegen ihn ausgesprochen worden.
4.3.�Insgesamt ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das �ffentliche Interesse an der Wegweisung des Beschwerdef�hrers als hoch einstufte.
�Dem �ffentlichen Interesse an der Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung sind die privaten Interessen des Beschwerdef�hrers an dessen Verbleib in der Schweiz gegen�berzustellen.
5.1.�Der Beschwerdef�hrer beruft sich im Wesentlichen auf die Beziehung zu seiner Schweizer Tochter.
5.1.1.�Rechtsprechungsgem�ss hat der nicht sorge- bzw. obhutsberechtigte ausl�ndische Elternteil dann einen Anspruch auf Erteilung bzw. Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung zum Kind besteht, diese Beziehung wegen der Distanz zum Herkunftsland der ausl�ndischen Person praktisch nicht aufrechterhalten werden k�nnte und deren bisheriges Verhalten in der Schweiz zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat (sog. "tadelloses Verhalten"; BGE 139 I 315 E. 2.2 S. 319; 120 Ib 1 E. 3c S. 5; 120 Ib 22 E. 4 S. 24 ff.; Urteile 2C_586/2013 vom 3. Dezember 2013 E. 3.2.6; 2C_329/2013 vom 27. November 2013 E. 3.2). Der Begriff der besonderen Intensit�t der affektiven Beziehung wurde f�r bereits in der Schweiz ans�ssige ausl�ndische Personen dahin gehend pr�zisiert, dass das Erfordernis erf�llt ist, wenn der pers�nliche Kontakt im Rahmen eines nach heutigem Massstab �blichen Besuchsrechts ausge�bt wird (BGE 139 I 315 E. 2.3-2.5 S. 319 ff.). Nach wie vor bleibt aber erforderlich, dass auch in wirtschaftlicher Hinsicht eine besonders intensive Beziehung zwischen dem Kind und dem nicht sorgeberechtigten Elternteil besteht und dass dessen bisheriges Verhalten in der Schweiz zu keinerlei wesentlichen Klagen Anlass gegeben hat (BGE 139 I 315 E. 2.5 S. 321; Urteil 2C_547/2014 vom 5. Januar 2015 E. 3.2 mit Hinweisen).
5.1.2.�Laut Trennungsvereinbarung vom 30. August/1. September 2011, auf welche die Vorinstanz verweist, ist der Beschwerdef�hrer seit dem Kindergarteneintritt der Tochter berechtigt, diese jedes zweite Wochenende von Samstagmittag bis Sonntagabend zu sich zu nehmen und auch jedes Jahr drei Wochen Ferien mit ihr zu verbringen.
�Der Beschwerdef�hrer r�gt in diesem Zusammenhang eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz, die es als nicht ersichtlich betrachtet, ob das Besuchsrecht tats�chlich ausge�bt werde. Wie es sich damit verh�lt, kann indessen offen bleiben, da die �brigen Voraussetzungen f�r die Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung ohnehin nicht gegeben sind.
�Gem�ss den - vom Beschwerdef�hrer nicht bestrittenen - vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen kam dieser zeitweise seinen Verpflichtungen in Bezug auf die Kinderunterhaltsbeitr�ge nicht nach, weshalb diese bevorschusst werden mussten. Der Beschwerdef�hrer erkl�rt, seit der Trennung "seinen M�glichkeiten entsprechend den Unterhalt an seine Tochter" zu bezahlen. Daraus l�sst sich jedoch nicht ableiten, dass die Unterhaltszahlungen regelm�ssig geleistet werden. Folglich kann auch nicht von einer intensiven Vater-Tochter-Beziehung in wirtschaftlicher Hinsicht ausgegangen werden.
�Schliesslich ist die Voraussetzung des tadellosen Verhaltens beim Beschwerdef�hrer aufgrund seiner strafrechtlichen Verurteilung im Bet�ubungsmittelbereich klarerweise nicht erf�llt. Mit seinem Verhalten hat der Beschwerdef�hrer in schwerwiegender Weise gegen die rechtsstaatliche Ordnung verstossen. Zudem war er den vorinstanzlichen Feststellungen zufolge zeitweise auf Sozialhilfe angewiesen und hat Schulden in der H�he von Fr. 14'600.--.
5.2.�Vor diesem Hintergrund hat die Vorinstanz zu Recht das �ffentliche Interesse an der Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung h�her gewichtet als die privaten Interessen des Beschwerdef�hrers am weiteren Verbleib in der Schweiz. Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers ist ihm zumutbar, die Beziehung zu seiner Tochter �ber die modernen Kommunikationsmittel zu pflegen und sein Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her auszu�ben, wobei allenfalls die Modalit�ten des Besuchsrechts geeignet aus- bzw. umzugestalten sind.
5.3.�Unbehelflich ist die Berufung des Beschwerdef�hrers auf das Urteil des EGMR i.S.�
Udeh gegen Schweiz�vom 16. April 2013 (Beschwerde Nr. 12020/09), bei dem es sich nicht um einen Grundsatzentscheid handelt. Vielmehr hat der EGMR dort ausschliesslich die Umst�nde des konkreten Einzelfalls ber�cksichtigt, die teilweise erst nach der Beurteilung durch das Bundesgericht eingetreten sind (vgl. BGE 139 I 325 E. 2.4 S. 327 ff.).
5.4.�Das vorinstanzliche Urteil erweist sich auch unter dem Aspekt der Wiedereingliederung des Beschwerdef�hrers im Heimatland als verh�ltnism�ssig. Zwar hielt sich der Beschwerdef�hrer zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Urteils seit �ber zehn Jahren in der Schweiz auf. Darunter fallen jedoch �ber drei Jahre, die er im Asylverfahren, in der Illegalit�t und in Untersuchungshaft bzw. im Strafvollzug verbrachte. Dass die Vorinstanz die Aufenthaltsdauer angesichts dieser Umst�nde relativiert hat, entspricht g�ngiger Praxis (vgl. BGE 134 II 10 E. 4.3 S. 24 mit Hinweisen) und ist nicht zu beanstanden. Dar�ber hinaus ist der Beschwerdef�hrer erst im Alter von 31 Jahren in die Schweiz gekommen und hat somit den Grossteil seines Lebens in Nigeria verbracht, wo auch ein Teil seiner Familie lebt. Eine R�ckkehr des Beschwerdef�hrers nach Nigeria ist daher nicht mit un�berwindlichen Schwierigkeiten verbunden.
6.1.�Der angefochtene Entscheid verletzt weder Bundes- noch Konventionsrecht. Folglich ist die Beschwerde unbegr�ndet und abzuweisen.
6.2.�Da der angefochtene Entscheid der st�ndigen bundesgerichtlichen Rechtsprechung entspricht und somit die Gewinnaussichten der Prozessbegehren von Anfang an betr�chtlich geringer waren als die Verlustgefahren, erweist sich die Beschwerde als aussichtslos, so dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG; BGE 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135 f.; Urteil 2C_856/2012 vom 25. M�rz 2013 E. 7.1). Dem Verfahrensausgang entsprechend wird der unterliegende Beschwerdef�hrer kostenpflichtig. Angesichts der besonderen Umst�nde werden ihm reduzierte Gerichtskosten (Fr. 1'000.--) auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (Art. 68 Abs. 1-3 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern und dem Staatssekretariat f�r Migration schriftlich mitgeteilt.