Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=8%20C%2090.75
Timestamp: 2020-02-23 08:39:19
Document Index: 390527660

Matched Legal Cases: ['§ 137', '§ 16', '§ 36', '§ 51', '§ 48', '§ 51', '§ 16', '§ 16', '§ 51', '§ 16', '§ 36', '§ 16', '§ 36', '§ 51', '§ 48', '§ 16']

Rechtsprechung: 8 C 90.75 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 25.02.1976
BVerwG, 28.07.1976 - VIII C 90.75
https://dejure.org/1976,514
BVerwG, 28.07.1976 - VIII C 90.75 (https://dejure.org/1976,514)
BVerwG, Entscheidung vom 28.07.1976 - VIII C 90.75 (https://dejure.org/1976,514)
BVerwG, Entscheidung vom 28. Juli 1976 - VIII C 90.75 (https://dejure.org/1976,514)
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Abgrenzung des örtlichen Wirkungskreises der Ausweisbehörden durch die Länder nach dem Grundgedanken des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG) als einem Betreuungsgesetz - Maßgeblichkeit des Interesses des Antragstellers und nicht des zwischenbehördlichen Ausgleichs - ...
Ausstellung von Vertriebenenausweisen - Erstantrag - Örtlich zuständige Behörden - Zweitantrag - Ausweisverfahren - Wiederaufgreifen des Verfahrens - Betreuungsauftrag
VG Hamburg, 03.05.1974 - III VG 695/72
BVerwG, 25.02.1976 - 8 C 90.75
Nach den den Senat bindenden (§ 137 Abs. 2 VwGO) tatsächlichen Feststellungen in dem angefochtenen Beschluss ist für einen Verstoß gegen Treu und Glauben - etwa durch eine Verletzung der der Behörde gegenüber der Klägerin obliegenden Betreuungspflicht (vgl. Urteil vom 28. Juli 1976 - BVerwG 8 C 90.75 - juris Rn. 29) - nichts ersichtlich.
v. 17.12.1969 - 2 BvR 23/65 -, BVerfGE 27, 297 = DVBl. 1970, 270 = DÖV 1970, 231; BVerwG, Urt. v. 16.12.1971 - I C 31.68 -, BVerwGE 39, 197 = DÖV 1972, 419 = DVBl. 1972, 388; Urt. v. 30.01.1974 - VIII C 20.72 -, BVerwGE 44, 333; Urt. v. 28.07.1976 - 8 C 90.75 - Buchholz 412.3 § 16 Nr. 2; Urt. v. 14.12.1977 - 8 C 79.76 - Buchholz 316 § 36 Nr. 1) und wurde weder über die Regelung des § 51 LVwVfG noch über die neben dem Wiederaufgreifen des Verfahrens bestehenden Regelungen über die Rücknahme und den Widerruf eines Verwaltungsakts nach §§ 48, 49 LVwVfG verdrängt.
In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist weiterhin geklärt, dass der Betroffene nach allgemeinem Verwaltungsverfahrensrecht vorbehaltlich abweichender sondergesetzlicher Regelungen keinen allgemeinen strikten Anspruch auf ein Wiederaufgreifen des Verfahrens und den Erlass eines Zweitbescheides hat, und zwar in der Regel auch dann nicht, wenn der Ursprungsverwaltungsakt rechtswidrig ist (vgl. BVerwGE 44, 333 ; 48, 271 ; 60, 316 ;… s. auch Stelkens/ Bonk/Sachs, VwVfG, 6. Aufl., § 51 Rn. 13 ); die Behörde entscheidet im Regelfall über einen Antrag auf Wiederaufgreifen nach pflichtgemäßem Ermessen, dem grundsätzlich ein Anspruch des Betroffenen auf ermessensfehlerfreie Entscheidung entspricht, wobei sich das der Behörde eingeräumte Ermessen auf Null verengt, wenn die Ablehnung, in eine erneute Sachprüfung einzutreten, rechtswidrig wäre (BVerwG, Urteil vom 28. Juli 1976 BVerwG 8 C 90.75 Buchholz 412.3 § 16 BVFG Nr. 2).
Unabhängig davon wäre auch diese Frage durch die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts dahin geklärt, dass die Rechtswidrigkeit des Ursprungsverwaltungsakts für sich allein das Ermessen der Behörde, das Verfahren im weiteren Sinne wieder aufzugreifen, nicht auf Null reduziert (BVerwGE 44, 333 ), indes ein Anspruch auf Wiederaufgreifen des Verfahrens besteht, wenn die Aufrechterhaltung des Erstbescheides unerträglich wäre (BVerwG, Urteil vom 28. Juli 1976 VIII C 90.75 Buchholz 412.3 § 16 BVFG Nr. 2).
BVerwG, 22.10.1984 - 8 B 56.84
Verwaltungsverfahren - Wiederaufgreifen - Bestandskraft
In den von § 51 VwVfG nicht erfaßten Fällen ist ein Wiederaufgreifen zwar grundsätzlich zulässig, steht Jedoch im pflichtgemäßen Ermessen der Behörde (Urteile vom 28. Juli 1976 - BVerwG VIII C 90.75 - Buchholz 412.3 § 16 BVFG Nr. 2 S. 1 [6] und vom 14. Dezember 1977 - BVerwG VIII C 79.76 - Buchholz 316 § 36 VwVfG Nr. 1 S. 1 [6] m.weit.Nachw.).
Dieses Ermessen kann sich bei besonders gelagerten Sachverhalten "auf Null" verengen, so daß es ausnahmsweise zu einem Anspruch auf das Wiederaufgreifen kommen kann (Urteil vom 28. Juli 1976 a.a.O. S. 8).
64 Die Entscheidung, ob und in welchem Umfang ein solches Wiederaufgreifen erfolgen soll, steht im pflichtgemäßen Ermessen der Behörde (BVerwG…, Urteil vom 30.1.1974, a. a. O., Rn. 21; Urteil vom 28.7.1976 - BVerwG 8 C 90.75 -, juris Rn. 25), d. h. der Betreffende hat lediglich einen Anspruch darauf, dass die Behörde über den erneuten Eintritt in die Sachbehandlung ermessensfehlerfrei entscheidet.
65 Bei gesondert gelagerten Sachverhalten kann sich das der Behörde eingeräumte Ermessen indes "auf null" verengen mit der Folge, dass sich der Anspruch auf fehlerfreien Ermessensgebrauch in einen Anspruch auf Wiederaufgreifen der Sache wandelt (BVerwG, Urteil vom 28.7.1976, a. a. O., Rn. 29).
v. 17.12.1969 - 2 BvR 23/65 -, BVerfGE 27, 297; BVerwG, Urt. v. 16.12.1971 - I C 31.68 -, BVerwGE 39, 197; Urt. v. 30.1.1974 - VIII C 20.72 -, BVerwGE 44, 333; Urt. v. 28.7.1976 - 8 C 90.75 - Buchholz 412.3 § 16 Nr. 2; Urt. v. 14.12.1977 - 8 C 79.76 - Buchholz 316 § 36 Nr. 1).
Mit dieser Befugnis korrespondiert ein Anspruch des Betroffenen auf ermessensfehlerfreie Entscheidung über das Wiederaufgreifen des Verfahrens, der sich dann zu einem Anspruch auf den Erlass einer neuen Sachentscheidung verdichtet, wenn im Einzelfall Umstände von einer den in § 51 Abs. 1 Nrn. 1 bis 3 VwVfG geregelten Fällen vergleichbaren Bedeutung und Gewicht vorliegen und die Aufrechterhaltung des Erstbescheides auch unter Berücksichtigung seiner Bestandskraft schlechthin unerträglich wäre (…BVerwG, Urt. v. 27.1.1994, 2 C 12.92 -, BVerwGE 95, 86 m.w.N.; vgl. auch - im Hinblick auf § 48 Abs. 1 LVwVfG - BVerwG, Urt. v. 17.1.2007 - 6 C 32/06 -, NVwZ 2007, 709 m.w.N. sowie BVerwG, Urt. v. 28.7.1976 - 8 C 90.75 - Buchholz 412.3 § 16 BVFG Nr. 2).
Das hat der Senat bereits im Urteil vom 28. Juli 1976 - BVerwG 8 C 90.75 - ausgesprochen.
Es überläßt die Regelung des Verwaltungsverfahrens im wesentlichen den Ländern (Urteile vom 24. September 1975 - BVerwG VIII C 78.74 - und vom 28. Juli 1976 - BVerwG VIII C 90.75 -).
BVerwG, 30.05.1984 - 8 B 95.84
Prüfung der Ablehnung des Wiederaufgreifens des bestandskräftig abgeschlossenen …
BVerwG, 27.02.1990 - 4 B 40.90
Vorliegen von klärungsbedürftigen Fragen des revisiblen Rechts - Zu den …
https://dejure.org/1976,4866
BVerwG, 25.02.1976 - 8 C 90.75 (https://dejure.org/1976,4866)
BVerwG, Entscheidung vom 25.02.1976 - 8 C 90.75 (https://dejure.org/1976,4866)
BVerwG, Entscheidung vom 25. Februar 1976 - 8 C 90.75 (https://dejure.org/1976,4866)
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Bewilligung des Armenrechts im Rahmen eines Revisionsverfahrens