Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=18.09.2002&Aktenzeichen=XI%20B%20126/01
Timestamp: 2019-12-15 02:09:58
Document Index: 240110917

Matched Legal Cases: ['§ 163', '§ 74', '§ 251', '§ 74', '§ 163', '§ 74']

BFH, 18.09.2002 - XI B 126/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,2752
BFH, 18.09.2002 - XI B 126/01 (https://dejure.org/2002,2752)
BFH, Entscheidung vom 18.09.2002 - XI B 126/01 (https://dejure.org/2002,2752)
BFH, Entscheidung vom 18. September 2002 - XI B 126/01 (https://dejure.org/2002,2752)
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Höhe des Grundfreibetrages - Festsetzung des Solidaritätszuschlages - Beschränkt abzugsfähige Vorsorgeaufwendungen - Außergewöhnliche Belastungen bei Haushaltshilfen oder Heimunterbringung - Nichtabziehbarkeit privater Schuldzinsen - Ruhen des Verfahrens wegen ...
AO §§ 163 227; FGO § 74; ZPO § 251
Fehlt den Entscheidungen eines Obergerichts hingegen diese "Inter-omnes-Wirkung", kommt eine auf eine analoge Anwendung des § 74 FGO gestützte Aussetzung des Verfahrens nicht in Betracht (vgl. --zur Berufung auf Musterverfahren, die vor dem BFH anhängig sind-- BFH-Entscheidungen vom 18. September 2002 XI B 126/01, BFH/NV 2003, 189, und vom 23. Juli 2003 I R 80/02, BFHE 203, 114, BStBl II 2003, 926, unter II.1.).
Das gilt selbst dann, wenn es sich bei dem anderen Rechtsstreit um ein beim Bundesfinanzhof (BFH) geführtes Musterverfahren handelt (BFH-Beschluss vom 18. September 2002 XI B 126/01, BFH/NV 2003, 189, m.w.N.).
Ob im Verhältnis von Steuerfestsetzungs- und Billigkeitsverfahren eine Verpflichtung zur Aussetzung des Verfahrens besteht, ist noch nicht abschließend geklärt (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 18. September 2002, XI B 126/01, BFH/NV 2003, 189 unter II.2. m.w.Nachw.).
Die Aussetzung des Verfahrens ist nämlich grundsätzlich eine Ermessensentscheidung, bei der insbesondere prozessökonomische Gesichtspunkte und die Interessen der Beteiligten abzuwägen sind (BFH-Beschluss vom 18. September 2002 XI B 126/01, BFH/NV 2003, 189 unter II.2. m.w.Nachw.).
Eine Pflicht zur Aussetzung des Verfahrens besteht aber jedenfalls dann nicht, wenn das Begehren einer abweichenden Festsetzung der Steuer nach § 163 AO 1977 wie im Streitfall offenkundig aussichtslos ist (BFH-Urteil vom 18. September 2002 XI B 126/01, BFH/NV 2003, 189 unter II.2.): Wie vorstehend zu 1.a) ausgeführt ist der Senat davon überzeugt, dass der Kläger mit dem Hinweis auf einer Treuhandschaft lediglich eine bloß - unbeachtliche - Schutzbehauptung aufstellt, für die er weder in dem vorliegenden Verfahren noch in dem ebenfalls bei dem Senat zu dem Aktenzeichen 8 K 395/01 anhängigen Verfahren oder in den Verfahren, die bei dem 6. Senat zu den Aktenzeichen 6 K 509/01 und 6 K 513/01 anhängig waren, hinreichend gewichtige Anhaltspunkte tatsächlicher Art bezeichnet hat.
Bei der Ausübung seines Ermessens hat das FG prozessökonomische Gesichtspunkte einerseits und die Interessen der Beteiligten andererseits gegeneinander abzuwägen (BFH-Beschlüsse vom 28. Februar 2001 I R 41/99, DB 2001, 1074, vom 18. September 2002 XI B 126/01, BFH/NV 2003, 189, vom 4. April 2003 V B 199/02, BFH/NV 2003, 1081;… BFH-Urteil vom 7. Juli 1998 VIII R 84/96 BFH/NV, 1999, 318).
c) So ist das FG nicht verpflichtet, das Verfahren nach § 74 FGO auszusetzen, wenn ein Musterverfahren nicht beim BVerfG, sondern beim BFH anhängig ist (BFH-Beschluss vom 18. September 2002 XI B 126/01, BFH/NV 2003, 189).
Dies gilt insbesondere dann, wenn das FG keine Zweifel am Ausgang des Verfahrens beim BFH hat, etwa weil ähnliche Rechtsfragen bereits entschieden worden sind (vgl. BFH-Beschlüsse vom 2. September 2005 XI B 224/04, BFH/NV 2006, 556 vom 18. September 2002 XI B 126/01, BFH/NV 2003, 189).
Die Aussetzung des Verfahrens ist grundsätzlich eine Ermessensentscheidung, bei der insbesondere prozessökonomische Gesichtspunkte und die Interessen der Beteiligten gegeneinander abzuwägen sind (…BFH-Beschlüsse vom 8. November 2007 VIII B 170/06, BFH/NV 2008, 580; vom 18. September 2002 XI B 126/01, BFH/NV 2003, 189).
Die Entscheidung darüber ist eine Ermessensentscheidung, bei der insbesondere prozessökonomische Gesichtspunkte und die Interessen der Beteiligten abzuwägen sind (vgl. BFH-Beschluss vom 18.09.2002 XI B 126/01, BFH/NV 2003, 189).
Eine Kostenentscheidung ist in diesem unselbständigen Zwischenverfahren nicht zu treffen (BFH-Beschluss vom 18. September 2002 XI B 126/01, BFH/NV 2003, 189).
Die Entscheidung darüber ist eine Ermessensentscheidung, bei der insbesondere prozessökonomische Gesichtspunkte und die Interessen der Beteiligten abzuwägen sind (BFH-Beschluss vom 18.09.2002 XI B 126/01, BFH/NV 2003, 189).
BFH, 17.01.2006 - XI B 97/05
Abgrenzung der Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft gegenüber solchen aus …
BFH, 06.05.2011 - VIII B 99/10
Nichtzulassungsbeschwerde - Wiedereinsetzung - Aussetzung des Verfahrens
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BFH, 10.11.2010 - VIII B 78/10
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Keine Aussetzung des Verfahrens - Keine gesonderte Feststellung freiberuflicher …
FG Baden-Württemberg, 06.10.2005 - 8 K 395/01
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Verschulden bei Versäumung der Frist zur Antragsveranlagung