Source: http://bravors.brandenburg.de/verordnungen/nsggraenert_2016
Timestamp: 2018-11-17 09:42:57
Document Index: 148485187

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 11', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

(GVBl.II/98, [Nr. 05], S.90)
geändert durch Artikel 4 der Verordnung vom 10. Juni 2016
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen in der Stadt Brandenburg an der Havel werden als Naturschutzgebiet festgesetzt. Das Naturschutzgebiet trägt die Bezeichnung "Gränert".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 467 Hektar. Es umfaßt in der Gemarkung Brandenburg an der Havel
Flur 122 Flurstücke 1, 2-7, 8 anteilig, 18 anteilig, 19- 83, 84 anteilig (bis zum Weg), 141 anteilig (bis zum Weg);
Flur 123 Flurstücke 1 - 67;
Flur 124 Flurstück 1 anteilig (bis zur seeseitigen Begrenzung der Röhrichte, mindestens aber 20 m von der Uferkante);
Flur 135 Flurstücke 32 - 39, 40 und 56/1 anteilig (jeweils bis zur Verlängerung der Flurstücksgrenze 30/34), 58/2 anteilig
(bis zur seeseitigen Begrenzung der Röhrichte, mindestens aber 20 m von der Uferkante);
Flur 136 Flurstücke 1/2, 1/3, 1/5, 1/6, 1/7, 1/8, 1/9, 1/10, 1/11, 1/12, 2 - 9, 10/1, 10/2, 11, 12/1, 12/2, 12/3 12/4, 13,
14, 15/1, 15/2, 15/3, 15/4, 15/5, 15/6, 16, 17/1, 17/2, 17/3, 17/4, 18, 19/1, 19/2, 19/3, 19/4, 19/5, 20 - 22,
23, 24/1, 24/2, 24/3, 24/4, 25, 26, 31/1, 31/2 und 31/3.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den in Anlage 2 dieser Verordnung aufgeführten Karten mit ununterbrochener Linie eingezeichnet; als Grenze gilt der innere Rand dieser Linie. Die in Anlage 2 Nummer 1 aufgeführten zwei topografischen Karten im Maßstab 1 : 10 000 mit den Blattnummern 1 und 2 ermöglichen die Verortung im Gelände. Maßgeblich für den Grenzverlauf ist die Einzeichnung in den in Anlage 2 Nummer 2 aufgeführten fünf Flurkarten.
als Standort seltener und bestandsbedrohter Pflanzengesellschaften, wie Walzenseggen-Erlenbruch und Birkenbruchwaldgesellschaften, Wunderseggen- und Schlankseggenrieden, Froschbiß-Krebsscheren-Gesellschaften und artenreichen Restvorkommen von Binsen-Pfeifengraswiesen;
als Lebensraum von in ihrem Bestand bedrohten Pflanzenarten;
als Lebensraum bestandsbedrohter Tierarten, insbesondere von zahlreichen Vogel- und Schmetterlingsarten;
aus ökologischen Gründen wegen der Vielzahl unterschiedlicher Biotoptypen und der Bedeutung im Rahmen des regionalen Biotopverbundes;
(2) Die Unterschutzstellung dient der Erhaltung und Entwicklung des Gebietes von gemeinschaftlicher Bedeutung „Gränert“ (§ 7 Absatz 1 Nummer 6 des Bundesnaturschutzgesetzes) mit seinen Vorkommen von
Natürlichen eutrophen Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions, Flüssen der planaren bis montanen Stufe mit Vegetation des Ranunculion fluitantis und des Callitricho-Batrachion, Pfeifengraswiesen auf kalkreichem Boden, torfigen und tonig-schluffigen Böden (Molinion caeruleae), Feuchten Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe, Hainsimsen-Buchenwald (Luzulo-Fagetum) und Alten bodensauren Eichenwäldern auf Sandebenen mit Quercus robur als natürlichen Lebensraumtypen von gemeinschaftlichem Interesse im Sinne von § 7 Absatz 1 Nummer 4 des Bundesnaturschutzgesetzes;
Auen-Wäldern mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alnio-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) als prioritärem natürlichen Lebensraumtyp im Sinne von § 7 Absatz 1 Nummer 5 des Bundesnaturschutzgesetzes;
Biber (Castor fiber), Fischotter (Lutra lutra), Kammmolch (Triturus cristatus), Bachneunauge (Lampetra planeri), Schmaler Windelschnecke (Vertigo angustior) und Bauchiger Windelschnecke (Vertigo moulinsiana) als Arten von gemeinschaftlichem Interesse im Sinne von § 7 Absatz 2 Nummer 10 des Bundesnaturschutzgesetzes, einschließlich ihrer für Fortpflanzung, Ernährung, Wanderung und Überwinterung wichtigen Lebensräume.
zu lagern, Feuer zu verursachen, zu zelten oder Wohnwagen aufzustellen, Wohn- oder Hausboote zu verankern, Einrichtungen für den Wassersport anzulegen, zur Verfügung zu stellen oder zu verändern;
außerhalb der in der topographischen Karte zu dieser Verordnung gekennzeichneten Bereiche zu baden;
Anlagen zur Fischzucht zu installieren oder zu betreiben, fischereiliche Verfahren, die zur Schädigung der Gewässer führen, anzuwenden;
die im Sinne des § 11 Abs. 2 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung auf den bisher dafür genutzten Flächen mit der Maßgabe, daß
die Ausbringung von Mineraldünger im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde erfolgt,
die Verbote des § 4 Abs. 2 Nr. 19, 23 und 24 gelten;
Kahlschläge über 1 Hektar Größe nur im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde zu führen sind,
bei der Wiederaufforstung keine fremdländischen Baumarten eingebracht werden,
keine Erstaufforstung erfolgt;
die im Sinne des § 4 Abs. 4 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße fischereiwirtschaftliche Flächennutzung mit der Maßgabe, daß
abweichend vom Verbot des § 4 Abs. 2 Nr. 17 ein Fischbesatz mit heimischen Arten zulässig bleibt und für den Besatz mit nichtheimischen Arten die Zustimmung der unteren Naturschutzbehörde erforderlich ist;
die Jagd in der Zeit vom 1. März bis 30. Juni eines Jahres vorzugsweise vom Ansitz aus erfolgt,
Fuchs und Schwarzwild vorzugsweise bejagt werden;
Maßnahmen, die der Erfüllung der hoheitlichen Aufgaben der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes bezüglich des Breitling- und Möserschen Sees dienen sowie das Befahren dieser Bundeswasserstraße;
Titel: Übersichtskarte zur Verordnung über das Naturschutzgebiet „Gränert“
1 unterzeichnet am 12. Januar 1998 von der Bearbeiterin Frau Nacke, Siegelnummer 9 des
2 unterzeichnet am 12. Januar 1998 von der Bearbeiterin Frau Nacke, Siegelnummer 9 des
Titel: Flurkarte zur Verordnung über das Naturschutzgebiet „Gränert“
1 Stadt Brandenburg 123 1 500 unterzeichnet am 12. Januar 1998 von der
Bearbeiterin Frau Nacke, Siegelnummer 9 des MUNR
2 Stadt Brandenburg 122 5 000 unterzeichnet am 12. Januar 1998 von der
3 Stadt Brandenburg 136 5 000 unterzeichnet am 12. Januar 1998 von der
4 Stadt Brandenburg 135 2 500 unterzeichnet am 12. Januar 1998 von der
5 Stadt Brandenburg 124 5 000 unterzeichnet am 12. Januar 1998 von der