Source: http://www.socialmediarecht.de/2013/01/04/update-abmahnung-wegen-vorschaubildern-auf-facebook-bgh-entscheidung-thumbnail-wegen-opengraph-funktion-doch-grundsatzlich-vergleichbar/?replytocom=1818
Timestamp: 2017-11-22 11:05:17
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Update: Abmahnung wegen Vorschaubildern auf Facebook – BGH-Entscheidung „Thumbnail“ wegen OpenGraph-Funktion doch grundsätzlich vergleichbar | Social Media Recht Blog
47 Gedanken zu „Update: Abmahnung wegen Vorschaubildern auf Facebook – BGH-Entscheidung „Thumbnail“ wegen OpenGraph-Funktion doch grundsätzlich vergleichbar“
Martin 4. Januar 2013 um 13:05
Danke für das Update…
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Markus Wollenweber 4. Januar 2013 um 13:28
Hallo Frau Diercks,
Viktor 4. Januar 2013 um 13:29
Das wär ja mal Spitze! Auf jeden Fall hat man so etwas in der Hand für ein Gegenargument! Danke!
BW 4. Januar 2013 um 13:36
„Denn mittlerweile sind soziale Netzwerke wie Facebook und Google+ derart verbreitet und grundlegend für die Kommunikation im Web, dass man “Open Graph” einen ähnlichen Stellenwert wie der robots.txt beimessen kann“
timverhoeven 4. Januar 2013 um 13:53
Hier übrigens eine kurze und sehr einfache Übersicht über die genauen Funktionen des Open Graph Protocoll: http://ogp.me/
3.) Das OGP nutzt man schon, sobald man einen „like-button“ , „Facebook comment box“ o.ä. integriert.
Social Media Recht 4. Januar 2013 um 13:59
schön von Dir hier zu lesen. Ich hab überhaupt keine Zeit, deswegen nur ganz, ganz kurz: Der Kollege Schwenke ist zum Beispiel der Auffassung, dass die Einbindung von Social PlugIns, die ja zum Teilen auffordern, ein Einverständnis des Urhebers nahelegen. Aber was wenn keine Sharebuttons auf einer Seite sind? Dann kann ein Dritter ja trotzdem einen Link posten und „teilen“ und hier kann dann durch den Einsatz dieses OG-Tags dafür gesorgt werden, dass auch in dem Fall kein Bildchen erscheint. So habe ich es verstanden. Und so macht es mE auch Sinn. Deinen Punkt 4) verstehe ich so nämlich auch nicht?
timverhoeven 4. Januar 2013 um 14:50
Thomas Knip 5. Januar 2013 um 16:50
Ein Seitenbetreiber kann doch aber kein Einverständnis zu etwas geben, wozu er nicht berechtigt ist. Handelt es sich bei dem Bild um ein lizensiertes aus einer Fotodatenbank, steht dem Seitenbetreiber nicht das Recht zu, die Erlaubnis zur freien Verbreitung zu erteilen. Es sei denn, dies sei durch die Lizenbedingungen genehmigt.
Thomas Schwenke 4. Januar 2013 um 14:11
Ich denke so einfach wird es nicht gehen.
D.h. auch wenn ich Dein treuer Leser bin, schlage ich mich auf die Seite des Kollegen Dirks. 🙂
Social Media Recht 4. Januar 2013 um 14:49
das allgemeine Sharen ist ein Problem. Ich habe hier nur die Konstellation betrachtet, dass eigentlich ein Link geteilt und dabei automatisch ein Vorschaubild erzeugt wird – oder eben auch nicht. Ach, ach, alles so komplex. 😉
Sebastian 4. Januar 2013 um 14:26
Aus der Hüfte: Hat die Klägerin in der Thumbnail-Entscheidung nicht die robots.txt. aktiv auf ihrer Website eingebunden?
Tja… bei manchen Abmahnungen, so wie hier, würde man sich als interessierter RA wünschen, dass es vor Gericht geht. 🙂
Social Media Recht 4. Januar 2013 um 14:50
Nope. Hatte sie gerade nicht. Und deswegen waren die Thumbnails okay. (Es sei denn, ich hab jetzt schon Eiersalat im Kopf 😉 )
Gebe Dir aber absolut recht, man würde sich hier quasi wünschen, dass es vor Gericht geht. 🙂
Sebastian 4. Januar 2013 um 15:02
Ah, so war es: Die Klägerin hatte damals eine suchmaschinenoptimierte Seite aber keine robots.txt. Da war der Eiersalat in meinem Kopf. 🙂
Hoffmeister Stefan 4. Januar 2013 um 14:43
Wie sieht es denn aus, wenn auf einer Webseite eine Bildergalerie angezeigt wird? Ist das auch schon ein Einverständnis?
wolferl1 4. Januar 2013 um 19:16
Die Darstellung einer Bildergalerie ist ja keine Genehmigung zur Kopie der Bilder, Stefan Hoffmeister. Es geht hier grundsätzlich darum, ob bei Verlinkung auf den Socialmedia Portalen wie FB und G+ etc. die angezeigten Thumbnails (die im übrigen auf die entsprechenden verlinkten Seiten führen) als Urheberrechtsverletzung anzusehen sind. Ursprung dieser diskussion ist wohl dieser Post (oder auch ein anderer von hier)::
Zum thema selbst: Ich finde die oben aufgeführte Überlegung und Argun´mentationsgrundlage aufbauend auf der Thumbnail-entscheidung gut. Ich bin selbst Fotograf und hauptberuflich im Bereich Design tätig (Werbeagentur), Und stehe natürlich nicht so auf diebstahlt des geistigen Gutes, trotzdem befürworte ich diese Vorschaufunktionen. Ich sehe sie wie Kurzzitate, Auszüge aus meinem Gesamtwerk und da sie auf Facebook und Co -im Rahmen der üblichen Teilen – Funktion- mit dem Ursprungswerk verlinkt ist sehe ich mich hier ganz und gar nicht in meinem urheberrecht beschnitten. Ganz im Gegenteil, ich bin Froh, dass jemand meine (web-) Adresse auf seinem Profil bildlich untermalt präsentiert. Mit dem Thumbnail „zitiert“ mich der/die ProfilinhaberIn. Anders natürlich, wenn er/sie Bilder von der Seite kopiert und dann eigenhändig auf seine seite hochlädt, bestenfalls noch mit entfernter Signatur. Meine Meinung dazu habe ich ja in meinem Blog http://www.wolfe-photography.de/vorschaubild-in-facebook-grund-zur-abmahnung/ kundgetan.
Astrid Radtke 4. Januar 2013 um 14:59
Ich denke auch, dass in erster Linie der Betreiber einer Seite für die Bilder verantwortlich ist. Es kommt ja noch der Umstand hinzu, dass er ein Bild unrechtmäßig erworben hat, dann würde dem Verlinkenden die Beweispflicht zukommen. Das kann so nicht sein.
Im Grunde sollte man diese Abmahner ein paar mal so richtig auflaufen lassen, damit sich für die der „Spaß“ nicht mehr lohnt. Gerade solche Meldungen verunsichern und treiben viel mehr Angemahnte dazu, gleich zu bezahlen (wozu RA Schwenke ja rät), statt den Gerichtsweg zu beschreiten.
Mir sind da konkrete Urteile, wie Sie, Frau Diercks, sie hier eingestellt haben, doch wesentlich konkreter als einen „Fall“ zu beschreiben, der noch offen ist, vielleicht auch nie verhandelt wurde.
Viktor 4. Januar 2013 um 16:01
Ich hätte jetzt eine Möglichkeit zu bieten, die das Einbinden von Thumbnails egal bei welchem Dienst verhindert! Damit wird selbst Google keine Bilder mehr in der Bildersuche anzeigen!
Michael Sittig 4. Januar 2013 um 17:24
Spielt es nicht auch eine Rolle, mit welchem Adressatenkreis ich Link und Vorschaubild teile? Hier wurde Link und Foto wohl auf eine gewerbliche (öffentliche) Seite gepostet. Teile ich einen Link mit Vorschaubild im Kreis meiner, sagen wir, 50 Facebook-Freunde, indem ich die Sichtbarkeit entsprechend einstelle, habe ich das Bild doch nicht öffentlich zugänglich gemacht, oder?
RA Michael Seidlitz (@MichaelSeidlitz) 4. Januar 2013 um 17:36
auch ich sehe es auch mehr wie die Kollegen Stephan Dirks und Thomas Schwenke, weil ich denke, dass der BGH ausschließlich Suchmaschinen privilegieren wollte.
Dieter Caspar 4. Januar 2013 um 22:40
Auch ich vertrete die Ansicht, dass die Thumbnail-Entscheidung des BGH mit der Verlinkung von Vorschaubilder auf Facebook vergleichbar. Der entscheidende Punkt ist doch, dass wenn ich auf meiner Webseite Bilder einstelle, ohne das ich Vorkehrung gegen eine Verbreitung als Vorschaubild getroffen habe, ich grundsätzlich davon ausgehen muss, dass diese auch für jeden öffentlich zugänglich sind.
DJ Flamara 4. Januar 2013 um 23:14
Ich muss mich hier mal wolferl1 anschliessen. Als Inhaber eines Webradiochannels habe ich auch paralel eine Facebookseite laufen. Wird also nun meine Radioseite verlinkt, erscheint bei Facebookkommentaren ein zufälliges Bild von der Seite und bei Posts kann man es auswählen. Dort wo ich also verlinkt werde, werden also Auszüge aus meinem Programm angezeigt. So etwas sehe ich dankbar als kostenlose Werbung an. Da durch das Klicken auf das Vorschaubild auch gleichzeitig meine Seite geöffnet wird sehe ich keine Urheberrechtlichen Verletzungen.
Es ist natürlich möglich auf der Webseite eine Rechtsklicksperre einzubauen, damit die Bilder von dort nicht kopiert werden können. Hier wären wir aber schon wieder aus der Thumbnailproblematik draussen. Die einzige Möglichkeit dennoch an ein Bild auf der Website zu kommen, würe z. B. über einen Screenshot. Hier würde dann, weil der eingebaute Schutz umgangen wurde, eine Straftat beginnen. Erst ab diesem Punkt würde ich einer Abmahnung zustimmen.
winston0677 5. Januar 2013 um 02:03
Reblogged this on Interessantes WWW und kommentierte:
Andreas Moser 5. Januar 2013 um 13:16
Da ist wieder so eine Abmahnung, die ich getrost ignorieren würde.
Astrid Radtke 5. Januar 2013 um 13:28
Für mich ergibt sich eine andere Frage, warum muss ein Abmahner gleich so aggressiv vorgehen? Vor allem dem Poster in sozialen(!) Netzwerken wird gleich Kriminalität unterstellt.
Bei mir hatte jemand mal einen Artikel 1:1 kopiert und als ich ihn darauf aufmerksam machte, hat er mit meinem Artikel verlinkt.
Eine Autorin hatte einen Artikel kopiert (auf meine Frage: „Weil es gerade so schön passte“). Ich wurde daraufhin angeschrieben und habe den Artikel mit dem Autor verlinkt.
Social Media Recht 8. Januar 2013 um 10:28
Danke für den Kommentar. Allerdings stellt die Abmahnung eben genau den Hinweis dar, den Sie fordern. Ein Gericht befasst sich mit einer Abmahnung überhaupt nicht. Wenn Sie mögen können Sie die folgenden beiden Artikel einmal lesen. Dort ist alles genau erklärt.
fritz teich (@fritzteich) 5. Januar 2013 um 19:11
Das entscheidende ist nicht die Technik, sondern der auch ohne robots.txt zu vermutende Wille, das venire contra factum proprium. Es gibt auch Treu und Glauben.
Stephan Lahl 6. Januar 2013 um 10:47
Ich finde die Auseinandersetzung mit der Thumbnail-Entscheidung des BGH durchaus spannend, wenngleich ich die erfolgreiche Heranziehung auch eher skeptisch bewerte.
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E. Völler 6. Januar 2013 um 15:40
Mich würde mal interessieren, woraus sich der hier erwähnte Privilegierungsgedanke bzgl. Suchmaschinen ableiten soll. Der BGH hat zwar in seiner Vorschaubilder-I-Entscheidung – gewissermaßen in einem Nachtrag – ausgeführt, dass für einen Suchmaschinenbetreiber eine Einzelfallprüfung unzumutbar sei, jedoch war dies nur eine zusätzliche Bekräftigung, nicht aber die eigentliche Begründung für die mangelnde Rechtswidrigkeit des Eingriffs, die bereits vorher festgestellt worden war und bei der allein auf das (widersprüchliche) Verhalten des Urhebers abgestellt wurde.
Der tragende Leitgedanke der Entscheidung beruhte demnach darauf, dass Urheber, die Bilder ohne (technische) Einschränkung ins Internet stellen und dort öffentlich zugänglich machen, mit „nach den Umständen üblichen Nutzungshandlungen“ rechnen müssen und daher darin einwilligen.
Dass das Teilen auf Facebook im Zeitalter von Social Media „eine nach den Umständen übliche Nutzungshandlung ist“, will heute wohl niemand mehr ernsthaft infragestellen.
Wenn Urheber damit nicht einverstanden sind, sind sie verpflichtet, „von technischen Möglichkeiten Gebrauch zu machen, um die Abbildungen ihrer Werke von der Suche und der Anzeige durch Bildersuchmaschinen in Form von Vorschaubildern auszunehmen“.
E. Völler 6. Januar 2013 um 16:10
Zitat: „Ein Urheber oder Berechtigter sichert seine Bilder mittels vorgenannter Technik gegen die Vorschaufunktion. Doch oh weh. Ein anderer Seitenbetreiber hat das Bild geklaut. Und nun verlinkt ein Facebook-Nutzer die Seite mit dem geklauten Bild auf Facebook. Und, oops, natürlich erscheint eben dieses Bild auf Facebook in der Vorschau. Da, wo es eigentlich nicht hinsollte. Und schon haben wir wieder ein Problem, dass durch die OpenGraph-Funktion nicht gelöst ist.
Den eigentlichen Bilder-Dieb außen vor lassend, fragen wir uns, was passiert dann mit dem Facebook-Nutzer?“ … „Es gibt keine Gerichtsentscheidung zu der Frage.“ – Zitat Ende.
Der BGH hat in der Vorschaubilder-I-Entscheidung in einem obiter dictum festgestellt: „In dem – hier nicht zu entscheidenden – Fall, dass Bilder von dazu nicht berechtigten Personen eingestellt werden, kann der Betreiber der Bildersuchmaschine zwar aus deren Verhalten keine Berechtigung für einen Eingriff in Urheberrechte Dritter herleiten. In einem solchen Fall kommt jedoch in Betracht, dass die Haftung des Betreibers der Suchmaschine auf solche Verstöße beschränkt ist, die begangen werden, nachdem er auf eine klare Rechtsverletzung hingewiesen worden ist.“
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