Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20170725_OGH0002_009OBA00044_17M0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-01-22 09:15:36
Document Index: 243970561

Matched Legal Cases: ['OGH', '§8', '§23', '§ 8', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 29', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 48', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 23', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 36', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§23', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 48', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 273', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1014', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 48', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 48', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 8', 'OGH', 'OGH', '§4', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1014', 'OGH', '§ 48', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 48', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 4', 'OGH', '§ 8', 'OGH', 'OGH', '§50', '§ 50', '§ 510', 'OGH', 'OGH', '§ 50', '§ 510', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 510', '§ 510', 'OGH', 'OGH', '§ 70', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 54', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§23', '§8', '§ 8', 'OGH', '§ 8', 'OGH', 'OGH', '§8', '§ 7', '§ 8', '§ 23', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 23', '§ 8', '§ 8', '§ 7', '§ 7', '§ 8', '§ 16', '§ 6', '§ 8', '§ 7', '§ 8', '§ 1', '§ 23', '§ 23', '§ 7', '§ 8', '§ 7', '§ 7', '§ 8', '§ 23', '§ 510', '§ 54', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 9ObA44/17m - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 4Ob139/59 4Ob79/74 4Ob1...
RS0043295
4Ob139/59; 4Ob79/74; 4Ob13/81; 4Ob143/81 (4Ob144/81); 9ObA97/87; 9ObA113/89; 9ObA257/89; 9ObA11/91; 9ObA365/53; 8ObS3/94; 8ObA279/94; 9ObA100/95; 9ObA295/00y; 9ObA79/04i; 8ObA87/05k; 9ObA59/06a; 9ObA79/07v; 8ObA16/09z; 9ObA154/09a; 8ObA22/10h; 9ObA22/11t; 9ObA159/11i; 9ObA124/12v; 9ObA8/14p; 9ObA12/15b; 9ObA25/16s; 9ObA27/17m; 9ObA44/17m; 8ObA7/17p; 9ObA151/17x
AngG §8 Abs1
AngG §23 Abs1 IC
Bei der Berechnung des Entgeltes nach § 8 AngG und bei der Bemessung der Abfertigung ist der Monatsdurchschnitt des letzten Jahres heranzuziehen, wenn die Monatsentgelte Schwankungen unterliegen.
4 Ob 139/59
Entscheidungstext OGH 09.02.1960 4 Ob 139/59
Veröff: Arb 7170 = JBl 1960,613
4 Ob 79/74
Entscheidungstext OGH 18.02.1975 4 Ob 79/74
Veröff: EvBl 1975/239 S 525 = Arb 9321 = DRdA 1976,253 (Klein) = SozM IA/e,1121
4 Ob 13/81
Entscheidungstext OGH 17.02.1981 4 Ob 13/81
Ähnlich; Beisatz: Es kommt auf den Durchschnittsverdienst an. (T1) Veröff: Arb 9942
Beisatz: Dies gilt auch für die Berechnung der Höhe der Kündigungsentschädigung nach § 29 Abs 1 AngG. (T2)
9 ObA 97/87
Entscheidungstext OGH 18.11.1987 9 ObA 97/87
Vgl auch; Veröff: ZAS 1988/13 S 121 (Andexlinger/Spitzl)
9 ObA 113/89
Entscheidungstext OGH 12.07.1989 9 ObA 113/89
Auch; Beisatz: Wurden die Überstunden daher regelmäßiger Bestandteil des Entgelts der Klägerin, sind sie in rückschauender Betrachtung auch für die Höhe der Abfertigung und für die Bemessung des Ersatzanspruches der Kündigungsentschädigung zu berücksichtigen. (T3)
9 ObA 257/89
Entscheidungstext OGH 27.09.1989 9 ObA 257/89
9 ObA 11/91
Entscheidungstext OGH 13.02.1991 9 ObA 11/91
Auch; Beisatz: § 48 ASGG (T4)
9 ObA 365/53
Entscheidungstext OGH 26.01.1994 9 ObA 365/53
8 ObS 3/94
Entscheidungstext OGH 13.04.1994 8 ObS 3/94
Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T3
8 ObA 279/94
Entscheidungstext OGH 27.10.1994 8 ObA 279/94
Auch; Beisatz: Zuzüglich der auch in größeren Abschnitten oder nur einmal im Jahr zur Auszahlung gelangenden Aushilfen, Remunerationen, Zulagen usw. (T5)
9 ObA 295/00y
Entscheidungstext OGH 07.06.2001 9 ObA 295/00y
9 ObA 79/04i
Entscheidungstext OGH 15.12.2004 9 ObA 79/04i
8 ObA 87/05k
Entscheidungstext OGH 30.03.2006 8 ObA 87/05k
9 ObA 59/06a
Entscheidungstext OGH 27.09.2006 9 ObA 59/06a
Auch; Beisatz: Bei der Bemessung ist grundsätzlich ein Beobachtungszeitraum von 12 Monaten zu wählen und der monatliche Durchschnittswert für die Bemessungsgrundlage anzusetzen. (T6)
9 ObA 79/07v
Entscheidungstext OGH 08.08.2007 9 ObA 79/07v
8 ObA 16/09z
Entscheidungstext OGH 02.04.2009 8 ObA 16/09z
Auch; Beisatz: Nach § 23 Abs 1 AngG stellt das für den letzten Monat des Dienstverhältnisses gebührende Entgelt die Basis der Berechnung des Abfertigungsanspruchs dar. Auf die Fälligkeit kommt es nicht an. Schwankt die Höhe des Entgelts innerhalb des letzten Jahres vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses, ist ein Zwölftel des gesamten Entgelts dieses Jahres als Bemessungsgrundlage der Abfertigung zu Grunde zu legen. Dabei macht es keinen Unterschied, ob diese Schwankungen durch variable Prämien, Zulagen, Provisionen, Sonderzahlungen oder Überstundenentgelte bewirkt werden. (T7)
9 ObA 154/09a
Entscheidungstext OGH 11.05.2010 9 ObA 154/09a
nur: Bei der Bemessung der Abfertigung ist der Monatsdurchschnitt des letzten Jahres heranzuziehen, wenn die Monatsentgelte Schwankungen unterliegen. (T8); Beis wie T7
Vgl auch; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T7
9 ObA 22/11t
Entscheidungstext OGH 27.07.2011 9 ObA 22/11t
9 ObA 159/11i
Entscheidungstext OGH 29.05.2012 9 ObA 159/11i
Vgl; Beisatz: § 36 Abs 2 AngG geht vom arbeitsrechtlichen weiten Entgeltbegriff aus. (T9)
9 ObA 124/12v
Entscheidungstext OGH 29.01.2013 9 ObA 124/12v
Auch; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Hier: Zur Frage der (Nicht‑)Berücksichtigung von Entgeltansprüchen aus Gleitzeitguthaben. (T10)
9 ObA 8/14p
Entscheidungstext OGH 29.04.2014 9 ObA 8/14p
Auch; Beis wie T7; Beisatz: Die auf das letzte Jahr vor Beendigung des Dienstverhältnisses abstellende Durchschnittsberechnung kommt nur für eine Leistung des Arbeitgebers in Betracht, die für den letzten Monat (noch) gebührt. (T11)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Schwankendes Entgelt aufgrund saisonal sehr unterschiedlicher Flugeinsatzzeiten der Arbeitnehmerin. (T12)
9 ObA 25/16s
Entscheidungstext OGH 29.11.2016 9 ObA 25/16s
9 ObA 27/17m
Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 ObA 27/17m
9 ObA 44/17m
Entscheidungstext OGH 25.07.2017 9 ObA 44/17m
8 ObA 7/17p
Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 ObA 7/17p
9 ObA 151/17x
Entscheidungstext OGH 30.08.2018 9 ObA 151/17x
Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Abfertigung. (T13)
Jahresdurchschnitt, Einkommensunterschiede, Entgeltsunterschiede
ECLI:AT:OGH0002:1960:RS0043295
JJR_19600209_OGH0002_0040OB00139_5900000_005
Rechtssatz für 4Ob67/73 4Ob13/81 4Ob63...
RS0028490
4Ob67/73; 4Ob13/81; 4Ob63/81; 4Ob164/85; 9ObA138/87; 9ObA97/87; 9ObS1/89; 9ObA113/89; 9ObA257/89; 9ObA145/90; 9ObA76/94; 8ObA277/94; 9ObA203/94; 9ObA100/95; 9ObA2019/96v; 8ObA42/98d; 9ObA224/00g; 9ObA125/01z; 9ObA146/02i; 9ObA59/06a; 9ObA22/11t; 9ObA124/12v; 9ObA8/14p; 9ObA27/17m; 9ObA44/17m; 9ObA151/17x
AngG §23 IC
"Monatsentgelt" umfaßt neben dem eigentlichen Gehalt auch die übrigen regelmäßigen Leistungen.
4 Ob 67/73
Entscheidungstext OGH 09.10.1973 4 Ob 67/73
Veröff: Arb 9159 = SozM IC,857
Beisatz: Regelmäßig im Monat wiederkehrenden Bezüge, aber auch die in größeren Zeitabschnitten oder nur einmal im Jahr zur Auszahlung gelangenden Entgeltbeträge, wie etwa Aushilfen, Urlaubsaushilfen, Remunerationen, Zulagen oder Prämien. (T1)
4 Ob 63/81
Entscheidungstext OGH 07.07.1981 4 Ob 63/81
Beisatz: Bauzulage (T2) Beis wie T1; Veröff: Arb 9999 = ZAS 1984,18 (Steinbauer)
Beis wie T1; Veröff: SZ 58/199
9 ObA 138/87
Entscheidungstext OGH 18.11.1987 9 ObA 138/87
Beisatz: Hier: Regelmäßig geleistete Überstunden. (T3)
Auch; Beis wie T1; Veröff: ZAS 1988/13 S 121 (Andexlinger/Spitzl)
9 ObS 1/89
Entscheidungstext OGH 15.03.1989 9 ObS 1/89
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: IESG - Berechnung. (T4)
Beis wie T1; Beis wie T3; Veröff: WBl 1990,80
9 ObA 145/90
Entscheidungstext OGH 27.06.1990 9 ObA 145/90
Auch; Beisatz: Gewinnprämie (T5) Veröff: Arb 10873
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Auch die private Personenkraftwagenbenützung oder Dienstwohnungen. (T6)
8 ObA 277/94
Entscheidungstext OGH 13.10.1994 8 ObA 277/94
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Gewinnbeteiligung des letzten Jahres (§ 48 ASGG). (T7)
9 ObA 203/94
Entscheidungstext OGH 30.11.1994 9 ObA 203/94
9 ObA 2019/96v
Entscheidungstext OGH 15.05.1996 9 ObA 2019/96v
Vgl auch; Beisatz: Auch der Naturalbezug von Freiflugtickets und Dienstkleidung, unabhängig von einer Widerrufbarkeit - Durchschnitt des letzten Jahres. (T8)
8 ObA 42/98d
Entscheidungstext OGH 12.02.1998 8 ObA 42/98d
Vgl auch; Beisatz: Hier: Provisionen eines Fußballtrainers für gelegentlich vermittelte Werkverträge - verneint. (T9); Beisatz: Privatnutzung des PKW - Schätzung nach § 273 Abs 1 ZPO. (T10)
9 ObA 224/00g
Entscheidungstext OGH 23.05.2001 9 ObA 224/00g
Vgl auch; Beisatz: Der Entgeltbegriff des AngG ist ein umfassender; er mitumfasst neben dem eigentlichen Gehalt auch die übrigen zusätzlichen Zahlungen, insbesondere auch Sonderzahlungen. (T11)
9 ObA 125/01z
Entscheidungstext OGH 11.07.2001 9 ObA 125/01z
Beis wie T1 nur: Regelmäßig im Monat wiederkehrenden Bezüge, aber auch die in größeren Zeitabschnitten oder nur einmal im Jahr zur Auszahlung gelangenden Entgeltbeträge. (T12); Beis wie T7
9 ObA 146/02i
Entscheidungstext OGH 13.11.2002 9 ObA 146/02i
Besi wie T11
Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Unregelmäßig gewährter, in 12-tel Anteilen monatlich ausbezahlter Jahresbonus. (T13)
Auch; Beis wie T7 nur: Gewinnbeteiligung des letzten Jahres. (T14)
Auch; Beisatz: Hier: Zur Frage der (Nicht‑)Berücksichtigung von Entgeltansprüchen aus Gleitzeitguthaben. (T15)
Auch; Beisatz: Hier: Abfertigung. (T16)
Auto, Abfertigung, Bemessung
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0028490
JJR_19731009_OGH0002_0040OB00067_7300000_001
Rechtssatz für 4Ob63/75 4Ob11/77 4Ob23...
RS0031505
4Ob63/75; 4Ob11/77; 4Ob23/77 (4Ob24/77 -4Ob61/77); 4Ob104/78 (4Ob105/78); 4Ob41/79; 4Ob13/81; 4Ob34/81; 14Ob114/86; 14ObA5/87; 9ObA19/87; 9ObA19/93; 9ObA94/94; 9ObA365/93; 9ObA249/94; 8Ob30/95; 8Ob31/95; 8Ob6/96; 9ObA2019/96v; 8ObA2312/96z; 8ObA2342/96m; 8ObA2046/96g; 9ObA98/98x; 9ObA344/98y; 9ObA57/00y; 9ObA295/00y; 9ObA220/02x; 8ObA72/04b; 9ObA143/06d; 9ObA46/11x; 7Ob28/12m; 9ObA92/15t; 9ObA44/17m
Entgelt umfasst nach dem auf dem Gebiet des Arbeitsrechts üblichen Sprachgebrauch jede Leistung, die der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber dafür bekommt, dass er ihm seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt.
4 Ob 11/77
Entscheidungstext OGH 29.03.1977 4 Ob 11/77
Veröff: SZ 50/46 = Arb 9573 = JBl 1979,215
4 Ob 23/77
Entscheidungstext OGH 19.04.1977 4 Ob 23/77
Veröff: Arb 9579 = DRdA 1978,252 (B Schwarz)
4 Ob 104/78
Entscheidungstext OGH 08.05.1979 4 Ob 104/78
Beisatz: Hier: Art IX Abs 2 UrlG (T1)
Veröff: SZ 52/75 = EvBl 1979/203 S 516 = Arb 9781 = JBl 1980,439 = ZAS 1980,3 (mit Anmerkung von Schrank) = IndS 1979,1150
4 Ob 41/79
Entscheidungstext OGH 12.06.1979 4 Ob 41/79
Veröff: Arb 9798 = IndS 1980,1194 = SozM IIIE,487
4 Ob 34/81
Entscheidungstext OGH 07.07.1981 4 Ob 34/81
Veröff: Arb 9997 = ZAS 1983,24 (mit Kommentar von Fischer)
14 Ob 114/86
Entscheidungstext OGH 15.07.1986 14 Ob 114/86
Veröff: RdW 1986,314 = WBl 1987,44 = Arb 10543
Beisatz: Es ist aber nach der Rechtsprechung eine gewisse Regelmäßigkeit der Zuwendung erforderlich. (T2)
Veröff: ZAS 1988,172 (Stöhr - Kohlmaier) = DRdA 1989,201 (Ch Klein)
9 ObA 19/87
Entscheidungstext OGH 17.06.1987 9 ObA 19/87
Vgl auch; Beisatz: Kein Entgelt ist die Vergütung von Auslagen und Aufwendungen des Arbeitnehmers im Interesse des Arbeitgebers, deren Ersatz er in analoger Anwendung des § 1014 ABGB vom Arbeitgeber fordern kann. (T3)
Veröff: SZ 60/112 = Arb 10667
Auch; Beisatz: Also auch Leistungen zusätzlicher Art oder erfolgsorientierte Entgeltsarten. (T4)
Beis wie T3 nur: Kein Entgelt ist die Vergütung von Auslagen und Aufwendungen des Arbeitnehmers. (T5)
Beisatz: Eine als Aufwandsentschädigung bezeichnete Leistung ist aber Entgelt, wenn sie tatsächlich keine Aufwandsfunktion erfüllt und kein anderer Rechtsgrund in Betracht kommt (hier Organisationspauschale). Der Wert der Privatnutzung des Dienstkraftwagens ist Gehaltsbestandteil. (T6)
9 ObA 94/94
Entscheidungstext OGH 08.06.1994 9 ObA 94/94
Beisatz: Hier: Gegen jederzeitigen Widerruf gewährte Prämie. (T7)
9 ObA 365/93
Entscheidungstext OGH 26.01.1994 9 ObA 365/93
Auch; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Zulagen sind grundsätzlich Entgelt, soferne sie nicht die Funktion einer Aufwandsentschädigung haben. (T8)
9 ObA 249/94
Entscheidungstext OGH 11.01.1995 9 ObA 249/94
Beisatz: Leistungen Dritter sind dem Arbeitsentgelt zuzurechnen, wenn zwischen dem Dienstgeber und dem Dienstnehmer entsprechende vertragliche Vereinbarungen getroffen wurden oder wenn sich eine Zuordnung der Leistungen aus den sonstigen Umständen ergibt; so wenn sie etwa für Tätigkeiten gewährt werden, die zu den dienstvertraglich geschuldeten zählen. (§ 48 ASGG) (T9)
Veröff: SZ 68/1
8 Ob 30/95
Entscheidungstext OGH 16.11.1995 8 Ob 30/95
Beisatz: Somit auch die Sonderzahlungen. (T10)
8 Ob 31/95
Entscheidungstext OGH 29.02.1996 8 Ob 31/95
8 Ob 6/96
Entscheidungstext OGH 11.07.1996 8 Ob 6/96
Beisatz: Hier: Auch dem Naturalbezug von Freiflugtickets und Dienstkleidung kommt Entgeltcharakter zu. (T11)
8 ObA 2312/96z
Entscheidungstext OGH 28.11.1996 8 ObA 2312/96z
Vgl; Beis wie T6 nur: Eine als Aufwandsentschädigung bezeichnete Leistung ist aber Entgelt, wenn sie tatsächlich keine Aufwandsfunktion erfüllt und kein anderer Rechtsgrund in Betracht kommt. (T12)
Beisatz: Vergütung von Fahrtauslagen über das Ausmaß der tatsächlichen, dem Arbeitgeber nachgewiesenen Auslagen hinaus. (T13)
Beisatz: § 48 ASGG. (T14)
8 ObA 2342/96m
Entscheidungstext OGH 16.01.1997 8 ObA 2342/96m
Beisatz: Hier: Prämien. (T15)
8 ObA 2046/96g
Entscheidungstext OGH 30.01.1997 8 ObA 2046/96g
Veröff: SZ 70/20
9 ObA 98/98x
Entscheidungstext OGH 10.06.1998 9 ObA 98/98x
9 ObA 344/98y
Entscheidungstext OGH 10.02.1999 9 ObA 344/98y
9 ObA 57/00y
Entscheidungstext OGH 02.03.2000 9 ObA 57/00y
Vgl auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Anwesenheitsprämie und Schichtzulage. (T16)
9 ObA 220/02x
Entscheidungstext OGH 22.01.2003 9 ObA 220/02x
Veröff: SZ 2003/3
8 ObA 72/04b
Entscheidungstext OGH 30.06.2005 8 ObA 72/04b
Beisatz: Der Begriff Entgelt ist weit auszulegen. (T17)
Beisatz: Hier: Druckwerkszulage. (T18)
9 ObA 143/06d
Entscheidungstext OGH 28.03.2007 9 ObA 143/06d
Vgl auch; Veröff: SZ 2007/49
Beis wie T17; Beisatz: Dabei kommt es nicht auf die Bezeichnung, sondern nur auf die tatsächliche Funktion der Leistung an. Auch alle Arten von Naturalleistungen oder Sachzuwendungen sind dem Entgelt zuzurechnen. (T19)
Vgl; Vgl auch Beis wie T3; Beisatz: Hier: Dienstgeberanteile zur Sozialversicherung. (T20)
Beisatz: Hier: Diensterfindungsvergütung iSd § 8 Abs 1 PatG. (T21)
Auto, Angestellte, Lohn, Gehalt, Belohnung, Bezug, Dienstfahrzeug, Pauschale, Naturalbezug, Freiflugticket, Dienstkleidung
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0031505
JJR_19760113_OGH0002_0040OB00063_7500000_005
Rechtssatz für 4Ob104/78 (4Ob105/78) 4O...
RS0030847
4Ob104/78 (4Ob105/78); 4Ob158/82; 4Ob43/85; 4Ob31/85; 4Ob78/85; 9ObA19/87; 9ObA148/87; 9ObA213/88; 9ObS12/88; 9ObA204/90; 9ObA11/91; 9ObA19/93; 9ObA203/94; 9ObA2019/96v; 8ObS208/02z; 9ObA220/02x; 9ObA101/03y; 8ObS8/04s; 2Ob15/09h; 9ObA8/10g; 8ObS21/11p; 7Ob28/12m; 9ObA25/16s; 9ObA44/17m
AVRAG §4 Abs2
UrlG ArtIX Abs2
Der Begriff "Entgelt" ist weit auszulegen und umfasst daher im Sinne des auf dem Gebiet des Arbeitsrechtes allgemein üblichen Sprachgebrauches jede Leistung, die der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber dafür bekommt, dass er ihm seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt, also neben dem eigentlichen Gehalt oder Lohn auch alle anderen, ordentlichen oder außerordentlichen Bezüge, also einschließlich der Anteile an allfälligen Sonderzahlungen.
Veröff: SZ 52/75 = EvBl 1979/203 S 516 = Arb 9781 = JBl 1980,439 = ZAS 1980,3 (mit Anmerkung von Schrank) = IndS 1979,1150 = DRdA 1981,239 (mit Anmerkung von Jabornegg)
4 Ob 158/82
Entscheidungstext OGH 06.09.1983 4 Ob 158/82
Auch; Veröff: RdW 1984,156 = Arb 10292
4 Ob 43/85
Entscheidungstext OGH 02.04.1985 4 Ob 43/85
Auch; Beisatz: Soweit es sich um einen Teil der Gegenleistung des Arbeitgebers für die Überlassung der Arbeitskraft durch den Arbeitnehmer handelt, gehören insbesondere auch Sonderzahlungen, Provisionen, Beihilfen, Gewinnbeteiligungen und dergleichen, aber auch alle Arten von Naturalleistungen des Arbeitgebers zum Gesamtentgelt. (T1) Veröff: RdW 1985,350 = Arb 10435
4 Ob 31/85
Entscheidungstext OGH 19.03.1985 4 Ob 31/85
nur: Der Begriff "Entgelt" ist weit auszulegen und umfasst daher im Sinne des auf dem Gebiet des Arbeitsrechtes allgemein üblichen Sprachgebrauches jede Leistung, die der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber dafür bekommt, dass er ihm seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt. (T2) Veröff: SZ 58/40 = ZAS 1987,16 (Petrovic) = RdW 1985,189 = Arb 10434
Auch; Veröff: RdW 1985,380
Vgl auch; Beisatz: Kein Entgelt ist die Vergütung von Auslagen und Aufwendungen des Arbeitnehmers im Interesse des Arbeitgebers, deren Ersatz er in analoger Anwendung des § 1014 ABGB vom Arbeitgeber fordern kann. (T3) Veröff: SZ 60/112 = RdW 1988,54 = Arb 10667
9 ObA 148/87
Entscheidungstext OGH 04.11.1987 9 ObA 148/87
Vgl auch; Beisatz: Darunter fällt auch ein Fahrtkostenzuschuss, wenn durch die Privatfahrt des Dienstnehmers von seinem Wohnort zu seinem Arbeitsort kein mit der Dienstleistung zusammenhängender Mehraufwand entsteht. (§ 48 ASGG). (T4)
9 ObA 213/88
Entscheidungstext OGH 14.09.1988 9 ObA 213/88
nur T2; Veröff: WBl 1989,125
9 ObS 12/88
Entscheidungstext OGH 16.11.1988 9 ObS 12/88
Auch; Veröff: SZ 61/254
9 ObA 204/90
Entscheidungstext OGH 29.08.1990 9 ObA 204/90
Auch; nur T2; Veröff: SZ 63/143 = JBl 1991,200 = Arb 10891
nur T2; Beisatz: § 48 ASGG (T5) Veröff: RdW 1991,270
Auch; nur T2; Beisatz: Also auch Leistungen zusätzlicher Art oder erfolgsorientierte Entgeltsarten. (T6); Beis wie T3 nur: Kein Entgelt ist die Vergütung von Auslagen und Aufwendungen des Arbeitnehmers. (T7); Beisatz: Eine als Aufwandsentschädigung bezeichnete Leistung ist aber Entgelt, wenn sie tatsächlich keine Aufwandsfunktion erfüllt und kein anderer Rechtsgrund in Betracht kommt (hier Organisationspauschale). Der Wert der Privatnutzung des Dienstkraftwagens ist Gehaltsbestandteil. (T8) Veröff: WBl 1993,223
Beisatz: Hier: Auch dem Naturalbezug von Freiflugtickets und Dienstkleidung kommt Entgeltcharakter zu. (T9)
8 ObS 208/02z
Entscheidungstext OGH 19.12.2002 8 ObS 208/02z
Vgl auch; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Reisekosten sind grundsätzlich als Aufwandersatz, nicht als Entgelt, zu qualifizieren. (T10)
nur T2; Beis wie T1; Veröff: SZ 2003/3
9 ObA 101/03y
Entscheidungstext OGH 17.03.2004 9 ObA 101/03y
nur T2; Beisatz: Zulagen, Zuschläge, Beihilfen, Gewinnbeteiligungen, Provisionen, aber auch Naturalleistungen des Arbeitgebers sind daher grundsätzlich "Entgelt". (T11)
8 ObS 8/04s
Entscheidungstext OGH 24.06.2004 8 ObS 8/04s
Vgl auch; Beisatz: Urlaubsbeihilfe. (T12)
9 ObA 8/10g
Entscheidungstext OGH 26.05.2010 9 ObA 8/10g
Auch; nur T2; Beisatz: § 4 Abs 2 erster Satz AVRAG sichert den Arbeitnehmern das Entgelt, mit dem sie nach dem früheren Kollektivvertrag gesichert rechnen konnten. (T13)
8 ObS 21/11p
Entscheidungstext OGH 30.05.2012 8 ObS 21/11p
Vgl; Vgl auch Beis wie T3; Beisatz: Hier: Dienstgeberanteile zur Sozialversicherung. (T14)
Beisatz: Darunter fallen auch alle Arten von Naturalleistungen des Arbeitgebers. (T15)
Beisatz: Hier: Diensterfindungsvergütung iSd § 8 Abs 1 PatG. (T16)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0030847
JJR_19790508_OGH0002_0040OB00104_7800000_005
Rechtssatz für 1Ob1/09t 9Ob48/09p 1Ob8...
RS0124588
1Ob1/09t; 9Ob48/09p; 1Ob8/10y; 9Ob34/10f; 3Ob90/11y; 4Ob104/11i; 3Ob182/11b; 1Ob258/11i; 9Ob65/12t; 7Ob24/13z; 9Ob41/12p; 8Ob106/12i; 7Ob74/13b; 1Ob185/13g; 9ObA115/13x; 4Ob188/13w; 4Ob133/13g; 7Ob175/13f; 1Ob27/14y; 7Ob28/14i; 9ObA68/14m; 1Ob119/14b; 9ObA51/15p; 2Ob108/15v; 8ObA78/15a; 1Ob17/16f; 2Ob124/16y; 9ObA57/16x; 9ObA44/17m; 2Ob165/16b; 1Ob116/17s; 9Ob84/17v; 8ObA23/18t; 1Ob157/18x; 4Ob171/18b; 2Ob113/18h; 2Ob170/18s; 9Ob92/18x
ZPO §50 Abs1
Müsste der Oberste Gerichtshof infolge Abänderung der Entscheidung in der Hauptsache gemäß § 50 Abs 1 Satz 1 ZPO auch über die Verfahrenskosten erster und zweiter Instanz entscheiden, kann er in sinngemäßer Anwendung des § 510 Abs 1 letzter Satz ZPO die Kostenentscheidung des Berufungsgerichts aufheben und diesem eine neuerliche Kostenentscheidung auftragen, wenn dafür eingehende Berechnungen notwendig sind (hier: langes Verfahren, sieben Prozessbeteiligte, wiederholte Klageeinschränkungen, Teilabweisung).
1 Ob 1/09t
Entscheidungstext OGH 26.02.2009 1 Ob 1/09t
9 Ob 48/09p
Entscheidungstext OGH 29.10.2009 9 Ob 48/09p
Auch; nur: Müsste der Oberste Gerichtshof infolge Abänderung der Entscheidung in der Hauptsache gemäß § 50 Abs 1 Satz 1 ZPO auch über die Verfahrenskosten erster und zweiter Instanz entscheiden, kann er in sinngemäßer Anwendung des § 510 Abs 1 letzter Satz ZPO die Kostenentscheidung des Berufungsgerichts aufheben und diesem eine neuerliche Kostenentscheidung auftragen, wenn dafür eingehende Berechnungen notwendig sind. (T1)
Beisatz: Im vorliegenden Fall ergibt sich die Notwendigkeit eingehender Berechnungen unter anderem daraus, dass Klagsänderungen vorgenommen wurden, somit verschiedene Verfahrensabschnitte zu bilden sind und der Akt insgesamt acht umfangreiche Bände umfasst. (T2)
Veröff: SZ 2009/146
1 Ob 8/10y
Entscheidungstext OGH 09.03.2010 1 Ob 8/10y
9 Ob 65/12t
Entscheidungstext OGH 24.04.2013 9 Ob 65/12t
7 Ob 24/13z
Entscheidungstext OGH 27.03.2013 7 Ob 24/13z
Auch; Veröff: SZ 2013/72
7 Ob 74/13b
Entscheidungstext OGH 17.09.2013 7 Ob 74/13b
Vgl auch; Beisatz: Hier: Analoge Anwendung des § 510 Abs 1 letzter Satz ZPO. (T3)
Auch; Beisatz: Wenn der Oberste Gerichtshof sogar die Entscheidung der Hauptsache dem Berufungsgericht übertragen kann (§ 510 Abs 1 letzter Satz ZPO), sofern die dafür erforderlichen eingehenden Berechnungen einen Zeitaufwand erfordern, der dem Höchstgericht nicht zugemutet werden soll, muss dies umso mehr für die Kostenfragen gelten, zumal sich aus den Rechtsmittelbeschränkungen der ZPO ergibt, dass der Oberste Gerichtshof grundsätzlich nicht mit Kostenfragen belastet werden soll. (T4)
1 Ob 27/14y
Entscheidungstext OGH 22.05.2014 1 Ob 27/14y
9 ObA 68/14m
Entscheidungstext OGH 29.10.2014 9 ObA 68/14m
Beisatz: Hier: Zahlreiche Klagsausdehnungen im erstinstanzlichen Verfahren. (T5)
Beis wie T4; Beisatz: Hier: Größenschluss aus § 70 Abs 3 letzter Satz AußStrG 2005. (T6)
Veröff: SZ 2015/20
9 ObA 51/15p
Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 ObA 51/15p
8 ObA 78/15a
Entscheidungstext OGH 25.11.2015 8 ObA 78/15a
Auch; Veröff: SZ 2015/131
1 Ob 17/16f
Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 17/16f
Auch; Beisatz: Hier: Vielzahl unterschiedlicher Verfahrensabschnitte mit unterschiedlichen Streitwerten und Erfolgsquoten. (T7)
Vgl auch; Beisatz: Hier insgesamt fünf Verfahrensabschnitte mit jeweils unterschiedlichem Obsiegen, Bestreitung etlicher Positionen als nicht zweckentsprechend. (T8)
9 ObA 57/16x
Entscheidungstext OGH 28.10.2016 9 ObA 57/16x
Veröff: SZ 2016/113
Beisatz: Hier: Mehrere Klagseinschränkungen und umfangreiche Einwendungen gemäß § 54 Abs 1a ZPO. (T9)
2 Ob 165/16b
Entscheidungstext OGH 28.09.2017 2 Ob 165/16b
8 ObA 23/18t
Entscheidungstext OGH 24.10.2018 8 ObA 23/18t
Beisatz: Hier: Verfahren über vier Rechtsgänge, Teilzuspruch, Klagseinschränkung. (T10)
1 Ob 157/18x
Entscheidungstext OGH 17.10.2018 1 Ob 157/18x
Ähnlich; Beisatz: Hier: Abänderung eines Urteils, das (nur) zur Verhandlung in erster Instanz mit zwei weiteren Verfahren verbunden war, sodass die Entscheidung über die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens nur gemeinsam getroffen werden kann. (T11)
4 Ob 171/18b
Entscheidungstext OGH 23.10.2018 4 Ob 171/18b
2 Ob 113/18h
Entscheidungstext OGH 17.12.2018 2 Ob 113/18h
Auch; Beisatz: Hier: Mehrere Verfahrensabschnitte mit unterschiedlichen Streitwerten und Erfolgsquoten, Bestreitung etlicher Positionen in den Einwendungen der beklagten Parteien gegen das Kostenverzeichnis. (T12)
9 Ob 92/18x
Entscheidungstext OGH 23.09.2019 9 Ob 92/18x
ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0124588
JJR_20090226_OGH0002_0010OB00001_09T0000_001
Rechtssatz für 9ObA96/11z 9ObA44/17m
RS0127205
9ObA96/11z; 9ObA44/17m
AngG §23 Abs1
PatG §8 Abs2
Auch eine Diensterfindungsvergütung iSd § 8 Abs 2 PatG kann einen abfertigungswirksamen Entgeltbestandteil darstellen.
9 ObA 96/11z
Entscheidungstext OGH 29.08.2011 9 ObA 96/11z
Veröff: SZ 2011/109
Beisatz: Hier. Diensterfindungsvergütung iSd § 8 Abs 1 PatG. Siehe dazu RS0131607. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127205
JJR_20110829_OGH0002_009OBA00096_11Z0000_001
Rechtssatz für 9ObA44/17m
RS0131607
9ObA44/17m
PatG §8 Abs1
Regelmäßige Diensterfindungsvergütungen, die ein nicht zur Erfindertätigkeit im Unternehmen des Dienstgebers angestellter und damit auch vorwiegend beschäftigter Dienstnehmer iSd § 7 Abs 3 lit b, c iVm § 8 Abs 1 PatG bezog, sind in die Bemessungsgrundlage der nach § 23 Abs 1 AngG gebührenden Abfertigung einzubeziehen.
ECLI:AT:OGH0002:2017:RS0131607
JJR_20170725_OGH0002_009OBA00044_17M0000_001
Entscheidungstext 9ObA44/17m
ARD 6564/10/2017 = RdW 2017/438 S 602 (Info aktuell) - RdW 2017,602 (Info aktuell) = EvBl-LS 2017/165 = ZAS‑Judikatur 2017/101 = RdW 2017/515 S 704 - RdW 2017,704 = DRdA‑infas 2017/189 S 347 - DRdA‑infas 2017,347 = RZ 2017,285 EÜ210 - RZ 2017 EÜ210 = Jus-Extra OGH-Z 6289 = wbl 2018,108/24 - wbl 2018/24 = ZTR 2017,213 = Arb 13.425 = ecolex 2018/236 S 547 (Zemann) - ecolex 2018,547 (Zemann)
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofs Dr. Hopf als Vorsitzenden, die Hofrätin des Obersten Gerichtshofs Hon.-Prof. Dr. Dehn und den Hofrat des Obersten Gerichtshofs Dr. Hargassner sowie die fachkundigen Laienrichter Mag. Klaus Oblasser und ADir. Gabriele Svirak als weitere Richter in der Arbeitsrechtssache der klagenden Partei DI Dr. M***** S*****, vertreten durch Dr. Herbert Holzinger, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei B***** GmbH, *****, vertreten durch Celar Senoner Weber-Wilfert Rechtsanwälte GmbH in Wien, wegen 159,95 EUR sA, über die außerordentliche Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 30. Jänner 2017, GZ 7 Ra 81/16g-68, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:
„Die beklagte Partei ist schuldig, der klagenden Partei den Betrag von 159,95 EUR samt 9,08 % Zinsen seit 1. 1. 2015 binnen 14 Tagen zu bezahlen.“
Die Kostenaussprüche der Vorinstanzen werden aufgehoben. Dem Berufungsgericht wird die Beschlussfassung über die Kosten der gesamten Verfahrenskosten aufgetragen.
Die Klägerin war im Unternehmen der Beklagten von 1. 3. 1989 bis 30. 6. 2014 als Chemikerin beschäftigt. Sie war nicht als Erfinderin angestellt.
Die Klägerin war an zwei Erfindungen (1991/1992 und 2007) beteiligt, wofür sie von der Beklagten jährlich abgerechnete Diensterfindungsvergütungen erhielt. Diese betrugen für 2013 210,43 EUR und für 2014 109,46 EUR.
Die Vorinstanzen wiesen das Begehren der Klägerin auf Zahlung einer Abfertigungsdifferenz von (zuletzt) 159,95 EUR, die ihr unter Berücksichtigung der in den Jahren 2013 und 2014 gezahlten Diensterfinder-vergütungen zustünde, ab. Die Klagsbehauptungen, die Klägerin sei ausdrücklich zur Erfindertätigkeit bei der Beklagten angestellt und damit auch tatsächlich vorwiegend beschäftigt gewesen, seien nicht erwiesen. Die von der Beklagten an die Klägerin geleisteten Diensterfinder-vergütungen stellten daher kein Entgelt für die Zurverfügungstellung der Arbeitskraft der Klägerin dar.
In ihrer gegen die Berufungsentscheidung wegen unrichtiger rechtlicher Beurteilung gerichteten außerordentlichen Revision beantragt die Klägerin die Abänderung des Berufungsurteils im Sinne einer Klagsstattgabe; hilfsweise wird ein Aufhebungsantrag gestellt.
Die Beklagte beantragt in ihrer vom Senat freigestellten Revisionsbeantwortung, die Revision der Klägerin mangels Vorliegens einer erheblichen Rechtsfrage zurückzuweisen, hilfsweise ihr nicht Folge zu geben.
1. Gemäß § 23 Abs 1 AngG gebührt dem Angestellten bei Auflösung des Dienstverhältnisses eine Abfertigung, die je nach Dauer des Dienstverhältnisses ein Vielfaches des dem Angestellten für den letzten Monat des Dienstverhältnisses gebührenden Entgelts beträgt. Der dem Abfertigungsanspruch zugrunde liegende Entgeltbegriff ist weit auszulegen; er umfasst jede Leistung, die der Arbeitnehmer dafür bekommt, dass er dem Arbeitgeber seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt, also neben dem eigentlichen Gehalt oder Lohn auch alle anderen, ordentlichen oder außerordentlichen Bezüge (9 ObA 25/16s; RIS-Justiz RS0030847; RS0031505). Darunter ist der sich aus den mit einer gewissen Regelmäßigkeit – wenn auch nicht jeden Monat – wiederkehrenden Bezügen ergebende Durchschnittsverdienst zu verstehen, der sich aus den regelmäßig im Monat wiederkehrenden Bezügen zuzüglich der auch in größeren Abschnitten oder nur einmal im Jahr zur Auszahlung gelangenden Aushilfen, Remunerationen, Zulagen usw zusammensetzt (9 ObA 13/15z; RIS-Justiz RS0028490 [T1]). Zum Ansatz für die Bemessungsgrundlage kommt dann der monatliche Durchschnittswert (RIS-Justiz RS0043295 [T6]). Abfertigungswirksam sind auch freiwillige regelmäßige Leistungen des Arbeitgebers, weil sie am Entgeltcharakter der Leistung nichts ändern (9 ObA 8/14p mwN).
2.1. Die Vergütung von Diensterfindungen ist in § 8 PatG geregelt. Nach dessen Abs 1 gebührt dem Dienstnehmer in jedem Falle für die Überlassung einer von ihm gemachten Erfindung an den Dienstgeber sowie für die Einräumung eines Benützungsrechts hinsichtlich einer solchen Erfindung eine angemessene besondere Vergütung. Wenn der Dienstnehmer jedoch ausdrücklich zur Erfindertätigkeit im Unternehmen des Dienstgebers angestellt und auch tatsächlich damit vorwiegend beschäftigt ist und wenn die ihm obliegende Erfindertätigkeit zu der Erfindung geführt hat, so gebührt ihm eine besondere Vergütung nur insoweit, als nicht schon in dem ihm auf Grund des Dienstverhältnisses im Hinblick auf seine Erfindertätigkeit zukommenden höheren Entgelt eine angemessene Vergütung für die Erfindung gelegen ist (Abs 2).
2.2. Eine vom Dienstgeber nach § 8 PatG zu vergütende Diensterfindung liegt nach § 7 Abs 3 PatG dann vor, wenn es sich um eine Erfindung eines Dienstnehmers handelt, die ihrem Gegenstande nach in das Arbeitsgebiet des Unternehmens, in dem der Dienstnehmer tätig ist, fällt und wenn a) entweder die Tätigkeit, die zu der Erfindung geführt hat, zu den dienstlichen Obliegenheiten des Dienstnehmers gehört oder b) wenn der Dienstnehmer die Anregung zu der Erfindung durch seine Tätigkeit in dem Unternehmen erhalten hat oder c) das Zustandekommen der Erfindung durch die Benützung der Erfahrungen oder der Hilfsmittel des Unternehmers wesentlich erleichtert worden ist. Liegt also eine Diensterfindung nach § 7 Abs 3 PatG vor, dann gebührt auch dem nicht als Erfinder angestellten (und damit auch beschäftigten) Dienstnehmer für die Überlassung einer von ihm gemachten Erfindung an den Dienstgeber sowie für die Einräumung eines Benützungsrechts hinsichtlich einer solchen Erfindung eine angemessene besondere patentrechtliche Vergütung (§ 8 Abs 1 PatG).
2.3. Gemäß § 16 PatG werden die nach den Bestimmungen der §§ 6 bis 15 PatG begründeten Rechte des Dienstgebers und des Dienstnehmers durch die Auflösung des Dienstverhältnisses nicht berührt. Zu den Rechten des Dienstnehmers, die auch noch nach dem Ende des Dienstverhältnisses geltend gemacht werden können, gehört daher auch der in § 8 PatG normierte Anspruch auf eine „besondere Vergütung“ (vgl RIS-Justiz RS0071285).
3.1. In der Entscheidung 9 ObA 96/11z hat der Oberste Gerichtshof regelmäßig angefallene Diensterfindungsvergütungen eines zur Erfindertätigkeit im Unternehmen angestellten und damit auch vorwiegend beschäftigten Dienstnehmers iSd § 7 Abs 3 lit a iVm § 8 Abs 2 PatG als abfertigungswirksame Entgeltbestandteile angesehen. Das von Schrank (Rechtsprobleme der Berechnung der Abfertigung, ZAS 1990, 1 ff [6]; Berechnung der Abfertigung, in Runggaldier, Abfertigungsrecht [1991] 151 ff [164]) gegen die Einbeziehung von Diensterfindungs-
vergütungen in die Abfertigungsbemessungsgrundlage vorgetragene Argument der unerwünschten Doppelvergütung hielt der Oberste Gerichtshof für nicht zutreffend. Diensterfindungsvergütungen liege kein Versorgungsgedanke zugrunde. Der Nutzen aus der vom Dienstnehmer erbrachten Leistung (Diensterfindung) trete beim Dienstgeber typischerweise zeitverzögert ein. Gegenstand der Abfertigungsbemessung könnten auch nur die bereits für die Vergangenheit angefallenen, nicht aber die erst nach dem Ende des Dienstverhältnisses anfallenden Vergütungsansprüche sein. Zudem stellten auch die Abgeltung für vom Dienstnehmer durchgeführte Verbesserungen bzw Diensterfindungen einen Entgeltanspruch iSd § 1 Abs 4 IESG dar (RIS-Justiz RS0076891; RS0076555).
3.2. Im Schrifttum stimmen Eypeltauer (Abfertigung Alt: Diensterfindungsvergütung und AG-Pensionskassenbeiträge, ecolex 2012, 418) und Thiele (Vergütungsanspruch bei Diensterfindungen: Rechnungslegung?, RdW 2012/369 [351]) dieser Entscheidung zu. Nach Eypeltauer trifft die Begründung des Obersten Gerichtshofs ebenso auf nicht angestellte Diensterfinder zu, die regelmäßig eine Diensterfindungsvergütung erhalten.
3.3. Auch in der Lehre (Holzer in Marhold/Burgstaller/Preyer, AngG § 23 Rz 33; Wachter in Reissner, AngG² § 23 Rz 47) überzeugt diese Entscheidung.
4. Die Frage, ob auch regelmäßige Diensterfindungsvergütungen, die ein nicht zur Erfindertätigkeit im Unternehmen des Dienstgebers angestellter und damit auch vorwiegend beschäftigter Dienstnehmer im Sinn des § 7 Abs 3 lit b, c iVm § 8 Abs 1 PatG bezog, hat der Oberste Gerichtshof noch nicht beantwortet.
Die Grundsätze der Entscheidung 9 ObA 96/11z sind auch auf den vorliegenden Fall übertragbar. In beiden Konstellationen (angestellter und nicht angestellter Diensterfinder) erhält der Dienstnehmer vom Dienstgeber für eine Diensterfindung eine patentrechtliche Vergütung. Diese Vergütung bekam auch hier die nicht zur Erfindertätigkeit im Unternehmen angestellte Klägerin iSd weiten Entgeltbegriffs letztlich dafür, dass sie der Beklagten ihre Arbeitsleistung zur Verfügung stellte. Dass die Diensterfindungsvergütung ihre Grundlage im Patentgesetz hat, vermag daran nichts zu ändern. Bereits in der Entscheidung 8 ObS 16/94 wurde zum IESG die Rechtsauffassung vertreten, dass auch die für eine Diensterfindung iSd § 7 Abs 3 lit b PatG gebührende Vergütung unmittelbar dem Dienstverhältnis zuzuordnen und somit auch im Rahmen desselben zu entlohnen ist.
Die Klägerin hat die Diensterfindungs-vergütungen nicht in Form einer einmaligen Abgeltung, sondern über viele Jahre und daher auch „regelmäßig“ bezogen. Dass sie diese Vergütungen nur für zwei Diensterfindungen, an denen sie beteiligt war, erhalten hat, ändert an der Regelmäßigkeit dieses Entgelts nichts.
5. Zusammengefasst sind auch regelmäßige Diensterfindungsvergütungen, die ein nicht zur Erfindertätigkeit im Unternehmen des Dienstgebers angestellter und damit auch vorwiegend beschäftigter Dienstnehmer iSd § 7 Abs 3 lit b, c iVm § 8 Abs 1 PatG bezog, in die Bemessungsgrundlage der nach § 23 Abs 1 AngG gebührenden Abfertigung einzubeziehen.
6. Dass der Klägerin von der Beklagten jährlich regelmäßig Diensterfindungsvergütungen gewährt wurden, ist nicht strittig; ebensowenig die Höhe der geltend gemachten Abfertigungsdifferenz.
Der Revision der Klägerin ist danach Folge zu geben und dem Klagebegehren in Abänderung der klagsabweisenden Entscheidungen der Vorinstanzen stattzugeben.
Nach der Rechtsprechung (RIS-Justiz RS0124588) kann die Entscheidung über die Verfahrenskosten in sinngemäßer Anwendung des § 510 Abs 1 letzter Satz ZPO an das Berufungsgericht übertragen werden (hier mehrere Klagseinschränkungen und umfangreiche Einwendungen gemäß § 54 Abs 1a ZPO).
E118976
ECLI:AT:OGH0002:2017:009OBA00044.17M.0725.000
JJT_20170725_OGH0002_009OBA00044_17M0000_000