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Timestamp: 2016-10-23 22:12:28
Document Index: 131819153

Matched Legal Cases: ['Art. 100', 'Art. 4', 'Art. 17', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 13', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 4', 'Art. 17', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 153']

2A.715/2005 (13.02.2006)
2A.715/2005 /leb
Rechtsanwalt Dr. Peter T. Isler,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Oktober 2005.
Der aus dem Kosovo stammende X.________ (geb. 1955) reiste 1991 in die Schweiz ein, um als Elektro-Monteur zu arbeiten. Er erhielt eine Jahresaufenthaltsbewilligung. Am 29. Mai 2002 erteilte ihm das Ausl�nderamt des Kantons St. Gallen die Niederlassungsbewilligung. Am 26. M�rz 2004 stellte X.________ ein Gesuch um Familiennachzug f�r seine Ehefrau und seine Tochter Y.________ (geb. 1987), die - wie er - Staatsangeh�rige von Serbien und Montenegro sind.
Mit Verf�gung vom 14. September 2004 wies das Ausl�nderamt des Kantons St. Gallen das Gesuch bez�glich der Tochter unter Berufung auf das Rechtsmissbrauchsverbot ab. Gleichzeitig erkl�rte es, dass es bereit w�re, der Ehefrau eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Das von X.________ gegen die Gesuchsablehnung beim Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen erhobene Rechtsmittel blieb erfolglos (Entscheid vom 22. Juli 2005). Die anschliessende Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen mit Urteil vom 25. Oktober 2005 ab, soweit es darauf eintrat.
Mit Postaufgabe vom 5. Dezember 2005 hat X.________ beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht mit dem Antrag, das Urteil des Verwaltungsgerichts aufzuheben und den "Familiennachzug f�r die Tochter [...] zu gew�hren".
Das Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen sowie das Bundesamt f�r Migration beantragen, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne.
Das Bundesgericht pr�ft den angefochtenen Entscheid nur, soweit der Beschwerdef�hrer einen grunds�tzlichen Anspruch auf Bewilligung geltend machen kann, nicht jedoch soweit die Erteilung einer Bewilligung im freien Ermessen der kantonalen Beh�rden steht (vgl. Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG und Art. 4 des Bundesgesetzes vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder [ANAG; SR 142.20]).
2.1 Gem�ss Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG haben ledige Kinder von Ausl�ndern, die in der Schweiz niedergelassen sind, Anspruch auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung ihrer Eltern, wenn sie mit diesen zusammenwohnen und noch nicht 18 Jahre alt sind. Zweck des sog. Familiennachzugs ist es, das Leben in der Familiengemeinschaft zu erm�glichen. Der Beschwerdef�hrer, welcher seit Mai 2002 �ber die Niederlassungsbewilligung verf�gt, hat am 26. M�rz 2004 um Familiennachzug f�r seine Tochter Y.________ ersucht. Sie war zu diesem - im Rahmen von Art. 17 Abs. 2 ANAG massgeblichen - Zeitpunkt (BGE 129 II 11 E. 2 S. 13 mit Hinweis) etwas mehr als 17 Jahre alt.
Im Unterschied zum nachtr�glichen Nachzug von Kindern geschiedener oder getrennt lebender Eltern, bei dem es nicht um die Zusammenf�hrung der Gesamtfamilie geht (vgl. BGE 125 II 585 E. 2a S. 586 f. mit Hinweisen), bedarf es bei Kindern, deren Eltern in der Schweiz zusammenleben, keiner besonderen stichhaltigen Gr�nde (z.B. �nderung der Betreuungsm�glichkeiten), welche die Geltendmachung des Nachzugsrechts rechtfertigen. Innerhalb der allgemeinen Schranken von Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG ist der Nachzug von gemeinsamen Kindern durch beide Eltern zusammen grunds�tzlich jederzeit zul�ssig; vorbehalten bleibt einzig das Rechtsmissbrauchsverbot (eingehend: BGE 126 II 329 E. 3a und b S. 332 f.; ferner: BGE 129 II 11 E. 3.1.2 S. 14).
2.2 Der Beschwerdef�hrer will mit seiner Gattin in einem ehelichen Haushalt zusammenleben, weshalb die Voraussetzungen f�r den Nachzug der gemeinsamen, ledigen und bei Gesuchseinreichung noch nicht 18-j�hrigen Tochter, die bisher bei ihrer Mutter in der Heimat gelebt hatte, nach dem Gesagten an sich erf�llt sind. Damit besteht ein grunds�tzlicher Anspruch auf Einbezug der Tochter in die Niederlassungsbewilligung ihres Vaters. Zu pr�fen ist allerdings, ob sich das Familiennachzugsgesuch als rechtsmissbr�uchlich erweist.
2.3 Rechtsmissbrauch liegt insbesondere dann vor, wenn ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung von Interessen verwendet wird, die dieses Rechtsinstitut nicht sch�tzen will (BGE 128 II 145 E. 2.2 S. 151 mit Hinweisen). Beim Nachzug von Kindern ist dies der Fall, wenn nicht die Herstellung der Familiengemeinschaft in der Schweiz beabsichtigt wird, sondern Art. 17 Abs. 2 ANAG zweckwidrig f�r die Beschaffung einer Niederlassungsbewilligung allein im Hinblick auf eine k�nftige selbst�ndige Anwesenheit als Erwachsener und eine Erwerbsaufnahme in der Schweiz, d.h. zwecks Verschaffung besserer Zukunftsaussichten angerufen wird (vgl. BGE 126 II 329 E. 3b S. 333; Urteile 2A.31/2005 vom 26. Mai 2005, E. 3.1; 2A.455/2004 vom 13. Dezember 2004, E. 2.1 und 2.2 mit zahlreichen Hinweisen). Rechtsmissbrauch kann selbst dann angenommen werden, wenn das Leben in der Familiengemeinschaft allenfalls eine gewisse Rolle spielen k�nnte, jedoch als Motiv f�r die Gesuchseinreichung von verschwindend geringer Bedeutung ist (Urteile 2A.31/2005 vom 26. Mai 2005, E. 3.1; 2A.314/2001 vom 10. Dezember 2001, E. 3d; 2A.273/2000 vom 25. August 2000, E. 3c). Dabei ist davon auszugehen, dass das gesetzgeberische Ziel von Art. 17 Abs. 2 ANAG, das famili�re Zusammenleben zu erm�glichen und rechtlich abzusichern, kaum erreicht wird, wenn der in der Schweiz niedergelassene Ausl�nder jahrelang von seinem Kind getrennt lebt und dieses erst kurz vor Vollendung des 18. Altersjahrs in die Schweiz holt. Etwas anderes kann nur gelten, wenn die Familiengemeinschaft in der Schweiz aus guten Gr�nden erst nach Jahren hergestellt wird; solche Gr�nde m�ssen sich aus den Umst�nden des Einzelfalles ergeben (vgl. BGE 129 II 249 E. 2.1 S. 253; 119 Ib 81 E. 3a S. 88).
2.4 Grunds�tzlich haben die Fremdenpolizeibeh�rden den Rechtsmissbrauch nachzuweisen. Erforderlich sind zun�chst konkrete Hinweise f�r einen Rechtsmissbrauch (vgl. Urteil 2A.455/2004 vom 13. Dezember 2004, E. 2.1). Ob die Eltern die Vorschriften �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder umgehen wollen und nicht wirklich die Zusammenf�hrung der Familie anstreben, entzieht sich aber in der Regel einem direkten Beweis und ist oft nur durch Indizien zu erstellen (vgl. BGE 127 II 49 E. 5a S. 56 f. mit Hinweisen). Bevor wegen Beweislosigkeit zugunsten des Ausl�nders zu entscheiden ist, muss dieser seiner Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 3 Abs. 2 und Art. 13f ANAG) Gen�ge getan haben; es kann nicht Sache der Beh�rden sein, selbst�ndig �ber Beweggr�nde und Absichten der Gesuchsteller Beweis zu f�hren (Urteile 2A.273/2000 vom 25. August 2000, E. 3c, und 2A.314/2001 vom 10. Dezember 2001, E. 3a).
2.5 Das streitige, auf Art. 17 Abs. 2 ANAG gest�tzte Gesuch um Familiennachzug wurde erst gestellt, als Y.________ �ber 17 Jahre alt war, obwohl der Nachzug rechtlich schon fr�her m�glich gewesen w�re. Zwar schliesst das Alter der Tochter noch nicht zum Vornherein aus, dass mit dem Nachzugsbegehren (auch) ein famili�res Zusammenleben von Mutter, Vater und Tochter angestrebt wird, besteht doch laut Gesetz das Recht auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung der Eltern f�r Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Altersjahres. Jedoch erscheint umso weniger glaubw�rdig, dass mit dem Gesuch (vorrangig) die Zusammenf�hrung der Familie angestrebt wird, je l�nger mit der Aus�bung des Nachzugsrechts zugewartet wurde und je n�her das Alter des Kindes an der Grenze von 18 Jahren liegt (BGE 126 II 329 E. 3b und 4a S. 333). Das gilt auch hier:
2.6.1 Wohl war ein erstes, im Jahre 1998 gestelltes Nachzugsgesuch f�r die Ehefrau, die Tochter und die beiden weiteren (heute vollj�hrigen) S�hne (geb. 1981 und 1982) abgelehnt worden. Damals konnte sich der Beschwerdef�hrer mangels (eigener) Niederlassungsbewilligung aber nicht auf Art. 17 Abs. 2 ANAG berufen. Die kantonalen Beh�rden lehnten den insoweit in ihrem Ermessen stehenden Nachzug (vgl. Art. 4 ANAG) wegen ungen�gendem Einkommen des Beschwerdef�hrers ab; er h�tte die Familie in der Schweiz nicht ohne Inanspruchnahme der �ffentlichen F�rsorge ern�hren k�nnen. Ausserdem wurde in Bezug auf den �ltesten Sohn, der bei Gesuchseinreichung 17 Jahre und 7 Monate alt war, angenommen, er solle zwecks Aufnahme einer Erwerbst�tigkeit in der Schweiz und damit unter missbr�uchlicher Berufung auf die Familienzusammenf�hrung nachgezogen werden. Diesen Entscheid best�tigte das kantonale Justiz- und Polizeidepartement am 13. M�rz 2000 auf Einsprache hin, welche der Beschwerdef�hrer �ber einen Rechtsberater eingelegt hatte. Der Beschwerdef�hrer gelangte hiergegen nicht mehr ans Verwaltungsgericht.
2.6.2 Als der Beschwerdef�hrer am 26. M�rz 2004 das vorliegend zu beurteilende Nachzugsgesuch stellte, hielt ihm das Ausl�nderamt des Kantons St. Gallen vor, er h�tte nach Vollj�hrigkeit des j�ngeren Sohnes im August 2000 die M�glichkeit gehabt, ein Familiennachzugsgesuch f�r die Ehefrau und die Tochter einzureichen; wahrscheinlich h�tte er mit einer Familie von nunmehr drei Personen �ber gen�gend finanzielle Mittel f�r den Familiennachzug verf�gt. Das gelte umso mehr nach Erteilung der Niederlassungsbewilligung im Mai 2002, nach welcher sicherlich mit einem positiven Entscheid zu rechnen gewesen w�re. Nach Beruhigung der politischen Lage in seiner Heimat habe er aber offensichtlich kein Interesse mehr an einem m�glichst raschen Nachzug gehabt. Das Zuwarten bis kurz vor Vollj�hrigkeit der Tochter sei als klarer Rechtsmissbrauch zu werten. Der Beschwerdef�hrer habe es dreieinhalb Jahre lang vers�umt, ein Nachzugsgesuch zu stellen.
Der Beschwerdef�hrer erhielt Gelegenheit, sich zu diesen Vorhaltungen zu �ussern. Mit Schreiben seines damaligen Anwaltes vom 8. Juli 2004 ging er hierauf jedoch nicht ein, sondern begn�gte sich zu erkl�ren, er verf�ge heute �ber gen�gend finanzielle Mittel, um Unterhalt von Frau und Tochter zu bestreiten, und habe "genug vom Alleinsein". Hierauf erliess das Ausl�nderamt die Verf�gung vom 14. September 2004, mit welcher der Nachzug der Tochter unter Berufung auf die genannten Vorhaltungen abgelehnt wurde.
Dagegen legte der Beschwerdef�hrer mit Schreiben vom 27. September 2004 beim kantonalen Justiz- und Polizeidepartement Einsprache ein. Darin f�hrte er aus, dass es keineswegs rechtsmissbr�uchlich sei, dass seine Tochter die Schulen im Kosovo absolviert habe. Ausserdem soll den Kindern auch die Gelegenheit gegeben werden, an den in der Schweiz "gebotenen Lebens- und Erwerbsm�glichkeiten teilzuhaben". Hierauf bemerkte das Department in seinem Einspracheentscheid vom 22. Juli 2005 (dortige E. 2b und c), dass der Beschwerdef�hrer keine sachlichen und glaubw�rdigen Gr�nde anf�hren k�nne, weshalb er das Gesuch f�r die Tochter nicht fr�her gestellt habe. Der erw�hnte Schulbesuch im Kosovo unterstreiche nur, dass der Beschwerdef�hrer ein gemeinsames Familienleben sowie eine Integration des Kindes in der Schweiz gar nicht als w�nschenswert erachte. Die wahren Motive f�r das Gesuch habe der Beschwerdef�hrer im Hinweis auf die in der Schweiz f�r die Kinder bestehenden Lebens- und Erwerbsm�glichkeiten zum Ausdruck gebracht. Die hierauf gerichtete Anrufung von Art. 17 ANAG sei aber rechtsmissbr�uchlich.
2.6.3 In seiner anschliessenden Beschwerdebegr�ndung an das Verwaltungsgericht machte der Beschwerdef�hrer (bzw. sein damaliger Vertreter) erstmals geltend, er habe seit dem Erhalt der Niederlassungsbewilligung im Mai 2002 zwei Jahre verstreichen lassen, bevor er das (neue) Nachzugsgesuch stellte, "weil er keine Wohnung fand". Im �brigen begn�gte er sich haupts�chlich mit allgemeinen Ausf�hrungen zur Problematik der Integration ausl�ndischer Personen in der Schweiz und zum Anspruch auf Familienleben. Wie die Vorinstanz zutreffend bemerkt hat, setzte sich der Beschwerdef�hrer mit der Begr�ndung des angefochtenen Einspracheentscheids nur am Rande auseinander. Das Verwaltungsgericht hat daher auf die Erw�gungen des Departements verwiesen. Ausserdem hat es festgehalten, dass der Beschwerdef�hrer keine Angaben oder Beweismittel �ber irgendwelche Bem�hungen f�r eine Wohnungssuche in der Zeit nach Erteilung der Niederlassungsbewilligung beigebracht habe. Plausible Gr�nde f�r das Zuwarten bis kurze Zeit vor der Vollj�hrigkeit der Tochter seien damit nicht ersichtlich.
2.6.4 In seiner Eingabe ans Bundesgericht macht der Beschwerdef�hrer nun (ebenfalls) erstmals (zus�tzlich) geltend, er habe auf die Familie im Kosovo R�cksicht nehmen m�ssen. Bis zu seiner Auswanderung nach England vor zwei Jahren habe noch der im August 1982 geborene Sohn im Haushalt gelebt. Ausserdem habe die Ehefrau des Beschwerdef�hrers f�r ihren Schwiegervater gesorgt, da die Schwiegermutter seit einigen Jahren verstorben sei. F�r diesen habe im Hinblick auf die vorgesehene �bersiedlung von Frau und Tochter eine neue L�sung gefunden werden m�ssen. Heute seien der Bruder des Beschwerdef�hrers und dessen Frau bereit, den Vater zu sich zu nehmen, was unmittelbar nach Erteilung der Niederlassungsbewilligung noch nicht m�glich gewesen sei.
2.7.1 Abgesehen davon, dass die gegen�ber dem Bundesgericht gemachten unbelegten, in Erw�gung 2.6.4 hiervor wiedergegebenen Angaben nicht sehr pr�zise sind (z.B. wird nicht gesagt, weshalb genau bzw. inwiefern und seit wann f�r den Schwiegervater gesorgt werden muss und warum der Bruder des Beschwerdef�hrers oder weitere Dritte diese Aufgabe nicht fr�her �bernehmen konnten), handelt es sich um unzul�ssige neue Behauptungen. Der Beschwerdef�hrer h�tte dies schon im kantonalen Verfahren vorbringen m�ssen, wozu er sowohl hinreichend Gelegenheit als auch Anlass hatte. Hat - wie hier - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden, sind vor Bundesgericht nur solche neuen Tatsachen (sog. Noven) und Beweismittel zugelassen, welche die Vorinstanzen von Amtes wegen h�tten ber�cksichtigen m�ssen und deren Nichtbeachtung eine Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften darstellt (Art. 105 Abs. 2 OG; BGE 128 II 145 E. 1.2.1 S. 150 mit Hinweisen). Zwar gilt im Verwaltungsverfahren grunds�tzlich die Untersuchungsmaxime. Diese wird jedoch durch die Mitwirkungspflicht der Parteien relativiert, welche namentlich insoweit greift, als eine Partei im Verfahren eigene Rechte geltend macht (vgl. zudem Art. 3 Abs. 2 und Art. 13f ANAG und E. 2.4 hievor). Die Mitwirkungspflicht gilt naturgem�ss gerade f�r solche Tatsachen, welche eine Partei - wie hier - besser kennt als die Beh�rden und welche diese ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vern�nftigem Aufwand erheben k�nnen (vgl. BGE 124 II 361 E. 2b S. 365; 122 II 385 E. 4c/cc S. 394; 121 II 97 E. 1c S. 100).
2.7.2 Zudem tr�gt das erw�hnte neue Vorbringen nicht zur Glaubw�rdigkeit der bisherigen Angaben bei. W�hrend der Beschwerdef�hrer vor dem Verwaltungsgericht noch behauptete, die Zeit zwischen dem Erhalt der Niederlassungsbewilligung und dem Nachzugsgesuch habe er verstreichen lassen, weil er keine Wohnung gefunden habe, ist aus seinem jetzigen neuen Vorbringen zu schliessen, dass er zun�chst gar nicht nach einer geeigneten Wohnung gesucht hatte. Seine Ehefrau sollte sich vorerst noch um Angeh�rige in der Heimat k�mmern. Im �brigen hat der Beschwerdef�hrer gem�ss Akten einen entsprechenden Mietvertrag erst am 28. Februar 2005, also knapp ein Jahr nach Einreichung des Nachzugsgesuchs, unterzeichnet.
Letztlich hat der Beschwerdef�hrer in jeder Instanz einen neuen - wenig einleuchtenden bzw. kaum substantiierten - Grund f�r die Verz�gerung genannt. Soweit der Beschwerdef�hrer (im Einspracheverfahren vor dem Departement) den Schulbesuch der Tochter als Verz�gerungsgrund anf�hren wollte, ist ihm entgegenzuhalten, dass ihn dieser Umstand weder vom ersten noch vom zweiten Nachzugsgesuch abgehalten hatte. Daher w�re dieser Grund nicht glaubhaft, sofern er als solcher �berhaupt G�ltigkeit h�tte. Nach Einreichung des hier interessierenden Gesuchs besuchte die Tochter noch im Sommer 2004 die 2. Gymnasialklasse.
Sodann ist zu beachten, dass das erste Nachzugsgesuch von 1998 mangels hinreichenden Einkommens des Beschwerdef�hrers abgelehnt worden war, wobei dieser einr�umte, dass sein Jahreseinkommen unter anderem deshalb so niedrig sei, weil er j�hrlich im Winter drei Monate unbezahlten Urlaub nehme. Trotzdem hat sich der Beschwerdef�hrer in der Folge offenbar nicht darum bem�ht, dem alsbald abzuhelfen und rasch ein neues Nachzugsgesuch f�r die Ehefrau und die Tochter zu stellen.
2.7.3 Mit Blick auf die wenig plausiblen, teils widerspr�chlichen Erkl�rungen des Beschwerdef�hrers f�r das sp�te Nachzugsgesuch hat er sich auf seine im Einspracheverfahren beim kantonalen Departement, in welchem er nicht vertreten war, gemachte Aussage behaften zu lassen: Danach sollte der im Jahre 2004 beantragte Nachzug der Tochter die M�glichkeit geben, an den in der Schweiz herrschenden Lebens- und Erwerbsm�glichkeiten teilzuhaben. Demzufolge war der - ohne einleuchtende Gr�nde erst kurz vor Vollj�hrigkeit vorgesehene - Nachzug zwecks Verschaffung besserer Zukunftsaussichten f�r die Tochter geplant. Dem Leben in der Familiengemeinschaft kommt als Beweggrund f�r ihren Nachzug allenfalls verschwindend geringe Bedeutung zu. Wie ausgef�hrt (E. 2.3 hiervor), wird dies von dem durch Art. 17 Abs. 2 ANAG einger�umten Nachzugsrecht jedoch nicht gedeckt.
2.8 Nach dem Gesagten ist es nicht bundesrechtswidrig, wenn das Verwaltungsgericht angenommen hat, dass der Beschwerdef�hrer den Anspruch auf Nachzug der Tochter nach Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG rechtsmissbr�uchlich geltend gemacht hat.
3.1 Auf Art. 8 EMRK, der den Schutz des Familienlebens garantiert, kann sich der Beschwerdef�hrer f�r die im Januar vergangenen Jahres 18 Jahre alt gewordene Tochter nicht berufen, da hierf�r auf den heutigen Zeitpunkt abzustellen ist (BGE 129 II 11 E. 2 S. 13; 120 Ib 257 E. 1f S. 262 f.). Aus Art. 13 Abs. 1 BV ergibt sich nichts anderes (BGE 126 II 377 E. 7 S. 394). Etwas eng ist zwar die sich darin ersch�pfende Argumentation der Vorinstanz, Art. 8 EMRK verschaffe kein vorbehaltloses Recht auf Nachzug von Kindern, wenn der Ausl�nder selbst die Entscheidung getroffen habe, von seiner Familie getrennt zu leben. Seit Mai 2002 verf�gte der Beschwerdef�hrer n�mlich �ber die Niederlassungsbewilligung und damit �ber ein gefestigtes Anwesenheitsrecht, so dass er sich durchaus auf Art. 8 EMRK h�tte berufen k�nnen (vgl. BGE 130 II 281 E. 3 S. 285 ff.; 126 II 377 E. 2b und c S. 382 ff.). Das �ndert jedoch nichts am Ausgang des Verfahrens. Die Vorinstanzen h�tten das Nachzugsgesuch f�r die Tochter hier mit derselben Begr�ndung wie bei Art. 17 Abs. 2 ANAG ablehnen k�nnen (vgl. BGE 119 Ib 81 E. 4a S. 90).
3.2 Etwas anderes k�nnte allenfalls gelten, wenn ein besonderes Abh�ngigkeitsverh�ltnis zwischen der Tochter und ihren Eltern best�nde (vgl. BGE 129 II 11 E. 2 S. 14; 120 Ib 257 E. 1d-f S. 260 ff.; 115 Ib 1 E. 2c und d S. 5 f.; Urteile 2P.84/2002 vom 24. Oktober 2002, E. 3.2-3.5; 2A.314/2001 vom 10. Dezember 2001, E. 4b und c). Ein solches wird jedoch weder behauptet noch ist es ersichtlich. Dass es laut Beschwerdef�hrer im Kosovo gef�hrlich und v�llig un�blich sei, eine junge Frau alleine wohnen zu lassen, mag zwar zutreffen. Indessen ergibt sich allein daraus noch kein besonderes Abh�ngigkeitsverh�ltnis. Sofern der Beschwerdef�hrer sie aus den angegebenen Gr�nden nicht alleine im Kosovo lassen will, k�nnte die Tochter etwa mit ihrem Grossvater im Haus des Beschwerdef�hrers, das dieser in der Heimat erbaut hat, oder mit ihrem im Kosovo verbliebenen vollj�hrigen Bruder oder mit der Familie ihres Onkels zusammenleben. Was dem entgegensteht, ist weder ersichtlich noch vom Beschwerdef�hrer dargetan worden.
Demnach erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet und ist daher abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend hat der Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten zu tragen (Art. 153, 153a, 156 OG). Parteientsch�digungen werden nicht geschuldet.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Justiz- und Polizeidepartement sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.