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Timestamp: 2016-10-25 01:23:34
Document Index: 146222061

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 89', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 75', 'BGE', 'BGE', 'Art. 82', 'Art. 111', 'Art. 33', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 4', 'Art. 2', 'Art. 4', 'Art. 1', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 75', 'Art. 78', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 68', 'BGE']

1C_743/2013 (19.03.2014)
1C_743/2013 � � Urteil vom 19. M�rz 2014
Bundesrichter Merkli, Aemisegger,
Gerichtsschreiber Geisser.
handelnd durch Y.________ AG, und
diese vertreten durch Rechtsanwalt Lorenzo Marazzotta,
1. Z.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Klaus Hotz,
2. A.________ und 10 Mitbeteiligte,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Kleb,
Gemeinde Zollikon,
handelnd durch die Baubeh�rde Zollikon.
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, 1. Kammer, vom 26. Juni 2013.
Die X.________ AG (in der Folge: X.________) stellte am 31. M�rz 2010 ein Baugesuch zur Erstellung einer Mobilfunkanlage auf der Liegenschaft L.________ (Kat.Nr. xxx) in Zollikon. Das Bauvorhaben sieht vor, auf dem Flachdach des Mehrfamilienhauses eine 5 m hohe Rohrantenne und zwei an einem kleineren Mast befestigte Richtfunk-Rundantennen zu errichten. Die Anlage soll mit einer Gesamtleistung von maximal 3'200 W ERP betrieben werden. Das Baugrundst�ck liegt in der Wohnzone W 1.75.
Die Baubeh�rde der Gemeinde Zollikon verweigerte der X.________ am 12. Juli 2010 die Baubewilligung. Sie st�tzte ihren Entscheid auf die fehlende planungsrechtliche Baureife des Vorhabens gem�ss � 234 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Z�rich vom 7. September 1975 (PBG; LS 700.1). Der Gemeinderat Zollikon habe am 5. Mai 2010 den Entwurf einer Verordnung �ber den Umgebungsschutz von inventarisierten und gesch�tzten Geb�uden (in der Folge: Schutzverordnung) zur �ffentlichen Auflage verabschiedet. Diese planerische Festlegung habe in Bezug auf das Bauvorhaben negative Vorwirkung. Die Schutzverordnung verbiete in planlich festgelegten Schutzperimetern Mobilfunkantennen ab einer bestimmten Gr�sse. Die Gebiete, f�r die ein Antennenverbot gelte, seien im Umkreis von 50 m um Grundst�cke mit Schutzobjekten gezogen. Das Bauvorhaben �bersteige die definierten Masse und liege in einem bezeichneten Gebiet. Da das Projekt das planerische Anliegen der Verordnung negativ beeinflussen w�rde, sei die Baubewilligung gem�ss � 234 PBG zu verweigern.
Die Gemeindeversammlung Zollikon erliess am 7. Dezember 2011 die genannte Schutzverordnung. Die Baudirektion des Kantons Z�rich genehmigte die Verordnung am 19. Februar 2013. Am 15. M�rz 2013 trat diese unangefochten in Kraft.
Die X.________ focht die Bauverweigerung am 30. August 2010 bei der Baurekurskommission II des Kantons Z�rich (seit dem 1. Januar 2011: Baurekursgericht) an. Das Baurekursgericht hiess den Rekurs am 31. Januar 2012 gut, hob den Beschluss der Baubeh�rde auf und wies diese an, das Baubewilligungsverfahren fortzuf�hren und das Baugesuch auch im �brigen materiell zu behandeln. Es begr�ndete seinen Entscheid mit der fehlenden gesetzlichen Grundlage der Schutzverordnung im kantonalen Recht.
Gegen den Rekursentscheid erhoben die Gemeinde Zollikon, die Z.________ AG sowie A.________ zusammen mit zehn weiteren Personen am 2. bzw. 5. M�rz 2012 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich. Dieses hiess die Beschwerden am 26. Juni 2013 gut; es erkannte, der Entscheid des Baurekursgerichts werde aufgehoben und der Beschluss der Baubeh�rde wieder hergestellt. Es begr�ndete sein Urteil damit, dass die Schutzverordnung w�hrend des Rechtsmittelverfahrens in Kraft getreten sei. Die Regelung finde auf das streitige Bauvorhaben Anwendung und stehe diesem entgegen. Eine akzessorische �berpr�fung der Rechtm�ssigkeit der Verordnung sei im vorliegenden Fall ausgeschlossen.
Die X.________ beantragt mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, der Entscheid des Verwaltungsgerichts sei aufzuheben; das streitige Bauvorhaben sei zu bewilligen; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen.
Die Z.________ AG sowie A.________ und zehn weitere Mitbeteiligte beantragen je, die Beschwerde sei abzuweisen. Das Verwaltungsgericht schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Baubeh�rde beantragt deren Abweisung. Die X.________ hat eine Replik eingereicht.
Gegen den kantonal letztinstanzlichen Endentscheid des Verwaltungsgerichts steht die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen (Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Art. 90 BGG). Die Beschwerdef�hrerin ist als Baugesuchstellerin zur Beschwerde berechtigt (Art. 89 Abs. 1 BGG). Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde grunds�tzlich einzutreten.
Das Bauvorhaben sieht im Wesentlichen vor, auf dem Flachdach der Liegenschaft L.________ in Zollikon eine 5 m hohe Rohrantenne zu errichten.
Streitig ist, ob die Verordnung �ber den Schutz der Umgebung inventarisierter und gesch�tzter Geb�ude vor Beeintr�chtigung durch technische Anlagen (Antennen und vergleichbare Vorrichtungen) der Gemeinde Zollikon vom 7. Dezember 2011 einer Baubewilligung zur Errichtung der Mobilfunkantenne entgegensteht.
Die Verletzung kantonaler bzw. kommunaler Bestimmungen bildet namentlich dann einen zul�ssigen Beschwerdegrund, wenn sie einen Verstoss gegen Bundesrecht (Art. 95 lit. a BGG), so unter anderem gegen die Bundesverfassung zur Folge hat (BGE 133 II 249 E. 1.2.1 S. 251 f.).
Die Beschwerdef�hrerin macht in verschiedener Hinsicht geltend, die Vorinstanz habe die Begr�ndungspflicht verletzt und sei bei der Rechtsanwendung in Willk�r verfallen.
Aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) folgt unter anderem die Pflicht der Beh�rden, ihre Verf�gungen und Entscheide zu begr�nden. Die Begr�ndung eines Entscheids muss so abgefasst sein, dass die betroffene Person ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Die zust�ndige Beh�rde hat wenigstens kurz die �berlegungen zu nennen, von denen sie sich leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid st�tzt (BGE 112 Ia 107 E. 2b S. 109 f.). Je gr�sser der einer Beh�rde einger�umte Ermessens- oder Beurteilungsspielraum ist, umso h�her sind grunds�tzlich die Anforderungen an die Entscheidbegr�ndung (BGE 129 I 232 E. 3.3 S. 239 mit Hinweisen).
Ein Verstoss gegen das Willk�rverbot (Art. 9 BV) in der Rechtsanwendung liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung als die von den Beh�rden gew�hlte ebenfalls vertretbar erscheint oder sogar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht weicht vom Entscheid der kantonalen Beh�rde nur dann ab, wenn dieser offensichtlich unhaltbar ist, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 136 I 316 E. 2.2.2 S. 318 f. mit Hinweisen).
Die Vorinstanz st�tzt ihren Entscheid auf die Verordnung �ber den Schutz der Umgebung inventarisierter und gesch�tzter Geb�ude vor Beeintr�chtigung durch technische Anlagen (Antennen und vergleichbare Vorrichtungen) der Gemeinde Zollikon vom 7. Dezember 2011. Nach Art. 2 lit. a dieser Verordnung sind in den im zugeh�rigen Plan eingezeichneten Gebieten Mobilfunkantennen nicht zul�ssig, sofern sie sichtbar sind und die Masse von Empfangs- und Sendeantennen gem�ss � 1 lit. i der Bauverfahrensverordnung des Kantons Z�rich vom 3. Dezember 1997 (BVV; LS 700.6) �berschreiten. Gem�ss � 1 lit. i BVV bed�rfen Empfangs- und Sendeantennen mit einer gesamten Sendeleistung von weniger als 6 WERP keiner Bewilligung, sofern die einzelnen Antennen in keiner Richtung 0,8 m �berschreiten und die H�he tragender Masten weniger als 1 m betr�gt.
Nach der unbestrittenen, f�r das Bundesgericht verbindlichen Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 BGG) �berschreitet die in Frage stehende Mobilfunkantenne die erw�hnten Masse. Zudem ist sie sichtbar und liegt in einem Schutzperimeter.
Die Beschwerdef�hrerin stellt nicht in Abrede, dass ihr Bauvorhaben nach der genannten Verordnung unzul�ssig w�re. Sie macht hingegen geltend, der vorliegende Sachverhalt liege ausserhalb des zeitlichen Geltungsbereichs der Regelung. Im Weiteren bestreitet sie die Rechtm�ssigkeit der Verordnung.
Die Beschwerdef�hrerin bringt in Bezug auf den zeitlichen Geltungsbereich der Verordnung vor, diese sei zum Zeitpunkt der Bauverweigerung noch nicht in Kraft gewesen. Indem die Vorinstanz die Vorschrift - ohne einzelfallbezogene Interessenabw�gung - dennoch angewendet habe, verletze sie die Begr�ndungspflicht und verstosse gegen das Willk�rverbot.
5.1.�Die in Frage stehende Schutzverordnung ist am 15. M�rz 2013, das heisst w�hrend des vorinstanzlichen Beschwerdeverfahrens in Kraft getreten.
Das Verwaltungsgericht hat die Streitsache nach neuem Recht beurteilt. Es st�tzt seinen Entscheid zun�chst auf Art. 5 der Schutzverordnung. Danach haben Anlagen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung rechtskr�ftig bewilligt sind, Besitzstandsgarantie. Die Vorinstanz zieht daraus den Umkehrschluss, dass Mobilfunkanlagen, die bei Inkrafttreten der Verordnung noch nicht rechtskr�ftig bewilligt seien, keine Besitzstandsgarantie h�tten und demzufolge das neue Recht auf h�ngige Rechtsmittelverfahren anwendbar sei. Zum selben Ergebnis f�hre die Annahme, die �bergangsrechtliche Frage sei nicht ausdr�cklich geregelt. Das Verwaltungsgericht habe in solchen F�llen jeweils auf das zur Zeit des letztinstanzlichen Entscheids geltende Recht abgestellt. In Abw�gung der auf dem Spiel stehenden Interessen habe es bei im Laufe des Rechtsmittelverfahrens in Kraft getretenen Nutzungs�nderungen den Belangen des Gemeinwesens, neue Umst�nde und bessere Erkenntnisse zwecks wirksamer Planung m�glichst rasch zur Geltung zu bringen, regelm�ssig den Vorzug gegeben und das neue Recht angewendet. Dies gelte auch hier, wo sich das �ffentliche Interesse gem�ss � 234 PBG bereits in der Sicherung einer k�nftigen planungsrechtlichen Festlegung zeige.
Der von der Vorinstanz aus Art. 5 der Schutzverordnung gezogene Umkehrschluss, wonach das neue Recht mangels Besitzstandsgarantie in h�ngigen Rechtsmittelverfahren generell anwendbar sei, erscheint bei erstem Hinsehen vertretbar. Ob diese Lesart der Verordnung vor dem Willk�rverbot letztlich standh�lt, kann hier aber offen bleiben. Mit Blick auf den vorliegenden Fall ist der Vorinstanz - wie in der Folge darzulegen sein wird - jedenfalls insoweit zu folgen, als sie das neue Recht auch unter der Annahme einer fehlenden �bergangsbestimmung als anwendbar erachtet.
5.2.�Mangels anderslautender �bergangsrechtlicher Regelung ist die Verf�gung grunds�tzlich nach der Rechtslage im Zeitpunkt ihres Ergehens zu beurteilen. Im Laufe des Beschwerdeverfahrens eingetretene Rechts�nderungen sind ausnahmsweise dann zu beachten, wenn die Durchsetzung erheblicher �ffentlicher Interessen f�r die sofortige Anwendung des neuen Rechts sprechen. Dem berechtigten Vertrauen (Art. 9 BV) in die Best�ndigkeit des bisherigen Rechts bleibt in jedem Fall Rechnung zu tragen (BGE 127 II 306 E. 7c S. 315 f.; vgl. auch BGE 139 II 243 E. 11 S. 259 ff.).
5.3.�Die Vorinstanz hat ihre Erkenntnis, die im Rechtsmittelverfahren in Kraft getretene Verordnung sei auf das streitige Bauvorhaben anwendbar, mit dem gewichtigen �ffentlichen Interesse an der wirksamen Umsetzung der raumplanerischen Neuordnung begr�ndet. Dieses Anliegen hat sie im Wesentlichen aus � 234 PBG abgeleitet.
Zur Zeit des erstinstanzlichen Bauverfahrens stand die Schutzverordnung noch nicht in Kraft. Dementsprechend st�tzte die Baubeh�rde ihre Bauverweigerung auf die fehlende planungsrechtliche Baureife gem�ss � 234 PBG. Danach ist ein Grundst�ck baureif, wenn die bauliche Massnahme keine noch fehlende oder durch den Gemeinderat beantragte planungsrechtliche Festlegung nachteilig beeinflusst. Diese Bestimmung bezweckt die Sicherung einer beabsichtigten planerischen Neuordnung und dient somit dem gewichtigen �ffentlichen Interesse an der Verwirklichung des verfassungsrechtlichen Auftrags der Raumplanung (vgl. Art. 75 BV; BGE 118 Ia 510 E. 4d S. 513 f.). Dieses Ziel ist erst dann erreicht, wenn ein vorsorglich beschlossener Plan, soweit er in Kraft tritt, auch tats�chlich zur Anwendung gelangt. Gleichzeitig tr�gt � 234 PBG dem Vertrauen der Betroffenen in die Best�ndigkeit der geltenden Rechtsordnung namentlich dadurch Rechnung, dass die Vorschrift einem Bauvorhaben die fehlende planungsrechtliche Baureife nur bei hinreichend konkreter Planungsabsicht entgegensetzt (BGE 118 Ia 510 E. 4a und 4d S. 512 und 514; vgl. auch � 235 PBG). Diese Voraussetzung ist hier erf�llt. So war die Schutzverordnung bereits vor dem Bauentscheid zur �ffentlichen Auflage (� 7 Abs. 2 PBG) verabschiedet. Zum Zeitpunkt des einstweiligen Bauverbots war die Planungsabsicht somit gen�gend konkret, um Vorwirkung zu entfalten (vgl. Urteil 1C_317/2008 vom 14. April 2009 E. 2.2.2; Christoph Fritzsche/Peter B�sch/Thomas Wipf, Z�rcher Planungs- und Baurecht, Bd. 2, 5. Aufl. 2011, S. 567). Bereits damals musste die Beschwerdef�hrerin davon ausgehen, dass die Neuordnung nach deren Inkrafttreten auf das streitige Bauvorhaben anwendbar sein w�rde. Unter diesen Umst�nden ist es vertretbar, wenn die Vorinstanz die Schutzverordnung, nachdem diese in Kraft getreten war, auch tats�chlich zur Anwendung brachte. Das berechtigte Vertrauen der Beschwerdef�hrerin in die Best�ndigkeit des alten Rechts hat sie dadurch nicht verletzt. Angesichts der dargelegten, mit Blick auf � 234 PBG vollzogenen Rechtsg�terabw�gung bestand f�r die Vorinstanz - entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin - denn auch kein Anlass f�r eine dar�ber hinaus gehende richterliche Interessenabw�gung. Indem das Verwaltungsgericht die Anwendung der Verordnung im vorliegenden Fall bejahte, hat es weder seine Begr�ndungspflicht verletzt, noch ist es in Willk�r verfallen. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegr�ndet.
Die Beschwer def�hrerin bringt im Weiteren vor, die Verordnung verstosse gegen h�herrangiges Recht und bilde daher keine rechtm�ssige Grundlage f�r die Bauverweigerung. Indem die Vorinstanz die Rechtm�ssigkeit der Verordnung nicht gepr�ft habe, verletze sie die Begr�ndungspflicht und verstosse gegen das Willk�rverbot.
6.1.�Betroffene k�nnen einen Nutzungsplan im Anschluss an dessen Erlass anfechten (Art. 82 ff. i.V.m. Art. 111 BGG; Art. 33 Abs. 2 RPG [SR 700]). Die Plananfechtung bei sp�terer Anwendung, das heisst im Baubewilligungsverfahren, ist hingegen grunds�tzlich ausgeschlossen (BGE 131 II 103 E. 2.4.1 S. 210).
Das Prinzip des einmaligen Rechtsschutzes gilt nur f�r Bauvorschriften, die dazu dienen, Art, Natur und Umfang der im Zonenplan kartografisch dargestellten Nutzungen zu umschreiben - das heisst f�r Bestimmungen, die an Stelle einer Planlegende stehen und mit dem Zonenplan ein untrennbares Ganzes bilden. Es gilt hingegen nicht f�r generell-abstrakte Erlasse, so etwa f�r zonen�bergreifende Regelungen, die eine unbestimmte Vielzahl von F�llen regeln. Deren Rechtm�ssigkeit kann auch noch im Anwendungsfall �berpr�ft werden (BGE 116 Ia 207 E. 3b S. 211; Urteil 1P.193/1997 vom 5. September 1997 E. 3, in: ZBl 100/1999 S. 218; mit Blick auf Mobilfunkantennen vgl. auch BGE 133 II 353 E. 3.3 S. 358).
Die akzessorische �berpr�fung eines Nutzungsplans im Rahmen eines Baubewilligungsverfahrens ist demgegen�ber nur dann zul�ssig, wenn sich die betroffene Person beim Planerlass noch nicht �ber die ihr auferlegten Beschr�nkungen Rechenschaft geben konnte und sie im damaligen Zeitpunkt keine M�glichkeit hatte, ihre Interessen zu verteidigen (BGE 119 Ib 480 E. 5c S. 486), oder wenn sich die tats�chlichen oder rechtlichen Verh�ltnisse seit Annahme des Plans wesentlich ge�ndert haben (BGE 127 I 103 E. 6b S. 105 f.). Die Nichtigkeit eines Nutzungsplans kann schliesslich jederzeit geltend gemacht werden und ist von s�mtlichen Instanzen von Amtes wegen zu beachten (BGE 115 Ia 1 E. 3 S. 4).
Gest�tzt auf diese Rechtsprechung ist die Vorinstanz zum Schluss gekommen, dass es sich bei der streitigen Schutzverordnung um einen Nutzungsplan und keinen generell-abstrakten Erlass handle. Zudem liege keine Ausnahme vor, die eine akzessorische �berpr�fung rechtfertigen w�rde.
Die Beschwerdef�hrerin bestreitet beide Erkenntnisse.
6.2.�Sie ist vorab der Ansicht, die Verordnung habe Erlasscharakter.
Diesem Verst�ndnis kann nicht gefolgt werden. Zwar bildet die Verordnung als Anhang zur Bau- und Zonenordnung der Gemeinde Zollikon Teil des kommunalen Baugesetzes. Dieser formale Umstand sagt aber nichts dar�ber aus, ob die Regelung generell-abstrakter Natur ist und somit Erlasscharakter hat oder nicht. Entscheidend ist vielmehr ihre inhaltliche Ausgestaltung, namentlich ihr auf den konkreten Fall bezogener Bestimmtheitsgrad (vgl. E. 6.1 hiervor; s. auch BGE 108 Ib 121 E. 4b S. 122; Peter H�nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 5. Aufl. 2008, S. 92). Die streitige Verordnung besteht aus Karte und Text; diese bilden ein untrennbares Ganzes. Die Karte bildet parzellenscharf jene Schutzperimeter ab, in denen die Errichtung bestimmter Antennen verboten ist. Der Text erkl�rt, auf welche Art von Antennen sich das Verbot bezieht. Die Baubeh�rde hat ihre Bauverweigerung auf Art. 2 lit. a der Schutzverordnung gest�tzt. Danach sind in den im Plan eingezeichneten Gebieten Mobilfunkantennen nicht zul�ssig, die sichtbar sind und genau definierte Masse �berschreiten. Karte und Text regeln die verbotene Nutzung somit gen�gend pr�zise, um einem Nutzungsplan zu entsprechen.
Was die Beschwerdef�hrerin vorbringt, vermag an dieser Erkenntnis nichts zu �ndern. Zum einen ist unbestritten, dass eine 5 m hohe, auf dem Flachdach der Liegenschaft L.________ in Zollikon errichtete Rohrantenne von weit her sichtbar w�re. Zum anderen hat die Beschwerdef�hre rin nicht dargetan und ist auch nicht ersichtlich, dass f�r das Bauvorhaben eine Ausnahmebewilligung gem�ss Art. 4 der Schutzverordnung in Betracht k�me. Von vornherein unbehelflich ist daher ihr Vorbringen, das Tatbestandselement der "Sichtbarkeit" in Art. 2 lit. a und der Ausnahmetatbestand von Art. 4 seien so unbestimmt formuliert, dass die Schutzverordnung einem generell-abstrakten Erlass gleichkomme. Erlasscharakter erkennt die Beschwerdef�hrerin sodann im Zweck der Regelung. Dass die Verordnung den Denkmal- bzw. Ortsbildschutz bezweckt (s. Art. 1 Abs. 1), �ndert nichts daran, dass sie dieses Ziel mit planerischen Mitteln umsetzt, indem sie die Erstellung von Mobilfunkantennen in parzellengenau bezeichneten Gebieten verbietet (vgl. Art. 17 Abs. 1 lit. c RPG; � 78 PBG; dazu u.a. BGE 118 Ia 384 E. 3a S. 386). Auch dieser Umstand spricht nicht daf�r, der Bestimmung Erlasscharakter zuzuschreiben. Der Vorinstanz ist demnach beizupflichten, wenn sie festh�lt, es handle sich bei der in Frage stehenden Regelung um einen Nutzungsplan und keinen generell-abstrakten Erlass.
6.3.�Die Beschwerdef�hrerin bringt im Weiteren vor, selbst als Plan m�sste die Verordnung hier vorfrageweise anfechtbar sein. Denn im Zeitpunkt des Planerlasses habe sie keine M�glichkeit gehabt, sich �ber die damit verbundenen Beschr�nkungen Rechenschaft zu geben und ihre Interessen rechtzeitig zu verteidigen.
Als die Baubeh�rde die Bewilligung zur Erstellung der Mobilfunkanlage verweigerte, hatte der Gemeinderat den Planentwurf bereits zur �ffentlichen Auflage verabschiedet. Die Baubeh�rde machte die Beschwerdef�hrerin in der Verf�gung ausdr�cklich darauf aufmerksam. Diese konnte sich folglich schon damals �ber die mit der Neuordnung verbundenen Beschr�nkungen Rechenschaft geben. Nachdem die Gemeindeversammlung den Plan am 7. Dezember 2011 erlassen hatte, h�tte die Beschwerdef�hrerin die M�glichkeit gehabt, diesen fristgerecht anzufechten und ihre Interessen rechtzeitig zu verteidigen (vgl. E. 6.1 oben; zur Beschwerdeberechtigung von Mobilfunkbetreibern zur Plananfechtung vgl. zudem Urteil 1C_449/2011 vom 19. M�rz 2012 E. 1, nicht publ. in: BGE 138 II 173). Von dieser M�glichkeit hat sie jedoch keinen Gebrauch gemacht. Unter diesen Umst�nden ist es von vornherein unbehelflich, wenn die Beschwerdef�hrerin vorbringt, es sei f�r sie als Mobilfunkbetreiberin unm�glich, schweizweit s�mtliche Planerlasse rechtzeitig anzufechten.
6.4.�Die Beschwerdef�hrerin macht schliesslich nicht geltend, dass sich die tats�chlichen oder rechtlichen Verh�ltnisse seit Annahme des Plans wesentlich ge�ndert h�tten. Was sie gegen den Nutzungsplan vorbringt, l�sst sodann keine schwerwiegenden formellen oder materiellen M�ngel erkennen, die auf dessen Nichtigkeit schliessen liessen. Insbesondere kann entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin nicht gesagt werden, die Schutzverordnung verstosse gegen abschliessende eidgen�ssische Regelungen wie das Fernmeldegesetz vom 30. April 1997 (FMG; SR 784.10) oder das Umweltschutzgesetz vom 7. Oktober 1983 (USG; SR 814.01) und die Verordnung vom 23. Dezember 1999 �ber den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 814.710); die Schutzverordnung enth�lt kein erg�nzendes Fernmelde- oder Strahlenschutzrecht, sondern beschl�gt das Gebiet des Ortsbild- und Denkmalschutzes (s. Art. 1 Abs. 1 der Schutzverordnung). Diese Materie liegt - unter hier nicht interessierenden Vorbehalten - in kantonaler bzw. kommunaler Kompetenz (Art. 75 Abs.1 und Art. 78 Abs. 1 BV; BGE 138 II 173 E. 5.1 und 5.2 S. 177 f.; 133 II 321 E. 4.3.4 S. 328 f.; 131 II 545 E. 2.2 S. 547 f.; Urteil 1A.142/2004 vom 10. Dezember 2004 E. 4.5, in: ZBl 106/2005 S. 602).
Auch unter diesen Gesichtspunkten (vgl. E. 6.1 oben) bestand f�r die Vorinstanz kein Grund, die Rechtm�ssigkeit des Plans vorfrageweise zu �berpr�fen; indem sie davon absah, hat sie weder ihre Begr�ndungspflicht verletzt, noch ist sie in Willk�r verfallen.
Ist das Verwaltungsgericht demnach zu Recht nicht auf die gegen die Schutzverordnung gerichteten R�gen eingegangen, besteht auch f�r das Bundesgericht kein Anlass dazu. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Die Beschwerde ist danach abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Die Gerichtskosten sind der unterliegenden Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Diese hat die anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnerinnen zudem je angemessen zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 2 und 4 BGG). Der in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegenden Gemeinde ist dagegen keine Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 68 Abs. 3 BGG sowie BGE 134 II 117 E. 7 S. 118 f.).
Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt.
Die Beschwerdef�hrerin hat den Beschwerdegegnerinnen 1 und 2 eine Entsch�digung von je Fr. 1'500.--, insgesamt Fr. 3'000.--, zu bezahlen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Gemeinde Zollikon, dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, 1. Kammer, und dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 19. M�rz 2014
Der Gerichtsschreiber: Geisser