Source: http://www.rechtslupe.de/wirtschaftsrecht/gesellschaftsrecht/voreinzahlungen-auf-eine-kuenftige-kapitalerhoehung-3107643?pk_campaign=feed&pk_kwd=missbrauch-berufsbezeichnungen-nazi
Timestamp: 2016-09-28 15:22:23
Document Index: 362613901

Matched Legal Cases: ['§ 56', '§ 19', '§ 3', '§ 19', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Voreinzahlungen auf eine künftige Kapitalerhöhung | Rechtslupe
Rechtslupe » Wirtschaftsrecht » Gesellschaftsrecht » Voreinzahlungen auf eine künftige Kapitalerhöhung
Voreinzahlungen auf eine künftige Kapitalerhöhung	5. April 2016 | GesellschaftsrechtGeschätzte Lesezeit: 1 Minuten	Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs haben Voreinzahlungen auf eine künftige Kapitalerhöhung grundsätzlich nur dann Tilgungswirkung, wenn der eingezahlte Betrag im Zeitpunkt der Beschlussfassung und der mit ihr üblicherweise verbundenen Übernahmeerklärung noch als solcher im Gesellschaftsvermögen zweifelsfrei vorhanden ist1.
Dies ist dann der Fall, wenn und soweit sich der geschuldete Betrag entweder in der Kasse der Gesellschaft befindet oder der Gesellschafter auf ein Konto der Gesellschaft einzahlt, soweit dieses anschließend und fortdauernd bis zur Fassung des Kapitalerhöhungsbeschlusses ein Guthaben ausweist2.
Andernfalls ist zu prüfen, geprüft, ob die durch den Kapitalerhöhungsbeschluss und die Übernahme eines Geschäftsanteils an der Schuldnerin begründete Einlageverbindlichkeit des Gesellschafters durch Anrechnung des Werts der im Hinblick auf die Voreinzahlung des Gesellschafters entstandenen Bereicherungsforderung des Gesellschafters gegen die GmbH nach § 56 Abs. 2, § 19 Abs. 4 Satz 3 GmbHG ganz oder teilweise erloschen ist.
§ 3 Abs. 4 EGGmbHG ordnet die Geltung des § 19 Abs. 4 und 5 GmbHG in der ab dem 1.11.2008 geltenden Fassung auch für vor diesem Zeitpunkt bewirkte Einlageleistungen an, soweit sie nach der vor dem 1.11.2008 geltenden Rechtslage wegen der Vereinbarung einer Einlagenrückgewähr oder wegen einer verdeckten Sacheinlage keine Erfüllung der Einlagenverpflichtung bewirkten. Die Rückwirkung bezieht sich auch auf Kapitalerhöhungen3.
Bundesgerichtshof, Urteil vom 19. Januar 2016 – II ZR 303/14
BGH, Urteil vom 15.03.2004 – II ZR 210/01, BGHZ 158, 283, 284 f.; Urteil vom 26.06.2006 – II ZR 43/05, BGHZ 168, 201, 203 ff.; Urteil vom 24.04.2008 – III ZR 223/06, ZIP 2008, 1928 Rn. 14; Beschluss vom 11.06.2013 – II ZB 25/12, ZIP 2013, 1422 Rn. 14↩
vgl. BGH, Urteil vom 15.03.2004 – II ZR 210/01, BGHZ 158, 283, 284 f.; Urteil vom 24.04.2008 – III ZR 223/06, ZIP 2008, 1928 Rn. 14↩
vgl. BGH, Urteil vom 20.07.2009 – II ZR 273/07, BGHZ 182, 103 Rn. 13 Cash-Pool II; Urteil vom 22.03.2010 – II ZR 12/08, BGHZ 185, 44 Rn.19 – ADCOCOM↩
Weitere Informationen:Kapitalerhöhung – und die bereits erfolgte…Die Gesellschafterforderung als verdeckte SacheinlageDie verzögerte Kapitalerhöhung – und das…Kapitalerhöhung bei der GmbH – die stille BeteiligungAusschluss der Komplementär-GmbH aus der GmbH & Co. KGDas Zerwürfnis zwischen GmbH-Gesellschaftern	Weiterlesen auf der Rechtslupe:
Themenseiten zu diesem Artikel: Bareinlage, GmbH, Kapitalerhöhung, Stammeinlage	Weitere Beiträge aus diesem Rechtsgebiet: Wirtschaftsrecht | Gesellschaftsrecht