Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/raeuberische-erpressung
Timestamp: 2020-08-15 11:53:14
Document Index: 54630039

Matched Legal Cases: ['§ 253', '§ 251', '§ 24', '§ 250', '§ 239', '§ 250', '§ 250']

Räuberische Erpressung | Rechtslupe
Zwar ist der Nach­teil für das Ver­mö­gen i.S. des § 253 StGB gleich­be­deu­tend mit der Ver­mö­gens­be­schä­di­gung beim Betrug, so dass auch schon eine blo­ße Ver­mö­gens­ge­fähr­dung einen Ver­mö­gens­nach­teil dar­stellt. Dabei kommt es aber ent­schei­dend dar­auf an, ob im Ein­zel­fall durch die Ver­fü­gung das Ver­mö­gen kon­kret gefähr­det, also mit wirt­schaft­li­chen Nach­tei­len ernst­lich
Ein wirk­sa­mer Rück­tritt vom Ver­such der räu­be­ri­schen Erpres­sung mit Todes­fol­ge (§§ 251, 255, 22 StGB) durch Ver­hin­de­rung der Todes­fol­ge gemäß § 24 Abs. 1 Satz 1 Alter­na­ti­ve 2 StGB setzt nicht vor­aus, dass der Täter auch vom Ver­such der schwe­ren räu­be­ri­schen Erpres­sung (§§ 250, 255 StGB) zurück­tritt. Dies gilt selbst dann, wenn der
Ob ein der­art beson­de­rer Aus­nah­me­fall vor­liegt, dass die Anwen­dung des Regel­straf­rah­mens nicht mehr ange­mes­sen erscheint, ist dar­an aus­zu­rich­ten, ob das gesam­te Tat­bild ein­schließ­lich aller sub­jek­ti­ven Momen­te der Täter­per­sön­lich­keit vom Durch­schnitt der erfah­rungs­ge­mäß vor­kom­men­den Fäl­le in einem Maß abweicht, dass die Anwen­dung eines Aus­nah­m­e­straf­rah­mens gebo­ten erscheint. In die damit gebo­te­ne Gesamt­wür­di­gung
Wer einen Rausch­gift­händ­ler oder kurier mit Gewalt oder durch Dro­hung mit einem emp­find­li­chen Übel zur Her­aus­ga­be von Dro­gen nötigt, um sich oder einen Drit­ten zu Unrecht zu berei­chern, macht sich der räu­be­ri­schen Erpres­sung schul­dig. Dies befand jetzt der 2. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs und scher­te damit wie­der in die bis­he­ri­ge Recht­spre­chung
Der erpress­te Dea­ler
Wer einen Rausch­gift­händ­ler oder kurier mit Gewalt oder durch Dro­hung mit einem emp­find­li­chen Übel zur Her­aus­ga­be von Dro­gen nötigt, um sich oder einen Drit­ten zu Unrecht zu berei­chern, macht sich der räu­be­ri­schen Erpres­sung schul­dig. Die Rechts­ord­nung kennt im Bereich der Ver­mö­gens­de­lik­te kein wegen sei­ner Her­kunft, Ent­ste­hung oder Ver­wen­dung schlecht­hin schutz­un­wür­di­ges
Zwi­schen der Bemäch­ti­gungs­la­ge und der beab­sich­tig­ten Erpres­sung muss ein funk­tio­na­ler und zeit­li­cher Zusam­men­hang in der Wei­se bestehen, dass der Täter das Opfer (oder einen Drit­ten) wäh­rend der Dau­er der Zwangs­la­ge erpres­sen will. Denn der Zweck der Rege­lung des § 239a StGB besteht gera­de dar­in, das Ent­füh­ren oder Sich­be­mäch­ti­gen des­halb beson­ders
Das Tat­be­stands­merk­mal „bei der Tat“ (§ 250 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. a StGB) bezieht sich auf die fina­le Ver­knüp­fung von Gewalt und Ver­mö­gens­ver­fü­gung, durch die die Erpres­sungs­de­lik­te geprägt sind. Es ist daher nur dann erfüllt, wenn die schwe­re kör­per­li­che Miss­hand­lung zur Erzwin­gung der Ver­mö­gens­ver­fü­gung oder zumin­dest zur Siche­rung der Beu­te ver­übt wird.
Die Die­bes­ban­de – und die erfor­der­li­che Ban­den­ab­re­de
Für das Qua­li­fi­ka­ti­ons­merk­mal des § 250 Abs. 1 Nr. 2 StGB ist es nicht erfor­der­lich, dass die Täter über­ein­ge­kom­men waren, über den Ein­zel­fall hin­aus auch zukünf­tig Wert­ge­gen­stän­de durch den Ein­satz von Nöti­gungs­mit­teln zu erlan­gen. Denn nach dem ein­deu­ti­gen Wort­laut der Norm genügt es, dass der Raub oder – auf­grund der Ver­wei­sung des
Räu­be­ri­sche Erpres­sung – und die Dro­hung mit einer gegen­wär­ti­gen Gefahr
Mit einer gegen­wär­ti­gen Gefahr droht, wer eine Schä­di­gung an Leib oder Leben in Aus­sicht stellt, die bei unge­stör­ter (natür­li­cher) Wei­ter­ent­wick­lung der Din­ge als sicher oder höchst wahr­schein­lich zu erwar­ten ist, falls nicht als­bald eine Abwehr­maß­nah­me ergrif­fen wird. Erfor­der­lich ist dabei nicht, dass das schä­di­gen­de Ereig­nis mit Sicher­heit unmit­tel­bar bevor­steht. Es