Source: http://www.spd-fraktion-kiel.de/2017/03/30/meimersdorfer-weg-in-radschnellweg-umwandeln/
Timestamp: 2018-12-10 22:59:09
Document Index: 183569947

Matched Legal Cases: ['§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 45']

Meimersdorfer Weg als Radschnellweg | SPD-Ratsfraktion Kiel Meimersdorfer Weg als Radschnellweg – SPD-Ratsfraktion Kiel
Antrag­steller­innen: SPD-Ratsfraktion; Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen; SSW-Ratsfraktion
Druck­sache: 0286/2017
Geschrieben von SPD-Ratsfraktion am 30. März 2017 30. März 2017 . 26 Kommentare
Der Meimersdorfer Weg wird zwischen Hamburger Chaussee und der Neuen Hamburger Str. für den KFZ-Verkehr gesperrt. Die Strecke wird als Fahrradschnellweg ausgewiesen. Eine Nutzung für Anlieger und Rettungsverkehre bleibt weiterhin möglich.
Die 6-monatige Sperrung des Meimersdorfer Weges aus Gründen des Krötenschutzes zeigt, dass es vor Ort keine Notwendigkeit der Verkehrsführung durch den Meimersdorfer Weg gibt.
Eine ganzjährige Ausweisung als Fahrradschnellweg und Sperrung für den motorisierten Individualverkehr soll dabei bewirken:
Förderung des Radwegenetzes und eine bessere und sicherere Anbindung des Fahrradverkehrs aus dem Kieler Süden.
Unterbindung von KFZ-Ausweichverkehren auf dem Meimersdorfer Weg, somit wird der Verkehr auf den vorgesehen Hauptverkehrsachsen gebunden.
Ganzjähriger Schutz der Krötenwanderung.
Gerade auch mit Blick auf die entstehenden Wohngebiete im Kieler Süden ist zu befürchten, dass der Meimersdorfer Weg verstärkt als Ausweichstrecke von KFZ-Verkehr genutzt werden wird. Dies soll ebenso durch die Umwandlung in einen Radschnellweg verhindert werden, wie für die neuen Wohngebiete ein Anschluss ans Fahrradwegenetz gefördert werden soll, um Radfahrer aus dem Kieler Süden schnell und sicher ins Kieler Zentrum zu führen.
Fuß- und Radwegeverbindung
Ein Kieler sagt:
2. August 2017 um 15:45 Uhr
Na, nachdem ich diese Begründung gelesen habe bin ich sehr beruhigt, dass die endgültige Sperrung des Meimersdorfer Weg nichts und absolut gar nichts mit der dort wohnhaften Bauamtsleiterin und gerade neu gewählten Bürgermeisterin der gemeinde Molfsee, Frau Ute Hauschild zu tun hat. Lach
3 x die Woche habe ich diesen Weg aus privaten Gründen auch genutzt (Pflege eines Familienangehörigen), vielen Dank für 6 km Umweg, die ich jetzt fahren darf.
Eine Kielerin sagt:
Woher nimmt die SPD die Erkenntnis, dass diese Straße nicht für den Verkehr benötigt wird?
Wir müssen jetzt immer einen großen Umweg fahren. Ökologisch sinnvoll ist das nicht.
Keiner denkt an die Kinder ,die jeden Tag der Gefahr ausgesetzt sind angefahren zu werden oder die Tiere die jeden Tag überfahren werden,alle wollen schnell an ihr Ziel und halten auch nicht die 30km Zone ein.Ich finde es super,das endlich die Strasse gesperrt ist.
Petra Behrend sagt:
Zu den vorherigen Kommentaren kann ich, als langjährige Anliegern des Meimersdorfer Weges, nur anmerken: gegen eine dauerhafte Sperrung des Weges für den motorisierten Verkehr sprechen sich erstaunlicher Weise nur diejenigen aus, die diese Straße NUR mit dem Auto befahren/ betreten. Als Mutter eines schulpflichtigen Kindes und als überzeugte Radfahrerin, kann man diese Maßnahme nur positiv begüßen!!!
Wie oft muß man Autos ausweichen, die einen in die Büsche drängen- die Fahrer sitzen ja bequem und abgeschirmt… wie oft wird man als Fußgänger angepöbelt, „gefälligst“ den Weg zu räumen, damit „man“ schneller fahren kann. Es schützt einen kein Fußweg, kein Fahrradstreifen.
UND als kleine Randnotiz: die erwähnte Bürgermeisterin einer Nachbargemeinde hat mit dem Ratsbeschluss herzlich wenig zu tun….
Geplagterpendler sagt:
Es verwundert mich schon sehr wie es möglich eine öffentliche Straße einfach zu sperren.
Heute morgen könnte ich noch wie gewohnt zur Arbeit fahren
Heute Mittag nicht mehr….
Krötenwanderung?
Fahrradstrasse?
Ich bitte Sie ich konnte deshalb meinen Sohn erst über 6 km Umweg und im stopendgo Modus B76 sei dank verspätet abholen….
Ökologisch ist anders.
Die Straße gibt es seit Uhrzeiten.
Alle die in die Straße gezogen sind wussten das es eine Straße gibt mit Verkehr.
Ja für die krötenwanderung bin ich dabei. Das kann ich verstehen.
Aber ich frage mich wenn alle Bürger die in einer Straße wohnen die als Schleichweg genutzt werden jetzt eine fahrradstrasse machen wo dann
Die Familie die ihre Kinder zum Sport Freunden etc
bringen nur noch über die Hauptverkehrsstraßen Umwege in Kauf nehmen der Infarkt vorprogrammiert ist.
Liebe Frau behrend es ist aber schon merkwürdig dass durch ein ratsbeschluss es möglich ist diese Straße zu sperren….
Ich bin mal gespannt welche Straßen als nächstes privat werden….
Einfluss muss man haben…
Aber Demokratie sieht anders aus
Das ist Demokratie,die Mehrheit hat das beschlossen.Das alle einen Umweg fahren und die Kinder und Tiere nicht mehr in Gefahr sind,sehen sie wohl überhaupt nicht,obwohl sie Vater sind.Das sind immer die Richtigen.
24. August 2017 um 10:15 Uhr
so einfach ist es den Wert eines Grundstücks zu steigern! Man muss nur die richtigen Leute kennen und nicht lange darüber diskutieren!
Es gibt sicher noch einige Straße in Kiel die gerne zur Fahrradstraße werden wollen. Mal sehen wer da wohnt!
Im Übrigen: wenn man eine Straße sperrt wird der Verkehr für die Anwohner weniger, aber für die Anwohner der Ausweichstrecke eben mehr!
Schönen Gruß an den Bauausschuß
Als Anwohnerin des Weges finde ich besonders traurig, über die erneute Schließung nicht informiert zu werden. Sicher ist die Belastung durch den KfZ -verkehr mit den Jahren gestiegen und sicher beobachte ich auch Autofahrer, die meinen, Sie können rasen. Dennoch hätte ich es wünschenswet gefunden, die Anwohner mal vorab zu befragen, sicherlich hätte man dann vorab eine Lösung gefunden, die Ampelanlage, um links auf die L318 abbiegen zu können, anders zu schalten. Jetzt sind noch Sommerferien, aber ab dem 4. September wird es schier unmöglich sein, ohne Verkehrssünden sich in den Strom der Autofahrer, die aus der anderen Richtung kommend und rechts abbiegen, einzureihen. Danke dafür und dass ich deswegen über Molfsee -Kreisverkehr einen 5km weiten Umweg fahren darf, die Umwelt auch somit schone. Wir haben ebenfalls 2 schulpflichtige Kinder, die täglich zur Bushaltestelle Hamburger Baum müssen und den Weg immer mit dem Fahrrad fahren, aber an Tagen, wo das Wetter nicht mitspielt oder Krankheit ( leichter Infekt) , der ein fernbleiben der Schule nicht erforderlich macht oder einfach mal das Fahrrad kaput ist, setzte ich die Kinder eben dort ab und fahre weiter zur Arbeit. Jetzt werden Sie von mir bei Sturm oder ähnliches von der Schule eben abgemeldet. Ein anderer Punkt, ist auch der, dass ich als Verbraucher eingeschränkt werde und bestimmte Verbrauchermärkte nicht mehr anfahre. Oder hat jemand Lust einen Umweg zufahren? So wird mir eben mal aufgezwungen und unbeabsichtigt bestimmt, in die andere Richtung auszuweichen, obwohl der Weg weiter ist. Schönen Gruß an die Umwelt und alle die Sie schützen wollen.
Berufstätige Pendler, die keine Umwege fahren möchten sind nicht die Wähler der rot-grünen Stadt Kiel. Wichtig sind hingegen irgendwelche Funktionsträger mit guten Verbindungen, die gerne den Wert ihrer Häuser steigern und ihr persönliches Umfeld ruhiger gestalten wollen. Und das Prekariat, welches an den Hauptverkehrsachsen wohnt kann ruhig ein wenig mehr von den Stickoxiden und sonstigen Schadstoffen einatmen. Die vorhandene Abgasbelastung gleichmäßig zu verteilen wäre eine Gleichmacherei, die von der SPD nicht gewünscht ist.
es geht hier nicht um die Wertsteigerung der Häuser ,sonder um die Kinder in erster Linie.Schade das es solche Leute wie sie nicht verstehen.
Wurstbauer sagt:
31. August 2017 um 6:27 Uhr
Was ist das für eine Begründung – für mich nicht nachzuvollziehen.
Hat da einer einen Hinweis, wie man hiergegen Einspruch einlegen kann?
Muss man sich alles gefallen lassen? Interessiert der Bürgerwille gar nicht mehr?
Eigentlich bin ich „stinksauer“ über so eine Willkür, denn scheinbar kommt dieses Initiative ja nicht mal von den Anwohnern!
Ich habe diese Strecke sowohl als Radfahrer als auch als Autofahrer benutzt und nie den Eindruck gehabt, dass hier gerast wird oder das die Strecke durch den Autoverkehr belastet geschweige denn überlastet ist.
FDM sagt:
Ich werde mal sehen ob die Sperrung dem recht entspricht,da für mich hohe Kosten auf mich zukommen die nicht erstattet werden,es geht auch anderst siehe Eiderbrook.Ich werde versuchen mit allen mitteln diesen misstand der SPD zu unterbinden.Es Reicht.
Ein Radschnellweg also. Welche Ziele soll der denn bitte miteinander verbinden.
Ich fahre diesen Weg (bisher) täglich und wen treffe ich dort? Wenige Radfahrer, wenige Autos (und keiner rast!) freundlich grüßende Fußgänger mit Hund und was ist schlimm daran? Und nun habe ich also jeweils ca. 4km Umweg. Entweder über 404 76, die sowieso kurz vor dem Kollaps stehen. Von den armen Anwohnern dort mal ganz abgesehen. Oder über Molfsee! Sehr umweltfreundlich, richtig was Gutes getan für die Umwelt. 8km X 220 Arbeitstage = 1760km / Jahr zusätzlich bei eine Gesamtkilometerleistung von 5000. Super! Genial, liebe Politiker, was steckt denn nun wirklich dahinter?
Denn das Problem der zu vielen Autos in den Städten lösen wir so wohl nicht.
Vielleicht 30 Anwohner in Meimersdorf freuen sich (vielleicht) und die Hunderte in der HH Chaussee oder am Theodor Heuss Ring? Pech gehabt, mehr Verkehr bekommen? Oder fahren dann doch gar nicht so viele durch den Meimersdorfer Weg und es ist nur ein eitles Spiel der Politiker, die sich profilieren wollen?
Irgend wann sind ja wieder Wahlen! Schau’n wir mal 😉
Neumeimersdorfer sagt:
Die Sperrung des Meimersdorfer Weges halte ich für nicht sinnvoll und schließe mich den Vorrednern an. Ja, der Meimersdorfer Weg wird auch als Ausweichstrecke genutzt. Zudem von mir als eindeutig kürzester Weg zur Arbeitsstelle in der Rd Landstr. Somit umgehe ich die B404 und auch den Ring. Sort ist es verstopft und voll genug. Und wie war das mit dem Feinstaub dort?!
Ich unterstelle meiner Meinung nach Mauschelei seitens der dort ansässigen Politikerin, deren Name hier bereits gefallen ist.
So, habe mich entschlossen, der SPD eine Stellungnahme abzuringen. Im Brief heißt es ja,dass die Nutzung für Anlieger und Rettungsfahrzeuge frei bleibt. Antwort: Keine:( . Hatte ich auch nicht erwartet. Musste neulich den Rettungsdienst rufen und wurde Zeuge, wie der Fahrer minutenlang auf der geeigneten Einfahrt, die es zum Glück gab, ein Wendemanöver einleitete. Dazu sage ich nur. “ Jede Minute zählt“ . Ob vor der Schließung des Weges eine Begehung stattfand, um zu prüfen, ob es rechtlich standhält, dass die Sicherheit der Anwohner geschützt ist? Frag mich , wie sollen bei einem Brand , die Löschfahrzeuge durchkommen bzw. wenden. Ist das zulässig oder Wer hat dem ganzen zugestimmt? Muss doch eigentlich geprüft worden sein. Oder nicht? Ist bei Schäden dann die Stadt oder die SPD haftbar zu machen?
Michael Koglin sagt:
Man lese das Protokoll des Antrags des interfraktionellen Ausschusses von Herrn Heinrichs(SPD), Herrn Oschmann (Bündnis 90/Grüne) und Herrn Schmidt (SSW).
Hier erlaubt sich der Bauausschuss aus der durchaus ärgerlichen Langsperrung des Meimersdorfer Wegs abzuleiten, dass „es vor Ort keine Notwendigkeit der Verkehrsführung durch den Meimersdorfer Weg gibt“.
Gleichzeitig wird die nunmehr ganzjährige Sperrung damit begründet, dass es zu befürchten gilt, dass ein verstärkter Ausweichverkehr durch eben diese Straße erfolgen könnte!???
Angestrebt wird ein ganzjähriger Schutz der Krötenwanderung (obwohl diese Wanderung nachweislich lediglich im Frühjahr und dann wieder im Sommer erfolgt) und eine bessere und sicherere Anbindung des Fahrradverkehrs aus dem Kieler Süden in Form eines einzurichtenden Radschnellweges (war bisher auch schon gegeben, nur nicht als solcher ausgewiesen).
Nun ist z.B. das Bestreben, den Autoverkehr zurückzudrängen und auf die Hauptverkehrsachsen zu zwingen nachvollziehbar – ein geringfügiger Ausweichverkehr aus guten Gründen sollte allerdings den Anliegern und Radfahrern zuzumuten sein.
Eine fadenscheinig begründete Vollsperrung einer funktionsfähigen Straße – wie traumhaft wäre es z.B. für die Anlieger vieler Durchgangsstraßen, wenn diese für den Kfz-Verkehr gesperrt würden und nur noch den Anliegern zur Verfügung stünden.
Aber die meisten Menschen wohnen an Verkehrsstraßen und müssen es hinnehmen, dass von diesem eine gewisse Belastung des Ruhebedürfnisses ausgeht. Von Straßensperrungen dürfen sie allenthalben träumen – wie ist es möglich, dass hier eine Ausnahme gemacht wird???
Ich möchte einmal auf den schlechten Zustand und Enge der Straße hinweisen, was besonders im Winter bei Eis und Schnee zu gefährlichen Situationen für Fußgänger und Fahrradfahrer führt. An die Geschwindigkeitsbegrenzung wurde sich sehr häufig nicht gehalten. Ich fühle mich, als Fahrradfahrer/Fußgänger jetzt sehr viel sicherer als vorher als die Straße noch freigegeben war. Das Verkehrsaufkommen wird durch das Neubaugebiet in Neu Meimersdorf auch nicht geringer, wenn die Straße wieder freigegeben wird, zudem führt sie durch ein Naturschutzgebiet. Ich hoffe und wünsche, dass es bei der ganzjährigen Sperrung bleibt.
leider beobachten wir immer wieder, dass Maßnahmen der Stadt im Nachhinein kritisiert werden, zum Teil auch lautstark und nicht immer im angemessenen Tonfall. Dies war u.a. auch im Falle der Ausweisung des Meimersdorfer Weges als Fahrradschnellweg ganz massiv der Fall. Auch der Ortsbeirat Meimersdorf/Moorsee, dessen Zuständigkeit bis zur Brücke über die kleine Au reicht, fühlte sich übergangen und lehnte die Sperrung ab. Dies hat der Ortsbeirat mit einem Antrag an den Bauausschuss deutlich gemacht. Der Ortsbeirat Hassee/Vieburg, der für den restlichen Teil des Meimersdorfer Weges bis zur Hamburger Chaussee zuständig ist, sah für sich keinen Handlungsbedarf.
Diejenigen, die Maßnahmen gut finden, melden sich üblicherweise nicht, weil ja alles in ihrem Sinne läuft. Auch in diesem Fall haben wir nur wenige positive Stellungnahmen erhalten. Die meisten Personen, die die Maßnahme befürworten, melden sich erst dann zu Wort, wenn aufgrund des lauten Protestes der Gegner etwas geändert wird. Das kann ich auch gut verstehen!
Dieser spezielle Fall der Sperrung des Meimersdorfer Wegs liegt jedoch etwas anders, da wir mit unserer Initiative im Mai 2017 nicht die ganzjährige grundsätzliche Sperrung für den Kfz-Verkehr beabsichtigt hatten, sondern den direkten Anwohnern – und nur diesen – außerhalb der Krötenwanderung die durchaus erheblichen Umwege ersparen wollten – auch unter dem Gesichtspunkt des Klimaschutzes und der Vermeidung unnötiger Immissionen.
Für Rad- und Fußverkehr wäre eine vollständige, ganzjährige Sperrung aus unserer Sicht ideal. Aber nach unserem Eindruck ist der Anwohnerverkehr doch eher gering, sodass der ursprünglich angestrebte und nun auch zur Umsetzung kommende Kompromiss uns vertretbar erscheint.
Meimersdorfer sagt:
Als Anwohner des Meimersdorfer Wegs kann man sich nur weiter für die Sperrung aussprechen – ja auch wir müssen Umwege in Kauf nehmen, aber man wird in der 30er Zone nicht mehr mit über 50 Kmh fast angefahren.
Die ganzjährige Sperrung sollte unbedingt beibehalten werden.
Würde_gerne_den_Meimersdorfer Weg_nutzen sagt:
25. Februar 2018 um 13:01 Uhr
Ich habe am 15.12.2017 die Stadtverwaltung gebeten zur Vollsperrung eine Stellungnahme abzugeben. Bis heute keine Antworten auf meine Fragen erhalten.
Ein Ratsbeschluß ist für die Vollsperrung aus meiner Sicht nicht ausreichend – Grundlage dazu ist die Straßenverkehrsordnung (StVO):
1.	zur Durchführung von Arbeiten im Straßenraum,
2.	zur Verhütung außerordentlicher Schäden an der Straße,
3.	zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen, ff.
wobei im vorliegenden Fall der Abs. 1 Nr. 3 maßgeblich sein dürfte.
Mit dem in dieser Sache hierher übersandten interfraktionellen Antrag wird zumindest in diese Richtung argumentiert. Die entsprechende Entscheidung der Ratsversammlung wurde zwar nicht mitgeteilt, doch es wird unterstellt, dass es hier zu einem positiven Entscheid im Sinne des Antrags gekommen ist.
Ganz allgemein ist dazu anzumerken, dass hier eine Minderheit, nämlich die Anwohner / Anlieger privilegiert und im selben Zuge die deutliche Mehrheit derjenigen Verkehrsteilnehmer, die diese gewidmete Straße gerne nutzen würden, benachteiligt werden. Allein deshalb drängt sich der Verdacht auf, dass hier eine wie auch immer geartete Klientelpolitik zum Zuge gekommen ist. Der Zielverkehr in Richtung Hamburger Chaussee und zurück wird nun auf eine andere Route gezwungen. Dies bringt erhebliche Nachteile mit sich, sowohl für die an dieser anderen Route wohnenden Menschen, als auch für die Autofahrer und die Umwelt. Die Menschen an der Ausweichroute müssen nun zu dem auf der Hamburger Chaussee (im Vergleich mit dem Meimersdorfer Weg) ohnehin bereits stärken Verkehrsaufkommen auch noch das durch die Sperrung zusätzlich generierte Verkehrsaufkommen ertragen. Wieso ist das dort zumutbar? Die Autofahrer sind zudem länger unterwegs, fahren mehr Kilometer und müssen deshalb mehr finanzielle Mittel aufwenden, um ihr Ziel zu erreichen. Demzufolge verbrauchen sie mehr Treibstoff. Dies alles schadet ohne jeden Zweifel der Umwelt.
Doch nun zu der Frage, ob hier durch die zuständige Behörde eine ermessensfehlerfreie Entscheidung getroffen wurde. Hilfreich sind hier obergerichtliche Entscheidungen und deren Begründungen.
Maßgeblich ist demnach die Würdigung, inwieweit auf der Grundlage der besonderen örtlichen Verhältnisse und der jeweiligen Einflussfaktoren im betreffenden Einzelfall eine erhöhte Gefährdungslage im Sinne von § 45 Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 45 Abs. 9 Satz 3 vorliegt.
Eine Befugnis zu verkehrsberuhigenden Maßnahmen auf straßenverkehrsrechtlicher Grundlage ist der Straßenverkehrsbehörde nach dem insoweit allein in Betracht kommenden § 45 StVO nur dann eröffnet, wenn neben Voraussetzungen des § 45 Abs. 1 Nr. 3 StVO zusätzlich auch die Anforderungen des § 45 Abs. 9 Satz 3 StVO erfüllt sind. Voraussetzung für Beschränkungen und Verbote des fließenden Verkehrs ist eine besondere örtliche Gefahrenlage, die das allgemeine Risiko einer Beeinträchtigung der Wohnbevölkerung durch Lärm und Abgase erheblich übersteigt.
Ein Verbot für Durchgangsverkehr setzt voraus, dass in dem betreffenden Gebiet eine Lärmbelastung besteht, die von den Anliegern üblicherweise nicht hingenommen werden muss. Es sind daher Feststellungen darüber zu treffen, welcher Bereich in welcher Größenordnung und Intensität von Verkehrslärm belastet ist, etwa durch Verkehrszählung oder Lärmberechnung. Fehlen solche Feststellungen, ist die Anordnung bereits deshalb rechtswidrig.
Wann ggf. die Erheblichkeitsschwelle des § 45 Abs. 9 Satz 3 StVO erreicht bzw. überschritten ist, kann unter anderem der Verkehrslärmschutzverordnung – 16. BImSchV – entnommen werden. Erhebliche Auswirkungen liegen danach unter anderem dann vor, wenn der Beurteilungspegel durch den Durchgangsverkehr um mindestens 3 dB (A) oder auf mindestens 70 dB (A) am Tage oder 60 dB (A) in der Nacht erhöht oder ein schon in dieser Höhe bestehender Beurteilungspegel weiter erhöht wird.
Die Fahrtstrecke durch den aktuell gesperrten Meimersdorfer Weg ist 1,4 km lang. Die Fahrtstrecke über die Hamburger Chaussee Richtung Molfsee und dann auf der Hamburger Landstraße ist 4,8 km lang und somit erheblich länger – z.B. bei der Fahrstrecke in den Speckenbecker Weg. Inwiefern man die Schadstoffbelastung den Anwohnern des Meimersdorfers Weges nicht zumuten kann, aber die Zusatzbelastung der Anwohner in der Hamburger Landstraße sehr wohl erschließt sich mir nicht.
Mit der Übersendung eines interfraktionellen Antrags und der darin enthaltenen „Begründung“ haben Sie jedenfalls nicht dargelegt, dass die von mir hier angeführten zwingenden rechtlichen Voraussetzungen für eine Straßensperrung erfüllt sind. Insbesondere fehlt es am Nachweis der erhöhten Gefährdungslage und einer Beeinträchtigung durch Lärm und Abgase, die das allgemeine Risiko der dortigen Wohnbevölkerung erheblich übersteigt. Die zwingend erforderlichen Feststellungen durch Verkehrszählungen oder Lärmberechnung und der Nachweis eines erreichten oder überschrittenen Beurteilungspegels sind offenkundig gar nicht vorgenommen worden.
Wenn dies aber so ist, so ist die Verkehrssperrung des Meimersdorfer Wegs willkürlich und damit unrechtmäßig erfolgt. Ich darf Sie daher dringend bitten, zu mindestens bis zum Nachweis der genannten rechtlichen Voraussetzungen, der m. E. kaum zu führen sein dürfte, die Maßnahme unverzüglich aufzuheben.
Warum macht man keinen Kompromiss in Form einer Einbahnstrassenregelung, das waere eine Halbierung. Und die Anwohner der Hamburger Chaussee freuen sich auch, denn die sind richtig belastet.
Warum bekommen die Anwohner eigentlich eine „Privatstraße“? Übernehmen sie dann auch alle Kosten für die Erhaltung der Straße?
Wie wäre es denn, wenn der alte Zustand wiederhergestellt wird, die Straße in Ordnung gebracht wird und dort regelmäßig die Geschwindigkeit kontrolliert werde? Das wäre übrigens auch in der Hamburger Chaussee zwischen Postillionweg und Waldwiese angezeigt. Ob dort wohl alle (auch die Anwohner des Meimersdorfer Weges) immer genau 50kmh fahren?
Die Idee der Radschnellwege ist begrüßenswert, aber bitte dann dort, wo auch viele Radfahrer unterwegs sind!
Tja, am besten die Allgemeinheit zahlt dann die Erneuerung der quasi Anliegerstraße, spätestens wenn es keine Straßenausbaubeiträge mehr gibt. Ein Wahlkampfanliegen der SPD in SH, leider nicht unbedingt sozial, denn die Bedürftigen wohnen wohl eher nicht in den guten und ruhigen Wohnlagen oder reinen Anliegerstraßen. Ein Grund mehr, warum die SPD Stimmen verliert, denn wer seine Wurzeln verliert….?
Hallo liebe SPD , wieso ist der Weg denn jetzt wieder frei? Ich dachte der ist jetzt immer Anliegerfreundlich gesperrt?
Im Mai 2017 hat der Bauausschuss die Verwaltung gebeten, den Meimersdorfer Weg zwischen Hamburger Chaussee und der Neuen Hamburger Straße für den KFZ-Verkehr zu sperren. Unser Ziel war, eine ganzjährig gültige Regelung zum Schutz der Krötenwanderung zu finden und gleichzeitig den Radverkehr zu fördern. Aus unserer Sicht eignet sich der Meimersdorfer Weg dann als gute und sichere Anbindung des Fahrradverkehrs aus dem Kieler Süden, wenn dort keine Autos als Durchgangsverkehr fahren. Dabei sollten aus unserer Sicht die Anwohnerinnen und Anwohner ihre Grundstücke weiterhin erreichen können.
Wie Sie auch in den Kommentaren hier erkennen können, gibt es zu dieser Frage sehr unterschiedliche Auffassungen. Dass die Straße inzwischen wieder geöffnet wurde, ist nach unserer Information auf eine Anordnung durch die Landesstraßenbauverwaltung zurückzuführen, die unsere Stadt angewiesen hat, die nach Auffassung des Landesstraßenbauverwaltung widerrechtliche Sperrung aufzuheben. Dieser Anweisung hat die Landeshauptstadt Kiel natürlich Folge zu leisten. Somit konnten wir unsere politische Forderung nicht durchsetzen.
Wir halten es selbstverständlich für richtig, geltendes Recht durchzusetzen. Gleichwohl bleiben wir bei unserer Auffassung, dass eine überörtliche Bedeutung für den Meimersdorfer Weg auf diesem Abschnitt nicht gegeben ist und dass das Ziel richtig ist, eine Regelung zu finden, um den Schutz der Krötenwanderung ganzjährig zu betreiben und den Radverkehr zu fördern.
Gerne sind wir weiterhin bereit, diese Diskussion sachlich zu führen und gemeinsam eine tragfähige Lösung zu finden, die den genannten Zielen gerecht wird.
Sorry, aber die Kröten wandern doch nur im Frühjahr und im Herbst… Und welche Radfahrer nutzen denn diesen Weg, bestimmt nicht aus Alt-Meimersdorf, dafür ist der Berg zu hoch…? Merkwürdig Ihre Argumentation.