Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/215501,0.html
Timestamp: 2019-08-19 21:40:32
Document Index: 327592304

Matched Legal Cases: ['§ 249', '§ 253', '§ 249', '§ 253', '§ 249', '§ 253', '§ 249', '§ 253', '§ 249', '§ 253', '§ 249', '§ 253']

Abgrenzung § 249 - §§ 253, 255
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°Mju°
Verfasst am: 14 Dez 2008 - 13:53:17 Titel: Abgrenzung § 249 - §§ 253, 255
Hi, hab dazu ne klausurtaktische Frage:
Ich prüfe ja § 249 und komme dann zur Wegnahme. Dann muss ich ja den Meinungsstreit bringen. Sagen wir, beide Meinungen würde zu einem unterschiedlichen Ergebnis kommen. Dann muss ich ja Stellung nehmen. Welcher Meinung sollte ich aus klausurtaktischen Gründen eher folgen?
Wenn ich der Literatur folge und sagen wir mal, es ist hiernach ein Raub, der dann jedoch an Zueignungsabsicht scheitert, dann verbaue ich mir ja im Endeffekt die Püfung der räuberischen Erpressung (Oder muss ich dort bis zum merkmal der Verfügung noch prüfen?)
Wenn ich der Rspr folge, mus ich dann immer sowohl Raub als auch räuberische Erpressung prüfen? §§ 253, 255 hat ja Auffang-TB-Charakter.
und noch ein letztes, kann mir vielleicht jmd ein Beispiel für einen Mangel an zueignungsabsicht bringen, der aber dann eine Bereicherungsabsicht darstellt?
Verfasst am: 17 Dez 2008 - 12:41:14 Titel:
Ich würde mich klausurtakitsch eher für den Raub entscheiden...also Wegnahme liegt vor. Anschließend kommst du dann zur Zueigungsabsicht.
Nein eben nicht wie du selbst festgestellt hast ist jeder Raub auch eine räuberische Erpressung i.S.e. Duldung einer Vermögensverfügung. § 249 ist also lex specialis zu §§ 253, 255. Im Falle, dass § 249 aufgrund fehlender Zueigungsabsicht nicht eingreift steht dir der Weg für §§ 253, 255 offen.[/b]