Source: https://www.nebenkostenabrechnung.com/heizkostenverordnung/?replytocom=10442
Timestamp: 2020-02-24 11:24:31
Document Index: 326836563

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 11', '§ 7', 'BGH', '§ 9', 'BGH', 'BGH', '§ 12', '§ 9', '§ 9', '§5', '§ 10']

Heizkostenverordnung – Was Mieter und Vermieter über die HeizkostenV wissen müssen | Nebenkostenabrechnung
Seit 1981 ist die Heizkostenverordnung (in der Fassung vom 5.10.2009) zwingendes Recht und kann mietvertraglich nicht abbedungen werden. Ihr Ziel besteht darin, die Mieter zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Energie zu veranlassen, so dass die Höhe der anfallenden Heizkosten vom individuellen Verbrauchsverhalten eines jeden Mieters abhängt.
Demgemäß können Vermieter und Mieter auch keine vom Verbrauch unabhängige Inklusivmiete oder Warmmietverträge oder Heizkostenpauschalen vereinbaren (BGH WuM 2006, 518). Von Gesetzes wegen muss immer (abgesehen von wenigen Ausnahmen, siehe unten) eine zumindest teilweise verbrauchsabhängige Heizkostenabrechnung erfolgen. Lediglich beim Verteilerschlüssel haben die Parteien individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.
Zwar weist die Heizkostenverordnung lediglich 12 inhaltlich relevante Paragraphen auf. Insgesamt erscheint der Verordnungstext zumindest für einen Laien wenig verständlich. Vornehmlich ist die Heizkostenabrechnung somit eine Spielwiese meist professioneller Abrechnungsunternehmen.
Ausnahmsweise ist die Heizkostenverordnung (§ 11) in folgenden Fällen nicht anwendbar:
1. Vermieter und Mieter bewohnen gemeinsam ein Zweifamilienhaus. In diesem Fall muss nicht verbrauchsabhängig abgerechnet werden. Zieht der Vermieter aus und ein zweiter Mieter ein, gilt wiederum die HeizkostenV.
2. Passivhäuser mit einem Heizwärmebedarf von weniger als 15 kWh/m² sind von der Heizkostenverordnung ausgenommen. Der Aufwand erscheint unwirtschaftlich. (Zum Vergleich: der Wärmebedarf in ungedämmten Häusern beträgt üblicherweise 120 – 150 kWh/m²)
3. Ist die verbrauchsmäßige Abrechnung technisch nicht möglich oder unwirtschaftlich, kann verbrauchsunabhängig abgerechnet werden. Ein unverhältnismäßiger Kostenaufwand liegt vor, wenn die Kosten nicht innerhalb von 10 Jahren erwirtschaftet werden können.
4. Für Wohnungen mit Baujahr bis 1.7.1981, in denen keine Möglichkeit besteht, die Heizung abzustellen oder herunterzufahren, braucht ebenfalls nicht verbrauchsabhängig abgerechnet zu werden.
5. Eine Ausnahme besteht ebenfalls, wenn energiesparende Heizungsanlagen (Wärmepumpen, Solaranlagen) vorhanden sind.
6. Alters- und Pflegeheime, Studenten- und Jugendwohnheime sowie Räumlichkeiten, für die regelmäßig keine üblichen Mietverträge abgeschlossen werden, unterliegen nicht der Heizkostenverordnung.
Mieter hat Anspruch auf verbrauchsabhängige Abrechnung
Liegt keine dieser Ausnahmefälle vor, muss der Vermieter verbrauchsabhängig abrechnen. Tut er es nicht, gibt die Heizkostenverordnung dem Mieter das Recht, den in der Nebenkostenabrechnung ausgewiesenen Heizkostenanteil oder die Wohnflächenabrechnung um 15 % zu kürzen und seinen Anspruch auf eine verbrauchsabhängige Abrechnung für künftige Abrechnungszeiträume vom Vermieter einzufordern.
So wird der verbrauchsabhängige Anteil beziffert
Die Heizkostenverordnung gibt dem Vermieter vor, die Heizkosten und Warmwasserkosten mit einem Anteil von mindestens 50 %, höchstens 70 %, nach dem Verbrauch des Mieters abzurechnen. Der restliche Anteil zwischen 50 und 30 % kann unabhängig vom Verbrauch berechnet werden. Der Vermieter darf die Verbrauchsgrenze von 50 % nicht unterschreiten. Allerdings können Vermieter und Mieter im Mietvertrag vereinbaren, die obere Grenze zu einem Verbrauchsanteil von bis zu 100 % abzurechnen.
Ausnahmeregelung für ältere Gebäude
Die Heizkostenverordnung (§ 7) gibt in ihrer Fassung von 2009 vor, dass in älteren Gebäuden 70 % der Heizkosten verbrauchsabhängig und 30 % verbrauchsunabhängig abzurechnen sind, wenn das Gebäude schlecht wärmegedämmt ist und die Anforderungen der Wärmeschutzverordnung 1994 nicht genügt, es sich um ein Öl- oder Gasheizung handelt und freiliegende Heizleitungen überwiegend gedämmt oder unter Putz verlegt sind. Diese Vorgabe des Gesetzgebers ist wenig konstruktiv, als ausgerechnet der Verbrauchsanteil bei energetisch schlecht ausgestatteten Wohnungen, in denen ein Mieter den Verbrauch nur bedingt beeinflussen kann, zwingend bei 70 % liegen soll.
So wird der verbrauchsunabhängige Anteil erfasst
Für den verbrauchsunabhängigen Anteil der Heizkosten (30-50 %) kann als Verteilerschlüssel die Wohnfläche in Quadratmeterzahl, die Anzahl der in der Wohnung lebenden Personen oder auch die beheizte Wohnfläche für maßgeblich erklärt werden. Zu den beheizten Flächen gehören nur die Zimmer der Wohnung, die einen eigenen Heizkörper besitzen. Heizkörperfreie Räume zählen nicht, auch dann nicht, wenn sie indirekt über einen Nachbarraum mit beheizt werden.
Gilt als Verteilerschlüssel die Wohnfläche, zählen Balkone und Terrassen zwischen 25 % und 50 % Flächenanteile mit. Die Wohnfläche ist einschließlich der Balkon- und Terrassenflächen anzusetzen (BGH WuM 2007, 700) (Der Umstand, dass Balkone und Terrassen nicht beheizt werden, bleibt irrelevant).
Vermieter darf Verteilerschlüssel ändern
Die Heizkostenverordnung 2009 erlaubt dem Vermieter das einmal festgelegte Verhältnis zwischen verbrauchsabhängigen und verbrauchsunabhängigen Kostenanteilen einseitig abzuändern, wenn er eine Voraufteilung der Heizkosten beispielsweise wegen eines Gewerbemieters einführt oder im Haus energiesparende Baumaßnahmen ausführt. Auch andere sachgerechte Gründe erlauben ab der Abrechnungsperiode 2009 eine Änderung, sofern der bisherige Aufteilungsmaßstab zu ungerechten und nicht mehr nachvollziehbaren Ergebnissen führt. Dies gilt insbesondere bei einem hohen Leerstand im Objekt.
Schätzung des Energieverbrauchs in Sonderfällen
Kann der Energieverbrauch in einzelnen Fällen nicht erfasst (Messgeräteausfall, Computerfehler) oder nicht abgelesen werden (Mieter lässt die Ablesetermine platzen) muss nach § 9a Heizkostenverordnung eine Kostenverteilung in Sonderfällen erfolgen. Der Vermieter kann den Verbrauch dann schätzen. Dabei kommt es nicht darauf an, wer für die Situation die Verantwortung trägt (BGH WuM 2005, 776). Die Heizkostenverordnung erlaubt vier Verfahren zur Schätzung des Verbrauchs:
Verbrauchsschätzung anhand früherer, witterungsmäßig vergleichbare Abrechnungsperioden
Der Vermieter darf eine Verbrauchsschätzung nicht nach den ortsüblichen Durchschnittskosten vornehmen (BGH WuM 2007,700).
Die Schätzung darf maximal einen Anteil von 25 % des Verbrauchs der gesamten Wohnfläche eines Gebäudes erfassen. Darüber hinaus muss der Kostenansatz nach einem anderen Verteilerschlüssel, etwa nach der Wohnfläche, erfolgen.
So darf der Mieter seinen Kostenanteil kürzen
Die Heizkostenverordnung gewährt dem Mieter einen Anspruch auf eine verbrauchsabhängige Abrechnung. Kommt der Vermieter dieser Vorgabe nicht nach, kann der Mieter seinen Anspruch einklagen und darf seinen Kostenanteil in der Nebenkostenabrechnung um 15 % kürzen (§ 12 HeizkostenV). Der Mieter hat kein Kürzungsrecht, wenn der Vermieter zulässigerweise den Verbrauch geschätzt hat und nicht mehr als 25 % der Wohnfläche des Hauses betroffen war.
So wird der Warmwasseranteil ermittelt
Die Heizkostenverordnung geht von getrennten Anlagen für Heizung und Warmwasser aus. Wird beides in einer Anlage produziert, ist eine gemeinsame Verteilung nicht erlaubt. Die Betriebskosten sind aufzuteilen. Maßgeblich ist der jeweilige Anteil am Energieverbrauch.
1. Anhand des Volumens des verbrauchten Warmwassers kann in Verbindung mit der Formel des § 9 HeizkostenV der Energieanteil für die Warmwasseraufbereitung errechnet werden.
2. Ist dies nicht möglich, kann der Warmwasserverbrauch nach der Formel des § 9 II 1 HeizkostenV kann pauschal errechnet werden. Vereinfacht lautet die Formel: Wohnfläche mal 32 gleich Wärmemenge in Kilowattstunden. Diese Formel ersetzt den früher angewandten Pauschalwert, bei dem für die Erwärmung des Warmwassers 18 % der gesamten Heizkosten angesetzt wurden. Dies ist auch heute noch möglich, wenn der Wasserverbrauch nicht gemessen werden kann.
3. Seit 2009 besteht die Zielvorgabe, dass ab 1.1.2014 mit Hilfe eines Wärmezählers ermittelt werden muss, welcher Energieanteil für die Heizung und welcher für die Warmwasseraufbereitung benötigt wurde. Vorhandene Warmwasserkostenverteiler müssen bis 31.12.2013 gegen Wasserzähler ausgetauscht werden. Ist eine Installation technisch oder wirtschaftlich nicht möglich, kann der Energieanteil für die Warmwasseraufbereitung wie vorstehend zu 1. und 2. ermittelt werden.
40 Antworten auf "Heizkostenverordnung – Was Mieter und Vermieter über die HeizkostenV wissen müssen"
Heizkostenabrechnung erstellen: Drei Möglichkeiten vorgestellt.
11. Januar 2013 - 10:26 Antworten
[…] gesetzliche Grundlage für die Heizkostenabrechnung ist die Heizkostenverordnung, kurz […]
13. August 2013 - 19:28 Antworten
die Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2011 ist im Bereich der Heizkosten um beinahe 100 % gestiegen. Geschuldet ist dies anscheinend der Tatsache, dass der Vermieter nicht die lt. ISTA angefallenen tatsächlich verbrauchten 16.000 Liter umgelegt hat, sondern insgesamt 28.000 liter – da bisher der Anfangs- und Endbestand offensichtlich falsch geschätzt wurde und der Tank Ende des Jahres komplett befüllt wurde. Ist dies rechtlich möglich? Trotz nachweislich gesunkenem Verbrauch wurden erheblich mehr Kosten auf die MIeter umgelegt.
1. November 2015 - 19:28 Antworten
Wenn der Festkostenanteil nach Wohnfläche berechnet wird, bedeutet das dann dass im Verhältnis meine Wohnfläche zur Gesamtwohnfläche des Hauses abgerechnet werden muss?
Oder bedeutet es meine Wohnfläche im Verhältnis zu allen vermieteten Wohnflächen.
Da in der Heizkostenverordnung immer nur von der Wohnfläche gesprochen wird bin ich mir nicht sicher, was hier richtig ist.
2. November 2015 - 20:17 Antworten
die Nebenflächen wie Keller oder Treppen spielen keine Rolle.
30. November 2015 - 17:55 Antworten
Ich bin am 01.12.14 in eine Wohnung eingezogen, die ich Aufgrund von Baumängeln nicht bewohnt habe (Auszug Ende März 2015, ohne Wohnung bewohnt zu haben). Ich habe nun für Dezember 2014 die Nebenkostenabrechnung erhalten. In allen Räumen sind Verdunstungszähler (mit einheitlicher Skala/B Faktor wird berechnet). Die Messwerte wurden zum Jahresende nicht abgelesen und die Verbrauchswerte für Dezmeber 2014 sind sogar höher als für den kompletten Mietzeitraum (teilweisen um 6.000 Einheiten zu hoch) angegeben. In der Abrechnung steht Ablesung vom 26.05.15 wurde umgerechnet auf den 31.12.14.
Heißt das also, dass die tatsächlichen Werte uninteressant sind und einfach auf den verherigen Verbrauch meiner Nachmieterin umgerechnet wird? Das wäre für mich doch deutlich zum Nachteil.
1. Dezember 2015 - 02:27 Antworten
wurden die Kosten vielleicht nach Gradtagszahlen berechnet? Ohne die Abrechnung zu sehen, ist eine Beurteilung leider nicht möglich. Vielleicht sollten Sie die Heizkostenabrechnung anwaltlich prüfen lassen, je nach Nachzahlungshöhe.
3. Dezember 2015 - 18:20 Antworten
eine Frage zur Abrechnung der Grundkosten iHv. 30% für Heizung und Warmwasser.
In der Teilungserklärung steht bei Heizung:
„30% nach den Flächen der beheizten Räume“
hier wird nach meiner Auffassung der Balkon/ Terrasse, sowie die Speis/Abstellraum in Abzug gebracht.
Bei den Grundkosten für Warmwasser:
„30% nach Wohn- bzw. Nutzfläche der Wohnungen ohne Abstellräume“
Wie geht man hier mit den Flächen der Balkone bzw. Terrassen um? Muss man diese mit einrechnen oder in Abzug bringen?
Für eine kurze Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar!!
Viele Grüße – Georg
4. Dezember 2015 - 03:34 Antworten
auf Nebenkostenabrechnung.com geht es um Nebenkosten, weniger um Hausgeld – das nur kurz vorweg. Zu den beherzten Flächen gehören in meinen Augen keine Balkone und Terrassen, schließlich sind diese nicht beheizt. Allerdings werden Balkone und Terrassen regelmäßig in Teilen zur Wohnfläche gezählt, oft 25% bis 50%.
Im Zweifel sollten Sie die Ausführungen in Ihrer Teilungserklärung von einem Anwalt bewerten lassen.
PS: Solange alle Parteien im Haus über Balkone und Terrassen verfügen, ist es auch ein stückweit egal wie ganz abgerechnet wird. Hauptsache bei allen gleich.
13. Januar 2016 - 22:20 Antworten
unser Vermieter hat uns die Nebenkostenabrechnung für 2014 zukommen lassen, die eine Nachzahlung von 980 Euro beinhaltet. Leider war zu dem Zeitpunkt im Jahr 2015, als der Heizungsableser da war, niemand Zuhause, weshalb der Wert geschätzt werden musste. Damit begründet unser Vermieter auch die hohe Nachzahlung. Durch Erkundigungen, die wir eingeholt haben, weiß ich aber, dass sich dieser im Falle einer Schätzung, an der Nebenkostenabrechnung vom Vorjahr orientieren muss. Auch 2013 hatten wir eine Nachzahlung zu leisten, die allerdings nur bei 96 Euro lag.
Meine Frage ist nun, was diesbezüglich meine Rechte sind? Unsere Lebenssituation hat sich in den letzten Jahren nicht verändert. Die hohe Nachzahlung ist für uns nicht nachvollziehbar.
14. Januar 2016 - 02:29 Antworten
in der Regel mit der Schätzung nicht der Vermieter vor, sondern der Abrechnungsdienstleister. Ich bin nicht sicher, ob es Sinn macht sich dagegen zu wehren. Vielmehr werden Sie die zu hohe Nachzahlung aus 2014 bei der nächsten Ablesung / Nebenkostenabrechnung zurück erhalten.
13. Februar 2016 - 16:10 Antworten
ich habe jetzt meine Nebenkostenabrechnung erhalten. In meiner Heizkostenabrechnung habe ich festgestellt, das sowohl bei der Heizung als auch bei Warmwasser zu 100% verbrauchsabhängig abgerechnet wurde. Nun habe ich in meinen Mietvertrag geschaut. Hier steht unter §5 Heizkosten folgendes:
________________% (maximal 50%) nach qm der Wohn- oder Nutzfläche und der Rest nachdem Ergebnis der Heizkostenverteiler.
Leider ist kein Prozentsatz eingetragen. Darf der Vermieter dann zu 100% verbrauchsabhängig abrechnen (wir wohnen in einem Zweifamilienhaus, der Vermieter wohnt aber woanders)?
14. Februar 2016 - 03:16 Antworten
Hallo Gertitschke,
die Heizkostenverordnung bis 50 bis 70% für die Abrechnung nach Verbrauch vor.
29. Februar 2016 - 09:29 Antworten
In einem 24 WE sind in jeder Wohnung ein kWh-Zähler und ein Kaltwasserzähler und ein Wasserzähler für Warmwasser. Da die verbrauchten Ölmengen zu stark schwanken, habe ich nachgerechnet.
Verbrauchtes Öl , abzüglich Öl für Warmwasser (gemäß Formel aus dem Gesetz) ist gleich Öl für Heizung. Wird nun die verbliebene Ölmenge in kWh umgerechnet (lt. Gesetz 10 kWh/Liter) und durch die Summe der kWh-Zählerstände geteilt, so ergeben sich jedes Jahr andere Werte. Der Ölverbrauch schwankt damit bis zu 100%. Beispiel: Jahr 1 – je 10 kWh Wärme (also 1 Liter) sind 1,4 Liter Öl (14 kWh) verbraucht, Jahr 2 = 1,9 Liter, Jahr 3 = 2,2 Liter, Jahr 4 = 2,8 Liter Jahr , Jahr 5 = 1,8 Liter, Jahr 6 = 1,6 Liter usw.
Da eine Prüfung des angelieferten Öl nicht möglich ist, kann dann so eine Nachprüfung erfolgen?
Energetisch und technisch müsste sich, wenn man die Werte in ein Diagramm überträgt, eine annähernde Linie ergeben. Jetzt ist es eine Fiberkurve!
29. Februar 2016 - 21:31 Antworten
danke für Ihren Beitrag. Ich kann Ihnen bei der Berechnung / bei Ihrem weiteren Vorgehen leider nicht helfen.
3. Mai 2016 - 21:05 Antworten
darf man bei einem 4 Fam. Haus den verbrauchsunabhänging Teil auch einfach durch 4 teilen und nicht nach Wohnfläche ?
Bei uns hat die kleinste Wohnung den höchsten Verbrauch, wodurch mir nicht klar ist, warum diese Wohnung den geringsten verbrauchsunabhängigen Anteil zahlen soll.
4. Mai 2016 - 01:32 Antworten
dieser Artikel hier hilft Ihnen: Heizkosten: Abrechnungsmaßstab für verbrauchsabhängigen / verbrauchsunabhängigen Teil
12. Mai 2016 - 17:36 Antworten
als Mieter wurde mir im Jahr 2014, ca. Mitte des Jahres, Heizkostenverteiler nach Verdunstungsprinzip (nur ein Röhrchen) gegen elektronische HKV ausgetauscht. Nach der neuen Heizkostenverordnung waren die alten HKV zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu lässig, weshalb die Heizkostenabrechnung um 15% gemindert werden kann.
Die neue Heizkostenverordnung spricht von Heizkostenverteiler nach Verdunstungsprinzip die vor dem 01.07.1981 montiert wurden. Wie kann ich nachweisen, das meine HKV vor diesem Datum montiert wurden. Würde es für den den Tatbestand ausreichen, dass die HKV nur ein Röhrchen besaßen und in der Mitte des Heizkörpers montiert waren, um anzunehmen das diese vor 01.07.1981 montiert wurden.
12. Mai 2016 - 17:48 Antworten
ich würde mich an Ihrer Stelle wohl an einen Heizungsfachmann wenden und um eine Einschätzung des Montage-Zeitpunktes bitten.
18. Juni 2016 - 11:10 Antworten
ich habe vergangenes Jahr von Mitte März bis Ende August (6 Monate) zur Untermiete gewohnt. Nun kam eine sehr hohe Nachzahlung für Strom und Gas. Diese bezieht sich auf das gesamte Jahr.
Ist es mein Recht eine Berücksichtigung der Jahreszeiten bei der Nachzahlung von Strom und Gas an meinen ehemaligen Hauptmieter zu fordern?
Beim Gas könnte dies an Hand einer Abrechnung nach der Gradtagszahlentabelle realisiert werden. Das will der Hauptmieter aber nicht. Im Untermietvertrag gibt es hierzu keine Regelung. Darf ich auf mein Recht bestehen?
Beim Strom könnte über eine Abrechnung an Hand des statistischen durchschnittlichen Monatsverbrauchs im verlauf des Jahres oder über Standardlastprofile geschehen. Wissen Sie wo ich ein solches Standardlastprofil erhalten kann? Oder eine andere Möglichkeit?
Vielen vielen Dank.,
19. Juni 2016 - 12:54 Antworten
Vermieter sind verpflichtet, nach der Heizkostenverordnung abzurechnen. Wie Sie den Strom abrechnen, kann ich Ihnen leider nicht sagen.
Im Zweifel sollten Sie die Vereinbarungen im Mietvertrag anwaltlich prüfen lassen.
11. Juli 2016 - 13:44 Antworten
ich lebe in einer zwei Personen WG in einem Drei-Parteien-Haus. Bei uns wird Warmwasser sowie Heizung verbrauchsunabhängig abgerechnet und im Erdgeschoss befindet sich zusätzlich ein Friseur, der ganz offensichtlich viel mehr Warmwasser verbraucht und heizt als wir es tun. Wir haben nun eine satte Nebenkostenabrechnung bekommen, die wir so nicht akzeptieren wollen.
Selbst eine Kürzung um 15 % der Wohnfläche wäre inakzeptabel, da das Gewerbe im Erdgeschoss dann immer noch klar bevorzugt wäre. Haben Sie vielleicht einen Tipp, wie wir hier vorgehen sollten?
11. Juli 2016 - 15:28 Antworten
in diesem Artikel finden Sie mehr Informationen: https://www.nebenkostenabrechnung.com/nebenkostenabrechnung-wasser-ohne-zaehler/
12. Juli 2016 - 21:19 Antworten
ich bräuchte mal einen Tipp: ich habe einen Mietvertrag ohne qm Angabe. In der NK Abrechnung wird jedoch nun mit einem Verteilerschlüssel mit einer qm Angabe von 90qm gerechnet. Ist das so in Ordnung?
13. Juli 2016 - 12:57 Antworten
viele Vermieter wollen im Mietvertrag keine genaue Flächenangabe machen. Spätestens bei der Nebenkostenabrechnung muss er dann aber doch dazu Stellung nehmen, wie jetzt bei Ihnen.
Frau Uschka John
25. August 2016 - 14:40 Antworten
ich habe bei den 3 Mitwohnungen und meiner eigengenutzten Wohnung auch keine qm angegeben. Absprachegemäß und mietvertraglich wurde vereinbart 100 % nach Verbrauch Heiz- und Wasserkosten abzurechnen. Das wird von dem Gegenanwalt und vom Gericht nicht anerkannt. Aber im § 10 der HeizkostenV besteht doch diese Möglichkeit.
Da ich allein lebe und kein Mieter bereit war den Endölstand jährlich mit abzulesen, habe ich das seit 40 Jahren allein gemacht. Obwohl ich von den letzten Jahren einen ziemlich identischen Verbrauch nachweisen kann, wird das nicht anerkannt. Ablesung durch Abrechnungsfirma, Wartungsfirma und meinem Dreisatz waren im letzten Jahr fast identisch. Es steht auch nirgends, dass es zu zweit gemacht werden muss. Außerdem was hätte ich von falschen Ablesedaten.
Kann das Gericht aufgrund dieser beiden Tatsachen die gesamte Abrechnung ablehnen und ich die Nachforderung nicht einklagen ?
26. August 2016 - 11:14 Antworten
danke für Ihren Beitrag. Ich kann dem Gericht leider nicht zuvorkommen und kenne auch nicht die Einzelheiten. Ich möchte Ihnen trotzdem mit einigen Links weiterhelfen:
1. Heizkosten: Abrechnungsmaßstab für verbrauchsabhängigen / verbrauchsunabhängigen Teil
2. Ausnahmen bei der verbrauchsabhängigen Abrechnung der Heizkosten und Warmwasserkosten
3. Kürzungsrecht (15 %) bei nicht verbrauchsabhängiger Heizkostenabrechnung
20. September 2016 - 15:05 Antworten
ich habe meine Nebenkostenabrechung für das Jahr 2015 erhalten, auch für meine ehemalige Wohnung, welche ich im Januar und Februar noch bewohnt habe.
Hier wird eine Nachzahlung in Höhe von knapp 160 € gefordert. Dies betrifft hauptsächlich die Heizkosten. Ein Ablesewert von 1,4 Strichen wird genannt, berechnet wurden mir 7,6 Striche (aufgrund der Kaltverdunstungsvorgabe). Ist es rechtens, dass so ein hoher Betrag gefordert bzw. berechnet wird, obwohl ich nur 2 Monate dort gewohnt habe und der Ablesewert viel geringer ausfällt?
Im Jahr 2014 habe ich insgesamt 14 Striche, im Jahr 2013 16 Striche verbraucht.
20. September 2016 - 16:39 Antworten
zu den Ablesewerten kann ich leider nicht schreiben, nur soviel: Wenn Sie nur im Winter in der Wohnung leben ist eine Nachzahlung normal. Im Sommer sparen Sie Heizkostenvorauszahlungen für den Winter an. Wenn diese Ansparungen fehlen, kommt es zur Nachzahlung.
20. September 2016 - 16:55 Antworten
Auch, wenn Ablesewerte verfügbar sind? Dann dürfte mein Nachmieter ja ziemliche Einsparungen machen, wenn mir die Hälfte des Verbrauchs bereits angerechnet wurde.
Das heißt ja quasi, wenn man Anfang des Jahres auszieht, dass man einen Nachteil hat.
Brigitte Kölpin
15. Oktober 2016 - 12:21 Antworten
ich habe eine sehr strittige Heizkostenabrechnung für das Jahr 2015, die formal und inhaltlich unwirksam ist.. Mittlerweile habe ich die 5. korrigierte Abrechnung bekommen. Die Vermieterin hat mir einfach einen Betrag x in Rechnung gestellt (das ist die Hälfte der Heizkosten für das komplette 3-Fam.Haus. Ich selbst habe eine 50 m² DG-Wohnung) ohne jegl. Verteilerschlüssel. Es ist eine 3-Fam.Haus, die Mutter wohnt unten und die andere Wohnung steht leer.
Ich bin mittlerweile ausgezogen und 1 Woche später wurde meine Mietkaution mit der strittigen Heizkostenabrechnung verrechnet. Meine Frage hierzu „ist die Vermieterin dazu berechtigt“?
Danke für eine schnelle Antwort und
18. Oktober 2016 - 09:24 Antworten
hier ein Artikel für Sie: Nebenkostenabrechnung mit der Kaution verrechnen?
Zu aller erst sollten Sie aber auf eine korrekte Nebenkostenabrechnung bestehen. Decken Sie die Fehler auf und bitte die die Vermieterin um Korrektur.
Ernst Willer
24. Januar 2017 - 17:03 Antworten
Bei unserem Auszug im Jahr 2015 wurde der Heizverbrauch durch unseren Vermieter nicht abgelesen, obwohl wir ihn mehrmals darauf hingewiesen haben, dass dieser Wert noch im Übergabeprotokoll fehlt. Der Zähler befand sich im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses, war also zu jeder Zeit nach Übergabe (und auch vorher) für den Vermieter zugänglich (mit Vierkantschlüssel). Nun wurde dieser Verbrauch anhand von Gradzahltagen in der Nebenkostenabrechnung geschätzt, da der Wert nicht vorliegt. Ist dies zulässig? Und wenn nicht, dürfen wir den Betrag um den gesamten Posten kürzen? Herzlichen Dank!
24. Januar 2017 - 17:31 Antworten
hier ein hilfreicher Link für Sie: Ablesung der Wasser- und Heizungszähler versäumt – Was jetzt?
2. Februar 2017 - 22:58 Antworten
Im Mehrfamilienhaus mit 3 Wohneinheiten und 1 Gewerbeeinheit wird die Warmwasseraufbereitung sowie die Heizung in einer Anlage erzeugt. Hier muss doch der Vermieter zwingend beides nach HKV getrennt berechnen. Dies ist leider in der Nebenkostenabrechnung nicht ersichtlich. Bin doch hier richtig der Annahme, dass dies eine formelle Unwirksamkeit der Abrechnung darstellt und somit diese zurück zu weisen ist.
6. April 2019 - 23:24 Antworten
Frage: Seit 2014 sollen die Energiekosten für Warmwasser und für Heizung getrennt ermittelt werden.
Ergibt sich daraus eine gesetzliche Verpflichtung, die Anlage für die Aufbereitung des Warmwassers mit einem Wäremengenzähler auszurüsten ? Denn die Kosten für die Miete des Zählers ist dann unter Umständen höher als die Kosten für die Erwärmung des Wassers.
10. November 2019 - 16:54 Antworten
vor 2,5 Jahren bin ich in ein Dreifamilienhaus eingezogen. Im Anhang des Mietvertrages wurde erwähnt, das die Heizkosten nicht durch ein Wärmemessunternehmen abgelesen werden und diese nach Wohnfläche abgerechnet wird und die übrigen Nebenkosten nach Wohnfläche. Aus Kostengründen gibt es keine Zähler im Haus. Da nach Aussagen der Vermieterin die Ableseunternehmen mehr Kosten verursachen als die Tatsächlichen NK. Aus Unwissenheit und da ich dringend eine Wohnung brauchte, habe ich den Mietvertrag unterschrieben. Ich bin mittlerweile aus Berufsbedingten Gründen 12 Std pro Tag nicht in meiner Wohnung und nur an 1-2 Wochenenden anwesend. Wie kann ich nun Vorgehen? Hinzu kommt noch, das ich einen Dreijahres Mietvertrag unterschrieben habe und berufsbedingt kündigen muss, aber aus dem Vertrag nicht entlassen werde. Habe ich aufgrund meiner Unterschrift nun alles gebilligt?
11. November 2019 - 15:44 Antworten
lassen Sie die Klausel bei Bedarf rechtlich prüfen. Es kann daran hängen, ob die Klausel individuell oder formularvertraglich vereinbart wurde.
JR. Bittner
21. Dezember 2019 - 16:20 Antworten
-Meine Muter wohnte in einer Mietwohnung
-Sie starb Oktober 2017.
-Die Heizkostenablesung wurde von mir verpasst
-Die Schätzung war zu hoch
-Die Wohhung wurde im Januar 2018 wieder vermietet.
-Eine Verrechnung der zu viel gezahlten Heizkosten wurde abgelehnt mit „eine Negativberechnung im Folgejahr nicht möglich und in der Heizkostenverordnung auch nicht verankert sei“.
Frage Stimmt das?
29. Dezember 2019 - 07:26 Antworten
Hallo JR. Bittner,
ich sehe keinen Grund, warum die Hausverwaltung nicht mit dem Werten vom 31.12.2017 / 01.01.2018 arbeitet. Zudem musste die Nebenkostenabrechnung 2017 bis Ende 2018 bei Ihnen sein.
14. Januar 2020 - 22:46 Antworten
Ja, die Nebenkostenabrechnung 2017 war bis Ende 2018 bei mir eingegangen. Auch die Nebenkostenrechnung 2018 (die Abrechnungsperiode dauerte vom 1.1.18 bis zum 15.1.18) kam bei mir in 2019 an. Nur mit dem Manko (aus meiner Sicht), dass die in der Abrechnungsperiode 2017 zuviel gezahlten Nebenkosten nicht mit den Nebenkosten aus der Abrechnungsperiode 2018 verrechnet wurden. Das würde zu einer Rückerstattung führen.
Ich habe mir noch andere Hilfe geholt. Sobald ich etwas erfahren habe, werde ich berichten.
⇐ Nebenkosten: Ungezieferbekämpfung
Nebenkosten: Allgemeinstrom ⇒