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Timestamp: 2016-10-24 03:34:08
Document Index: 329466427

Matched Legal Cases: ['Art. 63', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 23', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'Art. 115', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 2', 'Art. 25', 'Art. 23', 'Art. 31', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 31', 'Art. 156', 'Art. 159']

4C.78/2001 (30.10.2001)
4C.78/2001/rnd
A.________, Kl�ger und Berufungskl�ger, vertreten durch Rechtsanwalt Ernst A. Widmer, L�wenstrasse 61, Postfach, 8023 Z�rich,
B.________, Beklagten und Berufungsbeklagten, vertreten durch Rechtsanw�ltin Dr. Vera Delnon, Winzerhalde 16, 8049 Z�rich,
Aktienkaufvertrag; Vergleichsvereinbarung, hat sich ergeben:
A.- Mit Vertrag vom 28. Dezember 1988 verkaufte B.________ 49% der Aktienanteile der X.________ AG an C.________ zum Preis von Fr. 350'000.--. Dieser Vertrag wurde in der Folge von keiner Seite erf�llt. Am 29. Mai 1992 schlossen die Parteien eine als Vergleich benannte Vereinbarung, mit der sie Klarheit hinsichtlich der Beteiligungsverh�ltnisse an der X.________ AG und an deren Tochtergesellschaften schaffen wollten. In dieser Vereinbarung wurde der Kaufvertrag vom 28. Dezember 1988 als hinf�llig erkl�rt und C.________ anerkannte, dass er am Aktienkapital der X.________ AG oder am Gesellschaftskapital der Tochtergesellschaften nicht beteiligt sei und ihm diesbez�glich keine Anspr�che zust�nden. C.________ verpflichtete sich sodann, alle Erkl�rungen abzugeben bzw. Handlungen vorzunehmen, die f�r die Erf�llung der Vereinbarung notwendig sein sollten.
B.________ verpflichtete sich seinerseits, C.________ einen Betrag von Fr. 1'450'000.-- in Raten zu bezahlen. Am 30.
August 1992 schlossen die Parteien eine zweite Vereinbarung, mit der sie jene vom 29. Mai 1992 teilweise �nderten. Sie hielten zudem fest, dass B.________ bisher Zahlungen im Gesamtbetrag von Fr. 775'000.-- erbracht habe und C.________ bestimmten Vertragspflichten noch nicht nachgekommen sei.
Mit Schreiben vom 18. Dezember 1992 erkl�rte C.________ gegen�ber B.________, er trete von den Vereinbarungen vom 29. Mai und 30. August 1992 wegen T�uschung und Grundlagenirrtums zur�ck. Er machte geltend, er sei �ber den Preis get�uscht worden, zu welchem die Aktien der X.________ AG an einen Dritten verkauft worden seien, und es h�tten sich "auch weitere Vertragsgrundlagen als hinf�llig erwiesen".
Er k�ndigte an, er werde seinen Rechtsanwalt mit der R�ckabwicklung der Vertragsverh�ltnisse beauftragen.
Mit Brief vom 3. Januar 1994 nahm der Anwalt von C.________ gegen�ber jenem von B.________ Bezug auf die mehrmonatigen, erfolglosen Vergleichsverhandlungen zwischen den Parteien und erkl�rte, dass sein Mandant nun die unverz�gliche beidseitige volle Erf�llung der Vereinbarungen vom 29. Mai und 30. August 1992 verlange. Darauf wies der Rechtsvertreter von B.________ mit Antwortschreiben vom 10. Januar 1994 darauf hin, dass C.________ die Vereinbarungen wegen T�uschung und Grundlagenirrtums angefochten habe, und stellte die Frage, ob es nicht widerspr�chlich sei, wenn gleichwohl ein dermassen angefochtener Vertrag vollzogen werden solle. Er schloss das Schreiben mit der Mitteilung, dass er die �usserungen des Gegenanwalts nicht als Abbruch der Vergleichsverhandlungen verstehe. Dieser antwortete am folgenden Tag, dass das Verhalten seines Klienten nicht widerspr�chlich sei, weil dieser den Vertrag trotz der Anfechtung nachtr�glich genehmigen k�nne, wenn die Gegenpartei die Wirksamkeit der Anfechtung bestreite. Im �brigen erkl�rte er, an der Aufforderung zur Vertragserf�llung gem�ss seinem Schreiben vom 3. Januar 1994 festzuhalten.
Mit schriftlicher Erkl�rung, datiert vom 11. Januar 1994, trat C.________ seine s�mtlichen Anspr�che aus den Vereinbarungen vom 28. Dezember 1988 sowie vom 29. Mai und
30. August 1992 mit B.________ an A.________ ab.
B.- Am 10. Juni 1994 reichte A.________ beim Bezirksgericht March Klage gegen B.________ ein. Der Kl�ger stellte das Rechtsbegehren, den Beklagten zur Zahlung von Fr. 571'625.-- nebst Zins zu verpflichten.
Mit Urteil vom 24. September 1998 verpflichtete das Bezirksgericht den Beklagten, dem Kl�ger bei Erhalt der Erkl�rungen im Sinne von Ziff. 4 der Vereinbarung vom 29. Mai 1992 Zug um Zug Fr. 423'875.-- zu zahlen. Auf Berufung des Beklagten und Anschlussberufung des Kl�gers hin wies das Kantonsgericht des Kantons Schwyz die Klage mit Urteil vom 14. November 2000 ab.
C.- Mit Berufung beantragt der Kl�ger dem Bundesgericht, das Urteil des Kantonsgerichts aufzuheben und den Beklagten zur Zahlung von Fr. 423'875.-- zu verpflichten, eventuell die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
1.- Das Kantonsgericht ist im Gegensatz zur ersten Instanz zum Ergebnis gekommen, die Vereinbarungen vom 29. Mai und 30. August 1992 seien unverbindlich, weil C.________ am 18. Dezember 1992 erkl�rt habe, er trete von diesen wegen T�uschung und Grundlagenirrtums zur�ck. Ein einseitiger Widerruf der Erkl�rung sei ausgeschlossen; vielmehr sei ein Zur�ckkommen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts nur m�glich, wenn sich beide Parteien nachtr�glich darauf geeinigt h�tten, die Vereinbarung aufrechtzuerhalten, was dem Abschluss eines neuen Vertrags desselben Inhalts gleichkomme.
Es bed�rfe einer neuen Einigung unter den Vertragsparteien darauf, den Vertrag trotz der Unverbindlichkeitserkl�rung halten zu wollen, wobei diese Einigung auch stillschweigend oder durch konkludentes Verhalten zustande kommen k�nne. Die Beweislast daf�r, dass sich die Parteien nachtr�glich geeinigt h�tten, den Vertrag trotzdem gelten zu lassen, liege vorliegend bei der Partei, welche den Vertrag angefochten habe. Eine solche Einigung verneinte das Kantonsgericht, weil der Beklagte die vom Anwalt von C.________ mit Schreiben vom 3. Januar 1994 unterbreitete Offerte nicht angenommen habe, auch nicht stillschweigend oder konkludent.
In diesem Zusammenhang sei nicht von Bedeutung, dass der Beklagte im Prozess geltend gemacht habe, die von C.________ behaupteten Anfechtungsgr�nde h�tten nicht bestanden. Der Beklagte k�nne den Anfechtenden auf seiner Erkl�rung behaften, selbst wenn er den Anfechtungsgrund nicht anerkenne; zumindest dann, wenn er geltend mache, er d�rfe seine Leistung aus anderen Gr�nden verweigern.
a) Der Kl�ger wirft dem Kantonsgericht vor, es habe bei der Beurteilung, ob ein neuer Vertrag geschlossen worden sei, die Frage des Zustandekommens des Vertrages mit jener der Vertragserf�llung verwechselt. Das Gericht habe �bersehen, dass die Zahlungsverweigerung nicht darauf beruht habe, dass der Beklagte das Angebot zur Genehmigung des Vergleichsvertrags nicht habe annehmen wollen, sondern darauf, dass der Beklagte C.________ Zug um Zug zur Erf�llung von dessen eigenen vertraglichen Leistungspflichten habe auffordern wollen. Das Gericht habe zudem lediglich das Vorliegen eines faktischen Konsenses gepr�ft, dagegen nicht nach der Existenz eines rechtlichen Konsenses gefragt.
Diese R�gen sind teils unbegr�ndet, teils nicht zu h�ren. Hat die Vorinstanz den tats�chlichen und von C.________ bzw. dessen Anwalt wahrgenommenen Willen des Beklagten festgestellt, die Offerte nicht anzunehmen, ist das Bundesgericht im Berufungsverfahren an diese Feststellung gebunden (Art. 63 Abs. 2 OG). Steht aber fest, dass f�r beide Parteien erkennbar keine Willens�bereinstimmung bestand, bleibt f�r eine Auslegung nach dem Vertrauensgrundsatz kein Raum (Art. 18 Abs. 1 OR; BGE 121 III 118 E. 4b/aa). Diese Regel gilt nicht nur f�r die Vertragsauslegung, sondern auch f�r die Frage, ob ein Vertrag geschlossen worden ist (BGE 123 III 35 E. 2b mit Hinweisen).
b) Das Kantonsgericht hat wie bereits die erste Instanz nicht gepr�ft, ob auf der Seite von C.________ Willensm�ngel im Sinne der Art. 24 ff. OR vorgelegen haben, die ihn dazu berechtigten, die Unverbindlichkeit der Vereinbarungen vom 29. Mai und 30. August 1992 geltend zu machen.
Der Kl�ger bringt in der Berufungsschrift vor, die Begr�ndung, welche C.________ in seinem Schreiben vom 18. Dezember 1992 f�r den Vertragsr�cktritt gegeben habe, sei weder stichhaltig noch wahr; die Anfechtung sei ohne rechtlich vertretbaren Grund erfolgt. Auch der Beklagte hat nach dem angefochtenen Urteil im Prozess vorgebracht, die Anfechtungsgr�nde, auf die sich C.________ berufen habe, h�tten nicht bestanden. Beide Prozessparteien nahmen bzw. nehmen somit den Standpunkt ein, dass auf der Seite von C.________ keine Willensm�ngel bestanden h�tten.
Im angefochtenen Urteil wird ausgef�hrt, C.________ habe mit der Erkl�rung vom 18. Dezember 1992 ein unwiderrufliches und bedingungsfeindliches Gestaltungsrecht ausge�bt, das beim Zugang der Erkl�rung die Unwirksamkeit des Vertrags ex tunc zur Folge habe. Es wird sodann unter Hinweis auf die Literatur und die Rechtsprechung des Bundesgerichts festgehalten, die Geltendmachung der Ung�ltigkeit m�sse nicht gerichtlich erfolgen, es gen�ge die Berufung auf Irrtum oder T�uschung durch blosse empfangsbed�rftige Erkl�rung gegen�ber dem Vertragspartner oder durch Verweigerung der von ihm geforderten Erf�llung.
Soweit diese Aussage dahin zu verstehen ist, dass die blosse Erkl�rung der einen Willensmangel behauptenden Partei die Ung�ltigkeit des Vertrags bewirkt, kann dem nicht zugestimmt werden. Diese Auffassung l�sst sich weder mit dem Gesetz vereinbaren noch aus der von der Vorinstanz zitierten Literatur und Rechtsprechung ableiten. Nach dem Wortlaut des Gesetzes ist der Vertrag f�r denjenigen unverbindlich, der sich beim Abschluss in einem wesentlichen Irrtum befunden hat (Art. 23 OR). Die Tatsache des Irrtums ist somit unerl�ssliche Voraussetzung der Wirksamkeit der Erkl�rung, den Vertrag deswegen nicht halten zu wollen. Auch aus dem Wortlaut von Art. 28 Abs. 1 OR geht unmissverst�ndlich hervor, dass die absichtliche T�uschung tats�chlich erfolgt sein muss, damit die get�uschte Partei die Unverbindlichkeit des Vertrags erkl�ren kann. Schliesslich l�sst sich aus dem vom Kantonsgericht zitierten Bundesgerichtsurteil (BGE 72 II 404) und der Literaturstelle (Guhl/Koller, Das Schweizerische Obligationenrecht, 9. Aufl. , S. 143) ebenfalls nicht ableiten, dass die blosse Erkl�rung die Ung�ltigkeit des Vertrages bewirkt, unabh�ngig davon, ob der Vertragsschluss tats�chlich mit einem Willensmangel behaftet ist. Diese Auffassung wird soweit ersichtlich nirgends vertreten. Lehre und Rechtsprechung setzen vielmehr - zu Recht - als selbstverst�ndlich voraus, dass die Erkl�rung nur dann wirksam ist, wenn beim Vertragsschluss tats�chlich ein Willensmangel vorgelegen hat (vgl. zum Beispiel BGE 98 II 96 E. 3: "..., sofern die Voraussetzungen eines Willensmangels erf�llt seien, ..."). In diesem Zusammenhang ist allerdings anzumerken, dass die Parteien einen Vertrag in der Regel im gegenseitigen Einverst�ndnis aufheben k�nnen, wobei sie sich nicht darum k�mmern m�ssen, ob beim Vertragsschluss ein Willensmangel vorgelegen hat (vgl. zum Aufhebungsvertrag: Aepli, Z�rcher Kommentar, N. 16 ff. zu Art. 115 OR; Bucher, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 2. Aufl.
Z�rich 1988, S. 390). Ein Aufhebungsvertrag f�llt jedoch im vorliegenden Fall mangels Konsenses ausser Betracht, nachdem die Vergleichsverhandlungen erfolglos verlaufen sind und der Kl�ger heute den Standpunkt einnimmt, dass die Vereinbarungen vom 29. Mai und 30. August 1992 f�r beide Seiten verbindlich sind.
Aus den vorangehenden Erw�gungen ergibt sich, dass die Begr�ndung des angefochtenen Urteils insoweit gegen Bundesrecht verst�sst, als ihr die Auffassung zugrunde liegt, dass die Erkl�rung C.________s vom 18. Dezember 1992 f�r sich allein zur Unverbindlichkeit der Vereinbarungen vom 29. Mai und 30. August 1992 f�hrte. Eine solche Annahme ist ausgeschlossen, so lange nicht festgestellt oder allenfalls von beiden Prozessparteien anerkannt ist, dass die von C.________ in seinem Schreiben vom 18. Dezember 1992 behaupteten Willensm�ngel tats�chlich vorlagen. Zu pr�fen bleibt dagegen, ob der Beklagte die Gegenpartei unter den gegebenen Umst�nden auf der Erkl�rung C.________s behaften darf.
2.- Mit der Erkl�rung, einen Vertrag wegen Grundlagenirrtums oder T�uschung nicht halten zu wollen, wird im Rahmen eines Gestaltungsgesch�ftes ein rechtsaufhebendes Gestaltungsrecht ausge�bt (Gauch/Schluep/Schmid, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, Bd. I, 7. Aufl. , Z�rich 1998, Rz. 129 und 151). Durch ein solches Gestaltungsrecht wird ein Rechtsverh�ltnis inhaltlich aufgehoben, ohne dass es dazu der Zustimmung der Gegenpartei bedarf. Der einseitigen Gestaltungsmacht des Berechtigten entspricht auf der Seite des Erkl�rungsgegners eine Gebundenheit, diese Gestaltung und den in ihr liegenden Einbruch in den eigenen Rechtskreis hinzunehmen und gegen sich gelten zu lassen. Da dem Berechtigten durch das Gestaltungsrecht eine einseitige Gestaltungsmacht einger�umt ist, m�ssen Sicherungen im Interesse der Gegenpartei vorgesehen werden, damit der Eingriff in die Rechtssph�re f�r diesen �berschaubar und auf das notwendige Mass begrenzt wird (Larenz/Wolf, Allgemeiner Teil des B�rgerlichen Rechts, 8. Aufl. , M�nchen 1997, S. 311).
Aus diesem Schutzbed�rfnis der Gegenpartei, ihrem Interesse an klaren Verh�ltnissen, folgt der Grundsatz, dass die Aus�bung von Gestaltungsrechten bedingungsfeindlich und unwiderruflich ist (Gauch/Schluep/Schmid, a.a.O., Rz. 154 ff.; BGE 119 II 147 E. 3c).
Der - hier allein interessierende - Grundsatz der Unwiderruflichkeit erleidet Ausnahmen, die sich teils unmittelbar aus dem Gesetz und teils aus dessen teleologischer Auslegung ergeben, wobei in diesem Zusammenhang wiederum massgebend ist, ob und wie weit ein Schutzbed�rfnis der Gegenpartei besteht (Gauch/Schluep/Schmid, a.a.O., Rz. 157).
So kann eine Anfechtungserkl�rung analog der Regel von Art. 9 OR zur�ckgenommen werden (Merz, Schweizerisches Privatrecht, Bd. VI/1, Bern 1984, S. 80) oder wegen Verstosses gegen Treu und Glauben ung�ltig sein (Art. 2 ZGB und Art. 25 Abs. 1 OR). M�glich ist ferner, dass die Erkl�rung ihrerseits wegen eines Willensmangels unwirksam ist (Schmidlin, Berner Kommentar, N. 174 ff. zu Art. 23/24 OR; Gauch/Schluep/Schmid, a.a.O., Rz. 937). Schliesslich ist ein Zur�ckkommen auf die Anfechtungserkl�rung nach der Lehre zul�ssig, wenn der Erkl�rungsgegner das Gestaltungsrecht oder dessen wirksame Aus�bung bestreitet, weil dann nur der von ihm f�r richtig gehaltene Zustand hergestellt wird (Larenz/Wolf, a.a.O., S. 311; Gauch/Schluep/Schmid, a.a.O., Rz. 157 und 907; Schwenzer, a.a.O., N. 8 zu Art. 31 OR; Alfred Koller, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, Bd. I, Bern 1996, Rz. 1309; Bucher, a.a.O., S. 212). Dieser mehrheitlich in der Literatur vertretenen Auffassung ist beizustimmen. Sie entspricht der hier massgebenden teleologischen Interpretation des Gesetzes. Soweit die bundesgerichtliche Rechtsprechung f�r eine R�cknahme der Anfechtung voraussetzt, dass die Gegenpartei damit einverstanden ist (BGE 88 II 410 E. 2 S. 412), gen�gt die Bestreitung des Gestaltungsrechts oder dessen wirksamer Aus�bung, weil die Gegenpartei damit hinreichend deutlich zum Ausdruck bringt, dass sie am Vertrag festhalten will. Wer sich so verh�lt, soll sich nach dem Grundsatz von Art. 2 Abs. 1 ZGB nicht gleichzeitig darauf berufen d�rfen, durch die Anfechtungserkl�rung sei er seiner Erf�llungspflicht enthoben worden.
Es trifft somit entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht zu, dass der Beklagte die Gegenpartei auf der Erkl�rung C.________s behaften kann, obschon sie das Vorliegen eines Anfechtungsgrundes bestreitet. Vielmehr ist von einem wirksamen Widerruf der Erkl�rung auszugehen, falls den Feststellungen im angefochtenen Urteil entnommen werden kann, dass die Kl�gerseite aufgrund des Verhaltens des Beklagten annehmen durfte, dieser widersetze sich der Anfechtungserkl�rung und wolle am Vertrag festhalten.
3.- Im angefochtenen Urteil fehlen Feststellungen dazu, wie der Beklagte unmittelbar auf die Anfechtungserkl�rung im Schreiben vom 18. Dezember 1992 reagiert hat. Es wird lediglich darauf hingewiesen, dass das Bezirksgericht davon ausgegangen sei, der Beklagte habe die Anfechtungsgr�nde nicht akzeptiert und an den Vereinbarungen festgehalten. In der zweitletzten Erw�gung des Urteils h�lt die Vorinstanz zudem fest, der Beklagte habe im Prozess geltend gemacht, dass die von C.________ behaupteten Anfechtungsgr�nde nicht bestanden h�tten; er habe den von C.________ geltend gemachten Anfechtungsgr�nden "opponiert".
a) Demnach steht fest, wie sich der Beklagte seit Beginn des kantonalen Verfahrens ge�ussert hat. Offen ist dagegen, ob er schon auf den Empfang des Schreibens vom 18. Dezember 1992 entsprechend reagiert hatte. Der bereits erw�hnte Brief des Anwalts des Beklagten vom 10. Januar 1994 erlaubt keinen Aufschluss, da lediglich auf den Widerspruch im Verhalten der Gegenpartei hingewiesen wurde, ohne dass eine eigene Stellungnahme erfolgte. Angesichts der langen Zeit, die eventuell zwischen der Abgabe der Anfechtungserkl�rung sowie der Opposition der Gegenpartei und der darauf folgenden R�cknahme der Erkl�rung verstrichen ist, dr�ngt sich die Frage auf, ob der Zeitpunkt der Opposition und des Widerrufs rechtlich erheblich ist.
b) Diese Frage l�sst sich nicht allgemein, sondern nur aufgrund der Umst�nde des Einzelfalles beantworten, wobei die gegenseitigen �usserungen und das Verhalten der Parteien von massgebender Bedeutung sind. Im Vordergrund steht auch hier der Grundsatz des Handelns nach Treu und Glauben (Art. 2 Abs. 1 ZGB). Daraus ergibt sich, dass die Anfechtungserkl�rung in der Regel auf die Opposition der Gegenpartei hin so lange zur�ckgenommen werden kann, als diese nicht ihrerseits die Opposition zur�cknimmt, sei es ausdr�cklich oder stillschweigend durch Begehren oder Massnahmen zur R�ckabwicklung des ganz oder zum Teil erf�llten oder zur Nichterf�llung des noch nicht vollzogenen Vertrages.
Entsprechendes gilt auch bei anderer Reihenfolge. Erfolgt die Opposition erst nachdem die anfechtende Partei die R�ckabwicklung des Vertrages verlangt hat, kann diese auf die Anfechtungserkl�rung zur�ckkommen und den Vertrag gegen sich gelten lassen. Danach ist allerdings eine erneute Kehrtwendung ihrerseits, indem sie sich ein zweites Mal auf die Willensm�ngel beruft, ausgeschlossen (Bucher, a.a.O., S. 212; Schwenzer, a.a.O., N. 21 zu Art. 31 OR).
Wie bereits erw�hnt worden ist, finden sich im angefochtenen Urteil keine Feststellungen dar�ber, wie sich die Parteien in der Zeit zwischen der Erkl�rung C.________s vom 18. Dezember 1992 und der mit Brief vom 3. Januar 1994 erfolgten Aufforderung seines Anwaltes an die Gegenpartei zur Vertragserf�llung verhalten haben. Insbesondere ist nicht festgestellt, ob der Beklagte bzw. dessen Anwalt bereits damals mit seinem Verhalten zu erkennen gegeben hat, dass er die Anfechtung f�r unwirksam halte, wie im Brief des Anwalts von C.________ vom 11. Januar 1994 behauptet wird.
Die Vorinstanz wird diese Frage zu pr�fen haben. Sodann steht zwar fest, dass die Parteien im vorliegenden Erf�llungsprozess gemeinsam den Standpunkt vertreten bzw. vertreten haben, dass die Anfechtung vom 18. Dezember 1992 unwirksam ist. Ob sich aus ihren �brigen �usserungen aber eine nach den dargelegten Regeln g�ltige R�cknahme der Anfechtungserkl�rung ergibt, hat die Vorinstanz nicht gepr�ft. Die Sache ist deshalb zur Pr�fung dieser beiden Punkte, allf�lliger Erg�nzung des Beweisverfahrens und neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Sollte sich ergeben, dass eine g�ltige R�cknahme der Anfechtungserkl�rung vorliegt, h�tte die Vorinstanz anschliessend �ber den eingeklagten Erf�llungsanspruch zu entscheiden.
4.- Aus diesen Gr�nden ist das angefochtene Urteil in teilweiser Gutheissung der Berufung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
In Ber�cksichtigung der Umst�nde, dass der Kl�ger lediglich mit seinem Eventualantrag durchgedrungen und der Ausgang des Verfahrens noch offen ist, rechtfertigt sich, die Gerichtsgeb�hr den Parteien je zur H�lfte aufzuerlegen und keine Parteientsch�digungen zuzusprechen (Art. 156 Abs. 3 und Art. 159 Abs. 3 OG).
1.- Die Berufung wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz (Zivilkammer) vom 14. November 2000 aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
2.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 8'000.-- wird den Parteien je zur H�lfte auferlegt.
4.- Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht des Kantons Schwyz (Zivilkammer) schriftlich mitgeteilt.