Source: http://www.bzo-wissen.de/wDefault/wissensdatenbank/1_BetrVG/1_InhaltBetrVG/BetrVG-38/index.php
Timestamp: 2020-07-13 10:55:59
Document Index: 262618821

Matched Legal Cases: ['§ 38', '§ 38', '§ 37', '§ 38', '§ 38', '§ 38', '§ 38', '§ 38', '§ 38']

In Betrieben mit mindestens 200 Arbeitnehmern darf 1 Betriebsratsmitglied, in größeren Betrieben dürfen entsprechend mehr Betriebsratsmitglieder ganz von ihrer beruflichen Arbeit freigestellt werden, um sich voll der Betriebsratstätigkeit widmen zu können. "Mindestens" bedeutet hier: Wenn besondere Umstände es erfordern, kann auch schon in kleineren Betrieben ein Betriebsratsmitglied freigestellt werden oder es können mehr Freistellungen beschlossen werden als es gesetzlich vorgegeben ist.
mehr in § 38 Abs. 1
In folgenden Fällen wird die Wahl von Freizustellenden als Persönlichkeitswahl durchgeführt (ein Wahlzettel mit allen Kandidaten):
Ist die letzte Betriebsratswahl als Listenwahl durchgeführt worden, die Betriebsrats"fraktionen" konnten sich aber nicht auf eine gemeinsame Kandidatenliste einigen, muss über die Freistellungen im Listenwahlverfahren entschieden werden.
mehr in § 38 Abs. 2
Die Regelungen des § 37 BetrVG gelten selbstverständlich auch für freigestellte Betriebsratsmitglieder. Jedes freigestellte Betriebratsmitglied...
darf als Arbeitnehmer nicht besser und nicht schlechter gestellt sein, als wäre es kein Betriebsratsmitglied
muss bei Betriebsratsarbeit außerhalb der regulären Arbeitszeit so bezahlt werden, als hätte es "normal" gearbeitet
ist bis zu 1 Jahr nach Ende der Amtszeit davor geschützt, schlechter bezahlt oder sonstwie schlechter gestellt zu werden als Arbeitnehmer auf vergleichbaren Arbeitsplätzen (nach 3 Amtsperioden: Schutz für 2 Jahre)
hat Anspruch auf alle Schulungen, die gebraucht werden, um das Betriebsratsamt kompetent und verantwortungsvoll ausüben zu können
kann zusätzlich zu den unbedingt erforderlichen Schulungen pro Amtszeit noch für 3 weitere Wochen allgemein nützliche Schulungen besuchen
mehr in § 38 Abs. 3
Freigestellte Betriebsratsmitglieder sollen die Möglichkeit haben, in ihrem eigentlichen Beruf auf dem Laufenden zu bleiben. Sie haben deshalb das Recht an allen einschlägigen Maßnahmen zur Berufsfortbildung teilzunehmen. Nach Ende der Freistellung hat das Betriebsratsmitglied 1 Jahr lang einen Anspruch darauf, in dieser Zeit alles im Beruf Versäumte nachzuholen (nach 3 Amtsperioden: 2 Jahre).
mehr in § 38 Abs. 4
§ 38 Abs. 1 - Wann können wieviele Betriebsratsmitglieder ganz von der Berufsarbeit freigestellt werden? (...)
§ 38 Abs. 2 - Wie werden die ganz von der Berufsarbeit freizustellenden Betriebsratsmitglieder gewählt? (...)
§ 38 Abs. 3 - Wie sind die Freigestellten geschützt? (...)
§ 38 Abs. 4 - Welche Ansprüche auf berufliche Fortbildung haben Freigestellte? (...)
200 bis 500 Arbeitnehmern
ein Betriebsratsmitglied,
10 Betriebsratsmitglieder,
11 Betriebsratsmitglieder,