Source: https://schulrecht-sh.de/archiv/texte/o/ovo_1995.htm
Timestamp: 2018-11-20 22:54:56
Document Index: 273788333

Matched Legal Cases: ['§ 35', '§ 94', '§ 121', '§2', '§ 3', '§3', '§4', '§5', '§6', '§7', '§8', '§9', '§ 3', '§10', '§11', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 14', '§ 5', '§ 6', '§12', '§13', '§14', '§15', '§16']

Landesverordnung über die Gestaltung der Oberstufe der Gymnasien und Gesamtschulen in Schleswig-Holstein (Oberstufenverordnung - OVO) außer Kraft
Aufgrund der § 35 Abs. 1 Satz 2, des § 94 Abs. 2 und des § 121 Abs. 2 des Schulgesetzes (SchulG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. August 1990 (GVOBI. Schl.-H. S. 451 ), zuletzt geändert durch Gesetze vom 8. Februar 1994 (GVOBI. Schl.-H.
S.124 und S.133) wird zur Durchführung der Beschlüsse der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder über die Gestaltung der gymnasialen Oberstufe verordnet:
(1 ) Die pädagogische Arbeit in der gymnasialen Oberstufe schließt an die Arbeit in den Klassenstufen 5 bis 10 der Gymnasien und Gesamtschulen an und bildet mit ihr eine Einheit.
(3) Die Dauer des Besuchs der Oberstufe bis zum
Abschluß der Abiturprüfung beträgt für die einzelne Schülerin oder den einzelnen Schüler in der Regel drei, höchstens vier Jahre, unbeschadet der Möglichkeit, eine einmal nicht bestandene Abiturprüfung nach weiterem Schulbesuch einmal zu wiederholen.
§2 Einführungszeit
(1) Mit der Versetzung in die Oberstufe tritt die Schülerin oder der Schüler in die Einführungszeit ein. Auf Antrag können besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler am Ende der Klassenstufe 9 in die Jahrgangsstufe 11 versetzt werden. Die Entscheidung trifft die Klassenkonferenz als Versetzungskonferenz. Über einen Antrag besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler auf Überspringen der Einführungszeit entscheidet die Versetzungskonferenz am Ende der Klassenstufe 10. Über Anträge von Realschülerinnen und Realschülern mit besonders qualifiziertem Realschulabschluß auf Aufnahme in die Einführungszeit entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter. Besonders leistungsfähige Schülerinnen und Schüler, die in der Jahrgangsstufe 11 im Rahmen eines mindestens halbjährigen, höchstens einjährigen Schulbesuches im Ausland beurlaubt wurden, können einen Antrag auf Überspringen eines Halbjahres der Einführungszeit oder der gesamten Einführungszeit stellen. Bei minderjährigen Schülerinnen und Schülern ist der Antrag jeweils von den Eltern zu stellen. Über den Antrag entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter.
6. drei Fächer aus den Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik) und Informatik
oder zwei Fächer aus den Naturwissenschaften (ggf. Informatik als Wahlfach)
Außerdem wird in jeder Klasse im Umfang von zwei
Jahreswochenstunden fachübergreifend vertiefender Unterricht (Methodik) erteilt, mit dem wissenschaftspropädeutisch in die Arbeitsweisen und Lernmethodik der gymnasialen Oberstufe eingeführt wird. Für den Klassenverband gilt die Klassenfrequenz für die Einrichtung von Klassen in der Sekundarstufe I. Gruppen werden im ersten und dritten Aufgabenfeld gemäß § 3 Abs. 2 sowie in Religion oder ersatzweise Philosophie gebildet. Der Unterricht in den Fächern Deutsch, Fremdsprache und Mathematik wird dreistündig erteilt, in anderen Fächern zwei- und dreistündig. Wird an einer Schule das Fach Wirtschaft/Politik noch nicht erteilt, weil dafür noch keine Lehrkräfte zur Verfügung stehen, werden die Fächer Geschichte und Erdkunde in Jahrgangsstufe 11 dreistündig unterrichtet. Wird an einer Schule festgelegt, daß drei der Fächer Biologie, Chemie, Physik, Informatik zu wählen sind, so ist der Unterricht in diesen Fächern jeweils zweistündig. Wird festgelegt, daß zwei der drei Naturwissenschaften Biologie, Chemie, Physik gewählt werden können, ist der. Unterricht in diesen zwei Fächern dreistündig; Informatik kann dann als zusätzliches Fach zweistündig gewählt werden.
(5) Schülerinnen und Schüler können auf Antrag
die Einführungszeit einmal wiederholen. Sie müssen die Einführungszeit wiederholen, wenn sie den Anforderungen des Kurssystems voraussichtlich nicht gewachsen sein werden. Das ist in der Regel der Fall, wenn sie in Deutsch oder Mathematik oder einer Fremdsprache oder in zwei anderen zu belegenden Fächern ungenügende Leistungen erbracht haben. Dies gilt auch, wenn Leistungen in jeweils zwei der Fächer Deutsch oder Mathematik oder Fremdsprache oder insgesamt in mehr als zwei der zu belegenden Fächer mit mangelhaft oder ungenügend benotet werden.
§3 Kurssystem
§4 Leistungskurse
§5 Pflichtgrundkurse
ggf. Wirtschaft/Politik,
7. zwei Naturwissenschaften oder
eine Naturwissenschaft und Informatik,
2. die Fremdsprache aus Absatz 1 oder Mathematik, 3. Geschichte,
Darüber hinaus belegen die Schülerinnen und Schüler je einen weiteren Kurs
einer weiteren Fremdsprache oder
einem weiteren gesellschaftswissenschaftlichen Fach oder
ggf. Informatik.
§6 Projektkurse
§7 Wahlgrundkurse
(2) Wahlgrundkurse können die Grundkurse aus dem Angebot der Schule in Religion oder Philosophie,
sowie Projektkurse in Jahrgangsstufe 12
§8 Abiturprüfungsfächer
(1) Die Leistungsfächer sind erstes und zweites Abiturprüfungsfach. Die Schülerinnen und Schüler legen mit Beginn des dritten Kurshalbjahres die Grundkursfächer fest, die ihr drittes und ihr viertes Abiturprüfungsfach sein sollen. In den beiden Leistungsfächern und im 3. Abiturprüfungsfach findet eine schriftliche Prüfung, im vierten Abiturprüfungsfach ausschließlich eine mündliche Prüfung statt. Das weitere regelt die Abiturprüfungsverordnung.
Die Wahl des Faches Sport als drittes Abiturprüfungsfach ist nicht zulässig. Die Wahl des Faches Wirtschaft/Politik als Abiturprüfungsfach ist an den Schulen möglich, an denen die Einrichtung des Faches als Abiturprüfungsfach von der Schulaufsichtsbehörde genehmigt wurde. Der Antrag einer Schule wird genehmigt, wenn die personellen Voraussetzungen gegeben sind.
§9 Kursangebot der Schule
(1 ) Die Schulleiterin oder der Schulleiter legt mit Beginn des Schuljahres das Unterrichtsangebot und den Stundenplan für die Jahrgangsstufe 11,12 und 13 nach den Gegebenheiten der Schule fest. Leistungskurse sind mindestens in folgenden Fächern anzubieten: Deutsch, zwei Fremdsprachen, Geschichte
und/oder Erdkunde, Mathematik, zwei Naturwissenschaften und in einem weiteren, möglichst musischen Fach. Mindestens fünf der vorgenannten Fächer sind als Leistungskurse einzurichten. Die drei Aufgabenfelder gem. § 3 Abs. 2 sind dabei in der Regel zu berücksichtigen. Dabei ist zu beachten, daß neben dem Vorliegen genehmigter Lehrpläne und Fachanforderungen für die Einrichtung von Leistungskursen die notwendigen personellen und sächlichen Voraussetzungen erfüllt sein müssen.
§10 Kooperation der Schulen
§11 Leistungsbewertung
(5) Kurse, die mit 0 Punkten bewertet werden, gelten als nicht belegt. Wer in einem Leistungskurs
0 Punkte erreicht, muß um eine Jahrgangsstufe zurücktreten. Wird ein Pflichtgrundkurs gemäß § 5 mit 0 Punkten bewertet, muß dieser Kurs im Rahmen des Kursangebotes der Schule in einem der beiden folgenden Kurshalbjahre wiederholt werden oder die Schülerin oder der Schüler muß um eine Jahrgangsstufe zurücktreten. Wird in einem Kurshalbjahr mehr als ein Pflichtgrundstück gemäß § 5 mit 0 Punkten bewertet, so muß die Schülerin oder der Schüler um eine Jahrgangsstufe zurücktreten. Werden die beiden gemäß § 6 in Jahrgangsstufe 13 zu belegenden Projektkurse mit 0 Punkten bewertet, so muß der Schüler oder die Schülerin um eine Jahrgangsstufe zurücktreten.
(6) Eine Schülerin oder ein Schüler kann nach Abschluß jedes Kurshalbjahres auf eigenen Antrag und ggf. mit Zustimmung der Eltern um eine Jahrgangsstufe zurücktreten. Ein Rücktritt ist jedoch nicht mehr möglich, nachdem die Bedingungen für die Teilnahme an der mündlichen Abiturprüfung nach § 14 erfüllt sind. Für Schülerinnen und Schüler, die zurücktreten, gelten die Kurse des ersten Durchganges in den Abiturprüfungsfächern als nicht belegt. Sie belegen ferner mindestens die mit 0 Punkten abgeschlossenen Pflichtgrundkurse gemäß § 5 neu sowie die Folgekurse, die sie nach dem zweiten Durchgang fortsetzen müssen und ggf. die Projektkurse gemäß § 6. In die Gesamtqualifikation sind bei erneuter Belegung die Kurse des zweiten Durchganges einzubringen.
§12 Nachweis über den Besuch der Oberstufe
§13 Facharbeit
§14 Abiturprüfung
2. wer aus den sechs Leistungskursen des ersten bis dritten Kurshalbjahres bei zweifacher Punktwertung und den beiden Leistungskursen des vierten
Kurshalbjahres bei einfacher Punktwertung zusammen mindestens 70 Punkte erreicht hat. Anstelle der beiden Leistungskurse des vierten Kurshalbjahres kann sich die Schülerin oder der Schüler auch das Ergebnis der Facharbeit in doppelter Punktwertung anrechnen lassen. In mindestens vier der anzurechnenden Leistungskurse des ersten bis dritten
Kurshalbjahres müssen jeweils mindestens 5 Punkte der einfachen Wertung erreicht sein; und
3. wer aus 22 Grundkursen des ersten bis vierten Kurshalbjahres bei einfacher Wertung zusammen mindestens 110 Punkte erreicht hat. Darunter müssen sich alle Pflichtgrundkurse aus den drei Aufgabenfeldern befinden, jedoch nicht die Grundkurse des dritten und vierten Prüfungsfaches aus dem vierten Kurshalbjahr, die Teil der Abiturprüfung sind. Müssen Schülerinnen oder Schüler nach dieser Vorschrift mehr als 20 Pflichtgrundkurse einbringen, dürfen sie von den Pflichtgrundkursen in Deutsch, in zwei der Fächer Geschichte, Erdkunde, Wirtschaft/Politik und in jeder der Naturwissenschaften, ggf. auch in Informatik, höchstens je einen Kurs streichen, bis die Zahl 20 erreicht ist. Kurse in anderen Pflichtfächern aus den drei Aufgabenfeldern und in den Prüfungsfächern dürfen nicht gestrichen werden. Bis zur Gesamtzahl von 22 Grundkursen muß sich die Schülerin oder der Schüler weitere Grundkurse aus dem ersten bis vierten Kurshalbjahr anrechnen lassen, in den neubegonnenen Fremdsprachen jedoch immer nur die zuletzt belegten Kurse vor den früher belegten. In mindestens 16 der anzurechnenden Grundkurse müssen jeweils mindestens 5 Punkte erreicht sein.
§15 Besondere Regelungen
§16 Inkrafttreten und Übergangsbestimmungen