Source: http://www.akademie.de/wissen/freiwillige-arbeitslosenversicherung-fuer-selbststaendige?quicktabs_beitraege_inhaltsverzeichnis=0
Timestamp: 2018-01-17 11:47:22
Document Index: 29912608

Matched Legal Cases: ['§ 138', '§ 28', '§ 151', '§ 145', '§ 38', '§ 28', '§ 136']

Praxisleitfaden: Die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige | akademie.de
Sozialversicherung für Selbstständige und UnternehmerFreiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige
Praxisleitfaden: Die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige
Was die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige bringt, was sie kostet und für wen sie sich (noch) lohnt
Eintritt und Beitrittsfristen
Zahlen: Beiträge und Ansprüche
Rückmeldung, Kündigung und Entscheidungshilfen
Praxisfragen zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung
Bewertung / 107 Kommentare
Stand: 14. März 2014	(aktualisiert)
Auch Selbstständige können sich freiwillig gegen Arbeitslosigkeit versichern - vorausgesetzt, sie stellen innerhalb von drei Monaten nach der Gründung den erforderlichen Antrag. Die monatlichen Beiträge sind in den letzten Jahren allerdings dramatisch gestiegen: Zurzeit kostet die Arbeitslosenversicherung 82,95 Euro in den alten Bundesländern und 70,35 Euro in den neuen Ländern (Stand: 2014). Für manche Selbstständige kann die freiwillige Versicherung trotzdem ein sinnvolles Instrument der Risikovorsorge sein.
Dieser Ratgeber stellt die Möglichkeiten und Grenzen der freiwilligen Arbeitslosenversicherung für Selbstständige vor. Sie erfahren, wer beitreten kann, und welche Nachweise erforderlich sind. Außerdem sagen wir Ihnen, wie hoch die Beiträge ausfallen, wie und unter welchen Bedingungen Sie sich im Falle einer Geschäftsflaute arbeitslos melden können und mit wie viel Arbeitslosengeld Sie rechnen können.
In wenigen Worten: Das Wichtigste zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung für Selbstständige
Was ist die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige, wer kann von Ihr Gebrauch machen? Die wichtigsten Informationen in wenigen Worten.
Freiwillige Arbeitslosenversicherung: Eintritt, Antrag und Beitrittsfristen
Wir sagen Ihnen, für wen die freiwillige Arbeitslosenversicherung offensteht, wann und wie sie beantragt wird, welche Fristen dabei eingehalten und welche Nachweise erbracht werden müssen.
Die Höhe der Beiträge, Dauer und Höhe des Anspruchs auf Arbeitslosengeld
Wie hoch sind die Beiträge zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung? Wie lange und in welcher Höhe haben Sie im Falle einer Geschäftsflaute oder Geschäftsaufgabe Anspruch auf Arbeitslosengeld?
Im abschließenden Kapitel erläutern wir, wie Sie nach einer Phase der Arbeitslosigkeit wieder in die freiwillige Arbeitslosenversicherung zurückkehren. Außerdem erfahren Sie, welche Kündigungsmöglichkeiten es gibt und für wen sich die freiwillige Weiterversicherung noch lohnt.
Zweifelsfragen zur Arbeitslosenversicherung für Selbstständige
Die freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige (= "Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag") wirft in der Praxis viele Zweifelsfragen auf. Die wichtigsten werden auf dieser Seite beantwortet.
"Kein Mahn- und Inkassoverfahren" noch aktuell?
Verfasst von Gast am 12. Dezember 2017 - 16:48.
da der (übrigens sehr informative, danke!) Artikel schon etwas älter ist: Wissen Sie sicher, ob es noch aktuell ist, dass die AfA beim Einstellen der Zahlungen kein Mahn- bzw. Inkassoverfahren einleitet? Oder das Nicht-Zahlen gar der SCHUFA meldet?
Antwort: "Kein Mahn- und Inkassoverfahren" noch aktuell?
Verfasst von Robert Chromow am 13. Dezember 2017 - 9:42.
und vielen Dank für das nette Feedback. Eine sozialversicherungsrechtliche Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein:
Mir ist nichts darüber bekannt, dass die Arbeitsagenturen zu einem aggressiven Beitragsinkasso bei freiwillig Versicherten übergegangen sind. Von Schufa-Mitteilungen aufgrund von Beitragsrückständen in der Arbeitslosenversicherung habe ich noch nie gehört.
Abgesehen davon hätten obligatorische Mitteilungen an die Schufa unter anderem nachteilige Auswirkungen auf die Eingliederungs-Chancen von Versicherten in den Arbeitsmarkt haben (das gilt auch für durch Arbeitslosigkeit bedrohte Selbstständige): Aus Sicht von Arbeitsagenturen wären solche Meldungen also kontraproduktiv.
Ich gehe nach wie vor davon aus, dass die Arbeitsagenturen Selbstständigen, die aus der Arbeitslosenversicherung ausscheiden wollen, keine Steine in den Weg legen. Die "systemfremde" Arbeitslosenversicherung für Selbstständige ist den meisten Verantwortlichen in der Bundesagentur ohnehin ein Dorn im Auge.
fAV - GmbH
Verfasst von Gast am 8. November 2016 - 11:13.
ich bin geschäftsführender Gesellschafter einer GmbH mit einem Anteil von 50%. Die finanzielle Lage ist seit Monaten schlecht, sodass mein Geschäftspartner und ich unsere Gehälter vor Monaten auf ein Minimum gekürzt haben. Für mich ist dieser Zustand nicht mehr tragbar und ich möchte "aussteigen".
Ich bin seit Jahren in der fAV.
Mein Geschäftspartner würde die Firma evtl. alleine weiterführen. Kann ich aus der GmbH ausscheiden und ALG beziehen oder müssen wir die GmbH vorher auflösen?
Antwort: fAV - GmbH
Verfasst von Robert Chromow am 9. November 2016 - 8:50.
eine sozialversicherungsrechtliche Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur allgemein:
Eine GmbH-Liquidation kann die Arbeitsagentur von Ihnen grundsätzlich nicht verlangen.
Entscheidend ist die Frage, ob Sie arbeitslos im Sinne des § 138 SGB III sind.
Das hängt unter anderem davon ab, ob Sie Mitarbeiter haben, welche Funktionen Sie und Ihr Mitgesellschafter bisher ausgeübt haben und welche Veränderungen sich in letzter Zeit ergeben haben.
Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie im Beitrag
"Wann gilt ein Selbstständiger als arbeitslos?"
https://www.akademie.de/wissen/status-arbeitslos-selbststaendige
Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, dass Sie als Gesellschafter aus einer GmbH ausscheiden. Wenn diese Tätigkeit bisher jedoch die Grundlage Ihres selbstständigen Einkommens bildet, kann das Ausscheiden aus Sicht der Arbeitsagentur als "versicherungswidriges Verhalten" interpretiert werden (analog zur Kündigung eines Arbeitsverhältnisses durch einen Arbeitnehmer). In solchen Fällen drohen Sperrzeiten.
von ALG1 in Selbstständigkeit MIT d. freiwilligen Arbeitslosenv.
Verfasst von Gast am 7. Oktober 2016 - 12:52.
vielleicht wurde das Thema schon so od. ähnlich behandelt aber in Bezug auf die nachstehende Situation ergibt sich mir eine Frage inwieweit sich ggf. Risiken ergeben.
Vorab: Zunehmend scheinen Unternehmer nur noch s.g. Freelancer od. Freiberufler beschäftigen zu wollen.
Der Kandidat bezieht heute ALG1 mit einem Restanspruch von 450 Tagen mit einem Tagessatz der >65€ liegt.
Nun bietet sich u.A. die Möglichkeit eine Tätigkeit aufzunehmen.....Allerdings NUR als Freiberufler (Freelancer). Nun weiß der Freiberufler nicht inwieweit er diese Arbeit ausführen kann. Er steht in Abhängigkeit zu seinem Auftraggeber ... d.h. jederzeit könnte sich das in Null auflösen und nach (sagen wir mal) 4 Monaten endet die Arbeit. Kandidat meldet sich Arbeitslos/-suchend usw.
Nun hatte der Kandidat vor Aufnahme der Arbeit Restansprüche an ALG1.
verliert der Kandidat diesen Restanspruch falls er KEINE "freiwillige Arbeitslosenversicherung" abgeschlossen hatte? (in voller Höhe d.h. Tage UND Tagessatz)
verliert der Kandidat diesen Restanspruch falls er EINE "freiwillige Arbeitslosenversicherung" innerhalb der 3 Monatsfrist abgeschlossen hatte? (in voller Höhe d.h. Tage UND Tagessatz)
wird der Kandidat nur den nach dem freiwillige Arbeitslosenversicherung zu errechnen Qualifikation z.B. Q2 den Arbeitslosen - Tagessatz erhalten? ~1.251,90 € (W) also ca. 41€ Tagessatz?
wie lange (Zeit/Jahre) kann der Kandidat die freiwillige Arbeitslosenversicherung aufrecht erhalten? (schiebt sich ein ggf. früherer Rest-Anspruch fort?) ... wenn ja, wie lange?
Oben genanntes Szenario könnte sich mehrfach wiederholen. Kandidat arbeitet 3-4-5 Monate / 4-5 Monate Arbeitslos usw. ..... läuft Kandidat nicht in Gefahr dann keine AlG1 Leistungsanspruch mehr zu haben?
Wie oben genannt scheinen sich Unternehmen dem Freiberufler-Markt gerne zu bedienen und verlinken hier die Verhältnisse mit so genannten Payroll Unternehmen.... die, so den Anschein, das Lohn-, Steuer-, Beitragswesen usw. abwickeln.
Wobei dieses, im meinen Augen, eher nach Arbeitnehmer-überlassung aussicht und in Arbeitnehmer-überlassungsverhältnissen ist doch KEINE Freiberufliche Tätigkeit zu sehen oder irre ich hier?
Würde mich freuen wenn Sie etwas mehr Info anhand d.o.g. Beispiels nennen könnten.
Anmerkung: in Bezug auf Krankenkasse / -Leistungen verliert der Kandidat in jedem Fall den Schutz der s.g. Lohnfortzahlungen (6Wochen durch Arbeitgeber im Falle von Krankheit etc.)
Antwort: von ALG1 in Selbstständigkeit MIT d. freiwilligen Arbei
Verfasst von Robert Chromow am 7. Oktober 2016 - 15:58.
eine Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein:
Restansprüche verliert der Kandidat in keinem der von Ihnen genannten Fälle.
Was die ALG-I-Berechnungsgrundlage betrifft: Bei schlecht(er) bezahlten "Zwischenbeschäftigungen" gilt grundsätzlich ein Bestandsschutz - vgl.:
http://www.zwd.de/wAssets/docs/azd/sgb3/A7Bestnd.pdf
Die sogenannte freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige (= "Antragspflichtversicherung" gem. § 28a SGB III
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__28a.html)
ist zeitlich nicht befristet.
"Leiharbeiter", die von Zeitarbeitsfirmen vermittelt werden, sind abhängig beschäftigt - mithin keine Freiberufler.
Höhe des ALG bei freiwilliger Versicherung
Verfasst von Gast am 11. August 2016 - 1:55.
können Sie mir sagen, ob die Höhe der Leistung bei 5-jähriger freiwilliger Einzahlung auch von der Stundenzahl abhängt, zu der man sich arbeitsuchend meldet?
Antwort: Höhe des ALG bei freiwilliger Versicherung
Verfasst von Robert Chromow am 11. August 2016 - 9:21.
Guten Tag, Herr/Frau Wolf,
Ja, die Höhe des ALG I ist m. W. auch abhängig von der Stundenzahl, die Arbeitslose in der Zukunft tätig sein wollen / werden. Das gilt für alle Versicherte (nicht nur für die "freiwillig" Versicherten).
Rechtgrundlage ist § 151 Abs. 5 SGB III
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__151.html
Die Kürzung tritt _nicht_ ein, wenn die Einschränkung der Leistungsfähigkeit gem. § 145 SGB III
... gesundheitliche Gründe hat.
Rückmeldung oder Neustart?
Verfasst von Gast am 25. Juli 2016 - 22:27.
Ich war von 2008 bis 2014 als Selbständiger in der freiwilligen ALV versichert. Wegen Auftragsmangel meldete ich mich arbeitslos und bezog ALG I von 12/2014 bis Frühjahr 2016. Anschließend meldete ich mich bei der Arbeitsagentur mit Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit ab. Diese meldete es wohl dem Finanzamt, denn ich bekam bald eine entsprechende Steuernummer. Es gab aber keinen neuen FA-Fragebogen, auch unterliege ich nicht der Gewerbesteuerpflicht.
Ich habe seit Aufnahme der Selbständigkeit in 2008 genau einmal ALG aus der ALV bezogen.
Die Agentur für Arbeit hat meinem erneuten Antrag auf freiwillige ALV entsprochen, ich hatte auf dem Formular keine Möglichkeit gesehen, Rückmeldung oder Neu"gründung" anzugeben.
(Zusatzinformation: Ich habe einen Antrag bei der KSK auf Aufnahme in die Künstlersozialversicherung gestellt, ein Bescheid liegt noch nicht vor.)
1. Wäre ich überhaupt nach Ablauf der Mindestdauer ggf. wieder ALG I bezugsberechtigt, also ein zweites Mal, d.h. sind meine zukünftigen Beiträge nicht von vornherein "verloren"?
2. Mein Ziel wäre, um Kosten zu senken, während der ersten 2 KJ den halben Beitrag zu zahlen. (Der Bescheid sieht den vollen Beitrag vor.)
Von 2008 bis 2014 war ich beim FA gemeldet als Softwareingenieur.
Jetzt übe ich eine Tätigkeit als freiberuflicher Webdesigner und Webentwickler aus.
Ich sehe das als Neugründung an. Jedenfalls sind z.B. das Geschäftsmodell, die Kundenakquise und die Arbeitsweise schon recht verschieden.
Gibt es eine realistische Möglichkeit, dass das bei der Agentur für Arbeit anerkannt wird und der halbe Beitrag für die Startphase (2KJ) gewährt wird?
Wenn ja, wie könnte man dann vorgehen?
Ich möchte eigentlich keinen Einspruch gegen den Bescheid einlegen, da ich Bedenken habe, dass er am Ende (aus mir unbekannten Gründen) ganz zurückgezogen werden könnte und ich ohne ALV dastehe.
Antwort: Rückmeldung oder Neustart?
Verfasst von Robert Chromow am 26. Juli 2016 - 8:47.
Wenn die Arbeitsagentur die Voraussetzungen für die "Pflichtversicherung auf Antrag" als erfüllt sieht und Sie regelmäßig die Beiträge zahlen, haben Sie bei Eintritt der Arbeitslosigkeit auch Anspruch auf ALG I.
Da der Bescheid den vollen Beitrag vorsieht, geht die Arbeitsagentur offenbar von einer Fortführung der Selbstständigkeit aus. Wenn Sie nur den halben Beitrag zahlen wollen, müssen Sie wohl oder übel gegen den Beitrag Widerspruch einlegen und dabei die Gründe für Ihre Einschätzung offenlegen, dass es sich um eine Neugründung handelt.
Ihren Versicherungsschutz gefährden Sie dadurch m. E. nicht: Die Voraussetzungen für die "Pflichtversicherung auf Antrag" sind ja offensichtlich gegeben.
PS: Bitte lassen Sie uns wissen, was aus der Sache geworden ist. Vielen Dank!
Verfasst von Gast am 26. Juli 2016 - 14:09.
Ummeldung in ein Kleiunternehmen
Verfasst von Gast am 4. Juli 2016 - 15:43.
ich bin seit 5 Jahren freiwillig Arbeitslosenversichert. Da ich momentan einen kleinen Auftragsengpass habe, unter 15 Stunden tätig bin, wollte ich meine Arbeitslosenversicherung in Anspruch nehmen.
Das wesentliche ist jedoch, dass ich mein Gewerbe nicht aufgeben möchte (Aufträge sind angekündigt), bzw. eine Mitarbeiterin habe.
Nun wurde mir vom Arbeitsamt mitgeteilt, dass ich mein Unternehmen beim Gewerbeamt als Kleingewerbe anmelden muss!
Über eine kurzfristige Antwort wäre ich Ihnen dankbar und verbleibe
Antwort: Ummeldung in ein Kleiunternehmen
Verfasst von Robert Chromow am 5. Juli 2016 - 11:56.
Guten Tag, Herr Herrmann,
vielen Dank für Ihre vertrauensvolle Anfrage. Eine rechtliche Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein:
Für die Aufforderung der Arbeitsagentur gibt es aus meiner Sicht überhaupt keine Rechtsgrundlage.
Die Gewerbe- und Ordnungsämter unterscheiden nicht nach kleinen und großen Gewerbebetrieben. Die Umwandlung eines existierenden Gewerbebetriebs in ein "Kleingewerbe" ergäbe rechtlich auch überhaupt keinen Sinn.
Es gibt allenfalls umsatzsteuerliche "Kleinunternehmer": Diese Einstufung nimmt das Finanzamt und nicht das Gewerbeamt vor. Sinn ergäbe das im Zusammenhang mit Leistungen nach dem SGB III aber ebenfalls nicht.
Hoffentlich hilft Ihnen das schon ein wenig weiter.
Verfasst von Gast am 7. Juli 2016 - 8:55.
super, dass Sie so schnell geantwortet haben:-).
Ich werde die von Ihnen erhaltenen Argumentationen, als Grundlage meines nachfolgenden Gesprächs bei der Bundesagentur für Arbeit nutzen, ich denke es wird mir weiterhelfen.
Wenn ich davon ausgehe, dass man mir im Erstgespräch geraten hat, doch lieber Hartz IV zu beantragen, dann erhalte ich einen Aufstockung zur Grundsicherung und muss dem Arbeitsamt nicht zur Verfügung stehen, und dann im Nachgang eine Gewerbeänderung verlangt, so hat man schon den Eindruck, dass man mich loswerden möchte. Die Arbeitslosenversicherung bezahlen „ja“, Leistungen erhalten „nein". Die Statistik muss halt stimmen!!!
Ich werde Sie über den Ausgang informieren.
Mit meinem Dank für die schnelle Hilfe verbleibe ich mit den besten Grüßen
Soll ich mich im Voraus arbeitsuchend melden?
Verfasst von Gast am 29. April 2016 - 10:40.
Guten Tag, ich bin selbständig und gegen Arbeitlosigkeit freiwillig versichert. Aus gesundheitlichen Grunden werde ich mein Geschäft aufgeben, zurzeit bin ich krankgeschrieben. Muss ich mich jetzt arbeitsuchend melden, obwohl ich mein Geschäft erst in einem Monat aufgeben werde, oder reicht es, wenn ich mich ein Tag nach der Aufgabe persönlich arbeitlos melde? Selbstverständlich möchte ich das Arbeitlosengeld ohne Sperrzeit bekommen. Vielen Dank!
Antwort: Soll ich mich im Voraus arbeitsuchend melden?
Verfasst von Robert Chromow am 1. Mai 2016 - 11:58.
ja, gemäß § 38 SGB III
... sind Sie verpflichtet, sich 3 Monate vor Ende der Beschäftigung (in Ihrem Fall: der Selbstständigkeit) arbeitslos / arbeitssuchend zu melden. Und:
Liegen zwischen der Kenntnis des Beendigungszeitpunktes und der Beendigung des Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses weniger als drei Monate, haben sie sich innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes zu melden.
In Ihrem Fall kann Ihnen aus der Vorschrift zwar m. E. kein Nachteil erwachsen, da Sie die Entscheidung über die Beendigung der Selbstständigkeit ja selbst treffen / getroffen haben. Da die Arbeitslosigkeit aber bereichts in einem Monat eintritt, sollten Sie sich möglichst bald arbeitslos melden.
Eine sofortige Arbeitsvermittlung müssen Sie nicht befürchten, da Sie ja krank geschrieben sind.
Gute Besserung, viel Glück für die Zukunft und freundliche Grüße
Verfasst von Gast am 24. November 2015 - 18:44.
ich zahle seit 2011 in die freiwillige Arbeitslosenversicherung ein. Die Beiträge sind mittlerweile recht hoch, deshalb überlege ich, zu kündigen.
Meine Frage: Verfallen die bereits gezahlten Beiträge? Oder könnte ich theoretisch in einigen Jahren trotzdem das Arbeitslosengeld in Anspruch nehmen, weil ich einmal über mehrere Jahre eingezahlt habe?
Ich freue mich über ein Feedback. Beste Grüße,
Antwort: Freiwillige Arbeitslosenversicherung
Verfasst von Robert Chromow am 24. November 2015 - 21:43.
Beiträge im Rahmen der "Antragspflichtversicherung" (sog. freiwillige Arbeitslosenversicherung) verfallen nach dem Ende der Versicherung nicht sofort. Zeiten der Antragspflichtversicherung werden außerdem bei der "Anwartschaftszeit" berücksichtigt: Um Anspruch auf Arbeitslosenversicherung zu haben, müssen Sie ...
1. arbeitslos sein
2. arbeitslos gemeldet sein und
3. die Anwartschaftszeit erfüllen, das heißt: während der letzten 24 Monaten mindestens 360 Kalendertage pflichtversichert in der Arbeitslosenversicherung gewesen sein.
Sobald Sie Ihre Beitragszahlungen einstellen und die Antragspflichtversicherung endet, besteht also mindestens noch ein Jahr lang Versicherungsschutz. Falls Sie in der Zeit eine Beschäftigung aufnehmen oder auf andere Weise Ihre Anwartschaftszeit verlängern, bleiben Ihnen die zuvor erworbenen Ansprüche aus Ihren vorherigen Beitragszahlungen auch noch darüber hinaus erhalten.
Weitere Informationen zum Thema Rahmenfrist, Anwartschaftszeit und Ansprüche auf ALG I finden Sie zum Beispiel im "Merkblatt 1" der Bundesagentur für Arbeit:
https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdat...
Herzlichen Dank für die sehr
Verfasst von Gast am 26. November 2015 - 12:24.
Herzlichen Dank für die sehr schnelle Antwort. A.
Übergang zur hauptberuflichen Selbständigkeit: 2 Fragen
Verfasst von Gast am 10. November 2015 - 16:14.
Lieber Herr Chromow,
Vielen Dank zunächst für den hilfreichen und ausführlichen Beitrag. Ich hätte noch 2 Fragen hierzu:
1. Wie ist die Lage, wenn man von einem versicherungspflichtigen Angestelltenverhältnis mit nebenberuflicher Selbständigkeit in hauptberufliche Selbständigkeit übergeht - gilt da die 3-Monats-Frist zur Anmeldung der freiwilligen Arbeitslosenversicherung ab Wegfall des Angestelltenverhältnisses (=hauptberufliche Selbständigkeit), oder ist in diesem Fall überhaupt keine freiwillige Arbeitslosenversicherung möglich, auch wenn die Selbständigkeit zuvor weniger als 15h/Woche ausgeübt wurde?
2. Wie berechnet sich ein möglicher ALG-Anspruch innerhalb der ersten Monate nach Übergang vom versicherungspflichtigen zum freiwillig versicherten Verhältnis? Ich habe irgendwo gelesen, dass es eine Frist gibt, innerhalb derer sich die Berechnung von ALG-Bezügen noch nach dem vorherigen Gehalt richtet, nicht nach dem fiktiven (am Ausbildungsstand bemessenen). Ist das richtig? Falls ja, wie sind da die Fristen?
Antwort: Übergang zur hauptberuflichen Selbständigkeit: 2 Fragen
Verfasst von Robert Chromow am 11. November 2015 - 9:50.
Liebe/r Herr / Frau M.,
vielen Dank für Ihre freundliche Rückmeldung. Einzelfallberatungen sind an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein zu Ihren Fragen:
Die Übergangsvorschriften beim "Versicherungspflichtverhältnis auf Antrag" gem. § 28a SGB III
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__28a.html
gilt auch dann, wenn Sie aus einer hauptberuflichen Beschäftigung in eine hauptberufliche Selbstständigkeit übergehen, die zuvor nebenberuflich ausgeübt wurde.
Berechnungsgrundlage des ALG I ist grundsätzlich das beitragspflichtige Arbeitsentgelt, das Sie im
letzten Jahr vor der Entstehung Ihres Leistungsanspruches
zuletzt erzielt haben. Die Berechnung aufgrund tatsächlicher Einkünfte aus einer vorangegangenen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung hat Vorrang vor der Berechnung eines fiktiven Arbeitsentgeltes auf Basis von Qualifikationsgruppen.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im "Merkblatt 1 für Arbeitslose"
(S. 40ff).
Rechtsgrundlagen sind die Paragrafen 149 bis 154 SGB III:
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/BJNR059500997.html#BJNR059500997...
Gewerbe abmelden bei Inanspruchnahme FAV?
Verfasst von Gast am 26. Juli 2015 - 16:27.
ich habe ein Gewerbe angemeldet und 2 Angestellte und zahle seit vielen Jahren in die FAV ein. Wie verhält sich das nun, wenn ich unter 15 Std. arbeite und die FAV in Anspruch nehmen möchte? Oder muss man erst die Angestellten entlassen, die ja voll arbeiten?
Antwort: Gewerbe abmelden bei Inanspruchnahme FAV?
Verfasst von Robert Chromow am 27. Juli 2015 - 9:26.
entscheidend für die Feststellung der Arbeitslosigkeit wegen Arbeitsmangels ist grundsätzlich die persönliche Wochenarbeitszeit inklusive aller Vor- und Nacharbeiten.
Liegt die persönliche Arbeitszeit insgesamt unter 15 Wochenstunden, gelten Sie als arbeitslos. Da Arbeitslose auch "nebenberuflich" selbstständig sein dürfen, muss ein bestehendes Gewerbe nicht unbedingt abgemeldet werden. Pauschale Forderung von AA-Mitarbeitern nach einer Gewerbeabmeldung haben keine rechtliche Grundlage.
Das gilt theoretisch selbst dann, wenn ein arbeitsloser Selbstständiger Mitarbeiter beschäftigt. Die Möglichkeit der Arbeitslosigkeit eines freiwillig versicherten Arbeitgebers bei Weiterbeschäftigung seiner Mitarbeiter war früher sogar ausdrücklich in einer Durchführungsanweisung der Bundesagentur vorgesehen. Die Beweislage ist dann jedoch ziemlich schwierig.
Andererseits: Wenn die Mitarbeiter sozialversichert sind, haben Sie eine recht gute Verhandlungsposition: Wenn Sie Ihr Gewerbe abmelden, werden gleich drei Menschen arbeitslos. Vielleicht finden Sie ja eine Möglichkeit, mit der Arbeitsagentur eine Vereinbarung für eine Übergangszeit zu treffen!?
Letzte Rechnungen und Anspruch auf Arbeitslosengeld im Ausland
Verfasst von Gast am 20. Juli 2015 - 17:50.
Hallo Herr Chromow
Vielen dank für die ganze Infos auf akademie.de.
Ich würde gern ein paar Fragen stellen:
Ich war mehrere Jahren auf die Freiwillige Arbeitslosenversicherung angemeldet und leider werde ich ab Anfang September meine Gewerbe abmelden und mich als Arbeitslos anmelden um Anspruch auf Arbeitslosengeld zu haben. Meine letzten Rechnungen werde ich ende August vorliegen, aber bis Mitte September werde ich mit Sicherheit nicht die Beträge erhalten.
Werden dann solche Beträge auf das Arbeitslosengeld angerechnet?
Soll ich warten um mich als Arbeitslos anzumelden bis ich alle die Rechnungen schon erhalten habe?
Wie lange dauert es normalerweise bis man die erste Arbeitslosengeld bekommt?
Ich habe noch eine bitte, ich überlege ob ich mein Glück in Spanien versuche. Kann ich die Arbeitslosengeld (gleich wie beim ALG I) dahin mitbringen?
Antwort: Letzte Rechnungen und Anspruch auf Arbeitslosengeld im
Verfasst von Robert Chromow am 20. Juli 2015 - 20:51.
vielen Dank für die freundliche Rückmeldung. Eine Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein:
Einkünfte aus Ansprüchen, die vor Eintritt der Arbeitslosigkeit entstanden sind, werden normalerweise nicht auf das Arbeitslosengeld angerechnet.
Die Frage habe ich nicht verstanden:
Das Arbeitslosengeld aus der freiwilligen Arbeitslosenversicherung für Selbstständige _ist_ ALG I. Darauf haben Sie grundsätzlich nur Anspruch, wenn Sie vermittelbar sind, d.h. dem Arbeitsmarkt in Deutschland zur Verfügung stehen. Unter bestimmten Umständen wird aber auch die Suche nach Beschäftigungen im Ausland unterstützt. Informationen zum Thema "Arbeitslosengeld und Auslandsbeschäftigung" finden Sie im gleichnamigen "Merkblatt 20" der Bundesagentur für Arbeit:
http://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdate...
Alles Gute und viel Glück in Spanien
Antrag auf freiwillige Arbeitslosenversicherung mit 57 Jahren?
Verfasst von Gast am 27. April 2015 - 10:22.
bin seit vielen Jahren Freiberuflerin und, seitdem sich die Möglichkeit dafür bot, auch freiwillig arbeitslosversichert. Habe dann in den vergangenen 1,5 Jahren wegen schlechter Auftragslage AlG1 bezogen und bin nun seit kurzem wieder vollständig selbstständig und überlege, ob ich erneut einen Antrag auf Mitgliedschaft in der freiwilligen Arbeitslosenversicherung stellen soll, - ob das rein rechnerisch überhaupt Sinn macht.
Inzwischen bin ich nämlich 57 Jahre (Jahrgang 1957), könnte AlG1 also frühestens, falls das notwendig werden sollte, mit 60 Jahren in Anspruch nehmen. Gibt es eine altsmäßige Deadline bis wann AlG1 gezahlt wird? Oder richtet sich das nach dem offiziell errechneten Eintritt ins Rentenalter?
Mit herzlichem Gruß M.L.
Antwort: Antrag auf freiwillige Arbeitslosenversicherung mit 57
Verfasst von Robert Chromow am 27. April 2015 - 13:30.
Guten Tag, Frau M.L.,
Sie vermuten richtig: Mit Erreichen der Regelaltersgrenze endet der Anspruch auf ALG I. Geregelt ist das in § 136 SGB III:
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__136.html
Zusatzfrage: Offene Ansprüche Voraussetzung für Begründung von f
Verfasst von Gast am 10. Mai 2015 - 13:43.
eine Zusatzfrage, - weil ich irgendwie Knoten in den Kopf kriege beim Verstehen der eigentlich ja gut formulierten zur Verfügung stehenden Informationen.
Wie oben geschrieben habe ich bis vor Kurzem - zum ersten Mal - AlG 1 aus der Pflichtversicherung auf Antrag bezogen und war weiterhin nebenberuflich selbstständig. Jetzt bin ich wieder vollumfänglich in meine Selbstständigkeit zurückgekehrt.
Muss ich noch Ansprüche auf AlG1 offen haben, damit mein erneuter Antrag auf die Freiwillige Weiterversicherung problemlos durchgeht, oder können alle Ansprüche aufgebraucht sein, was in meinem Fall der Fall ist?
Antwort: Zusatzfrage: Offene Ansprüche Voraussetzung für ...
Verfasst von Robert Chromow am 10. Mai 2015 - 19:36.
nein, Restansprüche auf ALG I sind _nicht_ Voraussetzung für eine erneute "Pflichtversicherung auf Antrag".
Verfasst von Gast am 4. Mai 2015 - 9:58.
danke für Ihre schnelle Antwort!!
akademie.de ist insgesamt echt eine wertvolle Hilfe für mich!
Freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige(22 Seiten)
Zum Thema: Arbeitslosenversicherung für Selbstständige
Freiwillige Arbeitslosenversicherung: Reform 2011
Zwischenstand: Arbeitslosen- Versicherung für "Alt-Selbstständige"