Source: https://www.ruderverein-alemannia.at/?page_id=828
Timestamp: 2020-01-22 07:24:30
Document Index: 377736707

Matched Legal Cases: ['§1', '§2', '§3', '§ 4', '§14', '§4', '§5', '§6', '§8', '§9', '§10', '§11', '§12', '§13', '§14', '§4', '§5', '§15', '§16', '§17']

Warning: Use of undefined constant right - assumed 'right' (this will throw an Error in a future version of PHP) in /home/.sites/54/site817/web/wp-content/themes/theme1322/header.php on line 19 Ruder-/Sportordnung | Ruderverein Alemannia Korneuburg
In dieser Ruder-/Sportordnung des KRV Alemannia, außer es wird anderweitig verlangt, beziehen alle Hinweise auf das männliche Geschlecht auch das weibliche Geschlecht mit ein, z.B. hat der Begriff „Ruderer“ auch Bezug auf den Begriff „Ruderin“.
§1 Bekleidung (insbesondere für offizielle Ruderveranstaltungen)
Weißes Leibchen mit grünem Querbalken auf der Brust und grüner Beschriftung „Korneuburger Ruderverein Alemannia“ am Rücken, schwarze Hose.
§2 Bootsmaterial
Die Vereinsboote unterscheiden sich in
Boote für den Rennsport
Boote für den Breitensport
Die Liste dieser Boote ist im Bootshaus auszuhängen.
Die Ruderblätter sind in Längsrichtung grün/weiß gestrichen.
§3 Benützungsrecht
Die Benützung von Booten ist nur Schwimmkundigen gestattet. Für Jungruderer übernehmen die Erziehungsberechtigten die Verantwortung für die Schwimmkundigkeit, die körperliche Eignung den Rudersport auszuüben, sowie für deren Handlungen, insbesondere dafür, dass allen Anordnungen von aufsichtsberechtigten Personen (Sportwart, Trainer, Bootsmänner) Folge geleistet wird.
Boote dürfen nur von berechtigten Vereinsmitgliedern oder eingeführten Gästen, von diesen jedoch nur bis zu 5 Mal/Jahr, ausgenommen mehrtägige Wanderfahrten, benützt werden. Bei Gästen, auch wenn sie ruderkundig sind, ist grundsätzlich anzunehmen, dass sie gewässerunkundig sind.
Die Benützung von Breitensportbooten ist in den §§ 4 und 5 geregelt. Mitglieder, die keine Berechtigung haben, dürfen Boote nur gemeinsam mit Inhabern der nachstehenden Lizenzen bzw. Bootsmännern benützen.
Die Verfügung über Boote für den Rennsport ist im §14 geregelt.
§4 Lizenzen
Die Lizenzen werden jeweils für ein Vereinsjahr erteilt.
Die Namen der Skull-Lizenzinhaber sind im Bootshaus zu veröffentlichen.
§5 Bootsmann, Bootsfrau
Ausübende Mitglieder können beim Sportwart um Ernennung zum/zur Bootsmann/-frau (in der Folge Bootsmann genannt) ansuchen. Diesen Titel und die damit verbundenen Befugnisse kann nur ein Vereinsmitglied erwerben, das nachstehende Bedingungen erfüllt:
Die Bewerber müssen mindestens ein Jahr die Große Skull-Lizenz innegehabt und ausgeübt haben.
Die Bewerber haben eine praktische und theoretische Prüfung abzulegen, deren Voraussetzungen und Umfang von der Bootsmännerversammlung festgelegt und auf der Info-Wand veröffentlicht werden. Der Motorbootführerschein ersetzt die theoretische schifffahrts- und gewässerrechtliche Prüfung. Die praktische Prüfung ist von zwei aktiven Bootsmännern abzunehmen. Die theoretische Prüfung erfolgt durch zwei aktive Bootsmänner unter Vorsitz des Sportwartes.
Die Namen der Bootsmänner sind im Bootshaus zu veröffentlichen.
Die Bootsmänner sind zur Führung aller Breitensportboote des Vereines berechtigt. Sie können diese Boote mit Vereinsmitgliedern und Gästen nach eigenem Ermessen besetzen.
Zu den von der Vereinsleitung bestimmten Anlässen (z.B. An- und Abrudern, Sternfahrten) sowie für Fahrten für die eine Voreinteilung (Vorankündigung mit Voranmeldung auf der Info-Wand) erfolgt, hat der diensthabende Bootsmann (Sportwart bzw. ein von ihm bestimmter Vertreter) die Einteilung der Mannschaften vorzunehmen. Die für diese Tage festgelegten Abfahrtszeiten sind für alle Mitglieder verbindlich. Ausnahmen genehmigt der diensthabende Bootsmann.
Die Bootsmänner haben die vom Sportwart einberufenen Bootsmänner-versammlungen zu besuchen.
Wenn ein Bootsmann innerhalb einer Zeit von drei Jahren seine Rechte gemäß Ruderordnung nicht wahrnimmt, kann die Bootsmännerversammlung ein Ruhen dieser Berechtigung beschließen. Sie kann von der Bootsmännerversammlung durch Ansuchen wieder aktiviert werden.
Wenn ein Bootsmann seine Pflichten gemäß Ruderordnung gröblich vernachlässigt, kann ihm von der Bootsmännerversammlung mit 2/3-Mehrheit der anwesenden Bootsmänner die Bootsmannswürde aberkannt werden.
§6 Oberbootsmann
Zu Oberbootsmännern können über Antrag der Bootsmännerversammlung und durch Beschluss der Hauptversammlung Bootsmänner ernannt werden, die sich im Rahmen ihrer Bootsmannstätigkeit besondere Verdienste erworben haben.
Zu diesem Antrag ist sowohl in der Bootsmännerversammlung als auch für den Beschluss in der Hauptversammlung eine 2/3-Mehrheit erforderlich.
Der für die Führung des Bootes Verantwortliche bestimmt die Sitzordnung. Die eingeteilte Mannschaft hat den Anordnungen Folge zu leisten. Der Verantwortliche ist verpflichtet, die Mitglieder zur pfleglichen Behandlung und ordentlichen Reinigung des Bootes und der Ruder sowie zum Tragen ordentlicher Bekleidung zu veranlassen.
Ein Bootsmann kann unter seiner Verantwortung das Steuer bzw. Kommando über das Boot einem anderen Mitglied der Mannschaft anvertrauen. Befinden sich mehrere Bootsmänner in einem Boot, haben sie sich auf einen Verantwortlichen zu einigen.
Vom Zeug- oder Sportwart werden die zu den Booten gehörigen Rudergarnituren bestimmt, andere, mit Ausnahme der Privatruder, dürfen nicht verwendet werden.
Jede Ausfahrt ist vor Beginn unter Angabe von Fahrtennummer, Datum, Bootsnamen, Namen der Mannschaft, Uhrzeit und des voraussichtlichen Fahrtzieles im Logbuch vom Verantwortlichen einzutragen. Nach beendeter Fahrt sind Boot und Ruder von der Mannschaft gewissenhaft zu reinigen und im Bootshaus auf dem vorbestimmten Platz abzulegen.
Im EFA- elektronisches Fahrtenbuch – sind sodann die Uhrzeit der Rückkehr, das tatsächliche Fahrtziel, die geruderten Boots- und Mannschaftskilometer (nur volle Kilometer) sowie etwaige besondere Vorkommnisse vom Verantwortlichen einzutragen.
Nachträge sind bis spätestens ein (1) Monat nach Beendigung der Fahrt/Veranstaltung ins EFA einzutragen.
Der Sportwart bzw. ein Stellvertreter kann die Genehmigung zur Benützung eines Bootes über Nacht erteilen.
Mehrtägige Ruderfahrten sind durch den Vereinsvorstand zu genehmigen und bedürfen der Führung durch einen Bootsmann.
Bei Ab- und Anlegemanövern von Großschiffen im Werfthafen ist besondere Vorsicht geboten. Im Werfthafen ist grundsätzlich Rechtsfahrordnung einzuhalten.
§8 Ruderbefehle
Nachstehende Ruderbefehle, Kommandos und Bezeichnungen sind einheitlich von allen Mitgliedern zu verwenden:
„Backbord“ … in Fahrtrichtung links
„Steuerbord“ … in Fahrtrichtung rechts
„Bug, Bugleine“
„Heck- oder Steuer-Leine“
„An das Boot – erhebt“
„Wasser(Land) auf“
„Fertig zum Einsteigen – ein – ab“
„Meldungen durchgeben“ (vom Bugmann beginnend, z.B. eins fertig, zwei fertig…)
„Fertig zum Rudern – Auslage – Los“
„Fertig zum Streichen – Los“
„Leichte, halbe, volle Kraft“
„Achtung Backbord (Steuerbord) – Ruder“
„Ruder lang, hoch, platt, einziehen“
„Stoppen“ (Blatt flach ins Wasser drücken und überdrehen)
„Wende über Backbord (Steuerbord) – fertig – los“ (Die Wende beginnt mit dem Streichen auf der angesagten Seite.)
§9 Sportwart
Die Aufgabe des Sportwartes ist die organisatorische Abwicklung des Sportbetriebes, insbesondere des Rennsportes und des Breitensportes Rudern (gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit den Trainern). Im Besonderen obliegt ihm
die Verantwortung um die Ausbildung von neuen Ruderern
die Einberufung der Bootsmännerversammlung
die Führung der Übersicht der Bootsmänner und der Lizenzinhaber(innen)
die Auswertung des EFA – elektronischen Fahrtenbuches
§10 Bootsmännerversammlung
Die Bootsmännerversammlung wird vom Sportwart mindestens einmal pro Jahr einberufen. Sie ist beschlussfähig bei Anwesenheit der Hälfte der aktiven Bootsmänner. Die Bootsmännerversammlung hat insbesondere zu beschließen:
Die Entscheidung über das Ruhen, das Aberkennen und Aktivieren von Bootsmannsberechtigungen
Festlegen des Umfangs der Bootsmannprüfung
Vorschläge an die Vereinsleitung betreffend einer Änderung der Sport-ordnung, Teil 1 (Ruderordnung).
Die Bootsmännerversammlung fasst im Allgemeinen ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.
§11 Beschädigungen
Der für die Führung eines Bootes Verantwortliche hat vor der Abfahrt und nach der Ankunft den Zustand des Bootes und der Ruder festzustellen. Beschädigungen an den Booten oder an den Rudern sind sofort in das EFA – elektronisches Fahrtenbuch – einzutragen.
Über die Art und Durchführung der Reparatur entscheidet ausschließlich der Zeugwart.
§12 Fahrverbot
Das vom Sportwart oder Zeugwart über bestimmte Boote verhängte und im Bootshaus kundgemachte Fahrverbot ist von allen Mitgliedern unbedingt einzuhalten.
Bei einem Donaupegelstand über 5,40 m in Korneuburg sind Ruderausfahrten im Bereich Donau Korneuburg verboten.
§13 Ruderverbot und Benützungsverbot sonstige Sportgeräte (Ergometer, Kraftgeräte, Gym)
Die Vereinsleitung kann über ein Mitglied das Ruder- und Benützungsverbot der sonstigen Sportgeräte aussprechen, wenn dieses
die Bestimmungen der Satzung oder der Ruder-/Sportordnung gröblich verletzt
in leichtfertiger Weise dem Vereinseigentum Schaden zufügt
Boote und Ruder nach Benützung ohne triftigen Grund in ungereinigtem Zustand hinterlassen hat
mit der Zahlung seines Mitgliedsbeitrages trotz Mahnung länger als 4 Monate im Rückstand geblieben ist.
Der entsprechende Beschluss ist dem Mitglied zur Kenntnis zu bringen und im Bootshaus anzuschlagen.
§14 Boote für den Rennsport
Die Benützung der Boote für den Rennsport unterliegt nicht den Einschränkungen laut §4 und §5, sondern sie werden vom Sportwart oder dessen Vertreter oder Trainer für Training und Regatten bestimmt.
§15 Wettrudern
Alle bei Ruderregatten erworbene Preise – mit Ausnahme der für die Mitglieder der jeweiligen Rennmannschaft bestimmten Ehrenzeichen – sowie alle bei sonstigen sportlichen Veranstaltungen gewonnenen Mannschaftspreise gehen in das Eigentum des Vereines über.
§16 Preise für Ruderleistungen
Gesamtkilometer – Wanderpreis: Das Mitglied mit den meisten Kilometern des jeweiligen Jahres wird darauf namentlich verewigt. Der Wanderpreis verbleibt im Verein.
Wanderpreise für die Kategorien Männer, Frauen, Junioren und Juniorinnen sowie Schüler und Schülerinnen: je ein Wanderpokal. Voraussetzung ist eine Kilometerleistung von mindestens 300 km.
§17 Verhalten am Strom und an anderen Gewässern
Die Einhaltung der behördlichen Vorschriften am Strom wird allen ausübenden Mitgliedern und Jungruderern zur Pflicht gemacht (laut Wasserstraßen-Verordnung zum Beispiel die Beachtung der 0,5 Promille Grenze für die Bootsverantwortlichen).
Zur Schulung und Information hat der Vereinsvorstand bei Bedarf Informationsveranstaltungen auszuschreiben und durchzuführen. Der Besuch wird allen Lizenzinhabern und Bootsmännern zur Pflicht gemacht, allen anderen Mitgliedern empfohlen.
Der Vereinsvorstand hat ein Programm über die wichtigsten Bestimmungen zu erstellen und den Lizenzinhabern und Bootsmännern zur Verfügung zu stellen und im Bootshaus auszuhängen.
Beschlossen von der HV vom 2019-02-22