Source: https://www.zvi-online.de/heft-6-2018/zvi-2018-260-abschlag-auf-die-verguetung-ihv-40-bei-durchfuehrung-des-schriftlichen-verfahrens-im-regelinsol/
Timestamp: 2020-07-12 21:47:03
Document Index: 79351339

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 3', '§ 5', '§ 3', '§ 5', '§ 3', 'BGH']

Abschlag auf die Vergütung i. H. v. 40 % bei Durchführung des schriftlichen Verfahrens im Regelinsolvenzverfahren (AG Hamburg, Beschl. v. 17.05.2018 – 67a IN 102/18) – ZVI 2018, 260 | ZVI online
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 1619-3741 Zeitschrift für Verbraucher- und Privat-Insolvenzrecht ZVI 2018 RechtsprechungKosten und VergütungInsO § 5 Abs. 2; InsVV § 3 Abs. 2 Buchst. eAbschlag auf die Vergütung i. H. v. 40 % bei Durchführung des schriftlichen Verfahrens im Regelinsolvenzverfahren InsO§ 5 InsVV§ 3 AG Hamburg, Beschl. v. 17.05.2018 – 67a IN 102/18 (rechtskräftig)AG HamburgBeschl.17.5.201867a IN 102/18rechtskräftig
1. Die Durchführung des schriftlichen Verfahrens (§ 5 Abs. 2 InsO) im Rahmen eines Regelinsolvenzverfahrens kommt nur in Betracht, wenn die Vermögensverhältnisse überschaubar sind. Dies bedeutet regelmäßig, dass die Höhe der Verbindlichkeiten unter 25.000 € liegt, weniger als 20 Gläubiger vorhanden sind, und dass keine komplexeren Insolvenzanfechtungs- bzw. Haftungsansprüche gegen Geschäftsführer, Gesellschafter oder Berater in Rede stehen.
2. Der Sachverständige, der im Rahmen seines Eröffnungsgutachtens die Durchführung des schriftlichen Verfahrens anregt, ist gehalten, bei der Frage nach der Verfahrenskostendeckung nicht 100 % der Regelvergütung als Insolvenzverwalter anzusetzen, sondern lediglich 60 %, da regelmäßig von einem Abschlag gem. § 3 Abs. 2 Buchst. e InsVV i. H. v. 40 % auszugehen ist (Anschluss an BGH ZVI 2017, 396).