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Timestamp: 2018-02-23 20:43:26
Document Index: 236149320

Matched Legal Cases: ['§ 11', 'de lege lata', 'de lege ferenda', '§ 139', '§ 31', '§ 4', '§ 5', 'BGH', '§ 4', '§ 4', '§ 237', '§ 225', '§ 225', '§ 53', '§ 243', '§ 194', '§ 194', '§ 194', '§ 43', '§ 15', '§ 15', '§ 37']

Vorwort : Vorzugsaktie und KGaA
Vorwort : Vorzugsaktie...
Instrumente zur Kontrollerhaltung bei der Eigenkapitalfinanzierung- Unter besonderer Berücksichtigung der Vereinheitlichung von Aktiengattungen
9783653988161
http://dx.doi.org/10.3726/978-3-653-04108-8
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2014. LXVI, 244 S.
Die Kommanditgesellschaft auf Aktien ist eine komplexe Rechtsform. In ihr vereinen sich aktienrechtliche Kapitalschutz- und Strukturprinzipien mit personengesellschaftsrechtlicher Gestaltungsfreiheit. Für den Rechtsanwender ergeben sich daraus Gestaltungsmöglichkeiten, die dem Aktienrecht prinzipiell fremd sind. Führungsstrukturen können durch Einsatz dieser Rechtsform unabhängig von der Stimmrechtsmacht konserviert werden. Die KGaA wurde deshalb als funktionales Äquivalent zur stimmrechtslosen Vorzugsaktie bezeichnet und jüngst gar als Mittel für deren Abschaffung eingesetzt. Die vorliegende Arbeit unternimmt einen Versuch, damit im Zusammenhang stehende Fragestellungen einer Lösung zuzuführen.
Die Arbeit wurde im Sommersemester 2013 als Dissertationsschrift bei der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln eingereicht und befindet sich nun auf dem Stand von Oktober 2013.
Besonderer Dank gilt meinem Doktorvater, Herrn Prof. Dr. Michael Schlitt, nicht nur für wertvolle Anregungen und Hinweise zu diesem praxisnahen Thema, sondern auch für eine konstante Betreuung, die Gewährung der notwendigen Freiräume sowie die rasche Erstellung des Erstgutachtens. Für die ebenfalls zügige Erstellung des Zweitgutachtens danke ich Frau Prof. Dr. Barbara Grunewald. Herrn Prof. Dr. Joachim Hennrichs danke ich für die Aufnahme meiner Arbeit in seine Schriftenreihe. Allen anderen, die mich durch Information, Diskussion und Kritik unterstützt haben, vor allem aber den Herren Dr. Andreas Meyer und Dr. Ulrich Brandt aus der Rechtsabteilung der Deutsche Bank AG sowie Herrn Dr. Christian Ries von Hogan Lovells International LLP, sei an dieser Stelle ebenfalls herzlich gedankt. Für die praktische und...
Literaturverzeichnis (abgekürzt zitierte Literatur)
B. Wirtschaftliche Hintergründe der Unternehmensfinanzierung
I. Systematisierung der Unternehmensfinanzierung
1. Herkunft der Finanzierungsmittel
2. Qualität der Kapitalgeber
II. Entscheidungsparameter
2. Fremdfinanzierung
3. Mezzaninfinanzierung
III. Ausgewählte Finanzierungsinstrumente
a) Innenfinanzierung
aa) Zuständigkeiten
bb) Materielle Grenzen
b) Außenfinanzierung
aa) Ohne Börsenzugang
bb) Börsengang
cc) Börsennotierte Unternehmen
aa) Kreditfinanzierung
(i) Abgrenzung nach der Bonität des zu finanzierenden Unternehmens
(ii) Abgrenzung nach der Abrufbarkeit der Fremdmittel
(iii) Abgrenzung nach der Art der Verzinsung
(iv) Abgrenzung nach der Zahl der Kreditgeber
bb) Schuldscheindarlehen
cc) Anleihen
(i) Mittelstandsanleihen
(ii) Hochzinsanleihen
3. Mezzanine Finanzierungsinstrumente
a) Genussrechte
b) Partiarische Darlehen
c) Stille Beteiligungen
d) Hybridanleihen
e) Aktienverwandte Produkte (equity linked)
aa) Wandelanleihen
bb) Optionsanleihen
cc) Umtauschanleihen
IV. Unternehmensfinanzierung in Deutschland
V. Bedeutungszuwachs der Eigenkapitalfinanzierung
1. Regulatorische und wettbewerbliche Veränderungen auf den Kreditmärkten
2. Refinanzierungsbedarf
3. Steigender Innovationsdruck
C. Finanzierung und Kontrollerhaltung
D. Instrumente zur Kontrollerhaltung
I. Individuelle Maßnahmen
1. Besetzung der Geschäftsleitung
a) Grundsatz der Leitungsautonomie des Vorstands
b) Personalkompetenz des Aufsichtsrats
aa) Vorschlagsrecht
bb) Eignungsvoraussetzungen
cc) Entsendungsrechte
2. Vinkulierte Namensaktien
3. Schuldrechtliche Nebenabreden
a) Stimmbindungsverträge unter Altgesellschaftern
bb) Durchsetzung
b) Vereinbarungen betreffend die Verfügung über Aktien
II. Institutionelle Maßnahmen
1. Vorzugsaktie
a) Schaffung
b) Einordnung als eigene Aktiengattung (§ 11 AktG)
aa) Vorzug bei der Verteilung des Gewinns
bb) Recht auf Nachzahlung de lege lata
cc) Recht auf Nachzahlung de lege ferenda
c) Sonderbeschluss als Schutzinstrument
d) Grenzen der Ausgabe (§ 139 Abs. 2 AktG)
e) Abschlag gegenüber Stammaktien
f) Weitere Motive für Vorzugsaktien
aa) Übernahmeresistenz
bb) Gewinnung von Kleinanlegern
cc) Belegschaftsaktien
2. KGaA
a) Hybride Gesellschaftsform – Strukturmerkmale
aa) Komplementär
bb) Aufsichtsrat
cc) Hauptversammlung
d) Gestaltungsvarianten der KGaA
aa) Gesetzestypische KGaA / kapitalistische KGaA
bb) Personalistische KGaA / Publikums-KGaA
cc) Unterscheidung nach der satzungsmäßigen Kompetenzverteilung
(i) Hauptversammlungsdominierte KGaA
(ii) Aufsichtsrats- und beiratsdominierte KGaA
(iii) Komplementärdominierte KGaA
3. Institutionelle Beschränkung der Mitbestimmung
a) SEBG und MgVG
aa) Teleologische Reduktion der §§ 31 Abs. 1 Satz 2, 33 Abs. 1 Satz 2 MitbestG
bb) Analoge Anwendung des § 4 Abs. 1 MitbestG
cc) Analoge Anwendung des § 5 Abs. 1 MitbestG
dd) Die Ansicht des BGH
ee) Keine modifizierte Mitbestimmung in der kapitalistischen KGaA
4. Abschließende Bewertung institutioneller Kontrollerhaltungsinstrumente
E. Die Grenzen des Finanzierungsinstruments Vorzugsaktie
I. Motive für die Abschaffung von Vorzugsaktien
1. Komplexes Verfahren bei Bezugsrechtskapitalerhöhungen
2. Blockade der Eigenkapitalfinanzierung
3. Steigerung der Attraktivität der Aktie
a) Akzeptanz bei (ausländischen) Investoren
b) Höhere Liquidität
c) Indexzugehörigkeit
1. Vorzugsaktien
F. Die Vereinheitlichung von Aktiengattungen
I. Aktienumwandlung nach dem AktG
1. Zwangsumwandlung
a) Hauptversammlungsbeschluss der Stammaktionäre
aa) Sachliche Rechtfertigung?
bb) Verpflichtung zur Berücksichtigung von Kursunterschieden?
(i) Die Entscheidung des OLG Köln
(ii) Die Entscheidung des LG Krefeld
(iii) Ursache für Kursunterschiede
(iv) Verfassungsrechtliche Betrachtung
(v) Zwischenergebnis
b) Sonderbeschlüsse
aa) Vorzugsaktionäre
bb) Stammaktionäre
c) Handelsregistereintragung und technische Umsetzung
d) Auswirkungen der Aktienumwandlung auf die Börsenzulassung der Vorzugsaktien
aa) Verlust der Börsenzulassung – Grundlagen
(i) Widerruf der Zulassung durch die Geschäftsführung
(ii) Erlöschen der Zulassung kraft Gesetzes
bb) Verlust bei Zwangsumwandlung
e) Zulassung der neuen Stammaktien
aa) Zulassungsverfahren
bb) Prospekterfordernis
(i) Öffentliches Angebot
(1) Mitteilung
(2) Fehlender Angebotscharakter
(ii) Zulassung
(1) § 4 Abs. 2 Nr. 2 WpPG
(2) § 4 Abs. 2 Nr. 7 WpPG
(a) Wertpapiere
(b) Bereits zugelassene Aktien derselben Gattung?
(c) "Andere Wertpapiere"?
(d) Ausübung von Umtausch- oder Bezugsrechten?
2. Freiwillige Umwandlung
a) Bis-zu-Umwandlung
aa) Beschlusserfordernisse
(i) Hauptversammlungsbeschluss der Stammaktionäre
(ii) Sonderbeschlüsse
b) Rückkaufumwandlung
aa) Aktienrückkauf
(i) Erwerbsgrundlage
(iii) Gleichbehandlung der Aktionäre
bb) Vorgaben der §§ 237 ff., 222 ff. AktG
(i) Einziehung im ordentlichen Verfahren – § 225 AktG
(1) Anwendbarkeit des § 225 AktG bei gleichzeitiger Kapitalerhöhung?
(2) Sacheinlagefähigkeit der Zahlungsansprüche?
(ii) Einziehung im vereinfachten Verfahren
cc) Kombination mit Kapitalerhöhung
(i) Verbindung von Einziehung und Sachkapitalerhöhung
(ii) Bezugsrechtsausschluss
dd) Prospekterfordernis
a) Anfechtung durch Stammaktionäre
aa) § 53a AktG
bb) § 243 Abs. 2 AktG
cc) Registereintragung
b) Anfechtung durch Vorzugsaktionäre
4. Zusammenfassung und weiterer Gang der Darstellung
II. KGaA-Lösung
1. Formwechsel
a) Umtausch mit Formwechsel in KGaA
aa) Aktienrechtliche Gründungsvorschriften
bb) Umwandlungsbericht
cc) Kein Barabfindungsgebot
dd) Umwandlungsbeschluss
(i) Rechtsform und Firma des neuen Rechtsträger
(ii) Satzung
(iii) Treuepflicht
(iv) Beteiligung der Aktionäre an dem Rechtsträger neuer Rechtsform
(v) § 194 Abs. 1 Nr. 4 UmwG. .
(vi) § 194 Abs. 1 Nr. 5 UmwG
(1) Aktientausch
(2) Weitere Anpassung der Satzung
(vii) Abfindungsangebot
(viii) Mitbestimmung (§ 194 Abs. 1 Nr. 7 UmwG)
ee) Sonderbeschluss der Vorzugsaktionäre?
ff) Zustimmung der neu eintretenden Komplementärin und ausdrückliche Genehmigung der neuen Satzung
gg) Gleichwertige Rechte?
hh) Anmeldung und Eintragung ins Handelsregister
b) Rechtsschutz
aa) Anfechtung des Umwandlungsbeschlusses durch einen Stammaktionär
bb) Anfechtung des Sonderbeschlusses durch einen Vorzugsaktionär
(i) Problemaufriss
2. Börsenzulassung
a) Hinsichtlich Umwandlungstranche
b) Hinsichtlich Stammaktien AG
aa) Unsicherheiten in der Praxis
bb) § 43 Abs. 2 VwVfG
(i) Behandlung öffentlich rechtlicher Erlaubnisse bei Umwandlungsmaßnahmen
(ii) Praxis beim Formwechsel in SE
(iii) Sinn und Zweck des UmwG
(iv) Meinungsbild im Schrifttum
3. Satzungsgestaltung
b) Inhaltskontrolle und Regulierung durch den Markt
c) Gesellschaftsrechtliche Grenzen
aa) Mitwirkung bei der Geschäftsführung
bb) Kein gänzlicher Ausschluss ohne personelle Rückkopplung
cc) Sonderfall: Einheits-KGaA
4. Kapitalmarktrecht
a) Primärmarktpublizität
aa) Allgemeine Anforderungen an den Inhalt von Wertpapierprospekten
bb) Besonderheiten bei der KGaA
(i) Risikofaktoren (Anhang I Prospekt-VO, 4.)
(1) Allgemein zur Funktionsweise von Risikofaktoren
(2) Interessenkollision zwischen Komplementär und Kommanditaktionär
(3) Kursabschlag
(4) Fehlende Übernahmephantasie
(ii) Verwaltungs-, Management- und Aufsichtsorgane sowie oberes Management (Anhang I Ziff. 14.1 b) Prospekt-VO)
b) Sekundärmarktpublizität
aa) Ad-hoc Publizität (§ 15 WpHG)
bb) Directors‘ Dealings (§ 15a WpHG)
c) WpÜG
aa) Generelle Anwendbarkeit
bb) Der übernahmerechtliche Kontrollbegriff
(i) Kontrollbegriff
(ii) Befreiung nach 37 Abs. 1 WpÜG
(1) Ermessensentscheidung der BaFin
(2) Tatbestand des § 37 Abs. 1 WpÜG
(3) Befreiung bei komplementärdominierter KGaA
(4) Zum Verfahren
G. Zusammenfassung in Thesenform