Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Saarbr%C3%BCcken&Datum=12.05.2010&Aktenzeichen=8%20U%2075/09
Timestamp: 2019-05-26 06:40:49
Document Index: 192842714

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 53', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 3', 'BGH', '§ 812', 'BGH']

OLG Saarbrücken, 12.05.2010 - 8 U 75/09 - 22 - dejure.org
OLG Saarbrücken, 12.05.2010 - 8 U 75/09 - 22
https://dejure.org/2010,6194
OLG Saarbrücken, 12.05.2010 - 8 U 75/09 - 22 (https://dejure.org/2010,6194)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 12.05.2010 - 8 U 75/09 - 22 (https://dejure.org/2010,6194)
OLG Saarbrücken, Entscheidung vom 12. Mai 2010 - 8 U 75/09 - 22 (https://dejure.org/2010,6194)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2010,6194) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Art. 7, 53, 57, 78 CISG
CISG Art. 53
Internationaler Warenkauf: Beweislast für die Höhe des Rabatts?
Darlegungslast und Beweislast hinsichtlich Vereinbarung und Höhe eines Rabatts
Internationaler Warenkauf: Wen trifft die Beweislast für die Höhe eines gewährten Rabatts? (IBR 2010, 1336)
LG Saarbrücken, 15.01.2009 - 14 O 444/04
MDR 2010, 1338
BauR 2010, 1280
Unter dieser Voraussetzung sind Werklieferungsverträge vom sachlichen Anwendungsbereich des CISG umfasst (OLG Saarbrücken, MDR 2010, 1338; OLG Dresden, IHR 2011, 142;… Ferrari in Schlechtriem/Schwenzer, CISG, 6. Aufl., Art. 1 Rn. 24;… Ferrari/Kieninger/Mankowski/Saenger, Internationales Vertragsrecht, 2. Aufl., Art. 1 CISG Rn. 3;… Staudinger/Magnus, 2013, CISG, Art. 1 Rn. 26;… MünchKommBGB/Huber, 7. Aufl., Art. 3 CISG Rn. 4).
Hiernach hat ein Verkäufer, der einen Kaufpreisanspruch geltend macht, die Vereinbarung eines der Höhe nach bestimmten oder zumindest bestimmbaren Kaufpreises zu beweisen - wenn dieser Kaufpreis von dem Käufer bestritten wird -, während der Käufer die Beweislast für die Tatsachen trägt, welche den ursprünglich vereinbarten Kaufpreis zu seinen Gunsten beeinflussen (BGH, NJW 1983, Seite 2944= WM 1983, Seiten 1008 f = MDR 1984, Seite 139; OLG Saarbrücken, IHR 2010, Seiten 202 ff. = MDR 2010, Seiten 1338 f).
Bezüglich der zur Aufrechnung gestellten Gegenforderung folgt dies schon daraus, dass der Beklagte als Gläubiger des allein in Betracht kommenden Anspruchs aus § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 BGB das Fehlen eines rechtlichen Grundes beweisen und er daher die Behauptung der Klägerin, dass hier gerade kein gesonderter Rabatt/Bonus in Höhe von 1 % der bei der Klägerin umgesetzten Waren vereinbart wurde, hätte widerlegen müssen (OLG Saarbrücken, IHR 2010, Seiten 202 ff. = MDR 2010, Seiten 1338 f).
Anders ist es aber, wenn der Kaufpreis von vornherein feststeht und sich der Käufer lediglich auf die Vereinbarung eines Rabattes/Bonusses oder Skontos beruft, da es sich dann um einen von ihm zu beweisenden Teil-Erlass handelt (BGH, NJW 1983, Seite 2944 = WM 1983, Seiten 1008 f = MDR 1984, Seite 139; OLG Saarbrücken, IHR 2010, Seiten 202 ff. = MDR 2010, Seiten 1338 f).
Dieser vom Beklagten behauptete Rabatt/Bonuss/Abschlag stellt sich daher als teilweiser Erlass des von vornherein festgelegten Kaufpreises dar (OLG Saarbrücken, IHR 2010, Seiten 202 ff. = MDR 2010, Seiten 1338 f).