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Timestamp: 2018-01-21 11:03:07
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Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 77', '§ 119', '§ 5', '§ 5', '§ 7', '§ 267', '§ 267', '§ 251', '§ 264', '§ 326', '§ 266', '§ 275', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 5', '§ 4', '§ 238', '§ 246', '§ 252', '§ 265', '§ 266', '§ 275', '§ 284', '§ 238', '§ 264', '§ 268', '§ 264', '§ 268', '§ 268', '§ 266', '§ 275', '§ 276', '§ 274', '§ 284', '§ 289', '§ 3', '§ 64', '§ 1', '§ 2', '§ 5', '§ 8', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 23', '§ 10', '§ 10', '§ 8', '§ 1', '§ 7', '§ 8', '§ 11', '§ 16', '§ 8', '§ 1', '§ 10', '§ 12', '§ 12', '§ 32', '§ 32']

PPT - Besteuerung von Kapitalgesellschaften 10. Januar 2013 PowerPoint Presentation - ID:3307838
Besteuerung von Kapitalgesellschaften 10. Januar 2013
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Besteuerung von Kapitalgesellschaften 10. Januar 2013 - PowerPoint PPT Presentation
Besteuerung von Kapitalgesellschaften 10. Januar 2013. Hauptsitz:	Niederlassung: Im Dorfe 61	Königsstr. 44 44339 Dortmund	48143 Münster Tel.: 0231/880599-0	Tel.: 0251/1334 8771 Fax: 0231/880599-19	Fax: 0251/1334 8772 E-Mail: office@dosu.de www.dosu.de. Agenda. 1. Kapitalgesellschaften
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Besteuerung von Kapitalgesellschaften10. Januar 2013
Hauptsitz:	Niederlassung:
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1.	Kapitalgesellschaften
1.1	Definition Kapitalgesellschaften
1.2	Wesen von Kapitalgesellschaften
1.3	Arten von Kapitalgesellschaften
1.4	Einfluss auf die Geschäftsführung
1.5	Stamm- oder Grundkapital
1.6KapG vs. persönlich haftender Unternehmer
1.7	Rechte der Anteilseigner
1.8	Größenklassen
2.	Bilanzierung von Kapitalgesellschaften
2.1	Das HGB als Grundlage der Bilanzierung & Besteuerung
2.2	Das Wesen der Bilanzierung
2.3	Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften
2.4	Bilanz- und GuV-Schema für große KapG
2.4.1	Bilanzschema für große KapG
2.4.2GuV-Schema für große KapG
2.5	Von der Handelsbilanz zur Steuerbilanz
2.5.1	Aktive latente Steuern
2.5.2	Passive latente Steuern
2.6	Ziel von Anhang und Lagebericht
3.	Besteuerung von Kapitalgesellschaften
3.1	Steuern im Allgemeinen
3.2	Körperschaftssteuer
3.2.1	Körperschaftssteuerpflicht
3.2.2	Bemessungsgrundlage
3.2.3	Steuertarif und Fälligkeit
3.2.4	Berücksichtigung von Verlusten
3.3	Gewerbesteuer
3.4	Belastungsvergleich Ertragssteuern PersG vs. KapG 2013
3.5	Wesentlicher Unterschied zwischen PersG und KapG
3.6	Grunderwerbssteuer
3.7	Umsatzsteuer
4.	Abschließendes Beispiel
Die Kapitalgesellschaft ist eine auf einem Gesellschaftsvertrag beruhende Körperschaft des privaten Rechts, deren Mitglieder einen gemeinsamen, meist wirtschaftlichen, Zweck verfolgen
Sie ist eine juristische Person
Kapitalgesellschaften sind durch gesetzlich festgelegte Kapital- aufbringungs- und -erhaltungsvorschriften gekennzeichnet
Konzeptionell bauen KapG auf dem Modell des Vereins auf
KapG können zu jedem gesetzlich zugelassen Zweck betrieben werden
Unabhängig vom Zweck ist eine KapG Formkaufmann
KapG können durch eine oder mehrere Personen gegründet werden
Eigenschaft als juristische Person mit Rechts- und Parteifähigkeit
mehrteiliger Gründungsvorgang (Abschluss des Gesellschaftsvertrags, Feststellung der Satzung durch notarielle Beurkundung, Eintragung in ein Handelsregister)
Vertretung und Geschäftsführung i.d.R. durch angestellte Geschäftsführer
keine unmittelbare Haftung der Mitglieder gegenüber Gesellschaftsgläubigern
die Aktiengesellschaft (AG) sowie deren besondere Form der Europäischen Gesellschaft (SE)
am Beispiel GmbH:
Grundsätzlich obliegt bei der GmbH den Geschäftsführern die Führung der Geschäfte der Gesellschaft
Die Gesellschafterversammlung kann dem Geschäftsführer, soweit es der Gesellschaftervertrag zulässt, jederzeit Beschränkungen auferlegen (§ 37 I GmbHG)
am Beispiel AG:
In der AG hat der Vorstand die Geschäftsführung zu betreiben (§ 77 AktG)
Die Hauptversammlung kann über Angelegenheiten der Geschäftsführung dagegen nur auf Antrag des Vorstandes entscheiden (§ 119 II AktG)
Die Aktionäre der AG sind somit weitgehend auf eine Kapitalbeteiligung beschränkt. Dieses entspricht dem Leitbild in der Gesetzgebung, nach dem die AG im Vergleich zur GmbH auf höhere Mitgliedszahlen ausgelegt ist.
Unterscheide: Stammkapital bei GmbH und UG, Grundkapital bei AG
Stamm- oder Grundkapital bilden die wirtschaftliche Grundlage der KapG
Das Mindestkapital beträgt bei einer UG 1 € (§ 5a GmbHG), bei einer GmbH 25 T€ (§ 5 GmbHG) und bei einer AG 50 T€ (§ 7 AktG)
Es wird bei Gründung der Gesellschaft eingebracht, spätere Veränderung möglich
Die KapG haftet mit dem Stamm-/Grundkapital unbeschränkt; ist das Stamm-/Grundkapital verbraucht, so ist die KapG überschuldet
Die Gesellschafter werden nur bei nachgewiesenem Missbrauch des Kapitals im Rahmen der Existenzvernichtungshaftung herangezogen
1.6	KapG vs. persönlich haftender Unternehmer
Auch heute gibt es noch Unternehmer, die sich bewusst gegen die Nutzung von Kapitalgesellschaften entscheiden.Aus welchen Gründen wählen insbesondere Freiberufler und kleineSelbständige Rechtsformen mit Vollhaftung?
Publizitätsvorschriften der KapG werden gescheut
In Branchen/Unternehmen mit geringem Risiko spielt die Haftung nur eine untergeordnete Rolle
Großgläubiger wie Banken verlangen oft persönliche Sicherheiten der Gesellschafter; die Haftungsbeschränkung verliert an Wert
Kosten der KapG im Vergleich zum Einzelkaufmann
Die Anteilseigner verfügen über keine direkten Rechte an den Vermögens-gegenständen der Gesellschaft.
Ihre wesentlichen Rechte sind:
Stimmrechte auf der Gesellschafterversammlung
Gewinnausschüttung gemäß Gesellschafterbeschluss
Residualanspruch bei Liquidation der Gesellschaft
1.8	Größenklassen (I)
Entsprechend folgender Einteilung gelten unterschiedliche Vorschriften für die Erstellung des Jahresabschlusses (§ 267 HGB):
Um einer Größenklasse anzugehören, sind zwei der drei Kriterien in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren zu erfüllen
Kapitalmarktorientierte Gesellschaften gelten stets als große KapG
1.8	Größenklassen (II)
Mit Umsetzung der Micro-Richtlinie der EU in nationales Recht gilt für Jahresabschlüsse ab Stichtag 31.12.2012 eine vierte Größenklasse, deren Kriterien (§ 267a HGB) von mehr als 500.000 inländischen Unternehmen erfüllt werden:
Erstellung des Anhangs entfällt, wenn bestimmte Angaben unter der Bilanz Erwähnung finden (z.B. Haftungsverhältnisse, § 251 i.V.m. § 264 Abs.1 HGB)
JA muss nicht mehr zwingend veröffentlicht, aber hinterlegt werden (§ 326 Abs. 2 HGB)
1.8	Größenklassen (III)
Kleinst-KapG können darüber hinaus vereinfachte Schemata anwenden:
bei der Bilanz (§ 266 Abs. 1 HGB)
bei der Gewinn- und Verlustrechnung (§ 275 Abs. 5 HGB)
2. Bilanzierung von Kapitalgesellschaften
2.1 Das HGB als Grundlage der Bilanzierung & Besteuerung
§ 7 KStG: Grundlagen der Besteuerung(1) Die KSt bemisst sich nach dem zu versteuerndem Einkommen(2) Zu versteuerndes Einkommen ist das Einkommen im Sinne des § 8 Abs. 1 KStG
§ 8 KStG: Ermittlung des Einkommens(1) Was als Einkommen gilt und wie das Einkommen zu ermitteln ist, bestimmt sich nach den Vorschriften des EStG und dieses Gesetzes […]
§ 5 EStG: Gewinn bei Kaufleuten und bestimmten anderen Gewerbetreibenden
(1) […] ist für den Schluss des Wirtschaftsjahres das Betriebsvermögen anzusetzen (§ 4 Abs. 1 Satz 1), das nach den handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungs- mäßiger Buchführung auszuweisen ist […]
§§ 238ff. HGB: Handelsbücher – Vorschriften für alle Kaufleute
2.2 Das Wesen der Bilanzierung
Bilanzierung heißt Vermögen und Schulden hinsichtlich folgender Punktekorrekt darzustellen:
Ansatz§§ 246-251 HGBz.B. Vollständigkeit, Bilanzierungswahlrechte und –verbote
Bewertung (GoB)§§ 252-256a HGBz.B. Stetigkeit, Einzelbewertung, spezielle Bewertungsvorschriften für die einzelnen Positionen der Bilanz (z.B. Rückstellungen)
AusweisGliederung (§ 265 HGB), Schemata für Bilanz (§§ 266 ff. HGB), GuV(§§ 275 ff. HGB) und Anhang (§§ 284 ff. HGB) für Kapitalgesellschaften
2.3 Ergänzende Vorschriften für Kapitalgesellschaften (I)
Grundlagen: §§ 238-263 HGB
Kapitalgesellschaften sind im Rahmen der Bilanzierung folgenden ergänzenden Bestimmungen ausgesetzt (§§ 264 ff. HGB):
Vorgegebene Schemata für Bilanz sowie GuV
Verpflichtende Erstellung eines Anhangs
(mittel-)große KapG müssen zusätzlich einen Lagebericht erstellen
Bei Kapitalmarktorientierung der Gesellschaft ist darüber hinaus eine Kapitalflussrechnung und ein Eigenkapitalspiegel zu erstellen, freiwillig ist die Aufstellung einer Segmentberichtserstattung
Für einzelne Positionen gelten besondere Ausweisvorschriften, z.B. für die Restlaufzeiten von Forderungen und Verbindlichkeiten oder selbst erstellte immaterielle VG (§ 268 HGB)
2.3 Zusätzliche Vorschriften für Kapitalgesellschaften (II)
Das Eigenkapital ist gesondert auszuweisen, zudem gilt für KGs ein abweichendes Ausweisschema (§ 264c HGB)
Für (mittel-)große KapG zur Bilanz zugehörig ist ein Anlagengitter, welches die Entwicklung des AV aufzeigt (§ 268 Abs. 2)
evtl. Ausschüttungssperre bei Aktivierung selbst erstellter immaterieller VG
Aktivierungswahlrecht für Aufwendungen zur Geschäfts-Ingangsetzung
Die Aufstellung des JA unterliegt Fristen: (Mittel-)Große KapG müssen den JA innerhalb von 3, kleine KapG innerhalb von 6 Monaten aufstellen
Weitere Vorschriften und Details siehe §§ 268 ff. HGB
2.4.1 Bilanzschema für große KapG
Kleine KapG müssen die arabisch nummerierten Postennicht ausweisen(§ 266 Abs. 1 HGB)
2.4.2 GuV-Schema für große KapG
Darstellung nach Gesamtkostenverfahren, ohne davon-Vermerke (§ 275 Abs. 2 HGB)
Kleine und mittelgroße KapG dürfen die Posten 1 bis 5 als Rohergebnis zusammenfassen, kleine KapG dürfen zudem auf den Ausweis der außerordentlichen Erträge und Aufwendungen verzichten (§ 276 HGB)
2.5 Von der Handelsbilanz zur Steuerbilanz
Zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage für die Körperschaftssteuer ist zunächst die Handelsbilanz in die Steuerbilanz zu überführen
Abweichungen zwischen den beiden Bilanzen entstehen, da einzelne Positionen in Handels- und Steuerrecht unterschiedlich anzusetzen oder zu bewerten sind (Beispiele auf den folgenden Folien)
Aus der unterschiedlichen Bewertung entstehen aktive oder passive latente Steuern, die in der Handelsbilanz ausgewiesen werden (Wahlrecht für aktive, Passivierungspflicht für passive latente Steuern)
Kleine KapG sind von der Bilanzierung der latenten Steuern befreit (§ 274a HGB)
Ausführlichere Darstellungen finden sich z.B. in: IDW, Handbuch latente Steuern im Einzelabschluss, 2012. IDW, WP Handbuch Band I, 2012.
2.5.1 Aktive latente Steuern
Aktive latente Steuern stellen eine zukünftige steuerliche Entlastung dar und entstehen, wenn Passiva nur in der Handelsbilanz angesetzt oder dort höher bewertet werden bzw. Aktiva nur in der Steuerbilanz angesetzt oder dort höher bewertet werden
Beispiele: - Bildung von Rückstellungen für Drohverluste aus schwebenden Geschäften sowie höherer Rückstellungsansatz in der Handelsbilanz - Nicht-Aktivierung des Disagios in der Handelsbilanz (Wahlrecht) - höhere Abschreibungen in der Handelsbilanz, da für einzelne Positionen andere Methoden oder Nutzungsdauern gelten (z.B. Geschäftswert) - außerplanmäßige Abschreibungen des UV in der Handelsbilanz bei nur vorübergehender Wertminderung
2.5.2 Passive latente Steuern
Passive latente Steuern stellen eine zukünftige steuerliche Belastung dar und entstehen, wenn Passiva nur in der Steuerbilanz angesetzt oder dort höher bewertet werden bzw. Aktiva nur in der Handelsbilanz angesetzt oder dort höher bewertet werden
Beispiele: - Bildung steuerfreier Rücklagen oder Ansatz des Investitionsabzugsbetrages in der Steuerbilanz - Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in der Handelsbilanz - steuerrechtlich höhere Anschreibungen auf AV (Sonder-Afa) - niedrigerer Rückstellungsansatz in der Handelsbilanz - Verbrauchsfolgebewertung der Vorräte (steuerrechtlich nur LIFO zulässig)
2.6 Ziel von Anhang und Lagebericht
In den Anhang sind diejenigen Angaben aufzunehmen, die zu den einzelnen Posten der Bilanz oder der GuV vorgeschrieben oder die im Anhang zu machen sind, weil sie in Ausübung eines Wahlrechts nicht in die Bilanz oder in die GuV aufgenommen wurden. Erläutert werden müssen z.B. die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
(Weitere Pflichtangaben §§ 284f. HGB)
Der Lagebericht soll ein Gesamtbild des Unternehmens darstellen. Im Lagebericht sind der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der KapG so darzustellen, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird. Er hat eine ausgewogene und umfassende, dem Umfang und der Komplexität der Geschäftstätigkeit entsprechende Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft zu enthalten (§ 289 HGB)
3. Besteuerung von Kapitalgesellschaften
3.1 Steuern im Allgemeinen
Als Steuer wird eine Geldleistung ohne Anspruch auf individuelle Gegenleistung bezeichnet, die ein öffentlich-rechtliches Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen Personen auferlegt, die einen steuerlichen Tatbestand verwirklichen, wobei die Erzielung von Einnahmen wenigstens Nebenzweck sein sollte (§ 3 AO). Damit sind Steuern Geldleistungen ohne bestimmte staatliche Gegenleistung, die alle Personen zahlen müssen, die den Tatbestand der Steuerpflicht erfüllen.
Für Kapitalgesellschaften kommen folgende Steuern in Betracht:
Ertragssteuern (Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer)
Verkehrssteuern (Grunderwerbs-, Umsatz-, Versicherungs- und KfZ-Steuer)
Faktorsteuern (Grund- und Schankerlaubnissteuer)
Produktsteuern (Mineralöl- und sonstige Steuern)
3.2.1 Körperschaftsteuerpflicht (I)
Neben den KapG sind Vereine (mit dem wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb nach § 64 AO), Genossenschaften, Versicherungs- und Pensionsfonds- vereine, sonstige juristische Personen des privaten sowie Betriebe gewerblicher Art von juristischen Personen des öffentlichen Rechts, Anstalten, Stiftungen und andere privatrechtliche Zweckvermögen uneingeschränkt körperschaftsteuerpflichtig, wenn Sie Ihre Geschäfts-
leitung oder Ihren Sitz im Inland haben (§ 1 KStG)
Beschränkt steuerpflichtig sind ausländische Körperschaften (§ 2 KStG)
Gemeinnützige Körperschaften (Vereine ohne wirtschaftlichem Geschäfts- betrieb) und politische Parteien sind von der Körperschaftssteuer befreit (§ 5 KStG)
3.2.1 Körperschaftsteuerpflicht (II) – Beginn und Ende
Bezüglich des Beginns der Steuerpflicht unterscheidet man drei Stadien:
Die Steuerpflicht endet üblicherweise durch Liquidation, sofern die geschäftliche Tätigkeit eingestellt wird, keine Vermögensgegenstände mehr bilanzierbar sind und ein etwaiges Sperrjahr nach der Liquidation verstrichen ist
3.2.2 Bemessungsgrundlage
Bemessungsgrundlage für die Körperschaftsteuer ist das zu versteuernde Einkommen (zvE) gemäß § 8 Abs. 1 KStG, welches sich im Wesentlichen nach den Vorschriften des EStG berechnet (§ 7 KStG)
Ferner gelten Sondervorschriften des KStG, welche auf den folgenden Folien kurz erläutert werden
Die KSt ist eine (Kalender-)Jahressteuer (§§ 7 Abs. 3, 31 KStG) Weicht das Wirtschaftsjahr der KapG vom Kalenderjahr ab, wird der Gewinn dem Kalenderjahr zugeordnet, in dem das Wirtschaftsjahr endet (§ 7 Abs. 4 S. 2 KStG)
Ermittlung des zvE (nach R 29 KStR) (I)
Ausgangspunkt der Ermittlung ist das steuerbilanzielle Ergebnis
Ermittlung des zvE (nach R 29 KStR) (II)
3.2.3 Steuertarif und Fälligkeit
Seit 2008 beträgt der Steuersatz 15 % (§ 23 Abs. 1 KStG)
Zusätzlich fällt der SolZ an (5,5 % auf die KSt)
Insgesamt ergibt sich somit eine Belastung von 15,825 % auf das zvE
Die Zahlung wird einen Monat nach Festsetzung durch den Steuerbescheid fällig, sofern Sie nicht durch Vorauszahlungen bereits ausgeglichen ist
Vorauszahlungen sind zum 10.03., 10.06., 10.09. und 10.12. fällig
3.2.4 Berücksichtigung von Verlusten
Anders als bei PersG können Verluste von KapG nicht mit anderen Einkunfts- arten verrechnet werden. Lediglich die Verrechnung mit eigenen Gewinnen fremder Perioden ist möglich
Die Behandlung von Verlusten ist in § 10d EStG geregelt. Demnach mindern die Verluste per Verlustabzug die später zu versteuernden Einkünfte
Alternativ ist ein Verlustrücktrag auf die vorherige Periode möglich
Der Verlustabzug ist beschränkt: Ab einer Verlusthöhe von 1 Mio. € sind nur noch 60 % zu berücksichtigen (§ 10d Abs. 2 EStG), d.h. nur 40% zu versteuern
Der Verlustabzug wird durch bestimmte Anteilseignerwechsel (sog. Mantelkauf) oder die Aufnahme zusätzlicher Gesellschafter eingeschränkt (§ 8c KStG)
3.3 Gewerbesteuer (I)
Definition: Die Gewerbesteuer ist eine Ertragssteuer. Steuergegenstand ist der Gewerbebetrieb und seine objektive Ertragskraft. Der Gewerbesteuer unterliegt jeder Gewerbebetrieb, der im Inland betrieben wird. Besteuerungsgrundlage ist der Gewerbeertrag. Hebeberechtigt sind die Gemeinden, die den Steuersatz für die Gewerbesteuer durch Beschluss selbst festlegen (§§ 1ff. GewStG)
Bemessungsgrundlage: Gewerbeertrag ist der nach den Vorschriften des EStG oder des KStG zu ermittelnde Gewinn aus dem Gewerbebetrieb, der bei der Ermittlung des Einkommens für den dem Erhebungszeitraum entsprechenden Veranlagungszeitraum zu berücksichtigen ist, vermehrt und vermindert um Hinzurechnungen und Kürzungen (§ 7 GewStG)
3.3 Gewerbesteuer (II)
Hinzurechnungen/Kürzungen nach §§ 8f. GewStG: Der Gewerbebetrag wird u.a. um Entgelte für Schulden, Miet- und Pachtzinsen, Rentenzahlungen, Leasingraten und Lizenzaufwendungen erhöht sowie um einen Teil des Einheitswertes, Gewinnanteile aus qualifizierten Beteiligungen und ausländische Gewinnanteile gekürzt.
Das Produkt aus Gewerbeertrag und Steuermesszahl (3,5 %) ergibt den Steuermessbetrag für den Erhebungszeitraum (§ 11 GewStG)
Hebesatz: Die Steuer wird auf Grund des Steuermessbetrags mit einem Hebesatz festgesetzt und erhoben, der von der hebeberechtigten Gemeinde zu bestimmen ist. Er beträgt mindestens 200 % (§ 16 GewStG).
3.3 Gewerbesteuer (III)
Ermittlung der GewSt 2013 am Beispiel der Stadt Dortmund:
3.4 Belastungsvergleich Ertragsteuern PersG vs. KapG 2013
* berechnet mit Hebesatz der Stadt Dortmund (485 %)
3.5 Wesentlicher Unterschied zwischen PersG und KapG
Gewinne von Personengesellschaften werden unabhängig vom Thesaurierungsverhalten mit Einkommenssteuer belegt, die der jeweilige Gesellschafter abzuführen hat
Kapitalgesellschaften hingegen sind selber Steuersubjekte und haben auf Ihren Gewinn die Körperschaftssteuer abzuführen
Die Ebene des Gesellschafters wird erst bei Ausschüttung von Gewinnen angesprochen (siehe Appendix)
Ermittlung der Gewerbesteuerzahllast ergibt sich ebenso wie bei den PersG aus den Einkünften aus Gewerbebetrieb; KapG können aber keinen Freibetrag (T€ 24,5) in Anspruch nehmen
Die Grunderwerbsteuer (GrESt) ist eine Steuer, die beim Erwerb eines Grundstücks anfällt. Sie wird in der Bundesrepublik Deutschland auf Grundlage des Grunderwerbsteuergesetzes erhoben und steht den Bundesländern zu, die diese an die Kommunen weiterreichen können.
Der Steuersatz beträgt in Deutschland je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 5,5 % (NRW 5,0 % seit 10/2011) der Bemessungsgrundlage. Die Bemessungsgrundlage entspricht dem Wert der Gegenleistung (§ 8 Abs.1 GrEStG). Zur Gegenleistung rechnet alles, was der Erwerber aufwendet, um das Grundstück zu erwerben.
Die Umsatzsteuer (USt) ist eine Steuer, die den Austausch von Lieferungen und Leistungen (= Umsatz) besteuert. Bemessungsgrundlage ist der Erlös, den ein Unternehmer für seine Leistungen im Inland erzielt (§ 1 UStG). Die Umsatzsteuer wird prozentual vom Nettoerlös berechnet und bildet zusammen mit diesem den vom Lieferungs-/Leistungsempfänger zu entrichtenden Preis (§ 10 Abs. 1 UStG).
Der Steuersatz beträgt seit 2007 19 % (§ 12 Abs. 1).
Der ermäßigte Steuersatz (für z.B. Lebendvieh, Lebensmittel, Zeitschriften und ÖPNV-Tickets – vollst. Auflistung § 12 Abs. 2 und Anlage 2 UStG) beträgt 7 %.
4. Abschließendes Beispiel (1)
Abschließend ein ausführliches Beispiel für die ruhigen Minuten zu Hause:
Anton und Berta (beide 35 Jahre alt) beschließen, eine Gesellschaft zu gründen.
Für die nächsten Jahre wird mit folgenden durchschnittlichen Größen gerechnet, die die Grundlage für die Steuerbelastungsrechnungen darstellen:
4. Abschließendes Beispiel (2)
• A hat zusätzlich noch 21.600 € Einkünfte aus VuV
• Familienstand der Gesellschafter:
Anton ist ledig und kinderlos,
Berta ist verheiratet und hat 2 Kinder (jeweils unter 15 Jahre alt)
Auf Grund von speziellen Regelungen im Gesellschaftsvertrag besteht für A
wie auch für B keine Sozialversicherungspflicht. Vereinfachend wird
angenommen, dass Sonderausgaben in folgender Höhe geltend gemacht
werden können: Anton: € 6.000, Berta: € 11.000
• Die Kirchensteuer bleibt außer Betracht.
Die Ehepartner und Kinder haben keine Einkünfte und kein Vermögen.
• Gehen Sie von Vollausschüttung aus!
4. Abschließendes Beispiel (3)
Unter den gegebenen Annahmen soll zunächst die durchschnittliche jährliche
Steuerbelastung der Gesellschaft sowie der Gesellschafter bei der Wahl
1. einer OHG
2. einer GmbH
Beispiel und Lösung entnommen König/Maßbaum/Sureth: Besteuerung und Rechtsformwahl, nwb-Verlag Herne (5.Auflage 2011), S.88 ff.Für den Lösungsweg der Aufgabe oder sonstige fachliche Rückfragen kontaktieren Sie bitte:Herrn Christoph Henneböele M. Sc., Prüfungsassistent, henneboeele@dosu.de,Tel.: 0231/880599-32
4. Abschließendes Beispiel (4)
Beachten Sie hierzu unseren Zufriedenheitsguide zu diesem Vortrag
Für künftig auftretende Fragen stehen wir Ihnen natürlich auch gern zur Verfügung. Scheuen Sie sich nicht uns zu kontaktieren.
Dipl.-Kfm. Dirk Schulte-UebbingWirtschaftsprüfer/Steuerberater
Zweite Ebene der KapG-Besteuerung: die Gesellschafter (I)
Ausschüttungen an die Gesellschafter stellen Einkünfte aus Kapitalvermögen dar, die seit 2009 der Kapitalertragssteuer als Sonderform der ESt unterliegen
Die KapG führt diese (25 % zzgl. SolZ) bei Ausschüttung an das FA ab; die Steuerschuld der Gesellschafter ist damit in der Regel abgegolten
Hält der Gesellschafter weniger als 25 % der Anteile im Privatvermögen, liegt sein persönlicher Steuersatz unter 25 % und ist der Gesellschafter nicht in der Gesellschaft beruflich tätig, besteht die Möglichkeit die Einkünfte individuell zu versteuern (§ 32d Abs. 6 EStG)
Bei einer höheren Beteiligung oder einer Tätigkeit in der Gesellschaft und gleichzeitigem Halten von mind. 1 % der Anteile, kann alternativ das Teileinkünfteverfahren zum Einsatz kommen (§§ 32d Abs. 2 Nr. 3, 3 Nr. 40, 3c Abs. 2 EStG, siehe auch folgende Folie)
Zweite Ebene der KapG-Besteuerung: die Gesellschafter (II)
Übersicht der Steuerbelastungen auf Dividenden
Zweite Ebene der KapG-Besteuerung: die Gesellschafter (III)
Übersicht der Steuerbelastungen auf Dividenden (Beispiel)
Gewinn vor Steuern:100,00 €
42% = pers. ESt-Satz29% = 15 % KSt + 14 % GewSt
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