Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F26-07-2011-8C_186-2011
Timestamp: 2016-10-25 12:08:46
Document Index: 232087675

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 4', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 6', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 44', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE']

8C_186/2011 (26.07.2011)
D.________, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Yves Bl�chlinger,
D.________, geboren 1993, war als Lernende (Kauffrau Profil E) bei der R._________ AG angestellt und bei der Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Vaudoise) f�r die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 6. September 2009 erlitt D.________ gem�ss Schadenmeldung der Arbeitgeberin vom 23. September 2009 bei einem ungl�cklichen Zusammenstoss w�hrend eines Fussballspiels eine Knieverletzung. Mit Verf�gung vom 12. November 2009 und Einspracheentscheid vom 17. Mai 2010 lehnte die Vaudoise ihre Leistungspflicht ab mit der Begr�ndung, dass es sich beim gemeldeten Ereignis nicht um einen Unfall im Rechtssinne handle und auch keine unfall�hnliche K�rpersch�digung vorliege.
D.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides seien ihr f�r das Ereignis vom 6. September 2009 die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen.
W�hrend die Vaudoise auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze zur Leistungspflicht des Unfallversicherers gem�ss Art. 6 UVG bei Unf�llen (Art. 4 ATSG) und unfall�hnlichen K�rpersch�digungen (Art. 9 Abs. 2 UVV) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Nach einl�sslicher W�rdigung der medizinischen Unterlagen und der Angaben der Beschwerdef�hrerin �ber den Hergang des Ereignisses vom 6. September 2009 ist die Vorinstanz zum Schluss gelangt, dass dieses nicht als Unfall im Rechtssinne zu qualifizieren sei. Des Weiteren ging sie gest�tzt auf die Stellungnahmen des Vertrauensarztes der Beschwerdegegnerin, Dr. med. P.________, davon aus, dass keine unfall�hnliche K�rpersch�digung vorliege.
Zu pr�fen ist zun�chst, ob sich am 6. September 2009 mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit ein Unfall ereignet hat (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360; 130 III 321 E. 3.2 u. 3.3 S. 324 f.; RKUV 1985 Nr. K 613 S. 19 E. 3a).
Unfall ist die pl�tzliche, nicht beabsichtigte sch�digende Einwirkung eines ungew�hnlichen �usseren Faktors auf den menschlichen K�rper, die eine Beeintr�chtigung der k�rperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Der �ussere Faktor ist ungew�hnlich, wenn er - nach einem objektiven Massstab - nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was f�r den jeweiligen Lebensbereich allt�glich und �blich ist (BGE 134 V 72 E. 4.1 S. 76).
Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungew�hnlichen �usseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei K�rperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der �usseren Einwirkung lediglich dann erf�llt ist, wenn ein in der Aussenwelt begr�ndeter Umstand den nat�rlichen Ablauf einer K�rperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat (BGE 130 V 117 E. 2.1 S. 118). Bei Sch�digungen, die sich auf das K�rperinnere beschr�nken, unterliegt der Nachweis eines Unfalls indessen insofern strengen Anforderungen, als die unmittelbare Ursache der Sch�digung unter besonders sinnf�lligen Umst�nden gesetzt werden muss; denn ein Unfallereignis manifestiert sich in der Regel in einer �usserlich wahrnehmbaren Sch�digung, w�hrend bei deren Fehlen eine erh�hte Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen besteht (BGE 99 V 136 E. 1 S. 138). Der �ussere Faktor ist zentrales Begriffscharakteristikum eines jeden Unfallereignisses; er ist Gegenst�ck zur - den Krankheitsbegriff konstituierenden - inneren Ursache (BGE 134 V 72 E. 4.1 S. 76 f., E. 4.3.2.1 S. 80 f.).
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist das Merkmal der Ungew�hnlichkeit ohne besonderes Vorkommnis daher auch bei einer Sportverletzung zu verneinen (BGE 130 V 117 E. 2.2 S. 118; in BGE 130 V 380 nicht publ. E. 3.2 des Urteils U 199/03 vom 10. Mai 2004; Urteil 8C_189/2010 vom 9. Juli 2010 E. 3.3). Der �ussere Faktor ist nur dann ungew�hnlich, wenn er - nach einem objektiven Massstab - nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was f�r den jeweiligen Lebensbereich allt�glich und �blich ist, nicht aber, wenn ein Geschehen in die gew�hnliche Bandbreite der Bewegungsmuster des betreffenden Sports f�llt (vgl. in BGE 130 V 380 nicht publ. E. 4.2 des Urteils U 199/03 vom 10. Mai 2004; Urteil 8C_189/2010 vom 9. Juli 2010 E. 5.1).
6.1 Wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, ist nach Lage der Akten nicht erstellt, dass ein besonderes Vorkommnis zu der erlittenen Sportverletzung gef�hrt hat, sodass der Unfallbegriff nicht erf�llt ist.
6.2 So wird zwar in der Schadenmeldung der Arbeitgeberin vom 23. September 2009 angegeben, es habe sich um einen "ungl�cklichen Zusammenstoss" gehandelt. Frau Dr. med. N.________, Kinder�rztin FMH, welche die Versicherte noch auf dem Fussballplatz betreute, schilderte indessen, dass es zu immobilisierende Schmerzen am linken Kniegelenk gekommen sei, als die Beschwerdef�hrerin aus dem Stand losgerannt sei. Die Versicherte selber beschrieb den Vorfall auf die Frage des Unfallversicherers, bei welcher Arbeit und unter welchen Umst�nden sie die Beschwerden erlitten habe, folgendermassen: "Fussballspiel (Match). Bei einem Zweikampf". Sie erg�nzte auf die Frage hin, wann sie zum ersten Mal Schmerzen versp�rt habe: "Nach dem Zweikampf beim Weiterrennen". Schliesslich wurde sie danach gefragt, ob es sich um eine f�r sie �fters vorkommende T�tigkeit gehandelt habe, ob sie unter normalen Umst�nden vor sich gegangen sei oder ob sich etwas Ausserordentliches (Schlag, Sturz, Ausrutschen usw.) gehandelt habe, und wenn ja, was genau vorgegangen sei. Dazu f�hrte die Versicherte aus: "�fters vorkommende T�tigkeit. Sehr wahrscheinlich geriet ich beim Zweikampf in eine falsche Bewegung. Kein Schlag vom Gegner."
6.3 Ein Zweikampf ist beim Fussball nicht ungew�hnlich, und etwas Besonderes hat sich dabei, namentlich aufgrund der Angaben der Beschwerdef�hrerin selber, nicht zugetragen. Eine "falsche Bewegung", wie beschwerdeweise geltend gemacht wird, gen�gt dazu nicht.
Der mangelnde Nachweis eines Unfalls l�sst sich im �brigen in der Regel nicht durch medizinische Feststellungen ersetzen (BGE 134 V 72 E. 4.3.2.2 S. 81). Ohnehin r�umt indessen auch Prof. Dr. med. M.________ in seiner Stellungnahme vom 18. November 2009 ein, dass keine Einwirkung von aussen auf den K�rper stattgefunden habe, sondern die erlittene Verletzung durch eine erh�hte Kraftanstrengung bedingt sei.
Zu beurteilen ist im Weiteren, ob ein Leistungsanspruch aus unfall�hnlicher K�rpersch�digung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV besteht.
8.1 Gem�ss dem - gest�tzt auf Art. 6 Abs. 2 UVG ergangenen - Art. 9 Abs. 2 UVV sind verschiedene K�rpersch�digungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zur�ckzuf�hren sind, auch ohne ungew�hnliche �ussere Einwirkung Unf�llen gleichgestellt. Dazu geh�ren gem�ss lit. b der genannten Bestimmung namentlich Verrenkungen von Gelenken, wobei nach der Rechtsprechung nur eigentliche Gelenksverrenkungen (Luxationen) erfasst werden, nicht aber unvollst�ndige Verrenkungen (Subluxationen) oder Torsionen (Verdrehungen) und Distorsionen (Verstauchungen; SVR 2009 UV Nr. 34 S. 118, 8C_1000/2008 E. 2.3).
8.2 Mit Ausnahme der Ungew�hnlichkeit m�ssen auch bei den unfall�hnlichen K�rpersch�digungen die �brigen Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs erf�llt sein. Besondere Bedeutung kommt hierbei der Voraussetzung eines �usseren Ereignisses zu, d.h. eines ausserhalb des K�rpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnf�lligen, eben unfall�hnlichen Vorfalles. Wo ein solches Ereignis mit Einwirkung auf den K�rper nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur als Ausl�ser eines in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV aufgez�hlten Gesundheitsschadens, liegt eine eindeutig krankheits- oder degenerativ bedingte Gesundheitssch�digung vor (BGE 129 V 466 E. 2.1 und 2.2 S. 466 f.).
8.3 Die sch�digende �ussere Einwirkung kann in einer k�rpereigenen Bewegung bestehen (BGE 129 V 466 E. 4.1 S. 468). Ausgeschlossen sind indessen zun�chst all jene F�lle, in denen der �ussere Faktor mit dem (erstmaligen) Auftreten der f�r einen der in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV enthaltenen Gesundheitssch�den typischen Schmerzen gleichgesetzt wird. Das Auftreten von Schmerzen als solches ist kein �usserer (sch�digender) Faktor im Sinne der Rechtsprechung. Mit anderen Worten kann von einem erforderlichen �usseren sch�digenden Faktor dort nicht gesprochen werden, wo die versicherte Person nur das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen in zeitlicher Hinsicht anzugeben vermag (BGE 129 V 466 E. 4.2.1 S. 469 f.). Auch nicht erf�llt ist das Erfordernis des �usseren sch�digenden Faktors, wenn das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen mit einer blossen Lebensverrichtung einhergeht, welche die versicherte Person zu beschreiben in der Lage ist. Vielmehr ist f�r die Bejahung eines �usseren auf den menschlichen K�rper sch�digend einwirkenden Faktors stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses gesteigertes Gef�hrdungspotenzial innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die zum einschiessenden Schmerz f�hrende T�tigkeit im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa f�r viele sportliche Bet�tigungen zutreffen kann. Der �ussere Faktor mit erheblichem Sch�digungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des K�rpers, insbesondere seiner Gliedmassen, gleichkommt. Deswegen fallen einschiessende Schmerzen als Symptome einer Sch�digung nach Art. 9 Abs. 2 UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei der Vornahme einer allt�glichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass hiezu ein davon unterscheidbares �usseres Moment hineinspielt (BGE 129 V 466 E. 4.2.2 S. 470).
8.4 Das Fussballspiel ist rechtsprechungsgem�ss ein Geschehen mit einem gesteigerten Gef�hrdungspotenzial, indem eine Vielzahl von nicht allt�glichen Bewegungen (wie abruptes Beschleunigen und Stoppen, seit- und r�ckw�rts Laufen, Drehen, Strecken, Schiessen des Balls, Hochspringen beim Kopfball etc.), die den gesamten K�rper mannigfach belasten, ausgef�hrt werden. Es stellt auch f�r einen ge�bten Fussballspieler nicht eine allt�gliche Lebensverrichtung wie etwa das blosse Bewegen im Raum dar (SVR 2008 UV Nr. 12 S. 38, U 71/07 E. 6.2; Urteile U 611/06 vom 12. M�rz 2007 E. 5.1; U 469/06 vom 26. Juli 2007 E. 5.4).
8.5 Es steht fest und ist unbestritten, dass sich die Versicherte bei einem Zweikampf in einem Fussballspiel verletzt hat. Ihre Beschwerden sind somit auf ein objektiv feststellbares, sinnf�lliges Ereignis anl�sslich der Aus�bung einer erh�ht risikogeneigten Sportart zur�ckzuf�hren. Das gesteigerte Gef�hrdungspotenzial hat sich realisiert. Das Erfordernis des �usseren sch�digenden Faktors ist damit erf�llt, und es bedarf zur Bejahung der Leistungspflicht gest�tzt auf Art. 9 Abs. 2 UVV keiner weiteren besonderen Umst�nde (SVR 2008 UV Nr. 12 S. 38, U 71/07 E. 6.2; Urteil U 469/06 vom 26. Juli 2007 E. 5.4). Damit liegt ein unfall�hnliches Ereignis vor.
Es bleibt zu pr�fen, ob sich die Beschwerdef�hrerin eine Luxation der Kniescheibe zugezogen hat (vgl. E. 8.1).
9.1 Die Vorinstanz hat diese Frage gest�tzt auf die Stellungnahmen des Vertrauensarztes des Unfallversicherers verneint.
9.2 Wie das Bundesgericht in BGE 135 V 465 erkannt hat, besteht im Verfahren um Zusprechung oder Verweigerung von Sozialversicherungsleistungen auch unter Ber�cksichtigung der neueren Rechtsprechung des Europ�ischen Gerichtshofes f�r Menschenrechte kein f�rmlicher Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung. Eine solche ist indessen anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverl�ssigkeit und Schl�ssigkeit der versicherungsinternen �rztlichen Feststellungen bestehen.
9.3 Aus dem Bericht der erstversorgenden �rztin Frau Dr. med. N.________ vom 30. September 2009 geht eindeutig hervor, dass sich die Versicherte eine Patellaluxation zugezogen habe. Frau Dr. med. N.________ f�gt weiter an, dass dieser Befund magnetresonanztomographisch best�tigt worden sei. Bei dieser Untersuchung wurde gem�ss Bericht vom 11. September 2009 ein Knorpeldefekt festgestellt. Prof. Dr. med. M.________, Chirurgie FMH, der in der Folge im Spital X.________ eine Arthroskopie durchf�hrte, beschrieb diesen Defekt am kranio-medialen Anteil des femoralen Gleitlagers am linken Kniegelenk als Ausstanzung von etwa einem Quadratzentimeter. Das dort abgesprengte Knorpelfragment fand sich am �bergang vom lateralen Meniskushinterhorn zum hinteren Recessus und musste extrahiert werden. Prof. Dr. med. M.________ erachtete es - aufgrund der Lokalisation des Knorpeldefektes - als unwahrscheinlich, wenn auch nicht ausgeschlossen, dass die Versicherte eine "Patellaluxation in klassischem Sinne" durchgemacht habe, erw�hnt des Weiteren aber, dass die Kniescheibe gem�ss Angaben der Patientin noch auf dem Sportplatz habe reponiert werden m�ssen (Operationsbericht vom 17. September 2009 und Stellungnahme vom 4. Juni 2010).
9.4 Demgegen�ber sind die Einsch�tzungen des Dr. med. P.________ recht vage formuliert. Zun�chst ist die am 28. Oktober 2009 notierte Stellungnahme von ihm nicht unterzeichnet und es l�sst sich nicht eruieren, ob sie von ihm selber festgehalten oder nach Anfrage durch einen Sachbearbeiter der Beschwerdegegnerin notiert wurde. Es geht daraus hervor, dass nach Auffassung von Dr. med. P.________ keine unfall�hnliche K�rpersch�digung vorliege. Zur Begr�ndung wurde angef�gt, dass ein grosses H�matom vorhanden sein m�sste, wenn es sich um eine frische L�sion handeln w�rde, was jedoch nicht der Fall sei. Es liege daher keine traumatische Verletzung vor. Dazu ist zu bemerken, dass Frau Dr. med. N.________ nebst einer Schwellung ausdr�cklich auch einen Gelenkserguss festgestellt hatte, auch wenn dieser diskret war. Aus dem Bericht �ber die Magnetresonanzuntersuchung vom 11. September 2009 geht hervor, dass ein mittelgradiger Gelenkserguss festgestellt worden sei. Bei der am 16. September 2009, somit zehn Tage nach dem Vorfall durchgef�hrten Operation fand sich gem�ss Bericht des Prof. Dr. med. M.________ noch ein (geringgradiger) ser�ser Erguss. In seiner (unterschriftlich best�tigten) Stellungnahme vom 20. Juli 2010 legt Dr. med. P.________ dar, dass ein diskreter Erguss, wie von Frau Dr. med. N.________ festgestellt, sich kaum mit dem Befund eines abgesprengten Knorpelfragments vereinbaren lasse. Dr. med. P.________ geht weiter davon aus, dass es zu einer spontanen Reposition der Kniescheibe gekommen sei, was dem Bericht der Frau Dr. med. N.________ jedoch nicht zu entnehmen ist. Schliesslich h�lt er es f�r �berraschend, dass keine B�nderverletzung (namentlich am Retinaculum) und auch keine Blutungen im Bereich des Knorpeldefekts festgestellt worden seien, was bei einer frischen Luxation der Kniescheibe zu erwarten gewesen w�re.
9.5 Die Ausf�hrungen des Dr. med. P.________ m�gen f�r sich gesehen nachvollziehbar sein. Dass es sich dabei um Aktengutachten handelt, spricht nicht grunds�tzlich gegen ihren Beweiswert (Urteile I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1; U 260/04 vom 12. Oktober 2005 E. 5b mit Hinweis auf RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371 E. 5b). Indessen widersprechen sie dem diesbez�glich ausdr�cklichen und eindeutigen Bericht der erstversorgenden �rztin Frau Dr. med. N.________, wonach es tats�chlich zu einer Verrenkung der Kniescheibe gekommen ist. Selbst Prof. Dr. med. M.________ rapportiert, dass die Kniescheibe nach Angaben der Patientin habe reponiert werden m�ssen.
Wie das Bundesgericht in BGE 123 V 43 erkannt und mit BGE 129 V 466 best�tigt hat, besteht der Zweck des Instituts der unfall�hnlichen K�rpersch�digung nicht darin, krankhafte oder degenerative K�rpersch�den von der obligatorischen Unfallversicherung auszuschliessen, sondern darin, die oft schwierige Abgrenzung zwischen Unfall und Krankheit zugunsten der Versicherten zu vermeiden. Ein degenerativer oder pathologischer Vorzustand schliesst daher eine unfall�hnliche K�rpersch�digung nicht aus, sofern ein unfall�hnliches Ereignis den vorbestehenden Gesundheitsschaden verschlimmert oder manifest werden l�sst. Bei den in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV abschliessend erw�hnten Verletzungen muss eine sch�digende, �ussere Einwirkung wenigstens im Sinne eines Ausl�sungsfaktors zu den (vor- oder �berwiegend) krankhaften oder degenerativen Ursachen hinzutreten, damit eine unfall�hnliche K�rpersch�digung vorliegt (BGE 123 V 43 E. 2b S. 44 f.). Indessen ist nicht abzukl�ren, ob eine "eindeutige" krankheits- oder degenerativ bedingte Verursachung vorliegt (BGE 129 V 466 E. 2.1 S. 466 f.).
Wie oben (E. 8.5) dargelegt, ist hier das Erfordernis des �usseren sch�digenden Faktors erf�llt und bedarf es daher keiner weiteren Untersuchung hinsichtlich krankheitsbedingter Ursachen.
9.7 Zusammengefasst kann zur Begr�ndung der Ablehnung der Leistungspflicht des Unfallversicherers auf die versicherungsinternen Stellungnahmen des Dr. med. P.________ nicht abgestellt werden, gen�gen diesbez�glich doch schon geringe Zweifel an deren Zuverl�ssigkeit und Schl�ssigkeit. Indessen kommt eine direkte Leistungszusprache einzig gest�tzt auf die Angaben der behandelnden �rztinnen und �rzte nicht in Frage. Diese hatten sich in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren und ihre Berichte wurden nicht zu dem Zweck erstellt, eine objektive und abschliessende Beurteilung eines allf�lligen Versicherungsanspruches zu erm�glichen (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470 f.), worauf Prof. Dr. M.________ in seiner letztinstanzlich eingereichten Stellungnahme vom 15. Februar 2011 auch ausdr�cklich hinweist (vgl. aber nachfolgende E. 11). Auch sie weisen im �brigen Widerspr�chlichkeiten auf, zumal Prof. Dr. med. M.________, trotz den Angaben der Versicherten und der erstbehandelnden �rztin, eine "Patellaluxation in klassischem Sinne" als unwahrscheinlich erachtet. Es ist angesichts der klaren Angaben der erstbehandelnden �rztin wie auch der Beschwerdef�hrerin nicht ersichtlich, weshalb in der Folge an diesem Umstand gezweifelt und namentlich nicht bei Frau Dr. med. N.________ nachgefragt wurde. Diese Ungereimtheiten lassen sich ohne medizinisches Fachwissen nicht ausr�umen.
Die Beschwerdegegnerin wird zur Kl�rung der Frage, ob sich die Versicherte beim Fussballspiel am 6. September 2009 eine Luxation der Patella des linken Knies zugezogen hat, ein Gutachten im Verfahren nach Art. 44 ATSG einholen m�ssen (BGE 135 V 465 E. 4.6 S. 471). Dabei wird indessen auch zu untersuchen sein, ob die allf�llige Verrenkung zur Absprengung des Knorpelfragments gef�hrt hat, welches durch Prof. Dr. med. M.________ operativ entfernt werden musste. Sofern dies nicht der Fall sein sollte und die Arthroskopie vom 16. September 2009 sowie die nachfolgende Behandlungsbed�rftigkeit und damit verbundene Arbeitsunf�higkeit nicht durch die Luxation, sondern ausschliesslich durch einen davon unabh�ngigen Knorpeldefekt bedingt gewesen w�re, entfiele eine diesbez�gliche Leistungspflicht des Unfallversicherers mangels Verursachung des Gesundheitsschadens durch eine unfall�hnliche K�rpersch�digung.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs durch das kantonale Gericht, indem ihr keine Gelegenheit einger�umt worden sei, zu der er�rterten, erst nach Erlass des Einspracheentscheides eingeholten und im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Einsch�tzung des Dr. med. P.________ vom 20. Juli 2010 Stellung zu nehmen. Das kantonale Gericht l�sst sich dazu dahingehend vernehmen, dass der Beschwerdef�hrerin eine Kopie des fraglichen Berichts mit dem Doppel der Beschwerdeantwort zugestellt worden sei, was sich anhand der Akten nicht verifizieren l�sst. Es ist darauf bei diesem Ergebnis nicht weiter einzugehen.
Gleiches gilt hinsichtlich der Frage, ob die von der Beschwerdef�hrerin neu eingereichte Stellungnahme des Prof. Dr. med. M.________ vom 15. Februar 2011 mit Bilddokumentation im letztinstanzlichen Verfahren als zul�ssiges Novum entgegenzunehmen ist (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194 E. 3 S. 196 ff.).
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 31. Januar 2011 und der Einspracheentscheid der Vaudoise Allgemeine Versicherungs-Gesellschaft AG vom 17. Mai 2010 aufgehoben werden und die Sache an die Vaudoise zur�ckgewiesen wird, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber den Leistungsanspruch der Beschwerdef�hrerin neu verf�ge.
Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1500.- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, dem Bundesamt f�r Gesundheit und der SWICA Krankenversicherung AG, Winterthur, schriftlich mitgeteilt.