Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201959,%20743
Timestamp: 2020-02-18 06:58:40
Document Index: 62850789

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.06.1959 - III ZR 69/58 - dejure.org
https://dejure.org/1959,1600
BGH, 25.06.1959 - III ZR 69/58 (https://dejure.org/1959,1600)
BGH, Entscheidung vom 25.06.1959 - III ZR 69/58 (https://dejure.org/1959,1600)
BGH, Entscheidung vom 25. Juni 1959 - III ZR 69/58 (https://dejure.org/1959,1600)
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VersR 1959, 743
Insbesondere hat der Notar nicht die Amtspflicht, die Zuverlässigkeit und Zahlungswilligkeit einer Partei zur Debatte zu stellen und etwa von sich aus in Zweifel zu ziehen (BGH VersR 59, 743).
Insoweit kann auch die Verpflichtung bestehen, einen Grundstückskäufer auf die Gefahren ungesicherter Vorleistungen und die Möglichkeiten einer Absicherung, zum Beispiel in Form einer Auflassungsvormerkung, hinzuweisen (BGH Deutsche Notarzeitung 1954, 319; Versicherungsrecht 1959, 743; Versicherungsrecht 1961, 349, 452; Deutsche Notarzeitung 1969, 173; WM 1988, 1752; Arndt, Beratungspflicht des Notars hinsichtlich einer Auflassungsvormerkung; Ganter, Die Belehrungspflicht des Notars über die Erforderlichkeit einer Auflassungsvormerkung, NJW 1986, 1017;… Haug, a.a.O., Rdnr. 536; alle mit weiteren Nachweisen).
So ist anerkannt, daß der Notar einen Grundstückskäufer auf die Ungewöhnlichkeit und Gefährlichkeit einer Vorauszahlung des vollen Kaufpreises vor dem Eigentumsübergang hinweisen und Sicherungsmaßnahmen zu Gunsten des Käufers anregen muß (BGH Urteil vom 25. Juni 1959 - III ZR 69/58 = VersR 1959, 743).
In einer späteren Entscheidung hat der Bundesgerichtshof speziell ausgesprochen, daß der Notar einen Grundstückskäufer auf die Ungewöhnlichkeit und Gefährlichkeit einer Vorauszahlung des vollen Kaufpreises vor dem Eigentumsübergang hinweisen und Sicherungsmaßnahmen zugunsten des Käufers anregen muß (BGH Urteil vom 25. Juni 1959 - III ZR 69/58 = VersR 59, 743).
LG Bielefeld, 22.08.2014 - 2 O 545/13
Schadensersatzanspruch eines Mandanten wegen anwaltlicher Fehlberatung …
Soweit sich die Beklagte insofern auf das Urteil des BGH in VersR 59, 743 bezieht und die Auffassung vertritt, ein Anwalt sei grundsätzlich nicht dazu berufen, über die Angemessenheit oder Unangemessenheit eines Kaufpreises zu belehren, verfängt dieses nicht.