Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201953,%20S.%20472
Timestamp: 2020-05-31 14:28:35
Document Index: 290250423

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 356', '§ 356', '§ 356', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 16.12.1952 - 2 StR 198/51 - dejure.org
BGH, 16.12.1952 - 2 StR 198/51
https://dejure.org/1952,336
BGH, 16.12.1952 - 2 StR 198/51 (https://dejure.org/1952,336)
BGH, Entscheidung vom 16.12.1952 - 2 StR 198/51 (https://dejure.org/1952,336)
BGH, Entscheidung vom 16. Dezember 1952 - 2 StR 198/51 (https://dejure.org/1952,336)
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BGHSt 3, 400
NJW 1953, 472
MDR 1953, 244
Hieran anschließend hat der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs in seiner Entscheidung vom 16. Dezember 1952 (2 StR 198/51, zitiert bei Kalsbach AnwBl 1954, 189 - insoweit in BGHSt 3, 400 nicht abgedruckt) entschieden, dass zwischen den Teilnehmern an derselben strafbaren Handlung keine vom Recht geschützten Beziehungen bestehen, die Gegenstand eines rechtlichen Verfahrens unter ihnen als "Parteien" sein können.
Das Landgericht Potsdam berief sich dabei auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 16. Dezember 1952 - 2 StR 198/51 - (zitiert bei Kalsbach, AnwBl 1954, S. 187 , insoweit nicht in BGHSt 3, 400).
Zwar habe der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs dies in seiner Entscheidung vom 16. Dezember 1952 - 2 StR 198/51 - unter Bezugnahme auf eine Entscheidung des Reichsgerichts (RGSt 66, 316) anders beurteilt.
Zwar weicht die Auslegung des § 356 Abs. 1 StGB in den angefochtenen Entscheidungen von der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 16. Dezember 1952 - 2 StR 198/51 - (…zitiert bei Kalsbach, AnwBl 1954, S. 187 ) ab.
Es hatte die Rechtsfrage, ob auch mehrere Tatbeteiligte derselben Strafsache Parteien im Sinne des § 356 StGB sind, verneint, womit es einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 16. Dezember 1952 - 2 StR 198/51 - gefolgt war.
Da er sich dessen auch bewußt war, hat er den Tatbestand des § 356 Abs. 1 StGB vorsätzlich verwirklicht (BGHSt 3, 400, 403) [BGH 16.12.1952 - 2 StR 198/51].
Zum Vorsatz gehört, daß der Täter bei der Tat den Gegensatz der Interessen erkennt (so die herrschende Rechtsprechung u.a. BGHSt 3, 400, 402 [BGH 16.12.1952 - 2 StR 198/51]; 5, 284, 287 [BGH 02.02.1954 - 5 StR 590/53]; 7, 261 [BGH 01.03.1955 - 5 StR 53/55];… BGH GA 1961, 203).
Es ist deshalb auch bedeutungslos, aus welchem Grunde das Einverständnis erteilt ist, etwa weil ein Interessengegensatz von der ursprünglichen Partei nicht mehr für gegeben erachtet wird (vgl. den Fall in BGHSt 3, 400).
Die Ansicht der Strafkammer, daß hierin ein Verbotsirrtum liege und daß dieser für den Angeklagten nicht entschuldbar sei, ist rechtlich nicht zu beanstanden (vgl. BGHSt 3, 400).
Dazu sei bemerkt, daß die Ansicht des Landgerichts, es liege "dieselbe Rechtssache" vor, und der Angeklagte habe W. "pflichtwidrig", nämlich wegen bestehenden Interessengegensatzes mit der vorangegangenen Vertretung von Brigitte B. gedient, unter der genannten Voraussetzung keinen Rechtsirrtum erkennen läßt (vgl. die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Begriff "derselben Rechtssache" und zu dem Begriff "pflichtwidrig": BGHSt 3, 400; 4, 80; 5, 284 und 301, 304; 7, 17 und 261; 9, 341).
Zu der Frage, ob der Angeklagte einem Tatbestands- oder Verbotsirrtum unterlegen sein könnte, wird allgemein auf die Entscheidungen BGHSt 3, 400, 402 f; 4, 80, 83 ff; 5, 284, 287 ff und 301, 309 ff; 7, 17, 21 ff und 261 ff verwiesen.
BGH, 16.07.1953 - 3 StR 252/53
OLG Oldenburg, 31.07.1989 - Ss 219/89
Nebentäter, fahrlässiger, Interesse, widerstreit. rechtl, Interessengegensatz, …
BGH, 17.07.1973 - 5 StR 356/73
Zulässigkeit einer gemeinschaftlichen Vertretung mehrerer Beschuldigter
BGH, 08.02.1955 - 2 StR 180/54
BGH, 26.01.1954 - 5 StR 437/53