Source: http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=fr&zoom=&type=show_document&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-III-667%3Afr
Timestamp: 2016-10-25 10:35:03
Document Index: 8713510

Matched Legal Cases: ['Art. 177', 'Art. 177', 'BGE', 'Art. 177', 'BGE', 'BGE', 'Art. 72', 'Art. 90', 'Art. 172', 'Art. 177', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 100', 'Art. 44', 'Art. 45', 'Art. 48', 'Art. 46', 'Art. 46', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 46', 'Art. 90', 'Art. 172', 'Art. 44', 'Art. 45', 'Art. 48', 'Art. 46']

134 III 667102. Auszug aus dem Urteil der II. zivilrechtlichen Abteilung i.S. X. gegen Y. (Beschwerde in Zivilsachen)
Art. 177 CC; art. 98 en relation avec l'art. 46 al. 2 LTF; avis aux d�biteurs; d�lai. L'avis aux d�biteurs selon les dispositions visant � assurer la protection de l'union conjugale est une mesure provisionnelle, de sorte que la suspension des d�lais pr�vue par la loi pour d�poser un recours aupr�s du Tribunal f�d�ral n'est pas applicable (consid. 1). Faits � partir de page 667
Im Rahmen eines Eheschutzverfahrens genehmigte der Einzelrichter eine Parteivereinbarung, wonach der Ehemann (Beschwerdef�hrer) seiner Ehefrau (Beschwerdegegnerin) monatlich Fr. 600.- Unterhalt zu bezahlen hat. Diese Verf�gung ist rechtskr�ftig. Mit Eingabe vom 25. Juli 2007 stellte die Beschwerdegegnerin gest�tzt auf Art. 177 ZGB das Begehren, dass der jeweilige Arbeitgeber des Beschwerdef�hrers zu verpflichten sei, die Unterhaltsbeitr�ge in genannter H�he jeweils direkt der Beschwerdegegnerin zu �berweisen. Der Beschwerdef�hrer beantragte die Abweisung. Mit Verf�gung vom 22. November 2007 hiess der Einzelrichter das Massnahmebegehren der Beschwerdegegnerin gut. Den vom Beschwerdef�hrer erhobenen Rekurs wies das Kantonsgericht am 1. Juli 2008 ab. Gegen diesen Beschluss hat BGE 134 III 667 S. 668der Beschwerdef�hrer am 4. September 2008 Beschwerde in Zivilsachen erhoben. Das Bundesgericht tritt auf die Beschwerde nicht ein.
1. 1.1 Bei der Schuldneranweisung gem�ss Art. 177 ZGB handelt es sich nicht um eine Zivilsache, sondern um eine privilegierte Zwangsvollstreckungsmassnahme sui generis (BGE 110 II 9 E. 1 und 2 S. 12 ff.; BGE 130 III 489 E. 1 S. 491), welche allerdings in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Zivilrecht steht, so dass die Beschwerde in Zivilsachen grunds�tzlich gegeben ist (Art. 72 Abs. 2 lit. b BGG). Als Zwangsvollstreckungsmassnahme ist die Schuldneranweisung ein Endentscheid (Art. 90 BGG). Wie die andern Massnahmen zum Schutz der Ehe gem�ss Art. 172 ff. ZGB ist auch die Anweisung an den Schuldner gem�ss Art. 177 ZGB eine vorsorgliche Massnahme im Sinne von Art. 98 BGG, gegen welche ausschliesslich die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden kann (BGE 133 III 393 E. 5 S. 396).
1.2 Die Beschwerde gegen einen Entscheid ist innert 30 Tagen nach der Er�ffnung der vollst�ndigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen (Art. 100 Abs. 1 BGG). Der angefochtene Entscheid wurde dem Anwalt des Beschwerdef�hrers gem�ss Zustellcouvert des Kantonsgerichts mit Empfangsvermerk und gem�ss Beschwerdeschrift am 4. Juli 2008 zugestellt. Die Beschwerdefrist lief daher am 4. August 2008 aus. Die am 4. September 2008 der schweizerischen Post �bergebene Beschwerdeschrift, welche am 5. September 2008 beim Bundesgericht einlangte, ist daher versp�tet (Art. 44 Abs. 1, Art. 45 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 BGG).
1.3 Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG, wonach gesetzliche und richterliche Fristen vom 15. Juli bis und mit dem 15. August stillstehen. Gem�ss Absatz 2 derselben Bestimmung gilt diese Vorschrift nicht in Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen. Diese werden vom Gesetz als dringliche Streitsachen eingestuft und daher vom Fristenstillstand ausgenommen. Die in Art. 46 Abs. 2 und Art. 98 BGG verwendeten Begriffe der vorsorglichen Massnahme sind gleichbedeutend (Urteile 5A_169/2007 vom 21. Juni 2007 E. 3, in: Fampra.ch 2007 S. 953, und 5A_218/2007 vom 7. August 2007 E. 3.2, in: Pra 96/2007 Nr. 138 S. 946; vgl. auch BGE 133 I 270 E. 1.2 S. 273). Gelangt demnach der Fristenstillstand gem�ss Art. 46 Abs. 2 BGG nicht zur Anwendung, ist die Beschwerde versp�tet und es kann darauf nicht eingetreten werden.
110 II 9,
130 III 489,
art. 46 al. 2 LTF,
Art. 90 BGG suite... ,
Art. 172 ff. ZGB,
Art. 44 Abs. 1, Art. 45 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 BGG,
Art. 46 Abs. 1 lit. b BGG