Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/2/2201.htm
Timestamp: 2018-11-20 16:32:22
Document Index: 59147126

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 2', '§ 4', '§ 7', '§ 2', '§ 13']

2.201 Betzenbuckel
Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet "Betzenbuckel" (Gemeinden Heimsheim, Friolzheim und Tiefenbronn, Enzkreis) vom 18. April 1996 (GBl. v. 07.06.1996, S. 389), VO 01.08.1997 (Änd.; GBl. v. 26.09.1997, S. 397).
Auf Grund der §§ 21 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Heimsheim, Gemarkung Heimsheim, der Gemeinde Friolzheim, Gemarkung Friolzheim und der Gemeinde Tiefenbronn, Gemarkung Mühlhausen an der Würm (Enzkreis) werden zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Betzenbuckel".
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Heimsheim, Gemarkung Heimsheim, der Gemeinde Friolzheim, Gemarkung Friolzheim und der Gemeinde Tiefenbronn, Gemarkung Mühlhausen an der Würm (Enzkreis) werden zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Betzenbuckel".
(1) Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 222 ha. Davon entfallen auf das Naturschutzgebiet rund 154 ha, auf das Landschaftsschutzgebiet rund 68 ha.
(2) Das Naturschutzgebiet umfaßt die Erhebung des namensgebenden Berges "Betzenbuckel" und die von Halbtrockenrasen geprägten Flächen im Gewann "Am Galgen", ferner Teile der Gewanne "Steinkläffle, Dünnberg, Rauhenäcker, Äußeres Betzenlöchle, Unter dem Mittelberg, Hölderle, Wanne, Glatzen, Ulrichsgrund, Hofstatt, Beim Birkle, Hägnach und Am Galgen" befinden sich vollständig im Naturschutzgebiet.
(3) Das dem Naturschutzgebiet dienende Landschaftsschutzgebiet findet seine nördliche Grenze zwischen Autobahn und Naturschutzgebiet sowie dem Wald Betzenlöchle und der Ortsbebauung (Gewerbegebiet Steinäcker). Die westliche Grenze liegt zwischen dem Seegraben und dem Naturschutzgebiet. Im Süden beinhaltet das Landschaftsschutzgebiet die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Kalkofen, Roßweide und Hägnach.
(4) Die genaue Grenzziehung ist den Detailkarten zu entnehmen.
(5) Die Grenzen des Natur- und Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 mit durchgezogener roter Linie (Naturschutzgebiet) und mit durchgezogener grüner Linie (Landschaftsschutzgebiet) sowie in sechs Detailkarten im Maßstab 1:2500 mit durchgezogener grüner, flächig schwarz punktierter Linie (Landschaftsschutzgebiet) eingetragen. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe und beim Landratsamt Enzkreis in Pforzheim auf die Dauer von zwei Wochen, beginnend am Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
1. Die Erhaltung und Förderung der Fluren und Wälder mit den trockenen Wuchsorten und Schafweiden sowie den sonstigen Fluranteilen auf dem "Betzenbuckel" und in den Hanglagen des "Betzenbuckels" und des Gewannes "Am Galgen" mit ihrer vegetationskundlich und floristisch typischen und bedeutsamen Ausstattung;
2. die Erhaltung und Förderung einer artenreichen Nutzungsvielfalt als Lebensraum der typischen Faunen und Rückzugsgebiet für Brutvögel, Nahrungsgäste und Zugvogelarten;
3. die Erhaltung und Förderung einer extensiv genutzten Flur mit artenreichen Hecken, mit verschiedenartigen Mähwiesen, Streuobstbeständen, Weiden, Halbtrockenrasen, Lesesteinhaufen und -riegeln, mit Ödland und kleinen Waldstücken als typischen Bestandteilen der Muschelkalklandschaft;
4. die Erhaltung und Förderung der Hecken- und Waldsaumgesellschaften als ökologisch wichtige Übergangsbereiche für Fauna und Flora.
1. ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, dass
e) Bäume, Hecken, Gebüsche sowie Böschungen nicht beseitigt oder zerstört werden (Pflegeschnitte sind erlaubt, abgängige Obstbäume können durch entsprechende Neupflanzung ersetzt werden);
das Recht, die landwirtschaftliche Nutzung wieder aufzunehmen, die auf Grund vertraglicher Bewirtschaftsbeschränkungen oder der Teilnahme an einem Extensivierungs- oder Stillegungsprogramm zeitweise eingeschränkt oder aufgegeben war, bleibt unberührt;
2. ordnungsgemäße Ausübung der forstwirtschaftlichen Bodennutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß bei der Wiederbestockung nur standortheimische Arten verwendet bzw. bei der Naturverjüngung gefördert werden und bei der Verjüngung der Bestände kleinflächig vorgegangen wird;
a) Hochsitze nur landschaftsgerecht und außerhalb von trittempfindlichen Bereichen errichtet werden;
c) Kirr- und Luderplätze nur im Wald oder am Waldrand eingerichtet werden.
Schutzzweck des Landschaftsschutzgebietes ist die Erhaltung angrenzender Lebensräume für die im Naturschutzgebiet vorkommenden Tier- und Pflanzenarten sowie die Sicherung und Gestaltung des landschaftlichen Erscheinungsbildes der Kulturlandschaft im Heckengäu als notwendige Ergänzung und Puffer für das Naturschutzgebiet. Dabei soll eine naturgemäße Gestaltung der Gewässer und ihrer Ufer angestrebt werden.
4. die Bodengestalt zu verändern, insbesondere durch Auffüllungen und Abgrabungen;
c) landschaftsbestimmende Bäume, Hecken, Gebüsche sowie Böschungen nicht beseitigt oder zerstört werden; das Recht, die landwirtschaftliche Nutzung wieder aufzunehmen, die auf Grund vertraglicher Bewirtschaftungsbeschränkungen oder der Teilnahme an einem Extensivierungs- oder Stillegungsprogramm zeitweise eingeschränkt oder aufgegeben war, bleibt unberührt;
3. ordnungsgemäße Ausbildung der Jagd.
Schutz- und Pflegemßnahmen werden durch die höhere Naturschutzbehörde in einem Pflegeplan oder durch Einzelanordnung festgelegt. Die §§ 4, 7 und 8 dieser Verordnung sind insoweit nicht anzuwenden.
2. im Landschaftsschutzgebiet nach § 7 dieser Verordung verbotene Handlungen vornimmt,
(2) Soweit sie dieser Verordnung widerspricht, tritt die Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen und Landschaftsbestandteilen entlang der Reichsautobahn Stuttgart - Heilbronn und Stuttgart - Karlsruhe in den Kreisen Leonberg und Vaihingen/Enz vom 14. Juli 1941 außer Kraft.
Karlsruhe, 18. April 1996
Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe zur Änderung der Verordnung über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet »Betzenbuckel« (Gemeinden Heimsheim, Friolzheim und Tiefenbronn, Enzkreis) vom 1. August 1997 (GBl. v. 26.09.1997, S. 397).
Die Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet »Betzenbuckel« (Gemeinden Heimsheim, Friolzheim und Tiefenbronn, Enzkreis) vom 18. April 1996 (GBl. S. 389) wird wie folgt geändert:
(1) Die in § 2 Abs. 2 bis 5 in Verbindung mit den dazu gehörigen Karten beschriebene Abgrenzung des Natur- und Landschaftsschutzgebiets wird geändert. Vom Geltungsbereich werden folgende Grundstücke ausgenommen:
1. Gemeinde Friolzheim, Gemarkung Friolzheim, Flst. Nr. 2218, 2219, 2220, 2221, 2222, 2223, 2289, 2292, 2322, 2324, 2325, 2326 sowie teilweise 526, 2226,2321 (rund 3 ha);
2. Gemeinde Tiefenbronn, Gemarkung Mühlhausen, Flst. Nrn. 1704, 1705, 1706, 1707, 1708, 1709, 1710, 1795 (rund 2,5 ha).
(2) § 13 Abs. 2 erhält folgende Fassung:
Im Geltungsbereich dieser Verordnung treten außer Kraft:
1. die Verordnung zum Schutz von Landschaftsteilen und Landschaftsbestandteilen entlang der Reichsautobahn Stuttgart - Heilbronn und Stuttgart - Karlsruhe in den Kreisen Leonberg und Vaihingen/Enz vom 22. Mai 1941 (»Der Braune Sender« vom 14. Juli 1941);
2. die Verordnung des Landratsamtes Enzkreis als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet »Tiefenbronn-Biet« vom 15. Dezember 1987 (Mitteilungsblatt der Gemeinde Tiefenbronn vom 21. Januar 1988).
Karlsruhe den 1. August 1997