Source: http://elibrary.verlagoesterreich.at/main/e-journals/bbl-baurechtliche-blatter/2013/heft-4/bbl-2013-4.html
Timestamp: 2017-04-27 03:17:14
Document Index: 325072388

Matched Legal Cases: ['§ 504', '§ 505', '§ 506', '§ 530', '§ 870', '§ 871', '§ 878', '§ 879', '§ 901', '§ 916', '§ 917', '§ 1298', '§ 1336', '§ 1406', '§ 1407', '§ 1447', '§ 1472', '§ 1478', '§ 1480', '§ 1485', '§ 1487', '§ 353', '§ 355', '§ 9', '§ 1', '§ 6', '§ 31', '§ 32', '§ 18', '§ 31', '§ 46', '§ 78', '§ 13', '§ 33', '§ 36', '§ 37', '§ 18', 'OGH', '§ 9', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 6', '§ 8', '§ 45', '§ 23', '§ 68', '§ 31', '§ 31', '§ 24', '§ 57', '§ 2', '§ 30', '§ 30', '§ 23', '§ 32', '§ 43', '§ 26', '§ 29', '§ 40', '§ 42', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 6', '§ 61', '§ 2', '§ 2', 'Art 7', '§ 81', '§ 134', '§ 79', '§ 134', '§ 12', '§ 79', '§ 79', '§ 134', '§ 79', '§ 79', '§ 134', '§ 134', '§ 134', '§ 58', 'Art 5', 'Art 7', '§ 79', '§ 71', '§ 71', '§ 71', '§ 63', '§ 9', '§ 367', '§ 9', '§ 9', '§ 79', '§ 134', '§ 134', '§ 28', '§ 28', '§ 484', '§ 1167', '§ 1304', '§ 1489', '§ 25', '§ 15', '§ 190', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 484', '§ 1012', '§ 861', '§ 864', '§ 914', '§ 915', '§ 67', '§ 16', '§ 78', '§ 1488', '§ 1488', '§ 1488', '§ 523', '§ 381', '§ 523', '§ 1358', '§ 67', '§ 1358', '§ 67', '§ 1313', '§ 1165', '§ 1166', '§ 1167', '§ 60', '§ 63', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 60', '§ 60', '§ 15', '§ 60', '§ 1311', '§ 1295', '§ 87', '§ 39', '§ 39', '§ 153', '§ 1168', '§ 1304', '§ 1404', '§ 1405', '§ 1406', '§ 287', '§ 480', '§ 1295', '§ 97', '§ 99', '§ 6', '§ 7', '§ 2', '§ 129', '§ 68', '§ 129', '§ 123', '§ 125', '§ 81', '§ 81', '§ 106', '§ 19', '§ 21']

BBL 2013/4 - Heft 4 - 2013 - bbl - baurechtliche blätter - e-Journals
/ ÖZK 2013/6
Volltext Cover Download AufsätzeBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 127–152
Faber, Wolfgang Zweitwohnungsproblematik: Sachenrechtlich unwirksame „Reallasten der Hotelbetreibung“ aus schuldrechtlicher Sicht
Abhängigmachen eines Hoheitsakts vom Vertragsabschluss, Arglist, außerordentliche Kündigung, Baubewilligung, Beherbergungsbetrieb, Beweislast, Dauerschuldverhältnis, dingliches Recht, Drohung, Ferienwohnung, Formenmissbrauch, Freizeitwohnsitz, Gemeinde, Geschäftsirrtum, Gesetzwidrigkeit, Grundeigentümer, Hoheitsakt, Hotel, Hotelbetriebspflicht, Hotelerrichtungspflicht, Irrtumsanfechtung, lange Vertragsbindung, Motivirrtum, privatrechtliche Vereinbarung, Raumordnung, Reallast, rechtliche Unmöglichkeit, Rechtsfolgenirrtum, Rechtsnachfolger, Scheingeschäft, Schuldbeitritt, schuldrechtliche Verpflichtung, Schuldübernahme, Sittenwidrigkeit, Überbindung, Umwidmung, Unentgeltlichkeit, Verbrauchergeschäft, Verjährung, Vertragsauslegung, Vertragsraumordnung, Vertragsstrafe, Vertragsübernahme, Verwaltungsstrafe, Wegfall der Geschäftsgrundlage, wichtiger Grund, Zweitwohnung, BBL 2013, 127, § 504 ABGB, § 505 ABGB, § 506 ABGB, § 530 ABGB, § 870 ABGB, § 871 ABGB, § 878 ABGB, § 879 ABGB, § 901 ABGB, § 916 ABGB, § 917 ABGB, § 1298 ABGB, § 1336 ABGB, § 1406 ABGB, § 1407 ABGB, § 1447 ABGB, § 1472 ABGB, § 1478 ABGB, § 1480 ABGB, § 1485 ABGB, § 1487 ABGB, § 353 EO, § 355 EO, § 9 GBG, § 1 KSchG, § 6 Abs 1 Z 11 KSchG, § 31 VStG, § 32 VStG, § 18 sbg ROG, § 31 sbg ROG, § 46 sbg ROG, § 78 sbg ROG, § 13 tir ROG, § 33 tir ROG, § 36 tir ROG, § 37 tir ROG, § 18 B-VG Landesgesetzliche Regelungen in verschiedenen Bundesländern verbieten... Landesgesetzliche Regelungen in verschiedenen Bundesländern verbieten weitgehend eine Verwendung von Objekten als „Zweitwohnung“ („Zweitwohnsitz“, „Freizeitwohnsitz“, „Ferienwohnung“ etc) zu Urlaubs- bzw sonstigen Freizeitzwecken. Zur Sicherung dieses mitunter schwierig zu vollziehenden Verbots haben Gemeinden in jüngerer Vergangenheit mit Grundeigentümern, die eine Umwidmung der Liegenschaft bzw eine Baubewilligung anstreben, häufig Vereinbarungen über eine Verpflichtung zur (raumordnungsrechtlich zulässigen) hotelmäßigen Nutzung der Liegenschaft und zur Verbücherung einer entsprechenden „Reallast der Hotelbetreibung“ bzw sinngemäße Vereinbarungen getroffen. Nach jüngster Rechtsprechung des OGH stellen derartige Reallasten allerdings kein der Einverleibung zugängliches dingliches Recht iSd § 9 GBG dar. Gleichwohl bereits verbücherte „Reallasten“ sind zu löschen. Dies führt zur Frage, welchen Wert derartige Vereinbarungen für die beteiligten Gemeinden (noch) haben, nachdem klargestellt ist, dass sich die intendierte sachenrechtliche Absicherung nicht erreichen lässt. Dementsprechend widmet sich der nachstehende Beitrag den durch diese Judikatur ausgelösten bzw möglichen weiteren Problemen solcher „Reallastvereinbarungen“ auf der Ebene des Schuldrechts.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 153–153
Giese, K. Flächenwidmung „Grünland – Erholungsfläche Park“; Privatgarten
Flächenwidmung „Grünland – Erholungsfläche Park“, Privatgarten, 2013/06/0024, BBL 2013, 153, BBL-Slg 2013/117, § 5 Abs 1 krnt GPIG 1995, § 5 Abs 2 lit c krnt GPIG 1995 Eine als „Grünland – Erholungsfläche Park“ gewidmete... Eine als „Grünland – Erholungsfläche Park“ gewidmete Parkfläche muss nicht öffentlich zugänglich sein.
Giese, K. Grundgrenze; Grundbuchsmappe; Grenzkataster; Beweis
Grundgrenze, Grundbuchsmappe, Grenzkataster, Beweis, 2010/05/0034, BBL 2013, 153, BBL-Slg 2013/118, § 6 Abs 2 nö BauO 1996, § 6 Abs 19 nö BauO 1996, § 8 Z 1 VermG, § 45 Abs 2 AVG Ein verbindlicher Nachweis über den Verlauf der Grundstücksgrenzen... Ein verbindlicher Nachweis über den Verlauf der Grundstücksgrenzen ergibt sich nur aus dem Grenzkataster.
Mit der Grundbuchsmappe werden die Grenzen von Grundstücken nicht beurkundet. Die Grundbuchsmappe macht über die Grenze und Größe von Grundstücken keinen Beweis, wenn sie auch im Rahmen der freien Beweiswürdigung ein zu berücksichtigendes Beweismittel ist. Erst durch die Eintragung von Grundstücken in den Grenzkataster wird die „Papiergrenze“ verbindlich.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 153–154
Giese, K. Baubewilligung; Nichterklärung; 4-Wochen-Frist; Zustellung
Baubewilligung, Nichterklärung, 4-Wochen-Frist, Zustellung, 2010/05/0046, BBL 2013, 153, BBL-Slg 2013/119, § 23 Abs 8 nö BauO 1996, § 68 Abs 4 Z 4 AVG Die Nichtigerklärung eines Baubewilligungsbescheides darf bis vier... Die Nichtigerklärung eines Baubewilligungsbescheides darf bis vier Wochen nach Baubeginn erfolgen.
Zur Einhaltung der Frist muss eine wirksame Erlassung des Nichtigerklärungsbescheides an die Partei erfolgen; ein bloßer Zustellversuch genügt nicht.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 154–154
Giese, K. Nachbarn; Parteistellung; Einwendungen; Präklusion; Belichtung; Nachbarabstand; Dienstbarkeiten; Servitutsrechte
Nachbarn, Parteistellung, Einwendungen, Präklusion, Belichtung, Nachbarabstand, Dienstbarkeiten, Servitutsrechte, 2010/05/0203, BBL 2013, 154, BBL-Slg 2013/120, § 31 Abs 3 oö BauO 1994, § 31 Abs 4 oö BauO 1994 Mit der behaupteten Verletzung von Dienstbarkeitsrechten (Fensterrecht,... Mit der behaupteten Verletzung von Dienstbarkeitsrechten (Fensterrecht, Nichtverbauung) werden keine öffentlich-rechtlichen, sondern ausschließlich privatrechtliche Einwendungen vorgebracht.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 154–155
Giese, K. Baubewilligungspflichtige Maßnahmen; Windrad; Begriff „Bau“; Einheit der Anlage
Baubewilligungspflichtige Maßnahmen, Windrad, Begriff „Bau“, Einheit der Anlage, 2012/05/0044, BBL 2013, 154, BBL-Slg 2013/121, § 24 oö BauO 1994, § 57 Abs 1 Z 7 oö BauO 1994, § 2 Z 2 oö BauTG 1994, § 30 Abs 5 oö ROG 1994 Die Errichtung eines Windrades ist baubewilligungspflichtig.
... Die Errichtung eines Windrades ist baubewilligungspflichtig.
Zur Herstellung eines Betonfundaments (hier: mit einer Fläche von 3 × 3 m auf einer Betonbodenplatte mit einer Fundamenttiefe ohne Bodenplatte zwischen ca 1,6 m und 2,2 m) ist ein wesentliches Maß an bautechnischen Kenntnissen erforderlich.
Ein auf einem Betonfundament montiertes Windrad stellt eine einheitliche Anlage dar.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 155–156
Giese, K. Sonderwidmung „Tourismuseinrichtung“; „Boarding House“, Begriff „Wohneinheit“
Sonderwidmung „Tourismuseinrichtung“, „Boarding House“, Begriff „Wohneinheit“, 2010/05/0094, BBL 2013, 155, BBL-Slg 2013/122, § 30 Abs 6 oö BauO 1994, § 23 oö ROG 1994, § 32 oö ROG 1994 Der im Bebauungsplan verwendete Begriff „Wohneinheit“ entspricht... Der im Bebauungsplan verwendete Begriff „Wohneinheit“ entspricht jenem der „Wohnung“.
Die Rechtsform der Verwendung und die Frage, wer Benützer ist, spielt für die Qualifikation eines Bauvorhabens als „Wohneinheit“ keine Rolle.
Die Beschränkung der Anzahl der „Wohneinheiten“ gilt auch für ein touristisch genutztes „Boarding House“ (hier: vier voll möblierte Appartements mit Wohnzimmer samt Miniküche, Schlafzimmer, Bad, Toilette und Vorraum).
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 156–157
Giese, K. Ortsbild; Gemeindeaufsicht; Vorstellung; Sachverständigengutachten
Ortsbild, Gemeindeaufsicht, Vorstellung, Sachverständigengutachten, 2010/06/0270, BBL 2013, 156, BBL-Slg 2013/123, § 43 Abs 2 Z 7 stmk BauG 1995 Eigene Erwägungen der Vorstellungsbehörde zum Ortsbild müssen auf... Eigene Erwägungen der Vorstellungsbehörde zum Ortsbild müssen auf entsprechenden Sachverständigenerhebungen und Begutachtungen beruhen.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 157–157
Giese, K. Abbruch; Neubau; Wiedererrichtung; Erlöschen der Baubewilligung
Abbruch, Neubau, Wiedererrichtung, Erlöschen der Baubewilligung, 2012/06/0003, BBL 2013, 157, BBL-Slg 2013/124, § 26 tir BauO 2001, § 29 tir BauO 2001, § 40 Abs 3 tir BauO 2001, § 42 Abs 5 tir ROG 2006 Durch Abbruch eines Gebäudes erlischt dessen Baubewilligung; sie lebt... Durch Abbruch eines Gebäudes erlischt dessen Baubewilligung; sie lebt auch nicht nach Erlöschen der Baubewilligung für das (hier: nicht rechtzeitig ausgeführte) neue (Ersatz-) Gebäude wieder auf.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 157–158
Giese, K. Carports; Bebauungsdichte; Begriff „untergeordnete Bauteile“; Nebenanlage
Carports, Bebauungsdichte, Begriff „untergeordnete Bauteile“, Nebenanlage, 2013/06/0035, BBL 2013, 157, BBL-Slg 2013/125, § 2 Abs 10 tir BauO 2011, § 2 Abs 14 tir BauO 2011, § 2 Abs 16 tir BauO 2011, § 6 tir BauO 2011, § 61 Abs 4 tir ROG 2011 Auf Grund des engen fachlichen Zusammenhanges zwischen der tir BauO und... Auf Grund des engen fachlichen Zusammenhanges zwischen der tir BauO und dem tir ROG ist davon auszugehen, dass die Begriffsbestimmungen des § 2 tir BauO grundsätzlich auch dem tir ROG zugrunde liegen.
Da „Carports“ keine „untergeordneten Bauteile“, sondern „Nebenanlagen“ gem § 2 Abs 10 tir BauO 2011 sind, müssen sie bei der Berechnung der Bebauungsdichte berücksichtigt werden.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 158–158
Giese, K. Aufzug; Dachgiebel; Immissionsschutz; subjektivöffentliche Nachbarrechte; Gleichheitssatz
Aufzug, Dachgiebel, Immissionsschutz, subjektivöffentliche Nachbarrechte, Gleichheitssatz, 2011/05/0095, Art 7 B-VG, BBL 2013, 158, BBL-Slg 2013/126, § 81 Abs 6 wr BauO, § 134a Abs 1 wr BauO Die Frage, welche Geschoße (hier: einer zweigeschoßigen Wohnung im... Die Frage, welche Geschoße (hier: einer zweigeschoßigen Wohnung im Dachgeschoß) ein Aufzug anfährt, berührt keine subjektiv-öffentlichen Nachbarrechte.
Die wr BauO enthält keine Bestimmung, an welcher Seite des Gebäudes die Dachgiebel anzuordnen sind.
Die Einschränkung der subjektiv-öffentlichen Nachbarrechte auf Immissionen, die sich nicht aus der Benützung eines Bauwerks zu Wohnzwecken oder für Stellplätze im gesetzlich vorgegebenen Ausmaß ergeben, ist nicht unsachlich.
Giese, K. Nachbarabstand; flächenmäßige Ausnützbarkeit eines Bauplatzes; Rangierfläche; gärtnerisch auszugestaltende Fläche
Nachbarabstand, flächenmäßige Ausnützbarkeit eines Bauplatzes, Rangierfläche, gärtnerisch auszugestaltende Fläche, 2010/05/0062, BBL 2013, 158, BBL-Slg 2013/127, § 79 Abs 6 wr BauO, § 134a Abs 1 lit a wr BauO, § 12 Abs 3 lit c wr GaragenG 1957 Eine Rangierfläche ist nicht größer als „unbedingt erforderlich“... Eine Rangierfläche ist nicht größer als „unbedingt erforderlich“ (im Sinn des § 79 Abs 6 wr BauO), wenn sie nicht breiter als die im wr GaragenG vorgesehene Mindestbreite ist.
Nachbarabstand, flächenmäßige Ausnützbarkeit eines Bauplatzes, Rangierfläche, gärtnerisch auszugestaltende Fläche, 2010/05/0063, BBL 2013, 158, BBL-Slg 2013/128, § 79 Abs 6 wr BauO, § 134a Abs 1 lit a wr BauO Die Worte „im unbedingt erforderlichen Ausmaß“ erfordern nicht,... Die Worte „im unbedingt erforderlichen Ausmaß“ erfordern nicht, dass die Errichtung der in § 79 Abs 6 wr BauO angeführten Anlagen („befestigte Wege und Zufahrten, Stützmauern, Stufenanlagen, Rampen uä“) an anderer Stelle des Bauplatzes unmöglich ist.
§ 79 Abs 6 wr BauO erfordert von der Baubehörde eine vernünftige wirtschaftliche Wertung des unbedingten erforderlichen Ausmaßes unter Einbeziehung der Interessen der Nachbarn.
Giese, K. Subjektiv-öffentliche Nachbarrechte; Gebäudeanzahl
Subjektiv-öffentliche Nachbarrechte, Gebäudeanzahl, 2010/05/0070, BBL 2013, 158, BBL-Slg 2013/129, § 134a Abs 1 wr BauO § 134a Abs 1 wr BauO normiert Nachbarrechte hinsichtlich des... § 134a Abs 1 wr BauO normiert Nachbarrechte hinsichtlich des Abstandes, der Gebäudehöhe und der flächenmäßigen Ausnützbarkeit, nicht aber ein Nachbarrecht darauf, dass dann, wenn diese Bestimmungen eingehalten sind, nur eine bestimmte Anzahl von Gebäuden errichtet werden dürfte.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 159–159
Giese, K. Grundabtretung; Rückübereignung; Geldentschädigung
Grundabtretung, Rückübereignung, Geldentschädigung, 2011/05/0009, BBL 2013, 159, BBL-Slg 2013/130, § 58 Abs 2 lit d wr BauO, Art 5 StGG, Art 7 B-VG Es bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken dagegen, dass in... Es bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken dagegen, dass in Fällen, wo keine Einbeziehungsmöglichkeit und -verpflichtung in den Bauplatz besteht, anstelle der Rückstellung der abgetretenen Grundfläche in natura eine Geldleistungsentschädigung vorgesehen ist.
Giese, K. Nachbarabstand; flächenmäßige Ausnützbarkeit eines Bauplatzes; Stützmauer; gärtnerisch auszugestaltende Fläche; Manuduktion; Aufforderung zur Projektänderung
Nachbarabstand, flächenmäßige Ausnützbarkeit eines Bauplatzes, Stützmauer, gärtnerisch auszugestaltende Fläche, Manuduktion, Aufforderung zur Projektänderung, 2011/05/0010, BBL 2013, 159, BBL-Slg 2013/131, § 79 Abs 6 wr BauO Ist eine Terrassierung bloß der Bequemlichkeit dienlicher als die... Ist eine Terrassierung bloß der Bequemlichkeit dienlicher als die bestehende Hanglange, dann ist auch nicht ersichtlich, dass die hiefür geplanten Stützmauern für die bestimmungsgemäße Nutzung des Gartenbereiches „unbedingt erforderlich“ wären.
Die Baubehörde muss den Bauwerber nicht zur Änderung des Bauvorhabens auffordern, wenn der Bauwerber keine Bereitschaft zu einer allfälligen Projektmodifikation erkennen hat lassen.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 159–160
Giese, K. Bauwerke vorübergehenden Bestandes; Zustimmung der Nachbarn
Bauwerke vorübergehenden Bestandes, Zustimmung der Nachbarn, 2011/05/0061, BBL 2013, 159, BBL-Slg 2013/132, § 71 wr BauO § 71 letzter Satz wr BauO räumt Nachbarn kein absolutes... § 71 letzter Satz wr BauO räumt Nachbarn kein absolutes Zustimmungsrecht ein. Das Zustimmungsrecht der Nachbarn soll (nur) sicherstellen, dass eine Verletzung von Nachbarrechten nicht ohne Zustimmung des betroffenen Nachbarn geschieht.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 160–160
Giese, K. Veränderung des Mietgegenstandes; Zustimmung des Eigentümers
Veränderung des Mietgegenstandes, Zustimmung des Eigentümers, 2011/05/0178, BBL 2013, 160, BBL-Slg 2013/133, § 63 Abs 1 lit c wr BauO, § 9 Abs 1 MRG, § 367 EO Lehnt der Vermieter nicht innerhalb von zwei Monaten die beabsichtigte... Lehnt der Vermieter nicht innerhalb von zwei Monaten die beabsichtigte bauliche Veränderung durch den Mieter ab, so gilt gem § 9 Abs 1 MRG seine Zustimmung als erteilt.
Durch den Fristablauf gem § 9 Abs 1 MRG entsteht aber bloß ein vertraglicher Anspruch des Mieters auf Zustimmung des Vermieters (Eigentümers) vor der Baubehörde.
Dieser vertragliche Anspruch des Mieters muss erforderlichenfalls im Rechtsweg durchgesetzt werden. Vorher liegt noch keine nach der wr BauO erforderliche liquide Zustimmung des Eigentümers vor.
Giese, K. Stützmauer; gärtnerisch auszugestaltende Fläche; Parteistellung; übergangener Nachbar
Stützmauer, gärtnerisch auszugestaltende Fläche, Parteistellung, übergangener Nachbar, 2011/05/0133, BBL 2013, 160, BBL-Slg 2013/134, § 79 Abs 6 wr BauO, § 134 Abs 3 wr BauO, § 134 Abs 4 wr BauO Im Baubewilligungsverfahren über die Errichtung einer Stützmauer auf... Im Baubewilligungsverfahren über die Errichtung einer Stützmauer auf einer gärtnerisch auszugestaltenden Fläche kommt Nachbarn Parteistellung zu.
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Fundamentsanierung; Kostenhöhe als Abgrenzungsmerkmal von außer- bzw ordentlicher Verwaltung
Fundamentsanierung, Kostenhöhe als Abgrenzungsmerkmal von außer- bzw ordentlicher Verwaltung, 5 Ob 227/12m, BBL 2013, 160, BBL-Slg 2013/135, § 28 WEG 2002 Arbeiten, die der Behebung eines Baugebrechens dienen, das die Substanz... Arbeiten, die der Behebung eines Baugebrechens dienen, das die Substanz des Gebäudes gefährdet, sind dann nicht mehr als Erhaltungsarbeiten nach § 28 Abs 1 Z 1 WEG zu qualifizieren, wenn die Kosten im Verhältnis zum Wert der Gesamtliegenschaft wirtschaftlich unvertretbar sind.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 160–161
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Erweiterung gemessener (Wege)Servituten
Erweiterung gemessener (Wege)Servituten, 7 Ob 231/12i, BBL 2013, 160, BBL-Slg 2013/136, § 484 ABGB Eine gemessene Dienstbarkeit liegt nur dann vor, wenn der Inhalt durch... Eine gemessene Dienstbarkeit liegt nur dann vor, wenn der Inhalt durch den Titel unzweifelhaft umschrieben ist. Bei gemessenen Servituten ist eine Erweiterung unzulässig.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 161–161
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Mangelhafte Fliesenverlegung; ständige Ausbesserung durch Werkunternehmer; Beginn Verjährungsfrist Schadenersatzanspruch; alternative Kausalität; Schadensteilung
Mangelhafte Fliesenverlegung, ständige Ausbesserung durch Werkunternehmer, Beginn Verjährungsfrist Schadenersatzanspruch, alternative Kausalität, Schadensteilung, 3 Ob 228/12v, BBL 2013, 161, BBL-Slg 2013/137, § 1167 ABGB, § 1304 ABGB, § 1489 ABGB Bei Schlechterfüllung beginnt die Verjährung des... Bei Schlechterfüllung beginnt die Verjährung des Schadenersatzanspruchs erst dann, wenn dem Besteller erkennbar ist, dass eine erfolgte Verbesserung misslungen ist, oder wenn feststeht, dass der Werkunternehmer die Verbesserung endgültig verweigert.
Wenn nur eine Ursache für den Schaden sicher gesetzt wurde und andere Ursachen nach den Feststellungen lediglich im Bereich des Möglichen liegen, kann nicht von einem Fall alternativer Kausalität ausgegangen werden.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 162–163
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Zulässigkeit der Unterbrechung des gerichtlichen Entschädigungsverfahrens
Zulässigkeit der Unterbrechung des gerichtlichen Entschädigungsverfahrens, 9 Ob 9/13h, BBL 2013, 162, BBL-Slg 2013/138, § 25 AußStrG, § 15 Abs 1 lit c sbg LandesstraßenG 1972, § 190 ZPO Das gerichtliche Entschädigungsverfahren kann bis zur (materiell)... Das gerichtliche Entschädigungsverfahren kann bis zur (materiell) rechtskräftigen Entscheidung über die Wiederaufnahme des Enteignungsverfahrens und gegebenenfalls des Enteignungsverfahrens selbst unterbrochen werden.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 163–163
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Hundertwasserhaus; Urheberrechtsschutz; freie Nachschöpfung
Hundertwasserhaus, Urheberrechtsschutz, freie Nachschöpfung, 2 Ob 150/12s, BBL 2013, 163, BBL-Slg 2013/139, § 5 Abs 2 UrhG Für die freie Benützung nach § 5 Abs 2 UrhG ist kennzeichnend, dass... Für die freie Benützung nach § 5 Abs 2 UrhG ist kennzeichnend, dass trotz des Zusammenhangs mit einem anderen Werk ein von diesem verschiedenes, selbstständiges Werk vorliegt, dem gegenüber das Werk, an das es sich anlehnt, vollständig in den Hintergrund tritt.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 164–164
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. (Un-) Zulässige Erweiterung einer ungemessenen (Wege)Servitut durch bauliche Maßnahmen
(Un-) Zulässige Erweiterung einer ungemessenen (Wege)Servitut durch bauliche Maßnahmen, 2 Ob 150/12s, BBL 2013, 164, BBL-Slg 2013/140, § 484 ABGB Bei einer Vergrößerung des herrschenden Guts oder baulichen... Bei einer Vergrößerung des herrschenden Guts oder baulichen Änderungen auf diesem ist, sofern es sich nicht um eine gemessene Servitut handelt, vorrangig darauf abzustellen, ob sich daraus eine nachteilige Beanspruchung des dienenden Guts ergibt.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 164–165
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Baubetreuungsvertrag; Rechnungslegungspflicht; Herausgabe von Lichtbilddokumentationen
Baubetreuungsvertrag, Rechnungslegungspflicht, Herausgabe von Lichtbilddokumentationen, 10 Ob 61/12m, BBL 2013, 164, BBL-Slg 2013/141, § 1012 ABGB Werden Fotos anstelle von Baubesprechungsprotokollen angefertigt, so... Werden Fotos anstelle von Baubesprechungsprotokollen angefertigt, so sind sie als von der Rechnungslegungspflicht erfasste Belege bzw Nachweise zu dem abzurechnenden Baugeschehen anzusehen.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 165–167
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Vereinbarung einer besonderen Verjährungsfrist; Wirkung für den Haftpflichtversicherer; wirksame Vereinbarung von AGB
Vereinbarung einer besonderen Verjährungsfrist, Wirkung für den Haftpflichtversicherer, wirksame Vereinbarung von AGB, 6 Ob 167/12w, BBL 2013, 165, BBL-Slg 2013/142, § 861 ABGB, § 864a ABGB, § 914 ABGB, § 915 ABGB, § 67 VersVG Erfasst eine Verjährungsabrede, deren Lauf mit Kenntnis von Schaden... Erfasst eine Verjährungsabrede, deren Lauf mit Kenntnis von Schaden und Schädiger beginnt, auch Ersatzansprüche, die der Auftraggeber gegenüber Dritten zu leisten hat, so ist der Zeitpunkt, in dem der in Anspruch Genommene dem Dritten tatsächlich Ersatz geleistet hat, für den Verjährungsbeginn unmaßgeblich.
AGB sind dann in das Vertragsverhältnis einbezogen, wenn in den getroffenen Vereinbarungen ausdrücklich darauf Bezug genommen wird und der Vertragspartner vor Vertragsabschluss die Möglichkeit hatte, sich davon Kenntnis zu verschaffen. Diese Möglichkeit ist gegeben, wenn die AGB auf der Website des Verwenders oder mittels Google-Suche abrufbar sind.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 167–169
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Zulässigkeit von Personenbildnissen im Rahmen einer Befundaufnahme
Zulässigkeit von Personenbildnissen im Rahmen einer Befundaufnahme, 6 Ob 256/12h, BBL 2013, 167, BBL-Slg 2013/143, § 16 ABGB, § 78 UrhG Das Recht am eigenen Bild stellt eine besondere Erscheinungsform des... Das Recht am eigenen Bild stellt eine besondere Erscheinungsform des allgemeinen Persönlichkeitsrechts dar. Daher kann bereits die Herstellung eines Bildnisses ohne Einwilligung des Abgebildeten einen unzulässigen Eingriff in dessen allgemeines Persönlichkeitsrecht darstellen. Dabei wird das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Betroffenen nicht nur dann verletzt, wenn Abbildungen einer Person in deren privatem Bereich angefertigt werden, um diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Vielmehr kann auch die Herstellung von Bildnissen einer Person in der Öffentlichkeit zugänglichen Bereichen und ohne Verbreitungsabsicht einen unzulässigen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des Betroffenen darstellen.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 169–169
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Verjährung einer nie ausgeübten Dienstbarkeit
Verjährung einer nie ausgeübten Dienstbarkeit, 1 Ob 25/13b, BBL 2013, 169, BBL-Slg 2013/144, § 1488 ABGB Für eine Widersetzlichkeit gemäß § 1488 ist die Kenntnis oder die... Für eine Widersetzlichkeit gemäß § 1488 ist die Kenntnis oder die auf Sorglosigkeit beruhende Unkenntnis des Berechtigten von der Errichtung eines der Ausübung der Servitut entgegenstehenden Hindernisses ausreichend. Die tatsächliche Servitutsausübung durch den Berechtigten ist für die Freiheitsersitzung nicht erforderlich.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 169–170
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Keine einstweilige Verfügung zur Sicherung des Feststellungsbegehrens einer Servitut
Keine einstweilige Verfügung zur Sicherung des Feststellungsbegehrens einer Servitut, 1 Ob 7/13f, BBL 2013, 169, BBL-Slg 2013/145, § 523 ABGB, § 381 Z 2 EO Kann ein Dienstbarkeitsberechtigter unter Berufung auf ein behauptetes... Kann ein Dienstbarkeitsberechtigter unter Berufung auf ein behauptetes Wegerecht vom Beklagten als Störer und Eigentümer der dienenden Liegenschaften die Unterlassung künftiger Störungen seiner Grunddienstbarkeit gemäß § 523 ABGB verlangen, fehlt einer einstweiligen Verfügung zur Sicherung des Begehrens auf Feststellung des Bestehens einer Servitut das Rechtsschutzbedürfnis.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 170–170
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Unterlassene Lastenfreistellung; Regressanspruch des Berufshaftpflichtversicherers
Unterlassene Lastenfreistellung, Regressanspruch des Berufshaftpflichtversicherers, 2 Ob 256/12d, BBL 2013, 170, BBL-Slg 2013/146, § 1358 ABGB, § 67 VersVG Verabsäumt es ein Rechtsanwalt oder Notar, entgegen der... Verabsäumt es ein Rechtsanwalt oder Notar, entgegen der Treuhandvereinbarung für die Lastenfreistellung der erworbenen Liegenschaft Vorsorge zu treffen und ersetzt die Berufshaftpflichtversicherung dem Käufer den so erlittenen Schaden, gehen die Ansprüche des Käufers gegen den um den Aufwand der Lastenfreistellung bereicherten Verkäufer gemäß § 1358 ABGB iVm § 67 VersVG auf die Haftpflichtversicherung über.
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Haftung des Werkunternehmers für den Produzenten als Erfüllungshilfen
Haftung des Werkunternehmers für den Produzenten als Erfüllungshilfen, 2 Ob 234/12v, BBL 2013, 170, BBL-Slg 2013/147, § 1313a ABGB, § 1165 ABGB, § 1166 ABGB, § 1167 ABGB Ein Werkunternehmer haftet für einen selbständigen und weisungsfreien... Ein Werkunternehmer haftet für einen selbständigen und weisungsfreien Dritten, von dem er nach der Vereinbarung ein für die Werkleistung erforderliches und geeignetes Produkt bezieht, nur dann, wenn er diesen Dritten unmittelbar in die Erbringung der werkvertraglichen Erfüllungshandlung einbezieht.
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Zur dinglichen Wirkung von Zwangsbescheiden
Zur dinglichen Wirkung von Zwangsbescheiden, 1 Ob 44/13x, BBL 2013, 170, BBL-Slg 2013/148, § 60 WRG, § 63 WRG, § 15 LiegTeilG, § 16 LiegTeilG, § 17 LiegTeilG § 60 Abs 3 WRG ist eine gesetzliche Sonderregelung, die den... § 60 Abs 3 WRG ist eine gesetzliche Sonderregelung, die den Bestimmungen über die Abschreibung eines Teilstücks im vereinfachten Verfahren nach den §§ 15 ff LiegTeilG vorgeht. Das Zwangsrecht der Dienstbarkeit der Transportwasserleitung bindet gemäß § 60 Abs 3 WRG den jeweiligen Eigentümer der belasteten Liegenschaft, ohne dass es einer Einverleibung des Zwangsrechtes oder einer Ersitzung des Rechts durch den Wasserberechtigten bedarf. Die dingliche Wirkung des Zwangsrechtsbescheides für den Rechtsnachfolger des ursprünglichen Bescheidadressaten besteht unabhängig davon, ob dieser vom Bestand des Zwangsrechtes Kenntnis hat oder nicht.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 170–172
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Haftung des gewerberechtlichen Geschäftsführers für nicht abgeführte Krankenkassenbeiträge
Haftung des gewerberechtlichen Geschäftsführers für nicht abgeführte Krankenkassenbeiträge, 4 Ob 173/12p, BBL 2013, 170, BBL-Slg 2013/149, § 1311 ABGB, § 1295 Abs 1 ABGB, § 87 Abs 1 Z 3 GewO Der gewerberechtliche Geschäftsführer ist gemäß § 39 Abs 1 GewO... Der gewerberechtliche Geschäftsführer ist gemäß § 39 Abs 1 GewO dem Gewerbeinhaber gegenüber für die fachlich korrekte Ausübung des Gewerbes und der Behörde gegenüber für die Einhaltung der gewerberechtlichen Vorschriften verantwortlich. Seine Pflichten sind dabei auf die Vorschriften begrenzt, welche die Ausübung des Gewerbes betreffen. Der Schutzzweck der Bestimmungen der Gewerbeordnung liegt daher nicht in der Abführung der Krankenkassenbeiträge der Arbeitnehmer. Eine Haftung kann sich jedoch aus strafgesetzlichen Vorschriften (§§ 153c und d StGB) ergeben, wenn der Geschäftsführer seine Gewerbeberechtigung mit dem (zumindest bedingten) Vorsatz zur Verfügung stellt, an einem Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen durch den handelsrechtlichen Geschäftsführer mitzuwirken.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 172–173
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Mitverschulden an der Warnpflichtverletzung des Werkunternehmers
Mitverschulden an der Warnpflichtverletzung des Werkunternehmers, 5 Ob 16/13h, BBL 2013, 172, BBL-Slg 2013/150, § 1168a ABGB, § 1304 ABGB Ein Werkbesteller muss sich ein Fehlverhalten von Vorunternehmen,... Ein Werkbesteller muss sich ein Fehlverhalten von Vorunternehmen, welche Pläne, Gutachten und Beratung bereitgestellt haben, als Mitverschulden im Rahmen der Haftung wegen Warnpflichtverletzung zurechnen lassen, wenn ihn selbst qualifizierte vertragliche Mitwirkungspflichten treffen. Davon ist auszugehen, wenn der Werkbesteller einen Auftrag unter verbindlicher Festlegung der Herstellungsmethode erteilt und sich zur Erstellung eines exakt ausgearbeiteten Ausführungsplans Sachverständiger bedient.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 173–173
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Übertragung von Nutzungsrechten an Baurechtsliegenschaften
Übertragung von Nutzungsrechten an Baurechtsliegenschaften, 5 Ob 251/12s, BBL 2013, 173, BBL-Slg 2013/151, § 1404 ABGB, § 1405 ABGB, § 1406 ABGB Die Vereinbarung, wonach bis zur grundbücherlichen Übertragung eines... Die Vereinbarung, wonach bis zur grundbücherlichen Übertragung eines Baurechts ein Nutzungsrecht an der betreffenden Liegenschaft gegen bestimmte Gegenleistungen eingeräumt wird, ist ohne Zustimmung aller beteiligten Parteien nicht übertragbar. Nach der herrschenden Einheitstheorie wird die Vertragsübernahme erst durch (allenfalls im Vorhinein gegebene) Zustimmung des verbleibenden Vertragspartners wirksam.
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Ersitzung einer Dienstbarkeit an öffentlichem Gut
Ersitzung einer Dienstbarkeit an öffentlichem Gut, 7 Ob 20/13m, BBL 2013, 173, BBL-Slg 2013/152, § 287 ABGB, § 480 ABGB Die Benützung eines im Gemeingebrauch stehenden Feldwegs zum Bestellen... Die Benützung eines im Gemeingebrauch stehenden Feldwegs zum Bestellen von Äckern kann nur dann zur Ersitzung einer vom Gemeingebrauch abweichenden Dienstbarkeit führen, wenn erwiesen ist, dass derjenige, der die Ersitzung für sich in Anspruch nimmt, davon ausgegangen ist, zur Ausübung eines Individualrechts (hier Pflugwenderecht) gegenüber der Gemeinde berechtigt zu sein.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 173–174
Auer, M. | Egglmeier-Schmolke, B. Haftung für Verkehrssicherungspflichtverletzung; fehlender Handlauf
Haftung für Verkehrssicherungspflichtverletzung, fehlender Handlauf, 7 Ob 237/12x, BBL 2013, 173, BBL-Slg 2013/153, § 1295 ABGB Bei Übertretung eines Schutzgesetztes bedarf es keines strikten... Bei Übertretung eines Schutzgesetztes bedarf es keines strikten Nachweises des Kausalzusammenhangs. Die Beweispflicht dafür, dass der Schaden auch ohne das rechtswidrige Verhalten eingetreten wäre, obliegt dem Schädiger. Der Zweck der Verpflichtung zur Anbringung eines zweiten Handlaufs besteht darin, allfällige Stürze zu verhindern, unabhängig davon ob eine Person in der Nähe des Handlaufs oder in der Mitte der Stiege geht. Kann ein Geschädigter eine fehlende Verkehrssicherung rechtzeitig erkennen und setzt er sich gleichwohl dem Risiko aus, trifft ihn ein Mitverschulden.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 174–175
Keschmann, F. Veraltete ÖNORMen; Zugänglichkeit; individuelle Betroffenheit; Verstoß von wesentlichem Einfluss
Veraltete ÖNORMen, Zugänglichkeit, individuelle Betroffenheit, Verstoß von wesentlichem Einfluss, 2010/04/0037, BBL 2013, 174, BBL-Slg 2013/154, § 97 Abs 2 BVergG 2006, § 99 Abs 2 BVergG 2006, § 6 Abs 6 NormenG 1971, § 7 NormenG 1971 Hinsichtlich der Zugänglichkeit von ÖNORMen – unabhängig davon, ob... Hinsichtlich der Zugänglichkeit von ÖNORMen – unabhängig davon, ob sie in Geltung stehen oder nicht – sind keine Unterschiede auszumachen.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 175–175
Keschmann, F. Chance auf den Zuschlag; Antragslegitimation
Chance auf den Zuschlag, Antragslegitimation, N/0008-BVA/10/2013-42, BBL 2013, 175, BBL-Slg 2013/155, § 2 Z 1 BVergG 2006, § 129 Abs 1 Z 7 BVergG 2006 Keine Antragslegitimation, wenn der ASt auch bei Zutreffen seines... Keine Antragslegitimation, wenn der ASt auch bei Zutreffen seines Vorbringens nicht erstgereiht wäre.
Keschmann, F. Antragslegitimation; Nachprüfungsantrag; Ausschlussgrund; Sanierungsverfahren
Antragslegitimation, Nachprüfungsantrag, Ausschlussgrund, Sanierungsverfahren, VwSen-550619, BBL 2013, 175, BBL-Slg 2013/156, § 68 Abs 1 Z 2 BVergG 2006, § 129 Abs 1 Z 1 BVergG 2006 Bei nachträglicher Eröffnung des Sanierungsverfahrens liegt ein... Bei nachträglicher Eröffnung des Sanierungsverfahrens liegt ein Ausschlussgrund vor.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 175–176
Keschmann, F. Plausibilitätsprüfung; Preisangemessenheit
Plausibilitätsprüfung, Preisangemessenheit, VwSen-550617, BBL 2013, 175, BBL-Slg 2013/157, § 123 BVergG 2006, § 125 BVergG 2006 Die Vergabekontrollbehörde hat unter Berücksichtigung der auch dem AG... Die Vergabekontrollbehörde hat unter Berücksichtigung der auch dem AG zur Verfügung gestandenen Unterlagen die Preisgestaltung auf ihre betriebswirtschaftliche Erklär- und Nachvollziehbarkeit zu prüfen.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 176–176
Keschmann, Florian Alternativangebot; Mindestanforderungen; Gleichwertigkeit
Alternativangebot, Mindestanforderungen, Gleichwertigkeit, N/0013-BVA/14/2013-31, BBL 2013, 176, BBL-Slg 2013/158, § 81 Abs 1 BVergG 2006, § 81 Abs 2 BVergG 2006, § 106 Abs 4 BVergG 2006 Ohne korrekte Mindestanforderungen ist weder eine Vergleichbarkeit der... Ohne korrekte Mindestanforderungen ist weder eine Vergleichbarkeit der Angebote noch eine Angebotsprüfung möglich, sodass auf Alternativangebote nicht zugeschlagen werden darf.
Volltext	RechtsprechungBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 176–177
Keschmann, F. ÖNORMen; Berichtigungsbescheid; Klaglosstellung; anhängiges Verfahren; Pauschalgebühren
ÖNORMen, Berichtigungsbescheid, Klaglosstellung, anhängiges Verfahren, Pauschalgebühren, 2010/04/0105, BBL 2013, 176, BBL-Slg 2013/159, § 19 Abs 1 WrVRG 2007, § 21 Abs 4 WrVRG 2007 Der Berichtigungsbescheid wirkt auf den berichtigten Bescheid zurück... Der Berichtigungsbescheid wirkt auf den berichtigten Bescheid zurück und bildet mit dem berichtigten Bescheid eine Einheit.
Volltext	Neues BaurechtBBL 2013/4, Jahrgang 2013, Heft 4, S. 178–180
(Kundmachungszeitraum: 1.4.2013 – 31.5.2013) BBL 2013, 178 Neues Baurecht