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Timestamp: 2019-10-20 17:01:54
Document Index: 218018647

Matched Legal Cases: ['§ 103', '§ 137', '§ 31', '§ 18', 'Art 3', '§ 19', '§ 2', '§ 11', '§ 13', '§ 18', '§ 27', '§ 40', '§ 40', '§ 111', '§ 15', '§ 18', '§ 103', 'Art. 3', '§ 18']

BSG Urteil vom 06.03.2012 - B 1 KR 17/11 R | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
BSG Urteil vom 06.03.2012 - B 1 KR 17/11 R
Krankenversicherung. Kostenübernahme einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme im Ausland (hier: Jordanien). Vorliegen eines qualitativen oder quantitativen Versorgungsdefizits. Voraussetzungen für eine Kostenerstattung. sozialgerichtliches Verfahren. Verstoß gegen Amtsermittlungspflicht und gegen Ermittlung allgemeiner Tatsachen
1. Ein Verstoß gegen § 103 SGG liegt vor, wenn das Berufungsgericht sich zu einer weiteren Sachaufklärung hätte gedrängt fühlen müssen (stRspr, vgl zB BSG vom 22.7.2004 - B 3 KR 21/03 R = BSGE 93, 137 = SozR 4-2500 § 137c Nr 2, RdNr 34 und BSG Urteil vom 8.11.2011 - B 1 KR 19/10 R = BSGE 109, 211 = SozR 4-2500 § 31 Nr 19 mwN).
2. Bei der Ermittlung allgemeiner Tatsachen kommt es in besonderer Weise darauf an, Erkenntnisse auf einer möglichst breiten Grundlage zu gewinnen (vgl BSG vom 13.12.2005 - B 1 KR 21/04 R = SozR 4-2500 § 18 Nr 5 RdNr 30 - Kozijavkin III). Nur ein solches Vorgehen sichert die von Art 3 Abs 1 GG geforderte Rechtsanwendungsgleichheit, für welche die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses im Inland sorgen.
SGB 4 § 19; SGB 5 § 2 Abs. 1 S. 3, § 11 Abs. 2 Sätze 1, 3, § 13 Abs. 3 S. 1 Alt. 1, S. 2, § 18 Abs. 1-2, 3 S. 1, § 27 Abs. 1 Sätze 1, 2 Nr. 6, § 40 Fassung: 2003-11-14, § 40 Fassung: 2007-03-26, §§ 111, 275 Abs. 2 Nr. 3; SGB 9 § 15 Abs. 1 S. 4, § 18 S. 1; SGG §§ 103, 106; GG Art. 3 Abs. 1
LSG Hamburg (Urteil vom 14.10.2010; Aktenzeichen L 1 KR 54/08)
SG Hamburg (Urteil vom 21.11.2008; Aktenzeichen S 32 KR 760/06)
Das SG hat die Klageverfahren verbunden, Sachverständigenbeweis erhoben und die Klage mit der Begründung abgewiesen, es liege keine Maßnahme der medizinischen Reha in einer Reha-Einrichtung vor (Urteil vom 21.11.2008). Das LSG hat die Berufung zurückgewiesen: Die Voraussetzungen der einzig in Betracht kommenden Anspruchsgrundlage § 18 Abs 1 SGB V seien nicht erfüllt. Es gebe keinen Konsens über die Zweckmäßigkeit der durchgeführten Vitiligo-Therapie, der sich aus wissenschaftlich einwandfrei geführten Studien in Form von Statistiken über die Zahl der behandelten Fälle und die Wirksamkeit der ...