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Timestamp: 2016-10-26 15:27:59
Document Index: 328157129

Matched Legal Cases: ['Art. 90', 'Art. 75', 'Art. 74', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 95', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'Art. 317', 'Art. 99', 'Art. 317', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 317', 'Art. 75', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4']

vertreten durch Rechtsanw�ltin Christa Niklaus,
A.a X.________ (Auftraggeberin, Beklagte, Beschwerdef�hrerin) beauftragte die Y.________ GmbH (Beauftragte, Kl�gerin, Beschwerdegegnerin) mit der Erbringung von Architekturleistungen f�r den Bau ihres Einfamilienhauses in Spiez.
A.b Die Beauftragte erstellte am 15. M�rz 2007 eine erste Kostensch�tzung f�r den Bau: "Total Investitionskosten" Fr. 1'557'623.--, "Anteil Baukosten" Fr. 911'279.--, Geb�udegrundfl�che 100 m2, Rauminhalt 939 m3, Kubikmeterpreis Fr. 750.--/m3. Am 4. Juli 2007 erfolgte eine zweite Kostensch�tzung: "Total Investitionskosten" Fr. 1'556'168.--, "Anteil Baukosten" Fr. 960'342.--, Geb�udegrundfl�che neu 90 m2, Rauminhalt neu 1'002 m3, Kubikmeterpreis unver�ndert Fr. 750.--/m3.
Daraufhin unterzeichneten die Parteien am 10. Juli / 14. September 2007 einen ersten Honorarvertrag f�r "voraussichtliches Honorar und Spesen" f�r Leistungen bis und mit Baueingabe in der H�he von Fr. 49'853.-- (inkl. MwSt.), basierend auf einem anhand der aufwandbestimmenden Baukosten von Fr. 638'000.-- ermittelten durchschnittlichen Zeitaufwand von 349 Stunden. Am 26. Januar / 17. Februar 2008 unterzeichneten die Parteien einen zweiten Honorarvertrag, welcher den ersten Honorarvertrag ersetzte. Darin wurde ein voraussichtliches Honorar in der H�he von Fr. 149'700.-- vereinbart, basierend auf einem Zeitaufwand von nunmehr 1'074 Stunden, bei gleichbleibenden aufwandbestimmenden Baukosten von Fr. 638'000.--.
Am 12. M�rz 2008 erstellte die Beauftragte eine dritte Kostensch�tzung (nachfolgend: Schockofferte): "Total Investitionskosten" Fr. 1'712'214.--, "Anteil Baukosten" Fr. 1'116'388.--, Geb�udegrundfl�che unver�ndert 90 m2, Rauminhalt unver�ndert 1'002 m3, Kubikmeterpreis neu Fr. 989.--/m3. Diese Kostensch�tzung wurde am 5. April 2008 revidiert: "Total Investitionskosten" von Fr. 1'616'787.--, "Anteil Baukosten" Fr. 1'020'961.--, Geb�udegrundfl�che unver�ndert 90 m2, Rauminhalt unver�ndert 1'002 m3, Kubikmeterpreis neu Fr. 881.--/m3.
A.c Mit Schreiben vom 28. April 2008 teilte die Auftraggeberin der Beauftragten mit, dass ihr Vertrauen erloschen ist und bat sie um "Kenntnisnahme der Vertragsaufl�sung mit allen Folgen, r�ckwirkend ab 26. Januar 2008".
B.a Am 29. April 2009 reichte die Beauftragte beim Regionalgericht Oberland Klage gegen die Auftraggeberin ein mit dem Begehren, die Auftraggeberin sei zu verurteilen, ihr einen Betrag von Fr. 51'178.-- nebst 5 % Zins seit dem 17. Juni 2008 zu bezahlen und es sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 38497 des Betreibungsamtes Pf�ffikon in diesem Umfang aufzuheben.
Mit Entscheid vom 21. November 2011 hiess das Regionalgericht Oberland die Klage teilweise gut und verurteilte die Beklagte, der Kl�gerin Fr. 46'093.90 nebst 5 % Zins seit dem 17. Juni 2008 zu bezahlen und beseitigte den Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 38497 des Betreibungsamtes Pf�ffikon in diesem Umfang.
B.b Gegen diesen Entscheid erhob die Beklagte Berufung an das Obergericht des Kantons Bern. Mit Entscheid vom 19. Juni 2012 verurteilte das Obergericht die Beklagte, der Kl�gerin Fr. 46'093.90 nebst 5 % Zins seit dem 18. Juni 2008 zu bezahlen und beseitigte den Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 38497 des Betreibungsamtes Pf�ffikon in diesem Umfang.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt die Beklagte dem Bundesgericht, der Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2012 sei aufzuheben und die Klage abzuweisen. Sodann sei die Kl�gerin anzuweisen, die Betreibung Nr. 38497 des Betreibungsamtes Pf�ffikon zur�ckzuziehen. Eventuell sei der Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2012 aufzuheben und die Sache zwecks Sachverhaltserg�nzung/-kl�rung mittels Erg�nzungsfragen an den Erstgutachter und/oder mittels Obergutachten zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Kl�gerin beantragt, den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 19. Juni 2012 zu best�tigen. Die Vorinstanz hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Der angefochtene Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern ist ein verfahrensabschliessender Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75 Abs. 1 BGG). Der Streitwert betr�gt Fr. 46'093.90, womit die erforderliche Streitwertgrenze erreicht ist (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde - unter Vorbehalt einer rechtsgen�glichen Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) - einzutreten.
2.1 Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG hat die Rechtsschrift die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten; im Rahmen der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG), andernfalls wird darauf nicht eingetreten. Unerl�sslich ist im Hinblick auf Art. 42 Abs. 2 BGG, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Die Beschwerdef�hrerin soll in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die sie im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.). Beruht der angefochtene Entscheid auf mehreren selbstst�ndigen alternativen Begr�ndungen, so ist f�r jede einzelne darzutun, weshalb sie Recht verletzt; denn soweit nicht beanstandete Begr�ndungen das angefochtene Urteil selbstst�ndig st�tzen, fehlt das Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung der geh�rig begr�ndeten R�gen (BGE 133 IV 119 E. 6.3 S. 120 f.; vgl. auch BGE 132 III 555 E. 3.2 S. 560).
Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte R�gepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53 mit Hinweisen). Es obliegt der Beschwerdef�hrerin namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die ger�gten Grundrechte verstossen soll. Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 134 V 138 E. 2.1 S. 143; 133 II 396 E. 3.1 S. 399).
2.2 In tats�chlicher Hinsicht legt das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 135 III 397 E. 1.5 S. 401). Die beschwerdef�hrende Partei, welche die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; 133 III 350 E. 1.3 S. 351 f.). Wird Willk�r in der Ermittlung des Sachverhalts geltend gemacht, ist zu beachten, dass dem Sachrichter in der Beweisw�rdigung ein breiter Ermessensspielraum zusteht. Die beschwerdef�hrende Partei hat daher darzulegen, inwiefern das kantonale Gericht sein Ermessen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schl�sse gezogen, erhebliche Beweise �bersehen oder willk�rlich ausser Acht gelassen habe (vgl. BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211; 129 I 8 E. 2.1 S. 9).
2.3 Diese Grunds�tze verkennt die Beschwerdef�hrerin �ber weite Strecken. Ihre Ausf�hrungen ersch�pfen sich weitgehend in appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid. Die Beschwerdef�hrerin begn�gt sich damit, den Ablauf der Ereignisse aus ihrer eigenen Sicht darzulegen, wobei sie in verschiedenen Punkten von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweicht oder diese gar erweitert, ohne rechtsgen�gliche Sachverhaltsr�gen zu erheben. So erg�nzt die Beschwerdef�hrerin den von der Vorinstanz unter dem Titel "unbestrittener Sachverhalt" festgestellten Sachverhalt in beliebiger Weise und f�gt der Zusammenfassung der Vorinstanz unter dem Titel "R�gen der Berufungskl�gerin und Vorbringen der Berufungsbeklagten" weitere Elemente hinzu. Sie setzt sich zu grossen Teilen nicht hinreichend oder gar nicht mit dem angefochtenen Entscheid auseinander und tut nicht dar, inwiefern die Vorinstanz mit ihrem Entscheid Bundesrecht verletzt haben oder in Willk�r verfallen sein soll. Damit ist die Beschwerdef�hrerin nicht zu h�ren.
Auf die R�gen der Beschwerdef�hrerin ist deshalb nur insoweit einzugehen, als eine klare, zul�ssige R�ge erhoben oder zumindest erkennbar ist.
3.1 Dem angefochtenen Entscheid ist zu entnehmen, dass die Beschwerdef�hrerin der Vorinstanz zusammen mit ihrer Berufung 19 Beilagen eingereicht hat. Die Vorinstanz hat erwogen, dass, soweit es sich bei den eingereichten Dokumenten um Unterlagen handle, die sich bereits in den Akten befinden, sich eine erneute Aufnahme als unn�tig erweise. Soweit es sich jedoch um Dokumente handle, welche gem�ss der Beschwerdef�hrerin "zum Nachweis des Sachverhaltes hinzu gekommen" seien, h�tten diese als unentschuldigt versp�tet vorgebrachte unechte Noven zu gelten und seien deshalb zur�ckzuweisen.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin reicht auch dem Bundesgericht zusammen mit ihrer Beschwerde sechs Beilagen ein. Aus ihren Vorbringen geht hervor, dass es sich dabei teilweise um die gleichen Beilagen handelt, die von der Vorinstanz zur�ckgewiesen wurden oder sich bereits in den Akten befinden. Die Beschwerdef�hrerin macht nicht geltend, dass die Vorinstanz bei der teilweisen R�ckweisung der eingereichten Beilagen Art. 317 ZPO verletzt h�tte, was auch nicht ersichtlich ist. Sie begn�gt sich mit der pauschalen Behauptung, die vor der Vorinstanz eingereichten Beilagen h�tten sich in der "Bananenschachtel" befunden, welche die Beschwerdegegnerin dem erstinstanzlichen Gericht eingereicht habe, weshalb es sich nicht um Noven handeln w�rde. Die Beschwerdef�hrerin unterl�sst es jedoch zu pr�zisieren, welche Dokumente sich in der sogenannten "Bananenschachtel" befunden haben und ob es sich dabei um die gleichen Beweisst�cke handelt, welche die Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht erneut vorbringt. Auf die von der Vorinstanz zur�ckgewiesenen Beweisst�cke kann demnach auch im bundesgerichtlichen Verfahren nicht zur�ckgegriffen werden.
Unbeachtlich sind sodann auch die von der Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht neu eingereichten Dokumente (Art. 99 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdef�hrerin tut keineswegs dar, weshalb sie diese nicht bereits vor den Vorinstanzen h�tte vorbringen k�nnen, noch tut sie dar, dass erst der angefochtene Entscheid dazu Anlass gegeben habe.
Insoweit die Beschwerdef�hrerin sich f�r die Begr�ndung ihrer R�gen auf diese unbeachtlichen Beweisst�cke abst�tzt, ist sie nicht zu h�ren.
Vor der Vorinstanz war streitig, ob die Beschwerdef�hrerin f�r die geltend gemachte Honorarforderung der Beschwerdegegnerin, f�r Architekturleistungen bis zur vorzeitigen Beendigung des Vertrages, aufzukommen hat. Dabei hat die Vorinstanz gepr�ft, ob die Beschwerdegegnerin ihre vertraglich geschuldete Leistung geh�rig erbracht hat und ob der in Rechnung gestellte zeitliche Aufwand angemessen war.
Die Vorinstanz hat erwogen, dass sich die finanziellen Folgen der vorzeitigen Beendigung des Honorarvertrages nach den auftragsrechtlichen Regeln richten, womit die Beschwerdef�hrerin der Beschwerdegegnerin das Entgelt f�r die nachweislich vertragskonform erbrachten Leistungen schulde. Bez�glich der Frage, ob die Leistungen der Beschwerdegegnerin vertragskonform erbracht wurden und ob der in Rechnung gestellte Stundenaufwand tats�chlich erfolgt sei, hat die Vorinstanz, wie bereits das erstinstanzliche Gericht, auf das von den Parteien beantragte gerichtliche Gutachten vom 30. Juli 2010 bzw. das Erg�nzungsgutachten vom 19. November 2010 abgestellt. Unter W�rdigung dieser Gutachten hielt es die Vorinstanz als erwiesen, dass der von der Beschwerdegegnerin in Rechnung gestellte Stundenaufwand sowie die geltend gemachten Spesen tats�chlich angefallen seien, diese im Zusammenhang mit der Leistungserbringung standen und die Leistungen vertragskonform erbracht wurden, womit die Beschwerdegegnerin Anspruch auf Verg�tung ihrer Leistungen habe.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt das vorinstanzliche Urteil in zweierlei Hinsicht. Einerseits macht sie geltend, sie habe sich bei der Unterzeichnung der zweiten Honorarvereinbarung vom 26. Januar / 17. Februar 2008 in einem Irrtum befunden, weshalb der Vertrag nicht g�ltig zustande gekommen sei, und sie von der Beschwerdegegnerin zur�ckverlangen k�nne, worum sie bis zum 28. April 2008 bereichert wurde. Andererseits macht sie geltend, dass die Vorinstanz die Gutachten falsch gew�rdigt habe und die von der Beschwerdegegnerin bis zum 28. April 2008 erbrachten Leistungen nicht vertragskonform erbracht wurden, womit kein oder nur ein reduziertes Honorar geschuldet sei.
5.1.1 Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, sie m�sse sich eine versp�tete Geltendmachung des Willensmangels, so wie dies die Vorinstanz behaupte, nicht vorhalten lassen. Das erstinstanzliche Gericht habe es unterlassen, seiner richterlichen Fragepflicht nachzugehen, weshalb die Geltendmachung des Irrtums im Berufungsverfahren nicht zu sp�t erfolgt sei. Es sei klar, dass sie den zweiten Honorarvertrag niemals unterschrieben h�tte, wenn sie um die rund 50 % h�heren Baukosten in der Schockofferte gewusst h�tte.
Im �brigen seien alle Bedingungen f�r einen Grundlagenirrtum erf�llt, insbesondere sei im zu beurteilenden Fall auch ein Irrtum �ber einen k�nftigen Sachverhalt zugelassen.
5.1.2 Die Vorinstanz hat erwogen, dass eine Wirkung ex tunc der Beendigung des Honorarvertrages per 17. Februar 2008 nur im Falle einer erfolgreichen Anfechtung des Vertrages wegen Willensm�ngel in Frage komme. Soweit ersichtlich habe die Beschwerdef�hrerin einen solchen jedoch vor dem erstinstanzlichen Gericht nicht geltend gemacht, weshalb sie sich im Berufungsverfahren nicht mehr darauf berufen k�nne (Art. 317 ZPO).
Im Sinne einer selbstst�ndigen Eventualbegr�ndung f�hrte die Vorinstanz sodann aus, dass selbst wenn diese Tatsachenbehauptung bzw. die Berufung auf den Grundlagenirrtum im Berufungsverfahren noch zu h�ren w�re, k�nne die Beschwerdef�hrerin nichts f�r sich ableiten; der Irrtum betreffe einen k�nftigen Sachverhalt, welchen die Beschwerdef�hrerin nicht als sicher habe annehmen d�rfen. Die Parteien h�tten betreffend den Baukosten nie ein Kostendach vereinbart; beide Honorarvertr�ge h�tten auf einer Sch�tzung beruht, welche sinngem�ss gerade nicht sicher und verbindlich gewesen seien. Deshalb habe die Beschwerdef�hrerin nicht davon ausgehen d�rfen, dass sich die Baukosten nicht mehr �ndern werden.
5.1.3 Ob und in welchem Umfang sich eine Partei im Zeitpunkt ihrer Willens�usserung in einem Irrtum befunden hat, betrifft eine Tatfrage (Art. 105 Abs. 1 BGG; BGE 134 III 643 E. 5.3.1 S. 650). Neue Tatsachen d�rfen im Berufungsverfahren nur noch unter den Voraussetzungen von Art. 317 ZPO vorgebracht werden. Inwiefern die Vorinstanz diese Bestimmung verletzt haben soll, indem sie wegen Versp�tung nicht mehr auf das Vorbringen der Beschwerdef�hrerin betreffend das Vorliegen eines Irrtums eingetreten ist, tut die Beschwerdef�hrerin nicht dar. Ebenso wenig tut die Beschwerdef�hrerin dar, weshalb sie sich nicht bereits im erstinstanzlichen Verfahren auf einen Irrtum hat berufen k�nnen. Die Beschwerdef�hrerin bringt einzig vor, dass das erstinstanzliche Gericht seine richterliche Fragepflicht verletzt habe, indem sie nicht auf einen Irrtum hingewiesen worden sei. Das erstinstanzliche Urteil kann aber nicht Anfechtungsobjekt der Beschwerde in Zivilsachen sein (Art. 75 Abs. 1 BGG), womit eine solche R�ge zu sp�t erfolgt. Abgesehen davon, verkennt die Beschwerdef�hrerin, dass die richterliche Fragepflicht nicht dazu dient, die Parteien auf den urteilsrelevanten Sachverhalt hinzuweisen. Auf die R�ge der Beschwerdef�hrerin kann nicht eingetreten werden.
Damit er�brigt es sich, auf die gegen die Eventualbegr�ndung gerichtete R�ge der Beschwerdef�hrerin bez�glich des Vorliegens eines Grundlagenirrtums einzugehen, da die Hauptbegr�ndung der Vorinstanz bundesrechtlich nicht zu beanstanden ist. Ohnehin w�re auch einer solchen R�ge kein Erfolg beschieden gewesen. Die Beschwerdef�hrerin f�hrt aus, dass sie bei Vertragsschluss der zweiten Honorarvereinbarung davon habe ausgehen d�rfen, dass die Geb�udekosten maximal Fr. 660'000.-- betragen w�rden. Es sei jedem �konomisch denkenden Menschen klar, dass sie bei Kenntnis der zu erwartenden massiv erh�hten Baukosten in der Schockofferte die zweite Honorarvereinbarung nicht unterschrieben h�tte.
F�r eine erfolgreiche Berufung auf einen Grundlagenirrtum bleibt indes unerl�ssliche Voraussetzung, dass es sich dabei um einen Irrtum �ber eine objektiv wesentliche Vertragsgrundlage und nicht bloss um eine auf Hoffnung gegr�ndete spekulative Erwartung gehandelt hat (BGE 118 II 297 E. 2c S. 300). Diese Voraussetzung ist vorliegend nicht gegeben. Die Vorinstanz hat verbindlich festgestellt, dass die Parteien betreffend die Baukosten nie ein Kostendach vereinbart haben und die Baukosten beim Abschluss des Honorarvertrages nur auf einer Sch�tzung beruht haben. Was die Beschwerdef�hrerin dagegen vorbringt, vermag die vorinstanzliche Feststellung nicht als willk�rlich erscheinen zu lassen, zumal es ja bereits aus den verschiedenen Kostenofferten der Beschwerdegegnerin hervorgeht, dass es sich dabei bloss um Kostensch�tzungen gehandelt hat. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird sodann f�r die Bejahung eines Grundlagenirrtums �ber einen k�nftigen Sachverhalt auch verlangt, dass die Gegenpartei nach Treu und Glauben im Gesch�ftsverkehr h�tte erkennen m�ssen, dass die Sicherheit des Eintrittes des zuk�nftigen Ereignisses f�r die andere Partei Vertragsvoraussetzung war (BGE 118 II 297 E. 2b S. 300; vgl. auch Urteil 4C.34/2000 vom 24. April 2001 E. 3c, nicht publ. in: BGE 127 III 300). Dass diese Voraussetzung auch gegeben w�re, tut die Beschwerdef�hrerin nicht dar.
5.1.4 Die Vorinstanz hat demnach keine Bundesrechtsverletzung begangen, indem sie erwogen hat, dass der Vertrag von der Beschwerdef�hrerin nur ex nunc per 28. April 2008 aufgel�st werden konnte.
5.2.1 Die Beschwerdef�hrerin macht sodann geltend, die Vorinstanz habe die Gutachten vom 30. Juli bzw. 19. November 2010 willk�rlich gew�rdigt.
5.2.2 Die Beschwerdef�hrerin bringt dabei als erstes vor, die Vorinstanz habe viele ihrer Vorbringen im vorinstanzlichen Verfahren nicht zur Kenntnis genommen und dadurch die Gutachten falsch gew�rdigt, "Zusammenh�nge nicht erkannt und deplatzierte Vorw�rfe an die Beschwerdef�hrerin gerichtet". Dazu reicht die Beschwerdef�hrerin dem Bundesgericht ein unter "Anhang 1" betiteltes Dokument ein, worin sie die vom Obergericht �bergangenen, und nicht in die W�rdigung einbezogenen Schwerpunkte aufgelistet hat. Sie macht dabei wohl sinngem�ss eine Geh�rsr�ge geltend, unterl�sst es jedoch darzutun, inwiefern sich die Vorinstanz mit allen ihren Parteivorbringen h�tte auseinandersetzen m�ssen; sie begn�gt sich mit einer stichwortartigen Auflistung ihrer vorinstanzlichen Vorbringen, womit sie den Begr�ndungsanforderungen an eine Geh�rsr�ge offensichtlich nicht zu gen�gen vermag (zu den Begr�ndungsanforderungen vgl. E. 2.1).
5.2.3 Die Vorinstanz beurteilte das Gutachten vom 30. Juli 2010 bzw. das Erg�nzungsgutachten vom 19. November 2010 als vollst�ndig, nachvollziehbar und schl�ssig.
Der Vorwurf, der Gutachter habe grosse Differenzen �bersehen, sei verfehlt. Der Gutachter habe durchaus erkannt, dass beim Wechsel der Kubatur-Berechnungsmethode von der SIA-Norm 416 zu der SIA-Norm 116 auch der Kennwert pro m3 h�tte angepasst werden m�ssen, da die m3-Preise bei der Berechnung nach der SIA-Norm 416 um ca. 10-15 % h�her anzusetzen seien als bei der Berechnung nach SIA 116. Die Schockofferte liege zwar �ber dieser Limite, in der revidierten Kostensch�tzung vom 5. April 2008 seien die Kosten jedoch wieder innerhalb der akzeptierbaren Toleranz zu liegen gekommen. Letztlich sei der in der Kostensch�tzung vom 4. Juli 2007 angegebene Kubikmeterpreis von Fr. 750.-- irrelevant. Vertrauens- bzw. Vergleichsgrundlage seien n�mlich die in der zweiten Kostensch�tzung genannten Baukosten von Fr. 960'000.-- gewesen. Im Wissen darum seien die Honorarvertr�ge abgeschlossen worden; gem�ss Art. 4.31 SIA-Norm 102, die im zweiten Honorarvertrag als (subsidi�r) anwendbar erkl�rt wurde, habe der Genauigkeitsgrad von Kostensch�tzungen mangels anderer Vereinbarung +/- 15 % zu betragen, diese seien mit der revidierten Kostensch�tzung vom 5. April 2008 nicht �berschritten, womit nicht behauptet werden k�nne, dass die Beschwerdegegnerin unsorgf�ltig gearbeitet habe.
Es bestehe somit kein Anlass, an den Schlussfolgerungen des Experten zur Angemessenheit des verrechneten Stundenaufwandes und damit zur tats�chlichen Erbringung der verrechneten Leistungen durch die Beschwerdegegnerin zu zweifeln.
5.2.4 Die Beschwerdef�hrerin macht in verschiedener Hinsicht geltend, der Experte habe bei der Ausarbeitung der richterlichen Gutachten wichtige Elemente nicht ber�cksichtigt, weshalb auch die Entscheidbegr�ndung der Vorinstanz l�ckenhaft und demnach willk�rlich sei.
Die Beschwerdef�hrerin geht abermals davon aus, dass sie als Vertrags- und Vertrauensgrundlagen habe annehmen d�rfen, dass sich die Baukosten auf Fr. 660'000.-- belaufen und der Kubikmeterpreis Fr. 750.-- betragen w�rde. Die Schockofferte weiche jedoch grundlegend davon ab, zumal auch die Grundfl�che mit 90,1 m2 angegeben werde anstelle der baubewilligten 80,8 m2. Ausgehend davon, dass die Grundfl�che erwiesenermassen gem�ss dem bewilligten Bauprojekt nur noch 80,8 m2 betragen habe, h�tten die ausgewiesenen Baukosten und das Geb�udevolumen in der Schockofferte verglichen mit den Kostensch�tzungen vom 4. und 10. Juli 2007 (in denen noch mit einer Grundfl�che von 90,1 m2 habe gerechnet werden d�rfen) entsprechend tiefer ausfallen sollen. Dies habe der Gutachter �bersehen, ebenso die Vorinstanz. So habe die Beschwerdegegnerin auch mit dem Wechsel der Volumenberechnungsart keine Minderung beim Kubikmeterpreis vorgenommen. Ausgehend von einer Volumenberechnung nach SIA 416 und einem vereinbarten Kubikmeterpreis von Fr. 750.-- in den ersten beiden Kostensch�tzungen, h�tte bei einem Wechsel auf SIA 116 in der Schockofferte ebenso auf einen dazugeh�rigen Kubikmeterpreis gewechselt werden sollen, welcher rund 10-15 % kleiner sein sollte als der vorherige. Es sei daher nicht nachvollziehbar, weshalb sich weder der Gutachter noch die Vorinstanz am immensen Kubikmeterpreis von Fr. 989.-- in der Schockofferte gestossen h�tten. Damit sei erwiesen, dass der Gutachter grosse Differenzen �bersehen habe; sowohl die Baukosten, als auch der Kubikmeterpreis der Schockofferte und der revidierten Kostensch�tzung vom 5. April 2008 w�rden den SIA-Toleranzbereich von 10 % um ein Vielfaches �bersteigen.
So sei auch die Stundenberechnung der Beschwerdegegnerin falsch. Die Gesch�ftsverbindung der Parteien sei bereits vor der Ausschreibungsphase beendet worden, womit die f�r diese Phase vom Gutachter bestimmten 215 Stunden um 50 % zu k�rzen seien. Dies ergebe einen Aufwand von ca. 107 Stunden, den man als realistischen Vergleichswert habe heranziehen d�rfen. Vergleiche man nun die Rechnung der Beschwerdegegnerin mit dem vergleichbaren Stundenaufwand gem�ss Gutachter, so ergebe sich eine nicht zu erkl�rende Divergenz von 287 Stunden. Es sei v�llig unverst�ndlich, weshalb der Gutachter zum Schluss kam, dass die Berechnung des Honorars korrekt und branchen�blich erfolgt sei. Die Gutachten erweisen sich auch in diesem Punkt als nicht schl�ssig.
5.2.5 Die Beschwerdef�hrerin vermag mit ihren Vorbringen die vorinstanzliche Beweisw�rdigung nicht als willk�rlich auszuweisen.
Sowohl aus den Gutachten als auch aus dem angefochtenen Entscheid geht hervor, dass der Gutachter die von der Beschwerdef�hrerin aufgeworfenen Divergenzen betreffend der Geb�udefl�che, dem Geb�udevolumen und der Kubatur-Angabe durchaus erkannt hat. Die Beschwerdef�hrerin bringt keine ernsthaften Einw�nde gegen die Schl�ssigkeit der gutachterlichen Darlegung vor, dies nicht zuletzt deshalb, weil sie durchwegs davon ausgeht, dass sie sich darauf habe verlassen d�rfen, dass die Baukosten Fr. 660'000.-- nicht �bersteigen und der Kubikmeterpreis gest�tzt auf die ersten beiden Kostensch�tzungen Fr. 750.-- betragen werde. Diese Annahme findet jedoch in den vorinstanzlichen Feststellungen keine St�tze.
Schliesslich kann die Beschwerdef�hrerin auch aus ihrem Vorbringen bez�glich des ihrer Ansicht nach �berh�hten Stundenaufwandes in der Ausschreibungsphase nichts f�r sich ableiten. Dies ganz abgesehen davon, dass dieses Vorbringen im bundesgerichtlichen Verfahren neu ist. Die Beschwerdef�hrerin bringt zwar vor, sie habe bereits im Berufungsverfahren darauf hingewiesen, dass der Rechnungsbetrag f�r die Zeit vom 13. Januar 2008 bis zum 19. Mai 2008 394,25 Stunden betragen habe. Dabei kann ihr jedoch nicht gefolgt werden; daraus geht insbesondere nicht hervor, dass sie bereits vor der Vorinstanz vorgebracht h�tte, dass die Stundenberechnung der Beschwerdegegnerin f�r die Ausschreibungsphase �berh�ht gewesen w�re. Unabh�ngig davon hat der Gutachter festgehalten, dass die von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen Buchungen auf einzelne Projektierungsphasen dem g�ngigen Standard entsprechen und pro Phase nicht �berdurchschnittlich viel Zeit aufgewendet worden sei. Der Gutachter hat auch ausdr�cklich darauf hingewiesen, dass eine nachtr�gliche �berpr�fung auf die Richtigkeit der von der Beschwerdegegnerin gef�hrten Stundenaufw�nde nicht m�glich sei; es k�nne bloss abgesch�tzt werden, ob diese verh�ltnism�ssig seien. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz in Willk�r verfallen sein soll, indem sie die Gutachten auch in diesem Punkt als schl�ssig erachtet hat.
5.2.6 Die Beschwerdef�hrerin vermag die �berzeugungskraft der Gutachten nicht zu ersch�ttern. Die Vorinstanz durfte demnach die Gutachten, ohne in Willk�r zu verfallen, als schl�ssig erachten.