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Timestamp: 2019-12-11 13:39:40
Document Index: 379334172

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 4', 'Art. 29', 'Art. 54', 'Art. 88', 'Art. 66', 'Art. 88']

TüRKISCHE STAATSBüRGERSCHAFT - Information
Türkische Staatsbürgerschaft Information
Die Darstellung des türkischen Staatsbürgerschaftsrechts berücksichtigt noch nicht die GESETZESÄNDERUNG vom 29. Mai 2009 -- Atlasowa 19:59, 18. Sep. 2009 (CEST)
Die Staatsbürgerschaft der Türkei ist das rechtliche Band einer natürlichen Person zur Türkei. Der Erwerb und Verlust der türkischen Staatsbürgerschaft wird im Staatsangehörigkeitsgesetz ( türkisch Türk Vatandaşlığı Kanunu; türk. StAG) vom 2. November 1964 geregelt.
Das türkische Staatsangehörigkeitsrecht folgt dem ius sanguinis (Abstammungsprinzip), demzufolge die Staatsbürgerschaft vom Vater oder von der Mutter vererbt wird (Art. 7 StAG). Die Geburt auf dem Staatsgebiet der Türkei verleiht die türkische Staatsangehörigkeit („ ius soli“, Geburtsortsprinzip) nur, sofern das geborene Kind keine andere Staatsangehörigkeit durch Abstammung erwerben kann (Art. 4 türk. StAG).
Eine Besonderheit des türkischen Staatsangehörigkeitsrechts ist, dass ausgebürgerte ehemalige türkische Staatsbürger eine „blaue Karte“ (mavi kart, früher „rosa Karte“ / pembe kart aufgrund von Art. 29 türk. StAG seit dem Gesetz Nr. 4112 von 1995 [1]) beantragen können, wodurch ihnen wesentliche Staatsbürgerrechte erhalten bleiben (beispielsweise Erbrecht, Aufenthaltsrecht, Arbeitserlaubnis, Grundbesitz, nicht jedoch: Wahlrecht). [2]
Artikel 66 der Verfassung [3]:
Vor der aktuellen Verfassung von 1982 wurde die Staatsangehörigkeit geregelt im (gleichlautenden) Art. 54 der Verfassung von 1961, davor in Art. 88 der Verfassung von 1924. [4]
Die Legaldefinition in Art. 66 der Verfassung, nach der türkische Staatsbürger Türken sind, wird wegen der ethnischen Dimension des Begriffs Türke (Türk) in der Türkei diskutiert. [5] [6] Ein Bericht der Arbeitsgruppe „Minderheiten- und kulturelle Rechte“ des von Ministerpräsident Erdoğan eingerichteten Beirats für Menschenrechtsfragen regte im Oktober 2004 die Verwendung der Begriffe ‚Türkiyeli‘ (aus der Türkei kommend, türkeistämmig) im Sinne der Staatsbürgerschaft und ‚Türk‘ (Türke) im Sinne der Volkszugehörigkeit an. [7] Während die DTP eine entsprechende Verfassungsänderung (Ersetzung von Türk durch Türkiyeli) vorschlug [5], wurde diese unter anderen von der CHP stark abgelehnt. [8] Nach offizieller Auslegung sind „alle türkischen Staatsbürger, unabhängig von ihrer ethnischen Abstammung, Türken“. [9] Schon in Art. 88 der Türkischen Verfassung von 1924 wurde der Begriff „Türke“ als „Einwohner der Türkei mit türkischer Staatsangehörigkeit ohne Ansehung der Religion und Rasse“ definiert. [10]
↑ Türkischstämmig und mit deutschem Pass: Wie die Rosa Karte Ihre Rechte in der Türkei sichert isoplan. MAVİ KART (ESKİ PEMBE KART) UYGULAMASI ( Memento vom 1. Juli 2007 im Internet Archive) (türkisch) Aktionsbüro Einbürgerung im Paritätischen NRW, Quelle: T.C Dışişleri Bakanlığı
↑ Türkeiinformationen der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 7. Dezember 2011.
↑ TÜRKİYE CUMHURİYETİ ANAYASASI ( Memento vom 1. Juli 2008 im Internet Archive) MADDE 66 (türk.) Türkische Verfassung von 1982 ( Memento des Originals vom 22. September 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. @1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/www.verfassungen.eu Artikel 66 (dt.) (Durch Gesetz vom 3. Oktober 2001 wurde der Artikel 66 Absatz 2 Satz 2 gestrichen)
↑ Turkish Constitution of 1924 (engl.) (PDF; 657 kB) wie verabschiedet, ohne Verfassungsänderungen, Türkische Verfassung von 1924 ( Memento vom 7. Juli 2008 im Internet Archive) (türk.)
↑ Oehring: Gutachterliche Stellungnahme vom 06.04.2008 ( Memento des Originals vom 12. Januar 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. @1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/www.ekiba.de (PDF; 1,2 MB) zu: VG Stuttgart A 17 K 533/07.
↑ Menschenrechte und kurdischstämmige Bürger ( Memento vom 11. September 2003 im Internet Archive) Office of the Prime Minister, Directorate General of Press and Information.
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