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Timestamp: 2016-10-22 13:44:16
Document Index: 374003546

Matched Legal Cases: ['Art. 392', 'Art. 393', 'Art. 454', 'Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 75', 'Art. 100', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 421', 'Art. 404', 'Art. 64']

5A_813/2012 (15.03.2013)
5A_813/2012
Urteil vom 15. M�rz 2013
vertreten durch Rechtsanw�ltin Franzisca J�hr Batt,
Verantwortlichkeit des Beistands,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Freiburg, I. Zivilappellationshof, vom 4. Juli 2012.
Mit Verf�gung des Friedensgerichts Z.________ vom 22. Dezember 2006 wurde Amtsbeistand Y.________ in Anwendung von Art. 392 Abs. 2 und Art. 393 Abs. 2 ZGB zum Beistand von X.________, geb. 1949, ernannt. Dabei wurde ihm die Vertretung von X.________ im Eheschutzverfahren sowie "die Besorgung und Verwaltung der finanziellen Belange, insbesondere die gemeinsame Liegenschaft in Rechthalten" �bertragen.
Am 2. November 2009 reichte X.________ gegen den Amtsbeistand eine Verantwortlichkeitsklage gem�ss Art. 454 ff. ZGB ein mit dem Begehren um dessen Verurteilung zu einem gerichtlich zu bestimmenden, mindestens den Betrag von Fr. 100'000.-- �bersteigenden Betrag. Geltend gemacht wurden Schadenspositionen im Zusammenhang mit der K�ndigung der Krankenkassen-Zusatzversicherung, mit der K�ndigung des Hypothekarvertrages und den Umst�nden des Hausverkaufes sowie der H�he des Verkaufspreises, mit der Verfolgung von Rechtsanspr�chen gegen die ehemaligen Mieter der Liegenschaft, mit der Miete von Gesch�ftsr�umlichkeiten in A.________, mit dem Verkauf des dortigen Maschinenparks und mit der Pr�mienbefreiung der Lebensversicherung.
Nach Durchf�hrung eines Beweisverfahrens wies das Kantonsgericht Freiburg (II. Zivilappellationshof) die Klage mit Urteil vom 17. Januar 2011 ab, soweit es darauf eintrat.
Dagegen erhob X.________ am 7. April 2011 eine Beschwerde in Zivilsachen. Nach Durchf�hrung eines Meinungsaustausches �bermachte das Bundesgericht diese Eingabe mit Urteil 5A_266/2011 vom 24. Oktober 2011 zur weiteren Behandlung als Berufung an das Kantonsgericht Freiburg.
Mit Urteil vom 4. Juli 2012 wies das Kantonsgericht Freiburg (I. Zivilappellationshof) die Berufung ab und best�tigte das vorgenannte Urteil vom 17. Januar 2011.
Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 5. November 2012 verlangt X.________, das Urteil des I. Zivilappellationshofes des Kantonsgerichts Freiburg vom 4. Juli 2011 sei aufzuheben und zur Vervollst�ndigung des Sachverhaltes und Neubeurteilung zur�ckzuweisen. Eventualiter verlangt er, der Beschwerdegegner sei in Aufhebung des Urteils des I. Zivilappellationshofes des Kantonsgerichts Freiburg vom 4. Juli 2011 zu einem Betrag von Fr. 79'700.-- zu verurteilen. Mit Pr�sidialverf�gung vom 21. November 2012 wurde der Beschwerde antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung erteilt. In der Sache selbst wurden keine Vernehmlassungen eingeholt. W�hrend des Beschwerdeverfahrens sandte der Beschwerdef�hrer pers�nlich weitere Erkl�rungen und Stellungnahmen per Fax und Post (insb. das am 28. Februar 2013 in Paraguay aufgegebene Schreiben mit Beilagen).
Entscheide betreffend die Haftung vormundschaftlicher Organe stehen - wie diejenigen auf dem Gebiet der Aufsicht �ber die Vormundschaftsbeh�rden (dazu ausdr�cklich Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 5 BGG) - in unmittelbarem Zusammenhang mit Zivilrecht, weshalb die Beschwerde in Zivilsachen gegeben ist (Urteile 5A_594/2008 vom 2. Dezember 2008 E. 1.2; 5A_19/2012 vom 24. Mai 2012 E. 1), zumal der Mindeststreitwert von Fr. 30'000.-- erreicht ist (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Das Kantonsgericht ist letzte kantonale Instanz und hat als Rechtsmittelbeh�rde entschieden (Art. 75 Abs. 2 BGG). Die Rechtsbegehren sind allerdings insofern missverst�ndlich, als nicht das Urteil vom 4. Juli 2012 angefochten wird. Dabei handelt es sich indes um einen offensichtlichen Irrtum, wird doch als Anfechtungsobjekt das Urteil des I. Zivilappellationshofes genannt, welcher das Rechtsmittelurteil vom 4. Juli 2012 erlassen hat. Dies wird auch durch die Beschwerdebegr�ndung verdeutlicht, was keinen anderen Schluss zul�sst, als dass sich die Beschwerde gegen das Urteil vom 4. Juli 2012 wendet. Auf die im �brigen fristgerechte Beschwerde in Zivilsachen ist mithin im Grundsatz einzutreten (Art. 75 Abs. 1 und Art. 100 Abs. 1 BGG), wobei auf die Substanziierung jeweils im Sachzusammenhang zur�ckzukommen sein wird. Nicht einzutreten ist demgegen�ber auf die erst nach Ablauf der Beschwerdefrist (Zustellung des angefochtenen Entscheides am 4. Oktober 2012, Ablauf der Beschwerdefrist am 5. November 2012) vom Beschwerdef�hrer pers�nlich eingereichten Schreiben und Stellungnahmen.
In rechtlicher Hinsicht sind alle R�gen gem�ss Art. 95 f. BGG zul�ssig und das Bundesgericht wendet in diesem Bereich das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), was heisst, dass es behauptete Rechtsverletzungen (Art. 42 Abs. 2 BGG) mit freier Kognition pr�ft. Dagegen ist es an den festgestellten Sachverhalt grunds�tzlich gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diesbez�glich kann einzig vorgebracht werden, er sei offensichtlich unrichtig festgestellt worden (Art. 97 Abs. 1 BGG), wobei "offensichtlich unrichtig" mit "willk�rlich" gleichzusetzen ist (Botschaft, BBl 2001 IV 4338; BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252; 133 III 393 E. 7.1 S. 398). Hierf�r gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 255). Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit m�glich belegte R�gen pr�ft, w�hrend es auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt. Wird die Verletzung des Willk�rverbots ger�gt, reicht es sodann nicht aus, die Lage aus Sicht des Beschwerdef�hrers darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willk�rlich zu bezeichnen; vielmehr ist im Einzelnen darzulegen, inwiefern das kantonale Gericht willk�rlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
Der Beschwerdef�hrer behauptet, dass dem Beistand anzulasten sei, wenn ihm infolge unterlassener Pr�mienzahlungen die Zusatzversicherung bei der B.________ gek�ndigt wurde. Im Zusammenhang mit deren Wiedererlangung, die schliesslich mit gerichtlichem Vergleich habe bewerkstelligt werden k�nnen, seien ihm Anwalts- und Gerichtskosten von Fr. 9'525.60 entstanden. Diese stellten Schaden dar.
2.1 Gem�ss den kantonalen Sachverhaltsfeststellungen wurde der Beschwerdef�hrer durch die B.________ am 18. Dezember 2006 gemahnt, die ausstehenden Pr�mien bis am 3. Januar 2007 zu bezahlen. Weil keine Zahlung erfolgte, l�ste die B.________ die Zusatzversicherung auf. Das Kantonsgericht anerkannte im Rechtsmittelurteil, dass der (freilich erst am 23. M�rz 2007 mit der umfassenden Einkommens- und Verm�gensverwaltung beauftragte) Beistand entgegen der urspr�nglichen Annahme �ber die Schwester des Beschwerdef�hrers m�glicherweise doch Kenntnis von der Mahnung erhalten habe. Es hielt aber fest, dass ein allf�lliger Schaden erst in der Berufungsschrift (d.h. der vom Bundesgericht an das Kantonsgericht weitergeleiteten Eingabe) und damit jedenfalls zu sp�t geltend gemacht worden w�re, weil der Beschwerdef�hrer bereits vor Er�ffnung des Beweisverfahrens am 15. Dezember 2010 von allen behaupteten Schadensposten gewusst habe. Er k�nne auch nichts aus den im Schreiben vom 1. Dezember 2010 erw�hnten Dokumenten bzw. Rechnungen ableiten, weil erstens dieses im Rahmen des Verfahrens um unentgeltliche Rechtspflege eingereicht und zweitens dabei kein Schaden behauptet worden sei. Im �brigen sei auch unklar, wie sich der angebliche Schadensbetrag zusammensetze, insbesondere welche anwaltlichen Leistungen im betreffenden Zusammenhang tats�chlich erbracht worden seien.
2.2 Der Beschwerdef�hrer vermag auch vorliegend nicht aufzuzeigen, dass er den angeblichen Schaden rechtzeitig im Haftungsprozess behauptet und mit Dokumenten belegt h�tte. Insbesondere geht sein Vorbringen, im Zeitpunkt der Klageeinleitung habe er den Schaden naturgem�ss noch nicht beziffern k�nnen, an der Sache vorbei, hat doch das Kantonsgericht vielmehr befunden, er h�tte dies vor dem erstinstanzlichen Beweisverfahren tun k�nnen und m�ssen. Was sodann das in der Beschwerde erw�hnte "Schreiben vom 1. November 2011" [gemeint ist offensichtlich dasjenige vom 1. Dezember 2010] anbelangt, so betraf dieses nach den kantonalen Sachverhaltsfeststellungen ausschliesslich das Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege; mit der blossen Behauptung, es habe sich auch auf das Klageverfahren bezogen, ist keine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung darzutun. Im �brigen �ussert sich der Beschwerdef�hrer nicht zur weiteren Sachverhaltsfeststellung, in jedem Schreiben sei ohnehin nirgends von einem Schaden die Rede gewesen. Insofern ist nicht mit substanziierten Ausf�hrungen dargetan, inwiefern im Hauptverfahren vorg�ngig zur oder an der Verhandlung vom 15. Dezember 2010 ein Schaden behauptet und belegt worden w�re.
Vor diesem Hintergrund braucht nicht vertieft gepr�ft zu werden, ob die Beschwerde im Zusammenhang mit der B.________ nicht auch daran scheitern k�nnte, dass nie ein direkter Schaden aus der K�ndigung der Versicherung behauptet wurde (indem der Beschwerdef�hrer z.B. selbst f�r nur von der Zusatzversicherung gedeckte Behandlungskosten h�tte aufkommen m�ssen); weil vor diesem Hintergrund nicht zu sehen w�re, inwiefern den betreffenden Bem�hungen ein schadensmindernder Charakter zugekommen sein soll, w�rden allf�llige Aufwendungen zur Wiedererlangung der Zusatzversicherung m�glicherweise gar keinen Schaden im rechtlichen Sinn darstellen. Diese Frage kann jedoch, wie erw�hnt, offen bleiben.
Seit Oktober 2006 bezahlte der Beschwerdef�hrer die Hypothekarzinsen f�r seine ehemalige Liegenschaft in C.________ nicht mehr. In der Folge k�ndigte die Bank den Hypothekarkredit, weshalb sich der Verkauf der Liegenschaft aufdr�ngte. Der Beschwerdef�hrer bestreitet indes die Notwendigkeit des schliesslich erfolgten Verkaufes (dazu E. 3.1), und insbesondere behauptet er eine Unangemessenheit des vereinbarten Verkaufspreises, weshalb ihm durch den Verkauf ein Schaden entstanden sei (dazu E. 3.2).
3.1 Das Kantonsgericht ging als Rechtsmittelinstanz auf die Ausf�hrungen rund um den in den Augen des Beschwerdef�hrers gar nicht notwendigen Verkauf der Liegenschaft nicht ein mit dem Argument, dass ihm durch den Verkauf rechtlich kein Schaden entstanden sei.
Soweit der schliesslich vereinbarte Verkaufspreis von Fr. 705'000.-- dem damaligen wirklichen Verkehrswert der Liegenschaft entsprach (dazu im Einzelnen E. 3.2), geht der Verweis auf den Sch�tzungsbericht der D.________ AG �ber Fr. 750'000.--, woraus der Beschwerdef�hrer einen Schaden von mindestens Fr. 45'000.-- ableitet, an der Sache vorbei. Gebricht es aber bereits am Element des Schadens als Haftungsvoraussetzung, ist auf die erneuten Ausf�hrungen zur angeblich fehlenden Notwendigkeit des Hausverkaufes - sofern auf das Guthaben bei der S�ule 3a zur�ckgegriffen und die fl�ssigen Mittel ber�cksichtigt worden w�ren, h�tte der Hypothekarzins in den Augen des Beschwerdef�hrers bezahlt und der Verkauf abgewendet werden k�nnen - nicht weiter einzugehen bzw. trifft der Vorwurf, das Kantonsgericht sei in Willk�r verfallen, wenn es seine Ausf�hrungen unbeantwortet gelassen habe, nicht zu. Im Rahmen des Haftungsprozesses besteht kein Raum f�r eine virtuelle Feststellung allf�lliger Pflichtverletzungen oder Vers�umnisse des Beistandes.
3.2 Im kantonalen Verfahren hatte der Beschwerdef�hrer den Verkehrswert der Liegenschaft mit Fr. 860'000.-- angegeben (Klage S. 11; Berufung S. 6) und vorgebracht, angesichts des deutlich tieferen Verkaufspreises sei ihm ein Schaden von Fr. 150'000.-- (Klage S. 13) bzw. von mindestens Fr. 100'000.-- (Berufung S. 12) entstanden.
Gem�ss den kantonalen Sachverhaltsfeststellungen handelte es sich bei dem in der Klage als "Schatzung" bezeichneten Dokument, auf welches der Beschwerdef�hrer f�r den angeblichen Verkehrswert von Fr. 860'000.-- verwiesen hatte, lediglich um das Schreiben der E.________ AG vom 20. Dezember 2003, mit welchem diese den seitens des Beschwerdef�hrers erteilten Auftrag best�tigte, sich um den Verkauf der Liegenschaft zu einem Preis von Fr. 860'000.-- zu bem�hen. Das Kantonsgericht hielt weiter fest, dass schliesslich die D.________ AG mit einer Schatzung beauftragt worden sei, als sich die Notwendigkeit eines raschen Verkaufs abgezeichnet h�tte; dabei habe F.________ das Objekt mit Gutachten vom 10. Mai 2007 auf Fr. 750'000.-- gesch�tzt. Weil schliesslich das Angebot der Familie G.________ (als einzige Kaufinteressenten) bloss Fr. 690'000.-- betrug, habe sich der Beistand bei der D.________ AG bzw. bei F.________ erkundigt, was er davon halte. Dieser habe mit Schreiben vom 12. Juni 2007 mitgeteilt, dass sich der gesch�tzte Verkehrswert von Fr. 750'000.-- auf den Wert nach Beseitigung der M�ngel beziehe, die zu beheben der Beschwerdef�hrer zugesichert habe; weil die Renovationen zum Teil noch nicht ausgef�hrt seien sowie aufgrund des wenig vorteilhaften Standortes der Liegenschaft m�sse das Angebot von Fr. 690'000.-- als eine sehr seri�se Verhandlungsbasis betrachtet werden. Ausgehend von diesen Fakten erwog das Kantonsgericht als Erstinstanz, dass der schliesslich mit der Familie G.________ vereinbarte Kaufpreis von Fr. 705'000.-- angesichts der noch zu t�tigenden Renovationen im Betrag von Fr. 64'000.-- bis Fr. 70'000.-- als korrekt zu bezeichnen sei, auch vor dem Hintergrund, dass die Beauftragung eines Maklers zus�tzliche Geb�hren von ca. 3 % verursacht h�tte und angesichts des Leerstandes weitere Hypothekarzinsen von monatlich Fr. 2'300.-- angefallen w�ren. Das Kantonsgericht sch�tzte diese Ansicht als Rechtsmittelinstanz. Es ging insbesondere davon aus, dass der Beistand auf das Antwortschreiben von F.________ habe vertrauen d�rfen, wonach noch diverse Renovationsarbeiten anfallen w�rden und deshalb das Angebot der Familie G.________ �ber Fr. 690'000.-- eine "sehr seri�se Verhandlungsbasis" sei. Aufgrund der ihm zur Verf�gung stehenden Informationen und den gesamten Umst�nden (gek�ndigter Hypothekarvertrag, aufgelaufene Hypothekarzinsen, drohende Zwangsvollstreckung) habe er davon ausgehen d�rfen und m�ssen, dass ein besserer Preis als Fr. 705'000.-- innert vertretbarer Frist und ohne die Verursachung zus�tzlicher Kosten (Maklerlohn, auflaufende Hypothekarzinsen, periodische Abgaben) nicht zu erzielen sei. Als Indiz f�r die Angemessenheit sei auch zu werten, dass die damalige Ehefrau dem Verkauf der im Gesamteigentum stehenden Liegenschaft f�r Fr. 705'000.-- zugestimmt habe. Insgesamt sei weder ein Schaden bewiesen noch k�nne dem Beistand ein unsorgf�ltiges Handeln vorgeworfen werden.
Was der Beschwerdef�hrer dagegen anf�hrt (der Verkaufspreis von Fr. 860'000.-- sei zwischen ihm und der E.________ AG ausgehandelt worden und somit keineswegs unrealistisch gewesen; es habe damals mehrere Interessenten gegeben; der Verkauf sei seinerzeit nicht an zu hohen Preisvorstellungen gescheitert, sondern an seinen gesundheitlichen Beschwerden; das Gutachten bei der D.________ sei einzig aufgrund des Druckes der Bank und des Beistandes in Auftrag gegeben worden; das Sch�tzungsgutachten zeige in Wirklichkeit ein anderes Bild als angenommen; der Sch�tzer habe den Renovationsbedarf gar nicht beziffern k�nnen; der Sch�tzer habe dem Beistand im Zusammenhang mit dem Kaufangebot G.________ eine reine Gef�lligkeitsbest�tigung ausgestellt; zwischen dem Beistand und der K�uferfamilie habe es eine unzul�ssige Preisabsprache gegeben, was sich darin dokumentiere, dass das schriftliche Kaufangebot kein Datum trage und in Deutsch verfasst sei, obwohl die Familie G.________ franz�sisch spreche), erweist sich - unbek�mmert um das gelegentliche Einstreuen des Wortes "willk�rlich" - als appellatorisch. Es ist nicht zu sehen, inwiefern die vorinstanzliche Kernerw�gung, der Beistand haben davon ausgehen d�rfen, dass ein Verkaufspreis von Fr. 690'000.-- eine realistische Ausgangsbasis und der Verkaufspreis von Fr. 705'000.-- angesichts der ansonsten weiterlaufenden Kosten angemessen sei, unhaltbar sein soll, und der Beschwerdef�hrer vermag auch nicht aufzuzeigen, inwiefern die beweisw�rdigende Feststellung, der Betrag von Fr. 705'000.-- habe in etwa dem angesichts der Lage und des Zustandes der Liegenschaft erzielbaren Preis und damit dem effektiven Verkehrswert entsprochen, willk�rlich w�re, hat doch das Kantonsgericht dabei auf die Beweiserhebung abgestellt und diese in plausibler Weise gew�rdigt.
Bei diesem Ergebnis muss nicht auf die Behauptung eingegangen werden, dass entgegen der Annahme des Kantonsgerichtes die Vormundschaftsbeh�rde, welche den Verkauf im Sinn von aArt. 421 Ziff. 1 i.V.m. aArt. 404 Abs. 3 ZGB genehmigte, durch den Beistand unvollst�ndig informiert worden sei und sie bei richtiger Information nicht zugestimmt h�tte.
Der Beschwerdef�hrer behauptet schliesslich einen Schaden im Zusammenhang mit der K�ndigung und der damit zusammenh�ngenden R�umung der Gesch�ftsliegenschaft in A.________.
4.1 Der Beschwerdef�hrer hatte die R�umlichkeiten im Dezember 2006 per Ende Juni 2007 gek�ndigt. Das Kantonsgericht anerkannte als Rechtsmittelinstanz, dass er am 30. M�rz 2007 einen neuen Mietvertrag geschlossen hatte und deshalb entgegen den Annahmen der Erstinstanz davon auszugehen sei, dass er die betreffenden R�umlichkeiten l�ngerfristig habe nutzen wollen. Dennoch hielt das Kantonsgericht auch im Rechtsmittelentscheid daf�r, dass der Beschwerdef�hrer nicht substanziiert darlege, welcher Schaden ihm durch die K�ndigung der R�umlichkeiten und den Verkauf des Inventars entstanden sei. In der Klage habe er behauptet, dass er im Jahr 2000 Maschinen f�r Fr. 27'305.-- gekauft habe und er sein gesamtes Inventar auf Fr. 69'000.-- sch�tze. Als Beweis habe er aber lediglich drei Rechnungen eingereicht, ohne zu pr�zisieren, woraus das Inventar im �brigen bestehe und wie er zum gesch�tzten Betrag komme. Unter diesen Umst�nden sei weder ein sinnvolles Bestreiten durch den Beschwerdegegner noch eine Pr�fung der behaupteten Anspr�che durch das Gericht m�glich gewesen. Nichtsdestotrotz sei aber im Erstentscheid, auf welchen verwiesen werden k�nne, ausf�hrlich dargelegt worden, weshalb dem Beschwerdef�hrer durch den Verkauf des Maschinenparks kein Schaden entstanden sei: Nach den dortigen Feststellungen wurden die Maschinen am 19. Oktober 2007 f�r Fr. 2'200.-- an H.________ verkauft, nachdem die vorangehenden Verkaufsbem�hungen seitens des Beschwerdef�hrers per Inserat sowie Anfragen bei verschiedenen Giessereien und Alteisenh�ndlern fruchtlos verlaufen waren. Im Rahmen des Haftungsprozesses habe H.________ mit Schreiben vom 27. November 2010 u.a. mitgeteilt, dass ihm R�umungskosten von �ber Fr. 6'000.-- entstanden seien. Mit Ausnahme der 4-Seiten-Kombi-Holzfr�smaschine seien alle Maschinen sehr alt gewesen. Die Fluri-Fr�smaschine, um die es eigentlich gegangen sei, habe sich nicht als geeignet erwiesen; sie stehe nun in seinem Keller als auf dem Markt unverk�uflich. Die Holzfr�smaschine habe er verkauft, die Drehbank und die Schleifmaschine entsorgt. Im Nachhinein laute sein Fazit: "Geschenkt ist noch zu teuer." Auf Zusatzfrage habe H.________ mit Schreiben vom 13. Dezember 2010 mitgeteilt, dass er die Holzfr�smaschine f�r Fr. 2'500.-- verkauft habe und ihm beim Entsorgen von Drehbank und Schleifmaschine ein Verlust von Fr. 415.-- entstanden sei. Das Kantonsgericht erwog als Rechtsmittelinstanz, dass vor diesem Hintergrund der erstinstanzliche Schluss, wonach ein Schaden durch den Beschwerdef�hrer unbewiesen geblieben sei, nicht beanstandet werden k�nne. Ebenso wenig habe der Beschwerdef�hrer erstinstanzlich Beweise f�r seine Behauptung angeboten, dass er wegen der erst im September 2007 erfolgten R�umung noch zwei weitere Mietzinse habe entrichten m�ssen; diesbez�glich habe er erstinstanzlich nicht einmal erw�hnt, wie hoch der Mietzins und somit der angebliche Schaden gewesen sei. Die berufungsweise eingereichten Zahlungsbelege seien versp�tet, zumal der Beschwerdef�hrer nicht geltend mache, dass er sie nicht vorher h�tte einreichen k�nnen.
4.2 Mit Bezug auf das Inventar geht der Beschwerdef�hrer von seiner bereits kantonal gemachten Zusammenstellung diverser Anschaffungswerte aus, welche er mit 5 % pro Jahr abgeschrieben sehen m�chte. Mit diesen appellatorischen Ausf�hrungen ist keine Willk�r aufzuzeigen in Bezug auf die kantonale Feststellung, dass die Maschinen im Zeitpunkt der R�umung kaum einen Wert aufwiesen und die Kosten f�r ihre Entsorgung letztlich die erzielbaren Erl�se �berstiegen. Diese Feststellungen basieren auf den Aussagen von H.________, mit welchen sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinandersetzt. Ebenso wenig l�sst sich Willk�r dartun mit der Behauptung, wenn mehr Zeit zur Verf�gung gestanden h�tte, w�re ein besserer Erl�s zu erzielen gewesen, bem�hte sich doch nach den kantonalen Sachverhaltsfeststellungen der Beschwerdef�hrer selbst mit Inseraten und diversen Anfragen um einen Verkauf, was aber fruchtlos blieb. Im Zusammenhang mit der kantonsgerichtlichen Erw�gung, ein Schaden durch den Verkauf bzw. die Entsorgung des Maschinenparks sei nicht nachgewiesen, wird mithin keine Willk�r aufgezeigt. Insbesondere l�sst sich ein Schaden auch nicht in m�glichen Wiedergestehungskosten sehen, da nach den erstinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen, auf die im Rechtsmittelentscheid verwiesen wird, die T�tigkeit des Beschwerdef�hrers als Modellbauer nicht kostendeckend war, sondern anf�nglich einzig als Besch�ftigungstherapie weitergef�hrt wurde. Vor diesem Hintergrund ist �ber den fehlenden Schadensnachweis hinaus auch keine Sorgfaltspflichtsverletzung des Beistandes im Zusammenhang mit der K�ndigung der Gesch�ftsr�umlichkeiten und deren R�umung bzw. dem Verkauf des Inventars ersichtlich.
Die behaupteten zus�tzlichen Mietzinse bis zur R�umung der Liegenschaft wurden nach den Feststellungen im angefochtenen Entscheid in der Klageschrift nicht substanziiert. Sie wurden aber auch in der Berufung nicht substanziiert (sie sind dort auf S. 14 unten erw�hnt, aber ohne Nennung eines Betrages; in der Aufstellung der angeblichen Schadenspositionen auf S. 17 sind sie gar nicht erst aufgef�hrt). Mit dem Verweis auf KB 82 l�sst sich keine erfolgte Substanziierung dartun, ist doch die H�he der Mietzinse auch dort nicht ausgewiesen, sondern vielmehr nur ein Gesamtbetrag, welchen der Vermieter f�r eine nicht n�her bezeichnete Zeit als ausstehend betrachtete. Was sodann den Beweis der Zahlung (der unsubstanziiert gebliebenen zwei Mietzinse) anbelangt, zeigt der Beschwerdef�hrer nicht auf, dass und inwiefern er den entsprechenden Nachweis prozesskonform eingebracht h�tte und das Kantonsgericht bei der gegenteiligen Annahme in Willk�r verfallen w�re.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde in Zivilsachen abzuweisen ist, soweit auf sie eingetreten werden kann. Wie die vorstehenden Erw�gungen zeigen, muss sie als von Anfang an aussichtslos betrachtet werden, weshalb es an den materiellen Voraussetzungen f�r die unentgeltliche Rechtspflege mangelt (Art. 64 Abs. 1 BGG) und das betreffende Gesuch des Beschwerdef�hrers abzuweisen ist. Der Gegenpartei ist kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden.
Lausanne, 15. M�rz 2013