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Timestamp: 2017-06-26 12:14:31
Document Index: 274781782

Matched Legal Cases: ['§ 44', '§ 44', '§ 22', '§ 31', '§ 59', '§ 309', '§ 74', '§ 19', '§ 28', 'BGH']

Tacheles Rechtsprechungsticker KW 07/2014 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1.1 BSG, Urteil vom 13.02.2014 – B 4 AS 22/13
Bestimmtheit eines Überprüfungsantrages – Erstmalige Konkretisierung eines Überprüfungsantrags nach § 44 SGB 10 im Klageverfahren – Nichtbenennung konkreter Verwaltungsakte mit Datum – Nichtdarlegung der Rechtswidrigkeitsgründe
Schon nach dem Wortlaut des § 44 Abs. 1 Satz 1 SGB X soll die Rücknahme eines aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen rechtswidrigen Bescheides nur "im Einzelfall" erfolgen. Eine inhaltliche Prüfpflicht des Sozialleistungsträgers wird daher regelmäßig nicht ausgelöst, wenn das Verhaltungshandeln – wie hier – insgesamt ohne jegliche Differenzierung und Gründe zur Überprüfung gestellt wird und der Sozialleistungsträger "den Einzelfall" objektiv nicht ermitteln kann.
2.1 BSG, Urteile vom 10.09.2013 -B 4 AS 3/13 R , B 4 AS 4/13 R und – B 4 AS 3/13 R
Anmerkung: ebenso im Ergebnis BSG, Urteil vom 11.12.2012 – B 4 AS 44/12 R
3.1 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 29.01.2014 – L 7 AS 25/14 B ER
Übernahme unangemessener Heizkosten (Heizstrom) wegen § 22 Abs. 1 Satz 3 SGB II – Zu den Strukturen der Ermittlung angemessener Heizkosten und des Absenkungsverfahrens aufgrund des Urteils des BSG vom 12.06.2013, B 14 AS 60/12
Jobcenter muss Nachzahlung für unangemessene Heizkosten übernehmen, denn der Umzug war für die Antragsteller unzumutbar (BSG, Urteil vom 12.06.2013 – B 14 AS 60/12 ).
Anmerkung: Vgl. dazu BSG, Urteil vom 12.06.2013, – B 14 AS 60/12 – Ein Wohnungswechsel als Kostensenkungsmaßnahme wegen unangemessen hoher Aufwendungen für Heizung ist nur dann zumutbar, wenn in einer alternativ zu beziehenden Wohnung insgesamt niedrigere Bruttowarmkosten entstehen.
3.2 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 30.01.2014 – L 13 AS 266/13 B ER
Allein durch Zeitablauf fällt das Tatbestandsmerkmal Einreise allein zum Zweck der Arbeitssuche nicht weg ( entgegen LSG Essen Urt. v. 10.Okt. 2013 – L 19 AS 129/13).
3.3 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 22.01.2014 – L 13 AS 267/11
3.4 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Urteil vom 14.11.2013 – L 5 AS 175/12 – rechtskräftig
Anmerkung: Siehe auch Legal Tribune Online – Ein Jugendlicher der Sozialhilfe bezieht, erhält keinen gesonderten Zuschuss für seine Jugendweihefeier. Hier zum Link: http://www.lto.de/recht/nachrichten/n/lsg-sachsen-anhalt-urteil-l-5-as-175-12-jugendweihe-sozialleistungen/
3.5 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 29.01.2014 – L 7 AS 448/13 B – rechtskräftig
Anmerkung: Anderer Auffassung LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 18.11.2013 – L 10 AS 1793/13 B PKH
3.6 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 27.01.2014 – L 32 AS 3079/13 B rechtskräftig
Vorrangigkeit Ansprüche gegen Dritte, hier Berufsgenossenschaft – Aktualitätsgrundsatz
4.1 Sozialgericht Frankfurt am Main, Beschluss vom 20.01.2014 – S 26 AS 1455/13 ER
Verweigert ein SGB II-Empfänger es, sich ärztlich oder psychologisch untersuchen zu lassen, kann eine Sanktion nach § 31 Abs. 2 SGB II ergehen. Der Gesetzgeber hat in § 59 SGB II i.V.m. § 309 Abs. 1 S 1 SGB III eine spezielle Regelung getroffen, die die Anwendung des SGB I ausschließt (LSG Hessen, Beschluss vom 22.06.2011 – L 7 AS 700/10 B ER ).
Anmerkung: Anderer Auffassung LSG Bayern, Beschluss vom 31.08.2012 – L 7 AS 601/12 B ER und LSG NRW, Beschluss vom 29.09.2009 – L 19 B 255/09 AS ER ).
4.2 Sozialgericht Detmold, Beschluss vom 03.02.2014 – S 9 AS 2274/13 ER
5.1 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 20.06.2013 – L 8 SO 365/10
Anmerkung: BSG, Urteil vom 28. Februar 2013 – B 8 SO 19/11 R – Es ist kein Grund ersichtlich, warum in den Fällen des § 74 SGB XII die Regelungen des § 19 Abs. 3 SGB XII nicht anzuwenden sind.
6.1 Sozialgericht Düsseldorf, Urteil vom 16.01.2014 – S 30 SO 69/12
Vgl. SG Nürnberg, Urteil vom 30. Juni 2011 – S 20 SO 54/10 – Der einem Sozialhilfeempfänger zustehende Regelsatz ist grundsätzlich nicht infolge eines (vorübergehenden – 3 wöchigen) Krankenhausaufenthalts gemäß § 28 Abs. 1 S 2 SGB 12 aF abweichend festzulegen.
7. Hartz-IV-Kontrollen – Im Zweifel für das Jobcenter
8. Keine Verwirkung des Anspruchs auf Elternunterhalt bei einseitigem Kontaktabbruch – BGH vom 12.02.2014 Az. XII ZB 607/12
Anmerkung: Vgl. zum SGB II- Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10.01.2014 – L 34 AS 1036/13 – Kein Wegfall der Unterhaltsverpflichtung bei grober Unbilligkeit – keine Anwendung des Verwirkungseinwandes im Rahmen des Auskunftsanspruchs.
10. Andreas Löbner, Hartenstein: Gesetz zur Vereinfachung des Elterngeldvollzugs – eine erste Betrachtung – Sozialrecht aktuell, Zeitschrift für Sozialberatung – Nomos – Heft 1