Source: http://m.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Einigungsstelle.html
Timestamp: 2017-08-21 00:56:30
Document Index: 168777471

Matched Legal Cases: ['§ 74', '§ 76', '§ 76', '§ 37', '§ 38', '§ 39', '§ 47', '§ 55', '§ 65', '§ 72', '§ 85', '§ 87', '§ 94', '§ 97', '§ 98', '§ 112', '§ 112', '§ 112', '§ 76', '§ 76', '§ 112', '§ 76', '§ 106', '§ 109', '§ 98', '§ 98', '§ 87', '§ 76', '§ 76', '§ 76', '§ 76', '§ 76', '§ 76', '§ 76']

Die Ei­ni­gungs­stel­le ist ein ge­setz­li­cher Aus­gleich dafür, dass der Be­triebs­rat als be­trieb­li­che Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung - an­ders als ei­ne Ge­werk­schaft - gemäß § 74 Abs. 2 Satz 1 Be­trVG nicht zum Streik auf­ru­fen darf. Las­sen sich da­her Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten über re­ge­lungs­bedürf­ti­ge An­ge­le­gen­hei­ten nicht ein­ver­nehm­lich re­geln, darf der Be­triebs­rat kei­ne Ar­beits­nie­der­le­gung sei­ner Kol­le­gen or­ga­ni­sie­ren. Da­mit die Be­triebs­par­tei­en in sol­chen Fällen zu ei­ner Lösung ih­rer Strei­tig­kei­ten kom­men, sieht das Ge­setz das Ver­fah­ren vor der Ei­ni­gungs­stel­le vor.
In welchen Fällen wird die Einigungsstelle tätig?
Ne­ben dem er­zwing­ba­ren Ver­fah­ren vor der Ei­ni­gungs­stel­le kann die Ei­ni­gungs­stel­le gemäß § 76 Abs. 6 Be­trVG auch tätig wer­den, wenn bei­de Sei­ten es be­an­tra­gen oder zwar nur ei­ne Sei­te dies be­an­tragt, die an­de­re aber da­mit ein­ver­stan­den ist. Man spricht hier von ei­nem frei­wil­li­gen Ver­fah­ren, da die Tätig­keit der Ei­ni­gungs­stel­le hier nicht von ei­ner Sei­te er­zwun­gen wer­den kann, son­dern Ar­beit­ge­ber und Be­triebs­rat viel­mehr aus frei­en Stücken da­mit ein­ver­stan­den sind. In ei­nem sol­chen Fall er­setzt der Spruch der Ei­ni­gungs­stel­le die Ei­ni­gung zwi­schen Ar­beit­ge­ber und Be­triebs­rat nur, wenn sich bei­de Sei­ten dem Spruch im vor­aus un­ter­wor­fen ha­ben oder ihn nachträglich an­neh­men (§ 76 Abs. 6 Satz 2 Be­trVG).
In welchen Fällen kann das Einigungsstellenverfahren erzwungen werden?
§ 37 Abs. 6 und 7 Schu­lungs- und Bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen für Be­triebs­rats­mit­glie­der
§ 38 Abs. 2 Frei­stel­lung von Be­triebs­rats­mit­glie­dern
§ 39 Abs. 1 Zeit und Ort der Sprech­stun­den des Be­triebs­rats
§ 47 Abs. 6 Her­ab­set­zung der Zahl der Mit­glie­der des Ge­samt­be­triebs­rats
§ 55 Abs. 4 Her­ab­set­zung der Zahl der Mit­glie­der des Kon­zern­be­triebs­rats
§ 65 Abs. 1 Schu­lungs- und Bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen für Mit­glie­der der Ju­gend- und Aus­zu­bil­den­den­ver­tre­tung
§ 72 Abs. 6 Her­ab­set­zung der Zahl der Mit­glie­der der Ju­gend- und Aus­zu­bil­den­den­ver­tre­tung
§ 85 Abs. 2 Be­rech­ti­gung von Ar­beit­neh­mer­be­schwer­den
§ 87 Abs. 2 Mit­be­stim­mung in so­zia­len An­ge­le­gen­hei­ten
§ 94 Abs. 1 und 2 Mit­be­stim­mung bei Per­so­nal­fra­gebögen, persönli­chen An­ga­ben und Be­ur­tei­lungs­grundsätzen
§ 97 Abs. 2 Mit­be­stim­mung bei der Einführung be­trieb­li­cher Maßnah­men der Be­ru­fungs­bil­dung
§ 98 Abs. 1, 3 und 4 Mit­be­stim­mung bei der Durchführung be­trieb­li­cher Maßnah­men der Be­ru­fungs­bil­dung
§ 112 Abs. 2 Satz 2 Ver­hand­lun­gen über ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich bei Be­triebsände­run­gen
§ 112 Abs. 4 Auf­stel­lung ei­nes So­zi­al­plans bei Be­triebsände­run­gen
Gibt es erzwingbare Einigungsstellenverfahren ohne die Möglichkeit eines verbindlichen Spruchs?
Hier­von macht das Ge­setz al­ler­dings ei­ne Aus­nah­me, nämlich bei den Ver­hand­lun­gen über ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich, die der Ar­beit­ge­ber im Fal­le ei­ner von ihm ge­plan­ten Be­triebsände­rung mit dem Be­triebs­rat führen muss. Hier gibt § 112 Abs. 2 Satz 2 Be­trVG zwar bei­den Be­triebs­par­tei­en die Möglich­keit an die Hand, die Ei­ni­gungs­stel­le mit dem Ziel der Her­beiführung ei­nes In­ter­es­sen­aus­gleichs an­zu­ru­fen. Trotz­dem bleibt es dem Ar­beit­ge­ber recht­lich frei­ge­stellt, ob er ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich ab­sch­ließen möch­te oder nicht, d.h. er kann auch über den Weg des Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­rens da­zu nicht ge­zwun­gen wer­den. Ein Spruch der Ei­ni­gungs­stel­le, der ei­nen In­ter­es­sen­aus­gleich zum In­halt hat, ist da­her recht­lich nicht möglich.
Wie ist die Einigungsstelle besetzt und wer entscheidet darüber?
Die Ei­ni­gungs­stel­le be­steht gemäß § 76 Abs. 2 Be­trVG aus ei­ner glei­chen An­zahl von Bei­sit­zern, die vom Ar­beit­ge­ber und Be­triebs­rat be­stellt wer­den, und ei­nem un­par­tei­ischen Vor­sit­zen­den, auf des­sen Per­son sich bei­de Sei­ten ei­ni­gen müssen.
Kommt ei­ne Ei­ni­gung über die Per­son des Vor­sit­zen­den nicht zu­stan­de, so be­stellt ihn gemäß § 76 Abs. 2 Satz 2 Be­trVG das Ar­beits­ge­richt. Die­ses ent­schei­det auch, wenn kei­ne Ei­ni­gung über die Zahl der Bei­sit­zer er­zielt wird.
Wie wird ein Verfahren vor der Einigungsstelle in Gang gesetzt?
In den oben ge­nann­ten Fällen des er­zwing­ba­ren Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­rens be­ginnt das Ver­fah­ren vor der Ei­ni­gungs­stel­le da­mit, dass ei­ne der Be­triebs­par­tei­en, zu­meist der Be­triebs­rat und eher sel­ten der Ar­beit­ge­ber, die Ei­ni­gungs­stel­le „an­ruft“ (§ 112 Abs. 2 Satz 2 Be­trVG) oder, was das­sel­be be­deu­tet, ihr Tätig­wer­den „be­an­tragt“ (§ 76 Abs. 5 Satz 1 Be­trVG). Das An­ru­fen oder Be­an­tra­gen der Ei­ni­gungs­stel­le heißt nichts an­de­res, als dass die­je­ni­ge Par­tei, die in ei­ner be­stimm­ten Strei­tig­keit das Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­ren wünscht, die­sen Wunsch der an­de­ren Sei­te mit­teilt.
BEISPIEL: Der Wirt­schafts­aus­schuss hat den Ar­beit­ge­ber dar­um ge­be­ten, ihm Aus­kunft über die Ein­zel­hei­ten ei­nes mit ei­ner Un­ter­neh­mens­be­ra­tung ver­ein­bar­ten Be­ra­tungs­auf­trags zu ge­ben, und zwar un­ter Vor­la­ge des Be­ra­ter­ver­trags. Da­bei be­ruft er sich auf § 106 Abs. 2, Abs. 3 Nr. 10 Be­trVG. Der Ar­beit­ge­ber weist die­se Bit­te zurück, in­dem er Be­ra­tungs­auf­trag und Be­ra­ter­ver­trag zum Geschäfts­ge­heim­nis erklärt. Dar­auf­hin be­sch­ließt der Be­triebs­rat, gemäß § 109 Be­trVG die Ei­ni­gungs­stel­le an­zu­ru­fen, da­mit die­se den Um­fang der zu er­tei­len­den Aus­kunft und der vor­zu­le­gen­den Un­ter­la­gen ver­bind­lich ent­schei­det. Dies teilt der Be­triebs­rat dem Ar­beit­ge­ber un­ter Set­zung ei­ner kur­zen Frist mit. Dar­auf­hin ei­ni­gen sich Be­triebs­rat und Ar­beit­ge­ber dar­auf, wel­che Ver­trags­un­ter­la­gen und Rech­nun­gen der Un­ter­neh­mens­be­ra­tungs­fir­ma dem Wirt­schafts­aus­schuss vor­ge­legt wer­den. Ein Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­ren hat sich da­mit er­le­digt.
Was tun bei Streitigkeiten über die Errichtung einer Einigungsstelle?
Können sich die Be­triebs­par­tei­en über die von ei­ner Sei­te an­ge­ru­fe­ne Ei­ni­gungs­stel­le nicht verständi­gen, d.h. blei­ben die o.g. Fra­gen strei­tig, kann die Be­triebs­par­tei, die das Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­ren durchführen möch­te, beim Ar­beits­ge­richt die Er­rich­tung der Ei­ni­gungs­stel­le be­an­tra­gen. Das Ar­beits­ge­richt ent­schei­det in ei­nem spe­zi­el­len, stark be­schleu­nig­ten Ver­fah­ren, dem sog. Ei­ni­gungs­stel­len­be­set­zungs­ver­fah­ren gemäß § 98 Ar­beits­ge­richts­ge­setz (ArbGG).
Im Ei­ni­gungs­stel­len­be­set­zungs­ver­fah­ren kann die Par­tei, die die Ei­ni­gungs­stel­le nicht möch­te, nicht ein­wen­den, dass die ge­setz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für die Zuständig­keit der Ei­ni­gungs­stel­le an­geb­lich nicht vor­lie­gen. Über die (recht­li­che) Fra­ge der Zuständig­keit der Ei­ni­gungs­stel­le hat nämlich die Ei­ni­gungs­stel­le selbst zu ent­schei­den. In § 98 Abs. 1 Satz 2 ArbGG heißt es da­her, dass der An­trag auf ge­richt­li­che Ein­rich­tung der Ei­ni­gungs­stel­le we­gen feh­len­der Zuständig­keit nur zurück­ge­wie­sen wer­den kann, wenn die Ei­ni­gungs­stel­le of­fen­sicht­lich un­zuständig ist. Im Ei­ni­gungs­stel­len­be­set­zungs­ver­fah­ren wer­den die (oft schwie­ri­gen) Rechts­fra­gen der Zuständig­keit der Ei­ni­gungs­stel­le da­her nur „über den Dau­men hin­weg“ be­ur­teilt, d.h. es wird nur ge­prüft, ob die Ei­ni­gungs­stel­le of­fen­sicht­lich un­ter kei­nem denk­ba­ren Ge­sichts­punkt zuständig sein kann. Ver­blei­ben hier recht­li­che Zwei­fel, sind die­se von der Ei­ni­gungs­stel­le selbst zu klären.
BEISPIEL: Der Be­triebs­rat möch­te ei­ne Über­stun­den­re­ge­lung im We­ge der Be­triebs­ver­ein­ba­rung, wo­bei er sich auf sein Mit­be­stim­mungs­recht gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 3 Be­trVG be­ruft. Ei­ne Ei­ni­gung mit dem Ar­beit­ge­ber lässt sich nicht er­zie­len. Der Be­triebs­rat be­sch­ließt da­her, die Ei­ni­gungs­stel­le an­zu­ru­fen und teilt dies dem Ar­beit­ge­ber schrift­lich mit. Da­bei schlägt er ei­nen beim Ar­beit­ge­ber „un­be­lieb­ten“ Rich­ter am Ar­beits­ge­richt als Ei­ni­gungs­stel­len­vor­sit­zen­den vor. Der Ar­beit­ge­ber ist mit dem Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­ren an sich ein­ver­stan­den, möch­te aber ei­nen an­de­ren Vor­sit­zen­den ha­ben. Wenn der Be­triebs­rat nun­mehr das ge­richt­li­che Ei­ni­gungs­stel­len­be­set­zungs­ver­fah­ren an­strengt und be­an­tragt, das Ge­richt möge sei­nen Kan­di­da­ten als Vor­sit­zen­den be­stim­men, müss­te der Ar­beit­ge­ber sach­lich nach­voll­zieh­ba­re Gründe dafür anführen, dass er den Kan­di­da­ten des Be­triebs­rats - im­mer­hin ei­nen Kol­le­gen des Rich­ters, der über das Ei­ni­gungs­stel­len­be­set­zungs­ver­fah­ren ent­schei­det - für un­ge­eig­net hält. Das wird ihm schwer­fal­len, so dass das Ge­richt dem Vor­schlag des Be­triebs­rats fol­gen soll­te.
Wie verlaufen die Verhandlungen in der Einigungsstelle?
Das Ge­setz legt nur ei­ni­ge Eck­punk­te des Ei­ni­gungs­stel­len­ver­fah­rens fest (§ 76 Abs. 3 Be­trVG).
Da­nach hat die Ei­ni­gungs­stel­le „un­verzüglich“ tätig zu wer­den, d.h. die Ver­hand­lun­gen müssen möglichst rasch an­be­raumt und zügig durch­geführt wer­den. Gemäß § 76 Abs. 3 Satz 2 Be­trVG fasst die Ei­ni­gungs­stel­le ih­re Be­schlüsse nach münd­li­cher Be­ra­tung mit Stim­men­mehr­heit. Die Ver­hand­lun­gen der Ei­ni­gungs­stel­le sind nach der Recht­spre­chung nicht öffent­lich, auch nicht für Be­triebs­an­gehöri­ge. Al­ler­dings sind sie par­teiöffent­lich, d.h. Mit­glie­der des Be­triebs­rats oder Ar­beit­ge­ber­ver­tre­ter können bei den Ver­hand­lun­gen zuhören, auch wenn sie nicht zu Bei­sit­zern der Ei­ni­gungs­stel­le be­stellt sind. Die Par­teiöffent­lich­keit en­det al­ler­dings dann, wenn deut­lich wird, dass die Ei­ni­gungs­stel­le ei­nen Spruch fällen muss und die Mit­glie­der der Ei­ni­gungs­stel­le da­her über ih­ren Spruch be­ra­ten und ab­stim­men müssen.
Kann man den Spruch der Einigungsstelle gerichtlich überprüfen lassen?
Ei­ne Son­der­re­ge­lung gilt für den Fall, dass die ge­richt­li­che Fest­stel­lung der Un­wirk­sam­keit des Ei­ni­gungs­stel­len­spruchs auf das Ar­gu­ment gestützt wird, die Ei­ni­gungs­stel­le ha­be die Gren­zen des ihr zu­ste­hen­den Er­mes­sens über­schrit­ten. Hier hat die Be­triebs­par­tei (Ar­beit­ge­ber oder Be­triebs­rat), die die ge­richt­li­che Fest­stel­lung der Un­wirk­sam­keit des Ei­ni­gungs­stel­len­spruchs be­gehrt, ei­ne ge­setz­li­che Aus­schluss­frist von zwei Wo­chen - ge­rech­net vom Ta­ge der Zu­lei­tung des Be­schlus­ses an - zu be­ach­ten (§ 76 Abs. 5 Satz 4 Be­trVG).
Der Ar­beit­ge­ber. Das ver­steht sich von selbst, da sie zu den - oh­ne­hin von ihm zu tra­gen­den - Kos­ten des Be­triebs­rats gehören. Außer­dem ist die Kos­ten­tra­gungs­pflicht noch­mals aus­drück­lich in § 76a Abs. 1 Be­trVG fest­ge­schrie­ben.
Der Vor­sit­zen­de und die be­triebs­frem­den Bei­sit­zer der Ei­ni­gungs­stel­le ha­ben da­bei ge­genüber dem Ar­beit­ge­ber ei­nen An­spruch auf Vergütung ih­rer Tätig­keit (§ 76a Abs. 3 Satz 1 Be­trVG). An sich sieht das Ge­setz vor, dass de­ren Höhe durch ei­ne Rechts­ver­ord­nung des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ar­beit und So­zia­les (BMAS) ge­re­gelt wird, doch hat das BMAS von die­ser Ver­ord­nungs­ermäch­ti­gung bis­her kei­nen Ge­brauch ge­macht.
Die Höhe der Vergütung, die Vor­sit­zen­der und be­triebs­frem­de Bei­sit­zer ver­lan­gen können, ist da­her recht­lich nicht im De­tail fest­ge­legt. Als An­halts­punkt für ei­ne Be­mes­sung der Vergütung nennt § 76a Abs. 4 Satz 2, 3 Be­trVG nur den er­for­der­li­chen Zeit­auf­wand, die Schwie­rig­keit der Strei­tig­keit so­wie ein Ver­dienst­aus­fall der Ei­ni­gungs­stel­len­mit­glie­der. Außer­dem ist die Vergütung der Bei­sit­zer nied­ri­ger zu be­mes­sen als die des Vor­sit­zen­den. Nach der Recht­spre­chung soll sie in der Re­gel 70 % des Ho­no­rars des Vor­sit­zen­den be­tra­gen.
Die be­triebs­frem­den Bei­sit­zer auf der Sei­te des Be­triebs­rats können auf die­ser Ba­sis auf den Ab­schluss ei­ner ei­ne um 30 % ge­min­der­ten Ho­no­rar­ver­ein­ba­rung drin­gen oder auf ei­ne sol­che Ver­ein­ba­rung ver­zich­ten und nach Ab­schluss des Ver­fah­rens un­mit­tel­bar ei­ne ent­spre­chen­de Ho­no­rar­rech­nung ein­rei­chen. Ihr An­spruch folgt ja dem Grun­de nach aus § 76a Abs. 2 Be­trVG, und auch die Höhe soll­te kei­nen Grund für Strei­tig­kei­ten dar­stel­len, nach­dem man die Höhe des Vor­sit­zen­den­ho­no­rars kennt.
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