Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NZM%202009,%20Seiten%20367
Timestamp: 2019-09-22 03:04:57
Document Index: 128534227

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 280', '§ 242', 'BGH', '§ 241', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 280', 'BGH', 'BGH', '§ 280', '§ 280', '§ 276', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

https://dejure.org/2009,48
BGH, 16.01.2009 - V ZR 133/08 (https://dejure.org/2009,48)
BGH, Entscheidung vom 16.01.2009 - V ZR 133/08 (https://dejure.org/2009,48)
BGH, Entscheidung vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08 (https://dejure.org/2009,48)
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Bleibt somit - wie hier - bei der Mängelanzeige ungewiss, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt, dürfen Mängelrechte geltend gemacht werden, ohne Schadensersatzansprüche befürchten zu müssen, auch wenn sich das Verlangen im Ergebnis als unberechtigt herausstellt (…Senatsurteil vom 23. Januar 2008 - VIII ZR 246/06, aaO Rn. 13; vgl. ferner BGH, Urteil vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08, NJW 2009, 1262 Rn. 20).
Zwar kann die Geltendmachung unbegründeter Ansprüche bei Bestehen eines Vertragsverhältnisses grundsätzlich eine Pflichtverletzung i.S.d. § 280 Abs. 1 S. 1 BGB in Form der Verletzung der Rücksichtnahmepflicht, § 242 Abs. 2 BGB, darstellen (BGH, Urteil vom 16.01.2009, V ZR 133/08, juris Rn. 17).
Eine Vertragspartei, die von der anderen Vertragspartei etwas verlangt, das ihr nach dem Vertrag nicht geschuldet ist, oder ein Gestaltungsrecht ausübt, das nicht besteht, verletzt ihre Pflicht zur Rücksichtnahme nach § 241 Abs. 2 BGB (BGH, Urteil vom 16.01.2009, V ZR 133/08;… a.A. Hösl, aaO, S. 34: Leistungstreuepflicht).
Wie der Gläubiger von dem Schuldner die uneingeschränkte Herbeiführung des Leistungserfolgs beanspruchen kann, darf der Schuldner von dem Gläubiger erwarten, dass auch er die Grenzen des Vereinbarten einhält (…im Ergebnis ebenso Hösl aaO; Haertlein, MDR 2009, 1, 2;… zu dem Argument der Waffengleichheit auch derselbe in Exekutionsintervention und Haftung, 2008, S. 362 f., 383 ff.; zu allem: BGH, Urteil vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08 -, BGHZ 179, 238-249, Rn. 17).
Das Ziel der Verhandlung über eine Kompensierung für den Auszug unabhängig von einem Aufhebungsvertrag (" Wir müssen daher, unabhängig von einem Aufhebungsvertrag auch über eine Kompensierung sprechen ", Anlage B4 S. 2), begründet im Streitfall noch nicht das "Berühmen einer unberechtigten Forderung" und damit eine Pflichtverletzung i.S.d. § 280 BGB nach Maßgabe der BGH-Rechtsprechung vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08 -, BGHZ 179, 238-249, Rn. 17.
Eine Haftung der Klägerin aus § 280 Abs. 1 Satz 1 BGB scheidet aber nach § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB aus, weil sie jedenfalls nicht fahrlässig gehandelt und die Verletzung etwaiger Pflichten nach § 276 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 BGB nicht zu vertreten hat (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08 -, BGHZ 179, 238-249, Rn. 19).
Bleibt dabei ungewiss, ob tatsächlich eine Pflichtverletzung der anderen Vertragspartei vorliegt, darf der Gläubiger die sich aus einer Pflichtverletzung ergebenden Rechte geltend machen, ohne Schadensersatzpflichten wegen einer schuldhaften Vertragsverletzung befürchten zu müssen, auch wenn sich sein Verlangen im Ergebnis als unberechtigt herausstellt (…BGH, Urt. v. 23. Januar 2008, aaO; Haertlein, MDR 2009, 1, 2; BGH, Urteil vom 16. Januar 2009 - V ZR 133/08 -, BGHZ 179, 238-249, Rn. 20).
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