Source: https://www.ewir-online.de/heft-1-2015/ewir-2015-29-zur-bezweckten-wettbewerbsbeschraenkung-durch-die-koordinierung-zwischen-unternehmen-cbkommissio/
Timestamp: 2019-09-18 06:02:58
Document Index: 59669155

Matched Legal Cases: ['EuG', 'Art. 101', 'Art. 101', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 101', 'Art. 101', 'Art. 101']

Zur „bezweckten“ Wettbewerbsbeschränkung durch die Koordinierung zwischen Unternehmen („CB/Kommission“) (EuGH, Urt. v. 11.09.2014 – Rs C-67/13P – Alexander Eufinger) – EWiR 2015, 29 | EWiR online
EWiR 2015, 29
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0177-9303 EWiR - Entscheidungen zum Wirtschaftsrecht, Kurzkommentare EWiR 2015 Wirtschaftsrecht Wettbewerbs- und Kartellrecht AEUV Art. 101 Abs. 1Zur „bezweckten“ Wettbewerbsbeschränkung durch die Koordinierung zwischen Unternehmen („CB/Kommission“) AEUVArt. 101 EuGH, Urt. v. 11.09.2014 – Rs C-67/13P (EuG), EuZW 2014, 901 = NZKart 2014, 399EuGHUrt.11.9.2014Rs C-67/13PEuZW 2014, 901NZKart 2014, 399EuG
1. Damit eine Koordinierung zwischen Unternehmen unter das Verbot des Art. 101 Abs. 1 AEUV fällt, muss ausreichend begründet werden, inwiefern die von der Koordinierung ausgehende Wettbewerbsbeschränkung schädlich genug sein soll, um als „bezweckte“ Wettbewerbsbeschränkung i. S. d. Art. 101 Abs. 1 AEUV eingestuft zu werden.
2. Wesentliches rechtliches Kriterium bei der Ermittlung, ob eine Koordinierung zwischen Unternehmen eine „bezweckte“ Wettbewerbsbeschränkung darstellt, liegt in der Feststellung, dass eine solche Koordinierung in sich selbst eine hinreichende Beeinträchtigung des Wettbewerbs erkennen lässt.
3. Falls die fragliche Form der Kollusion zwischen Unternehmen schon ihrer Natur nach als schädlich für das gute Funktionieren des normalen Wettbewerbs angesehen werden kann, ist davon auszugehen, dass eine „bezweckte“ Wettbewerbsbeschränkung i. S. d. Art. 101 Abs. 1 AEUV vorliegt.
Alexander Eufinger, Dr. iur. – Gleiss Lutz, Stuttgart