Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZIP%202003,%201005
Timestamp: 2020-01-22 08:11:24
Document Index: 287684183

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 64', 'BGH', '§ 64', '§ 64', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 64', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 30', '§ 35', 'BGH', 'BGH', '§ 64', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 64']

Rechtsprechung: ZIP 2003, 1005 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 10.04.2003
https://dejure.org/2003,862
BGH, 31.03.2003 - II ZR 150/02 (https://dejure.org/2003,862)
BGH, Entscheidung vom 31.03.2003 - II ZR 150/02 (https://dejure.org/2003,862)
BGH, Entscheidung vom 31. März 2003 - II ZR 150/02 (https://dejure.org/2003,862)
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Ersatzpflicht des GmbH-Geschäftsführers bei Zahlungen nach Insolvenzreife
Umfang der Pflicht des Geschäftsführers einer GmbH zum Zusammenhalten des Gesellschaftsvermögens zur ranggerechten und gleichmäßigen Befriedigung aller künftigen Insolvenzgläubiger; Tilgung einer bestimmten Schuld trotz Insolvenzreife der Gesellschaft aus dazu bestimmten ...
Haftung des GmbH-Geschäftsführers für Zahlungen in der Krise, wenn ein Dritter die Mittel gerade zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt hat
Pflichtverletzung des GmbH-Geschäftsführers, der bei Insolvenzreife mit zum Zwecke der Schuldtilgung erhaltenen Mitteln einen Gesellschaftsgläubiger befriedigt
Tilgung von Verbindlichkeiten der insolvenzreifen GmbH aus zweckgebunden zur Verfügung gestellten Mitteln
Pflicht das Gesellschaftsvermögen zusammenzuhalten
Gesellschaftsrecht; pflichtwidrige Masseverkürzung bei Insolvenzreife
Haftung des Geschäftsführers wegen Umsatzsteuerzahlung nach Insolvenzreife auch bei zweckbestimmter Stellung der Geldmittel durch Konzernmutter
Weiterleitung von Beiträgen als "Zahlung" i.S.v. § 64 Abs. 2 Satz 1 GmbHG; Irrelevanz fehlender Masseschmälerung für den Ersatzanspruch
Zusammenfassung von "Verbotene Zahlungen in der Krise von Handelsgesellschaften und die daraus resultierenden Ersatzpflichten" von Prof. Dr. Dres. h.c. Karsten Schmidt, original erschienen in: ZHR 2004, 637 - 672.
NJW 2003, 2316
ZIP 2003, 1005
MDR 2003, 818
NZI 2003, 460
WM 2003, 1017
BB 2003, 1143
DB 2003, 1213
NZG 2003, 582
BGH, 05.05.2008 - II ZR 38/07
Einschränkung der Geschäftsführerhaftung bei Zahlungen nach Insolvenzreife
Wie der Senat bereits in seinem Urteil vom 31. März 2003 (II ZR 150/02, ZIP 2003, 1005, 1006) ausgeführt hat, widerspricht es dieser Zielsetzung, eine Masseschmälerung nur deshalb zu verneinen, weil die Gesellschaft vor der Zahlung gleich hohe Zahlungen anderer (Konzern-)Gesellschaften erhalten hat, durch welche diese ihre Pflicht zum Aufwendungsersatz vorab haben erfüllen wollen (…a.A. Ulmer in Hachenburg, GmbHG 8. Aufl. § 64 Rdn. 40;… Schulze-Osterloh in Baumbach/Hueck, GmbHG 18. Aufl. § 64 Rdn. 79; K. Schmidt, ZHR 168 [2004], 637, 646 ff.).
Die Schuldnerin war auch nicht "nach Art einer Bank" in die Zahlungsvorgänge eingeschaltet worden (Sen.Urt. v. 31. März 2003 aaO).
Allenfalls dann, wenn mit den vom Geschäftsführer bewirkten Zahlungen ein Gegenwert in das Gesellschaftsvermögen gelangt und dort verblieben ist, kann erwogen werden, eine Massekürzung und damit einen Erstattungsanspruch gegen das Organmitglied zu verneinen, weil dann der Sache nach lediglich ein Aktiventausch vorliegt (BGH, Urteil vom 31. März 2003 - II ZR 150/02, ZIP 2003, 1005, 1006 mwN).
Es ist daher darauf abzustellen, ob es bei vernünftiger Betrachtung ausgeschlossen war, dass der Kläger durch seine Teilnahme an der Gesellschafterversammlung das Beschlussergebnis beeinflusst hätte, wobei ein möglicher Einfluss auf die Meinungsbildung oder auf eine Einigung der Gesellschafter zu berücksichtigen ist (BGH…, Urteil vom 30.03.1987, II ZR 180/86, juris, Rn. 19, 20; BGH, Urteil vom 18.10.2004, II ZR 150/02, juris, Rn. 14; BGH…, Urteil vom 16.10.2012, II ZR 251/10, juris, Rn. 47; BGH…, Urteil vom 11.03.2014, II ZR 24/13, juris, Rn. 14).
Es ist daher darauf abzustellen, ob es bei vernünftiger Betrachtung ausgeschlossen war, dass die Klägerin durch ihre Teilnahme an der Gesellschafterversammlung das Beschlussergebnis beeinflusst hätte, wobei ein möglicher Einfluss auf die Meinungsbildung oder auf eine Einigung der Gesellschafter zu berücksichtigen ist (BGH…, Urteil vom 30.03.1987, II ZR 180/86, juris, Rn. 19, 20; BGH, Urteil vom 18.10.2004, II ZR 150/02, juris, Rn. 14; BGH…, Urteil vom 16.10.2012, II ZR 251/10, juris, Rn. 47; BGH…, Urteil vom 11.03.2014, II ZR 24/13, juris, Rn. 14).
In dieser Entscheidung hat der Bundesgerichtshof die vom Berufungsgericht angeführte und als frühere Rechtsprechung bezeichnete Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 31. März 2003 (II ZR 150/02, ZIP 2003, 1005 ff.) zitiert und damit die Fortgeltung der darin benannten Rechtsgrundsätze bestätigt (BGH…, Urteil vom 18. November 2014 - II ZR 231/13, BGHZ 203, 218 Rn. 9, 11).
Eine Neubewertung ist schon deshalb nicht erforderlich, weil nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Ersatzpflicht nach § 64 GmbHG unabhängig von insolvenzrechtlichen Anfechtungstatbeständen besteht (BGH, Urteil vom 31. März 2003 - II ZR 150/02, ZIP 2003, 1005, 1007 mit Hinweis auf BGH, Urteil vom 18. Dezember 1995 - II ZR 277/94, BGHZ 131, 325, 328 ff.).
LG München I, 14.09.2007 - 14 HKO 1877/07
b) Dem steht auch nicht die Entscheidung des BGH ZIP 2003, 1005 = NJW 2003, 2316, dazu EWiR 2003, 635 (Blöse) , entgegen.
Insoweit braucht der Frage gar nicht nachgegangen zu werden, ob der vorliegende Fall auch deshalb von der Entscheidung des BGH ZIP 2003, 1005 = NJW 2003, 2316 abweicht, weil vorliegend nur im Rahmen eines konzerninternen Cashmanagements gehandelt worden sei.
Dabei kann sowohl der rechtsgeschäftliche börsliche als auch der außerbörsliche Erwerb von stimmberechtigten Aktien, der Erwerb solcher Aktien im Erbgang und /oder die Zurechnung von Stimmrechten nach § 30 WpÜG grundsätzlich die Verpflichtungen nach § 35 WpÜG auslösen (kritisch hierzu: Letzel, Das Pflichtangebot nach dem WpÜG, BKR 2002, 293 ff, 294; Liebscher, Die Zurechnungstatbestände des WpHG und WpÜG, ZIP 2003, 1005 ff, 1006, 1008; vgl. auch Loritz/ Wagner, Das Zwangsübernahmeangebot der EG-Takeover- Richtlinie aus verfassungsrechtlicher Sicht; WM 1991, 709 ff).
OLG Karlsruhe, 29.08.2011 - 9 W 13/11
Insolvenzverfahren: Zumutbarkeitskriterien für eine Kostenaufbringung der …
Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat zu diesem Problembereich bisher noch keine vollständigen und eindeutigen Konturen entwickelt (vgl. insbesondere BGH, NZG 2003, 582 und BGH, Urteil vom 18.10.2010 - II ZR 151/09 - zitiert nach Juris;… vgl. zur Problematik im Übrigen ausführlich Ulmer/Casper, GmbHG, Band III 2008, Rn. 77 ff.).
LG Cottbus, 10.08.2005 - 3 O 214/02
Maßstab für die Prüfung, ob eine Zahlung mit der Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes vereinbar ist, sind dabei nicht die allgemeinen Verhaltenspflichten des Geschäftsführers, sondern der Zweck des § 64 GmbHG , Masseverkürzungen der insolvenzreifen Gesellschaft und eine bevorzugte Befriedigung einzelner Gläubiger zu verhindern (BGHZ 146, 264-280, BGH Urt. v. 31.03.2003 in NJW 2003, 2316 ff [BGH 31.03.2003 - II ZR 150/02] ).
Diesem Zweck widerspräche es, wenn der Geschäftsführer auf andere Möglichkeiten der Rückführung der ausgezahlten Beträge verweisen könnte (BGH Urt. v. 31.03.2003 in NJW 2003, 2316 ff [BGH 31.03.2003 - II ZR 150/02] ).
OLG Hamburg, 29.05.2009 - 11 U 40/09
Inanspruchnahme des Geschäftsführers einer GmbH durch den Insolvenzverwalter …
LG Freiburg, 10.06.2011 - 12 O 130/09
Haftung des GmbH-Geschäftsführers: Pflichtwidrigkeit von Zahlungen nach …
AG Duisburg, 21.08.2003 - 62 IN 197/03
Feststellung der Zahlungsunfähigkeit eines Schuldners und der Unwirksamkeit einer …
BGH, 10.04.2003 - IX ZB 586/02
https://dejure.org/2003,3248
BGH, 10.04.2003 - IX ZB 586/02 (https://dejure.org/2003,3248)
BGH, Entscheidung vom 10.04.2003 - IX ZB 586/02 (https://dejure.org/2003,3248)
BGH, Entscheidung vom 10. April 2003 - IX ZB 586/02 (https://dejure.org/2003,3248)
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Amtsermittlungspflicht des Insolvenzgerichts; Auswirkung einer geltend gemachten Aufrechnung auf die Zulässigkeit eines Insolvenzantrags
Amtsermittlungspflicht hinsichtlich wirksamer Aufrechnung gegen die den Insolvenzantrag begründende Forderung nur bei substanziiertem Vortrag
Zulässigkeit der Rechtsbeschwerde im Insolvenzverfahren; Berücksichtigung der Aufrechnung im Insolvenzeröffnungsverfahren
Anträge, das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Klägerin wegen Beitrags- und Steuerrückständen zu eröffnen, wurden mangels Masse abgewiesen (Beschluss des Amtsgerichts Friedberg vom 23.1.2002 - 65 IN 94/01; Beschluss des Landgerichts Gießen vom 11.11.2002 - 7 T 147/02; Beschluss des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 10.4.2003 - IX ZB 586/02).
Diese greift erst ein, wenn ein zulässiger Eröffnungsantrag vorliegt (BGHZ 153, 205, 207; BGH, Beschl. v. 10. April 2003 - IX ZB 586/02, ZIP 2003, 1005).
BGH, 01.02.2007 - IX ZB 79/06
Prüfung der dem Eröffnungsantrag zugrunde liegenden Forderung durch das …
Entgegen der Ansicht der Rechtsbeschwerde ist das Landgericht nicht von der Rechtsprechung des Senats abgewichen, dass nur hinreichend substantiiertes Vorbringen der Parteien eines Verfahrens über die Zulassung eines Insolvenzantrags zu beachten ist (BGHZ 153, 205, 207 f; BGH, Beschl. v. 10. April 2003 - IX ZB 586/02, ZIP 2003, 1005).
BGH, 26.04.2007 - IX ZB 87/06
Anforderungen an die Darlegung des Eröffnungsgrundes
Das Landgericht ist auch nicht von der Rechtsprechung des Senats abgewichen, nach der hinreichend substantiiertes Vorbringen der Parteien eines Verfahrens über die Zulassung eines Insolvenzantrags zu beachten ist (BGHZ 153, 205, 207 f; BGH, Beschl. v. 10. April 2003 - IX ZB 586/02, ZIP 2003, 1005).
BGH, 26.04.2007 - IX ZB 86/06
Voraussetzungen der Zulassung eines Insolvenzantrages
BGH, 23.11.2006 - IX ZA 21/06
Anforderungen an die Darlegung des Eröffnungsgrundes in einem schuldnereigenen …
Genügt ein Antrag den beschriebenen Mindesterfordernissen nicht, hat das Insolvenzgericht den Schuldner auf den Mangel hinzuweisen und eine Frist zu dessen Behebung zu setzen; nach fruchtlosem Ablauf darf und muss es den Antrag als unzulässig zurückweisen (BGHZ 153, 205, 207; BGH, Beschl. v 10. April 2003 - IX ZB 586/02, ZIP 2003, 1005;… HK-InsO/Kirchhof, 4. Aufl. § 13 Rn. 20).
OLG München, 14.02.2008 - 23 U 4954/07
Erstattunganspruch gegen den GmbH-Geschäftsführer wegen Zahlungen nach Eintritt …
Dies entspricht jedoch nicht dem Normverständnis des Bundesgerichtshofs (vgl. etwa ZIP 2003, 1005; Goette ZinsO 2005, 1/4), der eine Einzelbetrachtung der Zahlungsvorgänge vornimmt und den Schutzzweck des § 64 Abs. 2 GmbHG erst dann nicht als betroffen ansieht, wenn die Masse im unmittelbaren Zusammenhang mit der Weggabe eine Gegenleistung erhält, die auch noch der Verwalter vorfindet.