Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F07-01-2014-1C_531-2012
Timestamp: 2016-10-21 16:38:21
Document Index: 45802120

Matched Legal Cases: ['Art. 86', 'Art. 82', 'Art. 83', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 29', 'Art. 9', 'Art. 8', 'Art. 50', 'Art. 12', 'Art. 36', 'Art. 36', 'Art. 36', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 36', 'Art. 8', 'Art. 50', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 36', 'Art. 29', 'Art. 36', 'Art. 36', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 68', 'Art. 66']

1C_531/2012 � � Urteil vom 7. Januar 2014
Beschwerde gegen das Urteil vom 14. September 2012 des Kantonsgerichts Wallis, �ffentlichrechtliche Abteilung.
�Am 12. / 24. Januar 2006 stellte A.________, handelnd durch B.________, bei der Gemeinde Naters ein Baugesuch zur Erstellung eines Mehrfamilienhauses mit einem Unter-, Erd- und Dachgeschoss sowie mit vier Obergeschossen auf der in der Wohnzone W5 gelegenen Parzelle Gbbl. Nr. 6'615. Das Gesuch wurde am 8. Mai 2006 bewilligt.
�Am 6. August 2010 reichte A.________ bei der Gemeinde Naters ein Ab�nderungsgesuch ein; beantragt wurden die Erstellung von Winterg�rten im vierten Obergeschoss, eine �nderung des Dachgeschosses und der Anbau einer Garage. Gegen dieses Ab�nderungsgesuch erhoben unter anderem C.X.________ und D.X.________ am 28. September 2010 Einsprache. Mit Entscheid vom 7. Dezember 2010 bewilligte die Gemeinde Naters die Erstellung von Winterg�rten im vierten Obergeschoss und die �nderung des Dachgeschosses mit diversen Auflagen und Bedingungen. Der Garagenanbau wurde nicht bewilligt.
�Gegen diesen Bewilligungsentscheid erhoben C.X.________ und D.X.________ am 3. Januar 2011 Verwaltungsbeschwerde an den Staatsrat des Kantons Wallis. Dieser wies die Beschwerde mit Entscheid vom 31. August 2011 ab.
�Diesen Entscheid fochten C.X.________ und D.X.________ am 5. Oktober 2011 mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Kantonsgericht Wallis an. Mit Urteil vom 14. September 2012 hiess das Kantonsgericht die Beschwerde gut, erkl�rte die ausgef�hrte �nderung des von ihm als Attika bezeichneten Geschosses f�r nachtr�glich nicht bewilligungsf�hig und wies die Angelegenheit zur Pr�fung der Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands an die Gemeinde Naters zur�ck.
�Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht vom 18. Oktober 2012 beantragt A.________ die Aufhebung des Urteils des Kantonsgerichts vom 14. September 2012.
�C.X.________ und D.X.________ beantragen die Best�tigung des angefochtenen Urteils. Die Vorinstanz stellt Antrag auf Beschwerdeabweisung. Der Staatsrat verzichtet auf eine Stellungnahme zur Beschwerde. Die Gemeinde Naters beantragt die Aufhebung des Urteils der Vorinstanz und die Best�tigung ihres Baubewilligungsentscheids vom 7. Dezember 2010. Die Parteien halten in weiteren Eingaben an ihren Standpunkten und Antr�gen fest.
�Das angefochtene Urteil der Vorinstanz ist ein Entscheid einer letzten kantonalen Instanz (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG). Ihm liegt ein Beschwerdeverfahren �ber eine baurechtliche Bewilligung und damit eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit zugrunde. Das Bundesgerichtsgesetz enth�lt auf dem Gebiet des Raumplanungs- und Baurechts keinen Ausschlussgrund von der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 lit. a und Art. 83 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.2 S. 251; 409 E. 1.1 S. 411).
�Die Vorinstanz hiess die Beschwerde der Beschwerdegegner gut, verweigerte die Bewilligung f�r die vorgenommene �nderung des von ihr als Attika bezeichneten Geschosses und wies die Sache an die Gemeinde Naters zur�ck, damit diese �ber die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands befinde. Der Beschwerdef�hrer ist als Baugesuchsteller durch das angefochtene Urteil besonders ber�hrt und hat ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung. Er ist damit gem�ss Art. 89 Abs. 1 BGG zur Beschwerdef�hrung legitimiert.
�Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Missachtung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV), eine willk�rliche Anwendung kantonalen und kommunalen Rechts (Art. 9 BV) und einen Verstoss gegen das Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV). Schliesslich macht er eine Verletzung der Gemeindeautonomie (Art. 50 Abs. 1 BV) geltend; nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist er auch zu dieser R�ge legitimiert (Urteil 1C_53/2013 vom 7. Mai 2013 E. 1.1). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
�Strittig ist vorliegend die rechtliche Unterscheidung zwischen Dach- und Attikageschossen.
�Nach Art. 12 des Baugesetzes des Kantons Wallis vom 8. Februar 1996 (BauG/VS; SGS/VS 705.1) ist das Dach- und Attikageschoss bei der Berechnung der Anzahl Vollgeschosse dann mitzurechnen, wenn seine Bruttogeschossfl�che mehr als zwei Drittel der darunterliegenden Vollgeschossfl�che betr�gt. Bei gestaffelten Bauk�rpern wird die Geschosszahl f�r jeden der versetzten Geb�udeteile separat gez�hlt.
�Gem�ss dem Glossar zur Bauverordnung des Kantons Wallis vom 2. Oktober 1996 (BauV/VS; SGS/VS 705.100) wird das oberste Geschoss in einem Geb�ude mit Satteldach als Dachgeschoss bezeichnet (Abbildung 4 "Niveaux toit � pans"). Als Attika wird das letzte bewohnte Geschoss bezeichnet; die Fassaden der Attika m�ssen gegen�ber den Fassaden des Geb�udes zur�ckversetzt sein (Abbildung 6 "Niveaux toit plat").
�Nach Art. 36 lit. b des Bau- und Zonenreglements der Gemeinde Naters vom 9. Juni 1996 (BZR/Naters) gelten Dachgeschosse dann als Vollgeschoss, wenn ihre Kniestockh�he (inkl. Fusspfette) gemessen an der Verl�ngerung der Dachfl�che bis zur Fassade mehr als 1,2 m H�he betr�gt und ihre Bruttogeschossfl�che mit mehr als 1,8 m lichter H�he zwei Drittel der darunterliegenden Vollgeschossfl�che �bersteigt. Gem�ss Art. 36 lit. c BZR/Naters gelten Attikageschosse dann als Vollgeschoss, wenn ihre Bruttogeschossfl�che mehr als zwei Drittel der darunterliegenden Vollgeschossfl�che betr�gt. Die Fl�che des Attikageschosses darf im Maximum gleich gross sein, wie seine theoretische Fl�che innerhalb eines Winkels von 45� vom Schnittpunkt der Aussenwand mit der Oberkante der obersten vollen Decke. Die Grenzabst�nde und die Geb�udeh�he sind in jedem Fall einzuhalten.
�Die Berechnung der Bruttogeschossfl�che erfolgt somit f�r Dach- und Attikageschosse unterschiedlich.
3.1.�Die Vorinstanz hat erwogen, bei der Ost- und Westfassade sei das Attikageschoss gegen�ber dem darunterliegenden Geschoss um je rund vier Meter zur�ckversetzt. Auf der S�dseite hingegen grenze die Attika in der Mitte b�ndig an die Front der darunterliegenden Fassade. Die S�dfassade der Attika sei damit nicht wie in Art. 36 lit. c BZR/Naters vorgeschrieben unter 45� zur�ckversetzt, sondern gleiche sich optisch einem Vollgeschoss an. Dies widerspreche der Zielsetzung und der Zweckbestimmung der Vorschriften �ber die Attikageschosse, wonach diese gegen�ber den Vollgeschossen klar als solche erkennbar und auf s�mtlichen Fassadenseiten durchgehend zur�ckversetzt sein sollten. Das Attikageschoss befinde sich daher in einem polizeiwidrigen Zustand. Da die �nderung der Attika mangels durchgehender R�ckversetzung auf der S�dseite nicht bewilligungsf�hig sei, er�brige sich die Berechnung der Bruttogeschossfl�chen des Attikageschosses und des darunterliegenden Obergeschosses.
3.2.1.�Der Beschwerdef�hrer bringt vor, mit seinem Ab�nderungsgesuch vom 6. August 2010 habe er eine Anpassung des Dachgeschosses beantragt; auch in den Planunterlagen sei der Begriff Dachgeschoss verwendet worden. Im vorinstanzlichen Verfahren habe er in seiner Vernehmlassung vom 9. November 2011 zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Beschwerdegegner an verschiedenen Stellen hervorgehoben, das fragliche Geschoss mit Giebeld�chern sei rechtlich als Dach- und nicht als Attikageschoss zu qualifizieren. Die Vorinstanz habe sich mit dieser Argumentation nicht auseinandergesetzt, sondern ohne jegliche Begr�ndung die Vorschriften �ber Attikageschosse angewendet. Damit sei die Vorinstanz ihrer Begr�ndungspflicht nicht nachgekommen, was eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV bedeute. Dies m�sse zur Aufhebung des angefochtenen Urteils f�hren.
�Zudem habe die Vorinstanz auch dadurch gegen Art. 29 Abs. 2 BV verstossen, indem sie in willk�rlicher antizipierter Beweisw�rdigung seinen Beweisantrag auf Durchf�hrung eines Augenscheins abgewiesen habe.
3.2.2.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz sei in Willk�r verfallen, indem sie die Bestimmungen �ber Attikageschosse statt jene �ber Dachgeschosse angewendet habe. Abbildung 6 des Glossars zur BauV/VS sei mit "Geschosse (Flachdach) " betitelt und zeige als Attikageschoss einen Geb�udeteil mit Flachdach. Vorliegend aber seien Giebeld�cher erstellt worden, weshalb es sich um ein Dachgeschoss und nicht um ein Attikageschoss handle. Dies ergebe sich auch aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. So habe das Bundesgericht in einem den Kanton Basel-Landschaft betreffenden Fall ausgef�hrt, wenn es sich beim streitigen Bauelement um eine zul�ssige Dachform handle, so liege ein Dachgeschoss vor, und die Vorschriften �ber Dachaufbauten, zu denen auch Attikageschosse geh�rten, k�men von vornherein nicht zur Anwendung (Urteil 1P.145/2006 vom 22. Mai 2006 E. 2.3, in: ZBl 108/2007 S. 499). Nach dem Bau- und Zonenreglement der Gemeinde Naters seien die Dachformen in der Wohnzone W5 frei w�hlbar, weshalb die bundesgerichtlichen Feststellungen auch im zu beurteilenden Fall gelten w�rden.
3.2.3.�Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, selbst wenn aber das fragliche Geschoss als Attikageschoss qualifiziert w�rde, liege eine willk�rliche Anwendung kantonalen und kommunalen Rechts vor, da die Vorinstanz zu Unrecht geschlossen habe, alle Fassadenseiten eines Attikageschosses m�ssten zur�ckversetzt sein. Dies ergebe sich weder aus Abbildung 6 des Glossars zur BauV/VS noch aus Art. 36 lit. c BZR/Naters. Letztere Bestimmung lege die maximal zul�ssige Fl�che von Attikageschossen fest, was dazu f�hre, dass diese stets in einem gewissen Mass zur�ckversetzt seien, um die Fl�chenbeschr�nkung einzuhalten. Daraus folge aber nicht, dass zwingend s�mtliche Fassadenseiten zur�ckversetzt sei m�ssten. Auch in der von namhaften Experten erarbeiteten Interkantonalen Vereinbarung �ber die Harmonisierung der Baubegriffe (IVHB) vom 22. September 2005 (in Kraft seit 26. November 2010) sei definiert worden, dass Attikageschosse bei mindestens einer ganzen Fassade gegen�ber dem darunterliegenden Geschoss um ein festgelegtes Mass zur�ckversetzt sein m�ssten (Ziffer 6.4 des Anhangs 1 zur IVHB). �berdies widerspreche die Auslegung der Vorinstanz der kommunalen Praxis. So habe die Gemeinde Naters seit jeher Attikageschosse bewilligt, welche nicht durchgehend zur�ckversetzt seien. Die Vorinstanz habe damit das Gleichbehandlungsgebot gem�ss Art. 8 Abs. 1 BV verletzt und in unzul�ssiger Weise in den gesch�tzten Autonomiebereich der Gemeinde eingegriffen, was gegen Art. 50 Abs. 1 BV verstosse.
3.3.1.�Der in Art. 29 Abs. 2 BV gew�hrleistete Anspruch auf rechtliches Geh�r verlangt, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Die urteilende Beh�rde kann sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Die Begr�ndung muss indes so abgefasst sein, dass sich der Betroffene �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid st�tzt (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236).
�Des Weiteren ergibt sich aus Art. 29 Abs. 2 BV f�r die Parteien das Recht, Beweisantr�ge zu stellen, und f�r die Beh�rden die Pflicht, rechtzeitig und formg�ltig angebotene Beweisbegehren entgegenzunehmen und zu ber�cksichtigen. Keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt vor, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 136 I 229 5.3 S. 236 f.).
3.3.2.�Das Bundesgericht �berpr�ft die Auslegung und Anwendung kantonalen und kommunalen Rechts nur auf Willk�r hin. Nach der st�ndigen Praxis des Bundesgerichts liegt Willk�r in der Rechtsanwendung vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (BGE 137 I 1 E. 2.4 S. 5 mit Hinweisen).
3.4.�Die R�ge der Verletzung der Begr�ndungspflicht ist stichhaltig:
�Der Beschwerdef�hrer ist in seinem Ab�nderungsgesuch vom 6. August 2010, in den eingereichten Planunterlagen wie auch in seiner Vernehmlassung vom 9. November 2011 im vorinstanzlichen Verfahren davon ausgegangen, der fragliche Geb�udeteil sei als Dachgeschoss (Art. 36 lit. b BZR/Naters) und nicht als Attikageschoss (Art. 36 lit. c BZR/Naters) zu qualifizieren. Es kann deshalb entgegen der Behauptung der Beschwerdegegner in ihrer Beschwerdeantwort im bundesgerichtlichen Verfahren nicht von einem neuen Vorbringen gesprochen werden. Die Gemeinde Naters erachtete die rechtliche Qualifikation nicht als entscheidend, da aus ihrer Sicht die Bewilligungsvoraussetzungen in beiden F�llen erf�llt sind, weil die Bruttogeschossfl�che des Attika- oder Dachgeschosses weniger als zwei Drittel der darunterliegenden Vollgeschossfl�che betrage. Der Staatsrat wiederum verwendete die Begriffe Attika- und Dachgeschoss in seinem Entscheid f�lschlicherweise synonym. Es kann deshalb auch nicht gesagt werden, die urteilenden Beh�rden seien von einem Attikageschoss ausgegangen.
�Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Urteil nicht mit der Abgrenzung zwischen Dach- und Attikageschossen befasst und ist nicht auf die Vorbringen des Beschwerdef�hrers eingegangen. Vielmehr hat sie ohne Begr�ndung die Vorschriften �ber Attikageschosse als einschl�gig erachtet. Im Gegensatz zur Gemeinde Naters hat die Vorinstanz aber die rechtliche W�rdigung als entscheidend eingestuft, f�hrt ihres Erachtens doch die Qualifikation als Attikageschoss zur Bewilligungsverweigerung, weil das fragliche Geschoss nicht auf s�mtlichen Fassadenseiten durchgehend zur�ckversetzt ist. Da die rechtliche Qualifikation als Dach- oder als Attikageschoss nach Auffassung der Vorinstanz somit zu unterschiedlichen Rechtsfolgen f�hrt, w�re sie zwingend gehalten gewesen, zu begr�nden, weshalb sie das fragliche Geschoss entgegen dem Vorbringen des Beschwerdef�hrers nicht als Dachgeschoss ansieht. Dies gilt umso mehr, als dass die Qualifikation als Attikageschoss zumindest nicht offensichtlich ist. Die Vorinstanz hat in ihrer Urteilsbegr�ndung auf Abbildung 6 des Glossars zur BauV/VS verwiesen. Die Abbildung aber zeigt eine Dachaufbaute mit Flachdach. Es h�tte daher einer Begr�ndung bedurft, weshalb das zu beurteilende Geschoss trotz Giebeld�chern als Attikageschoss zu gelten hat.
�Diese Verletzung der Begr�ndungspflicht f�hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur�ckweisung der Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz, da eine Heilung der Geh�rsverletzung durch das Bundesgericht nicht in Betracht kommt. Sollte die Vorinstanz bei ihrer Neubeurteilung (erneut) zum Schluss kommen, es liege ein Attikageschoss vor, wird sie sich auch mit der vom Beschwerdef�hrer korrekt wiedergegebenen bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Urteil 1P.145/2006 vom 22. Mai 2006 E. 2.3, in: ZBl 108/2007 S. 499) auseinanderzusetzen und darzulegen haben, weshalb sich diese den Kanton Basel-Landschaft betreffende Rechtsprechung nicht auf den zu beurteilenden Fall �bertragen l�sst.
�Da folglich ein Verstoss gegen Art. 29 Abs. 2 BV infolge Verletzung der Begr�ndungspflicht zu bejahen ist, er�brigt sich ein Eingehen auf das Vorbringen des Beschwerdef�hrers, die Vorinstanz habe seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r auch deshalb verletzt, weil sie keinen Augenschein durchgef�hrt habe. Die Vorinstanz wird zu pr�fen haben, ob sie f�r die Neubeurteilung der rechtlichen Qualifikation des fraglichen Geschosses auf die Vornahme eines Augenscheins angewiesen ist.
3.5.�Aus prozess�konomischen Gr�nden ist es hingegen geboten, die R�ge der willk�rlichen Anwendung kantonalen und kommunalen Rechts zu behandeln.
�Die Vorinstanz hat erwogen, Art. 36 lit. c BZR/Naters konkretisiere Abbildung 6 des Glossars zur BauV/VS und verlange, dass ein Attikageschoss auf s�mtlichen Fassadenseiten unter der Linie von 45� zur�ckversetzt sei. Die Vorinstanz hat sich dabei in ihrer Urteilsbegr�ndung mit dem allgemeinen Hinweis auf die Zielsetzung und Zweckbestimmung der Vorschriften �ber Attikageschosse begn�gt, wonach diese gegen�ber Vollgeschossen klar als solche erkennbar sein sollten.
�Art. 36 lit. c BZR/Naters enth�lt jedoch einzig eine Fl�chenbegrenzung und schreibt nicht vor, dass s�mtliche Fassadenseiten eines Attikageschosses gegen�ber dem darunterliegenden Geschoss zur�ckversetzt sein m�ssten. Die Auslegung der Vorinstanz l�sst sich somit nicht auf den Wortlaut st�tzen. Sie folgt auch nicht aus Abbildung 6 des Glossars zur BauV/VS, welche einen (Flach-) Dachaufbau mit zwei zur�ckversetzten Fassaden zeigt. Wie diese Abbildung deutlich macht, kann auch nicht gesagt werden, einzig ein auf s�mtlichen Fassadenseiten zur�ckversetztes Attikageschoss sei gegen�ber den Vollgeschossen als solches erkennbar. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang weiter auf Ziffer 6.4 des Anhangs 1 zur IVHB, wonach Attikageschosse nur bei mindestens einer ganzen Fassade - nicht jedoch zwingend bei allen Fassaden - gegen�ber dem darunterliegenden Geschoss zur�ckversetzt sein m�ssen. Da der Kanton Wallis dem Konkordat nicht beigetreten ist, ist diese Begriffsbestimmung vorliegend zwar nicht verbindlich. Sie zeigt aber auf, dass das Begriffsverst�ndnis der Vorinstanz un�blich ist.
�Die Auslegung der Vorinstanz ist nach dem Gesagten nicht nachvollziehbar. Sie l�sst sich nicht auf den Wortlaut der einschl�gigen Bestimmungen st�tzen, und es sind auch keine sachlichen Gr�nde ersichtlich, welche f�r das restriktive Begriffsverst�ndnis der Vorinstanz sprechen w�rden. Damit aber erweist sich die Rechtsanwendung der Vorinstanz (auch) im Ergebnis als nicht haltbar. Die Willk�rr�ge ist begr�ndet. Ein Eingehen auf die weiteren Vorbringen des Beschwerdef�hrers er�brigt sich.
3.6.�Die Vorinstanz hat, wie dargelegt, keine Berechnung der Bruttogeschossfl�chen vorgenommen. Dies wird sie bei ihrer Neubeurteilung nachzuholen haben. Die Frage, ob ein Dach- oder ein Attikageschoss vorliegt, k�nnte von der Vorinstanz in diesem Punkt offen gelassen werden, wenn die beiden Berechnungen nicht zu unterschiedlichen Rechtsfolgen f�hren, weil die Bruttogeschossfl�che des fraglichen Geschosses in beiden F�llen weniger bzw. in beiden F�llen mehr als zwei Drittel der darunterliegenden Vollgeschossfl�che ausmacht.
�Die Beschwerde ist gutzuheissen, das angefochtene Urteil vom 14. September 2012 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
�Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens den unterliegenden Beschwerdegegnern aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Diese haben dem Beschwerdef�hrer eine angemessene Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG), wof�r sie solidarisch haften (Art. 68 Abs. 4 BGG i.V.m. Art. 66 Abs. 5 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Das Urteil des Kantonsgerichts Wallis vom 14. September 2012 wird aufgehoben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung im Sinne der Erw�gungen an das Kantonsgericht zur�ckgewiesen.
Die Beschwerdegegner haben den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.-- unter solidarischer Haftung zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Einwohnergemeinde Naters, dem Staatsrat des Kantons Wallis und dem Kantonsgericht Wallis, �ffentlichrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.