Source: http://www.kirche-bergenhusen.de/bergenhusen/friedhof/satzungen/index.html
Timestamp: 2017-11-18 06:06:03
Document Index: 247652853

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 23', '§ 12', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 17', '§ 20', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 15', '§ 24', '§ 23', '§ 17', '§ 24', '§ 15', '§ 25', '§ 26', '§ 28', '§ 33', '§ 32', '§ 33', '§ 35', '§ 36', '§ 37', '§ 38']

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Grabreihe auf dem Friedhof Bergenhusen Regelmäßige Pflege ist oft schwer zu realisieren. Die Kirchengemeinde bietet deshalb jedem Grabnutzer die Möglichkeit, für die gesamte Ruhezeit durch Kauf eines Legates die Pflege des Grabes durch die Kirchengemeinde zu gewährleisten. Die Gebühren finden Sie unter Grablegaten
für die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bergenhusen
Nach Artikel 15, Absatz 1, Buchstabe m der Verfassung der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche hat der Kirchenvorstand der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bergenhusen in der Sitzung am 12. Mai 2003 die nachstehende Friedhofssatzung beschlossen:
Der Friedhof ist die Stätte, auf der die Verstorbenen zur letzten Ruhe gebettet werden. Er ist mit seinen Gräbern ein sichtbares Zeichen der Vergänglichkeit des Menschen. Er ist aber auch der Ort, an dem die Kirche die Botschaft verkündigt, dass Christus dem Tode die Macht genommen hat und denen, die an ihn glauben, das ewige Leben geben wird. Aus dieser Erkenntnis und in dieser Gewissheit erhalten Arbeit und Gestaltung auf dem Friedhof Richtung und Weisung.
(1) Die Friedhofssatzung gilt für den von der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bergenhusen getragenen Friedhof in seiner jeweiligen Größe.
(2) Der Friedhof ist eine öffentliche Einrichtung und dient der Bestattung derjenigen, die bei ihrem Tode im Bereich der Kirchengemeinde Bergenhusen ihren Wohnsitz gehabt haben oder vor ihrem Tod ein Grabnutzungsrecht erworben hatten. Im übrigen können auswärtige Grab- und Bestattungsrechte auf den Friedhöfen mit Genehmigung der Friedhofsverwaltung erwerben.
(1) Der Friedhof ist eine unselbständige Anstalt des öffentlichen Rechts. Es wird vom Kirchenvorstand verwaltet.
(4) Im Zusammenhang mit einer Bestattung oder Beisetzung, Verleihung, Verlängerung oder Übertragung des Nutzungsrechtes an einer Grabstätte, Zustimmung zur Errichtung eines Grabmals oder sonstiger baulicher Anlagen, Zulassung von Gewerbetreibenden sowie mit der Eintragung von Gebühren und Entgelten dürfen personenbezogene Daten erhoben verarbeitet und genutzt werden.
(5) Der Friedhofswart führt im Auftrag des Kirchenvorstandes die Aufsicht auf dem Friedhof.
(5) Durch die Entwidmung wird die Eigenschaft als Ruhestätte der Verstorbenen aufgehoben. Die Entwidmung des gesamten Friedhofes wird erst ausgesprochen, wenn keine Nutzungsrechte mehr bestehen, sämtliche Ruhezeiten abgelaufen sind und eine angemessene Pietätsfrist vergangen ist.
(7) Die Außerdienststellung, Entwidmung und Einstellung sind amtlich bekannt zu machen. Bei Wahlgrabstätten ist außerdem der Nutzungsberechtigte schriftlich zu benachrichtigen, sofern seine Anschrift dem Friedhofsträger bekannt ist.
(1) Jeder hat sich auf den Friedhöfen der Würde des Ortes angemessen zu verhalten. Verletzende Äußerungen, die sich gegen den christlichen Glauben richten, sind zu unterlassen.
(2) Auf den Friedhöfen ist insbesondere nicht gestattet: die Wege mit Fahrzeugen aller Art - ausgenommen Kinderwagen, Rollstühle und Handwagen - zu befahren,
an Sonn- und Feiertagen gewerbliche Arbeiten ausführen,
Abraum außerhalb der dafür bestimmten Stellen abzulagern,
Hunde unangeleint oder sonstige Tiere mitzubringen.Der Kirchenvorstand kann Ausnahmen zulassen, soweit sie mit dem Zweck des Friedhofes und seiner Ordnung vereinbar sind.
(3) Besondere Veranstaltungen auf dem Friedhof bedürfen der vorherigen Zustimmung des Kirchenvorstandes.
(4) Der Kirchenvorstand kann für die Ordnung auf den Friedhöfen weitere Bestimmungen erlassen.
(5) Die Anordnungen des Friedhofspersonals sind zu befolgen. Der Kirchenvorstand kann Personen, die der Friedhofssatzung wiederholt zuwiderhandeln, das Betreten des Friedhofes untersagen.
(1) Bildhauer, Steinmetze, Gärtner, Bestatter und sonstige Gewerbetreibende bedürfen für Tätigkeiten auf dem Friedhof der vorherigen schriftlichen Zulassung durch den Kirchenvorstand. Die Zulassung ist auf Antrag zu erteilen, wenn der Gewerbetreibende den Nachweis seiner fachlichen Qualifikation erbringt und persönlich zuverlässig ist.
(2) Antragsteller des Handwerks haben ihre Eintragung in die Handwerksrolle, Antragsteller des handwerksähnlichen Gewerbes ihre Eintragung in das Verzeichnis gemäß § 19 Handwerksordnung und Antragsteller der Gärtnerberufe ihre Eintragung in das Verzeichnis der Landwirtschaftskammer nachzuweisen.
(3) Für eine einmalige Tätigkeit auf dem Friedhof kann der Kirchenvorstand auf die Vorlage der Nachweise gemäß Absatz 2 verzichten, wenn der Antragsteller über eine Zulassung für gewerbliche Arbeiten auf einem anderen kirchlichen Friedhof verfügt und diese Zulassung vorlegt.
(4) Die Gewerbetreibenden und ihre Bediensteten haben die Friedhofssatzung und die dazu ergangenen Regelungen zu beachten. Die Gewerbetreibenden haften für alle Schäden, die sie oder ihre Bediensteten im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf dem Friedhof schuldhaft verursachen.
(5) Die Zulassung kann durch schriftlichen Bescheid des Kirchenvorstandes widerrufen werden, wenn der Gewerbetreibende trotz wiederholter Mahnung gegen die für den Friedhof geltenden Bestimmungen verstoßen hat oder die Voraussetzungen für die Erteilung der Zulassung entfallen sind.
(3) An Sonnabenden sollten nach Möglichkeit keine Beerdigungen stattfinden. An Sonn- und Feiertagen finden keine Beerdigungen statt. Über Ausnahmen entscheidet der Kirchenvorstand.
Zuweisung von Grabstätten
Grabstätten werden in der Regel nur bei einem Todesfall zugewiesen; Ausnahmen sind möglich.
Verleihung des Nutzungsrechtes
(1) Mit der Überlassung einer Grabstätte und Zahlung der festgesetzten Gebühren wird dem Berechtigten das Recht verliehen, die Grabstätte nach Maßgabe der Friedhofssatzung zu nutzen.
(2) Über die Verleihung des Nutzungsrechtes wird dem Berechtigten eine Urkunde ausgestellt und mit der Friedhofssatzung übergeben.
(3) Soll die Beerdigung in einer vorhandenen Grabstätte erfolgen, so ist der Nachweis der Nutzungsberechtigung zu erbringen.
(1) Die Särge müssen fest gefügt und so abgedichtet sein, das jedes Durchsickern von Feuchtigkeit ausgeschlossen ist.
(3) Sie Särge sollen höchstens 2,05 Meter lang, im Mittelmaß 0,75 Meter hoch und 0,75 Meter breit sein. Für größere Särge ist die Zustimmung der Friedhofsverwaltung bei der Anmeldung der Bestattung einzuholen.
Ausheben und Schließen des Grabes
(1) Ein Grab darf nur durch den Friedhofswärter oder durch solche Hilfskräfte ausgehoben und geschlossen werden, die vom Kirchenvorstand damit beauftragt sind.
(2) Die beim Ausheben eines Grabes aufgefundenen Reste einer früheren Beerdigung werden auf dem Boden der Grabstätte eingegraben.
(3) Die Gräber für Erdbestattung müssen voneinander durch mindestens 0,30 m starke Erdwände getrennt sein.
(4) Bei Erdbestattungen werden die Gräber so tief angelegt, dass der Sargdeckel mindestens von einer Erdschicht von 0,90 Meter bedeckt ist. Aschenurnen werden in einer Tiefe von mindestens 0,60 Meter beigesetzt.
(3) Antragsberechtigt bei Umbettungen aus Reihengrabstätten sind der Ehegatte und die Verwandten 1. Grades, bei Umbettungen aus Wahlgrabstätten die jeweiligen Nutzungs-berechtigten. Die Kosten für die Umbettung und für die Wiederinstandsetzung der dadurch beschädigten Nachbargrabstätten und Anlagen haben die Antragsteller zu tragen.
(5) Der Ablauf der Ruhe- und Nutzungszeit wird durch eine Umbettung nicht unterbrochen oder gehemmt.
Die allgemeine Ruhezeit beträgt 30 Jahre; für verstorbene Kinder bis zu fünf Jahren 20 Jahre; für Aschen 20 Jahre.
(5) Die Grabstätten werden angelegt alsReihengrabstätten
Rasenurnengrabstätten(6) Bei Anlage der Gräber für die Erdbestattungen werden folgende Maße eingehalten:
- Gräber für Särge bis zu 1,20 Meter Länge:
Länge 1,20 Meter, Breite 0,60 Meter, Abstand 0,30 Meter
- Gräber für Särge über 1,20 Meter Länge:
Länge 2,10 Meter, Breite 0,90 Meter, Abstand 0,30 Meter
(7) Werden Aschenurnen in besonderen Fällen beigesetzt, so ist für ein Urnengrab ein Platz von mindestens 1,00 Meter Breite und 1,20 Meter Länge vorzusehen.
Belegung der Gräber
(1) Jedes Grab darf in der Ruhezeit nur mit einer Leiche belegt werden.
(2) Für die Beisetzung von Aschenurnen in belegten Gräbern gelten besondere Bestimmungen (vergleiche § 23, Absatz 2 ).
(1) Reihengräber sind Gräber, die im Beerdigungsfall durch die Friedhofsverwaltung zugewiesen werden.
(2) Sie werden nur für die Dauer der Ruhezeit überlassen (Vergleiche § 12). Das Nutzungsrecht kann nicht verlängert werden. Davon abweichend endet bei Rasenreihenurnendoppelgrabstellen das Nutzungsrecht nach Ablauf der Ruhefrist der zuletzt beigesetzten Urne.
(3) Grabstätten, die trotz Mahnung nicht in Ordnung gehalten werden, können vom Kirchenvorstand zur Aufrechterhaltung der Würde des Friedhofes eingezogen werden. Dies geschieht auf Beschluss des Kirchenvorstandes. Das Entfernen der Grabmale und sonstiger Ausstattungsgegenstände geht zu Lasten der bisherigen Nützungsberechtigten. Hierauf soll vorher schriftlich hingewiesen werden.
(4) Nach Ablauf der Ruhefrist fallen die Reihengräber an die Kirchengemeinde zurück. Ein Wiedererwerb ist nur in Ausnahmefällen möglich.
(5) Die Wiederbelegung von Reihengräbern, deren Ruhezeit abgelaufen ist, wird sechs Monate vor der Abräumung bekannt gegeben. Die Entfernung der Grabmale und sonstiger Ausstattungsgegenstände obliegt den Angehörigen.
(1) Wahlgrabstätten werden als Sondergräber für Erd- oder Urnenbestattungen mit einer oder mehreren Grabbreiten vergeben.
(2) Die Nutzungszeit beträgt bei Erdbestattungen 30 Jahre bei Urnenbestattungen 20 Jahre, beginnend mit dem Tage der Zuweisung. Bei Neukauf einer Grabstätte ohne anschließende Beisetzung beträgt die Nutzungszeit 30 Jahre. Dieser Zeitraum kann auf Antrag des Nutzers verlängert werden. Das Nutzungsrecht kann auf Antrag nur für die gesamte Grabstätte gegen Zahlung der in der Friedhofsgebührensatzung vorgesehenen Gebühr verlängert oder wiedererworben werden. Wird das Nutzungsrecht nicht verlängert oder wiedererworben, so erlischt es mit Ablauf der Nutzungszeit.
(3) Der Nutzungsberechtigte hat selbst für eine rechtzeitige Verlängerung oder einen rechtzeitigen Wiedererwerb zu sorgen.
(4) In den Wahlgräbern können die Nutzungsberechtigten und ihre Angehörigen bestattet werden. Die Beisetzung anderer bedarf neben der Zustimmung der Nutzungsberechtigten der Genehmigung des Kirchenvorstandes. Als Angehörige gelten:
a) der Ehegatte und Lebensgefährte
c) die Enkel in der Reihenfolge der Berechtigung
ihrer Väter oder Mütter
f) die Ehegatten der unter b), c) und e) genannten Personen
und Verlobte
§ 17 Verlängerung des Nutzungsrechtes
(1) Das Nutzungsrecht kann gegen Zahlung der Gebühren bis zu 30 Jahre verlängert werden.
(2) Wird bei späteren Beisetzungen die Nutzungszeit durch die Ruhezeit überschritten, so ist bei der Beisetzung die notwendig gewordene Verlängerung des Nutzungsrechtes bis zum Ablauf der Ruhezeit vorzunehmen.
(3) Die Verlängerung muss für alle Grabbreiten bewirkt werden, die bis zum Ablauf der Ruhefrist zu der Grabstätte gehören sollen. Der Berechtigte ist verpflichtet, für eine rechtzeitige Verlängerung zu sorgen.
§ 18 Erlöschen des Nutzungsrechtes
(2) Grabstätten, die trotz öffentlicher Mahnung nicht in Ordnung gehalten werden, können zur Aufrechterhaltung der Würde des Friedhofes vom Kirchenvorstand durch Beschluss eingezogen werden.
(3) Nach Erlöschen des Nutzungsrechtes fällt die Grabstätte an die Kirchengemeinde zurück. Über sie kann der Kirchenvorstand nach Ablauf der Ruhezeit des zuletzt Bestatteten anderweitig verfügen. Das Abräumen und Einebnen der Grabstätte obliegt dem Nutzungsberechtigten.
§ 19 Wiederbelegung
(1) Wahlgräber können wiederbelegt werden, wenn die Ruhezeit abgelaufen ist.
(2) Wird bei einer Wiederbelegung einer Grabstätte die Nutzungszeit durch die Ruhezeit überschritten, gilt § 17 sinngemäß.
§ 20 Übertragung oder Übergang von Nutzungsrechten an Wahlgrabstätten
(1) Das Nutzungsrecht an Wahlgrabstätten kann zu Lebzeiten der Nutzungsberechtigten auf eine Angehörige oder einen Angehörigen nach § 16 Absatz 4 übertragen werden. Die Übertragung auf andere Personen bedarf der Zustimmung des Kirchenvorstandes.
(2) Stirbt die oder der Nutzungsberechtigte, so geht das Nutzungsrecht auf eine Angehörige oder einen Angehörigen nach § 16 Absatz 4 mit deren oder dessen Zustimmung über. Der Vorrang einer Person vor einer anderen bestimmt sich nach der in § 16 Absatz 4 genannten Reihenfolge mit der Maßgabe, dass innerhalb der einzelnen Personengruppen die ältere Person Vorrang hat.
(3) Die Rechtsnachfolge nach Absatz 2 können die Nutzungsberechtigten dadurch ändern, dass sie das Nutzungsrecht schon zu Lebzeiten für den Fall ihres Ablebens einer Person nach § 16 Absatz 4 oder – mit Zustimmung des Kirchenvorstandes – einer anderen Person durch Vertrag übertragen. Eine Ausfertigung des Vertrages ist der Friedhofsverwaltung unverzüglich einzureichen.
(4) Die oder der neue Berechtigte hat innerhalb von sechs Monaten nach der Übertragung bzw. dem Rechtsübergang die Umschreibung auf ihren bzw. seinen Namen zu beantragen. Die Umschreibung kann versagt werden, wenn die Übertragung bzw. der Rechtsübergang nicht hinreichend urkundlich nachgewiesen ist.
(5) Die Übertragung bzw. der Rechtsübergang des Nutzungsrechts wird wirksam mit der Umschreibung durch die Friedhofsverwaltung.
§ 21 Rückgabe von Wahlgrabstätten
(1) Das Nutzungsrecht an unbelegten Grabstätten kann jederzeit, an teilbelegten Grabstätten erst nach Ablauf der letzten Ruhezeit zurückgegeben werden. Die Rückgabe ist nur für die gesamte Grabstätte zulässig, Ausnahme bedürfen der Zustimmung der Friedhofsverwaltung.
(2) Für die Rückgabe von Nutzungsrechten an Wahlgrabstätten besteht kein Rechtsanspruch auf Erstattung von Friedhofsgebühren. Nutzungsgebühren können nur in begründeten Ausnahmefällen anteilig für die noch nicht in Anspruch genommene Nutzungszeit erstattet werden. Darüber entscheidet der Kirchenvorstand.
§ 22 Urnengräbstätten
(1) Eine besondere Ausweisung von Grabstätten gibt es nicht.
(2) Für die Beisetzung einer Urne muss ein Reihen- oder Wahlgrab erworben werden, das entsprechend § 23 belegt werden kann.
(3) Ein Rasenurnengrab ist ein Urnengrab für das die Bestimmungen für Reihengräber (§ 15) und Rasengräber (§ 24) entsprechend gelten.
§ 23 Beisetzung in Urnengräber
(1) Aschenurnen müssen in der Erde in einer Tiefe von mindestens 0,60 Meter beigesetzt werden.
(2) In einer mit einer Leiche belegten Grabstätte darf nur eine Aschenurne, in einem unbelegten Grab dürfen zwei Urnen beigesetzt werden.
(3) Beträgt die Restruhezeit für ein Reihengrab weniger als 20 Jahre, ist eine zusätzliche Urnenbeisetzung nicht mehr gestattet.
(4) Werden Aschenurnen in einem Wahlgrab beigesetzt, so gilt § 17 entsprechend.
§ 24 Nutzungsrecht / Rasengräber
In Ergänzung der Bestimmungen zu der Einrichtung von Reihen- und Wahlgräbern gilt für die Rasengräber folgendes:
Sie unterliegen folgenden Auflagen:
Sie sind nur mit einem Sarg bzw. 1 Urne belegbar.
Eine Belegung mit 2 Urnen ist nur im ausgewiesenen Rasenurnendoppelgrabfeld möglich.
Alle Rasengräber sind mit einer Grabplatte zu versehen, deren Gestaltung von der Trägerin des Friedhofs festgelegt ist. Für die Nutzungsfristen gilt bei allen Rasengräbern § 15.
Über Ausnahmen entscheidet der Kirchenvorstand. In den Rasen wird eine Grabplatte eingelegt, auf der der Name (gegebenenfalls mit Geburtsname) sowie Geburts- und Sterbejahr verzeichnet sind. Eine Bepflanzung ist nicht zulässig.
§ 25 Registerführung
(1) Über alle Gräber und Beerdigungen wird eine Kartei in doppelter Ausfertigung und ein chronologisches Beerdigungsregister in einfacher Ausfertigung geführt.
Ehrfurcht und Dankbarkeit gegenüber den Verstorbenen gebieten, ihre letzte Ruhestätte mit Sorgfalt und Liebe anzulegen und zu pflegen und mit einem schlichten und würdigen Denkzeichen zu schmücken. Dieser Aufgabe dienen die nachfolgenden Bestimmungen und Richtlinien.
§ 26 Allgemeine Gestaltungsgrundsätze
Jede Grabstätte ist so zu gestalten und an die Umgebung anzupassen, dass der Friedhofs-
zweck, die Würde des kirchlichen Friedhofes in seinen einzelnen Teilen und in seiner Ge-
samtlage gewahrt sowie das christliche Empfinden nicht verletzt wird.
(1) Die Errichtung und Veränderung von Grabmalen bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Friedhofsverwaltung. Sie ist vor Anfertigung oder Veränderung des Grabmals zu beantragen. Der Antrag ist durch den Nutzungsberechtigten oder seinen Bevollmächtigten zu stellen. Die Genehmigung ist gebührenpflichtig.
a) Grabmalentwurf mit Grundriss, Seitenansicht und Rückansicht im Maßstab 1:10 unter Angabe des Materials, seiner Bearbeitung sowie der Fundamentierung.
b) Wortlaut der Inschrift, Platzierung der Inschrift, der Ornamente und der Symbole unter Angabe der Form und der Anordnung des Materials sowie seiner Bearbeitung, 2-3 Buchstaben in Originalgröße (Maßstab 1:1).
In besonderen Fällen kann die Vorlage eines Modells im Maßstab 1:15 oder das Aufstellen einer Attrappe in natürlicher Größe auf der Grabstätte verlangt werden.
§ 28 Prüfung durch die Friedhofsverwaltung
(2) Entspricht die Ausführung des Grabmals nicht dem genehmigten Antrag und ist sie nicht genehmigungsfähig, kann die Friedhofsverwaltung die Errichtung des Grabmals verweigern oder dem Nutzungsberechtigten eine angemessene Frist zur Abänderung oder Beseitigung des Grabmals setzen. Bei bereits errichteten Grabmalen kann der Kirchenvorstand nach ergebnislosem Ablauf der Frist die Abänderung oder Beseitigung des Grabmals auf Kosten des Nutzungsberechtigten veranlassen.
(1) Die Grabmale sind ihrer Größe entsprechend nach den allgemein anerkannten Regeln des Handwerks in der jeweils gültigen Fassung zu fundamentieren und so zu befestigen, dass sie dauerhaft standsicher sind und auch beim Öffnen benachbarter Gräber nicht umstürzen oder sich senken können. Satz 1 gilt für sonstige bauliche Anlagen entsprechend.
Die Friedhofsverwaltung kann weitergehende Anforderungen z.B. besondere Verdübelung verlangen, wenn dies aus Gründen der Standsicherheit des Grabmals erforderlich ist.
(2) Alle Grabmale auf Wahlgräbern über 1m Höhe erhalten aus Sicherheitsgründen zweckmäßige Untermauerungen bis auf die Grabsohle.
(3) Nicht handwerksgerecht ausgeführte Untermauerungen kann der Kirchenvorstand entfernen und fachgerecht auf Kosten des Berechtigten erneuern lassen.
(1) Die Grabmale und die sonstigen baulichen Anlagen sind dauernd in gutem und verkehrssicherem Zustand zu halten. Verantwortlich und haftbar für alle Schäden, die durch Verletzung dieser Pflicht entstehen, ist bei Rasengrabstätten der Auftraggeber des Grabmals, bei Reihen- und Wahlgrabstätten der jeweilige Nutzungsberechtigte.
(1) Grabmale und sonstige bauliche Anlagen dürfen vor Ablauf des Nutzungsrechtes nur mit vorheriger Zustimmung der Friedhofsverwaltung entfernt werden.
(2) Nach Ablauf des Nutzungsrechtes sind die Grabmale und die sonstigen baulichen Anlagen zu entfernen, soweit es sich nicht um Grabmale nach § 33 handelt. Sind die Grabmale oder die sonstigen baulichen Anlagen nicht innerhalb von drei Monaten nach Ablauf der Ruhezeit beziehungsweise des Nutzungsrechtes entfernt, fallen sie entschädigungslos in die Verfügungsgewalt der Friedhofsverwaltung. Sofern Grabmale oder sonstige bauliche Anlagen von der Friedhofsverwaltung abgeräumt werden, kann der Nutzungsberechtigte zur Übernahme der Kosten herangezogen werden.
§ 32 Künstlerisch und historisch wertvolle Grabmale
Künstlerisch oder historisch wertvolle Grabmale, die als besondere Eigenart des Friedhofes gelten, sind in einer Liste zu erfassen. Die Liste ist in angemessenen Zeitabständen zu aktualisieren. Die erfassten Grabmale unterstehen dem besonderen Schutz des Friedhofsträgers.
§ 33 Gestaltungsrichtlinien
(1) Das Grabmal muss in Form und Werkstoff handwerklich gut gestaltet sein und sich harmonisch in das Gesamtbild des Friedhofs einfügen.
(2) Geeigneter Werkstoff für Grabmale kann jedes witterungsbeständige Naturgestein sein. Bronze und Gusseisen werden nur bedingt zugelassen. Hartholz unter der Voraussetzung, dass es dauernd instand gehalten wird.
(3) Die zu verwendeten Werkstoffe sollen, soweit sie sichtbar sind, einheitlich behandelt und werkmäßig bearbeitet sein.
(4) Kunststein, Beton, Terrazzo, Gips, Glas, Porzellan, Emaille, Blechformen, Lichtbilder, Farbanstriche, soweit sie nicht der Erhaltung von Holz dienen, sind nicht zu verwenden.
(5) Wandartige und breitgelagerte Grabmale, die aus mehreren seitlich zueinander geordneten Teilen bestehen, sind zu vermeiden.
(6) Die Breite eines Grabmals soll in der Regel nicht mehr als die halbe Breite der Grabstätte betragen, die Höhe muss der Form des Grabmals, der Grabstätte und der Umgebung entsprechend gewählt werden, sie soll aber bei Kindergrabstätten 0,60m, bei Grabstätten für Erwachsene 0,80m nicht überschreiten. Auf Wahlgräbern sollen sie nicht höher als 1,25m sein.
(7) Die Inschriften müssen mit der Form, dem Maßstab und der Farbwirkung des Grabmals in Einklang stehen. Auf gute Durchbildung der Schrift ist größter Wert zu legen.
(8) Die Inschrift kann durch geeignete Zusätze und durch Zeichen und Sinnbilder, soweit sie dem Charakter eines christlichen Friedhofes entsprechen, ergänzt werden.
(2) Zur gärtnerischen Anlage und Pflege ist der jeweilige Nutzungsberechtigte verpflichtet. Er kann entweder die Grabstätten selbst anlegen und pflegen oder die Friedhofsverwaltung oder einen zugelassenen Friedhofsgärtner damit beauftragen. Die Verpflichtung erlischt erst mit dem Ablauf des Nutzungsrechtes.
(3) Die Grabstätten müssen binnen 6 Monaten nach der Belegung oder nach dem Erwerb des Nutzungsrechtes angelegt sein. Die gärtnerische Erstanlage und jede spätere wesentliche Veränderung bedürfen der vorherigen Zustimmung der Friedhofsverwaltung. Soweit es zum Verständnis erforderlich ist, kann die Friedhofsverwaltung die Vorlage einer Zeichnung im Maßstab 1:20 mit den erforderlichen Einzelangaben verlangen.
(4) Zur Bepflanzung sind nur geeignete Gewächse zu verwenden, die eine Höhe von 2,00 Meter nicht überschreiten und benachbarte Grabstätten nicht stören dürfen. Alle Bäume und Sträucher werden mit der Anpflanzung kraft Gesetzes Eigentum der Kirchengemeinde. Sie dürfen nur mit Zustimmung der Friedhofsverwaltung verändert oder beseitigt werden. Die Friedhofsverwaltung ist befugt, stark wuchernde, absterbende oder die Bestattung behindernde Hecken, Bäume und Sträucher zu beschneiden oder zu beseitigen. Verwelkte Blumen, Kränze usw. sind von den Grabstätten zu entfernen und an den dafür vorgesehenen Plätzen abzulegen.
(5) Die Unterhaltung und jede Veränderung der gärtnerischen Anlagen außerhalb der Grabstätten obliegt allein der Friedhofsverwaltung.
(6) Ist bei einer Bestattung die Nutzungszeit zu verlängern und ist kein Nutzungsberechtigter vorhanden oder kein Angehöriger zur Übernahme des Nutzungsrechtes bereit, so kann die Friedhofsverwaltung die Erstattung der Kosten für die Anlegung und Unterhaltung einer Rasengrabanlage bis zum Ablauf der Nutzungszeit von demjenigen verlangen, der die Bestattung veranlasst hat. Die Kostenerstattung nach Satz 1 entfällt, soweit die Grabpflege durch einen Dritten sichergestellt ist.
(7) Eine Bepflanzung bei Rasengräbern ist nicht gestattet.
§ 35 Grabpflege / Grabschmuck
(2) Die Verwendung von Kunststoffen, insbesondere von Kunststoffkranzunterlagen, Kunststoffgebinden, Kunststoffgesteckunterlagen, Kunststoffblumen, Kunststoffpflanzen, Pflanzenzuchtbehältern aus Kunststoff, Kunststoffbändern, Kunststoffkranzschleifen usw. auf dem Friedhof als Grabschmuck oder zu Trauerfeiern ist nicht gestattet. Dies gilt auch für Einfassungen aus Kunststoff an oder auf Grabstätten.
(3) Die Grabstätten müssen eine die gesamte Fläche bedeckende Bepflanzung erhalten und sollen durch die besondere gärtnerische Gestaltung zu einem ausgewogenen Bild des Friedhofes beitragen. Nähere Regelungen über die Art der Bepflanzung und die Gestaltung der Grabstätten werden in den Belegungsplänen getroffen.
(4) Nicht zugelassen sind insbesondere Bäume und großwüchsige Sträucher sowie Grabgebinde aus künstlichem Werkstoff. Dasselbe gilt für Grababdeckungen mit Beton, Terrazzo, Teerpappe, Kies, Sand u.ä.
Trittplatten sind nur aus Naturstein zulässig.
Grabstätten dürfen mit einer festen Einfassung versehen werden, die nicht aus Eisen, Kunststoff oder glasartigem Material bestehen darf, (Naturstein).
(5) Grabvasen sind in die Erde einzulassen. Die Verwendung von Blechdosen, Einkochgläsern, Flaschen o.ä. für die Aufnahme von Schnittblumen ist nicht gestattet.
§ 36 Vernachlässigung
(1) Wird eine Grabstätte nicht vorschriftsmäßig angelegt oder gepflegt, so ist der Verantwortliche zur Beseitigung der Mängel innerhalb einer angemessenen Frist schriftlich aufzufordern. Ist der Verantwortliche nicht bekannt oder nicht zu ermitteln, genügt ein auf drei Monate befristeter Hinweis auf der Grabstätte. Wird die Aufforderung nicht befolgt, können Reihen- und Wahlgrabstätten von der Friedhofsverwaltung auf kosten des Nutzungsberechtigten in Ordnung gebracht werden lassen bzw. abgeräumt, eingeebnet und begrünt werden. Das Nutzungsrecht kann ohne Entschädigung eingezogen werden.
(2) Vor dem Entzug des Nutzungsrechtes ist der Nutzungsberechtigte noch einmal schriftlich aufzufordern, die Grabstätte unverzüglich in Ordnung zu bringen; ist er nicht bekannt oder nicht zu ermitteln, hat eine entsprechende öffentliche Bekanntmachung sowie ein erneuter, auf drei Monate befristeter Hinweis auf der Grabstätte zu erfolgen. Der
Verantwortliche ist in den Aufforderungen und der öffentlichen Bekanntmachung auf die ihn treffenden Rechtsfolgen der Absätze 1 und 3 aufmerksam zu machen. In dem Entziehungsbescheid ist darauf hinzuweisen, dass das Grabmal und sonstige bauliche Anlagen entschädigungslos in die Verfügungsgewalt der Kirchengemeinde fallen.
(4) Bei ordnungswidrigem Grabschmuck gilt Absatz 1, Satz 1 entsprechend. Wird die Aufforderung nicht befolgt oder ist der Verantwortliche nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, kann die Friedhofsverwaltung den Grabschmuck entfernen ohne sich ersatzpflichtig zu machen. Die Kirchengemeinde ist nicht zu einer Aufbewahrung des abgeräumten Materials verpflichtet.
§ 37 Umwelt- und Naturschutz
§ 38 Benutzung der Leichenhalle
(1) Die Leichenhalle dient zur Aufnahme der Verstorbenen bis zur Bestattung. Ihre Benutzung ist gebührenpflichtig. Sie darf nur mit Erlaubnis der Friedhofsverwaltung und in Begleitung ihres Beauftragten betreten werden.
(2) Sofern keine gesundheitsaufsichtlichen oder sonstige Bedenken bestehen, können die Angehörigen die Verstorbenen während der festgelegten Zeiten sehen. Die Särge sind vor Beginn der Trauerfeier oder der Bestattung endgültig zu schließen.
(3) Die Särge, in denen an anzeigepflichtigen Krankheiten Verstorbene liegen, werden nach Möglichkeit in einem besonderen Raum der Leichenhalle aufgestellt. Der Zutritt Unbefugter zu diesem Raum sowie das Öffnen des Sarges bedürfen der vorherigen Zustimmung des Amtsarztes.
(2) Die Trauerfeiern können im Vorraum der Leichenhalle oder am Grabe abgehalten werden.
(3) Die Nutzung der Kirche für Trauerfeiern ist auf Glieder der evangelischen Kirche und auf Glieder einer Religionsgemeinschaft, die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Schleswig-Holstein oder Hamburg angehören, beschränkt. Über Ausnahmen entscheidet der Kirchenvorstand.
(4) Die Aufstellung des Sarges in einem Freiraum kann untersagt werden, wenn der Verstorbene eine anzeigepflichtige Krankheit gehabt hat oder der Zustand der Leiche dies nicht zulässt.
(1) Der Nutzungsberechtigte haftet für alle Schäden, die durch von ihm errichtete Grabmale, Einfriedigungen und sonstige Anlagen entstehen. Die Ersatzpflicht tritt jedoch nicht ein, wenn er nachweisen kann, dass er zur Abwendung der Gefahr die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beachtet hat.
(1) Der Kirchenvorstand kann für einzelne Grabfelder des Friedhofs ergänzende Vorschriften über Größe, Werkstoff und Art der Ausführung des Grabmals sowie über die Anlage und Bepflanzung der Grabstätten erlassen. So sind z.B. Kunststeinsockel unter Natursteinen nicht gestattet.
(2) Er ist auch berechtigt, mit Rücksicht auf die Lage der Grabstätten, auf ihre Nachbarschaft oder auf vorhandenen Grabschmuck besondere Forderungen für die Gestaltung der Anlage und des Grabmals zu stellen und auch die Abweichung von diesen Richtlinien zuzulassen.
(3) In Einzelfällen genehmigte Abweichungen von den Richtlinien und sonstigen Vorschriften begründen weder ein Einspruchsrecht noch eine gleichzeitige Ausnahme an anderer Stelle.
Diese Satzung tritt am Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Friedhofssatzung vom 7. November 1983 außer Kraft.
1. vom Kirchenvorstand beschlossen	am 12.Mai 2003
2. vom Kirchenkreisvorstand
kirchenaufsichtlich genehmigt	am 26.Mai 2003
3. ausgelegt zur Einsichtnahme im Pastorat
in der Zeit vom 1.6. – 20.6. 2003
nach vorheriger Bekanntmachung Stapelholmkurier, Landeszeitung und Schleswiger Tageblatt
Die Friedhofssatzung tritt in Kraft am 1.8.2003