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Timestamp: 2016-10-24 22:01:26
Document Index: 266904708

Matched Legal Cases: ['Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 76', 'Art. 100', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 125', 'Art. 125', 'Art. 125', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_697/2014 (23.04.2015)
5A_697/2014 � � Urteil vom 23. April 2015
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden, I. Zivilkammer, vom 24. Juli 2014.
A.a.�A.A.________, geb. 1958, und B.A.________, geb. 1959, heirateten am xx.xx.1990. Aus der Ehe gingen die heute bereits vollj�hrigen Kinder C.A.________ und D.A.________ hervor.
A.b.�Im Oktober 2010 ersuchte B.A.________ beim Bezirksgericht U.________ um Erlass von Eheschutzmassnahmen. Mit Entscheid vom 17. Januar 2011 stellte das Bezirksgericht U.________ die Berechtigung der Ehegatten zum Getrenntleben fest, und es verpflichtete A.A.________, die eheliche Wohnung zu verlassen. Weiter wurde A.A.________ verpflichtet, B.A.________ f�r den Monat M�rz 2011 einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'262.-- und ab 1. April 2011 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'900.-- zu bezahlen. Im Dispositiv des Entscheids wurde festgehalten, dass dieser Unterhaltsbeitrag auf einem anrechenbaren Erwerbseinkommen von B.A.________ von monatlich Fr. 1'000.-- gr�ndet.
A.c.�Am 23. September 2011 reichten die Ehegatten beim Bezirksgericht U.________ ein gemeinsames Scheidungsbegehren ein. Die Nebenfolgen der Scheidung blieben strittig und waren vom Bezirksgericht U.________ zu entscheiden. Mit Entscheid vom 30. Mai 2012 schied es die Ehe der Ehegatten, nahm davon Vormerk, dass die Ehegatten unter Vorbehalt der Geltendmachung allf�lliger Ausst�nde in g�terrechtlicher Hinsicht auseinandergesetzt sind, verpflichtete A.A.________, B.A.________ bis zu ihrem Eintritt ins gesetzliche AHV-Alter einen indexierten monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'300.-- auszurichten und regelte die Teilung der Pensionskassenguthaben von A.A.________. Die Kosten des Verfahrens wurden den Ehegatten je zur H�lfte auferlegt, diese aufgrund der bewilligten unentgeltlichen Rechtspflege unter Vorbehalt des R�ckforderungsrechts auf die Gerichtskasse genommen und die Rechtsvertreter der Ehegatten entsch�digt.
B.a.�Gegen diesen Entscheid erhob A.A.________ beim Kantonsgericht von Graub�nden am 7. September 2012 Berufung und beantragte, Ziff. 3 [Unterhalt] und Ziff. 4 [Indexierung] des Entscheids der Vorinstanz aufzuheben. B.A.________ erhob am 12. Oktober 2012 Anschlussberufung und beantragte, A.A.________ sei zu verpflichten, ihr ab 1. September 2012 bis zu ihrem Eintritt ins gesetzliche AHV-Alter einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 2'000.-- auszurichten, und es seien die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht U.________ zu drei Viertel A.A.________ und zu einem Viertel ihr aufzuerlegen. Zudem sei A.A.________ zu verpflichten, sie f�r jenes Verfahren ausseramtlich mit Fr. 2'000.-- zu entsch�digen.
B.b.�Am 3. Februar 2014 ersuchte A.A.________ beim Kantonsgericht von Graub�nden um Erlass vorsorglicher Massnahmen f�r die Dauer des Berufungs- und Anschlussberufungsverfahrens und beantragte, ihn ab 1. Februar 2014 von jeglicher Unterhaltspflicht gegen�ber B.A.________ zu befreien. Mit Verf�gung vom 24. M�rz 2014 wurde das Massnahmegesuch von A.A.________ teilweise gutgeheissen und er verpflichtet, B.A.________ r�ckwirkend ab 1. Februar 2014 f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 300.-- zu bezahlen.
B.c.�Am 24. Juli 2014 hiess das Kantonsgericht von Graub�nden die Berufung von A.A.________ teilweise gut und hob die Ziff. 3 und 4 des angefochtenen Entscheids des Bezirksgerichts U.________ auf. A.A.________ wurde verpflichtet, an den Unterhalt von B.A.________ mit Wirkung ab 1. Februar 2014 bis zu deren Eintritt ins AHV-Alter einen indexierten monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 230.--, falls die Wohngemeinschaft zwischen B.A.________ mit der Tochter C.A.________ aufgehoben werden sollte, einen solchen von Fr. 630.-- zu bezahlen. Die seit 1. Februar 2014 nachweislich geleisteten vorsorglichen Unterhaltsbeitr�ge konnten an diese Unterhaltsbeitr�ge angerechnet werden. Die Anschlussberufung von B.A.________ wies das Kantonsgericht von Graub�nden ab. Die Kosten des Berufungsverfahrens wurden zu einem Drittel A.A.________, zu zwei Drittel B.A.________ auferlegt und Letztere verpflichtet, A.A.________ eine reduzierte Parteientsch�digung zu bezahlen. Den Ehegatten wurde auch in zweiter Instanz die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt, die Verfahrenskosten einstweilen auf die Gerichtskasse genommen und die Rechtsvertreter der Ehegatten - abz�glich der von B.A.________ zu leistenden Parteientsch�digung - aus der Gerichtskasse entsch�digt.
Dem Bundesgericht beantragt A.A.________ (Beschwerdef�hrer) mit Beschwerde in Zivilsachen vom 11. September 2014, die Ziff. 2 [Unterhalt], Ziff. 3 [Indexierung] und Ziff. 5 [Kosten] des Entscheids des Kantonsgerichts von Graub�nden seien aufzuheben und es sei auf einen nachehelichen Unterhalt an B.A.________ (Beschwerdegegnerin) zu verzichten.
Die Beschwerde richtet sich gegen einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid (Art. 75 und Art. 90 BGG) �ber die Regelung des nachehelichen Unterhalts und betrifft damit eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) in einer verm�gensrechtlichen Angelegenheit, deren Streitwert���die gesetzliche Streitwertgrenze von Fr. 30'000.-- �bersteigt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Auf die vom zur Beschwerde berechtigten Beschwerdef�hrer (Art. 76 Abs. 1 BGG) fristgerecht (Art. 100 Abs. 1 BGG) erhobene Beschwerde kann grunds�tzlich eingetreten werden.
2.1.�Mit der Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht in diesem Bereich grunds�tzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG) und pr�ft mit freier Kognition, ob der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Es befasst sich aber nur mit formell ausreichend begr�ndeten Einw�nden (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 f.; 134 III 102 E. 1.1 S. 104 f.). In der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Allgemein gehaltene Einw�nde, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit bestimmten Entscheidgr�nden vorgebracht werden, gen�gen nicht (BGE 116 II 745 E. 3 S. 749). Wird die Verletzung von Grundrechten (einschliesslich Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung) geltend gemacht, gilt das R�geprinzip. Das Bundesgericht pr�ft die Verletzung von Grundrechten nur, wenn eine solche R�ge in der Beschwerde klar und detailliert erhoben und nach M�glichkeit belegt worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 137 II 305 E. 3.3. S. 310; 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Wird eine Sachverhaltsfeststellung beanstandet, muss in der Beschwerdeschrift dargelegt werden, inwiefern diese Feststellung offensichtlich unrichtig und damit willk�rlich (BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234) oder durch eine andere Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG zustande gekommen ist und inwiefern die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung beziehungsweise Beweisw�rdigung erweist sich nur dann als willk�rlich, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidendes Beweismittel unber�cksichtigt gelassen oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat (BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234). Auf appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung oder Beweisw�rdigung tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356).
2.3.�Bei der Festsetzung von Unterhaltsbeitr�gen ist weiter zu beachten, dass der Sachrichter in verschiedener Hinsicht auf sein Ermessen verwiesen ist (Art. 4 ZGB). Das Bundesgericht auferlegt sich bei der �berpr�fung vorinstanzlicher Ermessensentscheide Zur�ckhaltung. Es schreitet nur ein, wenn die Vorinstanz von dem ihr zustehenden Ermessen falschen Gebrauch gemacht hat. Das ist namentlich der Fall, wenn sie grundlos von in Rechtsprechung und Lehre anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn sie Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die f�r den Entscheid im Einzelfall keine Rolle h�tten spielen d�rfen oder wenn sie Umst�nde nicht in Betracht gezogen hat, die h�tten beachtet werden m�ssen. Das Bundesgericht greift ausserdem in Ermessensentscheide ein, die sich im Ergebnis als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 132 III 97 E. 1 S. 99; 128 III 161 E. 2c/aa S. 162; 127 III 136 E. 3a S. 141).
2.4.�In der Beschwerde in Zivilsachen d�rfen �berdies keine neuen Tatsachen und Beweismittel vorgebracht werden, es sei denn, erst der Entscheid der Vorinstanz habe dazu Anlass gegeben (Art. 99 Abs. 1 BGG). In der Beschwerde ist darzutun, inwiefern die Voraussetzungen f�r eine nachtr�gliche Einreichung von Tatsachen und Beweismitteln erf�llt sein soll (BGE 133 III 393 E. 3 S. 395). Diese Voraussetzung ist von vornherein nicht erf�llt, soweit eine Tatsache sich zwar auf das vorinstanzliche Prozessthema bezieht, jedoch erst nach dem Zeitpunkt eingetreten ist, in welchem sie im vorinstanzlichen Verfahren letztmals h�tte ber�cksichtigt werden k�nnen. Solch "echte" Noven sind im bundesgerichtlichen Verfahren unzul�ssig. Der Beschwerdef�hrer beantragt bei der Beschwerdegegnerin die Edition diverser Dokumente, welche ihre Arbeitssituation und ihr Einkommen betreffen, ohne im Einzelnen darzulegen, inwiefern obgenannte Voraussetzungen erf�llt sein sollen bzw. der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gegeben haben soll. Auf die gestellten Editionsantr�ge ist deshalb nicht einzutreten.
Strittig ist, ob der Beschwerdef�hrer der Beschwerdegegnerin einen nachehelichen Unterhaltsbeitrag zu leisten hat. Er r�gt eine Verletzung von Art. 125 ZGB, indem die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin kein hypothetisches Einkommen angerechnet habe und zudem bei der Unterhaltsberechnung von falschen Zahlen ausgegangen sei.
3.1.1.�Nach Art. 125 Abs. 1 ZGB besteht Anspruch auf nachehelichen Unterhalt, soweit es einem Ehegatten nicht zuzumuten ist, f�r den ihm geb�hrenden Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufzukommen. Die Bestimmung basiert auf zwei Prinzipien: einerseits auf jenem, wonach jeder Ehegatte im Rahmen des M�glichen nach der Scheidung die wirtschaftliche Unabh�ngigkeit erlangen und f�r seinen Unterhalt selber aufkommen soll (sog. clean break), andererseits auf jenem der nachehelichen Solidarit�t. In Art. 125 Abs. 2 ZGB werden in nicht abschliessender Weise die Kriterien f�r die Beurteilung aufgez�hlt, ob, in welcher H�he und f�r welche Dauer eine Unterhaltspflicht besteht (BGE 137 III 102 E. 4.1.1 S. 104 f.).
3.1.2.�Bei der Beurteilung der Leistungsf�higkeit bzw. Eigenversorgungskapazit�t der Ehegatten ist grunds�tzlich vom tats�chlich erzielten Einkommen auszugehen. Reicht dieses Einkommen nicht aus, um den ausgewiesenen Bedarf zu decken, kann dem Ehegatten ein hypothetisches Einkommen angerechnet werden, sofern dieses zu erreichen zumutbar und m�glich ist (BGE 137 III 118 E. 2.3 S. 120 f.; 128 III 4 E. 4a S. 5; 127 III 136 E. 2a S. 139). Dabei handelt es sich um zwei Voraussetzungen, die kumulativ erf�llt sein m�ssen. Ob dem Ehegatten ein hypothetisches Einkommen in der angenommenen H�he zugemutet werden kann, ist Rechtsfrage, ob die Erzielung des Einkommens auch tats�chlich m�glich erscheint, ist hingegen Tatfrage, die durch die konkreten Umst�nde des Einzelfalls oder durch die allgemeine Lebenserfahrung beantwortet wird (BGE 137 III 118 E. 2.3 S. 121; 128 III 4 E. c/bb S. 7). Die W�rdigung der konkreten Umst�nde ist f�r das Bundesgericht als Beweisergebnis im Grundsatz verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG). Schlussfolgerungen, die ausschliesslich auf allgemeiner Lebenserfahrung beruhen, und �ber den konkreten Sachverhalt hinaus Bedeutung haben, kann es demgegen�ber gleich einer Rechtsfrage frei pr�fen (vgl. BGE 133 V 477 E. 6.1 S. 485; 126 III 10 E. 2b S. 12; Urteil 4A_319/2014 vom 19. November 2014 E. 5.3.3, nicht publ. in: BGE 140 III 610). Letzternfalls m�ssen aber jene Tatsachen als vorhanden festgestellt sein, die eine Anwendung von Erfahrungss�tzen �berhaupt erst erm�glichen (BGE 128 III 4 E. 4c/bb S. 7).
3.2.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, das Sachgericht habe sich konkret zu �ussern, welche T�tigkeiten bzw. Stellen effektiv m�glich seien. Die Vorinstanz habe es g�nzlich unterlassen, sich damit auseinanderzusetzen und die beruflichen M�glichkeiten der Beschwerdegegnerin in Erw�gung zu ziehen. Sie habe sich pauschal auf das Alter und die angeblich fehlende Qualifikation der Beschwerdegegnerin berufen, was bestritten werde. Zudem habe die Vorinstanz verkannt, dass die Beschwerdegegnerin auch heute noch nebenberuflich spirituelle Behandlungen/Lebensberatungen anbiete und hierf�r Fr. 120.-- pro Stunde verlange.
3.2.2.�Die Vorinstanz ging bei der Festsetzung des Unterhaltsbeitrages von dem von der Beschwerdegegnerin bei einem Arbeitspensum von circa 75 bis 80 Prozent tats�chlich erzielten Nettoeinkommen aus und kam zum Schluss, dass die Eigenversorgungskapazit�t der Beschwerdegegnerin ausgesch�pft sei bzw. ihr die Ausdehnung des Arbeitspensums auf 100 Prozent nicht zumutbar sei. Sie hielt fest, dass die Beschwerdegegnerin sehr wohl in der Lage sei, im festgestellten Umfang einer Erwerbst�tigkeit nachzugehen und sie trotz ihres Alters und der fehlenden beruflichen Qualifikation jeweils innert relativ kurzer Zeit auch wieder eine Anstellung finde. Aufgrund ihres Alters sei es aber unwahrscheinlich, dass sie in naher Zukunft eine anderweitige Vollzeitanstellung finden werde, mit welcher das aktuelle Einkommen erzielt werden k�nne. Zudem sei ein solcher Stellenwechsel mit einem erh�hten Risiko zeitweiliger Arbeitslosigkeit verbunden, was ihr in Anbetracht des schwierigen Arbeitsmarktes f�r Wiedereinsteigerinnen in fortgeschrittenem Alter nicht zugemutet werden k�nne. Dies gelte umso mehr, als die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt der Trennung bereits �ber 50 Jahre alt gewesen sei und nach mehr als 20-j�hriger Ehe mit vorwiegend klassischer Rollenverteilung nicht mehr habe damit rechnen m�ssen, im Alter noch einer vollzeitigen Erwerbst�tigkeit nachgehen zu m�ssen. In diesem Zusammenhang seien auch die dokumentierten gesundheitlichen Probleme der Beschwerdegegnerin zu ber�cksichtigen. Zwar w�rden die eingereichten Arztzeugnisse der Beschwerdegegnerin keine (teilweise) Arbeitsunf�higkeit attestieren. Es gehe aus ihnen aber immerhin hervor, dass gewisse gesundheitliche Beschwerden best�nden, welche eine zweimonatige therapeutische Behandlung erforderlich gemacht h�tten. Derartige Beschwerden w�rden erfahrungsgem�ss im Alter zunehmen und k�rperlich anstrengende T�tigkeiten zumindest in einem Vollpensum verunm�glichen. Deshalb k�nne von der Beschwerdegegnerin keine Ausdehnung ihrer Erwerbst�tigkeit verlangt werden.
3.2.3.�Aus den Ausf�hrungen der Vorinstanz ergibt sich, dass sie sich mit der Thematik des hypothetischen Einkommens bzw. der Zumutbarkeit der Ausdehnung der Erwerbst�tigkeit auseinandergesetzt hat. Verneint die Vorinstanz mangels Zumutbarkeit der Ausdehnung des Arbeitspensums die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens, verletzt sie kein Bundesrecht, wenn sie keine tats�chlichen Feststellungen trifft, welche T�tigkeiten der Beschwerdegegnerin bei Anrechnung eines hypothetischen Einkommens auszu�ben m�glich w�ren. Hinsichtlich des vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten Einkommens aus spirituellen Behandlungen trifft zu, dass solche in dem von der Vorinstanz verbindlich festgestellten Sachverhalt keine Erw�hnung finden. Die Vorinstanz f�hrt jedoch aus, dass die Beschwerdegegnerin ihre selbst�ndige T�tigkeit, in dessen Rahmen sie verschiedene Therapieanwendungen anbot, 2012 aufgegeben hat. Soweit es sich bei den "spirituellen Behandlungen" nicht um diese eingestellte selbst�ndige T�tigkeit handelt, legt der Beschwerdef�hrer einerseits nicht dar, dass er diese Behauptung bereits vor Vorinstanz frist- und formgerecht im Prozess erhoben hat und diese Behauptung deshalb von der Vorinstanz nicht beachtet worden w�re. Anderseits begr�ndet er nicht substanziiert, die Vorinstanz sei f�lschlicherweise von der Einstellung der selbst�ndigen T�tigkeit ausgegangen. Auf diese R�ge ist deshalb nicht einzutreten.
3.3.1.�Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, es sei aktenkundig, dass die Beschwerdegegnerin seit 2001 berufst�tig sei, mehrere Jahre zu 100 Prozent in der Funktion als Gesch�ftsf�hrerin gearbeitet und bereits im Jahr 2003 ein Einkommen von netto Fr. 54'083.-- erzielt habe. Dies widerspreche einer klassischen Rollenverteilung. Die Beschwerdegegnerin weise als Gesch�ftsf�hrerin ausreichend Erfahrung und Fachwissen aus, um auch heute noch voll berufst�tig und wirtschaftlich selbst�ndig zu sein. Zudem habe die Vorinstanz negiert, dass die beiden Kinder seit vielen Jahren m�ndig und selbst�ndig seien, die Beschwerdegegnerin somit seit zahlreichen Jahren von jeglichen Betreuungsaufgaben befreit sei.
3.3.2.�Die Vorinstanz hat es abgelehnt, der Beschwerdegegnerin ein hypothetisches Einkommen aus dieser vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten Gesch�ftsf�hrert�tigkeit anzurechnen. Es sei unrealistisch, dass die Beschwerdegegnerin eine Gesch�ftsf�hrert�tigkeit �bernehmen und dadurch ein erheblich h�heres Einkommen erwirtschaften k�nnte. Mit der Argumentation der Vorinstanz, dass es der Beschwerdegegnerin an einer entsprechenden Ausbildung und gen�gend Erfahrung in diesem Bereich fehle, insbesondere als sie diese T�tigkeit lediglich im familieneigenen Betrieb ausge�bt habe, welche mangels gesch�ftlichem Erfolg bereits nach kurzer Zeit wieder habe aufgegeben werden m�ssen, und es deshalb �usserst schwierig sein d�rfe, in diesem Bereich eine Anstellung zu finden, setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander. Er behauptet lediglich wie bereits vor der Vorinstanz, der Beschwerdegegnerin sei es m�glich und zumutbar, eine entsprechende Anstellung zu finden und zu 100 Prozent arbeitst�tig zu sein. Auf diese ungen�gend begr�ndete R�ge ist nicht einzutreten. Im �brigen widerspricht auch der Beschwerdef�hrer der Feststellung der Vorinstanz nicht, dass die Beschwerdegegnerin �ber keine entsprechende Ausbildung verf�ge. Der von der Vorinstanz gezogene Schluss, dass die im familieneigenen, erfolglosen Betrieb gesammelte Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt kaum verwertbar sein d�rfte, ist deshalb vertretbar und kann nicht als willk�rlich bezeichnet werden. Zutreffend ist zwar, dass die von den Parteien bis zur Gr�ndung dieses familieneigenen Betriebes gelebte klassische Rollenverteilung in der Folge durch die T�tigkeit der Beschwerdegegnerin im familieneigenen Betrieb relativiert wurde. Die Vorinstanz sprach denn auch von einer 20-j�hrigen Ehe mit vorwiegend klassischer Rollenverteilung. Auch wenn die Beschwerdegegnerin im familieneigenen Betrieb wieder erste Berufserfahrungen sammeln konnte, erscheint es nicht als willk�rlich anzunehmen, dass die Beschwerdegegnerin nach 20-j�hriger Ehe im Alter von �ber 50 Jahren mit einer vollzeitigen Erwerbst�tigkeit - unter Marktbedingungen - nicht mehr hat rechnen m�ssen. Dass die Beschwerdegegnerin keine Betreuungsaufgaben mehr wahrzunehmen hat, wird von der Vorinstanz nicht in Abrede gestellt. Die zeitliche Kapazit�t der Beschwerdegegnerin war denn auch kein Kriterium, die Anrechenbarkeit eines hypothetischen Einkommens zu verneinen.
3.4.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt weiter als willk�rlich und widerspr�chlich, dass die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin gesundheitliche Beschwerden bzw. m�gliche gesundheitliche Beschwerden im Alter zugestanden hat.
3.4.2.�Die Vorinstanz hat keine aktuellen, sondern vergangene gesundheitliche Beschwerden der Beschwerdegegnerin festgestellt und daraus auf die m�gliche Zunahme gesundheitlicher Beschwerden im Alter geschlossen. Diese Annahme verletzt kein Bundesrecht und darf in einer Gesamtw�rdigung der Umst�nde, ob die Ausdehnung des Arbeitspensums zumutbar erscheint, miteinbezogen werden.
3.5.1.�Ebenfalls als willk�rlich und widerspr�chlich macht der Beschwerdef�hrer geltend, dass der Beschwerdegegnerin trotz festgestelltem durchschnittlichen Einkommen von Fr. 3'192.-- lediglich ein Einkommen von Fr. 3'000.-- angerechnet werde. Ein allf�lliger freiwilliger Anschluss an eine Vorsorgeeinrichtung sei in der Bedarfsrechnung zu ber�cksichtigen.
3.5.2.�Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz erzielt die Beschwerdegegnerin bei der E.________ in U.________ mit einem Arbeitspensum von 50 Prozent ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 2'106.-- und beim F.________ bei einem Arbeitspensum von circa 25 bis 30 Prozent ein solches von durchschnittlich Fr. 1'086.--, insgesamt also Fr. 3'192.-- bei einem Arbeitspensum von rund 75 bis 80 Prozent. F�r die weitere Berechnung des Unterhaltsbeitrages ging die Vorinstanz indessen von einem Nettoeinkommen von Fr. 3'000.-- aus. Die Vorinstanz f�hrte aus, der Beschwerdegegnerin seien bisher keine BVG-Beitr�ge vom Lohn abgezogen worden. Dies werde sich in Zukunft �ndern, zumal die Beschwerdegegnerin bei einem Nettolohn von rund Fr. 2'100.--, welchen sie bei der E.________ nun erziele, dem BVG-Obligatorium unterstehe, und ihr daher k�nftig BVG-Beitr�ge vom Lohn abgezogen w�rden. Zudem sei der Beschwerdegegnerin auch f�r die Erwerbst�tigkeit im F.________ ein freiwilliger Anschluss an eine Vorsorgeeinrichtung zuzugestehen. Im Sinne einer Ber�cksichtigung dieser zuk�nftig anfallenden Abz�ge ging die Vorinstanz von einem Nettoeinkommen der Beschwerdegegnerin von Fr. 3'000.-- aus. Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern die Ber�cksichtigung von anfallenden BVG-Abz�gen zur Berechnung des tats�chlichen Nettoeinkommens, oder die H�he des Abzugs, gegen Bundesrecht verstossen w�rde. Ebenso wenig legt er dar, wieso ein Abzug resultierend durch einen freiwilligen Anschluss an eine Vorsorgeeinrichtung nicht zul�ssig w�re oder zu einem Fr. 3'000.-- �bersteigenden Nettoeinkommen f�hrte. Somit zeigt er nicht auf und ist auch nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz mit der Annahme eines Nettoeinkommens von Fr. 3'000.-- Bundesrecht verletzt h�tte.
3.6.1.�Schliesslich r�gt der Beschwerdef�hrer die von der Vorinstanz in der Bedarfsrechnung der Beschwerdegegnerin ber�cksichtigten Fahrkosten von Fr. 250.-- f�r die T�tigkeit im F.________ mit der Begr�ndung, die Vorinstanz habe verkannt, dass die Beschwerdegegnerin diese Anstellung l�ngst nicht mehr inne habe.
3.6.2.�Die Vorinstanz hat festgestellt, das die Beschwerdegegnerin im Vergleich zu der vom Bezirksgericht U.________ festgestellten Einkommens- und Bedarfssituation ihr Arbeitspensum ausgedehnt hat und neu unter anderem in einem Teilpensum f�r den F.________ arbeitet. Sie verletzt daher kein Bundesrecht, wenn sie nicht nur das h�here Einkommen, sondern auch die daf�r erforderlichen Gestehungskosten in der Bedarfsrechnung der Beschwerdegegnerin ber�cksichtigt. Inwiefern der Vorinstanz bekannt gewesen sein soll, dass die Beschwerdegegnerin diese Anstellung im Zeitpunkt des Entscheids l�ngst nicht mehr inne gehaben haben soll, legt der Beschwerdef�hrer nicht dar (vgl. oben, E. 2.4). Auf die entsprechende R�ge ist nicht einzutreten.
Die Beschwerde des Beschwerdef�hrers erweist sich als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Eine Parteientsch�digung ist nicht auszurichten, weil keine Vernehmlassungen eingeholt worden sind (Art. 68 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Kantonsgericht von Graub�nden, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.