Source: http://germany.tenderinfo.org/tender/4591925
Timestamp: 2017-10-18 16:30:12
Document Index: 38003485

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 4', '§ 4', '§ 160', '§ 160', '§ 160']

Customer: Siegener Versorgungsbetriebe GmbH
Number: 4591925
Contract value: 9 391 876 (USD)
Price original: 8 000 000 (EUR)
Telephone: +49 2713307-0
E-mail: EGU-Siegen@bbh-online.de
Fax: +49 2713307-112
https://www.svb-siegen.de/de/Netze1/SVB-Erdgasnetz/Veroeffentlichungspflichten-Gas/Veroeffentlichungspflichten-Gas.html
Additional information can be obtained from Becker Büttner Held
Telephone: +49 306112840-465
Fax: +49 306112840-99
Main address: http://www.beckerbuettnerheld.de
Other activity: Fortleitung von Gas
Marktraumumstellung Erdgas – Projektmanagement, Erhebung und Anpassung von Gasverbrauchsgeräten, Qualitätskontrolle.
Die Siegener Versorgungsbetriebe GmbH plant die Anpassung von Gasgeräten in Ihrem Gasversorgungsgebiet im Stadtgebiet Siegen und Netphen von Erdgas L (low calorific gas) auf Erdgas H (high calorific gas). Dies betrifft ca. 25 800 Zählpunkte (ca. 33 500 Geräte bei einem Faktor von 1,3) mit dem voraussichtlichen Schalttermin im April 2022.
Es können Schaltbezirke für eine gewisse Verteilung der Anzahl der anzupassenden Geräte gebildet werden.
Die Ausschreibung wird in drei Fachlose aufgeteilt:
— Technisches Projektmanagement,
— Datenerhebung und Anpassung der Gasverbrauchsgeräte,
— Qualitätskontrolle der Erhebung und Anpassung.
Los 2 wird in mehrere Teillose unterteilt und voraussichtlich an zwei unterschiedliche Auftragnehmer vergeben. Los 2 und Los 3 sollen an unterschiedliche Unternehmen vergeben werden.
Grundlage der Leistungen sind das DVGW Regelwerk G 680, November 2011 und DVGW Regelwerk G 676 B1, Oktober 2011 – bzw. die jeweils einzuhaltende Fassung dieser Regelwerke.
Stadtgebiet Siegen und Netphen.
Zum technischen Projektmanagement gehört u. a. die verantwortliche Organisation aller für die erfolgreiche Durchführung der Anpassung notwendigen Prozesse, insbesondere in Bezug auf die zu erhebenden und anzupassenden Geräte (privat, gewerblich, industriell), die Planung und die Koordination aller involvierten Auftragnehmer, die Stellung des IT-Systems sowie die Kommunikation mit den Kunden.
End: 2022-10-01
(1) wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit 30 %.
Erhebung und Anpassung von Gasverbrauchsgeräten
Unter die Erhebungsleistungen fallen u. a. die vollständige Erfassung aller im Umstellungsgebiet der Auftraggeberin befindlichen Gasgeräte (privat, gewerblich, industriell), die Überprüfung der Geräte auf Mängel, die lückenlose Dokumentation sowie die statistische Auswertung aller durchgeführten Aktivitäten. Unter die Anpassungsleistungen fallen u. a. die Anpassung aller im beauftragten Bearbeitungsgebiet befindlichen Geräte nach Anpassungsdatenbank unter der Berücksichtigung der notwendigen zeitlichen, technischen und logistischen Vorgaben, die lückenlose Dokumentation sowie die statistische Auswertung aller durchgeführten Aktivitäten.
Qualitätskontrolle der Erhebung und Anpassung
Unter die Dienstleistung der Qualitätskontrolle fallen die anteilige unmittelbare Kontrolle der jeweils durchgeführten Erhebungs- und/oder Anpassungsprozesse gemäß den technischen Vorgaben, die lückenlose Dokumentation sowie die statistische Auswertung aller durchgeführten Aktivitäten. Die Leistung ist (mit Zeitversatz) parallel zu den der Erhebung und Anpassung vorgegebenen Zeiten zu erbringen.
— Vorlage einer Unternehmensdarstellung, die insbesondere die bisherige Geschäftstätigkeit im Rahmen der ausgeschriebenen Leistung, die Mitarbeiterzahl, die Gesellschaftsstruktur, ggf. die Konzernzugehörigkeit, etwaige Niederlassungen und Beteiligungen an anderen einschlägigen Unternehmen umfasst. Angabe zur Unternehmensgröße, also Anzahl der festangestellten Mitarbeiter, aufgeteilt nach Berufsgruppen.
— Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB.
— Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts (nicht älter als sechs Monate oder mindestens noch 6 Monate gültig).
— Bescheinigung der Berufsgenossenschaft (Gültigkeit bis zum Abschluss des Teilnahmewettbewerbs).
— Vorlage einer Versicherungsbestätigung über das Vorliegen einer Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung (Gültigkeit mindestens für das laufende Kalenderjahr) bzw. eine Eigenerklärung des Bewerbers, in der er die Bereitschaft erklärt, im Auftragsfall eine entsprechende Versicherung vorzulegen.
— Eigenerklärung, dass die Bestimmungen des § 4 Abs. 1 Tariftreue- und Vergabegesetzes Nordrhein-Westfalen (TVgG NRW) eingehalten werden. Sollte in Bezug auf die dort in § 4 benannten Standards ein anderweitiger, bundesweit für allgemeinverbindlich erklärter Tarifvertrag bestehen, kommt dieser ergänzend zur Anwendung.
— Vorlage der GuV-Rechnungen der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre; Ausweis der Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Bereich der ausgeschriebenen Leistung. Besteht ein Unternehmen noch nicht 3 Jahre, sind bestehende GuV-Rechnungen aus den Jahren des Bestehens des Unternehmens vorzulegen.
— Vorlage einer Wirtschaftsauskunft (nicht älter als 2 Monate ab Datum der Veröffentlichung) einer anerkannten Auskunftsdatei (z. B. Creditreform).
— Angabe der Stamm- bzw. Eigenkapitalquote.
— Sonstige Unterlagen zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit.
Auch bei konzernverbundenen Unternehmen müssen sich die Eignungsnachweise auf das Bewerberunternehmen selbst und nicht auf konzernzugehörige Mutter-, Tochter- und Schwesterunternehmen beziehen. Eine Ausnahme besteht nur, wenn das Unternehmen, auf das der Bewerber in seinem Teilnahmeantrag Bezug nimmt, eine Bereitschaftserklärung vorlegt und sich damit verpflichtet, für die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen des Bewerbers in vollem Umfang einzustehen, sowie nachweist, dass es tatsächlich über die Mittel zur Ausführung des Auftrags verfügt.
A) Nachweis (Referenzen) über die Erfahrungen des Projektleiters bezüglich der im jeweiligen Los maßgeblichen Dienstleitung (Datenerhebung, Anpassung oder Qualitätskontrolle) in L-H-Gas- Projekten für verschiedene Netzbetreiber und/oder erfolgreiche Durchführung von L-H-Gas Anpassungsmaßnahmen. Bei den Referenzen kann es sich um Eigenerklärungen handeln. In diesem Fall hat der Bewerber folgende Angaben zu machen:
— Umfang des Projekts,
b) Darstellung der geplanten Personalkapazität für den auszuführenden Auftrag zum Zeitpunkt der Auftragserteilung.
c) Benennung eines Projektleiters und dessen Stellvertreters bzw. etwaiger weiterer Führungskräfte mit Darstellung der Qualifikation und eines kurzen Lebenslaufs.
d) Einreichung einer Kurzkonzeption (höchstens fünf DIN A4 Seiten als Orientierung). Der Bewerber soll im Rahmen des Kurzkonzeptes grob skizzieren, wie er sich den konkreten Ablauf des im jeweiligen Los maßgeblichen Ausschreibungsgegenstands (Technisches Projektmanagement, Erhebung/Anpassung, Qualitätskontrolle) vorstellt, also z. B. welche Leistungen er für erforderlich hält, wie er den Personaleinsatz plant, wie die Zusammenarbeit mit der Auftraggeberin und etwaigen Dritten ausgestaltet sein soll, in welchem zeitlichen Ablauf die Maßnahmen durchgeführt werden sollen, wie er auf Hindernisse reagiert, ob Mitarbeiter vor Ort sein sollen oder eine telefonische Erreichbarkeit gegeben ist etc.
e) Der Bewerber muss über eine entsprechende Zertifizierung des DVGW (Anwendungsbereich Wartungs-/Umbauunternehmen für Gasgeräte nach DVGW G 676 B1) für die jeweilige Dienstleistung oder gleichwertigen Bescheinigungen von Stellen aus anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union verfügen. Sofern eine Zertifizierung zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht besteht, erfolgt die Zulassung vorbehaltlich der Vorlage der Zertifizierung. In diesem Fall hat der Antragsteller im Antrag anzugeben, bis zu welchem Zeitpunkt er eine Zertifizierung nachreichen will. Spätestens mit seiner Angebotsabgabe muss der Auftragnehmer die erforderliche Zertifizierung nachweisen.
f) Angabe des Auftragsteils, der an Unterauftragnehmer vergeben werden soll. Der Bewerber hat in diesem Fall darzulegen, dass er über die Mittel des Unterauftragnehmers verfügen kann. Der Auftraggeber behält sich insoweit vor, sämtliche geforderten Nachweise von dem Unterauftragnehmer des Bewerbers nachzufordern.
g) Für Bewerbergemeinschaften gelten die zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit ausgeführten Grundsätze entsprechend.
Eine besondere Rechtsform wird nicht verlangt. Mitglieder von Bewerbergemeinschaften müssen in ihrem Teilnahmeantrag jedoch einen Vertreter benennen, der die Bewerbergemeinschaft gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt. Zudem müssen sie darlegen, dass sie im Fall der Auftragserteilung eine gesamtschuldnerische Haftung für die angebotenen Leistungen übernehmen. Diese Erklärungen sind von allen Mitgliedern rechtswirksam zu unterzeichnen.
Erfüllen pro Los mehr Teilnehmer, als in das weitere Verfahren aufgenommen werden sollen, alle Eignungskriterien, wird eine Rangfolge der Teilnahmeanträge gebildet. In Höhe der Anzahl der Begrenzung der Teilnehmerzahl, erhalten die in der Rangfolge erstplatzierten Bewerber die Unterlagen zur Angebotserstellung.
Die Bewerber haben zu beachten, dass der Teilnahmeantrag rechtswirksam unterzeichnet ist und dass sämtliche in der Bekanntmachung angegebenen Erklärungen und Nachweise vollständig beigefügt werden.
Der Verweis auf frühere Bewerbungen ist nicht ausreichend. Teilnahmeanträge, die nicht die geforderten Erklärungen und Nachweise enthalten, können ausgeschlossen werden. Die Vergabestelle behält sich vor – ohne hierzu verpflichtet zu sein oder ohne dass die Bewerber hierauf einen Anspruch haben – Erklärungen und Nachweise nachzufordern. Ausländische Bieter haben die entsprechenden Registerauszüge, Nachweise, Bescheinigungen und Erklärungen nach Maßgabe der Rechtsvorschriften des Staates, in dem das Unternehmen ansässig ist, in die deutsche Sprache übersetzte Form (vereidigter Übersetzer) vorzulegen und deren Gleichwertigkeit nachzuweisen.
Die Teilnehmeranträge sind in 2-facher Ausfertigung – wovon ein Exemplar kopierfähig sowie zusätzlich in digitaler Form auf einem Datenstick beilegt sein muss – in einem geschlossenen Umschlag an die unter Punkt I.3. genannte Kontaktstelle (Becker Büttner Held, Herrn Rechtsanwalt Christian Thole und Herrn Rechtsanwalt Gregor Suchan, Magazinstraße 15-16, 10179 Berlin) per Post zu übermitteln oder direkt abzugeben. Sie sind als solche unter Angabe der EU-Bekanntmachungsnummer und mit dem Vermerk "Ausschreibung – vertraulich" zu kennzeichnen. Elektronisch übermittelte Teilnahmeanträge sind ausgeschlossen und werden nicht berücksichtigt.
Der Auftraggeber behält sich vor, von den ausgewählten Bewerbern Unterlagen zur Validierung der im Teilnahmewettbewerb gemachten Erklärungen abzufordern. Der Auftraggeber weist darauf hin, dass Änderungen in der Zusammensetzung der Bewerber-/Bietergemeinschaft nach Abschluss des Teilnahmewettbewerbs nach Maßgabe der Rechtsprechung nur eingeschränkt zulässig sind. Dies gilt entsprechend für den Austausch von Nachunternehmern, auf deren Eignung sich der Bewerber/die Bewerbergemeinschaft beruft. Der Auftraggeber wird einem Austausch nur aus wichtigem Grund zustimmen. Der Austausch führt zur Wiederholung der Eignungswertung. Enthalten die Bekanntmachung oder die Unterlagen zum Teilnahmewettbewerb Unklarheiten, Widersprüche oder verstoßen diese nach Auffassung des Bewerbers gegen geltendes Recht, so hat der Bewerber den Auftraggeber unverzüglich schriftlich darauf hinzuweisen.
Die Bewerber sollen ihren Teilnahmeantrag auf der Grundlage des Musterformulars erstellen, dass auf der unter Punkt I.3 angegebenen Internetadresse sowie bei der unter Punkt I.3 angegebenen Kontaktstelle (EGU-Siegen@bbh-online.de) erhältlich ist.
Contact person: 48143
Telephone: +49 251411-3514
Fax: +49 2514411-2165
Internet address: http://www.bezreg-muenster.nrw.de/de/wirtschaft_finanzen_kommunalaufsicht/vergabekammer_westfalen/zustaendigkeit_vergabekammer/index.html
Gemäß § 160 Abs. 1 GWB leitet die Vergabekammer ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. Der Antrag ist unter anderem unzulässig, wenn der Antragsteller den gerügten Verstoß gegen Vergabevorschriften im Vergabeverfahren erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb von 10 Kalendertagen gerügt hat (§ 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB). Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund dieser Bekanntmachung erkennbar sind, muss ein Bewerber bis spätestens zum Ablauf der in dieser Bekanntmachung benannten Frist zur Abgabe des Teilnahmeantrags rügen, § 160 Abs. 3 Nr. 2 GWB.
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