Source: https://360.lexisnexis.at/d/rechtsnorm-ris/bfa_vg_16_/L-20007944-P16
Timestamp: 2018-06-23 19:58:56
Document Index: 249662202

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 3', '§ 7', '§ 61', '§ 2', '§ 61', '§ 58', '§ 13']

§ 16 BFA-VG | Lexis 360®
Aktuelle FassungIn Kraft seit 17.10.2017
17.10.2017 (BGBl. I Nr. 140/2017)
21.5.2016 bis 16.10.2017 (BGBl. I Nr. 24/2016)
1.4.2016 bis 20.05.2016 (BGBl. I Nr. 17/2016)
20.7.2015 bis 31.03.2016 (BGBl. I Nr. 70/2015)
19.6.2015 bis 19.07.2015 (BGBl. I Nr. 70/2015)
​5. Hauptstück — Beschwerdeverfahren Beschwerdefrist und Wirkung von Beschwerden
​(1) Die Frist zur Erhebung einer Beschwerde gegen einen Bescheid des Bundesamtes beträgt in den Fällen des ​§ 3 Abs. 2 Z 7 zwei Wochen, sofern nichts anderes bestimmt ist. ​§ 7 Abs. 4 erster Satz Bundesgesetz über das Verfahren der Verwaltungsgerichte (Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz – VwGVG), ​BGBl. I Nr. 33/2013 ist, sofern es sich bei dem Fremden im Zeitpunkt der Bescheiderlassung nicht um einen unbegleiteten Minderjährigen handelt, diesfalls nicht anwendbar.
​(2) Einer Beschwerde gegen eine Entscheidung, mit der
1. ​ein Antrag auf internationalen Schutz zurückgewiesen wird und diese mit einer aufenthaltsbeendenden Maßnahme verbunden ist,
2. ​ein Antrag auf internationalen Schutz zurückgewiesen wird und eine durchsetzbare Rückkehrentscheidung bereits besteht oder
3. ​eine Anordnung zur Außerlandesbringung gemäß ​§ 61 Abs. 1 Z 2 FPG erlassen wird,
​sowie einem diesbezüglichen Vorlageantrag kommt die aufschiebende Wirkung nicht zu, es sei denn, sie wird vom Bundesverwaltungsgericht zuerkannt.
​(3) Wird gegen eine zurückweisende oder abweisende Entscheidung im Familienverfahren gemäß dem 4. Abschnitt des 4. Hauptstückes des AsylG 2005 auch nur von einem betroffenen Familienmitglied Beschwerde erhoben, gilt diese auch als Beschwerde gegen die die anderen Familienangehörigen (​§ 2 Z 22 AsylG 2005) betreffenden Entscheidungen; keine dieser Entscheidungen ist dann der Rechtskraft zugänglich. Allen Beschwerden gegen Entscheidungen im Familienverfahren kommt aufschiebende Wirkung zu, sobald zumindest einer Beschwerde im selben Familienverfahren aufschiebende Wirkung zukommt.
​(4) Kommt einer Beschwerde gegen eine Entscheidung, mit der ein Antrag auf internationalen Schutz zurückgewiesen oder abgewiesen wurde, oder mit der eine Anordnung zur Außerlandesbringung gemäß ​§ 61 Abs. 1 Z 2 FPG erlassen wurde, die aufschiebende Wirkung nicht zu, ist diese durchsetzbar. Mit der Durchführung der mit einer solchen Entscheidung verbundenen aufenthaltsbeendenden Maßnahme oder der die bereits bestehende Rückkehrentscheidung umsetzenden Abschiebung ist bis zum Ende der Rechtsmittelfrist, wird ein Rechtsmittel ergriffen bis zum Ablauf des siebenten Tages ab Einlangen der Beschwerdevorlage, zuzuwarten. Das Bundesverwaltungsgericht hat das Bundesamt unverzüglich vom Einlangen der Beschwerdevorlage und von der Gewährung der aufschiebenden Wirkung in Kenntnis zu setzen.
​(5) Eine Beschwerde gegen eine Entscheidung über einen Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels nach dem 7. Hauptstück des AsylG 2005 oder ein diesbezüglicher Vorlageantrag begründet kein Aufenthalts- oder Bleiberecht. ​§ 58 Abs. 13 AsylG 2005 gilt.
​(6) Die ​§§ 13 Abs. 2 bis ​5 und ​22 VwGVG sind in den Fällen der Abs. 2 bis 4 nicht anwendbar.
​NOR40198331