Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F23-05-2011-8C_851-2010
Timestamp: 2016-10-21 14:54:12
Document Index: 328964692

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_851/2010 (23.05.2011)
R.________ (Jg. 1961) erlitt am 23. Juli 1999 als Beifahrerin in einem an einer Frontalkollision beteiligten Personenwagen Verletzungen im Bereich der Halswirbels�ule (HWS). Nach Anfang Mai 2003 versp�tet erfolgter Meldung an die Basler Versicherungs-Gesellschaft (nachstehend: Basler) als mutmasslichem Unfallversicherer und einer in der Folge bis ans Verwaltungsgericht des Kantons Bern weitergezogenen Auseinandersetzung �ber das Bestehen einer Nichtberufsunfalldeckung bejahte dieses mit Entscheid vom 6. Juli 2006 den Versicherungsschutz, worauf die Basler die Leistungsanspr�che der Versicherten n�her abkl�rte. Am 9. Februar 2009 hielt sie verf�gungsweise fest, dass sp�testens ab 1. Mai 2005 kein ad�quater Kausalzusammenhang zwischen den noch geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis vom 23. Juli 1999 mehr bestehe, und stellte ihre Leistungen daher r�ckwirkend auf Ende April 2005 hin ein. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 10. November 2009 fest.
R.________ l�sst Beschwerde ans Bundesgericht f�hren mit dem Antrag, es sei die Basler unter Aufhebung des kantonalen Entscheids zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen nach UVG (auch �ber den 30. April 2005 hinaus) zu erbringen. Zudem ersucht sie um unentgeltliche Rechtspflege.
Die Basler schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Zu pr�fen ist, ob der Beschwerdef�hrerin �ber den 30. April 2005 hinaus Leistungen der Unfallversicherung zustehen.
Die massgeblichen gesetzlichen und von der Rechtsprechung dazu entwickelten Grundlagen zur Beurteilung der streitigen Leistungseinstellung sind im angefochtenen Entscheid, soweit hier von Belang, sowohl in materiell- als auch in formell-, namentlich beweisrechtlicher Hinsicht richtig dargelegt worden. Darauf wird verwiesen. Beizupflichten ist der Vorinstanz auch darin, dass - sofern ihre Verneinung der Ad�quanzfrage zu Recht erfolgte - offen bleiben kann, ob es sich bei den nach April 2005 noch geklagten Beschwerden auch um nat�rlich kausale Folgen des Unfalles vom 23. Juli 1999 handelt (BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472 mit Hinweisen). Als kumulativ erforderliche Anspruchsvoraussetzungen m�ssen sowohl die nat�rliche als auch die ad�quate Unfallkausalit�t von gesundheitsbedingten Einbussen gegeben sein, damit Versicherungsleistungen gew�hrt werden k�nnen.
3.1 Nach einl�sslicher Darlegung der im Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 10. November 2009 aktuellen medizinischen Situation einschliesslich der Entwicklung des Gesundheitszustandes seit dem versicherten Unfallereignis vom 23. Juli 1999 ist das kantonale Gericht zum Schluss gelangt, dass den Beschwerden somatischer Art im Vergleich zu den psychisch bedingten Beeintr�chtigungen - einer reaktiven depressiven Entwicklung mit mittelgradig reaktivem Stimmungsbild vom Charakter eines selbstst�ndigen Gesundheitsschadens - bloss untergeordnete Bedeutung beizumessen sei, weshalb die Ad�quanzpr�fung nicht nach der Schleudertrauma-Praxis (BGE 117 V 359 und 134 V 109), sondern nach der in BGE 115 V 133 f�r psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall aufgezeigten Methode, der so genannten Psycho-Praxis, vorzunehmen sei.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin wendet dagegen (sinngem�ss) ein, das psychische Leidensbild d�rfe nicht �berbewertet werden, nachdem sie doch ein Schleudertrauma der HWS erlitten habe und im Anschluss daran auch das dabei oftmals beobachtete und deshalb als typisch bezeichnete bunte Beschwerdebild aufgetreten sei, welches als f�r die leistungsm�ssigen und damit auch die erwerblichen Einschr�nkungen �berwiegend urs�chlich zu betrachten sei. Ihrer Auffassung nach muss sich die Ad�quanzpr�fung daher nach der Schleudertrauma-Praxis richten, wie sie in BGE 117 V 359 umschrieben und in BGE 134 V 109 pr�zisiert worden ist.
3.3.1 Als auf Grund des Entscheids des kantonalen Verwaltungsgerichts vom 6. Juli 2006 feststand, dass die Beschwerdef�hrerin anl�sslich ihres Unfalles vom 23. Juli 1999 bei der Basler versichert war, zog Letztere im Rahmen ihrer Abkl�rungen unter anderem auch die von der Invalidenversicherung - bei welcher im Dezember 2001 eine Anmeldung zum Leistungsbezug eingegangen war - zusammengestellten medizinischen Unterlagen bei. Diesen ist zu entnehmen, dass es beim versicherten Unfall zu einem Schleudertrauma der HWS gekommen ist; vereinzelt ist auch von einer dabei aufgetretenen Bewusstlosigkeit und einer commotio cerebri die Rede; eine hirnorganische Ver�nderung konnte jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Anschliessend sind dann Spannungskopfschmerzen mit einem Druckgef�hl im Ohr, Konzentrationsst�rungen und rasche Erm�dbarkeit sowie eine mittelgradig depressive Stimmungslage aufgetreten (Berichte der Neurologisch-Neurochirurgischen Poliklinik des Spitals A.________ vom 26. April 2000, 5. September 2001 und 13. M�rz 2002). Abgesehen von den direkt mit dem Unfallereignis vom 23. Juli 1999 in Zusammenhang gebrachten gesundheitlichen Problemen wurden im R�ntgeninstitut X.________ am 17. Juli 2002 auch deutliche degenerative - und damit nicht unfallkausale - HWS-Ver�nderungen festgestellt. Die IV-Stelle Bern hatte weiter eine Begutachtung durch den Neurologen Dr. med. M.________ und den Psychiater Dr. med. H.________ angeordnet, deren Expertisen am 14. (M.________) resp. am 19. (H.________) August 2003 erstattet wurden. Laut Dr. med. M.________ leidet die Beschwerdef�hrerin an einem mittleren und einem oberen Cervicalsyndrom (beide m�ssig ausgepr�gt) sowie an cervicocephalen Beschwerden; dadurch w�rden spontan und belastungsabh�ngig auftretende Genick- und Kopfschmerzen sowie Schulter-Arm-Schmerzen links verursacht und, bedingt durch die chronische Schmerzsymptomatik, k�me es auch zu vermehrter Erm�dbarkeit und verminderter Belastbarkeit sowie leichten kognitiven St�rungen. Zusammen mit Dr. med. H.________ als Verfasser des psychiatrischen Teilgutachtens vom 19. August 2003 schloss Dr. med. M.________ auf eine gesamthaft 50%ige Arbeitsunf�higkeit, wobei die Beeintr�chtigung aus psychiatrischer Sicht (nicht additive) 20 % ausmache. Dr. med. H.________ spricht im psychiatrischen Teilgutachten von einer depressiven Symptomatik, weswegen sich die Beschwerdef�hrerin seit M�rz 2002 denn auch in regelm�ssiger psychotherapeutischer Behandlung beim Psycholgen dipl. Psych. F.________ bef�nde. Er stellt aber doch eine deutliche Remission der psychiatrischen Symptomatik fest und kann aktuell keine psychiatrische Diagnose mehr stellen: die Explorandin sei weder depressiv noch leide sie an einer Angstst�rung; lediglich m�sse nach wie vor von einem labilisierten psychischen Gleichgewicht ausgegangen werden.
3.4 Diese sich aus dem Abkl�rungsverfahren der Invalidenversicherung ergebende Aktenlage zeigt, dass bei der Beschwerdef�hrerin nach dem erlittenen Schleudertrauma der HWS die nach solchen Verletzungen h�ufig beobachteten und daher zum typischen Beschwerdebild geh�renden St�rungen aufgetreten sind, welche sich - zun�chst zumindest - somatisch manifestierten. Daneben bestand zwar auch eine depressive Problematik im Sinne einer Anpassungsst�rung mit depressiver Reaktion. Dass Letztere - als psychisch bedingte Beeintr�chtigung - im gesamten Leidensbild aber schon fr�h und anschliessend w�hrend des gesamten Heilungsverlaufs eine die Arbeits- und damit auch die Erwerbsf�higkeit dominierend vermindernde Stellung erreicht und so eine �berwiegende Bedeutung erlangt h�tte, kann - entgegen der vorinstanzlichen Argumentation - nicht gesagt werden. Vielmehr macht die Beschwerdef�hrerin mit Recht geltend, dass nebst den somatisch, vorwiegend neurologisch begr�ndbaren Erscheinungen wie etwa Konzentrations- und Wortfindungsst�rungen prim�r die unmittelbaren Folgen des Schleudertraumas ihr Befinden entscheidend pr�gten und diesen insofern auch ausschlaggebender Einfluss auf ihre erwerbliche Leistungsf�higkeit zukam.
3.5 Zu keinem anderen Ergebnis f�hren die Abkl�rungen, welche auf Initiative der Basler selbst noch get�tigt wurden. Die Psychologin Frau lic. phil. W.________ der Klinik U.________ weist auf Grund ihrer psychologischen Abkl�rung vom 5. August 2008 prim�r auf die geklagten Beschwerden somatischer Art wie chronische Kopfschmerzen, Schwindel und erh�hte Ersch�pfbarkeit hin, kann aber keine Hinweise auf eine Pers�nlichkeitsst�rung oder Akzentuierung der Pers�nlichkeit benennen. Der Leiter im "Funktionsbereich Allgemeine Psychiatrie" in der Klinik U.________, Dr. med. L.________, wollte in seinem am 4. November 2008 zu Handen des Spitals A.________ erstatteten ausf�hrlichen Gutachten eine Anpassungsst�rung (mit l�ngerer depressiver Reaktion [ICD-10 43.21]) - als einzigem �berhaupt in Betracht fallenden psychiatrischen Befund - zwar nicht ausschliessen, konnte diesbez�glich aber doch einzelne bezeichnende Merkmale nicht ohne weiteres best�tigen. Dennoch wurde diese Diagnose von Oberarzt Dr. med. Z.________ im Gutachten der Neurologischen und Poliklinik des Spitals A.________ vom 7. Januar 2009 �bernommen, aufgef�hrt allerdings nebst den direkt auf das erlittene Schleudertrauma und die commotio cerebri zur�ckzuf�hrenden Befunden. Dr. med. Z.________ wies zwar auf einen "Zustand nach HWS-Distorsionstrauma mit aktuell im Vordergrund stehender psychiatrischer Symptomatik" hin. Daraus kann indessen auf Grund der gesamten Aktenlage nicht mit hinreichender Zuverl�ssigkeit auf eine schon fr�h nach dem Unfallereignis einsetzende und anschliessend �ber all die Jahre hinweg anhaltende, das Leidensbild dominierend pr�gende psychische St�rung geschlossen werden.
Eine speziell ins Gewicht fallende psychische Beeintr�chtigung liess sich im �brigen schon aus fr�heren �rztlichen Stellungnahmen, etwa des Dr. med. S.________ vom 21. Februar 2003 oder des Dr. med. R.________, ehemaliger Chefarzt Chirurgie am Kantonsspital N.________, vom 9. Mai 2005, nicht ableiten. Auch die Berichte der Frau Dr. med. G.________ vom 2. Juli und 25. September 2007 enthalten kaum Hinweise auf psychische Faktoren. So schrieb diese �rztin am 25. September 2007 sogar ausdr�cklich, als Ursache des Ersch�pfungssyndroms sei ganz klar das Schleudertrauma und nicht eine soziale Situation zu sehen. Dr. med. R.________ sprach am 9. Mai 2005 auf Grund der ihm zug�nglichen Aktenlage prim�r von physischen Beschwerden und wies nur ganz am Schluss seines Berichts auf eine Abnahme der Depression hin, w�hrend Dr. med. S.________ am 21. Februar 2003 lediglich am Rande eine reaktionelle depressive Problematik erw�hnte, welche aber offenbar bloss vor�bergehender Art war. Selbst der behandelnde Psycholge dipl. Psych. F.________ betonte in seiner Auskunft vom 16. M�rz 2004 die limitierende Wirkung der k�rperlichen Befunde, ohne den auch seiner Ansicht nach unfallbedingten somatopsychischen St�rungen �berwiegende Bedeutung zuzuschreiben.
3.6 Unter diesen Umst�nden kann der vorinstanzlichen Erkenntnis, wonach "selbst wenn von einem 'typischen bunten Beschwerdebild' ... auszugehen w�re, ..., aufgrund der Akten eine seit sp�testens 2001 eindeutig im Vordergrund stehende psychiatrische Problematik mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit bejaht werden (m�sse)", nicht beigepflichtet werden. Tats�chlich l�sst es sich angesichts der nicht eindeutig in diese Richtung weisenden �rztlichen Angaben nicht rechtfertigen, die erforderliche Ad�quanzpr�fung nach der Psycho-Praxis durchzuf�hren, auch wenn die aus der psychischen Verfassung der Beschwerdef�hrerin resultierende Behinderung �ber die Jahre hinweg zugenommen und schliesslich (vor�bergehend) tats�chlich �berwiegende Bedeutung erlangt haben sollte. Insoweit weist die Beschwerdef�hrerin mit Recht darauf hin, dass es nicht angeht, l�ngere Zeit nach einem Unfall, wenn die zum typischen Beschwerdebild geh�renden physischen Beschwerden weitgehend abgeklungen sind, die psychische Problematik aber fortbesteht, diese fortan nach der Psycho-Praxis zu beurteilen, w�hrend sie in einem fr�heren Stadium, als das typische Beschwerdebild noch ausgepr�gt war, nach der Schleudertrauma-Praxis beurteilt worden w�re (vgl. Urteil 8C_742/2009 vom 13. September 2010, E. 5 [Ingress]; in RKUV 2002 Nr. U 465 S. 477 publiziertes Urteil U 164/01 vom 18. Juni 2002).
Auch wenn der vorinstanzliche Entscheid mithin dahingehend zu berichtigen ist, dass bei der Ad�quanzpr�fung die Schleudertrauma-Praxis anzuwenden ist, kann die Beschwerdef�hrerin daraus indessen im Ergebnis nichts zu ihren Gunsten ableiten.
4.1 Unbestrittenermassen ist die - aktenm�ssig kaum dokumentierte - Frontalkollision vom 23. Juli 1999 den mittelschweren Unfallereignissen zuzuordnen. Hat die Ad�quanzpr�fung nach Massgabe der Schleudertrauma-Praxis zu erfolgen, k�nnen - anders als nach der Psycho-Praxis - psychisch begr�ndete Komponenten nicht ausser Acht gelassen werden (vgl. BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen). F�r eine Bejahung der Ad�quanz m�ssen beim im engeren Sinne mittelschweren Unfallereignis mindestens eines der massgebenden Ad�quanzkriterien (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130) in besonders ausgepr�gter oder aber mehrere davon in geh�ufter Weise erf�llt sein (Urteil 8C_1045/2010 vom 16. M�rz 2011 E. 5.1).
4.2 "Besonders dramatische Begleitumst�nde" oder eine "besondere Eindr�cklichkeit" des Unfalles k�nnen schon angesichts des �usserst knapp dokumentierten Geschehensablaufs nicht als erstellt gelten. Hinweise darauf, dass eine gewisse Eindr�cklichkeit, wie sie jedem Verkehrsunfall eigen ist, �berschritten worden w�re oder besondere Begleitumst�nde vorgelegen h�tten, liegen jedenfalls nicht vor. Eine diesbez�gliche Beweislosigkeit, welche allenfalls mit der sp�ten Unfallmeldung in Zusammenhang stehen k�nnte, m�sste sich jedenfalls zum Nachteil der Beschwerdef�hrerin auswirken, welche aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten m�chte. Auffallend ist immerhin, dass die Lenker der beiden beteiligten Unfallfahrzeuge offenbar unverletzt geblieben sind, was doch auf einen nicht allzu gravierenden Zusammenprall schliessen l�sst. Auch unter Ber�cksichtigung der Vorbringen in der Beschwerdeschrift kann dieses Ad�quanzkriterium somit nicht als erf�llt angesehen werden.
4.3 Mit der Vorinstanz ist ebenso wenig von einer "�rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert" oder von einem "schwierigen Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen" auszugehen. Dass die Beschwerdef�hrerin ab 2004 psychologische Hilfe in Anspruch genommen hat, ist jedenfalls nicht - wie die Vorinstanz in Erw�gung gezogen hat - als nennenswerte Komplikation zu werten, zumal deren Intensit�t schon nach relativ kurzer Zeit auf Wunsch der Beschwerdef�hrerin massiv abgebaut wurde.
4.4 Schliesslich hat die Vorinstanz mit Recht auch das Kriterium der "Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen" als nicht gegeben betrachtet. Die Diagnose einer HWS-Distorsion oder einer anderen, ad�quanzrechtlich gleich behandelten Verletzung gen�gt f�r sich allein nicht zur Bejahung dieses Kriteriums. Hiezu bedarf es einer besonderen Schwere der f�r das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umst�nde, welche das Beschwerdebild beeinflussen (BGE 134 V 109 E. 10.2.2 S. 127 f.). Solche Gegebenheiten liegen hier nicht vor.
4.5 Was das Kriterium der "fortgesetzt spezifischen, belastenden �rztlichen Behandlung" anbelangt, ist zun�chst festzuhalten, dass der Abkl�rung der invalidit�tsm�ssigen Anspruchsvoraussetzungen dienende Untersuchungen nicht zu den in diesem Sinne relevanten Behandlungen zu z�hlen sind. Die durchgef�hrten Therapien in Form von Physiotherapie, Osteopathie, Akupunktur, Muskelaufbautraining, Feldenkrais-Therapie, Psychotherapie sowie regelm�ssige Konsultationen des Hausarztes Dr. med. E.________ k�nnen als fortgesetzt spezifische, aber nicht als belastende �rztliche Behandlungen gelten (vgl. Urteil 8C_749/2010 vom 6. Januar 2011 E. 6.3.2 mit Hinweisen).
4.6 Eine erhebliche Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen liegt ebenfalls nicht vor, nachdem die Beschwerdef�hrerin ihre vor dem Unfall teilzeitlich ausge�bte T�tigkeit im Service der Cafeteria einer Buchhandlung schon nach drei Monaten wieder aufnehmen konnte und �berdies mehrfach f�r eine mit ihren Leiden besser vereinbare Arbeit eine h�here Arbeitsf�higkeit bescheinigt wurde. Dass sie die angestrebte Steigerung ihrer fr�heren Bet�tigung als Gymnastiklehrerin, was vorg�ngig eine entsprechende Schulung bedingt h�tte, im Hinblick auf ihren Gesundheitszustand aufgegeben hat, �ndert nichts an der grunds�tzlichen Zumutbarkeit anderweitig noch m�glicher Eins�tze. Entsprechende Stellenbem�hungen aber fehlen.
4.7 Da somit sechs der massgebenden sieben Ad�quanzkriterien nicht erf�llt sind, kann dahingestellt bleiben, ob das Kriterium der "erheblichen Beschwerden" angesichts der - von der Vorinstanz nicht ber�cksichtigten - psychischen Behinderungen als gegeben zu betrachten w�re. Da jedenfalls nicht von besonders ausgepr�gten Beschwerden gesprochen werden k�nnte, w�rde dieses Kriterium allein f�r eine Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen den noch vorhandenen Beschwerden und dem versicherten Unfallereignis nicht reichen.
Rechtsanwalt Peter Kaufmann wird als unentgeltlicher Anwalt der Beschwerdef�hrerin bestellt, und es wird ihm f�r das bundesgerichtliche Verfahren aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2'800.- ausgerichtet.