Source: https://gesetze-in-app.de/AktG/303
Timestamp: 2019-05-24 01:52:48
Document Index: 339715877

Matched Legal Cases: ['§ 303', '§ 303', 'BGH', '§ 303', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 26', '§ 327', '§ 303', '§ 303', '§ 303', '§ 303', '§ 303', '§ 60', '§ 303', '§ 303', 'BGH', '§ 26', 'BGH', '§ 303', 'BGH', 'BGH', '§ 302', '§ 303', 'BGH', 'BGH', '§ 303', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 303', 'BGH', '§ 303', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 303', 'BGH', '§ 303', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 303', 'BGH', '§ 303', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 303', 'BGH', '§ 303', 'BGH', 'BGH', '§ 303', 'BGH', '§ 303', 'BGH', '§ 303', 'BGH', '§ 303', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

§ 303 AktG: Gläubigerschutz
§ 303 AktG
BGH, URTEIL vom 2.9.2014, Az. II ZR 361/13 Das gilt auch für die Besicherung nach § 303 AktG (vgl. BGH, Urteil vom 11. November 1991 - II ZR 287/90, BGHZ 116, 37, 39; Urteil vom 14. Dezember 1987 -II ZR 170/87, BGHZ 103, 1, 5; Urteil vom 16. September 1985 - II ZR 275/84, BGHZ 95, 330, 342).
BGH, URTEIL vom 2.9.2014, Az. II ZR 361/13 10	a) Im Schrifttum ist streitig, ob die Sicherheitsleistung zeitlich entsprechend den Nachhaftungsregeln in §§ 26, 160 HGB und § 327 Abs.4 AktG zu begrenzen (so KK-AktG/Koppensteiner, 3. Aufl., § 303 Rn. 16; Hirte in Groß-komm.z.AktG, 4. Aufl., § 303 Rn. 17; Veil in Spindler/Stilz, AktG, 2. Aufl., § 303 Rn. 16; Hüffer/Koch, AktG, 11. Aufl., § 303 Rn. 3; Emmerich in Em-merich/Habersack, Aktien- und GmbH-Konzernrecht, 7. Aufl., § 303 Rn. 13d; Habersack, Festschrift Koppensteiner, 2001, S. 31, 38; Krieger in Münchener Handbuch des Gesellschaftsrechts, Bd. 4, Aktiengesellschaft, 3. Aufl., § 60 Rn. 41; Henssler/Strohn/Paschos, GesR, 2. Aufl., § 303 AktG Rn. 6; Grigoleit/ Servatius, AktG, § 303 Rn. 5; Hoffmann, NZG 2000, 935, 936; Henssler/Heiden, NZG 2010, 328, 332; Goldschmidt/Laeger, NZG 2012, 1201, 1205; Hattstein, Gläubigersicherung durch das ehemals herrschende Unternehmen, 1995, S. 111 ff.) oder entsprechend einer Entscheidung des Senats (BGH, Urteil vom 18. März 1996 - II ZR 299/94, ZIP 1996, 705, 706 f. zu § 26 KapErhG) ein konkret zu bestimmendes Sicherungsinteresse, maximal der künftig fällig werdende Gesamtbetrag, maßgebend ist (so OLG Frankfurt, NZG 2000, 933, 935; OLG
BGH, , Az. c)	Aus § 303 Abs. 1 AktG kann sich ein unmittelbar auf Zahlung gerichteter Anspruch ergeben, wenn feststeht, daß der Gläubiger mit seiner Forderung gegen die beherrschte Gesellschaft ausfällt (Bestätigung von BGHZ 95, 330).
BGH, vom 1.8.1988, Az. II ZR 255/87 23 die abhängige Gesellschaft nicht mehr lebensfähig und deshalb - mit möglicherweise erheblichen Abwicklungsverlusten -zu liquidieren, so kann das Gesellschaftsvermögen verbraucht sein, wenn man der überwiegenden Meinung im Schrifttum folgt, daß nur die laufenden, nicht aber auch die Abwicklungsverluste auszugleichen sind (vgl. Koppensteiner im KKzAktG, 2. Aufl., § 302 Rdn. 19 m.w.N.) In diesem Falle wären die Gläubiger aber dadurch gesichert, daß sie entsprechend § 303 AktG das herrschende Unternehmen auf Zahlung in Anspruch nehmen können (vgl. BGHZ 95, 330, 346).
BGH, URTEIL vom 1.11.2004, Az. II ZR 256/02 In dem erstinstanzlichen Urteil vom 8. September 1999 wird ausgeführt, der Kläger könne von dem Beklagten nach den Grundsätzen der Haftung im qualifiziert faktischen Konzern in Anbetracht des (vermeintlich) noch nicht abgeschlossenen Konkursverfahrens über das Vermögen der G.GmbH 'zur Zeit' nicht Zahlung, sondern nur Sicherheit entsprechend § 303 AktG verlangen (vgl. dazu BGHZ 95, 330, 347).
ArbG Solingen, Urteil vom 3.2.2007, Az. 3 Ca 1571/06 In die gleiche Richtung gehen die der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zugrunde liegenden Entscheidungen des BGH, welche stets bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen einen Bereicherungsdurchgriff zugunsten des Gläubigers anerkennen, um der konzerntypischen Gefahr der Verlagerung der Haftungsmassen im Konzern zu entsprechen (BGH, BGHZ 95, 330, 346 'Autokran'; BGHZ 107, 7, 15 'Tiefbau'; BGHZ 115, 187 'Video' = AP Nr. 1 zu § 303 AktG; BGHZ 122, 123 'TBB' = AP Nr. 2 zu § 303 AktG).
ArbG Solingen, Urteil vom 3.2.2007, Az. 3 Ca 949/06 In die gleiche Richtung gehen die der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zugrunde liegenden Entscheidungen des BGH, welche stets bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen einen Bereicherungsdurchgriff zugunsten des Gläubigers anerkennen, um der konzerntypischen Gefahr der Verlagerung der Haftungsmassen im Konzern zu entsprechen (BGH, BGHZ 95, 330, 346 'Autokran'; BGHZ 107, 7, 15 'Tiefbau'; BGHZ 115, 187 'Video' = AP Nr. 1 zu § 303 AktG; BGHZ 122, 123 'TBB' = AP Nr. 2 zu § 303 AktG).
ArbG Solingen, Urteil vom 2.0.2007, Az. 5 Ca 1410/06 In die gleiche Richtung gehen die der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zugrunde liegenden Entscheidungen des BGH, welche stets bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen einen Bereicherungsdurchgriff zugunsten des Gläubigers anerkennen, um der konzerntypischen Gefahr der Verlagerung der Haftungsmassen im Konzern zu entsprechen (BGH, BGHZ 95, 330, 346 'Autokran'; BGHZ 107, 7, 15 'Tiefbau'; BGHZ 115, 187 'Video' = AP Nr. 1 zu § 303 AktG; BGHZ 122, 123 'TBB' = AP Nr. 2 zu § 303 AktG).
ArbG Solingen, Urteil vom 5.2.2008, Az. 5 Ca 1373/07 In die gleiche Richtung gehen die der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zugrunde liegenden Entscheidungen des BGH, welche stets bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen einen Berechnungsdurchgriff zugunsten des Gläubigers anerkennen, um der konzerntypischen Gefahr der Verlagerung der Haftungsmassen im Konzern zu entsprechen (BGH, BGHZ 95, 330, 346 'Autokran'; BGHZ 107, 7, 15 'Tiefbau'; BGHZ 115, 187 'Video' = AP Nr. 1 zu § 303 AktG; BGHZ 122, 123 'TBB' = AP Nr. 2 zu § 303 AktG).
FG Köln, Urteil vom 4.9.2005, Az. 13 K 99/03 Nach der Rechtsprechung des BFH (Urteile vom 16.9.1985 II ZR 275/84, BGHZ 95, 330, und vom 23.9.1991 II ZR 135/90, BGHZ 115, 187) kann sich aus § 303 Abs. 1 AktG ein unmittelbar auf Zahlung gerichteter Anspruch des Gläubigers gegen die beherrschende Gesellschaft ergeben, wenn feststeht, dass der Gläubiger mit seiner Forderung gegen die beherrschte Gesellschaft ausfällt.
FG Köln, Urteil vom 4.9.2005, Az. 13 K 99/03 912.4.1.2 92Selbst wenn man aber den Stimmen im Schrifttum folgen wollte, die für eine weitergehende Einziehungsbefugnis des Konkursverwalters plädieren (vgl. dazu die Nachweise im Urteil des BGH vom 23.9.1991 und bei Emmerich, a. a. O.), so könnte auch dies die ernstliche Wahrscheinlichkeit eines bedingungsauslösenden Vorgehens des Konkursverwalters nach § 303 Abs. 1 AktG nicht rechtfertigen.
BVerfG, vom 1.10.1991, Az. 2 BvR 1610/91 Die Begründung des angegriffenen Urteils (BGHZ 115, S. 187), das den Beschwerdeführer als Gesellschafter/Geschäftsführer einer GmbH in entsprechender Anwendung des § 303 AktG einer persönlichen Ausfallhaftung für Gesellschaftsschulden unterwirft (Haftung im qualifiziert faktischen GmbH-Konzern), läßt nicht erkennen, daß sich der Bundesgerichtshof aus der Rolle des Normanwenders in die einer normsetzenden Instanz begeben haben könnte und objektiv nicht bereit gewesen wäre, sich Recht und Gesetz zu unterwerfen (vgl. BVerfGE 82, 6 <11 ff.>; 87, 273 <280>).
BVerfG, vom 1.10.1991, Az. 2 BvR 1610/91 Werde in einem (faktischen) GmbH- Konzern ein die Gläubiger der GmbH ebenso wie diejenigen einer Aktiengesellschaft im Vertragskonzern gefährdender Zustand tatsächlich hergestellt, sei auch ein vergleichbarer Gläubigerschutz wie im Aktienrecht geboten (BGHZ 95, S. 330 <343>); dieser könne im Rahmen des einschlägigen geltenden Rechts durch entsprechende Anwendung des § 303 AktG sichergestellt werden (BGHZ 95, S. 330 <346>; BGHZ 115, S. 187 <192>; vgl. jetzt auch klarstellend BGH, Urteil vom 29. März 1993 - II ZR 265/91 - S. 13 f.).