Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20D%C3%BCsseldorf&Datum=30.08.2007&Aktenzeichen=24%20W%2073/07
Timestamp: 2020-03-31 17:54:35
Document Index: 266584088

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 280', '§ 675', '§ 675', '§ 242', '§ 11', '§ 11', '§ 675', '§ 242', '§ 11']

OLG Düsseldorf, 30.08.2007 - I-24 W 73/07 - dejure.org
OLG Düsseldorf, 30.08.2007 - I-24 W 73/07
https://dejure.org/2007,9329
OLG Düsseldorf, 30.08.2007 - I-24 W 73/07 (https://dejure.org/2007,9329)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 30.08.2007 - I-24 W 73/07 (https://dejure.org/2007,9329)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 30. August 2007 - I-24 W 73/07 (https://dejure.org/2007,9329)
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Vergütung - Materiellrechtliche Einwendungen im Kostenfestsetzungsverfahren
RVG § 11 Abs. 5; BGB § 280; BGB § 675
Geltendmachung des materiellrechtlichen Einwandes der Schlechterfüllung eines Mandats vor Gericht
LG Düsseldorf, 16.11.2006 - 16 O 473/05
OLG Saarbrücken, 17.02.2009 - 5 W 303/08
Berücksichtigung des Einwandes der fehlerhaften Prozessführung im Verfahren der …
Der Sache nach hat sie damit einen Beratungsfehler der Antragstellerin eingewandt, der eventuell geeignet sein könnte, Gegenrechte gegen den Vergütungsanspruch - nämlich einen auf Freistellung von Gebühren aus dem Anwaltsdienstvertrag gerichteten Schadensersatzanspruch gemäß §§ 675, 611, 280 BGB (OLG Düsseldorf, OLGR Düsseldorf 2008, 99) oder den Einwand der unzulässigen Rechtsausübung gemäß § 242 BGB (…Gerold/Schmidt, RVG, 18. Aufl. 2008, § 11 Rdnr. 186) - zu begründen.
Lässt das Vorbringen des Gebührenschuldners schon jeden auch nur ansatzweise zur Begründung eines Einwands geeigneten Tatsachenkern vermissen oder liegt von vornherein auf der Hand, dass der Einwand und unter keinem denkbaren vernünftigen Gesichtspunkt Bestand haben kann, kann dies eine Anwendung des § 11 Abs. 5 RVG ausschließen (OLG Celle, OLGR Celle 2009, 40; OLG Schleswig-Holstein, OLGR Schleswig 2008, 802; OLG Düsseldorf, OLGR Düsseldorf 2008, 99; OLG Brandenburg, RVGreport 2008, 418; OLG Naumburg, FamRZ 2008, 1969; MDR 2001, 114; BayVGH, NJW 2008, 2203).
Dann ist es aber nicht Aufgabe des Rechtspflegers, im Kostenfestsetzungsverfahren der Frage nachzugehen, ob ein Auftraggeber seinem Prozessbevollmächtigten zu Recht Versäumnisse bei der Prozessvertretung vorwirft (vgl. OLG Düsseldorf, OLGR Düsseldorf 2008, 99; OLG Brandenburg, RVGreport 2008, 418).
SG Lüneburg, 01.07.2009 - S 12 SF 80/09
Ausschluss der Gebührenfestsetzung bei geltendgemachter Schlechterfüllung des …
Dieser Einwand könnte eventuell geeignet sein, Gegenrechte gegen den Vergütungsanspruch - nämlich einen auf (teilweise) Freistellung von Gebühren aus dem Anwaltsdienstvertrag gerichteten Schadensersatzanspruch gemäß §§ 675, 611, 280 BGB (vgl. hierzu Oberlandesgericht Düsseldorf, OLGR Düsseldorf 2008, 99) oder den Einwand der unzulässigen Rechtsausübung gemäß § 242 BGB (…vgl. Gerold/Schmidt, RVG, § 11, Rdnr. 186) - zu begründen.
Bei dieser Sachlage ist es nicht Aufgabe des Gerichts im Kostenfestsetzungsverfahren der Frage nachzugehen, ob ein Auftraggeber seinem Prozessbevollmächtigten zu Recht Versäumnisse bei der Vertretung vorwirft (vgl. hierzu auch: Oberlandesgericht Düsseldorf, OLGR Düsseldorf 2008, 99 sowie Oberlandesgericht Brandenburg, RVGreport 2008, 418).