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Timestamp: 2018-12-16 14:17:51
Document Index: 236828595

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 2', 'Art. 7', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 34', 'Art. 7', 'Art. 9', 'Art. 15', 'Art. 9', 'Art. 13', 'Art. 16', 'Art. 56', 'Art. 52', 'Art. 15', 'Art. 5', 'Art. 13', 'Art. 9']

SR 916.202.1 Verordnung des BLW vom 29. November 2017 über phytosanitäre Massnahmen für die Landwirtschaft und den produzierenden Gartenbau (VpM-BLW)
916.202.1 Verordnung des BLW vom 29. November 2017 über phytosanitäre Massnahmen für die Landwirtschaft und den produzierenden Gartenbau (VpM-BLW)
916.202.1
Verordnung des BLW über phytosanitäre Massnahmen für die Landwirtschaft und den produzierenden Gartenbau
(VpM-BLW)
vom 29. November 2017 (Stand am 1. Juli 2018)
Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW),
gestützt auf die Artikel 12 Absatz 1 und 52 Absätze 6 und 7 der Pflanzenschutzverordnung vom 27. Oktober 20101 (PSV),
1 Soweit die Anhänge 2-4 nichts anderes bestimmen, gelten die Entsprechungen von Ausdrücken zwischen den in dieser Verordnung genannten EU-Rechtsakten und dieser Verordnung gemäss Anhang 1 Ziffer 1.
Die Massnahmen gegen die Einschleppung und Ausbreitung von neuen, potenziell besonders gefährlichen Schadorganismen, die weder in Anhang 1 noch in Anhang 2 PSV aufgeführt sind, sind in Anhang 3 aufgeführt.
Art. 4 Besondere Massnahmen bei erhöhtem phytosanitärem Risiko
Die besonderen Massnahmen, die bei erhöhtem phytosanitärem Risiko gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Schadorganismen nach den Anhängen 1 und 2 PSV ergriffen werden, sind in Anhang 4 aufgeführt.
Art. 5 Aufhebung eines anderen Erlasses
Die Verordnung des BLW vom 13. März 20151 über die vorübergehenden Pflanzenschutzmassnahmen wird aufgehoben.
1 [AS 2015 869 5801, 2016 1693 3071, 2017 3507]
Soweit die Anhänge 2-4 nichts anderes bestimmen, entsprechen sich die nachstehenden Ausdrücke der in dieser Verordnung genannten EU-Rechtsakte und dieser Verordnung wie folgt:
Drittstaaten gemäss Art. 2 Bst. o. PSV
Einfuhr aus einem Drittstaat in die Schweiz
États tiers visés à l'art. 2, let. o, OPV
Importation dans l'Union / la Communauté
Importation en provenance d'un État tiers
Stati terzi secondo l'art. 2 lett. o OPV
Introduzione nel territorio dell'Unione / della Comunità
Importazione in Svizzera da Stati terzi
Focolaio d'infestazione
Wird in dieser Verordnung auf EU-Rechtsakte verwiesen, die ihrerseits auf anderes EU-Recht verweisen, so gilt statt dieses EU-Recht das folgende schweizerische Recht:
Art. 7 und 12 der Richtlinie 77/93/EWG des Rates vom 21. Dezember 1976 über Massnahmen zum Schutz der Gemeinschaft gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Schadorganismen der Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse, ABl. L 26 vom 31.1.1977, S. 20.
Art. 9 Abs. 1 und 15 Abs. 1 PSV
Art. 9 Abs. 4 und 29-33 PSV
Richtlinie 92/105/EWG der Kommis-sion vom 3. Dezember 1992 über eine be-grenzte Vereinheitlichung der bei der Verbringung bestimmter Pflanzen, Pflanzenerzeugnisse oder anderer Gegenstände innerhalb der Gemeinschaft zu vewendenden Pflanzenpässe, zur Festlegung des Verfahrens für ihre Ausstellung sowie der Kriterien und des Verfahrens betreffend Austauschpässe, ABl. L 4 vom 8.1.1993, S. 22
Art. 34-36 PSV
Richtlinie 93/50/EWG der Kommission vom 24. Juni 1993 über die amtliche Registrierung der Erzeuger bestimmter, nicht in Anhang V Teil A der Richtlinie 77/93/EWG des Rates aufgeführter Pflanzen bzw. der Sammel- und Versandstellen im Gebiet der Erzeugung, ABl. L 205 vom 17.8.1993, S. 22.
Anhang 4 Teil A Abschnitt II Ziff. 18.5 PSV
Art. 7 Abs. 5 PSV
Art. 9 Abs. 1 PSV
Art. 15 Abs. 1 und 17 Abs. 1 und 3
Art. 9 Abs. 4 und 16 PSV
Art. 13c Abs. 8
Art. VI Abs. 2 Bst. e des Internationalen Pflanzenschutzübereinkommens vom 6. Dez. 19511
Art. 16 Abs. 1
Art. 56 Abs. 1 und 2 Bst. a PSV
Art. 52 Abs. 6 und 56 Abs. 2 Bst. a PSV
Anh. I
Anh. 1 PSV
Anh. II
Anh. 2 PSV
Anh. III
Anh. 3 PSV
Anh. IV
Anh. 4 PSV
Anh. V
Anh. 5 PSV
Art. 15 Abs. 6 PSV
Richtlinie 2008/61/EG der Kommission vom 17.6.2008 mit den Bedingungen, unter denen bestimmte Pflanzen, Pflanzenerzeugnisse und andere Gegenstände gemäss den Anhängen I bis V der Richtlinie 2000/29/EG des Rates zu Versuchs-, Forschungs- und Züchtungszwecken in die Gemeinschaft oder bestimmte Schutzgebiete derselben eingeführt oder darin verbracht werden dürfen, ABl. L 158 vom 18.6.2008, S. 41.
Art. 5 Abs. 3 und Art. 13 PSV
Durchführungsbeschluss 2014/917/EU der Kommission vom 15. Dezember 2014 mit Durchführungsvorschriften für die Richtlinie 2000/29/EG des Rates betreffend die Meldung des Vorkommens von Schadorganismen und der von den Mitgliedstaaten ergriffenen oder beabsichtigten Massnahmen, ABl. L 360 vom 17.12.2014, S. 59.
Art. 9 Abs. 1 von Anhang 4 des Abkommens vom 21. Juni 19992 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen Gemeinschaft über den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen
1 SR 0.916.20
2 SR 0.916.026.81
1 Kartoffeln aus Ägypten
1.1 Vorübergehende Ausnahme vom Einfuhrverbot
Die Einfuhr von Knollen von Solanum tuberosum L. (Kartoffeln) mit Ursprung in Ägypten ist vorübergehend vom Einfuhrverbot ausgenommen, wenn die Kartoffeln:
nicht zum Anpflanzen bestimmt sind;
aus Gebieten stammen, die auf der von Ägypten nach den Vorgaben des Internationalen FAO-Standards für Pflanzenschutzmassnahmen Nr. 4 der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO) (ISPM Nr. 4)1 erstellten Liste der schadorganismusfreien Gebiete aufgeführt sind und gemäss Artikel 1 Absatz 2 des Durchführungsbeschlusses 2011/787/EU2 von der EU als solche anerkannt worden sind; und
zusätzlich zu den jeweils in Teil A der Anhänge 1, 2 und 4 PSV festgelegten Anforderungen an Knollen von Solanum tuberosum L. die Anforderungen nach dem Anhang Ziffern 1 und 2 des Durchführungsbeschlusses 2011/787/EU erfüllen.
1.2 Ausschluss von der Liste der schadorganismusfreien Gebiete
Wird anlässlich der Kontrollen, die in Ägypten vor der Ausfuhr gemäss dem Anhang Ziffer 2.1 des Durchführungsbeschlusses 2011/787/EU durchgeführt werden, oder anlässlich der Einfuhrkontrollen gemäss Ziffer 1.4 ein Befall von Ralstonia solanacearum (Smith) Yabuuchi et al. festgestellt, so gilt für Kartoffeln aus dem betroffenen Ursprungsgebiet mindestens so lange wieder ein Einfuhrverbot, bis das betreffende Gebiet aufgrund der Ergebnisse der von Ägypten durchgeführten Untersuchungen wieder als schadorganismusfrei gilt.
1.3 Anmeldung von Einfuhrsendungen
Der voraussichtliche Zeitpunkt der Ankunft einer Einfuhrsendung mit Kartoffeln aus Ägypten, deren Menge sowie der Ort der Ausschiffung der Sendung in der EU sind dem Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst (EPSD) mindestens eine Woche im Voraus anzumelden.
1.4 Einfuhrkontrolle
Anlässlich der nach Artikel 15 Absatz 1 PSV vorgeschriebenen Einfuhrkontrolle werden Kartoffeln aus Ägypten Untersuchungen nach dem Anhang Ziffern 4 und 5 des Durchführungsbeschlusses 2011/787/EU unterzogen.
Kartoffelsendungen, für welche aus den Begleitdokumenten nach Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe b oder c PSV hervorgeht, dass sie einer vollständigen phytosanitären Kontrolle in der EU unterzogen worden sind, dürfen ohne Kontrolle durch den EPSD in die Schweiz eingeführt werden.
1.5 Dauer der Aufhebung des Einfuhrverbots
Die Ausnahme vom Einfuhrverbot wird spätestens am 31. Dezember 2019 überprüft.
1 Der ISPM Nr. 4 «Requirements for the establishment of pest free areas» (Ausgabe vom29.5.2011) kann kostenlos abgerufen werden unter www.ippc.int > Core Activities > Standards & Implementation > Standard Setting > Adopted Standards.
2 Durchführungsbeschluss 2011/787/EU der Kommission vom 29. November 2011 zur befristeten Ermächtigung der Mitgliedstaaten, zum Schutz vor der Verbreitung von Ralstonia solanacearum (Smith) Yabuuchi et al. Sofortmassnahmen gegenüber Ägypten zu treffen, Fassung gemäss ABl. L 319 vom 2.12.2011, S. 112.
Massnahmen gegen die Einschleppung und Ausbreitung von neuen, potenziell besonders gefährlichen Schadorganismen, die weder in Anhang 1 noch in Anhang 2 PSV aufgeführt sind
1 Pepino Mosaic Virus
Zum Schutz gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Pepino Mosaic Virus gelten die Artikel 1-4 der Entscheidung 2004/200/EG2 sowie der darin genannte Anhang.
Tomatensamen, die in der EU die Anforderungen an die Verbringung innerhalb der EU gemäss der Entscheidung 2004/200/EG erfüllen, dürfen auch in die Schweiz eingeführt werden.
Die in Artikel 4 der Entscheidung 2004/200/EG genannten amtlichen Erhebungen in Anlagen zur Erzeugung von Tomatenpflanzen und Tomaten über Vorkommen von Pepino Mosaic Virus werden vom Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst (EPSD) durchgeführt.
2 Rhynchophorus ferrugineus (Olivier)
Zum Schutz gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Rhynchophoruns ferrugineus (Olivier) gelten die Artikel 1-6 der Entscheidung der Kommission 2007/365/EG3 sowie die darin genannten Anhänge I und II.
Anfällige Pflanzen, die in der EU die Anforderungen an die Verbringung innerhalb der EU gemäss der Entscheidung 2007/365/EG erfüllen, dürfen auch in die Schweiz eingeführt werden.
Anstelle der Frist nach Artikel 5 Absatz 1 der Entscheidung 2007/365/EG gilt die vom EPSD festgelegte Frist. Dieser gibt die Frist den Kantonen in geeigneter Form bekannt.
Für die Erstellung des Aktionsplans gemäss Artikel 6 der Entscheidung 2007/365/EG ist der EPSD zuständig.
3 Epitrix cucumeris (Harris), Epitrix similaris (Gentner), Epitrix subcrinita (Lec.) und Epitrix tuberis (Gentner)
Zum Schutz gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Epitrix cucumeris (Harris), Epitrix similaris (Gentner), Epitrix subcrinita (Lec.) und Epitrix tuberis (Gentner) gelten die Artikel 1-5 des Durchführungsbeschlusses 2012/270/EU4 sowie die darin genannten Anhänge I und II.
Kartoffelknollen, die in der EU die Anforderungen an die Verbringung innerhalb der EU gemäss dem Durchführungsbeschluss 2012/270/EU erfüllen, dürfen auch in die Schweiz eingeführt werden.
Anstelle der Frist nach Artikel 4 Absatz 1 des Durchführungsbeschlusses 2012/270/EU gilt die vom EPSD festgelegte Frist. Dieser gibt den Kantonen die Frist in geeigneter Form bekannt.
4 Schneckenarten der Gattung Pomacea (Perry)
Zum Schutz gegen die Einschleppung und Ausbreitung der Schneckenarten der Gattung Pomacea (Perry) gelten die Artikel 1-5 des Durchführungsbeschlusses 2012/697/EU5 sowie die darin genannten Anhänge I und II.
Spezifizierte Pflanzen, die in der EU die Anforderungen an die Verbringung innerhalb der EU gemäss dem Durchführungsbeschluss 2012/697/EU erfüllen, dürfen auch in die Schweiz eingeführt werden.
Anstelle der Frist nach Artikel 4 Absatz 1 des Durchführungsbeschlusses 2012/697/EU gilt die vom EPSD festgelegte Frist. Dieser gibt die Frist den Kantonen geltenden Termine bekannt.
5Pseudomonas syringae pv. actinidiae Takikawa, Serizawa, Ichikawa, Tsuyumu & Goto
Zum Schutz gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Pseudomonas syringae pv. actinidiae Takikawa, Serizawa, Ichikawa, Tsuyumu & Goto gelten die Artikel 1-5 des Durchführungsbeschlusses (EU) 2017/1986 und die darin genannten Anhänge I und II.
Spezifizierte Pflanzen, die in der EU die Anforderungen an die Verbringung innerhalb der EU gemäss dem Durchführungsbeschluss (EU) 2017/198 erfüllen, dürfen auch in die Schweiz eingeführt werden.
Anstelle der Frist nach Artikel 4 Absatz 1 des Durchführungsbeschlusses 2012/697/EU gilt die vom EPSD festgelegte Frist. Dieser gibt die Frist den Kantonen in geeigneter Form bekannt.
1 Bereinigt gemäss Ziff. II der V des BLW vom 14. Febr. 2018, in Kraft seit 1. März 2018 (AS 2018 847).
2 Entscheidung der Kommission 2004/200/EG vom 27. Februar 2004 mit Massnahmen zum Schutz der Gemeinschaft gegen die Einschleppung und Ausbreitung des Pepino Mosaic Virus, Fassung gemäss ABl. L 64 vom 2.3.2004, S. 43.
3 Entscheidung 2007/365/EG der Kommission vom 25. Mai 2007 über Dringlichkeitsmassnahmen zum Schutz der Gemeinschaft gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Rhynchophorus ferrugineus (Olivier), ABl. L 139, vom 31.5.2007, S. 24; zuletzt geändert durch Beschluss der Kommission 2010/467/EU vom 17.8.2010, ABl. L 226 vom 28.8.2010, S. 42.
4 Durchführungsbeschluss 2012/270/EU der Kommission vom 16. Mai 2012 über Dringlichkeitsmassnahmen zum Schutz der Union gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Epitrix cucumeris (Harris), Epitrix similaris (Gentner), Epitrix subcrinita (Lec.) und Epitrix tuberis (Gentner), ABl. L 132 vom 23.5.2012, S. 18; zuletzt geändert durch Durchführungsbeschluss (EU) 2018/5 der Kommission vom 3.1.2018, ABl. L 2 vom 5.1.2018, S. 11.
5 Durchführungsbeschluss 2012/697/EU der Kommission vom 8. November 2012 hinsichtlich Massnahmen zum Schutz vor der Einschleppung der Gattung Pomacea (Perry) in die EU und ihrer Ausbreitung in der EU, ABl. L 311 vom 10.11.2012, S. 14.
6 Durchführungsbeschluss (EU) 2017/198 der Kommission vom 2. Februar 2017 über Massnahmen zum Schutz der Union gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Pseudomonas syringae pv. actinidiae Takikawa, Serizawa, Ichikawa, Tsuyumu & Goto, Fassung gemäss ABl. L 31 vom 4.2.2017, S. 29.
Besondere Massnahmen gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Schadorganismen nach den Anhängen 1 und 2 PSV bei erhöhtem phytosanitärem Risiko
1 Thrips palmi Karny mit Ursprung in Thailand
Zum Schutz gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Thrips palmi Karny gilt für die Einfuhr von Schnittblumen von Orchidaceae mit Ursprung in Thailand Artikel 1 der Entscheidung 98/109/EG2 und der darin genannte Anhang.
1.2 Besondere Bestimmung
Die im Anhang Ziffer 3 der Entscheidung 98/109/EG genannten Untersuchungen werden vom Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst (EPSD) durchgeführt.
2 Xylella fastidiosa (Wells et al.)
Zum Schutz gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Xylella fastidiosa (Wells et al.) gelten die Artikel 1-2, 3 Absätze 1-2, 3a Absätze 1-3, 4 Absätze 1-3 und 5-7, die Artikel 5-8, 9 Absätze 1-8 und Absatz 9 zweiter Unterabsatz sowie die Artikel 9a-18 des Durchführungsbeschlusses (EU) 2015/7893 sowie die darin genannten Anhänge I-III.
Anstelle der in den Artikeln 3 Absatz 1 und 6 Absatz 7 des Durchführungsbeschlusses (EU) 2015/789 genannten technischen Leitlinien haben die Kantone für die Durchführung der Erhebungen die entsprechende Richtlinie des EPSD zu beachten.
Die in Artikel 3 Absatz 2 des Durchführungsbeschlusses (EU) 2015/789 erwähnten Bestätigungstests im Fall eines positiven Befunds sind unter der Oberaufsicht des EPSD durchzuführen.
Der in Artikel 3a des Durchführungsbeschlusses (EU) 2015/789 genannte Notfallplan wird vom EPSD erstellt.
Die Ausscheidung abgegrenzter Gebiete gemäss Artikel 4 des Durchführungsbeschlusses (EU) 2015/789 wird unter Mitwirkung des EPSD vorgenommen.
Spezifizierte Pflanzen, die in der EU die Anforderungen an die Verbringung innerhalb der EU gemäss dem Durchführungsbeschluss (EU) 2015/789 erfüllen, dürfen auch in die Schweiz eingeführt werden.
Ausnahmen im Rahmen der Tilgungsmassnahmen gemäss Artikel 6 Absatz 2a sowie die Anwendung von Eindämmungsmassnahmen nach Artikel 7 des Durchführungsbeschlusses (EU) 2015/789 setzen die Zustimmung des EPSD voraus.
Anstelle der Frist nach Artikel 14 des Durchführungsbeschlusses (EU) 2015/789 gilt die vom EPSD festgelegte Frist. Dieser gibt die Frist den Kantonen in geeigneter Form bekannt.
Als Wirtspflanzen von Xylella fastidiosa (Wells et al.) gelten in Europa die folgenden zum Anpflanzen bestimmten Pflanzen, ausser Samen:
Calicotome spinosa (L.) Link
Genista lucida Cambess.
Prunus dulcis (Mill.) D.A Webb
Als Wirtspflanzen der in Europa auftretenden Unterarten von Xylella fastidiosa (Wells et al.) gelten die folgenden zum Anpflanzen bestimmten Pflanzen, ausser Samen:
Wirtspflanzen von Xylella fastidiosa subsp. fastidiosa:
Cistus mospeliensis L.
Wirtspflanzen von Xylella fastidiosa subsp. multiplex:
Acacia saligna (Labill.) Wendl
Coronilla glauca L.
Euryops chrysanthemoides (DC.) B.Nord
Genista x spachiana (syn. Cytisus racemosus Broom)
Genista corsica (Loisel.) DC.
Lavandula x allardii (syn. Lavandula x heterophylla)
Pelargonium graveolens L'Hér
Wirtspflanzen von Xylella fastidiosa subsp. pauca:
Eremophila maculata F. Muell.
Westringia glabra L.
3 Phyllosticta citricarpa (McAlpine) Van der Aa
Zum Schutz gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Phyllosticta citricarpa (McAlpine) Van der Aa gelten die Artikel 1-10, 11 Absatz 1, 12-13 und 15-17 des Durchführungsbeschlusses (EU) 2016/7154 sowie Artikel 1 des Durchführungsbeschlusses 2014/422/EU5.
Die Eingangsorte nach Artikel 11 Absatz 1 des Durchführungsbeschlusses (EU) 2016/715, über welche die spezifizierten Früchte in die Schweiz eingeführt werden dürfen, werden vom EPSD benannt.
Nach Abschluss der in Artikel 12 des Durchführungsbeschlusses (EU) 2016/715 genannten Kontrollen der in die Schweiz eingeführten spezifizierten Früchte werden diese direkt und unverzüglich in die Verarbeitungsbetriebe gemäss Artikel 15 des genannten Durchführungsbeschlusses oder in ein Lager gebracht, in jedem Fall unter Aufsicht des EPSD.
Spezifizierte Früchte dürfen nur dann wieder in die EU ausgeführt werden, wenn eine solche Verbringung vom EPSD bewilligt wird.
In der Schweiz ist die in den Artikeln 13-15 des Durchführungsbeschlusses (EU) 2016/715 genannte zuständige amtliche Stelle der EPSD.
4 Spodoptera frugiperda (Smith)
Zum Schutz gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Spodoptera frugiperda (Smith) gelten die Artikel 1-5, 6 Absätze 1 und 2 sowie Artikel 8 des Durchführungsbeschlusses (EU) 2018/6386.
In der Schweiz ist die in den Artikeln 2 Absätze 1-3 und 6 Absatz 2 des Durchführungsbeschlusses (EU) 2018/638 genannte zuständige amtliche Stelle der Kantonale Pflanzenschutzdienst. Ausgenommen sind die Erhebungen auf zugelassenen Betrieben im Sinne der Artikel 29-30 PSV; diese werden vom EPSD sichergestellt.
In den Artikeln 3 und 5 des Durchführungsbeschlusses (EU) 2018/638 ist unter Verbringung der spezifizierten Pflanzen in die Union die Einfuhr in die EU oder in die Schweiz gemeint.
Die in den Artikeln 3 Buchstabe c und 5 Absatz 2 des Durchführungsbeschlusses (EU) 2018/638 genannte zuständige amtliche Stelle ist die nationale Pflanzenschutzorganisation des EU-Mitgliedstaates, in dem sich für die spezifizierten Pflanzen der Ort des Eingangs in die EU befindet. In Fällen nach Artikel 15 Absatz 1 Buchstaben a und b PSV ist die zuständige amtliche Stelle der EPSD.
Die Kantone teilen dem EPSD jeweils bis zum 31. März die Ergebnisse der im vorangegangenen Kalenderjahr durchgeführten Erhebungen mit.
1 Bereinigt gemäss Ziff. II der V des BLW vom 14. Febr. 2018 (AS 2018 847) und Ziff. I der V des BLW vom 12. Juni 2018, in Kraft seit 1. Juli 2018 (AS 2018 2383).
2 Entscheidung der Kommission 98/109/EG vom 2. Februar 1998 zur Ermächtigung der Mitgliedstaaten, vorübergehend Sofortmassnahmen gegen die Verbreitung von Thrips palmi Karny hinsichtlich Thailands zu treffen, Fassung gemäss ABl. L 27 vom 3.2.1998, S. 47.
3 Durchführungsbeschluss (EU) 2015/789 der Kommission vom 18. Mai 2015 über Massnahmen zum Schutz der Union gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Xylella fastidiosa (Wells et al.), ABl. L 125 vom 21.5.2015, S. 36; zuletzt geändert durch den Durchführungsbeschluss (EU) 2017/2352 der Kommission vom 14.12.2017, ABl. L 336 vom 16.12.2017, S. 31.
4 Durchführungsbeschluss (EU) 2016/715 der Kommission vom 11. Mai 2016 über Massnahmen hinsichtlich bestimmter Früchte mit Ursprung in bestimmten Drittländern zum Schutz der Union gegen die Einschleppung und Ausbreitung des Schadorganismus Phyllosticta citricarpa (McAlpine) Van der Aa, ABl. L 125 vom 13.5.2016, S. 16; zuletzt geändert durch Durchführungsbeschluss (EU) 2017/801 der Kommission vom 8.5.2017, ABl. L 120 vom 11.5.2017, S. 26.
5 Durchführungsbeschluss 2014/422/EU der Kommission vom 2. Juli 2014 mit Massnahmen hinsichtlich Zitrusfrüchte mit Ursprung in Südafrika zum Schutz der Union gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Phyllosticta citricarpa (McAlpine) Van der Aa, Fassung gemäss ABl. L 196 vom 3.7.2014, S. 21.
6 Durchführungsbeschluss (EU) 20185/638 der Kommission vom 23. April 2018 über Dringlichkeitsmassnahmen zum Schutz der Union gegen die Einschleppung und Ausbreitung des Schadorganismus Spodoptera frugiperda (Smith), ABl. L 105 vom 25.4.2018, S. 31.
AS 2017 7587
VpM-BLW
Verordnung des BLW vom 29. November 2017 über phytosanitäre Massnahmen für die Landwirtschaft und den produzierenden Gartenbau (VpM-BLW)
01.04.2015 - 01.01.2018
Verordnung des BLW vom 13. März 2015 über die vorübergehenden Pflanzenschutzmassnahmen (VvPM)
01.04.2004 - 01.04.2015
Verordnung des BLW vom 25. Februar 2004 über die vorübergehenden Pflanzenschutzmassnahmen (VvPM)
Zum SeitenanfangLetzte Aktualisierung: 16.12.2018