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Timestamp: 2016-10-27 01:19:45
Document Index: 385801209

Matched Legal Cases: ['Art. 29', 'Art. 97', 'Art. 99', 'Art. 99', 'Art. 99', 'Art. 98', 'Art. 98', 'Art. 9', 'Art. 1', 'Art. 55', 'Art. 29', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 98', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 55', 'Art. 12', 'Art. 30', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 9', 'Art. 33', 'Art. 6', 'Art. 42', 'Art. 9', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 21', 'Art. 31', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 5', 'Art. 18', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 29', 'Art. 33', 'Art. 30', 'Art. 33', 'Art. 191', 'Art. 113', 'Art. 114', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 47', 'BGE', 'Art. 33', 'Art. 29', 'Art. 33', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 31', 'Art. 33', 'Art. 4', 'Art. 33', 'Art. 76', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 33', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art. 33', 'Art. 30', 'Art. 31', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 31', 'Art. 36', 'Art. 33', 'Art. 22', 'Art. 33', 'Art. 22', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 33', 'Art. 32', 'Art. 18', 'Art. 14', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 33', 'Art. 31', 'Art. 33', 'BGE', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 22', 'BGE', 'BGE', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 24', 'Art. 156', 'Art. 156', 'Art. 156', 'Art. 159']

1A.73/1995 (28.04.2000)
Es wirken mit: Bundesrichter Aemisegger, Pr�sident der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter Aeschlimann, F�raud, Catenazzi, Ersatzrichter Loretan und Gerichtsschreiber Pf�ffli.
1A.73/19951. World Wildlife Fund (WWF) Schweiz, vertreten durch seine Kantonalsektion WWF Unterwalden, Dorfplatz 6, Sarnen, 2.Schweizerischer Bund f�r Naturschutz (SBN) (heute Pro Natura), vertreten durch seine Kantonalsektion Unterwaldner Bund f�r Naturschutz (UBN), Nageldach, Giswil,
Schweizerische Stiftung f�r Landschaftsschutz und -pflege (SL), Hirschengraben 11, Bern,
Beschwerdef�hrer, alle vertreten durch Rechtsanwalt Rolf B�hler, Denkmalstrasse 2, Postfach 6453, Luzern
Elektrizit�tswerk Obwalden (EWO), Stanserstrasse 8, Kerns, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Ulrich Gadient, Werkstrasse 2, Chur,
Konzession zur Ausn�tzung der Wasserkr�fte des Lungerersees (Umwelt- und Gew�sserschutz), hat sich ergeben:
A.- Die Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW) betrieben aufgrund einer 1919 erteilten Konzession seit 1921 das Lungerersee-Kraftwerk bei Giswil. 1980 entschied sich der Kantonsrat Obwalden f�r den R�ckkauf des Kraftwerkes und die Bewirtschaftung im Eigenbetrieb. Am 12. Juli 1983 verlieh der Regierungsrat dem Elektrizit�tswerk Obwalden (EWO), an dessen Dotationskapital der Kanton mit 8/15 und die sieben Einwohnergemeinden mit je 1/15 beteiligt sind, das Recht zur Nutzung der H�henstufe zwischen dem Lungerersee und dem Sarnersee, unter zus�tzlicher Nutzung der Oberfl�chenwasservorkommen des Kleinen und Grossen Melchtals von deren Fassung bis zum Sarnersee.
Noch im selben Jahr stellte das EWO ein Gesuch f�r den Ausbau des Lungerersee-Kraftwerks. Das EWO sah im Wesentlichen vor, im Grossen und im Kleinen Melchtal die Wasserfassungen h�her zu legen sowie zus�tzlich den Tumlibach, die Giswiler Laui, den M�libach, Wissibach und Altibach zu fassen. Im Verlauf des anschliessenden Auflage- und Einspracheverfahrens wurde ein zun�chst im Kleinen Melchtal vorgesehenes Ausgleichsbecken an den Standort Tobelpl�tz auf der linken Talseite verlegt, was ein neues Auflageverfahren nach sich zog. Noch sp�ter wurden die geplanten Fassungen des Tumlibachs, des Wissib�chlis und der Nebenb�che des M�libachs aufgegeben. Mit dem redimensionierten Projekt soll die Energieproduktion von 98 Mio. kWh auf 135, 5 Mio. kWh erh�ht werden.
F�r die Beurteilung des Gesuchs gab der Regierungsrat bei Prof. Dr. F. Kl�tzli und lic. phil. nat. H. Marrer ein �kologisches und beim B�ro Dr. von Moos AG ein hydrogeologisches Gutachten in Auftrag. Das hydrogeologische Gutachten wurde im Oktober 1985, das �kologiegutachten im November 1987 abgegeben.
In der Folge wurde das EWO eingeladen, einen Bericht �ber die Umweltvertr�glichkeit (UVB) einzureichen. Mit Beschluss vom 13. Dezember 1988 stellte der Regierungsrat zudem fest, dass das Ausbauvorhaben des EWO formell und materiell einer neuen Konzession bed�rfe. Im M�rz 1989 wies der Regierungsrat eine erste Fassung des UVB zur �berarbeitung und Erg�nzung zur�ck. Im April 1990 reichte das EWO einen �berarbeiteten UVB ein. Dieser wurde �ffentlich aufgelegt und einem umfangreichen Mitberichtsverfahren unterzogen.
Gest�tzt auf dessen Ergebnisse und eigene Abkl�rungen erstattete das kantonale Amt f�r Umweltschutz (AfU) am 16. August 1994 einen Beurteilungsbericht �ber die Umweltvertr�glichkeit.
Darin wird die Umweltvertr�glichkeit des Vorhabens unter Auflagen und Bedingungen bejaht.
B.- Bereits 1989 hatte sich das EWO entschlossen, den Ausbau in Etappen zu realisieren. In der ersten Etappe wurden das bestehende Maschinenhaus durch eine Kavernenzentrale ersetzt und die Druckleitungen verlegt bzw. erneuert. Die erste Etappe konnte auf der Grundlage der Konzession von 1983 verwirklicht werden. Die entsprechende Bewilligung wurde 1991 erteilt. Der WWF Schweiz zog eine dagegen eingereichte Beschwerde nach Verhandlungen zur�ck. Die sanierte Anlage konnte im Mai 1994 in Betrieb genommen werden.
Die zweite Etappe enth�lt die neuen Fassungen in den beiden Melcht�lern, das Ausgleichsbecken Tobelpl�tz und den teilweisen Bau neuer Druckstollen, die dritte Etappe die Fassung der Giswiler Laui sowie weiterer Giswiler B�che samt dem daf�r erforderlichen Zuleitungsstollen zum Ausgleichsbecken.
C.- Der Regierungsrat des Kantons Obwalden erteilte dem EWO am 24. Januar 1995 die f�r die zweite und dritte Etappe erforderliche Konzession zur Ausn�tzung der Wasserkr�fte des Lungerersees, der Kleinen und Grossen Melchaa, der Giswiler Laui, des M�libachs, des Altibachs und des Tobelgrabens, unter zahlreichen Bedingungen und Auflagen. Diese betreffen u.a. die Staukoten im Lungerersee sowie die in den gefassten B�chen erforderlichen Restwassermengen. F�r die Giswiler Laui wird keine Restwassermenge festgelegt. Die f�r die Verwirklichung des Ausbauprojektes nach eidgen�ssischem und kantonalem Recht erforderlichen Bewilligungen werden ausdr�cklich vorbehalten, insbesondere die gew�sserschutzrechtliche, die fischereirechtliche und die forstpolizeiliche Bewilligung.
Den Erw�gungen zum Konzessionsentscheid ist indessen zu entnehmen, dass der Regierungsrat die Voraussetzungen f�r die Erteilung dieser Bewilligungen gepr�ft hat und f�r grunds�tzlich erf�llt ansieht. Ferner steht die Konzessionserteilung unter dem Vorbehalt, dass der Bundesrat die Schutz- und Nutzungsplanung betreffend die untere Wasserfassung an der Grossen Melchaa genehmigt. F�r das Ausgleichsbecken Tobelpl�tz, die Druckleitung vom Becken zum Unteraaboden sowie f�r die Zuleitung Laui samt den zugeh�rigen Fassungen schreibt der Konzessionsbeschluss eine UVP 2. Stufe vor.
Bereits mit Verf�gungen vom 7. M�rz 1989 hatte der Regierungsrat �ber einen Teil der Einsprachen entschieden. Namentlich war er auf zwei Einsprachen des Unterwaldner Bundes f�r Naturschutz nicht eingetreten, weil diese nicht von der gesamtschweizerischen Organisation, sondern nur von deren regionaler Sektion eingereicht worden waren. Der Regierungsrat f�gte jedoch bei, dass die in den Einsprachen geltend gemachten Anliegen von Amtes wegen gepr�ft und die Einsprachen daher als Stellungnahmen entgegengenommen w�rden (RRB Nr. 1233/1989). Die 1995 noch pendenten Einsprachen wurden im Konzessionsbeschluss vom 24. Januar 1995 im Sinne der Erw�gungen teilweise gutgeheissen und im �brigen abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde.
D.- Gegen die Konzessionserteilung erhoben der WWF Schweiz und der Schweiz. Bund f�r Naturschutz (SBN; heute Pro Natura) am 8. M�rz 1995 mit gemeinsamer Eingabe Verwaltungsgerichtsbeschwerde (Verfahren 1A.73/1995). Sie beantragen die Aufhebung des Konzessionsbeschlusses vom 24. Januar 1995 und die R�ckweisung zur Neubeurteilung durch den Regierungsrat, eventuell die Genehmigung der Konzession unter zus�tzlichen restriktiven Bedingungen. Mit im Wesentlichen gleichlautender Beschwerde vom 8. M�rz 1995 beantragt auch die Schweizerische Stiftung f�r Landschaftsschutz und Landschaftspflege (SL), der angefochtene Konzessionsbeschluss sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an den Regierungsrat zur�ckzuweisen; eventuell sei die Beschwerde gutzuheissen und die Konzession nur unter zus�tzlichen Bedingungen zu genehmigen (Verfahren 1A.75/1995). Der einzige Unterschied der beiden Beschwerden besteht darin, dass sich die SL, im Gegensatz zu WWF und SBN, im Eventualantrag dem Bau des Ausgleichsbeckens Tobelpl�tz nicht widersetzt.
E.- Am 10. April 1995 entsprach der Pr�sident der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung dem Gesuch, den Beschwerden die aufschiebende Wirkung beizulegen, im Sinne der Erw�gungen.
Auf Antrag des Eidgen�ssischen Departementes des Innern und der Vorinstanz sowie im Einverst�ndnis mit dem EWO wurden die Beschwerdeverfahren mit Pr�sidialverf�gung vom 1. September 1995 bis zum Entscheid des Bundesrates �ber die in der Konzession vorbehaltene Schutz- und Nutzungsplanung "Grosses Melchtal" ausgesetzt.
Nachdem der Bundesrat die erw�hnte Schutz- und Nutzungsplanung am 21. Oktober 1998 genehmigt hatte, nahm das Bundesgericht die Verfahren am 8. Dezember 1998 wieder auf.
F.- Das Eidgen�ssische Departement f�r Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat sich am 1. M�rz 1999 zur Sache vernehmen lassen. Es enth�lt sich eines ausdr�cklichen Antrages, weist jedoch auf verschiedene M�ngel des angefochtenen Entscheides hin. Namentlich h�lt es den Verzicht auf Restwasserbestimmungen f�r die Giswiler Laui f�r rechtswidrig und bem�ngelt, dass die Abkl�rungen �ber die Umweltvertr�glichkeit des Vorhabens teilweise ungen�gend seien.
Die Beteiligten halten in ihren Stellungnahmen zur Vernehmlassung des UVEK an ihren Antr�gen und Rechtsauffassungen fest. Auch ein zweiter Schriftenwechsel ergab keine Ann�herung der Standpunkte der Parteien.
a) Der angefochtene Beschluss st�tzt sich u.a. auf das Bundesgesetz �ber die Nutzbarmachung der Wasserkr�fte vom 22. Dezember 1916 (WRG; SR 721. 80), das Bundesgesetz �ber den Schutz der Gew�sser vom 24. Januar 1991 (GSchG; SR 814. 20), das Bundesgesetz �ber den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (NHG; SR 451), das Bundesgesetz �ber den Umweltschutz vom 7. Oktober 1983 (USG; SR 814. 01), das Bundesgesetz �ber die Fischerei vom 21. Juni 1991 (BGF; SR 923. 0) sowie das Bundesgesetz �ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG; SR 700). Im Weiteren beruht er auf dem kantonalen Gesetz �ber Wasserbaupolizei, Wasserrechte und Gew�sserkorrektionen vom 9. April 1877 (WBPG) sowie auf weiteren kantonalen Erlassen. Auch wenn der Konzessionsbeschluss die Erteilung der erforderlichen bundesrechtlichen Bewilligungen formal vorbeh�lt, ist doch unbestritten, dass der Regierungsrat der Sache nach neben der Verleihung der Wassernutzungsrechte eine Bewilligung nach Art. 29 ff. GSchG erteilt hat (vgl. hinten E. 2a). Damit st�tzt sich der angefochtene Beschluss auf �ffentliches Recht des Bundes und kann grunds�tzlich mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden (Art. 97 OG). Es liegt auch keiner der in Art. 99 ff. OG oder in der Spezialgesetzgebung vorgesehenen Ausschlussgr�nde vor. Im Gegenteil wurde mit Gesetzesrevision vom 21. Juni 1991, in Kraft seit 1. Januar 1994 (AS 1991 2267 f.), die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Erteilung oder Verweigerung von Konzessionen f�r die Nutzung von Wasserkr�ften ausdr�cklich f�r zul�ssig erkl�rt (Art. 99 lit. d OG; heute Art. 99 Abs. 2 lit. a OG).
b) Der angefochtene Entscheid ist kantonal letztinstanzlich (Art. 98 lit. g OG), da das kantonale Recht im Zeitpunkt des Entscheides (Anfang 1995) noch keine Weiterzugsm�glichkeit an das kantonale Verwaltungsgericht vorsah und die Frist f�r die unmittelbare Anwendung von Art. 98a OG noch nicht abgelaufen war (vgl. Ziff. 1 der Schlussbestimmungen der �nderung des OG vom 4. Oktober 1991). c) Das streitige Kraftwerkprojekt untersteht der Umweltvertr�glichkeitspr�fung (UVP) 1. Stufe (Art. 9 USG; Art. 1 und 5 der Verordnung �ber die Umweltvertr�glichkeitspr�fung vom 19. Oktober 1988 [UVPV; SR 814. 011] i.V. mit Ziffer 21.3 Anhang UVPV). Der WWF (Schweiz), die Schweizerische Stiftung f�r Landschaftsschutz und Landschaftspflege sowie die Pro Natura sind gem�ss Art. 55 USG beschwerdelegitimiert, wie sich aus der Verordnung vom 27. Juni 1990 �ber die Bezeichnung der beschwerdeberechtigten Umweltschutzorganisationen ergibt (VBO; SR 814. 076). Da die Erteilung der gew�sserschutzrechtlichen Bewilligung gem�ss Art. 29 GSchG �berdies eine Bundesaufgabe im Sinne von Art. 2 NHG darstellt (BGE 120 Ib 233, nicht publizierte E. 1c; vgl. BGE 119 Ib 254 E. 1c S. 263), besteht die Legitimation dieser Organisationen auch kraft Art. 12 NHG.
W�hrend sich der WWF (Schweiz) bereits am kantonalen Einspracheverfahren beteiligt hat, trifft dies f�r die SL nicht zu. Seitens der Pro Natura hat sich nur deren kantonale Sektion am Einspracheverfahren beteiligt; der Regierungsrat ist aber auf diese Einsprache nicht eingetreten und sein Entscheid wurde rechtskr�ftig. Regierungsrat und Beschwerdegegner leiten daraus ab, dass auf die Beschwerde von SL und Pro Natura nicht einzutreten sei.
Die Frage, welche Tragweite dem Verhalten der Organisationen vorliegend zukommt, ist im Lichte der 1984 bzw. 1988/9 massgeblichen Rechtsprechung zu den verfahrensrechtlichen Obliegenheiten der Organisationen zu beurteilen. In BGE 109 Ib 214 vom 6. Dezember 1983 hatte das Bundesgericht entschieden, Art. 12 NHG schreibe nicht vor, dass die dort genannten Beschwerdeberechtigten den Instanzenzug im kantonalen Verfahren einzuhalten h�tten. Diese Vorschrift verlange in Verbindung mit Art. 98 lit. g OG nur die Letztinstanzlichkeit des angefochtenen kantonalen Entscheides. Wer in einem solchen Fall den Instanzenzug durchlaufen habe, sei bei der Regelung von Art. 12 NHG nicht entscheidend (E. 2b). Nach dieser Rechtsprechung bestand f�r die SL kein zwingender Grund, sich am Einspracheverfahren gegen das Konzessionsprojekt zu beteiligen. Ebenso wenig musste der Unterwaldner Bund f�r Naturschutz sich gegen den Nichteintretensentscheid des Regierungsrates wehren, zumal dieser erkl�rt hatte, er nehme die Einsprache als Stellungnahme entgegen.
Erst mit dem Urteil Medeglia vom 25. April 1990 (BGE 116 Ib 418 E. 3 = ZBl 92/1991 S. 372 ff.) �nderte das Bundesgericht diese Praxis und stellte fest, dass die Aus�bung des Beschwerderechts gem�ss Art. 55 USG oder gem�ss Art. 12 NHG vor Bundesgericht in der Regel voraussetze, dass die beschwerdef�hrende Organisation am Verfahren vor der letzten kantonalen Instanz teilgenommen habe. Als dieser Entscheid bekannt wurde, war eine Beteiligung am Einspracheverfahren gegen den hier zu beurteilenden Konzessionsentscheid indessen nicht mehr m�glich. Den Beschwerdef�hrerinnen, die sich am Einspracheverfahren nicht beteiligt haben, kann daraus unter den gegebenen Umst�nden kein Vorwurf gemacht werden.
d) Auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erf�llt. Auf die Beschwerden aller drei Organisationen ist daher einzutreten.
e) Der Stand der Akten erm�glicht ein Urteil des Bundesgerichtes zu den aufgeworfenen Rechtsfragen. Anderseits erweist sich eine erg�nzende Beurteilung durch den Regierungsrat und damit eine R�ckweisung als unumg�nglich. Auf den beantragten Augenschein kann daher verzichtet werden.
2.- a) Sind, wie dies vorliegend der Fall ist, f�r ein Vorhaben sowohl eine kantonale Konzession als auch Bewilligungen gem�ss dem eidgen�ssischen Umweltschutzrecht erforderlich, so sind normalerweise die spezialrechtlichen Bewilligungen aus koordinationsrechtlichen Gr�nden vor oder gleichzeitig mit dem erstinstanzlichen Konzessionsentscheid einzuholen. Zwischen den Spezialbewilligungen, besonders der gew�sserschutzrechtlichen Bewilligung, und der Konzessionserteilung besteht ein derart enger Sachzusammenhang, dass sie nicht getrennt und unabh�ngig voneinander erteilt werden k�nnen, sondern inhaltlich abgestimmt werden m�ssen. Dies vor allem deshalb, weil die Bestimmung der nutzbaren Wassermenge, welche in Art. 30 ff. GSchG geregelt wird, zu den wesentlichen Bestandteilen der Wasserrechtsverleihung geh�rt (BGE 125 II 18 E. 4b/aa).
Dieser Zusammenhang besteht auch dort, wo allenfalls Fischgew�sser betroffen sind, die kein Fliessgew�sser mit st�ndiger Wasserf�hrung im Sinne von Art. 29 lit. a GSchG darstellen. In solchen F�llen gelangt Art. 9 Abs. 2 BGF zur Anwendung, der wie Art. 33 GSchG die Bewilligung der Wasserentnahme von einer Gesamtabw�gung der daf�r und dagegen sprechenden Interessen abh�ngig macht.
Der angefochtene Entscheid beh�lt die spezialrechtlichen Bewilligungen zwar vor. Er tr�gt indessen den erw�hnten Zusammenh�ngen Rechnung und befasst sich mit den Anforderungen, welchen die konzedierte Nutzung hinsichtlich Gew�sser- sowie Natur- und Heimatschutz zu gen�gen hat. Der Entscheid ist daher koordinationsrechtlich nicht zu beanstanden.
b) Gem�ss Art. 6 Abs. 2 USG beraten die Umweltschutzfachstellen (Art. 42 USG) Beh�rden und Private. Wasserkraftwerke gem�ss Ziff. 21.3 des Anhangs der UVPV geh�ren zu jenen Anlagen, f�r die im Rahmen der UVP nicht nur eine Beurteilung durch die kantonale Umweltschutzfachstelle, sondern auch eine Anh�rung durch das Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) erforderlich ist (Art. 9 Abs. 7 USG; Art. 12 Abs. 3 UVPV in der bis zur �nderung vom 5. September 1995 g�ltigen Fassung, heute Art. 13a UVPV).
Nach Vorliegen der ersten Fassung des UVB (vom 1. Juli 1988) ersuchte das kantonale Amt f�r Umweltschutz (AfU) das BUWAL um Stellungnahme. Das BUWAL (damals noch Bundesamt f�r Umweltschutz) �usserte sich mit Schreiben vom 2. Dezember 1988 und vom 1. Februar 1989 (Anhang I/11 des Beurteilungsberichts des AfU vom 16. August 1994). Das BUWAL erkl�rte, der UVB gestatte es nicht, zum Projekt abschliessend Stellung zu nehmen, und beantragte erg�nzende Untersuchungen hinsichtlich Gew�sserschutz, Natur- und Landschaftsschutz sowie Forstwesen. Nach Vorliegen des �berarbeiteten UVB (vom April 1990) wurde das BUWAL nicht mehr formell um Stellungnahme zum UVB ersucht. Hingegen wurde es entsprechend Art. 21 UVPV eingeladen, sich zur Rodung von insgesamt 76'635 m2 Waldareal zu �ussern. Diese Stellungnahme erfolgte durch das Eidgen�ssische Departement des Innern (EDI) am 9. M�rz 1992 (Anhang II/21 des Beurteilungsberichts des AfU vom 16. August 1994). Darin nahm das Departement auf die fr�heren Stellungnahmen des BUWAL Bezug und erkl�rte, aufgrund des nun vorliegenden modifizierten Projektes und der darauf basierenden Grundlagen k�nne auf eine zweite eigentliche Anh�rung zum UVB verzichtet werden. Das Departement �ussere sich im Rahmen der Stellungnahme betreffend das Rodungsgesuch zum gesamten Projekt und damit zu den damals beanstandeten Sachbereichen. Aus der Stellungnahme gehen Vorbehalte des Departements zu verschiedenen Fragen hervor, die in der UVP 2. Stufe n�her zu behandeln seien, die indessen weder das Gen�gen der vorhandenen Unterlagen noch die grunds�tzliche Zul�ssigkeit des Vorhabens betreffen. Das Departement stellte konsequenterweise die Erteilung der Rodungsbewilligung grunds�tzlich in Aussicht. Einen gewichtigen Vorbehalt brachte das Departement immerhin ausdr�cklich an: Es erachtete es nicht als nachgewiesen, dass der Bodenwasserhaushalt im Auengebiet von nationaler Bedeutung "Laui" durch das Vorhaben nicht gef�hrdet werde. Es sei zu untersuchen, ob die Auenvegetation durch die neuen Infiltrationsverh�ltnisse nicht beeintr�chtigt w�rden; allenfalls seien die Restwassermengen zu erh�hen. Weiter sei abzukl�ren, ob das Grundwasser langfristig f�r die Versorgung ben�tigt werde; gegebenenfalls seien die erforderlichen Massnahmen zu treffen.
Das UVEK kritisiert in seiner Stellungnahme vom 1. M�rz 1999 an das Bundesgericht das Vorhaben bzw. die Untersuchungen zur Umweltvertr�glichkeit in weit grunds�tzlicherer Art und Weise. Teilweise beruht diese Kritik auf Erkenntnissen, die erst im sp�teren Verlauf des Verfahrens gewonnen oder zumindest erh�rtet wurden. Das UVEK macht aber auch geltend, der im Projekt von Anfang an vorgesehene Verzicht auf eine Restwasserdotation in der Gross Laui sei unzul�ssig, weil es sich dabei um ein Fliessgew�sser mit st�ndiger Wasserf�hrung im Sinne von Art. 31 GSchG handle. Im Weiteren bem�ngelt das Departement sinngem�ss, dass der Verzicht auf eine Restwasserdotation in der Grossen Laui eine �berm�ssige Beeintr�chtigung der Aue von nationaler Bedeutung "Laui" (Objekt Nr. 101) zur Folge habe.
Dieses Vorgehen der Bundesbeh�rden erscheint als wenig zweckm�ssig und entspricht nicht dem mit Art. 9 Abs. 7 USG angestrebten Ziel, bei besonders komplexen Vorhaben das Fachwissen der spezialisierten Bundesinstanz bereits in die UVP einzubeziehen (Heribert Rausch, Kommentar USG, Z�rich 1989, N. 126 zu Art. 9). Die UVP ist eine in den Entscheid der ersten Instanz integrierte Pr�fung. Es ist unbefriedigend, wenn die Fachbeh�rde des Bundes, obwohl sie in diesem Verfahren beteiligt war, ohne Not wesentliche Einw�nde und Bedenken erst im letztinstanzlichen Kontrollverfahren, d.h. vor Bundesgericht, vorbringt. Das revidierte Gew�sserschutzgesetz ist am 24. Januar 1991 verabschiedet worden. Dass es im M�rz 1992 noch nicht in Kraft stand, h�tte das EDI nicht daran hindern brauchen, seine Auffassung hinsichtlich des Begriffs des Fliessgew�ssers mit st�ndiger Wasserf�hrung schon damals bekannt zu geben. Ebenso war es schon l�ngere Zeit zuvor bekannt, dass die Aue der "Laui" unter Schutz gestellt werden sollte, auch wenn der Bundesrat die Verordnung �ber den Schutz der Auengebiete von nationaler Bedeutung (Auenverordnung, SR 451. 31) erst am 28. Oktober 1992 erlassen hat. Insofern w�re es w�nschbar und m�glich gewesen, dass sich das EDI im M�rz 1992 nicht auf die Aspekte des Grundwasserschutzes bzw. Bodenwasserhaushaltes und die damit verkn�pften Folgen f�r die Auenvegetation und die Grundwassernutzung beschr�nkt, sondern sich umfassend ge�ussert h�tte.
c) Die Giswiler Laui ist in ihrem unteren Teil, wo sie (im Gegensatz zum "Gross Laui" genannten Oberlauf) einfach "Laui" heisst, wie erw�hnt im Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung als Objekt Nr. 101 aufgef�hrt.
Das Objektblatt gibt die Wasserfl�che mit 10% an und umschreibt die Bedeutung des Objekts wie folgt: "Durch seine Ausdehnung und geomorphologische Dynamik bemerkenswerte Wildbach-Aue der Voralpen. Das breite Bachbett mit seinen m�chtigen, nackten Ger�ll-, Kies- und Sandalluvionen wird bei Niedrigwasser durch einen stark ver�stelten Wasserlauf beherrscht. Auf den Kiesb�nken siedeln sich d�nn ges�t verschiedene krautige Pioniergesellschaften an, und fortgeschrittene Stadien sind von Lavendelweiden/Salix elaeagnos und Grauerlenb�schen/Alnus incana bestockt. Vereinzelte Kriechstraussgras-Flutrasen. Der wilden Zerst�rung weniger ausgesetzte Partien weisen eine Gebirgsweidenaue und montane Grauerlen-Auenwaldbest�nde auf. "
Durch die projektbedingten Wasserentnahmen in den Giswiler B�chen wird sich gem�ss den Angaben des Hydrogeologen der Abfluss der das Grundwassergebiet der Laui querenden Fliessgew�sser im Mittel von ca. 1.5 auf 0.7 m3/s reduzieren, d.h. es ist eine Abnahme um etwa 55% zu erwarten. W�hrend heute in der Laui eine Vollversickerung im Mittel an rund 200 Tagen pro Jahr auftritt (haupts�chlich bei Kote 505 bis 500 m; genauere Angaben �ber die Strecke, auf welcher bei verschiedenen Abflussmengen Vollversickerung auftritt, sind nicht vorhanden), d�rfte sich projektbedingt die Vollversickerung auf im Mittel 330 Tage pro Jahr steigern (vgl. Bericht von Moos AG vom 11. April 1995). Welche Auswirkungen dies auf den Nieder- oder Mittelwasserabfluss und damit auf das landschaftliche Erscheinungsbild und den Erlebniswert der Aue hat, ist ungekl�rt. Dem Nachtragsgutachten von Prof. Kl�tzli und Dr. L. Lienert vom 21. April 1995 l�sst sich hierzu keine positive Aussage entnehmen. Vermerkt wird dort nur, dass es schade w�re, die noch nicht festgelegte Restwasser-Dotation so zu bestimmen, dass die �berall zutage tretenden, oft noch rauschenden Fliessgew�sser nur noch bei Hochwasser sichtbar w�rden. Eine Schm�lerung des offenen, lebendig rauschenden Baches w�rde im unteren Teil des Schutzobjektes 101 den Erlebniswert objektiv und subjektiv mindern.
Da eine objektivierte Darstellung der Folgen der vorgesehenen Wasserentnahme f�r die Wasserf�hrung der Laui fehlt, ist es praktisch nicht m�glich, eine Bewertung des Eingriffs anhand der Schutzziele des Auenobjekts Nr. 101 vorzunehmen. Insofern sind die Folgerungen im �kologischen Gutachten und in dessen Nachtr�gen, welche die Umweltvertr�glichkeit in der Gesamtabw�gung bejahen, nicht nachvollziehbar. Daher kann dem Regierungsrat nicht beigepflichtet werden, wenn er eine Beeinflussung des Objektes Nr. 101 ausschliesst. Vielmehr ist festzustellen, dass die vorgesehenen Wasserentnahmen das Abflussregime in der Laui in allerdings noch zu kl�render Weise beeintr�chtigen k�nnen. Die Angelegenheit ist daher zur erg�nzenden Pr�fung bzw. Neubeurteilung an den Regierungsrat zur�ckzuweisen.
d) Die Beschwerdef�hrer beanstanden, dass f�r das Auenobjekt Nr. 101 "Laui" eine Begutachtung durch die Eidgen�ssische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) unterblieben sei. Ob eine Begutachtungspflicht aufgrund der bis Ende 1999 g�ltigen Fassung von Art. 7 NHG bestand, kann offen bleiben. Das Bundesgesetz �ber die Koordination und Vereinfachung von Entscheidverfahren vom 18. Juni 1999 f�hrte zu einer �nderung von Art. 7 NHG (AS 1999 3071). In der am 1. Januar 2000 in Kraft getretenen Fassung von Art. 7 Abs. 2 NHG beschr�nkt sich die Begutachtung durch die ENHK auf Inventare nach Art. 5 NHG (AS 1999 3073). Da sich das Bundesinventar der Auengebiete von nationaler Bedeutung (vgl. Auenverordnung) auf Art. 18a NHG st�tzt, entf�llt vorliegend eine Begutachtung durch die ENHK.
3.- a) Wer einem Fliessgew�sser mit st�ndiger Wasserf�hrung �ber den Gemeingebrauch hinaus Wasser entnehmen will, ben�tigt dazu gem�ss Art. 29 lit. a GSchG eine Bewilligung. Die Voraussetzungen f�r die Bewilligung werden in den Art. 30 ff. GSchG geregelt. Als st�ndige Wasserf�hrung bezeichnet Art. 4 lit. i GSchG eine Abflussmenge Q347, die gr�sser als Null ist. Die Abflussmenge Q347 ist die Abflussmenge, die, gemittelt �ber zehn Jahre, durchschnittlich w�hrend 347 Tagen des Jahres erreicht oder �berschritten wird und die durch Stauung, Entnahme oder Zuleitung von Wasser nicht wesentlich beeinflusst ist (Art. 4 lit. h GSchG). Die Giswiler Laui weist zwar im Bereich der vorgesehenen Wasserfassung eine Abflussmenge Q347 auf, die gr�sser als Null ist. Hingegen versickert sie bachabw�rts, im Bereich der durch ihren Schotterkegel gebildeten Aue, w�hrend rund 200 Tagen pro Jahr zumindest auf einer kurzen Strecke vollst�ndig. Vollversickerung in diesem Sinn tritt ein, wenn die Laui weniger als ca. 1 m3/s f�hrt. Damit stellt sich die Frage, ob ein Fliessgew�sser mit st�ndiger Wasserf�hrung im Sinne von Art. 29 GSchG nur vorliegt, wenn das Gew�sser auf seiner ganzen Restwasserstrecke eine Abflussmenge Q347 aufweist, die gr�sser als Null ist, oder ob es gen�gt, dass das Gew�sser an der f�r die Wasserentnahme vorgesehenen Stelle st�ndig Wasser f�hrt.
Gem�ss Art. 33 Abs. 1 der Gew�sserschutzverordnung vom 28. Oktober 1998 (GSchV; SR 814. 201) trifft die zweitgenannte Alternative zu. Danach ist f�r Wasserentnahmen aus Fliessgew�ssern, die Abschnitte mit st�ndiger und solche ohne st�ndige Wasserf�hrung aufweisen, eine Bewilligung erforderlich, wenn das Fliessgew�sser am Ort der Wasserentnahme eine st�ndige Wasserf�hrung aufweist. Die Voraussetzungen f�r die Erteilung der Bewilligung nach Art. 30 ff. GSchG m�ssen allerdings nur in den Gew�sserabschnitten mit st�ndiger Wasserf�hrung erf�llt sein.
Die Beschwerdef�hrer und das UVEK vertreten entsprechend der Regelung in der Gew�sserschutzverordnung die Auffassung, die Gross Laui sei ein Fliessgew�sser mit st�ndiger Wasserf�hrung. Regierungsrat und Beschwerdegegner sind der gegenteiligen Ansicht; insbesondere wenden sie ein, Art. 33 Abs. 1 GSchV sei gesetzwidrig bzw. entbehre einer gesetzlichen Grundlage.
b) Das Bundesgericht kann auf Verwaltungsgerichtsbeschwerde hin Verordnungen des Bundesrats vorfrageweise auf ihre Gesetz- und Verfassungsm�ssigkeit pr�fen. Bei einer unselbst�ndigen Verordnung - um eine solche handelt es sich bei der auf das Gew�sserschutzgesetz gest�tzten Gew�sserschutzverordnung - kann gepr�ft werden, ob sich der Bundesrat an die Grenzen der ihm im Gesetz einger�umten Befugnisse gehalten hat. Soweit das Gesetz den Bundesrat nicht erm�chtigt, von der Verfassung abzuweichen, befindet das Gericht auch �ber die Verfassungsm�ssigkeit der unselbst�ndigen Verordnung. R�umt die gesetzliche Delegation dem Bundesrat einen weiten Ermessensspielraum f�r die Regelung auf Verordnungsstufe ein, ist dieser jedoch f�r das Bundesgericht nach Art. 191 BV (Art. 113 Abs. 3 und Art. 114bis Abs. 3 aBV) verbindlich. In diesem Fall darf das Gericht nicht sein eigenes Ermessen an die Stelle jenes des Bundesrats setzen, sondern kann lediglich pr�fen, ob die Verordnung den Rahmen der dem Bundesrat delegierten Kompetenzen offensichtlich sprengt oder sich aus anderen Gr�nden als gesetz- oder verfassungswidrig erweist (BGE 124 II 581 E. 2a mit Hinweisen; 120 Ib 97 E. 3a).
Das Gew�sserschutzgesetz erm�chtigt den Bundesrat im Kapitel �ber die Sicherung angemessener Restwassermengen (Art. 29 ff.) nicht zum Erlass erg�nzender (gesetzesvertretender) Vorschriften. Damit steht dem Bundesrat nur das Recht zu, Ausf�hrungsvorschriften zu erlassen (Art. 47 GSchG). Ausf�hrungs- bzw. Vollzugsverordnungen kommt die Funktion zu, die gesetzlichen Bestimmungen zu konkretisieren und gegebenenfalls untergeordnete L�cken zu f�llen, soweit dies f�r den Vollzug des Gesetzes erforderlich ist. Die Ausf�hrungsbestimmungen m�ssen sich jedoch an den gesetzlichen Rahmen halten und d�rfen insbesondere keine neuen Vorschriften aufstellen, welche die Rechte der B�rger beschr�nken oder ihnen neue Pflichten auferlegen, selbst wenn diese Regeln mit dem Zweck des Gesetzes vereinbar w�ren. Vollzugsbestimmungen sind zudem nur in dem Umfang zul�ssig, als das Gesetz daf�r Raum l�sst und nicht bewusst auf eine pr�zisere Regelung der betreffenden Frage verzichtet (BGE 124 I 127 E. 3b/c mit Hinweisen).
c) aa) Art. 33 Abs. 1 GSchV begr�ndet hinsichtlich der Wasserentnahme aus Fliessgew�ssern keine neuen Rechte und Pflichten. Er bezeichnet lediglich den Ort, der f�r die Beurteilung massgeblich ist, ob ein Gew�sser st�ndig Wasser f�hrt, und beantwortet damit eine f�r den Vollzug von Art. 29 GSchG bedeutsame, im Gesetz offen gelassene Detailfrage. Damit handelt es sich bei Art. 33 Abs. 1 GSchV um eine typische Vollzugsbestimmung.
Hinweise darauf, dass das Gesetz bewusst auf eine pr�zisere Umschreibung des Begriffs der st�ndigen Wasserf�hrung verzichtet, bestehen nicht. Namentlich liegt nicht der Fall vor, dass der Gesetzgeber durch eine unbestimmte Normierung den rechtsanwendenden Organen im Einzelfall eine den konkreten Umst�nden gerecht werdende Entscheidung erm�glichen wollte (vgl. Georg M�ller, M�glichkeiten und Grenzen der Verteilung der Rechtssetzungsbefugnisse im demokratischen Rechtsstaat, ZBl 99/1998 S. 1 ff., 15).
bb) Der Wortlaut der Art. 29, 31 und 4 lit. i GSchG gibt keine zuverl�ssigen Hinweise darauf, wie das betrachtete Gew�sser r�umlich abzugrenzen und wo die Abflussmenge Q347 zu bestimmen ist. Die Behauptung des Beschwerdegegners, der Wortlaut des Gesetzes mache unmissverst�ndlich klar, dass Gew�sser den Restwasserbestimmungen nicht unterstellt seien, wenn sie irgendwo in ihrem Verlauf an mehr als 18 Tagen im Jahr kein Wasser f�hren, trifft daher nicht zu. Im Gegenteil liegt bei unbefangener Gesetzeslekt�re die Annahme n�her, dass die st�ndige Wasserf�hrung am Ort der Wasserentnahme, an welche Art. 29 lit. a GSchG ausdr�cklich ankn�pft, gegeben sein muss.
cc) In der Botschaft vom 29. April 1987 zur Volksinitiative "zur Rettung unserer Gew�sser" und zur Revision des Bundesgesetzes �ber den Schutz der Gew�sser (BBl 1987 II 1061) f�hrte der Bundesrat aus, die Abflussmenge Q347 gew�hrleiste, dass auch Gew�sser, die in niederschlagsarmen Jahren kaum Wasser f�hrten, noch unter die Restwasserbestimmungen des Gesetzes fielen (S. 1107). Aus folgenden Gr�nden rechtfertige es sich, Gew�sser mit einer geringeren Wasserf�hrung von Restwasserbestimmungen auszunehmen: Vor allem im Gebirge gebe es viele B�che, die lediglich in der Zeit der Schneeschmelze Wasser f�hrten und in der �brigen Zeit gefroren seien. Dies deute darauf hin, dass es sich hier in der Regel nicht um Fischgew�sser handle. Im Einzugsgebiet von h�her gelegenen und insbesondere von grossen Stauseen werde zudem das Wasser dieser B�che haupts�chlich dazu verwendet, die Stauseen aufzuf�llen, und zu diesem Zweck oft �ber weite Distanzen abgeleitet. Da andere vern�nftige M�glichkeiten zur Auff�llung der Stauseen kaum zu finden seien, sei es praktisch unumg�nglich, Fliessgew�sser ohne st�ndige Wasserf�hrung aus dem Geltungsbereich der Restwasserbestimmungen auszunehmen, obwohl auch diese als Lebensraum f�r Tiere und Pflanzen nicht ohne Bedeutung seien. Wenn in tiefer liegenden Regionen Fliessgew�sser nicht st�ndig Wasser f�hrten, sei dies darauf zur�ckzuf�hren, dass die in ihren Einzugsgebieten anfallenden Niederschl�ge kaum zur�ckgehalten w�rden und deshalb ziemlich rasch abfl�ssen. Aufgrund der �blichen Niederschlagsmengen sei anzunehmen, dass die nicht st�ndig Wasser f�hrenden Gew�sser solcher Gebiete meistens weit l�nger als 18 Tage im Jahr kein Wasser f�hrten. Solche Gew�sser l�gen �berdies kaum im Einzugsgebiet von Stauseen und seien deshalb f�r eine entsprechende Nutzung wenig interessant.
Daher d�rften auch die Schutzaspekte von geringerer Bedeutung sein. Zudem sei die im Gesetz vorgesehene Restwasserregelung auf Gew�sser mit st�ndiger Wasserf�hrung zugeschnitten und basiere auf der Abflussmenge Q347. Sie sei deshalb auf Gew�sser ohne st�ndige Wasserf�hrung gar nicht anwendbar (Botschaft S. 1126 f.).
Die Botschaft enth�lt zur hier interessierenden Fragestellung keine direkten Aussagen. Immerhin f�hrt sie ausschliesslich Beispiele an, in denen das Gew�sser wegen der Gegebenheiten im Einzugsgebiet nur unregelm�ssig Wasser abf�hrt. Im ersten Beispiel liegt das daran, dass die B�che im Winter vereisen, im zweiten daran, dass das Einzugsgebiet ein geringes Speicherverm�gen aufweist und Niederschl�ge relativ schnell abfliessen, weshalb das Gew�sser �fters austrocknet. Aus der Botschaft kann damit entgegen der Ansicht des Beschwerdegegners und des Regierungsrates nicht gefolgert werden, Gew�sser mit Versickerungsabschnitten seien nach der Absicht des Gesetzesentwurfes von vornherein von den Restwasserbestimmungen auszunehmen. Daran �ndert auch der Hinweis in der Botschaft nichts, die Restwasserregelung sei auf Gew�sser ohne st�ndige Wasserf�hrung gar nicht anwendbar.
Diese Aussage betrifft jene Abschnitte, in denen das Gew�sser nicht st�ndig Wasser f�hrt. Hier liesse sich vor allem die Restwasserregelung von Art. 31 GSchG in der Tat nicht sinnvoll anwenden, was in Art. 33 Abs. 1 GSchV ber�cksichtigt wird.
Die Beratungen im Parlament unterst�tzen die Auffassung des Beschwerdegegners und des Regierungsrates ebenso wenig. Anders als der St�nderat, der in diesem Punkt dem Bundesrat gefolgt war, beschloss der Nationalrat zun�chst, die Restwasserbestimmungen seien auf alle Fliessgew�sser, nicht nur auf diejenigen mit st�ndiger Wasserf�hrung, anzuwenden (Amtl. Bull. N 1989 1020). Die dadurch entstehende Differenz zum St�nderat wurde erst im zweiten Durchgang durch Nachgeben des Nationalrates beseitigt (Amtl. Bull. N 1990 591 und 1672). In diesem Zusammenhang wurde mehrfach ausgef�hrt, dass Gew�sser, die an mehr als 347 Tagen im Jahr Wasser f�hrten, als Gew�sser mit st�ndiger Wasserf�hrung g�lten (so z.B. Votum B�hrer, Amtl. Bull. S 1990 328). Eine vertiefte Er�rterung des Begriffs der st�ndigen Wasserf�hrung fand jedoch nicht statt. Die wiedergegebene Umschreibung entspricht der Legaldefinition in Art. 4 GSchG und kann sowohl dahingehend verstanden werden, dass die st�ndige Wasserf�hrung an jeder Stelle des Gew�ssers vorliegen muss, als auch, dass sie nur am Ort der Wasserentnahme gegeben sein muss. Erhellend sind hingegen die Voten des Kommissionsberichterstatters im Nationalrat, der wiederholt darlegte, welche Gew�sser unter Fliessgew�ssern ohne st�ndige Wasserf�hrung zu verstehen seien. So erl�uterte er bereits anl�sslich der ersten Beratung, dass sich die nicht st�ndig wasserf�hrenden Gew�sser in der H�he bef�nden, oberhalb der Vegetation (Votum R�ttimann, Amtl. Bull. N 1989 1019). Im Differenzbereinigungsverfahren f�hrte er w�rtlich aus: "Die nichtst�ndigen Wasserl�ufe, die der St�nderat mit dem Bundesrat ausnehmen will, befinden sich naturgem�ss in h�heren Regionen ohne Vegetation und ohne Fischbest�nde. Die Begr�ndung der �kologischen und landschaftlichen Bedeutung dieser B�che f�r dauernde Restwasserhaltung ist mindestens stark zu relativieren. Es handelt sich um Abfl�sse w�hrend der Schneeschmelze, und wir haben daher wirtschaftlich und energiepolitisch alles Interesse daran, unsere Stauseen im Hochgebirge w�hrend des Sommers f�llen zu k�nnen, ohne dass auf diesen vegetationslosen H�henlagen eine bestimmte Restwassermenge um den Stausee herum ungenutzt abl�uft" (Amtl. Bull. N 1990 590, sinngem�ss gleich auch noch einmal in Amtl. Bull. N 1990 1671, wo Nationalrat R�ttimann ausserdem ausdr�cklich auf die H�hengrenze von 1700 m �.M. hinwies).
Aus diesen Voten l�sst sich folgern, dass der Gesetzgeber bei Gew�ssern ohne st�ndige Wasserf�hrung in erster Linie an Gew�sser dachte, die im Einzugsgebiet bis hin zur Wasserfassung oder bis zu ihrem Zufluss zu einem Speichersee an mehr als 18 Tagen im Jahr kein Wasser f�hren. Von Gewicht erscheint auch der Hinweis, dass es sich um Gew�sser handle, deren �kologische und landschaftliche Bedeutung aufgrund ihrer Lage im h�heren Berggebiet von vornherein eher gering zu veranschlagen sei. Diese Voraussetzungen sind, wie gerade der vorliegende Fall zeigt, bei Gew�ssern, die in tieferen Lagen vor�bergehend in ihrem Schotterbett versickern, nicht ohne weiteres erf�llt. Auch die Beratungen im Parlament f�hren daher nicht zum Ergebnis, dass Gew�sser mit Versickerungsstrecken von den Restwasserbestimmungen ausgenommen werden sollten.
dd) Schliesslich ist zu beachten, dass Art. 33 Abs. 1 GSchV dem Zweck der Restwasserregelung dient, der darin besteht, bei Fliessgew�ssern angemessene Restwassermengen zu sichern (Art. 76 Abs. 3 BV), in Ber�cksichtigung der verschiedenen, in Art. 1 lit. c bis e und 31 ff. GSchG erw�hnten Gesichtspunkte (vgl. BGE 120 Ib 233 E. 5a). Die Vollzugsvorschrift f�hrt dazu, dass bei Fliessgew�ssern wie dem vorliegenden nicht ungepr�ft jede Pflicht zur Belassung eines angemessenen Restwassers entf�llt, sondern dass die Anforderungen der Art. 31-35 GSchG zu erf�llen sind. Hingegen hat sie entgegen der Auffassung des Regierungsrates nicht zur Folge, dass einem Gew�sser, welches Abschnitte ohne st�ndige Wasserf�hrung aufweist, niemals Wasser entnommen werden darf.
Insgesamt erweist sich Art. 33 Abs. 1 GSchV als eine sachgerechte Regelung, die auf einer �berzeugenden Auslegung des Gesetzes beruht. Das Bundesgericht hat daher keinen Anlass, sie f�r gesetzwidrig anzusehen (vgl. BGE 101 Ib 178 E. 3a S. 182).
d) Der Umstand, dass die Gew�sserschutzverordnung erst nach dem Erlass der angefochtenen Konzession erlassen und in Kraft gesetzt wurde, steht ihrer sofortigen Anwendung im noch nicht rechtskr�ftig abgeschlossenen Verfahren nicht entgegen (BGE 125 II 591 E. 5e/aa S. 598 mit Hinweisen; 120 Ib 233 E. 3a).
4.- a) Nach dem soeben Ausgef�hrten ist die Giswiler Laui als Fliessgew�sser mit st�ndiger Wasserf�hrung im Sinne von Art. 29 GSchG anzusehen, weil sie an der vorgesehenen Entnahmestelle an mehr als 347 Tagen im Jahr Wasser f�hrt.
Die Bewilligung f�r eine Wasserentnahme darf daher nur erteilt werden, wenn die Voraussetzungen nach den Artikeln 31 - 35 GSchG erf�llt sind (Art. 30 lit. a GSchG). Ob dies der Fall ist, hat nicht das Bundesgericht in erster Instanz zu entscheiden. Die Angelegenheit ist daher zur Erg�nzung bzw. Neubeurteilung an den Regierungsrat zur�ckzuweisen. Dabei wird er den Einfluss der Wasserentnahmen auf die gesamte Restwasserstrecke, namentlich auch in der Aue, einzubeziehen haben.
b) Gem�ss Art. 33 Abs. 1 Satz 2 GSchV m�ssen zwar die Voraussetzungen f�r die Erteilung der Bewilligung nach Art. 30 GSchG nur in den Abschnitten mit st�ndiger Wasserf�hrung erf�llt sein. Dazu ist jedoch einerseits festzustellen, dass die Abflussmenge Q347 jedenfalls auf einem Teil der Versickerungsstrecke gr�sser als Null ist; hier sind die Restwasservorschriften ohnehin grunds�tzlich anzuwenden. Die Ausdehnung des betreffenden Abschnitts wurde bisher nicht abschliessend bestimmt. Die erg�nzende Stellungnahme des Hydrogeologen vom 12. Mai 1999 best�tigt mittelbar diesen Befund, f�hrt sie doch aus, die nat�rlicherweise trockenfallende Strecke der Gross Laui variiere zwischen wenigen Metern und mehr als zwei Kilometern. Ungekl�rt ist insbesondere, wie sich die unterschiedlichen nat�rlichen Abflussmengen auf die Ausdehnung des Abschnittes mit Vollversickerung, auf die Verteilung des Wassers im Bachbett, benetzte Breiten etc. auswirken.
�berdies stellt sich die Frage, ob bei Versickerungsabschnitten mit einem Q347 von Null tats�chlich regelm�ssig nicht nur auf die Anwendung von Art. 31, sondern auch von Art. 33 GSchG verzichtet werden kann, wie dies Art. 33 Abs. 1 Satz 2 GSchV vorsieht. Dieser Schluss scheint nicht ohne weiteres zul�ssig. Die Tatsache, dass in einem Gew�sserabschnitt Q347 wegen Versickerung gleich Null ist, hat zwingend bloss zur Folge, dass in diesem Abschnitt die quantitativen Vorgaben von Art. 31 GSchG nicht erf�llt sein m�ssen.
Es w�re n�mlich unhaltbar, wenn die Restwassermenge nach Entnahme h�her als die nat�rlicherweise im Restwasserabschnitt vorhandene Wassermenge festgelegt werden m�sste (vgl. auch Art. 36 Abs. 2 GSchG, der die Dotierwassermenge nach Massgabe des zufliessenden Wassers begrenzt). Hingegen ist nicht einzusehen, weshalb f�r zeitweise trockenfallende Restwasserabschnitte eine Interessenabw�gung anhand der Kriterien von Art. 33 GSchG entbehrlich sein sollte. In diesem Zusammenhang ist zu ber�cksichtigen, dass auch Art. 22 Abs. 1 WRG die Schonung von Natursch�nheiten und, wo das allgemeine Interesse an ihnen �berwiegt, ihre ungeschm�lerte Erhaltung vorschreibt. Die gr�ndliche Erfassung der nat�rlichen Gegebenheiten und die Abw�gung der betroffenen Interessen nach Massgabe von Art. 33 GSchG dient damit auch der Anwendung von Art. 22 WRG.
Das UVEK weist zu Recht darauf hin, dass kein Bericht �ber die Auswirkungen unterschiedlich grosser Wasserentnahmen auf die Interessen an der Wasserentnahme, insbesondere auf die Herstellung von elektrischer Energie und deren Kosten vorliegt. Der Beschwerdegegner hat dem Bundesgericht im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels einen Bericht zur Wirtschaftlichkeit verschiedener Restwasserszenarien in der Gross-Laui (vom Mai 1999) eingereicht. Es er�brigt sich unter den gegebenen Umst�nden, hierzu Stellung zu nehmen. Es erscheint aber fraglich, dass der Bericht die relevante Fragestellung abdeckt, m�sste doch zun�chst bestimmt werden, welche Restwassermengen unter �kologischen und landschaftssch�tzerischen Gesichtspunkten erforderlich w�ren, und welchen Einfluss auf die Schutzinteressen tiefer angesetzte Restwassermengen h�tten. Ausgehend von diesen Restwassermengen kann erst der Bericht �ber die Folgen f�r die Nutzungsinteressen erstellt und eine Abw�gung vorgenommen werden.
Schliesslich liegt die zeitweise austrocknende Restwasserstrecke in einer Aue von nationaler Bedeutung. Gem�ss Art. 4 Abs. 1 Auenverordnung sollen die in der Verordnung verzeichneten Objekte ungeschm�lert erhalten werden. Zum Schutzziel geh�ren insbesondere die Erhaltung und F�rderung der auentypischen einheimischen Pflanzen- und Tierwelt und ihrer �kologischen Voraussetzungen sowie die Erhaltung und, soweit es sinnvoll und machbar ist, die Wiederherstellung der nat�rlichen Dynamik des Gew�sser- und Geschiebehaushaltes. Abweichungen vom Schutzziel sind nur unter den in Abs. 2 erw�hnten Voraussetzungen m�glich. Das konkrete Schutzziel der Aue "Laui" ergibt sich aus dem Inventarblatt, welches unter dem Titel "Bedeutung" u.a. darauf hinweist, das breite Bachbett werde "bei Niedrigwasser durch einen stark ver�stelten Wasserlauf beherrscht. " Damit stellt sich die Frage, ob die geplante Wasserentnahme einen Eingriff in das Schutzziel der Aue "Laui" darstellt, und wenn ja, wie sie im Lichte von Art. 4 Auenverordnung zu rechtfertigen und zu minimieren ist, wenn sie sich �berhaupt als zul�ssig erweist. Auch insofern erscheint eine Erg�nzung der Untersuchungen zur Umweltvertr�glichkeit als unerl�sslich.
Gegenstand der Untersuchungen muss der Einfluss der Wasserentnahme, d.h. verschiedener Restwasser- bzw. Dotationsmengen bei der Wasserfassung, auf die Gew�sserdynamik und die damit verbundenen Folgen f�r die Vegetation, die Fauna und die Landschaft samt deren Erlebniswert sein. In der Interessenabw�gung kann diesen Einfl�ssen, soweit sie nicht von vornherein als unzul�ssig erscheinen, das hinreichend substanziierte Interesse an der Wasserentnahme gegen�bergestellt werden.
c) Nicht gefolgt werden kann dem UVEK insofern, als es zus�tzliche Untersuchungen �ber den Einfluss der Wasserentnahmen auf das Grundwasser und die Grundwassernutzung verlangt. Wie die bisherigen Untersuchungen hinreichend darlegen, w�rde die vorgesehene Ableitung der Giswiler B�che die Grundwasserbildung um 20-30% reduzieren. Der Flurabstand des Grundwassers w�rde sich aufgrund der berechneten Wassermengen und der geologischen Gegebenheiten im oberen Teil des Schuttkegels der Laui um etwa 6 m, im mittleren Teil um rund 3 m und im untersten Teil praktisch gar nicht verringern. Im oberen und mittleren Teil des Schuttkegels bzw. der Aue ist aber der Flurabstand des Grundwassers schon heute mit bis zu 60 m so gross, dass ein Einfluss auf die Vegetation von vornherein ausgeschlossen werden kann. Im untersten Abschnitt exfiltriert das Grundwasser in die Laui bzw. deren Seitengew�sser. In diesem Bereich (ungef�hr unterhalb der H�henkote 500 m und auf einer L�nge von 100-200 m) ist ein Einfluss des Grundwassers auf die Vegetation grunds�tzlich m�glich. Da hier der Grundwasserspiegel kaum ver�ndert wird, k�nnen gem�ss den �berzeugenden Feststellungen der Experten nachteilige Einwirkungen auf die Vegetation aber ausgeschlossen werden. Was die Grundwassernutzung angeht, so steht nach den Angaben des Kantons f�r Giswil die Nutzung im Gebiet Grossmatt (Diechtersmatt) im Vordergrund, wo ein entsprechendes Grundwasserschutzareal ausgeschieden werden soll. Dieses Grundwasser wird aus dem Kleinen Melchtal gespiesen und erf�llt quantitativ und qualitativ alle Anforderungen.
Das Grundwasser der Laui weist demgegen�ber einen relativ hohen Sulfatgehalt auf, weshalb es sich technisch f�r die Gewinnung von Grundwasser weniger eignet. Im �brigen w�rden die nach der Realisierung des Konzessionsprojektes verbleibenden Grundwassermengen im Gebiet der Laui gem�ss den Ausf�hrungen des Hydrogeologen nach wie vor grosse Grundwasserfassungen zulassen.
5.- a) Beim M�libach wurde die Restwassermenge auf 50 l/s im Winter und 75 l/s im Sommer festgesetzt. Beim Altibach lauten die entsprechenden Mengen 50 und 120 l/s. Diese Restwassermengen entsprechen dem Antrag des AfU und werden von den Beschwerdef�hrern nicht substanziert in Frage gestellt. Die Beschwerdef�hrer weisen allerdings darauf hin, dass die Auswirkungen der Wasserentnahme auch in diesen B�chen auf die Aue Nr. 101 ungen�gend gekl�rt ist. Das UVEK schliesst sich dieser Kritik an.
Was in Erw�gung 4b und 4c zu den noch vorzunehmenden Abkl�rungen �ber den Einfluss der Wasserentnahme in der Laui auf die Aue Nr. 101 ausgef�hrt wurde, gilt sinngem�ss auch f�r den M�li- und den Altibach. Bei den erforderlichen Zusatzabkl�rungen im Sinne von Erw. 4b ist daher auch zu pr�fen, welchen Einfluss die Wasserentnahmen in diesen Seitengew�ssern hat. Insofern sind die Einw�nde der Beschwerdef�hrer und des UVEK berechtigt.
b) Das UVEK bem�ngelt die beim M�libach vorgesehene Restwasserregelung noch aus einem anderen Grund. Im Konzessionsentscheid wird ausgef�hrt, der M�libach sei mit seinen Nebenb�chen als Einheit zu beurteilen. Vorgesehen sei nur die Fassung des Hauptbaches; die Nebenb�che w�rden in ihrem nat�rlichen Zustand belassen. Konsequenterweise sei die Restwasserauflage unterhalb der M�ndung der Nebenb�che sicherzustellen.
Das UVEK macht darauf aufmerksam, dass mit dieser L�sung der M�libach selbst auf einer Strecke von rund 300 m (zwischen Entnahmestelle und Zusammenfluss mit den Nebenb�chen) w�hrend sch�tzungsweise 200 Tagen im Jahr trocken gelegt w�rde, was mit den gesetzlichen Vorschriften nicht vereinbar sei. Vorinstanz und Beschwerdegegner widersprechen dieser Kritik in tats�chlicher Hinsicht nicht. Sie machen geltend, die getroffene L�sung sei �kologisch und vor allem aus fischereilicher Sicht sinnvoller als die Fassung auch der Seitenb�che des M�libachs, unter Belassung von Restwasser in allen gefassten Gew�ssern.
Restwasser ist die an beliebigen Stellen eines Fliessgew�ssers unterhalb der Wasserfassung gemessene Abflussmenge (Botschaft, BBl 1987 II 1108). Die Restwassermenge ist diejenige Abflussmenge, die nach einer oder mehreren Entnahmen verbleibt (Art. 4 lit. k GSchG). Dabei variiert die Restwassermenge auf der Restwasserstrecke nach Massgabe der Wassermenge, die bei der Entnahmestelle im Gew�sser belassen wird (Dotierwassermenge, Art. 4 lit. 1 GSchG), sowie der Zufl�sse und der Versickerungen bzw. unterirdischen Abfl�sse (Botschaft S. 1107). Das Gebiet zwischen der Wasserentnahme und einem beliebigen Punkt an der Restwasserstrecke stellt f�r alle Zufl�sse in diesem Abschnitt das Zwischeneinzugsgebiet dar. In BGE 120 Ib 233 E. 7a wird ausgef�hrt, Bezugspunkt f�r die Bestimmung der Abflussmenge Q347 bzw. der Mindestrestwassermenge sei im Regelfall derjenige Punkt eines Fliessgew�ssers, wo das Zwischeneinzugsgebiet ende.
Der Begriff des Zwischeneinzugsgebietes kommt im Gew�sserschutzgesetz nicht vor. BGE 120 Ib 233 E. 7a ist daher nicht so zu verstehen, dass es in der Regel unterhalb der Wasserentnahme einen Gew�sserabschnitt gibt, in welchem die gem�ss Art. 31 GSchG berechnete Restwassermenge nicht eingehalten werden muss. Hingegen kann bei der Beurteilung gem�ss Art. 33 GSchG, ob und um wieviel die Mindestrestwassermenge zu erh�hen ist, zufliessendes Wasser des Zwischeneinzugsgebietes ber�cksichtigt werden.
Im konkreten Fall w�rde der M�libach wegen der vorgesehenen Fassung an etwa 200 Tagen pro Jahr auf ca. 300 m kein Wasser f�hren. Daf�r verzichtet der Beschwerdegegner darauf, die Nebengew�sser des M�libachs zu fassen. Eine solche L�sung erscheint nicht von vornherein ausgeschlossen, stellt indes, nachdem auf 300 m eine Restwasserstrecke ohne Restwasser verbleibt, eine Ausnahmeregelung im Sinne von Art. 32 lit. c GSchG dar. Diese ist nur im Rahmen einer Schutz- und Nutzungsplanung zul�ssig, welche der Genehmigung des Bundesrates bedarf. Die angefochtene Konzession erweist sich, da sie keine solche Planung vorsieht, hinsichtlich des M�libachs als rechtswidrig.
6.- Pro Natura und WWF machen geltend, beim geplanten oberirdischen Ausgleichsbecken Tobelpl�tz w�rde ein beachtliches Naturpotential zerst�rt. Ausserdem verursache das Becken eine markante Verschlechterung des Landschaftsbildes.
Es h�tten daher Alternativen gepr�ft werden m�ssen, namentlich die Anlage des Beckens im Berg.
a) In seinem Beurteilungsbericht zur Umweltvertr�glichkeit enth�lt sich das kantonale Amt f�r Umweltschutz einer expliziten Beurteilung des Landschaftseingriffes durch das Ausgleichsbecken. Seine Darlegungen betreffen den Vergleich von zwei Ausf�hrungsvarianten, n�mlich die Ausf�hrung des talseitigen Beckenabschlusses als Damm oder als Betonmauer.
Das AfU gelangt zum Schluss, dass die Variante Damm vorzuziehen sei, da sie in Abw�gung verschiedener Gesichtspunkte den kleineren Landschaftseingriff mit sich bringe.
Gem�ss dem angefochtenen Entscheid wird das Ausgleichsbecken eine verh�ltnism�ssig markante �nderung des Landschaftsbildes zur Folge haben.
Auch der Beschwerdegegner bestreitet nicht, dass das Ausgleichsbecken einen Landschaftseingriff mit sich bringt. Er weist aber darauf hin, dass die Wahl des Standortes zahlreichen Anforderungen zu gen�gen hat, wie einigermassen zentrale Lage, H�he, Fl�che, Zug�nglichkeit, ertr�gliche Kosten, Schonung der Landschaft. Der Standort Tobelpl�tz stelle bereits eine Alternative zum zun�chst vorgesehenen Standort im Kleinen Melchtal dar. Eine unterirdische Anlage sei unrealistisch.
Die Einw�nde der Beschwerdef�hrer hinsichtlich des Eingriffes in die Landschaft sind sehr allgemein gehalten und rechtfertigen es nicht, von der Beurteilung durch die kantonalen Instanzen, der sich auch das EDI in seiner Stellungnahme vom M�rz 1992 angeschlossen hat, abzuweichen. Danach ist der Standort Tobelpl�tz landschaftlich m�glich.
Insbesondere kann nicht verlangt werden, dass das Becken im Bergesinnern gebaut wird, da eine solche L�sung wesentlich teurer w�rde und unter den konkreten Umst�nden unverh�ltnism�ssig w�re. Jedenfalls ist nicht ersichtlich, dass die betroffene Landschaft in einem Ausmass schutzw�rdig ist, das auch sehr teure Massnahmen zur Vermeidung des Eingriffs rechtfertigen w�rde. Andererseits ist, sofern das Projekt weiterverfolgt wird, im UVB 2. Stufe im Detail aufzuzeigen, wie der Eingriff in die Landschaft minimiert wird.
b) Hinsichtlich Flora und Fauna zeigen die vorhandenen Unterlagen, namentlich das �kologische Gutachten von 1987 samt seinen Erg�nzungen, dass das Ausgleichsbecken besonders sch�tzenswerte Lebensr�ume im Sinne von Art. 18 Abs. 1bis NHG und Art. 14 Abs. 3 NHV beeintr�chtigt. Gem�ss Art. 18 Abs. 1ter NHG hat der Verursacher f�r besondere Massnahmen zum bestm�glichen Schutz, f�r Wiederherstellung oder ansonst f�r angemessenen Ersatz zu sorgen, wenn sich eine Beeintr�chtigung schutzw�rdiger Lebensr�ume durch technische Eingriffe unter Abw�gung aller Interessen nicht vermeiden l�sst. Weder der Beurteilungsbericht des AfU noch der Konzessionsentscheid enthalten diesbez�glich klare Aussagen bzw. Auflagen. Es kann dem Entscheid allein entnommen werden, dass der Regierungsrat das Interesse an der Erhaltung des Standortes unter natursch�tzerischen Gesichtspunkten f�r kleiner h�lt als jenes am Bau des Ausgleichsbeckens. Das EDI hat in seiner Stellungnahme vom 9. M�rz 1992 verlangt, dass ein Konzept zum Ersatz der Naturwerte in die UVP 2. Stufe zu integrieren sei. Das UVEK verlangt in seiner Vernehmlassung an das Bundesgericht, dass zumindest Umfang, Art und Ort der Ersatzmassnahmen bereits im UVB zum Konzessionsprojekt beschrieben w�rden.
Bei der Konzessionierung von Wasserkraftwerken m�ssen im Rahmen der UVP 1. Stufe jene Fragen behandelt werden, die von grunds�tzlicher Bedeutung sind. Das sind jene Aspekte, die bei der zweiten Stufe nicht mehr in Frage gestellt werden d�rfen (BGE 119 Ib 254 E. 9c S. 277). Die Belange des Naturschutzes, insbesondere des Biotopschutzes, geh�ren zu den Aspekten, die bei der Neuerteilung einer Konzession von Anfang an ernst zu nehmen und in die Beurteilung einzubeziehen sind (BGE 119 Ib 254 E. 10he S. 298). Die im Tobelpl�tz betroffenen Biotope sind gem�ss den Unterlagen von lokaler oder allenfalls regionaler Bedeutung. Ihr Schutz obliegt daher dem Kanton, der die zu sch�tzenden Lebensr�ume indessen in Abw�gung aller auf dem Spiele stehenden Interessen zun�chst zu bezeichnen hat und dabei �ber einen erheblichen Ermessensspielraum verf�gt (BGE 118 Ib 485 E. 3a). Daher durfte der Regierungsrat in Abw�gung der Interessen einen Eingriff f�r zul�ssig erkl�ren. Weder der Konzessionsentscheid noch die diesem zu Grunde liegenden Berichte enthalten hingegen eine Erkl�rung daf�r, weshalb auch auf Schutz- und Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 18 Abs. 1ter NHG verzichtet werden kann. Wird in Abw�gung der massgeblichen Interessen auf den Schutz eines an sich wertvollen Biotops verzichtet, so f�hrt dies grunds�tzlich dazu, dass Schutz- und Ersatzmassnahmen im Sinn von Art. 18 Abs. 1ter NHG anzuordnen sind (BGE 118 Ib 485 E. 3b und 6). Soll auch auf solche Massnahmen verzichtet werden, bedarf dies einer hinreichenden Begr�ndung. Vor Bundesgericht macht der Regierungsrat erstmals geltend, ein Verzicht rechtfertige sich in Anbetracht der Anzahl und Gr�sse von bezeichneten Biotopen im Raum Giswil/Lungern. Es ist nicht auszuschliessen, dass diese Auffassung zutrifft, zumal die Experten Kl�tzli und Lienert im Zusatzgutachten vom April 1995 best�tigt haben, dass eine Verpflanzung der wertvollsten Teile des betroffenen Feuchtrasens rein technisch m�glich erscheine, indessen unverh�ltnism�ssig w�re und keine Garantie f�r Erfolg bestehe.
Aufgrund der vorhandenen Akten ist der Einwand des Regierungsrates indessen nicht �berpr�fbar. Der Regierungsrat wird daher die entsprechenden Erg�nzungen vorzunehmen haben.
7.- Bei der Fassung der Kleinen Melchaa sieht die Konzession eine Restwassermenge von 140 l/s w�hrend des ganzen Jahres vor. Die Beschwerdef�hrer machen geltend, dies sei ungen�gend und trage den Kriterien von Art. 33 GSchG f�r eine Erh�hung des Restwassers nicht Rechnung.
a) Offensichtlich unbegr�ndet ist die Auffassung der Beschwerdef�hrer, die Mindestrestwassermenge m�sse ausgehend von der Nutzwassermenge festgelegt werden. Massgeblich ist vielmehr die Abflussmenge Q347 (Art. 31 GSchG). Q347 betr�gt bei der Fassungsstelle der kleinen Melchaa 155 l/s (�kologisches Gutachten vom November 1987, S. 42).
Die f�r den Winter festgesetzte Restwassermenge von 140 l/s ist nicht zu beanstanden, da von keiner Seite geltend gemacht wird, im Winter l�gen Gr�nde im Sinne von Art. 33 Abs. 3 GSchG vor, die eine Erh�hung der Restwassermenge gebieten w�rden.
b) Aus Gr�nden des Landschaftsschutzes, des Erlebniswertes des Gew�ssers und auch in der Sorge um die Erhaltung der Grundwasservorkommen im Haupttal schl�gt das �kologische Gutachten f�r die Monate Mai bis August eine Erh�hung der Restwassermenge auf 200-220 l/s vor. Das AfU beantragte in seinem Beurteilungsbericht eine Restwassermenge von 140 l/s im Winter und von 180 l/s im Sommer. Der Regierungsrat erwog demgegen�ber, f�r eine Erh�hung der Mindestrestwassermenge im Kleinen Melchtal spreche einzig die Aussage im �kologischen Gutachten, dass im Sommer die minimale Wasserf�hrung �sthetisch nicht befriedige. An einem Augenschein habe sich indessen gezeigt, dass die h�here Restwassermenge gem�ss �kologischem Gutachten praktisch nicht wahrnehmbar sei, was der Regierungsrat anhand eigener Wahrnehmungen feststellen und beurteilen k�nne. Gegen eine Erh�hung spreche die damit verbundene Minderproduktion von 470'000 kWh.
In BGE 119 Ib 254 E. 8 hat sich das Bundesgericht grunds�tzlich zum Stellenwert des UVB und der Begutachtung des UVB durch die kantonale Fachstelle f�r Umweltschutz und allenfalls das BUWAL ge�ussert. Auch wenn der entscheidenden Beh�rde die freie Beweisw�rdigung zustehe, so entspreche es dem Sinn des Beizugs der Fachstelle als sachkundiger Spezialbeh�rde, dass nur aus triftigen Gr�nden vom Ergebnis der Begutachtung abzuweichen sei (BGE 119 Ib 254 E. 8a S. 274). Vorliegend hat sich der Regierungsrat an Ort und Stelle einen Eindruck �ber die landschaftlichen Auswirkungen der erh�hten Restwassermengen verschafft. Er ist aufgrund nachvollziehbarer Erw�gungen zum Ergebnis gelangt, dass der Gewinn f�r das Landschaftsbild in keinem Verh�ltnis zur Minderproduktion an Energie stehe, und ist insofern der Beurteilung durch das AfU nicht gefolgt. Die Beschwerdef�hrer setzen sich mit dieser Interessenabw�gung nicht auseinander, ebenso wenig das UVEK. F�r das Bundesgericht, welches den Beurteilungsspielraum der entscheidenden Beh�rde zu respektieren hat, besteht kein ausreichender Anlass, die Interessenabw�gung in diesem Punkt umzustossen.
8.- a) An der Grossen Melchaa sind zwei Fassungen vorgesehen. Die tiefergelegene Fassung Rissmatt bzw. das dort erforderliche Restwasser ist Gegenstand der inzwischen vom Bundesrat genehmigten Schutz- und Nutzungsplanung. Damit sind die Restwasserbestimmungen des Gew�sserschutzgesetzes erf�llt, was auch die Beschwerdef�hrer nicht mehr bestreiten.
b) Die h�hergelegene Fassung Turrenbach erfolgt an einer Stelle der Grossen Melchaa, wo diese noch kein st�ndig wasserf�hrendes Fliessgew�sser darstellt. Die Art. 31-35 GSchG gelangen deshalb nicht zur Anwendung. Unterhalb der Fassung Turrenbach stellt die Grosse Melchaa ein Fischgew�sser dar. Gem�ss Konzession erfordern aber weder die Interessen der Fischerei noch jene des Landschaftsschutzes hier Restwasser. Das UVEK wendet hierzu ein, durch die Fassung des Turrenbaches ohne Restwasserauflagen w�rden die Interessen der Fischerei mit Sicherheit beeintr�chtigt. Es m�sse abgekl�rt werden, welche Massnahmen (inkl. Restwasser) geeignet w�ren, um g�nstige Lebensbedingungen f�r die Wassertiere zu schaffen.
Gem�ss Art. 8 BGF brauchen Eingriffe in die Gew�sser, ihren Wasserhaushalt oder ihren Verlauf sowie Eingriffe in die Ufer und den Grund von Gew�ssern eine Bewilligung der f�r die Fischerei zust�ndigen Beh�rden, soweit sie die Interessen der Fischerei ber�hren k�nnen. Bei der Bewilligung von Neuanlagen haben die zust�ndigen Beh�rden gem�ss Art. 9 Abs. 1 BGF unter Ber�cksichtigung der nat�rlichen Gegebenheiten und allf�lliger anderer Interessen alle Massnahmen vorzuschreiben, die geeignet sind, g�nstige Lebensbedingungen f�r die Wassertiere zu schaffen (lit. a), die freie Fischwanderung sicherzustellen (lit. b), die nat�rliche
Fortpflanzung zu erm�glichen (lit. c), zu verhindern, dass Fische und Krebse durch bauliche Anlagen oder Maschinen get�tet oder verletzt werden (lit. d). Wenn schwerwiegende Beeintr�chtigungen nicht vermieden werden k�nnen, so muss nach der Abw�gung der Gesamtinteressenlage entschieden werden (Art. 9 Abs. 2 BGF).
Die Verh�ltnisse im Grossen Melchtal werden im hydrogeologischen Gutachten von 1985 und im �kologischen Gutachten von 1987 einl�sslich behandelt. In letztem (S. 30 f.) wird dargelegt, dass unmittelbar unterhalb der geplanten Sperrstelle Turrenbach die sogenannte Quellreihe von Melchtal liegt, welche die Melchaa massgeblich speist. Bei Niedrigwasser, wenn die Melchaa bei der Fassung Turrenbach h�ufig ohnehin kein Wasser f�hrt, werde sich unterhalb der Fassung wenig �ndern, namentlich wenn auf die Fassung des Tumlibaches verzichtet werde. Bei Mittel- und Hochwasser entziehe zwar die neue Fassung der Melchaa bis zu 7 m3/s Wasser. Indessen werde das Melchaa-Gerinne bereits wenige Meter unterhalb der Fassung durch die unter diesen Bedingungen meist besonders kr�ftig fliessenden Quellen neu alimentiert.
Es sei daher anzunehmen, dass sich ein Abfluss ergebe, der wesentlich �ber allenfalls m�glichen Restwasseranforderungen liege. Auf die Fassung des Tumlibaches hat der Beschwerdegegner inzwischen verzichtet. Anl�sslich der Erarbeitung der Schutz- und Nutzungsplanung f�r die untere Fassung hat die Landeshydrologie und -geologie zus�tzliche Absch�tzungen der Abflussmenge Q347 in der Grossen Melchaa vorgenommen. Danach betr�gt der Q347 bei der M�ndung des Tumlibaches 400-500 l/s, wovon 60-100 l/s aus diesem Seitenbach stammen.
Der Fischereiexperte Marrer weist in einer erg�nzenden Stellungnahme vom Mai 1999 einerseits auf diese Zahlen hin, die belegen, dass eine Restwasserdotation bei der Fassung Turrenmatt aus fischereilichen Gr�nden nicht notwendig sei. �berdies macht er darauf aufmerksam, dass angesichts der Dynamik bzw. Selbstgestaltungskraft der Grossen Melchaa im fraglichen Bereich kaum M�glichkeiten bestehen, das Refugien- oder das Nahrungsangebot f�r Fische (Forellen) merklich zu verbessern. Dieser Auffassung, die sinngem�ss auch das AfU in seiner Beurteilung vom August 1994 vertreten hat, ist beizupflichten. Sie wird gest�tzt durch die Stellungnahme des kantonalen Polizeidepartementes (Fischereiverwaltung) vom 9. Juli 1993, das die Fassung Turrenbach f�r zul�ssig erkl�rte, sofern der Tumlibach nicht gefasst und gewisse, hier nicht interessierende Bedingungen f�r die Sp�lung der Fassung eingehalten w�rden.
Entgegen der nicht n�her begr�ndeten Ansicht des UVEK werden gem�ss den ausreichend detaillierten Unterlagen die fischereilichen Interessen unterhalb der Fassung Turrenbach kaum beeintr�chtigt, weil die Quellreihe von Melchtal und der Tumlibach die Melchaa ausreichend alimentieren. Besondere Massnahmen nach Art. 9 BGF erweisen sich daher als unn�tig oder unzweckm�ssig.
9.- a) Im Konzessionsentscheid wird ausgef�hrt, Art. 22 der Technischen Verordnung �ber Abf�lle vom 10. Dezember 1990 (TVA, SR 814. 600) beschr�nke die Bewilligungspflicht f�r Deponien auf Inertstoff-, Reststoff- und Reaktordeponien.
Das Projekt setze keine solchen Deponiearten voraus. Eine Koordination mit der f�r die Deponiebewilligung zust�ndigen Beh�rde er�brige sich daher. Die Beschwerdef�hrer wenden ein, das Vorhaben bedinge die Deponie von Aushubmaterial, welches auf einer Inertstoffdeponie gelagert werden m�sse. Der Regierungsrat h�lt dem in der Beschwerdeantwort gest�tzt auf den Beurteilungsbericht des AfU vom August 1994 entgegen, das Aushubmaterial k�nne f�r Bau und Wiederherstellung von Alp- und Waldstrassen verwendet werden; die in den Pl�nen als Deponien bezeichneten Orte stellten Zwischenlager bis zum Moment der Verwertung dar.
Gem�ss der Rechtsprechung des Bundesgerichtes darf auch unverschmutztes Aushub- bzw. Ausbruchmaterial endg�ltig nur auf einer Inertstoffdeponie abgelagert werden. Weil die TVA einen numerus clausus der zul�ssigen Deponietypen enth�lt, kommt die Schaffung eines vierten Deponietyps f�r unverschmutzten Aushub ohne Verordnungsrevision nicht in Frage (BGE 120 Ib 400 E. 3d; in BGE 121 II 156 nicht ver�ffentlichte E. 3, vgl. URP 1995 S. 294). Allerdings soll unverschmutzter Aushub und Ausbruch in erster Linie verwertet werden (Art. 30 Abs. 2 USG; Anhang 1 Ziff. 12 Abs. 2 TVA).
Die Zwischenlagerung von solchem Material im Hinblick auf die Verwertung ist ohne Deponiebewilligung gem�ss Art. 30e Abs. 2 USG m�glich. Vorbehalten bleiben alle anderen allenfalls erforderlichen Bewilligungen wie z.B. Bewilligung nach Art. 24 RPG und Rodungsbewilligung. Vorauszusetzen ist ferner, dass ein realistischer Zeitplan f�r die Verwendung des fraglichen Materials besteht.
Die Kritik der Beschwerdef�hrer erscheint insofern berechtigt, als der UVB vom April 1990 kein Materialverwertungskonzept enth�lt. Offenbar wurde mit einer Endablagerung des nicht direkt verwertbaren Materials an den verschiedenen in den Pl�nen verzeichneten Standorten gerechnet (vgl. z.B. UVB 1990 S. 17, wo ohne Vorbehalt auf die vorgesehenen Deponiestandorte hingewiesen wird, sowie S. 72, wo es heisst, f�r den vorgesehenen Damm werde Stollenausbruchmaterial verwendet.
F�r das �bersch�ssige Material, ca. 150'000 m3, habe auf der Alp Emmetti eine geeignete Mulde als Deponie gefunden werden k�nnen). Im Beurteilungsbericht des AfU wird dies, allerdings ohne n�here Angaben zur Materialbewirtschaftung, korrigiert. Es ist durchaus m�glich, die Details im UVB 2. Stufe zu behandeln; f�r den �berarbeiteten Konzessionsentscheid wird der Beschwerdegegner aber ein Materialverwertungskonzept vorzulegen haben.
b) Die Beschwerdef�hrer werfen dem Regierungsrat vor, ausdr�cklich einen Pumpspeicherbetrieb bewilligt zu haben, obwohl der Beschwerdegegner nie ein entsprechendes formelles Gesuch gestellt habe. Die Beschwerdef�hrer widersprechen sich selbst, r�umen sie doch ein, dass das erg�nzte Gesuch von 1988 auf den Umw�lzbetrieb ausdr�cklich hinweist.
Insofern ist die R�ge unbegr�ndet. �ber die Auswirkungen auf den Lungerersee sind zus�tzliche Abkl�rungen erforderlich (vgl. Erw. 10).
10.- Im heutigen Entscheid betreffend das Parallelverfahren 1A.59/1995 hat das Bundesgericht erkannt, dass die bisherigen Sachverhaltsermittlungen nicht gen�gen, um zu beurteilen, ob die Auswirkungen auf die Landschaft des Lungerersees tragbar sind oder nicht. Auf jene Ausf�hrungen wird verwiesen. Der Regierungsrat wird auch in diesem Punkt das Verfahren zu erg�nzen haben.
11.- Die Beschwerde ist nach dem Ausgef�hrten gutzuheissen.
Der angefochtene Entscheid ist aufzuheben und die Angelegenheit zur Vornahme der erforderlichen Erg�nzungen im Sinne der Erw�gungen an den Regierungsrat zur�ckzuweisen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdegegner die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG). Es besteht kein Anlass, den Beschwerdegegner, der keines der in Art. 156 Abs. 2 OG genannten Gemeinwesen darstellt und, obwohl er ausschliesslich vom Kanton und den Gemeinden getragen ist, nicht in deren amtlichen Wirkungskreis handelt, von der �bernahme der Gerichtskosten zu befreien (vgl. Jean-Fran�ois Poudret, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire, Bern 1992, N. 3 zu Art. 156 OG). Ausserdem hat er die Beschwerdef�hrer f�r deren Aufwand angemessen zu entsch�digen (Art. 159 Abs. 2
Der angefochtene Konzessionsbeschluss vom 24. Januar 1995 wird aufgehoben. Die Angelegenheit wird zur Vornahme der erforderlichen Erg�nzungen im Sinne der Erw�gungen an den Regierungsrat zur�ckgewiesen.
2.- Die Gerichtsgeb�hr von insgesamt Fr. 12'000. -- wird dem Beschwerdegegner auferlegt.
3.- Der Beschwerdegegner hat die Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit insgesamt Fr. 8'000. -- zu entsch�digen.
4.- Dieses Urteil wird den Parteien und dem Regierungsrat des Kantons Obwalden sowie dem Eidgen�ssischen Departement f�r Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) schriftlich mitgeteilt.