Source: http://www.justlaw.de/gesetze/Verordnung-Berufsausbildung-Gastgewerbe-GastgewAusbV.htm
Timestamp: 2017-06-25 12:06:54
Document Index: 369970583

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 3', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 4', '§ 1', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18']

Verordnung Berufsausbildung Gastgewerbe GastgewAusbV § §§ Paragrafen Gesetze Übersicht
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Verordnung über die Berufsausbildung im Gastgewerbe (GastgewAusbV)
vom 13. Februar 1998 (BGBl. I S. 351).
Folgende Ausbildungsberufe werden staatlich anerkannt:
Hotelkaufmann/Hotelkauffrau,
Fachmann für Systemgastronomie/Fachfrau für Systemgastronomie.
Die Berufsausbildung dauert im Ausbildungsberuf des § 1 Nr. 1 zwei Jahre und in den Ausbildungsberufen des § 1 Nr. 2 bis 5 drei Jahre.
§ 3 Fortsetzung der Berufsausbildung
Die Berufsausbildung im Ausbildungsberuf des § 1 Nr. 1 kann in den Ausbildungsberufen des § 1 Nr. 2 bis 5 jeweils nach den Vorschriften für das dritte Ausbildungsjahr fortgesetzt werden.
Ausbildungsberufsbilder, Ausbildungsrahmenplan
§ 4 Ausbildungsberufsbild für die Fachkraft im Gastgewerbe und gemeinsamer Teil der Ausbildungsberufsbilder für den Restaurantfachmann/die Restaurantfachfrau, den Hotelfachmann/die Hotelfachfrau, den Hotelkaufmann/die Hotelkauffrau und den Fachmann für Systemgastronomie/die Fachfrau für Systemgastronomie
§ 5 Besonderer Teil des Ausbildungsberufsbildes für den Restaurantfachmann/die Restaurantfachfrau
Arbeiten am Tisch des Gastes,
Ausrichten von Festlichkeiten und Veranstaltungen,
Führen einer Station.
§ 6 Besonderer Teil des Ausbildungsberufsbildes für den Hotelfachmann/die Hotelfachfrau
§ 7 Besonderer Teil des Ausbildungsberufsbildes für den Hotelkaufmann/die Hotelkauffrau
Umgang mit Gästen, Beratung und Verkauf.
§ 8 Besonderer Teil des Ausbildungsberufsbildes für den Fachmann für Systemgastronomie/die Fachfrau für Systemgastronomie
(1) 1Die in den §§ 4 bis 8 genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen nach der in der Anlage enthaltenen Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung (Ausbildungsrahmenplan) vermittelt werden. 2Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulässig, soweit eine berufsfeldbezogene Grundbildung vorausgegangen ist oder betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) 1Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen so vermittelt werden, daß der Auszubildende zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befähigt wird, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. 2Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 12 bis 17 nachzuweisen.
Ausbildungsplan und Berichtsheft
Der Ausbildende hat unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplanes für den Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen. [Gehe niemals mit
(1) 1Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. 2Sie soll nach dem ersten Ausbildungsjahr stattfinden.
(3) 1In höchstens drei Stunden soll der Prüfling eine praktische Aufgabe bearbeiten. 2Dabei soll er zeigen, daß er Arbeiten planen, durchführen und präsentieren, die Ergebnisse kontrollieren und Gesichtspunkte der Hygiene, des Umweltschutzes, der Wirtschaftlichkeit und der Gästeorientierung berücksichtigen kann. 3Hierfür kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:
§ 13 Abschlußprüfung für den Ausbildungsberuf Fachkraft im Gastgewerbe
(1) Die Abschlußprüfung erstreckt sich auf die in den Teilen I und II der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) 1In der praktischen Prüfung soll der Prüfling zeigen, daß er Gäste beraten, Maschinen und Gebrauchsgüter wirtschaftlich und ökologisch einsetzen, Sicherheit und Gesundheitsschutz sowie Hygiene bei der Arbeit berücksichtigen kann. 2Er soll in insgesamt höchstens drei Stunden eine komplexe Prüfungsaufgabe sowie in höchstens zwei Stunden zwei weitere Prüfungsaufgaben bearbeiten. 3Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
als komplexe Prüfungsaufgabe nach Wahl des Prüflings:
Herstellen und Anrichten einfacher Speisen,
Präsentieren und Servieren von Speisen und Getränken oder
anlaßbezogenes Herrichten eines Gastraumes.
Diese Aufgabe soll Ausgangspunkt für ein gastorientiertes Gespräch sein. 3Innerhalb der Prüfungsaufgabe sollen höchstens 15 Minuten auf das Gespräch entfallen 2.
Zuordnen von Gläsern und Bestecken zu vorgegebenen Speisen und Getränken,
Zuordnen von Produkten zu Verwendungsmöglichkeiten,
Bearbeiten von Zahlungsvorgängen oder
(4) 1Die schriftliche Prüfung soll in den Prüfungsbereichen Produkte und gastorientierte Dienstleistungen, Warenwirtschaft sowie Wirtschafts- und Sozialkunde durchgeführt werden. 2Es kommen Fragen und Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
im Prüfungsbereich Produkte und gastorientierte Dienstleistungen:
Einsatz von Geräten, Maschinen und Gebrauchsgütern, Arbeitsplanung,
Grundtechniken der Verarbeitung ausgewählter Rohstoffe 2.
Bedarfsermittlung und Lagerhaltung,
Preisermittlung 3.
1. im Prüfungsbereich Produkte und gastorientierte Dienstleistungen 90 Minuten,
(6) 1Sind in der schriftlichen Prüfung die Prüfungsleistungen in bis zu zwei Prüfungsbereichen mit " mangelhaft" und in den übrigen Prüfungsbereichen mit mindestens " ausreichend" bewertet worden, so ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einem der mit " mangelhaft" bewerteten Prüfungsbereiche die schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung
den Ausschlag geben kann. 2Der Prüfungsbereich ist vom Prüfling zu bestimmen. 3Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung und der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu gewichten.
(7) 1Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in der praktischen und schriftlichen Prüfung mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind. 2Werden die Prüfungsleistungen in einem Prüfungsbereich mit " ungenügend" bewertet, so ist die Prüfung nicht bestanden.
§ 14 Abschlußprüfung für den Ausbildungsberuf Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau
(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in den Teilen I bis III der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) 1In der praktischen Prüfung soll der Prüfling zeigen, daß er Gäste beraten, den Service planen und durchführen, Maschinen und Gebrauchsgüter wirtschaftlich und ökologisch einsetzen und Sicherheit und Gesundheitsschutz sowie Hygiene bei der Arbeit berücksichtigen kann. 2Er soll in insgesamt höchstens drei Stunden eine komplexe Prüfungsaufgabe sowie in höchstens drei Stunden zwei weitere Prüfungsaufgaben bearbeiten. 3Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
als komplexe Prüfungsaufgabe:
Planen des Service für eine Veranstaltung. 2Hierzu sind ein Ablaufplan sowie Menüvorschläge einschließlich korrespondierender Getränke und eine Liste organisatorischer Vorarbeiten zu erstellen. 3Diese Aufgabe soll Ausgangspunkt für ein gastorientiertes Gespräch sein. 4Dabei soll der Prüfling zeigen, daß er Leistungen anbieten und verkaufen kann. 5Innerhalb der Prüfungsaufgabe sollen höchstens 20 Minuten auf das Gespräch entfallen 2.
als Prüfungsaufgabe 1:
Servieren einer Menüfolge einschließlich korrespondierender Getränke 3.
(4) 1Die schriftliche Prüfung soll in den Prüfungsbereichen Restaurantorganisation, Service sowie Wirtschafts- und Sozialkunde durchgeführt werden. 2Es kommen Fragen und Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
Aufbau und Gestaltung von Angebotskarten 2.
Produktpräsentation 3.
§ 15 Abschlussprüfung für den Ausbildungsberuf Hotelfachmann/Hotelfachfrau
(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in den Teilen I, II und IV der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) 1In der praktischen Prüfung soll der Prüfling zeigen, daß er Gäste empfangen und beraten, Aufgaben der Verkaufsförderung bearbeiten sowie Maschinen und Gebrauchsgüter wirtschaftlich und ökologisch einsetzen und Sicherheit und Gesundheitsschutz sowie Hygiene bei der Arbeit berücksichtigen kann. 2Er soll in insgesamt höchstens drei Stunden eine komplexe Prüfungsaufgabe sowie in höchstens drei Stunden zwei weitere Prüfungsaufgaben bearbeiten. 3Hierfür kommen insbesondere in
Planen einer verkaufsfördernden Maßnahme. 2Hierzu sind ein Ablaufplan und eine Liste mit Werbemitteln und Werbeträgern zu erstellen sowie Möglichkeiten der Erfolgskontrolle aufzuzeigen. 3Diese Aufgabe soll Ausgangspunkt für ein gastorientiertes Gespräch sein. 4Dabei soll der Prüfling zeigen, daß er Leistungen anbieten und verkaufen kann. 5Innerhalb der Prüfungsaufgabe sollen höchstens 20 Minuten auf das Gespräch entfallen 2.
(4) 1Die schriftliche Prüfung soll in den Prüfungsbereichen Gästeempfang und Beratung, Marketing und Arbeitsorganisation sowie Wirtschafts- und Sozialkunde durchgeführt werden. 2Es kommen Fragen und Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
Gästekorrespondenz 2.
Reservierungsplanung 3.
1. im Prüfungsbereich Gästeempfang und Beratung 90 Minuten,
2. im Prüfungsbereich Marketing und Arbeitsorganisation 90 Minuten,
§ 16 Abschlußprüfung für den Ausbildungsberuf Hotelkaufmann/Hotelkauffrau
(1) Die Abschlußprüfung erstreckt sich auf die in den Teilen I, II und V der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Die Prüfung ist schriftlich in den Prüfungsbereichen Hotelbetrieb und Hotelorganisation, kaufmännische Steuerung und Kontrolle sowie Wirtschafts- und Sozialkunde und praktisch im Prüfungsbereich Praktische Übungen durchzuführen.
Prüfungsbereich Hotelbetrieb und Hotelorganisation:
In höchstens 120 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben und Fälle aus den Gebieten
Beschaffung und Lagerhaltung,
bearbeiten. 2Dabei soll er zeigen, daß er die fachlichen und rechtlichen Zusammenhänge des Betriebes versteht, Arbeitsabläufe analysieren und Lösungsmöglichkeiten entwickeln kann.
Prüfungsbereich kaufmännische Steuerung und Kontrolle:
bearbeiten. 2Dabei soll er zeigen, daß er Aufgaben analysieren und Lösungsmöglichkeiten entwickeln sowie die Ergebnisse des Rechnungswesens anwenden kann.
In höchstens 60 Minuten soll der Prüfling praxisbezogene Aufgaben und Fälle bearbeiten und dabei zeigen, daß er wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann.
(4) 1Im Prüfungsbereich Praktische Übungen soll der Prüfling eine von zwei ihm zur Wahl gestellten praxisbezogenen Aufgaben bearbeiten. 2Es kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:
3Die Aufgabe soll Ausgangspunkt für das folgende Prüfungsgespräch sein. 4Der Prüfling soll dabei zeigen, daß er betriebliche und wirtschaftliche Zusammenhänge versteht, Problemstellungen bearbeiten sowie Gespräche systematisch und situationsbezogen vorbereiten und führen kann. 5Das Prüfungsgespräch soll nicht länger als 30 Minuten dauern. 6Dem Prüfling ist eine Vorbereitungszeit von höchstens 15 Minuten einzuräumen.
(5) 1Sind in der schriftlichen Prüfung die Prüfungsleistungen in bis zu zwei Prüfungsbereichen mit " mangelhaft" und in den übrigen Prüfungsbereichen mit mindestens " ausreichend" bewertet worden, so ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einem der mit " mangelhaft" bewerteten Prüfungsbereiche die schriftliche Prüfung durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung
(6) 1Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in der schriftlichen Prüfung und der praktischen Übung mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind. 2Werden die Prüfungsleistungen in einem Prüfungsbereich mit " ungenügend" bewertet, so ist die Prüfung nicht bestanden.
§ 17 Abschlussprüfung für den Ausbildungsberuf Fachmann für Systemgastronomie/Fachfrau für Systemgastronomie
(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in den Teilen I, II und VI der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Die Prüfung ist schriftlich in den Prüfungsbereichen Systemorganisation, Steuerung und Kontrolle, Personalwesen und Wirtschafts- und Sozialkunde sowie praktisch im Prüfungsbereich Praktische Übungen durchzuführen.
Prüfungsbereich Systemorganisation:
Gastronomiekonzepte,
bearbeiten. 2Dabei soll er zeigen, daß er die Grundlagen und Zusammenhänge dieser Gebiete versteht.
Prüfungsbereich Steuerung und Kontrolle, Personalwesen:
Personalverwaltung und -beschaffung
bearbeiten. 2Dabei soll er zeigen, daß er die Zusammenhänge dieser Gebiete versteht sowie Arbeitsabläufe analysieren und Lösungsmöglichkeiten entwickeln kann.
Umgang mit Gästen,
Produkte, Produktpräsentation.
3Die Aufgabe soll Ausgangspunkt für das folgende Prüfungsgespräch sein. 4Der Prüfling soll dabei zeigen, dass er Produkte anbieten, Personalfragen bearbeiten sowie Gespräche systematisch und situationsbezogen vorbereiten und führen kann. 5Das Prüfungsgespräch soll nicht länger als 30 Minuten dauern. 6Dem Prüfling ist eine Vorbereitungszeit von höchstens 15 Minuten einzuräumen.
§ 18 Aufhebung von Vorschriften
Die bisher festgelegten Berufsbilder, Berufsbildungspläne und Prüfungsanforderungen für den Ausbildungsberuf Kaufmannsgehilfe im Hotel- und Gaststättengewerbe/Kaufmannsgehilfin im Hotel- und Gaststättengewerbe sind nicht mehr anzuwenden.