Source: https://wohnungswirtschaft.online/die-verwaltung-des-wohnungseigentums/
Timestamp: 2018-12-17 12:21:02
Document Index: 330767640

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 20', '§ 21', '§ 26', '§ 29', '§ 21', '§ 21', '§ 23', '§ 26', '§ 20', '§ 21', '§ 29', '§ 27', '§ 27']

Die Verwaltung des Wohnungseigentums - wohnungswirtschaft.online
Die 3 Verwaltungsorgane des Gemeinschaftseigentums
Die Aufgaben des Wohneigentumsverwalters
1. Die Verwaltung des Gemeinschaftseigentums
Die Verwaltung des Wohnungseigentums bezieht sich nach § 20 Absatz 1 WEG ausschließlich auf das Gemeinschaftseigentum, nicht auf das Sondereigentum.
Allerdings kann das Sondereigentum Gegenstand eines gesonderten Vertrages über die Sondereigentumsverwaltung sein. Der Verwalter des Gemeinschaftseigentums oder ein anderer Verwalter verwaltet dann auch das Sondereigentum. Dies ist in der Praxis jedoch nur bei vermieteten Eigentumswohnungen der Fall. Entscheidungen über das Sondereigentum dürfen im Prinzip auch nur von dem einzelnen Eigentümer selbst getroffen werden, nicht von der Eigentümergemeinschaft. Häufig ist es jedoch so, dass Maßnahmen am Gemeinschaftseigentum auch das Sondereigentum betreffen oder umgekehrt eine bestimmte Nutzung des Sondereigentums einen Eingriff in das Gemeinschaftseigentum darstellt. In diesen Fällen kommt es immer wieder dazu, dass das Sondereigentum durch Entscheidungen der Wohnungseigentümer bezüglich des Gemeinschaftseigentums mit betroffen wird.
Jeder Wohnungseigentümer kann nach § 21 Absatz 4 WEG eine Verwaltung verlangen, die den Vereinbarungen und Beschlüssen und, soweit solche nicht bestehen, dem Interesse der Gesamtheit der Wohnungseigentümer nach billigem Ermessen entspricht. Dieser Anspruch auf ordnungsgemäße Verwaltung kann auch gerichtlich durchgesetzt werden. Treffen nämlich die Wohnungseigentümer eine nach dem Gesetz erforderliche Maßnahme nicht, so kann an ihrer Stelle das Gericht nach § 21 Absatz 8 WEG in einem Rechtsstreit nach billigem Ermessen entscheiden, soweit sich die Maßnahme nicht aus dem Gesetz, einer Vereinbarung oder einem Beschluss der Wohnungseigentümer ergibt.
Zu einer ordnungsgemäßen Verwaltung gehört nach § 21 Absatz 5 WEG insbesondere
2. Die 3 Verwaltungsorgane des Gemeinschaftseigentums
Die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums obliegt nach § 20 Absatz 1 WEG drei verschiedenen Organen, nämlich
den Wohnungseigentümern nach Maßgabe der §§ 21 bis 25 WEG,
dem Wohneigentumsverwalter nach Maßgabe der §§ 26 bis 28 WEG,
und im Falle der Bestellung eines Verwaltungsbeirats auch diesem nach Maßgabe des § 29 WEG.
Die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums steht nach § 21 Absatz 1 WEG in erster Linie den Wohnungseigentümern gemeinschaftlich zu. Dafür treffen sie nach § 21 Absatz 3 WEG mit Stimmenmehrheit Beschlüsse in Wohnungseigentümerversammlungen nach § 23 WEG.
Umgesetzt werden die Beschlüsse der Wohnungseigentümer gemäß den §§ 26 bis 28 WEG durch den Wohneigentumsverwalter.
Die Bestellung eines Verwalters kann gemäß § 20 Absatz 2 WEG nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Es steht allerdings jeder Eigentümergemeinschaft frei, ob sie einen Verwalter bestellt oder nicht. Eine gesetzliche Pflicht gibt es dazu nicht. Jeder Eigentümer kann aber auch gegen den Willen der übrigen Miteigentümer nach § 21 Absatz 4 und 8 WEG eine Verwalterbestellung als Maßnahme ordnungsgemäßer Verwaltung im Zweifel auch gerichtlich durchzusetzen. In der Regel werden für Wohnungseigentümergemeinschaften auch professionelle Verwalter bestellt, die die notwendigen Kenntnisse und die erforderliche Infrastruktur mitbringen.
Der Verwaltungsbeirat als drittes Verwaltungsorgan unterstützt nach § 29 Absatz 2 WEG den Verwalter bei der Durchführung seiner Aufgaben.
3. Die Aufgaben des Wohnungseigentumsverwalters
Die Aufgaben des Wohnungseigentumsverwalters (Näheres dazu in unserem Beitrag „Der Wohneigentumsverwalter”) ergeben sich in erster Linie aus § 27 Absatz 1 WEG. Danach ist der Verwalter gegenüber den Wohnungseigentümern und gegenüber der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer berechtigt und verpflichtet,
Die dem Verwalter danach zustehenden Aufgaben und Befugnisse können gemäß § 27 Absatz 4 WEG durch die Wohnungseigentümer nicht eingeschränkt oder ausgeschlossen werden. Dies gilt für Regelungen in der Teilungserklärung wie für Beschlüsse der Wohnungseigentümer.
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