Source: https://wandelbar-re.de/index.php/idee/satzung
Timestamp: 2019-10-14 18:16:04
Document Index: 160279807

Matched Legal Cases: ['§ 51', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 11', '§ 13']

Satzung des Vereins WANDELbar e.V.
Die Satzung steht als PDF auch zum download zur Verfügung.
Wir leben innerhalb eines ökologischen, sozialen und ökonomischen Systems, das wir durch unser Handeln positiv oder negativ beeinflussen können. WANDELbar will für positives Handeln sensibilisieren und eine ökologisch verträgliche Lebensweise unterstützen, die dazu beiträgt, Ressourcen zu bewahren. Dieses soll insbesondere in Verbindung mit Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kindertageseinrichtungen (Kita‘s) und Schulen sowie kreativem Gestalten umgesetzt werden.
Kindertageseinrichtungen, Schulen und Künstler verwenden vielfältiges Material für spielerisches, kreatives, forschendes und künstlerisches Tun. Hierfür werden in der Regel neue Materialien angeschafft, verbraucht, verarbeitet und zum Teil wieder entsorgt.
In Industrie, Handel und Handwerk wiederum fallen reichliche Materialien ab, die Ressourcen für Spielen, Gestalten, Forschen und Konstruieren sind. Werden diese Werkstoffe und Gegenstände weiter verwendet, kann schon vorhandenes Material nachhaltig und kreativ genutzt werden. Vorhandene Ressourcen werden bewahrt und weniger klassische Materialien werden gekauft. Gleichzeitig werden Kinder zu nachhaltigem Konsumverhalten angeregt.
„Die frühe Kindheit ist eine besonders sensible Phase körperlicher, kognitiver, sozialer und emotionaler Entwicklung eines Kindes. Was Menschen sich in der frühen Kindheit an Grundfertigkeiten, Werthaltungen und Überzeugungen aneignen, spielt eine große Rolle dafür, wie sie sich in ihrem weiteren Leben sich selbst, ihren Mitmenschen und ihrer Umwelt gegenüber verhalten“ *1.
(1) Der Verein trägt den Namen WANDELbar.
(2) Der Verein hat seinen Sitz in Recklinghausen.
(1) Ziel des Vereins ist es, Bildung und Erziehung in Kindertageseinrichtungen, Schulen und Kunst zu nachhaltig orientiertem Konsumverhalten anzuregen und zu unterstützen.
(2) Der Verein erreicht seine Ziele insbesondere indem er
a. Material, das in Industrie, Handel und Handwerk abfällt und sich zur direkten Weiterverwendung eignet, für künstlerische und kreative Bildungsaktivitäten in Kindertageseinrichtungen, Schulen und künstlerisch Tätige bereitstellt,
b. Fortbildungen und Seminare zum Themenbereich nachhaltiger Bildung für pädagogische Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie Fachkräfte in Ausbildung durchführt oder finanziell fördert,
c. Vorträge für Pädagogen, Künstler und andere Interessierte zum Thema ‚nachhaltige Bildung‘ anbietet, organisiert oder die Durchführung entsprechender Maßnahmen finanziert,
d. Kurse, Workshops und Projekte zur Förderung nachhaltiger Bildung mit Kindern und Jugendlichen durchführt oder die Durchführung solcher Angebote finanziell unterstützt.
(1) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (AO) 1977 §§ 51ffAO in der jeweils gültigen Fassung. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Er ist überparteilich und überkonfessionell.
(2) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in Ihrer Eigenschaft als Mitglied keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Die Mitglieder erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens.
(2) die Delegiertenrunde (Vorstand im Sinne des Vereinsrechts).
(1) Die Mitgliederversammlung ist das oberste Gremium des Vereins.
a. die Wahl der Delegiertenrunde
b. die Wahl der zwei Kassenprüfenden
c. die Entgegennahme des Jahres- und Kassenberichtes
d. die Erteilung der Entlastung der Delegiertenrunde
e. die Beschlussfassung über die Aufgaben und Arbeitsinhalte des Vereins
f. Erlass einer Beitragsordnung, die die Höhe der jährlich zu begleichenden Beiträge und mögliche Ermäßigungen regelt
g. die Beschlussfassung über einen Ausschluss
h. die Beschlussfassung über Satzungsänderungen und
(3) Die Mitgliederversammlung wird von der Delegiertenrunde nach Bedarf, jedoch mindestens einmal jährlich einberufen.
(4) Die Mitglieder sind unter Angabe der Tagesordnung mit einer Frist von vierzehn Tagen schriftlich oder per E-Mail einzuladen.
(5) Den Vorsitz der Mitgliederversammlung führt eine Sprecherin oder ein Sprecher der Delegierten-runde.
(6) Es wird eine Niederschrift erstellt, die von der protokollführenden Person und der Sprecherin oder des Sprechers unterzeichnet wird. Eine Anwesenheitsliste gehört zum Protokoll.
(7) Jede satzungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn fristgerecht einberufen wurde. Sie fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder, bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.
(8) Beschlüsse über eine Satzungsänderungen können nur von der Mitgliederversammlung und nur dann beschlossen werden, wenn in der Einladung auf diesen Tagesordnungspunkt hingewiesen wurde und der Einladung sowohl der bisherige als auch der neue Satzungstext beiliegen. Die Beschlüsse bedürfen der Zweidrittelmehrheit der erschienenen Mitglieder. Anträge zur Tagesordnung können fristgerecht von jedem Mitglied gestellt werden.
(9) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung findet statt, wenn mindestens 1/3 der Mitglieder diese unter Angabe von Gründen verlangen. Der Antrag geht an die Delegiertenrunde und muss eine Tagesordnung enthalten.
§ 6 Die Delegiertenrunde
(1) Die Delegiertenrunde besteht aus drei bis fünf gleichberechtigten Sprechern oder Sprecherinnen, von denen eine Person als Schriftführerin oder Schriftführer und eine als Kassiererin oder Kassierer fungiert. Alle Personen müssen Mitglieder im Verein sein.
(2) Die Delegiertenrunde wird für zwei Jahre gewählt. Sie bleibt über diese Zeit bis zur Neuwahl im Amt. Die Wiederwahl ist zulässig.
(3) Die Delegiertenrunde führt die Geschäfte des Vereins und vertritt ihn gerichtlich und außergerichtlich. Jeweils zwei Mitglieder der Delegiertenrunde sind gemeinsam vertretungs-berechtigt.
(4) Die Mitglieder der Delegiertenrunde teilen sich die Aufgaben zu.
(5) Die Delegiertenrunde tagt mindestens alle drei Monate.
(6) Die Runde ist versammlungs- und beschlussfähig, wenn die einfache Mehrheit anwesend ist. Die Entscheidungen der Delegiertenrunde werden protokolliert.
(7) Eine Sprecherin oder ein Sprecher der Delegiertenrunde kann durch die Mitgliederversammlung auf Antrag abgewählt werden.
(8) Treten mehr als eine Sprecherin oder Sprecher zurück, muss in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung neu gewählt werden.
(9) Ermächtigung der Delegiertenrunde
Die Delegiertenrunde wird ermächtigt, vom Registergericht bzw. vom Finanzamt eventuell beanstandete Satzungsbestandteile so abzuändern bzw. anzupassen, dass sie dem Mindeststandard des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) bzw. den einschlägigen steuerrechtlichen Bestimmungen entsprechen, soweit dies vom Registergericht bzw. vom Finanzamt gefordert wird.
§ 7 Kassenführung und -prüfung
Die Kassiererin oder der Kassierer führt die Kasse.
Die Kasse wird jährlich durch zwei Kassenprüfende geprüft.
§ 8 Kassenrevision
Die Mitgliederversammlung wählt zwei Kassenprüfende.
Diese haben die Kasse und Rechnungsbelege zu prüfen und jährlich einer ordentlichen Mitgliederversammlung zu berichten.
Sie dürfen nicht der Delegiertenrunde angehören und nicht im Verein angestellt sein und werden von der ordentlichen Mitgliedersammlung mit der Mehrheit der Anwesenden für ein Jahr gewählt.
§ 9 Auslagenvergütung
Alle Vereinsämter werden ehrenamtlich und unentgeltlich geführt.
Fahrtkosten, Fortbildungsgebühren und Übernachtungskosten sowie Aufwandsentschädigungen können erstattet werden, sofern die Delegiertenrunde Kostenerstattung beschlossen hat.
Die Mittel zur Erfüllung seiner Aufgaben erhält der Verein durch Beiträge, Spenden und andere Zuwendungen.
§ 11 Vereinszugehörigkeit
Ordentliches Mitglied kann jede Person werden, die sich mit den Zielen des Vereins identifiziert.
Fördermitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden, die nicht aktiv am Vereinsleben teilnimmt, trotzdem aber durch einen finanziellen Beitrag eine nachhaltige Lebensweise und die Vereinstätigkeit unterstützen möchte. Fördermitglieder haben kein Stimmrecht.
Jedes Mitglied hat das Recht und die Pflicht im Rahmen der eigenen Möglichkeiten die Zwecke und Aufgaben des Vereins zu fördern. Zu den Rechten gehören Teilnahme und Abstimmung bei Mitgliederversammlungen sowie das aktive und passive Wahlrecht bei der Wahl der Delegierten. Zu den Pflichten gehört die Beitragszahlung.
§ 13 Erwerb und Verlust der Mitgliedschaft
(1) Über die Aufnahme von Mitgliedern entscheidet aufgrund einer schriftlichen Beitrittserklärung die Delegiertenrunde.
(2) Der Austritt ist zum Ende jeden Kalenderjahres möglich und erfolgt schriftlich gegenüber der Delegiertenrunde.
(3) Bei schwerem Verstoß gegen die Ziele oder Interessen des Vereins kann ein Mitglied durch die Mitgliederversammlung aus dem Verein ausgeschlossen werden. Dem Mitglied muss der Grund des möglichen Ausschlusses schriftlich mitgeteilt werden, damit bis zur Versammlung Gelegenheit ist, sich schriftlich zu äußern.
(4) Die Delegiertenrunde kann ein Mitglied mit sofortiger Wirkung ausschließen, wenn der Vereinsbeitrag für das letzte Kalenderjahr trotz Mahnung auch nach weiteren 3 Monaten nicht bezahlt ist.
Im Rahmen der Mitgliederverwaltung werden von den Mitgliedern personenbezogene Daten wie Name, Vorname, Adresse, Geburtsdatum, Kontoverbindungen u.a. erhoben. Diese Daten werden im Rahmen der Mitgliedschaft verarbeitet und gespeichert und unterliegen hier einem hohen Schutz. Hierzu gehört, dass keine Datenweitergabe an Dritte erfolgt, ohne dass die Betroffenen zustimmen, außer gesetzliche Bestimmungen verlangen die Weitergabe.
Für den Beschluss, den Verein aufzulösen, ist eine ¾ Mehrheit der in der Mitgliederversammlung anwesenden Mitglieder erforderlich. Der Beschluss kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefasst werden. Anträge zur Auflösung des Vereins müssen drei Monate vor der nächsten Mitgliederversammlung, auf der die Auflösung beschlossen werden soll, bei der Runde vorliegen und von mindestens ¼ der Mitglieder unterzeichnet sein. Die Runde hat diese Anträge im Wortlaut zwei Monate vor der nächsten Mitgliederversammlung den Mitgliedern bekannt zu geben.
Die Mitgliederversammlung bestimmt zwei Liquidatorinnen oder Liquidatoren.
Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins je zur Hälfte an:
Naturschutzbund Stadt Recklinghausen im Naturschutzbund Deutschland e.V.,
Ostseestr. 12, 45665 Recklinghausen
BUND-Naturerlebnisgarten Herten, Paschenbergstraße 161, 45699 Herten.
Sollte entweder der Verein oder der Naturerlebnisgarten zu diesem Zeitpunkt in Auflösung begriffen sein oder sollte es ihn nicht mehr geben, fällt das gesamte Vereinsvermögen an die andere Partei.
Diese Satzung tritt nach der Beschlussfassung durch die Gründungsversammlung am 15.01.2014 in Kraft.
*1 Deutsche UNESCO-Kommission e.V. (2010). Zukunftsfähigkeit im Kindergarten vermitteln: Kinder stärken, nachhaltige Entwicklung befördern. Ein Diskussionsbeitrag der Deutschen UNESCO-Kommission.www.bne-portal.de.
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