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Timestamp: 2016-10-28 14:22:46
Document Index: 384622812

Matched Legal Cases: ['Art. 111', 'Art. 22', 'Art. 140', 'Art. 22', 'Art. 5', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 109']

Versuchte (eventual-)vors�tzliche T�tung, Raub usw.,
Das Obergericht des Kantons Luzern verurteilte den Beschwerdef�hrer am 29. Oktober 2009 zweitinstanzlich in Best�tigung des kriminalgerichtlichen Urteils vom 22. Januar 2009 unter anderem wegen versuchter (eventual)-vors�tzlicher T�tung nach Art. 111 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 aStGB und Raubs nach Art. 140 Ziff. 4 StGB, teilweise begangen als Versuch im Sinne von Art. 22 Abs. 1 aStGB, zu einer Freiheitsstrafe von 10 Jahren. Der Beschwerdef�hrer wendet sich mit Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht. Er beantragt die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils.
Wie bereits vor den kantonalen Instanzen erhebt der Beschwerdef�hrer im bundesgerichtlichen Verfahren sinngem�ss erneut Vorw�rfe der Manipulation der Strafuntersuchung, insbesondere der F�lschung von Unterlagen im Zusammenhang mit den Ergebnissen der DNA-Analyse und macht insoweit eine Verletzung von Art. 5, 9, 10 BV geltend, ohne sich allerdings mit den Erw�gungen im angefochtenen Entscheid (vgl. S. 9) zu befassen. Die Beschwerde gen�gt den Begr�ndungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG insoweit nicht, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Sie erwiese sich aber auch als unbegr�ndet. Anhaltspunkte f�r eine Manipulation oder F�lschung eines DNA-Ergebnisses sind - was das Obergericht im angefochtenen Entscheid unter Verweis auf die Ausf�hrungen der Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift stichhaltig darlegt - nicht ersichtlich. So sind einerseits keinerlei Diskrepanzen zwischen den Originalakten und den Kopien des IRM Z�rich betreffend das Gutachten vom 11. November 2005 und den Laborbericht vom 15. November 2005 auszumachen. Die erw�hnten Unterlagen sind vielmehr identisch. Das Obergericht durfte deshalb, ohne in Willk�r zu verfallen, implizit auf die Befragung der offerierten Zeugen verzichten. Andererseits handelt es sich bei den Dokumenten "Anfrage" der EDNA Koordinationsstelle Z�rich vom 21. und 22. Juli 2005 um die standardisierte elektronische R�ckmeldung von AFIS auf die erfolgten Suchl�ufe in der DNA-Datenbank. "Quelle" und "Versandweg" dieser Dokumente sind damit entgegen der Annahme des Beschwerdef�hrers erkennbar. Zudem ist deren handschriftliche Unterzeichnung im System nicht vorgesehen, sie sind insofern auch nicht als unvollst�ndig zu betrachten (angefochtener Entscheid S. 9 mit Verweis auf die Ausf�hrungen der Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift, namentlich S. 27-31). Den Vorw�rfen des Beschwerdef�hrers ist damit insgesamt der Boden entzogen.
Ebenfalls kein Erfolg ist der Beschwerde beschieden, soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, der unterbliebene Untersuch auf Schmauch sei willk�rlich. Denn entgegen seiner in der Beschwerde vertretenen Ansicht h�tte ihn der fehlende Nachweis von Schmauch als T�ter in Anbetracht der vorliegenden Beweislage nicht auszuschliessen verm�gen. Dies gilt namentlich aufgrund der unter der Fingerkuppe des Opfers einwandfrei sichergestellten DNA-Spur des Beschwerdef�hrers und unter weiterer Ber�cksichtigung der �brigen Belastungsindizien, wie etwa der DNA-Spur des Beschwerdef�hrers, welche an den abgerissenen Traggriffen der am �berfallort sichergestellten, mit Euro 10'300 gef�llten Plastiktasche des T�ters nachgewiesen wurde, der Fund der abgerissenen Traggriffe (der Plastiktasche) in der N�he des Fluchtautos, der Standort des Fluchtautos in der N�he des Tatorts etc. Unter diesen Umst�nden kann hier offen bleiben, ob - wie von der Vorinstanz angenommen - der Nachweis von Schmauch rund zwei Wochen nach der Tat bzw. der Schussabgabe ohnehin nicht mehr m�glich gewesen w�re.
Die �brigen Vorbringen des Beschwerdef�hrers gegen die kantonsgerichtliche Beweisw�rdigung (Fund von Listen mit darin aufgef�hrten Banken in der Schweiz bei einem Bekannten des Beschwerdef�hrers, gegen den die deutschen Beh�rden ebenfalls wegen Verdachts der Ver�bung von Raub�berf�llen ermittelten; der Umstand, dass nicht ausgeschlossen werden konnte, dass dieser Bekannte zur Tatzeit im gleichen Hotel in der Schweiz logierte wie der Beschwerdef�hrer; Sprache des Beschwerdef�hrers) ersch�pfen sich in unzul�ssiger appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid. Der Beschwerdef�hrer legt insoweit lediglich seine eigene Sicht der Dinge dar, ohne nachzuweisen, inwiefern diejenige des Obergerichts schlechterdings unhaltbar sein soll. Solches ist im �brigen auch nicht ersichtlich. Das Obergericht w�rdigt die erw�hnten Indizien, welchen es im Rahmen der Gesamtw�rdigung nur untergeordnete Bedeutung beimisst, in vertretbarer Weise. Auf seine Ausf�hrungen kann verwiesen werden (Art. 109 Abs. 3 BGG).