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Timestamp: 2020-07-10 02:32:43
Document Index: 366930393

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'Art. 165', 'Art. 34', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 7', 'Art. 31', 'Art. 66', 'Art. 66']

Lawbrary | FHG - Bundesgesetz über den eidgenössischen Finanzhaushalt
Staatsrechnung (4 - 11)
Grundsätze (12 - 12)
Schuldenbremse (13 - 18)
Finanzplanung und Zahlungsrahmen (19 - 20)
Verpflichtungskredite (21 - 28)
Voranschlag und Nachträge (29 - 37)
Sperrung und Freigabe von Krediten (37 - 37)
Finanzielle Führung auf Verwaltungsebene (38 - 42)
Grundsätze und Standards (47 - 48)
Bilanzierung und Bewertung (49 - 51)
Besondere Finanzierungsarten (52 - 54)
Konsolidierte Rechnung (55 - 55)
Aufgaben und Zuständigkeiten der Bundesverwaltung (56 - 62)
Schlussbestimmungen (63 - 67)
1Die­ses Ge­setz re­gelt die Staats­rech­nung, die Ge­samt­steue­rung des Bun­des­haus­halts, die fi­nan­zi­el­le Füh­rung auf der Ver­wal­tungs­ebe­ne und die Rech­nungs­le­gung.
2Mit die­sem Ge­setz sol­len:
Bun­des­ver­samm­lung und Bun­des­rat:
ih­re ver­fas­sungs­mäs­si­gen Fi­nanz­kom­pe­ten­zen wirk­sam aus­üben kön­nen,
die für ei­ne ziel- und er­geb­ni­s­ori­en­tier­te Füh­rung des Bun­des­haus­halts er­for­der­li­chen In­stru­men­te und Ent­scheid­grund­la­gen in die Hand be­kom­men;
die Ver­wal­tungs­füh­rung nach be­triebs­wirt­schaft­li­chen Grund­sät­zen un­ter­stützt so­wie der wirt­schaft­li­che und wirk­sa­me Ein­satz der öf­fent­li­chen Mit­tel ge­för­dert wer­den.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 26. Sept. 2014 (Neu­es Füh­rungs­mo­dell für die Bun­des­ver­wal­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 1583; BBl 2014 767).
Die­ses Ge­setz gilt für:
die Bun­des­ver­samm­lung ein­sch­liess­lich ih­rer Par­la­ments­diens­te;
die eid­ge­nös­si­schen Ge­rich­te so­wie die Schieds- und Re­kurs­kom­mis­sio­nen;
die Bun­des­an­walt­schaft und die Auf­sichts­be­hör­de über die Bun­des­an­walt­schaft;
den Bun­des­rat;
die De­par­te­men­te, ih­re Ge­ne­ral­se­kre­ta­ria­te und die Bun­des­kanz­lei;
die Grup­pen und Äm­ter;
die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten der de­zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung, die kei­ne ei­ge­ne Rech­nung füh­ren.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 26. Sept. 2014 (Neu­es Füh­rungs­mo­dell für die Bun­des­ver­wal­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 1583; BBl 2014 767).
1Aus­ga­ben sind Zah­lun­gen an Drit­te, die:
das Ver­mö­gen ver­min­dern (lau­fen­de Aus­ga­ben);
Ver­mö­gens­wer­te schaf­fen, die un­mit­tel­bar Ver­wal­tungs­zwe­cken die­nen (In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben).
2Ein­nah­men sind Zah­lun­gen Drit­ter, die:
das Ver­mö­gen ver­meh­ren (lau­fen­de Ein­nah­men);
als Ent­gelt für die Ver­äus­se­rung von Ver­wal­tungs­ver­mö­gen ge­leis­tet wer­den (In­ves­ti­ti­ons­ein­nah­men).
3Als Auf­wand gilt der ge­sam­te Wert­ver­zehr in­ner­halb ei­ner be­stimm­ten Pe­ri­ode.
4Als Er­trag gilt der ge­sam­te Wert­zu­wachs in­ner­halb ei­ner be­stimm­ten Pe­ri­ode.
5Das Ver­wal­tungs­ver­mö­gen um­fasst die Ver­mö­gens­wer­te, die un­mit­tel­bar der Er­fül­lung öf­fent­li­cher Auf­ga­ben die­nen.
6Das Fi­nanz­ver­mö­gen um­fasst al­le üb­ri­gen Ver­mö­gens­wer­te.
7In Leis­tungs­grup­pen zu­sam­men­ge­fasst wer­den Leis­tun­gen ei­ner Ver­wal­tungs­ein­heit, mit de­nen gleich­ar­ti­ge Zie­le er­reicht wer­den sol­len.1
Der Bun­des­rat un­ter­brei­tet der Bun­des­ver­samm­lung jähr­lich die Staats­rech­nung zur Ab­nah­me.
Die Staats­rech­nung des Bun­des um­fasst:
die Bun­des­rech­nung, be­ste­hend aus:
dem Fi­nanz­kom­men­tar,
der Jah­res­rech­nung des Bun­des,
den Rech­nun­gen der in Ar­ti­kel 2 auf­ge­führ­ten In­sti­tu­tio­nen und Ver­wal­tungs­ein­hei­ten;
die Jah­res­rech­nun­gen von Ver­wal­tungs­ein­hei­ten der de­zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung und der Fonds des Bun­des, die ei­ne ei­ge­ne Rech­nung füh­ren, wenn die­se durch die Bun­des­ver­samm­lung zu ge­neh­mi­gen ist (Son­der­rech­nun­gen).
Die Jah­res­rech­nung des Bun­des um­fasst:
die Fi­nan­zie­rungs­rech­nung;
die Er­folgs­rech­nung;
die In­ves­ti­ti­ons­rech­nung;
die Geld­fluss­rech­nung;
die Bi­lanz;
den Ei­gen­ka­pi­tal­nach­weis;
den An­hang.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 19. Ju­ni 2015 (Op­ti­mie­rung Neu­es Rech­nungs­mo­dell), in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4009; BBl 2014 9329).
1Die Fi­nan­zie­rungs­rech­nung weist an­hand der Aus­ga­ben und Ein­nah­men das Fi­nan­zie­rungs­er­geb­nis aus.
2Sie zeigt das or­dent­li­che Er­geb­nis und das aus­ser­or­dent­li­che Er­geb­nis.
1Die Er­folgs­rech­nung weist den Auf­wand und den Er­trag ei­ner Rech­nungs­pe­ri­ode aus; sie zeigt das ope­ra­ti­ve Er­geb­nis, das Fi­nan­z­er­geb­nis und das Er­geb­nis aus nam­haf­ten Be­tei­li­gun­gen.1
2Sie ist nach Auf­wand- und Er­trags­ar­ten ge­glie­dert.
1Die In­ves­ti­ti­ons­rech­nung weist die In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben und die In­ves­ti­ti­ons­ein­nah­men aus.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 19. Ju­ni 2015 (Op­ti­mie­rung Neu­es Rech­nungs­mo­dell), in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4009; BBl 2014 9329).
1Die Geld­fluss­rech­nung weist die Ver­än­de­rung der flüs­si­gen Mit­tel und der kurz­fris­ti­gen Geld­an­lagen aus.
2Sie zeigt die Geld­flüs­se aus der ope­ra­ti­ven Tä­tig­keit, aus der In­ves­ti­ti­ons­tä­tig­keit und aus der Fi­nan­zie­rungs­tä­tig­keit.
1Die Bi­lanz weist die Ver­mö­gens­wer­te (Ak­ti­ven) so­wie die Ver­pflich­tun­gen und das Ei­gen­ka­pi­tal (Pas­si­ven) aus.
2Die Ver­mö­gens­wer­te wer­den in Fi­nanz- und Ver­wal­tungs­ver­mö­gen ge­glie­dert.
3Die Ver­pflich­tun­gen wer­den in kurz­fris­ti­ges und lang­fris­ti­ges Fremd­ka­pi­tal so­wie in zweck­ge­bun­de­ne Mit­tel ge­glie­dert.
1Der Ei­gen­ka­pi­tal­nach­weis zeigt die Aus­wir­kun­gen der er­fass­ten Fi­nanz­vor­fäl­le auf die ver­schie­de­nen Be­stand­tei­le des Ei­gen­ka­pi­tals.
2Auf­wän­de und Er­trä­ge, die dem Ei­gen­ka­pi­tal di­rekt gut­ge­schrie­ben oder be­las­tet wer­den, sind ge­son­dert aus­zu­wei­sen.
Der An­hang der Jah­res­rech­nung des Bun­des:
nennt das auf die Rech­nungs­le­gung an­zu­wen­den­de Re­gel­werk und be­grün­det Ab­wei­chun­gen;
fasst die Rech­nungs­le­gungs­grund­sät­ze ein­sch­liess­lich der we­sent­li­chen Grund­sät­ze für die Bi­lan­zie­rung und Be­wer­tung zu­sam­men;
legt in ge­raff­ter Form we­sent­li­che Ein­zel­hei­ten zu den an­de­ren Tei­len der Jah­res­rech­nung of­fen;
ent­hält zu­sätz­li­che An­ga­ben, die für die Be­ur­tei­lung der Ver­mö­gens- und Er­trags­la­ge, der Ver­pflich­tun­gen und der fi­nan­zi­el­len Ri­si­ken von Be­deu­tung sind;
nennt die Ab­schrei­bungs­me­tho­den und -sät­ze;
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 19. Ju­ni 2015 (Op­ti­mie­rung Neu­es Rech­nungs­mo­dell), mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4009; BBl 2014 9329).
2 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 19. Ju­ni 2015 (Op­ti­mie­rung Neu­es Rech­nungs­mo­dell), mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4009; BBl 2014 9329).
1Die Rech­nung der In­sti­tu­tio­nen und Ver­wal­tungs­ein­hei­ten (Art. 5 Bst. a Ziff. 3) bil­det die Grund­la­ge für:
die Kre­dit­be­wil­li­gung und die Schät­zung der Er­trä­ge und der Ein­nah­men;
die Re­chen­schafts­ab­la­ge über die Ver­wen­dung der Mit­tel.
2Die Rech­nung ei­ner In­sti­tu­ti­on oder Ver­wal­tungs­ein­heit um­fasst:
die Be­richt­er­stat­tung über die Leis­tungs­grup­pen.
3Die Er­folgs­rech­nung setzt sich zu­sam­men aus:
den Auf­wand­po­si­tio­nen;
den Er­trags­po­si­tio­nen.
4Die In­ves­ti­ti­ons­rech­nung setzt sich zu­sam­men aus:
den Sa­chin­ves­ti­tio­nen, Dar­le­hen, Be­tei­li­gun­gen und In­ves­ti­ti­ons­bei­trä­gen;
den Ein­nah­men aus der Ver­äus­se­rung von Sach­gü­tern und Rück­er­stat­tun­gen von In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben.
5Die Be­richt­er­stat­tung über die Leis­tungs­grup­pen um­fasst:
Zie­le, Mess­grös­sen und Kon­tex­t­in­for­ma­tio­nen;
Auf­wand­po­si­tio­nen und Er­trags­po­si­tio­nen;
In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben und In­ves­ti­ti­ons­ein­nah­men.2
6Sie weist ins­be­son­de­re aus:
die Zahl der Mit­ar­bei­ten­den nach Voll­zeit­stel­len;
den In­for­ma­tik­sach­auf­wand;
den ex­ter­nen Be­ra­tungs­auf­wand.3
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 26. Sept. 2014 (Neu­es Füh­rungs­mo­dell für die Bun­des­ver­wal­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 1583; BBl 2014 767).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 26. Sept. 2014 (Neu­es Füh­rungs­mo­dell für die Bun­des­ver­wal­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 1583; BBl 2014 767).
1Bun­des­ver­samm­lung und Bun­des­rat hal­ten die Aus­ga­ben und Ein­nah­men auf Dau­er im Gleich­ge­wicht; da­bei rich­ten sie sich nach Ar­ti­kel 126 der Bun­des­ver­fas­sung (Schul­den­brem­se).
2Sie tra­gen bei der Füh­rung des Bun­des­haus­halts so­wohl der Fi­nan­zie­rungs- als auch der Er­folgs­sicht Rech­nung.
3Sie stim­men so­weit mög­lich die Sach- und Fi­nan­zie­rungs­ent­schei­de auf­ein­an­der ab.
4Bun­des­rat und Ver­wal­tung füh­ren den Bun­des­haus­halt nach den Grund­sät­zen der Ge­setz­mäs­sig­keit, der Dring­lich­keit und der Spar­sam­keit. Sie sor­gen für einen wirk­sa­men und wirt­schaft­li­chen Ein­satz der Mit­tel.
1Der Höchst­be­trag für die im Vor­an­schlag zu be­wil­li­gen­den Ge­samt­aus­ga­ben nach Ar­ti­kel 126 Ab­satz 2 der Bun­des­ver­fas­sung ent­spricht dem Pro­dukt aus den ge­schätz­ten Ein­nah­men und dem Kon­junk­tur­fak­tor.
2Bei der Er­mitt­lung der ge­schätz­ten Ein­nah­men wer­den aus­ser­or­dent­li­che Ein­nah­men nicht be­rück­sich­tigt. Als sol­che gel­ten ins­be­son­de­re aus­ser­or­dent­li­che In­ves­ti­ti­ons­ein­nah­men so­wie aus­ser­or­dent­li­che Ein­nah­men aus Re­ga­li­en und Kon­zes­sio­nen.
3Der Kon­junk­tur­fak­tor ent­spricht dem Quo­ti­en­ten aus dem ge­schätz­ten rea­len Brut­to­in­land­pro­dukt ge­mä­ss lang­fris­tig ge­glät­te­tem Trend und dem vor­aus­sicht­li­chen rea­len Brut­to­in­land­pro­dukt im Vor­an­schlags­jahr.
Bun­des­rat und Bun­des­ver­samm­lung be­rück­sich­ti­gen den Höchst­be­trag bei der Be­hand­lung al­ler Vor­la­gen mit fi­nan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen.
1Die Bun­des­ver­samm­lung kann bei der Ver­ab­schie­dung des Vor­an­schlags oder sei­ner Nach­trä­ge den Höchst­be­trag nach Ar­ti­kel 126 Ab­satz 2 der Bun­des­ver­fas­sung er­hö­hen im Fal­le von:
aus­ser­ge­wöhn­li­chen und vom Bund nicht steu­er­ba­ren Ent­wick­lun­gen;
An­pas­sun­gen am Rech­nungs­mo­dell;
ver­bu­chungs­be­ding­ten Zah­lungs­spit­zen.
2Ei­ne Er­hö­hung ist je­doch nur mög­lich, wenn der zu­sätz­li­che Zah­lungs­be­darf min­des­tens 0,5 Pro­zent des Höchst­be­trags er­reicht.
1Nach Ge­neh­mi­gung der Staats­rech­nung wird der Höchst­be­trag für die Ge­samt­aus­ga­ben des Vor­jah­res auf­grund der tat­säch­lich er­ziel­ten or­dent­li­chen Ein­nah­men be­rich­tigt.1
2Sind die in der Staats­rech­nung aus­ge­wie­se­nen Ge­samt­aus­ga­ben hö­her oder tiefer als der be­rich­tig­te Höchst­be­trag, so wird die Ab­wei­chung ei­nem aus­ser­halb der Staats­rech­nung ge­führ­ten Aus­gleichs­kon­to be­las­tet oder gut­ge­schrie­ben.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. März 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5941; BBl 2008 8491).
1Ein Fehl­be­trag des Aus­gleichs­kon­tos wird im Ver­lauf meh­re­rer Jah­re durch Kür­zung der nach Ar­ti­kel 13 oder 15 fest­zu­le­gen­den Höchst­be­trä­ge aus­ge­gli­chen.
2Über­schrei­tet ein Fehl­be­trag 6 Pro­zent der im ver­gan­ge­nen Rech­nungs­jahr ge­tä­tig­ten Ge­samt­aus­ga­ben, so wird die­se Über­schrei­tung in­ner­halb der drei fol­gen­den Rech­nungs­jah­re be­sei­tigt.
1In der Staats­rech­nung aus­ge­wie­se­ne aus­ser­or­dent­li­che Ein­nah­men oder Aus­ga­ben wer­den ei­nem aus­ser­halb der Staats­rech­nung ge­führ­ten Amor­ti­sa­ti­ons­kon­to gut­ge­schrie­ben oder be­las­tet.
2Nicht auf das Amor­ti­sa­ti­ons­kon­to ge­bucht wer­den je­doch:
aus­ser­or­dent­li­che Ein­nah­men mit ge­setz­li­cher Zweck­bin­dung;
aus­ser­or­dent­li­che Aus­ga­ben, die durch Ein­nah­men nach Buch­sta­be a ge­deckt sind.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 20. März 2009, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5941; BBl 2008 8491).
1Ein Fehl­be­trag des Amor­ti­sa­ti­ons­kon­tos im ver­gan­ge­nen Rech­nungs­jahr wird in­ner­halb der fol­gen­den 6 Rech­nungs­jah­re durch Kür­zung der nach Ar­ti­kel 13 oder 15 fest­zu­le­gen­den Höchst­be­trä­ge aus­ge­gli­chen.
2Er­höht sich der Fehl­be­trag des Amor­ti­sa­ti­ons­kon­tos um mehr als 0,5 Pro­zent des Höchst­be­trags nach Ar­ti­kel 126 Ab­satz 2 der Bun­des­ver­fas­sung, so be­ginnt die Frist nach Ab­satz 1 neu zu lau­fen.
3In be­son­de­ren Fäl­len kann die Bun­des­ver­samm­lung die Fris­ten nach den Ab­sät­zen 1 und 2 er­stre­cken.
4Die Pflicht zum Aus­gleich des Amor­ti­sa­ti­ons­kon­tos ist auf­ge­scho­ben, bis ein Fehl­be­trag des Aus­gleichs­kon­tos nach Ar­ti­kel 17 be­sei­tigt ist.
5Über das Aus­mass der Kür­zun­gen be­schliesst die Bun­des­ver­samm­lung jähr­lich bei der Ver­ab­schie­dung des Vor­an­schlags.
1Zum Aus­gleich vor­aus­seh­ba­rer Fehl­be­trä­ge des Amor­ti­sa­ti­ons­kon­tos kann die Bun­des­ver­samm­lung bei der Ver­ab­schie­dung des Vor­an­schlags die nach Ar­ti­kel 13 oder 15 fest­zu­le­gen­den Höchst­be­trä­ge kür­zen.
2Die Kür­zung setzt vor­aus, dass das Aus­gleichs­kon­to nach Ar­ti­kel 16 min­des­tens aus­ge­gli­chen ist.
Kür­zun­gen nach den Ar­ti­keln 17b Ab­satz 1 oder 17c wer­den dem Amor­ti­sa­ti­ons­kon­to gut­ge­schrie­ben, so­weit die Gut­schrift das Aus­gleichs­kon­to nicht be­las­tet.
1Kür­zun­gen nach den Ar­ti­keln 17, 17b Ab­satz 1 oder 17c setzt der Bun­des­rat wie folgt um:1
Er be­schliesst zu­sätz­li­che Ein­spa­run­gen in sei­ner Zu­stän­dig­keit.
Er be­an­tragt der Bun­des­ver­samm­lung die für zu­sätz­li­che Ein­spa­run­gen not­wen­di­gen Ge­set­zes­än­de­run­gen; da­bei be­rück­sich­tigt er die Mit­wir­kungs­rech­te der Kan­to­ne.
2Der Bun­des­rat nutzt beim Ent­wer­fen und beim Voll­zug des Vor­an­schlags die sich bie­ten­den Spar­mög­lich­kei­ten. Da­zu kann er be­reits be­wil­lig­te Ver­pflich­tungs- und Vor­an­schlags­kre­di­te sper­ren. Ge­setz­li­che An­sprü­che und im Ein­zel­fall rechts­kräf­tig zu­ge­si­cher­te Leis­tun­gen blei­ben vor­be­hal­ten.
3Über­schrei­tet der Fehl­be­trag des Aus­gleichs­kon­tos den Pro­zent­satz nach Ar­ti­kel 17 Ab­satz 2, so be­schliesst die Bun­des­ver­samm­lung über An­trä­ge des Bun­des­ra­tes nach Ab­satz 1 Buch­sta­be b in der­sel­ben Ses­si­on, er­klärt ih­re ent­spre­chen­den Er­las­se für dring­lich und setzt sie so­fort in Kraft (Art. 165 BV); sie ist an den Be­trag der Spar­vor­ha­ben des Bun­des­ra­tes ge­bun­den.
1Der Bun­des­rat er­stellt ei­ne mehr­jäh­ri­ge Fi­nanz­pla­nung; die­se um­fasst die drei dem Vor­an­schlags­jahr fol­gen­den Jah­re. Sie weist aus:
den in der Plan­pe­ri­ode er­war­te­ten Fi­nan­zie­rungs­be­darf;
die De­ckung des er­war­te­ten Fi­nan­zie­rungs­be­darfs;
die vor­aus­sicht­li­chen Auf­wän­de und Er­trä­ge;
die Leis­tungs­grup­pen und die da­zu­ge­hö­ri­gen Leis­tungs- und Wir­kungs­zie­le.
2Be­an­tragt der Bun­des­rat der Bun­des­ver­samm­lung Kre­di­te für Vor­ha­ben, die in der Fi­nanz­pla­nung nicht vor­ge­se­hen sind, so legt er gleich­zei­tig dar, wie die Zu­satz­be­las­tung fi­nan­ziert wer­den soll.
3Der Bun­des­rat ko­or­di­niert so­weit als mög­lich die Fi­nanz­pla­nung des Bun­des mit der­je­ni­gen der Kan­to­ne.
4In­halt und Glie­de­rung der Fi­nanz­pla­nung rich­ten sich nach den Ar­ti­keln 143 Ab­satz 2 und 146 Ab­satz 4 des Par­la­ments­ge­set­zes vom 13. De­zem­ber 20022.3
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 26. Sept. 2014 (Neu­es Füh­rungs­mo­dell für die Bun­des­ver­wal­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 1583; BBl 2014 767).
1Der Zah­lungs­rah­men ist ein von der Bun­des­ver­samm­lung für meh­re­re Jah­re fest­ge­setz­ter Höchst­be­trag der Vor­an­schlags­kre­di­te für be­stimm­te Aus­ga­ben.
2Zah­lungs­rah­men kön­nen ins­be­son­de­re dann fest­ge­setzt wer­den, wenn Zu­si­che­run­gen und Zah­lun­gen in das glei­che Jahr fal­len, ein Er­mes­sens­spiel­raum be­steht und gleich­zei­tig ei­ne län­ger­fris­ti­ge Aus­ga­ben­steue­rung ge­bo­ten ist.
3Der Zah­lungs­rah­men stellt kei­ne Kre­dit­be­wil­li­gung dar.
1Sol­len über das lau­fen­de Vor­an­schlags­jahr hin­aus wir­ken­de fi­nan­zi­el­le Ver­pflich­tun­gen ein­ge­gan­gen wer­den, so ist in der Re­gel ein Ver­pflich­tungs­kre­dit ein­zu­ho­len.
2Der Ver­pflich­tungs­kre­dit setzt den Höchst­be­trag fest, bis zu dem der Bun­des­rat für einen be­stimm­ten Zweck fi­nan­zi­el­le Ver­pflich­tun­gen ein­ge­hen kann.
3Der Ver­pflich­tungs­kre­dit ist zeit­lich nur be­schränkt, wenn der Kre­dit­be­schluss dies vor­sieht.
4Ver­pflich­tungs­kre­di­te sind ins­be­son­de­re er­for­der­lich für:
Bau­vor­ha­ben und Lie­gen­schafts­käu­fe;
län­ger­fris­ti­ge Lie­gen­schafts­mie­ten mit er­heb­li­cher fi­nan­zi­el­ler Trag­wei­te;
Ent­wick­lungs- und Be­schaf­fungs­vor­ha­ben;
die Zu­si­che­rung von Bei­trä­gen, die erst in spä­te­ren Rech­nungs­jah­ren aus­zu­zah­len sind;
die Über­nah­me von Bürg­schaf­ten und sons­ti­gen Ge­währ­leis­tun­gen.
5Der Mit­tel­be­darf aus Ver­pflich­tun­gen ist als Auf­wand oder In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­be in den je­wei­li­gen Vor­an­schlag ein­zu­stel­len.
1Die Ver­pflich­tungs­kre­di­te sind auf Grund sorg­fäl­ti­ger, nach fach­män­ni­schen Re­geln er­stell­ter Be­rech­nun­gen zu be­mes­sen.
2Der Bun­des­rat ist für die Er­mitt­lung des Fi­nanz­be­darfs ver­ant­wort­lich. Die mit der Vor­be­rei­tung des Kre­dit­be­geh­rens be­trau­te Ver­wal­tungs­ein­heit hat im Kre­dit­be­geh­ren die Be­rech­nungs­grund­la­gen und die Un­si­cher­heits­fak­to­ren dar­zu­le­gen; nö­ti­gen­falls hat sie an­ge­mes­se­ne Re­ser­ven vor­zu­se­hen, die of­fen aus­zu­wei­sen sind.
3Zur Ab­klä­rung der Trag­wei­te und der fi­nan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen um­fang­rei­cher Vor­ha­ben muss die Ver­wal­tungs­ein­heit nö­ti­gen­falls Pro­jek­tie­rungs­kre­di­te ver­lan­gen.
1Die Bun­des­ver­samm­lung be­stimmt durch Ver­ord­nung, in wel­chen Fäl­len ihr die Be­geh­ren für Ver­pflich­tungs­kre­di­te mit be­son­de­rer Bot­schaft zu un­ter­brei­ten sind.
2Der Bun­des­rat kann po­li­tisch be­deut­sa­me Kre­dit­be­geh­ren der Bun­des­ver­samm­lung mit be­son­de­rer Bot­schaft vor­le­gen.
3Im Üb­ri­gen er­folgt die Be­wil­li­gung mit den Be­schlüs­sen über den Vor­an­schlag und sei­ne Nach­trä­ge.
Ist ein Ver­pflich­tungs­kre­dit für einen all­ge­mein um­schrie­be­nen Zweck oder für meh­re­re Vor­ha­ben be­stimmt, so legt der Bun­des­rat die Auf­tei­lung fest, so­weit sie sich nicht aus der Kre­dit­be­wil­li­gung er­gibt.
Die Ver­wal­tungs­ein­heit führt über die Be­an­spru­chung des Ver­pflich­tungs­kre­di­tes ei­ne Kon­trol­le, aus der her­vor­ge­hen muss, wel­che Ver­pflich­tun­gen ein­ge­gan­gen wur­den und wel­che Ver­pflich­tun­gen für die Vollen­dung des Vor­ha­bens noch er­for­der­lich sind.
1Der Bun­des­rat legt zu­sam­men mit der Staats­rech­nung Re­chen­schaft ab über den Stand der Ver­pflich­tungs­kre­di­te.
2Ist das Vor­ha­ben ver­wirk­licht, so ver­fal­len nicht be­an­spruch­te Kre­ditres­te.
1Zeigt sich vor oder wäh­rend der Aus­füh­rung ei­nes Vor­ha­bens, dass der be­wil­lig­te Ver­pflich­tungs­kre­dit nicht aus­reicht, so muss der Bun­des­rat oh­ne Ver­zug einen Zu­satz­kre­dit an­for­dern.
2Für teue­rungs- und wäh­rungs­be­ding­te Mehr­kos­ten kann er das Zu­satz­kre­dit­be­geh­ren nach der Aus­füh­rung des Vor­ha­bens un­ter­brei­ten.
3Die Zah­lun­gen dür­fen in kei­nem Fall den be­wil­lig­ten Ver­pflich­tungs­kre­dit über­stei­gen.
1Er­trägt die Aus­füh­rung ei­nes Vor­ha­bens kei­nen Auf­schub, so kann der Bun­des­rat die Er­mäch­ti­gung zur In­an­griff­nah­me oder Fort­set­zung des Vor­ha­bens schon vor der Be­wil­li­gung des er­for­der­li­chen Ver­pflich­tungs­kre­di­tes er­tei­len. Er holt vor­gän­gig die Zu­stim­mung der Fi­nanz­de­le­ga­ti­on der eid­ge­nös­si­schen Rä­te (Fi­nanz­de­le­ga­ti­on) ein.
2Der Bun­des­rat un­ter­brei­tet die dring­li­che Ver­pflich­tung der Bun­des­ver­samm­lung zur nach­träg­li­chen Ge­neh­mi­gung.
3Über­schrei­tet die dring­li­che Ver­pflich­tung 500 Mil­lio­nen Fran­ken und wird für ih­re nach­träg­li­che Ge­neh­mi­gung in­nert ei­ner Wo­che nach der Zu­stim­mung der Fi­nanz­de­le­ga­ti­on die Ein­be­ru­fung der Bun­des­ver­samm­lung zu ei­ner aus­ser­or­dent­li­chen Ses­si­on ver­langt, so fin­det die­se in der drit­ten Ka­len­der­wo­che nach der Ein­rei­chung des Be­geh­rens für die Ein­be­ru­fung der Ses­si­on statt.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 3 des BG vom 17. Dez. 2010 über die Wah­rung von De­mo­kra­tie, Rechts­staat und Hand­lungs­fä­hig­keit in aus­ser­or­dent­li­chen La­gen, in Kraft seit 1. Mai 2011 (AS 2011 1381; BBl 2010 1563 2803).
1 Die Bun­des­ver­samm­lung be­schliesst den jähr­li­chen Vor­an­schlag nach dem ihr vom Bun­des­rat jähr­lich bis En­de Au­gust un­ter­brei­te­ten Ent­wurf.
2Sie kann für ein­zel­ne Leis­tungs­grup­pen be­stim­men:
Zie­le, Mess­grös­sen und Soll­wer­te;
fi­nan­zi­el­le Pla­nungs­grös­sen.1
3Die fi­nan­zi­el­len Pla­nungs­grös­sen um­fas­sen:
die Auf­wän­de und die Er­trä­ge;
die In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben und die In­ves­ti­ti­ons­ein­nah­men.2
1Der Vor­an­schlag folgt nach In­halt und Glie­de­rung der Staats­rech­nung des Bun­des, um­fasst aber kei­ne Geld­fluss­rech­nung, kei­ne Bi­lanz und kei­nen Ei­gen­ka­pi­tal­nach­weis.1
2Er ent­hält:
die Be­wil­li­gung der Auf­wän­de und der In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben (Vor­an­schlags­kre­di­te);
die Schät­zung der Er­trä­ge und der In­ves­ti­ti­ons­ein­nah­men;
die be­wil­lig­ten Ge­samt­aus­ga­ben und die ge­schätz­ten Ge­samtein­nah­men.
3Die An­ga­ben nach Ab­satz 2 Buch­sta­ben a und b sind ge­glie­dert nach:
Ver­wal­tungs­ein­hei­ten;
Ver­wen­dungs­zweck und Her­kunft der Mit­tel.2
4In der Bot­schaft zum Vor­an­schlag gibt der Bun­des­rat ei­ne Über­sicht über die ein­zel­nen Bud­get­po­si­tio­nen, die er ge­gen­über dem Vor­jahr neu ein­ge­führt, auf­ge­ho­ben, ge­trennt oder zu­sam­men­ge­legt hat.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 26. Sept. 2014 (Neu­es Füh­rungs­mo­dell für die Bun­des­ver­wal­tung), in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 1583; BBl 2014 767).
1Die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten wer­den im ver­wal­tungs­ei­ge­nen Be­reich mit Glo­bal­bud­gets ge­führt.
2Die Glo­bal­bud­gets um­fas­sen grund­sätz­lich:
den Funk­ti­ons­auf­wand und die In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben;
den Funk­ti­ons­er­trag und die In­ves­ti­ti­ons­ein­nah­men.
3Ver­wal­tungs­ein­hei­ten mit we­sent­li­chen In­ves­ti­tio­nen wei­sen die In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben und -ein­nah­men in be­son­de­ren Glo­bal­bud­gets aus.
4Ei­ne Ver­wal­tungs­ein­heit darf die in den Glo­bal­bud­gets be­wil­lig­ten Auf­wän­de und In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben über­schrei­ten, wenn sie:
die Über­schrei­tung in­ner­halb des Rech­nungs­jah­res durch nicht bud­ge­tier­te, leis­tungs­be­ding­te Mehr­er­trä­ge de­cken kann; oder
die nach Ar­ti­kel 32a ge­bil­de­ten Re­ser­ven auf­löst.
5Zur Fi­nan­zie­rung be­deu­ten­der Ein­zel­mass­nah­men und Pro­jek­te kön­nen Kre­di­te aus­ser­halb der Glo­bal­bud­gets be­wil­ligt wer­den.
1Die Auf­stel­lung und der Voll­zug des Vor­an­schlags fol­gen den Grund­sät­zen der Brut­to­dar­stel­lung, der Voll­stän­dig­keit, der Jähr­lich­keit und der Spe­zi­fi­ka­ti­on.
2Im Üb­ri­gen gel­ten die Grund­sät­ze nach Ar­ti­kel 47 sinn­ge­mä­ss.
1Die Kre­di­te wer­den auf Grund sorg­fäl­ti­ger Schät­zung des vor­aus­sicht­li­chen Be­darfs fest­ge­setzt.
2Für vor­aus­seh­ba­re Auf­wän­de oder In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben, de­nen bei der Auf­stel­lung des Vor­an­schlags die Rechts­grund­la­ge noch fehlt, wer­den die ent­spre­chen­den Kre­di­te auf­ge­nom­men; die­se blei­ben ge­sperrt, bis die Rechts­grund­la­ge in Kraft tritt.
3Für Mass­nah­men, die sich über mehr als ein Jahr er­stre­cken, ist in der Be­grün­dung des Kre­dit­be­geh­rens auf die Hö­he des zu er­war­ten­den Ge­samt­auf­wands oder der Ge­sam­tin­ves­ti­ti­on hin­zu­wei­sen.
1Ver­wal­tungs­ein­hei­ten kön­nen Re­ser­ven bil­den, wenn sie:
ih­re Glo­bal­bud­gets oder die nach Ar­ti­kel 30a Ab­satz 5 be­wil­lig­ten Kre­di­te we­gen pro­jekt­be­ding­ter Ver­zö­ge­run­gen nicht oder nicht voll­stän­dig be­an­spru­chen;
die Leis­tungs­zie­le im We­sent­li­chen er­rei­chen und:
durch die Er­brin­gung zu­sätz­li­cher nicht bud­ge­tier­ter Leis­tun­gen einen Net­to­mehr­er­trag er­zie­len, oder
den bud­ge­tier­ten Auf­wand oder die bud­ge­tier­ten In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben in­fol­ge wirt­schaft­li­cher Leis­tungs­er­brin­gung un­ter­schrei­ten.
2Die Bun­des­ver­samm­lung be­schliesst mit der Staats­rech­nung über die Bil­dung von Re­ser­ven.
1Ent­hält der Vor­an­schlag für einen Auf­wand oder ei­ne In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­be kei­nen oder kei­nen aus­rei­chen­den Kre­dit, so ist ein Nach­trags­kre­dit zu be­an­tra­gen.
2Der Bun­des­rat un­ter­brei­tet der Bun­des­ver­samm­lung die Nach­trags­kre­dit­be­geh­ren pe­ri­odisch.
3Kei­ne Nach­trags­kre­di­te sind er­for­der­lich für:
nicht bud­ge­tier­te An­tei­le Drit­ter an be­stimm­ten Ein­nah­men;
Fond­sein­la­gen aus zweck­ge­bun­de­nen Ein­nah­men;
nicht bud­ge­tier­te Ab­schrei­bun­gen, Wert­be­rich­ti­gun­gen und Rück­stel­lun­gen.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 18. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Jan 2011 (AS 2010 5003; BBl 2009 7207).
1Er­tra­gen Auf­wän­de oder In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben, für die im Vor­an­schlag kein oder kein aus­rei­chen­der Kre­dit be­wil­ligt ist, kei­nen Auf­schub, so kann sie der Bun­des­rat vor der Be­wil­li­gung ei­nes Nach­trags­kre­di­tes durch die Bun­des­ver­samm­lung be­schlies­sen. Er holt vor­gän­gig die Zu­stim­mung der Fi­nanz­de­le­ga­ti­on ein.
2Der Bun­des­rat un­ter­brei­tet die mit Zu­stim­mung der Fi­nanz­de­le­ga­ti­on be­schlos­se­nen dring­li­chen Auf­wän­de und In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben der Bun­des­ver­samm­lung mit dem nächs­ten Nach­trag zum Vor­an­schlag oder, wenn dies nicht mehr mög­lich ist, als Kre­dit­über­schrei­tung mit der Staats­rech­nung zur nach­träg­li­chen Ge­neh­mi­gung.
3Er kann der Bun­des­ver­samm­lung dring­li­che Auf­wän­de oder In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben oh­ne vor­gän­gi­ge Zu­stim­mung der Fi­nanz­de­le­ga­ti­on zur nach­träg­li­chen Ge­neh­mi­gung un­ter­brei­ten, wenn:
ei­ne Kre­dit­über­schrei­tung be­an­sprucht wer­den muss; und
der Be­trag im Ein­zel­fall 5 Mil­lio­nen Fran­ken nicht über­schrei­tet.
4Über­schrei­tet der Auf­wand oder die In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­be 500 Mil­lio­nen Fran­ken und wird für die nach­träg­li­che Ge­neh­mi­gung in­nert ei­ner Wo­che nach der Zu­stim­mung der Fi­nanz­de­le­ga­ti­on die Ein­be­ru­fung der Bun­des­ver­samm­lung zu ei­ner aus­ser­or­dent­li­chen Ses­si­on ver­langt, so fin­det die­se in der drit­ten Ka­len­der­wo­che nach der Ein­rei­chung des Be­geh­rens für die Ein­be­ru­fung der Ses­si­on statt.
Der Bun­des­ver­samm­lung sind nach­träg­lich mit der Staats­rech­nung zur Ge­neh­mi­gung zu un­ter­brei­ten:
die Über­schrei­tung von Glo­bal­bud­gets nach Ar­ti­kel 30a Ab­satz 4;
fol­gen­de Auf­wän­de, so­weit sie nicht bud­ge­tiert wor­den sind:
pas­si­ve Rech­nungs­ab­gren­zung,
Be­las­tung durch Fremd­wäh­rungs­dif­fe­ren­zen oder ver­min­der­ten Mün­z­um­lauf,
Bei­trä­ge an So­zi­al­ver­si­che­run­gen, wenn sie durch Ge­setz an die Ent­wick­lung der Mehr­wert­steuer­ein­nah­men ge­bun­den sind,
Ein­la­gen aus dem all­ge­mei­nen Bun­des­haus­halt in den Fonds zur Fi­nan­zie­rung der Ei­sen­bahnin­fra­struk­tur;
dring­li­che Nach­trä­ge, die nicht mit dem nächs­ten Nach­trag zum Vor­an­schlag un­ter­brei­tet wer­den kön­nen (Art. 34 Abs. 2).
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. III des BG vom 19. Ju­ni 2015 (Op­ti­mie­rung Neu­es Rech­nungs­mo­dell), in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4009; BBl 2014 9329).
1Im Fal­le von zeit­li­chen Ver­zö­ge­run­gen bei der Rea­li­sie­rung von In­ves­ti­ti­ons­vor­ha­ben, Ein­zel­mass­nah­men und Pro­jek­ten kann der Bun­des­rat nicht voll­stän­dig be­an­spruch­te Vor­an­schlags- und Nach­trags­kre­di­te, die von der Bun­des­ver­samm­lung be­reits be­wil­ligt wor­den sind, auf das Fol­ge­jahr über­tra­gen.
2Er er­stat­tet der Bun­des­ver­samm­lung in den Bot­schaf­ten über die Nach­trags­kre­dit­be­geh­ren oder, wenn dies nicht mög­lich ist, mit der Staats­rech­nung über die Kre­dit­über­tra­gun­gen Be­richt.
Der Ge­samt­be­trag der Nach­trä­ge zum Vor­an­schlag soll den Ge­samt­be­trag der vor­aus­sicht­lich nicht be­an­spruch­ten Tei­le von Vor­an­schlags­kre­di­ten nach Mög­lich­keit nicht über­schrei­ten.
Die Bun­des­ver­samm­lung kann im Bun­des­be­schluss über den Vor­an­schlag teil­wei­se sper­ren:
Ver­pflich­tungs­kre­di­te;
Zah­lungs­rah­men;
Vor­an­schlags­kre­di­te, so­weit sie Aus­ga­ben zur Fol­ge ha­ben.
1Der Bun­des­rat ist be­fugt, die von der Bun­des­ver­samm­lung be­schlos­se­nen Kre­ditsper­ren ganz oder teil­wei­se auf­zu­he­ben, wenn:
ei­ne schwe­re Re­zes­si­on dies er­for­dert; oder
Zah­lun­gen ge­leis­tet wer­den müs­sen, auf die ein ge­setz­li­cher An­spruch be­steht oder die ver­bind­lich zu­ge­si­chert wor­den sind.
2Die Kre­dit­frei­ga­be we­gen schwe­rer Re­zes­si­on be­darf der Ge­neh­mi­gung durch die Bun­des­ver­samm­lung. Über an­de­re Frei­ga­ben er­stat­tet der Bun­des­rat der Bun­des­ver­samm­lung in den Bot­schaf­ten über die Nach­trags­kre­dit­be­geh­ren oder mit der Staats­rech­nung Be­richt.
Die Buch­füh­rung rich­tet sich nach den Grund­sät­zen der Voll­stän­dig­keit, der Rich­tig­keit, der Recht­zei­tig­keit und der Nach­prüf­bar­keit.
1Der Bun­des­rat trifft die not­wen­di­gen Mass­nah­men, um:
das Ver­mö­gen des Bun­des zu schüt­zen;
die zweck­mäs­si­ge Ver­wen­dung der Mit­tel nach den Grund­sät­zen von Ar­ti­kel 12 Ab­satz 4 si­cher­zu­stel­len;
Feh­ler und Un­re­gel­mäs­sig­kei­ten bei der Rech­nungs­füh­rung zu ver­hin­dern oder auf­zu­de­cken;
die Ord­nungs­mäs­sig­keit der Rech­nungs­le­gung und die ver­läss­li­che Be­richt­er­stat­tung zu ge­währ­leis­ten.
2Er be­rück­sich­tigt da­bei die Ri­si­ko­la­ge und das Kos­ten-Nut­zen-Ver­hält­nis.
1Die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten füh­ren ei­ne auf ih­re Be­dürf­nis­se aus­ge­rich­te­te Kos­ten- und Leis­tungs­rech­nung.
2Die Kos­ten- und Leis­tungs­rech­nung un­ter­stützt die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten bei der Be­triebs­füh­rung und lie­fert Grund­la­gen für die Er­ar­bei­tung und Be­ur­tei­lung von Vor­an­schlag und Rech­nungs­ab­la­ge. Sie stellt die Kos­ten­trans­pa­renz im In­ter­es­se ei­ner wirt­schaft­li­chen Ver­wal­tungs­tä­tig­keit si­cher.
3Sie rich­tet sich nach den Stan­dards, die in den Aus­füh­rungs­re­ge­lun­gen fest­zu­le­gen sind.
4Ver­gü­tun­gen zwi­schen Ver­wal­tungs­ein­hei­ten des Bun­des sind zu­läs­sig, so­weit sie für die Auf­wand- und Er­trags­er­mitt­lung oder für die wirt­schaft­li­che Auf­ga­ben­er­fül­lung un­er­läss­lich sind.
Ver­wal­tungs­ein­hei­ten dür­fen Drit­ten ge­werb­li­che Leis­tun­gen nur er­brin­gen, so­weit ein Ge­setz sie hier­zu er­mäch­tigt.
1Ge­stützt auf die­ses Ge­setz kön­nen die fol­gen­den Ver­wal­tungs­ein­hei­ten ge­werb­li­che Leis­tun­gen für Drit­te er­brin­gen:
die Bun­des­rei­se­zen­tra­le;
das In­for­ma­tik-Ser­vice-Cen­ter des Eid­ge­nös­si­schen Jus­tiz- und Po­li­zei­de­par­te­men­tes;
das Bun­des­amt für Bau­ten und Lo­gis­tik;
das Bun­des­amt für In­for­ma­tik und Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­on.
2Die er­mäch­tig­ten Ver­wal­tungs­ein­hei­ten dür­fen ge­werb­li­che Leis­tun­gen er­brin­gen, wenn die­se:
mit den Haupt­auf­ga­ben in ei­nem en­gen Zu­sam­men­hang ste­hen;
die Er­fül­lung der Haupt­auf­ga­ben nicht be­ein­träch­ti­gen; und
kei­ne be­deu­ten­den zu­sätz­li­chen sach­li­chen und per­so­nel­len Mit­tel er­for­dern.
3Die ge­werb­li­chen Leis­tun­gen sind auf der Grund­la­ge ei­ner Kos­ten- und Leis­tungs­rech­nung zu min­des­tens kos­ten­de­cken­den Prei­sen zu er­brin­gen. Das zu­stän­di­ge De­par­te­ment kann für be­stimm­te Leis­tun­gen Aus­nah­men zu­las­sen, wenn da­durch die Pri­vat­wirt­schaft nicht kon­kur­ren­ziert wird.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Jan 2011 (AS 2010 5003; BBl 2009 7207).
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 26. Sept. 2014 (Neu­es Füh­rungs­mo­dell für die Bun­des­ver­wal­tung), mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 1583; BBl 2014 767).
1Mit der Rech­nungs­le­gung sol­len die Ver­mö­gens-, die Fi­nanz- und die Er­trags­la­ge den tat­säch­li­chen Ver­hält­nis­sen ent­spre­chend dar­ge­stellt wer­den.
2Die Rech­nungs­le­gung folgt den Grund­sät­zen der We­sent­lich­keit, der Ver­ständ­lich­keit, der Ste­tig­keit und der Brut­to­dar­stel­lung.
1Die Rech­nungs­le­gung rich­tet sich nach all­ge­mein an­er­kann­ten Stan­dards.
2Der Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten. Er kon­sul­tiert vor­gän­gig die Fi­nanz­kom­mis­sio­nen.
3Je­de Ab­wei­chung von die­sen Stan­dards ist im An­hang der Jah­res­rech­nung des Bun­des zu be­grün­den.
4Der Bun­des­rat setzt sich für har­mo­ni­sier­te Rech­nungs­le­gungs­stan­dards von Bund, Kan­to­nen und Ge­mein­den ein. Er kann die­se Be­stre­bun­gen mit Bei­trä­gen för­dern.1
1Ver­mö­gens­tei­le wer­den als Ak­ti­ven in der Bi­lanz auf­ge­führt:
wenn sie einen künf­ti­gen wirt­schaft­li­chen Nut­zen her­vor­brin­gen oder wenn sie un­mit­tel­bar der Er­fül­lung öf­fent­li­cher Auf­ga­ben die­nen; und
wenn ihr Wert ver­läss­lich er­mit­telt wer­den kann.
2Be­ste­hen­de Ver­pflich­tun­gen wer­den als Pas­si­ven in der Bi­lanz auf­ge­führt, wenn ih­re Er­fül­lung vor­aus­sicht­lich zu ei­nem Mit­tel­ab­fluss füh­ren wird.
3Rück­stel­lun­gen wer­den ge­bil­det für be­ste­hen­de Ver­pflich­tun­gen, bei de­nen der Zeit­punkt der Er­fül­lung oder die Hö­he des künf­ti­gen Mit­tel­ab­flus­ses mit Un­si­cher­hei­ten be­haf­tet sind.
4Fi­nan­zi­el­le Ga­ran­ti­en und Bürg­schaf­ten wer­den in der Bi­lanz als Pas­si­ven auf­ge­führt, wenn dies nach all­ge­mein an­er­kann­ten Stan­dards er­for­der­lich ist.1
1Das Fi­nanz­ver­mö­gen wird zum Ver­kehrs­wert oder zu fort­ge­führ­ten An­schaf­fungs­kos­ten in der Bi­lanz auf­ge­führt.
2Das Ver­wal­tungs­ver­mö­gen wird in der Bi­lanz auf­ge­führt:
zum An­schaf­fungs­wert ab­züg­lich Ab­schrei­bun­gen und Wert­be­rich­ti­gun­gen oder zum Ver­kehrs­wert;
im Fal­le von Be­tei­li­gun­gen:
wenn sie nam­haft sind: zu dem An­teil, den der Bund am Ei­gen­ka­pi­tal des be­tref­fen­den Un­ter­neh­mens hält,
im Üb­ri­gen: zum Ver­kehrs­wert oder, wenn die­ser nicht er­mit­telt wer­den kann, zum An­schaf­fungs­wert.
3Die Fi­nanz­ver­bind­lich­kei­ten wer­den zum Ver­kehrs­wert oder zu fort­ge­führ­ten An­schaf­fungs­kos­ten in der Bi­lanz auf­ge­führt.
4Es gilt der Grund­satz der Ein­zel­be­wer­tung.
1Die Bi­lan­z­wer­te für Sach­an­la­gen wer­den ab­ge­schrie­ben:
plan­mäs­sig: um Wert­ver­min­de­run­gen zu be­rück­sich­ti­gen, die durch die or­dent­li­che Nut­zung ver­ur­sacht wer­den;
aus­ser­plan­mäs­sig: um an­de­ren Wert­ver­min­de­run­gen Rech­nung zu tra­gen.
2Ver­min­dert sich der Wert von Gut­ha­ben und Be­tei­li­gun­gen, so wer­den die Bi­lan­z­wer­te be­rich­tigt. Die Wert­be­rich­ti­gun­gen be­ein­flus­sen die An­sprü­che des Bun­des ge­gen­über Drit­ten nicht.
3Aus­ser­plan­mäs­si­ge Ab­schrei­bun­gen und Wert­be­rich­ti­gun­gen wer­den vor­ge­nom­men, so­bald die Wert­ver­min­de­rung ab­seh­bar ist.
1Spe­zi­al­fonds sind Ver­mö­gen, die der Eid­ge­nos­sen­schaft von Drit­ten mit be­stimm­ten Auf­la­gen zu­ge­wen­det wur­den oder die auf Grund ge­setz­li­cher Be­stim­mun­gen aus Vor­an­schlags­kre­di­ten stam­men.
2Der Bun­des­rat ord­net ih­re Ver­wal­tung im Rah­men der Auf­la­gen oder der ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen.
3Auf­wand und Er­trag wer­den aus­ser­halb der Er­folgs­rech­nung auf Bi­lanz­kon­ten ver­bucht.
4Die Rech­nungs­le­gung der spe­zi­al­ge­setz­lich ge­re­gel­ten Fonds, ein­sch­liess­lich der­je­ni­gen mit Son­der­rech­nung nach Ar­ti­kel 5 Buch­sta­be b, rich­tet sich nach den Be­stim­mun­gen die­ses Ge­set­zes.1
1Spe­zi­al­fi­nan­zie­run­gen lie­gen vor, wenn Ein­nah­men zur Er­fül­lung ei­ner be­stimm­ten Auf­ga­be zweck­ge­bun­den wer­den. Die Bil­dung ei­ner Spe­zi­al­fi­nan­zie­rung be­darf der ge­setz­li­chen Grund­la­ge.
2Aus­ga­ben, die nicht der An­schaf­fung von Ver­mö­gens­wer­ten die­nen, dür­fen nur dann als Ak­ti­ven in der Bi­lanz auf­ge­führt wer­den, wenn sie durch zweck­ge­bun­de­ne Ein­nah­men ge­deckt wer­den müs­sen.
1Für die Be­ra­tung der Staats­rech­nung wer­den nach dem Grund­satz der Voll­kon­so­li­die­rung rech­nungs­mäs­sig zu­sam­men­ge­fasst:
die In­sti­tu­tio­nen und die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten, die in der Bun­des­rech­nung er­fasst sind (Art. 5 Bst. a Ziff. 3);
die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten und die Fonds des Bun­des, die im Rah­men der Staats­rech­nung ei­ne Son­der­rech­nung un­ter­brei­ten (Art. 5 Bst. b);
die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten der de­zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung, die ei­ne ei­ge­ne Rech­nung füh­ren.
2Der Bun­des­rat kann durch Ver­ord­nung:
Ver­wal­tungs­ein­hei­ten der de­zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung, die ei­ne ei­ge­ne Rech­nung füh­ren, von der Voll­kon­so­li­die­rung aus­neh­men oder die­sen die Grund­sät­ze der Rech­nungs­le­gung vor­schrei­ben;
wei­te­re Or­ga­ni­sa­tio­nen in die Voll­kon­so­li­die­rung ein­be­zie­hen, wenn sie mit dem Bun­des­haus­halt eng ver­floch­ten sind.
3Die kon­so­li­dier­te Rech­nung ver­mit­telt einen Über­blick über die Ver­mö­gens-, die Fi­nanz- und die Er­trags­la­ge, be­rei­nigt um die In­nen­be­zie­hun­gen. Nam­haf­te Be­tei­li­gun­gen kön­nen mit ih­rem an­tei­li­gen Ei­gen­ka­pi­tal kon­so­li­diert wer­den.2
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 19. Ju­ni 2015 (Op­ti­mie­rung Neu­es Rech­nungs­mo­dell), in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 4009; BBl 2014 9329).
1Die De­par­te­men­te und die Bun­des­kanz­lei ver­fol­gen zu­sam­men mit dem Bun­des­rat und der Bun­des­ver­samm­lung die über­ge­ord­ne­ten fi­nanz- und haus­halt­po­li­ti­schen Zie­le.
2Sie neh­men ins­be­son­de­re fol­gen­de Auf­ga­ben wahr:
Sie pla­nen, steu­ern und ko­or­di­nie­ren das Fi­nanz­we­sen in ih­rem Be­reich.
Sie sor­gen für den Über­blick über den Fi­nanz­haus­halt der ih­nen zu­ge­ord­ne­ten Ver­wal­tungs­ein­hei­ten und för­dern in ih­rem Zu­stän­dig­keits­be­reich die Qua­li­tät des Rech­nungs­we­sens.
Sie er­las­sen nö­ti­gen­falls er­gän­zen­de Wei­sun­gen zur Um­set­zung der Vor­ga­ben des Bun­des­ra­tes, des Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­de­par­te­men­tes (EFD) und der Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­ver­wal­tung (EFV).
Sie un­ter­stüt­zen das EFD beim Ent­wer­fen des Vor­an­schlags und sei­ner Nach­trä­ge, der Staats­rech­nung und des Fi­nanz­plans.
1Die Ver­wal­tungs­ein­hei­ten sind ver­ant­wort­lich für die sorg­fäl­ti­ge, wirt­schaft­li­che und spar­sa­me Ver­wen­dung der ih­nen an­ver­trau­ten Kre­di­te und Ver­mö­gens­wer­te.
2Sie dür­fen nur im Rah­men be­wil­lig­ter Kre­di­te Ver­pflich­tun­gen ein­ge­hen und Zah­lun­gen leis­ten. Die Kre­di­te dür­fen nur für den be­wil­lig­ten Zweck und für un­er­läss­li­che Be­dürf­nis­se ver­wen­det wer­den.
3Ver­wal­tet ei­ne Ver­wal­tungs­ein­heit Kre­di­te, die den Be­dürf­nis­sen meh­re­rer Ver­wal­tungs­ein­hei­ten die­nen, so prüft sie de­ren Kre­dit­be­geh­ren auf ih­re Not­wen­dig­keit. Im Üb­ri­gen tra­gen die den Kre­dit an­for­dern­den Ver­wal­tungs­ein­hei­ten die Ver­ant­wor­tung für die Be­darfsab­klä­rung.
4Grund­sätz­lich wird ein Vor­ha­ben nur durch ei­ne Ver­wal­tungs­ein­heit fi­nan­ziert. Der Bun­des­rat kann Aus­nah­men be­stim­men.
1Das EFD lei­tet die Ver­wal­tung der Bun­des­fi­nan­zen und sorgt für den Über­blick über den ge­sam­ten Fi­nanz­haus­halt des Bun­des.
2Es ent­wirft zu­han­den des Bun­des­ra­tes den Vor­an­schlag, des­sen Nach­trä­ge, die Staats­rech­nung und den Fi­nanz­plan; es prüft die Kre­dit­be­geh­ren und die Er­trags­schät­zun­gen.
3Es prüft zu­han­den des Bun­des­ra­tes al­le Vor­la­gen mit fi­nan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen auf ih­re Wirt­schaft­lich­keit und Wirk­sam­keit so­wie auf ih­re fi­nan­zi­el­le Trag­bar­keit.
4Es un­ter­sucht pe­ri­odisch die Not­wen­dig­keit und Zweck­mäs­sig­keit der wie­der­keh­ren­den Auf­wän­de und der In­ves­ti­ti­ons­aus­ga­ben.
1Die EFV ist, vor­be­hält­lich be­son­de­rer Be­stim­mun­gen, ver­ant­wort­lich für die ein­heit­li­che Or­ga­ni­sa­ti­on des Rech­nungs­we­sens und des Zah­lungs­ver­kehrs so­wie der Ver­wal­tung der Bi­lanz­be­stän­de in der Bun­des­ver­wal­tung.
2Sie ist be­fugt:
die Eid­ge­nos­sen­schaft zur Ein­trei­bung be­strit­te­ner oder zur Ab­wehr un­be­grün­de­ter ver­mö­gens­recht­li­cher An­sprü­che zu ver­tre­ten:
vor Zi­vil- und Schieds­ge­rich­ten,
zur Ein­rei­chung von Ad­hä­si­ons­kla­gen,
in An­ge­le­gen­hei­ten des Schuld­be­trei­bungs- und Kon­kurs­rechts;
auf die Ein­trei­bung be­strit­te­ner An­sprü­che zu ver­zich­ten, wenn sie aus­sichts­los er­scheint oder wenn Ver­wal­tungs­auf­wand und Kos­ten nicht in an­ge­mes­se­nem Ver­hält­nis zur Hö­he des Be­trags ste­hen;
bei den zu­stän­di­gen Be­hör­den ein­sch­liess­lich der Steu­er­be­hör­den des Bun­des, der Kan­to­ne und der Ge­mein­den zur Durch­set­zung öf­fent­lich-recht­li­cher For­de­run­gen Aus­künf­te über die Ein­kom­mens- und Ver­mö­gens­ver­hält­nis­se säu­mi­ger Schuld­ner ein­zu­ho­len.1
3Be­steht kei­ne Aus­sicht auf ein für den Bund güns­ti­ge­res Er­geb­nis, so kann die EFV un­ab­hän­gig von spe­zi­al­ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen:
Nach­lass­ver­trä­gen zu­stim­men;
Schuld­nern Ver­lust- und Pfand­aus­fall­schei­ne un­ter dem Nenn­wert über­las­sen.2
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 18. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Jan 2011 (AS 2010 5003; BBl 2009 7207).
1Die EFV führt die zen­tra­le Tre­so­re­rie der die­sem Ge­setz un­ter­ste­hen­den In­sti­tu­tio­nen und Ver­wal­tungs­ein­hei­ten und sorgt für die stän­di­ge Zah­lungs­be­reit­schaft.1
2Zur Si­cher­stel­lung der Zah­lungs­be­reit­schaft kann die EFV Gel­der am Geld- und Ka­pi­tal­markt auf­neh­men.
3Über die Tre­so­re­rie und die Geld­auf­nah­me wird jähr­lich im Rah­men des Fi­nanz­plans und des Vor­an­schlags be­rich­tet so­wie in der Staats­rech­nung Re­chen­schaft ab­ge­legt.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 8 des BG vom 20. März 2009 über die Bahn­re­form 2, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5597; BBl 2005 2415, 2007 2681).
1Die EFV führt im Rah­men der Bun­dest­re­so­re­rie die Spar­kas­se Bun­des­per­so­nal (SKB) zur Mit­tel­be­schaf­fung des Bun­des und zur För­de­rung der Spar­tä­tig­keit. Sie kann die SKB durch Drit­te füh­ren las­sen.
2Kon­ten kön­nen ge­führt wer­den für:
An­ge­stell­te der Bun­des­ver­wal­tung;
Per­so­nen, die dem Bund na­he­ste­hen, na­ment­lich von der Bun­des­ver­samm­lung, den eid­ge­nös­si­schen Ge­rich­ten, vom Bun­des­rat oder von der Bun­des­ver­wal­tung ge­wähl­te oder er­nann­te Per­so­nen;
an­de­re Per­so­nen, wenn die Kon­to­füh­rung im In­ter­es­se des Bun­des liegt, na­ment­lich zur Ver­mei­dung von In­ter­es­sen­kol­li­sio­nen.
3Der Bun­des­rat be­zeich­net den Kreis der Kon­to­be­rech­tig­ten nach Ab­satz 2. Er kann Aus­nah­men von der Be­rech­ti­gung vor­se­hen, wenn auf­grund der feh­len­den dau­ern­den Ein­bin­dung in die Ar­beits­or­ga­ni­sa­ti­on des Bun­des dem Ar­beits­ver­hält­nis die Nä­he zum Bund fehlt oder der Auf­wand für die Kon­to­füh­rung un­ver­hält­nis­mäs­sig wä­re.
4Der Bund haf­tet für die Ver­bind­lich­kei­ten der SKB und trägt ih­re Kos­ten, so­weit die­se nicht von den Kun­din­nen und Kun­den ge­deckt wer­den.
1So­weit die­ses Ge­setz oder das Aus­füh­rungs­recht nichts an­de­res be­stimmt, rich­ten sich die Kon­to­be­zie­hun­gen der SKB nach den Vor­schrif­ten des Pri­vat­rechts. Strei­tig­kei­ten zwi­schen der SKB und ih­ren Kun­din­nen und Kun­den wer­den durch die Zi­vil­ge­rich­te be­ur­teilt.
2Nebst den ei­ge­nen Gel­dern dür­fen die Kun­din­nen und Kun­den auch Gel­der von na­hen An­ge­hö­ri­gen an­le­gen.
3Die SKB kann die Kon­to­be­zie­hung ins­be­son­de­re auf­lö­sen, wenn:
die Wei­ter­füh­rung der Kon­to­be­zie­hung Be­stim­mun­gen des Lan­des- oder des Völ­ker­rechts wi­der­spre­chen wür­de oder die­se Be­stim­mun­gen nur mit un­ver­hält­nis­mäs­sig ho­hem Auf­wand ein­ge­hal­ten wer­den könn­ten;
der SKB oder dem Bund Rechts- oder Re­pu­ta­ti­ons­schä­den dro­hen.
4Sie kann ein Kon­to zins­los stel­len und das Er­brin­gen wei­te­rer Dienst­leis­tun­gen ver­wei­gern, wenn die Kun­din oder der Kun­de den Ver­pflich­tun­gen ge­gen­über der SKB nicht nach­kommt.
5Die SKB kann für das Er­brin­gen ih­rer Dienst­leis­tun­gen kos­ten­de­cken­de Prei­se ver­lan­gen.
1Die SKB be­ar­bei­tet in Pa­pier­form und in ei­nem In­for­ma­ti­ons­sys­tem die Da­ten, ein­sch­liess­lich be­son­ders schüt­zens­wer­ter Per­so­nen­da­ten und Per­sön­lich­keitspro­fi­le, ih­rer Kun­din­nen und Kun­den, die sie zur Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­be be­nö­tigt, na­ment­lich um:
die Kon­ten zu füh­ren;
den Zah­lungs­ver­kehr ab­zu­wi­ckeln; und
Be­ra­tun­gen zum Dienst­leis­tungs­an­ge­bot durch­zu­füh­ren.
2Die An­ge­stell­ten der SKB und die mit dem tech­ni­schen Be­trieb, der Ab­wick­lung des Zah­lungs­ver­kehrs und der Da­ten­er­fas­sung be­auf­trag­ten Drit­ten er­hal­ten Zu­griff auf das In­for­ma­ti­ons­sys­tem, so­weit es für die Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben not­wen­dig ist.
3Die An­ge­stell­ten der SKB kön­nen für die Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben Per­so­nen­da­ten, ein­sch­liess­lich be­son­ders schüt­zens­wer­ter Per­so­nen­da­ten und Per­sön­lich­keitspro­fi­le, an ih­re di­rek­ten Vor­ge­setz­ten wei­ter­ge­ben, auch wenn die­se nicht An­ge­stell­te der SKB sind.
4Die SKB tauscht re­gel­mäs­sig Per­so­nen­da­ten zur Ab­klä­rung der Kon­to­be­rech­ti­gung und zur Er­fül­lung der Pflich­ten nach dem Geld­wä­sche­rei­ge­setz vom 10. Ok­to­ber 19972 mit dem Eid­ge­nös­si­schen Per­so­nal­amt, wei­te­ren Ar­beit­ge­bern der Kun­din­nen und Kun­den so­wie mit PU­BLI­CA aus. Der Da­ten­aus­tausch fin­det ge­gen­sei­tig statt.
5Die SKB ist ver­ant­wort­lich für den Schutz der Da­ten und die Si­cher­heit des In­for­ma­ti­ons­sys­tems.
6Der Bun­des­rat legt fest:
die Per­so­nen­da­ten, die be­ar­bei­tet wer­den dür­fen;
die Auf­be­wah­rungs­frist und die Ver­nich­tung der Da­ten nach Ab­lauf die­ser Frist.
1Die EFV kann Ver­wal­tungs­ein­hei­ten der de­zen­tra­len Bun­des­ver­wal­tung, die ei­ne ei­ge­ne Rech­nung füh­ren, für die Ver­wal­tung ih­rer li­qui­den Mit­tel der zen­tra­len Tre­so­re­rie an­sch­lies­sen, so­weit an­de­re Bun­des­ge­set­ze nichts Ab­wei­chen­des vor­se­hen.
2Die EFV und die an­ge­schlos­se­ne Ver­wal­tungs­ein­heit le­gen die Ein­zel­hei­ten des An­schlus­ses ein­ver­nehm­lich fest.
1Die EFV legt die für den Zah­lungs­be­darf nicht be­nö­tig­ten Gel­der so an, dass ih­re Si­cher­heit so­wie ein markt­kon­for­mer Er­trag ge­währ­leis­tet sind. Sie sind un­ter dem Fi­nanz­ver­mö­gen zu er­fas­sen.
2Grund­stücke oder Be­tei­li­gungs­rech­te an Er­werbs­un­ter­neh­men dür­fen nicht zu An­la­ge­zwe­cken er­wor­ben wer­den.
3Gel­der von Spe­zi­al­fonds, die durch einen Recht­s­er­lass ge­schaf­fen wor­den sind, kön­nen nach den Be­stim­mun­gen über die be­ruf­li­che Vor­sor­ge an­ge­legt wer­den.
2Er be­stimmt ins­be­son­de­re:
den Kon­ten­rah­men;
die Kon­tie­rungs­grund­sät­ze;
die Ab­schrei­bungs­me­tho­den und -sät­ze;
die Un­ter­ar­ten der Vor­an­schlags- und Ver­pflich­tungs­kre­di­te.
Der Bun­des­rat legt der Bun­des­ver­samm­lung spä­tes­tens sechs Jah­re nach In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 26. Sep­tem­ber 2014 einen Eva­lua­ti­ons­be­richt zur Um­set­zung und Wirk­sam­keit des neu­en Füh­rungs­mo­dells des Bun­des vor.
Das Fi­nanz­haus­halt­ge­setz vom 6. Ok­to­ber 19891 wird auf­ge­ho­ben.
1 [AS 1990 985, 1995 836 Ziff. II, 1996 3042, 1997 2022 An­hang Ziff. 2 2465 An­hang Ziff. 11, 1998 1202 Art. 7 Ziff. 3, 2847 An­hang Ziff. 5, 1999 3131, 2000 273 An­hang Ziff. 7, 2001 707 Art. 31 Ziff. 2, 2002 2471, 2003 535, 3543 An­hang Ziff. II 7 4265 5191, 2004 1633 Ziff. I 6 1985 An­hang Ziff. II 3 2143]
Die nach­ste­hen­den Bun­des­ge­set­ze wer­den wie folgt ge­än­dert:
1 Die Än­de­run­gen kön­nen un­ter AS 2006 1275 kon­sul­tiert wer­den.
1Beim In­kraft­tre­ten die­ser Än­de­rung re­du­ziert sich der Stand des Aus­gleichs­kon­tos nach Ar­ti­kel 16 Ab­satz 2 um ei­ne Mil­li­ar­de Fran­ken.
2Ar­ti­kel 17a ist auf al­le aus­ser­or­dent­li­chen Ein­nah­men und Aus­ga­ben des beim In­kraft­tre­ten die­ser Än­de­rung lau­fen­den Rech­nungs­jah­res an­wend­bar.
Art. 66a Übergangsbestimmungen zur Änderung vom
1Das bis­he­ri­ge Recht bleibt an­wend­bar auf:
den Voll­zug des letz­ten vor In­kraft­tre­ten die­ser Än­de­rung be­schlos­se­nen Vor­an­schlags;
das Ent­wer­fen, die Un­ter­brei­tung und die Ab­nah­me der da­zu ge­hö­ren­den Staats­rech­nung.
2Der Bun­des­rat ver­län­gert die En­de 2015 aus­lau­fen­den Leis­tungs­auf­trä­ge bis zum In­kraft­tre­ten die­ser Än­de­rung für Ver­wal­tungs­ein­hei­ten, die nach Ar­ti­kel 44 des Re­gie­rungs- und Ver­wal­tungs­or­ga­ni­sa­ti­ons­ge­set­zes vom 21. März 19972 (RVOG) mit Leis­tungs­auf­trag und Glo­bal­bud­get ge­führt wer­den. Er kann bei der Ver­län­ge­rung:
die Leis­tungs­auf­trä­ge an die ver­än­der­ten Be­din­gun­gen an­pas­sen;
auf die in Ar­ti­kel 44 Ab­satz 3 RVOG vor­ge­se­he­ne Kon­sul­ta­ti­on der zu­stän­di­gen par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­sio­nen ver­zich­ten.
Art. 66b Übergangsbestimmung zur Änderung vom
den Voll­zug des letz­ten vor In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 19. Ju­ni 2015 be­schlos­se­nen Vor­an­schlags;
die Er­stel­lung, die Un­ter­brei­tung und die Ab­nah­me der da­zu­ge­hö­ren­den Staats­rech­nung.
2Die Bun­des­ver­samm­lung kor­ri­giert den Stand des Aus­gleichs­kon­tos nach Ar­ti­kel 16 Ab­satz 2 mit der Staats­rech­nung 2016 um die in den Jah­ren 2007 bis 2016 ku­mu­lier­te Ab­wei­chung ge­gen­über ei­ner pe­ri­oden­ge­rech­ten Er­fas­sung der Agi­os und Di­sa­gi­os aus Bun­des­an­lei­hen.