Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201975,%20834
Timestamp: 2020-04-08 22:49:26
Document Index: 73374441

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 14']

BGH, 13.03.1975 - III ZR 152/72 - dejure.org
https://dejure.org/1975,1290
BGH, 13.03.1975 - III ZR 152/72 (https://dejure.org/1975,1290)
BGH, Entscheidung vom 13.03.1975 - III ZR 152/72 (https://dejure.org/1975,1290)
BGH, Entscheidung vom 13. März 1975 - III ZR 152/72 (https://dejure.org/1975,1290)
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Zur Möglichkeit des enteignenden Eingriffs wegen Durchschneidung des die Hofstelle verbindenen Gemeindewegs - Innerbetriebliche Verbindung zwischen Hofstelle und Weidegrundstück als vom Eigentumsschutz mitumfasst - Enteignender Eingriff in rechtlich geschützte Substanz ...
WM 1975, 834
BauR 1975, 335
Allerdings gehört zu den verfassungsrechtlich geschützten Rechtspositionen eines Grundeigentümers und eines Gewerbetreibenden, daß ihnen die Straße als Verkehrsmittler erhalten und die Zugänglichkeit des (Betriebs-) Grundstücks von der vorbeiführenden Straße her sowie der Zugang zu der Straße gewahrt bleiben (stRspr vgl. etwa BGHZ 48, 58, 62 f, 65, 68 f; Senatsurteile in WM 1975, 834 und in NJW 1975, 1880; vgl. auch Senatsurteil vom 21./22. April 1976 - III ZR 175/73, unveröffentlicht; s. ferner Ossenbühl, Staatshaftungsrecht, 1976 S. 111 f; Arndt WM 1972, 1018).
Das ist jedoch enteignungsrechtlich ohne Belang; denn Art. 14 GG schützt nicht den unveränderten Fortbestand einer bestimmten Verbindung der Anliegerstraße mit dem öffentlichen Wegesystem (BGHZ 55, 261, 264; s. ferner die erwähnten Senatsurteile in WM 1975, 834 und in NJW 1975, 1880 sowie das Senatsurteil vom 21./22. April 1976;… vgl. auch Ossenbühl a.a.O. S. 112).
Die Eigentumsgarantie umfaßt nicht bloße Lagevorteile eines Grundstücks (Senatsurteile in BGHZ 66, 173, 177 und WM 1975, 834, 835 m.w.Nachw.).
Dies gilt selbst dann, wenn eine durch einen öffentlichen Weg vermittelte günstige Verbindung zwischen zu demselben landwirtschaftlichen Betrieb gehörenden Grundstücken durch den Ausbau eines anderen Verkehrsweges zerschnitten wird, ohne die Zugänglichkeit der Grundstücke aufzuheben (vgl. BGHZ 48, 65 (67); BGH, Urteil vom 13. März 1975 - III ZR 152/72 - BauR 1975, S. 335 ff.).
BGH, 21.10.2010 - III ZR 237/09
Enteignung zum Straßenbau in Niedersachsen: Entschädigung eines Landwirts wegen …
d) Den bisherigen Grundsätzen der Senatsrechtsprechung steht auch nicht die Senatsentscheidung vom 13. März 1975 (III ZR 152/72, WM 1975, 834) entgegen.
Hingegen bildet der unveränderte Fortbestand einer bestimmten Verbindung der Anliegerstraße mit dem öffentlichen Wegesystem regelmäßig keine in den Schutz des Anliegergewerbebetriebes einzubeziehende Rechtsposition (Senatsurteile BGHZ 55, 261, 264 "Soldatengaststätte" m.w. Nachw.; v. 13. März 1975 - III ZR 152/72 = BGHWarn 1975 Nr. 52).
Ausgeschieden sind damit alle Umstände, denen der konkrete Bezug zu einem bestimmten Gewerbebetrieb fehlt, namentlich vorgefundene Vorteile und Chancen, auf die ein Betrieb sich einstellt (BGH Urteil vom 13. März 1975 - III ZR 152/72 = WM 1975, 834).
Die Vorteile, die vor dem Stadtbahnbau bestanden, hatten keinen konkreten Bezug zu den von den Klägern betriebenen Arztpraxen und können dementsprechend auch nicht zur Substanz dieser Berufsausübung gerechnet werden (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1975 - III ZR 152/72 - in VkBl. 1975, 623 [624]).
Das gilt insbesondere für die Frage einer Änderung der straßenverkehrlichen Verhältnisse (vgl. BGHZ 48, 58 = NJW 1967, 1752 = DVBl. 1967, 879; BGHZ 55, 261 = NJW 1971, 605 = DVBl. 1971, 397; BGH LM Art. 14 GG Nr. 26 = BauR 1975, 335; BGH BRS Bd. 34 Nr. 128; vgl. auch BGHZ 86, 152 [BGH 15.11.1982 - II ZR 206/81] = JZ 1983, 857 = DÖV 1983, 775).
Beide Wertobjekte können durch den Eingriff beeinträchtigt sein (vgl. die Senatsurteile BGHZ 48, 65; WM 1963, 441; 1975, 834).
BGH, 06.03.1986 - III ZR 146/84
Entschädigungsfeststellungsverfahren - Merkantiler Minderwert des Grundstücks - …
Bei der Frage, ob dem Flurstück Nr. 77 ein besonderer Lagevorteil zukommt, ist jedoch zu beachten, daß der zwischen dem Hofgrundstück und dem Flurstück Nr. 77 verlaufende Weg nicht im Eigentum des Klägers steht und die durch ihn derzeit gewährte günstige Verbindung zwischen beiden Grundstücken nicht zur vom Schutz des Art. 14 GG umfaßten Rechtsposition des Klägers gehört (vgl. Senatsurteil vom 13. März 1975 - III ZR 152/72 = WM 1975, 834).
Die Eigentumsgarantie umfaßt nicht bloße Lagevorteile eines Grundstücks (Senatsurteil in WM 1975, 834, 835 m.w.Nachw.).