Source: https://lesen.lexisnexis.at/_/das-nachrangige-drittdarlehen-im-gerichtlichen-sanierungsfall/artikel/zak/2018/16/Zak_2018_16_588.html
Timestamp: 2018-10-20 19:55:23
Document Index: 371792358

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 57', '§ 14', '§ 156', 'Art 22', 'EuG', 'Art 23', 'EuG']

Zak 2018/588 – Das nachrangige Drittdarlehen im gerichtlichen Sanierungsfall – LexisNexis Zeitschriften
Das nachrangige Drittdarlehen im gerichtlichen Sanierungsfall
Dr. Otto Werschitz
Der gegenständliche Beitrag stellt den aktuellen Stand der Diskussion im Zusammenhang mit dem rechtlichen Schicksal nachrangiger Drittdarlehen im Fall der gerichtlichen Sanierung eines Unternehmens dar und führt eigene Lösungsansätze ins Treffen.
Bei nachrangigen Darlehen ist grundsätzlich zwischen Darlehen, die von einem Gesellschafter in der Krise des Unternehmens gem § 1 EKEG begeben wurden und denen aufgrund ihres eigenkapitalersetzenden Charakters ex lege gem § 57a IO iVm § 14 EKEG Nachrangigkeit im Insolvenzfall anhaftet, und den hier interessierenden Darlehen von dritter Seite, bei denen es sich idR um Kreditinstitute handelt, zu unterscheiden. Bei letzteren wird die Nachrangigkeit erst aufgrund der vertraglichen Vereinbarung zwischen den Vertragspartnern in der Regel für den Fall der Insolvenz privatautonom vereinbart. 1
Zak 2018/588
Dr. Otto Werschitz ist Partner der Muhri & Werschitz Partnerschaft von Rechtsanwälten GmbH. Einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit bildet die Tätigkeit als Insolvenzverwalter sowie als Schuldner- und Gläubigervertreter in Insolvenzverfahren.
Werschitz/Muhri, Grundzüge der Insolvenzordnung 2, NWV, 2018; Privatbeteiligtenanspruch der Insolvenzmasse bei Strafverfahren gegen Geschäftsführer gemäß §§ 156 und 159 StGB?, ZIK 2014, 165; Internationale (Un)Zuständigkeit gemäß Art 22 Nr 5 EuGVVO alt / Art 23 Nr 5 EuGVVO neu und bei einstweiligen Verfügungen, ZAK 2016/9; Werschitz/Ragoßnig, Österreichisches Vergaberecht 3, 2012.