Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202011,%20209
Timestamp: 2019-05-23 22:25:57
Document Index: 3559218

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 103', '§ 142', '§ 74', '§ 73', '§ 73', '§ 111', '§ 142', '§ 142', '§ 142', '§ 73', '§ 142', '§ 73', 'BGH', '§ 142', 'BGH', '§ 142', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 212', '§ 261', 'BGH', 'BGH', 'in dubio', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 24']

Rechtsprechung: NStZ 2011, 209 - dejure.org
https://dejure.org/2010,1824
BGH, 15.11.2010 - 4 StR 413/10 (https://dejure.org/2010,1824)
BGH, Entscheidung vom 15.11.2010 - 4 StR 413/10 (https://dejure.org/2010,1824)
BGH, Entscheidung vom 15. November 2010 - 4 StR 413/10 (https://dejure.org/2010,1824)
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Art. 103 Abs. 2 GG; § 142 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Nr. 2 StGB; § 74 StGB; § 73a StGB; § 73c StGB; § 111i Abs. 2 StPO
Unerlaubtes Sich Entfernen vom Unfallort (Begriff des Unfallorts; Tatvorsatz; unvorsätzliches und entschuldigtes Sich Entfernen); Einziehung; Wertersatzverfall (mangelnde Erörterung eines Härtefalles)
§ 142 Abs 1 Nr 1 StGB, § 142 Abs 2 Nr 2 StGB
Verkehrsunfallflucht: Strafbarkeit des Entfernens von einem anderen Ort als dem Unfallort nach Kenntniserlangung von dem Unfallereignis
Kein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort mehr, wenn der Betroffene erstmals an einem anderen Ort von dem Unfall erfährt
Verlassen des Ortes der erstmaligen Kenntniserlangung eines Unfallbeteiligten vom Unfall als Entfernen vom Unfallort i.S.d. § 142 Strafgesetzbuch (StGB); Erforderliche Feststellungen einer Tatsacheninstanz zur Prüfung der Härtevorschrift des § 73c StGB
Verlassen des Ortes der erstmaligen Kenntniserlangung eines Unfallbeteiligten vom Unfall als Entfernen vom Unfallort i.S.d. § 142 Strafgesetzbuch ( StGB ); Erforderliche Feststellungen einer Tatsacheninstanz zur Prüfung der Härtevorschrift des § 73c StGB
Zum unerlaubten Entfernen vom Unfallort
Vorsatzloses Entfernen vom Unfallort nicht strafbar
Unfallflucht: Keine Strafbarkeit, wenn Unfall nicht an Ort und Stelle bemerkt wird
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH v. 15.11.2010 - 4 StR 413/10 (Zum Entfernen vom "Unfallort" nach § 142 Abs. 1 StGB)" von RiAG Dr. Axel Deutscher, original erschienen in: StRR 2011, 27.
Kurznachricht zu "Praxishinweis zum Beschluss des BGH vom 15.11.2010, Az.: 4 StR 413/10 (Zum Entfernen vom Unfallort nach § 142 Abs. 1 StGB)" von RiAG Dr. Axel Deutscher, original erschienen in: VRR 2011, 28 - 29.
LG Itzehoe, 03.03.2010 - 1 KLs 22/08
Der danach erforderliche zeitliche und sachliche Zusammenhang zwischen dem Sich-Entfernen und dem Unfallereignis war hier bereits durch das erstmalige Sich-Entfernen unterbrochen (vgl. auch BGH, Beschluss vom 15.11.2010 - 4 StR 413/10; Mitsch, JuS 2009, 341).
https://dejure.org/2010,15538
BGH, 08.12.2010 - 2 StR 536/10 (https://dejure.org/2010,15538)
BGH, Entscheidung vom 08.12.2010 - 2 StR 536/10 (https://dejure.org/2010,15538)
BGH, Entscheidung vom 08. Dezember 2010 - 2 StR 536/10 (https://dejure.org/2010,15538)
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Anforderungen an den Rücktritt vom Versuch (Abgrenzung vom unbeendeten und beendeten Versuch; keine Vorstellung des möglichen Todeseintritts; besonders gefährliche Gewalthandlungen; Grenzen des Zweifelsgrundsatzes)
§ 22 StGB, § 23 StGB, § 24 StGB, § 212 StGB, § 261 StPO
Rücktritt vom - unbeendeten - Tötungsversuch bei gefährlicher Gewalthandlung
Vorstellung des Täters vom Ausschluss eines Erfolgseintritts als Voraussetzung für die Annahme eines unbeendeten Versuchs bei besonders gefährlichen Gewalthandlungen
Beendeter Versuch, unbeendeter Versuch und Rücktrittshorizont
LG Kassel, 30.06.2010 - 4631 Js 3103/10
Nach den bisherigen Feststellungen liegt die Annahme eines strafbefreienden Rücktritts vom Tötungsversuch nicht nahe (vgl. BGH, Urteil vom 8. Dezember 2010 - 2 StR 536/10, NStZ 2011, 209).
Zwar setzt die Annahme eines unbeendeten Versuchs gerade bei besonders gefährlichen Gewalthandlungen eines mit bedingtem Tötungsvorsatz handelnden Täters voraus, dass auch Umstände festgestellt werden, die im Rahmen der Gesamtwürdigung die Wertung zulassen, er habe nach Beendigung der Tathandlung den tödlichen Erfolg nicht (mehr) für möglich gehalten (BGH, Urteil vom 8. Dezember 2010 - 2 StR 536/10).
Soweit das Landgericht darüber hinaus schon bei der Abgrenzung des beendeten vom unbeendeten Versuch auf den Grundsatz in dubio pro reo zurückgreift, begegnet auch dies keinen durchgreifenden rechtlichen Bedenken (vgl. BGH, Beschluss vom 22. Mai 2013 - 4 StR 170/13, NStZ 2013, 703, 704; Urteil vom 8. Dezember 2010 - 2 StR 536/10).
Bei einem Tötungsversuch liegt demnach ein beendeter Versuch vor, wenn der Täter den Eintritt des Todes bereits für möglich hält oder sich - namentlich nach besonders schweren Gewalthandlungen, die zu schweren Verletzungen geführt haben - keine Vorstellungen über die Folgen seines Handelns macht (BGH, Urteile vom 22. September 2005 - 3 StR 256/05, NStZ-RR 2006, 6; vom 8. Dezember 2010 - 2 StR 536/10, NStZ 2011, 209;… vom 1. Dezember 2011 - 3 StR 337/11, BGHR StGB § 24 Abs. 1 Satz 1 Versuch, beendeter 14).