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Timestamp: 2016-10-28 04:36:28
Document Index: 262199991

Matched Legal Cases: ['Art. 23', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 11', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 64', 'Art. 68', 'BGE']

9C_895/2013 � � Urteil vom 15. Mai 2014
Berufliche Vorsorge (Invalidenrente, Beginn der Arbeitsunf�higkeit),
Der 1960 geborene, in �sterreich wohnhafte Grenzg�nger B.________ war vom 15. Mai 2000 bis zum 30. September 2009 (letzter effektiver Arbeitstag: 1. Dezember 2008) bei der A.________ AG als Schlosser angestellt und dadurch bei der Personalstiftung A.________ AG (nachfolgend: Personalstiftung) berufsvorsorgerechtlich versichert. Am 1. Dezember 2008 erlitt er eine Aortendissektion und wurde gleichentags sowie am 1. Juli 2009 operiert.
B.________ meldete sich am 5. Juni 2009 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach medizinischen und erwerblichen Abkl�rungen, namentlich einer interdisziplin�ren (internistisch-psychiatrischen) Untersuchung durch den Regionalen �rztlichen Dienst (RAD; Berichte vom 9. und 11. November 2009), verneinte die IV-Stelle f�r Versicherte im Ausland mit Verf�gung vom 12. April 2010 den Anspruch auf eine Invalidenrente (Invalidit�tsgrad von 8 %).
Am 7. September 2010 meldete sich B.________ erneut zum Rentenbezug an und reichte u.a. ein vom Arbeits- und Sozialgericht Feldkirch (�sterreich) - im Rahmen eines von ihm gegen die Pensionsversicherungsanstalt angestrengten Klageverfahrens - veranlasstes nerven�rztliches Sachverst�ndigengutachten des Dr. med. C.________, Facharzt f�r Neurologie und Psychiatrie, vom 3. Mai 2010 zu den Akten. Daraufhin liess die IV-Stelle B.________ abermals durch den RAD-Psychiater untersuchen (Bericht vom 7. Januar 2011) und sprach mit Verf�gung vom 25. August 2011 eine ganze Invalidenrente mit Wirkung ab 1. April 2011 zu. Die Personalstiftung verneinte ihre Leistungspflicht mit der Begr�ndung, die zur Invalidit�t f�hrende Arbeitsunf�higkeit sei erst im April 2010 eingetreten (Schreiben vom 27. Juni und 30. August 2011).
Die von B.________ gegen die Personalstiftung erhobene Klage hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 22. Oktober 2013 gut und verpflichtete die Personalstiftung, unter Ber�cksichtigung der Krankentaggeldberechtigung fr�hestens ab 1. Dezember 2009 eine (ausschliesslich) �berobligatorische Invalidenrente auf der Basis eines Invalidit�tsgrads von 100 % zuz�glich Zins von 5 % ab 20. April 2012 auszurichten.
Die Personalstiftung erhebt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und die Klage vom 20. April 2012 abzuweisen.
W�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherungen auf eine Stellungnahme verzichtet, tr�gt der Beschwerdegegner auf Abweisung der Beschwerde an. Zudem ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege.
Streitig ist der Anspruch auf eine Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge. Dabei steht insbesondere in Frage, ob eine Bindungswirkung an den Entscheid der IV-Organe besteht.
Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen �ber den Anspruch auf eine Invalidenrente aus der beruflichen Vorsorge und deren Beginn (Art. 23 und 26 Abs. 1 BVG) sowie die hiezu ergangene Rechtsprechung (BGE 136 V 65 E. 3.1 S. 68 mit Hinweisen) zutreffend wiedergegeben. Gleiches gilt hinsichtlich der Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht einer ehemaligen Vorsorgeeinrichtung massgebenden Erfordernis des engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhangs zwischen Arbeitsunf�higkeit und Invalidit�t (BGE 134 V 20 E. 5.3 S. 27; 130 V 270 E. 4.1 S. 275; 123 V 262 E. 1c S. 264; 120 V 112 E. 2c/aa und bb S. 117 f.) sowie zur Bindungswirkung der Feststellungen der IV-Organe f�r die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge (BGE 132 V 1 E. 3 S. 3; 130 V 270 E. 3.1 S. 273 f.; je mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
3.1.�Nach den verbindlichen Feststellungen des kantonalen Gerichts hat die IV-Stelle die Beschwerdef�hrerin in die Vorbescheidverfahren einbezogen und ihr die Verf�gungen vom 12. April 2010 und 25. August 2011 formg�ltig er�ffnet. Diese sind unangefochten in Rechtskraft erwachsen. Zu erg�nzen ist, dass die IV-Rente - mit Blick auf die (Neu-) Anmeldung vom 7. September 2010 und den per April 2011 festgesetzten Rentenbeginn - nicht aufgrund einer versp�teten Anmeldung im Sinne von Art. 29 Abs. 1 IVG ausgerichtet wird. Legte die IV-Stelle den Eintritt der Arbeitsunf�higkeit somit nicht auf einen Zeitpunkt hin fest, welcher ab dem Leistungsersuchen an gerechnet weiter als sechs Monate zur�ckliegt, steht der Bindungswirkung grunds�tzlich nichts entgegen (Urteil 9C_620/2012 vom 16. Oktober 2012 E. 2.4 mit Hinweisen, in: SVR 2013 BVG Nr. 17 S. 67). Da zudem - wie die Vorinstanz zutreffend feststellte - gem�ss Reglement der Beschwerdef�hrerin die Versicherten Anspruch auf eine Invalidenrente haben, welche im Sinne der Eidgen�ssischen Invalidenversicherung invalid sind (Art. 11.1 des Reglements; in der ab dem 1. Januar 2005 g�ltigen Fassung), sind die von den IV-Organen getroffenen Feststellungen, insbesondere in Bezug auf den Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunf�higkeit, f�r die Beschwerdef�hrerin verbindlich, sofern sie nicht offensichtlich unhaltbar sind.
3.2.�Gilt im Verfahren der beruflichen Vorsorge - wie hier - die Bindungswirkung an den Entscheid der Invalidenversicherung, ist die Frage, ob die Festlegungen der IV-Stelle offensichtlich unhaltbar sind, nach der Aktenlage zu beurteilen, wie sie sich bei Verf�gungserlass pr�sentierte. Nachtr�glich geltend gemachte Tatsachen oder Beweismittel, welche die Verwaltung nicht von Amtes wegen h�tte erheben m�ssen, sind nicht geeignet, die Festlegungen der Invalidenversicherung als offensichtlich unhaltbar erscheinen zu lassen. Dies gilt jedenfalls so lange, als es sich nicht um neue Tatsachen oder Beweismittel handelt, welche zu einer anderen rechtlichen Beurteilung f�hren und die IV-Stelle, welcher sie unterbreitet werden, verpflichten w�rden, im Rahmen einer prozessualen Revision auf die urspr�ngliche, formell rechtskr�ftige Verf�gung zur�ckzukommen (BGE 130 V 270 E. 3.1 S. 273; 126 V 308 E. 2a S. 311; Urteil 9C_81/2010 vom 16. Juni 2010 E. 4.1).
4.1.�Die Vorinstanz erwog, aufgrund der Akten (u.a. der interdisziplin�ren Stellungnahme des RAD vom 11. November 2009) stehe fest, dass w�hrend des Vorsorgeverh�ltnisses eine vollst�ndige und dauerhafte Arbeitsunf�higkeit in der angestammten T�tigkeit eingetreten und daher die Versicherteneigenschaft gegeben sei. Die sachliche Konnexit�t sei erf�llt, und zwar sowohl bei Annahme einer bei der Operation vom 1. Dezember 2008 erfolgten Hirnsch�digung durch Sauerstoffmangel (Gutachten des Dr. med. C.________) als auch bei Annahme der vom RAD postulierten schwergradigen depressiven St�rung (Bericht des RAD vom 7. Januar 2011). Im letzteren Fall w�re die psychische St�rung mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit als Folge der Operationen bzw. des Verlustes der Arbeitsstelle aufgetreten, so dass der Kausalzusammenhang bejaht werden m�sste. Der zeitliche Zusammenhang sei nicht unterbrochen worden, da die Beurteilung des RAD hinsichtlich der Arbeitsunf�higkeit offensichtlich unzutreffend sei. Es sei davon auszugehen, dass im gesamten Zeitraum eine relevante Arbeitsf�higkeit (recte: Arbeitsunf�higkeit) bestanden habe. Daraus resultiere die grunds�tzliche Leistungspflicht der Beschwerdef�hrerin.
4.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Bundesrechtsverletzung dergestalt, als die Vorinstanz ohne hinreichende Begr�ndung die Bindungswirkung an die Feststellungen der IV verneine.
5.1.�Im Zeitpunkt des Verf�gungserlasses (25. August 2011) pr�sentierte sich die Aktenlage im Wesentlichen wie folgt:
5.1.1.�Im Bericht des Herz-Zentrums Z.________ vom 1. Dezember 2008 wurde zur gleichentags durchgef�hrten Operation (Ascendens- und Bogenersatz, Ersatz des akoronaren Sinus, Resuspension der Aortenklappe) festgehalten, diese habe in tiefer Hypothermie (22,1� C) stattgefunden. Aufgrund der komplizierten Verh�ltnisse sei ein Kreislaufstillstand von 32 Minuten notwendig gewesen, in Kopftieflage mit Perfusion �ber die rechte Arteria axillaris. Nach Wiederaufw�rmen des Beschwerdegegners und Entl�ften des Herzens sei ein problemloses Abgehen von der Herz-Lungen-Maschine erfolgt. Mit stabilen Kreislaufparametern habe die Verlegung auf die chirurgische Intensivstation stattgefunden.
5.1.2.�Am 13. Januar 2009 rapportierten die �rzte der Kliniken Y.________ �ber die station�re Behandlung von 11. Dezember 2008 bis 12. Januar 2009, als Begleiterkrankung zu den somatischen Diagnosen habe eine reaktive Depression vorgelegen. Es seien psychologische Einzelgespr�che durchgef�hrt worden. Der Beschwerdegegner habe sich im Rehaverlauf sehr kooperativ und motiviert gezeigt. In der Folge habe sich eine ad�quate Krankheitsverarbeitung mit aktiv bew�ltigenden Coping-Strategien ergeben und eine psychische Stabilisierung sei eingetreten.
5.1.3.�Am Landeskrankenhaus X.________ fand am 1. Juli 2009 ein zweiter Eingriff statt (transperitoneale Implantation einer aorto-biiliacalen Prothese mit Re-Insertion der linken Arteria iliaca interna �ber zus�tzlichen Graft), wobei ein unauff�lliger peri- und postoperativer Verlauf verzeichnet wurde (Bericht vom 23. Juli 2009).
5.1.4.�Am 9. September 2009 legte der behandelnde Kardiologe Dr. med. D.________, Facharzt f�r Kardiologie und Innere Medizin, dar, die Untersuchung zeige ein gutes Operationsresultat (k�rperliche Leistungsf�higkeit von 84 %). Subjektiv sei der Beschwerdegegner jedoch leistungsm�ssig eingeschr�nkt, rasch erm�dbar, auch leide er unter neurokognitiven Beeintr�chtigungen.
5.1.5.�Im Bericht vom 11. November 2009 (zur Untersuchung vom 28. Oktober 2009) kam der RAD-Arzt Dr. med. E.________, Facharzt f�r Allgemeine Innere Medizin FMH, zum Schluss, der Beschwerdegegner habe sich wegen einer Dissektion der ganzen Aorta zwei grossen gef�sschirurgischen Eingriffen unterziehen m�ssen, wobei sich die postoperativen Verl�ufe komplikationslos gestaltet h�tten. Die geklagten Ged�chtnis- und Konzentrationsst�rungen, die indes im - auf ausschliesslich krankheitsnahe Themen gerichteten - Gespr�ch nicht auffielen, seien am ehesten mit den beiden Eingriffen in Zusammenhang zu bringen, welche wohl lange dauernde Narkosen erforderlich gemacht h�tten. Insgesamt sei der Gesundheitszustand als �usserst befriedigend zu bezeichnen. F�r die bisherige schwere T�tigkeit eigne sich der Beschwerdegegner nicht mehr, in einer k�rperlich leichten T�tigkeit sei er jedoch ab sofort vollumf�nglich arbeitsf�hig.
Der RAD-Psychiater Dr. med. F.________ f�hrte im Bericht vom 9. November 2009 aus, durch die Erkrankung sei der leistungsorientierte Beschwerdegegner in eine schwere Lebenskrise geraten, die tempor�r zu einer psychischen Problematik im Sinne einer Anpassungsst�rung gef�hrt habe. Zum Untersuchungszeitpunkt (28. Oktober 2009) sei jedoch keine schwerwiegende psychische Symptomatik zu beobachten. So betone der Beschwerdegegner, dass er eher positiv denke, sich des Lebens freue, was auch mit dem klinischen Eindruck korreliere. Aus rein psychiatrischer Sicht k�nne keine St�rung mit Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit diagnostiziert werden.
5.1.6.�Im "Ausf�hrlichen �rztlichen Bericht" vom 18. Januar 2010 (Untersuchung vom 14. Januar 2010) stellte Dr. med. G.________, Facharzt f�r Innere Medizin, fest, klinisch k�nnten keine h�hergradigen Funktionseinbussen am Bewegungs- / St�tzapparat ausgewiesen werden, insbesondere kein eindeutiger Anhalt f�r neurologische Defizite. Zusammengefasst seien leichte und fallweise mittelschwere Arbeiten in m�glichst wechselnder K�rperhaltung zumutbar.
5.1.7.�Dr. H.________, Klinische Neuropsychologin, berichtete zur neuropsychodiagnostischen Untersuchung vom Mai 2010, es zeigten sich ein Leistungsprofil mit einer schweren Ged�chtnisst�rung und eine schwere Konzentrationsst�rung, ferner l�gen eine psychomotorische Verlangsamung, eine Beeintr�chtigung der kognitiven Flexibilit�t, Verhaltensauff�lligkeiten und eine St�rung der zentralen Kontrolle vor. Die Befunde entspr�chen einer hypoxischen Hirnsch�digung z.B. nach einem Herz- und Kreislaufstillstand, wie dies hier " - f�r 32 Minuten! - " der Fall gewesen sei. Dadurch komme es v.a. zu einem Zellverlust im Hippocampus und Corpus amygdaloideum sowie im anterioren Thalamus, was die schweren Beeintr�chtigungen erkl�re. Das vorliegende Beschwerdebild sei einem sog. mittelgradigen organischen Psychosyndrom mit einer Minderung der Erwerbsf�higkeit von 60 % zuzuordnen.
5.1.8.�Die Dres. med. I.________, Facharzt f�r Orthop�die und K.________, Facharzt f�r Innere Medizin und Endokrinologie / Stoffwechsel - Nuklearmedizin, attestierten - zu Handen des Arbeits- und Sozialgerichts Feldkirch - in den Gutachten vom 17. Juni und 19. Mai 2010 f�r adaptierte T�tigkeiten eine volle Arbeitsf�higkeit (8 Stunden t�glich).
Im nerven�rztlichen Sachverst�ndigengutachten vom 3. Mai 2010 stellte Dr. med. C.________ die Diagnosen Zustand nach cerebraler Hypoxie (Sauerstoffmangelversorgung des Gehirns) bei Kreislaufstillstand �ber 32 Minuten mit mittelgradigem organischen Psychosyndrom (Hirnfunktionsst�rung), Anpassungsst�rung mit Angstst�rung und demyelinisierende Polyneuropathie (am ehesten als Critical-Illness-Polyneuropathie einzustufen). Beim Beschwerdegegner sei es zu einem Einriss der Aorta gekommen. Im Rahmen der notfallm�ssigen Operation sei ein Kreislaufstillstand von 32 Minuten erforderlich gewesen, wobei es trotz Unterk�hlung zu einer Hirnsch�digung durch Sauerstoffmangel gekommen sei, so dass nun ein organisches Psychosyndrom bestehe. Durch dieses seien die kognitiven Funktionen in einem erheblichen Ausmass gest�rt (gem�ss dem neuropsychologischen Befund der Dr. H.________ vom Mai 2010). Das Bew�ltigen allt�glicher Arbeitsabl�ufe sei beeintr�chtigt und die F�higkeit, neue Informationen aufzunehmen und sinnvoll zu verwerten, sei drastisch reduziert. Zus�tzlich bestehe eine erh�hte Angstbereitschaft, wodurch Aufmerksamkeit und Konzentrationsleistung zus�tzlich beeintr�chtigt w�rden. Schliesslich f�hre die Polyneuropathie zu Sensibilit�tsst�rungen an den unteren Extremit�ten, wodurch eine latente Gleichgewichtsst�rung bedingt sein k�nne. Aufgrund der erheblichen Funktionsst�rung der Hirnleistung und den daraus resultierenden kognitiven Einbussen bestehe Arbeitsunf�higkeit. Eine abschliessende Beurteilung sei fr�hestens in einem Jahr mit Hilfe einer neuerlichen neuropsychologischen Testung m�glich.
5.1.9.�Dr. med. F.________ berichtete am 7. Januar 2011 zur Verlaufsexploration vom 22. November 2010, es zeige sich ein deutlicher Unterschied zur Untersuchung vor einem Jahr (u.a. h�tten damals keine Anzeichen f�r gravierende kognitive Beeintr�chtigungen wie Ged�chtnisst�rungen, Aufmerksamkeitsst�rungen oder Konzentrationsprobleme bestanden). Die aktuell geschilderten Beschwerden und das klinische Bild seien insgesamt mit einer schwergradig depressiv ausgepr�gten Symptomatik vereinbar. Sowohl die Beschwerden wie Schlafst�rungen und Gedankenkreisen als auch die klinisch beobachtete Antriebsst�rung und die formalen Denkst�rungen seien als Ausdruck einer schweren depressiven St�rung zu verstehen. Die von Dr. H.________ postulierten schwerwiegenden kognitiven Beeintr�chtigungen k�nnten nicht best�tigt werden, zumal der Beschwerdegegner im Mini-Mental-Status-Test immerhin 28 von 30 Punkte erreiche, was gegen eine hirnorganische oder demenzielle Problematik spreche. Vielmehr k�nnten die in der neuropsychologischen Testung beschriebenen "kognitiven Defizite" als Ausdruck der depressiven St�rung, insbesondere der beobachteten gravierenden Antriebs- und formalen Denkst�rungen interpretiert werden. Insofern seien die Schlussfolgerungen der neurologischen Begutachtung nicht nachvollziehbar. Das Vorliegen eines hypoxischen Hirnschadens werde mit einem Kreislaufstillstand von 32 Minuten bei der Operation vom 1. Dezember 2008 begr�ndet. Bei Studium der Operations- und Hospitalisationsberichte werde deutlich, dass der Beschwerdegegner in einen hypothermen Herzstillstand versetzt und w�hrend der Operation - wie bei Operationen �blich - k�nstlich durch eine Herz-Kreislaufmaschine versorgt worden sei. Insofern sei nicht nachvollziehbar, weshalb bei einer professionellen, lege artis durchgef�hrten Operation mit �berwachung der Vitalfunktionen ein hypoxischer Hirnschaden verursacht worden sein soll, zumal ein komplikationsloser postoperativer Verlauf bez�glich der Atem- und Kreislauffunktionen geschildert werde. Allenfalls seien Dr. H.________ und Dr. med. C.________ einem Missverst�ndnis dergestalt unterlegen, als sie von einer fehlenden k�nstlichen Beatmung und Kreislaufregulation ausgegangen seien, was hier offensichtlich zu einer unzutreffenden diagnostischen Einsch�tzung gef�hrt habe. Fr�hestens seit der neuropsychologischen Testung im April 2010 sei eine Verschlechterung des Gesundheitszustands im Sinne einer schwergradig ausgepr�gten depressiven St�rung nachvollziehbar. Aktuell und bis auf weiteres sei keine verwertbare Arbeitsf�higkeit gegeben. Therapeutisch sei die Durchf�hrung einer fachm�nnischen Depressionsbehandlung notwendig. Eine Rentenrevision k�nne in einem Jahr stattfinden. Es best�nden gute Chancen, dass eine Verbesserung verzeichnet werden k�nne, womit eine berufliche Wiedereingliederung m�glich werde.
5.2.�Mit Blick auf die hievor wiedergegebenen Arztberichte hat die Vorinstanz mit der Annahme, die Beurteilung der IV hinsichtlich des Eintritts der invalidisierenden Arbeitsunf�higkeit sei offensichtlich unzutreffend, Bundesrecht verletzt. Sie begr�ndet die offensichtliche Unhaltbarkeit im Wesentlichen damit, der RAD habe den Zeitpunkt des Eintritts auf das Datum der Untersuchung durch Dr. med. C.________ (28. April 2010) festgelegt, obschon er dessen Beurteilung als nicht beweiskr�ftig eingestuft habe (E. 3.5.2 des angefochtenen Entscheids). Dabei verkennt sie, dass der RAD-Psychiater die von Dr. H.________ und Dr. med. C.________ als "kognitive Defizite" beschriebenen, erheblichen Einschr�nkungen nicht per se ausschloss, sondern als Ausdruck der schwergradigen depressiven St�rung, insbesondere der von ihm beobachteten gravierenden Antriebs- und formalen Denkst�rungen, interpretierte (Bericht vom 7. Januar 2011). Angesichts des Umstands, dass mit der Beurteilung des Dr. med. C.________ - was den Zeitraum nach der RAD-Untersuchung vom 28. Oktober 2009 betrifft - erstmals eine Arbeitsunf�higkeit f�r jegliche T�tigkeiten bescheinigt wurde, ist ohne Weiteres nachvollziehbar und schl�ssig, dass Dr. med. F.________ den Zeitpunkt der gesundheitlichen Verschlechterung auf die Untersuchung des Dr. med. C.________ hin festlegte. Sodann vermag das kantonale Gericht nicht darzutun, inwiefern die echtzeitliche Einsch�tzung des Dr. med. F.________, wonach zum Zeitpunkt der Untersuchung (28. Oktober 2009) aus psychiatrischer Sicht keine relevante St�rung bestanden habe, offensichtlich unhaltbar w�re. Damit verbietet sich der Schluss, es habe durchgehend eine psychisch bedingte, relevante Arbeitsunf�higkeit bestanden (E. 3.5.2 in fine des angefochtenen Entscheids).
Schliesslich kann keine Rede davon sein, die diagnostische Beurteilung des RAD-Psychiaters, welcher ein seit der Operation vom 1. Dezember 2008 bestehendes (invalidisierendes) mittelgradiges organisches Psychosyndrom ausschloss und die in der neuropsychologischen Untersuchung festgestellten Einschr�nkungen als Ausdruck der depressiven St�rung wertete, sei offensichtlich unhaltbar. Dr. med. F.________ hat einleuchtend dargelegt, dass u.a. die Resultate des Mini-Mental-Status-Tests gegen schwere hirnorganische Beeintr�chtigungen und damit eine hypoxische Hirnsch�digung sprechen und dass die Beschwerden durch eine schwere Depression erkl�rt werden k�nnen. Ferner �berzeugt seine Vermutung, Dr. H.________ (welche offenbar von einem Kreislaufstillstand ohne ad�quate Versorgung des Gehirns von 32 Minuten ausging; vgl. dazu VERENA KOLLMANN-FAKLER, Prognosekriterien und Outcome der hypoxischen Hirnsch�digung nach Herz-Kreislaufstillstand, Diss. M�nchen 2011 S. 8 und 11; abrufbar unter edoc.ub.uni-muenchen.de) sowie Dr. med. C.________, welcher massgeblich auf deren Testresultate abstellte, seien einem Missverst�ndnis betreffend die Umst�nde der Operation vom 1. Dezember 2008 unterlegen. Insbesondere der Hinweis im Operationsbericht vom 1. Dezember 2008, der Kreislaufstillstand finde "in Kopftieflage mit Perfusion [Versorgung von Organen mit Blut] �ber die rechte Arteria axillaris" statt, spricht klar gegen die Annahme einer fehlenden Sauerstoffversorgung des Gehirns. �berdies erscheint - mangels jeglicher Anhaltspunkte f�r einen nicht lege artis durchgef�hrten Eingriff - weder eine durch die Operation vom 1. Dezember 2008 herbeigef�hrte gravierende Hirnsch�digung plausibel noch dass die behandelnden und die untersuchenden �rzte (des RAD und der Pensionsversicherungsanstalt) diese in der Folge nicht bemerkt h�tten.
5.3.�Zusammenfassend sind die Feststellungen der IV-Organe entgegen der Vorinstanz nicht offensichtlich unhaltbar und daher f�r die Beschwerdef�hrerin verbindlich. Damit ist erstellt, dass die Aortendissektion zur dauernden Arbeitsunf�higkeit in der bisherigen T�tigkeit gef�hrt hat, wogegen in einer leidensangepassten T�tigkeit keine (l�nger dauernde) Einschr�nkung resultierte. Weiter steht fest, dass Anzeichen f�r die psychisch bedingte Arbeitsunf�higkeit, welche der Invalidit�t zugrunde liegt, erstmals durch Dr. H.________ bzw. Dr. med. C.________ dokumentiert wurden. Folglich bestand (mindestens) zwischen der Untersuchung der RAD-�rzte vom 28. Oktober 2009 und der Begutachtung durch Dr. H.________ bzw. Dr. med. C.________ ab 28. April 2010 und damit w�hrend sechs Monaten eine volle Arbeitsf�higkeit in einer angepassten T�tigkeit. Da praxisgem�ss bei einer mehr als drei Monate dauernden vollen Arbeitsf�higkeit in der Regel von einem Unterbruch des zeitlichen Konnexes auszugehen ist (BGE 134 V 20 E. 3.2 S. 22 mit Hinweisen), kann die Frage nach dem sachlichen Zusammenhang offen blieben. Mithin entf�llt eine Leistungspflicht der Beschwerdef�hrerin.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat der Beschwerdegegner grunds�tzlich die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege kann jedoch entsprochen werden (Art. 64 BGG). Er hat der Gerichtskasse Ersatz zu leisten, wenn er sp�ter dazu in der Lage ist (Art. 64 Abs. 4 BGG). Der obsiegenden Beschwerdef�hrerin steht keine Parteientsch�digung zu (Art. 68 Abs. 3 BGG; Urteil 9C_920/2008 vom 16. April 2009 E. 7 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 135 V 163, aber in: SVR 2009 BVG Nr. 30 S. 109).
Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Oktober 2013 aufgehoben. Die Klage vom 20. April 2012 wird abgewiesen.
Rechtsanwalt Antonius Falkner wird als unentgeltlicher Anwalt des Beschwerdegegners bestellt, und es wird ihm f�r das bundesgerichtliche Verfahren aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 1'500.- ausgerichtet.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten und Festsetzung der Entsch�digung der unentgeltlichen Rechtspflege im vorinstanzlichen Verfahren an das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen zur�ckgewiesen.