Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=27.03.2014&Aktenzeichen=3%20StR%20342%2F13
Timestamp: 2019-12-11 02:31:56
Document Index: 314282303

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

https://dejure.org/2014,5040
BGH, 27.03.2014 - 3 StR 342/13 (https://dejure.org/2014,5040)
BGH, Entscheidung vom 27.03.2014 - 3 StR 342/13 (https://dejure.org/2014,5040)
BGH, Entscheidung vom 27. März 2014 - 3 StR 342/13 (https://dejure.org/2014,5040)
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Betrug durch sog. Ping-Anrufe (konkludente Täuschung; objektiver Empfängerhorizont; normativ vorstrukturiertes Vorstellungsbild; Kommunikationswusch und Nichtvorhandensein erhöhter Rückrufkosten als Täuschungsgegenstand; Irrtum: sachgedankliches Mitbewusstsein; ...
Betrugstatbestand: Strafbarkeit sog. Ping-Anrufe
Urteil im Ping-Verfahren wegen Betruges rechtskräftig
Ping, Ping - macht das Anrufen betrügerisch
"Ping"-Urteil - Teure Rückruf-Fallen sind strafbar
Das für eine Täuschung erforderliche ernsthafte Kommunikationsanliegen ist beim sog. "Ping"-Verfahren gegeben
Strafurteile wegen Betruges durch "Ping"-Anrufe bestätigt
BGH hat Strafbarkeit von sog. "Ping"-Anrufen als Betrug bestätigt
Konkludente Täuschung, Stoffgleichheit
Betrug durch "Ping"-Anrufe
BGHSt 59, 195
dd) In Massenbetrugsverfahren kann sich das Gericht seine Überzeugung von einem Irrtum vieler Geschädigter auch dadurch verschaffen, dass es einige der Geschädigten als Zeugen vernimmt (oder deren Aussagen auf andere Art und Weise in die Hauptverhandlung einführt) und aus deren Angaben zum Vorliegen eines Irrtums indiziell auf einen Irrtum bei anderen Geschädigten schließt (vgl. BGH, Beschluss vom 6. Februar 2013 - 1 StR 263/12, NStZ 2013, 422; Urteil vom 22. November 2013 - 3 StR 162/13, NStZ 2014, 215; Urteil vom 5. März 2014 - 2 StR 616/12, NJW 2014, 2595; Urteil vom 27. März 2014 - 3 StR 342/13, NJW 2014, 2054; Urteil vom 22. Mai 2014 - 4 StR 430/13, NStZ 2014, 459).
In Massenbetrugsfällen, also einfach gelagerten Fällen standardisierter, auf massenhafte Erledigung ausgerichteter Abrechnungsverfahren, hat der Bundesgerichtshof die Schätzung einer Irrtumsquote unbeanstandet gelassen, insbesondere wenn es um Kleinbeträge geht (vgl. BGH, Urteil vom 27. März 2014 - 3 StR 342/13, NJW 2014, 2054, 2056 m. Anm. Cornelius; vgl. auch BGH, Beschluss vom 4. September 2014 - 1 StR 314/14, NStZ 2015, 98 je mwN).