Source: http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/motu_proprio/documents/hf_ben-xvi_motu-proprio_20121111_caritas_ge.html
Timestamp: 2014-10-30 16:09:42
Document Index: 92034109

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 1', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 2', 'Art. 10', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 133']

Benedikt XVI. - Motu proprio �ber den DIENST DER LIEBE, 11. November 2012
Motu proprio �ber den
�Das Wesen der Kirche dr�ckt sich in einem dreifachen Auftrag aus: Verk�ndigung von Gottes Wort (kerygma-martyria), Feier der Sakramente (leiturgia), Dienst der Liebe (diakonia). Es sind Aufgaben, die sich gegenseitig bedingen und sich nicht voneinander trennen lassen� (Enzykl.
Auch der Dienst der Liebe ist ein konstitutives Element der kirchlichen Sendung und unverzichtbarer Ausdruck ihres eigenen Wesens (vgl. ebd.); alle Gl�ubigen haben das Recht und die Pflicht, sich pers�nlich daf�r einzusetzen, das neue Gebot zu leben, das uns Christus hinterlassen hat (vgl. Joh 15,12), und dem modernen Menschen nicht nur materielle Hilfe zu bieten, sondern auch seelische St�rkung und Heilung (vgl. Enzykl.
Deus caritas est, 28). Die Kirche ist auch auf gemeinschaftlicher Ebene zur diakonia der N�chstenliebe aufgerufen, angefangen von den Ortsgemeinden �ber die Teilkirchen bis zur Universalkirche; darum bedarf es auch einer �Organisation als Voraussetzung f�r geordnetes gemeinschaftliches Dienen� (vgl. ebd., 20), einer Organisation, die auch institutionelle Formen annimmt.
In Bezug auf diese diakonia der N�chstenliebe hatte ich in der Enzyklika Deus caritas est aufgezeigt, da� es �der bisch�flichen Struktur der Kirche entspricht, da� in den Teilkirchen die Bisch�fe als Nachfolger der Apostel die erste Verantwortung daf�r tragen�, da� der Dienst der N�chstenliebe realisiert wird (Nr. 32) und darauf hingewiesen, da� �der Kodex des Kanonischen Rechts (C.I.C.) in den Canones �ber das Bischofsamt die karitative Aktivit�t nicht ausdr�cklich als eigenen Sektor des bisch�flichen Wirkens behandelt� (ebd.). Zwar hat �das Direktorium f�r den pastoralen Dienst der Bisch�fe die Pflicht zu karitativem Tun als Wesensauftrag der Kirche im ganzen und des Bischofs in seiner Di�zese konkreter entfaltet� (ebd.), doch es blieb die Notwendigkeit, die oben erw�hnte Gesetzesl�cke zu schlie�en, um die Wesentlichkeit des Liebesdienstes in der Kirche und seine konstitutive Beziehung zum Bischofsamt in der kanonischen Rechtsordnung angemessen zum Ausdruck zu bringen. Dabei sollten die rechtlichen Aspekte umrissen werden, die dieser Dienst in der Kirche mit sich bringt, insbesondere dann, wenn er auf organisierte Weise und mit ausdr�cklicher Unterst�tzung der Hirten ausge�bt wird.
In diesem Sinne m�chte ich mit dem vorliegenden Motu proprio einen organischen normativen Rahmen bereitstellen, der es erleichtert, die verschiedenen organisierten Formen, die der kirchliche Liebesdienst annimmt, nach allgemeinen Kriterien zu ordnen. Dieser Dienst ist schlie�lich eng mit dem diakonalen Wesen der Kirche und des Bischofsamtes verbunden.
Gleichwohl ist es wichtig, sich zu vergegenw�rtigen, da� �die praktische Aktion zu wenig bleibt, wenn in ihr nicht die Liebe zum Menschen selbst sp�rbar wird, die sich von der Begegnung mit Christus n�hrt.� (ebd., 34). Deshalb d�rfen sich die vielen katholischen Organisationen bei ihrer karitativen T�tigkeit nicht auf die blo�e Sammlung oder Verteilung von Geldmitteln beschr�nken, sondern m�ssen ihre besondere Aufmerksamkeit stets der bed�rftigen Person selbst widmen. Dar�ber hinaus m�ssen sie eine wertvolle p�dagogische Funktion innerhalb der christlichen Gemeinschaft wahrnehmen, indem sie die Erziehung zu gemeinsamem Teilen, zu Respekt und Liebe im Sinne des Evangeliums Christi f�rdern. Denn das karitative Wirken der Kirche mu� sich auf allen Ebenen der Gefahr entziehen, einfach als eine Variante im allgemeinen Wohlfahrtswesen aufzugehen. (vgl. ebd., 31).
Die organisierten Initiativen im karitativen Bereich, die von den Gl�ubigen an verschiedenen Orten gef�rdert werden, sind sehr unterschiedlich und erfordern eine angemessene Leitung. Im besonderen hat sich auf pfarrlicher, di�zesaner, nationaler und internationaler Ebene die T�tigkeit der �Caritas� entfaltet, einer Einrichtung, die von der kirchlichen Hierarchie gef�rdert wurde. Aufgrund ihres gro�z�gigen und konsequenten Glaubenszeugnisses, aber auch wegen der konkreten Hilfe, mit der sie auf die Not bed�rftiger Menschen antwortet, genie�t sie zu Recht die Wertsch�tzung und das Vertrauen der Gl�ubigen und vieler anderer Menschen auf der ganzen Welt. Neben dieser umfangreichen Organisation, die von der kirchlichen Autorit�t offiziell unterst�tzt wird, sind an verschiedenen Orten zahlreiche andere Initiativen entstanden; diese gehen auf das freie Engagement von Gl�ubigen zur�ck, die durch ihren Einsatz auf unterschiedlichste Weise dazu beitragen wollen, ein konkretes Zeugnis der Liebe zu den Bed�rftigen abzulegen. In diesen wie in jenen Initiativen, die im Hinblick auf ihre Entstehung und Rechtsform sehr verschieden sind, kommen die Empf�nglichkeit f�r denselben Ruf und der Wunsch, auf diesen zu antworten, zum Ausdruck.
Die Kirche als Institution darf die organisierten Initiativen der frei ausge�bten F�rsorge der Getauften f�r notleidende Menschen und V�lker nicht als etwas ihr Fernstehendes betrachten. Die Hirten m�gen diese darum stets als Ausdruck der Teilhabe aller an der kirchlichen Sendung anerkennen und ihre je eigenen Merkmale sowie ihr Recht auf Selbstverwaltung, die ihnen wesensgem�� als Ausdruck der Freiheit der Getauften zukommen, respektieren.
Neben diesen Organisationen hat auch die kirchliche Autorit�t aus eigener Initiative spezifische Werke fortgef�hrt, durch die sie die Zuwendungen der Gl�ubigen institutionell, �ber angemessene Rechts- und Umsetzungsformen, ihrer Bestimmung zuf�hrt, um so konkreten N�ten effektiver abhelfen zu k�nnen.
Auch wenn diese Initiativen von der Hierarchie selbst ausgehen oder ausdr�cklich von den Hirten mit ihrer Autorit�t unterst�tzt werden, gilt es trotzdem sicherzustellen, da� sie in �bereinstimmung mit den Forderungen der kirchlichen Lehre und den Absichten der Gl�ubigen gef�hrt werden. Au�erdem mu� die Einhaltung rechtm��iger zivilrechtlicher Vorschriften gew�hrleistet sein. Angesichts dieser Forderungen ergab sich die Notwendigkeit, im Kirchenrecht einige wesentliche, durch die allgemeinen Kriterien der kanonischen Disziplin inspirierte Normen festzulegen, um die rechtlichen Verantwortlichkeiten zu verdeutlichen, die sich in diesem T�tigkeitsbereich f�r die einzelnen Beteiligten ergeben. Insbesondere galt es, die Autorit�t und die koordinierende Rolle zu unterstreichen, die dabei dem Di�zesanbischof zukommen. Besagte Normen sollten jedoch ausreichend weit gefa�t sein, um die wertvolle Vielfalt an katholisch inspirierten Einrichtungen einzubeziehen, die als solche in diesem Bereich t�tig sind – seien es jene, die der Initiative der Hierarchie zu verdanken sind, als auch solche, die zwar auf die direkte Initiative der Gl�ubigen zur�ckzuf�hren sind, aber von den �rtlichen Hirten anerkannt und gef�rdert werden. Zwar war es notwendig, Richtlinien f�r diesen Bereich festzulegen, doch galt es auch zu ber�cksichtigen, was die Gerechtigkeit und die Verantwortung der Hirten gegen�ber den Gl�ubigen erfordern, unter Wahrung der rechtm��igen Autonomie jeder einzelnen Einrichtung.
Somit erlassen und bestimmen Wir auf Vorschlag Unseres verehrten Bruders, des Pr�sidenten des P�pstlichen Rates �Cor Unum�, und nach Anh�rung des P�pstlichen Rates f�r die Interpretation von Gesetzestexten, folgendes:
Art. 1. - � 1. Die Gl�ubigen haben das Recht, sich in Vereinen zusammenzuschlie�en und Organisationen zu gr�nden, die bestimmte Dienste der N�chstenliebe leisten, insbesondere zugunsten der Armen und Leidenden. Sollten besagte Organisationen mit dem karitativen Wirken der Hirten der Kirche verbunden sein bzw. beabsichtigen, aus diesem Grund die Unterst�tzung der Gl�ubigen zu beanspruchen, m�ssen sie ihre Statuten der zust�ndigen kirchlichen Autorit�t zur Genehmigung vorlegen und die nachfolgenden Bestimmungen beachten.
� 2. In gleicher Weise haben die Gl�ubigen auch das Recht, Stiftungen zu errichten, um konkrete karitative Initiativen zu finanzieren, gem�� den Vorgaben der cann. 1303 CIC und 1047 CCEO. Sollten auf diese Art von Stiftungen die in � 1 angef�hrten Eigenschaften zutreffen, sind – congrua congruis referendo – auch die Vorgaben dieses Gesetzes zu beachten.
� 3. Neben der Einhaltung der kanonischen Gesetzgebung sind die gemeinschaftlichen karitativen Initiativen, auf die sich dieses Motu proprio
bezieht, gehalten, ihre Aktivit�ten an den katholischen Prinzipien auszurichten. Auch d�rfen sie keine Auftr�ge �bernehmen, die in irgendeiner Weise die Einhaltung besagter Prinzipien beeintr�chtigen k�nnten.
� 4. Organisationen und Stiftungen, die zu karitativen Zwecken von Instituten des geweihten Lebens oder Gesellschaften des apostolischen Lebens errichtet wurden, sind zur Beachtung der vorliegenden Vorschriften gehalten; dar�ber hinaus sind die Bestimmungen der cann. 312 � 2 CIC und 575 � 2 CCEO einzuhalten.
Art. 2. - � 1. In den Statuten jedweder karitativen Organisation, auf die sich der vorhergehende Artikel bezieht, sind, neben den institutionellen �mtern und den F�hrungsstrukturen gem�� can. 95 � 1, auch die Leitmotive und Ziele der betreffenden Initiative anzugeben sowie die Art der Verwaltung der Geldmittel, das Profil der eigenen Mitarbeiter und die Berichte und Informationen, die der zust�ndigen kirchlichen Autorit�t vorzulegen sind.
� 2. Eine karitative Organisation darf, wie in can. 300 CIC bestimmt, die Bezeichnung „katholisch“ nur mit der schriftlichen Zustimmung der zust�ndigen Autorit�t verwenden.
� 3. Die von Gl�ubigen zu karitativen Zwecken gegr�ndeten Organisationen k�nnen gem�� cann. 324 � 2 und 317 CIC einen geistlichen Assistenten haben, der nach Ma�gabe der Statuten ernannt wird.
� 4. Zugleich komme die kirchliche Autorit�t der Pflicht nach, die Aus�bung der Rechte der Gl�ubigen nach Ma�gabe der cann. 223 � 2 CIC und 26 � 2 CCEO zu regeln, um eine �berm��ige Mehrung der karitativen Initiativen zu verhindern, die sich nachteilig auf die Handlungsf�higkeit und die Wirksamkeit im Hinblick auf deren angestrebte Ziele auswirken w�rde.
Art. 3.- � 1. Was die vorhergehenden Artikel betrifft, so ist unter der Bezeichnung „zust�ndige Autorit�t“, der jeweiligen Ebene entsprechend, jene zu verstehen, die in den cann. 312 CIC und 575 CCEO bestimmt ist.
� 2. Im Falle von nicht auf nationaler Ebene anerkannten Organisationen, selbst wenn diese in verschiedenen Di�zesen t�tig sein sollten, ist mit zust�ndiger Autorit�t der Di�zesanbischof des Ortes gemeint, in dem die betreffende Einrichtung ihren Hauptsitz hat. Die Organisation ist in jedem Fall verpflichtet, die Bisch�fe anderer Di�zesen, in denen sie t�tig ist, zu informieren und deren Anweisungen bez�glich der Aktivit�ten der verschiedenen, in der Di�zese bestehenden karitativen Einrichtungen zu befolgen.
Art. 4. - � 1. Der Di�zesanbischof (vgl. can. 134 � 3 CIC und can. 987 CCEO) nimmt seine pastorale Sorge f�r den karitativen Dienst in der ihm anvertrauten Teilkirche als Hirte, Leiter und erster Verantwortlicher dieses Dienstes wahr.
� 2. Der Di�zesanbischof f�rdert und unterst�tzt Initiativen und Werke des Dienstes am N�chsten in seiner Teilkirche, er weckt in den Gl�ubigen den Eifer der t�tigen N�chstenliebe als Ausdruck des christlichen Lebens und der Teilhabe an der Sendung der Kirche, nach Ma�gabe der cann. 215 und 222 CIC sowie 25 und 18 CCEO.
� 3. Es obliegt dem jeweiligen Di�zesanbischof, dar�ber zu wachen, da� bei den Aktivit�ten und der Leitung besagter Organisationen stets die Vorschriften des allgemeinen und partikularen Kirchenrechts beachtet und die Willensverf�gungen jener Gl�ubigen erf�llt werden, die zu diesen speziellen Zwecken etwa Schenkungen vorgenommen oder Erbschaften hinterlassen haben (cann. 1300 CIC und 1044 CCEO).
Art. 5. – Der Di�zesanbischof stelle sicher, da� die Kirche ihr Recht auf karitatives Wirken wahrnehmen kann, und trage daf�r Sorge, da� die seiner Aufsicht unterstellten Gl�ubigen und Einrichtungen die diesbez�glichen rechtm��igen zivilrechtlichen Vorschriften beachten.
Art. 6. - gem�� cann. 394 � 1 CIC und 203 � 1 CCEO ist es Aufgabe des Di�zesanbischofs, die verschiedenen karitativen Werke – sowohl die von der Hierarchie selbst ausgehenden als auch jene, die der Initiative von Gl�ubigen zu verdanken sind – in seinem Bereich zu koordinieren, unbeschadet der ihnen nach ihren jeweiligen Statuten zustehenden Autonomie. Insbesondere stelle er sicher, da� ihre Aktivit�ten den Geist des Evangeliums lebendig halten.
Art. 7. - � 1. Die in Art. 1 � 1 erw�hnten Einrichtungen sind gehalten, ihre Mitarbeiter unter solchen Personen auszuw�hlen, die die katholische Identit�t dieser Werke teilen oder zumindest respektieren.
� 2. Um die Bezeugung des Evangeliums im karitativen Dienst zu gew�hrleisten, m�ge der Bischof daf�r Sorge tragen, da� jene Personen, die im pastoralen, karitativen Dienst der Kirche t�tig sind, nicht nur �ber die erforderlichen beruflichen Kompetenzen verf�gen, sondern auch ein Beispiel christlicher Lebensf�hrung geben und eine Herzensbildung aufweisen, durch die ein in der t�tigen N�chstenliebe wirkender Glaube zum Ausdruck kommt. Der Bischof sorge zu diesem Zwecke durch spezifische curricula, die gemeinsam mit den Leitern der einzelnen Organisationen festgelegt werden, und durch geeignete Angebote f�r das spirituelle Leben auch f�r ihre theologische und pastorale Ausbildung.
Art. 8. – Wo es aufgrund von Anzahl und Vielfalt der Initiativen erforderlich ist, m�ge der Di�zesanbischof in der ihm anvertrauten Kirche eine stelle einrichten, die in seinem Namen den karitativen Dienst orientiert und koordiniert.
Art. 9. - � 1. Der Bischof f�rdere in jeder Pfarrei seiner Di�zese die Einrichtung einer �Pfarrcaritas� oder eines �hnlichen Dienstes, der auch eine p�dagogische Funktion innerhalb der gesamten Gemeinde wahrnehme, um die Menschen zu einem Geist des gemeinsamen Teilens und wahrer N�chstenliebe heranzubilden. Sollte es angebracht erscheinen, so werde besagter Dienst gemeinschaftlich f�r mehrere Pfarreien desselben Gebietes geschaffen.
� 2. Dem Bischof und dem jeweiligen Pfarrer obliegt es, innerhalb der Pfarrei daf�r Sorge zu tragen, da� unter der Gesamtkoordination des Pfarrers und unter Ber�cksichtigung der Bestimmungen in Art. 2 � 4 neben der �Caritas� auch andere karitative Initiativen bestehen und sich entfalten k�nnen.
� 3. Der Di�zesanbischof und der jeweilige Pfarrer haben die Pflicht zu verhindern, da� die Gl�ubigen in diesem Bereich in die Irre gef�hrt oder zu Mi�verst�ndnissen verleitet werden. Aus diesem Grund m�ssen sie verhindern, da� �ber die Pfarr- oder Di�zesanstrukturen f�r Initiativen Werbung gemacht wird, die zwar karitativ ausgerichtet sind, aber Ziele oder Methoden vorschlagen, die in Widerspruch zur kirchlichen Lehre stehen.
Art. 10. - � 1. Dem Bischof obliegt die Aufsicht �ber die Kircheng�ter der karitativen Organisationen, die seiner Autorit�t unterstellt sind.
� 2. Der Di�zesanbischofs hat die Pflicht, sich zu vergewissern, da� der Erl�s von gem�� cann. 1265 und 1266 CIC sowie cann. 1014 und 1015 CCEO durchgef�hrten Spendensammlungen jenen Zwecken zugef�hrt wird, f�r die gesammelt wurde [cann. 1267 CIC, 1016 CCEO).
� 3. Im besonderen mu� der Di�zesanbischof verhindern, da� die ihm unterstellten karitativen Organisationen von Einrichtungen oder Institutionen finanziert werden, deren Zielsetzungen im Widerspruch zur kirchlichen Lehre stehen. Um �rgernissen f�r die Gl�ubigen zuvorzukommen, mu� der Di�zesanbischof ebenfalls verhindern, da� besagte karitative Organisationen Beitr�ge f�r Initiativen annehmen, die im Hinblick auf ihre Zwecke oder die dazu dienlichen Mittel nicht der kirchlichen Lehre entsprechen.
� 4. Der Bischof trage besonders daf�r Sorge, da� die Verwaltung der ihm unterstellten Initiativen ein Beispiel christlicher Einfachheit gebe. Zu diesem Zweck wache er dar�ber, da� Geh�lter und Betriebsausgaben zwar den Forderungen der Gerechtigkeit und den erforderlichen Berufsbildern entsprechen, aber in einem angemessenen Verh�ltnis zu vergleichbaren Ausgaben der eigenen Di�zesankurie stehen.
� 5. Damit die in Art. 3 � 1 angegebene kirchliche Autorit�t ihrer Aufsichtspflicht nachkommen kann, sind die in Art. 1 � 1 genannten Organisationen gehalten, dem zust�ndigen Ordinarius einen j�hrlichen Rechenschaftsbericht nach dessen Vorgaben vorzulegen.
Art. 11. – der Di�zesanbischof ist gehalten, wenn n�tig, seine Gl�ubigen �ffentlich dar�ber in Kenntnis zu setzen, da� die Aktivit�ten einer bestimmten karitativen Organisation die Anforderungen der kirchlichen Lehre nicht mehr erf�llen. Auch mu� er in diesen F�llen die Verwendung der Bezeichnung „katholisch“ untersagen und, sollten sich pers�nliche Verantwortlichkeiten abzeichnen, entsprechende Ma�nahmen treffen.
Art. 12. - � 1. Der Di�zesanbischof m�ge das nationale und internationale Wirken der seiner Obhut unterstellten karitativen Organisationen f�rdern, insbesondere die Zusammenarbeit mit �rmeren kirchlichen Gebieten, in �bereinstimmung mit den Bestimmungen der cann. 1274 � 3 CIC und 1021 � 3 CCEO.
� 2. Die pastorale Sorge f�r die karitativen Werke kann, je nach zeitlichen und �rtlichen Umst�nden, von verschiedenen benachbarten Bisch�fen f�r mehrere Kirchen gemeinsam, den gesetzlichen Vorgaben entsprechend, wahrgenommen werden. Bei internationalen Initiativen mu� zuvor das zust�ndige Dikasterium des Heiligen Stuhls zu Rate gezogen werden. Dar�ber hinaus sollte der Bischof, im Falle von national ausgerichteten karitativen Initiativen, die zust�ndige Stelle der Bischofskonferenz zu Rate ziehen.
Art. 13. - Unangetastet bleibt in jedem Fall das Recht der �rtlichen kirchlichen Autorit�t, Initiativen katholischer Organisationen zu genehmigen, die in ihrem Zust�ndigkeitsbereich ausge�bt werden, unter Ber�cksichtigung der kirchlichen Gesetze und der besonderen Identit�t der einzelnen Organisationen. Es ist ihre Hirtenpflicht, dar�ber zu wachen, da� die in ihrer Di�zese stattfindenden Aktivit�ten mit der kirchlichen Disziplin �bereinstimmen, und, sollte dies nicht der Fall sein, sie zu verbieten bzw. die notwendigen Ma�nahmen zu ergreifen.
Art. 14. - Der Bischof m�ge, wenn es angebracht ist, karitative Initiativen gemeinsam mit anderen Kirchen oder kirchlichen Gemeinschaften f�rdern, unbeschadet der Besonderheiten aller Beteiligten.
Art. 15. - � 1. Dem P�pstlichen Rat �Cor Unum� kommt die Aufgabe zu, die Anwendung der vorliegenden Rechtsvorschriften zu f�rdern und dar�ber zu wachen, da� sie auf allen Ebenen angewandt werden, unbeschadet der von Art. 133 der Apostolischen Konstitution Pastor Bonus vorgesehenen Zust�ndigkeit des P�pstlichen Rates f�r die Laien f�r die Vereinigungen von Gl�ubigen, sowie jener der Sektion f�r die Beziehung mit den Staaten des Staatssekretariats. Unbeschadet bleiben auch die allgemeinen Zust�ndigkeiten anderer Dikasterien und Organe der R�mischen Kurie. Der P�pstliche Rat �Cor Unum� trage im besonderen daf�r Sorge, da� der karitative Dienst katholischer Organisationen auf internationaler Ebene stets im Geist der communio mit den betreffenden Teilkirchen erfolge.
� 2. Dem P�pstlichen Rat �Cor Unum� obliegt dar�ber hinaus die kanonische Errichtung von karitativen Organisationen auf internationaler Ebene sowie die anschlie�ende Regelung und F�rderung gem�� geltendem Recht.
Alles, was Wir im vorliegenden Apostolischen Schreiben in Form eines Motu Proprio verf�gt haben, soll in all seinen Teilen, auch wenn dem irgendetwas entgegenst�nde, selbst wenn es besonderer Erw�hnung w�rdig w�re, eingehalten werden, und Wir legen fest, da� dasselbe durch die Ver�ffentlichung in der Tageszeitung �L'Osservatore Romano� promulgiert werde und am 10. Dezember 2012 in Kraft trete.