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Timestamp: 2016-10-27 18:49:07
Document Index: 47874821

Matched Legal Cases: ['Art. 90', 'Art. 77', 'Art. 102', 'Art. 104', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 72', 'Art. 114', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 20', 'BGE', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 20', 'BGE', 'Art. 88', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'Art. 88', 'Art. 76', 'Art. 19', 'Art. 76', 'BGE', 'Art. 116', 'Art. 116']

1E.15/2002 (15.09.2003)
Beschwerdef�hrer, vertreten durch das Departement f�r Verkehr, Bau und Umwelt des Kantons Wallis, Dienstelle f�r Strassen und Flussbau, Abteilung Nationalstrassen, avenue de France, 1951 Sitten,
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Hans-Peter J�ger, Terbinerstrasse 3, 3930 Visp,
Eidgen�ssische Sch�tzungskommission Kreis 4,
Stv. Pr�sident Georges Schmid, Rechtsanwalt und Notar, Postfach 509, 3930 Visp.
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid der Eidgen�ssischen Sch�tzungskommission, Kreis 4, vom 24. Juni 2002.
F�r den Bau der Autobahn A9, Teilstrecke Visp-Ost - Anschluss Brig-Glis, beanspruchte der Staat Wallis auf dem Enteignungswege verschiedene Grundst�cke der Lonza AG, n�mlich Teilfl�chen der Parzellen Nr. 2707 (Enteignungs-Nr. 6), Nr. 3013 (Enteignungs- Nr. 12), Nr. 1 (Enteignungs-Nr. 13), Nr. 18 (Enteignungs-Nr. 14) und Nr. 65 (Enteignungs-Nr. 43) sowie die gesamte Parzelle Nr. 49 (Enteignungs-Nr. 42). Die Lonza AG betreibt auf den vier erstgenannten Grundst�cken westlich von Gamsen die Deponie Gamsenried. Auf den an den Staat abgetretenen n�rdlichen Teilfl�chen dieser Parzellen verl�uft heute die im Zusammenhang mit dem Nationalstrassenbau verlegte Kantonsstrasse T9.
Die Werk- und Enteignungspl�ne f�r das (mehrmals abge�nderte) Nationalstrassenbauprojekt wurden im Oktober 1997 �ffentlich aufgelegt. An der Einigungsverhandlung vom 21. November 1997 vor der Eidgen�ssischen Sch�tzungskommission, Kreis 4, stimmte die Lonza AG der vorzeitigen Inbesitznahme der abzutretenden Fl�che durch den Staat Wallis zu. Dagegen konnten sich die Parteien �ber die Entsch�digung f�r den Boden nicht einigen.
An der Sch�tzungsverhandlung vom 6. M�rz 1998 verlangte die Enteignete f�r die abgetretenen Deponiefl�chen eine Entsch�digung von Fr. 150.--/m2, w�hrend der Enteigner Fr. 50.--/m2 offerierte. Im nachfolgenden Schriftenwechsel legte sich die Lonza AG auf eine Entsch�digungsforderung von insgesamt Fr. 18'103'680.-- fest, womit auch der Verlust an Deponievolumen abgegolten w�rde. Der Staat Wallis bot eine Gesamtentsch�digung von Fr. 1'795'620.-- an. Mit seiner Stellungnahme vom 1. M�rz 1999 reichte der Enteigner einen "Expertenbericht" mit Plan des Ingenieur- und Vermessungsb�ros Bregy German AG vom 12. Februar 1999 ein, in welchem die zu enteignenden Grundst�cksfl�chen je nach ihrer Zugeh�rigkeit zu einer der Deponiezonen (Altstoff-, Inertstoff-, Reststoffdeponie) oder zum Gebiet ausserhalb der Deponie unterteilt und mit entsprechenden Enteignungsnummern versehen werden. In Replik und Duplik hielten die Parteien an ihren Forderungen bzw. Offerten fest.
Mit Entscheid vom 24. Juni 2002 sprach die Eidgen�ssische Sch�tzungskommission der Lonza AG f�r die (Teil-)Enteignung ihrer Grundst�cke eine Entsch�digung von insgesamt Fr. 4'836'633.-- zu, die gem�ss Dispositiv-Ziffer 2 wie folgt auf die einzelnen Parzellen entf�llt:
Die Sch�tzungskommission behielt Nachmessungen ausdr�cklich vor und verpflichtete den Enteigner, die Entsch�digungen f�r die teilenteigneten Parzellen zun�chst zu 90 % und die restlichen 10 % nach der endg�ltigen Vermessung zu entrichten (Dispositiv-Ziffer 3). Zudem wurde festgesetzt, dass die Enteignungsentsch�digungen ab 21. November 1997 bis 31. Dezember 2000 zu 4 % und ab 1. Januar 2001 zu 4,5 % zu verzinsen seien (Dispositiv-Ziffer 5). Bei der Auszahlung und Verzinsung der Entsch�digung sei die am 5. Dezember 1997 erfolgte Anzahlung von Fr. 2'020'000.-- anzurechnen (Dispositiv-Ziffern 4 und 5).
Zur Ermittlung der Entsch�digungen hielt die Sch�tzungskommission - soweit hier interessierend - fest, die von der Enteignung betroffenen Parzellen Nrn. 2707, 3013, 1 und 18 seien bei der �nderung der Nutzungsplanung der Gemeinde Brig-Glis im Jahre 1988 gr�sstenteils in die "Deponiezone Gamsenried" einbezogen worden. Die Deponiezone Gamsenried sei gem�ss Art. 90b des kommunalen Baureglements in die Deponiezone I ("zu sanierende Deponiefl�che mit oder ohne Umlagerung bereits deponierter Abf�lle") und die Deponiezone II ("zu sanierende Deponiefl�che, k�nftig auch benutzbar als Reststoff- und/oder Inertstoffdeponie") unterteilt. Die Abtretungsfl�chen ab den Parzellen Nrn. 2702 und 3013 geh�rten teilweise zur Deponiezone I, Teilfl�chen der Parzellen Nrn. 1 und 18 zur Deponiezone II, wobei f�r das Ausmass dieser Fl�chen bis zur endg�ltigen Vermessung auf die Angaben in der Expertise Bregy German AG vom 12. Februar 1999 abgestellt werden k�nne. Infolge der Enteignung der in den Deponiezonen liegenden Fl�chen b�sse die Grundeigent�merin Deponievolumen ein, was bei der Entsch�digungsbemessung zu ber�cksichtigen sei. Bei der Berechnung des Volumenverlustes sei davon auszugehen, dass das zur Zeit abgelagerte Material bis zum Grundwasserspiegel h�tte abgetragen und die Deponie anschliessend wieder bis zur bewilligten H�he (gem�ss Plan "Endzustand") h�tte aufgef�llt werden k�nnen. Ein derartiger Abtrag h�tte sich jedoch nur f�r die Deponiezone II gelohnt, da die Verlade- und Transportkosten den m�glichen Ertrag der Altstoffdeponie �berstiegen h�tten. Die durch den Volumenverlust bedingte Einbusse belaufe sich auf Fr. 49.--/m3 f�r Deponievolumen ohne vorg�ngigen Abtrag und auf Fr. 19.--/m3 f�r das durch Abtrag gewonnene Volumen.
Entsprechend diesen �berlegungen hat die Sch�tzungskommission den Volumenverlust f�r die in der Deponiezone II liegende Enteignungsfl�che der Parzelle Nr. 1 (2'440 m2/Enteignungs-Nr. 13b), auf der noch eine Aufsch�ttung von durchschnittlich 9.5 m m�glich gewesen w�re, nach einem B�schungsabzug von 7'000 m3 auf 16'180 m3 festgesetzt und diesen mit Fr. 49.--/m3 entsch�digt. F�r die ebenfalls zur Deponiezone II geh�rende Enteignungsfl�che der Parzelle Nr. 18 (6'820 m2/Enteignungs-Nr. 14b) ist die Kommission davon ausgegangen, dass das bestehende Terrain durch Aufsch�ttungen um 3 m h�tte erh�ht werden k�nnen, zun�chst aber auch durch 12,5 m tiefe Abtragungen bis auf den Grundwasserspiegel weiteres Deponievolumen h�tte geschaffen werden k�nnen. Das Volumen f�r die blosse Aufsch�ttung setzte sie auf 20'460 m3 fest und entsch�digte dessen Verlust mit Fr. 49.--/m3. Das durch Abtrag entstehende Volumen sch�tzte sie, nach einem Abzug f�r B�schungen von 12'500 m3, auf 72'750 m3 und galt dieses mit Fr. 19.--/m3 ab.
F�r die in der Deponiezone I (Altstoffdeponie) liegenden Enteignungsfl�chen der Parzelle Nr. 2702 stellte die Kommission fest, dass ein Teil (14'160 m2/Enteignungs-Nrn. 6b, 6f und 6g) bereits voll aufgesch�ttet und daher mit Fr. 14.--/m2 zu entsch�digen sei; auf den angrenzenden Fl�chen (1'250 m2/Enteignungs-Nr. 6d, 5'040 m2/Enteignungs- Nr. 6e) h�tte dagegen noch rund 2 m hoch aufgesch�ttet werden k�nnen und sei das verlorene Deponievolumen von 12'580 m3 mit Fr. 49.--/m3 zu entsch�digen. Auch auf der ebenfalls zur Deponiezone I geh�renden Teilfl�che der Parzelle Nr. 3013 (460 m2/Enteignungs-Nr. 12b) w�re noch eine 1,75 m hohe Auff�llung m�glich gewesen und sei der Volumenverlust von 805 m3 mit Fr. 49.--/m3 zu ersetzen.
Die ausserhalb der Deponie gelegenen Abtretungsfl�chen bewertete die Sch�tzungskommission, soweit diese voll landwirtschaftlich genutzt werden konnten (Enteignungs-Nr. 6a), mit Fr. 14.--/m2 und, soweit sie aus schwer bewirtschaftbaren B�schungen bestanden, einheitlich mit Fr. 8.--/m2 (Enteignungs-Nrn. 6c, 12a, 13a und 14a).
Gegen den Entscheid der Eidgen�ssischen Sch�tzungskommission, Kreis 4, vom 24. Juni 2002 hat der Staat Wallis Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben und in erster Linie verlangt, dass die Enteignungsfl�chen Nrn. 6d, 6e und 12b als Altstoffdeponie bewertet und mit Fr. 8.--/m2 entsch�digt w�rden (Antrag 1a); zudem seien die Volumen der Expropriationsfl�chen Nrn. 13b und 14b unter Ber�cksichtigung der B�schungsabz�ge genau zu berechnen und als Inertstoffdeponie mit Fr. 41.--/m3 abzugelten (Antrag 1b). Weiter wird das Begehren gestellt, Ziffer 5 des Entscheides sei in dem Sinne anzupassen, als die Entsch�digung - unter Ber�cksichtigung der Anzahlung vom 21. November 1997 - ab Rechtskraft des Entscheides bis zur Auszahlung gem�ss den bundesgerichtlichen Weisungen zu verzinsen sei (Antrag 2). Schliesslich ersucht der Staat Wallis das Bundesgericht, den Wert der als Realersatz angebotenen Parzellen Nrn. 3012 und 8 vorsorglich festzulegen (Antrag 3). Subsidi�r wird beantragt, die Deponievolumen der Expropriationsfl�chen Nrn. 13b und 14b seien genau zu berechnen und als Reststoffdeponie mit Fr. 49.--/m3 bzw. mit Fr. 11.--/m3 zu entsch�digen (Eventualantrag 1b).
Zur Begr�ndung dieser Antr�ge f�hrt der Staat Wallis aus, die in der Deponiezone I liegenden Enteignungsfl�chen Nrn. 6d, 6e und 12b seien bereits voll aufgef�llt und daher wie die anderen aufgef�llten Bodenfl�chen mit Fr. 8.--/m2 abzugelten. Was die zur Deponiezone II geh�renden Enteignungsfl�chen Nrn. 13b und 14b anbelange, so seien diese bisher als Inertstoffdeponie und nicht als Reststoffdeponie genutzt worden; trotzdem sei die Sch�tzungskommission bei der Entsch�digungsbemessung von den Ans�tzen f�r eine Reststoffdeponie ausgegangen. Die Reststoffdeponie Gamsenried sei von der Enteignung nicht betroffen, nehme nur eine geringe Fl�che der ganzen Deponie in Anspruch und biete bei gleichbleibenden j�hrlichen Deponiemengen noch freie Kapazit�ten bis ins Jahr 2014. Die Lonza AG habe denn auch keinerlei Anstalten zur Vergr�sserung der Reststoffdeponie getroffen. Eine solche Erweiterung w�rde �brigens sinnvollerweise anschliessend an die bestehende Deponie und nicht im Randgebiet des Deponiegel�ndes vorgenommen. Die M�glichkeit einer besseren Verwendung der fraglichen Fl�chen m�sse daher verneint werden. Diese m�ssten vielmehr als Inertstoffdeponie betrachtet und lediglich das Volumen abgegolten werden, das ohne die Enteignung noch h�tte aufgef�llt werden k�nnen. Der Staat Wallis sei bereit, f�r diesen Deponievolumen-Verlust Fr. 41.--/m3 zu entrichten. Sollten aber die genannten Fl�chen dennoch als Reststoffdeponie bewertet werden, sei zu ber�cksichtigen, dass das vorweg abzutragende Material anderswo unter Bezahlung einer Deponiegeb�hr, die auf Fr. 8.--/m3 festgelegt werden k�nne, h�tte zwischengelagert werden m�ssen. Der Ertragsverlust f�r das Deponievolumen, das durch den vorg�ngigen Abtrag h�tte gewonnen werden k�nnen, sei daher geringer und belaufe sich nur auf Fr. 11.--/m3. Schliesslich habe die Sch�tzungskommission die Deponievolumen und die B�schungsabz�ge lediglich anhand einiger Fixpunkte im Gel�nde ermittelt und zum Teil gesch�tzt, obschon sich diese mit heutiger Messtechnik genau berechnen liessen.
In ihrer Beschwerdeantwort ersucht die Lonza AG um Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, soweit auf diese einzutreten sei. Die Beschwerdegegnerin bestreitet unter anderem, dass das zur Volumengewinnung abzutragende Material h�tte zwischengelagert werden m�ssen. Bei diesem handle es sich um Kalkhydrat, das von der Lonza AG t�glich f�r die Neutralisation von Abw�ssern verwendet werde. Der aktuelle Tagesbezug belaufe sich auf etwa 15 m3. Im �brigen spricht sich die Beschwerdegegnerin daf�r aus, dass nach der Vermarkung nicht nur die Enteignungsfl�chen nachgemessen, sondern auch die Deponievolumen neu berechnet w�rden.
Die Eidgen�ssische Sch�tzungskommission, Kreis 4, hat in ihrer Stellungnahme auf die Erw�gungen des angefochtenen Entscheides verwiesen und ebenfalls vorgeschlagen, dass nach der endg�ltigen Vermessung der Enteignungsfl�chen die B�schungswinkel festgelegt und die Deponievolumen-Verluste nachgerechnet w�rden.
An der Vorbereitungsverhandlung vom 18. Februar 2003 haben die Vertreter der Lonza AG einger�umt, dass die zur Deponiezone I geh�renden Enteignungsfl�chen Nrn. 6d, 6e und 12b bereits aufgef�llt sind; sie haben sich mit der vom Staat Wallis angebotenen Entsch�digung von Fr. 8.--/m2 einverstanden erkl�rt.
Zum Beschwerdebegehren betreffend die Verzinsung der Entsch�digung haben die Vertreter des Staates Wallis pr�zisiert, dieses sei so zu verstehen, dass allf�llige �nderungen des Zinssatzes durch das Bundesgericht, die nach dem Entscheid der Sch�tzungskommission beschlossen w�rden, zu ber�cksichtigen seien. Hingegen werde nicht bestritten, dass die Entsch�digungen ab Datum der vorzeitigen Besitzeinweisung bzw. der Einigungsverhandlung (21. November 1997) zu verzinsen seien.
Im Anschluss an die Vorbereitungsverhandlung sind von beiden Parteien noch verschiedene Unterlagen eingeholt worden. Die Parteien haben Gelegenheit erhalten, zu den von der Gegenpartei eingereichten Dokumenten Stellung zu nehmen. Beide Seiten haben von dieser M�glichkeit Gebrauch gemacht. Die Lonza AG hat mit ihrer Stellungnahme eine Berechnung des Volumenverlustes auf den Enteignungsfl�chen 13a, 13b, 14a, und 14b zu den Akten gegeben.
Der Enteigner hat dem Bundesgericht mit Schreiben vom 12. Mai 2003 mitgeteilt, dass der Lonza AG am gleichen Tag ein Vorschlag zur g�tlichen Einigung unterbreitet werde. Hierauf ist das bundesgerichtliche Verfahren mit Verf�gung vom 15. Mai 2003 einstweilen eingestellt worden. Am 18. Juni 2003 hat der Staat Wallis dem Bundesgericht vom Scheitern der Vergleichsverhandlungen Kenntnis gegeben. Auf Anfrage hat der Enteigner am 8. Juli 2003 best�tigt, dass es sich bei dem der Enteigneten am 12. Mai 2003 unterbreiteten Entsch�digungsangebot in H�he von insgesamt Fr. 3'752'051.-- um einen unpr�judiziellen Vergleichsvorschlag gehandelt habe.
Da die Vergleichsverhandlungen der Parteien gescheitert sind, ist das bundesgerichtliche Verfahren wieder aufzunehmen und �ber die erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu befinden.
Gem�ss Art. 77 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber die Enteignung (EntG; SR 711) unterliegen die Entscheide der Eidgen�ssischen Sch�tzungskommissionen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht. Mit dieser kann nicht nur Verletzung von Bundesrecht und unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des Sachverhaltes (Art. 102 lit. a und b OG), sondern - da eine erstinstanzliche Verf�gung �ber �ffentlichrechtliche Entsch�digungen angefochten wird - auch Unangemessenheit ger�gt werden (Art. 104 lit. c Ziff. 1 OG). Dem Bundesgericht steht trotz Art. 105 Abs. 2 OG nach der Rechtsprechung auch in tats�chlicher Hinsicht freie Pr�fung zu (BGE 119 Ib 348 E. 1b, 447 E. 1). Im Gegensatz zur Sch�tzungskommission ist das Bundesgericht indessen an die Antr�ge der Parteien gebunden (vgl. Art. 72 Abs. 2 EntG, Art. 114 Abs. 1 OG). Dies gilt allerdings nur f�r die f�r ein Enteignungsobjekt als Ganzes gestellten Begehren; das Gericht kann daher die einzelnen Entsch�digungsposten unabh�ngig von den hierzu vorgebrachten Begr�ndungen und ungeachtet bereits abgeschlossener Teilvergleiche korrigieren, solange der von den Parteien gesteckte Rahmen insgesamt nicht �ber- oder unterschritten wird (BGE 114 Ib 286 E. 9 S. 300, 109 Ib 31 mit Hinweisen auf weitere Urteile).
Nicht bestritten sind die von der Sch�tzungskommission vorgenommenen Bewertungen der beiden �stlich von Gamsen liegenden, bisher landwirtschaftlich genutzten Parzellen Nrn. 49 und 65. Angefochten werden dagegen die Entsch�digungen f�r die Teilenteignung der zum Gebiet der Deponie Gamsen geh�renden Grundst�cke Nrn. 2707, 3013, 1 und 18. Von diesen liegen gem�ss dem am 2. Oktober 1988 revidierten Zonenplan der Gemeinde Brig-Glis (vom Staatsrat genehmigt am 1. Februar 1989) sowohl die Parzelle Nr. 2707 als auch das Grundst�ck Nr. 3013 in der Deponiezone I (Altstoffdeponie). Nach den Unterlagen zur Zonenplanrevision und nach �bereinstimmender Darstellung der Parteien an der Vorbereitungsverhandlung sind die Deponiefl�chen in der Deponiezone I bereits aufgef�llt und kann kein neues Material mehr abgelagert werden. Durch die Enteignung von Teilfl�chen ab diesen Parzellen ist daher entgegen der Annahme der Sch�tzungskommission kein Verlust an Deponievolumen eingetreten. Die Vertreter der Enteigneten haben demzufolge an der Verhandlung vom 2. Februar 2003 anerkannt, dass die Entsch�digung f�r die im Plan Bregy German AG vom 12.2.1999 eingezeichneten Fl�chen 6d, 6e und 12b dem Begehren des Staates entsprechend auf Fr. 8.--/m2 herabzusetzen sei. Von dieser Beschwerdeanerkennung ist Vormerk zu nehmen. Die Entsch�digungen f�r die Teilenteignung der Parzellen Nrn. 2707 und 3013 berechnen sich somit wie folgt (Bezeichnung der Enteignungsfl�chen hier und im Folgenden gem�ss dem angefochtenen Entscheid bzw. dem Plan Bregy German AG vom 12.2.1999):
Fl�che 6a 7'270 m2 � Fr. 14.-- Fr. 101'780.--
Fl�chen 6b, 6f, 6g 14'160 m2 � Fr. 14.-- 198'240.--
Fl�che 6c 6'630 m2 � Fr. 8.-- 53'040.--
Fl�che 6d 1'250 m2 � Fr. 8.-- 10'000.--
Fl�che 6e 5'040 m2 � Fr. 8.-- 40'320.--
Fl�che 12a 8'380 m2 � Fr. 8.-- Fr. 67'040.--
Fl�che 12b 460 m2 � Fr. 8.-- 3'680.--
Umstritten bleiben demnach einzig noch die Entsch�digungen f�r die Teilenteignung der Parzellen Nrn. 1 und 18 bzw. f�r die Enteignungsfl�chen 13a und 13b sowie 14a und 14b.
Die Sch�tzungskommission legt im angefochtenen Entscheid dar, dass die n�rdlichen Teilfl�chen 13a und 14a ausserhalb der Deponiezone II gelegen und Teil der mit B�umen bepflanzten B�schung zwischen der ehemaligen Kantonsstrasse und der Deponie gebildet h�tten. F�r diesen Boden sei ein Preis von Fr. 8.--/m2 als angemessen zu betrachten. Auf den s�dlich anschliessenden, zur Deponiezone II geh�renden Enteignungsfl�chen 13b und 14b h�tten dagegen gem�ss der Deponiebewilligung noch Aufsch�ttungen vorgenommen werden k�nnen. Der enteignungsbedingte Verlust an Deponievolumen sei, unter Vornahme von Abz�gen f�r die B�schungen, zu entgelten. Die Entsch�digung werde aufgrund der Ausk�nfte verschiedener Betreiber von Reststoffdeponien �ber die erhobenen Geb�hren und nach den Angaben der Enteigneten �ber die Eigenkosten auf Fr. 49.--/m3 festgelegt. Auf der Enteignungsfl�che 14b h�tte die Lonza AG �berdies mit einem vorg�ngigen Abtrag des bereits abgelagerten Materials bis auf die H�he des Grundwasserstandes zus�tzliches Deponievolumen schaffen k�nnen, f�r das ebenfalls Entsch�digung zu leisten sei. Da f�r den Abtrag des Materials Kosten von Fr. 30.--/m3 f�r Auflad und Transport angefallen w�ren, belaufe sich die Verg�tung f�r den entsprechenden Volumenverlust noch auf Fr. 19.--/m3.
In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde macht der Staat Wallis zu den Enteignungsfl�chen 13b und 14b geltend, diese h�tten gem�ss bisheriger Nutzung und nach der Deponiebewilligung Teil der Inertstoffdeponie gebildet. Da eine bessere Verwendung dieses Bodens nicht in Betracht gefallen w�re, h�tte die Entsch�digung nicht anhand von Geb�hren f�r Reststoffdeponien berechnet werden d�rfen. Weiter sei die Sch�tzungskommission irrt�mlich davon ausgegangen, auf der Enteignungsfl�che 13b h�tten noch Aufsch�ttungen bis auf 680 m vorgenommen werden k�nnen; tats�chlich h�tte - mit Anb�schungen - h�chstens bis auf eine H�he von 672 m aufgef�llt werden d�rfen. Kritisiert werden weiter die bloss sch�tzungsweise vorgenommenen Abz�ge f�r die auf den Enteignungsfl�chen vorgesehenen B�schungen. Schliesslich h�lt der Enteigner fest, dass sich der Verlust der Enteigneten einzig auf die auf den Teilfl�chen 13b und 14b nicht mehr aufsch�ttbaren Inertstoff-Deponievolumen beschr�nke und der Staat Wallis bereit sei, diese Einbusse mit Fr. 41.--/m3 zu entsch�digen.
Die Enteignete hat im bundesgerichtlichen Verfahren vorgebracht, infolge der Werkentwicklung der Lonza AG w�rden insk�nftig vermehrt Inertstoffdeponien in Reststoffdeponien umgewandelt werden, was eine gewinnbringendere Nutzung erlaube. Zudem h�tte man in Gamsenried ohne den Nationalstrassenbau und die damit verbundene Enteignung Aufsch�ttungen bis zur urspr�nglichen Kantonsstrasse bzw. bis zu den n�rdlichen Parzellengrenzen vornehmen k�nnen. Die Lonza AG habe den anders lautenden Entscheid der Sch�tzungskommission nur deshalb nicht angefochten, weil sie sich mit den f�r die Teilenteignung der Parzellen Nrn. 1 und 18 zugesprochenen Gesamtentsch�digungen habe einverstanden erkl�ren k�nnen. Im �brigen sei der im Sch�tzungskommissions-Entscheid enthaltene Vorbehalt der Nachmessung nicht nur auf die Enteignungsfl�chen, sondern auch auf die Deponievolumen bzw. auf die - viel zu grossen - B�schungsabz�ge zu beziehen.
Zu untersuchen ist demnach die Frage, ob die Grenze der Deponie Gamsenried ohne den Nationalstrassenbau aller Wahrscheinlichkeit nach weiter n�rdlich verlaufen w�re und die ganzen Parzellen Nrn. 1 und 18 als Deponieareal h�tten genutzt werden k�nnen (E. 5). Weiter ist abzukl�ren, ob der enteignete Boden als Teil der Inertstoff- oder als Reststoffdeponie zu betrachten und zu bewerten sei (E. 6). Schliesslich bleibt - soweit m�glich - zu pr�fen, welche Deponievolumen die Lonza AG enteignungsbedingt eingeb�sst hat (E. 7).
Nach Art. 19bis Abs. 1 EntG ist f�r die Frage, welche rechtliche und welche tats�chliche Situation der Bewertung des enteigneten Bodens zugrunde zu legen sei, in der Regel auf das Datum der Einigungsverhandlung abzustellen. Von einer anderen als der in diesem Zeitpunkt geltenden Rechts- und Sachlage darf und muss aber ausgegangen werden, wenn feststeht oder mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass die Situation des fraglichen Grundst�cks zur Zeit der Einigungsverhandlung ohne die Enteignung eine andere gewesen w�re (Art. 20 Abs. 3 EntG; BGE 112 Ib 533 E. 3 mit Hinweisen). Vorwirkungen des Werkes, die sich in planerischer Hinsicht niederschlagen, haben wie andere werkbedingte Vor- und Nachteile bei der Ermittlung des Verkehrswertes ausser Acht zu bleiben (BGE 115 Ib 13 E. 5b S. 26 mit zahlreichen Hinweisen auf weitere Entscheide). W�re daher die Tatsache, dass die n�rdlichen Randfl�chen der Parzellen Nrn. 1 und 18 gem�ss der Deponiebewilligung nicht in das Deponieareal aufgenommen worden sind, mit Sicherheit oder hoher Wahrscheinlichkeit einzig auf den Nationalstrassenbau zur�ckzuf�hren, so m�ssten - wie die Enteignete geltend macht - auch die Enteignungsfl�chen 13a und 14a als zur Deponie geh�rend betrachtet und bewertet werden.
Die heutigen Ausmasse der Deponie Gamsenried bestimmen sich vorab nach dem Zonenplan der Gemeinde Brig-Glis vom M�rz 1976, der am 2. Oktober 1988/1. Februar 1989 unter anderem f�r das Gebiet Gamsen-West einer Revision unterzogen wurde. Dabei wurde f�r die seit rund 80 Jahren betriebene Deponie der Lonza AG erstmals eine Deponiezone im Sinne einer Nutzungszone gem�ss Art. 14 ff. des Bundesgesetzes �ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 RPG (SR 700) geschaffen. Es steht fest, dass die im damaligen Zeitpunkt bestehenden Deponiefl�chen gr�sser waren als die neu ausgeschiedenen Deponiezonen I und II und dass bei deren Abgrenzung auf den bevorstehenden Nationalstrassenbau R�cksicht genommen wurde. Die n�rdliche Grenze der Deponiezonen richtet sich nach dem Verlauf der im Zusammenhang mit dem Nationalstrassenbau verlegten Kantonsstrasse T9, deren Linienf�hrung nach der Zonenplanrevision noch leicht ge�ndert wurde. Wie sich der Abstimmungsvorlage zur Umzonung in Gamsen-West sowie dem f�r die Deponiesanierung erstellten Umweltvertr�glichkeitsbericht und dem Technischen Bericht zum Eingabeprojekt (beide Berichte vom 20. Oktober 1988, erstellt vom B�ro Sieber Cassina + Partner) entnehmen l�sst, bildete der Nationalstrassenbau jedoch keineswegs der einzige Grund f�r die Verkleinerung und Umgestaltung der Deponie:
Nach diesen Unterlagen diente die seit den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts in Betrieb stehende Deponie Gamsenried der Lonza AG zun�chst vor allem zur Ablagerung von Kalkhydrat und Gips. Diese beiden Produktionsr�ckst�nde wurden als Suspension in Druckleitungen aus dem ca. 4 km entfernten Werk in Visp auf die Deponie gepumpt, wo sie in ausgedehnten Becken sedimentierten. Auf dem rund 24 ha umfassenden Deponiegel�nde entstanden bis Ende der Sechzigerjahre Kalkhydrat-Ablagerungen von �ber 1 Mio. Kubikmeter mit M�chtigkeiten bis zu 10 m. Da angenommen wurde, die verfestigten Schlammschichten seien praktisch wasserundurchl�ssig, wurden zwischen 1963 und 1978 auch andere Produktionsr�ckst�nde der Lonza AG auf die Deponie gebracht. Hinzu kamen ab 1971 die Schlacke der Kehrichtverbrennungsanlage des Gemeindeverbandes Oberwallis f�r die Kehrichtbeseitigung (GVO) und ab 1977 auch die Asche aus der Schlammverbrennung der Regional-ARA Visp. Im Rahmen einer regionalen Grundwasseruntersuchung wurde 1978 festgestellt, dass Schmutzstoffe aus den Ablagerungsprodukten ins Grundwasser gelangten. Die hierauf eingeleiteten umfangreichen Untersuchungen, an denen Experten und die zust�ndigen �mter des Bundes und des Kantons mitwirkten, f�hrten schliesslich zum Entscheid, nicht nur eine Grundwassersanierung, sondern gest�tzt auf die damals im Entwurf vorliegende Technische Verordnung �ber Abf�lle (TVA vom 10. Dezember 1990; SR 814.600) auch eine umfassende Reorganisation und Neugestaltung der Deponie vorzunehmen. Dementsprechend wurde in den im November 1988 eingereichten Projektpl�nen und den begleitenden Berichten vorgesehen, innerhalb des bestehenden Deponiegel�ndes neue, voneinander abgetrennte Areale f�r die Ablagerung der verschiedenen Inert- und Reststoffe gem�ss dem geltenden Stand der Deponietechnik zu erstellen.
Ebenfalls im Jahre 1988 erarbeitete die Gemeinde Brig-Glis die Zonenplan�nderung f�r die bisher im �brigen Gemeindegebiet betriebene Deponie. In seinen Erl�uterungen zur Abstimmungsvorlage legte der Gemeinderat dar, dass die Sanierung der undichten Deponie Vorbedingung f�r eine weitere beschr�nkte Nutzung sei. Ziel der vorgesehenen Umzonung in Gamsen sei unter anderem, auf Teilfl�chen der sanierten Deponie auch in Zukunft eine umweltgerechte Ablagerung von Reststoffen und Inertstoffen zu erm�glichen. Zudem solle mit der umgehenden Herrichtung des Endzustandes der nicht weiter benutzbaren Altstoffdeponie sowie der �brigen Randzonen rasch eine wesentliche Verbesserung des Landschaftsbildes erreicht werden. Die festzulegende Deponiezone von 180'000 m2 weise eine um 60'000 m2 geringere Fl�che auf als die bisherige Deponie und solle in eine Altstoffdeponie von 80'000 m2, eine Reststoffdeponie von 30'000 m2, eine Inertstoffdeponie von 50'000 m2 und ein Gebiet von 20'000 m2 f�r den Kalkhydratabbau aufgeteilt werden. Im �brigen wies der Gemeinderat darauf hin, dass die Deponie nur der regionalen Entsorgung dienen werde, was von der Lonza AG und den zust�ndigen kantonalen und eidgen�ssischen Stellen ausdr�cklich zugesichert worden sei. Die Urversammlung stimmte der Umzonung, wie bereits erw�hnt, am 2. Oktober 1988 zu. Das Baugesuch f�r die Sanierung und Anpassung der Deponie f�r Inert- und Reststoffe wurde am 4./7. M�rz 1989 vom Gemeinderat Brig-Glis und am 12./13. September 1989 von der kantonalen Baukommission bewilligt. Das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons Wallis erteilte der Lonza AG am 23. August 1989 die Plangenehmigung und am 9. Juli 1993 die (arbeitsrechtliche) Betriebsbewilligung f�r die Deponie f�r Inert- und Reststoffe in Gamsen. Die umweltschutzrechtliche Betriebsbewilligung des kantonalen Departementes f�r Umwelt und Raumplanung erging am 23. Juli 1992.
Aus dieser Entstehungsgeschichte ergibt sich, dass die Verkleinerung der in den Zonenplan aufgenommenen Deponiefl�che nicht in erster Linie nationalstrassenbaubedingt war, sondern auf die Massnahmen zur Sanierung und Umgestaltung der bisherigen Ablagerungsfl�chen in eine den Umweltschutzbestimmungen entsprechende Deponie zur�ckzuf�hren ist. Wie die Deponiezone abgegrenzt worden w�re, wenn die Nationalstrasse nicht erstellt und die Kantonsstrasse nicht verlegt worden w�re, ist v�llig offen. Jedenfalls kann nicht davon ausgegangen werden, dass die n�rdliche Zonengrenze ohne den Strassenbau mit Sicherheit oder hoher Wahrscheinlichkeit entlang der urspr�nglichen Kantonsstrasse gezogen worden w�re. Selbst wenn aber angenommen werden k�nnte, dass der Boden bis zur alten Kantonsstrasse eingezont worden w�re und damit die Parzellen Nrn. 1 und 18 vollst�ndig in die Deponiezone einbezogen worden w�ren, w�re damit nicht gesagt, dass in diesen Deponie-Randgebieten Aufsch�ttungen h�tten vorgenommen werden d�rfen. Wie bereits erw�hnt, strebte die Gemeinde Brig-Glis mit der Umzonung auch eine bessere Eingliederung der Deponie in die Landschaft und eine dementsprechende Gestaltung der Randzonen an. Es ist daher praktisch auszuschliessen, dass die Enteignungsfl�chen 13a und 14a, die nach dem Entscheid der Sch�tzungskommission in einer teils mit B�umen bestockten B�schung zwischen der urspr�nglichen Kantonsstrasse und den eigentlichen Deponiefl�chen bestanden, f�r zus�tzliche Aufsch�ttungen freigegeben worden w�ren. Der im angefochtenen Entscheid vorgenommenen Bewertung dieser Teilfl�chen mit Fr. 8.--/m2 ist daher zuzustimmen und eine werkbedingte planerische Vorwirkung zum Nachteil der Enteigneten zu verneinen.
6.1 Die Sch�tzungskommission hat die Entsch�digung f�r den Deponievolumenverlust auf den Enteignungsfl�chen 13b und 14b, die am Rande der Inertstoffdeponie lagen, anhand von Geb�hrenans�tzen f�r Reststoffdeponien bemessen, ohne sich mit der Frage der m�glichen besseren Verwendung des fraglichen Bodens n�her auseinanderzusetzen.
Nach Art. 20 Abs. 1 EntG ist bei der Ermittlung des Verkehrswertes auch die M�glichkeit einer besseren Verwendung angemessen zu ber�cksichtigen. Vorauszusetzen ist, dass die M�glichkeit g�nstigerer Nutzung des Enteignungsobjekts im Zeitpunkt der Enteignung rechtlich und tats�chlich schon bestanden hat oder ohne die Enteignung in n�chster Zukunft eingetreten w�re; bloss theoretische M�glichkeiten oder vage Aussichten auf eine k�nftige bessere Verwendung gen�gen nicht (vgl. BGE 113 Ib 39 E. 3 S. 43; Urteile 1E.53/1989 vom 25. Juni 1991, E. 2, und 1E.4/2002 vom 21. Oktober 2002, E. 3).
Die Vertreter der Enteigneten haben an der Vorbereitungsverhandlung nicht bestritten, dass die fraglichen Enteignungsfl�chen zur Deponierung von Inertstoffen dienten. Sie haben aber betont, dass in der Deponiezone II die Lagerung von Inertstoffen wie auch von Reststoffen zugelassen sei und die Nachfrage nach Reststoffdeponievolumen landesweit ansteige; die Enteignete werde daher in Zukunft vermehrt Inertstoff- in Reststoffdeponien umwandeln. Diese Absicht vermag jedoch die Bemessung des Wertes des enteigneten Bodens nicht zu beeinflussen:
Klarzustellen ist zun�chst, dass aus der Umschreibung der Deponiezone II als "Reststoff- und/oder Inertstoffdeponie" nicht hergeleitet werden kann, innerhalb dieser Zone d�rfe an jedem beliebigen Ort eine Reststoffdeponie erstellt und betrieben werden. Wie sich aus dem Anhang 2 zur TVA ergibt, gelten f�r den Standort und die Errichtung von Deponien bestimmte Anforderungen, die f�r die Lagerung von Reststoffen teils strenger sind als f�r Inertstoffe. Insbesondere sind Reststoffdeponien an Basis und Flanken derart abzudichten, dass ein Versickern des Abwassers verhindert wird. Zudem m�ssen Untergrund und Umgebung langfristig Gew�hr daf�r bieten, dass die Deponie stabil bleibt und keine Verformungen auftreten k�nnen (vgl. Anhang 2 Ziff. 1 und 22 zur TVA). Nun wird im bereits erw�hnten Umweltvertr�glichkeitsbericht vom 20. Oktober 1988 dargelegt, in Gamsenried mangle es an der Deponiesohle und in den Randbereichen an einer nat�rlichen Dichtungsschicht, so dass f�r die Reststoffdeponie durchwegs k�nstliche Abdichtungssysteme aufgebaut werden m�ssten. Dies erfordere einen homogenen, tragf�higen Untergrund, der weder in der Bauphase noch unter der sp�teren Deponieauflast gr�ssere Setzungen erfahren d�rfe. Innerhalb des Deponieperimeters lasse sich diese Bedingung praktisch nur im Kalkhydrat-Abbaugebiet (zentraler Deponieteil) erf�llen, wo Ausgleichsschicht und Basisabdichtung mit vertretbarem Aufwand von der tragf�higen Talsohle her aufgebaut werden k�nnten. Die Areale f�r die Reststoffdeponie w�rden daher im zentralen Abschnitt des heutigen Deponieareals platziert, wobei sich die Grundfl�chen der einzelnen Teildeponien nach dem erwarteten Materialanfall und der geforderten Nutzungsdauer richteten. Der gew�hlte Standort weise �berdies den Vorteil auf, dass er durch die umgebende Deponie weitgehend abgeschirmt und dadurch das Immissionsrisiko massgeblich verringert werde (Umweltvertr�glichkeitsbericht Sieber Cassina + Partner S. 37). Weiter l�sst sich dem Technischen Bericht zum Eingabeprojekt entnehmen, dass die erstellte Reststoffdeponie, die in vier separaten Arealen f�r die verschiedenen Abfallarten besteht, auf eine Nutzungsdauer von dreissig Jahren angelegt ist (Technischer Bericht S. 20, 24). Ein Bedarf nach Vergr�sserung der - wie erw�hnt nur die regionalen Bed�rfnisse deckenden - Reststoffdeponie kann daher zur Zeit ausgeschlossen werden (vgl. dazu auch die in der Abfallstatistik 2000 des Bundesamtes f�r Umwelt, Wald und Landschaft ausgewiesenen restlichen Deponievolumen der Reststoffdeponie Gamsenried [Tabelle 13, S. 78]). Dass konkrete Ausbaupl�ne bestanden h�tten oder best�nden, behaupten auch die Vertreter der Enteigneten nicht. Selbst wenn sich dereinst ein solcher Ausbau der Reststoffdeponie als erforderlich erweisen w�rde, so wird dieser aus den im Umweltvertr�glichkeitsbericht genannten Gr�nden mit gr�sster Wahrscheinlichkeit nicht im Randgebiet, sondern im zentralen Bereich der Deponiezone II erfolgen. Von einer m�glichen besseren Verwendung der Enteignungsfl�chen 13b und 14b als Reststoffdeponien im Zeitpunkt der Enteignung kann mithin keine Rede sein.
6.2 Die Entsch�digung f�r die Enteignungsfl�chen 13b und 14b w�re somit grunds�tzlich anhand des Nettoertrages zu bestimmen, der sich bei Lagerung von Inertstoffen auf dem abgetretenen Boden ergeben h�tte. Zu diesem Ertrag k�nnte allenfalls ein diskontierter Restwert des aufgesch�tteten Bodens hinzugez�hlt werden, der m�glicher k�nftiger Nutzung Rechnung tr�gt. Gem�ss dem Expertenbericht Bregy German AG vom 12. Februar 1999 belaufen sich die Deponiegeb�hren f�r Inertstoffe im Wallis auf Fr. 5.-- bis 10.--/m3 (ohne Mehrwertsteuer). Selbst wenn diese Geb�hren noch etwas h�her anzusetzen w�ren, ist klar, dass ein Abbau des auf den Enteignungsfl�chen bereits vorhandenen Materials zur Vergr�sserung des Deponievolumens unwirtschaftlich gewesen w�re, unabh�ngig davon, ob sich die Abbau- und Transportkosten auf Fr. 30.--/m3 belaufen, wie die Sch�tzungskommission annimmt, oder ob noch Kosten f�r eine Zwischendeponie hinzuzuz�hlen w�ren, wie der Enteigner geltend macht. Der Erkenntnis, dass sich ein Materialabtrag auf den Enteignungsfl�chen nicht gelohnt h�tte, kann auch nicht entgegengehalten werden, dass die Enteignete ohnehin Kalkhydrat abbaue und als Neutralisationsmittel verwende. Der Kalkhydratabbau von t�glich (lediglich) rund 15 m3 findet an anderer, zentraler Stelle der Deponiezone II statt und w�re auch ohne die Enteignung nie oder erst in ferner Zukunft in das fragliche Randgebiet verlegt worden. Bei der Bemessung der Enteignungsentsch�digung f�r die Fl�chen 13b und 14b ist demnach davon auszugehen, dass nur Aufsch�ttungen auf dem bestehenden Terrain bis auf die gem�ss Baubewilligung zul�ssige H�he einen Ertrag h�tten abwerfen k�nnen.
6.3 Es er�brigt sich im vorliegenden Fall abzukl�ren, welche Geb�hren f�r die Inertstoffdeponie h�tten erhoben werden k�nnen und welche Betriebskosten im Zeitpunkt der Enteignung angefallen w�ren, da der Enteigner f�r den Verlust von Deponievolumen auf den Enteignungsfl�chen 13b und 14b eine Entsch�digung von Fr. 41.--/m3 angeboten hat. Diesem Angebot liegt nach der Expertise Bregy German AG die �berlegung zugrunde, dass dem Staat Wallis bei Abbau des (noch aufsch�ttbaren) Volumens und anderweitiger Deponierung des Materials Kosten (inkl. Mehrwertsteuer) von rund Fr. 41.--/m3 entstanden w�ren und dass diese Kosten dem Schaden der Lonza AG gleichgesetzt werden k�nnten. Der derart ermittelte Schadensbetrag �bersteigt mit Sicherheit die anhand des entgangenen Nettoertrages berechnete Entsch�digung, selbst wenn zu dieser noch ein abgezinster Bodenwert hinzugeschlagen w�rde. Dass die vom Enteigner angestellte Schadensberechnung nicht der gem�ss Enteignungsrecht vorzunehmenden Entsch�digungsbemessung entspricht, �ndert nichts daran, dass das Bundesgericht an die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erneuerte Offerte gebunden ist (vgl. oben E. 2). Bei der Festsetzung der Entsch�digung f�r die Enteignungsfl�chen 13b und 14b ist daher von einem Preis von Fr. 41.--/m3 f�r den Verlust an Deponievolumen auszugehen, in welchem auch der (diskontierte) Wert des dereinst wieder hergestellten Terrains enthalten ist. Soweit allerdings auf dem enteigneten Boden keine Auff�llungsm�glichkeit mehr bestand (s. unten E. 7.1), ist dieser gleich wie das n�rdlich angrenzende Land mit Fr. 8.--/m2 zu bewerten.
7.1 Was das Ausmass des Deponievolumen-Verlustes betrifft, so ist dieses im angefochtenen Entscheid richtigerweise aufgrund des im Jahre 1996 festgestellten topographischen Zustandes sowie anhand der in der Baubewilligung festgelegten endg�ltigen Deponieh�hen (Eingabeprojekt Situations-Plan 1:1000 "Endzustand", genehmigt vom Gemeinderat Brig-Glis am 7. M�rz 1989 und von der kantonalen Baukommission am 13. September 1989) ermittelt worden. Nach dem Plan "Endzustand" sollen die Aufsch�ttungen ab der (verlegten) Kantonsstrasse T9, die im fraglichen Bereich auf 665 m bis 666 m �.M. verlaufen soll, �ber zwei B�schungen (B�schungswinkel 1:2) zun�chst auf eine rund 8 m breite Terrasse in H�he von 672 m ansteigen und weiter s�dlich das H�chstniveau von 680 m erreichen. Sowohl die H�henkurven von 1996 als auch jene des Planes "Endzustand" sind zusammen mit den Enteignungsfl�chen in den Plan Bregy German AG vom 12. Februar 1999 (im Folgenden: Plan Bregy) eingetragen worden. Dass die Eintragungen falsch w�ren, wird von keiner Seite geltend gemacht.
Bei genauer Betrachtung des Planes Bregy zeigt sich, dass ein grosser Teil der Enteignungsfl�che 13b im Endzustand der Deponie die B�schung gebildet h�tte, die vom Niveau der Kantonsstrasse (666 m) auf die Terrasse in der H�he von 672 m ansteigen sollte. Auf dieser Teilfl�che erreichten die Aufsch�ttungen - von einem Graben abgesehen - im Jahre 1996 bereits 669.78 m bis 671.36 m. Es h�tten daher keine weiteren Aufsch�ttungen erfolgen k�nnen, sondern Umgestaltungen vorgenommen werden m�ssen. Ein weiterer Streifen der Enteignungsfl�che von ca. 400 m2, der 1996 eine H�he von durchschnittlich 671 m aufwies, h�tte noch um rund 1 m auf das Terrassen-Niveau aufgesch�ttet werden k�nnen, w�hrend das restliche (ungef�hr gleich hoch liegende) Dreieck von rund 140 m2 den Fuss der B�schung gebildet h�tte, die - ausserhalb der Enteignungsfl�che - die H�he von 680 m erreicht. Zugunsten der Enteigneten kann auf dieser Dreiecks-Fl�che ein Volumenverlust von 4 m H�he angenommen werden. Damit ergibt sich f�r die Enteignungsfl�che 13b ein Volumenverlust von insgesamt 960 m3.
Auch f�r die Enteignungsfl�che 14b gilt, dass der weitaus gr�sste Teil als B�schung zwischen der Kantonsstrasse (H�he ca. 665 m) und der Terrasse (672 m) gedient h�tte und dieses - unebene - Gebiet im Zeitpunkt der Enteignung bereits auf die H�he von 666,40 m bis 670,33 m aufgef�llt war. Auf den beiden angrenzenden Streifen, auf denen bis 672 m h�tte aufgesch�ttet bzw. noch etwas h�her angeb�scht werden k�nnen, erreichte das Terrain im Jahre 1996 670,80 m bzw. 671,80 m. Die Annahme der Sch�tzungskommission, es h�tte auf der ganzen Enteignungsfl�che 14b eine Aufsch�ttung von 3 m vorgenommen werden k�nnen, erweist sich daher als f�r die Enteignete g�nstig. An ihr kann jedoch, falls nicht ohnehin noch Nachmessungen durchgef�hrt werden m�ssen (vgl. unten E. 7.2), angesichts der offenen B�schungsgestaltung im �stlichen Teil festgehalten werden. Der Volumenverlust auf der Enteignungsfl�che 14b bel�uft sich demnach auf 20'460 m3 und ist mit den vom Staat Wallis angebotenen Fr. 41.--/m3 zu entsch�digen.
7.2 Die angestellten Berechnungen gelten indessen nur f�r den Fall, dass die im Plan "Endzustand" gezogenen H�henlinien beibehalten werden und die B�schungen auf dem an die Enteignungsfl�chen angrenzenden Boden - wie im "Einsprachenerledigungs-Vergleich" der Parteien vom 27. September/4. Oktober 1993 vorgesehen - steiler gestaltet werden k�nnen als urspr�nglich geplant.
Wird dagegen die Endgestaltung der Deponie noch an die ge�nderte Linienf�hrung der Kantonsstrasse angepasst und sind neue Terrassen auf den verbleibenden Deponiefl�chen zu schaffen, so entstehen auf diesen zus�tzliche Volumenverluste, die ebenfalls abzugelten sind. Da das Ausmass dieser Verluste erst nach endg�ltiger Festlegung der Deponiegestaltung ermittelt werden kann, wird der im angefochtenen Entscheid enthaltene Vorbehalt des Nachmasses, der sich offenbar nur auf die Enteignungsfl�chen bezieht, auf die Volumenverluste auf den Parzellen Nrn. 1 und 18 ausgedehnt.
8.1 Die Enteignungsentsch�digungen f�r die Parzellen Nrn. 1 und 18 sind somit, unter Vorbehalt des Nachmasses hinsichtlich der enteigneten Fl�chen und des Deponievolumen-Verlustes, in Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf folgende Betr�ge herabzusetzen:
Fl�che 13a 5'180 m2 � Fr. 8.-- Fr. 41'440.--
Fl�che 13b 1'900 m2 � Fr. 8.-- 15'200.--
960 m3 � Fr. 41.-- 39'360.--
Fl�che 14a 1'150 m2 � Fr. 8.-- Fr. 9'200.--
Fl�che 14b 20'460 m3 � Fr. 41.-- 838'860.--
8.2 Infolge der Herabsetzung der Entsch�digungen f�r die Teilabtretung der Parzellen Nrn. 1 und 18 sowie jener f�r die Teilenteignung der Grundst�cke Nrn. 2707 und 3013 (vgl. oben E. 3) reduziert sich auch der vom Enteigner gem�ss Art. 88 Abs. 1 EntG vorl�ufig zu bezahlende Betrag von 90 % auf Fr. 1'277'064.--. Soweit die vom Enteigner bereits geleistete Anzahlung von Fr. 2'020'000.-- diesen vorl�ufigen Betrag sowie die Entsch�digung f�r die Totalenteignung der Parzelle Nr. 49 (Fr. 531'618.--) �bersteigt, ist die Anzahlung von der Enteigneten zur�ckzuerstatten. Dabei fragt sich, ob der zur�ckzubezahlende Betrag von Fr. 211'318.-- von der Enteigneten zu verzinsen sei. Dies ist in Anlehnung an die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu Art. 19bis Abs. 4 EntG zu verneinen:
Gem�ss Art. 19bis Abs. 2 EntG setzt die Sch�tzungskommission, falls sich die Parteien �ber die Verkehrswertentsch�digung nicht einigen, auf Ersuchen des Enteigneten sofort eine Zahlung in der voraussichtlichen H�he der Verkehrswertentsch�digung fest. �bersteigt die endg�ltige Entsch�digung die bereits geleistete Zahlung, so ist nach Art. 19bis Abs. 4 EntG der Differenzbetrag vom Tag des Eigentums�bergangs an bis zur Bezahlung zum �blichen Zinsfuss zu verzinsen. Der zweite Satz von Art. 19bis Abs. 4 EntG h�lt fest, dass ein zuviel ausbezahlter Betrag zur�ckzuerstatten sei, doch schweigt er sich �ber die Verzinsung aus. Das Bundesgericht hat aufgrund der Materialien aus dem Schweigen des Gesetzgebers geschlossen, dass der Entscheid �ber die Verzinslichkeit im Einzelfall dem Richter anheim gestellt werde (BGE 108 Ib 502 E. 21b S. 503 f.). Erste Voraussetzung f�r die Verzinsung ist jedoch, dass der Enteigner ausdr�cklich eine solche verlangt. Ohne entsprechendes Begehren f�llt die Verzinsung des zur�ckzuerstattenden Betrags ausser Betracht und hat der Enteignete lediglich einen Verzugszins von 5 % ab Datum des bundesgerichtlichen Entscheids zu leisten (BGE 108 Ib 502 E. 21b in fine).
Ist demnach der zuviel ausbezahlte Betrag selbst dann, wenn der Enteignete die Zahlung verlangt und die Sch�tzungskommission diese angeordnet hat, jedenfalls nur auf Antrag des Enteigners zu verzinsen, so gilt dies a fortiori auch f�r den Fall, dass der Enteigner die Anzahlung - wie hier - von sich aus geleistet hat. Da in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde keine Verzinsung des allenfalls zur�ckzuerstattenden Betrages verlangt worden ist, ist eine solche nicht vorzusehen. Zu ber�cksichtigen ist dagegen, dass es hier um Teilenteignungen geht, die endg�ltige Vermessung der abzutretenden Fl�chen noch nicht vorgenommen worden ist und daher wie erw�hnt erst 90 % der festgelegten Entsch�digungen zu entrichten sind (Art. 88 Abs. 1 EntG). Wird die Vermessung ergeben, dass der Staat Wallis noch weitere Entsch�digungen zu leisten hat, die grunds�tzlich ebenfalls vom Tage der Besitzergreifung an zu verzinsen sind (Art. 76 Abs. 5 Satz 3 EntG), so wird bei der Zinsfestsetzung dem Umstand Rechnung zu tragen sein, dass die Enteignete bis zum Datum des bundesgerichtlichen Entscheides auch �ber den zuviel bezahlten Betrag verf�gte. Andernfalls fiele der Enteigneten f�r diese Summe ein doppelter Zinsertrag zu.
Der Enteigner hat Antrag auf Ber�cksichtigung nachtr�glicher �nderungen des �blichen Zinsfusses im Sinne von Art. 19bis Abs. 4 und Art. 76 Abs. 5 EntG durch das Bundesgericht gestellt. Diesem Antrag ist umso eher stattzugeben, als solche Anpassungen im bundesgerichtlichen Verfahren regelm�ssig auch von Amtes wegen vorgenommen werden. Dispositiv-Ziffer 5 des angefochtenen Entscheides ist entsprechend zu erg�nzen.
In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird das Bundesgericht schliesslich ersucht, den Wert der als Realersatz angebotenen Parzellen Nrn. 3012 und 8 vorsorglich festzulegen. Die Realersatzofferte war jedoch nicht Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens und kann daher auch im bundesgerichtlichen Verfahren nicht beurteilt werden. Es ist dem Bundesgericht - ausserhalb von unpr�judiziellen Vergleichsverhandlungen - gleich wie den Sch�tzungskommissionen verwehrt, gleichsam als Schiedsgericht Verkehrswertsch�tzungen f�r Grundst�cke vorzunehmen, die nicht Enteignungsobjekt bilden (BGE 112 Ib 538). Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist insofern abzuweisen, soweit �berhaupt auf sie einzutreten ist.
Die bundesgerichtlichen Kosten sind der Regel von Art. 116 Abs. 1 EntG gem�ss dem Staat Wallis als Enteigner zu �berbinden. Dieser ist ausserdem zu verpflichten, der Enteigneten f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung zu bezahlen, welche allerdings im Hinblick auf den Prozessausgang herabzusetzen ist (vgl. Art. 116 Abs. 1 Satz 2 EntG).
In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden die Ziffern 2, 3 und 4 des angefochtenen Entscheides der Eidgen�ssischen Sch�tzungskommission, Kreis 4, vom 24. Juni 2002 aufgehoben und durch folgende Bestimmungen ersetzt:
2.1 Von der Beschwerdeanerkennung hinsichtlich des Rechtsbegehrens betreffend die Entsch�digungen f�r die Teilenteignung der Parzellen Nrn. 2707 und 3013 wird Vormerk genommen. Der Staat Wallis hat der Lonza AG f�r die Enteignung von ca. 34'350 m2 ab Parzelle Nr. 2707 eine Entsch�digung von Fr. 403'380.-- und f�r die Enteignung von ca. 8'840 m2 ab Parzelle Nr. 3013 eine Entsch�digung von Fr. 70'720.-- zu bezahlen. Das geometrische Nachmass bleibt vorbehalten.
2.2 Der Staat Wallis hat der Lonza AG f�r die Enteignung von ca. 7'620 m2 ab Parzelle Nr. 1 eine Entsch�digung von Fr. 96'000.-- und f�r die Enteignung von ca. 7'970 m2 ab Parzelle Nr. 18 eine Entsch�digung von Fr. 848'060.-- unter Vorbehalt des Nachmasses zu bezahlen. Dieser Vorbehalt bezieht sich im Sinne der Erw�gungen auch auf die Deponievolumen-Verluste.
2.3 Der Staat Wallis hat der Lonza AG f�r die Enteignung der Parzelle Nr. 49 eine Entsch�digung von Fr. 531'618.-- und f�r die Enteignung von ca. 400 m2 ab Parzelle Nr. 65 eine Entsch�digung von Fr. 800.-- zu bezahlen, letztere unter Vorbehalt des Nachmasses.
2.4 Die Enteignungsentsch�digung f�r die Parzelle Nr. 49 und 90 % der Entsch�digungen f�r die teilenteigneten Parzellen sind durch die Anzahlung des Staates Wallis von Fr. 2'020'000.-- bereits geleistet worden. Die Lonza AG hat den zuviel ausbezahlten Betrag von Fr. 211'318.-- dem Staat Wallis zur�ckzuerstatten.
2.5 Die restlichen, nach der endg�ltigen Vermessung zu entrichtenden Enteignungsentsch�digungen sind unter Ber�cksichtigung der Anzahlung des Staates Wallis zu den in Dispositiv-Ziffer 5 des angefochtenen Entscheides genannten Zinss�tzen sowie vom 1. September 2002 bis 30. April 2003 zu 4 % und ab 1. Mai 2003 zu 3 � % zu verzinsen.
Im �brigen wird die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abgewiesen, soweit auf sie eingetreten werden kann.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 8'000.-- wird dem Staat Wallis auferlegt.
Der Staat Wallis hat der Enteigneten f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 4'000.-- zu bezahlen.
Dieses Urteil wird den Parteien und der Eidgen�ssischen Sch�tzungskommission, Kreis 4, schriftlich mitgeteilt.