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Timestamp: 2019-03-24 06:20:30
Document Index: 352234350

Matched Legal Cases: ['§ 100', '§ 3', '§ 100', '§ 100', '§ 100', '§ 100']

Lexware Lohn Betriebsrente: Förderbetrag in Programmstruktur bei Mitarbeiter eingeben, Prüfung auf Mindestbeitrag firmenseitig, Prüfung auf Höchstbeitrag programmseitig » Lern-Ware
Veröffentlicht 22. Februar 2018 21. Februar 2019 Margit Klein
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Gehaltsvoraussetzungen für die Pflicht zur Betriebsrenten-Zuzahlung bei Geringverdienern:
Die steuerrechtlichen Voraussetzungen der Förderfähigkeit von Mitarbeiterbezügen und der Art von Betriebsrente sind in § 100 Abs. 3 EStG genannt:
Punkt 1 bedeutet, dass die monatlichen Bezüge dem inländischen Steuerabzug unterliegen (kein Doppelbesteuerungsabkommen). Der Arbeitnehmer ist im Kalenderjahr mindestens 6 Monate in der BRD gebietsansässig.
Maximal gefördert werden Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 480 EUR. Der Zuschuss ist zusätzlich zum Freibetrag nach § 3 Nr. 63 EStG steuerfrei.
Hinweis: Einmalzahlungen, pauschal besteuerte bzw. steuerfreie Bezüge werden nicht zur Geringverdienergrenze hinzugerechnet (§ 100 Abs. 3 Nr. 3 und Nr. 5 EStG).
Erläuterungen der genannten Voraussetzungen und Beispiele finden Sie im BMF-Schreiben vom 06.12.2017.
Voraussetzungen in der Stellung des Arbeitgebers/Art des BAV-Vertrags für Inanspruchnahme zur Zuschusspflicht:
Damit der Förderbetrag in der Lohnsteuer-Anmeldung abgezogen werden kann, müssen steuerrechtliche Voraussetzungen erfüllt sein.
Die Voraussetzungen sind abschließend in § 100 EStG genannt. Erläuterungen und Beispiele finden Sie in dem BMF-Schreiben vom 06.12.2017.
Sonstige Voraussetzungen, die von Lexware lohn+gehalt geprüft werden:
Der Arbeitgeber ist in den Mitarbeiterstammdaten als Hauptarbeitgeber hinterlegt.
Hinweis: Wenn dies der Fall ist (= erstes Dienstverhältnis), kann der Förderbetrag auch für pauschal versteuerte geringfügig Beschäftigte geltend gemacht werden.
Für die bAV ist ein externer Durchführungsweg (Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds) hinterlegt.
Das maximale Fördervolumen von 144,00 EUR pro Arbeitnehmer und Jahr (= 30% aus 480,00 EUR Arbeitgeberzuschuss).
Der Mindestbeitrag des Arbeitgebers von 240,00 EUR /Jahr wird voraussichtlich erreicht. (fiktive Hochrechnung des erfassten Zuschusses).
Achtung: Wenn Sie Kenntnis davon haben, dass diese Voraussetzung nicht mehr erfüllt werden kann (z.B. weil der Arbeitnehmer austritt) müssen Sie ab diesem Zeitpunkt die Förderfähigkeit in den Lohnangaben des Arbeitnehmers verneinen (siehe Beispiel unter ‚Beurteilung der Förderfähigkeit‘).
Verrechnungsausweis mit Lohnsteuerbetrag: Der Förderbetrag wird in der Zeile 23/Feld 45 der Lohnsteuer-Anmeldung (LStA) verrechnet, also direkt von der abzuführenden Lohnsteuer abgezogen. Im Feld 90 wird die Zahl der Arbeitnehmer mit bAV-Förderbetrag ausgewiesen.
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Vom Programm können nicht alle Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Förderbeitrags geprüft werden. Ob der Arbeitgeberzuschuss förderfähig ist, müssen Sie selbst entscheiden.
Hilfreiche Informationen bekommen Sie z.B. auch in diesem Beitrag: Steuerliche Änderungen in der bAV ab 2018
Wenn Sie grundsätzlich die Förderfähigkeit bejaht haben (siehe Punkt 4 unter ‚Vorgehen im Programm‘), prüft Lexware lohn+gehalt o. g. Kriterien für Sie ab.
Eingabenotwendigkeiten beim Lexware Programmassistenten „betriebliche Altersvorsorge“
Voraussetzung: Damit Sie die steuerliche Förderung in Anspruch nehmen können, müssen Sie der ‚Hauptarbeitgeber‘ sein. Prüfen Sie diese Voraussetzung in den ‚Mitarbeiterstammdaten‘ auf der Seite ‚Steuerdaten‘.
Erfassen bzw. ergänzen Sie im nächsten Schritt die Vertragsangaben zur betrieblichen Altersversorgung:
Ab Januar 2018 wandelt ein Geringverdiener 100 € in eine Direktversicherung um. Der Arbeitgeber unterstützt die bAV mit einer monatlichen Zusatzleistung von 30,00 €.
Rufen Sie über die Lohnangaben des Mitarbeiters den Assistenten zur betrieblichen Altersversorgung auf.
Legen Sie einen neuen Vertrag an bzw. wählen Sie einen bereits bestehenden Versorgungsvertrag aus (Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse).
Auf der Seite ‚Beiträge‘ erfassen Sie den an die Altersvorsorge-Einrichtung zu überweisenden Betrag (im Beispiel 100,00 EUR) und die vom Arbeitgeber getragene Zusatzleistung.
Vervollständigen Sie die Vertragsangaben auf den folgenden Seiten und klicken Sie auf der letzten Seite auf ‚Fertig stellen‘.
Ergänzen Sie die Angaben zur Förderfähigkeit:
Beim Monatswechsel bleibt die gewählte Einstellung ‚Kommt die Förderung für diesen Arbeitnehmer: (Ja/Nein)‘ erhalten.
Wenn Voraussetzungen entfallen, die nicht durch Lexware lohn+gehalt geprüft werden können, müssen Sie die getroffene Auswahl selbst ändern.
Prüfung der Einkommensgrenze:
Maßgeblich ist der im Monat der Beitragsleistung laufende Arbeitslohn. Der steuerpflichtige Bruttolohn darf max. 2.200 EUR betragen.
Der Jahresdurchschnittlohn ist dabei nicht maßgeblich. Dies kann zur Folge haben, dass bei Entgeltkürzung (z.B aufgrund einer Fehlzeit) für den AG-Zuschuss der Förderbetrag geltend gemacht werden kann.
Mitarbeiter Heinz erhält von Januar bis Juni ein monatliches steuerpflichtiges Bruttogehalt in Höhe von 5.000 EUR. Im Juli ist der Arbeitnehmer ohne Lohnfortzahlung krank und erhält deshalb nur noch 1.833 EUR.
Ergebnis: Im Juli ist der Arbeitgeberzuschuss zur bAV förderfähig, auch wenn in anderen Monaten die Geringverdienergrenze überschritten ist.
Berechnung Förderbetrag:
Wenn der Arbeitgeber mindestens 240 Euro als zusätzlichen Arbeitgeberbeitrag zur bAV eines Geringverdieners zahlt, kann er 30 Prozent von der Lohnsteuer des Arbeitnehmers einbehalten, die mit der abzuführenden Lohnsteuer (Lohnstueranmeldung) verrechnet wird. Für Beiträge von mindestens 240 bis maximal 480 Euro im Kalenderjahr beträgt der Förderbetrag für den Arbeitgeber somit 72 bis maximal 144 Euro im Kalenderjahr.
Prüfung Mindestbeitrag vom Lohnsachbearbeiter, nicht programmseitig (!):
Der Arbeitgeber fördert die bAV eines Mitarbeiters mit einem monatlichen Zuschuss von 30,00 EUR.
Am 15.05.2018 kündigt der Arbeitnehmer zum 30.06.2018. Die Zusatzleistungen des Arbeitgebers von Januar – April sind förderfähig. Ab Mai hat der Arbeitgeber die Kenntnis, dass der Mindestbeitrag für den Arbeitgeberzuschuss nicht mehr erreicht werden kann, d.h. ab Abrechnungsmonat Mai sind die Zusatzleistungen nicht mehr förderbar.
Im Programm muss die Förderung für diesen Arbeitnehmer von ‚ja‘ auf ’nein‘ geändert werden.
Eine Korrektur der Monate Januar – April ist gem. § 100 Abs. 4 Satz 1 EStG nicht erforderlich. :
„(4)1 Für die Inanspruchnahme des Förderbetrags sind die Verhältnisse im Zeitpunkt der Beitragsleistung maßgeblich; spätere Änderungen der Verhältnisse sind unbeachtlich.“
Prüfung Höchstförderbetrag programmseitig:
Der laufende steuerpflichtige Arbeitslohn des Mitarbeiters beträgt 2.100 EUR. Der Arbeitgeber zahlt monatlich 50 EUR in eine bAV.
Der AG-Beitrag ist mit 30% aus 50 EUR förderfähig. Allerdings nur bis September (50 EUR x 9 Monate= 450 EUR).
Im Oktober verbleiben bis zum Höchstbetrag von 480 EUR noch 30 EUR die mit 30 % förderfähig sind.
Ab November ist der maximale Förderbetrag ausgeschöpft. Es ist keine weitere Förderung möglich. Diese Prüfung führt Lexware lohn+gehalt für Sie durch.
Besonderheit Referenzjahr 2016
Wenn Sie bereits im Jahr 2016 einen zusätzlichen Arbeitgeberbeitrag an eine Direktversicherung, Pensionsfonds oder eine Pensionskasse geleistet haben, ist der BAV-Förderbetrag auf den Betrag beschränkt, den Sie ab dem Jahr 2018 zusätzlich leisten (§ 100 Abs. 2 Satz 2 EStG). Bei der Prüfung bleiben die Zusatzleistungen des Jahres 2017 unberücksichtigt.
Damit Lexware lohn+gehalt die förderfähige Zusatzleistung berechnen kann, müssen Sie den ‚Jahresbetrag der Zusatzleistungen aus dem Jahr 2016 angeben (siehe Abbildung oben).
1. Ein Mitarbeiter wandelt seit Jahren laufendes Entgelt in eine Direktversicherung um. Der Arbeitgeber leistet seit 2016 eine monatliche Zusatzleistung von 15,00 EUR. Im Januar 2018 erhöht der Arbeitgeber die Zusatzleistung auf 20,00 EUR
Lösung: Es sind nur die ab Januar 2018 aufgestockten Beträge (12 x 5,00 € =60,00 EUR) förderfähig. Der Arbeitgeber kann 5,00 EUR als bAV-Förderbetrag in der monatlichen Lohnsteueranmeldung verrechnen.
2.. Abwandlung (wie oben): Der Arbeitgeber erhöht die monatliche Zusatzleistung ab 01.01.2018 um 25,00 EUR auf 40,00 EUR.
Lösung: Der BAV-Jahresförderbetrag beträgt (30% von 480,00 EUR =) 144,00 EUR.
Weil die Erhöhung der Zusatzleistung des Arbeitgebers von (12 x 25,00 EUR) 300,00 EUR den maximalen Förderbetrag von 144,00 € übersteigt, greift die Begrenzung aus dem Jahr 2016 nicht.
In der Lohnsteueranmeldung werden (30% aus 40,00 EUR) 12,00 EUR/Monat ausgewiesen
Pauschal versteuerte betriebliche Altersvorsorge (bisher Lohnart 1926) wird ab 2019 in der Lohnart 922 (Altersvorsorge Zusatzleistung pauschal AG) ausgewiesen
Warum wird die baV ab 2019 in der Lohnart ‚0922 Altersvorsorge Zusatzleistung pauschal (AG)‘ die zur Lohnartenklasse ‚laufendes Arbeitsentgelt‘ gehört ausgewiesen, obwohl die Zusatzleistung des Arbeitsgebers im baV Assistenten als ‚Einmalzahlung‘ erfasst ist.
In der bisherigen Programmversion wurde die Einmalzahlung aus Entgeltumwandlung in der gleichen Lohnart wie die Zusatzleistung des Arbeitgebers ausgewiesen.
Zur übersichtlicheren Darstellung wird die Zusatzleistung ab 2019 in der bereits als Systemlohnart vorhandenen Lohnart ‚0922 Altersvorsorge Zusatzleistung pauschal (AG)‘ ausgewiesen.
Die Berechnung des Gesamtbruttos wird dadurch nicht geändert.
Weil die Lohnart 0922 zur Lohnartenartenklasse (laufendes Arbeitsentgelt) gehört, hat dies zu Irritationen geführt. Die Lexware Produktentwicklung arbeitet daran die Zusatzleistung des Arbeitsgebers künftig in einer neuen Lohnart der Lohnartenklasse ‚Einmalzahlung‘ auszuweisen.
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20190221mkü0951090951100951110951120Änderung Betriebsrente 20180DSP2611180Düberarbeitet2302180Düberarbeitet2611180DÜL2302180Förderbetrag Geringverdiender Betriebsrente0Lexware Assistent Betriebliche AV0Lohnart laufend statt Einmalzahlung 20190SF22835
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