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Timestamp: 2019-12-16 10:20:11
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Matched Legal Cases: ['§ 212', '§ 212', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Fragen:Vorprüfunf und Abruch Mord Prüfung
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Mafia-Anwalt
Verfasst am: 19 Jul 2009 - 18:50:46 Titel: Fragen:Vorprüfunf und Abruch Mord Prüfung
Hallo,muss meine erste HA Arbeit in Strafrecht schreiben und mir ist beim Aufbau etwas nicht ganz klar(will gar nicht auf den Fall eingehen sondern nur Hilfe,dass mich nicht im Aufbau verzettele)
1.Ich möchte eine Vorprüfung Unterlassen/aktives tun machen(und will aktives tun auschließen/ist aber denk ich strittig,will deshalb unbedingt Vorprüfung machen)
Wie bau ich die auf?Wie mach ich die?Das würde uns noch nie wirklich erklärt,hieß nur gegenfalls Vorprüfung.
2.Wenn ich nach Totschlag durch Unterlassen Mord durch Unterlassen prüfe und da aber sowohl die Handlungsquaöifikationen im obj TB (Begehungsweise) und im sub. TB (Grund/Zweck)verneine. Brech ich dann meine Prüfung für Mord ab,da der Tatbestand nicht erfüllt?(würde ja sagen,aber vielleicht liege ich wohl daneben).
Ach,noch um Anmerkungen vor zubeugen:Muss Mord definitiv prüfen,weil alle Handlungsqualis vorliegen,aber ebem im konkreten Fall,wegen fehlender Verwerflichkeit zu verneinen sind).
Zudem möchte ich Mord/Totschlag Gutachten nach Literatur Meining aufbauen(also nicht in einem nach Rechtssprechung prüfen)
Würde mir total helfen.Fang erst an und hab da noch nicht soviel Ahnung.
Verfasst am: 19 Jul 2009 - 18:52:38 Titel:
Ganz vergessen.Muss,wenn bei Mord Handlungsqualifikationen bei Tatbestand prüfen ind nicht erstbei Schuld,da es der Prof auch so machen würde
Verfasst am: 19 Jul 2009 - 19:51:08 Titel:
Da musst du nichts groß aufbauen, einfach vor der normalen Prüfung abgrenzen, sofern erforderlich! Bloß keine überflüssigen Streitigkeiten führen.
Wenn du nach der Lit. aufbaust, prüfst du §§ 212, 211 zusammen, d.h. du prüfst ganz normal Totschlag und Mord und wenn der Mord mangels Mordmerkmal scheitert, schreibst du im Erg. eben einfach: § 212 (+).
Im Übrigen finde ich die von dir benutzten Begrifflichkeiten etwas merkwürdig. Handlungsqualifikationen?
Verfasst am: 19 Jul 2009 - 22:32:34 Titel:
Man prüft in der Regel das Tätigkeitsdelikt zuerst. (Das kann anders sein, wenn ganz offensichtlich kein aktives Tun gegeben ist) Wenn du dort aktives Handeln verneinst, beendest du die Prüfung. Dann geht man zur Prüfung des Unterlassungdelikts weiter.
Eine abstrakte Vorprüfung ist ohnehin überflüssig, denn sie kann auch direkt in der Tatbestandsprüfung integriert werden. Im Übrigen ist auch nur nach tatbestandlichen Handlungen gefragt.
Wenn de den Mord (wie die Literatur) als Qualifikation auffasst, hast de die Frage nach der Handlungsqualität (Tun oder Unterlassen) schon zuvor beim Totschlag abgeklärt.
Du hast Totschlag durch aktives Tun bejaht oder bist zur Prüfung des Toschlags durch Unterlassen übergegangen.
Die Frage, ob es sich um ein Tun oder Unterlassen darstellt, stellt sich bei der Prüfung des Mordtatbestandes nun nicht mehr.
Sofern de den Mord als eigenständiges Delikt (BGH) verstehst, musst de halt im objektiven Tatbestand darstellen, ob es sich um ein Tun oder Unterlassen handelt. Sofern es sich um ein Tun handelt, prüfst de weiter. Bei Einem Unterlassen fängst de mit der Prüfung des Mords druch Unterlassen (§§ 211, 13) neu an.
Soweit ich mich erinnere, fordert der BGH kein zusätzlichen Verwerflichkeitskriterium neben den Mordmerkmalen.
Die (in der Literatur vertretene) Lehre von den Typenkorrektur allerdings schon. Nach ihr sei aufgrund einer Gesamtwürdigung der Tat festzustellen, ob eine besondere Verwerflichkeit habe, um die Tat als Mord kennzeichnen zu können. Die Lehre von der positiven Typenkorrektur geht davon aus, dass die Verwerflichkeit ein (ungeschriebenes) Tatmerkmal ist, dass positiv festgestellt werden muss. Demgegenüber meint die Lehre von der negativen Typenkorrektur, dass die besondere Verwerflichkeit in der Regel durch Erfüllen eines Tatbestandsmerkmals indiziert ist, aber sich durch besagte Gesamtwürdigung ergeben könne, dass der Tat im Einzelfall eben diese Verwerflichkeit fehle.
Verfasst am: 20 Jul 2009 - 10:39:03 Titel:
Erstmal vielen DANK!!!!!
Ähm,also Ich würde,wenn ich es richtig verstanden hab so vorgehen:
1.Totschlag aktives tun und verneine dieses bei obj.TB unter Tathandlung
Breche ab und sage Ergebnis:Kein aktives tun
2.Totschlag durch unterlassen
3.Mord durch Unterlassen(Da muss dann doch nicht mehr aktives tun und untelassen prüfen,wenn ich das bei Totschlag gemacht habe oder?)
Noch,was neues:
Wenn ich Mittelbare Täterschaft prüfe und vorher dem möglichen Werrkzeug des mittelbaren Täters volle Schuld zu gesprochen habe,kann ich überhaupt noch mittelbare Täterschaft prüfen?Oder geht das und ich verneine diese eben nur,da ausführender Täter deliktisch gehandelt hat?(hoffe irgendjewmand versteh,was ich damit fragen will)
Also, ich kenn den Begriff Handlungsqualifikationen(da prüf ich eben besondere Erschwerungsgründe,wie bei Mord
).Wie nennt man das sonst?
Verfasst am: 20 Jul 2009 - 11:14:38 Titel:
Ich würd einfach nur von Qualifikation sprechen.
Aber vielleicht gibt's den Begriff Handlungsqualifikation ja auch
dem möglichen Werrkzeug des mittelbaren Täters volle Schuld zu gesprochen habe, kann ich überhaupt noch mittelbare Täterschaft prüfen
Gedanklich ist auch das noch möglich. Es gibt da gewisse Konstellation, in denen von einem Täter hinter dem Täter gesprochen wird.
So gibt es eine Theorie, nachdem in Unrechtsregimen (also NS - Herrschaft uä) neben dem direkt Handelnden auch die das System lenkenden als täter angesehen werden. Glaub näheres könntest de bei Roxin finden. Die Idee war glaub ich die, dass das System so aufgebaut sei, dass es auf den unmittelbar Handelnden Täter im Endeffekt nicht entscheidend ankomme, da dieser (wenn er sich weigert) austauschbar ist und ein anderer an seine Stelle rückt. Das hat auch was mit Druck- und Zwangssituationen zu tun. Aber da muss man sich dann hineindenken.
Der BGH hat in einem Fall, in dem ein Polizist aus Liebe zu einer Frau von der Idee überzeugt wurde, dass ein Dämon namens Katzenkönig existiert, versucht einen Menschen zu töten, da er zu der Überzeugung verleitet war, dass nur durch den Tod dieses Menschen der Katzenkönig besänftigt und von seinem Vorhaben, die Welt zu vernichten, abgehalten werden könne.
Der BGH beurteilte dies als vermeidbaren Verbotsirrtum und diesen direkt Handelnden als Täter. Neben ihn als Täter verurteilte er aber auch die Ehefrau und ich glaub deren Freund noch als Täter (hinter dem direkt Handelnden) da sie diesen Irrtum verursacht hätten. Der Umstand, dass der Irrtum zwar vermeidbar sei, bedeutet nicht, dass sie ihn nicht hervorgerufen haben.
Naja ... ich glaub du mußt bei der mittelbaren Täterschaft hatl gucken, ob der mittelbare Täter eine Position innehat, die ihm in irgendeinerweise Herrschaft über die Tat zu Teil werden läßt. Wenn der direkt Handelnde keinerlei Defizit gegenüber den als mittelbaren Täter geprüften aufweist, wird mittelbare Täterschaft ausscheidet. Dass der direkt handelnde voll schuldfähig ist, spricht stark dafür, dass mittelbare Täterschaft ausscheidet.
Verfasst am: 20 Jul 2009 - 17:41:31 Titel:
Mafia-Anwalt hat folgendes geschrieben:
Wenn aktives Tun nicht vorliegt, würde ich sehr wohl sofort das Unterlassungsdelikt prüfen und vorher eine Abgrenzung durchführen (z.B. bei ärztlichem Abstellen der Maschinen --> hM: Schwerpunkt der Vorwerfbarkeit = Unterlassen).
Mord und Totschlag würde ich zusammenprüfen, da Mord nach der Literatur die Qualifikation des Totschlags darstellt. Ich verstehe gar nicht, warum du hier zwei verschiedene Prüfungen machen möchtest.
Verfasst am: 20 Jul 2009 - 17:46:16 Titel:
Das geht noch: Entweder es handelt sich um eine Konstellation des "Täters hinter dem Täter" oder es könnte versuchte mittelbare Täterschaft vorliegen. Wenn eine mittelbare Täterschaft aber abwegig ist, spricht man sie auch nicht an.
Verfasst am: 21 Jul 2009 - 22:05:39 Titel:
Also muss für mittelbare Täterschaft mal etwas Sachverhalt bringen:
Ehemann A sagr seiner Frau B (beide leben nicht zusammen):Sie sollte ihre Mutter X(Alzheimer/B plegt sie und muss X zum trinken zwingen) nichts mehr zutrinken geben.Diese weigert sich(ist psychisch nicht da)sowieso zu trinken.A denkt:Das X von sich aus nichts mehr trinken würde und sterben wird.Er meint seine Frau wisse das nicht.
Wollte da mittelbare Täterschaft prüfen und diese sowieso verneinen.Aber bin nicht sicher, ob nicht strittig und so zumindestens prüfen(da A zumindestens animmt:Er handelt kraft überlegendwen Wissens)
Was soll nun mit aktiven tun machen oder Unterlassen machen?
B denk X tot(verdurstet(aber in echt lebt noch))Packt in Teppich und da erstickt X.Meiner Ansicht Hauptschwere bei Unterlassen(da onhe Unterlassen/kein ersticken buzw. sie nicht hätte denken können X tot)
Da muss doch genauer klären,dass kein akrtives tun.Aber wie?Soll nun richtige Prüfung machen oder nur von wegen:Fraglich ist, ob aktives tun?A hat das und das gemacht.Deshalb Unterlassen(schreib in HA natürlich anders/nicht das jemand kommt und sagt:Ha, kein blöder Gutachtenstill).
Verfasst am: 21 Jul 2009 - 22:07:09 Titel:
Ups,das letzte A ist falsch. B(die Frau)ist gemeint.