Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201995,%20817
Timestamp: 2020-01-22 04:35:01
Document Index: 340259073

Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 38', '§ 39', '§ 44', '§ 47', '§ 191', '§ 421', '§ 427', '§ 15', '§ 13', '§ 1', '§ 3', '§ 421', 'BGH', '§ 421', '§ 718', '§ 37', '§ 46', '§ 18', '§ 1281', '§ 18', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 18', '§ 37', '§ 37', '§ 18', '§ 18', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 18', '§ 37', '§ 1282']

Rechtsprechung: BStBl II 1995, 817 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BFH, 12.04.1994
https://dejure.org/1995,1838
BFH, 21.06.1995 - II R 7/91 (https://dejure.org/1995,1838)
BFH, Entscheidung vom 21.06.1995 - II R 7/91 (https://dejure.org/1995,1838)
BFH, Entscheidung vom 21. Juni 1995 - II R 7/91 (https://dejure.org/1995,1838)
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AO 1977 § 37, § 38, § 39 Abs. 2, § 44 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 Satz 1, § 47, § 191 Abs. 1; BGB § 421, § 427; GrEStG NW § 15 Nr. 1 (= § 13 Nr. 1 GrEStG 1983); GrEStWoBauG NW § 1 Nr. 1, § 3 Abs. 1, 4 und 6
Haftung eines Gesellschafters für vor seinem Eintritt entstandene Steuerschulden einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) - Beteiligung an steuerlich relevantem rechtsgeschäftlichem Handeln der Gesellschaft
Grunderwerbsteuer; Haftung des Gesellschafters einer GbR für Grunderwerbsteuerschulden der Gesellschaft
BFHE 178, 227
NJW 1996, 870 (Ls.)
BB 1995, 1732
DB 1995, 1795
BStBl II 1995, 817
Bei einer GbR ergibt sich, soweit die Gesellschaft als solche der Besteuerung unterliegt, die persönliche gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschafter aus dem Rechtsgedanken der §§ 421, 427 BGB (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 23. Oktober 1985 VII R 187/82, BFHE 145, 13, BStBl II 1986, 156; vom 27. Juni 1989 VII R 100/86, BFHE 158, 1, BStBl II 1989, 952; vom 27. März 1990 VII R 26/89, BFHE 161, 390, BStBl II 1990, 939; vom 21. Juni 1995 II R 7/91, BFH/NV 1996, 71, und Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. August 1993 8 C 64.90, BStBl II 1994, 140).
Der Kläger meint, es bedürfe einer Überprüfung der bisherigen Rechtsprechung durch den BFH, weil nach Ansicht des Finanzgerichts (FG) durch das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 29. Januar 2001 II ZR 331/00 (Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 2001, 1056) zur Partei- und Prozessfähigkeit der GbR anscheinend das zur Haftung von Gesellschaftern der GbR ergangene frühere Urteil des BFH vom 21. Juni 1995 II R 7/91 (BFHE 178, 227, BStBl II 1995, 817) überholt sei.
Das FG hat zutreffend darauf hingewiesen, dass das Urteil des BFH in BFHE 178, 227, BStBl II 1995, 817 sich schwerpunktmäßig mit der Problematik der Haftung von neu eintretenden Gesellschaftern für vor ihrem Eintritt entstandene Verbindlichkeiten einer GbR befasst, indes ein derartiger Sachverhalt im Streitfall nicht vorliege.
Außerdem sei die höchstrichterliche Rechtsprechung über die Haftung bei BGB -Gesellschaften (BFH, BStBl. II 1995, 817) analog heranzuziehen, ebenso die Rechtsprechung zur Frage der Vermieterstellung bei geschlossenen Immobilienfonds.
Die Rechtsprechung zur Haftung eines Gesellschafters einer BGB -Gesellschaft für deren Steuerschulden (BFH-Urteil vom 21.6.1995 II R 7/91, BStBl. II 1995, 817) hat offenkundig nur den Hintergrund, bloß solche Gesellschafter haften zu lassen, die auch eine "Tatbeteiligung" geleistet haben.
Die Haftung der Gesellschafter mit ihrem Privatvermögen für Verbindlichkeiten der GbR folgt zivilrechtlich aus dem gemeinschaftlichen Handeln der Gesellschafter (BFH-Urteil vom 21.06.1995 II R 7/91, BFH/NV 1996, 71 m.w.N.).
Sie können dazu führen, die Inanspruchnahme eines Gesamtschuldners als ermessensfehlerhaft anzusehen (vgl. BFH-Urteil vom 21.06.1995 II R 7/91, a.a.O.).
Soweit die Gesellschaft aber als solche der Besteuerung unterliegt, folgt die persönliche und gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschafter aus dem Rechtsgedanken der §§ 421, 427 i.V.m. § 718 BGB (ständige Rechtsprechung; vgl. BFH-Urteil vom 21.06.1995 II R 7/91 , BFH/NV 1996, 71, 72 li.Sp. m.w.N.).
War also der Gesellschafter an einem rechtsgeschäftlichen Handeln der Gesellschaft, das steuerliche Folgen nach sich zieht, beteiligt, haftet er auch der Finanzbehörde gegenüber für die sich hieraus ergebende Steuerschuld (BFH-Urteil in BFH/NV 1996, 71).
FG Sachsen-Anhalt, 19.01.2004 - 4 V 819/03
Begründung des Auswahlermessens bei Haftungsinanspruchnahme von …
Die demgegenüber vom Finanzgericht Düsseldorf als Beleg für die Richtigkeit seiner Ansicht herangezogenen Entscheidungen des Bundesfinanzhofs (Urteil vom 21.6.1995 - II R 7/91, BFHE 178, 277) und des Finanzgerichts Münster (Urteil vom 13.11.1996 - 8 K 6147/95 U, EFG 1997, 324) betreffen andere Sachverhalte, nämlich Fälle des Auswahlermessens bei einer Gesamtschuld, die auf verschiedenen Rechtsgrundlagen beruhen (vorrangige Inanspruchnahme des Steuerschuldners vor dem Haftungsschuldner).
Der Haftungsanspruch kann vielmehr unmittelbar nach seiner Entstehung gegenüber dem Haftenden eigenständig durch Haftungsbescheid geltend gemacht werden, ohne dass ein Steuerbescheid hätte erlassen oder gar bestandskräftig werden müssen (vgl. z. B. BFH in BFH/NV 1996, 71 und BFH-Beschluss vom 26. April 2004 VII B 36/04, Haufeindex 1207640).
Allerdings ist dem Kläger Recht zu geben, dass beachtliche Stimmen in der Literatur sich gegen die Annahme des BFH wenden, auch für gesetzlich begründete Verpflichtungen der GdbR, mithin für Umsatzsteuer- und Lohnsteuerschulden, werde eine Haftung der Gesellschafter begründet (vgl. hierzu BFH-Urteile vom 2. Februar 1994 und 21. Juni 1995 II R 7/91, BFHE 173, 306, BStBl II 1995, 300 ; BFHE 178, 227 , BStBl II 1995, 817 ).
Ausreichend ist, dass der Primäranspruch bei Erlass des Haftungsbescheids noch besteht bzw. bestanden hat (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 21. Juni 1995 II R 7/91, BFH/NV 1996, 71).
FG München, 01.04.2004 - 14 K 5376/01
Haftung wegen erzeugten Rechtsscheins
FG Nürnberg, 28.03.2000 - II 323/99
Haftung des Gesellschafters einer GbR für Umsatzsteuerschulden
FG Saarland, 16.10.1997 - 2 K 97/97
https://dejure.org/1994,1096
BFH, 12.04.1994 - VII B 278/93 (https://dejure.org/1994,1096)
BFH, Entscheidung vom 12.04.1994 - VII B 278/93 (https://dejure.org/1994,1096)
BFH, Entscheidung vom 12. April 1994 - VII B 278/93 (https://dejure.org/1994,1096)
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AO 1977 § 37 Abs. 2, § 46; UStG § 18 Abs. 4; BGB §§ 1281, 1282, 1288
Rückforderung - Finanzamt - Vorsteuer - Umsatzsteuervoranmeldung - Pfandgläubiger
§ 18 UStG; § 37 AO
Abgabenordnung; Rückforderungsanspruch auf negative Umsatzsteuervorauszahlungen gegenüber Zessionar
BFHE 174, 8
BB 1994, 1695
BFH, 24.01.1995 - VII R 144/92
Vorsteuerüberschuß - Erstattungsanspruch
Da der Zessionar im Wege der Abtretung nur eine vermeintliche Forderung erworben hat und das FA in der fehlerhaften Annahme, die Forderung bestehe, bewußt und gewollt an ihn als den vermeintlichen Rechtsträger dieser Forderung geleistet hat, ist es gerechtfertigt, für den Rückforderungsanspruch nach § 37 Abs. 2 AO 1977 allein den Zessionar - und nicht den Zedenten (Steuerpflichtigen, Unternehmer) - als Leistungsempfänger in Anspruch zu nehmen (…Urteile des Senats vom 14. September 1993 VII R 3/93, BFH/NV 1994, 441;… vom 22. Februar 1994 VII R 129/92, BFH/NV 1994, 447; Senatsbeschluß vom 12. April 1994 VII B 278/93, BFHE 174, 8).
Der für das Kalenderjahr bzw. den einzelnen Voranmeldungszeitraum zunächst zu Unrecht festgesetzte und an den Zessionar ausgezahlte Vorsteuerüberschuß hatte in den Entscheidungsfällen eine formelle Änderung dadurch erfahren, daß die jeweiligen Umsatzsteuervorauszahlungsbescheide bzw. der als Erstattungsgrundlage dienende Jahressteuerbescheid entweder selbst aufgehoben (geändert) worden waren (so: BFHE 143, 412, BStBl II 1985, 488; BFHE 155, 40, BStBl II 1989, 223) oder - nach vorausgehender Festsetzung negativer Umsatzsteuer für einen Voranmeldungszeitraum - die Jahressteuer deshalb auf 0 DM festgesetzt worden war, weil keine Unternehmereigenschaft bzw. keine Vorsteuerabzugsberechtigung bestand (…so: BFH/NV 1994, 441;… BFH/NV 1994, 447; BFHE 174, 8; FG München, Urteil vom 15. März 1993 14 K 1347/91, Umsatzsteuer- und Verkehrsteuerrecht 1993, 243; vgl. auch Urteil des Senats vom 22. Juli 1986 VII R 10/82, BFHE 147, 117, BStBl II 1986, 776).
Diese Schlußfolgerung steht nicht in Widerspruch zu den Ausführungen des Senats in seinem Beschluß in BFHE 174, 8 (14), da sich dort nach dem Jahressteuerbescheid (Steuerfestsetzung auf 0 DM) der Vorsteuerabzug in den einzelnen Voranmeldungszeiträumen als ungerechtfertigt erwiesen hatte.
Da der Zessionar im Wege der Abtretung nur eine vermeintliche Forderung erworben hat und das FA in der fehlerhaften Annahme, die Forderung bestehe, bewußt und gewollt an ihn als den vermeintlichen Rechtsträger dieser Forderung geleistet hat, ist es gerechtfertigt, für den Rückforderungsanspruch nach § 37 Abs. 2 AO 1977 allein den Zessionar -- und nicht den Zedenten (Steuerpflichtigen, Unternehmer) -- als Leistungsempfänger in Anspruch zu nehmen (…Urteile des Senats vom 14. September 1993 VII R 3/93, BFH/NV 1994, 441;… vom 22. Februar 1994 VII R 129/92, BFH/NV 1994, 447; Senatsbeschluß vom 12. April 1994 VII B 278/93, BFHE 174, 8 [BFH 12.04.1994 - VII B 278/93]).
Der Grundsatz der Rückforderung vom Zessionar als Leistungsempfänger auch in den Fällen der Sicherungsabtretung wird schließlich -- entgegen dem Vorbringen der Revision -- auch durch die Ausführungen des Senats in seinem Beschluß in BFHE 174, 8 [BFH 12.04.1994 - VII B 278/93] nicht in Zweifel gezogen.
Soweit er dort auf den Rückforderungsanspruch in den Fällen der Sicherungsabtretung eingegangen ist, hat er lediglich seine vorstehend dargestellte Rechtsprechung referiert und darauf hingewiesen, daß eine besondere Gestaltung der Rechtsbeziehungen, wie sie in dem Urteilsfall in BFHE 169, 570 vorgelegen hat, in dem Entscheidungsfall in ähnlicher Weise gegeben sei, soweit dort das FA -- wie in der Verpfändungsanzeige beantragt -- seine Überweisung ebenfalls auf das bei der Pfandgläubigerin geführte Konto des Steuerpflichtigen und Verpfänders vorgenommen habe (BFHE 174, 8, 18, 19) [BFH 12.04.1994 - VII B 278/93].
BFH, 02.02.1995 - VII R 42/94
Der für das Kalenderjahr bzw. den einzelnen Voranmeldungszeitraum zunächst zu Unrecht festgesetzte und an den Zessionar ausgezahlte Vorsteuerüberschuß hatte in den Entscheidungsfällen eine formelle Änderung dadurch erfahren, daß die jeweiligen Umsatzsteuervorauszahlungsbescheide bzw. der als Erstattungsgrundlage dienende Jahressteuerbescheid entweder selbst aufgehoben (geändert) worden waren (so: BFHE 143, 412, BStBl II 1985, 488; BFHE 155, 40, BStBl II 1989, 223) oder -- nach vorausgehender Festsetzung negativer Umsatzsteuer für einen Voranmeldungszeitraum -- die Jahressteuer deshalb auf 0 DM festgesetzt worden war, weil keine Unternehmereigenschaft bzw. keine Vorsteuerabzugsberechtigung bestand (…so: BFH/NV 1994, 441;… BFH/NV 1994, 447; BFHE 174, 8 [BFH 12.04.1994 - VII B 278/93]; FG München, Urteil vom 15. März 1993 14 K 1347/91, Umsatzsteuer- und Verkehrssteuerrecht 1993, 243; vgl. auch Urteil des Senats vom 22. Juli 1986 VII R 10/82, BFHE 147, 117, BStBl II 1986, 776).
Diese Schlußfolgerung steht nicht in Widerspruch zu den Ausführungen des Senats in seinem Beschluß in BFHE 174, 8 (14) [BFH 12.04.1994 - VII B 278/93], da sich dort aufgrund der späteren Festsetzung der Jahressteuer auf 0 DM der Vorsteuerabzug in den einzelnen Voranmeldungszeiträumen als ungerechtfertigt erwiesen hatte.
Für die Finanzverwaltung ergibt sich aus dieser Vorschrift ein öffentlich-rechtlicher Rückforderungsanspruch, wenn der Rechtsgrund für die Steuererstattung oder -vergütung von Anfang an fehlt oder später weggefallen ist (BFH-Urteil vom 22.02.1994, VII R 129/92, UR 1995, 143; BFH-Beschluss vom 12.04.1994, B 278/93, BFHE 174, 8).
Die Vorschrift des § 18 Abs. 4 UStG stellt bezüglich der Rückforderung von Vorsteuerüberschüssen keine spezialgesetzliche Anspruchsnorm dar, die den Rückforderungsanspruch nach § 37 Abs. 2 AO auszuschließen vermag, und kann bei Rückforderungsansprüchen gegenüber Dritten, wie etwa Zessionaren, keine Anwendung finden (BFH-Beschluss vom 12.04.1994, VII B 278/93, BFHE 174, 8).
In Fällen, in denen an dem Erstattungsvorgang mehrere Personen beteiligt waren, muss der Leistungsempfänger nicht mit dem Empfänger der Zahlung identisch sein (BFH-Urteil vom 12.04.1994, VII B 278/93, BFHE 174, 8).
Nach der Auffassung des Senats können abgetretene und an den Zessionar ausgezahlte Vorsteuerüberschüsse eines Voranmeldungszeitraums zurückgefordert werden (§ 37 Abs. 2 AO 1977), wenn der Umsatzsteuervorauszahlungsbescheid, aus dem sich die Umsatzsteuervergütung ergeben hat, aufgehoben oder entsprechend geändert worden ist oder sich aus einem späteren Jahressteuerbescheid ergibt, dass der abgetretene Erstattungsanspruch des betreffenden Voranmeldungszeitraums nicht oder nur in geringerer Höhe bestanden hat (vgl. Senatsurteile vom 24. Januar 1995 VII R 144/92, BFHE 177, 8, BStBl II 1995, 862, und vom 2. Februar 1995 VII R 42/94, BFH/NV 1995, 853, sowie Senatsbeschluss vom 12. April 1994 VII B 278/93, BFHE 174, 8, BStBl II 1995, 817).
(1) Eine Verpflichtung aus § 18 Abs. 4 UStG 1999 kommt nicht in Betracht, da § 18 Abs. 4 UStG 1999 durch § 37 Abs. AO als spezialgesetzliche Norm verdrängt wird (BFH, Urteil vom 12. April 1994 VII B 278/93, BStBl. II 1995, 817;… vgl. Drüen in Tipke/Kruse, a.a.O, § 37 AO Rn. 120).
Einen zusätzlichen (Rückforderungs-) Anspruch wegen zu Unrecht ausgezahlter Vorsteuern gegen den Zedenten - den Steuerpflichtigen - (etwa als Gesamtschuldner neben dem Zessionar) aufgrund des zwischen ihm und dem Finanzamt bestehenden Steuerschuldverhältnisses nach § 37 Abs. 1 AO hat der BFH in ständiger Rechtsprechung immer wieder ausdrücklich abgelehnt (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 12.4.1994 VII B 278/93, BStBl II 1995, 817, 819).
Selbst wenn man nach bedenklicher Auffassung auch § 18 Abs. 4 UStG als mögliche Grundlage für einen Rückforderungsanspruch innerhalb des eigentlichen Steuerschuldverhältnisses heranziehen wollte, müsste es dabei bleiben, dass im Falle einer bewussten und willentlichen Zahlung an den Zessionar der Rückforderungsanspruch ausschließlich und nur gegenüber diesem und nicht gegenüber dem Zedenten geltend zu machen ist (BFH BStBl II 1995, 817, 820).
BFH, 30.09.1997 - VII B 120/97
Grundsätzliche Bedeutung der Frage des Bestehens eines Rückforderungsanspruchs …
Die rechtsgrundsätzliche Bedeutung der aufgeworfenen Rechtsfrage kann nicht mehr -- wie die Klägerin meint -- daraus hergeleitet werden, daß das FG in dem die Streitsache betreffenden Verfahren wegen Aussetzung der Vollziehung des Rückforderungsbescheids die Beschwerde gegen seine Entscheidung wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache zugelassen und der Senat im Hinblick auf die insoweit noch ausstehende höchstrichterliche Entscheidung es im Beschwerdeverfahren als ernstlich zweifelhaft beurteilt hat, ob im Falle der Verpfändung von negativen Umsatzsteuervorauszahlungen der Rückforderungsanspruch des FA gemäß § 37 Abs. 2 AO 1977 gegenüber dem Pfandgläubiger besteht (Beschluß des Senats vom 12. April 1994 VII B 278/93, BFHE 174, 8 [BFH 12.04.1994 - VII B 278/93], BStBl II 1995, 817).
Im übrigen hat der Senat für den Fall der Zahlung des FA nach Eintritt der Pfandreife (§§ 1282, 1288 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches), wie sie im Streitfall nach den Feststellungen des FG gegeben war, bereits in dem Beschluß in BFHE 174, 8, 17 [BFH 12.04.1994 - VII B 278/93] zum Ausdruck gebracht, daß jedenfalls dann der Pfandgläubiger (hier: Klägerin) deshalb als Leistungsempfänger anzusehen ist, weil in diesem Falle er allein zur Ein ziehung der Forderung berechtigt war und Eigentümer des ausgezahlten Geldes geworden ist.
FG Niedersachsen, 21.04.1998 - VI 398/95
Erstattungspflicht des Empfängers einer zu Unrecht erfolgten …
FG Düsseldorf, 11.08.1999 - 9 K 1075/99
Rückzahlung des überzahlten Kindergeldes; Anspruch auf Erstattung der …