Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=28.01.1970&Aktenzeichen=1%20BvR%20719/68
Timestamp: 2019-10-16 11:02:19
Document Index: 195518918

Matched Legal Cases: ['OGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 35', '§ 47']

BVerfG, 28.01.1970 - 1 BvR 719/68 - dejure.org
BVerfG, 28.01.1970 - 1 BvR 719/68
https://dejure.org/1970,50
BVerfG, 28.01.1970 - 1 BvR 719/68 (https://dejure.org/1970,50)
BVerfG, Entscheidung vom 28.01.1970 - 1 BvR 719/68 (https://dejure.org/1970,50)
BVerfG, Entscheidung vom 28. Januar 1970 - 1 BvR 719/68 (https://dejure.org/1970,50)
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Augstein / Strauß
LG München I, 15.07.1965 - 18 O 680/64
OLG München, 28.07.1966 - 1 U 674/66
LG München I, 18.02.1969 - 18 O 680/64
OLG München, 16.05.1969 - 1 W 745/69
LG München I, 18.08.1969 - 18 O 680/64
OLG München, 25.09.1969 - 1 W 1325/69
BVerfGE 28, 1
NJW 1970, 651
DVBl 1970, 320
Nach dem Stand von Rechtsprechung und Lehre bei Einlegung des Rechtsmittels musste der Beschwerdeführer nicht davon ausgehen, dass dieses unzulässig ist (vgl. BVerfGE 28, 1 ).
Offensichtlich unzulässig ist ein Rechtsbehelf nur dann, wenn über seine Unzulässigkeit nach dem Stand der Rechtsprechung und Lehre zum Zeitpunkt der Einlegung keine Ungewissheit bestehen konnte (vgl. BVerfGE 28, 1 ; 91, 93 ; 107, 299 ; stRspr).
Es ist daher geboten und dem Beschwerdeführer auch zumutbar, vor der Einlegung einer Verfassungsbeschwerde die Statthaftigkeit weiterer einfachrechtlicher Rechtsbehelfe sorgfältig zu prüfen und von ihnen auch Gebrauch zu machen, wenn sie nicht offensichtlich unzulässig (vgl. BVerfGE 28, 1 [6]) sind.
Daß die Verurteilung zu einem Widerruf weder zu einer Bestrafung des Beleidigers noch zu einer Satisfaktion des Beleidigten benutzt werden darf, sondern sich allein an der insofern "neutralen" Aufgabe der Abwehr und Beseitigung von Störungen und ihren Folgen orientieren muß, ist in der höchstrichterlichen Rechtsprechung schon seit je her anerkannt (vgl. RGZ 60, 12, 16 ff; 88, 129, 133; 148, 114, 122, 124; OGHZ 1, 182, 191 ff; BGHZ 10, 104, 106 [BGH 17.06.1953 - VI ZR 51/52]; 31, 308, 320 ff [BGH 22.12.1959 - VI ZR 175/58]; vgl. auch BVerfGE 28, 1, 9 ff [BVerfG 28.01.1970 - 1 BvR 719/68] = NJW 1970, 651, 652) [BVerfG 28.01.1970 - 1 BvR 719/68].
Das Bundesverfassungsgericht geht ebenfalls davon aus, dass ein Überzeugungswandel nicht verlangt werden kann (BVerfGE 28, 1 ff).
Offensichtlich unzulässig ist ein Rechtsmittel nur dann, wenn der Rechtsmittelführer nach dem Stand der Rechtsprechung und Lehre zum maßgebenden Zeitpunkt über dessen Unzulässigkeit nicht im Ungewissen sein konnte (vgl. BVerfGE 28, 1 ; 48, 341 ; 49, 252 ).
SG Osnabrück, 04.09.2019 - S 44 AY 40/19
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Widerrufserklärung - Justizvorbehalt - Zwangshaft - Aufschub oder Unterbrechung
VerfGH Sachsen, 13.07.2000 - 83-IV-99
VerfGH Sachsen, 12.12.1996 - 28-IV-96