Source: http://www.kg-schwarz.de/information_steuerlexikon/index/xid/154303,0
Timestamp: 2018-10-19 00:37:10
Document Index: 109264143

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 1591', '§ 1600', '§ 1592', '§ 32', '§ 32', '§ 33', '§ 32', '§ 8']

Kindschaftsverhältnisse
Konkurrenzregelung (§ 32 Abs. 2 EStG)
Altersgrenze (§ 32 Abs. 3 u. 4 EStG)
Verlängerungstatbestände bei Arbeitslosigkeit, Ausbildung oder Übergangszeit (§ 32 Abs. 5 EStG)
Zweitausbildung/Zweitstudium
Kinder-Entlastungen
Für die Einkommens- und Lohnbesteuerung sind die persönlichen Verhältnisse des Steuerpflichtigen von Bedeutung. Neben dem Familienstand ist auch die Berücksichtigung von Kindern in vielerlei Hinsicht wichtig. Die zentrale Regelung zur kindbedingten Entlastung ist der Familienleistungsausgleich, der auf zwei Säulen basiert: Kinderfreibetrag und Freibetrag für Betreuung-, Erziehung- oder Ausbildung auf der einen und Kindergeld auf der anderen Seite. Damit ein Kind berücksichtigt werden kann, muss vorbehaltlich der Erfüllung zusätzlicher Voraussetzungen insbesondere bei volljährigen Kindern zunächst überhaupt ein Kindschaftsverhältnis bestehen (§ 32 Abs. 1 EStG). Diese Voraussetzungen gelten überwiegend sowohl für den Kinderfreibetrag als auch für das Kindergeld und für den Freibetrag für Betreuung-, Erziehung- oder Ausbildung.
2.1 Im ersten Grad verwandte Kinder (§ 32 Abs.1 Nr. 1)
Das Kindschaftsrecht stellt nicht eheliche Kinder und eheliche Kinder weitgehend gleich. Danach ist die Mutter eines Kindes die Frau, die es geboren hat (§ 1591 BGB) und Vater, wer zur Zeit der Geburt mit der Mutter verheiratet war, die Vaterschaft anerkannt hat oder dessen Vaterschaft nach § 1600d BGB gerichtlich festgestellt ist (§ 1592 BGB ; s.a. BZSt, 16.07.2012 - St II 2 - S 2280-DA/12/00002).
2.2 Pflegekinder (§ 32 Abs. 1 Nr. 2 EStG)
2.3 Stiefkinder/Enkelkinder
Stiefkindschaftsverhältnisse und Enkelkindschaftsverhältnisse zählen nicht zu den begünstigten Kindschaftsverhältnissen. Ein unmittelbarer Anspruch auf einen Kinderfreibetrag haben Stiefeltern bzw. Großeltern somit nicht, wohl aber auf Kindergeld. Allerdings kann der Kinderfreibetrag von den Eltern auf einen Stiefelternteil oder Großeltern übertragen werden. (§ 32 Abs. 6 EStG, vgl. Stichwort Übertragung des Kinderfreibetrags). Wird die das Stiefkindschaftsverhältnis begründende Ehe durch Tod des leiblichen Elternteils oder durch Scheidung aufgelöst und verbleibt das Kind im Haushalt des Stiefelternteils, wird das Kind bezüglich des Kindergeldes bei diesem ohne weitere Prüfung als Pflegekind berücksichtigt.. Wegen der Ehegattenbesteuerung werden Stiefkinder beim Lohnsteuerabzug des Stiefelternteils bescheinigt, wenn dieser die Steuerklasse III oder IV hat.
Der am 01.01.1998 geborene Sohn hat das 18. Lebensjahr mit Ablauf des 31.12.2015, also zu Beginn des Kalenderjahres 2016 vollendet. Er kann daher für 2016 nicht mehr als Kind berücksichtigt werden, es sei denn, die weiteren Voraussetzungen sind erfüllt.
Kind leistet ein frw. soziales Jahr oder ein frw. ökologisches Jahr bzw. einen sog. Freiwilligendienst, u.a. Bundesfreiwilligendienst
Es besteht Anspruch auf Kinderfreibetrag oder Kindergeld für ein arbeitsloses Kind über 21 Jahren bzw. für ein Kind in Berufsausbildung oder in Übergangszeiten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten von höchstens vier Monaten auch über 25 Jahre, das einen der genannten Dienste geleistet hat, und zwar für einen der Dauer des Dienstes entsprechenden Zeitraum über das 21. bzw. 25. Lebensjahr hinaus. Der Begünstigungszeitraum wird insoweit verlängert. Kinder, deren Berufsausbildung unterbrochen worden ist, weil sie an Stelle des ges. GWD Wehrdienst bis zu drei Jahren leisten oder eine von diesen Diensten befreiende Tätigkeit als Entwicklungshelfer ausüben, können ebenfalls nicht berücksichtigt werden. Stattdessen kann aber der Berücksichtigungszeitraum ggf. auch für diesen Personenkreis verlängert werden. Statt der Berücksichtigung des Kindes können die Eltern die Unterhaltszahlungen an "Wehrdienstkinder" im Rahmen des § 33a Abs. 1 EStG geltend machen.
8. Zweitausbildung/Zweitstudium
Nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung und eines Erststudiums wird ein Kind in den Fällen des § 32 Abs. 4 Satz 1 Nummer 2 nur berücksichtigt, wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Eine Erwerbstätigkeit mit bis zu 20 Stunden regelmäßiger wöchentlicher Arbeitszeit, ein Ausbildungsdienstverhältnis oder ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis im Sinne der §§ 8 und 8a SGB IV sind unschädlich (BMF, 07.12.2011 - IV C 4 - S 2282/07/0001:01).
9. Kinder-Entlastungen
Kinder - arbeitslos Kinder - Au-pair-Tätigkeit Kinder - Behinderte Kinder - Berufsausbildung Kinder - Ehegattenunterhalt Kinder - Einkünfte und Bezüge Kinder - freiw. soziales o. ökologisches Jahr Kinder - ohne Ausbildungsplatz Kinderzulage - Eigenheimzulagengesetz