Source: https://urteile-gesetze.de/rechtsprechung/b-8-so-3-10-r
Timestamp: 2019-08-24 22:51:42
Document Index: 318865372

Matched Legal Cases: ['§ 31', '§ 19', '§ 19', '§ 27', '§ 95', '§ 54', '§ 56', '§ 42', '§ 37', '§ 70', '§ 5', '§ 70']

B 8 SO 3/10 R - Urteil BSG vom 09.06.2011
B 8 SO 3/10 R
BSG 09.06.2011 - B 8 SO 3/10 R
vorgehend SG Schleswig, 30. Januar 2009, Az: S 15 SO 55/08, Urteilvorgehend Schleswig-Holsteinisches Landessozialgericht, 9. Dezember 2009, Az: L 9 SO 5/09, Urteil
§ 31 Abs 1 Nr 1 SGB 12 vom 27.12.2003
§ 19 Abs 1 SGB 12 vom 27.12.2003
§ 19 Abs 1 SGB 12 vom 24.03.2011
§ 27 SGB 12 vom 24.03.2011
Gegenstand des Verfahrens ist der Bescheid vom 25.10.2005 in der Gestalt des Widerspruchsbescheids vom 27.4.2006 (§ 95 SGG), soweit darin Leistungen für ein Fernsehgerät abgelehnt worden sind; gegen diesen Bescheid wendet sich der Kläger mit einer Anfechtungs- und Leistungsklage, hilfsweise mit der Anfechtungs- und Verpflichtungsklage (§ 54 Abs 1 und 4, § 56 SGG). In Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Senats zur Abtrennbarkeit von Leistungsansprüchen im Sinne eines eigenen Streitgegenstandes (vgl nur BSGE 103, 181 ff RdNr 13 mwN = SozR 4-3500 § 42 Nr 2; s auch das Urteil des 14. Senats des Bundessozialgerichts vom 24.2.2011 - B 14 AS 75/10 R - RdNr 9 mwN), haben Beklagter, SG und LSG vorliegend zu Recht lediglich darüber, also nicht insgesamt über die dem Kläger zu gewährenden Sozialhilfeleistungen, entschieden. Nicht Gegenstand des Verfahrens ist - mangels entsprechenden Begehrens des Klägers - die Gewährung eines Darlehens gemäß § 37 SGB XII.
Die Klage richtet sich gegen den Landrat als beteiligtenfähige Behörde des Kreises Ostholstein (§ 70 Nr 3 SGG iVm § 5 des Schleswig-Holsteinischen Ausführungsgesetzes zum Sozialgerichtsgesetz vom 2.11.1953 - Gesetz- und Verordnungsblatt 144, in der Bekanntmachung vom 4.8.1965, GVBl 53, zuletzt geändert durch Gesetz vom 14.3.2011 - GVBl 72). Hieran ändert sich nichts dadurch, dass die Stadt Eutin im Namen und Auftrag des Landkreises gehandelt hat; in diesem Fall ist mangels Tätigwerdens unter eigenem Namen nicht der Bürgermeister der Stadt Eutin Behörde iS des § 70 Nr 3 SGG (näher dazu das Senatsurteil vom 9.6.2011 - B 8 SO 11/10 R).