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Timestamp: 2016-10-27 07:04:47
Document Index: 189413963

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 26', 'Art. 36', 'Art. 5', 'Art. 26', 'Art. 36', 'Art. 27', 'Art. 75', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 18', 'BGE']

1C_353/2011 (05.04.2012)
1C_353/2011
Alpiq InTec Management AG, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�lte Dr. Ernst Inderbitzin und Matthias Geiser,
Schweizerische Bundesbahnen SBB, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Nora Teuwsen, SBB Immobilien, Recht und Beschaffung,
Kanton Z�rich, vertreten durch die Baudirektion, Hochbauamt, Stampfenbachstrasse 110, Postfach,
Selnaustrasse 32, Postfach, 8090 Z�rich.
Beschwerde gegen das Urteil vom 4. Mai 2011 des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 1. Abteilung,
Am 1. April 2004 trat das Gesetz f�r ein Polizei- und Justizzentrum Z�rich vom 7. Juli 2003 (PJZG; LS 551.4) in Kraft. � 2 PJZG sieht vor, dass der Kanton zur Verwirklichung des Polizei- und Justizzentrums Z�rich (im Folgenden: PJZ) das Areal G�terbahnhof in Z�rich erwirbt und auf diesem Areal eine Neu�berbauung erstellt.
Die Baudirektion des Kantons Z�rich liess einen Masterplan f�r das Gebiet zwischen Hohlstrasse, Hardplatz, Hardbr�cke und Gleisfeld ausarbeiten (Masterplan Polizei-/Justizzentrum Z�rich vom 5. Juli 2005). Dieser sieht den Ausbau der Hohlstrasse zu einem Boulevard sowie die Schaffung eines Platzes (Zypressenplatz) in der Verl�ngerung der Zypressenstrasse als Zugangsraum zum PJZ vor.
Gest�tzt auf den Masterplan setzte die Baudirektion am 15. M�rz 2007 den kantonalen Gestaltungsplan "PJZ - Polizei- und Justizzentrum Z�rich" fest, der sich allerdings nur auf das Areal G�terbahnhof erstreckt und die Grundst�cke n�rdlich der Hohlstrasse, die sich weitgehend im Privateigentum befinden, nicht umfasst.
Im Jahr 2008 f�hrten die ATEL Installationstechnik Management AG einerseits, Stadt und Kanton Z�rich anderseits Gespr�che �ber einen geeigneten Standort f�r ein Gesch�ftshaus, das die bestehenden Geb�ude auf den Grundst�cken Kat.-Nrn. 1643 und 6529 in Z�rich-Aussersihl ersetzen sollte. Diese Grundst�cke befinden sich zwischen dem vom Gestaltungsplan PJZ erfassten Areal G�terbahnhof und der Hohlstrasse im Bereich des Masterplans. Am 5. Dezember 2008 stellte die ATEL Installationstechnik Management AG ein Baugesuch f�r den Neubau eines Gesch�ftshauses mit Gastrobereich im Erdgeschoss sowie Unterniveaugarage auf den genannten Grundst�cken sowie auf Kat.-Nr. 5383.
Mit Weisung vom 6. Mai 2009 beantragte der Stadtrat Z�rich dem Gemeinderat, die n�rdliche Baulinie der Hohlstrasse zwischen der Seebahnstrasse und dem Hardplatz um 12 m nach Norden zu verschieben, wodurch der Baulinienabstand von 24 m auf 36 m vergr�ssert werde.
Am 19. Mai 2009 verweigerte die Bausektion der Stadt Z�rich die baurechtliche Bewilligung f�r das Bauprojekt der ATEL Installationstechnik Management AG wegen Fehlens der planungsrechtlichen Baureife. Sie begr�ndete dies im Wesentlichen damit, dass die Anbindung des neuen Stadtteils gem�ss Masterplan von der Hohlstrasse �bernommen werden solle, die zu einem Boulevard mit beidseitig durchgehenden Baumalleen und mittig gelegten Tramgleisen umgebaut werden solle. Der Masterplan sehe weiter vor, dass ein Platz den Zugangsraum des neuen PJZ und den Beginn der internen Hauptachse bilden solle. Das Neubauvorhaben komme auf eine Tiefe von 12 m in den voraussichtlich ben�tigten Baulinienbereich zu liegen, weshalb es nicht bewilligt werden k�nne.
Dagegen gelangte die Baugesuchstellerin - nun unter der Firma Alpiq InTec Management AG - am 29. Juni 2009 mit Rekurs an die Baurekurskommission I des Kantons Z�rich. Diese lud den Kanton Z�rich und die Schweizerischen Bundesbahnen SBB zum Rekursverfahren bei. Mit Entscheid vom 29. Januar 2010 wies sie den Rekurs ab.
Hiergegen erhob die Alpiq InTec Management AG am 4. M�rz 2010 Beschwerde an das Verwaltungsgericht.
Am 20. September 2010 lehnte der Kantonsrat den Objektkredit f�r den Neubau des PJZ ab.
Daraufhin zog der Stadtrat von Z�rich am 27. Oktober 2010 die Weisung vom 6. Mai 2009 betreffend Baulinien Hohlstrasse, Abschnitt Hardplatz bis Seebahnstrasse, zur�ck und beantragte gleichentags, der Baulinienabstand im Norden der Hohlstrasse, Abschnitt Hardplatz bis Seebahnstrasse, sei um 4 m von bisher 24 m auf 28 m zu erweitern. In der Begr�ndung f�hrte er aus, ein Baulinienabstand von 28 m gestatte die bessere Abdeckung der k�nftigen Bed�rfnisse u.a. f�r das Tram sowie eine Veloroute; dagegen sei der urspr�nglich vorgesehene Baulinienabstand von 36 m f�r einen Boulevard nicht mehr erforderlich, nachdem der Objektkredit f�r den Neubau des PJZ abgelehnt worden sei.
Am 17. Januar 2011 beschloss der Kantonsrat auf Antrag des Regierungsrats die Aufhebung des PJZG. Gegen diesen Beschluss kam das Kantonsratsreferendum zustande.
Am 4. Mai 2011 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab.
Dagegen erhob die Alpiq InTec Management AG am 22. August 2011 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht. Sie beantragt, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und die Sache an die Bausektion des Stadtrates der Stadt Z�rich zum Neuentscheid im Sinne der Erw�gungen zur�ckzuweisen.
Die SBB und die Baudirektion des Kantons Z�rich beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen und der Bauentscheid vom 19. Mai 2009 zu best�tigen. Die Stadt Z�rich und das Baurekursgericht schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
Im weiteren Schriftenwechsel halten die Beteiligten an ihrer Antr�gen fest.
In der Abstimmung vom 4. September 2011 lehnte das Z�rcher Stimmvolk die Aufhebung des PJZG ab.
Am 11. Januar 2012 folgte der Gemeinderat der Stadt Z�rich dem Antrag des Stadtrats vom 27. Oktober 2010 und setzte die Baulinien an der Hohlstrasse im Abschnitt Hardplatz bis Seebahnstrasse in einem Abstand von 28 m (statt bisher 24 m) fest.
Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann insbesondere die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Die Verletzung von kantonalem Recht wird vom Bundesgericht (von hier nicht einschl�gigen Ausnahmen abgesehen) nur unter dem Blickwinkel des Verfassungsrechts und namentlich des Willk�rverbots �berpr�ft. Dabei gelten das R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG) und qualifizierte Begr�ndungsanforderungen (BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254 mit Hinweisen).
Das Baurekursgericht hatte die baurechtliche Bewilligung gest�tzt auf � 264 des Z�rcher Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG) verweigert, wonach der Abstand von Geb�uden gegen�ber Verkehrsanlagen in erster Linie durch die bestehenden oder voraussichtlich n�tigen Verkehrsbaulinien bestimmt wird.
Das Verwaltungsgericht liess die Anwendbarkeit von � 264 PBG offen, weil auch die (strengeren) Voraussetzungen f�r die Verweigerung der Baubewilligung mangels planungsrechtlicher Baureife nach �� 233 ff. PBG erf�llt seinen.
� 233 PBG Grundsatz
1. Bauten und Anlagen d�rfen nur auf Grundst�cken erstellt werden, die baureif sind oder deren Baureife auf die Fertigstellung oder, wo die Verh�ltnisse es erfordern, bereits auf den Baubeginn hin gesichert ist.
� 234 PBG Begriff
Baureif ist ein Grundst�ck, wenn es erschlossen ist und wenn durch die bauliche Massnahme keine noch fehlende oder durch den Gemeinderat beantragte planungsrechtliche Festlegung nachteilig beeinflusst wird.
� 235 PBG Planungsrechtliche Baureife im Besonderen
Planungsrechtliche Festlegungen, deren Fehlen einem Bauvorhaben entgegengehalten wird, sind innert l�ngstens drei Jahren zu erlassen. Nach Ablauf dieser Frist darf die fehlende planungsrechtliche Baureife nur noch geltend gemacht werden, soweit die rechtzeitig erlassene Festlegung wegen Rechtsmitteln noch nicht in Kraft gesetzt werden kann.
Umstritten ist vor allem, welcher Planungsstand f�r die Anwendung von � 234 PBG massgeblich war bzw. ist.
3.1 Die Beschwerdef�hrerin bestreitet nicht (mehr), dass zum Zeitpunkt der Verf�gung der Bausektion der Baulinienantrag des Stadtrats vom 6. Mai 2009 massgeblich war und dieser der Bewilligung des Baugesuchs gem�ss � 234 PBG entgegenstand. Gleiches galt beim Entscheid des Baurekursgerichts.
Sie ist jedoch der Auffassung, dass die w�hrend des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens eingetretene �nderung der Baulinienplanung zu ihren Gunsten, nicht aber zu ihren Lasten, ber�cksichtigt werden m�sse. Sie macht geltend, nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung seien Rechts�nderungen zulasten des Baugesuchstellers im Rechtsmittelverfahren nur aus zwingenden Gr�nden der �ffentlichen Ordnung oder zur Durchsetzung erheblicher �ffentlicher Interessen zu ber�cksichtigen; dagegen seien �nderungen zugunsten des Gesuchstellers grunds�tzlich beachtlich (BGE 127 II 306 E. 7c S. 315 f. mit Hinweisen). Zu beachten sei somit nur der am 27. Oktober 2010 erfolgte R�ckzug der Weisung vom 6. Mai 2009, nicht aber der gleichentags gestellte neue Antrag des Stadtrats auf Erweiterung der Baulinien an der Hohlstrasse.
3.2 Das Verwaltungsgericht ging dagegen davon aus, dass bei der Anwendung von � 234 PBG grunds�tzlich auch jene planungsrechtlichen Festlegungen zu beachten seien, die w�hrend des Rechtsmittelverfahrens beantragt, aber noch nicht rechtskr�ftig festgelegt worden seien; jedoch m�sse durch eine Interessenabw�gung im Einzelfall gepr�ft werden, ob dem Schutz der neuen Planung oder dem Vertrauen des Baugesuchstellers in die Best�ndigkeit der noch geltenden planungsrechtlichen Grundlagen der Vorzug geb�hre.
Vorliegend habe dem Bauprojekt der Beschwerdef�hrerin aufgrund der Baulinienvorlage vom 6. Mai 2009 die planungsrechtliche Baureife abgesprochen werden d�rfen. Daran habe der R�ckzug dieser Vorlage und die neue Weisung vom 27. Oktober 2010 nichts ge�ndert. Beide Vorlagen d�rften n�mlich nicht isoliert betrachtet werden. Die Rechtfertigung f�r die neue Vorlage (Sicherung des Trassees der projektierten Tramlinie 1, der Veloroute gem�ss Richtplan sowie des Raums f�r normgerecht ausgestattete Haltestellenbereiche und gesicherte Fussg�nger�berg�nge) habe schon zu den Begr�ndungselementen f�r die fr�here Vorlage geh�rt; weggefallen sei dagegen das Projekt eines Ausbaus der Hohlstrasse zum Boulevard. Somit liege eine Reduktion der fr�heren Vorlage um jene Elemente vor, die aufgrund der Ablehnung des Objektkredits f�r das PJZ nicht mehr realisierbar erschienen. Es handle sich materiell um eine Anpassung der Baulinienplanung, welche die Beschwerdef�hrerin weniger schwer treffe, weil die Baulinie nur noch um 4 m (statt um 12 m) von der heutigen Baulinie weg in die Grundst�cke der Beschwerdef�hrerin hinein verschoben werden solle. Weil die w�hrend des Rechtsmittelverfahrens eingetretene �nderung des Planungsstands die Beschwerdef�hrerin nicht zus�tzlich belaste, sei ihre Ber�cksichtigung im vorliegenden Entscheid nicht von einer Interessenabw�gung abh�ngig zu machen.
Im �brigen w�rde, selbst wenn eine Interessenabw�gung vorzunehmen w�re, das Interesse an der Sicherung der aktuellen Baulinienvorlage �berwiegen.
Diese Erw�gungen sind aus verfassungsrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden:
4.1 Der R�ckzug der ersten Baulinienvorlage und der neue Antrag erfolgten durch zwei sich unmittelbar folgende Stadtratsbeschl�sse (StRB 1759 und 1760 ) vom selben Tag. Die Beschl�sse sind mit einer im Wesentlichen w�rtlich �bereinstimmenden Begr�ndung versehen und nehmen auf den jeweils anderen Bezug: In beiden wird dargelegt, dass nach Ablehnung des Objektkredits f�r das PJZ der urspr�nglich vorgesehene Baulinienabstand von 36 m f�r einen Boulevard nicht mehr erforderlich sei; hingegen bleibe eine angemessene Sicherung des Strassenraums notwendig; hierf�r gen�ge die Erweiterung des Baulinienabstands von 24 m auf 28 m.
Daraus l�sst sich entnehmen, dass der Stadtrat zu keinem Zeitpunkt auf die geplante Erweiterung der Baulinien der Hohlstrasse ganz verzichten wollte. Vielmehr ging es ihm am 27. Oktober 2010 lediglich darum, die Konsequenzen aus der Ablehnung des PJZ-Kredits und dem damit verbundenen (zumindest vor�bergehenden) Verzicht auf den Ausbau der Hohlstrasse zu einem Boulevard zu ziehen. Anstatt zwei getrennte Beschl�sse zu fassen, h�tte er genauso gut einen einzigen Beschluss mit dem R�ckzug als Disp.-Ziff. 1 und dem neuen Antrag als Disp.-Ziff. 2 fassen oder aber einen �nderungsantrag stellen k�nnen.
Unter diesen Umst�nden w�re es �berzogen formalistisch und w�rde den Intentionen des Stadtrats offensichtlich widersprechen, den R�ckzug und den neuen Baulinienantrag als selbstst�ndige, isolierte Beschl�sse zu betrachten.
4.2 M�ssen beide Beschl�sse vom 27. Oktober 2010 somit als Einheit betrachtet werden, so ist mit dem Verwaltungsgericht von einer Anpassung der bisherigen Baulinienvorlage im Sinne einer Reduktion der Baulinienverschiebung (von 12 m auf 4 m) bzw. des Baulinienabstands (von 36 m auf 28 m) auszugehen. Dadurch wird das Grundeigentum der Beschwerdef�hrerin weniger in Anspruch genommen als urspr�nglich beabsichtigt, weshalb es sich grunds�tzlich um eine �nderung zugunsten der Beschwerdef�hrerin handelt. Dies gilt unabh�ngig von der Schwere des noch verbleibenden Eingriffs in das Grundeigentum.
Allerdings �ndert dies nichts an der Beurteilung des Baugesuchs der Beschwerdef�hrerin: Dieses widerspricht weiterhin der Baulinienplanung des Stadtrats, weshalb das Verwaltungsgericht - trotz der zwischenzeitlich eingetretenen Planungs�nderung - die Baureife nach � 234 PBG verneinen durfte.
Unter diesen Umst�nden spielt es im Ergebnis keine Rolle, ob man auf den Planungsstand zum Zeitpunkt des Entscheids der Bausektion und des Baurekursgerichts abstellt oder den neuen, zum Zeitpunkt des verwaltungsgerichtlichen Entscheids geltenden Stand der Planung f�r massgeblich erachtet: In beiden Konstellationen ist die Baureife nach � 234 PBG zu verneinen.
Es bedarf deshalb keiner Auseinandersetzung mit den weiteren in der Beschwerdeschrift aufgeworfenen intertemporalrechtlichen Fragen.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter eine Verletzung der Eigentumsgarantie, des Legalit�ts- und des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzips sowie des Vertrauensschutzes (Art. 26 BV i.V.m. Art. 36 BV sowie Art. 5 und 9 BV). Aufgrund der geringen Bautiefe des Grundst�cks stelle bereits eine Baulinie mit 4 m Tiefe einen unverh�ltnism�ssig grossen Verlust von Bauausnutzung dar. Gleichzeitig sei absehbar, dass wegen der Reduktion der Baulinienfl�che ein allf�lliger Anspruch auf Entsch�digung wegen materieller Enteignung schwer durchsetzbar sein werde. Der Stadtrat berufe sich zur Begr�ndung seines Baulinienantrags auf unklare und beliebig aufgez�hlte planerische Interessen. Unter diesen Umst�nden sei die Eigentumsbeschr�nkung f�r die Beschwerdef�hrerin unzumutbar und unverh�ltnism�ssig.
5.1 Die Versagung der Baubewilligung ber�hrt die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV). Einschr�nkungen von Grundrechten bed�rfen einer gesetzlichen Grundlage, m�ssen durch ein �ffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt und verh�ltnism�ssig sein (Art. 36 Abs. 1-3 BV).
5.2 Die Verweigerung der Baubewilligung st�tzt sich auf � 234 PBG, d.h. auf ein formelles Gesetz.
Diese Bestimmung bezweckt gleich wie die in Art. 27 RPG vorgesehene Planungszone die Sicherung der Entscheidungsfreiheit der Planungsbeh�rden, indem sie Vorhaben einstweilen untersagt, welche beabsichtigte neue planerische Festlegungen negativ beeinflussen. K�nftigen Planfestsetzungen wird auf diese Weise eine sogenannte negative Vorwirkung zuerkannt, indem Bauten nur noch bewilligt werden, wenn sie die vorgesehene planerische Neuordnung nicht beeintr�chtigen. Diese Regelung dient der Verwirklichung des verfassungsrechtlichen Auftrags der Raumplanung (Art. 75 BV) und kann sich daher auf ein bedeutendes �ffentliches Interesse st�tzen (BGE 118 Ia 510 E. 4d S. 513 f.).
Die Plansicherungsmassnahmen bewirken jedoch zugleich Eigentumsbeschr�nkungen, die nur bei Wahrung der Verh�ltnism�ssigkeit zul�ssig sind. Im Blick darauf wird die zeitliche Dauer der negativen Vorwirkung in � 235 PBG grunds�tzlich auf drei Jahre beschr�nkt. Zudem verlangt das Verwaltungsgericht Z�rich in st�ndiger Praxis, dass die von der Gemeinde beantragte Plan�nderung hinreichend konkretisiert sein und ernsthafte Realisierungschancen haben m�sse (vgl. E. 4.1 des angefochtenen Entscheids mit Hinweisen).
5.3 Vorliegend geht es um die vom Stadtrat beantragte Erweiterung des Baulinienabstands und damit des Strassenraums der Hohlstrasse. Dass es sich um eine ernsthafte Planung mit guten Realisierungschancen handelte, belegt die zwischenzeitlich (am 11. Januar 2012) erfolgte Annahme der Vorlage durch den Gemeinderat. Die Baulinienfestsetzung erfolgte innert der Frist von � 235 PBG, und zwar unabh�ngig davon, ob auf den urspr�nglichen Antrag des Stadtrats vom 6. Mai 2009 oder auf den reduzierten Antrag vom 27. Oktober 2010 abgestellt wird.
Der Stadtrat begr�ndete seinen Antrag mit dem Bed�rfnis der Sicherung des zuk�nftig notwendigen Strassenraums der Hohlstrasse, insbesondere f�r die Errichtung normgerechter Haltestellen und Fussg�nger�berg�nge, die Erstellung einer Veloroute und die Sicherung des k�nftigen Trassees des Trams 1. Dabei handelt es sich grunds�tzlich um legitime �ffentliche Interessen. Eine Detailpr�fung der Baulinienfestsetzung und ihrer Vereinbarkeit mit der Eigentumsgarantie ist allerdings im vorliegenden Verfahren nicht vorzunehmen. Die Beschwerdef�hrerin hat vielmehr die M�glichkeit, Rechtsmittel gegen die neue Baulinienfestsetzung zu ergreifen und in jenem Verfahren ihre Einw�nde vorzubringen.
Gleiches gilt f�r die Frage, ob die Beschwerdef�hrerin Anspruch auf eine Entsch�digung wegen materieller Enteignung hat. Dies wird erst zu pr�fen sein, wenn die neue Baulinienfestsetzung rechtskr�ftig geworden ist und keine g�tliche Einigung zwischen den Parteien erzielt werden kann.
Nach dem Gesagten verletzt der angefochtene Entscheid weder die Eigentumsgarantie noch die �brigen von der Beschwerdef�hrerin angerufenen Grundrechte und Verfassungsprinzipien. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig (Art. 66 BGG).
6.1 Bund, Kantonen und Gemeinden sowie mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird in der Regel keine Parteientsch�digung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Vorliegend obsiegt die Stadt Z�rich in ihrer Eigenschaft als Baubewilligungsbeh�rde. Sie hat daher keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung f�r das bundesgerichtliche Verfahren.
Der Kanton Z�rich hat sich am Verfahren in seiner Eigenschaft als Bauherr des PJZ-Projekts beteiligt. Dabei handelt es sich um ein Kompetenzzentrum f�r die Bek�mpfung der Kriminalit�t, das die heute auf �ber 30 Standorte verteilte Kantonspolizei mit dem Polizeigef�ngnis sowie den Strafverfolgungsbeh�rden und dem neuen Bezirksgef�ngnis Z�rich II zusammenf�hren soll. Das Bauvorhaben dient damit �ffentlichen Zwecken. Der Kanton ist daher ebenfalls in seinem amtlichen Wirkungskreis am Verfahren beteiligt und hat demnach keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung.
Gleiches gilt f�r die SBB, soweit sich diese auf die fehlende Zustimmung gem�ss Art. 18m Abs. 1 des Eisenbahngesetzs vom 20. Dezember 1957 (EBG; SR 742.101) berufen.
6.2 Im �brigen haben weder der Kanton noch die SBB einen externen Anwalt in Anspruch genommen, sondern die Rechtsschriften durch das Hochbauamt bzw. ihren Rechtsdienst verfassen lassen.
Nach der bundesgerichtlichen Praxis (vgl. Urteil 2C_807/2008 vom 19. Juni 2009 E. 4.3 mit Hinweisen) wird der nicht anwaltlich vertreten bzw. in eigener Sache prozessierenden Partei nur ausnahmsweise eine Parteientsch�digung zugesprochen, wenn es sich um eine komplexe Sache mit hohem Streitwert handelt und die Interessenwahrung einen hohen Arbeitsaufwand notwendig macht, der den Rahmen dessen �berschreitet, was der Einzelne �blicher- und zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung der pers�nlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat (vgl. BGE 125 II 518 E. 5b S. 519 f. mit Hinweisen).
Vorliegend sind diese Kriterien f�r das Verfahren vor Bundesgericht (�ber dessen Kosten einzig zu entscheiden ist) nicht erf�llt. Auch aus diesem Grund sind keine Parteientsch�digungen zuzusprechen.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, den Schweizerischen Bundesbahnen SBB, dem Kanton Z�rich, der Stadt Z�rich, Bausektion des Stadtrates, dem Baurekursgericht und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.