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Timestamp: 2016-10-28 19:54:14
Document Index: 185451565

Matched Legal Cases: ['Art. 93', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 8', 'Art. 82', 'BGE', 'Art. 93', 'Art. 93', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 93', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 98', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 100', 'Art. 102', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 43', 'Art. 51', 'Art. 62', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 17', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 36', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 96', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 62', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 62', 'Art. 117', 'Art. 93', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 68']

2C_1001/2013 (04.02.2014)
2C_1001/2013 � � Urteil vom 4. Februar 2014
Verweigerung des prozeduralen Aufenthalts im Familiennachzugsverfahren / Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege
Beschwerde gegen die Verf�gung des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen
vom 26. September 2013.
�Der t�rkische Staatsangeh�rige A.X.________ (geb. 1970) heiratete im Jahr 2006 in der T�rkei die in der Schweiz niedergelassene Landsfrau B.X.________. Die gemeinsame Tochter C.________ wurde 2007 geboren. A.X.________ h�lt sich ohne g�ltigen Aufenthaltstitel in der Schweiz auf.
�Gegen A.X.________ ergingen mehrere Strafurteile: Am 15. Januar 1998 wurde er vom Landgericht Darmstadt (Deutschland) wegen Handeltreibens mit Bet�ubungsmitteln zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren sowie am 13. M�rz 2000 wegen unerlaubten Waffenbesitzes zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt. Weiter erfolgten in Deutschland Verurteilungen zu Geldstrafen, j�ngst am 4. Juli 2011 wegen unerlaubter Einreise nach Ausweisung und Abschiebung in Tateinheit mit unerlaubtem Aufenthalt (Geldstrafe von 100 Tagess�tzen zu je 10.-- Euro). Mit nicht rechtskr�ftigem Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 27. November 2012 wurde A.X.________ wegen falscher Anschuldigung, fahrl�ssiger schwerer K�rperverletzung, Urkundenf�lschung, F�lschung von Ausweisen, mehrfacher Widerhandlung gegen die Ausl�ndergesetzgebung und weiteren Delikten zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten und einer Busse von Fr. 2'000.-- verurteilt.
B.a.�Am 27. Juni 2011 wies das Migrationsamt des Kantons St. Gallen das am 9. M�rz 2010 von B.X.________ f�r ihren Ehemann eingereichte Familiennachzugsgesuch ab.
B.b.�Den anschliessenden Rekurs von B.X.________ und A.X.________ wies das Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen am 5. August 2013 ab. Die Rekursinstanz ging bei ihrem Entscheid von folgenden Feststellungen aus: A.X.________ wurde 1993 ein erstes Mal aus Deutschland abgeschoben. Zwischen 1994 und 2000 hielt er sich erneut in Deutschland auf, wo er straff�llig und schliesslich wiederum abgeschoben wurde. Ungeachtet eines Einreiseverbots reiste er im Jahr 2002 wieder nach Deutschland und wurde im Jahr 2004 abgeschoben. Im Jahr 2005 geriet A.X.________ in der Schweiz in eine Polizeikontrolle. Nach der Heirat mit B.X.________ reiste er Ende Juli 2008 in die Schweiz ein und hielt sich hier ohne Aufenthaltsberechtigung auf. Im Jahr 2010 verf�gte der Kanton Z�rich die Wegweisung und im Oktober 2010 erfolgte - nach einem erfolglosen Asylgesuch - die Ausschaffung. Im Jahr 2011 reiste A.X.________ erneut rechtswidrig in Deutschland ein. Am 23. Dezember 2012 wurde er in der Schweiz an der Grenze zu Deutschland aufgegriffen. A.X.________ stellte erfolglos ein zweites Asylgesuch. Die angeordnete Wegweisung hob das Bundesverwaltungsgericht am 2. Mai 2013 unter Hinweis auf das laufende Familiennachzugsverfahren auf.
B.c.�Am 15. August 2013 erhoben B.X.________ und A.X.________ Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen. Mit Beschwerdeerg�nzung vom 13. September 2013 stellten sie ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Prozessf�hrung und Verbeist�ndung). Weiter beantragten sie, A.X.________ zu gestatten, das Verfahren in der Schweiz abzuwarten. Mit Verf�gung vom 26. September 2013 wies der Pr�sident des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen die gestellten Gesuche ab und auferlegte B.X.________ und A.X.________ die Kosten der Verf�gung in der H�he von Fr. 400.--.
�Vor Bundesgericht beantragen A.X.________ und B.X.________, die Verf�gung des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. September 2013 vollumf�nglich aufzuheben, ihnen die unentgeltliche Rechtspflege (Prozessf�hrung und Verbeist�ndung) zu gew�hren und A.X.________ zu gestatten, den Ausgang des vor dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen h�ngigen Verfahrens und damit auch des vorliegenden Beschwerdeverfahrens in der Schweiz abzuwarten. Zudem sei A.X.________ und B.X.________ auch f�r das Verfahren vor Bundesgericht die unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren.
Die Akten sind eingeholt, ein Schriftenwechsel ist dagegen nicht durchgef�hrt worden.
1.1.�Angefochten ist die Verf�gung des Pr�sidenten des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen �ber eine vorsorgliche Massnahme (prozeduraler Aufenthalt in der Schweiz) sowie die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege. Es handelt sich dabei um Zwischenentscheide nach Art. 93 BGG (dazu sogleich E. 1.2 ff.). Der Rechtsweg folgt jenem der Hauptsache (BGE 137 III 380 E. 1.1 S. 382). In dieser geht es hier um eine Bewilligung, auf die im Sinne von Art. 43 Abs. 1 AuG (SR 142.20) und Art. 8 EMRK grunds�tzlich ein Anspruch besteht, mithin um eine Angelegenheit, die der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht unterliegt (Art. 82 ff. BGG; BGE 137 I 284 E. 1.2 f. S. 286 f.).
1.2.�Zwischenentscheide nach Art. 93 BGG sind namentlich dann vor Bundesgericht anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirken k�nnen (vgl. dazu BGE 138 III 333 E. 1.3.1 S. 335, 190 E. 6 S. 192; je mit Hinweisen). Der Nachteil ist nicht irreparabel, wenn er mit einem g�nstigen Endurteil in der Sache behoben werden kann; die blosse Vermeidung einer Verl�ngerung oder Verteuerung des Verfahrens begr�ndet keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil (BGE 139 V 99 E. 2.4 S. 104; 135 I 261 E. 1.2 S. 263; 135 II 30 E. 1.3.4 S. 36; Urteil 2C_866/2012 vom 18. Dezember 2012 E. 1.2.2). Ist der drohende unumkehrbare Nachteil nicht offensichtlich, ist es Sache der beschwerdef�hrenden Partei, in der Beschwerdeschrift darzulegen, worin dieser Nachteil bestehen soll (BGE 137 III 522 E. 1.3 S. 525; Urteil 2C_105/2012 vom 29. Februar 2012 E. 2.2.1; je mit Hinweis).
1.3.�Ohne Weiteres erf�llt ist die Voraussetzung nach Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG mit Bezug auf das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen. Die Verweigerung des prozeduralen Aufenthalts hat zur Folge, dass das Familienleben w�hrend der Verfahrensdauer nicht in der Schweiz gelebt werden kann (Urteile 2C_1010/2013 vom 5. November 2013 E. 2.1; 2C_76/2013 vom 23. Mai 2013 E. 1.1; 2C_195/2012 vom 2. Januar 2013 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 139 I 37; je mit Hinweisen). Dieser Nachteil kann durch ein g�nstiges Endurteil in der Sache nicht behoben werden.
1.4.1.�Die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege (Prozessf�hrung und Verbeist�ndung) kann nach der Rechtsprechung ebenfalls einen irreparablen Nachteil bewirken. Das ist namentlich der Fall, wenn nicht nur die unentgeltliche Prozessf�hrung verweigert, sondern zugleich die Anhandnahme des Rechtsmittels von der Bezahlung eines Kostenvorschusses abh�ngig gemacht wird (BGE 133 V 402 E. 1.2 S. 403; Urteile 2C_194/2013 vom 21. August 2013 E. 1.2 mit Hinweisen). Ebenso droht ein unumkehrbarer Nachteil bei einer Verweigerung der unentgeltlichen Verbeist�ndung, sofern die Aufgabe des Rechtsvertreters mit dem Verfassen und Einreichen der Beschwerdeschrift nicht abgeschlossen ist, sondern im weiteren Verfahren zus�tzliche Interventionen notwendig oder zumindest angezeigt sind (BGE 133 IV 335 E. 4 S. 338 f.; Urteile 2C_1102/2012 vom 20. Dezember 2012 E. 1; 8C_530/2008 vom 25. September 2008 E. 2.3). Geht es hingegen nur noch um nachtr�gliche Entscheide, die auf den Ablauf des Rechtsmittelverfahrens keinen Einfluss mehr haben (z.B. H�he des Honorars f�r den amtlichen Rechtsbeistand), droht kein nicht wieder gutzumachender Nachteil (BGE 133 V 645 E. 2.2 S. 647 f.; Urteil 9C_486/2013 vom 2. Dezember 2013 E. 2.3, zur Publikation vorgesehen).
1.4.2.�Vorliegend haben die Beschwerdef�hrer den Kostenvorschuss vor der Vorinstanz - wie bereits vor der Rekursinstanz - geleistet und zusammen mit der von ihrem Rechtsvertreter verfassten Beschwerdeerg�nzung ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt. Bei dieser Sachlage ist nicht offensichtlich, worin der drohende nicht wieder gutzumachende Nachteil liegen soll. Zum einen ist das T�tigwerden des Gerichts aufgrund des geleisteten Kostenvorschusses gew�hrleistet (vgl. Urteile 5A_370/2012 vom 16. Juli 2012 E. 1.2.2; 2D_1/2007 vom 2. April 2007 E. 3.3). Zum anderen d�rfte die Arbeit des Rechtsvertreters mit dem Einreichen der Beschwerdeerg�nzung abgeschlossen sein. Weitere, umfangreiche Verfahrenshandlungen der Beschwerdef�hrer sind im vorliegenden migrationsrechtlichen Verfahren nicht zu erwarten (vgl. dazu Urteil 2D_3/2011 vom 20. April 2011 E. 2.4).
�Unter diesen Umst�nden w�re es Sache der Beschwerdef�hrer gewesen, n�her darzulegen, worin der drohende irreparable Nachteil bestehen soll. Da sie dies unterlassen haben, ist auf die Beschwerde gegen die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege (Prozessf�hrung und Verbeist�ndung) nicht einzutreten. Offenbleiben kann, ob die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands allenfalls erneut zu pr�fen w�re, sollten wider Erwarten weitere, umfangreiche Verfahrenshandlungen notwendig werden (vgl. dazu sinngem�ss Urteil 9C_604/2008 vom 24. Oktober 2008). Jedenfalls werden die Beschwerdef�hrer die Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege nach Vorliegen des Endurteils (und unabh�ngig von dessen Inhalt) vor Bundesgericht anfechten k�nnen (Art. 93 Abs. 3 BGG; BGE 135 III 329 E. 1.2.2 S. 332 ff.; 133 V 645 E. 2.2 S. 648; Urteil 9C_486/2013 vom 2. Dezember 2013 E. 2.3, zur Publikation vorgesehen).
1.5.�Mit der Beschwerde gegen Entscheide �ber vorsorgliche Massnahmen kann nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (Art. 98 BGG). Es gilt eine qualifizierte R�gepflicht: Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 137 I 167 E. 3.7 S. 176; 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254), das heisst, die Beschwerdeschrift muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind.
1.6.�Abzustellen ist auf den Sachverhalt zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheids (Art. 105 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 139 II 373 E. 1.6 S. 378; 136 III 123 E. 4.4.3 S. 128 f.). Nachtr�glich eingetretene Tatsachen und entsprechende Beweismittel ("echte Noven") bleiben im bundesgerichtlichen Verfahren in jedem Fall unber�cksichtigt (BGE 138 II 393 E. 3.5 S. 397; 135 I 221 E. 5.2.4 S. 229; 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.).
Die von den Beschwerdef�hrern erstmals vor Bundesgericht aufgelegten Belege sind daher aus dem Recht zu weisen. Dazu z�hlt die Urteilsbegr�ndung des Landgerichts Darmstadt vom 15. Januar 1998. Sie ist f�r das seit l�ngerer Zeit laufende Nachzugsverfahren relevant und h�tte daher auch schon fr�her beschafft werden k�nnen. Unber�cksichtigt bleiben auch der �rztliche Bericht zum Gesundheitszustand der Ehefrau vom 3. Oktober 2013 und das Urteilsdispositiv des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 10. Oktober 2013. Es handelt sich um echte Noven.
1.7.�Die vertretene (prozess- und postulationsf�hige) Partei ist nicht gehindert, pers�nlich Eingaben an das Bundesgericht zu adressieren. Dieses muss die pers�nlichen Eingaben der vertretenen Partei im Rahmen der allgemeinen Verfahrensvorschriften und der Praxis zum Replikrecht beachten (z.B. Art. 42, Art. 100 und Art. 102 BGG; Urteil 8C_674/2007 vom 6. M�rz 2008 E. 2.1 mit Hinweis; zum Replikrecht vgl. BGE 138 I 484). Die von B.X.________ am 2. Dezember 2013 eingereichte Eingabe erfolgte ausserhalb gesetzlicher oder richterlicher Fristen und der Gelegenheit zu freiwilligen Bemerkungen. Die genannte Eingabe ist daher aus dem Recht zu weisen.
2.1.�Was den verweigerten prozeduralen Aufenthalt in der Schweiz betrifft, hat die Vorinstanz im Wesentlichen erwogen, A.X.________ verf�ge �ber keinen Aufenthaltstitel in der Schweiz und habe daher den Entscheid �ber eine Bewilligung f�r einen dauerhaften Aufenthalt grunds�tzlich im Ausland abzuwarten (Art. 17 Abs. 1 AuG). Die Voraussetzungen f�r eine Gew�hrung des prozeduralen Aufenthalts (Art. 17 Abs. 2 AuG) seien vorliegend nicht erf�llt: Zwar best�nde grunds�tzlich ein Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung, da die Ehefrau und die gemeinsame Tochter �ber Niederlassungsbewilligungen in der Schweiz verf�gen (Art. 43 AuG). Allerdings l�gen Widerrufsgr�nde vor (Art. 51 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 62 AuG). In Anbetracht der zahlreichen Verurteilungen, darunter auch zu l�ngerfristigen Freiheitsstrafen, sei keineswegs offenkundig, dass die Interessen von A.X.________ an der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung die entgegenstehenden �ffentlichen Interessen �berwiegen w�rden.
2.2.1.�Nach Art. 17 Abs. 1 AuG haben ausl�ndische Personen, die f�r einen vor�bergehenden Aufenthalt rechtm�ssig eingereist sind und die nachtr�glich eine Bewilligung f�r einen dauerhaften Aufenthalt beantragen, den entsprechenden Entscheid im Ausland abzuwarten; dies gilt auch f�r illegal Anwesende, die ihren Aufenthalt nachtr�glich durch ein entsprechendes Bewilligungsgesuch zu legalisieren versuchen (BGE 139 I 37 E. 2.1 S. 40 mit Hinweisen). Werden die Zulassungsvoraussetzungen offensichtlich erf�llt, so kann die zust�ndige kantonale Beh�rde den Aufenthalt w�hrend des Verfahrens gestatten (sog. "prozeduraler Aufenthalt"; Art. 17 Abs. 2 AuG; Art. 6 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit [VZAE; SR 142.201]; BGE 139 I 37 E. 2.2 S. 40 f.). Das Ziel des prozeduralen Aufenthalts ist es, die grunds�tzliche Ausreisepflicht nach Art. 17 Abs. 1 AuG zu mildern, wenn sie keinen Sinn macht, weil vermutlich die Bewilligung zu erteilen sein wird (BGE 139 I 37 E. 3.4.4 S. 46).
2.2.2.�Art. 17 AuG ist grundrechtskonform auszulegen (BGE 139 I 37 E. 2.2 S. 41). Zwar ergibt sich aus Art. 8 EMRK grunds�tzlich kein verfahrensrechtliches Aufenthaltsrecht bis zum Bewilligungsentscheid; wurde die Ehe jedoch geschlossen, wird sie gelebt und ist - wie hier - aus der Beziehung ein Kind hervorgegangen, muss die Handhabung von Art. 17 AuG als Ganzes im Einzelfall im Rahmen der Interessenabw�gung den Vorgaben von Art. 8 Ziff. 2 EMRK bzw. Art. 13 i.V.m. Art. 36 BV gen�gen (BGE 139 I 37 E. 3.5.1 S. 47 f.; Urteil 2C_76/2013 vom 23. Mai 2013 E. 2.2.4). Dabei sind weiter die Leitgedanken der UNO-Kinderrechtskonvention zu ber�cksichtigen, auch wenn aus dieser Konvention kein gerichtlich durchsetzbarer Anspruch auf Familienzusammenf�hrungen folgt (Art. 3 und Art. 10 des �bereinkommens vom 20. November 1989 �ber die Rechte des Kindes [KRK; SR 0.107]; BGE 135 I 153 E. 2.2.2 S. 156 f.; 126 II 377 E. 5d S. 391 f.; 124 II 361 E. 3b S. 367 f.; Urteil 2C_76/2013 vom 23. Mai 2013 E. 2.3.5).
2.2.3.�Wenn Art. 17 Abs. 2 AuG verlangt, dass die Zulassungsvoraussetzungen offensichtlich erf�llt sein m�ssen, ist der betroffenen Person im Anwendungsbereich von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV der prozedurale Aufenthalt bereits dann zu gestatten, wenn die Chancen, dass die Bewilligung zu erteilen sein wird, bedeutend h�her einzustufen sind als jene der Verweigerung (BGE 139 I 37 E. 4.1 S. 49; Urteil 2C_76/2013 vom 23. Mai 2013 E. 2.3.2). Dabei ist die Bewilligungsbeh�rde nicht verpflichtet, vertiefte Abkl�rungen vorzunehmen; umgekehrt darf sie aber auch nicht schematisch entscheiden und im Rahmen von Art. 96 AuG die ihr bekannten Umst�nde des Einzelfalls �bergehen. Bei Bewilligungen, auf deren Erteilung ein Anspruch besteht, bedarf es hinreichender konkreter Indizien f�r das Vorliegen von Verweigerungsgr�nden, um das Erf�llen der Zulassungsvoraussetzungen im Sinne von Art. 17 Abs. 2 AuG verneinen zu k�nnen; potenzielle, nicht konkretisierte Annahmen gen�gen hierzu nicht (BGE 139 I 37 E. 4.2 S. 49 f.; Urteil 2C_76/2013 vom 23. Mai 2013 E. 2.3.2).
2.3.�Gest�tzt auf konkrete Indizien f�r das Vorliegen von Verweigerungsgr�nden hat die Vorinstanz die Chancen einer Bewilligungserteilung zutreffend beurteilt. Dabei unterscheiden die Beschwerdef�hrer in ihrer Rechtsschrift nicht hinreichend zwischen der im Hauptverfahren zu entscheidenden Frage nach einer m�glichen dauerhaften Trennung der Familie und der vorliegend zu beantwortenden Frage nach dem Abwarten des gerichtlichen Entscheids im Ausland (vgl. Urteil 2C_273/2012 vom 29. Mai 2012 E. 2.2).
2.3.1.�Ins Gewicht fallen namentlich die von der Vorinstanz angef�hrten strafrechtlichen Verurteilungen in Deutschland und der Schweiz. Zu Recht wenden sich die Beschwerdef�hrer nicht dagegen, dass im Ausland verh�ngte Strafen grunds�tzlich zu ber�cksichtigen sind (Urteile 2C_1116/2012 vom 20. Juni 2013 E. 2.4 mit Hinweisen; 2C_264/2011 vom 15. November 2011 E. 3.3; vgl. ferner BGE 134 II 25 E. 4.3.1 S. 29). Wohl trifft es zu, dass die angef�hrten Verurteilungen zu Freiheitsstrafen in Deutschland bereits l�ngere Zeit zur�ckliegen, f�r die ausl�nderrechtliche Interessenabw�gung bleiben sie aber von Bedeutung (vgl. Urteile 2C_136/2013 vom 30. Oktober 2013 E. 4.2; 2C_477/2008 vom 24. Februar 2009 E. 3.2.2). Weiter l�uft zurzeit auch in der Schweiz ein Strafverfahren gegen A.X.________, wobei erstinstanzlich eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten und damit eine l�ngerfristige Freiheitsstrafe nach Art. 62 lit. b AuG (BGE 137 II 297 E. 2 S. 29 ff.; 135 II 377 E. 4.2 S. 381) ausgesprochen wurde. Dass dieses Urteil im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids nicht rechtskr�ftig war, steht seiner Ber�cksichtigung im Rahmen von Art. 17 Abs. 2 AuG nicht entgegen. Die Vorinstanz durfte das erstinstanzliche Strafurteil als konkretes Indiz f�r das Vorliegen von Widerrufsgr�nden nach Art. 62 AuG einstufen, zumal A.X.________ seinerseits auf das Erheben eines selbst�ndigen Rechtsmittels verzichtet hatte. Nicht zu ber�cksichtigen ist im vorliegenden Verfahren der von den Beschwerdef�hrern selbst angef�hrte Umstand, dass das Obergericht des Kantons Z�rich die Freiheitsstrafe auf 30 Monate erh�ht hat (vgl. oben E. 1.6).
2.3.2.�Die entgegenstehenden privaten Interessen legen keinen anderen Schluss nahe. Es fehlen konkrete Anhaltspunkte, die ein Abwarten des gerichtlichen Verfahrens im Ausland unzumutbar erscheinen lassen. Die angef�hrten gesundheitlichen Probleme der Ehefrau und der Tochter verm�gen das vorgebrachte "besonders enge Abh�ngigkeitsverh�ltnis" zu A.X.________ nicht zu belegen, zumal dieser auch in der Vergangenheit getrennt von seiner Familie in der T�rkei lebte und seine Aufenthalte in der Schweiz bislang rechtlich nicht geregelt waren.
3.1.�Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Nicht einzutreten ist auf die hilfsweise ("eventualiter") erhobene subsidi�re Verfassungsbeschwerde. Soweit auf die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht eingetreten wird, gilt dies sinngem�ss f�r die subsidi�re Verfassungsbeschwerde (Art. 117 i.V.m. Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG; Urteil 2C_1067/2013 vom 18. Dezember 2013 E. 2.1). Im �brigen kommt ihr keine selbst�ndige Bedeutung zu, da die erhobenen R�gen mit Bezug auf den prozeduralen Aufenthalt im Rahmen der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gepr�ft worden sind (vgl. Urteil 2C_75/2013 vom 29. August 2013 E. 1.2 mit Hinweis).
3.2.�Bei diesem Verfahrensausgang werden die unterliegenden Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Da die Eingabe von vornherein aussichtslos war, kann dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im bundesgerichtlichen Verfahren nicht entsprochen werden (Art. 64 BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (vgl. Art. 68 BGG).