Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20173,%20182
Timestamp: 2019-01-22 01:18:29
Document Index: 42096997

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 254', '§ 9', '§ 9', '§ 254', '§ 823', '§ 254', '§ 823', '§ 9', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 278', 'BGH', '§ 7', '§ 3', '§ 7', 'BGH', '§ 4', '§ 9', '§ 823', 'BGH', 'BGH', '§ 9', '§ 254', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', '§ 823', '§ 7', 'BGH', '§ 9', '§ 823', '§ 18', 'BGH', 'BGH', '§ 9']

BGH, 10.07.2007 - VI ZR 199/06 - dejure.org
BGB §§ 254, 823; StVG §§ 9, 17
Leasinggeber - Haftung
Anrechnung eines Mitverschuldens des Leasingnehmers oder des Fahrers des Leasingfahrzeugs bei Geltendmachung eines Schadensersatzanspruches des Leasinggebers; Anspruchsminderende Zurechnung der Betriebsgefahr; Verletzung des Eigentums des Leasinggebers bei einem Verkehrsunfall
Zu den Ansprüchen des Leasinggebers in der Unfallschadenregulierung
Halterbegriff nach §§ 9, 17 StVG beim Leasing; Mitverschulden von Hilfspersonen über § 254 im Rahmen von § 823 BGB; Zurechnung der Betriebsgefahr im Rahmen der deliktischen Haftung
Ungeminderter Schadensersatzanspruch des Leasinggebers
BGB § 254 § 823; StVG § 9 § 17
Schadensrecht - Verkehrsunfall mit Leasingfahrzeug
Verkehrsrecht - Leasinggeber muß sich Betriebsgefahr nicht immer zurechnen lassen!
Zurechnung der Betriebsgefahr und eines Mitverschulden des Halters zu Lasten des Leasinggebers
Stellung des Leasinggebers/-nehmers in der Unfallschadenregulierung
Unfallschadensregulierung - Unfall mit Leasingwagen: Wichtiges BGH-Urteil
Unfall mit Leasingfahrzeug - Voller Schadenersatzanspruch des Leasinggebers trotz Haftungsquote?
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 10.7.2007, Az.: VI ZR 199/06 (Keine Zurechnung von Mitverschulden oder Betriebsgefahr des Leasingnehmers für Leasinggeber im Schadensfall)" von RA Dr. Frank Krahe, FAVersR, original erschienen in: DAR 2007, 637 - 638.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum BGH-Urteil vom 10.07.2007, Az.: VI ZR 199/06 (Haftungszurechnung bei Leasing)" von der Redaktion NJW Spezial, original erschienen in: NJW Spezial 2007, 442 - 442.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 10.07.2007, Az.: VI ZR 199/06 (Keine Mitverschuldenszurechnung bei Klage des Leasinggebers)" von RA Jan Weber, original erschienen in: NJW 2007, 3122.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum BGH-Urteil vom 10.07.2007, Az.: VI ZR 199/06 (Ansprüche des Kfz-Leasinggebers nach Unfall)" von RA Hermann Lemcke, VorsRiOLG a. D., original erschienen in: r+s 2007, 437.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum BGH-Urteil vom 10.07.2007, Az.: VI ZR 199/06 (Keine Zurechnung des Mitverschuldens des Leasingnehmers bei Klage des Leasinggebers)" von RA Dr. Rainer Heß, LL.M., original erschienen in: NZV 2007, 611 - 612.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 10.7.2007, Az.: VI ZR 199/06 (Ungeminderter Schadensersatzanspruch des Leasinggebers)" von Prof. Dr. Christian Armbrüster, original erschienen in: JZ 2008, 153 - 156.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH v. 10.07.2007, Az.: VI ZR 199/06 (Haftung des Schädigers gegenüber dem Leasinggeber)" von Ass. iur. Martin Müller, original erschienen in: SVR 2008, 18.
Kurznachricht zu "Quotenbildung bei einem Verkehrsunfall mit einem Leasingfahrzeug" von RA/FAVerkehrsR/FAVersR Dr. Michael Nugel, original erschienen in: NJW Spezial 2011, 265 - 266.
LG Karlsruhe, 28.10.2005 - 10 O 407/05
BGHZ 173, 182
NJW 2007, 3120
MDR 2007, 1307
NZV 2007, 610
VersR 2007, 1387
Der erkennende Senat hat in seiner Entscheidung vom 10. Juli 2007 (VI ZR 199/06, BGHZ 173, 182 Rn. 8) seine Auffassung bekräftigt, dass § 17 StVG nur anzuwenden ist, wenn auch der Geschädigte nach den Bestimmungen des Straßenverkehrsgesetzes haftet (vgl. Senatsurteil vom 30. März 1965 - VI ZR 257/63, NJW 1965, 1273, 1274).
c) Entgegen der Auffassung der Revision kommt eine Zurechnung gemäß § 278 BGB schon mangels Bestehens einer Sonderverbindung zwischen der Sicherungseigentümerin und den Beklagten nicht in Betracht (vgl. Senatsurteile vom 30. März 1965 - VI ZR 257/63, NJW 1965, 1273, 1274; vom 10. Juli 2007 - VI ZR 199/06, BGHZ 173, 182 Rn. 15).
Unter der "Sache", für deren Beschädigung er bei Vorliegen der tatbestandlichen Voraussetzungen des § 7 Abs. 1 StVG im Übrigen hafte, sei nur eine vom Fahrzeug verschiedene Sache zu verstehen, nicht dagegen das Fahrzeug selbst (vgl. Geyer, NZV 2005, 565, 568;… Greger, Haftungsrecht des Straßenverkehrs, 4. Aufl., § 3 Rn. 252; Heß, NZV 2007, 610, 611 f.; Hohloch, NZV 1992, 1, 5;… König in Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 40. Aufl., § 7 StVG Rn. 16a;… van Bühren/Lemcke, Anwalts-Handbuch Verkehrsrecht, 2003, Teil 2 Rn. 237, 250 f. und ZfS 2002, 327;… Müller in Himmelreich/Halm, Handbuch des Fachanwalts Verkehrsrecht, 3. Aufl., Kap. 6 Rn. 338; Nugel, NZV 2009, 313, 315; Schmitz, NJW 1994, 301).
Dieses Ergebnis ist nicht unbillig, insbesondere auch nicht im Hinblick auf das Urteil des erkennenden Senats vom 10. Juli 2007 (VI ZR 199/06, BGHZ 173, 182).
Wie das Berufungsgericht richtig gesehen hat, ist die dem § 4 Halbsatz 2 HPflG entsprechende Regelung in § 9 StVG nach gefestigter Rechtsprechung des erkennenden Senats auf Ansprüche aus § 823 BGB nicht entsprechend anzuwenden, weil dies die vom Gesetzgeber gewollten Unterschiede beider Haftungssysteme verwischen würde (Senat, Urteile vom 30. März 1965 - VI ZR 257/63, VersR 1965, 523 f.; vom 25. März 1980 - VI ZR 61/79, VersR 1980, 740, 741, insoweit in BGHZ 76, 397 ff. nicht abgedruckt; vom 10. Juli 2007 - VI ZR 199/06, BGHZ 173, 182 Rn. 10 ff.; so auch OLG Hamm VersR 1996, 347 f.;… König, in: Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 41. Aufl., § 9 StVG Rn. 1; aA Klimke VersR 1988, 329, 330).
Im Übrigen hat der Gesetzgeber etwaige Billigkeitserwägungen, die für eine Übertragung der in den Spezialgesetzen bestehenden Regelungen auf den Bereich der Verschuldenshaftung sprechen könnten, im Rahmen der Änderungen des Schadensrechts durch das 2. Gesetz zur Änderung schadensersatzrechtlicher Vorschriften vom 19. Juli 2002 nicht zum Anlass genommen, an dieser Rechtslage etwas zu ändern (Senat, Urteil vom 10. Juli 2007 - VI ZR 199/06, aaO Rn. 13; Geyer, NZV 2005, 565, 567).
Die Revisionserwiderung weist aber mit Recht darauf hin, dass sich nach ständiger Rechtsprechung des erkennenden Senats die Betriebsgefahr eines Kraftfahrzeugs in erweiternder Auslegung des § 254 BGB anspruchsmindernd auswirken kann, wenn sich der Geschädigte die Betriebsgefahr seines Kraftfahrzeugs dem Schädiger gegenüber zurechnen lassen muss (vgl. Senat, Urteile vom 20. Januar 1954 - VI ZR 118/52, BGHZ 12, 124, 128; vom 13. April 1956 - VI ZR 347/54, BGHZ 20, 259, 260 ff.; vom 5. April 1960 - VI ZR 49/59, VersR 1960, 636, 637; vom 30. Mai 1972 - VI ZR 38/71, VersR 1972, 959, 960; vom 10. Juli 2007 - VI ZR 199/06, BGHZ 173, 182 Rn. 16; siehe auch BGH, Urteil vom 23. Juni 1952 - III ZR 297/51, BGHZ 6, 319, 320 ff.).
Nach der in ständiger Rspr des Bundesgerichtshofes - BGH - (vgl. z.B. Urteil vom 29.05.1954 - VI ZR 111/53; Urteil vom 10.07.2007 - VI ZR 199/06) vertretenen Definition ist Halter, wer ein Kfz nicht nur ganz vorübergehend für eigene Rechnung in Gebrauch hat und die Verfügungsgewalt darüber besitzt, die ein solcher Gebrauch voraussetzt.
Dieser Halterbegriff berücksichtigt, wer tatsächlich und wirtschaftlich der Verantwortliche für den Einsatz des Kfz im Verkehr ist und damit grundsätzlich die vom Fahrzeug ausgehenden Gefahren verursacht, für die er dann auch verschuldensunabhängig und damit haftungsrechtlich weitreichend nach § 7 StVG einstehen muss (vgl. BGH, Urteil vom 10.07.2007, a.a.O.).
Schadenersatzanspruch des Eigentümers eines unfallbeschädigten Fahrzeugs: Keine …
Ausgehend von diesem Verschulden sei eine Haftungsverteilung, wie das Amtsgericht vorgenommen, nicht zu beanstanden und ein Verschulden des klägerischen Fahrzeugs der Sicherungseigentümerin zurechenbar, zumal die Entscheidung des BGH (Urteil vom 10.7.2007, VI ZR 199/06) lediglich die deliktische Haftung betreffe.
Das Amtsgericht hat nicht berücksichtigt, dass sich die Eigentümerin des klägerischen Fahrzeugs, da Sie nicht dessen Halterin ist, die Betriebsgefahr nicht zurechnen lassen muss und daher einen Anspruch auf Ersatz von 100 % ihres Schadens hat (vgl. BGH, Urteil vom 10.7.2007, VI ZR 199/06).
Eine Analogie scheidet daher sowohl mangels einer unbewussten Lücke als auch im Hinblick auf den eindeutigen Gesetzeswortlaut aus (vgl. BGH, Urteil vom 10.7.2007, VI ZR 199/06).
Eine entsprechende verschuldensunabhängige Anwendung auf die mitwirkende Betriebsgefahr würde dem Haftungssystem des StVG, der die Abwägung der Betriebsgefahr ausschließlich in § 17 StVG regelt, nicht entsprechen (vgl. BGH, Urteil vom 10.7.2007, VI ZR 199/06).
Die Leasinggeberin, deren Ansprüche die Klägerin vorliegend geltend macht, muss sich weder ihrem Schadensersatzanspruch wegen unfallbedingter Verletzung ihres Eigentums am Leasingfahrzeug aus § 823 BGB noch aus § 7 StVG dessen Betriebsgefahr anspruchsmindernd zurechnen lassen, da es hierfür keine Zurechnungsnorm gibt (vgl. BGHZ 173, 182 ff;… Heß in Burmann/Heß/Jahnke/Janker: Straßenverkehrsrecht, 22. Aufl. 2010, StVG § 9 Rn. 9b;… Lemcke, r+s 2011, 134, ders., aaO. S. 373).
Eine entsprechende Zurechnung kommt nur in Betracht, wenn der Fahrer seinerseits für Verschulden gemäß § 823 BGB oder für vermutetes Verschulden gemäß § 18 StVG haftet (vgl. BGH…, Urteil vom 20. Dezember 1962 - III ZR 1/62 - aaO; Senatsurteil BGHZ 173, 182, 188).
LG Münster, 20.04.2011 - 1 S 128/10
Bloße Betriebsgefahr wird von der Zurechnung der §§ 9 , 17 StVG , 254 BGB (hier: …
AG Steinfurt, 10.06.2010 - 4 C 17/10
Schadensersatzanspruch des an dem im Sicherungseigentum stehenden Fahrzeug …
OLG Bamberg, 03.06.2008 - 5 U 208/07
Schadenersatz auf Grund eines Verkehrsunfalls: Anspruch auf Mietwagen-, Umbau- …