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Timestamp: 2017-11-24 03:56:32
Document Index: 364891831

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 24', '§ 1', '§ 4', '§ 9', '§ 14', '§ 51']

steuernetz.de - UStG - § 24: Durchschnittssätze für land- und forstwirtschaftliche Betriebe
§ 24: Durchschnittssätze für land- und forstwirtschaftliche Betriebe
[1] Für die im Rahmen eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs ausgeführten Umsätze wird die Steuer vorbehaltlich der Sätze 2 bis 4 wie folgt festgesetzt:
für die übrigen Umsätze im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 auf 10,7 %
der Bemessungsgrundlage. [2] Die Befreiungen nach § 4 mit Ausnahme der Nummern 1 bis 7 bleiben unberührt; § 9 findet keine Anwendung. [3] Die Vorsteuerbeträge werden, soweit sie den in Satz 1 Nr. 1 bezeichneten Umsätzen zuzurechnen sind, auf 5,5 %, in den übrigen Fällen des Satzes 1 auf 10,7 % der Bemessungsgrundlage für diese Umsätze festgesetzt. [4] Ein weiterer Vorsteuerabzug entfällt. [5] § 14 ist mit der Maßgabe anzuwenden, dass der für den Umsatz maßgebliche Durchschnittssatz in der Rechnung zusätzlich anzugeben ist.
[1] Als land- und forstwirtschaftlicher Betrieb gelten
Tierzucht- und Tierhaltungsbetriebe, soweit ihre Tierbestände nach den §§ 51 und 51 a zur landwirtschaftlichen Nutzung gehören.
[2] Zum land- und forstwirtschaftlichen Betrieb gehören auch die Nebenbetriebe, die dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb zu dienen bestimmt sind. [3] Ein Gewerbebetrieb kraft Rechtsform gilt auch dann nicht als land- und forstwirtschaftlicher Betrieb, wenn im Übrigen die Merkmale eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs vorliegen.
Führt der Unternehmer neben den in Absatz 1 bezeichneten Umsätzen auch andere Umsätze aus, so ist der land- und forstwirtschaftliche Betrieb als ein in der Gliederung des Unternehmens gesondert geführter Betrieb zu behandeln.
[1] Der Unternehmer kann spätestens bis zum 10. Tag eines Kalenderjahres gegenüber dem Finanzamt erklären, dass seine Umsätze vom Beginn des vorangegangenen Kalenderjahres an nicht nach den Absätzen 1 bis 3, sondern nach den allgemeinen Vorschriften dieses Gesetzes besteuert werden sollen. [2] Die Erklärung bindet den Unternehmer mindestens für 5 Kalenderjahre; im Falle der Geschäftsveräußerung ist der Erwerber an diese Frist gebunden. [3] Sie kann mit Wirkung vom Beginn eines Kalenderjahres an widerrufen werden. [4] Der Widerruf ist spätestens bis zum 10. Tag nach Beginn dieses Kalenderjahres zu erklären. [5] Die Frist nach Satz 4 kann verlängert werden. [6] Ist die Frist bereits abgelaufen, so kann sie rückwirkend verlängert werden, wenn es unbillig wäre, die durch den Fristablauf eingetretenen Rechtsfolgen bestehen zu lassen.