Source: https://www.ijos.net/fortbildungen/intensivseminar/314-quo-vadis,-mutter-kind-einrichtungen.html
Timestamp: 2019-11-22 06:31:05
Document Index: 46931216

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 27', '§ 41', '§ 35', '§ 19', '§ 78', '§ 19']

Quo vadis, Mutter-/Vater-Kind Einrichtungen?
FoBi-ID: Fobi-2020-0701 06. Februar 2020 - 06. Februar 2020
Gemeinsame Wohnformen für Mütter/Väter und Kinder nach § 19 SGB VIII bringen neben pädagogischen Herausforderungen auch betriebswirtschaftliche und rechtliche Besonderheiten mit sich. Um Angebotsformen im Sinne des § 19 SGB VIII erfolgreich zu betreiben und weiterzuentwickeln, sind spezielle Rahmenbedingungen zu beachten, die andere stationäre Hilfen in dieser Form nicht innehaben.
Insbesondere die anstehende Modernisierung des SGB VIII sowie das Vorhaben, die Jugendhilfe inklusiv zu gestalten, ziehen Veränderungsnotwendigkeiten für Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen nach sich, die es umzusetzen gilt.
Rechtliche Rahmenbedingungen und Rechtsprobleme
Rechtsanwalt Prof. Dr. Florian Gerlach
Rechtliche Auseinandersetzungen im Bereich der Mutter-/Vater-Kind-Angebote sind geprägt von Zuständigkeitskonflikten zwischen Sozialleistungsträgern. Formal geht es dabei um die Zuordnung zur richtigen Hilfeart. Tatsächlich stehen hinter diesen Konflikten aber regelmäßig fiskalische Interessen.
Abgrenzungsprobleme bestehen zwischen der Hilfe nach § 19 SGB VIII und anderen Hilfen insbesondere in folgenden Bereichen: §§ 27 ff. (HZE), § 41 SGB (Hilfe für junge Volljährige), § 35 a SGB VIII (Eingliederungshilfe). Hinzu kommen Streitigkeiten mit der Arbeitsverwaltung um die Übernahme von Lebensunterhaltskosten oder um Kosten für Eingliederungsmaßnahmen.
Wir zeigen verfahrensrechtliche Strategien zur Lösung dieser Zuständigkeitskonflikte auf.
Finanzierungsfragen und betriebswirtschaftliche Strategien
Dipl. Betriebswirt Dr. Frank Plaßmeyer M.A.
Chancen und Risiken bei der Vereinbarung von Leistungsentgelten, speziell für Mutter-/Vater-Kind-Angebote nach § 19 SGB VIII, werden dargestellt.
Worauf muss geachtet werden? Welche Rolle spielen hierbei die Rahmenverträge nach §§ 78 a-g SGB VIII? Gibt es Gestaltungsspielräume bei deren Anwendung? Wo liegen derzeit die durchschnittlichen Entgeltsätze und wie werden sich diese zukünftig entwickeln? Sie werden über Fallstricke und Tücken bei der Vereinbarung von Leistungsentgelten für Mutter-/Vater- Kind-Angebote informiert. Wie funktionieren die sog. „Phasenmodelle“?
Methodische pädagogische Standards in der stationären Mutter-/Vater-Kind-Arbeit
Dipl. Sozialarbeiterin Doreen Putzke M.A.
Sie erhalten einen Überblick über aktuelle pädagogische konzeptionelle Grundlagen. Neben methodischen Standards wie qualitativer Bindungs- und Beziehungsarbeit oder Marte Meo, wird das Spannungsfeld zwischen Hilfe, Kontrolle und Schutz betrachtet. Welche Rahmenbedingungen sind zu beachten und welche Rolle spielt das Landesjugendamt? Darüber hinaus werden zielgruppenspezifische Besonderheiten, wie die Arbeit mit Kindern oder Elternteilen mit einer Behinderung, vorgestellt.
Prof. Dr. Florian Gerlach Dr. Frank Plaßmeyer Doreen Putzke
Wir arbeiten mit Vorträgen, Diskussionen, vielen Praxis- und Fallbeispielen. Die Referenten*innen werden sich Zeit nehmen, um auf Ihre individuellen Fragestellungen einzugehen.
An beiden Tagen jeweils
Das Intensivseminar richtet sich in erster Linie an Leitungs- und Führungskräfte von Jugendhilfeeinrichtungen, die Mutter-/Vater-Kind- Angebote nach § 19 SGB VIII anbieten oder in Zukunft anbieten möchten. Darüber hinaus richtet sich unsere Veranstaltung auch an Existenzgründer, die sich speziell zu diesem Leistungsbereich (Mutter-/Vater-Kind) umfangreich informieren möchten.
FoBi-ID Fobi-2020-0701
Beginn 06.02.2020 9:30
Ende 06.02.2020 17:00
Referent(en) Prof. Dr. Florian Gerlach, Dr. Frank Plaßmeyer, Doreen Putzke
Fortbildungsflyer (PDF) 2020.02.06_Fobi-2020-0701_Quo Vadis MutterVater-Kind.pdf
ab Bahnhof Sutthausen mit den Bus-Linien 471 / 472 / 473 (alle 20 Minuten) stadtauswärts bis Haltestelle Kloster Ohrbeck (Fahrzeit 5 Minuten) oder zu Fuß (1,5 km)
ab Bahnhof Sutthausen mit mit den Bus-Linien 471 / 472 / 473 (alle 20 Minuten) stadtauswärts bis Haltestelle Kloster Ohrbeck (Fahrzeit 5 Minuten) oder zu Fuß (1,5 km)