Source: https://www.albert-schweitzer-sachsen-anhalt.de/unsere-einrichtungen/kinder-und-jugendhaeuser/geschwister-scholl-heim-zerbst/aussenwohngruppe-weinberg.html
Timestamp: 2018-12-18 23:20:43
Document Index: 295467793

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 36', '§ 34', '§ 41', '§ 34', '§ 35']

Außenwohngruppe Weinberg - Albert-Schweitzer-Familienwerk Sachsen-Anhalt e.V.
Die Außenwohngruppe für 11 Jugendliche ist auf die Verselbständigung und Vorbereitung der jungen Menschen auf das selbstständige Leben im eigenen Wohnraum ausgerichtet. Das Haus (5 Doppel-, 1 Einzelzimmer) liegt zentrumsnah am Rand eines Wohngebietes. Sein großer, abgeschlossener Hof erlaubt viele Freizeitaktivitäten. Im nahe gelegenen Geschwister-Scholl-Heim können die Jugendlichen den Tischtennis-, Bastel- und Fitnessraum sowie den Freizeitkeller nutzen.
Die Wohngruppe ist eine vollstationäre Hilfe für Jugendliche in Form einer Verselbständigungsgruppe. Das pädagogisch qualifizierte Team (3 ErzieherInnen, 1 Sozialpädagogin mit Zusatzqualifikation Jugend- und Familienberaterin) lebt und arbeitet unter Anleitung der erfahrenen Gruppenleitung mit den Jugendlichen. Ein Hausmeister und ein Zivildienstleistender unterstützen die Gruppe im Alltag (anteilig).
Es handelt sich um eine vollstationäre Unterbringungsform auf der rechtlichen Grundlage von: § 27 SGB VIII in Verbindung mit § 36 SGB VIII; § 34 SGB VIII;
§ 41 SGBVIII in Verbindung mit § 34; § 35a SGB VIII Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Jugendliche im Einzelfall mit individueller Erziehungsplanung und Zusatzleistungen.
Jungendliche im Alter von 14 – 21 Jahren mit
Vermeidungsverhalten in verschiedener Form
Nicht altersgemäßem Umgang mit Normen, Regeln, moralischen Instanzen Aufnahmekriterien
Stark belastete Familienverhältnisse, die eine Rückkehr in die Familie ausschließen
Der/die Jugendliche hat bereits in Einrichtungen der Jugendhilfe gelebt und soll sich auf ein Leben in eigenem Wohnraum vorbereiten
Hilfe, Anleitung und Unterstützung bei der Vorbereitung auf das eigenständige Leben im eigenen Wohnraum. Bearbeiten der eigenen Biografie, um eigenständige Lebensziele und sinnhafte Werte zu entwickeln. Stabilisieren und Stärken des Selbstwertgefühls, Integration in den Sozialraum und Verbessern des Sozialverhaltens. Vorbereiten des Wechsels ins Betreute Wohnen (s. unten). Teilziele:
Zentrales Anliegen ist es, den jungen Menschen ihrer Persönlichkeit entsprechende Hilfe anzubieten und Ängste als Folge einer extremen Vernachlässigung in der Familie abzubauen. Grundlagen der pädagogischen Arbeit sind:
Die Integration in das öffentliche Leben der Stadt, z.B. durch Angebote von Vereinen und Sportgemeinschaften, Teilnahme an regionalen Aktivitäten. Im Heim selbst gibt es die Arbeitsgemeinschaften wie Volleyball, Breakdance, Kochen oder Basteln
Fördern der positiven Persönlichkeitsentwicklung, u.a. Orientierungshilfe, wo der/die Jugendliche in seiner/ihrer Entwicklung steht, Erkennen/Erarbeiten eigener Stärken und Grenzen, auch durch handlungs- und erfahrungsorientiertes Lernen
Förderung der sozial-emotionalen Entwicklung, z.B. Erfahren von Klarheit, Grenzsetzung, Geduld und Nähe durch die Mitarbeiter, Anleitung zu sozialkonformem Umgang mit Aggression und Frustration
Schulische-/berufliche Kompetenzförderung. Sie erfolgt u.a. in enger Zusammenarbeit mit den einzelnen Schulen sowie durch begleitende Maßnahmen bei Lernschwächen oder Defiziten. Bei erheblichen schulischen Problemen besteht die Möglichkeit, die Kinder/Jugendlichen in unserer lerntherapeutischen Gruppe zu beschulen (Zusatzleistung, Details s. unten). Wir bauen tragfähige Beziehungen und Bindungen auf – bei akzeptierender, nicht konkurrierender Haltung zur Herkunftsfamilie. In der Arbeit mit dem Familiensystem entwickeln mit diesem und/oder dem Kind/Jugendlichen Lösungsstrategien.
Der klar strukturierte, ritualisierte Gruppenalltag
Bietet Sicherheit, Raum und Zeit für Verständnis, Wertschätzung, Toleranz und Klärung, sowie die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen
Sorgt für das Gleichgewicht von Ruhe und Aktivität
Regelt verbindlich Ämter und Gruppendienste jedes Einzelnen
Ermöglicht regelmäßige, geplante und verbindliche Freizeitangebote sowie gemeinsam organisierte Feste und Feiern
Beinhaltet sportliche Aktivitäten (Tischtennis, Volleyball, Fußball, Fahrradtouren etc.); diese stabilisieren das körperliche Befinden, stärken das Selbstwertgefühl
Stärkt das Gesundheitsbewusstsein (Ernährungs-Projekte, Gesundes Kochen, Verbindung von Ernährung und Sport als ganzheitliche Form der Gesundheitsförderung, Sexualaufklärung, Drogenprävention etc.)
Fördert den bewussten Umgang mit den zur Verfügung stehenden Geldern und deren Abrechnung, mit Bankwegen, Kontoeröffnung und -führung
Ermöglicht Theaterprojekte, Jugendthemen
Nach Vereinbarung mit dem Jugendamt bei Suchtgefährdung (Alkohol, Drogen) bzw. im Gefahrenfall Beratung und Einleiten geeigneter Maßnahmen
Den Kindern/Jugendlichen stehen bei Bedarf die Psychologen und Therapeuten des Begleitenden Dienstes des Abert-Schweitzer-Familienwerks Sachsen-Anhalt zur Seite. Dabei geht es um spezifische Probleme wie ADS, ADHS, Teilleistungsstörungen, Trauma-Bewältigung oder Biographiearbeit. Weitere mögliche Zusatzleistungen umfassen spezielle Gruppenarbeit (soziale Kompetenz, Antiaggressionstraining) oder die Arbeit mit sexuell übergriffigen Jugendlichen.