Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=23.11.2005&Aktenzeichen=1%20BvR%202558%2F03
Timestamp: 2019-03-20 06:12:25
Document Index: 195993613

Matched Legal Cases: ['Art. 237', '§ 2', 'Art. 237', '§ 2', 'Art. 237', '§ 2', 'Art. 237', '§ 2', 'Art. 14']

BVerfG, 23.11.2005 - 1 BvR 2558/03 - dejure.org
Abwicklung des Volkseigentums; Verfassungsmäßigkeit von Art. 237 § 2 Abs. 2 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB); Unvollständige Verweisung in Art. 237 § 2 Abs. 2 S. 3 EGBGB als Redaktionsversehen
Verfassungsmäßigkeit des gesetzlichen Eigentumsverlusts des wirklichen Eigentümers an einem als Volkseigentum eingetragenen Grundstück nach Ablauf einer Ausschlussfrist
LG Erfurt, 02.07.2002 - 9 O 620/02
WM 2006, 104
c) Damit kommt es auch nicht auf die inzwischen von dem Bundesverfassungsgericht bejahte (Beschl. v. 23. November 2005, 1 BvR 2558/03) Frage an, ob Art. 237 § 2 Abs. 1 Satz 4 EGBGB auf den Eigentumserwerb nach Art. 237 § 2 Abs. 2 EGBGB entsprechend anzuwenden ist.
Die Regelung stellt nur deshalb eine verhältnismäßige Eigentumsbeschränkung nach Art. 14 Abs. 1 Satz 2 GG dar, weil die von dem Eigentumsverlust bedrohten Eigentümer durch die Nichteintragung ihres Eigentums Anlass und von dem Beitritt an auch acht Jahre lang Zeit hatten, ihre Eigentümerrechte geltend zu machen und damit den Rechtsverlust zu vermeiden (Senat, Urteil vom 6. Juni 2003 - V ZR 320/02, VIZ 2004, 79, 81; BVerfG, LKV 2006, 123).