Source: http://www.uni-regensburg.de/Einrichtungen/Verwaltung/Abteilung-I/Abt.I-Kr/Lehramt/17.htm
Timestamp: 2013-05-18 20:04:29
Document Index: 16608938

Matched Legal Cases: ['§ 45', '§ 65', 'Art. 3', '§ 30', '§ 45', '§ 25', '§ 65', '§\n30', '§ 65', '§ 65', '§ 17', '§ 65', '§ 45', '§\n25', '§ 65']

(§ 45 und § 65 LPO I)
Der vorliegende Paragraph der Studienordnung beschreibt Ziele, Inhalte und
Verlauf des Studiums des Faches Biologie für die Studiengänge Lehramt
an Grund-, Haupt- und Realschulen (nicht vertieftes Studium) und den Studiengang
Lehramt an Gymnasien (vertieftes Studium) an der Universität Regensburg.
Das hier geordnete Studium enthält das Studium der Biologie als
wissenschaftliches Fachstudium gemäß Art. 3 Abs. 1 Nr. 1 BayLBG.
Wird das Fach im Rahmen einer Erweiterung des Studiums als weiteres oder
als drittes Unterrichtsfach studiert, so entfallen bestimmte Leistungsnachweise,
die sonst für die Meldung zur Ersten Staatsprüfung erforderlich
sind. Diese Regelungen sind am Ende des Paragraphen angegeben. 1. Berührungspunkte mit anderen Studiengängen und
Anrechnungsmöglichkeiten von Studienleistungen
Die hier beschriebenen vertieften und nicht vertieften Studien im Fach Biologie
haben unter-einander und mit dem Diplomstudiengang Biologie
Diejenigen Veranstaltungen des Lehramtsstudiums, die auf den Diplomstudiengang
angerechnet werden können, sind im Studienplan (siehe Nr. 6) besonders
gekennzeichnet. Näheres ist in der Prüfungsordnung für den
Diplomstudiengang Biologie an der Universität Regensburg geregelt.
Für einen Lehramtsstudiengang können entsprechende Studienleistungen
aus dem Diplom- oder einem verwandten Lehramtsstudiengang vom Prüfungsamt
Das Studium des Faches Biologie kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden.
Für das Lehramtsstudium im Fach Biologie werden naturwissenschaftliche
und mathematische Grundkenntnisse und die Fähigkeit, in englischer Sprache
geschriebene Fachtexte zu verstehen, erwartet. Wer diese Anforderungen nicht
erfüllt, hat die Möglichkeit, in zusätzlichen Lehrveranstaltungen
diese Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben.
4. Ziele des Studiums
Im Biologiestudium sollen fachwissenschaftliche und fachdidaktische Kenntnisse,
Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben werden, wie sie die Ausübung
eines Lehramts erfordert. Hierzu gehören ein Überblick über
den aktuellen Stand der Methodik und ein Verständnis übergreifender
Zusammenhänge. Weiterhin beinhaltet dies auch die Befähigung, neue
Erkenntnisse und Wandlungen der Naturwissenschaften in ihrer Bedeutung für
die Weiterentwicklung der biologischen Disziplinen zu erfassen und in die
Gestaltung des Unterrichts eingehen zu lassen.
5. Studieninhalte und deren Verteilung im Studienverlauf
a) Nicht vertieftes Fachstudium
(1) Das Grundstudium vermittelt allgemeine Grundlagen. Eine zweisemestrige
Vorlesung gibt eine Einführung in die Biologie. Je ein Kurs führt
in die Anatomie und Zytologie von Tieren und Pflanzen ein. In Bestimmungskursen
und Exkursionen werden die Studenten mit der Formenwelt einheimischer Tiere
und Pflanzen vertraut gemacht. Eine Vorlesung und ein Praktikum führen
in die Probleme der Biochemie, Genetik und Mikrobiologie ein. Eine Vorlesung
und ein Kurs zur Tierphysiologie sowie eine Vorlesung in Entwicklungsbiologie
sollen Kenntnisse über das funktionelle Gefüge des tierischen
Organismus als Ganzes erbringen.
(2) Im Hauptstudium werden die physiologisch-biochemischen Aspekte
der Biologie durch eine Vorlesung und einen Kurs über Pflanzenphysiologie
abgerundet. Veranstaltungen über Humanbiologie, Humangenetik und
Ökologie sollen schließlich die nötigen Kenntnisse über
den Menschen als biologischen Organismus und über seine Beziehungen
zur Umwelt vermitteln. In einem weiteren Praktikum werden vertiefte Kenntnisse
sowohl in Botanik als auch Zoologie erworben.
(3) Die parallel zu beiden Studienabschnitten verlaufenden fachdidaktischen
Studien dienen der Erschließung von biologischen Sachverhalten für
die unterrichtlichen und bildenden Aufgaben der Schule.
(4) Eine schriftliche Hausarbeit ist in Biologie, einem anderen nicht vertieft
studierten Fach oder im Bereich des erziehungswissenschaftlichen Studiums
nach § 30 LPO I anzufertigen. Sie ist innerhalb einer Bearbeitungszeit
von vier Monaten zu erstellen.
(5) Die Erste Staatsprüfung gemäß § 45 LPO I schließt
das Hauptstudium ab.
b) Vertieftes Fachstudium
und Pflanzen vertraut gemacht. Vorlesungen führen in die Biochemie,
Entwicklungsbiologie, Genetik und Mikrobiologie ein und somit in die molekular
ausgerichteten Gebiete der Biologie. Je eine Vorlesung und ein Kurs zur Pflanzen-
und Tierphysiologie vermitteln Kenntnisse über das funktionelle Gefüge
Das Grundstudium wird abgeschlossen mit einer Zwischenprüfung in Biologie
gemäß § 25 der Zwischenprüfungsordnung der Universität
Regensburg. Das Ablegen der Zwischenprüfung ist Voraussetzung zur Aufnahme
des Hauptstudiums. In besonders begründeten Fällen kann der
Prüfungsausschuß hiervon Ausnahmen zulassen.
(2) Im Hauptstudium wird sowohl in Botanik als auch in Zoologie ein
Großpraktikum (jeweils 12 SWS) und ein Wahlpflichtkurs (5 SWS) verlangt,
womit die Voraussetzungen eines Großpraktikums und eines vertiefenden
Praktikums aus einem alternativen Spezialgebiet für die Zulassung zur
Prüfung gemäß § 65 Abs. 1 Nr. 6 und Nr. 7 LPO I
erfüllt sind. Weiterhin werden Vorlesungen über Humanbiologie,
Humangenetik und Ökologie abgehalten. Es wird ferner aus dem Gebiet
der Mikrobiologie oder der Genetik ein vertiefender Kurs angeboten. Im siebten
oder achten Semester ermöglichen Wahlpraktika, Wahlvorlesungen und Seminare
verschiedener biologischer Teilgebiete eine Erweiterung und Vertiefung. Eine
mehrtägige Exkursion soll den Studenten Gelegenheit geben, Beispiele
für biologische Lebensräume genauer kennen zu lernen.
(3) Fachdidaktische Veranstaltungen im Umfange von vier SWS dienen der
exemplarischen Er-schließung biologischer Sachverhalte für den
(4) Eine schriftliche Hausarbeit ist in Biologie oder Chemie nach §
30 LPO I anzufertigen. Sie soll die Fähigkeit zur wissenschaftlichen
Arbeit nachweisen und ist innerhalb einer Bearbeitungszeit von sechs Monaten
(5) Die Erste Staatsprüfung gemäß § 65 LPO I schließt
6. Studienplan
Die mit S gekennzeichneten Veranstaltungen sind scheinpflichtig und
ermöglichen die nach § 65 LPO I oder der Zwischenprüfungsordnung
für die Zulassung zu den Prüfungen erforderlichen Nachweise. S*
bedeutet, daß der Nachweis auch für die Zulassung zur
Zwischenprüfung erforderlich ist.
Die mit D gekennzeichneten Veranstaltungen sind als Studienleistungen für
ein Diplomstu-dium der Biologie anrechenbar (siehe oben Nr. 1.)
a) Nichtvertieftes Fachstudium der Biologie
Fachsem. Veranstaltung Nachweis SWS Summe SWS
2. Sem. 3. Sem. 4. Sem. Vorlesung: Allgemeine Biologie I Kurs zur Formenkenntnis und Systematik (Teil I: Tiere) Kurs zur Zytologie und Anatomie der Pflanzen (Teil I: Pflanzen) Vorlesung: Einführung in die Didaktik der Biologie Proseminar: Einführung in die didaktische Aufbereitung
ausgewählter Lerninhalte für den Unterricht
Vorlesung: Allgemeine Biologie II (Ethologie) Vorlesung: Allgemeine Biologie II (Ökologie) Kurs zur Zytologie und Anatomie (Teil II: Tiere) Kurs zur Formenkenntnis und Systematik (Teil II: Pflanzen) Botanische und Zoologische Exkursionen (je 2 Halbtage)
Vorlesung: Biochemie, Genetik und Mikrobiologie Vorlesung: Tierphysiologie Seminar zum studienbegleitenden fachdidaktischen Praktikum Übung: Biologische Arbeitstechniken im Unterricht
Vorlesung: Entwicklungsbiologie Kurs zur Physiologie der Tiere Kurs zur Genetik oder Kurs zur Mikrobiologie Fachdidaktisches Hauptseminar Übung: Methoden des Kennenlernens und Bestimmens einheimischer Pflanzen und Tiere in der Schule D
5. Sem. 6. Sem. Vorlesung: Pflanzenphysiologie Kurs zur Physiologie der Pflanzen Vorlesung/Übung: Humangenetik
Vorlesung/Übung: Humanbiologie Großpraktikum Botanik und Zoologie S
1. - 6. Semester:
Gemäß § 17 Abs. 3 LPO I können in Fächern, in denen
in größerem Umfang Praktika oder vergleichbare Lehrveranstaltungen
stattfinden, diese mit dem Faktor 0,5 verrechnet werden. Bei Anwendung dieser
Berechnungsweise ergibt sich eine Gesamtzahl von 44 SWS.
b) Vertieftes Fachstudium der Biologie
2. Sem. 3. Sem. 4. Sem. Vorlesung: Allgemeine Biologie I Vorlesung: Einführung in die Didaktik der Biologie Kurs zur Zytologie und Anatomie (Teil I: Pflanzen) (D, Gy) Kurs zur Formenkenntnis und Systematik (Teil I: Tiere)
Vorlesung: Biochemie I Vorlesung: Tierphysiologie Vorlesung: Pflanzenphysiologie Kurs zur Physiologie der Pflanzen Vorlesung: Biochemie II Vorlesung: Entwicklungsbiologie Vorlesung: Genetik Vorlesung: Mikrobiologie Kurs zur Physiologie der Tiere D
D, S *
5. Sem. 6. Sem. 7.+ 8. Großpraktikum Teil I: Zoologie Großpraktikum Teil II: Botanik Wahlpflichtpraktikum aus Botanik Praktikum: Genetik oder Mikrobiologie Vorlesung/Übung: Humangenetik Wahlpflichtpraktikum aus Zoologie Vorlesung /Übung: Humanbiologie Begleitseminar zum studienbegleitenden fachdidaktischen Praktikum (wenn dieses im Fach Biologie abgeleistet wird)
Wahlpraktika Spezialvorlesung oder Seminar Mehrtägige Exkursion Fachdidaktisches Hauptseminar Schriftliche Hausarbeit, die in der Regel als experimentelle Arbeit in den Instituten der Fakultät angefertigt wird D, S
1. - 8. Semester: 111
W kennzeichnet Wahlveranstaltungen zur Vermittlung von inhaltlichen
Prüfungsanforderungen gemäß § 65 Abs. 2 LPO I (z.B.
Kurse über Kryptogamen, Samenpflanzen, Wirbeltiere, Histologie u.a.).
Berechnungsweise ergibt sich eine Gesamtzahl von 74,5 SWS.
7. Zulassungsvoraussetzungen für die Prüfungen
Im einzelnen sind folgende Leistungsnachweise als fachliche
Zulassungsvoraussetzungen bestimmt:
7.1 Erste Staatsprüfung in Biologie als nicht vertieft studiertes
Fach (§ 45 LPO I)
1. einführenden Kursen:
a) zur Zytologie und Anatomie der Pflanzen und Tiere,
b) zur Formenkenntnis und Systematik von Pflanzen und Tieren,
2. je einem Kurs zur Physiologie der Pflanzen und Tiere,
3. einem Kurs aus dem Bereich der Genetik oder Mikrobiologie,
4. einer Lehrveranstaltung in Humanbiologie,
5. einer Lehrveranstaltung in Ökologie,
6. einem Praktikum aus einem Teilgebiet der Biologie nach Wahl (mindestens
10 Semesterwochenstunden); das Praktikum kann auch durch zwei oder drei Praktika
aus verschiedenen Teilgebieten ersetzt werden;
7. zwei fachdidaktischen Lehrveranstaltungen.
Bei einer Erweiterung mit Biologie entfallen die obigen
Zulassungsvoraussetzungen. 7.2 Zwischenprüfung in Biologie als vertieft studiertes Fach (§
25 Zwischenprüfungsordnung)
Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an folgenden Lehrveranstaltungen:
1. einführender Kurs zur Zytologie und Anatomie der Pflanzen;
2. einführender Kurs zur Zytologie und Anatomie der Tiere;
3. einführender Kurs zur Formenkenntnis und Systematik der Pflanzen;
4. einführender Kurs zur Formenkenntnis und Systematik der Tiere;
5. zwei ganztägige biologische Anfängerexkursionen.
7.3 Erste Staatsprüfung in Biologie als vertieft studiertes Fach
(§ 65 LPO I)
6. einem Praktikum (mindestens 15 Semesterwochenstunden) aus Botanik oder
Zoologie, jedoch nicht aus dem Spezialgebiet in Nr. 7,
7. einem vertiefenden Praktikum aus einem Spezialgebiet der Biologie mit
Seminar (gegebenenfalls zur Vorbereitung der schriftlichen Hausarbeit),
8. einer mehrtägigen Lehrwanderung,
9. einer fachdidaktischen Lehrveranstaltung.
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