Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202002,%20536
Timestamp: 2019-09-21 20:31:55
Document Index: 332268262

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 7', '§ 3', '§ 7', '§ 3', '§ 7', '§ 491', '§ 7', '§ 7', 'BGH', '§ 5', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 3', '§ 3', 'BGH', 'BGH', '§ 3', 'BGH']

BGH, 22.01.2002 - XI ZR 31/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,950
BGH, 22.01.2002 - XI ZR 31/01 (https://dejure.org/2002,950)
BGH, Entscheidung vom 22.01.2002 - XI ZR 31/01 (https://dejure.org/2002,950)
BGH, Entscheidung vom 22. Januar 2002 - XI ZR 31/01 (https://dejure.org/2002,950)
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VerbrKrG §§ 3 Abs. 2 Nr. 2, 7
Begriff des grundpfandrechtlich abgesicherten Kredits
Widerrufsrecht - Verbraucherkreditgesetz - Kreditvertrag - Kreditsicherung - Grundpfandrecht
Ausschluss des Widerrufsrechts eines Verbraucherkreditvertrages auch bei Abhängigkeit der Darlehensauszahlung von grundpfandrechtlicher Sicherung
Zum Ausschluss des Rechts auf Widerruf eines Kreditvertrags nach § 7 VerbrKrG
VerbrKrG § 3 Abs. 2 Nr. 2 § 7
VerbrKrG § 3 Abs. 2 Nr. 2, § 7; BGB § 491
Ausschluss des Rechts auf Widerruf eines Kreditvertrags nach § 7 VerbrKrG
NJW 2002, 1199
NJW-RR 2002, 1348 (Ls.)
ZIP 2002, 476
MDR 2002, 595
WM 2002, 536
BB 2002, 538
DB 2002, 1103
Besteht - wie hier - kein Widerrufsrecht nach § 7 VerbrKrG, weil die Gewährung des Kredits von der Sicherung durch ein Grundpfandrecht abhängig gemacht worden ist (vgl. dazu zuletzt BGH NJW 2002, 1199), ist § 5 Abs. 2 HWiG dahingehend auszulegen, daß einem Verbraucher das Widerrufsrecht des § 1 Abs. 1 HWiG a. F. zusteht, wenn der Darlehensvertrag zugleich die Voraussetzungen eines Haustürgeschäfts erfüllt (BGH, Urteil vom 09.04.2002, Az.: XI ZR 91/99, und Urteil vom 09.04.2002, Az.: XI ZR 32/99).
Ebenso kommt es nicht darauf an, ob schon der Abschluss des Kreditvertrages selbst von der Bestellung eines Grundpfandrechts abhängig gemacht worden ist (BGH, WM 2002, 536, 536 entgegen KG, WM 2001, 1859, 1860).
So ist zunächst mit der Entscheidung des BGH vom 22.01.2002 - XI ZR 31/01- (WM 02, 536, zitiert nach Juris) davon auszugehen, dass das in Rede stehende Vorfinanzierungsdarlehen im Sinne des § 3 Abs. 2 Nr. 2 VerbKG a. F. von der Sicherung durch ein Grundpfandrecht abhängig gemacht worden ist, indem in § 3 des Vertrages unter anderem ausgeführt ist, dass Auszahlungen aus Vorfinanzierungsdarlehen und zugeteilten Bauspardarlehen erfolgen, wenn der Beklagten zu 1. der Nachweis über die Eintragung der Grundschuld gemäß § 2 des Darlehensvertrages vorliegt.
Der Anwendbarkeit des § 3 Abs. 2 Nr. 2 VerbrKrG steht nicht entgegen, dass in § 3 des Darlehensvertrages nur die tatsächliche Auszahlung des Kreditvertrages, nicht bereits aber der Kreditvertrag selbst,von den grundpfandrechtlichen Sicherungen abhängig gemacht wird (vgl. BGH, ZIP 2002, 476, 477).
Jedenfalls aber reicht es entgegen der vom Kläger insoweit zitierten Entscheidung des Kammergerichts (WM 2001, 1859, 1860) und nach zutreffender Auffassung des Bundesgerichtshofs für die Annahme eines Realkredits bereits aus, dass "die tatsächliche Gewährung des Kredits vereinbarungsgemäß von der Sicherung durch ein Grundpfandrecht abhängig gemacht" worden ist (BGH WM 2002, 536, 536).
Schon dies spricht dagegen, den Begriff Kredit in § 3 Abs. 2 Nr. 2 VerbrKrG dahingehend auszulegen, dass es sich hierbei um den - schuldrechtlichen - Kreditvertrag handele (vgl. BGH WM 2002, 536).