Source: http://auto-und-verkehr.de/strafhoehe-regelstrafe-fuer-ersttaeter/
Timestamp: 2018-02-20 03:38:54
Document Index: 61828205

Matched Legal Cases: ['§316', '§142', '§ 223', '§ 315', '§ 315', '§ 315', '§ 240', '§ 248', '§21', '§ 222', '§ 229', '§ 240', '§ 315', '§ 315', '§ 315', '§ 142', '§ 316', '§ 323', '§ 323', '§ 21', '§ 22', '§ 222', '§ 229', '§ 240', '§ 315', '§ 142', '§ 316', '§ 323', '§ 323', '§ 21', '§ 22']

Strafhöhe | Punkt I Regelstrafe für Ersttäter - Auto-und-Verkehr.de
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Wer wegen eines Verkehrsdelikts verurteilt wird, hat mit einer Haft- oder Geldstrafe zu rechnen. Die Geldstrafe wird in Tagessätzen (TS) angegeben. Die Tagessatzhöhe ergibt sich aus dem Monats-Nettoverdienst (unter Berücksichtigung von Unterhaltsverpflichtungen und weiteren abzugsfähigen Verbindlichkeiten) geteilt durch 30 (Tage). Die Geldstrafe ermittelt sich anschließend aus der Tagessatzhöhe x den vom Gericht ausgesprochenen Tagessätzen.
Beispiel: Erstmalige Trunkenheitsfahrt mit 2,1 Promille (45 TS, siehe Tabelle), Verdienst nach Abzug von Unterhaltsverpflichtungen 750,00 Euro netto. Tagessatzhöhe ergibt sich aus: 750,00:30=25,00 Euro. Geldstrafe: 45 TSx25,00=1.125,00 Euro.
Für mehrere Delikte (zB. Trunkenheitsfahrt mit anschließender Unfallflucht) erfolgt für jede einzelne Straftat eine Einzelstrafe, die anschließend zu einer Gesamtstrafe (keine summarische Zusammenfassung, d.h. keine bloße Addition der Einzelstrafen) zusammengefasst werden. Bei einer Haftstrafe von mehr als 2 Jahren kann die Strafe nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden.
Neben der Geld- oder Haftstrafe kann das Gericht als weitere Maßnahme die Fahrerlaubnis einziehen und eine Sperrfrist verhängen oder ein Fahrverbot aussprechen. Ist die Fahrerlaubnis bereits entzogen, dann wird eine isolierte Sperrfrist ausgesprochen. Die Sperrfrist gibt an, wann frühestens die Fahrerlaubnisbehörde eine Fahrerlaubnis wiedererteilen darf. Ist ein Fahrverbot ausgesprochen, erlischt die Fahrerlaubnis nicht. Der Betroffenen muss lediglich seinen Führerschein für 1 bis 3 Monate bei einer Behörde hinterlegen und darf während des Fahrverbots kein Kraftfahrzeug führen.
Will man nach der Sperrfrist seine Fahrerlaubnis wieder erlangen, dann kann die Fahrerlaubnisbehörde vor der Wiedererteilung der Fahrerlaubnis entscheiden, ob der Antragsteller durch eine medizinisch-psychologischen Untersuchen (MPU) erst nachweisen muss, ob er überhaupt geeignet ist, ein Kraftfahrzeug zu führen.
Bisher war es zwingend so, dass ab 1,6 Promille Blutalkohol die erfolgreiche Teilnahme an einer medizinisch-psychologischen Untersuchen (MPU) nachgewiesen werden musste, bevor die Fahrerlaubnis wiedererteilt wurde. Inzwischen gehen mehrere Bundesländer dazu über, eine MPU bereits ab 1,1 Promille Blutalkohol zu fordern (Stand 2016).
Eine Veruteilung wegen einer Verkehrsstraftat hat auch einen Eintrag im Fahrelaubnisregister in Flensburg mit bis zu 3 Punkten zur Folge. Die Anzahl der Punkte richtet sich danach, ob die Fahrerlaubnis entzogen bzw. eine Sperre angeordnet wurde
Der nachfolgenden Tabelle können Sie entnehmen, mit welcher Strafe für welches Verkehrsdelikt gerechnet werden muss. Die Strafen beziehen sich auf den erstmals straffälligen Täter, gegen den noch keine Vorverurteilungen vorliegen (Ersttäter).
Da jede Straftat einer eigenen gerichtlichen Bewertung unterliegt und die Besonderheiten des konkreten Falles zu berücksichtigen sind, können die nachfolgenden Angaben nicht rechtsverbindlich sein und erfolgen ohne Gewähr.
Strafe in TS
Trunkenheitsfahrt, §316 StGB (Alkohol/Drogen):
bis 1,3 Promille: 30 TS 7-9 Monate
bis 1,7 Promille: 35 TS 9-10 Monate
bis 2,1 Promille: 45 TS 11-12 Monate Mofa, Moped: jeweils 1/3 weniger, evtl. FV 3 Monate
bis 2,4 Promille: 55 TS 14-15 Monate
bis 3 Promille: 60 TS 15-17 Monate
Unfallflucht, §142 StGB:
Bei einem Schaden bis...
bis 250 € 15 TS -- Mofa, Moped 1/3 weniger
bis 500 € 25 TS 1 Monat Fahrverbot
bis 700 € 30 TS 2 Monate Fahrverbot
bis 900 € 35 TS 3 Monate Fahrverbot
über 900 € 40 TS 6-10 Monate
mit Körperverletzung 40 - 90 TS 6 - 12 Monate
Fahrlässige Körperverletzung, §§ 223, 229 StGB Fahrverbot / Entziehung der Fahrerlaubnis nur bei groben Verstößen und erheblichen Verletzungen
leichte 10-30 TS
mittlere 30-40 TS
schwere 40-90 TS
fahrlässige Tötung, " 222 StGB
leichte Schuld 90-120 TS 1-3 Monate Fahrverbot
schwere Schuld 4 Monate Freiheitsstrafe 6-15 Monate
mit § 315 c StGB (ohne Alkohol) 6 Monate Freiheitsstrafe 6-24 Monate
mit § 315 c StGB (mit Alkohol) 15 Monate Freiheitsstrafe ab 24 Monate
Straßenverkehrsgefährdung, § 315c StGB
ohne Alkohol 20 - 40 TS 1-3 Monate Fahrverbot
ohne Alkohol, mit schwerer Gefährdung oder Nötigung 30 - 50 TS 6-10 Monate
bis 1,3 Promille 35 TS 8-10 Monate
bis 1,7 Promille 40 TS 10-11 Monate
bis 2,1 Promille 50 TS 12-14 Monate
bis 2,4 Promille 55 TS 14-15 Monate
bis 2,7 Promille 60 TS 15-17 Monate
bis 3 Promille 65 TS 17-19 Monate
mit Körperverletzung zusätzlich 5 - 20 TS zusätzlich weitere 1-3 Monate FE
mit Unfallflucht zusätzlich 20 - 30 TS zusätzlich weitere 1-3 Monate FE
Nötigung, § 240 StGB 10 - 30 TS u.U. 1-3 Monate Fahrverbot
Unbefugter Gebrauch von Kraftfahrzeugen, § 248 StVG 10-20 TS
Fahren ohne Fahrerlaubnis, §21 STVG
Privatfahrschule 5-10 TS
ausländische Fahrerlaubnis 5-10 TS
Kurzfahrt 10-20 TS
frisiertes Mofa 10-20 TS
frisiertes Mofa, Mehrfachtäter 30 TS Sperre 6 Monate
nach Entziehung der Fahrerlaubnis 20-60 TS Sperre 6 Monate
innerhalb der Sperrfrist 6 Monate Freiheitsstrafe Sperre 9 Monate
fahrlässig 10-15 TS
vorsätzlich 20-30 TS
TS=Tagessatz
Hier finden Sie die zu erwartenden Punkte für die begangene Verkehrsstraftat.
Verkehrsstraftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis oder Sperre
Fahrlässige Tötung (§ 222 StGB) 3 P
Fahrlässige Körperverletzung (§ 229 StGB) 3 P
Nötigung (§ 240 StGB) 3 P A
Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr (§ 315 b StGB) 3 P A
Gefährdung des Straßenverkehrs (§ 315c Abs. 1 StGB) infolge ...
... Alkoholgenusses
... Genusses anderer berauschender Mittel
... geistiger oder körperlicher Mängel 3 P A
Gefährdung des Straßenverkehrs (§ 315c Abs. 2 StGB) durch grob verkehrswidrige(s) und rücksichtslose(s)
... Vorfahrtmissachtung
... Fehlverhalten beim Überholen
... Fehlverhalten an Fußgängerüberwegen
... zu schnelles Fahren
... Missachtung des Rechtsfahrgebotes
... Wenden, Rückwärtsfahren, Fahren entgegen der Fahrtrichtung oder versuchtes Wenden,
Rückwärtsfahren, Fahren entgegen der Fahrtrichtung auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen
... nicht kenntlich machen haltender oder liegengebliebener Fahrzeuge 3 P A
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort (§ 142 StGB) 3 P A
Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB) 3 P A
Vollrausch (§ 323a StGB) 3 P A
Unterlassene Hilfeleistung (§ 323 StGB) 3 P A
Fahren ohne Fahrerlaubnis oder trotz Fahrverbots (§ 21 StVG) (das Führen, Anordnen oder Zulassen) 3 P A
Kennzeichenmissbrauch (§ 22 StVG) 3 P B
FaP = Fahrerlaubnis auf Probe
A = schwerwiegender Verstoß
B = weniger schwerwiegender Verstoß
Verkehrsstraftaten ohne Entziehung der Fahrerlaubnis oder Sperre
Fahrlässige Tötung (§ 222 StGB) und Anordnung eines Fahrverbotes 2 P
Fahrlässige Körperverletzung (§ 229 StGB) und Anordnung eines Fahrverbotes 2 P
Nötigung (§ 240 StGB) und Anordnung eines Fahrverbotes 2 P A
Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr (§ 315 b StGB) 2 P A
... geistiger oder körperlicher Mängel 2 P A
... nicht kenntlich machen haltender oder liegengebliebener Fahrzeuge 2 P A
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort (§ 142 StGB) 2 P A
Trunkenheit im Verkehr (§ 316 StGB) 2 P A
Vollrausch (§ 323a StGB) und Anordnung eines Fahrverbotes 2 P A
Unterlassene Hilfeleistung (§ 323 StGB) und Anordnung eines Fahrverbotes 2 P A
Fahren ohne Fahrerlaubnis oder trotz Fahrverbots (§ 21 StVG) (das Führen, Anordnen oder Zulassen) 2 P A
Kennzeichenmissbrauch (§ 22 StVG) und Anordnung eines Fahrverbotes 2 P B
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