Source: http://www.nds-voris.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVND-224100-MK-20160503-01-SF&psml=bsvorisprod.psml&max=true
Timestamp: 2019-06-17 07:38:07
Document Index: 185196128

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 2', '§ 41', '§ 96', '§ 183', '§ 17', '§ 1', '§ 1', '§ 12', '§ 5', '§ 13', '§ 14', '§ 183', '§ 1', '§ 1', '§ 1']

VORIS Kultusministerium | 36.3-83203 | Verwaltungsvorschrift (Niedersachsen) | Zeugnisse in den allgemein bildenden Schulen | i. d. F. v. 03.05.2016 | gültig ab 01.06.2016 | gültig bis 31.12.2021
Aktenzeichen: 36.3-83203
Erlassdatum: 03.05.2016
Normen: § 17 NDSG, § 2 NSchG, § 41 NSchG, § 96 NSchG, § 183b NSchG ... mehr
Fundstelle: SVBl. 2016, 303
RdErl. d. MK v. 3.5.2016-36.3-83203 – VORIS 22410 –
Fundstelle: SVBl. 2016 Nr. 6, S. 303
RdErl. d. MK v. 5.12.2011 (SVBl. 2012 S. 6), zuletzt geändert d. RdErl. d. MK v. 11.8.2014 (SVBl. S. 453) – VORIS 22410 –
Verordnung über den Wechsel zwischen Schuljahrgängen und Schulformen der allgemein bildenden Schulen (WeSchVO) v. 3.5.2016 (Nds. GVBl. S. 82, SVBl. S. 332) – VORIS 22410 –
Verordnung über die Abschlüsse im Sekundarbereich I der allgemein bildenden Schulen einschließlich der Freien Waldorfschulen (AVO-Sek I) v. 7.4.1994 (Nds. GVBl. S. 197; SVBl. S. 140), zuletzt geändert durch Verordnung v. 3.5.2016 (Nds. GVBl. S. 89, SVBl. S. 330) – VORIS 224100141 –
RdErl. „Ergänzende Bestimmungen zur Verordnung über die Abschlüsse im Sekundarbereich I der allgemein bildenden Schulen einschließlich der Freien Waldorfschulen (EB-AVO-Sek I)“ v. 19.11.2003 (SVBl. 2004 S. 16), zuletzt geändert durch RdErl. v. 3.5.2016 (SVBl. S. 332) – VORIS 22410 –
Verordnung über die Abschlüsse in der gymnasialen Oberstufe, im Beruflichen Gymnasium, im Abendgymnasium und im Kolleg v. 19.5.2005 (Nds. GVBl. S. 169; SVBl. S. 352), zuletzt geändert durch Verordnung v. 4.2.2014 (Nds. GVBl. S. 53; SVBl. S. 116) – VORIS 22410 –
RdErl. „Ergänzende Bestimmungen zur Verordnung über die Abschlüsse in der gymnasialen Oberstufe, im Beruflichen Gymnasium, im Abendgymnasium und im Kolleg“ v. 19.5.2005 (SVBl. S. 361), zuletzt geändert durch RdErl. v. 4.2.2014 (SVBl. S. 116) – VORIS 22410 –
RdErl. „Die Arbeit in der Grundschule“ v. 1.8.2012 (SVBl. S. 404), geändert durch RdErl. v. 1.9.2015 (SVBl. S. 399, ber. S. 493) – VORIS 22410 –
RdErl. „Die Arbeit in der Hauptschule“ v. 27.4.2010 (SVBl. S. 173, ber. S. 257), geändert durch RdErl. v. 9.4.2013 (SVBl. S. 220) – VORIS 22410 –
RdErl. „Die Arbeit in der Realschule“ v. 27.4.2010 (SVBl. S. 182), geändert durch RdErl. v. 9.4.2013 (SVBl. S. 221) – VORIS 22410 –
RdErl. „Die Arbeit in der Oberschule“ v. 7.7.2011 (SVBl. S. 257), zuletzt geändert durch RdErl. v. 23.6.2015 (SVBl. S. 310, ber. S. 418) – VORIS 22410 –
RdErl. „Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 der Kooperativen Gesamtschule“ v. 3.8.2015 (SVBl. S. 410) – VORIS 22410 –
RdErl. „Die Arbeit in den Schuljahrgängen 5 bis 10 der Integrierten Gesamtschule“ v. 1.8.2014 (SVBl. S. 442), geändert durch RdErl. v. 17.9.2015 (SVBl. S. 496) – VORIS 22410 –
Verordnung über die gymnasiale Oberstufe v. 17.2.2005 (Nds. GVBl. S. 51; SVBl. S. 171), zuletzt geändert durch Verordnung v. 16.12.2011 (Nds. GVBl. S. 505; SVBl. 2012 S. 72, ber. Nds. GVBl. 2012 S. 27, SVBl. 2012 S. 224) – VORIS 22410 –
RdErl. „Ergänzende Bestimmungen zur Verordnung über die gymnasiale Oberstufe“ v. 17.2.2005 (SVBl. S. 177), zuletzt geändert durch RdErl. v. 4.2.2014 (SVBl. S. 116) – VORIS 22410 –
Verordnung über das Abendgymnasium und das Kolleg v. 2.5.2005 (Nds. GVBl. S. 130; SVBl. S. 277), zuletzt geändert durch Verordnung v. 5.10.2011 (Nds. GVBl. S. 336; SVBl. S. 419) – VORIS 22410 –
RdErl. „Ergänzende Bestimmungen zur Verordnung über das Abendgymnasium und das Kolleg“ v. 2.5.2005 (SVBl. S. 285), geändert durch RdErl. v. 7.6.2011 (SVBl. S. 223) – VORIS 22410 –
RdErl. „Bezeichnung und Siegelführung der Schulen“ v. 11.12.2013 (Nds. MBl. 2014 S. 9; SVBl. 2014 S. 50), – VORIS 11410 –
RdErl. „Aufbewahrung von Schriftgut in Schulen, Löschung personenbezogener Daten nach § 17 Abs. 2 NDSG“ v. 2.1.2012 (Nds. MBl. S. 81; SVBl. S. 162) – VORIS 22560 –
RdErl. „Regelungen für den Religionsunterricht und den Unterricht Werte und Normen“ vom 10.5.2011 (SVBl. S. 226) – VORIS 22410 –
Begriffsbestimmung und Verfahren
Pädagogische Bedeutung von Zeugnissen
Rechtliche Bedeutung von Zeugnissen
Besondere Bestimmungen für einzelne Schulformen
Gymnasium (Schuljahrgänge 5 – 10)
Kooperative Gesamtschule (Schuljahrgänge 5 – 10)
Integrierte Gesamtschule (Schuljahrgänge 5 – 10)
Förderschulen und Förderschwerpunkte
Förderschulen in den Förderschwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung, Hören, körperliche und motorische Entwicklung, Sehen und Sprache
Förderschwerpunkte geistige Entwicklung und Hören / Sehen (Taubblindheit)
Mittelteil erster und zweiter Schuljahrgang (Berichtszeugnis)
Mittelteil dritter und vierter Schuljahrgang (Notenzeugnis)
Mittelteil dritter und vierter Schuljahrgang (Berichtszeugnis)
Mittelteil fünfter bis zehnter Schuljahrgang (Unterricht nach Stundentafel 1)
Mittelteil fünfter bis zehnter Schuljahrgang (Unterricht nach Stundentafel 2)
Mittelteil der Zeugnisse der Kooperativen Gesamtschule, die in den Schuljahrgängen 5 bis 8 den Unterricht überwiegend in schulzweigübergreifenden Lerngruppen erteilt
Mittelteil der Zeugnisse der Förderschule im Förderschwerpunkt Lernen
Mittelteil fünfter und sechster Schuljahrgang der Förderschule im Förderschwerpunkt Lernen
Mittelteil fünfter bis zehnter Schuljahrgang der Förderschule im Förderschwerpunkt Lernen
Mittelteil der Zeugnisse im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
Abgangszeugnis nach § 1 Absatz 4 Satz 1 AVO-Sek I
Abgangszeugnis nach § 1 Absatz 6 AVO – Sek I
Begriffsbestimmungen und Verfahren
1.1 Zeugnisse geben den Stand der Lern- und Leistungsentwicklung der Schülerin oder des Schülers unter Berücksichtigung des durchlaufenen Lernprozesses wieder. Die Lernergebnisse werden nach Maßgabe der Rechts- und Verwaltungsvorschriften, insbesondere der auf die Leistungsbewertung bezogenen Abschnitte der Bezugserlasse zu h bis n und der Kerncurricula für die Fächer sowie der Konferenzbeschlüsse der Schule, bewertet. Zeugnisse enthalten in den Schuljahrgängen 1 bis 10 auch Informationen über den Stand des Arbeits- und Sozialverhaltens der Schülerin oder des Schülers unter Berücksichtigung der Gesichtspunkte nach Nr. 3.8; in der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe im dreizehnjährigen Bildungsgang können Zeugnisse entsprechende Angaben enthalten.
2.2.1 Zeugnisse und Einzelbewertungen sind rechtlich insbesondere dann von Bedeutung, wenn sie Grundlage eines Verwaltungsaktes (Versetzungsentscheidung, Abschlussvergabe u. ä.) sind. In diesen Fällen sind gegen Zeugnisse und Einzelbewertungen auch förmliche Rechtsbehelfe zulässig. Ergibt sich im Einzelfall, dass ein förmlicher Rechtsbehelf unzulässig ist, so ist die Eingabe als Beschwerde anzusehen und zu bescheiden.
3.2 Die Bewertung der Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung richtet sich nach den Regelungen der Schulform, deren Kerncurricula dem Unterricht jeweils zugrunde liegen. Im Förderschwerpunkt Lernen können die Leistungsanforderungen von den Kerncurricula der Grundschule oder der Hauptschule abweichen. Im Hinblick auf die Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens sind das Verhalten und die individuellen Fortschritte unter dem Gesichtspunkt des jeweiligen festgestellten Bedarfs an sonderpädagogischer Unterstützung zu betrachten und zu bewerten.
3.3 Beobachtungen und Leistungsfeststellungen, die für die Beratung von Schülerinnen und Schülern sowie ihrer Erziehungsberechtigten und für die Zeugniserteilung von Bedeutung sind, sollen regelmäßig aufgezeichnet werden. Dabei bleibt es der einzelnen Lehrkraft überlassen, ob sie die Aufzeichnungen in freier oder strukturierter Form vornehmen will. Es muss sichergestellt sein, dass die Bewertungen in den Zeugnissen in nachvollziehbarer Weise auf solche Aufzeichnungen gestützt werden können.
3.4 Die Bewertungen in den Fächern werden von der Fachlehrerin oder dem Fachlehrer festgesetzt. Kommt die Schulleiterin oder der Schulleiter oder die Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder der Klassenkonferenz zu der Auffassung, dass eine Lehrkraft bei der Erteilung einer Zeugnisnote einen Konferenzbeschluss über Grundsätze für die Leistungsbewertung verletzt oder gegen Rechts- oder Verwaltungsvorschriften, allgemein anerkannte pädagogische Grundsätze oder Bewertungsmaßstäbe verstoßen hat oder von unrichtigen Voraussetzungen oder sachfremden Erwägungen ausgegangen ist, so ist der Lehrkraft Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Kann kein Einvernehmen erzielt werden, so berichtet die Schulleiterin oder der Schulleiter der zuständigen Schulbehörde und bittet um Überprüfung der Bewertung.
3.5 Für Notenzeugnisse sind gemäß Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 3.10.1968 folgende Notenbezeichnungen und Notenziffern zu verwenden:
3.5.2 Zwischennoten und so genannte Prädikatsanhängsel sind in Notenzeugnissen unzulässig.
3.6 Soll darauf hingewiesen werden, dass bestimmte Leistungen in einem Fach besser oder schlechter als die zusammenfassende Bewertung waren, kann im Zeugnis ein entsprechender Hinweis unter „Bemerkungen“ gegeben werden.
3.8.5 Für Berichtszeugnisse nach Nr. 1.2 gilt Nr. 3.8 entsprechend.
4.2.2 Im Einvernehmen mit dem Schulträger kann eine Ausgestaltung des Zeugnisses im Kopfteil vorgenommen werden, z. B. mit einem Wappen der Schule, des Schulträgers oder des Landes Niedersachsen.
4.3.2 Unter „Bemerkungen“ sind ggf. einzutragen:
Versetzungs- bzw. Nichtversetzungsvermerke;
Hinweise gemäß §§ 12 Abs. 1 und 2 sowie 14 der Verordnung über den Wechsel zwischen Schuljahrgängen und Schulformen der allgemein bildenden Schulen;
Hinweis nach Nr. 3.6;
Empfehlungen zum Überspringen eines Schuljahrgangs;
Hinweise zur weiteren Förderung;
Hinweise auf mögliche Gefährdung der Versetzung, der Abschlusserteilung und des Verbleibens in der Schulform;
Hinweise zum herkunftssprachlichen Unterricht;
Teilnahme am Förderunterricht;
Hinweise zum Schulbesuch, zur Lernentwicklung und zur Beteiligung am Unterricht;
Hinweis „Der Unterricht im Fach ...... wurde in ......... Sprache erteilt“, falls Unterricht in Sachfächern fremdsprachig erteilt wurde;
besondere Leistungen in Unterrichtsvorhaben;
Mitarbeit in der Schülervertretung;
Teilnahme an Praktika, Arbeitsgemeinschaften, Projekten, Schülerwettbewerben u. ä.;
ggf. ein Hinweis auf ein zusätzlich erteiltes Berichtszeugnis;
im Falle des konfessionell erteilten Religionsunterrichts: „Der Religionsunterricht wurde als. ev. / kath. / ... (das Zutreffende ist einzutragen) Religionsunterricht erteilt.“;
im Falle des konfessionell-kooperativ erteilten Religionsunterrichts gemäß Nr. 4.5.2 des Bezugserlasses zu v: „Der Religionsunterricht wurde als ev./kath. (das Zutreffende ist einzutragen) Religionsunterricht konfessionell-kooperativ erteilt.“;
„Zeugnis für
___________________“
(Name der Schülerin oder des Schülers)
4.11 Ist ein Fach aus schulorganisatorischen Gründen nicht erteilt worden, so ist im Zeugnis „nicht erteilt“ anstelle der Bewertung zu vermerken.
4.13 Ist ein Fach planmäßig nur im ersten Schulhalbjahr unterrichtet worden, so ist die Note des ersten Halbjahres in das am Ende des Schuljahrs erteilte Zeugnis aufzunehmen; unter Bemerkungen ist „Note aus dem ersten Schulhalbjahr“ einzutragen.
4.16 Bei Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in den Förderschwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung, die nicht in Förderschulen unterrichtet werden, ist in den Zeugnissen der jeweilige Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in den Bemerkungen anzugeben.
4.18 Schülerinnen und Schüler, die nicht während des überwiegenden Teils des Schulhalbjahres am Unterricht eines Faches teilgenommen haben, erhalten nur dann im Halbjahreszeugnis eine Note in diesem Fach, wenn der unterrichtenden Lehrkraft eine Beurteilung möglich ist. Ist keine Beurteilung möglich, ist anstelle der Bewertung „kann nicht beurteilt werden“ zu vermerken.
4.19 Eine für das erste Schulhalbjahr erteilte Note ist, wenn im zweiten Schulhalbjahr keine beurteilbaren Leistungen vorliegen, nicht in das am Ende des Schuljahres erteilte Zeugnis aufzunehmen. Das gilt nicht für Fächer, die planmäßig nur im ersten Schulhalbjahr unterrichtet worden sind (Nr. 4.13), und für die Fälle von Leistungsverweigerung im Sinne von § 5 Abs. 1 Satz 1 der Bezugsverordnung zu b.
4.20 Wenn eine Schülerin oder ein Schüler von der Teilnahme am Sportunterricht befreit worden ist, ist „befreit“ einzutragen.
4.21 Für die Erteilung von Zeugnissen an Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache gelten ergänzend die Bestimmungen des Bezugserlasses zu s in der jeweils geltenden Fassung. Sie sind sinngemäß auch bei Schülerinnen und Schülern anzuwenden, die Berechtigungen nach dem Bundesvertriebenengesetz in Anspruch nehmen können.
4.22 Liegen besondere Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben sowie im Rechnen – letzteres gilt nur für die Grundschule – vor, so ist im Zeugnis unter „Bemerkungen“ im Einzelnen darzulegen, wie und auf welche Weise auf Schwierigkeiten bei der Bewertung Rücksicht genommen worden ist.
5.1.1 Am Ende des ersten Schuljahrgangs und im zweiten Schuljahrgang erhalten die Schülerinnen und Schüler Zeugnisse. Diese Zeugnisse werden als Berichtszeugnisse nach dem Muster der Nr. 3.1 der Anlage erteilt. Dieses Muster kann auch durch ein frei gestaltetes Berichtszeugnis ersetzt werden. Es werden die Lernstände in den Lehrgängen, das Arbeits- und Sozialverhalten nach Nr. 3.8 sowie Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten beschrieben. Bei einer Entscheidung der Klassenkonferenz nach § 13 Abs. 1 Satz 2 der Verordnung über den Wechsel zwischen Schuljahrgängen und Schulformen der allgemein bildenden Schulen in der jeweils geltenden Fassung ist im Zeugnis der Vermerk aufzunehmen „Auf Beschluss der Klassenkonferenz vom ... wird die Eingangsstufe in drei Schuljahren durchlaufen.“ Im Falle des Aufrückens nach § 14 der Verordnung über den Wechsel zwischen Schuljahrgängen und Schulformen der allgemein bildenden Schulen in der jeweils geltenden Fassung ist im Zeugnis der Vermerk aufzunehmen „... rückt in den dritten Schuljahrgang auf.“
5.1.2 Die Gesamtkonferenz beschließt für den dritten und vierten Schuljahrgang über die Erteilung von Notenzeugnissen oder Berichtszeugnissen. Notenzeugnisse werden nach dem Muster 3.2 der Anlage, Berichtszeugnisse nach dem Muster 3.3 der Anlage erteilt.
Die Leistungsbewertung wird durch Aussagen über das Arbeits- und Sozialverhalten nach Nr. 3.8 und über besondere Interessen und Fähigkeiten ergänzt.
5.1.3 Die Teilnahme am Fremdsprachenunterricht wird im dritten Schuljahrgang ohne Bewertung im Zeugnis bescheinigt; im vierten Schuljahrgang erfolgt eine Bewertung durch eine Note oder im Berichtszeugnis durch eine Aussage über die erreichten Kompetenzen.
5.5 Gymnasium (Schuljahrgänge 5 – 10)
5.5.2 Auf Abgangszeugnissen nach dem zehnten Schuljahrgang, die den Erweiterten Sekundarabschluss I bescheinigen, ist zusätzlich unter „Bemerkungen“ anzugeben: „Versetzt in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe“.
5.6.2 Für die nach Schuljahrgängen gegliederte Kooperative Gesamtschule gelten die Vorschriften für die Schulformen der Nrn. 5.2, 5.3 und 5.5.1 entsprechend; auf Abschlusszeugnissen nach Nr. 5.5.2 ist unter Bemerkungen anzugeben: „Versetzt in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe“.
5.6.3 Für die Schuljahrgänge 5 bis 8 der Kooperativen Gesamtschule, in denen der Unterricht gem. § 183b Abs. 3 NSchG überwiegend in schulzweigübergreifenden Lerngruppen erteilt wird, sind die Mittelteile der Notenzeugnisse entsprechend Nr. 8 der Anlage auszuführen.
5.7.1 Die Gesamtkonferenz beschließt für die fünften bis achten Schuljahrgänge über die Erteilung von Lernentwicklungsberichten oder von Notenzeugnissen. Wenn Notenzeugnisse erteilt werden, sind die Mittelteile entsprechend Nr. 9 der Anlage zu gestalten. Sofern Notenzeugnisse erteilt werden, ist ein verkürzter Lernentwicklungsbericht beizufügen.
5.7.2 In den neunten und zehnten Schuljahrgängen werden Notenzeugnisse erteilt. Die Mittelteile der Notenzeugnisse sind entsprechend Nr. 9 der Anlage zu gestalten. Den Notenzeugnissen kann ein verkürzter Lernentwicklungsbericht beigefügt werden.
5.8 Förderschulen und Förderschwerpunkte
5.8.1 Förderschulen in den Förderschwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung, Hören, körperliche und motorische Entwicklung, Sehen und Sprache
5.8.1.1 In den Förderschulen nach Nr. 5.8.1 werden die Zeugnisse unter Berücksichtigung der Vorgaben der Schulform erteilt, nach deren Kerncurriculum unterrichtet wurde. Unter „Bemerkungen“ kann auf besondere Sachverhalte, die sich aus dem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung ergeben, hingewiesen werden.
5.8.1.2 Unter „Bemerkungen“ wird angegeben, nach welchen Vorgaben die Schülerin oder der Schüler jeweils unterrichtet wurde.
5.8.1.3 An Förderschulen im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung erteilte Zeugnisse weisen abweichend von Nr. 4.2.1 nur den Namen der Schule ohne weiteren Zusatz aus.
5.8.2.3 Im fünften und sechsten Schuljahrgang der Förderschule im Förderschwerpunkt Lernen werden Zeugnisse entsprechend Nr. 10.1 der Anlage erteilt. Auf Beschluss der Gesamtkonferenz können mit Zustimmung des Schulelternrats Berichtszeugnisse oder Notenzeugnisse entsprechend Nr. 10.2 der Anlage erteilt werden.
5.8.2.4 Im fünften bis zehnten Schuljahrgang werden – sofern die Punkte 5.8.2.1 und 5.8.2.3 nicht zutreffen – Notenzeugnisse erteilt. Die Mittelteile sind entsprechend Nr. 10.2 der Anlage zu gestalten.
5.8.2.5 Zeugnisse, die im zehnten Schuljahrgang der Förderschule im Förderschwerpunkt Lernen erteilt werden, enthalten abweichend von Nr. 4.2.1 nur den Namen der Schule ohne weiteren Zusatz.
5.8.3 Förderschwerpunkte geistige Entwicklung und Hören / Sehen (Taubblindheit)
Schülerinnen und Schüler, die mit festgestelltem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und Hören / Sehen (Taubblindheit) in allgemein bildenden Schulen unterrichtet werden, erhalten am Ende eines Schuljahres, bei Schulwechsel und bei Entlassungen ein Berichtszeugnis. Der Schule ist freigestellt, zusätzlich ein Halbjahreszeugnis analog zum Ganzjahreszeugnis auszugeben. Die Mittelteile der Schuljahrgänge 1-10 sind entsprechend Nr. 11 der Anlage zu gestalten. Die Zeugnisse enthalten anstelle der Benotung von Leistungen Aussagen über die erreichten Kompetenzen und Lernstände sowie über die erreichten Lernfortschritte – beim Förderschwerpunkt geistige Entwicklung in den Fachbereichen der Kerncurricula dieses Förderschwerpunktes – sowie zum Arbeits- und Sozialverhalten. Beim Verlassen der Schule erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Abgangszeugnis, das ein Berichtszeugnis enthält und angibt, ob die Schulpflicht erfüllt wurde.
6.1 Abschlusszeugnisse bescheinigen den Erwerb von Abschlüssen, die nach der Bezugsverordnung zu d erworben worden sind. Für diese Zeugnisse sind Muster nach Nr. 12 der Anlage zu verwenden.
6.2 Ein Abgangszeugnis nach dem Muster der Nr. 13 der Anlage erhalten alle Schülerinnen und Schüler, die die Schule nach Beendigung der Pflicht zum Besuch allgemein bildender Schulen verlassen. In den Fällen nach § 1 Abs. 4 Satz 1 und Absatz 6 AVO-Sek I wird das Abgangszeugnis nach dem Muster der Nrn. 14a oder 14b der Anlage verwendet.
6.3 Wechselt eine Schülerin oder ein Schüler die Schule, ohne dass nach Nrn. 6.1 oder 6.2 ein Abschluss- oder Abgangszeugnis zu erteilen ist, so erhält sie oder er ein Zeugnis mit Angaben über den gegenwärtigen Leistungsstand und einem Kopfteil nach dem Muster der Nr. 1 der Anlage. Unter „Bemerkungen“ ist einzutragen: „... (Vor- und Zuname) verlässt die Schule, um eine Schule in ... (oder: die ........ Schule in ........) zu besuchen.“ Bei den Zeugnissen, die aus Anlass des Schulformwechsels nach der Grundschule erteilt werden, entfallen diese Angaben. Auf Zeugnissen, die von Integrierten Gesamtschulen beim Schulwechsel erteilt werden, sind die Schulform und der Schuljahrgang anzugeben, zu deren Besuch das Zeugnis berechtigt.
6.6 Abschluss- und Abgangszeugnisse sowie Zeugnisse nach Nr. 6.3 dürfen unter „Bemerkungen“ keine Eintragungen enthalten, die für die Schülerin oder den Schüler nachteilig sein können. Positive Hinweise sind ebenso zulässig wie Hinweise auf besondere Leistungen im Schulleben, z. B. für die Schülervertretung.
6.7 Wird das Abgangszeugnis oder Zeugnis nach Nr. 6.3 am Schuljahresende erteilt, so ist bei erfolgter Versetzung unter „Bemerkungen“ einzutragen: „Durch Konferenzbeschluss in den Schuljahrgang ... versetzt.“
Ein Vermerk über Nichtversetzung, Entlassung oder Verweisung darf nicht aufgenommen werden. Wird in der betreffenden Schulform am Ende des in Frage kommenden Schuljahres keine Versetzungsentscheidung getroffen, so ist zu vermerken: „... (Vor- und Zuname) ist berechtigt, im Schuljahr / den Schuljahrgang ... einer weiterführenden Schule zu besuchen“.
6.8 Die in Zeugnisvordrucken zur Aufnahme von Beurteilungen oder Vermerken vorgesehenen Lücken, die offen bleiben, sind durch Striche auszufüllen. Das gilt auch für den freien Raum unter „Bemerkungen“.
7.2 Soweit die ehrenamtliche Tätigkeit außerhalb des Verantwortungsbereichs der Schule stattfindet, kann die Würdigung beispielgebender Aktivitäten insbesondere in einem Beiblatt zum Zeugnis erfolgen. Als ehrenamtliche Tätigkeit kann ein Einsatz
im sozialen, karitativen und diakonischen Bereich,
im politischen und zivilgesellschaftlichen Bereich,
im kulturellen Bereich (z.B. Kunst, Theater, Musik, Gedenkstätten- und Denkmalpflege),
7.3 Schülerinnen und Schüler, die eine Würdigung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit außerhalb des Verantwortungsbereichs der Schule wünschen, erhalten von der Schule ein Formblatt nach dem Muster der Anlage 15, das von der jeweiligen Organisation in eigener Verantwortung auszufüllen und der Schule bis zum 1. Juni zuzuleiten ist. Die Schulleiterin oder der Schulleiter entscheidet, ob die bescheinigte Tätigkeit den vorstehend genannten Grundsätzen entspricht. Die Bescheinigung wird als Beiblatt zum Zeugnis ausgehändigt. Eine Kopie ist zu den Schülerakten zu nehmen.
9.3 Nrn. 1.1 und 5.5.2 in der bis zum 31.5.2016 geltenden Fassung sind letztmalig auf die Schülerinnen und Schüler anzuwenden, die im Schuljahr 2015/2016 den 9. Schuljahrgang und die in den Schuljahren 2015/2016 und 2016/2017 den als Einführungsphase geführten 10. Schuljahrgang des Gymnasiums, des Gymnasialzweiges der Oberschule oder des Gymnasialzweiges der Kooperativen Gesamtschule besuchen.
9.4 Die Zeugnismuster nach Nr. 7 der Anlage in der ab 1.6.2016 geltenden Fassung sind erstmals auf die Schülerinnen und Schüler anzuwenden, die im Schuljahr 2015/2016 den 5. - 8. Schuljahrgang des Gymnasiums, des Gymnasialzweiges der Oberschule oder des Gymnasialzweiges der Kooperativen Gesamtschule besuchen.
Dieser Runderlass tritt am 1.6.2016 in Kraft und mit Ablauf des 31.12.2021 außer Kraft. Der Bezugserlass zu a tritt mit Ablauf des 31.5.2016 außer Kraft.
Anlage 1: Kopfteil der Zeugnisse
Anlage 2: Schlussteil der Zeugnisse
Anlage 3: Mittelteil der Grundschulzeugnisse
Anlage 4: Mittelteil der Hauptschulzeugnisse
Anlage 5: Mittelteil der Realschulzeugnisse
Anlage 6: Mittelteil der Zeugnisse der Oberschule
Anlage 7: Mittelteil der Zeugnisse des Gymnasiums im fünften bis zehnten Schuljahrgang
Anlage 8: Mittelteil der Zeugnisse der Kooperativen Gesamtschule, die in den Schuljahrgängen 5 bis 8 den Unterricht überwiegend in schulzweigübergreifenden Lerngruppen erteilt
Anlage 9: Mittelteil der Zeugnisse der Integrierten Gesamtschule im fünften bis zehnten Schuljahrgang
Anlage 10: Mittelteil der Zeugnisse der Förderschule im Förderschwerpunkt Lernen
Anlage 11: Mittelteil der Zeugnisse im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung
Anlage 12: Abschlusszeugnisse
Anlage 13: Abgangszeugnisse
Anlage 14: Abgangszeugnis nach § 1 Absatz 4 Satz 1 AVO-Sek I und nach § 1 Absatz 6 AVO - Sek I
Anlage 15: Würdigung ehrenamtlicher Tätigkeit
http://www.nds-voris.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVND-224100-MK-20160503-01-SF&psml=bsvorisprod.psml&max=true