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Timestamp: 2016-10-28 23:41:09
Document Index: 56667081

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 115', 'Art. 115', 'Art. 115', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 54', 'Art. 24', 'Art. 40', 'BGE', 'Art. 84', 'Art. 86', 'Art. 87', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 88', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 4', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 54', 'Art. 59', 'Art. 8', 'Art. 90', 'Art. 156', 'Art. 153', 'Art. 159']

2P.54/2003 (01.12.2003)
Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg, I. Verwaltungsgerichtshof, route Andr�-Piller 21, Postfach, 1762 Givisiez,
Art. 8 BV (Teilnahme an ausserschulischen Aktivit�ten),
Am 17. Mai 1884 hatte der Kanton Freiburg ein Gesetz �ber das Primarschulwesen erlassen. Nach den Art. 115-119 dieses Gesetzes waren nebst den �ffentlichen Schulen, welche jede Gemeinde unterhalten musste, auch freie Schulen zul�ssig; diese konnten unter bestimmten Voraussetzungen mit Genehmigung des Staatsrates den Status einer �ffentlichen Schule erhalten. Mit Gesetz vom 10. Mai 1972 �ber das Statut der freien Schulen und der freien �ffentlichen Schulen wurden die Art. 115-119 des Gesetzes von 1884 durch neue Art. 115-119quater ersetzt, welche sp�ter durch Gesetz vom 19. November 1975 ge�ndert wurden. Der Status der freien �ffentlichen Schulen ist heute in diesen revidierten Artikeln (116 bis 119quater) des Gesetzes �ber das Primarschulwesen geregelt.
Die Freie �ffentliche Schule Freiburg (im Folgenden: FOSF) - urspr�nglich eine Privatschule f�r die Minderheit der Reformierten - ist heute eine �ffentlich anerkannte, von einer �ffentlichrechtlichen K�rperschaft (Gemeindeverband) getragene und im Wesentlichen vom Kanton und 15 beteiligten Gemeinden (worunter die Stadt Freiburg) finanzierte Schule, die je eine deutschsprachige Klasse f�r die sechs Altersstufen der Primarschule sowie einen Kindergarten f�hrt. Daneben gibt es in der FOSF - auf privater Ebene - eine franz�sischsprachige Abteilung mit einem Kindergarten und Primarklassen, die nicht mehr mit �ffentlichen Mitteln finanziert wird. Die Schule stand zun�chst nur reformierten Kindern offen; im Laufe der Zeit wurden aber auch nichtreformierte Kinder, namentlich deutschsprachige katholischen Glaubens, aus den zum Schulkreis der FOSF geh�renden Gemeinden aufgenommen.
Gem�ss einem Beschluss des Freiburger Staatsrates vom 3. September 1991 sollte die FOSF k�nftig nur noch reformierten Kindern aus dem Schulkreis der FOSF offen stehen, w�hrend f�r Kinder anders-gl�ubiger Eltern aus dem Schulkreis diese M�glichkeit weitgehend aufgehoben wurde. Auf staatsrechtliche Beschwerde betroffener Eltern hin hob das Bundesgericht den genannten Staatsratsbeschluss mit Urteil vom 21. Juni 1999 auf. Es erachtete es mit der Religionsfreiheit bzw. mit dem Gebot der staatlichen Neutralit�t als unvereinbar, den Zugang zu einer �ffentlichen Schule, selbst wenn nicht die konfessionelle Pr�gung des Unterrichts, sondern die Unterrichtssprache im Vordergrund stehe, von der Konfession der Kinder abh�ngig zu machen (BGE 125 I 347 ff.).
Die der katholischen Konfession angeh�renden Eltern X. und Y.________ beantragten im Oktober 1998, ihren Sohn A.________ (geb. 1993) in die FOSF einzuschulen. Gegen den abschl�gigen Bescheid des Schulinspektors erhoben sie erfolglos s�mtliche kantonalen Rechtsmittel und gelangten schliesslich mit staatsrechtlicher Beschwerde an das Bundesgericht. Gest�tzt auf eine vorsorgliche pr�sidiale Massnahme konnte A.________ ab August 1999 in die FOSF eintreten, wo er im Einverst�ndnis mit den Schulbeh�rden in der Folge verbleiben konnte. Die staatsrechtliche Beschwerde wurde im Nachgang zum Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 1999 alsdann zur�ckgezogen (vgl. Verfahren 2P.165/1999).
Ebenfalls im Oktober 1998 hatte Z.________ (selber Katholikin) - vorerst erfolglos - die Einschulung ihrer Tochter B.________ in die FOSF verlangt. Nach erneut gestelltem Antrag stimmten die Schul-beh�rden im August 1999 der beabsichtigten Einschulung von B.________ schliesslich zu.
Mit Schreiben vom 1. September 1999 teilte der Gemeinderat der Stadt Freiburg den Eltern X. und Y.________ mit, dass er die Schulkosten der FOSF nicht �bernehmen werde, da der Sohn katholischer Konfession sei. Dar�ber hinaus hielt der Gemeinderat fest, dass A.________ auch nicht an den von der Stadt Freiburg organisierten ausserschulischen Aktivit�ten (kulturelle und sportliche Anl�sse) teilnehmen k�nne. Ein gleichlautendes Schreiben richtete der Gemeinderat am selben Tag auch an Z.________ (betreffend ihre Tochter B.________). Mit zwei separat er�ffneten Beschl�ssen vom 24. Mai 2000 hielt der Gemeinderat an seiner Auffassung fest.
Die von den Eltern X. und Y.________ und von Z.________ gegen diese Beschl�sse erhobenen Beschwerden wies der Oberamtmann des Saanebezirks mit zwei im Wesentlichen gleichlautenden Entscheiden vom 18. Juli 2001 ab.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg hiess die gegen die Entscheide des Oberamtmanns erhobenen Beschwerden mit Urteilen vom 22. Januar 2003 (Nr. 1A 01 60 i. S. X. und Y.________ und Nr. 1A 01 77 i.S. Z.________) insoweit teilweise gut, als es die Verpflichtung der Eltern, die Kosten der Einschulung ihrer Kinder in die FOSF selber zu tragen, aufhob; bez�glich des Ausschlusses von den ausserschulischen Angeboten der Stadt Freiburg wies es die Beschwerden ab.
Gem�ss den vom Verwaltungsgericht getroffenen Sachverhaltsfeststellungen sind unter den an der FOSF beteiligten Gemeinden Verhandlungen �ber eine Neuorganisation der Schule (Bildung einer deutschsprachigen Regionalschule) im Gang, doch will sich die Stadt Freiburg daran nicht beteiligen (bzw. aus dem Gemeindeverband der FOSF austreten), weil sie ihre st�dtischen Quartierschulen als f�r die in Freiburg wohnenden deutschsprachigen Primarsch�ler gen�gend erachtet; sie l�sst grunds�tzlich keine neuen Sch�ler mehr in die FOSF eintreten.
Inzwischen hat auch der Kanton Freiburg die freien �ffentlichen Schulen auf eine neue Grundlage gestellt. Am 8. Mai 2003 verabschiedete der Grosse Rat gest�tzt auf die Botschaft des Staatsrates vom 28. Januar 2003 (vgl. dort S. 7 zum Stand der Verhandlungen unter den an der FOSF beteiligten Gemeinden) ein neues Gesetz �ber die Freien �ffentlichen Schulen, das am 1. Januar 2004 in Kraft treten wird.
Nach den Art. 3 Abs. 2 und 3 dieses Gesetzes kann eine Gemeinde fr�hestens zwei Jahre nach einer entsprechenden Ank�ndigung aus dem Schulkreis einer Freien �ffentlichen Schule austreten. Der Staatsrat genehmigt in diesem Fall den Austrittsentscheid und �ndert das Gebiet des freien �ffentlichen Schulkreises.
Was die Schulkosten betrifft, f�hrte das Verwaltungsgericht in seinen Entscheiden vom 22. Januar 2003 aus, gem�ss dem anwendbaren Schulgesetz vom 23. Mai 1985 h�tten die Kinder die Schule des Schulkreises, dem ihr Wohnsitzort angeh�re, zu besuchen. Der Besuch einer Schule eines anderen Schulkreises k�nne vom Schulinspektor bewilligt oder angeordnet werden, wenn sprachliche Gr�nde oder sonstige besondere Umst�nde dies rechtfertigten, wobei im ersten Fall die Wohnsitzgemeinde �ber die allf�llige Unentgeltlichkeit zu befinden habe (Art. 10 und 11 SchulG). Bisher sei der Zugang zur FOSF von der Konfession und von der Zugeh�rigkeit zum Schulkreis abh�ngig gewesen. Aufgrund des Bundesgerichtsentscheides vom 21. Juni 1999 bleibe nur noch das Kriterium der Territorialit�t, und der Status der FOSF sei nicht mehr geregelt. Dies k�nne aber nicht bedeuten, dass die deutschsprachigen Kinder der Stadt Freiburg nunmehr einen generellen Anspruch auf unentgeltlichen Besuch der Schule ihrer Wahl h�tten. Es st�nden ihnen in der Stadt Freiburg ordentliche �ffentliche Primarschulen zur Verf�gung, weshalb die st�dtischen Schulbeh�rden die M�glichkeit haben m�ssten, die Kinder im Sinne einer �konomischen Planung nach sachlichen Kriterien einer bestimmten Schule zuzuweisen. Damit h�tten auch die Kinder der Beschwerdef�hrer keinen Anspruch auf Besuch der FOSF. Da ihnen in den st�dtischen Quartierschulen ein gen�gender und zumutbarer Unterricht zur Verf�gung gestanden h�tte, k�nnten nicht sprachliche Gr�nde zum Schulkreiswechsel gef�hrt haben. Wenn ein solcher trotzdem erlaubt worden sei, m�sse dies aus anderen triftigen Gr�nden geschehen sein. Damit fehle es aber an der in Art. 11 SchulG vorgesehenen M�glichkeit, den Eltern die Schulkosten aufzuerlegen. Zudem verstiesse eine andere L�sung gegen das Gebot der Rechtsgleichheit, indem reformierte Sch�ler die FOSF unentgeltlich besuchen k�nnten, die katholischen dagegen nicht. Wie es sich nach einem rechtsg�ltigen Austritt der Stadt Freiburg aus dem Schulkreis der FOSF verhalten werde, sei vorliegend nicht zu pr�fen.
Zur Frage des Zugangs zu den ausserschulischen Aktivit�ten f�hrte das Verwaltungsgericht aus, die Gemeinden seien im Rahmen ihrer Autonomie frei, das Schuljahr zu organisieren (Art. 54 Abs. 2 lit. f SchulG). Dabei h�tten sie die Vorschriften des Bundes und des Kantons zu ber�cksichtigen. Es stehe der Gemeinde als Schultr�gerin aber frei, den Sch�lern ausserhalb und innerhalb der Schule den fakultativen Besuch von T�tigkeiten, die nicht mehr dem eigentlichen, obligatorisch zu vermittelnden Schulstoff zusammenhingen, zu erm�glichen. Dazu geh�rten etwa die Teilnahme an Lagern, an fakultativen F�chern (wie Musik- und Gesangsunterricht), Nachhilfeunterricht, Sch�lerverpflegung und anderes mehr. Die von der Stadt Freiburg seit mehreren Jahren durchgef�hrten ausserschulischen kulturellen und sportlichen Anl�sse seien f�r die Sch�ler der Kindergarten- und Primarklassen der Stadt bestimmt. Aus dem Schulreglement der Stadt gehe hervor, dass sich dieses Angebot nur an die Sch�ler der st�dtischen Schulen richte. Gesetzliche Vorschriften, welche die Stadt zu weiter gehenden Leistungen verpflichten w�rden, best�nden nicht. Zwar sei die Stadt auch Mitglied des Schulkreises der FOSF, doch habe es immer ihrer Absicht entsprochen, die Sch�ler der FOSF (wie �brigens auch jene der Privatschulen), von der Teilnahme an ihren ausserschulischen Anl�ssen auszuschliessen. Nur Kinder, die eine ordentliche �ffentliche Schule besuchten, k�nnten hievon Gebrauch machen. Damit entfalle eine Verletzung des Anspruches auf Gleichbehandlung. Dass die Kosten der Schulen in der Stadt Freiburg u.a. auch durch Steuergelder finanziert w�rden, �ndere nichts.
X. und Y.________ sowie Z.________ f�hren mit Eingaben vom 25. und 26. Februar 2003 je staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht mit den Antr�gen, die Urteile 1A 01 60 und 1A 01 77 vom 22. Januar 2003 des Verwaltungsgerichts des Kantons Freiburg insoweit aufzuheben, als die kantonalen Beschwerden nicht gutgeheissen worden seien; sodann sei ihren Kindern die Teilnahme an ausserschulischen Aktivit�ten der Stadt Freiburg zu gestatten.
Der Gemeinderat der Stadt Freiburg und der Oberamtmann des Saanebezirks beantragen, die Beschwerden abzuweisen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg schliesst auf Abweisung der Beschwerden, soweit darauf einzutreten sei. Die zus�tzlich zur Vernehmlassung eingeladene Direktion f�r Erziehung, Kultur und Sport des Kantons Freiburg beantragt ebenfalls, die Beschwerden abzuweisen.
Die beiden staatsrechtlichen Beschwerden stehen sachlich in einem engen Zusammenhang. Sie richten sich gegen zwei Entscheide mit ann�hernd demselben Wortlaut, die Beschwerdef�hrer erheben dieselben R�gen und es stellen sich die gleichen Rechtsfragen, weshalb es sich rechtfertigt, die beiden Beschwerden antragsgem�ss in sinngem�sser Anwendung von Art. 24 BZP in Verbindung mit Art. 40 OG in einem Verfahren zusammenzufassen und in einem einzigen Entscheid zu beurteilen (vgl. BGE 113 Ia 390 E. 1 S. 394).
2.1 Bei den angefochtenen Urteilen handelt es sich um kantonale Endentscheide, die sich auf kantonales Recht st�tzen und gegen die, da auf Bundesebene kein anderes Rechtsmittel zur Verf�gung steht, die staatsrechtliche Beschwerde zul�ssig ist (Art. 84 Abs. 1, Art. 86 und Art. 87 OG).
2.2 Nach Art. 88 OG steht das Recht zur Beschwerdef�hrung B�rgern (Privaten) und Korporationen bez�glich Rechtsverletzungen zu, die sie durch allgemein verbindliche oder sie pers�nlich treffende Erlasse oder Verf�gungen erlitten haben. Es kann dabei die Beeintr�chtigung in rechtlich gesch�tzten eigenen Interessen geltend gemacht werden; die Verfolgung tats�chlicher oder bloss allgemeiner �ffentlicher Anliegen ist dagegen ausgeschlossen (BGE 121 I 267 E. 2, mit Hinweisen). Das allgemeine Willk�rverbot nach Art. 9 BV (bzw. Art. 4 aBV) verschafft dem Betroffenen f�r sich allein keine gesch�tzte Rechtsstellung; eine solche besteht nur, wenn das Gesetzesrecht, dessen willk�rliche Anwendung ger�gt wird, seinerseits dem Beschwerdef�hrer einen Rechtsanspruch einr�umt oder gerade den Schutz seiner beeintr�chtigten Interessen bezweckt (BGE 126 II 377 E. 4 S. 388; 126 I 81 E. 4-6 S. 87 ff.).
2.3 Die Beschwerdef�hrer f�hren in eigenem Namen staatsrechtliche Beschwerde in der Annahme, dass auch sie durch den Ausschluss ihres Sohnes bzw. ihrer Tochter von den ausserschulischen Aktivit�ten in gleicher Weise mitbetroffen seien. Das lag ohne weiteres auf der Hand, was die - jetzt nicht mehr streitige - Schulgeldpflicht anbelangte. Ob die Nichtzulassung der Kinder zu den betreffenden Freizeitbesch�ftigungen direkt auch die Rechtsstellung der Eltern ber�hrt, erscheint eher fraglich, kann aber offen bleiben, da die Beschwerden ohne Zwang als auch im Namen der Kinder erhoben entgegenzunehmen w�ren.
Im �brigen ist die Legitimation nach Art. 88 OG zu bejahen. Zwar richten sich die staatsrechtlichen Beschwerden gegen einen Akt der Rechtsanwendung, womit die R�ge der Willk�r oder der rechtsungleichen Behandlung, soweit sie sich auf die Gesetzesauslegung bezieht, nur zul�ssig ist, wenn die betreffende Vorschrift dem Beschwerdef�hrer einen Rechtsanspruch oder ein rechtlich gesch�tztes Interesse einr�umt (vgl. E. 2.2). Vorliegend wird aber nicht die Rechtsanwendung als solche, sondern in Wirklichkeit - vorfrageweise - der Inhalt der zur Anwendung gebrachten Schulreglemente bzw. der durch die Praxis der Schulbeh�rden geschaffene Rechtszustand als gleichheitswidrig beanstandet, wozu sich die Legitimation unmittelbar aus Art. 8 BV ergibt (vgl. Walter K�lin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Auflage, Bern 1994, S. 238 und S. 241).
2.4 Die staatsrechtliche Beschwerde ist, von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen, rein kassatorischer Natur (BGE 126 II 377 E. 8c S. 395, mit Hinweisen). Soweit die Beschwerdef�hrer mehr verlangen als die Aufhebung der angefochtenen Entscheide, kann auf die Beschwerden nicht eingetreten werden.
2.5 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss die Beschwerdeschrift die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht pr�ft im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 110 Ia 1 E. 2 S. 3 f.). Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 107 Ia 186 E. b). Die Begr�ndung der staatsrechtlichen Beschwerde muss sodann in der Beschwerdeschrift selber enthalten sein (BGE 115 Ia 27 E. 4a S. 30); der Verweis auf kantonale Rechtsschriften (vgl. S. 4 der Beschwerden) ist unbeachtlich.
3.1 Die Beschwerdef�hrer r�gen mit ihren staatsrechtlichen Beschwerden eine Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes (Art. 8 Abs. 1 BV). Sie halten der Argumentation des Verwaltungsgerichts entgegen, es gehe um die Teilnahmem�glichkeit an ausserschulischen Aktivit�ten, die mit den Schulen nur noch den Namen gemeinsam h�tten, ansonsten aber v�llig unabh�ngig vom Schulbetrieb durch die Gemeindebeh�rden organisiert w�rden; es handle sich um Leistungen der Stadt Freiburg an die schulpflichtigen Kinder, bei denen der Gleichheitssatz zu beachten sei. Die Art der besuchten Schule k�nnte als Kriterium f�r den Zugang zu den betreffenden Freizeitaktivit�ten nur dann in Betracht kommen, wenn diese Aktivit�ten in einem engen oder gar untrennbaren Zusammenhang mit dem Schulalltag st�nden, wie dies etwa bei durch die Schulen organisierten sportlichen Wettk�mpfen an schulfreien Tagen in der Woche der Fall sei. Das treffe f�r die hier in Frage stehenden Freizeitangebote aber gerade nicht zu. Die Bestimmung der Leistungsberechtigten erfolge damit nach einem sachfremden Kriterium, das mit der erbrachten Leistung in keinem Zusammenhang stehe. Zul�ssig w�re dagegen etwa das Abstellen auf das Kriterium des Wohnsitzes. Dass das fragliche Leistungsangebot in einem Schulreglement enthalten sei, verm�ge am Gesagten nichts zu �ndern. Unerheblich sei auch, dass die Beschwerdef�hrer beim Entscheid, ihr Kind in der FOSF einzuschulen, vom beanstandeten Zustand Kenntnis gehabt h�tten.
3.2 Das Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 BV, Art. 4 aBV) und das eng mit diesem verbundene Willk�rverbot (Art. 9 BV) gelten auch gegen�ber den rechtsetzenden Erlassen. Ein Erlass verst�sst gegen das Willk�rverbot, wenn er sich nicht auf ernsthafte sachliche Gr�nde st�tzen l�sst oder sinn- und zwecklos ist; er verletzt das Gebot der Rechtsgleichheit, wenn er rechtliche Unterscheidungen trifft, f�r die ein vern�nftiger sachlicher Grund in den zu regelnden Verh�ltnissen nicht ersichtlich ist, oder Unterscheidungen unterl�sst, die sich aufgrund der Verh�ltnisse aufdr�ngen. Die Rechtsgleichheit ist insbesondere verletzt, wenn Gleiches nicht nach Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches nicht nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird; vorausgesetzt ist, dass sich die ungerechtfertigte Gleich- bzw. Ungleichbehandlung auf eine wesentliche Tatsache bezieht. Dem Gesetzgeber verbleibt im Rahmen dieser Grunds�tze ein weiter Spielraum der Gestaltungsfreiheit (BGE 110 Ia 7 E. 2b S. 13 f.; 121 I 102 E. 4a S. 104; 127 I 185 E. 5 S. 192; 129 I 1 E. 3 S. 3).
3.3 Das Schulgesetz des Kantons Freiburg �berl�sst es gem�ss unbestrittener Darstellung des Verwaltungsgerichts den Gemeinden, ob und in welchem Masse sie das obligatorische Schulprogramm durch fakultative Bet�tigungsm�glichkeiten erg�nzen wollen (Art. 54 Abs. 2 lit. f in Verbindung mit Art. 59 SchulG, vgl. angefochtene Entscheide S. 13 bzw. S. 11/12, zu den Befugnissen der Gemeinden Herbert Plotke, Schweizerisches Schulrecht, Bern und Stuttgart 1979, S. 102/103).
Die Stadt Freiburg hat von diesen Befugnissen Gebrauch gemacht. Die von ihr herausgegebenen Brosch�ren �ber die offerierten sportlichen und kulturellen Bet�tigungsm�glichkeiten richten sich ausdr�cklich und ausschliesslich an die Eltern bzw. die Sch�ler der "offiziellen" Kindergarten- und Primarklassen der Stadt Freiburg:
Seit 1986 bietet die Schuldirektion, als einzige Stadt der Westschweiz, den Kindern der offiziellen Primarklassen der Stadt Freiburg die M�glichkeit, sich in zahlreichen ausserschulischen kulturellen Aktivit�ten einzuschreiben"
(Brosch�re �ber das ausserschulische kulturelle Angebot, Titelseite)
"An alle Sch�ler der offiziellen deutschsprachigen Kindergarten- und Primarklassen der Stadt Freiburg"
(Brosch�re �ber den freiwilligen Schulsport, Titelseite)
Die Sportveranstaltungen werden durch Sportlehrer der st�dtischen Schulen durchgef�hrt; die Anmeldungen sind beim jeweiligen Klassenlehrer einzureichen. Entsprechendes gilt f�r die offerierten kulturellen Aktivit�ten, welche offenbar zum Teil in R�umlichkeiten der st�dtischen Schulen stattfinden. Der formelle Zusammenhang mit der st�dtischen Schule kommt auch darin zum Ausdruck, dass die Rechtsgrundlage f�r diese Aktivit�ten im kommunalen Schulreglement enthalten ist (vgl. R�glement des �coles enfantines et primaires de la Ville de Fribourg du 22 mars 1993, Art. 8, 9, 10 und 13).
Dies gen�gt nach Auffassung der Schulbeh�rden und des Verwaltungsgerichts, um die Sch�ler, die nicht die st�dtischen Schulen besuchen, von den ausserschulischen Aktivit�ten auszuschliessen.
3.4 Wohl w�re es m�glich und sachlich durchaus vertretbar, die Zug�nglichkeit zu den betreffenden Aktivit�ten nicht vom Besuch der st�dtischen Schule, sondern allein vom Wohnsitz der Kinder abh�ngig zu machen und diese Leistungen allen in der Stadt Freiburg wohn-haften Kindern der betreffenden Altersgruppe anzubieten. Aber es besteht nach dem Gesagten, was die eingesetzten personellen und zum Teil auch die r�umlichen Mittel anbelangt, ein klarer Zusammenhang mit dem kommunalen Schulbetrieb. Es erscheint insofern legitim, dass die Stadt ihr Angebot vorab den Sch�lern ihrer Schulen zukommen lassen will, nicht dagegen Sch�lern aus Drittgemeinden oder Sch�lern anderer Schulen. Diese Priorit�t rechtfertigt sich ohne weiteres, soweit die Kapazit�t der offerierten Kurse beschr�nkt ist und nur ein Teil der interessierten Kinder hief�r zugelassen werden kann. Doch auch soweit solche Schranken nicht bestehen, kann nicht gesagt werden, dass die vorgenommene Abgrenzung jeder vern�nftigen sachlichen Begr�ndung entbehre. Die offerierten Leistungen sind f�r die Gemeinde mit finanziellen Aufwendungen verbunden, was eine Beschr�nkung des Ben�tzerkreises rechtfertigt und notwendig macht.
Zwar liegt die Vermutung nahe, dass der bewusste Ausschluss von Sch�lern der FOSF seinen Grund auch in der gegebenen Konkurrenzsituation zwischen den st�dtischen Schulen und der FOSF findet, was allenfalls als unsachliches oder sachfremdes Motiv zu werten w�re. Es k�nnte zudem ein gewisser Widerspruch darin erblickt werden, dass die Stadt Freiburg einerseits aufgrund ihrer bisherigen Zugeh�rigkeit zum Schulkreis der FOSF den Besuch dieser Schule durch in der Stadt wohnhafte Kinder unter gewissen Voraussetzungen zugelassen und hief�r entsprechende Schulkosten �bernommen hat (bzw. im Falle der Kinder der Beschwerdef�hrer aufgrund der angefochtenen Urteile �bernehmen muss), andererseits aber diese Gruppe von Sch�lern wie Kinder aus Drittgemeinden behandelt, indem sie sie von den allgemeinen ausserschulischen Aktivit�ten ausschliesst, obwohl sie durch ihren Wohnsitz und in r�umlicher Beziehung ebenfalls zur Gemeinde geh�ren. Dass die beanstandete Abgrenzung unter diesem Gesichtswinkel, d.h. im Hinblick auf die (noch) bestehenden rechtlichen Bindungen zwischen der Stadt Freiburg und der FOSF, gegen Verfassungsrecht verstosse, wird in den vorliegenden staatsrechtlichen Beschwerden indessen nicht geltend gemacht, weshalb diese Frage vom Bundesgericht nicht weiter zu verfolgen ist (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG, vgl. E. 2.4). Die Verletzung des Gleichheitssatzes wird einzig darin erblickt, dass die Zugeh�rigkeit zur st�dtischen Schule f�r die Zulassung zu den ausserschulischen Aktivit�ten mangels hinreichender Beziehung zum Schulbetrieb ein sachfremdes, unzul�ssiges Abgrenzungskriterium darstelle, was nach dem Gesagten nicht zutrifft.
Die staatsrechtlichen Beschwerden erweisen sich damit als unbegr�ndet und sind abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Dem Verfahrensausgang entsprechend werden die Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 156 in Verbindung mit Art. 153 und 153a OG). Parteientsch�digungen sind nicht zuzusprechen (Art. 159 Abs. 2 OG analog).
Die Gerichtsgeb�hr von insgesamt Fr. 3'000.-- wird den Beschwerdef�hrern in den Verfahren 2P.54/2003 und 2P.56/2003 je zur H�lfte, d.h. mit je Fr. 1'500.-- auferlegt.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, dem Gemeinderat der Stadt Freiburg, dem Oberamtmann des Saanebezirks und dem Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg, I. Verwaltungsgerichtshof, sowie der kantonalen Direktion f�r Erziehung, Kultur und Sport schriftlich mitgeteilt.