Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BauR%201991,%2081
Timestamp: 2020-02-19 14:35:53
Document Index: 303280256

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BGH, 25.10.1990 - VII ZR 201/89 - dejure.org
https://dejure.org/1990,883
BGH, 25.10.1990 - VII ZR 201/89 (https://dejure.org/1990,883)
BGH, Entscheidung vom 25.10.1990 - VII ZR 201/89 (https://dejure.org/1990,883)
BGH, Entscheidung vom 25. Januar 1990 - VII ZR 201/89 (https://dejure.org/1990,883)
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Bauwesen - Pauschalvertrag - Abschlagszahlungen
Abschlagszahlungen beim Pauschalvertrag (IBR 1991, 113)
NJW 1991, 565
NJW-RR 1991, 468 (Ls.)
MDR 1991, 430
WM 1991, 371
BauR 1991, 81
ZfBR 1991, 67
In diesem Fall führen Mängel der Teilleistungen nicht zur Klageabweisung mangels Fälligkeit, sondern zur Verurteilung Zug um Zug gegen Mängelbeseitigung (Senat, Urteil vom 25. Oktober 1990 - VII ZR 201/89 aaO).
Ein Anspruch auf Abschlagszahlung steht dem Auftragnehmer daher nicht mehr zu, wenn das Vertragsverhältnis durch Kündigung, einvernehmliche Vertragsaufhebung oder in sonstiger Weise beendet worden ist; in einem solchen Fall hat er seine Leistungen vielmehr umfassend abrechnen (…BGH aaO.; NJW-RR 1987, 724 = BauR 1987, 453; NJW 1991, 565 f. = BauR 1991, 81, 82;… Werner/Pastor, Der Bauprozess, 9. Aufl. 1999, Rn. 1228).
Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann der Besteller gegenüber einer Abschlagsforderung ein Leistungsverweigerungsrecht wegen Mängeln geltend machen, dessen Bemessung sich nach den Umständen des Einzelfalls richtet (BGH, Urteil vom 21. Dezember 1978 - VII ZR 269/77, BGHZ 73, 140, 143; Urteil vom 9. Juli 1981 - VII ZR 40/80, BauR 1981, 577 = ZfBR 1981, 265; Urteil vom 25. Oktober 1990 - VII ZR 201/89, BauR 1991, 81 = ZfBR 1991, 67).
Letzteres gilt auch, wenn der Werkvertrag gekündigt wurde, eine Schlußrechung aber noch nicht erstellt wurde (BGH, NJW 91, 565; 87, 724; NJW-RR 87, 382).
Zwar hängt die Fälligkeit von Abschlagszahlungen nicht von einer (Teil-)Abnahme der Werkleistung ab (BGH BauR 1979, 159, 161;… Werner/Pastor aaO., Rn. 1222, 1339); das gilt gleichermaßen für den Einheitspreis- wie für den Pauschalvertrag (BGH NJW 1991, 565).
Ein Anspruch auf Abschlagszahlung steht dem Auftragnehmer nicht nur dann nicht mehr zu, wenn das Vertragsverhältnis durch Kündigung beendet worden ist (BGH BauR 1987, 453; OLG Düsseldorf [22. Zivilsenat] NJW-RR 1992, 1373) oder der Auftragnehmer gar eine Schlussrechnung erstellt hat (BGH NJW 1985, 1840; NJW 1991, 565, 566); der Auftragnehmer muß seine Leistungen ohne Anspruch auf Abschlagszahlung auch dann umfassend abrechnen, wenn sie - wie hier - vollständig erbracht oder anderweitig abgeschlossen sind (BGH NJW 1999, 1867; OLG Hamm NJW-RR 1996, 593;… Ingenstau-Korbion, § 16 VOB/B, Rn. 75;… Werner/Pastor aaO., Rn. 1228) oder wenn die Vertragsparteien den Bauvertrag ausdrücklich oder stillschweigend aufgehoben haben (BGH NJW 1991, 565, 566).
Allerdings wird die Restwerklohnforderung aus einem Pauschalvertrag regelmäßig erst dann fällig, wenn die Voraussetzungen des § 16 Nr. 3 Abs. 1 VOB/B vorliegen; auch in diesem Fall bedarf es daher einer prüfbaren Schlußrechnung (BGH NJW 1989, 836 f. mwN.; NJW 1991, 565; NJW 1999, 1867, 1869;… Werner/Pastor aaO., Rn. 1392).
OLG Koblenz, 10.02.2015 - 3 U 317/13
Das Landgericht hat unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 25. Oktober 1990 - VII ZR 201/89 - NJW 1991, 565 - Abschlagszahlung bei Pauschalvertrag) darauf abgestellt, dass der Anspruch auf Abschlagsrechnung nach der Fertigstellung der Arbeiten und Stellung der Schlussrechnung untergehe.
OLG Jena, 20.12.2007 - 1 U 409/07