Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201967,%202008
Timestamp: 2020-08-03 09:42:00
Document Index: 16338400

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1297', 'Art. 6', '§ 611', 'BGH', '§ 32', '§ 29', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 1967, 2008 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 07.06.1967
https://dejure.org/1967,1013
BGH, 07.06.1967 - IV ZR 335/65 (https://dejure.org/1967,1013)
BGH, Entscheidung vom 07.06.1967 - IV ZR 335/65 (https://dejure.org/1967,1013)
BGH, Entscheidung vom 07. Juni 1967 - IV ZR 335/65 (https://dejure.org/1967,1013)
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BGHZ 48, 82
MDR 1967, 825
Fraglich kann nur sein, ob die geltenden Grundsätze des Familienrechts (§§ 1297 ff BGB oder auch Art. 6 GG) die Anwendung der allgemeinen Sätze über den schuldrechtlichen Ausgleich von Vermögensschäden, hier der §§ 611, 276, 249 BGB, verhindern (vgl. BGHZ 48, 82, 86).
Ebenso hat der Bundesgerichtshof entschieden, daß im Falle der Aufhebung einer Ehe wegen Irrtums über persönliche Eigenschaften des anderen Ehegatten (§ 32 EheG) der irrende Ehegatte auf die in §§ 29 Satz 2, 37 EheG geregelten Rechtsfolgen verwiesen ist und nicht im Wege eines Schadensersatzanspruchs verlangen kann, so gestellt zu werden, als habe die Ehe nicht bestanden (BGHZ 48, 82).
Der Bundesgerichtshof hat in der bereits genannten Entscheidung BGHZ 48, 82 angenommen, daß derartige Schadensersatzansprüche während des Bestehens der Ehe nicht geltend gemacht werden können und auch nach der Aufhebung der Ehe wegen Irrtums ausgeschlossen sind.
Dabei kann es dahingestellt bleiben, ob bereits in der Eheschließung eine von der Beklagten durch die Täuschung bewirkte schädigende Einwirkung des Klägers auf seine Vermögenslage gesehen werden könnte (vgl. dazu BGHZ 48, 83, 86 [BGH 07.06.1967 - IV ZR 335/65]; RGSt 34, 86;… Schönke/Schröder, StGB 20. Aufl. § 263 Rdn. 160).
Dazu sind die durch die Ehe begründeten familienrechtlichen Beziehungen zu vielgestaltig (vgl. BGHZ 48, 82, 86 f.).