Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=19.03.1981&Aktenzeichen=IV%20R%2049/77
Timestamp: 2019-06-26 09:13:49
Document Index: 104164409

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 89', '§ 204', '§ 42', '§ 108', '§ 108', '§ 10']

BFH, 19.03.1981 - IV R 49/77 - dejure.org
https://dejure.org/1981,482
BFH, 19.03.1981 - IV R 49/77 (https://dejure.org/1981,482)
BFH, Entscheidung vom 19.03.1981 - IV R 49/77 (https://dejure.org/1981,482)
BFH, Entscheidung vom 19. März 1981 - IV R 49/77 (https://dejure.org/1981,482)
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KohleG § 32
Bescheinigung - Steinkohlebergbau - Bundesbeauftragter - Bindung des FA an eine Bescheinigung
BFHE 133, 144
BStBl II 1981, 538
Davon abgesehen ist das FA nach der Rechtsprechung des BFH nur dann nach Treu und Glauben gebunden, wenn es einem Steuerpflichtigen zusichert, einen konkreten Sachverhalt, dessen steuerrechtliche Beurteilung zweifelhaft erscheint und der für die wirtschaftliche Disposition des Steuerpflichtigen bedeutsam ist, bei der Besteuerung in einem bestimmten Sinne zu beurteilen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 19. März 1981 IV R 49/77, BFHE 133, 144, BStBl II 1981, 538, und vom 16. März 1983 IV R 36/79, BFHE 138, 223, BStBl II 1983, 459).
c) Das FA kann nach den Grundsätzen von Treu und Glauben gebunden sein, wenn es einem Steuerpflichtigen zugesichert hat, einen konkreten Sachverhalt, dessen steuerrechtliche Beurteilung zweifelhaft erscheint und der für die wirtschaftliche Disposition des Steuerpflichtigen bedeutsam ist, bei der Besteuerung in einem bestimmten Sinn zu beurteilen (z.B. BFH-Urteile vom 4. August 1961 VI 269/60 S, BFHE 73, 813, BStBl III 1961, 562; vom 19. März 1981 IV R 49/77, BFHE 133, 144, BStBl II 1981, 538, und vom 16. März 1983 IV R 36/79, BFHE 138, 223, BStBl II 1983, 459).
Ein solcher Fall ist gegeben, wenn ein FA einem Steuerpflichtigen zugesagt hat, einen Sachverhalt bei der Besteuerung (bzw. bei der Feststellung der Besteuerungsgrundlagen) in einem bestimmten Sinne zu beurteilen (BFH-Urteile vom 4. August 1961 VI 269/60 S, BFHE 73, 813, BStBl III 1961, 562, und vom 19. März 1981 IV R 49/77, BFHE 133, 144, 150, BStBl II 1981, 538, 541).
So kann nach den Grundsätzen von Treu und Glauben das Finanzamt gebunden sein, wenn es einem Steuerpflichtigen zugesichert hat, einen konkreten Sachverhalt, dessen steuerrechtliche Beurteilung zweifelhaft erscheint und der für die wirtschaftliche Disposition des Steuerpflichtigen bedeutsam ist, bei der Besteuerung in einem bestimmten Sinn zu beurteilen (z. B. BFH-Urteile vom 19. März 1981 IV R 49/77, BFHE 133, 144 , BStBl II 1981, 538 , und vom 16. März 1983 IV R 36/79, BFHE 138, 223 , BStBl II 1983, 459 ).
Das FA kann nach den Grundsätzen von Treu und Glauben gebunden sein, wenn es einem Steuerpflichtigen zugesichert hat, einen konkreten Sachverhalt, dessen steuerrechtliche Beurteilung zweifelhaft erscheint und der für die wirtschaftliche Disposition des Steuerpflichtigen bedeutsam ist, bei der Besteuerung in einem bestimmten Sinn zu beurteilen (z.B. BFH-Urteile vom 4. August 1961 VI 269/60 S, BFHE 73, 813, BStBl III 1961, 562; vom 19. März 1981 IV R 49/77, BFHE 133, 144, BStBl II 1981, 538, und vom 16. März 1983 IV R 36/79, BFHE 138, 223, BStBl II 1983, 459).
Bereits vor Einführung des § 89 Abs. 2 AO mit Wirkung ab dem 12.9.2006 konnten die Finanzämter nach Maßgabe der BFH-Rechtsprechung (BFH-Urteile vom 4.8.1961 VI 269/60 S, BStBl III 1961, 562, vom 19.3.1981 IV R 49/77, BStBl II 1981, 538, und vom 16.3.1983 IV R 36/79, BStBl II 1983, 459) außerhalb der Regelungen der §§ 204 ff. AO und des § 42 e EStG verbindliche Auskünfte über die steuerliche Beurteilung von genau bestimmten Sachverhalten erteilen, wenn daran im Hinblick auf die erheblichen steuerlichen Auswirkungen ein besonderes Interesse bestand (BMF-Schreiben vom 24.6.1987, BStBl I 1987, 474).
Die Rechtsfolge einer verbindlichen Auskunft ist, dass die Finanzbehörde nach dem Grundsatz von Treu und Glauben gehindert ist, einen nach dem Gesetz entstandenen Steueranspruch geltend zu machen oder Besteuerungsgrundlagen in der dem Gesetz entsprechenden Höhe festzustellen, wenn sie einem Steuerpflichtigen zugesagt hat, einen Sachverhalt bei der Besteuerung (bzw. bei der Feststellung der Besteuerungsgrundlagen) in einem bestimmten Sinne zu beurteilen (BFH-Urteile vom 19.3.1981 IV R 49/77, BStBl II 1981, 538, und vom 16.3.1983 IV R 36/79, BStBl II 1983, 459).
Das überlassene Wirtschaftsgut muss der Unternehmenstätigkeit dienen und darf nicht bloß deren Gegenstand sein (z.B. BFH vom 19. März 1981 IV R 49/77, BStBl II 199 1981 II, 538, 540; vom 30. Oktober 1996 II R 12/92, BStBl II 1997, 12).
Denn selbst wenn die Flurbereinigungsbehörde versichert haben sollte, daß es sich bei dem Halten der Fahrzeuge des Klägers um Geschäfte im Sinne von § 108 Abs. 1 FlurbG handele, könnte diese Versicherung das (fehlende) Tatbestandsmerkmal "Geschäft" nicht ersetzen, wäre sie bindend - ohne Nachprüfung anzuerkennen - gemäß § 108 Abs. 2 FlurbG nur hinsichtlich der Dienlichkeit für die Durchführung der Flurbereinigung (vgl. auch Urteil in BFHE 79, 579, 580 f., BStBl III 1964, 446, ferner - zu einem rechtsähnlichen Fall - BFH, Urteil vom 19. März 1981 IV R 49/77, BFHE 133, 144, 148, BStBl II 1981, 538).
Nachprüfung durch Finanzämter - Bundesamt für gewerbliche Wirtschaft - …
Von der Bindung der FÄ an Bescheinigungen der Wirtschaftsbehörden geht auch der Bundesfinanzhof (BFH) in ständiger Rechtsprechung aus (vgl. die Urteile vom 19. März 1981 IV R 49/77, BFHE 133, 144, BStBl II 1981, 538, und vom 11. Mai 1983 III R 52/80, BFHE 138, 503, BStBl II 1983, 581).
Es genügt nicht, daß ein Steuerpflichtiger Investitionen für eine Betriebstätte macht, die nicht seinem eigenen Gewerbebetrieb, sondern dem Gewerbebetrieb eines anderen Steuerpflichtigen dient (vgl. BFH-Urteil vom 19. März 1981 IV R 49/77, BFHE 133, 144, BStBl II 1981, 538; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts - BVerwG - vom 28. April 1978 7 C 53/76, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR - 1979, 252).
Dagegen begründet ein Gebäude oder Gebäudeteil keine Betriebstätte des Steuerpflichtigen, wenn dieser das Gebäude oder den Gebäudeteil durch Vermietung oder Verpachtung an einen Fremden nutzt (vgl. BFHE 133, 144, BStBl II 1981, 538, und die BFH-Urteile vom 6. Juli 1978 IV R 24/73, BFHE 126, 102, 106, BStBl II 1979, 18, und vom 28. Oktober 1977 III R 77/75, BFHE 123, 542, BStBl II 1978, 116).
BFH, 16.12.1998 - II R 50/96
BFH, 26.02.2003 - V B 116/02
BFH, 24.03.1987 - X R 38/81
1. Ursprungsbescheinigung durch Finanzbehörden nachprüfbar 2. Zum Begriff der …
BFH, 09.12.1982 - IV R 176/78
Erfindung - Veranlagungsverfahren - Lizenzvertrag - Nebenleistung - Einkünfte aus …
FG Baden-Württemberg, 01.12.2006 - 9 K 109/04
Keine Eigenheimzulage für ein bereits vor der Hochzeit nach § 10e EStG …