Source: http://swissblawg.ch/2014/03/8c6202013-kein-anspruch-auf.html
Timestamp: 2017-11-20 04:13:39
Document Index: 376389937

Matched Legal Cases: ['BGer', '§ 27', '§ 63', '§ 27', 'Art. 336', 'Art. 336']

8C_620/2013: Kein Anspruch auf Weiterbeschäftigung im Kanton Zürich - swissblawg
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8C_620/2013: Kein Anspruch auf Weiterbeschäftigung im Kanton Zürich
Roland Bachmann	• 19. März 2014
In BGer. 8C_620/2013 vom 25. Febru­ar 2014 hat das Bun­des­ge­richt sei­ne Recht­spre­chung bestä­tigt, wonach im Kan­ton Zürich kein Anspruch auf Wei­ter­be­schäf­ti­gung besteht, auch wenn die ordent­li­che Kün­di­gung des öffent­lich-recht­li­chen Dienst­ver­hält­nis­ses unrecht­mä­ssig erfolg­te. Der Beschwer­de­füh­rer hat­te ver­geb­lich gel­tend gemacht, das kan­to­na­le Gericht habe die Ver­fas­sungs­mä­ssig­keit von § 27a VRG will­kür­lich bejaht.
Wört­lich hielt das Bun­des­ge­richt fest (E. 3.3):
“[…] § 63 Abs. 3 in Ver­bin­dung mit § 27a Abs. 1 VRG beschränkt die Ent­schei­dungs­be­fug­nis der Rechts­mit­tel­in­stanz auf die Fest­stel­lung der Unrecht­mä­ssig­keit der Kün­di­gung und Fest­set­zung der Ent­schä­di­gungs­fol­gen. Damit sta­tu­iert das kan­to­na­le Gesetz bewusst eine Aus­nah­me vom Grund­satz, wonach ein wirk­sa­mer Rechts­schutz durch ein Gericht des­sen Berech­ti­gung vor­aus­setzt, eine Anord­nung, die sich als unrecht­mä­ssig erwie­sen hat, auf­zu­he­ben und so den recht­mä­ssi­gen Zustand wie­der­her­zu­stel­len. Die­se Ein­schrän­kung ori­en­tiert sich an Art. 336a OR, wel­cher als Grund­fol­ge einer miss­bräuch­li­chen Kün­di­gung eben­falls bloss eine Ent­schä­di­gung, nicht jedoch das Wei­ter­be­stehen des Arbeits­ver­hält­nis­ses vor­sieht (ULLIN STREIFF/ADRIAN VON KAENEL/ROGER RUDOLPH, Arbeits­ver­trag, 7. Aufl. 2012, N. 2 zu Art. 336a OR). Wie das kan­to­na­le Gericht will­kürfrei fest­ge­stellt hat, liegt das Motiv des kan­to­na­len Gesetz­ge­bers dar­in begrün­det, dass das Ver­trau­ens­ver­hält­nis zwi­schen Arbeit­ge­ber und Arbeit­neh­mer spä­te­stens nach einer recht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung über die Anstel­lung meist stark beein­träch­tigt ist, wes­halb eine Auf­he­bung der ange­foch­te­nen Anord­nung und damit eine Wei­ter­be­schäf­ti­gung des Arbeit­neh­mers nicht sinn­voll wäre (ABl 2009, 801, 886 f.). Wenn es der Gesetz­ge­ber daher als zweck­mä­ssi­ger erach­tet, eine sach­lich nicht gerecht­fer­tig­te Kün­di­gung durch Ent­schä­di­gung zu sank­tio­nie­ren, statt eine Wie­der­ein­stel­lung zu ermög­li­chen, beruht dies auf durch­aus sach­li­chen Zweck­mä­ssig­keits­über­le­gun­gen. Ein Anspruch auf Wei­ter­be­schäf­ti­gung oder Wie­der­ein­glie­de­rung wird auch von der Leh­re als zu weit­ge­hend abge­lehnt (FRITZ LANG, Das Zür­cher Per­so­nal­ge­setz vom 27. Sep­tem­ber 1998, in: Per­so­nal­recht des öffent­li­chen Dien­stes, 1999, S. 67; vgl. auch ANDREAS KEISER, Das neue Per­so­nal­recht — eine Her­aus­for­de­rung für die Zür­cher Gemein­den, in: ZBl 102/2001 S. 569; ADRIAN STRÜTT, Zur Ent­wick­lung des Kün­di­gungs­schut­zes im Zür­cher Per­so­nal­recht, in: Staats- und Ver­wal­tungs­recht auf vier Ebe­nen, 2012, S. 331). Aus dem Gesag­ten folgt ohne wei­te­res, dass die Rege­lung des kan­to­na­len Geset­zes nicht als schlecht­hin sinn- und zweck­los oder sonst­wie unhalt­bar ange­se­hen wer­den kann. […]”
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