Source: https://www.rechtslupe.de/beruf/kanzlei-und-beruf-im-dezember-2015-3103246
Timestamp: 2020-02-23 14:18:04
Document Index: 165500220

Matched Legal Cases: ['§ 189', '§ 189', '§ 189', '§ 120', '§ 182', '§ 180', '§ 137', '§ 297', '§ 26', '§ 26']

"Kanz­lei und Beruf" im Dezem­ber 2015 | Rechtslupe ")}}return a.proceed()});scriptParent=document.getElementsByTagName("script")[0].parentNode;if(scriptParent.tagName.toLowerCase!=="head"){head=document.getElementsByTagName("head")[0];aop_around(head,"insertBefore");aop_around(head,"appendChild")}aop_around(scriptParent,"insertBefore");aop_around(scriptParent,"appendChild");var a2a_config=a2a_config||{};a2a_config.no_3p=1;var addthis_config={data_use_cookies:false};var _gaq=_gaq||[];_gaq.push(["_gat._anonymizeIp"])}
"Kanzlei und Beruf" im Dezember 2015
"Kanz­lei und Beruf" im Dezem­ber 2015
Freie mit­ar­bei­ter, Panik­at­ta­cken bei der Beru­fungs­be­grün­dung, Zustel­lungs­män­gel, Aus­kunfts­pflich­ten und Daten­über­las­sung nach Man­dats­kün­di­gung.
Die­ser Ver­merk gehört zu den zwin­gen­den Zustel­lungs­vor­schrif­ten i.S. des § 189 ZPO. Fehlt die­ser Ver­merk, liegt ein Zustel­lungs­man­gel vor, der zur Unwirk­sam­keit der Zustel­lung führt 1.
Zustel­lungs­män­gel wer­den unter den Vor­aus­set­zun­gen des § 189 ZPO geheilt: Wenn sich die form­ge­rech­te Zustel­lung eines Doku­ments nicht nach­wei­sen lässt oder das Doku­ment unter Ver­let­zung zwin­gen­der Zustel­lungs­vor­schrif­ten ergan­gen ist, so gilt es in dem Zeit­punkt als zuge­stellt, in dem das Doku­ment der Per­son, an die die Zustel­lung dem Gesetz gemäß gerich­tet war oder gerich­tet wer­den konn­te, tat­säch­lich zuge­gan­gen ist.
Der tat­säch­li­che Zugang i.S. des § 189 ZPO liegt in dem Zeit­punkt vor, in dem der Emp­fän­ger das Doku­ment in die Hand bekommt 2.
Im Streit­fall ist das vor­in­stanz­li­che Urteil der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten erst am 29.12 2008 tat­säch­lich zuge­gan­gen, so dass erst dann die Monats­frist des § 120 Abs. 1 Satz 1 FGO zu lau­fen begann.
Die Ersatz­zu­stel­lung durch Nie­der­le­gung in den Brief­kas­ten der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten ist zwar bereits am Mitt­woch, den 24.12 2008, erfolgt, wie durch die Ein­tra­gung in die Zustel­lungs­ur­kun­de doku­men­tiert wor­den ist (§ 182 Abs. 1 ZPO). Die Zustel­lung war jedoch unwirk­sam, da der Zustel­ler das Datum der Zustel­lung nicht ‑wie in § 180 Satz 3 ZPO ver­langt- auf dem Brief­um­schlag des Finanz­ge­richt ver­merkt hat­te.
Die Klä­ger haben dies durch Vor­la­ge des Brief­um­schla­ges nach­ge­wie­sen. Der Bun­des­fi­nanz­hof hat kei­ne Zwei­fel, dass es sich bei dem vor­ge­leg­ten Brief­um­schlag um den­je­ni­gen han­delt, in dem das Urteil der Vor­in­stanz ent­hal­ten war. Dafür spre­chen der Absen­der­stem­pel des Finanz­ge­richt sowie auch der hand­schrift­li­che Ver­merk auf dem Umschlag "Ein­gang Mon­tag 29.12.2008".
Dies führt dazu, dass die Zustel­lung erst am Mon­tag, den 29.12 2008 bewirkt wor­den ist, als die Kanz­lei erst­mals seit dem 24.12 2008 wie­der geöff­net war und das Urteil aus dem Brief­kas­ten ent­nom­men und dem bear­bei­ten­den Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten vor­ge­legt wur­de. Der Bun­des­fi­nanz­hof hat kei­nen Anlass an die­sen Anga­ben der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten zu zwei­feln; eben­so wenig dar­an, dass die Kanz­lei am 24.12 2008 ganz­tä­gig geschlos­sen war und auf­grund der gesetz­li­chen Fei­er­ta­ge und dem sich dar­an anschlie­ßen­den Wochen­en­de erst am 29.12 2008 wie­der geöff­net wur­de. Die Beschrif­tung des Umschla­ges und die vor­ge­leg­ten Kopi­en des Fris­ten­ka­len­ders mit dem notier­ten Frist­ab­lauf am 29.01.2009 unter­stüt­zen dies.
Die gemein­sa­me Woh­nung – und das Miet­ver­hält­nis zwi­schen den… Es liegt kein steu­er­recht­lich anzu­er­ken­nen­des Miet­ver­hält­nis vor, wenn zwi­schen Lebens­ge­fähr­ten ein Miet­ver­trag über die hälf­ti­ge Nut­zung der gemein­sam bewohn­ten Woh­nung besteht. So hat das Finanz­ge­richt…
Ände­rungs­kün­di­gung – oder: vom Kün­­di­gungs­­­schutz- zum… Gegen­stand einer strei­ti­gen gericht­li­chen Ent­schei­dung ist der zuletzt in der münd­li­chen Ver­hand­lung gestell­te Kla­ge­an­trag (§ 137 Abs. 1, §§ 297, 525 ZPO). Im hier vom…
Ehe­gat­ten­ver­an­la­gung – und die Zusam­men­ver­an­la­gung nach… Erfül­len Ehe­gat­ten die Vor­aus­set­zun­gen der Ehe­gat­ten­ver­an­la­gung (§ 26 Abs. 1 EStG), kön­nen sie nach der im Jahr 2008 gel­ten­den Rechts­la­ge zwi­schen getrenn­ter Ver­an­la­gung (§ 26a…
BFH, Beschlüs­se vom 19.01.2005 – II B 38/​04, BFH/​NV 2005, 900; vom 19.09.2007 – VI B 151/​06, BFH/​NV 2007, 2332; BFH, Urteil vom 21.09.2011 – I R 50/​10, BFHE 235, 255, BSt­Bl II 2012, 197[↩]
BFHE 244, 536, BSt­Bl II 2014, 645; so auch BFH, Beschlüs­se in BFH/​NV 2005, 900; in BFH/​NV 2007, 2332; BFH, Urteil in BFHE 235, 255, BSt­Bl II 2012, 197[↩]
ErsatzzustellungZustellungZustellungsmängel