Source: https://dieausrufer.wordpress.com/2017/10/03/tot-weil-nicht-geimpft-ii/2/
Timestamp: 2020-06-06 04:42:40
Document Index: 151292781

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 223', '§ 224', '§ 228', 'Art 24', 'Art. 12', 'Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 19', 'Art. 24', 'Art. 24', '§ 4', 'Art 24']

Tot, weil nicht geimpft (II) – Seite 2 – Die Ausrufer
Tot, weil nicht geimpft (II)
Impfen ist in Deutschland nicht mehr zwanglos
Nach der Einführung eines verbindlichen Einlade- und Meldewesens zu Kindervorsorgeuntersuchungen in den meisten Bundesländern, bei denen die Impfberatungen einprogrammiert sind, sind auch bundeseinheitlich die Regeln verschärft worden.
Seit 2015 ist in § 34 Absatz 10a Infektionsschutzgesetz die Verpflichtung vorgesehen, vor der Erstaufnahme in eine Kindertageseinrichtung eine Bescheinigung über eine zeitnah erfolgte Impfberatung vorzulegen. Seit Ende Juli des Jahres heißt es ergänzend:
Wenn der Nachweis nicht erbracht wird, benachrichtigt die Leitung der Kindertageseinrichtung das Gesundheitsamt, in dessen Bezirk sich die Einrichtung befindet, und übermittelt dem Gesundheitsamt personenbezogene Angaben. Das Gesundheitsamt kann die Personensorgeberechtigten zu einer Beratung laden.
Ebenfalls verpflichtend ist die Schuleingangsuntersuchung. Obwohl die konkrete Ausgestaltung den Bundesländern überlassen ist, enthalten alle entsprechenden Landes(schul)gesetze die Abfrage des Impfstatus‘ und eine Beratung, wenn er ungenügend ist.
Die Rechtsprechung flankiert die Tendenz. Bekannt geworden ist das jüngste Urteil des Bundesgerichtshofs vom 3.5.2017 (Az.: XII ZB 157/16). „Die Schutzimpfung eines Kindes“ sei „auch dann eine Angelegenheit von erheblicher Bedeutung für das Kind, wenn es sich um eine sogenannte Standard- oder Routineimpfung handelt. Bei Uneinigkeit der Eltern über die Durchführung einer solchen Impfung kann die Entscheidungsbefugnis dem Elternteil, der die Impfung des Kindes entsprechend den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission beim Robert-Koch-Institut befürwortet, jedenfalls dann übertragen werden, wenn bei dem Kind keine besonderen Impfrisiken vorliegen.“
Zur Übermittlung personenbezogener Angaben in dem Zusammenhang gibt es bereits Urteile wie das des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz vom 28.5.2009 (Az.: VGH B 45/08). Die im Rahmen des dortigen sogenannten Landeskinderschutzgesetzes von 2008 erlassenen Regeln „zum behördlichen Einladungs- und Erinnerungsverfahren, um Eltern zur Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen anzuhalten und so Gefährdungen der Kindergesundheit sowie möglicher Vernachlässigung oder Misshandlung von Kindern entgegenzuwirken“, seien rechtmäßig. Die vorgesehenen Einschränkungen des Grundrechts der Eltern auf Selbstbestimmung über personenbezogene Daten sowie des Rechts der Eltern zur Erziehung ihrer Kinder seien mit der Landesverfassung vereinbar.
„In Deutschland wird zu selten, zu spät und mit großen regionalen Unterschieden geimpft“
Trotz des vergleichsweise engmaschigen Beratungssystems bleibt in Deutschland die Impfquote unbefriedigend. Anfang des Jahres teilte das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) mit, dass in Deutschland „zu selten, zu spät und mit großen regionalen Unterschieden“ geimpft werde.
VacMap, Masern Impfquote 2. Impfung bis 24 Monate; screenshot
Veranschaulicht wird das bezüglich der Masern-Impfquote mit der interaktiven Karte „VacMap“, die derzeit die Geburtsjahrgänge bis einschließlich 2013 berücksichtigt. Hiernach weisen zur Erstimpfung alle Bundesländer Werte über 90% aus, aber erst mit Vollendung des 2. Lebensjahres. In den ersten 12 bis 14 Lebensmonaten, zu der sie erfolgen sollte, lag die Quote aber weit darunter, in Sachsen sogar bei nur 75,3%.
Noch schlechter sieht es bei der zweiten, zur Grundimmunisierung ebenfalls nötigen Gabe aus. Zum vorgesehenen Zeitpunkt (bis 24 Monate Lebensalter) lagen die Bundesländer mit ihrer Quote zwischen 81,1 und 69,5%, Schlusslicht Sachsen sogar nur bei 28,8. Um Masern generell zu vermeiden, müssen mindestens 95 Prozent der Bevölkerung vor der Infektion geschützt sein und die Viruszirkulation gestoppt werden.
Marian Schraube 3. Oktober 2017 3. Oktober 2017 Deutschland, impfen, Impfpflicht, Impfung, Italien, masern
19 Gedanken zu “Tot, weil nicht geimpft (II)”
Pingback: “Musterbeispiel für Kritikresistenz“: Juristische Fachzeitschrift über Impfgegner @ gwup | die skeptiker
4. Oktober 2017 um 09:56
Es sterben ja auch anderswo Kinder von Impfgegnern.
Diphtherie ist zwar selten geworden, aber die Bakterien finden ihren ungeschützten Wirt.
http://www.iflscience.com/health-and-medicine/spanish-boy-diphtheria-dies/
4. Oktober 2017 um 11:14
Ihre Aussage, dass es Kinder von „Impfgegnern“ seien, die sterben, ist ziemlich fragwürdig, finden Sie nicht?
Nein, wieso? Steht doch ganz klar in dem link
Zitat von dort „The boy with the first case of diphtheria in Spain for 28 years has died, Catalan regional health authorities have told The Spain Report. The boy had not been vaccinated against the disease, which his parents now attribute to being “tricked” by anti-vaccination groups.“
In Deutschland ist übrigens 1995 auch ein Impfgegnerkind an Diphtherie gestorben. Wurde vom RKI publiziert Epidemiologisches Bull 48/1995: …verstarb Anfang Februar ein 31/2 jähriges Kind an einer Diphtherieerkrankung. ..Bis 10.1. Kindergrten besucht…12.01 Kopfschmerzen und Fieber… 14.1. Heilpraktiker… der homöopathisch behandelte..20.1. KH Aufnahme.4.2. Exitus. …Das Kind und seine beiden Geschwister waren nicht geimpft, weil die Eltern erklärte Impfgegner sind. Es besuchte einen privaten Kindergarten, in dem Impfgegner und Anhänger einer alternativen Medizin offenbar einen erheblichen Einfluss haben. Von 19 Kindern…waren 7 primär nicht geimpft….. Bei 4 Kindern verweigerten die Eltern auch nachträglich sowohl die Impfung als auch die Erythromycin-Prophylaxe. Auszug Ende.
Diphtherie ist schon recht selten, aber die Keime finden ihre empfänglichen Wirte. Verantwortlich waren in beiden Fällen die Eltern. Nach UNICEF und WHO haben Kinder ein Recht auf Impfung.
Ungeimpfte Kinder vernachlässigte Kinder eine Form der Kindesmisshandlung.
Und in Bad Salzuflen sind zwei Kinder an der tödlichen Masernkomplikation SSPE gestorben- sie waren zu jung um geimpft zu werden, sie wurden in der Ordination eines Kinderarztes angesteckt durch einen ca 10 jährigen ungeimpften Buben, dessen Eltern hatten die Masernimpfung abgelehnt hatten. Insgesamt wurden 6 Säuglinge angesteckt, zwei davon sind an SSPE grauenvoll verstorben.
4. Oktober 2017 um 20:29
1. nicht impfen auf verschiedenen Gründen beruht und nicht nur Gegnerschaft
2. Personen sterben, weil sie z.B. wegen einer Autoimmunerkrankung nicht geimpft werden können.
Von den verschiedenen Möglichkeiten ist im Blog die Rede.
Sie versteifen sich auf „Gegnerschaft“ und versteigen sich zu dem unfassbar dummen Satz, dass Nichtimpfen eine Form von Kindesmisshandlung sei.
Sie misshandeln meine Geduld.
Impfgegnerschaft ist bei Eltern ein Grund nicht zu impfen.
Das habe ich kommentiert.
Und mit dem Ausdruck “ unfassbar dummen Satz, dass Nichtimpfen eine Form von Kindesmisshandlung sei“- da würde ich raten, sich zu informieren.
Vernachlässigung wird als überwiegend passive Misshandlungsform beschrieben. Und manifestiert sich u.a. als körperliche Vernachlässigung beispielsweise als keine oder unzureichende Impfungen, jeweils aus Misstrauen gegenüber Medizinsystem. oder religiöser oder kultureller Einstellung.
Findet man u.a hier -Tabelle beachten
Klicke, um auf VN-KJA-2005.pdf zuzugreifen
Ist ja auch nicht umsonst auf der Seite Kindesmisshandlung.de!
Findet man aber auch in pädiatrischen Lehrbüchern zB T.Lissauer Pediatrics Mosby Verlag 2002 page 79 unter Neglect.
Fachlich gibt es da in der Pädiatrie eigentlich eine einheitliche Meinung.
Also bitte nicht so unfassbar ahnungslose Meinungen posten.
Kindergesundheit ist schließlich ein wichtiges Thema – und ein Kinder (menschen)recht. Und Menschenrechte sind nicht unfassbar dumm-oder?
2016 sind übrigens 9 Kinder an Masern gestorben, die alle zu jung zum impfen waren, daher ist eine hohe Durchimpfungsrate wichtig, um diese Säuglinge (indirekt) zu schützen.
Es bleibt dabei, ungeimpfte Kinder sind vernachlässigte Kinder, eine Form der Kindesmisshandlung.
5. Oktober 2017 um 16:04
Da es aus berufenem Mund kommt: Ärzte sind, auch wenn sie Herrmann oder Wolfgang heißen, bei jeder Heilbehandlung erst einmal Täter: Körperverletzung gemäß § 223 I StGB, bei der Verwendung scharfer und spitzer Gegenstände und einhergehender Substanzverletzung u.U. sogar gefährliche Körperverletzung gemäß § 224 I Nr. 2 („mittels eines anderen gefährlichen Werkzeugs“). Die Einwilligung (§ 228) des Patienten bzw. des/der Sorgeberechtigten eines Kindes oder eines Vormundes ist nicht bloße Formalie, Sympathiebekundung oder Vetrauenserweis, sondern die Rechtfertigung, die den Arzt vor Strafe bewahrt.
In dieser Situation stünde es Ärzten und Verbänden weiterhin gut an, um Vertrauen zu werben, statt den Versuch zu unternehmen, Personen mit der hier als Kampfbegriff verwendeten „Kindesmisshandlung“ gesellschaftlich zu ächten.
Das gilt auch und erst recht im Bereich der Prävention. Denn anders, so wie von Ihnen vorgeschlagen, würde sich der Arzt dann nicht nur zum Sachwalter von künftigem Wohl und Wehe von Kindern aufschwingen, sondern sich erst recht über das Sorgerecht der Eltern stellen. Diese gehören, wo nötig, in ihrer Eigenverantwortung gestärkt und nicht etwa ersetzt.
Ein Letztes zum „Menschenrecht auf Gesundheit“: Wie Paul Kirchhof („Ein Recht auf Gesundheit?“) 2004 schrieb, gibt es bezogen auf das GG das Recht, aber keinen individuellen Anspruch auf Gesundheit: „Ein solcher Leistungsanspruch wäre unerfüllbar“. Das ist überwiegende Ansicht in Literatur und Judikatur, wie es Christian Pestalozza („Das Recht auf Gesundheit – Verfassungsrechtliche Dimensionen“, Bundesgesundheitsblatt 2007, S. 1113ff.) differenziert zusammen gestellt hat: „Die Verwandtschaft zum sozialen Grundrecht ist unverkennbar“.
Ihr Satz vom „Nichtimpfen als eine Form von Kindesmisshandlung“ bliebt nicht nur unfassbar dumm, sondern vor allem sozial inkompetent. Welche anderen Gesichtspunkte als Ihr offenkundiger Bias dabei eine Rolle spielen, kann ich nicht beurteilen.
Also jetzt stelle ich mal fest, dass Sie medizinisch völlig inkompetent sind, und stehende Definitionen der Kindesmisshandlung völlig ignorieren. Was bringen Sie den für Evidenz? Ich zitiere u.a. einen bei der Behandlung von missbrauchten Kindern einen sehr kompetenten Arzt, sowie ein (engl.) Standardlehrbuch, auch um zu betonen, dass die Definitionen der Kindesmisshandlung international recht einheitlich sind. Steht auch in medizinischen Leitlinien.
Und das mit der unfassbaren Dummheit wäre zudem üble Nachrede.
Und mit der Kindesmisshandlung beziehe ich mich indirekt auf die Kinderrechtskonvention Art 24. – das Recht auf Impfungen bekräftigt ja auch WHO und UNESCO- sagen Ihnen diese Organisationen etwas?Und das sagen auch die deutschen Kinderärzte
https://www.kinderaerzte-im-netz.de/impfen/recht-auf-impfung/
Ist ja wirklich unglaublich ignorant, was Sie daher schwurbeln.
Ihrer peremptorischen Aufforderung komme ich gerne nach. In der betreffenden Leitlinie der American Academy of Pediatrics (Douglas S. Diekema, Committee on Bioethics, „Responding to Parents Who Refuse Immunization for Their Children“, in: Pediatrics, May 2005, Volume 115 / Issue 5; bestätigt mit Entscheidung vom November 2012, „A Statement of Reaffirmation For This Policy“, Pediatrics, May 2013, Volume 131 / Issue 5) heißt es:
„For all cases in which parents refuse vaccine administration, pediatricians should take advantage of their ongoing relationship with the family and revisit the immunization discussion on each subsequent visit. As respect, communication, and information build over time in a professional relationship, parents may be willing to reconsider previous vaccine refusals.
Continued refusal after adequate discussion should be respected unless the child is put at significant risk of serious harm (as, for example, might be the case during an epidemic). Only then should state agencies be involved to override parental discretion on the basis of medical neglect.“
Die Leitlinie belegt, dass Nichtimpfen kein neues, aber auch nicht ein Thema ist, das nur „Impfgegner“ beträfe, wie Sie es suggerieren. Diekema zeigt den richtigen Umgang mit vor allem verunsicherten Eltern auf. Manchmal reicht eine Erinnerung, wie Wieler (RKI) zutreffend meint: „Impfskepsis ist nicht das Hauptproblem [in Deutschland], sonst gäbe es bei Schulanfängern keine Impfquote von fast 97 Prozent für die erste Masernimpfung“.
Und bevor Sie hier weiter von Menschenrechten knödeln, von denen Sie offenkundig keinen blassen Schimmer haben: Es gibt auch das stringente Recht, vor der Zustimmungserteilung zu irgendeiner ärztlichen Maßnahme umfassend und sozialadäquat aufgeklärt zu werden.
Übrigens: „Schwurbeln“ ist eines der Worte, die ich bisher nur bei autoritären Knöpfen gelesen habe, die in die Defensive geraten sind.
Gleichwohl Danke für Ihre Beiträge, sie zeigen, wie es um Teile der Ärzteschaft in Deutschland bestellt zu sein scheint. Beste Grüße.
6. Oktober 2017 um 00:03
Tja das ist das Problem, dass die USA und Somalia die Kinderechtskonvention nicht unterschrieben haben- sonst praktisch alle Staaten der Welt. Also, das war mal wieder nichts.
Und Kinder in der USA haben kein Infektionsrisiko mehr durch autochtone Masern, weil dort ausgerottet. No shot no school.
Auf Deutsch: Keine Impfungen kein Schulbesuch – zumindest in öffentlichen Schulen, Kinderrechtskonvention hin oder her.
Und Schwurbeln ist ein Begriff, der gerne gebraucht wird für Personen, die nicht evidence based denken können, und auch ansonsten keine Ahnung haben- so wie sie.
Und von Menschenrechten und ärztlich verantwortungsvollem Handeln habe ich sehr wohl eine Ahnung, sie können Kinderrechte offenbar noch nicht mal korrekt interpretieren.
Impfen und Impfverweigerung durch Eltern ist ja auch schon von Jugendämtern und Gerichten hinreichend abgehandelt worden.
Aber offensichtlich sind ihnen die von mir aufgezählten Todesfälle ungeimpfter Kinder völlig egal- mir nicht- aber das ist ihr Problem.
Offensichtlich gibts von ihrer Art noch zu viele Personen in DE, was dazu führt, dass eben Kinder zu wenig geimpft werden und diese nicht nur selbst in Gefahr sind, sondern auch andere.
Und das führt zu vermeidbaren impfpräventablen Todesfällen.
Und da tragen sie durch ihre Schwurbeleien einen kleinen Teil Mitverantwortung.
Das war und ist bei Ihren Kommentaren klar: Sie können oder wollen sich nicht zu dem im Blog und auch hier noch einmal zitierten Präsidenten des Robert-Koch-Instituts, Lothar H. Wieler, verhalten, der sich in der Ärztezeitung vom 25.9. („Impfpflicht würde Masernproblem nicht lösen“) gegen eine Impfpflicht ausgesprochen hat:
„Impfskepsis ist nicht das Hauptproblem sonst gäbe es bei Schulanfängern keine Impfquote von fast 97 Prozent für die erste Masernimpfung.“
Gehört Wieler auch zu, ich zitiere Sie: „Offensichtlich gibts von ihrer Art noch zu viele Personen in DE“?
Zu Diekema und die AAP: Hätten Sie die Leitlinie tatsächlich gelesen, wüssten Sie, dass unabhängig von völkerrechtlichen Verträgen auch die USA an manchen Stellen und Bundesstaaten Impfpflichten eingeführt hatten. Der Tenor lautet (auf weiten Strecken parallel zu RKI und STIKO anno 2017), dass staatlicher Zwang ultima ratio sein sollte. Sie verwenden Menschenrechte als Argumente für unverhältnismäßigen staatlichen Eintritt. Das ist, um es gelinde zu sagen, haarsträubend.
Sie schreiben von, Zitat: „nicht evidence based denken können“. Ich schlage vor, Naomi Oreskes („Science and public policy: what’s proof got to do with it?“ in: Environmental Science & Policy 7 (2004), 369–383) aufmerksam zur Kenntnis zu nehmen. Denn das passt auch ohneweiters auf den medizinischen Bereich:
„[…] many scientists believe that their job is to provide the ‚proof‘ that society needs […] In all but the most trivial cases, science does not produce logically indisputable proofs about the natural world. At best it produces a robust consensus based on a process of inquiry that allows for continued scrutiny, re-examination, and revision.“
Legt man Ihr zu Tage tretendes Verständnis von „evidence based denken“ zugrunde, dann sind die Folgen auf Konfrontation, Ächtung und Ausgrenzung gerichtet. Das kann eine Gesellschaft, auch die deutsche, so gut brauchen wie die Pest.
7. Oktober 2017 um 10:38
Ach du liebe Zeit, jetzt kommt Schraube auch noch mit der Pest. Ist schon lange eine gut antibiotisch zu behandelnde Infektionskrankheit, die durch stark reduzierten Kontakt mit Tieren die Flöhe tragen (zB Ratten) auch so weithin erloschen ist. Wäre jedenfalls keine ernsthafte Gefahr in der EU, anders als zB impfpräventable Infektionen.
Und sie interpretieren mich falsch. Ich habe mich nicht für eine Impfpflicht ausgesprochen (wo soll das sein?). Ich glaube aber, dass Gesundheitsfürsorge- dazu gehört impfen- zu den Fürsorgepflichten von Eltern gehört; so wie Zähneputzen, und so sollte es auch gehandelt werden.
Und warum soll ich hier alles kommentieren? Aber nur zu Wieler: Ist schon richtig 1-3% der Eltern sind hard core Impfgegner. Gegen die könnte man nur mit Zwang vorgehen- was Jugendämter teilweise schon machen, eben weil Impfen ein Kinderrecht ist.
Und Impfgegner verursachen, dass es Masernausbrüche, Rötelnembryopathien etc gibt, mit vielen Erkrankten auch Toten, oder durch Rötelnembryopathien mit mehrfach Behinderten gibt.
Aber- und das schreibt ja Wieler auch- es sind die vielen (> 10%) deren Kinder zu spät und auch unvollständig geimpft werden.
Im übrigen sind die australischen Massnahmen durchaus erfolgreich, dort ist die Impfrate gestiegen.
Und irgendwie schon komisch, nur Impfgegner schreiben von Zwangsimpfungen statt von Pflichtimpfungen, Normalos schreiben von Gurtenpflicht und nicht von Zwangsangurtung.
Aber es ist natürlich richtig, auch Erwachsene haben Impflücken, leider auch Personen im Gesundheitswesen, nur dort bin ich für verpflichtende Impfungen (Influenza!) bzw Immunitätsnachweis vor Dienstantritt, weil hier ein Risiko für die Dienstnehmer und für anvertraute Patienten vorliegt.
Zu Ihrer Frage: „Ich habe mich nicht für eine Impfpflicht ausgesprochen (wo soll das sein?).“ Die von Ihnen vertretene Auffassung, dass „Ungeimpfte Kinder vernachlässigte Kinder eine Form der Kindesmisshandlung“ sei, impliziert denklogisch die aus der Stellung der Eltern resultierende normative Plicht, diese (angebliche) Misshandlung zu unterlassen und dementsprechend aktiv für Impfschutz zu sorgen. Sie nehmen das Wort „Pflicht“ zwar nicht in den Mund, lassen aber keine Zweifel an deren Konstruktion.
Das bestätigen Sie auch in Bezug auf den öffentlichen Dienst, wo Sie einen Impfnachweis verlangen: „vor Dienstantritt“. Die von Ihnen vorgestellte Sanktion: Berufsverbot wegen des Fehlens einer Grippeimpfung! Tom Jefferson („Influenza vaccination: policy versus evidence“, BMJ, 2006, S. 333ff.) scheint Sie nicht einmal zu streifen: „[…] a messy blend of truth conflicts and conflicts of interest making it difficult to separate factual disputes from value disputes or a manifestation of optimism bias (an unwarranted belief in the efficacy of interventions.”
Ich fürchte, dass Sie auch in Bezug auf Pflicht und Zwang nur ein Stöckchen hinhalten. Denn selbst Sie dürften wissen, dass es Pflichten auch ohne hoheitliche Durchsetzungs- und damit Zwangsmaßnahmen gibt. Zu Letzteren gehören nicht nur Ersatzvornahmen, sondern selbstverständlich auch Bußgeld- bzw. Strafbewehrungen. Oder das von Ihnen herbeihalluzinierte Berufs(ausübungs)verbot.
Dass Sie weiter oben von „der Art Personen“ und jetzt von „Normalos“ schreiben, ist ziemlich schaurig. Was wäre denn das Gegenteil: Die Abartigen? Die Un- oder Anormalen? Oder präferieren Sie gleich den Oberbegriff: Die Heterogenen?
7. Oktober 2017 um 18:40
Eltern haben ja verschiedene Pflichten, die Unterlassung einiger dieser Pflichten, wird laut gängigen Definitionen nach als Vernachlässigung (zB Verhinderung regelmäßigen Schulbesuchs) eine Unterform der Kindesmisshandlung definiert- nehmen sie das mal zur Kenntnis.
Und ich halte mich da eben an die Auffassung von UNICEF und WHO – das sit das Kinder(menschen)recht auf höchstmögliche Gesundheit, was auch das Recht auf Impfungen einschließt.
Und Berufspflichten, da gibts ja auch etliche in verschiedenen Bereichen zB Schutzhelm am Bau. Oder Rauchverbot in der Raffinerie. Und um Risken am Arbeitsplatz zu vermeiden, beispielsweise Hygienerisken verwenden Chirurgen ja auch Handschuhe, und genauso sollte es bei Impfungen sein, Selbstschutz und Patientenschutz.
In der Vorimpfäre hatten Bedienstete des Gesundheitswesens nach 40 Dienstjahren zu 40% eine Hepatitis B durchgemacht, oder hatten noch eine chronische Hep B. War eine Berufskrankheit, da sind viele vorzeitig verstorben. Und es ist einfach unakzeptabel- auch von einem berufsethischen Standpunkt- dass die Infektionskette bei Masern erst im Krankenhaus und nicht vor dem Krankenhaus aufhört. Aus diesem Grund bin ich für Pflichtimpfungen vor Berufseintritt im Gesundheitswesen und für Durchführung anstehender Impfungen während der Berufsausübung.
7. Oktober 2017 um 22:45
Wenn ich versuche, die Diskussion zusammenzufassen, würde ich sagen, dass Sie beide eine möglichst hohe Impfquote befürworten. Weitgehend einig scheinen Sie sich auch dabei zu sein, dass eine Impfpflicht ein Mittel ist, dass nur in Ausnahmefällen eingesetzt werden darf. Unterschiedlich scheint vor allem die Frage beantwortet zu werden, ob es sich bei einer Impfverweigerung um eine Kindesmisshandlung handelt oder nicht.
Ich jedenfalls freue mich über Ihre Kontroverse, habe ich doch das eine oder andere dabei gelernt.
Also ich habe Belege dafür gebracht, dass Nichtimpfen international in Lehrbüchern der Kinderheilkunde, auf Kindesmisshandlung.de, in Leitlinien als Vernachlässigung (neglect) angesehen wird und die WHO und UNICEF Impfungen als Kinderrecht begreifen. Schraube hat all das geflissentlich ignoriert und lediglich behauptet, dass er so etwas als eine „unfassbare Dummheit“ bezeichnet.
Das stellt aber eine unfassbare kinderfeindliche Polemik dar.
Schraube soll sich schämen.
Aber es ist schon klar, die allgemeine Akzeptanz von Kinderrechten hat noch einen weiten Weg vor sich.
Es gibt übrigens auch hard core religiöse Impfgegner
zB Hahne S et al Pediatr Infect Dis J 2009; 28: 795-800
im sog bible belt in Holland (calvinistische Impfgegner) :
Von September 2004 bis Juli 2005 387 Erkrankungsfälle in Holland und 309 Fälle in Kanada.
97% bei nicht geimpften religiösen Verweigerern (orthodoxe Protestanten)
32 Fälle bei Schwangeren (15/32 1.Trimenon)
2 fetale Todesfälle
14 Fälle kongenitaler Infektion
davon 11 mit Taubheit, 6 Herzkh, 3 Microcephalie,
7 Retardierung
Die hatten auch eine Masernepidemie mehr als 3000 Fälle, davon 3 Todesfälle; vergleichbar mit der Situation 2017 in Italien auch 3 maserntote Kinder.
alles Kinder, die Opfer elterlicher Vernachlässigung waren, einer Form der Kindesmisshandlung.
8. Oktober 2017 um 13:55
Wie wäre es, neben einigem anderen, mal mit einem anderen „Taktgeber“?
Nachdem die obige, freundlich ausgedrückt: sonderbare Interpretation des Rechts auf Gesundheit eines Kindes (für Interessierte dazu weiter unten) vor allem in der nordwestlichen Hemisphäre dieser Welt diskutiert wird und hier kaum jemand ohne Smartphone auskommt – wie wäre es mit Apps? NB: Das ist kein Allheilmittel, sondern die Frage danach, warum eine Kommunikation auf der Höhe der Zeit unterbleibt und damit nach der öffentlichkeitswirksamen Facette des Problems.
Ich habe mich ein wenig umgesehen und festgestellt, dass es ein paar Produkte gibt, die aber kaum beworben werden. Während die zur Selbstoptimierung dienenden sog. Gesundheitsapps ein Abermillionenpublikum erreichen, fristen deutschsprachige Anwendungen zu Arztbesuchen bzw. Impfterminen mit oder ohne gelbem Büchlein ein Mauerblümchendasein.
APP zum ARZT von Burda wurde lt. Eintrag bei play.google.com „10.000-50.000“ Mal heruntergeladen. Gleiches gilt für die STIKO App. Die VaccApp etwa des in Wien ansässigen Vereins „Vienna Vaccine Safety Initiative“ scheint erst gar nicht mehr verfügbar zu sein (auf der Seite fehlt zur Stunde jeder Link zum Download), obwohl die Anwendung sogar in Lea Seeber et al., „Educating parents about the vaccination status of their children: A user-centered mobile application“, Preventive Medicine Reports, Volume 5, March 2017, Pages 241-250 lanciert wurde.
Liegt’s vielleicht daran, dass im deutschen Sprachraum bei einem so wichtigen Thema wie der Gesundheit und erst recht dem der Kinder User vielleicht doch lieber das autochthone Idiom verwenden, allein um sprachliche Missverständnisse zu vermeiden? Dass VaccApp alleine deswegen an der Zielgruppe vorbei konzipiert wurde? Aber auch bei anderen Anwendungen potentielle User nicht einmal wissen, dass es so etwas wie eine Erinnerungsfunktion gibt, die mehr ist als die zur Jahresdurchsicht bei einem PKW?
Von der DDR abgesehen, wo der Impfausweis aufgrund der dort herrschenden Impfpflicht nach dem Perso das zweite offizielle Dokument war: In der BRD war und ist in Deutschland das 1979 eingeführte gelbe Büchlein ein weiteres Zeichen, frei reisen zu können, für Fortschritt und Prosperität. Kaum vorstellbar, dass das auf dem Smartphone nicht ebenso chic sein soll wie der „Schrittzähler Accupedo“. Laut Google Play wurde der „5.000.000–10.000.000“ Mal installiert.
Vielleicht sollten ein paar Euronen mehr ins Public-Health-Marketing investiert werden statt in Aufsätze oder in Selbstbespielungsplattformen. Just saying.
Eine kurze Nachhilfe in Sachen WHO, UNICEF und die Kinderrechts-Konvention (KRK): An keiner Stelle verlangen die Weltgesundheitsorganisation oder das UN-Kinderhilfswerk eine Impfpflicht, erst recht nicht mit Bezugnahme auf die KRK. Und an keiner Stelle behaupten die Organisationen, wie Sie, Wolfgang, es aber in Zusammenhang bringen, dass Nichtimpfen Kindesmisshandlung sei.
Im Gegenteil: Für die 6- bis einschl. 17-jährigen, die bereits ihren eigenen ernsthaften Willen zum Ausdruck zu bringen in der Lage sind, wird um „obtaining [their] consent for vaccination“ geworben (vgl. WHO, Considerations regarding consent in vaccinating children and adolescents between 6 and 17 years old, Oktober 2014). Das steht in Einklang mit Art. 12 der KRK („Berücksichtigung des Kindeswillens“).
Wo und an welcher Stelle würde die internationalen Organisationen etwas anderes gegenüber den Eltern verlangen?
Deren Stellung innerhalb der KRK ist nicht nur als „Respektierung des Elternrechts“ (Art. 5) ausgestaltet, sondern darüber hinaus als Grundsatz, „dass ein Kind nicht gegen den Willen seiner Eltern von diesen getrennt wird“ (Art. 9), was auch den staatlichen Ersatz in der Personensorge (Vormundschaft u.a.) umfasst. Das KRK hat in Bezug auf das Kindeswohl wie alle vernünftigen Normwerke das Verhältnismäßigkeitsprinzip im Blick, wenn dazu in Art. 19 („Schutz vor Gewaltanwendung, Misshandlung, Verwahrlosung“) Maßnahmen „je nach den Gegebenheiten“ als selbstverständlich postuliert werden.
Wann und an welcher Stelle genau würden WHO und UNICEF also die KRK in Bezug nehmen, um Nichtimpfen als Kindesmisshandlung zu stigmatisieren?
Art. 24 (amtliche Überschift: „Gesundheitsvorsorge“) schließlich spricht in Absatz 1 von:
Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit an sowie auf Inanspruchnahme von Einrichtungen zur Behandlung von Krankheiten und zur Wiederherstellung der Gesundheit.
Abgesehen davon, dass Art. 24 in seinen weiteren 3 Absätzen und 6 Unterabsätzen ganz überwiegend programmatischer Natur ist: Das Recht auf Gesundheit ist kein isoliertes oder absolutes, sondern setzt sich insbesondere mit dem Elternrecht und dem Recht des Kindes auf Eltern ins Verhältnis. In weiten Teilen der Welt ist es in Zusammenhang mit dem Impfvorgang sogar zusätzlich die ganz konkrete Frage der Erhaltung der Gesundheit nach der körperlichen Substanzverletzung: Sauberkeit von Spritzen und/oder Besteck, des Impfortes, Transportwege bzw. Lagerung des Impfstoffes und dessen Quelle u.v.a.m.
Das ist ein Abwägungsvorgang, der auch in Deutschland aus der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts hinlänglich bekannt ist: Die betroffenen Grundrechte unter- und gegeneinander abzuwägen. Das ist keine leere Hirnakrobatik (Sie, Wolfgang bezeichnen so etwas ja gerne als Schwurbelei, so wie es einst dem Begriff der „Rabulistik“ erging), sondern die Notwendigkeit angemessener Berücksichtigung der durch einen hoheitlichen Eingriff in Betracht kommenden Grundrechtsverletzungen, die in tatsächlicher, tatbestandlicher Körperverletzung münden!
Völlig zu Recht hat daher der deutsche Gesetzgeber die 2017 neu eingeführte Meldepflicht von Kindertagesstätten im Infektionsschutzgesetz angesiedelt und nicht etwa im (Muster)Kinderschutzgesetz. Deswegen sind hier, wie im Fall der Schuleingangsuntersuchungen, die Gesundheitsämter und nicht die Jugendämter zuständig. Deswegen vertritt Wieler die Auffassung, dass Gesundheitsämter „Taktgeber“ und nicht etwa Vormund der Eltern bei der schieren Erinnerung an Impfungen sein sollen. Von einer „Gefährdung des Kindeswohls“ wie in § 4 des Kinderschutzgesetzes kann bei alledem keine Rede sein.
Sie aber verkürzen und verschlagworten, indem Sie: Das Recht des Kindes auf Gesundheit isolieren und damit aus seinem Zusammenhang reißen; Das Elternrecht mit der Stigmatisierung belegen, Eltern würden ihre Kinder alleine mit einer Nichtimpfung „misshandeln“; Sie nehmen dafür WHO und UNICEF als Beleg, obwohl diese Organisationen an jeder einzelnen Stelle um die freiwillige Zustimmung der zu Impfenden und ihrer Sorgeberechtigten werben; Sie verwenden einzelne Stimmen aus der Fachliteratur und stellen Sie trotz anderslautender, in meinen Kommentaren zitierten Gegenstimmen als allgemeine Meinung dar, obwohl es dazu keinen, erst recht keinen robusten Konsens gibt.
Ihre Methode, Wolfgang, ist das Spiegelbild sogenannter „Impfgegner“, die Sie beständig anführen, obwohl sie in Deutschland kaum eine Rolle spielen: Verkürzend, reißerisch, geradezu beseelt.
Dass ich Ihre Äußerung nur als „dumm“ und nicht als demagogisch bezeichne, ist alleine dem Quantum an qualifizierendem, aber ebenso nur fachspezifischem Wissen geschuldet, das Sie verbreiten. Für Politiken eines Gemeinwesens sind solche Auffassungen und deren Auslassungen aber: Pures Gift.
8. Oktober 2017 um 18:38
also zu der app, die vi-vi.org publiziert hat: Das ist in Arbeit.
Nur so gut Apps für den Einzelnen sein können, sie ersetzen nicht die behördlichen Aufgaben, eine Statistik aufzusetzen, in der die Durchimpfungsrate (für alle Kinder welchen Alters) präzise ermittelt werden kann.
Nun zur WHO und Unicef:
Sie unterschlagen wenig elegant die Feststellung von WHO und UNICEF
Zitat:“Jedes Kind hat ein Recht auf Impfung gegen verhütbare Krankheiten. Die Routineimpfung von Kindern ist notwendig, um das Recht der Kinder auf Gesundheit zu gewährleisten.“
steht hier: http://www.unric.org/html/german/kinder/presse/7.htm
Und wie soll man es bezeichnen, wenn Kindern ein Menschenrecht gemäß Art 24 vorenthalten wird ?
Jedenfalls wird in der Kinderheilkunde- ich habe es ausreichend belegt, dieses Verweigern eines Kinderrechts als Vernachlässigung (eine Form der Kindesmisshandlung) bezeichnet.
Da können Sie sich nicht darüber hinwegschwurbeln.
Die Fähigkeit selbst Entscheidungen zu treffen ist international uneinheitlich festgelegt von 12 bis 16 Jhr- können Kinder -so einsichtsfähig- selbst einer Impfung (oder einer anderen indizierten medizinischen Handlung) zustimmen oder ablehnen.
Nur erfolgt die überwiegende Anzahl von Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren, wo die Kinder klarerweise selbst nicht entscheidungsfähig sind. Daher ist es die Fürsorgepflicht der Eltern hier zuzustimmen. Werden Impfungen (sofern keine Kontraindikation besteht) generell abgelehnt, werden Kinderrechte verletzt und die Kinder einem vermeidbaren Gesundheitsrisiko ausgesetzt.
Ich habe hier etliche Fälle aufgeführt, wo Kinder dadurch zu Tode gekommen sind oder schwerst geschädigt wurden. Bezeichnenderweise übergehen Sie diese Hinweise.
Klarerweise sind die (s.o.) lebenslang geschädigten Kinder mit Rötelnembryopathien der calvinistischen Impfgegner in Holland
schwerst vernachlässigte Kinder – oder wie wollen sie das bezeichnen?
Die sog Herdenimmunität durch rechtzeitig durchgeführte breitflächige Durchimpfung schützt ja nicht nur den Einzelnen, sondern auch die, die zu jung sind , um geimpft zu werden. Und diese Herdenimmunität (Gesamtamerika isz zB frei von autochtonen Masern) ist ja auch ein wichtiges öffentliches Gut, die absichtliche Duldung des Verstoßes gegen ein Kinderrecht ist für ein Gemeinwesen- ich zitiere Sie- pures Gift.
Also hören Sie auf mit diesen unsagbar dummen Schwurbeleien- sie sind kinderfeindlich.
Und über Impfgegner brauchen sie mich nicht belehren, die kenne ich zur Genüge, einige versteigen sich zur Behauptung: es gibt ja gar keine Viren, behaupten die Gehirne afrikanischer Kinder sind weniger entwickelt als die europäischen und ähnlichen Schwachsinn.
ich währe schon 30 jahre tot,weil ich mich seit 30 jahren nicht mehr impfe.
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