Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=14.02.2012&Aktenzeichen=VIII%20ZR%20207/11
Timestamp: 2019-10-17 11:57:01
Document Index: 125920339

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 259', '§ 556', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 259', 'BGH']

BGH, 14.02.2012 - VIII ZR 207/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,13853
BGH, 14.02.2012 - VIII ZR 207/11 (https://dejure.org/2012,13853)
BGH, Entscheidung vom 14.02.2012 - VIII ZR 207/11 (https://dejure.org/2012,13853)
BGH, Entscheidung vom 14. Februar 2012 - VIII ZR 207/11 (https://dejure.org/2012,13853)
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§ 259 BGB, § 556 BGB
Wohnraummiete: Formelle Anforderungen an die Betriebskostenabrechnung bei Gebäuden mit mehreren Wohneinheiten; Vorwegabzug für Gewerbeeinheiten
Mindestangaben einer formell rechtmäßigen Betriebskostenabrechnung
Notwendige Angaben in Betriebskostenabrechnung bei Wirtschaftseinheit; keine Auflistung der Einzelgebäude erforderlich; Vorwegabzug für Wasser
Bei einer BK-Abrechnung nach Abrechnungseinheiten muss nicht angegeben werden, aus welchen Gebäuden die Abrechnungseinheit besteht
Mindestanforderungen an eine formell rechtmäßige Betriebskostenabrechnung
Betriebskostenabrechnung - Mindestanforderungen
AG Pinneberg, 08.10.2009 - 69 C 221/08
BGH, 22.05.2012 - VIII ZR 207/11
Auch ist ein Vorwegabzug für die Gewerbeeinheit nicht unbedingt vorzunehmen, wenn die Vermieterin die Kosten des gewerblichen Mieters nach dem durch einen Zähler festgestellten Verbrauch abrechnet, so dass ein etwaiger höherer Verbrauch der Gewerbeeinheiten bereits auf diese Weise berücksichtigt wird (BGH, Beschluss vom 14.02.2012, Az.: VIII ZR 207/11, u.a. in: Grundeigentum 2012, Seite 954).
Selbst wenn eine Betriebskostenabrechnung einer Erläuterung bedarf, damit sie nachvollzogen werden kann und somit den an sie zu stellenden Mindestanforderungen genügt, sind hierbei auch Erläuterungen zu berücksichtigen, die der Vermieter dem Mieter außerhalb der Abrechnung - vor Ablauf der Abrechnungsfrist - erteilt hat, zum Beispiel im Mietvertrag, in einer vorausgegangenen Abrechnung oder auf Nachfrage des Mieters (BGH, Beschluss vom 14.02.2012, Az.: VIII ZR 207/11, u.a. in: Grundeigentum 2012, Seite 954; BGH, Urteil vom 11.08.2010, Az.: VIII ZR 45/10, u.a. in: NJW 2010, Seiten 3363 ff.).
BGH, Urt. v. 23.11.1980 - VIII ZR 298/80, NJW 1982, 573, 574; ferner BGH, Urt. v. 11.08.2010 - VIII ZR 45/10, NZM 2012, 784; Urt. v. 07.12.2011 - VIII ZR 118/11, NZM 2012, 155 ; Beschl. v. 14.02.2012 - VIII ZR 207/11, WuM 2012, 405).
Dies kann der Mieter durch Einsichtnahme in die der Abrechnung zugrunde liegenden Belege ermitteln; zur gedanklichen und rechnerischen Nachprüfung des ihm in Rechnung gestellten Kostenanteils bedarf es einer solchen Information nicht (vgl. BGH, Beschl. v. 14.02.2012 - VIII ZR 207/11, WuM 2012, 405).
Sie entsprechenden den formellen Anforderungen an die Abrechnungen eines Vermieters (vgl. zu den Anforderungen BGH, NJW 2005, 219 ; BGH, NJW 2008, 2258 ; BGH, NJW 2009, 283 ; BGH, Beschluss vom 14.02.2012 - VIII ZR 207/11 -, zitiert nach Juris).
Soweit keine besonderen Abreden getroffen sind, sind in die Abrechnung bei Gebäuden mit mehreren Wohneinheiten regelmäßig folgende Mindestangaben aufzunehmen: eine Zusammenstellung, nicht aber die Erläuterung der Gesamtkosten, die Angabe und - soweit zum Verständnis erforderlich - die Erläuterung der zugrunde gelegten Verteilerschlüssel, die Berechnung des Anteils des Mieters und der Abzug der Vorauszahlungen des Mieters (st. Rspr., vgl. nur BGH, Urt. v. 14. Februar 2012 - VIII ZR 207/11, WuM 2012, 405 Tz. 3 m. w. N.).
Das greift nicht durch, weil zu den Mindestangaben, die vorliegen müssen, damit überhaupt eine Abrechnung nach § 259 BGB vorliegt, nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung, der sich die Kammer anschließt, nicht die Angabe gehört, aus welchen Gebäuden die der Abrechnung zugrunde gelegte Abrechnungseinheit besteht (BGH Beschl. v. 14.02.2012 - VIII ZR 207/1, WuM 2012, 405 m. weit. Nachw.).