Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202000,%20973
Timestamp: 2020-03-29 22:40:13
Document Index: 154429457

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 632', 'BGH', '§ 4', 'BGH', '§ 5', 'BGH', '§ 4', '§ 4', 'BGH', '§ 631', 'BGH', '§ 35', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 631', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 677', '§ 1835', 'BGH', '§ 683', '§ 683', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 677', '§ 1835', 'BGH', '§ 683', '§ 683', '§ 1', '§ 677', 'BGH']

Rechtsprechung: WM 2000, 973 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 17.02.2000
https://dejure.org/2000,470
BGH, 01.02.2000 - X ZR 198/97 (https://dejure.org/2000,470)
BGH, Entscheidung vom 01.02.2000 - X ZR 198/97 (https://dejure.org/2000,470)
BGH, Entscheidung vom 01. Februar 2000 - X ZR 198/97 (https://dejure.org/2000,470)
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Wirtschaftsprüfer - Erstellung des Jahresabschlusses - Zeitaufwand - Stundenhonorar
Darlegungslast des Bestellers für Vertragsverletzung des beauftragten Wirtschaftsprüfers durch überhöhten Zeitaufwand für die Erstellung eines Jahresabschlusses
Zu dem Einwand des Bestellers, der von einem Wirtschaftsprüfer für die Erstellung eines Jahresabschlusses geltend gemachte Zeitaufwand sei überhöht
Bauvertrag: Abrechnung von Stundenlohnarbeiten
Berufsrecht; Tätigkeit eines Wirtschaftsprüfers gegen Stundenhonorar
BGB §§ 632, 242
Wer trägt welche Beweislast bei Stundenlohnarbeiten? (IBR 2000, 307)
NJW 2000, 1107
VersR 2001, 471
WM 2000, 973
BB 2000, 1397
DB 2000, 916
BauR 2000, 1196
Dessen tatsächliche Voraussetzungen muss der Besteller nach allgemeinen Grundsätzen darlegen und beweisen (Bestätigung von BGH, Urteil vom 1. Februar 2000 - X ZR 198/97, BauR 2000, 1196).
Dementsprechend reicht es für eine nach § 4 Abs. 1 HOAI wirksame Honorarvereinbarung aus, dass die Vergütung schon bei Vertragsschluss in einer Weise bestimmbar festgelegt ist, die es den Vertragspartnern nach der Erbringung der Leistungen ermöglicht, das Honorar zuverlässig zu ermitteln und zu überprüfen (vgl. BGH, Urteil vom 1. Februar 2000 - X ZR 198/97, BauR 2000, 1196; zu § 5 Abs. 4 HOAI: BGH, Urteil vom 24. November 1988 - VII ZR 313/87, BauR 1989, 222, 223 = ZfBR 1989, 104;… Vygen in: Korbion/Mantscheff/Vygen, HOAI, 6. Aufl., § 4 Rdn. 18;… Koeble in: Locher/Koeble/Frik, HOAI, 9. Aufl., § 4 Rdn. 17).
An die dem Besteller obliegende Darlegung solcher Tatsachen sind keine hohen Anforderungen zu stellen ( BGH, Urteil vom 1. Februar 2000 - X ZR 198/97, aaO).
Verpflichtet sich der Steuerberater zur Prüfung der Insolvenzreife eines Unternehmens, handelt es sich um einen Werkvertrag (§ 631 BGB; vgl. BGH, Urteil vom 1. Februar 2000 - X ZR 198/97, WM 2000, 973, 974; vom 7. Februar 2002 - III ZR 1/01, WM 2002, 1406, 1407), der keine steuerliche Beratung zum Gegenstand hat.
Demgemäß besteht der eigens nach §§ 35, 36 StGebV zu vergütende Vertrag über die Abschlussprüfung unabhängig von dem über die laufende Steuerberatertätigkeit (BGH, Urteil vom 1. Februar 2000, aaO).
An die dem Besteller obliegende Darlegung solcher Tatsachen sind keine hohen Anforderungen zu stellen (BGH, Urteil vom 1. Februar 2000 - X ZR 198/97, aaO).
Für das Vorliegen eines Werkvertrags kann es sprechen, wenn die Parteien die zu erledigende Aufgabe und den Umfang der Arbeiten konkret festlegen (…Ullrich, Festschrift Fikentscher, 1998, S. 298 ff., 305; Plander/Schliek, RdA 1990, 219, 223; vgl. auch Sen.Urt. v. 1.2.2000 - X ZR 198/97, NJW 2000, 1107, unter I) oder eine erfolgsabhängige Vergütung vereinbaren (Plander/Schliek, RdA 1990, 219, 226 f.;… Möffert, Der Forschungs- und Entwicklungsvertrag, 2. Aufl. 2001, S. 39).
Maßgeblich ist nicht die tatsächlich aufgewendete Zeit, sondern nur die erforderliche Zeit, also die Zeit, die bei der gebotenen Konzentration und Beschleunigung der Mandatsbearbeitung objektiv erforderlich ist (Wirtschaftlichkeitsgebot im Mandanteninteresse, vgl. BGH NJW 2003, 3486 m.w.N.; BGH NJW 2000, 1107;… vgl. auch Senat aaO).
b) Ein Rechtsanwalt handelt im Rahmen einer Zeithonorarvereinbarung aber auch dann sittenwidrig, wenn er seinen Aufwand in grober Weise eigensüchtig aufbläht, indem er bei den berechneten Einzeltätigkeiten und ihrer Dauer die objektiv gebotene Konzentration und Beschleunigung der Mandatswahrnehmung (Wirtschaftlichkeitsgebot im Mandanteninteresse) wissentlich außer Acht lässt und dadurch zu einem Honorar gelangt, welches in einem auffälligen Missverhältnis zur Dienstleistung steht (…vgl. BGH aaO m.w.N.; vgl. dazu auch BGH NJW 2000, 1107).
Auch bei einem Stundenlohnvertrag für Bauarbeiten gem. §§ 631 ff. BGB trifft grundsätzlich den Werkunternehmer die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass die Stunden im Rahmen einer wirtschaftlichen Betriebsführung erbracht wurden und einen wirtschaftlich vertretbaren Aufwand an Arbeitszeit darstellen (Abweichung von BGH NJW 2000, 1107).
Allerdings hat der X. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs die Auffassung vertreten, bei einem mit einem Wirtschaftsprüfer über die Erstellung eines Jahresabschlusses auf der Grundlage eines Stundenhonorars geschlossenen Werkvertrag treffe nicht den Unternehmer die Darlegungs- und Beweislast für eine wirtschaftliche Betriebsführung (BGH NJW 2000, 1107).
OLG Düsseldorf, 28.02.2012 - 23 U 59/11
Verpflichtung des Auftraggebers zur Erstattung von Fahrtkosten des …
Bauvertrag: Zahlung vergeblicher Untersuchungskosten bei unberechtigter …
Übernahme des Risikos eines Leistungshindernisses durch den Arbeitgeber; …
OLG Düsseldorf, 10.12.2002 - 21 U 106/02
Rechtsnatur eines Prüfvermerks; Darlegungs- und Beweislast bei …
OLG Düsseldorf, 06.12.2002 - 5 U 93/01
Zur Angemessenheit der Vergütung für gutachterliche Stellungnahme zu Mängeln …
Gegenzeichnung von Stundenzetteln ist kein Anerkenntnis!
BGH, 15.02.2000 - X ZR 155/97
Tarifvertrag - Gewährleistungsrecht - Mangel - Beseitigungskosten - Antarktis - …
AG Bonn, 19.11.2010 - 13 C 635/07
Honorarvereinbarung für Steuerberaterleistungen unter Berücksichtigung des …
OLG München, 04.06.2008 - 31 Wx 50/08
Aktienrechtliche Sonderprüfung: Festsetzung des Stundenhonorars des Prüfers vor …
AG Köln, 09.01.2017 - 142 C 561/15
Zahlungsanspruch von Werklohn für die Endreinigung der Schmutzwassergrube i.R.d. …
https://dejure.org/2000,5037
BGH, 17.02.2000 - IX ZR 344/98 (https://dejure.org/2000,5037)
BGH, Entscheidung vom 17.02.2000 - IX ZR 344/98 (https://dejure.org/2000,5037)
BGH, Entscheidung vom 17. Februar 2000 - IX ZR 344/98 (https://dejure.org/2000,5037)
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Geschäftsführung ohne Auftrag - Eigengeschäftsführung - Geschäftsführungswille - Verkauf - Wohnungen - Auftrag
Zur Frage, ob die Bestimmungen über die Geschäftsführung ohne Auftrag anwendbar sind, wenn der Geschäftsführer sich gegenüber dem Geschäftsherrn zur Geschäftsführung für verpflichtet hält, es in Wirklichkeit aber nicht ist (hier: Rechtsanwalt)
Dass der Kläger dabei irrtümlich davon ausgegangen ist, in Erfüllung einer vertraglichen Verpflichtung gehandelt zu haben, ist unerheblich (…vgl. BGH, Urt. v. 24.09.1987 - VII ZR 306/86, BGHZ 101, 393 = NJW 1988, 132, [...] Rn. 22; BGH, Urt. v. 17.02.2000 - IX ZR 344/98, WM 2000, 973, [...] Rn. 9;… BGH, Urt. v. 21.06.2012 - III ZR 291/11, NJW 2012, 3366, [...] Rn. 27 m.w.Nachw.;… MünchKomm-BGB/Seiler, 6. Aufl. 2012, § 677 Rn. 48).
Zwar kann der Geschäftsführer gemäß § 1835 BGB analog ausnahmsweise eine Vergütung seiner Dienste verlangen, wenn er - wie vorliegend der Kläger - in seinem Berufsbereich tätig geworden ist (vgl. BGH, Urt. v. 17.02.2000 - IX ZR 344/98, WM 2000, 973, [...] Rn. 9;… Bamberger/Roth/Gehrlein, BGB, § 683 Rn. 4;… MünchKomm-BGB/Seiler, 6. Aufl. 2012, § 683 Rn. 24 f.;… Mayer/Kroiß, RVG, 6. Aufl. 2013, § 1 RVG Rn. 30).
Dass der Kläger dabei irrtümlich davon ausgegangen ist, in Erfüllung einer vertraglichen Verpflichtung gehandelt zu haben, ist unerheblich (…vgl. BGH, Urt. v. 24.09.1987 - VII ZR 306/86, BGHZ 101, 393 = NJW 1988, 132, juris Rn. 22; BGH, Urt. v. 17.02.2000 - IX ZR 344/98, WM 2000, 973, juris Rn. 9;… BGH, Urt. v. 21.06.2012 - III ZR 291/11, NJW 2012, 3366, juris Rn. 27 m.w.Nachw.;… MünchKomm-BGB/Seiler, 6. Aufl. 2012, § 677 Rn. 48).
Zwar kann der Geschäftsführer gemäß § 1835 BGB analog ausnahmsweise eine Vergütung seiner Dienste verlangen, wenn er - wie vorliegend der Kläger - in seinem Berufsbereich tätig geworden ist (vgl. BGH, Urt. v. 17.02.2000 - IX ZR 344/98, WM 2000, 973, juris Rn. 9;… Bamberger/Roth/Gehrlein, BGB, § 683 Rn. 4;… MünchKomm-BGB/Seiler, 6. Aufl. 2012, § 683 Rn. 24 f.;… Mayer/Kroiß, RVG, 6. Aufl. 2013, § 1 RVG Rn. 30).
Die §§ 677 ff. BGB können auch in anderen Fällen, in denen der Geschäftsführer sich gegenüber dem Geschäftsherrn zur Geschäftsführung für verpflichtet hält, es aber in Wahrheit nicht ist, Anwendung finden (BGH, Urteil vom 17.02.2000, WM 2000, 973).