Source: https://www.arbeitsinspektion.gv.at/inspektorat/Arbeitszeit_Arbeitsruhe/Arbeitszeit/Tagesarbeitszeit_Wochenarbeitszeit_Ueberstunden
Timestamp: 2020-02-26 20:30:38
Document Index: 177020067

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 8', '§ 9', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 9', '§ 6', '§ 7', '§ 10', '§ 7']

Die Tagesarbeitszeit ist die Arbeitszeit innerhalb eines ununterbrochenen Zeitraumes von 24 Stunden.
§ 2 Arbeitszeitgesetz
Die tägliche Normalarbeitszeit (also ohne Überstunden) darf prinzipiell acht Stunden nicht überschreiten. Zur Erreichung einer längeren Freizeit (z.B. am Wochenende) kann die Arbeitszeit aber auch anders verteilt werden (z.B. kurzer Freitag). Dabei darf die tägliche Normalarbeitszeit an den einzelnen Tagen maximal neun Stunden betragen. Der Kollektivvertrag (oder eine Betriebsvereinbarung, falls sie vom Kollektivvertrag dazu ermächtigt wird oder auf ArbeitgeberInnenseite keine kollektivvertragsfähige Körperschaft besteht) kann auch in anderen Fällen eine tägliche Normalarbeitszeit von neun oder sogar zehn Stunden zulassen. Bei Gleitzeit darf die tägliche Normalarbeitszeit grundsätzlich höchstens zehn Stunden, unter bestimmten Voraussetzungen zwölf Stunden, dauern.
Wird die tägliche Normalarbeitszeit überschritten, fallen Überstunden an. Inklusive Überstunden darf die tägliche Arbeitszeit maximal zwölf Stunden betragen, wobei unter bestimmten Voraussetzungen zusätzlich noch sogenannte Vor- und Abschlussarbeiten (z.B. abschließende Kundenbetreuung im Handel) im Ausmaß von maximal 30 Minuten durchgeführt werden dürfen.
§ 3, § 4, § 4b, § 8 und § 9 Arbeitszeitgesetz
Werden Fenstertage zur Erlangung einer längeren Freizeit genützt (fällt also die Arbeitszeit aus), so kann diese ausfallende Normalarbeitszeit durch Aufteilung auf maximal 13 zusammenhängende Wochen (Woche des Fenstertages inkludiert) eingearbeitet werden. Dabei kann die tägliche Normalarbeitszeit auf maximal 10 Stunden ausgedehnt werden. Abweichende Regelungen können durch Kollektivvertrag oder Betriebsvereinbarung (falls sie vom Kollektivvertrag dazu ermächtigt wird oder auf ArbeitgeberInnenseite keine kollektivvertragsfähige Körperschaft besteht) vereinbart werden.
§ 4 Abs. 3 Arbeitszeitgesetz
§ 4 Abs. 8 Arbeitszeitgesetz
§ 4 Abs. 6 Arbeitszeitgesetz
§ 9 Arbeitszeitgesetz
In folgenden Dokumenten erhalten Sie tabellarische Übersichten betreffend Grenzen der täglichen und der wöchentlichen Arbeitszeiten:
ArbeitnehmerInnen dürfen Überstunden ohne Angabe von Gründen ablehnen, wenn dadurch eine Tagesarbeitszeit von 10 Stunden oder eine Wochenarbeitszeit von 50 Stunden überschritten wird. Sie dürfen deswegen nicht benachteiligt oder gekündigt werden. Außerdem dürfen sie selbst entscheiden, ob diese Überstunden, wenn sie sie leisten, durch Überstundenzuschlag oder Zeitausgleich abgegolten werden.
§ 6, § 7 und § 10 Arbeitszeitgesetz
Das zuständige Arbeitsinspektorat kann bei Nachweis eines dringenden Bedürfnisses auf Antrag des/der ArbeitgeberIn eine über eine Tagesarbeitszeit von zwölf Stunden und eine Wochenarbeitszeit von 60 Stunden hinausgehende Arbeitszeitverlängerung bewilligen, wenn es im öffentlichen Interesse erforderlich ist. Im Verfahren hat das Arbeitsinspektorat die gesetzlichen Interessenvertretungen der ArbeitgeberInnen und der ArbeitnehmerInnen zu hören.
§ 7 Abs. 5 Arbeitszeitgesetz