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Timestamp: 2016-10-26 21:17:14
Document Index: 240897282

Matched Legal Cases: ['BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152', 'BGE']

U 205/02 (18.03.2003)
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter Ferrari und nebenamtlicher Richter Maeschi; Gerichtsschreiber Traub
Z.________, 1971, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Andreas Wiget, Neugasse 55, 9000 St. Gallen,
Die 1971 geborene Z.________ absolvierte seit November 1992 eine Ausbildung an der Schule f�r Physiotherapie und war bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft (nachfolgend: Mobiliar) f�r die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. W�hrend eines ab Dezember 1994 in der Rheuma- und Rehabilitationsklinik X.________ absolvierten Praktikums erlitt sie am 16. Februar 1995 als Mitfahrerin auf dem R�cksitz eines Personenwagens einen Auffahrunfall. Am 2. M�rz 1995 begab sie sich zu Dr. med. K.________, Personalarzt der Rheuma- und Rehabilitationsklinik X.________, in Behandlung, welcher �berlastungsbedingte dorsale Handgelenksschmerzen links sowie einen Schulter-/Armschmerz links bei Verdacht auf "thoracic outlet syndrome" diagnostizierte und die Behandlung am 6. April 1995 abschloss. Wegen von der Versicherten geklagter Nacken- und Schulterbeschwerden veranlasste Hausarzt Dr. med. B.________ am 6. Mai 995 eine neurologische Untersuchung durch Dr. med. M.________, welcher in einem Bericht vom 13. Mai 1995 einen Zustand nach Beschleunigungsmechanismus an der Halswirbels�ule (HWS) erw�hnte und "tendomyotische Reaktionen im linken oberen Quadranten mit einiger Latenz zum Unfallereignis vom 16.2.95" diagnostizierte. Am 30. Mai 1995 stellte die Rheuma- und Rehabilitationsklinik X.________ der Mobiliar eine Bagatell-Unfallmeldung zu, worin sie Verletzungen am Handgelenk links und im Schulter-/Nackenbereich (Verspannungen) angab. Am 3. August 1995 ersetzte sie diese Meldung durch eine Unfallmeldung, mit welcher sie eine Arbeitsunf�higkeit ab 17. Juli 1995 anzeigte. Dr. med. P.________, Oberarzt an der Rheuma- und Rehabilitationsklinik X.________, berichtete am 9. August 1995 von einer Schmerzexazerbation nach einem erneuten Beschleunigungsmechanismus am 15. Juli 1995 und best�tigte eine voraussichtlich bis Oktober 1995 dauernde Arbeitsunf�higkeit von 100 %. In einem Abschlussbericht vom 3. Oktober 1995 teilte er dem Hausarzt mit, dass die ambulante physiotherapeutische Behandlung am 29. September 1995 abgeschlossen worden sei und die Versicherte die Ausbildung im Dezember 1995 wieder aufnehmen k�nne. Dr. med. B.________, welcher neu auch Knieschmerzen rechts bei Verdacht auf Chondropathie und muskul�re Dysbalance diagnostizierte und einen Verdacht auf Fibromyalgie-Symptomatik �usserte, meldete der Mobiliar am 21. Dezember 1995 ein gleichentags erlittenes neues Beschleunigungstrauma und beantragte eine station�re Abkl�rung und Rehabilitation. Die Mobiliar beauftragte Dr. med. R.________, Leitender Arzt an der Rehaklinik Y.________ der SUVA, mit einer station�ren Abkl�rung, welche vom 19. Februar bis 29. M�rz 1996 stattfand und durch ein neurologisches Konsilium sowie eine neuropsychologische Untersuchung erg�nzt wurde. Im Gutachten vom 23. Mai 1996 diagnostizierten die untersuchenden �rzte ein mittelschweres zerviko-spondylogenes und zerviko-zephales Schmerzsyndrom nach HWS-Distorsionstrauma, ein lumbo-spondylogenes Schmerzsyndrom sowie minimale neuropsychologische Funktionsst�rungen; sie vertraten die Auffassung, dass eine Wiederaufnahme der Ausbildung zur Zeit nicht m�glich sei. Nach einem erneuten Aufenthalt in der Rehaklinik Y.________ vom 2. Oktober bis 6. November 1996 gelangte Dr. med. R.________ am 13. November 1996/10. Februar 1997 zum Schluss, dass noch eine vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit bestehe und eine Fortsetzung der Ausbildung erst auf April 1997 in Betracht falle. Vom 14. April bis 26. September 1997 absolvierte Z.________ bei einer Arbeitsleistung von zun�chst 50 % und ab anfangs Juli 1997 von 100 % ein Arbeitstraining in der Rehaklinik Y.________, worauf sie die Ausbildung an der Schule f�r Physiotherapie in X._________ wieder aufnahm. Dr. med. R.________ sah laut einem Bericht vom 30. Januar 1998 keine wesentliche Einschr�nkung in der schulischen Ausbildung, best�tigte am 27. Oktober 1998 jedoch eine Arbeitsunf�higkeit von 50 % f�r das ab 1. Januar 1998 in der Rehaklinik Y.________ absolvierte Berufspraktikum. Nachdem die Mobiliar eine Leistungspflicht unter anderem gest�tzt auf ein vom deutschen Haftpflichtversicherer der Unfallverursacherin in Auftrag gegebenes technisches Gutachten des Ingenieurb�ros O.________, Deutschland, vom 27. Februar 1997 abgelehnt hatte, reichte die Versicherte ein beim Ingenieurb�ro W.________ eingeholtes Gutachten vom 23. August 1997 ein, worin die Auffassung vertreten wird, dass eine Unfallanalyse mangels gen�gender polizeilicher Unterlagen nicht m�glich sei und eine HWS-Verletzung aus technischer Sicht nicht ausgeschlossen werden k�nne. Am 27. Januar 1999 erliess die Mobiliar eine Verf�gung, mit der sie den Anspruch auf weitere Leistungen mit der Begr�ndung verneinte, dass die geltend gemachte Gesundheitssch�digung weder in einem nat�rlichen noch in einem ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 16. Februar 1995 stehe. Mit Einspracheentscheid vom 26. April 2000 hielt sie an dieser Verf�gung fest.
Im April 1996 hatte sich Z.________ zum Leistungsbezug auch bei der Invalidenversicherung angemeldet. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen kam f�r berufliche Massnahmen (Arbeitstraining in der Rehaklinik Y.________) auf und sprach mit Verf�gung vom 28. September 2000 eine halbe Rente ab dem 1. M�rz 1998 bei einem Invalidit�tsgrad von 57 % zu. Am 7. August 2000 trat Z.________ eine Stelle als Physiotherapeutin im Physiotherapie-Zentrum G.________ mit einem Besch�ftigungsgrad von 40 % (16,8 Wochenstunden) an.
Die gegen den Einspracheentscheid der Mobiliar vom 26. April 2000 erhobene Beschwerde (kantonalrechtlich: Klage), mit welcher Z.________ die Aufhebung dieses Entscheids und die Zusprechung der gesetzlichen Leistungen beantragte, wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit der Begr�ndung ab, dass der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 16. Februar 1995 und den bestehenden gesundheitlichen St�rungen nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sei (Entscheid vom 8. Mai 2002).
Z.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Mobiliar f�r die Folgen des Unfalls vom 16. Februar 1995 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen habe; ferner sei ihr f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht die unentgeltliche Verbeist�ndung zu gew�hren.
Die Mobiliar beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung und die zur Vernehmlassung beigeladene Krankenversicherung Q.________ verzichten auf eine Stellungnahme.
Im vorinstanzlichen Entscheid werden die f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers insbesondere bei Schleudertraumen der HWS geltenden Regeln (vgl. BGE 117 V 359) zutreffend dargelegt, sodass darauf verwiesen werden kann.
2.1 Auf Grund der Akten steht fest, dass die Beschwerdef�hrerin am 16. Februar 1995 als Mitfahrerin auf dem R�cksitz eines Personenwagens in S._________/Deutschland einen Auffahrunfall erlitten hat. Dem Verkehrsunfallbericht der �rtlichen Polizei ist zu entnehmen, dass es sich um einen wegen Unachtsamkeit der nachfolgenden Fahrzeuglenkerin erfolgten Heckauffahrunfall handelte. Im Polizeibericht werden der Fahrer L.________ sowie die Mitfahrerin (auf dem Vordersitz) C.________ erw�hnt und als "leicht verletzt" bezeichnet, nicht dagegen die Beschwerdef�hrerin. Der Sachschaden wird f�r beide Fahrzeuge mit je DM 5'000.- angegeben. Beim Personenwagen, in welchem die Beschwerdef�hrerin sass, war das Heck eingedr�ckt, beim andern Fahrzeug die Front gestaucht und der K�hler besch�digt. Fotografien der Fahrzeugbesch�digungen sind nicht vorhanden; eine Schadenexpertise wurde nicht erstellt. Es liegt jedoch eine Best�tigung des Motorfahrzeug-Versicherers der Unfallverursacherin (�VA Versicherungen, Mannheim) vom 14. Februar 1997 vor, wonach von einer Expertise abgesehen worden sei, weil es sich um einen Bagatellschaden gehandelt habe. Die Reparaturkosten beliefen sich gem�ss Rechnung der Carrosserie B.________ auf rund Fr. 1650.-.
Im technischen Gutachten vom 27. Februar 1997 gelangt Dipl. Ing. O.________ zum Schluss, auf Grund der Art der Kollision (Heckaufprall), der festgestellten Sch�den und der beteiligten Fahrzeuge sei von einer kollisionsbedingten Geschwindigkeits�nderung beim vorausgefahrenen Personenwagen von 7,32-10,18 km/h auszugehen. Dies bedeute, dass eine HWS-Distorsion ersten Grades (nach Erdmann) aus technischer und biomechanischer Sicht nicht zu erwarten sei. In dem von der Beschwerdef�hrerin eingeholten Gutachten des Ingenieur-B�ros W.________ wird demgegen�ber die Auffassung vertreten, auf Grund der vorhandenen unvollst�ndigen Unterlagen sei eine fundierte Unfallanalyse nicht m�glich. Das Gutachten des Ingenieurb�ros O.________ entspreche einer blossen Hypothese und stelle keine Beurteilungshilfe f�r eine HWS-Verletzung dar. Eine solche k�nne nicht zuverl�ssig ausgeschlossen werden. Wie es sich bez�glich dieser Einwendungen verh�lt, bedarf keiner n�heren Pr�fung, weil die Kausalit�tsbeurteilung nach der Rechtsprechung nicht gest�tzt auf unfalltechnische oder biomechanische Gutachten, sondern auf Grund einer s�mtliche Aspekte umfassenden Gesamtw�rdigung zu erfolgen hat. Unfallanalytische Erkenntnisse und biomechanische �berlegungen k�nnen bei der Kausalit�tsbeurteilung zwar mit ber�cksichtigt werden, bilden f�r sich allein jedoch keine hinreichende Grundlage hief�r (Urteil P. vom 14. M�rz 2001, U 137/00, Erw. 2b in fine; vgl. auch J�rg Senn, HWS-/Hirnverletzungen und Biomechanik, in: AJP 1999 S. 625 ff., insbesondere S. 633 f.).
2.2 Die in den Akten enthaltenen Arztberichte gehen �bereinstimmend davon aus, dass die Beschwerdef�hrerin beim Unfall vom 16. Februar 1995 eine HWS-Distorsion erlitten hat. Nachdem bereits Dr. med. M.________ im Bericht vom 13. Mai 1995 einen Beschleunigungsmechanismus an der HWS erw�hnt hatte, erhob Dr. med. P.________, Oberarzt an der Rheuma- und Rehabilitationsklinik X.________, in einem Zeugnis vom 9. August 1995 die Diagnose eines HWS-Distorsionstraumas. Im Bericht der Rheuma- und Rehabilitationsklinik X.________ vom 3. Oktober 1995 wird als Diagnose ein "Status nach HWS-Distorsionstrauma 16. Februar 1995" und ein "Beschleunigungsmechanismus der HWS 15. August 1995" (recte: 15. Juli 1995) mit einem sekund�r �berwiegend tendomyotischen Zervikobrachial-Syndrom genannt und ausgef�hrt, bei der Erstkonsultation am 17. Juli 1995 habe die im Allgemeinzustand reduzierte Patientin verunsichert gewirkt und �ber multiple, vor allem links zerviko-okzipital und zerviko-brachial ausstrahlende Schmerzen insbesondere bei Rotationsbewegungen der HWS geklagt. Trotz intensiver Therapie sei der Heilungsverlauf verz�gert gewesen und habe eine Stabilisierung erst im Verlaufe mehrerer Wochen erzielt werden k�nnen. Erschwerend f�r den Heilungsverlauf seien die bevorstehende Abschlusspr�fung und das zweite Beschleunigungstrauma gewesen, das sie an den Rand des pers�nlichen Gleichgewichts gebracht habe. Die neuropsychologische Untersuchung zeigte eine erh�hte Erm�dbarkeit, sonst jedoch keine Auff�lligkeiten. Es bestand lediglich eine geringgradige Einschr�nkung, welche sich nach Auffassung der untersuchenden Fachpersonen durch die somatischen und neurovegetativen Unfallfolgen erkl�ren liess. Wegen geringer Belastbarkeit und der Gefahr einer stressbedingten psychischen Dekompensation wurde der Beschwerdef�hrerin empfohlen, den bevorstehenden Pr�fungstermin zu verschieben. Dr. med. B.________ stellte in einem Bericht vom 21. Dezember 1995 fest, der Patientin scheine es bez�glich des HWS- und Zervikobrachial-Syndroms besser zu gehen, seit ca. sechs Wochen klage sie aber �ber vermehrte Knieschmerzen rechts; zeitweise w�rden sogar Blockierungen oder eher Pseudoblockierungen auftreten. Wie bei den oberen Extremit�ten sei eine Weichteilsymptomatik (Verdacht auf Fibromyalgie) als wahrscheinlich zu erachten. Die Patientin mache auch psychisch einen recht ersch�pften bzw. angespannten Eindruck. Im Gutachten der Rehaklinik Y.________ vom 23. Mai 1996 wird ausgef�hrt, die Versicherte klage �ber Kopfschmerzen, Schwindelsensationen und �belkeit, �ber Nackenbeschwerden im Bereich der gesamten HWS mit Ausstrahlungen in die Schultern, zeitweise auch bis in die Finger beidseits. Auch lumbal w�rden Beschwerden angegeben, ausstrahlend ins linke Ges�ss und in die Wade. Ferner bestehe eine verminderte Belastbarkeit und starke M�digkeit. Nicht mit dem Unfall zusammenh�ngend seien Kniebeschwerden rechts, welche im Oktober 1995 nach Wanderferien aufgetreten seien. Diagnostiziert wurden ein mittelschweres zerviko-spondylogenes und zerviko-zephales Schmerzsyndrom nach HWS-Distorsionstrauma, ein lumbo-spondylogenes Schmerzsyndrom sowie minimale neuropsychologische Funktionsst�rungen. Die bestehende muskul�re Dysbalance und die Fibromyalgie-Symptomatik seien in erster Linie auf die schmerzhaften, traumatisierten Strukturen des Sehnenmuskelgewebes zur�ckzuf�hren. Nach Auffassung der Gutachter hat der Unfall vom 16. Februar 1995 zu einer HWS-Distorsionsverletzung gef�hrt und war geeignet, das vorhandene Beschwerdebild herbeizuf�hren. Lediglich zu einer vor�bergehenden Verst�rkung der Symptomatik h�tten die Ereignisse vom 15. Juli und 21. Dezember 1995 gef�hrt. Die bestehende Arbeitsunf�higkeit sei durch die zerviko-spondylogenen und zerviko-zephalen Beschwerden bedingt. Einen im Anschluss an den Aufenthalt in der Rehaklinik Y.________ vom 2. Oktober bis 6. November 1996 erstatteten Austrittsbericht vom 13. November 1996, worin das Vorliegen einer Konversionsst�rung in Betracht gezogen und neben weiterer Physio- und Ergotherapie eine ambulante Psychotherapie wegen psychoreaktiver St�rungen empfohlen wurde, ersetzte die Klinik am 10. Februar 1997 durch einen neuen Bericht, in welchem von Angstgef�hlen beim Autofahren und bei k�rperlichen Kontakten (H�ndesch�tteln) die Rede ist und eine psychologische Betreuung als indiziert bezeichnet wird. Zum Austrittsbefund wird ausgef�hrt, das im Anschluss an das HWS-Distorsionstrauma vom 16. Februar 1995 aufgetretene, durch zerviko-spondylogene und zerviko-zephale Schmerzen gepr�gte Beschwerdebild habe sich etwas gebessert und es sei zu keinem eigentlichen R�ckfall mehr gekommen. Die HWS zeige eine ordentliche Beweglichkeit; die Weichteilstrukturen seien aber belastungsabh�ngig immer noch schmerzhaft. Es bestehe weiterhin ein limitiertes physisches Belastungsniveau, welches sich im Laufe der station�ren Therapie aber stabilisiert habe. Das Sch�digungsmuster betreffe aus heutiger Sicht allein die Weichteile; es seien keine oss�ren und auch keine zentral-neurologischen L�sionen nachweisbar. Als Unfalldiagnose wird ein HWS-Distorsionstrauma durch Auffahrkollision am 16. Februar 1995 angegeben, als physikalisch-funktionelle Diagnosen ein mittelschweres zerviko-spondylogenes Schmerzsyndrom, Episoden von zervikogenem Kopfschmerz und Schwankschwindel, zus�tzlich ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom sowie Hinweise auf eine minimale neuropsychologische Funktionsst�rung. Im Weiteren werden rechtsseitige belastungsabh�ngige Knieschmerzen im Sinne einer �berlastungssymptomatik sowie eine milde Psoriasis diagnostiziert.
2.3 Die Vorinstanz hat die Leistungspflicht des Unfallversicherers mit der Begr�ndung verneint, dass das f�r ein HWS-Distorsionstrauma typische Beschwerdebild nicht innerhalb der erforderlichen Latenzzeit nach dem Unfall aufgetreten sei und die Diagnose eines HWS-Distorsionstraumas mangels objektiver Befunde nicht als gesichert gelten k�nne.
2.3.1 Nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft treten Beschwerden und Befunde in der Halsregion oder an der HWS erfahrungsgem�ss innerhalb einer kurzen Zeitspanne nach dem Unfall auf. Nach vorherrschender medizinischer Lehrmeinung m�ssen sich Nackenbeschwerden innert einer Latenzzeit von 24 bis h�chstens 72 Stunden nach dem Unfall manifestieren, damit der nat�rliche Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis bejaht werden kann (RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 und Nr. U 391 S. 307, 1995 Nr. U 221 S. 111 Ziff. 2 und S. 113 Ziff. B1; vgl. auch Debrunner/Ramseier, Die Begutachtung von R�ckensch�den in der schweizerischen sozialen Unfallversicherung, Bern 1990, S. 53). Die Beschwerdef�hrerin macht zwar geltend, seit dem Unfall an Nacken- und Schulterbeschwerden sowie Kopfschmerzen und Beeintr�chtigungen der Konzentrationsf�higkeit gelitten zu haben. Aktenkundig hat sie sich jedoch erst am 6. Mai 1995 und damit mehr als zw�lf Wochen nach dem Unfallereignis vom 16. Februar 1995 bei Dr. med. M.________ �ber Nackenbeschwerden beklagt. Anders als die am Unfall beteiligt gewesenen beiden andern Fahrzeuginsassen, welche am folgenden Tag den Personalarzt der Rheuma- und Rehabilitationsklinik X.________, Dr. med. K.________, aufgesucht haben, hat sich die Beschwerdef�hrerin erst am 2. M�rz 1995 in �rztliche Behandlung begeben, wobei sie �ber Schmerzen im Handgelenk klagte. Dr. med. K.________ diagnostizierte �berlastungsbedingte dorsale Handgelenksschmerzen links in Zusammenhang mit physiotherapeutischen Mobilisationstechniken und einer von einem Arbeitskollegen der Beschwerdef�hrerin vorgenommenen Handgelenksmanipulation. Nach den Angaben des Personalarztes beklagte sich die Versicherte am 14. M�rz 1995 �ber neu aufgetretene, ziehende Schmerzen am linken Oberarm, welche klinisch nicht objektiviert werden konnten und als Schulter-/Armschmerz umschrieben wurden, der - bei vorhanden gewesener Pr�disposition zu einem "thoracic outlet" im Bereich des Pectoralis minor - m�glicherweise durch eine peitschenartige Bewegung bei der Handgelenksmobilisation provoziert worden sei. Im Bericht des Dr. med. K.________ vom 28. April 1995 finden sich keine Hinweise auf den Unfall vom 16. Februar 1995 und seitherige Nackenbeschwerden. Es ist daher anzunehmen, dass die Beschwerdef�hrerin gegen�ber dem Personalarzt keine unfallbedingten Nackenbeschwerden erw�hnt hatte. Selbst wenn davon ausgegangen w�rde, dass es sich bei den ab 14. M�rz 1995 geklagten Schmerzen im linken Oberarm um eine Manifestation des in der Folge festgestellten Nacken-/Schultersyndroms gehandelt hat, verbliebe eine Latenzzeit von rund vier Wochen, was gegen einen nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden spricht. Nicht auszuschliessen ist, dass die Beschwerdef�hrerin, wie geltend gemacht, bereits unmittelbar nach dem Unfall an Nacken-/Schulterbeschwerden gelitten hat, diesen wegen den im Vordergrund stehenden Arm- und Handbeschwerden jedoch keine wesentliche Bedeutung beigemessen und daher gegen�ber dem Personalarzt auch nicht erw�hnt hat. Dies ist nach den gesamten Umst�nden aber als wenig wahrscheinlich zu betrachten.
2.3.2 Nach der Rechtsprechung ist die Frage nach dem Vorliegen eines nat�rlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit in der Regel zu bejahen, wenn ein Schleudertrauma der HWS diagnostiziert ist und das f�r diese Verletzung typische Beschwerdebild vorliegt, wobei der Unfall auch bloss eine Teilursache darstellen kann (BGE 119 V 337 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b). Dies setzt indessen voraus, dass die Diagnose zu Recht besteht und keine andern Gesundheitssch�digungen bestehen, welche gegen die Annahme eines nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden sprechen. Im vorliegenden Fall ist nach dem Gesagten fraglich, ob die Diagnose eines HWS-Distorsionstraumas zu Recht besteht. Offen bleibt damit auch, ob die bestehenden Beschwerden im Sinne der nat�rlichen Kausalit�t auf den Unfall vom 16. Februar 1995 zur�ckzuf�hren sind. Unbestritten ist, dass die Ereignisse vom 15. Juli und 21. Dezember 1995 zu keiner bleibenden Gesundheitssch�digung gef�hrt haben. Fest steht auch, dass es an objektiven neurologischen und neuropsychologischen Befunden f�r die geltend gemachten Beschwerden fehlt. Nach den medizinischen Akten weist die Beschwerdef�hrerin zwar Symptome (wie Kopfschmerzen, Schwindel, M�digkeit) auf, die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS geh�ren. Es liegt jedoch ein generalisiertes Beschwerdebild vor, welches auch die LWS und die Extremit�ten umfasst. Im Vordergrund scheint eine Weichteil-Symptomatik im Sinne eines Fibromyalgie-Syndroms zu stehen; nicht vollkommen gekl�rt ist, inwieweit dieser Befund dem Unfall vom 16. Februar 1995 zuzurechnen ist. Im Gutachten der Rehaklinik Y.________ vom 23. Mai 1996 wird hiezu ausgef�hrt, die muskul�re Dysbalance und die Fibromyalgie-Symptomatik seien in erster Linie auf die schmerzhaften traumatisierten Strukturen des Sehnenmuskelgewebes zur�ckzuf�hren. Auf Grund der Arztberichte ist indessen anzunehmen, dass auch andere Faktoren (psychische Beeintr�chtigungen, Stresssituation in Zusammenhang mit der beruflichen Ausbildung) f�r das Beschwerdebild urs�chlich sind, wobei fraglich ist, inwieweit allf�llige psychische Faktoren als unfallbedingt zu gelten haben. Gest�tzt auf die vorhandenen Akten l�sst sich daher nicht zuverl�ssig beurteilen, ob der Unfall vom 16. Februar 1995 zumindest eine Teilursache f�r die bestehenden Beschwerden darstellt. Der Sachverhalt erweist sich in diesem Punkt daher als ungen�gend abgekl�rt. Von weiteren Erhebungen ist indessen abzusehen, weil jedenfalls der ad�quate Kausalzusammenhang zu verneinen ist, wie sich aus dem Folgenden ergibt.
3.1 Bei der Beurteilung der Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den bestehenden Gesundheitsst�rungen bzw. einer allf�lligen anspruchserheblichen Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit (vgl. Meyer-Blaser, Kausalit�tsfragen aus dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts, in: SZS 38/1994 S. 107) ist praxisgem�ss an das Unfallereignis anzukn�pfen. Bei leichten Unf�llen kann der ad�quate Kausalzusammenhang in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei schweren Unf�llen dagegen ist der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Folgen in der Regel zu bejahen. Denn nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unf�lle geeignet, entsprechende Gesundheitssch�den zu bewirken. Bei Unf�llen aus dem mittleren Bereich l�sst sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalls allein schl�ssig beantworten. Weitere, objektiv erfassbare Umst�nde, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folgen davon erscheinen, sind in eine Gesamtw�rdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
- Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit.
Der Einbezug s�mtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtw�rdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umst�nden kann f�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium gen�gen. Dies trifft einerseits zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren F�llen im mittleren Bereich zu z�hlen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium gen�gen, wenn es in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so m�ssen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unf�llen zuzuordnen ist, m�ssen die weiteren zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sein, damit die Ad�quanz bejaht werden kann (BGE 117 V 366 ff. Erw. 6a/b).
3.2 Im vorliegenden Fall ist auf Grund des polizeilichen Verkehrsunfallberichts vom 5. M�rz 1995, der festgestellten Sch�den an den Fahrzeugen und der Angaben der Beteiligten zum Unfallhergang von einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen auszugehen. Demgem�ss m�ssten ein einzelnes der f�r die Beurteilung massgebenden Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise oder die geltenden Kriterien in geh�ufter und auffallender Weise erf�llt sein, damit die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs bejaht werden k�nnte. So verh�lt es sich jedoch nicht. Der Unfall vom 16. Februar 1995 hat sich nicht unter besonders dramatischen Begleitumst�nden ereignet, noch war er von besonderer Eindr�cklichkeit. Auch hat die Beschwerdef�hrerin keine schweren Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art erlitten. Eine �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, liegt nicht vor. Ebenso wenig kann von einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen gesprochen werden. In den Arztberichten ist zwar von einem verz�gerten Heilungsverlauf die Rede; dies jedoch nicht im Zusammenhang mit gesundheitlichen Komplikationen, sondern mindestens teilweise wegen der belastenden schulischen Situation (bevorstehende Abschlusspr�fung). Die Ereignisse vom 15. Juli und 21. Dezember 1995, welche nicht n�her dokumentiert sind, haben nach �rztlicher Auffassung lediglich zu einer vor�bergehenden Verst�rkung der Symptomatik gef�hrt. Wie die Rehaklinik im Bericht vom 23. Mai 1996 festgestellt hat, kann die Behandlung nicht als ungew�hnlich lang bezeichnet werden. Sie ersch�pfte sich im Wesentlichen in einer Physiotherapie und wurde wiederholt durch behandlungsfreie Intervalle unterbrochen. Bereits am 29. September 1995 hatte Dr. med. P.________ die Behandlung abgeschlossen mit der Feststellung, dass eine Therapiepause bis anfangs Dezember 1995 vereinbart worden sei. Nach dem Unfallereignis vom 21. Dezember 1995 kam es zur Wiederaufnahme der Therapie und zu einem ersten Aufenthalt der Beschwerdef�hrerin in der Rehaklinik Y.________ in der Zeit vom 19. Februar bis 29. M�rz 1996 mit station�rer und anschliessender ambulanter Physiotherapie. Nach den Angaben der Beschwerdef�hrerin wurden in der Folge keine besonderen Therapien mehr durchgef�hrt (Bericht der Rehaklinik Y.________ vom 10. Februar 1997). Vom 2. Oktober bis 6. November 1996 hielt sich die Beschwerdef�hrerin zu einer Abkl�rung der Belastbarkeit und der beruflichen Perspektiven erneut in der Rehaklinik auf; hier wurde neben Physiotherapie eine intensive station�re Rehabilitation durchgef�hrt, womit der Gesundheitszustand stabilisiert werden konnte. Im Anschluss an den Klinikaufenthalt erfolgten eine ambulante Physiotherapie, Ergotherapie und eine psychologische Betreuung. Gem�ss Austrittsbericht vom 10. Februar 1997 stand einer Wiederaufnahme der Ausbildung zur Physiotherapeutin aus medizinischer Sicht nichts mehr entgegen. Im Hinblick darauf, dass die Beschwerdef�hrerin wegen des zweij�hrigen Unterbruchs in der Ausbildung mit einem sofortigen vollen Einstieg �berfordert gewesen w�re, wurde vorg�ngig ein sechsmonatiges Arbeitstraining in der Rehaklinik Y.________ durchgef�hrt, wof�r die Invalidenversicherung Kostengutsprache leistete. Laut Abschlussbericht der Rehaklinik vom 23. September 1997 bestanden nur noch geringe Einschr�nkungen und konnte die Beschwerdef�hrerin die Arbeitsleistung kontinuierlich von zun�chst 50 % auf 100 % bei voller Pr�senzzeit steigern. Damit entf�llt auch das Ad�quanzkriterium von Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit. Selbst wenn auf Grund der nach Erlass des Einspracheentscheids vom 26. April 2000 ergangenen Verf�gung der Invalidenversicherung vom 28. September 2000 davon ausgegangen wird, dass die Beschwerdef�hrerin in der am 7. August 2000 aufgenommenen T�tigkeit als Physiotherapeutin zu 50 % eingeschr�nkt ist, kann das Ad�quanzkriterium von Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit jedenfalls nicht als in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt gelten. Das Gleiche gilt f�r das Kriterium der Dauerbeschwerden. Aus den medizinischen Akten ist zu schliessen, dass die geklagten Schmerzen belastungsabh�ngig auftreten. Sie haben die Beschwerdef�hrerin denn auch nicht daran gehindert, zumindest eine Teilzeitarbeit als Physiotherapeutin aufzunehmen. Selbst wenn die Beschwerdef�hrerin an Dauerschmerzen leiden sollte, ist das Kriterium jedenfalls nicht im daf�r notwendigen Ausmass erf�llt. Da somit weder eines der Beurteilungskriterien in besonders ausgepr�gter Form gegeben ist noch die massgebenden Beurteilungskriterien in geh�ufter und auffallender Weise erf�llt sind, muss die Unfallad�quanz der geltend gemachten Beschwerden verneint werden. Der Einspracheentscheid vom 26. April 2000 und der angefochtene vorinstanzliche Entscheid bestehen im Ergebnis somit zu Recht.
Die beantragte unentgeltliche Verbeist�ndung kann gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit aktenkundig ist, die Beschwerde nicht als aussichtslos zu bezeichnen und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
Die Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf Parteientsch�digung f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht, weil sie - als an der Durchf�hrung der Unfallversicherung gem�ss UVG beteiligter Privatversicherer - wie die SUVA mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben betraut ist (BGE 112 V 49 Erw. 3).
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanwalt Dr. Andreas Wiget f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung (einschliesslich Mehrwertsteuer) von Fr. 2500.- ausgerichtet.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, dem Bundesamt f�r Sozialversicherung und der Krankenversicherung Q.________ zugestellt.