Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201983,%20164
Timestamp: 2019-11-22 09:38:39
Document Index: 198271127

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 167', '§ 177', '§ 167', '§ 707', '§ 167', 'BGH', '§ 2', '§ 707', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 988', '§ 322', '§ 987', 'BGH', '§ 987', '§ 322', 'BGH', '§ 322', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 988', 'BGH', 'BGH', '§ 987', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 1983, 164 - dejure.org
https://dejure.org/1982,714
BGH, 27.09.1982 - II ZR 241/81 (https://dejure.org/1982,714)
BGH, Entscheidung vom 27.09.1982 - II ZR 241/81 (https://dejure.org/1982,714)
BGH, Entscheidung vom 27. September 1982 - II ZR 241/81 (https://dejure.org/1982,714)
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Verpflichtung eines Gesellschafters zum Verlustausgleich - Anforderungen an die gesellschaftsvertragliche Regelung des Verlustausgleichs - Möglichkeit der Abweichung von gesetzlichen Regelungen im Gesellschaftsvertrag - Verlustausgleich bei nur angedeuteter Pflicht im ...
Unzureichende Vereinbarung über Verlustausgleichspflicht eines Gesellschafters
Zur Verpflichtung eines Gesellschafters zum Verlustausgleich
NJW 1983, 164
WM 1982, 1311
Denn mit dem Begriff des Darlehens ist eine Verlustbeteiligung des Gläubigers grundsätzlich unvereinbar (…Huber, Vermögensanteil, Kapitalanteil und Gesellschaftsanteil an Personengesellschaften des Handelsrechts, 1970, S. 248; ähnlich Urteil des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 27. September 1982 II ZR 241/81, Wertpapier-Mitteilungen - WM - 1982, 1311, Juristenzeitung - JZ - 1983, 70).
Die Nachschusspflicht muss allerdings aus dem Vertrag in verständlicher und nicht nur versteckter Weise hervorgehen (BGH NJW 1983, 164).
Daran ist richtig, daß eine derartige unbegrenzte Freistellungsverpflichtung eine klare Abbedingung der für den Regelfall in § 167 Abs. 3 HGB bestimmten Begrenzung der Verlustbeteiligung des Kommanditisten auf seine Einlage voraussetzt (…Baumbach/Duden/Hopt, HGB 28. Aufl. § 177 a Anm. IV 3 B;… Schlegelberger/Martens, HGB 5. Aufl. § 167 Rdn. 19; vgl. auch Sen.Urt. v. 27. September 1982 - II ZR 241/81, WM 1982, 1311, 1312).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 27.09.1982, NJW 1983, 164) bedarf vielmehr die gesellschaftsvertragliche Regelung einer von § 707 BGB abweichenden Nachschusspflicht der Kommanditisten der Eindeutigkeit und muss dem Gesellschaftsvertrag in verständlicher und nicht versteckter Weise zu entnehmen sei.
Die Vereinbarung einer Verlustausgleichspflicht abweichend von der gesetzlichen Regelung des § 167 Abs. 3 HGB, wonach Kommanditisten am Verlust nur bis zum Betrag ihres Kapitalanteils teilnehmen, ist zulässig (BGH WM 1982, 1311).
Ob es aus steuerlichen Rücksichten geboten gewesen wäre, auch der Gesellschaft selbst einen Anspruch auf die Hafteinlagen zu geben, und ob besonders geschäftsgewandte Beitrittswillige dies dem in § 2 Abs. 1 und 3 zum Ausdruck gebrachten Bemühen um die Vermeidung negativer Kapitalkonten hätten entnehmen müssen, ist ohne Belang; denn solche Überlegungen rechtfertigen es nicht, den Gesellschaftsvertrag, der für eine unbestimmte Vielzahl von Geldanlegern maßgeblich sein sollte, entgegen dem Hinweis auf die "Planungen" der Gesellschaft dahin auszulegen, daß die Hafteinlage dennoch einzuzahlen sei (vgl. zum Anspruch einer Gesellschaft auf Verlustausgleich das Senatsurteil vom 27.9.1982 - II ZR 241/81 = LM BGB § 707 Nr. 3 = WM 1982, 1311).
https://dejure.org/1982,2524
BGH, 09.07.1982 - V ZR 64/81 (https://dejure.org/1982,2524)
BGH, Entscheidung vom 09.07.1982 - V ZR 64/81 (https://dejure.org/1982,2524)
BGH, Entscheidung vom 09. Juli 1982 - V ZR 64/81 (https://dejure.org/1982,2524)
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Rechtskraftwirkung der Verurteilung zur Herausgabe einer Sache - Herausgabe eines überbauten Grundstücksteils - Besitzerlangung an einer überbauten Fläche - Herausgabe der vor Rechtshängigkeit gezogenen Nutzungen - Höhe der Beschwer im Fall der Verurteilung mehrerer ...
MDR 1983, 42
Das gleiche gilt für den Zeitraum zwischen Rechtshängigkeit der Herausgabeklage und Schluß der mündlichen Verhandlung, in der über sie entschieden wurde, sofern in diesem Zeitraum keine relevanten Änderungen eingetreten sind und geltend gemacht werden (…Fortentwicklung von BGH, Urt. v. 20. Februar 1998 - V ZR 319/96, NJW 1998, 1709; Urt. v. 9. Juli 1982 - V ZR 64/81, NJW 1983, 164;… Urt. v. 20. Juni 1984 - IVa ZR 34/83, NJW 1985, 1553).
Mit der Rechtskraft des Herausgabeurteils steht daher fest, daß der Beklagten ab Rechtshängigkeit der Herausgabeklage, dem 25. November 1998, bis zum 12. August 1999, der mündlichen Verhandlung im Herausgabeprozeß, kein Recht zum Besitz zustand (…BGH, Urt. v. 20.02.1998 - V ZR 319/96, NJW 1998, 1709; Urt. v. 09.07.1982 - V ZR 64/81, NJW 1983, 164;… Urt. v. 20.06.1984 - IVa ZR 34/83, NJW 1985, 1553).
Nicht gebunden ist das Gericht des Zweitprozesses, wenn nicht der Streitgegenstand, sondern nur eine Vorfrage des Erstprozesses im Zweitprozess präjudiziell ist, wenn also beiden Prozessen lediglich eine gemeinsame Vorfrage zugrunde liegt (Beispiel: eine Zinsklage ist abgewiesen, weil das Darlehen nicht bestehe. Die Rechtskraft dieses Urteils hindert nicht, eine neue Zinsrate im Zweitprozess zuzusprechen, da das Darlehen bestehe, oder auch BGH, Urteil vom 09.07.1982 - Az. V ZR 64/81, NJW 1983, 164: Die Verurteilung zur Herausgabe einer Sache hat keine Rechtskraftwirkung für den Anspruch gem. § 988 BGB auf Herausgabe der vor Rechtshängigkeit gezogenen Nutzungen).
Die Rechtskraft des Räumungsurteils nach § 322 Abs. 1 ZPO hat gemäß § 987 BGB auch materiellrechtlich Wirkung für den Anspruch auf Vergütung der nach Rechtshängigkeit gezogenen Nutzungen (BGH, Urteile vom 3. März 1954, VI ZR 256/52 = LM BGB § 987 Nr. 3; vom 13. März 1981, V ZR 115/80 = NJW 1981, 1517; vom 9. Juli 1982, V ZR 64/81 = NJW 1983, 164 = LM ZPO § 322 Nr. 95).
Ob die Klägerin von vornherein nicht zum Besitz berechtigt war, war für das Räumungsurteil nur eine Vortrage, auf die sich seine materielle Rechtskraft nicht erstreckt (BGH, Urteil vom 9. Juli 1982 aaO).
Zwar steht aufgrund der materiellen Rechtskraft des Teilurteils des LG bindend fest (…vgl. hierzu Reichold in Thomas/Putzo aaO § 322 Rdnr. 10), dass dem Kläger der in der ersten Stufe der Klage geltend gemachte Auskunftsanspruch ab Rechtshängigkeit der Stufenklage (BGH NJW 1983, 164, 165) zusteht (vgl. z.B. für ein Teilurteil über die Hauptforderung und die Bindung an das Bestehen dieser Forderung für den noch zu bescheidenden Zinsanspruch BGH DStR 1994, 512;… die Entscheidung des VI. Zivilsenats des BGH vom 12. Dezember 2006, VI ZR 4/06 Rdnr. 8, betrifft eine andere Konstellation, da dort schon die Entscheidung über die gegenläufigen Hauptforderungen nur teilweise in Rechtskraft erwachsen war) und fällig war.
Bei der Beurteilung des EBV steht dem unentgeltlichen der rechtsgrundlose Besitzerwerb gleich (vgl. BGHZ 32, 76, 94; 71, 216, 226; BGH NJW 1983, 164; OLG Brandenburg, OLG-Report 1995, 70).
Der Nutzungsherausgabeanspruch der Klägerin folgt bis zur Zustellung der Herausgabeklage am 23.09.2000 (vgl. Bl. 42 R d. GA.) aus den §§ 988, 812, 818 BGB, da nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, der der Senat sich angeschlossen hat, dem unentgeltlichen der rechtsgrundlose Besitzerwerb gleich steht (vgl. BGHZ 32, 76, 94; 71, 216, 226; BGH NJW 1983, 164; OLG Brandenburg, OLG-Report 1995, 70), sodann aus § 987 BGB.
Diese Bindung kann sich allerdings nur auf den Zeitraum ab dem Eintritt der Rechtshängigkeit beziehen (BGH NJW 2006, 63; NJW 1983, 164 und Stein/Jonas aaO in Fn 304 bei Rdn. 196), die nach der Mitteilung des Streithelfers des Beklagten auf die Anfrage des Senats jedenfalls am 10.8.2001 vorlag.