Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IV%20R%2039/90
Timestamp: 2019-12-16 10:34:33
Document Index: 349674568

Matched Legal Cases: ['§ 204', '§ 242', '§ 204', '§ 242', '§ 204', '§ 204', '§ 204', '§ 5', '§ 133', 'BGH']

BFH, 17.09.1992 - IV R 39/90 - dejure.org
https://dejure.org/1992,804
BFH, 17.09.1992 - IV R 39/90 (https://dejure.org/1992,804)
BFH, Entscheidung vom 17.09.1992 - IV R 39/90 (https://dejure.org/1992,804)
BFH, Entscheidung vom 17. September 1992 - IV R 39/90 (https://dejure.org/1992,804)
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AO 1977 § 204; BGB § 242
Behördliche Zusage - Auskunft
AO (1977) § 204; BGB § 242
§ 204 AO
Abgabenordnung; keine verbindliche Auskunft bei finanzbehördlichem Vorbehalt
BFHE 169, 290
DB 1993, 415
BStBl II 1993, 218
Nach der Rechtsprechung des BFH ist zwar anerkannt, dass die Finanzbehörden auch außerhalb einer Außenprüfung eine Zusage geben können, deren Verbindlichkeit aus den Grundsätzen von Treu und Glauben abzuleiten ist (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 13. Dezember 1989 X R 208/87, BFHE 159, 114, BStBl II 1990, 274; vom 17. September 1992 IV R 39/90, BFHE 169, 290, BStBl II 1993, 218;… vom 25. November 1988 III R 159/85, BFH/NV 1989, 420).
Aus einer solchen Auskunft können aber Rechtswirkungen nur abgeleitet werden, wenn --unter weiteren Voraussetzungen-- der Steuerpflichtige die (verbindliche) Zusage beantragt und das FA eine solche ohne Einschränkung erteilt hat (vgl. BFH in BFHE 169, 290, BStBl II 1993, 218;… Tipke/Kruse, a.a.O., Vor § 204 AO 1977 Rz. 14).
Zudem wurde die "Zusage" nicht vom Vorsteher oder dem zuständigen Sachgebietsleiter erteilt (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. Urteil in 169, 290, BStBl II 1993, 218, unter 2. der Gründe).
Dazu gehört u.a., dass der Steuerpflichtige in eindeutiger Weise eine verbindliche Zusage beantragt hat (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 17. September 1992 IV R 39/90, BFHE 169, 290, BStBl II 1993, 218, unter 2. der Gründe) und die Zusage vom Vorsteher oder dem zuständigen Sachgebietsleiter erteilt wird (…ständige Rechtsprechung, vgl. u.a. BFH-Urteil vom 26. November 1997 III R 109/93, BFH/NV 1998, 808, m.w.N.).
Aus einer solchen Auskunft können aber Rechtswirkungen nur abgeleitet werden, wenn --unter weiteren Voraussetzungen, deren Vorliegen im Streitfall dahinstehen kann-- der Steuerpflichtige die (verbindliche) Zusage beantragt und das FA eine solche ohne Einschränkung erteilt hat (BFH-Urteil vom 17. September 1992 IV R 39/90, BFHE 169, 290, BStBl II 1993, 218, m.w.N.).
Gleichfalls bedarf keiner Entscheidung, ob die Verfügung des FA vom 17. November 1995 als verbindliche Auskunft anzusehen ist, wegen der das FA auch nach Treu und Glauben am Erlass des angefochtenen Feststellungsbescheids gehindert gewesen wäre (vgl. z.B. Senatsurteil vom 17. September 1992 IV R 39/90, BFHE 169, 290, BStBl II 1993, 218; BFH-Urteil vom 16. November 2005 X R 3/04, BFHE 211, 30, BStBl II 2006, 155).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist zwar anerkannt, daß die Finanzbehörden auch außerhalb einer Außenprüfung eine Zusage geben können, deren Verbindlichkeit aus den Grundsätzen von Treu und Glauben abzuleiten ist (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 13. Dezember 1989 X R 208/87, BFHE 159, 114, BStBl II 1990, 274; vom 17. September 1992 IV R 39/90, BFHE 169, 290, BStBl II 1993, 218;… vom 25. November 1988 III R 159/85, BFH/NV 1989, 420).
Aus einer solchen Auskunft können aber Rechtswirkungen u. a. nur abgeleitet werden, wenn der Steuerpflichtige die (verbindliche) Zusage beantragt und das FA eine solche ohne Einschränkung erteilt hat (vgl. BFH in BFHE 169, 290, BStBl II 1993, 218; Tipke/Kruse, Abgabenordnung -- Finanzgerichtsordnung, Vor § 204 AO 1977 Tz. 8; vgl. auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen -- BMF -- vom 24. Juni 1987 IV A 5 -- S 0430 -- 9/87, BStBl I 1987, 474).
Entsprechendes gilt auch für Rückstellungen (vgl. BFH-Urteile vom 7. Oktober 1982 IV R 39/90, BFHE 137, 25, [BFH 07.10.1982 - IV R 39/80] BStBl II 1983, 104, 106 [BFH 07.10.1982 - IV R 39/80] ; vom 1. April 1958 I 60/57 U , BFHE 67, 47, BStBl III 1958, 291; Hinweis 31c Abs. 4 der deutschen Einkommensteuer-Richtlinien -EStR- "Garantierückstellungen"; Loose in Herrmann/Heuer/Raupach, EStG, § 5 Rd. 625 "Pauschale Bemessung", "Gemischte Bemessung").
Der BFH kann als Revisionsgericht überprüfen, ob das FG die gesetzlichen Auslegungsregeln (§§ 133, 157 des Bürgerlichen Gesetzbuches --BGB--) beachtet und nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungssätze verstoßen hat (BFH-Urteil vom 17. September 1992 IV R 39/90, BFHE 169, 290, BStBl II 1993, 218).
BGH, 12.06.1997 - IX ZR 214/96
Schadensersatzanspruch wegen Verletzung der steuerlichen Beratungspflicht
FG Hamburg, 16.05.2000 - II 430/99
FG Sachsen-Anhalt, 23.04.2008 - 2 K 214/02
Anspruchsvoraussetzungen auf die volle Eigenheimzulage nach Hinzuerwerb des …