Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=X%20R%201/11
Timestamp: 2019-08-22 01:57:51
Document Index: 27044599

Matched Legal Cases: ['§ 173', '§ 4', '§ 173', '§ 4', '§ 173', '§ 115', '§ 173', '§ 173']

BFH, 09.04.2014 - X R 1/11 - dejure.org
https://dejure.org/2014,20175
BFH, 09.04.2014 - X R 1/11 (https://dejure.org/2014,20175)
BFH, Entscheidung vom 09.04.2014 - X R 1/11 (https://dejure.org/2014,20175)
BFH, Entscheidung vom 09. April 2014 - X R 1/11 (https://dejure.org/2014,20175)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2014,20175) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Änderung wegen neuer Tatsachen bei unterbliebender Hinzurechnung nicht abzugsfähiger Schuldzinsen
§ 173 Abs 1 Nr 1 AO, § 4 Abs 4a EStG 2002, EStG VZ 2005
AO § 173 Abs. 1 Nr. 1; EStG § 4 Abs. 4a
Änderung nach § 173 Abs. 1 Nr. 1 AO (hier: unterbliebene Hinzurechnung nicht abzugsfähiger Schuldzinsen)
Keine Heraufsetzung der Einkommensteuer im Zusammenhang mit Schuldzinsen beim Fehlen neuer Tatsachen
aa) Ein Feststellungsbescheid darf wegen nachträglich bekannt gewordener Tatsachen oder Beweismittel nur aufgehoben oder geändert werden, wenn das FA bei ursprünglicher Kenntnis der Tatsachen und Beweismittel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anders entschieden hätte (z.B. BFH-Urteil vom 9. April 2014 X R 1/11, BFH/NV 2014, 1499; Beschluss des Großen Senats des BFH vom 23. November 1987 GrS 1/86, BFHE 151, 495, BStBl II 1988, 180), d.h. die neuen Tatsachen bzw. Beweismittel rechtserheblich sind.
Zudem muss die Tatsache rechtserheblich sein (…ständige Rechtsprechung des BFH z.B. Urteil vom 26.02.2009 - II R 4/08, BFH/NV 2009, 1599; vom 09.04.2014 - X R 1/11, BFH/NV 2014, 1499).
Ein Bescheid darf wegen nachträglich bekannt gewordener Tatsachen oder Beweismittel deshalb nur dann aufgehoben oder geändert werden, wenn das Finanzamt bei ursprünglicher Kenntnis der Tatsachen oder Beweismittel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anders entschieden hätte (vgl. Beschluss des Großen Senats des BFH vom 23. November 1987 GrS 1/86, BFHE 151, 495, BStBl II 1988, 180; BFH-Urteil vom 9. April 2014 X R 1/11, BFH/NV 2014, 1499, m.w.N.).
BFH, 07.02.2018 - X B 126/17
Divergenz i.S. des § 115 Abs. 2 Nr. 2 Halbsatz 2 FGO rügt sie insofern, als das FG mit seiner Entscheidung, das FA habe den Bescheid nach § 173 Abs. 1 Nr. 1 AO ändern dürfen, von den bereits im Klageverfahren angeführten Entscheidungen des BFH sowie des Senats vom 9. April 2014 X R 1/11 (BFH/NV 2014, 1499) abgewichen sei.
Keine Tatsachen im Sinne des § 173 AO sind hingegen Schlussfolgerungen aller Art, insbesondere juristische Subsumtionen (vgl. BFH-Urteil vom 09.04.2014, X R 1/11, juris).