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Timestamp: 2019-04-24 14:34:57
Document Index: 141596885

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 17', '§ 16', '§ 53', '§ 38', '§ 7', '§ 7', '§ 15', '§ 12', '§ 69', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 54', '§ 4', '§ 4', '§ 6', '§ 37', '§ 4']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein OsNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Os bei Süderbrarup" vom 12. August 2003 | gültig ab: 29.08.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Os bei Süderbrarup"...
juris-Abkürzung: OsNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 12.08.2003
Gültig ab: 29.08.2003
Fundstelle: GVOBl. 2003, 405
Gliederungs-Nr: 791-4-209
über das Naturschutzgebiet "Os bei Süderbrarup"
Vom 12. August 2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Os bei Süderbrarup" vom 12. August 2003 29.08.2003
Eingangsformel 29.08.2003
§ 3 - Schutzzweck 29.08.2003
§ 4 - Verbote 29.08.2003
§ 5 - Zulässige Handlungen 29.08.2003
§ 6 - Ausnahmen und Befreiungen 29.08.2003
§ 7 - Ordnungswidrigkeiten 29.08.2003
§ 8 - Inkrafttreten und Außerkrafttreten 29.08.2003
Aufgrund des § 17 Abs. 1 in Verbindung mit § 16 Abs. 2 und § 53 Abs. 7 des Landesnaturschutzgesetzes und des § 38 des Landesjagdgesetzes verordnet das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft:
(1) Der Wallberg mit den angrenzenden Niederungs- und Hangflächen in den Gemeinden Süderbrarup und Brebel, Kreis Schleswig-Flensburg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Os bei Süderbrarup" unter Nummer 2 in das im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 30 ha groß und umfasst die Fläche des Oses sowie die nördlich daran angrenzenden Niederungsflächen bis zur Böschungsoberkante der Oxbek, die südlich gelegenen Niederungs- und Hangflächen sowie den westlich der Bahnlinie fortlaufenden Wallberg mit angrenzenden Flächen.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, 24106 Kiel, verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
bei der Landrätin oder dem Landrat des Kreises Schleswig-Flensburg - Untere Naturschutzbehörde -,
bei der Amtsvorsteherin oder dem Amtsvorsteher des Amtes Süderbrarup,
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Sicherung, dem Schutz und der Erhaltung des Wallberges mit angrenzendem Feuchtgebiet und Niederungs- und Hangflächen.
(2) Schutzzweck ist es, die Natur in diesem Gebiet in ihrer Gesamtheit dauerhaft zu erhalten oder zu entwickeln. Insbesondere gilt es,
den geomorphologisch bedeutsamen Wallberg mit hoher Reliefenergie und hohem Strukturreichtum,
das Feuchtgebiet mit Röhrichten, typischer Ufer- und Wasservegetation und Bruchwaldkomplexen,
die Feuchtwiesen und Sandmagerrasen,
extensiv genutzte Grünlandflächen,
die Lebensräume der trockenen und feuchten Standorte sowie ihre Übergangsbereiche und die daran gebundenen Tier- und Pflanzenarten,
das naturraumtypische, in Teilen offene Landschaftsbild
zu erhalten, zu schützen und zu entwickeln.
Bild- oder Schrifttafeln anzubringen; soweit es sich nicht um Tafeln zur Kennzeichnung des Naturschutzgebietes sowie Hinweis- und Warntafeln aufgrund anderer Rechtsvorschriften handelt;
Flugmodelle, Modellflugkörper mit Eigenantrieb, Frei- und Fesselballone, Drachen aufsteigen oder landen zu lassen oder mit Luftsportgeräten zu starten oder zu landen;
die auf den Schutzzweck ausgerichtete Bodennutzung auf den Flächen im Eigentum der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein nach Maßgabe der Empfehlungen des Landesamtes für Natur und Umwelt als obere Naturschutzbehörde;
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung
als Acker genutzten, in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte kariert dargestellten Flächen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang,
als Grünland genutzten Flächen mit folgenden Einschränkungen:
nicht zulässig ist es, die Flächen mehr als bisher zu entwässern, in Ackerland umzuwandeln oder Pflanzenschutzmittel auf diesen Flächen auszubringen;
die den Schutzzweck berücksichtigende, naturnahe forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der als Wald genutzten Flächen unter Beachtung des § 15 a des Landesnaturschutzgesetzes ;
die Jagd in der Zeit vom 1. Januar bis 30. April auszuüben,
geschlossene Hochsitze zu errichten,
Fütterungseinrichtungen zu errichten oder zu betreiben oder
Wildäcker anzulegen oder Brutkästen für Enten aufzustellen;
die erforderliche Unterhaltung der Gewässer, die der Vorflut dienen
die erforderlichen Maßnahmen zur Erhaltung und Sicherung der Wege, bahnbegleitenden Anlagen und der Brücken unter Beachtung des § 12 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes mit folgender Einschränkung:
Untersuchungen und Maßnahmen zum Schutz oder zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die untere Naturschutzbehörde oder das zuständige staatliche Umweltamt durchführt oder durchführen lässt.
von geophysikalischen und hydrogeologischen Messungen,
von Boden- und Grundwasseruntersuchungen zur Durchführung einer Gefährdungsabschätzung für Altablagerungen;
eine Ausnahme ist nicht erforderlich für die Bekämpfung des Bisams nach § 69 Abs. 2 Nr. 3 des Landeswassergesetzes im Bereich der Deiche und Dämme.
(2) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit dem Landesamt für Natur und Umwelt als obere Naturschutzbehörde Ausnahmen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 und einschränkenden Regelungen des § 5 Abs. 1 Nr. 4 im Einzelfall zulassen, wenn dies zur Sicherung des Schutzzwecks erforderlich ist.
(3) Die untere Naturschutzbehörde kann von den Verboten des § 4 Abs. 1 nach Maßgabe der Bestimmungen des § 54 Abs. 2 des Landesnaturschutzgesetzes Befreiungen gewähren. Bei der Gewährung von Befreiungen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 11 bis 13 sind die besonderen artenschutz- und jagdrechtlichen Bestimmungen zu beachten.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 15 Flugmodelle, Modellflugkörper mit Eigenantrieb, Frei- und Fesselballone, Drachen aufsteigen oder landen lässt oder mit Luftsportgeräten startet oder landet;
vorsätzlich oder fahrlässig ohne Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde eine Handlung nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 vornimmt;
(3) Ordnungswidrig nach § 37 Abs. 1 Nr. 26 des Landesjagdgesetzes handelt, wer bei der Jagdausübung vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 wildlebenden Tieren nachstellt, sie durch Lärm oder mutwillig anderweitig beunruhigt, sie fängt, verletzt oder tötet oder Tiere aussetzt oder ansiedelt.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung über das Naturschutzgebiet "Os bei Süderbrarup" vom 10. Dezember 1956 (GVOBl. Schl.-H S. 206), zuletzt geändert gemäß Landesverordnung vom 24. Oktober 1996 (GVOBl. Schl.-H. S. 652) *) außer Kraft.
Kiel, 12. August 2003
für Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft
GS Schl.-H. II, Gl.Nr. 791-3-45