Source: https://digital.zlb.de/viewer/image/15523793/1/
Timestamp: 2020-02-24 20:26:12
Document Index: 275549388

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 6', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 1', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 34', '§ 8', '§ 33', '§ 8', '§ 6', '§ 8', '§ 8', '§ 34', '§ 172', '§ 11', '§ 16', '§ 16']

Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité : Berlin Mitte ; nichtoffener Wettbewerb / Hrsg. und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Gesamtkoordination Inge Schmidt-Rathert
Schmidt-Rathert, Inge [Sonst.]
Charité ; Architekturwettbewerb ; Fassade ; Baumaßnahme
Auslobung : [Elektronische Ressource]
Datum des Herunterladens: 20.09.2012
Elektronische Ressource (PDF-Format 1,44 MB)
Kws 461 Hochbau: Sonstige
urn:nbn:de:kobv:109-opus-154842
Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des OP-/ITS-Neubaus der Charité
Fassadengestaltung des Bettenhochhauses Berlin Mitte und des OP-/ITS-Neubaus der Charité
Nichtoffener Wettbewerb für Architekten Fassadengestaltung des Bettenhochhauses und des Neubaus für den Operations- und intensivmedizinischen Bereich der Charité Berlin Mitte Auslobung
Berlin, Februar 2012
Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Wettbewerbsauslobung Inge Schmidt-Rathert, II D 1, Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Berit Breuer, Dipl.-Ing. Architektur Digitale Bearbeitung Berit Breuer, Dipl.-Ing. Architektur Titelbild Dirk Laubner, 2010 Druck A&W Digitaldruck, Berlin
Anlass und Ziel.........................................................................................7 Teil 1	 1.1	 1.2	 1.3	 1.4	 1.5	 1.6	 1.7	 1.8	 1.9	 1.10	 1.11	 1.12	 1.13	 1.14	 1.15	 1.16	 1.17	 1.18	 Teil 2	 2.1	 2.2	 2.3	 2.4	 2.5	 2.6	 2.7	 2.8	 2.9	 Teil 3	 3.1	 3.2	 3.3	 3.4	 3.5	 3.6	 3.7	 3.8	 3.9	 3.10	 Teil 4	 4.1	 4.2	 Verfahren. ...................................................................................9 . Auslober, Bauherr, Nutzer............................................................9 Art des Verfahrens.......................................................................9 Richtlinien für Wettbewerbe.........................................................9 Wettbewerbsteilnehmer.............................................................10 Preisgericht und Vorprüfung......................................................10 . Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen........................................13 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten. ............................................14 . Ortsbesichtigung, Rückfragen und Rückfragenkolloquium .......14 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen. ..................................15 . Geforderte Leistungen...............................................................15 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung......................................18 Preise und Anerkennungen........................................................18 Weitere Bearbeitung..................................................................18 Eigentum und Urheberrecht.......................................................20 Verfassererklärung.....................................................................20 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten........20 . Haftung und Rückgabe..............................................................21 Zusammenfassung der Termine. ...............................................21 . Situation und Planungsvorgaben...........................................23 Städtebauliche Rahmenbedingungen........................................23 Historische Entwicklung.............................................................26 Die Charité / Der Campus Mitte heute.......................................33 Der Wettbewerbsbereich. ..........................................................34 . Die Neuplanung.........................................................................39 Erschließung / Verkehr...............................................................42 Zugänge / Außenanlagen...........................................................43 Bauplanungs- und Bauordnungsrecht.......................................45 . Denkmalschutz. .........................................................................45 . Wettbewerbsaufgabe...............................................................47 Planungsumfang........................................................................47 Architektonische Zielsetzung.....................................................48 Funktionale Anforderungen........................................................48 Technische Fassadenausrüstung..............................................51 . Erschließung..............................................................................52 Baukosten / Wirtschaftlichkeit....................................................52 Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Ökologische Zielsetzung......54 Barrierefreies Bauen..................................................................55 Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien..................55 Beurteilungskriterien des Preisgerichts......................................56 Anhang......................................................................................57 Digitale Anlagen.........................................................................57 Quellenangaben.........................................................................62
Fassadengestaltung Bettenhochhaus und OP-/ITS-Neubau der Charité
Fassadengestaltung Bettenhochhaus und OP-/ITS-Neubau der Charité / Anlass und Ziel
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin beabsichtigt die Sanierung des 1982 in Betrieb genommenen Bettenhochhauses in der Luisenstraße 64, 10117 Berlin (ca. 63.500 qm BGF). Außerdem soll an Stelle des abzureißenden Lehrgebäudes östlich des Bettenhochhauses ein Neubau für den zentralen Operationsbereich, den zentralen intensivmedizinischen Bereich und die Rettungsdienststellen einschließlich einer Liegendkrankenanfahrt errichtet werden (ca. 17.000 qm BGF). Der Nutzungsbeginn für die Gebäude soll im ersten Quartal 2016 erfolgen, um den Einnahmeausfall im Krankenhausbetrieb zu minimieren. Gegenstand dieses Wettbewerbs sind die Fassadenerneuerung des Bettenhochhauses des Charité Campus Mitte sowie die Gestaltung der Fassade des OP-/ITS-Neubaus (OP = Operationstrakt, ITS = Intensivtherapiestationen). Der Gesamtkostenrahmen der Baumaßnahme „Fassade“ beträgt maximal 22 Mio. Euro (brutto, KG 300 + 700 nach DIN 276). Der Kostenrahmen ist zwingend einzuhalten. Die gesamte Fassade umfasst eine Fläche von ca. 26.000 qm. Die geplante Baumaßnahme stellt aufgrund der besonderen städtebaulichen Bedeutung hohe Anforderungen an die architektonische Qualität der Fassadengestaltung. Das Bettenhochhaus ist eine gut sichtbare Höhendominante im Bezirk Mitte, verortet die Charité im Stadtraum und wird zum Symbol für die Charité als Institution. Es ist eine angemessene Fassadensprache im stadträumlichen Kontext zu finden, die sich mit der Architektur des Campus Charité auseinandersetzt. Die Fassaden sollen unter dem Aspekt des energieoptimierten Bauens im Sinne eines innovativen energie- und kosteneffizienten Gebäudekonzepts geplant werden. In Anlehnung an den Berliner Energiestandard bei Baumaßnahmen im Zuständigkeitsbereich des Landes Berlin ist bei Neubauten mit der Verschärfung um 30% und bei Sanierungen im Bestand um 20%, bezogen auf den Primärenergiebedarf nach EnEV 2009, zu planen.
Fassadengestaltung Bettenhochhaus und OP-/ITS-Neubau der Charité / Teil 1 Verfahren
Teil 1	 Verfahren 1.1	 Auslober, Bauherr, Nutzer
Auslober, Bauherr, Nutzer Charité – Universitätsmedizin Berlin Charitéplatz 1 10117 Berlin Bedarfsträger Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Bernhard-Weiß-Straße 6 10178 Berlin-Mitte Wettbewerbsdurchführung, Auslobung und Koordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin-Mitte Inge Schmidt-Rathert, II D 1 Tel.: +49 (0)30/ 9025 2032 Fax: +49 (0)30/ 9025 2535 E-Mail: inge.schmidt-rathert@senstadt.berlin.de
Die Auslobung erfolgt als nichtoffener Wettbewerb für Architekten. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über E-Mail.
Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) sowie das Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 06 / 2009 (Einführung der RPW 2008) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Die Architektenkammer wirkt vor, während und nach dem Wettbewerb beratend mit, sie registriert den Wettbewerb. Mit der Registrierung wird bestätigt, dass die Auslobungsbedingungen der Richtlinie entsprechen. Die besonderen Bestimmungen für öffentliche Auftraggeber (RPW 2008, § 9) sind anzuwenden. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. AKB-2012-02 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der RPW
2008 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, - II D -, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt. Vergabekammer Öffentliche Aufträge, die gemäß den Vergabevorschriften der EU vergeben werden müssen, unterliegen einem Rechtsschutzverfahren. Für die öffentlichen Auftraggeber des Landes Berlin wird dieses Verfahren vor der Vergabekammer des Landes Berlin geführt. Vergabekammer des Landes Berlin Martin-Luther-Str. 105 10825 Berlin Tel. +49 (030)/ 9013 8316, Fax. +49 (030)/ 9013 7613
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 13.12.2011 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 20 Architekten ausgewählt.
Hilde Léon Architektin, Berlin Peter Brückner Architekt, Tirschenreuth Olaf Drehsen Architekt, Köln
Stellvertretende 		 Fachpreisrichter		 				 				 Sachpreisrichter		 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 Stellvertretende 		 Sachpreisrichter
Andreas Hild Architekt, München Manfred Ortner Architekt, Berlin Matthias Sauerbruch Architekt, Berlin Julia Tophof Architektin, Berlin Eike Becker Architekt, Berlin Dr. Knut Nevermann Staatssekretär für Wissenschaft Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin N.N. Staatssekretär Senatsverwaltung für Finanzen Berlin Regula Lüscher Senatsbaudirektorin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Kristina Laduch Stadtplanung Bezirksamt Mitte von Berlin Dr. Karl Max Einhäupl Vorstandsvorsitzender Charité – Universitätsmedizin Berlin Andrea Hoops Abteilungsleiterin IV – Hochschulen Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin N.N. Senatsverwaltung für Finanzen Berlin Hilmar von Lojewski Abteilungsleiter VI – Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Steffen Klette Stadtplanung Bezirksamt Mitte von Berlin
Christian Kilz Technik und Betriebe Charité – Universitätsmedizin Berlin Cornelia Tauchnitz Hochschulen Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin Ulrich Wurst Hochschulen Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin Jochen Windolph Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Karin Primus Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Knut Kardacki Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens / Bauaufsicht Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Dr. Dagmar Tille Werkstatt Baukultur – Kommunikation Oberste Denkmalschutzbehörde Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Manfred Kühne Abteilungsleiter II – Städtebau und Projekte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Peter Ostendorff Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin Inge Schmidt-Rathert Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin
Vorprüfung			 				 				 				 Kostenprüfung		 				 				 				 Fassadentechnik:		 Energieeffizienz /		 Nachhaltigkeit		 				 				 Gäste
Guido Schmitz Denkmalschutz Bezirksamt Mitte von Berlin Sorina Olteanu-Schmidt Technik und Betriebe Charité – Universitätsmedizin Berlin Stefan Ludes Stefan Ludes Architekten, Berlin Peter Schmiedgen Stefan Ludes Architekten, Berlin Dieter Bankert Architekt, Dessau Dr. Peter Korneli Architekt, Dresden Ulrike Lickert Architektin, Berlin Norbert Giebels Architekt, Berlin Florian Kleinert SPM Stein Projektmanagement, Berlin Karsten Felsner SPM Stein Projektmanagement Wolfgang Priedemann IB Priedemann Fassadenberatung, Großbeeren Andreas Beccard IB Priedemann Fassadenberatung, Großbeeren Peter Kever Architektenkammer Berlin Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung Bezirksamt Mitte von Berlin
Der Auslobungstext wird den Teilnehmern vorab in digitaler Form per E-Mail am 14. Februar 2012 zugesandt. Die digitalen Anlagen zum Wettbewerb stehen gleichzeitig zum Download (durch Erhalt eines Passwortes) zur Verfügung. Die Auslobungsbroschüre wird am 17. Februar 2012 per Post an die Teilnehmer versendet.
Die Arbeiten müssen bis zum 27. März 2012 um 18.00 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 Jannowitzcenter 10179 Berlin Raum Nr. 4.026 eingegangen sein. (Es gilt nicht das Datum des Poststempels.) Die Wettbewerbspläne sind gerollt in einer eckigen Versandbox abzuliefern. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistungen bis zum 27. März 2012 vorliegen. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Wettbewerb Bettenhochhaus und OP-/ITS-Neubau der Charité“ einzureichen. Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben. Die Verfassererklärung ist nicht in digitaler Form einzureichen.
Ortsbesichtigung Am 20. Februar 2012 um 11 Uhr findet eine Ortsbesichtigung mit den Wettbewerbsteilnehmern statt. Treffpunkt ist der Haupteingang zum Bettenhochhaus der Charité, Luisenstraße 65, 10117 Berlin. Es wird dringend empfohlen an der Ortsbesichtigung teilzunehmen. Rückfragen Rückfragen zur Auslobung können schriftlich gestellt werden. Sie müssen bis zum 23. Februar 2012 um 12 Uhr bei folgender E-Mail-Adresse eingegangen sein: inge.schmidt-rathert@senstadt.berlin.de
Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Auslobung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Ein Rückfragenkolloquium findet nicht statt. Die Beantwortung der Rückfragen erfolgt in Abstimmung mit dem Preisgericht. Die Zusammenstellung aller eingereichten Fragen und deren Beantwortung wird den Beteiligten am 29. Februar 2012 per E-Mail zugesandt und ist Bestandteil der Auslobung.
Unterlagen des Wettbewerbs sind: ▪	 ▪	 ▪	 die vorliegende Auslobung die Zusammenstellung der Rückfragen und deren Beantwortung digitale Daten zum Download (vollständiges Verzeichnis siehe Teil 4 Anhang), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und Dokumente: –	 Bestandspläne Bettenhochhaus (Lageplan, Grundrisse, Schnitte, Schemaansichten) –	 Bestandsfassade Bettenhochhaus als 3D-Drahtmodell mit Fotoansichten (wird zeitgleich mit der Zusammenstellung der Rückfragen und deren Beantwortung an die Wettbewerbsteilnehmer ausgegeben) –	 Neuplanung Bettenhochhaus und OP-/ITS-Neubau (Lageplan, Grundrisse, Schnitte) –	 Gutachten / Untersuchungsberichte: Energetische Gebäudeplanung, Brandschutz, Statik, Schallschutz –	 Luftbild, Fotodokumentation
Hinweis Jeder Teilnehmer des Verfahrens verpflichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbes zu löschen.
Geforderte Leistungen in Papierform 1.	 zusammenhängende Fassadenabwicklungen für Bettenhochhaus (Bauteile 2/6) und Neubau OP-/ITS-Gebäude und alle weiteren zum Verständnis des Entwurfs erforderlichen Ansichten einschließlich Dachaufbauten und Verbindungsbauwerk im Maßstab M 1:200 2.	 Schnitte durch alle Leitkonstruktionen (Fenster und Sonnenschutzsysteme, Anschlüsse an Dächer bzw. Decken) und Teilansichten zur Vermittelbarkeit von Materialität, Gestaltungsqualität und zur Ermittlung der Kosten im Maßstab M 1:20 3.	 Schematische Darstellung der Lüftungskonzepte mit Angabe der wesentlichen Parameter (Größe der Lüftungsflügel, freier Lüftungsquerschnitt)
8.	 9.
10.	 11.	 12.
13.	 14.	 15.	 16.
bei Änderungen in der Grundrissorganisation durch den Fassadenentwurf entwurfsabhängige Überprüfung der Neuplanung mit einer räumlichen Darstellung im Maßstab M 1:50 jeweils eine perspektivische Darstellung der gestalterischen Qualität der Fassaden hinsichtlich der Wirkung auf den Innenraum an den Beispielen Bettenzimmer (Regelgeschoss) und Haupteingang zum Bettenhochhaus jeweils eine perspektivische Darstellung der gestalterischen Qualität der Fassaden aus drei vorgegebenen Perspektiven (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.9: Luisenstraße, Philippstraße, Invalidenstraße) eine perspektivische Darstellung der gestalterischen Qualität der Fassaden hinsichtlich der Fernwirkung aus der vorgegebenen Perspektive (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.9: Bahnviadukt) zwei dreidimensionale Darstellungen des Fassadenentwurfs unter Verwendung des 3D-Drahtmodells (ohne Umgebung) Ansichten des Brückenbaukörpers über die Luisenstraße mit Darstellung der angrenzenden Gebäude (Bauteil 1 und Bauteil 2) im Maßstab M 1:200 Prüfpläne (gefaltet) ein Satz der verlangten Ansichten und Schnitte/ Details mit Eintragung der für die Berechnung notwendigen Maße Berechnungen auf Formblatt „Gebäudehüllflächen“ (aufgelistet nach Außenwand, Dach, Fenster usw.) Erläuterungsbericht (max. 4 DIN A 4 Seiten, getrennt von den Plänen) mit Aussagen zu folgenden Aspekten: –	 Erläuterung und Begründung des vorgeschlagenen Entwurfskonzepts –	 Beschreibung von Konstruktion und Materialien –	 Angaben zum Reinigungs- und Wartungskonzept –	 Angaben zum Schallschutz- und Lüftungskonzept –	 Aussagen zur Wirtschaftlichkeit –	 Angaben zu konstruktiven Maßnahmen und Fassadenlasten Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 (neu) zu KG 300 + 700 Angabe von Fassadenkosten je qm als Richtwerte für die vorgesehenen Fassadentypen Verzeichnis der eingereichten Unterlagen Verfassererklärung (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.8 / Formblätter)
Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-ROM zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): –	 –	 –	 die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi (ggf. LZW-komprimiert) die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi. die geforderten Leistungen nach Nr. 10 (Prüfpläne) als CAD-Datei im Format .dwg oder .dxf (AutoCAD, Version 2000 oder tiefer) oder .pln (ArchiCAD, Version 7 oder tiefer) das ausgefüllte Formblatt zu Nr. 11 (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.8 / Formblätter) als .xls-Datei (Microsoft Excel) die unter Nr. 12 bis 15 aufgeführten geforderten Leistungen
–	 –
Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: – Lageplan						 – Grundrisszeichnung Erdgeschoss		 – Ansichten						 – Prüfpläne
In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. MacintoshFormate können grundsätzlich nicht verwendet werden. Allgemeine Hinweise Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß RPW 2008 § 5 Absatz 2 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen. Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbsteilnehmer max. drei 2 m hohe Rolltafeln mit je einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung. Die vom Auslober zur Verfügung gestellten Arbeitspläne sind ein Angebot, den Wettbewerbsbeitrag darzustellen; sie müssen von den Verfassern nicht verwendet werden. Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben Die für die Wettbewerbsaufgabe verbindlichen Vorgaben werden im Sinne der Innovation und des Wettbewerbgedankens auf folgende grundsätzliche Anforderungen begrenzt: Es werden keine bindenden Vorgaben im Sinne der RPW 2008 § 5 Absatz 1 und § 6 Absatz 2 formuliert. Wettbewerbsbeiträge, die während der Laufzeit des Wettbewerbes veröffentlicht werden, verstoßen gegen die in § 1 Absatz 4 und § 6 Absatz 2 RPW 2008 geforderte Anonymität und sind von der Beurteilung auszuschließen.
Das Beurteilungsverfahren ist unter § 6 Absatz 2 der RPW 2008 dargestellt. Ergänzend gilt Folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden mit Hilfe eines Kriterienkataloges vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzugezogen werden. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten bleibt dem Preisgericht vorbehalten (siehe hierzu 3.11 / Beurteilungskriterien des Preisgerichts).
Die Wettbewerbssumme (RPW 2008 § 7 Absatz 2) ist auf der Basis des § 34 HOAI ermittelt. Für Preise und Anerkennungen stehen insgesamt 115.500,– Euro zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis			 2. Preis			 3. Preis			 4. Preis			 2 Anerkennungen à	 38.000,00 Euro 26.000,00 Euro 18.000,00 Euro 13.500,00 Euro 10.000,00 Euro
Über die Preise und Anerkennungen hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die Preise werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 19% ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Bei der Umsetzung des Projekts wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einer der Preisträger beauftragt, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Voraussetzung ist, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Der Wettbewerbsgewinner wird als Subunternehmer des Generalplaners stufenweise Planungsleistungen der Leistungsphasen 2 bis 5 gemäß HOAI § 33 für den Bauteil Fassade übernehmen. In einer ersten Vertragsstufe werden Planungsleistungen der Leistungsphasen 2 und 3 und in einer zweiten Vertragsstufe Planungsleistungen der Leistungsphasen 4 und 5 übertragen. Zur Information befindet sich der Vertragsentwurf unter Digitale Anlagen / 4.1.10. Die Vertragsverhandlung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Dabei gilt für die einzelnen Leistungsphasen Folgendes:
• Leistungsphase 2 (Vorplanung): Der Wettbewerbsgewinner wird mit Teilen der Leistungsphase 2 beauftragt. Denn einzelne Leistungen, insbesondere in statisch-konstruktiver Hinsicht wurden schon durch den Generalplaner erbracht. Die Schnittstelle zwischen dem zu erstellenden Fassadenentwurf durch den Wettbewerbsgewinner und dem Entwurf für den Innenausbau des Gebäudes, aus dem sich die Vorgaben für den Wettbewerb ergaben, ist die thermisch wirksame Ebene. • Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung): Der Wettbewerbsgewinner wird mit den Leistungen der Leistungsphase 3 beauftragt. Die Entwurfsplanung soll bei einer Beauftragung im April 2012 noch im ersten Halbjahr 2012 abgeschlossen werden. • Leistungsphasen 4 und 5 (Genehmigungs- und Ausführungsplanung): Der genaue Umfang der Beauftragung hängt von der Art der baulichen Realisierung der Gesamtmaßnahme ab (z.B. Beauftragung eines Generalunternehmers, der auch Planungsleistungen übernehmen soll, auf der Grundlage einer funktionalen Leistungsbeschreibung oder Beauftragung von Einzelunternehmern auf der Grundlage konstruktiver Leistungsbeschreibungen). Der Wettbewerbsgewinner wird auf der zweiten Vertragsstufe mit der Erarbeitung von Leitdetails für die weitere Planung und Bauausführung beauftragt, um die architektonische Qualität der Fassadengestaltung sicherzustellen. Leitlinie wird hierbei die Sicherstellung der Realisierung der urheberrechtlich geschützten Gestaltungsidee sein. Um die Fortsetzung der Planung sicherzustellen, wird der Architektenvertrag mit dem Fassadenarchitekten die Übertragung eines Nutzungsrechts an den Planungen an die Charité und das Recht zur Weiterübertragung dieses Nutzungsrechts auf Dritte vorsehen. Um gleichzeitig auch die architektonische Qualität der Fassade sicherzustellen, werden Änderungen am Entwurf des Fassadenarchitekten nur mit dessen Zustimmung möglich sein. Die Zustimmung darf aber nicht verweigert werden, soweit sie zur Einhaltung der Kosten- und Terminziele notwendig ist. Die Beauftragung der jeweils nächsten Stufe kann nur beim Vorliegen der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen gem. ABau Teil II, Punkt 23 erfolgen. Ein Rechtsanspruch auf Beauftragung dieser Leistungen besteht nicht. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises oder Anerkennung nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Ein Verhandlungsverfahren im Anschluss an den Wettbewerb mit allen Preisträgern wird nur durchgeführt wenn der Auftraggeber vom Votum des Preisgerichts abweicht. Im Regelfall wird der Auftraggeber nur mit dem ersten Preisträger über die Auftragsvergabe verhandeln. Für Architekten, die nicht Mitglieder der Berliner Architektenkammer sind, gilt § 6 Bau- und Architektenkammergesetz in der neuesten Fassung (http:// www.ak-berlin.de/publicity/ak/internet.nsf/tindex/de_berufsrecht.htm). Den ausländischen Teilnehmern wird die Hinzuziehung eines Kontaktbüros empfohlen.
Kunst am Bau Gemäß den Ausführungen in der Allgemeinen Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung von Bauaufgaben Berlins (Anweisung Bau) ist beabsichtigt, für diese Baumaßnahme Mittel für „Kunst am Bau“Maßnahmen bereitzustellen.
Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten und angekauften Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers. Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (RPW 2008 § 8 Absatz 3). Der Auslober ist berechtigt, die zu Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fachund termingerechten Durchführung in der Lage sind. Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt in den Digitalen Anlagen unter „4.1.8_ Formblätter“.
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder einer Anerkennung ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekanntgegeben sowie unter www.stadtentwicklung. berlin.de/städtebau/baukultur/wettbewerbe angekündigt. Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Anerkennungen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (RPW 2008 § 8 Absatz 1).
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens. Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt – II D – abgeholt werden. Die nicht in Berlin ansässigen Büros werden nach Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten schriftlich bzw. per Mail angefragt, ob Interesse an einer Rücksendung ihrer Wettbewerbsunterlagen besteht. Die Rücksendung erfolgt nur dann, wenn die Unterlagen in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung (eckige Versandbox) eingereicht wurden. Werden die Arbeiten innerhalb der genannten Fristen nicht zurückgefordert, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren eingereichten Wettbewerbsunterlagen aufgegeben haben und wird dann mit diesen Unterlagen nach seinem Belieben verfahren.
Ausgabe der Auslobung elektronisch/ Planunterlagen zum Download				 14. Februar 2012 Postversand der Auslobungsbroschüre		 17. Februar 2012 Ortsbesichtigung						 20. Februar 2012 / 11 Uhr Rückfragen per E-Mail bis				 23. Februar 2012 / 12 Uhr Versand des Rückfragenprotokolls			 29. Februar 2012 Abgabe der Arbeiten					 27. März 2012 Preisgerichtssitzung					 19. April 2012
Fassadengestaltung Bettenhochhaus und OP-/ITS-Neubau der Charité / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Teil 2	 Situation und Planungsvorgaben 2.1	 Städtebauliche Rahmenbedingungen
Lage im Stadtgebiet Der Campus Charité Mitte ist einer der vier Standorte des Berliner Universitätsklinikums Charité und liegt im historischen Stadtzentrum Berlins im Bezirk Mitte. Die städtebauliche Struktur dieses Stadtgebietes hat sich durch wirtschaftliche und geschichtliche Ereignisse über drei Jahrhunderte stetig verändert. Das Klinikareal gliedert sich in das historische Stammgelände und den in der Nachkriegszeit entstandenen, östlich gelegenen Erweiterungsbereich. Es wird begrenzt durch das Stadtbahnviadukt und den Humboldthafen mit dem Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal im Westen, die Invalidenstraße im Norden, die Luisen- bzw. Philippstraße im Osten und die Schumannstraße im Süden. Das Campusareal erstreckt sich über eine Fläche von 16,5 Hektar.
Abb. 1: Schwarzplan mit Markierung des Campusareals
Die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Luisenstraße trennt das Stammgelände von dem in der Nachkriegszeit entstandenen Bereich. Die Luisenstraße bildet noch heute eine städtebaulich bedeutende Achse, die sich durch aufeinander folgende historische Stadtplätze gliedert. Im Süden befindet sich der Karlplatz. Im Norden liegt der Robert-Koch-Platz, im Anschluss folgt der Platz vor dem Neuen Tor, welcher einen großzügigen Übergang zur Invalidenstraße bzw. zum gegenüber liegenden Invalidenpark bildet.
Abb. 2: Luftbild 2011, M 1:5.000
Abb. 3: Lageplan mit Markierung des Hochhauskomplexes (Campusareal grau hinterlegt)	 M 1:5.000 ,
Baustruktur der Umgebung Der Campus Charité Mitte liegt im Kernbereich der historischen FriedrichWilhelm-Stadt. Die Umgebung des Campusgeländes wird geprägt durch eine Mischung aus Wohngebäuden mit einer kleinteiligen Parzellenstruktur und öffentlichen Solitärgebäuden. Entlang der Hauptstraßen, die das Gelände umgeben, wie Invalidenstraße, Hessische und Hannoversche Straße, dominieren repräsentative Geschäftshäuser und öffentliche, häufig von Freiflächen umgebene Gebäude. Die Freiflächen in Form von Parkanlagen dienen partiell auch als Erschließungsnetz. Östlich des Klinikareals und der Luisenstraße befindet sich der Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin auf einem ausgedehnten Parkgelände. Die wissenschaftlichen Einrichtungen und Institutsgebäude der Humboldt-Universität erstrecken sich entlang der Hannoverschen und Hessischen Straße bis zur Invaliden- und Chausseestraße. Die Bebauung entlang der Luisenstraße und der Invalidenstraße unterlag im 2. Weltkrieg starken Zerstörungen. Sie wurde nach dem Krieg weitgehend rekonstruiert. Teilweise wurde die historische Bebauung jedoch abgetragen und durch Neubauten ersetzt. Westlich des Charité-Geländes grenzt der Ortsteil Tiergarten an. Dort liegt der neue Berliner Hauptbahnhof (ehemaliger Lehrter Stadtbahnhof). Im südwestlich verlaufenden Spreebogen befinden sich heute die Standorte des Parlaments mit dem Kanzleramt, dem Alsen- und Luisenblock sowie dem Reichstag. Das Regierungsviertel reicht von Westen bis an das Bahnviadukt heran und schließt somit unmittelbar an das CharitéStammgelände an. Nördlich des Campus Charité Mitte, auf der anderen Seite der Invalidenstraße erstreckt sich der Invalidenpark. Östlich davon liegt die ehemalige Geologische Landesanstalt. Gegenwärtig befindet sich dort das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Charakteristisch für das gesamte Gebiet ist der Wechsel von großen Baublöcken und repräsentativen, in Parkanlagen stehenden Einzelgebäuden.
Die Friedrich-Wilhelm-Stadt Die Friedrich-Wilhelm-Stadt ist als eine der Vorstädte im 18. Jahrhundert außerhalb der unter Kurfürst Friedrich Wilhelm zwischen 1650 und 1683 erbauten Befestigungsanlagen entstanden. Sie schließt in westlicher Richtung an die Spandauer Vorstadt und in nördlicher Richtung an die Dorotheenstadt an, reicht im Norden bis an die heutige Hannoversche Straße, deren Führung dem einstmaligen Verlauf der Akzisemauer folgt. Im Osten dehnt sie sich bis zur Friedrichstraße, im Süden und Südwesten bis an die Spree und im Westen bis zum Humboldt-Hafen beziehungsweise zum Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal aus. Die Bebauung des Gebietes begann mit der Anlage der Dammstraße, der späteren Friedrichstraße, als Nord-Süd-Verbindung von der Dorotheenstadt zum Oranienburger Tor. Nach der Errichtung erster Gebäude entlang der Friedrichstraße in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ließen
sich ab 1738 Schiffbauer nieder, die dort ihre Werkstätten und Holzplätze und Wohnhäuser erbauten. Bestimmend für die Stadtstruktur waren die öffentlichen Einrichtungen, die sich hier seit dem 18. und 19. Jahrhundert vor den Toren der Stadt ansiedelten. Flächenintensive Institutionen wie Krankenhäuser, Friedhöfe, Kasernen, Exerzierplätze lagen in diesem Bereich. Im Hintergelände der verlängerten Friedrichstraße wurde bereits 1697 das französische Hospital und Waisenhaus gegründet, am Oranienburger Tor entlang der Akzisemauer entstand 1764 eine Kaserne.
Abb. 4: Situationsplan von der Haupt- und Residenz-Stadt Berlin (Wilhelm Liebenow, 1867)
Für die Entwicklung des Gebietes ausschlaggebend war die Gründung der Charité. Ursprung der Charité war die Errichtung eines Pesthauses im Jahre 1710, welches später als Armenhaus und als Garnisonslazarett diente und 1726 unter dem Namen „Charité“ zu einem allgemeinen Krankenhaus und einer Lehranstalt für Kriegsärzte wurde. Zwischen 1785 und 1800 wurde die Charité zu einer staatlichen Dreiflügelanlage ausgebaut (siehe nachfolgend Historische Entwicklung der Charité). Die wachsende Bedeutung und der damit einhergehende Ausbau der Charité, insbesondere seit der Umwandlung in das Universitätsklinikum der 1828 gegründeten Friedrich-Wilhelms-Universität, förderten die Erschließung des ansonsten noch in weiten Teilen landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten Terrains. Ab 1825, in der Regierungszeit König Friedrich Wilhelms III. (1797–1840), nach dem die Friedrich-Wilhelm-Stadt benannt ist, erfolgte der planmäßige und zügige Ausbau des Stadtgebietes. Die Ansiedlung der Tierarzneischule östlich der Luisenstraße zwischen Hannoverscher Straße und Philippstraße sowie der rückwärtigen Bebauung der Friedrich-, Reinhardt- und Schumannstraße beeinflusste ebenfalls die Entwicklung des Gebietes. Sie widmete sich vorrangig dem Studium sowie der Pflege und Heilung von Pferden im Hinblick auf ihren militärischen Einsatz. Das auf einem ausgedehnten Parkgelände befindli-
che Ensemble bildet heute den Kern des Campus Nord der HumboldtUniversität zu Berlin. Als Hauptstraßenzug und ordnende Achse wurde die Luisenstraße zwischen den offenen räumlichen Strukturen der Charité auf der westlichen und der Tierarzneischule auf der östlichen Seite angelegt. Nach Norden endete die Luisenstraße mit dem quadratischen Luisenplatz, dem heutigen Robert-Koch-Platz. Zwischen Charité und Tierarzneischule und dem Schiffbauerdamm an der Spree entstanden drei Querstraßen: Marienstraße, Karlstraße und Schumannstraße, von denen die mittlere, die frühere Karlstraße, seit 1947 (Max-)Reinhardtstraße, als durchgängige Querachse zur Luisenstraße die Anbindung an Friedrichstraße und Unterbaumbrücke herstellte. Die Anlage dieser drei Straßen bildete die Basis für kleinteilig parzellierte Blockquartiere mit einer dichten Wohnbebauung. Darin eingefügt waren mit der Kaserne und dem Exerzierhaus des 2. Garderegiments zu Fuß an Schumannstraße und Karlstraße größere militärische Anlagen. In der Nähe von Schiffbauerdamm und Friedrichstraße entstand 1865–68 nach Plänen von Friedrich Hitzig eine der ersten Berliner Markthallen. Eine einschneidende Veränderung des Stadtgefüges erfolgte durch das 1883 fertig gestellte Viadukt der Stadtbahn. Mit der Ansiedlung einer Vielzahl naturwissenschaftlicher Institute der Berliner Universität sowie weiterer staatlicher bzw. militärischer Forschungs- und Lehrinstitutionen entwickelte sich in der Friedrich-WilhelmStadt und dem unmittelbar nördlich angrenzenden Bereich an Invalidenstraße, Scharnhorststraße und Hessischer Straße ein herausragender Standort für wissenschaftliche und soziale Einrichtungen. Vor allem während der Kaiserzeit stand das Gebiet ganz im Zeichen des enormen Ausbaus und der baulichen Erneuerung dieser Institutionen. Private Kliniken siedelten sich im Umfeld der Charité an. Ab Mitte des 19. Jahrhundert etablierten sich im südlichen Teil der Friedrich-Wilhelm-Stadt eine Reihe bedeutender, teilweise heute noch existen-
Abb. 5: Übersichtsplan von Berlin von 1910 (Hrsg. Julius Straube)
ter Theater. So entstand 1849–50 an der Schumannstraße, südlich der Tierarzneischule, das Friedrich-Wilhelmstädtische Theater als Vorläufer des Deutschen Theaters. Schwerwiegende Eingriffe in die bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts im Wesentlichen abgeschlossene Überbauung und räumliche Ausformung erfuhr die Friedrich-Wilhelm-Stadt erst mit den Bombardierungen während des Zweiten Weltkriegs. Den Kriegszerstörungen folgten Jahre notdürftiger Instandsetzungen. Durch die Teilung der Stadt in grenznahe Randlage geraten, wurde der noch vergleichsweise in geschlossenen Zusammenhängen erhalten gebliebene Altbaubestand ohne ausreichende Bauunterhaltung faktisch sich selbst überlassen und damit dem Verfall preisgegeben. Andererseits wurden mit hohem Aufwand einige bedeutende öffentliche Bauten wiederhergestellt. Ein erheblicher städtebaulicher Eingriff wurde durch das zwischen 1977 und 1982 an der Luisenstraße errichtete Bettenhochhaus der Charité vorgenommen. Dabei wurde die vorher bis zur Luisenstraße durchgehende Philippstraße überbaut und somit zur Stichstraße. Vorhandene Altbauten wurden abgerissen. Als „Dominante der Berliner Stadtsilhouette“ eingesetzt, veränderte der Hochhauskomplex den Stadtgrundgriss sowie die vorhandene stadträumliche Maßstäblichkeit. Nach der Wiedervereinigung vollzog sich, nicht zuletzt wegen der Nähe zu den neu entstandenen Regierungsstandorten, ein erheblicher Nutzungszuwachs in weiten Teilen der Friedrich-Wilhelm-Stadt. Dabei sind blockbezogene Ergänzungen und Komplettierungen des vergleichsweise intakten, aber lückenhaften Stadtraumes entstanden. Der Altbaubestand wurde in großem Umfang instandgesetzt und modernisiert bzw. restauriert. Die historische Entwicklung der Charité Das Charité-Stammgelände entwickelte sich zunächst westlich der Luisenstraße zwischen Schumannstraße, Invalidenstraße und dem Alexanderufer. Die sich über fast drei Jahrhunderte erstreckende Entwicklung der Charité lässt sich in die nachfolgenden sechs Phasen unterteilen: 1. Entwicklungsphase 1710 – 1784		 Die ursprünglich erste Entwicklungsphase der Charité zeigte sich vom Beginn ihrer Gründung als Pesthaus bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Im Laufe der Jahre durchlebte die Einrichtung umfangreiche Erweiterungen und Ergänzungen, die seine anfängliche Gestalt stark veränderten. 2. Entwicklungsphase 1785 – 1896		 Die Umbaumaßnahmen beinhalteten den Bau der „Alten Charité“ als Dreiflügelanlage und das Gebäude der „Neuen Charité von 1831–1836. Die räumliche Beengtheit in nahezu allen Betriebsbereichen nahm weiterhin zu, so das Ende des 19. Jahrhunderts ein neuer Gesamtentwurf zum heutigen Charité-Ensemble von Friedrich Althoff nach Plänen Diestels vorgestellt und 1897 bestätigt wurde.
3. Entwicklungsphase Mit der Bevölkerungszunahme um 1880 in Berlin traten funktionale Mängel im Hinblick auf die medizinische Entwicklung und Hygiene im Krankenhauswesen auf. Aufgrund dessen wurde ein Masterplan zur Errichtung eines neuen Klinikums für die Charité entwickelt (1896/97). Der baulich umgesetzte Generalplan als dritte Entwicklungsphase ist noch heute auf dem Klinikkomplex (Gebäudeensemble aus rotem Backstein) erkennbar. Die Gebäude der „Alten Charité“ und der „Neuen Charité“ wurden zu großen Teilen abgetragen. 1898 – 1906		 Im nördlichen Bereich des Geländes, nach Nordwesten ausgerichtet entstanden die Gebäude der Psychiatrischen- und Nervenklinik mit einem Lehrgebäude und Absonderungshäusern. Die Bauwerkanordnung ermöglichte es, den Patienten eine separate Gartenanlage zur Verfügung zu stellen. 1899, 1905		 Westlich der Nervenklinik liegt das Pathologische Museum mit dem später angefügten Pathologischen Institut. 1900, 1906		 Die Poliklinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten sowie die um 1900 errichteten Küchen-, Maschinenund Werkstattgebäude befinden sich östlich der Nervenklinik. Derzeit sind dort nur noch Einrichtungen für Technik und Werkstatt untergebracht. 1907 – 1913		 Die I. und II. Medizinische Klinik, eine der größten Einrichtungen wurde mittig des Charité-Stammgeländes, entlang des Virchowwegs errichtet. 1901, 1914 – 17 	 Bauten der Hals-Nasen-Ohren-Klinik von 1901 und Die die Medizinische Poliklinik von 1914–17, wurden parallel zur Luisenstraße errichtet. Es folgten den Kliniken zugeordnete medizinische „Service“-Einrichtungen, wie z.B. die Physikalische Therapie und Laboratorien, die ebenfalls ihren Standort entlang der Luisenstraße erhielten. 1927 – 1939 	 Die Chirurgische Klinik bekam einen Neubau zur Erweiterung der Operationsabteilung. Der als Anbau errichtete Gebäudekomplex ist nach Norden ausgerichtet und wird geländeintern über den Sauerbruchweg erschlossen. Mit der symmetrischen Anordnung der Betriebsbereiche wurde auf ein tradiertes System des Krankenhausbaus zurückgegriffen. Bei der Überprüfung der baulichen Realisierbarkeit und Ablösbarkeit der vorhandenen Bausubstanz kam es jedoch zu erheblichen Abweichungen gegenüber dem Lageplan von 1896/97.
Abb. 6: Lageplan Charité, Neubau 1897 bis 1917
4. Entwicklungsphase 1954 – 1960		 Durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde das Erscheinungsbild des Charité-Stammgeländes stark beeinträchtigt. Die durch Bomben- und Brandschäden zerstörten Gebäude mussten teilweise abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Wesentliche Neubauten dieser Zeit sind die 1957 errichtete Geschwulstklinik an der Invalidenstraße und die Hautklinik in der Luisenstraße, Ecke RobertKoch-Platz. Beide Gebäude haben ein schlichtes Erscheinungsbild und befinden sich am nördlichen Randbereich des Geländes. Ein Großteil der Nachkriegsbauten entstand entlang der Luisenstraße bis an den Platz vor dem Neuen Tor. 5. Entwicklungsphase 1977 – 1982		 Das Klinkareal wurde mit dem Bau des Hochhauskomplexes für das Chirurgisch Orientierte Zentrum nach Osten über die Luisenstraße hinaus erweitert. 6. Entwicklungsphase 1992 – 1993		 Der Neubau des Wirtschaftsgebäudes für die Ver- und Entsorgung des Klinikareals wurde errichtet. 1988 – 2001		 Die sechste Entwicklungsphase begann mit Umbauund Neubaumaßnahmen der Klinik für Innere Medizin. Der an den Altbau angrenzende Neubau wurde im Jahr
1997 vom Architekturbüro Borck, Boye & Schaefer fertig gestellt. 2000			 Der Neubau des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie wurde nach Plänen des Architekturbüros Deubzer König fertig gestellt. Das Gebäude beinhaltet auch das „Deutsche Rheuma Forschungszentrum“. 1999 – 2005		 erfolgte der Umbau der Vorfahrt an der Luisenstraße Es und der Rettungsstelle durch die Architekturbüros SEHW Architekten und Mühlberger Rieger & Partner Architekten. Die Sanierungsmaßnahmen der unter Denkmalschutz stehenden Altbauten wurden nach der Wiedervereinigung fortgesetzt und im Jahr 2005 fertig gestellt. bis 2012		 Der Neubau der Vorklinik der Charité und des Forschungszentrums für Neuro- und Immunwissenschaften (geplante Fertigstellung 2012, Stefan Ludes Architekten) wird im südwestlichen Bereich des Stammgeländes in unmittelbarer Nähe zum Bahnviadukt errichtet.
1897 bis 1917 1954 bis 1960 1976 bis 1981 1988 bis 2001 Abb. 7: Baualtersplan (Stand 2001)
Die Charité / Der Campus Mitte heute
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin Die Charité zählt heute zu den größten Universitätskliniken Europas. Sie konzentriert sich in Forschung, Lehre und Krankenversorgung auf vier Hauptstandorte verteilt: Campus Berlin Buch, Campus VirchowKlinikum, Campus Benjamin Franklin und den namensgebenden Campus Charité Mitte, zu denen über 120 Kliniken und Institute, gebündelt in 17 CharitéCentren, gehören. Durch die Fusionierung der vier CharitéStandorte zur „Medizinischen Fakultät Charité der Humboldt-Universität zu Berlin“ zwischen 1997 und 2003 entstand die Charité – Universitätsmedizin Berlin. Sie versorgt jährlich rund 390.000 ambulante und ca. 120.000 stationäre Fälle mit einer Bettenkapazität von ca. 3.200 Betten. Die Charité hat ca. 14.400 Mitarbeiter und beschäftigt etwa 250 Professoren. Es werden über 7.500 Studierende in 13 Studiengängen ausgebildet. Das Gesamtbudget der Charité beträgt ca. 1 Milliarde Euro pro Jahr. Als zweitgrößter Arbeitgeber Berlins unterstützt sie durch externe Forschungsgelder jährlich mehrere tausend Wissenschaftler und Ärzte. Sie ist einer der Wirtschafts- und Innovationsfaktoren in der Region BerlinBrandenburg. Der Campus Charité Mitte Auf dem Campus Charité Mitte steht eine der ältesten Krankenhausanlagen Deutschlands. Die im Verhältnis zum regelmäßigen Raster der umgebenden Straßen schräge Ausrichtung der Gebäude und Grundstücksachsen geht auf die Lage der Vorgängerbauten („Alte Charité“ und „Neue Charité“) zurück. Noch heute lässt sich anhand der alten Struktur des Klinikkomplexes auf dem Stammgelände die ursprüngliche Figur des dreieckförmigen Areals zwischen Schumann- und Invalidenstraße ablesen. Die Einzelgebäude sowie die zusammengefügten Baukomplexe wurden funktional zugeordnet und untereinander erschlossen. Die Gartenanlagen bilden ein Gesamtbild und stellen Verbindungen zur Erschließung der einzelnen Abteilungen innerhalb des Campus her. Architektonische Gestaltung des Campusgeländes Trotz zentraler Innenstadtlage zeigt sich der Campus Charité Mitte gestalterisch als eigenständiger eher introvertierter Bereich. Gemeinsame Gestaltungselemente der Alt- und Neubauten verleihen der Anlage eine städtebauliche Geschlossenheit. Die historischen Gebäude zeigen über einer Sockelzone aus schlesischen Granitsteinen die Fassaden als Sichtmauerwerk mit hell- bis mittelroten Handstrichziegeln im gotischen Verband. Diese Ziegelflächen werden gegliedert durch Putzflächen, die um einen Viertel-Stein zurückgesetzt zwischen Ziegel-Lisenen liegen. Säulen, Abdeckungen und Gesimse bestehen meist aus schlesischem Sandstein und die Dächer wurden mit Schiefer eingedeckt. Die prägnante Architektur der Bauten von Georg Diestel in Mischformen von Neogotik, Neorenaissance und Jugendstil verbindet die aufeinander bezogenen Baukörper und Bauteile zu einer einheitlichen Gesamtanlage. Zugleich heben die verschiedenen Gestaltungen der Giebel, die unterschiedlichen Ziegelmaßwerke und Friese die einzelnen Bauten voneinander ab, beziehungsweise weisen durch den abgestuften Gestaltungsaufwand auf die Bedeutung der einzelnen Kliniken hin.
Die Fassadenbekleidungen der zu DDR-Zeiten ergänzten Bauwerke bestehen aus industriell vorgefertigten Elementen, die im Bereich des Sockels und der Treppenhäuser mit roten Klinkern und Spaltplatten belegt sind (detaillierte Informationen siehe 2.4 / Bestandsfassade).
Eigentum Das Flurstück 349 (Flur 21) befindet sich im Eigentum des Landes Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Finanzen, Fachvermögen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin. An das Flurstück 349 grenzt nördlich das Flurstück 42 (Schulgrundstück) an, welches sich im Eigentum des Landes Berlin, Fachvermögen Bezirksamt Mitte von Berlin befindet. Das zum Abriss vorgesehene Lehrgebäude (Bauteil 3) überschreitet die Grundstücksgrenze zum Flurstück 42. Der geplante OP-/ITS-Neubau überbaut in ähnlichem Umfang einen Teil des Nachbargrundstücks. Die Grundstücksituation wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin mit dem Bezirksamt Mitte von Berlin, Schulverwaltung geklärt. Topographie Das Gelände, auf dem sich der Hochhauskomplex befindet, weist in sich nur geringe topographische Unterschiede auf. Die Geländeoberkanten liegen meist zwischen 34,10 mNHN und 34,60 mNHN. Eine Ausnahme bildet die leicht im Bereich der Durchfahrt ansteigende Luisenstraße, deren Oberfläche von 34,80 mNHN bis auf eine Höhe von 35,20 mNHN ansteigt und wieder abfällt. Der Terrassenbereich vor dem Haupteingang liegt durch die aus dem Gelände herausragende Kellerdecke auf ca. 35,75 mNHN – 35,85 mNHN und ist über eine großzügige Treppenanlage allseitig zugänglich. Die exakte Höhenlage der Geländepunkte ist dem unter 4.1.2_ Informationspläne zu findenden Bestandsplan_Vermesser zu entnehmen. Hochhauskomplex Der Standort des Bettenhochhauses ist Teil des in der Nachkriegszeit entstandenen Erweiterungstrakts des Chirurgisch Orientierten Zentrums und befindet sich an der Luisenstraße 60–66. Östlich schließt der Hochhauskomplex an das Charité-Stammgelände an bzw. wird westlich durch die Luisenstraße begrenzt. Nördlich umschließt die Bebauung am Robert-Koch-Platz und der Hannoverschen Straße den Bereich. Rückwärtig zwischen Hannoverscher Straße und Philippstraße gelegen schließt das Grundstück der Europaschule „Neues Tor“ mit vorgelagertem Pausenhof und Sporthalle unmittelbar nordöstlich an. Richtung Osten und Süden befinden sich die wissenschaftlichen Institute der Humboldt-Universität (HU) auf dem ausgedehnten Gelände der alten Tierarzneischule (heute Campus Nord der HU). Im nördlichen Bereich des HU-Campusareals an der Philippstraße ist ab 2012 die Errichtung des Forschungs- und Laborgebäudes für Lebenswissenschaften als abgewinkelter, kompakter Solitär mit horizontal betonter Fassade geplant. Im Jahr des Internationalen Denkmalschutzes 1975 kam der Beschluss des Ministerrates der DDR, das Stammgelände der Charité unter denkmalpflegerischen Aspekten wiederherzustellen. An der östlichen Flanke jedoch sollte ein Hochhaus mit einundzwanzig Nutzgeschossen für die
„Operativen Disziplinen“ entstehen. Der Bau des Erweiterungstrakts begann 1977 und wurde im Auftrag der „Aufbauleitung Sondervorhaben Berlin“ durchgeführt. Das Bauvorhaben beinhaltete die Zusammenfassung vergleichbarer Aufgabenbereiche in eine zentralbetriebliche Funktionseinheit. Mit dieser Planung wurde für die Charité das bis dahin geltende Prinzip der Einzelkliniken (bauliche Trennung von Abteilungen) und der geringen Geschosszahl aufgegeben. Der Gebäudekomplex mit dem Bettenhochhaus ragt mit einer Höhe von mehr als 70 Metern weit über die umgebene Bebauung hinaus. Der vom Architekturkollektiv (unter anderem Swora, Korneli, Bankert) neu errichtete Gebäudekomplex stellt eine in den fünfziger und sechziger Jahren beliebte Kombination von Flachbau und Hochhausbau dar. Mit der kompletten Überbauung der westlichen Philippstraße durch den Komplex wurde ein der bestehenden Bebauung gegenüber maßstabsloses Gebäude in das Krankenhausareal eingefügt und der historische Stadtgrundriss stark verändert. Bauliche Substanz Der Gebäudekomplex unterliegt einem achssymmetrischen Entwurfskonzept und besteht aus mehreren Bauteilen, die sich nach Norden und Osten mit ausladenden Flachbauten, die miteinander verbunden sind, ausdehnen. Es setzt sich aus 7 Bauteilen mit unterschiedlichen Abteilung zusammen, worunter sich 26 Operationssäle befinden. Der Gebäudekomplex wurde als Sonderkonstruktion errichtet. Das 21-geschossige Bettenhochhaus mit 24 Ebenen und einer Höhe von ca. 72 m gliedert sich in zwei Bauteile, den Funktionstrakt und das Bettenhochhaus (Bauteile 2 und 6). Der Eingangsbereich befindet sich auf einer Hochterrasse. Die Ausrichtung und Lage des Eingangsbereiches ist für die öffentliche und geschäftliche Nutzung jedoch momentan eher unzureichend. Das Foyer im Eingangsbereich beinhaltet einen Infotresen mit Sitzgelegenheiten, sowie ein Kiosk zum Verkauf von Waren des täglichen Bedarfs. Durch zwei Erschließungskerne wird das Gebäude vertikal erschlossen.
Abb. 8: Eingangsbereich Bettenhochhaus
Die das Bettenhochhaus umgebenden Flachbauten beinhalten unter anderem Einrichtungen für die Lehre (Bauteil 3) und eine Rettungsstelle mit zugeordnetem OP-/ITS-Trakt (Bauteile 4 und 5). Den Anschluss an das Stammgelände bildet ein Brückenbau über die Luisenstraße zu den Bauteilen 1 und 7. Die massiv wirkende Doppelbrücke mit einer lichten Durchfahrtshöhe von 3,20 m erweist sich als städtebaulicher Riegel, der die Sichtachse Luisenstraße / Robert-Koch-Platz / Platz vor dem Neuen Tor unterbricht. Die Zufahrt zum Versorgungshof ist von der Philippstraße zu erreichen. Im täglichen Durchschnitt wird der Hochhauskomplex von ca. 8.500 Personen aufgesucht. Davon entfallen rd. 1.400 Personen auf Patienten, rd. 3.000 auf Besucher, rd. 2.500 auf Mitarbeiter, rd. 1.000 auf Studenten und rd. 550 Personen auf Schüler, Zivildienstleistende und Auszubildende. Der Gebäudekomplex verfügt derzeit insgesamt über ca. 750 Betten. Bauteil 2 – Funktionstrakt (Ebenen K1, K2 und E1 bis E4) Der Funktionstrakt stellt einen sogenannten Sockelbereich des darüber liegenden Bettenhochhauses dar und ist mit 2 Ebenen vollständig unterkellert. Der 2-geschossige Hochkeller beinhaltet Trafostation, Technik, sowie Ver- und Entsorgung. Das obere Kellergeschoss ragt mit seiner Geschossdecke aus dem Erdreich heraus und bildet in südlicher Richtung den Vorplatz des Haupteingangs. Der Haupteingangsbereich befindet sich im Erdgeschoss (Ebene 1), den der Besucher über die Luisenstraße erreicht. In den ersten vier Geschossen, den sog. Funktionsebenen sind die Diagnose-Abteilungen untergebracht. Das Tragwerk des Sockelbauwerks ist in Skelettbauweise monolithisch als Stützenriegelkonstruktion mit Stahlbetondecken um den zentralen Treppenhaus- und Aufzugskern errichtet. Zwei Brückenbaukörper kreuzen zu den Altbauten auf dem Stammgelände die öffentliche Luisenstraße. Die über 3 Ebenen verlaufenden Verbindungsglieder enthalten sowohl Gänge als auch Funktionsräume der Klinik. Bauteil 6 – Bettenhochhaus (Ebenen E5 bis E21) Die zurückgesetzte 5. Ebene bildet noch einmal eine Art Sockel für den darüber aufstrebenden Hochhausturm. Sie beinhaltet ein Technikgeschoss. In dem darüber liegenden Bettenhochhaus befindet sich auf 15 Ebenen die Pflegeabteilung. Darüber liegen abschließend 2 Technikebenen, die mit ihrer zurücktretenden Fassade den Abschluss des Hochhauses bilden. Das Tragwerk ist in Stahlbetonschottenbauweise mit den Grundmaßen 3,60 m bzw. 6,00 m und Stahlbetondecken um den zentralen Treppenhaus- und Aufzugskern errichtet. Bestandsfassade Die einzelnen Bauteile wurden aus verschiedenen Stahlbetonfertigteilen bzw. aus Mauerwerk zwischen Stahlbetonstützen errichtet. Die im Bereich des Sockels und den Treppenhäusern als Klinkerfläche angelegte Fassadenoberfläche sollte den Neubau in die bestehende Gesamtanlage einbinden. Die Bauteile 2 und 6 heben sich durch eine unterschiedlich gestaltete Fassade von einander ab. Teilweise befinden sich an den Außenseiten der Hochhausfassade Sonnenschutzelemente (Raffstores) und Lüftungsgitter in den Technik-Ebenen. Die Fassadenbauelemente lassen sich in 11 verschiedene Fassadenelemente gliedern (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.3 / Bauteiltypen der Bestandsfassade).
Abb. 9: Isometrie mit Darstellung der Bauteile Bauteil 1: Funktionstrakt (Diagnose und Forschung), Bauteil 2: Funktionstrakt unter dem Bettenhochhaus (Ebenen 1–4), Bauteil 3: Lehrtrakt (Abriss), Bauteil 4: ITS-Trakt / Verbinder, Bauteil 5: OP-Trakt, Bauteil 6: Bettenhochhaus, Bauteil 7: Funktionstrakt (Radiologie)
Abb. 10: Ebenenbezeichnung Bettenhochhaus
Die Fassade in der Ebene 1 des Bauteils 2 besteht an der Südseite, dem Eingangsbereich aus einer geschosshohen Metall-Glas-Konstruktion. Die anderen Gebäudeseiten bestehen aus einer Verglasung über einem Brüstungssockel aus Klinkermauerwerk. Insgesamt zeigt sich die Fassade der Ebenen 1–4 aus einem horizontal umlaufenden Fensterband mit einer Aluminium-Pfosten-Riegel-Konstruktion, die im Bereich der tragenden Konstruktion durch Fassadenpaneele unterbrochen wird, mit darun-
ter liegenden Mauerwerkssockel. In den Ebenen 2 bis 4 bilden stark ausladende Waschbetonelemente sowohl die Brüstung der durchgehenden Fensterbänder des jeweiligen Geschosses als auch den Sturz des darunterliegenden Geschosses. Die 5. Ebene wirkt durch ihre zurückspringenden Außenwände aus Klinker-Mauerwerk mit Lochfenstern eher unauffällig. Sie lässt die darüber liegenden Ebenen 6–21 leicht schwebend erscheinen und bildet in der Fassade eine klare Zäsur zum aufgehenden mit markanten Eckrisaliten versehenen Hochhausturm. Innere Organisation Oberhalb der Funktionsebenen (Bauteil 2, Ebenen 1 bis 5) befinden sich auf fünfzehn Geschossen die Pflegestationen, das sog. Bettenhochhaus (Bauteil 6). Eine Ebene des Bettenhochhauses teilt sich in zwei Stationen, auf denen jeweils etwa 24 Betten untergebracht sind. Diese sind wiederum unterteilt in Pflegegruppen. Jedes der Zweibett- und VierbettKrankenzimmer verfügt über eine eigene, unmittelbar vom Zimmer aus zugängliche Sanitärzelle. Den jeweiligen Pflegegruppen von rund 12 Betten sind spezielle Betriebsräume zugeordnet. Zwei Pflegegruppen bilden eine Station mit wiederum zugehörigen Betriebsräumen. Auf jeder Ebene gibt es zwei Stationen spiegelbildlich in L-Form um die Raumgruppe der innenliegenden Betriebsräume angeordnet. Sie ordnen sich um einen zentralen doppelten Verkehrsknoten. Die Krankenzimmer haben vorwiegend Süd- sowie Ost- und Westlage, der nach Norden ausgerichtete Flügel wird für Dienst- und Seminarräume genutzt. Die Grundrissgestaltung folgt einer rationalen Hierarchie der Nutzflächen und weist nur eine sparsame baukörperliche Gliederung auf. Sanierungsmaßnahmen Unmittelbar nach der Wiedervereinigung entstanden erste Sanierungskonzepte für den Hochhauskomplex. Die Maßnahmen betrafen die Verbesserung der Funktionalität für die allgemeine Krankenversorgung, die universitäre Lehre und Forschung im Inneren des Gebäudes, sowie die Anpassung der Krankenhausbedarfszahlen. Mit diesen Baumaßnahmen sollte eine umfangreiche Sanierungs- und Neubauphase des CharitéStammgeländes veranlasst werden. Teilbereiche des Hochhauskomplexes wurden bereits 1999 umgebaut und saniert. In diesem Zusammenhang erhielt auch die Vorfahrt zur Rettungsstelle an der Luisenstraße eine neue Gestaltung.
Abb. 11: Vorfahrt Rettungsstelle
Eine Fassadensanierung am Bettenhochhaus wurde immer dringlicher, da die aufgetretenen Schäden an den Fassadenelementen zum Herabfallen von Fassadenbauteilen führten. Die ersten dokumentierten Schadensfälle an der Betonfassade gab es bereits 1995. Der Umfang der Schäden stieg und mittlerweile ist eine zeitnahe Fassadensanierung unumgänglich (siehe auch Digitale Anlagen unter 4.1.3 / Schwachstellenanalyse). Im Zuge von Sofortmaßnahmen wurden seitens der Charité bereits seit dem Jahr 2000 Fassadensicherungen durch Spezialnetze vorgenommen. Da das vorhandene Fassadensystem nicht den heutigen Ansprüchen des Wärmeschutzes (gemäß EnEV) genügt und keine Lastreserven (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.3 / Berichte zur Statik) vorhanden sind, ist eine komplette Fassadenerneuerung wirtschaftlicher gegenüber einer Fassadensanierung. Angesichts des baulichen Zustands des Hochhauskomplexes wurde nun ein konkretes Bau- und Sanierungsprogramm festgelegt: –	 Umbau des Bettenhochhauses und Ersatz der vorhandenen Fassade (Bauteile 2 und 6) –	 Rückbau des Lehrgebäudes (Bauteil 3), an seiner Stelle Errichtung des OP-/ITS-Neubaus mit Anbindung an das Hochhaus, dort auch die neue Notaufnahme mit Andienung über die Philippstraße –	 Abriss der beiden Brückenbaukörper über der Luisenstraße und Ersatz der nördlichen Brücke mit erhöhter Durchfahrtshöhe –	 Neugestaltung des Haupteingangs zum Bettenhochhaus und der südlich vorgelagerten Freiflächen –	 Neukonzipierung des Wirtschaftshofes, Anbindung weiterhin über die Philippstraße –	 Abbruch des Versorgungszentrums auf dem Stammgelände, dort Errichtung des Betten-Interimsgebäudes (ca. 360 Betten) für den Zeitraum der Sanierung des Bettenhochhauses
Bettenhochhaus An der grundsätzlichen Geometrie des Bettenhochhauses wird durch die Neuplanung nichts geändert. Allerdings wird die Fassade der Ebene 5 bauphysikalisch bedingt auf die Vorderkante der übrigen Geschosse herausgezogen. Damit ist die ursprünglich vorhandene Fuge in Ebene 5 (zwischen Sockel und aufsitzendem Bettenhochhaus) baukonstruktiv nicht mehr vorhanden. Das Bestandsraster von 3,60 m bzw. 6,00 m ist bis auf wenige Ausnahmen starr und nicht veränderbar, weil auf dieser Struktur aufbauend ein kleinteiliges Tragsystem aus Stahlbetonschotten und Stützen aufgesetzt wurde. Die Geschoßhöhen des Sockels (Ebenen 1 bis 5) und der Ebene 21 betragen 4,20 m. Die Geschosshöhen der darüberliegenden Geschosse betragen 3,30 m. Folgende fassadenrelevante Grundrissänderungen (siehe auch Digitale Anlagen unter 4.1.2 / Neuplanung) wurden vorgenommen:
Eingangsbereich Die Ebene 1 des Bettenhochhauses beinhaltet zunächst die Eingangshalle, deren Großzügigkeit durch den Abbruch der Decke zwischen den vier zentralen, mittleren Achsen erhöht wird. Aufgrund der geringen Tiefe der Eingangshalle werden in der Vorplanung Karusselldrehtüranlagen anstelle eines Windfangs, vorgeschlagen. Für beeinträchtigte und behinderte Patienten sollen zwei automatisch öffnende Drehflügeltüren vorgesehen werden. Regelgeschoss (Ebene 10 bis 19) Um dem Bedarf nach einer größeren Anzahl 2-Bettzimmer zu entsprechen, mussten unter Berücksichtigung der statischen Einschränkungen Grundrissänderungen vorgenommen werden. Jeweils an den Wänden, an denen das Achsraster von 3,60 m auf 6,00 m wechselt, ist ein Wanddurchbruch geplant, damit die beiden bisher als 1-Bettzimmer bzw. 3-Bettzimmer anliegenden Räume nunmehr jeweils zum 2-Bettzimmer umgeformt werden können. Aus diesem Grund werden neue Nasszellen im Fassadenbereich zwischen den Bettenzimmern eingefügt. Die Regelgeschosse des Bettenhochhauses weisen eine konstruktive Besonderheit auf. In den fassadenahen Geschoßdeckenbereichen, in denen die Bettenzimmer angeordnet sind, ist ein Fußbodenaufbau von lediglich 1 cm ab Oberkante Rohdecke möglich. Entsprechend kann die Befestigung der Fassade nicht auf der Geschossdecke erfolgen. Das Regelbettenzimmer wird nicht mit abgehängter Decke ausgestattet. Damit ist hier eine lichte Höhe von ca. 3,00 m zu erwarten. Der Nasszellenbereich wird mit abgehängter Trockenbaudecke ausgestattet. In diesem Deckenbereich werden technische Installationen innerhalb des Geschosses horizontal verzogen. Die lichte Raumhöhe wird in den Nasszellen etwa 2,50 m betragen. Vorgesehenes Farb- und Materialkonzept für die Bettenzimmer Für die Bettenzimmer sind zwei Farbreihen (1: gelb, orange, rot / 2: gelb-, apfel-, grasgrün) vorgesehen. Die Farben sollen als Akzentuierungen für Wände und Möblierung (Schränke, Stühle) eingesetzt werden. Decken und übrige Wände werden in weiß gehalten. Weitere Einbaumöbel sollen in Eiche (HPL) gefertigt werden. Die Fussböden sollen einen warmgrauen Linoleum-Belag erhalten. Dachaufbauten (Technikgeschosse Ebene 22 und Ebene 23) Die Ebene 22 bildet das erste und die Ebene 23 bildet das zweite Staffelgeschoss, welche auf dem Hauptbaukörper des Hochhauses aufsitzen. Im Bestand waren in den beiden seitlichen Technikzentralen die Kältemaschinen zur Versorgung des gesamten Campus angeordnet. Dem neuen Kälteversorgungskonzept zufolge sind diese Maschinen nunmehr im Keller platziert und der hier entstehende Raum wird für RLT-Technik genutzt, damit in der Ebene 21 die freiwerdenden Flächen für Lehr- und Seminarräume genutzt werden können. Die Erschließung und die Anbindung an die Fluchtwege des Gebäudes erfolgt über die Verlängerungen der Sicherheitstreppenräume und eine Fortsetzung der Treppen als frei im Außenraum angeordnete Stahltreppenkonstruktionen.
Abb. 12: Lageplan Neuplanung
Brücke über die Luisenstraße Die beiden Brückenbauwerke werden abgebrochen und am nördlichen Brückenstandort durch eine schmalere, ausschließlich als innere Verkehrsanbindung ausgebildete Brücke ohne anliegende Räume ersetzt. Die neue zweigeschossige Brücke verbindet die Ebenen 2 und 3 des Bettenhochhauses und des Funktionstrakts auf der gegenüberliegenden Seite der Luisenstraße. Die tragende Stahlkonstruktion wird als Vierendeelträger ausgelegt. Die lichte Durchfahrtshöhe wird auf ca. 4,35 m angehoben. Damit wird die verkehrliche Einschränkung im Bereich Luisenstraße aufgehoben. OP-/ITS-Neubau Zeitgleich zur Sanierung des Bettenhochhauses wird östlich ein fünfgeschossiger Neubau mit den äußeren Abmaßen 48 m x 63 m x 22 m geplant. Er steht der Neubau in 11 m Abstand zum Bettenhochhaus anstelle des abzureißenden Lehrgebäudes. Durch diese Platzierung des Baukörpers ist es möglich, auf der Ostseite des Bettenhaussockels und der Westseite des Neubaus belichtete Aufenthaltsräume anzuordnen. Die nördliche Außenkante des Gebäudes liegt in einer Flucht mit der Außenkante der Nordfassade des Bettenhochhauses. Durch den Versatz auf der Südseite wird der Vorplatz vor dem Bettenhochhaus gefasst. Das fünfte Geschoss des Neubaus umfasst einen 19 m x 44 m großen eingeschossigen Innenhof. In diesen Innenhof ist eine Glasdachfläche mit den Maßen 10 m x 26,50 m eingebunden. Teile dieser Glasdachfläche überdecken ein innen liegendes Atrium, das bis in das Erdgeschoß reicht. Dieses Atrium hat die Maße 7,50 m x 10 m. Im Erdgeschoß ist der Neubau an der Ostseite um ca. 12,50 m zurückgeführt und unterschnitten. Dieser Rücksprung ist unterfahrbar. Hier befindet sich die zentrale Zufahrt für Rettungsfahrzeuge, die über die Philippstraße zur Rettungsstelle fahren sollen. Der Neubau ist modular geplant. Das Grundraster beträgt 1,25 m / 1,25 m. Das Höhenraster folgt dem Bettenhochhaus, damit eine ebenengleiche Anbildung möglich ist. Die Geschosshöhen betragen entsprechend durchgehend 4,20 m (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.2 / Neuplanung).
Abb. 13: Gebäudeübersicht im Schemaschnitt
Der Neubau ist als monolithischer Stahlbetonbaukörper geplant. Auf einer Flachgründung aus Einzelfundamenten und Streifenfundamenten erhebt sich eine Skelettkonstruktion aus Stahlbetonstützen und Flachdecken. Die Außenwände werden tragend ausgebildet. Sie und die inneren Kerne (Aufzüge und Treppen) nehmen die Horizontallasten auf. Teile des Neubaudachs können optional als Terrasse genutzt werden. Der übrige Dachbereich wird extensiv begrünt. Das jetzige OP-/ITS-Gebäude (Bauteile 4/5) wird während der Bauzeit weitergenutzt. Daher ist eine Gliederung des Bauablaufs erforderlich, um den Bettenverkehr zwischen dem jetzigen OP-/ITS-Gebäude und dem BettenInterimsgebäude während der Sanierung aufrecht zu erhalten. Nach dem Umzug der Funktionen in den OP-/ITS-Neubau werden die Bauteile 4 und 5 aufgegeben. Es ist geplant, an dieser Stelle einen neuen Anbau zu errichten. Verbindungsbauwerk In der Flucht des nördlichen Hauptflures des Hochhauses wird ein Verbindungsbauwerk zwischen Hochhaus und Neubau angeordnet. Es weist ebenfalls fünf Geschosse auf. Gemeinsam mit dem genannten Flur und der in dieser Achse liegenden Brücke über die Luisenstraße bildet dieses Bauwerk die Hauptwegeanbindung des Bettenhochhauskomplexes an den übrigen Campus. Der Verbindungsbau ist ca. 3,20 m breit. Im Erdgeschoss wird diese Breite auf ca. 5,50 m erhöht, um die notwendigen Puffer- und Bettenrangierflächen für die Patientenverlegungen bereitzustellen. Das Dach des Verbindungsbauwerks kann als offener Verbindungssteg ausgebaut werden.
Übergeordnete Erschließung Die übergeordnete Erschließung des Campus Charité Mitte erfolgt von Westen und Osten über die „Straße des 17. Juni“ und „Unter den Linden“ (B2 / B5), von dort aus erreicht man über die Luisenstraße Richtung Norden direkt das Campusareal. Die vom Halleschen Tor kommende Wilhelmstraße verläuft als zentrale Achse über die wiederhergestellte Mar-
schallbrücke nach Norden, wird zur Luisenstraße und endet am RobertKoch-Platz, dem ehemaligen Luisenplatz. Erschließung des Wettbewerbsbereiches Der Hochhauskomplex wird über die Luisenstraße, die ostseitig am Charité-Stammgelände entlang verläuft, erschlossen. Der Haupteingang zum Bettenhochhaus befindet sich auf der Südseite des Gebäudes, markiert durch den erhöhten Vorplatz. Aus Richtung Friedrichstraße / Oranienburger Tor kommend wird der Gebäudekomplex über die Hannoversche Straße und die Philippstraße erreicht. PKW und LKW Die im Norden gelegene, in Ost-West-Richtung verlaufende Invalidenstraße zählt zu den innerstädtischen Hauptstraßen Berlins (der Ausbau zu einem Teil des nördlichen Innenstadtrings ist geplant) und stellt eine gute Erschließung für ÖPNV und PKW zum Campusareal dar. Stellplatzmöglichkeiten PKW-Stellplätze befinden sich in dem öffentlichen Parkhaus an der Luisenstraße 50/51. Die Straßen selbst bieten nur begrenzt Parkmöglichkeiten. Der gegenwärtige Parkplatz östlich des Bettenhochhauses soll planungsbedingt zurückgebaut werden. ÖPNV Die Charité ist durch den öffentlichen Personennahverkehr (S-Bahn, U-Bahn, Tram und Bus) und durch den neuen Hauptbahnhof sehr gut erschlossen. Der Hauptbahnhof, die S-Bahnhöfe „Friedrichstraße“ sowie die U-Bahnhöfe „Oranienburger Tor“ und „Zinnowitzer Straße“ befinden sich in fußläufiger Entfernung.
Zugänge / Außenanlagen
Abb. 14: Neuplanung Infrastruktur
Vorgesehene Neuordnung der Zugänge Haupteingang Bettenhochhaus Der Zugang ist vorrangig für Besucher, elektiv-* bzw. ambulantgehfähige Patienten und Mitarbeiter vorgesehen. (* Mit dem Begriff „elektiv“ werden medizinische Eingriffe bezeichnet, die nicht dringend sind.) Zugang Notaufnahme Der Zugang für die notfallgehfähigen Patienten ist im Erdgeschoss an der Südseite des OP-/ITS-Neubaus geplant. Zugang Verbindungsbau Im Erdgeschoss des Verbindungsbaus zwischen Bettenhochhaus und OP-/ITS-Neubau ist der Zugang für den Verlegungsverkehr für elektivliegendkranke Patienten vorgesehen. Liegendkrankenanfahrt Die Rettungsfahrzeuge gelangen über die Philippstraße zur Liegendkrankenanfahrt, die im Erdgeschoss an der östlichen Gebäudeecke des OP-/ ITS-Neubaus untergebracht ist. Unter einem eingeschossigen Gebäuderücksprung gelangen die liegendkranken Patienten in den Notaufnahmebereich. Um den Höhenunterschied zwischen Straßenniveau und Erdgeschossniveau von ca. 1,40 m zu überbrücken, sind Rampen geplant. Zufahrt Versorgungshof Zwischen dem Bettenhochhaus, dem zum Abriss vorgesehenen Lehrgebäude und der Europaschule ist der um ein Geschoss tiefer gelegene Versorgungshof des Hochhauskomplexes angeordnet. Dieser wird über eine Rampe aus der Philippstraße angedient. Die Zufahrt zum Versorgungshof soll weiterhin von der Philippstraße zu erreichen sein. Neukonzeption der Außenanlagen Die geplanten Freianlagen (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.3 / Freiflächengestaltung) bestehen überwiegend aus funktionsnotwendigen Flächen, so Zu- und Vorfahrten für Krankenfahrzeuge, PKW-Stellflächen und Anlieferbereiche. Der komplette Vorplatz soll auf eine Ebene angehoben werden. Über eine Rampe wird die Taxivorfahrt von der Luisenstraße mit einer Wendeschleife vor den Haupteingang geführt. Hier halten die Fahrzeuge kurzzeitig unter einem Vordach. Der Vorplatz ist auch für private PKW befahrbar. Die Freiflächen südlich des OP-/ITS-Neubaus werden im Bereich der Eingänge für Personal und Patienten befestigt. Dieser Platz soll als befestigte Fläche ausgeführt werden, um als gemischte Verkehrsfläche ausreichend Raum für ruhenden und fließenden PKW-Verkehr, Krankenfahrzeuge und Fußgänger zu gewährleisten. An der südlichen Platzkante ist durch eine Rampe ein behindertengerechter Zugang zu dem Institut für Anatomie geplant. Hier wird eine Gehölzfläche angelegt, die durch ihre Neigung den Höhenunterschied zum angrenzenden Gelände aufnimmt. Östlich des geplanten OP-/ITS-Gebäudes befindet sich die überdachte Zufahrt zur Notaufnahme. Parallel dazu werden Stellplätze und ein Gehweg angeordnet. Das Geländeniveau des Bestands kann durch die geplante Fußbodenhöhe im Gebäude nicht beibehalten werden. Unmittelbar
am Neubau auf der Ost- und Südseite sind Aufschüttungen von etwa 1,00 m Höhe vorgesehen. An der Zufahrt von der Philippstraße erfolgt die Zufahrtskontrolle durch eine Schrankenanlage. Alle befestigten Durchgangsflächen werden für die Befahrung (wo erforderlich für Feuerwehr und Rettungswagen) ausgelegt.
Flächennutzungsplan Im Flächennutzungsplan des Landes Berlin ist das Gelände des Campus Charité Mitte als Gemeindebedarfsfläche für Krankenhaus ausgewiesen. Bauplanungsrecht Für das Gebiet existiert kein Bebauungsplan. Die planungsrechtliche Genehmigung des Vorhabens erfolgt nach § 34 BauGB. Erhaltungssatzung Für das Gebiet zwischen Invalidenstraße, Chausseestraße / Friedrichstraße, Spree, Bahnviadukt und Humboldthafen (ehem. Friedrich-WilhelmStadt) wurde eine Satzung zur Erhaltung der städtebaulichen Eigenart gemäß § 172 BauGB am 08.08.1996 beschlossen (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.4 / Erhaltungssatzung). Dies bedeutet, dass die Errichtung und der Rückbau baulicher Anlagen, die Änderung oder die Nutzungsänderung der Genehmigung bedürfen. Eine Genehmigung kann versagt werden, wenn die beabsichtigte bauliche Anlage die städtebauliche Gestalt des Gebiets beeinträchtigt. Bauordnungsrecht Der Planung ist die Bauordnung des Landes Berlin BauO Bln (www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml) in der aktuellen Fassung zu Grunde zu legen. Die Genehmigung des Bauvorhabens erfolgt im Baugenehmigungsverfahren bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.
Das Charité-Stammgelände (Denkmalliste von Berlin: „Ensemble Charité“ mit Inventar-Nr. 09011079) und der Campus Nord der HumboldtUniversität (Denkmalliste von Berlin: „Ensemble Tierärztliche Hochschule“ mit Inventar-Nr. 09055029) stehen gemäß Denkmalschutzgesetz Ber-lin (DSchG Bln) unter Ensembleschutz. Einzelne Gebäude gem. der Denkmalkarte stellen hochwertige Einzeldenkmale dar. Ebenso ist die 1888/89 von Stadtbaurat Hermann Blankenstein in der erprobten Formensprache der Berliner Bauakademie erbaute Dreiflügelanlage des Schulhauses zwischen Philippstraße und Hannoverscher Straße in der Denkmalliste von Berlin als Baudenkmal unter der Inventar-Nr. 09055021 eingetragen. Das Bettenhochhaus selbst steht weder unter Denkmalschutz noch unter Ensembleschutz. Nach § 11 (2) DSchG Bln bedarf die Errichtung, Veränderung oder Beseitigung von Anlagen in der unmittelbaren Umgebung von Denkmalen einer Genehmigung durch die zuständige Denkmalbehörde.
Abb. 15: Denkmalbereiche und Baudenkmale (Auszug aus der Denkmalkarte)
Fassadengestaltung Bettenhochhaus und OP-/ITS-Neubau der Charité / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Teil 3	 Wettbewerbsaufgabe 3.1	 Planungsumfang
Die Charité – Universitätsmedizin Berlin beabsichtigt die Sanierung des 1982 in Betrieb genommenen Bettenhochhauses an der Luisenstraße in Berlin Mitte. An Stelle des abzureißenden Lehrgebäudes (Bauteil 3) östlich des Bettenhochhauses soll ein Neubau für den zentralen Operationsbereich, den zentralen intensivmedizinischen Bereich und die Rettungsdienststellen einschließlich einer Liegendkrankenanfahrt errichtet werden. Die zwei Brücken zwischen Bettenhochhaus und Lehrgebäude werden abgerissen und durch einen neuen Verbindungsbau ersetzt. Um den wirtschaftlichen Zwängen auf der einen Seite, aber auch den gestalterischen Anforderungen an die Fassade auf der anderen Seite gerecht zu werden, wurden die Gesamtplanungsleistungen an einen Generalplaner vergeben, die Fassadenerneuerung des Bettenhochhauses sowie die Gestaltung der Fassade des OP-/ITS-Neubaus sind aber Gegenstand des Wettbewerbs. Der Wettbewerbsumfang beinhaltet die Fassadenfläche des Bettenhochhauses von ca. 20.500 qm (Ebenen 1–21 und Dachaufbauten), die Fassadenfläche des OP-/ITS-Neubaus von ca. 5.300 qm sowie die Fassadenfläche des Verbindungsbaus von ca. 520 qm. Folgende Schwerpunkte sind bei der Planung der Fassade zu beachten: –	 –	 –	 –	 –	 –	 zwingende Einhaltung des vorgegebenen Kostenrahmens energetische und haustechnische Anforderungen nutzungsbedingte Anforderungen gestalterische Anforderungen bautechnische Anforderungen bau- und genehmigungsrechtliche Anforderungen
Der Nutzungsbeginn für die sanierten Gebäude soll im ersten Quartal 2016 erfolgen, um den Einnahmeausfall im Krankenhausbetrieb zu minimieren. Die Gesamtbaukosten für die Fassaden betragen maximal 22 Mio. Euro (brutto, KG 300+700 nach DIN 276). Ideenteil Die beiden dreigeschossigen Brücken über der Luisenstraße sollen nach Interimsnutzung abgerissen werden. Da weiterhin eine zweigeschossige Verbindung zur Funktionsdiagnostik (Bauteile 1 und 7) aufrecht erhalten werden muss, ist eine neue Brücke auf der Ebene 2 und 3 in leichterer Konstruktion am nördlichen Brücken-Standort vorgesehen. Die Durchfahrtshöhe ist mit ca. 4,35 m (lichte Höhe) geplant. Als Ideenteil des Wettbewerbs sollen von den Wettbewerbsteilnehmern Entwürfe für die Gestaltung der neu zu errichtenden, konstruktiv vorgegebenen Brücke über die Luisenstraße eingereicht werden.
Architektonische Zielsetzung
Bei der vorgesehenen Baumaßnahme „Bettenhochhaus und OP-/ITSNeubau“ handelt es sich um ein Projekt, das eine außerordentliche städtebauliche Bedeutung im weiten, aber auch im nahen Umfeld hat. Das Bettenhochhaus ist eine gut sichtbare Höhendominante im Bezirk Mitte, verortet die Charité im Stadtraum und wird so zum Bezugspunkt und Symbol für die Charité als Institution. Das architektonische Alleinstellungsmerkmal als Hochhaus und die Identifikation mit der Institution Charité gilt es gestalterisch anspruchsvoll auszubilden. Es ist eine angemessene Fassadensprache im stadträumlichen Kontext zu finden, die sich mit der Architektur des Campus Charité auseinandersetzt. Neben den wirtschaftlichen Eckdaten in Bezug auf Termine und Kosten stellen die geplante Sanierung und der Neubau besonders hohe Anforderungen an die funktionale Qualität der Fassadengestaltung. Ziel des Wettbewerbs ist der Entwurf einer gestalterisch anspruchsvollen und zukunftsweisenden Fassade, die dem Anspruch an ein stadtbildprägendes Gebäude im Zentrum Berlins gerecht wird. Die Wettbewerbsteilnehmer sollen sich konzeptionell mit dem Zusammenspiel der Baukörper (Bettenhochhaus, OP-/ITS-Neubau und gegenüberliegende Bebauung an der Luisenstraße) auseinandersetzen. Es ist zu berücksichtigen, welche gestalterischen Auswirkungen der Entwurf auf zukünftige Entwicklungen im Bereich Campus Charité hat. Die weitsichtbaren Dachaufbauten bilden den Abschluss des Bettenhochhauses. Im Zusammenhang mit den Fassaden ist die Gestaltung der Technikaufbauten zu entwerfen. Das Signet „Charité“ soll auf dem Dach sichtbar sein. Besondere Bedeutung für die Auffindbarkeit und Orientierung hat die Gestaltung der unterschiedlichen Eingänge verschiedener Nutzergruppen (Patienten, Mitarbeiter, Rettungsfahrzeuge, Verlegungsverkehr liegend Kranker, etc.).
Die Fassadengestaltung muss den Entwurf der Umplanung und der Neuplanung sowie die Konstruktion des Rohbaus des Bettenhochhauses berücksichtigen. Folgende grundsätzliche Aspekte sind zu berücksichtigen: –	 Beachtung der besonderen Anforderungen an die hohe Funktionalität und Qualität des Betriebs eines Universitätsklinikums, wie z.B.: Sicherung der Qualität der Aussicht auf die Stadt unter Berücksichtigung der Bedürfnisse liegend Kranker –	 natürliche Be- / Entlüftung und Entrauchung der an der Fassade liegende Räume –	 manuelle, durch Patienten oder Personal öffenbare Lüftungsflügel unter Hochhausbedingungen
–	 –	 –
Berücksichtigung von haustechnisch notwendigen Zu- und Abluftöffnungen Erarbeitung eines Reinigungs- und Wartungskonzepts, Wartungsfreundlichkeit und minimierter Reinigungsaufwand Lösungen für den sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz
Fassadenvorgaben Bettenhochhaus Wenn durch die Gestaltung der Fassade eine andere als die in der Vorplanung vorgesehene Innenraumplanung notwendig wird, sind entsprechende neue Vorschläge zu erarbeiten. Zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität ist in den Bettenzimmern grundsätzlich eine Sitzmöglichkeit im Fensterbereich vorzusehnen. In der Vorplanung ist ein Stauraum an der Innenseite der Außenfassade mit einer ungefähren Abmessung von 0,60 m x 0,40 m x 2,00 bis 2,40 m (BxTxH) vorgesehen. Bei Änderung ist dieser an anderer Stelle nachzuweisen. Die nachfolgenden Brüstungshöhenauflistungen dienen zur Orientierung und als Grundlage für die Entwicklung eines Gestaltungsansatzes. Eine genaue Abgrenzung aller denkbaren Möglichkeiten aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen lässt sich derzeit nicht abbilden. Raumtypologie Bettenhochhaus Bettenzimmer Untersuchungs- und Behandlungsraum Warten/ Besucher Dienst-/ Aufenthalts-/ Besprechungsraum – Personal Bereitschaftsraum – Personal Umkleide/ WC – Personal Multifunktionsraum Lehre Geschlossene Fassadenelemente* Bettenhochhaus Spaltklinkerfassade (Bestand) Nasszellen (fensterlos) vertikaler Brandüberschlag X Fassaden Nord X X X Ost Süd X X X X X West Brüstungshöhe in cm 40 75-90 75-90 75-90 75-90 75-90 40 40
(*baukonstruktiv bedingt, siehe Digitale Anlagen unter 4.1.3 / Schemaansichten) Fassadenvorgaben OP-/ITS-Neubau Die Fassade des fünfgeschossigen Neubaus ist definiert durch die inneren Funktionsstellen, die in diesen Geschossen angeordnet sind. Daraus leiten sich spezielle funktionale Anforderungen her. Beispielsweise ist im Sterilflur / OP eine 1,50 m hohe Brüstung notwendig, um dahinter längs der Fassade eine Sterilgutpufferlagerung möglich zu machen.
Raumtypologie OP-/ITS-Neubau Bettenzimmer Untersuchungs- und Behandlungsraum OP Sterilflur Warten/ Besucher Dienst-/ Aufenthalts-/ Besprechungsraum – Personal 	 Bereitschaftsraum – Personal Geschlossene Fassadenelemente* OP-/ITS-Neubau Eckbettenzimmer Vertikalerschließung (Treppenhaus) (*baukonstruktiv bedingt, Schemaansichten) X siehe Digitale Fassaden Nord Ost X X Anlagen
Brüstungshöhe in cm 40 75-90 150 150 75-90 75-90 75-90
Modulsystem Die Neuplanung für das Bettenhochhaus und den OP-/ITS-Neubau basiert auf einer modularen Grundstruktur, um die damit verbundenen wirtschaftlichen Effekte und Zeitgewinne bei Bauablauf und Betrieb auszunutzen. Daher erscheint es sinnvoll, dass die Fassade in geschosshohen Modulen aufgebaut ist. Der Generalplaner sieht hierbei folgende Vorteile: 1. schnelle Montage, geschossweiser Abschluss gegen den Außenbereich, damit schneller Baubeginn Ausbau und Haustechnik 2. hoher Vorfertigungsgrad industrieseitig, damit deutlich höhere Qualität der vorgefertigten Komponenten Das Grundraster des OP-/ITS-Neubaus beträgt 1,25 m / 1,25 m. Der Fassadenentwurf soll einen Wandabschluss alle 1,25 m durchgängig zulassen. Bauablauf Die Organisation des Bauablaufs ist anspruchsvoll, da das Baufeld durch die innerstädtische Lage stark begrenzt ist und die Zufahrt von der Philippstraße durch andere wichtige Nutzungen und Baustellen auf dem HU-Campus beansprucht wird. Außerdem erfordert der Abbruch der Bestandsbrücken temporär die Straßensperrung der Luisenstraße. Fassade Bettenhochhaus Die Bestandsfassade des Hochhauses wird demontiert. Dies kann nur von oben nach unten wegen der räumlichen Verzahnung der Stahlbetonfertigteile (Nut-Feder-Technik) geschehen. Entsprechend ist die Herstellung der neuen Fassade von oben nach unten vorzusehen. Die Montage soll ohne Volleinrüstung des Gebäudes erfolgen. Nur an den geschlossenen Wandscheiben an den Eckenbereichen der Nord- und Südfassade sind Fassadengerüste denkbar, weil hier Sanierungen an den tragenden Wandscheiben vom Gerüst aus vorgenommen werden müssen.
Die Montageabfolge, die Elementierung und die weitestgehende, industrielle Vorfertigung stellen unverrückbare Randbedingungen dar.
Technische Fassadenausrüstung
Technische Kennwerte –	 Lastreserven sind unterschiedlich je Fassadentypus zu behandeln –	 Bettenhochhaus: Außenwand mind. 14 cm WLG036, Dach mind. 18 cm WLG036, mind. U-Wert Fenster/Türen 1,3 W/m²K –	 OP-/ITS-Neubau: Außenwand mind. 18 cm WLG036, Dach mind. 24 cm WLG036, Decke Durchfahrt mind. 18 cm WLG036, mind. U-Wert Fenster 0,9 W/m²K/Türen 1,3 W/m²K –	 mind. G-Wert total 0,15 Brandschutz Der bestehende Bestandschutz für das Bettenhochhaus erlischt durch die geplanten umfangreichen baulichen Maßnahmen und Änderungen. Der Bestand kann bei der Beurteilung der Maßnahmen berücksichtigt werden und ggf. auch für die Erteilung von Erleichterungen herangezogen werden. Dabei sind die Schutzziele der heutigen Regelungen aber entscheidend und im (Brandschutz-)Konzept zu berücksichtigen. Entsprechend werden alle bestehenden Stahlbetonkonstruktionen auf ihre heutige Brandschutzklasse geprüft. Die Bauteile werden auf F90 ertüchtigt, wenn sie die Brandschutzklasse nicht erreichen (siehe Digitale Anlagen 4.1.3 / Vermerk Brandschutz). Der Einbau einer flächendeckenden Sprinkleranlage (entsprechend Musterhochhausrichtlinie) ist noch nicht abschließend zwischen den Baubeteiligten geklärt. Es wird insbesondere bei der Gestaltung der Fassade auf die Ausführungen zur Verhinderung des vertikalen Brandüberschlags an den Geschoßtrennungen (Brüstung b = 1,00 m) und die Materialeinschränkung „nicht brennbar“ (F90-A) nach der Richtlinie über den Bau und Betrieb von Hochhäusern – MHHR (Fassung April 2008) hingewiesen. Schallschutz Durch den Straßenverkehr auf der Luisenstraße werden Schallemissionen erzeugt, auf die baulich vor allem an der Westseite des Bettenhochhauses reagiert werden muss (siehe Digitale Anlagen 4.1.3 / Schallschutznachweis). Teilweise ist hier bis zu Schallschutzklasse VI erforderlich. Sonnenschutz Auf den Süd-, West- und Ostseiten aller Gebäudeteile ist ein Sonnenschutz (durch Patienten oder Personal individuell zu steuernde, wirksame Blendschutzlösungen; motorisch verfahrbar; ohne übergeordnete Steuerung) vorzusehen. Befahranlage Eine Befahranlage wird empfohlen. Befeuerung Der Hochhausbaukörper muss befeuert werden, damit keine Störungen des Flugverkehrs entstehen können.
Radardämpfung Gegebenenfalls auftretende Radardämpfung durch die hohen Fassaden muss im Zuge der Neuplanung der Fassade mitberücksichtigt werden. Haustechnik Der Fassadenentwurf muss die Unterbringung von Zu- und Abluftöffnungen gewährleisten. Heizung Die Heizkörper sollen unter der zu planenden Sitzbank untergebracht werden. Aus hygienischen Gründen sollen die Heizungsrohre hinter einer Verkleidung verlaufen und die Heizkörper von hinten andienen. Vorbehaltlich einer späteren Prüfung können die Heizkörper mit einer Größe von ca. 2,00 m x 0,20 x 0,25 m (BxTxH) angenommen werden.
Für alle Zugänge sind folgende Aspekte besonders zu berücksichtigen: Barrierefreiheit, Windschutz und Auffindbarkeit. Haupteingang Bettenhochhaus Es ist Wunsch der Charité, eine repräsentative und attraktive Eingangssituation zu schaffen. Der Eingang soll großzügig gestaltet sein. Ein Vordach von 22 m x 16 m (BxT) ist vorzusehen. Die in der Neuplanung dargestellten Karusselldrehtüranlagen in Kombination mit Drehflügeltüren sind als Vorschlag zu werten. Zugang Verbindungsbau In der Vorplanung ist ein Vordach für die Krankenwagen vorgesehen. Liegendkrankenanfahrt Über die gesamte Gebäudeseite zur Philippstraße ist ein Sichtschutz vorzusehen.
Nach der Landeshaushaltsordnung ist der Bauherr verpflichtet, seine Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit des Entwurfes ist daher ein entscheidendes Kriterium bei der Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten. Dies bezieht sich auf: –	 –	 –	 Baukosten Instandhaltungskosten Kosten des laufenden Betriebs
Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden (die Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sind zu beachten, siehe Anhang).
Kostenaufschlüsselung Fassade
Fassadenplaner Kosten in Euro Sanierung Bettenhochhaus 3.508.190,00 5.529.320,00 485.000,00 726.530,00 192.060,00 281.300,00 419.040,00 1.358.000,00 331.020,00 817.230,00 397.700,00 130.010,00 346.700,00 27.090,00 1.490.000,00 222.340,00 545.140,00 145.500,00 OP-/ITSNeubau 926.350,00 Generalplaner Kosten in Euro Sanierung Bettenhochhaus OP-/ITSNeubau
Fassade 334 Außentüren und -fenster, inkl. Vordach Fassade Brücke auf 2 Ebenen BT 01 zu BT 02/06
335.1 Fassade Bettenhochhaus 335.2
335.3 Fassade OP-/ ITS-Gebäude Fassade OP-/ ITS Fassade 335.4 Technikzentrale Fassade Brücke auf 5 Ebenen 335.5 Neubau OP/ITS zu BT 02/06 335.6 Außenwandbekleidung außen UG 336 337 338 339 391 392 393 394 395 396 397 399 300 700 Außenwandbekleidung innen *² Pfosten-/ Riegelkonstruktionen Sonnenschutz Fassade Technik E22-24 Baustelleneinrichtung Gerüste Sicherungsmaßnahmen Abbruchmaßnahmen Instandsetzungen Materialentsorgung Bauaufzüge Sonst. Maßnahmen f. Baukonstr., Sonstiges Fassade gesamt Baunebenkosten 12 % Unvorhergesehenes/ Rundung Zwischensumme Fassade inkl. BNK und Unvorhergesehenes 21.670,00 250.000,00 12.848.930,00 1.541.871,60 1.284.893,00 15.675.694,60 Fassadenplaner Zwischensumme Fassade Bettenhochhaus aufgerundet Zwischensumme Fassade OP-/ITS-Neubau aufgerundet Gesamtsumme Fassadenflächen BHHK Fassadenflächen Neubau inkl. Verbinder
*Kosten Fassadenplaner ohne Baunebenkosten und UV / Fassadenfläche *² 336 Außenwandbekleidung innen beinhaltet: – Leibungsverkleidung umlaufend – Fassadenseitige Wandaufdopplung (Verkofferung TGA) – Sitzmöglichkeit auf Fensterbänken	 – Integration Heizkörper unter Fensterbank ins Gesamtbild
2.893.720,00 347.246,40 144.686,00 3.385.652,40 Generalplaner 2.760.000,00 170.000,00 2.930.000,00
2.262.040,00 271.444,80 226.204,00 2.759.688,80 Gesamtkosten 18.440.000,00 3.560.000,00 22.000.000,00
145.500,00 17.460,00 7.275,00 170.235,00 Euro / qm * 626,78 497,20
15.680.000,00 3.390.000,00 19.070.000,00
20.500,00 qm 5.820,00 qm
Um eine Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge unter dem Gesichtspunkt des kostensparenden Bauens zu ermöglichen, sollen hierzu im Rahmen des Wettbewerbes konkrete Aussagen getroffen werden. Dabei sind nicht nur die Herstellungskosten, sondern auch die künftigen Betriebs-, Wartungs- und Unterhaltungskosten zu berücksichtigen. Bei der Darstellung des Entwurfskonzepts ist die Realisierbarkeit im vorgegebenen Kostenrahmen aufzuzeigen. Neben einer Kostenschätzung nach DIN 276 sind zu folgenden Themen konkrete Aussagen zu machen: –	 Konstruktive Lösungen zur Fassadengestaltung (Befestigung, bauphysikalische Konstruktionen, Verschattungselemente, Bedienbarkeit der Fensterelemente usw.) –	 Aussagen zu Materialien –	 Reinigung Um die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge zu gewährleisten, ist dabei – neben der Darstellung des Entwurfsansatzes in Textform – eine Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276, Kostengruppen 300 und 700, siehe 1.10 Verfahren/ Geforderte Leistungen) gefordert. Als Gesamtbaukosten für die Baumaßnahme Fassade ist eine Summe von 22.000.000,– Euro einschließlich MwSt. und Nebenkosten (KG 300 und 700 nach DIN 276 einschließlich der Ansatz für Unvorhergesehenes (UV) gemäß A-Bau) vorgegeben. Davon sind für die Sanierung des Bettenhochhauses 18.440.000,– Euro und für den Neubau des OP-/ITSGebäudes 3.560.000,– Euro kalkuliert. Die vorgegebenen Kostenrahmen sind im weiteren Planungsverfahren unbedingt einzuhalten.
Für die Fassadenplanung des Bettenhochhauses sind die geltenden Vorgaben der EnEV 2009 um mindestens 20% zu unterschreiten. Die Fassade des OP-/ITS-Neubaus ist besonders unter dem Aspekt der Energieeffizienz so zu planen, dass die Anforderungen der EnEV 2009 um mindestens 30% unterschreiten werden (entspricht somit voraussichtlich dem Standard der EnEV 2012). Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Planungsprinzipien der Nachhaltigkeit anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte erfordern. Folgende Ziele hinsichtlich der Nachhaltigkeit sind zu berücksichtigen: –	 –	 –	 –	 –	 –	 –	 –	 –	 Sicherstellung eines geringen Energiebedarfs (Anlagentechnik) Optimierung der Tageslichtnutzung Langfristige und flexible Nutzungsqualität Kosteneffizienz bei Baukosten Minimierung der Betriebskosten Bedarfsgerechte natürliche Lüftung Reduktion von Immissionen und Emissionen Hohe thermische Qualität, Fugendichtheit und wärmebrückenfreie Konstruktionen Einsatz von Steuerungs- und Regelungsstrategien
Für den Krankenhausbau gelten höhere hygienische Anforderungen und damit größere Volumenströme, die höhere Wärmeverluste bedingen. Durch die medizinisch-technische Ausstattung und die haustechnische Ausstattung entstehen höhere Wärmelasten, die gekühlt werden müssen. Daher muss auch die Gebäudehülle ihren Beitrag zu einem optimierten Energiedesign liefern und entsprechend den Anforderungen im architektonischen Entwurf Berücksichtigung finden. Die Abhängigkeit zwischen Wärmedämmung der Gebäudehülle und Anlagentechnik bezogen auf die Warmwasserbereitung, Heizungs- und Lüftungstechnik bedingt zur Einhaltung der Anforderungen gemäß EnEV eine abgestimmte Planung zwischen Fassadenplanung und Technischer Ausrüstung. Ökologische Planungskriterien Prinzipien des ökologischen Bauens sind in den „Ökologischen Kriterien für Bauwettbewerbe“ beschrieben (Stand Juli 2007, siehe Digitale Anlagen / 4.1.6). Für die Konstruktion und Bauausführung sollen danach nur Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich ihrer Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheitsund Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen.
Barrierefreies Bauen ist als selbstverständliche Qualitätsanforderung gemäß den Grundsätzen des Handbuches „Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin“ www.senstadt.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/de/ handbuch im Wettbewerb umzusetzen. Dabei sollen die unterschiedlichen Nutzeranforderungen hinsichtlich motorischer, sensorischer oder kognitiver Art Berücksichtigung finden.
Der Planung sind insbesondere zugrunde zu legen: –	 –	 –	 –	 –	 –	 Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften (BauO Bln) Muster-Hochhaus-Richtlinie (MHHR) DIN 18040-1 Barrierefreies Bauen Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (DSchG Bln) Verordnung über Arbeitsstätten (ArbStättVO) Energieeinsparverordnung (EnEV)
Architektonische Gestaltung –	 Architektonische Qualität der Fassade –	 Gestalterische Ausformulierung, Einpassung in das Umfeld –	 Fernwirkung –	 Zusammenspiel von Bettenhochhaus, OP-/ITS-Neubau und umliegender Bebauung –	 Umgang mit den Schnittstellen –	 Gestalterische Qualität der Brücke über die Luisenstraße –	 Materialwahl (Umgang mit Materialien) / Konstruktion Funktionen –	 Belichtung –	 Verschattung (Sonnenschutz) –	 Belüftung, Hygiene –	 Technische Ausstattung –	 Reinigung / Wartung –	 Nutzerfreundlichkeit / Patientenkomfort Realisierbarkeit –	 Nachhaltigkeit und Energieeffizienz –	 Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb –	 Einhaltung des Kostenrahmens –	 Genehmigungsfähigkeit Die Reihenfolge der Kriterien stellt keine Gewichtung dar.
Fassadengestaltung Bettenhochhaus und OP-/ITS-Neubau der Charité / Teil 4 Anhang
Teil 4	 Anhang 4.1	 Digitale Anlagen
4.1.0	 Auslobung –	 Vorliegende Auslobung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen in 300 dpi Auflösung
00_auslobung_charite.pdf
4.1.1	 Arbeitspläne 01_Bestandspläne Bettenhochhaus 	 (erstellt durch die Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure Jürgen Lucke & Jens Roschke) als CAD-Dateien (vAutoCAD 2000) und .pdf-Dateien (im angegebenen Maßstab) im ZIP-Format .pdf-Dateien / CAD-Dateien –	 Bestandsplan (Lageplan)
Charite_Bestandsplan_gesamt.pdf/.dwg/.dxf		 (M 1:250)
–	 Grundrisse
CCM_2722_01_0000_VER_GR_L1_00_C.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_02_0000_VER_GR_L1_00_C.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_03_0000_VER_GR_L1_00_C.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_04_0000_VER_GR_L1_00_D.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_05_0000_VER_GR_L1_00_C.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_06_0000_VER_GR_L1_00_B.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_07_0000_VER_GR_L1_00_B.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_08_0000_VER_GR_L1_00_C.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_09_0000_VER_GR_L1_00_C.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_10_0000_VER_GR_L1_00_C.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_11_0000_VER_GR_L1_00_C.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_12_0000_VER_GR_L1_00_C.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_13_0000_VER_GR_L1_00_C.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_14_0000_VER_GR_L1_00_C.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_15_0000_VER_GR_L1_00_C.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_16_0000_VER_GR_L1_00_C.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_17_0000_VER_GR_L1_00_B.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_18_0000_VER_GR_L1_00_B.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_19_0000_VER_GR_L1_00_B.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_20_0000_VER_GR_L1_00_B.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_21_0000_VER_GR_L1_00_D.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_22_0000_VER_GR_L1_00_C.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_23_0000_VER_GR_L1_00_B.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_24_0000_VER_GR_L1_00_A.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_K1_0000_VER_GR_L1_00_B.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_K2_0000_VER_GR_L1_00_B.pdf/.dwg/.dxf	 (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:100) (M 1:100)
–	 Schnitte
CCM_2722_00_0SAA_VER_ST_L1_00_C.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_00_0SBB_VER_ST_L1_00_B.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_00_0SCC_VER_ST_L1_00_D.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_00_0SDD_VER_ST_L1_00_B.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_00_0SEE_VER_ST_L1_00_B.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_2722_00_0SFF_VER_ST_L1_00_A.pdf/.dwg/.dxf	 (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50) (M 1:50)
–	 Schemaansichten
CCM_0000_00_NORD_VER_AN_L1_00_A.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_0000_00_OST_VER_AN_L1_00_A.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_0000_00_SUED_VER_AN_L1_00_A.pdf/.dwg/.dxf	 CCM_0000_00_WEST_VER_AN_L1_00_A.pdf/.dwg/.dxf	 (M 1:250) (M 1:250) (M 1:250) (M 1:250)
–	 Fassade als 3D-Drahtmodell mit Fotoansichten (wird zeitgleich mit der Zusammenstellung der Rückfragen und deren Beantwortung an die Wettbewerbsteilnehmer ausgegeben) 02_Neuplanung 	 (erstellt durch Stefan Ludes Architekten) als CAD-Dateien (vAutoCAD 2000) und als .pdf-Dateien (im angegebenen Maßstab) .pdf-Dateien / CAD-Dateien –	 Lageplan
CCM_2722_--_0070_ARC_LP_L2_01_.pdf/.dwg		 (M 1:500)
CCM_2722_U2_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg		 CCM_2722_U1_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg		 CCM_2722_EG_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg		 CCM_2722_01_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg		 CCM_2722_02_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg		 CCM_2722_03_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg	 	 CCM_2722_04_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg		 CCM_2722_05_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg		 CCM_2722_06_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg		 CCM_2722_07_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg		 CCM_2722_08_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg		 CCM_2722_09_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg		 CCM_2722_19_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg		 CCM_2722_20_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg		 CCM_2722_21_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg		 CCM_2722_22_0121_ARC_GR_L2_01.pdf/.dwg		 (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200)
Schnitt A-A_BHH+Neubau.pdf/.dwg			 Schnitt B-B_BHH.pdf/.dwg				 Schnitt C-C_Neubau.pdf/.dwg				 (M 1:200) (M 1:200) (M 1:200)
4.1.2	 Informationspläne (Vorplanungsunterlagen, erstellt durch Stefan Ludes Architekten) 01_Schemaansichten mit Vorgaben für Statik, Brandschutz und Nutzung
Schemaansichten.pdf					 (M 1:500)
02_Bettenzimmer (Grundrisse / Schnitte)
1-Bettzimmer.pdf						 2-Bettzimmer.pdf						 3-Bettzimmer.pdf						 Adipositas-Zimmer.pdf					 (M 1:25) (M 1:25) (M 1:25) (M 1:25)
03_Freiflächengestaltung
Charité_Freiflaechengestaltung.pdf/.dwg			 (M 1:200)
Weitere Planungsunterlagen
01_Auszüge Bedarfsprogramm: –	 Bauteiltypen der Bestandsfassade
01_Bauteiltypen_Bestandsfassade.pdf
02_Projektinformationen: –	 VPU_Projektbeschreibung
01_VPU_Projektbeschreibung.pdf
03_Energetische Gebäudeplanung: –	 Vorplanung Bettenhochhaus
01_Energ-Gebaeudeplanung_Geb_2722.pdf
–	 Vorplanung OP-/ITS-Neubau
02_Energ-Gebaeudeplanung_Geb_2728.pdf
04_Brandschutz: –	 Anforderungen zum Brandschutz
01_Anforderungen_Brandschutz.pdf
05_Berichte zur Statik: –	 Statische Voruntersuchung der Bestandsfassade des Bettenhochhauses
01_VPU_Bericht_Fassade Bettenhochhaus.pdf
–	 Statischer Vorentwurf des Bettenhochhauses
02_VPU_Bericht_Statik Bettenhochhaus.pdf
–	 Konstruktionsbeschreibung OP-/ITS-Neubau
03_VPU_Bericht_ Neubau ITS-OP.pdf
06_Schallschutz: –	 Schallschutznachweis (Vorplanung)
01_SSNW_Vorplanung.pdf
4.1.4	 Vorschriften als .pdf –	 Erhaltungssatzung
01_Erhaltungssatzung.pdf
4.1.5	 Vorschriften im Internet –	 Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin 	 (BauOBln) vom 29. September 2005, zuletzt geändert durch Gesetz vom 29. Juni 2011 (GVBl. S. 315, in Kraft getreten am 10. Juli 2011)
–	 Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und der Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung – BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006 (GVBl. S. 1035), geändert durch § 16 der EnEV-Durchführungsverordnung Berlin vom 17. Juli 2008 (GVBL. S. 222)
–	 Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) vom 12. August 2004, zuletzt geändert durch Artikel 4 der Verordnung vom 19. Juli 2010 (BGBl. I S. 960)
–	 Gesetz zur Einsparung von Energie in Gebäuden (Energieeinsparungsgesetz – EnEG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. September 2005 (BGBl. I S. 2684), geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 28.03.2009 (BGBl. I S. 643)
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/eneg/gesamt.pdf
–	 Energieeinsparverordnung EnEV vom 24. Juli 2007 (BGBl. I S. 1519), geändert durch die Verordnung vom 29.04.2009 (BGBl. I S. 954)
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/enev_2007/gesamt.pdf
–	 Verordnung zur Durchführung der Energieeinsparverordnung in Berlin (EnEV-Durchführungsverordnung Berlin – EnEV-DV Bln) vom 18.12.2009 (GVBl. S. 889)
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml# verordnungen
–	 Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) vom 7. August 2008, zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 12. April 2011 (BGBl. I S. 619)
–	 Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung – BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006, geändert durch § 16 der EnEV-Durchführungsverordnung Berlin vom 17. Juli 2008 (GVBL. S. 222)
–	 Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (Denkmalschutzgesetz Berlin – DSchG Bln) vom 24. April 1995, zuletzt geändert am 14. Dezember 2005
4.1.6	 Richtlinien als .pdf –	 Ökologisches Bauen, Anforderungen an Baumaßnahmen, 	 Leitfaden SenStadt 2007
01_OekoLeitfadenBlnE_bf_2007.pdf
–	 Planungshilfe für Energiesparendes Bauen, Landesinstitut für Bauwesen des Landes Nordrhein-Westfalen, Aachen 2003
02_Planungshilfe_energiesparendes_bauen.pdf
4.1.7	 Richtlinien im Internet –	 Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und -prüfung Bereich Hochbau, Richtwerte und Standards
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben/de/projekte_hochbau. shtml
–	 Rundschreiben im Bereich Bauen, Verwendungsverbote und 	 -beschränkungen im Bereich von Baustoffen; Schadstoffen
–	 Grundlagen für Wettbewerbe, ökologisches Bauen
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe/grundlagen/index.shtml
–	 Handbuch Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin – öffentlich zugängliche Gebäude, Grundlagen und Beispiele, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung – Kommunikation, 06/2007
–	 Leitfaden Nachhaltiges Bauen, Stand Februar 2011
www.nachhaltigesbauen.de/leitfaeden-und-arbeitshilfen/leitfaden-nachhaltiges-bauen. html
4.1.8	 Formblätter –	 Verfassererklärung (siehe Teil 1 Pkt. 1.15) 	 (PDF-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und danach ausgedruckt werden. Das PDF-Formular kann mit dem Acrobat-Reader aber nicht gespeichert werden.)
verfassererklaerung_charite.pdf
–	 Formblatt Gebäudehüllflächen nach Teil 1 Pkt. 1.10 (sechsstellige Tarnnummer voranstellen)
000000_formblatt_gebauedekennwerte_charité.xls
4.1.9	 Bilddokumentation –	 Luftbilder 1928, 1953 und 2011 als .jpg-Dateien
01_luftbilder
–	 Historisches Bildmaterial als .tif-Dateien
02_historisches_bildmaterial
–	 Fotodokumentation als .jpg-Dateien
03_fotodokumentation_2011
–	 Perspektiven als .jpg-Dateien nach Teil 1 Pkt. 1.10
04_perspektiven
4.1.10	 Ergänzende Informationen 01_ Planervertrag Fassade (Entwurf)
ENTWURF Vertrag Fassadenplanung.pdf
02_ Anlagen zum Vertragsentwurf
Anl 1 AVB.pdf Anl 4.1 Prinzipskizze.pdf Anl 5 zum FA-Vertrag Leistungsbilder.pdf Anl 6 RTP.pdf Anl 9_120702_BHHK_Honorarberechnung_Fassade.pdf Anl 17 zum FA-Vertrag reduzierte Leistungsbilder.pdf Anl 18 Kostenaufteilung Fassade.pdf Anl 19 120207_BHHK_Splittingtabelle Gebäude_LP2.pdf
Literatur –	 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Hrsg.): Broschüre „Universitätsklinikum Charité – Zentrale Freiflächen zwischen Bettenhochhaus und Versorgungszentrum“, 1998 –	 Broschüre „Umbau und Erweiterung der Klinik für Innere Medizin der Charité“, 1993 –	 Charité, Neubau und Rekonstruktion des Universitätsklinikums der Humboldt-Universität zu Berlin (1972 – 1982) –	 „Berlin und seine Bauten“, Teil VII. Band A, Krankenhäuser, Verlag Ernst & Sohn, 1997 –	 „Denkmale in Berlin“, Ortsteil Mitte, Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Verlag: Michael Imhof, Petersberg 2003, Hrsg. Landesdenkmalamt Berlin Internet –	 http://berlingeschichte.de/ –	 http://www.stadtentwicklung.berlin.de/ –	 http://www.charite.de/charite/standorte/campus_charite_mitte_ccm/ –	 http://www.charite.de/charite/organisation/kennzahlen/ Abbildungsnachweis Broschüre –	 Titelbild: Dirk Laubner, 2010 –	 Abb. 1, 2, 3, 15: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt –	 Abb. 4: Landesarchiv Berlin, Kartenabteilung –	 Abb. 5: Hrsg. Geographisches Institut und Landkartenverlag Julius Straube 1910, Stadtplanarchiv –	 Abb. 6: aus „Berlin und seine Bauten“, Teil VII. Band A, Krankenhäuser, Verlag Ernst & Sohn, 1997 –	 Abb. 7: Pressestelle der Charité – Universitätsmedizin Berlin –	 Abb. 9: Heinle Wischer und Partner, 2011 –	 Abb. 10: TMK Architekten und Ingenieure –	 Abb. 12, 13, 14: Stefan Ludes Architekten, 2012 –	 Abb. 8, 11: Hans-Joachim Wuthenow, 2011 Digitaler Anhang –	 Luftbilder: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt –	 Historisches Bildmaterial: Landesarchiv Berlin bzw. LDA Berlin –	 Fotodokumentation: Hans-Joachim Wuthenow, 2011