Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/81021,0.html
Timestamp: 2019-10-21 01:25:52
Document Index: 298090366

Matched Legal Cases: ['§212', '§323', '§34', '§35', '§222', '§3']

HA StR Uni-Erlangen 2.Semester – unechtes Unterlassen
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Verfasst am: 17 Aug 2006 - 22:54:37 Titel: HA StR Uni-Erlangen 2.Semester – unechtes Unterlassen
http://www.str3.jura.uni-erlangen.de/Hausarbeit2-Sachverhalt-GKStraf-SS2006.doc
Wie is diese Situation rechtlich zu bewerten ?
§§212I, 22, 23I, 13I StGB an F durch nicht Wiederzugänglichmachung des Ringes?????
§§323c dadurch dass A nicht zu erst seine Frau gerettet hat, wozu er als Garant verpflichtet war ?
Kann man annehmen, dass bei einem ersten fehlgeschlagenen Rettungsversuch des Garanten, ein zweiter starten muss, solange bis er erfolgreich ist, bevor Personen gerettet werden dürfen, die nicht im Verantwortungsbereich des Garanten liegen ?
Zuletzt bearbeitet von KingJustice am 18 Aug 2006 - 19:18:36, insgesamt 4-mal bearbeitet
Verfasst am: 18 Aug 2006 - 15:17:48 Titel:
Hat keiner eine Idee wie man diesen Sachverhalt prüfen könnte ?
katja§
Verfasst am: 18 Aug 2006 - 17:47:52 Titel:
Garantenstellung hin oder her, das ist wie mit dem vater der entweder seinen sohn oder den anderen jungen retten kann. FAkt ist, er macht sich nicht strafbar, da man leben nicht gegen leben abwägen kann und es ja auch den einfluss der höheren gewalt gab.
also kannst du vielleicht totschlag im versuch annehmen, oder den versuch weglassen, und es entweder bei der rechtfertigung oder der schuld, das weiß ich grad nicht genau, scheitern lassen
Verfasst am: 18 Aug 2006 - 18:08:44 Titel:
Ja meinst du ich sollte versuchten totschlag durch pflichtwidriges Unterlassen prüfen und dann §34 insb. pflichtenkol. oder §35 bejahen?
Ich sehe da bereits Probleme beim Vorsatz/Tatentschluß. A hat versucht zu helfen, schafft es nicht und rettet dann aber trotzdem beide. Wo ist hier Tötungsvorsatz ? Es weiß ja nach seiner Vorstellung, dass nur ein Wurf sicher rettend wirkt. Ich bin total verunsichert.
Da der Sachverhalt der komplette erste tatkomplex einer HA is weiß ich nicht ob das gefragt ist. Wäre irgentwie zu wenig.
Verfasst am: 18 Aug 2006 - 18:49:12 Titel:
Soweit ich das noch in Erinnerung habe kommt es bei der Pflichtenkollession auf den Rang des zu rettenden Rechtsgutes an, wobei (umstritten?) eine Garantenstellung einem einfachen 323c vorgeht. Hier wirst du dich deshalb wohl austoben können.
Wichtig ist aus meiner Sicht ganz sauber zwischen den einzelnen Handlungen zu differenzieren.
1. Zuwerfen des Rettungsrings zu F
Versuchte Tötung der M
2. unterlassenes wegziehen und erneutes Zuwerfen des Rings zu F
Versuchte Tötung der F
Pflichtenkollision?
Bitte fass den SV in eigenen Worten nochmals zusammen, da ich ihn so nicht stehen lassen kann. Siehe Regeln.
Verfasst am: 18 Aug 2006 - 19:02:13 Titel:
Uhm, M war nur die Freundin, oder? Das kommt davon wenn man den SV löscht. Jetzt weiß ich es selbst nicht mehr.
Jedenfalls wird es dann bereits wegen der Garantenstellung gegenüber M schwierig. Vielleicht könnte man noch eine Garantenstellung aus einer "Gefahrengemeinschaft" andenken. Die saßen ja zu dritt in einem Boot. Ob das ausreicht, keine Ahnung. Wenn man das ausreichend lässt wird es jedenfalls spaßig bei der Pflichtenkollision ob unter den einzelnen Garantenstellungen eine der anderen gegenüber vorrangig sein kann.
Hehe, ich wünsch dir jedenfalls viel Spaß und natürlich Erfolg
Verfasst am: 18 Aug 2006 - 19:09:39 Titel:
Ist ein link auf den SV erlaubt ?
Verfasst am: 18 Aug 2006 - 19:14:16 Titel:
Verfasst am: 18 Aug 2006 - 20:36:06 Titel:
Im zweiten Tatkomplex erkenne ich einen §222. Verletzte Sorgfaltspflichten ,überhöhte Geschwindigkeit und Verletzen der Pflicht sich über die Unfallfolgen zu vergewissern (siehe §§3 III, Nr.2c; 34 I, Nr.3 StVO)
Irgentwelche Einwände gegen diese Ansicht ?