Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IV%20R%20140/84
Timestamp: 2020-02-26 07:44:40
Document Index: 198223800

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 22', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 22']

BFH, 19.03.1987 - IV R 140/84 - dejure.org
https://dejure.org/1987,2622
BFH, 19.03.1987 - IV R 140/84 (https://dejure.org/1987,2622)
BFH, Entscheidung vom 19.03.1987 - IV R 140/84 (https://dejure.org/1987,2622)
BFH, Entscheidung vom 19. März 1987 - IV R 140/84 (https://dejure.org/1987,2622)
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So greifen nach der Rechtsprechung private Gründe dann durch, wenn die strafbaren Handlungen mit der Erwerbstätigkeit des Steuerpflichtigen nur insoweit im Zusammenhang stehen, als diese eine Gelegenheit zu einer Straftat verschafft (vgl. BFH-Urteil vom 19. März 1987 IV R 140/84, BFH/NV 1987, 577; BFH-Urteil in BFHE 205, 56, BStBl II 2004, 641).
e) Der IV. Senat des BFH und der BGH haben entschieden, daß die von einem Pfleger oder von einem GmbH-Geschäftsführer veruntreuten Gelder weder Betriebseinnahmen noch Einnahmen aus Leistungen i. S. des § 22 Nr. 3 EStG sind (BFH-Urteil vom 19. März 1987 IV R 140/84, BFH/NV 1987, 577; BGH-Beschluß vom 20. Februar 1990 3 StR 10/90, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR - 1990, 521; s. auch Urteil des FG München vom 29. August 1984 IX 69/84 E, Entscheidungen der Finanzgerichte - EFG - 1985, 71).
So greifen nach der Rechtsprechung private Gründe dann durch, wenn die strafbaren Handlungen mit der Erwerbstätigkeit des Steuerpflichtigen nur insoweit im Zusammenhang stehen, als diese eine Gelegenheit zu einer Straftat verschafft (vgl. BFH-Urteil vom 19. März 1987 IV R 140/84, BFH/NV 1987, 577; FG München, Urteil vom 30. September 1998 1 K 774/96, EFG 1999, 108).
So greifen nach der Rechtsprechung private Gründe dann durch, wenn die strafbaren Handlungen mit der Erwerbstätigkeit des Steuerpflichtigen nur insoweit im Zusammenhang stehen, als diese eine Gelegenheit zu einer Straftat verschafft (vgl. BFH-Urteil vom 19. März 1987 IV R 140/84, BFH/NV 1987, 577; FG München, Urteil vom 30. September 1998 1 K 774/96, rkr., EFG 1999, 108).
Denn nach ständiger Rechtsprechung des BFH und des BGH führen Geldbeträge, derer der Steuerpflichtige sich im Rahmen einer Untreue bemächtigt, nicht zu steuerbaren Einkünften, da dieser Zufluss nicht mit der Einkünfteerzielung im Zusammenhang steht (vgl. z.B. BFH-Entscheidungen vom 13. November 2012 VI R 38/11, BFHE 239, 403, BStBl II 2013, 929, unter Rz 15; vom 14. Dezember 2000 IV R 16/00, BFHE 194, 151, BStBl II 2001, 238, unter 3.c., zu unberechtigten Entnahmen eines Gesellschafters aus dem Gesellschaftsvermögen; vom 20. Dezember 1994 IX R 122/92, BFHE 177, 50, BStBl II 1995, 534, unter 2.;… vom 20. Juli 1994 I B 11/94, BFH/NV 1995, 198, unter II.6.c aa; vom 19. März 1987 IV R 140/84, BFH/NV 1987, 577, unter 1.a; BGH-Beschluss vom 20. Februar 1990 3 StR 10/90, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1990, 521).
Vielmehr muss das die Schadensersatzpflicht auslösende Ereignis im Wesentlichen unmittelbare Folge der betrieblichen oder beruflichen Betätigung sein (vgl. Senatsurteile vom 17. April 1980 IV R 207/75, BFHE 130, 491, BStBl II 1980, 639, und vom 19. März 1987 IV R 140/84, BFH/NV 1987, 577; s. auch Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 6. Februar 1981 VI R 30/77, BFHE 132, 461, BStBl II 1981, 362 zum Werbungskostenabzug von Schadensersatzzahlungen).
Andererseits greifen nach der Rechtsprechung private Gründe durch, wenn die strafbaren Handlungen mit der Erwerbstätigkeit des Steuerpflichtigen nur insoweit in Zusammenhang stehen, als diese eine Gelegenheit zu einer Straftat verschafft (vgl. BFH-Urteil vom 19.03.1987 IV R 140/84, BFH/NV 1987, 577, sowie BFH-Urteil in BStBl II 2004, 641).
Nach der betreffenden Entscheidung stellen von einem Vermögenspfleger veruntreute Beträge, die dieser von Sparkonten, die zu dem von ihm verwalteten Vermögen gehören, pflichtwidrig abhebt und für eigene Zwecke verwendet, keine Betriebseinnahmen dar, da die Veruntreuungshandlung (anders als schlichte Fehler bei der Vermögensverwaltung) nicht durch den Betrieb, sondern privat veranlasst ist (BFH vom 19. März 1987 IV R 140/84, BFH/NV 1987, 577).
Dies beurteilt sich nach Auffassung des Bundesfinanzhofs danach, ob die den Schadenersatz verursachende Handlung noch im Rahmen der beruflichen Aufgabenerfüllung lag oder aber auf privaten, den betrieblichen Zusammenhang aufhebenden Vorgängen beruhte (BFH-Urteil vom 19. März 1987 IV R 140/84, BFH/NV 1987, 577).
BFH, 20.07.1994 - I B 11/94
Schätzung der Besteuerungsgrundlagen bei Nichtabgabe von Einkommensteuer- und …
Voraussetzung dafür ist aber, daß die Handlungen noch im Rahmen der gewerblichen oder beruflichen Aufgabenerfüllung lagen und nicht auf privaten, den betrieblichen oder beruf lichen Zusammenhang aufhebenden Umständen beruhen (vgl. Urteile des Bundes finanzhofs -- BFH -- vom 19. März 1987 IV R 140/84, BFH/NV 1987, 577; vom 3. Juli 1991 X R 163--164/87, BFHE 164, 556, BStBl II 1991, 802).
BGH, 20.02.1990 - 3 StR 10/90
Definition des Begriffs "Leistung " im Sinne des § 22 Nr. 3 EStG …
FG Baden-Württemberg, 03.03.1999 - 5 K 189/97
Betriebsausgabenabzug für Aufwendungen im Zusammenhang mit Schadenersatzzahlungen …
FG Thüringen, 05.03.2009 - 2 K 35/07
Qualifizierung von betrügerisch erlangten Kundengeldern als Einkünfte aus …
FG München, 30.09.1998 - 1 K 774/96