Source: https://gesetze-in-app.de/GmbHG/13
Timestamp: 2019-05-26 13:23:32
Document Index: 111330088

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 14', 'BGH', '§ 13', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH', '§ 13', 'BGH', '§ 13', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH', '§ 93', 'BGH', '§13', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§30', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH', '§ 13', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 303', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 303', 'BGH']

§ 13 GmbHG: Juristische Person; Handelsgesellschaft
Juristische Person; Handelsgesellschaft
§ 14 GmbHG
BGH, URTEIL vom 1.5.2006, Az. II ZR 43/05 -7- angesichts der überragenden Bedeutung, die das Gesetz der ordnungsgemäßen Kapitalaufbringung und Kapitalerhaltung als Korrelat der Haftungsbeschränkung des § 13 Abs. 2 GmbHG beimisst (vgl. BGHZ 105, 300, 302), keine Tilgungswirkung entfalten.
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2006, Az. IX ZB 57/06 Bei der Durchgriffshaftung ist dem Gesellschafter einer GmbH die Berufung auf den Haftungsausschluss gemäß § 13 Abs. 2 GmbHG nach Treu und Glauben versagt mit der Folge, dass er persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft einzustehen hat (BGHZ 125, 366, 368; 151, 181, 186 ff; BAG AP GmbHG § 13 Nr. 1).
BGH, URTEIL vom 1.10.2005, Az. II ZR 178/03 b)	Die Durchgriffshaftung eines GmbH-Gesellschafters wegen 'Vermögensvermischung', die zu einem Wegfall des Haftungsprivilegs gemäß § 13 Abs. 2 GmbHG führt, ist keine Zustands- sondern eine Verhaltenshaftung; sie trifft einen Gesellschafter nur, wenn er aufgrund des von ihm wahrgenommenen Einflusses als Allein- oder Mehrheitsgesellschafter für den Vermögensvermischungstatbestand verantwortlich ist (Klarstellung zu BGHZ 125, 366, 368 f.).
BGH, URTEIL vom 1.10.2005, Az. II ZR 178/03 Danach kann die etwaige persönliche Haftung eines GmbH-Gesellschafters, der wegen 'existenzvernichtender Eingriffe' in das Gesellschaftsvermögen das Haftungsprivileg des § 13 Abs. 2 GmbHG verloren hat (dazu BGHZ 151, 181), während eines laufenden Insolvenzverfahrens entsprechend § 93 InsO nur von dem Insolvenzverwalter geltend gemacht werden, um eine gleichmäßige Befriedigung der Gesellschaftsgläubiger aus dem vorhandenen Vermögen des persönlich haftenden Gesellschafters zu gewährleisten.
BGH, URTEIL vom 1.10.2005, Az. II ZR 178/03 14	a) Nach der Rechtsprechung des Senates kommt eine persönliche Haftung von GmbH-Gesellschaftern in Betracht, wenn die Abgrenzung zwischen Gesellschaftsund Privatvermögen durch eine undurchsichtige Buchführung oder auf andere Weise verschleiert worden ist und deshalb die Kapitalerhaltungsvorschriften, deren Einhaltung ein unverzichtbarer Ausgleich für die Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen (§13 Abs. 2 GmbHG) ist, nicht funktionieren können (BGHZ 125, 366, 368 m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 4.9.2003, Az. IX ZR 55/02 Für Gesellschaftsschulden haftet nur die GmbH mit ihrem Vermögen (§ 13 Abs. 2 GmbHG), für persönliche Schulden allein der Gesellschafter selbst (BGH, Urt. v. 26. September 1957, aaO; v.
BGH, URTEIL vom 1.11.2004, Az. II ZR 256/02 Damit verliert er grundsätzlich die Berechtigung, sich auf die Haftungsbeschränkung des § 13 Abs. 2 GmbHG zu berufen, soweit sich die der Gesellschaft insgesamt zugefügten Nachteile nicht mehr quantifizieren lassen und daher nicht bereits durch Ansprüche nach §§30, 31 GmbHG ausgeglichen werden können (BGHZ 151, 181; Sen.Urt. v. 13. Dezember 2004 - II ZR 206/02).
BGH, URTEIL vom 1.9.1993, Az. II ZR 255/92 b) Das wirtschaftliche Eigeninteresse, das der Gesellschafter einer GmbH aufgrund seiner Beteiligung an der Gesellschaft an den von dieser abgeschlossenen Geschäften hat, rechtfertigt es, wie in der Rechtsprechung inzwischen geklärt ist, nicht, ihn für im Zusammenhang damit begründete Schadensersatzverbindlichkeiten wegen Verschuldens bei Vertragsschluß persönlich einstehen zu lassen; denn das würde dem Grundsatz widersprechen, daß für die Schulden der Gesellschaft den Gläubigern nur das Gesellschaftsvermögen haftet (§ 13 Abs. 2 GmbHG; BGH, Urt. v. 23. Oktober 1985 - VIII ZR 210/84, ZIP 1986, 26, 29; vgl. auch Sen.Beschl. v. 1» März 1993 - II ZR 292/91, ZIP 1993, 763, 764).
BGH, URTEIL vom 1.11.2004, Az. II ZR 206/02 Tun sie das doch und bringen sie die Gesellschaft damit in die Lage, ihre Verbindlichkeiten nicht mehr oder nur noch in geringerem Maße erfüllen zu können, mißbrauchen sie die Rechtsform der GmbH und verlieren damit grundsätzlich die Berechtigung, sich auf die Haftungsbeschränkung des § 13 Abs. 2 GmbHG zu berufen (BGHZ 149, 10, 16 f. - Bremer Vulkan; 150, 61, 67 f.; 151, 181, 186f.- KBV).
BGH, URTEIL vom 1.11.2004, Az. II ZR 206/02 Allerdings betrifft die Haftungsschranke des § 13 Abs. 2 GmbHG, die bei einer Haftung wegen existenzvernichtenden Eingriffs außer Kraft gesetzt wird, grundsätzlich nur die Gesellschafter der GmbH (BGHZ 149, 10, 16f.).
LG Krefeld, Urteil vom 5.11.2008, Az. 1 S 99/08 18Ungeachtet dessen würde auch dann, wenn die Zeugin X – die als Gesellschafterin der GmbH auch nicht persönlich haften würde (§ 13 Abs. 2 GmbHG) – die Zahlung an den im Auftrag der Beklagten tätigen Gerichtsvollzieher auf Anweisung der Schuldnerin getätigt hätte (sog. 'Anweisung auf Kredit', vgl. BGH, Beschluss v. 16.10.2008,
BVerfG, vom 1.10.1991, Az. 2 BvR 1610/91 Das auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 16. September 1985 (BGHZ 95, S. 330) zurückgehende Haftungskonzept hält sich noch innerhalb der Wertungen des geltenden Gesetzes: Gegenüber dem geltend gemachten Wertungswiderspruch zu dem Ausschluß der persönlichen Haftung des GmbH-Gesellschafters (§ 13 Abs. 2 GmbH-Gesetz) verweist der Bundesgerichtshof für die entsprechende Anwendung des § 303 AktG auf den noch anderweitig unternehmerisch tätigen Mehrheitsgesellschafter und Alleingeschäftsführer einer GmbH darauf, daß dem Leitbild des GmbH-Gesetzes, das von einer autonomen Gesellschaft ausgehe, die ihre Belange nach eigenständigen Zielvorstellungen unabhängig verfolge, ein Zustand nicht entspreche, in dem die Selbständigkeit der GmbH nur noch eine formale Hülle sei (vgl. schon BGHZ 95, S. 330 <341 f.>).
BVerfG, vom 1.10.1991, Az. 2 BvR 1610/91 Das auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 16. September 1985 (BGHZ 95, S. 330) zurückgehende Haftungskonzept hält sich noch innerhalb der Wertungen des geltenden Gesetzes: Gegenüber dem geltend gemachten Wertungswiderspruch zu dem Ausschluß der persönlichen Haftung des GmbH-Gesellschafters (§ 13 Abs.2 GmbH-Gesetz) verweist der Bundesgerichtshof für die entsprechende Anwendung des § 303 AktG auf den noch anderweitig unternehmerisch tätigen Mehrheitsgesellschafter und Alleingeschäftsführer einer GmbH darauf, daß dem Leitbild des GmbH-Gesetzes, das von einer autonomen Gesellschaft ausgehe, die ihre Belange nach eigenständigen Zielvorstellungen unabhängig verfolge, ein Zustand nicht entspreche, in dem die Selbständigkeit der GmbH nur noch eine formale Hülle sei (vgl. schon BGHZ 95, S. 330 <341 f.>).