Source: https://germannews.com/politik/583/personenbezogene-daten-im-rahmen-der-dsgvo.html
Timestamp: 2019-06-19 05:01:16
Document Index: 48224055

Matched Legal Cases: ['Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 46', 'Art. 12', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 12', 'Art. 15', 'Art. 12', 'Art. 12']

Wer hat welche Daten und was passiert eigentlich mit diesen Daten? - German News Deutschland Nachrichten abseits des mainstream German News Magazin
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Aus diesem Grund hat die EU als erste Vereinigung mit der DSGVO dafür gesorgt, dass ein erster großer Schritt notwendig ist, um die eigenen Bürger zu schützen und dem digitalen Raubrittertum eine erste Burg aus Notwehr entgegenzustellen.
Doch was für Rechte haben die Bürger? Was haben Firmen zu beachten, um die Trutzburg sicher zu halten oder zumindest zu erfahren, wer mit personenbezogenen Daten Schindluder treibt?
Zu der ersten und wichtigsten Maßnahme zählt sicher das Auskunftsrechts der betroffenen Personen nach Art. 15 EU-DSGVO
Nach Art. 15 Abs. 1 DSGVO haben Personen nämlich das Recht, von dem Verantwortlichen (Geschäftsleitung einer Firma) eine Bestätigung und Information darüber zu verlangen, ob personenbezogene Daten verarbeitet werden. Ist dies der Fall, hat die betroffene Person ein Recht auf Auskunft über diese personenbezogenen Daten und darüber hinausgehende Informationen über deren Verarbeitung. Da bereits eine IP-Adresse personenbezogene Daten darstellt, verarbeitet so gut wie jede Firma und jeder Verein, Behörde und Partei personenbezogene Daten in der Varbeitung. Selbst analoge Daten (Ordner, Karteikästen etc.) beinhalten meistens personenbezogene Daten und sind involviert.
Werden personenbezogene Daten eines Antragstellers verarbeitet, hat dieser grundsätzlich ein Recht auf Auskunft über diese Daten. Zusätzlich hat der Verantwortliche nach Art. 15 Abs. 1 DSGVO auch die folgenden Informationen bereitzustellen:
h) das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling gemäß Artikel 22 Absätze 1 und 4 mit aussagekräftigen Informationen über die dabei involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung für die betroffene Person
Werden personenbezogene Daten an ein Drittland oder an eine internationale Organisation übermittelt, hat die betroffene Person darüber hinaus nach Art. 15 Abs. 2 DSGVO das Recht, über die geeigneten Garantien gemäß Art. 46 DSGVO (z.B. vereinbarte Standard-Datenschutzklauseln oder verbindliche interne Datenschutzvorschriften) unterrichtet zu werden.
Modalitäten für die Ausübung der Rechte der betroffenen Person
Nach Art. 12 Abs. 1 der DSGVO können die Informationen schriftlich, auf elektronischem Wege oder, auf Verlangen der betroffenen Person, mündlich erteilt werden. Alle Mitteilungen, die sich auf die Verarbeitung beziehen, sind in präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form in einer klaren und einfachen Sprache zu übermitteln; dies gilt insbesondere für Informationen, die sich speziell an Kinder richten. Falls von der betroffenen Person verlangt, kann die Information mündlich erteilt werden, sofern die Identität der betroffenen Person in anderer Form nachgewiesen wurde. Wenn die betroffene Person den Antrag auf Auskunftserteilung elektronisch stellt, sind die zur Verfügung zu stellenden Informationen gemäß Art. 15 Abs. 3 DSGVO in einem gängigen elektronischen Format zur Verfügung zu stellen (z.B. als PDF Datei).
Nach Art. 15 Abs. 3 DSGVO hat der Verantwortliche der betroffenen Person eine Kopie der personenbezogenen Daten zur Verfügung zu stellen, die Gegenstand der Verarbeitung sind. Nach Art. 12 Abs. 5 DSGVO hat der Verantwortliche diese Informationen grundsätzlich kostenlos zur Verfügung zu stellen. Verlangt die betroffene Person über die kostenlos zur Verfügung gestellte Kopie hinaus weitere Kopien, kann der Verantwortliche gemäß Art. 15 Abs. 3 DSGVO ein angemessenes Entgelt auf der Grundlage der Verwaltungskosten verlangen. Außerdem kann der Verantwortliche im Falle unbegründeter oder exzessiver Anträge durch eine betroffene Person gemäß Art. 12 Abs. 5 DSGVO entweder ein angemessenes Entgelt verlangen oder eine Auskunftserteilung verweigern. Allerdings hat der Verantwortliche auch den Nachweis dafür zu erbringen, dass der Antrag ausnahmsweise als unbegründet eingestuft wird. Nach Art. 12 Abs. 4 DSGVO ist die betroffene Person über die Gründe der verweigerten Auskunftserteilung zu informieren.
Die beim Hackerangriff resp. Abgreifen der personenbezogenen Daten in der Politik und bei den Promis sollten also einmal nachprüfen, wo ihre Dten in der Welet herumriesen. Erst mit Kenntnis, kann überhaupt festgestellt werden, wo bei zukünftigen Datenlecks der Hund begraben liegt und es betrifft eben alle Bürger in der EU.
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