Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=25.03.1999&Aktenzeichen=IX%20ZR%20283/97
Timestamp: 2019-05-25 06:34:35
Document Index: 276385905

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 280', 'BGH', 'BGH', '§ 280', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

https://dejure.org/1999,1339
BGH, 25.03.1999 - IX ZR 283/97 (https://dejure.org/1999,1339)
BGH, Entscheidung vom 25.03.1999 - IX ZR 283/97 (https://dejure.org/1999,1339)
BGH, Entscheidung vom 25. März 1999 - IX ZR 283/97 (https://dejure.org/1999,1339)
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Keine Beweislastumkehr bei Beratungsfehlern
Beweislast des Mandanten im Anwaltsregressprozess für das Vorliegen der vom Anwalt verneinten Solvenz des Kaufinteressenten eines noch nicht restituierten Grundstücks
c) Grundsätzlich hat der Mandant, der seinen Rechtsanwalt auf Schadensersatz in Anspruch nimmt, neben der Pflichtverletzung (BGH, Urt. v. 25. März 1999 - IX ZR 283/97, WM 1999, 1328, 1329), dem Schaden (BGHZ 131, 110, 115 [richtig: BGHZ 133, 110, 115 - d. Red.] ;… BGH, Urt. v. 8. Juli 1999 - IX ZR 338/97, WM 1999, 1846, 1849) und dem Ursachenzusammenhang (…BGH, Urt. v. 27. Januar 2000 - IX ZR 45/98, WM 2000, 966, 968 m.w.N.) auch den Zurechnungszusammenhang darzulegen und zu beweisen.
Den Haftungsgrund, den objektiven Tatbestand der positiven Vertragsverletzung, jetzt § 280 I 1 BGB, hat der Anspruchsteller voll zu beweisen (BGH, Urteil vom 25.03.1999, IX ZR 283/97, juris Rz. 7).
Auch bei einer sog. verhaltensbezogenen, also nicht auf einen Erfolg bezogenen Pflicht hat der Gläubiger in der Regel den vollen Beweis einer Pflichtverletzung zu erbringen, was insbesondere für den Schadensersatzanspruch aufgrund der Verletzung einer Beratungs-, Hinweis oder Aufklärungspflicht gilt (vgl. BGH NJW 2008, 371; 1999, 2437; Palandt-Grüneberg § 280 Rn 35).
Daran ändert sich auch nicht deshalb etwas, weil die hier in Rede stehende Pflichtverletzung in einem Unterlassen einer gebotenen Aufklärung besteht (vgl. BGH NJW 1999, 2437; NJW 1996, 2571) und das Verhältnis zwischen Versicherungsnehmer und -makler betroffen ist.
Der Mandant, der einen Schadensersatzanspruch geltend macht, ist nach allgemeinen Grundsätzen darlegungs- und beweisbelastet dafür, dass der Rechtsanwalt durch fehlerhafte oder unterlassene Beratung seine Pflichten verletzt hat (BGH NJW 1985, 264; 1999, 2437;… Zugehör/Fischer/Sieg/Schlee, a.a.O., Rn. 952 m.w.N.).
Die insoweit beweispflichtige Klägerin (vgl. zur Beweislast BGH NJW 1999, 2437; 1988, 202; 1987, 1322) hat nicht bewiesen, dass der Beklagte seine Beratungspflicht verletzt hat.
AG Oldenburg, 11.08.2017 - 7 C 7303/16
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