Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%20530/13
Timestamp: 2019-06-17 09:57:48
Document Index: 305389161

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 652', '§ 652', '§ 652', 'BGH', 'BGH', '§ 357', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 03.07.2014 - III ZR 530/13 - dejure.org
BGH, 03.07.2014 - III ZR 530/13
https://dejure.org/2014,17727
BGH, 03.07.2014 - III ZR 530/13 (https://dejure.org/2014,17727)
BGH, Entscheidung vom 03.07.2014 - III ZR 530/13 (https://dejure.org/2014,17727)
BGH, Entscheidung vom 03. Juli 2014 - III ZR 530/13 (https://dejure.org/2014,17727)
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§ 652 Abs 1 BGB
Maklerlohnanspruch: Wirtschaftliche Kongruenz zwischen dem vom Makler nachgewiesenen und dem abgeschlossenen Grundstückskaufvertrag bei Preisnachlässen für den Maklerkunden
Zahlung von Maklerlohn durch Abschluss des Nachweismaklervertrages hinsichtlich Unterzeichnung der Objektnachweisbestätigung mit Provisionsverlangen
Voraussetzung für den Anspruch auf Maklerlohn umfasst auch die wirtschaftliche Identität des nachgewiesenen Objekts; Provision; regelmäßig keine Kongruenz bei Preisnachlass ab 50 %; Mitursächlichkeit; Vorkenntnis
Zur wirtschaftlichen Kongruenz der vom Makler nachgewiesenen Vertragsgelegenheit zum abgeschlossenen Grundstückskaufvertrag bei einem Preisnachlass von 25 %
BGB § 652 Abs. 1
Maklervertrag unterschrieben und Nachweisleistung erbracht: Provision muss gezahlt werden!
Der nachträgliche Abschluss eines Maklervertrages
Preisabweichungen zugunsten des Maklerkunden
Mietrecht - Maklerprovision bei Preisabweichungen?
Der Nachweismakler beim Immobilienkauf - Wann hat er Anspruch auf Provision nach § 652 Abs. 1 BGB?
Maklervertrag: Wirtschaftliche Kongruenz bei 25%Preisnachlass
Grenzen der wirtschaftlichen Kongruenz zwischen nachgewiesenem Geschäft und Hauptvertrag (IMR 2014, 396)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 03.07.2014 - III ZR 530/13" von Dr. Kurt Döderlein, original erschienen in: ZMR 2015, 169 - 173.
LG Dresden, 20.12.2012 - 44 HKO 187/12
OLG Dresden, 14.11.2013 - 8 U 175/13
NJW-RR 2014, 1272
NZM 2014, 712
ZMR 2015, 12
ZMR 2015, 169
WM 2014, 1920
LG Saarbrücken, 17.05.2016 - 14 O 152/15
Die vertraglich vereinbarten "Dienstleistungen" der Klägerin waren von vornherein nicht auf den Nachweis oder die Vermittlung eines Versicherungsvertrages gerichtet, da es an einem - für die Annahme einer Maklerleistung notwendigen - "Hauptvertrag" fehlt (s. zuletzt etwa BGH, Urteil vom 3. Juli 2014 - III ZR 530/13, NJW-RR 2014, 712).
Unbeschadet der Frage, ob sich die Klägerin trotz Widerrufs überhaupt noch auf die vertragsspezifisch geregelten Rechtsfolgen einer Pflichtverletzung aus dem - widerrufenen - Maklervertrag (Ziffer 6 des Exposés) oder der Vertraulichkeitszusage stützen kann, obwohl "weitergehende Ansprüche" des Unternehmers ausgeschlossen sind (§ 357 Abs. 4 BGB aF), scheitert der Anspruch bereits daran, dass bei Vollzug des Erwerbs mittels Firmen, die der Maklerkunde wirtschaftlich beherrscht, die persönliche Kongruenz für die Entstehung des Provisionsanspruchs anzunehmen wäre (vgl. BGH, Urteil vom 03. Juli 2014 - III ZR 530/13 -, Rn. 19, juris) und somit ein Ersatzanspruch unter dem Gesichtspunkt des Schutzzweckes der verletzten Norm nicht in Betracht kommt.
Dabei kann der die Vergütungspflicht auslösende Maklervertrag auch noch zeitlich nach bereits erfolgter Maklerleistung abgeschlossen werden (vgl. BGH, Urteile vom 18. September 1985 - IVa ZR 139/83, WM 1985, 1422, 1423, vom 10. Oktober 1990 - IV ZR 280/89, WM 1991, 78, vom 6. Februar 1991 - IV ZR 265/89, WM 1991, 818, 819, vom 6. März 1991 - IV ZR 53/90, WM 1991, 1129, 1131 und vom 3. Juli 2014 - III ZR 530/13, WM 2014, 1920 Rn. 14).
BGH, 17.10.2018 - I ZR 154/17
Verpflichtung eines Maklerkunden zur Provisionszahlung gegenüber dem Makler bei …
Preisnachlässe von bis zu 15% stellen die wirtschaftliche Kongruenz im Allgemeinen nicht in Frage (…BGH, NJW 2008, 651 Rn. 26), bei Preisnachlässen von mehr als 50% ist sie regelmäßig zu verneinen (BGH, Urteil vom 3. Juli 2014 - III ZR 530/13, NJW-RR 2014, 1272 Rn. 21).
Maßgeblich für die Bejahung eines Provisionsanspruchs ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass der Maklerkunde im Hinblick auf seine Beziehungen zu dem Erwerber gegen Treu und Glauben verstoßen würde, wenn er sich darauf beriefe, der ursprünglich von ihm erstrebte Vertrag sei nicht mit ihm, sondern mit einem Dritten abgeschlossen worden (…BGH, NJW-RR 2004, 851, 852 [juris Rn. 13] mwN; NJW-RR 2014, 1272 Rn. 19).
LG Berlin, 20.02.2015 - 11 O 98/14
Provisionsanspruch des Immobilienmaklers: Vermittlungsnachweis bei Exposéangaben …
In diesem Fall ist jedoch eine für den Erwerb wesentliche Maklerleistung erforderlich (BGH, NJW-RR 2014, 1272, 1274; NJW 2008, 651 Tz. 12; BGH, NJW-RR 1996, 114; Fischer, NJW 2007, 183, 187).
Ein Makler, der im Vorfeld einer Provisionsvereinbarung Angaben zu einem Objekt macht, handelt stets auf eigenes Risiko (…BGH, Urt. v. 25.9.1985 - IVa ZR 22/84 - juris Rn. 18 = BGHZ 95, 393; BGH, NJW-RR 2014, 1272 Tz. 14 m.w.N.).
Die Ausnutzung dieses Wissens durch den Kunden begründet daher keinen Provisionsanspruch des Maklers (so ausdrücklich BGH, NJW-RR 2014, 1272, 1273, Tz. 14).
Zwar kann in Ausnahmefällen ein Maklervertrag auch noch nach erfolgter Maklerleistung (etwa durch Unterzeichnung einer Objektnachweisbestätigung seitens des Kunden) zustande kommen; dies erfordert jedoch dann zumindest eine vorherige relevante Nachweisleistung gegenüber dem Kunden (vgl. BGH, NJW-RR 2014, 1272, 1273).
Dabei kann der die Vergütungspflicht auslösende Maklervertrag auch noch zeitlich nach bereits erfolgter Maklerleistung abgeschlossen werden (vgl. BGH, Urteile vom 18. September 1985 IVa ZR 139/83, WM 1985, 1422, 1423, vom 10. Oktober 1990 IV ZR 280/89, WM 1991, 78, vom 6. Februar 1991 IV ZR 265/89, WM 1991, 818, 819, vom 6. März 1991 IV ZR 53/90, WM 1991, 1129, 1131 und vom 3. Juli 2014 III ZR 530/13, WM 2014, 1920 Rn. 14).
BGH, 21.11.2018 - I ZR 10/18
Provisionsanspruch eines Verkäufermakler gegen den Verkäufer bei Nachweis eines …
Es reicht aus, dass bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise in persönlicher und inhaltlicher Hinsicht Kongruenz besteht (BGH, Urteil vom 3. Juli 2014 - III ZR 590/13, NJW-RR 2014, 1272 Rn. 18).
OLG Frankfurt, 11.08.2017 - 19 U 218/16
Voraussetzungen des Provisionsanspruchs des Nachweismarklers
Preisnachlässe von bis zu 15 % stellen die wirtschaftliche Kongruenz im Allgemeinen nicht in Frage, bei Preisnachlässen von mehr als 50 % ist sie regelmäßig zu verneinen (BGH, Urteil vom 03. Juli 2014 - III ZR 530/13 - Rn. 21, juris).
Bezüglich der Umstände, die nicht ihm, sondern nur dem Maklerkunden bekannt sind - wie etwa der Verlauf der Vertragsverhandlungen zwischen Verkäufer- und Käuferseite - trifft den Maklerkunden jedoch eine sekundäre Darlegungslast (BGH, Urteil vom 03. Juli 2014 - III ZR 530/13 - Rn. 23, juris).
OLG Düsseldorf, 19.12.2017 - 21 U 69/17
OLG Bremen, 05.12.2014 - 2 U 86/14
Voraussetzungen für das Entstehen einer Nachweismaklercourtage - Zivilrecht; …
OLG Schleswig, 03.04.2017 - 16 W 43/17
Schwester des Maklerkunden kauft das Objekt: Provision verdient!
OLG München, 09.07.2015 - 23 U 396/15
Kausalität zwischen Maklerleistung und Hauptvertragsschluss
LG Hamburg, 11.07.2018 - 318 O 78/17
Maklervertrag: Auskunftsanspruch eines Nachweismaklers zur Berechnung seines …