Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IX%20ZR%20155/03
Timestamp: 2020-04-03 08:49:50
Document Index: 181405105

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 204', '§ 36', '§ 146', '§ 204', '§ 36', '§ 146', '§ 204', '§ 204', '§ 146', '§ 204', '§ 36', 'BGH', 'BGH', '§ 204', '§ 204', '§ 204', '§ 204', '§ 204', '§ 204', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 204', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 28.09.2004 - IX ZR 155/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,530
BGH, 28.09.2004 - IX ZR 155/03 (https://dejure.org/2004,530)
BGH, Entscheidung vom 28.09.2004 - IX ZR 155/03 (https://dejure.org/2004,530)
BGH, Entscheidung vom 28. September 2004 - IX ZR 155/03 (https://dejure.org/2004,530)
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BGB § 204 Abs. 1 Nr. 13; ZPO § 36 Abs. 1 Nr. 3; InsO § 146 Abs. 1
BGB § 204 Abs. 1 Nr. 13, ZPO § 36 Abs. 1 Nr. 3, InsO § 146 Abs. 1
Verjährungshemmung bei insolvenzrechtlichem Anfechtungsanspruch
Verjährungshemmung durch Rechtsverfolgung nach § 204 BGB n.F. und Zulässigkeit des Rechtsbehelfs
Sachentscheidung im Zuständigkeitsbestimmungsverfahren als Voraussetzung für eine Hemmung der Verjährung eines Anfechtungsanspruchs; Sinn und Zweck des § 204 Abs. 1 Nr. 13 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) unter Berücksichtigung der Schutzrichtungen; Annahme einer ...
Hemmung der Verjährung des anfechtungsrechtlichen Rückgewähranspruchs auch durch erfolglosen Antrag auf Zuständigkeitsbestimmung
Verjährung der Insolvenzanfechtung
InsO § 146 Abs. 1; BGB § 204 Abs. 1 Nr. 13; ZPO § 36 Abs. 1 Nr. 3
Hemmung der Verjährung des Anfechtungsanspruchs auch durch einen erfolglosen Antrag auf Zuständigkeitsbestimmung
Hemmung der Verjährung des Anfechtungsanspruchs durch Antrag des Insolvenzverwalters auf Zuständigkeitsbestimmung
Verjährungshemmung durch erfolglosen Antrag auf gerichtliche Zuständigkeitsbestimmung
BGHZ 160, 259
NJW 2004, 3772
ZIP 2004, 2194
MDR 2005, 235
NZI 2005, 34
WM 2004, 2313
Die Hemmung ist nicht einmal an irgendeine Entscheidung der angerufenen Stelle gebunden, sondern tritt grundsätzlich auch dann ein, wenn der Gläubiger den Antrag im Laufe des Verfahrens zurücknimmt (BGHZ 160, 259, 263).
Gleiches gilt für das vereinfachte Verfahren (§ 204 Abs. 1 Nr. 2 BGB), für das Mahnbescheidsverfahren (§ 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB), für das Güteverfahren (§ 204 Abs. 1 Nr. 4 BGB), für das Verfahren im vorläufigen Rechtsschutz (§ 204 Abs. 1 Nr. 9 BGB), für die Aufrechnung im Prozess (§ 204 Abs. 1 Nr. 5 BGB) und für den Antrag auf Gerichtsstandsbestimmung (§ 204 Abs. 1 Nr. 13 BGB; vgl. BGHZ 160, 259, 263).
Der Unterschied liegt nicht allein darin, dass über die Wirkungen der Streitverkündung erst im Folgeprozess entschieden wird (vgl. BGHZ 160, 259, 263).
Der Gläubiger hat noch nicht zum Ausdruck gebracht, dass er gewillt ist, seinen Anspruch gerichtlich durchzusetzen (vgl. dazu BGHZ 160, 259, 264).
Die Erhebung einer unzulässigen Klage hemmt zwar grundsätzlich gemäß § 204 Abs. 1 Nr. 1 BGB den Lauf der Verjährung (BGH, Urteil vom 28. September 2004 - IX ZR 155/03, BGHZ 160, 259, 262 f).
An dieser Rechtslage hat sich durch das Gesetz zur Modernisierung des Schuldrechts vom 26. November 2001 (BGBl. I S. 3138) nichts geändert (so auch BGH, Urteil vom 28. September 2004, aaO S. 262 f).
Die Zulässigkeit der Streitverkündung ist grundsätzlich nicht im Erstprozess, in dem der Streit verkündet wird, sondern erst im Folgeverfahren zwischen dem Streitverkünder und dem Streitverkündungsempfänger zu prüfen (st. Rspr., vgl. BGH, 24. März 1987, X ZR 20/86, BGHZ 100, 257, 259 und BGH, 28. September 2004, IX ZR 155/03, BGHZ 160, 259, 263).
a) Das Beschwerdegericht ist im Ansatz allerdings zutreffend davon ausgegangen, dass die Zulässigkeit der Streitverkündung grundsätzlich nicht im Erstprozess, in dem der Streit verkündet wird, sondern erst im Folgeverfahren zwischen dem Streitverkünder und dem Streitverkündungsempfänger zu prüfen ist (st. Rspr.: BGH, Urteile vom 9. Oktober 1975 - VII ZR 130/73, BGHZ 65, 127, 130 f.; vom 22. Dezember 1977 - VII ZR 94/76, BGHZ 70, 187, 189; vom 26. März 1987 - VII ZR 122/86, BGHZ 100, 257, 259; vom 28. September 2004 - IX ZR 155/03, BGHZ 160, 259, 263; vom 8. Oktober 1981 - VII ZR 341/80, NJW 1982, 281, 282; vom 15. November 1984 - III ZR 97/83, VersR 1985, 568, 569; vgl. auch BT-Drs.
Dementsprechend geht auch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs dahin, dass Fallgestaltungen, in denen ein Gläubiger im Einzelfall mit Hilfe unzulässiger oder unbegründeter Anträge in missbräuchlicher Weise versuchen sollte, die Hemmung der Verjährung herbeizuführen, durch Anwendung von § 242 BGB begegnet werden kann (BGH, Urteile vom 28. September 2004 - IX ZR 155/03, BGHZ 160, 259, 264 ff. mwN; vom 6. Juli 1993 - VI ZR 306/92, BGHZ 123, 337, 345).
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