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Timestamp: 2016-10-25 12:15:07
Document Index: 160371983

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 89', 'Art. 95', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 86', 'BGE', 'Art. 30', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 11', 'Art. 32', 'BGE', 'Art. 32', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 108', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 66']

1C_205/2015 (29.10.2015)
1C_205/2015 � � Urteil vom 29. Oktober 2015
vertreten durch Rechtsanwalt Christian Zuberb�hler,
2. E. und F. G.________,
Einwohnergemeinde Wohlen, Baubewilligungsbeh�rde, Hauptstrasse 26, 3033 Wohlen b. Bern,
Abbruch und Bau eines Einfamilienhauses,
Beschwerde gegen das Urteil vom 12. M�rz 2015 des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung.
A.________ (Bauherr) plante, sein in der Wohnzone W1 errichtetes Einfamilienhaus (Geb�ude Nr. 47) auf der Parzelle Gbbl. Nr. 4372 in Wohlen durch einen Neubau zu ersetzen, wobei die Garagen mit einem als "Mehrzweckraum" bezeichneten Aufbau (Geb�ude Nr. 47a) bestehen bleiben sollten. Mit Schreiben vom 23. Februar 2010 ersuchte der Bauherr die Gemeinde Wohlen darum, entgegen ihrer bisherigen Beurteilung den Mehrzweckraum �ber den Garagen nicht zur Bruttogeschossfl�che des Neubauprojekts anzurechnen, da dieser Raum weder beheizt noch isoliert sei und �ber keine Wasserleitungen verf�ge. Die Gemeinde Wohlen antwortete mit Schreiben vom 30. M�rz 2010, die Departementskommission Bau habe das Gesuch am 23. M�rz 2010 behandelt und in W�rdigung der Vorgeschichte und der damaligen Verhandlungsergebnisse beschlossen, den Mehrzweckraum�
nicht�der AZ-pflichtigen Bruttogeschossfl�che anzurechnen. Der Bauherr k�nne demzufolge seine �berlegungen und Studien f�r ein allf�lliges Neubauprojekt eines Wohnhauses ohne diese Fl�che weiterverfolgen. Am 2. Juni 2010 unterbreitete der Bauherr der Gemeinde mit einer Voranfrage bez�glich seines Bauvorhabens ein Vorprojekt, um seine Vereinbarkeit mit der neuen baurechtlichen Grundordnung zu kl�ren. Im Antwortschreiben vom 29. Juni 2010 f�hrte die Gemeinde zusammengefasst aus, das Neubauvorhaben entspreche bez�glich Art und Mass der Nutzung sowie den baupolizeilichen Vorgaben den Bestimmungen des neuen Gemeindebaureglements grunds�tzlich. Das Neubauvorhaben erscheine als m�glich, werde allerdings im bestehenden Quartier neue Massst�be setzen. Bei der weiteren Projektierung seien der bestehende Garagentrakt sowie die benachbarten Bebauungen auf geeignete Art zu visualisieren, damit die Bez�ge zum Neubauvorhaben beurteilt werden k�nnten und eine umfassende Beurteilung der Einordnung und Gestaltung m�glich werde. Die Gemeinde erwarte ein Baugesuch mit den erforderlichen Unterlagen.
Am 21. Dezember 2010 reichte der Bauherr bei der Einwohnergemeinde Wohlen (nachstehend: Gemeinde) ein Baugesuch f�r den Abbruch und den Neubau seines Einfamilienhauses ein. Dagegen erhoben mehrere Nachbarn Einsprachen, darunter B. und C. D.________, E. und F. G.________ sowie H.________ (Einsprecher). In der Folge wurde das Bauprojekt �berarbeitet und neu publiziert, worauf die Einsprachen erneuert wurden.
In Beantwortung einer Voranfrage der Gemeinde vom 8. November 2011 kam das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland in seiner Stellungnahme vom 9. Dezember 2011 zum Ergebnis, der Mehrzweckraum �ber der Garage m�sse der Bruttogeschossfl�che angerechnet werden. Zur Begr�ndung gab dieses Amt an, der �ber 70 m2 grosse Mehrzweckraum mit einer Raumh�he von mindestens 3,20 m und einer Fensterfl�che von 22,7 % biete sich geradezu zum Wohnen an, weshalb er nach der bernischen Rechtsprechung an die Bruttogeschossfl�che anzurechnen sei.
Am 24. Januar 2014 erteilte die Gemeinde dem Bauvorhaben den Bauabschlag, den sie im Wesentlichen damit begr�ndete, dass der bestehende Mehrzweckraum �ber der Garage der maximal zul�ssigen Bruttogeschossfl�che anzurechnen sei, weshalb diese um mehr als 70 m2 �berschritten werde. Weiter seien die Empfehlungen der von der Gemeinde beigezogenen Fachberatung in den neuen Pl�nen gr�sstenteils nicht umgesetzt worden.
Der Bauherr focht den Bauabschlag mit Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) an, welche die Beschwerde mit Entscheid vom 18./19. September 2014 abwies, soweit sie darauf eintrat. Eine dagegen vom Bauherrn erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 12. M�rz 2015 ab.
Der Bauherr (Beschwerdef�hrer) erhebt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit den sinngem�ssen Antr�gen, den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 12. M�rz 2015 aufzuheben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung im Sinne der Erw�gungen an die Baubewilligungsbeh�rde der Gemeinde Wohlen oder an die Vorinstanz zur�ckzuweisen oder ihm eventuell die ersuchte Baubewilligung zu erteilen. Subeventuell sei der vorinstanzliche Entscheid bez�glich der Verlegung der Gerichtskosten (Dispositivziffer 2) aufzuheben, diese Kosten seien neu zu verlegen und dem Beschwerdef�hrer sei eine entsprechende Parteikostenentsch�digung auszurichten.
B. und C. D.________ sowie H.________ halten in ihren Vernehmlassungen ihre Einsprachen aufrecht. E. und F. G.________ sowie das Verwaltungsgericht schliessen auf Abweisung der Beschwerde.
Der Beschwerdef�hrer h�lt in seiner Replik an seinen Antr�gen fest.
Gegen den kantonal letztinstanzlichen Endentscheid des Verwaltungsgerichts im Bereich des Baurechts steht grunds�tzlich die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen (BGE 133 II 353 E. 2 S. 356). Der Beschwerdef�hrer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und ist als Baugesuchsteller zur Beschwerde legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Da auch die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Beschwerde grunds�tzlich einzutreten.
2.1.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann geltend gemacht werden, der angefochtene Entscheid verletze Bundesrecht, V�lkerrecht oder kantonale verfassungsm�ssige Rechte (Art. 95 lit. a, b und c BGG). Die Verletzung des �brigen kantonalen Rechts kann abgesehen von hier nicht relevanten Ausnahmen gem�ss Art. 95 lit. c und d BGG vor Bundesgericht nicht ger�gt werden. Zul�ssig ist jedoch die R�ge, die Anwendung dieses Rechts f�hre zu einer Verletzung von Bundesrecht, namentlich des verfassungsm�ssigen Willk�rverbots (BGE 138 I 143 E. 2 S. 149 f.). Nach der Praxis des Bundesgerichts verst�sst ein Entscheid gegen dieses Verbot, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, weil er zum Beispiel eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt. Dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar erscheint, gen�gt nicht (BGE 137 I 1 E. 2.4 S. 5; 138 I 49 E. 7.1; je mit Hinweisen).
2.2.�In der Begr�ndung der Beschwerde ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Verletzung von Grundrechten pr�ft das Bundesgericht nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen, ist daher in der Beschwerde klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen (BGE 135 III 127 E. 1.6 S. 130; 140 II 141 E. 8 S. 156). Zudem m�ssen solche R�gen soweit m�glich bereits vor der Vorinstanz vorgetragen worden sein, weil sonst mangels Aussch�pfung des kantonalen Instanzenzugs die Letztinstanzlichkeit im Sinne von Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG nicht gegeben ist (Urteile 1C_264/2014 vom 19. Februar 2015 E. 4; 1C_32/2014 vom 6. Oktober 2014 E. 3; vgl. auch BGE 135 III 513 E. 4.3 S. 522; je mit Hinweisen).
2.3.�Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten, soweit der Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht R�gen der Verletzung von verfassungsm�ssigen Rechten erhebt, die er bereits vor der Vorinstanz h�tte erheben k�nnen. Dies trifft bez�glich der ohnehin ungen�gend substanziierten R�ge zu, die durch Art. 30 Abs. 1 BV gew�hrleistete Unbefangenheit der Gemeinde als Baubeh�rde sei problematisch, weil ein ehemaliges Mitglied der Baukommission mit besonderer Beziehungsn�he zur Baubbeh�rde die zahlreichen Einsprachen "orchestriert" habe. Unzul�ssig ist auch die im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nicht erhobene Willk�rr�ge, die der Beschwerdef�hrer damit begr�ndet, dass die Gemeinde ihre Voranfrage vom 8. November 2011 als Vergeltungsmassnahme gestellt habe, weil er ihre Feststellungsverf�gung vom 8. Juli 2011 betreffend ein Nachbargrundst�ck am 10. August 2011 mit einer Beschwerde angefochten habe.
3.1.�Aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV wird die Pflicht der Beh�rden abgeleitet, ihre Entscheide so zu begr�nden, dass sie sachgerecht angefochten werden k�nnen. Die Begr�ndung muss daher kurz die �berlegungen nennen, auf welche die Beh�rde ihren Entscheid st�tzt. Dagegen ist nicht erforderlich, dass sie sich mit jeder tats�chlichen Behauptung und mit jedem rechtlichen Einwand ausdr�cklich auseinandersetzt (BGE 129 I 232 E. 3.2 S. 236; 133 III 439 E. 3.3 S. 455; 134 I 83 E. 4.1 S. 88). Zur Wahrung des rechtlichen Geh�rs bestimmt Art. 38 Abs. 2 Satz 2 des Berner Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG), dass sich der Bauentscheid mit den unerledigten Einsprachen auseinandersetzen muss. Nach der Rechtsprechung haben die Einsprecher jedoch bei einer Abweisung des Baugesuchs keinen Anspruch auf eine Auseinandersetzung mit ihren Einsprachen, weil ein Bauabschlag f�r sie keine Beschwer begr�ndet (Urteil 1C_442/2007 vom 21. April 2008 E. 2.4.1 und 2.4.2, in: ZBl 2010 S. 339).
3.2.�Unter Berufung auf diese Rechtsprechung ging das Verwaltungsgericht davon aus, die Gemeinde habe sich im Rahmen der Begr�ndung des Bauabschlags nicht zu allen in den Einsprachen ge�usserten Einw�nden �ussern m�ssen. Zudem fehle dem Beschwerdef�hrer ein sch�tzenswertes Interesse, eine allf�llige Verletzung des rechtlichen Geh�rs der Einsprecher geltend zu machen.
3.3.�Der Beschwerdef�hrer wendet ein, trotz des Bauabschlags sei f�r ihn im Hinblick auf allf�llige Projekt�nderungen von grossem Interesse zu erfahren, wie die Baubeh�rde die Vorbringen der Einsprecher rechtlich beurteile.
3.4.�Da die Gemeinde die Baubewilligung gest�tzt auf die erhebliche �berschreitung der zul�ssigen Ausn�tzungsziffer verweigerte, waren die weiteren Einw�nde der Einsprecher nicht mehr entscheiderheblich. Die Gemeinde brauchte auf diese Einw�nde daher nicht einzugehen. Daran �ndert nichts, dass allf�llige Eventualerw�gungen der Gemeinde zu diesen Einw�nden f�r den Beschwerdef�hrer aufgrund ihrer pr�judiziellen Wirkung im Hinblick auf ein k�nftiges Baubewilligungsverfahren von Interesse sein k�nnten, weil solche Erw�gungen in diesem Verfahren nicht verbindlich w�ren. Der Beschwerdef�hrer hat daher keinen Anspruch darauf, dass sich die Gemeinde in der Begr�ndung des Bauabschlags auch zu nicht entscheiderheblichen Einw�nden der Einsprecher �ussert. Die Gemeinde brauchte entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers auch nicht zu pr�fen, welche Einsprecher zur Einsprache legitimiert waren, weil dies f�r den Bauabschlag nicht erheblich war und die Legitimation von Einsprechern im Rechtsmittelverfahren von den Rechtsmittelbeh�rden gepr�ft werden kann.
3.5.�Der Beschwerdef�hrer bringt weiter vor, die Vorinstanz habe ausgef�hrt, die Meinungs�nderung der Baubeh�rde habe auf sachlichen Gr�nden beruht, ohne darzulegen, worin diese Gr�nde bestehen sollen. Damit habe die Vorinstanz ihre Begr�ndungspflicht verletzt. Diese R�ge ist unbegr�ndet, weil dem Beschwerdef�hrer die von der Gemeinde f�r den Bauabschlag angef�hrten Gr�nde bekannt waren, er diesen sachgerecht anfechten konnte (vgl. Entscheid der BVE vom 18. September 2014 E. 3) und die Vorinstanz daher die entsprechenden Gr�nde nicht nochmal zu nennen brauchte.
4.1.�Der Grundsatz der Aktenf�hrungspflicht der Beh�rden wurde zun�chst im Strafverfahren entwickelt und sp�ter auf alle Verfahrensarten ausgeweitet. Gem�ss diesem Grundsatz haben die Beh�rden alles in den Akten festzuhalten, was zur Sache geh�rt und entscheidwesentlich sein kann, damit der Betroffene das aus dem rechtlichen Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) abgeleitete Akteneinsichts- und Beweisf�hrungsrecht aus�ben kann (BGE 130 II 473 E. 4.1 S. 477 mit Hinweisen).
4.2.�Die Vorinstanz f�hrte aus, die Gemeinde habe ihre Aktenf�hrungspflicht insoweit nicht erf�llt, als sie ihre Akten in verschiedenen Ordnern, Heften und losen M�ppchen zusammengestellt und zudem nicht paginiert habe. Damit sei die Auseinandersetzung mit der Angelegenheit f�r alle Verfahrensbeteiligten unn�tigerweise erschwert worden. Zudem seien die Akten der Gemeinde nicht vollst�ndig gewesen. Die Unvollst�ndigkeit beziehe sich jedoch in erster Linie auf Unterlagen bez�glich der vor der Einreichung des Baugesuchs gestellten Vorfragen. Insoweit gelte die f�r das Verwaltungsverfahren massgebende Aktenf�hrungspflicht nicht. Dennoch habe die Gemeinde bez�glich der Voranfragen eine Vielzahl von Unterlagen, darunter den E-Mail-Verkehr zwischen der Projektverfasserin und dem ehemaligen Leiter der Abteilung Bau und Planung, abgelegt. Die mangelhafte Anordnung und die teilweise Unvollst�ndigkeit der amtlichen Akten habe indessen zu keinen beweisrechtlichen Schwierigkeiten bez�glich entscheidwesentlicher Umst�nde gef�hrt und daher den Beschwerdef�hrer in der Wahrung seiner Rechte nicht benachteiligt. Die Verletzung der Aktenf�hrungspflicht rechtfertige somit die Aufhebung des angefochtenen Entscheids nicht.
4.3.�Der Beschwerdef�hrer wendet ein, die Vorinstanz habe verkannt, dass die Gemeinde mit der ungen�genden Aktenf�hrung seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV verletzt habe und eine Verletzung dieses Anspruchs ungeachtet der Erfolgsaussichten in der Sache selbst zur Aufhebung des Entscheides f�hren m�sse.
4.4.�Der in Art. 29 Abs. 2 BV gew�hrleistete Anspruch auf rechtliches Geh�r dient der Sachaufkl�rung und garantiert den Verfahrensbeteiligten ein pers�nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht. Dieses Recht umfasst den Anspruch, bei der Beweiserhebung mitzuwirken und sich vor F�llung des Entscheids zur Sache zu �ussern (BGE 140 I 99 E. 3.4 mit Hinweisen). Die Verletzung dieser Mitwirkungsrechte f�hrt in der Regel ungeachtet der materiellen Begr�ndetheit der Beschwerde zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGE 137 I 195 E. 2.2 S. 197; 127 V 431 E. 3d/aa S. 437 f.; je mit Hinweisen).
4.5.�Der Beschwerdef�hrer macht nicht geltend, dass er aufgrund der ungen�genden Aktenf�hrung der Baubeh�rde seine Mitwirkungs- oder �usserungsrechte nicht habe aus�ben k�nnen. Dies ist auch nicht ersichtlich, weil er am Baubewilligungsverfahren und den entsprechenden Vorabkl�rungen beteiligt war und ihm daher die rechtserheblichen Tatsachen und Belege bekannt waren und er diese vorlegen konnte. Die Vorinstanz durfte daher davon ausgehen, die Gemeinde habe durch ihre zum Teil ungen�gende Erf�llung ihrer Aktenf�hrungspflicht den Anspruch des Beschwerdef�hrers auf rechtliches Geh�r im Ergebnis nicht verletzt (vgl. BGE 115 Ia 97 E. 5.1 S. 100 f.).
5.1.�Nach Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen nach Treu und Glauben behandelt zu werden. Zur Wahrung dieses Anspruchs k�nnen falsche Ausk�nfte von Verwaltungsbeh�rden unter Umst�nden eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung des Rechtsuchenden gebieten. Der damit gew�hrte Schutz des Vertrauens in beh�rdliches Handelns setzt namentlich voraus, dass die Auskunft vorbehaltlos erteilt wurde, sie sich auf eine konkrete Angelegenheit bezog, die auskunftserteilende Beh�rde hief�r zust�ndig war oder der Rechtssuchende sie aus zureichenden Gr�nden als zust�ndig betrachten durfte, er die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne weiteres erkennen konnte und er im Vertrauen darauf Dispositionen traf, die nicht ohne Nachteil r�ckg�ngig gemacht werden k�nnen (BGE 137 II 182 E. 3.6.2 S. 193 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 131 V 472 E. 5 S. 480; 121 II 473 E. 2c S. 479).
5.2.�Die Vorinstanz f�hrte aus, die von der Baubeh�rde zur Beantwortung der Voranfrage erteilten Ausk�nfte seien nach st�ndiger Rechtsprechung im nachfolgenden Baubewilligungsverfahren nicht bindend und k�nnten hinsichtlich der Erteilung der Baubewilligung keine Vertrauensposition verschaffen. Entsprechend habe die Gemeinde in ihrer Auskunft vom 29. Juni 2010 die (erneute) Pr�fung des erst noch einzureichenden Gesuchs im Baubewilligungsverfahren vorbehalten, indem sie ausgef�hrt habe, sie erwarte zu gegebener Zeit ein Baugesuch mit den erforderlichen Unterlagen. Unter diesen Umst�nden habe sie keine f�r das Baubewilligungsverfahren bindende Zusicherung abgegeben. Eine solche m�sste zudem von den Einsprechern, die den Einbezug des Mehrzweckraums bei der Beurteilung des Neubauprojekts verlangt h�tten, nicht hingenommen werden.
5.3.�Der Beschwerdef�hrer wendet ein, die Gemeinde habe im Schreiben vom 30. M�rz 2010 klar zum Ausdruck gebracht, dass sie die Fl�che des Mehrzweckraums - unabh�ngig von der konkreten Ausgestaltung des Bauvorhabens - der AZ-pflichtigen Bruttogeschossfl�che nicht anrechnen werde. Die Gemeinde habe ihm damit in Beantwortung einer Voranfrage eine unmissverst�ndliche, verbindliche und vorbehaltlose Rechtsauskunft erteilt, die nicht offensichtlich falsch sei. Auf diese Auskunft m�sse sich die Gemeinde daher gem�ss dem in Art. 9 BV und Art. 11 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern gew�hrleisteten Anspruch des B�rgers, nach Treu und Glauben behandelt zu werden, behaften lassen.
5.4.�Im Kanton Bern sind Voranfragen, mit denen Baubeh�rden vor der Er�ffnung eines Baubewilligungsverfahrens um Rechtsausk�nfte �ber die (voraussichtliche) Bewilligungsf�higkeit eines Bauvorhabens ersucht werden, gesetzlich nicht geregelt, aber in der Praxis gebr�uchlich ( ZAUGG/LUDWIG, Baugesetz des Kantons Bern, Bd. I, 4. Aufl. 2013, N. 5 der Vorbem. zu Art. 32-44 BauG mit Hinweisen). Voranfragen werden ohne Einbezug der im Baubewilligungsverfahren einspracheberechtigten Personen beantwortet. Die entsprechenden Rechtsausk�nfte k�nnen daher im Baubewilligungsverfahren keine bindende Wirkung haben, da in diesem Verfahren zur Wahrung der Interessen der einspracheberechtigten Personen m�glich sein muss, dass unter Ber�cksichtigung ihrer Einw�nde ein von der Rechtsauskunft abweichender Entscheid ergeht. Die Antwort auf eine Voranfrage darf daher nicht den Anschein erwecken, die Baubeh�rde habe sich bereits eine abschliessende Meinung zum Bauprojekt gebildet und werde sich im Baubewilligungsverfahren ungeachtet der Argumente der Einsprecher nicht mehr umstimmen lassen. Andernfalls m�ssen die mit der Voranfrage befassten Beh�rdenmitglieder im Baubewilligungsverfahren wegen unzul�ssiger Vorbefassung in den Ausstand treten (Urteile 1C_150/2009 vom 8. September 2009 E. 3.5.4 und 3.5.5; 1C_525/2009 vom 15. April 2010 E. 2.1.1; vgl. auch BGE 140 I 326 E. 6.3 S. 333; Zaugg/Ludwig, a.a.O., N. 5 der Vorbem. zu Art. 32-44 BauG/BE). Die zur Beantwortung einer Voranfrage erteilte Rechtsauskunft erfolgt demnach von Gesetzes wegen unter dem Vorbehalt eines abweichenden Entscheids im Baubewilligungsverfahren.
5.5.�Der Beschwerdef�hrer liess sein Bauprojekt von einem Architekturb�ro ausarbeiten, deren angestellte Architekten im Bauwesen �ber Sachkunde verf�gen (vgl. Urteil 1C_23/2014 vom 24. M�rz 2015 E. 7.2). Diese Fachleute mussten wissen, dass die zur Beantwortung von Voranfragen ohne Einbezug der einspracheberechtigten Personen erteilten Ausk�nfte im nachfolgenden Baubewilligungsverfahren weder f�r die Baubeh�rde noch f�r die allenfalls von einspracheberechtigten Personen angerufenen Rechtsmittelinstanzen bindend sind. Der Beschwerdef�hrer hat sich dieses Wissen der ihn beratenden Architekten anrechnen zu lassen (BGE 111 Ib 213 E. 6a S. 222 mit Hinweisen). Er durfte daher - unabh�ngig davon, dass die Gemeinde ihre Rechtsausk�nfte vom 30. M�rz und vom 29. Juni 2010 (bedauerlicherweise) nicht ausdr�cklich unter dem Vorbehalt eines abweichenden sp�teren Entscheids im Baubewilligungsverfahren erteilt hatte - nicht darauf vertrauen, diese Ausk�nfte seien in diesem Verfahren verbindlich. Vielmehr musste er mit einem abweichenden Entscheid im Baubewilligungsverfahren rechnen. Die Vorinstanz hat demnach den Grundsatz von Treu und Glauben nicht verletzt, wenn sie eine bindende Auskunft verneinte. Damit ist nicht entscheiderheblich, ob der Beschwerdef�hrer gest�tzt darauf Projektarbeiten in Auftrag gab, die sich nachtr�glich als unn�tz erwiesen.
6.1.�Die Vorinstanz nahm an, es bestehe kein Grund, der Verletzung der Aktenf�hrungspflicht durch die Gemeinde im Kostenpunkt Rechnung zu tragen.
6.2.�Der Beschwerdef�hrer wendet ein, die Verletzung der Aktenf�hrungspflicht habe die Auseinandersetzung mit der Angelegenheit unn�tig erschwert und damit f�r ihn einen substanziellen Zusatzaufwand verursacht. Sei ein Dossier unvollst�ndig, sei zu pr�fen, welche Dokumente gegebenenfalls noch Eingang in die Prozessakten finden m�ssten. Fehle ein Verzeichnis der Akten und seien diese nicht chronologisch geordnet und nummeriert, werde jedes Aktenstudium und die Suche nach bestimmten Dokumenten zu einem Spiessrutenlauf. Dies m�sse zwingend sanktioniert und bei der Kostenregelung mitber�cksichtigt werden, was die Vorinstanz willk�rlich missachtet habe.
6.3.�In der Verwaltungsrechtspflege gilt f�r die Verteilung der Parteientsch�digungen, soweit solche �berhaupt vorgesehen sind, allgemein das Unterliegerprinzip, nach welchem die unterliegende Partei der obsiegenden die notwendigen Parteikosten zu ersetzen hat. Es wird meist erg�nzt durch das Verursacherprinzip, wonach unn�tige Kosten vom Verursacher zu bezahlen sind (Urteil 1P.368/1998 vom 11. November 1998 E. 3a; MARTIN BERNET, Die Parteientsch�digung in der schweizerischen Verwaltungsrechtspflege, Z�rch 1986, S. 136 ff. Rz. 237 ff.; vgl. auch Art. 66 Abs. 3 und Art. 68 Abs. 4 BGG). Dies entspricht der hier anwendbaren Regelung gem�ss Art. 108 Abs. 3 des Gesetzes �ber die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Bern (VRPG/BE).
Nach dem Verursacherprinzip kann es sich rechtfertigen, das verantwortliche Gemeinwesen zur Leistung einer Parteientsch�digung an eine (in der Sache unterliegende) Partei zu verpflichten, wenn deren rechtliches Geh�r in schwerwiegender Weise verletzt wurde und diese Verletzung zu nennenswerten Kosten f�hrte, die ohne die Geh�rsverletzung nicht angefallen w�ren (Urteile der Sozialversicherungsabteilung des Bundesgerichts I 718/05 vom 8. November 2006 E. 5.2; I 329/05 vom 10. Februar 2006 E. 2.3.2). Entsprechend sprach das Bundesgericht einem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung zu, der durch eine ungen�gend begr�ndete Haftverf�gung zur Beschwerdeerhebung veranlasst wurde, die er bei rechtsgen�glicher Begr�ndung unterlassen h�tte (BGE 133 I 234 E. 3 S. 248).
6.4.�Da dem Beschwerdef�hrer die rechtserheblichen Tatsachen unabh�ngig von der Aktenf�hrung der Baubeh�rde bekannt waren und er die entsprechenden Belege vorlegen konnte (vgl. E. 4.4 hiervor), war er in der Lage, den Bauabschlag sachgerecht anzufechten, ohne bez�glich der Verletzung der Aktenf�hrungspflicht ein separates Rechtsmittel zu ergreifen. Demnach ist vertretbar, einen nennenswerten Mehraufwand des Beschwerdef�hrers zu verneinen, zumal er seine Argumentation im Wesentlichen auf die schriftlichen Rechtsausk�nfte der Gemeinde vom 30. M�rz und vom 29. Juni 2010 abst�tzte und er nicht geltend machte, diese beiden Schreiben nur mit grossem Aufwand gefunden zu haben. Seine Ausf�hrungen zum Mehraufwand beschr�nken sich vielmehr auf abstrakte Ausf�hrungen ohne Bezug zum tats�chlich von ihm bzw. seinem Rechtsvertreter erbrachten Zusatzaufwand, weshalb dieser mangels einer hinreichenden Substanziierung kaum richterlich gesch�tzt werden k�nnte (vgl. zur Schadenssch�tzung gem�ss Art. 42 Abs. 2 OR: BGE 128 III 271 E 2b/aa S. 276 f. mit Hinweisen). Unter diesen Umst�nden ist die Vorinstanz nicht in Willk�r verfallen, wenn sie dem unterliegenden Beschwerdef�hrer nach dem Verursacherprinzip keine Parteientsch�digung f�r einen durch die Gemeinde verursachten Mehraufwand beim Aktenstudium zusprach.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesen Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem unterliegenden Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die nicht anwaltlich vertretenen privaten Beschwerdegegner haben praxisgem�ss keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Einwohnergemeinde Wohlen, der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern, und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.