Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuG&Datum=18.01.2012&Aktenzeichen=T-422/07
Timestamp: 2019-06-26 02:59:02
Document Index: 308587401

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 87', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

EuG, 18.01.2012 - T-422/07 - dejure.org
https://dejure.org/2012,6687
EuG, 18.01.2012 - T-422/07 (https://dejure.org/2012,6687)
EuG, Entscheidung vom 18.01.2012 - T-422/07 (https://dejure.org/2012,6687)
EuG, Entscheidung vom 18. Januar 2012 - T-422/07 (https://dejure.org/2012,6687)
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Djebel - SGPS, SA gegen Europäische Kommission.
Staatliche Beihilfen - Beihilferegelung, mit der moderne und wettbewerbsfähige Unternehmensstrategien unterstützt werden sollen - Beihilfevorhaben zugunsten einer Handelsgesellschaft in Form eines vergünstigten Darlehens im Rahmen einer Investition dieser Gesellschaft in Brasilien - Entscheidung, mit der die Beihilfe für mit dem Gemeinsamen Markt unvereinbar erklärt wird - Begründungspflicht - Beeinträchtigung des Wettbewerbs - Beeinträchtigung des Handels zwischen Mitgliedstaaten - Gleichbehandlung.
Klage, eingereicht am 16. November 2007 - DJEBEL / Kommission
Die Wahrung dieses Grundsatzes erfordert nach ständiger Rechtsprechung, dass vergleichbare Sachverhalte nicht unterschiedlich und unterschiedliche Sachverhalte nicht gleich behandelt werden, es sei denn, dass eine solche Behandlung objektiv gerechtfertigt ist (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 18. Januar 2012, Djebel - SGPS/Kommission, T-422/07, Slg, EU:T:2012:11, Rn. 202).
Die Gründe, aus denen die Kommission die Situation in einer früheren Entscheidung anders beurteilt hat, müssen daher bei der Beurteilung der Rechtmäßigkeit des angefochtenen Beschlusses außer Acht bleiben (vgl. in diesem Sinne Urteile vom 20. Mai 2010, Todaro Nunziatina & C., C-138/09, Slg, EU:C:2010:291, Rn. 21, und Djebel - SGPS/Kommission, oben in Rn. 124 angeführt, EU:T:2012:11, Rn. 199).
Es ist zudem darauf hinzuweisen, dass der Kommission nicht die Möglichkeit genommen werden kann, strengere Vereinbarkeitskriterien festzulegen, wenn die Entwicklung des Binnenmarkts und das Ziel eines unverfälschten Wettbewerbs auf dem Binnenmarkt dies verlangen (vgl. Urteil Djebel, oben in Rn. 124 angeführt, EU:T:2012:11, Rn. 200 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Diese Behauptung ist jedoch als unzulässig zurückzuweisen, da sie erstmals in der mündlichen Verhandlung vorgebracht worden ist, ohne dass sie als eine Erweiterung eines bereits zuvor - unmittelbar oder implizit - in der Klageschrift vorgetragenen Angriffsmittels und einen engen Zusammenhang mit diesem aufweisend angesehen werden könnte oder vorgetragen worden wäre, dass diese Behauptung sich auf neue tatsächliche oder rechtliche Umstände gründet (vgl. in diesem Sinne Urteil Djebel - SGPS/Kommission, oben in Rn. 124 angeführt, EU:T:2012:11, Rn. 142 und 143 sowie die dort angeführte Rechtsprechung).
Schließlich genügt es - ohne dass es erforderlich wäre, sich zur Verspätung des erstmalig in der Erwiderung vorgebrachten Arguments der Republik Österreich zu äußern (vgl. entsprechend Urteil Djebel - SGPS/Kommission, oben in Rn. 124 angeführt, EU:T:2012:11, Rn. 142 bis 144 und die dort angeführte Rechtsprechung), wonach die Kommission eine wettbewerbliche Schieflage herbeiführe, indem sie ausschließlich das österreichische System der Förderung von Strom aus erneuerbaren Quellen prüfe, während in anderen Mitgliedstaaten der Union entsprechende "außerbudgetäre" Systeme bestünden -, der Kommission folgend, festzustellen, dass diese Behauptung für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit der von der Republik Österreich eingeführten und im vorliegenden Fall angemeldeten Regelung unerheblich ist.
Zunächst ist festzustellen, dass die Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes verlangt, dass vergleichbare Sachverhalte nicht unterschiedlich und unterschiedliche Sachverhalte nicht gleich behandelt werden, es sei denn, dass eine derartige Behandlung objektiv gerechtfertigt ist (…vgl. Urteil des Gerichtshofs vom 26. Oktober 2006, Koninklijke Coöperatie Cosun, C-248/04, Slg. 2006, I-10211, Rn. 72 und die dort angeführte Rechtsprechung, und Urteil des Gerichts vom 18. Januar 2012, Djebel - SGPS/Kommission, T-422/07, nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Rn. 202).
Zweitens bildet, wie die Kommission im Wesentlichen geltend macht, allein Art. 87 Abs. 3 Buchst. b EG und nicht eine frühere Entscheidungspraxis der Kommission, ihr tatsächliches Bestehen einmal unterstellt, den Rahmen für die Prüfung der Rechtmäßigkeit einer Entscheidung, mit der die Kommission feststellt, dass eine neue Beihilfe die Tatbestandsmerkmale dieser Ausnahme nicht erfüllt (vgl. entsprechend Urteile des Gerichts vom 8. Juli 2010, Freistaat Sachsen und Land Sachsen-Anhalt/Kommission, T-396/08, nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Rn. 54, und Djebel - SGPS/Kommission, oben in Rn. 364 angeführt, Rn. 198).
Die Gründe, warum die Kommission in einer früheren Entscheidung eine andere Beurteilung vorgenommen hat, sind für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit der angefochtenen Entscheidung daher unerheblich (vgl. entsprechend Urteil Djebel - SGPS/Kommission, oben in Rn. 364 angeführt, Rn. 199 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Drittens kann der Kommission, wie sie zu Recht geltend macht, nicht die Möglichkeit genommen werden, strengere Voraussetzungen für die Vereinbarkeit festzulegen als in früheren Entscheidungen, wenn die Entwicklung des Gemeinsamen Marktes und das Ziel eines unverfälschten Wettbewerbs auf diesem Markt es erfordern, da die Wirtschaftsteilnehmer kein berechtigtes Vertrauen darauf haben können, dass eine bestehende Situation, die im Rahmen des Ermessens der Organe der Union geändert werden kann, weiter besteht (vgl. in diesem Sinne Urteil Djebel - SGPS/Kommission, oben in Rn. 364 angeführt, Rn. 200 und die dort angeführte Rechtsprechung).
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Eine Beihilfe darf nämlich keine Modalitäten umfassen, deren beschränkende Auswirkungen über das hinausgehen, was erforderlich ist, um mit der Beihilfe die nach den Verträgen zulässigen Ziele zu erreichen (vgl. Urteil vom 18. Januar 2012, Djebel - SGPS/Kommission, T-422/07, nicht veröffentlicht, EU:T:2012:11" Rn. 122 und 123 sowie die dort angeführte Rechtsprechung).
Cependant, un moyen, ou un argument, qui constitue l'ampliation d'un moyen énoncé antérieurement, directement ou implicitement, dans la requête et qui présente un lien étroit avec celui-ci doit être déclaré recevable (voir arrêt du Tribunal du 18 janvier 2012, Djebel - SGPS/Commission, T-422/07, non publié au Recueil, points 142 et 143, et la jurisprudence citée).
Par ailleurs, Portovesme critique le point 73 de l'arrêt attaqué dans lequel le Tribunal a transposé, dans le domaine des aides d'État, la jurisprudence issue de l'arrêt du 18 janvier 2012, Djebel - SGPS/Commission (T-422/07, non publié, EU:T:2012:11), en matière de droit de la concurrence.
Cependant, un moyen, ou un argument, qui constitue l'ampliation d'un moyen énoncé antérieurement, directement ou implicitement, dans la requête introductive d'instance et qui présente un lien étroit avec celui-ci doit être déclaré recevable (voir arrêt du Tribunal du 18 janvier 2012, Djebel - SGPS/Commission, T-422/07, non encore publié au Recueil, points 142 et 143, et la jurisprudence citée).
Par ailleurs, s'agissant des allégations de la requérante avancées pour la première fois à l'audience et concernant la portée prétendument «excessivement générale» du libellé de la catégorie des produits en cause protégés par la marque antérieure, il convient de les rejeter comme étant tardives, dans la mesure où elles n'avaient été mentionnées ni dans la procédure devant la chambre de recours [voir, par analogie, arrêt du Tribunal du 23 octobre 2008, Adobe/OHMI (FLEX), T-158/06, non publié au Recueil, points 28 à 31] ni même dans la requête devant le Tribunal (voir, en ce sens, arrêt du Tribunal du 18 janvier 2012, Djebel SGPS/Commission, T-422/07, non publié au Recueil, points 142 et 143, et la jurisprudence citée).
EuG, 16.09.2013 - T-31/13
Bouillez / Rat
Les griefs et arguments visant à contester le bien-fondé d'un acte sont, dès lors, dénués de pertinence dans le cadre d'un moyen tiré du défaut ou de l'insuffisance de motivation (voir arrêt du Tribunal du 18 janvier 2012, Djebel - SGPS/Commission, T-422/07, non publié au Recueil, point 54, et la jurisprudence citée).
EuG, 30.05.2013 - T-280/09
Morte Navarro / Parlament
À cet égard, il y a lieu de rappeler que le juge de l'Union n'est pas compétent pour prononcer des injonctions à l'égard des institutions et organes de l'Union dans le cadre du contrôle de légalité fondé sur l'article 263 TFUE ou prononcer des arrêts déclaratoires (voir arrêt du Tribunal du 18 janvier 2012, Djebel - SGPS/Commission, T-422/07, non publié au Recueil, point 50, et la jurisprudence citée).
EuG, 06.03.2012 - T-578/11
Nutrimed-Klek & Szybinski / Kommission
Or, le Tribunal n'est pas compétent, dans le cadre du contrôle de légalité fondé sur l'article 263 TFUE, pour prononcer des arrêts déclaratoires (arrêt du Tribunal du 18 janvier 2012, Djebel - SGPS/ Commission, T-422/07, non publié au Recueil, point 50).