Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE%2030,%20112
Timestamp: 2019-06-19 08:02:42
Document Index: 230153841

Matched Legal Cases: ['Art. 7', '§ 93', 'Art. 140', 'Art. 137', 'Art. 140', 'Art. 137', '§ 93', '§ 93', '§ 93']

BVerfG, 13.01.1971 - 1 BvR 671/65, 1 BvR 672/65 - dejure.org
BVerfG, 13.01.1971 - 1 BvR 671/65, 1 BvR 672/65
https://dejure.org/1971,109
BVerfG, 13.01.1971 - 1 BvR 671/65, 1 BvR 672/65 (https://dejure.org/1971,109)
BVerfG, Entscheidung vom 13.01.1971 - 1 BvR 671/65, 1 BvR 672/65 (https://dejure.org/1971,109)
BVerfG, Entscheidung vom 13. Januar 1971 - 1 BvR 671/65, 1 BvR 672/65 (https://dejure.org/1971,109)
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Bremische Simultanschulen
Art. 7 Abs. 3 Satz 1, 141 GG, Verfahren vor dem Bremischen Staatsgerichtshof, § 93 Abs. 3 BVerfGG
Religionsunterricht - "Biblische Geschichte" in Bremen
BVerfGE 30, 112
NJW 1971, 748
DÖV 1971, 165
Es handelt sich bei ihnen um lokale Untergliederungen von Religionsgemeinschaften, die besondere Körperschaften des öffentlichen Rechts nach Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 137 Abs. 5 WRV sind (BVerfGE 30, 112 [119 f.]).
Sie sind damit lokale Untergliederungen von Religionsgemeinschaften, die besondere Körperschaften des öffentlichen Rechts nach Art. 140 GG in Verbindung mit Art. 137 Abs. 5 WRV darstellen (BVerfGE 30, 112 [119 f.]; vgl. auch Schlief, HdbStKirchR I, S 299 [321]; Hammer, ebd S 327 [339]; E. Friesenhahn, ebd, S 545 [546]).
Die Verfassungsbeschwerde gegen Gesetze ist wegen der Tragweite eines solchen Angriffs aus Gründen der Rechtssicherheit nach § 93 Abs. 3 BVerfGG an eine eng auszulegende Ausschlussfrist gebunden (vgl. BVerfGE 23, 153 ; 30, 112 ).
Das Wahlprüfungsverfahren sei ein objektives Verfahren, in dem es nicht um den Schutz subjektiver Rechte gehe; die Beschwerdeführer seien in diesem Verfahren nicht als Träger von Individualrechten in Erscheinung getreten und könnten nach den Grundsätzen der Entscheidung im Bremer Schulfall (BVerfGE 30, 112) deswegen gegen die Entscheidung keine Verfassungsbeschwerde erheben.
Die Verfassungsbeschwerde gegen Gesetze ist wegen der Tragweite eines solchen Angriffs aus Gründen der Rechtssicherheit nach § 93 Abs. 3 BVerfGG an eine eng auszulegende Ausschlussfrist von einem Jahr gebunden (vgl. BVerfGE 23, 153 ; 30, 112 ).
vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 4. Juni 1985 - 2 BvR 1703/83 -, BVerfGE 70, 138 (160 f.) = juris, Rn. 47, vom 21. September 1976 - 2 BvR 350/75 -, BVerfGE 42, 312 (321 f.) = juris, Rn. 30, BVerfG, vom 13. Januar 1971 - 1 BvR 671/65 -, BVerfGE 30, 112 (119 f.) = juris, Rn. 19, und Beschluss vom 4. Oktober 1965 - 1 BvR 498/62 -, BVerfGE 19, 129 (132) = juris, Rn. 14.
Die Fristbestimmung des § 93 Abs. 3 BVerfGG ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts aus Gründen der Rechtssicherheit eng auszulegen (vgl. BVerfGE 11, 255 ; 18, 1 ; 23, 153 ; 24, 252 ; 30, 112 ).
So darf eine erst nach Ablauf der Beschwerdefrist eingetretene Beschwer, mit der der Beschwerdeführer geltend macht, das Gesetz sei von vornherein verfassungswidrig gewesen, nicht Grundlage der Verfassungsbeschwerde sein (vgl. BVerfGE 23, 153 ; 30, 112 ).
Das Bundesverfassungsgericht ist nicht berufen, Entscheidungen der Landesverfassungsgerichte zu überprüfen, die in landesverfassungsgerichtlichen Streitigkeiten zwischen Beteiligten ergangen sind, die gesetzlich bestimmte Funktionen im Verfassungsleben des Landes wahrnehmen (vgl. BVerfGE 6, 445 ; 30, 112 ).
Wegen der Bedeutung eines solchen Antrags und der Tragweite der Entscheidung ist die Jahresfrist aus Gründen der Rechtssicherheit eng auszulegen (BVerfGE 11, 255 ; 17, 364 ; 30, 112 ).
Die Verfassungsbeschwerde ist kein Mittel, das Staatsorgane berechtigt, gegen gerichtliche Entscheidungen vorzugehen, die sie ausschließlich in ihrer Eigenschaft als verfassungsrechtlich hervorgehobene Hoheitsträger erwirkt haben (BVerfGE 30, 112 [122]).
Selbst wenn eine "Beschwer" erst nach Fristablauf eingetreten sein sollte, kann nach Ablauf der Beschwerdefrist nur noch die konkrete Anwendung des Gesetzes, nicht aber dieses selbst angefochten werden (vgl. zum Bundesrecht: BVerfGE 30, 112 ; 23, 153 ).