Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=22.05.2014&Aktenzeichen=AnwZ%20(Brfg)%2015/14
Timestamp: 2019-10-21 21:51:16
Document Index: 120418767

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 14', '§ 14', '§ 50', 'Art. 3', '§ 50', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 22.05.2014 - AnwZ (Brfg) 15/14 - dejure.org
https://dejure.org/2014,12463
BGH, 22.05.2014 - AnwZ (Brfg) 15/14 (https://dejure.org/2014,12463)
BGH, Entscheidung vom 22.05.2014 - AnwZ (Brfg) 15/14 (https://dejure.org/2014,12463)
BGH, Entscheidung vom 22. Mai 2014 - AnwZ (Brfg) 15/14 (https://dejure.org/2014,12463)
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Auch kommt es nach der Zielsetzung und dem Inhalt des § 14 Abs. 2 Nr. 7 BRAO nicht darauf an, ob der Rechtsanwalt den Vermögensverfall verschuldet hat oder nicht (vgl. nur Senatsbeschlüsse vom 9. Juli 2013 - AnwZ (Brfg) 25/13, juris Rn. 3; vom 22. Mai 2014 - AnwZ (Brfg) 15/14, aaO Rn. 5 mwN; vom 21. Dezember 2016 - AnwZ (Brfg) 41/16, juris Rn. 3 mwN).
Die gesetzliche Regelung des § 14 Abs. 2 Nr. 7 BRAO steht im Einklang mit dem Grundgesetz und dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz (st. Senatsrspr.;… vgl. nur Beschlüsse vom 11. Februar 2014 - AnwZ (Brfg) 79/13, juris Rn. 2 f. und vom 22. Mai 2014 - AnwZ (Brfg) 15/14, juris Rn. 7; siehe auch BVerfG, NJW 2005, 3057 zur Parallelregelung in § 50 Abs. 1 Nr. 6 BNotO).
Sie steht insbesondere im Einklang mit Art. 3, 12 GG und dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz (st. Rspr.; vgl. nur Senat, Beschlüsse vom 22. Mai 2014 - AnwZ (Brfg) 15/14, juris Rn. 7 m. w. N.;… vom 11. Februar 2014 - AnwZ (Brfg) 79/13, juris Rn. 3 und vom 22. Juni 2011 - AnwZ (Brfg) 12/11, juris Rn. 6; siehe auch BVerfG, NJW 2005, 3057 zur Parallelregelung in § 50 Abs. 1 Nr. 6 BNotO).
Ein Rechtsanwalt, der im Schuldnerverzeichnis eingetragen ist, muss zur Widerlegung der Vermutung ein vollständiges und detailliertes Verzeichnis seiner Gläubiger und Verbindlichkeiten vorlegen und dartun, dass seine Vermögens- und Einkommensverhältnisse nachhaltig geordnet sind (BGH, Beschluss vom 22.5.2014 - AnwZ (Brfg) 15/14 - [...] Rn. 5 mwN).
Entwicklungen danach sind - worauf die Beklagte zu Recht hinweist - der Beurteilung in einem etwaigen Wiederzulassungsverfahren vorbehalten (BGH, Beschluss vom 22.5.2014 - AnwZ (Brfg) 15/14 - [...] Rn. 8).
Der Vermögensverfall muss nicht verschuldet sein (vgl. nur Senatsbeschlüsse vom 21. Juni 1999 - AnwZ (B) 88/98, BRAK-Mitt. 1999, 270, 271 und vom 22. Mai 2014 - AnwZ (Brfg) 15/14, juris Rn. 5).
Vor allem aberwies sie auch darauf hin, dass es nicht Aufgabe der Beklagten sei, die materielle Berechtigung der Forderung zu überprüfen, wie dies nach ständiger Rechtsprechung des BGH zuletzt im Beschluss vom 22.05.2014 - Az. AnwZ (Brfg) 15/14 - festgestellt worden sei.