Source: http://www.steuerlinks.de/steuerlexikon/lexikon/hchstbetragsberechnung.html
Timestamp: 2017-09-21 08:48:02
Document Index: 115062096

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10']

Lexikon Steuer: Höchstbetragsberechnung
> Höchstbetragsberechnung
Beiträge zu Versicherungen (sog. Vorsorgeaufwendungen ) sind bis zu bestimmten Höchstbeträgen steuerlich absetzbar. Bis 2004 galt die nachfolgend zunächst beschriebene Berechnung mit Vorwegabzug, Grundhöchstbetrag und zusätzlichem hälftigen Höchstbetrag. Ab 2005 wurde die Höchstbetragsberechnung geändert.
Beiträge zu einer zusätzlichen freiwilligen Pflegeversicherung ( § 10 Abs. 3 Nr. 3 EStG 2004 )
Vorwegabzug ( § 10 Abs. 3 Nr. 2 EStG 2004 )
Grundhöchstbetrag ( § 10 Abs. 3 Nr. 1 EStG 2004 )
hälftiger Höchstbetrag ( § 10 Abs. 3 Nr. 4 EStG 2004 )
Die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung können im Rahmen des Vorwegabzugs , des Grundhöchstbetrags und des hälftigen Höchstbetrages geltend gemacht werden. Nur wenn neben den Beiträgen zur gesetzlichen Pflegeversicherung noch Beiträge an eine zusätzliche private Pflegeversicherung gezahlt werden, sind diese bis zu einem Betrag von 184 EUR pro Jahr absetzbar. Diese Vergünstigung gilt allerdings nur für Personen, die nach dem 31.12.1957 geboren wurden.
Durch das Alterseinkünftegesetz änderte sich ab 2005 der zuvor einheitliche Abzug für Vorsorgeaufwendungen. Es wird zwischen zwei verschiedenen Arten unterschieden: Altersvorsorgeaufwendungen der Basisversorgung und auf der anderen Seite die sonstigen Vorsorgeaufwendungen. § 10 EStG regelt den Umfang der abziehbaren Aufwendungen für eine Altersvorsorge. Das Abzugsvolumen für die Basisvorsorge ist begrenzt auf einen Betrag von 20.000 EUR (Verdoppelung bei zusammenveranlagten Ehegatten auf 40.000 EUR, vgl. auch Sonderausgaben .
Der Sonderausgabenabzug besteht auch 2010 weiterhin aus zwei Komponenten (Altersvorsorge/ Basisvorsorge und sonstige Vorsorgeaufwendungen incl. Beiträge zur Kranken- und Pflegepflichtversicherung). Die Abzugsmöglichkeit für die Basis-Vorsorge bleibt erhalten. Änderungen ergeben sich speziell bezüglich der Beiträge für eine Kranken- und Pflegeversicherung. Bis 2009 können Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zusammen mit anderen Vorsorgeaufwendungen bis zu 1.500 EUR oder 2.400 EUR als Sonderausgaben abgezogen werden ( § 10 Abs. 4 EStG 2009). Nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG werden ab 2010 Krankenversicherungsbeiträge voll zum Sonderausgabeabzug zugelassen, soweit sie dazu dienen, nach Art, Umfang und Höhe eine Absicherung zu erhalten, die sich an dem sozialhilfegleichen Versorgungsniveau entsprechend dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch orientiert. Gefördert wird nur die Basisabsicherung. Im Übrigen erhöhen sich die Höchstbeträge für sonstige Vorsorgeaufwendungen von 1.500 EUR auf 1.900 EUR bzw. von 2.400 EUR auf 2.800 EUR.
Über Vergleichsberechnungen werden etwaige Nachteile gegenüber der vorherigen Rechtslage ausgeglichen. Deshalb hat die oben beschriebene Höchstbetragsberechnung grundsätzlich bis 2019 weiter Bedeutung. Vgl. hierzu die Stichworte Sonderausgaben und Sonderausgaben 2010 .