Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F24-10-2001-1P-655-2001
Timestamp: 2016-10-28 04:24:06
Document Index: 128656819

Matched Legal Cases: ['Art. 87', 'Art. 87', 'BGE', 'Art. 87', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 87', 'Art. 156']

F�raud, Bundesrichter Catenazzi und Gerichtsschreiber Pf�ffli.
I.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Beat Rieder, Sonnenstrasse 9, Postfach 573, Brig-Glis,
Untersuchungsrichteramt Oberwallis, Staatsanwaltschaft f�r das Oberwallis, Kantonsgericht des Kantons Wallis, Strafgerichtshof I,
Strafverfahren; Aufhebung einer Einstellungsverf�gung, hat sich ergeben:
A.- Der Untersuchungsrichter f�r das Oberwallis stellte mit Verf�gung vom 7. Dezember 2000 das gegen I.________ und einen weiteren Angeschuldigten er�ffnete Strafverfahren wegen vors�tzlichen oder fahrl�ssigen Abschusses eines Wolfes ein. Gegen diese Einstellungsverf�gung reichte die Staatsanwaltschaft f�r das Oberwallis am 4. Januar 2001 Berufung ein mit dem Antrag, die Einstellungsverf�gung aufzuheben und das Verfahren fortzusetzen. Der Strafgerichtshof I des Kantonsgerichts des Kantons Wallis hob mit Urteil vom 6. September 2001 die Einstellungsverf�gung bez�glich I.________ auf und �berwies die Akten an den Untersuchungsrichter zur Wiederaufnahme des Verfahrens wegen Jagdvergehens.
B.- I.________ f�hrt mit Eingabe vom 10. Oktober 2001 staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Strafgerichtshofes I des Kantonsgerichts des Kantons Wallis.
2.- a) Art. 87 Abs. 1 OG enth�lt eine spezielle Regelung zur Anfechtung von selbstst�ndig er�ffneten Vor- und Zwischenentscheiden �ber die Zust�ndigkeit und �ber Ausstandsbegehren, welche im vorliegenden Fall nicht zum Zuge kommt. Gegen andere selbstst�ndig er�ffnete Vor- und Zwischenentscheide ist die staatsrechtliche Beschwerde zul�ssig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken k�nnen (Art. 87 Abs. 2 OG; vgl. dazu BGE 126 I 207 E. 1).
b) Als Zwischenentscheide im Sinne von Art. 87 Abs. 2 OG gelten jene Entscheide, die das Verfahren nicht abschliessen, sondern bloss einen Schritt auf dem Weg zum Endentscheid darstellen. R�ckweisungsentscheide oberer kantonaler Instanzen an untere sind nach st�ndiger Rechtsprechung als Zwischenentscheide zu betrachten (BGE 122 I 39 E. 1a/aa mit Hinweis). Dies gilt auch f�r Entscheide, mit welchen eine Strafsache an ein Strafgericht �berwiesen wird (BGE 115 Ia 311 E. 2a), sowie f�r Entscheide, mit welchen ein Rekurs gegen die Einstellung einer Strafuntersuchung gutgeheissen wird (BGE 117 Ia 251 E. 1a; 98 Ia 239 f.). Aus der Rechtsprechung ergibt sich ferner, dass die Aufhebung einer Einstellungsverf�gung keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil zur Folge hat (BGE 98 Ia 239 f.). Mit der Weiterf�hrung des Strafverfahrens wird der Beurteilung der Schuldfrage nicht vorgegriffen, und dem Angeschuldigten bleiben s�mtliche Verteidigungsrechte gewahrt (vgl. BGE 115 Ia 311 E. 2c). Der neue Art. 87 Abs. 2 OG f�hrt in F�llen der vorliegenden Art nicht zu einer �nderung der bisherigen Rechtsprechung. Somit kann auf die vorliegende Beschwerde mangels eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils nicht eingetreten werden.
3.- Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdef�hrer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG).
3.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Untersuchungsrichteramt Oberwallis, der Staatsanwaltschaft f�r das Oberwallis und dem Kantonsgericht des Kantons Wallis, Strafgerichtshof I, schriftlich mitgeteilt.