Source: https://www.activemind.de/magazin/facebook-fanpages-dsgvo/?s=
Timestamp: 2019-02-18 15:13:19
Document Index: 23306941

Matched Legal Cases: ['EuG', 'Art. 26', 'Art. 83', 'EuG', 'Art. 6', 'Art. 83']

Datenschutzkonforme Facebook-Fanpages nach DSGVO | activeMind AG
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Bisher scheiterte die Rechtskonformität an einer fehlenden vertraglichen Vereinbarung, um Fanpagebesucher über die gemeinsame Verarbeitung aufzuklären und die Pflichten zwischen Fanpagebetreiber und Facebook festzuhalten. Rund ein Vierteljahr nach Urteilsverkündung des EuGHs stellt Facebook diese Ergänzung seiner AGB nun zur Verfügung.
Facebook hat zu allen oben genannten Pflichten Regelungen getroffen und eine Lösung gefunden, die dem Fanpagebetreiber jegliches Tätigwerden ersparen soll. Die Pflichten, die Facebook in der Ergänzung einräumt, sind ein Schritt in die richtige Richtung und erfüllen in der aktuellen Fassung den Großteil der Anforderungen des Art. 26 DSGVO. Demnach ist zumindest das Risiko der Verhängung eines Bußgeldes gem. Art. 83 Abs. 4 DSGVO bekämpft worden.
Allerdings hapert es insbesondere noch an Einflussmöglichkeiten für Fanpagebetreiber selbst. Die Konferenz der deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder (DSK) hatte als Reaktion auf das EuGH-Urteil einen Beschluss verfasst, dessen Fragen 5 bis 7 auch nach den Änderungen durch Facebook weitestgehend ungelöst bleiben.
Einerseits gibt es immer noch keine Möglichkeit, das Tracking der Fans auszuschalten. Dies ist insbesondere relevant, weil die DSK seit Einführung der DSGVO eine Einwilligung für das Tracking (und damit auf für Insights-Daten) fordert (siehe unsere Einschätzung zum Thema). Diese kann auch mit den besprochenen Änderungen nicht durch den Betreiber eingeholt werden. Im Ergebnis fehlt ihm demnach immer noch eine gültige Rechtsgrundlage gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 DSGVO und er ist möglichen Bußgeldern nach Art. 83 Abs. 5 DSGVO weiterhin ausgesetzt.
Überprüfen Sie auch Ihre anderen Plattformen, die Nutzerauswertungen anbieten. Auch dort greifen die Überlegungen und Feststellungen dieses Artikels.
Fazit: Ein Lichtblick für weiterhin bestehende datenschutzrechtliche Hürden
Das Hauptproblem der Facebook-Unternehmensseiten besteht durch Mangel an einer Rechtsgrundlage für den Betreiber und die damit verbundene Rechtsunsicherheit fort.
Ein Lichtblick besteht, obwohl keine weiteren mildernden Maßnahmen von Facebook zu erwarten sind: Die kommende ePrivacy-Verordnung wird vermutlich ab Ende 2019 regeln, unter welchen Voraussetzungen Tracking für Statistikzwecke über längere Zeiträume ohne ausdrückliche Einwilligung der Betroffenen zulässig ist. Damit wäre auch die vorliegende datenschutzrechtliche Hürde überwunden.
Dieser aktualisierte Artikel wurde zuerst am 20. Juni 2018 veröffentlicht.
Jacob 28. Januar 2019	23:44 Uhr
Hallo was würde es kosten eine Facebook Fanpage Rechtskonform zu gestalten?mfg
Aaron Nourbakhsh 2. Februar 2019	10:54 Uhr
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