Source: https://www.gwtreuhand.ch/tag/faelle/
Timestamp: 2020-07-07 08:30:07
Document Index: 166929416

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'Art. 22', 'Art 38', 'BGE', 'Art. 374', 'Art. 374', 'Art. 374']

Fälle | G&W Treuhand AG
Irma ist gelernte Metzgermeisterin. Sie möchte nun aufgrund einer guten Gelegenheit eine Metzgerei eröffnen in Form einer Einzelunternehmung. Für den Kauf diverser Gerätschaften benötigt sie Geld. Naheliegend ist dazu der Bezug von Vorsorgeguthaben. Sie bezieht ihr gesamtes Vorsorgeguthaben über CHF 250‘000 und verwendet davon 200‘000 zum Erwerb von metzgereispezifischen Gerätschaften. Der übrige Teil von CHF 50‘000 verwendet sie teilweise privat. Sie möchte nun wissen, wie das Vorsorgeguthaben besteuert wird.
Aufgrund der Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit untersteht Irma nicht mehr der obligatorischen Vorsorge in der 2. Säule und kann deshalb die Vorsorgeleistung nach Art. 5 Abs. 1 lit. b FZG beziehen. Die ausbezahlten Vorsorgeleistungen werden nach Art. 22 Abs. 1 i.V.m. Art 38 DBG privilegiert besteuert. Das Bundesgericht hat laut dem BGE 2C_248/2015 entschieden, dass wenn nur ein Teil der ausbezahlten Vorsorgeleistung in die selbständige Erwerbstätigkeit investiert wird, der restliche Teil trotz privilegierter Besteuerung für private Lebenshaltungskosten benutzt werden darf.
Möchten auch Sie sich in die Selbständigkeit begeben, besitzen jedoch nicht das nötige Startkapital, um den Einstieg zu finanzieren? Dann Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir beraten Sie gerne bei sämtlichen Fragen hinsichtlich eines Vorbezuges Ihrer BVG-Gelder, damit Sie Ihren Traum in die Tat umsetzen können.
https://www.gwtreuhand.ch/wp-content/uploads/2017/10/Selbststaendige_Erwaerbstaetikeit-1.jpg 1229 2508 admin http://wl57www647.webland.ch/wp-content/uploads/2016/05/gundwtreuhandag_logo-1.png admin2017-10-09 07:30:072018-12-12 15:52:08Auszahlung des Vorsorgeguthabens
Ursina ist bei einem Handelsunternehmen angestellt und erhält jährlich einen Lohnausweis. Des Weiteren besitzt sie eine selbstbewohnte Liegenschaft. Sie möchte sich nun informieren, wie sie ihr steuerbares Einkommen reduzieren kann.
Auf der Seite der Einkünfte hat Ursina das Entgelt (Nettolohn) aus unselbständiger Erwerbstätigkeit gemäss dem Lohnausweis zu deklarieren. Des Weiteren sind die Vermögenserträge aus den Konten- und Wertschriftenguthaben sowie der Eigenmietwert aus der Liegenschaft zu deklarieren. Diese Faktoren sind aufgrund der Bescheinigungen der Banken/Versicherungen und der amtlichen Liegenschaftschätzung vorgegeben. Als Abzüge kann neben den Berufskosten, Versicherungsprämien und Schuldzinsen auch die freiwillige Einzahlung in die Säule 3a abgezogen werden. Dieser Betrag muss jeweils bis Ende Jahr auf einer Bank auf ein entsprechendes Konto oder bei einer Versicherung in ein entsprechendes Versicherungsprodukt einbezahlt werden. Der Bundesrat bestimmt jeweils pro Jahr den höchstens zulässigen Betrag. Wird die Einzahlung vollständig vorgenommen (im Jahr 2016 CHF 6‘768), kann erfahrungsgemäss rund CHF 1‘000 Steuern gespart werden. Es ist jedoch immer massgebend, in welcher Steuerprogression sich die steuerpflichtige Person befindet.
Eine weitere Sparmöglichkeit ist gegeben, wenn Einzahlungen in die Pensionskasse vorgenommen werden. Diese Einzahlungen können jedoch nur vorgenommen werden, sofern gemäss Versicherungsausweis der Pensionskasse eine Einkaufslücke besteht. Wird von der Einkaufsmöglichkeit Gebrauch gemacht, so kann der einbezahlte Betrag in der Steuererklärung zu 100% abgezogen werden. Der Betrag ist dann in dieser Steuerperiode abziehbar, in welcher die Einzahlung vorgenommen wurde.
Der Liegenschaftsunterhalt kann ebenfalls abgezogen werden. Sofern die effektiven Unterhaltskosten weniger als 20% vom Eigenmietwert betragen, wird der Pauschalabzug von den 20% des Eigenmietwertes zugelassen (im Kanton St. Gallen). Aus steuerplanerischer Sicht ist es ratsam, jeweils die Unterhaltsarbeiten/Renovationen (werterhaltende Arbeiten) auf ein Jahr zu konzentrieren, damit die effektiven Kosten geltend gemacht werden können. Nach Abzug dieser Auslagen kann somit das steuerbare Einkommen gesenkt und unter Umständen sogar von einer tieferen Steuerprogression profitiert werden.
Grundsätzlich sind es diese drei Abzüge, welche steuerplanerisch in einer Steuererklärung bei einer natürlichen Person inkl. Liegenschaftenbesitz aus eigenem Anstoss geplant werden können. Sämtliche weiteren Abzüge sind vom Gesetz vorgegeben oder sind nur bei Anfall zum Abzug zugelassen (z.B. Krankheitskosten, Alimente).
Bei weiteren Fragen zu den Steuerersparnissen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Gerne zeigen wir bei Ihren konkreten Fällen Ihre Steuerersparnis auf.
https://www.gwtreuhand.ch/wp-content/uploads/2017/01/22763929_ml.jpg 1119 1678 admin http://wl57www647.webland.ch/wp-content/uploads/2016/05/gundwtreuhandag_logo-1.png admin2017-01-05 08:44:382018-12-12 15:52:08Wie kann eine natürliche Person Steuern sparen?
https://www.gwtreuhand.ch/wp-content/uploads/2016/12/39375222_ml.jpg 1119 1677 admin http://wl57www647.webland.ch/wp-content/uploads/2016/05/gundwtreuhandag_logo-1.png admin2016-12-05 08:49:272018-12-12 15:52:08Fiskalvertretung von ausländischen Unternehmen für die Mehrwertsteuer in der Schweiz
Eva und Peter sind verheiratet. Peter hat vor Jahren eine Bäckerei in Form einer GmbH gegründet. Er ist alleiniger Inhaber der Stammanteile. Seine Ehefrau Eva hat von ihren Eltern vor sechs Jahren Geld geerbt. Mit diesem Geld hat Sie eine Ferienwohnung in Davos gekauft. Sie möchten nun wissen, ob mit ihrem jetzigen Zivilstand der Ehe und dem vorgenannten Sachverhalt ein Vorsorgeauftrag sinnvoll ist.
Der Art. 374 Abs. 1 ZGB lautet wie folgt:
„Wer als Ehegatte, eingetragene Partnerin oder eingetragener Partner mit einer Person, die urteilsunfähig wird, einen gemeinsamen Haushalt führt oder ihr regelmässig und persönlich Beistand leistet, hat von Gesetzes wegen ein Vertretungsrecht, wenn weder ein Vorsorgeauftrag noch eine entsprechende Beistandschaft besteht.“ Dies würde gemäss der vorangehenden Situation bedeuten, dass Eva und Peter ein gegenseitiges Vertretungsrecht besitzen. Dieses Vertretungsrecht beinhaltet sämtliche Rechtshandlungen, die zur Deckung des Unterhaltsbedarfs üblicherweise erforderlich sind, die ordentliche Verwaltung des Einkommens und der übrigen Vermögenswerte sowie nötigenfalls die Befugnis, die Post zu öffnen und zu erledigen (Art. 374 Abs. 2 ZGB). Jedoch darf der 3. Absatz von Art. 374 ZGB nicht ausser Acht gelassen werden, welcher wie folgt lautet:
„Für Rechtshandlungen im Rahmen der ausserordentlichen Vermögensverwaltung muss der Ehegatte, die eingetragene Partnerin oder der eingetragene Partner die Zustimmung der Erwachsenenschutzbehörde einholen.“
Es stellt sich nun die Frage, was eine ausserordentliche Vermögensverwaltung bedeutet. Gemäss heutiger Praxis gibt es noch keine Rechtsprechungen dazu. Es wird vermutet, dass Investitionen aus dem Eigengut als ausserordentlich qualifiziert werden. In der Situation von Eva und Peter bedeutet dies, dass wenn Eva urteilsunfähig wird, Peter die Ferienwohnung in Davos ohne Zustimmung der Erwachsenenschutzbehörde nicht verkaufen darf. Im Gegenzug darf Eva nur über die Stammanteile von Peter verfügen, sofern die Erwachsenenschutzbehörde die Zustimmung erteilt. Damit diese Handlungen ohne Erwachsenenschutzbehörden vollzogen werden können, empfehlen wir in dieser Konstellation, trotz dem gesetzlichen Vertretungsrecht, je einen Vorsorgeauftrag zu erstellen.
Bei weiteren Fragen zum Vorsorgeauftrag stehen wir gerne zur Verfügung.
https://www.gwtreuhand.ch/wp-content/uploads/2016/09/8697386_ml.jpg 1186 1582 admin http://wl57www647.webland.ch/wp-content/uploads/2016/05/gundwtreuhandag_logo-1.png admin2016-09-27 08:47:352018-12-12 15:52:08Vorsorgeauftrag