Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202009,%20422
Timestamp: 2019-03-24 09:58:20
Document Index: 244492458

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§ 794', '§ 91', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§ 91', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 37', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 37', '§ 39', '§ 37', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91']

Rechtsprechung: NJW-RR 2009, 422 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 28.10.2008
Zur Erstattungsfähigkeit der Kosten eines vorgerichtlichen Sachverständigengutachtens zur Unfallursächlichkeit von geltend gemachten Fahrzeugschäden
Voraussetzung für die Erstattung von Kosten eines vorprozessual beauftragten Privatsachverständigen als Kosten des Rechtsstreits; Bezug des Gutachtens auf den konkreten Rechtsstreit
Vorprozessual beauftragter Sachverständiger: Kostenerstattung?
Haftpflichtprozess - Kosten eines Privatgutachtens ausnahmsweise erstattungsfähig
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 14.10.2008, Az.: VI ZB 16/08 (Kosten eines bei Verdacht der Unfallmanipulation vorprozessual eingeholten Privatgutachtens)" von VorsRiLG Heinz Hansens, original erschienen in: RVGreport 2009, 22.
LG Leipzig, 31.07.2007 - 9 O 4343/06
OLG Dresden, 18.02.2008 - 10 W 1061/07
NJW-RR 2009, 422
MDR 2009, 232
VersR 2009, 280
Rpfleger 2009, 117
Ein Anspruch auf Erstattung von Kosten eines vorprozessual beauftragten Privatsachverständigen kann auch dann bestehen, wenn bei Erteilung des Gutachtensauftrags ausreichende Anhaltspunkte für einen versuchten Versicherungsbetrug gegeben waren und das im Einzelnen nicht angegriffene Gutachten aufzeigt, dass Ersatz von Schäden begehrt wurde, die durch den Unfall nicht entstanden sein können (Bestätigung des Senatsbeschlusses vom 14. Oktober 2008 - VI ZB 16/08).
Vielmehr ist es in einem solchen Fall zweckmäßig und prozessökonomisch, wenn die Partei sich sachkundig beraten lässt, ehe sie vorträgt (BGH, NJW-RR 2009, 422 - RdNr. 12 gem. Juris).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kommt eine Erstattung vorgerichtlicher Sachverständigkosten nur dann in Betracht, wenn die Tätigkeit des Privatsachverständigen in unmittelbarer Beziehung zu dem sich konkret abzeichnenden Rechtsstreit steht oder sich auf den konkreten Rechtsstreit bezieht bzw. mit Rücksicht auf den konkreten Prozess in Auftrag gegeben worden ist (vgl. BGH MDR 2009, 232; BGH, NJW 2008, 1597f.; BGH VersR 2006, 1236f.).
Voraussetzung ist, dass ein solches Gutachten gerade mit Rücksicht auf den konkreten Prozess in Auftrag gegeben wurde (Prozessbezogenheit), wobei es genügt, dass sich der Rechtsstreit einigermaßen konkret abzeichnet (vgl. BGH, Beschl. v. 14.10.2008 - Az. VI ZB 16/08 -).
Denn jedenfalls in der vorliegenden Konstellation hat die Sachverhaltsdarstellung der Klageschrift - insbesondere das Zustandekommen des Schuldanerkenntnisses - bei sachgerechter Bewertung einen Versicherungsbetrug befürchten lassen und damit begründeten Anlass zu einer solchen Prüfung gegeben (vgl. zum vorgerichtlich eingeholten Sachverständigengutachten bei Vorliegen eines Betrugsverdachts: BGH, MDR 2009, 232).
Insofern spricht eine Vermutung dafür, dass dessen Arbeit den Zweck hatte, die materielle Einstandspflicht des Beklagten zu prüfen und ihm so eine Entscheidungshilfe dafür zu geben, ob er sich überhaupt auf einen Prozess einlassen sollte (BGH VersR 2009, 280 ; Senat JurBüro 2012, 256).
Allerdings wird die Erstattungsfähigkeit von Privatgutachterkosten trotz Fehlens eines engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen ihrem Entstehen und einem nachfolgenden Rechtstreit in Fällen bejaht, in denen sich der Verdacht einer betrügerischen Inanspruchnahme durch die Gegenseite aufdrängte (BGH MDR 2009, 232 ; BGH VersR 2009, 563 ; Senat MDR 2008, 472 ).
OLG Hamburg, 05.05.2011 - 4 W 101/11
Kostenerstattung Auslagenersatz des Rechtsanwalts für Fotokopien; Ersatzfähigkeit …
Entscheidung über die Kosten einer sofortigen Beschwerde gegen die gerichtliche Versagung einer Fristverlängerung für eine durch gerichtlichen Vergleich vereinbarte Räumung von Gebäuden
ZPO § 91a § 794a
Kostenentscheidung nach Erledigung eines Verfahrens auf Bewilligung einer Räumungsfrist durch Abschluss eines Vergleichs
Verfahrensrecht - Kostenentscheidung nach § 91a ZPO: Klärung von Rechtsfragen?
AG Sinsheim, 29.02.2008 - 1 C 119/02
LG Heidelberg, 14.03.2008 - 5 T 9/08
NZBau 2009, 312
Jedenfalls findet im Verfahren der Kostenentscheidung nach § 91a ZPO in rechtlicher Hinsicht lediglich eine summarische Prüfung statt, bei der das Gericht grundsätzlich davon absehen kann, in einer rechtlich schwierigen Sache alle bedeutsamen Rechtsfragen zu klären (s. etwa BGH, Beschlüsse vom 28. Oktober 2008 - VIII ZB 28/08, NJW-RR 2009, 422 Rn. 5 …und vom 20. Juni 2012 - XII ZR 131/10, BeckRS 2012, 16688 Rn. 1 mwN).
Zur Beantwortung von materiell-rechtlichen Streitfragen darf die Rechtsbeschwerde gegen Kostenbeschlüsse der hier vorliegenden Art gemäß der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung, der sich der Senat angeschlossen hat, nicht zugelassen werden; solche Entscheidungen ergehen nur aufgrund summarischer Prüfung der Sach- und Rechtslage und sind deshalb in aller Regel nicht dazu geeignet, Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu klären oder das Recht fortzubilden (…vgl. BGH, Beschl. v. 17.03.2004 - IV ZB 21/02, Rdn. 7 f., juris = BeckRS 2004, 03956;… Urt. v. 24.10.2005 - II ZR 56/04, Rdn. 7, juris = BeckRS 2005, 13488;… Beschl. v. 07.10.2008 - XI ZB 24/07, LS 1 und Rdn. 9, juris = BeckRS 2008, 23098; Beschl. v. 28.10.2008 - VIII ZB 28/08, Rdn. 5, juris = BeckRS 2008, 23811;… Beschl. v. 14.05.2013 - VIII ZB 51/12, Rdn. 6, juris = BeckRS 2013, 10449;… ferner Flockenhaus in Musielak/Voit, ZPO, 15. Aufl., § 91a Rdn. 26;… Zöller/Althammer, ZPO, 32. Aufl., § 91a Rdn. 29).
Im Rahmen der summarischen Prüfung kann das Gericht grundsätzlich davon absehen, in einer rechtlich schwierigen Sache nur wegen der Verteilung der Kosten alle für den hypothetischen Ausgang bedeutsamen Rechtsfragen zu klären (BGH, Beschluss vom 28. Oktober 2008 - VIII ZB 28/08, NJW-RR 2009, 422 Rn. 5).
BGH, 23.10.2018 - VIII ZR 156/16
Der insolvente Streitgenosse - und die Verfahrenstrennung in der …
a) Der Klägerin stand nach der vorliegend anzustellenden summarischen Prüfung (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschlüsse vom 19. Oktober 2004 - VIII ZR 327/03, WuM 2004, 725 unter II; vom 28. Oktober 2008 - VIII ZB 28/08, NJW-RR 2009, 422 Rn. 5;… vom 20. Juni 2012 - XII ZR 131/10, juris Rn. 1) ein Anspruch auf Zahlung der EEG-Umlage nach § 37 Abs. 2 EEG 2012 zu.
Im Rahmen der summarischen Prüfung kann das Gericht grundsätzlich davon absehen, in einer rechtlich schwierigen Sache nur wegen der Verteilung der Kosten alle für den hypothetischen Ausgang bedeutsamen Rechtsfragen zu klären (BGH NJW-RR 2009, 422 Rn. 5).
Kostenentscheidung nach Rücknahme der Beschwerde i.R.d. Erteilung einer …
Die Zulassung eines Rechtsmittels kommt daher in solchen Fällen nur in Betracht, soweit es um die Klärung prozessualer Fragen zu § 91a ZPO geht (BGH…, Beschluss vom 8. Mai 2012 - VIII ZB 91/11, WuM 2012, 332 Rn. 7;… Beschluss vom 7. Oktober 2008 - XI ZB 24/07, WM 2008, 2201 Rn. 9; Beschluss vom 28. Oktober 2008 - VIII ZB 28/08, WuM 2008, 748 Rn. 5;… Urteil vom 21. Dezember 2006 - IX ZR 66/05, NJW 2007, 1591 Rn. 22 mwN).
BGH, 23.10.2018 - VIII ZR 96/16
Heranziehung eines Unternehmens zur Zahlung der sog. EEG -Umlage hinsichtlich …
a) Der Klägerin stand nach der vorliegend anzustellenden summarischen Prüfung (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschlüsse vom 19. Oktober 2004 - VIII ZR 327/03, WuM 2004, 725 unter II; vom 28. Oktober 2008 - VIII ZB 28/08, NJW-RR 2009, 422 Rn. 5;… vom 20. Juni 2012 - XII ZR 131/10, juris Rn. 1) ein Anspruch auf Zahlung der EEG-Umlage nach § 37 Abs. 1 und 2, § 39 EEG 2009 beziehungsweise § 37 Abs. 2 EEG 2012 sowie auf Vorlage einer geprüften Endabrechnung zu.
BGH, 05.12.2018 - VII ZB 17/18
Grundlage der Entscheidung ist demgemäß lediglich eine summarische Prüfung, bei der das Gericht in der Regel davon absehen kann, in einer rechtlich schwierigen Sache nur wegen der Verteilung der Kosten alle für den hypothetischen Ausgang bedeutsamen Rechtsfragen zu klären (vgl. BGH…, Beschluss vom 5. Juni 2014 - VII ZB 54/13 Rn. 5;… Beschluss vom 19. Juli 2011 - IX ZB 216/10 Rn. 6; Beschluss vom 28. Oktober 2008 - VIII ZB 28/08 Rn. 5, NJW-RR 2009, 422).
BGH, 15.09.2009 - IX ZB 36/08
Kostenentscheidung nach Erledigung eines Rechtsbeschwerdeverfahrens betreffend …
BGH, 19.07.2011 - IX ZB 216/10
Kostenverteilung bei übereinstimmender Erledigungserklärung im Falle des …
BGH, 15.09.2010 - IV ZB 44/09
Erfordernis der Klärung von Rechtsfragen grundsätzlicher Bedeutung in einer …
BGH, 05.06.2014 - VII ZB 54/13
Zwangsvollstreckung wegen Unterhaltsansprüchen; Auslegung einer Erklärung des …
BGH, 20.05.2014 - VII ZB 59/12
Kostenentscheidung nach summarischer Prüfung im Rechtsbeschwerdeverfahren
BGH, 14.07.2010 - XII ZR 32/10
Entscheidung über die Kosten bei übereinstimmender Erledigungserklärung der …
BGH, 27.09.2012 - IX ZB 3/12
Kostenentscheidung nach gemeinsamer Erledigungserklärung im Zusammenhang mit …
BGH, 12.01.2012 - VII ZB 14/10
Pfändbarkeit des Ehrensolds eines ehemaligen ehrenamtlichen Bürgermeisters in …
BGH, 12.01.2012 - VII ZB 20/10
Pfändung von Ansprüchen auf Zahlung des Ehrensoldes eines Schuldners
LAG Hessen, 13.09.2010 - 9 Ta 215/10
Ermessensentscheidung nach § 91a ZPO nach übereinstimmender Erledigungserklärung …
OLG Rostock, 28.12.2009 - 3 W 66/09
Kostenentscheidung bei Erledigung der Hauptsache: Summarische Prüfung der …
OLG Braunschweig, 28.11.2011 - 8 W 62/11
Absehen des Gerichts von der Klärung aller für den hypothetischen Ausgang …
OLG Düsseldorf, 10.03.2010 - U (Kart) 13/09
OLG Düsseldorf, 10.03.2010 - U (Kart) 14/09