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Timestamp: 2013-05-24 16:52:26
Document Index: 364822180

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 59', '§ 61', '§ 100', '§ 36', '§ 17', 'Art. 52', 'Art. 56', '§ 4', 'BGH', '§ 429', '§ 429', '§ 660', '§ 3', '§ 14', '§ 14', '§ 15', '§ 14', '§ 24', '§ 4', '§ 57', '§ 10']

Archiv BGH-Volltexte - Juli 2009
Urteil v. 30.07.2009 Xa ZB 28/08
PatG § 59 Abs. 1, § 61 Abs. 2, § 100 Abs. 1 — a) Der Umstand, dass der auf den Widerrufsgrund der mangelnden Patentfähigkeit gestützte Einspruch mit einer älteren Anmeldung begründet wird, die bei der Beurteilung der erfinderischen Tätigkeit nicht zu berücksichtigen ist, steht der Zulässigkeit des Einspruchs unabhängig davon nicht entgegen, ob der Einsprechende sich auf mangelnde Neuheit oder auf fehlende erfinderische Tätigkeit beruft.
Urteil v. 30.07.2009 Xa ARZ 167/09
ZPO § 36 Abs. 1 Nr. 6; GVG § 17a Abs. 2 Satz 3 — Hat ein Gericht in einem Prozesskostenhilfeverfahren die Unzulässigkeit des Rechtswegs ausgesprochen und die Sache an ein anderes Gericht verwiesen, ist es dem anderen Gericht verwehrt, die Rechtswegzuständigkeit im Rahmen der Entscheidung über das Prozesskostenhilfegesuch abweichend zu beurteilen (ebenso BAG, Beschl. v. 27.10.1992 - 5 AS 5/92, NJW 1993, 751, 752).
Urteil v. 30.07.2009 Xa ZR 22/06
EPÜ Art. 52 ff., Art. 56; PatG § 4 — a) Bei der Bestimmung des technischen Problems (der "Aufgabe") der Erfindung sind Vorgaben, die der Fachmann von seinen Auftraggebern erhält, mit einzubeziehen, sie sind nicht der Problemlösung, sondern dem Problem selbst zuzurechnen (Fortführung von BGH, Urt. v. 22.5.1990 - X ZR 124/88, GRUR 1991, 811, 813 f. - Falzmaschine).
Urteil v. 29.07.2009 I ZR 171/08
HGB § 429 Abs. 2 Satz 1 — Bei der Bestimmung des Wertes des Gutes im beschädigten Zustand am Ort und zur Zeit seiner Übernahme i.S. des § 429 Abs. 2 Satz 1 HGB ist vom Beschaffungswert auszugehen, den das Gut für den Empfänger hat. Maßgeblich sind daher die Verhältnisse auf dem Teilmarkt und der Handelsstufe, auf denen sich der Empfänger das Gut beschafft hat.
Urteil v. 29.07.2009 I ZR 212/06
HGB § 660 Abs. 3 — Wird das Transportgut wegen unzureichender Sicherung während der Seebeförderung beschädigt, so spricht dies zunächst für ein grobes Organisationsverschulden des Verfrachters. Dieser muss daher im Einzelnen darlegen, welche organisatorischen Maßnahmen er selbst oder die für ihn handelnden Organe zur Verhinderung von Verladungsfehlern ergriffen haben. Kommt der Verfrachter der ihm obliegenden Darlegungslast nicht nach, erstreckt sich die Vermutung eines groben Organisationsverschuldens auch auf das Verhalten seiner Organe.
Urteil v. 29.07.2009 I ZR 166/06
RDG §§ 3, 5 — Eine Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten, die ohne entsprechende Erlaubnis erbracht wird, ist auch unter der Geltung des Rechtsdienstleistungsgesetzes nicht deswegen gerechtfertigt, weil sich der Handelnde dabei der Hilfe eines Rechtsanwalts bedient.
Urteil v. 29.07.2009 I ZR 102/07
MarkenG § 14 Abs. 2 Nr. 2, Abs. 5 — Der Grundsatz, dass eine Verwechslungsgefahr trotz klanglicher oder schriftbildlicher Ähnlichkeit der sich gegenüberstehenden Zeichen wegen eines ohne weiteres erkennbaren eindeutigen Begriffsinhalts zu verneinen sein kann, gilt auch dann, wenn nur das Klagezeichen über einen solchen Bedeutungsgehalt verfügt.
Urteil v. 29.07.2009 I ZR 169/07
MarkenG § 14 Abs. 3 Nr. 3 und 5, § 15 Abs. 5 a.F. — a) In die Beurteilung, welcher Lizenzsatz einer Umsatzlizenz bei der Verletzung eines Kennzeichenrechts angemessen ist, ist die in der Branche übliche Umsatzrendite regelmäßig einzubeziehen.
Urteil v. 29.07.2009 I ZR 87/07
MarkenG § 14 Abs. 6 a.F., § 24 — a) Stellt sich der Parallelimport eines Arzneimittels allein deswegen als rechtswidrig dar, weil die Vorabinformation des Markeninhabers, die Voraussetzung für die Erschöpfung gewesen wäre, unterblieben ist, kommt im Rahmen der Schadensberechnung nach der Lizenzanalogie ein verhältnismäßig niedriger Vergütungssatz in Betracht.
Urteil v. 29.07.2009 I ZR 77/07
UWG § 4 Nr. 11; StBerG § 57a, BOStB § 10 Abs. 2 — a) Mittel der Aufmerksamkeitswerbung sind einem Steuerberater in einem Werbeschreiben, das insgesamt sachlicher Unterrichtung über die berufliche Tätigkeit dient, nur dann verboten, wenn sie Gemeinwohlbelange beeinträchtigen.