Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=20.03.2013&Aktenzeichen=B%205%20RS%2027/12%20R
Timestamp: 2019-05-20 13:48:22
Document Index: 156479377

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 6', '§ 6', '§ 8', '§ 8', '§ 1']

BSG, 20.03.2013 - B 5 RS 27/12 R - dejure.org
https://dejure.org/2013,17034
BSG, 20.03.2013 - B 5 RS 27/12 R (https://dejure.org/2013,17034)
BSG, Entscheidung vom 20.03.2013 - B 5 RS 27/12 R (https://dejure.org/2013,17034)
BSG, Entscheidung vom 20. März 2013 - B 5 RS 27/12 R (https://dejure.org/2013,17034)
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§ 1 Abs 1 S 1 AAÜG, § 6 AAÜG, §§ 6 ff AAÜG, § 8 Abs 2 AAÜG, § 8 Abs 3 S 1 AAÜG
Anspruch auf Feststellung von Zeiten der Zugehörigkeit zur zusätzlichen Altersversorgung der technischen Intelligenz der ehemaligen DDR für einen Ingenieur eines Schweißtechnischen Zentrums
Anspruch auf Feststellung von Zeiten der Zugehörigkeit zur zusätzlichen Altersversorgung der technischen Intelligenz der ehemaligen DDR; Erfüllung der betrieblichen Voraussetzungen durch die Handwerkskammer des Bezirks Frankfurt/Oder
SG Berlin - S 32 R 1901/10
LSG Berlin-Brandenburg - L 8 R 633/11
SG Gelsenkirchen, 12.11.2008 - S 14 R 392/05
aa) Der Kläger hat schon deshalb keinen Anspruch auf Versorgung im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 1 AAÜG erworben, weil bei ihm bis zum Inkrafttreten dieses Gesetzes am 1. August 1991 kein Versorgungsfall (Alter, Invalidität) eingetreten war (vgl. BSG, Urteil vom 20. März 2013 - B 5 RS 27/12 R - in juris, Rn. 13; BSG…, Urteil vom 15. Juni 2010 - B 5 RS 10/09 R - in juris, Rn. 12).
Ob nach dem am 1. August 1991 geltenden Bundesrecht aufgrund der am Stichtag 30. Juni 1990 gegebenen tatsächlichen Umstände ein fiktiver bundesrechtlicher "Anspruch auf Erteilung einer Versorgungszusage" - eine fingierte Versorgungsanwartschaft - besteht, hängt von drei Voraussetzungen ab, die kumulativ vorliegen müssen (siehe zuletzt BSG, Urteil vom 20. März 2013 - B 5 RS 27/12 R - in juris, Rn. 14), nämlich erstens von der Berechtigung, eine bestimmte Berufsbezeichnung zu führen (persönliche Voraussetzung), zweitens von der Ausübung einer entsprechenden Tätigkeit (sachliche Voraussetzung) und zwar drittens in einer volkseigenen Betriebsstätte der Industrie oder des Bauwesens (betriebliche Voraussetzung).
LSG Sachsen-Anhalt, 10.10.2013 - L 1 RS 1/13
Nach der ständigen Rechtsprechung des BSG müssen diese Voraussetzungen am 30. Juni 1990 kumulativ vorliegen (vgl. nunmehr BSG, Urteil vom 20. März 2013 - B 5 RS 27/12 R -, zitiert nach juris, Rdnr. 14).
Denn die Aufzählung in dieser Vorschrift ist abschließend und einer erweiternden Auslegung nicht zugänglich (BSG, Urteil vom 20. März 2013, a.a.O., Rdnr. 18).
Um das "Analogieverbot" (vgl. dazu ausdrücklich: BSG, Urteil vom 20. März 2013 - B 5 RS 27/12 R - juris Rn. 18), das aus den Neueinbeziehungsverboten in dem zu Bundesrecht gewordenen Rentenangleichungsgesetz der DDR (vgl. Anlage II Kapitel VIII Sachgebiet F Abschnitt III Nr. 8 zum Einigungsvertrag) und dem Einigungsvertrag (vgl. Anlage II Kapitel VIII Sachgebiet H Abschnitt III Nr. 9 Buchst. a Satz 1 Halbsatz 2 zum Einigungsvertrag) folgt, nicht zu unterlaufen, hat sich eine Auslegung der abstrakt-generellen Regelungen des Versorgungsrechts "strikt am Wortlaut zu orientieren" (…so u.a.: BSG, Urteile vom 15. Juni 2010 - B 5 RS 6/09 R - juris Rn. 37;… - B 5 RS 9/09 R - juris Rn. 32;… - B 5 RS 10/09 R - juris Rn. 32;… - B 5 RS 16/09 R - juris Rn. 34;… - B 5 RS 17/09 R - juris Rn. 32).
Um das "Analogieverbot" (vgl. dazu zuletzt ausdrücklich: BSG, Urteil vom 20. März 2013 - B 5 RS 27/12 R - JURIS-Dokument, RdNr. 18), das aus den Neueinbeziehungsverboten in dem zu Bundesrecht gewordenen Rentenangleichungsgesetz der DDR (vgl. Anlage II Kapitel VIII Sachgebiet F Abschnitt III Nr. 8 zum Einigungsvertrag) und dem Einigungsvertrag (vgl. Anlage II Kapitel VIII Sachgebiet H Abschnitt III Nr. 9 Buchst. a Satz 1 Halbsatz 2 zum Einigungsvertrag) folgt, nicht zu unterlaufen, hat sich eine Auslegung der abstrakt-generellen Regelungen des Versorgungsrechts "strikt am Wortlaut zu orientieren" (so zuletzt nachdrücklich: BSG, Beschluss vom 13. Februar 2008 - B 13 RS 133/07 B - JURIS-Dokument, RdNr. 14; ebenso nunmehr: BSG, Urteil vom 15. Juni 2010 - B 5 RS 6/09 R - JURIS-Dokument, RdNr. 37; BSG, Urteil vom 15. Juni 2010 - B 5 RS 9/09 R- JURIS-Dokument, RdNr. 32; BSG, Urteil vom 15. Juni 2010 - B 5 RS 10/09 R- JURIS-Dokument, RdNr. 32; BSG, Urteil vom 15. Juni 2010 - B 5 RS 16/09 R- JURIS-Dokument, RdNr. 34; BSG, Urteil vom 15. Juni 2010 - B 5 RS 17/09 R- JURIS-Dokument, RdNr. 32; im Übrigen zuvor so bereits: BSG, Urteil vom 7. September 2006 - B 4 RA 39/05 R - JURIS-Dokument, RdNr. 20; BSG, Urteil vom 7. September 2006 - B 4 RA 41/05 R - JURIS-Dokument, RdNr. 23).
Die Entscheidung vom 30. Juni 1998 - B 4 RA 94/97 R - ist überholt (vgl. u. a. die Entscheidungen des BSG vom 09. April 2002 - B 4 RA 42/01 - in juris und vom 20. März 2013 - B 5 RS 27/12 R sowie B 5 RS 3/12 R - ebenfalls in juris).
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