Source: https://archivalia.hypotheses.org/date/2009/11
Timestamp: 2019-01-22 22:46:45
Document Index: 340814789

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 5', '§ 5', '§ 11', '§ 10', '§ 5', 'de lege lata']

November | 2009 | Archivalia
§ 10 Abs. 5 Satz 2 bestimmt für Kommunale Archive: „§ 5 Absatz 1 bezieht sich dabei ausschließlich auf die zu Archivgut umgewidmeten Unterlagen aus dem Verwaltungshandeln der in Absatz 1 genannten Stellen.“
§ 5 Abs. 1 lautet: “ Archivgut ist unveräußerlich.“
Für Uniarchive gilt nach § 11 Abs. 1: „Die für kommunale Archive in Bezug genommenen Regelungen dieses Gesetzes
„Zu Absatz 1:
Eine Begründung für die Ausnahme in § 10, die demnach klarstellt, dass kommunales Archivgut kein Bestandteil des kulturellen Gedächtnisses ist, soweit es sich um Nachlässe, Vereinsunterlagen, historische Bibliotheken, Schenkungen von Sammlungen oder Adelsarchiven, Erwerbungen von Archivgut im Handel zur Bestandsergänzung, zeitgeschichtliche und andere Sammlungen (Plakate, Filme, Broschüren usw.) handelt, gibt es NICHT, denn der Satz in der Begründung „Der gesetzliche Schutz des Archivguts vor Veräußerung (§ 5 Abs. 1) bezieht sich dabei ausdrücklich nur auf Unterlagen aus Verwaltungshandeln.“ stellt nur etwas fest, aber begründet nichts.
Dazu nehme ich wie folgt Stellung: „Es sind keine gewichtigen Gründe erkennbar, den Kommunen per Gesetz vorzuschreiben, Archivgut, das nicht dem Verwaltungshandeln entstammt, nicht zu veräußern.“ Solche gewichtigen Gründe habe ich oben angeführt, nämlich den Verfassungsauftrag des Kulturgutschutzes und die prinzipielle Unveräußerbarkeit von Archivgut, was, wenn ich richtig sehe, von den anderen Landesarchivgesetzen anerkannt wird. Wenn ein staatlicher Zwangsverwalter einer nicht mehr zahlungsfähigen Kommune entsprechendes „Tafelsilber“ aus dem Archiv durch eine Auktion veräußern lässt, wird ein schützenswertes Ensemble, dem aber de lege lata in NRW der (denkmalschutzrechtliche) Schutz verweigert wird, zerrissen, was nicht im Sinn der Wissenschaft und der Öffentlichkeit sein kann. Archivgut, das auf Dauer zu bewahren ist, ist ausnahmslos als unveräußerlich zu betrachten und der Öffentlichkeit zugänglich zu erhalten. Solange keine gesetzlichen Vorgaben für entsprechende Verkäufe bestehen, die z.B. sicherstellen, dass schützenswerte Sachgesamtheiten nicht auseinandergerissen werden und das der öffentliche Zugang durch den Erwerber uneingeschränkt und auf Dauer gewährleistet ist, ist es ein frommer Wunsch anzunehmen, dass Verkäufe von Archivgut nur „ausnahmsweise“ erfolgen.
„Die festgelegte Unveräußerlichkeit öffentlichen Archivguts soll den angestrebten Schutz des im Eigentum der öffentlichen Hand stehenden Archivguts vor Zersplitterung und Veruntreuung sichern, so daß vorsätzlich oder fahrlässig entfremdetes Archivgut nicht in gutem Glauben erworben und durch Übergang in privaten Besitz der allgemeinen Nutzung entzogen werden kann.
Aufgrund des gesetzlichen Verbots verliert das öffentliche Archivgut aber nicht seine Verkehrsfähigkeit. Ein Dritter kann das Eigentum gutgläubig erwerben. Denn eine Norm, die den Erwerb dinglicher Rechte an öffentlichem Archivgut verhindern soll, setzt den ausdrücklichen Ausschluß der gesetzlichen Vorschriften, die die Verkehrsfähigkeit beweglicher Sachen gewährleisten, voraus.75“
Bißchen viel Show.
http://illicit-cultural-property.blogspot.com/2009/11/google-to-create-digital-archive-of.html
Bericht der Birthler-Behörde
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/130/1613020.pdf
UK. National Archives setzen Abzocke fort
http://tinyurl.com/ye7666k Der Download eines Navy-Logbuchs kostet 2 Pfund.
Trierisches Archiv – Ergänzungshefte
http://www.dilibri.de/ubtr/periodical/structure/128686
Marx, Jacob: Handschriftenverzeichnis der Seminar-Bibliothek zu Trier
NRW-Archivgesetz. Sachstand.
Veröffentlicht am 30. November 2009 von wolfthomas
Archivalia hatte berichtet, dass die 2. Lesung des Entwurfs am 2. Dezember 2009 erfolgen sollte. Auf den Tagesordnungen der Plenarsitzungen vom 2. und 3. Dezember 2009 findet sich die Beratung jedoch nicht.
Es ist nun davon auszugehen, dass der Entwurf erneut am 9. Dezember im Kulturausschuss beraten wird (Link)und die 2. Lesung am 16. oder 17. Dezember 2009 erfolgt (Link).
Birthler "Wie privat sind die Akten einer Diktatur?"
Ein Podcast vom 13. November 2009, als Marianne Birthler zu Gast im KörberForum war. Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes sprach über das schwierige Erbe des Kommunismus für Europa. Begrüßung durch Dr. Lothar Dittmer, Vorstand der Körber-Stiftung.
Die 350 Jahre alte Royal Society, die ihre gemeinfreien älteren Publikationen hinter einem Bezahlwall bunkert, spendiert dem Volk eine nette Jubiläums-Präsentation und 60 bedeutende Gratis-Artikel.
Vertrag zwischen BM Lyon und Google online!
http://medias.francetv.fr/bibl/url_autres/2009/11/27/59238762.pdf
(Via H. Müller in INETBIB)
1 Jahr VÖB BLOG
Herzlichen Glückwunsch an Josef Pauser:
Für mich eine herausragende Informationsquelle, bei aktuellen Themen wie Google Books meist besser als Netbib.
Tagungsbericht zur Siegener Web 2.0-Tagung online
Jan Pasternak bericht auf HSozKult (Link) über die für die Archive wichtigen Vortrag Patrick Sahles: “ ….. Über die reine Möglichkeit hinaus, einzelne Quellen digital zu archivieren, ging der Beitrag zum Archiv als virtualisierter Forschungsumgebung von PATRICK SAHLE (Köln). Verbunden mit dem Idealbild einer vollständigen Digitalisierung allen Archivgutes, skizzierte der Vortrag den aktuellen Stand in der Archivlandschaft. Mit Blick auf die Bibliotheken, deren Bestände inzwischen fast flächendeckend online verfügbar seien, würden Archive nur in einem sehr geringen Ausmaß Findmittel online zur Verfügung stellen, obwohl die notwendigen Standards und Schnittstellen vorhanden seien. Darüber hinaus verwies Sahle auf die ersten Versuche, Archivmaterial digital verfügbar zu machen, wobei es zur Zusammenarbeit zwischen Archiven und Anbietern von Web 2.0-Diensten komme, etwa bei Bildbeständen des Bundesarchivs, die über die Wikimedia Foundation auf deren Plattformen verfügbar gemacht werden. In diesen Fällen finde gar eine Bereicherung für die Archive statt, da die Community zusätzliche Informationen zu den Materialien liefern könne, die von den Archiven wiederum für die eigene Kategorisierung genutzt werden könnten. Die Einbeziehung der Community im Sinne des Web 2.0-Gedankens sei angesichts der Massen an Material unumgänglich, wenn eine vollständige Digitalisierung der Archivbestände erreicht werden soll. An diesem Punkt kam in der Diskussion die Frage auf, inwieweit solche Maximalforderungen bezüglich der Archivierung realisierbar seien, wodurch die unterschiedlichen Sichtweisen in der Herangehensweise an das Problem bei gleicher Zielsetzung deutlich wurden: Den maximalen Forderungen auf der einen Seite standen die Vertreterinnen und Vertreter einer Schritt-für-Schritt Vorgehensweise gegenüber, was am generellen Ansinnen, eine möglich vielfältige und umfassende Landschaft digitaler Archive zu schaffen, nichts änderte. …..“
Quelle: Tagungsbericht Web 2.0 und Geschichtswissenschaft. „Social Networking“ als Herausforderung und Paradigma. 09.10.2009-10.10.2009, Siegen, in: H-Soz-u-Kult, 28.11.2009, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=2871
Zur Tagung auf Archivalia: ?s=Siegen+Web+2.0
Digitalisierte Augienses der Badischen Landesbibliothek in Los Angeles
http://digital2.library.ucla.edu/viewItem.do?ark=21198/zz0015vcjk
„This collection is a group of manuscripts known to have been held in the St. Gall Library in the ninth century. Also included in this collection are manuscripts from the same period held in the nearby monastery of Reichenau.“
Eigenartig, dass ich davon bislang nichts mitbekommen habe.
Da Metadaten fehlen oder nicht auffindbar sind, ergibt sich ein munteres Ratespiel, was z.B. „Badische Landesbibliothek. Manuscript. Aug. 64“ sein mag. LXIV ist es nicht, und LXVIII („Aug. 18 [Local]“) auch nicht. Die Papierhs. 64 ist es natürlich auch nicht. Es ist eine Beda-Handschrift, aber genug gerätselt für jetzt.
Als Historiker darf man mächtig stolz sein, wenn es einem gelingt, zwei nicht näher bezeichnete deutschsprachige Fragmentstreifen, die eine Bibliothek ohne näheren Angaben ins Netz gestellt hat, zu identifizieren. Zunächst dachte ich an etwas Geistliches, aber mittels der Wendung „wene aber“ und der http://mhdbdb.sbg.ac.at:8000/index.en.html sowie dem Namen Ruth[er] war es, nachdem eine Königin mich in Richtung Nibelungenlied usw. denken ließ, kein Ding der Unmöglichkeit. Hätte ich Pörnbachers Nachdruck der de Vries-Ausgabe nicht im Regal stehen gehabt, hätte ich wohl einiges länger benötigt. Es sind die Verse 975-1001, 1055-1084 bei de Vries, die Handschrift hat 28 Zeilen = 175 mm, und da liegt es mehr als nahe, nach einem Blick auf
http://www.mr1314.de/1177 (Ende 13. Jh.)
anzunehmen, dass mir da jemand zuvorgekommen ist: „Ein weiteres Fragment aus diesem Codex discissus wurde von Nigel F. Palmer (Oxford) entdeckt; eine Publikation für die ZfdA ist in Vorbereitung.
November 2008“.
Wär ja zu schön gewesen. Aber immerhin hab ich das Rätsel gelöst.
http://digital2.library.ucla.edu/viewItem.do?ark=21198/zz0009gjpd
Digitalisierte Handschriften der UCLA
50 Stück, darunter ein Nürnberger Schembartbuch, die Benutzerführung ist verbesserungsfähig.
Rouse Ms. 1 ist ein Kopialbuch aus s>Windesheim Windsheim.
Wie Walter Schulz einmal eine Handschrift ankaufte
Walter Schulz erwarb für die Emdener JALB 1992 eine Handschrift des Ostfriesischen Landrechts aus Privathand, die 1987/88 aus der Weise-Bibliothek in Zittau gestohlen worden war.
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0440_a076_JPG.htm
(Stahl 1993 ohne Hinweis auf die Zittauer Herkunft)
http://www.manuscripta-mediaevalia.de/hs/katalogseiten/HSK0533_a249_jpg.htm
http://www.handschriftencensus.de/2971
Update: Eine Mail aus Zittau ließ mich dann doch genauer nachschauen, und siehe da, es gibt 2005 zu dem Casus etwas im Web:
der Landkreis Löbau-Zittau, die Bibliothek Emden und die Doornkaat Stiftung teilen sich das Eigentum an der Handschrift Ostfriesisches Landrecht des Grafen Edzard. Der Rechtsstreit darum endete vor dem Landgericht Aurich mit einem Vergleich. Danach erhält der Landkreis das Eigentum zu 50 Prozent und die beiden anderen Institutionen zu je 25 Prozent.
Der Landkreis hatte gegen die Bibliothek auf Herausgabe des Eigentums geklagt. Die Handschrift war 1988 unter ungeklärten Umständen aus der Zittauer Bibliothek gestohlen worden. 1992 erwarb die Bibliothek Emden sie von einem Düsseldorfer Kaufmann. Das Original soll für ein halbes Jahr zur Ausstellung ab Juni nach Zittau zurückkehren. Danach kommt es als ein für die ostfriesische Landesgeschichte bedeutendes Stück wieder nach Emden, während in Zittau ein originalgetreues Faksimile verbleibt.
http://www.faktuell.de/Lokales/2005/archivbis18maerz2005.html
http://www.taz.de/nc/1/archiv/archiv-start/?dig=2005/03/24/a0391&cHash=603c7934a6
1992, das war drei Jahre nach der Wende, nach der im Westen viele wertvolle Handschriften auftauchten, die aus den Bibliotheken der untergegangenen DDR verschwunden waren. Der Christian-Weise-Bibliothek im sächsischen Zittau kam sogar ein ganzes Paket abhanden. Darunter die Erstausgabe von Kopernikus‘ berühmter Streitschrift „De Revolutionibus Orbium Coelestium“ („Von den Umdrehungen der Himmelskörper“). Und das „ostfriesische Landrecht des Grafen Edzard“.
[…] „Es war ja gang und gäbe, zur Devisenbeschaffung Kulturgut im weiteren Sinne einzusetzen“, sagt der Emdener Museumsmann Walter Schulz.
Weil alle das wussten, handelte die Politik und setzte für diese Delikte eine Verjährungsfrist von 10 Jahren fest. Kurz vor Ablauf der Frist, so erzählt Walter Schulz, meldete sich Zittau. Die Handschrift des „Ostfriesischen Landrechts“ sei aus den Beständen der Christian-Weise-Bibliothek gestohlen worden und daher zurückzugeben.
„Wenn der Tatbestand des Diebstahls eindeutig wäre, hätten wir kein Recht darauf“, sagt der Emdener Bibliotheksdirektor. Allerdings: „Wir sagen, den Nachweis müsst ihr führen.“
Beim Zivilprozess vor dem Landgericht im niedersächsischen Aurich ließ sich die A-Lasco-Bibliothek dann aber doch auf einen Vergleich ein – nach „zähen Verhandlungen“, wie die Ostfriesischen Nachrichten schrieben.
Update: Ich habe die Überschrift geändert und verweise auf den Kommentar von Herrn Schulz.
Wie die Wikipedia Schwesterprojekte vergrault
Veröffentlicht am 29. November 2009 von Klaus Graf
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Fragen_zur_Wikipedia&oldid=67421621#Die_Leiden_der_jungen_Schweizerin_-_oder:_Wie_vergrault_man_Leute_aus_Schwesterprojekten.3F
Gewinner des Masterplan-Wettbewerbs für das Berliner Bundesarchiv
1. Preis der Architekten: SCHWEGER ASSOCIATED ARCHITECTS GmbH, München, Hamburg, Berlin und der Landschaftsarchitekten: Hager Landschaftsarchitektur AG, Zürich, Zürich (CH)
Quelle: http://www.competitionline.de/3016426
Bernd Noack schreibt in der Bayrischen Staatszeitung am 27.11.2009 (link) : „ Andrea Schwarz nimmt ein schwarzes Gesangbüchlein in die Hand und ihre Augen glänzen: „Schauen Sie“, sagt sie, „diese ganze Sammlung hier … Hunderte sind es, aus allen Zeiten, sehr einfache und auch kostbare, darunter schöne Exemplare mit ganz persönlichen Erinnerungen – das steht hier alles unbeachtet und unzulänglich aufbewahrt herum. Das könnte man doch einmal zeigen in einer Ausstellung. Aber solche Ideen lassen sich derzeit noch nicht umsetzen.“ Wir stehen in einer der vier Etagen, in einem der mit Büchern und Schriften und Akten bis in den letzten Winkel und bis unter die Decke vollgestopften Gänge des Landeskirchlichen Archivs der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayerns in Nürnberg. Und Andrea Schwarz, die Direktorin, muss bei solch einem Rundgang durch die Räume der Institution auf zweierlei achten: Einmal will sie, dass der Besucher natürlich einen umfassenden Eindruck von der Vielfalt und den Besonderheiten dieses Archivs bekommt. Zum anderen ist sie aber auch darauf bedacht, dass jeder Interessent, den sie hier durchführt, wieder heil und unversehrt herauskommt aus dem Labyrinth, dem Chaos: Die Räumlichkeiten nämlich sind zugestellt und vollgepackt, überall Kisten und Kartons, daneben Materialien, die überhaupt nicht hier her gehören, in das Gebäude unten am Wöhrder See, aber sonst keinen Platz finden. Mit anderen Worten: Das Archiv der Kirche platzt aus allen Nähten, der Bau aus den 1950er Jahren kann längst nicht mehr all das fassen, was man ihm anvertraut hat.
Jazz Archiv Bix Eiben Hamburg
Jazzmuseum Bix Eiben_1/2
Hochgeladen von JazzmuseumBixEiben. – Entdecke weitere Musik Videos.
Jazzmuseum Bix Eiben_2/2
Hochgeladen von JazzmuseumBixEiben. – Musikvideos, Sänger Interviews, Konzerte und mehr.
Schluss mit dem Google-Bashing!
Ist es so, dass sich mit Google ein Konzern des geistigen Erbes der Menschheit bemächtigt, um schamlos Profit daraus zu schlagen? Gilt es, unsere Bücher vor dem Zugriff eines bösen US-Monopolisten zu beschützen? – Keineswegs. Dass deutschsprachige Bücher nunmehr außen vor bleiben, ist tatsächlich alles andere als ein Grund zur Freude. Womit wir es zu tun haben, sind Kollateralschäden eines längst nicht mehr zeitgemäßen Urheberrechts, mit Panikmache einiger Autoren und Verleger sowie einer prinzipiell begrüßenswerten Entwicklung.
http://derstandard.at/1256745387710/Gastkommentar-Gerechtigkeit-fuer-Google
Veröffentlicht am 28. November 2009 von Klaus Graf
Der E-Text liegt bekanntlich in einem kostenpflichtigen Angebot vor, das auch als Nationallizenz für Deutsche zugänglich ist. Wenn man Scans sucht, ist Gallica die erste Adresse. Eine unvollständige Liste:
http://www.patristique.org/Acta-sanctorum
PDFs sind offenbar nach Gallica (d.h. mit den dortigen Lücken) zugänglich:
Seit Jahren sind die Lücken bei Gallica bekannt, aber niemand erbarmt sich, scannt die Bände und lädt sie z.B. ins Internetarchiv!
PS. Google hat auch Scans, aber davon gibt es nur Teillisten z.B.
http://books.google.de/books?q=editions:0PLwnJqkKG3w2FC&id=NdY-AAAAcAAJ
http://books.google.de/books?id=D9c-AAAAcAAJ (US-Proxy) = Okt. Bd. 10
Es ist aber zu hoffen, dass in ein paar Monaten weitere aus Lausanne (die Bandzählung im OPAC http://opac.rero.ch/gateway ) des Exemplars aus dem Kloster Muri bereitstehen.
Nutzung eines US-Proxys bei Google Book Search
Das Bild unten zeigt einen beliebigen Webproxy (Anonymisierungsdienst). Die einzige technische (?) Leistung besteht darin, die gewünschte Google-Books-Adresse (wenn man sie schon hat) in das Eingabefeld zu kopieren und auf Enter zu drücken. Wenn man sie noch nicht hat, wählt man die Startseite von Google Books und sucht im für US-Bürger zugänglichen Bestand.
http://archiv.twoday.net/stories/6005952
Screencast http://archiv.twoday.net/stories/6067526
Archival Use for Twitter
Archivists at Cambridge University’s Scott Polar Research Institute are using Twitter to draw attention to the diary that Captain Robert Falcon Scott kept during his ill-fated 1910-1912 Antarctic expedition: every day, they tweet the first 140 characters of the diary entry that Scott penned exactly 99 years before.
http://larchivista.blogspot.com/2009/11/new-archival-use-for-twitter.html
Gold oder Grün – Perspektiven für Open Access
Einer der wichtigsten Texte zu OA in diesem Jahr ist sicher Poynders Aufsatz, auf den BCK hinwies, der aber nachdrücklich allen empfohlen sei, die sich Gedanken über OA als Geschäftsmodell machen:
http://www.richardpoynder.co.uk/Open_Access_Who_Pays.pdf
Ergänzend sei daran erinnert: Wenn man in einem durch ein Monopol geprägten Markt mehr Geld ins System pumpt (hier: Gold-OA-Töpfe), ändert sich am Monopol nichts: der Monopolist greift das zusätzliche Geld ab.
Bei allen Diskussionen über Geschäftsmodelle ist Transparenz das A und O. Diese gibt es aber nicht. Beispielsweise verweigert die Uni Göttingen Auskunft über Details des Deals mit Springer, und was den Archivierungsservice der Uni Jena für Klostermann in Sachen ZfBB angeht, führe ich bekanntlich einen Verwaltungsgerichtsprozess auf eigene Kosten. Die Herausgeber der ZfBB schweigen sich zu dem Ganzen aus.