Source: https://www.graumarktinfos.de/2018-01/mayfair-vermoegensverwaltungs-se-keine-gute-bilanz-233364
Timestamp: 2018-07-16 00:54:09
Document Index: 39984736

Matched Legal Cases: ['§315', '§317', '§315', '§ 1', '§ 2', '§ 315', '§ 58', '§ 264', '§ 264']

Mayfair Vermögensverwaltungs SE- keine gute Bilanz - Graumarktinfos
Mayfair Vermögensverwaltungs SE- keine gute Bilanz
18. Januar 2018 Allgemein Keine Kommentare
Wir haben den von der Mayfair Vermögensverwaltungs SE, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern- Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalspiegel, Konzern- Kapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 13. Juli 2016
Klimmer, Wirtschaftsprüfer
Anhang TEUR 31.12.2014
Geschäfts- oder Firmenwerte 5.1 0 11.682
Immaterielle Vermögenswerte 5.1 3.712 2.318
Biologische Vermögenswerte 1.402 1.521
Sachanlagen 5.2 127.801 126.989
Finanzanlagen 5.3 824.632 817.528
Finanzanlagen at equity 5.3 1.411.639 1.338.439
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 5.4 53.369 26.848
Sonstige langfristige Finanzinstrumente 776 782
Latente Ertragsteueransprüche 5.7 58.796 56.521
2.482.127 2.382.628
Vorräte und biologische Vermögenswerte 7.929 9.046
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 5.4 161.741 113.926
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 5.5 3.974 83.524
Derivative Finanzinstrumente 5.6 203 0
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 445 2.762
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.8 24.666 20.772
Als zur Veräußerung gehaltene klassifizierte Vermögenswerte 5.9 0 25.984
198.958 256.014
2.681.085 2.638.642
Gezeichnetes Kapital 5.10 1.850 1.850
Eigene Anteile zu Anschaffungskosten -59.570 -59.570
Gesetzliche Rücklage 185 185
Gewinnrücklagen 5.10 116.288 107.841
Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung 14.302 -1.759
Konzernbilanzgewinn 2.503.483 2.609.152
2.576.538 2.657.699
Anteile anderer Gesellschafter 5.10 5.868 -77.610
2.582.405 2.580.089
Finanzschulden 5.11 1.200 1.200
Sonstige Verbindlichkeiten 5.13 6 7
Latente Ertragsteuerschulden 5.7 9.955 7.554
11.161 8.761
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.12 13.747 3.281
Finanzschulden 5.11 802 918
Derivative Finanzinstrumente 5.6 133 39
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 366 139
Sonstige Verbindlichkeiten 5.13 72.471 26.800
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 5.9 0 18.615
87.519 49.792
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2015
Anhang TEUR TEUR 2014
1. Umsatzerlöse 4.1 17.903 15.856
2. Bestandsveränderungen -786 -930
3. Beteiligungsergebnis aus der Vermögensverwaltung 4.2 -29 27.249
4. Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen 4.3 36.690 37.945
5. Sonstige betriebliche Erträge 4.4 15.884 8.985
69.662 89.105
6. Materialaufwand -6.508 -7.508
7. Personalaufwand 4.5 -14.251 -11.758
8. Abschreibungen -7.208 -6.122
9. Wertänderungen nicht finanzieller Vermögenswerte 4.6 -15.313 1.374
10. Forschungs- und Entwicklungskosten -875 -522
11. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.7 -32.952 -31.831
-77.107 -56.367
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -7.445 32.738
13. Finanzerträge 4.8 6.255 3.605
14. Finanzaufwendungen 4.9 -7.290 -13.732
15. Finanzergebnis -1.035 -10.127
16. Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen -8.480 22.611
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.10 -853 36.984
18. Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen -9.333 59.595
19. Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen 5.9 -99.500 -30.735
20. Jahresfehlbetrag (Vj.: Jahresüberschuss) -108.833 28.860
21. Anteile andere Gesellschafter 3.164 35.684
22. Konzernjahresfehlbetrag (Vj.: Konzernjahresüberschuss) -105.669 64.544
23. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.609.152 2.544.608
24. Auf das Mutterunternehmen entfallender Konzernbilanzgewinn 2.503.483 2.609.152
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für 2015
Anhang TEUR 2014
1. Jahresfehlbetrag (Vj.: Jahresüberschuss) -108.833 28.860
2. Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen 16.061 -6.568
Steuereffekt – –
3. Bewertungsrücklage für zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 5.10 6.117 16.773
Steuereffekt 2.330 226
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 24.508 10.431
4. Konzernjahresgesamtergebnis -84.325 39.291
5. Anteilseigner des Mutterunternehmens -87.333 3.832
6. Anteile anderer Gesellschafter 3.008 35.459
-84.325 39.291
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2015
TEUR Eigene Anteile zu Anschaffungs kosten
TEUR andere Gewinnrücklagen
1.1.2014 1.850 -26.923 185
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0
Übrige Veränderungen 0 -32.647 0
0 -32.647 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 0
31.12.2014 1.850 -59.570 185
1.1.2015 1.850 -59.570 185
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 0
Konzern-Jahresfehlbetrag 0 0 0
31.12.2015 1.850 -59.570 185
Neubewertungs-Rücklage
TEUR Saldo Rücklagen
TEUR Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung
TEUR Konzernbilanzgewinn
1.1.2014 90.843 91.028 4.810 2.544.607
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 16.998 16.998 -6.568 0
16.998 16.998 -6.568 0
Konzern-Jahresüberschuss 0 0 0 64.544
31.12.2014 107.841 108.026 -1.759 2.609.152
1.1.2015 107.841 108.026 -1.759 2.609.152
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 8.766 0
Übrige Veränderungen 8.447 8.447 7.295 0
8.447 8.447 16.061 0
Konzern-Jahresfehlbetrag 0 0 0 -105.669
31.12.2015 116.288 116.473 14.302 2.503.483
Minderheitsgesellschafter Konzern-
TEUR Minderheitenkapital
1.1.2014 2.615.373 -46.144 -46.144 2.569.229
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 1.201 1.201 1.201
Übrige Veränderungen -22.218 3.017 3.017 -19.200
-22.218 4.218 4.218 -18.000
Konzern-Jahresüberschuss 64.544 -35.684 -35.684 28.860
31.12.2014 2.657.699 -77.610 -77.610 2.580.089
1.1.2015 2.657.699 -77.610 -77.610 2.580.089
Änderungen des Konsolidierungskreises 8.766 86.510 86.510 95.276
Übrige Veränderungen 15.742 131 131 15.873
24.508 86.641 86.641 111.149
Konzern-Jahresfehlbetrag -105.669 -3.164 -3.164 -108.833
31.12.2015 2.576.538 5.868 5.868 2.582.405
Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2015
T € 2014
T € Veränderung
Ergebnis vor Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen -8.481 22.611 -31.092
Abschreibungen Sachanlagen 5.862 5.451 411
Abschreibungen immaterielle Vermögenswerte 1.346 672 674
Wertminderungen auf nicht finanzielle Vermögenswerte 15.314 -1.385 16.699
Verluste/Gewinne aus Anlagenabgängen -18 980 -998
Nettofinanzergebnis -1.035 -10.127 9.092
Verlust aus der Währungsumrechnung von Transaktionen der laufenden
Geschäftstätigkeit 2.095 11.825 -9.730
Biologische Vermögenswerte 0 -31 31
Vorräte -671 3.938 -4.609
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 2.853 7.544 -4.691
Derivative Finanzinstrumente 888 -11.533 12.421
Sonstige langfristige Vermögenswerte -3.259 -1.519 -1.740
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.466 -1.448 11.914
Sonstige Verbindlichkeiten -11.629 4.529 -16.158
Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen -36.690 -37.945 1.255
Gezahlte Ertragsteuern 2.766 510 2.256
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche -20.193 -5.929 -14.264
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit der aufgegebenen Geschäftsbereiche 0 -38.103 38.103
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -20.193 -44.032 23.839
Erwerb von konsolidierten Unternehmen 0 -11.682 11.682
Erwerb von Sachanlagen -2.482 -17.821 15.339
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 222 -44 266
Erwerb immaterieller Vermögenswerte -652 -613 -40
Finanzanlagen im Rahmen der Vermögensverwaltung 80.895 83.525 -2.630
Erwerb At Equity Beteiligungen -1.021 11.427 -12.448
Erhaltene Zinsen aus Vermögensverwaltung 1.276 971 305
Erhaltene Dividende 21.810 14.545 7.265
Cashflow aus Investitionstätigkeit fortzuführenden Geschäftsbereichen 100.047 80.309 19.738
Cashflow aus Investitionstätigkeit aufgegebener Geschäftsbereich 0 -567 567
Cashflow aus Investitionstätigkeit 100.047 79.742 20.305
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden 0 853 -853
Auszahlungen aus der Rückführung von Finanzschulden -117 0 -117
Auszahlungen von Kaufpreisraten für Akquisitionen 0 -32.647 32.647
Minderheitsanteile 3.275 4.792 -1.517
Auszahlungen (-)/Einzahlungen aus Gewährung/Tilgung von Darlehen an
nahestehende Personen/Unternehmen -74.871 -18.408 -56.463
Gezahlte Zinsen -328 -151 -177
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit der fortzuführenden Geschäftsbereiche -72.041 -45.562 -26.479
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit der aufgegebenen Geschäftsbereiche 0 0 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -72.041 -45.562 -26.479
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 7.814 -9.852 17.666
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 20.772 30.112 -9.340
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -3.920 511 -4.431
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 24.666 20.772 3.895
Konzernanhang für 2015
Angewendete Standards, Interpretationen und Änderungen zu Standards
Schätzungsunsicherheiten und Annahmen
1.1 Konsolidierung
Fremdwährungstransaktionen und -Salden
Abschlüsse der Tochtergesellschaften
1.3 Ertragsrealisierung
2.1 Immaterielle Vermögenswerte
Marken, Lizenzen, Technologien und Know-How
2.2 Biologische Vermögenswerte und Vorräte
2.3 Sachanlagevermögen
2.5 Wertänderungen nicht-finanzieller Vermögenswerte
2.6 Finanzielle Vermögenswerte
b) Ansatz und Bewertung
c) Derivative Finanzinstrumente und Hedging
2.7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Wertminderungen
2.8 Finanzmittel
2.9 Zur Veräußerung gehaltene nicht-finanzielle Vermögenswerte und aufgegebene
2.10 Eigenkapital
2.11 Verbindlichkeiten
a) Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (other liabilities – ol)
b) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (financial liabilities at fair value through profit or loss – lafv)
2.12 Latente und tatsächliche Ertragsteuern
a) Latente Steuern
b) Tatsächliche Ertragsteuern
3 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
4.2 Beteiligungsergebnis aus der Vermögensverwaltung
4.3 Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen
4.4 Sonstige betriebliche Erträge
4.5 Personalaufwand
4.6 Wertänderungen nicht-finanzieller Vermögenswerte
4.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen
4.8 Finanzerträge
4.9 Finanzaufwendungen
4.10 Ertragsteuern
4.11 Anteil der Aktionäre und anderer Gesellschafter am Konzernergebnis
5 Erläuterungen zur Bilanz
5.1 Immaterielle Vermögenswerte
5.2 Sachanlagen
5.3 Finanzanlagen at Equity sowie weitere Finanzanlagen
5.4 Forderungen und sonstige Vermögenswerte
5.5 Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente
5.6 Derivative Finanzinstrumente
5.7 Latente Steuern
5.8 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
5.9 Als zur Veräußerung gehaltene klassifizierte Vermögenswerte und Schulden
5.10 Eigenkapital
5.11 Finanzschulden
5.12 Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
5.13 Sonstige Verbindlichkeiten
6 Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement
6.1 Grundsätze des Finanzrisikomanagements
6.2 Marktrisiken
a) Währungsrisiken
b) Zinsrisiken
c) Marktpreisrisiken
6.3 Liquiditätsrisiken
6.4 Kapitalrisikomanagement
6.5 Schätzung des beizulegenden Zeitwerts
6.6 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten
a) Buchwerte und beizulegende Zeitwerte
b) Aggregation nach Bewertungskategorien des IAS 39
c) Nettoergebnisse der Finanzinstrumente
7.1 Haftungsverhältnisse und Eventualschulden
7.2 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
7.3 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
7.4 Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers
7.5 Organe der Mayfair SE
7.6 Wesentliche Transaktionen nach dem Bilanzstichtag
7.7 Befreiung bestimmter Tochterunternehmen von der Offenlegung
8 Anteilsverzeichnis Mayfair Konzern 2015
Die Mayfair Vermögensverwaltungs SE („Mayfair SE“) ist die Muttergesellschaft des Mayfair Konzerns; sie ist eine europäische Aktiengesellschaft mit Sitz in 20354 Hamburg, Große Theaterstr. 1a. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg (HRB 120948) eingetragen.
Die Haupttätigkeiten der Mayfair SE und ihrer Tochtergesellschaften (zusammen „Mayfair Konzern“ oder „der Konzern“) umfasst das Halten, die Verwaltung und die Verwertung von eigenem Vermögen. Darüber hinaus ist der Mayfair Konzern im landwirtschaftlichen Bereich, dem Energiemanagement im Bereich Schifffahrt und in der Herstellung von Baumaterialien tätig.
Die Geschäftstätigkeit umfasst auch das Betreiben von Finanzportfolioverwaltung i. S. d. § 1 Abs. 1a Satz 2 Ziff. 3 des Kreditwesengesetzes im Rahmen der durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gemäß § 2 Abs. 4 des Kreditwesengesetzes erteilten Befreiung vom 27. April 2005.
Das Geschäftsjahr der Mayfair SE ist das Kalenderjahr. Bei den Tochtergesellschaften bestehen mit Ausnahme der Nalmer S.A., dessen Geschäftsjahr am 30. Juni endet, keine abweichenden Stichtage. Gemäß IAS 27 „Einzelabschlüsse“ stellt die Nalmer S.A. einen Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2015 auf.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde am 30. Juni 2016 von den geschäftsführenden Direktoren aufgestellt.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Berichtsposten werden im Konzernanhang in Tausend Euro (T€) angegeben. Aus rechnerischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu denen sich mathematisch exakt ergebenden Werten auftreten.
Im Konzernabschluss müssen in begrenztem Umfang Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Angaben zu wesentlichen Schätzungen und Annahmen finden sich im weiteren Verlauf dieses Kapitels.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Der Konzernabschluss der Mayfair SE, und ihrer Tochtergesellschaften wurde in Anwendung von § 315 a Absatz 3 HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag verpflichtenden anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRS Interpretations Committee), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt.
Im Jahr 2015 waren keine neuen für die Geschäftstätigkeit des Mayfair-Konzerns relevanten Standards erstmals anzuwenden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden.
Die folgenden bereits durch das IASB verabschiedeten, überarbeiteten bzw. neu erlassenen Standards und Interpretationen waren für das Geschäftsjahr 2015 noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden von der Mayfair SE auch noch nicht vorzeitig angewendet. Die Auswirkungen dieser Änderungen auf den Konzernabschluss der Mayfair SE werden derzeit geprüft.
Standard/ Interpretation Inhalt anzuwenden für Berichtsperioden mit Beginn ab
IFRS 16 Leasingverhältnisse 1.1.2019
IFRS 9 Finanzinstrumente 1.1.2018
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträge mit Kunden Veräußerung/ Einbringung von Vermögenswerten eines 1.1.2018
IFRS 10 und IAS 28 (Änderungen) Investors an bzw. in assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen 1.1.2016
IAS 27 (Änderung) Equity-Methode in Einzelabschlüssen 1.1.2016
IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 (Änderungen) Investmentgesellschaften: Anwendung der Befreiungsregelung von der Konsolidierungspflicht 1.1.2016
IAS 1 (Änderung) Offenlegungsinitiative 1.1.2016
IAS 19 (Änderung) Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge *1.2.2015
Verbesserungen zu IFRS (2010-2012) – *1.2.2015
IAS 16 und IAS 41 (Änderungen) Fruchttragende Pflanzen *1.1.2016
IFRS 11 (Änderung) Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen *1.1.2016
IAS 16 und IAS 38 (Änderungen) Klarstellung zulässiger Abschreibungsmethoden *1.1.2016
* Endorsement bereits erfolgt
Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen werden fortlaufend neu bewertet und basieren auf historischen Erwartungen und weiteren Faktoren, wie den Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ergebnisse. Die Annahmen und Schätzungen erfolgen nach bestem Wissen des Managements und basieren auf gegenwärtigen Ereignissen und getroffenen Maßnahmen. Folgerichtig kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen von den getätigten Schätzungen kommen. Zu treffende Annahmen und Schätzungen sind insbesondere zu treffen bei
der Einschätzung der Notwendigkeit sowie dem Umfang von außerplanmäßigen Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen,
der Ermittlung des Abwertungsbedarfs bei Vorräten,
der Berechnung von Nutzungswerten von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Rahmen von Impairment-Tests,
der Beurteilung der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern.
Die künftige Nutzungsdauer von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen und den damit einhergehenden Abschreibungen basieren auf getroffenen Erwartungen des Managements. Sollten die Erwartungen nicht mit der tatsächlichen Nutzungsdauer übereinstimmen, werden entsprechende Adjustierungen vorgenommen. Nicht mehr verwendungsfähige Vermögenswerte werden ganz oder anteilig abgeschrieben.
Die ermittelten Nutzungsdauern werden mindestens einmal jährlich überprüft.
Die Ermittlung des Abwertungsbedarfs bei Vorräten erfolgt mittels der erwarteten Veräußerungserlöse, abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und den voraussichtlichen anfallenden Vertriebskosten.
Einzelheiten zur Durchführung von Impairment-Tests sind den Erläuterungen in Kapitel 2.1 zu entnehmen. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde unter der Anwendung der Nutzungswertberechnung ermittelt.
Aktive latente Steuern werden nur in dem Umfang angesetzt, wie ein positives steuerliches Ergebnis in zukünftigen Perioden zu erwarten ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen.
Im Konzernabschluss werden alle Unternehmen vollkonsolidiert, bei denen die Mayfair SE mittelbar oder unmittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen (Tochterunternehmen). In der Regel wird über die Beherrschung mit einem Stimmrechtsanteile von mehr als 50 % verfügt.
Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an vollkonsolidiert, an dem die Beherrschung auf das Mutterunternehmen übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung verloren geht. Beherrschung setzt Verfügungsgewalt und variable Rückflüsse für das Vorliegen eines Beherrschungsverhältnisses voraus. Unter Verfügungsgewalt versteht man die Möglichkeit, gegenwärtig die Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, die wesentlichen Einfluss auf die variablen Rückflüsse haben. Verfügungsgewalt liegt vor, wenn beispielsweise die Mehrheit an Stimmrechten oder sonstigen vertraglichen Rechten besteht, um die Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens zu steuern.
Die Bilanzierung neu erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode entsprechend IFRS 3 durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Anteile mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen. Dabei entsprechen die Anschaffungskosten der Anteile dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt.
Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihrem beizulegenden Zeitwert am Transaktionszeitpunkt bewertet. Der positive Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das anteilige neubewertete Eigenkapital, wird der negative Unterschiedsbetrag nach erneuter Beurteilung der Identifikation und Bewertung der Vermögenswerte und Schulden erfolgswirksam vereinnahmt. Das bestehende Wahlrecht zur Aktivierung eines anteiligen Geschäfts- oder Firmenwerts auf nicht beherrschte Anteile wird nicht angewendet. Mit einem Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten werden als Aufwand erfasst.
Alle konzerninternen Transaktionen und Salden sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus konzerninternen Transaktionen, die im Buchwert von Vermögenswerten und Schulden enthalten sind, werden in voller Höhe eliminiert.
Basis für die Erstellung des Konzernabschlusses bilden die Einzel- und Gruppenabschlüsse der Mayfair SE und ihrer Tochtergesellschaften, die nach einheitlichen Bilan- zierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden aufgestellt sind.
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches der Konzern durch die Teilhabe an dessen finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen maßgeblichen Einfluss nehmen kann, wobei weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Beherrschung vorliegen.
Wesentliche assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert, sofern der Konzern 20 bis 50 Prozent der Anteile hält und/oder gemeinsam mit anderen Gesellschaftern beherrschenden Einfluss ausüben kann.
Gemäß der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens erfasst. Verluste, die den Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen übersteigen, werden nicht erfasst. Der mit einem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Nach der Anwendung der Equity-Methode stellt der Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns beim assoziierten Unternehmen die Berücksichtigung eines zusätzlichen Wertminderungsaufwands erforderlich ist. Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am GuV-Ergebnis des assoziierten Unternehmens. Soweit das assoziierte Unternehmen Bewertungseffekte im sonstigen Ergebnis erfasst, werden diese durch den Konzern ebenfalls im sonstigen Ergebnis gezeigt. Unmittelbar im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens erfasste Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils ebenfalls unmittelbar im Eigenkapital erfasst und – sofern erforderlich – in die Aufstellung über Veränderungen des Eigenkapitals aufgenommen.
Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert, sofern diese wesentlich sind. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, außer, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. Der Bilanzstichtag und die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für ähnliche Geschäftsvorfälle und Ereignisse des assoziierten Unternehmens und des Konzerns stimmen überein.
Das Anteilsverzeichnis des Mayfair Konzerns ist in Note 8 des Konzernanhangs zu finden.
Der Konzernabschluss umfasst die Mayfair Vermögensverwaltungs SE, Hamburg, sowie 12 (2014: 13) inländische und 12 (2014: 19) ausländische Tochterunternehmen.
Die Veränderung des Konsolidierungskreises ergibt sich im Wesentlichen aus der Entkonsolidierung des Teilkonzerns Vela Ltd. Pte., Singapur und der Teilkonzernmuttergesellschaft Vela Investment AG, Tübingen (zusammen „Vela-Gruppe“).
Dem gegenüber steht die Umstrukturierung und Vergrößerung des Teilkonzerns Ma- rorka. Mit der Marorka International A/S, Kopenhagen, Dänemark, als neuer Muttergesellschaft und ihren dazugehörigen Tochtergesellschaften (100 %), erweitert sich der Konsolidierungskreis des Mayfair Konzerns zum 11. August 2015 um vier Gesellschaften. Die Tochtergesellschaft Marorka ehf., Reykjavik, Island, wurde bereits im Vorjahr konsolidiert.
Des Weiteren wurde die Gesellschaft Novofibre Panel Board Holding (China) Ltd., Hongkong, China, im Geschäftsjahr 2015 aus dem Teilkonzern Panel Board Holding B.V., Den Haag, Niederlande, herausgelöst und ab diesem Zeitpunkt gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften unmittelbar von der Mayfair SE gehalten.
Darüber hinaus gab es im Berichtsjahr im Mayfair Konzern keine wesentlichen Erwerbe, Veränderungen von Anteilen an Tochterunternehmen oder Änderungen im Konsolidierungskreis.
Jahresabschlüsse sind in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft erstellt. Als funktionale Währung einer Gesellschaft wird die Währung des wirtschaftlichen Umfeldes bezeichnet, in dem die Gesellschaft primär tätig ist. Die funktionale Währung der Tochtergesellschaften stimmt, mit den Ausnahmen der Nalmer S.A. und der Marorka Gruppe, mit der Währung des Landes überein, in dem die jeweilige Tochtergesellschaft ihren Sitz hat. Die in Uruguay ansässige Nalmer S.A. hat den U.S. Dollar, die Marorka Gruppe, mit Sitz in Dänemark, den Euro als funktionale Währung. Die Währung des Konzernabschlusses ist Euro, welche die funktionale Währung des Mutterunternehmens und die Berichtswährung des Konzerns darstellt.
Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Bei Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, rechnet die Konzernmutter die erstellten Abschlüsse für einen Einbezug in den Konzernabschluss in die Berichtswährung Euro um. Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs, Erträge und Aufwendungen zum Durchschnittskurs umgerechnet. Die Entwicklung der wesentlichen Wechselkurse stellt sich wie folgt dar (1€ =):
Devisen Durchschnittskurse Stichtagskurse
US-Dollar USD 1,1095 1,3285 1,0892 1,2155
Chinesischer Yuan CNY 6,9733 8,1857 7,0728 7,4373
Tansania Schilling TZS 2.259,57 2.208,43 2.351,90 2.167,74
Norwegische Krone NOK 8,9496 8,3544 9,6065 9,0381
Die den ausländischen Tochtergesellschaften zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte und Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte, die beim Erwerb eines ausländischen Unternehmens entstanden sind, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Unternehmens behandelt und ebenso zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und damit das in der Erfolgsrechnung ausgewiesene Jahresergebnis werden zum Durchschnittskurs umgerechnet.
Differenzen aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften werden zunächst im sonstigen Ergebnis behandelt und in der Eigenkapital-Veränderungsrechnung als Unterschiede aus der Währungsumrechnung gesondert ausgewiesen. Bei Entkonsolidierung von Konzerngesellschaften werden die entsprechenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam aufgelöst.
Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung.
Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen Erträgen erfolgt grundsätzlich nach Erbringung der Lieferung der Leistung und/oder Vermögenswerte und damit mit dem Gefahrenübergang. Bei kundenbezogener Fertigung in dem Geschäftsbereich Energiemanagement Schifffahrt werden die Umsätze nach der Percentage-of-Completion- Methode dem Leistungsfortschritt entsprechend zum Stichtag erfasst. Dabei wird zum einen der Anteil der erbrachten Leistung im Verhältnis zum Gesamtvolumen des Kundenauftrags, zum anderen der Gesamtgewinn des Auftrags ermittelt.
Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und abzüglich von Retouren, Rabatten und Preisnachlässen sowie nach Eliminierung konzerninterner Beziehungen erfasst.
Zinserträge werden zeitanteilig unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode in der Periode erfasst, in der sie entstehen.
Dividenden werden vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist.
Der Betrag, um den die Anschaffungskosten einer Unternehmensakquisition die Summe der Zeitwerte der einzeln identifizierbaren erworbenen Vermögenswerte und Schulden übersteigt, soweit sie dem Anteil des Mayfair Konzerns entspricht, wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht planmäßig abzuschreiben, sondern mindestens einmal jährlich im Rahmen von Impairment-Tests auf ihre Werthaltigkeit zu überprüfen. Sie werden mit den Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen angesetzt. Zuschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte bei Wegfall der Gründe für Wertminderung sind nach IAS 36 nicht zulässig.
Der Impairment-Test wird auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheiten durchgeführt. Die Zuordnung erfolgt auf die Zahlungsmittel generierende Einheit, welcher der Nutzen aus dem Unternehmenszusammenschluss voraussichtlich zufließen wird. Diese wird definiert als kleinste identifizierbare Einheit, die weitestgehend unabhängig von anderen Vermögenswerten in der Lage ist, Mittelzuflüsse aus einer fortgesetzten Nutzung zu erzielen.
Entgeltlich erworbene Lizenzen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Marken, Lizenzen, nicht patentierte Technologien und Know-How werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt angesetzt. Der beizulegende Zeitwert wird nach der Lizenzpreisanalogie-Methode ermittelt. Sie haben eine begrenzte Nutzungsdauer und werden mit den Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die erwartete Nutzungsdauer von 10 bis 20 Jahren ermittelt. Vermögenswerte für die keine Nutzungsdauer bestimmbar ist, werden einem jährlichen Impairment Test unterzogen.
Einzeln erworbene Markennamen und Lizenzen werden zu ihren historischen Anschaffungskosten gezeigt.
Die Abschreibung erfolgt anteilig linear über die für die jeweiligen Vermögensgegenstände jedes Tochterunternehmens bestimmten Nutzungsdauern.
Die Berechnung beruht im Wesentlichen auf künftigen Cashflows. Diese basieren auf Businessplänen der akquirierten Gesellschaften bzw. auf fixierten vertraglichen Bindungen.
Entwicklungsaufwendungen werden als Kosten im Zusammenhang mit der Anwendung von Forschungsergebnissen oder Fachkenntnissen für die Produktionsplanung vor Beginn der Nutzung definiert. Entwicklungsaufwendungen werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn es als wahrscheinlich gesehen wird, dass das Projekt kommerziell erfolgreich sein wird, technisch durchführbar ist und die Kosten verlässlich ermittelt werden können. Sonstige Entwicklungsaufwendungen, die die genannten Kriterien nicht erfüllen, werden ergebniswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Aktivierte Entwicklungskosten werden als selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen. Die Abschreibung erfolgt linear über einen Nutzungszeitraum von 6-7 Jahre.
Forschungskosten werden als Aufwand in dem Jahr gebucht, in dem sie anfallen.
Entgeltlich erworbene Computer Software-Lizenzen werden mit ihren Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt und linear über die erwartete Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.
Die Bewertung der biologischen Vermögenswerte erfolgt gemäß IAS 41 zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der geschätzten Verkaufskosten. Der beizulegende Zeitwert wird anhand des Barwerts der erwarteten Netto-Cashflows, abgezinst mit dem aktuellen marktbestimmten Vorsteuer-Zinssatz, ermittelt. Basis des angewandten Bewertungsverfahrens sind brancheneinheitliche Wertetafeln und Marktpreise.
Vorräte, bei denen es sich nicht um biologische Vermögenswerte handelt, werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten.
Das Sachanlagevermögen wird grundsätzlich zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um die kumulierten Abschreibungen sowie unter Berücksichtigung von Wertminderungen und Wertaufholungen.
Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die aufgebracht wurden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen.
Die Herstellungskosten werden auf Basis von Einzelkosten sowie direkt zurechenbaren Gemeinkosten und Abschreibungen ermittelt.
Die Abschreibungen erfolgen linear über die erwartete Nutzungsdauer. Folgende Nutzungsdauern werden für die wesentlichen Gruppen des Sachanlagevermögens zu Grunde gelegt:
Immobilien 20 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 25
Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 25
Die Angemessenheit der gewählten Abschreibungsmethoden, wirtschaftlichen Nutzungsdauern und der angenommenen Restwerte wird jährlich überprüft.
Bei den vom Mayfair Konzern als Leasingnehmer abgeschlossenen Leasingverträgen verbleiben alle mit dem Eigentum verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen beim Leasinggeber. Sie werden daher als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Leasingzahlungen hierfür werden als Aufwand der Periode in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie beispielsweise Geschäfts- oder Firmenwerte, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich auf Wertminderung hin geprüft. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderung geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (CGUs). Mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.
Der Konzern unterteilt seine finanziellen Vermögenswerte in die folgenden Kategorien:
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (at fair value through profit or loss – fvtpl)
Ausleihungen und Forderungen (loans and receivables – lar)
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale – afs)
Auf die letzte Kategorie finanzieller Vermögenswerte nach IAS 39 (held to maturity) wird mangels ihrer Relevanz für den Mayfair Konzern nicht weiter eingegangen.
Die Einteilung in die Kategorien hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Sie erfolgt beim erstmaligen Ansatz und wird zu jedem Stichtag auf Angemessenheit überprüft. Reklassifizierungen zwischen den einzelnen Kategorien, die grundsätzlich nur unter bestimmten Voraussetzungen vorgenommen werden, ergaben sich nicht.
(1) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (financial assets at fair value through profit or loss – fvtpl)
Diese Kategorie hat zwei Unterkategorien: Finanzielle Vermögenswerte, die von Beginn an als zu Handelszwecken gehalten eingeordnet wurden (held for trading), und solche, die von Beginn an als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ qualifiziert wurden (Fair Value Option).
Ein finanzieller Vermögenswert wird der fvtpl-Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie an, sofern sie nicht als Sicherungsinstrument designiert wurden. Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden. Auf eine Anwendung der Fair Value Option wird im Mayfair Konzern verzichtet.
Held for trading-Finanzinstrumente bestehen im Mayfair Konzern in Form von derivativen Finanzinstrumenten. Diese werden zwar zum Teil für Sicherungszwecke abgeschlossen, die IAS 39-Vorschriften zum Hedge Accounting werden jedoch nicht angewendet (Erläuterung siehe c)).
(2) Ausleihungen und Forderungen (loans and receivables – lar)
Ausleihungen und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit deren Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt; ansonsten werden sie als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Ausleihungen und Forderungen werden in der Bilanz unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den übrigen Vermögenswerten ausgewiesen (Erläuterung siehe 5.6).
(3) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale – afs)
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie zugeordnet wurden oder keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zuzuordnen, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern. Insgesamt werden die Anteile an vier Investmentfonds dieser Kategorie zugeordnet.
Reguläre Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt, d. h. zu dem Tag, an dem sich die Gesellschaft zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswerts verpflichtet.
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ (fvtpl) angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten angesetzt. Finanzielle Vermögenswerte, die der fvtpl-Kategorie angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt; zugehörige Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (afs) und Vermögenswerte der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ (fvtpl) werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Ausleihungen und Forderungen (lar) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.
Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fvtpl), einschließlich Zins- und Dividendenerträgen, werden in der Periode ihres Entstehens in der Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.
Veränderungen im beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere, die als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert werden (afs), werden über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Sofern Wertpapiere, die als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert wurden (afs), verkauft werden oder wenn sie einer Wertminderung unterliegen, so sind die zuvor im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Wertänderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung als Gewinne/ Verluste aus Wertpapieren innerhalb des Finanzergebnisses zu erfassen. Dividenden auf zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente (afs) sind mit der Entstehung des Rechtsanspruches des Konzerns auf Zahlung erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.
Die beizulegenden Zeitwerte notierter Anteile bemessen sich nach aktuellen beobachtbaren Marktransaktionen oder Marktinformationen. Wenn für finanzielle Vermögenswerte kein aktiver Markt besteht oder es sich um nicht notierte Vermögenswerte handelt, sind die beizulegenden Zeitwerte mittels geeigneter Bewertungsmethoden zu ermitteln.
Diese umfassen Bezugnahmen auf kürzlich stattgefundene Transaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern, die Verwendung aktueller Marktpreise anderer Vermögenswerte, die im Wesentlichen dem betrachteten Vermögenswert ähnlich sind, Discounted Cashflow (DCF)-Verfahren sowie Optionspreismodelle; diesen sollten überwiegend Marktdaten und möglichst wenige unternehmensspezifische Annahmen und Daten zugrunde liegen. Sofern dies nicht verlässlich möglich ist, erfolgt die Bewertung grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob (objektive) Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert sind (afs), wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente als objektiven Beleg dafür angesehen, dass die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind.
Wenn ein derartiger Hinweis für zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte existiert, wird der kumulierte Verlust (gemessen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert), abzüglich bereits vorher für den finanziellen Vermögenswert erfasster Wertminderungsverluste, aus dem Eigenkapital ausgebucht und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Einmal in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungsverluste von zur Veräußerung verfügbaren Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht, sondern im sonstigen Ergebnis erfasst. Wertminderungstests für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Kapitel 2.8 dargestellt.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und die Gesellschaft im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.
Derivative Finanzinstrumente werden im Rahmen der Zugangsbewertung zu ihrem beizulegenden Zeitwert, der ihnen am Tag des Vertragsabschlusses beizumessen ist, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum jeweiligen Bilanzstichtag geltenden beizulegenden Zeitwert. Die Methode zur Erfassung von Gewinnen und Verlusten ist davon abhängig, ob das derivative Finanzinstrument im Rahmen des Hedge Ac- counting als Sicherungsinstrument klassifiziert wurde und ggf. von der Art des abgesicherten Postens. Im Mayfair Konzern wurde in den Geschäftsjahren 2015 und 2014 von der Möglichkeit des IAS 39 Hedge Accounting kein Gebrauch gemacht. Eine Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines Derivats wird erfolgswirksam erfasst.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, abzüglich etwaiger Wertminderungen. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind.
Diese basieren neben den realisierten Forderungsausfällen auf Auswertungen zur Altersstruktur der Forderungen und zum Zahlungsverhalten der Kunden. Erhebliche finanzielle Schwierigkeiten eines Schuldners, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass ein Kreditnehmer in die Insolvenz oder in ein sonstiges Sanierungsverfahren geht, sowie ein Vertragsbruch – z. B. Ausfall oder Verzug von Zins- und Tilgungszahlungen – gelten als Indikatoren für das Vorhandensein einer Wertminderung.
Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz.
Die Wertminderung wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst. Sofern eine Forderung uneinbringlich geworden ist, wird sie gegen das Wertminderungskonto für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgebucht. Nachträgliche Zahlungseingänge auf vormals ausgebuchte Beträge werden erfolgswirksam gegen die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.
Finanzmittel umfassen Bargeld, Sichteinlagen, andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte mit einer ursprünglichen Laufzeit von maximal drei Monaten sowie Kontokorrentguthaben. Ausgenutzte Kontokorrentkredite werden als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen.
2.9 Zur Veräußerung gehaltene nicht-finanzielle Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche
Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte nach IFRS 5 klassifiziert, wenn deren Buchwert durch den Verkauf, und nicht mehr durch deren Nutzung realisiert werden soll. Hierbei kann es sich um einen einzelnen Vermögenswert, eine Veräußerungsgruppe oder einen Bestandteil des Unternehmens handeln.
Die Bewertung erfolgt zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.
Erwirbt der Konzern eigene Anteilen, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und erfolgsneutral vom Eigenkapital abgezogen.
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden grundsätzlich in die folgenden IAS 39 Kategorien unterteilt:
Diese Kategorie beinhaltet nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten wie z.B. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.
Diese Kategorie beinhaltet Derivate mit negativen Marktwerten, die nicht im Hedge Accounting stehen, und finanzielle Verbindlichkeiten, auf die die Fair Value Option angewendet wurde. Auf eine Anwendung sowohl des Hedge-Accounting als auch der Fair Value Option wird im Mayfair Konzern verzichtet.
Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten angesetzt. Im Zeitablauf werden die Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten werden dann ausgebucht, wenn diese getilgt sind, d.h. wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert, sofern der Konzern nicht das unbedingte Recht hat, die Tilgung der Verbindlichkeit auf einen Zeitpunkt mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben.
Latente Steuern werden grundsätzlich gemäß IAS 12 für alle temporären Differenzen zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihren Buchwerten im IFRS Abschluss sowie auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt.
Latente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Für die deutschen Gesellschaften beinhaltet dieser Steuersatz neben dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz und dem Solidaritätszuschlag einen durchschnittlichen Gewerbesteuersatz.
Latente Steueransprüche für temporäre Differenzen und auch für steuerliche Verlustvorträge werden in der Höhe angesetzt, mit der es wahrscheinlich ist, dass die temporären Differenzen gegen ein zukünftiges positives steuerliches Einkommen verwendet werden können.
Bei Fristenkongruenz werden latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten miteinander saldiert, sofern sie gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen und dasselbe Steuersubjekt betreffen.
Die deutschen Gesellschaften des Mayfair Konzerns unterliegen in 2015 mit ihren inländischen Einkünften einer durchschnittlichen Gewerbesteuerbelastung wie im Vorjahr von 16 %. Der Körperschaftsteuersatz beträgt 2015 wie im Vorjahr 15 % zuzüglich eines unveränderten Solidaritätszuschlags von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen Gesetzen und Verordnungen.
Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.
Die Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
Die Darstellung des Mittelzuflusses und -abflusses aus laufender Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode, während der Ausweis des Mittelzuflusses und – abflusses aus der Investitions- und aus der Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode erfolgt.
Der Finanzmittelfonds umfasst Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.
Die Zahlungsströme, der im Vorjahr zur Veräußerung gehaltenen und im Berichtsjahr letztendlich aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen Vela Gruppe, wurden im Vorjahr abgesetzt von der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche ausgewiesen.
Umsatzerlöse sowie Erträge aus der Landwirtschaft
in T€ 2015 2014
Energiemanagement Schifffahrt 6.505 3.660
Landwirtschaft 5.814 7.030
Beratungsleistung/ Vermögensverwaltung 4.169 3.797
Herstellung von Baustoffen 1.415 1.369
Gesamt 17.903 15.856
Die erwirtschafteten Erlöse aus Beratungsleistung und Vermögensverwaltung betreffen im Wesentlichen die Objektverwaltung von Immobilien.
Erträge/Aufwendungen aus der Veräußerung von Finanzanlagen 0 -702
Erträge/Aufwendungen aus der Veräußerung von Wertpapieren -29 27.951
Gesamt -29 27.249
Die Erträge weisen das Ergebnis aus langfristiger Vermögensverwaltung aus.
Der Anteil am Ergebnis assoziierter Unternehmen in Höhe von 36,7 Mio. € (2014: 37,9 Mio. €) resultiert im Wesentlichen mit 40,7 Mio. € (2014: 43,5 Mio. €) aus der DNV GL Group AS und aus dem gegenläufigen Ergebnis des Unternehmen Vapiano SE, mit rund – 4,0 Mio. € (2014: -5,5 Mio. €).
Erträge aus der Auflösung von Drohverlustrückstellungen und sonstigen Rückstellungen 8.231 194
Erträge aus Kursgewinnen 3.330 7.054
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen und Vermietungen 2.798 1.096
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 34 42
Übrige 1.491 599
Gesamt 15.884 8.985
Gehälter 12.564 10.202
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.687 1.556
Gesamt 14.251 11.758
Mitarbeiter des Konzerns
Anzahl Mitarbeiter 2015 2014
Fachpersonal 187 355
Führungs-, Vertriebs- und Verwaltungspersonal 298 351
Gesamt 485 706
Bei den nicht-finanziellen Vermögenswerten beruht die Abwertung auf einer Abschreibung von Firmenwerten und sonstigen immateriellen Vermögenswerten der Marorka-Gruppe in Höhe von 13,5 Mio. € und Wertminderung von Vorräten in Höhe von 1,8 Mio. € (2014: 1,4 Mio. €) in der Novofibre Panel Board Holding Guppe.
Projekt- und Beteiligungsaufwand 11.999 16.670
Aufwendungen aus Kursverlusten 7.250 1.803
Bezogene Leistungen, Reise- und KFZ-Kosten (nicht auftragsabhängig) 2.766 1.740
Grundstücksaufwendungen 2.591 1.805
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand 1.931 2.607
Sonstiger und aperiodischer Aufwand 1.766 2.499
Wertberichtigung und Abschreibungen auf Forderungen 1.250 292
Informationstechnologie und Bürobedarf 1.232 1.021
Public Relation und Marketing 722 660
Rekrutierung und sonstige Personalleistungen 615 649
Vertriebskosten 580 834
Betriebliche Steuern 250 1.250
Gesamt 32.952 31.830
Erträge aus Derivaten und sonstigen Wertpapieren 2.614 2.047
Zinsen und ähnliche Erträge aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen, Beteiligungsunternehmen und übrige 2.365 587
Übrige Zinsen und ähnliche Erträge 1.276 971
Gesamt 6.255 3.605
Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen, Beteiligungsunternehmen und übrige 5.315 0
Verluste aus Derivaten und sonstigen Wertpapieren 1.523 13.581
Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 328 151
Abschreibungen Wertpapiere 125 0
Gesamt 7.290 13.732
Die in der GuV enthaltenen Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand -138 770
Latenter Steueraufwand: 991 -37.754
Ertragsteueraufwand 853 -36.984
■ davon periodenfremd 0 0
Der durchschnittliche Steuersatz der deutschen Gesellschaften beträgt 32,0% (2014: 32,0%).
Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand:
Ergebnis vor Ertragsteuern -8.481 22.611
Erwartete Ertragsteuern (Steuersatz 32%, 2014:32,0%) -2.714 7.236
Abweichung tatsächlicher Steuersätze vom erwarteten Konzernsteuersatz 3.443 33
Steuerfreie Erträge und nicht abzugsfähige Aufwendungen -3.637 -5.566
Verluste ohne Bildung latenter Steuern und Verlustnutzung 6.081 7.244
Bildung latenter Steuern auf Verlustvorträge -2.320 -45.931
Effektive Ertragsteuern 853 -36.984
Effektiver Ertragsteuersatz -10,1% -163,6%
Aktionäre der Mayfair SE -108.833 28.860
Anteile andere Gesellschafter 3.164 35.684
Konzernergebnis -105.669 64.544
Die Geschäfts- oder Firmenwerte entwickeln sich wie folgt:
Stand zum 1.1. 11.682 0
Veränderung Konsolidierungskreis 1.069 11.682
Wertminderungen -12.751 0
Stand zum 31.12. 0 11.682
Die Geschäfts- oder Firmenwerte enthielten bisher den auf die Marorka ehf., Reykjavik, Island entfallenden Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 11,7 Mio. €. Aus der Erstkonsolidierung des Teilkonzerns Marorka im Geschäftsjahr 2015 erhöhen sich die Firmenwerte um 1,1 Mio. €. Nach Überprüfung der Werthaltigkeit wurde der Firmenwert auf den gesamten Teilkonzern Marorka komplett abgeschrieben.
Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (Marorka-Gruppe) des Konzerns zugeordnet, die von den Synergieeffekten aus dem Unternehmenszusammenschluss profitieren sollen. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen für die vorgenannten Geschäfts- oder Firmenwerte den jeweiligen rechtlichen Einheiten.
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt. Die den Werthaltigkeitstests zu Grunde liegenden geschätzten zukünftigen Cashflows basieren auf der Finanzplanung mit einem Planungshorizont von fünf Jahren. Cashflows jenseits der Planungsperiode werden unter Anwendung individueller Wachstumsraten unter Berücksichtigung relevanter Marktinformationen extrapoliert. Es liegt der Wachstumsrate jenseits des Planungshorizonts (Wachstumsabschlag) ein Prozentsatz von 2,5 % zu Grunde. Der zur Diskontierung der geschätzten Cashflows herangezogene gewichtete Vorsteuer-Diskontierungssatz betrug 17,1%.
Die Planungen für die zahlungsmittelgenerierende Einheit basieren auf Annahmen für die wesentlichen Schätzparameter. Schätzparameter waren unter anderem Bruttogewinnmargen, Abzinsungssätze, Preisentwicklungen, Marktanteile sowie Wachstumsraten.
Für die zahlungsmittelgenerierende Einheit geht der Konzern nicht davon aus, dass auch bei nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderungen dieser Parameter der erzielbare Betrag den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts übertrifft.
Die Entwicklung der übrigen immateriellen Vermögenswerte ist im Anlagespiegel dargestellt.
Die Entwicklung der Sachanlagen ist im Anlagespiegel dargestellt.
Die nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen umfassen Beteiligungen mit einem Betrag von 1.412 Mio. € (2014: 1.338 Mio. €).
Die Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des als wesentlich einzustufenden assoziierten Unternehmens DNV GL Group AS stellen sich zum 31.12.2015 wie folgt dar:
Mio. € 31.12.2015 DNV GL Group AS 31.12.2014 DNV GL Group AS
Angaben zur GuV NOK/EUR Kurs Ø = 8,9496 NOK/EUR Kurs Ø = 8,3544
Umsatzerlöse 2.614 2.588
Konzernergebnis 112 121
Angaben zur Bilanz NOK/EUR Kurs 31.12.= 9,6065 NOK/EUR Kurs 31.12.=9,0381
Vermögenswerte 3.152 3.140
Eigenkapital 1.962 1.825
Schulden 1.190 1.315
Die verbleibenden Finanzanlagen setzen sich in 2015 wie folgt zusammen:
Anteile und Ausleihungen an verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen 5.581 5.019
Wertpapiere des Anlagevermögens 819.051 812.509
Gesamt 824.632 817.528
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da für die gehaltenen Anteile kein auf dem aktiven Markt notierter Marktpreis vorlag und die anderen Methoden zur Ermittlung eines objektivierbaren Marktwertes keine verlässlichen Ergebnisse liefern.
Im Geschäftsjahr, wie auch im Vorjahr, werden keine Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte dieser Klasse vorgenommen.
Die ausgewiesenen Wertpapiere beinhalten im Wesentlichen langfristig gehaltene Fondsanteile, die zum Kurswert bewertet werden.
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzelt über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.654 0 2.070 0
Forderungen gegen verbundene nicht konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen 4.896 0 4.355 0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 154.191 53.369 107.501 26.847
Gesamt 161.741 53.369 113.926 26.847
Altersstruktur der kurzfristigen Finanzinstrumente aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Buchwert Davon weder Davon nach Wertberichtigung und in den folgenden Zeiträumen überfällig
In T€ 31.12.2015 Finanzinstrumente überfällig noch wertberichtigt Weniger als 30 Tage Zwischen 30 und 90 Tage Zwischen 91 und 180 Tage Über 180 Tage
Forderungen 2.654 145 1.697 812 0 0
Forderungen gegen verbundene nicht konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen 4.896 131 4.765 0 0 0
Gesamt (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) 7.550 276 6.462 812 0 0
in % von Gesamt 3,6% 85,6% 10,8% 0,0% 0,0%
% Verteilung der Forderungen 5,5% 63,9% 30,6% 0,0% 0,0%
Forderungen 2.070 686 6 418 960 0
Forderungen gegen verbundene nicht konsolidierte Unternehmen und Beteiligungen 4.355 64 4.291 0 0 0
Gesamt (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) 6.425 750 4.297 418 960 0
in % von Gesamt 11,7% 66,9% 6,5% 14,9% 0,0%
% Verteilung der Forderungen 33,1% 0,3% 20,2% 46,4% 0,0%
Für die unter den weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen ausgewiesenen Beträge bestehen zum Bilanzstichtag keine Anhaltspunkte, dass die Schuldner den Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Gegen Beteiligungsunternehmen 4.896 4.341
Forderungen gegen fremde Dritte 2.654 2.070
Forderungen gegen verbundene nicht konsolidierte UN 0 14
Gesamt 7.550 6.425
Kurzfristige Darlehen 148.192 100.111
Umsatzsteuerforderungen 4.925 5.155
Aktive Rechnungsabgrenzung 658 992
Gegen fremde Dritte (Mietkautionen) 114 112
Gegen Mitarbeiter 78 77
Übrige Sonstige Forderungen 223 1.054
Zwischensumme 154.191 107.501
Darlehensforderungen (langfristig) 53.098 26.315
Sonstige Forderungen (langfristig) 271 532
Gesamt 207.560 134.348
Der Anstieg der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte ergibt sich im Wesentlichen aus der Erhöhung der an die nahestehende Personen ausgegebenen kurzfristigen Darlehen des Mayfair-Konzerns um 48,1 Mio. € auf 148,2 Mio. € bzw. langfristige Darlehen an nahestehende Personen um 26,8 Mio. € auf 53,1 Mio. €.
Geldmarktfonds – € 3.974 83.524
Gesamt 3.974 83.524
Vermögenswerte Schulden Vermögenswerte Schulden
Devisentermingeschäfte 0 0 0 39
Sonstige Options- und Termingeschäfte 203 133 0 0
Gesamt 203 133 0 39
Die Gewinne und Verluste aus den Änderungen der Zeitwerte werden im Finanzergebnis ausgewiesen (Erläuterungen 4.8 und 4.9).
Die Ermittlung der latenten Steuern wird in der Erläuterung 2.12 (a) dargestellt.
Die bei der Berechnung der latenten Steuern zugrunde gelegten Steuersätze beruhen auf der Anwendung der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt erwarteten Steuersätze.
Die latenten Steueransprüche und -schulden können, wie in der nachfolgenden Tabelle dargestellt, in Fristigkeiten unterteilt werden:
In T€ 31.12.2015 31.12.2014
– die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 58.366 56.386
– die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden 429 135
Gesamt 58.796 56.521
– die nach mehr als 12 Monaten realisiert werden 9.955 7.548
– die innerhalb von 12 Monaten realisiert werden 0 6
Gesamt 9.955 7.554
Aktive und passive latente Steuern betreffen folgende Bilanzposten:
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 0 -293 0 0
Sachanlagevermögen 0 -6.562 0 -6.381
Derivative Finanzinstrumente 43 0 87 0
Finanzanlagen 14.314 -3.099 9.989 -1.167
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 0 0 0 -6
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 320 0 28 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmittelaquivalente 0 0 2 0
Verlustvorträge 44.119 0 46.415 0
Latente Steuern (brutto/netto) 58.796 -9.955 56.521 -7.554
Erfolgsneutrale latente Steuern resultieren aus der Bewertung von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten.
Es bestehen gegenwärtig nicht nutzbare Verlustvorträge in folgender Höhe:
Nicht aktivierte Verlustvorträge 84.757 140.103
davon in weniger als fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge 60.710 56.526
davon in mehr als fünf Jahren verfallbare Verlustvorträge (ohne unverfallbare Verlustvorträge) 24.047 15.702
Unverfallbare Verlustvorträge 0 67.875
Gesamtsumme noch nicht genutzter Verlustvorträge 84.757 140.103
Die Verlustvorträge betreffen im Wesentlichen Tochtergesellschaften in den Niederlanden, China und Tansania.
Auf die oben genannten steuerlichen Verlustvorträge werden keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da derzeit von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht ausgegangen werden kann.
Guthaben bei Kreditinstituten 24.141 20.254
Kurzfristige Tages- und Termingeldanlagen 500 500
Kassenbestand und Schecks 25 18
Gesamt 24.666 20.772
Vermögenswert der Veräußerungsgruppe 0 25.984
Gesamt 0 25.984
Schulden der Veräußerungsgruppe 0 18.616
Gesamt 0 18.616
Die ausgewiesenen zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte betreffen die Vela-Gruppe.
Gemäß IFRS 5 erfolgt eine Aufschlüsselung des Erfolgs, der ausschließlich der als zur Veräußerung gehaltenen Vela Gruppe im Berichtsjahr und Vorjahr zuzuordnen ist. Es ergibt sich die nachfolgenden Darstellung:
in T€ 01.01.2015 – 31.12.2015 01.01.2014 31.12.2014
Umsatzerlöse 0 3.856
Aufwendungen 0 97.042
Ergebnis vor Steuern 0 -100.601
Ertragssteueraufwand 0 -102
Gewinn/Verlust vor Anteil anderer Gesellschafter 0 -30.735
Anteil anderer Gesellschafter 0 0
Gewinn/Verlust vor Konsolidierung 0 -30.735
Ergebnis Entkonsolidierung -99.500 0
Gewinn/Verlust nach Konsolidierung -99.500 -30.735
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Mayfair SE ist in 1.850.000 Aktien eingeteilt. Der auf die einzelne Aktie entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals beträgt 1 €.
Die anderen Gewinnrücklagen enthalten die gesetzliche Rücklage der Mayfair SE.
Für Ausschüttungen an die Aktionäre der Mayfair SE ist gemäß § 58 Abs. 2 AktG der im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Mayfair SE ausgewiesene Bilanzgewinn maßgeblich.
Unterschiede aus der Währungsumrechnung enthalten Differenzen aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften.
Die Rücklage für Wertänderungen von Finanzinstrumenten enthält die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten mit Ausnahme von Wertminderungen und von Gewinnen aus der Währungsumrechnung.
Die Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von 5,9 Mio. € (2014: -77,6 Mio. €) betreffen im Wesentlichen die Anteile anderer Gesellschafter der Gesellschaft Mayfair Beteiligungsfonds II GmbH & Co. KG mit 5,5 Mio. € (2014: 5,3 Mio. €) aus.
Die geschäftsführenden Direktoren beabsichtigen, keine Ausschüttung von einer Dividende vorzuschlagen.
kurzfristig langfristig Gesamt kurzfristig langfristig Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 802 1.200 2.002 918 1.200 2.118
Gesamt 802 1.200 2.002 918 1.200 2.118
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (gegenüber Dritten) 13.595 3.176
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 152 59
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nicht konsolidiert 0 46
Gesamt 13.747 3.281
In T€ kurzfristig langfristig Gesamt kurzfristig langfristig Gesamt
Übrige Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 1.163 0 1.163 899 0 899
Übrige Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 662 0 662 710 0 710
Übrige Verbindlichkeiten Abschlussprüfung 262 0 262 247 0 247
Übrige Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 82 0 82 91 0 91
Sonstige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 56 6 62 0 7 7
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 69.574 0 6.896 22.947 0 22.947
Sonstige Verbindlichkeiten 71.799 6 9.127 24.894 7 24.901
Abgrenzungen 672 0 672 1.906 0 1.906
Gesamt 72.471 6 9.799 26.800 7 26.807
Durch seine internationale Geschäftstätigkeit ist der Mayfair-Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt: dem Marktrisiko (umfasst das Fremdwährungsrisiko, das Zinsänderungsrisiko und das Marktpreisrisiko), dem Kreditrisiko und dem Liquiditätsrisiko.
Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns ist auf die Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen auf den Finanzmärkten fokussiert und zielt darauf ab, mögliche negative Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Zur Absicherung bestimmter Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Allen Sicherungsgeschäften liegen entweder bilanzierte oder kontrahierte künftige Geschäfte zugrunde.
Das Risikomanagement im Mayfair-Konzern obliegt im Wesentlichen den geschäftsführenden Direktoren der Mayfair SE. Die geschäftsführenden Direktoren überwachen die strategischen finanzpolitischen Risiken und treffen entsprechende Grundsatzentscheidungen. Die operative quantitative Überwachung der Risiken und Entwicklungen erfolgt durch die Bereiche „Finance and Accounting“ anhand der vom Verwaltungsrat vorgegebenen Risikostrategie. Der Bereich „Finance and Accounting“ berichtet an den Verwaltungsrat. Ziel des Risikomanagements ist die Minimierung der Ausfallrisiken (Kurs- und Kontrahentenrisiken), Erträgnisrisiken (Aktienkurse) und Liquiditätsrisiken. Instrumente des Risikomanagements sind Einsatz der derivativen und nichtderivativen Finanzinstrumente sowie die Investition von Liquiditätsüberschüssen.
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die Auswirkungen werden ermittelt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Unter dem Währungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments auf Grund von Wechselkursänderungen schwanken.
Währungsrisiken im Sinne des IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung bilanziert sind oder durch zukünftige Fremdwährungstransaktionen. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen der Tochtergesellschaften in die Konzernwährung (Translationsrisiken) bleiben unberücksichtigt. Relevante Risikovariablen sind daher grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen im Mayfair-Konzern Finanzinstrumente gehalten werden. Durch die internationale Ausrichtung des Mayfair Konzerns mit Unternehmenszentrale in Hamburg und vielen Tochtergesellschaften in Europa fungiert der Euro als Leitwährung. Risiken entstehen für den Mayfair-Konzern demnach aus Kapitalflüssen der operativen Tätigkeiten, wenn die Vertrags- oder Zahlungswährung eine andere Währung als die funktionale Währung ist und diese gegenüber dem Euro schwanken. Außerdem resultieren Währungsrisiken aus den Investitionen in ausländische Geschäftsbetriebe.
Fremdwährungsrisiken werden bei Bedarf durch Devisentermingeschäfte mit den Hausbanken abgesichert.
Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen funktionalen Währungen innerhalb des Mayfair-Konzerns werden nachfolgend die Sensitivitäten derjenigen Währungen dargestellt, die als wesentliche Risikovariablen identifiziert wurden. Wenn die jeweiligen funktionalen Währungen – im Wesentlichen der Euro und der US-Dollar – gegenüber den übrigen Währungen um 5 % auf- oder abgewertet würden und alle übrigen Variablen unverändert blieben, ergäben sich folgende Effekte auf das Ergebnis vor Steuern:
Sensitivitätsanalyse Währungsrisiken
Veränderbare Variable: Wechselkurs +5% -5% +5% -5%
Gesamtheit aller relevanten Wechselkurse:
Ergebnis vor Steuern -237 261 -454 502
Wechselkurse wesentlicher Währungen:
EUR/ USD 1,1437 1,0347 1,2763 1,1547
Ergebnis vor Ertragsteuern -239 264 -348 385
EUR/CNY 8,0879 7,3177 7,9126 7,1590
Ergebnis vor Ertragsteuern -12 13 -90 99
EUR/DKK 7,8357 7,0895 0,8175 0,7397
Ergebnis vor Ertragsteuern -10 11 -8 9
EUR/ ISK 147,2520 133,2280 0,8175 0,7397
Ergebnis vor Ertragsteuern 24 -27 -8 9
Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments auf Grund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken.
Marktwert-Zinsrisiko, d. h. die mögliche Veränderung des beizulegenden Zeitwertes eines Finanzinstruments auf Grund von Änderungen der Marktzinssätze, besteht vor allem bei festverzinslichen mittel- und langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten. Da diese originären Finanzinstrumente im Mayfair-Konzern jedoch zu fortgeführten Anschaffungskosten und nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, ergeben sich hieraus weder direkte Auswirkungen auf das Eigenkapital noch auf das Ergebnis. Ferner unterliegen auch die Zinsderivate diesem Risiko.
Bei Finanzinstrumenten, die auf variablen Zinssätzen basieren, ist der Mayfair- Konzern einem Cashflow-Zinsrisiko mit Ergebnisauswirkung ausgesetzt. Dieses betrifft insbesondere die variabel verzinslichen Darlehen der Mayfair SE und die Geldmarktfonds. Im Übrigen wird im Mayfair-Konzern ausschließlich Eigenfinanzierung eingesetzt.
Sensitivitätsanalyse Zinsrisiken
Veränderbare Variable: Zinsniveau für variabel verzinsliches Fremdkapital +100 Basispunkte -100 Basispunkte +100 Basispunkte -100 Basispunkte
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.985 -1.985 1.242 -1.242
Ergebnis vor Ertragsteuern 20 -20 21 -21
Das Ergebnis vor Steuern würde sich erhöhen/vermindern infolge der Gewin- ne/Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwertes der Zinsderivate sowie aus der Änderung der Zinsaufwendungen aufgrund von niedrigeren/höheren Marktzinssätzen.
Der Mayfair-Konzern ist dem Marktpreisrisiko aus Aktien und Anteilen an offenen Fonds ausgesetzt, die in der Bilanz entweder als zur Veräußerung verfügbar oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert sind. Zur Minimierung des Preisrisikos aus diesen Instrumenten hat der Mayfair Konzern sein Portfolio diversifiziert und zu einem überwiegenden Teil in professionell gemanagte Spezialfonds gebündelt.
Die nachfolgend dargestellte Sensitivitätsanalyse stellt die Auswirkungen eines unterstellten gleichzeitigen Anstiegs/Rückgangs aller relevanten Aktienkurse und Fondspreise um 5% auf das Ergebnis vor Steuern bzw. auf das Eigenkapital dar, wenn alle anderen Variablen unverändert blieben:
Sensitivitätsanalyse Marktpreisrisiko
Veränderbare Variable: Aktienindizes +5% -5% +5% -5%
Auswirkung auf das Eigenkapital 41.080 -41.080 44.752 -44.752
Die Gewinne oder Verluste aus den als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten Finanzinstrumenten würden ohne Ergebniseffekt zu Erhöhungen/Verminderungen des Eigenkapitals führen.
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, nicht jederzeit die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Zahlungsverpflichtungen aufbringen oder diese nur über Refinanzierungsmittel zu ungünstigeren Marktkonditionen erfüllen zu können.
Die Finanzierungspolitik des Mayfair-Konzerns orientiert sich an einer langfristigen Finanzplanung.
Ziel ist es, jederzeit ausreichend Liquidität für die Konzerngruppe vorzuhalten.
Im Rahmen einer monatlichen Liquiditätsvorschau (durch die einzelnen Gesellschaften) und zentraler Liquiditätsplanung werden die Konzerngesellschaften im Bedarfsfall mit liquiden Mitteln versorgt.
Um die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität des Konzerns jederzeit sicherzustellen, stehen Liquiditätsreserven über die Steuerung der Finanzanlagen zur Verfügung. Zusätzlich werden von den Hausbanken Kreditlinien vorgehalten.
Zur Sicherstellung der Liquidität und zur Überwachung der Zahlungsströme erfolgen die Finanzplanung und Finanzierung der Konzerngesellschaften der Mayfair SE zentral durch die Mayfair SE. Durch die Zentralisierung der Konzernfinanzierung können Liquiditätsüberschüsse und Liquiditätsbedarf innerhalb des Konzerns optimiert werden. Im Rahmen seines Liquiditätsplanungssystems erkennt die Mayfair SE damit Risiken aus Zahlungsstromschwankungen frühzeitig.
Die folgende Tabelle zeigt die Finanzverbindlichkeiten, derivativen Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung des Konzerns nach Fälligkeitsklassen, basierend auf der verbleibenden Restlaufzeit am Bilanzstichtag:
2015 Buch- 2016 2017-2021 ab 2022
T€ werte Tilgungen Zinszahlungen Tilgungen Zinszahlungen Tilgungen Zinszahlungen
Finanzschulden 2.002
Bankverbindlichkeiten 2.002 802 51 1.200 51 – –
Derivative Finanzinstrumente 133
übrige – Zuflüsse 446 – – – – –
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 76.424 76.424
2014 Buch- 2015 2016-2020 ab 2021
Finanzschulden 2.118
Bankverbindlichkeiten 2.118 918 4 1.200 – 13.602.133,60 –
Derivative Finanzinstrumente 39
Devisentermingeschäfte – Abflüsse 796 13.602.133,60 – 13.602.133,60 – 13.602.133,60
übrige – Abflüsse 97 13.602.133,60 – – – –
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.281 3.281
Das Kapitalrisikomanagement umfasst das in der Konzernbilanz ausgewiesene Eigenkapital und die Finanzschulden. Hierbei werden als wesentliche Ziele die Unternehmensfortführung, die Bereitstellung der Mittel für definierte Wachstumsziele, eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts sowie die Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu reduzieren verfolgt.
Finanzschulden in diesem Sinne sind alle Bankverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und derivative Finanzinstrumente mit passivischem Saldo.
Grundsätzlich sollen für betriebliche Zwecke benötigte Mittel aus dem Eigenkapital zur Verfügung gestellt werden. So konnte im Berichtsjahr auch auf eine Aufnahme von Fremdmitteln weitgehend verzichtet werden.
Folgende Tabelle zeigt das Verhältnis zwischen dem Eigenkapital und den kurzfristigen und langfristigen Schulden zu den Stichtagen 31.12.2015 und 31.12.2014.
T€ 31.12.2015 31.12.2014
Finanzschulden 2.002 2.118
Abzüglich: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -24.666 -20.772
Nettofremdkapital -22.664 -18.654
Eigenkapital gesamt 2.582.405 2.580.089
Verschuldungsgrad -0,9% -0,7%
Bei den Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert ist eine hierarchische Einstufung vorzunehmen, die der Erheblichkeit der in die Bewertungen einfließenden Faktoren Rechnung trägt. Diese umfasst drei Stufen:
die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten (unverändert übernommenen) Preise (Stufe 1),
Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen (Stufe 2) und
nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren) (Stufe 3).
Auf welcher Ebene die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt eingestuft wird, bestimmt sich nach der niedrigsten Stufe, deren Input für die Bewertung als Ganzes erheblich ist. Die Erheblichkeit eines Inputfaktors ergibt sich anhand der Gesamtbewertung.
Die folgende Tabelle erläutert die Vermögenswerte und -schulden des Mayfair- Konzerns, die zum 31.12.2015 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden:
T€ Aktiva Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzanlagen bewertet als zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 0 817.625 1.425 819.051
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte (Wertpapiere) 0 3.974 0 3.974
Derivative Finanzinstrumente 0 203 0 203
Gesamt 0 821.802 1.425 823.228
Derivative Finanzinstrumente 0 133 0 133
Gesamt 0 133 0 133
Die Finanzanlagen (afs) setzen sich in erster Linie aus Wertpapieren des Anlagevermögens zusammen (2014: 811.509 T€).
Die Zeitwerte der Finanzinstrumente, die in einem aktiven Markt gehandelt werden, basieren grundsätzlich auf dem Börsenkurs zum Bilanzstichtag. Die Fair Values der Finanzinstrumente, die nicht in einem aktiven Markt gehandelt werden, werden durch Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden bestimmt.
Der Fair Value derivativer Finanzinstrumente kann positiv oder negativ sein. Liegen keine Marktwerte vor, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle, z. B. durch Diskontierung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme, berechnet. Die Terminkurse von Termingeschäften richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.
Für die Fair Value Ermittlung bei originären Finanzinstrumenten verwendet der Mayfair Konzern eigene Bewertungsmodelle (z.B. DCF-Methode) und trifft hierfür Annahmen, die auf den Marktgegebenheiten am Bilanzstichtag beruhen.
Bei Finanzmitteln, kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wird angenommen, dass der Nominalbetrag abzüglich Wertminderungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht.
Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.
Neben den als zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente klassifizierten Finanzanlagen sind in Höhe von 5,6 Mio. € (2014: 5,0 Mio. €) Anteile an Personen- und Kapitalgesellschaften enthalten. Für diese nicht börsennotierten Beteiligungen wurde auf eine Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts aufgrund nicht verlässlich ermittelbarer Zahlungsströme verzichtet. Ebenfalls konnten keine verlässlichen beizulegenden Zeitwerte anhand vergleichbarer Transaktionen ermittelt werden.
Im Mayfair-Konzern erfolgt die gemäß IFRS 7 geforderte Klassifizierung von Finanzinstrumenten analog der jeweiligen Bilanzposten. Die nachstehenden Tabellen zeigen die Überleitung der Buchwerte je IFRS 7 Klasse (Bilanzposten) auf die Bewertungskategorien des IAS 39 zu den einzelnen Stichtagen.
Finanzielle Vermögenswerte nach Kategorien zum 31.12.2015
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (aafv)
T€ Buchwert gesamt Ausleihungen und Forderungen (lar) Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen (htm) Für Handelszwecke gehaltene Derivative Vermögenswerte
Finanzanlagen (afs) 819.051 0 0 0 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 3.974 0 0 3.974 0
Derivate Finanzinstrumente 203 0 0 0 203
Übrige langfristige Vermögenswerte 776 776 0 0 0
T€ Zur Veräußerung verfügbare (afs) Buchwert Finanzinstrumente
Finanzanlagen (afs) 819.051 819.051
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 0 3.974
Derivate Finanzinstrumente 0 203
Übrige langfristige Vermögenswerte 0 776
Finanzielle Schulden nach Kategorien zum 31.12.2015
T€ Buchwert gesamt Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (lafv) Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (ol) Buchwert Finanzinstrumente
Finanzschulden 2.002 0 2.002 2.002
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 76.425 0 76.425 76.425
Derivative Finanzinstrumente 133 133 0 133
Sonstige Verbindlichkeiten 9.800 0 9.800 9.800
Finanzielle Vermögenswerte nach Kategorien zum 31.12.2014
Finanzanlagen (afs) 812.509 0 0 0 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 83.524 0 0 83.524 0
Übrige langfristige Vermögenswerte 782 782 0 0 0
Finanzanlagen (afs) 812.509 812.509
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 0 83.524
Übrige langfristige Vermögenswerte 0 782
Finanzielle Schulden nach Kategorien zum 31.12.2014
Finanzschulden 2.118 0 2.118 2.118
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.281 0 3.281 3.281
Derivative Finanzinstrumente 39 39 0 39
Sonstige Verbindlichkeiten 26.807 0 26.807 26.807
Das Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten gegliedert nach den einzelnen Bewertungskategorien des IAS 39 ist in der folgenden Tabelle dargestellt
Nettoergebnis 2015 Nettoergebnis 2014
T€ Zinsen Übriges Nettoergebnis Summe Zinsen Übriges Nettoergebnis Summe
Finanzanlagen (afs) -3.523 36.690 33.167 64 65.194 65.258
Ausleihungen und Forderungen (lar) 1.541 0 1.541 1.471 0 1.471
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (afv/lafv) 0 1.063 1.063 0 -11.533 -11.533
Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (ol) -128 0 -128 -90 0 -90
Gesamt -2.110 37.753 35.643 1.445 53.661 55.106
Der Mayfair-Konzern unterliegt möglichen Verpflichtungen aus Verfahren und geltend gemachten Ansprüchen. Schätzungen bzgl. möglicher zukünftiger Aufwendungen sind zahlreichen Unsicherheiten unterworfen. Der Mayfair-Konzern erwartet hieraus keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Konzerns.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Mayfair-Konzerns bestehen insbesondere aus langfristigen Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen für bewegliche, unbewegliche und immaterielle Anlagegegenstände. Den sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen Verträge mit Laufzeiten von bis zu fünf Jahren zugrunde und haben teilweise Verlängerungsoptionen sowie Preisanpassungsklauseln.
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen: 1.609 3.480
davon fällig in < 1 Jahr 356 1.249
davon fällig in 1 bis 5 Jahren 704 1.361
davon fällig in> 5 Jahren 549 870
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24 werden angegeben, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden. Eine Person oder ein naher Familienangehöriger dieser Person steht dem berichtenden Unternehmen nahe, wenn diese das berichtende Unternehmen beherrscht oder an dessen gemeinschaftlicher Führung beteiligt ist, maßgeblichen Einfluss auf das berichtende Unternehmen hat oder im Management des berichtenden Unternehmens eine Schlüsselposition bekleidet. Ein Unternehmen steht dem berichtenden Unternehmen nahe, wenn beide Unternehmen zum selben Konzern gehören, eines der beiden Unternehmen ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen des anderen ist.
Nicht einbezogen werden Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen, die einzeln und auch zusammen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind.
Darlehen, die nahestehenden Unternehmen oder Personen gewährt werden, unterliegen marktüblichen Bedingungen. Eine Besicherung der bestehenden Forderungen liegt nicht vor, kann jedoch jederzeit von dem Darlehensgeber gefordert werden.
Sie setzen sich gemeinsam mit bestehenden Dienstleistungsverträgen wie folgt zusammen:
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen:
– Verwaltungsrat / sonstige Gesellschafter 201.278 126.407
– nicht konsoliderte Tochterunternehmen 0 14
Summe 201.278 126.421
In 2015 werden an nahestehende Personen Dienstleistungen in Höhe von 3,9 Mio. € (2014: 3,4 Mio. €) erbracht.
Vergütung des Managements
Gehälter und sonstige kurzfristige Leistungen 680 680
Summe 680 680
Für die im Geschäftsjahr 2015 erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, werden Aufwendungen in Höhe von 77 T€ (2014: 113 T€) erfasst. Die Aufwendungen entfallen mit 77 T€ (2014: 78 T€) auf Tätigkeiten der Abschlussprüfung und mit 0T€ (2014: 35T€) auf andere Beratungsleistungen im Berichtsjahr.
Dem Verwaltungsrat und den geschäftsführenden Direktoren gehören an:
Herr Günter Herz (Vorsitzender)
Frau Daniela Herz-Schnoeckel (stellvertretende Vorsitzende)
Herr Christian Herz Frau Michaela Herz
Herr Sebastian Schnoeckel
Frau Maxine Bauer
Herr Dr. Rainer Kutzner
Herr Christian Herz
Frau Michaela Herz
Herr Hinrich Stahl (Gesamtdirektor seit dem 15. Dezember 2015)
Herr Johannes Lafrentz (Gesamtdirektor seit dem 15. Dezember 2015)
Es sind keine wesentlichen Transaktionen nach dem Bilanzstichtag eingetreten.
Folgende vollkonsolidierte verbundene deutsche Unternehmen in Rechtsform einer Kapitalgesellschaft bzw. Personengesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB haben die Bedingung des § 264 Abs. 3 HGB bzw. des “ 264b HGB erfüllt und nehmen die Befreiungsvorschrift in Anspruch:
Mayfair Anlagegesellschaft mbH & Co. KG, Gadebusch
Mayfair Beteiligungsfonds I GmbH & Co. KG, Hamburg
Mayfair Beteiligungsfonds II GmbH & Co. KG, Hamburg
Hamburg, den 30. Juni 2016
Dr. Rainer Kutzner
Hinrich Stahl
Lfd. Nr. Gesellschaften im Konzernabschluss einbezogen Sitz Land Anteil
(in %) Beteiligung gehalten von
1. Mayfair Vermögensverwaltungs SE Hamburg Deutschland
2. Maryland GmbH Hamburg Deutschland 100,0 Mayfair SE
3. Mayfair Verwaltungs GmbH Gadebusch Deutschland 100,0 Mayfair SE
4. Mayfair Anlagegesellschaft mbH & Co. KG Gadebusch Deutschland 100,0 Mayfair SE
5. Gator Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH Hamburg Deutschland 100,0 Mayfair SE
6. Mayfair Beteiligungsfonds Management I GmbH Hamburg Deutschland 98,8 Mayfair SE
7. Mayfair Beteiligungsfonds I GmbH & Co. KG Hamburg Deutschland 98,6 Mayfair SE
8. Mayfair Beteiligungsfonds Management II GmbH Hamburg Deutschland 99,2 Mayfair SE
9. Mayfair Beteiligungsfonds II GmbH & Co. KG Hamburg Deutschland 99,6 Mayfair SE
10. Mayfair Gastronomie Beteiligungs GmbH Hamburg Deutschland 99,6 Mayfair Beteil.fonds II KG
11. Panel Board Holding B.V. Den Haag Niederlande 100,0 Mayfair SE
12. Novofibre Panel Board Holding (China) Ltd. Hongkong China 100,0 Mayfair SE
13. Novofibre Panel Board (Yangling) Co. Ltd. Yangling China 100,0 Novofibre Panel Board Holding
14. Novofibre Construction Materials Sales (Beijing) Co. Ltd. Peking China 100,0 Novofibre Panel Board Holding
15. Nalmer S.A. Montevideo Uruguay 100,0 Mayfair SE
16. Kilimanjaro Plantation Ltd. Moshi Tansania 99,9 Mayfair SE
17. Marorka International A/S Kopenhagen Dänemark 73,6 Mayfair Be- teil.fonds II KG
18. Marorka A/S Kopenhagen Dänemark 73,6 Marorka Int. A/S
19. Marorka ehf. Reykjavik Island 73,6 Marorka Int. A/S
20. Marorka Germany GmbH Hamburg Deutschland 73,6 Marorka Int. A/S
21. Marorka Singapore Pte. Ltd. Singapur Singapur 73,6 Marorka A/S
Lfd. Nr. Gesellschaften at equity im Konzernabschluss einbezogen Sitz Land Anteil
1. DNV GL Group SA Oslo Norwegen 36,4 Mayfair SE
2. Vapiano SE Bonn Deutschland 44,2 Mayfair Beteil.fonds II KG
3. VAP Freestander GmbH Bonn Deutschland 22,6 Mayfair Beteil.fonds II KG
4. Unique Marorka Support Services FZ Dubai Vereinigte Arabische Emirate 36,8 Marorka ehf.
Lfd. Nr. Gesellschaften nicht im Konzernabschluss einbezogen Sitz Land Anteil
1. Alsterufer 1-3 Verwaltungs GmbH & Co. KG Hamburg Deutschland 100,0 Mayfair SE
2. St. Annen Platz GmbH & Co. KG Oststeinbek Deutschland 100,0 Mayfair SE
3. Verwaltungsgesellschaft St. Annen Platz GmbH Oststeinbek Deutschland 100,0 Mayfair SE
4. Numares AG Regensburg Deutschland 13,8 Mayfair SE
5. ShipServ Inc. Delaware USA 4,6 Mayfair Beteil.fonds II KG
6. Vela Investment AG Tübingen Deutschland 14,6 Mayfair SE
Entwicklung des Anlagevermögens 2015
T€ Zugänge
T€ Zugänge Veränd. Konsolidierungskreis
T€ Abgänge
I. Geschäfts- oder Firmenwerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 36.052 0 1.069 0
II. Immaterielle Vermögenswerte
1. EDV-Programme 675 30 11 0
2. sonstige immaterielle Vermögenswerte 5.767 623 2.840 0
6.442 653 2.851 0
III. Biologische Vermögenswerte 1.531 0 0 0
IV. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 111.786 1.009 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.552 201 0 489
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.135 847 3 436
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 435 424 0 4
151.908 2.481 3 929
195.933 3.134 3.923 929
Abgänge Veränd. Konsolidierungskreis
T€ Währungsdifferenzen
T€ Umbuchungen
T€ Stand 31.12.2015
Geschäfts- oder Firmenwerte -1 0 0 37.122
1. EDV-Programme 0 15 -29 702
2. sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 0 -230 9.000
0 15 -259 9.702
III. Biologische Vermögenswerte 0 -120 0 1.411
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 0 3.010 0 115.805
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 1.463 -105 32.622
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 -255 875 9.169
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 25 -770 113
0 4.243 0 157.709
-1 4.138 -259 205.944
T€ Zugänge / Zuschreibung
T€ Abgänge Veränd. Konsolidierungskreis
Geschäfts- oder Firmenwerte 24.371 0 0 0
1. EDV-Programme 389 112 0 0
2. sonstige immaterielle Vermögenswerte 3.736 1.234 0 0
4.125 1.346 0 0
III. Biologische Vermögenswerte 10 0 0 0
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 6.572 1.849 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.714 3.094 396 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.632 918 329 0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
24.918 5.862 725 0
53.424 7.208 725 0
T€ imparment losses
Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 12.751 37.122
1. EDV-Programme 3 -28 31 507
2. sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 -232 745 5.483
3 -260 776 5.990
III. Biologische Vermögenswerte -1 0 0 9
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 31 -361 0 8.091
2. Technische Anlagen und Maschinen -53 -33 0 17.326
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 230 31 9 4.491
208 -363 9 29.908
210 -623 13.536 73.029
T€ Stand 31.12.2014
Geschäfts- oder Firmenwerte 0 11.682
1. EDV-Programme 195 286
2. sonstige immaterielle Vermögenswerte 3.517 2.032
3.712 2.318
III. Biologische Vermögenswerte 1.402 1.521
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 107.714 105.214
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.296 16.838
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.678 4.502
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 113 435
127.801 126.989
132.915 142.510
Konzernlagebericht für 2015
I. Grundlagen des Konzerns
Mayfair berät ihre sieben Gesellschafter in der Vermögensverwaltung und ist in den Geschäftsfeldern Finanzanlagen, Unternehmensbeteiligungen und Immobilien tätig.
Zum Mayfair Konzern gehören zum Bilanzstichtag 31 Unternehmen (Vorjahr: 41), von denen 21 Unternehmen vollkonsolidiert, 4 Unternehmen at Equity und 6 Unternehmen nicht konsolidiert werden.
Die Veränderung des Konsolidierungskreises ergibt sich im Wesentlichen aus der Ent- konsolidierung des Teilkonzerns Vela Ltd. Pte., Singapur und der Teilkonzernmuttergesellschaft Vela Investment AG, Tübingen (zusammen „Vela Gruppe“).
Dem gegenüber steht die Umstrukturierung und Vergrößerung des Teilkonzerns Marorka. Mit der Marorka International A/S, Kopenhagen, Dänemark, als neuer Muttergesellschaft und ihren dazugehörigen Tochtergesellschaften (100 %), erweitert sich der Konsolidierungskreis des Mayfair Konzerns zum 11. August 2015 um vier Gesellschaften. Die Tochtergesellschaft Marorka ehf., Reykjavik, Island, wurde bereits im Vorjahr konsolidiert.
Neben der seit 2013 nach der at Equity Methode konsolidierten Beteiligung DNV GL Group SA (36,4%) zählt die im Jahr 2011 erworbene Minderheitsbeteiligung an der Vapiano SE (rund 44% Anteil) weiterhin zu den wesentlichen Unternehmensbeteiligungen im Mayfair-Konzern. Sie wird im Konzernabschluss ebenfalls at Equity konsolidiert.
Das Wachstum des realen weltweiten Bruttoinlandprodukts (BIP) lag im Jahr 2015 mit 3,1% knapp unter dem Vorjahreswert von 3,6% (Quelle: Internationaler Währungsfonds, IWF World Economic Outlook).
Die Schuldenkrise der überwiegend in Südeuropa befindlichen Staaten schwächte das europäische Wirtschaftswachstum geringer als im Vorjahr. So betrug das Wachstum in der Eurozone 1,6% (Vorjahr: 0,9%).
Die deutsche Wirtschaft erreichte ein Wachstum von 1,5% (Vorjahr: 1,6%) und konnte so trotz der internationalen Krisen ein beständiges Niveau halten. Ermöglicht wurde diese Entwicklung zum einen durch einen Beschäftigungsrekord, steigende Löhne und einen erhöhten privaten Konsum. Zum anderen konnte das Exportvolumen im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.
In 2015 betrug das Wirtschaftswachstum in den USA rund 2,5%. Somit blieb die tatsächliche Entwicklung um 0,6%-Punkte unter dem prognostizierten Wert, aber dennoch stabil zum Vorjahresniveau von 2,4%. Getrieben wurde dieses Wachstum nahezu vollständig vom privaten Konsum, einer traditionellen Stütze der US-Wirtschaft.
In Lateinamerika konnten nur marginale Zuwächse der Wirtschaft erzielt werden. Ursachen für diese Entwicklung sind neben einem schwächeren Export eine weiter steigende Inflation, die in den meisten Staaten Südamerikas das Wirtschaftswachstum bremste. In Brasilien führten darüber hinaus eine striktere Geldpolitik und das fehlende Vertrauen von Investoren zu ausbleibenden Investitionen und somit zu einer Rezession (- 3,8%, Vorjahr: + 0,1%).
Das Wirtschaftswachstum in Asien blieb 2015 weiterhin stabil. Insbesondere Indien trug mit 7,3% (Vorjahr: 7,3%) durch gesteigerte Exporte und Investitionen zu dem Wachstum bei. Auch die Volksrepublik China konnte ihr Wachstum aus dem Jahr 2014 annähernd mit 6,9% halten (Vorjahr: 7,4%). Eine verbesserte Infrastruktur und gestiegene Investitionen sorgten für diese stabile Entwicklung.
Die gemäß IFRS aufgestellte Gewinn- und Verlustrechnung für den Mayfair-Konzern weist für das Jahr 2015 Umsatzerlöse in Höhe von € 17,9 Mio. (Vorjahr: € 15,9 Mio.), ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von € – 7,4 Mio. (Vorjahr: € + 32,7 Mio.) und einen Konzernjahresfehlbetrag von € 105,7 Mio. (Vorjahr: Konzernjahresüberschuss von € 64,5 Mio.) aus. Die für das Jahr 2015 geplante Geschäftsentwicklung konnte aufgrund der im Nachfolgenden aufgeführten Effekte nicht erreicht werden.
Der Rückgang des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um rund € 40,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr ergibt sich maßgeblich aus einem um € 27,3 Mio. gesunkenen Beteiligungsergebnis aus der Vermögensverwaltung sowie aus Aufwendungen aus Wertveränderungen nicht finanzieller Vermögenswerte in Höhe von € 15,3 Mio., resultierend aus der Abwertung von Vorräten, immateriellen Vermögenswerten und Firmenwerten.
Aus der Entkonsolidierung der Vela Gruppe resultiert ein Ergebnis von € – 99,5 Mio., welches wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Konzernjahresfehlbetrags im Geschäftsjahr 2015 hat.
Die Bilanzsumme des Mayfair-Konzerns erhöht sich zum Bilanzstichtag 2015 mit €2.681,1 Mio. gegenüber dem Vorjahr (€ 2.638,6 Mio.) geringfügig. Das Eigenkapital ist hingegen nahezu unverändert mit einem Betrag von € 2.582,4 Mio. (Vorjahr: €2.580,1 Mio.). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 96,3% (Vorjahr: 97,8%). Der Anlagendeckungsgrad, gemessen in dem Verhältnis von Eigenkapital zu langfristigen Vermögenswerten beträgt am Geschäftsjahresende 2015 104,0% (Vorjahr: 108,3%). Der Mayfair-Konzern ist fast ausschließlich mit eigenen Mittel finanziert.
Auf der Aktivseite der Bilanz sind folgende Veränderungen zu erläutern: Die langfristigen Vermögenswerte erhöhen sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,2% auf € 2.482 Mio.
Die kurzfristigen Vermögenswerte nehmen um rund 22,3% bzw. € 57,1 Mio. ab. Der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte begründet sich im Wesentlichen in der Veränderung der Finanzanlagen at Equity (€ + 73,2 Mio.), bei welchen der Beteiligungsanteil an der DNV GL Group (36,4%) den wesentlichen Bestandteil darstellt, sowie der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (€ + 26,5 Mio.), was im Wesentlichen auf erhöhte Darlehensforderungen gegen nahestehende Unternehmen zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkt sich die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes (€ – 11,6 Mio.) der Marorka ehf. aus.
Für den Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte auf einen Betrag von € 199,0 Mio. (Vorjahr: € 256,0 Mio.) sind im Wesentlichen die Veränderung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente (€ – 79,5 Mio.) sowie die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte (€ – 26,0 Mio.), resultierend aus der Entkonsolidierung der Vela-Gruppe, verantwortlich. Ein Anstieg in den kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten (€ + 47,8 Mio.) wirkt dieser Entwicklung entgegen.
Der Mayfair-Konzern verfügt zum Bilanzstichtag 2015 über einen Finanzmittelfonds in Höhe von € 24,7 Mio. Verglichen mit dem Finanzmittelfonds zu Beginn des Jahres 2015 ergibt sich ein Anstieg um € 3,9 Mio.
Auf der Passivseite der Konzernbilanz ergibt sich im Eigenkapital eine Veränderung in den Anteilen anderer Gesellschafter (€ 83,5 Mio.), was maßgeblich mit der Entkonsolidierung der Vela-Gruppe im Zusammenhang steht. Während sich die langfristigen Schulden mit € 11,2 Mio. lediglich marginal verändern (€ + 2,5 Mio.), steigen die kurzfristigen Schulden im Vergleich zum Vorjahr um € 37,7 Mio. auf € 87,5 Mio. Die Veränderung ergibt sich maßgeblich aus um € 45,7 Mio. erhöhten sonstigen Verbindlichkeiten. Dies ist im Wesentlichen auf eine Verpflichtung zur Leistung einer nachträglichen Zahlung in Höhe von € 62 Mio. an die Stiftelsen Det Norske Veritas zurückzuführen, was auch zu einer entsprechenden Erhöhung des Beteiligungsansatzes der Finanzanlagen at Equity führte. Teilweise kompensierend hierzu wirkt sich die Veränderung der Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten (€ – 18,6 Mio.), resultierend aus der Entkonsolidierung der Vela Gruppe, aus.
Der Mayfair Konzern beschäftigt im Geschäftsjahr 2015 weltweit durchschnittlich 485 Mitarbeiter (Vorjahr: 706), eine Reduzierung um 31,3 % gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus der Entkonsolidierung der Vela- Gruppe.
Angaben zu Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind für den Mayfair-Konzern nicht zu machen, da keine wesentliche Forschung und Entwicklung im engeren Sinne durchgeführt wird.
Nach Abschluss des Geschäftsjahres hat sich bis zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses ein Sachverhalt mit Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ergeben: Am 20. Juni 2016 ereignete sich ein Großbrand in der chinesischen Produktionsstätte der Beteiligung Novofibre Panel Board (Yangling) Co. Ltd., der nach ersten Erkenntnissen das Hauptaggregat der Produktionsanlage (die Presse) vernichtete. Es kam zu keinen Personenschäden. Es ist mit einem mehrmonatigen Produktionsausfall zu rechnen. Derzeit wird das genaue Schadensausmaß durch die örtlichen Behörden und die Versicherungsgesellschaft ermittelt.
Mit der strategischen Akquisition von Unternehmen, der Entwicklung und Verwaltung von Immobilienobjekten sowie einer auf den Finanzmarkt ausgerichteten Risikostrategie ergeben sich für den Mayfair-Konzern stets neue Chancen.
Gesamtwirtschaftliche Chancen: Der Mayfair Konzern kann aufgrund seiner internationalen Ausrichtung und seiner diversifizierten Geschäftsfelder zahlreiche wirtschaftliche Chancen nutzen, ist aber gleichzeitig unternehmerischen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Das Risikomanagement zielt darauf ab, potenzielle Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden oder die Erfüllung der geplanten Ziele beeinträchtigen, rechtzeitig zu erkennen und ihre Auswirkungen zu minimieren. Das Risikomanagement im Mayfair-Konzern liegt im Wesentlichen in der Verantwortung der geschäftsführenden Direktoren der Mayfair SE.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf dem Finanzmarkt, dem Immobilienmarkt und der übrigen Branchen, in denen sich Mayfair derzeit und in Zukunft bewegt, haben direkten Einfluss auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns. Entwickelt sich das Wirtschaftswachstum positiver, als in dem Prognosebericht vorhergesagt, ist von einer Verbesserung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auszugehen.
Chancen durch Mitarbeiter: In den Geschäftsbereichen des Mayfair Konzerns ist das Wissen und die Motivation der Mitarbeiter ein entscheidender Faktor, damit die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt getroffen werden. Hieraus können sich mittelfristig oder langfristig positive Effekte auf die Umsatz- und Ertragslage sowie den Cashflow ergeben.
Die nachfolgend beschriebenen Risiken, die Auswirkungen auf den Mayfair-Konzern haben können, beschreiben nicht alle Risiken, denen Mayfair ausgesetzt ist oder ausgesetzt sein kann. Die Ergebnis- und Finanzlage des Mayfair-Konzerns kann auch von Risiken beeinflusst werden, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts nicht bekannt waren oder als unwesentlich erachtet wurden.
Gesamtwirtschaftliche Risiken: Die Risiken für die Weltwirtschaft sind geopolitische Spannungen vor allem im Nahen Osten, die durch Terroranschläge verursachten Verunsicherungen, Wachstumsverlangsamung durch Kapitalabflüsse in China sowie ein weiterhin niedriger Ölpreis.
Ein zusätzliches Risiko für das weitere Wachstum der US-amerikanischen Wirtschaft besteht in der Zinspolitik der USA.
Eine niedrige Inflationsrate und die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank bergen im Euro-Raum weiterhin hohe Risiken. Hinzugekommen ist die Verunsicherung von Investoren durch das Referendum in Großbritannien über den Austritt aus der Europäischen Union und seine Folgen.
Finanzwirtschaftliche Risiken: Zu den finanzwirtschaftlichen Risiken zählen Liquiditätsrisiken, Wertpapieranlagerisiken, Bonitätsrisiken sowie Risiken aus Fremdwährungs- oder Zinsschwankungen. Zur Sicherstellung der Liquidität und zur Überwachung der Zahlungsströme erstellt Mayfair regelmäßige Finanzplanungsrechnungen, um mögliche Unter- oder Überdeckungen an Liquidität rechtzeitig zu erkennen. Die Anlagestrategie von Mayfair zielt darauf ab, durch Risikostreuung der Einlagen sowohl die Liquidität als auch die Erhaltung des Kapitals sicherzustellen und durch eine sorgfältige Auswahl von Kapitalanlagegesellschaften, Fondsanbietern und Vermögensverwaltern eine Risikostreuung der Anlagen sowie ein geringes Ausfallrisiko zu erreichen. Zur Minimierung von Risiken aus Fremdwährungs- oder Zinsschwankungen werden entsprechende Sicherungsgeschäfte eingesetzt. Dabei werden marktübliche Termingeschäfte mit renommierten internationalen Finanzinstituten abgeschlossen.
Informationstechnische Risiken: Der Einsatz moderner Informationssysteme erfordert aufwendige Maßnahmen und Einrichtungen, um einen ausfallsicheren Betrieb zu gewährleisten und die Daten vor unbefugtem Zugriff, Manipulationen oder Zerstörung zu schützen. Deshalb werden in allen Konzernbereichen große Anstrengungen unternommen, um informationstechnische Risiken zu begrenzen, z. B. durch den Einsatz von Firewallsystemen, Virenscannern und Zutrittskontrollsystemen sowie die Einrichtung von Notfallplänen und die Spiegelung von Systemen und Datenbeständen.
Risiken aus Unternehmensbeteiligungen: Beim Erwerb von Unternehmensbeteiligungen werden die damit verbundenen Chancen und Risiken im Rahmen von detaillierten Due Diligences analysiert und quantifiziert. Untersucht werden dabei u. a. die Werthaltigkeit wesentlicher Bilanzpositionen, die Übernahme möglicher Verpflichtungen aus zurückliegenden oder laufenden Geschäften, Chancen und Risiken aufgrund von Integrationsmaßnahmen (z. B. Kosteneinsparungen, Personalfluktuation) sowie geschäfts- und branchenspezifische Risiken. Die spätere Überprüfung der Werthaltigkeit von Beteiligungen erfolgt im Rahmen der Analyse von unterjährigen Ergebnisrechnungen der einzelnen Konzerngesellschaften. Hierbei werden die Ergebnisse von Monats- oder Quartalsabschlüssen mit den vereinbarten Budgets verglichen und betriebswirtschaftliche Kennzahlen analysiert.
Mayfair koordiniert und überwacht das Risikomanagement der Konzerngesellschaften und unterhält ein Risikomanagementsystem für die eigenen Geschäftsaktivitäten.
Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation des Konzerns
Insgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass keine den Fortbestand des Mayfair-Konzerns gefährdenden Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind. Wir beobachten jedoch in einzelnen Bereichen eine erhöhte Volatilität. Exemplarisch sind die Verwerfungen in Folge der sog. „Brexit-Entscheidung“ zu nennen, wodurch sich negative Einflüsse auf die Weltwirtschaft und insbesondere auf die Volkswirtschaften der beteiligten europäischen Staaten ergeben können.
Die dargestellte Entwicklung des Unternehmens und der Gesamtwirtschaft sind ausschließlich zukunftsbezogene Aussagen. Folgerichtig besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich (sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht) von den dargelegten Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Die Basis für die beschriebenen Erwartungen sind die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklungen. Die verfasste Prognose beinhaltet alle wesentlichen Ereignisse, die zum Zeitpunkt der Ausarbeitung des Lageberichts bekannt waren und die Geschäftsentwicklung des Mayfair-Konzerns beeinflussen können.
Für 2016 wird mit einem weiteren Anstieg des globalen Wirtschaftswachstums von 3,2% gerechnet. Die wirtschaftliche Expansion wird in erster Linie durch ein deutliches Anziehen des Wachstums in den Schwellenländern erwartet (4,1%). Der im Vorjahr abgezeichnete Trend der gesamtwirtschaftlichen Erholung im Euroraum wird in 2016 mit einem Wachstum von 1,5% voraussichtlich fortgesetzt und gestärkt.
Die von der Schuldenkrise betroffenen europäischen Staaten erholen sich weiter. Somit wird sich das Wachstum Spaniens (+2,6%) und Irlands (+5,0%) auf höherem Niveau stabilisieren. In anderen Ländern wie Italien (1,0%) und Frankreich (1,1%) hingegen stehen weiterhin strukturelle Probleme einem dynamischen Aufschwung entgegen, da die politischen Maßnahmen zum Gegensteuern verzögert eingeleitet wurden. Darüber hinaus wird das Krisenmanagement der in Griechenland bestehenden Probleme über längere Zeit bestehen bleiben müssen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden aber wohl am stärksten Griechenland selbst treffen. Deutschland trägt in Europa nach wie vor einen hohen Teil zum prognostizierten Wirtschaftswachstum 2016 bei. Im laufenden Jahr wird mit einem Wachstum von 1,5% gerechnet.
Die US-Konjunktur ist analog zum Vorjahr weiter merklich aufwärts gerichtet. Es wird eine Zunahme des wirtschaftlichen Wachstums auf 2,4% erwartet. Diese Prognose ist zum einen auf die fortwährende Stabilisierung des Arbeitsmarktes und die darauf basierenden privaten Konsumausgaben zurückzuführen. Zum anderen führen die verbesserten Finanzierungsbedingungen zu gesteigerten Unternehmensinvestitionen, die aufgrund der besseren Absatzaussichten im In- und Ausland den Aufschwung unterstützen. Somit scheinen die Wirtschaftslage stabil und ein Rückfall in die Rezession als unwahrscheinlich. Eine zu starke Anhebung der Leitzinsen könnte jedoch über eine Verteuerung von Staatsanleihen zu höheren Risikoaufschlägen weltweit führen.
In Lateinamerika wird mit einem Wirtschaftsabschwung von -0,5% gerechnet. Ein Risiko bleibt die hohe Abhängigkeit der Region von der Entwicklung der Rohstoffpreise. Ferner ist mit hoher Inflation zurechnen. In Uruguay wird eine wachsende Wirtschaft von 1,4% erwartet. Die Rohstoffpreise von Agrargütern, die für den Mayfair-Konzern von Bedeutung sind, unterliegen überwiegend einer Prognose von leicht steigenden Preisen. Diese gilt ebenfalls für die in Afrika befindlichen relevanten Rohstoffe. Für Tansania wird eine Wachstumsrate von 6,9% erwartet.
Gemäß der Einschätzung des IWF wird Asien in 2016 ein Wachstum von 5,3% erwirtschaften. Dies ist größtenteils auf den Anstieg der Wirtschaftsleistung von Indien mit 7,5% und China mit 6,5% zurückzuführen. Es ist mit einer anhaltenden Stabilisierung des Wirtschaftswachstums in Asien zurechnen, sobald China in ein nachhaltiges Wachstumsmodell übergegangen ist.
Mayfair SE investiert ihr liquides Vermögen überwiegend in risikoarme Geldanlagen. Auf Basis der dargestellten Annahmen über die Entwicklung der Weltwirtschaft und der nach wie vor vergleichsweise niedrigen Kapitalmarktzinsen in der Eurozone, aber prognostiziertem leicht steigenden Zinsniveau in den USA, ist im Jahr 2016 mit gleichen bis leicht steigenden Renditen bei den Kapitalanlagen zu rechnen.
Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns
Der bisherige Verlauf des Geschäftsjahres 2016 ist als zufriedenstellend zu bezeichnen. Eine wesentliche Verschlechterung der Eigenkapitalsituation ist durch den bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2016 nicht zu erwarten.
Die für den Mayfair Konzern wichtigsten Märkte lassen für 2016 ein solides Wachstum und ein stark verbessertes Konzernjahresergebnis im Vergleich zum Berichtsjahr 2015 erwarten.
Die geschäftsführenden Direktoren der Mayfair Vermögensverwaltungs SE