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Timestamp: 2020-01-28 22:31:36
Document Index: 309331683

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 13', '§ 14', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 19', '§ 22', '§ 17', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 1', '§ 3', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 21', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 27', '§ 22', '§ 18', '§ 2', '§ 30', '§ 27', '§ 10', '§ 11', '§ 21', '§ 19', '§ 23', '§ 13', '§ 21', '§ 19', '§ 17', '§ 15', '§ 19', '§ 20', '§ 19', '§ 20', '§ 19', '§ 20', '§ 2', '§ 21', '§ 15', '§ 21', '§ 19', '§ 11', '§ 19', '§ 20', '§ 11', '§ 11', '§ 25', '§ 27', '§ 22', '§ 7', '§ 15', '§ 29', '§ 22']

§ 1 - § 13 Teil 1 - Vorbereitungsdienst
§ 14 - § 28 Teil 2 - Zweite Staatsprüfung
§ 29 - § 30 Teil 3 - Übergangs- und Schlußbestimmungen
juris-Abkürzung: RSchulLehr2StPrV RP
Ausfertigungsdatum: 27.08.1997
Fundstelle: GVBl. 1997, 343
Gliederungs-Nr: 2030-51
Landesverordnung über die
Ausbildung und Zweite Staatsprüfung
Vom 27. August 1997
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: zuletzt geändert durch § 19 des Gesetzes vom 27.11.2015 (GVBl. S. 418) [4]
Beachte Übergangsregelung des § 22 Abs. 3 des Gesetzes vom 27.11.2015 (GVBl. S. 418):
(3) Die §§ 17 bis 19 finden keine Anwendung auf Anwärterinnen und Anwärter, die vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes in den jeweiligen Vorbereitungsdienst für ein Lehramt eingestellt worden sind.
Landesverordnung über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen vom 27. August 1997 01.10.2001
Teil 1 - Vorbereitungsdienst 01.10.2001
Abschnitt 1 - Allgemeine Bestimmungen 01.10.2001
§ 1 - Ziel und Gliederung der Ausbildung 05.12.2015
§ 2 - Einstellungsvoraussetzungen 01.01.2014
§ 3 - Antrag auf Einstellung 23.09.2009
§ 4 - Einstellung 01.01.2014
§ 5 - Dienstverhältnis, Dienstbezeichnung 01.08.2012
Abschnitt 2 - Ausbildung 01.10.2001
§ 6 - Dauer des Vorbereitungsdienstes 01.01.2014
§ 7 - Leitung der Ausbildung, Ausbildungsstätten 01.01.2014
§ 8 - Ausbildung im Studienseminar 05.12.2015
§ 8 a - Überprüfung 01.02.2012
§ 9 - Ausbildung in den Schulen 15.01.2015
§ 10 - Unterrichtsbesuche 15.01.2015
§ 11 - Beratung und Beurteilung 01.02.2012
§ 12 - Verlängerung des Vorbereitungsdienstes 01.10.2001
§ 13 - Entlassung 01.10.2001
Teil 2 - Zweite Staatsprüfung 01.10.2001
§ 14 - Zweck und Durchführung der Prüfung 01.02.2012
§ 15 - Prüfungsausschuß 15.01.2015
§ 16 - Antrag auf Zulassung zur Prüfung 01.02.2012
§ 17 - Zulassung zur Prüfung 01.02.2010
§ 18 - Gliederung der Prüfung 01.02.2012
§ 19 - Praktische Prüfung 01.01.2014
§ 20 - Mündliche Prüfung 01.01.2014
§ 21 - Bewertung der Prüfungsleistungen 01.08.2012
§ 22 - Gesamtergebnis 01.08.2012
§ 23 - Prüfungsniederschrift 01.01.2014
§ 24 - Unterbrechung der Prüfung, Rücktritt, Versäumnis 01.02.2012
§ 25 - Ordnungsverstöße 01.02.2012
§ 26 - Zeugnis 01.02.2012
§ 27 - Wiederholung der Prüfung 01.01.2014
§ 28 - Einsicht in die Prüfungsakten 01.02.2012
Teil 3 - Übergangs- und Schlußbestimmungen 01.10.2001
§ 29 - Übergangsbestimmungen 01.02.2012
§ 30 - Inkrafttreten 01.02.2012
Anlage - Notenumrechnungsschlüssel 01.08.2012
§ 1 Ziel und Gliederung der Ausbildung
§ 3 Antrag auf Einstellung
§ 5 Dienstverhältnis, Dienstbezeichnung
§ 6 Dauer des Vorbereitungsdienstes
§ 7 Leitung der Ausbildung, Ausbildungsstätten
§ 8 Ausbildung im Studienseminar
§ 8a Überprüfung
§ 9 Ausbildung in den Schulen
§ 10 Unterrichtsbesuche
§ 11 Beratung und Beurteilung
§ 12 Verlängerung des Vorbereitungsdienstes
§ 13 Entlassung
§ 14 Zweck und Durchführung der Prüfung
§ 16 Antrag auf Zulassung zur Prüfung
§ 17 Zulassung zur Prüfung
§ 18 Gliederung der Prüfung
§ 19 Praktische Prüfung
§ 21 Bewertung der Prüfungsleistungen
§ 23 Prüfungsniederschrift
§ 24 Unterbrechung der Prüfung, Rücktritt, Versäumnis
§ 25 Ordnungsverstöße
§ 27 Wiederholung der Prüfung
Anlage (zu § 22 Abs. 2 )
Auf Grund des § 18 Abs. 2 des Landesbeamtengesetzes Rheinland-Pfalz in der Fassung vom 14. Juli 1970 (GVBl. S. 241), zuletzt geändert durch Gesetz vom 17. Dezember 1996 (GVBl. S. 464), BS 2030-1, wird im Benehmen mit dem Ministerium des Innern und für Sport verordnet:
Ziel und Gliederung der Ausbildung
(1) Die Realschullehreranwärter sollen auf der Grundlage ihres Studiums mit Theorie und Praxis der Erziehung und des Unterrichts allgemein und ihrer jeweiligen Unterrichtsfächer so vertraut gemacht werden, daß sie zu selbständiger Arbeit im Lehramt an Realschulen fähig sind. Zur Vorbereitung auf einen inklusiven Unterricht sind Kompetenzen zu erwerben, die zu grundlegendem inklusionspädagogischen Handeln und zu einer wirkungsvollen Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams befähigen. Reflexions- und Kooperationsfähigkeit sowie Innovationsbereitschaft sind im Hinblick auf diese Ziele in besonderer Weise zu fördern.
(2) Die Ausbildung umfaßt den Vorbereitungsdienst und die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen.
(1) In den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Realschulen kann eingestellt werden, wer
die gesetzlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllt und
nach einem Studium von sechs Semestern an einer Universität oder einer vergleichbaren Hochschule die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen bestanden hat oder
ein für das Lehramt an Realschulen geeignetes Fachstudium von mindestens sechs Semestern an einer Universität oder einer vergleichbaren Hochschule mit einer Hochschulprüfung in einem von dem für das Schul- und Unterrichtswesen zuständigen Ministerium festgelegten längerfristigen Bedarfsfach erfolgreich abgeschlossen hat, sofern aufgrund des Studiums die wissenschaftlichen Voraussetzungen für zwei Fächer vorliegen; die Entscheidung über das Vorliegen dieser wissenschaftlichen Voraussetzungen trifft das fachlich zuständige Ministerium.
(2) Die Einstellung ist zu versagen, wenn die Fächer des Bewerbers den Bestimmungen über die Prüfungsfächer in der Landesverordnung über die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen vom 31. März 1982 (GVBl. S. 133, BS 223-41-13) in der jeweils geltenden Fassung weder entsprechen noch vom fachlich zuständigen Ministerium als im wesentlichen gleichwertig anerkannt werden können.
Antrag auf Einstellung
(1) Der Antrag auf Einstellung ist bei der Schulbehörde zu dem vom fachlich zuständigen Ministerium bestimmten Termin einzureichen.
eine Geburts- oder Abstammungsurkunde, gegebenenfalls auch eine Eheurkunde oder eine Lebenspartnerschaftsurkunde und die Geburtsurkunden der Kinder,
der Nachweis der Hochschulreife oder einer fachbezogenen Studienberechtigung,
das Zeugnis oder zunächst eine Bescheinigung über die bestandene Prüfung gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 2 ,
Zeugnisse über sonstige Hochschulprüfungen,
ob ein Leben in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen vorliegt,
ob ein gerichtliches Strafverfahren oder ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft anhängig ist,
ob die deutsche Staatsangehörigkeit im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes vorliegt oder bei Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union im Rahmen der Freizügigkeit nach Artikel 48 des Vertrages zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft vom 25. März 1957 (BGBl. II S. 753-766-) ein Anspruch auf Gleichbehandlung besteht und
eine Erklärung darüber, daß bisher in keinem Bundesland eine Einstellung in den Vorbereitungsdienst für das Lehramt erfolgt ist, oder die Angabe, wann und wo dies geschehen ist.
(3) Auf Anforderung ist ferner
ein amtsärztliches Gesundheitszeugnis einzureichen,
ein Führungszeugnis nach § 30 Abs. 5 des Bundeszentralregistergesetzes zu beantragen,
eine Erklärung über die Pflicht zur Verfassungstreue im öffentlichen Dienst abzugeben.
(1) Die Einstellungen erfolgen in der Regel zum 15. Januar oder zum 1. August.
(2) Die Schulbehörde entscheidet, wer zum Vorbereitungsdienst zugelassen wird, in welchem Studienseminar der Vorbereitungsdienst abgeleistet werden kann und über den Antrag auf Einstellung. Sie gibt im Falle der Ablehnung des Antrags die Gründe schriftlich bekannt.
Dienstverhältnis, Dienstbezeichnung
(1) Der Vorbereitungsdienst erfolgt im Beamtenverhältnis auf Widerruf.
(2) Die Realschullehreranwärter unterstehen während der Ausbildung der Dienstaufsicht der Schulbehörde.
(3) Das Beamtenverhältnis endet mit Ablauf des Vorbereitungsdienstes, auch wenn die gesamte Prüfung vor diesem Zeitpunkt abgelegt und bestanden wird. Bei einer Verlängerung des Vorbereitungsdienstes endet dieser spätestens mit Ablauf des Monats, in dem die Prüfung bestanden wurde. Bei Nichtbestehen der Wiederholungsprüfung ( § 27 ) endet das Beamtenverhältnis mit dem Ablauf des Tages, an dem das Prüfungsergebnis bekanntgegeben wird.
(1) Der Vorbereitungsdienst dauert 18 Monate.
(2) In Ausnahmefällen kann die Schulbehörde auf Antrag des Realschullehreranwärters Zeiten einer unterrichtspraktischen Tätigkeit bis zu insgesamt sechs Monaten im Einvernehmen mit dem Seminarleiter auf den Vorbereitungsdienst anrechnen, wenn sie für den Vorbereitungsdienst im Hinblick auf dessen Ziele und Inhalte förderlich sind. Ein Antrag ist frühestens nach drei Monaten zu stellen.
(3) Bei Realschullehreranwärtern, die schon einmal in den Vorbereitungsdienst für ein Lehramt eingestellt waren, kann die Schulbehörde im Einvernehmen mit dem fachlich zuständigen Ministerium - Landesprüfungsamt für die Lehrämter an Schulen (Landesprüfungsamt) - die Dauer des Vorbereitungsdienstes entsprechend kürzen.
Leitung der Ausbildung, Ausbildungsstätten
(1) Das Landesprüfungsamt leitet die Ausbildung.
(2) Der Vorbereitungsdienst wird an einem Studienseminar für das Lehramt an Realschulen plus (Studienseminar) und an Realschulen plus sowie an Integrierten Gesamtschulen als Ausbildungsschulen abgeleistet. Die Ausbildung kann bis zu vier Wochen an ausländischen Schulen stattfinden.
(3) Die Schulbehörde weist den Realschullehreranwärter dem Studienseminar und im Einvernehmen mit dem Seminarleiter einer Ausbildungsschule zu.
(4) Der Seminarleiter kann den ständigen Vertreter oder den Fachleiter für Berufspraxis beauftragen, die ihm nach § 10 Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 2 Satz 2 und § 11 Abs. 2 und 4 obliegenden Aufgaben zu übernehmen.
Ausbildung im Studienseminar
(1) Die Realschullehreranwärter werden auf theoretischer Grundlage schulpraktisch ausgebildet. Die Ausbildung erfolgt im Allgemeinen Seminar, in den Fachseminaren und den sonstigen Veranstaltungen des Studienseminars.
(2) Im Allgemeinen Seminar werden Fragen der Pädagogik, der Allgemeinen Didaktik und Methodik, der Pädagogischen Psychologie und soziologische Aspekte der Erziehung sowie Inhalte des Schulrechts und des Beamtenrechts im Zusammenhang mit den praktischen Erfahrungen der Realschullehreranwärter behandelt.
(3) In den Fachseminaren werden didaktische und methodische Themen sowie ausgewählte Inhalte des Unterrichts im Zusammenhang mit den praktischen Erfahrungen der Realschullehreranwärter behandelt. Die Realschullehreranwärter nehmen an den Fachseminaren ihrer jeweiligen Fächer teil.
(4) Die Ausbildung umfasst insgesamt 86 Ausbildungseinheiten. Eine Ausbildungseinheit als Seminarveranstaltung dauert 90 Minuten. Das Allgemeine Seminar umfasst 30 Ausbildungseinheiten, die Fachseminare jeweils 20 Ausbildungseinheiten. Darüber hinaus sind 16 Ausbildungseinheiten vorzusehen.
(5) In den Ausbildungsveranstaltungen des Studienseminars kommt dem Erwerb inklusionspädagogischer Kompetenzen eine besondere Bedeutung zu.
(6) Die Realschullehreranwärter sind verpflichtet, an allen sie betreffenden Ausbildungsveranstaltungen des Studienseminars teilzunehmen.
(7) Die Ausbildungsveranstaltungen des Studienseminars gehen jeder anderen dienstlichen Tätigkeit vor.
(1) Realschullehreranwärter, die keine Erste Staatsprüfung für das Lehramt abgelegt haben, haben im ersten Ausbildungshalbjahr pädagogische Grundkenntnisse zu erwerben.
(2) Im Anschluss an das erste Ausbildungshalbjahr müssen die Realschullehreranwärter eine mündliche Prüfung von 30 Minuten Dauer (Überprüfung) ablegen. Die Seminarleitung bestimmt Ort und Zeitpunkt der Überprüfung.
(4) Die Überprüfung wird von dem Seminarleiter oder dem ständigen Vertreter und einem Fachleiter durchgeführt. Für die Bewertung sind die Noten und Punktzahlen des § 21 zu verwenden. Kommt bei der Notenbildung ein Einvernehmen nicht zustande, setzt der Seminarleiter oder der ständige Vertreter die Note fest.
(5) Der Seminarleiter oder der ständige Vertreter gibt dem Realschullehreranwärter die Note im Anschluss an die Überprüfung bekannt. Ist die Überprüfung nicht bestanden, so sind die Gründe des Nichtbestehens zu eröffnen.
(6) § 19 Abs. 8 sowie die §§ 23 bis 25 gelten entsprechend.
(7) Werden die Leistungen des Realschullehreranwärters nicht mindestens mit „ausreichend“ bewertet, so ist die Überprüfung nicht bestanden. Sie kann nur innerhalb von acht Wochen nach dem Termin der Überprüfung wiederholt werden. Wird sie ein zweites Mal nicht bestanden, beantragt die Seminarleitung bei der Schulbehörde die Entlassung des Realschullehreranwärters aus dem Vorbereitungsdienst gemäß § 13 Satz 2 Nr. 2 .
(8) Wird die Überprüfung nicht bestanden, so erhält der Realschullehreranwärter vom Landesprüfungsamt einen schriftlichen Bescheid über das Nichtbestehen der Überprüfung.
Ausbildung in den Schulen
(1) Die Ausbildung dient dazu, die Realschullehreranwärter zur Schulpraxis hinzuführen. Sie umfaßt den Ausbildungsunterricht (Hospitationen, unter Anleitung zu erteilender Unterricht, eigenverantwortlich zu erteilender Unterricht) sowie die Teilnahme an sonstigen Schulveranstaltungen.
(2) Der Leiter der Ausbildungsschule regelt im Einvernehmen mit dem Seminarleiter die Ausbildung an der Ausbildungsschule und überwacht sie. Er bestellt im Einvernehmen mit dem Seminarleiter einen schulischen Ausbildungsleiter, der die Lehrbefähigung für das Lehramt an Realschulen besitzen muss. Sofern der Leiter der Ausbildungsschule nicht über die Lehrbefähigung für das Lehramt an Realschulen verfügt, ist in allen Ausbildungsangelegenheiten der schulische Ausbildungsleiter zu beteiligen.
(3) Der Leiter der Ausbildungsschule beauftragt im Einvernehmen mit dem Seminarleiter die Realschullehreranwärter mit der eigenverantwortlichen Erteilung von Unterricht. Bei Schulveranstaltungen außerhalb des Schulgebäudes (z.B. Schulwanderungen, Studienfahrten, Schullandheimaufenthalten) dürfen die Realschullehreranwärter nicht vor Ablauf des ersten Ausbildungshalbjahres mit der Führung einer Klasse beauftragt werden.
(4) Der Ausbildungsunterricht umfaßt in der Regel zwölf Wochenstunden je Halbjahr. Der Anteil des eigenverantwortlichen Unterrichts beträgt im ersten Halbjahr vier bis acht Wochenstunden, im zweiten und dritten Halbjahr sechs bis zehn Wochenstunden, in der Summe für die drei Halbjahre 24 Wochenstunden. Nach Bestehen der Zweiten Staatsprüfung ist eine Beauftragung mit bis zu zwölf Wochenstunden eigenverantwortlichem Unterricht möglich.
(5) Die an der Ausbildung am Studienseminar und an der Ausbildungsschule Beteiligten unterrichten sich insbesondere durch Unterrichtsbesuche über den Ausbildungsstand und beraten die Realschullehreranwärter.
(1) Die Fachleiter führen je Fach bei jedem Realschullehreranwärter mindestens drei Unterrichtsbesuche zur Begutachtung durch, davon mindestens einen je Fach unter Teilnahme des Seminarleiters.
(2) Für die Durchführung der Unterrichtsbesuche gilt Folgendes:
Die Unterrichtsbesuche finden in der Regel an der Ausbildungsschule in unterschiedlichen Klassenstufen statt.
Die Themen der Unterrichtsbesuche werden von den Realschullehreranwärtern im Einvernehmen mit dem jeweiligen Fachleiter, der mit der Ausbildung an der Schule beauftragten Person und, sofern es kein von dem Realschullehreranwärter eigenverantwortlich erteilter Unterricht ist, dem Fachlehrer der Klasse oder Lerngruppe, in der der Unterrichtsbesuch stattfinden soll, ausgewählt. Kommt ein Einvernehmen nicht zustande, bestimmt der Seminarleiter das Thema.
Die Realschullehreranwärter haben für jeden Unterrichtsbesuch einen schriftlichen Entwurf vorzulegen.
An den Unterrichtsbesuchen nehmen der Fachleiter, die mit der Ausbildung an der Schule beauftragte Person oder ein Mitglied der Schulleitung und der Fachlehrer, sofern es kein von dem Realschullehreranwärter eigenverantwortlich erteilter Unterricht ist, teil; die anderen an der Ausbildung Beteiligten können daran teilnehmen. Realschullehreranwärter, insbesondere diejenigen, die die Lehrbefähigung in dem betreffenden Fach erwerben wollen, können bei den Unterrichtsbesuchen und Besprechungen anwesend sein, soweit keine wichtigen Gründe entgegenstehen.
Die Unterrichtsbesuche sind mit dem Realschullehreranwärter mit einer kompetenz- und kriterienorientierten Rückmeldung zu besprechen.
Über die Besprechung fertigt der Fachleiter eine Niederschrift an, die zusammen mit dem Entwurf gemäß Nummer 3 zu den Ausbildungsakten genommen wird.
Beratung und Beurteilung
(1) Gegen Ende des ersten Ausbildungshalbjahres und gegen Ende des ersten Ausbildungsjahres führt jeder Fachleiter mit den Realschullehreranwärtern ein ausführliches Gespräch mit beratendem Charakter, das über den Ausbildungsstand Auskunft gibt; der Seminarleiter oder andere an der Ausbildung Beteiligte können teilnehmen. Über die Beratungsgespräche sind Niederschriften anzufertigen, die zu den Ausbildungsakten genommen werden. Im Laufe des ersten Ausbildungshalbjahres führt der Leiter der Ausbildungsschule oder die mit der Ausbildung beauftragte Person mit dem Realschullehreranwärter ein Beratungsgespräch. Über dieses Beratungsgespräch ist eine Niederschrift anzufertigen, die zu den Ausbildungsakten genommen wird.
(2) Am Ende der Ausbildungszeit erstellen die Fachleiter, der Seminarleiter sowie der Leiter der Ausbildungsschule zu dem vom Studienseminar festgesetzten Zeitpunkt jeweils eine Beurteilung der Realschullehreranwärter.
(3) Die Beurteilungen sollen über die Eignung für das Lehramt an Realschulen, insbesondere über Unterrichtsgestaltung und erzieherische Fähigkeiten, Kenntnisse, Leistungen und dienstliches Verhalten Auskunft geben. Die Beurteilungen schließen mit einem Notenvorschlag ab.
(4) Der Seminarleiter setzt auf der Grundlage der Beurteilungen die Note für die Ausbildung (Vornote) gemäß § 21 fest.
(5) Die Beurteilungen und die Vornote sind dem Realschullehreranwärter rechtzeitig vor Bekanntgabe des Themas der ersten Lehrprobe gemäß § 19 Abs. 4 zu eröffnen und zu besprechen. Die Eröffnung und das Ergebnis der Besprechung sind in den Ausbildungsakten zu vermerken.
(6) Die Realschullehreranwärter führen einen Entwicklungsbericht zur kontinuierlichen Reflexion der individuellen Entwicklung im Vorbereitungsdienst.
(1) Durch Urlaub aus besonderen Anlässen und durch Krankheit versäumte Zeiten werden auf den Vorbereitungsdienst angerechnet, soweit sie innerhalb des gesamten Vorbereitungsdienstes einen Zeitraum von zusammen zwei Monaten nicht überschreiten. Wird die Ausbildung für einen Zeitraum von zusammen mehr als zwei Monaten unterbrochen, so kann die Schulbehörde nach Anhören des Seminarleiters den Vorbereitungsdienst angemessen verlängern.
(2) Wird die Zulassung zur Prüfung versagt ( § 17 ), kann die Schulbehörde auf Vorschlag des Seminarleiters oder auf Antrag des Realschullehreranwärters im Einvernehmen mit dem Seminarleiter den Vorbereitungsdienst um höchstens sechs Monate verlängern.
(3) Die Entscheidung über die Verlängerung des Vorbereitungsdienstes ist dem Realschullehreranwärter schriftlich unter Angabe der Gründe bekanntzugeben.
Die Realschullehreranwärter werden unter Widerruf des Beamtenverhältnisses aus dem Vorbereitungsdienst entlassen, wenn sie dies beantragen. Sie können entlassen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, insbesondere wenn sie
durch ihre Führung zu erheblichen Beanstandungen Anlaß geben,
in der Ausbildung nicht hinreichend fortschreiten oder
den Vorbereitungsdienst oder das Prüfungsverfahren nicht innerhalb angemessener Frist beenden können.
Zweck und Durchführung der Prüfung
(1) Durch die Zweite Staatsprüfung soll festgestellt werden, ob die Befähigung für das Lehramt an Realschulen zuerkannt werden kann.
(3) Der Seminarleiter kann den ständigen Vertreter oder den Fachleiter für Berufspraxis beauftragen, die ihm nach § 15 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 und § 19 Abs. 3 Satz 1 obliegenden Aufgaben zu übernehmen.
(1) Die Zweite Staatsprüfung wird vor einem Prüfungsausschuß abgelegt, den das Landesprüfungsamt beruft. Dem Prüfungsausschuß gehören an:
ein Vertreter des Landesprüfungsamtes oder der Schulbehörde als vorsitzendes Mitglied,
der Seminarleiter,
die zuständigen Fachleiter.
Leiter von Studienseminaren und deren ständige Vertreter, Leiter von Realschulen plus sowie Leiter von Integrierten Gesamtschulen, sofern sie die Lehrbefähigung für das Lehramt an Realschulen besitzen, können vom Landesprüfungsamt mit dem Vorsitz beauftragt werden. Außerdem können entsprechend den Prüfungsanforderungen weitere Mitglieder vom Landesprüfungsamt bestellt werden.
(2) Zur praktischen und mündlichen Prüfung in den Fächern Evangelische und Katholische Religionslehre wird ein Vertreter der betreffenden Kirche eingeladen; bei Teilnahme wirkt er mit beratender Stimme im Prüfungsausschuß mit.
(4) Der Prüfungsausschuß kann zur Durchführung der praktischen Prüfung und der mündlichen Prüfung für jede Lehrprobe und für jede Teilprüfung gemäß § 20 Abs. 1 in Unterausschüsse gegliedert werden. Ein Unterausschuß besteht entsprechend den Prüfungsanforderungen aus mindestens zwei Mitgliedern. Das Landesprüfungsamt bestimmt die Zusammensetzung und die Leitung der Unterausschüsse.
(5) Der Prüfungsausschuß und die Unterausschüsse beraten und beschließen in nichtöffentlicher Sitzung. Der Prüfungsausschuß ist beschlußfähig, wenn der Vorsitzende und mindestens zwei Mitglieder anwesend sind. Ein Unterausschuß ist beschlußfähig, wenn der Leitende und mindestens ein weiteres Mitglied anwesend sind. Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit gefaßt; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden, wenn ein Unterausschuß zu entscheiden hat, die Stimme des Leiters den Ausschlag. § 19 Abs. 6 und § 20 Abs. 5 bleiben unberührt.
Der Realschullehreranwärter hat den Antrag auf Zulassung zur Zweiten Staatsprüfung zu dem vom Landesprüfungsamt bestimmten Zeitpunkt bei der Seminarleitung einzureichen.
(1) Die Seminarleitung legt den Antrag auf Zulassung zur Prüfung zusammen mit einer Empfehlung dem Landesprüfungsamt zur Entscheidung vor.
(2) Über die Zulassung zur Prüfung entscheidet das Landesprüfungsamt. Wird die Zulassung versagt, so bestimmt das Landesprüfungsamt, nach welcher Frist frühestens ein neuer Antrag auf Zulassung gestellt werden kann. Die Frist soll mindestens drei und höchstens sechs Monate betragen. Die Entscheidungen gemäß Satz 1 und 2 werden dem Realschullehreranwärter schriftlich mitgeteilt. Die Nichtzulassung ist zu begründen und mit Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(1) Die Zweite Staatsprüfung besteht aus einer Praktischen Prüfung ( § 19 ) und einer mündlichen Prüfung ( § 20 ).
(2) Macht ein Realschullehreranwärter glaubhaft, dass er wegen länger andauernder oder ständiger Behinderung nicht in der Lage ist, Prüfungsleistungen ganz oder teilweise in der vorgeschriebenen Form abzulegen, so wird ihm vom Landesprüfungsamt gestattet, die Prüfungsleistungen innerhalb einer verlängerten Bearbeitungszeit oder gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form zu erbringen. Der Antrag ist schriftlich, zusammen mit einem ärztlichen Attest, rechtzeitig vor der Prüfungsleistung beim Landesprüfungsamt einzureichen. Das Landesprüfungsamt kann von Realschullehreranwärtern, die nicht schwerbehinderte oder diesen gleichgestellte Menschen im Sinne des § 2 Abs. 2 und 3 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch sind, eine amtsärztliche Feststellung verlangen.
(1) Die praktische Prüfung besteht aus je einer Lehrprobe in den beiden Fächern, in denen die Lehrbefähigung erworben werden soll.
(2) Das Landesprüfungsamt bestimmt die Termine für die Lehrproben.
(3) Die Klassen für die Lehrproben bestimmt der Seminarleiter im Einvernehmen mit dem Leiter der Ausbildungsschule. Die Lehrproben finden in der Regel in den durch Ausbildungsunterricht bekannten Klassen statt. Wünsche der Realschullehreranwärter sollen nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
(4) Der Fachleiter legt das Thema der Lehrprobe fest. Das Thema wird dem Realschullehreranwärter am fünften Werktag vor der Lehrprobe bekanntgegeben. Finden beide Lehrproben an demselben Tag statt, so werden beide Themen am zehnten Werktag vor diesem Tag bekanntgegeben.
(5) Der Realschullehreranwärter reicht jeweils am Vormittag des letzten Werktages vor der praktischen Prüfung den schriftlichen Entwurf der Lehrprobe in fünffacher Ausfertigung für die Mitglieder des Prüfungsausschusses an der von der Seminarleitung bestimmten Stelle ein. Der Entwurf ist zu den Prüfungsakten zu nehmen.
(6) Der Prüfungsausschuß oder der Unterausschuß berät nach Anhörung des Realschullehreranwärters über das Ergebnis jeder Lehrprobe. An der Beratung über das Ergebnis nimmt der Fachlehrer mit beratender Stimme teil. Findet die Lehrprobe im eigenverantwortlich zu erteilenden Unterricht statt, so nimmt der Schulleiter oder der von diesem beauftragte schulische Ausbildungsleiter mit beratender Stimme teil. Kommt ein Einvernehmen im Ausschuß nicht zustande, setzt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses oder der Leiter des Unterausschusses unter Berücksichtigung der vorgetragenen Argumente und der Vorschläge die Note gemäß § 21 fest. Der Vorsitzende oder der Leiter gibt dem Realschullehreranwärter die Note für jede Lehrprobe mit Begründung am Prüfungstag bekannt.
(7) Sind beide Lehrproben mit "mangelhaft" oder eine Lehrprobe mit "ungenügend" bewertet, ist die Prüfung nicht bestanden.
(8) Die Anwesenheit dienstlich interessierter Personen ist mit Zustimmung des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, bei Unterausschüssen mit Zustimmung des Leiters des Unterausschusses, möglich. Personen, die Prüfer oder Vorsitzende gemäß § 15 Abs. 1 Satz 2 und 3 sein können, sowie an der Ausbildung beteiligte Lehrkräfte dürfen mit Zustimmung des Vorsitzenden, bei Unterausschüssen mit Zustimmung des Leiters des Unterausschusses, bei der Prüfung einschließlich der Beratung und Beschlussfassung anwesend sein. Der Realschullehreranwärter kann die Anwesenheit von nicht in Satz 2 genannten Personen ablehnen.
(9) In den Fällen der Absätze 4 und 5 werden bei den Werktagen die Samstage nicht mitgezählt.
eine Teilprüfung in einem der beiden Fächer mit einer Präsentation eines eigenen fachbezogenen Unterrichtsvorhabens auf der Basis einer eigenen unterrichtspraktischen Erprobung sowie der Didaktik und der Methodik des Faches,
eine Teilprüfung im anderen Prüfungsfach in der Didaktik und der Methodik des Faches,
eine Teilprüfung über die praktische Umsetzung bildungswissenschaftlicher Aspekte sowie über Schulrecht und Beamtenrecht.
(3) Für die Präsentation wählt der Realschullehreranwärter eines der Fächer aus und schlägt in Abstimmung mit dem Fachleiter ein Thema vor. Der Themenvorschlag ist dem Seminarleiter zu dem von ihm festgelegten Termin vorzulegen. Der Seminarleiter setzt unter Berücksichtigung des Vorschlags das Thema fest. Weicht das festgesetzte Thema von dem Vorschlag ab, ist der zuständige Fachleiter anzuhören. Das Thema wird dem Realschullehreranwärter 20 Werktage vor der Prüfung mitgeteilt. Die Präsentation des eigenen fachbezogenen Unterrichtsvorhabens soll Gelegenheit geben zu zeigen, dass über die Einzelstunde hinaus Unterricht geplant und die Planung unterrichtspraktisch umgesetzt werden kann sowie die Ergebnisse kritisch dargestellt werden können.
(4) Jede Teilprüfung dauert etwa 30 Minuten. Die Teilprüfung gemäß Absatz 1 Nr. 1 besteht aus zwei Abschnitten:
Im ersten Abschnitt mit einer Dauer von zehn Minuten trägt der Realschullehreranwärter in freier Rede und in der Regel mediengestützt Überlegungen und Ergebnisse zu dem Thema vor.
Der zweite Abschnitt mit einer Dauer von 20 Minuten besteht aus einem Kolloquium ausgehend von der vorangegangenen Präsentation.
(5) Der Prüfungsausschuss oder der Unterausschuss berät über das Ergebnis jeder Teilprüfung. Kommt ein Einvernehmen nicht zustande, setzt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses oder der Leiter des Unterausschusses die Note unter Berücksichtigung der vorgetragenen Argumente und der Notenvorschläge gemäß § 21 fest.
(7) § 19 Abs. 8 gilt entsprechend.
(1) Im Anschluß an die Festsetzung der Note für den letzten Prüfungsteil ermittelt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses das Gesamtergebnis der Prüfung gemäß Absatz 2. Der Vorsitzende gibt dem Realschullehreranwärter die Gesamtnote und die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen im Anschluß an die Prüfung bekannt. Ist die Prüfung nicht bestanden, so sind die Gründe des Nichtbestehens zu eröffnen. Der Realschullehreranwärter erhält vom Landesprüfungsamt einen schriftlichen Bescheid über das Nichtbestehen der Prüfung mit Angabe der Gründe.
der Punktzahl der Vornote gemäß § 11 Abs. 4 (vierfach gewichtet),
den Punktzahlen der Noten für die Lehrproben (1,5fach gewichtet),
den Punktzahlen der Noten für die mündlichen Teilprüfungen.
Die Gesamtnote wird aufgrund des Notenumrechnungsschlüssels gemäß der Anlage zu dieser Verordnung ermittelt. Dabei bleibt die zweite Dezimalstelle der durchschnittlichen Punktzahl unberücksichtigt. Zwischenwerte bis 0,49 sind der besseren, ab 0,5 der schlechteren Endnote zuzuordnen.
(4) Die Prüfung ist bestanden, wenn die Gesamtnote „ausreichend“ oder besser ist. Sie ist nicht bestanden in den Fällen des § 19 Abs. 7 und des § 20 Abs. 6 . Sie ist außerdem nicht bestanden, wenn
die Vornote gemäß § 11 Abs. 4 schlechter als „ausreichend“ und eine Lehrprobe „mangelhaft“ sind, sofern die andere Lehrprobe nicht besser als „ausreichend“ bewertet wird,
die Vornote gemäß § 11 Abs. 4 schlechter als „ausreichend“ und zwei mündliche Teilprüfungen „mangelhaft“ sind,
eine Lehrprobe und zwei mündliche Teilprüfungen „mangelhaft“ sind, sofern die andere Lehrprobe nicht besser als „ausreichend“ bewertet wird,
eine Prüfungsleistung gemäß § 25 Abs. 1 mit „ungenügend“ bewertet wird.
(5) Gilt die Prüfung als nicht bestanden oder wird sie nachträglich für nicht bestanden erklärt, gilt Absatz 1 Satz 4 entsprechend.
die Namen des Realschullehreranwärters und der jeweiligen Prüfenden,
die Gesamtnote der Zweiten Staatsprüfung,
im Falle des Nichtbestehens der Prüfung die Entscheidung gemäß § 27 Abs. 1 Satz 2 sowie
(2) Nach dem letzten Prüfungsteil wird die Ermittlung der Gesamtnote der Zweiten Staatsprüfung im Bewertungsbogen festgehalten und von dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterschrieben.
Unterbrechung der Prüfung, Rücktritt, Versäumnis
(1) Kann die Prüfung oder ein Prüfungsteil wegen Krankheit oder sonstiger nicht selbst zu vertretender Umstände nicht abgelegt werden oder eine einzelne Prüfungsleistung nicht erbracht werden, so ist dies in geeigneter Weise unverzüglich nachzuweisen. Bei Erkrankung ist ein ärztliches Zeugnis vorzulegen. Das Landesprüfungsamt kann die Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses verlangen. Es entscheidet, ob eine von dem Realschullehreranwärter nicht zu vertretende Verhinderung und damit eine Unterbrechung der Prüfung vorliegt. Bei Unterbrechung wird die Prüfung an einem vom Landesprüfungsamt zu bestimmenden Termin fortgesetzt. Bereits erbrachte Prüfungsleistungen werden angerechnet.
(1) Bei einem Versuch, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, oder bei Vorliegen eines erheblichen Verstoßes gegen die Ordnung kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die betreffende Prüfungsleistung mit "ungenügend" bewerten.
Bei Bestehen der Prüfung erhält der Realschullehreranwärter ein Zeugnis des Landesprüfungsamtes mit der Gesamtnote einschließlich der durchschnittlichen Punktzahl gemäß § 22 Abs. 2 . Das Zeugnis ist mit dem Siegel des Landesprüfungsamtes zu versehen und trägt das Datum der Bekanntgabe des Gesamtergebnisses der Prüfung.
(1) Ist die Prüfung nicht bestanden oder gilt sie als nicht bestanden oder wird sie nachträglich für nicht bestanden erklärt, so kann sie einmal wiederholt werden. Das Landesprüfungsamt entscheidet, um welche Frist der Vorbereitungsdienst verlängert werden soll; die Frist soll sechs Monate nicht überschreiten.
(2) Bei der Wiederholungsprüfung können einzelne Prüfungsleistungen der ersten Prüfung angerechnet werden. Die Entscheidung trifft das Landesprüfungsamt.
Innerhalb eines Jahres nach Abschluß der Prüfung kann Einsicht in die Prüfungsakten genommen werden. Den Ort der Einsichtnahme bestimmt das Landesprüfungsamt. Abschriften oder Fotokopien der Prüfungsunterlagen dürfen angefertigt werden.
(1) Der Vorbereitungsdienst kann auch an Realschulen als Ausbildungsschulen gemäß § 7 Abs. 2 abgeleistet werden.
(2) Leiter von Realschulen können auch gemäß § 15 Abs. 1 Satz 3 mit dem Vorsitz beauftragt werden.
(2) Gleichzeitig tritt, vorbehaltlich der Regelung in § 29 , die Landesverordnung über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen vom 11. Dezember 1984 (GVBl. 1985 S. 8), zuletzt geändert durch Verordnung vom 2. Dezember 1994 (GVBl. S. 477), BS 2030-51, außer Kraft.
(zu § 22 Abs. 2 )