Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR-RR%202003,%20295
Timestamp: 2019-10-20 13:09:33
Document Index: 234596537

Matched Legal Cases: ['§ 286', '§ 1', '§ 3', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 12', '§ 3', '§ 3', 'BGH']

OLG Frankfurt, 20.02.2003 - 6 U 18/02 - dejure.org
OLG Frankfurt, 20.02.2003 - 6 U 18/02
https://dejure.org/2003,12969
OLG Frankfurt, 20.02.2003 - 6 U 18/02 (https://dejure.org/2003,12969)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 20.02.2003 - 6 U 18/02 (https://dejure.org/2003,12969)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 20. Februar 2003 - 6 U 18/02 (https://dejure.org/2003,12969)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2003,12969) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Arzneimittelrecht - Beweis für gesundheitsbezogenen Werbeaussage
ZPO § 286; UWG § 1; HNWG § 3
GRUR-RR 2003, 295
Soweit in der Entscheidung des OLG Frankfurt vom 20.02.2003, GRUR-RR 2003, 295 -R. G., ein substantiierter Vortrag des Klägers zum Fehlen einer wissenschaftlichen Grundlage einer gesundheitsbezogenen Werbeaussage verlangt wird, um die Darlegungs- und Beweislast der Beklagten zu begründen, ist in Abgrenzung zum vorliegenden Themenkomplex der diätetischen Lebensmittel bzw. der Nahrungsergänzungsmittel zu berücksichtigen, dass sich die genannte Entscheidung auf die gesundheitsbezogene Werbung für ein nach dem Arzneimittelgesetz bereits zugelassenes Arzneimittel bezogen hat.
Vielmehr ist es die Sache des Werbenden, die wissenschaftlichen Erkenntnisse substanziiert vorzutragen, auf die er seine Behauptung stützt (OLG Frankfurt, Urt. v. 20.02.2003 - 6 U 18/02, GRUR-RR 2003, 295 - Roter Ginseng).
Diese Verteilung der Darlegungs- und Beweislast entspricht der gefestigten Rechtsprechung (BGH GRUR 1991, 848, 849 - Rheumalind II; OLG Frankfurt GRUR-RR 2003, 295 - Roter Ginseng).
Vielmehr ist es zunächst die Sache des Werbenden, die wissenschaftlichen Erkenntnisse substanziiert vorzutragen, auf die er seine Behauptung stützt (Senat, GRUR-RR 2003, 295, 296 - Roter Ginseng).
In diesem Fall ist nicht die Unrichtigkeit der Werbeaussage irreführend, sondern der Umstand, dass sie jeder Grundlage entbehrt, während der Verkehr annimmt, niemand werde ohne qualifizierte Grundlage eine derartige Behauptung aufstellen (OLG Hamburg GRUR-RR 2004, 88 ff.; OLG Frankfurt GRUR-RR 2003, 295 f.; LG Berlin, Urteil vom 20.01.2009 - 15 O 969/07).
Vielmehr ist es zunächst die Sache des Werbenden, die wissenschaftlichen Erkenntnisse substantiiert vorzutragen, auf die er seine Behauptung stützt (OLG Frankfurt, 6. Zivilsenat, GRUR-RR 2003, 295, 296 - Roter Ginseng).
Trägt aber der Kläger das Fehlen einer wissenschaftlichen Grundlage einer gesundheitsbezogenen Werbesaussage substantiiert vor, so ist es die Aufgabe des Beklagten, die wissenschaftliche Absicherung seiner Werbeangabe zu beweisen (vgl. BGH, GRUR 1991, 848, 849 - Rheumalind II; Urteil des Senats, GRUR-RR 2003, 295 - Roter Ginseng;… Baumbach/Hefermehl - Bornkamm, Wettbewerbsrecht, 23. Auflage, § 5 UWG Rdnr. 3.26 und § 12 Rdnr. 2.95;… Doepner, HWG, 2. Auflage, § 3 Rdnr. 71;… Gröning, Heilmittelwerberecht, § 3 HWG, Rdnr. 17).
Diese Verteilung der Darlegungs- und Glaubhaftmachungslast entspricht der gefestigten Rechtsprechung (BGH GRUR 1991, 848, 849 - Rheumalind II; OLG Frankfurt GRUR-RR 2003, 295 - Roter Ginseng).
LG Berlin, 20.01.2009 - 15 O 969/07
LG Braunschweig, 03.08.2005 - 22 O 1542/05
Wettbewerbsverstoß im Internet: Bewerbung einer über Apotheken angebotenen …
OLG Frankfurt, 01.07.2004 - 6 U 145/03
Wettbewerbswidrige Heilmittelwerbung: Bewerbung von Ginseng-Präparaten mit …