Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201994,%20304
Timestamp: 2020-04-05 00:51:00
Document Index: 126083596

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 2', '§ 3', '§ 2', '§ 88', '§ 6', '§ 21', '§ 19', '§ 2', '§ 19', '§ 2', '§ 19', '§ 19', '§ 2', '§ 19', '§ 2', '§ 19', '§ 2']

BFH, 16.07.1993 - III R 59/92 - dejure.org
https://dejure.org/1993,439
BFH, 16.07.1993 - III R 59/92 (https://dejure.org/1993,439)
BFH, Entscheidung vom 16.07.1993 - III R 59/92 (https://dejure.org/1993,439)
BFH, Entscheidung vom 16. Juli 1993 - III R 59/92 (https://dejure.org/1993,439)
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InvZV § 2 Satz 1 Nr. 4
Investitionszulage - Personenkraftwagen
InvZV § 2 S. 1 Nr. 4
§ 2 Satz 1 Nr. 4 InvZulV
Investitionszulage; ,,Personenkraftwagen'' i. S. des Investitionszulagenrechts
BFHE 172, 566
DB 1994, 127
BStBl II 1994, 304
bb) Jedenfalls ist die nach Kfz-Steuerrecht und Straßenverkehrsrecht vorzunehmende Klassifizierung für die Festlegung des sachlichen Anwendungsbereichs des § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG im Hinblick auf den mit dieser Regelung vom Gesetzgeber verfolgten spezifischen und gegenüber dem Telos des KraftStG eigenständigen Sinn und Zweck ungeeignet und deshalb unmaßgeblich (…ebenso z.B. Schmidt/Glanegger, a.a.O., § 6 Rz. 420; zur Untauglichkeit der kfz-steuer- und straßenverkehrsrechtlichen Klassifizierungen bei der Abgrenzung von LKW und PKW im Bereich des Investitionszulagenrechts, welchem im Hinblick auf den Ausschluss der Förderung von PKW angesichts deren regelmäßiger privater Mitbenutzung eine ähnliche Intension wie § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG zugrunde liegt, vgl. z.B. BFH-Urteil vom 16. Juli 1993 III R 59/92, BFHE 172, 566, BStBl II 1994, 304, unter 2. b der Gründe).
So ist es beim Fehlen von Seitenfenstern im rückwärtigen Teil des Innenraumes eines Fahrzeuges, welches deshalb ein gewichtiges Zuordnungsmerkmal bei der Gesamtwürdigung darstellen würde; denn es prägt nicht nur das Erscheinungsbild des Fahrzeuges, sondern führt in der Regel auch zu einer mangelhaften Belichtung und Belüftung des Fonds und schließt es im allgemeinen aus anzunehmen, das Fahrzeug sei geeignet und bestimmt, dort Personen zu befördern (vgl. BFH- Urteil vom 16. Juli 1993 III R 59/92, BFHE 172, 566, BStBl II 1994, 304).
... Zum einen darauf, daß - abgesehen von den in § 2 Abs. 2 Sätze 2 bis 4 KraftStG normierten (Ausnahme-)Tatbeständen - nach der gefestigten höchstrichterlichen Rechtsprechung (grundlegend das zu einem Packwagen im Gewerbe nach Schaustellerart ergangene BFH-Urteil vom 30. September 1981 II R 56/78 , BFHE 134, 367, BStBl II 1982, 82, [BFH 30.09.1981 - II R 56/78] im Anschluß daran die zum Begriff der Zugmaschine i. S. von § 3 Nr. 7 KraftStG ergangenen Urteile des VII. Senats des BFH vom 26. November 1991 VII R 88/90 , Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des Bundesfinanzhofs -;…BFH/NV-; 1992, 414 …und vom 30. November 1993 VII R 49/93 , BFH/NV 1994, 741 und die zum Begriff des Personenkraftwagens i. S. von § 2 Satz 1 Nr. 4 der Investitionszulagenverordnung -;InvZV-; ergangenen Urteile des III. Senats des BFH vom 16. Juli 1993 III R 59/92 , BFHE 172, 566, BStBl II 1994, 304 [BFH 16.07.1993 - III R 59/92] und III R 61/92, BFH/NV 1994, 412) keine Bindung des Finanzamts an die Feststellungen der Verwaltungsbehörde (Zulassungsstelle) bestehe, die Finanzbehörde somit nach § 88 AO und § 6 der Kraftfahrzeugsteuer-Durchführungsverordnung -;KraftStDV - berechtigt sei, eigenständig zu prüfen, ob die verkehrsrechtliche Einstufung durch die Zulassungsbehörde kraftfahrzeugsteuerrechtlich zutreffend sei.
Die Formulierung "objektiv nach Bauart und Einrichtung geeignet und bestimmt" findet sich in der höchstrichterlichen Rechtsprechung erstmals in den zum Begriff des Personenkraftwagens i. S. von § 21 Abs. 2 Satz 2 des Berlinhilfegesetzes -;BHG-; ergangenen BFH-Urteil vom 23. August 1966 I 134/64 (BFHE 87, 198, BStBl III 1967, 66), in der Folge in dem zum Begriff des Personenkraftfahrzeugs gemäß § 19 Abs. 2 Satz 2 des Berlinförderungsgesetzes -;BerlinFG-; ergangenen BFH-Urteilen vom 1. Juli 1977 III R 98/75 (BFHE 123, 272, BStBl II 1977, 864 [BFH 01.07.1977 - III R 98/75] ), vom 17. März 1989 III R 97/85 (…BFH/NV 1990, 731) und vom 22. Februar 1991 III R 11/90 (…BFH/NV 1991, 838), dem "Wohnmobil"- Urteil vom 22. Juni 1983 II R 64/82 (BFHE 138, 493, BStBl II 1983, 747 [BFH 22.06.1983 - II R 64/82] ) und schließlich den zwei bereits genannten BFH-Urteilen vom 16. Juli 1993 (BFHE 172, 566, [BFH 16.07.1993 - III R 59/92] BStBl II 1994, 304 [BFH 16.07.1993 - III R 59/92] ;… BFH/NV 1994, 412) zum Begriff des Personenkraftwagens i. S. von § 2 Satz 1 Nr. 4 InvZV.
Die originäre Zulassung eines Fahrzeugs als Pkw oder Lkw seitens des Herstellers und die Genehmigung dieser Zulassung als Pkw/Lkw durch das Kraftfahrt-Bundesamt sind für den Senat das maßgebende Indiz für die ursprüngliche Konzeption (…vgl. zu diesem Stichwort die BFH-Urteile vom 26. November 1991, BFH/NV 1992, 414 und vom 16. Juli 1993, BFHE 172, 566, BStBl II 1994, 304;… BFH/NV 1994, 412) und damit die objektive Beschaffenheit (Bauart und Einrichtung) des Fahrzeugs.
BFH, 11.11.1999 - III R 22/98
Der erkennende Senat hat indes zu § 19 Abs. 2 Satz 2 des Berlinförderungsgesetzes (BerlinFG) sowie zu § 2 Satz 1 Nr. 4 der Investitionszulagenverordnung (InvZV) die Auffassung vertreten, daß ein Kfz grundsätzlich dann als PKW im Sinne dieser Vorschriften anzusehen sei, wenn es objektiv nach Bauart und Einrichtung dazu geeignet und bestimmt ist, auch bei Privatfahrten Personen zu befördern (Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 1. Juli 1977 III R 98/75, BFHE 123, 272, BStBl II 1977, 864;… vom 17. März 1989 III R 97/85, BFH/NV 1990, 731;… vom 22. Februar 1991 III R 11/90, BFH/NV 1991, 838; vom 16. Juli 1993 III R 59/92, BFHE 172, 566, BStBl II 1994, 304).
Für die Beantwortung der Frage, ob ein Fahrzeug den Zweck der privaten Personenbeförderung erfüllen könne, sei allerdings auch nicht die mehr theoretische Möglichkeit dieser Nutzungsart entscheidend, vielmehr sei in diesem Zusammenhang die Lebenserfahrung in Betracht zu ziehen (BFH-Urteil in BFHE 172, 566, BStBl II 1994, 304, m.w.N.).
Denn wie der Senat in seiner Entscheidung in BFHE 172, 566, BStBl II 1994, 304 zum Ausdruck gebracht hat, zeigt sich in der Zusammenführung der Vorschriften über die Investitionszulage nach der InvZV und nach § 19 BerlinFG im InvZulG 1991 bei gleichzeitiger Fortführung der bereits in den Vorgängergesetzen gewählten Begriffe, daß Investitionszulagen im Fördergebiet ausgehend von den auf § 19 BerlinFG und § 2 InvZV basierenden Grundsätzen zu gewähren sind.
Für die InvZV gilt insoweit nichts Besonderes, da sie nach Systematik und Zielsetzung bereits den InvZulG der Bundesrepublik Deutschland entsprach (vgl. Senatsurteil vom 16. Juli 1993 III R 59/92, BFHE 172, 566, BStBl II 1994, 304).
BFH, 17.12.1997 - III R 12/97
Der erkennende Senat hat bereits mehrmals zu § 19 Abs. 2 des Berlinförderungsgesetzes (BerlinFG) sowie zu § 2 Satz 1 Nr. 4 der Investitionszulagenverordnung (InvZV) entschieden, daß ein Kfz unabhängig von den straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften, insbesondere von der Eintragung im Kfz-Brief, grundsätzlich dann als PKW im Sinne des BerlinFG bzw. der InvZV anzusehen ist, wenn es objektiv nach Bauart und Einrichtung dazu geeignet und bestimmt ist, bei Privatfahrten Personen zu befördern (Senatsurteile vom 16. Juli 1993 III R 59/92, BFHE 172, 566, BStBl II 1994, 304, und III R 61/92, BFH/NV 1994, 412; s. auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen --BMF- vom 6. März 1994, BStBl I 1994, 230).
So beruht der vollständige Ausschluß der PKW von der Zulagenförderung nach dem InvZulG 1991 darauf, daß PKW im allgemeinen nicht ausschließlich betrieblich, sondern regelmäßig auch privat genutzt werden, und daß den Finanzbehörden die zügige Bearbeitung der Investitionszulagenanträge dadurch erleichtert werden soll, daß nicht in jedem Fall der Umfang der privaten Nutzung ermittelt zu werden braucht (vgl. Senatsurteile in BFHE 172, 566, BStBl II 1994, 304, und in BFH/NV 1994, 412).
FG Thüringen, 12.12.2000 - IV 802/00
Investitionszulage für Mercedes-Benz 212 D Sprinter
Insbesondere sei das Argument des Beklagten nicht stimmig, auf eine theoretisch mögliche private Personenbeförderung abzustellen, die realen mit der Lebenserfahrung zusammenhängenden Umstände hingegen ungewürdigt zu lassen (Hinweis auf Urteil des BFH vom 16. Juli 1993 III R 59/92, Bundessteuerblatt II 1994, 304 ).
In Anlehnung an § 19 Abs. 2 Satz 2 des Berlinförderungsgesetzes sowie zu § 2 Satz 1 Nr. 4 der Investitionszulagenverordnung hat der Bundesfinanzhof (BFH) in ständiger Rechtsprechung die Auffassung vertreten, ein PKW im Sinne des Ausschlusses der Fördervorschriften liege vor, wenn es objektiv nach Bauart und Einrichtung dazu geeignet und bestimmt ist, auch bei Privatfahrten Personen zu befördern (Urteile des BFH vom Juli 1977 III R 98/95, Sammlung der Entscheidungen des Bundesfinanzhofs -BFHE- 123, 272, Bundessteuerblatt Teil II -BStBl II- 1977, 864;… vom 17. März 1989 III R 97/85, Sammlung nicht veröffentlichter Entscheidungen des BFH -BFH/NV- 1990, 731;… vom 22. Februar 1991 III R 11/90, BFH/NV 1991, 838; vom 16. Juni 1993 III R 59/92, BFHE 172, 566, BStBl II 1994, 304 ).
Vielmehr soll in diesem Zusammenhang die Lebenserfahrung in die Betrachtung mit einbezogen werden (Urteil des BFH in BFHE 172, 566, BStBl II 1994, 304 m.w.N.).
FG Thüringen, 11.02.1998 - III 267/97
Voraussetzungen für die Inanspruchnahme einer Investitionszulage; Anforderungen …
FG Thüringen, 10.04.1996 - I 300/95
Anforderungen an die Änderung eines Investitionszulagenbescheides; Anspruch auf …
BFH, 23.10.2002 - III R 7/01
FG Thüringen, 25.04.1996 - I 96/96
Auslegung eines Antrags auf Aussetzung der Vollziehung eines Steuerbescheides; …
BFH, 05.02.1998 - III B 60/97
Investitionszulagenrechtliche Verbleibensregelungen bei Transportmitteln
FG Brandenburg, 11.01.2000 - 3 K 1888/98
BFH, 09.05.1996 - III B 242/95
Anforderungen an die Verbleibvoraussetzungen bei Transportmitteln für die …
FG München, 17.07.1996 - 4 K 2692/94
FG Saarland, 23.09.1999 - 2 K 294/98
Kraftfahrzeugsteuerrechtliche Einordnung eines Fahrzeugs als PKW oder als LKW
FG München, 12.08.1998 - 4 K 2839/98