Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=29.01.2019&Aktenzeichen=VI%20ZR%20495%2F16
Timestamp: 2019-04-19 21:19:27
Document Index: 321881815

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 823', '§ 8', '§ 8']

BGH, 29.01.2019 - VI ZR 495/16 - dejure.org
§ 8 Abs 2 S 1 TPG, § 8 Abs 2 S 2 TPG, § 8 Abs 2 S 3 TPG, § 8 Abs 2 S 4 TPG, § 823 BGB
Besonders strenge Aufklärungspflichten des Arztes bei Lebendnierenspende
zeit.de (Pressemeldung, 29.01.2019)
Organspender können bei unzureichender ärztlicher Aufklärung klagen
Ärztliche Aufklärungspflichten vor einer Lebendspende
Arzthaftung nach Lebendorganspende
Arzthaftung nach Lebendorganspende: Ärzte müssen Organspender vor sich selbst schützen
Arzthaftung nach Lebendorganspende: Denn sie wussten trotzdem, was sie tun
Urteil zur Nierenlebendspende: Gesetzliche Aufklärungsvorgaben dienen dem Spenderschutz
NJW 2019, 1076
MDR 2019, 418
Der Beklagte zu 2 fungierte als federführender Nephrologe und war damit der für die nierenkundliche Seite der Transplantation maßgeblich zuständige Arzt; als solcher ist er nicht "weiterer Arzt" im Sinne von § 8 Abs. 2 Satz 3 TPG (s. hierzu Senatsurteil vom heutigen Tag - VI ZR 495/16 unter II.1.b.bb).
Bei den unbeachtet gebliebenen Vorgaben des § 8 Abs. 2 Satz 3 - und ggf. Satz 4 - TPG handelt es sich um die Aufklärungspflicht des Arztes begleitende Form- und Verfahrensvorschriften mit beweisrechtlicher Bedeutung, die nicht schon für sich genommen haftungsbegründend wirken (s. hierzu Senatsurteil vom heutigen Tag - VI ZR 495/16 unter II.1.c und d).