Source: https://enso.de/wps/portal/enso/cms/menu_main/service-unternehmen/steuern-umlagen
Timestamp: 2018-06-22 05:33:35
Document Index: 299934859

Matched Legal Cases: ['§ 63', '§ 63', '§10', '§55', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 17', '§17', '§17', '§ 17', '§ 18', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 51', '§ 53', '§ 53', '§ 53', '§ 54', '§ 55', '§ 54', '§ 55', '§ 10', '§ 55']

ENSO - Steuern und Umlagen
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Wussten Sie, dass die Strombeschaffung an der Strombörse nur ein Fünftel Ihrer Energiekosten ausmacht?
Weitere Kostenbestandteile sind Netznutzungs- und Messentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen. Der Gesetzgeber hat verschiedene Möglichkeiten geschaffen, um Industriekunden zu entlasten. Wir bieten Ihnen mehr als Energieeinkauf. Profitieren Sie von unserem umfangreichen Beratungsangebot.
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Zusammensetzung der Stromkosten in 2018 am Beispiel eines mittelständischen Industrieunternehmens
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Mit der EEG-Umlage wird die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien gefördert.
Im Jahr 2018 beträgt die EEG-Umlage 6,792 ct/kWh (netto). Für das Jahr 2017 betrug die EEG-Umlage 6,880 ct/kWh (netto). Gemäß der besonderen Ausgleichsregelung nach §§ 63 ff. EEG 2017 können stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes und der schienengebundene Verkehr unter bestimmten Voraussetzungen eine Begrenzung der EEG-Umlage beantragen.
EEG 2017 (ww.gesetze-im-internet.de)
Gemäß der Besonderen Ausgleichsregelung BesAR nach §§ 63 ff. EEG 2017 können stromintensive Unternehmen des produzierenden Gewerbes und auch der schienengebundene Verkehr unter bestimmten Voraussetzungen eine Begrenzung der EEG-Umlage beantragen. Voraussetzung ist, dass das Verhältnis der Stromkosten zur Bruttowertschöpfung des Unternehmens (Stromkostenintensität SKI) im letzten Geschäftsjahr mehr als 17 % bzw. 20 % betragen hat und das Unternehmen ein zertifiziertes Energie- oder Umweltmanagementsystem betreibt.
Zusätzlich gelten Übergangs- und Neuregelungen, nach denen Unternehmen mit einem Verhältnis der Stromkosten zur Bruttowertschöpfung (Stromkostenintensität SKI) zwischen 14 % und 17 % ebenfalls von der Besonderen Ausgleichsregelung profitieren können. Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Begrenzung der EEG-Umlage für das nächste Jahr müssen bis 30.06. gestellt werden (materielle Ausschlussfrist). Die Antragstellung ist ausschließlich papierlos möglich und wird im elektronischen Teilnehmerverfahren angeboten. Um an diesem Verfahren zur Nutzung des Online-Portals teilzunehmen, können sich antragstellende Unternehmen bei der BAFA registrieren. Die Begrenzung ist immer für ein Jahr gültig.
EEG-Umlage ab 01.01.2018: 6,792 ct/kWh (netto)
Stromverbrauch je Verbrauchsstelle: bis 1.000.000 kWh/a
Begrenzung auf 15 % der unbegrenzten EEG-Umlage
Stromverbrauch je Verbrauchsstelle: ab 1.000.001 kWh/a
Bedingung: Liste 1*: SKI > 17%; Liste 2*: SKI > 20%
Begrenzung auf 20 % der unbegrenzten EEG-Umlage
Bedingung: Liste 1*: 14 < SKI < 17 %
Begrenzung maximal
EEG-Umlage ab 01.01.2018: 4 % bzw. 0,5 % der Bruttowertschöpfung
Bedingung: 4 %: SKI < 20%; 0,5 %: SKI > 20%
Begrenzung auf mindestens
EEG-Umlage ab 01.01.2018: 0,1 bzw. 0,05 ct/kWh (netto)
* Anlage 4 listet 221 antragsberechtigte stromkosten- oder handelsintensive Branchen auf, die in zwei Listen unterschieden werden.
Die Stromsteuer kann bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen erlassen, erstattet oder vergütet werden. Ein Excel-Berechnungsmodul für die Steuerentlastungen finden Sie auf www.detmold.ihk.de
Ausführliche Informationen zur Versteuerung, den Entlastungsmöglichkeiten und Befreiungen sowie deren Voraussetzungen finden Sie auf www.zoll.de. Des Weiteren finden Sie im Formularcenter des Zoll alle amtlichen Vordrucke und entsprechende Merkblätter.
Der Spitzenausgleich nach §10 StromStG und §55 EnergieStG wurde im Zuge der ökologischen Steuerreform eingeführt. Ziel des Spitzenausgleichs ist, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen des Produzierenden Gewerbes in Deutschland zu erhalten. Die Nachfolgeregelung gilt seit dem 1. Januar 2013 für die nächsten zehn Jahre bis 2022.
Die ENSO bietet Ihnen zur Verbesserung Ihrer Energieeffizienz und zur Einführung des Energiemanagementsystems Beratungsdienstleistungen an.
Weitere Informationen zu Energieeffizienzmaßnahmen finden Sie hier.
Die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) regelt die Netzentgelte einschließlich der Ermittlung der Entgelte für dezentrale Einspeisungen. Unternehmen mit einer Stromabnahme von mindestens 10.000.000 kWh und einer Benutzungsstundenanzahl von mehr als 7.000 Stunden im Jahr können künftig nicht mehr von einer vollständigen Befreiung der Netzentgelte profitieren.
Anzeige- und Berichtspflichten: Die Vereinbarung eines individuellen Netzentgelts mit dem Netzbetreiber ist der Bundesnetzagentur bis zum 30.09. des Jahres, für das die Vereinbarung erstmalig Anwendung finden soll, anzuzeigen. Weiterhin besteht die Pflicht, die Einhaltung der Kriterien zum 30.06. des Folgejahres nachzuweisen.
Mit der § 19 StromNEV-Umlage wird die Entlastung stromintensiver Unternehmen von den Netzentgelten finanziert. Die Betreiber von Übertragungsnetzen sind verpflichtet, entgangene Erlöse, die aus individuellen Netzentgelten resultieren, nachgelagerten Betreibern von Elektrizitätsverteilernetzen zu erstatten. Die Übertragungsnetzbetreiber haben diese Zahlungen sowie eigene entgangene Erlöse untereinander auszugleichen. Die entgangenen Erlöse werden als Aufschlag auf die Netzentgelte (§ 19 StromNEV-Umlage) anteilig auf alle Letztverbraucher (LV) umgelegt.
Die Höhe der Umlage ist abhängig vom Verbrauch des Kunden. Für 2018 beträgt sie je Letztverbrauchergruppe (LV-Gruppe):
0,370 ct/kWh (netto) 0,050 ct/kWh (netto) 0,025 ct/kWh (netto)
Letztverbraucher, die dem produzierenden Gewerbe, dem schienengebundenen Verkehr oder der Eisenbahninfrastruktur zuzuordnen sind und deren Stromkosten im vorangegangenen Kalenderjahr 4 Prozent des Umsatzes überstiegen haben, zahlen zusätzlich für über 1.000.000 kWh hinausgehende Strombezüge eine maximale § 19 StromNEV-Umlage von 0,025 ct/kWh.
Unternehmen können sich die Letztverbrauchergruppe C auf Basis des Vorjahres durch einen Wirtschaftsprüfer oder einen vereidigten Buchprüfer zertifizieren lassen. Bis 31.03. des Jahres muss das Wirtschaftsprüfertestat an den örtlichen Netzbetreiber gesandt werden.
Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ist am 1. April 2002 in Kraft getreten. Ihm voraus ging das Gesetz zum Schutz der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung vom 12. Mai 2000 als Vorschaltgesetz zur Bestandssicherung von KWK-Anlagen.
Der Zweck des Gesetzes ist es, die Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zu erhöhen. Die Förderung (bzw. Vergütung), die die Betreiber von testierten KWK-Anlagen erhalten, wird auf alle Letztverbraucher umgelegt. Das KWKG wurde zum 01.01.2017 novelliert.
Die KWKG-Umlage dient zur Förderung von Modernisierung, Aus- und Neubau von KWK-Anlagen, in denen parallel Strom und Nutzwärme erzeugt wird.
Bitte beachten Sie, dass Privilegierungen bei der KWKG-Umlage mit der Novellierung des KWKG an die Besonderen Ausgleichsregelungen (BesAR) bei der EEG-Umlage angeglichen wurden und auch an die gleichen Voraussetzungen gekoppelt sind. Für 2019 können Unternehmen bis 30.06.2018 online Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Begrenzung der KWKG-Umlage stellen.
Die Einteilung der Letztverbraucher inkl. der neuen Letztverbrauchergruppen sowie die Übergangsregelungen für 2017/2018 finden Sie im Informationsblatt Letztverbraucher. Auf dem Informationsblatt sind die Umlagehöhen je Letztverbrauchergruppe aufgelistet.
Informationsblatt Letztverbraucher (PDF, 161 kB)
Mit der Offshore-Haftungsumlage nach § 17f Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) werden die Risiken der Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz abgesichert. Entschädigungszahlungen an Betreiber von Offshore-Windparks werden über die Offshore-Haftungsumlage bundesweit auf alle Letztverbraucher umgelegt.
Die Höhe der Umlage ist abhängig vom Verbrauch des Kunden. Für 2018 beträgt sie je Letztverbrauchergruppe (LV Gruppe):
0,037 ct/kWh (netto) 0,049 ct/kWh (netto) 0,024 ct/kWh (netto)
Letztverbraucher, deren Jahresverbrauch an einer Verbrauchsstelle 1.000.000 kWh übersteigt, zahlen nach KWKG 2016 i.V.m. §17f EnWG zusätzlich für über 1.000.000 kWh hinausgehende Strombezüge eine maximale Offshore-Haftungsumlage von 0,05 ct/kWh.
Letztverbraucher, deren Jahresverbrauch an einer Verbrauchsstelle 1.000.000 kWh übersteigt und deren Stromkosten im vorangegangenen Kalenderjahr 4 Prozent des Umsatzes überstieg, zahlen nach KWKG 2016 i.V.m. §17f EnWG zusätzlich für über 1.000.000 kWh hinausgehende Strombezüge eine maximale Offshore-Haftungsumlage von 0,025 ct/kWh.
Unternehmen können sich die Letztverbrauchergruppe C auf Basis des Vorjahres durch einen Wirtschaftsprüfer oder einen vereidigten Buchprüfer zertifizieren lassen.
Offshore-Haftungsumlage für 2017 nach § 17f EnWG (www.netztransparenz.de)
Die Konzessionsabgabe ist ein Entgelt an die Kommune für die Mitbenutzung von öffentlichen Verkehrswegen durch Versorgungsleitungen. Ihre Höhe variiert in Abhängigkeit von der Gemeindegröße.
Umlage abschaltbare Lasten (AbLaV-Umlage)
Mit der Umlage abschaltbare Lasten nach § 18 AbLaV (Verordnung zu abschaltbaren Lasten) sollen Unternehmen dafür entschädigt werden, dass sie zu Spitzenzeiten ihre Stromnachfrage drosseln oder komplett vom Netz gehen. Im Gegenzug wird den Stromverbrauchern für das Abschalten eine Prämie/Entschädigung von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) gezahlt. Die bei den ÜNB angefallenen Kosten werden mit der AbLaV-Umlage auf alle Letztverbraucher gewälzt. Für 2018 beträgt die AbLaV-Umlage 0,011 ct/kWh (netto).
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Die Energiesteuer gehört zu den bundeseinheitlich geregelten Verbrauchssteuern und wird auf Energieerzeugnisse, die als Kraft- und Heizstoffe innerhalb des deutschen Steuergebiets eingesetzt werden, erhoben. Das sind Energieträger fossiler Herkunft (Mineralöle, Erdgas, Flüssiggase, Steinkohle, Braunkohle, Koks und Schmierstoffe) und nachwachsende Energiearten (Pflanzenöle oder Alkohole).
Die Energiesteuer wird von der Zollverwaltung erhoben. Die Einnahmen fließen dem Bund zu. Rechtsgrundlagen sind das Energiesteuergesetz (EnergieStG) sowie die Energiesteuerdurchführungsverordnung (EnergieStV).
Die Höhe der Energiesteuer ist in § 2 EnergieStG für unterschiedliche Energieerzeugnisse einzeln festgelegt. Energieerzeugnisse, die dort nicht separat aufgeführt werden unterliegen dem Steuersatz für dasjenige Energieerzeugnis, dem sie nach Beschaffenheit und Verwendungszweck am nächsten stehen (§ 2 Abs. 4 EnergieStG).
Auszug, Besteuerung von Erdgas:
"Reduzierter Regelsteuersatz" bis 31.12.2023
Regulärer Steuersatz ab 01.01.2024
"Heizsteuersatz"*
13,90 €/MWh (netto)
1,39 ct/kWh (netto) 31,80 €/MWh (netto)
3,18 ct/kWh (netto) 5,50 €/MWh (netto)
0,55 ct/kWh (netto)
*Steuersatz bei Verwendung von Erdgas zum Heizen, zur Stromerzeugung, in „Begünstigten Anlagen“ (§ 3 EnergieStG)
Wichtige Steuerentlastungen beinhalten die Regelungen des Energiesteuergesetzes nach
§ 51 EnergieStG für bestimmte Prozesse und Verfahren,
§ 53 Abs.1 Nr. 1 EnergieStG für KWK-Anlagen > 2 MW elektr. Nennleistung
§ 53 Abs. 1 Nr. 2 EnergieStG sowie § 53 EnergieStG für KWK- Anlagen < 2 MW.
§ 54 EnergieStG für Unternehmen des produzierenden Gewerbes
§ 55 EnergieStG als sog. Spitzenausgleich.
Auszug, Steuerentlastungen für Erdgas:
Steuerentlastung nach § 54 EnergieStG 1,38 EUR/MWh (0,138 ct/kWh) netto
Steuerentlastung nach § 55 EnergieStG 2,28 EUR/MWh (0,228 ct/kWh) netto
Eine erste Orientierung zur Abschätzung Ihrer Steuerentlastung als Unternehmen des produzierenden Gewerbes* oder der Forst- und Landwirtschaft im Rahmen der Energie- und Stromsteuer finden Sie unter www.energiesteuer.de
Spitzenausgleich wird bis 2022 verlängert
Der sog. Spitzenausgleich nach § 10 StromStG und § 55 EnergieStG wurde im Zuge der ökologischen Steuerreform im Jahr 1999 eingeführt. Ziel des Spitzenausgleichs ist es, die internationale Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Unternehmen in Deutschland zu erhalten. Die Europäische Union hatte diese Regelung bis 2022 genehmigt.
Eine Erstattung wird gewährt, soweit das Unternehmen nachweist, dass es im Antragsjahr über ein Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 (Ausg. 2011)- oder Umweltmanagementsystem nach EMAS verfügt.
Die Bilanzierungsumlage dient den Marktgebietsverantwortlichen GASPOOL und NetConnect Germany zur Beschaffung von externer Regelenergie, um physische Differenzen zwischen Ein- und Ausspeisung von Erdgas ausgleichen zu können.
Die Konvertierungsumlage wird vom Marktgebietsverantwortlichen erhoben, wenn die Kosten der Konvertierung die aus dem Konvertierungsentgelt erzielten Erlöse übersteigen bzw. wenn Residualkosten aus vorhergehenden Geltungszeiträumen vorliegen.