Source: https://www.peterlang.com/view/9783653981605/13_Lit.html
Timestamp: 2018-07-22 07:24:51
Document Index: 249582045

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 1', '§ 291', '§ 291', '§ 850', 'Art. 4', 'Art. 7', 'Art. 23', '§ 3', '§ 291', '§ 291', '§ 233', '§ 233', '§ 233', '§ 233', '§ 233', '§ 232', '§ 233', '§ 232', '§ 263', '§ 263', '§ 263', '§ 612', '§ 263', '§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 266', '§ 266', '§ 266', '§ 266', '§ 266', '§ 266', '§ 2', '§ 15', '§ 15', '§ 1', '§ 1', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 16', '§ 16', '§ 10', '§ 16', '§ 10', '§ 16', '§ 16', '§ 10', '§ 10', '§ 404', '§ 10', '§ 10', '§ 11', '§ 96', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 8', '§ 4', '§ 5', '§ 7', '§ 23', '§ 23', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 4', '§ 18', '§ 18', '§ 1', '§ 2', '§ 291', '§ 10', '§ 15', '§ 233', '§ 263', '§ 253', '§ 266', '§ 23', '§ 18', '§ 16', '§ 16', '§ 15']

Literaturverzeichnis : Sicherung angemessenen Arbeitslohns durch das Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht
Sicherung angemessenen Arbeitslohns durch das Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht
Catherina Schrell
Am 01.01.2015 tritt ein bundesweit einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro in Kraft. Bislang ist der deutschen Rechts- und Wirtschaftsordnung ein gesetzlich fixierter Lohn fremd. Es dominiert der Grundsatz der Vertragsfreiheit, wonach ein Lohn als «angemessen» gilt, wenn er von den Arbeitsvertragsparteien frei ausgehandelt wurde. Gleichwohl hat der Gesetzgeber – nicht zuletzt aufgrund der existenziellen Bedeutung des Lohnes für die meisten Arbeitnehmer – dem Grundsatz der freien Lohngestaltung schon heute gewisse Grenzen gesetzt. Vor diesem Hintergrund widmet sich diese Arbeit der Frage, ob und in welcher Weise das derzeitige Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht zum Schutz einer angemessenen Arbeitsvergütung beitragen kann.
978-3-653-98160-5
https://doi.org/10.3726/978-3-653-04857-5
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2014. XX, 186 S.
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ACHENBACH, Hans/RANSIEK, Andreas: Handbuch Wirtschaftsstrafrecht, 3. Auflage 2011, (zitiert: HWSt-Bearbeiter, Teil Kapitel Rn.).
ARZT, Gunther: Zwischen Nötigung und Wucher, in: Festschrift für Karl Lackner zum 70. Geburtstag am 18. Februar 1987, hrsg. v. Wilfried Küper in Verbindung mit Ingeborg Puppe und Jörg Tenckhoff, 641ff. (zitiert: Arzt, Zwischen Nötigung und Wucher, in FS für Lackner, S.).
AURNHAMMER, Katharina: Spezielles Ausländerstrafrecht, Die Straftatbestände des Ausländergesetzes und des Asylverfahrensgesetzes, Eine vergleichende Untersuchung, (zitiert: Aurnhammer, Spezielles Ausländerstrafrecht, S.).
AUSPURG, Katrin/GATSKOVA, Ksenija/HINZ, Thomas: Vorstellungen von Lohngerechtigkeit von West- und Ostdeutschland und in der Ukraine, WSI-Mitteilungen 2/2013, 77, (zitiert: Auspurg/Gatskova/Hinz, Vorstellungen von Lohngerechtigkeit von West- und Ostdeutschland und in der Ukraine, WSI-Mitteilungen 2/2013, S.).
BAHNMÜLLER, Reinhard/BISPINCK, Reinhard/WEILER, Anni: Tarifpolitik und Lohnbildung in Deutschland am Beispiel ausgewählter Wirtschaftszweige, WSI-Diskussionspapier Nr. 79, S. 4, Dezember 1999, abrufbar unter www.fatk.uni-tuebingen.de/files/tarifpolitik_und_lohnbildung.pdf, zuletzt abgerufen am 30.09.2013, (zitiert: Bahnmüller/Bispinck/Weiler, Tarifpolitik und Lohnbildung in Deutschland am Beispiel ausgewählter Wirtschaftszweige, S. 4, abrufbar unter www.fatk.uni-tuebingen.de/files/tarifpolitik_und_lohnbildung.pdf).
§ 2 Gang der Untersuchung
§ 3 Der Begriff der „angemessenen Arbeitsvergütung“
2. Teil Überblick über die Vorschriften
§ 1 Schutzvorschriften aus dem Hauptstrafrecht
A. Lohnwucher, § 291 I 1 Nr. 3, II StGB
I. Schutzinhalt
II. Tauglicher Täter
III. Objektiver Tatbestand des § 291 I 1 Nr. 3 StGB
1. Ausbeuten einer Schwächesituation beim Opfer
a) Zwangslage
b) Unerfahrenheit
c) Sichversprechenlassen oder Sichgewährenlassen von Vermögensvorteilen
2. Auffälliges Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung
a) Tariflohn als Vergleichsmaßstab
b) Richtwert eines auffälligen Missverhältnisses
c) Alternativer Überprüfungsmaßstab
aa) Grundsicherung nach dem SGB II
bb) Pfändungsfreigrenze nach § 850c ZPO
cc) Steuerfreies Existenzminimum
dd) Recht auf ein angemessenes Arbeitsentgelt nach Art. 4 I ESC
ee) Recht auf ein angemessenes Entgelt nach Art. 7a IPwskR und Art. 23 III AEMR
ff) Mindestentgelt für Leiharbeitnehmer nach § 3a AÜG
IV. Subjektiver Tatbestand des § 291 I 1 Nr. 3 StGB
V. Rechtsfolgen und besonders schwere Fälle des § 291 I 1 Nr. 3 StGB
2. Gewerbsmäßige Begehung
B. Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft, § 233 StGB
II. Objektiver Tatbestand des § 233 StGB
1. Sklaverei
2. Leibeigenschaft
3. Schuldknechtschaft
4. Ausbeuterisches Beschäftigungsverhältnis
a) Arbeitsbedingungen als Vergleichsgegenstand
b) Andere Arbeitnehmer als Vergleichsgruppe
c) Richtwert eines auffälligen Missverhältnisses
d) Strafbarkeitsbeschränkendes Korrektiv
e) Alternativer Überprüfungsmaßstab
5. Tathandlung des „Bringens in oder Bringens zu“ unter Ausnutzung einer Zwangslage oder einer auslandsspezifischen Hilfslosigkeit
a) Tathandlung des „Dazu-bringens“
b) Schwächelagen
c) Person unter 21 Jahren
III. Subjektiver Tatbestand des § 233 StGB
1. Qualifikationstatbestand des § 233 III StGB
2. Schwerer Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft nach § 233 III, § 232 IV StGB
3. Minder schwere Fälle nach § 233 III i.V.m. § 232 V StGB
C. „Arbeitsbetrug“, § 263 StGB
II. Täuschung über die Zahlungswilligkeit und Zahlungsfähigkeit
1. Objektiver Tatbestand des § 263 StGB
a) Täuschungshandlung
b) Kausal verursachte Irrtumserregung
c) Kausale Verfügung über die Arbeitsleistung
d) Kausal verursachter Vermögensschaden
aa) Arbeitsleistung aufgrund eines Arbeitsvertrages
bb) Arbeitsleistung ohne Vertrag
2. Subjektive Tatbestandsvoraussetzungen des § 263 StGB
III. Täuschung über die Üblichkeit bzw. Angemessenheit der Vergütung
a) Täuschung über die Üblichkeit der Vergütung
aa) Konkludentes Erklären von Üblichkeit bzw. Angemessenheit der Arbeitsvergütung
bb) Täuschung durch unterlassene Aufklärung über die Unüblichkeit der Arbeitsvergütung
(1) Mindestlohn und Tariflohn
(2) § 612 II BGB
b) Kausal verursachter Irrtum über das allgemeine Lohnniveau
c) Kausal verursachte Vermögensverfügung
2. Subjektiver Tatbestand des § 263 StGB
IV. Rechtsfolge und besonders schwere Fälle
1. Gewerbsmäßiges Handeln
2. Absicht, durch fortgesetzte Begehung eine große Zahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen
3. Bringen in wirtschaftliche Not
D. „Arbeitserpressung“, §§ 253, 255 StGB
I. Schutzzweck
III. Objektiver Tatbestand der §§ 253, 255 StGB
1. Nötigungsmittel
2. Nötigungserfolg
a) Nötigungsbedingte Vermögensverfügung
b) Vermögensnachteil
aa) Vermögensnachteil durch Lohnverzicht
bb) Vermögensnachteil bei Erbringung einer abgepressten Arbeitsleistung
IV. Subjektiver Tatbestand der §§ 253, 255 StGB
V. Rechtswidrigkeit
VI. Rechtsfolgen und besonders schwere Fälle
E. Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt, § 266a I, III StGB
I. Vorenthalten von Arbeitnehmerbeiträgen, § 266a I StGB
II. Veruntreuen von sonstigem Arbeitnehmerentgelt, § 266a III StGB
1. Schutzinhalt
2. Tauglicher Täter
3. Objektiver Tatbestand des § 266a III StGB
a) Rechtmäßig einbehaltene Teile des Arbeitsentgelts als Tatgegenstand
b) Pflichtwidriges Nichtweiterleiten an den Gläubiger
c) Nichtunterrichtung des Arbeitnehmers
4. Subjektiver Tatbestand des § 266a III StGB
6. Strafbefreiende Selbstanzeige gemäß § 266a VI 3 StGB
§ 2 Schutzvorschriften aus dem Nebenstrafrecht
A. Ausländische Leiharbeitnehmer ohne Genehmigung, § 15 AÜG
II. Objektiver Tatbestand des § 15 AÜG
1. Verleiher ohne Verleiherlaubnis nach § 1 AÜG
2. Ausnahmen von der Erlaubnispflicht des § 1 I 1 AÜG
3. Ausländer ohne erforderliche Genehmigung
4. Vorübergehendes Überlassen an einen Dritten
III. Subjektiver Tatbestand des § 15 AÜG
IV. Rechtsfolgen und besonders schwere Fälle
B. Entleih von Ausländern ohne Genehmigung, § 15a I AÜG
III. Objektiver Tatbestand des § 15a I 1 AÜG
1. Tätigwerdenlassen
2. Auffälliges Missverhältnis zwischen den Arbeitsbedingungen
a) Deutsche Leiharbeitnehmer als Vergleichsmaßstab
IV. Subjektiver Tatbestand des § 15a I 1 AÜG
V. Rechtsfolgen und besonders schwere Fälle des § 15a I 2 AÜG
C. Ordnungswidrigkeiten nach § 16 I Nr. 7a) und Nr. 7b), II AÜG
III. Objektiver Tatbestand des § 16 I Nr. 7a) und Nr. 7b) AÜG
1. Verstoß gegen die Pflicht aus § 10 IV AÜG gemäß § 16 I Nr. 7a) AÜG
2. Verstoß gegen die Pflicht aus § 10 V AÜG gemäß § 16 I Nr. 7b) AÜG
IV. Subjektiver Tatbestand des § 16 I Nr. 7a) und 7b) AÜG
D. Beschäftigung von Ausländern ohne Genehmigung oder ohne Aufenthaltstitel zu ungünstigen Arbeitsbedingungen, § 10 SchwarzArbG
III. Objektiver Tatbestand des § 10 SchwarzArbG
1. Grundtatbestand des § 404 II Nr. 3 SGB III
IV. Subjektiver Tatbestand des § 10 SchwarzArbG
V. Rechtsfolgen und besonders schwere Fälle des § 10 II SchwarzArbG
VI. Qualifikation des § 11 I Nr. 2 SchwarzArbG
E. Einschleusen von Ausländern, § 96 I Nr. 1 a), Nr. 2 AufenthG
F. Bußgeldvorschriften, § 23 I Nr. 1, II AEntG
III. Objektiver Tatbestand des § 23 I Nr. 1 und II AEntG
1. Verstoß gegen die Pflicht zur Gewährung des tariflichen Mindestlohns gemäß § 23 I Nr. 1 AEntG i.V.m. § 8 I 1 und III AEntG
a) Nichtgewähren des Mindestlohns
b) Tarifvertrag einer in § 4 AEntG aufgezählten Branche
c) Tatsächlicher Abschluss eines Tarifvertrages in der jeweiligen Branche
d) Tarifnormerstreckung im Sinne des § 5 TVG und § 7 AEntG
e) Nichtgewähren des Mindestlohns durch den Verleiher
2. Nichtgewähren des Mindestlohns durch einen vom Arbeitgeber beauftragten Sub- oder Nachunternehmer, § 23 II AEntG
a) Beauftragung eines Sub- oder Nachunternehmers
b) Werk- und Dienstleistungen in erheblichem Umfang
c) Nichtgewähren des Mindestlohns
IV. Subjektiver Tatbestand des § 23 I Nr. 1 und II AEntG
G. Bußgeldvorschriften, § 18 I Nr. 1, II MiArbG
III. Objektiver Tatbestand des § 18 I Nr. 1 und II MiArbG
1. Nichtgewähren des Mindestlohns gemäß § 18 I Nr. 1 MiArbG
b) Staatlicher Mindestlohn mittels Rechtsverordnung nach § 4 III MiArbG
c) Soziale Verwerfungen
2. Nichtgewähren des Mindestlohns durch einen vom Arbeitgeber beauftragten Sub- oder Nachunternehmer, § 18 II MiArbG
IV. Subjektiver Tatbestand des § 18 I Nr. 1 und II MiArbG
3. Teil Abschliessender Vergleich der einzelnen Schutzvorschriften
§ 1 Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung
A. Prüfungsmaßstab
B. Richtwert für eine Strafbarkeit
C. „Defekt“ beim Arbeitnehmer
D. Strafschutz in- und ausländischer Arbeitnehmer
§ 2 Reichweite des Schutzes der einzelnen Vorschriften
A. § 291 I 1 Nr. 3 StGB
B. § 10 SchwarzArbG, § 15a I 1 AÜG
C. § 233 StGB
D. § 263 StGB
E. §§ 253, 255 StGB
F. § 266a III StGB
G. § 23 I Nr. 1, II AEntG
H. § 18 I Nr. 1, II MiArbG
I. § 16 I Nr. 7a) AÜG
J. § 16 I Nr. 7b) AÜG
K. § 15 AÜG
L. Resümee
M. Tabellarische Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung
4. Teil Ausblick