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Timestamp: 2016-10-27 01:10:04
Document Index: 120702542

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 42', 'Art. 43', 'Art. 61', 'Art. 65', 'Art. 66']

8C_431/2016 (22.09.2016)
{T�0/2} 8C_431/2016 � � Urteil vom 22. September 2016
vertreten durch Rechtsanw�ltin Marianne I. Sieger, Beschwerdegegnerin.
Nach einem am 14. Dezember 2006 von A.________ (Jg. 1966) erlittenen Verkehrsunfall kam die AXA Versicherungen AG (AXA) f�r Heilbehandlung auf und richtete Taggelder aus. Nach Einsichtnahme in das Gutachten des Dr. med. B.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie FMH und Zertifizierter Medizinischer Gutachter SIM, vom 28. September 2014 stellte sie ihre Leistungen mangels nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhanges zwischen versichertem Unfallereignis und noch vorhandenen gesundheitlichen Beeintr�chtigungen mit Verf�gung vom 17. November 2014 - unter Verzicht auf eine R�ckforderung zu viel ausgerichteter Zahlungen - r�ckwirkend per 31. Dezember 2008 ein. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 6. Oktober 2015 fest.
A.________ l�sst Beschwerde ans Bundesgericht erheben mit den Begehren, es seien ihr unter Aufhebung des kantonalen Entscheides weiterhin die gesetzlichen Leistungen, insbesondere Taggeld- und Rentenleistungen zu gew�hren sowie Heilungskosten zu �bernehmen; eventuell sei die AXA zu verpflichten, die H�he der Geldleistungen nach Einholung eines Obergutachtens neu festzulegen.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten������ (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss den Art. 95 f. BGG erhoben werden. Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder der Unfallversicherung ist das Bundesgericht - anders als in den �brigen Sozialversicherungsbereichen (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) - nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG).
Es wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), pr�ft indessen - unter Beachtung der Begr�ndungspflicht in Beschwerdeverfahren (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) - nur die geltend gemachten R�gen, sofern allf�llige weitere rechtliche M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden Fragen, also auch solche, die vor Bundesgericht nicht (mehr) aufgeworfen werden, zu untersuchen (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
1.2.�Die f�r die Beurteilung der streitigen Leistungsanspr�che massgebenden gesetzlichen Bestimmungen und die hiezu von der Rechtsprechung weiter konkretisierten Grunds�tze sind im angefochtenen Entscheid sowohl in materieller als auch in formeller, namentlich beweisrechtlicher Hinsicht zutreffend dargelegt worden, worauf verwiesen wird.
2.1.�Das kantonale Gericht hat nach eingehender Auseinandersetzung mit der medizinischen Aktenlage vor und nach dem Verkehrsunfall vom 14. Dezember 2006 einerseits erkannt, dass das Gutachten des Dr. med. B.________ vom 28. September 2014 nachvollziehbar und begr�ndet ist, und demzufolge das Dahinfallen des nat�rlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfallereignis und dem Gesundheitsschaden mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit als nachgewiesen erachtet. Andererseits hat es auch die ad�quate Kausalit�t dieses Unfalles f�r das - ausschliesslich noch psychische - Beschwerdebild nach Pr�fung der daf�r rechtsprechungsgem�ss notwendigen Kriterien mit einleuchtender Begr�ndung verneint.
2.2.�Die Beschwerdef�hrerin beanstandet, dass die Vorinstanz ihre Beurteilung vorwiegend auf das psychiatrische Gutachten des Dr. med. B.________ vom 28. September 2014 gest�tzt hat und damit der Expertise des Zentrums f�r Medizinische Begutachtung (ZMB) in Basel vom 17. Februar 2009 sowie den Berichten des Dr. med. C.________, Facharzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 23. November 2006, 20. November 2007 und 10. Juni 2010 nicht gen�gend Beachtung geschenkt habe.
2.3.�Auch wenn sich das ZMB und Dr. med. C.________ in zeitlicher Hinsicht l�nger mit der gesundheitlichen Problematik der Beschwerdef�hrerin auseinandergesetzt haben m�gen, wird allein dadurch die Beweistauglichkeit des ausf�hrlichen Gutachtens des Dr. med. B.________ nicht in Frage gestellt. Dieses erf�llt die von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine hinreichende medizinische Beurteilungsgrundlage. Dass das kantonale Gericht bei der Pr�fung der zur Diskussion stehenden Kausalit�tsfrage prim�r darauf abgestellt hat, ist Ergebnis der ihr zustehenden Beweisw�rdigung. Diese ist �usserst sorgf�ltig und gr�ndlich vorgenommen worden und �berzeugt. Dagegen vermag die behauptete - nicht weiter belegte - Best�tigung einer unfallkausalen psychischen Beeintr�chtigung nach dem 31. Dezember 2008, auf welches Datum hin die angefochtene Leistungseinstellung erfolgt ist, nicht aufzukommen.
2.4.�Die dagegen weiter erhobenen Einw�nde �ndern daran nichts. Namentlich geht es nicht an, aus Symptomen, welche die Beschwerdef�hrerin selbst festgestellt haben will, mit einer andauernden Pers�nlichkeitsver�nderung nach Extrembelastung eine Diagnose��� (ICD-10 F62.0) abzuleiten, von welcher im Rahmen zahlreicher Untersuchungen durch erfahrene Fachleute bisher unbestrittenermassen nie die Rede war. Angesichts der umfassenden Dokumentation der medizinischen Verh�ltnisse er�brigen sich auch in diese Richtung gehende zus�tzliche Abkl�rungen resp. die Einholung eines Obergutachtens, wie sie eventualiter beantragt worden sind. Davon sind - in antizipierter Beweisw�rdigung (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236) - keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, welche sich auf den Ausgang des Verfahrens auswirken k�nnten. Der Vorinstanz kann insoweit weder eine Missachtung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 42 ATSG) noch eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG) vorgehalten werden. Dies gilt ebenso f�r die geltend gemachte unvollst�ndige Sachverhaltsfeststellung. Hinsichtlich der in der Beschwerdeschrift angef�hrten pers�nlichen Umst�nde wie vorbestandene narzisstische Pers�nlichkeitsst�rung, psychisch bedingte 100%ige Arbeitsunf�higkeit im Unfallzeitpunkt und anl�sslich einer Anfang 2008 versuchten, vorzeitig wieder abgebrochenen beruflichen Wiedereingliederung wird nicht dargetan, inwiefern hier ein Zusammenhang mit der streitigen Kausalit�tsbeurteilung bestehen sollte. Lediglich eine behauptete, aber nie eindeutig diagnostizierte und vorinstanzlich verneinte posttraumatische Belastungsst�rung (PTBS) oder eine angebliche Teilkausalit�t des Unfalles vom 14. Dezember 2006 sind nicht geeignet, die vorinstanzliche Verneinung der nat�rlichen Kausalit�t in Frage zu stellen. Ist schon die nat�rliche Unfallkausalit�t nicht gegeben, er�brigt sich eine Pr�fung der ad�quaten Kausalit�t (vgl. Urteile 8C_942/2015 vom 7. Juli 2016 E. 2 und 8C_798/2015 vom 18. M�rz 2016 E. 2.1 und 3). Wie es sich mit den f�r die Beurteilung der Ad�quanz wesentlichen Kriterien der k�rperlichen Dauerschmerzen und der �rztlichen Fehlbehandlung zufolge unterbliebener Stabilisierung vor einer Traumabearbeitung verh�lt, kann deshalb dahingestellt bleiben.
Die Beschwerde ist als unbegr�ndet abzuweisen. Die Gerichtskosten (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG) sind von der Beschwerdef�hrerin als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).�