Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=15.04.2014&Aktenzeichen=10%20B%2016.14
Timestamp: 2019-10-14 02:38:11
Document Index: 74547939

Matched Legal Cases: ['Art 23', '§ 267', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 20', 'Art. 20', '§ 108']

BVerwG, 15.04.2014 - 10 B 16.14 - dejure.org
https://dejure.org/2014,8884
BVerwG, 15.04.2014 - 10 B 16.14 (https://dejure.org/2014,8884)
BVerwG, Entscheidung vom 15.04.2014 - 10 B 16.14 (https://dejure.org/2014,8884)
BVerwG, Entscheidung vom 15. April 2014 - 10 B 16.14 (https://dejure.org/2014,8884)
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EGV 343/2003, Art 23 Abs 2 EUV 604/2013, § 267 AEUV
VO 343/2003 Art. 16 Abs. 1 Bst. 1, VO 343/2003 Art. 17 Abs. 1, VO 343/2003 Art. 20 Abs. 1, VO 343/2003 Art. 20 Abs. 2 S. 1
Aufnahmeersuchen, Übernahmeersuchen, Wiederaufnahme, Zuständigkeitsübergang, Frist, Aufnahme, Dublinverfahren, Dublin II-VO
Dem folgt auch das Bundesverwaltungsgericht (…vgl. Beschlüsse v. 19. März 2014 - 10 B 6.14 -, juris Rn. 5 bis 7; v. 15. April 2014 - 10 B 16.14 und 10 B 17.14 -, jeweils juris Rn. 3 und 12;… v. 21. Mai 2014 - 10 B 31.14 -, juris Rn. 4;… v. 6. Juni 2014 - 10 B 35.14 -, juris Rn. 5/6;… v. 14. Juli 2014 - 1 B 9.14 -, juris Rn. 4).
Nur mit dem Einwand systemischer Mängel des Asylverfahrens und der Aufnahmebedingungen kann ein Asylbewerber einer Überstellung im Dublin-Verfahren entgegentreten (BVerwG, B.v. 6.6.2014 - 10 B 35/14 - juris; B.v. 15.4.2014 - 10 B 16/14 - juris; B.v. 19.3.2014 - 10 B 6/14 - juris mit Anm. Berlit, jurisPR-BVerwG 12/2014, Anm. 3).
Der Europäische Gerichtshof hat für den Fall, dass der zuständige Mitgliedsstaat der Aufnahme zustimmt, entschieden, dass der Asylbewerber einer Überstellung nur mit dem Einwand systemischer Mängel des Asylverfahrens und der Aufnahmebedingungen für Asylbewerber entgegentreten kann(vgl. hierzu auch BVerwG, Beschluss vom 15.4.2014 -10 B 16/14- juris).
Im Hinblick auf die Annahme systemischer Mängel des Asylverfahrens und der Aufnahmebedingungen kommt es nicht darauf an, ob es unterhalb der Schwelle systemischer Mängel im Einzelfall zu einer unmenschliche oder erniedrigenden Behandlung kommen kann (BVerwG, B.v. 6.6.2014 - 10 B 35/14 - Asylmagazin 2014, 258; B.v. 15.4.2014 - 10 B 16/14 - juris; B.v. 19.3.2014 - 10 B 6/14 - NVwZ 2014, 1039 mit Anmerkung Berlit, jurisPR-BVerwG 12/2014, Anm. 3).
Der Europäische Gerichtshof hat für den Fall, dass der zuständige Mitgliedsstaat der Aufnahme zustimmt, entschieden, dass der Asylbewerber einer Überstellung nur mit dem Einwand systemischer Mängel des Asylverfahrens und der Aufnahmebedingungen für Asylbewerber entgegentreten kann(vgl. hierzu BVerwG, Beschluss vom 15.4.2014 -10 B 16/14- juris).
Bereits aus dem eingangs dargestellten Erfordernis, dass sich das Gericht zur Widerlegung der auf dem Prinzip gegenseitigen Vertrauens unter den Mitgliedstaaten gründenden Vermutung, die Behandlung der Asylbewerber stehe in jedem Mitgliedstaat in Einklang mit den Erfordernissen der Grundrechte-Charta sowie mit der Genfer Flüchtlingskonvention und der EMRK, die Überzeugungsgewissheit (§ 108 Abs. 1 Satz 1 VwGO) verschaffen muss, dass der Asylbewerber wegen systemischer Mängel des Asylverfahrens oder der Aufnahmebedingungen in dem eigentlich zuständigen Mitgliedstaat mit beachtlicher, d.h. überwiegender Wahrscheinlichkeit einer unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung ausgesetzt wird, vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. April 2014 - 10 B 16.14 -, juris Rn. 3; VG Düsseldorf, Urteil vom 20. März 2015 - 13 K 501/14.A -, juris Rn. 136; VG Düsseldorf, Urteil vom 30. April 2015 - 17 K 7591/14 -, folgt, dass es zu Lasten des Asylbewerbers geht, wenn das Gericht - wie hier - nicht zu dieser Überzeugungsgewissheit gelangt.