Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%20206,%2058
Timestamp: 2020-08-07 22:01:28
Document Index: 292093909

Matched Legal Cases: ['§ 275', '§ 8', '§ 8', '§ 2', '§ 118', '§ 20']

BFH, 31.03.2004 - I R 83/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,1121
BFH, 31.03.2004 - I R 83/03 (https://dejure.org/2004,1121)
BFH, Entscheidung vom 31.03.2004 - I R 83/03 (https://dejure.org/2004,1121)
BFH, Entscheidung vom 31. März 2004 - I R 83/03 (https://dejure.org/2004,1121)
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Zur vGA bei risikoreichen Wertpapiergeschäften einer GmbH mit ihrem beherrschenden Gesellschafter
Verletzung des Rechts auf rechtliches Gehör durch Verwendung eines ausformulierten Urteilsentwurfes; Außerbetriebliche Sphäre einer Kapitalgesellschaft; Steuerrechtliche Einordnung von Kursverlusten und erlittenen Verlusten einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung ...
Keine verdeckte Gewinnausschüttung an beherrschenden Gesellschafter wegen Risikogeschäft (Wertpapiergeschäft) der GmbH
NJW 2005, 1456 (Ls.)
ZIP 2004, 2000
NZG 2004, 1124
Aus welchen Gründen sich die Kapitalgesellschaft entschließt, die Investition vorzunehmen, ist grundsätzlich unbeachtlich (vgl. Senatsurteile in BFHE 206, 58; in BFHE 208, 519).
Aus welchen Gründen sich die Kapitalgesellschaft entschließt, die Investition vorzunehmen, ist grundsätzlich unbeachtlich (vgl. auch Senatsurteil in BFHE 206, 58, m.w.N. zu Wertpapierrisikogeschäften).
Zwar führt die Körperschaftsteuer handelsrechtlich zu Betriebsausgaben der Kapitalgesellschaft (§ 275 Abs. 2 Nr. 18 und Abs. 3 Nr. 17 HGB); ebenfalls entspricht es ständiger Senatsrechtsprechung (vgl. z.B. Urteile vom 4. Dezember 1996 I R 54/95, BFHE 182, 123; vom 31. März 2004 I R 83/03, BFHE 206, 58; vom 17. November 2004 I R 56/03, BFHE 208, 519; vom 22. August 2007 I R 32/06, BFHE 218, 523, BStBl II 2007, 961;… vom 6. Oktober 2009 I R 39/09, BFH/NV 2010, 470), dass Kapitalgesellschaften --anders als Einzelunternehmen und Personengesellschaften-- steuerrechtlich gesehen über keine außerbetriebliche Sphäre verfügen mit der Folge, dass alle Geschäftsvorfälle als Einkünfte aus Gewerbebetrieb behandelt werden (§ 8 Abs. 2 KStG, § 8 Abs. 1 KStG i.V.m. § 2 Abs. 2 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes).
Tatsächliche Feststellungen können sich auch im Tatbestand des FG-Urteils, in den Entscheidungsgründen und in Schriftstücken finden, auf die das FG-Urteil ausdrücklich Bezug nimmt (BFH-Urteile vom 8. Juli 1982 IV R 20/78, BFHE 136, 252, BStBl II 1982, 700; vom 31. März 2004 I R 83/03, BFHE 206, 58;… Gräber/ Ruban, a.a.O., § 118 Rz 37).
Tatsächliche Feststellungen können sich auch im Tatbestand des FG-Urteils, in den Entscheidungsgründen und in Schriftstücken finden, auf die das FG-Urteil ausdrücklich Bezug nimmt (vgl. z.B. BFH-Urteile in BFHE 136, 252, BStBl II 1982, 700, und in BFHE 206, 58).
Das FG hat es zu Recht abgelehnt, den Finanzierungsaufwand der Klägerin für diesen Teil des Kaufpreises gleichermaßen als vGA anzusehen, weil die Finanzierung einer vGA (ebenso wie diejenige einer offenen Gewinnausschüttung) beim Gesellschafter keinen entsprechenden Vorteil i.S. des § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG auszulösen vermag und infolgedessen nicht ihrerseits eine verdeckte (oder auch offene) Ausschüttung herbeiführt (vgl. Senatsurteil vom 31. März 2004 I R 83/03, BFHE 206, 58).
Tatsächliche Feststellungen des FG sind auch dann als solche zu beurteilen, wenn sie zwar nicht im formalen Urteilstatbestand enthalten sind, sich aber --wie hier-- aus den Entscheidungsgründen ergeben (vgl. z.B. Senatsurteil vom 31. März 2004 I R 83/03, BFHE 206, 58).
BFH, 08.10.2014 - I B 96/13
Unübliche Firmenpacht als vGA