Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=16.06.2003&Aktenzeichen=4%20S%20905%2F03
Timestamp: 2020-02-27 10:26:17
Document Index: 173106840

Matched Legal Cases: ['Art 33', '§ 8', '§ 1', '§ 4', '§ 48', 'Art. 33', '§ 11', 'Art. 33', '§ 8']

VGH Baden-Württemberg, 16.06.2003 - 4 S 905/03 - dejure.org
https://dejure.org/2003,3645
VGH Baden-Württemberg, 16.06.2003 - 4 S 905/03 (https://dejure.org/2003,3645)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 16.06.2003 - 4 S 905/03 (https://dejure.org/2003,3645)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 16. Juni 2003 - 4 S 905/03 (https://dejure.org/2003,3645)
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Art 33 Abs 2 GG, § 8 Abs 2 S 1 BBG, § 1 Abs 1 BLV, § 4 Abs 4 S 1 BLV
Beförderung, Auswahlentscheidung, Regelbeurteilung, Befähigungsbeurteilung
Zugrundelegen von Regelbeurteilungen an den der Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung orientierten Personalentscheidungen; Rechtsanspruch auf Übertragung eines höherwertigen Dienstpostens und auf Beförderung; Bewertung der Dienstposten und ihre Zuordnung zu ...
Dienstrecht - Beförderung, Auswahlentscheidung, Regelbeurteilung, Befähigungsbeurteilung
VG Stuttgart, 28.03.2003 - 18 K 690/03
NVwZ-RR 2004, 120
Gelangt er bei der Beurteilung zu dem Ergebnis, dass mehrere Bewerber nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung für das angestrebte Amt im Wesentlichen gleich geeignet sind, so kann er die Auswahl nach weiteren sachgerechten Kriterien treffen; hierbei steht ihm ein weites Ermessen hinsichtlich der Bestimmung des Auswahlkriteriums zu (st. Rspr. des Senats, z.B. Beschlüsse vom 16.06.2003 - 4 S 905/03 -, NVwZ-RR 2004, 120, m.w.N., und vom 13.12.2005 - 4 S 1997/05 -, ESVGH 56, 121).
Wenn - wie hier - Regelbeurteilungen alle drei Jahre zu erstellen sind, rechtfertigt das den Schluss, dass sie - jedenfalls im Allgemeinen - auch dann den an der Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung orientierten Personalentscheidungen zugrundegelegt werden können, wenn sie nicht vor längerer Zeit als vor drei Jahren erstellt sind (vgl. Beschluss des Senats vom 16.06.2003 - 4 S 905/03 -, NVwZ-RR 2004, 120, und vom 23.07.2003 - 4 S 1368/03 -, jeweils m.w.N.).
Gelangt der Dienstherr (fehlerfrei) zu dem Ergebnis, dass mehrere Bewerber nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung für das angestrebte Amt im Wesentlichen gleich geeignet sind, so kann er die Auswahl nach weiteren sachgerechten Merkmalen treffen; hierbei steht ihm ein weites Ermessen hinsichtlich der Bestimmung des Auswahlkriteriums ("Hilfskriterium") zu (BVerwG, Beschluss vom 10.11.1993 - 2 ER 301.93 -, DVBl 1994, 118; Senatsbeschlüsse vom 16.06.2003 - 4 S 905/03 -, NVwZ-RR 2004, 120 und vom 13.12.2005 - 4 S 1997/05 -, ESVGH 56, 121 m.w.N.).
Gelangt er bei der Beurteilung zu dem Ergebnis, dass mehrere Bewerber nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung für das Beförderungsamt im Wesentlichen gleich geeignet sind, so kann er die Auswahl nach weiteren sachgerechten Kriterien treffen; hierbei steht ihm ein weites Ermessen hinsichtlich der Bestimmung des Auswahlkriteriums zu (st. Rspr. des Senats, z.B. Beschluss vom 16.06.2003 - 4 S 905/03 -, NVwZ-RR 2004, 120 m.w.N.).
Wenn Regelbeurteilungen nach den maßgeblichen Vorschriften alle drei Jahre zu erstellen sind (vgl. etwa § 48 Abs. 1 BLV), rechtfertigt das den Schluss, dass Regelbeurteilungen - jedenfalls im Allgemeinen - auch dann den Personalentscheidungen zugrunde gelegt werden können, wenn sie nicht vor längerer Zeit als vor drei Jahren erstellt wurden (vgl. Senatsbeschlüsse vom 16.06.2003 - 4 S 905/03 -, NVwZ-RR 2004, 120, vom 16.06.2003 - 4 S 777/03 -, vom 02.12.1994 - 4 S 2152/94 -, IÖD 1995, 134, …und vom 27.02.1991 - 4 S 1806/90 - Schnellenbach/Bodanowitz, Die dienstliche Beurteilung der Beamten und der Richter, Bd. 2, Rn. 230 ff.; jeweils m.w.N.).
Er kann insbesondere verlangen, dass die Auswahl nach Art. 33 Abs. 2 GG, § 11 Abs. 1 LBG nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung getroffen wird (ständige Rechtsprechung, vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 16.08.2001, BVerwGE 115, 58; Beschlüsse des Senats vom 19.05.1999 - 4 S 1138/99 -, VBlBW 1999, 305, und vom 16.06.2003 - 4 S 905/03 -, NVwZ-RR 2004, 120 m.w.N.).
Denn sonst ist der im Hinblick auf den Grundsatz der Bestenauslese (Art. 33 Abs. 2 GG, § 8 NBG) gebotene aktuelle Leistungsvergleich nicht möglich (vgl. OVG Lüneburg, DÖD 2000, 116; VGH Mannheim, Beschl. v. 16.06.2003 - 4 S 905/03 -, NVwZ-RR 2004, 120; OVG Münster, Beschl. v. 19.09.2001 - 1 B 704/01 -, NVwZ-RR 2002, 594).
VG Sigmaringen, 19.01.2007 - 3 K 1927/06
Verwaltungsgericht stoppt die Besetzung eines Leitungspostens bei einer …