Source: http://www.juramagazin.de/102460.html
Timestamp: 2019-06-24 21:50:36
Document Index: 116658972

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 24', '§ 26', '§ 23', '§ 10', '§ 26']

(2) Aus den Bestimmungen über die Prüfungsfächer und die Pflichtkurse ergeben sich die zulässigen Wahlkombinationen. Die gewählte Kombination muss es ermöglichen, alle Pflichtkurse in die Gesamtqualifikation einzubringen, und sie darf nicht zu mehr als acht Leistungskursen und 24 Grundkursen führen, die in die Gesamtqualifikation einzubringen sind. Über die nach § 26 Abs. 1 in die Gesamtqualifikation einzubringenden Kurse hinaus können im Rahmen der organisatorischen, insbesondere personellen Möglichkeiten der Schule weitere zusätzliche Grundkurse besucht werden.
(1) Die Schülerinnen und Schüler wählen beim Übergang in die Qualifikationsphase aus dem Angebot der Schule zwei Leistungskursfächer als erstes und zweites Prüfungsfach sowie ihr drittes und viertes Prüfungsfach und entscheiden bei der Wahl der fünften Prüfungskomponente zwischen einer mündlichen Prüfung in einem weiteren Fach (Präsentationsprüfung) und einer besonderen Lernleistung (§ 24). Bei der fünften Prüfungskomponente muss der fachübergreifende Aspekt berücksichtigt werden.
(3) Unter den vier Prüfungsfächern muss sich aus jedem der drei Aufgabenfelder mindestens ein Fach befinden. Deutsch oder eine spätestens in Jahrgangsstufe 9 begonnene Fremdsprache muss Prüfungsfach sein; ist Deutsch erstes Prüfungsfach, so muss daneben Mathematik oder eine Fremdsprache Prüfungsfach sein.
(4) Erstes Prüfungsfach darf nur eine mindestens seit der Jahrgangsstufe 9 durchgehend erlernte Fremdsprache oder eines der Fächer Deutsch, Mathematik, Physik, Chemie oder Biologie sein. Pol20 nisch, Türkisch, Japanisch oder Chinesisch dürfen nicht zum ersten oder zweiten Prüfungsfach gewählt werden.
(5) Ein Fach kann nur zum ersten bis vierten Prüfungsfach gewählt werden, wenn die Schülerin oder der Schüler in diesem Fach in beiden Halbjahren der Einführungsphase oder bei unmittelbarem Eintritt in die Qualifikationsphase mindestens in der Jahrgangsstufe 10 unterrichtet wurde. Dies gilt nicht für in der Einführungsphase besuchte Fächer mit epochalem Unterricht und für Fremdsprachen, wenn außerhalb der Schule Kenntnisse erworben wurden, die nach Entscheidung der Schule eine erfolgreiche Mitarbeit erwarten lassen. Das erste bis vierte Prüfungsfach muss durchgehend in der Qualifikationsphase belegt werden.
(1) Als besondere Lernleistung wird eine schriftliche Ausarbeitung als fünfte Prüfungskomponente in die Abiturprüfung eingebracht. Das Thema der schriftlichen Ausarbeitung ergibt sich aus
Die besondere Lernleistung ist ihrem inhaltlichen Schwerpunkt entsprechend mindestens einem in der gymnasialen Oberstufe unterrichteten Fach (Referenzfach) zuzuordnen. Ihr Ergebnis wird in den zweiten Block der Gesamtqualifikation eingebracht. Für das Einbringen der Seminarkurse gilt § 26 Abs. 3 Nr. 4 und 5.
(2) Die kursbezogene schriftliche Ausarbeitung muss im Arbeitsaufwand den Ergebnissen zweier Halbjahreskurse entsprechen und im wissenschaftspropädeutischen Charakter den üblichen Abituranforderungen vergleichbar sein; der Arbeitsweg ist zu dokumentieren. Die kursbezogene Ausarbeitung ist von der Schülerin oder dem Schüler spätestens im zweiten Kurshalbjahr zu beantragen; das jeweilige Thema wird von der für den Referenzkurs zuständigen Lehrkraft im Einvernehmen mit der Schulleiterin oder dem Schulleiter genehmigt.
(3) Die Wettbewerbe, bei denen die Wettbewerbsarbeiten im Rahmen der besonderen Lernleistung eingebracht werden können, werden von der Schulaufsichtsbehörde festgelegt. Absatz 2 Satz 1 gilt entsprechend. Einzubringen sind der Wettbewerbsbeitrag selbst und, soweit erforderlich, die zusätzliche, gegebenenfalls ergänzende schriftliche Dokumentation des Arbeitsweges und der schulfachlichen Bezüge. Für das Einbringen ist spätestens zu Beginn des zweiten Kurshalbjahres bei der Schulleiterin oder dem Schulleiter eine Genehmigung zu beantragen.
Belegverpflichtungen:
(1) Für Prüfungsfächer einschließlich der fünften Prüfungskomponente gelten die in § 23 genannten Belegverpflichtungen. Zusätzlich sind in jedem Kurshalbjahr Pflichtgrundkurse in Deutsch, in einer Fremdsprache, in Mathematik, in einem der Fächer Physik, Chemie, Biologie sowie in Sport zu besuchen, soweit diese Fächer nicht bereits Prüfungsfächer sind. Die Verpflichtungen in den Fremdsprachen oder einem naturwissenschaftlichen Fach können nur durch ununterbrochenen Unterricht in diesem Fach erfüllt werden. Die in § 10 festgelegten Verpflichtungen in einer Fremdsprache können mit Polnisch, Türkisch, Japanisch oder Chinesisch nur erfüllt werden, wenn diese Fächer zum dritten oder vierten Prüfungsfach gewählt werden.
(3) Im Aufgabenfeld II sind bei der Wahl von Geschichte zusätzlich zwei Pflichtgrundkurse im Fach Politikwissenschaft (Kurs 3 und 4) zu belegen, es sei denn, ein weiteres Fach des Aufgabenfelds II ist zweites bis viertes Prüfungsfach. Bei der Wahl von Politikwissenschaft, Geografie, Wirtschaftswissenschaft, Sozialwissenschaften, Psychologie oder Philosophie sind jeweils zwei Pflichtgrundkurse (Kurs 3 und 4) im Fach Geschichte zu belegen.
(5) Zusätzlich zu den Pflichtgrundkursen sind mindestens so viele weitere Grundkurse zu besuchen, dass 24 Grundkurse in den ersten Block der Gesamtqualifikation gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 eingebracht werden können. Die Bestimmungen im Teil V über weitere Pflichtgrundkurse bleiben unberührt.