Source: https://verbraucherschutzforum.berlin/2019-05-29/lifestyle-protection-lebensversicherung-ag-bilanz-197649
Timestamp: 2019-08-23 18:47:41
Document Index: 17917131

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 26', '§ 91', '§ 289', '§ 7', '§ 141', '§ 141', '§ 128', '§ 9', '§ 341', '§ 88', '§ 336', '§ 2', '§ 341', '§ 255', '§ 341', '§ 253', '§ 341', '§ 88', '§ 56', '§ 341', '§ 277', '§ 20', '§ 20', '§ 341', '§ 290', '§ 315', '§ 92', 'Art 28', '§ 90', '§ 111', '§ 322', '§ 317', '§ 289', '§ 90']

Lifestyle Protection Lebensversicherung AG - Bilanz - Verbraucherschutzforum.berlin
Lifestyle Protection Lebensversicherung AG – Bilanz
Lifestyle Protection Lebensversicherung AG auf einen Blick.
Gebuchte Bruttobeiträge 14.192 16.924 -16,1
Neugeschäftsbeiträge (APE-Basis) 1) 1.172 1.445 -18,9
Bruttozahlungen für Versicherungsfälle 3.499 1.302 168,8
Versicherungstechnische Nettorückstellungen 14.132 11.277 25,3
Kapitalanlagen 31.028 26.296 18,0
Ergebnis aus Kapitalanlagen 307 255 20,1
Nettoverzinsung (in %) 1,1 1,4
1) Annual Premium Equivalent (laufende Neugeschäftsbeiträge + 1/10 der Neugeschäfts-Einmalbeiträge)
Verwaltungsorgane der Gesellschaft.
Mitglied des Vorstands der HDI Deutschland AG
(vormals Talanx Deutschland AG)
stellv. Vorsitzender (seit 09.03.2018)
stellv. Vorsitzender (bis 09.03.2018)
Nicolas Sebastian Heine
(seit 09.03.2018)
Michael Nerge
Im Vorstand der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG verantwortlich für
Mathematik/Produkte
Dr. Rolf van Dawen
Geschäftstätigkeit, Organisation und Struktur
Unternehmenspolitischer Hintergrund
Die Lifestyle Protection Lebensversicherung AG ist Teil des Talanx-Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland. In diesem Geschäftsbereich werden unter anderem die inländischen Bankkooperationen des Talanx-Konzerns gebündelt.
Sitz der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG ist Hilden.
Die Lifestyle Protection Lebensversicherung AG ist eine 100 % Tochter der HDI Deutschland AG (vormals Talanx Deutschland AG). Die Aufnahme des Versicherungsbetriebs erfolgte nach Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am 7.12.2011.
Die Gesellschaft wurde von Credit Life International Lebensversicherung AG in Lifestyle Protection Lebensversicherung AG umfirmiert. Der Handelsregistereintrag erfolgte am 10.2.2015.
Die Gesellschaft konzentriert sich, neben den bisherigen Absicherungen von Risiken aus Konsumenten- und Hypothekenfinanzierungen, auf die Absicherung von Risiken des Lebensstils (Lifestyle Versicherungen).
Der wichtigste Kooperationspartner ist ein deutsches Kreditinstitut. Über diesen werden Restkreditversicherungen für Finanzierungen angeboten.
Dienstleistungen im Konzernverbund
Die Lifestyle Protection Lebensversicherung AG beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Anfallende Aufgaben werden von Konzerngesellschaften auf Basis von Dienstleistungs- und Ausgliederungsverträgen für die Lifestyle Protection Lebensversicherung AG übernommen.
Die Einbindung der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG in eine große Versicherungsgruppe ermöglicht die gemeinsame Nutzung gesellschaftsübergreifend organisierter Funktionen und damit die sinnvolle Nutzung von Synergien und Ressourcen. Hierdurch können die Kostenvorteile einer einheitlichen Bearbeitung im Konzern genutzt und bessere Konditionen bei Dienstleistern erreicht werden.
Wesentliche Dienstleistungen übergreifend tätiger Funktionsbereiche wie z. B. Rechnungswesen und Personal werden unter anderem über die HDI Service AG (vormals Talanx Service AG) und die Zentraleinheiten der HDI Kundenservice AG als Servicegesellschaft der HDI Deutschland AG (vormals Talanx Deutschland AG) für die Inlandsgesellschaften des Talanx-Konzerns erbracht, also auch für die Lifestyle Protection Lebensversicherung AG. Darüber hinaus nutzt die Lifestyle Protection Lebensversicherung AG die zentralen Dienstleistungen der Ampega Asset Management GmbH (vormals Talanx Asset Management GmbH), die die Vermögensverwaltung für die Versicherungsgesellschaften im Konzern betreibt, sowie die IT-Dienstleistungen der HDI Systeme AG (vormals Talanx Systeme AG).
Die HDI Deutschland Bancassurance Kundenservice GmbH (vormals Talanx Deutschland Bancassurance Kundenservice GmbH) fungiert an dem Standort Hilden als Dienstleistungsunternehmen für verschiedene Versicherungsunternehmen, unter anderem die Lifestyle Protection Versicherungen. Sie ist vor allem in den Bereichen Antragsbearbeitung, Bestandsverwaltung und Leistungsbearbeitung tätig.
Ebenfalls am Standort Hilden erbringt die HDI Deutschland Bancassurance Communication Center GmbH (vormals Talanx Deutschland Bancassurance Communication Center GmbH) Dienstleistungen für unsere Gesellschaft. Mit Wirkung zum 1.11.2018 hat die in Köln ansässige HDI Deutschland Bancassurance Kundenmanagement GmbH & Co. KG, Köln (HDBKM), vormals HDI-Gerling Friedrich Wilhelm AG, die Callcenter-Dienstleistungen von der HDI Deutschland Bancassurance Communication Center GmbH im Rahmen eines Teilbetriebsübergangs übernommen.
Das Jahr 2018 begann mit hohen Wachstumserwartungen dank positiver Wirtschaftsdaten und einer signifikanten fiskalpolitischen Expansion in den USA; der Rest des Jahres 2018 war jedoch von nachlassender Wachstumsdynamik und zunehmenden Gegensätzen in der Wachstums- und Inflationsentwicklung geprägt.
Das Wachstum der US-Wirtschaft beschleunigte sich 2018 spürbar. Während sie hohe Wachstumsraten aufwies, verzeichneten andere große Wirtschaftsräume überwiegend eine nachlassende Dynamik. Indikatoren – wie Einkaufsmanagerindizes sowie das Wachstum des Welthandelsvolumens – ließen im Jahresverlauf kontinuierlich nach. Neben höheren US-Zinsen waren vor allem politische Entwicklungen verantwortlich für den Rückgang der weltweiten Wachstumsdynamik. Insbesondere die aggressive Handelspolitik der US-Regierung sorgte für eine Eintrübung des außenwirtschaftlichen Umfelds.
Die Wirtschaft im Euroraum wurde besonders deutlich von der Abkühlung des Exportwachstums beeinträchtigt. Darüber hinaus belasteten der Konflikt rund um den italienischen Haushalt und die anhaltend hohe Unsicherheit rund um die Brexit-Verhandlungen das Geschäfts- und Konsumklima. Nach 2,4 % Wachstum im Jahr 2017 verlangsamte sich das Wachstum im Euroraum auf 1,8 %, verursacht durch die schwache Entwicklung im zweiten Halbjahr. Auch die deutsche Wirtschaft entging im zweiten Halbjahr nur knapp einer Rezession aufgrund zweier in Folge nachgebender Quartale. Für das Gesamtjahr ergab sich ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 %, nach 2,2 % im Vorjahr. Außer einer negativen Exportdynamik waren vor allem sektorale Sondereffekte für das schlechte Ergebnis verantwortlich. Dennoch setzte sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Euroraum fort. Die Arbeitslosenquote fiel mit 7,9 % im Dezember auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren, in Deutschland fiel die Arbeitslosenquote mit 4,9 % im Dezember sogar auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung.
Ein gestiegenes US-Zinsniveau, ein starker US-Dollar und die im Jahresverlauf zunehmende Eskalation des Handelskonflikts setzten die wirtschaftliche Entwicklung in Entwicklungsländern spürbar unter Druck. Die Verkettung idiosynkratischer Ereignisse, insbesondere in der Türkei und in Argentinien, verschärfte die Situation weiter. Das Wirtschaftswachstum in China wurde u. a. durch den sich zuspitzenden bilateralen Handelskonflikt mit den USA zusätzlich belastet. Die jährliche Wachstumsrate des BIP lag 2018 mit voraussichtlich 6,6 % unter den 6,9 % aus dem Vorjahr.
Aufgrund der gegensätzlichen wirtschaftlichen Entwicklung verlief auch die Inflationsentwicklung heterogen. Während in den USA der strukturelle Preisdruck weiter zunahm, blieb der Preisauftrieb im Rest der Welt größtenteils verhalten. Dementsprechend gestaltete sich die Geldpolitik deutlich straffer in den USA und mit nur sehr graduellen Normalisierungsbemühungen anderer großer Zentralbanken. Die US-Notenbank setzte ihren Zinserhöhungszyklus mit vier Zinsschritten fort, während die EZB ihre monatlichen Anleihekäufe zum Jahresende einstellte.
Mit dem erheblichen Anstieg der Energiepreise stieg auch die jährliche Teuerungsrate sowohl im Euroraum als auch in den USA im Jahresverlauf deutlich an auf über 2 % bzw. fast 3 %. Analog fielen mit der Ölpreiskorrektur die Inflationsraten auf 1,5 % im Dezember in der Eurozone und auf 1,9 % im Dezember in den USA.
Die hohen Wachstumsraten der US-Wirtschaft und Anzeichen, dass sich die Inflationsentwicklung beschleunigte, sorgten für einen deutlichen Anstieg des US-Zinsniveaus – zehnjährige US-Treasuries stiegen von rund 2,4 % zum Jahresanfang auf zwischenzeitlich über 3,2 %. Gleichzeitig führte die wirtschaftliche Abkühlung in der Eurozone zusammen mit den politischen Problemen zu einem erheblichen Rückgang der zehnjährigen Bundrenditen, von knapp 0,8 % im Februar auf 0,2 % im Dezember. Insgesamt blieb die Volatilität am Rentenmarkt aber wie im Vorjahr auf vergleichbar niedrigem Niveau. Der Euro fiel gegenüber dem US-Dollar von durchschnittlich 1,23 EUR im ersten auf 1,14 EUR im vierten Quartal.
Die globalen Aktienmärkte starteten fulminant in das Jahr 2018. Steigende US-Zinsen, das nachlassende globale Wachstumsmomentum und das Potpourri an politischen Risiken sorgten nach der ersten Aktienmarktkorrektur von rund 10 % im ersten Quartal weiter für ein höheres Volatilitätsniveau und ein insgesamt schwaches Aktienjahr. Der DAX fiel im Gesamtjahr um 18,3 %, der EURO STOXX 50 um 14,3 % und der Nikkei um 12,1 %. Deutlich besser – gleichwohl negativ – entwickelte sich der S&P 500 mit einem Jahresverlust von 6,2 %. Nach einem positiven Jahresstart war das Jahr 2018 im weiteren Verlauf geprägt von einer deutlichen Ausweitung der Risikoaufschläge in nahezu allen Spread-Assetklassen.
Die Ausführungen zu den Versicherungsmärkten stützen sich auf Veröffentlichungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) und beinhalten vorläufige Daten.
Nach dem stabilen Verlauf der Vorjahre konnte die deutsche Versicherungswirtschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 ein Wachstum ihrer Beitragseinnahmen verzeichnen. Laut Hochrechnung erreichte die Branche einen Zuwachs von 2,1 % auf 202,2 Mrd. EUR.
Die Schaden- und Unfallversicherer dürften in 2018 ein Beitragswachstum von 3,3 % auf 70,6 Mrd. Euro erreicht haben. Die Unternehmen der privaten Krankenversicherung lassen Beiträge in Höhe von 39,7 Mrd. EUR und damit ein Wachstum von 1,7 % erwarten.
Bei den Lebensversicherern, Pensionskassen und Pensionsfonds nahmen die Beitragseinnahmen 2018 insgesamt um 1,4 % auf 91,9 Mrd. EUR zu. Dabei stagnierte das Geschäft gegen laufenden Beitrag bei 64,3 Mrd. EUR. Das Geschäft gegen Einmalbeitrag wuchs um 4,6 % auf 27,7 Mrd. EUR. Ein signifikanter Rückgang war allerdings im Bereich der betrieblichen Altersversorgung zu verzeichnen: Die Beitragseinnahmen der Pensionskassen sanken um 4,1 % und die der Pensionsfonds um 50,3 % gegenüber dem Vorjahr.
Versicherungsunternehmen (Erst- und Rückversicherungsgesellschaften), Pensionsfonds, Banken und Kapitalverwaltungsgesellschaften unterliegen weltweit einer umfassenden Rechts- und Finanzaufsicht durch Aufsichtsbehörden, um die Stabilität der Unternehmen und der Finanzmärkte zu gewährleisten sowie die Kunden der Unternehmen zu schützen. In der Bundesrepublik Deutschland obliegt diese Aufgabe der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Hinzu kommt eine umfassende Regulierung der Geschäftstätigkeit dieser Unternehmen durch zahlreiche rechtliche Regelungen. Die bereits in den Vorjahren zu beobachtende intensive Weiterentwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen und eine damit einhergehende Verschärfung und zunehmende Komplexität setzte sich auch im Jahr 2018 unvermindert fort.
Vor dem Hintergrund der in Deutschland umzusetzenden Richtlinie über den Versicherungsvertrieb (IDD) wurden in den betroffenen Gesellschaften des Konzerns bereits frühzeitig Projekte aufgesetzt, um die umfangreichen Vorgaben termingemäß umsetzen zu können. Diese Projekte wurden rechtzeitig vor dem Wirksamwerden der entsprechenden gesetzlichen Regelungen in Deutschland beendet. Diese gesetzlichen Anforderungen zielen insbesondere auf eine bestmögliche Berücksichtigung von Verbraucherinteressen bei der Produktentwicklung und dem Vertrieb von Versicherungsprodukten sowie auf weitgehende Erfordernisse im Hinblick auf die Produktüberwachung und die Produkt-Governance von Versicherungsprodukten durch Versicherungsunternehmen, aber durch auf Versicherungsvermittler, ab.
Am 25.1.2017 veröffentlichte die BaFin ihr Rundschreiben 2/2017 (VA) zu der behördlichen Auslegung der Mindestanforderungen an die Geschäftsorganisation von Versicherungsunternehmen (MaGo). In diesem Rundschreiben werden übergreifende Aspekte zur Geschäftsorganisation erläutert und zentrale Begriffe wie „Proportionalität“ oder „Verwaltungs-, Management- oder Aufsichtsorgan“ aus Sicht der Aufsichtsbehörde erläutert. Angeachtet von der fehlenden unmittelbaren Rechtsbindung dieser veröffentlichten Rechtsansichten der BaFin wird auch die MaGo bei der Ausgestaltung der Geschäftsorganisation der Gruppe berücksichtigt, insbesondere in den Bereichen allgemeine Governance, Schlüsselfunktionen, Risikomanagement-System, Eigenmittelanforderungen, internes Kontrollsystem, Ausgliederungen und Notfallmanagement.
Das Gesetz zur Umsetzung der 4. EU-Geldwäscherichtlinie (GWG) ist am 26.6.2017 in Kraft getreten. Die betroffenen Konzerngesellschaften haben Regelungen getroffen und organisatorische Maßnahmen eingeleitet, um auch die neuen gesetzlichen Verpflichtungen zu erfüllen.
In den letzten Jahren hat die Digitalisierung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Damit einher geht ein Übergang zu digitalen, datenbasierten Geschäftsmodellen; sich hieraus ergebende rechtliche Fragen und Herausforderungen spielen auch bei den Unternehmen des Talanx-Konzerns eine immer wichtigere Rolle. Mit einem Rundschreiben zu den versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT (VAIT) hat die BaFin Hinweise zur Auslegung der Vorschriften über die Geschäftsorganisation im Versicherungsaufsichtsgesetz gegeben, soweit sie sich auf die technisch-organisatorische Ausstattung der Unternehmen beziehen. Ferner hat die Behörde Orientierungshilfen zu Auslagerungen an Cloud-Anbieter veröffentlicht.
Die Versicherungsunternehmen des Talanx-Konzerns sind, wie die gesamte Assekuranz, in hohem Maße auf die Erhebung von personenbezogenen Daten angewiesen. Sie werden unter anderem zur Antrags-, Vertrags- und Leistungsabwicklung erhoben, verarbeitet und genutzt, um Versicherte bedarfsgerecht zu beraten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen des Talanx-Konzerns sind sich der damit einhergehenden Verantwortung zu einem angemessenen Umgang mit personenbezogenen Daten bewusst und sind auf die Datenschutzanforderungen schriftlicht verpflichtet worden. Die Wahrung der Rechte der Versicherten, Beschäftigten, Aktionäre usw. und der Schutz ihrer Privatsphäre sind wesentliche Ziele aller Konzernunternehmen. Seit dem 25.5.2018 sind die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sowie ein neues Bundesdatenschutzgesetz geltendes Recht. Vor diesem Hintergrund wurden die notwendigen Anpassungen an Prozesse, Verträge und Systeme vorgenommen, um die Rechte der betroffenen Personen und die Verpflichtungen der Konzerngesellschaften zu gewährleisten. Nunmehr ist die Auslegungspraxis durch Behörden, Gerichte und Kommentare zu beobachten, um ggf. weitere Anpassungsbedarfe zu identifizieren. Die Datenschutzorganisation wurde entsprechend dem Anwendungsbereich der DSGVO ausgeweitet, sodass nunmehr Konzernstandards für die Standorte mit Sitz in der EU gelten.
Die Einhaltung geltenden Rechts ist für die Gesellschaften des Talanx-Konzerns Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Der fortlaufenden Anpassung und Weiterentwicklung des Geschäfts und ihrer Produkte an gesetzliche Neuregelungen sowie der Beachtung der aufsichts- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen widmen die Gesellschaften stets große Aufmerksamkeit. Die entsprechend installierten Mechanismen gewährleisten, dass künftige Rechtsentwicklungen und ihre Auswirkungen auf die eigene Geschäftstätigkeit frühzeitig identifiziert und bewertet werden, um die erforderlichen Anpassungen vornehmen zu können.
Themen des Berichtsjahres
Die Kooperationen mit Bankinstituten zur Absicherung von Finanzierungen gegen das Todesfallrisiko konnten erfolgreich weiterentwickelt werden.
Die Gesellschaft fokussiert sich weiterhin auf den Ausbau bestehender und den Aufbau neuer Partnerschaften rund um die Absicherung von Risiken aus Konsumenten- und Hypothekenfinanzierungen sowie sogenannte Lifestyle Versicherungen, die zusammen mit der LifeStyle Protection AG entwickelt werden.
Zukunftssicherung des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland
Im Jahr 2015 hat der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland das auf mehrere Jahre angelegte Programm KuRS (Kundenorientiert Richtungsweisend Stabil) eingeleitet. Ziele des Programms sind es, den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland zu stabilisieren, seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu verbessern und somit zukunftsfähig aufzustellen.
Schwerpunkte bei der Umsetzung sind die Optimierung der Geschäftsprozesse und die Erhöhung der Servicequalität für Kunden und Vertriebspartner. Hierzu gehören auch die Modernisierung der IT sowie die Erhöhung der Transparenz über Bestandsdaten und Kosten.
Digitale Transformation im Strategie-Fokus
Die Automatisierung und Digitalisierung seiner Geschäftsprozesse treibt der Talanx-Konzern weltweit voran. Eine der Aufgaben ist die Beschleunigung der bereits eingeleiteten digitalen Transformation. Im Fokus stehen dabei die Weiterentwicklung der Talanx-Systemlandschaft sowie die fortschrittliche Datenanalyse unter Einbezug künstlicher Intelligenz und der Aufbau digitaler Ökosysteme. Digitale Innovationen und Anwendungen sollen dabei im bereits etablierten Best Practice Lab gezielt weiterentwickelt und unter Beachtung marktspezifischer Anforderungen lokal umgesetzt werden. Darüber hinaus werden Beteiligungen an innovativen Start-ups, wie die Vermögensplattform Elinvar, ein wachsender Teil der Strategie sein.
HDI Marke
Das Projekt „HDI Marke“ umfasst den Markenwechsel von Talanx zu HDI auf den Geschäftsbereichsebenen und bei den Konzerndienstleistern, die interne und endkundenseitige Implementierung des modernisierten HDI Logos sowie die Schärfung der HDI Markenpositionierung. Die Marke Talanx konzentriert sich im Zuge dessen auf den Kapitalmarkt und bleibt weiterhin als Konzernholding bestehen.
Der Talanx-Konzern baut seine Nachhaltigkeitsberichterstattung kontinuierlich aus und bindet weitere Länder aus den Kernmärkten der Talanx in den Berichtsprozess ein. Zudem werden beispielsweise die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen (SDGs) im Nachhaltigkeitsbericht aufgegriffen und priorisiert sowie die neuen GRI-Standards der Global Reporting Initiative umgesetzt. Auch regionale Aspekte finden Berücksichtigung, indem sich der Talanx-Konzern z. B. an der Umweltberatungsinitiative „ÖKOPROFIT Hannover“ beteiligt.
Die Ergebnisse des vergangenen Geschäftsjahres sind wesentlich auf die Kompetenz und das außerordentliche Engagement der zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückzuführen. Für ihren Einsatz und ihre Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für unsere Gesellschaft bedankt sich die Geschäftsleitung bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Dank gebührt auch dem Betriebsrat für die stets konstruktive und faire Zusammenarbeit.
Die Neugeschäftsbeiträge der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG sanken um 2.856 TEUR auf 11.253 (14.110) TEUR. Der Rückgang resultiert insbesondere aus Einmalbeiträgen, die um 2.870 TEUR auf 11.201 (14.072) TEUR gesunken sind. Die laufenden Neugeschäftsbeiträge stiegen um 14 TEUR auf 52 (38) TEUR. Hieraus errechnet sich ein Annual Premium Equivalent (laufende Neugeschäftsbeiträge zzgl. 10 % der Einmalbeiträge) in Höhe von 1.172 (1.445) TEUR.
Der Jahresbeitrag aller am 31.12.2018 im Bestand der Gesellschaft befindlichen Versicherungen, die sogenannte statistische Bestandsprämie, hat sich im Berichtsjahr um 36,8 % auf 52 TEUR erhöht.
Die Versicherungssumme des Bestandes betrug zum Ende des Geschäftsjahres für selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft 439.443 (337.538) TEUR und für in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 325.721 (332.575) TEUR.
Eine ausführliche Erläuterung der Bewegung und der Struktur des Versicherungsbestandes wird in Anlage 1 zum Lagebericht auf den Seiten 20 bis 23 gegeben. Eine vollständige Darstellung der betriebenen Versicherungsarten befindet sich in der Anlage 2 zum Lagebericht auf Seite 24.
Im Berichtsjahr verringerten sich die gebuchten Bruttobeiträge insgesamt um 2.732 TEUR auf 14.192 (16.924) TEUR. Die gebuchten Bruttobeiträge im selbst abgeschlossenen Geschäft sanken um 2.856 TEUR auf 11.253 (14.110) TEUR. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Einmalbeiträge in der Restkreditversicherung auf 11.201 (14.072) TEUR. Die gebuchten Bruttobeiträge im übernommenen Geschäft stiegen dagegen um 124 TEUR auf 2.939 (2.814) TEUR.
Die verdienten Beträge für eigene Rechnung entwickelten sich mit 8.549 (9.888) TEUR entsprechend.
Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen im Berichtsjahr insgesamt um 1.941 TEUR auf 3.556 (1.615) TEUR. Hiervon entfielen auf das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 3.256 (1.272) TEUR und auf das übernommene Versicherungsgeschäft 299 (343) TEUR.
Die Bruttozahlungen für Versicherungsfälle stiegen im Berichtsjahr insgesamt um 2.197 TEUR auf 3.499 (1.302) TEUR. Hiervon entfielen auf das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 3.198 (1.061) TEUR und auf das übernommene Versicherungsgeschäft 301 (241) TEUR.
Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich im Berichtsjahr insgesamt um 1.197 TEUR auf 5.428 (4.232) TEUR. Hiervon entfielen auf das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 3.875 (2.279) TEUR und auf das übernommene Versicherungsgeschäft 1.554 (1.953) TEUR.
Die Abschlussaufwendungen für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft stiegen um 227 TEUR auf 406 (179) TEUR. Für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft sanken die Abschlussaufwendungen um 422 auf 1.357 (1.779) TEUR.
Die Verwaltungsaufwendungen stiegen sowohl für das selbst abgeschlossene Geschäft um 1.368 TEUR auf 3.468 (2.100) als auch für das in Rückdeckung übernommene Geschäft um 23 TEUR auf 197 (173) TEUR.
Die Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich im Berichtsjahr insgesamt um 497 TEUR auf 3.655 (3.158) TEUR. Hiervon entfielen auf das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 2.101 (1.205) TEUR und auf das übernommene Versicherungsgeschäft 1.554 (1.953) TEUR.
Erträge und Aufwendungen aus Kapitalanlagen
Die laufenden Erträge beliefen sich im Berichtsjahr auf 388 (304) TEUR. Dem standen laufende Aufwendungen in Höhe von 70 (49) TEUR gegenüber. Das laufende Ergebnis betrug 318 (255) TEUR, die laufende Durchschnittsverzinsung erreichte 1,1 (1,4) %.
Im Berichtsjahr wurden keine außerordentlichen Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen realisiert. Auf zwei Renten des Umlaufvermögens wurden Abschreibungen von 12 (0) TEUR vorgenommen. Insgesamt war somit ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von -12 (0) TEUR auszuweisen.
Das Kapitalanlageergebnis belief sich insgesamt auf 307 (255) TEUR. Im Berichtsjahr wurde eine Nettoverzinsung von 1,1 (1,4) % erreicht.
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von -265 (-784) TEUR ergab sich aus einem versicherungstechnischen Ergebnis in Höhe von 384 (-123) TEUR, welches vollständig auf die Sonstigen Versicherungen entfiel, sowie sonstigen Erträgen in Höhe von 46 (85) TEUR und sonstigen Aufwendungen in Höhe von 694 (745) TEUR .
Das Jahresergebnis der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG vor Ergebnisabführung belief sich auf -265 (-784) TEUR. Der Betrag wurde im Rahmen des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages von der HDI Deutschland AG (vormals Talanx Deutschland AG) übernommen.
Eigenkapital nach Ergebnisverwendung
Gezeichnetes Kapital 8.000
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen 5.963
Kapitalrücklage 7.230
davon Rücklage gemäß § 9 Abs. 2 Nr. 5 VAG: 3.730 TEUR
Bilanzverlust -1.772
Summe 7.496
Die Liquidität der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG war zu jeder Zeit gesichert. Zum Bilanzstichtag wurden 1.287 (804) TEUR in sofort verfügbarer Liquidität gehalten.
Entwicklung der Kapitalanlagen im Detail
TEUR 31.12.2018 31.12.2017 Änderung
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 11.451 11.284 167
Sonstige Ausleihungen 19.576 15.012 4.564
Summe 31.028 26.296 4.732
Das Volumen der Kapitalanlagen der Gesellschaft stieg 2018 um 4.732 TEUR und betrug zum Jahresende 31.028 (26.296) TEUR. Die Kapitalanlagen wurden ausschließlich in festverzinsliche Kapitalanlagen investiert, die im Direktbestand gehalten werden. Investitionen erfolgten ausschließlich in Inhaberschuldverschreibungen und Sonstige Ausleihungen guter Bonität. Die Gesellschaft ist keine Aktienengagements eingegangen.
Die Marktwerte der sonstigen Kapitalanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 31.582 (26.831) TEUR. Die Bewertungsreserven stiegen auf 554 (534) TEUR.
Die Unternehmensleitung der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG bewertet den Geschäftsverlauf des Berichtsjahres vor dem Hintergrund des unverändert schwierigen branchenspezifischen Umfelds als zufriedenstellend: Der Aufbau neuer Partnerschaften rund um die Absicherung von Risiken aus Konsumenten- und Hypothekenfinanzierungen befindet sich nach wie vor in einem frühen Stadium. Aus den erfolgreich gestarteten Kooperationen wurden Einmalbeiträge generiert, die unterhalb unserer Erwartungen verblieben. Der Anstieg der laufenden Beiträge war von untergeordneter Bedeutung, so dass insgesamt ein Rückgang der Bruttobeiträge zu verzeichnen war.
Das Kapitalanlageergebnis stieg auch in der anhaltenden Niedrigzinsphase im Zuge des zunehmenden Bestandsvolumens. Trotz weiter ansteigender Aufwendungen für Versicherungsfälle und der im Zuge der Ausweitung des Geschäftsbetriebs zunehmenden Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb konnte der von unserer Muttergesellschaft auszugleichende Fehlbetrag entsprechend unserer Planungen signifikant reduziert werden. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts ist die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als stabil zu beurteilen.
Im Risikomanagement der Gesellschaft werden die Risiken für die Gesellschaft regelmäßig untersucht. Die etablierten Risikomanagementsysteme und Kontrollinstanzen unterstützen eine frühzeitige Identifikation, Bewertung und Steuerung der Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben können.
Insgesamt sieht sich die Gesellschaft derzeit in der Lage, alle Verpflichtungen aus den bestehenden Versicherungsverträgen dauerhaft zu erfüllen.
Bestandsgefährdende Risiken, das heißt wesentliche Risiken mit existenziellem Verlustpotenzial für die Gesellschaft, können sich insbesondere dann ergeben, wenn sich systemische Risiken wie z. B. ein Kollaps des Finanzsystems realisieren. Bestandsgefährdende Risiken unternehmensspezifischer Natur zeichnen sich derzeit nicht ab.
Signifikante Änderungen der Risikolage der Gesellschaft ergeben sich insbesondere aus Compliance- und Rechtsrisiken sowie strategischen Risiken, die im Folgenden in den entsprechenden Kapiteln behandelt werden. Darüber hinaus sind im Vergleich zum Vorjahr keine signifikanten Änderungen in der Risikolage der Gesellschaft festzustellen.
Die aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen werden von der Gesellschaft erfüllt. Die konkreten Quoten werden im April 2019 im Bericht über Solvabilität und Finanzlage (SFCR) zum 31.12.2018 veröffentlicht. Da die Veröffentlichung des SFCR gemäß gesetzlich vorgegebener Fristen nach der Feststellung des Jahresabschlusses liegt, kann der SFCR nicht Gegenstand der Abschlussprüfung sein.
Das Risikomanagement der Gesellschaft erfüllt die Anforderungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes (§ 26 VAG zum Risikomanagement und begleitende Rechtsnormen) sowie des deutschen Aktiengesetzes (§ 91 Abs. 2 AktG); hiernach ist der Vorstand einer Aktiengesellschaft verpflichtet, „geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen früh erkannt werden“. Mit dem vorliegenden Bericht kommt die Gesellschaft ihrer Verpflichtung zu einer Berichterstattung über die wesentlichen Risiken der voraussichtlichen Entwicklung nach (§ 289 Abs. 1 HGB).
Basis des Risikomanagements ist die durch den Vorstand verabschiedete Risikostrategie, die sich aus der Geschäftsstrategie ableitet. Sie ist verbindlicher, integraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns. Zur Umsetzung und Überwachung der Risikostrategie bedient sich die Gesellschaft eines Internen Steuerungs- und Kontrollsystems. Das Risikoverständnis ist ganzheitlich, d. h. es umfasst Chancen und Risiken, wobei der Fokus der Betrachtungen auf negativen Zielabweichungen, d. h. Risiken im engeren Sinn, liegt.
Das Risikomanagement der Gesellschaft ist in das Risikomanagement des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland sowie des Konzerns eingegliedert und berücksichtigt die Konzernrichtlinien. Zur Quantifizierung von Risiken wird ein Risikomodell (Standardmodell) gemäß Solvency II eingesetzt. Der betrachtete Zeithorizont des Modells beträgt ein Kalenderjahr.
Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft wird laufend weiterentwickelt und damit den jeweiligen sachlichen und gesetzlichen Erfordernissen sowie den Konzernvorgaben angepasst. Das Risikomanagementsystem ist mit dem zentralen Steuerungssystem der Gesellschaft eng verzahnt.
Die Bewertung der wesentlichen quantifizierbaren Risiken der Gesellschaft erfolgt regelmäßig mit Hilfe des Risikomodells. Dabei werden diese Risiken systematisch analysiert und mit Solvenzkapital hinterlegt. Zusätzlich werden wesentliche, sich aus Zielabweichungen ergebende strategische Risiken, Projektrisiken, Reputationsrisiken und Emerging Risks betrachtet. Die erfassten Risiken werden durch abgestimmte Maßnahmen gesteuert sowie die quantifizierbaren Risiken durch ein Limit- und Schwellenwertsystem überwacht. Der Vorstand der Gesellschaft wird im Rahmen der Risikoberichterstattung vom Risikomanagement regelmäßig über die aktuelle Risikosituation informiert. Bei akuten Risiken ist eine Sofortberichterstattung an den Vorstand gewährleistet.
Als einen wesentlichen Teil des Risikomanagementsystems führt das Unternehmen mindestens einmal jährlich eine unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung durch (Own Risk and Solvency Assessment, ORSA), in der unter anderem der Gesamtsolvabilitätsbedarf unter Berücksichtigung des spezifischen Risikoprofils des Unternehmens überprüft wird.
Im Kapitalanlagebereich umfasst das Risikomanagementsystem spezifische Instrumentarien zur laufenden Überwachung aktueller Risikopositionen und der Risikotragfähigkeit Sämtliche Kapitalanlagen stehen unter ständiger Beobachtung und Analyse durch den Geschäftsbereich Kapitalanlagen und das operative Kapitalanlagecontrolling. Mit Hilfe von Szenarioanalysen und Stresstests werden die Auswirkungen von Kapitalmarktschwankungen simuliert, um bei Bedarf frühzeitig auf diese reagieren zu können. Darüber hinaus stellt eine umfangreiche Berichterstattung die erforderliche Transparenz aller die Kapitalanlagen betreffenden Entwicklungen sicher.
Für Handels- und Abwicklungstätigkeiten im Kapitalanlagebereich bedient sich die Gesellschaft der Dienstleistung der Ampega Asset Management GmbH (vormals Talanx Asset Management GmbH).
Die Aufbauorganisation im Risikomanagement der Gesellschaft gewährleistet eine Funktionstrennung zwischen aktiver Risikoübernahme und unabhängiger Risikoüberwachung. Zentrale Organe sind neben dem Gesamtvorstand der Gesellschaft die Funktionen gemäß § 7 Nr. 9 VAG – nämlich Risikomanagementfunktion (Unabhängige Risikocontrollingfunktion), Compliance-Funktion, Interne Revision, Versicherungsmathematische Funktion – sowie die Risikoverantwortlichen.
Der Gesamtvorstand trägt die nicht delegierbare Verantwortung für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Risikomanagements in der Gesellschaft. Er legt die Risikostrategie fest und trifft hieraus abgeleitete wesentliche Risikomanagemententscheidungen.
Die unabhängige Risikoüberwachung wird von einer organisatorischen Einheit innerhalb der HDI Kundenservice AG unter Leitung des Chief Risk Officer wahrgenommen. Dadurch wird Know-how gebündelt und eine effiziente Nutzung der Ressourcen sichergestellt. Die Unabhängige Risikocontrollingfunktion ist primär für die Identifikation, Bewertung und Analyse des Risikoprofils sowie für die Überwachung von Limiten und Maßnahmen zur Risikobegrenzung auf aggregierter Ebene zuständig. Diese Aufgabe wird durch den Chief Risk Officer mit Unterstützung des Risikomanagements und des Risikokomitees des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland wahrgenommen. Das Risikokomitee spricht dabei Empfehlungen an den Gesamtvorstand aus.
Risikoverantwortliche sind in der Regel leitende Angestellte, die für die Identifikation und Bewertung der wesentlichen Risiken ihres Verantwortungsbereiches zuständig sind. Zudem sind sie verantwortlich für Vorschläge zur Risikominderung und für die Umsetzung geeigneter Risikosteuerungsmaßnahmen. Der Austausch von Erkenntnissen zwischen Risikoverantwortlichen und Unabhängiger Risikocontrollingfunktion findet im Rahmen von regelmäßigen Risikosteuerungskreis-Sitzungen statt.
Die Interne Revision, deren Aufgabe von der Konzernrevision der Talanx AG wahrgenommen wird, ist für die prozessunabhängige Prüfung der Geschäftsbereiche, insbesondere auch des Risikomanagements, verantwortlich. Die Leitung der Internen Revision ist zum Zwecke der Diskussion risikorelevanter Themen als Gast im Risikokomitee vertreten.
Die Gesellschaft ist in die Compliance-Organisation des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland eingebunden, um eine ordnungsmäßige Geschäftsorganisation zu unterstützen, welche die Einhaltung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gewährleistet. Compliance entsendet einen Vertreter in das Risikokomitee.
Die Versicherungsmathematische Funktion trägt im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgaben zur wirksamen Umsetzung des Risikomanagementsystems bei, insbesondere hinsichtlich der Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen sowie der Zeichnungs- und Annahmepolitik und der Angemessenheit der Rückversicherungsvereinbarungen. Auch die versicherungsmathematische Funktion ist im Risikokomitee vertreten.
Die Risikolage der Gesellschaft wird anhand der nachfolgend beschriebenen Risikokategorien erörtert. Dabei unterscheiden sich die Risiken aus dem selbst gezeichneten Geschäft und aus aktiver Rückversicherung nicht substanziell und werden daher gemeinsam behandelt.
Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet die Gefahr, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden und Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht.
Biometrische Risiken beschreiben die Gefahr eines Verlusts oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten aufgrund von Änderungen in den biometrischen Rechnungsgrundlagen.
Das Sterblichkeitsrisiko beschreibt das biometrische Risiko aus Veränderung der Sterblichkeitsrate, wenn der Anstieg der Sterblichkeitsrate zu einem Anstieg des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten führt.
Das Katastrophenrisiko resultiert aus einer wesentlichen Ungewissheit in Bezug auf die Annahmen über extreme oder außergewöhnliche Ereignisse bei der Preisfestlegung und bei der Bildung versicherungstechnischer Rückstellungen.
Den biometrischen Risiken wird dadurch entgegengewirkt, dass zur Berechnung der Beiträge und der versicherungstechnischen Rückstellungen vorsichtig bemessene biometrische Rechnungsgrundlagen mit geeigneten Sicherungszuschlägen verwendet werden, deren Angemessenheit regelmäßig überprüft wird. So überwacht z.B. der Verantwortliche Aktuar im Rahmen der Erstellung seines Erläuterungsberichts gemäß § 141 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 VAG die Angemessenheit der für die Beerechung der Deckungsrückstellung verwendeten biometrischen Rechnungsgrundlagen.
Stornorisiken
Das Stornorisiko beschreibt die Gefahr eines Verlusts oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, die sich aus Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Storno-, Kündigungs-, Verlängerungs- und Rückkaufsraten von Versicherungsverträgen ergibt.
Der Verantwortliche Aktuar überwacht im Rahmen der Erstellung seines Erläuterungsberichts gemäß § 141 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 VAG die Angemessenheit der für die Berechnung der Deckungsrückstellung verwendeten Stornoannahmen. Die Gesellschaft analysiert regelmäßig die Stornosituation; bei Bedarf werden geeignete Steuerungsmaßnahmen ergriffen.
Das Kostenrisiko beschreibt die Gefahr eines Verlusts oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, die sich aus Veränderungen in der Höhe, im Trend oder bei der Volatilität der bei der Verwaltung von Versicherungsverträgen angefallenen Kosten ergibt.
Der Kostenverlauf wird durch Betriebskosten und Provisionen bestimmt, denen angemessen vorsichtige Kostenzuschläge in den Beiträgen gegenüberstehen. Die Produktkalkulation stützt sich dabei auf eine adäquate Kostenrechnung.
Das Marktrisiko bezeichnet die Gefahr, die sich aus Schwankungen in der Höhe oder in der Volatilität von Finanzmarktdaten ergibt, die den Wert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beeinflussen.
Die Gesellschaft verfügt über detaillierte Kapitalanlagerichtlinien, die das Anlageuniversum, besondere Qualitätsmerkmale, Emittentenlimite und Anlagegrenzen festlegen. Diese orientieren sich an den internen Richtlinien der Gesellschaft bzw. den Anforderungen aus Solvency II, dem VAG sowie als interner Leitlinie weiterhin den ehemaligen aufsichtsrechtlichen Bestimmungen der Anlageverordnung, sodass eine möglichst große Sicherheit und Rentabilität bei jederzeitiger Liquidität unter Wahrung angemessener Mischung und Streuung erreicht wird. Zudem wird eine klare Funktionstrennung zwischen operativer Steuerung des Kapitalanlagerisikos und Risikocontrolling sichergestellt.
Im Rahmen des Monatsreportings werden parametrische Stresstests berechnet, aus denen sich ableiten lässt, wie sensitiv das Portfolio auf wesentliche Veränderungen der Marktdaten reagiert.
Bezogen auf die Kapitalanlagen sind hinsichtlich möglicher Brexit-Szenarien keine wesentlichen Bewertungsrisiken erkennbar. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass es im Zusammenhang mit dem Brexit noch zu deutlichen Preisausschlägen in einzelnen Marktsegmenten kommt. Derartige mögliche Preisausschläge stellen eine erhöhte Unsicherheit dar, die in den auf historischen Zeitreihen kalibrierten Risikomodellen aktuell nicht vollumfänglich reflektiert ist.
Aktien- und Beteiligungsrisiken
Das Aktienrisiko bezeichnet das Risiko aus Änderungen des Aktienkursniveaus. Eine mögliche Änderung wirkt auf die Bewertung von Aktien, die in der eigenen Kapitalanlage gehalten werden. Weiterhin wirkt das Risiko auf Vermögenspositionen, die im Risikomodell wie Aktien modelliert werden, insbesondere auf Beteiligungen der Gesellschaft.
Derzeit werden keine Aktien gehalten, sodass daraus keine Risiken entstehen.
Das Zinsrisiko beschreibt die Sensitivität von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Zinskurve oder auf die Volatilität der Zinssätze.
Das Zinsrisiko wird vor allem durch regelmäßige Asset-Liability-Analysen, kontinuierliche Beobachtung der Kapitalanlagen und -märkte sowie Ergreifen entsprechender Maßnahmen gesteuert. Bei Bedarf kommen auch geeignete Kapitalmarktinstrumente zum Einsatz.
Das Währungsrisiko beschreibt die Sensitivität von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Wechselkurse.
Das Währungsrisiko spielt bei der Gesellschaft nur eine untergeordnete Rolle, da die Kapitalanlage nur in Euro erfolgt.
Das Immobilienrisiko steht für das Risiko aus Schwankungen des Werts der in der Kapitalanlage gehaltenen Immobilien. Hierbei werden sowohl Immobilien im engeren Sinne (z. B. Grundstücke und Gebäude) als auch Immobilienfonds berücksichtigt.
Die Gesellschaft hat keine Immobilieninvestitionen.
Kreditrisiken aus der Kapitalanlage
Kreditrisiken beschreiben allgemein die Risiken eines Verlustes oder nachteiliger Veränderungen der Finanzlage, die sich aus Fluktuationen bei der Bonität von Wertpapieremittenten, Gegenparteien und anderen Schuldnern ergeben, gegen welche die Gesellschaft Forderungen hat. Sie treten in Form von Gegenparteiausfallrisiken, Spread-Risiken oder Marktrisikokonzentrationen auf.
Die Gesellschaft führt regelmäßig Bonitätsprüfungen der vorhandenen Schuldner durch. Bonitätsrisiken unter Investmentgrade und ohne Rating werden in allenfalls begrenztem Umfang eingegangen.
Zur Steuerung des Ausfall- bzw. Bonitätsrisikos werden Ratingkategorien und Sicherungsinstrumente berücksichtigt. Die Bonität der Schuldner wird laufend überwacht. Wesentlicher Anhaltspunkt für die Investitionsentscheidung durch das Portfolio-Management sind die durch externe Agenturen wie Standard & Poor’s, Moody’s, Fitch oder Scope Analysis vergebenen Ratingklassen.
Bonitätsstruktur der festverzinslichen Kapitalanlagen
AAA 23.505 74,4
AA 6.868 21,7
A 691 2,2
BBB 518 1,6
Emittentenrisiko 31.582 100,0
Zur Minderung des Konzentrationsrisikos wird eine breite Mischung und Streuung der Anlagen beachtet. Abhängigkeiten von einzelnen Schuldnern werden möglichst vermieden.
Gliederung der festverzinslichen Kapitalanlagen nach Art der Emittenten
Staats- und Kommunalanleihen 17.733 56,2
Gedeckte Schuldverschreibungen 12.539 39,7
Industrieanleihen 779 2,5
Erstrangige Schuldverschreibungen
von Finanzinstituten 516 1,6
Nachrangige Schuldverschreibungen von Finanzinstituten 13 0,0
Summe 31.582 100,0
Sofern Derivatgeschäfte zur Ertragsvermehrung, Erwerbsvorbereitung und Absicherung von Beständen sowie Geschäfte mit strukturierten Produkten getätigt werden, werden sie im Rahmen der internen Richtlinien der Gesellschaft abgeschlossen. Derivatpositionen und -transaktionen werden im Reporting detailliert aufgeführt. Auf der einen Seite sind Derivate wegen ihrer sehr niedrigen Transaktionskosten und ihrer sehr hohen Marktliquidität und -transparenz effiziente und flexible Instrumente zur Portfoliosteuerung. Auf der anderen Seite gehen mit dem Einsatz von Derivaten auch zusätzliche Risiken wie z. B. Basisrisiko, Kurvenrisiko und Spread-Risiko einher, die detailliert überwacht und zielgerecht gesteuert werden.
Im Berichtsjahr wurden im Portfolio der Gesellschaft keine Derivate eingesetzt.
Strukturierte Produkte waren zum 31.12.2018 mit einem Gesamtbuchwert von 101 (101) TEUR im Direktbestand.
Ein wichtiges Element der Steuerung von Marktrisiken ist die regelmäßige Überwachung geeigneter Kennziffern, so z.B. des Value at Risk (VaR), der einen mit vorgegebener Wahrscheinlichkeit maximal zu erwartenden Verlust abbildet. Der VaR wird in Prozent der betrachteten Kapitalanlagen gemessen.
Zur Messung der Kreditrisiken in der Kapitalanlage wird unter Berücksichtigung von emittentenspezifischen Merkmalen, Portfoliokonzentrationen und Korrelationen ein Credit-VaR (CVaR) ermittelt. Der CVaR zum 31.12.2018 betrug 1,04%.
Das Gegenparteiausfallrisiko deckt risikomindernde Verträge wie z. B. Rückversicherungsvereinbarungen oder Verbriefungen sowie Forderungen gegen Vermittler und alle sonstigen Kreditrisiken ab, soweit sie nicht anderweitig in der Risikomessung berücksichtigt werden.
Informationen zu Ausfallrisiken in der Kapitalanlage finden sich oben unter dem Stichwort der Kreditrisiken.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegen Rückversicherer
Beim Risiko des Ausfalls von Forderungen gegen Rückversicherer handelt es sich um die Möglichkeit des Ausfalls von Anteilen der Rückversicherer an Versicherungsverbindlichkeiten abzüglich Rückversicherungsdepots oder anderer Sicherheiten.
Zur Risikominderung wird die Bonität der Rückversicherungspartner bei der Auswahl der Vertragspartner berücksichtigt und im Vertragsverlauf überwacht. Der Ausfall von Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft ist aufgrund der guten Ratings der Rückversicherungspartner nur ein geringes Risiko.
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegen Versicherungsvermittler
Das Risiko des Ausfalls von Forderungen gegen Versicherungsvermittler besteht grundsätzlich in der Möglichkeit, dass im Falle von (vermehrten) Kündigungen durch Versicherungsnehmer Provisionsrückforderungen nicht hinreichend werthaltig sind.
Dieses Risiko ist für die Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung, da das Versicherungsgeschäft über ausgewählte Vertriebspartner vermittelt wird und klare Provisionshaftungszeiträume vereinbart sind.
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass die Gesellschaft nicht in der Lage ist, Anlagen und andere Vermögenswerte zu realisieren, um ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. So können z. B. wegen der Illiquidität von Märkten Bestände nicht oder nur mit Verzögerungen veräußert werden oder offene Positionen nicht oder nur mit Kursabschlägen geschlossen werden.
Den Liquiditätsrisiken wird durch eine kontinuierliche Abstimmung der Fälligkeiten der Kapitalanlagen und der finanziellen Verpflichtungen begegnet. Durch eine hinreichend liquide Anlagestruktur wird sichergestellt, dass die Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, die erforderlichen Auszahlungen zu leisten.
Das operationelle Risiko bezeichnet das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern oder Systemen oder durch externe Ereignisse ergibt.
Risiken aus Business Continuity und IT Service Continuity
Risiken aus Business Continuity und IT Service Continuity bezeichnen Risiken, die aus dem Ausfall wesentlicher Teile oder dem Totalausfall der Infrastruktur resultieren. Hierzu zählen Störungen der Gebäudeinfrastruktur oder der Ausfall von bzw. technische Probleme mit der IT-Infrastruktur.
Risiken aus Störungen der Gebäudeinfrastruktur reduziert die Gesellschaft mit wirksamen Risikosteuerungsmaßnahmen u. a. durch die Einhaltung von Sicherheits- und Wartungsvorschriften sowie Brandschutzmaßnahmen. Um Risiken aus einer Unterbrechung des Geschäftsbetriebs aufgrund von Krisen oder Notfällen zu begegnen, ist in der Gesellschaft ein Krisenmanagement etabliert, das im Falle einer Störung eine schnellstmögliche Rückkehr in den Normalbetrieb sicherstellt. Der Notfallvorsorge wird mittels eines Notfallhandbuchs, der Durchführung von Business-Impact-Analysen zur Ermittlung der Kritikalität von Geschäftsprozessen, der Einrichtung eines Krisenstabs und Notfallteams Rechnung getragen.
Das Risiko des Ausfalls der IT-Infrastruktur wird durch regelmäßige Kontrollen, redundante Systeme, Backup- und Recovery-Verfahren sowie Rufbereitschaft verringert. Gezielte Investitionen in die Sicherheit und Verfügbarkeit der Informationstechnologie erhalten und steigern das bestehende hohe Sicherheitsniveau.
Darüber hinaus fokussiert sich die Gesellschaft zur Konsolidierung, Flexibilisierung und Verbesserung der Betriebsstabilität der IT-Infrastruktur sowie zur nachhaltigen Senkung der IT-Infrastruktur- und IT-Betriebskosten auf die Einbeziehung von Drittanbietern, wie beispielweise der IBM Deutschland GmbH. Das Zusammenspiel zwischen konzerninternen und konzernexternen Services, deren Qualität sowie der Leistungsschnitt werden laufend überwacht. Unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken nimmt die Gesellschaft angemessen Anpassungen vor.
Risiken aus Prozessen
Prozessrisiken beschreiben Risiken von Verlusten aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen.
Die Gesellschaft hat ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, durch das insbesondere Prozessrisiken systematisch identifiziert und mit Kontrollmaßnahmen versehen werden. Die Notwendigkeit, Vollständigkeit und Wirksamkeit der Kontrollmaßnahmen wird im Rahmen von regelmäßigen Prozessreviews durch den jeweiligen Prozessverantwortlichen bewertet. Die Interne Revision beurteilt in regelmäßigen Abständen von ihrem objektiven Standpunkt aus, inwiefern die Kontrollen angemessen und wirksam sind.
Compliance-Risiken inklusive steuerlicher und rechtlicher Risiken
Compliance-Risiken beschreiben Risiken der Nichteinhaltung von Recht und Gesetz, regulatorischen Anforderungen sowie selbst gesetzten Regeln. Sie schließen steuerliche und rechtliche Risiken ein. Rechtliche Risiken liegen in Verträgen und allgemeinen rechtlichen Rahmenbedingungen wie z.B. geschäftsspezifischen Unwägbarkeiten des Wirtschafts- und Steuerrechts.
Compliance-Risiken im Vertrieb werden auch im Hinblick auf den GDV-Verhaltenskodex für den Vertrieb regelmäßig überwacht.
Aufgrund des Inkrafttretens der EU-Datenschutzgrundverordnung kommt diesem Thema aktuell eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit zu. Maßnahmen zur Minderung von Datenschutzrisiken wird eine hohe Priorität beigemessen.
Mögliche Entwicklungen der höchstrichterlichen Rechtsprechung oder gesetzliche Änderungen, insbesondere gesellschaftsrechtlicher, produktrechtlicher oder steuerlicher Natur, werden frühzeitig identifiziert und eng überwacht.
Betrugsrisiken beinhalten interne und externe Betrugsfälle einschließlich nicht autorisierter Handlungen.
Dem Risiko von dolosen Handlungen begegnet die Gesellschaft durch Regelungen und interne Kontrollen in den Fachbereichen. So unterliegen Zahlungsströme und Verpflichtungserklärungen strengen Vollmachts- und Berechtigungsregelungen. Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen, das Vier-Augen-Prinzip bei wichtigen Entscheidungen und Stichproben bei serienhaften Geschäftsvorfällen erschweren dolose Handlungen. Darüber hinaus prüft die Interne Revision unternehmensweit Systeme, Prozesse und Einzelfälle.
Personelle Risiken bezeichnen Risiken, die sich aus einem Mangel an qualifizierten Fach- und Führungskräften ergeben. Entsprechend qualifizierte Mitarbeiter sind für das Geschäft mit starker Kundenorientierung sowie die Umsetzung wichtiger Projekte notwendig.
Zur Minderung von personellen Risiken legt die Gesellschaft großen Wert auf Aus- und Fortbildung. So können sich die Mitarbeiter durch individuelle Entwicklungspläne und angemessene Qualifizierungsangebote auf die aktuellen Marktanforderungen einstellen. Moderne Führungsinstrumente und adäquate monetäre ebenso wie nicht monetäre Anreizsysteme fördern einen hohen Einsatz der Mitarbeiter. Auch Maßnahmen zur Gesundheitsförderung der Mitarbeiter sowie Prozessdokumentationen und Vertretungsregelungen tragen dazu bei, Personalrisiken zu reduzieren.
Informations- und IT-Sicherheitsrisiken
Informations- und IT-Sicherheitsrisiken schließen insbesondere Informationsverlust und IT-Sicherheitsverletzungen mit ein. Die Verfügbarkeit der Anwendungen, die Sicherheit und Vertraulichkeit und die Integrität der verwendeten Daten sind von entscheidender Bedeutung für die Gesellschaft.
Sicherheit im IT-Bereich wird bei der Gesellschaft durch Zugangskontrollen, Zugriffsberechtigungssysteme und Sicherungssysteme für Programme und Datenhaltung gewährleistet. Bei der Verbindung interner und externer Netzwerke ist eine schützende Firewall-Technik installiert, die regelmäßig überprüft und ständig weiterentwickelt wird.
Um bei allen Mitarbeitern ein gutes Grundverständnis dafür zu erreichen, Bedrohungen abzuwenden und Sicherheit von Informationen zu gewährleisten, werden zielgruppenorientierte Trainingsmaßnahmen zur Informationssicherheit durchgeführt. Die von der BaFin in 2018 veröffentlichten „Versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT“ (VAIT) fördern die IT-Sicherheit weiter.
Outsourcing-Risiken bezeichnen Risiken, die sich aus einer unzureichenden Leistungserbringung von Dienstleistern ergeben.
Risiken aus ausgegliederten Funktionen oder Dienstleistungen sind grundsätzlich in den Risikomanagement-Prozess eingebunden und werden identifiziert, bewertet, gesteuert und überwacht, auch wenn die Dienstleistung konzernintern erfolgt. Zudem werden vor Ausgliederung von Tätigkeiten/Bereichen initiale Risikoanalysen durchgeführt.
Die Gesellschaft lässt sich erforderliche Auskunfts- und Weisungsbefugnisse von dem Dienstleister vertraglich zusichern. In allen Ausgliederungsverträgen ist für die Gesellschaft stets ein umfassendes, direktes Weisungs- und Informationsrecht vorgesehen. Dieses berechtigt den Vorstand, jederzeit Einzelweisungen zu erteilen. Damit ist der Vorstand in der Lage, Einfluss auf die ausgegliederten Bereiche zu nehmen.
Zudem wird eine angemessene und fortlaufende Kontrolle und Beurteilung der Dienstleister durch diverse Beurteilungsmaßnahmen gewährleistet (u. a. Definition von Produktkatalogen einschließlich Service-Level-Agreements und Durchführung von Kundenzufriedenheitsbefragungen zur Überprüfung der Einhaltung der vereinbarten Leistungs- und Qualitätskriterien).
Andere wesentliche Risiken
Strategische Risiken ergeben sich aus der Gefahr eines Missverhältnisses zwischen der Geschäftsstrategie und den sich ständig wandelnden Rahmenbedingungen des Unternehmensumfelds. Ursachen für ein solches Ungleichgewicht können z. B. falsche strategische Grundsatzentscheidungen oder eine inkonsequente Umsetzung der festgelegten Strategien sein. Auch negative Entwicklungen im Markt- bzw. Unternehmensumfeld sowie Marktanteilsverluste und Vertriebsrisiken werden unter den Begriff der strategischen Risiken gefasst.
Die Gesellschaft überprüft ihre Geschäfts- und Risikostrategie mindestens jährlich u. a. auf Konsistenz und passt Prozesse und Strukturen im Bedarfsfall an. Strategischen Risiken wird im Rahmen der Planungs- und Steuerungsprozesse begegnet.
Da die Vertriebsleistung grundsätzlich ein zentraler Erfolgsfaktor ist, wird den Vertriebsrisiken bei der Gesellschaft eine angemessene Bedeutung beigemessen.
Gewisse Vertriebsrisiken können sich z.B. aus Regelungen zur Provisionsbegrenzung bei Restkreditversicherungen ergeben. Die entsprechende Diskussion wird laufend verfolgt, bei Bedarf werden entsprechende Risikosteuerungsmaßnahmen ergriffen.
Projektrisiken beschreiben Risiken einer Gefährdung des vorgesehenen Ablaufs oder einer Nichterreichung der Ziele von Projekten.
Projektrisiken und ihre Auswirkungen werden im Rahmen des Projektmanagements systematisch erhoben. Der Fortschritt der Projekte wird regelmäßig überprüft und bewertet. Dadurch wird sichergestellt, dass rechtzeitig Gegensteuerungsmaßnahmen getroffen werden können, wenn sich bezüglich der Erreichung der Zeit- und Qualitätsziele Schwierigkeiten abzeichnen sollten.
Im Rahmen eines übergreifenden Programms innerhalb des Geschäftsbereichs des Geschäftsbereichs Privat- und Firmenversicherung Deutschland sollen in den kommenden Jahren verschiedene Projekte umgesetzt werden, die die Zukunftssicherung der Gesellschaft zum Ziel haben. Für die diesem Programm zugehörigen Projekte kommen die im Unternehmen verbindlich eingerichteten Linienprozesse zur Kontrolle und Steuerung des Projektportfolios zum Einsatz. Zusätzlich wurden speziell für dieses Programm noch weitere Steuerungsmaßnahmen eingerichtet.
Reputationsrisiken sind Risiken, die sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens ergeben.
Reputationsrisiken werden intensiv beobachtet. Zur Verringerung von Reputationsrisiken ist ein professionelles Beschwerdemanagement installiert. Darüber hinaus wird die Gefahr von Reputationsrisiken durch die Qualitätsanforderungen an die Produkte, ein ständiges Qualitätsmanagement der wesentlichen Geschäftsprozesse sowie durch strenge Datenschutz- und Compliance-Richtlinien begrenzt. Das Kommunikationsmanagement im Krisenfall ist geregelt.
Emerging Risks sind neue zukünftige Risiken, deren Risikogehalt noch nicht zuverlässig bekannt ist und deren Auswirkungen nur schwer beurteilt werden können. Solche Risiken entwickeln sich im Zeitablauf von schwachen Signalen zu eindeutigen Tendenzen mit einem hohen Gefährdungspotential. Es ist deshalb bedeutsam, diese Signale frühzeitig zu erfassen, zu bewerten und zu steuern.
Die Emerging Risks werden im Risikomanagement der Gesellschaft halbjährlich aktualisiert. Im Prozess der Erhebung und Bewertung der Emerging Risks obliegt dem Risikosteuerungskreis die finale Freigabe der Risikoeinschätzung. Die Emerging Risks sind in die Risikoberichterstattung einbezogen.
Unsere nachstehenden Ausführungen stützen sich auf fundierte Experteneinschätzungen Dritter sowie auf die von uns als schlüssig erachteten Planungen und Prognosen; dennoch handelt es sich um unsere subjektive Einschätzung. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die tatsächlichen Entwicklungen von der hier wiedergegebenen erwarteten Entwicklung abweichen werden.
Für 2019 erwarten wir eine Verlangsamung des globalen Wachstums. Während das Wachstum in den Schwellenländern relativ konstant bleiben dürfte, gehen wir von einem Wachstumsrückgang in den Industriestaaten aus. Als Haupttreiber sehen wir dabei vor allem ein durch politische Unsicherheiten – wie die protektionistische US-Handelspolitik oder den Brexit – belastetes außenwirtschaftliches Umfeld und Investitionsklima. Eine global weiterhin positive Arbeitsmarktentwicklung, keine wirtschaftlichen Übertreibungen sowie stabilisierende Gegeneffekte – wie die Konjunkturprogramme in China und eine weniger aggressive Haltung der US-Notenbank – sollten jedoch für eine moderate Entwicklung sprechen.
Nach einem Rückgang der Wachstumsdynamik im Jahr 2018 stehen die Anzeichen in der Eurozone auf Stabilisierung. Die robuste Arbeitsmarkt- und damit Einkommens- und Konsumentwicklung ist eine zentrale Wachstumsstütze. Zunehmend knappe Kapazitäten und eine weiterhin expansive Geldpolitik ermöglichen weitere Investitionen. Die graduell expansivere Fiskalpolitik wirkt zusätzlich wachstumsunterstützend, während vor allem politische Risiken – wie der Brexit, die Entwicklung in Italien oder die Wahlen zum Europaparlament – Unsicherheitsfaktoren darstellen.
In den USA dürften sich die durch eine äußerst expansive Fiskalpolitik hohen Wachstumsraten des Vorjahres sukzessiv abschwächen. Aufgrund des gestiegenen Gewichts des Ölsektors belastet der deutliche Ölpreisrückgang den Investitionsausblick. Dennoch halten wir die US-Konjunktur für robust und erwarten vor allem aufgrund einer gesunden Arbeitsmarktdynamik eine Fortsetzung des Aufschwungs im Jahr 2019.
Die Schwellenländer profitieren von ihrer größtenteils umsichtigen Politik der vergangenen Jahre und dürften trotz des weltweit eingetrübten außenwirtschaftlichen Umfelds ihre Entwicklung in ähnlicher Größenordnung wie 2018 fortsetzen. Eine langsamere Normalisierung der globalen Geldpolitik, moderate Inflationsraten und Unterstützung durch niedrigere Ölpreise wirken wachstumsstützend. Die strukturelle Abkühlung des Wirtschaftswachstums in China wird u. a. zusätzlich durch den schwelenden Handelskonflikt mit den USA belastet. Die Vermeidung schwächeren Wachstums, das die politische Stabilität gefährdet, hat in China jedoch oberste Priorität; wir erwarten daher ähnlich wie in der Vergangenheit ein im Zweifel aggressives fiskal- und geldpolitisches Gegensteuern und damit eine lediglich graduelle Wachstumsabschwächung.
Die günstiger werdenden Rohstoffpreise sollten zu einem spürbaren Rückgang der Inflationsraten in der ersten Jahreshälfte führen. Da die weltweiten Produktionskapazitäten zunehmend ausgelastet sind, dürfte die Kerninflation, d. h. die Teuerungsrate ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise, graduell ansteigen. Wir rechnen mit einer vorsichtigen Normalisierung der globalen Geldpolitik. Die EZB könnte in der zweiten Jahreshälfte die Einlagezinsen zum ersten Mal seit acht Jahren erhöhen. Die US-Notenbank dürfte allerdings aufgrund der bereits zurückliegenden Zinserhöhungen und des Rückgangs der US-Wachstumsdynamik im Jahr 2019 deutlich langsamer vorgehen.
Die Notenbankpolitik und eine Normalisierung der Realzinsen sprechen mittelfristig für höhere Kapitalmarktzinsen. Politische Unsicherheiten sollten eine Normalisierung der Bundrenditen jedoch verlangsamen bzw. verschieben. Das Ende der EZB-Ankaufprogramme sowie politische Sonderthemen sind im breiten Kreditumfeld noch nicht voll eingepreist und lassen Raum für Marktvolatilität und weitere Spreadausweitungen.
Das Bewertungsniveau der europäischen und amerikanischen Aktienmärkte hat sich im Berichtsjahr spürbar normalisiert. Die Fortsetzung des weltweiten Aufschwungs, wenn auch weniger dynamisch, steht im Spannungsfeld mit hohen politischen Unsicherheiten. Insgesamt sehen wir für Aktienkurse lediglich begrenztes Aufwärtspotenzial. Zudem dürfte aufgrund politischer Schlagzeilen und einer zunehmenden Normalisierung der globalen Geldpolitik das Volatilitätsniveau erhöht bleiben.
Trotz der positiven Entwicklung im Vorjahr ist das makroökonomische Umfeld weiterhin von konjunkturellen Risikofaktoren geprägt. Unter der Annahme, dass sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtern, dürfte die Versicherungswirtschaft nach Einschätzung des GDV 2019 ein gegenüber dem Vorjahr leicht zunehmendes Beitragsvolumen erreichen.
Nachdem sich das Beitragsvolumen der deutschen Lebensversicherer im Berichtsjahr positiv entwickelt hat, geht der GDV für 2019 von einem weiteren, gegenüber dem Berichtsjahr allerdings abgeschwächten Wachstum des Beitragsaufkommens aus. Angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen und der damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Gesamtverzinsung dürfte die Profitabilität der deutschen Lebensversicherer 2019 weiterhin belastet sein.
Ausgelöst durch den demografischen Wandel ist gegenwärtig die Entstehung von zwei Märkten mit hohem Entwicklungspotenzial zu beobachten: zum einen der Markt für Produkte für Senioren und zum anderen der für junge Kunden, die durch die abnehmenden Leistungen des Sozialsystems stärker eigenständig Vorsorgen müssen. Schon heute ist festzustellen, dass Senioren nicht mehr mit dem „klassischen Rentner“ der Vergangenheit gleichzusetzen sind. Dies zeigt sich nicht nur in der steigenden Inanspruchnahme von Serviceleistungen, für die eine hohe Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft besteht. Der Wandel wird vor allem darin deutlich, dass diese Kundengruppe zunehmend aktiver ist und sich damit mehr mit absicherungsbedürftigen Risiken als die vorherigen Generationen auseinandersetzt. Für die Anbieterseite ist somit nicht genug damit getan, bestehende Produkte um Assistance-Leistungen zu erweitern, sondern es müssen neue Produkte konzipiert werden, um die neu entstehenden Bedürfnisse abzudecken. Beispiele hierfür sind Produkte für den Zweitwohnsitz und intensive Reisetätigkeit im Ausland, für sportliche Aktivitäten bis ins hohe Alter und die Vermögensweitergabe an die Erben. Gleichzeitig tritt das Thema der finanziellen Absicherung im Alter stärker ins Bewusstsein der jungen Kunden. Durch (staatlich geförderte) private Vorsorgeprodukte und attraktive Angebote der Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) kann dieses Potenzial bearbeitet werden. Gegenwärtig wird für diese Kundengruppe von einem Trend der verstärkten Nachfrage nach Altersvorsorgeprodukten ausgegangen, die eine höhere Flexibilität in der Spar- und der Entsparphase aufweisen. Die Lebensversicherungsgesellschaften im Konzern könnten durch ihre umfassende Produktpalette mit innovativen Produkten sowie mit ihrer vertrieblichen Aufstellung im Markt der Senioren und der jungen Kunden profitieren.
Sollten wir von den vertrieblichen Chancen durch den demografischen Wandel stärker profitieren als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.
Bei den Versicherungsnehmern besteht vor dem Hintergrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus sowie der Volatilität an den Kapitalmärkten ein anhaltend hoher Grad an Belastung und Verunsicherung. Dieses gesamtwirtschaftliche Umfeld bietet aber auch Chancen für Versicherungsunternehmen, innovative Produkte zu entwickeln, die auf diese neuen Gegebenheiten ausgerichtet sind. In Europa, den USA und Asien haben sich vermehrt Lebensversicherer auf den Absatz moderner, flexibler und an die Aktienmarktentwicklung gebundener Produkte konzentriert. Auch im deutschen Versicherungsmarkt geht der Trend geht eindeutig hin zu kapitaleffizienten Produkten, die für den Lebensversicherer eigenmittelschonend sind und gleichzeitig den Kunden zusätzliche Ertragschancen bieten.
Sollte sich das Finanzmarktumfeld deutlicher stabilisieren und die Produktinnovationen schneller Akzeptanz finden als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf das Prämienwachstum, die Kapitalanlagerendite und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.
Um unseren Konzern zukunfts- und wettbewerbsfähiger zu machen und um Kostennachteile im deutschen Privatkundengeschäft zu beseitigen, richten wir den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland derzeit neu aus. Unter dem Strich geht es darum, Komplexität zu reduzieren und Prozesse kundenfreundlicher und effizienter zu gestalten. Grundlage sind die vier Handlungsfelder Kundennutzen, profitables Wachstum, Effizienz und Leistungskultur. Nur wenn unsere Kunden rundum zufrieden sind, werden wir weiter erfolgreich sein. Daher arbeiten wir daran, sowohl Endkunden als auch Vertriebspartnern ihre Entscheidung so einfach wie möglich zu machen – klare Sprache, schnelle Lösungen, überzeugende Produkte. Um eine positive Prämien- und Ergebnisentwicklung zu erreichen, müssen wir unser Geschäft an eindeutigen Risiko- und Renditevorgaben ausrichten und Chancen im Markt konsequent nutzen. Deshalb müssen wir jedes einzelne Produkt auf seine nachhaltige Rentabilität prüfen und vorhandene Kundenkontakte noch konsequenter bereichsübergreifend nutzen. Diese Neuausrichtung erfordert die Überzeugung, dass sich unser Denken und Handeln konsequent am Maßstab Leistung orientieren muss. Eine solche Kultur fördern wir aktiv.
Sollte die Neuordnung der internen Prozesse schneller als derzeit erwartet voranschreiten, könnte sich dies positiv auf die Prämienentwicklung und die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.
Kaum eine Entwicklung verändert die Versicherungsbranche so nachhaltig wie die Digitalisierung. Durch die Digitalisierung werden Geschäftsprozesse und -modelle mittels Nutzung von IT-Systemen grundlegend neu gestaltet. Diese Entwicklung ist insbesondere für die Wettbewerbsfähigkeit von Versicherungsunternehmen entscheidend. Hierdurch ergeben sich neue Möglichkeiten bei der Kommunikation mit Kunden, der Abwicklung von Versicherungsfällen, der Auswertung von Daten und der Erschließung neuer Geschäftsfelder. Wir führen zahlreiche Projekte durch, um den digitalen Wandel zu gestalten. So sollen die Geschäftsprozesse im Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland effizienter gestaltet, die Dunkelverarbeitungsquote erhöht und die Servicequalität verbessert werden. Durch die Digitalisierung ergeben sich zahlreiche Chancen. So ist es möglich, Versicherungsfälle deutlich schneller, unkomplizierter und kostengünstiger abzuwickeln. Vor allen Dingen aber bietet die Digitalisierung die Möglichkeit, als großer international agierender Konzern von Skaleneffekten zu profitieren.
Sollten die Digitalisierungsprojekte im Konzern schneller umgesetzt und von den kunden angenommen werden als derzeit erwartet, könnte sich dies positiv auf die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognose übertreffen.
Veränderungen in der globalisierten Welt im Informationszeitalter vollziehen sich in immer höherem Tempo. Die Welt ist geprägt von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutigkeit (VUCA -Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity). Um als Versicherungsunternehmen mit der Veränderungsgeschwindigkeit mithalten zu können, ist der Wandel hin zu einer agilen Organisation notwendig. Eine agile Organisation zu sein, bedeutet für uns, eine lernende Organisation zu sein, die den Nutzen des Kunden in den Mittelpunkt stellt, um den Gewinn des Unternehmens zu steigern. Aus diesem Grund setzen wir auf interdisziplinäre und kreative Teams, offene und direkte Kommunikation, flache Hierarchien sowie eine gelebte Fehlerkultur. Durch zahlreiche Initiativen unterstützen wir den Wandel unseres Unternehmens hin zu einer agilen Organisation. Wir gestalten unsere Arbeitsplätze so, dass Kommunikationswege verkürzt werden und der bereichsübergreifende Austausch gefördert wird. Mit Hilfe unseres Agility Campus lernen unsere Mitarbeiter agile Methoden kennen und werden befähigt, eigenständig neue Lösungen zu entwickeln. In unseren Teams werden Daily-Stand-up-Meetings abgehalten, um die Selbststeuerung der Teams zu verbessern. Außerdem führen wir beispielsweise Hackathons durch, um neue Ideen zu sammeln, die wir in unserem Digital Lab weiterentwickeln. Agilität bietet Chancen für Kunden, Mitarbeiter und Investoren. Kunden können von neuen Versicherungslösungen profitieren, die gezielt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Mitarbeiter haben durch agiles Arbeiten mehr Gestaltungsmöglichkeiten und können an neuen Herausforderungen wachsen. Zu guter Letzt profitieren Investoren von einem steigenden Unternehmensgewinn, wenn die Kunden zufrieden sind und die Mitarbeiter ihr Potenzial voll ausschöpfen können.
Sollte der Wandel hin zu einer agilen Organisation schneller umgesetzt werden als erwartet, könnte sich dies positiv auf die Ertragslage auswirken und dazu führen, dass wir unsere Prognosen übertreffen.
Entwicklung der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG
Wie in den Vorjahren auch wird im Jahr 2019 der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland die Umsetzung des auf mehrere Jahre angelegten Programms KuRS weiterverfolgen. Ziele des Programms sind es, den Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung Deutschland zu stabilisieren, seine Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu verbessern und ihn somit zukunftsfähig aufzustellen. Schwerpunkte bei der Umsetzung sind zunächst die Optimierung der Geschäftsprozesse und die Erhöhung der Servicequalität für Kunden und Vertriebspartner. Hierzu gehören auch die Modernisierung der IT sowie die Erhöhung der Transparenz über Bestandsdaten und Kosten.
Ausblick der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG
Unseren Erwartungen nach wird die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 das Neugeschäft insbesondere durch die Anbindung neuer Kooperationspartner erheblich ausweiten können. Darüber hinaus soll weiteres Wachstum durch die Entwicklung und den Verkauf innovativer Produkte zur Absicherung finanzieller Verluste im Lifestyle-Bereich generiert werden.
Insgesamt erwarten wir ein deutliches Wachstum der Bruttobeiträge bei gleichzeitig höheren versicherungstechnischen Aufwendungen. Auf Basis unserer derzeitigen Planungen gehen wir von einem weiteren signifikanten Rückgang des von unserer Muttergesellschaft zu übernehmenden Verlustes aus.
Hilden, den 22. Februar 2019
Bewegung und Struktur des Bestandes an Lebensversicherungen im Geschäftsjahr 2018 (Anlage 1 zum Lagebericht)
A. Bewegung des Bestandes an selbst abgeschlossenen Lebensversicherungen
Gesamtes selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
(nur Hauptversicherungen) (Haupt- und Zusatzversicherungen) (nur Hauptversicherungen)
TEUR Anzahl der Versicherungen Laufender Beitrag für ein Jahr Einmalbeitrag Versicherungssumme bzw. 12fache Jahresrente
I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 21.534 38 0 337.538
II. Zugang während des Geschäftsjahres
a) Eingelöste Versicherungsscheine 8.006 52 8.011 185.168
b) Erhöhung der Versicherungssummen (ohne Position 2) 2.252 0 3.189 28.964
2. Erhöhung der Versicherungssummen durch Überschussanteile 0 0 0 0
3. Übriger Zugang 0 0 0 0
4. Gesamter Zugang 10.258 52 11.201 214.132
III. Abgang während des Geschäftsjahres
1. Tod, Berufsunfähigkeit etc. 131 0 0 1.993
2. Ablauf der Versicherung / Beitragszahlung 661 38 0 76.331
3. Rückkauf und Umwandlung in beitragsfreie Versicherungen 2.350 0 0 33.904
4. Sonstiger vorzeitiger Abgang 0 0 0 0
5. Übriger Abgang 0 0 0 0
6. Gesamter Abgang 3.142 38 0 112.228
IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 28.650 52 11.201 439.443
Kapitalversicherungen ohne Risikoversicherungen
TEUR Anzahl der Versicherungen Laufender Beitrag für ein Jahr
I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 0 0
a) Eingelöste Versicherungsscheine 0 0
b) Erhöhung der Versicherungssummen (ohne Position 2) 0 0
2. Erhöhung der Versicherungssummen durch Überschussanteile 0 0
3. Übriger Zugang 0 0
4. Gesamter Zugang 0 0
1. Tod, Berufsunfähigkeit etc. 0 0
2. Ablauf der Versicherung / Beitragszahlung 0 0
3. Rückkauf und Umwandlung in beitragsfreie Versicherungen 0 0
4. Sonstiger vorzeitiger Abgang 0 0
5. Übriger Abgang 0 0
6. Gesamter Abgang 0 0
IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 0 0
Risikoversicherungen Rentenversicherungen Sonstige Lebensversicherungen
TEUR Anzahl der Versicherungen Laufender Beitrag für ein Jahr Anzahl der Versicherungen Laufender Beitrag für ein Jahr Anzahl der Versicherungen Laufender Beitrag für ein Jahr
I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 21.257 0 0 0 0 0
a) Eingelöste Versicherungsscheine 7.849 0 0 0 0 0
b) Erhöhung der Versicherungssummen (ohne Position 2) 2.252 0 0 0 0 0
2. Erhöhung der Versicherungssummen durch Überschussanteile 0 0 0 0 0 0
3. Übriger Zugang 0 0 0 0 0 0
4. Gesamter Zugang 10.101 0 0 0 0 0
1. Tod, Berufsunfähigkeit etc. 127 0 0 0 0 0
2. Ablauf der Versicherung / Beitragszahlung 505 0 0 0 0 0
3. Rückkauf und Umwandlung in beitragsfreie Versicherungen 2.304 0 0 0 0 0
4. Sonstiger vorzeitiger Abgang 0 0 0 0 0 0
5. Übriger Abgang 0 0 0 0 0 0
6. Gesamter Abgang 2.936 0 0 0 0 0
IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 28.422 0 0 0 0 0
I. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 277 38
a) Eingelöste Versicherungsscheine 157 52
4. Gesamter Zugang 157 52
1. Tod, Berufsunfähigkeit etc. 4 0
2. Ablauf der Versicherung / Beitragszahlung 156 38
3. Rückkauf und Umwandlung in beitragsfreie Versicherungen 46 0
6. Gesamter Abgang 206 38
IV. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 228 52
B. Struktur des Bestandes an selbst abgeschlossenen Lebensversicherungen (ohne Zusatzversicherungen)
TEUR Anzahl der Versicherungen Versicherungssumme bzw. 12fache Jahresrente
1. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 21.534 337.538
– davon: beitragsfrei 21.257 332.760
2. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 28.650 439.443
– davon: beitragsfrei 28.422 434.693
Kapitalversicherungen ohne Risikoversicherungen Risikoversicherungen
TEUR Anzahl der Versicherungen Versicherungssumme Anzahl der Versicherungen Versicherungssumme
1. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 0 0 21.257 332.760
– davon: beitragsfrei 0 0 21.257 332.760
2. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 0 0 28.422 434.693
– davon: beitragsfrei 0 0 28.422 434.693
Rentenversicherungen Sonstige Lebensversicherungen Kollektivversicherungen
TEUR Anzahl der Versicherungen 12fache Jahresrente Anzahl der Versicherungen Versicherungssumme Anzahl der Versicherungen Versicherungssumme bzw. 12fache Jahresrente
1. Bestand am Anfang des Geschäftsjahres 0 0 0 0 277 4.778
– davon: beitragsfrei 0 0 0 0 0 0
2. Bestand am Ende des Geschäftsjahres 0 0 0 0 288 4.750
C. Bestand an in Rückdeckung übernommenen Lebensversicherungen
1. Versicherungssumme am Anfang des Geschäftsjahres 332.575
2. Versicherungssumme am Ende des Geschäftsjahres 325.721
(Anlage 2 zum Lagebericht)
Die Lifestyle Protection Lebensversicherung AG konzentriert sich auf die Absicherung von Zahlungsverpflichtungen jeder Art.
Im Geschäftsjahr 2018 zeichnete die Gesellschaft Versicherungen zur Absicherung von Todesfallrisiken im Zusammenhang mit Krediten im Rahmen von Einzelversicherungen, aber auch in geringem Maße im Rahmen einer Gruppenversicherung.
Darüber hinaus wurden Risikolebensversicherungen in Rückdeckung übernommen.
TEUR 31.12.2018 31.12.2017
1. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 11.451 11.284
2. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 8.386 3.109
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 11.177 11.898
c) übrige Ausleihungen 13 4
19.576 15.012
31.028 26.296
I. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 310 156
– davon an verbundene Unternehmen: 0 (0) TEUR
– davon an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR
II. Sonstige Forderungen 291 786
– davon an verbundene Unternehmen: 269 (784) TEUR
I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 1.287 804
II. Andere Vermögensgegenstände 0 393
1.287 1.197
Abgegrenzte Zinsen und Mieten 488 353
Summe der Aktiva 33.404 28.788
Ich bestätige hiermit entsprechend § 128 Abs. 5 VAG, dass die im Vermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.
Hilden, den 21. Februar 2019
Gezeichnetes Kapital 8.000 8.000
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen 5.963 5.963
2.038 2.038
II. Kapitalrücklage 7.230 7.230
– davon Rücklage gemäß § 9 Abs. 2 Nr. 5 VAG: 3.730 (3.730) TEUR
III. Bilanzverlust -1.772 -1.772
I. Deckungsrückstellung
1. Bruttobetrag 24.325 19.456
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 10.639 8.561
13.686 10.896
II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 575 519
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 129 138
14.132 11.277
Sonstige Rückstellungen 335 407
D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 10.768 8.698
E. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft
– davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 0 (0) TEUR
– davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 0 (0) TEUR
1. gegenüber Versicherungsnehmern 14 348
2. gegenüber Versicherungsvermittlern 308 234
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 300 31
III. Sonstige Verbindlichkeiten: 50 297
– davon aus Steuern: 0 (9) TEUR
– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 (0) TEUR
– davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 46 (288) TEUR
672 910
Summe der Passiva 33.404 28.788
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter den Posten B.I. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung des § 341/ HGB sowie unter Beachtung der auf Grund des § 88 Absatz 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist; Altbestand im Sinne des § 336 VAG und des Artikels 16 § 2 Satz 2 des Dritten Durchführungsgesetzes/EWG zum VAG ist nicht vorhanden.
Der Verantwortliche Aktuar:
I. Versicherungstechnische Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 14.192 16.924
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -5.643 -7.036
8.549 9.888
2. Erträge aus Kapitalanlagen
Erträge aus anderen Kapitalanlagen – davon: aus verbundenen Unternehmen 0 (0) TEUR 388 304
3. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag -3.499 -1.302
bb) Anteil der Rückversicherer 1.538 514
-1.961 -788
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag -57 -313
bb) Anteil der Rückversicherer -8 106
-65 -207
-2.026 -995
4. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
a) Bruttobetrag -4.869 -11.735
b) Anteil der Rückversicherer 2.078 5.621
-2.791 -6.114
5. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung -3.655 -3.158
6. Aufwendungen für Kapitalanlagen -82 -49
7. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 384 -123
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung – Übertrag 384 -123
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Sonstige Erträge 46 85
2. Sonstige Aufwendungen -694 -745
-648 -661
3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -265 -784
4. Erträge aus der Verlustübernahme 265 784
5. Jahresüberschuss 0 0
6. Verlustvortrag -1.772 -1.772
7. Bilanzverlust -1.772 -1.772
Anmerkung: Aufwandsposten sind mit einem Minuszeichen vor dem entsprechenden Betrag gekennzeichnet.
Die Lifestyle Protection Lebensversicherung AG mit Sitz in Hilden wird beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Handelsregisternummer HRB 63316 geführt.
Jahresabschluss und Lagebericht der Gesellschaft werden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie den relevanten Verordnungen in ihrer zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt.
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere werden, sofern sie nach den Grundsätzen des Umlaufvermögens geführt werden, nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten oder den darunter liegenden Marktwerten angesetzt (§ 341b Abs. 2 HGB in Verbindung mit §§ 255 Abs. 1 und 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 HGB). Wertpapiere, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, werden nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Dauerhafte Wertminderungen werden erfolgswirksam abgeschrieben.
Das Agio von über pari erworbenen Inhaberschuldverschreibungen im Anlagevermögen wurde bisher aus Vereinfachungsgründen über die Laufzeit des Papiers linear auf den Rückzahlungsbetrag amortisiert. Bei unter pari erworbenen Inhaberschuldverschreibungen des Anlagevermögens wurde bislang keine Amortisation des Disagios während der Laufzeit vorgenommen, die erfolgswirksame Vereinnahmung erfolgte zum Laufzeitende als Kursgewinn. Seit dem 01.01.2018 macht die Gesellschaft von Ihrem Wahlrecht Gebrauch, Disagien und Agien nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit zu vereinnahmen. Dies führt zu einer Verbesserung der methodischen Vorgehensweise. Bei der Umstellung der Disagien wurde unter Aufholung der historischen Disagioauflösung ein Einmaleffekt in Höhe von 3 TEUR als Kursgewinn im ordentlichen Kapitalanlageergebnis vereinnahmt. Die Umstellung der Agien führt zu keinen wesentlichen Effekten, die daher prospektiv aufgelöst werden.
Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen sowie übrige Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert (§ 341c HGB). Dabei werden die Kapitalanlagen bei Erwerb mit dem Kaufkurs angesetzt. Der Unterschiedsbetrag zum Rückzahlungsbetrag wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode amortisiert. Notwendige Abschreibungen werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip vorgenommen.
Bei den im Bestand befindlichen strukturierten Produkten handelt es sich um Finanzinstrumente, bei denen das Basisinstrument in Form eines Fixed-Income Kassainstrumentes mit einem oder mehreren Derivaten vertraglich zu einer Einheit verbunden ist. Die Bilanzierung erfolgt grundsätzlich einheitlich zu fortgeführten Anschaffungskosten nach den Vorschriften der wie Anlagevermögen bilanzierten Kapitalanlagen.
Im Rahmen des Wertaufholungsgebots (§ 253 Abs. 5 HGB) werden auf Vermögensgegenstände, die in früheren Jahren abgeschrieben wurden, erfolgswirksame Zuschreibungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungswerte oder auf einen niedrigeren Verkehrs- oder Börsenwert vorgenommen, wenn die Gründe für die dauerhafte Wertminderung entfallen sind und eine Werterholung eingetreten ist.
Die Forderungen und die Verbindlichkeiten gegenüber Rückversicherern für das in Rückdeckung gegebene Geschäft wurden nach den Rückversicherungsverträgen ermittelt und zum Nennwert bewertet.
Alle übrigen Aktivposten werden mit den Nominalbeträgen angesetzt.
Die Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft werden für jede Versicherung einzeln gerechnet und unter Berücksichtigung des Beginnmonats und der Zahlweise auf den Bilanztermin abgegrenzt. Die steuerlichen Bestimmungen werden beachtet.
Die Deckungsrückstellung wird unter Beachtung des § 341f HGB sowie der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet.
Die Berechnung erfolgt für das selbst abgeschlossene Geschäft auf einzelvertraglicher Basis nach der prospektiven Methode unter Berücksichtigung implizit angesetzter Kosten berechnet. Hierbei wird als Ausscheideordnung die Sterbetafel DAV 2008T verwendet und der Rechnungszins mit 0 % festgesetzt.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sowie Rückkäufe, Rückgewährbeträge und Austrittsvergütungen für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft wird für die in Frage kommenden Versicherungen einzeln ermittelt. Aufwendungen für die Regulierung von Versicherungsleistungen werden in steuerlich zulässiger Höhe berücksichtigt.
Für Versicherungsfälle, die bis zum 31. Dezember eingetreten, aber zu diesem Zeitpunkt dem Unternehmen noch nicht bekannt sind, erfolgt eine Ermittlung einer Schadenrückstellung für unbekannte Spätschäden auf Basis des geschätzten künftigen Schadenbedarfs.
Die versicherungstechnischen Rückstellungen für das übernommene Versicherungsgeschäft wurden wie vom Vorversicherer aufgegeben übernommen bzw. durch Schätzungen ergänzt.
Für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft werden die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen gemäß den Rückversicherungsverträgen ermittelt.
Die Depotverbindlichkeiten, die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft sowie die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Latente Steuern berechnen sich aus den unterschiedlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden in Handels- und Steuerbilanz. Aufgrund der bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Organschaft zum obersten Organträger Talanx AG, Hannover, werden bei der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG keine latenten Steuern gebildet.
Alle übrigen Passivposten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Soweit die Bilanzposten oder Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Beträge in ausländischer Währung enthalten, werden sie zu den amtlich fixierten Mittelkursen vom 31.12.2018 bzw. zu Transaktionskursen umgerechnet.
Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Abschlusses, werden die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und der Anhang in Tausend Euro aufgestellt. Die einzelnen Posten, Zwischen- und Endsummen werden kaufmännisch gerundet. Die Addition der Einzelwerte kann daher von den Zwischen- und Endsummen um Rundungsdifferenzen abweichen.
Erläuterungen zur Bilanz – Aktiva
Entwicklung des Aktivposten A. im Geschäftsjahr 2018
TEUR Bilanzwerte Vorjahr Zugänge Umbuchungen Abgänge Zuschreibungen Abschreibungen
1. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 11.284 314 0 -1З6 0 -12
a) Namensschuldverschreibungen 3.109 5.427 0 -150 0 0
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 11.898 0 0 -722 0 0
c) übrige Ausleihungen 4 9 0 0 0 0
Summe 26.296 5.751 0 -1.007 0 -12
TEUR Bilanzwerte Geschäftsjahr
1. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 11.451
a) Namensschuldverschreibungen 8.386
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 11.177
c) übrige Ausleihungen 13
Summe 31.028
Zu A. Kapitalanlagen
Ermittlung der Zeitwerte der Kapitalanlagen
Die Zeitwerte der Namensschuldverschreibungen, der Schuldscheinforderungen und Darlehen sowie der übrigen Ausleihungen werden mit Hilfe von produkt- und ratingspezifischen Renditekurven ermittelt. Bei den verwendeten Spread-Aufschlägen werden spezielle Ausgestaltungen wie zum Beispiel Einlagensicherung, Gewährträgerhaftung oder Nachrangigkeit berücksichtigt. Die Zeitwertermittlung bei Zero-Namensschuldverschreibungen und Zero-Schuldscheinforderungen beruht auf eigenen Berechnungen der Gesellschaft nach finanzmathematischen Methoden.
Die Zeitwertermittlung der sonstigen Kapitalanlagen erfolgt grundsätzlich auf Basis des Freiverkehrswertes gem. § 56 Rech-VersV. Für Kapitalanlagen, die einen Markt- oder Börsenpreis haben, gilt als Zeitwert der Wert zum Bilanzstichtag bzw. zum letzten diesem Zeitpunkt vorausgehenden Tag, für den ein Markt- oder Börsenpreis feststellbar war. In Fällen, in denen keine Börsennotierungen vorliegen, werden Renditekurse auf Basis an Finanzmärkten etablierter Preisbildungsverfahren eingesetzt. Kapitalanlagen werden höchstens mit ihrem voraussichtlich realisierbaren Wert unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Vorsicht bewertet
TEUR Buchwerte Zeitwerte
1. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 11.451 11.738
a) Namensschuldverschreibungen 8.386 8.398
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 11.177 11.432
c) übrige Ausleihungen 13 13
Summe 31.028 31.582
Die genannten Werte gelten gleichermaßen für die in die Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen.
Kapitalanlagen mit stillen Lasten
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.130 1.099
Sonstige Ausleihungen 3.243 3.213
Summe 4.373 4.312
Unter Anwendung des § 341b Abs. 2 HGB wurden bei den wie Anlagevermögen bilanzierten Kapitalanlagen Abschreibungen in Höhe von 32 TEUR vermieden. Es handelt sich hierbei nach unserer Einschätzung um vorübergehende Wertminderungen.
Zu A.I. Gezeichnetes Kapital
Das als „Gezeichnetes Kapital“ ausgewiesene Grundkapital von 8.000 (8.000) TEUR ist eingeteilt in 8.000.000 Stückaktien à 1 EUR und ist zu 25,47 % bzw. 2.038 (2.038) TEUR eingezahlt.
Zu C. Andere Rückstellungen
a) Tantiemen Vorstand 288 333
b) Kosten des Jahresabschlusses 34 38
c) Ausstehende Rechnungen für Lieferungen und Leistungen 6 29
d) Vergütung Aufsichtsrat 7 7
Summe 335 407
Zu E. Andere Verbindlichkeiten
Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.
Zu I.1.a) Gebuchte Bruttobeiträge
Einzelversicherungen 11.201 14.072
Kollektivversicherungen 52 38
laufende Beiträge 52 38
Einmalbeiträge 11.201 14.072
untergliedert nach Beiträgen im Rahmen von Verträgen:
ohne Gewinnbeteiligung 11.253 14.110
11.253 14.110
In Rückdeckung übernommenes Geschäft 2.939 2.814
Gesamtes Versicherungsgeschäft 14.192 16.924
Zu I.5. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Abschlussaufwendungen 1.764 1.958
b) Verwaltungsaufwendungen 3.665 2.274
Summe 5.428 4.232
c) davon ab:
Erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 1.773 1.074
Summe 3.655 3.158
Rückversicherungssaldo für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 1 )
Verdiente Beiträge -5.643 -7.036
Aufwendungen für Versicherungsfälle 1.529 620
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb 1.773 1.074
Veränderung der Deckungsrückstellung 2.078 5.621
Saldo -262 279
1) Bei der Darstellung des Rückversicherungssaldos sind Aufwandsposten mit einem Minuszeichen vor dem entsprechenden Betrag gekennzeichnet.
Zu I.6. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 70 49
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 12 0
Summe 82 49
Die Abschreibungen auf Kapitalanlagen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 277 Abs. 3 Satz 1 HGB von 12 TEUR.
Zu II.1. Sonstige Erträge
Die sonstigen Erträge beinhalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 31 (0) TEUR sowie Erträge aus Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 8 (71) TEUR und Zinserträge aus der Verzinsung der Ergebnisabführung in Höhe von 8 (14) TEUR aus verbundene Unternehmen.
Zu II.2. Sonstige Aufwendungen
Die sonstigen Aufwendungen enthalten hauptsächlich Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes in Höhe von 683 (674) TEUR sowie Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 8 (71) TEUR.
Die Gesellschaft ist Mitglied des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer. Der Sicherungsfonds erhebt auf Grundlage der Verordnung über die Finanzierung des Sicherungsfonds für die Lebensversicherer jährliche Beiträge von maximal 0,2 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Im Geschäftsjahr wurden keine Beiträge geleistet. Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 ‰ der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 13 TEUR. Falls die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen, werden dem Sicherungsfonds finanzielle Mittel in Höhe von 1 % der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der bereits geleisteten Beiträge zur Verfügung gestellt. Die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag beträgt 119 TEUR.
Beteiligung an unserer Gesellschaft
Die HDI Deutschland AG (vormals Talanx Deutschland AG), Hannover, hat uns mitgeteilt, dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG, Hilden, (Mitteilung gemäß § 20 Abs. 4 AktG) sowie gleichzeitig unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG, Hilden, (Mitteilungen gemäß § 20 Abs. 1 und 3 AktG) gehört.
Die Gesellschaft ist Konzerngesellschaft des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Hannover, sowie der Talanx AG, Hannover. Der HDI (Mutterunternehmen des HDI-Konzerns) stellt nach § 341i HGB einen Konzernabschluss auf, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Für die Talanx AG als Mutterunternehmen des Talanx-Konzerns ergibt sich daneben die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses aus § 290 HGB, der auf der Grundlage von § 315e Abs. 1 HGB gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt wird. Die Konzernabschlüsse werden im Bundesanzeiger bekannt gegeben.
Die Vergütung des Abschlussprüfers ist – unterteilt nach Aufwendungen für Prüfungsleistungen, andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen – anteilig in den Konzernabschlüssen des HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie V. a. G. und der Talanx AG enthalten.
Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschuss und Lagebericht zum 31. Dezember 2018 sowie das nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Berichtspaket geprüft. Darüber hinaus erfolgte die Prüfung der Solvabilitätsübersicht.
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
1. Provisionen der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 3.233 1.970
2. Löhne und Gehälter 183 271
3. Aufwendungen für Altersversorgung 62 31
Summe 3.479 2.271
Unsere Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr keine eigenen Mitarbeiter.
Unsere Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sind auf den Seiten 2 und 3 aufgeführt.
Die Bezüge für die Vorstandsmitglieder der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG betrugen im Geschäftsjahr 245 (302) TEUR. Im Geschäftsjahr wurden von der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG keine Kredite oder Vorschüsse an die Vorstandsmitglieder gewährt.
Ein Teil der insgesamt festgesetzten variablen Vergütung wird als aktienbezogene Vergütung in Form sogenannter virtueller Talanx Share Awards gewährt. Im Berichtsjahr betrug die Anzahl der gewährten Share Awards 1.094 mit einem Zeitwert von 33 TEUR.
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen i. S. v. Art 28 Abs. 1 EGHGB beläuft sich auf 99 TEUR.
Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen 7 (7) TEUR.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft nachhaltig beeinflussen würden.
An die Lifestyle Protection Lebensversicherung AG, Hilden
Wir haben den Jahresabschluss der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG, Hilden, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.
1 Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen in der Lebensversicherung
1 Sachverhalt und Problemstellung
2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3 Verweis auf weitergehende Informationen
1 Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter den Bilanzposten Deckungsrückstellung und Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle versicherungstechnische Rückstellungen in Höhe von insgesamt T€ 14.132 (42,3 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Versicherungsunternehmen haben versicherungstechnische Rückstellungen insoweit zu bilden, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Dabei sind neben den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften auch eine Vielzahl an aufsichtsrechtlichen Vorschriften über die Berechnung der Rückstellungen zu berücksichtigen. Die Festlegung von Annahmen zur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen verlangt von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der Berücksichtigung der handels- und aufsichtsrechtlichen Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen haben.
Die in den versicherungstechnischen Rückstellungen enthaltenen Deckungsrückstellungen der Gesellschaft umfassen Verpflichtungen aus Todesfallleistungen.
Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, der Komplexität der anzuwendenden Vorschriften und der zugrundeliegenden Methoden sowie der Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der versicherungstechnischen Rückstellungen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Bewertungsspezialisten die von der Gesellschaft verwendeten und von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt sowie anerkannte Methoden berücksichtigt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung von versicherungstechnischen Rückstellungen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen vorgenommen. Wir haben unter anderem auch die der Berechnung des Erfüllungsbetrags zugrunde liegenden Daten mit den Basisdokumenten abgestimmt. Damit einhergehend haben wir die berechneten Ergebnisse der Gesellschaft zur Höhe der Rückstellungen anhand der anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden überprüft.
Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
3 Die Angaben der Gesellschaft zu den versicherungstechnischen Rückstellungen sind in den Abschnitten „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ und „Erläuterungen zur Bilanz – Passiva“ des Anhangs enthalten.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht – ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Wir wurden vom Aufsichtsrat am 9. März 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10. Oktober 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG, Hilden, tätig.
Köln, den 7. März 2019
Florian Möller, Wirtschaftsprüfer
ppa. Thomas Bernhardt, Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat hat den Vorstand der Lifestyle Protection Lebensversicherung AG im Berichtszeitraum auf der Basis ausführlicher schriftlicher und mündlicher Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht. Der Aufsichtsrat trat insgesamt zweimal zu Sitzungen zusammen, um sich über die Geschäftsentwicklung und Lage des Unternehmens zu informieren und um die anstehenden Beschlüsse zu fassen. Weiter hat sich der Aufsichtsrat durch regelmäßige Vorlage von Unterlagen über die Lage und die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, den Geschäftsverlauf sowie das Risikomanagement unterrichten lassen. Die einzelnen Themen hat er intensiv hinterfragt, diskutiert und hierzu – soweit nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich – nach eingehender Prüfung und Beratung ein Votum abgegeben.
Darüber hinaus erfolgten im schriftlichen Verfahren drei Beschlussfassungen über kurzfristig zwischen den Sitzungen zu behandelnde Themen.
Das Gremium hat sich zu den Vorstandsangelegenheiten intensiv ausgetauscht und konnte sich von der Angemessenheit der Vorstandsvergütung hinreichend überzeugen.
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung im November 2017 neben den im Merkblatt der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht gem. Ziffer III 2 genannten Themen zur fachlichen und persönlichen Eignung der Aufsichtsratsmitglieder zusätzliche Themenfelder beschlossen. Die Leitlinie für die fachlichen und persönlichen Anforderungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats wurde in der bilanzfeststellenden Aufsichtsratssitzung vom 9. März 2018 entsprechend aktualisiert. Mitte 2018 waren die Mitglieder des Aufsichtsrats aufgefordert, eine Selbsteinschätzung zu den beschlossenen Themenfeldern abzugeben.
Die Ergebnisse der Selbsteinschätzung wurden in der Sitzung vom 12. November 2018 ausführlich im Gesamtplenum behandelt. Der Aufsichtsrat hat sich darüber verständigt, ob Entwicklungsmaßnahmen für den Gesamtaufsichtsrat für notwendig erachtet werden. Ferner hat der Aufsichtsrat für die nächste Selbsteinschätzung beschlossen, dieselben Themenfelder wie bisher zugrunde zu legen.
Der Aufsichtsrat hat sich im Zuge der EU-Audit-Reform und der sich daraus ergebenden Rotation des Abschlussprüfers mit dem vorgeschriebenen Auswahlverfahren ordnungsgemäß befasst und dieses durchgeführt sowie eine Präferenz für den künftigen Abschlussprüfer festgelegt. Mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2018 wurde der Wechsel des Abschlussprüfers vollzogen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 9. März 2018 die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, zum Abschlussprüfer bestellt.
Ferner ist die Erbringung von Nichtprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer für Unternehmen von öffentlichem Interesse (sog. PIEs) durch europäische und nationale Vorschriften eingeschränkt. Nichtprüfungsleistungen, die nicht verboten sind, bedürfen der Billigung durch den Aufsichtsrat. Ergänzend wird eine Honorargrenze für die Erbringung von Nichtprüfungsleistungen festgelegt. Zur Überwachung der Erbringung von Nichtprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer und zur Dokumentation der gezahlten Honorare ist eine Aktualisierung der Konzernleitlinien zur Freigabe von Nichtprüfungsleistungen des Abschlussprüfers und des darin beschriebenen Freigabeverfahrens durch den Aufsichtsrat im schriftlichen Verfahren beschlossen worden. Dabei wurde eine Anpassung des Begriffs der Abschlussprüfungsleistungen im Wege einer Neuauslegung durch das IDW Positionspapier zu Nichtprüfungsleistungen des Abschlussprüfers berücksichtigt. Diese Aktualisierung wurde in den Leitlinien, der sog. „Whitelist“, vorgenommen.
Zu den erbrachten Nichtprüfungsleistungen und der jeweiligen Auslastung der festgelegten Caps. iHv. 70 % ist eine jährliche Berichterstattung erforderlich; diese ist in der Sitzung am 12. November 2018 erfolgt.
Der Aufsichtsrat befasste sich intensiv mit der Ausrichtung und Struktur der Gesellschaft sowie dem Abschluss einer neuen Kooperation mit auxmoney als weiterer wesentlicher Kooperationspartner; die notwendigen Beschlüsse wurden im schriftlichen Verfahren gefasst.
Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat zustimmungspflichtige Geschäfte vorgelegt, der Aufsichtsrat hat die nach Satzung oder Geschäftsordnung notwendigen Zustimmungen in jedem Fall erteilt.
In den Quartalsberichten gem. § 90 AktG wurden unter anderem die Entwicklung des Neugeschäfts und der Beiträge sowie die Themen Kosten und Kapitalanlage dargestellt und erläutert.
Die Aufsichtsratsvorsitzende wurde darüber hinaus vom Vorstand laufend über wichtige Entwicklungen, anstehende Entscheidungen und die Risikolage im Unternehmen unterrichtet.
Der Gesamtvorstand entscheidet gemäß den ihm durch die Geschäftsordnung übertragenen Aufgaben über die Erstellung und jährliche Überprüfung der Geschäfts- und Risikostrategie. Der Aufsichtsrat hat die Risikostrategie für das Geschäftsjahr 2018 im Rahmen der Sitzung am 9. März 2018 erörtert. Eine Aktualisierung der Risikostrategie wurde dem Aufsichtsrat in der Sitzung am 12. November 2018 zur Kenntnis gegeben.
Ferner wurde der Aufsichtsrat in den Sitzungen über den aktuellen Stand zum Risikomanagement informiert; er hat sich von der Leistungsfähigkeit des Risikomanagementsystems überzeugt. Dem Aufsichtsrat wurden zudem die vierteljährlichen Risikoberichte der Gesellschaft zur umfänglichen Information zugeleitet. Bei Bedarf erhielt der Aufsichtsrat detaillierte Informationen insbesondere zur Risikolage der Gesellschaft. Darüber hinaus wurde dem Aufsichtsrat mit den Sitzungsunterlagen für die Aufsichtsratssitzung im Herbst 2018 der ORSA-Bericht zur vollständigen Information vorgelegt.
Insgesamt wird damit auch den aufsichtsbehördlichen Anforderungen an das Risikomanagement im Rahmen einer guten und verantwortungsbewussten Unternehmensführung und -überwachung entsprochen.
Der Aufsichtsrat sah sich zu Prüfungsmaßnahmen nach § 111 Abs. 2 AktG im Geschäftsjahr 2018 nicht veranlasst.
Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand seine operativen Schwerpunkte zutreffend gesetzt und geeignete Maßnahmen ergriffen hat. Insgesamt hat der Aufsichtsrat im Rahmen seiner gesetzlichen und satzungsgemäßen Zuständigkeiten an den Entscheidungen des Vorstands mitgewirkt und sich von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Unternehmensführung überzeugt.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Gesellschaft sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 sowie der Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft worden. Die Prüfung hat keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben; in dem erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wird erklärt, dass der Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entspricht und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 vermittelt. Der Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Der Abschlussprüfer erklärt gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB, dass die Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Die Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet.
Der Abschlussprüfer war bei der Sitzung über die Beratung des Jahresabschlusses und des Lageberichts anwesend, hat über die Durchführung der Prüfung berichtet und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss erörtert und auch den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft und zu einzelnen Punkten Nachfragen an den Abschlussprüfer gerichtet. Der Aufsichtsrat ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Prüfungsbericht in Übereinstimmung mit den §§ 317 und 321 HGB steht und keinen Bedenken begegnet. Weiter ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass der Lagebericht die Anforderungen des § 289 HGB erfüllt und in Übereinstimmung mit den Aussagen der Berichte an den Aufsichtsrat gemäß § 90 AktG steht. Der Lagebericht steht auch in Einklang mit der eigenen Einschätzung des Aufsichtsrats hinsichtlich der Lage der Gesellschaft. Dem Lagebericht und insbesondere den dort getroffenen Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung stimmt der Aufsichtsrat zu.
Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat selbst vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sind Einwendungen nicht zu erheben, so dass er sich dem Urteil des Abschlussprüfers angeschlossen und den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in der Bilanzaufsichtsratssitzung am 9. März 2018 gebilligt hat. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.
Der Aufsichtsrat hat ferner den Bericht des Verantwortlichen Aktuars über die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts 2018 zur versicherungsmathematischen Bestätigung nach Aussprache ohne Beanstandung entgegengenommen.
Ergänzend wurden dem Aufsichtsrat in der Sitzung am 9. März 2018 die Ergebnisse aus den Governance-Funktionen Risikomanagement, Versicherungsmathematische Funktion, Compliance und Revision für das Geschäftsjahr 2018 vorgestellt und über den aktuellen Stand sowie die geplante weitere Entwicklung und Aufgaben der Governance-Funktionen informiert.
Mit Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 9. März 2018 hat Herr Rosenbaum sein Mandat im Aufsichtsrat der Gesellschaft niedergelegt. Der Aufsichtsrat hat ihm seinen Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit ausgesprochen.
Als Nachfolger wählte die ordentliche Hauptversammlung gemäß dem vorangehenden Beschlussvorschlag des Aufsichtsrats Herrn Nicolas Sebastian Heine mit sofortiger Wirkung für die verbleibende Amtszeit; d.h. bis zur ordentlichen Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2020 beschließt, in den Aufsichtsrat der Gesellschaft.
Herr Norbert Kox wurde aus der Mitte des Aufsichtsrats zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Im Vorstand der Gesellschaft traten im Berichtszeitraum keine Veränderungen ein.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und die im Geschäftsjahr 2018 erfolgreich geleistete Arbeit.
Hilden, 8. März 2019
Iris Kremers, Vorsitzende
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Telefax +49 511 3747-2025
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