Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=05.05.2004&Aktenzeichen=XI%20R%2043/03
Timestamp: 2019-08-20 06:26:55
Document Index: 225165700

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 6', '§ 253', '§ 6', '§ 5', '§ 253', '§ 6', '§ 119', '§ 5', '§ 253', '§ 6', '§ 6', '§ 253', '§ 253', '§ 5', '§ 6', '§ 6', '§ 5', '§ 253', '§ 6', '§ 5', '§ 253', '§ 6']

BFH, 05.05.2004 - XI R 43/03 - dejure.org
BFH, 05.05.2004 - XI R 43/03
https://dejure.org/2004,7483
BFH, 05.05.2004 - XI R 43/03 (https://dejure.org/2004,7483)
BFH, Entscheidung vom 05.05.2004 - XI R 43/03 (https://dejure.org/2004,7483)
BFH, Entscheidung vom 05. Mai 2004 - XI R 43/03 (https://dejure.org/2004,7483)
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EStG § 5 Abs. 1 § 6 Abs. 1; HGB § 253
Pflicht zur Teilwertabschreibung trotz des in § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG eingeräumten Wahlrechts
FG Rheinland-Pfalz, 19.06.2002 - 3 K 2061/99
DB 2007, 12
Für Steuerpflichtige, die ihren Gewinn gemäß § 5 Abs. 1 EStG ermitteln, ergibt sich aufgrund des Grundsatzes der Maßgeblichkeit und des handelsrechtlichen strengen Niederstwertprinzips für Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens (§ 253 Abs. 3 HGB) bei gesunkenem Teilwert steuerrechtlich eine Pflicht zur Teilwertabschreibung gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 5. Mai 2004 XI R 43/03, BFH/NV 2005, 22).
a) Voraussetzung der Teilwertabschreibung ist der Eintritt einer dauernden Wertminderung (BFH-Urteil vom 5. Mai 2004 XI R 43/03, BFH/NV 2005, 22).
BFH, 22.09.2005 - X B 58/05
Sie haben nicht dargelegt, dass die Entscheidung des FG anders ausgefallen wäre, wenn sich das Gericht mit der Revisionsschrift im Verfahren XI R 43/03 oder mit dem Vortrag ihres Prozessbevollmächtigten in der mündlichen Verhandlung, der Kläger habe ein Darlehen aufgenommen und dieses an die GmbH weitergeleitet, weil der GmbH selbst ein Bankdarlehen gekündigt worden sei, auseinander gesetzt hätte.
d) Ebenso wenig Erfolg hat die Rüge der Kläger, das angefochtene FG-Urteil sei insoweit nicht i.S. von § 119 Nr. 6 FGO mit Gründen versehen, als das FG die Revisionsschrift im Verfahren XI R 43/03 mit Stillschweigen übergangen habe.
Insbesondere handelt es sich bei der in den Akten befindlichen Revisionsschrift im Verfahren XI R 43/03 --entgegen der Auffassung der Kläger-- um kein selbständiges Angriffs- und Verteidigungsmittel.
Steuerpflichtige, die ihren Gewinn gemäß § 5 Abs. 1 EStG ermitteln, haben im Streitjahr aufgrund des Grundsatzes der Maßgeblichkeit und des handelsrechtlichen strengen Niederstwertprinzips für Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens (§ 253 Abs. 3 HGB) bei gesunkenem Teilwert auch steuerrechtlich zwingend eine Teilwertabschreibung gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG vorzunehmen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 5. Mai 2004 XI R 43/03, BFH/NV 2005, 22; siehe auch R 36 Abs. 1 Satz 3 der Einkommensteuer-Richtlinien 1996).
FG Köln, 21.06.2006 - 13 K 4033/05
In Anbetracht der Übernahme der Regelung in § 6 Abs. 1 Nr. 2 EStG aus § 253 Abs. 2 HGB, der weitgehenden sachlichen Übereinstimmung zwischen beiden Vorschriften und der Tatsache, dass bei einer aus § 253 Abs. 2 Satz 3, 2. Halbsatz HGB resultierenden handelsrechtlichen Verpflichtung zur Abschreibung wegen des Maßgeblichkeitsprinzips in § 5 Abs. 1 EStG auch eine steuerrechtliche Verpflichtung zur Teilwertabschreibung besteht, soweit § 6 EStG ein steuerrechtliches Bewertungswahlrecht eröffnet (vgl. dazu BFH-Urteile vom 27. November 1974 I R 123/72, BFHE 114, 415, BStBl II 1975, 294; vom 5. Mai 2004 XI R 43/03, BFH/NV 2005, 22 m. w. N.; Hennrichs, Maßgeblichkeitsgrundsatz oder eigenständige Prinzipien für die Steuerbilanz?, Deutsche Steuerjuristische Gesellschaft - DStJG - Bd. 24 (2001), 301, 322;… Blümich, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, EStG § 6 Rdnr. 563a), vertritt der erkennende Senat die Auffassung, dass ungeachtet der unterschiedlichen Zielsetzungen der Handels- und der Steuerbilanz eine einheitliche Auslegung des Begriffs der "voraussichtlich dauernden Wertminderung" in HGB und EStG vorzunehmen ist.
BFH, 24.07.2013 - IV R 30/10
Kein niedrigerer Teilwert eines bereits entstandenen, aber erst in einem späteren …
Für Steuerpflichtige, die, wie die Klägerin, ihren Gewinn gemäß § 5 Abs. 1 EStG ermitteln, ergibt sich aufgrund des Grundsatzes der Maßgeblichkeit und des handelsrechtlichen strengen Niederstwertprinzips für Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens (§ 253 Abs. 4 HGB) bei gesunkenem Teilwert steuerrechtlich eine Pflicht zur Abschreibung auf den niedrigeren Teilwert gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 5. Mai 2004 XI R 43/03, BFH/NV 2005, 22, und in BFHE 237, 119).
Für Steuerpflichtige, die ihren Gewinn gemäß § 5 Abs. 1 EStG ermitteln, ergibt sich aufgrund des Grundsatzes der Maßgeblichkeit und des handelsrechtlichen strengen Niederstwertprinzips für Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens (§ 253 Abs. 3 HGB) bei gesunkenem Teilwert steuerrechtlich eine Pflicht zur Teilwertabschreibung gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 EStG (vgl. z. B. BFH vom 05.05.2004 XI R 43/03, BFH/NV 2005, 22).