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Timestamp: 2016-09-28 17:05:47
Document Index: 331770761

Matched Legal Cases: ['§ 12', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', '§ 193', 'Art. 7', '§ 193', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art.20', 'Art.20', '§ 80', '§ 111']

Private Krankenversicherung – und die rückwirkende Einstufung in den Notlagentarif | Rechtslupe
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Private Krankenversicherung – und die rückwirkende Einstufung in den Notlagentarif	28. Juli 2016 | VersicherungsrechtGeschätzte Lesezeit: 5 Minuten	Die rückwirkende Einstufung in den Notlagentarif des § 12h VAG in der bis zum 31.12 2015 geltenden Fassung gemäß Art. 7 Satz 2 EGVVG setzt voraus, dass ein Ruhen der Leistungen noch bei Inkrafttreten der Regelung am 1.08.2013 vorgelegen hat.
Zudem folge schon aus Wortlaut und Systematik des Gesetzes, dass von der rückwirkenden Regelung nur solche Versicherungsverhältnisse erfasst würden, die zum 1.08.2013 noch ruhend gewesen seien, weil der Gesetzgeber sich des Passiv Perfekts bedient habe (“ruhend gestellt worden sind”) und die Versicherungsnehmer “ab” diesem Zeitpunkt als im Notlagentarif versichert gelten13.
Danach kann die Regelung über die rückwirkende Geltung des Notlagentarifs in Art. 7 Satz 2 bis 6 EGVVG nicht losgelöst von dem in Art. 7 Satz 1 EGVVG enthaltenen Grundtatbestand gesehen werden, nach der solche Versicherungsnehmer als im Notlagentarif versichert gelten, für die am 1.08.2013 das Ruhen der Leistungen gemäß § 193 Abs. 6 VVG festgestellt ist. Diese Grundvoraussetzung muss auch für die nach Maßgabe der Sätze 2 bis 6 vorgesehene zeitliche Rückwirkung erfüllt sein. Denn Art. 7 Satz 2 EGVVG ordnet seinem Wortlaut nach nur an, dass der Notlagentarif unter den dort genannten Voraussetzungen “ab” einem früheren Zeitpunkt gilt als nach der Grundregel des Satzes 1 vorgesehen.
KG, VersR 2015, 440↩
OLG Köln, r+s 2015, 454↩
KG aaO 3136; OLG Köln aaO 4345↩
LG Dortmund, r+s 2014, 85; zustimmend Voit in Prölss/Martin, VVG 29. Aufl. § 193 Rn. 45↩
OLG Hamm, r+s 2016, 136↩
LG Berlin, VersR 2015, 1015↩
Muschner, in HK-VVG, 3. Aufl. Art. 7 EGVVG Rn. 3 f.↩
Mandler, VersR 2015, 818↩
Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Gesundheit (14. Ausschuss), BT-Drs. 17/13947 S. 31 f. zu Artikel 5↩
OLG Hamm aaO Rn. 1315; LG Dortmund aaO; Mandler aaO S. 819↩
LG Berlin aaO; Muschner aaO Rn. 4; Mandler aaO S. 820↩
LG Dortmund aaO; LG Berlin aaO↩
Mandler aaO S. 818↩
Muschner in HK-VVG, 3. Aufl. Art. 7 EGVVG Rn. 4↩
BVerfGE 114, 258, 300; 101, 239, 263; 95, 64, 86↩
BVerfGE 72, 200, 242↩
vgl. dazu Grzeszik in Maunz/Dürig, GG 76. EL Art.20 – VII Rn. 80 ff.; Jarass in Jarass/Pieroth, GG 12. Aufl. Art.20 Rn. 72↩
BT-Drs. 17/13947 S. 31 f.↩
BT-Drs. 17/13947 S. 31 re. Sp. unten↩
zutreffend Mandler aaO S. 819↩
BVerfG NJW 2013, 2103 Rn. 34 m.w.N.↩
vgl. hierzu BVerfG aaO Rn. 35 m.w.N.↩
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