Source: http://www.seminarportal.de/zip-kolloquium-evaluierung-des-62314826.html
Timestamp: 2018-01-24 06:02:15
Document Index: 145798419

Matched Legal Cases: ['§ 15', 'BGH', '§ 13', '§ 22', '§ 231', 'BGH']

ZIP-Kolloquium: Evaluierung des ESUG [§ 15 FAO]
Mitglieder von Gläubigerausschüssen;
Mitarbeiter von Banken.
Eigenverwaltung – der Bock als Gärtner?
Thesen und Schlusswort
Das ESUG hat die Insolvenzszene seit 2012 kräftig durchgeschüttelt und sowohl die Verwalter- als auch die Richterschaft mehr oder weniger gespalten. Wie hältst Du es mit dem ESUG? – Das ist fast schon eine Glaubensfrage. Dabei wollte das ESUG doch nur die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Sanierung notleidender Unternehmen verbessern und eine Sanierungskultur schaffen, in der das Insolvenzverfahren als "Chance zur Sanierung" verstanden und genutzt wird. Das hört sich gut an. Indes ist das Gesetz teilweise sperrig, teilweise lückenhaft und an vielen Stellen nicht gut gelungen. Der BGH hat bislang kaum Gelegenheit gehabt, das ESUG gewinnbringend zu interpretieren. So ist ein Flickenteppich entstanden: Viele gerichtliche Entscheidungen lassen ein gewisses Misstrauen erkennen, überwiegend aber – so berichten jedenfalls viele Berater und Verwalter – funktioniert das ESUG "ganz gut". So oder so: Kaum jemand leugnet, dass es zahlreiche Ansätze für Verbesserungen gibt. Und: Angesichts des aktuellen Richtlinienentwurfs der EU-Kommission über einen präventiven Restrukturierungsrahmen könnte das ESUG in Teilen schon bald obsolet werden. Der Bundestag hat die Bundesregierung verpflichtet, die Erfahrungen nach fünf Jahren zu evaluieren. Das BMJV lässt derzeit in einem wissenschaftlichen Forschungsprojekt die Wirkungsweise des ESUG bis April 2018 untersuchen. Höchste Zeit für ein ZIP-Kolloquium am 1. Dezember 2017 in Köln!
9.30 Uhr Block 1: Gläubigermitwirkung
Der (misslungene) § 13 Abs. 1 InsO
Das einstimmige Votum des vorläufigen Gläubigerausschusses in der Praxis, §§ 22a, 56a InsO
Verlässlichkeit, Forum-Shopping, Missbrauchstendenzen
Podium: Dr. Andreas Schmidt (Ltg.), Prof. Dr. Moritz Brinkmann, LL.M. (McGill), Dr. Lars Westpfahl, Tim Wierzbinski, Stefan Denkhaus. Analyse: Martin Horstkotte, Andreas Ziegenhagen
11.45 Uhr Block 2: Eigenverwaltung – der Bock als Gärtner?
Akzeptanz des Insolvenzverfahrens bei Eigenverwaltung – aus Schuldner- und aus Gläubigersicht
Gesetzgeberische Unzulänglichkeiten bei der (vorläufigen) Eigenverwaltung und Umgang der Praxis
Mehrwert und Kosten der Eigenverwaltung
Podium: Stefan Denkhaus (Ltg.), Prof. Dr. Moritz Brinkmann, LL.M. (McGill), Dr. Lars Westpfahl, Tim Wierzbinski, Martin Horstkotte. Analyse: Dr. Andreas Schmidt, Andreas Ziegenhagen
14.30 Uhr Block 3: Insolvenzplan
Hürden beim Insolvenzplan: Formalien, Gruppenbildung, Vergleichsrechnung, § 231 InsO
Grenzen der Gestaltungsmöglichkeiten und Verbesserungsbedarf
Analyse der BGH-Rechtsprechung zum Insolvenzplan
Podium: Dr. Lars Westpfahl (Ltg.), Martin Horstkotte, Stefan Denkhaus, Tim Wierzbinski, Andreas Ziegenhagen. Analyse: Prof. Dr. Moritz Brinkmann, LL.M. (McGill), Dr. Andreas Schmidt
16.45 Uhr Thesen und Schlusswort
Dr. Andreas Schmidt, Prof. Dr. Moritz Brinkmann, LL.M. (McGill)