Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20268/64
Timestamp: 2020-02-17 12:42:39
Document Index: 358816777

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 556', '§ 249', '§ 556', '§ 252', '§ 326', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 251', '§ 286', '§ 463', '§ 463', '§ 463', '§ 556', '§ 823', '§ 556']

BGH, 14.06.1967 - VIII ZR 268/64 - dejure.org
https://dejure.org/1967,286
BGH, 14.06.1967 - VIII ZR 268/64 (https://dejure.org/1967,286)
BGH, Entscheidung vom 14.06.1967 - VIII ZR 268/64 (https://dejure.org/1967,286)
BGH, Entscheidung vom 14. Juni 1967 - VIII ZR 268/64 (https://dejure.org/1967,286)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1967,286) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Voraussetzungen für einen Anspruch aus unerlaubter Handlung - Rechtmäßigkeit eines Urteilsausspruchs auf Abweisung des Begehrens einer Nutzungsentschädigung - Anforderungen an die Auslegung einer Urteilsformel
BGB § 556 § 249
NJW 1967, 1803
MDR 1967, 835
WM 1967, 749
DB 1967, 1215
Mit diesem Ansatz, wenngleich unter ausdrücklicher Beschränkung auf die Vertragshaftung, hat der VIII. Zivilsenat durch Urteil vom 14. Juni 1967 - VIII ZR 268/64 = WM 1967, 749 = NJW 1967, 1803 (nicht vollständig abgedruckt) auch einem Hauseigentümer für die zeitweise Unbewohnbarkeit seines Hauses infolge nachvertraglichen Verschuldens der Mieterin eine Nutzungsentschädigung zugesprochen.
b) Der VIII. Zivilsenat hat durch Urteil vom 14.6.1967 (NJW 1967, 1803 = LM § 556 BGB Nr. 2 = WM 1967, 749) einem Hauseigentümer Schadensersatz für abstrakten Nutzungsausfall zuerkannt, weil infolge nachvertraglichen Verschuldens der Mieterin die Heizungsanlage unbrauchbar und hierdurch das Haus zeitweise unbenutzbar geworden war.
a) In dem erwähnten, eine abstrakte Nutzungs-Entschädigung für die vorübergehende Unbenutzbarkeit eines selbstgenutzten Hauses zusprechenden Urteil vom 14.6.1967 (NJW 1967, 1803) hat der VIII. Zivilsenat an das - ebenfalls bereits erwähnte - Urteil des III. Zivilsenats vom.
Insoweit sei beispielsweise der Käufer bei verspäteter Lieferung des bestellten Kraftwagens darauf verwiesen, entweder den entgangenen Gewinn gemäß § 252 BGB als Vermögensschaden geltend zu machen oder aber an der seinerseits geschuldeten Gegenleistung anzusetzen und als Reaktion auf das Ausbleiben der Leistung die ihm selbst obliegende Gegenleistung zum Erlöschen zu bringen, indem er gemäß § 326 BGB vom Vertrag zurücktritt (ähnlich, wenn auch mit unterschiedlichen Begründungen, Schmidt-Salzer, BB 1970, 55, 63 unter IV 7; Batsch, NJW 1975, 1163 unter Ziff. 2 seiner Anmerkung zum Senatsurteil vom 12. Februar 1975 - VIII ZR 131/73, BGHZ 63, 393 = NJW 1975, 733 = JZ 1975, 529 [BGH 12.02.1975 - VIII ZR 131/73] mit Anmerkung Tolk; Hagen, Anmerkung zu BGHZ 66, 277 [BGH 14.05.1976 - V ZR 157/74] in LM BGB § 251 Nr. 23, Ziff. 7 m.w.N.;… Ströfer, Schadensersatz und Kommerzialisierung, 1982, S. 115 ff.;… Jauernig-Vollkommer, BGB, 2. Aufl. § 286 Anm. 2 c zum Stichwort "entgangene Nutzungsmöglichkeiten", siehe aber auch § 463 Anm. 4 c; für einen Ersatz der entzogenen Gebrauchsmöglichkeit auch im Rahmen vertraglicher Ansprüche etwa OLG Saarbrücken, DAR 1965, 299; OLG Nürnberg, DAR 1969, 300; OLG Hamm, BB 1980, 963 m.w.N. zum Anspruch aus § 463 BGB;… Tolk a.a.O. S. 532; Schacht, NJW 1981, 1350; MünchKomm-H.P. Westermann § 463 BGB Rdn. 24 - das Senatsurteil vom 14. Juni 1967 - VIII ZR 268/64, LM BGB § 556 Nr. 2 = NJW 1967, 1803 = WM 1967, 749 betraf die Verletzung einer nachvertraglichen Obhutspflicht, stellt allerdings entscheidend auf die Verletzung des Eigentums an dem vormals vermieteten Gebäude ab).
Soweit die Revision demgegenüber auf das Urteil des VIII. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 14. Juni 1967 - VIII ZR 268/64 (NJW 1967, 1803) verweist, kann ihr dies nicht zum Erfolg verhelfen.
In Anlehnung an die Grundsätze über den Schadensersatz für vorübergehenden Nutzungsausfall bei Beschädigung von Kraftfahrzeugen (…vgl. hierzu die Übersicht in BGB-RGRK/Steffen 12. Aufl. § 823 Rdn. 445 ff.) hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 14. Juni 1967 (VIII ZR 268/64 - LM Nr. 2 zu § 556 BGB) dem Hauseigentümer, in dessen Haus infolge nachvertraglichen Verschuldens des Mieters die Heizungsanlage unbrauchbar geworden war, für die Zeit der dadurch bedingten Unbenutzbarkeit des Hauses Schadensersatz zugesprochen und es für unerheblich erachtet, ob und wie der Eigentümer das Haus in dieser Zeit benutzt hätte.
Ebensowenig einschlägig ist in diesem Zusammenhang die Entscheidung des VIII. Zivilsenats (NJW 1967, 1803, 1804), derzufolge die Eigentümerin eines Hausgrundstücks, das infolge Verletzung nachvertraglicher Obhutspflichten beschädigt und zeitweise unbenutzbar geworden war, zur Begründung ihres Schadensersatzanspruchs nicht im einzelnen darzulegen brauchte, daß sie das Haus während der Zeit der Unbenutzbarkeit selbst bewohnt oder gegen Entgelt anderen zur Benutzung überlassen hätte.