Source: https://www.weka.de/unternehmensfuehrung/persoenliche-buergschaft-des-geschaeftsfuehrers/
Timestamp: 2016-10-27 12:50:38
Document Index: 326323344

Matched Legal Cases: ['§ 765', '§ 766', '§ 766', '§ 767', '§ 771', '§ 17']

Persönliche Bürgschaft des Geschäftsführers
Management & Assistenz	Unternehmensführung	Persönliche Bürgschaft des Geschäftsführers
Eine Bürgschaft sichert die Verbindlichkeiten eines Dritten ab. Klassischer Anwendungsfall ist die Bürgschaft zur Sicherung von Darlehen.
Grundlage der Bürgschaft ist ein Bürgschaftsvertrag. Der Bürge verpflichtet sich durch den Bürgschaftsvertrag gegenüber dem Gläubiger eines Dritten, für die Verbindlichkeit des Dritten einzustehen (§ 765 Abs. 1 BGB). Der Bürgschaftsvertrag bedarf der Schriftform (§ 766 BGB). Wenn er die Hauptverbindlichkeit bezahlt hat, kann der Bürge sich auf den Mangel der Schriftform nicht berufen. Der Mangel gilt durch die Zahlung als geheilt (§ 766 Satz 2 BGB). Für den Umfang der Verpflichtung des Bürgen ist der Bestand der jeweiligen Hauptforderung maßgeblich (§ 767 Abs. 1 BGB, NJW 01, 1015).
Die Ausgestaltung der Bürgschaft kann weitgehend frei vereinbart werden. Die einzelnen Vereinbarungen sind im schriftlichen Bürgschaftsvertrag festzuhalten, sonst sind sie nicht wirksam.
Es können u.a. folgende Vereinbarungen getroffen werden:
Begrenzung der Bürgschaft auf einen Haftungshöchstbetrag
Festlegung einer bestimmten Laufzeit der Bürgschaft mit automatischer Beendigung der Bürgschaftshaftung zum Beendigungszeitpunkt
Festlegung der Kündigungsmöglichkeit des Bürgschaftsvertrages und der Kündigungsgründe
Der Bürge kann die Befriedigung aus der Bürgschaft verweigern, solange der Gläubiger nicht die Zwangsvollstreckung gegen den Schuldner versucht hat (§ 771 BGB, Einrede der Vorausklage). Auf die Einrede der Vorausklage …
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