Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=19.02.1998&Aktenzeichen=I%20ZR%20233/95
Timestamp: 2013-06-18 22:16:43
Document Index: 102907884

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung BGH, 19.02.1998 - I ZR 233/95 Volltextver�ffentlichungen (3)
Unwirksame Beschr�nkung der Haftung auf Vorsatz und grobe Fahrl�ssigkeit der Organe, leitenden Angestellten und sonstigen Erf�llungsgehilfen
Formularm��ige Beschr�nkung des Schadensersatzes auf grobes Verschulden in der Betriebsordnung der Bremer Lagerhaus-Gesellschaft
NJW-RR 1998, 1426
MDR 1998, 1403
VersR 1998, 1049
WM 1998, 2064
DB 1998, 2107
Wird zitiert von ... (10) BGH, 27.09.2000 - VIII ZR 155/99 AGB - Wirksamkeit von Neuwagen-VerkaufsbedingungenFerner darf die Haftungsbeschr�nkung nicht dazu f�hren, da� der Klauselverwender von Verpflichtungen befreit wird, deren Erf�llung die ordnungsgem��e Durchf�hrung des Vertrags �berhaupt erst erm�glicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelm��ig vertraut und vertrauen darf (zuletzt etwa: BGH, Urteil vom 19. Februar 1998 - I ZR 233/95, WM 1998, 2064 = NJW-RR 1998, 1426 unter II 2 a m.w.N.).
BGH, 24.10.2001 - VIII ARZ 1/01 AGB - Haftungsauschluss bei Verletzung von KardinalpflichtenEin Ausschlu� der Haftung f�r die verschuldete Nichterf�llung von Vertragspflichten kann nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nach � 9 Abs. 2 Nr. 2 AGBG als eine unangemessene Benachteiligung des Vertragspartners anzusehen sein, wenn dadurch wesentliche Rechte und Pflichten, die sich aus der Natur des Vertrages ergeben, so eingeschr�nkt werden, da� die Erreichung des Vertragszweckes gef�hrdet ist (BGHZ 89, 363, 367 f; BGH, Urteile vom 23. Februar 1984 - VII ZR 274/82, NJW 1985, 3016 unter II 2; vom 11. November 1992 - VIII ZR 238/91, NJW 1993, 335 unter II 2 a; vom 26. Januar 1993 - X ZR 90/91, NJW-RR 1993, 560 unter III 2 b aa; vom 19. Februar 1998 - I ZR 233/95, WM 1998, 2064 = NJW-RR 1998, 1426 unter II 2 a und BGHZ 145, 203, 244).
BGH, 15.09.2005 - I ZR 58/03 Handelsrecht - Keine Haftungsbeschr�nkung bei Schaden durch Erf�llungsgehilfenNach der Rechtsprechung des BGH liegt eine unangemessene Benachteiligung in diesem Sinne vor, wenn die formularm��ige Haftungsbegrenzung bei grob fahrl�ssiger oder vors�tzlicher Schadensverursachung durch Erf�llungsgehilfen des Klauselverwenders eingreift, sofern es sich um die Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten handelt und der Schadensersatzbetrag die voraussehbaren Sch�den nicht abdeckt (vgl. BGHZ 89, 363, 367 ff.;… BGH, Urt. v. 12.1.1994 - VIII ZR 165/92, ZIP 1994, 461, 465; Urt. v. 19.2.1998 - I ZR 233/95, TranspR 1998, 374, 376 f.).Die Haftungsbeschr�nkung darf nicht dazu f�hren, dass der Klauselverwender von Verpflichtungen befreit wird, deren Erf�llung die ordnungsgem��e Durchf�hrung des Vertrages �berhaupt erst erm�glicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelm��ig vertraut und vertrauen darf (vgl. BGHZ 89, 363, 367 f.; BGH TranspR 1998, 374, 376 m.w. Nachw.).
OLG K�ln, 18.12.1998 - 3 U 45/98 Inhaltskontrolle von Allgemeinen Benutzungsbedingungen f�r Hafenanlagen - …Grobe Fahrl�ssigkeit liegt vor, wenn die im Verkehr zu beachtende Sorgfalt in besonders schwerem Ma�e verletzt worden ist, schon einfache, ganz naheliegende �berlegungen nicht angestellt wurden oder das nicht beachtet worden ist, was im gegebenen Fall jedem h�tte einleuchten m�ssen (st. Rspr.; vgl. z.B. BGHZ 89, 153 ff. (161); BGH, NJW-RR 1998, 1426 ff. (1427);… Palandt-Heinrichs, BGB, 57. Auflage, � 277 Rdnr. 2 mit weiteren umfangreichen Nachweisen).Nach der st�ndigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, der sich der Senat anschlie�t, kann die Haftung f�r jedes Verschulden "einfacher" Erf�llungsgehilfen des Klauselverwenders auch im kaufm�nnischen Gesch�ftsverkehr nicht formularm��ig ausgeschlossen werden, wenn sich der Haftungsausschlu� auf die Verletzung von sogenannten "Kardinal"- oder von Hauptpflichten oder auch auf die Verletzung von Nebenpflichten (z.B. Schutzpflichten) bezieht, sofern die Freizeichnung die angemessene Risikoverteilung empfindlich st�ren w�rde (vgl. hierzu z.B.: BGH, NJW 1982, 1694 ff. (1695); BGH, NJW 1984, 1350 f. (1350); BGH, NJW 1985, 914 ff. (916); BGH, NJW 1985, 3016 ff. (3018); BGH, NJW 1988, 1785 ff. (1786); BGH, NJW-RR 1998, 1426 ff. (1427); Palandt-Heinrichs, a.a.O., � 9 AGBG Rdnr. 41 ff. m.w.N.; Ulmer/Brandner/Hensen/Schmidt, AGB-Gesetz, 8. Auflage 1997, � 9 Rdnr. 150 ff.).In einem derartigen Fall ist eine R�ckf�hrung unwirksamer Klauseln auf ihren zul�ssigen Inhalt auch im kaufm�nnischen Gesch�ftsverkehr grunds�tzlich ausgeschlossen (vgl. hierzu BGH, NJW-RR 1998, 1426 ff. (1427) mit weiteren umfangreichen Nachweisen aus der Rechtsprechung; Ulmer/Brandner/Hensen/ Schmidt, a.a.O., � 9 Rdnr. 150).Die von der Rechtsprechung ausnahmsweise anerkannten Einschr�nkungen f�r ein Verbot der geltungserhaltenden Reduktion sind vorliegend nicht gegeben, da die Regelungen ausschlie�lich auf den Hafenbetrieb der Beklagten zugeschnitten sind (vgl. allgemein BGH, NJW-RR 1998, 1426 ff. (1427) f�r die Betriebsordnung der Bremer LagerhausGesellschaft).
BGH, 15.11.2001 - I ZR 122/99 Transportrecht - Haftung f�r Verlust bei Paketbef�rderungEine Haftungsbeschr�nkung darf den Klauselverwender grunds�tzlich nicht von sogenannten Kardinalpflichten befreien, deren Erf�llung die ordnungsgem��e Durchf�hrung des Vertrages �berhaupt erst erm�glicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelm��ig vertrauen darf (vgl. BGHZ 89, 363, 367; 103, 316, 324; BGH, Urt. v. 19.2.1998 - I ZR 233/95, TranspR 1998, 374, 376 = VersR 1998, 1049).Das Berufungsgericht hat auch rechtsfehlerfrei angenommen, da� eine Haftungsbeschr�nkung gemessen an den Ma�st�ben des � 9 Abs. 2 Nr. 2 AGBG grunds�tzlich dann keinen Bedenken unterliegt, wenn der Klauselverwender seine Ersatzpflicht durch die Wahl einer Haftungsh�chstsumme auf das normale Vertragsrisiko der aus seiner Sicht vorhersehbaren Sch�den beschr�nkt (vgl. BGHZ 77, 126, 133 f.; BGH TranspR 1998, 374, 376;… vgl. auch BGH, Urt. v. 12.10.1995 - I ZR 172/93, TranspR 1996, 198, 200 = VersR 1996, 651;… Wolf/Lindacher/Horn, AGBG, 4. Aufl., � 11 Rdn. 31;… M�nchKommBGB/Basedow, 4. Aufl., � 11 Nr. 7 AGBG Rdn. 30).
BGH, 21.01.1999 - III ZR 289/97 Formularm��ige Vereinbarung von Ausschlu�fristen f�r die Geltendmachung von …Mit diesem Inhalt kommt der Klausel auch im kaufm�nnischen Gesch�ftsverkehr wegen Versto�es nach � 9 AGBG keine G�ltigkeit zu (vgl. nur BGH, Urteil vom 19. Februar 1998 - I ZR 233/95 - NJW-RR 1998, 1426, 1429), ohne da� es darauf ankommt, ob die versicherungsm��ige Abdeckung des Schadens durch den Vertragspartner m�glich oder �blich ist (vgl. insoweit nur BGH, Urteil vom 29. November 1988 - X ZR 112/87 - NJW-RR 1989, 953, 955 f), oder die vertraglich vorgesehenen H�chstsummen geeignet sind, die vertragstypischen, vorhersehbaren Sch�den abzudecken (siehe hierzu nur BGH, Urteil vom 11. November 1992 - VIII ZR 238/91 - NJW 1993, 335, 336 m. w. N.).Dabei kann dahinstehen, unter welchen Voraussetzungen ein Bewachungsunternehmer angesichts dessen, da� die ordnungsgem��e Erf�llung der Bewachungsleistung dem Vertrag das Gepr�ge gibt (…Graf von Westphalen aaO Rn. 16; s. auch OLG K�ln NJW-RR 1994, 25) und daher zu seinen Kardinalpflichten geh�rt, �berhaupt in der Lage ist, sich von der Haftung f�r schuldhaftes Fehlverhalten eines Wachmannes freizuzeichnen (vgl. zur formularm��igen Freizeichnung von der Haftung f�r leichte Fahrl�ssigkeit nicht leitender Angestellter oder Arbeiter bei der Erf�llung wesentlicher Vertragspflichten BGH, Urteil vom 19. Februar 1998 aaO S. 1427 …und Urteil vom 11. November 1992 aaO S. 335, jeweils m. w. N.), da die zu beanstandende Haftungsbegrenzungsklausel nicht auf ein zul�ssiges Ma� zur�ckgef�hrt werden kann (Urteil vom 19. Februar 1998 aaO S. 1429 m. w. N.).
BGH, 15.09.2005 - I ZR 68/03 Formularm��ige Vereinbarung der Begrenzung der Haftung auf Vorsatz und grobe …c) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs liegt eine unangemessene Benachteiligung in diesem Sinne vor, wenn die formularm��ige Haftungsbegrenzung bei grob fahrl�ssiger oder vors�tzlicher Schadensverursachung durch Erf�llungsgehilfen des Klauselverwenders eingreift, sofern es sich um die Verletzung von wesentlichen Vertragspflichten handelt und der Schadensersatzbetrag die voraussehbaren Sch�den nicht abdeckt (vgl. BGHZ 89, 363, 367 ff.;… BGH, Urt. v. 12.1.1994 - VIII ZR 165/92, ZIP 1994, 461, 465; Urt. v. 19.2.1998 - I ZR 233/95, TranspR 1998, 374, 376 f.).Die Haftungsbeschr�nkung darf nicht dazu f�hren, dass der Klauselverwender von Verpflichtungen befreit wird, deren Erf�llung die ordnungsgem��e Durchf�hrung des Vertrages �berhaupt erst erm�glicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelm��ig vertraut und vertrauen darf (vgl. BGHZ 89, 363, 367 f.; BGH TranspR 1998, 374, 376 m.w.N.).
OLG Hamburg, 25.04.2002 - 6 U 67/01 Pflichten des Lagerhalters; Lagerung von Textilien in einem Lagerraum ohne …Es kann offen bleiben, ob die Haftungsbeschr�nkung auf 10.000,00 DM je Schadensfall gem�� Ziff. 24.1.2 i.V.m. Ziff. 27.1 ADSp 1998 generell mit dem AGBG vereinbar ist (vgl. zur Problematik Koller, Transportrecht, 4. Aufl., Ziff. 24 ADSp Rn. 10 mit n�heren Ausf�hrungen sowie BGH in VersR 1998, S. 1049 ff zu � 34 a Nr. 1 der Betriebsordnung der Bremer Lagerhausgesellschaft und zur Einschr�nkung des Verbots der geltungserhaltenden Reduktion f�r den Bereich der ADSp a.F.).
OLG Hamm, 09.12.2011 - 19 U 38/11 Wirksamkeit einer Preisanpassungsklausel in den AGB eines StromversorgersSollte es der Beklagten, wie sie selbst vortr�gt, allerdings nicht m�glich sein, die vorhersehbaren vertragstypischen Sch�den zu benennen, ist es ihr zuzumuten, ihre Haftung auf einen bezifferten H�chstbetrag zu beschr�nken (vgl. hierzu auch BGH in NJW-RR 1998, S. 1426, 1428).
OLG M�nchen, 16.07.2009 - 23 U 2075/09 Haftung des Lagerhalters: Schadensersatz wegen Verlust eingelagerter Kugellager; …13 d) Auf eine Haftungsbegrenzung kann sich die Beklagte schon wegen 27.1 ADSp nicht berufen, da sie vertragswesentliche Pflichten verletzt hat (BGH Urteil vom 19.02.1998, I ZR 233/95 Tz. 18 ff.; Urteil vom 15.09.2005, I ZR 58/03 Tz. 36 ff.).