Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F17-05-2002-U_293-2001
Timestamp: 2016-10-27 05:10:05
Document Index: 289355588

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine']

U 293/01 (17.05.2002)
B.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Alexander Weber, Werdstrasse 36, 8004 Z�rich,
A.- Die 1964 geborene B.________ war bei der Firma T.________ AG als Betriebsassistentin angestellt und �ber diese bei der Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Winterthur) gegen Unf�lle versichert. Am 8. M�rz 1993 erlitt sie einen Verkehrsunfall, wobei der zwei Tage danach konsultierte Hausarzt ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS) mit muskul�ren Verspannungen im Bereich der Nacken- und Halsmuskulatur diagnostizierte. Die Winterthur �bernahm die Kosten der Heilbehandlung und bezahlte Taggelder. Ab 29. M�rz 1993 arbeitete die Versicherte wieder voll und der Fall wurde bei der Versicherung abgeschlossen.
Am 9. Oktober 1996 wurde der Winterthur ein R�ckfall zum Unfall vom 8. M�rz 1993 gemeldet, nachdem die Versicherte ab 27. September 1996 g�nzlich arbeitsunf�hig war und �ber Kopf-, R�cken- und Nackenschmerzen, Schwindel und Gef�hlsst�rungen im linken Arm geklagt hatte. Gest�tzt auf zahlreiche �rztliche Befunde (von Dres. med. D.________, S.________, J.________, A.________, R.________ und C.________) verneinte die Winterthur mit Verf�gung vom 18. Juli 1997 ihre Leistungspflicht f�r die im Herbst 1996 aufgetretenen Beschwerden. Daran hielt sie (nach Einholung des Aufenthaltsberichts der Rheuma- und Rehabilitationsklinik X.________, vom 3. September 1997, und der Stellungnahme ihres beratenden Arztes, Dr. med. H.________, vom 23. Januar 1998) auf Einsprache der Versicherten hin fest (Einspracheentscheid vom 18. Februar 1998). Auch die erneute Einsprache der Versicherten gegen eine abweisende Verf�gung vom 12. Januar 1999, die zur Korrektur eines Verfahrensfehlers erlassen wurde, wies die Winterthur mit Entscheid vom 20. September 1999 ab.
B.- Dagegen liess B.________ beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich Beschwerde erheben mit den Antr�gen, es sei ihr unter Entsch�digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin eine Invalidenrente von 70 % und eine Integrit�tsentsch�digung von ebenfalls 70 % auszurichten. Mit Entscheid vom 26. Juni 2001 wies das kantonale Gericht die Beschwerde ab.
C.- B.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, in Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides vom 26. Juni 2001 und des Einspracheentscheides vom 20. September 1999 sei ihr eine Rente und eine Integrit�tsentsch�digung von je 70 % auszurichten. Ferner sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr weiterhin Heilbehandlung zu gew�hren. Eventuell sei die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Winterthur schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Mit Schreiben vom 26. Januar 2002 liess die Beschwerdef�hrerin ihrer Ank�ndigung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde entsprechend ein von Dr. med. R.________ am 17. Januar 2002 erstelltes neurologisches Gutachten zu den Akten geben.
1.- Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem R�ckfall (BGE 118 V 296 Erw. 2c) zun�chst vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod), zu dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 125 V 195 Erw. 2, 121 V 47 Erw. 2a, 208 Erw. 6b mit Hinweis) sowie zum Beweiswert �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen; siehe auch BGE 125 V 352 ff. Erw. 3) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Zu erg�nzen ist, dass es bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen der versicherten Person obliegt, das Vorliegen eines nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je gr�sser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeintr�chtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 Erw. 1c in fine). Bei Beweislosigkeit f�llt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b). Werden durch den Unfall Beschwerden verursacht, �bernimmt die Unfallversicherung den durch das Unfallereignis verursachten Schaden, sp�tere Gesundheitsst�rungen dagegen nur, wenn eindeutige Br�ckensymptome gegeben sind (Debrunner/Ramseier, Die Begutachtung von R�ckensch�den in der schweizerischen sozialen Unfallversicherung, Bern 1990, S. 54 ff., insbesondere S. 56; Baur/Nigst, Versicherungsmedizin, 2. Aufl., Bern 1985, S. 162 ff.; Mollowitz, Der Unfallmann, 11. Aufl., Berlin 1993, S. 164 ff.).
2.- Die Vorinstanz hat die medizinischen Berichte unter Beachtung der geltenden Grunds�tze betreffend den beweisrechtlichen Stellenwert zutreffend gew�rdigt. Danach gingen die medizinischen Berichte von Dr. med. J.________, Dr. med. S.________ und Dr. med. R.________ von der unzutreffenden Annahme aus, die Versicherte habe auch nach Abschluss der Behandlung vom 28. M�rz 1993 bis zur R�ckfallmeldung vom 9. Oktober 1996 unter chronischen Kopf- und Nackenschmerzen bzw. anderen Br�ckensymptomen gelitten.
3.- a) Derartige Br�ckensymptome ergeben sich auch nicht aus den mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgelegten Handnotizen von Dr. med. D.________. Die darin erw�hnten Eintr�ge vom 22. August 1994, 17. und 27. M�rz 1995 betreffen allgemeine Kontrolluntersuchungen und Gespr�che sowie einen Schwangerschaftstest. Die Feststellung der Vorinstanz, dass die Versicherte nach Abschluss der Unfallbehandlung im M�rz 1993 w�hrend �ber dreier Jahre bez�glich der Folgen des Unfalles keinen Arzt mehr aufsuchte, ist daher nicht zu beanstanden. Vielmehr ist festzustellen, dass die Versicherte, die aus andern, unfallfremden, Gr�nden in Behandlung war, sich wegen Kopf- oder Nackenschmerzen gerade nicht behandeln liess. Die Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts, es fehle an einem nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 8. M�rz 1993 und den mit R�ckfallmeldung vom 9. Oktober 1996 geltend gemachten Leiden erweist sich daher als zutreffend.
b) Das von Dr. med. R.________ am 17. Januar 2002 erstellte und von der Beschwerdef�hrerin am 26. Januar 2002 eingereichte neurologische Gutachten enth�lt keine neuen erheblichen Tatsachen. Insbesondere war der Arztbericht von Dr. med. J.________ (vom 21. Oktober 1996), auf den sich Dr. med. R.________ bezieht, der Vorinstanz bereits bekannt. Zudem ist eben nicht mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerdef�hrerin zwischen dem Unfallereignis und der R�ckfallmeldung an Br�ckensymptomen wie chronischen Kopf- und Nackenschmerzen gelitten h�tte. Insbesondere war sie in der fraglichen Zeit erwerbst�tig und hat f�r solche St�rungen keinen Arzt aufgesucht.