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Timestamp: 2016-10-22 11:57:31
Document Index: 383700309

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 76', 'Art. 98', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 114', 'Art. 176', 'BGE', 'Art. 175', 'BGE', 'Art. 204', 'Art. 236', 'Art. 114', 'Art. 179', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 67', 'Art. 68']

5A_945/2014 (26.05.2015)
5A_945/2014 � � Urteil vom 26. Mai 2015
vertreten durch Rechtsanw�ltin Karin Meyer,
vertreten durch Rechtsanwalt Markus L�uffer,
des Kantons Aargau, Zivilgericht, 5. Kammer,
vom 13. Oktober 2014.
A.________ (Beschwerdef�hrerin) und R.________ (Beschwerdegegner) heirateten 1989 in China. Aus ihrer Ehe gingen die S�hne B.________ (geb. 1998) und C.________ (geb. 2003) hervor.
Am 27. Februar 2014 ersuchte der Beschwerdegegner beim Bezirksgericht Bremgarten um die Regelung des Getrenntlebens der Ehegatten. Zusammengefasst beantragte er, die eheliche Wohnung ihm zuzuweisen und die Beschwerdegegnerin zum Verlassen derselben zu verpflichten, die Kinder unter seine Obhut zu stellen und die Erziehungsbeistandschaft �ber B.________ aufzuheben, das Besuchsrecht der gemeinsamen Absprache zu �berlassen, die G�tertrennung per 3. M�rz 2014 anzuordnen und festzuhalten, dass er f�r den Unterhalt der Kinder alleine aufkomme und sich die Ehegatten gegenseitig keine pers�nlichen Unterhaltsbeitr�ge schulden w�rden.
�Die Beschwerdef�hrerin widersetzte sich diesen Antr�gen in zahlreichen Punkten. Zusammengefasst verlangte sie, ihr die eheliche Wohnung und die Obhut �ber die Kinder zuzuteilen, die Erziehungsbeistandschaft �ber B.________ aufzuheben, das Besuchs- und Ferienrecht des Beschwerdegegners, eventuell ihr eigenes (bei Obhut des Beschwerdegegners), in detailliert angegebener Weise zu regeln, den Beschwerdegegner zur Bezahlung von Kindesunterhaltsbeitr�gen (Fr. 875.-- f�r B.________ und Fr. 925.-- f�r C.________, je zuz�glich Zulagen) sowie zu pers�nlichen Unterhaltsbeitr�gen (Fr. 5'500.-- bei Obhut durch die Beschwerdef�hrerin, eventuell Fr. 6'950.-- bei Obhut des Beschwerdegegners) zu verpflichten und die G�tertrennung nicht anzuordnen.
�Mit Entscheid vom 9. Juni 2014 regelte das Bezirksgericht das Getrenntleben der Parteien. Die Kinder B.________ und C.________ stellte es unter die Obhut des Beschwerdegegners. Von einer Regelung des Besuchs- und Ferienrechts f�r B.________ sah es angesichts seines Alters ab. Hingegen r�umte es der Beschwerdef�hrerin das Recht ein, C.________ jedes zweite Wochenende zu Besuch zu nehmen und mit ihm zwei Wochen Ferien zu verbringen. Die Aufhebung der Erziehungsbeistandschaft lehnte es ab. Die eheliche Wohnung wies es dem Beschwerdegegner zu und verpflichtete die Beschwerdegegnerin, diese bis 31. September 2014 (sic!) zu verlassen. Der Beschwerdegegner habe f�r den Unterhalt der Kinder alleine aufzukommen, hingegen der Beschwerdef�hrerin einen pers�nlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 4'260.-- (ab ihrem Auszug aus der ehelichen Wohnung) bzw. Fr. 320.-- (ab 1. Juni 2015) zu bezahlen. Schliesslich ordnete es per 3. M�rz 2014 die G�tertrennung an. Die Gerichtskosten (Fr. 1'500.--) halbierte es und Parteientsch�digungen sprach es keine zu.
Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdef�hrerin am 28. Juli 2014 Berufung an das Obergericht des Kantons Aargau. Sie verlangte weiterhin, C.________ und B.________ unter ihre Obhut zu stellen und das Besuchs- und Ferienrecht des Beschwerdegegners zu regeln, eventuell (bei Obhut des Beschwerdegegners) detailliert ihr Besuchs- und Ferienrecht hinsichtlich der beiden Kinder zu regeln. Die Erziehungsbeistandschaft f�r B.________ sei aufzuheben. Die eheliche Wohnung sei ihr zuzuweisen, eventuell sei ihre Auszugsfrist zu verl�ngern. Weiter hielt sie an der Bezahlung von Kindesunterhalt (Fr. 950.-- f�r B.________, Fr. 1'000.-- f�r C.________, je zuz�glich Zulagen) und von pers�nlichen, unbefristeten Unterhaltsbeitr�gen (Fr. 4'837.--; eventuell - bei Obhut des Beschwerdegegners - Fr. 5'267.--) fest. Die G�tertrennung sei nicht anzuordnen. Schliesslich ersuchte sie um aufschiebende Wirkung.
�Der Beschwerdegegner widersetzte sich der Berufung.
�Das Obergericht schob die Vollstreckung des bezirksgerichtlichen Entscheids mit Verf�gung vom 23. September 2014 auf. Mit Urteil vom 13. Oktober 2014 hiess es die Berufung teilweise gut und �nderte das bezirksgerichtliche Urteil insofern ab, als es die der Beschwerdef�hrerin gesetzte Auszugsfrist bis 30. November 2014 verl�ngerte und zudem den Beschwerdegegner verpflichtete, der Beschwerdef�hrerin an ihren pers�nlichen Unterhalt Fr. 4'500.-- ab ihrem Auszug bzw. Fr. 320.-- ab 1. Juni 2015 zu bezahlen (Dispositiv-Ziffer 1.1). Im �brigen wies es die Berufung ab (Dispositiv-Ziffer. 1.2). Die obergerichtlichen Kosten von Fr. 1'500.-- auferlegte es der Beschwerdef�hrerin (Dispositiv-Ziffer 2). Zudem verpflichtete es sie, dem Beschwerdegegner eine Parteientsch�digung von Fr. 2'295.-- zu bezahlen (Dispositiv-Ziffer 3).
Am 28. November 2014 hat die Beschwerdef�hrerin Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht erhoben. Sie verlangt die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils und beantragt, ihr die eheliche Wohnung zuzuteilen und eventuell (bei Zuweisung an den Beschwerdegegner) eine Auszugsfrist von sechs Monaten anzusetzen. Der Beschwerdegegner habe ihr ab 1. M�rz 2014 unbefristet einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 4'500.-- zu bezahlen. Die Kinder B.________ und C.________ seien unter ihre alleinige Obhut zu stellen und dem Beschwerdegegner sei folgendes Besuchs- und Ferienrecht einzur�umen: jedes zweite Wochenende von Freitag (Schulschluss) bis Sonntagabend, 20.00 Uhr; in geraden Jahren �ber Ostern, in ungeraden �ber Pfingsten; jeweils am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr und drei Wochen Ferien pro Jahr. Falls die Obhut �ber B.________ und C.________ dem Beschwerdegegner zugeteilt werde, solle ihr ein entsprechendes Besuchsrecht und ein Ferienrecht von sechs bis acht Wochen pro Jahr einger�umt werden. Die Erziehungsbeistandschaft f�r B.________ sei aufzuheben. Der Beschwerdegegner sei zu verpflichten, f�r B.________ monatlich Fr. 950.-- und f�r C.________ Fr. 1'000.-- (je zuz�glich Zulagen) zu bezahlen. Die G�tertrennung sei nicht anzuordnen. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens seien dem Beschwerdegegner aufzuerlegen. Auch die Kosten des obergerichtlichen Verfahrens seien dem Beschwerdegegner aufzuerlegen und er sei zu verpflichten, ihr f�r das Berufungsverfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 2'295.-- zu bezahlen. Schliesslich sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung hinsichtlich der Wohnungszuteilung (bzw. der verl�ngerten Auszugsfrist) und der Obhut �ber die Kinder zu gew�hren.
�Das Obergericht hat auf Stellungnahme zum Gesuch um aufschiebende Wirkung verzichtet; der Beschwerdegegner hat sich dem Gesuch widersetzt. Mit Pr�sidialverf�gung vom 9. Dezember 2014 hat das Bundesgericht der Beschwerde im beantragten Umfang aufschiebende Wirkung zuerkannt.
�In der Sache hat das Obergericht auf Stellungnahme verzichtet. Der Beschwerdegegner schliesst in seiner Vernehmlassung vom 30. April 2015 auf Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdef�hrerin hat sich dazu am 13. Mai 2015 nochmals vernehmen lassen. Der Beschwerdegegner hat darauf nicht mehr reagiert.
Die Beschwerde richtet sich gegen einen mit Beschwerde in Zivilsachen anfechtbaren Entscheid in einer Eheschutzsache (Art. 72 Abs. 1, Art. 75, Art. 90 BGG). Vor Bundesgericht sind verm�gensrechtliche und nicht verm�gensrechtliche Aspekte umstritten, so dass die Beschwerde insgesamt keinem Streitwerterfordernis unterliegt. Die Beschwerdef�hrerin ist zur Beschwerde berechtigt (Art. 76 Abs. 1 BGG).
�Eheschutzentscheide unterstehen Art. 98 BGG (BGE 133 III 393 E. 5 S. 396 f.). Daher kann nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (s. dazu BGE 133 III 585 E. 4.1 S. 588). F�r die Geltendmachung der Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte gilt das R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254). Die Beschwerdeschrift muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sein sollen. Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen; auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234; 134 I 83 E. 3.2 S. 88). Will die Beschwerdef�hrerin insbesondere die Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV) geltend machen, reicht es sodann nicht aus, wenn sie die Lage aus ihrer eigenen Sicht darlegt und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willk�rlich bezeichnet. Vielmehr muss sie im Einzelnen dartun, inwiefern das kantonale Gericht willk�rlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
�Willk�rlich ist ein Entscheid nach konstanter Praxis nicht schon dann, wenn eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint. Willk�r in der Rechtsanwendung liegt nur vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft; dabei ist erforderlich, dass der Entscheid nicht nur in der Begr�ndung, sondern auch im Ergebnis willk�rlich ist (BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f. mit Hinweisen). Die Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweisw�rdigung erweist sich dementsprechend als willk�rlich, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unber�cksichtigt gelassen oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat. Dass die von Sachgerichten gezogenen Schl�sse nicht mit der eigenen Darstellung der Beschwerdef�hrerin �bereinstimmen, belegt keine Willk�r (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen).
Umstritten ist zun�chst, wem die Obhut �ber die Kinder zuzuteilen ist.
2.1.�Das Obergericht hat ausgef�hrt, der Beschwerdegegner erscheine erziehungsf�hig. Bei der Beschwerdef�hrerin bestehe hingegen der Verdacht, dass sie an psychischen Problemen leide und dadurch eine Gefahr f�r das Wohl der Kinder nicht ausgeschlossen werden k�nne (unter Hinweis auf das die Beschwerdef�hrerin betreffende Urteil 5A_211/2014 vom 14. Juli 2014 E. 3.5 [in: FamPra.ch 2014 S. 1104], wonach B.________ unter der Situation leide, Suizidabsichten ge�ussert habe und eine psychiatrische Begutachtung der Beschwerdef�hrerin im Interesse des Kindeswohls gerechtfertigt sei). Dass der Verdacht bisher nicht ausger�umt werden konnte, habe sich die Beschwerdef�hrerin selber zuzuschreiben, da sie sich einer psychiatrischen Begutachtung beharrlich widersetzt habe. Das Gutachten sei nicht abzuwarten, da im Eheschutzverfahren m�glichst rasch eine optimale Situation f�r das Kind zu schaffen sei. Bereits bei gegebener Aktenlage sei ihre Erziehungsf�higkeit gegen�ber dem Beschwerdegegner deutlich eingeschr�nkt: Sie habe die Probleme von B.________ stets bagatellisiert und bestreite suizidale �usserungen nach wie vor. Dieses Verhalten laufe dem Kindeswohl diametral zuwider und sei mit ihrem Hinweis auf den "kulturellen Faktor" nicht zu rechtfertigen. Sodann habe sich das Betreuungskonzept des Beschwerdegegners mit Tagesmutter, Mittagstisch und Home Office bew�hrt, die Kinder seien bereits fr�her teilweise fremdbetreut worden und jedenfalls der 16-j�hrige B.________ ben�tige keine st�ndige Betreuung mehr. B.________ habe sich zudem daf�r ausgesprochen, beim Vater leben zu wollen. Geschwister seien nach M�glichkeit nicht zu trennen. C.________ sei f�r den massiv unter den famili�ren Problemen leidenden B.________ die zentrale Bezugsperson und eine wichtige St�tze, so dass eine Trennung kategorisch auszuschliessen sei.
2.2.�Die Beschwerdef�hrerin h�lt f�r willk�rlich, dass die Vorinstanz aus dem Verdacht, sie k�nne psychisch erkrankt sein, auf eine eingeschr�nkte Erziehungsf�higkeit geschlossen habe.
2.3.�Die Beschwerdef�hrerin gen�gt den Begr�ndungsanforderungen an eine Willk�rr�ge nicht, wenn sie einzig - und auch dies bloss oberfl�chlich - auf den Gesichtspunkt des Verdachts einer psychischen Erkrankung eingeht. Zu den �brigen Gr�nden, die das Obergericht bewogen haben, die Obhut dem Beschwerdegegner zuzusprechen, �ussert sie sich �berhaupt nicht, und auch hinsichtlich des Verdachts einer psychischen Erkrankung legt sie nicht dar, weshalb es angesichts der Aktenlage und der Prozessgeschichte willk�rlich sein sollte, diesen Punkt zu ber�cksichtigen. Darauf ist nicht einzutreten.
Umstritten ist sodann das Besuchs- und Ferienrecht.
3.1.�Das Obergericht hat darauf verwiesen, dass die oberste Richtschnur f�r die Ausgestaltung des Besuchsrechts das Kindeswohl sei. Die Meinung des Kindes sei miteinzubeziehen, wenn davon ausgegangen werden k�nne, dass es die Konsequenzen seines Wunsches bedacht habe, was etwa ab dem Alter von zw�lf Jahren der Fall sei. B.________ sei bei der Anh�rung �lter als f�nfzehn gewesen und er habe ausdr�cklich gew�nscht, dass das Ferien- und Besuchsrecht nicht fix geregelt werde. Dies sei zu respektieren. Was C.________ angeht, so werde dem nicht obhutsberechtigten Elternteil von Kindern im Schulalter grunds�tzlich ein Besuchsrecht an jedem zweiten Wochenende und ein Ferienrecht von zwei Wochen pro Jahr einger�umt. Die Beschwerdef�hrerin verlange ein achtw�chiges Ferienrecht. Das Ferienrecht komme f�r sie aber fr�hestens ab ihrem Auszug zum Tragen und ab Mai 2015 m�sse sie einer Erwerbst�tigkeit nachgehen. F�r den dazwischenliegenden Zeitraum dr�nge sich kein extensives Ferienrecht auf. Eine Regelung f�r die Feiertage dr�nge sich ebenfalls nicht auf. Es k�nne den Eltern �berlassen werden, unter Ber�cksichtigung der W�nsche der Kinder, eine Regelung zu finden. Die Beschwerdef�hrerin begr�nde zudem ihr Anliegen nicht und sie habe selber ausgef�hrt, dass die Absprache des Besuchsrechts mit dem Beschwerdegegner funktioniere.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin h�lt es f�r willk�rlich, dass ihr einzig ein Ferienrecht von zwei Wochen gew�hrt worden sei. Selbst wenn sie einer Erwerbst�tigkeit nachginge, h�tte sie angesichts ihres Alters mindestens f�nf Wochen Ferien pro Jahr. Der Beschwerdegegner habe nur vier oder f�nf Wochen Ferien. Da aber ohnehin keine Erwerbst�tigkeit von ihr verlangt werden k�nne, k�nnte sie die Kinder ohne weiteres acht Wochen pro Jahr betreuen. Das Obergericht habe sich sodann geweigert, das Besuchsrecht w�hrend der Feiertage zu regeln, obschon sie ausdr�cklich Antr�ge dazu gestellt habe. Dies stelle Rechtsverweigerung dar.
3.3.�Die Beschwerdef�hrerin setzt sich nicht ansatzweise mit den Gr�nden auseinander, die das Obergericht zum Verzicht auf eine Regelung des Besuchs- und Ferienrechts in Bezug auf B.________ bewogen haben. Was C.________ angeht, ist nicht ersichtlich, weshalb ein Ferienrecht von zwei Wochen willk�rlich sein soll. Die Beschwerdef�hrerin scheint eine faktische Verschiebung der Obhut w�hrend der Schulferien anzustreben, soweit der Beschwerdegegner die Betreuung in dieser Zeit nicht selber wahrnehmen kann. Soweit sie - ohne Beleg - behauptet, dem Beschwerdegegner st�nden nur vier (oder - gem�ss Replik - f�nf) Wochen Ferien zu, so �bergeht sie jedenfalls, dass die Kinder ohnehin teilweise fremdbetreut werden m�ssen. Auf ihren unzutreffenden Einwand, sie werde nicht arbeiten m�ssen, ist zur�ckzukommen (unten E. 6). Was die Feiertagsregelung betrifft, so hat das Obergericht ihren Antrag keineswegs �bergangen, sondern ausf�hrlich dargelegt, weshalb auf eine ausdr�ckliche Regelung verzichtet werden kann. Eine Rechtsverweigerung liegt somit nicht vor. Mit den Gr�nden, die f�r den Verzicht auf eine Regelung massgeblich waren, setzt sich die Beschwerdef�hrerin nicht auseinander. Sie verkennt zudem das weite Ermessen, das den Sachgerichten in diesen Belangen zusteht.
Nicht einzugehen ist bei diesem Ergebnis auf die R�gen der Beschwerdef�hrerin hinsichtlich der Wohnungszuteilung. Sie erhebt diese bloss f�r den Fall, dass ihr die Obhut �ber die Kinder zuzuweisen w�re.
�Hingegen ist auf ihre Einw�nde hinsichtlich der Auszugsfrist einzugehen. Diese ist durch das Bundesgericht neu anzusetzen, da sie von der Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung im bundesgerichtlichen Verfahren mitumfasst war. Die Beschwerdef�hrerin verlangt eine Frist von sechs Monaten. Dies erscheint als zu lange. Vielmehr rechtfertigt es sich, die Frist �hnlich wie die obergerichtliche zu bemessen, bei welcher zwischen Urteilsdatum und Auszugszeitpunkt rund anderthalb Monate lagen bzw. etwas �ber einen Monat ab dem Zeitpunkt der Zustellung. Die Beschwerdef�hrerin ist demnach zu verpflichten, auf Ende Juni 2015 die gemeinsame Wohnung zu verlassen.
�Die Beschwerdef�hrerin h�lt die Frist, die ihr das Obergericht angesetzt hatte, allerdings f�r zu kurz. Es sei ihr nicht zumutbar, binnen einer solch kurzen Frist eine Wohnung zu finden und zu beziehen. Sie begr�ndet dies jedoch nicht n�her. Insbesondere geht sie nicht auf die obergerichtliche Erw�gung ein, wonach an ihrem jetzigen Wohnort ein beachtliches Angebot an f�r sie in Frage kommenden Wohnungen bestehe. Das Obergericht hat des Weiteren ihre Bedenken f�r unbegr�ndet befunden, wonach sie bei der Wohnungssuche wegen derzeit fehlenden Einkommens benachteiligt sein k�nnte. Mietinteressenten h�tten sich �blicherweise nicht �ber ihre Einkommensverh�ltnisse, sondern bloss �ber allf�llige Betreibungen auszuweisen. Die Beschwerdef�hrerin h�lt dem die appellatorische Behauptung entgegen, Vermieter verlangten stets einen Beleg �ber das Einkommen von Mietinteressenten. Das Obergericht hat f�r die gegenteilige Ansicht auf die Anmeldeformulare des Hauseigent�mer- und des Mieterverbandes verwiesen, womit sich die Beschwerdef�hrerin nicht auseinandersetzt. Ohnehin kann das Obergericht die Verh�ltnisse vor Ort besser beurteilen als das Bundesgericht.
Umstritten ist ausserdem die Weiterf�hrung der Beistandschaft f�r B.________.
5.1.�Das Obergericht hat die Aufhebung der Beistandschaft abgelehnt, da erst nach der effektiven Trennung der Parteien beurteilt werden k�nne, ob die erwartete Entspannung tats�chlich eingetreten sei.
5.2.�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Beistandschaft m�sse aufgehoben werden, weil es B.________ im Vergleich zum Zeitpunkt ihrer Anordnung viel besser gehe. Da die Vorinstanz davon ausgehe, seine Probleme w�rden durch die Beschwerdef�hrerin verursacht, sei die Beistandschaft bei Zuteilung der Obhut an den Beschwerdegegner erst recht nicht mehr n�tig. Die Vorinstanz gehe sodann selber davon aus, dass sich die Situation mit der Trennung der Parteien weiter entspannen werde. Kindesschutzmassnahmen seien damit nicht mehr angezeigt.
5.3.�Die Beschwerdef�hrerin verkennt, dass die Vorinstanz eine Besserung der Situation bei effektiver Trennung der Parteien bloss erwartet, aber nicht als sicher unterstellt. Demgem�ss setzt sie sich nicht mit der vorinstanzlichen Erw�gung auseinander, dass erst nach der effektiven Trennung �ber die Aufhebung der Beistandschaft befunden werden kann. �ber die mangelnde Auseinandersetzung mit den obergerichtlichen Entscheidgr�nden helfen auch appellatorische Sachverhaltsbehauptungen, wonach es B.________ heute viel besser gehe, nicht hinweg.
Die Beschwerdef�hrerin wendet sich sodann gegen die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens.
6.1.�Das Obergericht hat der Beschwerdef�hrerin ein hypothetisches Einkommen von Fr. 4'740.-- angerechnet. Sie betrachte sich nach eigenen Angaben als gesund und in der Lage, ein Vollzeitpensum zu verrichten. Sie sei Maschineningenieurin, weise lange Berufserfahrung auf (1993 bis 2009 ohne grosse Unterbr�che im erlernten Beruf; sp�ter bis 2011 als Dolmetscherin) und verf�ge �ber gute Arbeitszeugnisse. Sie spreche Deutsch und Chinesisch. �ber allf�llige Bem�hungen zur Stellensuche habe sie sich ungen�gend ausgewiesen. Bei ernsthafter Suche k�nne sie monatlich mindestens Fr. 4'740.-- als Maschineningenieurin oder als Dolmetscherin verdienen.
6.2.�Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, sie sei fast 51 Jahre alt, sei seit vier Jahren nicht mehr erwerbst�tig gewesen, sondern habe sich um Kinder und Haushalt gek�mmert, und habe seit der Geburt der Kinder nicht mehr Vollzeit gearbeitet. Ihr sei die Aufnahme einer Erwerbst�tigkeit nicht mehr zumutbar und der gegenteilige Entscheid des Obergerichts widerspreche der bundesgerichtlichen Rechtsprechung.
6.3.�Die Beschwerdef�hrerin bestreitet somit die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz nicht. Keine St�tze im angefochtenen Urteil findet allerdings ihre Behauptung, sie habe seit Geburt der Kinder nicht mehr Vollzeit gearbeitet. Was die Zumutbarkeit der Wiederaufnahme einer Erwerbst�tigkeit betrifft, so zielt ihre Argumentation an der Sachlage vorbei: Sie macht geltend, die Wiederaufnahme einer Erwerbst�tigkeit sei nach dem 50. Lebensjahr nicht mehr zumutbar, wenn die betreffende Partei w�hrend der Ehe die Erwerbst�tigkeit ganz aufgegeben habe. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz, die von ihr insofern nicht bestritten werden, hat sie jedoch w�hrend der Ehe weitgehend gearbeitet und offenbar erst seit 2011 (in welchem Jahr sie 47-j�hrig geworden ist) keine Stelle mehr innegehabt. Ihre Ausf�hrungen sind demnach nicht geeignet, Willk�r darzutun.
Die Beschwerdef�hrerin verlangt, dass die G�tertrennung nicht anzuordnen sei.
7.1.�Das Obergericht hat auf Antrag des Beschwerdegegners hin die G�tertrennung angeordnet. Dies entspreche seiner Praxis, wenn feststehe, dass keine oder nur eine geringe Aussicht auf eine Wiedervereinigung der Ehegatten bestehe und mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Scheidungsklage gest�tzt auf Art. 114 ZGB eingereicht werde. Dass dies der Fall sei, ergebe sich vorliegend aus den Akten und entspreche auch den Aussagen beider Parteien. Das Eheschutzverfahren diene dann einzig der Scheidungsvorbereitung und es bestehe zwischen den Ehegatten keine Schicksalsgemeinschaft mehr, so dass die enge wirtschaftliche Verbindung durch den G�terstand der Errungenschaftsbeteiligung oder G�tergemeinschaft nicht aufrechtzuerhalten sei.
7.2.�Ist die Aufhebung des gemeinsamen Haushalts begr�ndet, so muss das Eheschutzgericht gem�ss Art. 176 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB auf Begehren eines Ehegatten die G�tertrennung anordnen, wenn die Umst�nde es rechtfertigen. Dabei ist die Tatsache, dass eine Wiedervereinigung unwahrscheinlich erscheint, f�r sich alleine kein Umstand, der die Anordnung der G�tertrennung rechtfertigt (BGE 116 II 21 E. 5a S. 30). Erforderlich sind vielmehr weitere, am Katalog von Art. 175 ZGB orientierte Umst�nde, wobei das Kriterium der Gef�hrdung wirtschaftlicher Interessen im Vordergrund steht (BGE a.a.O. E. 4 S. 28 f.). Die kantonale Praxis mag teilweise in eine andere Richtung weisen und auch das Obergericht behauptet - allerdings ohne Nachweise -, insoweit konstant von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung abzuweichen und eine lockerere Praxis zu verfolgen. F�r eine solche Lockerung bestehen jedoch keine Gr�nde (offen gelassen in Urteil 5A_371/2013 vom 13. September 2013 E. 4.3) : Die Anordnung der G�tertrennung stellt einen schweren Eingriff in den G�terstand dar. Er darf nicht zu leichtfertig vorgenommen werden, denn mit der G�tertrennung verlieren die Ehegatten g�terrechtliche Anwartschaften. Der gesetzlich vorgesehene Zeitpunkt f�r die Aufl�sung des G�terstandes (Art. 204 Abs. 2, Art. 236 Abs. 2 ZGB) w�rde in Scheidungsverfahren nach Art. 114 ZGB wohl faktisch bedeutungslos; in g�terrechtlicher Hinsicht w�rde die Aufl�sung der Ehe ins Eheschutzverfahren vorverlagert. Zudem wiegt der Eingriff auch insofern schwer, als die Massnahme bei einer Wiedervereinigung der Ehegatten nicht automatisch dahinf�llt (Art. 179 Abs. 2 ZGB). Der Entscheid des Obergerichts, der einzig auf die fehlende Aussicht auf Wiedervereinigung der Parteien abstellt, erweist sich deshalb als willk�rlich und ist insoweit aufzuheben. Andere Gr�nde, die f�r die Anordnung der G�tertrennung sprechen k�nnten, nennen weder das Obergericht noch der Beschwerdegegner in seiner Stellungnahme an das Bundesgericht. Das Gesuch des Beschwerdegegners um Anordnung der G�tertrennung ist somit abzuweisen.
Die Beschwerde ist somit in einem Punkt begr�ndet, im �brigen aber abzuweisen, soweit auf sie �berhaupt eingetreten werden kann.
9.�
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten des bundesgerichtlichen Verfahrens anteilsm�ssig zu verteilen. Der Beschwerdef�hrerin sind die Kosten zu vier F�nfteln, ausmachend Fr. 2'000.--, aufzuerlegen, und dem Beschwerdegegner zu einem F�nftel, ausmachend Fr. 500.-- (Art. 66 Abs. 1 BGG). Im gleichen Verh�ltnis sind die Parteien zu gegenseitigen, reduzierten Parteientsch�digungen zu verpflichten: Die Beschwerdef�hrerin hat dem Beschwerdegegner Fr. 3'200.-- zu entrichten, der Beschwerdegegner der Beschwerdef�hrerin Fr. 800.-- (Art. 68 Abs. 1 BGG).
�Zur allf�lligen Neuverlegung der kantonalen Gerichts- und Parteikosten ist die Angelegenheit an das Obergericht zur�ckzuweisen (Art. 67, Art. 68 Abs. 5 BGG).
1.1.�Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. In Erg�nzung von Dispositiv-Ziffer 1.1 des Entscheids des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 5. Kammer, vom 13. Oktober 2014 wird Dispositiv-Ziffer 5 des Entscheids des Gerichtspr�sidiums Bremgarten vom 9. Juni 2014 aufgehoben. Das Gesuch des Beschwerdegegners um Anordnung der G�tertrennung wird abgewiesen.
1.2.�Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
1.3.�Dispositiv-Ziffern 2 und 3 des Entscheids des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 5. Kammer, vom 13. Oktober 2014 werden aufgehoben. Zur Neuverteilung der kantonalen Gerichts- und Parteikosten wird die Sache an das Obergericht zur�ckgewiesen.
1.4.�Die Beschwerdef�hrerin wird verpflichtet, die eheliche Wohnung bis sp�testens 30. Juni 2015 zu verlassen und dem Beschwerdegegner auf erstes Verlangen hin s�mtliche bei ihr befindlichen Schl�ssel der ehelichen Wohnung herauszugeben.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'500.-- werden der Beschwerdef�hrerin im Umfang von Fr. 2'000.-- und dem Beschwerdegegner im Umfang von Fr. 500.-- auferlegt.
Die Beschwerdef�hrerin hat den Beschwerdegegner mit Fr. 3'200.-- zu entsch�digen. Der Beschwerdegegner hat die Beschwerdef�hrerin mit Fr. 800.-- zu entsch�digen.
Lausanne, 26. Mai 2015