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Timestamp: 2016-10-23 08:03:46
Document Index: 334402830

Matched Legal Cases: ['Art. 429', 'Art. 158', 'Art. 314', 'Art. 138', 'Art. 322', 'Art. 322', 'Art. 87', 'Art. 33', 'Art. 158', 'Art. 158', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 113', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 112', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 453', 'BGE', 'BGE', 'Art. 429', 'BGE', 'Art. 429', 'Art. 426', 'Art. 429', 'Art. 81', 'Art. 429', 'BGE', 'Art. 429', 'Art. 429', 'Art. 429', 'Art. 429', 'Art. 429', 'Art. 429', 'Art. 429', 'Art. 429', 'Art. 138', 'Art. 135', 'Art. 442', 'Art. 442', 'Art. 429', 'Art. 431', 'BGE', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 429', 'Art. 429', 'Art. 429', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 429', 'Art. 429', 'Art. 124', 'Art. 429', 'Art. 75', 'Art. 429', 'Art. 429', 'Art. 97', 'Art. 106', 'Art. 3', 'Art. 29', 'Art. 6', 'BGE']

6B_802/2015 (09.12.2015)
6B_802/2015 � � Urteil vom 9. Dezember 2015
Entsch�digung und Genugtuung (Art. 429 StPO),
A.a.�X.________ trat am 1. Oktober 1996 die Stelle als Chefapothekerin am Kantonsspital Freiburg an. Am 11. August 1997 er�ffnete sie bei der Postfinance ein Postkonto, welches die Bezeichnung "R&D&Formation" (f�r "Research&Development&Formation") trug und �ber welches sie einzelzeichnungsberechtigt war. In der Zeit von Juni 1998 bis April 2006 wurden Gelder im Gesamtbetrag von Fr. 164'784.35 auf das Konto �berwiesen und Zahlungen von total Fr. 159'321.45 ab dem Konto get�tigt. Das Konto wurde haupts�chlich aus Zahlungen von Pharmaunternehmen gespiesen. Grundlage hief�r bildeten in der Regel Vereinbarungen, die X.________ - ohne Absprache mit der Direktion des Spitals - im Namen der Spitalapotheke mit den Pharmaunternehmen abgeschlossen hatte. Die Zahlungen ab dem fraglichen Konto bestanden zu einem erheblichen Teil in Aufwendungen f�r Aus- und Weiterbildung sowie Informatik. Zudem t�tigte X.________ ab dem Konto Zahlungen im Betrag von insgesamt Fr. 10'612.-- als Pikettentsch�digungen an sich selbst und Zahlungen von total Fr. 2'500.-- als Lohnausgleich bzw. Spesenentsch�digungen an eine Mitarbeiterin.
A.b.�Das Bezirksstrafgericht der Saane verurteilte X.________ am 20. November 2009 wegen ungetreuer Gesch�ftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB), begangen in der Zeit vom 20. November 2002 bis April 2006, zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagess�tzen zu Fr. 100.--. Es stellte fest, dass die X.________ zur Last gelegten ungetreuen Gesch�ftsbesorgungen, angeblich begangen vor dem 20. November 2002, verj�hrt sind. Von den Vorw�rfen der ungetreuen Amtsf�hrung (Art. 314 StGB), der qualifizierten Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 2 StGB), des Sich bestechen lassens (Art. 322
quarter�StGB), der Vorteilsannahme (Art. 322
sexies�StGB) sowie der �bertretung gegen das Heilmittelgesetz (Art. 87 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 33 Abs. 2 HMG) sprach es X.________ frei.
A.c.�Das Kantonsgericht Freiburg erkl�rte X.________ am 16. September 2011 in teilweiser Gutheissung der Berufung der Staatsanwaltschaft der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, begangen im Jahr 2003, sowie der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung mit Bereicherungsabsicht im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB, begangen in der Zeit von Ende 1996 bis April 2006, schuldig. Im Strafpunkt best�tigte es das erstinstanzliche Urteil. Die Berufungen von X.________ und Swissmedic wies es ab.
A.d.�Das Bundesgericht wies die von X.________ und Swissmedic dagegen erhobenen Beschwerden in Strafsachen am 3. Juli bzw. 11. Dezember 2012 ab (Urteile 6B_766/2011 und 6B_771/2011, teilweise publ. in: BGE 139 IV 62).
Mit Urteil vom 15. Juni 2015 hiess das Kantonsgericht Freiburg das Entsch�digungsgesuch von X.________ vom 15. September 2010 teilweise gut. Es sprach ihr eine vom Amt f�r Justiz des Kantons Freiburg auszuzahlende Entsch�digung von Fr. 9'235.30 zu, welche es mit den ihr f�r das erst- und zweitinstanzliche Strafverfahren auferlegten Verfahrenskosten verrechnete. Zudem verpflichtete es den Bund (vertreten durch Swissmedic), X.________ eine Pauschalentsch�digung von Fr. 11'709.90 zu bezahlen.
X.________ beantragt mit Beschwerde in Strafsachen und subsidi�rer Verfassungsbeschwerde, der Entscheid vom 15. Juni 2015 sei aufzuheben, die Entsch�digung sei im Sinne der Erw�gungen neu festzusetzen und es sei betreffend des Anwaltshonorars auf eine Verrechnung zu verzichten. Subsidi�r sei die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Der angefochtene Entscheid ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Die Vorinstanz entschied �ber das Entsch�digungsgesuch der Beschwerdef�hrerin vom 15. September 2010 als oberste, aber einzige kantonale Instanz. Dagegen ist die Beschwerde in Strafsachen zul�ssig (vgl. Urteile 6B_428/2011 vom 21. November 2011 E. 1.3; 6B_365/2011 vom 22. September 2011 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 137 IV 352).
Mit der Beschwerde in Strafsachen kann auch die Verletzung von Verfassungsrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). F�r die subsidi�re Verfassungsbeschwerde (vgl. Art. 113 ff. BGG) der Beschwerdef�hrerin besteht daher kein Raum (Urteile 6B_1192/2013 vom 17. Juni 2014 E. 1; 6B_479/2013 vom 30. Januar 2014 E. 1.1).
3.1.�Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG hat eine Beschwerde ein Begehren oder mit anderen Worten einen Antrag zu enthalten. Der Beschwerdef�hrer darf sich grunds�tzlich nicht darauf beschr�nken, die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die R�ckweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung zu beantragen, sondern er muss einen Antrag in der Sache stellen und angeben, welche Punkte des Entscheids angefochten und welche Ab�nderungen beantragt werden (vgl. BGE 137 II 313 E. 1.3 S. 317; 134 III 379 E. 1.3 S. 383; 133 III 489 E. 3.1 S. 489 f.). Auf Geldzahlungen gerichtete Rechtsbegehren sind zu beziffern (BGE 134 III 235 E. 2 S. 236 f.; siehe f�r Entsch�digungsbegehren im Strafverfahren auch Urteil 6B_251/2015 vom 24. August 2015 E. 1.1 mit Hinweis). Die Rechtsprechung l�sst jedoch gen�gen, wenn aus der Beschwerdebegr�ndung klar hervorgeht, in welchem Sinne der angefochtene Entscheid abge�ndert werden soll (BGE 134 III 235 E. 2 S. 236 f. mit Hinweis).
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin machte im vorinstanzlichen Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 650'000.-- geltend, davon Fr. 500'000.-- f�r wirtschaftliche Einbussen, Fr. 50'000.-- f�r erlittene seelische Unbill und Fr. 100'000.-- f�r ihre Verteidigungskosten. Ihre Beschwerde richtet sich gegen die teilweise Verweigerung der Entsch�digung sowie der Genugtuung. Damit liegt ein gen�gend substanziiertes Rechtsbegehren vor, auch wenn die Beschwerdef�hrerin ihre Antr�ge in der Beschwerde in Strafsachen nicht beziffert und lediglich eine "Neufestsetzung der Entsch�digung in Sinne der Erw�gungen" beantragt.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt in verschiedener Hinsicht eine unvollst�ndige Sachverhaltsfeststellung.
4.1.�Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung erm�glicht eine �berpr�fung des angefochtenen Entscheids und gen�gt den bundesrechtlichen Anforderungen von Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG. Die R�ge der Beschwerdef�hrerin erweist sich insofern als unbegr�ndet.
4.2.�Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann vor Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 5; 134 IV 36 E. 1.4.1 S. 39; vgl. zum Begriff der Willk�r bei der Beweisw�rdigung: BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 129 I 173 E. 3.1 S. 178; je mit Hinweisen). Die Willk�rr�ge muss in der Beschwerde explizit vorgebracht und substanziiert begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG). Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 S. 253; 140 III 264 E. 2.3 S. 266 mit Hinweisen).
Die Beschwerdef�hrerin wirft der Vorinstanz mit ihrer R�ge sinngem�ss vor, sie habe zu Unrecht nicht auf ihre Vorbringen abgestellt. Darauf ist nicht einzutreten, da die Beschwerdef�hrerin eine willk�rliche Beweisw�rdigung weder geltend macht noch begr�ndet.
5.1.�Die Beschwerdef�hrerin moniert, unter Ber�cksichtigung des eingestellten Vorwurfs der Urkundenf�lschung sowie der Freispr�che erscheine die Verurteilung wegen ungetreuer Gesch�ftsbesorgung nicht derart, als dass es sich rechtfertige, den Verteidigungsaufwand lediglich zur H�lfte zu entsch�digen.
5.2.�Am 1. Januar 2011 ist die Schweizerische Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) in Kraft getreten. Zu pr�fen ist zun�chst, ob sich die Entsch�digungsfrage nach der StPO oder dem fr�heren Strafprozessrecht des Kantons Freiburg beurteilt. Vorliegend datiert das erstinstanzliche Urteil vom 20. November 2009. Sowohl das Untersuchungsverfahren als auch das erst- und zweitinstanzliche Gerichtsverfahren (vgl. Art. 453 Abs. 1 StPO) richteten sich daher nach dem fr�heren kantonalen Strafprozessrecht. Das Entsch�digungsgesuch reichte die Beschwerdef�hrerin am 15. September 2010 ein. Das Bundesgericht ging im �hnlich gelagerten BGE 137 IV 352 E. 1.2 S. 354 f., der ebenfalls den Kanton Freiburg betraf, davon aus, der Strafappellationshof habe zu Recht die StPO f�r anwendbar erkl�rt. In seiner sp�teren Rechtsprechung kam es zwar - ausser was die Verteidigungskosten anbelangt - darauf zur�ck (vgl. Urteile 6B_184/2013 vom 1. Oktober 2013 E. 8.2; 6B_668/2012 vom 11. April 2013 E. 2.4.1, nicht publ. in: BGE 139 IV 206; 6B_618/2011 vom 22. M�rz 2012 E. 1.2; 6B_428/2011 vom 21. November 2011 E. 2.2). Es akzeptierte allerdings auch, dass aus Gr�nden der Vereinfachung des Verfahrens die Bestimmungen der StPO zur Anwendung gelangen, wenn sich sowohl die kantonale Beh�rde als auch der freigesprochene Beschuldigte darauf berufen und das neue Recht f�r diesen nicht ung�nstiger scheint (vgl. Urteil 6B_184/2013 vom 1. Oktober 2013 E. 8.2 mit Hinweisen). Dies ist vorliegend der Fall. Es rechtfertigt sich daher, mit der Vorinstanz und der Beschwerdef�hrerin auf die StPO abzustellen.
5.3.�Die R�ge der Beschwerdef�hrerin betrifft die f�r das Untersuchungs- und erstinstanzliche Gerichtsverfahren geschuldete Parteientsch�digung. Die Vorinstanz nahm die diesbez�glichen Anwaltskosten der Beschwerdef�hrerin entsprechend des erstinstanzlichen Verfahrensausgangs zur H�lfte auf die Staatskasse. Separat entsch�digt wurden deren anwaltlichen Aufwendungen im Verwaltungsstrafverfahren.
Wird die beschuldigte Person ganz oder teilweise freigesprochen, so hat sie nach Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO Anspruch auf Entsch�digung ihrer Aufwendungen f�r die angemessene Aus�bung ihrer Verfahrensrechte. Die Entsch�digungsfrage folgt den gleichen Regeln wie der Kostenentscheid. Es gilt der Grundsatz, dass bei Auferlegung der Kosten keine Entsch�digung oder Genugtuung auszurichten ist, w�hrend bei �bernahme der Kosten durch die Staatskasse die beschuldigte Person Anspruch auf Entsch�digung hat (BGE 137 IV 352 E. 2.4.2 S. 357 mit Hinweisen). F�r die Frage, ob ein Teilfreispruch im Sinne von Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO erfolgt, sind - wie auch im Rahmen von Art. 426 Abs. 1 StPO (vgl. Urteile 6B_811/2014 vom 13. M�rz 2015 E. 1.4; 6B_803/2014 vom 15. Januar 2015 E. 3.4.2 und 3.5 mit Hinweisen) - nicht die rechtliche W�rdigung und die Anzahl der angeklagten Tatbest�nde, sondern der bzw. die zur Anklage gebrachten Lebenssachverhalte massgebend.
5.4.�Das Kantonsgericht Freiburg auferlegte der Beschwerdef�hrerin die erstinstanzlichen Verfahrenskosten im Urteil vom 16. September 2011 zur H�lfte. Die Vorinstanz verweist f�r die h�lftige Entsch�digung der Parteikosten auf den Ausgang des erstinstanzlichen Verfahrens. Damit ist der angefochtene Entscheid ausreichend begr�ndet. Es ist daher an der Beschwerdef�hrerin darzulegen, inwiefern die Vorinstanz mit der bloss h�lftigen Entsch�digung der Anwaltskosten das ihr zustehende Ermessen verletzt oder Bundesrecht auf andere Weise missachtet haben k�nnte. Dies zeigt die Beschwerdef�hrerin allerdings nicht auf. Soweit sie ihre R�ge mit den Freispr�chen von den Vorw�rfen der ungetreuen Amtsf�hrung, der qualifizierten Veruntreuung, des Sich bestechen lassens und der Vorteilsannahme begr�ndet, verkennt sie, dass f�r den Umfang der Entsch�digung nicht auf die rechtliche W�rdigung, sondern die angeklagten Lebenssachverhalte abzustellen ist. Ihre R�ge ist unbegr�ndet, soweit sie den Begr�ndungsanforderungen zu gen�gen vermag.
6.1.�Die Beschwerdef�hrerin beanstandet, die Vorinstanz werfe ihr eine Verletzung der Mitwirkungs- und Substanziierungspflicht vor, dies obschon sie nie aufgefordert worden sei, ihre Anspr�che zu beziffern oder zu substanziieren. Zus�tzliche Ausk�nfte seien nie eingefordert worden. Damit habe die Vorinstanz die Offizialmaxime gem�ss Art. 429 StPO verletzt.
6.2.�Die StPO sieht - anders als das fr�here Strafprozessrecht des Kantons Freiburg - vor, dass mit einem freisprechenden Entscheid von Amtes wegen auch �ber allf�llige Schadenersatz- und Genugtuungsanspr�che der freigesprochenen Person zu befinden ist (vgl. Art. 81 Abs. 4 lit. b und Art. 429 Abs. 2 StPO; BGE 139 IV 199 E. 5.4 S. 203; Urteil 6B_472/2012 vom 13. November 2012 E. 2.4). Die Beh�rde muss der beschuldigten Person daher die Gelegenheit geben, allf�llige Schadenersatz- oder Genugtuungsanspr�che geltend zu machen. Sie muss diese nach der Rechtsprechung vor ihrem Entscheid zur Frage der Entsch�digung und Genugtuung zumindest anh�ren und falls notwendig in Anwendung von Art. 429 Abs. 2 Satz 2 StPO auffordern, ihre Anspr�che zu beziffern und zu belegen (Urteile 6B_1/2015 vom 25. M�rz 2015 E. 4; 6B_661/2013 vom 10. Juni 2014 E. 3.1; 6B_726/2012 vom 5. Februar 2013 E. 3 mit Hinweis). Die Beweislast f�r den eingetretenen Schaden liegt jedoch beim Ansprecher (Urteile 6B_566/2015 vom 18. November 2015 E. 2.4.3; 6B_251/2015 vom 24. August 2015 E. 2.2.2; 6B_666/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 4.1; 6B_1026/2013 vom 10. Juni 2014 E. 3.1).
6.3.�Der Einwand der Beschwerdef�hrerin ist unbegr�ndet. Diese erhielt von der Vorinstanz die Gelegenheit, ihr Gesuch vom 15. September 2010 mit Eingabe vom 16. Oktober 2012 zu erg�nzen. Sie konnte ihre Schadenersatz- und Genugtuungsanspr�che folglich nach der (kantonalen) Erledigung des Strafverfahrens im Schuld- und Strafpunkt geltend machen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin ergibt sich aus Art. 429 Abs. 2 Satz 2 StPO keine Pflicht der Beh�rden, eine anwaltlich vertretene Person aufzufordern, ein ungen�gend begr�ndetes Entsch�digungsbegehren zu substanziieren und den nicht n�her substanziierten Schaden sowie Kausalzusammenhang zu belegen, zumal die Vorinstanz darlegt, dass den Akten keine Hinweise f�r die behauptete Entsch�digungspflicht des Staates zufolge Verlusts des Lehrauftrags an der Universit�t Freiburg oder f�r eine aktive pers�nlichkeitsverletzende Informationspolitik der Strafbeh�rden zu entnehmen sind (angefochtener Entscheid S. 13 und 15).
7.1.�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, Art. 429 StPO statuiere eine Kausalhaftung. Wesentlich sei nicht ein staatliches Verschulden, sondern die im Zusammenhang mit zu Unrecht erhobenen Vorw�rfen erlittene wirtschaftliche Beeintr�chtigung. "Selbst wenn die Aufl�sung des Arbeitsverh�ltnisses nicht eigentliche Folge des Strafverfahrens gewesen w�re, seien die K�ndigung des Arbeitsverh�ltnisses sowie das umfangreiche Strafverfahren die Folge der zu Unrecht erhobenen Vorw�rfe gewesen".
7.2.�Die Vorinstanz erw�gt zusammengefasst, der Verwaltungsrat des Kantonsspitals Freiburg habe am 7. Juli 2006 mit sofortiger Wirkung die Dienstenthebung der Beschwerdef�hrerin verf�gt und die Gehaltszahlungen per 31. Juli 2006 eingestellt. Strafanzeige habe er jedoch erst am 3. August 2006 erstattet. Die Voraussetzungen f�r die fristlose Entlassung und den damit verbundenen Verlust der Stelle seien bereits vor der Einreichung der Strafanzeige erf�llt gewesen und in keiner Weise auf das Strafverfahren zur�ckzuf�hren. Ursache der fristlosen Entlassung sei einzig die Existenz "schwarzer Kassen" gewesen. Die Vorinstanz geht daher zutreffend davon aus, das gegen die Beschwerdef�hrerin eingeleitete Strafverfahren sei nicht kausal f�r die fristlose Aufl�sung des Arbeitsverh�ltnisses gewesen (angefochtener Entscheid E. 6b S. 12 f.).
Nach Auffassung der Beschwerdef�hrerin hat eine staatliche Entsch�digung in Anwendung von Art. 429 StPO zu erfolgen, weil die K�ndigung, unabh�ngig von der Er�ffnung eines Strafverfahrens, mit strafrechtlichen Vorw�rfen begr�ndet wurde. Dem kann offensichtlich nicht gefolgt werden, da der Staat gest�tzt auf Art. 429 StPO lediglich f�r die Folgen des Strafverfahrens haftet. Im �brigen weist die Vorinstanz darauf hin, dass die fristlose Aufl�sung des Dienstverh�ltnisses vom Bundesgericht mit Urteil vom 27. Januar 2014 (Verfahren 8D_5/2013) als rechtm�ssig erachtet wurde. Eine Entsch�digung nach Art. 429 StPO f�r die Folgen der Aufl�sung des Dienstverh�ltnisses am Kantonsspital Freiburg kommt auch deshalb nicht in Betracht.
8.1.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter, die Vorinstanz habe in Verletzung von Art. 429 StPO nur gepr�ft, ob das vorg�ngige Arbeitsverh�ltnis als Folge des Strafverfahrens aufgel�st worden sei. Fraglich sei hingegen, ob das Strafverfahren eine neue, vergleichbare Anstellung verhindert habe oder nicht.
8.2.�Auf den Einwand ist nicht einzutreten, da die Beschwerdef�hrerin nicht behauptet, sie habe Entsprechendes bereits im kantonalen Verfahren geltend gemacht und die Vorinstanz sei darauf zu Unrecht nicht eingegangen. Die Beschwerdef�hrerin legt zudem in keiner Weise dar, weshalb die gegen sie zu Unrecht erhobenen strafrechtlichen Vorw�rfe, die schliesslich zu einem Freispruch f�hrten, kausal f�r ihre Schwierigkeiten bei der Suche nach einer neuen Anstellung waren. Naheliegend ist, dass deren arbeitsrechtlichen Verfehlungen sowie die (rechtskr�ftigen) Schuldspr�che die Stellensuche nach der fristlosen K�ndigung des Dienstverh�ltnisses am Kantonsspital Freiburg erschwert haben. Daf�r hat der Staat gest�tzt auf Art. 429 StPO jedoch nicht einzustehen.
9.1.�Die Beschwerdef�hrerin beanstandet, die Entsch�digung f�r Anwaltskosten d�rfe nicht mit den von ihr zu tragenden erst- und zweitinstanzlichen Verfahrenskosten verrechnet werden. Die Parteikostenentsch�digung sei zweckgebunden und solle in Analogie zu Art. 138 Abs. 2 StPO (recte wohl: Art. 135 Abs. 2 StPO) direkt an den Anwalt erfolgen.
9.2.�Art. 442 Abs. 4 StPO sieht vor, dass die Strafbeh�rden ihre Forderungen aus Verfahrenskosten mit Entsch�digungsanspr�chen der zahlungspflichtigen Partei aus dem gleichen Strafverfahren verrechnen k�nnen. Die Verrechnung nach Art. 442 Abs. 4 StPO kommt gem�ss der bundesr�tlichen Botschaft namentlich in Betracht, wenn die beschuldigte Person teilweise freigesprochen wird und ihr deshalb Anspruch auf Ersatz der privaten Verteidigungskosten zusteht, sie auf Grund von Schuldspr�chen in andern Punkten aber gleichzeitig Verfahrenskosten zu tragen hat (vgl. Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 1334). Die von der Beschwerdef�hrerin beanstandete Verrechnung verletzt daher kein Bundesrecht. Nach der Rechtsprechung ist es dem Staat lediglich verwehrt, Genugtuungsanspr�che (Art. 429 Abs. 1 lit. c und Art. 431 Abs. 1 StPO) mit der Forderung aus Verfahrenskosten zu verrechnen (vgl. BGE 140 I 246 E. 2.6.1 S. 251; 139 IV 243 E. 5 S. 244 f.).
Unbegr�ndet ist zudem der Hinweis der Beschwerdef�hrerin auf die Bestimmungen �ber die unentgeltliche Rechtspflege. Der amtliche Verteidiger wird auch bei einem Freispruch nach den Regeln von Art. 135 StPO entsch�digt. Der freigesprochene Angeschuldigte, dem die unentgeltliche Rechtspflege gew�hrt wurde, kann deshalb keine Entsch�digung f�r seine Verteidigung verlangen (BGE 138 IV 205 E. 1 S. 206 f.). Bei nicht bed�rftigen Beschuldigten, die eine Wahlverteidigung bestellt haben, wird davon ausgegangen, dass sie unabh�ngig von der vom Staat wegen eines Teilfreispruchs zu bezahlenden Entsch�digung in der Lage sind, ihre Anwaltskosten zu begleichen.
Nicht gefolgt werden kann schliesslich der von der Beschwerdef�hrerin zitierten Lehre, wonach die Entsch�digung f�r die private Verteidigung immer an den Anwalt zu bezahlen ist (vgl. WEHRENBERG/FRANK, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 21 zu Art. 429 StPO). Eine solche systematische Ausrichtung der Parteikostenentsch�digung an den privaten Verteidiger - dessen Honoraranspr�che im Zeitpunkt der Entsch�digung m�glicherweise bereits beglichen sind - ist in der StPO nicht vorgesehen.
10.1.�Die Beschwerdef�hrerin wendet sich gegen die Erw�gungen der Vorinstanz, wonach die mediale Abdeckung der Angelegenheit nicht durch die Strafverfolgungsbeh�rden zu verantworten und die Dauer des Verfahrens angesichts der Parallelit�t zwischen Straf- und Strafverwaltungsuntersuchung nicht �berm�ssig gewesen sei. Die Vorinstanz verkenne damit die Natur der Entsch�digung. Art. 429 StPO verankere eine staatliche Kausalhaftung. Der Entsch�digungsanspruch bestehe unabh�ngig von einem allf�lligen Verschulden der Beh�rden.
10.2.�Die Medienberichterstattung und die angeblich lange Verfahrensdauer k�nnen mangels eines behaupteten Schadens h�chstens zur Zusprechung einer Genugtuung f�hren. Voraussetzung hierf�r ist gem�ss Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO eine besonders schwere Verletzung der pers�nlichen Verh�ltnisse, welche die Beschwerdef�hrerin darlegen und beweisen muss (vgl. BGE 135 IV 43 E. 4.1 S. 47; Urteile 6B_192/2015 vom 9. September 2015 E. 1.2; 6B_437/2014 vom 29. Dezember 2014 E. 3). Vorliegend w�re eine allf�llige Vorverurteilung der Beschwerdef�hrerin in der Medienberichterstattung und eine Verletzung des Beschleunigungsgebots angesichts des bloss teilweisen Freispruchs in erster Linie bei der Strafzumessung zu ber�cksichtigen gewesen (BGE 128 IV 97 E. 3b/aa S. 104 f�r die Medienberichterstattung sowie BGE 133 IV 158 E. 8 S. 170 f�r die Verletzung des Beschleunigungsgebots). F�r die Zusprechung einer Genugtuung nach Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO besteht insofern kein Anlass. Die Beschwerdef�hrerin legt zudem nicht dar, die Vorinstanz habe ihr gest�tzt auf die verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen zu Unrecht eine Genugtuung verweigert. Eine besonders schwere Pers�nlichkeitsverletzung ist weder dargetan noch ersichtlich. Auf die ungen�gend begr�ndete R�ge ist nicht einzutreten.
Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, die Vorinstanz habe den Verteidigungsaufwand in Abweichung von der Honorarvereinbarung mit lediglich Fr. 270.--/Stunde entsch�digt. Damit verletze sie Art. 429 StPO.
11.1.�Art. 124 Abs. 1 des Justizgesetzes des Kantons Freiburg vom 31. Mai 2010 (JG/FR; Version in Kraft seit dem 1. Juli 2015) verpflichtet den Staatsrat, durch Verordnung den Tarif f�r die von der Strafrechtspflege gew�hrten Entsch�digungen gem�ss Art. 429 ff. StPO festzulegen. Gem�ss Art. 75a Abs. 2 des Justizreglements des Staatsrats des Kantons Freiburg vom 30. November 2010 (JR/FR; Version in Kraft seit dem 1. Juli 2015) werden die als Parteientsch�digung geschuldeten Anwaltshonorare und Anwaltsauslagen nach einem Stundentarif von Fr. 250.-- festgesetzt (Satz 1). In F�llen, die eine besondere Komplexit�t aufweisen oder besondere Fachkenntnisse erfordern, kann der Stundenansatz jedoch bis auf Fr. 350.-- angehoben werden (Satz 2).
Vor dem 1. Juli 2015 sah der freiburgische Gesetzgeber demgegen�ber keinen Anwaltstarif f�r die Entsch�digung im Rahmen von Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO vor (vgl. angefochtener Entscheid E. 5a/bb S. 11). Gem�ss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist f�r die Entsch�digung im Sinne von Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO in solchen F�llen auf den �blichen Stundenansatz von Anw�lten im Kanton, wo das Verfahren stattfand, abzustellen (vgl. Urteile 6B_1026/2013 vom 10. Juni 2014 E. 4.5; 6B_392/2013 vom 4. November 2013 E. 2.3). Die Frage nach dem �blichen Stundenansatz ist eine Tatfrage, die das Bundesgericht nur unter dem Blickwinkel der Willk�r pr�ft (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG; Urteil 6B_1026/2013 vom 10. Juni 2014 E. 4.5). Es gelten die erh�hten Begr�ndungsanforderungen (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG; oben E. 4.2).
11.2.�Entgegen dem Einwand der Beschwerdef�hrerin ist folglich nicht der effektiv vereinbarte, sondern der im Kanton Freiburg �bliche Stundenansatz von Anw�lten erheblich. Die Vorinstanz geht im angefochtenen Entscheid davon aus, ein Stundenansatz von Fr. 250.-- bzw. Fr. 270.-- entspreche im Kanton Freiburg dem �blichen Tarif (angefochtener Entscheid E. 5a/bb S. 11). Die Beschwerdef�hrerin zeigt nicht ansatzweise auf, inwiefern die Vorinstanz damit in Willk�r verfallen sein k�nnte.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Geh�r, da der angefochtene Entscheid in verschiedener Hinsicht ungen�gend begr�ndet sei.
12.1.�Das rechtliche Geh�r (Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO, Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK) verlangt, dass die Beh�rde die wesentlichen Punkte nennt, die f�r ihren Entscheid relevant waren. Es m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid st�tzt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich diese mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1 S. 253; 139 IV 179 E. 2.2 E. 183; 138 IV 81 E. 2.2 S. 84; je mit Hinweis).
12.2.�Der vorinstanzliche Entscheid gen�gt den gesetzlichen Begr�ndungsanforderungen. Entgegen dem Einwand der Beschwerdef�hrerin begr�ndet die Vorinstanz die K�rzung des geltend gemachten Verteidigungsaufwands von Fr. 100'000.--. Sie argumentiert namentlich, mittels Kostennote seien lediglich Fr. 61'117.60 belegt. In der Kostenliste seien Arbeiten zudem teilweise doppelt verrechnet worden. Auch seien darin die anl�sslich des Berufungsverfahrens erbrachten Arbeiten enthalten, f�r welche die Beschwerdef�hrerin bereits mit Urteil vom 16. September 2011 teilweise entsch�digt worden sei (angefochtener Entscheid S. 10).
Keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs kann weiter darin erblickt werden, dass die Vorinstanz die rechtlichen Grundlagen f�r die Verrechnung der Parteientsch�digung mit den Verfahrenskosten nicht ausdr�cklich nennt (vgl. Beschwerde S. 12 f.). Mit einem einfachen Blick ins Gesetz war f�r die anwaltlich vertretene Beschwerdef�hrerin ohne Weiteres erkennbar, worauf sich die Verrechnung abst�tzt.
Die Beschwerdef�hrerin verkennt schliesslich, dass die Vorinstanz nicht verpflichtet war, die f�r die geltend gemachte wirtschaftliche Einbusse von Fr. 500'000.-- m�glicherweise bedeutsamen Tatsachen von Amtes wegen abzukl�ren (vgl. Urteil 6B_666/2014 vom 16. Dezember 2014 E. 4.1; siehe auch oben E. 6.2 und 8.2). Unbegr�ndet ist daher auch der Einwand der Beschwerdef�hrerin, aus dem angefochtenen Entscheid gehe nicht hervor, inwiefern sie "der von Amtes wegen zu erhebenden Schadenermittlung entgegengewirkt h�tte" (vgl. Beschwerde S. 13).