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Timestamp: 2016-10-26 15:36:29
Document Index: 330818812

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 116', 'Art. 4', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 5', 'Art. 98', 'Art. 146', 'Art. 103', 'Art. 104', 'Art. 104', 'BGE', 'Art. 114', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 1', 'Art. 16', 'Art. 26', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 1', 'Art. 25', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 105', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 5', 'Art. 34', 'BGE', 'Art. 327', 'Art. 26', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 16', 'Art. 84', 'Art. 73', 'BGE', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 31', 'Art. 26', 'Art. 156', 'Art. 159']

2P.254/2002 (12.05.2003)
X.________ ist alleinstehend, wohnt in A.________ und arbeitet seit dem 1. April 1998 bei der kantonalen Verwaltung in B.________. Er machte in der Steuererkl�rung 1999/2000 f�r das Kalenderjahr 1998 u.a. Fahrspesen von Fr. 1'287.-- (165 Tage � 13 km) und Mehrkosten von Fr. 2'145.-- f�r ausw�rtige Verpflegung als Berufskosten geltend.
Die kantonale Steuerverwaltung Graub�nden (nachfolgend: Steuerverwaltung) anerkannte die Mehrkosten f�r ausw�rtige Verpflegung nicht als Berufskosten und die Fahrspesen nur im Umfang der Kosten f�r die �ffentlichen Verkehrsmittel, da dem Steuerpflichtigen deren Benutzung zumutbar sei. Nachdem der Steuerpflichtige im Einspracheverfahren die verlangten Spesen- und Ausgabenbelege nicht eingereicht hatte, wies die Steuerverwaltung die Einsprachen betreffend die Kantons- und die direkte Bundessteuer am 25. April 2002 ab. Den dagegen erhobenen Rekurs bzw. die Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden (nachfolgend: Verwaltungsgericht) am 17. September 2002 ab.
Am 30. Oktober 2002 reichte X.________ beim Bundesgericht eine als staatsrechtliche Beschwerde bezeichnete Eingabe ein. Er beantragt, den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 17. September 2002 unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen aufzuheben, die von ihm geltend gemachten Berufskosten "ungek�rzt anzuerkennen", das Verwaltungsgericht anzuweisen, die kantonalen Verfahrenskosten selbst zu tragen und ihm die "aus der Korrektur der Steuerfaktoren resultierenden zu viel bezahlten fiskalischen Leistungen ... zuz�glich aufgelaufene Zinsen und Spesen ... zur�ckzuerstatten". Er r�gt die Verletzung des Willk�rverbots und des Rechtsgleichheitsgebots.
Die Steuerverwaltung beantragt, auf die Beschwerde betreffend die Kantonssteuern 1999/2000 nicht einzutreten, sie eventualiter unter Kostenfolgen abzuweisen, und die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unter Kostenfolgen "vollumf�nglich abzuweisen". Das Verwaltungsgericht schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten wird, und die Eidgen�ssische Steuerverwaltung beantragt, auf die Beschwerde einzutreten, sie aber unter Kostenfolgen abzuweisen.
Das Bundesgericht pr�ft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und inwieweit auf eine Beschwerde einzutreten ist (BGE 128 I 46 E. 1a S. 48; 128 II 13 E. 1a S. 16, 46 E. 2a S. 47, je mit Hinweisen).
1.2 Nach Art. 116 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) werden Verf�gungen und Entscheide betreffend die direkte Bundessteuer dem Steuerpflichtigen schriftlich er�ffnet und m�ssen eine Rechtsmittelbelehrung enthalten. Die Rechtsprechung hat fr�her aus Art. 4 aBV den Grundsatz abgeleitet, dass einer Partei aus einer auch bei gebotener Aufmerksamkeit nicht erkennbaren Fehlerhaftigkeit einer Rechtsmittelbelehrung kein Nachteil erwachsen darf; heute beruht dieser Grundsatz auf Art. 9 BV (vgl. BGE 127 II 198 E. 2c S. 205; 123 II 231 E. 8b S. 238, je mit Hinweisen). Der angefochtene Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 17. September 2002 enth�lt keine Rechtsmittelbelehrung. Die Bezeichnung der Eingabe als staatsrechtliche Beschwerde schliesst deshalb nicht aus, dass sie auch als Verwaltungsgerichtsbeschwerde entgegengenommen und behandelt wird. Entsprechend der subsidi�ren Natur der staatsrechtlichen Beschwerde ist zun�chst zu pr�fen, ob die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offen steht.
2.1 Gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide betreffend die direkte Bundessteuer ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig (Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 �ber das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021] sowie Art. 98 lit. g OG und Art. 146 DBG). Als betroffener Steuerpflichtiger ist der Beschwerdef�hrer nach Art. 103 lit. a OG beschwerdebefugt.
2.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ger�gt werden (Art. 104 lit. a und b OG). Soweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig ist, kann der Beschwerdef�hrer auch geltend machen, der angefochtene Entscheid verletze Bundesverfassungsrecht, weil dieses zum Bundesrecht im Sinne von Art. 104 lit. a OG geh�rt (BGE 126 II 300 E. 1b S. 302; 123 II 289 E. 1c S. 291, mit Hinweis). Das Bundesgericht wendet im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde das Bundesrecht von Amtes wegen an; es ist nach Art. 114 Abs. 1 OG an die von den Parteien vorgebrachten Begr�ndungen nicht gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder abweisen (BGE 128 II 145 E. 1.2.2 S. 150 f.; 127 II 264 E. 1b S. 268, mit Hinweisen). Hat - wie hier - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden, ist das Bundesgericht an deren Sachverhaltsfeststellung gebunden, sofern diese nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen erfolgt ist (Art. 105 Abs. 2 OG).
3.1 Der Bund erhebt eine Einkommenssteuer von den nat�rlichen Personen (Art. 1 lit. a DBG). Zu diesem Zweck wird das Reineinkommen ermittelt, indem von den gesamten steuerbaren Eink�nften (Art. 16 - 24 DBG) die Aufwendungen und allgemeinen Abz�ge (Art. 26 - 33 DBG) abgezogen werden (Art. 25 DBG). Unselbst�ndigerwerbende k�nnen nach Art. 26 DBG als Berufskosten u.a. die notwendigen Kosten f�r Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsst�tte (lit. a) und die notwendigen Mehrkosten f�r Verpflegung ausserhalb der Wohnst�tte und bei Schichtarbeit (lit. b) vom Erwerbseinkommen in Abzug bringen.
3.2 Berufskosten nach Art. 26 DBG sind Aufwendungen, die f�r die Erzielung des Einkommens erforderlich sind und in einem direkten urs�chlichen Zusammenhang dazu stehen (Art. 1 Abs. 1 der Verordnung des Eidgen�ssischen Finanzdepartements vom 10. Februar 1993 �ber den Abzug von Berufskosten der unselbst�ndigen Erwerbst�tigkeit bei der direkten Bundessteuer [SR 642.118.1]; nachfolgend: Berufskostenverordnung [BKV]). Sie entsprechen grunds�tzlich den Gewinnungskosten im Sinne der Rechtsprechung zum Bundesratsbeschluss vom 9. Dezember 1940 �ber die Erhebung einer direkten Bundessteuer (BdBSt; in Kraft bis Ende 1994; ASA 69 S. 872, 2A.60/1998, E. 2b S. 873 f.). Als erforderliche Gewinnungskosten gelten diejenigen Auslagen, deren Vermeidung dem Steuerpflichtigen nicht zumutbar ist (NStP 49/1995 S. 81, 2A.389/1994, E. 2 S. 83, mit Hinweis) bzw. diejenigen Verm�gensabg�nge (Auslagen oder Kosten), die wesentlich durch die Erzielung von Einkommen verursacht bzw. veranlasst sind (sog. kausaler Gewinnungskostenbegriff; ASA 67 S. 477, 2A.566/1996, E. 2c S. 480, mit Hinweisen). Daraus kann indes nicht geschlossen werden, s�mtliche irgendwie mit der Einkommenserzielung in Zusammenhang stehenden Kosten seien steuerlich unbegrenzt abzugsf�hig. Sie m�ssen vielmehr wesentlich durch ein beruflich begr�ndetes oder Erwerbszwecken dienendes Handeln verursacht oder bewirkt werden (vgl. Erich Bosshard/Philip Funk, Steueroptimierte Gehaltsnebenleistungen, Bern 2000, S. 105). Geht es beim Einkommen aus Verm�gen zur Hauptsache um die Abgrenzung zu den Anlagekosten, sind beim Einkommen aus Erwerbst�tigkeit die Gewinnungskosten vor allem von den Lebenshaltungskosten abzugrenzen, also von den Aufwendungen, die nicht der Einkommenserzielung, sondern der Befriedigung der pers�nlichen Bed�rfnisse dienen und damit Einkommensverwendung darstellen (vgl. Peter Locher, Kommentar zum DBG, Therwil/Basel 2001, Art. 25 N 30).
3.3 Als notwendige Fahrkosten sind bei Ben�tzung privater Fahrzeuge die Auslagen abziehbar, die bei Ben�tzung der �ffentlichen Verkehrsmittel anfallen w�rden (Art. 5 Abs. 2 BKV). Steht kein �ffentliches Verkehrsmittel zur Verf�gung oder ist dessen Ben�tzung objektiv nicht zumutbar, so k�nnen die Kosten des privaten Fahrzeugs gem�ss den vom Eidgen�ssischen Finanzdepartement festgesetzten Pauschalen abgezogen werden (Art. 5 Abs. 3 BKV). Der Nachweis h�herer berufsnotwendiger Kosten bleibt vorbehalten (Art. 4 BKV). F�r die Hin- und R�ckfahrt �ber Mittag ist der Fahrkostenabzug auf die H�he des vollen Abzugs f�r ausw�rtige Verpflegung beschr�nkt (Art. 5 Abs. 4 Satz 2 BKV).
Die Ben�tzung eines �ffentlichen Verkehrsmittels ist nach der Rechtsprechung insbesondere dann nicht zumutbar, wenn der Steuerpflichtige gebrechlich oder kr�nklich ist, die n�chste Haltestelle eines �ffentlichen Verkehrsmittels weit von der Wohn- oder Arbeitsst�tte entfernt ist, Arbeitsbeginn und Arbeitsschluss zu nicht fahrplanm�ssigen Zeiten erfolgen oder der Steuerpflichtige f�r seine Berufsaus�bung auf ein Motorfahrzeug angewiesen ist (NStP 49/1995 S. 81, 2A.389/1994, E. 2 S. 83; nicht publiziertes Urteil 2A.502/1995 vom 21. Mai 1997, E. 2a/cc, je mit Hinweisen).
3.4 Mehrkosten f�r Verpflegung k�nnen nach Art. 6 Abs. 1 lit. a BKV pauschal abgezogen werden, wenn der Steuerpflichtige wegen grosser Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsst�tte oder wegen kurzer Essenspause eine Hauptmahlzeit nicht zu Hause einnehmen kann. Der Nachweis h�herer Kosten ist in diesem Fall ausgeschlossen (Art. 26 Abs. 2 DBG). Wann eine R�ckkehr nach Hause zumutbar ist, wird von den Kantonen unterschiedlich beurteilt.
Die Steuerverwaltung Graub�nden hat eine Praxis festgelegt, wonach es in der Regel zumutbar ist, sich zu Hause zu verpflegen, wenn f�r das Mittagessen zu Hause inkl. Hin- und R�ckweg nicht mehr als 90 Minuten ben�tigt werden, wobei die Aufenthaltsdauer am Mittagstisch mindestens 30 Minuten betragen soll. Die Berner Rekurskommission h�lt es in der Regel f�r zumutbar, sich zu Hause zu verpflegen, wenn die Mittagspause (Aufenthaltsdauer) daheim mindestens eine halbe Stunde (wird selbst gekocht, eine Stunde) betr�gt, sofern der Zeitaufwand f�r den Hin- und R�ckweg nicht gr�sser als die Aufenthaltsdauer zu Hause ist (NStP 30/1976 S. 123; Locher, a.a.O., Art. 26 N 18). Nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Glarus liegt die Distanz zwischen Arbeits- und Wohnort von 17 km, f�r die eine Fahrzeit zwischen 15 und 20 Minuten ben�tigt wird, im Grenzbereich des Zumutbaren, wenn der Steuerpflichtige feste Arbeitszeiten mit einer �blichen Ruhepause (in der Gr�ssenordnung von 1 1/2 Stunden) zwischen Arbeitsende am Vormittag und Arbeitsbeginn am Nachmittag oder gleitende Arbeitszeit hat (StE 1990 B 22.3 Nr. 34). F�r das Verwaltungsgericht Z�rich vermag die gleitende Arbeitszeit "f�r sich allein ... noch keinen Anspruch auf Abzug der Mehrkosten ausw�rtiger Verpflegung zu begr�nden. Erst wenn die tats�chliche Arbeitspause so knapp bemessen ist, dass sie die Einnahme des h�uslichen Mittagessens verunm�glicht, kann dem Steuerpflichtigen nicht (mehr) zugemutet werden, die Mehrkosten der ausw�rtigen Verpflegung am Arbeitsort zu vermeiden" (StE 1984 ZH B 22.3 Nr. 4).
4.1 Das Verwaltungsgericht stellte vorliegend in verbindlicher Weise (Art. 105 Abs. 2 OG) fest, dass zwischen dem Wohn- und Arbeitsort des Beschwerdef�hrers nur geringf�gige Distanzen liegen (13 km f�r Hin- und R�ckfahrt) und sehr gute Busverbindungen (dreimal pro Stunde in den Spitzenzeiten) mit kurzen Fahrzeiten (h�chstens neun Minuten nach Fahrplan) vorhanden sind. Dem Beschwerdef�hrer stehe als Angestelltem mit geregelten und innerhalb der Blockzeiten frei w�hlbaren Arbeits- und Einsatzzeiten organisatorisch gen�gend Zeit zur Verf�gung, um sich zwischen den unvermeidlichen Reisezeiten auch den privaten allt�glichen Verrichtungen zu widmen. Er m�sse als Alleinstehender nicht auf Familienangeh�rige R�cksicht nehmen und k�nne seinen Tagesablauf selbst bestimmen. Der Beschwerdef�hrer macht nicht (rechtsgen�gend) geltend, dieser Sachverhalt sei offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden.
4.2 Nach der Rechtsprechung h�ngt der Entscheid �ber die Abzugsf�higkeit der Kosten eines privaten Transportmittels allein davon ab, ob dem Steuerpflichtigen die Ben�tzung der �ffentlichen Verkehrsmittel zugemutet werden kann (vgl. E. 3.2 und 3.3), was im vorliegenden Fall zu bejahen ist. Objektive Unzumutbarkeitsgr�nde sind weder aus den Akten ersichtlich noch geltend gemacht oder belegt. Nach Ansicht des Beschwerdef�hrers stehen jedoch seine Fahrkosten zweifelsfrei mit der Einkommenserzielung in Zusammenhang und sind deshalb gar nicht darauf zu pr�fen, ob sie objektiv vermeidbar w�ren. Damit verkennt er den Charakter der abzugsf�higen Berufskosten. Diese sind zur Veranlagungsvereinfachung (vgl. Locher, a.a.O., Art. 25 N 38) und zum Zweck der Gleichbehandlung teilweise pauschalisiert. Auch wenn von einem kausalen Gewinnungskostenbegriff ausgegangen wird (vgl. vorne E. 3.2; ASA 67 S. 477, 2A.566/1996, E. 2c S. 480, mit Hinweisen; Locher, a.a.O., Art. 25 N 14 ff.), k�nnen nur objektiv begr�ndete Kosten steuerlich zum Abzug gebracht werden. Zwar ist bei den Fahrkosten der Nachweis m�glich, dass die individuellen berufsnotwendigen Kosten h�her sind als die Pauschale. Dann ist aber die Notwendigkeit dieser Fahrkosten nach objektiven Kriterien zu begr�nden und allenfalls nachzuweisen, dass die Ben�tzung der �ffentlichen Verkehrsmittel nicht zumutbar ist. Liegen keine solchen objektiven Kriterien vor, wie sie auch Art. 5 Abs. 3 BKV verlangt, handelt es sich um Kosten der Lebenshaltung, die nach Art. 34 lit. a DBG nicht abzugsf�hig sind.
Zudem �bersieht der Beschwerdef�hrer mit seiner Argumentation, dass der Beweis f�r steueraufhebende oder steuermindernde Tatsachen - zu denen auch die Berufskosten geh�ren - grunds�tzlich dem Steuerpflichtigen obliegt und er steuermindernde Tatsachen nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen hat (BGE 121 II 257 E. 4c/aa S. 266 und 273 E. 3c/aa S. 284; RDAF 2001 2 S. 273, 2A.247/2000, E. 2c S. 281, mit Hinweisen; Ernst Blumenstein/Peter Locher, System des Steuerrechts, 6. Auflage, Z�rich 2002, S. 416 und 453). Nachdem der Steuerpflichtige im kantonalen Verfahren die verlangten Belege, Spesen- und Ausgabenabrechnungen f�r seine berufsbedingten Abwesenheiten bzw. seine angeblich zahlreichen Aussendiensteins�tze nicht eingereicht hatte, liess das Verwaltungsgericht zu Recht keine Mehrkosten f�r das Privatauto zum Abzug zu. Dabei ist zu ber�cksichtigen, dass Gesch�ftsfahrten in der Regel vom Arbeitgeber entsch�digt werden (Art. 327 ff. OR). Soweit der Beschwerdef�hrer dar�ber hinausgehende Aufwendungen hatte, deutet dies auf nicht berufsm�ssig begr�ndete Kosten hin. Rechtfertigen l�sst sich unter diesen Umst�nden nur der von der Veranlagungsbeh�rde zugestandene Abzug f�r die Ben�tzung der �ffentlichen Verkehrsmittel, dessen H�he im �brigen unbestritten ist.
4.3 Nach der Praxis der Steuerverwaltung Graub�nden ist es in der Regel zumutbar, sich zu Hause zu verpflegen, wenn f�r das Mittagessen zu Hause inkl. Hin- und R�ckweg nicht mehr als 90 Minuten ben�tigt werden, wobei die Aufenthaltsdauer am Mittagstisch mindestens 30 Minuten betragen soll.
Der Beschwerdef�hrer macht indes geltend, das Verwaltungsgericht habe bei der Zeitberechnung die Vor- und Zubereitungszeit f�r die Mittagsverpflegung nicht ber�cksichtigt, was f�r ihn als Alleinstehenden einen nicht unerheblichen Zeitfaktor darstelle. Diese Berufung auf die Berner Praxis (Locher, a.a.O., Art. 26 N 18) hilft dem Beschwerdef�hrer im Kanton Graub�nden nicht weiter. Im Interesse der Praktikabilit�t ist eine gewisse Schematisierung und Pauschalisierung des Abgaberechts unausweichlich und deshalb auch zul�ssig (BGE 126 I 76 E. 2a S. 79, mit Hinweisen). Die kantonale Steuerverwaltung kann deshalb unter Ber�cksichtigung der regionalen bzw. lokalen Gegebenheiten Zeitpauschalen festlegen, innerhalb welcher sie die R�ckkehr nach Hause zur Mittagsverpflegung - unabh�ngig von den pers�nlichen Gewohnheiten oder dem Zivilstand der Steuerpflichtigen - als zumutbar erachtet.
Der Beschwerdef�hrer ben�tigt nach der Berechnung der Steuerverwaltung f�r das Mittagessen inkl. Hin- und R�ckreise nicht mehr als 85 Minuten, wobei der Zeitaufwand f�r den Weg k�rzer ist als die Aufenthaltsdauer zu Hause, wo ihm f�r die Zubereitung und die Einnahme der Mahlzeit 50 Minuten zur Verf�gung stehen. Wenn die Vorinstanzen diese Zeit f�r die Mittagsverpflegung als ausreichend und damit eine R�ckkehr nach Hause als zumutbar ansehen, ist dies nicht zu beanstanden. Der Beschwerdef�hrer kann, um Hektik zu vermeiden, am Mittag weniger aufwendige Mahlzeiten zubereiten oder die Zubereitungszeit durch entsprechende Vorbereitungen verk�rzen. Die flexible Arbeitszeit erm�glicht ihm, seinen Tagesablauf auch nach den eigenen W�nschen einzuteilen. Soweit er durch ausw�rtige Verpflegung und eine k�rzere Mittagspause (sowie zus�tzlich durch die Verwendung des Privatfahrzeugs) Flexibilit�t im Hinblick auf seine Freizeitgestaltung gewinnen will, kann er daraus nichts f�r die Erforderlichkeit der Berufskosten ableiten, denn es fehlt f�r die damit verbundenen Mehrkosten der notwendige Bezug zur Erwerbst�tigkeit. Diese Mehrkosten f�r ausw�rtige Verpflegung wurden deshalb vom Verwaltungsgericht zu Recht nicht zum Abzug zugelassen.
4.4 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Ungleichbehandlung gegen�ber Selbst�ndigerwerbenden. Die umstrittenen Kosten des Beschwerdef�hrers sind nicht berufsnotwendig. Sie k�nnten deshalb auch von einem Selbst�ndigerwerbenden steuerlich nicht abgezogen werden, denn dieser kann ebenfalls nur die gesch�fts- und berufsm�ssig begr�ndeten Kosten von seinen Eink�nften zum Abzug bringen (Art. 27 Abs. 1 DBG). Steht einem Selbst�ndigerwerbenden ein Gesch�ftsfahrzeug zur Verf�gung, kann er den entsprechenden Berufskostenabzug nicht vornehmen und hat zudem einen Kostenanteil f�r die private Benutzung des Fahrzeugs zu versteuern (vgl. Merkblatt N 1 / 1993 der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung betreffend Naturalbez�ge Selbst�ndigerwerbender, Ziff. 5; Art. 16 Abs. 2 DBG). Konkrete F�lle, in denen die Veranlagungsbeh�rde in rechtsungleicher Weise Berufskosten zum Abzug zugelassen hat, nennt der Beschwerdef�hrer nicht, und es sind auch aus den Akten keine ersichtlich. Soweit die Sachverhalte �berhaupt vergleichbar sind, kann der Beschwerdef�hrer demnach aus dem Gleichbehandlungsgebot nichts zu seinen Gunsten ableiten.
5.1 Soweit sich das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts auf kantonale Steuern bezieht, liegt ein letztinstanzlicher kantonaler Entscheid vor, der sich auf kantonales Recht st�tzt und gegen den nur die staatsrechtliche Beschwerde offen steht (Art. 84 und 86 OG). Insbesondere kann die Eingabe nicht als Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Sinne von Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (Steuerharmonisierungsgesetz, StHG; SR 642.14) entgegengenommen werden, weil diese f�r Steuerperioden vor dem 1. Januar 2001 noch nicht zur Anwendung kommt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.404/2002 vom 28. November 2002, E. 1.1, mit Hinweisen; BGE 128 II 56 E. 1b S. 59). Im Hinblick auf die angerufenen Grundrechte verf�gt der Beschwerdef�hrer �ber ein gen�gendes Rechtsschutzinteresse, so dass seine Legitimation nach Art. 88 OG zu bejahen ist.
5.2 Die staatsrechtliche Beschwerde ist, von hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen abgesehen, rein kassatorischer Natur. Soweit der Beschwerdef�hrer mehr verlangt als die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden (BGE 127 II 1 E. 2c S. 5; 126 I 213 E. 1c S. 216 f., je mit Hinweis).
5.3 Das Bundesgericht pr�ft auf staatsrechtliche Beschwerde hin die Verfassungsm�ssigkeit des angefochtenen Hoheitsaktes nicht von Amtes wegen, sondern beschr�nkt sich auf die Behandlung der in der Beschwerdeschrift rechtsgen�glich vorgebrachten R�gen; es tritt nur auf Vorbringen ein, die klar und detailliert erhoben werden und, soweit m�glich, belegt sind (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3). Die Beschwerdebegr�ndung muss sich mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzen, und es muss im einzelnen dargelegt werden, worin die behauptete Verfassungsverletzung liegt. Bloss appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid ist im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde unzul�ssig (BGE 125 I 492 E. 1b S. 495, mit Hinweisen). Diesen Anforderungen gen�gt die Eingabe des Beschwerdef�hrers �ber weite Strecken nicht. Das gilt namentlich f�r die R�ge des Verstosses "gegen das verfassungsm�ssige Rechtsgleichheitsgebot in der Behandlung eines unselbst�ndig Erwerbenden und selbst�ndig Erwerbenden".
5.4 Soweit die Beschwerdeschrift �berhaupt den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG gen�gt, kann bez�glich der Willk�rr�ge bei der Anwendung der kantonalen Vorschriften �ber die Berufsunkosten auf die Ausf�hrungen zur direkten Bundessteuer verwiesen werden, da die kantonalen Bestimmungen �ber die Berufsunkosten bei unselbst�ndiger Erwerbst�tigkeit (Art. 31 Abs. 1 lit. a und lit. b des Steuergesetzes vom 8. Juni 1986 f�r den Kanton Graub�nden) im Wesentlichen gleich lauten wie Art. 26 Abs. 1 lit. a und lit. b DBG. Soweit darauf eingetreten werden kann, ist deshalb die Beschwerde auch in Bezug auf die kantonalen Steuern abzuweisen.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde und die staatsrechtliche Beschwerde erweisen sich somit als unbegr�ndet und sind abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Entsprechend diesem Verfahrensausgang sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Eine Parteientsch�digung ist nicht zuzusprechen (Art. 159 Abs. 2 OG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Steuerverwaltung und dem Verwaltungsgericht, 3. Kammer, des Kantons Graub�nden sowie der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.