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Timestamp: 2018-06-22 00:10:40
Document Index: 88580210

Matched Legal Cases: ['§125', '§125', '§125', '§125', '§ 125', '§ 125', '§125']

§125,kein 6 monat.Bezug v.KG vor Antragstellung ALG1 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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24.04.2011, 11:01 #1
RICHARD II->Emailproblem
§125,kein 6 monat.Bezug v.KG vor Antragstellung ALG1
ich bin hier neu, dies ist meine erste Frage...
Das Krankengeld wurde zunächst bis 31.09.10 gezahlt. Arbeitsversuch in einem neuen Bereich wurde mit Rücksprache der DR gestartet (Teilhabe am Arbeitsleben), da der Arbeitgeber diesen Versuch zum 15.11.10 abbrach, Gehalt zahlte der AG, leiste die DR nicht.
Ab 16.11.10 erneute Krankmeldung mit neuer Diagnose.
Die Krankenkasse teilte imJan 2011 mit,dass das Krankengeld zum Ende April, auslaufen wird(Widerspruch wurde gestellt). Dies wurde im Feb der AFA mitgeteilt
und der Antrag ausgehändigt.
Nach dem nun alle Unterlagen vorliegen, Anragsabgabe nächste Woche.
Weiterhin Arbeitsunfähig und in Behandlung.
-Nun die Frage: Welcher Anspruch auf AGL 1 besteht, weil keine
sechs Monate AU vor Ende des Krankengeldes vorliegt??
Vielen Dank vorab für ev. Antworten!
24.04.2011, 11:27 #2
AW: §125,kein 6 monat.Bezug v.KG vor Antragstellung ALG1
Zitat von RICHARD II
Welcher Anspruch auf AGL 1 besteht, weil keine sechs Monate AU vor Ende des Krankengeldes vorliegt?
Es gibt zwei denkbare Wege:
a. über die Verfügbarkeit, wenn trotz AU leichtere Tätigkeiten mögich sind SGB 3 - Einzelnorm
b. über die Nahtlosigkeitsregelung SGB 3 - Einzelnorm
Auf sechs Monate AU vor Ende des Krankengeldes kommt es bei beiden nicht an - wie kommst du darauf? Ist die Anwartschaftszeit erüfüllt SGB 3 - Einzelnorm ?
24.04.2011, 17:30 #3
Hallo Richard II,
Das Krankengeld wurde zunächst bis 31.09.10 gezahlt.
Auf eine ANDERE Diagnose ???
Arbeitsversuch in einem neuen Bereich wurde mit Rücksprache der DR gestartet (Teilhabe am Arbeitsleben), da der Arbeitgeber diesen Versuch zum 15.11.10 abbrach, Gehalt zahlte der AG, leiste die DR nicht.
Hast also eigentlich "ganz normal mit Lohnzahlung vom AG" gearbeitet, wenn die DRV KEINE Leistungen erbracht hat in dieser Zeit, warst du rechtlich gesehen "ganz offiziell als AN beschäftigt"
Weicht DIESE Diagnose EINDEUTIG von der ersten Diagnose ab, warst du wegen GENAU dieser (neuen) Diagnose in letzter Zeit auch schon (mal) AU geschrieben
Fordere dir (bei deiner Krankenkasse!!!) bitte unbedingt die Auflistung deiner AU-Zeiten und Diagnosen für die letzten 4-5 Jahre an (Anrufen genügt dafür meistens schon)!!!
Handelt es sich tatsächlich um eine völlig ANDERE Krankheit als VORHER, dann beginnt eine NEUE Blockfrist für genau diese Krankheit zu laufen und du hast DARAUF erneut Anspruch auf 78 Wochen Krankengeld
Die KK versuchen das gerne zu vermischen, um Krankengeld zu sparen, das hat man bei mir auch versucht.
Ich war mal (fast) 1 Jahr wegen einer Herz-OP AU geschrieben, habe dann knapp 7 Monate wieder gearbeitet und wurde wegen Burn-Out/psychischer Probleme erneut krank geschrieben.
Bereits nach 3 Monaten teilte mir die KK dann mit, dass ich demnächst ausgesteuert würde, weil ich ja bereits (fast) 1 Jahr Krankengeld bekommen hätte für DIESE Krankheit...
Habe mir dann auch diesen Ausdruck besorgt und im Widerspruch darauf hingewiesen, dass es sich NICHT um die SELBE (nicht mal eine ähnliche!) Krankheit handelt und mir daher auch weiterhin Krankengeld zusteht
Die AfA KANN auch rechnen und wäre erst nach Aussteuerung für die aktuelle Krankheit für dich zuständig, also pass auf, dass die aktuelle Diagnose auch weiterhin beibehalten wird!!!
Hast du deinen Widerspruch schon begründet, oder einfach erst mal formal zur Fristwahrung eingelegt???
Bei mir wurde das Problem dann sehr schnell "erkannt" und ich bekam weiter Krankengeld, bis zur Aussteuerung wegen der psychischen Probleme!
Danach gab es auch KEINE Konflikte mehr bei der AfA, wegen Anwendung des § 125 ("Nahtlosigkeit" nach Aussteuerung aus dem Krankengeld)!
26.04.2011, 16:59 #4
sehr geehrte Doppeloma, vorab vielen Dank für die ausfürliche Antwort,
Widerspruch gegen den Bescheid der Krankenkasse ist eigelegt und auch jetzt beim Anwalt.
Wichtig für mich ist inbesondere der Hinweis auf die Diagnosen muß nochmal geprüft werden, die Krankenkasse hatte mitgeteilt (tel.), dass ja die alte Problematik (Rückenleiden) auch weiter fortbesteht (auch wenn dies nicht auf der Bescheinigung stünde...
Mit betsen Grüßen Richard II
26.04.2011, 17:29 #5
Ein Berater der deutschen Rentenversicherung hatte mich darauf hingewiesen, das es Probleme mit dem sechsmonats Zeitraum geben könnte, er hätte einen Fall gehabt das durch Unterbrechung der Krankheit durch einen Tag normaler Beschäftigung dieser Zeitraum unterbrochen gewesen ist und die AFA nicht mit § 125 SBG III eintrat.
Ich gehe davon aus das die Antwartschaft nach 20 Jahen duchgehender Beschäftigung bei einem Arbeitgeber erfüllt ist.
Mit besten Grüßen Richard II
27.04.2011, 02:12 #6
Hallo RICHARDII,
die Krankenkasse hatte mitgeteilt (tel.), dass ja die alte Problematik (Rückenleiden) auch weiter fortbesteht (auch wenn dies nicht auf der Bescheinigung stünde...
Ja sicher meine reparierte Herzklappe ist auch IMMER noch drin, trotzdem gilt die NEUE Diagnose auf dem Krankenschein und es beginnt DAFÜR eine neue Blockfrist und somit auch ein neuer Anspruch auf Krankengeld
Vielleicht magst du ja hier mal nachlesen
Was die telefonisch erzählen ist uninteressant, du möchtest ALLES schriftlich haben, telefonische Sachen haben keinerlei Rechtskraft
Natürlich darf die aktuelle Diagnose KEINE direkte Folge deines Rückenleidens sein, DAMIT kommen die dann doch durch
Bei mir hieß es erst, die psychischen Probleme seien eine Folge (Krankheit) der Herz-OP, da war aber mein Psychiater NICHT so ganz mit einverstanden, DAS hat er der KK dann auch deutlich mitgeteilt.
Bist du jetzt bei einem (anderen) Facharzt in Behandlung, dann sollte der dich da vielleicht auch entsprechend unterstützen!
alg1, antragstellung, monatbezug, §125
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