Source: https://pd-handinhand.de/news-pd.html
Timestamp: 2020-04-06 05:34:29
Document Index: 190006414

Matched Legal Cases: ['§ 36', '§ 36', '§ 45', '§ 45', '§39', '§ 37', '§ 36']

Auch wir als Pflegedienst müssen uns auf die Pandemie durch das SARS-COV-2 und COVID 19 einstellen. Deswegen hat das Bundesminesterium für Gesundheit folgendes Merkblatt rausgegeben.
FÜR AMBULANTE UND HÄUSLICHE PFLEGE
Die Infektion verläuft in den meisten Fällen mild und ist für die meisten Menschen nicht lebensbedrohlich, jedoch haben ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für schwerere Verläufe.
Das Virus kann grippeähnliche Symptome wie Husten, Abgeschlagenheit, Fieber oder Atembeschwerden auslösen.
Den meisten erkrankten Menschen helfen bereits Ruhe, viel trinken und bei Bedarf, fiebersenkende Medikamente.
Sie können sich nur anstecken, wenn Sie einer Person nahe waren, die bereits mit dem Virus infiziert ist.
Die Möglichkeit, sich anzustecken, ist inzwischen auch in Deutschland gegeben.
Halten Sie die Hände vom Gesicht fern – vermeiden Sie es, mit den Händen,Mund, Augen oder Nase zu berühren.
Quelle: BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)
Verlässliche, seriöse und laufend aktualisierte Informationen zum Coronavirus und Hygienetipps finden Sie und Ihre Angehörigen auf der Internetseite: www.infektionsschutz.de
MDK wird zum MD
Von: Julia Jänsch
Der MDK (Medizinische Dienst der Krankenkassen) wird in Zukunft von den Krankenkassen losgelöst und eine unabhängige Körperschaft des öffentlichen Rechtes werden. MD= Medizinischer Dienst
Das Gesetz soll zum 01 Januar 2020 in Kraft treten. Der Gesetzgeber setzt einseitig auf den Wechsel der Rechtsreform, indem die Dienste zu Körperschaften des öffentlichen Rechts werden. In der Praxis bleibt es jedoch bei einer Scheinselbstständigkeit, da die Kassen weiterhin einziger Auftraggeber und Finanzier der Prüfdienste sind. Eine echte Unabhängigkeit wäre gegeben, wenn sich der Medizinische Dienst als freier zugelassener Prüfdienst am Markt zusammen mit anderen Institutionen behaupten müsste und die Einrichtungen aus verschiedenen zugelassenen Prüfdiensten auswählen könnten-wie im Bereich von Rehaeinrichtungen längst Praxis. Das wäre eine Chance gewesen, für wirklich bessere und unabhängige Prüfungen zu sorgen, sodass das Gesetz seinen Namen gerecht würde.
Quelle: Auszug aus häusliche Pflege 12/19
Medikamente und was ist zu beachten
Physische Veränderungen gehören zum Alterungsprozess des Menschen. Der ganze Organismus, einschließlich der Muskulatur und Gelenke, des Stoffwechsels sowie der Organe, wird früher oder später durch das Altern in Mitleidenschaft gezogen. Die Folge ist ein nicht abwendbares Nachlassen der körperlichen und oft auch geistigen Leistungsfähigkeit.
Mit zunehmendem Alter vergrößert sich automatisch das Risiko für Erkrankungen. Zusätzlich können schädliche Umwelteinflüsse, Spätfolgen nicht ausgeheilter Krankheiten oder ein ungesunder Lebensstil zu körperlichem oder geistigem Verfall führen. Aus all diesen Gründen müssen viele Menschen in fortgeschrittenem Alter irgendwann regelmäßig Medikamente nehmen. Je mehr Beschwerden die Betroffenen haben, desto mehr unterschiedliche Mittel müssen vielleicht eingenommen werden. Erhebungen haben gezeigt, dass die Hauptkonsumenten von Medikamenten in Deutschland zur Altersgruppe der über 60-Jährigen gehören.
Was gilt es daher zu beachten ?
Die 6-R-Regel bei der Medikamentengabe
Immer mehr ältere Menschen müssen mehrere Medikamente einnehmen. In Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen müssen Ärzte und Pflegepersonal genauestens darauf achten, dass jeder Patient die für ihn bestimmten Präparate erhält. Deshalb wurde die sogenannte 6-R-Regel entwickelt, die dabei helfen soll:
Ist es der richtige Patient?
Ist es die richtige Zeit?
Ist es das korrekte Medikament/der richtige Wirkstoff?
Ist es die richtige Dosis?
Ist es die richtige Verabreichungsform?
Ist die Dokumentation richtig?
Das Pflegepersonal ist gehalten, sich an die 6-R-Regel zu halten, um sicher zu stellen, dass der Patient die für ihn bestimmten Medikamente zur richtigen Zeit und in der korrekten Dosis und Form erhält.
Medikamente sind nicht nur teuer, sondern auch sehr empfindlich. Deshalb gibt es Vorgaben, wie sie aufzubewahren und bis zu welchem Zeitpunkt sie zu verabreichen sind. Der mögliche Verwendungszeitraum ist am Verfallsdatum ersichtlich. Ist ein Präparat abgelaufen, verliert es meist seine Wirksamkeit und sollte daher unter keinen Umständen weiterverwendet werden.
Gerade in Krankenhäusern und anderen Pflegeeinrichtungen ist die Aufbewahrung von Medikamenten strikt geregelt. Um eine unsachgemäße Aufbewahrung oder sogar Verwechslungen zu vermeiden, gibt es Vorschriften für Medikamente:
Aufbewahrung in abschließbaren Schränken (im Stützpunkt- oder Arztzimmer)
kühle Lagerung bei unter 25 Grad (bestimmte Arzneien im Medikamentenkühlschrank)
Persönliche Medikamente sind mit dem Namen des Patienten zu versehen.
Das Datum der Verpackungsöffnung muss vermerkt sein.
Die Verantwortung für die korrekte Verabreichung eines Medikaments liegt stets bei dem, der es dem Patienten gibt. Aus dem Grund benötigt der Ausgebende umfassende Kenntnisse zu jedem Medikament. Grundsätzlich darf jeder ein Medikament verabreichen, allerdings nur im Notfall. In der Regel obliegt die Verabreichung dem geschulten Personal der Pflege bzw. dem Arzt. Zu beachten sind auch die Vorgaben zur Darreichungsform. Medikamente können oral, vaginal, rectal, transdermal, nasal, per Injektion, ophthal oder über eine Sonde verabreicht werden.
Menschen, die über 65 Jahre alt sind, gelten laut Studien als sehr viel anfälliger für Nebenwirkungen, als dass bei Patienten jüngeren Alters der Fall ist. Wer unter Multi-Morbidität (zeitgleiches Auftreten unterschiedlicher Erkrankungen) leidet und Medikamente selbst einnehmen oder sie einem solchen Patienten verabreichen muss, sollte unbedingt auf eventuelle Nebenwirkungen achten und diese unverzüglich dem Arzt melden.
Vor allem, wenn ein Patient viele unterschiedliche Arzneimittel einnehmen muss, ist es notwendig, anhand eines detaillierten Medikamentenplanes die Einnahme zu kontrollieren und jede Nebenwirkung zu dokumentieren. Auf diese Weise kann der Arzt schnell reagieren und gegebenenfalls ein Medikament gegen ein anderes austauschen.
Im Jahr 2011 wurde die so genannte PRISCUS-Liste herausgegeben. Dabei handelt es sich um eine Liste, in der eine möglicherweise schädliche Medikation für ältere Personen festgehalten ist. Sie soll Medizinern helfen, eine korrekte Medikamentengabe vorzunehmen.
Die meisten Leute wissen um die negative Auswirkung von Medikamenten mit bestimmten Lebensmitteln. Hinlänglich bekannt ist, das sich kalziumhaltige Lebensmittel schlecht mit Antibiotika vertragen.
Aber warum ist das so ? Die beiden Komponenten ( Kalzuium+ Antibiotika) tun sich im Magen zu schwer lösbaren Verbindungen zusammen was zur Folge hat, das dadurch das Antibiotika vom Körper sehr viel schlechter aufgenommen wird und dies zur Abschwächung der Wirkung führt.
Quelle: Auszüge aus Wikepedia
Auch dieses Jahr werden wir wieder eine Kremserfahrt mit unseren Klienten unternehmen. Vorgesehen ist diesmal der 12.09.2019. Auf dem Kremser geht es diesmal von Bad Schmiedeberg aus zu dem Ausflugslokal "Zur schönen Aussicht", wo wir diesen Tag bei Kaffee und Kuchen ausklingen lassen. Wir hoffen, das alle gute Laune mitbringen und uns das Wetter keinen Streich spielt.
Ambulante Betreuungsdienste dürfen seit Mai 2019 mehr pflegerische Leistungen erbringen. Das Termin-und Versorgungsgesetz ist am 11.0.2019 in Kraft getreten und hat dafür gesorgt, das ambulante Betreuungsdienste als Leistungserbringer im Bereich der Pflegeversicherung zugelassen wurden. Folgende Leistungen können nun von den ambulanten Betreuungsdiensten erbracht werden.
Pflegerische Betreuungsmaßnahmen (§ 36)
Hilfen bei der Haushaltsführung (§ 36)
Angebote zur Unterstützung im Alltag (§ 45a)
Nutzung des Entlastungsbeitrags nach § 45b
Ersatzpflege/Verhinderungspflege (§39)
Nach wie vor darf von den ambulanten Betreuungsdiensten n i c h t erbracht werden
Beratungsgespräche nach § 37 Abs.3
Körperbezogene Pflegemaßnahmen (§ 36)
Um eine Zulassung als Betreuungsdienst zu erhalten, benötigt man eine leitende Fachkraft mit einer 460-stündigen Weiterbildung. Dies muss keine Pflegefachkraft sein. Auch sollen sich ambulante Betreuungsdienste einer Qualitätsprüfung unterziehen Hierfür soll der Spitzenverband Bund der Pflegekassen bis zum 31.Juli 2019 entsprechende Richtlinien zu den Anforderungen an das QM und die Qualitätssicherung beschließen. Bis zu deren Einführung gelten die Vorschriften des Elften Kapitels für ambulante Pflegedienste.
Quelle: Auszüge aus der Häuslichen Pflege 8/2019