Source: https://www.arcguide.de/ausschreibung/deutschland-muenchen-auftragsbekanntmachung-18/
Timestamp: 2018-09-20 07:28:39
Document Index: 312875044

Matched Legal Cases: ['§ 55', '§ 55', '§ 123', '§ 19', '§ 21', '§ 21', '§ 55']

2018/S 175-397236
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/baureferat/ausschreibungen/eu-verfahren.html
Sicherheitstechnische Nachrüstung des Altstadtringtunnels: Objektüberwachung und -betreuung „Technische Ausrüstung" jeweils gemäß §§ 55 ff. HOAI 2013, Lph 8 und 9, Vergabe-Nr.: T60b341018
Erbringen von Objektüberwachungs- und Objektbetreuungsleistungen für die Anlagengruppe 4, 5 und 8 innerhalb des Projektes der Sicherheitstechnischen Nachrüstung des Altstadtringtunnels.
München, Altstadtringtunnel
Altstadtringtunnel:
Erbringen von Objektüberwachungs- und Objektbetreuungsleistungen
In den Leistungsphasen 8 und 9 der technischen Ausrüstung gem. § 55 ff. HOAI 2013, für die Anlagengruppen 4, 5 und 8. Der Technische Ausbau des Altstadtringtunnels besteht im wesentlichen aus:
Beleuchtungsanlage im Tunnel (einschl. Regelung), Brandmeldeanlagen,
Erdungs-, Blitzschutz- und Potentialausgleichsanlage,
Fluchtwegbeleuchtung und –kennzeichnung,
Installationen, Lautsprecheranlage, Niederspannungsschaltanlagen,
Trassen und Beleuchtung in Betriebs- und Pumpstationen,
Trassen im Tunnel, Unterverteilungen,
Verkehrssicherungseinrichtungen im Tunnel,
Verkehrssicherungseinrichtungen an der Oberfläche (ohne Trassenplanung), wie z. B. Schilderbrücken oder Wechselwegweiser,
Verteilungen, Video-Anlage, Video-Detektion, Schilderbrücken, Wechselwegweiser,
Zentrale Leit- und Automatisierungstechnik inkl. HW und SW-Erstellung.
Ferner sind 1 Betriebsstation, 2 Pumpwerke und Notausgänge auszustatten.
Zusätzlicher Bestandteil ist auch der Rückbau bzw. die Aufrechterhaltung der Betriebs- und Sicherheitstechnik im Bestandstunnel und der Betriebsstation.
Die Baumaßnahme soll im laufenden Betrieb stattfinden.
Der Altstadtringtunnel ist ein Bestandteil der innerstädtischen Ringstraße der Landeshauptstadt München und umschließt das städtische Zentrum. Er wurde im Jahr der Olympiade 1972 für den Verkehr freigegeben. Der ART beginnt westlich der Ludwigstraße, an der Kreuzung des Oskar-von-Miller-Rings und der Gabelsbergerstraße. In östlicher Richtung fließt der Verkehr dreispurig, der zweispurige Haupttunnel führt auf die Prinzregentenstraße in Richtung Osten, der einspurige Seitenarm folgt dem Altstadtring und schließt auf Höhe der Staatskanzlei an den Franz-Josef-Strauß-Ring und dann weiter an den Karl-Scharnagl-Ring an. In westlicher Richtung verläuft der Tunnel zwei- bzw. dreispurig. Eine einspurige Zufahrt von der Von-der-Tann-Straße erlaubt die Zufahrt vom Altstadtring. Der Haupttunnel hat eine Länge von 610 m.
In den Jahren 2011/2012 wurde altersbedingt bereits die Beleuchtung an den Außenwänden ausgetauscht. Zudem wurde die gesamte Schalt- und Regelungstechnik im Betriebsgebäude erneuert. Am Altstadtringtunnel ist am Ostportal (Südseite) bereits 2004 eine Löschwasserentnahmestelle nachgerüstet worden. Zugleich erfolgte der altersbedingte Austausch von wesentlichen Teilen der Löschwasserleitung im Tunnel einschließlich Begleitheizung und Dämmung. Die Digitalfunkversorgung für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) war Bestandteil einer im Jahre 2011 stattfindenden Sanierung.
Ansonsten wurden im Tunnel und in der Betriebsstation außer Instandhaltungsarbeiten keine größeren Erneuerungen an der Betriebstechnik durchgeführt.
Folgende ergänzende Angaben zu Kapitel II.2.7:
Der Beginn der Bauphase ist der realistische geschätzte frühestmögliche Beginn nach der Ausschreibung. Alle weiteren Termine sind grob geschätzt und dienen als Orientierung.
Beginn Bauphase ca.: 1.2.2019
Ende Bauphase ca.: 31.12.2022
1) Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB;
2) Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach § 19 Abs. 1 MiLoG, § 21 Abs. 1 SchwarzArbG, § 21 Abs. 1 AEntG;
3) Angaben zu wirtschaftlichen und/oder rechtlichen Verknüpfungen zu anderen Unternehmen;
4) Nachweise der geforderten Qualifikation des Bewerbers (Büro).
Zugelassen werden (Diplom) Ingenieure (FH/Univ.) der Fachrichtung Elektrotechnik / Informationstechnik oder vergleichbare Qualifikationen;
5) Erklärung der Bereitschaft zur Verpflichtung nach dem Verpflichtungsgesetz.
1) Erklärung über den Umsatz des Bewerbers in den letzten drei Geschäftsjahren (Wichtung 5 %);
2) Erklärung des Bewerbers, durch Unterschrift der Bewerbung, dass im Auftragsfall der Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit folgendem Inhalt vorgelegt wird:
Berufshaftpflichtversicherung über mind. 2,0 Mio. EUR für Personenschäden und 1,0 Mio EUR für sonstige Schäden. Zudem muss die Ersatzleistung der Versicherung mindestens das zweifache der o. g. Deckungssummen pro Jahr betragen. Die Versicherung muss mindestens für die Dauer der Ausführungsfrist (siehe Ziff. II.2.7) z. B. unbefristet, sich automatisch verlängernd o. ä. abgeschlossen sein. Im Falle einer Bewerbergemeinschaft ist von jedem Mitglied der Bewerbergemeinschaft eine Versicherung zu den o. g. Bedingungen nachzuweisen. Im Fall einer Bewerbergemeinschaft ist gleichzeitig eine Erklärung des Versicherers bzw. die entsprechende Passage aus dem/den Vertrag/Bedingungen beizufügen, wonach die Versicherung auch bei der Betätigung des Bewerbers als Partner einer Arge, bei Schäden, die vom Versicherungsnehmer verursacht werden, zu den o. g. Bedingungen eintritt;
3) Beabsichtigt der Bewerber Teile des Auftrags im Wege der Unterauftragsvergabe an Dritte zu vergeben, so hat er die vorgesehenen Unterauftragnehmer (sowie den Umfang) zu benennen und für sie und ggf. für noch weiter nachgeordnete Unternehmen mit der Bewerbung einen eigenen Bewerbungsbogen abzugeben. Eine entsprechende Verpflichtungserklärung dieser Unternehmen ist auf Anforderung nachzureichen.
4) Beabsichtigt ein Bewerber im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch zu nehmen (Eignungsleihe), so hat er diese zu benennen und für sie mit der Bewerbung einen eigenen Bewerbungsbogen abzugeben. Der Bewerber muss mit der Bewerbung nachweisen, dass ihm die für den Auftrag erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen werden, indem er beispielsweise eine entsprechende Verpflichtungserklärung dieser Unternehmen vorlegt.
1) Vorlage von max. 3 Referenzen vergleichbarer Leistungen des Büros aus dem Zeitraum 2010 – Ende der Bewerbungsfrist, die anhand folgender Kriterien bewertet werden (Wichtung 90 %):
— Selbst und vollständig innerhalb des Referenzzeitraumes erbrachte Leistungsphase 8 gemäß §§ 55 ff. HOAI 2013,
— Beauftragte Anlagengruppen (4, 5, 8),
— Referenzprojektgröße (Kostengruppen 440, 450, 480, 490) brutto.
Die Referenzen sind so anschaulich zu präsentieren, dass eine Bewertung anhand der o. g. Kriterien ermöglicht wird. Die detaillierte Bewertung ergibt sich aus der Auswahlmatrix, die mit dem Bewerbungsbogen (s. Ziff. I.3) abrufbar ist.
Mindestbedingung für die grundsätzliche Wertung einer Referenz ist die vollständige Erbringung der Leistungsphase 8 für die technische Ausrüstung von Tunnelbaumaßnahmen nach RABT im Referenzzeitraum 2010 – Ende der Bewerbungsfrist.
Die bestmögliche Bewertung zu Ziff. III.1.3 Nr. 1 wird nur erreicht, wenn drei Referenzen die o. g. Kriterien vollumfänglich erfüllen. Bei den besonderen, projektspezifischen Kriterien aus den Referenzen 1-3 wird jedes einzelne Kriterium als vollumfänglich erfüllt betrachtet, wenn es bei mindestens einem wertbaren Referenzprojekt nachgewiesen wird.
2) Vorbehalten wird die Vorlage von Bescheinigungen öffentlicher oder privater Auftraggeber über die Ausführung der angegebenen Referenzprojekte und die Darstellung des beim Bewerber vorhandenen Qualitätsmanagementsystems;
3) Erklärung über die Anzahl der Beschäftigten in den letzten 3 Jahren (Wichtung 5 %).
Deutschland, Greven: Auftragsbekanntmachung