Source: https://www.wko.at/service/kollektivvertrag/kv-arbeiter-vulkaniseure-2015.html
Timestamp: 2019-09-20 18:32:32
Document Index: 393880572

Matched Legal Cases: ['§1154', '§ 1155', '§ 20', '§ 82', '§ 82', '§ 376', '§ 82', '§ 15', '§1154', '§ 1155']

Kollektivvertrag (Rahmen) für ArbeiterInnen im Vulkaniseurgewerbe gültig ab 1.1.2015 - WKO.at
Kollektivvertrag (Rahmen) für ArbeiterInnen im Vulkaniseurgewerbe gültig ab 1.1.2015
Fassung 1. Jänner 2015
Kollektivvertrag abgeschlossen zwischen der Bundesinnung der Kraftfahrzeugtechniker Berufszweig der Vulkaniseure und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Produktionsgewerkschaft PRO-GE
Geltungsbeginn: 1. Jänner 2015
II GELTUNGSDAUER
IIIa.MEHRARBEIT
IIIb BILDUNGSZEIT FÜR LEHRLINGE
IV ÜBERSTUNDEN, SONN- UND FEIERTAGSARBEIT
V ENTLOHNUNG
VI ZULAGEN
VII BESCHÄFTIGUNGEN AUSSERHALB DES STÄNDIGEN BETRIEBES
VIII ENTLOHNUNG DER SONNTAGS-, FEIERTAGS- UND ÜBERSTUNDENARBEIT
IX ABRECHNUNG UND AUSZAHLUNG
X URLAUB
XI URLAUBSZUSCHUSS
XII WEIHNACHTSREMUNERATION
XIII ENTGELTANSPRÜCHE AUS GRÜNDEN, DIE VOM(VON DER) ARBEITNEHMER(IN) ZU VERTRETEN SIND (§1154b ABGB)
XIV ENTGELTANSPRÜCHE AUS GRÜNDEN, DIE NICHT VOM(VON DER) ARBEITNEHMER(IN) ZU VERTRETEN SIND (§ 1155 ABGB)
XV KURZARBEIT
XVI PFLEGEFREISTELLUNG
XVII AUFNAHME UND KÜNDIGUNG VON ARBEITNEHMERN(INNEN
XVIII AKKORDE
XIX VERFALL VON ANSPRÜCHEN
XX BEGÜNSTIGUNGSKLAUSEL
XXI AUSSERKRAFTTRETEN BESTEHENDER VORSCHRIFTEN
1. Räumlich: Für das gesamte Bundesgebiet der Republik Österreich.
2. Fachlich: Für alle Vulkaniseurbetriebe, die Mitglieder der Bundesinnung der Kraftfahrzeugtechniker sind. In Betrieben, in denen außer VulkaniseurarbeiternInnen auch andere Arbeitsgruppen oder EinzelarbeiterInnen beschäftigt sind, findet dieser Kollektivvertrag für die gesamte Belegschaft dann Anwendung, wenn die Mehrheit der im Betrieb Beschäftigten bei Vulkaniseurarbeiten tätig ist.
Dieser Kollektivvertrag tritt am 1. Jänner 2015 in Kraft. Der Kollektivvertrag wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und kann von jedem Vertragspartner unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zu jedem Monatsletzen mittels eingeschriebenen Briefes gekündigt werden. Während der Kündigungsfrist sind Verhandlungen wegen Erneuerung des Kollektivvertrages aufzunehmen.
Am 24. und 31. Dezember endet die normale Arbeitszeit nach vier Stunden, spätestens um 12.00 Uhr mittags; die entfallende Arbeitszeit wird mit dem Normalstundenlohn entlohnt. Wird an diesen Tagen nach 12.00 Uhr aus Betriebserfordernissen weitergearbeitet, so sind diese Stunden mit einem Zuschlag von 100 Prozent auf den Normalstundenlohn zu entlohnen.
Wenn es die betrieblichen Notwendigkeiten erfordern, kann die Wochenarbeitszeit innerhalb eines Zeitraumes von höchstens 9 Wochen so verteilt werden, dass sie im wöchentlichen Durchschnitt die geltende Normalarbeitszeit nicht überschreitet. Die tägliche Normalarbeitszeit kann bei regelmäßiger Verteilung der Gesamtwochenarbeitszeit auf vier zusammenhängende Tage, auf bis zu 10 Stunden ausgedehnt werden. Der arbeitsfreie Tag darf nicht auf einen Feiertag fallen.
Die Einführung derartiger Regelungen bzw. der gleitenden Arbeitszeit bleibt einer Betriebsvereinbarung im Sinne des Arbeitsverfassungsgesetzes bzw. einer Vereinbarung mit den betroffenen Arbeitnehmern(innen) vorbehalten und ist den Kollektivvertragspartnern zur Kenntnis zu bringen.
Die wöchentliche Normalarbeitszeit kann insbesondere zur Beibehaltung der Betriebslaufzeit bis zu 40 Stunden ausgedehnt werden, wenn dafür ein Zeitausgleich in ganzen Tagen erfolgt. Dieser Zeitausgleich hat innerhalb von 13 Wochen zu erfolgen. Der 13-Wochen-Zeitraum beginnt ab Geltungsbeginn der betrieblichen Regelung, ansonsten ab Beendigung des vorangegangenen Zeitraumes. Dieser Zeitraum kann bis zu 52 Wochen erstreckt werden.
Steht die Lage des Zeitausgleiches nicht von vornherein fest, ist der Zeitpunkt im Einvernehmen zwischen Arbeitgeber(in) und Arbeitnehmer(in) festzulegen. Im Falle der Nichteinigung hat der Zeitausgleich vor Ende des Ausgleichszeitraumes zu erfolgen, wobei in diesem Fall bei Urlaub, Feiertag und bezahlter Arbeitsverhinderung vor Ende des Ausgleichszeitraumes der Zeitausgleich unmittelbar vor- oder nachher zu erfolgen hat. Ist dies aus wichtigen Gründen im Sinne des
§ 20 AZG nicht möglich, kann er in die nächste Verrechnungsperiode gemäß Abschnitt IX vorgetragen werden. Ist die Lage des Zeitausgleiches nicht im Voraus festgelegt, entsteht für Tage des Gebührenurlaubes kein Anspruch auf Zeitausgleich. Wird der Zeitausgleich aus Gründen, die auf Seiten des(der) Arbeitgebers(in) liegen, nicht möglich, ist mit Ablauf des vereinbarten Zeitraumes die über 38,5 Stunden pro Woche geleistete Zeit als Überstunde zu bezahlen. Dasselbe gilt bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor Inanspruchnahme des Zeitausgleiches.
Die Normalarbeitszeit kann innerhalb eines Zeitraumes von 13 Wochen so verteilt werden, dass sie im Durchschnitt die nach Punkt 1 geltende Normalarbeitszeit nicht überschreitet. Die Normalarbeitszeit pro Woche darf 40 Stunden nicht überschreiten und 37 Stunden nicht unterschreiten (Bandbreite). Ein Unterschreiten der 37 Stunden in der Woche ist möglich, wenn der Zeitausgleich insbesondere in Form von ganzen Arbeitstagen erfolgt. Diese Regelung ist durch Betriebsvereinbarung, in Betrieben, in denen kein Betriebsrat errichtet ist, schriftlich mit jedem(r) Arbeitnehmer(in), zu vereinbaren. Der Durchrechnungszeitraum kann bis zu 52 Wochen erstreckt werden.
Auf Stunden bezogene Entgeltteile (z.B. Zulagen, Zuschläge) werden nach den geleisteten Stunden abgerechnet. Scheidet der(die) Arbeitnehmer(in) durch Kündigung seitens des(der) Arbeitgebers(in), durch Austritt mit wichtigem Grund oder Entlassung ohne sein(ihr) Verschulden aus, gebührt für die bis zum Ausscheiden im Verhältnis zur durchschnittlichen Normalarbeitszeit zuviel geleistete Arbeit
Überstundenentlohnung, in den anderen Fällen der Stundenverdienst.
Den im Verhältnis zu der geleisteten Arbeit bis zum Ausscheiden gegenüber der durchschnittlichen Normalarbeitszeit zuviel bezahlten Verdienst hat der(die) Arbeitnehmer(in) dann zurückzuzahlen, wenn er(sie) selbst kündigt, ohne wichtigen Grund vorzeitig austritt oder aus seinem(ihrem) Verschulden entlassen wird.
Durchrechnungszeitraum und Bandbreite:
Der Zeitzuschlag beträgt ab der 46. Stunde 50 %. Der Zeitausgleich muss in Form von ganzen Tagen erfolgen.
Die erweiterte Bandbreite kann mit den betroffenen Arbeitnehmern(innen) nur schriftlich vereinbart werden. In Betrieben, in denen ein Betriebsrat errichtet ist, können derartige Regelungen nur mit Betriebsvereinbarung erfolgen. Vor Beginn des Durchrechnungszeitraumes ist ein Rahmenplan zu vereinbaren, aus dem aufgrund der zu diesem Zeitpunkt bekannten Tatsachen die zu erwartenden Abweichungen von der durchschnittlichen Arbeitszeit ersichtlich sind. Ist die Lage der Normalarbeitszeit nicht für den gesamten Durchrechnungszeitraum festgelegt, ist sie spätestens 2 Wochen vor der jeweiligen Arbeitswoche entsprechend der Grundvereinbarung durch den(die) Arbeitgeber(in) festzulegen.
Steht die Lage des Zeitausgleiches nicht von vornherein fest, so ist sie zwischen Arbeitnehmer(in) und Arbeitgeber(in) spätestens 14 Tage vor dem beabsichtigten Verbrauchszeitpunkt zu vereinbaren. Kommt eine Vereinbarung nicht zustande, bzw. ist bei Ende des Durchrechnungszeitraumes der Zeitausgleich nicht vollständig erfolgt, so ist er binnen einer Nachfrist von einem Monat durchzuführen. Die Vereinbarung kann eine dreimonatige Nachfrist vorsehen, doch ist der Zeitpunkt des Zeitausgleiches jedenfalls bei Beendigung des Durchrechnungszeitraumes festzulegen. Ist der(die) Arbeitnehmer(in) zum Verbrauchszeitpunkt krank oder sonst aus in seiner(ihrer) Person gelegenen Gründen am Verbrauch des Zeitguthabens verhindert, verlängert sich die Frist um diesen Zeitraum. Erfolgt der Ausgleich nicht, sind die Zeitguthaben als Überstunden mit 50 % abzurechnen.
Besteht bei Ende des Arbeitsverhältnisses ein Zeitguthaben, erfolgt die Abgeltung im Falle der Entlassung aus Verschulden des(der) Arbeitnehmers(in), bei Selbstkündigung des(der) Arbeitnehmers(in) und bei Austritt ohne wichtigen Grund, mit dem Stundenlohn in den anderen Fällen mit der Überstundenentlohnung. Die Vereinbarung kann vorsehen, dass sich für den Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Kündigung die Kündigungsfrist um den nichtverbrauchten offenen Zeitausgleich verlängert. Eine Zeitschuld hat der(die)Arbeitnehmer(in) im Falle der Selbstkündigung, der Entlassung aus Verschulden des(der) Arbeitnehmers(in) oder des unbegründeten vorzeitigen Austrittes zurückzuzahlen.
Das Ausmaß der Verkürzung der wöchentlichen Normalarbeitszeit auf 38,5 Wochenstunden gemäß Abschnitt III, Punkt 1, gilt grundsätzlich als Freizeit, sofern sie nicht als Bildungszeit im Sinne der folgenden Bestimmungen in Anspruch genommen wird. Der Lehrling ist verpflichtet, im Ausmaß der Arbeitszeitverkürzung von 1,5 Stunden pro Woche auf Anordnung und Kosten des(der) Lehrberechtigten berufliche Weiterbildungskurse an einem Arbeitstag zu besuchen.
Der(die) Lehrberechtigte hat sämtliche im Zusammenhang mit beruflichen Weiterbildungskursen anfallende Kosten zu tragen (Fahrtkosten, Kurskosten, Lehrmittel usw.). Dies gilt auch, wenn der Lehrling auf eigenen Wunsch im Einvernehmen mit dem(der) Lehrberechtigten einen beruflichen Weiterbildungskurs besucht. Auch ein im Einvernehmen mit dem(der) Arbeitgeber(in) vom Lehrling gewählter beruflicher Weiterbildungskurs ist auf die Bildungszeit anzurechnen. Eine einseitige Inanspruchnahme durch den Lehrling verpflichtet den(die) Lehrberechtigten nicht zur Übernahme allfälliger Kosten.
Die Internatskosten, die durch den Aufenthalt des Lehrlings in einem für die Schüler(innen) der Berufsschule bestimmten Schülerheim zur Erfüllung der Berufsschlupflicht entstehen, hat der(die) Lehrberechtigte dem Lehrling zu bevorschussen, an das Internat zu überweisen und so zu ersetzen, dass dem Lehrling für den Zeitraum, der der Dauer des Internats entspricht, mindestens 70 Prozent seiner(ihrer) Lehrlingsentschädigung verbleiben.
3. Die Leistung von Überstunden kann verweigert werden, wenn den Überstunden berücksichtigungswürdige Interessen des(der) Arbeitnehmers(in) entgegenstehen.
4. Der(die) Arbeitgeber(in) bzw. dessen(deren) Vertreter(in) ist verpflichtet, den Betriebsrat vor der Anordnung von Überstunden zu verständigen. Das gilt nicht bezüglich der Anordnung von Überstunden für einzelne Arbeitnehmer(innen). Ist die vorherige Verständigung nicht möglich, dann ist diese sofort nach Wegfall des Hinderungsgrundes nachzuholen.
6. Bei Beginn der Überstundenarbeit wird eine Pause von 10 Minuten eingeschaltet, die in die Arbeitszeit einzurechnen ist.
7. An Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen darf nur gearbeitet werden, soweit dies auf Grund von Gesetzen oder Verordnungen zulässig ist.
Die Bezahlung von Überstunden sowie der Sonn- und Feiertagsarbeit ist in Ab-
schnitt VIII – Entlohnung der Sonntags-, Feiertags- und Überstundenarbeit – geregelt. An Stelle der Bezahlung von Überstunden kann auf Grund einer Betriebsvereinbarung – in Betrieben, in denen kein Betriebsrat besteht, auf Grund einer Vereinbarung mit den Arbeitnehmern(innen) – eine Abgeltung durch Zeitausgleich erfolgen.
Dabei sind Überstunden mit einem Zuschlag von 50 Prozent im Verhältnis 1 : 1,5 und solche mit einem Zuschlag von 100 Prozent im Verhältnis 1 : 2 abzugelten.
Der Kollektivvertragslohn einer Lohngruppe stellt keine Begrenzung des Ist-Lohnes einer niedrigeren Lohngruppe dar. Ebenso wenig kann aus der Tatsache, dass der eingestufte Monatslohn des(der) Arbeitnehmers(in) den Mindestlohn höherer Lohngruppen als derjenigen übersteigt, in die der(die) Arbeiter(in) auf Grund seiner(ihrer) Qualifikation einzureihen ist, ein Anspruch auf Einreihung in eine höhere Lohngruppe abgeleitet werden.
Nach Ablauf der Probezeit ist der(die) Arbeitnehmer(in) unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Gesichtspunkte entsprechend seinen(ihren) Fähigkeiten einzustufen. Die Einstufung setzt voraus, dass eine der Einstufung entsprechende Tätigkeit ausgeübt wird.
Besonders qualifizierter Arbeitnehmer(innen):
Qualifizierte Arbeitnehmer(innen):
VI. Arbeitnehmer(innen) ohne Zweckausbildung.
VII. BESCHÄFTIGUNGEN AUSSERHALB DES STÄNDIGEN BETRIEBES
1. Die Höhe der Montagezulage ist in der Zusatzvereinbarung geregelt.
VIII. ENTLOHNUNG DER SONNTAGS-, FEIERTAGS- UND
1. Für Überstunden gebührt ein Zuschlag von 50 Prozent auf den Normalstundenlohn, soweit es sich nicht um besonders qualifizierte Überstunden handelt, für welche im Folgenden ein höherer Zuschlag als 50 Prozent vorgesehen ist.
2. Soweit Überstunden in die Zeit von 20.00 bis 06.00 Uhr früh entfallen, werden sie mit einem Zuschlag von 100 Prozent vergütet.
3. Überstunden, die der(die) Arbeitnehmer(in) nach erfolgtem Verlassen des Betriebes zu leisten hat, werden unbeschadet obiger Bestimmungen mit einem Zuschlag von 100 Prozent auf den Normalstundenlohn entlohnt.
1. An Sonn- und gesetzlichen Feiertagen geleisteten Überstunden werden mit einem Zuschlag von 200 Prozent auf den Normalstundenlohn entlohnt.
2. Als Überstunde an einem gesetzlichen Feiertag gilt jene Arbeitszeit, welche die für den betreffenden Wochentag festgesetzte normale Arbeitszeit übersteigt.
3. Sonntagsüberstunden im Sinne dieses Kollektivvertrages sind jene Stunden, welche die wöchentliche Normalarbeitszeit, dividiert durch die Anzahl der wöchentlichen Arbeitstage, übersteigen.
Die Abrechnungsperiode und der Auszahlungstag werden zwischen Betriebsleitung und Betriebsrat* vereinbart. Die Auszahlung erfolgt im vereinbarten Turnus und während der Arbeitszeit.
* Dort, wo kein Betriebsrat ist, schriftlich mit den betroffenen Arbeitnehmern(innen).
3. Der(die) Arbeitnehmer(in) hat spätestens zum Monatsende Anspruch auf eine schriftliche Lohnabrechnung.
Der(die) Arbeitnehmer(in) ist zur sofortigen Überprüfung des ausgezahlten Geldbetrages verpflichtet.
Stimmt der Geldbetrag mit der Lohnabrechnung nicht überein, so hat der(die) Arbeitnehmer(in) dies sofort dem(der) Auszahlenden zu melden.
Die Art der Lohnauszahlung bedarf einer Vereinbarung mit dem(der) Arbeitnehmer(in). Bei bargeldloser Lohnauszahlung gelten die Punkte 1-3 sinngemäß.
a) Arbeitnehmer(innen), deren Arbeitsvertrag im laufenden Urlaubsjahr begründet wurde und welche die Wartezeit zu Beginn des neuen Urlaubsjahres noch nicht erfüllt haben, erhalten für jeden begonnenen Monat ein Zwölftel des Jahresurlaubes; ist die Wartezeit erfüllt, gebührt der volle Urlaub.
b) Ein höheres Urlaubsausmaß gebührt erstmals in jenem Kalenderjahr (Jahreszeitraum), in das (in den) der überwiegende Teil des Arbeitsjahres fällt.
c) Die Ansprüche der zu Beginn des neuen Urlaubsjahres mindestens ein Jahr beim (bei der) selben Arbeitgeber(in) beschäftigten Arbeitnehmer(in) müssen für den Umstellungszeitraum gesondert berechnet werden. Umstellungszeitraum ist der Zeitraum vom Beginn des Arbeitsjahres bis zum Ende des folgenden Kalenderjahres oder des sonstigen vereinbarten Jahreszeitraumes. Jedenfalls muss für den Umstellungszeitraum dem(der) Arbeitnehmer(in) ein voller Urlaubsanspruch und ein zusätzlicher aliquoter Anspruch für den Zeitraum vom Beginn des Arbeitsjahres bis zum Beginn des neuen Urlaubsjahres zustehen. Auf den Urlaubsanspruch im Umstellungszeitraum ist ein für das Arbeitsjahr vor der Umstellung gebührender und bereits verbrauchter Urlaub anzurechnen.
Arbeitnehmer(innen), deren Arbeitsverhältnis vor Verbrauch eines Urlaubes endet, haben Anspruch auf den aliquoten Teil des Urlaubszuschusses, entsprechend ihrer im Arbeitsverhältnis zurückgelegten Dienstzeit (je Woche 1/52). Dieser Anspruch entfällt, wenn der(die)
Arbeitnehmer(in) selbst kündigt bzw. wenn er(sie) gemäß § 82 GewO 1859 * (ausgenommen lit. h) entlassen wird oder er(sie) ohne wichtigen Grund gemäß
§ 82 a GewO* vorzeitig austritt.
*Übergangsbestimmung § 376 Z 47 GewO 1973
Für Lehrlinge gelten an Stelle §§ 82 und 82a GewO die Bestimmungen § 15 BAG
Endet das Arbeitsverhältnis eines(r) Arbeitnehmers(in), der(die) den Urlaubszuschuss für das laufende Arbeitsjahr bereits erhalten hat, vor Ablauf dieses Arbeitsjahres, so ist der verhältnismäßig zuviel bezahlte Anteil des Urlaubszuschusses, der auf den restlichen Teil des Arbeitsjahres entfällt, bei der Anrechnung in Abzug zu bringen.
Das gilt nicht, wenn der(die) Arbeitgeber(in) den(die) Arbeitnehmer(in) gekündigt hat.
Alle Arbeitnehmer(innen) erhalten einmal in jedem Kalenderjahr eine Weihnachtsremuneration.
XIII. ENTGELTANSPRÜCHE AUS GRÜNDEN, DIE VOM(VON DER)
ARBEITNEHMER(IN) ZU VERTRETEN SIND (§1154b ABGB)
Nach einer ununterbrochenen Betriebszugehörigkeit von 4 Wochen hat der(die) Arbeitnehmer(in) Anspruch auf Freistellung von der Arbeit unter Fortzahlung des Lohnes für alle im Punkt 1 bis 4 aufgezählten Verhinderungsgründe. Anspruch auf Freistellung von der Arbeit besteht für:
je drei Tage:
Bei Todesfällen (einschließlich der Beerdigung) der Eltern, des/der Ehegatt(in), des/der Lebensgefährt(in), des/der eingetragenen Partner(in) (iSd. EPG BGBl I 135/2009 idgF.), sowie der Kinder (Stief- oder Adoptivkinder), sofern sie mit dem(der) Arbeitnehmer(in) in der Hausgemeinschaft lebten.
2. zwei Tage: Bei eigener Eheschließung oder eigener Verpartnerung.
a) Bei Teilnahme an der Beerdigung der Eltern, Kinder, sofern sie nicht mit dem(der) Arbeitnehmer(in) in der Hausgemeinschaft lebten. Ferner bei Beerdigung der Geschwister, Stief-, Groß- und Schwiegereltern. Bei sonstigen Familienmitgliedern nur, wenn sie mit dem(der) Arbeitnehmer(in) im gemeinsamen Haushalt lebten.
b) Bei Entbindung der Ehefrau bzw. Lebensgefährtin oder eingetragenen Partnerin.
c) Bei Übersiedlung des eigenen Haushaltes.
d) Bei Eheschließung oder Verpartnerung der Kinder (Stief- und Adoptivkinder).
b) Bei Vorladungen vor Behörden, Ämter, Gerichte. Eine Fortzahlung des Entgeltes gebührt in diesen Fällen nur dann, wenn der(die) betreffende Arbeitnehmer(in) keine Entschädigung seitens der vorladenden Stellen erhalten kann. Eine Fortzahlung entfällt auch dann, wenn der(die) Arbeitnehmer(in) als Beschuldigte(r) in einem Strafverfahren oder als Partei in einem Zivilprozess geladen ist.
c) Bei Teilnahme an Abordnungen zu Begräbnissen, insoweit sie im Einvernehmen mit der Betriebsleitung erfolgt.
XIV. ENTGELTANSPRÜCHE AUS GRÜNDEN, DIE NICHT VOM(VON DER)
ARBEITNEHMER(IN) ZU VERTRETEN SIND (§ 1155 ABGB)
1. Wird durch Betriebsstörungen (Maschinenschaden usw.) die gänzliche oder teilweise Stilllegung des Betriebes unvermeidlich und ist der(die) Arbeitnehmer(in) zur Leistung der Dienste bereit, so hat diese(r) Anspruch auf 70 Prozent seines(ihres) Lohnes (Akkorddurchschnittsverdienstes) bis zur Höchstdauer von 14 Tagen, wenn er(sie) nicht zu anderen Arbeiten im Betrieb herangezogen werden kann.
Die wöchentliche Normalarbeitszeit kann nur einvernehmlich zwischen Arbeitgeber(in) und Betriebsrat herabgesetzt werden; in Betrieben mit weniger als 5 Arbeitnehmern(innen) ist das Einvernehmen zwischen den(der) Arbeitnehmern(in) und dem(der) Arbeitgeber(in) erforderlich. Eine derartige Vereinbarung bedarf der Zustimmung der Kollektivvertragspartner, sofern Beihilfen nach dem Arbeitsmarktförderungsgesetz beantragt werden.
XVII. AUFNAHME UND KÜNDIGUNG VON
ARBEITNEHMERN(INNEN)
4 Wochen ................................ 1 Woche
1 Jahr ....................................... 2 Wochen
5 Jahren ................................... 4 Wochen
20 Jahren ................................. 8 Wochen
Während der Kündigungsfrist ist dem(der) Arbeitnehmer(in) auf sein(ihr) Verlangen zum Aufsuchen eines neuen Arbeitsplatzes in jeder Woche eine Freizeit bis zum Höchstausmaß eines Arbeitstages unter Fortzahlung des Lohnes zu gewähren.
2. Wenn der(die) Arbeitnehmer(in) durch Umstände, die nicht in seiner(ihrer) Person liegen, an der Ausführung der übernommenen Akkordarbeit verhindert ist, hat er(sie) Anspruch auf den Durchschnittsakkordverdienst, sofern er(sie) das Hindernis unverzüglich seinem(ihrem) verantwortlichen Vorgesetzten gemeldet hat.
7. Eine Änderung festgesetzter und seit längerer Zeit bestehender Akkorde zuungunsten des(der) Arbeitnehmers(in) kann, außer im Falle offenbarer Unrichtigkeit der Akkordberechnung, deren sofortige Richtigstellung erfolgen muss, von beiden Teilen nur nach vorhergehender Ankündigung unter Einhaltung einer Frist von einer Woche erfolgen.
Bestehende betriebliche Vereinbarungen, die den(die) Arbeitnehmer(in) günstiger stellen als der Kollektivvertrag, bleiben unberührt.
XXI. AUSSERKRAFTTRETEN BESTEHENDER VORSCHRIFTEN
Mit Wirksamkeitsbeginn dieses Kollektivvertrages tritt für dessen Geltungsbereich der Kollektivvertrag für Vulkaniseure vom 16. Dezember 2010 außer Kraft.
Wien, 10. Dezember 2014
Bundesinnungs-
Berufszweig-
1. Arbeitgeber(in) (Name und Anschrift): .....................................................................................................................................
Arbeitnehmer(in):
3. Auf Grund der Zugehörigkeit des Unternehmens/des Betriebes zur Bundesinnung der Kraftfahrzeugtechniker (Berufszweig der Vulkaniseure) gilt der Kollektivvertrag für das Vulkaniseurgewerbe, der an folgendem Ort aufliegt: …………………………
Beginn des Arbeitsverhältnisses: ...............................................................................
Die Probezeit beträgt ..............................................................................................*).
Das Dienstverhältnis ist bis .......................................................................befristet *).
5. Kündigungsfristen und Kündigungstermin richten sich nach dem Kollektivvertrag.
6. Gewöhnlicher Arbeits- (Einsatz-) Ort, erforderlichenfalls Hinweis auf wechselnde Arbeits- (Einsatz-) Orte: ..............................................................................................
7. Einstufung in die kollektivvertragliche Lohngruppe: ......................................................
Vorgesehene Verwendung: ........................................................................................
im Inland ¨ Ja ¨ Nein
im Ausland ¨ Ja ¨ Nein
Anfangsbezug/Einstell-Lohn (Grundlohn, weitere Entgeltsbestandteile) *).
sofern keine Regelung erfolgt, gilt der Kollektivvertrag
Fälligkeit der Auszahlung, soweit nicht kollektivvertraglich geregelt .........................
Die Bezüge werden bargeldlos auf ein vom(von der) Arbeitnehmer(in) bekannt gegebenes Konto überwiesen
Die wöchentliche Normalarbeitszeit richtet sich nach dem Kollektivvertrag und beträgt ....................... Stunden.
Ihre Normalarbeitszeit beträgt .............................................................. Stunden *)
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt .....................................................Stunden *)
Weiters gelten nach Maßgabe ihres Geltungsbereiches, die zwischen Betriebsinhaber(in) und den jeweils zuständigen Organe der gesetzlichen Arbeitnehmervertretung auf Betriebs- bzw. Unternehmerseite abgeschlossenen Betriebsvereinbarungen im Sinne des Arbeitsverfassungsgesetzes,
Der Arbeitgeber leistet Beiträge nach dem BMSVG in die Mitarbeitervorsorgekasse ..……………………………………………………………………………………………
*)Nichtzutreffendes bitte streichen
Herr/Frau .................................................... geboren am ............................... wohnhaft in .......................................................................................................... war bei der Firma ....................................................... Adresse: ................................................................ von ....................... bis .......................... als ............................................................... beschäftigt. Das Arbeitsgebiet umfasste: ........................................................................