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Timestamp: 2018-02-23 06:36:13
Document Index: 65493448

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 10', '§ 10', '§ 12', '§ 12', '§ 10']

Ausbildungskosten / Weiterbildungskosten:
Seit dem Veranlagungszeitraum 2004 zählen die Aufwendungen für eine erstmalige Berufsausbildung und ein Erststudium gem. § 12 Nr.5 EStG zu den eigentlich nicht abziehbaren Kosten der privaten Lebensführung. Gleichzeitig wird aber über § 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG ein (beschränkter) Sonderausgabenabzug von bis zu 4.000 EUR für Aufwendungen für die eigene Berufsausbildung zugelassen, wodurch auch die Aufwendungen für eine erstmalige Berufsausbildung und ein Erststudium zumindest teilweise begünstigt werden (§ 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG.V.m. § 12 Nr. 5 EStG).
3. Abgrenzung Erst-/Zweitausbildung
Eine Erstausbildung im Sinne des § 12 Nr. 5 EStG liegt nur vor, wenn es sich um eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf (Ausbildung z.B. nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung) handelt. Dies ist der Fall, wenn der Beruf durch eine Ausbildung im Rahmen eines öffentlich-rechtlich geordneten oder hierzu vergleichbaren Ausbildungsganges erlernt wird und deren Dauer bei einer Vollzeitausbildung mindestens zwei Jahre beträgt. Hieran fehlt es bei der Ausbildung z.B. zum Rettungssanitäter (FG Münster, 06.05.2010 - 3 K 3347/07 F, Revision: VI R 52/10). Gegen nachteilige Bescheide sollte Einspruch eingelegt werden.
4. Berufsfortbildungskosten
5. Abgrenzung Erst-/Zweitausbildung/-studium
6. Positive Rechtsprechungstendenzen
M.E. muss die Abzugsfähigkeit auch im Fall eines berufsbegleitenden Erststudiums gelten. Das FG Hamburg hat mit Urteil vom 25.11.2009 - 5 K 193/08, entschieden, dass die Kosten eines klassischen Erststudiums nach dem Abitur und ggf. anschließendem Grundwehr- oder Zivildienst nicht als Werbungskosten abzugsfähig sind. Gegen die Entscheidung wurde Revision eingelegt, die unter dem Az. VI R 7/10 beim BFH geführt wird.
7. Umfang des Kostenabzugs
Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer (BFH, 22.06.1990 - VI R 2/87, BStBl II 1990, 901). Bei den Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer gelten die durch das JStG 1996 getroffenen Einschränkungen (Höchstbetrag = 1.250 EUR) sinngemäß (§ 10 Abs.1 Nr. 7 EStG). Ab 2007 ist ein Kostenabzug nur noch möglich, wenn sich das Arbeitzimmer als Mittelpunkt der gesamten Tätigkeit, z.B. bei einem Fernstudium, darstellt.
8. Nachlaufende Studiengebühren