Source: http://www.azuro-muenchen.de/azubi-beratung/ausbildungsberater/pruefungen-in-der-ausbildung.html
Timestamp: 2018-08-14 21:52:55
Document Index: 130272723

Matched Legal Cases: ['§37', '§43', '§44', '§45', '§37', '§21', '§37', '§21', '§37']

Die Zwischenprüfung findet in der Regel nach der Hälfte der Ausbildungszeit statt. Für die Teilnahme an der Zwischenprüfung muss dich dein Betrieb freistellen. An dem Ergebnis der Zwischenprüfung können du und dein Ausbilder ablesen, ob du das Ausbildungsziel bis zu diesem Zeitpunkt erreicht hast. Der große Unterschied zwischen Zwischen - und Abschlussprüfung ist, dass die Zwischenprüfung nicht bestanden werden muss. Trotzdem solltest du deine Ergebnisse ernst nehmen: Wenn sie sehr gut sind, kannst du eventuell die Ausbildung verkürzen. Wenn sie sehr schlecht sind, solltest du in deiner Berufsschule oder bei der Agentur für Arbeit nachfragen, ob es für deinen Beruf "Ausbildungsbegleitende Hilfen" (abH) gibt: Das ist kostenlose Nachhilfe für Azubis.
Der Ausbildende muss dich bei der zuständigen Stelle zur Abschlussprüfung anmelden und die Prüfungsgebühren zahlen, denn für die Auszubildenden ist die Prüfung gebührenfrei (§37 Berufsbildungsgesetz).
Falls du befürchtest, dass es bei deiner Prüfungsanmeldung Probleme gibt, kannst du dich gerne an uns wenden: Kontaktformular
Zulassung bei der Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung
Findet die Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung statt, wird zugelassen, wer die vorgeschriebene Ausbildungszeit abgeleistet hat und wessen Ausbildungsverhältnis nicht mehr als zwei Monate nach dem letzten Prüfungstermin endet. Dies ist der Fall, wenn du deine Ausbildung regulär im September begonnen hast und dein Ausbildungsverhältnis im August endet. Voraussetzung ist zudem, dass dein Ausbildungsverhältnis eingetragen ist (abgestempelter Ausbildungsvertrag), die Teilnahme an der Zwischenprüfung und vollständige schriftliche Ausbildungsnachweise (§43 Berufsbildungsgesetz).
Bei Fragen zur Prüfungszulassung, kannst du dich gerne an uns wenden: Kontaktformular
Bei der gestreckten Abschlussprüfung wird die Zwischenprüfung durch Teil 1 der Abschlussprüfung ersetzt. In einigen Berufen – vor allem im Metall- und Elektrobereich - finden dann zwei Prüfungen statt. In der ersten Prüfung nach etwa zwei Jahren werden deine Grundqualifikationen geprüft und bewertet. In Teil 2 der Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung eher die Spezialkenntnisse für deinen Ausbildungsberuf. Die Ergebnisse aus Teil 1 fließen - je nach Beruf - mit bis zu 40% in das Gesamtprüfungsergebnis ein. Wenn die Abschlussprüfung in zwei Teilen durchgeführt wird, die zeitlich auseinander fallen, wird über deine Zulassung zwei mal entschieden, also für jeden Teil einzeln (§44 Berufsbildungsgesetz). Um an Teil 1 teilzunehmen musst du die Ausbildungszeit, die laut Ausbildungsordnung notwendig ist, zurückgelegt haben. Voraussetzung für die Zulassung zu Teil 2 ist dann außerdem, dass du an Teil 1 teilgenommen hast. Konntest du an Teil 1 nicht teilnehmen ohne dass du etwas dafür kannst – zum Beispiel entschuldigtes Fehlen wegen Krankheit - kannst du trotzdem am zweiten Teil teilnehmen. In diesem Fall kannst du beide Teile gleichzeitig ablegen. Auch wenn du an Teil 1 teilgenommen hast und durchgefallen bist wirst du trotzdem zu Teil 2 zugelassen. Voraussetzung für die Zulassung zu Teil 2 ist zudem, dass du die vorgeschriebene Ausbildungszeit zurückgelegt hast, dein Ausbildungsverhältnis eingetragen ist (abgestempelter Ausbildungsvertrag) und dass deine schriftlichen Ausbildungsnachweise vollständig sind.
Die externe Abschlussprüfung kann auch jeder ablegen, der das Eineinhalbfache der Ausbildungszeit in dem entsprechenden Beruf gearbeitet hat und/oder durch Arbeitszeugnisse nachweisen kann, dass er die Kenntnisse und Fertigkeiten erworben hat, die eine Zulassung zur Abschlussprüfung rechtfertigen (§45 Berufsbildungsgesetz). Auch Zeiten der Berufstätigkeit in einem ähnlichen Beruf können anerkannt werden. Mehr Informationen dazu gibt es bei der Agentur für Arbeit und bei der zuständigen Stelle.
Dein Betrieb muss dich für die Teilnahme an der Abschlussprüfung freistellen. Minderjährige müssen auch an dem Tag vor der schriftlichen Abschlussprüfung freigestellt werden.
Die Abschlussprüfung kann zwei Mal wiederholt werden (§37 Berufsbildungsgesetz). Wenn du durch die Abschlussprüfung gefallen bist, kannst du dein Ausbildungsverhältnis um ein halbes Jahr verlängern und am nächsten Prüfungstermin teilnehmen. Wenn du erneut durchfällst, kannst du deine Ausbildung noch einmal um ein halbes Jahr verlängern. Du kannst deine Ausbildung also insgesamt um ein Jahr verlängern und die Abschlussprüfung zwei Mal wiederholen (§21,37 Berufsbildungsgesetz). Es genügt, dass du deinen Willen zur Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses vor Ablauf deines Ausbildungsvertrages deutlich äußerst. Wir empfehlen dir aber, es deinem Betrieb schriftlich mitzuteilen! Falls du durchgefallen bist musst du die Ausbildung nicht unbedingt verlängern. Du kannst auch das Ausbildungsverhältnis zum vertraglich vereinbarten Zeitpunkt auslaufen lassen und als externer Prüfling an der Abschlussprüfung teilnehmen.
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Wiederholen der Abschlussprüfung in zwei Teilen
Falls es beim ersten Anlauf nicht klappt: Kopf hoch! Bist du in Teil 1 einer gestreckten Abschlussprüfung durchgefallen, kannst du Teil 1 nicht eigenständig wiederholen (§37 Berufsbildungsgesetz). Du musst zunächst Teil 2 der Abschlussprüfung am Ende deiner Ausbildung ablegen. Erst nachdem du beide Prüfungen abgelegt hast kann man sehen, ob du die Gesamtprüfung bestanden hast. Konntest du an Teil 1 nicht teilnehmen ohne dass du etwas dafür kannst – zum Beispiel entschuldigtes Fehlen wegen Krankheit - kannst du trotzdem an Teil 2 teilnehmen. In diesem Fall kannst du beide Teile gleichzeitig ablegen. Falls du die Abschlussprüfung nach der Verrechnung beider Teile nicht bestanden hast, kannst du deine Ausbildung verlängern und beide Teile gemeinsam wiederholen. Falls du nur in Teil 2 durchgefallen bist, musst du auch nur Teil 2 wiederholen. Fällst du erneut durch, kannst du ein weiteres mal verlängern. Es genügt, dass du deinen Willen zur Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses vor Ablauf deines Ausbildungsvertrages deutlich äußerst. Wir empfehlen dir aber, es deinem Betrieb schriftlich mitzuteilen!
Achtung: Falls du durchgefallen bist musst du die Ausbildung nicht unbedingt verlängern. Du kannst auch das Ausbildungsverhältnis zum vertraglich vereinbarten Zeitpunkt auslaufen lassen und als externer Prüfling an der Abschlussprüfung teilnehmen.
Wenn du die Abschlussprüfung oder den zweiten Teil der Abschlussprüfung bestehst endet dein Ausbildungsverhältnis, sobald die Ergebnisse vom Prüfungsausschuss bekannst gegeben wurden (§21 Berufsbildungsgesetz).
Du erhältst ein Abschlusszeugnis mit deinen Prüfungsergebnissen. Falls dein Ausbilder es wünscht, werden auch ihm die Ergebnisse deiner Abschlussprüfung mitgeteilt. Wenn du es beantragst wird deinem Abschlusszeugnis eine Übersetzung auf Englisch und Französisch beigefügt. Außerdem kannst du beantragen, dass deine Leistungen in der Berufsschule aufgeführt werden (§37 Berufsbildungsgesetz).