Source: http://herderschule-kassel.de/organisation-unterricht/aufgabenfeld-5
Timestamp: 2019-01-18 04:36:59
Document Index: 394531715

Matched Legal Cases: ['§19', '§26', '§ 10', '§ 19', '§ 26', '§ 25', '§ 26', '§ 20']

DARSTELLENDES SPIEL AN DER HERDERSCHULE KASSEL
DS im Hessischen Schulgesetz - Belegverpflichtungen
Vom Selbstverständnis des Faches DARSTELLENDES SPIEL
Lehrplan DARSTELLENDES SPIEL
DS-Lehrer an der Herderschule Kassel
Wenn die Belegverpflichtungen (VOGO §19) der Schüler in zeitlich und inhaltlich aufeinanderfolgenden Kursen erfüllt wird können die Kurse in die Gesamtqualifikation (VOGO §26) eingebracht werden.
[nach VOGO / BG vom 19. September 1998 in der Fassung vom 27. April 2000]
§ 10 (2) Unterrichtsfächer und Aufgabenfelder
Zum sprachlich-literarisch-künstlerischen Aufgabenfeld gehören die Fächer Deutsch, Fremdsprachen, Kunst, Musik und DARSTELLENDES SPIEL, (...).
§ 19 (2)Belegverpflichtungen
Die Verpflichtungen nach Abs. 1 haben die Schülerinnen und Schüler in zeitlich und inhaltlich aufeinanderfolgenden Kursen zu erfüllen. Kurse in DARSTELLENDES SPIEL können die Belegverpflichtung von Kunst oder Musik erfüllen und in die Gesamtqualifikation (§ 26) eingebracht werden.
§ 25 (4) Prüfungsfächer
Drittes oder viertes Prüfungsfach kann unter Berücksichtigung der Bestimmungen der Abs. 1 bis 3 jedes Grundkursfach aus den drei Aufgabenfeldern mit Ausnahme des Faches DARSTELLENDES SPIEL, (?) sein.
§ 26 (5) Berechnung der Gesamtqualifikation
Außerdem gelten für die Berechnung der Gesamtqualifikation folgende Bestimmungen:
2. Die nach Abs. 3 und 4 eingebrachten Leistungs- und Grundkurse müssen sich wie folgt auf die Aufgabenfelder verteilen: im sprachlich-literarisch-künstlerischen Aufgabenfeld: mindestens jeweils vier Kurse in Deutsch und einer Fremdsprache gemäß § 20, sowie in der gymnasialen Oberstufe zusätzlich zwei Kurse in Kunst, Musik oder DARSTELLENDES SPIEL (?).
Rahmenplan DARSTELLENDES SPIEL (Kurstrukturplan) HKM, Ausgabe 1998 (Auszüge)
Darstellendes Spiel als Unterrichtsfach in der gymnasialen Oberstufe erfüllt fachbezogen den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule gemäß Hessischem Schulgesetzt und leistet unter besonderer Berücksichtigung der entsprechenden Beschlüsse der Kultusministerkonferenz über die Gleichwertigkeit der Fächer in der gymnasialen Oberstufe seinen Beitrag zu den Zielen selbständiges Lernen, des wissenschaftspropädeutischen Arbeitens und der Persönlichkeitsbildung. (...)
Durch Zusammenführung von künstlerischen und fachwissenschaftlichen Arbeitsweisen mit hohem Anteil spielpraktischer Tätigkeit sowie interdisziplinärer Zusammenarbeit leistet Darstellendes Spiel seinen besonderen Beitrag zur ästhetischen Erziehung. (...)
Es ist als Fach dem ersten Aufgabenfeld der gymnasialen Oberstufe zuzuordnen und ergänzt Kunst und Musik im Bereich ästhetischer Bildung. (...)
Gesichert wird so auch ein klares Bewusstsein von den Schwierigkeiten und Anforderungen der Theaterarbeit, eine Verständigung über ihre Grundelemente und die entsprechenden Begriffe."
D. h. nicht, dass das Fach reine Theorie ist, sondern überwiegend praxisorientiert mit Ausbildung von Spontaneität und Förderung von Kreativität, das Training des Körpers und der Stimme usw. ...aber immer so, dass die Reflexion und das Hintergrundwissen ebenso dazu gehören, all dies ergänzen, verstärken.
Der Unterricht in der Jahrgangsstufe 12 geht von Grund auf den Gegenstand "Theater" ein und baut dann in den drei Lernbereichen
"SCHAUSPIELERISCHE ARBEIT"
"DRAMATURGIE UND REGIE"
"THEATERTHEORIE UND -GESCHICHTE"
"IMPROVISATION UND ROLLENARBEIT" (13/I) und
"DRAMATURGIE UND INSZENIERUNG" (13/II) eingebunden!
In DS ist eher gerade der Schüler Adressat, der an ästhetischen Prozessen bisher weniger interessiert war. Er kann in DS durch gute sachliche und ihn fördernde Arbeit oftmals mehr lernen, als ein Schüler, der Theaterspielen nur für seinen "Glanz" betreiben möchte.
Es wird mindestens eine Klausur geschrieben. Die erforderliche zweite Klausur kann z.T. durch Referate im Rahmen der Projekte oder sog. "Spielpraktische Prüfungen" ersetzt werden.
an der mündlichen Mitarbeit, d.h. dem "sich einlassen" auf die Gruppe und die Aufgabenstellung praktischer Theaterübungen,
Vor den Aufführungen sind in der Regel zusätzliche Probentage nötig, evtl. ergänzt durch eine Intensivphase (d.h. mehrtägige Probenfahrt).
seit 1994 an der Herderschule Kassel
Unterrichtsfächer: Musik, Darstellendes Spiel, katholische Religion
seit 1994/95 Leiter der Orchester-AG der Herderschule Kassel
seit 1995/96 Spielleiter der Theater-AG der Herderschule Kassel
seit 2003/04 Einrichtung des Faches DARSTELLENDES SPIEL an der Herderschule Kassel in der Erprobungsphase
Mitglied im Landesverband Schultheater in Hessen e.V.
Mitarbeiter im Hessischen Landesinstitut für Pädagogik (HeLP) in den Bereichen
SchülerInnen-Statements aus dem 12er DS-Kurs 2003/04
"Das Fach ist anders als die üblichen Fächer."
"DS hebt sich deutlich vom "normalen" Schulalltag ab."
"DS ist spannender und lustiger als jemals erwartet."
"In diesem Fach stehen du selbst und deine Mitspieler im Mittelpunkt."
"Das Spiel in der Gruppe ist besonders wichtig und erfordert viel Kooperations- und Teamgeist Es ist immer spannend und man sammelt von Stunde zu Stunde neue Erfahrungen.
"Wir lernen unseren Körper kennen, bewusster einzusetzen und unseren Fähigkeiten zu vertrauen und sie auszubauen."
"Plötzlich beschäftigst du dich mit Dingen oder Bewegungen aus deinem alltäglichen Leben, die du sonst automatisiert hast und unbewusst vollziehst. Hast du dich schon einmal beim Eincremen oder Zähneputzen gefragt, was du da eigentlich machst und vor allen Dingen wie du es machst? Nein? Dann wirst du hier viel über dich, deinen Körper, deine Mimik, Gestik und noch vieles andere kennen lernen?"
"Hier haben wir die Möglichkeit, unsere Kreativität zu entdecken und auch zu fördern."
"Man kann bei DS aus sich herauskommen und unheimlich viele neue Erfahrungen machen."
"Oft wurde ich auch an Grenzen geführt, aber es war toll, sie dann auch zu überwinden."
"Mit der Zeit wird man immer sicherer, sich vor anderen zu präsentieren. Dadurch bekommt man auch viel mehr Selbstvertrauen."
"Der Praxisanteil in DS überwiegt und dies ist immer wie ein Überraschungsei: Spannung, Spiel und Spaß."
"Die DS-Theorie ist immer an die Praxis gekoppelt und wird sofort verständlich, das ist wunderbar."
"Im Mittelpunkt steht nicht so sehr die Theorie, sondern das Agieren, das Aktiv-sein. Alles, was wir gemeinsam ausprobieren wird in gemeinsamen Gesprächen vertieft und reflektiert. Unser Tun wird uns somit auch immer bewusst."
"DS macht einfach viel Spaß. Wow! Lernen mit Spaß! Dieses Fach ist eine angenehme Abwechslung und ein toller Ausgleich zum sonstigen Schulalltag."
"Trotzdem müssen Leistungen erbracht und auch Klausuren geschrieben werden."
"Erst dachte ich, dass man in diesem Fach überhaupt nicht bewerten kann. Und doch! Das wirklich Neue für mich war, dass die Kriterien der Beurteilung immer aus dem Unterricht ersichtlich erwachsen und sogar von uns gemeinsam festgelegt werden. Neu ist für mich dabei, dass ich nicht nur alleinig vom Lehrer beurteilt werde, sondern auch meine eigene Person (Eigenwahrnehmung) und die Gruppe (Fremdwahrnehmung) immer an der Zensurenfindung beteiligt sind. Und das Erstaunliche: es funktioniert!"
"Auch die DS-Klausuren heben sich deutlich von anderen Klausuren ab (wie auch der Unterricht). Es wird vielmehr Kreativität gefordert, doch immer nur anhand der im Unterricht theoretisch erarbeiteten und praktischen erprobten Faktoren und Kriterien."
"Einige, die das Fach nicht kennen, sagen, dass wir "komisch" und manchmal "verrückt" wären."
"DS ist ein Fach, in dem man regelmäßig aus der Puste kommt (meines Erachtens noch mehr als im Sportunterricht), was aus meiner Sicht eine tolle positive Abwechslung zum üblichen Schulalltag ist, wo meistens nur gesessen wird."
"Leider kann der 12er-Kurs, in dem ich derzeit noch bin, in der kommenden Jahrgangsstufe 13 nicht weitergeführt werden, weil wir derzeit nur eine Lehrkraft für DS an unserer Schule haben. Es ist aber ein Fach, aus dem ich für mich trotz dieser nur zwei Kurshalbjahre sehr viel mitnehme. Ich hoffe für alle, die nach mir kommen werden, dass dann DS jahrgangsübergreifend angeboten wird. Ihr müsst DS einfach ausprobieren. Jeder der Spaß an Theater und am Theaterspiel hat, und dass ganze auch ein wenig theoretisch untermauern möchte, sollte dieses Fach wählen. Glaubt mir, ihr werdet es nicht bereuen!"