Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%201988,%20420
Timestamp: 2019-10-21 06:31:08
Document Index: 361569626

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 611', '§ 280', '§ 323', '§ 611', '§ 675', '§ 323', '§ 325', 'BGH', 'BGH', '§ 6', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 325', '§ 325', 'BGH', '§ 325', 'BGH', 'BGH', '§ 6']

BGH, 07.12.1987 - II ZR 206/87 - dejure.org
https://dejure.org/1987,1106
BGH, 07.12.1987 - II ZR 206/87 (https://dejure.org/1987,1106)
BGH, Entscheidung vom 07.12.1987 - II ZR 206/87 (https://dejure.org/1987,1106)
BGH, Entscheidung vom 07. Dezember 1987 - II ZR 206/87 (https://dejure.org/1987,1106)
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Geschäftsführer mit Nebentätigkeit
§ 611 BGB, nicht erbrachte und nicht nachholbare Dienstleistung, Abgrenzung pVV (vgl. nunmehr § 280 Abs. 1 BGB <Fassung seit 1.1.02>)- §§ 323 ff BGB <Fassung bis 31.12.01>, Teilunmöglichkeit
Schadensersatz bei nicht vollständig erbrachter Dienstleistung - Einhaltung bestimmter Dienstzeiten durch den Geschäftsführer einer GmbH - Dienstvertrag mit Geschäftsbesorgungscharakter - Zustimmung der Gesellschafterversammlung bei Ausübung von Gesellschafteraufgaben
Schadensersatzanspruch der GmbH gegen den Geschäftsführer wegen Nichteinhaltung der vereinbarten Dienstzeiten
BGB § 611, § 675, § 323, § 325
NJW-RR 1988, 420
ZIP 1988, 568
BB 1988, 290
Hat der Gläubiger dem Dienstverpflichteten die Vergütung bereits erbracht, kann er dieses Entgelt als Mindestschaden zurückverlangen (BGH, Urteil vom 7. Dezember 1987 - II ZR 206/87, NJW-RR 1988, 420-421).
Die Minderung des Lohnes ist unabhängig davon gerechtfertigt, ob eine Minderung des insgesamt erwarteten Arbeitsergebnisses vorliegt (…Groß, aaO; vgl. auch BGH Urteil vom 7. Dezember 1987 - II ZR 206/87 - WM 1988, 298).
Damit verträgt sich keine Vereinbarung über die Vergütung von Überstunden, selbst wenn Arbeitszeitvereinbarungen der Organstellung des GmbH-Geschäftsführers zivilrechtlich nicht widersprechen (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 7. Dezember 1987 II ZR 206/87, GmbH-Rundschau - GmbHR - 1988, 138;… Lutter/Hommelhoff, GmbH-Gesetz, 14. Aufl., 1995, Anh. § 6 Rn. 43).
Dies träfe dann zu, wenn - wofür einiges spricht - die Berechnung eines Anspruchs auf Schadensersatz wegen teilweiser Nichterfüllung (vgl. BGH, Urt. v. 7. Dezember 1987 - II ZR 206/87, ZIP 1988, 568, 569 f) im Streitfall zu demselben Ergebnis führte wie die Berechnung eines Schadensersatzanspruchs wegen Nichterfüllung der ganzen Verbindlichkeit.
Deshalb kann der Gläubiger einen Betrag in Höhe seiner Leistung als Mindestbetrag seines Schadens verlangen (BGH, NJW 1982, 1279, 1280 ; BGH, NJW-RR 1988, 420 ;… Staudinger/Otto, aaO., § 325 Rdn. 35;… Palandt/Heinrichs, Kommentar zum BGB , 43. Aufl., § 325 Anm. 4 Bb).
BAG, 25.03.1992 - 5 AZR 300/91
Nachholen einer Arbeitsleistung nach Vertragsende - Schadensersatzpflicht eines …
Hält ein Arbeitnehmer seine Verpflichtung zur Erbringung der Arbeitsleistung in der Arbeitszeit nicht ein, so ist die Arbeitsleistung grundsätzlich nicht nachzuholen, sondern der Arbeitnehmer ist zum Schadenersatz verpflichtet (Anschluß, BGH Urteil vom 09.12.1987, II ZR 206/87).
Insoweit ist ihm die Arbeitsleistung unmöglich geworden mit der Folge, daß der Arbeitgeber gemäß § 325 BGB Schadensersatz anstelle der nicht erbrachten Arbeitsleistung verlangen kann (vgl. BGH Urteil vom 7. Dezember 1987 - II ZR 206/87 - DB 1988, 387, 388).
Diese Auffassung schließt sich auch zwanglos an diejenige des BGH (NJW-RR 1988, 420) an, wonach der Mindestschaden, der einem Dienstberechtigten durch den Vertragsbruch eines Dienstverpflichteten entsteht, darin besteht, dass ihm die geldwerten Dienste nicht erbracht werden.
Damit verträgt sich keine Vereinbarung über die Vergütung von Überstunden, selbst wenn Arbeitszeitvereinbarungen der Organstellung des GmbH-Geschäftsführers zivilrechtlich nicht widersprechen (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 7. Dezember 1987 II ZR 206/87, GmbH-Rundschau - GmbHR - 1988, 138;… Lutter/Hommelhoff, GmbH-Gesetz , 14. Aufl., 1995, Anh. § 6 Rn. 43).
Damit verträgt sich keine Vereinbarung über die Vergütung von Überstunden, selbst wenn Arbeitszeitvereinbarungen der Organstellung des GmbH-Geschäftsführers zivilrechtlich nicht widersprechen (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 7. Dezember 1987 II ZR 206/87, GmbHR 1988, 138).