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Timestamp: 2016-10-27 09:01:18
Document Index: 76944109

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 65', 'Art. 66']

8C_857/2015 (14.03.2016)
8C_857/2015 � � Urteil vom 14. M�rz 2016
(Arbeitsunf�higkeit; Beweisw�rdigung),
Mit Einspracheentscheid vom 13. November 2014 best�tigte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) ihre Verf�gung vom 10. Januar 2014, mit welcher sie A.________ (Jg. 1961) aufgrund der Folgen einer unfallbedingten Schulterverletzung eine 20%ige Invalidenrente ab 1. Oktober 2013 sowie eine 10%ige Integrit�tsentsch�digung zugesprochen hatte.
In teilweiser Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde �nderte das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich diesen Entscheid insofern ab, als es feststellte, dass der Versicherte ab 1. Oktober 2013 Anspruch auf eine 21%ige Invalidenrente habe; im �brigen wies es die Beschwerde ab (Entscheid vom 29. September 2015).
A.________ l�sst Beschwerde am Bundesgericht f�hren mit dem Begehren, es sei die SUVA in Ab�nderung des angefochtenen Entscheides zu verpflichten, ihm ab 1. Oktober 2013 eine angemessene, jedenfalls h�here Rente zu gew�hren; zudem seien die Kosten f�r das im Einspracheverfahren beigebrachte Privatgutachten des Dr. med. B.________ vom arbeitsmedizinischen Zentrum C.________ vom 24. September 2014 in H�he von Fr. 4'428.- zu ersetzen.
Die vorinstanzlichen wie auch die der SUVA bereits zur�ckerstatteten Akten wurden eingeholt. Ein Schriftenwechsel findet nicht statt.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss den Art. 95 f. BGG erhoben werden. Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder der Unfallversicherung ist das Bundesgericht - anders als in den �brigen Sozialversicherungsbereichen (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) - nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG). Es wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), pr�ft indessen - unter Beachtung der Begr�ndungspflicht in Beschwerdeverfahren (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) - grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern allf�llige weitere rechtliche M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden Fragen, also auch solche, die vor Bundesgericht nicht (mehr) aufgeworfen werden, zu untersuchen (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
2.1.�Die SUVA ist in ihrer Verf�gung vom 10. Januar 2014 zum Schluss gelangt, dass dem Beschwerdef�hrer trotz der verbliebenen Unfallrestfolgen an der rechten Schulter leichte bis mittelschwere manuelle T�tigkeiten ganztags zumutbar seien. Dabei st�tzte sie sich auf den Bericht der Kreis�rztin Frau Dr. med. D.________, Fach�rztin f�r Chirurgie FMH, vom 26. August 2013, bei welcher sich der Beschwerdef�hrer am 23. August 2013 zur kreis�rztlichen Abschlussuntersuchung eingefunden hatte. Dieses Dokument gen�gt den von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen an eine beweistaugliche medizinische Beurteilungsgrundlage. Auch nur geringe Zweifel, welche - wie in der Beschwerdeschrift richtig hervorgehoben wird - bei Angaben versicherungsinterner Fachpersonen rechtsprechungsgem�ss an sich eine versicherungsexterne Begutachtung oder gar ein Gerichtsgutachten rechtfertigen k�nnten (BGE 135 V 465 E. 4 S. 467 ff., 122 V 157 E. 1d S. 162), sind nicht angebracht. Die im Abschlussbericht der Kreis�rztin Frau Dr. med. D.________ vom 26. August 2013 enthaltene Umschreibung der noch in Betracht fallenden erwerblichen T�tigkeiten und die dortige Sch�tzung des in zeitlicher Hinsicht zumutbaren Einsatzes ist einleuchtend und l�sst sich auch mit den �brigen medizinischen Stellungnahmen, welche bis zum Verf�gungszeitpunkt am 10. Januar 2014 vorlagen - so etwa dem diese Beurteilung best�tigenden Bericht des Chirurgen Dr. med. E.________ vom 30. September 2013 -, vereinbaren. Insoweit stand seinerzeit einer abschliessenden Beurteilung der dem Beschwerdef�hrer zustehenden Leistungen, wie sie schliesslich in der Verf�gung vom 10. Januar 2014 erfolgt ist, nichts entgegen. Zu weitergehenden Abkl�rungen musste sich die SUVA damals nicht veranlasst sehen.
2.2.�Wollte sich der Beschwerdef�hrer mit dem Ergebnis, das auf der Ansicht lediglich einer - dazu noch im Auftrag der Versicherung t�tigen - Arztperson beruht, nicht abfinden, konnte es ihm nicht verwehrt sein, sich zus�tzlich fach�rztlich untersuchen zu lassen (BGE 135 V 465 E. 4.5 und 4.6 S. 470 f.). Er hat deshalb denn auch eine Begutachtung im arbeitsmedizinischen Zentrum C.________ in Auftrag gegeben und im Einspracheverfahren den dar�ber erstatteten Bericht des Dr. med. B.________, Facharzt f�r Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 24. September 2014 als weiteres Beweismittel eingereicht. In der Folge liessen sich indessen weder die SUVA in ihrem Einspracheentscheid vom 13. November 2014 noch die Vorinstanz im hier angefochtenen Beschwerdeentscheid vom 29. September 2015 durch diesen Bericht - auch wenn dessen Beweiswert von keiner Seite grunds�tzlich in Frage gestellt worden ist - davon abbringen, auf die kreis�rztliche Beurteilung der Frau Dr. med. D.________ vom 26. August 2013 abzustellen. Das kantonale Gericht, dessen Entscheid hier einzig zur Pr�fung ansteht, hat in einl�sslich begr�ndeter Beweisw�rdigung durchaus �berzeugend dargelegt, weshalb die nachtr�gliche Expertise des Dr. med. B.________ vom 24. September 2014 an der Zuverl�ssigkeit und Schl�ssigkeit der Betrachtungsweise von Frau Dr. med. D.________ keine Zweifel aufkommen l�sst. Dabei handelt es sich um das Ergebnis einer Beweisw�rdigung, welchem sich das Bundesgericht trotz der dagegen in der Beschwerdeschrift erhobenen Einwendungen vollumf�nglich anschliesst.
2.3.�Insbesondere trifft es nicht - wie vom Beschwerdef�hrer geltend gemacht - zu, dass Frau Dr. med. D.________ ihre Einsch�tzung des verbliebenen Leistungsverm�gens resp. die Beschreibung des auf den Beschwerdef�hrer zutreffenden Zumutbarkeitsprofils nicht hinreichend begr�ndet h�tte. Die Begr�ndung ergibt sich vielmehr direkt aus den zuvor erhobenen Befunden sowie den pers�nlich festgestellten und konkret umschriebenen k�rperlichen Beeintr�chtigungen. Mehr ist von einer untersuchenden Arztperson nicht zu verlangen. Dass die Kreis�rztin das Ausmass des ihrer Ansicht nach verbliebenen Leistungsverm�gens prozentual nicht beziffert, sondern lediglich in zeitlicher Hinsicht (ganztags) bestimmt hat, schadet nichts. Wenn sie eine ganzt�gige Einsatzm�glichkeit bescheinigt, ohne - abgesehen von einzelnen funktionellen Einschr�nkungen - eine konkrete Leistungsverminderung anzugeben, ist daraus mit SUVA und Vorinstanz zu schliessen, dass bei einer auf das Leiden abgestimmten Bet�tigung eine uneingeschr�nkte Leistungserbringung zu erwarten ist. Ebenso wenig erscheint der Einwand als gerechtfertigt, die Vorinstanz h�tte einzig das Gutachten des Dr. med. B.________ zum Gegenstand ihrer Beweisw�rdigung gemacht. Die Auseinandersetzung mit dessen Expertise erfolgte stets vor dem Hintergrund und im Vergleich mit der teils abweichenden Betrachtungsweise der Frau Dr. med. D.________. Entgegen der Argumentation in der Beschwerdeschrift ergibt sich auch aus der im arbeitsmedizinischen Zentrum C.________ durchgef�hrten Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsf�higkeit (EFL) nicht, dass die von der SUVA f�r die Bestimmung des Invalideneinkommens aufgelegten f�nf Beispiele aus ihrer Arbeitsplatzdokumentation (DAP-Bl�tter) f�r den Beschwerdef�hrer nicht geeignete Stellen beschreiben w�rden, sodass f�r die Zwecke der Invalidit�tsbemessung auf die Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes f�r Statistik gegriffen werden m�sste. Hier ist - wie das kantonale Gericht richtig erkannt hat - zu beachten, dass sich Dr. med. B.________ mit der Leistungsf�higkeit vorwiegend bei mittelschweren T�tigkeiten befasst, w�hrend Frau Dr. med. D.________ ihre Beurteilung auf angepasste leichte bis mittelschwere manuelle Arbeiten unter ausdr�cklicher Ber�cksichtigung der gegebenen behinderungsbedingten Einschr�nkungen bezieht. In ihrem Abschlussbericht vom 26. August 2013 h�lt sie denn auch fest, dass das dem Beschwerdef�hrer zumutbare T�tigkeitsprofil keine �berkopfarbeiten, kein Hantieren mit Gewichten �ber 10 kg und auch nicht k�rperferne Bewegungen, sondern leichte T�tigkeiten bis zur Horizontalen beinhaltet. Die im arbeitsmedizinischen Zentrum C.________ durchgef�hrten Testungen betreffen demgegen�ber vorwiegend Aktivit�ten in Positionen, die laut Kreis�rztin Frau Dr. med. D.________ zu vermeiden w�ren und deshalb f�r die erwerbliche Verwertung der noch vorhandenen Arbeitsf�higkeit ausser Betracht fallen. Wie das kantonale Gericht zutreffend festgestellt hat, tragen die von der SUVA vorgelegten f�nf DAP-Bl�tter den laut Frau Dr. med. D.________ f�r den Beschwerdef�hrer ung�nstigen Arbeitsabl�ufen wie auch den zu bevorzugenden K�rperstellungen Rechnung (keine Arbeiten �ber Kopfh�he, kein Heben �ber Brusth�he, leichte Gewichtsbelastung bis maximal 10 kg nicht �ber Lendenh�he), was von den im arbeitsmedizinischen Zentrum C.________ getesteten Bet�tigungen nicht gesagt werden kann. Was die Notwendigkeit angeblich einzuhaltender vermehrter Pausen anbelangt, werden diese laut Dr. med B.________ bei Besch�ftigungen ben�tigt, welche statisches oder dynamisches k�rperfernes Manipulieren mit der rechten Hand erfordern. Gerade solche aber werden bei den aus der DAP ausgew�hlten f�nf Beispielen nicht verlangt. �ber die behauptete Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit der kreis�rztlichen Abschlussuntersuchung am 23. August 2013 schliesslich l�sst die Expertise des arbeitsmedizinischen Zentrums C.________ vom 24. September 2014 keine zuverl�ssigen Schl�sse zu, sodass diese nicht als ausgewiesen gelten kann. Dr. med. B.________ hat den Beschwerdef�hrer fr�her jedenfalls nie pers�nlich untersucht, was einen direkten Vergleich der von ihm als objektiv feststellbar angef�hrten Aspekte, die sich nunmehr gravierender auswirken sollen, mit dem Zustand, der sich seinerzeit der Kreis�rztin Frau Dr. med. D.________ pr�sentierte, zumindest als fragw�rdig erscheinen l�sst, wenn nicht gar verunm�glicht. Die geltend gemachte Verschlechterung beschl�gt �berdies prim�r die Hebefunktion des rechten Armes, welcher bei den noch in Betracht fallenden Arbeiten in eher tiefgehaltener Armposition ohnehin keine erhebliche Bedeutung mehr zukommt. Wie die SUVA in ihrer der Vorinstanz eingereichten Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2015 festgehalten hat, best�tigt im �brigen selbst das Gutachten des arbeitsmedizinischen Zentrums C.________ vom 24. September 2014 f�r eine leidensangepasste T�tigkeit eine vollst�ndige (100%ige) Arbeitsf�higkeit.
Da aufgrund der Aktenlage nach Erlass der Verf�gung vom 10. Januar 2014 objektiv gesehen kein Anlass zu weiteren Abkl�rungen und dementsprechend auch nicht zur Einholung des Gutachtens des Dr. med. B.________ vom 24. September 2014 bestand und dieses schliesslich keinen Einfluss auf den Entscheid �ber die bestehenden Leistungsanspr�che hatte, k�nnen dem Beschwerdef�hrer die dadurch verursachten Kosten nicht - wie beantragt - erstattet werden.
Die Beschwerde ist demnach als unbegr�ndet vollumf�nglich abzuweisen. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG) vom Beschwerdef�hrer als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Luzern, 14. M�rz 2016