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Timestamp: 2016-10-25 05:15:41
Document Index: 287984760

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 30', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 69', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 6', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 30', 'Art. 17', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 88', 'Art. 18', 'Art. 66']

9C_490/2014 (23.01.2015)
9C_490/2014 {T�0/2} � � Urteil vom 23. Januar 2015
A.________, geboren 1964, geriet am 5. Februar 1985 bei der Arbeit mit ihrer rechten Hand in eine Wolle verarbeitende Maschine. Dabei kam es zu einer traumatischen Amputation der rechten Hand. Am folgenden Tag musste sich die Versicherte einem operativen Eingriff (D�bridement, Vorderarmstumpfbildung rechts) unterziehen. Am 30. Mai 1985 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Mit Verf�gung vom 12. Mai 1986 wurde A.________ ab 1. Januar 1986 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen, die ab 1. November 1987 auf eine halbe Rente herabgesetzt wurde. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) sprach A.________ am 9. Juli 1986 eine Komplement�rrente zur Invalidenrente bei einer Erwerbsunf�higkeit von 50% zu.
Mit Verf�gung vom 14. Juni 2010 hob die IV-Stelle des Kantons Z�rich die Invalidenrente nach durchgef�hrtem Vorbescheidverfahren auf Ende Juli 2010 auf. In teilweiser Gutheissung der hiegegen eingereichten Beschwerde hob das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich diese Verf�gung mit Entscheid vom 16. November 2010 auf und wies die Sache an die IV-Stelle zur�ck, damit diese im Sinne der Erw�gungen verfahre. Das Sozialversicherungsgericht���beanstandete, dass sich die IV-Stelle in der angefochtenen Verf�gung nicht mit den Einw�nden zum Vorbescheid auseinandergesetzt habe, was es als schwere Geh�rsverletzung betrachtete. Mit Vorbescheid vom 20. Dezember 2011 stellte die IV-Stelle Z�rich wiederum die Aufhebung des Rentenanspruches in Aussicht. Gegen diese und weitere Vorbescheide erhob A.________ jeweils Einwand. Am 24. April 2013 hob die IV-Stelle wiedererw�gungsweise die Verf�gung vom 24. September 1987 auf und stellte die bisher ausgerichtete halbe Rente per 1. August 2010 ein.
A.________ liess Beschwerde gegen die Verf�gung vom 24. April 2013 einreichen mit den Rechtsbegehren, die IV-Stelle sei zu verpflichten, ihr die seit 1. August 2010 ausstehenden Rentenbetreffnisse sofort mit Verzugszins von 5% nachzuzahlen und die Rente w�hrend des laufenden Beschwerdeverfahrens weiterhin zu zahlen; die Verf�gung vom 24. April 2013 sei aufzuheben und es sei ihr mit Wirkung ab 1. Juli 2010 eine ganze Invalidenrente, eventualiter �ber den 31. Juli 2010 hinaus weiterhin eine halbe Rente zuzusprechen. Gleichzeitig stellte sie den Antrag, es sei eine publikums�ffentliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK durchzuf�hren, und es sei ihr ein Dolmetscher in t�rkischer Sprache beizugeben. Ebenso ersuchte sie um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege. Mit Verf�gung vom 14. August 2013 wies das Sozialversicherungsgericht die Antr�ge auf sofortige Nachzahlung der Rentenbetreffnisse seit��������� 1. August 2010 und die Weiterausrichtung der Rente w�hrend des laufenden Beschwerdeverfahrens wie auch das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab. Am 20. Februar 2014 f�hrte die Referentin des Sozialversicherungsgerichts im Einverst�ndnis des Rechtsvertreters von A.________ und von dieser pers�nlich anstelle der beantragten �ffentlichen Verhandlung eine Instruktionsverhandlung durch. An dieser nahm auch ein T�rkisch-Dolmetscher teil. Mit Entscheid vom 6. Mai 2014 hiess das Sozialversicherungsgericht die Beschwerde teilweise gut und �nderte die Verf�gung der IV-Stelle Z�rich vom 24. April 2013 insoweit ab, als es feststellte, dass die Versicherte bis Ende Mai 2013 Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung habe. Im �brigen wies es die Beschwerde ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragt A.________, es sei ihr ab 1. Juli 2010 eine unbefristete ganze Rente zuzusprechen, eventualiter sei ihr �ber den 31. Mai 2013 hinaus weiterhin eine halbe Rente zuzusprechen. Gleichzeitig stellt sie den Verfahrensantrag, es sei eine publikums�ffentliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziffer 1 EMRK durchzuf�hren. Dabei sie ihr eine dolmetschende Person t�rkischer Sprache beizugeben.
1.1.�Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an��� (Art. 106 Abs. 1 BGG). Seinem Urteil legt es den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz, auf R�ge hin oder von Amtes wegen, berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht, und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine Sachverhaltsfeststellung ist nicht schon dann offensichtlich unrichtig, wenn sich Zweifel anmelden, sondern erst, wenn sie eindeutig und augenf�llig unzutreffend ist (BGE 132 I 42 E. 3.1 S. 44). Es liegt noch keine offensichtliche Unrichtigkeit vor, nur weil eine andere L�sung ebenfalls in Betracht f�llt, selbst wenn diese als die plausiblere erschiene (vgl. BGE 129 I 8������E. 2.1 S. 9; Urteil 9C_651/2014 vom 23. Dezember 2014 E. 1.1).
1.2.�Diese Grunds�tze gelten auch in Bezug auf die konkrete Beweisw�rdigung (Urteil 9C_651/2014 vom 23. Dezember 2014 E. 1.2 mit Hinweisen). Dem kantonalen Versicherungsgericht steht als Sachgericht im Bereich der Beweisw�rdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu (vgl. BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur ein, wenn das Sachgericht diesen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211; zum Begriff der Willk�r BGE 137 I 1 E. 2.4 S. 5 mit Hinweisen). Inwiefern das kantonale Gericht sein Ermessen missbraucht haben soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261). Auf ungen�gend begr�ndete R�gen oder bloss allgemein gehaltene appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit Hinweis).
Die Beschwerdef�hrerin stellt den Verfahrensantrag, es sei eine publikums�ffentliche Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK durchzuf�hren. Dabei sei ihr eine dolmetschende Person t�rkischer Sprache beizugeben. Nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK hat jedermann u.a. Anspruch darauf, dass seine Sache �ffentlich von einem Gericht geh�rt wird, das �ber zivilrechtliche Anspr�che und Verpflichtungen oder �ber die Stichhaltigkeit einer strafrechtlichen Anklage zu entscheiden hat. Nach der in BGE 122 V 47 E. 3 S. 54 f. best�tigten Rechtsprechung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts ist die von Art. 6 Ziff. 1 EMRK geforderte und nunmehr in Art. 30 Abs. 3 BV ausdr�cklich gew�hrleistete �ffentlichkeit der Verhandlung - in �bereinstimmung mit der Praxis der Konventionsorgane - prim�r im erstinstanzlichen Rechtsmittelverfahren zu gew�hrleisten (BGE 122 V 47 E. 3 S. 54 mit Hinweisen). Dabei setzt die Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung nach der Rechtsprechung im Sozial-versicherungsprozess einen - im erstinstanzlichen Rechtsmittelver-fahren zu stellenden - klaren und unmissverst�ndlichen Parteiantrag voraus (BGE 122 V 47 E. 3a S. 55 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch BGE 125 V 37 E. 2 S. 38 f.). Im vorliegenden Fall hatte die Beschwerdef�hrerin zwar einen Antrag auf m�ndliche Verhandlung bei der Vorinstanz gestellt, sich jedoch am 11. Dezember 2013 mit der Durchf�hrung einer Instruktionsverhandlung einverstanden erkl�rt. Diese hat am 20. Februar 2014 stattgefunden. Dabei wurde von der Referentin festgehalten, dass nach R�cksprache und im Einverst�ndnis mit dem Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin und dieser selbst anstelle der beantragten �ffentlichen Verhandlung eine Instruktionsverhandlung durchgef�hrt werde. Eine Begr�ndung, warum trotzdem ein Begehren um Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung vor Bundesgericht gestellt wird, bringt die Beschwerdef�hrerin nicht vor. Insbesondere setzt sie sich auch nicht mit der Feststellung im angefochtenen Entscheid auseinander, dass mit ihrem Einverst�ndnis anstelle der beantragten �ffentlichen Verhandlung eine Instruktionsverhandlung durchgef�hrt wurde. Die Beschwerdef�hrerin verletzt damit die ihr obliegende Begr�ndungspflicht. Abgesehen davon muss ihr Verhalten auch als widerspr�chlich qualifiziert werden, wenn von ihr nun trotz Verzichts auf eine publikums�ffentliche Verhandlung bei der Vorinstanz ein solcher Antrag erneuert wird. Von der Durchf�hrung einer �ffentlichen Verhandlung vor dem Bundesgericht ist daher abzusehen, zumal keine wesentlichen �ffentlichen Interessen eine solche gebieten.
3.1.�Ob eine versicherte Person als ganzt�gig oder zeitweilig erwerbst�tig oder als nichterwerbst�tig einzustufen ist, ergibt sich aus der Pr�fung, was sie bei im �brigen unver�nderten Umst�nden t�te, wenn keine gesundheitliche Beeintr�chtigung best�nde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbst�tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden k�nnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbst�tig w�re (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 507 f.). Bei im Haushalt t�tigen Versicherten im Besonderen sind die pers�nlichen, famili�ren, sozialen und erwerblichen Verh�ltnisse ebenso wie allf�llige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegen�ber Kindern, das Alter, die beruflichen F�higkeiten und die Ausbildung sowie die pers�nlichen Neigungen und Begabungen zu ber�cksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgem�ss nach den Verh�ltnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverf�gung entwickelt haben, wobei f�r die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausge�bten (Teil-) Erwerbst�tigkeit der im Sozialversicherungsrecht �bliche Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 130 V 393 E. 3.3 S. 396; 125 V 146 E. 2c S. 150 mit Hinweisen).
3.2.�Die Invalidit�t bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Bet�tigungsvergleich vorgenommen wird (vgl. Art. 28a Abs. 1 und 2 IVG sowie, je in der bis am 31. Dezember 2007 g�ltigen Fassung, Art. 28 Abs. 2 und 2bis IVG). Bei Teilerwerbst�tigkeit ergibt sich die Invalidit�t unter Anwendung der gemischten Methode aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvalidit�ten (vgl. Art. 28a Abs. 3 IVG sowie Art. 28 Abs. 2ter IVG in der bis am 31. De-zember 2007 g�ltigen Fassung; BGE 130 V 396 E. 3.3 S. 396).
3.3.�Nach Auffassung der Vorinstanz ist die Beschwerdef�hrerin im Gesundheitsfall als zu 100 % im Aufgabenbereich t�tig zu qualifizieren. Diese macht demgegen�ber geltend, sie w�re im Gesundheitsfall voll, allenfalls zu 80 %, erwerbst�tig.
3.4.�Die auf eine W�rdigung konkreter Umst�nde gest�tzte Festsetzung des hypothetischen Umfanges der Erwerbst�tigkeit ist eine Tatfrage, welche das Bundesgericht nur in den genannten Schranken (E. 1.1) �berpr�ft. Eine Rechtsfrage l�ge nur vor, wenn die Festlegung des Umfangs der Erwerbst�tigkeit im Gesundheitsfall ausschliesslich gest�tzt auf die allgemeine Lebenserfahrung erfolgt w�re (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 708/06 vom 23. November 2006 E. 3.2 sowie Urteile 9C_686/2008 vom 4. November 2008 E. 4.1 und 9C_709/2009 vom 14. Dezember 2009 E. 3.2).
3.5.�Die Vorinstanz legte plausibel und willk�rfrei dar, dass die Beschwerdef�hrerin auch im Gesundheitsfall nicht erwerbst�tig w�re:
3.5.1.�Die IV-Stelle hat �ber die Abkl�rung an Ort und Stelle (Art. 69 Abs. 2 Satz 2 IVV) einen Bericht verfasst. Dieser wurde von einer entsprechend qualifizierten Person (vgl. Urteil 9C_201/2011 vom������ 5. September 2011 E. 2) erstellt und von dieser Person auch - wie im entsprechenden Formular vorgesehen - unterzeichnet. Dieser Abkl�rungsbericht muss, um aussagekr�ftig zu sein, nicht zwingend von der Versicherten unterzeichnet sein. Vielmehr gibt er die Wahrnehmungen und Feststellungen der Abkl�rungsperson wieder. Auch ist nicht von Kommunikationsproblemen auszugehen. Die Beschwerdef�hrerin h�lt sich bereits seit ihrem 6. Lebensjahr in der Schweiz auf, hat w�hrend neun Jahren die Schule besucht und war danach auch w�hrend zweier Jahre im Verkauf besch�ftigt, sodass von ungen�genden Deutschkenntnissen, wie sie letztinstanzlich erneut behauptet werden, insbesondere im Hinblick auf die im Rahmen einer Abkl�rung vor Ort zu erteilenden Antworten, keine Rede sein kann. Der Beizug eines Dolmetschers bei der Vorinstanz im Rahmen der Instruktionsverhandlung erfolgte auch nicht etwa aufgrund einer entsprechenden Anordnung des Gerichts, sondern allein darum, weil die Beschwerdef�hrerin ein entsprechendes Gesuch gestellt hatte. Die Vorinstanz durfte aufgrund der Angaben im Abkl�rungsbericht Haushalt vom 22. Juni 1987 davon ausgehen, dass die Beschwerdef�hrerin im damaligen Zeitpunkt angegeben hatte, auch ohne Behinderung nicht erwerbst�tig zu sein. Eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung liegt nicht vor.
3.5.2.�Indessen braucht die Frage, ob die Beschwerdef�hrerin entsprechend ihren Ausf�hrungen im Revisionsgesuch vom 8. Juli 2010 als voll- oder zumindest teilzeitlich Erwerbst�tige und nicht als Hausfrau betrachtet werden m�sste, weil ihre Kinder bereits in den Jahren 2001 und 2007 m�ndig geworden und Betreuungspflichten deshalb entfallen waren und �berdies finanzielle Gesichtspunkte f�r eine Erwerbst�tigkeit sprechen, nicht abschliessend gepr�ft zu werden. Denn wie die Vorinstanz unter Hinweis auf die Rechtsprechung ausgef�hrt hat, gibt es auch bei funktioneller Einarmigkeit realistische Arbeitsm�glichkeiten, zumal die Versicherte, welche die gesamte Schulzeit in der Schweiz verbracht hat, gerade auch hinsichtlich Verst�ndigungsm�glichkeiten hinreichend integriert ist, um eine einfache Erwerbst�tigkeit auszu�ben. Mit einer angepassten vollzeitlichen Arbeit k�nnte sie Eink�nfte erzielen, welche 60% des hypothetischen Einkommens ohne Invalidit�t (Valideneinkommen) �bersteigen, was einen Invalidenrentenanspruch ausschliesst (Prozentvergleich; BGE 114 V 310 E. 3a S. 312 f. mit Hinweisen).
3.5.3.�Kann die Statusfrage somit mangels Relevanz f�r den Rentenanspruch offen bleiben, zielt der Vorwurf der Versicherten, die Vorinstanz habe gegen das in Art. 8 Abs. 2 BV festgehaltene Diskriminierungsverbot verstossen, indem sie die Beschwerdef�hrerin als Hausfrau qualifiziert hat, ins Leere. Damit kann sich in Bezug auf den Status auch nicht die Frage nach einer Verletzung von Art. 6 EMRK stellen.
4.1.�Nach Art. 17 ATSG sind laufende Renten f�r die Zukunft zu erh�hen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invalidit�tsgrad in einer f�r den Anspruch erheblichen Weise �ndert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche �nderung in den tats�chlichen Verh�ltnissen, die geeignet ist, den Invalidit�tsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen �nderung des Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich ver�ndert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349 ff. mit Hinweisen). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unver�ndert gebliebenen Gesundheitszustands auf die Arbeitsf�higkeit f�r sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Die Frage der wesentlichen �nderung in den tats�chlichen Verh�ltnissen beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten rechtskr�ftigen und auf einer materiellen Pr�fung des Rentenanspruchs (mit rechtskonformer Sachverhaltsabkl�rung, Beweisw�rdigung und Invalidit�tsbemessung) beruhenden Verf�gung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverf�gung (BGE 134 V 131 E. 3���������S. 132, 133 V 108 E. 5.4 S. 114). Der Zeitpunkt der Ber�cksichtigung der �nderung bestimmt sich grunds�tzlich nach Art. 88a IVV, wonach die Anpassung ex nunc bzw. nach einer Dauer von drei Monaten zu erfolgen hat.
4.2.�Die Mitteilungen vom 7. Dezember 1990 sowie 27. Mai 1994, die Verf�gung vom 13. Januar 1998 und die Mitteilungen vom 2. Juli 2001 und 18. Oktober 2004 beruhten nicht auf einer materiellen Pr�fung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabkl�rung, Beweisw�rdigung und Durchf�hrung eines Einkommensvergleichs (BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114). Damit ist f�r die Beurteilung der Frage, ob eine Ver�nderung gegeben ist, als massgebender Bezugspunkt auf die Verf�gung vom 24. September 1987 abzustellen, mit welcher der Beschwerdef�hrerin ab 1. November 1987 eine halbe Rente zugesprochen wurde. Die Situation im damaligen Zeitpunkt ist mit derjenigen am 24. April 2013 (verf�gungsweise Aufhebung der halben Rente) zu vergleichen.
4.3.�Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass sich seit 1. No-vember 1987 die Familienverh�ltnisse der Beschwerdef�hrerin insofern ge�ndert haben, als sie gegen�ber der Tochter und dem Sohn keine Betreuungsfunktion mehr wahrzunehmen hat. Ebenso hat sie eine Adaptation der Versicherten an das Leiden angenommen. Daraus leitete das kantonale Gericht eine rentenrelevante Ver�nderung ab, indem basierend auf dem Abkl�rungsbericht Haushalt vom 25. Oktober 2011 kein rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad mehr ausgemacht werden k�nne. Es ist nicht erkennbar, dass die Vorinstanz bei der von ihr vorgenommenen Beweisw�rdigung in Willk�r verfallen sein soll. Insbesondere kann auf eine Adaptation auch ohne das Einholen eines zus�tzlichen �rztlichen Berichtes geschlossen werden. Die Vorinstanz hat die Arztberichte im Einzelnen aufgelistet, aus welchen eine Anpassung abgeleitet werden kann. Auch ist anerkannt, dass selbst bei einem gleich gebliebenen Gesundheitszustand sich die Auswirkungen auf die T�tigkeit im �blichen Aufgabenbereich durch Zeitablauf erheblich ver�ndern k�nnen (Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,��� Art. 30-31 N 22). Bei Vorliegen eines Revisionstatbestandes gem�ss Art. 17 ATSG ist eine allseitige Pr�fung des Rentenanspruches vorzunehmen (Urteil 9C_378/2014 vom 21. Oktober 2014 E. 4.2). Die Vorinstanz war nicht gehalten, sich bei der Invalidit�tsbemessung von einem Rentenentscheid des obligatorischen Unfallversicherers leiten zu lassen. Sie musste sich auch nicht veranlasst sehen, eine klar den gesetzlichen Vorgaben widersprechende Bemessung des Invalidit�tsgrades im Aufgabenbereich vorzunehmen, nur weil dies m�glicherweise beim Erlass der urspr�nglichen Verf�gung am 24. September 1987 auf diese Weise gehandhabt wurde.
4.4.�Mit Bezug auf eine Rentenrevision, die infolge Statuswechsels nunmehr auf der Grundlage eines Einkommensvergleichs vorzunehmen w�re, ist auf die vorstehenden Erw�gungen (E. 3.5.2 hievor) zu verweisen. Daraus erhellt, dass es der Beschwerdef�hrerin aufgrund der Anpassung an ihre Behinderung und mit Blick auf die auf dem Arbeitsmarkt auch f�r funktionell einarmige Versicherte bestehenden Erwerbsgelegenheiten m�glich und zumutbar w�re, ein den Anspruch auf eine Invalidenrente ausschliessendes Einkommen zu erzielen.
Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, sie habe aufgrund des Vertrauensschutzes Anspruch auf eine weitere Ausrichtung ihrer Rente. Dieser Auffassung steht jedoch der klare Wortlaut von Art. 17 Abs. 1 ATSG entgegen, der die Rentenrevision bei einer erheblichen �nderung in den tats�chlichen Verh�ltnissen statuiert. Gegenstand des von ihr angef�hrten BGE 135 V 201 war nicht eine Rentenrevision nach Art. 17 ATSG, sondern eine Rentenanpassung aufgrund einer Rechtsprechungs�nderung (BGE 135 V 201 E. 5.2 S. 205). Ebenso wenig ist schliesslich eine �bergangszeit vorzusehen. Vielmehr erfolgt die Herabsetzung oder Aufhebung der Rente gem�ss Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV fr�hestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verf�gung folgenden Monates an, wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat.
Im �brigen ist darauf hinzuweisen, dass gerade bei j�ngeren Versicherten, die keine Anstalten trafen, ihre Restarbeitsf�higkeit zu verwerten, auch bei �ber 15 Jahre dauerndem Rentenbezug ein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen verneint wird, wenn die subjektive Bereitschaft, sich in den Arbeitsprozess zu integrieren, nicht gegeben ist (Urteil 9C_726/2011 vom 1. Februar 2012 E. 5.2). Dies gilt auch im vorliegenden Fall. Der Beschwerdef�hrerin fehlte offensichtlich in der Vergangenheit die Bereitschaft, eine mit Blick auf ihre Behinderung zumutbare Teilzeitarbeit aufzunehmen, weshalb sie gehalten ist, ihre verbliebene Arbeitsf�higkeit allenfalls gest�tzt auf die ihr obliegende Pflicht zur Selbsteingliederung zu verwerten. Dabei steht es der Beschwerdef�hrerin frei, bei der Invalidenversicherung um Arbeitsvermittlung zu ersuchen (Art. 18 Abs. 1 lit. a IVG).
Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten von der unterliegenden Beschwerdef�hrerin zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).