Source: https://www.ihk-muenchen.de/de/Wirtschaftsstandort/Fachkrfte/Betriebliches-Gesundheitsmanagement/
Timestamp: 2016-12-08 11:52:01
Document Index: 68710118

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 6', '§ 12', '§ 7', '§ 16', '§ 3', '§ 20']

Gesunde Mitarbeiter, erfolgreicher Arbeitgeber
Alles für Gründer Alles für Unternehmer Alles für Azubis Alles für Ausbilder & Prüfer Alles für Politik & Öffentlichkeit Suche Alles für Kontakt Gesundheit im Betrieb gewinnt an Bedeutung
Unternehmen profitieren von zufriedenen und gesunden Mitarbeitern. Je nach Branche liegt der Return-on-Investment auf betriebliche Gesundheitsmaßnahmen bei bis zu 1:3. Betriebliches Gesundheitsmanagement hat viele Facetten: Wichtige Stichworte sind „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ oder „Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz“. Auch die psychische Gesundheit spielt eine zunehmende Rolle. Finden Sie hier Ideen für ein effektives Betriebliches Gesundheitsmanagement.
Top-Themen des Gesundheitsmanagements
Angebot machen: Betriebliches Eingliederungsmanagement
Ist ein Mitarbeiter ist innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig – verpflichtet der Gesetzgeber den Arbeitgeber, seinem Mitarbeiter Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) anzubieten. Die Personalabteilung sollte sich also mit dem Mitarbeiter zusammensetzen, ggf. weitere Beteiligte wie den Betriebsarzt oder Betriebsrat hinzuziehen, um dann gemeinsam zu überlegen, wie die Arbeitsfähigkeit des Mitarbeiters dauerhaft wiederhergestellt werden kann. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales empfiehlt beispielsweise diese Unterstützungsmaßnahmen zur Erhaltung des bisherigen Arbeitsplatzes und zur Wiedereingliederung in den betrieblichen Alltag: Einarbeitung, Beratung und Qualifizierung Arbeitsbereich wechseln Telearbeit Barrierefreie Gestaltung der Arbeitsstätte Ergonomische Gestaltung von Arbeitsplatz und Arbeitsumfeld Bereitstellung von begleitenden Hilfe im Arbeitsleben und technischen Arbeitshilfen Arbeitsassistenz Arbeitskollegen besonders unterrichten (zum Beispiel im Hinblick auf medizinische Notfälle). individuelle Gestaltung von Arbeitsplatz, Arbeitsumfeld, Arbeitszeit, Pausengewährung, Arbeitsorganisation. Für mehr Informationen hier entlang!
Von wachsender Bedeutung: Psychische Gesundheit
Die Zahlen sprechen für sich: Die Zahl der Fehltage wegen psychischer Erkrankungen ist stark angestiegen. Die Krankenkassen weisen für die letzten 11 Jahre eine Steigerung um mehr als 97 Prozent aus. Im Jahr 2012 wurden bundesweit 60 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen registriert. Während psychische Erkrankungen vor 20 Jahren noch nahezu bedeutungslos waren, sind sie heute zweithäufigste Diagnosegruppe bei Krankschreibung bzw. Arbeitsunfähigkeit. Arbeitgeber tun also gut daran, das Thema nicht zu tabuisieren, sondern ernst zu nehmen. Zumal psychische Erkrankungen viel Geld kosten: Allein die direkten Krankheitskosten für psychische Erkrankungen betragen knapp 16 Milliarden Euro pro Jahr. Wie können Arbeitgeber das Thema angehen. Wie Arbeitgeber präventiv wirken können, hat die Initiative Neue Qualität der Arbeit (inqa) zusammengestellt: Optimierung der Arbeitsbelastungen Gestaltung des Arbeitsplatzes, der Arbeitsmittel und der Arbeitsumgebung Gestaltung der Arbeitsorganisation Gestaltung der Arbeitszeit Aufbau von Kraftquellen Vergrößerung von Handlungs- und Entscheidungsspielräumen Ausbau eines gesundheitsförderlichen Führungsstils Gestaltung des Sozialklimas Optimierung der persönlichen Ressourcen Stressmanagement Entspannungstechniken Abbau von Risikoverhalten Aufbau von persönlichen Kraftquellen Qualifizierung durch die Arbeit Schulung und Fortbildung Kompetenztraining Mehr zum Thema
Recht und Steuern: So spielt der Bund bei der betrieblichen Gesundheit mit
Es regelt die grundlegenden Pflichten des Arbeitgebers im Arbeitsschutz, die Rechte und Pflichten der Beschäftigten und zudem die Überwachung des Arbeitsschutzes durch staatliche Stellen. Insbesondere diese Paragraphen sollten Sie sichten: die Gefährdungsbeurteilung (§ 5) die Dokumentationspflicht (§ 6) die Unterweisung von Arbeitnehmern (§ 12) die Übertragung von Pflichten auf Arbeitnehmer (§§ 7 und 13) die Meldepflicht von Arbeitnehmern (§ 16) die Pflicht des Arbeitgebers zur Durchführung von Verbesserungsmaßnahmen zur Überprüfung von deren Wirkung (§ 3) Arbeitsschutzgesetz zum Download
Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Arbeitgeber bei der Gefährdungsbeurteilung auch psychische Belastungen der Arbeit zu berücksichtigen. Die Gewerbeaufsichtsämter sind die Prüfinstanzen. Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung betrifft Unternehmen jeder Größe. Mehr zum Thema finden Sie in dieser Broschüre.
Sind Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig, muss der Arbeitgeber ihnen BEM-Maßnahmen anbieten. Ziel ist die Arbeitsunfähigkeit möglichst zu überwinden, einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorzubeugen, um den Arbeitsplatz so zu erhalten.
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Steuerbefreit werden Maßnahmen, die hinsichtlich Qualität, Zweck und Ziel den Anforderungen des §§ 20 und 20a SGB V genügen. Möglich sind bis zu 500 € pro Kalenderjahr und pro Mitarbeiter. Zu den steuerlich geförderten Maßnahmen zählen z.B. Bewegungsprogramme, Ernährungsangebote, Suchtprävention oder Stressbewältigung. Nicht darunter fällt die Übernahme der Beiträge für einen Sportverein oder ein Gesundheitszentrum bzw. Fitnessstudio.
BIHK ist Mitglied im Bayerischen Bündnis für Prävention
Die Gesundheitsförderung sowie die Früherkennung und die Vermeidung von Krankheiten – das sind die Kernanliegen des bayerischen Bündnisses für Prävention. Dem Bündnis ist neben Krankenkassen, zahlreichen Verbänden, Vereinen und anderen Organisationen der Bürgerschaft auch der Bayerische Industrie- und Handelskammertag beigetreten. Mittlerweile gibt es mehr als 100 Mitglieder. Die inhaltliche Grundlage für das Bündnis bildet der Bayerische Präventionsplan. An dessen Erarbeitung waren alle Staatsministerien und die Träger von Präventionsmaßnahmen in Bayern beteiligt. Gesundheitsministerin Melanie Huml erläuterte: "Wir wollen mit dem Bayerischen Präventionsplan die Menschen in ihrer Entscheidung für eine gesundheitsförderliche Lebensweise unterstützen und gesunde Lebenswelten gestalten, die solche Entscheidungen leicht machen. Für alle Bürger im Freistaat soll die bestmögliche Gesundheit erreicht werden – und zwar in allen Regionen, in allen Lebensphasen und in allen Lebenslagen. Wichtig ist dabei auch das Zusammenwirken von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und externen Partnern für gesunde Bedingungen im Betrieb. Für solche Kooperationen wollen wir weitere Unternehmen gewinnen." Das Bündnis für Prävention setzt an den vier Handlungsfeldern aus dem Bayerischen Präventionsplan an: Gesundes Aufwachsen in Familie, Kindertageseinrichtungen und Schule. Gesundheitskompetenz in der Arbeitswelt und betriebliche Präventionskultur. Gesundes Altern im selbstbestimmten Lebensumfeld. Und - als Querschnittsthema über alle anderen Bereiche hinweg - die gesundheitliche Chancengleichheit. Mehr Informationen zum Bayerischen Präventionsplan finden Sie hier.
IHK-Veranstaltung am 28. November 2016
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