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Timestamp: 2017-04-24 05:21:35
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Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 203', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 16', '§ 16', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 45', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 11', '§ 11', '§ 10']

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Manteltarifvertrag für Medizinische Fachangestellte / Arzthelferinnen vom 13. April 2016 - gültig ab 1. April 2016
Manteltarifvertrag für Medizinische Fachangestellte / Arzthelferinnen (65,91 KB) Gehaltstarifvertrag Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung und Entgeltumwandlung Inhaltsübersicht § 1 Geltungsbereich § 2 Anwendungsbereich § 3 Arbeitsvertrag § 4 Probezeit § 5 Schweigepflicht § 6 Arbeitszeit § 7 Überstunden, Samstags-, Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit, Arbeit am 24. und 31. Dezember, Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst § 8 Arbeitsversäumnis § 9 Arbeitsunfähigkeit § 10 Entgeltfortzahlung § 11 Gehalt§ 12 13. Gehalt, vermögenswirksame Leistungen§ 13 Betreibliche Altersversorgung / Entgeltumwandlung § 14 Teilzeitarbeit § 15 Schutz- und Berufskleidung § 16 Urlaub § 17 Arbeitsbefreiung § 18 Kündigung § 19 Zeugnis § 20 Sterbegeld § 21 Ausschlussfristen § 22 Wahrung des Besitzstandes§ 23 Inkrafttreten und LaufzeitProtokollnotiz Zwischen der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen / Medizinischen Fachangestellten, Herbert-Lewin-Platz 1, 10623 Berlin und dem Verband medizinischer Fachberufe e.V., Gesundheitscampus-Süd 33, 44801 Bochum, wird folgender Manteltarifvertrag abgeschlossen:
§ 1 Geltungsbereich (1) Dieser Tarifvertrag gilt für Medizinische Fachangestellte / Arzthelferinnen (Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei der Verwendung der Begriffe Arzthelferin, Medizinische Fachangestellte, Arbeitgeber und Arzt jeweils die männliche bzw. weibliche Form mitgedacht.), die im Bundesgebiet in Einrichtungen der ambulanten Versorgung tätig sind.
§ 2 Anwendungsbereich (1) Dieser Manteltarifvertrag bestimmt unmittelbar und zwingend den Inhalt aller Arbeitsverträge zwischen Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen / Medizinischen Fachangestellten und Mitgliedern der tarifvertragschließenden Arbeitnehmerorganisationen.
§ 3 Arbeitsvertrag (1) Der Arbeitsvertrag wird schriftlich abgeschlossen; der Medizinischen Fachangestellten / Arzthelferin ist eine Ausfertigung auszuhändigen. Nebenabreden sind nur wirksam, wenn sie schriftlich vereinbart werden. Vereinbarungen im Arbeitsvertrag, die Bestimmungen dieses Tarifvertrages einschränken, sind unwirksam.
der Name und die Anschrift der Vertragsparteien der Zeitpunkt des Beginns des Arbeitsverhältnisses bei befristeten Arbeitsverhältnissen die vorhersehbare Dauer des Arbeitsverhältnisses der Arbeitsort die Bezeichnung der zu leistenden Tätigkeit die Zusammensetzung und die Höhe des Gehalts laut Eingruppierung einschließlich eventueller Zulagen sowie andere Bestandteile des Gehaltes und deren Fälligkeit die vereinbarte Arbeitszeit (Das heißt, dass Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit festgelegt werden müssen.) die Dauer des jährlichen Erholungsurlaubes die Fristen für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses ein allgemeiner Hinweis auf die Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen, die auf das Arbeitsverhältnis anzuwenden sind. § 4 Probezeit (1) Die ersten drei Monate der Tätigkeit gelten als Probezeit. Diese kann einvernehmlich bis zu weiteren drei Monaten verlängert werden. Eine Verlängerung für Auszubildende ist ausgeschlossen.
§ 5 Schweigepflicht Die Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin ist in die Schweigepflicht des Arztes (§ 203 StGB) eingebunden. Sie hat insbesondere alle Praxisvorgänge sowie den Personenkreis der Patienten geheim zu halten. Dies gilt auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
§ 6 Arbeitszeit (1) Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt ausschließlich der Pausen durchschnittlich 38,5 Stunden wöchentlich.
§ 7 Überstunden, Samstags-, Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit, Arbeit am 24. und 31. Dezember, Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst (1) Als Überstunden gelten die über die regelmäßige wöchentliche tarifliche Arbeitszeit hinaus geleisteten Arbeitsstunden, soweit innerhalb eines Zeitraumes von vier, längstens zwölf Wochen keine entsprechende Freizeit für diese Arbeitsstunden gewährt wird. Freizeitausgleich hat mit dem entsprechenden Zeitzuschlag zu erfolgen.
Bereitschaftsdienst Bewertung als Arbeitszeit 60% Rufbereitschaft Bewertung als Arbeitszeit 30% Liegt der Bereitschaftsdienst oder die Rufbereitschaft außerhalb der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit, so ist der entsprechende Vergütungssatz für Überstunden anzurechnen.
§ 8 Arbeitsversäumnis Die Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin darf grundsätzlich nur mit vorheriger Zustimmung des Arbeitgebers der Arbeit fernbleiben. Bei nicht genehmigtem Fernbleiben hat die Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin insoweit keinen Anspruch auf die Fortzahlung des Gehaltes. Die Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin, die am letzten Arbeitstag vor oder am ersten Arbeitstag nach Feiertagen unentschuldigt der Arbeit fernbleibt, hat keinen Anspruch auf Bezahlung für diese Feiertage.
§ 9 Arbeitsunfähigkeit Die Arbeitsunfähigkeit ist ohne schuldhaften Verzug anzuzeigen. Bei einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Kalendertagen hat die Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin spätestens an dem darauf folgenden Arbeitstag eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit und ihre voraussichtliche Dauer vorzulegen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen.
§ 10 Entgeltfortzahlung Die Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin hat bei unverschuldetem Arbeitsversäumnis infolge eines in ihrer Person liegenden Grundes sowie bei durch Unfall verursachter Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Fortzahlung des Gehaltes in Höhe von 100% bis zum Ende der sechsten Woche.
§ 11 Gehalt (1) Die Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin erhält ein Gehalt nach Maßgabe des jeweils geltenden Gehaltstarifvertrages.
§ 12 13. Gehalt, vermögenswirksame Leistungen (1) Die Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin erhält spätestens zum 1. Dezember eines jeden Kalenderjahres ein 13. Monatsgehalt in Höhe des letzten vollen Monatsgehaltes.
§ 13 Betriebliche Altersversorgung / Entgeltumwandlung Die Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin hat die Möglichkeit zur betrieblichen Altersversorgung und Entgeltumwandlung nach Maßgabe des Tarifvertrages zur betrieblichen Altersversorgung und Entgeltumwandlung.
§ 14 Teilzeitarbeit (1) Nicht vollbeschäftigte Medizinische Fachangestellte / Arzthelferinnen erhalten von dem Gehalt, das für vollberufstätige Medizinische Fachangestellte / Arzthelferinnen festgelegt ist, den Teil, der dem Maß der mit ihnen vereinbarten Teilzeit entspricht, und zwar pro Stunde 1/167 des jeweiligen Monatsgehaltes. Es wird folgende Berechnungsformel zugrunde gelegt:
Brutto-Gehalt bei Vollzeitbeschäftigung : 167 Stunden pro Monat x Wochenstundenzahl der Teilzeitbeschäftigung x 4,33 = Bruttogehalt der Teilzeitbeschäftigung (2) Die übliche tägliche Arbeitszeit ist in den schriftlichen Arbeitsvertrag aufzunehmen. (Das heißt, dass Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit festgelegt werden müssen.)
Bei Arbeitstagen: Urlaubsanspruch in effektiven Arbeitstagen = Tariflicher Urlaubsanspruch gem. § 16 Abs. 3 X Anzahl der regelmäßigen tatsächlichen Arbeitstage der Teilzeitbeschäftigten pro Woche ________________________________________________________________________ 5 Bei Werktagen: Urlaubsanspruch in effektiven Werktagen = Tariflicher Urlaubsanspruch gem. § 16 Abs. 3 X Anzahl der regelmäßigen tatsächlichen Werktage der Teilzeitbeschäftigten pro Woche ________________________________________________________________________ 6 Als Urlaubstage sind bei Zugrundelegung dieser Berechnungsformel nur die in den Urlaubszeitraum fallenden tatsächlichen Arbeitstage bzw. Werktage der Teilzeitbeschäftigten anzurechnen.
§ 15 Schutz- und Berufskleidung Der Arbeitgeber stellt der Medizinischen Fachangestellten / Arzthelferin die notwendige Schutz- und Berufskleidung, mindestens jedoch zwei Berufskittel pro Jahr, unentgeltlich zur Verfügung. Ebenso trägt der Arbeitgeber die Kosten der Reinigung der Schutz- und Berufskleidung.
§ 16 Urlaub (1) Die Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Urlaub. Der Urlaub soll unter Berücksichtigung der Belange der Praxis und der Wünsche der Medizinischen Fachangestellten / Arzthelferin nach Möglichkeit zusammenhängend gewährt und rechtzeitig (mindestens vier Monate vorher) festgelegt werden.
(11) Ist im Zeitpunkt der Kündigung des Arbeitsverhältnisses der Urlaubsanspruch noch nicht erfüllt, ist der Urlaub, soweit dies betrieblich möglich ist, während der Kündigungsfrist zu gewähren und zu nehmen. Soweit der Urlaub nicht gewährt werden kann oder die Kündigungsfrist nicht ausreicht, ist der Urlaub abzugelten.
§ 17 Arbeitsbefreiung (1) In den nachstehenden Fällen wird der Medizinischen Fachangestellten / Arzthelferin auf Antrag Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung des Gehaltes gewährt:
a) Eheschließung der Medizinischen Fachangestellten / Arzthelferin 2 Arbeitstage b) Tod des Ehegatten oder Lebensgefährten, eines Kindes oder Elternteils 2 Arbeitstage c) Niederkunft der Ehefrau eines Medizinischen Fachangestellten / Arzthelfers 1 Arbeitstag d) Wohnungswechsel bei eigenem Hausstand und ungekündigtem Arbeitsverhältnis 1 Arbeitstag im Kalenderjahr e) 25-, 40- und 50jähriges Arbeitsjubiläum 1 Arbeitstag f) Schwere Erkrankung aa) eines Angehörigen oder Lebensgefährten, soweit er in demselben Haushalt lebt 1 Arbeitstag bb) eines Kindes, das das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, wenn im laufenden Kalenderjahr kein Anspruch nach § 45 SGB V besteht oder bestanden hat bis zu 4 Arbeitstage im Kalenderjahr cc) einer Betreuungsperson, wenn die Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin die Betreuung ihres Kindes, das das achte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung dauernd pflegebedürftig ist, übernehmen muss bis zu 4 Arbeitstage im Kalenderjahr Eine Freistellung erfolgt nur, soweit eine andere Person zur Pflege oder Betreuung nicht sofort zur Verfügung steht und der Arzt in den Fällen von aa) und bb) die Notwendigkeit der Anwesenheit der Medizinischen Fachangestellten / Arzthelferin zur vorläufigen Pflege bescheinigt. Die Freistellung darf insgesamt 5 Arbeitstage im Kalenderjahr nicht überschreiten. g) Ärztliche Behandlung der Medizinischen Fachangestellten / Arzthelferin, wenn diese nach ärztlicher Bescheinigung während der Arbeitszeit erfolgen muss erforderliche nachgewiesene Abwesenheitszeit zzgl. erforderliche Wegezeiten h) Teilnahme an berufsbezogenen Fortbildungsmaßnahmen. Die Bestätigung über die Teilnahme und deren Ergebnis ist dem Arbeitgeber vorzulegen. Arbeitstage im Sinne dieser Befreiungsvorschriften sind alle Kalendertage mit Ausnahme der Samstage, Sonntage und gesetzliche Feiertage. Soweit landesrechtliche Regelungen zum Bildungsurlaub vorhanden sind, finden diese ausschließlich Anwendung. bis zu 3 Arbeitstage pro Kalenderjahr (2) Mitglieder der Tarifkommission sind für eine Sitzung zur Vorbereitung von Tarifverhandlungen sowie für Tarifverhandlungen mit ärztlichen Arbeitgebern unter Fortzahlung der Bezüge von der Arbeit freizustellen. Gleiches gilt für Mitglieder von Berufsbildungsausschüssen bei den Ärztekammern.
§ 18 Kündigung (1) Das Arbeitsverhältnis einer Medizinischen Fachangestellten / Arzthelferin kann mit einer Frist von vier Wochen zum 15. oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.
2 Jahre bestanden hat, 1 Monat zum Ende eines Kalendermonats, 5 Jahre bestanden hat, 2 Monate zum Ende eines Kalendermonats, 8 Jahre bestanden hat, 3 Monate zum Ende eines Kalendermonats, 10 Jahre bestanden hat, 4 Monate zum Ende eines Kalendermonats, 12 Jahre bestanden hat, 5 Monate zum Ende eines Kalendermonats, 15 Jahre bestanden hat, 6 Monate zum Ende eines Kalendermonats, 20 Jahre bestanden hat, 7 Monate zum Ende eines Kalendermonats. (3) Während einer vereinbarten Probezeit, längstens für die Dauer von 6 Monaten, kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden.
§ 19 Zeugnis (1) Die Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin hat nach Kündigung des Arbeitsverhältnisses Anspruch auf umgehende Aushändigung eines Zeugnisses.
§ 20 Sterbegeld Stirbt eine Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin, so wird das Gehalt für den Sterbemonat und einen weiteren Monat an:
a) den überlebenden Ehegatten oder Lebensgefährten, b) die unterhaltsberechtigten Kinder oder c) ihre Eltern oder einen Elternteil, wenn die Verstorbene überwiegend zum Unterhalt beigetragen hat, als Sterbegeld gezahlt.
§ 21 Ausschlussfristen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis sind innerhalb einer Frist von zwölf Monaten nach ihrem Entstehen schriftlich geltend zu machen.
§ 22 Wahrung des Besitzstandes Waren für die Medizinische Fachangestellte / Arzthelferin vor Inkrafttreten dieses Tarifvertrages günstigere Arbeits- und Gehaltsbedingungen vereinbart, so werden diese durch diesen Vertrag nicht berührt.
(1) Dieser Manteltarifvertrag ersetzt den Manteltarifvertrag sowie den Änderungstarifvertrag vom 30.11.2012, die bis zum 31.03.2016 Gültigkeit hatten, und tritt am 01.04.2016 in Kraft.
(2) Dieser Tarifvertrag kann mit einer Frist von drei Monaten zum Schluss eines Kalendervierteljahres gekündigt werden, frühestens zum 31.03.2017.
Protokollnotiz zu § 11 Gehalt Die Berufsjahrberechnung gemäß § 11 (2) Satz 3 gilt für alle Arbeitsverträge, die ab dem 1.11.1997 abgeschlossen werden. Für Arbeitsverhältnisse, die vor dem 1.11.1997 bestanden haben, gelten die Regelungen des § 10 (2) Satz 3 des Manteltarifvertrages vom 16.09.1992.
Berlin, den 13.04.2016 Zum Seitenanfang
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