Source: https://www.bgbau-medien.de/dguv/201_011/titel.htm?gesamt=1
Timestamp: 2018-11-21 16:35:26
Document Index: 369981582

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 6', '§ 3', '§ 4', '§ 2', '§ 10', '§ 10']

DGUV Information 201-011: Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten, Titel
Fachausschuss Bauwesen der DGUV
DGUV Information 201-011: Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten, Inhalt
7 Was hat der Beschäftigte, der das Gerüst benutzt, zu beachten?
Anhang 1 Sicherheitstechnische Anforderungen an Arbeits- und Schutzgerüste
Anhang 2 Muster einer Betriebsanweisung für die Benutzung eines Auffangsystems für Arbeiten im Gerüstbau
Anhang 3 Muster einer Betriebsanweisung für die Benutzung persönlicher Schutzausrüstung zum Retten aus Höhen und Tiefen für Arbeiten im Gerüstbau
Anhang 4 Muster einer Montageanweisung für Arbeits- und Schutzgerüste – gilt in Verbindung mit den beigefügten Anlagen
Anhang 5 Muster eines Prüfprotokolls für Arbeits- und Schutzgerüste
Anhang 6 Sicherheitshinweise
Anhang 7 Muster eines Protokolls vor der ersten Inbetriebnahme
Anhang 8 Muster eines Verankerungsprotokolls
Informationen der Unfallversicherungsträger enthalten Hinweise und Empfehlungen, die die praktische Anwendung von Regelungen zu einem bestimmten Sachgebiet oder Sachverhalt erleichtern sollen.
Diese Information wurde vom Fachausschuss Bauwesen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erarbeitet und in das Sammelwerk der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung aufgenommen.
DGUV Information 201-011: Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten, Vorbemerkung
Diese Handlungsanleitung gibt erläuternde Hinweise zu den Regelungen des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG), der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), der Baustellenverordnung (BaustellV), den Berufsgenossenschaftlichen Regelungen und zu einschlägigen Normen, die beim Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten sowie im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen sind.
Sie richtet sich vorrangig an den Ersteller und Benutzer von Arbeits- und Schutzgerüsten.
Sie dient als Hilfe für eine erfolgreiche Anwendung der Instrumente der Betriebssicherheitsverordnung und stellt den gemeinsamen Standpunkt einer Arbeitsgruppe aus Vertretern
Die an der Erarbeitung beteiligten Kreise veröffentlichen die Handlungsanleitung in eigener Zuständigkeit in textgleicher Form.
Diese Handlungsanleitung wurde
von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im Internet auf der Homepage www.baua.de ,
von den obersten Arbeitsschutzbehörden der Länder als LASI-Veröffentlichung LV 37 und
vom Fachausschuss Bauwesen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) als Information BGI/GUV-I 663
DGUV Information 201-011: Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten, 1 An wen wendet sich diese Handlungsanleitung?
Diese Handlungsanleitung wendet sich hauptsächlich an Unternehmer, die Arbeits- und Schutzgerüste erstellen und/oder benutzen. Diese Handlungsanleitung wendet sich indirekt auch an die Aufsichtspersonen der Unfallversicherungsträger und die Aufsichtsbeamten der staatlichen Arbeitschutzbehörden. Sie gibt Hinweise zu den Regelungen des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG), der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV), den Regelungen der Unfallversicherungsträger und zu einschlägigen Normen, die beim Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten sowie im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen sind.
Der Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten schließt den Auf-, Um- und Abbau sowie deren sichere Lagerung, Transport und Benutzung ein.
Arbeits- und Schutzgerüste sind z. B. Standgerüste an Fassaden, Raumgerüste, Hängegerüste, Konsolgerüste, Fanggerüste. Sicherheitstechnische Anforderungen an Arbeits- und Schutzgerüste können dem Anhang 1 entnommen werden. "Bockgerüste" werden unter Verwendung von Arbeitsböcken hergestellt und sind keine Arbeits- und Schutzgerüste.
Bild 1: Bauteile eines Gerüstes und deren Benennung
Gefährdungsbeurteilung  Vorgehensweise (Handlungsschritte)
Hierzu können z. B. die CD-ROM hoch- & tiefbaugewerke der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU), Betriebs-/Montageanweisungen, Unterweisungsnachweise verwendet werden.
Hat der Unternehmer Bedenken gegen die vorgesehene Art der Ausführung, insbesondere hinsichtlich der Sicherung gegen Unfallgefahren, so hat er diese dem Auftraggeber unverzüglich  möglichst schon vor Beginn der Arbeiten  schriftlich mitzuteilen.
Siehe § 8 Abs. 1 ArbSchG, § 6 Unfallverhütungsvorschrift Grundsätze der Prävention (BGV/GUV-A1) in Verbindung mit § 3 BetrSichV.
Die Liste der Technischen Baubestimmungen wird durch das Deutsche Institut für Bautechnik Berlin (DIBt) veröffentlicht, weitere Informationen können der Homepage des DIBt  www.dibt.de  entnommen werden.
Der Standsicherheitsnachweis gilt als erbracht, wenn eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) erteilt wurde, ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis, eine Zustimmung im Einzelfall auf Grundlage der Bauordnungen der Länder vorliegt oder eine Gerüstkonfiguration nach DIN 4420-3:2006-01 errichtet wurde. Informationen über allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen für Gerüste und Gerüstbauteile können der Homepage des Fachausschusses Bauwesen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung  www.dguv.de  oder des DIBt  www.dibt.de  entnommen werden.
Siehe § 4 ArbSchG, § 2 Unfallverhütungsvorschrift Grundsätze der Prävention (BGV/GUV-A1) und Anhang 2, Abschnitt 5.1.2 BetrSichV.
Sind bestimmte Teile eines Gerüstes nicht einsatzbereit  insbesondere während des Auf-, Um- und Abbaus  sind diese mit dem Verbotszeichen P006 "Zutritt für Unbefugte verboten" zu kennzeichnen. Darüber hinaus muss durch Abgrenzungen deutlich gemacht werden, dass das Gerüst nicht fertig gestellt ist und somit nicht betreten werden darf.
Jeder Beschäftigte, der auf dem Gerüst arbeitet, und Beschäftigte, die nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz tätig sind, tragen eine Mitwirkungspflicht für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Sie sollten über die Gerüstbenutzung unterwiesen sein.
Die Unterweisung ist durch den jeweiligen Unternehmer durchzuführen und in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.
Die Unterweisung beinhaltet auch Informationen zu allgemeinen Sicherheitshinweisen wie z. B.:
Am Gerüst dürfen keine eigenmächtigen Veränderungen  z. B. Entfernen von Verankerungen, Ausbau von Gerüstbelägen, Seitenschutzbauteilen, Montage von Schuttrutschen  vorgenommen werden. Dies darf grundsätzlich nur der Gerüstersteller.
Auf dem Gerüstbelag darf nur so viel Material gelagert werden, wie entsprechend der jeweiligen Lastklasse zulässig ist. Bei Überlastung kann das Gerüst zusammenbrechen.
Das Material sollte auf dem Gerüstbelag so abgelegt werden, dass ein ausreichend breiter Durchgang erhalten bleibt.
Auf Fanggerüsten darf kein Material gelagert werden, da das Material die Verletzungsgefahr für eine abstürzende Person erhöhen würde.
Es sollte vermieden werden, dass Beschäftigte gleichzeitig auf mehreren Gerüstlagen übereinander Arbeiten ausführen. Es besteht sonst erhöhte Unfallgefahr durch herabfallende Gegenstände.
Zu ihrer eigenen Sicherheit ist es wichtig, dass die Beschäftigten die dafür vorgesehenen Auf- und Abstiege benutzen und weder klettern noch vom Gerüst springen.
Auf Gerüstbeläge darf nicht gesprungen werden und nichts abgeworfen werden.
Die allgemeinen Sicherheitshinweise können auch in Form von Piktogrammen als Aufkleber am Gerüst verwendet werden (siehe hierzu Abschnitt 3 und Anhang 6 ).
Zur Unterweisung der Beschäftigten kann der Unternehmer auf die Bausteine der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft zurückgreifen.
3.3.4 Die Schutzwand muss die Absturzkante (z. B. Traufe) mindestens um das Maß 1,5  b (Angabe in m) überragen. Die Höhe h1 (Maße in m) der Schutzwand muss jedoch mindestens 1,0 m betragen (siehe Bild 19): h1  h0 ≥ 1,50  b (Maße in m).
 Stahlbeton-Decken, -Wände, -Stützen nach DIN 1045,
 tragendes Mauerwerk nach DIN 1053.
DGUV Information 201-011: Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten, Anhang 2
Muster einer Betriebsanweisung für die Benutzung einer Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) für Arbeiten im Gerüstbau
Betriebsanweisung für die Benutzung einer Persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) für Arbeiten im Gerüstbau
 Einsatzort: Montage von Fassadengerüsten
 Fassadengerüst Fabrikat:_____________________________
Für die Montage von Fassadengerüsten ist die Verwendung von speziellen Persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz (PSAgA) vorgesehen.
Es ist folgende PSAgA für den Gerüstbau zu benutzen:
Auffanggurt mit/ohne Verlängerung an der Auffangöse:
Fabrikat/Typ:_____________
Verbindungsmittel mit Falldämpfer: Fabrikat/Typ:_____________
Diese PSAgA muss jeder Beschäftigte bei Montagearbeiten im Fassadengerüst tragen.
Die jeweilige Benutzung der PSAgA ist derMontageanweisung für den Gerüstbau zu entnehmen.
Bei einem Sturz in die PSAgA ist eine Verletzung grundsätzlich nicht auszuschließen, jedoch kann die Schwere der Verletzungsfolgen gemindert werden.
Falsche Benutzung der bereitgestellten PSAgA (z. B. Auffanggurt nicht richtig angelegt (zu locker), Veränderung bzw. Ergänzung des Systems) kann dazu führen, dass die PSAgA versagt.
Auf der ersten Gerüstlage in 2 m Höhe ist die Wirksamkeit der PSAgA nicht gegeben, da kein ausreichender Freiraum zum Auffangen der abstürzenden Person vorhanden ist.
Der Anschlagpunkt darf nicht auf Standplatzhöhe des Beschäftigten liegen, hier besteht Lebensgefahr (z. B. kann die PSAgA versagen).
Benutzung nur nach Unterweisung mit praktischen Übungen unter Berücksichtigung der Gebrauchsanleitung des Herstellers.
Der Auffanggurt der PSAgA muss für die Körperabmessungen des Benutzers ausgewählt sein und von diesem eingestellt/angepasst werden.
Es darf nur die bereitgestellte PSAgA verwendet werden.
Veränderungen oder Ergänzungen sind unzulässig.
Vor der Benutzung ist die PSAgA durch Sichtprüfung auf augenscheinliche Mängel zu prüfen.
Es sind nur die von dem Gerüsthersteller in der Aufbau- und Verwendungsanleitung angegebenen Anschlagpunkte (z. B. Geländerholm oder obere Rahmenecke) zu benutzen.
Es muss sichergestellt sein, dass ausreichender Freiraum zum Auffangen der abstürzenden Person vorhanden ist.
Das unbeabsichtigte Lösen des Verbindungselementes (Haken) vom Anschlagpunkt im Gerüst muss ausgeschlossen sein.
Der Falldämpfer darf nur an der Auffangöse des Auffanggurtes bzw. deren Verlängerung befestigt werden.
Bei der Verwendung von PSAgA im Gerüstbau muss ein geeigneter Schutzhelm getragen werden, z. B. mit 3-Punkt-Kinnriemen als Schutz gegen Herunterfallen des Helmes während des Sturzes.
Die Ausrüstung darf nicht zu anderen Zwecken, z. B. als Anschlagmittel für Lasten, verwendet werden.
VERHALTEN BEI BEANSPRUCHUNG/SCHÄDEN
Beschädigte, sturzbelastete oder zweifelhafte PSAgA ist der Benutzung zu entziehen.
Freigabe nur nach der Überprüfung durch einen Sachkundigen.
Reparatur darf nur durch den Hersteller durchgeführt werden.
Jeder Mangel an der PSAgA ist dem Aufsichtführenden zu melden.
Bei einem Sturzunfall Ruhe bewahren und überlegt handeln!
Sofortige Information der Rettungsstelle (z. B. Notruf-Nr. 112).
Die Rettungsmaßnahme ist unverzüglich einzuleiten (siehe Betriebsanweisung zum Rettungsverfahren).
Erste-Hilfe-Maßnahme, soweit erforderlich, durchführen.
PFLEGE, AUFBEWAHRUNG UND PRÜFUNG
Die PSAgA geschützt lagern und transportieren, z. B. in Gerätekoffer oder -tasche.
Persönliche Schutzausrüstungen dürfen keinen Einflüssen ausgesetzt werden, die ihren sicheren Zustand beeinträchtigen können. Solche Einflüsse sind z. B. aggressive Stoffe wie Säuren, Laugen, Lötwasser, Öle, Putzmittel, Funkenflug.
Im Lager die PSAgA frei hängend, trocken und möglichst geschützt gegen UV-Strahlung aufbewahren.
Bei Bedarf, mindestens jedoch einmal innerhalb von 12 Monaten, ist die Ausrüstung auf sicheren Zustand durch einen Sachkundigen zu überprüfen.
Aufgestellt am______________ durch _________________________
DGUV Information 201-011: Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten, Anhang 3
Muster einer Betriebsanweisung für die Benutzung Persönlicher Schutzausrüstung zum Retten aus Höhen und Tiefen für Arbeiten im Gerüstbau
Betriebsanweisung für die Benutzung Persönlicher Schutzausrüstungen zum Retten aus Höhen und Tiefen für Arbeiten im Gerüstbau
• Einsatzort: Montage von Fassadengerüsten
• Fassadengerüst Fabrikat:_____________________________
Die Persönliche Schutzausrüstung zum Retten (PSAzR) ist bei der Montage von Fassadengerüsten unter Verwendung Persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz auf der Baustelle vorzuhalten.
Folgende PSAzR ist vorzuhalten und zu benutzen:
Abseilgerät mit Hubeinrichtung
Ggf. Zubehör (z. B. Anschlaghilfen, Seilklemmen)
Diese PSAzR dient zur sicheren und schnellen Rettung einer im Auffangsystem hilflos hängenden Person nach dem Auffangen.
Die Anwendung der PSAzR erfolgt unter Berücksichtigung des Rettungsplanes.
Längeres freies Hängen im Auffanggurt nach einem Sturz kann zu gesundheitlichen oder lebensbedrohlichen Gefährdungen (Hängetrauma) führen.
Absturz des Retters bei fehlender eigener Absturzsicherung.
Es darf nur die bereitgestellte Rettungsausrüstung verwendet werden. Veränderungen oder Ergänzungen sind unzulässig.
Vor der Vorhaltung auf der Baustelle ist die PSAzR durch Sichtprüfung auf augenscheinliche Mängel zu prüfen.
Die Einsatzlänge der PSAzR muss der maximalen Aufbauhöhe des örtlichen Gerüstes entsprechen.
Die Rettung ist unverzüglich durchzuführen.
Der Abseilvorgang muss ungestört möglich sein. Ein Verhaken des zu Rettenden ist auszuschließen.
RETTUNGSPLAN UND ERSTE HILFE
Situation erfassen und Ruhe bewahren.
Notruf zur Rettungsleitstelle absetzen. Tel.-Nr.: 112 oder Tel.: __________
Mitteilung Sachverhalt an Rettungsleitstelle: Wo? Was? Wie viele? Welche? Warten?
Befreiung der verunfallten Person aus der Hängesituation durch Abseilen mit der PSAzR, z. B. zur nächsten Gerüstlage oder bis zur Aufstellfläche des Gerüstes.
Nach der Rettung ist die gerettete Person stets in eine Kauerstellung zu bringen. Die Überführung in eine flache Lage darf nur allmählich geschehen.
Eingetroffenen Notarzt einweisen. Erstversorgung durch Notarzt vor Ort.
Die PSAzR geschützt lagern und transportieren, z. B. in Gerätekoffer oder -tasche.
Die Persönlichen Schutzausrüstungen dürfen keinen Einflüssen ausgesetzt werden, die ihren sicheren Zustand beeinträchtigen können. Solche Einflüsse sind z. B. aggressive Stoffe wie Säuren, Laugen, Lötwasser, Öle, Putzmittel, Funkenflug.
Im Lager die PSAzR nur trocken und möglichst geschützt gegen UV-Strahlung aufbewahren.
DGUV Information 201-011: Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten, Anhang 4
Muster einer Montageanweisung für Arbeits- und Schutzgerüste
– gilt in Verbindung mit den beigefügten Anlagen
Firma (Stempel) Baustelle:_______________________
Auftraggeber:____________________
Befähigte Person:________________
Montagezeitraum:________________
Fassadengerüst Raumgerüst Treppenturm/Gerüsttreppe
Fanggerüst Dachfanggerüst Schutzdach
Regelausführung Typenprüfung Standsicherheitsnachweis
Lastklasse (gleichmäßig verteilte Last)
2 (1,5 kN/m²) 3 (2,0 kN/m²) 4 (3,0 kN/m²)
______ (______ kN/m²)
W06 W09 W_______
tragfähige feste Fläche lastverteilende Unterlage ________
horizontaler Abstand vom Belag zum Gebäude _________ m
horizontaler Abstand von der Traufe
zum Seitenschutz/Schutzwand
vertikaler Abstand von der Traufe
zum obersten Belag
Bekleidung/Anbauteile
Netze Vollholzbeläge innen liegender Seitenschutz
Planen Stahlbeläge Konsolen
Gitterträger Stahl Kombibeläge Aufzug
Gitterträger Alu ___________ ____________
am inneren Ständer freistehendes Gerüst Abspannung
über beide Ständer Ballastierung ___________
V-Anker (Dreieck) Abstützung ___________
Treppe Leitergang Leiter
von Hand, von Lage ____ bis_____ mit Aufzug, von Lage____ bis _____
mit Geländer oder MSG in der Transport-/Montageebene
mit PSA gegen Absturz und Sicherung im Aufstiegsfeld
*ohne Geländer und ohne PSA gegen Absturz für Beschäftigten (Name einfugen)
Beschäftigter: _______________________________________
* Die befähigte Person (Aufsichtführender) legt vor Ort im Einzelfall fest, wenn aufgrund der baulichen und der gerüstspezifischen Gegebenheiten oder des vorgesehenen Arbeitsablaufes die PSA gegen Absturz nicht eingesetzt werden kann.
Gefahrstoffe elektrische Freileitungen öffentlicher Verkehrsraum
Gefahrenbereich Art:____________
fertiggestelltes Gerüst Art:____________ Ort:____________
A + V des Herstellers _____________________
Ergänzende Detailangaben zur A + V
Grundmaße Objekt _____________________
Material-/Stückliste _____________________
Datum Unterschrift des Gerüsterstellers
DGUV Information 201-011: Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten, Anhang 5
Muster eines Prüfprotokolls für Arbeits- und Schutzgerüste
Gerüstersteller (ggf. Stempel) Baustelle:___________________
Auftraggeber:________________
Befähigte Person:____________
Arbeitsgerüst (DIN EN 12811) als
Fassadengerüst Raumgerüst Fahrgerüst
Schutzgerüst (DIN 4420) als
Fanggerüst Dachfanggerüst Schutzdach Treppenturm
Sondergerüste ________________________________________
2 (1,5 kN/m²) 3 (2,0 kN/m²) 4 (3,0 kN/m²) _______ (kN/m²)
Die Summe der Verkehrslasten aller übereinander liegenden Gerüstlagen in einem Gerüstfeld darf den vorgenannten Wert nicht überschreiten.
Breitenklasse W06 W09 W ___________
Nutzungsbeschränkung: _________________________
Gerüst durch befähigte Person des Gerüsterstellers geprüft
Datum Name/Unterschrift
Vor der Benutzung ist das Gerüst durch den Gerüstbenutzer auf Betriebssicherheit zu prüfen.
Standsicherheit Tragfähigkeit der Aufstandsfläche
Fußspindel  Auszugslänge
Verstrebungen/Diagonalen
Längsriegel  in Fußpunkthöhe
Gitterträger  Aussteifungen
Verankerungen  nach Montageanweisung/Aufbau- und Verwendungsanleitung
Beläge Gerüstlagen – voll ausgelegt/Belagsicherung
Systembeläge – einschließlich Konsolenbelag
Eckausbildung – in voller Breite herumgeführt
Gerüstbohlen – Querschnitt, Auflagerung
Öffnungen – zwischen den Belägen
Arbeits- und Betriebs-
sicherheit Seitenschutz  einschließlich Stirnseitenschutz
Wandabstand ≤ 0,30 m
innen liegender Seitenschutz
Aufstiege, Zugänge  Abstand ≤ 50 m
Treppenturm, Gerüsttreppe, Leitergang
Anlegeleiter ≤ 5 m
Verkehrssicherung  Beleuchtung
Fahrgerüste Fahrrollen
Ballast/Verbreiterungen
Kennzeichnung Gerüstkennzeichnung  an den Zugängen
Sperrung: Nicht fertig gestellte Bereiche abgegrenzt und Verbotszeichen "Zutritt für Unbefugte verboten" angebracht
Kennzeichnung am Gerüst nur anbringen, wenn keine Mängel vorhanden sind.
DGUV Information 201-011: Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten, Anhang 6
DGUV Information 201-011: Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten, Anhang 7
Muster eines Protokolls vor der ersten Inbetriebnahme
Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme von Gerüsten durch den Gerüstbenutzer
Gerüstbenutzer: _________________ Datum __________
Gerüstersteller: ______________________________________
Bauvorhaben: _______________________________________
Überprüfung ja, ohne
Mangel nein,
Verwendungszweck (geeignet z. B. für Maurerarbeiten, Stuck- und
Putzarbeiten, Malerarbeiten)
Ist das Gerüst an sichtbarer Stelle (z. B. Aufstieg) gekennzeichnet?
– Arbeitsgerüst und/oder Schutzgerüst nach DIN EN 12811/DIN 4420
– Lastklasse und Nutzlast, Breitenklasse
Ist das Gerüst augenscheinlich verankert?
Sind sichere Zugänge oder Aufstiege, wie z. B. innenliegende
Leitergänge oder Treppentürme, vorhanden?
Ist jede genutzte Gerüstlage vollflächig mit Belägen
(z. B. Rahmentafeln oder Bohlen) ausgelegt?
Sind die Gerüstbeläge und -bohlen so verlegt, dass sie weder
wippen noch ausweichen können und sind sie gegen Abheben
Ist bei der Einrüstung einer Bauwerksecke der Belag in voller
Breite herumgeführt?
Sind Belagelemente augenscheinlich unbeschädigt,
z. B. nicht eingerissen, eingeschnitten?
Sind Gerüstlagen bei mehr als 2,00 m Absturzhöhe mit einem
3-teiligen Seitenschutz (Geländerholm, Zwischenholm und
Bordbrett) versehen?
Ist der 3-teilige Seitenschutz auch an Stirnseiten und Öffnungen
Ist ein maximaler Wandabstand von 0,30 m eingehalten?
(wenn nicht, ist auch hier Seitenschutz erforderlich)
Anforderungen an Fang- und Dachfanggerüste
Ist bei Dachfanggerüsten die Belagfläche mindestens 0,60 m breit?
Liegt der Belag des Dachfanggerüstes nicht tiefer als 1,50 m
unter der Traufkante?
Beträgt der Abstand zwischen Schutzwand und Traufkante
mindestens 0,70 m?
Ist die Schutzwand aus Schutznetzen oder Geflechten
ordnungsgemäß am Gerüst befestigt?
Ist bei Fanggerüsten die Belagfläche mindestens 0,90 m breit?
Liegt der Belag des Fanggerüstes nicht tiefer als 2,00 m unter
der Absturzkante?
Sind spannungsführende Leitungen und/oder Geräte im
Gerüstbereich abgeschaltet, abgedeckt oder abgeschrankt?
Ist die Beleuchtung zur Sicherung des öffentlichen Verkehrs
Ist am Gerüst beim Einsatz im öffentlichen Bereich ein Schutzdach
Datum Name/Unterschrift der befähigten Person des Gerüstbenutzers
DGUV Information 201-011: Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten, Anhang 8
Muster eines Verankerungsprotokolls
DGUV Information 201-011: Handlungsanleitung für den Umgang mit Arbeits- und Schutzgerüsten,TRBS 2121 Gefährdung von Personen durch Absturz  Allgemeine Anforderungen 
Gefährdung von Personen durch Absturz  Allgemeine Anforderungen 
Gefährdung von Personen durch Absturz  Bereitstellung und Benutzung von Gerüsten 
Diese Technische Regel gilt für die Ermittlung von Maßnahmen zumSchutz von Beschäftigten gegen Absturz von Gerüsten. Sie konkretisiert die §§ 10 und 11 und Anhang 2 Abschnitt 5 der Betriebssicherheitsverordnung hinsichtlich der Bereitstellung und Benutzung von Gerüsten und ist in Verbindung mit der TRBS 2121 "Gefährdungen von Personen durch Absturz  Allgemeine Anforderungen" anzuwenden.
Sind bestimmte Teile eines Arbeits- und Schutzgerüstes nicht einsatzbereit  insbesondere während des Auf-, Um- und Abbaus  sind diese mit dem Verbotszeichen "Zutritt für Unbefugte verboten" zu kennzeichnen.
Bei der Bereitstellung sind in Abhängigkeit vom einzurüstenden Objekt, der Gerüstbauart, der Gerüstkonstruktion und des Gerüstsystems geeignete Maßnahmen zum Schutz gegen Absturz entsprechend der Rangfolge  Absturzsicherung, Auffangeinrichtung, individueller Gefahrenschutz  auszuwählen und festzulegen. Maßnahmen zum Schutz gegen Absturz sind dann nicht erforderlich, wenn die Arbeits- und Zugangsbereiche höchstens 0,30 m von anderen tragfähigen und ausreichend großen Flächen entfernt liegen.
Wenn es für die Ausführung einer besonderen Arbeit erforderlich ist, den Seitenschutz vorübergehend zu entfernen, müssen Maßnahmen gegen Absturz der Beschäftigten entsprechend der Rangfolge  Absturzsicherung, Auffangeinrichtung, individueller Gefahrenschutz  nach Abschnitt 4.4 getroffen werden.
Die Anforderungen, die an eine befähigte Person gestellt werden, sind TRBS 1203 "Befähigte Personen  Allgemeine Anforderungen " zu entnehmen.
Gefährdungen von Personen durch Absturz  Bereitstellung und Benutzung von Leitern
Diese Technische Regel gilt für die Ermittlung von Maßnahmen zum Schutz von Beschäftigten gegen Absturz. Sie konkretisiert die §§ 10, 11 und Anhang 2, Abschnitt 5 der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) hinsichtlich der Bereitstellung und Benutzung von Leitern. Sie ist in Verbindung mit der TRBS 2121 "Gefährdungen von Personen durch Absturz  Allgemeine Anforderungen" anzuwenden.
Befähigte Personen siehe TRBS 1203 "Befähigte Personen  Allgemeine Anforderungen".
Webcode: M1467-1