Source: http://www.vetion.de/focus/pages/FText2.cfm?focus_id=27&text_select=144&farbe=ts
Timestamp: 2017-02-22 08:39:19
Document Index: 142257272

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11']

Hundehaltung in der heutigen Gesellschaft Gesetzeslage	Dieser Abschnitt bietet Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Veränderungen in der Gesetzgebung der letzten Jahren zum Thema "gefährliche Hunde". Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der angebotenen Informationen wird keine Gewähr übernommen. Es gelten ausschließlich die in den amtlichen Verkündigungsorganen veröffentlichten Textfassungen. Bundesweite Regelungen:
Gesetz zur Beschränkung des Verbringens oder der Einfuhr gefährlicher Hunde in das Inland (Vollständige Fassung, siehe: Gesetze)
für gefährliche Hunde, aus dem in Deutschland zur Zeit vorhandenen Bestand, die ins Ausland verbracht und dann wieder eingeführt werden sollen; für gefährliche Hunde, die berechtigt in einem Land gehalten werden.
a. mit Leiden verbundene erblich bedingte Verhaltensstörungen oder erblich bedingte Aggressionssteigerungen auftreten oder b. jeder artgemäße Kontakt mit Artgenossen bei ihnen selbst oder einem Artgenossen zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führt oder c. deren Haltung nur unter Bedingungen möglich ist, die bei ihnen zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führen.
§ 12 (1) Wirbeltiere, an denen Schäden feststellbar sind, von denen anzunehmen ist, dass sie durch tierschutzwidrige Handlungen verursacht worden sind, dürfen nicht gehalten oder ausgestellt werden, soweit dies durch Rechtsverordnung nach Absatz 2 Nr. 4 oder 5 bestimmt ist.
4. das Verbringen von Wirbeltieren in das Inland oder das Halten, insbesondere das Ausstellen von Wirbeltieren im Inland zu verbieten, wenn an den Tieren zum Erreichen bestimmter Rassemerkmale tierschutzwidrige Handlungen vorgenommen worden sind oder die Tiere erblich bedingte körperliche Defekte, Verhaltensstörungen oder Aggressionssteigerungen im Sinne des § 11b Abs. 1 oder 2 Buchstabe a aufweisen oder soweit ein Tatbestand nach § 11b Abs. 2 Buchstabe b oder c erfüllt ist, 5. das Halten von Wirbeltieren, an denen Schäden feststellbar sind, von denen anzunehmen ist, dass sie den Tieren durch tierschutzwidrige Handlungen zugefügt worden sind, zu verbieten, wenn das Weiterleben der Tiere nur unter Leiden möglich ist, Artikel 3:
(1) Einem Hund ist ausreichend Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers oder einer Anbindehaltung sowie ausreichend Umgang mit der Person, die den Hund hält, betreut oder zu betreuen hat (Betreuungsperson), zu gewähren. Auslauf und Sozialkontakte sind der Rasse, dem Alter und dem Gesundheitszustand des Hundes anzupassen. § 11 Aggressionssteigerung nach § 11b Abs. 2 des Tierschutzgesetzes Eine Aggressionssteigerung im Sinne des § 11b Abs. 2 des Tierschutzgesetzes liegt bei Hunden vor, die ein übersteigertes Angriffs- und Kampfverhalten aufweisen, das durch artgemäße Signale nicht hinreichend gesteuert wird. Das Verpaaren von Hunden mit anderen Caniden ist verboten. Bei Pitbull-Terriern, Staffordshire Bullterriern, American Staffordshire Terriern und Bullterriern sowie Kreuzungen mit diesen Tieren ist vom Vorliegen einer derartigen Aggressionssteigerung auszugehen. Regelungen der Länder:
Die tierärztliche Arbeitsgemeinschaft "Hundehaltung" empfahl anlässlich der Innenministerkonferenz im Dezember 2002 als wichtigste vorbeugende Maßnahme für den Schutz der Bürger vor gefährlichen Hunden einen Sachkundenachweis für Hundehalter. Als weitere geeignete Maßnahme zur Gefahrenabwehr wurden die generelle Kennzeichnung per Mikrochip und die bindend vorgeschriebene Haftpflichtversicherung für Hunde empfohlen. Auffällig gewordenen Hunde sollten einem Wesenstest unterzogen werden, nach dessen Ergebnis das weitere Vorgehen ausgerichtet wird. Außerdem wurde gefordert die Zucht mit Hunden, die ein aggressives Verhalten zeigen, zu verbieten.