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Timestamp: 2016-10-22 13:27:42
Document Index: 176080801

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE']

U 185/99 (01.05.2000)
D.________, 1949, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch die Beratungsstelle X.________,
Z�rich Versicherungs-Gesellschaft, Generaldirektion Schweiz, Rechtsdienst, Z�rich, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. K.________,
A.- Die 1949 geborene D.________ war seit dem 2. November 1987 beim Restaurant Y.________ als Buffetangestellte t�tig und damit bei der Z�rich VersicherungsGesellschaft (nachfolgend: Z�rich) obligatorisch gegen die Folgen von Unfall und Berufskrankheit versichert. Am 21. April 1990 kollidierte D.________ als Velofahrerin mit einem Personenwagen und erlitt dabei eine intraartikul�re Tibiaplateau-Fraktur des rechten Knies.
Mit Verf�gung vom 18. Dezember 1992 sprach die Z�rich D.________ aufgrund einer Integrit�tseinbusse von 13,33 % eine Integrit�tsentsch�digung von Fr. 10'880.- zu. Mit Einspracheentscheid vom 21. April 1993 bemass die Versicherung den Integrit�tsschaden auf 16,66 %, lehnte aber gleichzeitig die Zusprache einer h�heren Integrit�tsentsch�digung sowie der beantragten 30 %igen Invalidenrente ab. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Urteil vom 26. April 1994 ab.
Gest�tzt auf ein Gutachten des Dr. med. I.________ vom 18. Juli 1994 betreffend Verschlechterung des Gesundheitszustandes sprach die Z�rich D.________ mit Verf�gung vom 11. Juli 1995 eine erh�hte Integrit�tsentsch�digung von Fr. 16'320.- bei einem Integrit�tsschaden von 20 % zu. Gleichzeitig anerkannte sie einen Rentenanspruch der Versicherten r�ckwirkend ab 1. Juni 1993 bei einem Invalidit�tsgrad von 22 %. Die dagegen erhobene Einsprache wies die Z�rich nach Androhung einer reformatio in peius mit Einspracheentscheid vom 5. August 1996 ab und stellte fest, dass die Versicherte keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe.
B.- D.________ liess gegen diesen Einspracheentscheid Beschwerde f�hren und beantragen, es sei ihr eine UnfallInvalidenrente von 50 % zuzusprechen. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich zog die Akten der Eidgen�ssischen Invalidenversicherung in Sachen der Versicherten bei und wies die Beschwerde mit Entscheid vom 14. April 1999 ab.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst D.________ wiederum die Zusprechung einer Invalidenrente von 50 %, eventuell die Begutachtung durch eine neutrale medizinische Fachstelle beantragen.
Die Z�rich l�sst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung hat sich nicht vernehmen lassen.
1.- Das kantonale Gericht hat die f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten Erfordernisse des nat�rlichen und des ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Gesundheitsschaden (Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 121 V 49 Erw. 3a, 119 V 337 Erw. 1, 406 Erw. 4a, je mit Hinweisen) sowie die Rechtsprechung zur Ad�quanzbeurteilung von psychischen Gesundheitsst�rungen nach Unf�llen einschliesslich der dabei zu beachtenden Kriterien (BGE 123 V 99 Erw. 2a, 115 V 135 Erw. 4b ff.) zutreffend dargelegt. Entsprechendes gilt f�r die massgebenden gesetzlichen Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 18 Abs. 1 UVG) und �ber die Ermittlung des Invalidit�tsgrades nach der Methode des Einkommensvergleichs (Art. 18 Abs. 2 UVG).
2.- Die Vorinstanz ist nach sorgf�ltiger W�rdigung der medizinischen Berichte zu Recht zum Schluss gekommen, dass die physischen und psychischen Beschwerden mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit einen nat�rlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 21. April 1990 aufweisen, dass aber der ad�quate Kausalzusammenhang bez�glich der psychischen St�rungen nach den Kriterien des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts f�r Unf�lle im mittleren Bereich, zu welchen das vorgefallene Ereignis unbestrittenermassen z�hlt, zu verneinen ist. Was die f�r die Bemessung des Invalidit�tsgrades zumutbare Arbeitsf�higkeit im Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 5. August 1996 anbelangt, hat das kantonale Gericht die psychischen Beeintr�chtigungen somit korrekterweise nicht mitber�cksichtigt und ausf�hrlich aufgezeigt, weshalb es diesbez�glich auf die Beurteilung des Dr. med. I.________ vom 18. Juli 1994, nicht aber auf die Berichte des Dr. med. D.________ vom 23. September 1993, 10. Oktober 1994 und 31. Juli 1995 abgestellt hat. Es ist demzufolge von einer 100 %igen Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin f�r sitzende respektive teils sitzende/ teils stehende T�tigkeiten auszugehen. Zuzustimmen ist sodann auch der Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach ein Berufswechsel zumutbar ist.
3.- Beim f�r die Festlegung des Invalidit�tsgrades vorzunehmenden Einkommensvergleich ist die Unfallversicherung - bei einem j�hrlichen Valideneinkommen von Fr. 39'650.- - von einem gest�tzt auf Arbeitsplatzabkl�rungen im Grossraum Z�rich ermittelten Invalideneinkommen von Fr. 40'933.- ausgegangen und hat das Vorliegen einer Erwerbseinbusse verneint. Das kantonale Gericht hat dieses Vorgehen und das daraus resultierende Ergebnis best�tigt.
a) Was das Valideneinkommen anbelangt, hat die Versicherung dem Einkommensvergleich zu Recht das von der Arbeitgeberin am 6. Januar 1994 best�tigte Jahreseinkommen 1993 von Fr. 39'650.- zu Grunde gelegt.
b) Die Abkl�rungen f�r das Invalideneinkommen sodann erfolgten bei verschiedenen Arbeitgeberinnen im Grossraum Z�rich unter Schilderung der Situation der Beschwerdef�hrerin. Der T�tigkeitsbereich umfasst dem Zumutbarkeitsprofil entsprechende, vorwiegend sitzend auszuf�hrende einfache manuelle T�tigkeiten, Anlernt�tigkeiten als N�herin oder Kassiererin. Das Ergebnis des Einkommensvergleichs schliesst die Zusprechung einer Rente aus. Daran w�rde auch die Ermittlung des Invalideneinkommens anhand von statistischen Durchschnittswerten nichts �ndern. W�rde das Invalideneinkommen n�mlich anhand der zu diesem Zweck praxisgem�ss beigezogenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes f�r Statistik (LSE, 1994, Tabelle TA 5.1.1) berechnet, erg�be dies, ausgehend vom Medianwert einen monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) f�r Frauen in einfachen und repetitiven T�tigkeiten (Anforderungsniveau 4) in der Nordostschweiz von Fr. 3510.-. Unter Hochrechnung von 40 auf die betriebs�blichen 41,9 Wochenstunden (BGE 124 V 323 Erw. 3b/aa mit Hinweis auf LSE 1994 S. 42) und unter Ber�cksichtigung der Lohnentwicklung von 1993 auf 1994 von 1,5 % (Die Volkswirtschaft, 2000 Heft 2, Anhang S. 28, Tabelle B 10.2) resultiert f�r 1993 ein Jahreseinkommen von Fr. 43'469.-. Wird vorliegend dem Umstand, dass gesundheitlich beeintr�chtigte Personen, die auch bei leichten Hilfsarbeitert�tigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsf�higen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern lohnm�ssig benachteiligt sind (BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb), mit einem angemessenen Abzug von 10 % Rechnung getragen, ergibt sich ein j�hrliches Invalideneinkommen von Fr. 39'122.- und somit ein Invalidit�tsgrad von 1,3 %. Der Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf eine Invalidenrente ist demzufolge zu Recht verneint worden.
4.- An diesem Ergebnis verm�gen die Einw�nde in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts zu �ndern, zumal sie keine neuen oder bisher unber�cksichtigten Anhaltspunkte erw�hnen, welche die sorgf�ltig begr�ndeten Schlussfolgerungen der Vorinstanz in Frage stellen k�nnten. Insbesondere erscheint auch der rechtserhebliche Sachverhalt hinreichend erstellt, weshalb sich die eventualiter beantragten zus�tzlichen Abkl�rungen er�brigen. Was eine angedeutete Verschlimmerung der Beschwerden anbelangt, ist mit der Beschwerdegegnerin darauf hinzuweisen, dass eine solche nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens w�re. Die im Einspracheverfahren angedrohte und im Entscheid vom 5. August 1996 vorgenommene reformatio in peius sodann kann weder verfahrens- noch materiellrechtlich beanstandet werden. Die unterschiedliche H�he des Invalidit�tsgrades im Unfallversicherungs- und Invalidenversicherungsverfahrens schliesslich ergibt sich - wie die Beschwerdegegnerin zu Recht erw�hnt - daraus, dass im Rahmen der Invalidenversicherung auch unfallfremde Faktoren, namentlich die nicht ad�quatkausalen psychischen Beschwerden, mitber�cksichtigt werden.