Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20BvL%207/76
Timestamp: 2019-11-22 13:24:57
Document Index: 158894889

Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 7', '§ 39', '§ 7', '§ 54', '§ 14', '§ 7']

BVerfG, 26.01.1977 - 1 BvL 7/76 - dejure.org
https://dejure.org/1977,160
BVerfG, 26.01.1977 - 1 BvL 7/76 (https://dejure.org/1977,160)
BVerfG, Entscheidung vom 26.01.1977 - 1 BvL 7/76 (https://dejure.org/1977,160)
BVerfG, Entscheidung vom 26. Januar 1977 - 1 BvL 7/76 (https://dejure.org/1977,160)
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Verstoß gegen Gleichheitssatz - Lohnsteuerabzug - Berücksichtigung von Verlusten - Ausgleich bei Einkommensteuerveranlagung - Durchbrechung des Grundsatzes - Vermittelte Finanzierungshilfe - Sachliche Rechtfertigung
Verfassungsrechtliche Prüfung der Eintragungsfähigkeit von Verlusten aus Vermietung und Verpachtung in die Lohnsteuerkarte
FG Hamburg, 17.12.1975 - III 111/75
BVerfGE 43, 231
NJW 1977, 891
DB 1977, 615
BStBl II 1977, 297
Die Gründe, die dafür maßgebend gewesen seien, daß das Bundesverfassungsgericht den § 39 a Abs. 1 Nr. 6 Satz 1 EStG im Jahre 1977 für verfassungsgemäß erklärt habe (BVerfGE 43, 231 ), seien 1986 nicht mehr geeignet gewesen, diese Aussage zu rechtfertigen.
Das Bundesverfassungsgericht habe in seiner Entscheidung vom Jahre 1977 (BVerfGE 43, 231 ) die zeitnähere Besteuerung der Lohnsteuerzahler im Vergleich zu den Einkommensteuerzahlern für verfassungsmäßig erklärt.
Die verfassungsgerichtliche Entscheidung vom Jahre 1977 (BVerfGE 43, 231 ) schließt die Zulässigkeit der Vorlage nicht aus.
Das BVerfG hat eine solche Vorgehensweise des Gesetzgebers für den Bereich des Lohnsteuerrechts ausdrücklich gebilligt (BVerfG-Beschluss vom 26. Januar 1977 1 BvL 7/76, BStBl II 1977, 297).
BFH, 06.03.1980 - VI R 148/77
Voraussetzungen für den Anspruch auf Eintragung eines Freibetrags nach § 7 b …
Da sich der Lohnsteuerabzug im wesentlichen auf die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit beschränkt, läßt er grundsätzlich eine Berücksichtigung der bei anderen Einkunftsarten auftretenden besonderen Verhältnisse nicht zu (vgl. Beschluß des Bundesverfassungsgerichts - BVerfG - vom 26. Januar 1977 1 BvL 7/76, BVerfGE 43, 231, BStBl II 1977, 297, unter B I. 2. a).
Diese Eintragungsmöglichkeit nach § 39 a Abs. 1 Nr. 6 EStG bewirkt für die ersten Jahre nach der Fertigstellung eine vorläufige Steuerersparnis und bedeutet eine den Wohnungsbau und die Eigentumsbildung begünstigende staatliche Finanzierungshilfe (BVerfGE 43, 231, BStBl II 1977, 297, unter B II.; vgl. auch BFH-Urteil vom 18. Mai 1977 VI R 96/75, BFHE 122, 292, BStBl II 1977, 650).
Abgesehen von den Verlusten aus Vermietung und Verpachtung bei Inanspruchnahme erhöhter Absetzungen nach § 7 b EStG und den insoweit gleichgestellten Vorschriften (§ 54 EStG, §§ 14a, 15 des Berlinförderungsgesetzes - BerlinFG -) wird jedoch ein Freibetrag für Vorgänge, die ihre materiell-steuerrechtliche Grundlage bei anderen Einkunftsarten haben, nicht gewährt (BVerfGE 43, 231, BStBl II 1977, 297).
Das BVerfG hat dies verfassungsrechtlich nicht beanstandet und betont, daß die darüber hinausgehende Berücksichtigung von Verlusten den gewollten Vereinfachungszweck belasten und entwerten würde (vgl. BVerfGE 43, 231, BStBl II 1977, 297 unter B I. 2. a).
Wie das BVerfG (BVerfGE 43, 231, BStBl II 1977, 297, unter B II.) und der BFH (BFHE 122, 292, BStBl II 1977, 650) entschieden haben, sollen die erhöhten Absetzungen nach § 7 b EStG "für die ersten Jahre nach der Fertigstellung" (Hervorhebung nicht in den zitierten Entscheidungen) eine staatliche Finanzierungshilfe bewirken.
Seine Freiheitsgarantie erstreckt sich vielmehr auf jede wissenschaftliche Tätigkeit aller dazu Befähigten (BVerfGE 35, 79 (112 f.); 43, 242 (267) [BVerfG 26.01.1977 - 1 BvL 7/76]; 47, 327 (417)).
Das BVerfG hat in zwei Beschlüssen vom 26. Januar 1977 1 BvL 7/76 (BVerfGE 43, 231, BStBl II 1977, 297) und vom 29. Mai 1987 1 BvR 1135/86 (DB 1987, 1765) entschieden, daß die Einführung von Arbeitnehmer- und Weihnachts-Freibetrag zum Ausgleich von Benachteiligungen der Arbeitnehmer gegenüber Beziehern anderer Einkunftsarten gerechtfertigt war.
aa) Der Lohnsteuerabzug ist zur Sicherstellung des Staatshaushalts unverzichtbar (vgl. näher Beschluß des BVerfG vom 26. Januar 1977 1 BvL 7/76, BVerfGE 43, 231, 238, m. w. N., BStBl II 1977, 297).
c) Bisher wurden derartige Sonderopfer unter Hinweis auf den Arbeitnehmer-Freibetrag gerechtfertigt (z. B. Beschluß des BVerfG vom 26. Januar 1977 1 BvL 7/76, BVerfGE 43, 231, BStBl II 1977, 297; BFH-Urteil vom 18. Mai 1977 VI R 96/75, BFHE 122, 292, BStBl II 1977, 650).
Fortsetzungsfeststellungsklage - Berechtigtes Interesse - Revision - Fristablauf …
BFH, 18.05.1977 - VI R 96/75
Verstoß gegen Gleichheitssatz - Verlust aus Vermietung - Verlust aus Verpachtung …
BFH, 19.10.1982 - VII R 64/80
Lohnsteuererstattungsansprüche - Aufrechnung
BFH, 21.01.1977 - III R 107/73
Gemeinschuldner - Konkurseröffnung - Konkursverwalter - Auftrag zur Weiterführung …
BFH, 26.02.1985 - VII R 32/84
Voraussetzungen einer zulässigen Aufrechnung des Finanzamtes mit einer …
LSG Hessen, 29.03.1982 - L 1 Ar 955/78
BFH, 25.08.1983 - VI R 60/82