Source: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2016_II_243/BGBLA_2016_II_243.html
Timestamp: 2020-05-26 03:57:40
Document Index: 254593500

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 32', '§ 13', '§ 12', '§ 3', 'Art.\n1', '§ 25', '§ 2', '§ 25', '§ 4', '§ 2', '§ 6', '§ 6', '§ 4', '§ 4', '§ 32']

Ausgegeben am 7. September 2016
Agrarstrukturstatistik-Verordnung 2016
243. Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft betreffend die Statistik über die Struktur der landwirtschaftlichen Betriebe im Jahr 2016 (Agrarstrukturstatistik-Verordnung 2016)
Auf Grund der §§ 4 bis 10 und § 32 Abs. 4 Z 1 des Bundesstatistikgesetzes 2000, BGBl. I Nr. 163/1999, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 40/2014, wird im Einvernehmen mit dem Bundeskanzler, hinsichtlich des § 13 zusätzlich im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen und hinsichtlich des § 12 auf Grund des § 3 des LFBIS-Gesetzes, BGBl. Nr. 448/1980, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 505/1994, verordnet:
Die Bundesanstalt Statistik Österreich (Bundesanstalt) hat zur Erfüllung der Verpflichtungen Österreichs aufgrund der Verordnung (EG) Nr. 1166/2008 über die Betriebsstrukturerhebungen und die Erhebung über landwirtschaftliche Produktionsmethoden sowie zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 571/88 des Rates, ABl. Nr. L 321 vom 01.12.2008 S. 14, zuletzt geändert durch die Verordnung (EU) Nr. 715/2014, ABl. Nr. L 190 vom 28.6.2014 S. 8, entsprechend dieser Verordnung Erhebungen durchzuführen und auf Grundlage der erhobenen Daten bis zum 31. Dezember 2017 Statistiken zu erstellen.
(1) Statistische Einheiten sind landwirtschaftliche Betriebe im Sinne des Artikels 2 lit. a der Verordnung (EG) Nr. 1166/2008, die einen der folgenden Schwellenwerte erreichen:
ein Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche;
25 Ar Erwerbsweinbaufläche;
15 Ar intensiv genutzte Baumobstfläche oder zehn Ar intensiv genutzte Beerenobst-, Erdbeer-, Gemüse-, Hopfen-, Blumen- oder Zierpflanzenfläche oder Reb-, Forst- oder Baumschulfläche;
ein Ar überwiegend gewerbsmäßig bewirtschaftete Gewächshäuser (Hochglas, Folientunnel, Niederglas);
Viehhaltung mit mindestens drei Rindern oder fünf Schweinen oder zehn Schafen oder zehn Ziegen oder mindestens 100 Stück Geflügel aller Art.
1. April 2016 hinsichtlich der Merkmale gemäß Anlage Punkt 1.3.2.5. und 3. ausgenommen Punkt 3.8.,
15. Mai 2016 hinsichtlich der Merkmale gemäß Anlage Punkt 1.3.1., 1.3.2.1., 1.3.2.2. und 1.3.2.3. und
31. Oktober 2016 hinsichtlich der übrigen Erhebungsmerkmale.
1. November 2015 bis 31. Oktober 2016 hinsichtlich der Merkmale gemäß Anlage Punkt 3.8., 5. und 6.,
1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 hinsichtlich der Merkmale gemäß Anlage Punkt 1.3.2.4, 2. und 4.,
1. Jänner 2014 bis 31. Dezember 2016 hinsichtlich der Merkmale gemäß Anlage Punkt 7. und
das Kalenderjahr 2016 hinsichtlich der Merkmale gemäß Anlage Punkt 1.3.2.5. und 3., wenn bei einem viehhaltenden Betrieb zum Stichtag 1. April 2016 kein Tier der gehaltenen Tierart vorhanden ist.
(1) In der Art der Vollerhebung sind zu erheben:
die Merkmale gemäß Anlage Punkt 1.1., ausgenommen 1.1.3., und Punkt 1.2., ausgenommen 1.2.4., durch Heranziehen von Daten aus dem Register für statistische Einheiten der Bundesanstalt (§ 25a des Bundesstatistikgesetzes 2000, BGBl. I Nr. 163/1999),
das Merkmal gemäß Anlage Punkt 1.1.3. durch Heranziehen von Verwaltungsdaten des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft,
die Merkmale gemäß Anlage Punkt 1.3., 2.1. bis 2.9., 3.2., 4.2., 4.4., 4.6. und 7. durch Heranziehen von Verwaltungsdaten der Agrarmarkt Austria und
die Merkmale gemäß Anlage Punkt 3.1., 3.3. bis 3.7. durch Heranziehen von Verwaltungsdaten des Bundesministeriums für Gesundheit.
(2) Die übrigen Erhebungsmerkmale sind personenbezogen in der Art der Stichprobenerhebung durch Befragung von 30 000 statistischen Einheiten gemäß § 2 zu erheben.
(3) Die Auswahl der Stichprobenbetriebe hat von der Bundesanstalt auf Grund einer geschichteten Zufallsstichprobe aus dem Register für statistische Einheiten der Bundesanstalt (§ 25a des Bundesstatistikgesetzes 2000) zu erfolgen.
(4) Soweit im Einzelfall die Erhebung gemäß Abs. 1 durch Beschaffung von Statistik- oder Verwaltungsdaten nicht möglich ist, hat die Erhebung durch Befragung der gemäß Abs. 3 ausgewählten statistischen Einheiten zu erfolgen.
(1) Die Befragung gemäß § 4 Abs. 2 und Abs. 4 erfolgt durch die Bundesanstalt.
(3) Zur Auskunftserteilung in Form einer begründeten Leermeldung sind darüber hinaus jene natürlichen und juristischen Personen sowie eingetragene Personengesellschaften verpflichtet, die entweder einen Betrieb betreiben, auf den die Voraussetzungen gemäß § 2 nicht zutreffen oder die den Betrieb aufgelassen haben.
(1) Die Auskunftspflichtigen gemäß § 6 sind verpflichtet, den elektronischen Fragebogen der Bundesanstalt innerhalb von vier Wochen nach Erhalt der Zugangsberechtigung für den elektronischen Fragebogen vollständig und nach bestem Wissen auszufüllen und diesen innerhalb dieser Frist an die Bundesanstalt zu retournieren.
(2) Sind die technischen Möglichkeiten für eine elektronische Meldung beim Auskunftspflichtigen nicht vorhanden, so hat der Auskunftspflichtige dies innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt der Zugangsberechtigung für den elektronischen Fragebogen der Bundesanstalt schriftlich mitzuteilen. Der Auskunftspflichtige hat in diesem Fall seiner Auskunftspflicht innerhalb von zehn Wochen nach schriftlicher Bekanntgabe (Poststempel der Mitteilung) mittels Telefoninterviews nachzukommen.
Ehemalige Bewirtschafter (Betriebsinhaber) statistischer Einheiten sind zur Mitwirkung an der Feststellung des neuen Auskunftspflichtigen gemäß § 6 Abs. 2 durch die Bundesanstalt verpflichtet.
Auf Verlangen der Bundesanstalt haben die Inhaber von Verwaltungsdaten gemäß § 4 Abs. 1 Z 2 und 3 die Daten innerhalb von vier Wochen der Bundesanstalt kostenlos auf elektronischem Datenträger zu übermitteln.
Die Bundesanstalt hat die gemäß § 4 ermittelten einzelbetrieblichen Daten dem Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zur Aufnahme in das land- und forstwirtschaftliche Betriebsinformationssystem (LFBIS) zu übermitteln.
Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft leistet der Bundesanstalt in den Jahren 2016 und 2017 einen Kostenersatz gemäß § 32 Abs. 4 Z 1 des Bundesstatistikgesetzes 2000 in Höhe von jeweils 324 120 €.
Die Verordnung tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2018 außer Kraft.
Stammdaten: Name, Anschrift, Betriebsnummer, Telefonnummer, Faxnummer, E-Mail-Adresse, Zustelladresse, Angaben zur verantwortlichen Person (Name, Geschlecht, Geburtsdatum, Telefonnummer, Faxnummer, E-Mail-Adresse)
Benachteiligtes Gebiet (Berggebiet, Kleines Gebiet, Sonstiges benachteiligtes Gebiet)¸ Zuordnung zu einem Bergbauernbetrieb (ja/nein) und die Anzahl der Erschwernispunkte/BHK-Punkte eines Betriebes
Besitzverhältnisse in Ar
Landwirtschaftlich genutzte Fläche des Betriebes, die nach den Vorschriften für die biologische Landwirtschaft gemäß Verordnung (EG) Nr. 834/2007 zur Herstellung zertifizierter Bio-Produkte bewirtschaftet wird (umgestellte sowie in Umstellung befindliche Fläche)
umgestellte Fläche (in Ar)
in Umstellung befindliche Fläche (in Ar)
biologisch bewirtschaftete, umgestellt sowie in Umstellung befindliche Fläche (in Ar):
Getreide zur Körnergewinnung (einschl. Saatgut)
Hülsenfrüchte und Eiweißpflanzen zur Körnergewinnung (einschl. Saatgut und Gemenge von Getreide mit Hülsenfrüchten)
Kartoffeln/Erdäpfel (einschl. Frühkartoffeln und Pflanzkartoffeln)
Dauerwiesen und -weiden, ohne extensivem Dauergrünland
Gründlandbrache
Sonstige Kulturen (Faserpflanzen etc.) einschl. extensivem Dauergrünland
biologische Produktionsmethoden in der tierischen Erzeugung (Anzahl der Tiere)
FLÄCHEN (in Ar)
Sonstige Faserpflanzen (Flachs etc.)
Sonstige Handelsgewächse (Rollrasen etc.)
Frühspeisekartoffeln (einschl. Saatkartoffeln)
Gemüse unter Glas bzw. Folie
Blumen und Zierpflanzen: Unter Glas bzw. Folie
Brachefläche (Grünbrache)
Intensivobstanlagen ohne Beerenobst
Intensiv-Beerenobst (ohne Erdbeeren)
Extensivobstanlagen ohne Beerenobst
Extensiv-Beerenobst (ohne Erdbeeren)
Sonstige Dauerkulturen (Holunder etc.)
Fließende und stehende Gewässer (inkl. GLÖZ Teich/Tümpel)
Sonstige unproduktive Flächen (inkl. GLÖZ Graben/Uferrandstreifen, Naturdenkmal Fläche/Punkt, Steinriegel/Steinhage)
Energiepflanzen – Energiepflanzenfläche auf Ackerland insgesamt: Anbauflächen für Biokraftstoffe oder sonstige erneuerbare Energien
Bewässerte Fläche insgesamt, die im Referenzzeitraum mindestens einmal bewässert wurde
Bewässerte Ackerfläche (exklusive geschützter Anbau), die im Referenzzeitraum mindestens einmal bewässert wurde
Bewässerte Ackerflächen im geschützten Anbau
Bewässerte Dauergrünlandfläche, die im Referenzzeitraum mindestens einmal bewässert wurde
Sonstige bewässerte Flächen (Dauerkulturen, Obstanlagen, Weingärten, Rebschulen, Baumschulen etc.) ohne Haus- und Nutzgärten, die im Referenzzeitraum mindestens einmal bewässert wurde
Bewässerungspumpe mit Dieselaggregat, Traktorantrieb, etc.
Anzahl der in Verwendung stehenden Pumpen und bewässerte Fläche (in Ar)
Bewässerungspumpen mit reinem Pflanzenölantrieb: Anzahl der in Verwendung stehenden Pumpen und bewässerte Fläche (in Ar)
Bewässerungspumpen mit Elektroantrieb: Anzahl der in Verwendung stehenden Pumpen und bewässerte Fläche (in Ar)
Angewandte Bewässerungsverfahren
Beregnung (Sprinklerbewässerung)
Ursprung des im Betrieb verwendeten Bewässerungswassers
außerhalb des Betriebes
Wasser aus gemeinsamen Wasserversorgungsnetzen
Oberflächenwasser aus Seen, Flüssen oder Wasserläufen
Grundwasser (eigener Brunnen)
Oberflächenwasser (Teiche oder Staubecken)
VIEHBESTAND (Anzahl der Tiere)
Masthähnchen und -hühnchen
Wurden im Zeitraum 1. November 2015 bis 31. Oktober 2016 Analysen der Grundfutterqualität durchgeführt? (Ja/Nein)
Eiweißreduziertes Futter bei Schweinen (Phasenfütterung)
Mastschweinen (Ja/Nein)
Zuchtschweinen (Ja/Nein)
Methoden der Bodenbearbeitung auf Ackerflächen im Freiland (in Ar)
Herkömmliche Bodenbearbeitung (Scharpflug und Anbaukombination)
Konservierende Bodenbearbeitung (pfluglose Bearbeitung, Grubber, Scheibenegge)
Direktsaat (ohne Bodenbearbeitung)
Keine Bodenbearbeitung (Folgejahre bei mehrjährigen Kulturen)
Bodenbedeckung auf Ackerflächen im Freiland (in Ar)
Normale Winterkulturen
Bodenbedeckende Winterbegrünungen und Zwischenfruchtanbau
Fruchtfolge auf Ackerland: Anteil des in die Fruchtfolge einbezogenen Ackerlandes (nach Prozentklassen der Ackerfläche)
Im Umweltinteresse genutzte Fläche – Gesamtfläche der Feldraine, Pufferstreifen, Hecken, Bäume, Brache, Biotope, aufgeforsteten Flächen und Landschaftselemente (in Ar) (nur bei Betrieben mit mehr als 15 ha Ackerland)
Im eigenen Betrieb ausgebrachter Wirtschaftsdünger (Gesamtmenge in m³)
4.5.1.1. Wirtschaftsdünger – Ausbringungsfläche: Verteilung des Wirtschaftsdüngers (in %) auf
Sonstige Kulturen (z. B. Dauerkulturen)
Im eigenen Betrieb angefallener Wirtschaftsdünger, der an andere Betriebe verkauft oder abgegeben wurde (Gesamtmenge in m³)
Aus anderen Betrieben zugekaufter oder übernommener Wirtschaftsdünger (Gesamtmenge in m³)
Techniken der Wirtschaftsdüngerausbringung (Gesamtmenge des Wirtschaftsdüngers in m³, der mit der jeweiligen Technik ausgebracht wird)
Ohne Einarbeitung und Einarbeitung nach 24 Stunden
auf Dauergrünland
auf sonstigen Kulturen (z. B. Dauerkulturen)
Gülleverschlauchung (Ja/Nein)
ARBEITSKRÄFTE UND SONSTIGE PERSONEN IM LAND- UND FORSTWIRTSCHAFTLICHEN BETRIEB
Familieneigene Arbeitskräfte und sonstige Personen im Betrieb
Arbeitszeit im Betrieb (0%, 1 bis 24%, 25 bis 49%, 50 bis 74%, 75 bis 99%, 100% der jährlichen Arbeitszeit einer vollzeitlich beschäftigten Person) getrennt nach Land- und Forstwirtschaft
Keine Ausübung einer Erwerbstätigkeit in Verbindung mit dem Betrieb
Keine anderen außerbetrieblichen Erwerbstätigkeiten
Berufliche Weiterbildung des Betriebsleiters in den vergangenen 12 Monaten (Ja/Nein)
Univesitäre agrarische Weiterbildung für Berufstätige mit mindestens 60 ECTS (Jahr des Kursbeginns)
NEBENTÄTIGKEITEN (AUSSERBETRIEBLICHE ERWERBSTÄTIGKEITEN) DES BETRIEBES (die direkt mit dem Betrieb in Verbindung stehen und finanzielle Auswirkungen auf den Betrieb haben)
Vermarktung von verarbeiteten landwirtschaftlichen Erzeugnissen (ausgenommen Weinproduktion aus eigenen Trauben)
Für andere land- und forstwirtschaftliche Betriebe
Einkünfte aus der Forstwirtschaft
Bedeutung der Nebentätigkeiten (außerbetrieblichen Erwerbstätigkeiten), die direkt mit dem Betrieb in Verbindung stehen: Anteil an der Endproduktion des Betriebes (in Prozentklassen)
Direktverkauf an den Endverbraucher/Konsumenten (Ab-Hof-Verkauf, Bauernmarkt etc.): Anteil des Direktverkaufes am Gesamtverkauf (kein Direktverkauf, bis einschl. 50%, mehr als 50%)
Betrieb war in den vergangenen drei Jahren Nutznießer einer der folgenden Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raums:
Agrarumweltzahlungen – Klimazahlungen
Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe und sonstiger Unternehmen
Manuelle Pumpe an Hoftankanlage (Ja/Nein)