Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=19.04.1955&Aktenzeichen=I%20ZR%2076/53
Timestamp: 2019-10-16 01:08:26
Document Index: 297366377

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 23', 'BGH', '§ 22', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 817', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 23', 'BGH', '§ 2', '§ 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 19.04.1955 - I ZR 76/53 - dejure.org
https://dejure.org/1955,840
BGH, 19.04.1955 - I ZR 76/53 (https://dejure.org/1955,840)
BGH, Entscheidung vom 19.04.1955 - I ZR 76/53 (https://dejure.org/1955,840)
BGH, Entscheidung vom 19. April 1955 - I ZR 76/53 (https://dejure.org/1955,840)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1955,840) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
NJW 1955, 1755
MDR 1956, 161
DB 1955, 776
Die Ansicht des Berufungsgerichts steht im Einklang mit den Entscheidungen des I. Zivilsenats vom 19. April 1955 - I ZR 76/53 (NJW 1955, 1755) und vom 27. September 1955 - I ZR 212/53 (Der Güterverkehr 1956, 40).
Diese Rechtsauffassung wird auch im Schrifttum weitgehend vertreten (Hein/Eichhoff/Pukall/Krien, GüKG § 23 Anm. 6 c; Sellmann, Der Güterverkehr 1954, 153; Pukall, Der Güterverkehr 1955, 316; Fromm, Der Güterverkehr 1954, 84; 1955, 152, NJW 1954, 1046; 1955, 1755 [BGH 20.09.1955 - I ZR 194/53]will die Arglisteinrede sogar schlechthin ausschließen;… a.A. Baumbach/Duden HGB 13. Aufl. GüKG § 22 Anm. 2; Schmedes NJW 1954, 1395).
BGH, 14.03.1991 - I ZR 128/89
Eine schuldhafte Verletzung dieser Verpflichtung führt zur Annahme einer schuldhaften Mitwirkung am Tarifverstoß und schließt die Geltendmachung einer rechtshindernden Einwendung der vorerwähnten Art aus (BGH, Urt. v. 19.4.1955 I ZR 76/53, NJW 1955, 1755;… Urt. v. 29.3.1968 I ZR 79/66, NJW 1968, 1136, 1137;… Urt. v. 7.12.1973 I ZR 79/72, MDR 1974, 379).
BGH, 07.04.1960 - II ZR 224/58
Auf einen solchen Anspruch kann § 817 Satz 2 BGB ohnehin weder unmittelbar noch entsprechend angewendet werden (BGH NJW 1955, 1755).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, der das Schrifttum weitgehend folgt, reicht der Umstand, daß der Unternehmer vorsätzlich den Tarif unterboten hat, nicht aus, um den Einwand der unzulässigen Rechtsausübung zu begründen (BGH NJW 1955, 1755; BGH in Der Güterverkehr 1956, 40, beide Urteile m. Anm. von Fromm; BGH MDR 1959, 911 m. w. Nachw.).
Der Einwand der Arglist kann bei Kenntnis des Unternehmers oder seines Rechtsnachfolgers nicht durchgreifen, da sonst der Zweck des Gesetzes, die Leistung der Festentgelte im Kraftwagengüterverkehr durchzusetzen, vereitelt würde und die Vorschrift des § 23 Abs. 3 in vielen Fällen gegenstandslos wäre (BGH vom 27. September 1955 1 ZR 212/53, MDR 1956, 161).
Bereits § 2 Nr. 3 der Anordnung über die Preisbildung und Preisüberwachung nach der Währungsreform vom 25. Juni 1948 (WiGBl 1948, 61) hat den Reichskraftwagentarif zur Festpreisvorschrift erklärt (zur Gültigkeit dieser auf das Gesetz über Leitsätze für die Bewirtschaftung und Preispolitik nach der Währungsreform und auf § 2 PreisG gestützten Vorschrift vgl. BGHZ 8, 66 [BGH 29.10.1952 - II ZR 293/51] und BGH NJW 1955, 1755).
Für die hier zu entscheidende Frage der Haftung des Beklagten kommt es - ebenso wie für die Regelung des Beförderungsentgelts (BGHZ 8, 66, 69 f [BGH 29.10.1952 - II ZR 293/51]; BGH NJW 1955, 1755, 1756) [BGH 19.04.1955 - I ZR 76/53] - nicht darauf an, ob sich die Vertragsparteien der KVO unterworfen oder eine von ihren Vorschriften abweichende Vereinbarung getroffen haben.
In Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 8, 66 [BGH 29.10.1952 - II ZR 293/51] [II. Zivilsenat]; NJW 1955, 1755 [I. Zivilsenat]) geht das angefochtene Urteil zutrefend davon aus, daß die RKT enthaltenen Tarifsätze, die nach § 14 des Gesetzes über den Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen - GFG - vom 26. Juni 1935 (RGBl. I, 788), letzteres in der Fassung des GF - Änderungsgesetzes - GFÄG - vom 2. September 1949 (GVBl. VerWiGeb 306, mit Verlängerungsgesetzen vom 8. Juli 1950 [BGBl. I, 273] und 13. März 1951 [BGBl. I, 170]), Gegenstand des Beförderungsvertrages werden, nicht unterboten wenden durften und daß im Falle der Unterbietung der Nachzahlungsanspruch dem Unternehmer zusteht.
Abgesehen davon, daß es sich hier um einen Tatbestand aus der Zeit vor Inkrafttreten des Güterkraftverkehrsgesetzes handelt, kann dahingestellt bleiben, ob und unter welchen Voraussetzungen Bestimmungen der KVO unabdingbar sind (vgl. hierzu BGHZ 8, 66 ff [BGH 29.10.1952 - II ZR 293/51] ; Urteile des Senats vom 19. April 1955 - I ZR 76/53 - und vom 23. September 1955 - I ZR 212/53 -); denn unstreitig haben sich die Parteien der in der KVO getroffenen Regelung unterworfen; sie haben auch nicht behauptet, daß diese Regelung teilweise, etwa hinsichtlich der Berechnung des Ersatzwerts, abbedungen worden sei.
In Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 8, 66 [BGH 29.10.1952 - II ZR 293/51] [II. Zivilsenat]; NJW 1955, 1755 [I. Zivilsenat]) geht das angefochtene Urteil zutreffend davon aus, daß die im RKT enthaltenen Tarifsätze, die nach § 14 des Gesetzes über den Güterfernverkehr mit Kraftfahrzeugen (GPG) vom 26. Juni 1935 (RGBl 1, 788), letzteres in der Fassung des GFG-Änderungsgesetzes (GFÄG) vom 2. September 1949 (GVBl VerWiGeb 306, mit Verlängerungsgesetzen vom 8. Juli 1950 [BGBl. I, 273] und 13. März 1951 [BGBl. I, 170]) Gegenstand des Beförderungsvertrages werden, nicht unterboten werden durften und daß im Falle der Unterbietung der Nachzahlungsanspruch dem Unternehmer zusteht.
BGH, 29.03.1968 - I ZR 97/66
Abrechnung von Transporten im Güterfernverkehr nach den für den Güternahverkehr …
Die gegen dieses Ergebnis gerichteten Angriffe der Revision stützen sich auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH NJW 1955, 1755; 1960, 1250), [BGH 26.04.1960 - VIII ZR 71/59] die sich mit dem Einwand der Arglist gegenüber dem Nachforderungsanspruch des Unternehmers befaßt.
BGH, 15.03.1967 - Ib ZR 49/65
Anspruch auf Abfertigungsvergütung nach dem Güterkraftverkehrsgesetz (GüKG) - …
BGH, 15.04.1957 - II ZR 329/55
LG München II, 14.07.1981 - 2 S 5/81
BGH, 13.12.1967 - Ib ZR 19/66
Geltendmachung einer Forderung - Annahme eines Missbrauchs der Tarifhoheit - …
BGH, 21.10.1966 - Ib ZR 86/64
Verstoß eines vereinbarten Frachtsatzes gegen den Tarif - Anwendbarkeit des …