Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=PharmR%202015,%20305
Timestamp: 2020-01-26 17:53:52
Document Index: 177912320

Matched Legal Cases: ['§ 2', 'EuG', 'EuG', 'EuG', '§ 2', '§ 22', 'EuG']

OVG Nordrhein-Westfalen, 10.12.2014 - 13 A 1202/14 - dejure.org
https://dejure.org/2014,40724
OVG Nordrhein-Westfalen, 10.12.2014 - 13 A 1202/14 (https://dejure.org/2014,40724)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 10.12.2014 - 13 A 1202/14 (https://dejure.org/2014,40724)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 10. Dezember 2014 - 13 A 1202/14 (https://dejure.org/2014,40724)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2014,40724) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
AMG § 2 Abs. 1 Nr. 2a
VG Köln, 01.09.2014 - 7 K 3150/12
OVG Nordrhein-Westfalen, 10.12.2014 - 13 E 1115/14
DÖV 2015, 388
PharmR 2015, 305
OVG Nordrhein-Westfalen, 19.08.2015 - 13 A 1299/14
Erteilung der Erlaubnis zum Erwerb eines Betäubungsmittels zum Zweck des …
EuGH, Urteil vom 10. Juli 2014 - C-358/13 u.a. - ( Alles rund um Hanf ), NStZ 2014, 461 ff. = juris; BVerwG, Urteil vom 20. November 2014 - 3 C 27/13 -, PharmR 2015, 259 ff. = juris; OVG NRW, Urteile vom 10. Dezember 2014 - 13 A 1202/14 -, PharmR 2015, 305 ff. = juris, und vom 17. September 2013 - 13 A 1100/12 -, NVwZ 2013, 1553 ff. = juris Rn. 87 f.
vgl. EuGH, Urteile vom 06.09.2012 - Rs. C- 308/11 (Chemische Fabrik Kreussler) -, juris, Rz. 33 und vom 15.11.2007 - Rs. C-319/05 (Knoblauchkapseln) -, juris, Rz. 55 ff.; BVerwG, Urteile vom 25.07.2007 - C 23.06 -, juris, Rz. 20 f. und vom 26.05.2009 - 3 C 5.09 -, juris, Rz. 13, 18; OVG NRW, Urteil vom 17.09.2013 - 13 A 1100/12 -, juris, Rz. 106 und Beschluss vom 10.12.2014 - 13 A 1202/14 -, juris, Rz. 5 ff.
vgl. OVG NRW, Beschluss vom 10.12.2014 - 13 A 1202/14 -, juris, Rz. 5 ff.; VG Köln, Urteil vom 08.04.2014, a.a.O., Rz. 55 ff. m.w.N.; LG Berlin, Urteil vom 18.02.2016 - 52 O 146/15 -, juris, Rz. 40 ff.
VG Köln, 04.04.2017 - 7 K 4479/15
Untersagung des Inverkehrbringens von nicht zugelassenen Fertigarzneimitteln; …
Der Stoff muss in der vorhandenen Zusammensetzung die Funktionsbedingungen des menschlichen Körpers nennenswert beeinflussen und über die Wirkungen hinausgehen, die ein in angemessener Menge verzehrtes Lebensmittel hat, vgl. EuGH, Urteile vom 15.01.2009 - C-40/07 - und vom 15.11.2007 - C-319/05 - BVerwG, Urteile vom 26.05.2009 - 3 C 5.00 - und vom 25.07.2007 - 3 C 21.06 - sowie - 3 C 23.06 - OVG NRW, Beschluss vom 10.12.2014 - 13 A 1202/14 -, juris.
Die nachgewiesene therapeutische Wirksamkeit (d.h. ein auf einen bestimmten, belegten Heilerfolg abzielender Ausschnitt aus dem allgemeinen Wirkungsspektrum) berechtigt zwar im Wege eines Erst-Recht-Schlusses zur Annahme einer pharmakologischen Wirkung; sie ist aber kein notwendiges Element pharmakologischer Wirkung, BVerwG, Urteil vom 14.12.2006 - 3 C 40.05 - OVG NRW, Beschlüsse vom 10.12.2014 - 13 A 1202/14 - und vom 27.01.2015 - 13 A 1872/14 -.
Bei der Einzelfallentscheidung, ob ein Erzeugnis Funktionsarzneimittel ist, bleibt zu beachten, dass Arzneimittel typischerweise eine therapeutische Eignung besitzen und die Anwender sie nutzen, um Krankheiten oder unerwünschte körperliche Zustände und Befindlichkeiten zu verhindern bzw. zu bekämpfen, - vgl. OVG NRW, Beschluss vom 10.12.2014 - 13 A 1202/14 -.
VG Köln, 28.04.2015 - 7 K 395/13
Rechtmäßigkeit der Einstufung eines Extrakts aus Ginkgo-biloba-Blättern als …
Die nachgewiesene therapeutische Wirksamkeit (d.h. ein auf einen bestimmten, belegten Heilerfolg abzielender Ausschnitt aus dem allgemeinen Wirkungsspektrum) berechtigt zwar im Wege eines Erst-Recht-Schlusses zur Annahme einer pharmakologischen Wirkung; sie ist aber kein notwendiges Element pharmakologischer Wirkung, BVerwG, Urteil vom 14.12.2006 - 3 C 40.05 -, juris; OVG NRW, Beschlüsse vom 10.12.2014 - 13 A 1202/14 - und vom 27.01.2015 - 13 A 1872/14 -, a.a.O.
Bei der Einzelfallentscheidung, ob ein Erzeugnis ein Funktionsarzneimittel ist, ist zu beachten, dass Arzneimittel typischerweise eine therapeutische Eignung besitzen und die Anwender sie nutzen, um Krankheiten oder unerwünschte körperliche Zustände und Befindlichkeiten zu verhindern bzw. zu bekämpfen, - vgl. OVG NRW, Beschluss vom 10.12.2014 - 13 A 1202/14 -, a.a.O.
vgl. OVG NRW, Beschluss vom 10. Dezember 2014 - 13 A 1202/14 -, juris.
vgl. BVerwG, Urteil vom 14. Dezember 2006 - 3 C 40.05 -, juris, Rn. 23; OVG NRW, Beschluss vom 10. Dezember 2014 - 13 A 1202/14 -, juris.
Dies ergebe sich aus Entscheidungen des Landgerichts Stuttgart vom 17. November 2014 - 36 O 23/14 KfH - (juris) und des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen vom 10. Dezember 2014 - 13 A 1202/14 - (juris).
Unter den Beteiligten ist unstreitig, dass es sich bei dem streitgegenständlichen Präparat um ein sog. Funktionsarzneimittel i.S.d. § 2 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AMG handelt (vgl. insbesondere OVG NW, B.v. 10.12.2014 - 13 A 1202/14 - juris zur Einordnung von Melatoninkapseln als Arzneimittel).
Keine Erfahrungswerte bei Kindern und Senioren." Der Umstand, dass Melatoninkapseln Arzneimittel sind, führt entgegen der Ansicht des Klägers nicht zur Erstattungsfähigkeit derselben im Beihilferecht, sondern dazu, dass diese mangels erforderlicher Zulassung in Deutschland nicht vertrieben werden dürfen (vgl. OVG NW, B.v. 10.12.2014 a.a.O.; LG Stuttgart, U.v. 17.11.2014 - 36 O 23/14 KfH - juris), deshalb nicht verordnungsfähig (…vgl. BSG, U.v. 16.12.2008 - B 1 KN 3/07 KR R - juris Rn. 13 für das Recht der gesetzlichen Krankenversicherung) und daher auch keine erstattungsfähigen Arzneimittel i.S.v. § 22 Abs. 1 Nr. 1 BBhV sind.
Der Stoff muss in der vorhandenen Zusammensetzung, einschließlich der Dosierung seiner Wirkstoffe und bei bestimmungsgemäßer Anwendung, geeignet sein, die Funktionsbedingungen des menschlichen Körpers in einem nennenswerten Ausmaß durch eine pharmakologische Wirkungsweise zu beeinflussen; er muss zu einer Veränderung führen, die außerhalb der normalen Lebensvorgänge liegt, vgl. EuGH, Urteile vom 15.01.2009 - C-40/07 - und vom 15.11.2007 - C-319/05 - ; BVerwG, Urteile vom 26.05.2009 - 3 C 5.00 - und vom 25.07.2007 - 3 C 21.06 - sowie - 3 C 23.06 - OVG NRW, Beschluss vom 10.12.2014 - 13 A 1202/14 -, juris.
Die nachgewiesene therapeutische Wirksamkeit (d.h. ein auf einen bestimmten, belegten Heilerfolg abzielender Ausschnitt aus dem allgemeinen Wirkungsspektrum) berechtigt zwar im Wege eines Erst-Recht-Schlusses zur Annahme einer pharmakologischen Wirkung; sie ist aber kein notwendiges Element pharmakologischer Wirkung, BVerwG, Urteil vom 14.12.2006 - 3 C 40.05 -, juris; OVG NRW, Beschlüsse vom 10.12.2014 - 13 A 1202/14 - und vom 27.01.2015 - 13 A 1872/14 -, juris.