Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=14.03.1968&Aktenzeichen=VIII%20C%2051.66
Timestamp: 2019-12-10 01:42:18
Document Index: 346371600

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 1', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6']

BVerwG, 14.03.1968 - VIII C 51.66 - dejure.org
https://dejure.org/1968,1270
BVerwG, 14.03.1968 - VIII C 51.66 (https://dejure.org/1968,1270)
BVerwG, Entscheidung vom 14.03.1968 - VIII C 51.66 (https://dejure.org/1968,1270)
BVerwG, Entscheidung vom 14. März 1968 - VIII C 51.66 (https://dejure.org/1968,1270)
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Vertriebenenrecht nach dem Bundesvertriebenengesetz (BVFG) und Antrag auf Ausstellung eines Ausweises für Heimatvertriebene als deutsche Volkszugehörige mit Erziehung im Geiste deutscher Kultur - Möglichkeit einer Gleichstellung mit Vertriebenen auf Grund einer Ehe mit ...
VGH Bayern, 10.03.1966 - 127 VI 65
VGH Bayern, 10.03.1966 - 132 VI 65
BVerwG, 15.05.1990 - 9 C 51.89
Voraussetzungen für die deutsche Volkszugehörigkeit von nach Beginn der …
Zum anderen ist in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts wiederholt klargestellt worden, daß weder die Wahl eines Ehegatten fremder Volkszugehörigkeit noch eine Erziehung der aus dieser Verbindung stammenden Kinder im Volkstum des nichtdeutschen Ehegatten einem Bekenntnis des anderen Ehegatten zum deutschen Volkstum entgegenstehen, wie sich allein schon aus der Vorschrift des § 1 Abs. 3 BVFG ergibt (vgl. z.B. Urteil vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 51.66 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 9).
Nur ein solcher Sachverhalt kann rechtlich einem ausdrücklich oder in schlüssiger Form abgelegten Volkstumsbekenntnis durch frühgeborene bekenntnisfähige Personen mit der Folge gleichgestellt werden, daß als objektive Bestätigung die ethnische Abstammung von dem volksdeutschen Elternteil ausreicht und es auf die Beherrschung der deutschen Sprache nicht entscheidend ankommt (vgl. Urteil vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 51.66 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 9).
Sie sind - das ergibt das Wort "wie" - lediglich beispielhaft aneinandergereiht, so daß eines der angeführten Merkmale genügt (vgl. Beschluß vom 12. Dezember 1963 - BVerwG 8 B 11.63 - Beschluß vom 28. November 1967 - BVerwG 8 B 93.66 - Urteil vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 51.66 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 9; Urteil vom 30. Mai 1973 - BVerwG 8 C 5.72 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 23; Urteil vom 28. Februar 1979 - BVerwG 8 C 61.78 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 37; Urteil vom 13. Juni 1995 - BVerwG 9 C 392.94 -).
Denn der Begriff des Bekenntnisses zum deutschen Volkstum hat allein den Zweck, eine tatbestandsmäßige Abgrenzung des Personenkreises zu ermöglichen, der im Vertreibungsgebiet von den dortigen Behörden der deutschen Bevölkerung zugerechnet wurde und damit von Vertreibungsmaßnahmen betroffen war (Urteil vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 51.66 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 9).
Zum einen vermag schon ganz allgemein das Verhalten Dritter ein Bekenntnis zum deutschen Volkstum nicht zu ersetzen (…vgl. Urteil vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 118.65 - a.a.O. S. 18; Urteil vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 51.66 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 9; siehe auch Beschluß vom 22. Mai 1989 - BVerwG 9 B 4.89 -).
Allerdings kann ein solches Verhalten in tatsächlicher Hinsicht insofern von Bedeutung sein, als es in Verbindung mit anderen Umständen Rückschlüsse auf ein vor Beginn der allgemeinen Vertreibungsmaßnahmen abgelegtes Bekenntnis gestatten kann (vgl. Beschluß vom 8. Mai 1987 - BVerwG 9 B 82.87 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 50;… siehe auch Urteil vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 118.65 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 8, S. 18; Urteil vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 51.66 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 9).
Eine Beherrschung der deutschen Sprache als Muttersprache oder - bei Mehrsprachigkeit - ihr Gebrauch als gegenüber der Landessprache bevorzugter Umgangssprache ist in diesem Fall daneben nicht erforderlich (vgl. Urteil vom 28. Februar 1979 - BVerwG 8 C 61.78 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 37; Beschluß vom 12. Dezember 1963 - BVerwG 8 B 11.63 - Beschluß vom 28. November 1967 - BVerwG 8 B 93.66 - Urteil vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 51.66 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 9; Urteil vom 30. Mai 1973 - BVerwG 8 C 5.72 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 23; Urteil vom 2. Dezember 1986 - BVerwG 9 C 6.86 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 47).
Dies ist als Bestätigung eines ausdrücklich abgelegten Bekenntnisses zum deutschen Volkstum ausreichend (Beschluß vom 12. Dezember 1963 - BVerwG 8 B 11.63 -, S. 6; Urteil vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 51.66 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 9).
Eine Beherrschung der deutschen Sprache als Muttersprache oder - bei Mehrsprachigkeit - ihr Gebrauch als gegenüber der Landessprache bevorzugter Umgangssprache ist in diesem Falle daneben nicht erforderlich (Urteil vom 28. Februar 1979 - BVerwG 8 C 61.78 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 37; Beschluß vom 12. Dezember 1963 - BVerwG 8 B 11.63 - Beschluß vom 28. November 1967 - BVerwG 8 B 93.66 - Urteil vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 51.66 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 9; Urteil vom 30. Mai 1973 - BVerwG 8 C 5.72 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 23; Urteil vom 2. Dezember 1986 - BVerwG 9 C 6.86 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 47).
Die Bestätigungsmerkmale sind in § 6 BVFG nicht abschließend aufgezählt (Urteile vom 14. März 1968 - BVerwG VIII C 51.66 - [Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 9 = ZLA 1969 S. 40] und vom 9. Juni 1971 - BVerwG VIII G 31.69 - [Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 20]).
Fehlende Kenntnis der deutschen Sprache steht dem nicht entgegen (Urteile vom 14. März 1966 - BVerwG VIII C 51.66 - [a.a.O.] und vom 30. Mai 1973 - BVerwG VIII C 5.72 -).
Diese Erfordernisse dienen dem Zweck, den von den Behörden des Vertreibungsgebiets der deutschen Bevölkerung zugerechneten und deshalb von Vertreibungsmaßnahmen i.S. des § 1 Abs. 1 BVFG betroffenen Personenkreis gegenüber den durch den zweiten Weltkrieg entwurzelten Personen anderen Volkstums begrifflich abzugrenzen, also gegenüber denjenigen Personen, die sich gegen Ende des zweiten Weltkriegs äußerlich in der gleichen Lage wie Volksdeutsche befanden, weil sie aus anderen Gründen ausgewiesen wurden oder fliehen mußten (Urteil vom 8. Februar 1962 - BVerwG 8 C 469.59 - DÖV 1962, 622; Urteil vom 26. April 1967 - BVerwG 8 C 30.64 - BVerwGE 26, 344 ; Urteil vom 14. März 1968 - BVerwG 8 C 51.66 - Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 9; siehe auch Nitsche, Der Begriff der deutschen Volkszugehörigkeit in der Gesetzgebung für Vertriebene und Flüchtlinge, DÖV 1953, 461).
vgl. BVerwG, Urteile vom 14. März 1968 - VIII C 51.66 -, Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 9, vom 24. Oktober 1968 - III C 121.67 -, BVerwGE 30, 305, und vom 15. Juli 1986 - 9 C 9.86 -, BVerwGE 74, 336.
Die Muttersprache ist einerseits ein Bestätigungsmerkmal im Sinne des § 6 BVFG, das ein Bekenntnis der Klägerin zum deutschen Volkstum rechtlich nicht ausschließen kann (Urteil vom 14. März 1968 - BVerwG VIII C 51.66 - [Buchholz 412.3 § 6 BVFG Nr. 9 - ZLA 1969, 40]).
BVerwG, 14.08.1986 - 9 B 50.86
Auslegung des Begriffs "deutsche Volkszugehörigkeit" - Annahme eines subjektiven …