Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_30_09_2010_Xa_ZR_130_08_Definition_des_Reiseveranstalter-d4167796.html
Timestamp: 2016-12-06 06:24:34
Document Index: 298036296

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 651', '§ 651', '§ 675', '§ 651', 'BGH', 'BGH']

BGH, 30.09.2010 - Xa ZR 130/08 - Definition des Reiseveranstalters und Abgrenzung zwischen Reisevertrag und Reisevermittlungsvertrag; Gesetzliche Auslegungsregel für die Annahme der Reiseveranstaltereigenschaft bei Zusammenstellen von Reiseleistungen verschiedener Leistungserbringer auf Wunsch des Kunden; Kriterien für die auch richtlinienkonforme Auslegung der Willenserklärungen hinsichtlich der Vereinbarung eines Reisevertrags | Urteile auf anwalt24.de
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BGH, 30.09.2010 - Xa ZR 130/08 - Definition des Reiseveranstalters und Abgrenzung zwischen Reisevertrag und Reisevermittlungsvertrag; Gesetzliche Auslegungsregel für die Annahme der Reiseveranstaltereigenschaft bei Zusammenstellen von Reiseleistungen verschiedener Leistungserbringer auf Wunsch des Kunden; Kriterien für die auch richtlinienkonforme Auslegung der Willenserklärungen hinsichtlich der Vereinbarung eines Reisevertrags
BundesgerichtshofUrt. v. 30.09.2010, Az.: Xa ZR 130/08Gericht: BGHEntscheidungsform: UrteilDatum: 30.09.2010Referenz: JurionRS 2010, 27090Aktenzeichen: Xa ZR 130/08 Verfahrensgang:vorgehend:AG Frankfurt am Main - 21.02.2008 - AZ: 30 C 3839/06 - 25LG Frankfurt am Main - 30.10.2008 - AZ: 2-24 S 64/08Rechtsgrundlagen:§ 651a Abs. 1 BGB§ 651a Abs. 2 BGB§ 675 BGBRL 90/314/EWG 1990Fundstellen:NJW 2011, 599-600PA 2011, 1RdW 2010, 700-701RRa 2011, 29-32VersR 2011, 888-890VRR 2011, 84ZGS 2010, 487-488 (Pressemitteilung)Redaktioneller Leitsatz:Ein Reisebüro übernimmt aus der maßgeblichen Sicht des durchschnittlichen Reisekunden in der Regel nur die Vermittlung von Reiseleistungen, nicht hingegen die Haftung für deren ordnungsgemäße Durchführung. Ein Reisebüro wird auch nicht dadurch zwangsläufig zum für etwaige Reisemängel haftenden Reiseveranstalter, dass es mehrere zeitlich und örtlich abgestimmter Einzelleistungen verschiedener Leistungserbringer individuell nach den Vorgaben des Kunden zusammenstellt. Etwas anderes folgt weder aus § 651a BGB noch aus dessen europarechtskonformen Auslegung nach Maßgabe der Richtlinie 90/314/EWG vom13.06.1990.Werden jedoch diverse Einzelleistungen nicht namentlich bezeichneter Leistungserbringer bereits vor Nachfrage des individuellen Kunden gebündelt und zu einem Gesamtpreis angeboten, so ist das Reisebüro als Reiseveranstalter zu qualifizieren.Der Xa-Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 30. September 2010 durch den Richter Keukenschrijver, die Richterin Mühlens, die Richter Dr. Bacher und Hoffmann und die Richterin Schuster für Recht erkannt: Tenor:Die Revision gegen das am 30. Oktober 2008 verkündete Urteil der 24. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt am Main wird auf Kosten der Klägerin zu 2 zurückgewiesen. BGH, 30.09.2010BGH, 30.09.2010