Source: https://www.juraforum.de/lexikon/einkommensteuererklaerung
Timestamp: 2018-05-23 09:28:16
Document Index: 191916413

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 17', '§ 54', '§ 20', '§ 150', '§ 87', '§ 25', '§ 25', '§ 56', '§ 46', '§ 149', '§ 25']

ᐅ Einkommensteuererklärung – Steuerlex im JuraForum.de
Erklärung zum Begriff Einkommensteuererklärung
Eintragung eines Freibetrags auf der Lohnsteuerkarte bzw. Ersatzbescheinigung (außer Behinderten-Pauschbetrag)
15.329 EUR
Das Verfahren der Fristverlängerung für die Abgabe von Steuererklärungen, die von Angehörigen der steuerberatenden Berufe erstellt werden, ist 2006 neu geregelt worden (vgl. Gleich lautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder vom 23.02.2006 über Steuererklärungsfristen, BStBl I 2006, 234). Statt der Zweiteilung des Fristverlängerungsverfahrens (allgemeine Fristverlängerung bis zum 30.09. des Folgejahres; Fristverlängerung im vereinfachten Verfahren bis zum 28./29.02. des Zweitfolgejahres) gilt ein einheitlicher Zeitpunkt: Danach können Steuererklärungen ohne besonderen Antrag bis zum 31.12. des Folgejahres abgegeben werden, wenn diese von Personen erstellt werden, die zur geschäftsmäßigen Hilfeleistung in Steuersachen befugt sind (dies sind Personen oder Gesellschaften im Sinne des § 3 des Steuerberatungsgesetzes (StBerG), Behörden oder Körperschaften des öffentlichen Rechts im Sinne des § 4 Nr. 3 StBerG oder Landwirtschaftliche Buchstellen im Sinne des § 4 Nr. 8 StBerG). Bei Steuererklärungen für Steuerpflichtige, die den Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft nach einem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr ermitteln (Abschnitt I Absatz 2), tritt an die Stelle des 31.12. der 31.03. des Zweitfolgejahres.
Es bleibt den Finanzämtern vorbehalten, Erklärungen mit angemessener Frist für einen Zeitpunkt vor Ablauf der allgemein verlängerten Frist anzufordern. Von dieser Möglichkeit soll insbesondere Gebrauch gemacht werden, wenn für Beteiligte an Gesellschaften und Gemeinschaften Verluste festzustellen sind, wenn hohe Abschlusszahlungen erwartet werden oder wenn die Arbeitslage der Finanzämter es erfordert. Im Übrigen wird davon ausgegangen, dass die Erklärungen laufend fertig gestellt und unverzüglich eingereicht werden.
Nur aufgrund begründeter Einzelanträge kann die Frist für die Abgabe der Steuererklärungen bis zum 28./29.02. des Zweitfolgejahres verlängert werden. Eine weitergehende Fristverlängerung kommt grundsätzlich nicht in Betracht. Zu den Abgabefristen für das Kalenderjahr 2008 vgl. Gleich lautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder vom 02.01.2009 - 3 - S 0320 / 35. Zu den Abgabefristen für das Kalenderjahr 2009 vgl. Gleich lautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder vom 04.01.2010.. Zu den Abgabefristen für das Kalenderjahr 2010 vgl. Gleich lautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder vom 03.01.2011.
Anders dagegen bei der freiwilligen Abgabe der Einkommensteuererklärung (Antragsveranlagung). Für diese Fälle galt lange eine Ausschlussfrist von 2 Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, innerhalb dessen die Steuererklärung beim Finanzamt eingehen musste, damit ein wirksamer Antrag auf Durchführung einer Einkommensteuerveranlagung vorgelegen hat. Mit dem Jahressteuergesetz 2008 ist die Zweijahresfrist aufgehoben worden. Die Einkommensteuererklärung für 2007 kann daher auch über den 31.12.2009 hinaus zumindest bis zum 31.12.2011 beim Finanzamt eingehen.
Ein Antrag auf Einkommensteuerveranlagung, um überzahlte Steuern zurückzuerhalten, empfiehlt sich in folgenden Fällen:
bei Vorliegen erhöhter Werbungskosten über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 EUR (bis 2010 = 920 EUR) hinaus
Berücksichtigung von außergewöhnlichen Belastungen
zur Anwendnung des günstigeren individuellen Steuersatzes bei Kapitaleinkünften (unterhalb der Kapitalertragsteuer in Höhe von 25 % - Abgeltungsteuer)
Die Unterzeichnung der Einkommensteuererklärung durch einen Bevollmächtigten z.B. bei Wegzug ins Ausland ist möglich (BFH, 10.04.2002 - VI R 66/98, BStBl II 2002, 455). Es erfolgt keine Haftung wegen Steuerhinterziehung wegen bloßer Mitunterzeichnung der gemeinsamen Steuererklärung von zusammenveranlagten Ehegatten (BFH, 16.04.2002 - IX R 40/00, BStBl II 2002, 501).
Einkommenssteuer Frist da_kwien schrieb am 15.11.2017, 21:06 Uhr:
Guten Abend,folgender fiktiver Fall:Mal angenommen, jemand hat ein Einkommen von 2400€ brutto im Monat und bekommt für eine im eigenen Haus vermietete Wohnung 530€ (inkl. Aller Nebenkosten) im Monat, ist er dann dazu verpflichtet eine Einkommenssteuererklärung abzugeben? (Ledig, keine Kinder, Steuerklasse 1).Person A hat in der... » weiter lesen
Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung Tiger63 schrieb am 02.07.2016, 06:19 Uhr:
Person A sei bisher nicht verpflichtet gewesen eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Für die Jahre 2012 und 2013 habe A jedoch freiwillig eine Erklärung abgegeben, da mit einer kleinen Erstattung zu rechnen war.Im Jahr 2015 hatte A nun fiktiv eine neue Einkunftsart, die dazu führen würde, dass er erstmalig eine Steuererklärung... » weiter lesen
Vorhandene Möbelstücke im Homeoffice in Einkommensteuererklärung geltend machen QuestionerX schrieb am 18.01.2016, 00:38 Uhr:
Guten Tag,jetzt stellt sich mir noch ein weiterer Sachverhalt:Ein AN hat Anfang 2014 in den eigenen Wohnräumen ein Büro eingerichtet, welches er jedoch nur privat genutzt hat. Ab 2015 hat der AN vollständig ins Homeoffice gewechselt, sodass er seine Arbeit hauptsächlich in diesem bereits eingerichteten Büro erbringt und dieses somit ab... » weiter lesen
Einkommensteuererklärung RosiRatlos schrieb am 10.01.2015, 12:05 Uhr:
Eine Frage:Herr X ist verpflichtet eine Einkommensteuererklärung abzugeben. Er tut das aber nicht, obwohl er dadurch eine Rückzahlung bekommen hätte. Es geht also nicht um Betrug oder einen finanziellen Vorteil. Er will lediglich aus persönlichen Gründen seine Adresse geheim halten.Abgesehen davon ist er auch nicht in Deutschland... » weiter lesen
Verjährungsfrist für die Erklärung zum Verlustvortrag Amsel1986 schrieb am 18.03.2014, 21:27 Uhr:
Hallo liebe Community, ich habe eine Frage, zu der es derzeit irgendwie zwei Meinungen gibt. Kurzer Sachverhalt: A gibt Anfang 2014 seine Erklärung zum Verlustvortrag von 2007 - 2013 ab. A hat noch nie eine Steuererklärung gemacht. In der Zeit von 09/2007 bis 02/2013 war A Student. Finanzamt sagt, dass die Erklärungen von 2007 -... » weiter lesen
Fehlende Immatrikulationsbescheinigung der Tochter für Einkommensteuererklärung heninho schrieb am 03.05.2011, 18:59 Uhr:
Hallo! Mal angenommen, Frau Mustermann hat eine Tochter, die seit Oktober 2010 studiert. Die Tochter ist bereits im Sommer 2008 ausgezogen und wohnt seither mit ihrem Freund zusammen. Sie verweigert Frau Mustermann jede Bestätigung ihres Studiums, sogar ihre neue Anschrift oder Telefonnummer. Dies hat sie zwar in den vergangenen... » weiter lesen
einkommensteuererklärung - handwerkerleistungen - H I L F E ! ! zeiten schrieb am 26.09.2010, 17:20 Uhr:
harrrrrrrr.....person a müsste die steuererklärung lange fertig haben.... aber jetzt findet sie, dass man handwerkerleistungen dort aufführen kann. falls sie es richtig verstandne hat, dann dürfen aber nur die reinen lohnkosten dort rein.jetzt gibt es eine rechnung, wo der handwerker aber sowohl das neue gerät (durchlauferhitzer) incl.... » weiter lesen
Einkommensteuererklärung manipulierbar bei Selbstständigkeit? stunningguy schrieb am 07.08.2007, 19:59 Uhr:
Nur eine kurze Frage: Ist es möglich, dass ein Selbstständiger bzw. sein Steuerberater seine Einkommensteuererklärung manipuliert, sodass er offiziell weniger verdient, als tatsächlich um dadurch weniger Unterhalt für sein Kind zahlen zu müssen? » weiter lesen
Nicht selten kommt es vor, dass etwas in der GmbH oder AG passiert und das Finanzamt davon gerne Mitteilung hätte. Die wichtigen Normen sind (für das Finanzamt) der § 17 EStG und (für den Notar) der § 54 EStDV. 54 EStDV bestimmt, dass Notare verpflichtet sind, dem nach § 20 AO zuständigen Finanzamt vor allem über die Gründung, Kapitalerhöhung oder -herabsetzung, Umwandlung oder Auflösung von Kapitalgesellschaften oder die Verfügung über... » weiter lesen
Anleger mussten es immer wieder erleben, dass ihre Investitionen in Anleihen floppten. Der finanzielle Schaden ist gewaltig. Damit war es aber noch nicht getan. Denn die Verluste konnten vielfach noch nicht einmal steuerlich geltend gemacht werden. Doch zumindest hier gibt es nach einer aktuellen Entscheidung des Bundesfinanzhofs erfreuliche Nachrichten (Az.: VIII R 13/15). Der BFH stellte fest, dass der endgültige Ausfall einer... » weiter lesen
Zins von sechs Prozent für Steuernachzahlungen wird von FG Münster gebilligt
18.09.2017 | Wirtschaft & Steuern
Münster (jur). Der Zinssatz von sechs Prozent für Steuernachzahlungen oder auch Steuererstattungen war jedenfalls bis 2015 noch rechtmäßig und verfassungsgemäß. Das hat das Finanzgericht (FG) Münster in einem am Freitag, 15. September 2017, bekanntgegebenen Urteil entschieden (Az.: 10 K 2472/16). Dies habe noch im Rahmen des gesetzgeberischen Gestaltungsspielraums gelegen.Das klagende Ehepaar hatte für das Steuerjahr 2011 nur geringe... » weiter lesen
29.06.2017 | Mietrecht & WEG
München (jur). Ist ein Grundstücksinteressent von einem Makler um den gezahlten Kaufpreis betrogen worden, kann der Verlust steuerlich als Werbungskosten aus Vermietung und Verpachtung geltend gemacht werden. Voraussetzung hierfür ist aber, dass er tatsächlich zum Kauf und zur Vermietung des Grundstücks entschlossen war, entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in München in einem am Mittwoch, 28. Juni 2017, veröffentlichten Urteil (Az.: IX R... » weiter lesen
Für nichtverheiratete Hetero-Lebenspartner gibt es keine Zusammenveranlagung
22.06.2017 | Wirtschaft & Steuern
München (jur). „Lebenspartner“ sind vor dem Finanzamt nicht gleich „Lebenspartner“. So können zwar gleichgeschlechtliche eingetragene Lebenspartner eine Zusammenveranlagung bei der Einkommensteuer beanspruchen, nicht aber verschiedengeschlechtliche, nicht verheiratete „Lebenspartner“, betonte der Bundesfinanzhof (BFH) in einem am Mittwoch, 21. Juni 2017, veröffentlichten Beschluss (Az.: III B 100/16). Die Münchener Richter wiesen damit die... » weiter lesen
Einkommensteuererklärung Urteile und Entscheidungen
Allein der Umstand, dass die mit ElsterFormular abgegebene elektronische Einkommensteuererklärung keinen vollständigen Ausdruck der Steuererklärungsformulare liefert, lässt eine ansonsten gegebene grobe Fahrlässigkeit nicht entfallen.
» BFH, 20.03.2013, VI R 5/11
Eine Einkommensteuererklärung ist auch dann nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck abgegeben, wenn ein --auch einseitig-- privat gedruckter oder fotokopierter Vordruck verwendet wird, der dem amtlichen Muster entspricht.
» BFH, 22.05.2006, VI R 15/02
Steuererklärungen sind grundsätzlich nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck abzugeben. Ungeachtet der Erleichterungen für die Übermittlung elektronischer Dokumente (§ 150 Abs. 1 Satz 2 i.V. mit § 87a AO) ist die Abgabe einer Einkommensteuererklärung auf einer Diskette kein geeigneter Weg, der Steuererklärungspflicht zu genügen.
» FG-DES-SAARLANDES, 07.02.2008, 2 K 2219/06
Sicherheitsfrage 52 + A ch;t =
Einkommensteuererklärung – Weitere Begriffe im Umkreis
ELSTER (Elektronische Steuererklärung) ist ein Projekt der deutschen Steuerverwaltung, das die sichere elektronische Übermittlung von Steuerdaten zum Ziel hat.Neben den Steuerberatern erstellen immer mehr Bürger ihre Steuererklärungen am Computer....
Der Begriff Lohnsteuer ist jedem unselbständig beschäftigten Arbeitnehmer bekannt. Die Lohnsteuer ist eine der wesentlichen Stützen der Finanzierung des deutschen Staates. Im Gegensatz zu anderen nachgelagerten Steuern wie etwa der...
Mit der Elster Steuererklärung papierlos zum Finanzamt Vieles geht schneller, wenn der Steuerzahler mit der Elster Steuererklärung arbeitet. Die Steuererklärung herunterladen, am Bildschirm ausfüllen und direkt ans Finanzamt schicken - so...
Inhaltsübersicht 1. Grundsätzliche Steuererklärungspflicht (§ 25 EStG) 1.1 Veranlagungspflicht nach § 25 EStG (§ 56 EStDV) 1.2 Veranlagungspflicht nach § 46 EStG 2. Fristen / Formvorschriften 3. Besonderheiten bei...
Mitgliedervereinigung - Leistungsaustausch
Personenvereinigungen, wie Personengesellschaften (OHG, KG, GbR) oder Mitgliedervereinigungen (Vereine, Genossenschaften) können auch mit den Leistungen, die sie an die Gesellschafter bzw. Mitglieder erbringen, umsatzsteuerlich relevante...
Inhaltsübersicht 1. Allgemein 2. Land- und Forstwirte 1. Allgemein Die gesetzliche Frist zur Abgabe der Einkommensteuererklärung ist der 31.05. des folgenden Jahres (§ 149 Abs. 2 S. 1 AO i.V.m. § 25 EStG). Für die...
Grundsätzlich ist es so, dass der Staat jegliche Beteiligung an privaten Ausgaben ablehnt. Ausnahmen bilden die sogenannten „außergewöhnlichen Belastungen“. Außergewöhnliche Belastungen sind Belastungen finanzieller Art, die zusätzlich zu den...
Der Gesetzgeber geht vermehrt dazu über, Leistungen nachgelagert zu besteuern. Bekannt ist das System bereits durch die Besteuerung von Pensionären, deren Versorgungsbezüge immer schon nachgelagert besteuert worden sind. Im Rahmen der...