Source: https://www.abenteuerwege.de/ueber-uns/kontakt-buchung/agb/
Timestamp: 2018-06-23 02:10:47
Document Index: 125113723

Matched Legal Cases: ['§ 254', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651']

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Allgemeine Geschäftsbedingungen der AbenteuerWege Reisen GmbH als PDF downloaden
1.1. Mit der Reiseanmeldung (Buchung) bietet der Kunde AbenteuerWege Reisen GmbH (kurz: der Reiseveranstalter) den Abschluss eines Reisevertrages auf der Grundlage dieser AGB in Verbindung mit der konkreten Reisebeschreibung und den ergänzenden Angaben in der Buchungsgrundlage (Reisekatalog, Homepage des Reiseveranstalters oder individuelles Reiseangebot), soweit diese dem Kunden vorliegen, verbindlich an. Der Kunde ist an sein Angebot für die Dauer von 7 Werktagen gebunden.
1.2. Die Buchung kann schriftlich, mündlich, telefonisch, per Fax oder auf elektronischem Wege (Email oder Internet) vorgenommen werden. Für Buchungen im Internet gilt: Mit Betätigung der Schaltfläche „zahlungspflichtig buchen“ bietet der Kunde dem Reiseveranstalter den Abschluss des Reisevertrages verbindlich an.
1.3. Der Reiseveranstalter wird dem Kunden unverzüglich eine – ggf. elektronisch generierte – Eingangsbestätigung zukommen lassen, mit der lediglich der Zugang der Buchung bestätigt wird. Der Reiseveranstalter wird dann – ggf. auch bei seinen Vertragspartnern – prüfen, ob die Reise wie vom Kunden gewünscht durchgeführt werden kann.
1.4. Sofern der Kunde oder eventuelle Mitreisende Sonderwünsche oder spezielle Anforderungen haben, die über die der Buchung zugrunde liegenden Reisebeschreibung oder den ergänzenden Angaben in der Buchungsgrundlage (Reisekatalog, Homepage des Reiseveranstalters oder individuelles Reiseangebot) hinausgehen, so ist der Kunde verpflichtet, diese Wünsche oder Anforderungen dem Reiseveranstalter bei der Buchung mitzuteilen. Der Reiseveranstalter wird bei seiner Prüfung, ob die Reise durchgeführt werden kann, auch prüfen, ob diese Wünschen oder Anforderungen des Kunden oder der Mitreisenden erfüllt werden können.
1.5. Kann die Reise wie gebucht – inklusive der etwa geäußerten Sonderwünsche oder speziellen Anforderungen des Kunden oder der Mitreisenden – durchgeführt werden, so wird der Reiseveranstalter dem Kunden umgehend, spätestens aber innerhalb von 7 Werktagen nach der Buchung, die Reisebestätigung zukommen lassen. Der Reisevertrag kommt mit dem Zugang dieser Reisebestätigung beim Kunden zustande. Zugleich erhält der Kunde den Reisepreissicherungsschein sowie ggf. erste Reiseunterlagen per Post, Fax oder E-Mail übermittelt. Kann die Reise nicht wie gebucht durchgeführt werden, so wird der Reiseveranstalter den Kunden hierüber unverzüglich nach der Prüfung der Durchführbarkeit informieren. Das gilt auch für den Fall, dass der Reiseveranstalter Sonderwünsche oder spezielle Anforderungen des Kunden oder der Mitreisenden im Sinne der Ziff. 1.4. nicht erfüllen kann.
1.6. Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Buchung ab, oder erhält der Kunde die Reisebestätigung nicht innerhalb von 7 Werktagen nach der Buchung, liegt ein neues Angebot durch den Reiseveranstalter vor, an das dieser für die Dauer von zehn Tagen gebunden ist. Der Reisevertrag kommt auf Grundlage dieses neuen Angebotes zustande, wenn der Kunde innerhalb dieser Frist die Annahme ausdrücklich erklärt oder die Anzahlung leistet.
2.1. Reiseveranstalter und Reisevermittler dürfen Zahlungen auf den Reisepreis vor Beendigung der Reise nur fordern oder annehmen, wenn dem Kunden der Sicherungsschein übergeben wurde.
2.4. Erfolgen Anzahlung und/oder Restzahlung nicht fristgemäß, so ist der Reiseveranstalter nach Mahnung mit Fristsetzung berechtigt, vom Vertrag zurücktreten und den Kunden mit Rücktrittskosten nach Ziffer 5. zu belasten.
2.5. Ohne vollständige Bezahlung des Reisepreises besteht kein Anspruch des Kunden auf Inanspruchnahme der Reiseleistungen oder auf Aushändigung der Reiseunterlagen. Der Kunde ist nicht berechtigt, gegen Ansprüche auf Zahlung des vereinbarten Reisepreises mit Gegenforderungen aufzurechnen, es sei denn, die Gegenforderung ist unbestritten oder rechtskräftig festgestellt.
3.1. Der Reiseveranstalter stellt dem Kunden die Reiseunterlagen (Informations-Paket) nach vollständiger Zahlung des Kaufpreises unverzüglich, jedenfalls aber rechtzeitig vor Reisebeginn, zur Verfügung.
3.2. Der Kunde ist verpflichtet, Vertrags- und Reiseunterlagen, die dem Kunden durch den Reiseveranstalter oder durch einen seiner Vertragspartner ausgehändigt wurden, insbesondere Buchungs- und Reisebestätigungen, Flugscheine, Hotelgutscheine, Versicherungsscheine und sonstige Reiseunterlagen, unverzüglich auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu überprüfen.
3.3. Der Kunde ist verpflichtet, den Reiseveranstalter über vom Kunden erkennbare Fehler, Abweichungen, fehlende Unterlagen oder sonstige Unstimmigkeiten unverzüglich zu unterrichten. Kommt der Kunde dieser Pflicht nicht nach, so kann eine Schadensersatzverpflichtung seitens des Reiseveranstalters bezüglich eines hieraus dem Kunden entstehenden Schaden nach den gesetzlichen Bestimmungen über die Schadensminderungspflicht (§ 254 BGB) eingeschränkt oder ganz ausgeschlossen sein.
3.4. Für durch die Post oder andere beauftragte Kurierdienste verloren gegangene oder verspätete Sendungen übernimmt der Reiseveranstalter keine Gewähr. Die Versendung erfolgt auf Risiko des Kunden. Der Kunde ist verpflichtet, den Reiseveranstalter umgehend in Kenntnis zu setzen, wenn er die Reisedokumente nicht spätestens 5 Tage vor Reiseantritt erhalten hat. Wenn der Kunde dieser Verpflichtung nicht nachkommt und die Reise auf Grund der fehlenden Reisedokumente nicht angetreten werden kann, kann der Reiseveranstalter dies als Rücktritt nach Ziff. 5 werten.
4.2. Hotel-, Orts- oder Schiffsprospekte und Beschreibungen auf Homepages, die nicht vom Reiseveranstalter herausgegeben worden sind, sind für diesen nicht verbindlich, es sei denn, diese sind Teil der vom Reiseveranstalter dem Kunden zur Verfügung gestellten Reisebestätigung.
4.3. Reisebüros und Buchungsstellen sind nicht berechtigt, über die Beschreibung im Katalog oder im jeweiligen Angebot hinausgehende oder abweichende Zusicherungen gegenüber dem Kunden abzugeben. Zur Einbeziehung in den Vertrag bedürfen sie der ausdrücklichen Bestätigung durch den Reiseveranstalter.
4.4. Änderungen oder Abweichungen einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsschluss notwendig werden und die vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen. Das gilt auch für Änderungen, die aufgrund der Witterungsverhältnisse am Zielort notwendig werden.
4.5. Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, den Kunden über Leistungsänderungen unverzüglich nach Kenntnis von dem Änderungsgrund zu informieren. Im Fall der erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten oder stattdessen die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus seinem Angebot anzubieten. Der Kunde hat diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung des Reiseveranstalters über die Änderung der Reiseleistung diesem gegenüber geltend zu machen.
4.6. Der Reiseveranstalter behält sich vor, den im Reisevertrag vereinbarten Preis im Falle der Erhöhung der Beförderungskosten, oder der Abgaben für bestimmte Leistungen wie Hafen- oder Flughafengebühren oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse wie folgt zu ändern: Erhöhen sich die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Beförderungskosten, insbesondere die Treibstoffkosten, so kann der Reiseveranstalter den Reisepreis nach Maßgabe der nachfolgenden Berechnung erhöhen: – Bei einer auf den Sitzplatz bezogenen Erhöhung kann der Reiseveranstalter von dem Kunden den Erhöhungsbetrag verlangen. – In anderen Fällen werden die vom Beförderungsunternehmen pro Beförderungsmittel geforderten, zusätzlichen Beförderungskosten durch die Zahl der Sitzplätze des vereinbarten Beförderungsmittels geteilt. Der Reiseveranstalter kann dann den sich so ergebenden Erhöhungsbetrag für den Einzelplatz vom Kunden verlangen. Werden die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Abgaben wie Hafen- oder Flughafengebühren dem Reiseveranstalter gegenüber erhöht, so kann der Reisepreis um den entsprechenden anteiligen Betrag heraufgesetzt werden. Bei einer Änderung des Wechselkurses kann der Reiseveranstalter den Reisepreis in dem Umfang erhöhen, in dem sich der Preis für den Einkauf der Reiseleistungen erhöht hat.
4.7. Die Erhöhung ist nur zulässig, sofern zwischen Vertragsschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr als 4 Monate liegen und die zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsschluss noch nicht eingetreten und bei Vertragsschluss für den Reiseveranstalter nicht vorhersehbar waren.
4.8. Im Falle einer nachträglichen Änderung des Reisepreises hat der Reiseveranstalter den Kunden unverzüglich zu informieren. Preiserhöhungen ab dem 20. Tag vor Reiseantritt sind unwirksam. Bei Preiserhöhungen von mehr als 5 % ist der Kunde berechtigt, ohne Gebühren vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn der Reiseveranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus seinem Angebot anzubieten.
4.9. Der Kunde hat diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung des Reiseveranstalters über die Preiserhöhung diesem gegenüber geltend zu machen.
5. Rücktritt durch den Kunden, Umbuchungen, nicht in Anspruch genommene Leistungen
Der Kunde kann bis Reisebeginn jederzeit gegenüber dem Reiseveranstalter vom Reisevertrag zurücktreten. Maßgebend ist der Zugangszeitpunkt der Rücktrittserklärung beim Reiseveranstalter.
5.1.1. Tritt der Kunde vom Reisevertrag zurück oder tritt er die Reise nicht an, so verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf den Reisepreis. Stattdessen kann der Reiseveranstalter, soweit der Rücktritt nicht von ihm zu vertreten ist oder ein Fall höherer Gewalt vorliegt, unter Berücksichtigung gewöhnlich ersparter Aufwendungen und möglicher anderweitiger Verwendungen der Reiseleistungen folgende angemessene pauschale Entschädigung für die bis zum Rücktritt getroffenen Reisevorkehrungen und seine Aufwendungen in Abhängigkeit vom jeweiligen Reisepreis verlangen: Die Höhe richtet sich nach dem Reisepreis. In der Regel betragen die Rücktrittspauschalen, die der Reiseveranstalter im Falle des Rücktritts von der Reise je angemeldetem Teilnehmer fordern kann: a) bis 29 Tage vor Reisebeginn 20 % des Reisepreises; b) vom 28. bis 14. Tag vor Reisebeginn 40 % des Reisepreises; c) vom 13. bis 7. Tag vor Reisebeginn 60 % des Reisepreises; d) vom 6. Tag bis 4. Tag vor Reisebeginn 75 % des Reisepreises; e) vom 3. und 2. Tag vor Reisebeginn 80 % des Reisepreises; f) einen Tag vor Reisebeginn oder am Tag des Reisebeginns selbst sowie bei Nichtantritt der Reise 90 % des Reisepreises. Diese Entschädigungsregelungen gelten auch für den Fall, dass der Kunde die Reise ohne vorherige Mitteilung bzw. Rücktrittserklärung gegenüber dem Reiseveranstalter nicht antritt („no-show“).
5.1.2. Es bleibt dem Kunden unbenommen, den Nachweis zu führen, dass im Zusammenhang mit dem Rücktritt oder dem Nichtantritt der Reise keine oder geringere Kosten entstanden sind, als die vom Reiseveranstalter in der Pauschale ausgewiesenen Kosten.
5.1.3. Der Reiseveranstalter kann einen höheren, konkreten Schaden als in den pauschalierten Rücktrittskosten vereinbart geltend machen, wenn er den Nachweis führt, dass ihm wesentlich höhere Aufwendungen als die jeweils anwendbare Pauschale entstanden sind. In diesem Fall ist der Reiseveranstalter verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer etwaigen anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und zu belegen.
5.1.4. Der Reiseveranstalter empfiehlt den Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung.
Ein Anspruch des Kunden nach Vertragsschluss auf Änderungen hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart (Umbuchung) besteht nicht. Werden auf Wunsch des Kunden im Zeitraum nach der Buchung der Reise bis zum 22. Tag vor Reiseantritt für einen Termin, der innerhalb des zeitlichen Geltungsbereiches der Reiseausschreibung liegt, Änderungen hinsichtlich des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart vorgenommen, wird ein Umbuchungsentgelt in Höhe von pauschal 25,00 € pro Mitreisendem und Änderung erhoben. Der Betrag ist sofort fällig. Ab dem 21. Tag vor Reiseantritt sind Umbuchungen, sofern ihre Durchführung überhaupt möglich ist, nur nach Rücktritt vom Reisevertrag zu den Bedingungen gemäß Ziffer 5.1. mit gleichzeitiger Neuanmeldung möglich. Dies gilt nicht bei Umbuchungswünschen, die nur geringfügige Kosten verursachen.
Der Reiseveranstalter gibt neben der Reisebeschreibung, die der Kunde vor der Buchung zur Kenntnis zu nehmen hat, für alle Reisen einen Schwierigkeitsgrad an, und zwar abhängig etwa von Weglängen, der Schwierigkeit des Terrains, der Gesamtdauer der Reise und ähnlichen Kriterien. Der Kunde und alle Mitreisenden müssen über eine ausreichende körperliche Verfassung, ausreichende Erfahrung und eine der Reise angemessene Ausrüstung verfügen. Sollte der Kunde oder ein Mitreisender feststellen, dass er den Anforderungen der Reise nicht gewachsen ist, und aus diesem Grund die Reise abbrechen oder einzelne Reiseleistungen nicht in Anspruch nehmen, so besteht kein Anspruch auf Rückerstattung des Reisepreises, und zwar auch nicht anteilig. Für aus diesem Grund dem Kunden oder einem Mitreisenden entstehende Zusatzkosten (etwa für eine Unterkunft oder Reisekosten) haftet der Reiseveranstalter nicht.
5.5. Der Reiseveranstalter empfiehlt den Abschluss einer Reiseabbruchskosten- und einer Reiserücktrittskostenversicherung.
6.1. Der Reiseveranstalter kann den Vertrag nach Reisebeginn kündigen, wenn der Kunde die Durchführung des Vertrages, obwohl er eine Abmahnung erhalten hat, nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maß vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist.
6.2. Kündigt der Reiseveranstalter aus vorbezeichnetem Grund, so behält er den Anspruch auf den Gesamtpreis; er muss sich jedoch den Wert ersparter Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Verwendung der Reiseleistung erlangt, einschließlich der eventuell von den Leistungsträgern gutgeschriebenen Beträge. Die örtlichen Bevollmächtigen der Reiseveranstalters (Agentur, Reiseleitung) sind in diesen Fällen bevollmächtigt, die Rechte des Reiseveranstalters wahrzunehmen. Eventuelle Mehrkosten für den Rücktransport trägt der Kunde.
6.3. Ist in der Reisebeschreibung, der Reisebestätigung oder sonstigen Unterlagen, die Vertragsinhalt geworden sind, eine Mindestteilnehmerzahl festgelegt (Gruppenreise), so kann der Reiseveranstalter bis drei Wochen vor Reisebeginn bei Nichterreichen der in der Reisebeschreibung, der Reisebestätigung oder sonstigen Unterlagen, die Vertragsinhalt geworden sind, genannten Mindestteilnehmerzahl vom Reisevertrag zurücktreten. Der Reiseveranstalter ist verpflichtet, dem Kunden gegenüber die Absage der Reise unverzüglich zu erklären, sobald feststeht, dass die Reise nicht durchgeführt werden kann. Bereits geleistete Zahlungen des Kunden werden zurückerstattet.
6.4. Der Reiseveranstalter haftet in den Fällen der Ziff. 6.1. bis 6.3. nicht für eventuelle Mehrkosten des Reisenden (etwa für die bereits gebuchte An- und Rückreise). Dem Kunden wird empfohlen, eine Reiserücktrittskosten- und/oder Reiseabbruchskostenversicherung abzuschließen.
6.5. Der Reiseveranstalter bietet Reisen an, die aus Sicherheitsgründen nicht von einem Kunden alleine gebucht werden können. Sollte die Teilnehmerzahl nach dem Zustandekommen des Reisevertrages aus einem der in Ziffern 5. oder 6. genannten Gründe auf eine Person sinken, und ist dieser Grund nicht durch den Reiseveranstalter zu vertreten, so hat der Reiseveranstalter den Kunden unverzüglich auf diesen Umstand hinzuweisen und ihm das Recht einzuräumen, gemäß § 651 b BGB einen Ersatzteilnehmer zu stellen. Kommt der Kunde dem nicht nach oder widerspricht der Reiseveranstalter dem Eintritt des Dritten, weil dieser den besonderen Reiseanforderungen nicht genügt oder seiner Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anforderungen entgegenstehen, so kann der Reiseveranstalter den Reisevertrag fristlos kündigen. Die Rechtsfolgen ergeben sich aus Ziff. 6.2 und 6.4.
7.1. Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl der Reiseveranstalter als auch der Kunde den Reisevertrag allein nach Maßgabe dieser Vorschrift kündigen.
7.2. Wird der Reisevertrag nach Ziffer 7.1. gekündigt, so findet die Vorschrift des § 651 e Abs. 3 Satz 1 und 2, Abs. 4 Satz 1 BGB Anwendung. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen fallen die Mehrkosten dem Kunden zur Last.
8.1. Sollte eine Reiseleistung nicht oder nicht vertragsgemäß erbracht werden und ist dadurch der Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder nach dem Vertrag vorausgesetzten Nutzen aufgehoben oder vermindert, so kann der Kunde innerhalb angemessener Zeit Abhilfe verlangen. Der Reiseveranstalter kann die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. Der Reiseveranstalter kann auch in der Weise Abhilfe schaffen, dass er eine gleich- oder höherwertige Ersatzleistung erbringt.
8.2. Leistet der Reiseveranstalter nicht innerhalb einer vom Kunden gesetzten angemessenen Frist Abhilfe, so kann der Kunde selbst Abhilfe schaffen und Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen. Der Bestimmung einer Frist bedarf es nicht, wenn die Abhilfe vom Reiseleiter verweigert oder wenn die sofortige Abhilfe durch ein besonderes Interesse des Kunden geboten wird.
8.3. Für die Dauer einer nicht vertragsgemäßen Erbringung der Reise kann der Kunde eine entsprechende Herabsetzung des Reisepreises verlangen (Minderung). Der Reisepreis ist in dem Verhältnis herabzusetzen, in welchem zur Zeit des Verkaufes der Wert der Reise in mangelfreiem Zustand zu dem wirklichen Wert gestanden haben würde. Die Minderung tritt nicht ein, soweit der Kunde es schuldhaft unterlässt, den Mangel anzuzeigen. Die sich aus § 651 d Abs. 2 BGB ergebende Verpflichtung zur Mängelanzeige ist bei Reisen mit dem Reiseveranstalter dahingehend konkretisiert, dass der Kunde verpflichtet ist, auftretende Mängel unverzüglich der örtlichen Agentur (sofern vorhanden), der örtlichen Reiseleitung (sofern vorhanden) oder der 24-Stunden-Service-Hotline des Reiseveranstalters anzuzeigen und Abhilfe zu verlangen. Über die Erreichbarkeit des zuständigen Ansprechpartners und der Hotline wird der Kunde spätestens mit Übersendung der Reiseunterlagen unterrichtet. Ist seitens des Reiseveranstalters keine örtliche Reiseleitung vorgesehen und auch nicht geschuldet, so ist der Reiseteilnehmer verpflichtet, den Reiseveranstalter selbst unverzüglich Nachricht über die Beanstandungen zu geben und um Abhilfe zu ersuchen. Der Kontakt mit dem Reiseveranstalter kann unter der in den Reiseunterlagen angegebenen Adresse aufgenommen werden.
8.4. Bei Reisegepäck sind Verlust und Beschädigungen unverzüglich dem Beförderungsunternehmen und dem Reiseveranstalter anzuzeigen. Es ist eine schriftliche Bestätigung des Beförderungsunternehmens einzufordern. Der Reiseveranstalter empfiehlt den Abschluss einer Reisegepäck-Versicherung.
8.5. Wird die Reise infolge eines Reisemangels erheblich beeinträchtigt und leistet der Reiseveranstalter keine Abhilfe, so kann der Kunde den Vertrag kündigen. Dasselbe gilt, wenn ihm die Reise infolge eines solchen Mangels aus wichtigem, dem Reiseveranstalter erkennbaren Grund nicht zuzumuten ist. Die Kündigung ist erst zulässig, wenn der Reiseveranstalter bzw. seine Beauftragten eine ihnen vom Kunden bestimmte angemessene Frist haben verstreichen lassen, ohne Abhilfe zu leisten. Der Bestimmung einer Frist bedarf es nicht, wenn die Abhilfe unmöglich ist oder vom Reiseveranstalter oder seinen Beauftragten verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes Interesse des Kunden gerechtfertigt ist. Erfolgt nach diesen Bestimmungen eine zulässige Kündigung des Reisevertrags durch den Kunden, so bestimmen sich die Rechtsfolgen dieser Kündigung nach den §§ 651 e Abs. 3 und Abs. 4 BGB. Die Vorschrift des § 651 j BGB bleibt hiervon unberührt.
9.1. Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden sind und nicht den Verlust des Lebens betreffen, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit a) ein Schaden des Kunden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder b) der Reiseveranstalter für einen dem Kunden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
9.2. Für alle Sachschäden des Kunden gegen den Reiseveranstalter aus unerlaubter Handlung, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, haftet der bei Sachschäden je Mitreisendem und Reise bis 4.000 EUR; übersteigt der dreifache Reisepreis diese Summe, ist die Haftung auf die Höhe des dreifachen Reisepreises beschränkt.
9.4. Dem Kunden wird im eigenen Interesse der Abschluss einer Reisekranken-, Reiseunfall- und Reisegepäck-Versicherung empfohlen.
9.5. Der Reiseveranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z. B. Ausflüge, Beförderungsleistungen von und zum ausgeschriebenen Ausgangs- und Zielort usw.), wenn diese Leistungen in der Reiseausschreibung und der Buchungsbestätigung ausdrücklich und unter Angabe des vermittelten Vertragspartners als Fremdleistungen so gekennzeichnet werden, dass sie für den Kunden erkennbar nicht Bestandteil der Reiseleistungen des Reiseveranstalters sind. Das gilt erst recht für zusätzliche Leistungen, die der Kunde auf eigenen Wunsch und unabhängig vom Reiseveranstalter bei Dritten in Anspruch nimmt (etwa Tagesausflüge, Besichtigungen usw.).
9.6. Soweit der Gepäcktransfer zwischen einzelnen Reiseetappen Teil des Reisevertrages ist, so ist das Beförderungsunternehmen nicht berechtigt oder verpflichtet, auch den Kunden selbst zu befördern. Sollte das auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden entgegen dieser Bestimmung doch der Fall sein, so gilt Ziffer 9.5.
10.1. Ansprüche nach den §§ 651 c bis f BGB wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise hat der Kunde innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise möglichst schriftlich gegenüber dem Reiseveranstalter
Telefon: +49-(0)681-41097680
Web: www.abenteuerwege.de
geltend zu machen. Die Buchungsstellen, das Reisebüro, in dem die Reise gebucht wurde, und örtliche Reiseleitungen sind nicht befugt – auch nicht zur Weiterleitung –, Anspruchsanmeldungen entgegenzunehmen. Zur Fristwahrung ist der Zugang bei dem Reiseveranstalter ausschlaggebend. Nach Ablauf der Monatsfrist können Ansprüche nur noch geltend gemacht werden, soweit der Kunde an der Einhaltung der Frist ohne Verschulden verhindert war.
10.2. Ansprüche nach den §§ 651 c bis f BGB wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise, soweit sie nicht Ansprüche wegen Verlust des Lebens, Körperschäden oder Beschädigung der Gesundheit betreffen, oder soweit sie nicht vorsätzlich oder durch grobe Fahrlässigkeit des Reiseveranstalters, eines gesetzlichen Vertreters oder seiner Erfüllungsgehilfen verursacht wurden, verjähren entgegen dem Wortlaut des § 651 g Abs. 2 BGB in einem Jahr. Andernfalls gilt die gesetzliche Verjährungsfrist.
10.3. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Reise dem Vertrag nach enden sollte.
10.4. Schweben zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter Verhandlungen über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt, bis der Kunde oder der Reiseveranstalter die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt frühestens 3 Monate nach dem Ende der Hemmung ein.
10.5. Hinsichtlich etwaiger Ansprüche aus unerlaubter Handlung gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen.
Der Kunde ist nicht berechtigt, gegen Ansprüche auf Zahlung des vereinbarten Reisepreises mit Gegenforderungen aufzurechnen, es sei denn, die Gegenforderung ist unbestritten oder rechtskräftig festgestellt.
12.1. Der Reiseveranstalter steht dafür ein, Staatsangehörige des Staates, in dem die Reise angeboten wird, über Pass- und Visumerfordernisse und gesundheitspolizeiliche Formalitäten sowie deren eventuelle Änderungen vor Reiseantritt zu unterrichten. Der Reiseteilnehmer ist für die Einhaltung dieser Bestimmungen selbst verantwortlich. Über die Einreisebestimmungen für andere Staatsangehörige erteilt das zuständige Konsulat Auskunft.
12.2. Soweit aus den genannten Vorschriften dem Kunden Schwierigkeiten entstehen, die seine Teilnahme an der Reise oder einzelnen Reiseleistungen verhindern oder beeinträchtigen, so berechtigt ihn dies nicht zum kostenfreien Rücktritt vom Reisevertrag. Etwaige Ansprüche des Kunden im Falle eines schuldhaften Verhaltens des Reiseveranstalters bleiben unberührt.
Gemäß der EU-Verordnung Nr. 2111/05 weist der Reiseveranstalter hiermit auf seine Verpflichtung hin, den Kunden über die Identität der ausführenden Fluggesellschaft für alle Beförderungsleistungen auf dem Hin- und Rückflug vor Vertragsschluss zu informieren, sofern die Fluggesellschaft bereits vor Vertragsschluss feststeht. Der Reiseveranstalter verweist insoweit auf die Angaben in der jeweiligen Leistungsbeschreibung über die eingesetzten Fluggesellschaften. Soweit die Fluggesellschaft noch nicht feststeht, wird der Kunde vor Vertragsschluss über die Fluggesellschaft informiert, die voraussichtlich den Flug durchführen wird. Sobald die Fluggesellschaft feststeht, wird der Reiseveranstalter sicherstellen, dass dem Kunden die Informationen hierüber so rasch wie möglich zugehen. Dies gilt auch für jede etwaige Änderung bei den die Flugleistung ausführenden Fluggesellschaften. Die Liste von Luftfahrtunternehmen, die in der EU einer Betriebsuntersagung unterliegen („gemeinschaftliche Liste”), finden Sie im Internet unter: https://ec.europa.eu/transport/modes/air/safety/air-ban_de
Der Reiseveranstalter empfiehlt dem Kunden dringend den Abschluss geeigneter Versicherungen, insbesondere einer Reiserücktrittskosten-, Reiseabbruchskosten- und Reisegepäckversicherung. Dem Kunden wird ebenfalls dringend geraten, für ausreichenden Krankenversicherungsschutz zu sorgen, insbesondere, wenn eine Reise im Ausland gebucht wird.
15. Gerichtsstand, Rechtswahl, Streitschlichtung
15.1. Auf das gesamte Rechts- und Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem Reiseveranstalter findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung.
15.2. Für Klagen des Reiseveranstalters gegen den Kunden ist der Wohnsitz des Kunden maßgebend, es sei denn, die Klage richtet sich gegen Vollkaufleute, juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder Personen, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland haben oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. In diesen Fällen ist der Sitz des Reiseveranstalters maßgebend.
15.3. Seit 09.01.2016 sollen Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Händlern im Zusammenhang von Online-Kaufverträgen über die Online-Plattform zur außergerichtlichen Online-Streitbeilegung (OS­Plattform) beigelegt werden. Die Plattform wird durch die EU-Kommission bereitgestellt und ist unter dem Link: https://ec.europa.eu/consumers/odr zu finden.