Source: https://www.patientenverfuegungplus.de/patientenverfuegung
Timestamp: 2020-07-05 20:40:10
Document Index: 395621537

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1901']

Vorlage Patientenverfügung (Juli 2020) zum Ausdrucken als PDF - PatientenverfuegungPlus.de
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Wir haben hier alles Wichtige für Sie zusammengestellt und erklären Ihnen als Finanztip Nr. 1 Empfehlung seit 2016 auf dieser Seite einfach und leicht verständlich, was eine Patientenverfügung ist, wieso sie jeder benötigt, was zu beachten ist und welche rechtlichen Regelungen es gibt.
Wichtige Antworten zur Patientenverfügung direkt lesen
Was passiert ohne Verfügung?
Warum ist sie ohne Notar wirksam?
Warum ein Formular oder Vordruck zum Ankreuzen auf Papier gefährlich ist?
Was muss ich zur ärztlichen Beratung wissen?
Wie oft muss ich die Patientenverfügung aktualisieren?
Wie kann ich die Verfügung ändern und widerrufen?
Was passiert wenn der Notarzt kommt?
Worin besteht der Unterschied zur Vorsorgevollmacht?
Wie und wo hinterlege ich meine Dokumente am besten?
Das Wichtigste zur Patientenverfügung im Überblick vorab
Die Patientenverfügung sollte so aufbewahrt werden, dass Vertrauenspersonen direkt auf sie zugreifen können. Hierzu bietet sich traditionell ein spezieller Ordner zu Hause oder neuerdings die Online-Hinterlegung der Dokumente mit Notfallausweis an, damit die Dokumente von Ärzten oder Vertretern bei Bedarf jederzeit im Volltext online eingesehen werden können.
Wo sollte ich eine Patientenverfügung abgeben?
Die Patientenverfügung können Sie Ihren Vertretern geben, damit diese die Dokumente direkt vorliegen haben. Damit die Vertreter und Ärzte nur das aktuellste Dokument sehen, sollten Sie die Online-Hinterlegung der Dokumente mit Notfallausweis wählen. Damit wird das jeweils aktuellste Dokument von Ärzten oder Vertretern im Ernstfall abgerufen.
Patientenverfügung: was bedeutet es?
Mit einer Patientenverfügung legen Sie fest, welche medizinischen Maßnahmen bei einer bestimmten Erkrankung vorgenommen werden sollen oder zu unterlassen sind, wenn Sie selbst aufgrund Ihrer Krankheit dies nicht mehr äußern können. Sie garantiert damit Ihr Selbstbestimmungsrecht.
Warum brauche ich eine neue Patientenverfügung?
Die Regelungen der Patientenverfügung verändern sich durch aktuelle Urteile und neue Gesetze. Der Gesetzgeber fordert, dass die Patientenverfügung der aktuellen Lebenssituation entspricht, sonst ist sie ungültig.
Warum keine Patientenverfügung eine große Gefahr bedeutet?
Wenn Sie keine Patientenverfügung haben, wissen Ärzte und Angehörige nicht, welche Behandlung im Ernstfall vorgenommen werden soll. Dies bringt Sie persönlich in die Gefahr, jahrelang an Schläuchen zu hängen.
Sie brauchen eine Patientenverfügung, um Ihre Vorstellungen und Wünsche zu Behandlungen zu äußern, damit diese auch dann bekannt sind, wenn Sie nicht mehr in der Lage sind zu sprechen.
Ab wann brauche ich eine Patientenverfügung?
Jeder ab 18 Jahren darf und sollte eine Patientenverfügung verfassen.
Ab wann ist eine Patientenverfügung sinnvoll?
Da ein Unfall oder eine schwere Krankheit plötzlich und unverhofft eintreten können und eine Patientenverfügung dann nicht mehr nachgeholt werden kann, ist es sehr sinnvoll sie in guten Zeiten zu erstellen. Besonders wenn man Familie und Kinder hat sollte den Liebsten damit ein Leitfaden für die eigene Behandlung für den Fall einer schweren Krankheit als Orientierungshilfe an die Hand gegeben werden.
Was ist eine Patientenverfügung - Definition und Inhalt im Überblick
Was nicht Inhalt ist
Die Verfügung beinhaltet nur medizinische Themen. Regelungen zur rechtlichen Vertretung werden daher in anderen Dokumenten wie der Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung getroffen. Denn dort geht es um Vollmachten und den Vertreter bzw. die Vertreterin. Zu diesen Themen haben wir für Sie ausführliche Informationen auf den verlinkten Themenseiten zusammengestellt. Mit PatientenverfügungPlus sind Sie jedoch auf der sicheren Seite: Sie erhalten alle wichtigen Dokumente automatisch und vollständig als Komplettpaket. Mit unserem einfachen Fragebogen werden Sie geführt und können Ihre Vorsorgeunterlagen online einfach erstellen.
Von Ärzten, Gesundheitsexperten und Fernsehratgebern wie der ZDF Sendung WISO wird die Erstellung einer solchen Verfügung empfohlen, denn ohne sie setzen Sie sich einem großen Risiko und vielen Problemen aus. Und außerdem wollen Ihre Angehörigen eine Orientierung, damit sie wissen, was Ihnen wichtig ist und gemacht bzw. nicht gemacht werden soll.
Und was passiert ohne sie?
Wenn Sie keine Patientenverfügung verfassen oder ein unwirksames Dokument besitzen (siehe aktuelle Urteile des BGH), werden Entscheidungen für Sie von anderen Personen allein getroffen – ohne wirklich zu wissen, was Ihnen wichtig ist. Dies ist sehr problematisch. Ohne dieses wichtige Schriftstück lassen Sie wichtige Dinge Ihres Lebens ungeregelt und Ihre Angehörigen (Ehepartner, Lebenspartner, Kinder) hilflos sowie ohne verlässliche Orientierungspunkte allein. Wie sollen Ihre Angehörigen im Ernstfall verbindlich entscheiden und durchsetzen können, was in Ihrem Sinne ist? Stets schweben Ihren Angehörigen dann permanent die Frage nach der jetzt richtigen Entscheidung sowie die Angst vor einer falschen Entscheidung vor Augen. Das ist für einen emotional verbundenen Menschen ein schweres Los.
Ein solches Entscheidungsvakuum kann hiermit vermieden werden. Dass dies richtig und wichtig ist, zeigt die große Anzahl an Personen, die bereits eine Patientenverfügung besitzen.
Ohne Notar wirksam: Wieso keine notarielle Beglaubigung oder Bestätigung nötig ist
Eine formale Bestätigung durch einen Arzt, Anwalt, Notar oder eine andere Vertrauensperson auf der Patientenverfügung als Zeuge über das Vorhandensein des eigenen klaren Willens und Geistes ist nicht erforderlich. Es kann natürlich hilfreich sein, insbesondere um später mögliche Zweifel an Ihrer Fähigkeit, eine wirksame Verfügung erstellt zu haben, zu zerstreuen.
Die Patientenverfügung vor einem Notar zu erstellen oder notariell beglaubigen zu lassen ist ebenfalls rechtlich nicht notwendig. Sie ist grundsätzlich ohne Einschränkung bereits ohne Beteiligung eines Notars rechtlich gültig. Denn der Gesetzgeber wollte keine hohen formalen Hürden aufstellen. Sie können Ihre Patientenverfügung daher rechtlich verbindlich grundsätzlich ohne Notar verfassen und sich die Notarkosten sparen (weitere Informationen hierzu erhalten Sie im Rahmen der Vorsorgevollmacht).
Warum ist ein Patientenverfügung Formular bzw. Vordruck zum Ankreuzen auf Papier gefährlich?
Solch ein pauschales Formular oder Vordruck, eine Vorlage oder ein Muster sind leider meistens von zweifelhafter Qualität und daher im Ernstfall unwirksam! Wieso? Pauschal vorformulierte Formulare oder Vordrucke zum Ankreuzen bzw. Muster mit Textbausteinen finden im Ernstfall wenig Akzeptanz und Beachtung, gerade wenn es um wichtige Entscheidungen geht - in einer aktuellen Entscheidung des Bundesgerichtshofs wurde gerade wieder von der Justiz ein pauschal formulierter Vordruck für unwirksam erklärt, der zehntausendfach in Umlauf ist. In falscher Sicherheit wiegen Sie sich als Laie sogar bei allgemein formulierten Schriftstücken vom Anwalt oder Notar, wenn hier zu sehr Textbausteine verwendet werden. Hiervor warnen nicht nur wir, sondern auch wissenschaftliche Veröffentlichungen (z.B. Ärzte und Experten im Ärzteblatt), medizinische Experten sowie Verbände (z.B. der HVD). Auch die Bundesärztekammer bietet kein Formular oder passende Textbausteine an. Da wird man als Laie natürlich erstmal stutzig und kann dies nur schwer verstehen.
Das Problematische an dieser Art von Dokumenten ist deren mangelnde Aussagekraft und der darüber hinaus mögliche leichtfertige und oberflächliche Umgang mit dem sehr ernsten und weitreichenden Thema Vorsorge. Dabei ist eine eingehende Auseinandersetzung mit dieser Thematik wichtig. Bei einem nichtssagenden Textbaustein ist es fraglich, ob Sie sich tatsächlich auch wirklich mit der getroffenen Regel auseinandergesetzt haben und nicht einfach leichtfertig etwas angekreuzt wurde. Gerade Ärzte verweigern dann die Befolgung der in der Patientenverfügung niedergelegten Behandlungswünsche und medizinische Maßnahmen! Zudem ist für Menschen, die später behilflich sein sollen bei einem lediglich angekreuzten Text der Sinn und Zweck der getroffenen Regelung nicht ersichtlich. Problematisch sind bei fertigen Formularen zudem meist auch ein pauschaler Text und unklare Formulierungen. Dies gilt übrigens nicht nur für Formulare, Vorlagen oder Muster, sondern natürlich auch, wenn Sie das Dokument allein oder mit Hilfe von Textbausteinen selbst schreiben. Hier darf man sich nicht in falscher Sicherheit wiegen. Gerade Laien sind die gefährlichen Auswirkungen überhaupt nicht bewusst. Einen Erfahrungsbericht von solch einer Situation mit einer schlechten Patientenverfügung haben wir einmal zur Verfügung gestellt.
Ausführliche und maßgeschneiderte qualifizierte Patientenverfügungen wie bei PatientenverfügungPlus dagegen legen die persönlichen Vorstellungen und Hintergründe dar und sind deshalb für Ärzte und Angehörige plausibel nachvollziehbar und gut verständlich. Daher wird Ihnen auch die notwendige Ernsthaftigkeit beigemessen. Sorgen Sie daher richtig vor: einfach online Formular ausfüllen, Dokumentenpaket kaufen, PDF Download starten, ausdrucken und unterschreiben. In nur wenigen Minuten haben Sie Ihre Vorsorgedokumente online ausgefüllt und sind auch ein zufriedener Kunde.
Aktuelle rechtliche Voraussetzungen im Zeitraum 2016 bis 2020
Hier erläutern wir die aktuellen rechtlichen Voraussetzungen einschließlich der aktuellen BGH Urteile aus 2016, 2017 und 2018 (mehr Urteile lesen).
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einem am 9. August 2016 veröffentlichten Fall einen pauschalen Vordruck für unwirksam erklärt. Die Justiz hat entschieden, dass eine pauschale Formulierung, auf lebensverlängernde Maßnahmen verzichten zu wollen, unwirksam ist. Dies ist nicht bestimmt genug. Wirksam sind nach Ansicht des BGH Festlegungen nur dann, wenn einzelne ärztliche Maßnahmen konkret genannt oder Krankheiten und Behandlungssituationen eindeutig dargelegt sind. Der BGH-Fall bedeutet, dass hunderttausende Patientenverfügungen überprüft werden müssen – am besten unter Hinzuziehung eines Spezialisten. Lassen Sie Ihre Dokumente von uns unverbindlich überprüfen.
Die Erstellung ist sonst wirklich sehr einfach, denn die rechtlichen Grundlagen in Deutschland sind niedrig. Sie müssen grundsätzlich volljährig sein. Deshalb können bereits junge Menschen ab dem 18. Lebensjahr eine Verfügung erstellen und sind daher nicht zu jung für eine eigene Vorsorge.
Zudem müssen Sie einwilligungsfähig sein; also die Fähigkeit besitzen, Art, Bedeutung, Tragweite und Risiken einer medizinischen Maßnahme zu erfassen und daraus Ihren Willen bilden können. Probleme hierbei können bei geistigen Beeinträchtigungen aufgrund von Krankheit oder Alter auftreten, wenn z.B. einfache Dinge nicht mehr verstanden werden.
Als weitere Voraussetzung müssen Sie Ihre Patientenverfügung schriftlich abfassen und handschriftlich unterschreiben. Vergessen Sie dabei Ort und Datum nicht, damit erkennbar ist, wann Sie die Verfügung erstellt haben. Ob das Dokument mit der Hand geschrieben oder am Computer ausgedruckt wird, spielt keine Rolle. Es ist grundsätzlich auch nicht erforderlich, einen Notar mit der Beglaubigung zu beauftragen (dies ist eine weit verbreitete Fehlvorstellung). Mündliche Patientenverfügungen akzeptiert das Gesetz dagegen nicht.
Das Erstellen von Vorsorgeunterlagen ist keine Pflicht und liegt in Ihrer freien Entscheidung. Aus diesem Grund steht im Gesetz, dass die Errichtung oder die Vorlage einer Patientenverfügung nicht zur Bedingung eines Vertragsschlusses (z.B. für eine Versicherung oder der Pflege im Rahmen eines Pflegeheimvertrags) gemacht werden darf. Aber natürlich sollten Sie aus freien Stücken und aus eigenem Interesse entsprechend handeln.
Zur Vermeidung von Unklarheiten soll die Verfügung auch genau so genannt werden, wie sie rechtlich bezeichnet wird. Vermieden werden sollten daher unbedingt rechtlich nicht gebräuchliche Bezeichnungen wie Patientenvollmacht, Patiententestament oder Patientenbrief. Besondere Bezeichnungen wie z.B. eine christliche Patientenverfügung haben keine Bedeutung, denn die Dokumente müssen die gesetzlichen Vorgaben einheitlich einhalten.
Die Patientenverfügung richtet sich an den Arzt, damit dieser Ihre Wünsche bei seiner Behandlung berücksichtigen kann. Daher nehmen Sie mit einer Verfügung Ihr Selbstbestimmungsrecht wahr. Sie richtet sich rechtlich betrachtet allerdings an Ihren Vertreter (durch Vollmacht bestimmt: Bevollmächtigter, von Gericht benannt: Betreuer). Denn dieser handelt für Sie in Situationen, in denen Sie selbst nicht mehr handeln können. Ihr Vertreter hat daher Ihren Willen umzusetzen. Er wird deshalb auch Ihre Wünsche, welche sich in diesem Dokument widerspiegeln, gegenüber dem Arzt durchsetzen.
Ähnlich wie im Jahre 2016 mit dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH), wird es auch 2020 voraussichtlich eine neue gesetzliche oder justizielle Regelung im Bereich der Patientenverfügung geben. Deshalb seien Sie darauf bedacht, Ihre Unterlagen regelmäßig auf ihre Aktualität zu überprüfen. Das geht natürlich am besten mit unseren Online Formularen, die sie im Gegensatz zu Papierformularen ganz leicht anpassen können. Falls Sie entdecken sollten, dass Anpassungen erforderlich werden, müssen Sie nur mit ein paar Klicks die Änderungen bei einzelnen Fragen vornehmen und die Dokumente anschließend einfach nur neu unterzeichnen. Jetzt wenden wir uns der Frage zu, welche rechtlichen Neuerungen von Justiz und Gesetz uns 2020 erwarten?
Die Rechtslage rund um die Patientenverfügung bleibt vermutlich unverändert. Die Justiz hat in der Vergangenheit Ihre bisherigen Ansichten klar bestätigt, so dass nicht von einem Umschwenken auszugehen ist. Veränderungen deuten sich dagegen bei der Vorsorgevollmacht an. Der Gesetzgeber überlegt, hier eine neue gesetzliche Regelung einzuführen. Die Neuerungen sollen sich hierbei auf Personen beziehen, die verheiratet sind oder in einer eingetragenen Partnerschaft leben. Es ist vorgesehen, dass man für einen begrenzten, kurzen Zeitraum für seinen Partner künftig über medizinische Behandlungen entscheiden darf, wenn dieser dazu nicht mehr in der Lage ist. Bislang ist hierfür immer eine Bevollmächtigung in der Vorsorgevollmacht notwendig.
Diese Überlegungen zur geplanten neuen gesetzlichen Regelung bedeuten im Gegensatz zum Urteil des BGH jedoch nicht, dass Sie Ihre bisherigen Vorsorgedokumente neu aufsetzen und damit neu unterzeichnen müssen. Wenn Sie bereits wirksame Unterlagen besitzen, bleibt alles beim Alten. Die vorgesehenen Neuerungen gelten lediglich für Personen, die bisher keine Vorsorgeunterlagen besaßen.
Aber aufgepasst: Durch die geplante neue Rechtslage soll die Vorsorgevollmacht keineswegs überflüssig gemacht werden. Denn die Vorsorgevollmacht bezieht sich auf alle Lebensbereiche und besitzt zeitlich keine Begrenzung. Im Gegensatz dazu umfasst die neue gesetzliche Regelung lediglich einen zeitlich und sachlich eng begrenzten Bereich. Die angedachten Neuerungen sollen lediglich eine Notlösung für Personen ohne Vorsorgevollmacht in den ersten Tagen darstellen. Nach Ablauf dieser wenigen Tage ist weiterhin eine Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht erforderlich.
Fazit: Nach wie vor sind auch 2020 die drei essentiellen Bestandteile der Vorsorge gleich. Daran ändern auch die Neuerungen der Rechtslage nichts.
Tipp: Sorgen Sie selbst vor: einfach Patientenverfügung kostenlos online ausfüllen, PDF Download starten und ausdrucken und unterschreiben. Fertig ist Ihre perfekte Vorsorge nach wenigen Minuten. Machen Sie es wie viele andere Kunden und überzeugen Sie sich selbst, es besteht kein Risiko. Nach erfolgreichem Abschluss bekommen Sie ein gutes Gewissen geschenkt. Jetzt ganz leicht vorsorgen.
Eine Beratung durch einen Arzt ist rechtlich nicht erforderlich. Eine Beratung durch den Hausarzt kann nützlich sein, um die medizinischen Regelungen von einem Arzt erklärt zu bekommen und deren Auswirkungen verstanden zu haben. Sinnvoll ist eine ärztliche Beratung sicher, wenn es bereits eine Vorerkrankung gibt und weitere Behandlungssituationen konkret geregelt werden sollten. Wenn Sie sich zum Thema beraten lassen haben (z.B. Hausarzt oder Rechtsanwalt), ist es eine gute Idee, diese Beratung auch durch Unterschrift der Berater im Dokument zu dokumentieren, so wie es bei PatientenverfügungPlus möglich ist. Dies untermauert die Ernsthaftigkeit Ihrer Ausführungen.
Aktualisierung und Gültigkeit
Sehen Sie Ihre Verfügung als „lebendes“ Dokument, das sich an Ihrer aktuellen Lebenssituation orientiert und entsprechend regelmäßig erneuert werden muss. Es ist ihr treuer Begleiter im Hintergrund und dient Ihrem Schutz. Einmal abschließen und dann getrost vergessen ist hier nicht die richtige Strategie! Es ist daher ratsam, den Willen regelmäßig zu erneuern bzw. durch Unterschrift und aktuelles Datum unter das bestehende Dokument diese Fassung aktuell zu halten und somit zu bestätigen.
Viele fragen sich, wie lange die Patientenverfügung insgesamt gültig ist. Für eine einmal wirksam erstellte Verfügung gibt es kein festes Ablaufdatum. Ein fester Gültigkeitszeitraum besteht daher nicht. Entscheidend ist vielmehr die Übereinstimmung des Geschriebenen mit der aktuellen Lebenssituation. Es wird daher immer bei Heranziehung der Regelungen der Dokumente geprüft, ob die aufgeschriebenen Festlegungen sich noch mit den aktuellen Anschauungen des Betroffenen decken. Besteht hier keine Übereinstimmung, gilt die Verfügung nicht! Das kann beispielsweise bei alten Dokumenten angenommen werden. Daher wird z.B. ein vor 20 Jahren erstelltes und nicht aktualisiertes Vorsorgedokument schlechte Karten haben, beachtet zu werden.
Vor diesem Hintergrund ist es sehr wichtig, die Dokumente aktuell zu halten, damit sowohl Ärzte als auch Angehörige überzeugt sind. Das gilt insbesondere vor einer Operation (z.B. Herzschrittmacher) oder sonstigen wichtigen Behandlung. Zudem ändern sich nicht nur die medizinischen Möglichkeiten, sondern gleichfalls auch die eigenen Vorstellungen mit der Zeit. Diese Veränderung sollte sich mit Ihren Dokumenten decken. Einen starren zeitlichen Rahmen für eine Aktualisierung gibt es in Deutschland dabei nicht. Sinnvoll ist eine Aktualisierung nach Ablauf von ca. zwei oder drei Jahren (nach 2016 also wieder 2018 / 2019), bei wichtigen Veränderungen der eigenen Lebenssituation (z.B. Geburt von Kindern, Änderung der eigenen Anschauung), eintretenden oder vorhandenen Krankheiten (z.B. Schlaganfall, Krebs) bzw. nach Unfällen (z.B. Querschnittslähmung).
Nehmen Sie sich daher Ihre Unterlagen regelmäßig zur Hand. Haben sich Ihre Vorstellungen nicht geändert, unterschreiben Sie sie einfach nochmal mit aktuellem Datum. Daraus ergibt sich dann Ihre Bestätigung. Wollen Sie Änderungen vornehmen, ändern Sie die in Frage kommenden Punkte entsprechend. Bei einem Vordruck müssen Sie alles komplett nochmal ausfüllen. Bei PatientenverfügungPlus ist die Anpassung der Fragen aufgrund unserer online verfügbaren Fragen dagegen sehr einfach. Denn Sie müssen nur in Ihrem Benutzerkonto das online Formular aufrufen und die zu ändernde Frage auswählen. Ihre Dokumente werden dann ganz einfach und ohne Aufwand automatisch aktualisiert.
Änderung und Widerruf jederzeit möglich
Die Patientenverfügung können Sie jederzeit ändern oder widerrufen. Dafür genügt sogar eine mündliche oder rein tatsächliche Äußerung (z.B. ein Kopfschütteln, wenn man sehr schwach ist). Zu Nachweiszwecken ändern Sie sie am besten schriftlich. Für den Widerruf ganzer Dokumente nehmen Sie einfach die alten Unterlagen zurück bzw. vernichten sie diese. Damit vermeiden Sie widersprüchliche Dokumente und Unklarheiten. Kleine Änderungen und Ergänzungen können Sie in Ihre bestehende Verfügung einarbeiten und mit Datum und Unterschrift versehen, bei umfangreicheren Änderungen verfassen Sie ein neues Dokument. Übrigens: Bei PatientenverfügungPlus können Sie Ihre einmal erstellten Dokumente jederzeit ganz einfach und übersichtlich online ändern, ausdrucken und unterschreiben.
Zudem ist es unbegründet zu befürchten, dass Sie sich mit einer einmal erstellten Verfügung selbst an die getroffenen schriftlichen Ausführungen für die Zukunft binden. Das ist nicht der Fall. Denn solange Sie Ihren Willen äußern können, muss auf die Verfügung nicht zurückgegriffen werden. Selbst wenn Sie eine bestimmte Behandlung schriftlich darin ausgeschlossen haben, heißt das nicht, dass diese Behandlung für Sie ausgeschlossen ist. Sie können hierin jederzeit problemlos einwilligen. Denn die Verfügung gilt erst, wenn Sie sich nicht mehr äußern können. Und solange Sie sich äußern können, können Sie Ihre Unterlagen entsprechend Ihren Vorstellungen anpassen.
Tipp: Stimmen Sie alle Ihre Verfügungen aufeinander ab, denn nur so sind ihre Vorsorgedokumente sinnvoll. Nur aufeinander abgestimmte Dokumente sind sinnvoll. Vermeiden Sie die Fehler der anderen, die die Lücken und Fehler der selbst zusammengesuchten Dokumente dieses komplexen Themas erst dann bemerken, wenn es zu spät ist und kein Geld der Welt die Situation mehr ändern kann. Mit der Einschaltung von Rechtsanwälten wird es dann erst richtig teuer und kompliziert. Den Satz "Hätte ich das doch nur bloß früher gewußt..." können Sie sich sparen. Einfach mit Unterstützung der Finanztip Nr. 1 Empfehlung seit 2016 jetzt sicher Ihre Patientenverfügung erstellen.
Seit 2009 ist in § 1901a BGB gesetzlich verbindlich geregelt worden, das medizinische Wünsche in einem Dokument festgehalten werden können. Damit ist die Verbindlichkeit des Patientenwillens per Gesetz festgeschrieben worden. Was Sie in Ihrer Verfügung festlegen, gilt daher verbindlich (z.B. für Ehepartner oder Lebenspartner, Angehörige, Ärzte sowie Behörden). Auch für den Notarzt gilt das Vorsorgedokument verbindlich (lesen Sie zur Behandlung im Notfall den gesonderten Abschnitt auf dieser Seite).
Die Verbindlichkeit kennt aber auch natürliche Grenzen. Einerseits sind unwirksame, unklare oder unbestimmte Formulierungen nicht verbindlich (z.B. „Ich möchte nicht an Schläuchen hängen“). Anderseits gilt ein Dokument dann nicht, wenn es ernste Anzeichen dafür gibt, dass der darin erklärte Wille nicht mehr der aktuellen Lebenssituation entspricht. Hierfür werden natürlich gewichtige Gründe benötigt - eine Gefühls- oder Gewissensentscheidung des Vertreters reicht dazu selbstverständlich nicht aus.
Im Fall von Differenzen mit Ärzten oder Krankenhäusern stehen wir als Streitschlichter zur Verfügung.
Aufbewahrung und Hinterlegung im Vorsorgeregister
Ihre Verfügung nutzt Ihnen nur, wenn sie im Ernstfall auch gefunden und eingesetzt wird. Die richtige Aufbewahrung und Hinterlegung ist daher sehr wichtig.
Im Vorsorgeregister von PatientenverfügungPlus erhalten Sie für Ihre Dokumente einen Notfallausweis für den Geldbeutel und einen Notfallaufkleber für die Gesundheitskarte. Damit sind Ihre Vorsorgedokumente sicher online und im Original bei uns als Zentralstelle hinterlegt und jederzeit von Angehörigen oder Ärzten abrufbar.
Eine Originalausführung Ihrer Vorsorgedokumente verwahren Sie bei sich zu Hause, am besten in einem eigenen Ordner in Ihrem Schrank mit Ihren wichtigen Unterlagen. Informieren Sie dennoch zusätzlich Ihre Angehörigen und Vertrauenspersonen über den genauen Aufbewahrungsort bzw. hinterlegen Sie sie auch dort. So stellen Sie sicher, dass sie zusätzlich zum Notfallausweis schnell gefunden wird. Denn Ihre Angehörigen sind immer für Sie da. Schließlich sollten Sie auch Ihren Arzt vor einer Behandlung über das Vorliegen der Vorsorgedokumente informieren und können ihm ggfs. eine Kopie für die Akte sicherheitshalber aushändigen. Komfortabel und einfach ist für alle Beteiligten im Ernstfall natürlich der Abruf über unseren Notfallausweis und unsere online verfügbare Zentralstelle des Vorsorgeregisters.
Behandlungsvorstellungen vorher durchdenken
Mit einer guten Verfügung können Sie gerade bei einer Langzeitbehandlung oder während einer Langzeitpflege großen Einfluss auf Ihre Lebensqualität über viele Jahre nehmen. Vermeiden Sie daher unbedachte Ansichten zu medizinischen Behandlungen. Welche Entscheidungen Sie treffen, bleibt Ihnen überlassen, wir geben Ihnen hier für zwei Szenarien Tipps, wenn Sie sich beim Ausfüllen unsicher sind.
Als gesunder Mensch: Ohne Vorerkrankungen sollen die medizinischen Wünsche die eigenen Grundvorstellungen beinhalten, damit die Angehörigen richtig handeln können.
Mit schwerer Krankheit: Menschen mit einer schweren Krankheit können dagegen sehr konkretere Ausführungen zu der gewünschten bzw. nicht gewünschten Behandlung machen.
Die Vorstellungen verändern sich im Laufe der Zeit. Denken Sie daran, dass sich Ihre eigenen Vorstellungen doch verändern können, wenn eine schwere Krankheit oder Schicksalsschläge auftreten. Versuchen Sie sich vorzustellen, welche positiven Seiten trotzdem bestehen. Denn durch immer bessere medizinische Behandlungsmethoden vergrößern sich die Hilfsmöglichkeiten fortwährend. Ist es wichtig, trotz einer schweren Erkrankung über einen längeren Zeitraum - mit Hilfe von Medikamenten schmerzfrei - zu leben und Zeit zum Abschied zu haben? Ist das Leben im Rollstuhl wirklich nicht vorstellbar? Gerade für Menschen mit dem Wunsch einer christlichen Ausprägung sollten ihre religiösen Überzeugungen einfließen lassen.
Notfall und Notarzt
Auch wenn für den Notarzt Ihre Vorsorgedokumente im Notfall ebenfalls verbindlich sind, wird er sie meistens nicht berücksichtigen (können). Denn in der akuten Notfallsituation steht die Rettung des Patienten im Vordergrund. Zeit für das Suchen, Durchlesen und Prüfen der Unterlagen ist in solch einer Situation nicht gegeben. Der Notarzt kennt Sie in der Regel nicht und sein Einsatz erfordert sofortiges Handeln ohne Zeitverlust. In den wenigsten Fällen wird es möglich sein, Ihre Vorstellungen dem Notarzt zu erläutern. Ihre Vorsorgeunterlagen werden natürlich Gegenstand bei der weiteren Behandlung im Krankenhaus. Dann ist ausreichend Zeit. Im Krankenhaus wird daher auch im Notfall Ihr Wille beachtet.
Grenzen der Geltung
Die Patientenverfügung ist Ausdruck Ihres Behandlungswunsches. Eine bestimmte Behandlung kann jedoch nicht erzwungen werden. Der Arzt entscheidet, ob eine bestimmte Maßnahme in Ihrer konkreten Situation angebracht ist. Es ist daher nicht möglich, durch ein Schriftstück eine bestimmte Behandlung zu erzwingen, die nicht erforderlich oder möglich ist.
In anderen Sprachen: Englisch oder Türkisch
Personen, die kein Deutsch verstehen, können ebenfalls Vorsorgedokumente erstellen. Dabei sollte man mit professioneller oder familiärer Unterstützung die deutschen Dokumente in die andere Sprache übersetzen (z.B. Englisch, Türkisch oder anderen Sprachen). Damit der gewünschte Nutzen jedoch in Deutschland bei den Adressaten der medizinischen Unterlagen universell sichergestellt ist, sollten die Dokumente immer auf Deutsch vorhanden sein, damit die Regelungen auch ohne Probleme umgesetzt werden können. Die Übersetzung sollte daher lediglich zum Zwecke des Verständnisses der Person in der Muttersprache (z.B. Englisch oder Türkisch) dienen.
In Deutschland ist die aktive Sterbehilfe verboten. Maßnahmen der Palliativmedizin, die mit einer Verkürzung des Lebens einhergehen, sind jedoch von Justiz und Gesetzgeber erlaubt, wenn sie mit dem Einverständnis des Betroffenen erfolgen. Hierunter fallen als Form der passiven Sterbehilfe z.B. die Einstellung lebensverlängernder Maßnahmen. Der Betroffene stirbt in diesem Fall einen natürlichen Tod. Solche Behandlungswünsche werden mit einer Patientenverfügung geregelt, damit handelt es sich um Aspekte der passiven Sterbehilfe.
Unterschied zu Vorsorgevollmacht und Bevollmächtigten
Mit einer Vorsorgevollmacht (lesen Sie mehr auf der eigenen Themenseite hierzu) legen Sie fest, welche Person für Sie handeln soll (Bevollmächtigter, Vertreter bzw. Vertreterin genannt), wenn Sie Ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst wahrnehmen können. Ihr Vertrerter ist daher die Person, die die in Ihrer Patientenverfügung niedergelegten Vorstellungen anderen vorstellt und sie auch durchzusetzen hat. Ein Arzt ist lediglich Empfänger Ihrer Wünsche, die er aus dem Mund des Vertreters erfährt. Ohne Vollmacht kann keine Person für Sie rechtlich wirksam Rechtsgeschäfte vornehmen. Mangelt es daher an einem Bevollmächtigten, muss durch ein Gericht ein Betreuer benannt werden. Damit nimmt in Form des Betreuers eine zumeinst eine fremde Person die rechtliche Vertretung des Betroffenen unabhängig von der Familie.
Unterschied zu Betreuungsverfügung und Betreuern
Mit einer Betreuungsverfügung (lesen Sie mehr auf der eigenen Themenseite hierzu) legen Sie gegenüber dem Betreuungsgericht fest, welche Person für Sie handeln soll, wenn Ihr Bevollmächtigter bzw. Vertreterin ausgefallen sind (z.B. Tod) oder Sie keine Vollmacht erteilt haben. Die Betreuungsverfügung dient damit als Rettungsschirm, um der Justiz bei der Auswahl eines geeigneten Betreuers zu helfen.
Es handelt sich hierbei um zwei vollkommen verschiedene Dokumente. Die Verfügung regelt, welche ärztlichen Behandlungen zu Lebzeiten gewünscht oder unerwünscht sind, wenn man es selbst nicht mehr sagen kann. Dagegen regelt das Testament, wie der Nachlass nach dem Tod an die Erben verteilt werden soll. Beide Dokumente werden daher unbedingt und unabhängig voneinander benötigt. Hat man ein Testament, kann man daher nicht auf eine Verfügung verzichten und diese ersetzt andererseits kein Testament.
Informationen zur Bestattungsplanung und Bestattungsverfügung
In unserer Patientenverfügung besitzen Sie die Möglichkeit auch die eigenen Vorstellungen für eine Bestattungsplanung einzufügen. Sie müssen also keine separate Bestattungsverfügung aufsetzen. Ihre Vorstellungen zum Sarg, der Zeremonie und Wünschen wie Liedern und Gestaltung können Sie bequem einfließen lassen. Sie können daher in einem Dokument verschiedene Angelegenheiten regeln. So ist alles übersichtlich geordnet und verfügbar.
Was muss ich zum Elternunterhalt wissen?
Wenn die Eltern gepflegt werden müssen und die Kosten dazu das Vermögen der Eltern übersteigen, haben die Kinder Elternunterhalt zu zahlen. In einem Elterngespräch übers Älterwerden könnte man solch ein Thema in der Familie ansprechen.
Damit die Kinder auch ohne Eltern gut aufwachsen können, sollten die Eltern mit einer Sorgerechtsverfügung für das Wohl des Kindes sorgen. Dann wird eine ausgewählte Vertrauensperson in die Lage versetzt, sich um die Kinder zu kümmern und die Erziehung der Eltern fortzusetzen.
Machen Sie ein sinnvolles Geschenk: Verschenken Sie ein Vorsorgepaket mit einem Gutschein an Ihre Angehörigen und Freunde. Ein besonderes Geschenk für alle, die schon (fast) alles haben.
Und im Ausland sind Sie mit der World Medical Card auf der sicheren Seite - lesen Sie hier alles zur WMC und welche Vorteile Sie damit erhalten.
Jetzt sind Sie definitiv fit zur Erstellung Ihrer eigenen Vorsorgedokumente!