Source: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Justiz/JJR_19921022_OGH0002_0010OB00035_9200000_004/JJR_19921022_OGH0002_0010OB00035_9200000_004.html
Timestamp: 2020-04-10 00:34:22
Document Index: 272502759

Matched Legal Cases: ['OGH', '§ 1304', '§ 1304', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

1Ob35/92; 4Ob578/95; 1Ob15/02s; 6Ob163/05x; 6Ob255/06b; 4Ob151/10z; 7Ob145/12t; 1Ob52/15a; 7Ob95/17x; 1Ob174/19y
TE OGH 1992-10-22 1 Ob 35/92
nur: Wirkt sich sorgloses Verhalten gegenüber eigenen Rechtsgütern nicht kausal auf den Eintritt oder die Höhe des Schadens aus, führt dies nicht zur Entlastung des Schädigers. Diesen (Teilschaden) Schaden hat er voll zu ersetzen. Der restliche, durch das kausale Verhalten beider herbeigeführte Schaden ist nach § 1304 ABGB zu teilen. (T1)
Beisatz: Das Mitverschulden des Geschädigten ist dann zu berücksichtigen, wenn es für den Schaden kausal war; der Geschädigte hat für die adäquaten Folgen seines Mitverschuldens einzustehen. (T2)
Vgl auch; Beisatz: Hat der Geschädigte selbst eine Ursache gesetzt, die gleichermaßen wie die vom Schädiger gesetzte Ursache geeignet war, allein den Schaden herbeizuführen (kumulative Kausalität), haben beide gemeinsam für den Schaden einzustehen, was in diesem Fall bedeutet, dass der Schaden zwischen ihnen zu teilen ist. (T3)
Beisatz: Das Verhältnis der jeweils zu vertretenden Teile bestimmt sich in Analogie zu § 1304 ABGB nach dem Verhältnis der zu gewichtenden Zurechnungsmomente auf Schädiger- und Geschädigtenseite, vor allem des jeweiligen Grades von Sorglosigkeit und deren Vorwerfbarkeit. (T4)
TE OGH 2006-11-30 6 Ob 255/06b
TE OGH 2011-01-18 4 Ob 151/10z
nur: Wirkt sich sorgloses Verhalten gegenüber eigenen Rechtsgütern nicht kausal auf den Eintritt oder die Höhe des Schadens aus, führt dies nicht zur Entlastung des Schädigers. (T5)
TE OGH 2015-09-17 1 Ob 52/15a
TE OGH 2020-01-21 1 Ob 174/19y