Source: http://www.geld-tipps.org/lexikon/einlagensicherung.html
Timestamp: 2017-09-20 09:04:34
Document Index: 90908750

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 7', '§ 7', '§ 3']

Lexikon: Einlagensicherung | Geld Tipps
Durch die Finanzkrise 2009 wurden die Kreditinstitute und Finanzdienstleistungs- Unternehmen verpflichtet, die Einlagen und Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften ihrer Kunden zu sichern. Gesetzliche Grundlage dafür ist das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG).
1) Institute im Sinne dieses Gesetzes sind
1.Einlagenkreditinstitute im Sinne des § 1 Abs. 3d Satz 1 des Gesetzes über das Kreditwesen, denen eine Erlaubnis gemäß § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 und 2 des Gesetzes über das Kreditwesen erteilt worden ist,
2.Kreditinstitute, denen eine Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 oder 10 des Gesetzes über das Kreditwesen oder zur Erbringung von Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 bis 4 oder Satz 3 des Gesetzes über das Kreditwesen erteilt ist,
3.Finanzdienstleistungsinstitute, denen eine Erlaubnis zur Erbringung von Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 bis 4 oder Satz 3 des Gesetzes über das Kreditwesen erteilt ist, und
4.Kapitalanlagegesellschaften im Sinne des § 2 Abs. 6 des Investmentgesetzes, denen eine Erlaubnis nach § 7 Abs. 1 des Investmentgesetzes erteilt worden ist und die zur Erbringung der in § 7 Abs. 2 Nr. 1, 3 und 4 des Investmentgesetzes genannten Dienst- oder Nebendienstleistungen befugt sind.
—Ende Gesetzesauszug—–
Die Einlagensicherung gewährleistet in einem gewissen Umfang die Rückzahlungsansprüche der Kunden eines Kreditinstituts, falls das Kreditinstitut nicht in der Lage sein sollte die Einlagen des Kunden zurückzuzahlen.
Das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG) trat am 1. August 1998 in Kraft und setzte EG-Richtlinien in deutsches Recht um. Alle Banken sind seit dem verpflichtet, ihre Einlagen durch Zugehörigkeit zu einer gesetzlichen Entschädigungseinrichtung zu sichern.
Ab dem 30. Juni 2009 wurde die Mindestdeckung für Einlagen auf 50.000 Euro angehoben. Ab dem 31. Dezember
2010 ist eine weitere Anhebung auf 100.000 Euro erfolgt.
Die gesetzliche Einlagensicherung schützt vorrangig private Anleger und kleinere Unternehmen.
Eine Auflistung der vom Schutz ausgeschlossenen, zumeist institutionellen Anleger findet sich in § 3 Abs.
2 Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz.
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