Source: https://www.wertpapier-forum.de/topic/43377-tafelpapiere-effektive-st%C3%BCcke/?page=2
Timestamp: 2019-03-21 09:45:34
Document Index: 33672604

Matched Legal Cases: ['§358', '§1', '§95', '§97', '§358', '§ 358']

Tafelpapiere (effektive Stücke) - Seite 2 - Allgemeines Börsenwissen - Wertpapier Forum
Erstellt von Elke, 13. März 2014
Verbrief
Verlustmacher
Geschrieben 14. Oktober 2016 · bearbeitet 14. Oktober 2016 von Verlustmacher
Ich wollte vermeiden, mit irgendeiner Anlage in diese Falle zu tappen, da ich die Tragweite der Gesetzesänderung nicht erfassen konnte. Ich hatte nur nach "Änderung §358" gesucht und nichts gefunden.
So wie ich das jetzt nachgelesen habe, muß man die Ausschüttung ja auch nicht jährlich bei der Bank kassieren. Manche hatten die Papiere 20 Jahre im Schrank liegen, gingen dann zur Bank und ließen sich diese samt Ausschüttung auszahlen. Manche bekamen diese auch einfach geschenkt und haben sie über Jahre gesammelt.
Die Ausschüttungen können nach dem Termin dann nicht mehr in Anspruch genommen werden und noch schlimmer, man muß nachweisen, daß man der Eigentümer ist. Wie macht man das, wenn man sie vom Opa geschenkt bekam, der nicht mehr lebt?
Also wenn ich keine derartigen Anteilscheine im Schrank liegen habe, betrifft mich das in keinem Fall?
Man mag annehmen, das die Papiere abgeschafft werden sollen, weil sie "veraltet" sind und weil manche damit Steuern hinterzogen haben, aber genau das will man uns bei Bargeld ja auch einreden.
Inzwischen können die Konten fast aller europäischen Banken abfragen und da paßt es ins Bild, das bald neben dem Bargeld auch Tafelpapiere verschwinden. Dann ist alles erfaßt und der Staat kann Negativzinsen einführen und eine Vermögensabgabe nach der anderen...
Geschrieben 14. Oktober 2016 · bearbeitet 14. Oktober 2016 von Stockinvestor
kann man von einem Fond auch "effektive Stücke" halten? Wobei mir eben der Begriff "effektive Stücke" eben auch noch nicht ganz klar ist.
Ja, kann man. Das bezeichnet man als effektives Stück. Im Gegensatz zu stückelosen Verkehr. Hier mal einBeispiel von effektiven Fondsanteilen.
Tafelgeschäft ist ein anonymisiertes Geschäft. Also ohne Nennung eines Namens. Früher konnstest Du zu einer Bank gehen, hast denen Bargeld gegeben und dafür Wertpapiere in Form von effekiven Stücke (Urkunden) erhalten. Also über die Tafel bezogen. So nannte man das.
Man erhielt eine Urkunde (Mantel) und eine zweite Urkunde (Bogen) mit 20 Kupons, die man abschneiden und bei Banken einlösen konnte, wenn der Fonds ausschüttend war.
Lies dich ein wenig ein. Und stell dann weitere Fragen.
Geschrieben 14. Oktober 2016 · bearbeitet 14. Oktober 2016 von bondholder
Wenn eine Fondsgesellschaft Tafelpapiere im Bestand hat, muß diese doch aktiv werden?
Denkfehler: Die Anleger, die effektive Stücke von Investmentfonds-Anteilen besitzen, müssen aktiv werden.
Guckst du hier: Sehr alte Fondsanteile umwandeln
Es soll auch Leute geben, die effektive Stücke von Anleihen gerahmt an der Wand hängen haben.
Beispiel: FC St. Pauli 1910 Anleihe
Das ganze wurde doch nur verboten für Fonds, da man so einfach die vorabpauschale umgehen könnte.
Geschrieben 14. Oktober 2016 · bearbeitet 14. Oktober 2016 von John Silver
Vielen Dank für die Antwort. Nein, ich kenne mich mit Tafelpapieren nicht aus. Die "Nachteile" sind also die gleichen wie bei Bargeld? Das soll ja auch nur zu unserem Vorteil abgeschafft werden...
Aber wieso können dann Fonds betroffen sein? Sagten diejenigen, die das behaupten, nicht die Wahrheit oder kann man von einem Fond auch "effektive Stücke" halten? Wobei mir eben der Begriff "effektive Stücke" eben auch noch nicht ganz klar ist...
Natürlich kann es von einem Fonds auch effektive Stücke geben, hättest du problemlos hier im Forum nachlesen können vor ein paar Tagen:
https://www.wertpapier-forum.de/topic/50174-sehr-alte-fondsanteile-umwandeln/
Und nein, die Nachteile sind nicht die gleichen wie bei Bargeld. Ich hätte z.B. keine Lust, mich zur Bank begeben zu müssen, um meine jährliche Ausschüttung kassieren zu können. Ich finde es deutlich angenehmer, dass das heute alles automatisch geht.
Um was geht es dir eigentlich? Werde doch mal konkreter...
-Richtig, im Prinzip hat beides keine Nachteile. Das wird jetzt künstlich erzeugt.
-Und ich habe keine Lust, dass immer andere für mich entscheiden wozu ich keine Lust zu haben habe.
Nach dem ich die Paragraphen §1, §95, §97 und §358 KAGB gelesen habe, kann ich überhaupt nicht erkennen, was Stücke von Inhaberschuldverschreibungen, hier Anleihen von St. Pauli, mit der Fragestellung oben zu tun haben. Nein, diese Art von effektiven Stücken betrifft das nicht.
Was soll denn eine "vorabpauschale" sein und wer ist "man"? Der Fonds oder der Anleger?
Geschrieben 14. Oktober 2016 · bearbeitet 14. Oktober 2016 von odensee
Meine Aussage war eigentlich nur: "die Nachteile sind nicht die gleichen wie bei Bargeld"... mit Tafelpapieren kann ich z.B. nur sehr schwierig einen Kaffee bezahlen....
Ich bin im übrigen ganz entschieden dafür, dass Bargeld NICHT abgeschafft wird. (Ich glaube, da sind wir beide auf der gleichen Seite...) und ....
mit meiner Aussage hab ich nur was zu mir gesagt. Ich möchte keine Tafelpapiere haben, weil ich die Girosammelverwahrung als sehr nützlich empfinde. Ich hatte nie "Tafelpapiere" und möchte auch keine haben, daher stört es mich persönlich nicht, wenn die abgeschafft werden. Ich bin aber auch nicht in der "weg mit den Tafelpapieren"-Fraktion.
Bei Bargeld sieht es anders aus, das haben rund 80 Mio. in Deutschland.
Mich interessierte, in welchem Zusammenhang "Verlustmacher" diese Frage stellte.Daher meine Nachfrage.
@JohnSilver: https://www.wertpapier-forum.de/topic/38496-reform-der-besteuerung-von-investmentfonds/?do=findComment&comment=1051401
"Man" ist der Staat. Mit Tafelpapieren könnte man dies leicht umgehen, daher wurde das wohl verboten.
Ganz einfach: wenn Bargeld abgeschafft wird, hätte man sein Geld ersatzweise auch in Tafelpapieren anlegen können. Dann wird erst bei Bedarf ein Schein oder mehrere verkauft. Nun bleibt wohl nur Gold und Silber - fragt sich wie lange noch. Sämtliche Schlupflöcher werden zuvor geschlossen und dann wird der Staat mit der Enteignung beginnen.
Geschrieben 17. Oktober 2016 · bearbeitet 17. Oktober 2016 von Admiral377
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Ganz einfach: wenn Bargeld abgeschafft wird, hätte man sein Geld ersatzweisen auch in Tafelpapieren anlegen können. Dann wird erst bei Bedarf ein Schein oder mehrere verkauft. Nun bleibt wohl nur Gold und Silber - fragt sich wie lange noch. Sämtliche Schlupflöcher werden zuvor geschlossen und dann wird der Staat mit der Enteignung beginnen.
Die Alternative Haltung von Vermögen in Bargeld vs. Tafelpapiere hat sich doch mangels Emissionen schon über 10 Jahre nicht ernsthaft mehr gestellt. Ausnahmen wie Aktien von Beate Uhse oder Schmuckurkunden einiger Fußballvereine bestätigen da nur die Regel. Außerdem hast Du mit Tafelpapieren auch eine Verjährungsproblematik. Als nächstes macht hier bestimmt jemand einen Thread auf, dass er eine Schuldverschreibung von 1991 im Schrank gefunden hat und nicht weiß was er damit machen soll, weil die Vorlegungsfrist auf 10 Jahre gekürzt wurde
Bargeld kann man auch enteignen, durch Ausgabe einer neuer Banknoten inkl. Münzen und Umtauschfrist.
Hier der recht interessante FAZ-Artikel.
Geschrieben 26. November 2018 · bearbeitet 29. November 2018 von zup
Geschrieben 28. November 2018 · bearbeitet 29. November 2018 von zup
ich hab mich nun extra hier angemeldet, da ich Expertenwissen brauche.
Ich möchte einem Bekannten von mir eine Coca-Cola Aktie schenken. Ich möchte aber eine echte Papier-Aktie haben. Und vorallem auch kein Replika!
Hab jetzt folgende Websiten gefunden:
https://www.giveashare.com/stock.asp?buy=coca-cola-stock
Hier kostet die echte Papier-Aktie scheinbar 113$. Nur ist mir nicht der Unterschied bewusst zwischen Paper Frame und Premium Frame. Vielleicht weiß hier jemand mehr?
Und folgende Website:
https://uniquestockgift.com/Collectible-Stocks/Coca-Cola/flypage.tpl.html
Prinzipiell wird hier wohl ein Replika angepriesen, aber wenn man im Bestellvorgang eine extra Gebühr von 40$ zahlt bekommt man eine echte Papier-Aktie. So würde man dann auf 129$ kommen.
Mir ist klar dass eine Coca Cola Aktie zurzeit nur 44 Euro kostet und man hier also das 2-3fache bezahlt. Aber eine echte Papieraktie zum einrahmen und aufhängen ist eben doch nochmal was anderes wie ein einfacher Computereintrag.
Nur wollt ich jetzt mal fragen ob schon jemand mal bei einer der beiden Seite nach Deutschland bestellt hat? Die Seiten sehen so "einfach" aus. Im Moment habe ich daher etwas Angst betrogen zu werden. Oder letzendlich doch nur ein Replika zu kaufen?
http://www.geldmarie.at/wertpapiere/historische-wertpapiere.html
Papier Aktie gültig gibt es meines Wissens nicht mehr.
Wie sollte das bei Dividende und Finanzamt gehen ? ( Schwarz ?)
Geschrieben 24. Dezember 2018 · bearbeitet 24. Dezember 2018 von Malvolio
vor 4 Stunden schrieb Theresnowayout:
z.B. die Zahlstelle führt die Steuer ab?
Sog. "effektive Stücke" bzw. "Tafelpapiere" sind heutzutage aber wirklich völlig unüblich geworden. Es gibt heutzutage eigentlich nur noch sog. "Globalurkunden". Bei Aktien kann es sie aber zumindest theoretisch noch geben, wenn noch jemand welche hat und sie dir verkauft und die Urkunden noch nicht kraftlos erklärt sind. (§ 358 KAGB gilt meines Wissens nach nur für Fondsanteile). In anderen Ländern (z.B. Luxemburg) gelten aber z.T. andere Regeln. Wie es sich mit US-Aktien verhält, kann ich nicht sagen .... vermutlich schwierig (wegen FATCA & Co.). Wenn du noch eine effektive Aktie bekommst, würde ich sie eher als dekorativen Wandschmuck als als Geldanlage betrachten.