Source: http://www.gomopa.net/Finanzforum/dubios/grundbuchzertifikat-ltd-117497.html
Timestamp: 2017-05-28 22:19:26
Document Index: 86118436

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 1', '§ 1', '§ 84']

Grundbuchzertifikat Ltd. - Dubios - Finanznachrichten
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Zitat	Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA warnt Anleger vor Geschäften mit folgendem Anbieter: Grundbuchzertifikat Ltd.,
95 Wilton Road, Suite 3, London, SW1V 1BZ Web: www.gbz.at „Grundbuchzertifikat Ltd.“ bietet in Österreich nach § 1 Abs 1 Z 1 BWG (Einlagengeschäft) und § 1 Abs 1 Z 3 BWG (Kreditgeschäft) konzessionspflichtige Bankgeschäfte an, ohne über die erforderliche Berechtigung zu verfügen.
Zitat	FMA-Warnung voreilig veröffentlicht? Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) warnte Anfang Februar 2007 in einer Aussendung vor der Firma „GrundbuchZertifikat“ mit angeblichem Geschäftssitz in London (FONDS professionell berichtete). Das Unternehmen, das Beteiligungen an Versteigerungswohnungen anbietet, meint, dass die Warnung rechtwidrig sei und droht nun mit Klage gegen die FMA. Das Unternehmen „GrundbuchZertifikat biete laut der österreichischen Finanzbehörde in Österreich Einlagen- und Kreditgeschäfte – also konzessionspflichte Bankgeschäfte – an, ohne über die erforderliche Berechtigung zu verfügen. „Alles nicht wahr“, wehrt sich Geschäftsführer Mag. Manuel Thieme im telefonischen Gespräch mit FONDS professionell. „Wir haben nichts mit Bankgeschäften zu tun“, sagt Thieme.“ Man habe die erforderlichen Unterlagen an die Aufsichtsbehörde weitergeleitet und könne die Warnung nicht verstehen. Das Unternehmen droht nun mit Klage gegen die FMA und engagierte die Kanzlei des ehemaligen freiheitlichen Abgeordneten und Generalsekretärs Norbert Gugerbauer (Gugerbauer & Partner). Kein Einlagengeschäft Die Kanzlei Gugerbauer & Partner schreibt in einem Brief an die FMA - die FONDS professionell exklusiv vorliegt -, dass die Warnmeldung rechtswidrig sei. „Unsere Mandantschaft (GrundbuchZertifikat) bietet weder ein Einlagengeschäft noch ein Kreditgeschäft an. Die Teilnehmer am Geschäftsmodell der Grundbuch Zertifikat Limited erwerben Geschäftsanteile an dieser Gesellschaft und verwenden daher eigene Gelder“, heißt es im Anwaltsbrief. Bei Verwendung eigener Gelder aber bestehe gar keine Möglichkeit, eine Einlage zu begründen. Eigene Gelder seien nicht„fremd“. Die eingebrachten Gelder werden – zweckgewidmet und objektbezogen – gegen entsprechende Sicherstellung von Kapital und Ertrag im Grundbuch an eine Immobilien-Erwerbsgesellschaft weitergereicht.
Zudem fehle der Tatbestand der „Verwaltung“: Die Verwaltung bzw. Verwendung der als Eigenkapital eingebrachten Gesellschaftereinlagen erfolgt unabhängig von dem Director der Grundbuch Zertifikat Limited, nämlich ausschließlich aufgrund eines notariell beurkundeten Gesellschafterbeschlusses. Kein Kreditgeschäft Es liege auch kein Kreditgeschäft vor, da weder Geldkreditverträge geschlossen noch Gelddarlehen gewährt werden. „Zwar gewährt die Grundbuch Zertifikat Limited ein (und nicht mehrere) Darlehen an die Immobilienerwerbs-GmbH. Hierbei handelt es sich jedoch einzig um einen Gesellschafterzuschuss der Gesellschafter der Grundbuch Zertifikat Limited an die in deren Alleineigentum stehende Immobilienerwerbs-GmbH“, so die Kanzlei. FMA-Mitarbeiter wusste nichts Offenbar gab es auch bei der Prüfung des Unternehmens durch die FMA unklare Vorgänge. So habe laut Anwaltsbrief der zuständige FMA-Mitarbeiter, MMag. Adrian Ciocoiu, noch am Tag der Veröffentlichung der Warnung durch die Nachrichtenagentur APA (2. Februar) nichts davon gewusst. Die Warnung wurde dann am nächsten Tag (3. Februar) von der FMA an alle Medien verschickt. GrundbuchZertifikat kommt daher zum Ergebnis, dass in der FMA offenbar nicht „sorgfältig“ geprüft wurde: „Die Warnmeldung war nicht das Ergebnis einer sorgfältigen Prüfung des Geschäftsmodells unserer Mandantschaft anhand des BWG, sondern war aus „sachfremden Erwägungen“ heraus veranlasst. Dies folgt zunächst daraus, dass die von unserer Mandantschaft zur Übermittlung an die FMA angebotenen Dokumente - sämtliche Geschäftsunterlagen einschließlich aller Kontoauszüge - noch nicht einmal angefordert wurden. Es war daher der FMA noch gar nicht möglich, mit der gebotenen Sorgfalt juristisch zu überprüfen, ob ein Tatbestand des § 1 Abs 1 BWG erfüllt war“, heißt es dazu im Anwaltschreiben. Der FMA-Sprecher Klaus Grubelnik hätte außerdem in einem Interview mit einer Tageszeitung gemeint, dass die FMA mit der Warnung so schnell reagieren wollte, weil die Firma GrundbuchZertifikat in einer Tageszeitung bereits großflächig inseriert hätte. „Herr Grubelnik führt also aus, dass die FMA aus der Größe der Anzeige auf die Rechtswidrigkeit des beworbenen Geschäftsmodells geschlossen hat“, kritisieren die Anwälte.
Amtsverschwiegenheit FONDS professionell ONLINE konfrontierte die FMA mit den Vorwürfen. Der Pressesprecher Klaus Grubelnik, betonte, dass es sich um ein behördliches Verfahren handle und daher Amtsverschwiegenheit bestehe. „Ich kann Ihnen nur sagen, dass wir korrekt gehandelt haben“, so Grubelnik. Zu den Vorwürfen gegen den FMA-Mitarbeiter Adrian Ciocoiu, sagte Grubelnik nur: „Das kann ich mir nicht vorstellen.“
Das Unternehmen verlangt eine öffentliche Richtigstellung seitens der FMA, sonst drohe man mit Klage. Zitat	Das Produkt
Grundbuch Zertifikat Ltd. bietet Beteiligungen an, die in Versteigerungswohnungen vor allem im osteuropäischen Raum investieren. Für mindestens 50.000 Euro erhalten Anleger ein Zertifikat und sind an nicht-börsennotierten Aktien beteiligt. Versprochen werden 22,5 Prozent Zinsen innerhalb von drei Jahren. Das Unternehmen analysiert tausende Versteigerungs-Immobilien, die in einer Datenbank eingepflegt werden, und erhebt „Vermietbarkeits-Profile“. Dabei wird ermittelt zu welchen Mieten Wohnungen in einer bestimmten Region im Angebot sind und zu welchen Preis sie vermietet werden. Alle Geldbeträge, die nicht unmittelbar investiert sind, werden in Kassen-Obligationen angelegt. Die Geldbeträge der Anleger werden als Eigenkapital in die Grundbuch Zertifikat Limite mit österreichischem Sitz eingberacht. „Die Rechtsform „Limited“ wurde deshalb gewählt, weil die Teilnahme notariatsaktfrei und somit administrativ und von den Spesen her wesentlich einfacher und kostengünstiger ist“, heißt es auf der Website www.gbz.at. Quelle: FONDS professionell	Zitieren
Heftiger Streit zwischen FMA und GBZ Seit die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA eine Warnmeldung zur Firma „Grundbuchzertifikat Ltd“-Gesellschaft (GBZ) Anfang Februar 2007 veröffentlichte, herrscht ein Streit zwischen der Behörde und dem Unternehmen, das Beteiligungen an Versteigerungswohnungen anbietet. Nun wehrt sich die FMA gegen ein kritisches Inserat der GBZ in einer österreichischen Tageszeitung. Die GBZ wirft in einem Inserat im "Der Standard" (Ausgabe 14. Juni 2007) der FMA Versagen vor und kritisiert scharf, dass die FMA durch eine Warnmeldung "in offenem Widerspruch zur Vorkorrespondenz" einen Schaden von 58 Millionen Euro verursacht habe.
Die FMA weist die Vorwürfe und Behauptungen in der Anzeige der „GBZ“ im Standard vom 14. Juni 2007 auf das Entschiedenste zurück. Die FMA hat von ihren gesetzlichen Befugnissen zum Schutz des Finanzmarktes Gebrauch gemacht. Sie hat gemäß § 4 Abs. 7 BWG veröffentlicht, dass das Unternehmen „Grundbuchzertifikat Ltd.“ nicht zur Vornahme von Bankgeschäften nach § 1 Abs 1 Z 1 BWG (Einlagengeschäft) und nach § 1 Abs 1 Z 3 BWG (Kreditgeschäft) berechtigt ist.
Weiters hat die FMA in Erfüllung ihrer Verpflichtung gemäß § 84 StPO eine Sachverhaltsdarstellung wegen des Verdachts auf von Amts wegen zu verfolgenden Handlungen an die Staatsanwaltschaft Wien übermittelt.
Bei ihren Handlungen hat die FMA zu jedem Zeitpunkt die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten. Die FMA wird gegen die Verantwortlichen rechtliche Schritte einleiten. Quelle: FONDS professionell Zitieren
Aus seriöser Quelle erreicht uns folgende Information:
Zitat	Dem aufmerksamen Beobachter der Internetseite www.gbz.at“ dürften folgende Fakten nicht entgangen sein:
Die Firma Grundbuchzertifikat Ltd, die ja eigentlich Initiatorin des phantastischen Geschäftsmodells ist, wird auf der Internetseite überhaupt nicht mehr erwähnt. Das Schlagwort GBZ wird kurzerhand in generated business zenith umgemünzt.
Statt der GBZ Ltd taucht nunmehr eine Firma Manuel Thiemer GBZ GmbH auf. Diese Firma teilt dann auch freundlicher Weise mit, dass sie eigentlich Manuel Pirkfellner GmbH heisst und die Umfirmierung noch im Gange ist.
Als Domaininhaber taucht nun Herr Manuel Pirkfellner auf, obwohl zuvor die Firma Grundbuchzertifikat Ltd als Inhaberin eingetragen war und obwohl Herr Pirkfellner nach eigenem Bekunden ja nun Thiemer heisst. Bei dem angeblichen juristischen Erfolg von Thiemer gegen die Republik Österreich geht es um eine Warnmeldung der Finanzmarktaufsicht gegen die GBZ Ltd. Und daraus vermeintlich resultierende Schadensersatzansprüche. Fragt sich nur, aus welchem Recht Herr Thiemer selbst klagt? Geschädigt wäre ja eigentlich die GBZ Ltd.
Noch besser wird es, wenn man liest, dass die Firma Manuel Thiemer GBZ GmbH, die Genussrechte ausgeben will, 50% des auf sportliche 102 Mio EUR angesetzten Schadensersatzanspruchs von Herrn Thiemer abbekommen soll. Bei so einer unklaren Gemengelage wird wohl kaum ein halbwegs klar denkender Mensch ernsthaft in Erwägung ziehen, Genussrechte zu zeichnen. Zu guter letzt ist die Warnmeldung bzgl der GBZ Ltd nach wie vor bei der FMA abrufbar. Die werden schon wissen warum!	Signatur
ganz schön eng muss es in diesem Briefkasten zugehen. Man suche einmal mit der Suchfunktion "Suite + 3 + SW1V + 1BZ" (26 Ergebnisse). Was für qualifizierte Empfehlungen...
Oder google mit "95 Wilton Road, Suite 3, London, SW1V 1BZ" (838 Seiten).
Es stellt sich mir die Frage, wie seriös ist eine Firma, die eine Adresse benutzt, in der sich fast ausschließlich Abzocker tummeln?
Aus gleicher Quelle erreicht uns:
Zitat	Neues von Thiemer/GBZ: Im Rahmen der turnusmäßigen Überprüfung des fragwürdigen Geschäftsmodells von Thiemer/GBZ sind neuerliche Änderungen auf der Homepage „gbz.at“ festzustellen: Die Ausgabe von Genuss-Scheinen an diesem phantastischen Unternehmen ist offenbar erstmal ad acta gelegt. Jedenfalls wird diese zuvor noch großspurig beworbene Kapitalanlage nicht mehr angeboten. Laut Impressum ist jetzt doch wieder die Firma GBZ | Grundbuchzertifikat Ltd, 95 Wilton Road, Suite 3, London, SW1V1BZ verantwortlich für die Inhalte der Seite und somit auch für das Geschäftsmodell. Es war dem potentiellen Kundenkreis wohl doch nicht zu vermitteln, dass das Millionengeschäft durch eine Firma Manuel Thiemer GBZ GmbH, die eigentlich noch Manuel Pirkfellner GmbH heisst abgewickelt werden soll.
Die Vertretung in Österreich hat nunmehr die Kanzlei THUM WEINREICH SCHWARZ Rechtsanwälte OG, Josefstr. 13, aus dem beschaulichen St. Pölten, übernommen. Der aufmerksame Beobachter stellt sich berechtigter Weise die Frage, warum die renommierte Kanzlei Roland und Göschke aus der Weltstadt Wien nicht mehr benannt wird. Auch personell hat man sich verändert: So tritt nicht mehr die Ehefrau von Thiemer/Pirkfellner auf, stattdessen dürfen wir jetzt erfahren, dass die GBZ nun einen Direktor, Herrn Michael Kräftner, hat. Was es damit auf sich hat, wird sich bald aufklären.	Signatur
Neues von Thiemer/GBZ:
Nach den letzten Besuchen auf der Website „gbz.at“ war der geneigte Leser ja schon überrascht, ob der Pirouetten, die Herr Thiemer/Pirkfellner in Bezug auf die Darstellung seiner Person und seiner Firmen drehen konnte. Und was sehen unsere neugierigen Augen jetzt? Sie sehen nichts. Die Website ist leer. Genauso leer, wie die Millionenversprechen des Herrn Thiemer/Pirkfellner. Es dürfte sich also ausgedreht haben für Herrn Thiemer/Pirkfellner.
Es gibt Gerüchte, er sei mittlerweile vermögenslos. Nichts Genaues weiss man nicht. Nach Auskunft des BIZ Business- & Innovationszentrum, St. Pölten, wo der letzte Sitz der Grundbuchzertifikat Ltd war, ist die Firma dort schon vor über einem Jahr wieder ausgezogen. Wohin, wusste man auch dort nicht. Ist sie überhaupt noch existent? Es wäre nicht die erste Firma die Thiemer/Pirkfellner beerdigt hat, wie ein Auszug aus dem Amtsblatt belegt:
FN 218762i Pirkfellner & Partner GmbH in Liquidation,
Augasse 11/15b, 1090 Wien; FIRMA nun
Pirkfellner GmbH in Liquidation; SITZ verlegt
nach Hafnerbach; nun Ortsstraße 24, 3386 Sasendorf;
GV vom 11.04.2005 Änderung des GesV im
Punkt I. und II.; GS: (A) Manuel Pirkfellner
(29.11.1977), geleistet nun EUR 21.700; LG St.
Pölten, 26.04.2005 Signatur