Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=02.02.2005&Aktenzeichen=II%20R%204/03
Timestamp: 2019-12-10 18:16:21
Document Index: 269572232

Matched Legal Cases: ['§ 146', '§ 146', '§ 42', '§ 42', '§ 146', '§ 146', '§ 146', '§ 146']

BFH, 02.02.2005 - II R 4/03 - dejure.org
https://dejure.org/2005,1757
BFH, 02.02.2005 - II R 4/03 (https://dejure.org/2005,1757)
BFH, Entscheidung vom 02.02.2005 - II R 4/03 (https://dejure.org/2005,1757)
BFH, Entscheidung vom 02. Februar 2005 - II R 4/03 (https://dejure.org/2005,1757)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2005,1757) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Vertraglich vereinbarte Miete als Grundlage der Grundstücksbewertung im Rahmen einer Betriebsaufspaltung
Grundlage der typisierenden Bedarfsbewertung bebauter Grundstücke nach dem Bewertungsgesetz im Rahmen der Betriebsaufspaltung; Entgeltliche Überlassung eines Grundstücks durch eine Personengesellschaft an eine Kapitalgesellschaft als eigenbetriebliche Nutzung; ...
Vereinbarte Miete - auch bei Betriebsaufspaltung
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BFH vom 2.2.2005, II R 4/03 ( Bedarfsbewertung bebauter Grundstücke bei Betriebsaufspaltung)" von RA, Dr. Hellmut Götz, RA/FAStR/StB, Dipl.Finazw., original erschienen in: ZEV 6/2005, 269 - 271.
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BFH vom 2.2.2005, II R 4/03 (Bedarfsbewertung bebauter Grundstücke)" von Dr. Hanspeter Daragan, original erschienen in: ZErb 2005, 193 - 197.
BFHE 208, 421
BB 2005, 1042
DB 2005, 1038
BStBl II 2005, 426
Das folgt aus der rechtlichen Eigenständigkeit der Besitzgesellschaft einerseits und der Betriebsgesellschaft andererseits, die auch steuerrechtlich wie zwei selbständige Unternehmen behandelt werden und nicht wirtschaftlich zu einem einheitlichen Unternehmen zusammenzufassen sind (Beschluss des Großen Senats des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 8. November 1971 GrS 2/71, BFHE 103, 440, BStBl II 1972, 63; BFH-Urteil vom 2. Februar 2005 II R 4/03, BFHE 208, 421, BStBl II 2005, 426).
Die personelle Verflechtung zwischen der Vermieterin und der Mieterin führt nicht zur Anwendung des § 146 Abs. 3 BewG (vgl. BFH-Urteil in BFHE 208, 421, BStBl II 2005, 426).
Es kann offen bleiben, ob § 146 Abs. 3 BewG als spezielle Missbrauchsvorschrift ausgestaltet ist, die die Anwendung des § 42 AO generell ausschließt, oder ob § 42 AO zur Anwendung kommen kann, wenn die Vereinbarung über die Höhe der Miete so stark von außerhalb der Marktgegebenheiten liegenden Überlegungen beeinflusst wäre, dass sie bereits der Besteuerung nach dem Einkommen und Ertrag nicht zugrunde gelegt werden könnte (vgl. BFH-Urteil in BFHE 208, 421, BStBl II 2005, 426).
a) Wie der BFH in seiner Entscheidung vom 2. Februar 2005 II R 4/03 (BFHE 208, 421, BStBl II 2005, 426) bereits entschieden hat, ist der typisierenden Bedarfsbewertung bebauter Grundstücke gemäß § 146 Abs. 2 BewG auch in Fällen entgeltlicher Überlassung im Rahmen einer Betriebsaufspaltung die vertraglich vereinbarte Miete zugrunde zu legen; ein Ansatz der üblichen Miete gemäß § 146 Abs. 3 BewG komme nicht in Betracht (zum Streitstand Götz, Bedarfsbewertung von Betriebsgrundstücken bei Betriebsaufspaltung, Zeitschrift für Erbrecht und Vermögensnachfolge 2005, 106).
Dem steht auch die Entstehungsgeschichte der Regelung entgegen, wie der BFH bereits in seiner Entscheidung in BFHE 208, 421, BStBl II 2005, 426 ausgeführt hat.
Für die im Rahmen einer Betriebsaufspaltung vereinnahmten Mieten hat der BFH dies bereits mehrfach entschieden (Urteil vom 2. Februar 2005 II R 4/03, BFHE 208, 421, BStBl II 2005, 426, sowie Beschluss vom 13. Februar 2008 II B 59/07).
Auf diese gesellschaftsrechtliche Konstruktion sei die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Ermittlung des Grundbesitzwertes von Grundbesitz einer Besitzgesellschaft im Rahmen einer Betriebsaufspaltung (Urteil vom 2. Februar 2005 II R 4/03, BFHE 208, 421; BStBl II 2005, 426) nicht anwendbar.
Zur Begründung nimmt es in vollem Umfang Bezug auf seine Einspruchsentscheidung vom ... und auf die Rechtsgrundsätze des BFH-Urteils vom 2. Februar 2005 (II R 4/03).
Maßgebend für die Auslegung sind aber nicht die subjektiven Vorstellungen der am Gesetzgebungsverfahren beteiligten Personen; entscheidend ist vielmehr der im Gesetz zum Ausdruck kommende objektivierte Wille des Gesetzgebers (…Beschluss des Bundesverfassungsgerichts - BVerfG - vom 09.11.1988 1 BvR 243/86, BVerfGE 79, 106, Rn. 66; BFH-Entscheidungen vom 02.02.2005 II R 4/03, BStBl II 2005, 426; vom 31.03.2004 X R 18/03, BStBl II 2004, 1047, unter II.2.d aa).
Angesichts des Umstands, dass die Frage der Wertermittlung dem BFH nun zur Entscheidung vorliegt, werden die Beteiligten gebeten, bis zum 01. Juni 2003 dem Gericht mitzuteilen, ob sie mit einem Ruhen des Klageverfahrens bis zu einer Entscheidung des BFH im Verfahren II R 4/03 einverstanden sind.
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat bereits mehrfach entschieden, dass der typisierenden Bedarfsbewertung bebauter Grundstücke gemäß § 146 Abs. 2 des Bewertungsgesetzes (BewG) auch in Fällen entgeltlicher Überlassung im Rahmen einer Betriebsaufspaltung die vertraglich vereinbarte Miete zugrunde zu legen ist und ein Ansatz der üblichen Miete gemäß § 146 Abs. 3 BewG nicht in Betracht kommt (BFH-Entscheidungen vom 2. Februar 2005 II R 4/03, BFHE 208, 421, BStBl II 2005, 426;… vom 13. Februar 2008 II B 59/07, BFH/NV 2008, 1121, …und vom 17. März 2008 II B 3/08, BFH/NV 2008, 929).
In diesem Fall kann von einer privaten Veranlassung der Herstellung und gegen das Vorliegen einer Einkünfteerzielungsabsicht ausgegangen werden (vgl. BFH-Urteil vom 6.10.2004, IX R 30/03, BStBl. II 2005, 426).
FG München, 22.09.2005 - 4 V 2274/05