Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%20100/15
Timestamp: 2020-07-13 01:04:46
Document Index: 287062992

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 90', '§ 307', '§ 90', '§ 307', '§ 307', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 306', '§ 307', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 03.12.2015 - VII ZR 100/15 - dejure.org
https://dejure.org/2015,39147
BGH, 03.12.2015 - VII ZR 100/15 (https://dejure.org/2015,39147)
BGH, Entscheidung vom 03.12.2015 - VII ZR 100/15 (https://dejure.org/2015,39147)
BGH, Entscheidung vom 03. Dezember 2015 - VII ZR 100/15 (https://dejure.org/2015,39147)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2015,39147) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
HGB § 90a; BGB § 307 Abs. 1
§ 90a HGB, § 307 Abs 1 S 1 BGB, § 307 Abs 1 S 2 BGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen in einem Handelsvertretervertrag mit einem Vermögensberater: Intransparenz einer Formularklausel über ein nachvertragliches Verbot der Kundenabwerbung
Wirksamkeit einer in einem Handelsvertretervertrag enthaltenen Klausel zur Unterlassung der Kundenabwerbung durch den Vermögensberater nach Beendigung des Handelsvertreterverhältnisses; Regelung eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots in einem ...
Unwirksame nachvertragliche Wettbewerbsverbotsklausel in Vermögensberater-Vertrag (hier: Abwerbeverbot von Kunden)
Unwirksamkeit der in einem Handelsvertretervertrag enthaltenen, vom Unternehmer gestellten Allgemeinen Geschäftsbedingung, wonach sich der Vermögensberater verpflichtet, es für die Dauer von zwei Jahren nach Beendigung des Handelsvertreterverhältnisses zu unterlassen, ...
Unwirksamkeit eines nachvertraglichen Wettbewerbsverbots in Handelsvertreter-AGB
Verstoß gegen Transparenzgebot in Handelsvertretervertrag - AGB-Kontrolle von Handelsverträterverträgen
Handelsvertreter, Allgemeine Geschäftsbedingungen, Kundenschutzklausel
Intransparentes nachvertragliches Wettbewerbsverbot in einem Handelsvertretervertrag
Nachvertragliches Wettbewerbsverbot für Handelsvertreter unwirksam
Unklar formulierte Kundenschutzklausel
- DVAG 44 -, Transparenzgebot, Bestimmtheitsgebot, Wirksamkeit eines formularmäßigen nachvertraglichen Wettbewerbsverbots, Verbot der geltungserhaltenden Reduktion, ergänzende Vertragsauslegung bei unwirksamen AGB
Nachvertragliches Wettbewerbsverbot im Vermögensberatervertrag unwirksam
Nachvertragliches Wettbewerbsverbot für Handelsvertreter
Unwirksamkeit durch ungenaue Formulierungen der Kundenschutzklausel
Nachvertragliches Wettbewerbsverbot beim Handelsvertretervertrag
Nachvertragliches Wettbewerbsverbot ist unwirksam
Unwirksamkeit nachvertraglicher Wettbewerbsverbotsklauseln
Grenzen formularmäßiger nachvertraglicher Wettbewerbsverbote für Handelsvertreter
AGB-Regelung zum zweijährigen Verbot des Abwerbens von Kunden der Gesellschaft nach Beendigung eines Handelsvertretervertrags aufgrund Intransparenz unwirksam - Reichweite des Abwerbeverbots muss aus Bestimmung hinreichend klar und verständlich hervorgehen
AGB-Kontrolle: Ungenaue Formulierungen der Kundenschutzklausel führen zur Unwirksamkeit
LG Mosbach, 08.08.2014 - 3 O 13/13
NJW 2016, 401
ZIP 2016, 676
VersR 2016, 459
WM 2016, 80
BB 2016, 84
DB 2016, 824
NZG 2016, 240 (Ls.)
Kommen - wie hier - unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten in Betracht, ohne dass erkennbar ist, welche die Parteien gewählt hätten, sind die Gerichte zu einer ergänzenden Vertragsauslegung weder in der Lage noch befugt (BGH, Urteile vom 3. Dezember 2015 - VII ZR 100/15, NJW 2016, 401 Rn. 29;… vom 1. Oktober 2014 - VII ZR 344/13, BGHZ 202, 309 Rn. 24; vom 26. Oktober 2005 - VIII ZR 48/05, BGHZ 165, 12, 28 unter II 5 b; vom 26. April 2005 - XI ZR 289/04, NJW-RR 2005, 1408 unter II 1 b cc (2) (b);… vgl. auch Senatsurteil vom 27. Februar 2008 - IV ZR 219/06, BGHZ 175, 322 Rn. 30).
Derartige Klauseln sind ihrerseits wegen Verstoßes gegen § 306 Abs. 2 BGB gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB unwirksam (vgl. BGH, Urteil vom 3. Dezember 2015 - VII ZR 100/15, NJW 2016, 401 Rn. 26 m.w.N.).
Das Transparenzgebot verpflichtet den Verwender Allgemeiner Geschäftsbedingungen, Rechte und Pflichten seiner Vertragspartner möglichst klar und durchschaubar darzustellen (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteile vom 3. Dezember 2015 - VII ZR 100/15, BB 2016, 84 Rn. 22 …und vom 29. April 2015 - VIII ZR 104/14, NJW 2015, 2244 Rn. 16, jeweils m.w.N.).
Abzustellen ist bei der Bewertung der Transparenz einer Vertragsklausel auf die Erwartungen und Erkenntnismöglichkeiten eines durchschnittlichen Vertragspartners des Verwenders im Zeitpunkt des Vertragsschlusses (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteile vom 3. Dezember 2015 - VII ZR 100/15, aaO Rn. 22 …und vom 29. April 2015 - VIII ZR 104/14, aaO Rn. 17).
BGH, 24.11.2017 - LwZR 5/16
Der Verwender muss die tatbestandlichen Voraussetzungen und Rechtsfolgen so genau beschreiben, dass für ihn keine ungerechtfertigten Beurteilungsspielräume entstehen (vgl. BGH…, Urteil vom 29. April 2015 - VIII ZR 104/14, ZVertriebsR 2015, 243 Rn. 16;… Urteil vom 5. Dezember 2012 - I ZR 23/11, GRUR 2013, 375 Rn. 35 - Missbrauch des Verteilungsplans;… Urteil vom 6. Dezember 2007 - VII ZR 28/07, NJW-RR 2008, 615 Rn. 12 mwN; Urteil vom 3. Dezember 2015 - VII ZR 100/15, NJW 2016, 401 Rn. 22).
Eine Vertragsgestaltung, die objektiv dazu geeignet ist, den Vertragspartner bezüglich seiner Rechtsstellung in die Irre zu führen, verstößt gegen das Transparenzgebot (st. Rspr.; vgl. nur Senat…, Urteil vom 9. Juni 2011 - III ZR 157/10, NJW-RR 2011, 1618 Rn. 27;… BGH, Urteile vom 29. April 2015 - VIII ZR 104/14, NJW 2015, 2244 Rn. 16; vom 3. Dezember 2015 - VII ZR 100/15, NJW 2016, 401 Rn. 22;… vom 25. Februar 2016 - VII ZR 156/13, NJW 2016, 1575 Rn. 31 …und vom 4. April 2018 - IV ZR 104/17, NJW 2018, 1544 Rn. 8;… siehe auch Palandt/Grüneberg aaO Rn. 21, 25, 27; jeweils mwN).
Abzustellen ist auf die Erwartungen und Erkenntnismöglichkeiten eines durchschnittlichen Vertragspartners des Verwenders im Zeitpunkt des Vertragsschlusses (vgl. BGH, NJW 2016, 401 Rn. 22).
aa) Das Transparenzgebot verpflichtet den Verwender Allgemeiner Geschäftsbedingungen, Rechte und Pflichten seiner Vertragspartner möglichst klar und durchschaubar darzustellen (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteile vom 03.12.2015, Az. VII ZR 100/15, BB 2016, 84 Rn. 22 …und vom 29.04 2015, Az. VIII ZR 104/14, NJW 2015, 2244 Rn. 16, 25.07.2012,Az.: IV ZR 201/10 Rn. 45 jeweils m.w.N.).
Abzustellen ist bei der Bewertung der Transparenz einer Vertragsklausel auf die Erwartungen und Erkenntnismöglichkeiten eines durchschnittlichen Vertragspartners des Verwenders im Zeitpunkt des Vertragsschlusses (…st. Rspr., vgl. nur BGH, NJW 2018, 2193 Rn. 35; NJW 2016, 401 Rn. 22;… NJW 2016, 936 Rn. 13;… NJW 2016, 1575 Rn. 31;… NJW 2015, 2244 Rn. 17;… GRUR 2016, 606 Rn. 24 - Allgemeine Marktnachfrage).