Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VG%20Koblenz&Datum=17.03.2008&Aktenzeichen=3%20K%201349/07
Timestamp: 2019-10-18 14:55:57
Document Index: 346636910

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 104', '§ 25', '§ 25', '§ 26', '§ 81', '§ 25', 'Art 6', 'Art 8', '§ 10', '§ 26', '§ 35', '§ 81', '§ 25', '§ 5', '§ 26', 'Art. 6', 'Art. 8', '§ 104', '§ 10', '§ 104', '§ 104', '§ 104', '§ 55', 'Art. 8', 'Art. 8', '§ 104', '§ 104', '§ 104', '§ 45', 'Art. 8', 'Art. 8', '§ 55', 'Art. 8', 'Art. 8', '§ 55', 'Art. 8', 'Art. 8', '§ 26', '§ 81']

VG Koblenz, 17.03.2008 - 3 K 1349/07.KO - dejure.org
VG Koblenz, 17.03.2008 - 3 K 1349/07.KO
https://dejure.org/2008,19071
VG Koblenz, 17.03.2008 - 3 K 1349/07.KO (https://dejure.org/2008,19071)
VG Koblenz, Entscheidung vom 17.03.2008 - 3 K 1349/07.KO (https://dejure.org/2008,19071)
VG Koblenz, Entscheidung vom 17. März 2008 - 3 K 1349/07.KO (https://dejure.org/2008,19071)
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§ 10 Abs 3 AufenthG, § 104a AufenthG, § 25 Abs 4 S 2 AufenthG, § 25 Abs 5 AufenthG, § 26 Abs 4 AufenthG
Rechtsqualität der Fortgeltungsfiktion des § 81 Abs. 4 Aufenthaltsgesetz (AufenthG); Begriff der außergewöhnlichen Härte i.S.d. § 25 Abs. 4 S. 2 AufenthG unter Berücksichtigung des Art 6 GG und Art 8 Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK); Verlängerung der ...
AufenthG § 10 Abs. 3; AufenthG § 26 Abs. 4 S. 4; AufenthG § 35; AufenthG § 81 Abs. 4; AufenthG § 25 Abs. 4 S. 2; AufenthG § 5 Abs. 1; AufenthG § 26 Abs. 4; GG Art. 6 Abs. 1; EMRK Art. 8
D (A), Niederlassungserlaubnis, Konventionsflüchtlinge, Widerruf, Flüchtlingsanerkennung, abgelehnte Asylbewerber, Minderjährige, Kindernachzug, Verlängerungsantrag, Aufenthaltserlaubnis, Fortgeltungsfiktion, Aufenthaltsdauer, allgemeine Erteilungsvoraussetzungen, ...
Auch wenn es sich insofern nach der amtlichen Begründung (vgl. BT-Drs. 16/5065 S. 202) nur um einen Rechtsfolgenverweis auf die Regelungen im Kapitel 2 Abschnitt 5 handelt, so ist hieraus jedenfalls der Wille des Gesetzgebers erkennbar, Aufenthaltserlaubnisse nach § 104 a Abs. 1 AufenthG als Aufenthaltstitel nach Kapitel 2 Abschnitt 5 zu behandeln (so ausdrücklich BVerwG v. 4.9.2007, BVerwGE 129, 226; OVG Hamburg v. 29.1.2008, Az.: 3 Bf 149/02; VG Koblenz v. 17.3.2008, Az.: 3 K 1349/07.KO).
34Zusammenfassend lässt sich daher festhalten, dass § 10 Abs. 3 Satz 1 AufenthG der Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 104 a Abs. 1 AufenthG wegen der Regelungen in § 104 a Abs. 1 Satz 2 und Satz 3 AufenthG bzw. wegen einer Analogie zu § 104 b Abs. 1 Satz 1 AufenthG nicht entgegensteht (im Ergebnis ebenso: OVG Hamburg v. 29.1.2008, Az.: 3 Bf 149/02 unter Aufgabe seiner gegenteiligen Auffassung v. 23.10.2007, Az.: 3 Bs 246/07 = NordÖR 2008, 90 [Leitsatz]; VG Koblenz v. 17.3.2008, Az.: 3 K 1349/07.KO; VG Frankfurt v. 23.1.2008, Az.: 1 E 2668/07).
Wegen der weiteren Einzelheiten des Sach- und Streitstandes wird auf den Inhalt der Gerichtsakte sowie der beigezogenen Verwaltungsakte des Beklagten (1 Heft), der Akte der Staatsanwaltschaft Koblenz - 2020 Js 639/06 - 3 Ks 6/06 2116 VRS und der Gefangenenpersonalakten der Justizvollzugsanstalt Wittlich - 339/06-9-, der Akte des Amtsgerichts Westerburg - 7 XVII 396/06 - sowie die beigezogenen Gerichtsakten 3 L 2550/05.KO; 3 L 594/05.KO; 3 K 1349/07.KO; 3 K 869/07.KO, 7 K 1806/04.KO und 7 K 1513/07.KO Bezug genommen.
An diesem Prüfprogramm, welches sich der Sache nach im Wesentlichen mit dem Wortlaut des § 55 Abs. 1 bis 3 AufenthG deckt, zeigt sich wiederum, dass die nach Art. 8 EMRK zu beachtenden Gesichtspunkte weitestgehend bereits in den nationalen Bestimmungen des Aufenthaltsgesetzes ihren Niederschlag gefunden haben und Art. 8 EMRK somit keinen Prüfungsrahmen außerhalb des Aufenthaltsgesetzes eröffnet (VG Koblenz, Urteil vom 17. März 2008 - 3 K 1349/07.KO -).
gesetzlichen Fiktion des § 104a Abs. 1 Satz 3 2. Halbsatz als Aufenthaltstitel nach Kapitel 2 Abschnitt 5. Es widerspräche dem gesetzgeberischen Willen, abgelehnten Asylbewerbern vor ihrer Ausreise einen Anspruch nach § 104a Abs. 1 AufenthG von vornherein zu versagen, denn § 104a Abs. 1 AufenthG sollte gerade abgelehnten Asylbewerbern zugute kommen (BTDrucks. 16/5065, S. 201) (wie hier: OVG Hamburg…, Urteil vom 29. Januar 2008 - 3 Bf 149/02 - juris, Rn. 70; VG Koblenz, Urteil vom 17. März 2008 - 3 K 1349/07.KO - juris, Rn. 65; VG München…, Urteil vom 8. Juli 2008 - M 4 K 07.4829 - juris, Rn. 34; in diese Richtung auch BVerwG…, Urteil vom 4. September 2007, a.a.O., Rn. 12; a. A. OVG Hamburg…, Beschluss vom 23. Oktober 2007 - 3 Bs 246/07 - juris, Rn. 4; offen gelassen in: OVG Münster…, Beschluss vom 5. Juni 2008 - 18 E 471/08, Rn. 19 ff.).
An diesem Prüfprogramm, welches sich der Sache nach im Wesentlichen mit dem Wortlaut des § 45 Abs. 1 und 2 AuslG a.F. deckt, zeigt sich, dass die nach Art. 8 EMRK zu beachtenden Gesichtspunkte weitestgehend bereits in den nationalen Bestimmungen des Ausländergesetzes a.F. ihren Niederschlag gefunden hatten und Art. 8 EMRK somit keinen Prüfungsrahmen außerhalb des Aufenthaltsgesetzes eröffnet (vgl. VG Koblenz, Urteile vom 17. März 2008 - 3 K 1349/07.KO - und vom 18. August 2008 - 3 K 869/07.KO -).
An diesem Prüfprogramm, welches sich der Sache nach im Wesentlichen mit dem Wortlaut des § 55 Abs. 3 Nrn. 1 bis 3 AufenthG deckt, zeigt sich wiederum, dass die nach Art. 8 EMRK zu beachtenden Gesichtspunkte weitestgehend bereits in den nationalen Bestimmungen des Aufenthaltsgesetzes ihren Niederschlag gefunden haben und Art. 8 EMRK somit keinen Prüfungsrahmen außerhalb des Aufenthaltsgesetzes eröffnet (Urteil der erkennenden Kammer vom 17. März 2008 - 3 K 1349/07.KO -).
An diesem Prüfprogramm, welches sich der Sache nach im Wesentlichen mit dem Wortlaut des § 55 Abs. 3 Nrn. 1 bis 3 AufenthG deckt, zeigt sich wiederum, dass die nach Art. 8 EMRK zu beachtenden Gesichtspunkte weitestgehend bereits in den nationalen Bestimmungen des Aufenthaltsgesetzes ihren Niederschlag gefunden haben und Art. 8 EMRK somit keinen Prüfungsrahmen außerhalb des Aufenthaltsgesetzes eröffnet (Urteile der erkennenden Kammer vom 17. März 2008 - 3 K 1349/07.KO - und 8. Juli 2013 - 3 K 897/12.KO -).
VG München, 17.07.2008 - M 24 K 08.1085
Aufenthaltsbefugnis; Aufenthaltserlaubnis; Niederlassungserlaubnis; …
Für diese Konstellation hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof - allerdings nur im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes - entschieden, dass nach summarischer Prüfung davon auszugehen sei, dass für das Tatbestandsmerkmal "Besitz einer Aufenthaltserlaubnis" im Sinne von § 26 Abs. 4 Satz 2 AufenthG auch eine nach § 81 Abs. 4 AufenthG ausgestellte Fiktionsbescheinigung ausreiche (a.A.: VG Koblenz, Urt. v. 17.3.2008, 3 K 1349/07.KO Juris).