Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=08.06.2017&Aktenzeichen=IV%20R%2030/14
Timestamp: 2019-11-12 16:28:02
Document Index: 325427794

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 22', '§ 2', '§ 15', '§ 15', '§ 22', '§ 2', '§ 179', '§ 180', '§ 40']

BFH, 08.06.2017 - IV R 30/14 - dejure.org
https://dejure.org/2017,33801
BFH, 08.06.2017 - IV R 30/14 (https://dejure.org/2017,33801)
BFH, Entscheidung vom 08.06.2017 - IV R 30/14 (https://dejure.org/2017,33801)
BFH, Entscheidung vom 08. Juni 2017 - IV R 30/14 (https://dejure.org/2017,33801)
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§ 15 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 2002, § 15 Abs 2 S 1 EStG 2002, § 15 Abs 3 Nr 2 EStG 2002, § 22 Nr 3 EStG 2002, § 2 Abs 1 GewStG 2002
Fondsgesellschaften - und das Überschreiten privater Vermögensverwaltung
Gewinnfeststellungsbescheide auf 0 EUR - und die Beschwer
Abgrenzung von privater Vermögensverwaltung und gewerblicher Tätigkeit bei Fondsgesellschaften
Überschreiten privater Vermögensverwaltung bei Fondsgesellschaften
Verklammerung der Teilakte zu einer einheitlichen Tätigkeit
Laufender Gewinn, Veräußerungsgewinn oder private Vermögensverwaltung ?
Fondsgesellschaften mit mehreren Tätigkeiten
EStG § 15 Abs 2 S 1, EStG § 15 Abs 1 S 1 Nr 2, EStG § 22 Nr 3, GewStG § 2 Abs 1
Personengesellschaft, Gewerbebetrieb, Nachhaltigkeit, Vermietung, Handel, Container
BFH - IV B 101/13 (anhängig)
BB 2017, 2403
BStBl II 2017, 1061
aa) Nach der Rechtsprechung des Senats überschreitet ein Einkünfteerzielungssubjekt die Grenze der privaten Vermögensverwaltung, wenn dessen Geschäftskonzept darin besteht, bewegliche Wirtschaftsgüter zu kaufen, zwischenzeitlich zu vermieten und zu verkaufen, und bereits bei Aufnahme dessen Tätigkeit festgestanden hat, dass sich das erwartete positive Gesamtergebnis nur unter Einbeziehung des Erlöses aus dem Verkauf der vermieteten Wirtschaftsgüter erzielen lässt (z.B. BFH-Urteil vom 8. Juni 2017 IV R 30/14, BFHE 258, 403, Rz 33).
Bei Klagen gegen Gewinnfeststellungsbescheide nach § 179 Abs. 2 Satz 2, § 180 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a AO liegt eine Beschwer i.S. des § 40 Abs. 2 FGO schon dann vor, wenn --wie hier-- geltend gemacht wird, das FA habe eine unzutreffende Einkunftsart festgestellt (z.B. BFH-Urteil vom 8. Juni 2017 IV R 30/14, zur amtlichen Veröffentlichung vorgesehen, Rz 24).
Tätigt der Steuerpflichtige hingegen nur ein Geschäft, liegt kein nachhaltiges Handeln vor, wenn sich die Wiederholungsabsicht nicht aus anderen Umständen feststellen lässt (vgl. BFH-Urteil vom 8. Juni 2017 IV R 30/14, zur amtlichen Veröffentlichung vorgesehen).
So kommt es z.B. beim Händler, dessen Tätigkeit auf den marktmäßigen Umschlag von Sachwerten gerichtet ist, auf ein wiederholtes Tätigwerden auf der Absatzseite an; ein wiederholtes Tätigwerden auf der Beschaffungsseite reicht demgegenüber nicht aus (z.B. BFH-Urteil vom 9. Dezember 2002 VIII R 40/01, BFHE 201, 180, BStBl II 2003, 294; vgl. ferner Urteile vom 15. April 2004 IV R 54/02, BFHE 206, 90, BStBl II 2004, 868, Rz 35, und vom 8. Juni 2017 IV R 30/14, zur amtlichen Veröffentlichung vorgesehen, Rz 43).