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Timestamp: 2020-01-28 08:39:33
Document Index: 124411799

Matched Legal Cases: ['§ 9', 'Art. 158', '§ 6', '§ 9', '§ 7', '§ 9', '§ 1']

Trinkwasser – Versorgungsleitungen Vetschau und Ortsteile
Bekanntmachung des Landkreises Oberspreewald–Lausitz, als untere Wasserbehörde, vertreten durch den Landrat Herrn Heinze, Dubinaweg 1, 01968 Senftenberg über die öffentliche Auslegung des Antrages zur Erteilung einer Leitungs- und Anlagenrechtsbescheinigung für die Trinkwasser – Versorgungsleitungen Vetschau und Ortsteile
Auf der Grundlage des § 9 Grundbuchbereinigungsgesetz (GBBerG) vom 20.12.1993(BGBl. I S. 2182, 2192), zuletzt geändert durch Art. 158 der Verordnung vom 31.08.2015 (BGBl. I S. 1474) i.V.m. § 6 der Verordnung zur Durchführung des Grundbuchbereinigungsgesetzes und anderer Vorschriften auf dem Gebiet des Sachen-rechts (Sachenrechts – Durchführungsverordnung - SachenR-DV) vom 20.12.1994 (BGBl.I S. 3900) hat der Wasser- und Abwasserzweckverband Calau, Sitz in Lübbenau, Der Verbandsvorsteher, Berliner Straße 10, 03222 Lübbenau/Spreewald beim Landkreis Oberspreewald–Lausitz, untere Wasserbehörde, vertreten durch den Landrat Herrn Heinze, Dubinaweg 1, 01968 Senftenberg für die o.g. Trinkwasser – Versorgungsleitungen die Erteilung einer Leitungs- und Anlagenrechtsbescheinigung beantragt.
Die Bescheinigung begründet eine beschränkt persönliche Dienstbarkeit für die nachfolgend genannten Grundstücke zugunsten des Antragstellers. Sie umfasst das Recht, in eigener Verantwortung und auf eigenes Risiko die belasteten Grundstücke für den Betrieb, die Instandsetzung und die Erneuerung einschließlich des Neubaus dieser Anlagen zu betreten oder sonst zu benutzen, Trinkwasser in der Leitung über die Grundstücke zu führen und die für die Fortleitung eingerichteten Sonder- und Nebenanlagen zu betreiben, zu unterhalten, instandzusetzen und zu erneuern.
Der Trassenverlauf erstreckt sich über nachfolgend genannte Grundstücke (die Auflistung der Grundstücke erfolgt gemarkungsweise):
in der Gemarkung Göritz
Flur 1 Flurstücke: 34/1, 193, 368, 463
in der Gemarkung Koßwig
Flur 1 Flurstück: 48
Flur 2 Flurstück: 161
in der Gemarkung Laasow
Flur 1 Flurstücke: 84/1, 86, 342, 343/1, 343/2, 626, 627, 628, 629, 630, 708,
711, 753
Flur 2 Flurstück: 54
in der Gemarkung Missen
Flur 4 Flurstück: 200
in der Gemarkung Naundorf
Flur 1 Flurstücke: 35, 63/3, 103, 149, 157,167, 223, 327
Flur 2 Flurstück: 1
in der Gemarkung Ogrosen
Flur 2 Flurstück: 128
in der Gemarkung Raddusch
Flur 1 Flurstücke: 22/1, 23/1, 25/1, 28/1, 33/1, 34/1
Flur 2 Flurstück: 5
Flur 3 Flurstücke: 154/3, 157/1
Flur 6 Flurstück: 12
Flur 7 Flurstücke: 5, 8, 103/2
Flur 8 Flurstück: 179
Flur 9 Flurstück: 39
in der Gemarkung Repten
Flur 2 Flurstücke: 65/2, 66/1
in der Gemarkung Stradow
Flur 1 Flurstücke: 155, 434, 450, 476, 612
Flur 2 Flurstücke: 77, 500, 520
in der Gemarkung Suschow
Flur 1 Flurstücke: 127, 128, 162/1, 265, 361, 406, 407
Flur 2 Flurstücke: 41/4, 42/2, 80, 93/2, 155, 162
in der Gemarkung Tornitz
Flur 1 Flurstück: 83
Flur 3 Flurstücke: 15, 22, 26
Flur 4 Flurstück: 32
Flur 5 Flurstücke: 38, 47/4
Flur 6 Flurstück: 186
in der Gemarkung Vetschau
Flur 1 Flurstücke: 159, 160, 161
Flur 2 Flurstück: 96/2
Flur 3 Flurstücke: 63/3, 188, 198
Flur 5 Flurstücke: 361/6, 396/1, 396/2
Flur 6 Flurstück: 18
Flur 11 Flurstücke: 135/3, 145/8, 154/9, 185/5, 370, 484, 510
in der Gemarkung Wüstenhain
Flur 1 Flurstück: 145/7
Gemäß § 9 Abs. 4 GBBerG und § 7 SachenR-DV können die Antragsunterlagen von den Berechtigten innerhalb von vier Wochen ab dem Tag der Bekanntmachung an beim Landkreis Oberspreewald–Lausitz, untere Wasserbehörde, J.-Gottschalk-Str. 36 in 03205 Calau, Telefon 03541/870-3444 oder 3421, während der üblichen Dienstzeiten eingesehen werden. Widerspricht ein Grundstückseigentümer rechtzeitig während dieser Frist, wird die Bescheinigung mit einem entsprechenden Vermerk erteilt. Hinweise zur Einlegung von Widersprüchen:
Im Bescheinigungsverfahren kann der Grundstückseigentümer nur geltend machen, sein Grundstück werde durch die wasserwirtschaftliche Anlage gar nicht in Anspruch genommen oder in anderer Weise, als von dem Versorgungsunternehmen dargestellt worden ist. Er kann sich in dem Verfahren nicht darauf berufen, sein Grundstück werde zu Unrecht in Anspruch genommen. Gemäß § 9 Abs. 1 Satz 1 GBBerG i.V.m. § 1 SachenR-DV ist von Gesetzes wegen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR eine Dienstbarkeit für alle am 03. Oktober 1990 genutzten und am 11. Januar 1995 durch das antragstellende Versorgungsunternehmen betriebenen wasserwirtschaftlichen Anlagen entstanden. Durch diese beschränkte persönliche Dienstbarkeit wird der Stand vom 03. Oktober 1990 dokumentiert. Deshalb ist ein Einverständnis mit der vorhandenen Belastung des Grundstückes bzw. mit der bestehenden wasserwirtschaftlichen Anlage selbst nicht erforderlich.
Alle danach eingetretenen Veränderungen, die die Nutzung des Grundstückes über das am 03. Oktober 1990 gegebene Maß hinaus beeinträchtigen, müssen durch einen zivilrechtlichen Vertrag zwischen dem Versorgungsunternehmen und dem Grundstückseigentümer, Erbbauberechtigten oder sonstigen dinglich Berechtigten an dem Grundstück geregelt werden.
Senftenberg, 26.11.2019
Sigurd Heinze