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Timestamp: 2018-02-20 02:16:42
Document Index: 302466147

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 12', 'Art. 14', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 6', 'Art. 14', '§1', '§1', '§1', 'Art. 6', 'Art. 14', 'Art. 5', 'Art. 8']

J. Zusammenfassung : Die Eizellspende im deutschen und dänischen Recht
J. Zusammenfassung : D...
Die Eizellspende im deutschen und dänischen Recht
Johanna Radatz
Die Arbeit erörtert die juristischen Aspekte der Eizellspende in der Reproduktions- und Regenerativmedizin. Sie beginnt mit einer kurzen Darstellung der medizinischen Grundlagen der Eizellspende. Danach wird das Verbot der Eizellspende durch das deutsche Embryonenschutzgesetz anhand der Rechtsgrundlagen des Europarates sowie der geltenden europa- und verfassungsrechtlichen Normen überprüft. Daran schließt sich ein Rechtsvergleich mit der Rechtsordnung Dänemarks an, die einen weitreichenden Gegenentwurf zum deutschen Verbot der Eizellspende darstellt. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse des Rechtsvergleichs wird schließlich ein Gesetzesvorschlag zur zukünftigen Regelung der Eizellspende unterbreitet.
9783653983463
http://dx.doi.org/10.3726/978-3-653-04519-2
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2014. XII, 207 S.
a) Hormonelle Defekte
b) Organische Ursachen
c) Alter der Frau
d) Sonstige Ursachen
a) Verfahrensablauf
b) Spenderin
c) Empfängerin
d) Vor- und Nachteile
e) Bedeutung
2. Ziele der Methode
1. Art. 8 EMRK
2. Art. 12 EMRK
3. Art. 14 EMRK
aa) Rechtliche Erwägungen der Kammer
bb) Reaktionen
aa) Rechtliche Erwägungen der Großen Kammer
II. Regenerativmedizin
1. Menschenrechtskonvention zur Biomedizin
2. Ad hoc Committee of experts on progress in the biomedical sciences, 1989
1. Grundrechtecharta
2. Verordnung 2004/23/EC
2. Forschungsrahmenprogramm
b) Regelungen des Embryonenschutzgesetzes
a) Kritik Embryonenschutzgesetz
(a) Fortpflanzungsfreiheit
(b) Fortpflanzungsfreiheit und Reproduktionsmedizin
(c) Persönlicher Schutzbereich
(d) Eingriff
(aa) Kindeswohl
(bb) Körperliche Unversehrtheit
(cc) Allgemeines Persönlichkeitsrecht
(1) Art. 2 Abs. 1 iVm Art. 1 Abs. 1 GG
(a) Eingriff
(b) Rechtfertigung
(1) Art. 6 Abs. 1, 4 und 5 GG
(a) Ungleichbehandlung
(aa) Eizelle und Samenzelle
(bb) Verwendung fremden Genmaterials
(3) Eizellspende und Adoption
(a) Anwendung des Embryonenschutzgesetzes
(b) Klonverbot
bb) Regelungen des Stammzellgesetzes
a) Aktuelle rechtspolitische Diskussion
(3) „Zellkerntransfer“ Embryo
(1) Schutzbereich
(2) Eingriff
(3) Rechtfertigung
III. Zwischenergebnis und Stellungnahme
1. Die Rechtsquellen
3. Internationales Recht
4. Europarechtliche Vorschriften
1. Gesetz Nr. 460
2. Gesetz Nr. 427
3. Gesetz Nr. 69
4. Gesetz Nr. 240 und 535
5. Gesetz Nr. 923, 1546, 593 und 602
2. Behandlungsmethoden
a) Allgemeine Behandlungsvoraussetzungen
b) Besondere Behandlungsvoraussetzungen
4. Besonderheiten bezüglich Eizellspende
6. Grundsätze Ärzteschaft
1. Geltendes Recht
(1) Donoranonymität
(2) Elterntauglichkeit
bb) Art. 14 EMRK
b) Regenerativmedizin
2. Menschenrechtskonvention zur Bioethik
3. Regelungen Europäische Union
I. Rechtskultur
II. Rechtsstruktur
III. Rechtsentwicklung
I. Dänemark als Vorbild
1. Alter der Frau
2. Geschlechtswahl
3. Donorauswahl
4. Medizinische Indikation
5. Elterntauglichkeit
6. Überzählige Embryonen
§1 Nr. 1 ESchG (geändert)
§1 Nr. 2 ESchG (geändert)
§1a ESchG (neu)
J. Zusammenfassung
I. Intrauterine Insemination - IUI
II. Gamete Intra Follopian Transfer - GIFT
III. In Vitro Fertilisation und Embryonentransfer - IVF und ET
IV. Intrazytoplasmatische Spermieninjektion - ICSI
V. Hilfsmittel reproduktionsmedizinischer Maßnahmen
Beglaubigte Übersetzung aus der dänischen Sprache
Die Eizellspende ist insbesondere als Behandlungsmöglichkeit ungewollter Kinderlosigkeit in der Reproduktionsmedizin bedeutsam. Ihre Zulassung wird immer wieder von den Betroffenen gefordert. Beredtes Beispiel für die Aktualität der Debatte ist die kontinuierliche Berichterstattung in den öffentlichen Medien über ungewollte Kinderlosigkeit728. Im Artikel „Was tun bei ungewollter Kinderlosigkeit?“ vom 08.04.2013 aus der ZEIT wird die Zahl ungewollt kinderloser Paare aktuell mit 6 Millionen Menschen beziffert. Diese Ausgangslage und die dringliche Aufforderung der Großen Kammer des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte in ihrer Entscheidung S.H./Österreich vom 3.11.2011 an die Konventionsstaaten ihre rechtlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf die Eizellspende dem Stand der Forschung anzupassen, sollten Anlass genug für den deutschen Gesetzgeber sein, das Embryonenschutzgesetz zu überarbeiten.
Die Eizellspende ist Behandlungsmethode bei medizinischen Indikationen wie fehlende Ovarien, Gonadendysgenesie, Chromosomenbesonderheiten, Turner-Syndrom, prämaturer Menopause oder chirurgisch entfernten Eierstöcken. Das komplexe Behandlungsverfahren ist für die Empfängerin und insbesondere für die Spenderin der Eizelle mit einigen Risiken verbunden. Hormonhemmer für die Empfängerin und tägliche Hormoninjektionen für die Spenderin gefährden die Gesundheit der Beteiligten zum Teil erheblich. Letztlich weist die Methode allerdings keine maßgeblichen Unterschiede zu dem Verfahren der in vitro Fertilisation auf. Lediglich der Umstand, dass bei der Eizellspende die Spenderin selbst keinen Nutzen aus der Behandlung zieht, macht den Gegensatz zur IVF Behandlung aus. Dort wird die in vitro befruchtete Eizelle der behandelten Frau wieder eingesetzt. Das Verfahren selbst ist ebenso aufwendig und die behandelte Frau...
B. Medizinische Grundlagen
II. Reproduktionsmedizin
1. Ursachen ungewollter Kinderlosigkeit
2. Behandlungsmethode Eizellspende
III. Regenerativmedizin
C. Europäische Menschenrechtskonvention
I. Reproduktionsmedizin
4. S.H. u.a./Österreich
a) Urteil der Kammer vom 1.4.2010
b) Urteil der Großen Kammer vom 3.11.2011
D. Weitere Instrumente Europarat
E. Regelungen Europäische Union
F. Deutsche Rechtslage
aa) Eizellempfängerin
(1) Art. 6 Abs. 1 GG
(e) Rechtfertigung
bb) Eizellspenderin
(2) Art. 14 GG
cc) Gleichheitsrechte
(2) Eizellspende und Samenspende
(b) Ausnahme
b) Regelungen Embryonenschutzgesetz und Stammzellgesetz
aa) Therapeutisches Klonen
aa) Eizelle
bb) Art. 5 Abs. 3 GG
G. Dänische Rechtslage
I. Rechtliche Rahmenbedingungen
III. Reproduktionsmedizin
3. Behandlungsvoraussetzungen
IV. Regenerativmedizin
a) Reproduktionsmedizin
aa) Art. 8 EMRK
H. Vergleich
I. Regelungsvorschlag
II. Inhaltliche Vorgaben
III. Regelung
K. Glossar