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Timestamp: 2017-09-25 15:20:26
Document Index: 76783361

Matched Legal Cases: ['§137', '§137', '§137', '§137', '§ 154', '§125', '§45']

Anspruch auf Alg bei Arbeitslosigkeit §137 Abs.1 SGBIII - Aktuelle juristische Diskussionen und Themen - JuraForum.de
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Anspruch auf Alg bei Arbeitslosigkeit §137 Abs.1 SGBIII
Dieses Thema "Anspruch auf Alg bei Arbeitslosigkeit §137 Abs.1 SGBIII - Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" im Forum "Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" wurde erstellt von Joyful, 14. Februar 2017.
Joyful Neues Mitglied 14.02.2017, 14:27
die Voraussetzungen für o.g. Alg. sind
- arbeitslos sein
- sich arbeitslos gemeldet haben
- die Anwartschaftszeit erfüllt
Im Fallbeispiel sind alle drei Bedingungen erfüllt. Jedoch erfolgte die Arbeitslosmeldung telefonisch, unter Nennung der persönlichen Daten (einschließlich bereits bekannter Identifikationsnummer aus vorheriger Arbeitslosigkeit). Die erforderlichen Unterlagen wurden daraufhin zugeschickt. Der Abgabetermin war 10 Tage später. Dort nun entschied man, dass erst mit Datum dieses Tages (persönliche Anwesenheit) eine Leistung im Sinne von SGBIII erfolgt.
Ist das rechtens, bzw. was bedeutet vor diesem Hintergrund "persönliche Arbeitslosmeldung"?
ElJogi V.I.P. 14.02.2017, 14:48
Jedoch erfolgte die Arbeitslosmeldung telefonisch
Das macht nichts und ist ausreichend um sich Arbeitslos zu melden.
die Voraussetzungen für o.g. Alg. sind ...
Das sind die Voraussetzungen um einen Antrag auf ALG stellen zu können. Und der wiederum ist Voraussetzung für ALG.
Arbeitslos und ALG beziehen ist nicht genau das Gleiche.
Ja das ist rechtens.
Während man sich auch telefonisch Arbeitssuchend melden kann, muss der Antrag auf ALG immer persönlich gestellt werden. Das bedeutet anwesend sein.
Zum einen ist nur so ein persönliches Beratungsgespräch und eine Einschätzung möglich, zum anderen verhindert es Missbrauch von Personen, die vielleicht gar nicht "im Lande" sind. Es gehört zur Überprüfung, ob die Person dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.
Joyful Neues Mitglied 16.02.2017, 11:44
vielen Dank für die Antwort! - Wiederum ist mir nicht ganz klar geworden, inwieweit die Frage richtig verstanden wurde, bzw. ich mich exakt genug ausgedrückt habe. Denn eine In-Kenntnissetzung der Arbeitssuche erfolgte direkt nach Vertragsauflösung mit dem Arbeitgeber. Und am ersten Tag der Arbeitslosigkeit erfolgte ein Anruf, um eben einen Termin für die Meldung zu erhalten. Man hatte erst einen Termin für eine Woche später, erwähnte jedoch nicht, dass man trotzdem vorher persönlich erscheinen muss, um den Personalausweis vorzulegen. Diese Nichteinhaltung einer Formalität führte zur Minderung des Anspruchs ...
ElJogi V.I.P. 16.02.2017, 22:42
Diese Formalie ist völlig normal. Natürlich benötigt man einen Termin.
Aus diesem Grunde meldet man sicher auch bereits drei Monate vor einer zu erwartenden Arbeitslosigkeit.
Wenn das nicht möglich ist, zum Beispiel bei der Kündigung in der Probezeit, so sind die 14 Tage Kündigungsfrist immer noch ausreichend.
Jetzt wäre also die Frage, warum jemand bereits arbeitslos ist, aber seine Anträge noch nicht eingereicht hat.
Joyful Neues Mitglied 16.02.2017, 23:03
Wie schon vermutet, handelt es sich um eine Vertragsauflösung innerhalb der Probezeit. Es erfolgte am selben Tag die Arbeitssuchend- Meldung. Am ersten Tag der Arbeitslosigkeit dann die telefonische Anfrage nach dem Abgabetermin des Antrages, der bereits ausgefüllt vorlag. Dass vorher ein Erscheinen mit Vorlage des Persos nötig ar, wurde nicht erwähnt.
ElJogi V.I.P. 16.02.2017, 23:33
Am ersten Tag der Arbeitslosigkeit dann die telefonische Anfrage nach dem Abgabetermin des Antrages,
das ist dann auch einfach zu spät. Man muss nicht VORHER mit Perso da hin, sondern bei Antragsstellung. Und einen Antrag auf etwas stellt man nicht erst, wenn man es bereits beanspruchen möchte.
Das hätte man beim AA aber aauch erläutern können.
Joyful Neues Mitglied 16.02.2017, 23:41
Ja, richtig. Die Leute vom AA verweisen auf die Erläuterungen in den seitenlangen Begleitschreiben. - Inzwischen ist mir klar geworden, dass es kein "Amt" ist (für den Bürger da), sondern eine Gewinn orientierte Agentur.
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