Source: https://www.buzer.de/gesetz/10501/index.htm
Timestamp: 2019-05-25 07:35:58
Document Index: 376866190

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 6', '§ 6', '§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 5']

LogistikKfmFortbV Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Fachwirt
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Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Fachwirt für Logistiksysteme und Geprüfte Fachwirtin für Logistiksysteme (LogistikKfmFortbV k.a.Abk.)
V. v. 13.02.2013 BGBl. I S. 241 (Nr. 7); zuletzt geändert durch Artikel 2 V. v. 21.08.2014 BGBl. I S. 1459, 1600
Geltung ab 01.10.2013; FNA: 806-22-6-46 Berufliche Bildung
3 frühere Fassungen | wird in 2 Vorschriften zitiert
§ 4 Inhalte der Prüfung
Anlage 1 (zu § 6 Absatz 4) Muster Zeugnis über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Fachwirt für Logistiksysteme Geprüfte Fachwirtin für Logistiksysteme
Anlage 2 (zu § 6 Absatz 4) Muster Zeugnis über die Prüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Geprüfter Fachwirt für Logistiksysteme Geprüfte Fachwirtin für Logistiksysteme
(1) Die zuständige Stelle kann berufliche Fortbildungsprüfungen zum Geprüften Fachwirt für Logistiksysteme und zur Geprüften Fachwirtin für Logistiksysteme nach den §§ 2 bis 8 durchführen, in denen die auf einen beruflichen Aufstieg abzielende Erweiterung der beruflichen Handlungsfähigkeit nachzuweisen ist.
(2) Durch die Prüfung ist festzustellen, ob die Kompetenz vorhanden ist, eigenständig und verantwortlich einen vollständigen und bereichsübergreifenden Geschäftsprozess logistisch zu gestalten und zu verbessern und hierbei Führungsaufgaben wahrzunehmen, Kunden zu beraten, logistische Anforderungen zu analysieren und zu bewerten, logistische Lösungen zu entwickeln und deren Umsetzung zu koordinieren. Es sollen folgende Aufgaben wahrgenommen werden:
Beraten von internen und externen Kunden bei der Gestaltung logistischer Prozesse,
Analysieren und Bewerten von Wertschöpfungsketten unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten,
Entwickeln logistischer Konzepte,
Planen, Koordinieren und Steuern der Umsetzung von Logistiklösungen im Rahmen von Projekten,
Analysieren und Weiterentwickeln bestehender logistischer Prozesse,
Beachten von Qualitätsmanagementsystemen,
Organisieren der Berufsausbildung.
(3) Die erfolgreich abgelegte Prüfung führt zum anerkannten Fortbildungsabschluss „Geprüfter Fachwirt für Logistiksysteme" oder „Geprüfte Fachwirtin für Logistiksysteme".
Text in der Fassung des Artikels 2 Dritte Verordnung zur Änderung und Aufhebung von Fortbildungsprüfungsverordnungen V. v. 21. August 2014 BGBl. I S. 1459, 1600 m.W.v. 29. August 2014
eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem der anerkannten Ausbildungsberufe
Kaufmann oder Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung oder
Speditionskaufmann oder Speditionskauffrau oder
Industriekaufmann oder Industriekauffrau oder
Kaufmann oder Kauffrau für Groß- und Außenhandel oder
Schifffahrtskaufmann oder Schifffahrtskauffrau
eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anderen dreijährigen anerkannten kaufmännischverwaltenden Ausbildungsberuf oder im anerkannten Ausbildungsberuf Fachkraft für Lagerlogistik und danach eine mindestens zweijährige Berufspraxis,
eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung in einem anderen dreijährigen anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens dreijährige Berufspraxis oder
(2) Die Prüfung bezieht sich auf die Handlungsbereiche:
Logistische Anforderungen ermitteln, analysieren und bewerten,
Logistische Lösungen entwickeln und planen,
Logistische Lösungen umsetzen, bewerten und weiterentwickeln,
(5) In der Präsentation nach Absatz 4 soll nachgewiesen werden, dass ein komplexes Problem der betrieblichen Praxis erfasst, dargestellt, beurteilt und gelöst werden kann. Die Themenstellung muss sich mindestens auf zwei der Handlungsbereiche nach Absatz 2 beziehen, von denen einer der Handlungsbereich „Kommunikation, Führung und Zusammenarbeit" ist. Die Präsentationszeit soll zehn Minuten nicht überschreiten.
(6) Das Thema der Präsentation wird von dem Prüfungsteilnehmer oder der Prüfungsteilnehmerin gewählt und mit einer Kurzbeschreibung der Problemstellung, des Ziels und einer Gliederung dem Prüfungsausschuss zum Termin der schriftlichen Prüfung eingereicht.
(7) Im Fachgespräch soll ausgehend von der Präsentation die Fähigkeit nachgewiesen werden, betriebspraktische Probleme zu analysieren und Lösungsmöglichkeiten unter Beachtung der maßgebenden Einflussfaktoren zu bewerten. Das Fachgespräch soll in der Regel nicht länger als 20 Minuten dauern.
(1) Im Handlungsbereich „Logistische Anforderungen ermitteln, analysieren und bewerten" soll die Fähigkeit nachgewiesen werden, logistische Bedürfnisse von Kunden zu ermitteln, deren Wertschöpfungskette zu analysieren und unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zu bewerten. Dabei sollen auch soziale, rechtliche, technische und ökologische Bedingungen zielorientiert und situationsbezogen berücksichtigt werden. In diesem Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:
logistische Abläufe und ihre Einbindung in den Wertschöpfungsprozess auf der Grundlage einer Logistiksystemanalyse bewerten,
Ergebnisse von Analyse und Bewertung gegenüber dem Kunden darstellen.
(2) Im Handlungsbereich „Logistische Lösungen entwickeln und planen" soll die Fähigkeit nachgewiesen werden, logistische Konzepte im Kontext von Prozessketten entscheidungsreif zu entwickeln, deren Umsetzungsbedingungen und Konsequenzen zu ermitteln und ihre Einführung vorzubereiten. Dafür ist die Zusammenarbeit auch unter Berücksichtigung der rechtlichen Verantwortlichkeiten mit den Prozesspartnern zu organisieren. Dabei soll auch gezeigt werden, wie ein Projekt team- und kundenorientiert geleitet werden kann. In diesem Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:
alternative logistische Konzepte entwickeln und bewerten,
logistische Lösungen und deren Umsetzung planen, dabei Information, Dokumentation, Kooperation, Kommunikation im logistischen Netzwerk gestalten,
an der Vergabe von Dienstleistungen zur Umsetzung von Logistiklösungen mitwirken.
(3) Im Handlungsbereich „Logistische Lösungen umsetzen, bewerten und weiterentwickeln" soll die Fähigkeit nachgewiesen werden, die Umsetzung logistischer Lösungen verantwortlich zu koordinieren und zu bewerten. Insbesondere soll nachgewiesen werden, dass die Kommunikation zwischen den Prozessbeteiligten gefördert, Anpassungsbedarfe und Verbesserungsmöglichkeiten erkannt und in Zusammenarbeit mit den Beteiligten Schlussfolgerungen abgeleitet und geeignete Maßnahmen initiiert werden können. In diesem Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:
Veränderungsprozesse bei der Einführung von logistischen Lösungen zusammen mit den Prozessbeteiligten gestalten,
Logistikprozesse anhand von Kennzahlen bewerten und optimieren.
(4) Im Handlungsbereich „Kommunikation, Führung und Zusammenarbeit" soll die Fähigkeit nachgewiesen werden, zielorientiert mit Mitarbeitern, Auszubildenden, Geschäftspartnern und Kunden zu kommunizieren und zu kooperieren, Methoden der Kommunikation und des Konfliktmanagements situationsgerecht einzusetzen und ethische Grundsätze zu berücksichtigen. Darüber hinaus soll gezeigt werden, dass Mitarbeiter, Auszubildende und Projektgruppen unter Beachtung der rechtlichen und betrieblichen Rahmenbedingungen sowie der Unternehmensziele geführt und motiviert werden können. In diesem Rahmen können folgende Qualifikationsinhalte geprüft werden:
(1) Die Prüfungsleistungen in der schriftlichen Prüfung nach § 3 Absatz 3 und in der mündlichen Prüfung nach § 3 Absatz 4 bis 7 sind jeweils gesondert nach Punkten zu bewerten. Die Punktebewertung für das Ergebnis der schriftlichen Prüfungsleistung ist gleichgewichtig aus den beiden schriftlichen Teilleistungen zu bilden. Bei der Bewertung der mündlichen Prüfung ist das Fachgespräch nach § 3 Absatz 4 und 7 gegenüber der Präsentation nach § 3 Absatz 4 bis 6 doppelt zu gewichten.
(2) Die Gesamtnote ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Punktebewertungen der schriftlichen und der mündlichen Prüfung.
(3) Die Prüfung ist bestanden, wenn in der schriftlichen Prüfung und in der mündlichen Prüfung mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden.
(4) Über das Bestehen der Prüfung ist jeweils ein Zeugnis nach der Anlage 1 und 2 auszustellen. Im Fall der Freistellung nach § 5 sind Ort und Datum der anderweitig abgelegten Prüfung und die Bezeichnung des Prüfungsgremiums anzugeben.
(2) Wer auf Antrag an einer Wiederholungsprüfung teilnimmt und sich innerhalb von zwei Jahren, gerechnet vom Tage der nicht bestandenen Prüfung an, dazu anmeldet, ist von der schriftlichen Prüfung zu befreien, wenn die dort in einer vorangegangenen Prüfung erbrachte Leistung mindestens ausreichend ist. Der Antrag kann sich auch darauf richten, die bestandene Prüfungsleistung einmal zu wiederholen. In diesem Fall gilt das Ergebnis der letzten Prüfung.
Nach der Angabe „(BGBl. I S. 241)" werden die Wörter „, die durch Artikel 61 der Verordnung vom 26. März 2014 (BGBl. I S. 274) geändert worden ist," eingefügt.
Das Wort „Fachkaufmann" wird jeweils durch das Wort „Fachwirt" und jeweils das Wort „Fachkauffrau" durch das Wort „Fachwirtin" ersetzt.
Die Wörter „durch Artikel 61 der Verordnung vom 26. März 2014 (BGBl. I S. 274)" werden durch die Wörter „zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 21. August 2014 (BGBl. I S. 1459)" ersetzt.
Text in der Fassung der Berichtigung der Dritten Verordnung zur Änderung und Aufhebung von Fortbildungsprüfungsverordnungen B. v. 9. Oktober 2014 BGBl. I S. 1600 m.W.v. 29. August 2014
Im einleitenden Satzteil werden nach der Angabe „(BGBl. I S. 241)" die Wörter „, die durch Artikel 61 der Verordnung vom 26. März 2014 (BGBl. I S. 274) geändert worden ist," eingefügt.
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