Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20284/01
Timestamp: 2019-03-21 04:34:14
Document Index: 186960029

Matched Legal Cases: ['§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

"Größter Onlinedienst",
Voraussetzungen einer irreführenden Werbeaussage im Sinne des § 3 UWG; Verbraucherbewertung der Aussage "T-Online ist Europas größter Onlinedienst"; Zum Begriff des "Zugangs" zum Internet; Art und Weise des Bekanntwerdens von "Providern"; Erwartung der Verbraucher bei einer Spitzenstellungsbehauptung ; Messbarkeit der Leistungsfähigkeit eines Online-Dienstes
Mehr Schein als Sein. Das Urteil des Bundesgerichtshofs gegen die Werbung: "T-Online ist Europas größter Online-Dienst”
taylorwessing.com , S. 6 (Entscheidungsbesprechung)
Wer ist Europas größter Online- Dienst? Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zu irreführender Werbung (?; TaylorWessing iTIPs 3/2004, S. 6)
Bei der Beurteilung der sich an den allgemeinen Verkehr wendenden Werbung ist auf das Verständnis eines durchschnittlich informierten, aufmerksamen und verständigen Marktteilnehmers abzustellen, der die Werbung mit einer der Situation entsprechend angemessenen Aufmerksamkeit zur Kenntnis nimmt (vgl. BGH GRUR 2004, 244, 245 - Marktführerschaft; BGH NJW-RR 2004, 1487, 1489 - Größter Online-Dienst).
Maßgebend ist vielmehr - ebenso wie bei der Frage der Beurteilung einer Werbung als irreführend (vgl. BGH WRP 2004, 1165 ff. Rdnr. 32, zit. nach juris) - die Wahrnehmung eines durchschnittlich informierten, aufmerksamen und verständigen Verbrauchers, der das in Rede stehende Geschehen mit einer der Situation entsprechend angemessenen Aufmerksamkeit zur Kenntnis nimmt.
Die Erhebung dieser Beweise ist zudem deshalb nicht erforderlich, weil auch die Mitglieder des Senats zu den durch die Schaufensterauslagen der Klägerin einerseits und die in Rede stehende Werbung der F.-X GmbH andererseits angesprochenen Verkehrskreisen gehören und den Sachverhalt daher grundsätzlich aus eigener Sachkunde zu beurteilen vermögen (vgl. BGH WRP 2004, 1165 ff. Rdnr. 32, zit. nach juris).
Bei der Beurteilung der sich an die an einem DSL-Internetzugang interessierten Verbraucher richtenden Werbung der Antragsgegnerin ist auf das Verständnis eines durchschnittlich informierten, aufmerksamen und verständigen Marktteilnehmers abzustellen, der die Werbung mit einer der Situation entsprechend angemessenen Aufmerksamkeit zur Kenntnis nimmt (vgl. BGH GRUR 2004, 244, 245 -Marktführerschaft; BGH NJW-RR 2004, 1487, 1489 -Größter Online-Dienst).