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Timestamp: 2018-01-20 03:09:10
Document Index: 48079481

Matched Legal Cases: ['§ 131', '§ 33', '§ 61', '§ 33', '§ 24', '§ 11', 'Art. 16', '§ 7', 'Art. 4', '§ 7', 'Art. 1', 'Art. 20', '§ 7', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 27']

Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Rechtsprechungsticker von Tacheles KW 03/2013
Eingetragen oder aktualisiert am 21.01.2013
1.1 - Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 24.10.2012 - L 7 AS 685/12 B ER
Der einstweilige Rechtsschutz dient nicht dazu, abstrakte Rechtsfragen zu klären. Wenn eine Maßnahme (hier Bewerbungstraining) Gegenstand des Eingliederungsverwaltungsaktes ist, der Maßnahmenzeitraum aber während des Eilverfahrens schon endet, hat sich die Verpflichtung zur Teilnahme an dieser Maßnahme durch Zeitablauf erledigt. Einen Fortsetzungsfeststellungsantrag analog § 131 Abs. 1 Satz 3 SGG gibt es im Eilverfahren nicht.
1.2 - Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 06.12.2012 - L 7 AS 791/12 B PKH
1.3 - Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 05.12.2012 - L 7 AS 782/12 B PKH
1.4 - Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 05.12.2012 - L 7 AS 802/12 B ER
Orthopädische Schuhe sind Hilfsmittel nach § 33 SGB V. Als Eigenleistungen haben Krankenversicherte einen Eigenanteil und ggf. Zuzahlungen gemäß §§ 61, 62 SGB V zu erbringen. Der Eigenanteil beruht darauf, dass die ohnehin notwendige Anschaffung normaler Schuhe erspart bleibt (vgl. § 33 Abs. 1 Satz 1 SGB V "soweit die Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen... sind.").
Obwohl normale Schuhe im Regelbedarf enthalten sind, hat der Gesetzgeber mit § 24 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 SGB II eine Anspruchsgrundlage für die Anschaffung und Reparaturen von orthopädischen Schuhen bereitgestellt. Darunter fällt der Eigenanteil, nach überwiegender Auffassung nicht die Zuzahlung.
1.5 - Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 05.11.2012 - L 7 AS 493/12 B PKH
1.6 - Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 14.11.2012 - L 16 AS 90/12
Ebenso - Urteil des LSG Niedersachsen-Bremen vom 13.06.2012, L 13 AS 246/09
1.7 - Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 15.11.2012 - L 7 AS 743/12 B ER
1.8 - Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 27.11.2012 - L 11 AS 753/12 B ER
1.9 - Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Urteil vom 4. Oktober 2012- L 5 AS 18/09
LSG Sachsen- Anhalt, Urteil vom 01.03.2012,- L 5 AS 339/09
Erhält ein Leistungsbezieher nach dem SGB II später zusätzlich Einkommen oder Krankengeld, muss er die zu viel erhaltenen Leistungen zurückzahlen.
1.10 - Hessisches Landessozialgericht, Beschluss vom 18.12.2012 - L 7 AS 624/12 B ER
Eine fiktive Anrechnung von tatsächlich abgelehnten Unterhaltsvorschussleistungen scheidet selbst bei schuldhaftem Verhalten der Antragsteller aus, denn Einkommen nach § 11 SGB II ist nur dann zu berücksichtigen, wenn es tatsächlich als bereites Mittel zur Verfügung steht.
1.11 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 11.12.2012 - L 6 AS 466/12 B
1.12 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 11.12.2012 - L 7 AS 1658/12 B ER
Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 20.09.2012, - L 7 AS 633/12 B ER
1.13 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 29.11.2012 - L 16 AL 329/11
1.14 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 03.12.2012 - L 7 AS 1977/12 B ER
Gewährung von ALG II im Rahmen der Folgenabwägung, denn für den Fall, dass der am 19.12.2011 entsprechend Art. 16 b) Satz 2 EFA erklärte Vorbehalt wirksam ist, ist weiter umstritten, ob der Leistungsausschluss nach § 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB II gegen europäisches Gemeinschaftsrecht, insbesondere gegen Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29.04.2004 zu Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit verstößt.
1.15 - Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 25.10.2012 - L 20 AS 2478/12 B ER
Ebenso Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 15.11.2012 - L 7 AS 1708/12 B ER
1.16 - Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 14.11.2012 - L 10 AS 2693/12 B ER
Ebenso Hessisches Landessozialgericht, Beschluss vom 18.12.2012 - L 7 AS 624/12 B ER
1.17 - Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 28.09.2012 - L 20 AS 2047/12 B ER
§ 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB II erweist sich nicht als europarechtswidrig. Die Vorschrift ist jedoch auf Staatsangehörige eines Vertragsstaates des Europäischen Fürsorgeabkommens vom 11. Dezember 1953 - EFA - nicht anzuwenden, weil Art. 1 EFA dies völkerrechtlich ausschließt (anders noch: Beschluss des Senats vom 21. Juni 2012, Az.: L 20 AS 1322/12 B ER)
1.18 - Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 25.09.2012 - L 20 AS 2061/12 B ER
Rumänische Staatsbürger sind vom ALG II ausgeschlossen, 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB II ist als geltendes Recht auch anzuwenden (Art. 20 Abs. 3 Grundgesetz - GG). Der Senat ist von der Europarechtswidrigkeit des § 7 Abs. 1. Satz 2 Nr. 2 SGB II nicht überzeugt.
Anderer Auffassung ist der 20. Senat hier: LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 25.09.2012 - L 20 AS 2061/12 B ER
1.19 - Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17.09.2012 - L 19 AS 2084/12 B ER
2.1 - SG Kiel, Beschluss vom 11.01.2013 - S 34 AS 4/13 ER
sozialberatungkiel.files.wordpress.com (pdf)
Ebenso LSG NRW, Urteil vom 24.09.2012, - L 19 AS 773/12
2.2 - Sozialgericht Aachen, Urteil vom 08.01.2013 - S 11 AS 942/12 -
3.1 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 29.10.2012 - L 20 SO 613/11
1. Eine Verringerung des Eckregelsatzes wegen anderweitiger Bedarfsdeckung auf der Grundlage von § 28 Abs. 1 S. 2, 1. Var. SGB XII kommt nicht in Betracht. denn die hier in Rede stehende Bedarfsdeckung bei der Haushaltsenergie erfolgte gerade nicht über Leistungen eines Sozialhilfeträgers(vgl BSG, Urteil vom 20.09.2012 - B 8 SO 4/11 R; § 28 Abs. 1 S. 2, 1. Var. SGB XII ist nur anwendbar, wenn der Bedarf des Leistungsempfängers durch einen anderen Sozialhilfeträger (als "institutionelle" Sozialhilfe - dazu BSG, Urteil vom 23.03.2010 - B 8 SO 17/09 R, Rn. 36) ganz oder teilweise gedeckt wird), sondern durch eine "private Zuwendung" des Bekannten.
2. Auch § 28 Abs. 1 S. 2, 2. Var. SGB XII rechtfertigt die vorgenommene Absenkung des Regelsatzes nicht. Es erscheint bereits fraglich, ob nach dieser Vorschrift - von Ausnahmefällen abgesehen - eine Anpassung des Regelsatzes "nach unten" überhaupt in Betracht kommt (dazu z.B. Falterbaum in Hauck/Noftz, SGB XII, K § 27a Rn. 66 m.w.N.).
3. Die Nutzungsmöglichkeit ist auch kein Einkommen, denn Voraussetzung hierfür ist jedoch stets, dass dem Sachbezug bzw. der Nutzungsmöglichkeit nach der Verkehrsanschauung ein tatsächlicher wirtschaftlicher (Markt-)Wert zugeordnet werden kann.