Source: http://hauptplatz.unipohl.de/Erklaerung.htm
Timestamp: 2018-01-24 05:18:04
Document Index: 328474448

Matched Legal Cases: ['Art. 115', 'Art. 29', 'Art. 63', 'Art. 81', 'Art. 81', 'Art. 82', 'Art. 117', 'Art. 135', 'Art. 143', 'Art. 145', 'Art. 76', 'Art.87', 'Art. 53', 'Art. 77', 'Art. 80', 'Art. 84', 'Art. 85', 'Art. 93', 'Art. 93', 'Art. 95', 'Art. 100', 'Art. 114', 'Art. 115', 'Art. 134', 'Art. 135', 'Art. 145', 'Art. 16', 'Art. 63', 'Art. 63', 'Art. 67', 'Art. 81', 'Art. 98', 'Art.104', 'Art.115', 'Art.116', 'Art. 130', 'Art. 136', 'Art. 137']

bearbeitet: 20.08.2008
(2) Ein solches Gesetz bedarf der Zustimmung von zwei Dritteln der Mitglieder des Bundestages und zwei Dritteln der Stimmen des Bundesrates."
(Ein gültiges Grundgesetz finden Sie hier: Grundgesetz)
Die Änderungen sind unzulässig, weil sie im Widerspruch zum Grundgesetz stehen. Die Gültigkeit der Ausgabe kann nur hergestellt werden, indem alle 194 Änderungen, die durch das Umsetzen des Textes in die reformierte Rechtschreibung eingekommen sind, rückgängig gemacht werden.
Außerdem ist die Überarbeitung oberflächlich und unvollständig ausgeführt worden. Eine große Anzahl Schreibweisen ist im nichtreformierten Deutsch verblieben, mehrere Änderungen sind auch nach dem reformierten Deutsch nicht richtig (Tabelle 2).
Durch diese Überarbeitung ist ein Widerspruch in der Gestaltung des Grundgesetzes entstanden, und zwar zwischen
der Beibehaltung traditioneller Schreibweisen, die zum großen Teil durch die natürliche Sprachentwicklung bedingt nicht mehr zur üblichen Sprachpraxis gehören, d. h., bereits veraltet sind, wie zum Beispiel die Dativendung „e“ bei maskulinen Substantiven (Tabelle 3), einerseits und
einer vermeintlich modernen Rechtschreibung, die alle Sprachtraditionen beseitigt, die Sprachgeschichte ignoriert und überlebte Schreibweisen aus dem 18. Jahrhundert wiedereingeführt hat, andererseits.
Ich bin ausdrücklich für die Beibehaltung der veralteten Sprachelemente im Grundgesetz, weil das seinen historischen Wert und seine politische Bedeutung sprachlich unterstreicht.
Aus dem gleichen Grunde bin ich gegen die Verwendung des reformierten Deutschs, das den sprachlichen und den kulturellen Wert sowie die historische Korrektheit des Grundgesetzes unübersehbar negativ beeinträchtigt.
Die Anwendung der Rechtschreibreform auf das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, einer Reform, die unter massivem Bruch geltenden Rechts (Aufhebung eines Volksentscheids durch Parlamentsbeschluß, Schleswig-Holstein 1999) und unter Verletzung demokratischer Grundprinzipien (die überwältigende Mehrheit des Volkes ist gegen die Reform) entstanden ist, stellt einen Angriff auf die Bedeutung und den Status des Grundgesetzes dar.
Zu einem anderen Problem sehe ich es als einen Segen an, daß das Grundgesetz bei der Durchführung dieses unzulässigen Verwaltungsaktes der durch die Politik gegenwärtig betriebenen „Anpassung“ der Sprache an die Forderungen feministischer Überspitzungen entgangen ist. Man hätte sonst konsequent die Einfügungen gemäß Tabelle 4 vornehmen müssen, Einfügungen, die auf einer unvertretbaren Gleichsetzung des grammatischen Genus einer Kategorie mit dem biologischen Geschlecht des Inhabers der Kategorie beruhen, Sprachexzesse, die sprachwissenschaftlich nicht haltbar sind, mit denen den Frauen kein Gefallen getan wird, mit denen aber die deutsche Sprache sichtbar beschädigt wird.
Mit dem vorliegenden offenen Brief richte ich einen Appell an alle verantwortlichen Politiker und an die Organe der Rechtspflege, die Gültigkeit des Grundgesetzes wiederherzustellen, den sprachlich beschädigten Text zu korrigieren, die im Erscheinungsjahr allgemein anerkannte deutsche Rechtschreibung zu verwenden und Grundgesetzänderungen ohne gesetzliche Grundlage zu unterbinden.
Tel. 033204 40015
Fax 033204 40016
Mail: unipohl@aol.com
4 Anhänge auf den Folgeseiten
Tabelle 1: Gesetzwidrige Änderungen im Grundgesetz
Artikel oder Abschnitt
Tabelle 2: Unvollständige und fehlerhafte Anwendung der Rechtschreibreform
Artikel oder Textstelle
Zu-Stande-Kommen (nach reformiertem Deutsch nicht mehr zwingend)
Reformiertes Deutsch nicht verwendet:
Art. 115d (2)
Art. 29 (3)
Art. 63 (4)
Kommt ... nicht zustande
Art. 81 (2)
Art. 81 (4)
zustande gekommenen
zum Zustandekommen
Übersicht 117
In-Kraft-Treten (nach reformiertem Deutsch nicht mehr zwingend)
Art. 82 Titel
Art. 117 Titel
Art. 135 (1), (7)
Art. 143b (2)
Art. 145 Titel
Art. 76 (3)
Hoheitsrechte (reformiert: Hohheitsrechte)
Art.87f (2)
Hoheitsaufgaben (reformiert: Hohheitsaufgaben)
Tabelle 3: Veralteter Dativ maskuliner Substantive:
vor dem Abschlusse
im öffentlichen Dienste, einem Bekenntnisse
nach dem Grundgesetze
am dreißigsten Tage (noch gebräuchlich)
zu einem Beschlusse, vom Bundestage
im Laufe (noch gebräuchlich)
aus diesem Grunde (noch gebräuchlich)
Art. 53a (1)
werden vom Bundestage, die vom Bundestage
dem Aufsichtsrate
beim Bundestage
aus wichtigem Grunde (noch gebräuchlich)
vom Bundestage, dem Bundesrate
Art. 77 (2)
zu einem Gesetze
aber daselbst nicht: vom Bundestag
aber in (2a) nicht: zu einem Gesetz
vom Bundestage (2mal)
im Gesetze
Art. 80a (1)
im Verteidigungsfalle
aber daselbst nicht: diesem Grundgesetz oder einem Bundesgesetz
Art. 84 (3)
dem geltenden Rechte
Art. 85 (4)
aber daselbst nicht: nach diesem Absatz
in diesem Grundgesetze
Art. 93 (1) 2.
mit diesem Grundgesetze; mit sonstigem Bundesrechte
Art. 93 (1) 4.
vom Bundestage und vom Bundesrate, dem Bundestage, dem Bundesrate
Art. 95 (2)
vom Bundestage
Dem Bundesverfassungsgerichte
Art. 100 (2)
in einem Rechtsstreite
Art. 114 (1), (2)
dem Bundestage und dem Bundesrate
Art. 115a (3)
im Bundesgesetzblatte (2mal)
beim Bundestage dem Bundesrate
in dem ... umfassenden Gebiete
zu Erlasse; mit dem Bundesrate
Art. 134 (2)
nach diesem Grundgesetze (2mal)
in diesem Gebiete
Art. 135 (7)
das einem Lande (noch gebräuchlich)
Art. 145 (3)
im Bundesgesetzblatte
Tabelle 4: Fortfall des feministisch orientierten Deutschs
Text mit feministisch orientierter Ergänzung (kursiv)
Art. 16a (3)
ein Ausländer bzw. eine Ausländerin, daß er bzw. sie
dem Bundeskanzler bzw. der Bundeskanzlerin
Art. 63 (1)
Der Bundeskanzler bzw. die Bundeskanzlerin
Art. 63 (2), (4)
Der bzw. die Gewählte
des Bundeskanzlers bzw. der Bundeskanzlerin vom Bundespräsidenten bzw. von der Bundespräsidentin
Art. 67(1)
dto. und Nachfolger, Bundespräsidenten
Art. 81 (1)
der Richter bzw. Richterinnen; zuständige Bundesminister bzw. die Bundesministerin; zuständigen Ministern und Ministerinnen;
Ihre hauptamtlichen Richter und Richterinnen
Die Richter und Richterinnen
Art. 98 (1) bis (5)
seinem gesetzlichen Richter bzw. seiner gesetzlichen Richterin
(hier wird der Unsinn des Feministendeutschs besonders deutlich)
Art.104 (2)
hat nur der Richter / die Richterin zu entscheiden
(auch das ist inhaltlich außerhalb sprachlicher Normen)
auf den Bundeskanzler bzw. die Bundeskanzlerin
seiner Richter und Richterinnen
Der anwesenden Richter und Richterinnen
Art.115h (2)
des Bundeskanzlers bzw. der Bundeskanzlerin (3mal)
Der Bundespräsident bzw. die Bundespräsidentin
Art.116 (1)
Deutscher bzw. Deutsche; Vertriebener bzw. Vertriebene; dessen Ehegatte bzw. Ehegattin
Art. 130 (2)
der zuständige Bundesminister bzw. die zuständige Bundesministerin
Beamte bzw. Beamtinnen und Richter bzw. Richterinnen
Art. 136 (2)
des ersten Bundespräsidenten bzw. der ersten Bundespräsidentin; dessen bzw. deren; von dem Präsidenten bzw. der Präsidentin
Art. 137 (1), (2)
Feststellungen am 15.08.2010:
Von keinem der im Titel genannten Empfänger des offenen Briefes habe ich bis heute eine Eingangsbestätigung erhalten.
Von keinem der im Titel genannten Empfänger des offenen Briefes habe ich bis heute eine Antwort erhalten.