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Timestamp: 2016-10-27 22:58:37
Document Index: 24053125

Matched Legal Cases: ['Art. 43', 'Art. 49', 'Art. 50', 'Art. 8', 'Art. 83', 'BGE', 'Art. 113', 'Art. 30', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 50', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 49', 'Art. 8', 'Art. 109', 'Art. 109']

2C_474/2015 � � Urteil vom 4. Juni 2015
1.1.�A.________ (geb. 1977) stammt aus dem Kosovo. Er reiste am 16. September 2012 in die Schweiz ein, um hier die Heirat mit einer niedergelassenen serbischen Staatsangeh�rigen (geb. 1977) vorzubereiten. Am 20. November 2012 erhielt er eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Gattin. Am 15. Februar 2014 trennten sich die Eheleute, worauf das Amt f�r Migration des Kantons Aargau am 14. Juli 2014 die Aufenthaltsberechtigung von A.________ widerrief. Die kantonalen Rechtsmittel hiergegen blieben ohne Erfolg.
1.2.�A.________ beantragt mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und subsidi�rer Verfassungsbeschwerde vor Bundesgericht, das ihn betreffende Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 21. April 2015 aufzuheben und seine Bewilligung nicht zu widerrufen bzw. sie zu erneuern (abgelaufen am 31. Oktober 2014).
2.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er sei nach wie vor mit seiner Gattin verheiratet, weshalb er einen Anspruch auf die beantragte Bewilligung habe; dies ergebe sich aus den entsprechenden Bestimmungen des Ausl�ndergesetzes (Art. 43 i.V.m. Art. 49 bzw. Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG [nachehelicher H�rtefall]) sowie aus dem Anspruch auf Schutz des Familien- und Privatlebens (Art. 8 EMRK). Er beruft sich in vertretbarer Weise auf potentielle Bewilligungsanspr�che, weshalb seine Eingabe als Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten entgegenzunehmen ist (vgl. Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG; BGE 137 I 305 E. 2.5 S. 315; 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f., 497 E. 3.3 S. 500 f.). Auf die subsidi�r erhobene Verfassungsbeschwerde ist demnach nicht einzutreten (vgl. Art. 113 BGG).
2.2.�Ob und wieweit in Anwendung von Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG von den allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen abgewichen werden d�rfte, kann das Bundesgericht nicht pr�fen, da sich seine Zust�ndigkeit auf�
2.3.1.�Das Bundesgericht pr�ft unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht grunds�tzlich nur die geltend gemachten Vorbringen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann diesen - soweit entscheidrelevant - nur berichtigen oder erg�nzen, wenn er�
2.3.2.�Der Beschwerdef�hrer beschr�nkt sich weitestgehend darauf, die bereits vor dem Verwaltungsgericht erhobenen, von diesem jedoch verworfenen Einw�nde zu wiederholen und zu behaupten, die Vorinstanz habe die Ausf�hrungen zu seiner Situation nicht hinreichend gew�rdigt und den Sachverhalt unzutreffend festgestellt. Mit den Darlegungen im angefochtenen Entscheid zu seinen bereits dort vorgebrachten Argumenten setzt er sich nicht weiterf�hrend auseinander; er stellt sachverhaltsm�ssig und hinsichtlich der Beweisw�rdigung lediglich seine Sicht der Dinge derjenigen der Vorinstanz gegen�ber, ohne darzulegen, inwiefern deren tats�chliche Schlussfolgerungen offensichtlich unhaltbar w�ren.
2.3.3.�Den Einwand, die Vorinstanz habe zu Unrecht die Gattin nicht noch einmal angeh�rt und unzul�ssigerweise auf deren Aussage zum Zeitpunkt der Trennung abgestellt, begr�ndet der Beschwerdef�hrer nicht rechtsgen�gend. Er unterl�sst es diesbez�glich darzutun, inwiefern die entsprechende antizipierte Beweisw�rdigung verfassungswidrig w�re (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f., 134 I 140 E. 5.3 S. 148, je mit Hinweisen). Eine entsprechende Rechtsverletzung ist nicht ersichtlich, nachdem der Beschwerdef�hrer nicht infrage stellt, dass die Eheleute sich am 10. April 2014 getrennt und seither nicht wieder zusammen gelebt haben. Der rechtlichen Beurteilung sind deshalb die vorinstanzliche Beweisw�rdigung und Sachverhaltsfeststellung zugrunde zulegen; in rechtlicher Hinsicht sind nur die hinreichend begr�ndeten Ausf�hrungen zu ber�cksichtigen.
2.3.4.�Soweit der Beschwerdef�hrer den mit der Nichtverl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung als gesetzliche Folge (vgl. Art. 64 Abs. 1 lit. c AuG) verbundenen Wegweisungsentscheid kritisiert, ist auf seine Eingabe nicht einzutreten, da er nicht dartut, dass und inwiefern dieser besondere verfassungsm�ssige Rechte verletzen w�rde (vgl. BGE 137 II 305 ff.). Er behauptet lediglich, eine R�ckkehr in sein Heimatland sei ihm nicht zumutbar; er tut diesbez�glich indessen nicht dar, inwiefern ihm eine unmittelbare Gefahr f�r Leib und Leben ("real risk") drohen w�rde. Er beschr�nkt sich, darauf hinzuweisen, in der Schweiz integriert zu sein, weshalb ihm eine R�ckkehr in die Heimat nicht m�glich sei. Die entsprechenden Umst�nde fliessen im Rahmen einer konventionskonformen (Art. 8 EMRK) Auslegung in die Anwendung von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG ein.
3.1.�Die Beschwerdef�hrer leben seit �ber einem Jahr getrennt, obwohl Art. 43 Abs. 1 AuG nicht nur verlangt, dass die Gatten verheiratet sind, sondern zus�tzlich "zusammenwohnen" m�ssen, d.h. in einer Ehegemeinschaft mit gemeinsamem Haushalt zu leben haben. Zwar wendet der Beschwerdef�hrer ein, er komme immer noch seinen zivilrechtlichen Unterhaltspflichten nach und treffe seine Frau auch noch regelm�ssig; dies gen�gt indessen ausl�nderrechtlich im Rahmen von Art. 43 Abs. 1 AuG gerade nicht. Nach einer Trennung von �ber einem Jahr ohne konkrete Bem�hungen, die Beziehung zu retten, ist die Einsch�tzung der Vorinstanz, dass objektiv keine hinreichend ernsten Aussichten auf eine Wiedervereinigung mehr bestehen, nicht bundes (verfassungs) rechtswidrig; es liegt darin auch kein wichtiger Grund f�r getrennte Wohnorte im Sinne von Art. 49 AuG.
3.2.�Ein nachehelicher H�rtefall liegt schliesslich ebenfalls nicht vor: Der Beschwerdef�hrer ist als Erwachsener in die Schweiz gekommen und in der Heimat eingeschult und sozialisiert worden. Seine Ehe hat keine drei Jahre gedauert; es sind aus der Beziehung keine Kinder hervorgegangen, deren Interessen mitzuber�cksichtigen w�ren. Der Beschwerdef�hrer legt keine Abh�ngigkeiten dar, welche als wichtige Gr�nde seinen dauernden (weiteren) Aufenthalt "erforderlich" machen bzw. im Sinne von Art. 8 EMRK gebieten k�nnten. Der blosse Umstand, dass die Sicherheits- oder Wirtschaftslage in der Schweiz besser bzw. vorteilhafter ist als im Heimatstaat, bildet keinen wichtigen pers�nlichen Grund, auch wenn der Betroffene schnell eine Landessprache erlernt hat, �ber eine Arbeitsstelle (vorliegend zeitlich beschr�nkt) verf�gt und nicht straff�llig geworden ist (vgl. die Hinweise bei HUGI YAR, a.a.O., S. 77 ff.).
4.1.�Die vorliegende Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann ohne Weiterungen im Verfahren nach Art. 109 BGG erledigt werden. Erg�nzend wird auf die Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).