Source: https://phd.cs.uni-kl.de/program/regulations/fusioniert/
Timestamp: 2018-12-10 06:26:05
Document Index: 315670950

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 15', '§ 3', '§ 48', '§ 45', '§ 61', '§ 57', '§ 15', '§ 18', '§ 60']

PhDs und Graduate School of Computer Science (Univ. of KL): Promotionsordnung vom 31. März 1982 (fusionierte Fassung)
PhDs und Graduate School of Computer Science (Univ. of KL)
In diesem Text sind die folgenden Ordnungen informell zusammengefasst. Er wird lediglich zur leichteren Lesbarkeit bereitgestellt und hat keine normative Wirkung. Die Änderungen der Promotionsordnung durch die Änderungsordnungen sind jeweils farblich hervorgehoben, Streichungen sind zusätzlich per Durchsstreichung ("Beispiel") gekennzeichnet.
Promotionsordnung des Fachbereichs Informatik der Universität Kaiserslautern
Ordnung zur Änderung der Promotionsordnung des Fachbereichs Informatik der Universität Kaiserslautern
vom 9. Dezember 1996
(Staatsanzeiger für Rheinland-Pfalz Nr. 47 vom 23.Dezember 1996 , Seite 1669 ff.)
vom 10. April 2004
(Staatsanzeiger für Rheinland-Pfalz Nr. 21 vom 21.06.2004, Seite 761 f.)
(1) Im Antrag auf Eröffnung eines Promotionsverfahrens ist die erforderliche Vorbildung nachzuweisen. Dies geschieht durch
a) ein Zeugnis über den erfolgreichen Abschluß einer Diplomprüfung oder einer äquivalenten akademischen Abschlußprüfung oder Staatsprüfung an einer wissenschaftlichen Hochschule der Bundesrepublik Deutschland in einem ingenieurwissenschaftlichen, naturwissenschaftlichen oder einem als äquivalent angesehenen Fach oder
b) ein Zeugnis über den erfolgreichen Abschluß einer Prüfung an einer ausländischen wissenschaftlichen Hochschule, die einer Prüfung in einem Fachgebiet gemäß Buchst. a als äquivalent festgestellt wurde oder
c) ein Zeugnis über den erfolgreichen Abschluß einer Diplomprüfung in einem informatiknahen Studiengang an einer Fachhochschule, zusammen mit einer Bescheinigung über ein an der Universität Kaiserslautern erfolgreich abgeschlossenes Eignungsfeststellungsverfahren.
ein Zeugnis über den erfolgreichen Abschluss des Graduiertenstudiums im Rahmen des Promotionsprogramms des Fachbereichs Informatik der Technischen Universität Kaiserslautern. Umfang und Anforderungen des Graduiertenstudiums sind in der Ordnung für das Promotionsprogramm des Fachbereichs Informatik der Technischen Universität Kaiserslautern geregelt.
(2) Über alle Fragen der Äquivalenz entscheidet der Fachbereichsrat. Er kann dazu vom Diplomprüfungsausschuß Stellungnahmen einholen. Bei im Ausland erworbenen Abschlüssen ist die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen zu hören.
(3) Ausländer müssen die deutsche Sprache in ausreichendem Maße beherrschen.
§ 3a Eignungsfeststellungsverfahren
(1) Am Eignungsfeststellungsverfahren können Fachhochschulabsolventen teilnehmen, die nachweislich zu den 5 % besten Absolventen ihres Faches und Jahrganges zählen und eine positive gutachtliche Stellungnahme eines FH-Professors ihres Faches vorlegen können. Für die Durchführung der einzelnen Prüfungen im Eignungsfeststellungsverfahren ist der Diplomprüfungsausschuß zuständig.
(2) Das Eignungsfeststellungsverfahren ist in zwei Abschnitte gegliedert. Im ersten Abschnitt hat der Kandidat eine schriftliche Prüfung über die Vorlesung "Korrektheit von Programmen", und entweder die schriftliche Teilprüfung im Fach Mathematik der Vordiplomprüfung des regulären Informatikstudiengangs, oder zwei schriftliche Prüfungen über die Vorlesung Höhere Mathematik I, II und Höhere Mathematik III, IV abzulegen. Erreicht er in jeder dieser Prüfungen mindestens die Note 4.0, so wird er zu den Prüfungen des zweiten Abschnittes zugelassen. Andernfalls gilt das Eignungsfeststellungsverfahren als erfolglos.
(3) Der zweite Abschnitt besteht aus drei Fachprüfungen in den Teilgebieten Praktische, Technische und Theoretische Informatik, die von Arbeitsgruppen am Fachbereich Informatik der Universität Kaiserslautern vertreten werden, sowie der Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit. Die drei Fachprüfungen entsprechen in Umfang, Art und Anforderungen den Diplomprüfungen am Fachbereich Informatik. Den Fachprüfungen sollen jeweils Lehrveranstaltungen im Umfang von acht Semesterwochenstunden zugrundeliegen. Fächer und Umfang dieser Fachprüfungen sind in Übereinstimmung mit der jeweils gültigen Diplomprüfungsordnung des Fachbereichs Informatik (zur Zeit § 15, Abs. 4 der Ordnung vom 14. Juli 1988) bei Beginn des zweiten Abschnitts in einem vom Diplomprüfungsausschuß genehmigten Prüfungsplan festzulegen.
(4) Die wissenschaftliche Arbeit ist innerhalb von drei Monaten zu erstellen und soll die Befähigung zu selbstständiger wissenschaftlicher Arbeit im angestrebten Promotionsgebiet erkennen lassen. Sie wird von einem Professor des Fachbereichs Informatik ausgegeben, von diesem bewertet und die Bewertung durch ein Gutachten belegt.
(5) Das Eignungsfeststellungsverfahren ist erfolgreich abgeschlossen, wenn jede der Fachprüfungen des zweiten Abschnitts bestanden ist und die wissenschaftliche Arbeit die in Absatz 4 angegebene Befähigung tatsächlich erkennen läßt.
(6) Jede Fachprüfung des Eignungsfeststellungsverfahrens kann einmal wiederholt werden. Das gesamte Eignungsfeststellungsverfahren muß innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein, gerechnet ab Datum der ersten Prüfung.
(7) Bewerber, die eine Vordiplom- oder Hauptdiplomprüfung in Informatik an einer wissenschaftlichen Hochschule endgültig nicht bestanden haben, oder an einer anderen wissenschaftlichen Hochschule eine entsprechende Eignungsprüfung nicht bestanden haben, können an dem Eignungsfeststellungsverfahren nicht teilnehmen. Das Nichtvorliegen dieser Hinderungsgründe ist bei der Meldung zum Eignungsfeststellungsverfahren ausdrücklich zu erklären.
(8) Über den Abschluß des Eignungsfeststellungsverfahrens wird eine Bescheinigung ausgestellt, die die einzelnen Leistungen enthält. Ein erfolgreich abgeschlossenes Eignungsfeststellungsverfahren berechtigt nicht zum Führen eines akademischen Grades.
(1) Das Promotionsverfahren beginnt mit dem Gesuch des Bewerbers auf Zulassung zur Promotion.
(2) Der Bewerber richtet das Gesuch über den Dekan an den Fachbereichsrat. Im Gesuch ist der Titel der Dissertation sowie der angestrebte akademische Grad anzugeben.
Eine Bestätigung, daß die Promotionsgebühr entrichtet wurde.
(1) Der Dekan gibt das Promotionsgesuch bei der auf den Eingangstermin folgenden Sitzung des Fachbereichsrates bekannt. Das Gesuch mit allen Anlagen kann von den Mitgliedern des Fachbereichsrates beim Dekan eingesehen werden.
(3) Wird die Zulassung wegen Nichtzuständigkeit des Fachbereichs oder Verletzung der Zulassungsvoraussetzungen gemäß §§ 3 und 7 verweigert, teilt dies der Dekan dem Bewerber unter Angabe der Gründe schriftlich mit.
(1) Nach der Zulassung zur Promotion benennt der Fachbereichsrat eine Promotionskommission. Diese besteht aus einem Vorsitzenden und mindestens zwei gleichverantwortlichen Berichterstattern. Der Vorsitzende und mindestens einer der Berichterstatter müssen Professoren (§ 48 HochSchG) (§ 45 HochSchG) sein. Einer der Berichterstatter kann Juniorprofessor, Habilitierter oder außerplanmäßiger Professor (§ 61 HochSchG) sein. Einer der Berichterstatter kann Privatdozent (§ 57 Abs. 1 HochSchG) sein. Der Bewerber kann im Promotionsgesuch zur Wahl der Berichterstatter Wünsche äußern.
(2) Der Vorsitzende und mindestens einer der Berichterstatter müssen dem Fachbereich angehören. Verläßt ein dem Fachbereich angehörender Berichterstatter den Fachbereich während eines laufenden Promotionsvenfahrens, so wirkt er bei diesem Promotionsverfahren wie ein Angehöriger des Fachbereichs mit.
(3) Der Dekan leitet je ein Exemplar der Dissertation den Berichterstattern zur Beurteilung zu. Er teilt dem Bewerber die Zusammensetzung der Promotionskommission schriftlich mit.
(3) Diplomarbeiten oder andere Arbeiten, die bereits zu Prüfungszwecken gedient haben, werden als Dissertation nicht zugelassen.
(4) Die Dissertation kann vor dem Promotionsgesuch ganz oder teilweise veröffentlicht worden sein, sofern der Fachbereichsrat vor der Veröffentlichung zugestimmt hat.
(1) Die Berichterstatter können einvernehmlich vor Abgabe ihrer Gutachten nach Anhören des Bewerbers eine Umarbeitung oder Ergänzung der Dissertation unter Fristsetzung verlangen.
(2) Solange die Dissertation und die Gutachten zur Einsichtnahme ausliegen, können die Mitglieder des Fachbereichsrates sowie die übrigen Professoren zur Dissertation und zu den Gutachten, die wissenschaftlichen Mitarbeiter und Doktoranden des Fachbereichs zur Dissertation beim Dekan schriftlich Stellung nehmen. Der Dekan informiert darüber den Fachbereichsrat und die Berichterstatter. Diese äußern sich dem Dekan gegenüber in angemessener Zeit schriftlich zu den eingegangenen Stellungnahmen.
(1) Den Termin für die wissenschaftliche Aussprache setzt der Dekan im Einvernehmen mit der Promotionskommission und im Benehmen mit dem Bewerber nach Annahme der Dissertation fest. Er wird vom Dekan universitätsöffentlich bekanntgemacht.
(2) Die Mitglieder der Promotionskommission müssen bei der wissenschaftlichen Aussprache anwesend sein. Ist ein Kommissionsmitglied verhindert, so entscheidet der Dekan über dessen Vertretung im Einvernehmen mit den übrigen Kommissionsmitgliedern und im Benehmen mit dem Bewerber.
(3) Die wissenschaftliche Aussprache wird unmittelbar nach ihrem Abschluß von der Promotionskommission in nichtöffentlicher Beratung bewertet. Dabei sind folgende Noten zu verwenden: Ausgezeichnet, sehr gut, gut, genügend, nicht genügend. Die wissenschaftliche Aussprache ist bestanden, wenn die Note mindestens "genügend" lautet. Die Note „ausgezeichnet" kann nur vergeben werden, wenn alle Mitglieder der Promotionskommission dieser Bewertung zustimmen. Die Professoren des Fachbereichs Informatik haben Anwesenheits- und Rederecht.
(1) Ist die wissenschaftliche Aussprache nicht bestanden, so ist eine einmalige Wiederholung möglich. Den Termin für die Wiederholung bestimmt die Promotionskommission im Benehmen mit dem Bewerber. Im übrigen gilt § 15.
(1) Unmittelbar im Anschluß an die Bewertung der bestandenen mündlichen wissenschaftlichen Aussprache bestimmt die Promotionskommission in nichtöffentlicher Beratung die Gesamtnote für die Promotion und teilt diese dem Bewerber mit. Die Notenbezeichnungen sind: Mit Auszeichnung bestanden, sehr gut bestanden, gut bestanden, bestanden. Die Gesamtnote wird in der Promotionsurkunde vermerkt. Der Vorsitzende der Promotionskommission teilt dem Dekan die Gesamtnote der Promotion mit. Die Promotionskommission stellt gleichzeitig die genehmigte Fassung der Dissertation fest. Die Professoren des Fachbereichs Informatik haben Anwesenheits- und Rederecht.
(2) Die Gesamtnote "Mit Auszeichnung bestanden" soll kann nur dann erteilt werden, wenn die Dissertation von allen Berichterstattern mit "ausgezeichnet" bewertet wurde, und wenn in der wissenschaftlichen Aussprache die Note "ausgezeichnet" erzielt wurde.
(1) Der Bewerber muß je ein vollständiges Exemplar der Dissertation in der von der Promotionskommission genehmigten Fassung für die Prüfungsakten des Fachbereichs, jeden der Berichterstatter und die Universitätsbibliothek spätestens ein Jahr nach der wissenschaftlichen Aussprache beim Dekan abliefern.
(2) Der Bewerber muß die Dissertation in der von der Promotionskommission genehmigten Fassung und in einer nach Absatz 4 vorgesehenen Form veröffentlichen. Von der Veröffentlichung ist die in Absatz 4 vorgeschriebene Anzahl von Exemplaren spätestens ein Jahr nach der wissenschaftlichen Aussprache beim Dekan abzuliefern.
(4) An die Universitätsbibliothek sind unentgeltlich gemäß folgender Regelung Exemplare abzuliefern:
die vom Fachbereich unter Berücksichtigung der „Grundsätze für die Veröffentlichung von Dissertationen" der Kultusministerkonferenz in der jeweiligen gültigen Fassung vorgeschriebene Anzahl von Exemplaren in Buch- oder Fotodruck zum Zweck der Verbreitung
drei Exemplare, wenn die Veröffentlichung in einer Zeitschrift erfolgt oder wenn ein gewerblicher Verleger die Verbreitung über den Buchhandel übernimmt und dabei einer Mindestauflage von vollständigen Exemplaren wie unter Nr. 1 nachgewiesen wird.
Für die Universitätsbibliothek sind unentgeltlich folgende Exemplare beim Dekan abzuliefern:
(2) Die Promotionsurkunde enthält den Titel der Dissertation und den verliehenen akademischen Grad, die Namen des Dekans und des Präsidenten der Universität, die Gesamtnote, als Ausfertigungsdatum das Datum der wissenschaftlichen Aussprache sowie das Siegel der Universität.
(3) Der Druck der Promotionsurkunde wird vom Dekan veranlaßt, nachdem ihm der Vorsitzende der Promotionskommission die Gesamtnote der Promotion mitgeteilt hat (§ 18 Abs. 1).
(4) Erst mit der Entgegennahme der Promotionsurkunde erwirbt der Bewerber das Recht, den Doktorgrad zu führen. Das Promotionsverfahren ist damit abgeschlossen.
(3) Der Antrag ist binnen eines Monats nach Abschluß des Promotionsverfahrens beim Dekan zu stellen. § 60 der Verwaltungsgerichtsordnung gilt entsprechend. Der Dekan bestimmt Ort und Zeit der Einsichtnahme.
(1) Für alle Entscheidungen in Promotionsangelegenheiten ist der Fachbereichsrat zuständig, soweit diese Ordnung nichts anderes vorsieht.
(2) Ist der Bewerber Mitglied des Fachbereichsrates, so ist er von den Beratungen über seine Promotion ausgeschlossen. An Abstimmungen nimmt er nicht teil. Die gesetzliche Zahl der Mitglieder des Fachbereichsrates ändert sich dadurch nicht.
Diese Ordnung zur Änderung der Promotionsordnung des Fachbereichs Informatik der Universität Kaiserslautern tritt am Tage nach der Bekanntmachung im Staatsanzeiger für Rheinland-Pfalz in Kraft.
Kaiserslautern, den 9. Dezember 1996
Prof.Dr.H. Hagen
Diese Ordnung tritt am Tage nach der Veröffentlichung im Staatsanzeiger
für Rheinland-Pfalz in Kraft.
Kaiserslautern, den 10. April 2004
Prof. Dr. H. H a g e n
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