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Timestamp: 2019-11-22 12:13:32
Document Index: 44593923

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 41', '§ 10', '§ 41', '§ 10', '§ 10', '§ 41', '§ 41', '§ 41', '§ 10', '§ 10', '§ 41', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 102', '§ 10', '§ 53', '§ 35', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 89', '§ 89', '§ 41', '§ 19', '§ 41']

Rechtsprechung: 5 C 26/98 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 08.06.2000
BVerwG, 23.09.1999 - 5 C 26.98
https://dejure.org/1999,49
BVerwG, 23.09.1999 - 5 C 26.98 (https://dejure.org/1999,49)
BVerwG, Entscheidung vom 23.09.1999 - 5 C 26.98 (https://dejure.org/1999,49)
BVerwG, Entscheidung vom 23. September 1999 - 5 C 26.98 (https://dejure.org/1999,49)
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SGB VIII § 10 Abs. 2, § 41
Hilfe für junge Volljährige; Junge Volljährige, Hilfe für -; Vor- und Nachrang zwischen Leistungen der Jugendhilfe und der Sozialhilfe; Jugendhilfeleistungen, Vor- und Nachrang zu Sozialhilfeleistungen; Sozialhilfeleistungen, Vor- und Nachrang zu Jugendhilfeleistungen
Hilfe für junge Volljährige; Junge Volljährige, Hilfe für -; Vor- und Nachrang zwischen Leistungen der Jugendhilfe und der Sozialhilfe; Jugendhilfeleistungen, Vor- und Nachrang zu Sozialhilfeleistungen; Sozialhilfeleistungen, Vor- und Nachrang zu
Hilfe für junge Volljährige - Junge Volljährige - Vor- und Nachrang zwischen Leistungen der Jugendhilfe und der Sozialhilfe - Jugendhilfeleistungen - Vor- und Nachrang zu Sozialhilfeleistungen - Sozialhilfeleistungen - Vor- und Nachrang zu Jugendhilfeleistungen
SGB VIII § 10 Abs. 2 § 41
VG Koblenz, 05.12.1996 - 5 K 175/96
OVG Rheinland-Pfalz, 04.09.1997 - 12 A 10558/97
BVerwG, 08.06.2000 - 5 C 26.98
BVerwGE 109, 325
NJW 2000, 2688
NVwZ 2000, 1181 (Ls.)
DVBl 2000, 1208
DÖV 2000, 734
Ein ggf bestehender Erstattungsanspruch wäre deshalb in der Zeit vom 19.1.2006 bis 4.8.2009 auf die Kosten der Erziehung beschränkt; nur insoweit sind die Leistungen ggf gleich, gleichartig, einander entsprechend, kongruent, einander überschneidend oder deckungsgleich, wie dies der in § 10 Abs. 4 Satz 2 SGB VIII normierte Nachrang der Kinder- und Jugendhilfe gegenüber der Sozialhilfe voraussetzt (vgl dazu BVerwGE 109, 325 ff) .
Nach der vom Verwaltungsgericht in Bezug genommenen Rechtsprechung des Senats (Urteil vom 23. September 1999 a.a.O.), die im rechtlichen Ansatz auch das Bundessozialgericht (…Urteil vom 24. März 2009 a.a.O.) teilt, stellt § 10 Abs. 4 Satz 2 SGB VIII für die Abgrenzung allein auf die Art der Leistung ab.
Bei konkurrierenden Leistungsansprüchen aus den Gebieten der Jugendhilfe und der Sozialhilfe sind der Träger der Jugendhilfe und der Träger der Sozialhilfe, solange die benötigte Hilfe aussteht, dem Berechtigten gleichermaßen nicht nur vorläufig zu Leistungen verpflichtet (…stRspr, z.B. Urteile vom 2. März 2006 a.a.O. und vom 23. September 1999 - BVerwG 5 C 26.98 - BVerwGE 109, 325 = Buchholz 436.511 § 41 KJHG/SGB VIII Nr. 1 S. 4).
Letzteres war angesichts der vom Hilfeempfänger gezeigten kontinuierlichen Entwicklungsschritte geboten, aufgrund deren zu erwarten war, dass er - was für die Gewährung der Hilfe über den Eintritt der Volljährigkeit hinaus ausreichend ist (Urteil vom 23. September 1999 a.a.O. S. 327 f. bzw. S. 2 f.) - auch weiterhin Fortschritte in seiner Persönlichkeitsentwicklung und Fähigkeit zu eigenverantwortlicher Lebensführung machen würde.
Denn nur das Nebeneinander inhaltsgleicher oder gleichartiger Ansprüchen gegen unterschiedliche Leistungsträger macht eine Entscheidung darüber erforderlich, wer von ihnen letztlich die Kosten der gewährten Hilfe zu tragen hat (Urteil vom 23. September 1999 a.a.O. S. 329 f. bzw. S. 4).
Der Senat hat dazu im Urteil vom 23. September 1999 (BVerwG 5 C 26.98 - BVerwGE 109, 325 = Buchholz 436.511 § 41 KJHG/SGB VIII Nr. 1 S. 2 f.) ausgeführt,.
Diese Konkurrenzregeln setzen allerdings eine grundsätzlich doppelte Leistungspflicht voraus (vgl dazu nur BVerwGE 109, 325 ff = Buchholz 436.511 § 41 KJHG/SGB VIII Nr. 1).
Ein Rangverhältnis zwischen Jugendhilfe und Sozialhilfe nach § 10 Abs. 2 SGB VIII besteht aber - was auch die Revision einräumt - nur, soweit sowohl ein Anspruch auf Jugendhilfe als auch ein Anspruch auf Sozialhilfe besteht und beide Leistungen gleich, gleichartig, einander entsprechend, kongruent, einander überschneidend oder deckungsgleich sind (Urteil des Senats vom 23. September 1999 - BVerwG 5 C 26.98 - BVerwGE 109, 325 ).
Weitere Voraussetzung für das Rangverhältnis zwischen Jugendhilfe und Sozialhilfe nach § 10 Abs. 4 Satz 2 SGB VIII 2005 ist, dass sowohl ein Anspruch auf Jugendhilfe als auch ein Anspruch auf Sozialhilfe gegeben und beide Leistungen gleich, gleichartig, einander entsprechend, kongruent, einander überschneidend oder deckungsgleich sind (Urteile des Senats vom 23. September 1999 - BVerwG 5 C 26.98 - BVerwGE 109, 325 …und vom 2. März 2006 a.a.O.).
Sie vermeidet damit die Rechtsunsicherheiten, die mit der Verwendung des materiellen Kriteriums des Schwerpunkts des Bedarfs oder des Leistungszwecks oder -ziels verbunden wären (vgl. Urteile vom 23. September 1999 a.a.O. …und vom 22. Oktober 2009 a.a.O. Rn. 32 f.).
Der Leistungsvorrang des Sozialhilfeträgers gegenüber dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe ist daher auf die Eingliederungshilfe für körperlich oder geistig behinderte junge Menschen beschränkt (Urteile vom 23. September 1999 - BVerwG 5 C 26.98 - BVerwGE 109, 325 = Buchholz 436.511 § 41 KJHG/SGB VIII Nr. 1 S. 2 …und vom 22. Oktober 2009 - BVerwG 5 C 19.08 - BVerwGE 135, 159 = Buchholz 436.511 § 10 KJHG/SGB VIII Nr. 4 S. 1, jeweils Rn. 32 f.).
Mit § 10 Abs. 4 Satz 1 und 2 SGB VIII hat der Gesetzgeber das Rangverhältnis zwischen Leistungen der Jugendhilfe und solchen der Sozialhilfe und speziell der Eingliederungshilfe mit Wirkung für das Erstattungsrechtsverhältnis geregelt (Urteile vom 23. September 1999 a.a.O. S. 330 bzw. S. 4 …und vom 2. März 2006 a.a.O.).
Ohne Benennung einer Anspruchsgrundlage für seine Forderung verwies er dabei zur Begründung auf die Vorrangregelung des § 10 Abs. 4 Satz 1 SGB VIII, ferner auf eine Entscheidung des Bayerischen Landessozialgerichts vom 2. November 2006 (Az.: L 11 SO 13/05) und ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. September 1999 (Az. 5 C 26.98).
Konkurrieren Leistungsansprüche nach Jugendhilfe- und Sozialhilferecht im Sinne von § 10 Abs. 4 Satz 2 SGB VIII miteinander, sind hingegen der Träger der Jugendhilfe und der Träger der Sozialhilfe dem Berechtigten gleichermaßen nicht nur vorläufig zur Leistung verpflichtet (…BVerwG, U.v.9.2.2012 - 5 C 13.11 - BVerwGE 142, 18 ff. Rn. 17;… U.v. 2.3.2006 - 5 C 15.05 - BVerwGE 125, 95 ff. Rn. 16; U.v. 23.9.1999 - 5 C 26.98 - BVerwGE 109, 325, 330;… Roos in von Wulffen/Schütze, SGB X, 8. Aufl. 2014, § 102 Rn. 12;… Bieritz-Harder in Hauck/Haines, SGB VIII, § 10 Rn. 34; Küfner JAmt 2007, 8, 10 f.: "Nachrangige Leistungspflicht bleibt Leistungspflicht").
Abweichend hiervon besteht ein (nach BVerwG, U.v. 23.9.1999 - 5 C 26.98 - BVerwGE 109, 325 Rn. 12 nicht als Ausnahme eng auszulegender) Vorrang der nach den §§ 53 ff. SGB XII gegebenen sozialhilferechtlichen Leistungen der Eingliederungshilfe für junge Menschen, die körperlich oder geistig behindert oder von einer derartigen Behinderung bedroht sind, gegenüber Leistungen der Jugendhilfe nach dem Achten Buch Sozialgesetzbuch, insbesondere damit auch gegenüber Leistungen der Eingliederungshilfe infolge seelischer Behinderung nach § 35a SGB VIII. Die Ermittlung des Vorrangs nach § 10 Abs. 4 Satz 2 SGB VIII setzt daher zunächst die Bestimmung der konkreten jugendhilfe- und sozialhilferechtlichen Bedarfe und der jeweils daraus resultierenden Leistungsansprüche voraus (…BVerwG, U.v. 9.2.2012 - 5 C 3.11 - BVerwGE 142, 18 ff. Rn. 30), die in einem folgenden Prüfungsschritt miteinander verglichen werden müssen.
Sind die von den jeweiligen Leistungsträgern im konkreten Fall zu erbringenden Leistungen gleich, gleichartig, einander entsprechend, kongruent, einander überschneidend oder deckungsgleich, greift nach § 10 Abs. 4 Satz 2 SGB VIII der Vorrang der Sozialhilfe, andernfalls der Vorrang der Jugendhilfe nach § 10 Abs. 4 Satz 1 SGB VIII ein (BVerwG, U.v. 23.9.1999 - 5 C 26.98 - BVerwGE 109, 325 ff. LS 2 und Rn. 13).
So gesehen sei aber - wie es etwa auch das Verwaltungsgericht Köln in seinem Urteil vom 31. Mai 2010 - 16b K 12594/99 für mit dem Urteil des BVerwG vom 23. September 1999 - 5 C 26.98 - vereinbar halte - für die Frage der vorrangigen Leistungszuständigkeit bei Mehrfachbehinderung auf den Schwerpunkt des Bedarfs abzustellen.
vgl. BVerwG, Urteil vom 23. September 1999 5 C 26.98 -, FEVS 51, 337; Urteil vom 2. Mär 2006 5 C 15.05 -, BVerwGE 125, 95.
Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, Urteil vom 23. September 1999 - 5 C 26.98 -, BVerwGE 109, 325, nach der es bei der Frage, ob für einen bestimmten Bedarf Leistungen der Jugendhilfe und/oder der Sozialhilfe in Betracht kommen, ohnehin lediglich hilfreich sein solle, auf den Schwerpunkt des Bedarfs oder des Leistungszwecks oder -ziels abzustellen.
vgl. dazu, dass diese Grundsätze bereits durch die Rechtsprechung des BVerwG geklärt sind: OVG NRW, Beschluss vom 7. Juli 2010 12 A 2910/09 mit Hinweis auf BVerwG, Urteile vom 23. September 1999 - 5 C 26.98 -, juris, BVerwGE 109, 325, vom 2. März 2006 - 5 C 15.05 -, BVerwGE 125, 95, juris, und zuletzt vom 22. Oktober 2009 - 5 C 19.08 -, NVwZ-RR 2010, 231, juris.
OVG Nordrhein-Westfalen, 28.11.2005 - 12 A 2244/03
Anforderungen an den Anspruch auf Fortsetzung einer bewilligten Jugendhilfe für …
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Jugendhilferecht, Kostenerstattungsanspruch des vorläufig leistenden …
OVG Nordrhein-Westfalen, 18.08.2009 - 12 E 627/09
Weitergewährung von Hilfe für einen jungen Volljährigen noch in der Ausgestaltung …
VGH Bayern, 01.12.2003 - 12 CE 03.2683
Sozialhilfe, Zuständigkeit des zuerst angegangenen Rehabilitationsträgers, …
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Zum Vor- und Nachrangverhältnis zwischen Eingliederungshilfemaßnahmen nach SGB 12 …
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Leistungsverpflichtung des Jugendhilfeträgers bei begonnener Hilfe zur Erziehung …
VG Düsseldorf, 19.04.2004 - 19 K 5953/02
Voraussetzungen des Anspruchs einer geistig behinderten Person auf Bewilligung …
VG Köln, 13.02.2003 - 26 K 12592/99
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VG München, 15.11.2011 - M 18 E 11.5033
Jugendhilfeträger, Nachrang, Hilfe zur Erziehung, geistige Behinderung
OVG Rheinland-Pfalz, 04.11.2010 - 7 A 10796/10
Reittherapie als Eingliederungshilfe
LSG Nordrhein-Westfalen, 14.12.2011 - L 12 SO 482/10
VG Ansbach, 30.03.2011 - AN 14 E 11.00627
Einstellung der bisher gewährten Jugendhilfeleistung
Sozialhilfe, Bindung des Rechtsmittelgerichts an die Bejahung des …
VGH Bayern, 05.06.2007 - 12 BV 05.218
Sozial- und Jugendhilfe, Heimunterbringung eines Kindes, Störung des …
VG Lüneburg, 31.01.2006 - 4 A 250/04
Zum Verhältnis des § 89c Abs 1 SGB 8 zu § 89a Abs 1 SGB 8
OVG Nordrhein-Westfalen, 22.11.2007 - 12 A 866/06
Sozialrechtliche Ausgestaltung der Abgrenzung von Jugendhilfe und Sozialhilfe; …
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Anwendungsbereich der Hilfe nach § 41 SGB VIII
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Gewährung von Eingliederungshilfe bei leichter geistiger Behinderung eines …
LSG Bayern, 02.11.2006 - L 11 SO 13/05
Kostentragungspflicht hinsichtlich der Unterbringung in einem Internat für …
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SG Aachen, 08.05.2007 - S 20 SO 2/07
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Verhältnis zwischen Jugend- und Sozialhilfe bei einem mehrfachbehinderten Kind
SG Aachen, 14.03.2006 - S 20 SO 78/05
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Seelische Behinderung, Geistige Behinderung, Kostenübernahme, Lese- und …
VG Düsseldorf, 14.05.2003 - 19 K 8657/99
VG Düsseldorf, 14.05.2003 - 19 K 3152/00
Anspruch auf Erstattung von i. R. der Hilfe für junge Volljährige erbrachter …
VG Minden, 04.01.2001 - 7 K 2389/99
Voraussetzungen für die Einstellung eines Verfahrens; Anforderungen an den …
VG München, 30.07.2008 - M 18 K 07.5093
Abgrenzung von Hilfe zur Erziehung und Eingliederungshilfe
VG München, 13.02.2008 - M 18 K 07.2273
Gewährung von Jugendhilfe über das 21. Lebensjahr hinaus in einem begründeten …
VG Bremen, 02.09.2005 - 7 K 511/04
Hilfe für junge Volljährige in Form der Vollzeitpflege
OVG Schleswig-Holstein, 23.02.2004 - 2 LA 81/03
VG Schleswig, 07.05.2003 - 15 A 272/02
https://dejure.org/2000,24388
BVerwG, 08.06.2000 - 5 C 26.98 (https://dejure.org/2000,24388)
BVerwG, Entscheidung vom 08.06.2000 - 5 C 26.98 (https://dejure.org/2000,24388)
BVerwG, Entscheidung vom 08. Juni 2000 - 5 C 26.98 (https://dejure.org/2000,24388)
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