Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%201992,%20860
Timestamp: 2019-05-26 18:42:55
Document Index: 16693326

Matched Legal Cases: ['§ 1922', '§ 1923', '§ 11', '§ 11', '§ 1923', '§ 11']

OLG Köln, 24.02.1992 - 2 Wx 41/91 - dejure.org
https://dejure.org/1992,1772
OLG Köln, 24.02.1992 - 2 Wx 41/91 (https://dejure.org/1992,1772)
OLG Köln, Entscheidung vom 24.02.1992 - 2 Wx 41/91 (https://dejure.org/1992,1772)
OLG Köln, Entscheidung vom 24. Februar 1992 - 2 Wx 41/91 (https://dejure.org/1992,1772)
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Anspruch auf Erteilung eines Fremdrechts-Teilerbscheins aufgrund gesetzlicher Erbfolge ; Anforderungen an die Auslegung eines notariellen Testaments; Ermittlung des Todeszeitpunkts des Erblassers; Ermittlung des anwendbaren Rechts für die Rechtsnachfolge von Todes wegen
LG Köln, 17.06.1991 - 11 T 272/90
LG Köln, 24.02.1992 - 11 T 272/90
NJW-RR 1992, 1480
DNotZ 1993, 171
FamRZ 1992, 860
OLG Hamm, 12.06.1995 - 15 W 120/95
Das Nachlaßgericht hat deshalb den genauen Todeszeitpunkt des Erblassers zu ermitteln (im Anschluß an OLG Köln NJW-RR 1992, 1480 = FamRZ 1992, 860).
Der Senat tritt deshalb im Anschluß an die genannte Entscheidung des OLG Köln der Gegenauffassung bei, nach der der Todeseintritt auf einen bestimmten Zeitpunkt festzulegen ist (OLG Köln NJW-RR 1992, 1480, 1481 = FamRZ 1992, 860;… Münchener Kommentar/Leipold, BGB , 2. Aufl., § 1922 Rdn. 12 a.E.;… § 1923 Rdn. 6).
überlappen (OLG Köln NJW-RR 1992, 1480 = FamRZ 1992, 860), kann auch im personenstandsrechtlichen.
Der Mensch ist tot, wenn eine Reanimation ausgeschlossen ist und wegen eines vollständigen und irreversiblen Funktionsverlustes des Gehirns dauernd keine Gehirnkurven mehr geschrieben werden können (vgl. OLG Frankfurt NJW 1997, 3099 /3100 m.w.N.; OLG Köln NJW-RR 1992, 1480 /1481 = FamRZ 1992, 860/862 = DNotZ 1993, 171/173; MünchKomm/Leipold BGB 3. Aufl. Rn. 12a, Palandt/Edenhofer BGB 58. Aufl. Rn. 2,.
Die Anwendung des § 11 VerschG gebietet es aber in personenstandsrechtlicher Hinsicht nicht, dass Anfang und Ende des im Sterberegister zu beurkundenden Todeszeitraumes bei allen Personen identisch sein müssten, die aufgrund des gleichen Ereignisses verstorben sind; vielmehr liegt ein "gleichzeitiges" Versterben im Sinne des § 11 VerschG auch dann noch vor, wenn lediglich Zeiträume festgestellt werden können, innerhalb derer der Tod der betroffenen Personen mit Sicherheit eingetreten sein muss und sich diese Zeiträume - und sei es auch nur geringfügig - überlappen (BayObLG NJW-RR 1999, 1309, 1310; vgl. auch OLG Köln NJW-RR 1992, 1480, 1481 zu § 1923 BGB).
Diese Geltungsbeschränkung muss in dem Erbschein zum Ausdruck gebracht werden (vgl. BayObLGZ 1996, 165 = FamRZ 1997, 318; OLG Köln NJW-RR 1992, 1480).
Diese Kollisionsregel gilt sowohl für die gesetzliche wie auch für die testamentarische Erbfolge (OLG Köln DNotZ 1993, 171, 172; Rigaux Nr. 1272 und 1301).
entsprechend der gesetzlichen Vermutung des § 11 Verschollenheitsgesetzes davon auszugehen, dass die Eheleute B... gleichzeitig verstorben sind und B... B... mangels Vorversterbens ihres Ehegatten diesen nicht mehr beerbt hat (vgl. OLG Köln, FamRZ 1992, 860, 862).