Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=28.05.2013&Aktenzeichen=5%20StR%20551/11
Timestamp: 2019-04-21 17:14:36
Document Index: 283915815

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 16', '§ 266', '§ 44', '§ 266', '§ 44', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 28.05.2013 - 5 StR 551/11 - dejure.org
Untreuevorsatz und Vermögensnachteil bei der Übernahme einer existenzgefährdenden Mietgarantie durch Immobilienfonds (überschießende Innentendenz und voluntatives Element des Vorsatzes bei Risikogeschäften: maßgebliche Indizien; Pflichtwidrigkeit und Einverständnis im Konzern: Existenzgefährdung); Gesetzlichkeitsprinzip (Bestimmtheitsgebot; Entgrenzungsverbot; Verschleifungsverbot)
Zur Untreue von Geschäftsführern und Aufsichtsräten wegen Übernahme langfristiger Mietgarantien bei der Auflegung von Immobilienfonds ("Berliner Bankkonsortium")
StGB § 16; StGB § 266; KWG § 44 Abs. 1
Zu Berliner Bankkonsortium - Freisprüche für Manager rechtskräftig
StGB §§ 266, 16; KWG § 44
Besondere Prüfungskriterien für innere Tatseite bei riskanten unternehmerischen Entscheidungen
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 28.05.2013, Az.: 5 StR 551/11 (Subjektiver Untreuetatbestand bei Risikogeschäften)" von RA/Priv.-Doz. Dr. Gerson Trüg, original erschienen in: NStZ 2013, 715 - 718.
Kurznachricht zu "Anmerkung zu BGH, Urt. v. 28.05.2013 - 5 StR 551/11 - Untreue durch Risikogeschäft" von Prof. Dr. Jochen Bung, original erschienen in: StV 2015, 175 - 177.
Kurznachricht zu "Anforderungen an den Untreuevorsatz bei Gefährdungsschaden" von RA Dr. Stephan Beukelmann, original erschienen in: NJW Spezial 2013, 440 - 441.
LG Berlin, 14.02.2011 - 2 St B Js 1173/01
LG Berlin, 14.02.2011 - 2St BJs 1173/01 KLs (4/05)
ZIP 2013, 1382
NStZ 2013, 715
StV 2014, 88
StV 2015, 175 (Ls.)
DB 2013, 1779
a) Im Ausgangspunkt hat das Landgericht zutreffend bedacht, dass die Anwendung des Untreuetatbestands auf "klare und deutliche' Fälle pflichtwidrigen Handelns zu beschränken ist; gravierende Pflichtverletzungen lassen sich nur dann bejahen, wenn die Pflichtverletzung evident ist (…BVerfGE 126, 170 Rn. 110 f.; BGH, Urteil vom 28. Mai 2013 - 5 StR 551/11, NStZ 2013, 715).
Steht ein Vermögensschaden fest, sind zum subjektiven Tatbestand der Untreue Feststellungen und eingehende Erörterungen, insbesondere zum Vorsatz in Bezug auf den Vermögensnachteil, erforderlich (vgl. BGH, Urteil vom 28. Mai 2013 - 5 StR 551/11, NStZ 2013, 715).