Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/284473,40.html
Timestamp: 2019-12-09 18:23:41
Document Index: 339467991

Matched Legal Cases: ['§ 240', '§ 242', '§ 249', '§ 249', '§ 240', '§ 249', '§ 253', '§ 239', '§ 239', '§ 240', '§ 248', '§ 242', '§ 263', '§ 248', '§ 248']

HA Strafrecht für Fortgeschrittene Heidelberg Grünewald
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Verfasst am: 12 Sep 2011 - 15:15:51 Titel:
http://www.ejura-examensexpress.de/online-kurs/entsch_show_neu.php?Alp=1&dok_id=3690
Verfasst am: 12 Sep 2011 - 15:25:18 Titel:
und für die Aufbaufrage :
man beginnt die Prüfung grundsätzlich mit dem schwersten Delikt. wenn der Täter also beispielsweise die Sache mit Gewalt wegnimmt, prüft man doch nicht 1. § 240 2. § 242 3. § 249, sondern 1. § 249 und sagt 2. § 240 ist notwendig mitverwirklicht, tritt aber aus Spezialität zurück. Dementsprechend muss man auch hier fortfahren, also, wie oben dargelegt, 1. § 249 2. §§ 253, 255 3. § 239 a I 1. Var. 3. § 239 4. § 240 5. § 248a
Verfasst am: 12 Sep 2011 - 22:13:37 Titel:
Im 2 Tatkomplex kann man meiner Meinung nach vor § 242 noch kurz §§ 263 I, II, 22, 23 ggü Kassenpersonal zu Lasten des Supermarktinhabers prüfen.
Im Rahmen des Tatentschlusses ist dann auf das Problem der Abgrenzung zwischen Sachbetrug und Trickdiebstahl einzugehen. Dabei muss man beachten, dass dieser "Streit" seinen Ursprung in der Entscheidung des OLG Düsseldorf NStZ 1993, 286 hat. Und in der Originalentscheidung geht es im Kern um das Vorbeischmuggeln von Waren, die der Täter "im Einkaufswagen" versteckt hat. Da hat das Gericht angenommen, dass mit der Erlaubnis, den Kassenbereich nach Abrechnung zu passieren, ein die Wegnahme ausschließendes Einverständnis in Bezug auf den gesamten Inhalt des Wagens gegeben ist, verneint es dann das Vorliegen des Diebstahls und bejaht des Betrugs. Es liege nach seiner Ansicht ein Irrtum über die Vollständigkeit der zur Bezahlung präsentierten Waren vor.
Der Sachverhalt liegt hier jedoch anders. Täter hat hier die Ware in der Jacke versteckt. Der Kassierer hat aber nur die Aufgabe , alle Ware im Einkaufswagen zu kontrollieren und abzurechnen. Eine weitergehende Durchsuchung vom Kunden wie Abtasten, besteht nicht. Daher wird man, auch wenn man dieser Entscheidung gutheißt, das Einverständnis kaum begründen können.
Auf jeden Fall scheitert der versuchte Betrug daran, dass mit dem Verstecken der Ware die Versuchsschwelle noch überschritten wird. Da für den Betrug das interlektuelle Einwirken auf das Vorstellungsbild des Kassenpersonals erforderlich ist, wird man für unmittelbares Ansetzen verlangen müssen, dass der Täter in der Schlange steht und die Ware vorlegt.
Verfasst am: 14 Sep 2011 - 11:54:23 Titel:
Hallo, ich wollte zum Diebstahl des Bezins noch fragen, ob hier § 248a StGB erfült ist und wenn ja, hinter 248b zurücktritt?
@deerapy: wo hast du gefunden, dass Diebstahl vorliegt, auch bei fast leerem Tank?
Verfasst am: 16 Sep 2011 - 09:33:36 Titel:
ich hab ein problem bei der räuberischen erpressung. dort ist es doch umstritten ob neben vis complusiva auch vis absoluta anwendbar ist. und einsperren ist doch gewalt isd vis absoulta. die frage ob vis absoluta anwendbar ist, hängt ja auch mit der frage zusammen ob eine vermögensverfügung notwendig ist oder nicht.
wie löse ich das problem denn? ich kann doch nicht, unter der überschrift nötigungshandlung das verfügungsproblem lösen, obwohl ich es lösen müsste wegen der vis absoluta.
Verfasst am: 16 Sep 2011 - 11:08:14 Titel:
Ich habe in den Büchern, die ich benutze verschiedene Aufbaumöglichkeiten gefunden. Man kann z.b. unter dem Punkt Nötigungserfolg das Problem mit der Vermögensverfügung erörtern. Falls du Strafrecht BT I von Rengier zur Hand hast, dort wird ein meiner Meinung nach guter Aufbau des obj. TB dargestellt:
c) (nötigungsbedingte) Vermögensverfügung
d) Vermögensschaden
Ob nun eine Vermögensverfügung vorliegt ist eben streitig, da kann man verschiedenen Ansichten folgen, dass eben eine vorliegt oder eben nicht.
Verfasst am: 16 Sep 2011 - 11:16:31 Titel:
Das prüfungsschema kenne ich
Aber ich habe das Problem, dass ich beim ersten Prüfungspunkt scheiter. denn einschließen stellt eine form der gewalt isd vis absoluta dar, und bei " 255 ist nach hm nur vis compulsiva anwendbar.
hast du auch dieses problem? und wie hast du es gelöst?
Verfasst am: 16 Sep 2011 - 11:49:17 Titel:
Prüft ihr bei F erst noch Beihilfe zur Freiheitsberaubung und Nötigung an und verneint es dann, oder prüft ihr direkt die Beihife zu § 248 b????
Verfasst am: 16 Sep 2011 - 12:23:43 Titel:
abgrenzung täterschaft teilnahme von F an freiheitsberaubung durch J an eltern vor beendigung?...
durch unterlassen ?,
sukzessive mittäterschaft, beihilfe durch unterlassen( F garantin für eltern?),
wenn nein dann begünstigung durch f an vorteil ( auto), selbstbegünstigung?
rücktritt trotz vollendung vor beendigung im supermarkt, literatur ? aufsätze?
hast du das Aufbauschema zur Freiheitsberaubung in Mittäterschaft durch Unterlassen?
Ich habe schon einen Knoten!
Verfasst am: 16 Sep 2011 - 13:34:20 Titel:
@handyhülle:
vis absoluta ist bei 255 schon anwendbar, nur wird laut Literatur keine Vermögensverfügung angenommen, wenn vis absoluta vorliegt.