Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F12-09-2006-U_395-2004
Timestamp: 2016-10-22 08:53:17
Document Index: 240824617

Matched Legal Cases: ['Art. 137', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 135', 'Art. 159', 'Art. 135', 'BGE']

U 395/04 (12.09.2006)
S.________, geb. 1955, war seit 1. Mai 1998 beim Werkst�tten- und Wohnzentrum Q.________ als Betriebsassistentin t�tig und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert, als sie am 16. Oktober 1998 ausrutschte und auf Kopf und R�cken st�rzte. Die erstbehandelnden �rzte diagnostizierten eine commotio cerebri sowie den Verdacht auf eine commotio spinalis mit Hyp�sthesie des rechten Beins ohne obere Dermatombegrenzung (Bericht der Neurochirurgischen Klinik, Spital X.________, vom 30. Oktober 1998). S.________ nahm am 25. Januar 1999 ihre Arbeit zu 50 % und ab 22. Februar 1999 zu 75 % wieder auf. Mit Verf�gung vom 17. Januar 2000, best�tigt mit Einspracheentscheid vom 16. Juni 2000, stellte die SUVA ihre Leistungen ab 1. Januar 2000 ein.
Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht best�tigte diesen Entscheid mit Urteil vom 14. Mai 2002, U 256/01, wobei das Gericht in Erw. 4 u.a. erwog:
"... Nachdem jedoch in all den verschiedenen Untersuchungen keinerlei Hinweis auf ein somatisches Substrat festgestellt werden konnte und bereits kurze Zeit nach dem Unfall die Beschwerden psychisch �berlagert waren (vgl. Bericht der Rheumaklinik des Spitals Y.________ vom 29. Dezember 1998), sind Vorinstanz und Verwaltung zu Recht von einem fehlenden somatischen Leiden ausgegangen und haben von weiteren medizinischen Abkl�rungen abgesehen. ..."
Mit Revisionsgesuch vom 1. November 2004 l�sst S.________ beantragen, das Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts vom 14. Mai 2002 sei aufzuheben, und die SUVA sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen �ber den 31. Dezember 1999 hinaus zu erbringen. Zur Begr�ndung bringt sie vor, eine am 5. August 2004 erfolgte Konsultation im Spital Y.________, Klinik f�r Rheumatologie und Rehabilitation, habe auf Grund r�ntgenologischer Untersuchungen (Becken�bersicht) einen Verdacht auf Labrum-L�sion im Bereich der rechten H�fte bei Abduktionstrauma von 1998 ergeben. Das daraufhin durchgef�hrte Arthro-MRI der rechten H�fte vom 17. August 2004 habe das Vorliegen einer Labrum-L�sion der rechten H�fte best�tigt, welche laut Dr. med. C.________, Chefarzt des Spitals Y.________, auf das Abduktionstrauma von 1998 zur�ckzuf�hren sei.
Die SUVA beantragt unter Beilage eines Berichts des Dr. med. M.________, Facharzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, SUVA Versicherungsmedizin, vom 29. November 2004, die kosten- und entsch�digungspflichtige Abweisung des Revisionsgesuchs, soweit darauf einzutreten sei. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Mit Eingabe vom 24. Februar 2005 l�sst S.________ ihren Standpunkt bekr�ftigen.
Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht holte bei Prof. Dr. med. G.________, Konsiliararzt H�fte, Klinik Z.________ (vormals Direktor Orthop�dische Klinik B.________) ein Gutachten ein, welches am 1. Februar 2006 erstattet und auf Aufforderung des Gerichts hin am 23. Mai 2006 erg�nzt wurde. Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich zu den erg�nzenden Beweisvorkehren zu �usseren (Eingaben der Versicherten vom 4. Juli 2005, 16. M�rz und 9. Juni 2006; Eingaben der SUVA vom 20. Juni 2005, vom 27. M�rz und 19. Juni 2006).
2.1 In tats�chlicher Hinsicht ist davon auszugehen, dass die Arthro-MRI vom 17. August 2004 den Verdacht einer Labrum-L�sion (labrum, lat. f�r Lippe, Lefze, Rand) der rechten H�fte best�tigte (Bericht des Dr. med. C.________ vom 20. August 2004). Nachdem die SUVA eine erhebliche Tatsache im Sinne von Art. 137 lit. b OG in Abrede gestellt hatte, weil es mangels passender klinischer Symptomatik unmittelbar im Anschluss an das versicherte Ereignis am Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Labruml�sion mangle (Vernehmlassung vom 7. Dezember 2004), liess die Gesuchstellerin, unter Einreichung echtzeitlicher Dokumente (Ausz�ge aus der Krankengeschichte, Verordnung f�r Physiotherapie u.a.m.), einwenden, sie habe durchaus initial nach dem Unfall an spezifischen H�ftbeschwerden gelitten (Eingabe vom 24. Februar 2006).
2.2 Laut dem vom Eidgen�ssischen Versicherungsgericht daraufhin eingeholten Gutachten des Prof. Dr. med. G.________ (vom 1. Februar und 23. Mai 2006) leidet die Gesuchstellerin unter einem Pincer-Impingement beidseits bei Coxa profunda, verst�rkt durch weitgehend zirkum-ferenzielle Knochenapposition des Pfannenrandes beidseits; rechts chronisch symptomatisch, links beginnend symptomatisch (Gutachten vom 1. Februar 2006, S. 8 und 10). Die diskutierte L�sion des Labrum acetabulare rechts wird vom Gutachter als Unterfl�chenriss bezeichnet, welcher in unver�nderter Form in den MRI-Untersuchungen vom 18. August 2004 und vom 12. Dezember 2005 zu erkennen sei; die aus dem Jahre 1999 stammenden MRI-Untersuchungen seien hinsichtlich Schnittf�hrung und Qualit�t nicht geeignet, den Einriss zu zeigen. Die Labrumruptur sei weder als isolierte L�sion noch als Abriss zu sehen; sie sei "gewissermassen die Spitze des Eisberges eines chronischen Pincer-Impingement" und erkl�re sich als Erm�dungsriss des Labrumgewebes durch den repetitiven Anschlag des Schenkelhalses (Gutachten vom 1. Februar 2006, S. 10). Die Labruml�sion sei eines von mehreren Erscheinungsbildern eines komplexen pathomechanischen Prozesses, der durch das Unfallereignis manifest geworden sei. Die kurz danach angefertigten Beckenr�ntgenaufnahmen wiesen auf die Problematik in Form der Knochenapposition der Pfannenr�nder hin. Ob nun die Unterfl�chenruptur des Labrum durch das Ereignis vom 16. Oktober 1998 selbst ausgel�st worden sei oder bereits vorbestanden habe, sei nicht zu eruieren. Vergleiche man die MRI-Aufnahmen von 2004 und 2005 mit einem umschriebenen und unver�ndert gebliebenen Unterfl�chenriss, sei sehr wohl m�glich, dass die Ruptur erst nach 1998 entstanden sei. Die eigentliche Bedeutung dieser Ruptur sei hinweisend und an sich sehr gering; die Ruptur sei im Zusammenhang mit der Diskussion des Falles �berh�ht worden. Durch die nahezu zirkumferenzielle Knochenapposition sei bewiesen, dass bereits im Zeitpunkt des Unfalles ein chronisches Pincer-Impingement bestanden habe. Das Ereignis vom 16. Oktober 1998 habe somit die Symptome veranlasst, die wohl zu einem sp�teren Zeitpunkt auch ohne Unfallereignis aufgetreten w�ren; dem Unfall komme f�r die Dauer von einem bis zwei Jahren richtunggebender Charakter zu. Bei - geringf�giger - vorbestehender Coxa profunda habe das chronische Anschlagen, verbunden mit einer gewissen Neigung zur Knochenapposition, die Gelenkpfanne noch tiefer werden lassen. Das Unfallereignis habe dann das Fass gewissermassen zum �berlaufen gebracht. Das Beschwerdebild der Explorandin habe von Anfang an und �ber weite Strecken hinweg geradezu charakteristische Z�ge des Pincer-Impingements mit teilweise bizarren Beschwerden, Nachtschmerzen, schlechter Ansprechbarkeit auf Medikamente und wiederkehrenden Ans�tzen hin zu psychischer Interpretation aufgewiesen. Dabei h�tte eine einfache intraartikul�re Lokalan�sthesie erfahrungsgem�ss zur Beschwerdefreiheit f�r die Dauer der Wirkung des Mittels gef�hrt (Gutachten vom 1. Februar 2006, S. 11 ff. und 13). Die Frage, warum die linke Seite mit nahezu �hnlichen Ver�nderungen nicht oder erst viel sp�ter symptomatisch geworden sei, lasse sich wenig gut damit erkl�ren, dass kein Unfall dieser Seite stattgefunden habe. Einen wesentlichen Einfluss auf den Symptombeginn bei gleichen morphologischen Ver�nderungen habe die Nutzung der H�ften, welche wie bei den oberen Extremit�ten unterschiedlich sei. Bei der Explorandin sei das rechte Bein dominant und werde damit aggressiver beansprucht (Gutachten vom 1. Februar 2006, S. 8 f.).
2.3.1 Das Gutachten des Prof. Dr. med. G.________ ersch�ttert die im Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts vom 14. Mai 2002 gemachte Feststellung, wonach in all den verschiedenen Untersuchungen keinerlei Hinweis auf ein somatisches Substrat habe festgestellt werden k�nnen und bereits kurze Zeit nach dem Unfall die Beschwerden psychisch �berlagert worden seien (Sachverhalt Ziff. A hievor). Die vom Gerichtsgutachter gest�tzt auf einl�ssliche Abkl�rungen sorgf�ltig und �berzeugend diagnostizierte H�ftgelenkssch�digung - Pincer-Impingement beidseits bei Coxa profunda, verst�rkt durch weitgehend zirkumferenzielle Knochenapposition des Pfannenrandes beidseits; rechts chronisch symptomatisch, links beginnend symptomatisch - stellt mit Blick auf den ersten Prozess vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine neue, bisher unverschuldet verborgen gebliebene physische Tatsache dar. Es bleibt deren Rechtserheblichkeit zu pr�fen.
2.3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gem�ss UVG setzt zun�chst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des nat�rlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umst�nde, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher St�rungen ist; es gen�gt, dass das sch�digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die k�rperliche oder geistige Integrit�t der versicherten Person beeintr�chtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche St�rung entfiele (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Ob zwischen einem sch�digenden Ereignis und einer gesundheitlichen St�rung ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, wor�ber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweisw�rdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse M�glichkeit eines Zusammenhangs gen�gt f�r die Begr�ndung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen).
Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder �berhaupt erst manifest, entf�llt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die nat�rliche und ad�quate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsm�ssigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall fr�her oder sp�ter eingestellt h�tte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 Erw. 4b, je mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbegr�ndende nat�rliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse M�glichkeit nunmehr g�nzlich fehlender urs�chlicher Auswirkungen des Unfalles gen�gt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegr�ndender nat�rlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 2, 1994 Nr. U 206 S. 329 Erw. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76 Erw. 4b). Der Beweis des Wegfalls des nat�rlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (AJP 2006 S. 236 [U 424/04] Erw. 4 mit Hinweisen).
2.3.3 Die diagnostizierte H�ftgelenkssch�digung ist als komplexer pathomechanischer Prozess zu verstehen, f�r welchen laut Gerichtsgutachten verschiedene Faktoren urs�chlich sind (Coxa profunda, chronisches Anschlagen, verbunden mit einer gewissen Neigung zur Knochenapposition der Pfannenr�nder). Die beteiligten Orthop�den - nebst dem Gerichtsgutachter Dr. med. M.________ von der SUVA, der sich in den Berichten vom 29. November 2004 und 20. M�rz 2006 �usserte - stimmen darin �berein, dass das chronische Pincer-Impingement unter Ber�cksichtigung der nahezu zirkumferenziellen Knochenapposition bereits im Zeitpunkt des versicherten Ereignisses vom 16. Oktober (mit Sturz auf Kopf und R�cken; vgl. die Unfallmeldung UVG vom 26. Oktober 1998 sowie den Bericht der Neurochirurgischen Klinik, Spital X.________, vom 30. Oktober 1998) bestanden hat. Dem Unfall kommt gest�tzt auf die einl�sslichen und �berzeugenden Darlegungen des Gerichtsgutachters die Bedeutung zu, dass er den pathologischen Prozess hat symptomatisch werden lassen. Dessen Einsch�tzung, wonach der Unfall gleichsam "das Fass zum �berlaufen brachte", wird dadurch belegt, dass unmittelbar im Anschluss an das Unfallgeschehen f�r die diagnostizierte H�ftgelenkssch�digung charakteristische, behandlungsbed�rftige Beschwerden aufgetreten sind. Die gutachterliche Beurteilung, wonach die Symptome zu einem sp�teren Zeitpunkt auch ohne das Unfallereignis aufgetreten w�ren und dem Unfall f�r die Dauer von einem bis zwei Jahren richtunggebender Charakter zukomme, ist dahingehend zu w�rdigen, dass bei schicksalsm�ssigem Verlauf auch ohne das versicherte Ereignis innert der genannten Zeitspanne von ein bis zwei Jahren ein entsprechender Zustand (Status quo sine) eingetreten w�re. "Richtunggebend" kann hier, im gesamten Kontext der gutachterlichen Darlegungen gew�rdigt, entgegen s�mtlichen Vorbringen der Gesuchstellerin klarerweise nicht bedeuten, dass der Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen versichertem Unfall und H�ftgelenkssch�digung zeitlich unbegrenzt bestand. In Anbetracht des durch Prof. G.________ einleuchtend dargelegten Umstandes, dass der "Labrumriss", d.h., die Unterfl�chenruptur des Labrums, deren Ausl�sung durch den Unfall vom 16. Oktober 1998 nicht zu eruieren ist (Gutachten S. 11), nur einen Teilaspekt einer weitergehenden H�ftgelenksproblematik darstellt - die ihrerseits eindeutig vorbestehend und krankhafter Genese ist -, l�sst sich eine zeitlich unbeschr�nkte (bleibende) richtunggebende Verschlimmerung im Sinne der Rechtsprechung (vgl. statt vieler Urteil H. vom 18. September 2002, U 60/02) nicht vertreten. In Betracht f�llt nach Lage der Akten lediglich eine vor�bergehende Verschlimmerung. Der Gerichtsgutachter r�umt ein, dass eine pr�zise Aussage dar�ber nicht m�glich sei, ob der Status quo sine - gesundheitlicher Zustand, wie er sich ohne Unfall dargestellt h�tte - nach einem oder zwei Jahren erreicht gewesen w�re. Indem der Unfall laut gutachterlicher Beurteilung f�r ein bis maximal zwei Jahre (teil-)kausal f�r die H�ftgelenkssch�digung war, h�lt der auf Ende 1999, d.h. nach etwas mehr als 14 Monaten nach dem Unfallereignis, verf�gte und im ersten Prozess durch das Eidgen�ssische Versicherungsgericht best�tigte Fallabschluss aus somatischer Sicht unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten stand.
2.3.4 Gest�tzt auf die Vorbringen der Gesuchstellerin, welche eine initiale psychische Fehlentwicklung selber mit Grund in Abrede stellt, und in Anbetracht der medizinischen Akten mangelt es an Anhaltspunkten daf�r, dass in der Zeit bis Ende 1999 ein krankheitswertiges psychisches Leiden eintrat, welches �ber das Datum des nach wie vor rechtsbest�ndigen Fallabschlusses hinweg andauerte. Sofern auf der Grundlage der �ber Ende 1999 hinaus fortdauernden (Schmerz-)Symptomatik (an deren Unfallkausalit�t es nach dem Gesagten fehlt) des bis Sommer 2004 zumindest im Kern nicht richtig erkannten H�ftleidens eine psychische Beeintr�chtigung mit Krankheitswert aufgetreten sein sollte, fiele eine Leistungspflicht des Unfallversicherers mangels nat�rlicher Kausalit�t des Ereignisses vom 16. Oktober 1998 daf�r ausser Betracht. Es besteht daher kein Anlass, hinsichtlich des Vorliegens einer psychischen Gesundheitssch�digung, welche von der Gesuchstellerin als "Arbeitshypothese" angef�hrt wird, Beweisvorkehren zu treffen.
Die SUVA hat insofern mit Anlass zum Revisionsverfahren gegeben, als sie die H�ftgelenkssch�digung nicht durch eine umfassende Abkl�rung im Rahmen des Administrativverfahrens erkannt hat. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten h�lftig zu verteilen und die Parteikosten wettzuschlagen (Art. 156 Abs. 3 und 159 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 135 OG), wobei ein Anspruch der SUVA auf Parteientsch�digung von vornherein ausser Betracht f�llt (Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG; BGE 126 V 150 Erw. 4a mit Hinweisen).
Die Gerichtskosten von Fr. 7333.20 werden den Parteien je zur H�lfte auferlegt, hinsichtlich des auf die Gesuchstellerin entfallenden Anteils Fr. 3666.60 unter Anrechnung des von ihr geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 3000.-.