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Timestamp: 2017-04-29 19:39:15
Document Index: 391734156

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 655', '§ 656', '§ 769', '§ 80', '§ 81', '§ 1612', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 20', 'Art. 100', 'Art. 84', 'Art. 76', 'Art. 80', 'Art. 80', 'Art. 68', 'Art. 63', 'Art. 67', 'Art. 68', 'Art. 68', 'Art. 68', 'Art. 63', 'Art. 67', 'Art. 68']

BVERFG - 21.09.2005, 1 BvL 14/01 - JuraForum.de
BVERFG – Aktenzeichen: 1 BvL 14/01Beschluss vom 21.09.2005
Rechtsgebiete:UTAG, ZPO, BVerfGG, BGB, GGVorschriften:§ 2 UTAG, § 655 ZPO, § 656 ZPO, § 769 Abs. 1 ZPO, § 80 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG, § 81 a BVerfGG, § 1612 b Abs. 5 BGB, § GG Art. 2 Abs. 1, § GG Art. 3 Abs. 1, § GG Art. 20, § GG Art. 100 Abs. 1Verfahrensgang:OLG Stuttgart 16 WF 478/01 vom 22.11.2001
OLG Stuttgart 16 WF 492/01 vom 22.11.2001
OLG Stuttgart 16 WF 340/01 vom 04.12.2001
OLG Stuttgart 16 WF 374/01 vom 04.12.2001
OLG Stuttgart 16 WF 231/01 vom 04.12.2001
OLG Stuttgart 16 WF 299/01 vom 12.12.2001
OLG Stuttgart 16 WF 433/01 vom 12.12.2001
OLG Stuttgart 16 WF 395/01 vom 03.01.2002
OLG Stuttgart 16 WF 412/01 vom 11.12.2001
OLG Stuttgart 16 WF 440/01 vom 21.12.2001
OLG Stuttgart 16 WF 491/01 vom 21.12.2001
OLG Stuttgart 16 WF 4/02 vom 22.03.2002
OLG Stuttgart 16 WF 137/02 vom 30.12.2002Jetzt Volltext der Entscheidung kostenlos ansehenBitte ergänzen Sie die folgende Sicherheitsfrage:64 - Vie_ r = Weitere Entscheidungen vom BVERFGBVERFG – Beschluss, 2 BvF 2/03 vom 13.09.20051. Verfahrensbestimmungen lösen die Zustimmungsbedürftigkeit nach Art. 84 Abs. 1 GG nicht aus, wenn sie keinen neuen Einbruch in die Verwaltungszuständigkeit der Länder darstellen.
2. Ändert das Parlament bestehende Rechtsverordnungen oder fügt in diese neue Regelungen ein, so ist das dadurch entstandene Normgebilde aus Gründen der Normenklarheit insgesamt als Rechtsverordnung zu qualifizieren.
3. Bei der Änderung von Verordnungsrecht ist der Gesetzgeber an das Verfahren nach Art. 76 ff. GG und an die Grenzen der Ermächtigungsgrundlage (Art. 80 Abs. 1 Satz 2 GG) gebunden. Die Zustimmungsbedürftigkeit richtet sich nicht nach Art. 80 Abs. 2 GG.BVERFG – Urteil, 2 BvE 4/05 vom 25.08.20051. Die auf Auflösung des Bundestages gerichtete Vertrauensfrage ist nur dann verfassungsgemäß, wenn sie nicht nur den formellen Anforderungen, sondern auch dem Zweck des Art. 68 GG entspricht. Das Grundgesetz erstrebt mit Art. 63, Art. 67 und Art. 68 eine handlungsfähige Regierung.
2. Die auflösungsgerichtete Vertrauensfrage ist nur dann gerechtfertigt, wenn die Handlungsfähigkeit einer parlamentarisch verankerten Bundesregierung verloren gegangen ist. Handlungsfähigkeit bedeutet, dass der Bundeskanzler mit politischem Gestaltungswillen die Richtung der Politik bestimmt und hierfür auch eine Mehrheit der Abgeordneten hinter sich weiß.
3. Von Verfassungs wegen ist der Bundeskanzler in einer Situation der zweifelhaften Mehrheit im Bundestag weder zum Rücktritt verpflichtet noch zu Maßnahmen, mit denen der politische Dissens in der die Regierung tragenden Mehrheit im Parlament offenbar würde.
4. Das Bundesverfassungsgericht prüft die zweckgerechte Anwendung des Art. 68 GG nur in dem von der Verfassung vorgesehenen eingeschränkten Umfang.
c) Drei Verfassungsorgane - der Bundeskanzler, der Deutsche Bundestag und der Bundespräsident - haben es jeweils in der Hand, die Auflösung nach ihrer freien politischen Einschätzung zu verhindern. Dies trägt dazu bei, die Verlässlichkeit der Annahme zu sichern, die Bundesregierung habe ihre parlamentarische Handlungsfähigkeit verloren.BVERFG – Urteil, 2 BvE 7/05 vom 25.08.20051. Die auf Auflösung des Bundestages gerichtete Vertrauensfrage ist nur dann verfassungsgemäß, wenn sie nicht nur den formellen Anforderungen, sondern auch dem Zweck des Art. 68 GG entspricht. Das Grundgesetz erstrebt mit Art. 63, Art. 67 und Art. 68 eine handlungsfähige Regierung.
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