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Timestamp: 2019-12-12 11:51:09
Document Index: 98227771

Matched Legal Cases: ['§8', '§8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8']

Grundbezüge des Lohnsteuerrechts
14.09.2015 12:22:53
Hallo ich bräuchte mal eure Hilfe
Ich muss eine Aufgabe lösen und bin mir etwas unsicher ob ich da richtige liege
Aufgabe: A, wohnhaft in Mainz, ist AN in einem Kaufhaus in Frankfurt. wegen besonders guter Leistungen erhält sie von ihrem AG eine Blumenvase geschenkt. Der AG hat die Vase für 50 € eingekauft und wollte sie für 80 € im Kaufhaus verkaufen. In Mainz hätte die Vase nur 75 € gekostet. A hat bisher noch keine verbilligten oder geschenkten Waren von dem AG erhalten.
Ist die Blumenvase zu versteuern und wenn ja mit welchem Wert?
Meine evlt. Antwort: Ich würde sagen, das ist eine Sachzuwendung und muss in voller Höhe von 75 € versteuert werden, da schon der WErt dere Vase (50€) schon den Wert von 44 € übersteigt. A müsste den Betrag von 75 € aufwenden, wenn sie die Vase kaufen würde.
Liege ich da richtig kann mir da vielleicht jemand helfen das wäre echt lieb von euch
14.09.2015 13:04:04
ich machs mir mal einfach und weil ich es wohl selbst kaum besser schreiben könnte, lies dir mal das durch:
Wichtig ist hier der Unterschied von §8 (2) und §8 (3), das du den erkennst.
Für die Bewertung der Sachbezüge ist weiterhin danach zu unterscheiden, ob der ArbN Waren und/oder Dienstleistungen erhält, die üblicherweise vom ArbG auch für fremde Dritte (Kunden) hergestellt, vertrieben oder erbracht werden. Werden diese Waren oder Dienstleistungen auch den ArbN überlassen, richtet sich die Bewertung der Sachbezüge nach § 8 Abs. 3 EStG, ansonsten nach § 8 Abs. 2 EStG. Diese Unterscheidung ist deshalb wichtig, weil nach der Bewertung nach § 8 Abs. 3 EStG ein Rabattfreibetrag i.H.v. jährlich 1 080 € in Anspruch genommen werden kann. Bei der Bewertung nach § 8 Abs. 2 EStG wird der geldwerte Vorteil nur dann als Arbeitslohn berücksichtigt, wenn der Vorteil pro Monat insgesamt die Freigrenze von 44 € übersteigt.
Nach der Entscheidung des BFH vom 5.9.2006 (VI R 41/02, BStBl II 2007, 309) ist die Bewertungsvorschrift des § 8 Abs. 2 EStG die Grundnorm und § 8 Abs. 3 EStG eine Spezialvorschrift. Der ArbN kann danach die für ihn günstigste Bewertungsmethode auswählen. Der Nichtanwendungserlass des BFH-Urteils vom 5.9.2006 (VI R 41/02, BStBl II 2007, 309) im BMF-Schreiben vom 28.3.2007 (BStBl I 2007, 464) wird durch das BMF-Schreiben vom 16.5.2013 (BStBl I 2013, 729) aufgehoben. Die Grundsätze der BFH-Rspr. zur Bewertung der Sachbezüge sind entsprechend den Regelungen des BMF-Schreibens vom 16.5.2013 (BStBl I 2013, 729) anzuwenden (s.u.).
Quelle von dieser Seite
https://www.smartsteuer.de/portal/lexikon/S/Sachbezuege.html
Bearbeitet: sroko - 14.09.2015 13:04:27
Haufe Akademie GmbH & Co. KG, Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer, Frankfurt a. M., 09.01.2020 1 Tag