Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20ZR%2063/93
Timestamp: 2020-02-23 21:40:20
Document Index: 247903675

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 182', '§ 177', '§ 313', '§ 138', '§ 177', '§ 182', '§ 313', 'BGH', '§ 182', 'BGH', 'BGH', '§ 167', '§ 167', '§ 182', 'BGH', '§ 138', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 14', '§ 182', 'BGH', '§ 29', '§ 17', 'BGH', 'BGH', '§ 14', '§ 17', '§ 128', 'BGH', '§ 313', 'BGH']

BGH, 25.02.1994 - V ZR 63/93 () - dejure.org
BGH, 25.02.1994 - V ZR 63/93 ()
https://dejure.org/1994,150
BGH, 25.02.1994 - V ZR 63/93 () (https://dejure.org/1994,150)
BGH, Entscheidung vom 25.02.1994 - V ZR 63/93 () (https://dejure.org/1994,150)
BGH, Entscheidung vom 25. Februar 1994 - V ZR 63/93 () (https://dejure.org/1994,150)
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BGB § 182 Abs. 2, § 177 Abs. 1, § 313 S. 1, § 138
Genehmigung von Vertreterhandeln bei Grundstückserwerb formlos möglich
Formlose Genehmigung eines Grundstückskaufvertrages und Sittenwidrigkeit eines Time-Sharing-Modells
Eigentumswohnung - Anteilsverkauf - Time-Sharing - Sittenwidrigkeit - Vertreter ohne Vertretungsmacht - Grundstückskaufvertrag - Genehmigung
Nichtigkeit des Verkaufs eines Anteils an einer Eigentumswohnung im Time-Sharing-Modell bei siebenfachem Preis gegenüber normalem Wohnungskauf
§§ 177 I, 182 II, 313 S. 1 BGB
Formlose Genehmigung eines Grundstückskaufvertrages
Zur Form der Genehmigung eines Grundstückskaufvertrages
BGB §§ 182, 177, 313, 138
Formlose Genehmigung eines vollmachtslos abgeschlossenen Grundstückskaufvertrags
Kaufvertragsrecht; Formfreiheit der Genehmigung eines Grundstückskaufvertrages (Time-sharing-Modell)
Sittenwidrigkeit überteuerter Ferienwohnrechte (IBR 1994, 304)
JR 1995, 200
Diese Vorschrift gilt nach der ständigen Rechtsprechung des Senats auch für die Genehmigung eines gemäß § 313 Satz 1 BGB a.F. formbedürftigen Rechtsgeschäfts (Senat, BGHZ 125, 218).
Im übrigen erstreckt sich die Beurkundungspflicht des Vertretergeschäfts nicht auf die Genehmigung vollmachtlosen Handelns durch den Vertretenen (§ 182 Abs. 2 BGB; klarstellend: BGHZ 125, 218, 220 ff.); die Genehmigung kann daher - anders als dies das Berufungsgericht offenbar annehmen will - dem Abschluß des beurkundungsbedürftigen Rechtsgeschäftes nicht gleichgestellt werden.
Ist dieser redlich, so darf er - mangels gegenteiliger Anhaltspunkte - davon ausgehen, daß die Genehmigung das mit dem Vertreter tatsächlich Vereinbarte erfaßt, weil der Genehmigende den (tatsächlichen) Vertragsinhalt kennt oder zumindest kennen kann (vgl. auch BGHZ 125, 218, 225 zur Begründung, warum die Genehmigung anders als eine Vollmacht nicht genehmigungsbedürftig ist).
Demgegenüber wird im Schrifttum zu § 167 BGB teilweise eine generelle Erstreckung aller Formvorschriften mit Warnfunktion auf die Erteilung der Vollmacht befürwortet, insbesondere in Anwendung der Grundsätze der teleologischen Reduktion (…vgl. Staudinger/Schilken [1995] § 167 Rdn. 20 m.w.N.); gleiches wird für die Vorschrift des § 182 Abs. 2 BGB vertreten (Nachweise bei BGHZ 125, 218, 221 f.).
b) Die Frage, ob der Vertrag gemäß § 138 BGB sittenwidrig ist (vgl. insoweit zu einem dinglichen Teilzeitnutzungsrecht BGHZ 125, 218, 226 ff), hat das Berufungsgericht ausdrücklich offengelassen.
Dafür, daß das Rechtsgeschäft seinem Gesamtcharakter nach gegen die guten Sitten verstieße (vgl. BGHZ 125, 218, 228), fehlt jeder Anhaltspunkt.
Die vorgenannten Aufklärungs- und Belehrungspflichten beschränken sich allerdings, wenn allein die Annahme eines vorgegebenen Vertragsangebots beurkundet werden soll, grundsätzlich auf die rechtliche Bedeutung der Annahme; der Inhalt des Vertragsangebotes gehört nicht zur rechtlichen Tragweite dieses Urkundsgeschäfts (vgl. BGHZ 125, 218, 223 f; BGH, Urteil vom 24. Juni 1993 - IX ZR 216/92 - NJW 1993, 2747, 2750;… Sandkühler in Arndt/Lerch/Sandkühler, BNotO 5. Aufl. 2003 § 14 Rn. 141;… Ganter in Zugehör/Ganter/Hertel, Handbuch der Notarhaftung 2004 Rn. 979, 1462).
Die Genehmigungen, die nicht der notariellen Beurkundung bedürfen (§ 182 Abs. 2 BGB; BGH NJW 1994, 1344), sind jeweils öffentlich beglaubigt und damit in der für den Nachweis gegenüber dem Grundbuchamt notwendigen Form (§ 29 Abs. 1 S. 1 GBO) erteilt worden.
Der Umfang der geschuldeten Belehrung gemäß § 17 Abs. 1 BeurkG ist auf die rechtlichen Auswirkungen der Annahmeerklärung und damit abstrakt auf die Gefahren beschränkt, die mit jedem Kaufvertrag verbunden sind (vgl. BGH, Urteile vom 25. Februar 1994 - V ZR 63/93, BGHZ 125, 218, 224; vom 24. Juni 1993 - IX ZR 216/92, NJW 1993, 2747, 2750;… ebenso Sandkühler in Arndt/Lerch/Sandkühler, BNotO, 6. Aufl., § 14 Rn. 157;… Frenz in Eylmann/Vaasen, BNotO BeurkG, 3. Aufl., § 17 BeurkG Rn. 37;… Staudinger/Hertel, BGB, Bearbeitung 2004, § 128 Rn. 33;… Ganter in Ganter/Hertel/Wöstmann, Handbuch der Notarhaftung, 2. Aufl., Rn. 988;… Haug/Zimmermann, Die Amtshaftung des Notars, 3. Aufl., Rn. 512).
Der Entscheidung über die Formbedürftigkeit bestimmter Erklärungen kommt jedoch nicht unerhebliche rechtspolitische Bedeutung zu; sie ist daher grundsätzlich dem Gesetzgeber vorbehalten (vgl. BGHZ 125, 218, 223).
Hinzukommt, daß der materiell-rechtliche Schutz des § 313 Satz 1 BGB vom Gesetzgeber auch an anderen Stellen nur unvollständig ausgestaltet worden ist (vgl. im einzelnen: BGHZ 125, 218, 223/224).
Belehrungspflichten des Notars bei Genehmigung eines vollmachtlos geschlossenen …
OLG Jena, 12.04.1995 - 4 U 801/94
Kaufvertrag über Dauerwohnrecht
LG Berlin, 09.11.1994 - 22 O 319/94