Source: https://issuu.com/visionaire/docs/bna_gb_2010
Timestamp: 2017-08-22 23:16:00
Document Index: 270505174

Matched Legal Cases: ['§ 243', '§ 273', '§ 150', '§ 273', '§ 281', '§ 273', '§ 281', '§ 267', '§ 6', '§ 317']

BNA Geschäftsbericht 2010 by VISIONAUTEN - issuu
MIT ENERGIE IN DIE ZUKUNFT GESCHÄFTSBERICHT 2010
BNA 2010 / Auf einen Blick
KENNZAHLEN DER BN AUTOMATION AG 2010 6)
2009 6)
2008 6)
Tsd. €
12.752,5
1.379,2
Cash-Flow nach DVFA/SG
4.415,2
2010 6)
Eigenkapitalrendite vor Steuern 3) Eigenkapitalrendite nach Steuern
KENNZAHLEN ZUR AKTIE Anzahl Aktien
717,7 5)
6,73 5)
1) Umsatz zzgl./abzgl. Bestandsveränderung teilfertiger Arbeiten 2) EBIT/Gesamtleistung 3) Ergebnis vor Ertragssteuern/durchschnittliches Eigenkapital 4) Gewinn/durchschnittliches Eigenkapital 5) Vorschlag an die Hauptversammlung 6) Geschäftsjahr vom 01.10. bis 30.09.
BNA 2010 / Inhalt
Highlights BNA 2010
08	EMS Energie- und Medien­versorgung Schwarza GmbH: Industriepark Schwarza 09	Krewel Meuselbach GmbH: Anlage zur Herstellung von flüssigen Arzneimitteln 10	WVER Wasserverband Eifel-Rur: Kläranlage Düren 11	Bocholter Energie- und Wasser­versorgung GmbH: Wasserwerk Liedern 12	Glasindustrie: Wärmetauscher­prozess 13	OTWA Ostthüringer Wasser und Abwasser GmbH: Badewelt Waikiki 14	E.ON Thüringer Energie AG: Wasserkraftwerk Spichra 15	Wasserwirtschaftsamt Regensburg: Hochwasser­rückhaltebecken Drachensee 16	BN Automation AG: 20 Jahre BNA 17	BN Automation AG: Gesundheit liegt uns am Herzen
Aktie und Aktionäre
24	Geschäftsverlauf 28	Lage 30	Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung 32	Ausblick
38	Bilanz 40	Gewinn- und Verlustrechnung 41	Anhang 43	Anlagengitter (Tafel) 45	Wiedergabe des Bestätigungsvermerkes des Abschlussprüfers
BNA 2010 / Brief an die Aktionäre
BRIEF AN DIE AKTIONÄRE Sehr geehrte Aktionäre, im Geschäftsjahr 2010 war die BN Automation AG von den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise spürbar betroffen. Statt eines geplanten Umsatzwachstums von 17 % nahm der Umsatz nur um 1 % zu und die Gesamtleistung blieb um 15 % hinter dem im Vorjahr erreichten Wert zurück. Erfreulich ist, dass wir trotzdem ein über unserer Planung liegendes Ergebnis erzielten. Der Gewinn je Aktie beträgt 8,98 € und liegt damit im Durchschnitt der drei vorherigen Geschäftsjahre. Bei Anlagenbauern wie BNA wirken sich konjunkturelle Einschnitte zeitverzögert auf das Ergebnis aus. Während wir im Vorjahr trotz zurückgehender Nachfrage noch vom guten Auftragsbestand zehren konnten, bekamen wir im Geschäftsjahr 2010 die Folgen der Krise deutlich zu spüren. Die nachhaltig schlechte Auslastung vieler Anbieter hatte einen Preiswettbewerb zur Folge, der die Erlangung auskömmlicher Aufträge besonders im ersten Halbjahr merklich erschwerte. Verschärft wurde die Situation durch den strengen und lang anhaltenden Winter, der die Tätigkeit auf vielen Baustellen praktisch zum Erliegen brachte. Als Folge sank unsere Auslastung und mit ihr das Produktionsergebnis. Mit steigenden Auftragseingängen im zweiten Halbjahr verbesserte sich die Situation zwar, jedoch reichte die Zeit bis zum Geschäftsjahresende nicht aus, um die Ausfälle des Frühjahrs aufzuholen. Ungeachtet der schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, ist unser Ergebnis besser als die Planung prognostizierte. Ein Gewinn von 958 Tsd. € ist der dritthöchste Wert der Unternehmensgeschichte. Der Cash-Flow markiert mit 1.288 Tsd. € einen Bestwert und das Eigenkapital übersteigt jetzt 5 Mio. €. BNA beendete auch dieses Geschäftsjahr wirtschaftlich gestärkt. Was waren die Highlights? Den wichtigsten Ergebnisbeitrag lieferte zweifelsohne die erfolgreiche Fertigstellung mehrerer Großprojekte. Besonders freuen wir uns über den gelungenen Abschluss der Kläranlage Ramnicu Valcea in Rumänien, unserem bislang größten fertiggestellten Auslandsprojekt. Mit der Abwasserreinigungsanlage für die Papierfabrik Schoellershammer in Düren konnten wir unserer Referenzliste eine weitere große Anlage zur Reinigung industrieller Abwässer hinzufügen. Und die Fertigstellung der Faulung für die kommunale Kläranlage in Düren schlug allein mit einem Umsatz von 1,7 Mio. € zu Buche. Diese Anlage mit einer Leistung von 1.875 kW erzeugt „grünen“ Strom und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Energiebilanz des Klärwerks. Energie stand auch im Mittelpunkt eines anderen wichtigen Projektes des Geschäftsjahres 2010. Die Energie- und Medienversorgung Schwarza, eine Tochter der E.ON, betreibt im Industriepark Schwarza ein Kraftwerk mit 27 MW elektrischer Leistung und einer Dampfleistung von 200 T/h. Für dieses Kraftwerk lieferte BNA einen hochverfügbaren Kraftwerksleitstand auf Basis des Prozessleitsystems PCS7. Energieoptimierung bis hin zur vollständigen Rückgewinnung der Energie war das Ziel mehrerer anderer Projekte. In der Waikiki-Badewelt in Zeulenroda z. B. wird jetzt der energieintensive Prozess der Wasseraufbereitung und -umwälzung in Abhängigkeit von der aktuellen Besucherzahl gesteuert. Andere Projekte beschäftigten sich
mit der Rückgewinnung von Energie aus thermischen Herstellungsprozessen oder dem Energiemonitoring. Unter dem Motto „BNA sagt Danke“ gestalteten wir im Juni einen weiteren Höhepunkt des Geschäftsjahres. Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von BNA kamen 140 Gäste nach Ilmenau, um mit uns zu feiern und gemeinsam einen Blick in die Zukunft zu wagen. In spannenden Vorträgen zu den Themenkreisen Wasserwirtschaft, Talsperren, Bioenergie und Automatisierung gaben vier unserer Gäste einen Ausblick auf die Perspektiven und die zukünftigen Herausforderungen unserer Branchen. Trotz der gerade im ersten Halbjahr angespannten Wettbewerbssituation, konnten wir mit interessanten Aufträgen die Basis für die Arbeit im kommenden Wirtschaftsjahr legen. So erhielten wir in unseren klassischen Branchen Wasser und Abwasser mit den Wasserwerken Borken und Bocholt Aufträge zur Umstellung der Steuerungs- und Leittechnik von Großwasserwerken im laufenden Betrieb. Viele Aufträge generierten wir auch in unserem regionalen Umfeld, darunter auch länger laufende Großaufträge wie die Elektro- und MSR-Technik des Komplexbauwerks Dörtendorf der Thüringer Fernwasserversorgung. Neuland betritt BNA mit einem Auftrag des Pharmaunternehmens Krewel in Meuselbach. Hier errichten wir erstmals eine GMP-qualifizierte Anlage für die Pharmaindustrie, technisch und managementseitig eine große Herausforderung. Auch im Auftragseingang spielte das Thema Energie eine wichtige Rolle. Mit der Elektro- und Steuerungstechnik für die Biogasanlage Breisgau erhielt BNA den ersten Auftrag für eine Anlage, die nachwachsende Rohstoffe, Gülle und Substrate vergärt, das entstehende Gas aufbereitet und in das Erdgasnetz einspeist. Damit steht die regenerative Energie jedem Nutzer genau dort zur Verfügung, wo er sie am besten verwerten kann. E.ON erteilte BNA den Auftrag zur Rekonstruktion des Steuerungssystems für das Wasserkraftwerk Spichra und auf dem Klärwerk Gera erhielt BNA den Auftrag, 2 BHKW mit einer Leistung von 1 MW in das vorhandene Steuerungssystem zu integrieren. 2011 steht BNA vor zwei Herausforderungen: Die nun auch im Anlagenbau spürbare Erholung des Marktes wollen wir nutzen, um mit der Akquisition von Großprojekten die Basis für neues Wachstum zu legen. Die damit verbundenen Vorlaufkosten werden unser Ergebnis zunächst belasten, doch werden wir die Früchte in der Zukunft ernten können. Die zweite Herausforderung liegt in der weiteren Entwicklung unserer Geschäftsfelder. Wasser und Abwasser, kommunal oder in der Industrie, bleiben dabei unsere Hauptthemen. Zukünftig wollen wir unsere vielfältigen Kompetenzen in der Erzeugung und Verteilung von Wärme, Biogas und Strom in einem Geschäftsfeld Energie bündeln und damit ein zweites globales Zukunftsthema in den Mittelpunkt unserer Entwicklung stellen. Diesen Zielen werden wir uns in den kommenden Jahren mit Energie widmen, im Interesse unserer Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter.
Dr. Frank Bonitz Vorstandsvorsitzender
BNA 2010 HIGHLIGHTS UNSERES GESCHÄFTSJAHRES
BNA 2010 / Highlights
XKJL
EMS Energie- und Medienversorgung Schwarza GmbH:
Inmitten des Städteverbunds Bad Blankenburg-Rudolstadt-Saalfeld betreibt die Energie- und
MW elektrischer Leistung und einer Dampfleistung von ca. 200 Tonnen versorgt EMS die gro-
Medienversorgung Schwarza GmbH (EMS), eine Tochter der E.ON Thüringer Energie AG, eine moderne Kraftwerksanlage. Aus einem effizienten und umweltfreundlichen GuD-Prozess mit 27 ßen Industrieabnehmer des Industrieparks und eine Vielzahl von Gewerbebetrieben mit Strom, Wärme, Dampf, Prozesswasser, Druckluft, Stickstoff und Kälte. Daneben beliefert EMS Teile der Städte Rudolstadt und Bad Blankenburg mit Fernwärme. Nachdem BNA im Jahr 2008 bereits die Prozessleittechnik für die Bereiche Kälte und Druckluft errichtet hatte, erteilte EMS BNA den Auftrag zur Lieferung der Prozessleittechnik des Kraftwerks. Das vorhandene Prozessleitsystem ABB Contronic P war in die Jahre gekommen und sollte durch ein modernes, sicherheitsgerichtetes Prozessleitsystem ersetzt werden. BNA entwickelte ein Konzept zur Migration des Kraftwerksleitstandes auf Basis des Prozessleitsystems SIEMENS PCS7. Das Konzept beinhaltet einen redundant ausgeführten Kraftwerksleitstand mit unterlagerten, hochverfügbaren Automatisierungsstationen und sicherheitsgerichteter Steuerung. Die anfallenden Prozessdaten werden mittels des von BNA entwickelten Technischen Informations- und Bediensystems TIBS archiviert, protokolliert und ausgewertet. Ohne Unterbrechung der Versorgung der Kunden mit Dampf, Wärme und Medien wurde die alte Prozessleittechnik ausgewechselt und auf das neue System umgestellt. So war zu jeder Zeit die störungsfreie und sichere Energieversorgung aller Kunden gewährleistet.
Krewel Meuselbach GmbH:
Arzneimittel helfen heilen. Sie lindern Beschwerden, verbessern die Lebensqualität kranker
ANLAGE ZUR HERSTELLUNG vON FLÜSSIGEN ARZNEIMITTELN
begann bereits im 18. Jahrhundert. 1745 erstmals urkundlich erwähnt, gehört die in Gehren an-
Menschen und können Leben retten. Die Geschichte der Arzneimittelherstellung in Thüringen gesiedelte damalige Meuselbach Pharma zu den ältesten deutschen Pharmaunternehmen. Heute betreibt die Krewel Meuselbach GmbH in ihrem Werk in Gehren eine moderne Anlage zur Herstellung von flüssigen Arzneimitteln. Die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens basiert auf dem hohen Qualitätsniveau der Präparate sowie ihrer sicheren und effizienten Produktion. BNA erhielt den Auftrag zur Erneuerung der SPS- und Prozessleittechnik der Liquida Produktionsanlage. Neben der GMP-konformen Umsetzung bestand die besondere Herausforderung in der Beibehaltung des „Look And Feel“ der alten Anlage. Rezeptverwaltung, Prozessbedienung und die halbautomatische Steuerung der Batch-Prozesse sollten in enger Anlehnung an die bewährte Altanlage realisiert werden. BNA ergänzte dazu die Funktionalitäten des Prozessleitsystems SIEMENS WinCC durch eine umfangreiche Script-Programmierung, die neben dem gewohnten „Look And Feel“ die detaillierte Protokollierung der Produktionschargen und den Austausch von Produktionsdaten mit dem MES-System gewährleistet. Die neue Produktionssteuerung verbindet das erprobte Produktions-Know-how der Krewel Meuselbach GmbH mit moderner Prozessleittechnik. Die Anlage arbeitet zuverlässig und konnte problemlos GMP-konform qualifiziert werden.
FLEISSIGE LEBEWESEN ENTLASTEN DIE UMWELT
WVER Wasserverband Eifel-Rur:
Im Kampf gegen den Klimawandel gibt es ein bewährtes Mittel: Energie sparen. Die Abwasser-
Stromverbrauch bei. In den Städten und Gemeinden aber sind sie mit ca. 20 % Anteil am kom-
behandlungsanlagen in Deutschland steuern zwar „nur“ knapp ein Prozent zum bundesweiten munalen Stromverbrauch eindeutig der größte Energieverbraucher. Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) in Nordrhein-Westfalen betreibt 47 Kläranlagen. In der Kläranlage Merken-Düren werden zu einem Drittel kommunale und zu zwei Dritteln industrielle Abwässer gereinigt. Mit einem Abwasseranfall von 24 Millionen Kubikmetern im Jahr bzw. 310.000 EW gehört das Klärwerk Merken-Düren zu den großen Anlagen des Verbandes. Um den anfallenden Klärschlamm energieeffizient zu entsorgen, errichtete der WVER eine Anlage zur anaeroben Behandlung von Klärschlamm. In den drei neuen Faulbehältern mit je 6.000 m³ Volumen fault der Klärschlamm mit Hilfe von Bakterien aus. Das dabei erzeugte Methangas wird in Blockheizkraftwerken verbrannt und in elektrische Energie umgewandelt. Das Ergebnis: halb soviel Klärschlamm, und die erzeugte Energie deckt 75% des gesamten Energiebedarfs der Kläranlage. BNA errichtete im Auftrag des Wasserverbandes Eifel-Rur die komplette EMSR-Technik für die Faulungsanlage. Eine besondere Herausforderung war die Umsetzung der anspruchsvollen technologischen Funktionalität bei laufendem Anlagenbetrieb. BNA konnte auf Grund ihrer Erfahrungen bei der Realisierung derartiger Großprojekte mit einer reibungslosen Umsetzung überzeugen.
EINE KLARE ANGELEGENHEIT Dinxperlo
Suderwick DEA Barlo
13 m3/h DEA Suderwick
4060 m3
3915 m3
DEA Vardinholter Str.
547 m /h 3
WG Liedern
473 m3/h WW Liedern
5,16 m 2148 m3
Schüttsteiner Wald
90 m3/h 0 m3/h
WG Mussum WW Mussum
Bocholter Energie- und Wasser versorgung GmbH:
Im westlichen Münsterland in Nordrhein-Westfalen liegt die Stadt Bocholt. Die Bevölkerung der
WASSERWERK LIEDERN
gung GmbH (BEW), einer Konzerngesellschaft der Stadtwerke Bocholt, mit Energie und Trink-
Stadt und die ansässigen Unternehmen werden von der Bocholter Energie- und Wasserversorwasser versorgt. Das aus drei Wassergewinnungsanlagen mit insgesamt 24 Brunnen geförderte Grundwasser wird in den Wasserwerken Mussum und Liedern zu Trinkwasser aufbereitet. Das Wasserwerk Liedern trägt dabei mit 72% des gesamten Trinkwassers den größten Anteil. BNA erhielt von der BEW den Auftrag zur Migration der Prozessleittechnik im Wasserwerk Liedern. Das vorhandene Prozessleitsystem war in die Jahre gekommen und sollte ohne Unterbrechung der Trinkwasserversorgung auf ein modernes Prozessleitsystem SIMATIC PCS7 in der Version 7.1 umgestellt werden. Ziel des Vorhabens waren die langfristige Sicherung der Anlagenverfügbarkeit und die Erweiterung der prozessleittechnischen Funktionalität. Gemeinsam mit der BEW und dem Ingenieurbüro H2U arbeitete BNA ein detailliertes technisches und terminliches Migrationskonzept aus. So konnte während des gesamten Umbaus die Anlagenverfügbarkeit aufrechterhalten und die Terminkette eingehalten werden. Maßgeblich für diesen Erfolg waren die konsequente Umsetzung aller Hinweise des Systemherstellers SIEMENS zur Migration und die exakte Planung und Durchführung der projektspezifischen Migrationsschritte durch BNA mit ihrer Erfahrung als zertifizierter SIEMENS PCS7 Specialist.
INTELLIGENT GESPART
Hohe Energiekosten, steigender Wettbewerbsdruck und das Bewusstsein für mehr Klimaschutz
WÄRMETAUSCHERPROZESS
rücken Konzepte für energetisch optimierte Prozesse mehr und mehr in den Mittelpunkt des Interesses. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Anlagen zur Rückgewinnung von Produktionsenergie. Betreiber von Produktionsanlagen, die prozessbedingt einen hohen Energiebedarf haben, können mit der Technologie der Rückgewinnung enorme Einsparungen erzielen. Davon profitiert die Umwelt, und angesichts hoher Energiekosten amortisieren sich solche Investitionen meist schnell. Ein sehr energieintensives Produkt ist Glas. Glas enthält nach seiner Herstellung noch einen erheblichen Anteil der für die Produktion aufgewendeten Wärme. Wird diese Produktwärme über einen Wärmetauscher wieder dem Prozess zugeführt und z. B. für die Aufheizung von Wasser verwendet, kann dies für die folgenden Produktionsschritte deutliche Energieeinsparungen bedeuten. BNA erhielt von einem namhaften Unternehmen der Glasbranche den Auftrag zur Automatisierung einer Anlage für die Rückgewinnung der Produktwärme. Bei der Umsetzung der Lösung kamen BNA ihre Erfahrungen mit wärmetechnischen Prozessen und in der Glasindustrie zugute. Die Vorteile der Lösung sind überzeugend: Die Energieeinsparung beträgt bis zu 60%. Die Wärmerückgewinnung wird entsprechend des Bedarfs geregelt und läuft vollständig automatisch ab. Das gewährleistet zu jedem Zeitpunkt die optimale Ausnutzung der Produktwärme für die nachfolgenden Prozessschritte, ohne dass es dazu eines manuellen Eingriffs bedarf.
NICHT MEHR UNTER vOLLLAST
OTWA Ostthüringer Wasser und Abwasser GmbH:
Sommer wie Winter bieten Freizeitbäder Gelegenheit für Erholung, Spaß und Sport. In nahezu
stellt die Kommunen angesichts ständig steigender Energie- und Chemikalienkosten vor immer
allen größeren Städten warten Badeparadiese auf Besucher, die den Alltag für einige Stunden vergessen möchten. Der kostengünstige und umweltfreundliche Betrieb dieser Einrichtungen höhere Herausforderungen. Die Einsparung von Energie und Chemikalien durch Modernisierung und Energieeffizienzmaßnahmen sind deshalb auch hier das Gebot der Stunde. Die Badewelt Waikiki im thüringischen Zeulenroda wird seit 2009 durch die Ostthüringer Wasser und Abwasser GmbH (OTWA) betrieben. Mit der Übernahme der technischen Betriebsführung begann die OTWA die Anlagen zu modernisieren und insbesondere Maßnahmen zur Energieeffizienz und Kostensenkung umzusetzen. Bereits 2009 wurden die beiden BHKW modernisiert. 2010 sollte nun die Automatisierungstechnik der Wasseraufbereitungsanlage erneuert und durch eine intelligente Steuerung der nächste Schritt zur Kostensenkung vollzogen werden. BNA erhielt den Auftrag von der OTWA, die neue Schalt- und Steuerungstechnik für die Wasseraufbereitungsanlage zu liefern. Ein Leitsystem SIEMENS WinCC ermöglicht jetzt die Steuerung der Anlage in Abhängigkeit von der Besucherzahl. Während zuvor alle Systeme zu jeder Zeit unter Volllast liefen, regelt die neue Leittechnik den Energie-, Chemikalien- und Wasserbedarf nach der Anzahl der Badegäste. Dadurch können bis zu 20 % der Energie und Chemikalien eingespart werden.
AUS WASSER WIRD ENERGIE
E.ON Thüringer Energie AG:
Seit Jahrhunderten macht sich der Mensch die Kräfte der Natur zunutze. Wasserkraft, Wind- und
giequellen. Wasserkraft ist dabei die wichtigste erneuerbare Energie. Sie nimmt weltweit die
Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme sind praktisch unerschöpfliche, da erneuerbare Enerdritte Stelle in der Stromerzeugung nach Kohle und Öl bzw. Gas ein. Jeder Einsatz von Wasserkraft hilft die CO2-Emission zu reduzieren, spart Ressourcen und mindert somit die Gefahr einer globalen Klimaveränderung. Die E.ON Thüringer Energie AG nimmt ihre Klimaverantwortung bei der Energieerzeugung ernst. Bereits 19 % im Gesamtenergiemix der E.ON kommen aus erneuerbaren Energien. Die betriebseigenen Wasserkraftwerke in Falken und Spichra – vormals stillgelegt und durch die E.ON wieder in Betrieb genommen – sowie das neu errichtete Wasserkraftwerk in Mihla gewinnen jährlich rund elf Millionen Kilowattstunden Ökostrom aus der Werra bei Eisenach. E.ON überwacht die regionalen Erzeugungsanlagen mit einem zentralen Prozessleitsystem auf Basis SIEMENS WinCC im Heizkraftwerk in Bad Salzungen. Mit der Wiederinbetriebnahme des WKW Spichra und der Erneuerung der Automatisierungstechnik war auch die Anpassung des Leitsystems erforderlich. E.ON beauftrage BNA mit der Einbindung der Leittechnik des WKW Spichra in das zentrale Prozessleitsystem. BNA betreut seitdem diese Anlage, die stetig in ihrem Funktionsumfang erweitert wird. Die umfangreichen Erfahrungen im Bereich der Energieversorgung und die Fachkompetenz von BNA als zertifizierter SIEMENS Solution Partner waren entscheidend für die Auftragsvergabe.
ALLES IM ÜBERBLICK Froschgrundsee Goldbergsee TWT Mauthaus Ellertshäuser See
Förmitztalsperre Bayreuth liebensteinspeicher
IgelsbachRothsee see Altmühlsee Großer Brombachsee Kleiner Brombachsee
DrACHensee TWT Frauenau
regensburg Deggendorf
Passau Landshut
Meertseespeicher Augsburg
münchen Surspeicher salzburg
Rottachsee Grüntensee
Wasserwirtschaftsamt Regensburg:
Hochwasser ist ein Naturphänomen, das Menschen nicht verhindern können. Doch kann mit
HOCHWASSERRÜCKHALTEBECKEN DRACHENSEE
Erfahrungen zeigen, dass Hochwasserschutz nur in der Kombination von natürlichem Rückhalt,
modernem Hochwasserschutz vermieden werden, dass Hochwasser zur Katastrophe wird. Die technischem Hochwasserschutz und Hochwasservorsorge funktioniert. In Bayern gewährleisten 25 staatliche Talsperren und Wasserspeicher den Schutz vor Hochwasser. Der Drachensee im Tal des Chamb ist die zweitjüngste Talsperre Bayerns. Der rund 88 Hektar große Drachensee-Speicher macht die Stadt Furth im Wald hochwassersicherer, schafft wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen und bereichert den regionalen Tourismus. Das Wasserwirtschaftsamt Regensburg beauftragte BNA, die Technik für Steuerung, Überwachung, Visualisierung und Datenarchivierung am Drachensee zu errichten. Herzstück der technischen Lösung ist die von BNA entwickelte Systemsoftware Technisches Informations- und Bediensystem TIBS. Sie sammelt die Daten von Messstellen und Steuerungen unterschiedlicher Hersteller, übernimmt die Speicherung und Aufbereitung der Daten und stellt diese dem Betreiber zur Verfügung. Auf Knopfdruck können Grafiken, Reports und Statistiken erstellt werden. Damit werden Daten zu Informationen. Über die Hälfte der bayerischen Wasserspeicher stattete BNA in den letzten Jahren bereits mit ihrer Systemsoftware TIBS aus – eine ausgereifte, leistungsstarke und zugleich anpassungsfähige Softwarelösung.
BN Automation AG:
BNA wurde am 06. Juni 1990 gegründet. Seitdem sind 20 Jahre vergangen, in denen sich das
20 JAHRE BNA
Drei-Mann-Unternehmen zu einer wirtschaftlich starken und gut am deutschen und internationalen Markt positionierten Aktiengesellschaft entwickelte. BNA zählt heute mit 100 Mitarbeitern zu den führenden Ingenieurunternehmen in Thüringen. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen helfen wir unseren Kunden aus Ver- und Entsorgungswirtschaft, Energiewirtschaft und Industrie, Antworten auf die Herausforderungen ihrer Branchen zu finden. Ohne das Vertrauen und die Förderung unserer Kunden und Partner wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen. Unter dem Motto „BNA sagt Danke“ luden wir deshalb im Juni alle, die als Auftraggeber und Partner unseren Weg begleitet haben, nach Ilmenau ein, um mit uns zu feiern und gemeinsam einen Blick in die Zukunft zu wagen. Zusammen mit 140 Gästen aus Ver- und Entsorgungswirtschaft, Industrie und Ingenieurunternehmen verbrachten wir einen fröhlichen und interessanten Tag. In spannenden Vorträgen zu den Themenkreisen Wasserwirtschaft, Talsperren, Bioenergie und Automatisierung gaben vier Experten einen Ausblick auf die Perspektiven und die zukünftigen Herausforderungen unserer Branchen. Wir nutzten den Tag, um unseren Gästen bei Betriebsrundgängen die Gelegenheit zu einem Blick hinter die Kulissen zu geben, Gedanken auszutauschen oder einfach nur um „Danke“ zu sagen.
Kern der Wertschöpfung bei BNA ist Kopfarbeit. Sie ist die Basis unseres Erfolgs. Unsere 100
Mitarbeiter zu fördern und zu entwickeln ist Teil unserer Unternehmenskultur. Wir legen Wert auf jeden Einzelnen – seine Fähigkeiten, seine Potentiale und seine Wünsche. Die Balance zwischen der beruflichen Tätigkeit und dem privaten Umfeld ist dabei ein wichtiger Erfolgsfaktor. Sport sehen wir als aktiven Ausgleich und ideale Ergänzung zur täglichen Arbeit. Für die einen ist Sport vor allem der Spaß an der Bewegung, andere setzen sich Ziele und sehen im Sport eine Herausforderung. Manche genießen beim Sport die Besinnung auf sich selbst, andere stellen das Gemeinschaftserlebnis in den Vordergrund. Egal, was den Einzelnen bewegt, Sport zu treiben, körperliche Betätigung ist ein wichtiger Ausgleich für unsere überwiegend bewegungsarme und oft auch von Termindruck geprägte Tätigkeit. Sportliche Aktivitäten der Mitarbeiter haben deshalb im Firmenleben von BNA seit Jahren einen festen Platz. In diesem Geschäftsjahr waren es eine Moutainbiketour im Thüringer Wald und die gemeinschaftliche Teilnahme am DAK-Firmenlauf in Oberhof. Auch auf unseren Betriebsausflügen kommt gemeinsame sportliche Betätigung nicht zu kurz. Und eine Schlauchboottour auf der Werra ist nicht nur gut für den Kreislauf, sie macht auch Spaß und stärkt den Gemeinschaftssinn.
BNA 2010 / Aktie und Aktionäre
Aktie und Aktionäre AKTIONÄRSSTRUKTUR
Aktionäre BNA hat mehr als 80 Aktionäre. Fast die Hälfte von ihnen sind Mitarbeiter. Der
zum 10.01.2011
Aufbau einer starken Mitarbeiterbeteiligung war das Anliegen der Gründer, als sie im Jahr 2000 das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umwandelten. Sie wollten den Mitarbeitern auf diesem Weg die Möglichkeit geben, an der Wertsteigerung des Unternehmens zu partizipieren. Mitarbeiter haben seitdem jährlich Gelegenheit, aus dem Mitarbeiteraktienprogramm Aktien zu Vorzugskonditionen zu erwerben oder als Beteiligte von Optionsplänen ihren Aktienstock auszubauen. Heute befinden sich 9 % des Aktienkapitals in Händen der Mitarbeiter. Die BNA-Aktie ist frei übertragbar. Mitarbeiter nutzen regelmäßig die damit gegebene Möglichkeit, Aktien zu verkaufen und so die mit dem Wachstum des Unternehmens einhergehende Wertsteigerung zu realisieren. Auf diesem Weg entstand ein Kreis von Aktionären außerhalb des Unternehmens. Sie halten mittlerweile 6 % des Aktienkapitals. Diese Aktionäre sind eine große Be-
Mitarbeiter-Aktionäre 9 %
reicherung für BNA und sie tragen dazu bei, den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu erhöhen. In den Händen der Gründer liegen 85 % der Aktien. Alle Gründer arbeiten in verantwortlichen
Positionen im Unternehmen. Mit ihrem Engagement sind sie Garanten für Stabilität und eine an
A ktionäre	Gründer
langfristigen Zielen ausgerichtete Unternehmenspolitik. Aktie Das Stammkapital der BNA ist eingeteilt in 106.636 nennwertlose Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Namen des Aktionärs, d. h. es sind Namensaktien. Alle Aktionäre sind im Aktienregister des Unternehmens eingetragen. Der Vorstand kann die Eigentümer deshalb direkt anschreiben und zu den Hauptversammlungen einladen, ohne dass diese sich selbst im Bundesanzeiger über anstehende Termine informieren müssen. Die BNA-Aktie ist nicht verbrieft, d. h. es gibt keine Aktienurkunden. Aktionäre erhalten nach jedem Kauf oder Verkauf einen Auszug aus dem Aktienregister mit den sie betreffenden Angaben. Zusätzlich werden alle Aktionäre einmal jährlich vom Unternehmen angeschrieben und über den aktuellen Stand ihrer Beteiligung informiert. Finanzkommunikation Eine Aktie ist ein unternehmerisches Investment. Der Inhaber der Aktie partizipiert in vollem Umfang an Chancen und Risiken. Der Wert einer Aktie wird im Wesentlichen bestimmt durch die Höhe der Erträge, die das Unternehmen in der Zukunft erwirtschaften kann und seine Wachstumsperspektive. Um Aktionären und Interessenten diese Einschätzung zu ermöglichen, bekennt sich der Vorstand der BNA zu einer nachhaltig offenen und umfänglichen Finanzkommunikation. Auf den Internetseiten des Unternehmens werden Quartalsinformationen, Mitteilungen zu Auftragseingängen und sonstigen Ereignissen aktuell bereitgestellt. In den Geschäftsberichten und auf der jährlich stattfindenden Hauptversammlung informiert der Vorstand umfangreich über die Marktsituation, die langfristige Strategie des Unternehmens und die erreichten Ergebnisse. Informationen über die handelnden Personen, die Satzung und andere Unternehmensdaten stehen zusätzlich im Bereich Investor Relations der BNA-Website bereit. Kurs Die BNA-Aktie wird nicht an einer Börse oder einer vergleichbaren Institution gehandelt. Um potentiellen Käufern oder Verkäufern trotzdem eine grobe Orientierung zu geben, ermitteln wir den Wert einer BNA-Aktie zu den Bilanzstichtagen anhand des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV-Verfahren). Unabhängig von der jeweiligen Marktsituation legen wir dabei ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 10 zugrunde. Bei einem Gewinn von 8,98 € ergibt sich daraus ein Wert je Aktie von ca. 90,00 € und eine Dividendenrendite von 7,5 %. Im Vergleich zur Börse ist ein KGV von 10 ein konservativer Ansatz. Von den 50 im SDAX notierten Unternehmen erzielten 44 im Jahr 2010 einen Gewinn und sie hatten im Durchschnitt ein KGV von 24. Die Dividendenrendite im SDAX lag 2010 bei 2,3 %. Das KGV der 25 im TecDAX notierten Unternehmen, die 2010 einen Gewinn auswiesen, betrug im Durchschnitt 21, die Dividendenrendite lag bei 2,8 % (Quelle: OnVista). BNA verfügt per 30.09.2010 über Eigenmittel in Höhe von 5,5 Mio. €. Allein der Substanzwert eines Unternehmensanteils beträgt somit mehr als 50,00 €.
Dividenden Seit Gründung im Jahre 1990 schloss BNA jedes Geschäftsjahr mit Gewinn ab. Diese Gewinne, in Verbindung mit guten Cash-Flows und einer ausgezeichneten Liquidität, waren die Grundlage stabiler Dividendenzahlungen an unsere Aktionäre. Immer kamen dabei mindestens 50 % des erwirtschafteten Gewinns den Aktionären direkt zugute. Der verbleibende Teil wurde in das Wachstum und den Aufbau einer starken Eigenkapitalbasis investiert. Gewinn und Dividende seit 2000 je Aktie in € 10,00 8,00 6,00 4,00 2,00 0,00
Im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete BNA einen Jahresüberschuss von 958 Tsd. €. Der Gewinn je Aktie beträgt 8,98 €. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 28.03.2011 vorschlagen, aus diesem Gewinn eine Dividende von 6,73 € auszuschütten und den verbleibenden Betrag in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Eigenmittel seit 2000 in Tsd. € 5.000 4.000 3.000 2.000 1.000 0
2000 Eigenmittel
1.411,1 1.592,9 1.846,8 2.262,7 2.507,4 2.859,1 3.325,0 3.941,3 4.573,2
5.061,1 5.482,1
Kauf und Verkauf Eine Börse steht für Kauf und Verkauf der BNA-Aktie nicht zur Verfügung. Kauf- und Verkaufsinteressent müssen auf anderen Wegen zusammenfinden. In der Vergangenheit hat sich deshalb der Kreis der Aktionäre aus dem Unternehmensumfeld herausgebildet. In der Praxis kann dieses Verfahren die kurzfristige Realisierung eines Kaufs oder Verkaufs erschweren. Der zunehmende Bekanntheitsgrad der BNA und die nachhaltig guten Erträge haben den Kreis der Interessenten stetig wachsen lassen. Käufer und Verkäufer finden auf der BNA-Website Hinweise und Formularmuster, die eine direkte Abwicklung zwischen Interessenten erleichtern. Zusätzlich steht für Kauf und Verkauf der BNA-Aktie eine Plattform im Internet zur Verfügung. Über die BNA-Website können Kauf- oder Verkaufsinteresse einem Treuhänder mitgeteilt werden. Dieser vermittelt den Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer und übernimmt auf Wunsch auch die treuhänderische Abwicklung des Geschäfts.
LAGEBERICHT DER BN AUTOMATION AG ZUM 30.09.2010
BNA 2010 / Lagebericht / Geschäftsverlauf
Geschäftsverlauf Überblick Umsatzziel verfehlt, Ergebnis über Plan BN Automation AG war im Geschäftsjahr 2010 von den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise spürbar betroffen. Trotzdem wurde ein über der Prognose liegendes Ergebnis erreicht. Die Gesamtleistung liegt bei 10,8 Mio. € und damit um 13,4 % unter dem Planwert. Aufgrund zögerlicher Auftragseingänge im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres konnte das avisierte 17-prozentige Umsatzwachstum nicht erreicht werden. Der Jahresüberschuss liegt bei 958 Tsd. € und übertrifft die Prognose um 2,8 %. Der Cash-Flow beträgt fast 1,3 Mio. €, der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte. Die EBIT-Quote liegt mit annähernd 12,5 % erneut im zweistelligen Bereich. GESAMTLEISTUNG, JAHRESÜBERSCHUSS UND CASH-FLOW in Tsd. € Geschäftsjahr
zum Vj.
- 15,4 %
- 5,5 %
+ 5,2 %
Der Vertrieb erzielte im Geschäftsjahr 2010 Auftragseingänge im Wert von 9,8 Mio. €. Das entspricht einem Rückgang um 8,3 %. Die nachhaltig schlechte Auslastung vieler Anbieter hatte einen Preiswettbewerb zur Folge, der die Erlangung auskömmlicher Aufträge spürbar erschwerte. Die Auftragsreichweite beträgt 196 Tage. Die liquiden Mittel erhöhten sich deutlich um 1,7 Mio. €. Der Gesamtbetrag der Kassen- und Bankguthaben und der Wertpapiere des Umlaufvermögens beläuft sich auf 4,4 Mio. €. Die Eigenmittel erhöhten sich auf 5,5 Mio. €, die Eigenkapitalquote liegt bei 43,6 %. Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern beträgt 19,5 %.
Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Rahmenbedingungen weiter schlecht Nachdem Deutschland 2009 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 4,7 % den schwersten Wirtschaftseinbruch seiner jüngeren Geschichte erlebt hatte, setzte mit Beginn des Jahres 2010 die Trendwende ein. Die für BNA maßgeblichen inländischen Ausrüstungsinvestitionen gingen im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 zunächst weiter zurück, mit Jahresbeginn 2010 begann jedoch eine stetige und deutliche Gegenbewegung. So erwartet die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose in ihrem Herbstgutachten für 2010 die Zunahme der Ausrüstungsinvestitionen um 8,9 %. VERÄNDERUNG DES BIP in % Kalenderjahr
Ausrüstungsinvestitionen Inland
* Prognose, Quelle: Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose
Trotz dieser deutlichen Aufwärtsbewegung blieben die Rahmenbedingungen für den Maschinen- und Anlagenbau schlecht. Zum einen kompensieren 8,9 % Wachstum den Rückgang um 22,6 % aus dem Vorjahr bei weitem nicht – das Niveau liegt immer noch unter dem 2006 erreichten Niveau. Zum anderen wirkte sich das lang anhaltende deutliche Überangebot nachteilig auf die Preisstruktur aus. Preise unter Druck BNA bietet Produkte und Leistungen der Elektro- und Automatisierungstechnik in den Geschäftsfeldern Ver- und Entsorgungswirtschaft, Umwelttechnik und Prozessindustrie an. Das Marktgebiet umfasst Deutschland, Europa und den Nahen Osten. Die Nachfrage
in den Branchen und Märkten, in denen BNA präsent ist, war uneinheitlich. In den von BNA bedienten Märkten herrschte, bedingt durch das deutlich abgesunkene Investitionsniveau, ein starker Preiswettbewerb. Der inländische Markt der Ver- und Entsorgungswirtschaft war gekennzeichnet durch eine, im Vergleich zum Vorjahr, geringere Nachfrage. Investitionen in alternative Übertragungswege von Fernwirknetzen, mit welchen BNA im Vorjahr krisenbedingte Ausfälle noch teilweise kompensieren konnte, entfielen. Das Nachfrageniveau für BNA entsprach damit in etwa dem von 2008. Da der öffentliche Bereich im Vergleich zur Privatwirtschaft stabil nachfragte, konzentrierte sich hier auch der Wettbewerb. Anbieter, teilweise auch branchenfremd, versuchten Rückgänge in der Industrie mit öffentlichen Aufträgen zu kompensieren. Der daraus folgende Wettbewerb wurde über die Preise ausgetragen, was die Erlangung auskömmlicher Aufträge besonders im ersten Halbjahr 2010 deutlich erschwerte. Im Ausland konzentrierte sich BNA auf die Ver- und Entsorgungswirtschaft in Osteuropa und im Nahen Osten. Diese Regionen waren von der Krise zum Teil noch stärker betroffen als Deutschland, was den Finanzierungsspielraum für öffentliche Investitionen einschränkte. BNA verzeichnete aus diesem Bereich eine äußerst geringe Nachfrage. Im Geschäftsfeld Umwelttechnik standen Überwachungssysteme für Talsperren und Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien im Fokus der Akquisition. Die Nachfrage nach Systemen zur Überwachung von Talsperren entwickelte sich, bezogen auf das niedrige Niveau des Vorjahres, positiv. Auch Bioenergieanlagen wurden verstärkt nachgefragt. Im Geschäftsfeld Prozessindustrie konzentrierte sich BNA auf die industrielle Infrastruktur, die Nahrungs- und Genussmittelindustrie und die Glasindustrie. Erweiterungen der industriellen Infrastruktur werden in der Regel erst nach Phasen längerer Auslastung in Betracht gezogen, insofern blieben eine Reihe bereits vor Jahresfrist avisierter Vorhaben weiter „on hold“. In der Nahrungsund Genussmittelindustrie und in der Glasindustrie hat BNA nur einen eingeschränkten Marktzugang. Investitionsentscheidungen konkreter Kunden haben deshalb einen stärkeren Einfluss auf den Auftragseingang als das allgemeine Investitionsklima der Branchen. Während die Kunden der Nahrungs- und Genussmittelindustrie Investitionen auf Sparflamme betrieben, verzeichnete BNA bei ihren Kunden in der Glasindustrie eine nennenswerte Investitionsbereitschaft.
Umsatz- und Auftragsentwicklung UMSATZ UND GESAMT­
Umsatz und Gesamtleistung unter Plan Für 2010 plante BNA ein Wachstum des Umsatzes
LEISTUNG in Tsd. €
um fast 17 % bei gleichzeitigem Abbau teilfertiger Arbeiten um 320 Tsd. €. Die Gesamtleistung sollte mit knapp 12,5 Mio. € leicht unter dem im Vorjahr erzielten Wert liegen. 12.000
BNA verfehlte ihr Umsatzziel deutlich. Mit 11,1 Mio. € legte der Umsatz nur um 1 % zu. Im Gegenzug wurden teilfertige Arbeiten um 266 Tsd. €, und damit in geringerem Umfang als vorgesehen, abgebaut. Die Gesamtleistung bleibt mit 10,8 Mio. € trotzdem um 13 % hinter dem Plan zurück. Maßgeblich für diese Entwicklung waren fehlende und verspätete Auftragseingänge. Zum einen verzögerten sich avisierte Aufträge, zum anderen konnten insbesondere im zweiten und dritten Quartal des Geschäftsjahres Aufträge nicht in dem Umfang akquiriert werden, wie für
die Auslastung der Produktion und die Erreichung des Umsatzzieles erforderlich gewesen wäre. Zwar wurde die Bearbeitung im Bestand befindlicher Aufträge in Phasen fehlender Auslastung
vorgezogen, jedoch fehlten aufgrund des strengen und lang anhaltenden Winters auf vielen Bau-
10.945,0	11.052,3	+1,0 %
stellen die dafür erforderlichen Vorleistungen.
Bestandsveränderung der teilfertigen Arbeiten 1.807,5	-266,1	-114,7 % Gesamtleistung 12.752,5	10.786,2	-15,4 %
Auch im Großprojekt Kläranlage Amriya in Ägypten kam es zu ungeplanten Verzögerungen seitens des Bauherrn, der notwendige Entscheidungen nicht traf bzw. Freigaben nicht erteilte. Infolge der beschriebenen Einflüsse waren im zweiten und zu Beginn des dritten Quartals des Geschäftsjahres Teile der Produktion nicht ausgelastet. Für die ab Sommerbeginn einkommenden Aufträge reichte die bis Geschäftsjahresende verbleibende Zeit nicht aus, um die Leistungen zu erbringen und die Projekte umsatzwirksam abzuschließen. Auftragseingang schwächer Das zweite Jahr in Folge musste BNA einen Rückgang im Auftragseingang hinnehmen. Der Auftragseingang verringerte sich gegenüber 2009 nochmals um 8,3 % auf 9.762 Tsd. €. Gemessen an dem in den Aufträgen enthaltenen Eigenanteil beträgt der Rückgang sogar 15,7 %. Der kalkulierte Eigenanteil im Auftragseingang liegt damit nur wenig
über dem 2007 erreichten Niveau. Wie schon im Vorjahr fehlten Großprojekte, deren Anteil am Auftragseingang auf ein Fünftel zurückging. AUFTRAGSEINGANG in Tsd. € Geschäftsjahr Auftragssumme kalkulatorischer Rohertrag
9.761,5
- 8,3 %
5.808,6
4.893,8
-15,7 %
Der Vergleich der Auftrageingänge nach Halbjahren zeigt deutliche Unterschiede. Am Tiefpunkt des Investitionsgeschehens Ende 2009/Anfang 2010 erzielte BNA Auftragseingänge in Höhe von 3,9 Mio. €. Mit dem Anziehen der Konjunktur ab Frühjahr 2010 entspannte sich die Situation leicht und BNA konnte im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres Auftragseingänge in Höhe von 5,9 Mio. € verzeichnen. ENTWICKLUNG AUFTRAGSEINGANG in Tsd. € Halbjahre Auftragseingang BNA
zum 1. Hj.
5.893,5
+ 52,4 %
Ursächlich für diese Entwicklung war der über den Preis ausgetragene Wettbewerb um die im öffentlichen Sektor zu erlangenden Aufträge. Aufgrund der im Vergleich mit anderen Branchen immer noch akzeptablen Auftragsreichweite entschied BNA, keine Aufträge mit Unterdeckung zu akquirieren. Im Ergebnis betrug die Auslastung der Produktion im Jahresdurchschnitt nur etwa 90 %, die akquirierten Aufträge hatten jedoch ausreichende Deckung und einen angemessenen Wagniszuschlag. Der Auftragsbestand per 01.10.2010 beläuft sich auf 9.032 Tsd. €. Der Bestand an langfristig vertraglich gebundenen Wartungsleistungen konnte um 6,3 % ausgebaut werden und beträgt jetzt 504 Tsd. €. Die Auftragsreichweite liegt, gemessen an der per 01.10.2010 verfügbaren Kapazität, bei 196 Tagen.
Beschaffung VERÄNDERUNG
Materialintensität weiter gesunken Die Materialintensität verringerte sich gegenüber dem
LAGERBESTÄNDE in Tsd. €
Vorjahr erneut auf jetzt 43,2 %. Während der Bezug von Fremdleistungen mit 2.079 Tsd. € leicht zunahm, sank der Materialeinkauf um 40,2 % auf jetzt 2.577 Tsd. €. Der Materialaufwand hat
damit seit 2008 um ein Drittel abgenommen. Diese Entwicklung widerspiegelt insbesondere die geringere Anzahl an Großprojekten, welche üblich einen höheren Zukaufanteil beinhalten. MATERIALINTENSITÄT in % Geschäftsjahr
Materialintensität BNA
Die geleisteten Anzahlungen an Nachunternehmer nahmen deutlich auf jetzt 224 Tsd. € ab. 0
Sie betreffen mehrere größere Projekte, bei denen Teile der Leistung an Nachunternehmer vergeben wurden. Der Bestand des Materiallagers blieb mit 262 Tsd. € gegenüber 251 Tsd. € im Vorjahr nahezu
Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe 251,0	262,5	+ 4,6 %
unverändert. Trotzdem erhöhte sich aufgrund des deutlich gesunkenen Materialverbrauchs die
rechnerische Reichweite des Materiallagers auf jetzt 37 Tage. Der wesentliche Anteil des zu lie-
589,1	224,5	- 61,9 %
fernden Materials wird projektbezogen und nicht als Lagerware geordert, und einen großen Teil des Verbrauchs- und Kleinmaterials halten unsere Lieferanten in Konsignationslagern vor. Trotzdem erfordern die Produktion und der Unterhalt gelieferter Anlagen einen Mindestbestand verfügbaren Materials, was einer Reduktion des Materialbestandes auch bei sinkendem Material­ aufwand Grenzen setzt.
Investition Nettoinvestitionen
Investitionen in geschäftsüblichem Umfang Die am Standort Ilmenau vorhandenen Betriebs-
in Tsd. €
stätten sind auf die derzeitige Produktionsleistung des Unternehmens ausgelegt. Der Investitionsbedarf 2010 orientierte sich deshalb an der technischen Weiterentwicklung und notwendigen Ersatzbeschaffungen. Den Schwerpunkt bildeten Erneuerungen im Fuhrpark, eine räumliche Er200
weiterung des Vertriebs, die Umstellung auf Office 2007 sowie der Ausbau der Virtualisierungsinfrastruktur. Ersatz- und Erweiterungsanschaffungen im Fuhrpark wurden in Abhängigkeit von den jeweils erzielbaren Konditionen zum Teil durch Kauf und zum Teil über Leasing finanziert. Auf Kauf entfielen 121 Tsd. €. In die EDV- und Büroausstattung flossen Mittel in Höhe von 61 Tsd. €.
Im Wert von 28 Tsd. € wurden Softwarelizenzen angeschafft. Die Netto-Investitionen betrugen 221 Tsd. €. Die Investitionsquote liegt bei 12,4 %.
154,7	221,4	+ 43,1 %
Forschung und Entwicklung Produktweiterentwicklung und -pflege BNA versteht sich als herstellerunabhängiger Systemintegrator. Dementsprechend greift BNA bei der Entwicklung und Realisierung der Kundenlösungen auf die am Markt verfügbaren Produkte der einschlägigen Hersteller zurück. Eigene Produkte werden von BNA entwickelt und eingesetzt, wenn diese Produkte eine Differenzierung im Wettbewerb ermöglichen. Den Kern der BNA-eigenen Produktpalette bildet das Technische Informations- und Bediensystem TIBS. Neben den originären Produkteigenschaften – Erfassung und Verarbeitung von Prozessdaten, Auswertung und Reporting – ermöglicht TIBS über vielfältige Schnittstellen die Integration heterogener Systemlandschaften. TIBS stärkt so insbesondere die Rolle von BNA als Systemintegrator. Auch im Geschäftsjahr 2010 wurde TIBS weiterentwickelt. Um TIBS zukünftig in Auslandsprojekten einsetzen zu können, wurde eine mehrsprachige Version erstellt. Neue Importdienste für Oracle Datenbanken und weitere OPC-Server, z. B. für Glötzl- und Comtex-Systeme, erweitern die Einsetzbarkeit des Produktes für Aufgaben der Systemintegration. Daneben wurden die Parametrierwerkzeuge verbessert und eine serverbasierte Test- und Schulungsumgebung entwickelt. Sie ermöglicht Systemtest und Schulung mit Echtzeitdaten. Objektbasierte Projektierungsmethodik und Werkzeuge Im Geschäftsjahr 2010 wurde eine objektbasierte Methodik für das Basic-Engineering entwickelt. Die Methode unterstützt die Klassifizierung sich wiederholender Automatisierungsaufgaben in der Phase des Basic-Engineering und schafft damit die Grundlage für die Wiederverwendung erprobter Lösungen im Detail-Engineering. Die Methode wird unterstützt durch entsprechende Werkzeuge zur Erstellung des Pflichtenheftes und zur Generierung von Teilen des Detail-Engineering. Im kommenden Geschäftsjahr sollen Methodik und Werkzeuge in mehreren Pilotprojekten erprobt werden. Ziele dieses Vorhabens sind die Verbesserung der Qualität des Engineering und Effizienzgewinne. Verbundforschungsvorhaben fortgeführt Das im Mai 2009 gestartete Verbundforschungsvorhaben Spezi-MES wurde in enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern, dem Lehrstuhl für Informationstechnik im Maschinenwesen der Technischen Universität München und Trebing & Himstedt Prozessautomation GmbH & Co. KG aus Schwerin, fortgeführt. Im Maschinen- und Anlagenbau können Manufacturing Execution Systems (MES) die Anlagenproduktivität und Prozessqualität erheblich steigern. Ziel des Forschungsprojekts ist die Integration der verschiedenen Sichten der am Entwicklungsprozess einer MES-Lösung beteiligten Gewerke und Fachabteilungen, um eine effiziente Implementierung von MES-Funktionen zu ermöglichen. Nach der Definition eines Beschreibungsmittels und einer interdisziplinären Modellierungsmethode lag 2010 der Schwerpunkt im Forschungsprojekt bei der Entwicklung eines Software-Werkzeuges für die gewerkeübergreifend verständliche und transparente Beschreibung sowie Modellierung von MES. BNA konnte ihre Kompetenz im Bereich der Manufacturing Execution Systems weiter vertiefen und ihr MES-Lösungsangebot für ihre Kunden verbessern. 2011 soll das Forschungsprojekt planmäßig abgeschlossen werden.
BNA 2010 / Lagebericht / Lage
Personal- und Sozialbereich VERTEILUNG
Mitarbeiteranzahl unverändert Die Zahl der jahresdurchschnittlich Beschäftigten blieb mit 86
im Berichtsjahr gegenüber 87 im Vorjahr nahezu unverändert. Die Personalkosten erhöhten sich
AUF GESCHÄFTSBEREICHE
geringfügig um 2,3 % auf jetzt 4.107 Tsd. €. In Verbindung mit der um 13 % geringeren Gesamt-
per 30.09.2010
leistung und der deutlich gestiegenen Rohertragsquote erhöhte sich die Personalintensität auf jetzt 38,1 %. 7
Geschäftsjahr Personalintensität
31,5 %
38,1 %
+ 21,0 %
Am 30.09.2010 waren 90 Mitarbeiter bei BNA beschäftigt, davon 66 Mitarbeiter im Geschäftsbereich Produktion und Technologie, 7 Mitarbeiter im Geschäftsbereich Marketing und Vertrieb, 10 Mitarbeiter im Geschäftsbereich Personal und Finanzen und im Vorstandsbereich sowie 7 Auszubildende. Erfolgsabhängige Vergütungen Auch für 2010 hatte die Geschäftsleitung mit den Mitarbeitern
66	Produktion und Technologie
7 Marketing und Vertrieb
Geschäftsplan 2010 und seine Untersetzung auf die einzelnen Geschäftsbereiche. Insgesamt wur-
10	Personal und Finanzen, Vorstandsbereich	11 %
den im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 399 Tsd. € für erfolgsabhängige Vergütungen aufgewendet. Versorgungswerk geöffnet BNA unterhält ein betriebliches Versorgungswerk auf Basis einer
Pensionskasse. Mitarbeiter und Führungskräfte erhalten aus diesem Versorgungswerk eine be-
7	Auszubildende
die Zahlung einer erfolgsabhängigen Vergütung vereinbart. Basis dieser Vereinbarung bildete der
triebliche Altersrente. Jeweils im Januar eines jeden Jahres ist über die Öffnung des Versorgungswerks zum Zwecke der Anpassung der betrieblichen Beiträge und zur Aufnahme neuer Mitarbeiter zu entscheiden. Wie in den Jahren zuvor hat die Geschäftsleitung beschlossen, das Versorgungswerk am 15.01.2010 zu öffnen und 7 Mitarbeiter neu aufzunehmen. Aus- und Weiterbildung Im Geschäftsjahr 2009 gründete BNA die BN Akademie. Unter dem Dach der BN Akademie sollen die theoretischen Grundlagen unserer Fachgebiete in Verbindung mit dem Know-how über ihre Anwendung praxisnah vermittelt werden. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden 4 neue Fachreihen zu den Themen Informationstechnik, Regelungstechnik sowie Prozessdatenarchivierung und -auswertung entwickelt und abgehalten. Ergänzt wurde das Weiterbildungsprogramm durch interne und externe Schulungen von Drittanbietern. Insgesamt fanden 33 Schulungsmaßnahmen statt, an denen 77 Mitarbeiter teilnahmen. 3 Mitarbeiter qualifizieren sich mit Unterstützung der BNA in mehrjährigen berufsbegleitenden Weiterbildungen zum Techniker bzw. zum Diplomingenieur (FH). 7 Auszubildende studieren mit einem Betriebsstipendium an der Berufsakademie in Thüringen im Studiengang Elektrotechnik/Automatisierungstechnik. Daneben absolvierten mehrere Schüler und Studenten betriebliche Praktika bei BNA.
Lage Vermögenslage Bilanzrelationen weiter verbessert Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich um 1,7 % auf jetzt 11.763 Tsd. €. Deutliche Veränderungen hingegen weisen die Bilanzrelationen auf. BILANZSUMME in Tsd. € Geschäftsjahr
11.763,6
+1,7 %
EIGENKAPITAL in Tsd. €
Auf der Aktivseite nahmen die Vorräte um 619 Tsd. € und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 957 Tsd. € ab. Im Gegenzug erhöhte sich der Bestand an liquiden Mitteln um 5.000
1.726 Tsd. € auf jetzt 4.042 Tsd. €. Der Anteil der liquiden Mittel am Vermögen beträgt damit ca.
ein Drittel. Diese insgesamt sehr positive Entwicklung resultiert aus dem Abschluss von Projek-
ten und dem damit einhergehenden Abbau teilfertiger Arbeiten. In Verbindung mit frühen Rech-
nungslegungsterminen konnten, anders als im Vorjahr, die daraus resultierenden Forderungen vor dem Bilanzstichtag realisiert werden.
2009 4.674,9
Das Verhältnis von Sachanlagen zu Umlaufvermögen blieb mit 85,8 % Umlaufvermögen nahezu unverändert. Auf der Passivseite setzt sich die positive Veränderung der Bilanzrelationen fort. Hier betrifft
2010 5.126,1	+ 9,7 %
die größte Veränderung die Zunahme des Eigenkapitals und die Zunahme der erhaltenen Anzahlungen. Gegenpositionen sind die Abnahme der Rückstellungen und die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
EIGENMITTEL in Tsd. €
Eigenkapital gewachsen Das Eigenkapital der BNA beträgt 5.126 Tsd. €. Die Zunahme um
Eigenkapitall zzgl. 70 % Sonderposten
9,7 % ist zurückzuführen auf den im laufenden Geschäftsjahr erwirtschafteten Jahresüberschuss, vermindert um die Dividendenzahlung im März. Die Eigenkapitalquote erhöht sich auf
jetzt 43,6 %. Bei Hinzurechnung von 70 % Sonderposten mit Rücklageanteil stehen dem Unter-
nehmen Eigenmittel von 5.482 Tsd. € zur Verfügung.
2009 5.061,1
2010 5.482,1	+ 8,3 %
Finanzlage Finanzkraft gestiegen Der Cash-Flow beträgt 1.288 Tsd. € und übersteigt den Vorjahreswert damit um 5,2 %. Die dem Unternehmen zugeflossenen Finanzmittel wurden verwendet für Investitionen, die planmäßige Tilgung der Bankschulden und die Zahlung einer Dividende in Höhe von 4,75 € je Aktie. CASH-FLOW in Tsd. € Geschäftsjahr Cash-Flow
2009 1.224,0
2010 1.287,7
zum Vj. + 5,2 %
Die für die Vorfinanzierung der Projekttätigkeit benötigten Finanzmittel konnten im Verlauf des Geschäftsjahres durch den Abschluss von Projekten und die Inanspruchnahme von Vorauszahlungen deutlich reduziert werden. Zum Bilanzstichtag betrug die Vorfinanzierung in Projekten 662 Tsd. €. Aufgrund der ausgezeichneten Liquidität des Unternehmens wurde der Kontokorrent im Jahresverlauf nicht in Anspruch genommen. Die Einsparungen durch vorfristige Zahlungen betrugen 66 Tsd. €. Liquiditätsreserven gewachsen Die dem Unternehmen zur Verfügung stehenden liquiden Mittel nahmen deutlich um 1.726 Tsd. € zu. Der Gesamtbetrag der Kassen- und Bankguthaben sowie der Wertpapiere des Umlaufvermögens per 30.09.2010 beläuft sich auf 4.390 Tsd. €. Die erhaltenen Anzahlungen stehen dem Unternehmen vertragsgemäß über die vereinbarte Projektlaufzeit zur Verfügung. Zusammen mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren am Bilanzstichtag die kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel um den Faktor 3,7 höher als der kurzfristige Liquiditätsbedarf. Solide Finanzausstattung Das Verhältnis zwischen Eigenkapital und Anlagevermögen, die Anlagendeckung, betrug zum Bilanzstichtag 311 %. Die verzinslichen Verbindlichkeiten betragen nur 2,0 % der liquiden Mittel. Der Verschuldungsgrad, das Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital, lag am 30.09.2010 bei 114,6 %.
Ertragslage Planwerte übertroffen Nach dem 2009 erzielten Rekordergebnis und im Angesicht der Wirtschafts- und Finanzkrise erwarteten wir für das Geschäftsjahr 2010 einen Rückgang des Jahresüberschusses um 8,0 % auf 932 Tsd. €. Der im Jahresverlauf zu verzeichnende starke Preiswettbewerb, die hinter der Planung zurückbleibenden Auftragseingänge und die im ersten und Teilen des zweiten Quartals zu geringe Auslastung ließen zunächst auch einen deutlichen Ergebnisrückgang
BNA 2010 / Lagebericht / Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
ERTRÄGE in Tsd. €
vermuten. Tatsächlich erzielte BNA mit 958 Tsd. € dann ein um 2,8 % über dem Planansatz liegendes Ergebnis. Hintergrund dieser erfreulichen Entwicklung ist die Auflösung einer im Jahresabschluss 2009
Jahresüberschuss 1.000 750 500 250 0
2009 1.013,1
getroffenen Risikovorsorge für das Projekt Kraftwerk Málaga in Spanien. Nachdem im Sommer 2010 eine einvernehmliche Einigung über gegenseitige Schadenersatzforderungen mit dem Auftraggeber erreicht wurde, konnten Rückstellungen in Höhe von 160 Tsd. € aufgelöst werden. Diese führten zu einem sonstigen betrieblichen Ertrag in gleicher Höhe, wodurch trotz verfehlter Umsätze ein über den Planwerten liegendes Jahresergebnis erreicht wurde. Das EBIT liegt mit 1.346 Tsd. € um 5,1 % über dem Ziel. Es erreicht damit fast den 2009 erzielten Höchstwert. Neben der oben beschriebenen ertragswirksamen Auflösung einer Rück-
stellung wirkte sich ergebniserhöhend aus, dass die Betriebsaufwendungen den Planansatz um
957,7	- 5,5 %
193 Tsd. € unterschreiten. Das Finanzergebnis liegt mit -10 Tsd. € knapp im negativen Bereich. Trotz des hohen Liquiditätsüberschusses konnten aufgrund des niedrigen Zinsniveaus für sichere Anlagen nur geringe
EBIT 1.500 1.250 1.000 750 500 250 0
2009 1.390,5
Zinserträge erwirtschaftet werden. Hinzu kommt eine Abschreibung auf die Beteiligung an der BN Automation S.A.E. in Kairo in Höhe von 18 Tsd. €. Der Jahresüberschuss übertrifft das Ziel um 2,8 % und liegt bei 958 Tsd. €. Kennzahlen über Branchendurchschnitt Die Branchenkennzahlen zeigten 2009 aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise einen deutlichen Trend nach unten. Nach der Trendwende der Konjunktur zum Jahresbeginn 2010 wird erwartet, dass sich die Branchenkennzahlen 2010 gegenüber den Vorjahreswerten wieder erholen. Für Unternehmen der Medizin-, Mess-, Steuer- und Regeltechnik prognostiziert die Commerzbank in ihrer Branchenprognose vom 14.10.2010 für das Jahr 2010 im Durchschnitt eine EBIT-Quote von 6,8 %, eine Umsatzrendite von 5,9 % und eine Cash-Flow-Quote von 5,8 %. BNA erreichte im Geschäftsjahr 2010 eine EBIT-Quote von 12,5 %, eine Umsatzrendite von
1.345,9	- 3,2 %
11,8 % und eine Cash-Flow-Quote von 11,9 % und erzielte damit in allen Kennzahlen Werte wesentlich über dem erwarteten Branchendurchschnitt. Im Berichtsjahr rentierte das Eigenkapital mit 19,5 %.
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Chancen nutzen, Risiken kontrollieren Unternehmerische Tätigkeit und die Vermeidung jeglicher Risiken sind unvereinbar. Notwendigerweise müssen Chancen ergriffen und Risiken eingegangen werden, um eine geschäftliche Tätigkeit aufrechtzuerhalten. Die unternehmerische Tätigkeit von BNA besteht in der Akquisition und Realisierung von Projekten für die Prozessautomatisierung und im IT-Service. Mit diesem Geschäftsmodell verbinden sich vielfältige Geschäftsmöglichkeiten und ein großer potentieller Markt. BNA hat in den vergangenen 20 Jahren die gegebenen Chancen genutzt und erreichte ein kontinuierliches Wachstum und stabile Erträge. Unweigerlich verbinden sich aber mit jedem neuen Kunden, jeder neu eingesetzten Technologie oder jedem hinzukommenden Marktgebiet auch Risiken, und in keinem Fall kann hundertprozentig gesichert werden, dass die Leistung vertragsgemäß erbracht, die kalkulierten Budgets eingehalten werden und die Forderung vollständig bezahlt wird. Es ist Teil unseres unternehmerischen Selbstverständnisses, gegebene Chancen zu nutzen, die damit verbundenen Risiken nach Möglichkeit klein zu halten und unvermeidbare Risiken zu kontrollieren. Risikomanagementziele und -methoden Die Risikostrategie von BNA klassifiziert Risiken anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkungen. Sie legt fest, welche Risiken als akzeptabel gelten und welche Risiken inakzeptabel sind. Die Risikostrategie von BNA bestimmt, dass nur akzeptable Risiken eingegangen werden dürfen. Die unternehmenskritischen Prozesse sind in einem Risikomanagementsystem eingebunden. Es überwacht auf Unternehmensebene die wesentlichen Risiken und stellt sicher, dass kritische
Entwicklungen früh erkannt werden. Es umfasst das Liquiditätsmanagement, das Forderungsmanagement, die Überwachung der Umsatz- und Ertragsentwicklung, die Mitarbeiterentwicklung, die Entwicklung der Produktivität und den Vertrieb. Wesentliche Einzelrisiken, die dem operativen Geschäft entspringen, werden direkt im produzierenden Bereich überwacht. Kern dieser Überwachung ist das Projektcontrolling. In ihm sind alle Aufträge erfasst, die eine vorab festgelegte Größenordnung überschreiten. Das Projektcontrolling stellt dem Projektleiter taggleich die erforderlichen Daten und Auswertungen zur Verfügung. Zusätzlich berichten die Projektleiter monatlich über den Verlauf dieser Projekte an den Geschäftsbereichsleiter Produktion und Technologie. Überwachungssystem Um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, möglichst frühzeitig zu erkennen, wurde ein Überwachungssystem eingerichtet. Es regelt die Risikostrategie, benennt die zu überwachenden Risiken, die zu nutzenden Daten und die Kriterien, anhand derer ein Risiko bewertet werden soll. Es bestimmt Verantwortliche, Termine und Informationsketten und legt fest, wie die Ergebnisse zu dokumentieren sind. Durch das Überwachungssystem werden die folgenden Risiken überwacht: verspätete Abrechnung von Leistungen, Überschreitung des Zahlungsziels, Forderungsausfall, Ausfall von Partnern innerhalb einer Arbeitsgemeinschaft, Budgetüberschreitung, Vertragsverletzung, Rechtsrisiko, fehlende Aufträge, unzureichende Produktivität, Rufschädigung, Mitarbeiterfluktuation, unplanmäßige Umsatz-, Kosten- und Ertragsentwicklung, Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Risikoreduzierung durch geregelte Abläufe BNA unterhält ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2000. Das Qualitätsmanagement regelt die Kernprozesse der Produktrealisierung und wichtige Nebenprozesse wie die kommerzielle Projektabwicklung, die Ressourcenwirtschaft, die internen Dienstleistungen und Teile des Rechnungswesens. Die Wirksamkeit der im Qualitätsmanagement etablierten Maßnahmen wird anhand der erreichten Ergebnisse überwacht und in regelmäßigen Abständen bewertet. Notwendige Veränderungen werden erkannt und zeitnah umgesetzt. Auf diese Weise wird das Qualitätsmanagement kontinuierlich weiterentwickelt und den Veränderungen unseres Geschäfts sowie dem Wachstum des Unternehmens zeitnah angepasst. In den jährlich durch einen externen Zertifizierer durchgeführten Überwachungsaudits wird das Qualitätsmanagementsystem einer unabhängigen Bewertung unterzogen. Zusätzlich wird alle drei Jahre das Qualitätsmanagementsystem im Rahmen eines Wiederholungsaudits gründlich geprüft. Das letzte Überwachungsaudit bei BNA fand im November 2009 statt und wurde auf Grundlage der neuen Norm DIN EN ISO 9001:2008 erfolgreich absolviert. Wechselwirkungen zwischen Risiken Zwischen einzelnen Risiken können Wechselwirkungen und im ungünstigsten Fall Überlagerungen auftreten, die die Auswirkungen einzelner Risiken verstärken. So z. B. könnte eine allgemeine Verschlechterung der konjunkturellen Lage dazu führen, dass vermehrt Forderungsausfälle und verspätete Zahlungen auftreten und gleichzeitig aufgrund fehlender Auftragseingänge eine Auslastung der Produktion nicht mehr gegeben ist. In diesem Fall würde sich die Wirkung dieser Risiken überlagern, indem durch Forderungsausfälle und verspätete Zahlungen die Liquiditätsreserven angegriffen werden und zusätzlich neue Aufträge, mit denen frische Erträge erwirtschaftet werden können, ausbleiben. Um Wechselwirkungen früh zu erkennen, werden die betreffenden Informationen zwischen den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche regelmäßig ausgetauscht. Zusätzlich werden Kenngrößen, in denen sich die Auswirkungen unterschiedlicher Risiken einheitlich abbilden, überwacht. Im oben genannten Beispiel würden alle Risiken sich in einer Abnahme der freien Liquidität abbilden. Wesentliche aktuelle Einzelrisiken Neben den genannten allgemeinen Geschäftsrisiken gibt es Risiken, die aktuellen Entwicklungen, sei es im Unternehmen selbst oder in dessen Umfeld, entspringen. Die zum Berichtszeitpunkt bestehenden wesentlichen aktuellen Risiken werden nachfolgend diskutiert. Auslandsaufträge BNA hat 2008 Aufträge für den rumänischen und den ägyptischen Markt akquiriert. Der Auftrag für die Kläranlage Ramnicu Valcea in Rumänien wurde zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen. Der Auftrag für die Kläranlage Amriya befindet sich noch in der Abwicklung. Hier zeichnet sich ab, dass sich die Arbeiten vor Ort deutlich verzögern. Damit entsteht für BNA das Risiko einer verspäteten Abrechnung dieser Leistungen, steigender Kosten in der Abwicklung, einer verlängerten Gefahrtragung und des Verlusts von Ansprüchen auf Mängelhaftung gegenüber Vorlieferanten. Aus diesem Grund werden mit dem Auftraggeber Verhandlungen
BNA 2010 / Lagebericht / Ausblick
geführt mit dem Ziel, BNA für die bereits erbrachten Leistungen wirtschaftlich so zu stellen, als ob das Vorhaben planmäßig zum Abschluss kommen würde. Für die noch zu erbringenden Leistungen sollen Regelungen gefunden werden, die die mit der Verzögerung einhergehenden Risiken minimieren und diese zeitlich begrenzen. Konjunkturelle Risiken und Preisrisiken Die Arbeitsgruppe Gemeinschaftsdiagnose kommt in ihrem Herbstgutachten zu der Einschätzung, dass nach wie vor beträchtliche konjunkturelle Risiken bestehen, die vor allem vor dem Hintergrund der weiter schwelenden Finanzkrise zu sehen sind. Eine markante Abschwächung in den beiden größten Volkswirtschaften der Welt, den USA und China, würde auch die Exportchancen der deutschen Wirtschaft empfindlich treffen. Ferner sei auch die Schulden- und Vertrauenskrise einiger Staaten im Euroraum keineswegs ausgestanden. Eine Zuspitzung mit generell höheren Risikoprämien für Anleihen im Euroraum oder gar einer Inanspruchnahme des Europäischen Finanzstabilisierungsmechanismus durch ein Schuldnerland würde sich auch auf die deutsche Konjunktur auswirken. Vor dem Hintergrund der zum Berichtszeitpunkt bereits eingetretenen Inanspruchnahme des Euro-Rettungsschirms durch Irland ist dem Szenario sinkender Exportchancen im Euroraum eine erhebliche Bedeutung beizumessen. Die unmittelbare Folge einer Abschwächung des Exports wären geringere Investitionen in Ausrüstungen. Dies wiederum würde bedeuten, dass der Preisdruck auf Anbieter solcher Leistungen, zu denen BNA zählt, weiter zunimmt. Zusätzlich verstärkt werden könnte diese Entwicklung dadurch, dass sich auch exportorientierte Anbieter vermehrt dem inländischen Markt zuwenden. Die zuletzt beobachtete leichte Erholung der Preise im Ausrüstungsmarkt wäre damit hinfällig und BNA müsste für 2011 und gegebenenfalls die folgenden Jahre mit einer schlechteren Preisqualität der Aufträge rechnen. Das angestrebte Wachstum voranzutreiben, wäre unter diesen Umständen wirtschaftlich nicht sinnvoll. Chancen BNA ist mit ihrem Produkt- und Leistungsangebot in verschiedenen Branchen und unterschiedlichen Märkten etabliert. Dies eröffnet die Chance, von der positiven Entwicklung einzelner Branchen und Märkte zu profitieren und so ein rentables Wachstum zu generieren. Wirtschaftliche Unabhängigkeit Viele Unternehmen des Anlagenbaus mussten in den vergangenen zwei Jahren ihre Rücklagen angreifen. BNA konnte ihre wirtschaftliche Basis weiter stärken. Mit einer hohen Eigenkapitalausstattung und ausgezeichneter Liquidität kann BNA die für die Entwicklung des Produkt- und Leistungsangebotes und den Eintritt in neue Märkte erforderlichen Investitionen aus eigener Kraft finanzieren. Die solide wirtschaftliche Basis ermöglicht es BNA, sich auch um Großaufträge zu bewerben, ohne dass die Kalkulation durch Finanzierungskosten belastet wird oder Einkaufspotentiale in Ermangelung der Liquidität ungenutzt bleiben müssen. Lang laufende Großaufträge eröffnen dem Unternehmen zusätzlich die Möglichkeit, saisonale Zyklen in der Nachfrage zu überbrücken. Investitionsstau löst sich auf Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise wurden Infrastrukturprojekte, die an private Investitionen oder die Auslastung der Produktionskapazitäten gekoppelt waren, zurückgestellt. Mit steigender Auslastung der Unternehmen und im Einklang mit der guten Stimmungslage der Wirtschaft werden diese zurückgestellten Investitionen wieder in Angriff genommen. BNA war vor dem Beginn der Krise für verschiedene konkrete Maßnahmen gut positioniert. Wir erwarten deshalb aus solchen Vorhaben für das kommende Geschäftsjahr zusätzliche Impulse im Auftragseingang.
Ausblick Märkte Erholung setzt sich fort Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen in ihrer Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2010 damit, dass das Tempo der konjunkturellen Expansion im kommenden Jahr merklich langsamer sein wird als in diesem. Während die Institute im Jahr 2010 einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 4,0 % erwarten, gehen sie für 2011 von einem Anstieg um 2,0 % aus. Einen ähnlichen Verlauf prognostizieren sie für die inländischen
Ausrüstungsinvestitionen. Nach einem Wachstum um 8,9 % in diesem Jahr wird für 2011 mit 5,8 % ein signifikant geringeres Wachstum erwartet. Die hohen Wachstumsraten des Jahres 2010 widerspiegeln den Nachholbedarf der Wirtschaft infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise, während sich die Zahlen für 2011 wieder den Wachstumszahlen früherer Jahre annähern. In ihrer Projektion bis 2015 zeichnen die Wirtschaftsforschungsinstitute ein ähnliches Bild. Im Jahresdurchschnitt 2009 bis 2015 wird ein preisbereinigtes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 2 % prognostiziert. VERÄNDERUNGEN DES BIP UND DER AUSRÜSTUNGSINVESTITIONEN 200
Bruttoinlandsprodukt in % Ausrüstungsinvestitionen in % Ausrüstungsinvestitionen in Mrd. €
-4,7 -22,6
Maßgeblich für BNA sind die Absatzperspektiven von Investitionsgütern. Zwar wird hier Ende 2011 gemäß Prognose das Niveau von 2006 signifikant überschritten, gleichwohl zeigt die-
ser Wert, dass nach wie vor ein großer Nachholbedarf besteht. Insgesamt dürften sich damit die
Rahmenbedingungen weiter verbessern und sich auch die in den vergangenen Monaten beob-
achtete langsame Erholung der Preise fortsetzen. Der nach Einschätzung der Wirtschaftsexperten nicht gebannten Gefahr eines erneuten Rückschlags im Wirtschafts- und Finanzsystem werden wir in unserer Geschäftsplanung mit einem pessimistischen Szenario Rechnung tragen. Branchen- und Kundenausrichtung neu definiert BNA bietet ihre Leistungen bevorzugt in den Branchen Energie, Wasser und Abwasser sowie in Food, Pharma und Chemie an. Die Vermarktung der Leistungen erfolgt an Kunden des Maschinen- und Anlagenbaus sowie direkt an Endkunden in der industriellen und kommunalen Wirtschaft. Zielmärkte sind unser Stammland Thüringen, die Bundesrepublik Deutschland und das weltweite Ausland. Mit dieser Ausrichtung ist BNA in der Lage, am prognostizierten Aufschwung innerhalb der Bundesrepublik und auch an einem Wachstum der Exportwirtschaft zu partizipieren. Wasser- und Abwasser auf stabilem Niveau In der Branche Wasser und Abwasser unterteilen wir den kommunalen Markt für BNA in unser Stammland Thüringen und in das restliche Bundesgebiet. In beiden Marktgebieten bilden Elektro- und Automatisierungsanlagen für die Trinkwasseraufbereitung und -verteilung sowie kommunale Kläranlagen den Absatzschwerpunkt. In Thüringen erwarten wir auch in den kommenden Jahren einen Auftragseingang auf dem Niveau des Jahres 2010. Nachteilig wirkt sich das Fehlen größerer Neuinvestitionen aus. Anlagen werden auf dem vorhandenen technischen Stand erhalten, Neubauten und nennenswerte Erweiterungen bilden die Ausnahme. Im restlichen Bundesgebiet wächst der kommunale Markt für Wasser und Abwasser verhalten. BNA verfügt hier über einen wesentlich kleineren Marktanteil als in Thüringen, was auch bei geringer Marktexpansion Wachstumsperspektiven eröffnet. BNA wird daher 2011 ihre vertrieblichen Aktivitäten außerhalb Thüringens konzentrieren, um dort ein entsprechendes Wachstum zu generieren. In den Bereichen Industrieabwasser sowie Prozess- und Reinstwasser zeichnet sich ab, dass die für 2009 und 2010 zurückgestellten Investitionsvorhaben 2011 zum Teil wieder aufgegriffen werden. Das eröffnet für BNA die Perspektive, an diesen Investitionen zu partizipieren. Im Bereich der Talsperrensteuerung und -überwachung erwarten wir in Deutschland Aufträge auf Vorjahresniveau. Größere Investitionsvorhaben sind hier nicht in Sicht. Zukunftsthema Energie In der Branche Energie bedient BNA die Bereiche erneuerbare Energien, Fernwärme, Heizkraftwerke und Medienversorgung. BNA legt für 2011 den Schwerpunkt auf erneuerbare Energien. Bei den erneuerbaren Energien steht für BNA Bioenergie im Fokus. 2009 betrugen die weltweiten Umsätze der in Deutschland ansässigen Hersteller für Bioenergieanlagen 2,8 Mrd. €. Die Studie „Biogas in Deutschland bis 2020“ geht für die Branche von einem durchschnittlichen
jährlichen Wachstum von 8,7 % aus. BNA erzielte in diesem Bereich in den letzten Jahren stetig wachsende Umsätze. Ziel für 2011 ist, als Nachauftragnehmer des Maschinen- und Anlagenbaus am Wachstum der Branche Bioenergie in Deutschland und im europäischen Ausland überproportional teilzuhaben. In den Bereichen Fernwärme, Heizkraftwerke und Medienversorgung liegt die Kernkompetenz von BNA im Retrofit von Bestandsanlagen. Hier gehen wir auch für 2011 von etwa gleichbleibenden Umsätzen aus. Food, Pharma und Chemie bleiben verhalten Die Umsätze der Unternehmen in diesen Branchen haben seit Anfang 2010 wieder zugenommen und das Niveau vor der Krise erreicht bzw. übertroffen. Jedoch wirkt sich diese Entwicklung noch nicht auf die Investitionsbereitschaft aus. Wir erwarten, dass BNA bei ihren Stammkunden Aufträge für Erhaltungs- und kleinere Erweiterungsinvestitionen akquirieren kann und sehen Auftragseingänge auf Vorjahresniveau. MES ergänzt Leistungsportfolio Ausgehend vom Verbundforschungsvorhaben Spezi-MES bietet BNA ihren Kunden aus der Prozessindustrie Lösungen für die Betriebsdatenerfassung und Manufacturing Execution Systems an. BNA positioniert sich in diesem Bereich als Anbieter für den Mittelstand mit regionalem Bezug. 2011 erwarten wir hier durch verstärkte vertriebliche Aktivitäten erste Auftragseingänge außerhalb der Branche Wasser und Abwasser. Ausland Infolge des Aufschwungs im Exportgeschäft deutscher Ausrüster sehen wir Chancen, 2011 nennenswerte Aufträge von deutschen Anlagenbauunternehmen zu erhalten. Konkrete Projekte gibt es in den Bereichen regenerative Energien und industrielle Abwasserreinigungstechnik. Auslandsaufträge sind erfahrungsgemäß nicht exakt zu terminieren, da rechtliche Rahmen- und Förderbedingungen im Bestimmungsland eine große Rolle spielen. In unserer Planung für 2011 sind deshalb keine Umsätze aus diesen Aufträgen berücksichtigt. Den ägyptischen Markt sehen wir infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise eher verhalten. Wir gehen nicht davon aus, 2011 dort lokale Aufträge zu gewinnen. Bis zur Erholung des ägyptischen Marktes wird sich BN Automation S.A.E. deshalb auf die erfolgreiche Abwicklung des Projektes KA Amriya konzentrieren. Aussichten für BNA gut Zusammenfassend kommen wir zu der Einschätzung, dass in den für BNA relevanten Märkten ein gutes Auftragsvolumen für 2011 zu erzielen ist. Wir erwarten unter der oben angeführten Annahme eine Auslastung unseres produktiven Bereiches bei einer im Verhältnis zu 2010 nicht wesentlich veränderten Preisqualität.
Voraussichtliche Entwicklung Ergebnisrückgang erwartet Mit einem Jahresüberschuss von 958 Tsd. € war das Geschäftsjahr 2010 wiederum sehr erfolgreich. Allerdings ist ein Teil dieses Erfolgs der ertragswirksamen Auflösung einer Risikoposition geschuldet. Substanziell bekamen wir die Auswirkungen der Krise insbesondere im Auftragseingang zu spüren. Während durch den Abschluss mehrerer lang laufender Großprojekte 2010 noch ein leichtes Umsatzwachstum generiert werden konnte, werden sich die im Jahr 2010 mageren Auftragseingänge, insbesondere das Fehlen umsatzstarker Großprojekte, zeitverzögert auf das Ergebnis des kommenden Geschäftsjahres auswirken. In Zahlen erwarten wir einen Umsatz von 10,6 Mio. € bei nahezu unveränderten teilfertigen Arbeiten. Die Gesamtleistung beträgt ebenfalls dann knapp 10,6 Mio. €, was einem Rückgang um ca. 2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Rohertrag wird sich mit 6.165 Tsd. € ebenfalls auf Vorjahresniveau bewegen. Sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 285 Tsd. € ergeben eine Gesamtertrag von 6.450 Tsd. €. PLANUNG GESAMTLEISTUNG, EBIT UND JAHRESÜBERSCHUSS in Tsd. € Geschäftsjahr Gesamtleistung
12.100,0
* Szenario auf Basis der Prognose der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose ** pessimistisches Szenario
Bei den Betriebsaufwendungen planen wir einen Anstieg um etwa 3 % auf 5.540 Tsd. €. Den deutlichsten Zuwachs werden dabei mit ca. 5 % die Personalaufwendungen erfahren. Nach Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise hatten wir Zurückhaltung in der Lohnpolitik geübt. Damit sollte den krisenbedingten Unsicherheiten Rechnung getragen werden. Aufgrund der sich nun abzeichnenden weiteren Erholung der Wirtschaft und der ausgezeichneten wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, wurden die Gehälter zum 01.10.2010 um 3,5 % angehoben und ein leistungsorientiertes Vergütungssystem im Engineering eingeführt. Das am 29.05.2009 in Kraft getretene Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) ist auf den Jahresabschluss der BNA erstmals im Geschäftjahr 2011 anzuwenden. Es schreibt unter anderem die Anwendung marktüblicher Zinssätze auf die Ermittlung von in der Zukunft liegenden Verpflichtungen, z. B. Betriebsrenten und Pensionen, vor. Der Gesetzgeber hat den Unternehmen dabei einen erheblichen Spielraum für die Bemessung der einmalig oder jährlich in die Bilanz einzustellenden Aufwandspositionen eingeräumt. In unserer Planung für 2011 ist ein Aufwand von 70 Tsd. € infolge der erstmaligen Anwendung des BilMoG berücksichtigt. Wir erwarten 2011 ein EBIT von 880 Tsd. € und einen Jahresüberschuss von 635 Tsd. €. Das entspricht, ausgehend vom Aktienbestand zum Berichtszeitpunkt, einem Ergebnis je Aktie von ca. 5,95 €. Die Planung fußt auf der Annahme, dass die Produktionskapazität von ca. 90.000 produktiven Stunden vollständig ausgelastet wird. Eine um 10 % geringere Auslastung würde das Betriebsergebnis um ca. 300 Tsd. € und den Jahresüberschuss um ca. 220 Tsd. € mindern. Für 2012 berücksichtigen wir in unserer Planung zwei Szenarien: das Eintreffen der Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2010 und darauf aufbauend eine leichte Erholung des Preisniveaus für Aufträge im Anlagenbau sowie deutlich steigende Auftragseingänge, insbesondere bei lang laufenden Großprojekten. Im pessimistischen Szenario gehen wir davon aus, dass infolge rezessiver Tendenzen in den USA und China und/oder der Schieflage mehrerer Volkswirtschaften im Euroraum die Exportchancen der deutschen Wirtschaft sinken. Dann erwarten wir einen sich deutlich verstärkenden, über den Preis ausgetragenen Wettbewerb und in der Folge geringere Auftragseingänge mit einer schlechteren Preisqualität. In diesem Szenario unterstellen wir, bezogen auf BNA, eine Stagnation der Umsätze bei gleichzeitig weiter sinkendem Auftragsvorlauf in Verbindung mit einer Abnahme des Vorratsvermögens. Im positiven Szenario planen wir für 2012 eine Gesamtleistung von ca. 12,1 Mio. €, ein EBIT von ca. 710 Tsd. € und einen Jahresüberschuss von ca. 510 Tsd. €. Die nochmalige Abnahme des Ergebnisses gegenüber 2011 hat ihre Ursache in den Vorlaufkosten des in diesem Szenario unterstellten deutlichen Wachstums. Die starken Auftragseingänge schlagen sich im Umsatz kaum nieder, die lang laufenden Großprojekte werden als teilfertige Arbeit nicht ergebniswirksam, aber die für die Abarbeitung notwendige Erhöhung der Kapazität verursacht höhere Kosten. Im pessimistischen Szenario prognostizieren wir eine Gesamtleistung von ca. 10,4 Mio. €, ein EBIT von ca. 920 Tsd. € und einen Jahresüberschuss von ca. 660 Tsd. €. Das im pessimistischen Szenario bessere Ergebnis ist dem Umstand geschuldet, dass überwiegend kleine und mittlere Projekte akquiriert werden, welche zu wesentlichen Teilen im Geschäftsjahr umsatz- und ertragswirksam abgeschlossen werden können. Ertragseinbußen werden bei diesem Szenario durch Einsparungen bei den Personalkosten teilweise kompensiert. Ilmenau, den 03.12.2010
Vorstandsvorsitzender	Vorstand
JAHRESABSCHLUSS DER BN AUTOMATION AG ZUM 30.09.2010
BNA 2010 / Jahresabschluss / Bilanz
AKTIVA in Tsd. €
30.09.2010 1) 30.09.2009 1)
A.	Anlagevermögen I.	Immaterielle Vermögensgegenstände
3.680,7
- Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten II.	Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2. technische Anlagen und Maschinen 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung III.	Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2. sonstige Ausleihungen Summe Anlagevermögen B.	Umlaufvermögen I.	Vorräte 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3. geleistete Anzahlungen II.	Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2. sonstige Vermögensgegenstände III.	Wertpapiere - sonstige Wertpapiere IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks Summe Umlaufvermögen C.	Rechnungsabgrenzungsposten
Geschäftsjahr 01.10. bis 30.09.
3.193,7
2.020,1
9.887,3
PASSIVA in Tsd. €
5.126,1
4.674,9
III.	Gewinnrücklagen 1. gesetzliche Rücklage 2. andere Gewinnrücklagen IV.	Jahresüberschuss Summe Eigenkapital B.	Sonderposten mit Rücklageanteil
C.	Rückstellungen 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2. Steuerrückstellungen 3. sonstige Rückstellungen Summe Rückstellungen
D.	Verbindlichkeiten 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
4.755,8
- davon aus Steuern: 145.506,13 € - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 44.788,96 € Summe Verbindlichkeiten E.	Rechnungsabgrenzungsposten
BNA 2010 / Jahresabschluss / Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 01.10.2009 bis 30.09.2010
10.945,0
in Tsd. € 1.	Umsatzerlöse 2.	Verminderung des Bestands in Ausführung befindlicher Aufträge 3.	Gesamtleistung 4.	sonstige betriebliche Erträge 5.	Materialaufwand
6.220,3
4.289,0
4.107,4
3.399,7
10.	sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
12.	Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-	Aufwendungen für bezogene Leistungen
-	Löhne und Gehälter -	soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
7.	Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen	stände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 8.	sonstige betriebliche Aufwendungen 9.	Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
13.	Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 14.	Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
15.	sonstige Steuern 16.	Jahresüberschuss
BNA 2010 / Jahresabschluss / Anhang
Anhang Angaben und Erläuterung zu Form und Gliederung des Jahresabschlusses Für eine klare und übersichtliche Darstellung von allen geforderten Informationen war der Raum in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung nicht ausreichend. Die Ausweiswahlrechte wurden daher überwiegend im Anhang dargestellt; dies vor allem, um dem Grundsatz der Übersichtlichkeit und Klarheit gemäß § 243 HGB zu entsprechen. Der Jahresabschluss zum 30.09.2010 ist nach dem HGB erstellt. Die hierin für Kapitalgesellschaften verbindlich vorgeschriebenen Gliederungsvorschriften der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden berücksichtigt. Ergänzend zu diesen Vorschriften fanden die im AktG vorgegebenen Gliederungsvorschriften Berücksichtigung.
Angabe der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des AktG zu beachten. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden: >>	Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen der Gegenstände werden teilweise linear und teilweise geometrisch degressiv mit Abschreibungssätzen vorgenommen, die auch steuerlich zulässig sind. >>	Den Abschreibungen auf EDV-Software wurde eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren zugrunde gelegt. Den Abschreibungen auf Gebäude liegt eine Nutzungsdauer von 25 Jahren zugrunde. Bei den Außenanlagen beträgt die Nutzungsdauer 10 Jahre. Die Nutzungsdauer beträgt bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre. Die selbständig nutzbaren Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 150,00 € und unter 1.000,00 € werden seit dem 01.01.2008 in einem Sammelposten aufgenommen, der ab dem Jahr der Anschaffung oder Herstellung gleichmäßig mit jeweils 1/5 abgeschrieben wird. >>	Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. >>	Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Werten am Abschlussstichtag angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich aus Stoffkosten und den Fertigungskosten zusammen. Einem Abwertungsbedarf aufgrund verlustfreier Bewertung wurde Rechnung getragen. >>	Die Forderungen wurden zum Nennwert bewertet. Für erkennbare Risiken wurden Einzelwertberichtigungen durchgeführt. Für das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. >>	Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet. >>	Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. >>	Die Rechnungsabgrenzungsposten sind mit dem zeitanteiligen Betrag der Ausgaben/Einnahmen angesetzt, der eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betrifft. >>	Die Sonderposten mit Rücklageanteil nach den §§ 273 und 281 Abs. 1 HGB sind in der Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen den handelsrechtlich zulässigen und steuerrechtlich möglichen Wertansätzen gebildet. >>	Die Rückstellungen für Pensionen sind entsprechend einem versicherungsmathematischen Gutachten, unter Anwendung der Richttafeln 2005G von Professor Klaus Heubeck, mit dem Teilwert bzw. mit den steuerlich höchstzulässigen Beträgen angesetzt. Der Berechnung liegt ein Zinsfuß von 6% zugrunde.
>>	Die sonstigen Rückstellungen sind mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Beträgen bewertet. >>	Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt. >>	Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Die in fremder Währung erworbenen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind mit dem Kurs bewertet, der zum Anschaffungszeitpunkt maßgeblich war.
Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Anlagengitter Die Gliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung ist auf der folgenden Seite dargestellt. Bitte rechts ausklappen. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Gesellschaft hält 100% des Kapitals der BN Automation S.A.E., Kairo. Das Grundkapital beträgt 250.000 ägyptische Pfund. Die Beteiligung ist mit 17,8 Tsd. € (Vorjahr 35,5 Tsd. €) bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Der ausgewiesene Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen die Aktivwerte zur Rückdeckung von Pensionszusagen in Höhe von 464,9 Tsd. € (Vorjahr 435,5 Tsd. €) sowie Steuerforderungen in Höhe von 120,4 Tsd. € (Vorjahr 74,1 Tsd. €) ausgewiesen. Eigenkapital Grundkapital Das Grundkapital beträgt 533.180,00 € (Vorjahr 533.180,00 €) und ist eingeteilt in 106.636 Stückaktien (Vorjahr 106.636 Stückaktien), die auf den Namen lauten. Kapitalrücklage/Anteile über dem Nennbetrag Die Kapitalrücklage in Höhe von 231,5 Tsd. € (Vorjahr 231,5 Tsd. €) resultiert aus den Ausgabeaufschlägen auf Aktien, die im Rahmen der Optionspläne durch Mitarbeiter der Gesellschaft erworben wurden. Gesetzliche Rücklage Die gesetzliche Rücklage und die Kapitalrücklage übersteigen zusammen den zehnten Teil des Grundkapitals (§ 150 Abs.2 AktG). Einstellung in andere Gewinnrücklagen Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15.03.2010 wurden vom Bilanzgewinn des vergangenen Wirtschaftsjahres 506,6 Tsd. € (Vorjahr 494,9 Tsd. €) in andere Gewinnrücklagen eingestellt. Genehmigtes Kapital Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20.03.2006 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 20.03.2011 durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen, einmalig oder mehrmals, insgesamt um bis zu 250.000,00 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2006). Der Vorstand hat bis zum Bilanzstichtag von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Bilanzgewinn Der Bilanzgewinn entspricht dem Jahresüberschuss. Sonderposten mit Rücklageanteil Im Jahresabschluss sind Sonderposten mit Rücklageanteil gemäß § 273 HGB in Höhe von 402,7 Tsd. € (Vorjahr 436,9 Tsd. €) und gemäß § 281 HGB in Höhe von 105,9 Tsd. € (Vorjahr 114,8 Tsd. €) ausgewiesen. Die Sonderposten mit Rücklageanteil wurden für Sonderabschreibungen auf Gebäude und Außenanlagen sowie für erhaltene Investitionszuschüsse gebildet.
Anschaffungs-/Herstellungskosten in €
253.718,92
28.188,31
18.006,87
263.900,36
184.495,92
29.240,31
17.682,87
196.053,36
69.223,00
1.921.281,21
4.964,84
1.926.246,05
683.590,97
73.686,11
757.277,08
1.168.968,97
1.237.690,24
131.205,71
1.042.986,83
4.825,77
1.047.812,60
449.189,30
43.290,04
492.479,34
555.333,26
593.797,53
c) Fertigungshalle
598.123,79
115.100,79
139.052,79
459.071,00
483.023,00
d) Außenanlagen
93.494,26
92.627,26
93.492,26
e) Außenanlagen Fertigungshalle
55.470,62
55.609,69
26.673,62
32.252,69
28.797,00
4.507,68
2.303,68
2.204,00 316.414,01
I.	Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
II.	Sachanlagen 1.	Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken a) bebaute Grundstücke b) Geschäftsbauten
2. technische Anlagen und Maschinen Betriebsvorrichtungen 3.	andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.472.636,97
192.772,62
193.050,42
1.472.359,17
1.156.222,96
116.168,62
188.816,42
1.083.575,16
388.784,01
650.464,38
120.921,00
160.057,33
611.328,05
493.450,38
49.778,00
157.024,33
386.204,05
225.124,00
157.014,00
b) Betriebsausstattung
592.607,91
64.110,07
32.993,09
623.724,89
491.894,90
50.325,07
31.792,09
510.427,88
113.297,01
100.713,01
c) Büroeinrichtung
188.397,99
189.718,36
156.505,99
6.603,37
163.109,36
43.997,87
8.864,18
20.842,87
3.398.425,86
197.737,46
3.403.112,90
1.842.117,61
190.148,73
1.843.449,92
1.559.662,98
1.556.308,25
35.511,36
17.755,68
38.885,89
21.130,21
3.691.030,67
225.925,77
211.057,29
3.705.899,15
2.026.613,53
237.144,72
206.499,29
2.057.258,96
1.648.640,19
1.664.417,14
d) GWG e) sonstige Betriebsausstattung Summe Sachanlagen
III. Finanzanlagen 1.	Anteile an verbundenen Unternehmen 2.	sonstige Ausleihungen Summe Finanzanlagen
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen von 847,5 Tsd. € (Vorjahr 980,5 Tsd. €) enthalten Rückstellungen
für noch zu erbringende Leistungen, für Beiträge, für Prüfungskosten, für Gewährleistungsauf-
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen finanzielle Verpflichtungen
wendungen, für sonstige Ansprüche, für Ansprüche von Nachauftragnehmern und für Urlaubs-
aus abgeschlossenen Leasingverträgen in Höhe von 121,2 Tsd. €. Die Restlaufzeit der Leasing-
verträge beträgt 1 bis 36 Monate.
Verbindlichkeiten Zu den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden folgende Erläuterungen gegeben: Art der Verbindlichkeit
< 1 Jahr 1–5 Jahre > 5 Jahre Tsd. € Tsd. € Tsd. €
Gesamt Tsd. €
Sonstige Pflichtangaben Auswirkungen auf das Jahresergebnis durch im Geschäftsjahr oder in den Vorjahren gebildete Sonderposten mit Rücklageanteil Das Jahresergebnis wurde durch die Bildung und Auflösung von Sonderposten
gegenüber Kreditinstituten erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
teilweise Bürgschaften
teilweise Eigentumsvorbehalt
in Höhe von 43,0 Tsd. € positiv beeinflusst.
4.755,9
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind 145,5 Tsd. € aus Steuern enthalten (Vorjahr 119,0 Tsd. €).
Mitglieder des Aufsichtsrats Im Berichtszeitraum waren zum Aufsichtsrat bestellt: >>	Herr Andreas Schnitzler, Rechtsanwalt,
Hinsichtlich der ausgewiesenen sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern wird auf die Ausfüh-
>>	Herr René Schneider, Diplom-Ingenieur für Gerätetechnik,
rungen unter Punkt „Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände“ verwiesen. Die
sonstigen Verbindlichkeiten enthalten zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten für Ansprüche aus
>>	Herr Andreas Beaucamp, Berater,
erfolgsabhängigen Vergütungen und Einmalzahlungen inklusive der darauf entfallenden Sozial­
>>	Herr Dr.-Ing. Gunther Kegel, Geschäftsführer,
Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse
Stellvertreter des Vorsitzenden, ausgeschieden am 15.03.2010 Stellvertreter des Vorsitzenden ab 15.03.2010 Mitglied des Aufsichtsrats ab 15.03.2010
Die Summe der Gesamtbezüge des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum betrug 22,5 Tsd. €.
Am Bilanzstichtag bestanden keine Eventualverbindlichkeiten.
Mitglieder des Vorstands Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Der Vorstand der BN Automation AG besteht aus einem Mitglied,
ab dem 01.04.2010 aus zwei Mitgliedern:
Die Umsatzerlöse betrugen insgesamt 11.052,3 Tsd. €. Davon entfielen 930,4 Tsd. € auf Umsät-
>>	Vorsitzender des Vorstands: Herr Dr. Frank Bonitz,
ze in anderen EU Staaten und 71,4 Tsd. € auf Umsätze in Ländern, die nicht zur EU gehören.
Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik, 98716 Geraberg
>>	Vorstand: Herr René Schneider, Sonstige betriebliche Erträge
Diplom-Ingenieur für Gerätetechnik, 99094 Erfurt,
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit
bestellt am 15.03.2010 mit Wirkung vom 01.04.2010
Rücklageanteil nach § 273 HGB in Höhe von 34,1 Tsd. € und nach § 281 HGB in Höhe von 8,8 Tsd. € enthalten.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 86 Arbeitnehmer beschäftigt. Davon
Im ausgewiesenen Aufwand sind 73,4 Tsd. € für Altersversorgung enthalten.
waren 72 in der Produktion eingesetzt, 2 in der Entwicklung und 12 in der Verwaltung. Zusätzlich waren zum Bilanzstichtag 7 Auszubildende beschäftigt.
Die Arbeitnehmerzahlen wurden entsprechend den Vorschriften des § 267 Abs. 5 HGB ermittelt.
Die Abschreibungen des Geschäftsjahres enthalten Abschreibungen auf geringwertige WirtIlmenau, den 03.12.2010
schaftsgüter mit einem Nettowert von mehr als 150,00 € und bis 1.000,00 € in Höhe von 8,9 Tsd. €, die nach dem 31.12.2007 angeschafft oder hergestellt wurden und gemäß § 6 Abs. 2a EStG über 5 Jahre abgeschrieben werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 17,8 Tsd. € (siehe Punkt „Anteile an verbundenen Unternehmen“).
Dr. Frank Bonitz	Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde mit Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 378,6 Tsd. € belastet.
BNA 2010 / Jahresabschluss / Wiedergabe des Bestätigungsvermerkes des Abschlussprüfers
Wiedergabe des BESTÄTIGUNGSVERMERKES DES ABSCHLUSSPRÜFERS Aufgrund meiner Prüfung erteile ich dem vorstehenden Jahresabschluss zum 30. September 2010 und dem vorstehenden Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009/2010 der BN Automation AG, Ilmenau folgenden Bestätigungsvermerk: Ich habe den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BN Automation AG, Ilmenau, für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Jena, den 06. Dezember 2010 Dipl.-Kfm. Bernhard Schäfer Wirtschaftsprüfer
BNA 2010 / Wichtige Informationen
ANSCHRIFT: BN Automation AG Gewerbepark „Am Wald“ 5a 98693 Ilmenau Telefon: 03677 855-0 Telefax: 03677 855-599 E-Mail: info@bn-automation.de www.bn-automation.de
VORSTAND: Dr. Frank Bonitz (Vorsitzender) René Schneider
AUFSICHTSRAT: Andreas Schnitzler (Vorsitzender) Andreas Beaucamp (stellvertretender Vorsitzender) Dr. Gunther Kegel
TERMINE: Hauptversammlung: 28.03.2011 Dividendenzahlung: 01.04.2011
ANSPRECHPARTNER: Astrid Schiffer Assistentin des Vorstandes Telefon: 03677 855-510 E-Mail: a.schiffer@bn-automation.de
IMPRESSUM: Inhalt: © BN Automation AG Gestaltung, Realisierung: Visionauten, Leipzig Fotos: © BN Autmoation AG, außer: Titel:	AndreasF., boing, GabyJ / photocase.com und © enbion GmbH in Lüneburg S. 08:	© EMS Energie- und Medien­versorgung Schwarza GmbH S. 10:	© Peter Hinschläger S. 13:	manun / photocase.com
Wasserfreizeit der Stadt Zeulenroda GmbH (Waikiki)
S. 14:	Wikimedia Commons © Michael Fiegle
WIR ÜBER UNS Als eines der führenden Ingenieurunternehmen in Thüringen entwickeln und fertigen wir für die Kernbereiche des täglichen Lebens. Ob bei der Versorgung mit reinem Trinkwasser, der Gewinnung von Energie aus nachwachsenden Rohstoffen oder in der Herstellung hochwertiger Lebensmittel – unsere Automatisierungslösungen stehen für die sichere, umweltschonende und wirtschaftliche Produktion vieler lebenswichtiger Güter. Kunden in Deutschland und Europa schätzen unsere innovativen Produkte, Lösungen und Dienstleistungen. In unseren Geschäftsfeldern Ver- und Entsorgung, Umwelttechnik und Industrie helfen wir unseren Kunden, Antworten auf technische, wirtschaftliche und ökologische Herausforderungen zu finden. Mit mehr als 1.300 realisierten Projekten können wir dabei auf umfangreiche Erfahrungen im industriellen Anlagenbau zurückgreifen. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit verbinden wir technologisches Wissen mit Automatisierungstechnik, Informationstechnik und Elektrotechnik zu einem außergewöhnlichen Leistungsangebot. Der individuelle Zuschnitt unserer Lösungen generiert einen hohen Kundennutzen. Unser Handeln ist bestimmt vom Streben nach Qualität und ehrlicher Kundenorientierung. Das ist unsere Basis für nachhaltiges und rentables Wachstum: Zum Vorteil unserer Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter. www.bn-automation.de
BNA Geschäftsbericht 2010
Business Report of the BN Automation AG 2010