Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%201963,%20287
Timestamp: 2019-04-23 05:30:42
Document Index: 200554053

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 839', '§ 839', 'BGH', 'BGH', '§ 839', '§ 839', '§ 839', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 839', '§ 839', '§ 839', 'BGH', 'BGH']

BGH, 18.10.1962 - III ZR 134/61 - dejure.org
BGH, 18.10.1962 - III ZR 134/61
MDR 1963, 287
VersR 1963, 235
DVBl 1963, 452
Denn die Pflicht, sich jeglichen Amtsmissbrauches zu enthalten, obliegt allen Beamten gegenüber jedem, der durch den Missbrauch geschädigt werden könnte (BGHZ 91, 243; BGH MDR 63, 287; BGH VersR. 2003, 1306;… Staudinger a. a. O., § 839 Rn. 176) .
v. 18.10.1962 - III ZR 134/61 , LM Nr. 77 zu § 839 (C) BGB).
Darüberhinaus kann ein Amtsmißbrauch auch bei gewissen fahrlässigen Verhaltensweisen vorliegen, was jedoch immer von den Besonderheiten des Einzelfalles abhängig ist (RGZ 154, 201, 208; BGH Urt. v. 18. Oktober 1962 - III ZR 134/61 = Warn 1962 Nr. 219 = MDR 1963, 287;… BGH Urt. v. 2. Juli 1970 - III ZR 146/69 = Warn 1970 Nr. 168 = LM BGB § 839 C b Nr. 13).
Rechtsfehler läßt seine Entscheidung insoweit nicht erkennen (vgl. zum Amtsmißbrauchstatbestand die Senatsurteile VersR 1970, 906; LM BGB § 839 (C) Nr. 77; VersR 1963, 235).
Nach dem vom Berufungsgericht in diesem Zusammenhang erwähnten Urteil des Bundesgerichtshofs vom 18. Oktober 1962 - III ZR 134/61 - (LM BGB § 839 (C) Nr. 77) hat ein Beamter sein Amt sachlich und im Einklang mit den Forderungen von Treu und Glauben und guter Sitte zu führen.
Jedoch wird eine grundsätzlich wertneutrale Amtshandlung, auch wenn sie als schuldhafte Amtspflichtverletzung anzusehen wäre, erst dann zum Amtsmissbrauch, wenn zu dem Verhalten des Amtsträgers noch ein weiterer Umstand hinzutritt, der dieses Verhalten als einen Verstoß gegen Treu und Glauben und die guten Sitten erscheinen lässt (vgl. BGH, Urteile vom 2. Juli 1970- III ZR 146/69 - juris Tz. 24; vom 18. Oktober 1962 - III ZR 134/61 - MDR 1963, 287 f.). Geschützt wird eine nachteilige sitten- oder treuwidrige Einwirkung auf die Vermögenslage in ihrer Gesamtheit (vgl. BGH, Urteil vom 29. November 1984- III ZR 111/83- juris Tz. 32).
BGH, 02.07.1970 - III ZR 146/69
Schadensersatz durch Vornahme einer Amtspflichtverletzung - Weigerung zum …
Wie der erkennende Senat in seinem Urteil vom 10. Oktober 1962 - III ZR, 134/61 = LM BGB § 839 (C) Nr. 77; VersR 1963, 235; MDR 1963, 287; - siehe auch Urteil vom 25. Oktober 1962 - III ZR 10/62 - rechtsgrundsätzlich ausgeführt hat, kann ein Amtsmißbrauch nicht schon bei jeder schuldhaften Amtspflichtverletzung vorliegen, da sonst die in § 839 BGB ausgesprochene Einschränkung, daß die Amtspflicht einem Dritten gegenüber bestehen muß, bedeutungslos würde.
Angesichts der dargelegten Rechtslage, die bereits den Klageanspruch trägt, bedarf es keines weiteren Eingehens darauf, ob die Zulassungsstelle der Beklagten dem Kläger gegenüber sich auch einer zum Schadensersatz verpflichtenden Amtspflichtverletzung in Form eines "Amtsmißbrauchs" schuldig gemacht hat, wie das Oberlandesgericht in Anlehnung an die vom erkennenden Senat in seinem Urteil vom 16. Oktober 1962 III ZR 134/61 = VersR 1963, 235, 236 entwickelten Grundsätze mit eingehender Begründung angenommen hat, wogegen sich die Revision ebenfalls wendet.
Nach der hier festgestellten Art der Amtspflichtverletzung bedarf es im Hinblick auf das vom Berufungsgericht angeführte Urteil des Bundesgerichtshofs vom 18. Oktober 1962 - III ZR 134/61, LM BGB § 839 (C) Nr. 77, keiner Erörterung der Frage, ob der Streithelfer "die Möglichkeit einer Schädigung erkannt hat".
BGH, 25.10.1962 - III ZR 10/62
Schon in seinem Urteil vom 18. Oktober 1962 (III ZR 134/61) hat sich der hier erkennende Senat mit der Tragweite dieses Satzes auseinandergesetzt und hierzu ausgeführt:.
BGH, 01.07.1963 - III ZR 79/62