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Timestamp: 2016-10-26 07:38:53
Document Index: 45754195

Matched Legal Cases: ['Art. 56', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 394', 'Art. 398', 'Art. 97', 'Art. 398', 'Art. 8', 'Art. 56', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 398', 'BGE', 'Art. 221', 'Art. 9', 'Art. 342', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_577/2015 (01.03.2016)
4A_577/2015 � � Urteil vom 1. M�rz 2016
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 19. Mai 2015.
A.a.�Die A.________ AG (Beklagte, Beschwerdef�hrerin) bezweckt die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Versicherungsplanung, Risikoberatung sowie Portefeuille-Verwaltung; C.________ ist (einziges im Handelsregister eingetragenes) Mitglied des Verwaltungsrats der Beklagten. Er ist als unabh�ngiger Versicherungsvermittler im Vermittlerregister der Eidgen�ssischen Finanzmarktaufsicht FINMA (nachfolgend: FINMA) eingetragen.
Im Oktober 2002 beauftragten B.A.________ (Kl�ger, Beschwerdegegner) und seine Frau B.B.________ die Beklagte mit der Verwaltung und Betreuung ihres Versicherungsportefeuilles. Dieses Mandat k�ndigten sie am 17. Oktober 2011.
A.b.�Der Kl�ger trat per 31. Dezember 2007 aus der Pensionskasse Post aus. Per 1. Juli 2008 �berwies die Pensionskasse Post die Austritts- bzw. Freiz�gigkeitsleistung von Fr. xxx an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG.
Am 26. September 2008 schloss der Kl�ger auf Vorschlag der Beklagten mit der D.________ Freiz�gigkeitsstiftung eine "Vorsorgevereinbarung f�r Freiz�gigkeitskonto" ab und entschied sich f�r ein festverzinsliches Freiz�gigkeitskonto "10 Jahre". Die D.________ Freiz�gigkeitsstiftung best�tigte dem Kl�ger am 29. September 2008 die Er�ffnung eines Freiz�gigkeitskontos und zeigte ihm am 13. Oktober 2008 die Gutschrift von Fr. yyy per Valuta 8. Oktober 2008 an. Die "E.________" stellte dem Kl�ger am 11. September 2009 einen Versicherungsausweis aus, worin vermerkt war, der Eintritt in die Pensionskasse sei am 1. Juni 2009 erfolgt; als Arbeitgeberin war die Beklagte aufgef�hrt. Weiter best�tigte die G.________ der Beklagten am 25. September 2009 und 6. Oktober 2009 den Eingang der Freiz�gigkeitsleistung bei ihr.
A.c.�Bereits am 14. Juli 2009 hatte die FINMA der D.________ Freiz�gigkeitsstiftung (und anderen Gesellschaften der F.________-Gruppe) mit superprovisorischer Verf�gung jegliche Entgegennahme von Publikumseinlagen sowie jegliche Werbung f�r deren Entgegennahme untersagt und zwei Untersuchungsbeauftragte eingesetzt. Die Untersuchungsbeauftragten waren erm�chtigt, allein f�r die Gesellschaft zu handeln; den bisherigen Organen war untersagt, ohne Zustimmung der Untersuchungsbeauftragten weitere Rechtshandlungen vorzunehmen. Am 3. Dezember 2009 wurde �ber die D.________ Freiz�gigkeitsstiftung der Konkurs er�ffnet.
Mit superprovisorischer Verf�gung vom 11. November 2009 untersagte die FINMA auch der G.________ jegliche Entgegennahme von Publikumseinlagen sowie jegliche Werbung f�r deren Entgegennahme, setzte zwei Untersuchungsbeauftragte ein und untersagte den bisherigen Organen, ohne Zustimmung der Untersuchungsbeauftragten f�r die Pensionskasse zu handeln. Am 26. November 2009 untersagte das Amt f�r berufliche Vorsorge und Stiftungen des Kantons Z�rich (BVS) der G.________, weitere Anschlussvertr�ge mit Arbeitgebern abzuschliessen. Am 15. Dezember 2009 suspendierte es den Stiftungsrat und setzte Rechtsanwalt H.________ als interimistischen Stiftungsrat ein. Am 12. November 2010 hob das BVS die G.________ auf und setzte sie in Liquidation.
A.d.�Am 10. August 2010 orientierte Rechtsanwalt H.________, der Sicherheitsfonds BVG werde f�r alle Versicherten, f�r welche die G.________ die aktive Vorsorge betrieben habe, die volle Deckung �bernehmen. Dagegen w�rden die Freiz�gigkeitsguthaben, welche die G.________ gesetzeswidrig bloss aufbewahrt habe, durch den Sicherheitsfonds BVG wohl nicht gedeckt.
Der Sicherheitsfonds BVG leistete am 23. Februar 2011 einen Vorschuss von Fr. 1'500'000.-- f�r die Sicherstellung der Leistungen derjenigen Destinat�re, die unwidersprochen bei der G.________ aktiv versichert gewesen waren. Am 30. Oktober 2012 erliess der Sicherheitsfonds BVG gegen�ber der G.________ in Liquidation eine Verf�gung, worin er im Wesentlichen festhielt, bei 30 Personen l�gen die Voraussetzungen f�r eine Sicherstellung der Leistungen nicht vor. In Bezug auf den Kl�ger erkannte er, das Guthaben des Kl�gers sei bei der G.________ entgegen deren damaliger Best�tigung nicht eingegangen. Der Kl�ger sei bei der G.________ nicht versichert gewesen.
A.e.�Gegen die Verf�gung des Sicherheitsfonds BVG erhob die G.________ in Liquidation beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Dieses wies die Beschwerde mit Urteil vom 9. Januar 2015 ab. Die gegen dieses Urteil beim Bundesgericht eingereichte Beschwerde wies die II. sozialrechtliche Abteilung mit Urteil vom 13. November 2015 (Verfahren 9C_119/2015 und 9C_138/2015) ab. Das Bundesgericht stellte fest, gem�ss Art. 56 Abs. 1 lit. b BVG stelle der Sicherheitsfonds BVG die gesetzlichen und die �ber die gesetzlichen Leistungen hinausgehenden reglementarischen Leistungen u.a. von zahlungsunf�hig gewordenen Vorsorgeeinrichtungen sicher. Zu Unrecht an eine Vorsorgeeinrichtung �bertragene Freiz�gigkeitsguthaben fielen nicht unter diesen Begriff der "gesetzlichen Leistungen". Beim Transfer der Freiz�gigkeitsleistung in die Vorsorgeeinrichtung m�sse eine Anstellung an einen angeschlossenen Arbeitgeber und ein versicherter Verdienst vorliegen. Keine der hier betroffenen Personen, u.a. der Beschwerdegegner, sei aber in einem Arbeitsverh�ltnis zu einem der G.________ angeschlossenen Arbeitgeber gestanden. Es l�gen daher keine Vorsorgeverh�ltnisse vor; die G.________ habe hinsichtlich der streitigen Gelder als reine Freiz�gigkeitseinrichtung fungiert.
Mit Klage vom 16. Januar 2013 beim Bezirksgericht Kreuzlingen beantragte der Kl�ger, die Beklagte sei zu verpflichten, ihm Fr. yyy zuz�glich 5 % Zins seit 8. Oktober 2008 zu bezahlen. Eventuell sei die Beklagte anzuweisen, den Betrag auf sein Freiz�gigkeitskonto bei der I.________ Freiz�gigkeitsstiftung zu bezahlen. Ein bis zum Urteil aus der Konkursliquidation der D.________ Freiz�gigkeitsstiftung ausbezahltes Betreffnis sei an die Verpflichtung der Beklagten anzurechnen. Das Bezirksgericht Kreuzlingen sprach dem Kl�ger mit Urteil vom 10. M�rz/ 3. Juli 2014 den eingeklagten Betrag zu und ordnete die Anrechnung beziehungsweise Weiterleitung einer allf�lligen Konkursdividende an.
Das Obergericht des Kantons Thurgau sch�tzte mit Entscheid vom 19. Mai 2015 die von der Beklagten erhobene Berufung teilweise, indem es den Zins von 5 % lediglich ab 3. Dezember 2009 zusprach. Im �brigen best�tigte es den angefochtenen Entscheid des Bezirksgerichts Kreuzlingen.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt die Beschwerdef�hrerin dem Bundesgericht, der Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 19. Mai 2015 sei kostenf�llig aufzuheben und die Klage abzuweisen. Der Kl�ger tr�gt auf kostenf�llige Abweisung der Beschwerde an, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Die Vorinstanz hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Am 4. Dezember 2015 reichte der Beschwerdegegner das erw�hnte Urteil der II. sozialrechtlichen Abteilung vom 13. November 2015 ein.
Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Mit Blick auf die allgemeinen Begr�ndungsanforderungen an eine Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) behandelt es aber grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind; es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 f. mit Hinweisen). Eine qualifizierte R�gepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem Recht. Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden sind (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53).
Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz sei willk�rlich davon ausgegangen, dass endg�ltig f�r alle Gelder von Destinat�ren, die von der D.________ Freiz�gigkeitsstiftung an die G.________ �bertragen wurden, keine Sicherung durch den Sicherheitsfonds BVG bestehe. Nachdem das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. Januar 2015 mittlerweile durch das Bundesgericht best�tigt wurde (Verfahren 9C_119/2015 und 9C_138/2015), ist diese R�ge gegenstandslos.
Unbestritten bestand zwischen den Parteien ein Auftragsverh�ltnis. Durch die Annahme eines Auftrags verpflichtet sich der Beauftragte, die ihm �bertragenen Gesch�fte oder Dienste vertragsgem�ss zu besorgen (Art. 394 Abs. 1 OR). Der Beauftragte haftet im allgemeinen f�r die gleiche Sorgfalt wie der Arbeitnehmer im Arbeitsverh�ltnis und er haftet dem Auftraggeber f�r getreue und sorgf�ltige Ausf�hrung der ihm �bertragenen Gesch�fte (Art. 398 Abs. 1 und 2 OR). Wie die Vorinstanz zutreffend festh�lt, obliegt dem Beschwerdegegner, der wegen mangelhafter Erf�llung des Auftrags Schadenersatz beansprucht (Art. 97 Abs. 2 i.V.m. Art. 398 OR), die Behauptungs- und Beweislast hinsichtlich des Schadens, der Vertragsverletzung und des Kausalzusammenhangs zwischen der Vertragsverletzung und dem geltend gemachten Schaden (vgl. Art. 8 ZGB). Die Beschwerdef�hrerin als Beauftragte hat darzutun, dass sie kein Verschulden trifft.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz habe �berh�hte Anforderungen an die einzuhaltende Sorgfalt gestellt.
5.1.�Die Vorinstanz erwog unter Hinweis auf Lehre und Rechtsprechung, zur sorgf�ltigen Auftragserf�llung geh�re eine sachgerechte Analyse von Art, Umfang, Dauer und Erfolgsaussichten des Auftrags, eine weitsichtige Planung der Auftragserf�llung, die Bearbeitung der sich stellenden Probleme mit hohem beruflichen Standard einschliesslich Weiterbildung oder Beizug eines Spezialisten und - mittels kritischer Selbsteinsch�tzung - die Vermeidung eines �bernahmeverschuldens. Entsprechend habe die Beauftragte einen Auftrag abzulehnen, wenn sie der Gesch�ftsbesorgung nicht gewachsen sei. Der Versicherungsmakler habe sich - im Gegensatz zum Agenten, der die Interessen eines oder allenfalls mehrerer Versicherer zu wahren habe - ausschliesslich der Interessenwahrung des Mandanten zu widmen. Er habe die Bed�rfnisse des Kunden zu ermitteln und anschliessend auf der Basis s�mtlicher auf dem Markt angebotener Versicherungsleistungen eine Empfehlung abzugeben. Nach Abschluss des Vertrages sei der Makler verpflichtet, die Zweckm�ssigkeit des gew�hlten Versicherungsschutzes laufend zu �berwachen. Vorliegend h�tte die Beschwerdef�hrerin bereits wegen der Natur des anzulegenden Kapitals, das einen Teil der Altersvorsorge sicherstellen sollte, dem Sicherheitsaspekt vordringliche Bedeutung zumessen m�ssen. Es sei auch unbestritten, dass die Beschwerdef�hrerin gewusst habe, dass der Beschwerdegegner der Sicherheit tats�chlich eine hohe Bedeutung zumass. Vor diesem Hintergrund habe die Beschwerdef�hrerin dem Beschwerdegegner vorgeschlagen, er k�nne sein Freiz�gigkeitsguthaben bei der D.________ Freiz�gigkeitsstiftung einbringen. Das Guthaben sei gem�ss der Zusicherung der Stiftungsorgane durch eine interne Umschichtung von der Freiz�gigkeitsstiftung zur G.________ dem Sicherheitsfonds BVG unterstellt. Dabei habe die Beschwerdef�hrerin gewusst, dass es sich bei diesem Vorschlag um ein neuartiges Konstrukt gehandelt habe. Sie habe sich auf die Erkl�rungen der Verantwortlichen der D.________ Freiz�gigkeitsstiftung und der G.________ verlassen und sich diese auch schriftlich best�tigen lassen. Der Beschwerdef�hrerin habe aber klar sein m�ssen, dass bei der G.________ keine aktive Versicherung des Beschwerdegegners bestehen konnte. Dies gelte insbesondere, weil die Beschwerdef�hrerin f�r den Beschwerdegegner bereits den Anschluss der I.________ GmbH an die "K.________" organisiert hatte und ihr daher bekannt gewesen sein musste, dass eine aktive Versicherung nur �ber die J.________ GmbH als Arbeitgeberin oder f�r den Beschwerdegegner als Selbst�ndigerwerbenden in Frage kommen konnte. F�r die Beschwerdef�hrerin als berufliche Beraterin h�tte daher h�chst fraglich sein m�ssen, ob Freiz�gigkeitsleistungen, die bei einer Pensionskasse ohne aktive Versicherung "parkiert" werden, durch den Sicherheitsfonds BVG gesichert seien. Sie habe sich nicht blind auf die Ausk�nfte der Verantwortlichen der D.________ Freiz�gigkeitsstiftung und G.________ verlassen d�rfen, zumal die Freiz�gigkeitsstiftung erst sei 2005 bestanden habe und die Pensionskasse erst im M�rz 2008 errichtet worden und sogar erst mit Verf�gung vom 10. Dezember 2008 (r�ckwirkend per 1. Januar 2008) definitiv in das kantonale Register f�r die berufliche Vorsorge eingetragen worden sei. Zudem seien die Freiz�gigkeitsstiftung und die Pensionskasse nicht Teil einer bestehenden, im Markt bekannten Organisation (wie einer Bank oder Versicherung) gewesen und bei dem von der G.________ angef�hrten "L.________" habe es sich auch nicht um einen in der Schweiz anerkannten Berufsverband gehandelt. Die Beschwerdef�hrerin habe sorgfaltswidrig gehandelt, weil sie die Umst�nde nicht geh�rig abgekl�rt habe und deswegen eine Falschberatung t�tigte. Es w�re ihr zuzumuten gewesen, Erkundigungen beim Sicherheitsfonds BVG, bei der BVG-Aufsichtsbeh�rde oder bei einem Pensionskassenspezialisten einzuholen.
Und selbst wenn man der Beschwerdef�hrerin zugestehen w�rde, sie h�tte den Zusicherungen der Verantwortlichen der D.________ Freiz�gigkeitsstiftung bzw. der G.________ vertrauen d�rfen - so die Vorinstanz weiter - w�rde die Beschwerdef�hrerin auf jeden Fall ein �bernahmeverschulden treffen. Wer Kunden in Fragen der beruflichen Vorsorge berate, m�sse auch diesbez�gliche Fachkenntnisse aufweisen oder zumindest erkennen k�nnen, dass zus�tzliche Abkl�rungen erforderlich w�ren.
5.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt, sie bzw. ihr Organ C.________ sei nicht Jurist. Es k�nne von ihm bzw. einem Versicherungsmakler nicht verlangt werden, neu angebotene Produkte auf ihre Gesetzeskonformit�t zu pr�fen. Die Vorinstanz setze bei der Beschwerdef�hrerin die Kenntnis der Gesetze, der Rechtsprechung und der Lehre voraus. Das sei zu weit gehend, denn das entspreche der Haftung f�r einen Anwalt.
Die Vorinstanz hat aber nicht Kenntnis von Art. 56 Abs. 1 lit. b BVG bzw. der dazu ergangenen Lehre und Praxis verlangt. Vielmehr nimmt sie an, es h�tte f�r die Beschwerdef�hrerin�
fraglich�sein m�ssen - namentlich wegen des zuvor f�r den Beschwerdegegner organisierten Anschlusses der J.________ GmbH an die "K.________" -, ob Freiz�gigkeitsleistungen, die bei einer Pensionskasse ohne aktive Versicherung "parkiert" werden, durch den Sicherheitsfonds BVG gesichert seien. Die Vorinstanz stellte also auf ganz�
konkrete Umst�nde�ab, weshalb die Beschwerdef�hrerin die Auskunft der Verantwortlichen der D.________ Freiz�gigkeitsstiftung bzw. der G.________ h�tte hinterfragen und weitere R�ckfragen bei einer neutralen Fachstelle (z.B. Sicherheitsfonds BVG) t�tigen m�ssen. Damit setzt sich die Beschwerdef�hrerin nicht auseinander, weshalb keine gen�gende R�ge (vgl. E. 2 hiervor) vorliegt und darauf nicht einzutreten ist. Im �brigen sind die Ausf�hrungen der Vorinstanz �berzeugend und es kann darauf verwiesen werden. Auf die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin zum �bernahmeverschulden braucht daher nicht mehr eingegangen zu werden.
6.1.�Nach den Feststellungen der Vorinstanz seien sich die Parteien einig gewesen, dass der Schaden im Verlust der Freiz�gigkeitsleistung von Fr. yyy abz�glich einer allf�lligen, bislang nicht angefallenen Konkursdividende bestehe; Uneinigkeit bestehe lediglich hinsichtlich dem Zinsenlauf. Die Beschwerdef�hrerin r�gt, dies sei eine willk�rliche und aktenwidrige Sachverhaltsfeststellung. Sie habe stets eingewendet, der Schaden sei nicht ausgewiesen und ungen�gend substanziiert. Schaden sei die Differenz zwischen dem aktuellen Verm�gensstand und dem Verm�gensstand ohne das sch�digende Ereignis. Der Beschwerdegegner h�tte somit dartun m�ssen, was er bei anderer Beratung mit seinem Freiz�gigkeitsguthaben gemacht h�tte. Gest�tzt darauf h�tte er den Verm�gensstand behaupten und nachweisen m�ssen. Der haftpflichtrechtlich relevante Schaden sei die Differenz zwischen diesem hypothetischen und dem tats�chlich eingetretenen Verm�gensstand. Indem die Vorinstanz auf ihre Ausf�hrungen nicht eingegangen sei, habe sie ihren Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt.
6.2.�Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt nicht vor. Denn die Vorinstanz hat sich mit diesen Einw�nden auseinandergesetzt; allerdings nicht unter dem Titel des Schadens, sondern bei der Pr�fung des ad�quaten Kausalzusammenhangs. Sie stellte fest, es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner sein Vorsorgekapital nicht bei der unbekannten und noch nicht lange bestehenden D.________ Freiz�gigkeitsstiftung beziehungsweise der G.________ angelegt h�tte, wenn er von der Beschwerdef�hrerin dar�ber aufgekl�rt worden w�re, dass m�glicherweise keine Sicherung durch den Sicherheitsfonds BVG bestehe. Auch wenn sie dies nicht weiter ausf�hrte, ging sie damit davon aus, dass der Beschwerdegegner bei korrekter Beratung das Gegenteil, n�mlich die Freiz�gigkeitsstiftung einer bekannten und im Markt etablierten Organisation wie einer grossen Bank oder Versicherung gew�hlt h�tte, bei der das Ausfallrisiko nach menschlichem Ermessen nicht bestanden h�tte. Unter der Voraussetzung, dass diese Begr�ndung des ad�quaten Kausalzusammenhang zutrifft (dazu nach folgend E. 7), besteht der Schaden aber im Verlust des an die D.________ Freiz�gigkeitsstiftung beziehungsweise die G.________ �berwiesenen Betrages. Dass dieser quantitativ bestritten war, macht auch die Beschwerdef�hrerin nicht geltend. Auf das Quantitative bezog sich aber offensichtlich die Feststellung der Vorinstanz, der Schaden sei nicht umstritten. Das ergibt sich auch daraus, dass sie in diesem Zusammenhang darauf hinwies, Uneinigkeit bestehe lediglich hinsichtlich des Zinsenlaufs.
7.1.�Bei der Vertragsverletzung, die sich die Beschwerdef�hrerin hat zuschulden kommen lassen, handelt es sich um eine Unterlassung. Sie hat den Beschwerdegegner nicht �ber die allenfalls fehlende Absicherung durch den Sicherheitsfonds BVG aufgekl�rt. Bei einer Unterlassung bestimmt sich der Kausalzusammenhang danach, ob der Schaden auch bei Vornahme der unterlassenen Handlung eingetreten w�re. Es geht um einen hypothetischen Kausalverlauf, f�r den nach den Erfahrungen des Lebens und dem gew�hnlichen Lauf der Dinge eine �berwiegende Wahrscheinlichkeit sprechen muss (BGE 124 III 155 E. 3d S. 165 f.). Grunds�tzlich unterscheidet die Rechtsprechung auch bei Unterlassungen zwischen nat�rlichem und ad�quatem Kausalzusammenhang. W�hrend bei Handlungen die wertenden Gesichtspunkte erst bei der Beurteilung der Ad�quanz zum Tragen kommen, spielen diese Gesichtspunkte bei Unterlassungen in der Regel schon bei der Feststellung des hypothetischen Kausalverlaufs eine Rolle. Es ist daher bei Unterlassungen in der Regel nicht sinnvoll, den festgestellten oder angenommenen hypothetischen Geschehensablauf auch noch auf seine Ad�quanz zu pr�fen. Die Feststellungen des Sachrichters im Zusammenhang mit Unterlassungen sind daher entsprechend der allgemeinen Regel �ber die Verbindlichkeit der Feststellungen zum nat�rlichen Kausalzusammenhang f�r das Bundesgericht bindend; nur wenn die hypothetische Kausalit�t ausschliesslich gest�tzt auf die allgemeine Lebenserfahrung festgestellt wird, unterliegt sie der freien �berpr�fung durch das Bundesgericht (BGE 132 III 305 E. 3.5 S. 311, 715 E. 2.3 S. 718 f.; 115 II 440 E. 5a S. 447 f.; Urteil 4A_588/2011 vom 3. Mai 2012 E. 2.2.2; je mit Hinweisen).
7.2.�Die Vorinstanz hat wie bereits erw�hnt (vorne E. 6.2) angenommen, der Beschwerdegegner h�tte sich f�r eine Freiz�gigkeitsstiftung bei einer bekannten und im Markt etablierten Organisation wie einer grossen Bank oder Versicherung entschieden, wenn er gewusst h�tte, dass keine Absicherung durch den Sicherheitsfonds BVG bestand. Sie begr�ndete dies mit dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung, namentlich weil im Zeitpunkt der Beratung, im Oktober 2008, die Bankenkrise und m�gliche Konkurse von Finanzinstituten �berall pr�sent waren, weshalb von einem verst�rkten Bed�rfnis nach Sicherheit auszugehen sei. Die Beschwerdef�hrerin selber habe anl�sslich der Hauptverhandlung ausgef�hrt, die Sicherheit sei wegen der Bankenkrise ein Thema gewesen. In diesem Sinn h�tte sich auch die Ehefrau des Beschwerdegegners als Zeugin ge�ussert. Die Beurteilung der Vorinstanz, dass sich der Beschwerdegegner bei sorgfaltsgem�sser Information nicht f�r die nicht bekannte und im Markt nicht etablierte D.________ Freiz�gigkeitsstiftung bzw. die G.________ entschieden h�tte, beruht somit auf Beweisw�rdigung, an welche das Bundesgericht grunds�tzlich gebunden ist (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdef�hrerin m�sste somit dartun, dass diese Beweisw�rdigung der Vorinstanz geradezu willk�rlich w�re (BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f. mit Hinweisen). Das behauptet sie nicht einmal.
7.3.�Sie macht aber geltend, der Beschwerdegegner habe den hypothetischen Kausalverlauf nicht gen�gend substanziiert. Der angefochtene Entscheid verletze daher insofern das Willk�rverbot und Art. 398 OR.
Die Beschwerdef�hrerin pr�zisiert nicht weiter, worin sie die Voraussetzungen f�r Willk�r genau erblickt. Eine gen�gende R�ge eines verfassungsm�ssigen Rechts liegt daher nicht vor. Im �brigen unterscheidet sich die vorliegende Situation von jener im Urteil 4A_588/2011 vom 3. Mai 2012, auf das sich die Beschwerdef�hrerin beruft. Dort wurde einem Rechtsanwalt vorgeworfen, in einen Vertrag keine Enthaftungsklausel aufgenommen zu haben; strittig war u.a., ob die andere Vertragspartei eine solche Klausel �berhaupt akzeptiert h�tte. Diese Konstellation bot eher Anlass, verschiedene m�gliche Kausalverl�ufe darzustellen, da verschiedene Entwicklungen tats�chlich denkbar waren. Das Bundesgericht hielt aber fest, angesichts der Unm�glichkeit, einen hypothetischen Kausalverlauf direkt zu beweisen, seien tiefere Anforderungen an die Substanziierung zu stellen; entsprechend seien Sachvorbringen ausnahmsweise auch dann als gen�gend substanziiert gelten zu lassen, wenn die bestehenden L�cken erst noch durch das Beweisverfahren geschlossen werden m�ssten. Und es liess die Behauptung der Kl�gerin gen�gen, im Fall der Aufnahme einer Enthaftungsklausel w�re es gar nie zum sp�teren f�r sie negativen Schiedsverfahren gekommen (zit. Urteil 4A_588/2011 E. 2.2.3 und 2.2.4). Vorliegend, wo es lediglich um die Anlage eines Freiz�gigkeitskapitals ging, konnte das alternative Verhalten zum vornherein nur darin bestehen, das Kapital bei einer anderen Freiz�gigkeitseinrichtung anzulegen oder das Konto bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG zu belassen. Angesichts der Bedeutung, die der Beschwerdegegner nach den Feststellungen der Vorinstanz der Sicherheit der Anlage beimass, lag daher auf der Hand, dass er eine bekannte und im Markt etablierte Institution gew�hlt h�tte. Es war nicht notwendig, dass er spezifisch bestimmte Institute nannte. Ob er sich im erstinstanzlichen Verfahren u.a. als Alternative auf ein Freiz�gigkeitskonto bei der Thurgauer Kantonalbank (mit Staatsgarantie) berief, wie er nun geltend macht, kann daher dahin gestellt bleiben.
7.4.�Die Beschwerdef�hrerin macht schliesslich einen Unterbruch des Kausalzusammenhangs durch schweres Drittverschulden geltend.
7.4.1.�Gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz sei ausgewiesen, dass die D.________ Freiz�gigkeitseinrichtung und die G.________ durch die betr�gerischen Machenschaften der sie beherrschenden Personen in Konkurs ging. Der vom Beschwerdegegner geltend gemachte Schaden w�re nicht entstanden, wenn diese Personen diese Einrichtungen gesetzeskonform gef�hrt h�tten. Der geltend gemachte Schaden sei auch gem�ss dem angefochtenen Urteil nicht durch die �berweisung des Kapitals an die Freiz�gigkeitseinrichtung entstanden, sondern erst mit dem sp�ter betr�gerisch herbeigef�hrten Konkurs. Dieses Verschulden sei derart schwer, dass es den Kausalzusammenhang unterbreche.
7.4.2.�Diesem Einwand, den die Beschwerdef�hrerin schon vor Vorinstanz erhoben hatte, hielt diese entgegen, der Sicherheitsfonds BVG bezwecke die Sicherstellung der gesetzlichen Leistungen. Eine Deckung bestehe gerade auch, wenn pflichtwidriges Verhalten zur Zahlungsunf�higkeit einer Vorsorgeeinrichtung f�hre. Daher seien die genannten strafbaren Machenschaften nicht geeignet, den Kausalzusammenhang zu unterbrechen.
7.4.3.�Dem ist im Ergebnis, nicht jedoch in der Begr�ndung zu folgen. Die Begr�ndung der Vorinstanz w�rde dann zutreffen, wenn wegen des pflichtwidrigen Verhaltens der Beschwerdef�hrerin der Sicherheitsfonds BVG nicht haften w�rde. Die Beschwerdef�hrerin haftet aber nicht f�r diesen Kausalverlauf, sondern daf�r, dass der Beschwerdegegner sein Kapital statt zum Beispiel bei einer mit Staatsgarantie gesicherten Kantonalbank bei der D.________ Freiz�gigkeitsstiftung bzw. der G.________ anlegte. Da er dies aufgrund der sorgfaltswidrigen Beratung tat, verlor er sein Kapital (abz�glich Konkursdividende). Ohne die sorgfaltswidrige Beratung w�re der Schaden ausgeblieben. Das sorgfaltswidrige Verhalten war zwar notwendige Bedingung f�r den Eintritt des Schadens; es allein gen�gte aber nicht. Hierzu bedurfte es zus�tzlich des betr�gerischen, den Konkurs verursachenden Verhaltens Dritter. Dabei handelt es sich um ein zus�tzliches notwendiges Glied in der Kausalkette.
Der ad�quate Kausalzusammenhang wird unterbrochen, wenn zu einer an sich ad�quaten Ursache eine andere Ursache hinzutritt, die einen derart hohen Wirkungsgrad aufweist, dass erstere nach wertender Betrachtungsweise als rechtlich nicht mehr beachtlich erscheint. Entscheidend ist die Intensit�t der beiden Ursachen. Erscheint die eine bei wertender Betrachtung als derart intensiv, dass sie die andere gleichsam verdr�ngt und als unbedeutend erscheinen l�sst, wird eine Unterbrechung des Kausalzusammenhangs angenommen (BGE 130 III 182 E. 5.4 S. 188 mit Hinweisen; 116 II 519 E. 4b S. 524; Urteil 4A_385/2013 vom 20. Februar 2014 E. 5). Vorliegend h�tte die Beratung der Beschwerdef�hrerin dazu f�hren sollen, dass das Kapital sicher angelegt und ein Ausfall vermieden worden w�re. Das w�re der Fall gewesen, wenn der Sicherheitsfonds BVG gehaftet h�tte - was aber bei keiner Freiz�gigkeitseinrichtung der Fall gewesen w�re - oder mangels dieser Sicherheit ein sicheres Institut gew�hlt worden w�re. Offensichtlich ist das Ausfallrisiko bei einer unbekannten erst vor kurzem entstandenen Einrichtung viel gr�sser als bei einer mit Staatsgarantie oder aufgrund ihrer Systemrelevanz etablierten Institution. Dass sich das Ausfallrisiko verwirklicht hat, ist somit nicht aussergew�hnlich. Daf�r hat die Beschwerdef�hrerin einzustehen. Ihr Verhalten ist massgeblich und wird nicht durch das mitverursachende betr�gerische Verhalten Dritter verdr�ngt.
Schliesslich r�gt die Beschwerdef�hrerin einen Verstoss gegen Art. 221 ZPO und das Willk�rverbot (Art. 9 BV), weil die Vorinstanz ein bedingtes Urteil gef�llt habe, indem sie zwar den Betrag von Fr. yyy zuz�glich 5 % Zins ab 3. Dezember 2009 zugesprochen, jedoch gleichzeitig den Beschwerdegegner verpflichtet habe, sich eine allf�llige Konkursdividende anrechnen zu lassen bzw. diese an die Beschwerdef�hrerin weiterzuleiten. Dass diese R�ge unbegr�ndet ist, ergibt sich bereits aus Art. 342 ZPO, der bestimmt, unter welchen Voraussetzungen ein Entscheid �ber eine bedingte oder von einer Gegenleistung abh�ngige Leistung vollstreckt werden kann, und der damit die Zul�ssigkeit solcher Urteile voraussetzt.
Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).