Source: https://www.auktionshilfe.info/thread/7132-urteil-gegen-michael-burat-wegen-gewerbsm%C3%A4%C3%9Figen-betruges-und-erpressung-am-17-02/?s=5d0fa526977238104ffa2ef785ec11ff65716716
Timestamp: 2018-01-17 07:03:32
Document Index: 39508921

Matched Legal Cases: ['§ 154', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Urteil gegen Michael Burat wegen gewerbsmäßigen Betruges und Erpressung am 17.02.2012 erwartet - Abo-Fallen - Auktionshilfe.info - eBay - PayPal - Kleinanzeigen - Falle Internet
8. Februar 2012, 13:11
Lange Zeit dümpelte der Prozess gegen Michael Burat vor dem Landgericht Osnabrück herum. Nun nimmt er endlich Fahrt auf. Pressemitteilung des Landgerichts Osnabrück:
Pressemitteilung 7/12
Interessierte Medienvertreter dürfen - ohne vorherige Anmeldung - am 17.02.2012 vor Beginn der Verhandlung für 15 Minuten im Schwurgerichtssaal filmen und fotografieren. Das Gericht darf bei seinem Einzug gefilmt und fotografiert werden. Abbildungen des Angeklagten sind mittels geeigneter technischer Maßnahmen zu anonymisieren ("pixeln"). Bild- und Tonaufnahmen nach der Verhandlung und außerhalb des Verhandlungssaales sind nur nach Erteilung einer Foto- oder Drehgenehmigung durch die Pressesprecher gestattet. Ab 09:30 Uhr und nach der Urteilsverkündung stehe ich Ihnen für O-Töne im Sitzungssaal zur Verfügung, ohne dass es hierfür einer Anmeldung bedarf.
Telefon: 05 41 - 3 15 11 16
landgericht-osnabrueck.niedersachsen.de
Demnächst erwartete Herrn Burat auch noch eine Verfahren in Frankfurt, bei dem es um die aktuellen Abo-Fallen gehen wird.
Über den bereits in einem Strafprozess verurteilten RA Bernhard Syndikus kann man sich bei Wikipedia informieren. Sollte Syndikus erneut verurteilt werden, dann könnte er zu Recht seine Zulassung verlieren. Es ist nur zu hoffen, dass er sich dann das Ende seiner fragwürdigen Karriere nicht so zu Herzen nimmt wie sein Kollege Günter Freiherr von Gravenreuth.
Burat und Syndikus wegen gewerbsmäßigen Betruges verurteilt
17. Februar 2012, 13:20
Es ist vollbracht. Michael Burat, Bernhard Syndikus und zwei weitere Angeklagte wurden des gewerbsmäßigen Betrugs für schuldig befunden. Allerdings blieb das Strafmaß deutlich unter der Anträgen der Staatsanwaltschaft. Burat erhielt 18 Monate auf Bewährung und muss 120000€ Strafe zahlen, Syndikus erhielt 15 Monate auf Bewährung. Letzterem droht nun der Entzug der Zulassung als Rechtsanwalt. Viele werden sagen: Endlich!
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Angesichts der doch überraschend milden Urteile wird mit Spannung zu erwarten sein, ob man in die nächste Instanz geht.
heise.de/newsticker/meldung/Be…reiber-Burat-1436637.html
18. Februar 2012, 12:45
Das Urteil hat über Nacht viel Aufmerksamkeit erregt. Pressespiegel:
noz.de/lokales/60910013/gruee-…rteilt-internet-betrueger
wn.de/Muensterland/Urteil-Mamm…uesse-von-der-Abzockfront
augsburger-allgemeine.de/panor…erurteilt-id18818061.html
mv-online.de/aktuelles/muenste…_von_der_Abzockfront.html
computer.t-online.de/urteil-ge…at/id_54090196/index?news
golem.de/news/michael-burat-be…usskarten-1202-89865.html
kanzlei-richter.com/spamabwehr…forderten-spam-mails.html
damm-legal.de/lg-osnabrueck-mi…sbraeuchliche-abmahnungen
verbraucherschutz.tv/2012/02/1…-burat-und-rechtsanwalt-s
konsumer.info/?p=20715
19. Februar 2012, 10:34
Michael Burat hat sich nun öffentlich in einer Pressemitteilung zum Prozess geäußert:
Seit genau einem Jahr lief gegen mich vor dem Landgericht Osnabrück eine Hauptverhandlung wegen des Verdachts des bandenmäßigen, gewerbsmäßigen Betrugs und der bandenmäßigen und gewerbsmäßigen Erpressung wegen Abmahnungen von so genannten elektronischen Grußkarten und von Wettbewerbern meines Online Shops für Hardware.
Ich habe mich aus Respekt vor dem Gericht während des laufenden Verfahrens nicht zu den Vorwürfen geäußert und werde es auch nach diesem Verfahren nicht tun. Nur zur Klarstellung erfolgen hier abschließend ein paar kurze Fakten:
Der Staatsanwalt aus Osnabrück warf mir seit 2004 vor, dass ich durch selbstgeschickte eCards und einen zum Schein ins Internet gestellten Online-Shop gewerbsmäßig und als Mitglied einer Bande betrogen und erpresst hätte.
Ich hatte bereits im Jahre 2006 vor dem LKA Niedersachsen eingeräumt, dass ich mich bei eCard-Abmahnungen tatsächlich strafbar gemacht habe. Gleichwohl hatte ich seit damals aber auch immer gesagt, dass die Abmahnungen über meinen Online-Shop (strafrechtlich) in Ordnung waren und ich weder mit irgendjemandem eine Bande gegründet noch Erpressungen getätigt hätte.
Der Staatsanwalt in Osnabrück ermittelte weitere drei Jahre und erhob (erst) Ende 2009 eine Anklage mit den folgenden Vorwürfen:
Betrug und Erpressung durch eCard – Abmahnungen
Betrug und Erpressung durch Online-Shop Abmahnungen
Alles als Mitglied einer Bande
Er forderte dann eine Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten.
Abgeurteilt wurde ich nun wegen
Betruges durch eCard – Abmahnungen vor ca 7 Jahren
und die Strafkammer verhängte gegen mich deswegen eine Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 6 Monate mit Bewährung.
Ich wurde entsprechend meiner Einlassung und den Rechtsausführungen meines Verteidigers
nicht verurteilt wegen einer bandenmäßigen Begehungsweise
nicht verurteilt wegen Erpressung
und ich wurde mit einer Ausnahme in sämtlichen Fällen der Online-Shop- Abmahnungen freigesprochen.
Ich möchte an dieser Stelle nochmals klarstellen, dass ich bereits zu Beginn meiner Hauptverhandlung sämtliche nun abgeurteilten Vorwürfe eingeräumt hatte. Dieses Geständnis hatte das Gericht auch in seinem Urteil ausdrücklich gewürdigt. Die lange Verhandlungsdauer von einem Jahr war somit nicht meinem Prozessverhalten geschuldet, sondern der Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft zur Überprüfung ihres Erpressungsvorwurfes sämtliche 93 abgemahnten Zeugen hören wollte. Zudem verweigerte der Sitzungsvertreter der Verfolgungsbehörde eine von der Strafkammer vorgeschlagene Beschränkung auf 45 Fälle (§ 154 StPO)
Dieses Urteil hätte man auch bereits vor einem Jahr haben können, denn mehr als meine damaligen Straftaten einräumen und bedauern sowie den entstandenen Schaden wieder gutmachen, konnte ich nicht leisten.
Meine Sorge, dass ich wegen der gegen mich
bestehenden Vorurteile,
dem öffentlichem Druck durch Netzindianer und Presse
und einem übereifrigem Staatsanwalt, der mich mit unerbittlicher Härte seit Jahren verfolgt,
ein unfaires Verfahren bekomme, hatte sich nicht bestätigt, da ich an ein faires und objektives Gericht geraten bin. Dies lässt mich hoffen, dass auch das Gericht in Frankfurt derart fair und objektiv ist und ich dort deshalb nur freigesprochen werden kann. Anders als im Osnabrücker – Verfahren habe ich mich nämlich dort nicht strafbar gemacht.
An dieser Stelle auch ein Dank an den besten Anwalt in Deutschland.
Michael Burat, 18. Februar 2012
savonarola.org/2012/02/18/veru…osnabruck-klarstellungen/
Die Formatierungen sind 1:1 übernommen. Da sind sicher alle gespannt, ob seine Bekundungen auch im nun heiß erwarteten Frankfurter Verfahren auch vom Gericht gewürdigt werden.
19. Februar 2012, 20:23
Ja es wäre wünschenswert, wenn der "unerbittliche" Staatsanwalt in Berufung geht. Vorbestraft hin oder her, 120000 Eus tun nicht genug weh.
21. Februar 2012, 11:00
Für Interessenten hier der Link zum Video aus dem Landgericht Osnabrück:
dailymotion.com/video/xoueks_h…ng-fur-michael-burat_news
23. Februar 2012, 20:11
Burat geht in die Revision: savonarola.org/2012/02/23/urteil-osnabruck-revision/
Das Urteil war ihm wohl noch nicht mild genug. Dann gibt es wohl ein Wiedersehen vor dem BGH.
Ist das nun ein Tag zum Jubeln gewesen für die sogenannten Netzindianer, wie sie Burat zu nennen pflegt (er meint damit die Verbraucherschützer, die ihm das Abzocken Geschäft so schwer machen)?
Heute ging nun der lang ersehnte Prozess vom LG Frankfurt gegen Michael Burat wegen versuchten Betruges zu Ende. Zu der Bewährungsstrafe von Osnabrück kommen nochmals 2 Jahre Bewährung aus Frankfurt hinzu, allerdings für andere Vergehen. Das Ganze ist aber noch nicht rechtskräftig. Sollte eine der Parteien in die nächste Instanz gehen möchte, wird das Spiel vor dem BGH fortgesetzt. Da kann sich Burat dann richtig heiß anziehen.
Burat spielt übrigens weiterhin das Unschuldslamm und kündigte gleich nach Urteilsverkündung an, weiter Mahnschreiben verschicken zu wollen. Manche merken die Einschläge auch dann nicht, wenn die Granaten ihnen bereits das Gehirn Gehör weggerissen hat.
Ein Prozessbericht: wordpress.patchworkmarkt.com/?p=30596
Und die Moral für die Geschädigten? Wenn das Urteil irgendwann rechtskräftig werden sollte, dürfte die Zivilsache für Kunden um einiges einfacher abzuhandeln sein, wenn man da noch die Muße hat, einen Prozess anzustreben.
Und wie konnte man einst auf dem Auto von Olaf Tank lesen? Verbrechen lohnt sich doch. Warten wir es ab.
Burat rechtskräftig verurteilt
Pressemitteilung des LG Osnabrück:
Bundesgerichtshof verwirft Revisionen von Michael Burat und Bernhard S. im Prozess wg. e-cards
Urteil des Landgerichts Osnabrück vom 17.02.12 ist rechtskräftig
17. April 2013, 00:11
Ein cleverer Schachzug!
Denn wäre das Urteil vom LG Osnabrück zu der Zeit rechtskräftig gewesen, als das LG Frankfurt das Urteil ausgesprochen hat, wäre er abgewandert!
Was aber nicht ist, kann ja noch werden! Ich würd mich nicht wundern, wenn Michael auch mal auf einer Schweizer Steuer-CD auftaucht.
17. April 2013, 00:59
Gibt es eigentlich keine Möglichkeit, das ergaunerte Geld einzuziehen? Über die 120.000 € Geldstrafe lacht der Gangster doch, die ergaunerte er in weniger als einer Woche.
17. April 2013, 01:48
Verstehe ich das richtig:er wäre auf Staatskosten in Vollpension für minnichens 3,5Jahre?
M.E. eine viel zu geringe äh,Strafe.Unter Strafe verstehe ich in solchen Fällen was anderes.
Nebenbei : es ärgert mich immer wieder bei Urteilen jedweder Art,dass zwar an gemeinnützige Einrichtungen gezahlt werden soll/wird,die Geschädigten aber auf ihren Scherben sitzen bleiben.Die eingeschmissene Scheibe für 3500€ zahlt die Versicherung,also die Gemeinschaft der Versicherten.Evtl.Beitragsanhebung oder Rauswurf.Die Arbeit,die Scherben zu entfernen,sonstige Schäden auffangen.
Die Betrogenen,die auf ihrem Verlust sitzen bleiben.Die Betrüger,Verbrecher laufen frei rum und machen lustig weiter.Toll.
Und genau dieses Wiedersehen gab es nun endlich vor dem BGH. jetzt ist auch das Urteil rechtskräftig und Michael Burat des versuchten Betruges zum zweiten Mal nach dem LG Osnabrück rechtskräftig verurteilt worden. Der BGH führt hierzu aus:
juris.bundesgerichtshof.de/cgi…ktuell&nr=67023&linked=pm
Auch in der Urteilssammlung von Auktionshilfe zu finden: BGH-Urteil (2 StR 616/12) v.05.03.14 - Abo-Fallen" im Internet: Auf Täuschung abzielende Gestaltung von Internetseiten sind versuchter Betrug