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Timestamp: 2016-10-24 22:03:26
Document Index: 183932808

Matched Legal Cases: ['Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 123', 'Art. 180', 'in dubio', 'Art. 32', 'Art. 6', 'Art. 29', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 32', 'Art. 6', 'in dubio', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 153']

1P.552/2001 (04.02.2002)
1P.552/2001/sta
A.G._________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. J�rg Reutimann, Kantstrasse 14, 8044 Z�rich,
Art. 29 Abs. 2 und 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK (Strafverfahren)
(Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Beschluss des Kassationsgerichts des Kantons Z�rich vom 9. Juli 2001)
A.G._________ wird vorgeworfen, am 27. Mai 1999 in der Tiefgarage seines Mehrfamilienhauses an der X.________-Strasse in Z�rich gegen�ber seinem Mieter S.________ Gewalt angewendet zu haben, als dieser nach Verlassen seines B�ros in sein Auto steigen wollte. Dabei soll er ihm mit den H�nden mehrmals gegen den Kopf geschlagen und ihn, nachdem er zu Boden gefallen war, heftig getreten haben. Bevor er von S.________ abgelassen habe, soll er ihm ausserdem - als ausgebildeter Gymnastik- und Kampfsportlehrer - gesagt haben, ein Inhaber des 5. Dan k�nne auch noch h�rter zuschlagen, was S.________ dann aber nicht �berleben w�rde. S.________ verwaltet einen Teil des Verm�gens des Ehepaars G.________ und hat Gesch�ftsr�umlichkeiten von ihnen gemietet. Es ist unbestritten, dass in diesem Zusammenhang grosse Unstimmigkeiten aufgetreten sind.
Am 16. Juni 1999 zeigte S.________ A.G._________ wegen des erw�hnten Vorfalls bei der Polizei an. Am 7. Juli 1999 stellte er einen weiteren Strafantrag gegen A.G._________ wegen mehrfacher Sachbesch�digung, weil sein jeweils an der R�tistrasse 1 in Egg parkierter Personenwagen zwischen dem 14. und 16. Mai 1999 mit Klebstoff verschmiert und in der Nacht vom 5. auf den 6. Juli 1999 mit einem spitzen Gegenstand zerkratzt worden sei. Aufgrund der vorangehenden Strafanzeige vermute er, dass es sich beim T�ter um A.G._________ handle. Die beiden Vorw�rfe werden von A.G._________ bis heute bestritten.
Die Bezirksanwaltschaft Z�rich erhob am 13. Oktober 1999 Anklage gegen A.G._________ wegen einfacher K�rperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB) und Drohung (Art. 180 StGB). Der Einzelrichter in Strafsachen des Bezirksgerichts Z�rich wies die Sache mit Verf�gung vom 29. Oktober 1999 zur Erg�nzung der Untersuchung an die Bezirksanwaltschaft zur�ck, weil neben dem Gesch�digten noch weitere Personen einzuvernehmen seien, insbesondere B.G.________, die Ehefrau des Beschuldigten, sowie E.________ und Z.________, die als Gesch�ftspartner des Gesch�digten sowohl mit diesem als auch mit dem Ehepaar G.________ �ber den Vorfall gesprochen haben sollen. Das Verfahren betreffend Sachbesch�digung stellte der Bezirksrichter mangels objektiver Beweise ein. Am 3. Januar 2000 reichte die Bezirksanwaltschaft Z�rich in Bezug auf den Vorfall in der Tiefgarage eine neue Anklageschrift ein. Der Einzelrichter in Strafsachen des Bezirksgerichts Z�rich sprach A.G._________ mit Urteil vom 15. M�rz 2000 der einfachen K�rperverletzung und der Drohung f�r schuldig und bestrafte ihn mit zwei Monaten Gef�ngnis, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren, und Fr. 3'000.-- Busse. Weiter verpflichtete er A.G._________, S.________ eine Genugtuung von Fr. 1'000.-- zu bezahlen. Hinsichtlich des geltend gemachten Schadenersatzes stellte der Bezirksrichter im Grundsatz fest, dass ein solcher geschuldet sei, verwies jedoch f�r die konkrete H�he auf den Zivilweg.
Dieses Urteil wurde auf Berufung von A.G._________ hin am 9. November 2000 von der I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Z�rich best�tigt. A.G._________ wehrte sich hiergegen mit Nichtigkeitsbeschwerde beim Kassationsgericht des Kantons Z�rich, welches die Beschwerde am 9. Juli 2001 abwies, soweit es auf sie eintrat.
Gegen das Urteil des Kassationsgerichts hat A.G._________ staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht erhoben. Er r�gt eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" (Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK) sowie des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) und beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, wobei der Beschwerde f�r die Dauer des Verfahrens die aufschiebende Wirkung beizulegen sei.
Die Staatsanwaltschaft, das Kassationsgericht des Kantons Z�rich sowie S.________ haben auf eine Stellungnahme verzichtet.
Der Pr�sident der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung hat der Beschwerde mit Verf�gung vom 25. September 2001 die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
F�r die staatsrechtliche Beschwerde gilt das R�geprinzip, d.h. es ist Sache des Beschwerdef�hrers, darzulegen, welche verfassungsm�ssigen Rechte inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt sind (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 122 I 70 E. 1c).
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die R�ckweisung der Anklageschrift sowie die Ermittlungen im - inzwischen eingestellten - Verfahren betreffend Sachbesch�digung h�tten bei ihm einen Mehraufwand verursacht, dessen Entsch�digung ihm ohne n�here Begr�ndung verweigert worden sei. Er r�gt damit sinngem�ss eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV). Worin die Mehrkosten konkret bestanden haben sollen und inwiefern sie zu Unrecht nicht ber�cksichtigt worden w�ren, legt der Beschwerdef�hrer aber nicht dar. Die dahingehenden Einw�nde k�nnen daher nicht gepr�ft werden. Dasselbe gilt f�r die zum Teil vorgebrachte appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid (BGE 125 I 71 E. 1c und 492 E. 1b; 122 I 70 E. 1c; 117 Ia 10 E. 4b, je mit Hinweisen). Es gen�gt namentlich nicht, wenn der Beschwerdef�hrer pauschal behauptet, der Entscheid des Kassationsgerichts sei willk�rlich, weil er Widerspr�chen in den belastenden Aussagen nicht Rechnung trage. Der Beschwerdef�hrer hat vielmehr im Einzelnen aufzuzeigen, worin diese Widerspr�che bestehen und inwiefern das Kassationsgericht zu Unrecht die Beweisw�rdigung des Obergerichts gesch�tzt haben soll, obwohl diese offensichtlich unhaltbar sei. Soweit die Beschwerde diesen Anforderungen nicht gen�gt, kann auf sie nicht eingetreten werden.
Im �brigen sind die Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt und geben zu keinen Bemerkungen Anlass.
Der Beschwerdef�hrer stellt den umstrittenen Vorfall in der Tiefgarage als Ganzen in Abrede. Er wirft dem Kassationsgericht eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs vor, weil es die beantragte Einvernahme seiner Ehefrau als Zeugin abgelehnt habe. Ausserdem r�gt er die Beweisw�rdigung des Kassationsgerichts in verschiedener Hinsicht als willk�rlich. Das Bundesgericht pr�ft mit freier Kognition, ob das Kassationsgericht an der beanstandeten obergerichtlichen Beweisw�rdigung zu Unrecht Willk�r verneint hat (BGE 125 I 492 E. 1a/cc mit Hinweisen). Praktisch hat dies zur Folge, dass sich das Bundesgericht anhand der Vorbringen des Beschwerdef�hrers nicht nur mit dem angefochtenen, letztinstanzlichen Entscheid, sondern unmittelbar auch mit der Urteilsbegr�ndung des Obergerichts auseinander setzt (BGE 125 I 492 E. 1a/cc). Der Beschwerdef�hrer beruft sich sodann auf die in Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK garantierte Unschuldsvermutung (in dubio pro reo). Danach ist bis zum gesetzlichen Nachweis der Schuld zu vermuten, dass der wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte unschuldig ist. In seiner Funktion als Beweislastregel bedeutet der Grundsatz, dass es Sache der Anklagebeh�rde ist, die Schuld des Angeklagten zu beweisen, und nicht dieser seine Unschuld nachweisen muss. Der Strafrichter darf demnach einen Angeklagten nicht (einzig) mit der Begr�ndung verurteilen, er habe seine Schuld nicht nachgewiesen. Er darf auch nicht von der falschen Meinung ausgehen, der Angeklagte habe seine Unschuld zu beweisen, und ihn verurteilen, weil ihm dieser Beweis misslang. Als Beweisw�rdigungsregel besagt die Unschuldsvermutung, dass der Strafrichter nicht von einer f�r den Angeklagten ung�nstigen Sachverhaltsvariante �berzeugt sein darf, wenn diese bei objektiver Betrachtung zweifelhaft ist. Die Beweisw�rdigungsregel ist verletzt, wenn der Strafrichter an der Schuld des Angeklagten h�tte zweifeln m�ssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer m�glich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Das Bundesgericht auferlegt sich bei der �berpr�fung von Beweisw�rdigungen im Strafprozess Zur�ckhaltung, d.h. es greift nur ein, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver W�rdigung des Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an dessen Schuld fortbestanden (BGE 127 I 38 E. 2a S. 41; 124 IV 86 E. 2a S. 88; 120 Ia 31 E. 2c und d S. 37 f.).
Das Kassationsgericht hat den obergerichtlichen Schuldspruch best�tigt, weil der Gesch�digte den angezeigten Sachverhalt glaubhaft geschildert habe und seine Darstellung durch die �rztlichen Urkunden und die Aussagen von E.________ und Z.________ untermauert w�rden. Letztgenannte Personen arbeiten zusammen mit dem Gesch�digten f�r die Firma I.________ AG und konnten "vom H�rensagen" Angaben zum Vorfall machen.
Der Gesch�digte sagte anl�sslich der Einvernahme vom 7. Oktober 1999 aus, er habe am 27. Mai 1999 kurz nach 17.00 Uhr das B�ro verlassen und sich in die Tiefgarage zu seinem Auto begeben. Beim Einsteigen ins Auto sei er vom Beschwerdef�hrer �berfallen worden. Diesen habe er erkannt, als er sich nach dem ersten Schlag umgedreht habe. Zun�chst habe der Beschwerdef�hrer wortlos auf ihn eingeschlagen, so dass er zu Boden gesunken sei. Dann habe der Beschwerdef�hrer ihn getreten und unter Androhung h�rterer Schl�ge verlangt, dass er die Gesch�ftsr�umlichkeiten verlassen solle. Dies habe er zugesichert und in der Folge auch getan. Aufgrund seiner grossen Schmerzen habe er sich unverz�glich zur Polizei und anschliessend ins Universit�tsspital Z�rich begeben. Aus einem �rztlichen Befund geht hervor, dass der Gesch�digte eine Hirnersch�tterung und, auf der linken K�rperseite, eine Nierenquetschung und eine Rippenfraktur erlitt; er war w�hrend zwei Monaten arbeitsunf�hig.
Den Untersuchungsakten liegt eine Notiz von E.________ bei, datiert vom 28. Mai 1999, wonach der Beschwerdef�hrer ihn zur Bezahlung von Miet- und Betreibungskosten aufgefordert und auf den Vorwurf, es gehe nicht an, den Gesch�digten zusammenzuschlagen, geantwortet haben soll, dieser werde nicht mehr im fraglichen B�ro arbeiten, bevor der Ausstand bezahlt sei; das n�chste Mal werde er ihm den Arm brechen. In einer weiteren Aktennotiz vom 2. Juni 1999 h�lt Z.________ fest, dass ein gesch�ftliches Vergleichsgespr�ch mit der Ehefrau des Beschwerdef�hrers zu keiner Einigung gef�hrt und diese auf die vorgehaltene Gewaltanwendung erkl�rt habe, sie bef�nden sich jetzt auf Kollisionskurs.
Anl�sslich der Einvernahme vom 19. November 1999 sagte E.________ aus, der Gesch�digte habe ihn vom Spital aus angerufen und von den Schl�gen und der Drohung erz�hlt. Er habe ihn hinsichtlich des Mietverh�ltnisses um Vermittlung gebeten. Deshalb habe er ca. vier bis zehn Tage nach dem Vorfall den Beschwerdef�hrer angerufen und mit ihm neben der Mietsache auch �ber den Vorfall gesprochen. Der Beschwerdef�hrer habe lediglich gesagt, dies interessiere ihn nicht, er wolle zu seinem Recht kommen und es sich selber nehmen. Ausserdem habe der Beschwerdef�hrer mit massiverer Gewaltanwendung gedroht. Das Gespr�ch habe er schriftlich festgehalten, weil er eigentlich immer Aktennotizen �ber kritische Gespr�che verfasse, wenn er L�sungsvorschl�ge gemacht habe und f�r einen Kunden t�tig gewesen sei. Z.________ sagte am 19. November 1999 aus, der Angeklagte habe ihn am 20. Juni 1999 zusammen mit seiner Ehefrau aufgesucht, wobei �ber das Mietverh�ltnis, das Ausweisungsverfahren und das Anlagegesch�ft ein friedliches Gespr�ch stattgefunden habe. Zum Vorwurf betreffend Schl�gerei in der Tiefgarage habe sich der Beschwerdef�hrer nicht direkt ge�ussert, aber angedeutet, dass es ihm in der ganzen Angelegenheit nicht nur um die finanziellen Aspekte gehe; der Gesch�digte habe ihn verh�hnt, was zu viel gewesen sei. Z.________ sagte weiter aus, der Gesch�digte habe ihn kurz nach dem umstrittenen Geschehen verwirrt aus dem Auto angerufen und ihn um Rat gefragt, worauf er auf die Polizei verwiesen habe.
3.1 Der Beschwerdef�hrer erachtet es als unhaltbar, dass die ihn belastenden Aussagen von E.________ und Z.________ ber�cksichtigt worden seien, obwohl diese den Vorfall nicht aus eigener Wahrnehmung kannten. Willk�rlich sei auch, die Aktennotiz von E.________ f�r wahrheitsgetreu zu halten. Auff�llig sei, dass das auf der Notiz angegebene Datum des Telefongespr�chs seiner Aussage vom 19. November 1999 widerspreche, wonach er mit dem Beschwerdef�hrer erst vier bis zehn Tage nach dem Vorfall telefoniert habe. Ausserdem k�nne nicht ernsthaft angenommen werden, dass eine solche Aktennotiz tats�chlich erstellt worden sei, zumal nicht einmal abgekl�rt worden sei, ob die Herren E.________ und Z.________ �blicherweise Aktennotizen verfassten. Zu den strafrechtlich relevanten Vorf�llen betreffend die I.________ AG seien jedenfalls keine Notizen vorhanden. Das Kassationsgericht gehe willk�rlich davon aus, dass es nur normal sei, �ber ein gescheitertes Vergleichsgespr�ch eine Aktennotiz zu erstellen, und es habe auch nicht ber�cksichtigt, dass die Notizen entweder nicht unterschrieben seien oder darauf andere Daten fehlten. Weiter wirft der Beschwerdef�hrer dem Kassationsgericht vor, die vorverurteilende Art und Weise der polizeilichen Befragung vom 7. September 1999 ausser Acht gelassen zu haben.
Eine Verletzung der Unschuldsvermutung sowie des rechtlichen Geh�rs erblickt der Beschwerdef�hrer weiter darin, dass gewisse Beweise nicht erhoben seien. Er weist auf � 31 der Strafprozessordnung des Kantons Z�rich (StPO) hin, wonach der Untersuchungsbeamte den entlastenden und belastenden Tatsa-chen mit gleicher Sorgfalt nachzuforschen hat. Nach Ansicht des Beschwerdef�hrers wurde diese Bestimmung in verfassungswidriger Weise verletzt, weil trotz des behaupteten grossen Blutverlusts in der Tiefgarage keine Tatortbesichtigung mit Spurenbericht erfolgt sei. Ausserdem h�tte sich aufgedr�ngt, die anderen Mieter des Hauses, die Sekret�rin des Gesch�digten sowie weitere Gl�ubiger des Gesch�digten zu befragen, die ebenfalls ein Tatmotiv hatten. Eine Verletzung der Unschuldsvermutung und des Anspruchs auf rechtliches Geh�r soll weiter darin bestehen, dass das Kassations- und das Obergericht es abgelehnt haben, die Ehefrau des Beschwerdef�hrers als Zeugin zu befragen. Als sie im November 1999 durch die Bezirksanwaltschaft h�tte einvernommen werden sollen, habe sie die Aussage zwar mit der Begr�ndung verweigert, sie k�nne zur umstrittenen Schl�gerei in der Garage direkt nichts aussagen. Dieses Verhalten sei jedoch auf die damalige besondere gesch�ftliche Situation zur�ckzuf�hren, worauf bereits in den Verfahren vor Obergericht und Kassationsgericht hingewiesen worden sei. Da seine Ehefrau die Telefongespr�che teilweise mitgeh�rt habe, k�nne sie immerhin best�tigen, dass die ihm unterstellten Aussagen nicht der Wahrheit entspr�chen.
3.2 Es trifft zu, dass E.________ und Z.________ die fraglichen Straftaten nicht aus eigener Wahrnehmung bezeugen k�nnen, wie der Beschwerdef�hrer einwendet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ihre Aussagen g�nzlich unbeachtlich und ihr Miteinbezug in die Beweisw�rdigung unhaltbar w�re. Zur Beurteilung der Glaubw�rdigkeit des vom Gesch�digten dargelegten Sachverhalts durften das Kassations- und das Obergericht durchaus ber�cksichtigen, wie dieser den Vorfall an seine Gesch�ftspartner weitergab. Eine andere Frage ist, ob das Kassationsgericht den Aussagen von E.________ und Z.________ an sich Glauben schenken durfte, ohne dabei die Unschuldsvermutung zu verletzen. Insofern stellt der Beschwerdef�hrer in Zweifel, dass die Aktennotizen von E.________ und Z.________ �berhaupt der Wahrheit entsprechen. Das Kassationsgericht hat dazu ausgef�hrt, die von E.________ am 19. November 1999 abgegebene Aussage, wonach das Telefongespr�ch mit dem Beschwerdef�hrer vier bis zehn Tage nach dem Vorfall stattgefunden habe, sei tats�chlich unpr�zis, da die Aktennotiz das Datum des auf den Vorfall folgenden Tages trage. Andererseits habe E.________ diese Aussage nicht mit Bestimmtheit abgegeben, sondern mit der Wendung "Ich denke, ..." implizit eingestanden, dass er sich an den Zeitpunkt nicht mehr genau erinnern k�nne, was aufgrund des inzwischen verstrichenen Zeitraums nicht weiter erstaunlich sei. Es ist nachvollziehbar, wenn das Kassationsgericht die Erkl�rungen von E.________ aus diesem Grund dennoch f�r glaubw�rdig h�lt. Ebenfalls nicht zu beanstanden ist, dass das Kassationsgericht das Erstellen von Aktennotizen durch die beiden Belastungszeugen angesichts der entsprechenden Aussage von E.________ und unter Beizug einer sp�teren, vom 20. Juni 1999 stammenden Notiz von Z.________ als �blich erachtete. Im �brigen sind die Notizen datiert und mit den Initialen versehen, weshalb der Vorwurf, die Notizen h�tten wegen Fehlens wesentlicher Daten gar nicht verwertet werden d�rfen, unbegr�ndet ist. Wie das Kassationsgericht weiter zutreffend ausf�hrt, brauchte das Obergericht aus dem Umstand, dass der Gesch�digte und seine Gesch�ftspartner in Verm�gensdelikte verwickelt sind, nicht zwingend auf deren generelle Unglaubw�rdigkeit zu schliessen. Dies umso weniger, als gerade die Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer durch die teilweise deliktische Gesch�ftst�tigkeit der I.________ AG einen hohen Verm�gensverlust erlitten hat unter dem Aspekt der Tatmotivation f�r die Glaubw�rdigkeit des Gesch�digten spricht. Was die beanstandete polizeiliche Befragung vom 7. September 1999 betrifft, ist nicht ersichtlich, inwiefern sich gewisse provokative Fragestellungen auf die Beweisw�rdigung in den gerichtlichen Verfahren ausgewirkt haben sollen (vgl. Urteil des Kassationsgerichts, E. 5b S. 9).
3.3 Unbegr�ndet ist sodann die R�ge einer verfasssungswidrigen, die Unschuldsvermutung sowie das rechtliche Geh�r verletzenden Anwendung von � 31 StPO. Dass den belastenden und entlastenden Tatsachen mit gleicher Sorgfalt nachgeforscht werden soll, bedeutet auf den vorliegenden Fall �bertragen nicht, dass eine Spurensicherung und eine Befragung weiterer Personen notwendig gewesen w�re. Das Kassationsgericht hat zu dieser Kritik ausgef�hrt, dass zwischen den �rztlichen Befunden �ber die diagnostizierten Verletzungen und dem vom Gesch�digten geschilderten Ablauf des Geschehens �bereinstimmung bestehe. Das sofortige Anordnen eines Spurenberichts h�tte zwar weiterhelfen k�nnen, habe sich angesichts der gesamten Beweislage aber nicht als unabdingbar erwiesen. Dieser Betrachtungsweise kann gefolgt werden. Auch die vom Beschwerdef�hrer erw�nschte Einvernahme seiner Ehefrau, anderer Hausbewohner oder Gl�ubiger des Gesch�digten erweist sich nicht als erforderlich. Das Kassations- und das Obergericht haben zutreffend begr�ndet, weshalb sie auf die Erhebung weiterer Beweise verzichtet und trotz der Einw�nde des Beschwerdef�hrers auch auf die Aussagen von E.________ und Z.________ abgestellt haben. Die entsprechenden Erw�gungen gen�gen den verfassungsm�ssigen Begr�ndungsanforderungen bei weitem (BGE 126 I 7 E. 2b; 124 I 241 E. 2; 123 I 31 E. 2c; 112 Ia 107 E. 2b); es kann vollumf�nglich darauf verwiesen werden (Urteil des Obergerichts vom 9. November 2000, E. 6.2.2. S. 12; Urteil des Kassationsgerichts vom 9. Juli 2001, E. 6.3 S. 15 und E. 7c S. 21 f.).
Nach dem Gesagten erwecken die Vorbringen des Beschwerdef�hrers keine konkreten Zweifel, dass er am 27. Mai 1999 in der Tiefgarage seines Mehrfamilienhauses den Gesch�digten mit mehreren Schl�gen verletzt und ihm mit noch st�rkerer Gewalt gedroht hat. Der Vorwurf der willk�rlichen Beweisw�rdigung erweist sich als unbegr�ndet. Sodann ergibt sich weder aus dem Urteil des Kassationsgerichts noch aus demjenigen des Obergerichts, dass dem Beschwerdef�hrer, im Sinne einer verfassungswidrigen Umkehr der Beweislast, der Nachweis f�r seine Unschuld auferlegt und durch die Nichtabnahme der von ihm beantragten Beweismassnahmen sein rechtliches Geh�r verletzt worden w�re. Die umstrittene W�rdigung der Ermittlungsergebnisse l�sst keine erheblichen und schlechterdings nicht zu unterdr�ckenden Zweifel offen, dass es sich beim Beschwerdef�hrer um den T�ter handelt.
Demnach ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 i.V.m. Art. 153a Abs. 2 lit. c OG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, S.________ sowie der Staatsanwaltschaft und dem Kassationsgericht des Kantons Z�rich schriftlich mitgeteilt.