Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/302
Timestamp: 2019-09-15 09:47:57
Document Index: 59033

Matched Legal Cases: ['§ 302', '§ 302', 'BGH', 'BGH', '§ 302', 'Art. 1243', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 302', 'BGH', '§ 302', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 302', '§ 302', 'BGH', 'BGH', '§ 302', 'BGH', 'BGH', '§ 302', 'BGH', '§ 355', 'BGH', '§ 302', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 302', 'BGH', '§ 302', '§ 774', 'BGH']

§ 302 ZPO: Vorbehaltsurteil
OLG Nürnberg, Urteil vom 3.7.2014, Az. 12 U 2119/13 50 Wird gegenüber einem einheitlichen Anspruch teilweise mit einer Gegenforderung aufgerechnet, die noch nicht zur Entscheidung reif ist, und kommt insoweit der Erlass eines Vorbehaltsurteils nach § 302 ZPO in Betracht, dürfte aus den gleichen Gründen ein Teilurteil über den restlichen Anspruch nur dann ergehen, wenn gleichzeitig im Übrigen ein Vorbehaltsurteil erlassen wird (vgl. BGH, Urteil vom 08.11.1995 - VIII ZR 269/94, NJW 1996, 395).
BGH, URTEIL vom 3.4.2014, Az. VIII ZR 266/13 Allerdings kommt - anders als die Revision meint - der Erlass eines Vorbehaltsurteils gemäß § 302 ZPO nicht in Betracht, wenn es - wie nachstehend unter II 2 b (2) (b) ausgeführt - von vornherein an der von Art. 1243 Abs. 2 Cc geforderten Liquidität der Gegenforderungen und damit an einer als materiell-rechtlich zu qualifizierenden Aufrechnungsvoraussetzung fehlt (vgl. Senatsurteil vom 22. Oktober 1957 - VIII ZR 67/56, BGHZ 25, 360, 365 f.).
BGH, URTEIL vom 4.8.2007, Az. VII ZR 80/05 19	bb) Der Senat hat jedoch entschieden (Urteil vom 24. November 2005 -VII ZR 304/04, BGHZ 165, 134), dass ein Vorbehaltsurteil nach § 302 Abs. 1 ZPO grundsätzlich ausgeschlossen ist, wenn der Besteller gegenüber der Werklohnforderung mit einem Anspruch aus demselben Vertragsverhältnis auf Ersatz der Kosten der Mängelbeseitigung oder der Fertigstellungsmehrkosten aufrechnet.
BGH, URTEIL vom 4.11.2004, Az. IX ZR 295/00 Ein Vorbehalt der Einwendungen nicht nur - wie hier - in den Entscheidungsgründen, sondern bereits im Ausspruch des Grundurteils (dann Vorbehalts- und Grundurteil) hätte nach § 302 Abs. 1 ZPO nur erforderlich sein können, wenn das Grundurteil ebenso wie ein entsprechendes Endurteil im Nachverfahren möglicherweise hätte abgeändert werden müssen, so daß es als reines Grundurteil nicht ergehen durfte (vgl. BGHZ 11, 63, 65 f; BGH, Urt. v. 12. Januar 1994 - XII ZR 167/92, NJW-RR 1994, 379, 380 unter 4.).
BGH, URTEIL vom 3.11.1978, Az. V ZR 32/76 Von diesem Ausgangspunkt her aber kann ein rechtlicher Zusammenhang im Sinn des § 302 ZPO (siehe dazu u.a. Senatsurteil vom 13. März 1953, V ZR 77/51, LM ZPO § 302 Nr. 1 sowie BGHZ 25, 360) zwischen dieser Klagforderung und der vom Beklagten hilfsweise zur Aufrechnung gestellten Forderung entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts nicht verneint werden.
BGH, Urteil vom 1.10.1978, Az. VIII ZR 132/77 Der Aufrechnungsvorbehalt nach § 302 ZPO stellt für sich allein nach allgemeiner Ansicht keine Beschwer für einen Kläger dar, weil (und soweit) er sich im bloßen Zeitverlust hinsichtlich der Entscheidung über die Aufrechnung erschöpft (BGHZ 35, 248, 249 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.11.1971, Az. III ZR 58/69 Aus diesen Erwägungen ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ein rechtlicher Zusammenhang im Sinne des § 302 Abs. 1 ZPO zwischen dem Saldo und den ihm zugrundeliegenden Rechnungsposten verneint worden (BGH LM § 355 HGB Nr. 12).
BGH, URTEIL vom 4.8.1965, Az. VII ZR 201/65 Im Nachverfahren kann er aber gemäß § 302 Abs.4 ZPO die Klageforderung nur noch mit der Aufrechnung bekämpfen, nicht mehr mit anderen Einwendungen (BGHZ 37, 131, 136).
BGH, URTEIL vom 4.3.1965, Az. III ZR 249/63 Letztlich entscheidend bleibt, ob die Verneinung eines rechtlichen Zusammenhanges zu folgen führt, die mit Treu und Glauben nicht vereinbar sind (BGH LI! § 302 ZPO Kr. 1).
BGH, vom 4.2.1958, Az. II ZR 306/56 » abweisung im übrigen ist abzusehen, weil noch nicht zu übersehen ist, in welchem Umfang sich der Klaganspruch als imbegründet darstellt« Der Vorbehalt der Aufrechnung braucht nicht in die Formel auf genommen zu werden« Es liegt kein Urteil nach § 302 ZPO vor« Es erscheint ausgeschlossen, daß die auf dem Unfall beruhende Gegenforderung des Beklagten bei der Entscheidung über die Höhe des von ihm noch an die Klägerin zu zahlenden Betrages übersehen wird« Jedoch ist der Zahlungsanspruch gemäß § 774 HGB nur begründet, soweit die dort vorgesehene beschränkte persönliche Haftung reicht® Diese Einschränkung ist im Zwischenurteil auszusprechen (vgl» BGH Urt« v« 18«November 1955 - I ZR 219, 55 -)o Sie gilt nicht für die Zinsen seit der Klagerhebung (RGZ 153, 171)» Von einer Entscheidung über den Zinssatz ist hier abzusehen, weil die Klägerin einen höheren Zinssatz als den gesetzlichen als Verzugsschaden ab Klagerhebung in Anspruch nimmt und sich in der Klage die nähere Darlegung ihres Schadens Vorbehalten hat«