Source: https://steuer.ninja/stichwort/ueberlange-gerichtsverfahren/
Timestamp: 2018-01-23 19:23:24
Document Index: 127865230

Matched Legal Cases: ['§ 66', '§ 198', '§ 198', '§ 198', 'EGMR', '§ 198', '§ 198', '§ 93', '§ 198', '§ 198', '§ 198', '§ 198', '§ 128', '§ 198', '§ 839', 'Art. 34', '§ 198', '§ 839', 'Art. 34', '§ 198', '§ 71', 'Art. 23', '§ 198', '§ 198', '§ 574', '§ 198', '§ 198', '§ 198', '§ 198', '§ 198', '§ 198', '§ 198']

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Schlagwort Archiv: Überlange Gerichtsverfahren
Entschädigungsklage bei überlangen Gerichtsverfahren – und die Wahrung der Klagefrist
Autor: Rechtslupe 15. Januar 2018
Auch nach der mit Wirkung zum 15.10.2016 vorgenommenen Anfügung des § 66 Satz 2 FGO ist für die Wahrung der sechsmonatigen Klagefrist bei einer Entschädigungsklage bereits der Eingang dieser Klage beim Bundesfinanzhof maßgebend, nicht aber der -nunmehr erst mit der Zustellung der Klage beim Beklagten gegebene- Eintritt der Rechtshängigkeit. Gemäß …
Entschädigungsklage, Klagefrist, Steuerrecht, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer
Bei einer auf die Zahlung einer Geldentschädigung gerichteten Entschädigungsklage ist dem Kläger grundsätzlich die Stellung eines bestimmten (bezifferten) Klageantrags zuzumuten. Etwas anderes gilt nur dann und nur insoweit, als der Kläger in Anwendung der Billigkeitsnorm des § 198 Abs. 2 Satz 4 GVG die Zuerkennung eines anderen Betrags als den …
Entschädigungsklage, Klageantrag, Steuerrecht, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer, Unbeziffferter Klageantrag
Überlange Gerichtsverfahren – und die Frage der Angemessenheit
Gemäß § 198 Abs. 1 Satz 2 GVG richtet sich die Angemessenheit der Verfahrensdauer nach den Umständen des Einzelfalles, insbesondere nach der Schwierigkeit und Bedeutung des Verfahrens und nach dem Verhalten der Verfahrensbeteiligten und Dritter. Diese gesetzlichen Maßstäbe beruhen auf der ständigen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des …
Angemessene Verfahrensdauer, Entschädigungsklage, Steuerrecht, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer
Überlange Finanzgerichtsverfahren
Gemäß § 198 Abs. 1 Satz 2 GVG richtet sich die Angemessenheit der Verfahrensdauer nach den Umständen des Einzelfalles, insbesondere nach der Schwierigkeit und Bedeutung des Verfahrens und nach dem Verhalten der Verfahrensbeteiligten und Dritter. Diese gesetzlichen Maßstäbe beruhen auf der ständigen Rechtsprechung des EGMR und des Bundesverfassungsgerichts1. Nach dieser …
Entschädigungsklage, Finanzgerichtsverfahren, Steuerrecht, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer
Überlange Gerichtsverfahren – und die Entschädigung einer klagenden GmbH
Das Bestehen eines Nichtvermögensnachteils wird in Fällen unangemessener Verfahrensdauer gemäß § 198 Abs. 2 Satz 1 GVG vermutet1. Dies gilt zumindest dann, wenn eine Wiedergutmachung auf andere Weise gemäß § 198 Abs. 2 Satz 2, Abs. 4 GVG im Streitfall für die unangemessene Verzögerung nicht ausreichend wäre. Umstände dafür, dass …
Entschädigung, Entschädigungsklage, GmbH, Steuerrecht, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer
Es ist kein Zeichen eines unzulässigen “Duldens und Liquidierens”, wenn der Kläger auf die Ankündigung des Gerichts, das Verfahren zu einem bestimmten Zeitpunkt voraussichtlich abzuschließen, vertraut und ihm damit die Möglichkeit gibt, das Verfahren den eigenen Planungen entsprechend zu betreiben. In einem solchen Fall kann eine Verzögerungsrüge länger als nur …
Dulde und Liquidiere, Entschädigungsklage, Steuerrecht, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer, Verzögerungsrüge
Entschädigungsklage bei überlangen Gerichtsverfahren – und das sofortige Anerkenntnis
Um eine Entschädigungsklage erfolgreich erheben zu können, bedarf es keiner erfolglosen vorgerichtlichen Zahlungsaufforderung. Entscheidet sich ein Entschädigungskläger aber unmittelbar zur Klageerhebung, trägt er das Risiko, die Kosten des Entschädigungsverfahrens gemäß § 93 ZPO tragen zu müssen, wenn der Beklagte den Anspruch sofort anerkennt. Soweit über die Kosten des erledigten Teils …
Entschädigungsklage, Kostenentscheidung, sofortiges Anerkenntnis, Steuerrecht, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer
Entschädigung für überlange Verfahrensdauer – und die Angemessenheit der Verfahrensdauer
Nach § 198 Abs. 1 Satz 1 GVG wird angemessen entschädigt, wer infolge unangemessener Dauer eines Gerichtsverfahrens als Verfahrensbeteiligter einen Nachteil erleidet. Die Angemessenheit der Verfahrensdauer richtet sich gemäß § 198 Abs. 1 Satz 2 GVG nach den Umständen des Einzelfalls, insbesondere nach der Schwierigkeit und Bedeutung des Verfahrens sowie …
Angemessene Verfahrensdauer, Arbeitsrecht, Entschädigungsklage, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer
Autor: Innovationslupe 11. April 2017
Nach § 198 Abs. 1 Satz 1 GVG wird angemessen entschädigt, wer infolge unangemessener Dauer eines Gerichtsverfahrens im Sinne des § 198 Abs. 6 Nr. 1 GVG als Verfahrensbeteiligter einen Nachteil erleidet. Behördliche Verfahren, die einem gerichtlichen Verfahren vorausgehen, zählen nicht zum Gerichtsverfahren. § 128b PatG bestimmt deshalb, dass die …
Entschädigungsklage, Patente, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer, Überlange Verwaltungsverfahren
Überlange Gerichtsverfahren – und das vorhergehende Verwaltungsverfahren
Entschädigungsklage, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer, Überlange Verwaltungsverfahren, Zivilrecht
Eine Verzögerungsrüge allein verpflichtet das Finanzgericht nicht, unverzüglich mit der Bearbeitung zu beginnen. Eine Verzögerungsrüge ist und bleibt unwirksam, wenn sie erhoben wird, bevor Anlass zur Besorgnis besteht, das Verfahren werde nicht in angemessener Zeit abgeschlossen. Der Anlass zur Besorgnis, dass ein Verfahren nicht in angemessener Zeit abgeschlossen wird, verlangt …
Finanzgerichtsverfahren, Steuerrecht, Überlange Gerichtsverfahren, Verfahrensdauer, Verfahrensverzögerung, Verzögerungsrüge
Unangemesse Dauer von Finanzgerichtsverfahren – Sachstandsanfragen und die Verzögerungsrüge
Verfahrensfehler – als strafprozessuale Verfahrenshindernisse
Autor: Rechtslupe 21. Dezember 2016
Ein Verfahrenshindernis wird nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs durch solche Umstände begründet, die es ausschließen, dass über einen Prozessgegenstand mit dem Ziel einer Sachentscheidung verhandelt werden darf. Die Umstände müssen dabei so schwer wiegen, dass von ihrem Vorhandensein oder Nichtvorhandensein die Zulässigkeit des gesamten Verfahrens abhängig gemacht werden muss1. Bei …
Rechtsstaatswidrige Verfahrensverzögerung, Strafprozess, Strafrecht, Überlange Gerichtsverfahren, Verfahrensdauer, Verfahrenshindernis
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs wird ein Verfahrenshindernis durch solche Umstände begründet, die es ausschließen, dass über einen Prozessgegenstand mit dem Ziel einer Sachentscheidung verhandelt werden darf1. Diese müssen so schwer wiegen, dass von ihrem Vorhandensein oder Nichtvorhandensein die Zulässigkeit des gesamten Verfahrens abhängig gemacht werden muss2. So verhält es …
Rechtsstaatswidrige Verfahrensverzögerung, Steuerhinterziehung, Strafprozess, Strafrecht, Überlange Gerichtsverfahren, Verfahrensdauer, Verfahrenshindernis
Entschädigungsanspruch wegen überlanger Verfahrensdauer – und die abgelehnte Prozesskostenhilfe
Gegen die Zurückweisung eines Prozesskostenhilfegesuchs in Entschädigungssachen nach §§ 198 ff GVG durch das erstinstanzlich zuständige Oberlandesgericht stellt die Rechtsbeschwerde den einzigen in Betracht kommenden Rechtsbehelf dar1. Die Rechtsbeschwerde ist nur statthaft, wenn dies im Gesetz ausdrücklich bestimmt ist – was hier nicht der Fall ist – oder das Beschwerdegericht …
Entschädigungsklage, Prozesskostenhilfe, Rechtsbeschwerde, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer, Zivilprozess, Zivilrecht
Überlange Verfahrensdauer – Entschädigungsklage oder Amtshaftung?
Ansprüche nach § 839 BGB i.V.m. Art. 34 GG gehören nicht zum Streitgegenstand einer Entschädigungsklage nach §§ 198 ff GVG. Zwischen einem Anspruch aus § 839 BGB i.V.m. Art. 34 GG und einem Entschädigungsanspruch aus § 198 GVG besteht Anspruchskonkurrenz. Wegen des Ausschließlichkeitscharakters der Zuständigkeitsnormen (§ 71 Abs. 2 Nr. …
Amtshaftung, Entschädigungsklage, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer, Zivilrecht
Prozessunfähig wegen Querulantenwahn? – und die Versagung von PKH
Vor dem Bundesverfassungsgericht war eine Verfassungsbeschwerde gegen eine Versagung von Prozesskostenhilfe für eine Klage auf Entschädigung wegen überlanger Verfahrensdauer erfolgreich, zu deren Begründung sich das Gericht auf eine querulantenhafte Prozessunfähigkeit des Klägers berufen hatte: Der Beschwerdeführer beantragte für eine beabsichtigte Klage auf Entschädigung wegen überlanger Dauer mehrerer arbeitsgerichtlicher Verfahren die …
Entschädigungsklage, Finanzgerichtsverfahren, Prozessfähigkeit, Prozesskostenhilfe, Querulant, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer, Zivilrecht
Verzögerungsrüge bei überlangem Gerichtsverfahren – und ihre begrenzte Rückwirkung
Durch eine verspätet erhobene Verzögerungsrüge wird der Anspruch eines Entschädigungsklägers auf Entschädigung der durch die überlange Verfahrensdauer erlittenen Nachteile auf einen Zeitraum begrenzt, der im Regelfall sechs Monate vor Erhebung der Rüge umfasst. Zur Ermittlung des materiellen Nachteils sind die wirtschaftlichen Folgen des tatsächlichen Geschehensablaufs mit denen eines Verfahrensverlaufs ohne …
Entschädigungsklage, Finanzgerichtsverfahren, Steuerrecht, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer, Verzögerungsrüge
Nach Art. 23 Satz 2 des Gesetzes über den Rechtsschutz bei überlangen Gerichtsverfahren und strafrechtlichen Ermittlungsverfahren ist die Verzögerungsrüge nur dann unverzüglich zu erheben, wenn im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes bei dem mit dem Verfahren befassten Gericht eine rügepflichtige Situation bereits eingetreten ist. Der Entschädigungsanspruch nach § 198 Abs. …
Entschädigungsklage, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer, Verwaltungsrecht, Verzögerungsrüge
Überlange Gerichtsverfahren – und die Prozesskostenhilfe für das Entschädigungsverfahren
Gegen die Zurückweisung eines Prozesskostenhilfegesuchs in Entschädigungssachen nach §§ 198 ff GVG durch das Oberlandesgericht stellt die Rechtsbeschwerde den einzigen in Betracht kommenden Rechtsbehelf dar1. Die Rechtsbeschwerde ist nur statthaft, wenn dies im Gesetz ausdrücklich bestimmt ist oder das Beschwerdegericht sie in dem angefochtenen Beschluss zugelassen hat (§ 574 Abs. …
Entschädigungsklage, Finanzgerichtsverfahren, Prozesskostenhilfe, Rechtsbeschwerde, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer, Zivilprozess, Zivilrecht
Überlange Gerichtsverfahren – und die unbezifferte Entschädigungsklage
Eine Entschädigungsklage gemäß § 198 GVG wegen eines überlangen Finanzgerichtsverfahrens ist zulässig, obwohl der Kläger die begehrte Entschädigung für die erlittenen immateriellen Nachteile in seinem Antrag nicht beziffert hat, wenn der auf Gewährung einer angemessenen Entschädigung lautende Klageantrag jedenfalls in Verbindung mit dem weiteren Klagebegehren hinreichend bestimmt ist. Nach § …
Entschädigungsklage, Finanzgerichtsverfahren, Steuerrecht, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer, Unbezifferter Klageantrag
Überlange Finanzgerichtsverfahren – 2 Jahre Abhängezeit
Der Entschädigungsanspruch nach § 198 Abs. 1 Satz 1 GVG setzt u.a. die unangemessene Dauer des Gerichtsverfahrens voraus. Die Angemessenheit der Verfahrensdauer richtet sich gemäß § 198 Abs. 1 Satz 2 GVG nach den Umständen des Einzelfalls, insbesondere nach der Schwierigkeit und Bedeutung des Verfahrens und nach dem Verhalten der …
Überlange Gerichtsverfahren – Entschädigungsklage und die Höhe der Entschädigung
Stellt der Kläger die Höhe der Entschädigung in das Ermessen des Gerichts, so ist der Klageantrag jedenfalls dann ausreichend bestimmt, wenn ein Mindestbetrag angegeben ist. Die Klage ist also zulässig, obwohl die Kläger die begehrte Entschädigung für die erlittenen immateriellen Nachteile in ihrem Antrag nicht beziffert haben. Der auf Gewährung …
Überlange Gerichtsverfahren – und das versäumte Ruhenlassen
Liegt ein Grund vor, ein Verfahren zum Ruhen zu bringen, hat das Finanzgericht das Ruhen aber nicht angeregt, so rechtfertigt dies allein noch nicht, statt einer Entschädigung in Geld lediglich die Feststellung unangemessener Verfahrensdauer auszusprechen. Der Entschädigungsanspruch nach § 198 Abs. 1 Satz 1 GVG setzt u.a. die unangemessene Dauer …
Rechtsschutz bei überlangen Gerichtsverfahren – und das zweite Versäumnisurteil
Gegen ein zweites Versäumnisurteil, das von dem erstinstanzlich zuständigen Oberlandesgericht im Rahmen eines Verfahrens nach §§ 198 ff GVG (Entschädigung wegen unangemessener Verfahrensdauer) erlassen wird, findet die Revision ohne Zulassung und ohne Rücksicht auf den Wert des Beschwerdegegenstands statt. Gegen ein zweites Versäumnisurteil des Berufungsgerichts findet die Revision nach § …
Revision, Überlange Gerichtsverfahren, Versäumnisurteil, Zivilrecht, Zweites Versäumnisurteil
Überlange Verfahrensdauer vor dem Bundesverfassungsgericht
Die Beschwerdekammer des Bundesverfassungsgerichts hat aktuell der Beschwerdeführerin einer erst nach fünf Jahren entschiedenen Verfassungsbeschwerde eine Entschädigung von 3.000 € wegen der unangemessenen Dauer ihres Verfahrens zugesprochen. Dies hat die Beschwerdekammer mit den außergewöhnlichen Besonderheiten des Verfahrensverlaufs begründet: Die Senatszuständigkeit war zunächst eineinhalb Jahre ungeklärt geblieben, und nach einer Änderung …
Entschädigungsklage, Überlange Gerichtsverfahren, Überlange Verfahrensdauer, Verfassungsbeschwerde, Verwaltungsrecht
Eine Entschädigungsklage, die innerhalb der 6-Monatsfrist des § 198 Abs. 5 GVG erhoben wird, ist unzulässig. Nach § 198 Abs. 5 Satz 1 GVG kann ein Anspruch auf Entschädigung wegen eines überlangen Gerichtsverfahrens frühestens sechs Monate nach wirksamer Erhebung der Verzögerungsrüge gerichtlich geltend gemacht werden. Die Einhaltung der gesetzlichen Sechsmonatsfrist …