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Timestamp: 2016-10-20 19:44:04
Document Index: 357675405

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 105', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 61', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 109', 'Art. 102']

8C_283/2011 (26.05.2011)
8C_283/2011
vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Ehrenzeller, Beschwerdef�hrerin,
vom 2. M�rz 2011.
Mit Verf�gung vom 30. April 2009 verneinte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen, im Wesentlichen gest�tzt auf das Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle (MEDAS) vom 14. November 2008, einen Anspruch der B.________ (geb. 1958) auf eine Invalidenrente.
Die dagegen erhobene Beschwerde der B.________ mit dem Antrag, in Aufhebung der Verf�gung vom 30. April 2009 sei ihr mindestens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen, wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 2. M�rz 2011 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst B.________ die Zusprechung mindestens einer Viertelsrente beantragen.
Hinsichtlich der f�r die Beurteilung der Streitigkeit massgebenden gesetzlichen Grundlagen sowie der einschl�gigen Rechtsprechung namentlich zur Bedeutung und zum Beweiswert �rztlicher Berichte und Gutachten sowie zur Beweisw�rdigung (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f.; 125 V 351 E. 3 S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c S. 160 ff.) wird auf die zutreffenden Erw�gungen im angefochtenen Entscheid verwiesen.
3.1 In tats�chlicher Hinsicht hat die Vorinstanz - f�r das Bundesgericht unter Vorbehalt von Art. 105 Abs. 2 BGG verbindlich - festgestellt, gem�ss beweiskr�ftigem MEDAS-Gutachten vom 14. November 2008 bestehe aufgrund der psychischen Faktoren (Diagnosen: leichte depressive St�rung mit somatischem Syndrom [ICD-10 F32.01], anhaltende somatoforme Schmerzst�rung [ICD-10 F45.4], Verdacht auf histrionische Pers�nlichkeitsst�rung [ICD-10 F60.4]), unter Ber�cksichtigung der somatischen Aspekte (Diagnose: Diffuses chronisches Schmerzsyndrom), f�r k�rperlich eher leichtere bis vereinzelt mittelschwere T�tigkeiten ohne besondere Zwangshaltungen oder Stressbelastungen eine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit von 30 Prozent.
3.2 Die letztinstanzlich dagegen vorgebrachten Einw�nde sind offensichtlich unbegr�ndet, soweit sie nicht von vornherein als im Rahmen von Art. 105 BGG unzul�ssige appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung zu werten sind. Das kantonale Gericht hat die medizinische Aktenlage vollst�ndig und inhaltlich korrekt dargelegt und anschliessend einl�sslich und sachbezogen, insbesondere auch unter zutreffendem Hinweis auf die beweisrechtlich bedeutsame Verschiedenheit von Behandlungs-/Therapieauftrag einerseits und Begutachtungsauftrag andererseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4 S. 175) angef�hrt, weshalb es dem MEDAS-Gutachten vom 14. November 2008 im Rahmen der Beweisw�rdigung (Art. 61 lit. c ATSG) ausschlaggebendes Gewicht beimass und nicht auf die abweichende Einsch�tzung des behandelnden Dr. med. K.________ abstellte. Damit hat es den bundesrechtlichen Anforderungen an die Beweisw�rdigung Gen�ge getan. Das kantonale Gericht hat auch in rechtsgen�glicher Auseinandersetzung mit den erhobenen Einw�nden der Versicherten zutreffend dargelegt, weshalb hinsichtlich der im Gutachten der MEDAS als Verdachtsdiagnose angef�hrten histrionischen Pers�nlichkeitsst�rung kein zus�tzlicher Abkl�rungsbedarf bestand und aus welchem Grund dieser keine die Arbeitsf�higkeit zus�tzlich beeintr�chtigende Relevanz beizumessen ist. Es hat auch in nicht zu beanstandender Weise begr�ndet, weshalb sich die in verschiedenen Punkten erhobene Kritik am Gutachten, welche letztinstanzlich im Wesentlichen wiederholt wird, als unbegr�ndet erweist und dessen Beweiswert nicht in Zweifel zu ziehen vermag. Anlass f�r eine Korrektur besteht nicht.
Mit Bezug auf die erwerbliche Umsetzbarkeit des trotz des Gesundheitsschadens bestehenden Leistungsverm�gens und die Invalidit�tsbemessung (Art. 16 ATSG) wird einzig die vorinstanzliche Einsch�tzung des "leidensbedingten Abzugs" beanstandet, wie er bei der Festsetzung des anrechenbaren Invalideneinkommens allenfalls vorzunehmen ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481 und 126 V 75). Bundesrechtlich frei �berpr�fbare Rechtsfrage ist, ob ein statistisch ermittelter Lohnansatz mit Blick auf die pers�nlichen und beruflichen Umst�nde im Einzelfall herabgesetzt werden muss. Die Festlegung des Ausmasses der K�rzung ist derweil Ermessenssache. In die �berpr�fungsbefugnis des Bundesgerichts f�llt die H�he des Abzuges nur bei Ermessens�berschreitung, -unterschreitung oder -missbrauch (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399; SVR 2009 IV Nr. 43 S. 127 E. 3.1, 9C_235/2008).
Es kann nicht gesagt werden, dass die Vorinstanz Bundesrecht verletzt h�tte, indem sie die leidensbedingte Korrektur des auf einem statistischen Wert beruhenden Invalideneinkommens auf 10 Prozent veranschlagte. Den Auswirkungen des psychischen Leidens auf die Arbeitsf�higkeit wurde mit einer anerkannten Leistungsverminderung von 30 Prozent Rechnung getragen. Eine weitergehende Anrechnung beim leidensbedingten Abzug w�rde einer unzul�ssigen doppelten Ber�cksichtigung derselben Einschr�nkung gleichkommen. Das �rztlich umschriebene Anforderungsprofil leidensangepasster, k�rperlich eher leichter T�tigkeiten ohne Zwangshaltungen oder Stressbelastungen schr�nkt die Einsatzm�glichkeiten nur m�ssig ein. Das Alter ist in diesem Zusammenhang nur soweit zu ber�cksichtigen, wie es die Erwerbsaussichten in Verbindung mit dem versicherten Gesundheitsschaden zus�tzlich schm�lert, wovon mit Bezug auf die im Zeitpunkt der rentenablehnenden Verf�gung rund 51 j�hrige Versicherte nicht auszugehen ist (vgl. Urteil 9C_382/2007 vom 13. November 2007 E. 6.1). Die ebenfalls angef�hrte langj�hrige Berufsabwesenheit betrifft die Frage nach den Voraussetzungen f�r die Zumutbarkeit einer Arbeitsaufnahme, nicht aber diejenige, ob Anhaltspunkte daf�r bestehen, dass das aus gesundheitlichen Gr�nden eingeschr�nkte Leistungsverm�gen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwertbar sei (vgl. dazu Urteil 9C_621/2010 vom 22. Dezember 2010 E. 3). Die von der Beschwerdegegnerin genannten Verweisungst�tigkeiten (insbesondere Kontroll- und Sortiert�tigkeiten) betreffen die Festlegung des invalidenversicherungsrechtlich massgebenden Invalideneinkommens mit Blick auf den f�r die versicherte Person in Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. dazu BGE 134 V 65 E. 4.2.1 S. 70) und nicht den leidensbedingten Abzug. Ob die genannten Arbeitsplatzbeispiele der Beschwerdef�hrerin tats�chlich offen stehen, beschl�gt die Chancen, auf dem freien Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden, resp. das Spektrum der gesundheitlich bedingt noch in Betracht fallenden Erwerbst�tigkeiten. Erfordern bestimmte T�tigkeiten Eigenschaften, welche die Beschwerdef�hrerin nicht mit sich bringt, fallen diese ausser Betracht. Der Umstand schliesslich, dass die Beschwerdef�hrerin allenfalls auf eine psychisch bedingt verst�rkte R�cksichtnahme seitens der Vorgesetzten angewiesen ist, betrifft ebenfalls in erster Linie die realen Chancen, auf dem freien Arbeitsmarkt eine Stelle zu finden und stellt bei Versicherten, deren verminderte psychische Belastbarkeit bereits im Rahmen der Arbeitsf�higkeit ber�cksichtigt ist, kein anerkanntes eigenst�ndiges Abzugskriterium dar (SVR 2010 IV Nr. 28 S. 87, 9C_708/2009 E. 2.3.2; Urteil 9C_474/2010 vom 11. April 2011 E. 3.4). Dasselbe gilt auch hinsichtlich des f�r den Arbeitgeber angeblich erh�hten wirtschaftlichen Risikos zufolge Fernbleibens von der Arbeit aus krankheitsbedingten Gr�nden und erschwerter �berpr�fbarkeit der Leistung. Die vorinstanzliche Bemessung des "leidensbedingten Abzugs" erscheint somit nicht als bundesrechtswidrig.
Die offensichtlich unbegr�ndete Beschwerde wird im Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG und ohne Durchf�hrung eines Schriftenwechsels erledigt (Art. 102 Abs. 1 BGG).