Source: http://boeschreal.at/kosten.html
Timestamp: 2019-01-17 03:36:52
Document Index: 118883100

Matched Legal Cases: ['§16', '§15', '§15', '§15', '§15', '§11', '§14', '§12', '§24', '§19', '§22', '§12', '§26', '§ 15', '§17', '§6', '§7', '§15', '§15', '§15', '§6', '§3', '§30', '§28', '§28', '§2', '§30', '§28', '§28', '§6', '§3', '§30', '§1', '§30', '§30', '§30', '§30', '§3', '§1', '§3', '§3', '§5', '§4', '§5', '§7', '§7', '§7', '§8', '§9', '§9', '§5']

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Die Paragraphenverweise beziehen sich, so nicht anders angegeben, auf die
Immobilienmaklerverordnung idF BGBI II 2010/268.
1. Grunderwerbsteuer vom Wert der Gegenleistung: 3,5 % (Ermäßigung oder Befreiung in Sonderfällen möglich)
2. Grundbuchseintragungsgebühr (Eigentumsrecht): 1,1% seit 2011-01-01
3. Vertragserrichtung und grundbücherliche Durchführung: Kosten nach Vereinbarung im Rahmen der Tarifordnung des jeweiligen Urkundenerrichters zzgl. Barauslagen für Beglaubigungen und Stempelgebühren.
7. Vermittlungshonorar: Berechnungsbasis ist der Wert. Er besteht in diesem Sinn aus dem Kaufpreis zuzüglich übernommener Verpflichtungen, Hypotheken, geldwerter Lasten, Haftungsübernahmen, Verbindlichkeiten, etc. §16(1)
8. bei Kauf, Verkauf oder Tausch von:
8.1 Liegenschaften oder Liegenschaftsanteilen §15(1)1
8.2 Liegenschaftsanteilen, an denen Wohnungseigentum besteht oder vereinbarungsgemäß begründet wird, §15(1)2
8.3 Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen aller Art, §15(1)3-4
8.4 Abgeltungen für Superädifikate auf verpachteten/vermieteten/zu verpachtenden/zu vermietenden Grundstücken. §15(1)5
8.5 Ausgenommen von diesen Obergrenzen sind Burgen, Schlösser, Klöster. §11
8.5 bei Optionen: 50% des Honorars gemäß Pkt. I.7.a), das aber im Fall der Optionsrecht-Ausübung auf das Gesamthonorar angerechnet wird. §14
8.6 Die Übernahme des Honorars einer Vertragsseite durch die andere ist zulässig, solange die Höchstsumme beider Seiten und das 2-fache des Maximalhonorars der eigenen Seite nicht überschritten werden. Unzulässig ist die Überwälzung auf Suchende bei Wohnungen oder Einfamilienhäusern. §12(2)
1 % des auf die Vertragsdauer entfallenden Bruttomietzinses (inkl. MwSt.), höchstens des 18-fachen Jahreswertes, bei unbestimmter Vertragsdauer 1% des 3-fachen Jahreswertes. Der Vermieter (bzw. in dessen Vertretung z.B. der Makler, Notar, Rechtsanwalt oder Hausverwalter) ist verpflichtet, die Gebühr selbst zu berechnen und abzuführen. Verträge über die Miete von Wohnräumen sind gebührenfrei.
1. Vertragserrichtungskosten: nach Vereinbarung im Rahmen der Tarifordnung des jeweiligen Vertragserrichters.
2. Vermittlungshonorar: Berechnungsbasis für das Honorar ist der Bruttomonatsmietzins (abgekürzt: BMMZ). Dieser besteht gem. §24(1) aus:
2.1 Haupt- oder Untermietzins,
2.2 anteilige Betriebskosten und laufende öffentliche Abgaben,
2.3 Anteile für allfällige besondere Aufwendungen (z.B. Lift),
2.4 allfälliges Entgelt für mitvermietete Einrichtungs- und Ausstattungsgegenstände oder sonstige zusätzliche Leistungen des Vermieters,
Bei Wohnungen u. Einfamilienhäusern
Geschäftsräume gem. §19(1) sind: Arbeits-, Verkaufs- und Kanzleiräume, Büros, Lager, Lokale, Magazine, Werkstätten, Garagen, Einstellplätze, usw.
Investitions-, Inventar-, Rechte-Abgeltung: Dafür ist als Honorar nur vom Vermieter/Vormieter max. 5% des Bruttowertes zzgl. 20% MwSt. zulässig. §22
mehr als 3 Jahren/unbefristet
bei Befristung: 1% des auf die Vertragsdauer entfallenden Bruttopachtzinses;
oder der Höchstsatz der nächst kürzeren Pachtdauer, wenn dieser Betrag größer ist. §12(4)
Unternehmenspacht und sonstige nicht- land und forstwirtschaftliche Pacht §26
Vermittlungshonorar: Sofern die Vermittlung im Zusammenhang mit einer Vermittlung eines Kauf - oder Tauschgeschäftes gem. § 15(1) steht, max. 2% der Darlehenssumme; sonst max. 5% der Darlehenssumme. §17
Der Makler hat auch dann Anspruch auf Provision, wenn auf Grund seiner Tätigkeit zwar nicht das vertragsgemäß zu vermittelnde Geschäft, wohl aber ein diesem nach seinem Zweck wirtschaftlich gleichwertiges Geschäft zustande kommt. §6(3) MaklerG
Der Anspruch auf Provision entsteht mit der Rechtswirksamkeit des vermittelten Geschäfts. Es besteht kein Anspruch auf einen Vorschuss. §7(1) MaklerG
Besondere Provisionsvereinbarungen §15 MaklerG
Eine solche Leistung kann bei einem Alleinvermittlungsauftrag weiters für den Fall vereinbart werden, dass §15(2) MaklerG
der Alleinvermittlungsauftrag vom Auftraggeber vertragswidrig ohne wichtigen Grund vorzeitig aufgelöst wird; §15(2)1 MaklerG
Die Höhe des Vermittlungshonorars ist gesondert anzuführen; auf ein allfälliges wirtschaftliches oder familiäres Naheverhältnis iSd §6(4)3 MaklerG ist hinzuweisen.
Wenn der Immobilienmakler kraft Geschäftsgebrauch als Doppelmakler tätig sein kann, hat diese Übersicht auch einen Hinweis darauf zu enthalten. Bei erheblicher Änderung der Verhältnisse hat der Immobilienmakler die Übersicht entsprechend richtig zu stellen. Erfüllt der Makler diese Pflichten nicht spätestens vor Vertragserklärung des Auftraggebers zum vermittelten Geschäft, so gilt §3(4) MaklerG (Schadenersatz) gemäß §30b(1)KSchG.
Jede Transaktion benötigt eine konkrete steuerliche Beratung!
Beispiele von im Einzelfall abstrakt möglichen Steuerauswirkungen sind u.a.:
Veräußerungs- und Spekulationsgewinne sind steuerpflichtig beim Verkäufer nach dem Einkommensteuerrecht.
Bei Immobilienveräußerungen aus Betriebsvermögen entstehen gegebenenfalls - abhängig von Buchwert und Veräußerungserlös - Veräußerungsgewinne.
Bei Immobilienveräußerungen aus Privatvermögen innerhalb von 10 Jahren ab der entgeltlichen Anschaffung (Spekulationsfrist) unterliegen Einkünfte aus Spekulationsgeschäften (Spekulationsgewinn) beim Veräußerer der Einkommensbesteuerung. Für Grundstücke, bei denen innerhalb von 10 Jahren nach ihrer Anschaffung Herstellungsaufwendungen in Teilbeträgen gem. §28(3) EStG abgesetzt wurden, verlängert sich die Frist auf 15 Jahre.
Als zu versteuernde Einkünfte (Spekulationsgewinn) sind der Differenzbetrag zwischen Veräußerungserlös einerseits und Anschaffungskosten und Werbungskosten andererseits anzusetzen. Im Falle der Veräußerung eines angeschafften Gebäudes sind die Anschaffungskosten um Instandsetzungsaufwendungen und Herstellungsaufwendungen insoweit zu erhöhen, als sie nicht bei der Ermittlung außerbetrieblicher Einkünfte zu berücksichtigen sind. Sie sind um Absetzungen für Abnutzungen, soweit sie bei der Ermittlung außerbetrieblicher Einkünfte abgezogen worden sind, sowie um steuerfreie Beträge §28(6) EStG zu vermindern.
Einkünfte aus Spekulationsgeschäften bleiben steuerfrei, wenn sie insgesamt im Kalenderjahr höchstens € 440.- betragen. Führen Spekulationsgeschäfte im Kalenderjahr insgesamt zu einem Verlust, so ist dieser nicht ausgleichsfähig §2(2) EStG.
Einkommensteuer, die auf Veräußerung der Wirtschaftsgüter entfällt, wird im Ausmaß der sonst entstehenden Doppelbelastung der Spekulationseinkünfte auf Antrag ermäßigt oder erlassen, wenn der Steuerpflichtige infolge des Erwerbes der Wirtschaftsgüter Erbschafts- oder Schenkungssteuer, Grunderwerbsteuer oder Stiftungseingangssteuer entrichtet hat. §30 EStG
Bei Veräußerung von unbebautem Grund und Boden vermindert sich der Veräußerungsgewinn nach Ablauf von 5 Jahren ab Anschaffung um 10% p.a.
Wird ein Gebäude entgeltlich übertragen und wurden innerhalb von 15 Jahren vor der Übertragung vom Steuerpflichtigen selbst oder im Fall der unentgeltlichen Übertragung von seinem Rechtsvorgänger Herstellungsaufwendungen in Teilbeträgen gem. §28(3) EStG abgesetzt, so sind im Jahr der Übertragung zusätzlich besondere Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung anzusetzen. Dies gilt auch dann, wenn das Gebäude im Zeitpunkt der Übertragung nicht mehr der Vermietung und Verpachtung dient.
Berechnung der besonderen Einkünfte: Zunächst ist zu ermitteln, welcher Betrag bei der Ermittlung der Einkünfte im Falle der Verteilung dieser Kosten auf die Restnutzungsdauer als Absetzung für Abnutzung abzusetzen gewesen wäre (rechnerische AfA). Die tatsächlich abgesetzten Teilbeträge der Herstellungsaufwendungen abzüglich der rechnerischen AfA (s.o.) werden als besondere Einkünfte erfasst.
Wenn der Verkäufer für Instandhaltungs-, Instandsetzungs- und Herstellungsaufwendungen einen Antrag auf Absetzung in Teilbeträgen gemäß §28(2)-(4) EStG 1988 gestellt hat, geht das Recht der Absetzung der zum Zeitpunkt der entgeltlichen Übertragung noch nicht geltend gemachten Zehntel- bzw. Fünfzehntelbeträge für den Verkäufer und den Käufer verloren. Sonderregelungen bestehen bei unentgeltlichem Erwerb (Erbschaft/Schenkung).
Vorsteuerbeträge, die aus Großreparaturen, Anschaffungs- und Herstellungsaufwendungen resultieren, sind bei Kauf/Tausch/Schenkung innerhalb der nachfolgenden 9 Jahre vom Verkäufer zu berichtigen. Ist der Käufer Unternehmer im Sinn des UStG, kann die Vorsteuerberichtigung vermieden werden, indem der Verkäufer auf die Steuerbefreiung verzichtet, wodurch der Verkauf umsatzsteuerpflichtig und somit der Kaufpreis um 20 % MWSt. erhöht wird. §6(2) UStG
Es kann zur Aufdeckung von stillen Reserven und damit zu einer Steuerpflicht des Verkäufers kommen.
Der Rücktritt hat schriftlich zu erfolgen. Es genügt die Absendung der Rücktrittserklärung am letzen Tag der Frist. Als Rücktrittserklärung genügt ein Schriftstück, das erkennen lässt, dass der Verbraucher das Zustandekommen oder die Aufrechterhaltung des Vertrages ablehnt. Eine Rücktrittserklärung an den Immobilienmakler bez. eines Immobiliengeschäfts gilt auch für den diesbezüglich geschlossenen Maklervertrag. §3(4) KSchG
Rücktritt vom Immobiliengeschäft gem. §30a KSchG
Ein Auftraggeber (Kunde), der Verbraucher gem. §1 KSchG ist und seine Vertragserklärung am Tag der erstmaligen Besichtigung des Vertragsobjektes abgegeben hat, diese auf den Erwerb eines Mietrechts/Pachtrechts, eines sonstigen Gebrauchs- oder Nutzungsrechts oder des Eigentums gerichtet ist, und zwar an einer Wohnung, an einem Einfamilienwohnhaus oder einer Liegenschaft, die zum Bau eines Einfamilienwohnhauses geeignet ist, und dies zur Deckung des dringenden Wohnbedürfnisses des Verbrauchers oder eines nahen Angehörigen dienen soll, §30a(1) KSchG kann binnen einer Woche schriftlich seinen Rücktritt erklären. §30a(2) KSchG
Das Rücktrittsrecht erlischt jedenfalls spätestens einen Monat nach dem Tag der erstmaligen Besichtigung. §30a(3) KSchG
Die Vereinbarung der Zahlung eines Angelds, Reugelds oder einer Anzahlung vor Ablauf der Rücktrittsfrist ist unwirksam. §30a KSchG
Rücktrittsrecht bei "Haustürgeschäften" gem. §3 KSchG
Ein Auftraggeber (Kunde), der Verbraucher gem. §1 KSchG ist und seine Vertragserklärung weder in den Geschäftsräumen des Immobilienmaklers abgegeben hat, noch die Geschäftsverbindung zur Schließung des Vertrages mit dem Immobilienmakler selbst angebahnt hat, kann bis zum Zustandekommen des Vertrages oder danach binnen einer Woche schriftlich seinen Rücktritt erklären. Die Frist beginnt erst zu laufen, wenn dem Verbraucher eine Urkunde ausgefolgt wurde, die Namen und Anschrift des Unternehmers, die zur Identifizierung des Vertrages notwendigen Angaben und eine Belehrung über das Rücktrittsrecht enthält. gem. §3 KSchG
Rücktrittsrecht bei Nichteintritt maßgeblicher Umstände §3a KSchG
Der Verbraucher kann von seinem Vertragsantrag oder vom Vertrag schriftlich zurücktreten, wenn ohne seine Veranlassung maßgebliche Umstände, die vom Unternehmer als wahrscheinlich oder sicher dargestellt wurden, nicht oder in erheblich geringerem Ausmaß eingetreten sind.
Wissen oder Wissenmüssen des Verbrauchers über den Nichteintritt maßgeblicher Umstände bei den Vertragsverhandlungen.
Rücktrittsrecht beim Bauträgervertrag §5 BTVG (Bauträgervertragsgesetz)
Gilt für erst zu errichtende bzw. durchgreifend zu erneuernde Gebäude, Wohnungen bzw. Geschäftsräume und nur für Bauträgerverträge, bei denen Vorauszahlungen von mehr als € 150.- pro Quadratmeter Nutzfläche zu leisten sind.
Der Erwerber kann von seiner Vertragserklärung oder vom Vertrag zurücktreten, wenn ihm der Bauträger nicht spätestens eine Woche vor Abgabe der Vertragserklärung schriftlich folgendes mitgeteilt hat:
den gem. §4 BTVG vorgesehenen Vertragsinhalt §5(1)1 BTVG
für das Sperrkontomodell (Sicherungspflicht lt. §7(6)2 BTVG) den vorgesehenen Wortlaut der Vereinbarung mit dem Kreditinstitut;
für das Bonitätsmodell im geförderten Mietwohnbau (Sicherungspflicht §7(6)3 BTVG): den vorgesehenen Bescheinigungswortlaut lt. §7(6)3cBTVG;
für die schuldrechtliche Sicherungspflicht gem. §8 BTVG ohne Treuhänder (Garantie, Versicherung): den Wortlaut der ihm auszustellenden Sicherheit;
für die Sicherungspflicht durch grundbücherliche Sicherstellung §9-10 BTVG (Ratenplan A/B): ggf. den Wortlaut der Zusatzsicherheit nach §9(4) BTVG
Der Rücktritt kann bis zum Zustandekommen des Vertrages oder danach binnen 14 Tagen erklärt werden. Die Rücktrittsfrist beginnt mit dem Tag, an dem der Erwerber die oben genannten Informationen sowie eine Belehrung über das Rücktrittsrecht schriftlich erhält, frühestens jedoch mit dem Zustandekommen des Vertrages. Das Rücktrittsrecht erlischt spätestens 6 Wochen nach dem Zustandekommen des Vertrages.
Darüber hinaus kann der Erwerber von seiner Vertragserklärung zurücktreten, wenn eine von den Parteien dem Vertrag zugrunde gelegte Wohnbauförderung ganz oder in erheblichem Ausmaß aus nicht bei ihm gelegenen Gründen nicht gewährt wird. Der Rücktritt ist binnen 14 Tagen zu erklären. Die Rücktrittsfrist beginnt, sobald der Erwerber vom Unterbleiben der Wohnbauförderung informiert wird und gleichzeitig oder nachher eine schriftliche Belehrung über das Rücktrittsrecht erhält. Das Rücktrittsrecht erlischt jedoch spätestens 6 Wochen nach Erhalt dieser Information über das Unterbleiben der Wohnbauförderung §5(3)BTVG