Source: https://www.geldwaeschebeauftragter.com/landesregelungen-fuer-gueterhaendler-laenderuebersicht/
Timestamp: 2019-04-24 08:53:02
Document Index: 250271449

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 1', '§ 1', '§ 7', '§ 4', '§ 19']

mit Bezug zur Geldwäscheprävention – nicht abschließende Aufzählung
Wer gewerblich mit Gütern handelt, muss die Pflichten des GwG beachten (§ 2 Abs. 1 Nr. 16 GwG, § 1 Abs. 9 GwG). Dabei gibt es im Einzelnen für Güterhändler einige Besonderheiten und auch Erleichterungen. Insbesondere müssen Güterhändler zunächst keinen Geldwäschebeauftragten bestellen. Dies gilt aber nur, wenn sie nicht mit hochwertigen Gütern im Sinne von § 1 Abs. 10 GwG handeln. Denn in vielen Bundesländern haben die Behörden nun durch Allgemeinverfügung geregelt, dass Händler, die mit hochwertigen Güternhandeln, einen Geldwäschebeauftragten bestellen müssen. Hintergrund ist eine Regelung in § 7 Abs. 3 GwG. Danach “soll” eine Behörde anordnen, dass Personen, die hauptsächlich mit hochwertigen Gütern handeln, einen Geldwäschebeauftragten bestellen müssen.
Nach den im Wesentlichen inhaltsgleichen Regelungen in den Bundesländern muss ein Händler einen Geldwäschebeauftragten und Stellvertreter bestellen, wenn das Unternehmen mit hochwertigen Gütern handelt (z.B. Autohändler, Auktionatoren, Juweliere, Kunsthändler und Rohstoffhändler), der Handel mit diesen Gütern über 50% des Gesamtumsatzes im vorherigen Wirtschaftsjahr ausmacht (Haupttätigkeit),
am 31.12. des vorherigen Wirtschaftsjahres insgesamt mindestens 10 Mitarbeiter in den Bereichen Akquise, Kasse, Kundenbuchhaltung, Verkauf und Vertrieb einschließlich Leitungspersonal (insbesondere Geschäftsführung) beschäftigt sind und im vorherigen Wirtschaftsjahr bei mindestens einem Geschäftsvorgang Bargeld im Wert von € 15.000,– oder mehr angenommen wurde. Geschäftsvorgänge, bei denen mehrere Bartransaktionen durchgeführt werden, die zusammen einen Betrag im Wert von € 15.000,– oder mehr ausmachen und bei denen Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass zwischen ihnen eine Verbindung besteht, sind als ein Geschäftsvorgang anzusehen.
Ab dem 26. Juni 2017 gilt das neue Geldwäschegesetz. Danach ist der Schwellenwert auf € 10.000,- bei Bartransaktionen abgesenkt worden (§ 4 Abs. 4, § 19 Abs. 6 GwG)
Der Geldwäschebeauftragte muss bis zum 31.05. eines laufenden Wirtschaftsjahres der zuständigen Behörde benannt werden. Hierzu wurden bereits bundesweit in ettlichen Landkreisen und Regierungsbezirken entsprechende Allgemeinverfügungen erlassen.
Nach den im Wesentlichen inhaltsgleichen Regelungen in den Bundesländern muss ein Händler einen Geldwäschebeauftragten und Stellvertreter bestellen, wenn das Unternehmen
1.) mit hochwertigen Gütern handelt (z.B. Autohändler, Auktionatoren, Juweliere, Kunsthändler und Rohstoffhändler),
2.) der Handel mit diesen Gütern über 50% des Gesamtumsatzes im vorherigen Wirtschaftsjahr ausmacht (Haupttätigkeit),
3.) am 31.12. des vorherigen Wirtschaftsjahres insgesamt mindestens 10 Mitarbeiter in den Bereichen Akquise, Kasse, Kundenbuchhaltung, Verkauf und Vertrieb einschließlich Leitungspersonal (insbesondere Geschäftsführung) beschäftigt sind und
4.) im vorherigen Wirtschaftsjahr bei mindestens einem Geschäftsvorgang Bargeld im Wert von € 15.000,– oder mehr angenommen wurde. Geschäftsvorgänge, bei denen mehrere Bartransaktionen durchgeführt werden, die zusammen einen Betrag im Wert von € 15.000,– oder mehr ausmachen und bei denen Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass zwischen ihnen eine Verbindung besteht, sind als ein Geschäftsvorgang anzusehen.