Source: https://personalwesen.univie.ac.at/jobs-recruiting/weitere-informationen/verpflichtung-auf-die-vertraulichkeit-und-integritaet-personenbezogener-daten/
Timestamp: 2020-01-25 03:44:14
Document Index: 227194170

Matched Legal Cases: ['Art 4', 'Art 32', 'Art. 5', '§ 6', '§ 63', '§ 1']

Die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) verlangen, dass personenbezogene Daten so verarbeitet werden, dass die Rechte der durch die Verarbeitung betroffenen Personen auf Vertraulichkeit und Integrität ihrer Daten gewährleistet werden. Daher ist es Ihnen auch nur gestattet dienstlich anfallende personenbezogene Daten in dem Umfang und in der Weise zu verarbeiten, wie es zur Erfüllung der Ihnen übertragenen Aufgaben erforderlich ist.
Im Zuge der Ausübung der Tätigkeit werden personenbezogene Daten (Art 4 Abs 1 DSGVO) zugänglich. Es besteht daher eine Verpflichtung zu Datenschutz und Datensicherheit (Art 32 DSGVO), unbeschadet ob Daten automatisiert oder nichtautomatisiert verarbeitet werden. Die zur Verfügung stehenden Benutzerkennungen, Passwörter und sonstige Zugangsberechtigungen sind vertraulich zu halten und stets sorgfältig zu verwahren. Des Weiteren sind bei jeder Verarbeitung personenbezogener Daten die Grundsätze für die Verarbeitung von Daten in der jeweils geltenden Fassung, derzeit Art. 5 DSGVO, einzuhalten. Darüber hinaus sind sämtliche internen Anordnungen über die Verwendung personenbezogener Daten, insbesondere die Datenschutzrichtlinie der Universität Wien in der jeweils geltenden Fassung, zu beachten.
Zudem besteht die Verpflichtung, das Datengeheimnis gemäß den jeweils geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, derzeit § 6 DSG 2018, zu wahren. Sämtliche personenbezogene Daten sind zeitlich unbegrenzt auch über das Ende des Dienstverhältnisses hinaus vertraulich zu behandeln und gegenüber jedermann geheim zu halten.
Personenbezogene Daten, die aufgrund der Tätigkeit anvertraut oder zugänglich gemacht wurden, dürfen - unbeschadet sonstiger gesetzlicher oder vertraglicher Verschwiegenheitspflichten - nur aufgrund einer ausdrücklichen mündlichen oder schriftlichen Anordnung der Universität Wien oder deren Beauftragten weitergeben werden. Ein Verstoß gegen die Vertraulichkeits- und Datenschutzvorschriften stellt einen Verstoß gegen arbeitsvertragliche Pflichten dar, der entsprechend geahndet werden kann.
Die nachfolgende Anlage soll in der gebotenen Knappheit durch eine exemplarische Auswahl einschlägiger Rechtsnormen über die allgemeinen Datenschutzgrundsätze informieren.
Anlage zur Verpflichtung auf die Vertraulichkeit und Integrität personenbezogener Daten
Die vorliegende Auswahl gesetzlicher Vorschriften soll Ihnen einen Überblick über das datenschutzrechtliche Regelwerk verschaffen. Die Darstellung erfolgt exemplarisch und ist keineswegs vollständig. Weitere Informationen zu datenschutzrechtlichen Fragestellungen erhalten Sie beim Datenschutzbeauftragten der Universität Wien.
§ 63 Datenschutzanpassungsgesetz 2018 (i.d. Fassung ab 25.5.2018):
Wer mit dem Vorsatz, sich oder einen Dritten dadurch unrechtmäßig zu bereichern, oder mit der Absicht, einen anderen dadurch in seinem von § 1 Abs.1 gewährleisteten Anspruch zu schädigen, personenbezogene Daten, die ihm ausschließlich auf Grund seiner berufsmäßigen Beschäftigung anvertraut oder zugänglich geworden sind oder die er sich widerrechtlich verschafft hat, selbst benützt, einem anderen zugänglich macht oder veröffentlicht, obwohl der Betroffene an diesen Daten ein schutzwürdiges Geheimhaltungsinteresse hat, ist, wenn die Tat nicht nach einer anderen Bestimmung mit strengerer Strafe bedroht ist, vom Gericht mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu bestrafen.