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Timestamp: 2016-10-21 20:17:41
Document Index: 156729191

Matched Legal Cases: ['Art. 129', 'Art. 129', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 117', 'Art. 129', 'Art. 117', 'Art. 129', 'Art. 129', 'Art. 117', 'Art. 117', 'Art. 12', 'BGE', 'BGE', 'Art. 117', 'Art. 129', 'Art. 129', 'Art. 117', 'BGE', 'Art. 129', 'Art. 117', 'Art. 129', 'Art. 129', 'Art. 129', 'Art. 111', 'Art. 129', 'Art. 129', 'Art. 129', 'Art. 129', 'Art. 129', 'Art. 117', 'Art. 117', 'Art. 129', 'Art. 117', 'Art. 129', 'Art. 129', 'Art. 117', 'Art. 129', 'Art. 117', 'Art. 129', 'Art. 117', 'Art. 117', 'Art. 129', 'Art. 117', 'Art. 129', 'Art. 129', 'Art. 117', 'Art. 117', 'Art. 117', 'Art. 12', 'Art. 129', 'Art. 68', 'Art. 129', 'Art. 117', 'Art. 117', 'Art. 129', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 129', 'in dubio', 'Art. 64', 'Art. 48', 'Art. 99']

6B_1038/2009 (27.04.2010)
6B_1038/2009
Aa.________ und Ab.________, vertreten durch Rechtsanwalt Johann Burri,
Mehrfache Gef�hrdung des Lebens;
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern, II. Kammer, vom 26. August 2009.
X.________ verunfallte am 22. Juni 2005 als Lenker eines Subaru Impreza auf der Autostrasse in Wolhusen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, er sei mit einer Geschwindigkeit von 188 km/h in eine Rechtskurve gefahren und auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort sei ihm ein korrekt fahrendes Auto (Fahrzeuglenker: B.________) entgegengekommen, wobei eine Kollision habe vermieden werden k�nnen. X.________ sei auf seine eigene Fahrspur zur�ckgekommen, sei dann nach links abgetrieben worden und von der Strasse abgekommen. Seine beiden Mitfahrer C.________ und Ac.________ seien aus dem Fahrzeug geschleudert worden und auf der Unfallstelle verstorben.
Das Kriminalgericht Luzern verurteilte X.________ am 5. Dezember 2008 wegen mehrfacher Gef�hrdung des Lebens zum Nachteil von Ac.________ und C.________, mehrfacher fahrl�ssiger T�tung und grober Verkehrsregelverletzung durch �berschreiten der allgemeinen H�chstgeschwindigkeit auf Autostrassen zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren. Vom Vorwurf der Gef�hrdung des Lebens zum Nachteil von B.________ sprach es ihn frei. Das Verfahren wegen Widerhandlungen gegen das ANAG (AS 49 279) bzw. AuG (SR 142.20) stellte es mangels Anklage ein. Auf Appellation von X.________ best�tigte das Obergericht des Kantons Luzern am 26. August 2009 das erstinstanzliche Urteil.
Gegen dieses Urteil wendet sich X.________ mit Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und er sei vom Vorwurf der mehrfachen Gef�hrdung des Lebens zum Nachteil von Ac.________ und C.________ freizusprechen. Es sei eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren auszuf�llen und der bedingte Strafvollzug zu gew�hren, bei einer Probezeit von 2 Jahren. Im Falle der Best�tigung des Schuldspruchs der Gef�hrdung des Lebens sei er mit einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren, unter Gew�hrung des teilbedingten Strafvollzugs, zu bestrafen. Der zu vollziehende Strafteil sei auf 6 Monate festzusetzen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Er beantragt die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Die Staatsanwaltschaft sowie das Obergericht des Kantons Luzern beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Aa.________ und Ab.________ verzichten auf eine Vernehmlassung.
1.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, der objektive Tatbestand der Gef�hrdung des Lebens (Art. 129 StGB) sei nicht erf�llt. Die direkte unmittelbare Lebensgefahr m�sse sich kausal aus dem T�terverhalten ergeben, ohne dass andere Tatsachen oder Umst�nde hinzutr�ten. Die Lebensgefahr sei nicht ihm alleine zuzuschreiben. Es d�rfe nicht bloss auf die gefahrene Geschwindigkeit abgestellt werden. Vielmehr k�nnten weitere Unfallursachen, z.B. ein Tier, das �ber die Fahrbahn rannte, nicht ausgeschlossen werden.
1.2 Wer einen Menschen in skrupelloser Weise in unmittelbare Lebensgefahr bringt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu f�nf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft (Art. 129 StGB). Objektiv ist eine konkrete, unmittelbare Lebensgefahr erforderlich, welche direkt dem Verhalten des T�ters zuzuschreiben ist. Gem�ss Rechtsprechung liegt eine solche vor, wenn nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge die Wahrscheinlichkeit oder nahe M�glichkeit des Todeseintritts besteht. Nicht erforderlich ist, dass die Wahrscheinlichkeit des Todes gr�sser ist als jene seiner Vermeidung (BGE 133 IV 1 E. 5.1; 121 IV 67 E. 2b; 111 IV 51 E. 2). Subjektiv ist direkter Vorsatz vorausgesetzt. Eventualvorsatz gen�gt nicht (vgl. BGE 133 IV 1 E. 5 S. 8). Beim direkten Vorsatz ersten Grades will oder nimmt der T�ter den Erfolg in Kauf und sieht diesen als sicher voraus (BGE 129 IV 230 E. 5.2 S. 235). Direkter Vorsatz (zweiten Grades) ist auch gegeben, wenn der T�ter den deliktischen Erfolg als notwendige Folge oder als Mittel zur Erreichung des verfolgten Zwecks in seinen Entschluss miteinbezogen hat, selbst wenn dieser ihm gleichg�ltig oder sogar unerw�nscht sein mag. Er braucht nicht das direkt vom T�ter erstrebte Ziel zu sein. Es gen�gt, dass er mitgewollt ist (BGE 119 IV 193 E. 2b/cc S. 194 mit Hinweisen). Der Gef�hrdungsvorsatz liegt somit vor, wenn der T�ter die Gefahr kennt und trotzdem handelt (ohne auf ihren Nichteintritt zu vertrauen, in welchem Fall nur bewusste Fahrl�ssigkeit vorliegt). Nicht erforderlich ist hingegen, dass er die Verwirklichung der Gefahr gewollt hat, denn dann w�re er wegen vors�tzlicher Begehung des entsprechenden Verletzungsdelikts (z.B. T�tung) strafbar (BGE 94 IV 63 E. 2a S. 63 mit Hinweisen).
1.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers ist die unmittelbare Lebensgefahr nicht erst aufgrund des Unfallgeschehens eingetreten, sondern schon infolge seiner Fahrweise zu bejahen. Er befuhr nach den verbindlichen vorinstanzlichen Feststellungen nachts die langgezogene Rechtskurve einer Autostrasse mit mindestens 188 km/h. Dabei war das Gewindefahrwerk seines Fahrzeugs Subaru Impreza zu tief eingestellt, was zu unberechenbaren Fahreigenschaften f�hren konnte (angefochtenes Urteil S. 7), wobei er als Automonteur in dieser Hinsicht fachkundig war (angefochtenes Urteil S. 15). Gem�ss dem Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes der Stadtpolizei Z�rich war es je nach gew�hlter Linie m�glich, die Kurve mit maximal 212 bis 223 km/h zu befahren (angefochtenes Urteil S. 8). Dabei h�tten ein leichtes Abbremsen oder die unterschrittenen Mindestmasse der Fahrwerkseinstellung nach dem Gutachten m�glicherweise tiefere Kurvengrenzgeschwindigkeiten nach sich gezogen (angefochtenes Urteil S. 16 f.). Bereits der kleinste Fahrfehler konnte zum Verlust der Herrschaft des Fahrzeugs f�hren, weshalb das Risiko eines schweren Unfalls mit t�dlichen Folgen ausgesprochen hoch war (angefochtenes Urteil S. 15). Indem der Beschwerdef�hrer sehr nahe an der maximal m�glichen Kurvengrenzgeschwindigkeit fuhr, schuf er eine konkrete Lebensgefahr f�r seine Mitfahrer. Seine R�ge erweist sich als unbegr�ndet.
2.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die kumulative Verurteilung wegen fahrl�ssiger T�tung nach Art. 117 StGB und Gef�hrdung des Lebens nach Art. 129 StGB zum Nachteil der zwei verstorbenen Opfer verletze Bundesrecht. Zwischen den beiden Tatbest�nden sei unechte Konkurrenz anzunehmen. Gef�hrdungsdelikte seien subsidi�r zu Verletzungsdelikten. Die fahrl�ssige T�tung konsumiere die Gef�hrdung des Lebens, weil ausser den get�teten Personen niemand gef�hrdet worden sei.
2.2.1 Die Vorinstanz erachtet den in der Anklage umschriebenen Sachverhalt als erwiesen. Haupts�chliche Unfallursache sei die Geschwindigkeits�berschreitung. Der Beschwerdef�hrer habe die zul�ssige H�chstgeschwindigkeit, die auf der Autostrasse 100 km/h betrage, um 88 km/h �berschritten. Dieses Tempo habe es nicht erlaubt, auf m�gliche Hindernisse oder Gefahren, mit welchen immer zu rechnen sei, zu reagieren. Der Beschwerdef�hrer habe um das sehr hohe Risiko eines Unfalls mit t�dlichen Folgen f�r die Fahrzeuginsassen gewusst. Die Pflichtwidrigkeit sei als sehr schwer bzw. krass sorgfaltswidrig einzustufen. Es habe kein Rennen stattgefunden und insofern keine Situation bestanden, in welcher der Beschwerdef�hrer alles andere einem Sieg untergeordnet h�tte. Er habe in hohem Mass auch sich selbst gef�hrdet. Es best�nden keine Anzeichen, dass er dem Tod seiner beiden besten Freunde bzw. dem eigenen Tod gleichg�ltig gegen�ber gestanden w�re. Gest�tzt auf das verkehrstechnische Gutachten seien die eingetretenen Folgen nicht unvermeidbar gewesen. Die M�glichkeit des ortskundigen Beschwerdef�hrers, mit Fahrgeschick die Kurve unfallfrei zu passieren, sei nicht ausserhalb jeder M�glichkeit gelegen. Deshalb sei der Beschwerdef�hrer der fahrl�ssigen T�tung nach Art. 117 StGB (und nicht der eventualvors�tzlichen T�tung) schuldig zu sprechen.
2.2.2 Die konkrete Lebensgefahr der beiden Opfer im Sinne von Art. 129 StGB sei zu bejahen. Der Beschwerdef�hrer habe sich bewusst sein m�ssen, dass er bei der hohen Geschwindigkeit sein eigenes Leben und jenes seiner Kollegen in unmittelbare Gefahr bringe. Die Fahrt sei als skrupellos zu bezeichnen. Das Handlungsunrecht des vors�tzlichen Gef�hrdungsdelikts (Art. 129 StGB) werde durch das fahrl�ssige Verletzungsdelikt (Art. 117 StGB) nicht vollst�ndig abgegolten, da Ersteres in subjektiver Hinsicht das gr�ssere Unrecht berge. Zudem stelle die Gef�hrdung des Lebens ein Verbrechen dar, w�hrend es sich bei der fahrl�ssigen T�tung lediglich um ein Vergehen handle. Das Vergehen verm�ge das formell schwerere Verbrechen nicht zu konsumieren.
2.3.1 Wer fahrl�ssig den Tod eines Menschen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 117 StGB). Fahrl�ssig begeht ein Verbrechen oder ein Vergehen, wer die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht R�cksicht nimmt. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der T�ter zum Zeitpunkt der Handlung aufgrund seiner Kenntnisse und F�higkeiten die damit bewirkte Gef�hrdung des Lebens des Opfers h�tte erkennen k�nnen und wenn er zugleich die Grenzen des erlaubten Risikos �berschritten hat (vgl. Art. 12 Abs. 3 StGB; BGE 135 IV 56 E. 2 und 3 S. 63 ff.). Der bewusst fahrl�ssig handelnde T�ter weiss um das Risiko der Tatbestandsverwirklichung, vertraut aber aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit darauf, dass der von ihm als m�glich vorausgesehene Erfolg nicht eintreten werde (vgl. BGE 133 IV 9 E. 4.1 S. 16 f. mit Hinweisen).
2.4 Das Bundesgericht hatte sich in seiner publizierten Rechtsprechung noch nie ausdr�cklich mit der Frage der Konkurrenz zwischen Art. 117 und Art. 129 StGB zu befassen. Es stellte lediglich beil�ufig und ohne materielle Pr�fung der Sachlage in einem nicht angefochtenen Punkt fest, bez�glich des fahrl�ssig get�teten Opfers entfalle eine Gef�hrdung des Lebens nach Art. 129 StGB, da dort ein Schuldspruch wegen eines Verletzungsdelikts (Art. 117 StGB) erfolgt sei (Urteil 6B_806/2007 vom 13. Juni 2008 E. 3.1.3). In BGE 100 IV 115 ging es darum, ob ein T�ter alternativ wegen fahrl�ssiger T�tung oder Gef�hrdung des Lebens mit Todesfolge (aArt. 129 Abs. 3 StGB) zu verurteilen sei. Auch dort wurde das Verh�ltnis zwischen Art. 117 StGB und dem Grundtatbestand von Art. 129 StGB nicht behandelt, zumal damals ein Spezialtatbestand (Gef�hrdung des Lebens mit Todesfolge nach aArt. 129 Abs. 3 StGB) existierte. In einem neueren, nicht publizierten Entscheid erwog das Bundesgericht, sicheres Wissen um die unmittelbare Lebensgefahr, also um die M�glichkeit des Erfolgseintritts (Tod), sei mit sicherem Wissen um den Erfolgseintritt gerade nicht identisch, k�nne also sowohl mit (eventuellem) T�tungsvorsatz wie mit bewusster Fahrl�ssigkeit bez�glich der Todesfolge einhergehen. Art. 129 StGB erlange aber nur in diesem zweiten Fall praktische Bedeutung, denn bei T�tungsvorsatz griffen Art. 111 ff. StGB ein. Art. 129 StGB komme somit die Funktion eines Auffangtatbestands zu, wenn der T�tungsvorsatz nicht nachzuweisen sei. Eine Verurteilung wegen Art. 129 StGB falle mit anderen Worten in Betracht, wenn der T�ter trotz der erkannten Lebensgefahr handle, aber darauf vertraue, die Gefahr werde sich nicht realisieren (Urteil 6S.127/2007 vom 6. Juli 2007 E. 2.3).
2.5 In der fr�heren Fassung lautete aArt. 129 Abs. 3 StGB: Hat die Tat (d.h. die Gef�hrdung des Lebens) den Tod zur Folge gehabt, wird der T�ter mit Zuchthaus bis zu zehn Jahren bestraft (AS Bd. 54 1938 790). Damit beinhaltete aArt. 129 Abs. 3 StGB die Todesfolge, welche aus einer Gef�hrdung des Lebens resultieren konnte. Diese Bestimmung (sowie andere, �hnliche Bestimmungen) wurden vom Gesetzgeber gestrichen mit der Begr�ndung, die blosse Ankn�pfung an die Todesfolge verstosse gegen das Schuldprinzip. Es gebe zwischen der Fahrl�ssigkeit und dem (Eventual-)Vorsatz keine weitere Schuldform. Wo der Vorsatz einer Tat nicht nachgewiesen werden k�nne, bleibe der T�ter allenfalls wegen fahrl�ssiger Tatbegehung strafbar (vgl. Botschaft vom 26. Juni 1985 �ber die �nderung des Schweizerischen Strafgesetzbuches und des Milit�rstrafgesetzes BBl 1985 1009 Ziff. 214.3 mit Verweis auf Ziff. 213.1). Die Botschaft schliesst damit eine echte Konkurrenz zwischen Art. 129 StGB und fahrl�ssiger T�tung nach Art. 117 StGB nicht aus.
2.6 Die Lehre bejaht, soweit ersichtlich, �berwiegend die echte Konkurrenz zwischen der fahrl�ssigen T�tung nach Art. 117 StGB und der Gef�hrdung des Lebens nach Art. 129 StGB (JOS� HURTADO POZO, Droit p�nal, Partie sp�ciale, 2009, N. 624; G�NTHER STRATENWERTH/WOLFGANG WOHLERS, Schweizerisches Strafgesetzbuch Handkommentar, 2. Aufl. 2009, N. 4 zu Art. 117 StGB und N. 5 zu Art. 129 StGB; ANDREAS DONATSCH, Strafrecht III, 9. Aufl. 2008 S. 64; PETER AEBERSOLD, in: Basler Kommentar Strafrecht II, 2. Aufl. 2007 N. 44 zu Art. 129 StGB; CHRISTIAN SCHWARZENEGGER, in: Basler Kommentar Strafrecht II, 2. Aufl. 2007 N. 7 zu Art. 117 StGB; Andreas Donatsch; in: Kommentar Schweizerisches Strafgesetzbuch, 18. Aufl. 2010, S. 245; CORNELIA MEIER, die Lebensgef�hrdung, Diss. 2006, S. 63 f.; G�NTER STRATENWERTH/GUIDO JENNY, Schweizerisches Strafrecht Besonderer Teil I: Straftaten gegen die Individualinteressen, 6. Aufl. 2003, � 4 N. 16; BERNARD CORBOZ, Les infractions en droit suisse, Vol. I, 2002, N. 36 zu Art. 129 StGB; unklar: STEFAN TRECHSEL/THOMAS FINGERHUTH, in: Schweizerisches Strafgesetzbuch Praxiskommentar, 2008, N. 8 zu Art. 117 StGB, wo echte Konkurrenz zu Gef�hrdungsdelikten verneint wird in F�llen, in denen ausser der verletzten Person niemand gef�hrdet wurde bzw. N. 8 zu Art. 129 StGB, wo echte Konkurrenz zu Art. 117 grunds�tzlich bejaht wird). Diese Auffassung wird damit begr�ndet, dass das Fahrl�ssigkeitsdelikt das Handlungsunrecht des Vorsatzdeliktes nicht abgelte.
2.7 Der objektive Tatbestand der fahrl�ssigen T�tung von Art. 117 StGB geht �ber jenen von Art. 129 StGB hinaus. Er setzt nicht nur die Gef�hrdung des Rechtsguts Leben, sondern dessen Verletzung, den Tod, voraus. In subjektiver Hinsicht erfordert Art. 117 StGB Fahrl�ssigkeit, Art. 129 StGB direkten Vorsatz sowie Skrupellosigkeit. Hinsichtlich des Wissens um die m�glichen Folgen der Tat stimmen der subjektive Tatbestand von Art. 129 StGB und Art. 117 StGB im vorliegenden Fall, wo der Beschwerdef�hrer mit bewusster Fahrl�ssigkeit handelte, zwar �berein. Aufgrund seiner Fahrweise wusste der Beschwerdef�hrer um das hohe Risiko eines Unfalles, der damit einhergehenden Lebensgefahr und die m�glicherweise t�dlichen Folgen (angefochtenes Urteil S. 15 und S. 20). Hingegen besteht ein massgeblicher Unterschied zwischen den beiden Delikten im Willensmoment. W�hrend der Beschwerdef�hrer einerseits gerade darauf vertraute, dass sich der tatbestandsm�ssige Erfolg nicht verwirklicht und niemand get�tet wird (subjektiver Tatbestand der fahrl�ssigen T�tung nach Art. 117 StGB), fand er sich mit der unmittelbaren Lebensgefahr als notwendige Folge seiner �beraus schnellen Fahrweise ab. Er erf�llt den Vorsatz der Gef�hrdung des Lebens und die Voraussetzungen der fahrl�ssigen T�tung von Art. 117 StGB i.V.m. Art. 12 Abs. 3 StGB. Auch wenn der Tatbestand der Gef�hrdung des Lebens mit Todesfolge nach aArt. 129 Abs. 3 StGB abgeschafft wurde, ist kein Wille des Gesetzgebers ersichtlich, wonach der T�ter nicht gleichzeitig wegen fahrl�ssiger T�tung zu bestrafen ist, sofern er die Todesfolge voraussehen konnte. Vielmehr f�hrte der Bundesrat im Zusammenhang mit der Abschaffung der K�rperverletzung mit Todesfolge aus, der T�ter sei unter Anwendung der Konkurrenzvorschriften von aArt. 68 Ziff. 1 StGB sowohl wegen schwerer K�rperverletzung als auch wegen fahrl�ssiger T�tung zu bestrafen, wenn das Opfer voraussehbar an den Folgen der K�rperverletzung sterbe (vgl. Botschaft BBl 1985 1009 Ziff. 213.1). Dasselbe muss f�r das Verh�ltnis zwischen dem Tatbestand der Gef�hrdung des Lebens nach Art. 129 StGB und der fahrl�ssigen T�tung nach Art. 117 StGB gelten, wo die Botschaft ausdr�cklich auf die Ausf�hrungen zur schweren K�rperverletzung verweist (Botschaft BBl 1985 1009 Ziff. 214.3 mit Verweis auf Ziff. 213.1). Daher ist in �bereinstimmung mit der herrschenden Lehre eine echte Konkurrenz zwischen der fahrl�ssigen T�tung nach Art. 117 StGB und der Gef�hrdung des Lebens nach Art. 129 StGB zu bejahen.
Der Beschwerdef�hrer beanstandet die Strafzumessung in mehrfacher Hinsicht. Die Vorinstanz sei von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen und habe wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. in �berschreitung ihres Ermessens falsch gewichtet.
3.1 Die Strafrechtliche Abteilung des Bundesgerichts greift in die Strafzumessung nur ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist, wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. in �berschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 19 f. mit Hinweisen). Die Begr�ndung muss die H�he der ausgesprochenen Strafe rechtfertigen. Hingegen ist der Richter nicht gehalten, in Zahlen anzugeben, wie er welche Strafzumessungskriterien w�rdigt. Je h�her die Strafe ausf�llt, desto umfassender muss die Begr�ndung der Strafzumessung sein. Dies gilt insbesondere dort, wo die Strafe innerhalb des Strafrahmens sehr hoch angesetzt wird. Alleine einer besseren Begr�ndung wegen hebt das Bundesgericht das angefochtene Urteil nicht auf, solange die Strafzumessung im Ergebnis bundesrechtskonform erscheint (vgl. BGE 127 IV 101 E. 2c S. 105 mit Hinweisen).
3.2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, der von der Vorinstanz verwendete Begriff "getunter Subaru Impreza" suggeriere eine Leistungssteigerung. Es habe sich aber lediglich um optische Anpassungen gehandelt. Die Vorinstanz habe diesen Umstand der Leistungssteigerung zu Unrecht in die Strafzumessung einfliessen lassen.
3.2.2 Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz wies das Unfallfahrzeug nicht nur optische Ver�nderungen, sondern unter anderem auch ein unter das zul�ssige Minimum eingestelltes Gewindefahrwerk auf (angefochtenes Urteil S. 7). Deshalb ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von einem "getunten" Fahrzeug ausgeht, mit welchem der Beschwerdef�hrer die zul�ssige Geschwindigkeit �berschritt.
3.3.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz w�rdige die grosse R�cksichtslosigkeit gegen�ber seinen beiden Kollegen unter Verletzung von Bundesrecht in doppelter Weise straferh�hend, einerseits beim Tatbestandsmerkmal der Skrupellosigkeit und andererseits innerhalb des konkreten Strafrahmens. Er beanstandet zudem, die Vorinstanz ber�cksichtige die R�cksichtslosigkeit gegen�ber B.________ zu Unrecht als straferh�hend, obwohl er diesbez�glich vom Vorwurf der Gef�hrdung des Lebens freigesprochen worden sei.
3.3.2 Das Doppelverwertungsverbot verbietet, Umst�nde, die zur Anwendung eines h�heren bzw. tieferen Strafrahmens f�hren, innerhalb des ge�nderten Strafrahmens noch einmal als Straferh�hungs- oder Strafminderungsgrund zu ber�cksichtigen. Sonst w�rde dem T�ter der gleiche Umstand zweimal zur Last gelegt oder zu Gute gehalten. Indes darf der Richter zus�tzlich in Rechnung stellen, in welchem Ausmass ein qualifizierender oder privilegierender Tatumstand gegeben ist. Er verfeinert damit nur die Wertung, die der Gesetzgeber mit der Festsetzung des Strafrahmens vorgezeichnet hat (vgl. BGE 120 IV 67 E. 2b S. 71 f. mit Hinweis). Es verst�sst nicht gegen das Doppelverwertungsverbot, bestimmte Umst�nde, welche Tatbestandsmerkmale oder gesetzliche Qualifikationsgr�nde darstellen, bei der Strafzumessung straferh�hend zu ber�cksichtigen. Denn das Ausmass solcher Umst�nde kann mehr oder weniger gross sein (Urteil 6S.84/1998 vom 28 Januar 1999 E. 8a mit Hinweis).
3.3.3 Die Vorinstanz erw�gt zur Strafzumessung, die H�he der gefahrenen Geschwindigkeit (188 km/h) lasse auf eine grosse R�cksichtslosigkeit schliessen, nicht nur gegen�ber seinen beiden get�teten Kollegen, sondern generell gegen�ber den anderen Verkehrsteilnehmern, die sich im Tatzeitpunkt auf dem entsprechenden Streckenabschnitt befanden (angefochtenes Urteil S. 26). Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers ist dadurch das Doppelverwertungsverbot nicht verletzt. Zur Strafzumessung geh�rt die Gewichtung der Tatschwere, welche unterschiedlich gross sein kann. Selbst wenn das Tatbestandselement der Skrupellosigkeit von Art. 129 StGB ein verwerfliches, leichtsinniges Verhalten gegen�ber den beiden Opfern beinhaltet, darf die Vorinstanz die Tat angesichts der gefahrenen Geschwindigkeit von 188 km/h ohne Verletzung von Bundesrecht als besonders r�cksichtslos werten, da insbesondere nachts auf einer kurvenreichen Strecke eine Lebensgefahr schon bei niedrigeren Geschwindigkeiten resultieren kann. Die Vorinstanz darf das Verhalten auch deshalb als besonders r�cksichtslos bezeichnen, weil der Beschwerdef�hrer nicht nur f�r die Unfallopfer, sondern auch f�r die anderen, vom Unfall nicht betroffenen Verkehrsteilnehmer (so auch B.________), eine ganz erhebliche Gefahr schuf und diesbez�glich wegen grober Verkehrsregelverletzung schuldig gesprochen wurde.
3.4.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, im Rahmen der Strafzumessung sei zu seinen Gunsten in Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" davon auszugehen, dass die beiden Opfer mit seiner Fahrweise einverstanden gewesen seien. Die Vorinstanz argumentiere widerspr�chlich. Einerseits erw�ge sie, es gebe keinerlei Anhaltspunkte daf�r, dass die Opfer in die eigene Lebensgef�hrdung eingewilligt h�tten. Andererseits f�hre sie aus, es bleibe unklar, ob er den Opfern etwas habe beweisen wollen, doch d�rfe angenommen werden, dass sie sein Fahrverhalten zur Gen�ge kannten.
3.4.2 Die Vorinstanz pr�ft die Einwilligung der Opfer in die Lebensgef�hrdung als m�glichen Rechtfertigungsgrund und verwirft einen solchen ausdr�cklich (angefochtenes Urteil S. 20). Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers l�sst sich aus den Erw�gungen zu seinem Tatmotiv oder zum generellen Bewusstsein seiner Kollegen hinsichtlich seines Fahrstils nichts zur Frage herleiten, ob sie auch im konkreten Fall mit seiner Fahrweise einverstanden waren. Insoweit ist der angefochtene Entscheid bundesrechtskonform.
3.5.1 Der Beschwerdef�hrer beanstandet, die Vorinstanz w�rdige sein Nachtatverhalten zu Unrecht negativ. Der Vorwurf, er habe als Gesch�ftsf�hrer eines Bordells prim�r sein eigenes wirtschaftliches Fortkommen im Visier, sei willk�rlich. Die Vorinstanz verfalle in unzul�ssige Mutmassungen, wenn sie ihm unterstelle, er halte sein Einkommen bewusst tief und sch�pfe seine finanzielle Kapazit�t nicht voll aus, um keine R�ckstellungen oder Akontozahlungen f�r Schadenersatz- und Genugtuungsanspr�che zu t�tigen. Die Vorinstanz d�rfe dies, wie auch die bloss dem Grundsatz nach erfolgte Anerkennung der Schadenersatzforderungen, nicht straferh�hend ber�cksichtigen. Die �bernahme des Bordells sei nicht negativ bzw. straferh�hend zu veranschlagen. Der Beschwerdef�hrer reicht zwei weitere Berichte betreffend seines Verhaltens anl�sslich eines Verkehrsunfalls vom 28. Oktober 2002 ein. Zudem stellt er ein Gesuch um Einholung eines Leistungsberichts der Armee.
3.5.2 Die Feststellung der Vorinstanz, der Beschwerdef�hrer bezwecke mit dem Bordellbetrieb einen finanziellen Gewinn, ist vertretbar, denn dies stellt seine einzige Einkommensquelle dar. Hingegen kann dieser Umstand nicht zu Lasten des Beschwerdef�hrers in die Strafzumessung einfliessen, solange die T�tigkeit legal ist und keinen Zusammenhang zu den begangenen Delikten aufweist. Nichts f�r die Strafzumessung hergeleitet werden darf auch aus der unklaren Einkommensh�he sowie der Ungewissheit, ob der Beschwerdef�hrer Teilzahlungen an die Hinterbliebenen leisten k�nnte. Denn insoweit verf�llt die Vorinstanz in blosse Spekulation �ber die mutmassliche Einkommensh�he, ohne sich an konkreten Beweismitteln zu orientieren. Auch wenn die leicht negative Gewichtung der T�tigkeit im Sexgewerbe und die Mutmassung hinsichtlich der Einkommensh�he nicht bundesrechtskonform sind, so ist es im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz den Leumund des Beschwerdef�hrers insgesamt als erheblich getr�bt bezeichnet. Denn er verf�gt �ber mehrere einschl�gige Vorstrafen im Strassenverkehrsbereich, welche zwischen dem 14. M�rz 2001 und dem 24. November 2003, mithin nicht lange Zeit vor dem Unfall, datieren und welche offensichtlich keine Wirkung zeitigten. Dar�ber hinaus delinquierte er w�hrend eines laufenden Strafverfahrens erneut (Widerhandlung gegen das Waffengesetz). Ebenfalls als bundesrechtskonform erscheint es, dass die Vorinstanz infolge bisher unterbliebener Zahlungen an die Opfer nicht von t�tiger oder aufrichtiger Reue nach aArt. 64 Abs. 7 StGB bzw. Art. 48 lit. d StGB ausgeht. Im �brigen durfte sie auch die dem Grundsatz nach erfolgte Anerkennung der Schadenersatzforderungen nicht strafmindernd werten, weil der Beschwerdef�hrer seine Schulden durch Aufnahme eines Gesch�ftskredits freiwillig vergr�sserte und so die Schadenersatzzahlungen an die Hinterbliebenen erschwerte. In diesem Punkt nahm die Vorinstanz entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers keine Straferh�hung vor, sondern sie sah vielmehr von einer Strafminderung ab. Als unzutreffend erweist sich die R�ge, die Vorinstanz ber�cksichtigte nicht, dass er Kontakt zu den Hinterbliebenen aufgenommen habe. Sie wertet die Reue strafmindernd und bezieht damit diesen Punkt sinngem�ss in die Strafzumessung ein.
Soweit der Beschwerdef�hrer neue Beweismittel hinsichtlich eines Verkehrsunfalles aus dem Jahr 2002 einreicht und zu seinem Nachtatverhalten gew�rdigt haben will, ist festzustellen, dass diese vor der Tat am 22. Juni 2005 datieren und sich daraus nichts f�r die Strafzumessung herleiten l�sst. Im �brigen legt er nicht dar, dass er den Beweisantrag hinsichtlich des Leistungsberichts der Armee nicht bereits im kantonalen Verfahren h�tte stellen k�nnen. Darauf ist nicht einzutreten (Art. 99 Abs. 1 BGG).
3.6.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz spreche in willk�rlicher Weise eine exemplarisch hohe Strafe aus. Im verkehrspsychologischen Eignungsgutachten vom 22. Dezember 2005 sei er als charakterlich fahrgeeignet bezeichnet worden. Zudem sei er beim Unfall zu 100 % fahrt�chtig und n�chtern gewesen. Die Vorinstanz gewichte die Tatfolgen (2 Todesopfer) zu stark. Die tats�chlichen Folgen h�tten wenig zu tun mit der pers�nlichen Vorwerfbarkeit des rechtswidrigen Verhaltens. In Vergleichsf�llen, insbesondere auch gegen�ber vors�tzlichen bzw. eventualvors�tzlichen T�tungsdelikten, seien niedrigere Strafen ausgesprochen worden. Der Beschwerdef�hrer beantragt eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren sowie den vollbedingten Strafvollzug.
3.6.2 Die Vorinstanz geht von einem erweiterten Strafrahmen von 7 � Jahren f�r die Gef�hrdung des Lebens aus und erh�ht die Strafe infolge der Mehrheit der Delikte. Sie w�rdigt das Verschulden innerhalb des Strafrahmens als sehr schwer, weil der Beschwerdef�hrer mit 188 km/h besonders r�cksichtslos gefahren sei. Dabei bezieht sie den verschuldeten Erfolg, den Tod seiner beiden Freunde sowie die Gefahr f�r andere Verkehrsteilnehmer ein. Straferh�hend wertet sie die drei einschl�gigen Vorstrafen im Strassenverkehrsbereich sowie das Vergehen gegen das Bundesgesetz vom 20. Juni 1997 �ber Waffen, Waffenzubeh�r und Munition (Waffengesetz; WG; SR 514.54) w�hrend eines laufenden Strafverfahrens, f�r welches der Beschwerdef�hrer am 9. April 2008 zu einer Geldstrafe von 20 Tagess�tzen zu Fr. 110.-- und einer Busse von Fr. 800.-- verurteilt wurde. Strafmindernd veranschlagt sie, dass der Beschwerdef�hrer die Tat bereut, von den Unfallfolgen in pers�nlicher und beruflicher Hinsicht selbst erheblich betroffen ist, in geordneten Verh�ltnissen lebt und sich im Strafverfahren grunds�tzlich kooperativ verhalten hat. Sie erachtet eine Freiheitsstrafe von 6 Jahren als der Tat und dem Verschulden des Beschwerdef�hrers angemessen. Diese spricht sie als Zusatzstrafe zum Urteil des Amtsstatthalteramts Luzern vom 9. April 2008 aus.
3.6.3 Die Vorinstanz bringt mit dem als sehr schwer bewerteten Tatverschulden und der Bejahung des direkten Vorsatzes sowie der Skrupellosigkeit im Rahmen des subjektiven Tatbestandes der Gef�hrdung des Lebens zum Ausdruck, dass sie die Tat ausgesprochen nahe an einer eventualvors�tzlichen T�tung ansiedelt. Sie misst, unter Ber�cksichtigung strafmindernder Faktoren, eine hohe Freiheitsstrafe von 6 Jahren zu, welche in der N�he der maximal m�glichen Strafe (7 � Jahre Freiheitsstrafe) liegt. Die ausgef�llte Strafe resultiert prim�r aus dem sehr schweren Verschulden, der mehrfachen Tatbegehung, der Mehrheit der Delikte, der mehreren einschl�gigen Vorstrafen und der Delinquenz w�hrend des laufenden Strafverfahrens. Dabei siedelt die Vorinstanz diese infolge strafmindernder Elemente (vgl. E. 3.5.3) unterhalb des maximal m�glichen Strafrahmens an. Die vorinstanzliche Begr�ndung f�llt angesichts der Strafh�he (eher) knapp aus. Dies ist aber im vorliegenden Fall, wo keine Tatzeugen existieren und sich der Beschwerdef�hrer nicht mehr an den Verkehrsunfall erinnert, im Ergebnis nicht zu beanstanden, ber�cksichtigt sie doch die wesentlichen Elemente der Strafzumessung. Im Zusammenhang mit der Strafh�he ist darauf hinzuweisen, dass beim inzwischen abgeschafften Tatbestand der Gef�hrdung des Lebens mit Todesfolge (vgl. E. 2.5) der Strafrahmen bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe reichte. Insgesamt erscheint die Strafe nicht als unhaltbar hoch.