Source: http://www.uni-koeln.de/math-nat-fak/dekanat/habilitation/ordnung/e_habilitationsordnung.html
Timestamp: 2017-01-22 07:55:35
Document Index: 274494538

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 1', '§ 2', '§ 4', '§ 7', '§ 3', '§ 8', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 7', '§ 6', '§ 4', '§ 5', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 3', '§ 12', '§11', '§ 3', '§ 13', '§7', '§14', '§8', '§ 15', '§ 13', '§ 16']

| Imprint University of Cologne
Fakultät der Universität zu Köln vom 09. August 2005
Aufgrund von § 2 Abs. 4 des Gesetzes über
die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz-HG) vom 14.
März 2000 (GV.NW. S. 190), zuletzt
geändert durch Gesetz vom 30. November
2004 (GV.NRW. S. 752), hat die
Fakultät die folgende Ordnung erlassen: Inhaltsverzeichnis:
§ 1 Ziel der Habilitation § 2 Habilitationsverfahren § 3 Habilitationskollegium § 4 Zulassungsvoraussetzungen § 5 Antrag auf Habilitation § 6 Ablehnung der Zulassung § 7 Schriftliche Habilitationsleistung § 8 Eröffnung des Habilitationsverfahrens und Einsetzung der Habilitationskommission § 9 Aufgaben der Habilitationskommission § 10	Einsichtnahme in die Habilitationsun-terlagen § 11	Beschlußfassung über die schriftliche Habilitationsleistung § 12	Mündliche Habilitationsleistung § 13	Rechte und Pflichten der Privatdozentin bzw. des Privatdozenten § 14	Umhabilitierung § 15	Erlöschen der Lehrbefugnis (venia legendi), Entziehung der Lehrbefähigung bzw. der Lehrbefugnis (venia legendi) § 16	Übergangsbestimmungen und Inkrafttreten Anhang § 1 Ziel der Habilitation (1) Die Habilitation dient dazu, die besondere
Befähigung der Bewerberin bzw. des
Bewerbes nachzuweisen, eines der Fächer der
Fakultät in Forschung und Lehre selbständig
zu vertreten. (2) Nach erfolgreichem Abschluß des
Habilitationsverfahrens werden der
Bewerberin bzw. dem Bewerber die
festgestellte Lehrbefähigung für das von ihr
bzw. von ihm gewählte und von der Fakultät
gebilligte Fach bestätigt (siehe Anhang) und
die selbständige Lehrbefugnis (venia legendi),
das heißt das Recht und die Pflicht,
selbständige Lehrveranstaltungen an der
Fakultät abzuhalten, verliehen. Sie bzw. er ist
damit berechtigt, die Bezeichnung
„Privatdozentin" bzw. „Privatdozent" zu
führen. § 2 Habilitationsverfahren (1) Dem Habilitationsverfahren geht das
Zulassungsverfahren (§§ 4-6) voraus; das
Habilitationsverfahren besteht aus folgenden
Teilen: a)	der schriftlichen Habilitationsleistung
(siehe § 7), b)	dem fakultätsöffentlichen
wissenschaftlichen Habilitationsvortrag
der Bewerberin bzw. des Bewerbers vor
dem Habilitationskollegium, c)	der Beschlußfassung über die Verleihung
der Lehrbefähigung und der Lehrbefugnis
(venia legendi). (2) Die Dauer des
soll zwölf Monate nach
durch die Bewerberin
bzw. den Bewerber nicht
überschreiten. § 3 Habilitationskollegium (1) Zuständig für die Habilitation und
stimmberechtigt in allen Teilen des
Habilitationsverfahrens sind alle Mitglieder
der Fakultät, die der Gruppe der
Professorinnen und Professoren angehören.
Sie bilden das Habilitationskollegium. (2) Das Habilitationskollegium tagt
zusammen mit der Engeren Fakultät in
nichtöffentlicher Sitzung. Den Vorsitz führt
die Dekanin bzw. der Dekan. (3) Die Dekanin bzw. der Dekan kann zu den
Sitzungen des Habilitationskollegiums habilitierte Mitglieder der Fakultät, die nicht der
angehören, zulassen, wenn ein Habilitationsverfahren in ihrem oder einem dem ihren
benachbarten Fach stattfindet. Sie haben Rederecht, aber kein Stimmrecht. Die Mitglieder
der Habilitationskommission (siehe § 8 Absatz
2), die nach Satz 2 nicht stimmberechtigt sind,
werden zu den betreffenden Tagesordnungspunkten eingeladen; sie haben Rederecht, nehmen aber an der Beschlußfassung nicht teil.
Die nichthabilitierten Mitglieder der Engeren
Fakultät haben bei der Beschlußfassung in Habilitationsverfahren weder Rederecht noch
Stimmrecht. (4) Die Teilnahme an den Sitzungen des Habilitationskollegiums ist für die Mitglieder der
Fakultät, die der Gruppe der Professorinnen
und Professoren angehören, verpflichtend.
Das Habilitationskollegium ist beschlußfähig,
wenn mindestens ein Drittel der Stimmberechtigten insgesamt, darunter die Hälfte der
stimmberechtigten Mitglieder der Fachgruppe, der das Habilitationsfach angehört, anwesend sind. (5) Bei den geheim durchzuführenden Abstimmungen ist eine Mehrheit der Ja-Stimmen erforderlich; Stimmenthaltung ist unzulässig; ein negativer Beschluß ist von der
Dekanin bzw. vom Dekan in Absprache mit
dem Habilitationskollegium in fachlich fundierter Weise zu begründen. § 4 Zulassungsvoraussetzungen Voraussetzungen für die Zulassung zum Habilitationsverfahren sind: a)	Das gewählte Habilitationsfach muß ein Fach
sein (siehe Anhang), sowie
Habilitationskollegium
zugelassene Fächer.
Weitere Fächer müssen
schriftlich begründet
werden und vor der
Entscheidung dem
vorgelegt werden. b)	Der Nachweis eines in
der Regel durch eine
Hochschulprüfung oder
abgeschlossenen Studiums
insbesondere PhD. c)	Wenn die Bewerberin
bzw. der Bewerber ihren
bzw. seinen Doktorgrad in
einem Fach, das nicht
Fakultät zu rechnen ist,
erworben hat, muß sie
bzw. er sich in einem Fach
Fakultät wissenschaftlich
hinreichend ausgewiesen
haben. Die Entscheidung
darüber trifft das
Habilitationskollegium.
Prüfungs-leistungen und
akademische Grade, die
Geltungsbereichs des
Grundgesetzes erbracht
bzw. erworben wurden,
werden anerkannt, wenn
ihre Gleichwertigkeit
festgestellt ist. d)	Der Nachweis weiterer wissenschaftlicher
Tätigkeit nach der Promotion, insbesondere
eine Aufstellung der veröffentlichten
wissenschaftlichen Arbeiten vor allem aus
dem Bereich, in dem die Lehrbefähigung
beantragt wird. e)	Der Nachweis über erfolgreiche Lehrtätigkeit
durch Vorlage einer Bescheinigung der
zuständigen Fachgruppe. § 5 Antrag auf Habilitation (1) Die Bewerberin bzw. der Bewerber
beantragt die Zulassung zum
Habilitationsverfahren schriftlich bei der
Dekanin bzw. beim Dekan. Dabei ist
anzugeben, für welches Fach die
Lehrbefähigung angestrebt wird. Soll sie über
den Bereich eines Faches hinausgehen, muß
die Kandidatin bzw. der Kandidat durch
schriftliche Forschungsleistungen in
entsprechender Qualität ausgewiesen sein.
beizufügen: a)	ein Lebenslauf, der über den schulischen,
wissenschaftlichen und beruflichen
Werdegang genaue Auskunft gibt, b)	die Promotionsurkunde gemäß § 4 b, c)	ein Exemplar der
Dissertation, d)	drei
den Habilitationsvortrag, e)	wenn die Bewerberin bzw. der Bewerber
nicht im öffentlichen Dienst tätig ist: ein
polizeiliches Führungszeugnis, das nicht älter
als drei Monate sein soll, f)	eine Erklärung über frühere oder laufende
Habilitationsverfahren und deren Stand bzw.
Ergebnis. (2) Dem Antrag muß eine
Habilitationsschrift (siehe § 7) aus dem Fach
der beantragten Lehrbefähigung beigefügt
sein; sie muß ein anderes Thema als die
Dissertation behandeln. (3) Zusammen mit dem Antrag auf
Habilitation (Lehrbefähigung) muß
gleichzeitig auch der Antrag auf Erteilung der
Lehrbefugnis (venia legendi) für das gewählte
Habilitationsfach, das heißt des Rechtes und
der Pflicht, Lehrveranstaltungen an der
Fakultät der Universität zu Köln abzuhalten,
gestellt werden. (4) Die Dekanin bzw. der Dekan prüft die
eingereichten Unterlagen; sie bzw. er oder
eine von ihr bzw. ihm beauftragte
Professorin bzw. ein von ihr bzw. ihm
beauftragter Professor stellt sodann dem
Habilitationskollegium die Kandidatin bzw.
den Kandidaten vor und berichtet über den
Antrag auf Zulassung zur Habilitation. Das
Habilitationskollegium stimmt daraufhin
über die Annahme des Habilitationsantrages
ab. § 6 Ablehnung der Zulassung (1) Der Zulassungsantrag ist abzulehnen,
wenn a)	die Voraussetzungen gemäß § 4 nicht
erfüllt sind oder b)	die Unterlagen gemäß § 5 nicht
beigebracht werden oder c)	ein Habilitationsverfahren im
Geltungsbereich des Grundgesetzes im
gleichen wissenschaftlichen Fach zweimal
zurückgewiesen bzw. versucht worden ist
oder d)	gleichzeitig an anderer Stelle ein
Habilitationsverfahren im gleichen
wissenschaftlichen Fach durchgeführt
wird oder e)	die Fakultät für das Fach nicht zuständig
ist. (2) Eine Ablehnung gibt die Dekanin bzw.
der Dekan der Bewerberin bzw. dem
Bewerber schriftlich mit Begründung und
Rechtsbehelfsbelehrung bekannt. Der an die
Dekanin oder den Dekan zu richtende
Widerspruch ist beim Habilitationskollegium
einzulegen. (3) Die Bewerberin bzw. der Bewerber kann
durch schriftliche Erklärung, die an die
Dekanin oder den Dekan zu richten ist, vom
Habilitationsverfahren zurücktreten, solange
bei der Dekanin bzw. beim Dekan der
Fakultät noch kein Gutachten über die
schriftliche Habilitationsleistung eingegangen
ist. In diesem Fall gilt das Verfahren nicht als
Habilitationsversuch. § 7 Schriftliche Habilitationsleistung Die Habilitationsschrift soll die Fähigkeit der
Bewerberin bzw. des Bewerbers zur
Forschung als Voraussetzung für eine
uneingeschränkte Lehrtätigkeit im Rahmen
der beantragten Lehrbefähigung nachweisen
und einen wesentlichen Fortschritt der
Wissenschaft darstellen. a) Die Habilitationsschrift wird in deutscher
oder englischer Sprache verfaßt. b)	Die schriftliche Habilitationsleistung kann
alternativ aus einer separaten Schrift oder
einer kumulativen Zusammenfassung
geeigneter wissenschaftlicher Veröffent-lichungen, vor allem aus den letzten fünf
Jahren, bestehen. In letzterem Falle
müssen die wissenschaftlichen
Veröffentlichungen beigeheftet werden. § 8 Eröffnung des Habilitationsverfahrens
und Einsetzung der Habilitationskommission (1)Das Habilitationskollegium prüft die
Voraussetzung der beantragten
Lehrbefähigung und eröffnet ggf. das
Habilitationsverfahren. (2) Nach der Eröffnung des
Habilitationsverfahrens setzt das
Habilitationskollegium eine
Habilitationskommission ein. Ihr gehören in
der Regel vier Professorinnen bzw.
Professoren der Universität an. Davon sollen
drei Vertreter der Fachgruppe, der das
beantragte Habilitationsfach zugeordnet ist
sowie eine Vertreterin oder ein Vertreter
eines nahestehenden Faches aus einer
anderen Fachgruppe angehören.
Entpflichtete oder in den Ruhestand
versetzte Professorinnen bzw. Professoren
können am Verfahren beteiligt werden.
Professorinnen oder Professoren anderer
Fakultäten und wissenschaftlicher
Einrichtungen können der
Habilitationskommission angehören. Alle
Kommissionsmitglieder nehmen an dem
weiteren Habilitationsverfahren mit
Rederecht teil. Vorsitzende bzw.
Vorsitzender der Habilitationskommission ist
die Dekanin bzw. der Dekan oder in ihrem
bzw. seinem Auftrag die Prodekanin bzw. der
Prodekan. (3) Das Habilitationskollegium bestimmt zwei
Mitglieder der Habilitationskommission, die
innerhalb von höchstens zwei Monaten nach
Erhalt eines Exemplars der schriftlichen
Habilitationsleistung ein Gutachten über
diese erstellen sollen. Das Kollegium
bestimmt weitere drei Gutachter bzw.
Gutachterinnen, die nicht der Universität zu
Köln angehören und von denen mindestens
zwei Gutachten zur Beurteilung vorliegen
müssen. (4) Der Auftrag zur Begutachtung erlischt
nach zwei Monaten; die Dekanin bzw. der
Dekan kann aus triftigem Grund die Frist
verlängern. Ist der Auftrag einer Gutachterin
bzw. eines Gutachters erloschen, bestellt die
Dekanin bzw. der Dekan durch das
Habilitationskollegium eine andere
Gutachterin bzw. einen anderen Gutachter. (5) Das Habilitationskollegium kann auch
während eines Habilitationsverfahrens die
eingesetzte Habilitationskommission auf
deren Antrag hin um eine bzw. einen oder
ausnahmsweise mehrere Gutachterinnen
bzw. Gutachter erweitern. § 9 Aufgaben der Habilitationskommission (1) Die Habilitationskommission beurteilt die
schriftliche Habilitationsleistung auf der
Grundlage der eingegangenen Gutachten. (2) Kommt die Kommission mehrheitlich zu
dem Urteil, daß die schriftliche
Habilitationsleistung überarbeitet werden
muß, gibt die Dekanin bzw. der Dekan oder
ein von ihr bzw. ihm beauftragtes
Kommissionsmitglied der Bewerberin bzw.
dem Bewerber die entsprechenden
Änderungsauflagen bekannt; ein Exemplar
der ursprünglichen Fassung der schriftliche
Habilitationsleistung verbleibt bei den Akten
der Fakultät. Legt die Bewerberin bzw. der
Bewerber die überarbeitete Fassung, deren
Änderungen in der Neufassung oder sonst
auf geeignete Weise deutlich gemacht werden
müssen, nicht innerhalb eines Jahres nach der
Aufforderung zur Überarbeitung vor, erlischt
der Auftrag der Kommission. Wird die
überarbeitete Fassung zu einem späteren
Zeitpunkt vorgelegt, entscheidet das
Habilitationskollegium über das weitere
Verfahren. (3) Kommt die Kommission mehrheitlich zu
Habilitationsleistung abgelehnt werden muß
oder daß sie nicht innerhalb eines Jahres
überarbeitet werden kann, legt die Dekanin
bzw. der Dekan der Bewerberin bzw. dem
Bewerber nahe, ihren oder seinen
Habilitationsantrag zurückzuziehen. Folgt die
Bewerberin bzw. der Bewerber diesem Rat
nicht, entscheidet das Habilitationskollegium
abschließend. Über eine endgültige
Ablehnung erteilt die Dekanin bzw. Dekan
der Bewerberin bzw. dem Bewerber einen
Bescheid, der mit einer
Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen ist. (4) Die Habilitationskommission prüft die
vorgelegten Themenvorschläge für den
Habilitationsvortrag. Diese dürfen mit der
Dissertation und der Habilitationsschrift der
Bewerberin bzw. des Bewerbers nicht im
engen Zusammenhang stehen und müssen
inhaltlich unterschiedlich sein. (5) Regelfälle können von der Dekanin oder
dem Dekan entschieden werden. § 10 Einsichtnahme in die
Habilitationsunterlagen Die von der Bewerberin bzw. vom Bewerber
eingereichten Unterlagen, die
Habilitationsschrift, die Gutachten und die
sonstigen Dokumente der
Habilitationskommission liegen für die
Mitglieder des Habilitationskollegiums zwei
Wochen vor der Beschlußfassung über den
Antrag zur Einsichtnahme im Dekanat aus.
Die Einsichtnahme, zu der die Dekanin bzw.
der Dekan schriftlich auffordert, wird durch
Unterschrift bestätigt. § 11 Beschlußfassung über die schriftliche
Habilitationsleistung Das Habilitationskollegium berät und
beschließt über die Annahme der
Habilitationsschrift. Für die Annahme ist die
Stimmenmehrheit der anwesenden
Habilitationskollegiums erforderlich;
Stimmenthaltungen sind unzulässig; siehe § 3
Absatz 5. § 12 Mündliche Habilitationsleistung (1) Im Fall der Annahme der
Habilitationsschrift gem. §11 stimmt das
Habilitationskollegium in geheimer
Abstimmung über das Thema des
öffentlichen wissenschaftlichen
Habilitationsvortrags ab. Über das gewählte
Thema wird der Kandidat bzw. die
Kandidatin drei Wochen vor dem Termin des
Habilitationsvortrags durch den Dekan bzw.
die Dekanin informiert. (2) Vor dem öffentlichen wissenschaftlichen
Habilitationsvortrag stellt die Dekanin bzw.
der Dekan dem Habilitationskollegium und
den anderen anwesenden Mitgliedern und
Angehörigen der Fakultät die Kandidatin
bzw. den Kandidaten vor. (3) Mit der mündlichen Habilitationsleistung
vor dem Habilitationskollegium hat die
Bewerberin bzw. der Bewerber in Vortrag
und Diskussion ihre bzw. seine Fähigkeit zur
wissenschaftlichen Lehre unter Beweis zu
stellen. Der etwa zwanzigminütige Vortrag soll zeigen, daß die Habilitandin bzw. der
Habilitand einem wissenschaftlichen Thema
neue Aspekte abgewinnen kann, daß sie bzw.
er in der Lage ist, dieses Thema in
verständlicher Form darzustellen, und daß sie
bzw. er umfassende Fachkenntnisse und die
Befähigung zum wissenschaftlichen
Diskutieren besitzt. Der Habilitationsvortrag
ist gleichzeitig die öffentliche
Einführungsvorlesung. Der Termin des
Habilitationsvortrages wird durch Anschlag
auf den schwarzen Brettern der Institute und
des Dekanats sowie auf der Homepage der
Fakultät spätestens acht Tage vorher
angekündigt. Die Dekanin bzw. der Dekan
sorgt dafür, daß eine angemessene Zahl von
Zuhörenden zugelassen wird. Die
Zuhörenden haben keinerlei
Mitwirkungsrecht. Die bzw. der Vorsitzende
kann Zuhörende ausschließen, wenn ein
ordnungsgemäßer Ablauf der Veranstaltung
gefährdet erscheint. (4) Im Anschluß an den Habilitationsvortrag beschließt das Habilitationskollegium in
nichtöffentlicher Sitzung und in Abwesenheit
der Bewerberin bzw. des Bewerbers über die
Annahme der mündlichen
Habilitationsleistungen sowie über die
Verleihung der Lehrbefähigung und der
Lehrbefugnis. Für die Abstimmung gilt § 3
Absatz 5. (5) Einen positiven Beschluß teilt die
Dekanin bzw. der Dekan der Bewerberin
bzw. dem Bewerber vor dem
Habilitationskollegium mit, überreicht die
Habilitationsurkunde und verleiht die venia
legendi für das beantragte Fach. (6) Die vollzogene Habilitation teilt die
Dekanin bzw. der Dekan dem Rektorat
schriftlich mit. (7) Einen ablehnenden Beschluß des
Habilitationskollegiums teilt die Dekanin
Bewerber schriftlich mit
Rechtsbehelfsbelehrung mit. Die mündlichen
Habilitationsleistungen können in diesem
Fall einmal wiederholt werden. Die
Wiederholung soll innerhalb eines Jahres
nach der Ablehnung, jedoch nicht in
demselben Semester erfolgen. Das Verfahren
setzt dann mit der Vorlage neuer Themen,
die nicht mit den alten identisch sein dürfen,
wieder ein. Macht die Bewerberin bzw. der
Bewerber innerhalb der genannten Frist von
der Möglichkeit zur Wiederholung keinen
Gebrauch, gilt der Habilitationsversuch als
gescheitert; die Dekanin bzw. der Dekan
erteilt nach Ablauf der Frist der Bewerberin
bzw. dem Bewerber den entsprechenden
Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung. (8) Nach einer für die Bewerberin bzw. den
Bewerber negativen Entscheidung ist, sofern
sie bzw. er es wünscht, in der Regel nach
Abschluß des Verfahrens innerhalb eines
Jahres, Akteneinsicht im Dekanat zu
gewähren. Der Antrag ist schriftlich bei der
Dekanin bzw. dem Dekan zu stellen. § 13 Rechte und Pflichten der Privatdozentin
bzw. des Privatdozenten (1) Durch die Habilitation erwirbt die
Privatdozentin bzw. der Privatdozent das
Recht, Lehrveranstaltungen abzuhalten. (2) Durch die Habilitation erwirbt die
Privatdozentin bzw. der Privatdozent kein
Recht auf Anstellung oder Vergütung. (3) Die Privatdozentin bzw. der Privatdozent
ist verpflichtet a)	vom Beginn des Semesters an, das auf den
Habilitationsvortrag folgt, mindestens alle
zwei Semester eine Lehrveranstaltung
anzukündigen und abzuhalten; b)	Themen, Umfang und Termine ihrer bzw.
seiner Lehrveranstaltungen rechtzeitig mit
der Geschäftsführenden Direktorin bzw.
dem Geschäftsführenden Direktor des
zuständigen Instituts abzustimmen; im
Zweifels- oder Konfliktfall entscheidet die
Dekanin bzw. der Dekan; c)	sich im Rahmen der Fakultätsordnung
und der Prüfungsordnungen der Fakultät
an Hochschulprüfungen und an Promotionsverfahren, ggf. auch als Beisitzerin
bzw. Beisitzer, zu beteiligen. (4) Es wird zudem erwartet, daß für den Fall,
daß eine separate Habilitationsschrift
eingereicht wurde (siehe §7) diese innerhalb
von einem Jahr zur Veröffentlichung
angenommen wird. (5) Ebenso wird erwartet, daß nach
dem Dekanat je ein Exemplar zur
Weitergabe an das Institut und die
Universitätsbibliothek zur Verfügung gestellt
wird. §14 Umhabilitierung Wird eine Umhabilitierung beantragt, prüft
eine Habilitationskommission nach §8 Abs. 2
die Habilitationsschrift und die weiteren
Publikationen der Bewerberin bzw. des
Bewerbers. Auf Vorschlag der Kommission
entscheidet das Habilitationskollegium über
die Anerkennung der Habilitationsschrift und
den Umfang der Lehrbefähigung und
Lehrbefugnis und bestimmt das weitere
Verfahren. § 15 Erlöschen der Lehrbefugnis (venia
legendi), Entziehung der Lehrbefähigung
bzw. der Lehrbefugnis (venia legendi) (1) Die Lehrbefugnis (venia legendi) erlischt,
wenn die bzw. der Habilitierte einen Ruf an
eine andere wissenschaftliche Hochschule
annimmt oder wenn eine Umhabilitierung an
eine andere Hochschule erfolgt ist. Hierüber
informiert sie bzw. er unverzüglich die
Dekanin bzw. den Dekan, diese bzw. dieser
das Habilitationskollegium. Aus triftigem
Grund kann das Habilitationskollegium nach
Annahme eines Rufes die Beibehaltung der
Lehrbefugnis (venia legendi) für eine
bestimmte Frist oder auf Dauer genehmigen. (2) Auf Antrag eines Mitgliedes des Habilitationskollegiums kann das
Habilitationskollegium die Lehrbefähigung
und die Lehrbefugnis (venia legendi)
entziehen, falls die bzw. der Habilitierte über
das Vorliegen wichtiger Voraussetzungen für
die Habilitation bewußt getäuscht hat oder
wenn sich erweist, daß die bzw. der
Habilitierte sich bei der Erbringung seiner
schriftlichen Habilitationsleistung einer
schweren Täuschung schuldig gemacht hat. (3) Auf Antrag eines Mitgliedes des
Habilitationskollegiums kann das
Habilitationskollegium die Lehrbefugnis
(venia legendi) entziehen, a) falls die bzw. der Habilitierte ihre bzw.
seine Verpflichtungen gemäß § 13 nicht
erfüllt, insbesondere falls sie bzw. er ohne
gravierenden Grund zwei Jahre lang keine
Lehrtätigkeit ausgeübt hat, es sei denn, sie
bzw. er hat die gesetzlich
vorgeschriebenen Altersgrenze erreicht;
die Feststellung der Lehrbefähigung bleibt
unberührt; b) falls gegen die bzw. den Habilitierten ein
strafrechtliches Urteil rechtskräftig wird,
das, wenn sie bzw. er beamtet ist, die
zur Folge hat oder das, wenn sie bzw. er
beamtet wäre, die Rücknahme der
Ernennung rechtfertigen würde; die
Feststellung der Lehrbefähigung bleibt
unberührt. (4) Über einen gegen sie bzw. ihn
vorliegenden Antrag nach Absatz 2 und 3 ist
die bzw. der Habilitierte schriftlich zu
informieren; es ist ihr bzw. ihm Gelegenheit
zur Stellungnahme zu geben, auf ihren bzw.
seinen Wunsch hin auch in mündlicher Form
vor dem Habilitationskollegium. Über den
Antrag soll das Habilitationskollegium in der
Regel innerhalb eines halben Jahres
entscheiden. Der Beschluß ist der bzw. dem
Habilitierten von der Dekanin bzw. vom
Dekan mit Begründung und
Rechtsbehelfsbelehrung förmlich zuzustellen. (5) Die Entziehung der Lehrbefähigung bzw.
der Lehrbefugnis (venia legendi) teilt die
schriftlich mit. § 16 Übergangsbestimmungen und
Inkrafttreten (1) Diese Habilitationsordnung tritt am Tag
nach ihrer Verkündigung in den Amtlichen
Mitteilungen der Universität zu Köln in
Habilitationsordnung vom 28. Mai 1990
(Amtliche Mitteilungen der Universität zu
Köln Nr. 10/90) unbeschadet Absatz 2 außer
Kraft. (2) Die vor Inkrafttreten dieser
Habilitationsordnung eröffneten
Habilitationsverfahren sind nach der bisher
gültigen Habilitationsordnung abzuschließen. Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse der
Fakultät vom 07. Juli 2005, des Senats vom 20. Juli 2005 und des Rektorats vom 03.
August 2005. Köln, den 09. August 2005 Der Dekan der Mathematisch-Naturwissen-schaftlichen Fakultät der Universität zu Köln Univ.-Prof. Dr. Ulrich Radtke Anhang FachgruppeMathematik
Fachgruppe	Physik
Fachgruppe	Chemie
Fachgruppe	Biologie Biochemie
Zoologie Fachgruppe	Didaktiken
der Mathematik und der
Naturwissenschaften Mathematikdidaktik
Mathematics/Computer Science Physics
on behalf of webmaster . 25.04.2007 17.15 Uhr