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Timestamp: 2016-10-23 06:18:46
Document Index: 80487815

Matched Legal Cases: ['Art. 80', 'Art. 80', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 25', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156']

1A.308/2005 (22.03.2006)
Beschwerdef�hrer, alle vier vertreten durch Rechtsanwalt Peter Burckhardt,
Entscheid des Kantonsgerichts von Graub�nden, Beschwerdekammer, vom 19. Oktober 2005.
Die Staatsanwaltschaft Mannheim f�hrt ein Ermittlungsverfahren gegen E.________ wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung nach � 370 Abs. 1 der deutschen Abgabenordnung. Der Ehemann von E.________, gegen den sich das Verfahren ebenfalls richtete, ist inzwischen verstorben.
Am 12. April 2002 ersuchte die Staatsanwaltschaft Mannheim das Untersuchungsrichteramt Chur um Rechtshilfe. Im Ersuchen wird ausgef�hrt, E.________ sei seit dem 1. April 1996 Gesch�ftsf�hrerin der F.________ GmbH sowie der G.________ GmbH gewesen. Sie habe zusammen mit ihrem Ehemann in den Jahren 1995 bis 1999 Gewerbe- und K�rperschaftssteuern dieser Gesellschaften im Betrag von insgesamt ca. 6 Millionen DM hinterzogen.
Die F.________ GmbH sei eine Fabrik, die elektrische und elektronische Schalter produziere. Sie geh�re zur weltweit t�tigen E.________-Gruppe. Die G.________ GmbH sei im Tatzeitraum eine Tochtergesellschaft der F.________ GmbH gewesen. Der Vertrieb von Produkten der E.________-Gruppe auf dem deutschen Markt sei ausschliesslich �ber die G.________ GmbH erfolgt. Neben der F.________ GmbH existierten noch f�nf weitere Produktionsgesellschaften in �sterreich, Irland, Neuseeland, Brasilien und den USA, die teilweise auch die beiden deutschen Gesellschaften belieferten und ihrerseits von der F.________ GmbH beliefert w�rden. �berdies geh�rten zur E.________-Gruppe weitere rechtlich jeweils selbst�ndige Vertriebsgesellschaften in �ber 20 Nationen ("H.________-Gesellschaften").
Im Rahmen einer bei F.________ GmbH durchgef�hrten Aussenpr�fung f�r die Gesch�ftsjahre 1995 bis 1997 sei festgestellt worden, dass die Faktura von Lieferungen von ausl�ndischen Konzerngesellschaften an die F.________ GmbH bzw. G.________ GmbH sowie die Lieferung von der F.________ GmbH an ausl�ndische Konzerngesellschaften stets �ber die A.________ AG mit Sitz in Buchs erfolgt seien, wobei die A.________ AG - bezogen auf den Umsatz - einen Aufschlag in H�he von ca. 10 % erhebe. Die Lieferung der Produkte erfolge dagegen stets unmittelbar an die jeweilige Konzerngesellschaft. Diese Konstruktion habe zur Folge, dass erhebliche Teile der von der F.________ GmbH und der G.________ GmbH erwirtschafteten Gewinne ins Ausland verlagert und so der deutschen Besteuerung entzogen w�rden.
In der Betriebspr�fung h�tten die Beschuldigte und ihr Ehemann erkl�rt, bei der A.________ AG handle es sich um ein "fremdes", d.h. nicht zur E.________-Gruppe geh�rendes Unternehmen. Dazu sei ein Schreiben der A.________ AG vom 27. Juni 1997 vorgelegt worden, wonach die A.________ AG im Eigentum der I.________ SA mit Sitz in Montevideo stehen soll, deren Anteile von J.________ gehalten w�rden. Nach Auskunft des Bundesamtes f�r Finanzen handle es sich bei der I.________ SA um eine reine Sitz- bzw. Briefkastengesellschaft, die in Uruguay keine gesch�ftliche T�tigkeit aus�ben d�rfe und deren Anteile von ausl�ndischen Investoren gehalten w�rden. Demnach sei J.________ nicht Anteilseigner der Gesellschaft, sondern lediglich Bevollm�chtigter ausl�ndischer Investoren.
Weiter sei ein "Vertriebsvertrag" vom 30. August/5. September 1995 zwischen der A.________ AG einerseits sowie der F.________ GmbH und der G.________ GmbH anderseits vorgelegt worden, wonach die weltweiten Vertriebsrechte f�r alle Produkte der E.________-Gruppe mit Wirkung ab dem 1. April 1995 von der Firma K.________ mit Sitz in Schaan/FL auf die A.________ AG �bertragen worden sein sollen. Ein entsprechender Vertrag zwischen der Firma K.________ und der A.________ AG �ber den �bergang der Vertriebsrechte sei jedoch nicht bekannt.
Die Firma K.________ sei bereits aus einem vorangegangenen Steuerstrafverfahren gegen den Ehemann der Beschuldigten bekannt. In der vorhergehenden Aussenpr�fung der Vorg�ngergesellschaft der F.________ GmbH, der in Konkurs gefallenen L.________ GmbH, sei die Firma K.________ in gleicher Weise wie jetzt die A.________ AG in die Leistungsbeziehungen der E.________-Gruppe eingebunden gewesen. Auch damals sei zun�chst behauptet worden, die Eheleute E.________ bzw. Gesellschaften der E.________-Gruppe seien nicht an der zwischengeschalteten Gesellschaft (Firma K.________) beteiligt. Im damaligen Ermittlungsverfahren habe der Nachweis erbracht werden k�nnen, dass die Firma K.________ zur E.________-Gruppe geh�rte.
Im aktuellen Verfahren seien durch die Betriebspr�fung unter Hinweis auf die erh�hte Mitwirkungspflicht bei Auslandsachverhalten weitere Unterlagen und Ausk�nfte zur A.________ AG verlangt worden. Dieser Aufforderung sei die Beschuldigte nicht nachgekommen.
Am 18. September 2001 seien Gesch�ftsr�ume der F.________ GmbH und der G.________ GmbH durchsucht und zwei leitende Angestellte als Zeugen vernommen worden. Nach deren Aussagen befinde sich die EDV-Zentrale der E.________-Gruppe bei einer Firma M.________ in Schaan. �ber den dortigen Server werde die konzerninterne Auftragsvergabe und die Fakturierung von Rechnungen gesteuert. Die A.________ AG sei in dieses EDV-System der E.________-Gruppe voll integriert. Auftr�ge und Rechnungen der A.________ AG an Unternehmen der E.________-Gruppe w�rden durch das EDV-System automatisch erstellt. Nach den Aussagen der Mitarbeiter nehme die A.________ AG keine �ber die blosse Rechnungsstellung hinausgehende Funktion wahr. Von der A.________ AG w�rden insbesondere keine Delkredererisiken getragen oder Finanzierungsfunktionen wahrgenommen. Es habe von den vernommenen Mitarbeitern in Karlsruhe keine f�r die A.________ AG t�tige Person genannt werden k�nnen, die je in Bezug auf das operative Gesch�ft (z.B. Aushandeln von Preisen, Lieferkonditionen o.�.) t�tig geworden sei.
Auf gleiche Weise sei fr�her die Firma K.________ in das EDV-System eingebunden gewesen. Nachdem im vorherigen Verfahren habe nachgewiesen werden k�nnen, dass die Firma K.________ zur E.________-Gruppe geh�re, sei ab dem 1. April 1995 auf den Auftr�gen und Rechnungen lediglich die Firma K.________ gegen die A.________ AG, die im zeitlichen Zusammenhang gegr�ndet worden sei, ausgetauscht worden.
Angesichts der Erkenntnisse aus dem fr�heren Steuerstrafverfahren, des Verhaltens der Beschuldigten im aktuellen Besteuerungs- und Ermittlungsverfahren, der Erkenntnisse aus der Vernehmung der Mitarbeiter und des Umstands, dass die Zwischenschaltung einer fremden Gesellschaft in die konzerninternen Lieferbeziehungen der E.________-Gruppe wirtschaftlich nicht nachvollziehbar sei, bestehe der begr�ndete Verdacht, dass die Beschuldigte unmittelbar oder mittelbar an der A.________ AG beteiligt sei und es sich bei dieser um eine Basisgesellschaft ohne eigene wirtschaftliche T�tigkeit handle.
Eine solche Konstruktion stelle ein steuerlich nicht anzuerkennendes Umgehungsgesch�ft dar mit der Folge, dass die von der Beschuldigten f�r die F.________ GmbH und G.________ GmbH in den Jahresabschl�ssen und den Steuererkl�rungen ausgewiesenen Gewinne um die von der A.________ AG erhobenen Aufschl�ge, insgesamt um ca. 12 Millionen DM, zu gering seien, wodurch K�rperschafts- und Gewerbesteuern in H�he von ca. 6 Millionen DM verk�rzt worden seien.
Die Staatsanwaltschaft Mannheim ersuchte um Pr�fung, ob die Voraussetzungen eines Abgabebetrugs nach schweizerischem Recht gegeben seien. Daf�r spreche insbesondere, dass die Beschuldigte f�r die F.________ GmbH und G.________ GmbH inhaltlich falsche Jahresabschl�sse (Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen) vorgelegt habe, um die Finanzbeh�rden zu t�uschen.
Die Staatsanwaltschaft Mannheim ersuchte um die Vernehmung von B.________ (Verwaltungsrat der A.________ AG), N.________ (ebenfalls Verwaltungsrat der A.________ AG), C.________ (Revisionsstelle der A.________ AG) und D.________ (Revisionsstelle der A.________ AG vom 10. M�rz 1995 bis 18. M�rz 1998) als Zeugen; ebenso um die Bewilligung der Teilnahme zweier deutscher Ermittlungsbeamter an den Einvernahmen.
Mit Eintretensverf�gung vom 28. Mai 2002 entsprach der Untersuchungsrichter des Untersuchungsrichteramtes Chur dem Rechtshilfeersuchen. Er ordnete die Befragung von B.________, C.________ und D.________ am 22. Juli 2002 als Zeugen an und bewilligte die Anwesenheit des zust�ndigen deutschen Staatsanwaltes bei den Einvernahmen. Die Befragung von N.________ konnte nicht mehr durchgef�hrt werden, da dieser inzwischen verstorben war.
Am 12. August 2002 ersuchte die Staatsanwaltschaft Mannheim gest�tzt auf einen entsprechenden Beschluss des dortigen Amtsgerichtes darum, die Gesch�ftsr�ume der A.________ AG in Chur (bisheriger Firmensitz: Buchs) zu durchsuchen und die im Beschluss bezeichneten Unterlagen zu beschlagnahmen.
Mit Schlussverf�gung vom 21. Mai 2003 entsprach der Untersuchungsrichter dem Rechtshilfeersuchen. Er ordnete die Herausgabe der Protokolle der am 22. Juli 2002 durchgef�hrten Einvernahmen der Zeugen B.________, C.________ und D.________ sowie der im Entsiegelungsprotokoll vom 10. April 2003 aufgef�hrten Unterlagen an die ersuchende Beh�rde an.
Die von der A.________ AG sowie B.________, D.________ und C.________ dagegen erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht von Graub�nden am 20. August 2003 im Sinne der Erw�gungen gut und hob die Schlussverf�gung auf.
Es befand, der Untersuchungsrichter habe sich nicht mit der Frage auseinander gesetzt, ob der im Rechtshilfegesuch dargelegte Sachverhalt hinreichend dokumentiert und damit glaubhaft gemacht worden sei. Es werde nicht gesagt, auf Grund welcher Beweisunterlagen der Verdacht des Abgabebetruges und insbesondere die zur Qualifikation dieses Tatbestandes erforderliche Arglist hinreichend begr�ndet erscheine. Es bed�rfe dazu gewisser �berpr�fbarer Indizien wie Urkunden, Zeugenaussagen oder dergleichen, welche einen Verdacht zu untermauern geeignet seien. Das als Beweismittel eingereichte Urteil des Finanzgerichtes Baden-W�rttemberg vom 10. Juni 1999 befasse sich nicht mit der heute zur Diskussion stehenden A.________ AG, sondern mit der Firma K.________. Die Beschwerdef�hrer h�tten sodann ein Dokument eingelegt, nach welchem die A.________ AG die Weltvertriebsrechte f�r alle Produkte der E.________-Gruppe von der Firma K.________ f�r 12,5 Millionen Franken erworben habe. Wenn die ersuchende Beh�rde behaupte, die A.________ AG als Nachfolgerin der Firma K.________ habe keine eigene wirtschaftliche T�tigkeit ausge�bt und es seien von dieser keine Delkredererisiken getragen worden, so liesse die von den Beschwerdef�hrern eingereichten Belege die gegenteilige Auffassung doch zumindest als m�glich erscheinen. Angesichts dieser Beweislage verm�ge das Rechtshilfeersuchen zurzeit noch nicht zu gen�gen, so dass ihm vorl�ufig nicht entsprochen werden k�nne. Falls die Staatsanwaltschaft Mannheim ihre Behauptungen durch offenbar vorhandene Beweismittel zu erh�rten verm�ge, werde die Sache m�glicherweise anders zu entscheiden sein.
Am 5. August 2004 �bermittelte die Staatsanwaltschaft Mannheim dem Untersuchungsrichter zudem einen Aktenvermerk des Finanzamtes Karlsruhe-Durlach (Steuerfahndungsstelle) vom 23. Juli 2004 mitsamt Beilagen.
Am 7. Februar 2005 sandte die Staatsanwaltschaft Mannheim dem Untersuchungsrichter einen Aktenvermerk des Finanzamtes Karlsruhe-Durlach vom 28. Januar 2005 zu; zudem als Beilage dazu unter anderem das Protokoll der Zeugeneinvernahme von O.________, der f�r die A.________ AG t�tig war, durch den Untersuchungsrichter f�r Wirtschaftsdelikte des Kantons St. Gallen.
Mit Schlussverf�gung vom 8. Juni 2005 traf der Untersuchungsrichter die gleichen Anordnungen wie in der ersten Schlussverf�gung.
Die von der A.________ AG sowie B.________, D.________ und C.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Kantonsgericht von Graub�nden am 19. Oktober 2005 ab.
Die A.________ AG sowie B.________, C.________ und D.________ f�hren Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, den Entscheid des Kantonsgerichtes vom 19. Oktober 2005 aufzuheben; Ziffer 1 und 2 der Schlussverf�gung vom 8. Juni 2005 seien aufzuheben und die Rechtshilfe zu verweigern; die in Ziffer 2 der Schlussverf�gung vom 8. Juni 2005 vermerkten, im Entsiegelungsprotokoll aufgelisteten Unterlagen seien den Berechtigten herauszugeben.
Das Kantonsgericht beantragt unter Hinweis auf die Erw�gungen im angefochtenen Entscheid die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.
Die Staatsanwaltschaft Graub�nden hat auf Vernehmlassung verzichtet.
Das Bundesamt f�r Justiz beantragt unter Hinweis auf die seines Erachtens zutreffenden Erw�gungen im angefochtenen Entscheid die Abweisung der Beschwerde.
1.2 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um die Verf�gung einer letztinstanzlichen kantonalen Beh�rde, mit der das Rechtshilfeverfahren abgeschlossen wird. Dagegen ist gem�ss Art. 80f Abs. 1 IRSG die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig.
1.3 Gem�ss Art. 80h lit. b IRSG ist zur Beschwerde berechtigt, wer pers�nlich und direkt von einer Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzw�rdiges Interesse an deren Aufhebung oder �nderung hat.
Nach der Rechtsprechung liegt ein schutzw�rdiges Interesse nicht schon dann vor, wenn jemand irgendeine Beziehung zum Streitobjekt zu haben behauptet. Vielmehr muss eine vom einschl�gigen Bundesrecht erfasste spezifische Beziehungsn�he gegeben sein. Eine bloss mittelbare Betroffenheit gen�gt nicht (BGE 128 II 211 E. 2.3 S. 217 mit Hinweisen). Die Rechtsprechung erkennt die Beschwerdebefugnis demjenigen zu, der sich pers�nlich einer Durchsuchung oder Beschlagnahme unterziehen muss (BGE 130 II 162 E. 1.1 S. 164; 123 II 161 E. 1d/aa S. 164, mit Hinweisen). Wie Art. 9a lit. b der Verordnung vom 24. Februar 1982 �ber internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV; SR 351.11) insoweit pr�zisiert, gelten bei Hausdurchsuchungen der Eigent�mer oder der Mieter als pers�nlich und direkt betroffen. Der Zeuge ist lediglich beschr�nkt zur Beschwerde befugt. Er kann sich gegen die �bermittlung des Protokolls seiner Einvernahme nur richten, soweit ihn die gegebenen Ausk�nfte pers�nlich betreffen oder er sich auf sein Zeugnisverweigerungsrecht beruft (BGE 126 II 258 E. 2d/bb S. 261; 122 II 130 E. 2b S. 133, mit Hinweisen; Robert Zimmermann, La coop�ration internationale en mati�re p�nale, 2. Aufl., Bern 2004, S. 350).
Bei der Beschwerdef�hrerin 1 wurden anl�sslich einer Hausdurchsuchung Unterlagen beschlagnahmt, die nach der Schlussverf�gung der ersuchenden Beh�rde herausgegeben werden sollen. Die Beschwerdef�hrerin 1 ist insoweit zur Beschwerde befugt.
Die Beschwerdef�hrer 2-4 bringen vor, die von ihnen verlangten Ausk�nfte betr�fen teilweise sie pers�nlich. Wieweit dies zutrifft und damit die Beschwerdeberechtigung auch den Beschwerdef�hrern 2-4 zuzuerkennen ist, braucht nicht n�her gepr�ft zu werden, da die Beschwerde aus den folgenden Erw�gungen jedenfalls abzuweisen ist.
1.4 Das Bundesgericht ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 25 Abs. 6 IRSG). Es pr�ft die Rechtshilfevoraussetzungen grunds�tzlich mit freier Kognition. Im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde befasst es sich jedoch nur mit Fragen, die Streitgegenstand des Verfahrens bilden (BGE 130 II 337 E. 1.4 S. 341, mit Hinweisen).
2.1 Die Beschwerdef�hrer bringen vor, das Rechtshilfeersuchen gen�ge den erh�hten Anforderungen, die bei Abgabebetrug gegeben sein m�ssten, nicht.
2.2 Die Staatsanwaltschaft Mannheim richtete am 12. April 2002 ein - was den Sachverhalt betrifft - w�rtlich gleich lautendes Rechtshilfeersuchen an die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen. Mit Schlussverf�gung vom 9. September 2002 entsprach der Untersuchungsrichter f�r Wirtschaftsdelikte des Kantons St. Gallen dem Ersuchen. Auf die von O.________ dagegen erhobene Beschwerde trat die Anklagekammer des Kantons St. Gallen am 12. Februar 2003 nicht ein; die Beschwerde der A.________ AG wies sie ab, soweit sie darauf eintrat. Hiergegen f�hrten O.________ und die A.________ AG, vertreten durch den gleichen Rechtsanwalt wie die Beschwerdef�hrer im vorliegenden Verfahren, Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Diese wies das Bundesgericht mit Urteil vom 25. August 2003 ab, soweit es darauf eintrat (1A.122/2003).
Das Bundesgericht erwog insbesondere, inwiefern das deutsche Begehren M�ngel im Sinne der Rechtsprechung aufweisen solle, werde nicht dargetan und sei auch nicht ersichtlich. Dem deutschen Begehren sei ein am 10. Juni 1999 ergangenes Urteil des Finanzgerichts Baden-W�rttemberg beigef�gt, welches Aufschluss gebe �ber die in der E.________-Gruppe praktizierten Vertriebswege, wie sie von der ersuchenden Beh�rde im Rahmen ihrer Ausf�hrungen betreffend den untersuchten Sachverhalt dargelegt worden seien. Mit ihren dagegen gerichteten Einw�nden schienen die Beschwerdef�hrer zu �bersehen, dass auch im Falle von Rechtshilfebegehren wegen Abgabebetrugs die ersuchende Beh�rde nicht gehalten sei, die Tatvorw�rfe bereits abschliessend mit Beweisen zu belegen bzw. ihre Beweismittel dem Begehren beizuf�gen. Andernfalls w�rde der Sinn und Zweck der Rechtshilfe praktisch hinf�llig. Es gen�ge, wenn die ersuchende Beh�rde die zur St�tze ihrer Verdachtsmomente angerufenen Beweise in ihrem Ersuchen nenne und ihr Vorhandensein glaubhaft mache. Diesen Anforderungen verm�ge das vorliegende Rechtshilfebegehren ohne weiteres zu gen�gen (E. 3.2). Die von der ersuchenden Beh�rde gelieferten Verdachtsgr�nde, wonach die Beschuldigten zum Zwecke der Steuerverk�rzung arglistige Methoden angewendet h�tten, erschienen ausreichend konkretisiert, h�tten doch laut Aktenlage die den Steuerbeh�rden zum Beweis der Unabh�ngigkeit der in Frage stehenden Firmen unterbreiteten Dokumente nicht den tats�chlichen Gegebenheiten entsprochen. Die abschliessende Beurteilung des Vorwurfs des Abgabebetrugs obliege nicht dem Rechtshilferichter, sondern dem erkennenden ausl�ndischen Sachrichter. Namentlich seien im Rechtshilfeverfahren keine weiteren Beweise zu erheben (E. 4, mit Hinweisen).
Dieses bundesgerichtliche Urteil erging 5 Tage nach dem Entscheid der Vorinstanz vom 20. August 2003 und konnte von dieser daher damals nicht ber�cksichtigt werden. Im Lichte des bundesgerichtlichen Urteils, auf dessen Erw�gungen zur�ckzukommen kein Anlass besteht, hat die Vorinstanz in jenem Entscheid an die Konkretisierung der Verdachtsmomente �berh�hte Anforderungen gestellt. Die �bermittlung weiterer Unterlagen durch die ersuchende Beh�rde w�re nicht notwendig gewesen. Schon aufgrund des Rechtshilfeersuchens mitsamt Beilagen bestanden hinreichende Verdachtsmomente f�r Abgabebetrug. Bei dieser Sachlage kann sich einzig noch die Frage stellen, ob - wie die Beschwerdef�hrer geltend machen - die von der ersuchenden Beh�rde nach dem Entscheid der Vorinstanz vom 20. August 2003 zus�tzlich �bermittelten Unterlagen den im Rechtshilfeersuchen geschilderten Sachverhalt geradezu widerlegen. Nach der Rechtsprechung ist die ersuchte Beh�rde an die Darstellung des Sachverhaltes im Ersuchen und dessen allf�lligen Erg�nzungen dann nicht gebunden, wenn diese durch offensichtliche Fehler, L�cken oder Widerspr�che sofort entkr�ftet wird (BGE 118 Ib 111 E. 5b; 117 Ib 64 E. 5c mit Hinweisen).
2.3 Die Vorinstanz kommt im angefochtenen Entscheid (S. 18 f. E. 4) zum Schluss, die Beurteilungsgrundlagen h�tten sich aufgrund der von der ersuchenden Beh�rde nachgelieferten Beweismittel gegen�ber der Situation, wie sie zur Zeit der Beurteilung der ersten Beschwerde vorgelegen habe, wesentlich verbessert. Wenn im Entscheid vom 20. August 2003 festgehalten worden sei, mangels konkreter und insbesondere belegter Hinweise seien die erh�hten Anforderungen, welche an ein Rechtshilfegesuch bei Abgabebetrug gestellt werden m�ssten, nicht gegeben, so l�gen heute doch wesentlich andere Verh�ltnisse vor. Gerade die verschiedenen Zeugenaussagen spr�chen in hohem Masse f�r die Richtigkeit der von der ersuchenden Beh�rde vorgebrachten Verdachtsmomente und liesse die Vermutung, dass es sich bei der A.________ AG um ein zum Zwecke der Steuerhinterziehung geschaffenes Gebilde handle, als zutreffend erscheinen.
Damit verneint die Vorinstanz implizit auch den Einwand, die nachgelieferten Unterlagen widerlegten den im Rechtshilfeersuchen geschilderten Sachverhalt. Dies ist in keiner Weise zu beanstanden. Die Vorinstanz hat (S. 13 ff.) die nachgelieferten Unterlagen einer eingehenden und sorgf�ltigen W�rdigung unterzogen. Diese Unterlagen st�tzen - jedenfalls in ihrer Gesamtheit - den im Rechtshilfeersuchen dargelegten Sachverhalt und widerlegen ihn nicht. Hervorzuheben ist insbesondere Folgendes:
Auf die Frage, ob sich dadurch etwas ge�ndert habe, dass nun die A.________ AG und nicht mehr die Firma K.________ in den Warenverkehr eingeschaltet sei, antwortete der Zeuge P.________ - einer der beiden im Rechtshilfeersuchen genannten leitenden Angestellten -, ausser dem Namen habe sich nichts ge�ndert. Dies spricht daf�r, dass die Zwischenschaltung der A.________ AG gleich wie zuvor der Firma K.________ einzig der Gewinnverlagerung ins Ausland diente. P.________ sagte weiter aus, er wisse, dass die A.________ AG in Buchs einen Computer unterhalte, der �ber eine Standleitung an den Server der Firma M.________ angeschlossen und damit in das System integriert sei. Dies stellt ein erhebliches Indiz dar gegen die von der Beschuldigten behauptete Selbst�ndigkeit der A.________ AG.
Auch die Aussagen des Zeugen O.________, des einzigen Angestellten der A.________ AG, st�tzen den Verdacht, dass die A.________ AG nur zum von der ersuchenden Beh�rde angenommenen Zweck zwischengeschaltet worden ist. Bemerkenswert ist insbesondere Folgendes: Die Frage, ob der Handelsregisterauszug richtig sei, wonach er Prokurist (gemeint: der A.________ AG) gewesen sei, bejahte O.________. Auf die Frage "Sie haben somit eine f�hrende Funktion bekleidet?" antwortete er: "Ich war nur allein." Auf die weitere Frage nach seinen Entscheidungskompetenzen sagte er: "Ich musste nie etwas entscheiden." Wenn somit der einzige Angestellte der A.________ AG nie etwas zu entscheiden hatte, spricht dies daf�r, dass diese Firma - wie von der ersuchenden Beh�rde behauptet - keine eigenst�ndige Gesch�ftst�tigkeit aus�bte. Im �brigen best�tigte O.________, dass die Firma M.________ auch f�r die A.________ AG verantwortlich gewesen sei; seine Aufgabe sei es gewesen, die Verbindung der A.________ AG zum Server der Firma M.________ auf einem Personal Computer, welcher der einzige der A.________ AG gewesen sei, zu unterhalten.
Zwar sagte der Zeuge Q.________ - der andere der im Rechtshilfeersuchen genannten leitenden Angestellten - Folgendes aus: "Bei der Fa. A.________ AG handelt es sich um eine reine Factoring-Firma und hat mit dem eigentlichen Warenverkehr der Produktionsfirma nichts zu tun. Insoweit haben die Produktionsfirmen keinerlei Forderungsausfallrisiko hinsichtlich der Auslandsforderungen zu tragen." Diese Aussage ist jedoch schwer nachvollziehbar. Die A.________ AG ist wie fr�her die Firma K.________ in der E.________-Gruppe zwischen den zum Konzern geh�renden Produktionsfirmen und den ebenfalls zum Konzern geh�renden Vertriebsgesellschaften zwischengeschaltet. Ein Forderungsausfallrisiko, das die A.________ AG h�tte tragen k�nnen, ist daher nicht ersichtlich. Die Frage braucht jedoch nicht vertieft zu werden. Jedenfalls ist die angef�hrte Aussage von Q.________ im Lichte der von der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid erw�hnten zahlreichen Gesichtspunkte, welche die Sachdarstellung im Rechtshilfeersuchen st�tzen, nicht geeignet, diese sofort als offensichtlich falsch zu entkr�ften.
2.4 Bestehen nach dem Gesagten hinreichende Verdachtsmomente f�r Abgabebetrug, haben die kantonalen Beh�rden die Rechtshilfe zu Recht bewilligt. Dass die Voraussetzungen der Rechtshilfe sonstwie fehlten, machen die Beschwerdef�hrer nicht geltend und ist nicht ersichtlich.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens tragen die Beschwerdef�hrer die Kosten (Art. 156 Abs. 1 OG). Die Gerichtsgeb�hr wird auf Fr. 2'000.-- je Beschwerdef�hrer, insgesamt Fr. 8'000.--, festgesetzt.
Die Gerichtsgeb�hr von je Fr. 2'000.--, insgesamt Fr. 8'000.--, wird den Beschwerdef�hrern auferlegt.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, der Staatsanwaltschaft und dem Kantonsgericht von Graub�nden, Beschwerdekammer, sowie dem Bundesamt f�r Justiz, Abteilung internationale Rechtshilfe, schriftlich mitgeteilt.