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Timestamp: 2016-10-21 14:53:07
Document Index: 122181854

Matched Legal Cases: ['Art. 42', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'Art. 183', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 65']

6B_644/2014 � � Urteil vom 28. Januar 2015
�X.________ und Y.________ fassten am fr�hen Nachmittag des 5. Juni 2009 bei einer Zusammenkunft mit Z.________ den Entschluss, sich Zutritt zur Wohnung von A.________ in B.________ zu verschaffen, diese sowie allf�llige weitere Personen mit Chloroform zu bet�uben und anschliessend zu t�ten, um an Gelder aus Schenkkreis-Aktivit�ten zu gelangen, die sie bei ihr vermuteten. Nachdem sie in der Folge erfolglos versucht hatten, Chloroform zu beschaffen, fuhren X.________ und Y.________ am sp�ten Nachmittag mit dem Auto nach B.________ zur Wohnung von A.________, mit welcher sie zuvor per Telefon unter dem Vorwand, Geld zu �berbringen, ein Treffen vereinbart hatten. Gegen 18.35 Uhr gelangten sie an deren Wohnort und meldeten telefonisch ihre Ankunft. Nachdem A.________ die beiden M�nner in ihr B�ro im Keller des Mehrfamilienhauses gef�hrt hatte, griff X.________ A.________ nach einiger Zeit unvermittelt von hinten an und st�lpte ihr einen Plastiksack �ber den Kopf. Daraufhin fesselten und knebelten die beiden T�ter das sich heftig wehrende Opfer, zogen ihm einen zweiten Plastiksack �ber den Kopf und fixierten diesen mit Klebeband um Mund und Hals, was zum Tod von A.________ durch Ersticken f�hrte. Anschliessend fuhren die beiden mit dem Lift in die Wohnung des Opfers im obersten Stockwerk des Mehrfamilienhauses, wo X.________ zun�chst den Ehemann von A.________, den er zuvor vergeblich versucht hatte, zur Herausgabe von Verm�genswerten zu zwingen, mit einer Schusswaffe t�tete und hernach Y.________ die zuvor gefesselte und geknebelte Tochter mit einem Plastiksack erstickte. Nach der T�tung durchsuchten die T�ter die Wohnung und entwendeten Bargeld in der H�he von ca. Euro 600.-- und ca. CHF 5'000.-- sowie vier Uhren und Modeschmuck.
�X.________, Y.________ und Z.________ hatten zusammen mit einer weiteren Person bereits zwischen dem 10. und 14. Mai 2009 konkrete technische und organisatorische Vorkehrungen f�r einen Raub�berfall zum Nachteil von A.________ sowie f�r deren eventuelle T�tung und diejenige allf�lliger weiterer Personen getroffen.
�Das Amtsgericht Solothurn-Lebern erkl�rte X.________ mit Urteil vom 25. Mai 2012 des mehrfachen Mordes, des qualifizierten Raubes, der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Raub und Mord sowie weiterer Delikte schuldig und verurteilte ihn zu einer lebensl�nglichen Freiheitsstrafe, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft bzw. des vorzeitigen Strafvollzuges. Ferner entschied es �ber die Einziehung der beschlagnahmten Gegenst�nde und Verm�genswerte sowie �ber die geltend gemachten Zivilforderungen. In einem Punkt stellte es das gegen X.________ gef�hrte Verfahren aus Opportunit�tsgr�nden ein.
�Das Obergericht des Kantons Solothurn wies am 27. Januar 2014 eine gegen die Strafzumessung gef�hrte Berufung von X.________ ab und best�tigte die Verurteilung zu einer lebensl�nglichen Freiheitsstrafe unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft bzw. des vorzeitigen Strafvollzuges.
�X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das angefochtene Urteil sei im Strafpunkt aufzuheben und die Sache sei "zur Erg�nzung der Beweisaufnahme im Sinne der nachfolgenden Ausf�hrungen und zur neuen Beurteilung in Bezug auf das Strafmass" an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Ferner ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
�Das Obergericht des Kantons Solothurn beantragt in seinen Gegenbemerkungen die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. X.________ hat hiezu Stellung genommen. Der Oberstaatsanwalt hat auf Vernehmlassung verzichtet.
1.1.�Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG muss die Rechtsschrift u.a. die Begehren und deren Begr�ndung mit Angabe der Beweismittel enthalten. Das Rechtsbegehren, wonach die Sache "im Sinne der Erw�gungen" an die Vorinstanz zur�ckzuweisen sei, gen�gt f�r sich allein diesen gesetzlichen Anforderungen nicht (Urteil des Bundesgerichts 6B_716/2014 vom 17. Oktober 2014 E. 1.1). Der Beschwerdef�hrer stellt zus�tzlich Antrag auf R�ckweisung zur neuen Beurteilung in Bezug auf das Strafmass. Nach der Rechtsprechung reicht ein kassatorisches Begehren aus, soweit sich aus der Begr�ndung ergibt, was mit der Beschwerde angestrebt wird (BGE 134 III 379 E. 1.3; Urteile 6B_515/2014 vom 26. August 2014 E. 1 und 6B_174/2014 vom 17. Juli 2014 E. 1). Diese Anforderungen sind im vorliegenden Fall erf�llt. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
1.2.�Gem�ss Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begr�ndung der Beschwerde in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (vgl. dazu Art. 95 ff. BGG). Dies setzt voraus, dass sich der Beschwerdef�hrer wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1). Die Begr�ndung muss mithin in der Beschwerde selbst enthalten sein. Eine Verweisung auf Ausf�hrungen in anderen Rechtsschriften oder auf die Verfahrensakten gen�gt nicht (vgl. BGE 133 II 396 E. 3.1 mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdef�hrer auf seine Ausf�hrungen vor der Vorinstanz verweist, wird seine Beschwerde diesen Begr�ndungsanforderungen nicht gerecht.
2.1.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r. Er habe vor beiden kantonalen Instanzen die Befragung von sechs Zeugen beantragt, welche sich �ber die Ver�nderung seiner Pers�nlichkeit im Zeitraum vor der Tat sowie �ber seinen Drogen- und Dopingkonsum h�tten �ussern k�nnen. Die Vorinstanz habe seine Antr�ge in antizipierter Beweisw�rdigung abgewiesen. Dabei sei sie in Willk�r verfallen, zumal sie aufgrund der eingereichten Unterlagen u.a. der Stiftung Antidoping Schweiz selber als unbestritten erachte, dass der Konsum von Anabolika eine erh�hte Reizbarkeit oder eine erh�hte Gewaltbereitschaft nach sich ziehen k�nne. Die als Zeugen angerufenen Personen h�tten best�tigen k�nnen, dass der Konsum dieser Substanzen bei ihm eine derartige Wirkung gehabt habe. Die von der Vorinstanz erw�hnten bereits im Untersuchungsverfahren einvernommenen Personen seien weitgehend nicht formell als Zeugen und nicht konkret �ber seinen Drogen- und Dopingkonsum befragt worden. Auch wenn sich seine erh�hte Reizbarkeit nicht auf die Schuldf�higkeit, sondern nur auf die Strafzumessung auswirken k�nnte, verletze es seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r, wenn er diesen Beweis nicht f�hren k�nne. Im �brigen k�nne ein Einfluss von Drogen- und Dopingsubstanzen nicht deshalb ausgeschlossen werden, weil der Tat eine gemeinschaftliche Planung zugrunde gelegen habe. Denn selbst wenn sich eine Aggressionssteigerung bzw. eine Pers�nlichkeitsver�nderung unter Umst�nden im Alltag eines T�ters nicht auswirke, k�nne sie jedenfalls dann zum Ausdruck kommen, wenn dieser - wie im zu beurteilenden Fall - bei der Aus�bung der Tat auf unerwartet heftigen Widerstand stosse. Es k�nne jedenfalls nicht ohne weitere Abkl�rungen davon ausgegangen werden, dass er, der fr�her als gutm�tiger Mensch bekannt gewesen sei, auch ohne Konsum von Bet�ubungs- und Dopingmitteln derart aggressiv vorgegangen w�re. Dazu komme, dass die vorgenommene Haaruntersuchung nicht abschliessend, sondern lediglich f�r einen Zeitraum von etwa drei Monaten zur�ck Aufschluss �ber seinen Drogen- und Dopingkonsum geben k�nne. Mit ihrer unzul�ssigen antizipierten Beweisw�rdigung verwehre ihm die Vorinstanz den Nachweis, dass der Drogen- und Dopingkonsum vor dem Zeitrahmen, auf den sich die Haarprobenuntersuchung beziehe, mit seinem Tatverhalten in Zusammenhang gestanden haben m�sse (Beschwerde S. 4 ff.).
2.1.2.�Der Beschwerdef�hrer beanstandet im Weiteren die Abweisung seines Antrags, es sei ein zus�tzliches Fachgutachten �ber m�gliche Auswirkungen des Drogen- und Dopingkonsums auf die Psyche bzw. die Schuldf�higkeit einzuholen. Der psychiatrische Gutachter habe in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung erkl�rt, eine Pers�nlichkeitsver�nderung durch Anabolika sei ihm aus der Literatur nicht bekannt. Er habe sogar die Ansicht vertreten, dass sich bei gesunden M�nnern in der Regel keine Erh�hung der Aggressivit�t zeige, auch wenn Anabolika in sehr hohen Dosen zugef�hrt w�rden. Es sei jedoch unbestritten und allgemein bekannt, dass Anabolika den hormonellen Regelkreis st�rten und aggressives Verhalten verst�rkten. Es d�rfe als gerichtsnotorisch gelten, dass derartige Wirkungen zu einer Pers�nlichkeitsver�nderung f�hren k�nnten. Der Gutachter sei in Bezug auf diese Fragen offensichtlich inkompetent. Er d�rfte wohl der einzige Psychiater der Schweiz sein, der in der Literatur noch nichts von einer Pers�nlichkeitsver�nderung durch die Einnahme von Anabolika gelesen habe und die Frage nach der Seriosit�t der Stiftung Antidoping Schweiz nicht beantworten k�nne. Er erf�lle daher die Anforderungen an einen Sachverst�ndigen gem�ss Art. 183 Abs. 1 StPO nicht. Bei der beinahe an wissenschaftliche Sektiererei grenzenden Verniedlichung des Anabolikamissbrauchs sei schon mit dessen Ernennung als Gutachter praktisch ausgeschlossen gewesen, dass ihm (sc. dem Beschwerdef�hrer) eine durch diesen Missbrauch bewirkte strafrechtlich relevante Pers�nlichkeitsver�nderung attestiert werden k�nnte (Beschwerde S. 6 ff.).
2.2.1.�Die Vorinstanz weist den Antrag auf Einvernahme der beantragten sechs Zeugen ab. Sie nimmt an, es liege �ber den Beschwerdef�hrer ein umfassendes Fachgutachten vor. Der Gutachter habe seine Gesamtbeurteilung in Kenntnis und unter W�rdigung der Einsch�tzungen von Personen aus dem Bekanntenkreis des Beschwerdef�hrers abgegeben, die sich eingehend zur Pers�nlichkeit, zu auff�lligen Verhaltensver�nderungen sowie zum Doping- und Drogenkonsum des Beschwerdef�hrers ge�ussert h�tten. Zudem seien im Verfahren neben dem Beschwerdef�hrer insgesamt �ber 160 Personen einvernommen worden, wobei die meisten aus dem Umfeld des Beschwerdef�hrers und der Mitangeklagten stammten. Bei dieser Ausgangslage k�nne von Zeugen, die teilweise schon als Auskunftspersonen einvernommen worden seien, keine relevanten Erkenntnisse mehr erwartet werden. Namentlich k�nnten sie nichts zur Kl�rung der Frage beitragen, in welchem Zustand sich der Beschwerdef�hrer im Zeitpunkt der Tat befunden habe (angefochtenes Urteil S. 34).
2.2.2.�In Bezug auf den Antrag auf Einholung eines Gutachtens zur Wirkung von Anabolika f�hrt die Vorinstanz aus, das Institut f�r Dopinganalytik und Sportbiochemie, Dresden, habe auf Antrag des psychiatrischen Gutachters eine Hormonmessung in der asservierten Haaprobe durchgef�hrt, nachdem der Beschwerdef�hrer von der Einnahme eines Testosteronpr�parates im Rahmen von Bodybuilding ab Sommer 2007 berichtet habe. Im Pr�fbericht einer Haaranalyse vom 11. Oktober 2010 sei einzig die synthetische anabole Substanz Stanozolol nachgewiesen worden. Dabei handle es sich um einen anabolen Wirkstoff, der zu Zwecken des Muskelaufbaus missbraucht werde. Die Analyse des k�rpereigenen Steroids Testosteron habe keinen auff�lligen Befund ergeben. Der Nachweis der Haarprobe belege die Anwendung des Dopingmittels innerhalb eines Zeitraumes von etwa drei Monaten vor der Entnahme der Probe. Anhand des Befundes k�nne nicht konkret auf eine H�ufigkeit geschlossen werden, jedoch weise die semi-quantitativ ermittelte Konzentration auf eine wiederholte Applikation hin. Eine dauerhafte Anwendung der �brigen vom Beschwerdef�hrer angegebenen Anabolika sei aufgrund der negativen Analyse f�r den untersuchten Zeitraum unwahrscheinlich. Da der Missbrauch anaboler Steroide im Regelfall nicht kontinuierlich, sondern meist in zeitlicher Aufeinanderfolge ("cycling") von Kombinationen ("stacking") einzelner Wirkstoffe erfolge, spreche das Fehlen eines Wirkstoffes in einem Haarsegment grunds�tzlich nicht gegen dessen vorherige Anwendung. Die nachgewiesene Konzentration des Wirkstoffs liege jedenfalls aber eher in einem tieferen Bereich. Insgesamt sei nicht zu erkennen, dass der vom Beschwerdef�hrer gegen Ende der Befragungen geltend gemachte Missbrauch von Anabolika bei ihm zu einer psychisch bedeutsamen St�rung gef�hrt habe (angefochtenes Urteil S. 29 ff., 172 f.).
�Die Vorinstanz nimmt weiter an, es sei unbestritten, dass der Konsum von Anabolika grunds�tzlich eine erh�hte Reizbarkeit oder eine erh�hte Gewaltbereitschaft zur Folge haben k�nne. Das Gutachten verneine beim Beschwerdef�hrer aber aus nachvollziehbaren Gr�nden Hinweise auf eine durch Anabolika bedingte erh�hte aggressive Verstimmbarkeit und Reizbarkeit. Schliesslich f�hrt die Vorinstanz in Bezug auf die bestrittene Fachkompetenz des Gutachters aus, es treffe nicht zu, dass dieser jeden Einfluss von Dopingmitteln auf die Aggressivit�t bestritten habe. Im Gutachten werde ausgef�hrt, dass der Einfluss von Testosteron (und k�nstlich hergestellter Steroide) auf die Aggressivit�t des Menschen unklar sei und die Forschungsergebnisse diesbez�glich nicht einheitlich seien. Nach wissenschaftlicher Erkenntnis seien genetische Faktoren, aber auch Sozialisations-, Kultur- sowie Umwelteinfl�sse und auch kognitive Prozesse f�r das Zustandekommen von erh�hter Aggressivit�t sehr viel entscheidender als hormonelle Faktoren. Das Gutachten halte aber ausdr�cklich fest, dass im Einzelfall eine erh�hte aggressive Verstimmbarkeit im Zusammenhang mit der Einnahme solcher Substanzen durchaus m�glich sei. Auch anl�sslich der Befragung in der erstinstanzlichen Verhandlung habe der Experte einen Zusammenhang zwischen Anabolikakonsum und Aggressivit�tssteigerung nicht kategorisch ausgeschlossen. Er sei aber in Bezug auf den Beschwerdef�hrer zum Schluss gelangt, aus psychiatrischer Sicht sei nicht zu erkennen, dass die f�r den Tatzeitraum angegebene Einnahme von Anabolika beim Beschwerdef�hrer zu einer bedeutsamen psychischen St�rung gef�hrt habe. Zuletzt treffe nicht zu, dass der Gutachter angegeben habe, in der Literatur noch nie dar�ber gelesen zu haben, dass die Einnahme von Testosteron zu einer Aggressivit�tssteigerung f�hren k�nne. Der Gutachter habe im Rahmen der Befragung in Bezug auf die Fachterminologie explizit zwischen dem Begriff der Pers�nlichkeitsver�nderung einerseits und dem weniger weit gehenden Begriff der Aggressivit�tssteigerung andererseits unterschieden und lediglich zu Protokoll gegeben, ihm sei aus der Literatur eine durch Anabolika bewirkte Pers�nlichkeitsver�nderung nicht bekannt (angefochtenes Urteil S. 31 f., 174 ff.; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 79 ff., 199).
3.1.�Der in Art. 29 Abs. 2 BV garantierte Anspruch auf rechtliches Geh�r r�umt dem Betroffenen das pers�nlichkeitsbezogene Mitwirkungsrecht ein, erhebliche Beweise beizubringen, mit solchen Beweisantr�gen geh�rt zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 138 V 125 E. 2.1; 137 I 195 E. 2.2; 135 I 187 E. 2.2). Der Anspruch auf rechtliches Geh�r verlangt, dass die Beh�rde die Argumente und Verfahrensantr�ge des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die Pflicht der Beh�rden, ihren Entscheid zu begr�nden (BGE 127 I 54 E. 2b; 126 I 97 E. 2b; 124 I 49 E. 3a, 241 E. 2, je mit Hinweisen).
�Die grunds�tzliche Pflicht, die ihr angebotenen Beweise abzunehmen, die sich auf entscheidwesentliche Tatsachen beziehen, hindert die Beh�rde indes nicht daran, auf weitere Beweiserhebungen zu verzichten und einen Beweisantrag abzulehnen, wenn sie in willk�rfreier W�rdigung der bereits abgenommenen Beweise zur �berzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei gen�gend abgekl�rt, und sie �berdies in willk�rfreier antizipierter W�rdigung der zus�tzlich beantragten Beweise annehmen kann, ihre �berzeugung werde auch durch diese nicht ge�ndert (BGE 136 I 229 E. 5.3; 134 I 140 E. 5.3; 131 I 153 E. 3; 124 I 208 E. 4a, je mit Hinweisen). Dabei muss die Strafbeh�rde das vorl�ufige Beweisergebnis hypothetisch um die Fakten des Beweisantrages erg�nzen und w�rdigen. Die Ablehnung des Beweisantrags ist nur zul�ssig, wenn die zu beweisende Tatsache nach dieser W�rdigung als unerheblich, offenkundig, der Strafbeh�rde bekannt oder bereits rechtsgen�gend erwiesen anzusehen ist (Urteile des Bundesgerichts 6B_764/2013 vom 26. Mai 2014 E. 4.3 und 6B_358/2013 vom 20. Juni 2013 E. 3.4).
4.1.�Der Beschwerdef�hrer beantragt die Einvernahme von sechs Personen, die sich zu seiner Pers�nlichkeit und insbesondere zu deren Ver�nderungen in der Zeit vor der Tat sowie zum Drogen- und Dopingkonsum des Beschwerdef�hrers �ussern sollen. Er legt indes nicht dar, um welche Personen es sich dabei im Einzelnen handelt. Soweit sich sein Antrag auf Personen aus seinem Verwandten- und Bekanntenkreis bezieht (vgl. Akten des Obergerichts, Ordner 1, act. 29 ff.; erstinstanzliches Urteil S. 83 ff.), ist nicht ersichtlich, inwiefern deren Aussagen f�r die Beurteilung des Sachverhalts erheblich sein k�nnten. Wie die Vorinstanz zutreffend ausf�hrt, liegt �ber den Beschwerdef�hrer ein psychiatrisches Gutachten vor, das sich zur Beurteilung seiner Pers�nlichkeit und der Frage einer allf�lligen Ver�nderung durch den Drogen- und Anabolikamissbrauch �ussert (vgl. Untersuchungsakten 7, Ordner 1, act. 262, 351 ff.). Das Gutachten gelangt zum Ergebnis, weder aus den Eigen- noch in den Fremdangaben h�tten sich Hinweise auf eine erh�hte Aggressivit�t und f�r eine rechtlich relevante Pers�nlichkeitsst�rung ergeben. Die Vorinstanz erachtet das Gutachten als schl�ssig und nachvollziehbar (angefochtenes Urteil S. 178). Dass sie insofern in Willk�r verfallen w�re, macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend. Insgesamt hat die Vorinstanz mit zureichenden Gr�nden ausgeschlossen, dass die Angaben von Privatpersonen aus dem Bekanntenkreis an der fach�rztlichen Beurteilung des psychiatrischen Sachverst�ndigen etwas zu �ndern verm�chten. Mit diesen Erw�gungen setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander. Dasselbe gilt im �brigen in Bezug auf die Erw�gungen der ersten Instanz, welche im Einzelnen erl�utert, aus welchen Gr�nden sie die beantragte Einvernahme der sechs Personen als entbehrlich erachtete (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 88). Abgesehen davon weist die Vorinstanz zutreffend darauf hin, dass im Untersuchungsverfahren rund 160 Personen meist aus dem Umfeld der Tatbeteiligten als Auskunftspersonen befragt worden seien. Dazu geh�ren auch die beantragten Personen (erstinstanzliches Urteil S. 88; vgl. Untersuchungsakten act. 10.2.22; 10.2.50, 10.2.53, 10.2.62, 10.2.97 und 10.2.142), deren Angaben im �brigen auch der Gutachter gr�sstenteils in seine Beurteilung miteinbezogen hat (vgl. Untersuchungsakten 7, Ordner 1, act. 262, 287 ff.). Selbst wenn die Personen als Zeugen eine erh�hte Reizbarkeit des Beschwerdef�hrers best�tigt h�tten, h�tte dies an der �berzeugung der Vorinstanz nichts �ndern k�nnen. Zudem f�hrt auch der Beschwerdef�hrer aus, eine Aggressionssteigerung bzw. eine Pers�nlichkeitsver�nderung verm�ge sich unter Umst�nden im Alltag eines T�ters kaum auszuwirken, sondern erst, wenn er bei der Ausf�hrung der Tat auf unerwartet heftigen Widerstand stosse (Beschwerde S. 7). Wenn dem so w�re, ist einerseits nicht einzusehen, was die beantragten Zeugen h�tten bekunden k�nnen. Andererseits entspricht eine derartige Konstellation nicht dem Tatablauf, wie ihn die kantonalen Instanzen willk�rfrei festgestellt haben. Denn nach dem Beweisergebnis war die T�tung der drei Opfer nicht die Folge eines eskalierenden Tatgeschehens, bei welchem die T�ter unerwarteten Widerstand �berwinden mussten, sondern entsprach dem von allen drei Beteiligten im Voraus klar vorgezeichneten Vorgehen. Bei dieser Sachlage erscheint die Abweisung des Beweisantrags nicht als schlechterdings unhaltbar. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegr�ndet, soweit sie den Begr�ndungsanforderungen �berhaupt gen�gt.
4.2.�Nicht zu beanstanden ist das angefochtene Urteil auch hinsichtlich der Abweisung des Antrags auf Einholung eines Gutachtens �ber die Auswirkungen des Drogen- und Dopingkonsums auf das Aggressionsverhalten. Wie die Vorinstanz zu Recht ausf�hrt (angefochtenes Urteil S. 32), hatte sich der Gutachter nicht zur Frage zu �ussern, ob Anabolika generell geeignet sind, die Aggressivit�t zu steigern und eine Pers�nlichkeitsver�nderung zu bewirken. Der Auftrag an den Gutachter lautete vielmehr dahin abzukl�ren, ob der Drogen- und Dopingkonsum sich auf das Verhalten des Beschwerdef�hrers im Zeitpunkt der Tat ausgewirkt hat. Dies wird von der Vorinstanz gest�tzt auf das psychiatrische Gutachten verneint. Der Gutachter f�hrt namentlich aus, wenn der vom Beschwerdef�hrer behauptete Konsum von Anabolika einen deutlichen Effekt auf seine Psyche, sein Handeln und Erleben gehabt h�tten, so h�tte sich dies auch jenseits eines einzigen Tatmoments in anderen Lebensbereichen widerspiegeln m�ssen. Eine im Zusammenhang mit der Einnahme solcher Substanzen im Einzelfall durchaus m�gliche erh�ht aggressive Verstimmbarkeit werde in den Angaben, dem Auftreten und dem Handeln des Beschwerdef�hrers im Alltag indes nicht deutlich, ganz abgesehen davon, dass dieser an anderer Stelle klar verneint habe, sich im Tatzeitraum als erh�ht aggressiv erlebt zu haben. Auch Eigen- und Fremdangaben �ber sein Auftreten bei potentiell spannungsreichen Situationen wie dem von ihm betriebenen Geldeintreiben, selbst unmittelbar im Tatzeitraum, liessen weder ein erh�ht impulsiv-aggressives Verhalten noch eine neu aufgetretene Neigung zu aggressiven Durchbr�chen erkennen. Insbesondere sei nicht ersichtlich, inwiefern eine durch die Einnahme von Anabolika bewirkte erh�hte aggressive Verstimmbarkeit und Reizbarkeit f�r das gemeinschaftlich und geplant begangene Gewaltdelikt, bei dem die T�tung der Opfer sehr fr�h und in n�chterner Art diskutiert worden sei, von Bedeutung gewesen sein sollte. Aus psychiatrischer Sicht sei zusammengefasst nicht zu erkennen, dass die f�r den Tatzeitraum angegebene - weder grunds�tzlich noch in der H�he gesicherte - Testosteronspritze und Anabolika-Einnahme beim Beschwerdef�hrer zu einer bedeutenden psychischen St�rung gef�hrt habe. Als verantwortlich f�r die Ver�nderungen und insbesondere die neuen Verhaltensbereitschaften des Beschwerdef�hrers im Tatzeitraum anzusehen seien nicht der Konsum irgendwelcher Substanzen. Sie erschienen vielmehr zur�ckzuf�hren einerseits auf den gew�hlten Lebensstil, den Kollegenkreis, auf entsprechende Haltungen sowie erworbene neue Einstellungen und andererseits auf sein berufliches und finanzielles Scheitern. Es sei dem Beschwerdef�hrer nicht gelungen, mit den neuen "Freiheiten" nach Beendigung seiner Sportlerkarriere umzugehen und sich konstruktiv neue Lebensziele und -pl�ne zu erarbeiten (Gutachten, Untersuchungsakten 7 Ordner 1 act. 358 f.). Dass das Gutachten in dieser Hinsicht nicht schl�ssig und das angefochtene Urteil, soweit es sich darauf st�tzt, mit sachlichen Gr�nden nicht haltbar w�re, legt der Beschwerdef�hrer nicht hinreichend dar. Der blosse Hinweis darauf, es k�nne als gerichtsnotorisch gelten, dass der Konsum von Anabolika aggressives Verhalten verst�rke und zu einer Pers�nlichkeitsver�nderung f�hren k�nne (Beschwerde S. 8 und 9), gen�gt jedenfalls nicht. Abgesehen davon setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht mit der von der ersten Instanz zitierten, die Darlegungen des Gutachters st�tzenden neueren Fachliteratur auseinander (vgl. erstinstanzliches Urteil S. 81 f.). Er weist auch im bundesgerichtlichen Verfahren die angeblich herrschende Lehre, welcher der Gutachter mit seinen Schlussfolgerungen krass widersprechen soll (Beschwerde S. 9), nicht nach. Schliesslich l�sst sich aus den Erl�uterungen und Schlussfolgerungen des Gutachters entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers auch nicht auf dessen mangelnde Kompetenz schliessen. Was die Vorinstanz zu diesem Einwand ausf�hrt, ist schl�ssig und nachvollziehbar. Die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers zu diesem Punkt gehen nicht �ber eine appellatorische Kritik hinaus.
�Die Beschwerde ist auch in diesem Punkt unbegr�ndet, soweit sie den Begr�ndungsanforderungen �berhaupt gen�gt.
�Aus diesen Gr�nden ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG). Da sein Rechtsbegehren von vornherein als aussichtslos (vgl. BGE 138 III 217 E. 2.2.4) erschien, ist sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG). Seinen eingeschr�nkten finanziellen Verh�ltnissen kann bei der Festsetzung der Gerichtsgeb�hr Rechnung getragen werden (Art. 65 Abs. 2 BGG).