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Timestamp: 2019-03-18 20:32:06
Document Index: 229700885

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 84', 'Art. 60', 'Art. 86', 'Art. 2', 'Art. 105', 'Art. 4', 'Art. 9', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 84', 'Art. 5']

Heft Nr. 1/2004 – 85. Jahrgang (Heft bestellen) Seite
Abhandlung Les mutations de la LDFR dans un contexte législatif évolutif: Constitution fédérale, LAT, LAgr.
Donzallaz Yves, Dr en droit et Dr h.c. en droit, Avocat et notaire, Sion 1
Abhandlung Das Modell der vollstreckbaren öffentlichen Urkunde im schweizerischen Recht
Schmid Jürg, Notariatsinspektor des Kantons Zürich und Lehrbeauftragter an der Universität Zürich 26
Bäuerliches Bodenrecht, Anwendbarkeit des BGBB auf Grundstücke mit gemischter Nutzung. 34
Bäuerliches Bodenrecht, Anwendbarkeit des BGBB auf Grundstück mit gemischter Nutzung
1. Gemischte Nutzung gemäss Art. 2 Abs. 2 lit. d BGBB (Erw. 3).
2. Möglichkeit der Feststellungsverfügung, dass ein Grundstück nicht dem BGBB unterliegt (Art. 84 lit. a BGBB; Erw. 4a und b). Bezüglich bloss eines Teils einer Parzelle ist eine solche Feststellung nur bei klarer Situation denkbar (Erw. 4c und d). Begriff und Umfang der sog. Arrondierungsfläche; Anwendung im Rahmen von Art. 60 Abs. 1 lit. a und d BGBB (Erw. 4d).
3. Anmerkung nichtlandwirtschaftlicher Grundstücke, die dem BGBB nicht unterstellt sind, im Grundbuch (Art. 86 Abs. 1 lit. b BGBB; Erw. 5).
Verwaltungsgericht, Verwaltungsrechtliche Abteilung, Auszug aus dem Urteil vom 25. Oktober 2002 i.S. V.R. und J.Z. (VGE 21431 ­BVR 2003 S. 159).
Bäuerliches Bodenrecht, Ausnahme vom Zerstückelungsverbot bei gemischter Nutzung. 41
BGBB Art. 2 und 60; Ausnahmen vom Zerstückelungsverbot.
Wird ein landwirtschaftliches Grundstück gemischt genutzt, kann eine Ausnahme vom Zerstückelungsverbot gewährt werden, wenn der landwirtschaftliche vom landwirtschaftsfremden Teil getrennt wird. Der nichtlandwirtschaftlich genutzte Teil fällt aus dem Anwendungsbereich des BGBB (Erw. 2b).
Eine gemischte Nutzung kann dadurch entstehen, dass ursprünglich landwirtschaftliche Wohn- und Ökonomiegebäude für diese Nutzung nicht mehr benötigt werden (Erw. 2c).
OG Art. 105 Abs. 2.
Vorliegen einer offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz (Erw. 3b).
BUNDESGERICHT, II. Zivilabteilung, Auszug aus dem unveröffentlichten Entscheid vom 9. November 2000 i.S. E.K. gegen Kantonsgericht Appenzell I.RH, Abt. Verwaltungsgericht (Berufung) (5A.25/2000).
Bäuerliches Bodenrecht, Voraussetzung der Selbstbewirtschaftung bei juristischen Personen. Weder Stiftungen noch öffentlichrechtliche Körperschaften erfüllen die Voraussetzungen. 46
BGBB Art. 4 Abs. 2, Art. 9 und 63 Abs. 1 lit. a sowie 64.
Eine juristische Person erfüllt die Voraussetzungen der Selbstbewirtschaftung, wenn deren Mitglieder oder Gesellschafter, welche über eine Mehrheitsbeteiligung verfügen, die Anforderungen an die Selbstbewirtschaftung erfüllen oder zumindest die Mehrheit der Gesellschafter auf dem Hof mitarbeitet.
Weder Stiftungen noch öffentlichrechtliche Körperschaften, wie Gemeinden und Burgergemeinden, erfüllen somit die Voraussetzungen als Selbstbewirtschafterinnen.
Der «wichtige Grund» für eine Ausnahme vom Prinzip der Selbstbewirtschaftung ist ein unbestimmter Rechtsbegriff. Er muss unter Berücksichtigung des Einzelfalls und in Würdigung der in den Ausnahmetatbeständen zum Ausdruck kommenden Werten konkretisiert werden.
BUNDESGERICHT, II. Zivilabteilung, Auszug aus dem unveröffentlichten Urteil vom 7. Februar 2003 i.S. Genossame Lachen gegen Volkswirtschafts-departement des Kantons Schwyz und Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz (Verwaltungsgerichtsbeschwerde) (5A.22/2002).
Details einblendenDetails ausblenden ATF 129 III 186
Compétences respectives de l'autorité administrative et du juge civil pour concrétiser les notions générales des art. 6 ss LDFR. 50
BGBB Art. 6 ff. und 84; Zuständigkeit der Verwaltungsbehörde bzw. des Zivilrichters für die Konkretisierung der allgemeinen Begriffe gemäss den Art. 6 ff. BGBB.
Die Konkretisierung der in den Art. 6 bis 9 BGBB enthaltenen allgemeinen Begriffe ergibt sich aus dem öffentlichen Recht und fällt grundsätzlich in die sachliche Zuständigkeit der Verwaltungsbehörde. Sind in einem Zivilverfahren privatrechtliche Bestimmungen des BGBB anzuwenden, kann der Zivilrichter die allgemeinen Begriffe vorfrageweise konkretisieren, solange die sachlich zuständige Verwaltungsbehörde noch nicht entschieden hat. An den Entscheid über die Vorfrage ist die für die Erteilung der Bewilligung zuständige Verwaltungsbehörde nicht gebunden. Zur Vermeidung sich widersprechender Urteile erscheint es allerdings dann angebracht, das Zivilverfahren auszusetzen, wenn eine Partei ein Feststellungsbegehren (Art. 84 BGBB) stellt, das einen für den Ausgang des Zivilverfahrens wesentlichen allgemeinen Begriff zum Gegenstand hat. Jedenfalls darf die Verwaltungsbehörde das Feststellungsbegehren nicht mit der Begründung für unzulässig erklären, der Zivilrichter sei hiefür ausschliesslich zuständig (Erw. 2).
TRIBUNAL FEDERAL, IIe Cour civile, extrait de l'arrêt du 13 février 2003 dans la cause D contre T et S ainsi que Tribunal administratif du canton de Vaud (recours de droit administratif) (5A.23/2002).
Details einblendenDetails ausblenden ATF 129 II 72
Expropriation formelle, droits de voisinage, nuisances d'un aéroport.
Distinction juridique entre les atteintes provoquées par l'instrusion des avions dans l'espace aérien d'un bien-fonds (survol stricto sensu) et celles provoquées par les seules immissions de bruit. 56
EntG Art. 5; formelle Enteignung, Nachbarrechte, Einwirkungen eines Flughafens.
Rechtliche Unterscheidung zwischen Beeinträchtigungen aus dem Eindringen von Flugzeugen in den Luftraum eines Grundstückes (Überflug im eigentlichen Sinne) und solchen aus blossen Lärmimmissionen (Erw. 2.1­-2.3).
Die drei Voraussetzungen, welche die Rechtsprechung für die Zusprechung einer Enteignungsentschädigung wegen Lärmimmissionen fordert (Unvoraussehbarkeit, Spezialität, Schwere des Schadens), finden keine Anwendung auf die Fälle von Überflügen im eigentlichen Sinne (Erw. 2.4­-2.6). Die dem Eigentümer des überflogenen Grundstückes geschuldete Entschädigung kann unter gewissen Umständen aus Gründen der Billigkeit herabgesetzt werden (Erw. 2.7).
Das im vorliegenden Fall betroffene Grundstück befindet sich in unmittelbarer Nähe des Flughafens in der Verlängerung der Landepiste. Die Beeinträchtigungen durch den Überflug sind derart stark, dass durch die Enteignungsentschädigung der gesamte vom Flugverkehr verursachte Schaden abgegolten werden soll. Es braucht daher nicht geprüft zu werden, ob die Voraussetzungen für eine Entschädigung wegen Lärmimmissionen vorliegen (Erw. 3 und 4).
TRIBUNAL FEDERAL, Ire Cour de droit public, extrait de l'arrêt du 10 octobre 2002 dans la cause Etat de Genève contre R.S. et C.S. ainsi que Commission fédérale d'estimation du 1er arrondissement (recours de droit administratif) (1E.1/2002).
Behördliche Bekanntmachung Kreisschreiben des Eidg. Amtes für das Handelsregister vom 25. Juli 2003 betreffend die Anforderungen an die Nationalität und den Wohnsitz im Gesellschaftsrecht. 64
Gesetzgebung Zivilgesetzbuch (Pflanzenrecht ­ Pflanzensuperficies; Nutzniessung an Gebäude- oder Grundstücksteilen). Änderung vom 20. Juni 2003 (AS 2003 S. 4121). 71
Gesetzgebung Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB). Änderung vom 20. Juni 2003 (AS 2003 S. 4123; SR 211.412.11).
Bundesgesetz über die landwirtschaftliche Pacht (LPG). Änderung vom 20. Juni 2003 (AS 2003 S. 4127; SR 211.213.2).
Verordnung über das bäuerliche Bodenrecht (VBB). Änderung vom 26. November 2003 (AS 2003 S. 4539; SR 211.412.110).
Verordnung über landwirtschaftliche Begriffe und die Anerkennung von Betriebsformen (Landwirtschaftliche Begriffsverordnung, LBV). Änderung vom 26. November 2003 (AS 2003 S. 4873; SR 910.91).
Verordnung über die sozialen Begleitmassnahmen in der Landwirtschaft (SBMV) vom 26. November 2003 (AS 2003 S. 4883; SR 914.11).
Verordnung über die Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft (Strukturverbesserungsverordnung, SVV). Änderung vom 26. November 2003 (AS 2003 S. 5369; SR 913.1). 73
Gesetzgebung Bundesgesetz über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz, BBG) vom 13. Dezember 2002 (AS 2003 S. 4557; SR 412.10).
Obligationenrecht; Änderung vom 13. Dezember 2002 (AS 2003 S. 4581). 74