Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=28.10.1993&Aktenzeichen=VII%20ZR%20192/92
Timestamp: 2019-05-23 19:56:56
Document Index: 382248358

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 126', '§ 151', '§ 7', '§ 4', '§ 4', '§ 126', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 126', 'BGH', '§ 4', '§ 126', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 28.10.1993 - VII ZR 192/92 - dejure.org
https://dejure.org/1993,680
BGH, 28.10.1993 - VII ZR 192/92 (https://dejure.org/1993,680)
BGH, Entscheidung vom 28.10.1993 - VII ZR 192/92 (https://dejure.org/1993,680)
BGH, Entscheidung vom 28. Januar 1993 - VII ZR 192/92 (https://dejure.org/1993,680)
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Angebot des Schuldbeitritts - Keine Annahme erforderlich - Nebenkosten - Pauschale Abrechnung - Schriftliche Vereinbarung
Architektenhonorar; Vereinbarung einer Nebenkostenpauschale; Schuldbeitritt
BGB § 126, § 151; HOAI § 7 Abs. 3, § 4 Abs. 1
Abrechnung von Nebenkosten; Voraussetzungen des Schuldbeitritts
§§ 4 Abs. 1, 7 Abs. 3 HOAI, §§ 126, 151 BGB
HOAI: Wie wird Nebenkostenpauschale wirksam vereinbart? (IBR 1994, 67)
Honorarprozeß: Muß der Architekt alle Pläne dem Gericht vorlegen? (IBR 1994, 111)
NJW-RR 1994, 280
MDR 1994, 275
WM 1994, 303
BauR 1994, 131
ZfBR 1994, 73
Nach der Verkehrssitte bedarf ein solches Angebot im allgemeinen keiner Erklärung der Annahme gegenüber dem Antragenden (BGH, Urteil vom 28. Oktober 1993 - VII ZR 192/92, WM 1994, 303, 305).
a) Ein für den Antragsempfänger lediglich vorteilhaftes oder sonstiges Geschäft, bei dem der Zugang einer Annahmeerklärung nach der Verkehrssitte entbehrlich erscheint (vgl. BGH, Urt. v. 28. Oktober 1993 - VII ZR 192/92, NJW-RR 1994, 280 f.: Schuldbeitritt; v. 6. Mai 1992 - IX ZR 136/96, NJW 1997, 2233: Bürgschaftserklärung), liegt hier nicht vor.
Das vom Bürgen erklärte Angebot zur Übernahme einer Bürgschaft bedarf danach regelmäßig keiner Erklärung der Annahme gegenüber dem Antragenden (vgl. - für den Schuldbeitritt - BGH, Urt. v. 28. Oktober 1993 - VII ZR 192/92, WM 1994, 303, 305).
Nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist daher etwa für die Annahme eines selbstständigen Garantieversprechens (BGHZ 104, 82, 85), eines Schuldbeitritts (BGH WM 1994, 303, 305 f.), einer Bürgschaft (BGH WM 1997, 1242) oder eines mit einem abstrakten Schuldanerkenntnis verbundenen Angebots zur Abtretung einer Forderung (BGH NJW 2000, 276, 277) eine ausdrückliche oder konkludente Erklärung gegenüber dem Antragenden nicht erforderlich.
In welchen Handlungen eine ausreichende Betätigung des Annahmewillens zu finden ist, kann grundsätzlich nur in Würdigung des konkreten Einzelfalles entschieden werden (BGH WM 1994, 303, 306).
Dabei wird es maßgeblich darauf ankommen, welche objektive Bedeutung die dem Anleger beschriebenen Tatsachen für die Werthaltigkeit des Anlageobjekts hatten (vgl. BGH, Urt. v. 10.10.1994 - II ZR 95/93, MDR 1994, 275 [insoweit nichts abgedruckt] = WM 1994, 2192 [2193]).
Abgesehen davon, dass die Schriftform gem. § 126 BGB nicht durch ein schriftliches Angebot und eine schriftliche Annahme auf unterschiedlichen Schriftstücken erfüllt wird (Senatsurt. v. 26.9.1997, OLGR 1998, 99; BGH Urt. v. 28.10.1993 NJW-RR 1994, 280, 281), stellt das Schreiben der Beklagten vom 5.1.1996 keine Annahme, sondern ein modifiziertes - neues - Angebot dar.
Eine wirksame Honorarvereinbarung gemäß § 4 HOAI muß den Anforderungen des § 126 BGB genügen, d.h. Honorarangebot und -annahme, mithin die Einigung der Parteien über das Honorar, müssen in einer Urkunde enthalten und von den Parteien unterzeichnet sein (BGH BauR 94, 131).
Mangels Substantiierung ist ein Vortrag danach nur unerheblich, wenn die behaupteten Tatsachen so ungenau bezeichnet sind, daß ihre Erheblichkeit nicht beurteilt werden kann, oder wenn die Tatsachenbehauptungen "ins Blaue" aufgestellt werden und sich deshalb als Rechtsmißbrauch darstellen (BGH NJW 1991, 2707, 2709; BGH NJW-RR 1993, 189; BGH BauR 1994, 131; BGH NJW 1995, 130, 131; BGH NJW 1996, 1541, 1542).
OLG Hamm, 09.06.1999 - 12 U 152/98
KG, 16.08.2012 - 27 U 169/11
Pauschale Abrechnung der Nebenkosten muss bei Auftragserteilung vereinbart …