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Timestamp: 2017-01-22 10:50:39
Document Index: 93985710

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art.1', 'Art. 20', 'BGH', 'Art. 261', 'Art. 261']

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1 aktuelle Rechtsprechung SGB XII Rene Ruschmeier T: 030/ Leibnizstr. 69 M: 0176/ Berlin F: 030/ Stand: Mai 2009 Schwerpunkte der dargestellten Rechtsprechung: Neueste BSG-Urteile Kosten der Unterkunft Einkommen - 82 SGB XII Vermögen - 90 SGB XII Aufhebung und Erstattung - 45, 48, 50 SGB X 22 Zielsetzung der Auseinandersetzung: Handlungsoptionen erkennen Rechtmäßigkeit von eigenen Entscheidungen abschätzen Argumentationen nachvollziehen Fundierung des eigenen Standpunkts Einwände vorweg nehmen können 3 Vorbemerkungen nicht alle Urteile sind unmittelbar zum SGB XII ergangen, haben inhaltlich aber Bezug oder sind unmittelbar übertragbar Aktenzeichen der Sozialgerichte: - AS Grundsicherung für Arbeitssuchende SGB II - SO Sozialhilfe SGB XII - AL Arbeitslosengeld - KR Krankenversicherung 43 n 9, 13 SGB XII unverhältnismäßige Mehrkosten ambulant-ambulant LSG BWB, , L 2 SO 6048/07 ER: 500% unverhältnismäßig (Vergleich ambulant-ambulant) SG Lüneburg, , S 22 SO 298/05: 200% evident unverhältnismäßig SG Lüneburg, , S 22 SO 56/07 ER: 2000 ambulant zu 500 stationär unverhältnismäßig (Kostenvergleichsbasis: reiner SH-Aufwand) SG Hamburg, , S 50 SO 583/05: 2,5-fache Kosten unverhältnismäßig 5 SG Oldenburg, , S 2 SO 24/07 ER 9, 13 SGB XII unverhältnismäßige Mehrkosten ambulant-stationär Vergleichsbasis ist der Kostenaufwand des SH-Trägers, wenn dieser den Hilfefall ohne Berücksichtigung der Wünsche des Hilfesuchenden regeln würde - Verweis auf BVerwG vom (5 C 85/80) hier 33% = unangemessen günstigere Alternative muss aber auch tatsächlich möglich sein 64 LSG NRW, , L 20 B 37/07 SO ER 19 SGB XII Getrenntleben bei Heimaufnahme Der räumlich getrennte Aufenthalt eines Ehegatten im Heim und auch die Auflösung der Wirtschaftsgemeinschaft ist nur dann geeignet, ein Getrenntleben zu begründen, wenn sich aus den Umständen ergibt, dass mindestens einem Ehegatten der Wille zur Fortsetzung einer Lebensgemeinschaft fehlt und er vielmehr den Willen hat, sich vom anderen Ehegatten unter Aufgabe dieser Gemeinschaft auf Dauer zu trennen. Eidesstattliche Versicherung hat als interessensgeleitete Reaktion keine Bedeutung 7 SG Hamburg, S 56 SO 440/06 n 19 SGB XII Erweiterte Hilfe ( 19 Abs. 5 SGB XII) Vorausetzung, dass die Sozialhilfeleistung rechtmäßig als erweiterte Hilfe geleistet wurde Dies ist nicht der Fall, wenn die Einkommens- und Vermögensverhältnisse ohne unzumutbare Verzögerung hätten geprüft werden können Rücknahme der Bescheide nach 45, 48 SGB X dann aber auch nicht mehr möglich 85 LSG BWB, , L 7 AS 5125/07 ER-B 20 SGB XII lebenspartschafts- (Ehe)ähnliche Gemeinschaft Wohnung hat keine typischen Zuschnitt für eine WG - KEINE Trennung der Wohnbereiche Partner folgte dem anderem nach dessen Umzug Untermietvertrag als Scheingeschäft, weil keine Zustimmung des Vermieters vorlag Kläger hat keine Anstalten gemacht, die behaupteten Mietschulden zurückzuführen 9 SG Hamburg, , S 56 SO 350/06 24 SGB XII Sozialhilfe im Ausland GSA an ga im Inland geknüpft Keine Aufgabe des ga bei ausdrücklichem Rückkehrwillen Zuständigkeit des vorherigen Leistungsträgers 24 SGB XII nur für Personen maßgeblich, die keinen ga im Inland haben 98 SGB XII regelt nur Zuständigkeit, nicht materiellrechtliche Ansprüche Für andere als GSA-Leistungen lässt sich aus 41 kein Umkehrschluss ziehen 106 LSG BRB, , L 23 B 146/07 SO ER n 26 SGB XII Einschränkung der Leistung wegen Schenkung Formulierung des 26 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 SGB XII setzt direkten Vorsatz ( Absicht ) voraus Die Vorschrift ist nicht bereits dann einschlägig, wenn der Leistungsempfänger sicher weiß, dass er hilfebedürftig werden wird. Absicht = direkter Vorsatz = Schaffung der Voraussetzungen für die Sozialhilfe bewusst erstrebt oder bezweckt vgl. auch LSG FSB, , L 8 B 900/07 SO PKH: Der Hilfesuchende muss gewusst haben, dass er vorhandenes Einkommen oder Vermögen vorrangig für den Lebensunterhalt einzusetzen hat. 11 LSG NRW, , L 20 SO 65/06 28 SGB XII Zuzahlungen nach dem SGB V im Regelsatz SGB V trift eigenständige Berücksichtigung der hohen Belastungen für chronisch Kranke durch 1%-Grenze gesetzgeberisches Ziel war die völlige Gleichstellung von Sozialhilfeempfängern mit gesetzlich Versicherten monatliche Belastung von 2,96 (2005, chronisch Kranke) führt nicht zu Unterschreitung des Existenzminimums 127 LSG BRB, , L 15 B 204/08 SO ER n 28 SGB XII Begriff der Haushaltsgemeinschaft Antragsteller (GSA SGB XII) lebt mit Blutsbruder zusammen Regelsatz Haushaltsangehöriger abgelehnt, da gemeinsamer Haushalt nicht abschließend durch den Sozialhilfeträger bewiesen vorläufig daher 90% Regelsatz zugesprochen ob Anwendung 20 Abs. 2 SGB II analog geboten sei, ist bereits bem BSG anhängig (B 8 SO 8/08 R) 13 BSG, , B 4 AS 38/08 R n 29 SGB XII Erhaltungsaufwandpauschale als KdU Erhaltungsaufwandpauschale gehört nicht zu den erstattungsfähigen KdU Nur konkrete Instandsetzungsarbeiten als KdU-Bedarf Urteil noch nicht ausgefertigt, nur Pressemitteilung 148 BSG, , B 4 AS 37/08 R n 29 SGB XII Mietvertrag unter Verwandten Sohn Wohnung im Haus der Mutter gemietet, zu günstigen Konditionen Tatsächliche Zahlung nicht ausschlaggebend Maßgeblich, ob der Kläger einer wirksamen Mietzinsforderung ausgesetzt war Fremdvergleich nicht angezeigt, da es aus Sicht der Grundsicherung sogar erwünscht sei, wenn der Mietzins die ortübliche Höhe nicht erreicht Missbrauchsvermeidung durch Angemessenheitsgrenze Urteil noch nicht ausgefertigt, nur Pressemitteilung 15 BSG, , B 4 AS 30/08 R n 29 SGB XII Grundsätzliches zur Zumutbarkeit der Senkung der KdU Suche von Alternativwohnungen ist nichts Unmögliches Strenge Anforderungen an Auslegung der Unzumutbarkeit, da das Gesetz die Übernahme unangemessener Kosten nur exzeptionell vorsieht Unangemessene KdU werden auch bei subjektiver Unzumutbarkeit zu angemessenen KdU Soziales Umfeld muss aufrecht erhalten bleiben; das heißt aber nicht, das keinerlei Veränderungen der Wohnsituation erfolgen darf; dafür kann auch ÖPNV genutzt werden Schulwechselnotwendigkeit könnte evtl. zu Unzumutbarkeit führen Urteil noch nicht ausgefertigt, nur Pressemitteilung 169 BSG, , B 14/11b AS 67/06 R 29 SGB XII Tilgungsraten als KdU Die Angemessenheit einer selbst bewohnten Eigentumswohnung aus der Sicht der Vermögensschongrenzen indiziert noch nicht die Angemessenheit der damit verbundenen Kosten im Rahmen der Kosten der Unterkunft. Die Berücksichtigung von Tilgungsraten als Kosten der Unterkunft ist nicht von vornherein ausgeschlossen. Voraussetzung für die Übernahme von Tilgungsraten ist, dass die Kostenübernahme unvermeidbar zur Sicherung der Unterkunft ist. Finanzierungskosten können dann bis zur Höhe der vergleichbaren angemessenen Kaltmiete übernommen werden. Eine nur darlehnsweise Übernahme kommt in solchen Fällen dann nur noch in Höhe der die angemessene Kaltmiete übersteigenden Kosten in Betracht. 17 BSG, , B 14/11b AS 61/06 R n 29 SGB XII keine Abzüge für in Wohngemeinschaften lebende Personen nach Produkttheorie ist auf die Kosten für jeden allein als Einzelperson abzustellen Gesetz kennt nicht den Begriff der Wohngemeinschaft nur Bedarfs- oder Haushaltsgemeinschaft deshalb Kosten eines 1-Personen-Haushaltes für jeden gilt aber nicht für Partnerschaften kein Verstoß gegen Gelichbehandlungsgrundsatz, dass solche Personen dadurch mehr Wohnfläche als in 2- Personen-Bedarfsgemeinschaften haben 1810 BSG, , B 14/7b AS 44/06 R 29 SGB XII grundsicherungsrelevanter Mietspiegel Tabellenwerte des WoGG stellen grundsätzlich keinen geeigneten Maßstab für die Angemessenheit der KdU dar Räumlicher Vergleichsmaßstab kann bei Stadt mit ca Einwohnern noch das gesamte Stadtgebiet sein Qualifizierter Mietspiegel nicht erforderlich Einfacher Mietspiegel nicht ausreichend grundsicherungsrelevanter Mietspiegel erforderlich, der mindestens 10% des regional in Betracht zu ziehenden Mietwohnungsbestandes berücksichtigt (vgl. auch NZS 2/2009, S. 65 ff.) 19 BSG, , B 14 AS 54/07 R 29 SGB XII angemessene Kosten der Heizung für einen Übergangszeitraum von 6 Monaten sind auch die unangemessenen Kosten der Heizung zu übernehmen - gilt erst Recht, wenn Kosteneinschränkung sich allein aus unangemessen großer wohnung ergibt - zulässige Kosteneinschränkung allenfalls wegen unwirtschaftlichen Heizverhalten Die Frage der Angemessenheit ist für Mieter und Eigentümer nach einheitlichen Kriterien zu beurteilen. Dies gilt auch für die Kosten der Heizung. keine Kostenerstattung für vor Eintritt der Hilfebedürftigkeit gekauftes Heizmaterial 2011 BSG, , B 4 AS 49/07 R 29 SGB XII Kosten einer Einzugsrenovierung Aufwändungen für Einzugsrenovierungen können zu den Kosten der Unterkunft gehören. Derartige Aufwändungen sind zu übernehmen, wenn die Renovierung für die Bewohnbarkeit der Wohnung - erforderlich, - ortsüblich und - die Höhe der Kosten zur Herstellung eines Wohnungsstandards im unteren Wohnsegment erforderlich ist. 21 LSG BWB, , L 7 SO 1131/07 n 29 SGB XII Schönheitsreparaturen können Bestandteil der Kosten der Unterkunft sein müssen aber mietvertraglich wirksam vereinbart sein Selbsthilfeverpflichtung des LB zur Anspruchsdurchsetzung /bzw. Verweigerung) gegenüber dem Vermieter Unwirksamkeit von Formularklauseln gem. BGH- Rechtsprechung zu beachten 2212 LSG NRW, , L 19 AS 62/08 n 29 SGB XII räumliches Vergleichsgebiet für Festsetzung der angemessnen KdU (hier: Essen) bei Großstadt dann das gesamte Stadtgebiet (nicht etwa nur einzelne Stadtteile), wenn das Gebiet aufgrund der Infrastruktur und verkehrstechnischen Verbindung einen homogenen Lebensund Wohnbereich bildet. Erwerbstätige sind (auch) gezwungen, entsprechend ihren Einkommensverhältnissen eine finanzierbare Wohnung anzumieten und auch innerhalb des gesamten Stadtgebietes in eine kostengünstige Wohnung umzuziehen. Die affektive Bindung der Kläger an den Stadtteil aufgrund eines mehr als 30 jährigen wohnens, die Einbindung in die griechische gemeinschaft und das Lebensalter (57 und 51 Jahre) begründen keine Umzumutbarkeit....in ländlichen Räumen muss das Gebiet mehrere Kommunen zusammengefasst werden LSG BRB, , L 5 B 2010/08 AS ER n 29 SGB XII Vergleichsgröße für Angemessenheit Nettokaltmiete zzgl. Betriebskosten (vgl. auch LSG BRB vom , L 34 AS 336/09 B ER: Angemessenheit nach Betriebskostenspiegel des DMB bemessen) - nicht Bruttowarmmiete Behörde darf nicht beurteilen, ob neue Wohnung nicht auch zu klein ist und daher wegen drohendem weiteren Umzug die Zusicherung verweigern Übernahme von Umzugskosten nicht im Ermessen ( Kompetenz- Kann ) notwendig muss nicht nur Auszug sein, sondern auch Einzug in die neue Wohnung (= Kostenangemessenheit) 2413 LSG BWB, , L 7 AS 1300/08 n 29 SGB XII Angemessenheitskriterium für neue Unterkunft ist der Wohnortbereich des Zuzugsortes Beschränkung auf Angemessenheitswerte des Wegzugsortes beeinträchtigten das verfassungsmäßige Freizügigkeitsrecht Zusicherung zur Übernahme der Kosten ist keine Anspruchsvoraussetzung (vgl. BSG vom , B 7 AS 10/06 R) 25 LSG NdsB, , L 13 SO 26/07 ER n 29 SGB XII Räumungskosten bei Aufnahme in Pflegeheim sind KdU Kosten des Umzugs wären auch übernommen worden folglich sind mietvertraglich geschuldete Räumungsksoten als KdU zu übernehmen Antragstellerin war zivilgerichtlich zur Übernahme der Räumungskosten verpflichtet worden Betreuer braucht Arbeiten nicht zu übernehmen 2614 LSG NdsB, , L 13 AS 168/07 ER 29 SGB XII örtlicher Maßstab Angemessenheit KdU Maßstab ist die Angemessenheit am Zuzugsort (hier Umzug von kreisangehörigen Gemeinde in (teurere) Kreisstadt) das gilt auch, wenn der Zuzugsort im Bereich desselben örtlichen Trägers liegt Kinder gleichen Geschlechts und annähernd gleichen Alters können in einem Zimmer untergebracht werden 27 LSG HES, , L 9 SO 121/07 ER 29 SGB XII Einbehaltung eines Mietkautionsdarlehens Nicht zulässig; keine Rechtsgrundlage für eine Aufrechnung 51 SGB I wegen lex specialis in 26 SGB XII nicht anwendbar Ein entsprechender (öffentlich-rechtlicher) Darlehensvertrag ist nach nach 134 BGB nichtig bzw. Berufung auf den Vertrag nach 242 BGB unzulässige Rechtsausübung weitere Entscheidungen dazu: LSG HES vom (L 9 AS 421/07 ER) 2815 LSG BWB, , L 7 SO 4415/05 29, 98 SGB XII Zuständigkeit Auszugsrenovierung Für Auszugsrenovierung ist der Träger zuständig, in dessen Bezirk die zu renovierende Wohnung liegt Renovierungskosten sind KdU, wenn Mieter dazu verpflichtet ist Schönheitsreparaturen nicht im Regelsatz 29 LSG FSB, , L 7 AS 93/07 29 SGB XII Angemessenheit KdU und KdH müssen getrennt ermittelt werden keine Billigkeitsregel für KdH Angemessenheit bezieht sich getrennt auf KdU und KdH, keine Verrechnung der Positionen untereinander relevanten Heizkosten ermittelt durch anteiligen Abzug entsprechend Wohnungsgrößenüberhang (96 qm = 118 =>65 qm (angemessen) = 79 ) anhängig beim BSG: B 14 AS 41/08 R 3016 LSG BWB, , L 8 AS 587/07 29 SGB XII Kosten der Unterkunft bei Antragstellung im laufenden Monat tageweise Berechnung der KdU unerheblich, ob Miete schon bezahlt bzw. in welcher Höhe noch zu zahlen ist allerdings: dies ergäbe sich aus 41 Absatz 1 Satz 2 SGB II (Anwendbarkeit für das SGB XII daher noch fraglich) evtl. Klärung durch BSG am , B 14 AS 13/08 R 31 BSG, , B 4 AS 50/07 R n 31 SGB XII Mehrbedarf für Alleinerziehung: getrennt lebende Elternteile teilen sich die Pflege und Erziehung und die damit anfallenden Kosten jedes Elternteil Anspruch auf hälftigen Mehrbedarf für Alleinerziehung Urteil noch nicht veröffentlicht 3217 BSG, , B 14 AS 36/07 R 31 SGB XII Höchstbeträge bei Klassenfahrten: Die Vorschrift erlaubt weder die Festschreibung eines Höchstbetrages für Kosten einer mehrtägigen Klassenfahrt noch die Pauschalisierung einer solchen Leistung. Es ist auch nicht möglich, Kosten für eine Klassenfahrt auf ihre Angemessenheit zu überprüfen. Entsprechende Möglichkeiten stehen nur dem schulrechtlichen Landesgesetzgeber durch beschränkende Regelung über die Zulassung von Klassenfahrten im Rahmen schulrechtlicher Bestimmungen zu. 33 BSG, , B 14 AS 64/07 R n 31 SGB XII Erstausstattung nach Trennung: auch nur teilweiser Bedarf ist Erstausstattung; hier: Waschmaschine auch bei Neubegründung eines Haushalts nach einer Trennung ggf. Selbsthilfe durch Aufteilung des Hausrates nach Trennung unter Eheleuten (vgl. Hausratsverordnung); hier aber nicht gegeben, da die Maschine nachweislich im Eigentum der Frau stand der Ehefrau war eine Überlassung an den Kläger nicht zumutbar, da sie die Maschine selbst brauchte 3418 LSG NRW, , L 19 B 13/08 AS ER n 31 SGB XII Wohnungserstausstattung bei Trennung von Ehegatten getrenntes Ehepaar mit Gütertrennung; beide SGB II- LB auch hier Anspruch zugesprochen Zu einer Wohnungserstsausstattung zählen alle Einrichtungsgegenstände, die für eine geordnete Haushaltsführung und ein menschenwürdiges Leben erforderlich sind. Der Begriff "Erstausstattung" beschränkt sich nicht auf eine Vollausstattung. 35 LSG BRB, , L 20 B 1361/07 AS ER n 34 SGB XII Selbsthilfemöglichkeiten bei Stromsperre Ratenzahlungsvereinbarungen Erkundigungen bei allen zur Verfügung stehenden Stromlieferaten nach neuem Vertrag 3619 BSG, , B 14 AS 6/08 R n 36 SGB XII Voraussetzungen für Bedarfsdeckungsvermutung erste notwendige Tatbestandsvoraussetzung ist das Bestehen einer Haushaltsgemeinschaft, die über eine reine Wohngemeinschaft hinausgeht lediglich zusammen wohnen reicht nicht aus darüber hinaus muss der Haushalt im Sinne einer Wirtschaftsgemeinschaft gemeinsam geführt werden Pressemitteilung; schriftliches Urteil steht noch aus 37 LSG NRW, , L 20 B 116/08 SO n 48, 73 SGB XII zum Verhältnis von Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse und der Hilfen zur Gesundheit hier: Brille Leistungen der GKV nach 264 SGB V gehen denen der Sozialhilfe nach 48 SGB XII vor wenn die GKV keine Leistungen zu erbringen hat, kann auch keine Sozialhilfe geleistet werden Kosten durch Ansparung aus Regelsatz zu decken; sonst Darlehen 3820 BGH, , V ZR 163/06 61, 93 SGB XII Abgeltung Wohnrecht bei Heimaufnahme kann das Wohnrecht auf Lebenszeit nicht mehr ausgeübt werden, weil der Berechtigte in ein Pflegeheim aufgenommen worden ist, kann Störung der Geschäftsgrundlage in Betracht kommen, wenn Heimaufenthalt auf Dauer erforderlich ist und bei Vertragsschluss nicht absehbar sonst in ergänzender Vertragsauslegung Geldanspruch des Berechtigten Wohnrecht erlischt nicht ( 1093 BGB), sondern es bleibt die Möglichkeit der Vermietung; allerdings Gestattung erforderlich ( 1092 BGB) Dazu Aufsatz in ZfF 12/2007, S. 265 ff. 39 BGH, , V ZR 168/07 n 61, 93 SGB XII Abgeltung Wohnrecht bei Heimaufnahme "Enthält die schuldrechtliche Vereinbarung über die Bestellung eines Wohnrechts keine Regelung, wie die Wohnung genutzt werden soll, wenn der Wohnungsberechtigte sein Recht wegen Umzug in ein Pflegeheim nicht mehr ausüben kann, kommt eine ergänzende Vertragsauslegung in Betracht. Eine Verpflichtung des Eigentümers, die Wohnung zu vermieten oder deren Vermietung durch den Wohnungsberechtigten zui gestatten, wird dem hypothetischen Parteiwillen im Zweifel allerdings nicht entsprechen." 4021 LSG NRW, , L 7 B 313/07 AS 73 SGB XII medizinisch notwendige Medikamente, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden Bedenken, dass diese in Regelleistung SGB II, da dort nur 4% für Gesundheitspflege im Rahmen verfassungsrechtlich garantierter Mindestversorgung sind bei atypischen Bedarfslagen Leistungen zu erbringen Darlehen nach 23 SGB II oder 73 SGB XII 41 LSG NRW, , L 20 SO 65/06 n 73 SGB XII Zuzahlungen zu Medikamenten keine Bedenken, dass diese in Regelleistung SGB XII entahlten, da Chroniker nur 1% zu leisten haben sozio-kulturelle Existenzminimum nicht unterschritten, da rechnerisch sich nur eine Belastung von monatlich 2,96 ergibt 4222 LSG NRW, , L 12 SO 3/08 n 74 SGB XII Kostentragungspflicht für Bestattungskosten Unterhaltsverpflichtete ist kostentragungspflichtig und daher antragsberechtigt gerichtlich durchzusetzender privat-rechtlicher Erstattungsanspruch ist keine präsente Hilfemöglichkeit Sozialhilfeträger hat sich derartigen Anspruch nach 93 SGB XII überzuleiten. kritisch dazu Gotzen in ZfF 03/2009, S. 52 ff. wegen Vermischung von Ordnungs- und Sozialhilferecht anhängig beim BSG (B 8 SO 23/08 R) STIWL, Münster BSG, , B 4 AS 29/07 R n 82 SGB XII Einkommensanrechung bei einmaligen Einnahmen Eine Einkommenssteuererstattung ist (einmaliges) Einkommen und verändert ihre rechtliche Qualität nicht ab dem Folgemonat des Zuflusses. Der Verteilzeitraum einer einmaligen Einnahme wird weder durch den Bewilligungszeitraum noch durch eine erneute Antragstellung unterbrochen. Er wird nur dann unterbrochen, wenn für mindestens einen Monat ohne Berücksichtigung der einmaligen Einnahme die Hilfebedürftigkeit entfällt. Die rechtliche Wirkung des Zuflussprinzips endet nicht mit dem Monat des Zuflusses, sondern erstreckt sich über den Verteilzeitraum einer einmaligen Einnahme. 4423 BSG, , B 4 AS 70/07 R n 82 SGB XII Einkommensanrechung / Zuflussprinzip hier: verspätete/nachträgliche Krankengeldzahlung es gilt das Zuflussprinzip ohne Modifizierung durch die Identitätstheorie Gutschrift am = Anrechnung als Einkommen im Dezember Einnahmen werden in aller Regel aus bereits zuvor bestehenden Rechtspositionen erzielt 45 BSG, , B 14/7b AS 58/06 R 82 SGB XII Einkommensanrechung bei Mischhaushalten Rentner mit ausreichend Einkommen lebt mit Partnerin (Alg-II) zusammen Um die Konstruktion der Bedarfsgemeinschaften überhaupt zu retten, sind die gesetzlichen Vorgaben verfassungskonform auszulegen. Erst Bedarfsberechnung des Rentners, dann erst übersteigendes Einkommen an Partner 4624 LSG NRW, , L 12 SO 26/06 82 SGB XII Einkünfte aus Stromkostenguthaben Einkommen nicht Vermögen Eine allgemeine Vermutung spricht dafür, dass die Abschlagszahlungen den tatsächlichen Kosten entsprechen Demnach sind die Abschlagszahlungen zunächst verloren und sind Einkommen, wenn sie wider Erwarten zurück fließen Anhängig beim BSG (B 8 SO 35/07 R) 47 LSG NRW, , L 20 AS 99/06 82 SGB XII Rechtsnatur von Steuererstattungen Einkommen ist das, was zufließt Vermögen ist das, was bereits vorhanden ist daher bei Steuererstattungen zu differenzieren: verzichtet jemand auf eine frühere, bereits mögliche Realisierung einer Rechtsposition (Absehung von möglichen Steuerklassenwechsel) ==> Vermögen ist aber der Anspruch erst später realisierbar (durch Steuererklärung) ==> Einkommen fehlende Anhörung unschädlich 4825 LSG MV, , L 8 B 298/08 n 82 SGB XII Erbschaft: Einkommen oder Vermögen? Zuflusstheorie fällt Erbschaft in einem Monat an, in dem ohne Berücksichtigung der einmaligen Einnahme keine Hilfebedürftigkeit vorliegt, stellt die Erbschaft mit Beginn eines neuen Bewilligungszeitraums Vermögen dar spätere Veräußerung der Erbschaft ist dann auch nur Umschichtung des Vermögens 49 LSG NdsB, , L 13 AS 237/07 ER 82 SGB XII Erbschaft ist Einkommen Auf Zuflusstheorie ist abzustellen Bei Erbschaften wegen der Vielzahl denkbarer Konstellationen keine generalisierende Handhabung Realisierung eine bereits vorher zugestandenen Forderung stellt Einkommen dar Bescheid muss Aussage darüber treffen, wie dieses (einmalige) Einkommen auf die Monate verteilt wird; hier: auf 12 Monate auch: LSG NdsB, , L 7 AS 663/07 5026 BSG, , B 8/9b SO 11/06 R 90 SGB XII Wertungswiderspruch PKW-Vermögen SGB II - XII Frau = Klägerin = SGB XII Mann = Eigentümer PKW = SGB II Einsatz des PKW im SGB XII eine Härte, wenn eine gemischte BG vorliegt und der PKW im SGB II geschützt ist 51 BSG, n 90 SGB XII Unwirtschaftlichkeit der Verwertung von Lebensversicherungen AS-Urteile - Anwendung auf SGB XII noch fraglich Differenz aus Rückkaufswert und Substanzwert B 14/7b 56/06 R: 12,9% noch nicht offensichtlich unwirtschaftlich; bei 18,5% fraglich B 14/7b 6/07 R: 26,9% sind offensichtlich unwirtschaftlich 5227 BSG, , B 8/9b SO 9/06 R 90 SGB XII Vermögen aus Bestattungsvorsorge Ohne Bedeutung, dass Bestattungsvorsorgevertrag erst kurz vor Heimaufnahme abgeschlossen allerdings Zurückverweisung, nicht abschließend entschieden Revision eines Urteils des LSG SH (L 9 SO 4/06 vom ; s.a. dort: L 9 SO 3+19/06) - Keine generelle Härte noch angemessen, wenn unabänderliche Kosten von 2400 enthalten - Vorhandensein bestattungspflichtiger Verwandter maßgeblich 53 LSG NRW, , L 9 SO 5/07 n 90 SGB XII Vermögen aus Lebensversicherungen und Sterbegeldversicherungen reine Sterbegeldversicherungen sind vermögensrechtlich geschützt Sterbegeldversicherungen stellen bereits die Bestattungskosten sicher Lebensversicherungen leisten wegen der geringen Versicherungssummen keinen wesentlichen Beitrag zur angemessenen Alterssicherung => daher einzusetzen 5428 LSG Hes, , L 7 SO 55/08 B ER n 90 SGB XII Vermögen aus Bestattungsvorsorgeverträgen kann geschütztes Vermögen sein bedeutsam, ob Vertrag kündbar oder nicht zumutbarer Wertverlust ohne Bedeutung, ob durch den Vertrag die Bedürftigkeit erst herbeigeführt worden ist 55 SG Dortmund, , S 47 SO 188/06 n 90 SGB XII Vermögen aus Bestattungsvorsorgeverträgen Hilfe zur Pflege in Einrichtungen; 86jährige Antragstellerin Bestattungskostenvorsorge ihv ; evtl. Überschuss soll nach dem Tod an den Sohn fließen derart hoher Betrag ist unangemessen; Kalkulation des Unternehmens nicht nachvollziehbar; Bestattung kostet nur29 LSG FSB, , L 8 B 900/07 SO PKH n 90 SGB XII Tilgung von Schulden aus Vermögen Verletzung des Selbsthilfegrundsatzes durch Tilgung von Schulden Folge: Ausschluss von Sozialhilfe noch nicht mal PKH, da Zugang von Mittellosen zur gerichtsbarkeit solchen Bemittelten gleichzustellen ist, die ihre Prozessaussichten vernünftig abwägen 57 LSG BRB, , L 23 B 146/07 SO ER 90 SGB XII Vermögen aus Erbschaft / Schenkungsrückforderunganspruch Schenkungsrückforderungsanspruch steht nur dann der Hilfe entgegen, wenn Anspruch rechtzeitig durchzusetzen ist Möglichkeit, die Durchsetzung im Rahmen der Mitwirkungspflichten zu verlangen und ggf. nach 66 Abs. 3 SGB X die Leistung zu versagen 5830 LSG BWB, L 7 SO 1336/08 W-A 93 SGB XII, 183 SGG Kläger gegen Überleitung nicht kostenprivilegiert weder Kläger noch Beklagter gehören zum in 183 SGG genannten Personenkreis 59 LSG NRW, , L 20 SO 10/05 n 102 SGB XII Vermögensschutz vs. Kostenersatzpflicht der Erben Vermögensschutz (hier: Ansparungen aus Stiftungsgelder für behinderte Kinder) erstreckt sich nict mehr auf die Erben Kostenersatzpflicht aus geschütztem Vermögen nach Eintritt ds Erbfalls 6031 LSG BRB, , L 14 B 818/08 AS ER SGB I sozialrechtlicher Herstellungsanspruch (Beispiel) Auszubildende (19. Jahre) mit BAB-Anspruch will ausziehen, seinerzeit (noch) keinen SGB II-Anspruch fragt bei Arbeitsagentur nach der Notwendigkeit einer Zusicherung, diese gibt an, dass keine Zusicherung benötigt werde nach Umzug reicht Einkommen nicht aus die LB ist nach den Grundsätzen des sozialrechtlichen Herstellungsanspruchs so zu stellen, als hätte man ihr die richtige Auskunft erteilt der kommunale Träger muss sich das Fehlverhalten der Arbeitsagentur zurechnen lassen 61 BSG, , B 14 AS 45/07 R n 60 SGB I Vorlage von Kontoauszügen grundsätzliche Pflicht zur Vorlage von Kontoauszügen letzte 3 Monate nicht unverhältnismäßig auch bei Fortzahlungsanträgen Datenschutz: Ausgaben nur als Beträge (Empfänger und Grund kann geschwärzt werden), Einnahmen mit allen Daten 6232 LSG BRB, , L 15 B 192/07 SO PKH 60 SGB I Kostenersatz zur Vorlage von Kontoauszügen Vorlage von Kontoauszügen ist in 60 SGB I begründet Aufwendungsersatz nach 65a SGB I nur für Mitwirkung nach 61, 62 - Kein planwidrige Regelungslücke Auch kein Anspruch aus Auftragsrecht des BGB, da der Mitwirkungspflichtige ein eigenes Geschäft besorgt und nicht das der Verwaltung 63 SG Düsseldorf, , S 43 AS 217/07 ER 60, 66 SGB I Versagung von Leistungen wegen fehlender Mitwirkung Rechtswidrigkeit der Behördenentscheidung über Einstellung ergibt schon allein daraus, dass kein Ermessen ausgeübt wurde Die von der Behörde geforderte Liste von Unterlagen ist nicht von 60 SGB I erfasst Pflichten des 60 SGB I sind nur solche des Antragstellers, nicht aber dritter Personen (hier eheähnliche Partnerin) Ermessen erfasst auch die Frage, in welcher Höhe Leistungen versagt werden sollen - Die Höhe dürfte ins Verhältnis zum Umfang der Erschwerung der Sachverhaltsaufklärung zu setzen sein 6433 LSG BRB, , S 35 SO 27/07 n 33 SGB X Nachholung inhaltliche Bestimmtheit inhaltliche Bestimmtheit ist materielle Rechtmäßigkeitsvoraussetzung, deshalb keine Heilung nach 41 möglich Mangel kann aber durch Ersetzung des VA durch einen klar stellenden VA, ggf. noch im Widerspruchsbescheid, mit Rückwirkung geheilt werden 65 SG D Dorf, , S 35 SO 27/07 n 33, 45 SGB X inhaltliche Bestimmtheit bei Rücknahmebescheiden inhaltliche Bestimmtheit ist materielle Rechtmäßigkeitsvoraussetzung Verfügungssatz des Bescheides muss so präzise wie möglich klar stellen, was geregelt wird: - welcher VA mit Wirkung zu welchem genauen Zeitpunkt aufgehoben wird - Die Beklagte listet lediglich auf, welche Leistungen zugeflossen sind und ordert diese Leistungen zurück. keine Heilbarkeit, daher Aufhebung durch Gerichtsbescheid 6634 LSG BRB, , L 25 B 1646/08 AS PKH n 33, 45 SGB X inhaltliche Bestimmtheit bei Rücknahmebescheiden Aufhebung ist Spiegelbild des Leistungsanspruchs Angabe der Gesamtsumme nicht ausreichend Aufhebungsbescheid muss ausweisen, für welchen Monat welche Regelleistungen und Kosten der Unterkunft in jeweils welcher (teilweisen) Höhe aufgehoben werden sollen. 67 LSG NRW, , L 19 B 106/08 AS n 33, 45 SGB X inhaltliche Bestimmtheit bei Rücknahmebescheiden Aus dem Verfügungsatz muss für den Betroffenen vollständig, klar und unzweideutig erkennbar sein, was die Behörde will. Aus dem Bescheid muss sich ergeben, welche der einzelnen bewilligten Individualansprüche Regelleistung, Mehrbedarf oder KdU, KdH in welcher Höhe aufgehoben werden. 6835 LSG NRW, , L 20 SO 31/07 44 SGB X Anwendbarkeit des 44 SGB X in der HzL Der Anwendbarkeit des 44 SGB X steht der Grundsatz keine Hilfe für die Vergangenheit (im hier zu entscheidenden Fall) nicht entgegen Für die Frage, ob ein Zeitraum in der Vergangehit liegt, kommt es auf den Zeitpunkt der Kenntnis des SHT an. Sofern Leistungen für die Zeit nach dieser Kenntnisnahme begehrt werden, ist der Grundsatz nicht einschlägig Zunächst noch einmal offen gelassen, ob 44 SGB X auf sämtliche Ansprüche nach dem SGB XII anwendbar ist Ua. 103 Abs. 4 SGB XII spricht dafür Die konzeptionellen Unterschiede zwischen dem 3. und 4. Kapitel SGB XII sind nicht so erheblich, dass Differenzierung zwingend geboten scheint 69 LSG NRW, , L 20 B 189/07 AS ER 48 SGB X wesentliche Änderung im Sinne von 48 SGB X Leistungen wurden aufgenommen und gleichzeitig der Leistungsberechtigte aufgefordert, Zweifel an der Hilfebedürftigkeit aufzuklären Dass diese Zweifel nicht ausgeräumt wurden ist daher keine wesentliche Änderung Keine Möglichkeit der Umdeutung in Versagung der Leistung nach 66 Abs. 3 SGB X, da dies eine Ermessensentscheidung ist 7036 LSG HES, , L 5 R 195/06 n 45 SGB X zum Begriff der groben Fahrlässigkeit Grobe Fahrlässigkeit nur dann gegeben, wenn der Fehler des VA dem Leistungsberechtigten bei seinen subjektiven Erkenntnismöglichkeiten geradezu in die Augen springt. Dazu muss er aufgrund einfachster und ganz nahe liegender Überlegungen die Rechtswidrigkeit erkennen können. Hiervon ist bei einem Empfänger ohne abgeschlossene Berufsausbildung und bei einer komplizierten Berechnung nicht auszugehen. Er darf davon ausgehen, dass eine Fachbehörde nach den für die Leistungen erheblichen Tatsachen fragt und wahrheitsgemäße Angaben zutreffend umsetzt. 71 LSG NRW, , L 19 B 22/08 AS ER 45, 48 SGB X Wahl der richtigen Rechtsgrundlage für Aufhebung 48 SGB X nur bei wesentlicher Änderung einschlägig sonst ist 45 SGB X zu wählen da 45 jedoch eine Ermessensvorschrift ist, ist keine Umdeutung ( 43 SGB X) möglich, wenn der Bescheid ursprünglich auf 48 SGB X gestützt worden ist 72 Mehr anzeigen
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