Source: http://archiv.rundblick-unna.de/die-mutter-umgebracht-unnaer-28-verurteilt/
Timestamp: 2018-02-18 03:26:06
Document Index: 47911260

Matched Legal Cases: ['§ 211', '§ 212', '§ 213', '§ 211', '§ 212', '§ 213']

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Die Mutter umgebracht: Unnaer (28) verurteilt
Geschrieben von Silvia Rinke am 18. März 2016 in Gericht und Justiz, Gesellschaft und Politik
Siebeneinhalb Jahre Gefängnis wegen Totschlags. Dieses Urteil hat das Dortmunder Schwurgericht gegen den 28-jährigen Unnaer gesprochen, der angeklagt war, im Herbst 2015 seine eigene Mutter im gemeinsamen Wohnhaus in der Unnaer Innenstadt blutig umgebracht zu haben. Die Richter ordneten zugleich an, dass der psychisch kranke Mann in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik untergebracht wird.
Der zur Tatzeit 27Jährige hatte gleich zum Prozessbeginn im Februar gestanden, seine Mutter in der gemeinsamen Wohnung mit Hantelstangen erschlagen und ihr die Kehle durchgeschnitten zu haben.
Rückblende. Die 66 jährige Gymnastiklehrerin (sie hatte an einem der Unnaer Kollegs unterrichtet) war am Nachmittag des 2. September tot in ihrem Fachwerkhaus nahe des Verkehrsrings (Bild oben) aufgefunden worden. Der Leichnam wies schwere Gewalteinwirkung gegen Kopf und Hals auf.
Gleich am Morgen nach dem Auffinden der Leiche nahmen die Ermittler den damals 27 jährigen Sohn der Lehrerin fest, da sogleich ein schwerer Verdacht gegen ihn bestand.
Gingen die Ermittler indes zunächst von Heimtücke aus, kristallisierten sich schnell schwerwiegende seelische Probleme des jungen Mannes heraus. Es ergaben sich Hinweise dafür, dass der Sohn sich selbst umbringen und seine Mutter nicht allein zurücklassen wollte. Denn der 27 Jährige war selbst verletzt, als Polizeibeamten ihn am Morgen nach der Bluttat festnahmen.
Der Unnaer wurde zunächst ins Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg gebracht und danach in die Untersuchungshaft in einer anderen JVA überführt.
Totschlag unterscheidet sich vom Mord (§ 211 StGB) durch das Fehlen von Mordmerkmalen. Die Strafandrohung für Totschlag ist dementsprechend niedriger. Die Tat ist mit Freiheitsstrafe von 5 bis 15 Jahren bedroht. In besonders schweren Fällen wird jedoch, wie bei einem Mord, eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt (§ 212 II StGB).
In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren (§ 213 StGB). (Quelle: Wikipedia)
18. März 2016 um 21:15 | #
Auch wenn er in die Klinker kommt, der dürfte nie wieder auf freien Fuß kommen!
Siebeneinhalb Jahre für Mord sind eindeutig zu wenig!!!
Die Gesetze müssen dringend überarbeitet werden.
18. März 2016 um 21:23 | #
Die Richter haben auf Totschlag entschieden, nicht auf Mord, Alexander Budgen. Das ist juristisch und vom Strafmaß her schon ein Unterschied. Doch bleiben die Richter hier deutlich unter dem möglichen Strafmaß, was sich durch die psychische Befindlichkeit des Mannes erklärt.
18. März 2016 um 21:25 | #
Unterschied zum Mord-Tatbestand: Totschlag unterscheidet sich vom Mord (§ 211 StGB) durch das Fehlen von Mordmerkmalen. Die Strafandrohung für Totschlag ist dementsprechend niedriger. Die Tat ist mit Freiheitsstrafe von 5 bis 15 Jahren bedroht. In besonders schweren Fällen wird jedoch, wie bei einem Mord, eine lebenslange Freiheitsstrafe verhängt (§ 212 II StGB). In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren (§ 213 StGB). – Quelle Wikipedia
18. März 2016 um 21:34 | #
Sorry, aber so eine sch… Rechtsprechung gibt’s auch nur in Germany! Einfach nur lächerlich! !
18. März 2016 um 21:43 | #
Wenn jemand einen Tötet, ist es für mich Mord, die einzige Ausnahme, ist ein Unfall. Das ist meine Meinung.
Die Täter sollten für immer weg gesperrt werden, immerhin, haben Sie ja auch eine Familie unglücklich bis an ihr Lenbensende gemacht.
18. März 2016 um 21:44 | #
Aber danke für die Info ?
18. März 2016 um 21:46 | #
Wenn das “ nur“ Totschlag war, was muss ich denn bei Mord machen!!?? Noch mehr Brutalität geht doch wohl nicht. Scheiß Rechtsstaat!! Einfach nur lächerlich! !!
18. März 2016 um 21:47 | #
Gerne. Mord impliziert Vorsatz, Kaltblütigkeit, gezielte Planung. Dieses sahen die Richter bei diesem jungen Mann nicht gegeben.
Wenn DAS nicht kaltblütig war!!
19. März 2016 um 15:30 | #
Tja. Die Richter sahen das anders.
18. März 2016 um 21:21 | #
Absolut zu wenig. Steuerhinterziehung wird härter bestraft in welchem Land sind wir eigentlich so eine heftige tat.
Janina Ellerhold via Facebook
18. März 2016 um 21:26 | #
Irene Müller Müller
18. März 2016 um 21:40 | #
Christiane Carstens Daria Lucie
19. März 2016 um 5:57 | #
Bei gutem Führung und ,, Psychische Behandlung“ kommt Er mit fünf Jahren davon…. schlimm genug diese Gesetze!
elisa pitney
19. März 2016 um 6:21 | #
da hat er aber einen guten Anwalt gehabt, der eine perfekte Strategie entwickelte. UNGLAUBLICH !
Viktoria Majewski via Facebook
19. März 2016 um 15:26 | #
Mariola Majewski alles klar ne.. Unglaublich die Gesetze
19. März 2016 um 22:10 | #
Eine furchtbare Geschichte! Er dürfte niemals frei kommen !
Irene Müller via Facebook
20. März 2016 um 21:13 | #
Eine furchtbare Tragödie…einst geliebtes Kind.