Source: http://docplayer.org/19962488-Satzung-ueber-die-erhebung-einer-zweitwohnungssteuer-des-marktes-weitnau-zweitwohnungssteuersatzung-zwsts-vom-23-10-2014.html
Timestamp: 2018-03-20 20:23:16
Document Index: 393181101

Matched Legal Cases: ['Art. 22', 'Art. 23', 'Art. 3', 'Art. 105', 'Art. 14', 'Art. 16', 'Art. 15']

Satzung über die Erhebung einer Zweitwohnungssteuer des Marktes Weitnau (Zweitwohnungssteuersatzung ZwStS ) Vom - PDF
Satzung über die Erhebung einer Zweitwohnungssteuer des Marktes Weitnau (Zweitwohnungssteuersatzung ZwStS ) Vom
Download "Satzung über die Erhebung einer Zweitwohnungssteuer des Marktes Weitnau (Zweitwohnungssteuersatzung ZwStS ) Vom 23.10.2014"
1 Satzung über die Erhebung einer Zweitwohnungssteuer des Marktes Weitnau (Zweitwohnungssteuersatzung ZwStS ) Vom Aufgrund des Art. 22 Abs. 2 und Art. 23 der Bayerischen Gemeindeordnung und des Art. 3 des Bayerischen Kommunalabgabengesetzes erlässt der Markt Weitnau folgende Satzung: 1 Allgemeines Der Markt Weitnau erhebt eine Zweitwohnungssteuer als örtliche Aufwandsteuer im Sinne des Art. 105 Abs. 2 a GG. 2 Steuergegenstand Zweitwohnung ist jede Wohnung im Markt Weitnau, die eine Person, die in einem anderen Gebäude ihre Hauptwohnung hat, zu ihrer persönlichen Lebensführung oder der ihrer Familienangehörigen innehat. Die vorübergehende Nutzung zu anderen Zwecken, insbesondere zur Überlassung an Dritte, steht der Zweitwohnungseigenschaft nicht entgegen. 3 Steuerpflichtiger (1) Steuerpflichtig ist, wer im Gemeindegebiet eine Zweitwohnung im Sinne des 2 innehat. (2) Haben mehrere Personen gemeinschaftlich eine Zweitwohnung inne, so sind sie Gesamtschuldner nach 44 der Abgabenordnung.
2 2 4 Steuermaßstab (1) Die Steuer bemisst sich nach dem Mietwert der Wohnung. (2) Als Mietwert gilt die Jahresrohmiete. Die Vorschriften des 79 Abs. 1 Bewertungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom (BGBl. I S.230), zuletzt geändert durch Gesetz vom (BGBl. I S.3794), finden mit der Maßgabe Anwendung, dass die Jahresrohmieten, die gemäß Artikel 2 des Gesetzes zur Änderung des Bewertungsgesetzes vom (BGBl. I S. 851) vom Finanzamt auf den Hauptfeststellungszeitpunkt festgestellt wurden, jeweils für das Erhebungsjahr auf den September des Vorjahres hochgerechnet werden. Diese Hochrechnung erfolgt entsprechend der Steigerung der Wohnungsmieten (Bruttokaltmiete; Reihe Wohnungsmiete insgesamt) aus dem Preisindex der Lebenshaltung aller privaten Haushalte im früheren Bundesgebiet, der vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wird. Ab Januar 1995 erfolgt die Hochrechnung entsprechend der Steigerung der Wohnungsmieten (Nettokaltmiete; Reihe Nettokaltmiete insgesamt) aus dem Verbraucherpreisindex für Deutschland, der vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht wird. (3) Wurde eine Jahresrohmiete vom Finanzamt nicht festgesetzt (Absatz 2), so wird der Jahresrohmietwert bestimmt, indem von mehreren vergleichbaren Zweitwohnungen aus den vom Finanzamt festgesetzten Jahresrohmieten ein mittlerer Jahresrohmietwert errechnet wird. Im Übrigen findet Abs. 2 entsprechend Anwendung. (4) Ist eine Jahresrohmiete nicht zu ermitteln, so tritt an die Stelle des Mietwertes nach Abs. 2 bzw. Abs. 3 die übliche Miete im Sinne des 79 Abs. 2 Satz 2 des Bewertungsgesetzes. (5) Ist auch die übliche Miete nicht zu ermitteln, so treten an deren Stelle sechs v.h. des gemeinen Wertes der Wohnung. (1) Die Steuer beträgt im Kalenderjahr 5 Steuersatz a) bei einem jährlichen Mietwert bis zu 1.250,00 110,00 b) bei einem jährlichen Mietwert von mehr als 1.250,00 aber nicht mehr als 2.500,00 225,00 c) bei einem jährlichen Mietwert von mehr als 2.500,00 aber nicht mehr als 5.000,00 450,00 d) bei einem jährlichen Mietwert von mehr als 5.000,00 aber nicht mehr als ,00 900,00 e) bei einem jährlichen Mietwert von mehr als , ,00
3 3 (2) Ist zum Zeitpunkt der Entstehung der Steuerschuld die Verfügbarkeit der Zweitwohnung für Zwecke der persönlichen Lebensführung aufgrund eines Vertrages mit einer Vermietungsagentur, einem Hotelbetrieb oder einem vergleichbaren Betreiber zwecks Weitervermietung zeitlich begrenzt, beträgt die Steuerschuld bei einer tatsächlichen Verfügbarkeit im Veranlagungszeitraum von a) bis zu vier Wochen 25 v. H. b) bis zu sechs Wochen 50 v. H. c) bis zu acht Wochen 75 v. H. der Sätze nach Abs. (1). 6 Entstehung und Ende der Steuerpflicht (1) Die Steuer wird als Jahressteuer erhoben. Besteuerungszeitraum ist das Kalenderjahr. (2) Die Steuerpflicht für ein Kalenderjahr entsteht am 1. Januar. Tritt die Zweitwohnungseigenschaft erst nach dem 1. Januar ein, so entsteht die Steuerpflicht mit dem ersten Tag des auf diesen Zeitpunkt folgenden Monats. (3) Die Steuerpflicht endet mit Ablauf des Kalendermonats, in dem die Zweitwohnungseigenschaft entfällt. 7 Festsetzung und Fälligkeit der Steuer (1) Der Markt Weitnau setzt die Steuer für ein Kalenderjahr oder wenn die Steuerpflicht erst während des Kalenderjahres entsteht für den Rest des Kalenderjahres durch Bescheid fest. In dem Bescheid kann bestimmt werden, dass er auch für künftige Zeitabschnitte gilt, solang sich die Bemessungsgrundlagen und der Steuerbetrag nicht ändern. (2) Die Steuer wird erstmalig einen Monat nach der Bekanntgabe des Steuerbescheides fällig. Bis zur Bekanntgabe eines neuen Steuerbescheides ist die Steuer jeweils zum 1. März eines jeden Jahres fällig und ohne Aufforderung weiter zu entrichten. (3) Auf Antrag des Steuerpflichtigen kann die Zweitwohnungssteuer abweichend von Abs. 2 zu je einem Viertel der Jahressteuer am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November entrichtet werden. Der Antrag muss spätestens bis zum 30. September des vorangegangenen Kalenderjahres gestellt werden. Die beantragte Zahlungsweise bleibt so lange maßgebend, bis ihre Änderung beantragt wird; die Änderung muss spätestens bis zum 30. September des vorangegangenen Jahres beantragt werden. (4) Endet die Steuerpflicht, so ist die zuviel gezahlte Steuer auf Antrag zu erstatten.
4 4 8 Anzeigepflicht (1) Wer Inhaber einer Zweitwohnung ist bzw. wird oder eine Zweitwohnung aufgibt, hat dies dem Markt Weitnau innerhalb eines Monats schriftlich anzuzeigen. (2) Die Inhaber einer Zweitwohnung sind verpflichtet, dem Markt Weitnau für die Höhe der Steuer maßgebliche Veränderungen unverzüglich zu melden und über den Umfang dieser Veränderungen auf Verlangen auch unter Vorlage entsprechender Unterlagen Auskunft zu erteilen. 9 Steuererklärung (1) Der Inhaber einer Zweitwohnung ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Zur Abgabe einer Steuererklärung ist auch verpflichtet, wer hierzu von der Gemeinde aufgefordert wird. (2) Der Steuerpflichtige hat innerhalb eines Monats nach Aufforderung oder bei Änderung des Steuermaßstabes nach 4 eine Steuererklärung gemäß dem Formblatt des Marktes Weitnau abzugeben. (3) Die Steuererklärung ist eigenhändig zu unterschreiben. (4) Die Angaben sind durch geeignete Unterlagen, insbesondere durch Mietverträge, Mietänderungsverträge und Mietbescheinigungen nachzuweisen. (5) Es sind die Bestimmungen der Abgabenordnung in ihrer jeweils geltenden Fassung heranzuziehen, soweit das Kommunalabgabengesetz in seiner jeweils geltenden Fassung auf diese verweist. 10 Mitwirkungspflichten Die Mitwirkungspflichten Dritter, insbesondere desjenigen, der dem Steuerpflichtigen die Wohnung überlassen oder ihm die Mitnutzung gestattet hat z. B. des Vermieters, des Eigentümers des Grundstücks oder der Wohnung oder des Hausverwalters nach 20 ff. des Wohnungseigentumsgesetzes ergeben sich aus 93 AO. 11 Ordnungswidrigkeiten (1) Ordnungswidrig handelt, wer als Steuerpflichtiger oder bei Wahrnehmung der Angelegenheit eines Steuerpflichtigen leichtfertig
5 5 1. über steuerrechtlich erhebliche Tatsachen unrichtige oder unvollständige Angaben macht oder 2. den Markt Weitnau pflichtwidrig über steuerrechtlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis lässt und dadurch Steuern verkürzt oder nicht gerechtfertigte Steuervorteile für sich oder einen anderen erlangt. Die Strafbestimmungen bei Vorsatz des Art. 14 KAG bleiben unberührt. (2) Ordnungswidrig handelt auch, wer vorsätzlich oder leichtfertig 1. Belege ausstellt, die in tatsächlicher Hinsicht unrichtig sind oder 2. der Anzeigepflicht über Innehaben oder Aufgabe der Zweitwohnung nicht nachkommt. Zuwiderhandlungen gegen 8, 9 und 10 dieser Satzung sind Ordnungswidrigkeiten nach Art. 16 KAG. (3) Gemäß Art. 15 und 16 des KAG kann eine Ordnungswidrigkeit nach Abs. 1 mit einer Geldbuße bis zu , die Ordnungswidrigkeit nach Abs. 2 mit einer Geldbuße bis zu geahndet werden. 12 Inkrafttreten Diese Satzung tritt am in Kraft. Die Satzung vom tritt hiermit außer Kraft. Weitnau, 23. Oktober 2014 S t r e i c h e r Bürgermeister Bekanntmachungsvermerk Vorstehende Satzung über die Erhebung einer Zweitwohnungssteuer vom wurde im gemeindlichen Amtsblatt Unsere Bergstätten Nr. 47 am veröffentlicht und damit amtlich bekanntgemacht. Weitnau, den S t r e i c h e r Bürgermeister