Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20119,%20220
Timestamp: 2020-01-27 14:54:10
Document Index: 253299630

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', '§ 9', '§ 242', '§ 9', '§ 9', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 423', 'BGH', 'BGH', '§ 27', 'BGH', 'BGH']

BGH, 18.09.1992 - V ZR 116/91 - dejure.org
https://dejure.org/1992,1205
BGH, 18.09.1992 - V ZR 116/91 (https://dejure.org/1992,1205)
BGH, Entscheidung vom 18.09.1992 - V ZR 116/91 (https://dejure.org/1992,1205)
BGH, Entscheidung vom 18. September 1992 - V ZR 116/91 (https://dejure.org/1992,1205)
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BGH § 242; ErbbauVO §§ 9, 9a
Anpassung des Erbbauzinses wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage
Erbbauzins - Wegfall der Geschäftsgrundlage - Bodenwert - Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse
BGB § 242; ErbbauVO § 9, § 9 a
§§ 9, 9a ErbbauVO
Erbbaurecht; Anpassung des Erbbauzinses infolge Wegfalls der Geschäftsgrundlage
BGHZ 119, 220
NJW 1993, 52
MDR 1992, 1150
DNotZ 1993, 509
ZMR 1993, 10
WM 1992, 2067
BB 1992, 2316
DB 1992, 2391
Rpfleger 1993, 108
In beiden Fällen sind nicht die seit Vertragsabschluss, sondern die seit der letzten aufgrund der Klausel vorgenommenen Erhöhung geänderten Verhältnisse maßgebend (Fortführung von Senat, Urteil vom 3. Juli 1981, V ZR 100/80, BGHZ 81, 135 und Urteil vom 18. September 1992, V ZR 116/91, BGHZ 119, 220).
Die höchstrichterliche Rechtsprechung hat deshalb auch bei Erbbaurechtsverträgen, die unter der Geltung der Regelung in § 9 Abs. 2 Satz 1 ErbbauVO aF abgeschlossen worden waren, unter dem Gesichtspunkt des Wegfalls der Geschäftsgrundlage in der speziellen Ausgestaltung der Äquivalenzstörung korrigierend eingegriffen und eine Anpassung der Höhe des Erbbauzinses über die ursprünglich vereinbarte Höhe hinaus zugelassen (siehe nur Senat, Urteil vom 18. September 1992 - V ZR 116/91, BGHZ 119, 220, 222 ff.; Urteil vom 23. März 1980 - V ZR 20/78, BGHZ 77, 194, 197 ff.).
Diese hat der Senat zwar bisher nur bei Verträgen ohne wertsichernde Klausel bejaht (siehe nur Urteil vom 18. September 1992 - V ZR 116/91, BGHZ 119, 220, 222 f.).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats hat der Erbbaurechtsausgeber einen schuldrechtlichen Anspruch auf Erhöhung des Erbbauzinses wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage nur dann, wenn die Lebenshaltungskosten seit dem maßgeblichen Beurteilungszeitpunkt um mehr als 150 % gestiegen sind (siehe nur Urteil vom 18. September 1992 - V ZR 116/91, BGHZ 119, 220, 222 mit umfangreichen Nachweisen).
Abgesehen davon, daß bei unbebauten Grundstücken die Orientierung des Ausgangserbbauzinses und nachfolgender Anpassungen am Bodenwert selbst bei zwischenzeitlicher Bebauung allgemein üblich ist (Senat, BGHZ 119, 220, 223;… Urt. v. 3. Februar 1995, V ZR 222/93, WM 1995, 1149, 1151), beeinflußt die zulässige bauliche Nutzung auch den Wert des unbebauten Grundstücks.
Um diese offensichtliche Ungerechtigkeit auszugleichen, sei mit dem OLG Brandenburg (…Urt. v. 13.03.2008 - 5 U 6/07 -) auch die tatsächliche Entwicklung des Bodenwertes mitzubeachten; auch der BGH (NJW 1993, 52) habe deutlich gemacht, dass diese Entwicklung des Bodenwertes zu beachten sei, wenn sie hinter den allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnissen zurückbleibe.
Allerdings hat der Bundesgerichtshof festgestellt (NJW 1975, 211, 212 m.w.N.;… s.a. Senat Urt. v. 09.06.1994 - 5 U 2/94 -, zit. n. BeckRS 1994, 13881;… Soergel-Stürner a.a.O. § 9 ErbbauRVO Rdn. 12), dass bei einer Erbbaurechtsausgabe zu gewerblicher Grundstücksnutzung für die Billigkeit des Zinserhöhungsumfangs neben anderen Faktoren auch die Entwicklung der Grundstückswerte eine gewisse Rolle spielen kann, und später zu Verträgen ohne Wertsicherungsklausel ausgeführt (NJW 1993, 52;… v. Oefele/Winkler a.a.O. Rdn. 6.232):.
bb) Zu Unrecht stützt sich das Berufungsgericht auf die Rechtsprechung des Senats zur Anpassung der Höhe des Erbbauzinses über die ursprünglich vereinbarte Höhe hinaus unter dem Gesichtspunkt des Wegfalls der Geschäftsgrundlage in der speziellen Ausgestaltung der Äquivalenzstörung (siehe nur Urteil vom 18. September 1992 - V ZR 116/91, BGHZ 119, 220, 222 ff.; Urteil vom 23. März 1980 - V ZR 20/78, BGHZ 77, 194, 197 ff.).
Bei dieser Art der vorhandenen und festgeschriebenen Nutzung des Grundstücks ist die Einbeziehung des Bodenwertes als eines der Kriterien für die Anpassung des Erbbauzinses grundsätzlich geboten (…Senat, Urt. v. 15. November 1974, V ZR 63/73, NJW 1975, 211;… Urt. v. 30. März 1979, V ZR 150/77, NJW 1979, 1542, 1545, insoweit nicht wiedergegeben in BGHZ 79, 34; Urt. v. 18. September 1992, V ZR 116/91, NJW 1993, 52).
Danach besteht ein Anspruch auf Erhöhung des Erbbauzinses nur, wenn die Lebenshaltungskosten seit dem maßgeblichen Beurteilungszeitpunkt um mehr als 150 % gestiegen sind (Senat, Urteil vom 18. September 1992 - V ZR 116/91, BGHZ 119, 220, 222;… Urteil vom 18. November 2011 - V ZR 31/11, BGHZ 191, 336 Rn. 19).
Sie entsprechen der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHSt 37, 220, 222 [BGH 29.10.1990 - AnwSt R 11/90]; BGHZ 119, 223, 227, 232 f. [BGH 18.09.1992 - V ZR 116/91] - Überörtliche Anwaltssozietät).
Ein entsprechender Wille mit der Folge einer uneingeschränkten Gesamtwirkung kann in derartigen Fällen u. U. angenommen werden, wenn der vergleichschließende Gesamtschuldner im Innenverhältnis zu seinen Mitschuldnern allein haften würde (vgl. (BGH DRSp-ROM Nr. 2000/3617 = NJW 00, 1942; OLG Köln MDR 92, 1150; OLG Oldenburg VersR 92, 957;… Bydlinski, in: MüKo, 4. Aufl., § 423 BGB, Rdn. 5), was hier nach Lage der Dinge nicht der Fall ist.
Die Wahl des Kanzleiortes wird durch die Vereinbarung einer überörtlichen Sozietät nicht berührt (BGH, Urt. v. 23. September 1992, I ZR 150/90I ZR 150/90, BGHR BRAO § 27 Abs. 2 - Residenzpflicht 4, vorgesehen für BGHZ 119, 223 ff [BGH 18.09.1992 - V ZR 116/91]).
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Anpassung des Erbbauzinses nach den Grundsätzen des Wegfalls der …
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