Source: https://www.haufe.de/thema/freibetrag/pc/?page=20
Timestamp: 2019-12-06 20:54:38
Document Index: 78106797

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 26', '§ 26', '§ 32', '§ 31', '§ 1', '§ 1', '§ 26', '§ 26', '§ 32', '§ 26', '§ 2', '§ 10', '§ 32', '§ 34', '§ 17', '§ 17', '§ 18']

Frotscher/Geurts, EStG § 26 Veranlagung von Ehegatten / 5.6 Kriterien für die Ausübung des Wahlrechts
Rz. 89 In der großen Mehrzahl der Fälle wird die Zusammenveranlagung nach § 26b EStG für die Ehegatten günstiger sein als die Einzelveranlagung (§ 26a EStG). Denn aufgrund des § 32a Abs. 5 EStG (Splittingverfahren) wird die Tarifprogression so gemildert, als hätten die Eheleute jeweils das zu versteuernde Einkommen zur Hälfte erzielt. Die tarifliche ESt wird nach der Hälfte ...mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 5.3 Kinderfreibetrag
5.3.1 Übertragung auf den anderen Elternteil Die Übertragung ist nur möglich bei einem Elternpaar, das verheiratet ist und dauernd getrennt lebt, geschieden oder nicht verheiratet ist und wenn beide Elternteile unbeschränkt steuerpflichtig sind. Voraussetzungen für die Übertragung des (halben) Kinderfreibetrags sind der Antrag desjenigen Elternteils, der seiner Unterhaltspflicht de...mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 5.3.4 Verfahren
5.3.4.1 Übertragung auf einen Elternteil Beantragt ein Elternteil die Übertragung des Kinderfreibetrags des anderen Elternteils, hat der Antragsteller gegenüber dem Finanzamt die Voraussetzungen darzulegen. D. h., er hat darzulegen, dass der andere Elternteil seiner Unterhaltsverpflichtung im Berücksichtigungszeitraum zu weniger als 75 % nachgekommen oder dass der andere Elte...mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 5.3.3 Folgewirkungen der Übertragung
5.3.3.1 Folgewirkungen beim abgebenden Elternteil Der abgebende Elternteil verliert durch die Übertragung des Kinderfreibetrags sämtliche steuerlichen Vergünstigungen, die entweder an den Erhalt des Kindergeldes oder an den Erhalt des Kinderfreibetrags anknüpfen. Nach der Übertragung steht dem abgebenden Elternteil kein Kinderfreibetrag mehr zu, daher entfällt bei ihm auch zwa...mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 5.4 Bedarfsfreibetrag
5.4.1 Übertragung auf den anderen Elternteil Für die Übertragung des Bedarfsfreibetrags können alternativ 2 Voraussetzungen maßgebend sein: a) Übertragung des Kinderfreibetrags: Wegen mangelnder Erfüllung (= zu weniger als 75 %) der Unterhaltspflicht durch den anderen Elternteil oder wegen fehlender Unterhaltspflicht mangels Leistungsfähigkeit beantragt der eine Elternteil die ...mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 5.3.4.2 Übertragung auf den Stiefelternteil oder auf die Großeltern
Die Zustimmung des berechtigten Elternteils zur Übertragung erfolgt mit der Anlage K. Die Zustimmung ist unwiderruflich. Die Zustimmung kann nur für künftige Kalenderjahre widerrufen werden. Der Widerruf muss also vor Beginn des VZ, für das er gelten soll, erfolgen. Der Widerruf kann auch gegenüber dem Übertragungsempfänger abgegeben werden. Es ist allerdings zweckmäßig, den...mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 5.4.3 Auswirkungen der Übertragung
5.4.3.1 Beim Übertragungsempfänger Bei der Vergleichsrechnung nach § 31 EStG für den Übertragungsempfänger wird der volle Bedarfsfreibetrag zugrunde gelegt. Der sich aus dem Abzug des halben Kinderfreibetrags und des vollen Bedarfsfreibetrags ergebenden ESt-Minderung wird die Hälfte des Kindergeldanspruchs für den gesamten Veranlagungszeitraum gegenübergestellt. Auch trotz de...mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 5.4.3.2 Beim abgebenden Elternteil
Beim abgebenden Elternteil wird eine Vergleichsrechnung nur durchgeführt, wenn bei ihm noch der halbe Kinderfreibetrag abzuziehen ist. Der ESt-Entlastung aus dem Abzug des Kinderfreibetrags – ohne halben Bedarfsfreibetrag – wird das anteilige Kindergeld gegenübergestellt. Bei den Zuschlagsteuern (Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer) unterbleibt in jedem Fall die Berücksichti...mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 4.5 Ermäßigung aufgrund der Ländergruppeneinteilung
Für Kinder, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland haben, ermäßigt sich der Kinderfreibetrag ggf. auf 3/4, 1/2 oder auf 1/4. Die Anwendung der Ländergruppeneinteilung ist nach geltender Rechtslage auch dann zulässig, wenn das Kind seinen Wohnsitz in einem anderen EU-Staat hat (z. B. Estland, Lettland, Portugal).mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 5.2 Überblick
Der halbe Kinderfreibetrag und der halbe Bedarfsfreibetrag können wie folgt übertragen werden: Übertragung auf den anderen Elternteil (auch bei Lebenspartnern), Übertragung auf den Stiefelternteil (auch bei Lebenspartnern) oder die Großeltern.mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 5.3.4.1 Übertragung auf einen Elternteil
Beantragt ein Elternteil die Übertragung des Kinderfreibetrags des anderen Elternteils, hat der Antragsteller gegenüber dem Finanzamt die Voraussetzungen darzulegen. D. h., er hat darzulegen, dass der andere Elternteil seiner Unterhaltsverpflichtung im Berücksichtigungszeitraum zu weniger als 75 % nachgekommen oder dass der andere Elternteil mangels Leistungsfähigkeit nicht ...mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 5.4.2 Übertragung auf einen Stief- oder einen Großelternteil
Der den Eltern jeweils zustehende Bedarfsfreibetrag kann auch auf einen Stiefelternteil oder Großelternteil übertragen werden. Hierfür gelten dieselben Regelungen wie beim Kinderfreibetrag.mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 2 Voraussetzungen in der Person des Steuerpflichtigen
Der Kinderfreibetrag/Bedarfsfreibetrag für ein Kind des Steuerpflichtigen ist nur abzuziehen bei Personen, die der unbeschränkten Steuerpflicht nach § 1 Abs. 1 EStG (Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Inland) oder der erweiterten unbeschränkten Steuerpflicht nach § 1 Abs. 2 EStG (Mitglieder des diplomatischen oder konsularischen Dienstes, Auslandsbeamte) unterliegen oder...mehr
Für den Abzug der Freibeträge für Kinder ist eine Erwerbstätigkeit von mehr als 20 Wochenstunden schädlich, wenn das Kind nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums weiter die besonderen Berücksichtigungsvoraussetzungen (z. B. Wartezeit auf einen Ausbildungsplatz oder Übergangszeit) erfüllt. Kinder mit Behinderung Voraussetzung für die Berücksich...mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 4.4 Halber Kinderfreibetrag
Der 1/2 Kinderfreibetrag i. H. v. 2.490 EUR (VZ 2019) ist bei jedem Elternteil vom Einkommen abzuziehen, wenn bei den Eltern des Kindes keine Zusammenveranlagung nach § 26b EStG erfolgt. Diese Voraussetzung ist in folgenden Fällen erfüllt, wenn die Eltern dauernd getrennt leben, geschieden sind, nicht verheiratet sind oder die Einzelveranlagung für Ehegatten beantragen. Für jeden ...mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 4.6 Bedarfsfreibetrag
Der Bedarfsfreibetrag wird für jedes zu berücksichtigende Kind des Steuerpflichtigen neben dem Kinderfreibetrag, und zwar i. H. v. 1.320 EUR (Jahresbetrag) bei einem Alleinstehenden bzw. i. H. v. 2.640 EUR (Jahresbetrag) bei zusammenveranlagten Eltern abgezogen. Voraussetzung für den Abzug des Bedarfsfreibetrags ist damit die Berücksichtigung des Kindes. Er wird unabhängig davon...mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 5.1 Vorbemerkung
Im System des Familienleistungsausgleichs hat die Übertragung von Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag beim Übertragungsempfänger im Regelfall nur noch eine geringe steuerliche Auswirkung. In den Fällen, in denen es nach dem Ergebnis der Vergleichsrechnung (Günstigerprüfung) beim Anspruch auf Kindergeld verbleibt, weil dieser höher ist, wirkt sich die Übertragung nur bei de...mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 5.3.2 Übertragung auf den Stiefelternteil oder auf die Großeltern
Der Kinderfreibetrag kann auch auf den Stiefelternteil oder auf Großeltern übertragen werden, wenn diese das Kind in ihren Haushalt aufgenommen haben. Voraussetzung ist die Aufnahme des Kindes in den Haushalt auf Dauer, verbunden mit altersgemäßer Betreuung, Versorgung und Erziehung. Ein Kind, das sich wechselweise im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils und im Haushal...mehr
Kinderfreibetrag und Bedarfsfreibetrag / 4.3 Voller Kinderfreibetrag
Der volle Kinderfreibetrag i. H. v. 4.980 EUR (VZ 2019) wird bei Ehegatten abgezogen, die nach § 26b EStG zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden. Voraussetzung ist, dass das Kind zu beiden Ehegatten in einem Kindschaftsverhältnis i. S. d. § 32 Abs. 1 EStG steht. Dies muss nicht zwangsläufig dasselbe Kindschaftsverhältnis zu beiden Ehegatten sein. Bei der Adoption eine...mehr
Lohnsteuer / 1 Berechnung der Lohnsteuer
Für die Lohnsteuerberechnung hat der Arbeitgeber den steuerpflichtigen Teil des Arbeitslohns festzustellen. Dabei ist zwischen laufendem Arbeitslohn und sonstigen Bezügen zu unterscheiden: Laufender Arbeitslohn sind die regelmäßigen Zahlungen, die der Arbeitgeber für die üblichen Entgeltzahlungszeiträume leistet, wie den Monats-, Wochen- oder Tageslohn. Um einen sonstigen Bez...mehr
Frotscher/Geurts, EStG § 26b Zusammenveranlagung von Ehe ... / 5 Behandlung als ein Steuerpflichtiger
Rz. 16 Die von den Ehegatten einzeln erzielten Einkünfte werden zunächst zusammengerechnet und sodann die Ehegatten als ein Stpfl. behandelt. Die Behandlung als ein Stpfl. beginnt daher erst nach ("sodann") der Zusammenrechnung der Einkünfte. Dies bedeutet, dass es nach der Zusammenrechnung der Einkünfte nur einen Gesamtbetrag der Einkünfte (§ 2 Abs. 3 EStG), nur ein Einkomm...mehr
Betriebsveräußerung / 2.1 Freibetrag
Von einem Veräußerungsgewinn kann ein steuerlicher Freibetrag abgezogen werden. Damit bleiben vor allem kleinere Veräußerungsgewinne völlig von der Versteuerung freigestellt. Der Freibetrag wird gewährt, wenn der Veräußerer das 55. Lebensjahr vollendet hat oder dauernd berufsunfähig geworden ist. Er beträgt 45.000 EUR und wird nur einmal im Leben gewährt. Bei höheren Veräußer...mehr
Betriebsveräußerung / Zusammenfassung
Begriff Die Veräußerung eines Betriebs ist ein nicht alltäglicher Vorgang. Sie sollte daher sorgfältig geplant und umgesetzt werden; das gilt auch und gerade in steuerlicher Hinsicht! Die Betriebsveräußerung ist der letzte Akt einer betrieblichen Tätigkeit. Der dabei erzielte Gewinn oder Verlust zählt zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb; er unterliegt aber grundsätzlich nich...mehr
Sonstige Bezüge / 4.4 Berechnungsschema
Schulgeld: Steuerliche Abzugsmöglichkeiten / 1 Begünstigte Personen
Die Rechtsnorm des § 10 Abs. 1 Nr. 9 EStG setzt für den Abzug von Schulgeld voraus, dass der Steuerpflichtige für dieses Kind Anspruch auf einen Freibetrag nach § 32 Abs. 6 EStG (Kinderfreibetrag) oder auf Kindergeld hat. Steht der Anspruch auf Kindergeld und/oder Kinderfreibetrag nur für einzelne Monate des Jahres zu, wird lediglich das auf diese Monate entfallende Schulgel...mehr
Betriebsveräußerung / 2.2 Steuertarif
Unabhängig von den Voraussetzungen des Freibetrags zählen Veräußerungsgewinne zu den außerordentlichen Einkünften i. S. d. § 34 EStG. Deshalb kann für diese ein besonderer Steuertarif gewährt werden. 2.2.1 Fünftelregelung Hierbei wird für den Teil der Einkommensteuer, der auf den Veräußerungsgewinn entfällt, eine besondere Berechnung angestellt. Dabei werden 2 Beträge herangezo...mehr
Begriff Eine Tombola ist eine Verlosung von Geschenkartikeln, die im Rahmen einer Betriebsveranstaltung des Arbeitgebers durchgeführt wird. Erhalten Arbeitnehmer im Rahmen einer Betriebsveranstaltung Lose, führt die bloße Gewinnchance nicht zum Lohnzufluss. Bei einem tatsächlichen Gewinn gilt: Sind alle Arbeitnehmer teilnahmeberechtigt und ist die Teilnahme nicht an eine bes...mehr
Begriff Arbeitnehmer des Brauereigewerbes erhalten von ihren Arbeitgebern regelmäßig kostenlos oder verbilligt eine bestimmte Menge Bier pro Monat. Die Zuwendungen des Haustrunks sind ein Sachbezug, der sowohl lohnsteuerpflichtigen Arbeitslohn als auch beitragspflichtiges Arbeitsentgelt in der Sozialversicherung darstellt. Zur Vermeidung der Versteuerung und Beitragserhebung...mehr
Veräußerungsgewinn / 5 Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften (§ 17 EStG)
Nach § 17 EStG ist die Veräußerung von im Privatvermögen gehaltenen Anteilen an Kapitalgesellschaften (Aktien, GmbH-Anteile) steuerpflichtig, sofern die – mittelbare oder unmittelbare – Beteiligung mindestens 1 % beträgt. Ob eine sog. wesentliche Beteiligung vorliegt, richtet sich nach der im Jahr der Veräußerung geltenden Wesentlichkeitsgrenze. Neben einer Veräußerung wird a...mehr
Wird der Gewinn durch Bilanzierung ermittelt, darf das Betriebsvermögen den Betrag von 235.000 EUR nicht überschreiten. Maßgebend ist das Betriebsvermögen am Ende des Wirtschaftsjahres, zu dem der Investitionsabzugsbetrag gebildet werden soll. Dabei ist die Höhe des Betriebsvermögens wie folgt zu ermitteln:mehr
Ist eine Personengesellschaft und damit auch eine steuerliche Mitunternehmerschaft nur teilweise gewerblich, teilweise und daneben auch nicht gewerblich tätig – die sog. gemischte Tätigkeit –, gilt die gesamte Tätigkeit als Gewerbebetrieb. Als nicht gewerblich in diesem Sinne kommen in Betracht eine Vermögensverwaltung, eine land- oder forstwirtschaftliche oder eine freiberu...mehr
Praxisveräußerung und Praxisaufgabe: Einzelprobleme und ... / 1.2 Gewinn- oder umsatzabhängige Bezüge
Ein Wahlrecht besteht nicht, sondern die sukzessive Zuflussbesteuerung ist zwingend, wenn der Kapitalwert des Veräußerungspreises im Zeitpunkt der Veräußerung nicht annähernd bestimmbar ist, z. B. wenn die wiederkehrenden Bezüge gewinn- oder umsatzabhängig sind. Für den Fall gewinn- oder umsatzabhängiger Bezüge bleibt es wegen der fehlenden Möglichkeit zur Schätzung eines Ka...mehr
Praxisveräußerung und Praxisaufgabe: Einzelprobleme und ... / 2.3 Teilentgeltliche Praxisveräußerung
Wird eine Praxis oder ein Praxisanteil im Wege der vorweggenommenen Erbfolge z. B. vom Vater auf die Tochter übertragen, muss der Erwerber oft an den Übergeber eine Abfindung oder an Geschwister ein Gleichstellungsgeld zahlen, das niedriger ist als der Wert der Praxis. Dann handelt es sich prinzipiell um eine teilentgeltliche Praxis- oder Anteilsübertragung i. S. d. § 18 Abs...mehr
Unterhalt/Unterstützung an Personen im Inland / 1.11 Mehrere Unterhaltszahler und -empfänger
Die Unterhaltsleistungen mehrerer Zahler an einen Empfänger dürfen insgesamt nur bis zu 9.168 EUR zuzüglich dem Erhöhungsbetrag jährlich (Höchstbetrag) abgezogen werden. Bei jedem Geber ist der Teil der Aufwendungen abziehbar, der seinem Anteil am Gesamtbetrag der Unterhaltsleistungen bzw. am Unterhaltshöchstbetrag entspricht. Unterhält ein Steuerpflichtiger mehrere Personen,...mehr