Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%20136/11
Timestamp: 2019-10-20 04:41:07
Document Index: 264098648

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 161', 'BGH', '§ 716', '§ 161', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 105', '§ 705', 'BGH', 'BGH', '§ 735', '§ 675', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 20', '§ 14', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 118', 'BGH', 'BGH', '§ 118', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 166', '§ 166', '§ 166', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 171', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 7', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 67', '§ 166', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 161', '§ 226', '§ 242', '§ 716', '§ 166', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 18', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: II ZR 136/11 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 05.02.2013
BGH, 05.02.2013 - II ZR 134/11, II ZR 136/11
https://dejure.org/2013,890
BGH, 05.02.2013 - II ZR 134/11, II ZR 136/11 (https://dejure.org/2013,890)
BGH, Entscheidung vom 05.02.2013 - II ZR 134/11, II ZR 136/11 (https://dejure.org/2013,890)
BGH, Entscheidung vom 05. Februar 2013 - II ZR 134/11, II ZR 136/11 (https://dejure.org/2013,890)
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HGB § 161
Treuhandvermittelte Beteiligung eines Kapitalanlegers an einer Publikumsgesellschaft: Auskunftsanspruch gegen die Gesellschaft hinsichtlich Namen und Anschriften der anderen Anleger
Zum Auskunftsrecht eines beteiligten Anlegers ggü. Publikumsgesellschaft; kein Ausschluss des Auskunftsrechts durch Gesellschafts- bzw. Treuhandvertrag
Auskunftsanspruch des mittelbar an Publikumsgesellschaft beteiligten "Quasi-Gesellschafters" über Mitgesellschafter
Auskunftsansprüche von Anlegern eines Filmfonds in der Rechtsform einer Publikums-KG
Anspruch des Anlegers, der sich mittelbar über eine Treuhänderin an einer Publikumsgesellschaft (hier: in der Form einer GmbH & Co. KG) beteiligt hat, gegen die Gesellschaft und die geschäftsführende Gesellschafterin auf Mitteilung von Namen und Anschriften der ...
Auskunftsrecht über andere Anleger
Auskunftsansprüche von Anlegern von Filmfonds in der Form von Publikums-Kommanditgesellschaften
Kapitalanlagerecht - Publikumskommanditgesellschaft - Auskunftsanspruch
Auskunftsansprüche von Anlegern - BGH beendet Anonymität in Fondsgesellschaften
Anleger von Filmfonds in Form von Publikums-KGs können Auskunftsansprüche haben
Anspruch auf Offenlegung der Gesellschafter einer Publikumsgesellschaft (Fonds-Beteiligung)
Zu Auskunftsansprüchen von Anlegern von Filmfonds mittels Publikums-Kommanditgesellschaften
Auskunftsansprüche von Anlegern in Publikums-Kommanditgesellschaften
Auskunfts- und Rechenschaftsanspruch, Auskunftspflichten, Innengesellschaft, Namen und Anschriften Gesellschafter, Publikumsgesellschaft, Publikumspersonengesellschaft, Treugeberdaten, Treuhandgesellschafter
Anonymität in Fondsgesellschaften beendet
Auskunftsanspruch von Anlegern in einer Publikumsgesellschaft
POC Proven Oil Canada blockiert Auskunftsinteresse von Kommanditisten
Auskunftsanspruch von Anlegern bei einem geschlossenen Fonds
BGB § 716; HGB §§ 161, 166
Erfordernis der uneingeschränkten personalen Beteiligungstransparenz bei Publikumspersonengesellschaften des grauen Kapitalmarkts; unbeschränkbare Auskunftspflichten
Anleger kann Auskunftsanspruch über die anderen beteiligten Anleger zustehen
fernuni-hagen.de (Kurzaufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Übertriebener Anlegerschutz bei Fonds?
Rechtsmissbrauch des Treuhandkommanditisten
Auskunftsansprüche der Anleger von Fonds in der Form einer Publikums-KG
Kurznachricht zu "Die stille Beteiligung - ein Vorschlag für die Gesetzgebung" von Prof. Dr. Herbert Wiedemann, original erschienen in: NZG 2016, 1 - 4.
LG München I, 03.12.2010 - 6 O 7299/10
OLG München, 18.05.2011 - 7 U 190/11
BGHZ 196, 131
NJW 2013, 2190
ZIP 2013, 570
MDR 2013, 537
NJ 2013, 298
WM 2013, 555
BB 2013, 322
BB 2013, 719
DB 2013, 625
NZG 2013, 379
BGH, 16.12.2014 - II ZR 277/13
Treuhandvermittelte Beteiligung eines Kapitalanlegers an einer Fondsgesellschaft: …
Im Urteil vom 5. Februar 2013 (II ZR 134/11) habe der Bundesgerichtshof einen Auskunftsanspruch nur gegenüber der Fondsgesellschaft, nicht gegenüber der Treuhandkommanditistin zuerkannt.
Dieses Auskunftsrecht steht auch einem Treugeber zu, der im Innenverhältnis der Gesellschafter untereinander und der Gesellschafter zu den Treugebern einem unmittelbar beteiligten Gesellschafter gleichgestellt ist (BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 12).
aa) Es entspricht seit der Entscheidung des Senats vom 13. Mai 1953 (II ZR 157/52, BGHZ 10, 44, 49 f.) der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass im Falle einer sogenannten offenen oder qualifizierten Treuhand, gerade bei der treuhänderischen Zusammenfassung zahlreicher Geldgeber, die an der Gesellschaft Beteiligten ihr gesellschafterliches Innenverhältnis so gestalten können, als ob die Treugeber selbst Gesellschafter wären (siehe nur BGH, Urteil vom 30. März 1987 - II ZR 163/86, ZIP 1987, 912, 913; Urteil vom 23. Juni 2003 - II ZR 46/02, ZIP 2003, 1702, 1703;… Urteil vom 13. Juli 2006 - III ZR 361/04, ZIP 2006, 1631 Rn. 10;… Urteil vom 11. November 2008 - XI ZR 468/07, BGHZ 178, 271 Rn. 20;… Urteil vom 11. Oktober 2011 - II ZR 242/09, ZIP 2011, 2299 Rn. 16 ff.; Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 14).
Ein solches Vertragsverhältnis mit den Gesellschaftern ist regelmäßig anzunehmen, wenn - wie bei Publikumsgesellschaften häufig - die mittelbare Beteiligung erst noch zu werbender Anleger und damit eine Verzahnung von Gesellschaft und Treuhand im Gesellschaftsvertrag von vornherein vorgesehen ist und im Hinblick darauf bestimmte Rechte und Pflichten der Anleger schon im Gesellschaftsvertrag geregelt sind ( BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 14).
Der Anleger muss die ihn betreffenden Regelungen des Gesellschaftsvertrages, auf den er bei seinem Beitritt Bezug nimmt, regelmäßig so verstehen, dass die Gesellschafter damit schlüssig den Treuhandgesellschafter, mit dem er unmittelbar abschließt, bevollmächtigt haben, ihn wie einen Gesellschafter in das Gesellschaftsverhältnis (den Gesellschaftsverband) einzubeziehen, soweit seine Rechtsstellung im Gesellschaftsvertrag angesprochen ist (BGH, Urteil vom 30. März 1987 - II ZR 163/86, ZIP 1987, 912, 913;… Urteil vom 11. November 2008 - XI ZR 468/07, BGHZ 178, 271 Rn. 20;… Urteil vom 11. Oktober 2011 - II ZR 242/09, ZIP 2011, 2299 Rn. 16; Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 15; Tebben, ZGR 2001, 586, 612 f.;… Staub/Schäfer, HGB, 5. Aufl., § 105 Rn. 107;… MünchKommBGB/Ulmer/Schäfer, 6. Aufl., § 705 Rn. 92 ff.).
Durch einen (bloß) schuldrechtlichen Vertrag können keine solchen einer Mitgliedschaft gleich kommenden Herrschaftsrechte in einer Gesellschaft begründet werden (BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 20).
Durch seine Haftung im Innenverhältnis nach § 735 BGB (bei der Gesellschaft bürgerlichen Rechts und bei der offenen Handelsgesellschaft) und durch den Aufwendungsersatzanspruch aus §§ 675, 670 BGB bzw. aufgrund der entsprechenden Regelungen in den Treuhandverträgen (bei der Kommanditgesellschaft) ist der Treugeber zudem von dem, von ihm durch sein Stimmrecht (mit)beeinflussten Erfolg oder Misserfolg der Gesellschaft im Ergebnis wirtschaftlich genauso betroffen, als wäre er (Voll-)Gesellschafter (vgl. BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn 21;… Urteil vom 11. Oktober 2011 - II ZR 242/09, ZIP 2011, 2299 Rn. 40;… Urteil vom 5. Mai 2010 - III ZR 209/09, BGHZ 185, 310 Rn. 11 mwN;… Urteil vom 11. November 2008 - XI ZR 468/07, BGHZ 178, 271 Rn. 24).
Soweit die Regelungen in § 20 des Gesellschaftsvertrages und in § 14 Nr. 3 des Treuhandvertrags das Auskunftsrecht der Kommanditisten und der Treugeber ausschließen, verstoßen sie gegen § 242 BGB und sind unwirksam, wie der Senat in seinen Urteilen vom 5. Februar 2013 (II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 24 ff. und II ZR 136/11, ZIP 2013, 619 Rn. 25 ff.) für vergleichbare Regelungen ausführlich begründet hat.
e) Dem Auskunftsanspruch des Klägers steht kein schützenswertes Geheimhaltungsinteresse der Mittreugeber und Kommanditisten aus datenschutzrechtlichen Gründen entgegen (st. Rspr., siehe nur BGH…, Urteil vom 11. Januar 2011 - II ZR 187/09, ZIP 2011, 322 Rn. 17; Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 41 jew. mwN).
Im Rahmen des zwischen den Treugebern einerseits und den unmittelbaren Gesellschaftern und der Gesellschaft andererseits bestehenden Vertragsverhältnisses sind die Treugeber - nicht zuletzt im Hinblick auf das Minderheitenrecht in § 9 Nr. 3 des Gesellschaftsvertrags (s. hierzu auch BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 29 ff.) - bei vernünftiger Betrachtung auf die Datenverwendung zur Wahrnehmung ihrer Rechte in der Gesellschaft angewiesen.
Eine abstrakte Missbrauchsgefahr allein rechtfertigt es nicht, einem Vertragspartner das Recht zuzugestehen, gegenüber dem anderen seinen Namen und seine Anschrift zu verheimlichen (BGH…, Beschluss vom 21. September 2009 - II ZR 264/08, ZIP 2010, 27 Rn. 13; Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 43).
Der Senat hat jedoch bereits mit Urteil vom 28. Mai 1962 (II ZR 156/61, WM 1962, 883;… ebenso Urteil vom 11. Januar 2011 - II ZR 187/09, ZIP 2011, 322 Rn. 18; Urteile vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 48 und II ZR 136/11, ZIP 2013, 619 Rn. 44) entschieden, dass sich der Auskunftsanspruch des einen Gesellschafters - und damit hier der Auskunftsanspruch des diesem gleichgestellten, ebenfalls gesellschaftsvertraglich verbundenen Treugebers - (auch) gegen die Mitgesellschafter richtet, soweit dafür im Einzelfall sachlich berechtigte Gründe sprechen (…zustimmend Staub/Schäfer, HGB, 5. Aufl., § 118 Rn. 10 mwN).
Diese kann sie von der Gesellschaft ersetzt verlangen, wenn sie die Prozessführung für im Interesse der Gesellschaft erforderlich halten durfte (vgl. BGH, Urteile vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 48 und II ZR 136/11, ZIP 2013, 619 Rn. 44;… Staub/Schäfer, HGB, 5. Aufl., § 118 Rn. 10 mwN).
Danach sind die Grundsätze, die im Innenverhältnis der Gesellschaft und der Gesellschafter gelten, auch auf den nur mittelbar, etwa über einen Treuhänder, Beteiligten anzuwenden, wenn diesem im Innenverhältnis die einem unmittelbaren Gesellschafter vergleichbare Stellung eingeräumt worden ist (…vgl. Urteil vom 23. April 2012 - II ZR 211/09, ZIP 2012, 1231 Rn. 10;… vom 24. Juli 2012 - II ZR 297/11, ZIP 2012, 1706 Rn. 32 ff zVb in BGHZ 194, 180;… vom 18. September 2012 - II ZR 201/10, ZIP 2012, 2291 Rn. 11; vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, ZIP 2013, 570 Rn. 11; vom 5. Februar 2013 - II ZR 136/11, ZIP 2013, 619 Rn. 14 ff).
BGH, 14.06.2016 - II ZB 10/15
GmbH & Co. KG: Reichweite des Informationsanspruchs des Kommanditisten im …
Ebenso wie beim allgemeinen Informationsanspruch des Gesellschafters gilt auch hier, dass sich die aus dem Informationsrecht des Kommanditisten folgenden Ansprüche neben der Gesellschaft auch gegen das geschäftsführende Organ richten, das die Auskunft unschwer erteilen kann (ständige Rechtsprechung: vgl. BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 48 mwN; Urteil vom 20. Juni 1983 - II ZR 85/82, ZIP 1983, 935, 936;… Heymann/Horn, HGB, 2. Aufl., § 166 Rn. 15;… Staub/Casper, HGB, 5. Aufl., § 166 Rn. 49;… Haas/Mock in Röhricht/Graf von Westphalen/Haas, HGB, 4. Aufl., § 166 Rn. 23).
OLG Düsseldorf, 23.11.2017 - 6 U 225/16
Anforderungen an die Mehrheitsverhältnisse bei Entscheidung der Gesellschafter …
a) Anerkannt ist, dass die Grundsätze über die gesellschaftlichen Treuepflichten auch bei Publikumspersonengesellschaften in der Rechtsform der KG gelten und auf qualifizierte Treugeber dann Anwendung finden, wenn deren Rechtsstellung aufgrund der engen Verzahnung von Gesellschaftsvertrag und Treuhand auf dem Gesellschaftsvertrag und nicht bloß auf einer schuldrechtlichen Abrede mit der Gesellschaft beruht (BGH, Urt. v. 05.02.2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 = NZG 2013, 379 Tz. 21 u. 31;… Urt. v. 05.02.2013 - II ZR 136/11, ZIP 2013, 619 Tz. 23 u. 32).
a) Es entspricht seit der Entscheidung des Senats vom 13. Mai 1953 (II ZR 157/52, BGHZ 10, 44, 49 f.) der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass im Falle einer sogenannten offenen oder qualifizierten Treuhand, gerade bei der treuhänderischen Zusammenfassung zahlreicher Geldgeber, die an der Gesellschaft Beteiligten ihr gesellschafterliches Innenverhältnis so gestalten können, als ob die Treugeber selbst Gesellschafter wären (siehe nur BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 14;… Urteil vom 16. Dezember 2014 - II ZR 277/13, ZIP 2015, 319 Rn. 13, jeweils mwN).
Dass sie sogenannte Quasi-Gesellschafter sind, die im Innenverhältnis die Stellung unmittelbarer Gesellschafter haben, ändert daran nichts (vgl. BGH…, Urteil vom 11. November 2008 - XI ZR 468/07, BGHZ 178, 271 Rn. 21 ff.;… Urteil vom 12. Februar 2009 - III ZR 90/08, WM 2009, 593 Rn. 35;… Urteil vom 22. März 2011 - II ZR 271/08, BGHZ 189, 45 Rn. 10;… Urteil vom 19. Juli 2011 - II ZR 300/08, ZIP 2011, 1657 Rn. 36; Urteil von 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 21 mwN).
Sie sind wie Vollgesellschafter verpflichtet, den Gesellschaftszweck zu fördern; ebenso trifft sie die gesellschafterliche Treuepflicht (vgl. BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 21 mwN).
Denn ungeachtet ihrer fehlenden Außenhaftung für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft tragen nach dem Willen der Beteiligten die nur über die Treuhänderin beteiligten Quasi-Kommanditisten das durch §§ 171 f. HGB summenmäßig beschränkte wirtschaftliche Risiko eines Gelingens oder Scheiterns der Gesellschaft, das sie durch ihr Stimmrecht beeinflussen können, in gleicher Weise wie wenn sie (Voll-)Gesellschafter wären (vgl. BGH, Urteil vom 5. März 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 21 mwN).
OLG München, 04.07.2018 - 7 U 4028/17
Gesellschaftsrechtlicher Auskunftsanspruch
Der hieraus resultierende Auskunftsanspruch steht auch einem Treugeber zu, der im Innenverhältnis der Gesellschaft einem unmittelbaren Gesellschafter gleichgestellt ist (BGH, Urteil vom 5.2.2013 - II ZR 134/11, Rz. 12).
Passivlegitimiert sind die Fondsgesellschaft und die geschäftsführenden Komplementäre (BGH, 7 u 4028/17 - Seite 3 Urteil vom 5.2.2013 - II ZR 134/11, Rz. 10, 46 ff.).
Der Anspruch ist nur durch das Verbot der unzulässigen Rechtsausübung und das Schikaneverbot begrenzt (BGH, Urteil vom 5.2.2013 - II ZR 134/11, Rz. 43).
(1) Die Treuhänderin wird nur als rechtstechnisches Mittel zum Zweck eingeschaltet (BGH, Urteil vom 5.2.2013 - II ZR 134/11, Rz. 17).
(2) Die Stellung des Anlegers in der Fondsgesellschaft wird sowohl durch den Gesellschaftsvertrag als auch durch den Treuhandvertrag geregelt (BGH, Urteil vom 5.2.2013 - II ZR 134/11, Rz. 17) bzw. die Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sind Bestandteil des Treuhandvertrags (BGH…, Urteil vom 16.12.2014 - II ZR 277/13, Rz. 14).
(3) Die Einlage des Anlegers wird direkt an die Fondsgesellschaft gezahlt (BGH…, Urteil vom 30.1.2018 - II ZR 95/16, Rz. 35) und dort auf ein Gesellschafterkonto gebucht (BGH, Urteil vom 5.2.2013 - II ZR 134/11, Rz. 17).
(5) Der Treugeber übt die Kontrollrechte des Kommanditisten selbst aus (BGH, Urteil vom 5.2.2013 - II ZR 134/11, Rz. 17;… Beschluss vom 28.5.2013 - II ZR 207/12, Rz. 11;… Urteil vom 16.12.2014 - II ZR 277/13, Rz. 16).
c) Der Senat verkennt dabei nicht, dass der Bundesgerichtshof als wesentliches Indiz für die Gleichstellung des Treugebers im Innenverhältnis regelmäßig auch das unmittelbare Stimmrecht des Treugebers in der Gesellschafterversammlung angesehen hat (Urteil vom 5.2.2013 - II ZR 134/11, Rz. 18, 20;… Beschluss vom 28.5.2013 - II ZR 207/12, Rz. 9;… Beschluss vom 23.9.2014 -II ZR 374/13, Rz. 10;… Urteil vom 16.12.2014 - II ZR 277/13, Rz. 16).
Das Auskunftsrecht kann weder durch Regelungen im Gesellschaftsvertrag noch durch Regelungen im Treuhandvertrag ausgeschlossen werden; eine entsprechende Vereinbarung wäre nach § 242 BGB nichtig (BGH, Urteil vom 5.2.2013 - II ZR 134/11, Rz. 24).
Nutzt der Prozessbevollmächtigte des Klägers die Daten eigenmächtig, das heißt ohne Auftrag des Mandanten (etwa zur Initiierung von Anlegerversammlungen), insbesondere zum Zwecke der Mandatsakquise, ist dies zwar ein Missbrauch in dem genannten Sinne, kann dem jeweiligen Kläger aber nur zugerechnet werden, wenn er mit seinem Prozessbevollmächtigten kollusiv zusammenwirkt (BGH, Urteil vom 5.2.2013 - II ZR 134/11, Rz. 43, 44).
Zum einen ist die Einberufung einer Anlegerversammlung durch die Prozessbevollmächtigten unter Missbrauchsgesichtspunkten jedenfalls dann unbedenklich, wenn die Prozessbevollmächtigten dabei im Auftrag des jeweiligen Mandanten gehandelt haben (BGH, Urteil vom 5.2.2013 - II ZR 134/11, Rz. 44).
Die Gestaltung ihrer internen Rechtsbeziehungen ist im allgemeinen einer freien vertraglichen Vereinbarung zugänglich (BGH…, Urteil vom 11. Oktober 2011 - II ZR 242/09, ZIP 2011, 2299 Rn. 16 ff.; s. auch BGH, Urteil vom 13. Mai 1953 - II ZR 157/52, BGHZ 10, 44, 49 f.; Urteil vom 30. März 1987 - II ZR 163/86, ZIP 1987, 912, 913;… Urteil vom 20. März 2006, ZIP 2006, 849 Rn. 7;… Urteil vom 13. Juli 2006 - III ZR 361/04, ZIP 2006, 1631 Rn. 10;… Urteil vom 23. April 2012 - II ZR 75/10, ZIP 2012, 1342 Rn. 9; Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 13 ff.; ebenso BGH…, Urteil vom 9. Juli 2013 - II ZR 9/12, ZIP 2013, 1616 Rn. 30 f. bezüglich der ähnlich wie vorliegend ausgestalteten und ebenfalls von M. H. als Geschäftsführer der Komplementär-GmbH und Vorstand der Gründungskommanditistin initiierten Zweite J. GmbH & Co. Prozesskostenfonds KG und Dritte J. GmbH & Co. Prozesskostenfonds KG).
bb) Im Fall einer sogenannten offenen oder qualifizierten Treuhand, gerade bei der treuhänderischen Zusammenfassung zahlreicher Geldgeber, können die an der Gesellschaft Beteiligten ihr gesellschafterliches Innenverhältnis so gestalten, als ob die Treugeber selbst Gesellschafter wären (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 13. Mai 1953 - II ZR 157/52, BGHZ 10, 44, 49 f.; Urteil vom 30. März 1987 - II ZR 163/86, ZIP 1987, 912, 913; Urteil vom 23. Juni 2003 - II ZR 46/02, ZIP 2003, 1702, 1703;… Urteil vom 11. November 2008 - XI ZR 468/07, BGHZ 178, 271 Rn. 20;… Urteil vom 11. Oktober 2011 - II ZR 242/09, ZIP 2011, 2299 Rn. 16 ff.; Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 14;… Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 136/11, ZIP 2013, 619 Rn. 16;… Urteil vom 16. Dezember 2014 - II ZR 277/13, ZIP 2015, 319 Rn. 13;… Urteil vom 20. Januar 2015 - II ZR 444/13, ZIP 2015, 630 Rn. 8).
Ein solches Vertragsverhältnis mit den Gesellschaftern ist regelmäßig anzunehmen, wenn - wie bei Publikumsgesellschaften häufig - die mittelbare Beteiligung erst noch zu werbender Anleger und damit eine Verzahnung von Gesellschaft und Treuhand im Gesellschaftsvertrag von vornherein vorgesehen ist und im Hinblick darauf bestimmte Rechte und Pflichten der Anleger schon im Gesellschaftsvertrag geregelt sind (BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 14).
Anders als in den bisher vom Senat entschiedenen Fällen (BGH…, Urteil vom 11. Oktober 2011 - II ZR 242/09, ZIP 2011, 2299 Rn. 5 f.;… Urteil vom 18. September 2012 - II ZR 178/10, ZIP 2012, 2295 Rn. 3;… Urteil vom 18. September 2012 - II ZR 201/10, ZIP 2012, 2291 Rn. 2; Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, ZIP 2013, 570 Rn. 3, 5; Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 136/11, ZIP 2013, 570 Rn. 3 f.;… Beschluss vom 23. September 2014 - II ZR 374/13, ZD 2015, 181 Rn. 10;… Urteil vom 16. Dezember 2014 - II ZR 277/13, ZIP 2015, 319 Rn. 2;… Urteil vom 20. Januar 2015 - II ZR 444/13, juris Rn. 9) enthalten die Verträge zwar weder eine ausdrückliche Gleichstellung von Treugebern mit Direktkommanditisten im Innenverhältnis noch Regelungen über unmittelbare Rechte und Pflichten der Treugeber im Verhältnis zur Gesellschaft oder eine Verpflichtung zur Zahlung der Einlage unmittelbar an die Gesellschaft.
Schließlich enthält auch § 7 Abs. 1 TrhV bereits eine Vollmachterteilung des Treuhänders an den Treugeber zur Ausübung des Stimmrechts, dem als Mittel zur unmittelbaren Mitwirkung an der internen Willensbildung der Gesellschaft im Wege der Beschlussfassung besonderes Gewicht zukommt (vgl. BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, ZIP 2013, 570 Rn. 20).
OLG Düsseldorf, 28.03.2013 - 6 U 118/12
Auskunftsansprüche eines Kapitalanlegers gegen die Treuhänderin einer …
a) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, der sich der Senat anschließt, steht ein Anspruch auf Auskunft über die Namen und die Adressen der weiteren Fondsgesellschafter sowohl dem Gesellschafter einer Publikumsgesellschaft in Form der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (Beschluss v. 21. September 2009 - II ZR 264/08, WM 2010, 81 f.), als auch dem mittelbar als Treugeber an einer Publikumsgesellschaft in Form der GmbH & Co KG beteiligten Anleger zu; letzterem jedenfalls dann, wenn die Anleger aufgrund der getroffenen Vereinbarungen im Innenverhältnis eine Innengesellschaft bürgerlichen Rechts bilden (Urteil vom 11. Januar 2011 - II ZR 187/09, WM 2011, 317-321), oder wenn der Treugeber im Innenverhältnis der Gesellschafter untereinander und der Gesellschafter zu den Treugebern einem unmittelbar beteiligten Gesellschafter gleichgestellt ist (Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11; veröffentlicht u.a. unter juris).
bb) Zwischen dem hiesigen Kläger als Treugeber, den übrigen Treugebern und den unmittelbaren Gesellschaftern besteht aber - wie im Fall des Klägers in dem Verfahren BGH II ZR 134/11 - ein durch den Gesellschaftsvertrag und den Treuhandvertrag begründetes Rechtsverhältnis, das infolge der Verzahnung von Gesellschafts- und Treuhandverhältnis dadurch gekennzeichnet ist, dass der Kläger über seine schuldrechtliche Beziehung zu der Beklagten hinaus entsprechend einem unmittelbaren Gesellschafter in den Gesellschaftsverband einbezogen ist.
Auch der hiesige Kläger ist folglich vergleichbar mit dem Kläger des Verfahrens vor dem Bundesgerichtshof (II ZR 134/11) durch die - wenn auch nicht abschließend - aufgezählten Gleichstellungsklauseln in dem Gesellschaftsvertrag entsprechend einem unmittelbaren Gesellschafter statutarisch in das Innenverhältnis der Gesellschaft mit allen daraus im Einzelfall resultierenden Rechten und Pflichten einbezogen.
Dieses Auskunftsrecht ausschließende Regelungen sind wegen Verstoßes gegen § 242 BGB unwirksam (BGH, Urteil vom 11. Januar 2011 - II ZR 187/09/juris Tz 20; Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11/juris Tz.24).
d) Die Beklagte kann dem Auskunftsanspruch auch in Ansehung ihres Schriftsatzes vom 19. März 2013 schließlich auch nicht, etwa unter dem Aspekt der Gefahr des Missbrauchs der vom Kläger begehrten Daten, den Einwand der unzulässigen Rechtsauübung entgegenhalten, § 242 BGB (vgl. auch dazu BGH, Urteil vom 11.01.2011 - II ZR 187/09, WM 2011, 317-321/juris Tz 22 sowie Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11/juris Tz. 42 ff. m.w.N.).
Ein Missbrauch der Daten scheidet vielmehr aus, wenn eine Kontaktaufnahme zu den Mitgesellschaftern im Auftrag eines anderen Anlegers erfolgt, um sich mit den anderen Anlegern über aus seiner Sicht bestehende Problem der Gesellschaft auszutauschen (BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11 ./juris Tz. 44).
Die entscheidungserheblichen Rechtsfragen sind geklärt (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 5. Februar 2013, II ZR 134/11).
Zulassungsgründe bestehen nicht mehr, nachdem der Senat nach Erlass des Berufungsurteils mit Urteil vom 5. Februar 2013 (II ZR 134/11, ZIP 2013, 570 Rn. 11 ff.) entschieden hat, dass in einem Fall wie dem vorliegenden, in dem ein Anleger sich mittelbar über eine Treuhänderin an einer Publikumsgesellschaft beteiligt hat, er gegen die geschäftsführende Gesellschafterin einen Anspruch darauf hat, dass ihm die Namen und die Anschriften der (anderen) mittelbar oder unmittelbar beteiligten Anleger mitgeteilt werden, wenn er nach den vertraglichen Bestimmungen, insbesondere der Verzahnung des Gesellschafts- und des Treuhandvertrags, im Innenverhältnis der Gesellschafter untereinander und zur Gesellschaft die einem unmittelbaren Gesellschafter entsprechende Rechtsstellung erlangt hat.
Ohne Erfolg wendet sich die Revision gegen die Ansicht des Berufungsgerichts, dem als mittelbaren Kommanditisten beteiligten Kläger stehe gegen die beklagte geschäftsführende Gesellschafterin ein Auskunftsanspruch über die Namen und Adressen aller weiteren Treugeberkommanditisten und direkt beigetretenen Kommanditisten der I. GmbH & Co. KG (= Fondsgesellschaft) zu (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, ZIP 2013, 570 Rn. 11 ff.).
Dieser ist entgegen der Ansicht der Revision weder aus dem Rechtsgedanken des § 67 AktG, noch aus Datenschutzgründen oder im Hinblick auf § 166 HGB ausgeschlossen (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, ZIP 2013, 570 Rn. 26 ff., 41; Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 136/11, ZIP 2013, 619 Rn. 12 f.).
Als Geschäftsführerin des Fonds ist die Beklagte, wie das Berufungsgericht zutreffend entschieden hat, zur Auskunft verpflichtet (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, ZIP 2013, 570 Rn. 46 ff.).
Eine abstrakte Missbrauchsgefahr allein rechtfertigt es nicht, einem Vertragspartner das Recht zuzugestehen, gegenüber dem anderen seinen Namen und seine Anschrift zu verheimlichen (vgl. BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, ZIP 2013, 570 Rn. 43 mwN).
Diesem Vortrag hat das Berufungsgericht zu Recht keine hinreichend konkrete Gefahr einer unzulässigen Aufnahme von Kontakt zu anderen Anlegern oder eines kollusiven Zusammenwirkens des Klägers mit seinen Prozessbevollmächtigten entnehmen können (vgl. insoweit BGH, Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, ZIP 2013, 570 Rn. 44 f.).
OLG München, 05.02.2015 - 23 U 1875/14
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OLG München, 15.03.2017 - 7 U 4184/16
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BGH, 21.07.2015 - II ZR 163/15
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LG Dortmund, 22.03.2013 - 3 O 7/13
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LG Dortmund, 22.03.2013 - 3 O 5/13
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LG Dortmund, 22.03.2013 - 3 O 6/13
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LG Bielefeld, 14.06.2019 - 10 O 66/18
OLG München, 09.03.2016 - 7 U 3965/15
Auskunftsanspruch eines treuhänderisch beteiligten Gesellschafters hinsichtlich …
LG Dortmund, 15.04.2016 - 3 O 348/15
Voraussetzungen eines Anspruchs gegen einen registerführenden Treuekommanditisten …
LG Hamburg, 05.05.2017 - 320 S 29/16
Treuhandvermittelte Beteiligung von Kapitalanlegern an einer Publikums-KG: …
AG Frankfurt/Main, 18.09.2018 - 30 C 636/18
LG München I, 29.09.2016 - 12 O 14588/15
Auskunft über Mitgesellschafter einer Fondsgesellschaft
AG Frankfurt/Main, 26.04.2018 - 32 C 2668/17
OLG München, 21.03.2018 - 7 U 2579/17
Gesellschaftsrechtliche Auskunftsrechte bei Treuhandgesellschaft
LG Dortmund, 13.12.2013 - 3 O 305/13
Anspruch eines Kommanditisten auf Akteneinsicht über die gesamten …
LG Düsseldorf, 05.07.2013 - 20 S 157/12
Auskunftsanspruch eines Treuhänders über Namen und Adressen aller …
OLG München, 25.02.2016 - 7 U 4846/15
LG München I, 22.12.2017 - 15 O 3391/17
Auskunftsanspruch zu den Daten der Kommanditisten und Treugeber
LG Fulda, 26.11.2014 - 1 S 106/14
Dem grundsätzlich anerkannten Auskunftsanspruch eines Treugebers, der über eine …
AG Fulda, 14.07.2014 - 33 C 215/13
LG Hamburg, 29.10.2013 - 322 O 188/13
Treuhandvermittelte Beteiligung eines Kapitalanlegers an einer …
https://dejure.org/2013,889
BGH, 05.02.2013 - II ZR 136/11 (https://dejure.org/2013,889)
BGH, Entscheidung vom 05.02.2013 - II ZR 136/11 (https://dejure.org/2013,889)
BGH, Entscheidung vom 05. Februar 2013 - II ZR 136/11 (https://dejure.org/2013,889)
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§ 161 HGB, § 226 BGB, § 242 BGB
Kapitalanlage in einer Publikumsgesellschaft: Auskunftsanspruch eines Anlegers hinsichtlich unmittelbar und mittelbar beteiligter anderer Anleger; Einwand des Rechtsmissbrauchs und des Schikaneverbots
Auskunftsanspruch gegenüber einer Publikumsgesellschaft auf Mitteilung von Name und Anschrift der mittelbar beteiligten Anleger; Grenzen des Auskunftsanspruchs
Anspruch eines unmittelbar an einer Publikumsgesellschaft beteiligten Anlegers gegen die Gesellschaft auf Auskunft über Namen und Anschriften der anderen unmittelbar beteiligten Anleger und der mittelbar über einen Treuhänder beteiligten Anleger
Auskunftsanspruch des unmittelbar an Publikumsgesellschaft beteiligten Anlegers über unmittelbar und mittelbar beteiligte Mitgesellschafter
Zum Anspruch des Anlegers, der unmittelbar an einer Publikumsgesellschaft beteiligt ist, darauf, dass ihm neben den Namen und den Anschriften der unmittelbar beteiligten Anleger auch die Namen und die Anschriften der mittelbar über einen Treuhänder beteiligten Anleger ...
Auskunftsanspruch des Anlegers bei Publikumsgesellschaften
Wo endet das Auskunftsbegehren des Gesellschafters?
Aufwendungen, Außenhaftung, Auskunfts-/Einsichts-/Informations-/Kontrollrechte, Beitritt, Einberufung, Gesamthandsvermögen, Gesellschaftsrecht, Gesellschaftsvertrag/Satzung, Gesellschaftszweck, Haftung, Innenhaftung, Kommanditist, Mitgesellschafter, ...
BGB §§ 716, 242; HGB §§ 166, 161
Auskunftsrecht eines Anlegers bei einer Publikumsgesellschaft
LG München I, 23.11.2010 - 16 HKO 14213/10
OLG München, 18.05.2011 - 7 U 5642/10
ZIP 2013, 619
MDR 2013, 536
WM 2013, 603
NZG 2013, 384
Danach sind die Grundsätze, die im Innenverhältnis der Gesellschaft und der Gesellschafter gelten, auch auf den nur mittelbar, etwa über einen Treuhänder, Beteiligten anzuwenden, wenn diesem im Innenverhältnis die einem unmittelbaren Gesellschafter vergleichbare Stellung eingeräumt worden ist (…vgl. Urteil vom 23. April 2012 - II ZR 211/09, ZIP 2012, 1231 Rn. 10;… vom 24. Juli 2012 - II ZR 297/11, ZIP 2012, 1706 Rn. 32 ff zVb in BGHZ 194, 180;… vom 18. September 2012 - II ZR 201/10, ZIP 2012, 2291 Rn. 11;… vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, ZIP 2013, 570 Rn. 11; vom 5. Februar 2013 - II ZR 136/11, ZIP 2013, 619 Rn. 14 ff).
a) Anerkannt ist, dass die Grundsätze über die gesellschaftlichen Treuepflichten auch bei Publikumspersonengesellschaften in der Rechtsform der KG gelten und auf qualifizierte Treugeber dann Anwendung finden, wenn deren Rechtsstellung aufgrund der engen Verzahnung von Gesellschaftsvertrag und Treuhand auf dem Gesellschaftsvertrag und nicht bloß auf einer schuldrechtlichen Abrede mit der Gesellschaft beruht (…BGH, Urt. v. 05.02.2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 = NZG 2013, 379 Tz. 21 u. 31; Urt. v. 05.02.2013 - II ZR 136/11, ZIP 2013, 619 Tz. 23 u. 32).
Wie das Landgericht zurecht ausführt - und die Beklagten zu 1) bis 5) in der Berufung auch nicht in Abrede stellen -, besteht der Auskunftsanspruch unter Zugrundelegung der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 05.02.2013, II ZR 136/11, [...] Tz. 11 ff; BGH, Urteil vom 11.01.2011, II ZR 187/09, [...] Tz.11 ff).
Der Auskunftsanspruch ergibt sich daher als unentziehbares mitgliedschaftliches Recht aus dem durch den Gesellschaftsvertrag begründeten Vertragsverhältnis als solchem (BGH, Urteil vom 05.02.2013, II ZR 136/11, [...] Tz. 13; BGH, Urteil vom 11.01.2011, II ZR 187/09, [...] Tz.11; BGH, Beschluss vom 21.09.2009, II ZR 264/08, [...] Tz. 10).
Somit sind die Treugeber durch die Verzahnung von Gesellschafts- und Treuhandvertrag wie ein Gesellschafter in das Gesellschaftsverhältnis einbezogen (BGH, Urteil vom 05.02.2013, II ZR 136/11, [...] Tz. 16 ff.).
Dabei reicht die bloße abstrakte Möglichkeit einer missbräuchlichen Verwendung der Daten nicht, den Auskunftsanspruch auszuschließen (BGH, Urteil vom 05.02.2013, II ZR 136/11, [...] Tz. 13 und 39; BGH, Urteil vom 11.01.2011, II ZR 187/09, [...] Tz.22; BGH, Beschluss vom 21.09.2009, II ZR 264/08, [...] Tz. 13).
Die Regelungen sind auf die Beseitigung bzw. Einschränkung eines unentziehbaren Mitgliedschaftsrechts ausgerichtet und mithin unwirksam (BGH, Urteil vom 05.02.2013, II ZR 136/11, [...] Tz. 26 ff; BGH, Urteil vom 05.02.2013, II ZR 134/11, [...] Tz. 40; BGH, Urteil vom 11.01.2011, II ZR 187/09, [...] Tz.20; BGH, Beschluss vom 21.09.2009, II ZR 264/08, [...] Tz. 10 ff).
Eine informierte und effektive Ausübung ihrer Beteiligungsrechte ist nur möglich, wenn die Gesellschafter und Treugeber sich über die Person und Beteiligungshöhe der Mitgesellschafter und -treugeber informieren können (BGH, Urteil vom 05.02.2013, II ZR 136/11, [...] Tz. 30 ff).
Dies ist ohne Kenntnis der Identität nicht zu beurteilen (BGH, Urteil vom 05.02.2013, II ZR 136/11, [...] Tz. 31).
Etwaige Treuepflichtverstöße können Gesellschafter und Treugeber, wenn ihnen die Identität der Mittreugeber nicht bekannt ist, bereits deshalb nicht erkennen (BGH, Urteil vom 05.02.2013, II ZR 136/11, [...] Tz. 32).
Da gemäß § 18 Abs. 7 der Gesellschaftsverträge (Anlage K 4) die Stimmkraft vom Umfang der Kapitalbeteiligung abhängt, muss ein Mitgesellschafter bzw. Treugeber wissen, wie sich die Stimmen und Machtverhältnisse in der Gesellschaft verteilen, um sein Stimmrecht informiert ausüben zu können (BGH, Urteil vom 05.02.2013, II ZR 136/11, [...] Tz. 33 f).
Die bloß theoretische, abstrakte Möglichkeit des Missbrauchs der Daten durch die Mitgesellschafter bzw. Mittreugeber vermag das erhebliche Interesse an der Kenntnis der Identität der Mitgesellschafter zur informierten und effektiven Ausübung ihrer Mitgliedschaftsrechte nicht zu überwiegen (BVerfG, Beschluss vom 18.02.1991, 1 BvR 185/91, [...] Tz. 2 ff - zum Verein;… BGH NZG 2013, S. 789, 792 Tz. 24; die gegen das Urteil des BGH vom 11.01.2011, II ZR 187/09 eingelegte Verfassungsbeschwerde wurde vom BVerfG nicht zur Entscheidung angenommen, vgl. BGH, Urteil vom 05.02.2013, II ZR 136/11, [...] Tz. 25).
Den Mitgesellschaftern und Treugebern muss es aber selbst überlassen bleiben, auf welche Weise sie sich an ihre Mitgesellschafter und Mittreugeber wenden wollen (BGH, Urteil vom 11.01.2011, II ZR 187/09, [...] Tz. 17; im Ergebnis ebenso BGH, Urteil vom 05.02.2013, II ZR 136/11, [...] Tz. 37; BGH, Beschluss vom 21.09.2009, II ZR 264/08, [...] Tz. 13;… BGH NZG 2013, S. 789, 792 Tz. 24 zum Pensionssicherungsverein).
Die aus dem Informationsrecht der Kommanditisten oder Treugeber folgenden Ansprüche richten sich jedenfalls gegen die Fondsgesellschaft, daneben auch gegen das geschäftsführende Organ und gegebenenfalls auch gegen andere Mitgesellschafter (BGH, Urteil vom 05.03.2013, II ZR 136/11, [...] Tz. 44), hier also die Beklagten zu 1) und 3) als Fondsgesellschaften, die Beklagten zu 2) und 4) als (geschäftsführende) Komplementärinnen und die Beklagte zu 5) als jeweils geschäftsführende Kommanditistin.
bb) Im Fall einer sogenannten offenen oder qualifizierten Treuhand, gerade bei der treuhänderischen Zusammenfassung zahlreicher Geldgeber, können die an der Gesellschaft Beteiligten ihr gesellschafterliches Innenverhältnis so gestalten, als ob die Treugeber selbst Gesellschafter wären (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 13. Mai 1953 - II ZR 157/52, BGHZ 10, 44, 49 f.; Urteil vom 30. März 1987 - II ZR 163/86, ZIP 1987, 912, 913; Urteil vom 23. Juni 2003 - II ZR 46/02, ZIP 2003, 1702, 1703;… Urteil vom 11. November 2008 - XI ZR 468/07, BGHZ 178, 271 Rn. 20;… Urteil vom 11. Oktober 2011 - II ZR 242/09, ZIP 2011, 2299 Rn. 16 ff.;… Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 14; Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 136/11, ZIP 2013, 619 Rn. 16;… Urteil vom 16. Dezember 2014 - II ZR 277/13, ZIP 2015, 319 Rn. 13;… Urteil vom 20. Januar 2015 - II ZR 444/13, ZIP 2015, 630 Rn. 8).
Anders als in den bisher vom Senat entschiedenen Fällen (BGH…, Urteil vom 11. Oktober 2011 - II ZR 242/09, ZIP 2011, 2299 Rn. 5 f.;… Urteil vom 18. September 2012 - II ZR 178/10, ZIP 2012, 2295 Rn. 3;… Urteil vom 18. September 2012 - II ZR 201/10, ZIP 2012, 2291 Rn. 2;… Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, ZIP 2013, 570 Rn. 3, 5; Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 136/11, ZIP 2013, 570 Rn. 3 f.;… Beschluss vom 23. September 2014 - II ZR 374/13, ZD 2015, 181 Rn. 10;… Urteil vom 16. Dezember 2014 - II ZR 277/13, ZIP 2015, 319 Rn. 2;… Urteil vom 20. Januar 2015 - II ZR 444/13, juris Rn. 9) enthalten die Verträge zwar weder eine ausdrückliche Gleichstellung von Treugebern mit Direktkommanditisten im Innenverhältnis noch Regelungen über unmittelbare Rechte und Pflichten der Treugeber im Verhältnis zur Gesellschaft oder eine Verpflichtung zur Zahlung der Einlage unmittelbar an die Gesellschaft.
... In diesem Fall [sind] berufsrechtliche (durch Einschaltung der Aufsicht der Rechtsanwaltskammern), wettbewerbsrechtliche (vgl. hierzu OLG München, GRUR-RR 2012, 163; OLG Köln, BeckRS 2013, 01363;… allgemein Köhler/Bornkamm, UWG, 31. Aufl., § 4 Rn. 11.96; siehe auch AG Weilheim, NJW 2013, 243) und datenschutzrechtliche (siehe hierzu Paul, GWR 2011, 225, 230) Rechtsbehelfe gegeben, um gegen ein derartiges missbräuchliches Verhalten eines Anwalts vorzugehen" (BGH, WM 2013, 603, zit. nach juris Tz. 40).
b) Im Fall einer sogenannten offenen oder qualifizierten Treuhand, gerade bei der treuhänderischen Zusammenfassung zahlreicher Geldgeber, können die an der Gesellschaft Beteiligten ihr gesellschafterliches Innenverhältnis so gestalten, als ob die Treugeber selbst Gesellschafter wären (BGH, Urteil vom 13. Mai 1953 - II ZR 157/52, BGHZ 10, 44, 49 f.; Urteil vom 30. März 1987 - II ZR 163/86, ZIP 1987, 912, 913; Urteil vom 23. Juni 2003 - II ZR 46/02, ZIP 2003, 1702, 1703;… Urteil vom 11. November 2008 - XI ZR 468/07, BGHZ 178, 271 Rn. 20;… Urteil vom 11. Oktober 2011 - II ZR 242/09, ZIP 2011, 2299 Rn. 16 ff.;… Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 14; Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 136/11, ZIP 2013, 619 Rn. 16;… Urteil vom 16. Dezember 2014 - II ZR 277/13, ZIP 2015, 319 Rn. 13;… Urteil vom 20. Januar 2015 - II ZR 444/13, ZIP 2015, 630 Rn. 8).
b) Im Fall einer sogenannten offenen oder qualifizierten Treuhand, gerade bei der treuhänderischen Zusammenfassung zahlreicher Geldgeber, können die an der Gesellschaft Beteiligten ihr gesellschafterliches Innenverhältnis so gestalten, als ob die Treugeber selbst Gesellschafter wären (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 13. Mai 1953 - II ZR 157/52, BGHZ 10, 44, 49 f.; Urteil vom 30. März 1987 - II ZR 163/86, ZIP 1987, 912, 913; Urteil vom 23. Juni 2003 - II ZR 46/02, ZIP 2003, 1702, 1703;… Urteil vom 11. November 2008 - XI ZR 468/07, BGHZ 178, 271 Rn. 20;… Urteil vom 11. Oktober 2011 - II ZR 242/09, ZIP 2011, 2299 Rn. 16 ff.;… Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 14; Urteil vom 5. Februar 2013 - II ZR 136/11, ZIP 2013, 619 Rn. 16;… Urteil vom 16. Dezember 2014 - II ZR 277/13, ZIP 2015, 319 Rn. 13;… Urteil vom 20. Januar 2015 - II ZR 444/13, ZIP 2015, 630 Rn. 8).
a) Sowohl das Berufungsgericht als auch die Revision gehen allerdings zu Recht davon aus, dass die Treugeber weder unmittelbare Vertragspartner der Klägerin (zum Auskunftsanspruch vgl. BGH…, Beschluss vom 21. September 2009 - II ZR 264/08, ZIP 2010, 27 Rn. 7 ff.) noch mit ihr durch eine Innengesellschaft verbunden (vgl. hierzu BGH…, Urteil vom 11. Januar 2011 - II ZR 187/09, ZIP 2011, 322 Rn. 11 ff.) oder nach den Regelungen im Gesellschafts- und Treuhandvertrag - anders als in den Sachverhalten, die den Entscheidungen des Senats vom 5. Februar 2013 (II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 und II ZR 136/11, ZIP 2013, 619) zugrunde lagen - wie unmittelbare Mitgesellschafter der Klägerin zu behandeln sind (sog. qualifizierte Treuhand).
Wie der Senat bereits in früheren Entscheidungen ausgeführt hat (Urteile vom 5. Februar 2013 - II ZR 134/11, BGHZ 196, 131 Rn. 28 und II ZR 136/11, ZIP 2013, 619 Rn. 29), hat der Gesellschafter einer Publikumspersonengesellschaft - wie auch ein GmbH-Gesellschafter - grundsätzlich gegen einen Mitgesellschafter, der seinen Gesellschaftsanteil treuhänderisch für einen Dritten hält, einen Anspruch darauf zu erfahren, wer dessen Treugeber ist.
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