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Timestamp: 2020-08-04 23:08:06
Document Index: 108259044

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 16', '§ 21', '§ 52', '§ 180', '§ 126']

BFH Urteil vom 09.11.2017 - IV R 37/14 (veröffentlicht am 31.01.2018) | Steuer Office Premium | Steuern | Haufe
BFH Urteil vom 09.11.2017 - IV R 37/14 (veröffentlicht am 31.01.2018)
Einkünfte aus ruhendem Gewerbebetrieb. Qualifikation der Einkünfte einer Personengesellschaft
EStG § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 2, Abs. 3 Nr. 2, § 16 Abs. 3b, § 21 Abs. 1 S. 1 Nr. 1, Abs. 3, § 52 Abs. 34 S. 9; AO § 180 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 Buchst. a
FG Berlin-Brandenburg (Urteil vom 14.05.2014; Aktenzeichen 7 K 7195/10)
I. Die Klägerin und Revisionsklägerin (Klägerin) ist eine KG. Sie wurde im Jahr 1964 gegründet. Ende des Jahres 1967 trat ihr vormaliger Kommanditist A zunächst als Komplementär in die Klägerin ein. Zum 1. Januar 1978 schied er als Komplementär wieder aus und trat erneut als Kommanditist in die Klägerin ein. Neue Komplementärin der Klägerin wurde die A-GmbH. Im September 1982 trat die A-GmbH aus der Klägerin aus. Seitdem sind nur noch natürliche Personen Gesellschafter der Klägerin.
Die Klägerin war von ihrer Gründung bis zum Ende des Jahres 1966 als Bauträgerin und Grundstückshändlerin tätig. Sie errichtete vornehmlich Eigentumswohnungen und Eigenheime, die sie nach Fertigstellung veräußerte. Im Jahr 1967 errichtete sie ein Seniorenwohnheim auf dem Grundstück B-Straße in C, das sie langfristig an das...-Amt C vermietete. Im selben Jahr stellte die Klägerin ihre Bautätigkeit vollständig ein. Diese Tätigkeit führte ab 1. Januar 1968 eine andere Gesellschaft, an der A ebenfalls beteiligt war, fort. Die Klägerin verwaltete und nutzte ab diesem Zeitpunkt nur noch ihr eigenes Grund- und Kapitalvermögen.
Die Klägerin beantragt, das Urteil des FG vom 14. Mai 2014 7 K 7195/10 betreffend die gesonderte und einheitliche Feststellung von Einkünften aus Gewerbebetrieb aufzuheben und den Bescheid über die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen für 2003 vom 19. Januar 2009 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 8. Juni 2010 dahingehend zu ändern, dass die laufenden Einkünfte als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von./. 146.894,74 € festgestellt werden.
II. Die Revision ist unbegründet und war daher zurückzuweisen (§ 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung --FGO--). Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Einkünfte der Klägerin im Streitjahr als Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu qualifizieren sind. Der Gewerbebetrieb der Klägerin war im Streitjahr lediglich unterbrochen und ruhte, er war von der Klägerin noch nicht aufgegeben worden.
Haufe-Index 11456711
BFH/NV 2018, 367
BFH/PR 2018, 86
BStBl II 2018, 227
BFHE 2018, 545
BB 2018, 290
DB 2018, 228
DStR 2018, 238
DStRE 2018, 253
HFR 2018, 367