Source: https://www.jugendaemter.com/forum/thema/falschaussage-beim-jugendamt/
Timestamp: 2020-01-19 07:57:53
Document Index: 43333218

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', '§ 823']

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Falschaussage beim jugendamt
Redaktion	Samstag, 5. Dezember 2015 um 21:31 #13205
#1 Falsch aussage beim jugendamt in Entwicklung, Gesundheit, Erziehung der Kinder 19.04.2014 10:36
Hallo benötigte unbedingt mal Hilfe und zwar bin ich mit ner freundlich im Streit auseinander gegangen jetzt habe ich ein Brief von Jugendamt bekommt darin steht das eine anonyme Meldung brtiff mein Sohn eingegangen sei ich weiß aber auch das es von meiner Freundin ist ich habe ein Termin bekommen . Meine Frage ist jetzt was kann ich gegen eine falsch aussage tun???? Denn uns geht’s gut es gibt absolut keine Schwierigkeiten im Gegenteil wir sind das beste Team:-) 🙂 🙂
#2 RE: Falsch aussage beim jugendamt in Entwicklung, Gesundheit, Erziehung der Kinder 20.04.2014 14:21
Wenn es deinen Sohn gut geht, brauchst du dir keine Sorgen zu machen.
Wegen Verleumtung kannst du Anzeige erstatten, wenn es dir das Wert ist…
#3 RE: Falsch aussage beim jugendamt in Entwicklung, Gesundheit, Erziehung der Kinder 20.04.2014 23:02
Schau Dir die Seite Rechtliches-Beihilfen-etc. einmal gründlich an und beherzige die dort zu findenden Tipps. Du solltest schnellstens eine sachliche Fallchronologie verfassen, Dich einer Selbsthilfegruppe erfahrener Betroffener anschließen und dafür sorgen, daß keine institutionellen Kontakte ohne Deinen Beistand stattfinden und telefonische schon gar nicht. Stelle sicher, daß von jedem Gespräch ein glaubhaft zu machendes Protokoll angefertigt wird.
Die These der Pflegeperson „XY“:
„Wenn es deinen Sohn gut geht, brauchst du dir keine Sorgen zu machen.“
entspricht seinem, auch an anderer Stelle schon geäußerten, Geschäftsinteresse.
Sabine Rückert, eine der besten Gerichtsreporterinnen Deutschlands, schrieb schon vor längerem den folgenden Artikel zur Geschäftspolitik von Jugendämtern und davon verwalteten und belieferten Drittleistern wie „XY“: Verdacht (http://www.zeit.de/2003/26/Verdacht)
#4 RE: Falsch aussage beim jugendamt in Entwicklung, Gesundheit, Erziehung der Kinder 21.04.2014 09:16
Genua Fiete2, aus Geschäftsinteresse, sage ich klar, das Kinder nicht gefährdet sind…
Mein Geschäftsinteresse hat sich übrigens erst durch das Forum entwickelt. Weil PK ja so viel Geld bringen.
Nur leider leider verrät niemand wie das funktioniert… Oder kann niemand verraten??? Weil???
Zu deinen Artikel. Sicher gibt es solche einzelfälle, diese sind sehr tragisch. Aber wenn das JA bei einer Kindeswohlgefährung nicht reagiert, ist es mind genauso schlimm. (Oder doch nicht, weil diese von den eigenen Eltern mißhandelt werden?)
An TS. Lass dich von einem Anwalt wegen ‚Verleumdung beraten, dieser kann auch Akteneinsicht beim JA fordern.
Ansonsten ist es so, dass JÄ bei einer Angabe zur Kindeswohlgefährung, das prüfen müssen. Was meiner Meinung nach richtig ist.
#5 RE: Falsch aussage beim jugendamt in Entwicklung, Gesundheit, Erziehung der Kinder 21.04.2014 11:17
Ich denke zwar, dass Mr.xy eins der Pflegekinder erwischt hat, die für die Geschäftemacher uninteressant sind, aber so blauäugig, wie er es vorschlägt, solltest Du auf keinen Fall die Sache angehen. Natürlich kann es sein, dass sich nach dem Gespräch der Spuk in Luft auflöst, aber ich rate Dir dringend dazu, Fietes Ratschläge zu befolgen. Insbesonders solltest Du nicht alleine zu dem Gespräch gehen. Zudem tust Du gut daran, im Vorfeld möglichst genau heraus zu finden, was Dir vorgeworfen wird. Wenn Du dreist bist, fragst Du Deinen Ex. Wenn Du Pech hast, hat er versucht, andere Institutionen ebenfalls auf das Thema anzusetzen, und dann kann es eng werden für Euch.
Akteneinsicht kannst Du auch selbst beantragen. Eine Anleitung findest Du ebenfalls hier im Forum.
@Mr.xy: Sämtliche sozialen Netzwerke sind voll von solchen ‚Einzelfällen‘. Vätervereine können Dir endlos von den Tragödien berichten, mit denen sie tagtäglich konfrontiert sind. Wenn Du das alles nicht wahr haben willst, dann wirst Du in Zukunft Augen und Ohren immer fester zukneifen müssen. Zum Thema Geldverdienen habe ich Dir bereits die Marschrichtung aufgezeigt. Allerdings wirst Du Deinen Idealismus schleunigst über Bord werfen müssen.
@Fiete: Ich freue mich total, wieder was von Dir zu lesen!
#6 RE: Falsch aussage beim jugendamt in Entwicklung, Gesundheit, Erziehung der Kinder 21.04.2014 21:22
„@Mr.xy: Sämtliche sozialen Netzwerke sind voll von solchen ‚Einzelfällen‘. Vätervereine können Dir endlos von den Tragödien berichten, mit denen sie tagtäglich konfrontiert sind. Wenn Du das alles nicht wahr haben willst, dann wirst Du in Zukunft Augen und Ohren immer fester zukneifen müssen. Zum Thema Geldverdienen habe ich Dir bereits die Marschrichtung aufgezeigt. Allerdings wirst Du Deinen Idealismus schleunigst über Bord werfen müssen.“
Mir ist schon klar, dass die meisten nicht dazu schreiben, dass sie ihre Kinder mißbraucht und misshandelt haben… Das mit zugerechnet, sind es in der Tat keine Einzelfälle mehr…
soziale Netzwerke sind übrigens genauso voll mit Fällen wie. zB die Entscheidungen zum Wohle der leiblichen Eltern und nicht zum Wohle der Kinder. Da werden Kinder zu Umgängen gezwungen, obwohl diese stark darauf reagiern, oder Rückführungen nach etlichen Jahren in Verhältnisse die wieder in Vernachlässigung, Mißbrauch, Mißhandlungen und schlimmeres enden.
Oder bei den das JA zu spät eingreift… oder bei den Kinder dadruch kaputt gemacht werden, weil die leibliche Eltern immer wieder eine Chance bekommen… oder oder oder
Glaube mir, das PK was wir haben… Wir sind seine letzte Chance im Leben, zu leben. Und das ist auch kein Einzelfall.
Geld verdienen ist ausgeschlossen. hier gibt es keine professionellen Pflegestellen und die Eingliederungshilfe übernimmt die mehrkosten für einen integrativplatz und Frühförderung…
Übrigens habe ich der TS den Tipp gegeben Akteneinsicht zu fordern, da stehen natürlich die Vorwürfe drin.
#7 RE: Falsch aussage beim jugendamt in Entwicklung, Gesundheit, Erziehung der Kinder 22.04.2014 19:17
„Mir ist schon klar, dass die meisten nicht dazu schreiben, dass sie ihre Kinder mißbraucht und misshandelt haben… Das mit zugerechnet, sind es in der Tat keine Einzelfälle mehr…“
Im Forum einer Webseite für von Kindesentzug betroffene o. bedrohte Personen die Unterstellung abzulassen, daß die meisten von ihnen Kindesmißhandler o. gar -mißbraucher wären, ist schon ziemlich unverfroren bis kaltschnäuzig, zumal es den Erfahrungen und Erkenntnissen aller sich intensiver mit dem Thema befassender Menschen diametral widerspricht.
Auch das implizite Leugnen von durch Pflegepersonal, wie „XY“ selbst, induziertem PAS aka EKE ( parental Alienation Syndrome, resp. Eltern-Kind-Entfremdung ) ist in den Kreisen der davon Lebenden eine häufig anzutreffende Unart, die den Tenor der Gesamtaussagen „XY“’s nur unterstreicht:
„Da werden Kinder zu Umgängen gezwungen, obwohl diese stark darauf reagiern, oder Rückführungen nach etlichen Jahren in Verhältnisse die wieder in Vernachlässigung, Mißbrauch, Mißhandlungen und schlimmeres enden.“
Ich denke, derartige pauschale „Halbwahrheiten“ zur Abwertung von betroffenen Eltern / Hochstilisierung von Pflegepersonal zu „besseren Erziehern“ haben wir hier im Forum zur Genüge durchgekaut, der interessierte Leser möge einfach in diesem Thread mal etwas weiter zurückblättern, um festzustellen, daß „XY“ keine Ausnahme ist, sondern eher typisch für die propagandistisch Aktiven des Kinder- u. Sorgehandels. Schon das Diffamieren von Eltern als „LE“ zeigt aus welcher Ecke seine Textbausteine kommen.
Eine Auseinandersetzung en Detail ist somit überflüssig, da derartige Ablenkungs- u. Abwertungsmanöver lediglich dem Zweck dienen, vom eigentlichen Thema und der sachlichen Befassung damit abzulenken.
Zur Frage von Pamela, die wichtiger ist als das Geplänkel, da es um ihr Kind geht:
natürlich kann es u.U. schon nahezu zwingend wichtig erscheinen, sich gegen Verleumdungen, üble Nachreden o.ä. juristisch ( ergo: meist wohl zunächst per Strafantrag – zu stellen bei der Geschäftsstelle der Staatsanwaltschaft ) zur Wehr zu setzen. Erfolg wird man dabei aber kaum je haben, besonders wenn die vom Denunzianten erhobenen Anschuldigungen im Interesse eines Jugendamtes, oder davon verwalteter und belieferter Drittleister sind. Allgemeine Erfahrung ist, daß man praktisch keine Chance hat, daß´wenigsten ermittelt werden würde.
Dazu zwei Zitate zu Urteilen des AG Düsseldorf:
„Es entspricht allgemeiner Meinung und insbesondere der Rechtssprechung des BGH, dass wegen ehrverletzender Äußerungen – unabhängig von deren Wahrheitsgehalt – die eine Partei zur Wahrnehmung berechtigter Interessen in einem förmlichen Verfahren getätigt hat, mangels Rechtsschutzbedürfnisses kein Unterlassungsanspruch besteht, der in einem gesonderten Verfahren einklagbar ist (BGH NJW 2012, 1659; Palandt/Sprau BGB 79. Aufl. § 823 Rn 104 m.N.; OLG Hamm U. v. 03.12.2013 – 13 U 178/11 = BeckRS 2013, 01689).“
Amtsgericht Düsseldorf, Beschluss vom 28.11.2013, Az. 54 C 10206/13
„Der Kläger hat keinen Anspruch auf Unterlassung und Widerruf der im Rahmen einer Strafanzeige gegenüber einem Polizeibeamten getätigten Äußerungen der Beklagten. In dem Einleiten oder Betreiben eines gesetzlich geregelten Verfahrens der Rechtspflege oder Verwaltung liegt keine widerrechtliche Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts des Klägers, selbst wenn sich die vorwürfe in diesem Verfahren als ungerechtfertigt erweisen und der Betroffene über das Verfahren hinaus Nachteile hat (BGH NJW 1992, 2014). Das schadensursächliche Verhalten ist wegen seiner verfahrensrechtlichen Legalität rechtmäßig (BGH-NJW RR 2005, 315).
Auch stellt es kein widerrechtliches Verhalten dar, wenn in einem solchen Verfahren Äußerungen getätigt werden, die in den Schutzbereich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts einer an diesem Verfahren beteiligten Personen fallen (Palandt, BGB, 72. Auflage 2013, § 823 Rdn. 104).
AG Düsseldorf, 27.03.2014, Az. 36 C 2361/14“
Man könnte fast sagen: Lügen zum Zwecke der Denunziation sind erlaubt, jedenfalls nicht ausdrücklich verboten, oder gar strafbewehrt.
Daß es sich bei obskuren Unterstellungen zur Vorbereitung von Kindesentzügen keineswegs um seltene Ausnahmen, sondern eher die Regel im Familienrechtsverfahren handelt, hat der kinderrechtsengagierte Rechtsanwalt Andreas Fischer praxisorientiert auf seinem Blog in diesem Beitrag (http://rechtsanwalt-andreas-fischer.de/2011/01/25/typische-strukturen-eines-deutschen-behordlichen-kindesentzugs-und-was-man-dagegen-tun-kann/) erklärt.
Natürlich gibt es auch immer mal wieder Jugendamtsmitarbeiter, Familienrichter, sogar ein paar Gutachter und sonstige Drittleister, die durchaus auf die besten Interessen des Kindes abstellen, und insofern nicht irgendein „Kindeswohl“ erfinden, um dem Kind die Familie zu rauben. Sie sind in der alltäglichen Geschäftspraxis allerdings eher die Ausnahme und entweder bundesweit am Arbeiten ( da schnell in Verruf und v.dh. mobbinggefährdet ), oder werden i.d.R. im Amt nicht sehr alt.
Es macht also absolut keinen Sinn, auf so einen ( oder gar mehrere ) Mitarbeiter zu hoffen, sondern man sollte schon zusehen, daß man sich so gut es geht und rechtzeitig absichert.
Die Eröffnung von Nebenschauplätzen, so unvermeidbar sie manchmal auch sein mag, wirkt sich im Allgemeinen eher störend aus und kann auch ernsthafte Benachteiligungen mit sich bringen, z.B. indem der Betroffene als „streitsüchtig“ dargestellt wird, was dann als weiteres „Argument“ zur Entelterung seines Kindes benutzt wird.
Insofern macht es schon Sinn, sich auf den eigentlichen Inhalt zu konzentrieren und sich entsprechend abzusichern, indem man die wesentlichen Verhaltensregeln ( keine Telefonverhandlungen/alles-aber auch wirklich alles-verschriftlichen, immer vom Beistand begleiten lassen, Protokolle anfertigen und glaubhaft machen, Fallchronologie verfassen, positive Doku anlegen – bspw. Stellungnahmen von Ärzten, Therapeuten u.ä., eidesstattliche Versicherungen von Kontaktpersonen des Kindes u.s.w.-, ) strikt beachtet.
@Pamela: gerate nicht in Panik, aufgrund der knallharten Faktenlage, es werden längst nicht allen falschbeschuldigten Eltern sofort die Kinder entzogen. Aber lasse Dich auch nicht durch unsachliche „Beruhigungsversuche“ auf’s Glatteis führen. Denn ist das Kind erstmal weg, sinken die Chancen es wieder zubekommen, von Monat zu Monat rapide ab.
Anders gesagt: Nehme den Fall jetzt in die Hand, aber handle besonnen. Lasse Dir keine SPFH ( „sozialpädagische Familienhilfe“ – leider oft eine Entzugsvorbereitungsmaßnahme ) auf’s Auge drücken, zeige Dich zwar freundlich u. kooperationsbereit, in der Sache und der abgesicherten Vorgehensweise aber formell, korrekt und unnachgiebig.
Last not least: ersuche sofort um vollständige Akteneinsicht und wenn diese, wie es oft der Fall ist, ( auch nachdem Du die Vorgesetzen der Sachbearbeiterin involviert hast ) verweigert wird, ziehe vor das zuständige Verwaltungsgericht.
( @Tigress: sporadisch mitgelesen habe die ganze Zeit, allerdings z.Zt. wenig Möglichkeiten mich aktiv einzumischen. V.dh. meinen Dank, daß Du hier ein wenig nach dem Rechten schaust )