Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BauR%201990,%20244
Timestamp: 2020-04-08 19:19:05
Document Index: 283015154

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 648', '§ 1', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.12.1989 - VI ZR 12/89 - dejure.org
https://dejure.org/1989,840
BGH, 12.12.1989 - VI ZR 12/89 (https://dejure.org/1989,840)
BGH, Entscheidung vom 12.12.1989 - VI ZR 12/89 (https://dejure.org/1989,840)
BGH, Entscheidung vom 12. Dezember 1989 - VI ZR 12/89 (https://dejure.org/1989,840)
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Rechtsfolgen zweckwidrig verwendeter Baugelder - Kaufpreis bei schlüsselfertigen Häusern als Baugeld - Anforderungen an vorsätzliche Zweckentfremdung von Baugeld
BGB § 648; GSB § 1
Umfang der Ersatzpflicht des Empfängers von Baugeld
Haftet der Geschäftsführer des Generalübernehmers als Baugeldempfänger? (IBR 1990, 136)
NJW 1990, 1048 (Ls.)
NJW-RR 1990, 280
VersR 1990, 429
WM 1990, 769
BauR 1990, 244
Der Schutzzweck des Verwendungsgebots des § 1 GSB erfaßt auch Aufwendungen, die dem Gläubiger deshalb erwachsen, weil er sich wegen einer Verletzung dieses Gebots veranlaßt sieht, sich anstelle der verlorenen Absicherung eine anderweitige Sicherung seiner Ansprüche zu verschaffen (vgl. auch das am selben Tag verkündete Senatsurteil - VI ZR 12/89, zur Veröffentlichung bestimmt).
Denn die H. GmbH unterlag als Generalübernehmerin der hierin festgelegten Verwendungspflicht (vgl. zuletzt Senatsurteil vom 12. Dezember 1989 - VI ZR 12/89 - zur Veröffentlichung bestimmt).
Wie das Landgericht zutreffend erkannt hat, trifft die Baugeldverwendungspflicht nicht allein den Bauherrn, sondern auch Generalüber- und Generalunternehmer, sowie sonstige Baubeteiligte, die als "Zwischenperson" die Verfügungsgewalt über Baugeld zur Finanzierung der Bauleistungen erhalten haben (…vgl. BGH NJW 1982 a.a.O.; NJW-RR 1990, 280, 281; NJW-RR 1991, 141; OLGR Jena 1999, 438, 439).
Zu Recht hat das Landgericht die im Prozess um die Vergütung angefallenen und durch Kostenfestsetzungsbeschluss titulierten Rechtsverfolgungskosten als erstattungsfähigen Schaden angesehen (vgl. BGH NJW-RR 1990, 280, 281).
Zwar kann der Empfänger von Baugeld, der dies zweckwidrig verwendet hat, unter Umständen auch zum Ersatz der von dem Handwerker aufgewendeten Kosten für die gerichtliche Durchsetzung seiner Werklohnforderung verpflichtet sein (vgl. BGH, NJW-RR 1990, 280, 281).
Baugeldempfängerin war daneben die GmbH als Generalübernehmerin aufgrund eines Pauschalvertrages, da sie die Rolle der Beklagten zu 2) als Bauherrin und damit auch deren Pflichten übernahm, das Baugeld zunächst für die Baubeteiligten zu verwenden Vgl. BGH, BauR 1990, 244 = NJW-RR 1990, 280; BGH, BauR 1991, 96 = NJW-RR 1991, 141, Hagenloch, Handbuch, a. a. O., S. 114, Rdn. 235; Schulze/Hagen in NJW 1986, a. a. O.