Source: http://www.gesetze-im-internet.de/ebbausbv_2004/BJNR162600004.html
Timestamp: 2018-03-17 10:43:31
Document Index: 305330231

Matched Legal Cases: ['Art. 1', '§ 25', '§ 1', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

EBBAusbV 2004 - Verordnung über die Berufsausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst/zur Eisenbahnerin im Betriebsdienst
Ausfertigungsdatum: 15.07.2004
"Verordnung über die Berufsausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst/zur Eisenbahnerin im Betriebsdienst vom 15. Juli 2004 (BGBl. I S. 1626), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 31. August 2016 (BGBl. I S. 2138) geändert worden ist"
Stand: Geändert durch Art. 1 V v. 31.8.2016 I 2138
(+++ Textnachweis ab:  1. 8.2004 +++)
Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25 des Berufsbildungsgesetzes. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden demnächst als Beilage im Bundesanzeiger veröffentlicht.
(1) Der Ausbildungsberuf Eisenbahner im Betriebsdienst/Eisenbahnerin im Betriebsdienst wird staatlich anerkannt.
(2) Es kann in den folgenden Fachrichtungen ausgebildet werden:
Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen so vermittelt werden, dass der Auszubildende zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befähigt wird, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren sowie das Handeln im betrieblichen Gesamtzusammenhang einschließt. Die in Satz 2 beschriebene Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 8 bis 10 nachzuweisen.
Betriebliche und technische Kommunikation, Kundenkommunikation,
Rangieren,
Bilden von Zügen,
Prüfen von Wagen,
Prüfen von Bremsen,
Leiten des Fahrdienstes,
Logistische Prozesse und Qualitätsmanagement.
Bedienen von Stellwerkseinrichtungen im Rangierbetrieb,
Bedienen von Stellwerkseinrichtungen und Leiten des Fahrdienstes im Regelbetrieb,
Bedienen von Stellwerkseinrichtungen und Leiten des Fahrdienstes bei Abweichungen vom Regelbetrieb,
Bedienen von Stellwerkseinrichtungen und Leiten des Fahrdienstes bei Störungen,
d) Durchführen von Fahrten beim Abweichen vom Regelbetrieb und bei Störungen.
(2) Die im Abschnitt I der Anlage genannten Ausbildungsinhalte sind um Ausbildungsinhalte aus den Arbeits- und Geschäftsprozessen der gewählten Fachrichtung zu erweitern, um zur Durchführung komplexer ganzheitlicher Arbeitsaufgaben zu befähigen.
(3) Die Zwischenprüfung besteht aus der Ausführung von drei Arbeitsaufgaben, situativen Gesprächsphasen sowie schriftlichen Aufgabenstellungen. Der betriebliche Schwerpunkt ist hierbei zu berücksichtigen. Die Arbeitsaufgaben und die Gesprächsphasen sollen in insgesamt höchstens 180 Minuten durchgeführt werden, wobei die Gesprächsphasen insgesamt höchstens 15 Minuten umfassen sollen. Für die Arbeitsaufgaben kommen insbesondere in Betracht:
manuelles Umstellen von elektrisch gestellten oder mechanisch ferngestellten Weichen und Anlegen von Handverschlüssen,
Durchführen einer vollen Bremsprobe an einem Reise- oder Güterzug sowie Erstellen eines Bremszettels,
Durchführen einer Zugprüfung, einschließlich der Wagenprüfung, an einem Reise- oder Güterzug.
In den schriftlichen Aufgabenstellungen soll der Prüfling in insgesamt höchstens 120 Minuten zeigen, dass er den Regelbetrieb sicherstellen kann.
§ 9 Abschlussprüfung Fachrichtung Fahrweg
(2) Die Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen Arbeitsaufträge im Stellwerk, Betriebsdienst, Abweichungen vom Regelbetrieb sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Dabei sind Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht, Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz, betriebliche und technische Kommunikation, Kundenkommunikation, Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse, Eisenbahnbetrieb sowie logistische Prozesse und Qualitätsmanagement zu berücksichtigen.
(3) Die Prüflinge sollen im Prüfungsbereich Arbeitsaufträge nach vorgegebenen betrieblichen Situationen Arbeitsaufträge im Fahrdienstleiterstellwerk oder mittels Simulation in höchstens 60 Minuten durchführen und mit aufgabenspezifischen Unterlagen dokumentieren sowie begleitende situative Fachgesprächsphasen von insgesamt höchstens 10 Minuten führen. Dabei sollen die Prüflinge zeigen, dass sie
Arbeitsaufträge entgegennehmen und beurteilen, Informationen beschaffen, technische und organisatorische Schnittstellen beachten, Lösungen unter betrieblichen, technischen, betriebswirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten entwickeln und bewerten,
Auftragsabläufe planen und abstimmen,
Rangier- und Zugfahrten durchführen,
fahrdienstliche Unterlagen führen
können. Insbesondere sollen die Prüflinge dabei zeigen, dass sie die Betriebssicherheit berücksichtigen können. Bei der Aufgabenstellung ist die Stellwerkstechnik zu berücksichtigen, an der der jeweilige Prüfling ausgebildet wurde.
(4) Die Prüflinge sollen im Prüfungsbereich Betriebsdienst in höchstens 120 Minuten nach vorgegebenen betrieblichen Situationen Aufgaben des Bahnbetriebs schriftlich lösen. Dabei sollen die Prüflinge zeigen, dass sie
Betriebsvorschriften, Arbeitsschutzbestimmungen und andere sicherheitsrelevante Bestimmungen beachten,
der Situation entsprechend kommunizieren,
die Auswirkungen des eigenen Handelns auf Sicherheit, Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit beachten können.
(5) Die Prüflinge sollen im Prüfungsbereich Abweichungen vom Regelbetrieb nach vorgegebenen betrieblichen Situationen, Arbeitsaufträge des Bahnbetriebs bei Abweichungen vom Regelbetrieb, Störungen oder Unregelmäßigkeiten in einem situationsbezogenen Fachgespräch von höchstens 30 Minuten Dauer oder an einem Simulator in höchstens 60 Minuten lösen. Dabei sollen die Prüflinge zeigen, dass sie
Maßnahmen zur Weiterführung des Bahnbetriebs bei Arbeiten an Infrastruktureinrichtungen sowie bei Störungen und gefährlichen Ereignissen ergreifen,
Betriebsvorschriften und andere sicherheitsrelevante Bestimmungen einhalten,
die Abhängigkeiten zwischen Infrastruktur und Fahrzeugen beachten,
der Situation entsprechend kommunizieren sowie
die Auswirkungen des eigenen Handelns auf Sicherheit, Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit beachten
(6) Die Prüflinge sollen im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde in höchstens 60 Minuten praxisbezogene handlungsorientierte Aufgaben schriftlich bearbeiten und dabei zeigen, dass sie allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen können.
(7) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses haben die einzelnen Prüfungsbereiche das folgende Gewicht:
1. Prüfungsbereich Arbeitsaufträge im Stellwerk: 30 Prozent,
2. Prüfungsbereich Betriebsdienst: 25 Prozent,
3. Prüfungsbereich Abweichungen vom Regelbetrieb: 25 Prozent,
4. Prüfungsbereich Wirtschaftsund Sozialkunde: 20 Prozent.
(8) Die schriftlichen Prüfungsbereiche sind auf Antrag der Prüflinge oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung der Ergebnisse für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind die jeweiligen bisherigen Ergebnisse und die entsprechenden Ergebnisse der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu gewichten.
(9) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn
in den Prüfungsbereichen Betriebsdienst und Abweichungen vom Regelbetrieb
jeweils mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden. In keinem der Prüfungsbereiche dürfen ungenügende Leistungen erbracht worden sein.
§ 10 Abschlussprüfung Fachrichtung Lokführer und Transport
(2) Die Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen Zugfahrt, Betriebsdienst, Prüfen von Triebfahrzeugen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Dabei sind Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht, Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes, Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz, betriebliche und technische Kommunikation, Kundenkommunikation, Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse, Eisenbahnbetrieb sowie logistische Prozesse und Qualitätsmanagement zu berücksichtigen.
(3) Die Prüflinge sollen im Prüfungsbereich Zugfahrt in höchstens 60 Minuten Arbeitsaufgaben durchführen sowie begleitende situative Fachgesprächsphasen von insgesamt höchstens 10 Minuten führen. Dabei sollen die Prüflinge zeigen, dass sie
der Situation entsprechend kommunizieren und
eine Zugfahrt durchführen
können. Insbesondere sollen die Prüflinge dabei zeigen, dass sie die Betriebssicherheit berücksichtigen.
die Bedeutung von Signalen erklären,
Betriebsvorschriften, Arbeitsschutzbestimmungen und andere sicherheitsrelevante Bestimmungen beachten und
Auswirkungen des eigenen Handelns auf Sicherheit, Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit beachten
(5) Die Prüflinge sollen im Prüfungsbereich Prüfen von Triebfahrzeugen in höchstens 60 Minuten Arbeitsaufträge am Triebfahrzeug durchführen und mit aufgabenspezifischen Unterlagen dokumentieren sowie begleitende situative Fachgesprächsphasen von insgesamt höchstens 15 Minuten führen. Dabei sollen die Prüflinge zeigen, dass sie
Triebfahrzeuge unter Berücksichtigung der funktionalen Zusammenhänge von Antriebs-, Steuerungs- und Bremssystemen prüfen,
Vorbereitungs- und Abschlussarbeiten durchführen,
Maßnahmen bei Störungen ergreifen,
1. Prüfungsbereich Zugfahrt: 30 Prozent,
2. Prüfungsbereich Betriebsdienst: 30 Prozent,
3. Prüfungsbereich Prüfen von Triebfahrzeugen: 20 Prozent,
in den Prüfungsbereichen Betriebsdienst und Zugfahrt
jeweils mindestens ausreichende Leistungen erzielt wurden. In keinem der Prüfungsbereiche dürfen ungenügende Leistungen erbracht worden sein.
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Eisenbahner im Betriebsdienst/zur Eisenbahnerin im Betriebsdienst
(Fundstelle: BGBl. I 2004, 1630 - 1637)
Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes Fertigkeiten und Kenntnisse, die unter Einbeziehung selbständigen Planens, Durchführens und Kontrollierens zu vermitteln sind Zeitliche Richtwerte im Ausbildungsjahr
Gefährdung von Sicherheit und - Gesundheit am Arbeitsplatz feststellen und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen
5 Betriebliche und technische Kommunikation, Kundenkommunikation
IT-Systeme nutzen
Einrichtungen des Zug- und Rangierfunks nutzen
Informationsquellen nutzen, Informationen recherchieren, beschaffen und bewerten
innerbetriebliche Regelwerke auswerten und anwenden
Daten pflegen, schützen, sichern und archivieren
Gespräche mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und im Team situationsgerecht führen, Sachverhalte zielgruppengerecht aufbereiten, deutsche und fremdsprachige *) Fachausdrücke anwenden
Informationsbedürfnisse von Kunden erkennen, Kunden im Regelbetrieb und bei Leistungsstörungen zielgruppengerecht informieren und Lösungen anbieten
Reklamationen und Beschwerden entgegennehmen und weiterleiten, Beteiligte informieren
fremdsprachige Standardtexte anwenden
6 Planen und Organisieren der Arbeit, Bewerten der Arbeitsergebnisse
Aufträge erfassen sowie organisatorische Durchführbarkeit von Aufträgen prüfen und mit betrieblichen Möglichkeiten abstimmen
Aufgaben im Team planen und abstimmen, Konflikte im Team lösen, kulturelle Identitäten berücksichtigen
Arbeitsschritte mit betrieblichen und außerbetrieblichen Beteiligten abstimmen
Arbeitsabläufe und Teilaufgaben unter Beachtung rechtlicher, wirtschaftlicher und terminlicher Vorgaben planen, bei Abweichungen von der Planung Prioritäten setzen
Kosten vergleichen, Problemlösungstechniken anwenden
Einflüsse von Arbeitssituationen, Arbeitsumgebung und Arbeitsverhalten der Beteiligten auf Arbeitsergebnisse berücksichtigen
7 Eisenbahnbetrieb
Bahnanlagen auf Durchführung des Bahnbetriebes nach ihren Zwecken unterscheiden
Aufbau von Gleisanlagen beschreiben
Anforderungen an Mitarbeiter im Bahnbetrieb sowie deren Aufgaben im Hinblick auf die sichere und pünktliche Durchführung des Eisenbahnbetriebs beachten
Sicherungsmaßnahmen hinsichtlich des Vorranges des Eisenbahnverkehrs bei höhengleichen Bahnübergängen unterscheiden
Bahnübergangssicherungsanlagen bedienen
Fahrpläne anwenden
fernbediente Weichen manuell umstellen, Handverschlüsse anlegen
von Bahnstromsystemen ausgehende Gefahren berücksichtigen
Maßnahmen bei betriebsgefährdenden Situationen, insbesondere Einschränkungen des Lichtraumprofils, Unbefahrbarkeit von Gleisen und Weichen sowie Personen im Gleis, ergreifen
Maßnahmen bei Unfällen ergreifen, insbesondere Rettungskonzepte umsetzen, Hilfsmaßnahmen einleiten, Zug- und Rangierfahrten anhalten, Unfallstellen sichern, Unfälle melden, Beweise sichern, Reisende beim Aussteigen auf freier Strecke und bei Unfällen betreuen
Maßnahmen beim Freiwerden gefährlicher Stoffe ergreifen
Zugfahrten beobachten, Maßnahmen bei Unregelmäßigkeiten ergreifen
8 Begleiten von Triebfahrzeugen
System der Strecken- und Bahnhofssicherung erläutern, Anordnung der Signale und Zugbeeinflussungseinrichtungen begründen
Abhängigkeiten zwischen den Sicherungs- und Leitsystemen an Triebfahrzeugen und am Fahrweg beachten
Züge unter Berücksichtigung der physikalischen Eigenschaften des Rad-Schiene-Systems zum Stillstand bringen und sichern
9 Rangieren
(§ 4 Abs. 1 Nr. 9)
Rangieraufträge durchführen
Verständigung der Beteiligten beim Rangieren sicherstellen
Triebfahrzeuge und Wagen kuppeln und entkuppeln
vorgegebene Bremsverhältnisse herstellen
Rangierverfahren unter Berücksichtigung örtlicher Verhältnisse anwenden
Rangiersignale geben und beachten
Vorsichtswagen behandeln
Wagen mit Hemmschuh und Handbremse bremsen
ortsgestellte Weichen, Gleissperren und Bahnübergangssicherungsanlagen bedienen
Maßnahmen beim Auffahren von Weichen ergreifen
Maßnahmen zur Verhinderung von Gefährdungen von Zügen durch Rangierbewegungen ergreifen
stillstehende Fahrzeuge sichern
10 Bilden von Zügen
Fahrzeuggewichte, -abmessungen und Radsatzlasten im Hinblick auf die Beschaffenheit und Begrenzung von Bahnanlagen beurteilen
Züge unterschiedlicher Art insbesondere unter Berücksichtigung der betrieblichen Verwendung von Wagen und ihrer technischen Ausrüstung zusammenstellen
Einfluss von Wagen auf die Zuggeschwindigkeit beurteilen, bei Abweichen von Fahrplanvorgaben Maßnahmen einleiten
Wagen mit außergewöhnlichen Sendungen und mit gefährlichen Gütern bei der Bildung von Zügen berücksichtigen
Wagenlisten erstellen
11 Prüfen von Wagen
Fahrzeuge und deren Ausrüstung nach ihrer Zweckbestimmung unterscheiden
die für den Betrieb und Arbeitsschutz erforderlichen Anschriften und Zeichen beachten
Einhaltung von Kontroll- und Überwachungsfristen für Wagen prüfen, Maßnahmen bei Fristüberschreitungen ergreifen
Wagen auf Betriebssicherheit prüfen, insbesondere Schäden und Mängel an Laufwerk, Wagenuntergestell, Zug- und Stoßvorrichtungen, Bremsen, Verriegelungs- und Verschlusseinrichtungen sowie Bedienungseinrichtungen feststellen, Maßnahmen bei Unregelmäßigkeiten ergreifen
Wagen auf betriebssichere Beladung oder Funktion der Komforteinrichtungen prüfen, Verkehrstauglichkeit feststellen sowie Abhilfe bei Mängeln veranlassen
12 Prüfen von Bremsen
(§ 4 Abs. 1 Nr. 12)
Bremsberechnungen durchführen, Bremszettel erstellen
Maßnahmen bei Nichterreichen der vorgegebenen Bremsverhältnisse ergreifen
Bremsproben durchführen, Maßnahmen bei Unregelmäßigkeiten einleiten
13 Aufsicht am Zug
(§ 4 Abs. 1 Nr. 13)
betriebliche Unterlagen ausfertigen
Abfahrbereitschaft feststellen, Züge fertig melden, Abfahrauftrag erteilen
Maßnahmen bei Unregelmäßigkeiten, insbesondere bei Halt aus unvorhergesehenem Anlass, ergreifen
Abschlussarbeiten nach Beendigung der Fahrt durchführen
14 Leiten des Fahrdienstes
(§ 4 Abs. 1 Nr. 14)
Fahrordnung im Stellwerksbereich anwenden
fahrdienstliche Bedingungen für Zugfahrten prüfen, Zustimmung erteilen
Zugfahrten auf ordnungsgemäßen Verlauf prüfen
15 Logistische Prozesse und Qualitätsmanagement
(§ 4 Abs. 1 Nr. 15)
Kundenaufträge annehmen
Auftragsabwicklungen planen und mit vor- und nachgelagerten Bereichen abstimmen, organisatorische Schnittstellen beachten, Planungsunterlagen erstellen
Bedarf an Dienstleistungen und Produkten ermitteln, Bestellungen veranlassen
vorlaufenden, begleitenden und nachlaufenden Informationsfluss sicherstellen
Maßnahmen bei Störungen in der Transportkette ergreifen
Qualitätsmanagementsystem des Ausbildungsbetriebs anwenden
Dokumentationen erstellen, Leistungen nachweisen
Soll-Ist-Vergleiche mit Planungsdaten durchführen, Arbeitsergebnisse und -durchführungen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Qualität bewerten
Im Zusammenhang mit anderen im Ausbildungsrahmenplan aufgeführten Qualifikationen zu vermitteln.
II. Fachrichtung Fahrweg
1 Bedienen von Stellwerkseinrichtungen im Rangierbetrieb (§ 4 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe a) a) Verständigungen durchführen 4
b) Fahrwege einstellen
c) Zustimmungen erteilen
2 Bedienen von Stellwerkseinrichtungen und Leiten des Fahrdienstes im Regelbetrieb (§ 4 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe b) a) Verständigung über Zug- und Kleinwagenfahrten, insbesondere Zugmeldeverfahren, durchführen 16
c) Zug- und Kleinwagenfahrten durchführen
d) fahrdienstliche Aufgaben bei Sonderzügen, beim Ausfall von Zügen, bei Verwendung von Schiebelokomotiven sowie bei der Beförderung außergewöhnlicher Sendungen wahrnehmen
3 Bedienen von Stellwerkseinrichtungen und Leiten des Fahrdienstes bei Abweichungen vom Regelbetrieb (§ 4 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe c) a) Fahrten entgegen der gewöhnlichen Fahrtrichtung durchführen 12
b) Gleise der freien Strecke sperren, Sperrfahrten durchführen
c) Bahnhofsgleise sperren
d) Fahren auf Sicht anordnen
e) Sicherungsmaßnahmen bei Arbeiten an technischen Einrichtungen sowie Zugfahrten durchführen
f) Maßnahmen bei gefahrdrohenden Umständen und Unregelmäßigkeiten im Bahnbetrieb ergreifen, insbesondere
aa) bei Personen, Tieren oder Gegenständen im Gleis,
bb) beim Anhalten vor Signalzugschlussstellen,
cc) beim unzulässigen Vorbeifahren an Haltsignalen,
dd) bei Halten aus unvorhergesehenen Anlässen und
ee) beim Zurücksetzen von Zügen
4 Bedienen von Stellwerkseinrichtungen und Leiten des Fahrdienstes bei Störungen (§ 4 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe d) a) technische Unregelmäßigkeiten erkennen und Maßnahmen zur Beseitigung einleiten 12
b) Zugfahrten bei technischen Unregelmäßigkeiten durchführen, insbesondere
aa) an Signalen, Weichen und Gleissperren,
bb) an Einrichtungen von Bahnhofsund Streckenblöcken,
cc) an Gleisfreimeldeanlagen,
dd) am Oberbau,
ee) an Oberleitungen oder Stromschienen,
ff) an Zugbeeinflussungsanlagen und
gg) an technischen Bahnübergangssicherungen
5 Ergreifen von Maßnahmen bei gefährlichen Ereignissen (§ 4 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe e) a) Maßnahmen zur Gefahrenabwehr für den Zugbetrieb treffen, insbesondere 8
aa) Nothalte veranlassen,
bb) Gleissperrungen vornehmen,
cc) Abschaltung der Energiezufuhr veranlassen
dd) Absperrungen veranlassen und
ee) Notrufe absetzen
b) Maßnahmen nach dem Freiwerden gefährlicher Stoffe ergreifen
c) externe und interne Hilfsdienste nach Alarmierungsplan, das Notfallmanagement sowie die Betriebsleitung verständigen
III. Fachrichtung Lokführer und Transport
1 Prüfen von Triebfahrzeugen (§ 4 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe a) a) Vorbereitungs- und Abschlussarbeiten durchführen 12
b) Triebfahrzeuge und deren Teilsysteme, insbesondere
aa) Antrieb,
bb) Laufwerk,
cc) Untergestell,
dd) Zug- und Stoßeinrichtungen
ee) Bremsen sowie
ff) Kommunikations- und Sicherheitseinrichtungen
auf Funktion, Schäden und Mängel prüfen
c) Fehler und deren Ursachen unter Beachtung der funktionellen Zusammenhänge eingrenzen, Störsuchpläne anwenden
d) Mängelberichte anfertigen sowie Maßnahmen zur Behebung von Mängeln ergreifen
e) Triebfahrzeuge warten und pflegen
2 Bedienen von Triebfahrzeugen (§ 4 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe b) a) Züge und Rangiereinheiten in Abhängigkeit von der Bauart mit unterschiedlichen Anhängelasten und Reibwerten unter Beachtung des Materialverschleißes, des Energieverbrauchs und der Kundenakzeptanz anfahren, beschleunigen, bremsen und anhalten 16
c) Unregelmäßigkeiten und Störungen an Triebfahrzeugen feststellen, Anzeigen und andere Überwachungseinrichtungen auswerten
d) Kommunikationseinrichtungen nutzen
e) Belästigungen durch Immissionen, insbesondere durch Lärm und Abgase, vermeiden
f) ortsfeste Anlagen bedienen
3 Durchführen von Fahrten im Regelbetrieb (§ 4 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe c) a) Zug- und Rangierfahrten durchführen 12
b) Fahrwege beobachten
c) Fahrpläne anwenden
d) Regelungen für die Verwendung von Schiebe- und Vorspannlokomotiven beschreiben
e) Regelungen bei der Beförderung außergewöhnlicher Sendungen anwenden
4 Durchführen von Fahrten bei Abweichungen vom Regelbetrieb und bei Störungen (§ 4 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe d) a) Zugfahrten bei Abweichungen vom Regelbetrieb und bei Störungen durchführen, insbesondere Fahrten ohne Hauptsignal, ohne Signalbedienung und gegen die gewöhnliche Fahrtrichtung sowie Sperrfahrten 12
b) Maßnahmen zur Gefahrenabwehr treffen, insbesondere Notrufe absetzen, Notsignale anbringen, Gleise abriegeln, gefährdete Züge anhalten
c) Maßnahmen bei Störungen und Unregelmäßigkeiten, insbesondere an Bahnübergangssicherungsanlagen, zur Sicherung des Schienen- und Straßenverkehrs, treffen