Source: http://projektwerkstatt.de/vaupel/index.html
Timestamp: 2017-10-20 18:00:09
Document Index: 223004444

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 20', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 19', 'Art. 103', 'Art. 19', 'Art. 103']

Gerichte Staatsanwaltschaft Staatsschutz Polizei Politik Bouffier&Co.
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"gut funktionierende Behörde"
Staatsanwalt Vaupel↑
Für politische Fälle ist Staatsanwalt Martin Vaupel zuständig - ein blinder Hasser aller, die Obrigkeit kritisieren, und williger Vollstrecker der Interessen eben dieser Obrigkeit. Das Foto zeigt ihn im Gerichtssaal bei der Verhandlung gegen zwei Projektwerkstättler (mehr ...).
Im Verfolgungswahn: Anklage auf Anklage ...
als williger Vollstrecker herrschender Interessen
Mit extremem Aufwand verfolgt die Gießener Staatsanwalt politisch unerwünschte Personen. Dabei bläht sie Lappalien extrem auf, konstruiert Straftaten aus Vorgängen, die nirgends anders verurteilt werden oder - besondere Spezialität von Staatsanwalt und ihr zuarbeitender Polizei - erfindet jede Menge Straftaten.
Am 15.12.2003 beginnt ein umfangreicher Prozess mit etlichen erfundenen Straftaten gegen zwei Projektwerkstättler und endet in zwei Instanzen mit satten Verurteilungen. In diesem Prozess läuft Vaupel mehrfach zur Höchstform auf. Während er bei der Beweisaufnahme meist völlig schläfrig herumhängt und keine oder nur wenige Fragen an die ZeugInnen hatte, brillierte er bei seinem Plädoyer mit unglaublichen Konstruktionen - so unter anderem der kruden These, dass eine Beleidigung einer Oberbürgermeisterkandidatin dadurch bewiesen sei, dass diese den Angeklagten hinter geschlagen habe. Mehr zur ersten und zur zweiten Instanz ..., außerdem der Bericht über das Plädoyer von Vaupel hier ...
Am 2.3.2005 wird auch in zweiter Instanz eine Aktivistin wegen Beleidigung verurteilt, weil sie mit Kreide "Fuck the police" auf die Straße malte. Überall anders in Deutschland gibt es dazu eine klare Rechtssprechung, dass "die Polizei" gar nicht beleidigungsfähig ist - aber in Gießen tickt die Repression anders. Mehr zum Urteil und den Hintergründen ...
Während des Prozesses werden Polizisten gewalttätig. Ein Zuschauer wird von Polizisten zu Boden geworfen und von einem ins Gesicht getreten. Ebenso wird dieser wie auch eine weitere Zuschauerin von einem anderen Polizisten in den Bauch geschlagen (Bericht hier ...). Staatsanwalt Vaupel ermittelt zwar, aber stellt das Verfahren ein. Obwohl es 6 ZeugInnen gegen die Aussage des Täters steht, behauptet Vaupel ein "Aussage gegen Aussage" und deshalb sei kein Verfahren möglich (was beides nicht stimmt ...). Zur Einstellung und den darauffolgenden Beschwerden ...
Am 11.4.2005 wird ein Angeklagter vor einem Prozess von Polizisten verprügelt. Die Polizei filmt ihre eigene Tat. Der Angeklagte läßt das Video sicherstellen und reicht Anzeige ein. Doch Vaupel schützt mit vielen Lügen die Polizei und stellt ein - die Oberstaatsanwaltschaft deckt ihn. Es folgt ein Klageerzwingungsverfahren beim Oberlandesgericht, doch auch das guckt sich das Video gar nicht an und lehnt ohne weitere Recherche einfach ab. Daraufhin reichen der Betroffene und sein Rechtsanwalt Verfassungsklage ein. Mehr ...
Im Prozess gegen zwei Projektwerkstättler wiederholt Vaupel seine Position, als er über einen der Angeklagten, der ein T-Shirt trägt mit der Aufschrift "Fuck the police - verboten?" sagt, dass sei eine Straftat. Er leitete ein Ermittlungsverfahren ein ... ebenso mehrere weitere wegen Kreidesprüchen "Fuck the police" und "Lügen haben gaile Beine". Das absurdeste Verfahren ist sicherlich aber die Ermittlungen wegen Aufhängens einer Ausstellung mit Kritik an der Polizei, wo unter anderem die Verurteilung wegen "Fuck the police" beschrieben werden. Dieser Bericht über den Prozess sei erneut eine Beleidigung, weil dort geschrieben stehe, um was es ging. "Fuck the police?" lautete die Überschrift - und Meister Vaupel befand, das Fragezeichen würde den Inhalt nicht beeinflussen. Aha ...
Als im Frühjahr 2005 der PDS-Stadtverordnete Janitzki führenden Politikern immer wieder Kritik entgegenbringt, wird Vaupel auch hier aktiv und nutzt die erstbeste Gelegenheit, den Oppositionspolitiker zu kriminalisieren. Später stellt er das Verfahren ein. Mehr hier ...
Bemerkenswert ist der Eifer, mit dem Vaupel bei gleichzeitigem Verfolgungswahn politischer unerwünschter Personen die Obrigkeit vor jeder Strafverfolgung schützt. Da dürfen Bürgermeister schon mal Bombendrohungen erfinden, Grüne Kandidatinnen Menschen in der FussgängerInnenzone schlagen oder die Polizei Brandsätze selbst basteln und anderen unterschieben. Vaupel deckt alles ... mehr siehe unten in der Kurzfassung sowie auf den Sonderseiten dazu.
Download des Kapitels der Polizei-Doku 2005 über die Anzeigen und ihre Einstellung (PDF)
Nach den beiden Skandalurteilen zu "Fuck the police" und gegen Projektwerkstättler begann Vaupel mit massenweisen Verfahren wegen Beleidigung, Widerstand usw. Allerdings schreckten ihn wohl die aufwändigen Gerichtsprozesse, die jede seiner Anklagen mit sich brachte, doch wieder ab. Das wäre ein Erfolg der offensiven Prozessstrategie - ist aber Spekulation.
Am 4. September 2006 begann ein weiterer Prozess gegen einen Projektwerkstättler - der (wie üblich und politisch gewollt) mit einer Verurteilung endete. Staatsanwalt Vaupel hatte schon in die Anklage falsche Verdächtigungen hineingeschrieben und auch im Prozessverlauf einseitig entlastende Spuren nicht weiterverfolgt oder sogar vernichtet, während er belastendes Material wahnhaft sammelte oder konstruierte.
Und das alles, obwohl die Staatsanwaltschaft behauptet: Grenzen der Leistungsfähigkeit erreicht (Gießener Anzeiger, 2.3.2007)
Einstellungssache: Gegen die Obrigkeit wird nicht ermittelt↑
Im März 2004 präsentierten Gießener Gruppen die erste Dokumentation über Skandale der Gießener Justiz und Polizei, u.a. Erfindungen von Straftaten, Fälschungen von Beweismittel und Hetze mit Vorverurteilungen in der Öffentlichkeit (mehr hier ...). Auf der Grundlage dieser Recherchen wurden gegen führende VertreterInnen in Poliizei und Polizei sowie einige JournalistInnen, die ebenfalls öffentlich Straftaten oder Täterschaft unerwünschter Personen erfanden, Anzeige erstattet. Alle Anzeigen waren an die Oberstaatsanwaltschaft in Frankfurt gerichtet worden mit der Begründung, dass die Staatsanwaltschaft Gießen befangen und eng mit den angezeigten Personen verfilztsei. Ein neutrales Ermittlungsverfahren sei in Gießen nicht denkbar.
Presseinformation dazu aus der Projektwerkstatt (14.6.2004):
Die Staatsanwaltschaft Gießen und der in diesem Fall zuständige Staatsanwalt Martin Vaupel zeigten, dass die Bedenken gegen sie berechtigt waren. Wenige Tage später (am 7.7.2004) stellt sie bereits einen großen Teil der Verfahren ein. Interessant: Sie stellte sofort ohne jegliche Ermittlungen alle Verfahren vorläufig ein, die mit dem Prozeß gegen zwei Projektwerkstättler zu tun haben. Offenbar sollten die BelastungszeugInnen dort nicht unter Anklage stehen. Dass genau diese Personen für die Einstellung ausgewählt wurden, ist offensichtlich, dass keine Sachentscheidung, sondern eine taktische Entscheidung zur weiteren Kriminalisierung von politischem Protest getroffen wurde. Außerdem stellte er die weiteren Fälle mit kruden Begründungen endgültig ein.
Auswahl der spektakulärsten Einstellungen
Übersicht aller Anzeigen und Einstellungen hier ...
Bemerkenswerte Parteinahme des Staatsanwaltes Vaupel, der gleichzeitig Ankläger und Scharfmacher gegen die Projektwerkstatt ist. Er behauptet, der Faustschlag von Gülle hätte nur den Lebenskreis der Beteiligten berührt - tatsächlich ist er öffentlich breit diskutiert worden und hat selbst ja inmitten der Fußgängerzone stattgefunden. Mehrere Personen waren damals von der Polizei verhaftet worden, um die Empörung in den Griff zu bekommen. Grüne Parteisoldaten hatten öffentlich den Schlag mit Beifall quittiert, der Gießener (CDU)-Bürgermeister hatte die Schläger-Grüne öffentlich umarmt als Beifallsgeste. Aber Vaupel hat halt nur ein Ziel im Kopf: Die Obrigkeit schützen und den Protest kriminalisieren. Wie absurd Vaupels Einstellung ist, zeigt auch die Tatsache, dass er eine behauptete Beleidigung, die in der Auseinandersetzung gegen Gülle gefallen sein soll, anklagte - öffentliches Interesse war seiner Meinung nach gegeben, wenn es im Interesse der Herrschenden ist.
Im Prozess gegen zwei Projektwerkstättler machte der CDU-Stadtverordnetenvorsteher am 15.12.2003 eine Falschaussage. Wie aus der Einstellungsmitteilung (siehe Abb. unten) zu sehen ist, hatte Vaupel auch das Verfahren gegen Stadtverordnetenvorsteher Gail sofort eingestellt - ohne Ermittlungen. Im Januar 2005 dann griffen AktivistInnen aus dem Umfeld der Projektwerkstatt mit neuem Material Gail wegen Falschaussagen an. Diesmal entstand öffentliches Echo und die Staatsanwaltschaft musste das Ermittlungsverfahren wieder beginnen - angesichts der klaren Lage konnte CDU-Mann Gail diesmal nur deshalb ungeschoren davonkommen, weil Vaupel ihn für doof erklärte. Zu den Falschaussagen und sonstigen Lügen von Gail sowie seinem Schutzengel Vaupel mehr hier ...
Ebenso eingestellt wurde, wie der Ausschnitt zeigt, das Verfahren gegen KOK Holger Schmidt. Auch der hatte absurde Falschaussagen am 15.12.2003 im Prozessverlauf gemacht, die sich allesamt widerlegen ließen. Staatsanwalt Vaupel nutzte das bei der Berufungsverhandlung trickreick. Obwohl das Verfahren schon vorläufig eingestellt war, nahm er dieses zum Anlass, den Zeugen vor den Fragen des Angeklagten zu schützen mit dem Verweis, dieser könnte weitere Falschaussagen machen und sich damit strafbar machen. Damit fehlte zwar auch der Hauptzeuge, verurteilt wurde der Angeklagte trotzdem ...
Am 9.9.2004 ging der nächste Brief des Gießener Polit-Staatsanwaltes Vaupel ein - auch der Rest der Anzeigen wird eingestellt. Die Begründungen sind auch diesmal absurd ...
StA Vaupel behauptet, es sei bei keinem der Fälle "auch nur ansatzweise" erkennbar, dass die Angezeigten "wider besseren Wissens" gehandelt hätten. Einer der angezeigten Fälle ist die erfundene Bombendrohung vom Gießener Bürgermeister Haumann. Der mußte nach zweimonatigem Lügen seine Erfindung eingestehen und auch zugeben, die Bombendrohung wider besseren Wissens benannt zu haben. Das ist öffentlich, stand in der Presse und ist sicherlich auch dem in der gleichen Stadt agierenden Vaupel bekannt. Zudem wurde auch die Kriminalitätsstatistik der Polizei nach der Kritik an der Falschmeldung textlich leicht geändert. Auch hier scheinen die Verantwortlichen völlig klar zu haben, was sie tun. Staatsanwalt Vaupel aber schützt die Eliten und betreibt dafür Rechtsbeugung und Strafvereitelung im Amt.
Zumindest in den beiden benannten Fällen ist die Lage bereits geklärt und eindeutig. In den anderen hätte Vaupel per Ermittlung schnell herausfinden können, was Sachlage ist. Aber gerade diese Ermittlungen lehnt er ab - es wird nicht auf eine Klageerhebung verzichtet, sondern bereits die Ermittlung abgelehnt. Das heißt: Das Ergebnis steht fest und soll nicht durch Hingucken gefährdet werden - eindeutige Strafvereitelung im Atm!
Hinsichtlich der Beleidigung ist interessant, wie Vaupel "öffentliches Interesse" bewertet. Wenn Beleidigungen in der Zeitung stehen, berührt der Vorgang nur "den Lebenskreis der Beteiligten". Wenn aber ein Politaktivist ein Wahlplakat mit einer Gießkanne naß macht, erhebt er eifrig Anklage wegen Beleidigung (siehe Infos zum Prozeß gegen Projektwerkstättler ...). Damals hat Vaupel nicht auf die Privatklagemöglichkeit verwiesen - aber damals handelte er ja auch für die Eliten gegen Oppositionelle.
Eigentlich müßte Vaupel ermitteln ... Auszug aus der Strafprozeßordnung:
Hiergegen gab es eine Beschwerde beim Generalstaatsanwalt Hessen. Der wies Anfang November alle Beschwerden zurück. In den Gründen aber steckt es faustdick: Demokratie und Rechtsstaat in Hochform ... mehr hier!
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen ...
Indymediaartikel zu den Anzeigen
Indy-Artikel zu den Einstellungen
Keine Chance für Strafanzeige gegen Staatsanwalt↑
Wegen Rechtsbeugung und Strafvereitelung stellten ein Aktivist nach dem Ende aller Ermittlungsverfahren gegen PolitikerInnen und Polizei Strafanzeige gegen Vaupel. Absurd: Der Vorgang wurde vom Generalstaatsanwalt zur Bearbeitung an die Gießener Staatsanwaltschaft gegeben ... die ermittelte also zu sich selbst ...
Zehnmal Strafvereitelung im Amt:
Anzeige gegen Gießener Staatsanwalt Vaupel
Seit Jahren erhebt der für politische Straftaten zuständige Gießener Staatsanwalt Vaupel Anzeige um Anzeige gegen ihm und den politischen Eliten missliebige Personen. Kreativ beteiligt er sich an der Erfindung von Straftaten, deckt die Fälschung von Beweismitteln und erfindet Straftatbestände, die kein Gesetzbuch kennt. Nun ist er selbst angezeigt worden - und zwar gleich in zehn Fällen. Strafvereitelung im Amt und Rechtsbeugung werfen ihm seine Kritiker aus dem Umfeld der Projektwerkstatt in Saasen vor.
"Staatsanwalt Vaupel ist fleißig, wenn er politische Gegner kriminalisieren kann. Wenn aber führende Politiker, Polizeibeamte oder Zeitungschefs Bombendrohungen erfinden, um sich schlagen, falsche Verdächtigungen aussprechen oder Meineid begehen, dann drückt er beide Augen zu", formuliert Jörg Bergstedt aus der Projektwerkstatt seine Kritik. Er ist, wie andere AkteurInnen in Gießen auch, von etlichen Gerichtsverfahren betroffen. Seine Anzeigen gegen politische Eliten der Stadt hat Staatsanwalt Vaupel dagegen abgelehnt - überwiegend hat er bereits die Aufnahme von Ermittlungen verweigert. "Das ist Strafvereitelung im Amt", sagt Bergstedt und fügt hinzu: "Zudem hat Vaupel mehrere Erfindungen der Polizei und Tageszeitungen selbst wiederholt. Daher hat er auch eine Anzeige wegen Rechtsbeugung erhalten".
Die Vorwürfe lassen sich grob zusammenfassen. So hat StA Vaupel behauptet, es sei bei keinem der von ihm nicht verfolgten Fälle "auch nur ansatzweise" erkennbar, dass die Angezeigten "wider besseren Wissens" gehandelt hätten. Einer der angezeigten Fälle ist die erfundene Bombendrohung vom Gießener Bürgermeister Haumann. Der musste nach zweimonatigem Lügen seine Erfindung eingestehen und auch zugeben, die Bombendrohung wider besseren Wissens benannt zu haben. Das ist öffentlich, stand in der Presse und ist sicherlich auch dem in der gleichen Stadt agierenden Vaupel bekannt. Gleiches gilt für die falschen Verdächtigungen in der Kriminalitätsstatistik 2003 der Gießener Polizei, denn diese wurde nach einer Kritik textlich leicht geändert. Die Verantwortlichen wissen, was sie tun. Staatsanwalt Vaupel aber schützt die Eliten und betreibt dafür Rechtsbeugung und Strafvereitelung im Amt.
Zumindest in den beiden benannten Fällen ist die Lage bereits geklärt und eindeutig. In den anderen hätte Vaupel per Ermittlung schnell herausfinden können, was Sachlage ist. Aber gerade diese Ermittlungen lehnt er ab - es wird nicht auf eine Klageerhebung verzichtet, sondern bereits die Ermittlung abgelehnt. Das heißt: Das Ergebnis steht fest und soll nicht durch Ermittlungen gefährdet werden - eindeutige Strafvereitelung im Amt!
Hinsichtlich der angezeigten Beleidigungen ist interessant, wie Vaupel "öffentliches Interesse" bewertet. Wenn in der Zeitung gegen ProjektwerkstättlerInnen gehetzt wird, berührt das nur "den Lebenskreis der Beteiligten". Wenn aber ein Politaktivist ein Wahlplakat mit einer Gießkanne benässt, erhebt er eifrig Anklage wegen Beleidigung. Schlägt dann die auf dem Wahlplakat abgebildete Politikerin dem Aktivisten mit der Faust ins Gesicht, ist das nach Meinung von Vaupel wieder ohne "öffentliches Interesse".
Hinsichtlich der Aussichten seiner Anzeige macht Jörg Bergstedt sich wenig Hoffnung: "Die Eliten hängen zusammen und eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Der jetzt angeschriebene Oberstaatsanwalt wird von sich aus oder durch Druck von außen wahrscheinlich auch diese Anzeige ablehnen. Vielleicht passiert ja mal ein Wunder - ansonsten ist es ein weiterer Beleg, wie Justiz funktioniert!"
Alle Hintergründe und die aktuellen Vorgänge sind im Internet über die Seite www.polizeidoku-giessen.tk einsehbar.
Hinweise für JournalistInnen und Interessierte:
Mail- und Telefonkontakt zum Anzeigensteller über die Projektwerkstatt, 06401/903283
Bericht auf Indymedia dazu ...
Es kam, wie es kommen musste: Die Strafanzeige wurde eingestellt. Mehr hier ...
Staatsanwälte missachten die Verfassungen - reihenweise↑
Art. 1, Abs. 3:
Art. 20, Abs. 3:
Auf dieser Seite folgende nur direkte Verfassungsbrüche. Die genannten Artikel 1, Abs. 2 und 20, Abs. 3 binden aber gerade die Justizbehörden in besonderer Weise an Recht und Gesetz. Daher sind Straftaten, die diese begehen, gleichzeitig auch immer noch ein Grundrechtsbruch. Diese indirekten Brüche des Grundgesetzes werden auf dieser Seite aber nicht gesondert aufgeführt, sondern sind auf anderen Seiten zu Staatsanwalt Vaupel, zur Strafvereitelung bei Straftaten von PolizistInnen, RichterInnen und PolitikerInnen und in der Dokumentation von Gerichtsprozessen zu finden. Typisch sind ...
Strafvereitelung im Amt bei der Weigerung, gegen PolizistInnen, PolitikerInnen und RichterInnen zu ermitteln oder Anklage zu erheben
Rechsbeugung im Amt bei solchen Einstellungen oder Ermittlungsverweigerungen, die einem Freispruch in der Wirkung gleichkommen
Falsche Verdächtigung z.B. in der Anklageschrift zum Prozess ab 4.9.2006 oder bei der Behauptung, die Kriminalitätsstatistik 2003 der Polizei Mittelhessen entspräche den Tatsachen
Missachtung und Vernichtung entlastender Beweismittel bei Verfahren gegen unerwünschte Personen (die Staatsanwaltschaft ist nach der Strafprozessordnung angehalten, bei der Aufklärung des Sachverhaltes mitzuwirken und auch entlastenden Hinweisen nachzugehen - das ist regelmäßig nicht der Fall)
Nichtaufnahme von Ermittlungen trotz vorliegender Informationen über Straftaten (z.B. dem Mitkriegen von Falschaussagen in Prozessen)
Die unterlegten Daten weisen auf Verfassungsbrüche der Staatsanwaltschaft vor dem 3.12.2003 hin. Das ist von Bedeutung, weil im Prozess um die Farbattacke an diesem Tag die Frage zu klären ist, ob die Graffitis und andere Aktionen straffrei sind, weil sie sich auf das Widerstandsrecht der hessischen Verfassung beziehen. Richter Wendel als Urteilender der ersten Instanz behauptete, das die vorgebrachten Grundrechtsbrüche erst nach dem 3.12.2003 geschahen. Diese Seite belegt daher nebenbei auch, dass das gelogen war. Aber eine Lüge mehr oder weniger ...
Art. 3, Abs. 1:
Politsch unerwünschte AktivistInnen, vor allem KritikerInnen der Polizei und der Justiz, wurden in einer Vielzahl von Fällen angeklagt oder waren von Ermittlungsmaßnahmen betroffen. Die Logik gerichteter Justiz war bei ihnen immer die, dass Vaupel und seine KollegInnen fleißig nur das belastende Material sammelten und entlastende Hinweise vernichteten oder missachteten. Bei Straftaten seitens der Obrigkeit oder ihrer Hilfsinstitutionen verhielt sich Vaupel genau entgegengesetzt: Ermittlungen wurden gar nicht aufgenommen oder während dieser ausschließlich nach entlastenden Gesichtspunkten gesucht. Das Ergebnis von Ermittlungen und Gerichtsverfahren steht in einem Justizsystem, dass den Interessen der Herrschenden dient und einerseits dieser Obrigkeit sowie andererseits dem von diesen gemachten Recht unterworfen ist, vorher fest. Ermittlungen und Prozesse dienen der Findung oder Erfindung von Gründen für das feststehende Ergebnis.
Am 12.12.2002 erfand der Gießener Bürgermeister eine Bombendrohung. Der mußte nach zweimonatigem Lügen seine Erfindung eingestehen und auch zugeben, die Bombendrohung wider besseren Wissens benannt zu haben. Das geschah öffentlich, stand in der Presse und war sicherlich auch dem in der gleichen Stadt agierenden Vaupel bekannt. StA Vaupel aber ermittelte nicht. Erst als eine Anzeige einging, wurde er aktiv - aber nur mit dem Ziel, Gründe für das vorher feststehende Ergebnis einer Einstellung zu finden. Er fand diesen in der Behauptung, es ergäbe sich nirgends "auch nur ansatzweise" der Verdacht, dass der Angezeigte "wider besseren Wissens" gehandelt hätte. Dabei hatte es Bürgermeister Haumann selbst zugegeben. Das zeigt, wie unterschiedlich Vaupel vorgeht je nachdem, wer im Verdacht einer Straftat steht. Mehr über die erfundene Bombendrohung vom Gießener Bürgermeister Haumann ...
Dieser Vorgang geschah vor dem 3.12.2003 und ist damit für die Frage eines Widerstandsrecht im Verfahren um die Farbattacke auf Amtsgericht und Staatsanwaltschaft von Bedeutung.
Bemerkenswerte Parteinahme des Staatsanwaltes Vaupel zugunsten einer Politikerin und zuungunsten eines von ihr am 23.8.2003 geprügelten Politaktivsten. Das Verfahren gegen die Prügelnde stellte er ein wegen fehlendem öffentlichen Interesses. Vaupel schrieb, der Faustschlag von Gülle hätte nur den Lebenskreis der Beteiligten berührt - tatsächlich ist er öffentlich breit diskutiert worden und hat selbst ja inmitten der Fußgängerzone stattgefunden. Mehrere Personen waren damals von der Polizei verhaftet worden, um die Empörung in den Griff zu bekommen. Grüne Parteisoldaten hatten öffentlich den Schlag mit Beifall quittiert, der Gießener (CDU)-Bürgermeister hatte die Schläger-Grüne öffentlich umarmt als Beifallsgeste. Aber Vaupel hat halt nur zwei Ziele im Kopf: Zum einen die Obrigkeit schützen und zum anderen den Protest kriminalisieren. Wie absurd Vaupels Einstellung ist, zeigt nämlich die Tatsache, dass er eine behauptete Beleidigung, die in der gleichen Auseinandersetzung gegen Gülle gefallen sein soll, anklagte - öffentliches Interesse war seiner Meinung nach nun plötzlich gegeben. Öffentliches Interesse ist offenbar das Interesse der Herrschenden. Von Gleichheit vor dem Gesetz jedenfalls keine Spur ...
Während eines Gerichtsprozesses werden Polizisten gewalttätig. Ein Zuschauer wird von Polizisten zu Boden geworfen und von einem ins Gesicht getreten. Ebenso wird dieser wie auch eine weitere Zuschauerin von einem anderen Polizisten in den Bauch geschlagen (Bericht hier ...). Staatsanwalt Vaupel ermittelt zwar, aber stellt das Verfahren ein. Obwohl es 6 ZeugInnen gegen die Aussage des Täters steht, behauptet Vaupel ein "Aussage gegen Aussage" und deshalb sei kein Verfahren möglich (was beides nicht stimmt ...). Zur Einstellung und den darauffolgenden Beschwerden ...
Am 11.4.2005 wird ein Angeklagter vor einem Prozess von Polizisten verprügelt. Die Polizei filmt ihre eigene Tat. Der Angeklagte läßt das Video sicherstellen und reicht Anzeige ein. Doch Vaupel schützt mit vielen Lügen die Polizei und stellt ein - die Oberstaatsanwaltschaft deckt ihn. Es folgt ein Klageerzwingungsverfahren beim Oberlandesgericht, doch auch das guckt sich das Video gar nicht an und lehnt ohne weitere Recherche einfach ab. Daraufhin reicht der Rechtsanwalt des Betroffenen Verfassungsklage ein. Diese wird ohne Angabe von Gründe abgewehrt. Mehr ...
Auch bei Falschaussagen ergaben sich bizarre Unterschiede. Zwar hat es am Ende gar keine Anklage in einer der Sachen gegeben, jedoch der Umgang seitens der Staatsanwaltschaft war auffällig unterschiedlich. Am bekanntesten wurde der Fall des CDU-Mannes Gail. Im Prozess gegen zwei Projektwerkstättler machte der Gießener Stadtverordnetenvorsteher am 15.12.2003 eine Falschaussage. Die Lüge machte er nicht das erste Mal. Er hatte das gleiche Märchen schon gegenüber dem Parlament und danach gegenüber der Presse aufgetischt. Eine Fahrlässigkeit kann also ausgeschlossen werden. Wie aus der Einstellungsmitteilung (siehe Abb. unten) zu sehen ist, hatte Vaupel auch das Verfahren gegen Stadtverordnetenvorsteher Gail sofort eingestellt - ohne Ermittlungen. Im Januar 2005 dann griffen AktivistInnen aus dem Umfeld der Projektwerkstatt mit neuem Material Gail wegen dieser Falschaussage an. Diesmal entstand öffentliches Echo und die Staatsanwaltschaft musste das Ermittlungsverfahren wieder beginnen - angesichts der klaren Lage konnte CDU-Mann Gail diesmal nur deshalb ungeschoren davonkommen, weil Vaupel ihn für doof erklärte. Das aber tat Vaupel, denn sein wichtigstes Ziel ist, die Obrigkeit zu schützen. Zu den Falschaussagen und sonstigen Lügen von Gail sowie seinem Schutzengel Vaupel mehr hier ...
Ganz anders ging Vaupel dagegen vor, als in der Berufungsverhandlung (2. Instanz) des gleichen Prozesses ein Stadtverordneter der PDS einen Augenzeugenbericht von einer Demo gab. Obwohl keinerlei Anhaltspunkt für eine Falschaussage vorlag (die Aussage stand einfach nur gegen die später als glaubwürdig gewertete, sich aber vielfach selbst widersprechende Aussage des Polizeizeugen), zettelte Vaupel gleich ein Falschaussageverfahren an und äußerte diesen Vorwurf auch öffentlich - während er Gail auch vor Gericht fortlaufend verteidigte.
Insgesamt machten etliche BelastungszeugInnen erkennbar falsche Aussagen, manche sogar als falsche Verdächtigung, d.h. als konkrete Falschangabe über Täterschaft des Angeklagten in weiteren Fällen. Kein einziger Fall wurde von Staatsanwalt Vaupel verfolgt, niemals auch nur ermittelt.
Unterschiedlicher Wert von ZeugInnen
In mehreren Fällen haben Gerichte und Staatsanwaltschaft ZeugInnen allein wegen ihrer Zugehörigkeit zur herrschenden Klasse oder zu deren Hilfsinstitutionen, vor allem der Polizei, als glaubwürdiger eingestuft als sie dies bei anderen machten. Auch das bedeutet eine Ungleichheit vor dem Gesetz.
Art. 5, Abs. 1:
"Fuck the police" schrieb eine Aktivistin im August 2003 mit Kreide auf den Parkplatz vor der Bereitschaftspolizei in Lich. Grund: Die waren prügelnd nach Köln gegen das dortige Grenzcamp 2003 gezogen. So machten einige eine "Inspektion" der Polizei - Aktionsbericht siehe hier ... Eigentlich ist es klar: "Fuck the police" ist keine Beleidigung, denn "die Polizei" ist nicht ein konkreter Polizist. In Gießen aber ticken die Uhren der über kreative Proteste wütenden Obrigkeit anders. Staatsanwälte und RichterInnen sind willige VollstreckerInnen der Regierenden. Die Staatsanwaltschaft klagte die Kreidemalerin an und ließ sich denn einige Pointen einfallen, wie aus "the police" doch der ganz konkrete Polizist Koch aus Grünberg wurde. Der ist zwar nicht einmal bei der Bereitschaftspolizei Lich, also kann gar nicht mit der Aktion gemeint gewesen sein, aber Vaupel erhob trotzdem Anklage. Artig verurteilten die Amtsrichterin Kaufmann in erster Instanz, das Landgericht um Richter Pfister in zweiter Instanz und das OLG die Malerin. Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit beachten alle gar nicht.
Am 2.3.2005 wird die Aktivistin auch in zweiter Instanz wegen Beleidigung verurteilt, weil sie mit Kreide "Fuck the police" auf die Straße malte. Überall anders in Deutschland gibt es dazu eine klare Rechtssprechung, dass "die Polizei" gar nicht beleidigungsfähig ist - aber in Gießen tickt die Repression anders. Mehr zum Urteil und den Hintergründen ...
Im Prozess gegen zwei Projektwerkstättler im Frühjahr 2005 wiederholt Vaupel seine Position, als er über einen der Angeklagten, der ein T-Shirt trägt mit der Aufschrift "Fuck the police - verboten?" sagt, dass sei eine Straftat. Er leitete ein Ermittlungsverfahren ein ...
Nach den ersten Verurteilungen verfiel Staatsanwalt Vaupel geradezu in einen Verfolgungswahn. Er leitete mehrere weitere Ermittlungsverfahren wegen Kreidesprüchen ein darunter mehrfach das "Fuck the police" und zudem das auf den mehrfach der Lüge überführen Gießener CDU-Stadtverordnetenvorsteher Gail anspielende "Lügen haben gaile Beine". Das absurdeste Verfahren ist sicherlich aber die Ermittlungen wegen Aufhängens einer Ausstellung mit Kritik an der Polizei, wo unter anderem die Verurteilung wegen "Fuck the police" beschrieben werden. Dieser Bericht über den Prozess sei erneut eine Beleidigung, weil dort geschrieben stehe, um was es ging. "Fuck the police?" lautete die Überschrift - und Meister Vaupel befand, das Fragezeichen würde den Inhalt nicht beeinflussen.
Zur Zeit läuft wegen der Verurteilung noch eine Verfassungsklage
Der Verfassungsbruch der Staatsanwaltschaft fand durch Anklageerhebung im "Fuck-the-police"-Prozess und damit vor dem 15.12.2003 statt
Bei allen Hausdurchsuchungen in der Projektwerkstatt (und das waren viele!) wurden bisher auch immer die gekennzeichneten Redaktionsräume durchsucht. Das verstösst gegen die Pressefreiheit des Grundgesetzes. In einem Fall (14.5.2006) wurde diese Hausdurchsuchung durch die Staatsanwaltschaft angeordnet (vermeintlich Gefahr im Verzuge), in einem anderen Fall war Staatsanwalt Vaupel sogar selbst anwesend (3.12.2003), ohne irgendetwas gegen den Grundrechtsbruch zu tun. Im Gerichtsprozess vom 4.9.2006 bis 20.11.2006 verweigerten Vaupel und das Gericht die Aufklärung zu diesem Vorkommnis, obwohl es direkt mit dem verhandelten Gegenstand des Verfahrens zusammenhing.
Ein weiterer Verstoß gegen die Pressefreiheit war die Beschlagnahme einer Ausstellung, auf der kritisch über den Prozess wegen "Fuck the police" berichtet wurde. Die Nennung des Prozessgegenstandes wurde als erneute Beleidigung gewertet - offensichtlich um die Ausstellung beschlagnahmen zu können, was am 11.4.2005 unter erheblicher Gewaltanwendung auch geschah.
Bei der Hausdurchsuchung am 10.1.2003 wurden nicht nur die Redaktionsräume durchsucht, sondern auch alle Rechner und technischen Geräte aus diesen Räumen beschlagnahmt. Das geschah - wie selbstverständlich bei der Gießener Polizei, ohne Durchsuchungsbefehl. Es ist also unklar, ob nicht die Staatsanwaltschaft hier ihre Finger im Spiel hatte oder ob die Polizei auf eigene Faust handelte. Amtsrichterin Kaufmann bescheinigte der Hausdurchsuchung einige Tage später die Rechtmäßigkeit - ein Vorgang, den es so überhaupt nicht gibt.
Art. 5, Abs. 3:
Am 23.8.2003 fand auf dem Seltersweg eine Theateraktion unter dem Motto "Herrschaft sprengen/Fesseln sprengen" statt. Eine Theatergruppe war mit Gießkannen unterwegs und "sprengte" Symbole der Herrschaft. Die Theaterperfomance wurde jäh unterbrochen, als eine Politikerin von Bündnis90/Die Grünen ausrastete und einen der Darsteller prügelte. Die Polizei nahm mehrere der Theaterspieler fest, darunter den Geprügelten. Die Prüglerin schützte sie und überredete sie zu einer Anzeige - wegen Beleidigung. Staatsanwalt Vaupel ging gleich noch weiter und erhob Anklage wegen Beleidigung, Sachbeschädigung und Körperverletzung gegen den Geprügelten. Nicht nur, dass das alles komplett erfunden war, es bricht auch das Grundgesetz hinsichtlich der Kunstfreiheit. Denn die Darstellung war fraglos eine Kunstaktion.
Der Verfassungsbruch der Staatsanwaltschaft fand durch Anklageerhebung (nachgereichter Anklagepunkt kurz vor dem Prozess) und damit vor dem 15.12.2003 statt
Art. 8, Abs. 1:
In der Anklage zum Prozess ab dem 15.12.2003 wird zum Hauptanklagepunkt, bei dem der Redner einer Demonstration von der Polizei angegriffen wurde, von „einer nichtangemeldeten Demonstration“ gesprochen. Da dieses so explizit benannt wird, entsteht der Verdacht, dass die Staatsanwaltschaft der Meinung sei, dass die Versammlung deshalb rechtswidrig gewesen und der Polizeieinsatz deshalb rechtmäßig sein könnte. Auch diese Auffassung ist irrig – zum einen gibt es nichtangemeldete Demonstrationen, die rechtmäßig sind (eben Spontanversammlungen), zum zweiten steht nach der Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts auch eine nicht ordnungsgemäß angemeldet Demonstration weiter unter dem Schutz des Versammlungsrechts und drittens hätte für alle Fälle auf jeden Fall gegolten, dass die Polizei zunächst mit Auflagen und dann der formalen Auflösung hätte arbeiten müssen, was nicht geschehen ist. Somit zeigt auch die Staatsanwaltschaft ihr Nichtwissen über Versammlungsrecht oder ihr Nichtwollen der Beachtung von Gesetzen bei der Aburteilung einer politisch unerwünschten Person. Die Anklage am 16.5.2003 war in diesem Punkt grundrechtswidrig.
Verfassungsklage wegen Verstößen gegen das Versammlungsrecht im Zusammenhang mit dem Prozess ab 15.12.2003
Der Verfassungsbruch der Staatsanwaltschaft fand durch Anklageerhebung und damit vor dem 15.12.2003 statt
Art. 13, Abs. 1 und 2:
Die Staatsanwaltschaft ordnete am 14.5.2006 eine Hausdurchsuchung in der Projektwerkstatt an. Dabei behauptete sie, dass Gefahr im Verzuge vorliegen würde. Die Hausdurchsuchung war mehrfach rechtswidrig:
Eine Begründung für "Gefahr im Verzuge" wurde nie angegeben. Es bietet sich auch keine mögliche Erklärung an, da die Polizei alle vermeintlich Tatverdächtigen verhaftet hatte.
Die Hausdurchsuchung erfolgte tagsüber an einem Sonntag. Es wäre fraglos möglich gewesen, eineN BereitschaftsrichterIn einzuschalten.
Schon zum Zeitpunkt der Verhaftung war der Polizei bekannt, dass gegen die Verhafteten kein Tatverdacht vorlag. Erst recht gilt das für die Stunden später erfolgende Hausdurchsuchung.
Nach den Vermerken von Polizei und Staatsanwaltschaft sollte in der Projektwerkstatt ausschließlich nach Rest einer Sprühschablone gesucht werden. Tatsächlich nahmen die PolizeibeamtInnen aber Adresslisten, Terminkalender usw. mit.
All dieses war der Staatsanwaltschaft bekannt, führte aber zu keinerlei Konsequenzen.
Art. 19, Abs. 4:
Art. 103, Abs. 1:
In einer Vielzahl von Fällen haben Betroffene Anzeigen gegen prügelnde PolizistInnen und PolitikerInnen, gegen ständige Freiheitsberaubung, illegale Hausdurchsuchungen, üble Nachrede und falsche Verdächtigung, Vortäuschung von Straftaten und Falschaussagen eingereicht. Keine einzige (!) wurde von der Staatsanwaltschaft verfolgt. Den Betroffenen war dadurch der gesamte Rechtsweg versperrt, denn mit Hilfe eines Tricks konnten alle Gerichtsverfahren abgeschmettert werden. Dieser Trick geht so:
Behördliche Massnahme können grundsätzlich vor dem Verwaltungsgericht überprüft werden. Dabei findet ein öffentliches Verfahren statt, zu dem auch ZeugInnen geladen werden können usw. Polizeiliche Massnahmen gehören zu diesen Vorgängen, die per Beschwerde oder Fortsetzungsfeststellungsklage überprüft werden können.
Allerdings gibt es eine Ausnahme: Wenn ein Ermittlungsverfahren gegen die Person eingeleitet wird, die eine solche Klage vor dem Verwaltungsgericht erhebt, sind plötzlich wieder die normalen Gerichte, d.h. meist das Amtsgericht, zuständig. Unterschied allerdings: Über Beschwerden entscheiden dort die RichterInnen ohne jegliche Anhörung und ohne öffentliches Verfahren.
Das nun ist das, was dem politischen Interesse entspricht: Die Straf- und Gewalttaten von Seiten des Staates und der Obrigkeit sollen schließlich vertuscht werden. Also tat Staatsanwalt Vaupel das, was nötig war, um Verfahren vor dem Verwaltungsgericht zu verhindern - er leitete stets ein Ermittlungsverfahren ein. Das trieb manchmal seltsame Blüten, als z.B. ein Ermittlungsverfahren gegen illegal verhaftete Personen, die sich Gedichte vorlasen, eingeleitet und dafür ein vermeintlich geplanter Brandanschlag samt von der Polizei selbst gebastelten Brandsatz erfunden wurde (siehe Dokumentation des 9.12.2003).
Das gewünschte Ziel erreichte Vaupel mit seinen ständigen Ermittlungsverfahren. Das Verwaltungsgericht lehnte mehrfach Verfahren ab.
Wenn das Verwaltungsgericht abgelehnt hatte, stellte auch Vaupel seine Ermittlungen wieder ein - schließlich war der Zweck des Ermittlungsverfahrens erreicht.
Insgesamt stellt dieser Trick einen Verstoß gegen Art. 19, Abs. 4 des Grundgesetzes dar, weil mti diesem Trick der Zugang zu einem Gericht verwehrt werden konnte. Zumindest wird ein öffentliches Verfahren, das Hören von ZeugInnen usw. verwehrt. Dieses ist aber wiederum im Art. 103, Abs. 1 verankert. Wenn also Staatsanwalt Vaupel aus taktischen Gründen gegen die Opfer von Gewalt oder anderen Straftaten ermittelte, um Polizei und Obrigkeit zu schützen, so schuf er damit die Voraussetzungen, dass eine gerichtliche Überprüfung mit Anhörungsrecht nicht stattfinden musste.
Absurde Justiz in Gießen (der Überblick)
Licher Bereitschaftspolizei fälscht Video (Bullenprügel gegen Kurden 1999)
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