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Timestamp: 2016-10-25 22:46:01
Document Index: 201417684

Matched Legal Cases: ['Art. 363', 'Art. 107', 'Art. 368', 'Art. 368', 'Art. 368', 'Art. 368', 'Art. 102', 'BGE', 'Art. 107', 'Art. 107', 'Art. 107', 'Art. 368', 'BGE', 'Art. 107', 'Art. 368', 'Art. 368', 'BGE', 'BGE', 'Art. 368', 'Art. 368', 'Art. 368', 'Art. 368', 'Art. 29', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 95', 'Art. 368', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_290/2010 (10.12.2010)
Daniela von Fl�e Bolliger,
A.________ (Beschwerdef�hrerin) und B.________ (Beschwerdegegner) schlossen am 24. Oktober 2005 einen als "Kaufvertrag" bezeichneten Vertrag ab. Als "Kaufobjekt" wurde ein damals im Eigentum des Beschwerdegegners stehendes Segelboot aufgef�hrt. Der Beschwerdegegner sollte am Segelboot vorg�ngig zur Eigentums�bertragung diverse Umbau- und Neubauarbeiten entsprechend den W�nschen der Beschwerdef�hrerin vornehmen. Der "Kaufpreis" wurde mit Fr. 70'000.-- beziffert. Die Details hinsichtlich der vom Beschwerdegegner f�r den "Umbau/Neubau des Segelbootes" zu erbringenden Leistungen wurden in einer separaten Aufstellung vom 24. Oktober 2005 geregelt. Darin wurde der Kaufpreis des Segelbootes mit Fr. 5'000.-- und der Preis f�r die verschiedenen vom Beschwerdegegner zu erbringenden Neu- und Umbauarbeiten mit insgesamt Fr. 65'000.-- beziffert.
Im Januar 2006 begann der Beschwerdegegner mit den Arbeiten am Segelboot. Die Details der Arbeiten hatten die Parteien laufend besprochen. Da es im Verlauf der Ausf�hrung der Arbeiten zu �nderungen am urspr�nglich vereinbarten Leistungsumfang gekommen war, erh�hte sich der von der Beschwerdef�hrerin zu bezahlende Preis auf total Fr. 77'400.--. Die Beschwerdef�hrerin hat diesen Betrag in mehreren Ratenzahlungen vollst�ndig getilgt.
Die Einwasserung des Segelbootes erfolgte am 27. M�rz 2006. Eine f�rmliche �bergabe fand nicht statt. Der Schiffsausweis f�r das Segelboot wurde am 2. Juni 2006 ausgestellt.
Die Beschwerdef�hrerin stellte verschiedene M�ngel am Segelboot fest, die mehrmals Gegenstand von Gespr�chen zwischen den Parteien gewesen waren und aufgrund derer mehrere Nachbesserungsarbeiten durch den Beschwerdegegner ausgef�hrt werden mussten. Am 26. Mai 2006 arbeitete die Beschwerdef�hrerin erstmals eine schriftliche M�ngelliste aus. Sie erstellte mit Datum vom 23. Juni 2006 eine weitere Liste mit dem Titel "Dringende Arbeiten besprochen mit Segellehrer und C.________ am 23. Juni 2006", da das Segelboot ihrer Meinung nach noch immer �ber M�ngel verf�gte. In der Folge beauftragte die Beschwerdef�hrerin D.________, eidg. dipl. Bootsbauer, mit einer Besichtigung ihres Segelbootes. Gest�tzt auf ein Schreiben an die Beschwerdef�hrerin, in dem D.________ seine Eindr�cke der Bootsbesichtigung festhielt, erstellte die Beschwerdef�hrerin am 21. Juli 2006 eine weitere M�ngelliste. Nachdem sich D.________ in einem Schreiben vom 17. August 2006 an die Beschwerdef�hrerin in deren Auftrag erneut �ber die seines Erachtens nach wie vor bestehenden M�ngel am Segelboot ge�ussert hatte, gelangte die Beschwerdef�hrerin mit Einschreiben vom 24. August 2006 an den Beschwerdegegner und forderte ihn auf, die M�ngel gem�ss der dem Schreiben beiliegenden M�ngelliste innert 20 Tagen zu beheben.
Am 15. September 2006 teilte der Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin dem Beschwerdegegner mit, seine Mandantin trete vom "Kaufvertrag" vom 24. Oktober 2005 zur�ck. Gleichzeitig verlangte er die R�ckerstattung des "Kaufpreises" von Fr. 77'400.--.
Die Beschwerdef�hrerin ersuchte am 9. November 2006 den Einzelrichter des Bezirks Schwyz um vorsorgliche Beweisabnahme im Sinne von � 185 der Zivilprozessordnung des Kantons Schwyz vom 25. Oktober 1974 (ZPO/SZ; SRSZ 232.110). Sie beantragte, ein Gutachten �ber den Zustand des von ihr vom Beschwerdegegner mit Vertrag vom 24. Oktober 2005 erworbenen Segelbootes zu erstellen.
Der gerichtlich bestellte Sachverst�ndige E.________ erstellte am 6. Dezember 2006 ein erstes Gutachten �ber den Zustand des Segelbootes. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass der Sachverst�ndige durch die Gerichtskanzlei irrt�mlicherweise eine falsche M�ngelliste zur Bearbeitung erhalten hatte, arbeitete er am 15. Januar 2007 ein weiteres Gutachten aus. Am 3. April 2007 verfasste der Sachverst�ndige schliesslich ein Erg�nzungsgutachten. Der Einzelrichter des Bezirks Schwyz schloss das vorsorgliche Beweisverfahren mit Verf�gung vom 15. Mai 2007 ab.
Die Beschwerdef�hrerin gelangte am 18. Juni 2007 an das Bezirksgericht Schwyz. Sie beantragte, den Beschwerdegegner zu verpflichten, ihr Fr. 83'010.95 nebst Zins zu 5 % seit 15. September 2006 zu bezahlen. Am 15. Januar 2008 erweiterte sie ihre Klagebegehren insoweit, als auch die Kosten des vorsorglichen Beweisabnahmeverfahrens vollumf�nglich dem Beschwerdegegner aufzuerlegen seien und dieser ihr ebenfalls hierf�r eine Parteientsch�digung zu bezahlen habe. Das Bezirksgericht Schwyz wies am 18. Juni 2008 die Klage ab.
Gegen das Urteil des Bezirksgerichts vom 18. Juni 2008 erhob die Beschwerdef�hrerin Berufung an das Kantonsgericht Schwyz. Sie stellte den Antrag, das angefochtene Urteil aufzuheben und den Beschwerdegegner zu verpflichten, ihr Fr. 86'013.90 nebst Zins zu bezahlen. Die Verfahrenskosten des erstinstanzlichen Hauptverfahrens wie auch diejenigen der vorsorglichen Beweisabnahme vor dem Bezirksgericht seien vollumf�nglich dem Beschwerdegegner aufzuerlegen. Der Beschwerdegegner sei zu verpflichten, die der Beschwerdef�hrerin im erstinstanzlichen Hauptverfahren wie auch die im Verfahren betreffend vorsorgliche Beweisabnahme angefallenen Parteikosten gerichts�blich zu entsch�digen. Eventualiter f�r den Fall, dass die Verfahrens- und Parteikosten des Verfahrens betreffend die vorsorgliche Beweisabnahme vor dem Bezirksgericht nicht im Rahmen der Regelung der Kostenfolgen des erstinstanzlichen Hauptverfahrens erfolgen, sei der Beschwerdegegner zus�tzlich zu verpflichten, ihr Fr. 8'460.40 zu bezahlen. Am 17. November 2009 wies das Kantonsgericht Schwyz, Zivilkammer, die Berufung ab und best�tigte das Urteil des Bezirksgerichts.
Die Beschwerdef�hrerin beantragt dem Bundesgericht mit Beschwerde in Zivilsachen vom 19. Mai 2010 das Urteil des Kantonsgerichts vom 17. November 2009 aufzuheben. Die Sache sei zur neuen Beurteilung an das Bezirksgericht, eventuell an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen. Subeventualiter sei der Beschwerdegegner zu verpflichten, der Beschwerdef�hrerin Fr. 86'013.90 nebst Zins zu bezahlen. Die Verfahrenskosten der vorinstanzlichen Hauptverfahren wie auch der vorsorglichen Beweisabnahme seien vollumf�nglich dem Beschwerdegegner aufzuerlegen. Dieser sei zudem zu verpflichten, ihr die in diesen Verfahren angefallenen Parteikosten zu bezahlen. Eventualiter f�r den Fall, dass die ihr im Verfahren betreffend die vorsorgliche Beweisabnahme auferlegten Verfahrens- und Parteikosten nicht im Rahmen der Regelung der Kostenfolgen des Hauptverfahrens dem Beschwerdegegner auferlegt werden, sei dieser zus�tzlich zu verpflichten, ihr Fr. 8'460.40 zu bezahlen.
Der Beschwerdegegner begehrt die Abweisung der Beschwerde und die Best�tigung des angefochtenen Entscheids. Die Vorinstanz beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
Die Parteien gehen �bereinstimmend mit der Vorinstanz davon aus, dass sich die behaupteten Anspr�che der Beschwerdef�hrerin gegen�ber dem Beschwerdegegner wegen der M�ngel am Segelschiff grunds�tzlich nach den Bestimmungen des Werkvertragsrechts gem�ss Art. 363 ff. OR beurteilen.
Ebenso ist unbestritten, dass der Beschwerdegegner das Segelschiff der Beschwerdef�hrerin in mangelhaftem Zustand abgeliefert hat. Die Parteien gehen ferner mit der Vorinstanz davon aus, dass das Schreiben der Beschwerdef�hrerin vom 24. August 2006 als Mahnung, mit welcher dem Beschwerdegegner sogleich eine Nachfrist von zwanzig Tagen angesetzt wurde, zu qualifizieren ist.
Die Beschwerdef�hrerin stellt sich - entgegen der Auffassung der Vorinstanz und des Beschwerdegegners - auf den Standpunkt, sie sei nach Art. 107 Abs. 2 OR berechtigt, vom Vertrag zur�ckzutreten, da der Beschwerdegegner bis zum Fristablauf die M�ngel nicht beseitigt habe. Die Vorinstanz habe zu Unrecht daf�rgehalten, dass ihr das R�cktrittsrecht nur in Gestalt und unter den Voraussetzungen des Wandelungsrechts im Sinne von Art. 368 Abs. 1 OR zustehe.
1.1 Art. 368 OR regelt die Rechte des Bestellers bei M�ngeln. Leidet das Werk an so erheblichen M�ngeln oder weicht es sonst so sehr vom Vertrag ab, dass es f�r den Besteller unbrauchbar ist oder dass ihm die Annahme billigerweise nicht zugemutet werden kann, so darf er diese verweigern und bei Verschulden des Unternehmers Schadenersatz fordern (Art. 368 Abs. 1 OR). Sind die M�ngel oder die Abweichungen vom Vertrag minder erheblich, so kann der Besteller einen dem Minderwerte des Werkes entsprechenden Abzug am Lohne machen oder auch, sofern dieses dem Unternehmer nicht �berm�ssige Kosten verursacht, die unentgeltliche Verbesserung des Werkes und bei Verschulden Schadenersatz verlangen (Art. 368 Abs. 2 OR).
Da die Spezialbestimmungen des Werkvertragsrechts nicht regeln, wie vorzugehen ist, wenn sich der Unternehmer weigert, die Nachbesserungsarbeiten vorzunehmen, ist in einem solchen Fall auf die Bestimmungen des allgemeinen Teils des Obligationenrechts zur�ckzugreifen. Somit kommen Art. 102 ff. OR zur Anwendung (BGE 136 III 273 E. 2.3). Befindet sich der Schuldner bei zweiseitigen Vertr�gen im Verzug, so ist der Gl�ubiger nach Art. 107 Abs. 1 OR berechtigt, ihm eine angemessene Frist zur nachtr�glichen Erf�llung anzusetzen. Wird auch bis zum Ablauf dieser Frist nicht erf�llt, so kann der Gl�ubiger nach Art. 107 Abs. 2 OR immer noch auf Erf�llung nebst Schadenersatz wegen Versp�tung klagen, statt dessen aber auch, wenn er es unverz�glich erkl�rt, auf die nachtr�gliche Leistung verzichten und entweder Ersatz des aus der Nichterf�llung entstandenen Schadens verlangen oder vom Vertrag zur�cktreten.
Entscheidet sich der Besteller daf�r, in Anwendung von Art. 107 Abs. 2 OR vom Vertrag zur�ckzutreten, wird dadurch seine Aus�bung des Gestaltungsrechts (d.h. die Wahl des Nachbesserungsrechts) r�ckwirkend aufgehoben und er ist wieder in derselben Situation wie vor der Aus�bung des Gestaltungsrechts, so dass er erneut zwischen den M�ngelrechten von Art. 368 OR w�hlen kann (BGE 136 III 273 E. 2.4). Will er vom Vertrag zur�cktreten, hat er die werkvertraglichen Besonderheiten zu ber�cksichtigen.
1.2 Demzufolge hat entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin die Vorinstanz zu Recht erwogen, dass der Beschwerdef�hrerin trotz Erf�llung der Voraussetzungen von Art. 107 Abs. 2 OR das R�cktrittsrecht nur in Gestalt und unter den Voraussetzungen des Wandelungsrechts im Sinne von Art. 368 Abs. 1 OR zustehe.
Um zu beurteilen, ob die Beschwerdef�hrerin vom Vertrag zur�cktreten kann, pr�fte die Vorinstanz zu Recht, ob das Segelschiff an so erheblichen M�ngeln leidet oder sonst so sehr vom Vertrag abweicht, dass es f�r die Beschwerdef�hrerin unbrauchbar ist oder dass ihr die Annahme billigerweise nicht zugemutet werden kann (Art. 368 Abs. 1 OR).
2.1 Ob dem Besteller die Annahme des abgelieferten Werks nicht zugemutet werden kann, beurteilt sich nach den gegenseitigen Interessen der Parteien, die nach den Grunds�tzen der Billigkeit gegeneinander abzuw�gen sind (BGE 98 II 118 E. 3a S. 122). Bei der Beurteilung dieser Frage verf�gt der Sachrichter �ber einen weiten Ermessensspielraum (Urteil 4C.301/2002 vom 22. Januar 2003 E. 3.4.1). Derartige Ermessensentscheide �berpr�ft das Bundesgericht grunds�tzlich frei. Es �bt dabei aber Zur�ckhaltung und schreitet nur ein, wenn die Vorinstanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn sie Tatsachen ber�cksichtigt hat, die f�r den Entscheid im Einzelfall keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn sie umgekehrt Umst�nde ausser Betracht gelassen hat, die zwingend h�tten beachtet werden m�ssen. Es greift ausserdem in Ermessensentscheide ein, wenn sich diese als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 135 III 121 E. 2 S. 123 f.; 130 III 28 E. 4.1 S. 32, 213 E. 3.1 S. 220; 129 III 380 E. 2 S. 382; 125 III 226 E. 4b S. 230; je mit Hinweisen).
2.2 Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdegegner habe rund die H�lfte der in der Liste vom 26. Juni 2006 aufgef�hrten ca. 20 M�ngel behoben und die Beschwerdef�hrerin habe in der Liste vom 24. August 2006 rund 30 neue M�ngel geltend gemacht und vom Beschwerdegegner die Beseitigung derselben innert 20 Tagen verlangt. Zu pr�fen bleibe, welche dieser ca. 40 M�ngel der Beschwerdegegner beseitigt habe und welche nicht. Sodann sei zu beurteilen, ob die vom gerichtlichen Gutachter E.________ noch festgestellten M�ngel in ihrer Gesamtheit eine Wandelung des Vertrags vom 24. Oktober 2005 seitens der Beschwerdef�hrerin rechtfertigten. Beim Segelboot handle es sich nicht um eine Massenware, sondern um eine Spezialanfertigung, hergestellt nach den W�nschen und Vorstellungen der Beschwerdef�hrerin. Ein Verkauf dieses Bootes an Dritte sei ohne erhebliche finanzielle Einbusse kaum m�glich.
Zusammenfassend f�hrte die Vorinstanz aus, gest�tzt auf die Gutachten E.________ vom 15. Januar 2007 und 3. April 2007 habe sich ergeben, dass der Beschwerdegegner die meisten der in den Listen vom 26. Juni 2006 und 24. August 2006 aufgef�hrten M�ngel behoben habe. Jene M�ngel, die von diesem nicht innert der ihm angesetzten Frist von 20 Tagen behoben worden sind, k�nnen mit einem Kostenaufwand von insgesamt ca. Fr. 1'000.-- behoben werden. Ferner k�nnten die Risse in den Teakleisten f�r ca. Fr. 400.-- bis Fr. 500.-- nachgebessert werden, ohne dass dadurch die Gebrauchstauglichkeit oder Werthaltigkeit des Segelschiffs beeintr�chtigt werde. �berdies lasse die gew�hlte Konstruktion des Teakdecks zu, dass darauf etwas Wasser bleibe. Doch sei dieser Mangel vor allem �sthetischer Natur, da kaum eine Gefahr von Wassersch�den bestehe, wenn anl�sslich der j�hrlichen Ein- und Auswinterungsarbeiten entsprechende, regelm�ssige Kontrollen durchgef�hrt w�rden. Im Weiteren fehle ein Elektro-Pr�fbericht f�r die 220 V Anlage sowie eine Doppelverbindung der Treibstoffschl�uche. Allerdings habe die Beschwerdef�hrerin diesbez�glich erstmals nach Vorliegen des Gutachtens E.________ vom 15. Januar 2007 M�ngel ger�gt. Doch selbst wenn insoweit vom Beschwerdegegner zu verantwortende M�ngel angenommen werden m�ssten, k�nnten diese von ihm behoben werden.
Demzufolge seien alle am Segelboot noch bestehenden M�ngel zu beheben. Es best�nden keine Anhaltspunkte daf�r, dass der Beschwerdegegner zur Beseitigung der M�ngel nicht f�hig oder nicht willens w�re. In Anbetracht der Gesamtsumme der werkvertraglichen Neu- und Umbauarbeiten von Fr. 77'400.-- seien die M�ngelbeseitigungsarbeiten von insgesamt nicht mehr als Fr. 2'000.-- als geringf�gig zu betrachten. Es k�nne daher nicht geschlossen werden, dass der Beschwerdef�hrerin mit einer Nachbesserung und Minderung nicht auch gedient w�re. Das Segelboot stelle eine Einzelanfertigung dar. Der Beschwerdegegner habe ein urspr�nglich in seinem Eigentum stehendes Segelboot nach den besonderen W�nschen der Beschwerdef�hrerin umgebaut und dabei auch viele Neubauarbeiten geleistet. W�rde der Beschwerdef�hrerin ein Wandelungsrecht zugestanden, k�nnte der Beschwerdegegner dieses Segelboot nie zu dem von der Beschwerdef�hrerin insgesamt bezahlten Preis von Fr. 77'400.-- einem Dritten verkaufen. Dies liege aber im Wesentlichen nicht daran, dass das Boot noch �ber einige M�ngel verf�ge, sondern sei vielmehr darauf zur�ckzuf�hren, dass es aufgrund der besonderen W�nsche der Beschwerdef�hrerin speziell angefertigt wurde. Denn der von der Beschwerdef�hrerin bestellte Gutachter F.________ sch�tze den Wert des Schiffes nach Behebung der M�ngel auf nur ca. Fr. 25'000.-- bis Fr. 30'000.--. In die gleiche Richtung ziele der Gerichtsexperte E.________ habe er in seinem Gutachten vom 3. April 2007 doch ausgef�hrt, dass der Wert des �ber 35 Jahre alten Bootes nie die insgesamt veranschlagten Kosten erreichen k�nne. Insoweit w�rden die Nachteile der Wandelung f�r den Beschwerdegegner ungleich schwerer wiegen als die daraus entstehenden Vorteile f�r die Beschwerdef�hrerin. Unter Ber�cksichtigung all dieser Umst�nde gelangte die Vorinstanz zum Schluss, dass gest�tzt auf die Gutachten E.________ vom 15. Januar 2007 und 3. April 2007 eine Wandelung des Vertrags vom 24. Oktober 2005 im Sinne von Art. 368 Abs. 1 OR nicht gerechtfertigt sei.
2.3 Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung von Art. 368 Abs. 1 OR.
Sie macht insbesondere geltend, die Vorinstanz habe jeden Mangel betreffend seine Schwere und Nachbesserungsm�glichkeit isoliert beurteilt und keine Gesamtbetrachtung vorgenommen. Dies trifft jedoch nicht zu. Die Vorinstanz hat, nachdem sie sich zu jedem Mangel einzeln �usserte, sehr wohl die M�ngel in ihrer Gesamtheit gew�rdigt und ist dabei zum Schluss gekommen, dass die Gesamtheit der M�ngel die Voraussetzungen der Wandelung nicht erf�llen w�rde.
Ebenso geht der Vorwurf der Beschwerdef�hrerin fehl, wonach die Vorinstanz zu Unrecht erwogen habe, dass bei der Frage der Zumutbarkeit zu beachten sei, ob dem Besteller weder mit einer Minderung noch mit einer Nachbesserung gedient w�re. Die Vorinstanz konnte ohne Bundesrecht zu verletzen pr�fen, ob der Beschwerdef�hrerin mit einer Minderung oder Nachbesserung gedient w�re. Denn bei einer Verneinung dieser Frage w�re die Annahme des Segelbootes f�r die Beschwerdef�hrerin unter Umst�nden unzumutbar gewesen. Andererseits folgt aus der Tatsache, dass eine Nachbesserung oder Minderung m�glich w�re, nicht zwingend, dass das Wandelungsrecht wegen fehlender Zumutbarkeit ausgeschlossen w�re. Die Vorinstanz hat - entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin - denn auch keine solche Folgerung vorgenommen, sondern den Umstand, dass eine Nachbesserung der M�ngel m�glich w�re, lediglich als ein Element in ihre Interessenabw�gung miteinbezogen.
Weiter erblickt die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung von Art. 368 Abs. 1 OR darin, dass die Vorinstanz die W�rdigung der von ihr festgestellten M�ngel zu Unrecht davon abh�ngig gemacht habe, ob es dem Beschwerdegegner nach zugelassener Wandelung m�glich w�re, das Schiff zu dem von der Beschwerdef�hrerin bezahlten Kaufpreis von Fr. 77'400.-- an einen Dritten weiter zu verkaufen. Auch mit diesem Vorbringen vermag sie nicht durchzudringen. Die Vorinstanz durfte bei der Abw�gung, ob die Nachteile einer Wandelung f�r den Unternehmer ungleich schwerer wiegen als die daraus entstehenden Vorteile f�r den Besteller, die Tatsache ber�cksichtigen, dass der Beschwerdegegner das von der Beschwerdef�hrerin auf ihre W�nsche umgebaute Schiff nur mit einem betr�chtlichen Verlust weiterverkaufen k�nnte. Darin ist keine Bundesrechtsverletzung zu erblicken.
2.4 Inwiefern die Vorinstanz ihr Ermessen verletzt h�tte, wenn sie aufgrund der von ihr vorgenommenen Abw�gung der gegenseitigen Interessen das Recht auf Wandelung des Vertrags der Beschwerdef�hrerin nicht zugestand, ist nicht ersichtlich. Eine Verletzung von Art. 368 Abs. 1 OR liegt nicht vor.
Die Beschwerdef�hrerin macht weiter eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz geltend. Sie r�gt eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 8 ZGB sowie eine Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV).
3.2 Die Beschwerdef�hrerin wirft der Vorinstanz insbesondere vor, einzig gepr�ft zu haben, ob auf das vom Gutachter E.________ gest�tzt auf die M�ngelliste vom 24. August 2006 erstellte Gutachten abgestellt werden k�nne. Die Vorinstanz habe sich einzig darauf konzentriert, ob im Zeitpunkt der Gutachtenerstattung noch M�ngel gem�ss M�ngelliste vom 24. August 2006 vorhanden gewesen seien. Mit keinem Wort habe sie sich zur M�ngelsituation vor dem 26. Mai 2006, zur Situation bei Erstellung der M�ngelliste vom 26. Mai 2006, zur Situation vom 21. Juli 2006 und zu den Verh�ltnissen am 24. August 2006 ge�ussert.
Da die Beschwerdef�hrerin die Wandelung gest�tzt auf die M�ngelliste vom 24. August 2006 erkl�rte und die Wandelung des Vertrags damit begr�ndete, dass die M�ngel gem�ss Liste vom 24. August 2006 nicht abgearbeitet worden sind, kann der Vorinstanz keine Geh�rsverletzung vorgeworfen werden, wenn sie zu den M�ngelsituationen vor diesem Zeitpunkt keine tats�chlichen Feststellungen getroffen hat. Inwiefern die Verh�ltnisse vor dem 24. August 2006 entscheidwesentlich sein sollten, zeigt die Beschwerdef�hrerin zudem auch nicht auf. Sie wiederholt in ihrer Beschwerdeschrift bloss weitschweifig ihre Ausf�hrungen in ihrer Klage und Replik zur Situation vor dem 26. Mai 2010 (recte 2006), zur Situation am 26. Mai 2006, zu derjenigen am 23. Juni 2006, am 21. Juli 2006 sowie am 24. August 2006 und gibt ihre im kantonalen Verfahren gestellten Beweisantr�ge wieder. Weiter wiederholt sie ihre in der Klage und Replik vorgebrachte Kritik zu den Gutachten von E.________ vom 15. Januar 2007 und vom 3. April 2007 und ihre Vorbringen zur M�ngelr�ge vom 26. Mai 2006 und zur M�ngelr�ge vom 23. Juni 2006. Sie r�gt anschliessend, die Vorinstanz habe sich zu ihren Darlegungen nicht ge�ussert, sondern sich einzig darauf konzentriert, ob im Zeitpunkt der Gutachtenerstattung (also im Zeitraum Dezember 2006 bis April 2007) noch M�ngel gem�ss M�ngelliste vom 24. August 2006 vorhanden gewesen seien. Inwiefern die Situationen betreffend M�ngel vor dem 24. August 2006 entscheidwesentlich sein sollte und die Vorinstanz entsprechende Feststellungen willk�rlich unterlassen h�tte, geht aus ihren appellatorischen Ausf�hrungen indessen nicht hervor.
3.3 Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter, die Einvernahme der Zeugen D.________, G.________ und F.________ w�re weit n�her gelegen als die vom Gericht tats�chlich vorgenommenen Einvernahmen von H.________ und I.________. Sie macht zudem geltend, die befragten Zeugen seien dem Beschwerdegegner sehr wohlgesinnt. H.________ habe selber ein Schiff beim Beschwerdegegner gekauft und I.________ sei dem Beschwerdegegner freundschaftlich verbunden.
Mit diesen Vorbringen vermag sie keine willk�rliche Beweisw�rdigung aufzuzeigen. Aus dem Umstand, wonach H.________ beim Beschwerdegegner ein Schiff gekauft hat, folgt nicht zwingend, dass H.________ dem Beschwerdegegner gutgesinnt sei. Vielmehr k�nnte gerade das Gegenteil der Fall sein, so wenn er beim Kauf beispielsweise schlechte Erfahrungen gemacht h�tte. Dass der Zeuge I.________ mit dem Beschwerdegegner befreundet sei, ist im vorinstanzlichen Urteil nicht festgestellt und h�tte die Beschwerdef�hrerin bereits im kantonalen Verfahren geltend machen m�ssen.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin kann daraus, dass die Vorinstanz die Ablehnung der weiteren Zeugen D.________, G.________ und F.________ nicht explizit begr�ndete, ebenfalls keine Willk�r abgeleitet werden. Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, mit den Zeugen h�tte die M�ngelsituation in den Zeitpunkten vor dem 24. August 2006 gekl�rt werden k�nnen. Wie es sich damals verhielt, war indessen gerade nicht entscheidrelevant. Dasselbe gilt f�r den von der Beschwerdef�hrerin beantragten Augenschein, mit dem sie die Verh�ltnisse vor dem 26. Mai 2006, am 26. Mai 2006, am 21. Juli 2006 und 24. August 2006 beweisen m�chte. Sie verkennt zudem, dass sich mit der Anordnung eines Augenscheins zum heutigen Zeitpunkt die von ihr behaupteten M�ngel am Segelboot zu den fr�heren Zeitpunkten gar nicht mehr beweisen lassen w�rden. Indem sie weiter lediglich pauschal anf�gt, nur mit diesen Zeugeneinvernahmen und einem Augenschein sei es m�glich, das gesamte, f�r die rechtliche Beurteilung massgebliche Unternehmerverhalten abzusch�tzen, vermag sie den Begr�ndungsanforderungen an eine Sachverhaltsr�ge nicht zu gen�gen.
3.4 Die Beschwerdef�hrerin wendet sich weiter gegen die Expertise des gerichtlichen Gutachters E.________ vom 15. Januar 2007 und vom 3. April 2007.
Indem sie vorbringt, der Beschwerdegegner w�rde den Gutachter E.________ bestens kennen und habe diesen bei der Gutachtenerstellung begleitet sowie auf ihn eingewirkt, bringt sie Sachverhaltselemente vor, die im vorinstanzlichen Urteil nicht festgestellt sind. Sie erweitert damit den Sachverhalt in unzul�ssiger Weise, ohne rechtsgen�gliche Sachverhaltsr�gen zu erheben. Damit ist sie nicht zu h�ren.
Die Beschwerdef�hrerin bringt weiter vor, das Gutachten E.________ vom 6. Dezember 2006 sei gest�tzt auf eine falsche M�ngelliste erfolgt und der Gutachter E.________ h�tte in der Folge als befangen erkl�rt werden m�ssen. Da der Gutachter irrt�mlicherweise von der Gerichtskanzlei zun�chst eine falsche M�ngelliste zur Bearbeitung erhalten hatte, arbeitete er am 15. Januar 2007 ein weiteres Gutachten gest�tzt auf die M�ngelliste vom 24. August 2006 aus. Inwiefern der Gutachter bei der zweiten Gutachtenerstellung befangen gewesen w�re, zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht nachvollziehbar auf. Das Versehen lag bei der Gerichtskanzlei und manifestiert keine Anhaltspunkte f�r eine Befangenheit des Gutachters. Die entsprechende R�ge erweist sich als unbegr�ndet.
Die von der Beschwerdef�hrerin ger�gten Widerspr�che zwischen den Gutachten vom 6. Dezember 2006 und 15. Januar 2007 lassen sich daraus erkl�ren, dass die beiden Gutachten auf verschiedenen M�ngellisten beruhen, was die Vorinstanz in ihrem Urteil ber�cksichtigt hat. Da dieser Widerspruch somit erkl�rbar ist, bildet er entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin gerade keinen Grund f�r die Einholung eines Obergutachtens und es ist keine Willk�r darin zu erblicken, dass die Vorinstanz den Gutachten des Gerichtsexperten E.________ vom 15. Januar 2007 und vom 3. April 2007 folgte.
Soweit die Beschwerdef�hrerin vorbringt, das gerichtliche Gutachten sei sachlich ungen�gend und weise grosse, un�berbr�ckbare Differenzen zu zwei von ihr bestellten Fachgutachten auf, �bt sie weitgehend appellatorische Kritik am vorinstanzlichen Entscheid. Sie r�gt, die Vorinstanz habe sich zwar vordergr�ndig mit den Gutachten von D.________ und F.________ auseinandergesetzt. Ihre diesbez�glichen Erw�gungen und Begr�ndungen seien aber in vielerlei Hinsicht unlogisch, aktenwidrig und unvollst�ndig. Die Vorinstanz h�tte vom Gutachten E.________ zugunsten der fundierten Auffassungen der Privatgutachter abweichen k�nnen. In jedem Fall aber h�tte sie aufgrund der Vielzahl von Ungereimtheiten und Unklarheiten un�berbr�ckbare Zweifel an der Richtigkeit des Gutachtens E.________ haben m�ssen, die durch Einholung eines neuen Gutachtens h�tten ausgemerzt werden m�ssen. Diese Vorbringen verm�gen den Anforderungen an eine Sachverhaltsr�ge nicht zu gen�gen. Die Beschwerdef�hrerin schildert mit ihren Ausf�hrungen lediglich ihre eigene Sicht der Dinge, ohne darzutun, inwiefern der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt offensichtlich unrichtig w�re oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen w�rde. Auf die entsprechende appellatorische Kritik ist daher nicht einzutreten.
3.5 Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter, die Vorinstanz gehe in ihrem Entscheid von einer M�ngelliste vom 26. Juni 2006 aus. Da es offensichtlich sei, dass es sich nicht um die M�ngelliste vom 26. Juni 2006, sondern um die M�ngelliste vom 26. Mai 2006 handeln m�sse, sei von einer offensichtlich unrichtigen Feststellung des Sachverhalts auszugehen.
Der Auffassung der Beschwerdef�hrerin kann nicht gefolgt werden, da eine M�ngelliste mit dem Datum vom 26. Juni 2006 als BB 5 im Recht liegt. Wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung indessen darauf hinweist, sind die Listen vom 26. Mai 2006 und vom 26. Juni 2006 praktisch identisch. Inwieweit das Datum der M�ngelliste entscheidrelevant w�re, vermag die Beschwerdef�hrerin mit ihren Ausf�hrungen zudem nicht aufzuzeigen.
3.6 Die Beschwerdef�hrerin wendet sich schliesslich gegen die Feststellung der Vorinstanz, wonach sie nicht habe zu beweisen verm�gen, dass dem Beschwerdegegner die M�ngelr�ge vom 23. Juni 2006 zugegangen sei. Indem der von ihr in diesem Zusammenhang angerufene Zeuge G.________ nicht einvernommen worden sei, sei ihr das Recht auf Beweisf�hrung in bundesrechtswidriger Art und Weise verweigert worden.
Die Vorinstanz stellte in tats�chlicher Hinsicht fest, dass die Beschwerdef�hrerin mit Datum vom 23. Juni 2006 eine weitere Liste mit dem Titel "Dringende Arbeiten besprochen mit Segellehrer und C.________ am 23. Juni 2006" verfasst habe. Wie sie in ihrer Vernehmlassung indessen zutreffend vorbringt, verm�chte die Beschwerdef�hrerin nichts zu ihren Gunsten daraus abzuleiten, wenn davon ausgegangen w�rde, der Zeuge G.________ k�nne best�tigen, dass die Beschwerdef�hrerin dem Beschwerdegegner am 23. Juni 2006 eine handschriftliche M�ngelliste ausgeh�ndigt habe. Ein Vergleich der drei M�ngellisten vom 26. Mai 2006, 23. Juni 2006 und 24. August 2006 zeige, dass f�nf der sechs in der Liste vom 23. Juni 2006 aufgef�hrten M�ngel in der Liste vom 26. Mai 2006 noch nicht erw�hnt, sondern neu ger�gt worden seien, und dass die meisten in der Liste vom 23. Juni 2006 genannten M�ngel behoben worden seien, da sie in der M�ngelliste vom 24. August 2006 nicht mehr aufgef�hrt wurden. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin ist deshalb nicht ersichtlich, dass die Zustellung der M�ngelr�ge vom 23. Juni 2006 bei der Beurteilung der Zumutbarkeit der Annahme des Segelboots im Sinne von Art. 368 Abs. 1 OR �berhaupt entscheidwesentlich gewesen w�re.
Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).