Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=12.03.1992&Aktenzeichen=I%20ZR%2058/90
Timestamp: 2020-08-08 21:26:09
Document Index: 65712186

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 14', '§ 23', 'BGH', 'BGH', '§ 308', '§ 31', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.03.1992 - I ZR 58/90 - dejure.org
https://dejure.org/1992,1724
BGH, 12.03.1992 - I ZR 58/90 (https://dejure.org/1992,1724)
BGH, Entscheidung vom 12.03.1992 - I ZR 58/90 (https://dejure.org/1992,1724)
BGH, Entscheidung vom 12. März 1992 - I ZR 58/90 (https://dejure.org/1992,1724)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1992,1724) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Obsiegende Partei - Bekanntmachung - Beschränkung auf die Urteilsformel - Zuerkennung eines Widerrufsanspruchs - Erforderlichkeit des Widerrufs - Interessenabwägung - Bekanntmachung des Unterlassungsurteils - Unterlassungsurteil - Beseitigungsanspruch
Plagiatsvorwurf II
UWG § 14; UWG § 23
Anschwärzung; Urteilsbekanntmachung
NJW-RR 1992, 936
NJW-RR 1992, 936 (93 ?)
GRUR 1992, 527
ZUM 1993, 89
afp 1992, 361
Denn der Artikel enthält eine Vielzahl von Aussagen, die entweder ersichtlich zutreffend oder von der Klägerin nicht als unzutreffend beanstandet worden sind und damit die Rechte der Klägerin nicht verletzen (vgl. BGH, Urteil vom 12. März 1992 - I ZR 58/90, GRUR 1992, 527, 529).
Die beschränkte Bekanntmachung des Rubrums und des Unterlassungstenors genügt den für die Bekanntmachungsbefugnis maßgebenden Interessen der Klägerin (vgl. BGH, GRUR 1992, 527, 529 - Plagiatsvorwurf II).
Ob dies mit Blick auf § 308 Abs. 1 S. 1 ZPO so zulässig war (…kritisch zu etwaigen Anpassungen durch das Gericht etwa Soehring/Hoene/ Soehring , a.a.O., § 31 Rn. 17; für deutliche Umformulierung und Erstreckung auch auf wertende Teile BGH, Urteil vom 12.03.1992 - I ZR 58/90, AfP 1992, 361), bedarf keiner Entscheidung.
In seiner Entscheidung "Plagiatsvorwurf II" ( GRUR 92, 527) hat der Bundesgerichtshof einen Widerrufsanspruch eines zu Unrecht eines Plagiats beschuldigten Designers anerkannt, da es sich bei dem Vorwurf des Diebstahls geistigen Eigentums um einen besonders schwerwiegenden Angriff auf Ruf und Ehre handele.
Der Widerruf dient dazu, die durch eine falsche Tatsachenbehauptung geschaffene Quelle fortwahrender Rufbeeinträchtigung zu beseitigen (BGH NJW-RR 1992, 936; OLG Hamburg AfP 1988, 353).