Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=29.11.2006&Aktenzeichen=VI%20R%2014/06
Timestamp: 2019-07-23 23:34:19
Document Index: 17625671

Matched Legal Cases: ['§ 46', '§ 74', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 74']

BFH, 29.11.2006 - VI R 14/06 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1722
BFH, 29.11.2006 - VI R 14/06 (https://dejure.org/2006,1722)
BFH, Entscheidung vom 29.11.2006 - VI R 14/06 (https://dejure.org/2006,1722)
BFH, Entscheidung vom 29. November 2006 - VI R 14/06 (https://dejure.org/2006,1722)
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EStG § 46 Abs. 2 Nr. 1; FGO § 74
Keine Aussetzung des Verfahrens wegen möglicher Gesetzesänderung, Veranlagung von Amts wegen nach § 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG
Amtsveranlagung: Keine Aussetzung des Verfahrens wegen möglicher Gesetzesänderung
Künftige Gesetzesänderung und heutige Gerichtsverfahren
Lohnsteuer-Veranlagung bei Verlusten
Durchführung einer Veranlagung von Amts wegen; Nicht dem Steuerabzug zu unterwerfende positive oder negative Summe der einkommensteuerpflichtigen Einkünfte; Einordnung einer künftigen mit Rückwirkung versehenen Gesetzesänderung
Urteil trotz geplanter rückwirkender Gesetzesänderung
Rückwirkung eines Gesetzes nicht in laufende Verfahren
Keine Verfahrensaussetzung wegen geplanter Gesetzesänderung mit Rückwirkung
Geplante Gesetzesänderungen mit Rückwirkung rechtfertigen keine Aussetzung bereits anhängiger Verfahren - Veranlagung von Amts wegen nach § 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG
BFHE 216, 167
NJW 2007, 623
BB 2007, 82
BStBl II 2007, 129
Aus diesem Grunde hat der Senat ferner --vor der (verschärfenden) Änderung des § 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG durch das JStG 2007-- in seinem Urteil vom 29. November 2006 VI R 14/06 (BFHE 216, 167, BStBl II 2007, 129) eine Aussetzung jenes Revisionsverfahrens (§ 74 FGO) abgelehnt und einer Klage auf Durchführung einer Einkommensteuer-Veranlagung (unter den gleichen Voraussetzungen wie im Streitfall) stattgegeben.
15 Mit Urteilen vom 21.9.2006 VI R 52/04 (BStBl II 2007/45) vom 29.11.2006 VI R 14/06 (BStBl II 2007, 149) hat der BFH entschieden, dass eine Veranlagung von Amts wegen auch dann durchzuführen ist, wenn die negative Summe der Nebeneinkünfte den Betrag von 410 EUR übersteigt (…vgl. auch BFH-Urteil vom 15.1.2009 VI R 23/08, BFH/NV 2009, 755).
Die Summe der einkommensteuerpflichtigen Einkünfte, die nicht im Steuerabzug vom Arbeitslohn zu unterwerfen waren, kann deshalb positiv oder negativ sein (vgl. BFH-Urteile vom 21.09.2006 VI R 52/04, BStBl II 2007, 45; vom 21.09.2006 VI R 47/04, BStBl II 2007, 47 und vom 29.11.2006 VI R 14/06, BStBl II 2007, 129).