Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20286/81
Timestamp: 2020-02-26 02:06:27
Document Index: 375143157

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3']

BGH, 12.07.1983 - VI ZR 286/81 - dejure.org
https://dejure.org/1983,906
BGH, 12.07.1983 - VI ZR 286/81 (https://dejure.org/1983,906)
BGH, Entscheidung vom 12.07.1983 - VI ZR 286/81 (https://dejure.org/1983,906)
BGH, Entscheidung vom 12. Juli 1983 - VI ZR 286/81 (https://dejure.org/1983,906)
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Anspruch auf Schadensersatz nach einem Verkehrsunfall - Anspruch auf Zahlung eines Schmerzensgeldes - Anspruch auf Ersatz des Nutzungsausfalls für ein Motorrad
NJW 1984, 50
MDR 1984, 133
VersR 1983, 1037
Nach der Rechtsprechung des Senats muß ein Fußgänger beim Überqueren der Fahrbahn, auf der der Fahrzeugverkehr grundsätzlich Vorrang hat, besondere Vorsicht walten lassen (Senatsurteil vom 12. Juli 1983 - VI ZR 286/81 - VersR 1983, 1037, 1038).
Er muss darauf bedacht sein, nicht in die Fahrbahn eines sich nähernden Fahrzeugs zu geraten (vgl. BGH VersR 1964, 846, 847; VRS 65, 338, 340 = NJW 1984, 50; KG VerkMitt. 1992, 27 Nr. 30; Senat Urteile vom 6. März 1989 - 12 U 3045/88 -, 25. Mai 1998 - 12 U 3288/95 -, 13. April 2000 - 12 U 7999/97 - VerkMitt 2001, Nr. 12).
Zwar ist anerkannt, dass ein Fußgänger innerhalb geschlossener Ortschaften bei 12 bis 22 m breiten Straßen beim Überqueren der Fahrbahn zunächst bis zur Fahrbahnmitte gehen und dort den von rechts kommenden Verkehr abwarten darf, insoweit also bei einer Kollision mit einem Kraftfahrzeug in der Regel kein Beweis des ersten Anscheins für ein Verschulden des Fußgängers spricht (vgl. BGH Urteile vom 12. Juli 1983 - VI ZR 286/81 - NJW 1984, 50; vom 29. April 1975 - ZR 225/73 - VersR 1975, 858; vom 19. Mai 1970 - VI ZR 40/69 - VersR 1970, 818; vom 7. Juni 1966 - VI ZR 255/64- VersR 1966, 873; vom 10. Januar 1958 - VI ZR 292/56 - VersR 1958, 169).
Eine Fahrbahn darf er dementsprechend nur dann überqueren, wenn er annehmen kann, er werde die andere Straßenseite vor Eintreffen eines Fahrzeuges erreichen und dieses nicht behindern (…BGH NJW 2000, S. 3069; VersR 1983, S. 1037; VersR 1967; S. 457;… KG MDR 2010, S. 1049;… VersR 2003, S. 340).
Zwar kann gegen denjenigen, der im Dunkeln auf ein unbeleuchtetes Hindernis auffährt, ein Beweis des ersten Anscheins sprechen (BGH, Urteil vom 12. Juli 1983 - VI ZR 286/81 -, Rn. 21, juris;… Urteil vom 10. Januar 1989 - VI ZR 99/88 -, Rn. 8, juris).
OLG Nürnberg, 22.12.2000 - 6 U 3021/00
Etappenweises Überqueren der Fahrbahn durch Fußgänger
OLG Koblenz, 14.05.2001 - 12 U 196/00
Haftungsverteilung bei nächtlichem Verkehrsunfall unter Verstoß gegen das …
OLG Oldenburg, 03.12.1992 - 8 U 160/92
Fußgänger, Mitverschulden, Hupen
OLG Düsseldorf, 30.11.1995 - 18 U 75/95
Beibehaltene Markierung durch Verkehrszeichen 340 trotz mittig sich befindender …
LG Aachen, 18.12.2001 - 1 O 512/99
Vorliegen eines Verstoßes gegen das Sichtfahrgebot i.S.d. § 3 Abs. 1 S. 4 StVO …
OLG Hamm, 08.09.2000 - 9 U 29/00
Haftungsquotelung bei sowohl infolge überhöhter Geschwindigkeit des Fahrers als …
OLG Hamm, 28.02.1984 - 27 U 392/83