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Timestamp: 2020-07-05 06:22:46
Document Index: 78462323

Matched Legal Cases: ['Art. 54', 'Art. 66', 'Art. 38', 'Art. 83', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 15']

Mehrwertsteuer (Schweiz) – Wikipedia | Texte & Artikel - ArtikelSchreiber.com Text download
Einfuhr ✓ Eidgenössischen ✓ Energiesteuer ✓ Tätigkeiten ✓ Sondersatz ✓ Änderungen ✓ November ✓ Eigenverbrauch ✓ Archivlink ✓ Gebrauch ✓ Archivlinks ✓ Bundesrat
Soweit eine steuerpflichtige Person Spenden erhalt, die nicht einzelnen Umsatzen des Empfangers als Gegenleistung zugeordnet werden konnen, ist ihr Vorsteuerabzug verhaltnismassig zu kurzen.
Das Bundesgesetz vom 2.
September 1999 uber die Mehrwertsteuer (Mehrwertsteuergesetz, MWSTG) trat am 1.
Dezember 2001 nach Ablauf der Referendumsfrist in Kraft und loste die bisherige bundesratliche Verordnung ab. [11 ] Der Bund hat erstmals eintausendneunhundertsechzehn direkte Steuern erhoben, und dies nur wahrend zwei Jahren - wegen des Ersten Weltkriegs.
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Eine Dienstleistung liegt gemass Art. drei MWSTG bei samtlichen Leistungen vor, welche keine Lieferungen darstellen. Explizit erwahnt werden zudem Umsatze mit immateriellen Werten sowie die Entschadigungen fur Handlungen bzw. deren Verzicht oder Duldung von Zustanden. Somit kann festgehalten werden, dass alles was nicht mit einer Lieferung erfasst werden kann, unter den Tatbestand der Dienstleistung fallt. Beispiele:Konsum von Kaffee und Gipfeli in einem Cafe, Radio-/Fernsehempfangsabonnement, Installation einer Software uber Datenfernleitung, Analysearbeiten, Zurverfugungstellen von Personal, Uberlassung eines Patents zur weiteren Vermarktung, Planungsleistungen des Architekten fur einen Neubau, Inserat in einer Illustrierten, Vermittlung eines Geschafts zwischen zwei Parteien, Entsorgungsleistung. Ob eine Leistung steuerbar ist, ist abhangig vom Ort der Leistungserbringung. Nur Leistungen im Inland unterliegen der Mehrwertsteuer. Um die Steuerpflicht einer Leistung zu bestimmen, ist daher zu untersuchen, um was fur eine Leistungsart es sich handelt. Art. sieben MWSTG bestimmt den Ort einer Lieferung. Als Ort einer Lieferung gilt der Ort, an dem: sich der Gegenstand zum Zeitpunkt der Verschaffung der Befahigung, uber ihn wirtschaftlich zu verfugen, der Ablieferung oder der Uberlassung zum Gebrauch oder zur Nutzung befindet; die Beforderung oder Versendung des Gegenstandes zum Abnehmer oder in dessen Auftrag zu einem Dritten beginnt. Dies bedeutet, dass die Vermietung eines Autos dort steuerbar ist, wo die Ubergabe des Fahrzeuges erfolgt. Ebenso sind Leistungen an Bauwerken dort steuerbar, wo sich das Bauwerk befindet. Erbaut also eine schweizerische Bauunternehmung fur einen Schweizer Kunden ein Haus in Vorarlberg, unterliegt dieser Umsatz nicht der schweizerischen Mehrwertsteuer. Beim Versand von Gegenstanden erfolgt die Lieferung immer dort, wo der Transport beginnt, unbesehen wer den Transport ausfuhrt. Liefert also ein franzosischer Unternehmer Mobel an ein Mobelhaus in Bern und transportiert er diese mit dem eigenen Lastwagen in die Schweiz, erfolgt die Lieferung trotzdem in Frankreich, da dort der Transport beginnt. bei Dienstleistungen, die gegenuber physisch anwesenden naturlichen Personen erbracht werden: der Ort, an dem die dienstleistende Person den Sitz der wirtschaftlichen Tatigkeit hat; bei Dienstleistungen von Reiseburos und Organisatoren von Veranstaltungen: der Ort, an dem die dienstleistende Person den Sitz der wirtschaftlichen Tatigkeit hat; bei Dienstleistungen auf dem Gebiet der Kultur, der Kunste, des Sportes, der Wissenschaft, des Unterrichts, der Unterhaltung oder ahnlichen Leistungen: der Ort, an dem diese Tatigkeiten tatsachlich ausgeubt werden; bei gastgewerblichen Leistungen: der Ort, an dem die Dienstleistung tatsachlich erbracht wird; bei Personenbeforderungsleistungen: der Ort, an dem die Beforderung gemessen an der zuruckgelegten Strecke tatsachlich stattfindet; bei Dienstleistungen im Zusammenhang mit einem Grundstuck (Verwaltung oder Schatzung des Grundstuckes, Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Bestellung von dinglichen Rechten am Grundstuck sowie Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Vorbereitung oder Koordinierung von Bauleistungen wie Architektur- und Ingenieurarbeiten): der Ort, an dem das Grundstuck gelegen ist; bei Dienstleistungen im Bereich der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und der humanitaren Hilfe: der Ort, fur den die Dienstleistung bestimmt ist. Erbringt also ein Marketingunternehmen Werbeleistungen fur einen deutschen Kunden in der Schweiz, gilt als Leistungsort das Ausland, womit die Werbeleistung ohne schweizerische Mehrwertsteuer fakturiert wird. Bezieht ein Schweizer Kunde eine Dienstleistung aus dem Ausland (zum Beispiel Softwarebezug ab einem deutschen Server) oder eine nicht der Einfuhrsteuer unterliegende Lieferung (zum Beispiel auslandisches Personal fur Arbeiten an eigenen Maschinen), erfolgt kein physischer Grenzubertritt dieser Leistung. Um inlandische Leistungserbringer nicht zu benachteiligen, muss sichergestellt werden, dass auch die auslandische Leistung mit einer Steuer erfasst wird. Dies geschieht in der Weise, dass der inlandische Bezieher einer Leistung den Bezug mit der ESTV abrechnet (Reverse-Charge-Verfahren). Daher mussen Steuerpflichtige samtliche Bezuge betroffener Leistungen aus dem Ausland mit der ESTV abrechnen (Bezugssteuer), konnen aber den Vorsteuerabzug geltend machen. Nicht Steuerpflichtige (zum Beispiel Privatpersonen) mussen sich bei der ESTV melden, wenn ihr Bezug von solchen Dienstleistungen CHF 10'000 pro Jahr ubersteigt. Die Steuerverwaltung wird ihnen dann eine entsprechende Rechnung (Verfugung) zustellen. Dieses Verfahren fuhrt fur diese Personen allerdings nur zu einer beschrankten Steuerpflicht (ohne Vorsteuerabzugsrecht). Wareneinfuhren in die Schweiz werden durch den Zoll auch Mehrwertsteuerlich erfasst. Besteuerungsgrundlage ist normalerweise das Entgelt fur den Gegenstand, ansonsten der Marktwert (Art. 54 Abs. 1 MWSTG). Die Satze der Mehrwertsteuer sind in Art. einhundertdreißig Bundesverfassung festgeschrieben. Dort wird der Eidgenossenschaft das Recht ausbedungen, dass sie auf Lieferungen von Gegenstanden und auf Dienstleistungen einschliesslich Eigenverbrauch sowie auf Einfuhren eine Mehrwertsteuer mit einem Normalsatz von hochstens 6,5 Prozent und einem reduzierten Satz von mindestens 2,0 Prozent erheben darf. Gestutzt auf Art. einhundertsechsundneunzig Ziffer drei Satz zwei Buchstabe e der Bundesverfassung ist es dem Bund erlaubt, weitere 0,1 Prozentpunkte fur die Finanzierung der Eisenbahngrossprojekte[5] zu erheben. Der Bund wurde zudem fur die Finanzierung der Entwicklung des Altersaufbaus fur die AHV/IV in der Form eines Bundesgesetzes ermachtigt, den Normalsatz um hochstens einen Prozentpunkt und den reduzierten Satz um 0,3 Prozentpunkte zu erhohen. Aufgrund der definierten Grundzuge zur Ausgestaltung des Bundesgesetzes uber die Mehrwertsteuer in der Bundesverfassung setzte sich der Normalsatz (7,6 %) wie folgt zusammen: 6,5 % zur Erhebung eines Normalsatzes fur Lieferungen von Gegenstanden und Dienstleistungen Bis Ende zweitausendsiebzehn galt eine Zusatzfinanzierung der IV durch die MWST um 0,4 MWST-Prozentpunkte und ab eins Januar zweitausendachtzehn erhohten sich die MWST-Satze um 0,1 Prozentpunkte aufgrund der Finanzierung des Ausbaus der Bahninfrastruktur FABI. Seither gelten der normale Satz von 7,7 %, der reduzierte Satz von 2,5 % und der Sondersatz von 3,7 %.[1 ] Folgende Guter und Dienstleistungen werden mit dem reduzierten Satz besteuert:[6] Lebensmittel und Leitungswasser Medikamente Futtermittel und Streumittel fur Tiere sowie Samen, Setzknollen und ahnliches Druckerzeugnisse Fur Beherbergungsleistungen der Schweizer Hotellerie kann vom Bund ein reduzierter Satz erhoben werden. Dieser betragt 3,7 Prozent. Das Gesetz definiert eine Beherbergungsleistung als Gewahrung von Unterkunft einschliesslich der Abgabe eines Fruhstucks, selbst wenn dieses separat berechnet wird. Unternehmen, die fur die Inlandsteuer steuerpflichtig werden, mussen sich unaufgefordert innert 30 Tagen bei der Eidgenossischen Steuerverwaltung in Bern anmelden (Art. 66 Abs. 1 MWSTG). Sie erhalten, sofern noch nicht vorhanden, eine eigene Unternehmens-Identifikationsnummer (UID) und werden als Steuerpflichtige registriert. Die UID ersetzt die bisherige MWST-Nummer, die bis Ende zweitausenddreizehn weiterverwendet werden konnte.[8] Gemass Art. einundzwanzig MWSTG ist die Tatigkeit von Verwaltungsraten etc. als unselbstandige Erwerbstatigkeit zu betrachten und fallt somit nicht unter die MWST-Pflicht. In Art. fünfundzwanzig MWSTG sind weitere subjektive Ausnahmen von der Steuerpflicht aufgezahlt. Es handelt sich hierbei um Land- und Forstwirte sowie Gartner fur den Verkauf von eigenen Urprodukten (ohne Zukauf von Drittprodukten), Viehhandler und Milchsammelstellen. Die Lieferungen (und teilweise damit direkt zusammenhangende Dienstleistungen) ins Ausland unterliegen nicht der Steuerpflicht, berechtigen aber zum Vorsteuerabzug. Es handelt sich daher um echt steuerbefreite Tatbestande. Die steuerfreien Umsatze sind in Art. dreiundzwanzig MWSTG abschliessend aufgezahlt. Von der Steuer sind befreit: die Lieferungen von Gegenstanden, die direkt ins Ausland befordert oder versendet werden (gilt nicht auf die Uberlassung zum Gebrauch oder zur Nutzung von Beforderungsmitteln); die Uberlassung zum Gebrauch oder zur Nutzung, namentlich die Vermietung und Vercharterung, von Schienen- und Luftfahrzeugen, sofern diese vom Lieferungsempfanger uberwiegend im Ausland genutzt werden; die Inlandlieferungen von Gegenstanden auslandischer Herkunft, die nachweislich unter Zollkontrolle standen; das sonstige, nicht im Zusammenhang mit einer Ausfuhrlieferung stehende Befordern oder Versenden von Gegenstanden ins Ausland, namentlich das Verbringen von Werkzeugen ins Ausland; das im Zusammenhang mit einem Export oder Import von Gegenstanden stehende Befordern oder Versenden von Gegenstanden uber die Grenze und alle damit zusammenhangenden sonstigen Leistungen; das Befordern von Gegenstanden im Inland und alle damit zusammenhangenden sonstigen Leistungen, wenn die Gegenstande unter Zollkontrolle stehen und zur Ausfuhr bestimmt sind (unverzollte Transitwaren); Lieferungen, Umbauten, Instandsetzungen, Wartungen, Vercharterungen und Vermietungen von Luftfahrzeugen, die von Unternehmen verwendet werden, die gewerbsmassige Luftfahrt im Beforderungs- oder Charterverkehr betreiben und deren Umsatze aus internationalen Flugen jene aus dem Binnenluftverkehr uberwiegen; Lieferungen, Vermietungen, Instandsetzungen und Wartungen der in diese Luftfahrzeuge eingebauten Gegenstande oder der Gegenstande fur ihren Betrieb; Lieferungen von Gegenstanden zur Versorgung dieser Luftfahrzeuge sowie Dienstleistungen, die fur den unmittelbaren Bedarf dieser Luftfahrzeuge und ihrer Ladungen bestimmt sind; die Dienstleistungen von ausdrucklich in fremdem Namen und fur fremde Rechnung handelnden Vermittlern, wenn der vermittelte Umsatz entweder nach diesem Artikel steuerfrei ist oder ausschliesslich im Ausland bewirkt wird; bei einem Umsatz sowohl im Inland als auch im Ausland anteilige Befreiung auf den Umsatz im Ausland; in eigenem Namen erbrachte Dienstleistungen von Reiseburos, soweit sie Lieferungen und Dienstleistungen Dritter in Anspruch nehmen, die von diesen im Ausland bewirkt werden; bei einem Umsatz sowohl im Inland als auch im Ausland anteilige Befreiung auf den Umsatz im Ausland. Der Bundesrat kann zur Wahrung der Wettbewerbsneutralitat Beforderungen im grenzuberschreitenden Luft- und Eisenbahnverkehr von der Steuer befreien. Davon hat dieser in der Verordnung Gebrauch gemacht, indem im internationalen Flugverkehr die gesamte Strecke im Ausland liegt, wenn der Abflug- oder der Ankunftsflughafen im Ausland liegt. Direkte Ausfuhr nach Absatz zwei Ziffer eins liegt vor, wenn der Gegenstand der Lieferung entweder von der steuerpflichtigen Person selbst oder von ihrem nicht steuerpflichtigen Abnehmer ins Ausland befordert oder versandt wird, ohne dass dieser den Gegenstand vorher im Inland in Gebrauch genommen oder im Inland im Rahmen eines Lieferungsgeschafts einem Dritten ubergeben hat. Der Gegenstand der Lieferung kann vor der Ausfuhr durch Beauftragte des nicht steuerpflichtigen Abnehmers bearbeitet oder verarbeitet worden sein. Wer steuerbare oder steuerfreie Umsatze tatigt, ist berechtigt auf diesen Aufwendungen die angefallenen Vorsteuern von der ESTV zuruckzufordern (Art. 38 MWSTG). Verwendet die steuerpflichtige Person Gegenstande oder Dienstleistungen fur einen in Absatz * genannten geschaftlich begrundeten Zweck, so kann sie in ihrer Steuerabrechnung folgende Vorsteuern abziehen, die nachgewiesen werden mussen: * die ihr von anderen steuerpflichtigen Personen mit den Angaben nach Art. siebenunddreißig in Rechnung gestellte Steuer fur Lieferungen und Dienstleistungen; die von ihr fur den Bezug von Dienstleistungen von Unternehmen mit Sitz im Ausland deklarierte Steuer; die von ihr auf der Einfuhr von Gegenstanden der Eidgenossischen Zollverwaltung entrichtete oder zu entrichtende Steuer sowie die von ihr fur die Einfuhr von Gegenstanden deklarierte Steuer (Art. 83). unentgeltliche Zuwendung von Geschenken bis 300 Franken pro Empfanger und Jahr und von Warenmustern zu Zwecken des Unternehmens (Art. 9 Abs. 1 Bst. c) sowie Arbeiten an Gegenstanden, die im Eigenverbrauch nach Art. 9 Absatz 2 verwendet werden. Die steuerpflichtige Person kann die in Absatz 1 aufgezahlten Vorsteuern auch abziehen, wenn sie die Gegenstande oder Dienstleistungen fur Tatigkeiten nach Art. 19 Absatz 2 oder fur Tatigkeiten verwendet, die steuerbar waren, wenn sie sie im Inland bewirken wurde. Nicht zum Vorsteuerabzug berechtigen namentlich von der Steuer ausgenommene Umsatze, nicht als Umsatze geltende oder private Tatigkeiten sowie Umsatze in Ausubung hoheitlicher Gewalt. Vom Vorsteuerabzugsrecht ausgeschlossen sind ferner 50 Prozent der Steuerbetrage auf Ausgaben fur Verpflegung und Getranke. Hat die steuerpflichtige Person bei nicht steuerpflichtigen Landwirten, Forstwirten, Gartnern, Viehhandlern und Milchsammelstellen Erzeugnisse der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gartnerei, Vieh oder Milch fur Zwecke bezogen, die nach Absatz zwei zum Vorsteuerabzug berechtigen, so kann sie als Vorsteuer 2,4 Prozent des ihr in Rechnung gestellten Betrages abziehen. Art. siebenunddreißig Absatz 1 Buchstaben a-e und Absatz 3 sind anwendbar. Der Anspruch auf Abzug entsteht: bei der von andern steuerpflichtigen Personen uberwalzten Steuer: am Ende der Abrechnungsperiode, in welcher die steuerpflichtige Person die Rechnung erhalten hat (Abrechnung nach vereinbarten Entgelten), oder in welcher sie die Rechnung bezahlt hat (Abrechnung nach vereinnahmten Entgelten); bei der Steuer auf dem Bezug von Dienstleistungen von Unternehmen mit Sitz im Ausland: im Zeitpunkt, in welchem die steuerpflichtige Person uber diese Steuer mit der Eidgenossischen Steuerverwaltung abrechnet; bei der Steuer auf der Einfuhr nach Absatz eins Buchstabe c : am Ende der Abrechnungsperiode, in der die Zolldeklaration angenommen wurde und die steuerpflichtige Person uber das Original der Einfuhrdokumente verfugt. Soweit eine steuerpflichtige Person Spenden erhalt, die nicht einzelnen Umsatzen des Empfangers als Gegenleistung zugeordnet werden konnen, ist ihr Vorsteuerabzug verhaltnismassig zu kurzen. Ebenso ist ihr Vorsteuerabzug verhaltnismassig zu kurzen, wenn sie Subventionen oder andere Beitrage der offentlichen Hand erhalt. Erstattungen, Beitrage und Beihilfen bei Lieferungen ins Ausland, deren Umsatze nach Art. 19 Absatz 2 Ziffer 1 von der Steuer befreit sind, gelten nicht als Subventionen oder Beitrage der offentlichen Hand. Nebst dieser materiellen Voraussetzung sind auch die formalen Bestimmungen gemass Art. siebenunddreißig MWSTG zu erfullen. So durfen Vorsteuern nur zuruckgefordert werden, wenn die Belege folgende Angaben enthalten: den Namen und die Adresse, unter denen sie im Register der steuerpflichtigen Personen eingetragen ist oder die sie im Geschaftsverkehr zulassigerweise verwendet, sowie die Nummer, unter der sie im Register der steuerpflichtigen Personen eingetragen ist; den Namen und die Adresse des Empfangers der Lieferung oder der Dienstleistung, wie er im Geschaftsverkehr zulassigerweise auftritt; Datum oder Zeitraum der Lieferung oder der Dienstleistung; Art, Gegenstand und Umfang der Lieferung oder der Dienstleistung; das Entgelt fur die Lieferung oder die Dienstleistung; den Steuersatz und den vom Entgelt geschuldeten Steuerbetrag. Schliesst das Entgelt die Steuer ein, so genugt die Angabe des Steuersatzes. Wahrend die ESTV die vorgenannten Erfordernisse anfanglich sehr formalistisch uberprufte, hat sich zwischenzeitlich eine Entscharfung der Situation ergeben. Insbesondere bei der Adresse des Empfangers werden inzwischen alle gangigen und ublichen (sofern zutreffenden) Firmenbezeichnungen akzeptiert (Art. 15a MWSTGV). Trotzdem ist der Leistungsempfanger gut beraten, auf formell korrekte Belege zu bestehen, um unliebsame Aufrechnungen zu vermeiden. Stellt sich ein Beleg im Nachhinein als nicht Mehrwertsteuerkonform heraus, lasst sich dies teilweise mit dem Formular 1550 - zu beziehen auf dem Internet unter - korrigieren. Werden solche Gegenstande, die man ursprunglich fur steuerpflichtige oder steuerfreie Umsatze bezogen hat, nun fur andere Zwecke verwendet oder entnommen, muss gemass Art. einunddreißig MWSTG die Vorsteuer wieder korrigiert werden. Dies erfolgt mittels Deklaration eines Eigenverbrauchs. Ein klassisches Beispiel fur den Eigenverbrauch stellt die private Nutzung von Geschaftsfahrzeugen dar. Hier wird gemass Praxis der ESTV 9,6 % (12 x 0,8 % pro Monat) des Kaufpreises eines Fahrzeuges als Eigenverbrauch abgerechnet. Bei einem Fahrzeug mit einem Kaufpreis von CHF 50'000 (ohne MWST) betragt der Eigenverbrauch CHF 4'800 pro Jahr. Die Steuer (8,00 %) belauft sich auf CHF 384.--. Auch die unentgeltliche Abgabe von Gegenstanden lost die Eigenverbrauchssteuer aus. Ausgenommen sind einerseits Geschenke bis CHF 500 pro Jahr und Empfanger sowie andererseits Warenmuster. Am eins Januar eintausendneunhundertfünfundneunzig wurde in der Schweiz die Warenumsatzsteuer durch die Mehrwertsteuer abgelost. Der reduzierte Ansatz betrug damals zwei % und der Sondersteuersatz drei %. Der Normalansatz betrug 6,2 %, welcher per Bundesbeschluss auf 6,5 % zur Gesundung der Bundesfinanzen erhoht wurde. Aufgrund des Bundesbeschlusses vom zwanzig Marz eintausendneunhundertachtundneunzig uber die Anhebung der Mehrwertsteuersatze fur die AHV/IV sowie der Verordnung vom dreiundzwanzig Dezember eintausendneunhundertneunundneunzig uber die Anhebung der Mehrwertsteuersatze zur Finanzierung der Eisenbahngrossprojekte wurden die Steuersatze auf den heutigen Stand erhoht. Damit sollte die Finanzierung der NEAT und der zukunftig anfallenden Kosten fur die AHV/IV gesichert werden. Der Bundesrat kann aufgrund von Art. einhundertdreißig der Bundesverfassung die Ansatze bei Bedarf um maximal eins % auf 7,5 % erhohen. Von diesem Recht hat er mit Wirkung auf den eins Januar zweitausendeins Gebrauch gemacht. Hinzu kommen 0,1 % fur die Finanzierung von Eisenbahngrossprojekten, macht einen Mehrwertsteuersatz von 7,6 %. Das Bundesgesetz vom 2. September 1999 uber die Mehrwertsteuer (Mehrwertsteuergesetz, MWSTG) trat am 1. Dezember 2001 nach Ablauf der Referendumsfrist in Kraft und loste die bisherige bundesratliche Verordnung ab. Am achtundzwanzig November zweitausendvier stimmten die SchweizerStimmberechtigten mit 73,8 % Ja-Stimmen dem Bundesbeschluss uber eine neue Finanzordnung zu, welche auch eine Anderung der Bundesverfassung (BV) beinhaltete. Zum einen wurden diverse Detailregelungen zur Mehrwertsteuer aus der Bundesverfassung herausgenommen,[10 ] zum anderen gestattete die alte Fassung des Artikels einhundertsechsundneunzig die Erhebung einer Bundessteuer nur bis zum Jahre zweitausendsechs Ergebnis der angenommenen Neuordnung waren somit eine <> der BV und eine weiterhin befristete Befugniserteilung der Mehrwertsteuer- und direkten Bundessteuererhebung nunmehr bis 2020.[11 ] Der Bund hat erstmals eintausendneunhundertsechzehn direkte Steuern erhoben, und dies nur wahrend zwei Jahren - wegen des Ersten Weltkriegs. Aber mit der Zeit wurden diese aussergewohnlichen Steuern immer haufiger. Im Jahr eintausendneunhundertachtundfünfzig wurden sie in der Bundesverfassung verankert, jedoch zeitlich begrenzt. Bei der Abstimmung vom 4. Marz 2018[12] ging es um die neunte Verlangerung[13], die von Volk und Standen angenommen wurde. In der Schweiz wurden seit Einfuhrung der MWST eintausendneunhundertfünfundneunzig sechsundzwanzig verschiedene Ausnahmen eingefuhrt. Schon Bundesrat Kaspar Villiger hat die immer wachsende Anzahl von Ausnahmen beklagt. Sein Nachfolger, der Finanzminister der Schweiz Bundesrat Hans-Rudolf Merz, ging weiter und lancierte zweitausenddrei die Idee einer vereinfachten Mehrwertsteuer. Im Sinne einer <> hatte er vorgeschlagen, dass es in Zukunft in der Schweiz keine Ausnahmen mehr geben sollte und den heutigen Mehrwertsteuersatz von 2,4 % auf Gutern des taglichen Bedarfs, 3,6 % auf Beherbergungsleistungen und die 7,6 % auf allen ubrigen Leistungen auf einen einheitlichen Satz im Bereich von fünf bis sechs % festzusetzen. Das eidgenossische Finanzdepartement formuliert die Eigenschaften einer <Mehrwertsteuer>> folgendermassen: Sie ist weiterhin als Netto-Allphasensteuer mit Vorsteuerabzug konzipiert. Sie belastet nur den Endkonsum und wird nach dem Bestimmungslandprinzip erhoben. Sie kennt keine Ausnahmen. Sie wird mit einem Einheitssatz erhoben.
Source: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/83/Inka_Schmuck_EthnM.jpg
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