Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/4/84260000042.htm
Timestamp: 2018-12-15 05:15:34
Document Index: 307175469

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 22', '§ 2', '§ 24', '§ 10', '§ 28']

4.26.042 Osterried
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet »Osterried« Vom 15. September 1996 (GBl. v. 29.10.1996, S. 633).
Auf Grund von §§ 21 und 58 Abs. 2 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vom 29. März 1995 (GBI. S. 385) und von § 22 Abs. 2 des Landesjagdgesetzes in der Fassung vom 1. Juni 1996 (GBI. S. 369) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemarkung Baustetten, Stadt Laupheim und der Gemarkung Baltringen, Gemeinde Mietingen, Landkreis Biberach, wird zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Schutzgebiet führt die Bezeichnung »Osterried«.
(1) Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 163 ha. Davon entfallen auf das Naturschutzgebiet rund 115,3 ha, auf das Landschaftsschutzgebiet rund 47,7 ha.
Das Schutzgebiet umfaßt im wesentlichen auf Gemarkung Baustetten den Bereich zwischen dem Feldweg Flst. Nr. 787 im Norden, den an der Dürnach liegenden Feldwegen Flst. Nrn. 1197, 1232 und 1233 im Westen, dem Feldweg Flst. Nr. 815 im Osten und der Markungsgrenze am Feldweg Flst. Nr. 2205 bzw. dem nach Westen zur Dürnach laufenden Wassergraben im Süden. Auf Gemarkung Baltringen erfaßt das Schutzgebiet im wesentlichen den Bereich zwischen der Markungsgrenze im Norden, den an der Dürnach liegenden Feldwegen Flst. Nrn. 1132/1, 1132/2 und 1116 im Westen, den Feldwegen Flst. Nrn. 457, 478 und 512 im Osten und den Feldwegen Flst. Nrn. 1106 und 1089 bzw. dem Wassergraben Flst. Nr. 1105 im Süden.
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 16. Januar 1996 im Maßstab 1 : 2 500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000, gekennzeichnet und für das Naturschutzgebiet rot, das Landschaftsschutzgebiet grün angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Im Falle des Widerspruchs zwischen textlicher Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung gelten die in der Flurkarte getroffenen Festlegungen. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen, beim Landratsamt Biberach in Biberach und beim Bürgermeisteramt Laupheim in Laupheim auf die Dauer von zwei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Schutzzweck des Landschaftsschutzgebietes ist die Erhaltung und die Entwicklung der für das Naturschutzgebiet notwendigen Ergänzungsräume und Pufferzonen entlang der Dürnach und gegenüber der umgebenden Agrarlandschaft sowie des im Osten des Schutzgebietes gelegenen Hangbereiches als Zeugnis der Landschaftsentwicklung, wobei auf land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen durch Extensivierung und Pflegemaßnahmen alte Formen der Landnutzung, insbesondere Streu- und Riedwiesen sowie die ursprünglich natürliche Riedwaldgesellschaft, gepflegt und wiederbegründet werden sollen.
5. Start- und Landeplätze für Fluggeräte aller Art anzulegen;
1.3 landschaftsbestimmende Bäume, Hecken, Gebüsche, Feldgehölze oder Böschungen nicht beseitigt oder zerstört werden;
2.1 Neuaufforstungen und Wiederaufforstungen als Mischwaldbestände erfolgen. Die Entwicklung von Laubholz- oder Mischbeständen hin zu Nadelholzreinbeständen darf nicht aktiv gefördert werden;
2.4 Entwässerungsgräben unterhalten werden können, soweit keine nach § 24 a NatSchG besonders geschützten Biotope betroffen sind;
6. Pflegemaßnahmen, die von der höheren Naturschutzbehörde - im Wald im Einvernehmen mit dem Forstamt - veranlaßt werden;
§ 10 Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen
(1) Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen können für das Natur- und Landschaftsschutzgebiet von der höheren Naturschutzbehörde durch Einzelanordnung oder in einem Pflegeplan - für den Wald jeweils einvernehmlich mit der Forstverwaltung - festgelegt werden.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamtes Biberach vom 1. Dezember 1965 über das Landschaftsschutzgebiet »Osterried«, soweit deren Geltungsbereich betroffen ist, außer Kraft.
Berichtigung der Verordnungen des Regierungspräsidiums Tübingen über die Natur‑ und Landschaftsschutzgebiete "Osterried” und “Ruhestetter Ried” sowie die Naturschutzgebiete “Schwarzen­bach”, “Wurzacher Ried” und "BIochinger Sandwinkel” (GBl. vom 04.08.1997, S. 119).
In der Eingangsformel der Verordnungen des Regierungspräsidiums Tübingen über die Natur‑ und Landschaftsschutzgebiete “Osterried” vom 15. September 1996 (GBI. S. 633) und “Ruhestetter Ried” vom 20. September 1996 (GBI. S.642) sowie über die Naturschutzgebiete “Schwarzenbach” vom 15. September 1996 (GBI. S.639), “Wurzacher Ried” vom 2.0ktober 1996 (GBI. S.697) und “Blochinger Sandwinkel” vom 7. Oktober 1996 (GBI. S.700) lautet die Ermächtigungsgrundlage für die jagdlichen Regelungen:
“§ 28 Abs.2 des Landesjagdgesetzes in der Fassung vom 1. Juni 1996 (GBI. S.369)”.