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Timestamp: 2018-07-22 18:44:13
Document Index: 122683338

Matched Legal Cases: ['§ 442', '§ 119', '§ 119', 'Art. 5', '§ 312', 'Art. 246', 'Art. 5', 'Art. 55', 'Art. 48', 'Art. 104', 'Art. 102', 'Art. 104', 'Art. 102', 'Art. 102', 'Art. 104', 'Art. 102', 'Art. 104', 'Art. 102', 'Art. 13', 'Art. 20', 'Art. 23', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 4', 'Art. 35', 'Art. 35', 'Art. 42', 'Art. 41', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', 'EuG', 'Art. 49', 'Art. 55', 'Art. 55', 'Art. 28', 'Art. 55', 'Art. 48', 'Art. 48', 'Art. 55', 'Art. 55', 'Art. 28', 'Art. 102', 'Art. 20', 'Art. 23', 'Art. 20', 'Art. 20', 'Art. 20', 'Art. 23', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 6', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 2']

Zitierfähigkeit des eBooks : Informationsverantwortung im Kaufrecht
Informationsverantwortung im Kaufrecht
Ein rechtsvergleichender und rechtsökonomischer Beitrag zur zukünftigen Ausgestaltung Europäischer Rechtsvereinheitlichungsprojekte
Schriften zum Internationalen und vergleichenden Privatrecht
Christopher Dassbach
Mit dem 2011 veröffentlichten Entwurf für ein Gemeinsames Europäisches Kaufrecht (GEKR) hat der Ausbau einer Europäischen Vertragsrechtsordnung einen neuen Höhepunkt erreicht. Auch wenn die Europäische Kommission diesen Entwurf in ihrem Arbeitsprogramm für das Jahr 2015 zurückgezogen hat, wird er weiterhin im Zentrum der notwendigerweise zu führenden rechtswissenschaftlichen Diskussion stehen, wie das Europäische Vertragsrecht ausgestaltet werden sollte. Der Autor unterzieht das europäische Informationsmodell auch jenseits vorvertraglicher Informationspflichten einer rechtsvergleichenden und rechtsökonomischen Analyse. Dabei thematisiert er dogmatische Einzelfragen und übergreifende Wertungszusammenhänge, um den Weg für Vereinheitlichungsprojekte nach dem GEKR vorzubereiten.
978-3-631-70075-4
https://doi.org/10.3726/978-3-653-07015-6
Frankfurt am Main, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Warszawa, Wien, 2016. XL, 610 S.
Kap. 1: Einleitung und Grundlagen
A. Informationsverantwortung und die zukünftige Ausgestaltung Europäischer Rechtsvereinheitlichungsprojekte
B. Der Untersuchungsgegenstand der Informationsverantwortung
I. Begriff der Informationsverantwortung
II. Arten der Informationsverantwortung
1. Grundsatz informationeller Eigenverantwortung
2. Ausnahme informationeller Fremdverantwortung
III. Informationspflichten als Ausdruck informationeller Fremdverantwortung
1. Informationspflichten und Informationsverantwortung
2. Terminus der Informationspflicht
C. Forschungsmethoden und Gang der Untersuchung
I. Funktionale Rechtsvergleichung
1. Soziales Problem: Informationsdefizit des Käufers
2. Zu untersuchende Rechtsordnungen
a) Umverteilung von Informationsverantwortung im deutschen Recht
b) Umverteilung von Informationsverantwortung im GEKR
c) Umverteilung von Informationsverantwortung im CISG
d) Umverteilung von Informationsverantwortung im US-amerikanischen Recht
3. Aufbau der Rechtsordnungsberichte
a) Allgemeines zum Aufbau der Rechtsordnungsberichte
b) Einteilung der Rechtsinstitute in drei Gruppen von Zurechnungsprinzipien und parteiliche Dispositionsbefugnisse
aa) 1. Gruppe: Umverteilung von Informationsverantwortung aufgrund der verschuldeten Verursachung des Informationsdefizits
bb) 2. Gruppe: Umverteilung von Informationsverantwortung aufgrund der abstrakten vertraglichen und kaufvertraglichen Risikoverteilung
cc) 3. Gruppe: Umverteilung von Informationsverantwortung aufgrund des bloßen Informationsdefizits
dd) Begrenzung und Erweiterung der Umverteilung von Informationsverantwortung aufgrund einer Parteivereinbarung
c) Im Einzelnen zu untersuchende Rechtsinstitute
aa) Arglistanfechtung
bb) Irrtumsanfechtung
cc) Kaufrechtliche Mängelgewährleistung
dd) Widerrufsrechte und Informationspflichten in besonderen Abschlusssituationen
ee) Verbraucherschützende Informationspflichten außerhalb besonderer Abschlusssituationen
ff) Allgemeine Haftungsnormen für vorvertragliches Fehlverhalten
4. Vergleich und Bewertung
a) Vergleich auf zwei Ebenen
b) Bewertung des GEKR auf zwei Ebenen
II. Rechtsökonomie
D. Beschränkungen des Untersuchungsgegenstands
I. Keine Untersuchung des C2C- und des C2B-Verhältnisses
II. Keine Untersuchung jenseits des Kaufs beweglicher Sachen
III. Keine Beteiligung Dritter am Kaufvertragsverhältnis
IV. Kein Wettbewerbs- und Produkthaftungsrecht
Kap. 2: Rechtsordnungsberichte
A. Informationsverantwortung im deutschen Recht
I. Arglistanfechtung
1. Tatbestand und Rechtsfolgen
2. Bedeutung für die Umverteilung von Informationsverantwortung im Kaufvertragsverhältnis
a) Täuschung durch aktives Tun
b) Täuschung durch Unterlassen
aa) Abstrakte vertragliche Risikoverteilung als Zurechnungsprinzip
bb) Anforderungen an vorvertragliche Informationspflichten
(1) Gesetzlich normierte Informationspflichten
(2) Herleitung von Informationspflichten aus Treu und Glauben
II. Haftung aus c.i.c.
a) Verbot der Falschinformation
aa) Vertretenmüssen als Zurechnungsprinzip
bb) Konkurrenzverhältnis zwischen c.i.c. und Arglistanfechtung
b) Informatorisches Pflichtenprogramm
aa) Informationspflichten
bb) Informationsbeschaffungspflichten
cc) Beratungspflichten
III. Kaufrechtliche Mängelgewährleistungsrechte
1. Europarechtliche Rahmenbedingungen: Die Verbrauchsgüterkauf-Richtlinie (VGKRL)
2. Das deutsche Mängelgewährleistungsregime
a) Tatbestand und Rechtsfolgen
b) Bedeutung für die Umverteilung von Informationsverantwortung im Kaufvertragsverhältnis
aa) Garantiehaftung als Ausdruck informationeller Fremdverantwortung
bb) § 442 Abs. 1 BGB als Grenze der Umverteilung von Informationsverantwortung
3. Ausblick: Der Vorschlag für eine Richtlinie über bestimmte vertragsrechtliche Aspekte des Warenkaufs im Fernabsatz (RL-Vorschlag)
IV. Irrtumsanfechtung
a) Irrtumsanfechtung nach § 119 Abs. 1 BGB
b) Irrtumsanfechtung nach § 119 Abs. 2 BGB
V. Widerrufsrechte und Informationspflichten in besonderen Abschlusssituationen
1. Europarechtliche Rahmenbedingungen
a) Die Verbraucherrechte-Richtlinie (VRRL)
aa) Widerruf als Schutzinstrument wegen vorvertraglicher Informationsasymmetrien
bb) Informationspflichten in besonderen Abschlusssituationen
b) Die E-Commerce-Richtlinie (ECRL)
2. Widerrufsrechte und Informationspflichten im deutschen Recht
aa) Außergeschäftsraum- und Fernabsatzgeschäfte
bb) Elektronischer Geschäftsverkehr
VI. Verbraucherschützende Informationspflichten außerhalb besonderer Abschlusssituationen
1. Europarechtliche Rahmenbedingungen: Art. 5 VRRL
2. § 312a Abs. 2 Satz 1 BGB i.V.m. Art. 246 EGBGB
a) Umsetzung des Art. 5 VRRL
b) Neue Wertung im informationellen Verbraucherschutzrecht
VII. Begrenzung und Erweiterung der Umverteilung von Informationsverantwortung aufgrund einer Parteivereinbarung
a) B2C-Verhältnis
b) B2B-Verhältnis
2. Haftungserweiterungen
VIII. Zusammenfassung zur Informationsverantwortung im deutschen Recht
B. Informationsverantwortung im GEKR
a) Arglist als Zurechnungsprinzip bei Täuschungen durch aktives Tun
b) Anforderungen an vorvertragliche Informationspflichten
c) Änderung von Art. 55 GEKR a. F. durch das Parlament
II. Irrtumsanfechtung
a) Anfechtungsrecht des irrenden Käufers nur bei Verursachung des Irrtums oder bei einem gemeinsamen Irrtum
b) Systematisches Verhältnis der i) bis iii) in Art. 48 Abs. 1 lit. b) GEKR
III. Haftung für vertragswidrige Lieferung
a) Kommissionsentwurf
aa) Informationelle Fremdverantwortung des Verkäufers im B2B-Verhältnis
bb) Informationelle Fremdverantwortung des Verkäufers im B2C-Verhältnis
b) Änderungen durch das Parlament
aa) Änderung des Art. 104 GEKR a. F.
bb) Verhältnis des Art. 102 Abs. 3 GEKR n. F. zu Art. 104 GEKR n. F.
(1) Nur formale Änderung des Art. 102 Abs. 3 und 4 GEKR a. F.
(2) 1. Verständnisansatz: Art. 102 Abs. 3 GEKR n. F. als klarstellende Beschränkung des Art. 104 GEKR n. F. auf die Sachmängelhaftung
(3) 2. Verständnisansatz: Art. 102 Abs. 3 GEKR n. F. als Beschränkung des Art. 104 GEKR n. F. auf die Sachmängelhaftung und Begrenzung der Haftung für Rechtsmängel i.S.d. Art. 102 Abs. 2 GEKR im B2B-Verhältnis
IV. Verbraucherschützende Widerrufsrechte
V. Vorvertragliche Informationspflichten
1. Vorvertragliche Informationspflichten der Art. 13 bis 29 GEKR
a) Regelungszweck, zeitlicher Anwendungsbereich und Rechtsfolgen
b) Informationspflichten im B2C-Verhältnis
aa) Allgemeine vorvertragliche Informationspflichten aus Art. 20 GEKR a. F.
bb) Informationspflichten für besondere Abschlusssituationen
(1) Informationspflichten für Außergeschäftsraum- und Fernabsatzverträge
(2) Informationspflichten bei elektronisch geschlossenen Fernabsatzverträgen
c) Informationspflichten im B2B-Verhältnis
aa) Art. 23 GEKR
bb) Informationspflichten im elektronischen Geschäftsverkehr
(1) Kommissionsentwurf
(2) Änderungen durch das Parlament
2. Vorvertragliche Informationspflichten aus dem allgemeinen Gebot von Treu und Glauben und des redlichen Geschäftsverkehrs
a) Art. 2 Abs. 1 GEKR als dogmatische Grundlage für die Herleitung vorvertraglicher Informationspflichten
b) Rechtsfolgen bei Verstoß gegen die Pflichten aus Art. 2 Abs. 1 GEKR
aa) Kommissionsentwurf
bb) Änderung von Art. 2 Abs. 2 GEKR a. F. durch das Parlament
3. Standard-Informationsblatt im B2C-Verhältnis
VI. Begrenzung und Erweiterung der Umverteilung von Informationsverantwortung aufgrund einer Parteivereinbarung
bb) Änderungen durch das Parlament
VII. Zusammenfassung zur Informationsverantwortung im GEKR
C. Informationsverantwortung im CISG
1. Willensmängel als Gültigkeitsfrage i.S.d. Art. 4 Satz 2 lit. a) CISG
2. Lückenfüllung nach nationalem Recht nur bei Fehlen einer funktional-äquivalenten Lösung im CISG
1. Vorvertragliches Schuldverhältnis als Regelungsgegenstand des CISG
2. Lückenschließung durch nationales Recht
a) Umverteilung von Informationsverantwortung bei Sachmängeln
aa) Sachmängel i.S.d. Art. 35 Abs. 2 CISG
bb) Sachmängel i.S.d. Art. 35 Abs. 1 CISG
b) Umverteilung von Informationsverantwortung bei Rechtsmängeln
aa) Rechtsmängel i.S.d. Art. 42 CISG
bb) Rechtsmängel i.S.d. Art. 41 CISG
V. Verbraucherschützende Vorschriften im Anwendungsbereich des CISG
1. Widerruf bei Außergeschäftsraum- und Fernabsatzverträgen
2. Informationspflichten des Unternehmers bei Außergeschäftsraum- und Fernabsatzverträgen
3. Verbraucherschützende Informationspflichten außerhalb besonderer Abschlusssituationen
VI. Besondere Vorschriften für den elektronischen Geschäftsverkehr
VIII. Zusammenfassung zur Informationsverantwortung im CISG
D. Informationsverantwortung im US-amerikanischen Recht
a) Die misrepresentation als vertragliches und deliktisches Rechtsinstitut
b) Deliktische misrepresentation
c) Vertragliche misrepresentation
a) Deliktische Rechtsfigur der misrepresentation
aa) Verschulden als vorrangiges Zurechnungskriterium für einen deliktischen Schadensersatzanspruch bei Täuschungen durch aktives Tun
bb) Informationspflichten bei einer Täuschung durch Unterlassen
b) Vertragliche Rechtsfigur der misrepresentation
aa) Verursachte Beeinträchtigung der Willensfreiheit als Zurechnungskriterium bei Täuschungen durch aktives Tun
a) Informationelle Eigenverantwortung des Irrenden
b) Ausnahme bei Unbilligkeit nach Maßgabe des richterlichen Ermessens
aa) Garantiehaftung des Verkäufers
bb) Informationelle Eigenverantwortung des Käufers nur in der Reichweite der vorvertraglichen Untersuchungsobliegenheit aus § 2–316 (3) (b) UCC
(1) Sachmängel im Sinne der §§ 2–314 und 2–315 UCC
(2) Sachmängel i.S.d. § 2–313 UCC
aa) Rechtsmängel i.S.d. § 2–312 (1) UCC
bb) Rechtsmängel i.S.d. § 2–312 (3) UCC
IV. Widerrufsrechte und Informationspflichten in besonderen Abschlusssituationen
a) Widerrufsrechte und Informationspflichten bei Fernabsatzverträgen
b) Widerrufsrechte und Informationspflichten bei Außergeschäftsraumverträgen
c) Besondere Informationspflichten im elektronischen Geschäftsverkehr
V. Haftung infolge vorvertraglichen Fehlverhaltens
1. Keine allgemeine vorvertragliche Haftungsnorm im US-amerikanischen Recht
2. Partielle Erfassung des vorvertraglichen Stadiums durch verschiedene Rechtsinstitute
a) Schriftliche Zusicherungen vor dem Hintergrund des Magnuson-Moss Warranty Acts
b) Vorvertragliche Vereinbarungen
VII. Zusammenfassung zur Informationsverantwortung im US-amerikanischen Recht
E. Lösung der Beispielsfälle
I. Beispielsfall zur Arglistanfechtung
II. Beispielsfall zur Irrtumsanfechtung
III. Beispielsfall zur kaufrechtlichen Mängelgewährleistung
IV. Beispielsfall zu Widerrufsrechten und Informationspflichten in besonderen Abschlusssituationen
V. Beispielsfall zu verbraucherschützenden Informationspflichten außerhalb besonderer Abschlusssituationen
VI. Beispielsfall zu allgemeinen Haftungsnormen für vorvertragliches Fehlverhalten
Kap. 3: Vergleich
A. Vergleich der untersuchten Rechtsinstitute
I. Vergleich der Arglistanfechtung
1. Schutzunwürdigkeit des arglistigen Verkäufers und informationelle Mitverantwortung des getäuschten Käufers
a) Deliktische Schadensersatzansprüche
b) Vertragsauflösung
2. Umfang der informationellen Fremdverantwortung des Verkäufers
3. Vorvertragliche Informationspflichten
a) Vergleichbare Ansätze in den Rechtsordnungen
b) Rolle des Verbraucherschutzes
c) Gesetzliche Vorgaben versus freie richterliche Bestimmung
II. Vergleich der Irrtumsanfechtung
1. Gemeinsamer Ausgangspunkt: Spannungsfeld entgegengesetzter Interessen
2. Erhebliche konzeptionelle Unterschiede zwischen den Rechtsordnungen
a) Irrtumsanfechtung in Deutschland: Betonung formaler Selbstbestimmung
b) Irrtumsanfechtung im GEKR und in den USA: schutzwürdiges Vertrauen des Erklärungsempfängers als Begrenzung des Anfechtungsrechts
aa) Vergleich der Irrtumsanfechtung im GEKR und in den USA
bb) Vergleich der Irrtumsanfechtung im GEKR und in den USA mit der Irrtumsanfechtung in Deutschland
III. Vergleich der kaufrechtlichen Mängelgewährleistungsrechte
1. Verknüpfung des Wissensstands des Käufers vom Mangel bei Vertragsschluss mit der Verkäuferhaftung
a) Dogmatik der gesetzlichen Haftungsausschlüsse
b) Vergleich der hinter den gesetzlichen Haftungsausschlüssen stehenden Grundgedanken
2. Informationelle Mitverantwortung des Käufers aufgrund vorvertraglicher Selbstinformations- und Untersuchungsobliegenheiten
IV. Vergleich der Widerrufsrechte und Informationspflichten in besonderen Abschlusssituationen
1. Verbraucherschützendes Widerrufsrecht in besonderen Abschlusssituationen
2. Informationspflichten im B2C-Verhältnis
3. Informationspflichten im B2B-Verhältnis
V. Verbraucherschützende Informationspflichten außerhalb besonderer Abschlusssituationen
VI. Vergleich der Haftung aus c.i.c. mit funktionsäquivalenten Rechtsinstituten im GEKR und den USA
1. Unterschiedliche Zurechnungsprinzipien bei Verursachung des Informationsdefizits
2. Verletzung von Informations-, Informationsbeschaffungs- und Beratungspflichten
a) Informatorisches Pflichtenprogramm
aa) Vorvertragliche Informations- und Informationsbeschaffungspflichten
bb) Vorvertragliche Beratungspflichten
b) Unterschiedliche Rechtsfolgen
VII. Vergleich der Begrenzung und Erweiterung der Umverteilung von Informationsverantwortung durch eine Parteivereinbarung
B. Übergreifende Gemeinsamkeiten und Unterschiede
I. Informationsverantwortung vor dem Hintergrund unterschiedlicher Vertragsfunktionen
1. Vertragsfunktionen zwischen Mikro- und Makroebene
a) Vertragsfunktion in Deutschland: personales Vertragsverständnis
b) Vertragsfunktion im GEKR: Vertrag als Instrument zur Binnenmarktförderung
c) Vertragsfunktion im CISG: Vertrag als Instrument zur Förderung des internationalen Warenverkehrs
d) Vertragsfunktion in den USA: Funktionsvielfalt des Vertrags und Dominanz eines ökonomischen Blickwinkels
2. Zurechnungsprinzipien und Vertragsfunktionen
a) Informationelle Fremdverantwortung aufgrund der verschuldeten Verursachung des Informationsdefizits durch den Verkäufer
b) Informationelle Fremdverantwortung aufgrund der vertraglichen und kaufvertraglichen Risikoverteilung
c) Informationelle Fremdverantwortung aufgrund des bloßen Informationsdefizits des Käufers
II. Verbraucherschutz und Informationsverantwortung
1. Fortschreitende Materialisierung des Privatrechts in Europa und Rest. Consumer Contracts in den USA
2. Verbraucherschutz als eigenständiges Zurechnungsprinzip im Rahmen der abstrakten vertraglichen und kaufvertraglichen Risikoverteilung
a) Konjunktur von Informationspflichten vor dem Hintergrund eines Informationsmodells
aa) Informationspflichten als Informationskatalog oder als Generalklausel
bb) Struktureller und situativer informationeller Verbraucherschutz
III. Informationelle Fremdverantwortung als nunmehr geltender Grundsatz?
1. Erosion der Privatautonomie seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert
2. Informationelle Eigenverantwortung des Käufers
aa) Paradigmenwechsel vom Grundsatz informationeller Eigenverantwortung zum Grundsatz informationeller Fremdverantwortung in Europa
(1) Vielzahl der zu übermittelnden Informationen
(2) Rechtsinstitut der allgemeinen vorvertraglichen Informationspflicht in spezifizierter Form
(3) Umverteilung von Informationsverantwortung aufgrund sonstiger Rechtsinstitute
bb) Informationelle Eigenverantwortung des Verbrauchers in den USA
b) Weiterhin Grundsatz informationeller Eigenverantwortung im B2B-Verhältnis als rechtsvergleichende Grundposition
IV. Fleischers „transnationale Theorie vorvertraglicher Informationsverantwortlichkeiten“
1. Kernaussagen von Fleischers Theorie
2. Aktualisierende Überlegungen zu einzelnen Aspekten von Fleischers Theorie
a) Treu und Glauben als dogmatische Grundlage von Informationspflichten
c) Person des Informationsverpflichteten und des Informationsberechtigten
d) Modalitäten der Informationsübermittlung
Kap. 4: Bewertung
A. Bewertungsmaßstab
I. Anforderungen an die Umverteilung von Informationsverantwortung aus ökonomischer Perspektive
1. Ökonomische Dimension der Informationsverantwortung
a) Neue Institutionenökonomik
b) Informationsökonomik
c) Verhaltensökonomik
2. Transaktionskosten- und Informationsökonomik
a) Transaktionskostenökonomik
aa) Existenz von Transaktionskosten
bb) Ziel der Transaktionskostenminimierung
aa) Perspektive des uninformierten Käufers
(1) Preisdispersion und Suchkosten
(2) Informationsdefizite im Hinblick auf die Güterqualität
(3) Maßnahmen zum Abbau der Informationsdefizite des Käufers
bb) Perspektive des Verkäufers
(1) Ausgangsproblem: Informationskosten aufseiten beider Parteien
(2) Produktive und redistributive Informationen
(3) Informationserwerb durch Zufall oder durch Investition
(4) Cheapest cost avoider
(a) Informationspflichten
(b) Informationelle Fremdverantwortung aufgrund sonstiger Rechtsinstitute
3. Prinzipal-Agent-Theorie
a) Grundstrukturen und Grundannahmen von Prinzipal-Agent-Beziehungen
b) Negative Auswahl (adverse selection)
aa) Der „Market for Lemons“ nach Akerlof
bb) Markversagen als Konsequenz von Informationsasymmetrien
cc) Maßnahmen zum Abbau von Informationsasymmetrien
(1) Signalisierung
(3) Gesetzliche Vorschriften
4. Verhaltensökonomik
a) Rationalitätsdefizite der Marktakteure
aa) Bedeutung des Entscheidungskontexts
bb) Referenzpunktabhängigkeit von Präferenzen
cc) Zeitinkonsistenz von Präferenzen
dd) Fehlerhafte Wahrscheinlichkeitsrechnungen und begrenzte Aufmerksamkeit
ee) Selbstüberschätzung und Überoptimismus
ff) Keine ausschließliche Orientierung an der Eigennutzmaximierung
b) Konsequenzen aus den Rationalitätsdefiziten der Marktakteure für den Gesetzgeber
aa) Das Optimum an Information und die Informationsüberlastung
bb) Bedeutung der Informationsformatierung
cc) Verhältnis von Informationspflichten zu sonstigen zwingenden Schutzvorschriften
dd) Verhaltensökonomische Dimensionen der Paternalismusdebatte
5. Zusammenfassung zum ökonomischen Bewertungsmaßstab
II. Anforderungen an die Umverteilung von Informationsverantwortung aus rechtlicher Perspektive
1. Der Grundsatz informationeller Eigenverantwortung
a) Privatautonomie im 21. Jahrhundert
b) Aufrechterhaltung des Grundsatzes informationeller Eigenverantwortung
2. GEKR als System
a) Systemgedanke im Europäischen Vertragsrecht
b) Ordnung und Einheit im GEKR v. a. zugunsten der Rechtssicherheit
aa) Trennung von B2B- und B2C-Verhältnissen und von verschiedenen Vertragsabschlusssituationen
bb) Einheitlichkeit der verschiedenen Sprachfassungen
cc) Trend zur Standardisierung in der europäischen Gesetzgebung und der Systemgedanke
(1) Fortschreitende Standardisierung im Europäischen Vertragsrecht
(2) Standardisierung und Einzelfallgerechtigkeit in einem Europäischen Kaufrechtssystem
dd) Regelungstechnik der „Generalisierung bei verstärkter Ausdifferenzierung“
(1) Kompromiss zwischen abstrahierend-generalisierender und kasuistischer Regelungstechnik
(2) Rolle des EuGH in der Forderung nach einer leistungsfähigen Zivilgerichtsbarkeit
ee) Verhältnis des GEKR zu anderen Rechtsakten der EU
3. Zusammenfassung zum rechtlichen Bewertungsmaßstab
III. Zusammenfassung zum Bewertungsmaßstab
B. Bewertung des GEKR
I. Bewertung der untersuchten Rechtsinstitute im GEKR
1. Arglistanfechtung
a) Verknüpfung des Art. 49 GEKR mit vorvertraglichen Informationspflichten
aa) Verknüpfung der Einigungsmängel mit vorvertraglichen Informationspflichten als Zukunftsaufgabe
bb) Kritikpunkte an der Verknüpfung der Arglistanfechtung mit vorvertraglichen Informationspflichten
(1) Verweis auf „vorvertragliche Informationspflichten“ als Schwachpunkt
(2) Normierung einer allgemeinen Informationspflicht aus Treu und Glauben und dem redlichen Geschäftsverkehr als Schwachpunkt
cc) Lösungsvorschlag
b) Schadensersatz infolge arglistiger Täuschung
aa) Umfang des erstattungsfähigen Schadens
bb) Informationelle Mitverantwortung des arglistig getäuschten Käufers
cc) Beibehaltung des Art. 55 GEKR
(1) Verhältnis zwischen Art. 55 GEKR und Art. 28 f. GEKR
(2) Verhältnis zwischen Art. 55 GEKR und dem Mängelgewährleistungsrecht
c) Zusammenfassung der Verbesserungsvorschläge
2. Irrtumsanfechtung
a) Entscheidung zugunsten des common law-Modells im GEKR
aa) Verursachung als überzeugendes Zurechnungskriterium
bb) Problematische Abweichungen vom US-amerikanischen und deutschen Recht
(1) Fehlendes Billigkeitselement im GEKR und die Relevanz von Irrtümern bei der Willenskommunikation
(2) Zu geringe und unklare Anforderungen an die Anfechtungsberechtigung wegen gemeinsamen Irrtums
(3) Kein Ersatz des Vertrauensschadens
b) Systemkonformität des Art. 48 Abs. 1 lit. b) i) bis iii) GEKR
aa) Verknüpfung der Irrtumsanfechtung mit vorvertraglichen Informationspflichten
bb) Verursachung des Irrtums nach Art. 48 Abs. 1 lit. b) i) GEKR
c) Schadensersatz infolge eines Irrtums
aa) Erstattungsfähiger Schadensersatzumfang
bb) Beibehaltung des Art. 55 GEKR
(1) Verhältnis zwischen Art. 55 GEKR und den Art. 28 f. GEKR
d) Zusammenfassung der Verbesserungsvorschläge
a) Verknüpfung der Mängelkenntnis des Käufers bei Vertragsschluss mit der Mängelhaftung
aa) Kritik an den Art. 102 und 104 GEKR
b) Das GEKR als Wegbereiter eines „Market for Peaches“
4. Widerrufsrechte des Verbrauchers und Informationspflichten des Unternehmers
a) Zwingendes Widerrufsrecht im Fernabsatz
aa) Kritik
(1) Einführung eines optionalen Widerrufsrechts
(2) Ausdehnung auf das B2B-Verhältnis
b) Vorvertragliche Informationspflichten
aa) Entwicklung einer AT-BT-Struktur
bb) Normierung einer allgemeinen vorvertraglichen Informationspflicht in generalklauselartiger Form
(1) Kritik an den allgemeinen Informationspflichten aus Art. 20 GEKR a. F. und Art. 23 GEKR
(a) Eine statt zwei allgemeine Informationspflichten
(b) Unvereinbarkeit mit dem Grundsatz informationeller Eigenverantwortung
(c) Detailkritik an Art. 20 GEKR a. F.
(aa) Art. 20 Abs. 1 GEKR a. F.
(bb) Art. 20 Abs. 2 GEKR a. F.
(d) Detailkritik an Art. 23 GEKR
(2) Lösungsvorschlag
cc) Informationspflichten in besonderen Abschlusssituationen
(1) Fernabsatz- und Außergeschäftsraumverträge
(a) Reduzierung der Informationspflichten
(b) Informationen über die wesentlichen Warenmerkmale
(aa) B2C-Verhältnis
(bb) B2B-Verhältnis
(c) Informationen über ein gesetzliches Widerrufsrecht
(aa) Informationen über die Existenz, Nichtexistenz und den Verlust eines Widerrufsrechts
(bb) Informationszeitpunkt
(2) Besondere Informationspflichten für elektronisch abgeschlossene Verträge
(a) Klarheit des persönlichen Anwendungsbereichs
(b) Reduzierung der Informationspflichten
(aa) Art. 24 GEKR
(bb) Art. 25 GEKR
dd) Abschaffung des Standard-Informationsblatts
ee) Informationsformatierung
(1) Lösung des Sprachproblems
(a) Notwendigkeit einer Lösung
(b) Fortschreibung der Wertung des Art. 6 Abs. 1 lit. b) Rom I-VO
(2) Präziserer Gesetzgebungsstil
(3) Keine besonderen gesetzlich vorgegebenen Darstellungsanforderungen für den m-commerce
ff) Gemeinsame Rechtsfolgenbestimmungen in den Art. 28 f. GEKR
(1) Erstattungsfähiger Schaden
(2) Beibehaltung der zweispurigen Rechtsfolgenstruktur
(3) Verschuldensunabhängigkeit der Haftung
(4) Konkurrenz mit anderen Rechtsbehelfen
(a) Verhältnis zwischen Art. 28 f. GEKR und den Vorschriften zu den Einigungsmängeln
(b) Verhältnis zwischen Art. 28 f. GEKR und dem Mängelgewährleistungsrecht
gg) Beseitigung der „Angriffsfunktion“ von Art. 2 Abs. 1 GEKR durch das Parlament
c) Zusammenfassung und Gesamtbetrachtung der Verbesserungsvorschläge
aa) Zusammenfassung der Verbesserungsvorschläge
bb) Das Projekt eines GEKR und die notwendige Revision des Verbraucheracquis
cc) Paradigma des hohen und nicht des höchsten Verbraucherschutzniveaus
5. Dispositivität
a) Haftungsbeschränkungen
aa) Primat des halbzwingenden Rechts im B2C-Verhältnis
bb) Zwingendstellung des Gebots von Treu und Glauben und des redlichen Geschäftsverkehrs sogar für das B2B-Verhältnis
cc) Bestehende dogmatische Unklarheiten
b) Haftungserweiterungen
aa) Garantien als wichtiges Signalisierungsinstrument
bb) Informationspflichten im Hinblick auf Garantien im GEKR
(1) Unkritische Übernahme der VGKRL und der VRRL
(2) Bestandsaufnahme des Inhalts der Informationspflichten im GEKR
(3) Übernahme des Garantiemodells des Magnuson-Moss Warranty Acts
II. Übergreifende Bewertungsaspekte im Hinblick auf das GEKR
1. Hohes Verbraucherschutzniveau im GEKR
a) Notwendigkeit eines stärker situativen informationellen Verbraucherschutzkonzepts
b) Vermeidung eines Consumer Protection Overload
c) GEKR als Ausprägung eines harten Paternalismus
2. GEKR und CISG
a) Notwendige Berücksichtigung des CISG im Entstehungsprozess des GEKR
b) Regelungsqualität des GEKR im Hinblick auf die Umverteilung von Informationsverantwortung im Vergleich zum CISG
aa) Schwächen des CISG als Potenzial des GEKR
bb) Ungenutztes Potenzial im B2B-Verhältnis
cc) Beschränkung des GEKR auf das B2C-Verhältnis?
3. GEKR und Acquisrevision
a) Unterbliebene Acquisrevision
b) Notwendigkeit einer Acquisrevision durch das GEKR
aa) Wettbewerb der Rechtsordnungen
bb) Einhaltung des Subsidiaritäts- und Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes
4. Informationsmodell des GEKR
a) Wahrung des Grundsatzes informationeller Eigenverantwortung
b) Beachtung der Erkenntnisse einer ökonomischen Analyse des Rechts
c) Verhältnis zwischen Informationspflichten und sonstigem zwingenden Schutzrecht: das europäische Informationsmodell auf dem Weg in eine Legitimationskrise
5. Systemgedanke im GEKR
a) Äußeres System
b) Einheitlichkeit der Sprachfassungen
c) Inneres System
aa) Unterscheidung zwischen B2B- und B2C-Verhältnissen: Rückbesinnung auf ein allgemeines Zivilrecht
bb) Verhältnis zwischen Informationspflichten und sonstigem zwingenden Schutzrecht
cc) Widerspruchsfreies Verbraucherleitbild
dd) Standardisierung und Einzelfallgerechtigkeit
ee) Unmittelbares Verhältnis zwischen den einzelnen Vorschriften
6. Ziel der Transaktionskostensenkung durch das GEKR
Kap. 5: Gesamtergebnis und Ausblick