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Timestamp: 2017-09-21 12:10:28
Document Index: 188415914

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 14', '§ 7', '§ 7', '§ 13', '§ 14', '§ 17']

18. Jahrgang, Nr. 4 vom 18. März 2008, S. 27
Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm Nahoststudien (120 Leistungspunkte)
Gemäß §§ 13 Abs. 1 in Verbindung mit 67 Abs. 3 Nr. 8 und 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl LSA S. 102), in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm Nahoststudien (120 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor Studiengang beschlossen.
§ 14 Bachelor-Arbeit 7
(1) Diese Studien- und Prüfungsordnung regelt in Verbindung mit den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Master-Studium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienprogramms Nahoststudien (120 Leistungspunkte) im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang.
(2) Sie gilt für Studierende, die ab Wintersemester 2007/2008 das Studium der Nahostwissenschaften im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufnehmen.
(1) Das Studienprogramm soll den Studierenden umfassende Kenntnisse der als „Naher Osten“ oder „Mittlerer Osten“ bezeichneten Region vermitteln. Die Vermittlung soll der Sprachkenntnis bis hin zur aktiven Sprechkompetenz in der hebräischen und in der arabischen Sprache dienen und hierfür die Ausgangsbasis bilden. Hierauf baut ein Programm auf, das die Studierenden dazu befähigen soll, die Entwicklungslinien der politischen und sozialen Geschichte dieser Länder zu verstehen, insbesondere auch in ihrer religiösen und kulturellen Vielfalt. Dies beinhaltet nicht nur die Kenntnis der historischen Entwicklung des Judentums bzw. des Islams, sondern auch der verschiedenen christlichen Denominationen, die im nahen Osten vertreten sind. Diese historische Rückbindung soll die Studierenden befähigen, die gegenwärtige politische, soziale und ökonomische Situation in der Region kompetent zu analysieren und so den gegenwärtig bestehenden Diskurs des Nahostkonfliktes durch eine historische Perspektive zu transzendieren. In Verbindung mit den erworbenen Sprachkenntnissen soll dies die Studierenden auch dazu befähigen, eine objektive Auswertung der Eigensicht der involvierten Gruppen zu ermöglichen und so Perspektiven für Lösungsansätze zu erarbeiten.
(2) Diese Fähigkeiten eröffnen Studierenden ein breites Spektrum von möglichen Arbeitsfeldern. Durch die empfohlene Kombination mit Fächern, die eine sozialwissenschaftliche Ausbildung beinhalten, erhalten die Studierenden eine hohe Professionalität in Hinblick auf zukünftige Tätigkeitsfelder, die neben allgemeinen analytischen und orientwissenschaftlichen Kompetenzen spezifischere Berufskompetenzen verlangen.
(3) Studienziel in engerem Sinne ist die Befähigung zu einer Tätigkeit u. a. im internationalen Kommunikationsbereich, in der Publizistik und Medienarbeit, in international tätigen Organisationen (z.B. Sozialmanagement, Entwicklungshilfe, Politikberatung).
(2) Für die Studienfachberatung steht im Institut für Orientalistik eine Studien- und Prüfungsbeauftragte bzw. ein Studien- und Prüfungsbeauftragter zur Verfügung; Beratung und Betreuung erfolgt aber auch durch alle hauptamtlich Lehrenden des Seminars für Arabistik und Islamwissenschaft und des Seminars für Judaistik/Jüdische Studien zu ihren Sprechzeiten.
(3) Eine studienbegleitende Fachberatung im ersten Semester ist obligatorisch und erfolgt durch die Prüfungsbeauftragten des Seminars für Judaistik/Jüdische Studien und des Seminar für Arabistik und Islamwissenschaften.
(1) Die Kenntnis von zwei modernen Fremdsprachen ist erforderlich. Zu Beginn des Studiums müssen englische Sprachkenntnisse auf dem Level UNICERT NIVEAU 1 vorhanden sein. Die Sprachkenntnisse werden durch das Abitur oder ein entsprechendes Zertifikat nachgewiesen. Kenntnisse einer zweiten modernen Fremdsprache (Französisch, Russisch, Spanisch, andere Sprachen auf Antrag) auf UNICERT NIVEAU 1 sind ab dem 3. Semester erforderlich. Darüber hinaus werden Lateinkenntnisse empfohlen. Über die Anerkennung der Abschlüsse entscheidet der Studien- und Prüfungsausschuss.
(2) Für die Grundstufe Arabisch wird die Kenntnis des arabischen Alphabets vorausgesetzt. Diese können in einem vorbereitenden Selbststudium u. a. mit Hilfe der in der Studienberatung bekannt gegebenen Lernmittel vor Beginn des Studiums erworben werden.
(3) Nach Abzug der Quoten gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 der Hochschulvergabeverordnung des Landes Sachsen-Anhalt (HVVO) vom 24. Mai 2005 in der jeweils gültigen Fassung stehen bis zu 8 % der Studienplätze als Vorabquote für die Zulassung von ausländischen Staatsangehörigen und staatenlosen Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht Deutschen gleichgestellt sind, zur Verfügung.
(1) Gemäß § 7 Abs. 3 ABStPOBM können die Studienprogramme im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang frei kombiniert werden. Jedoch ist eine Kombination des Nahoststudienganges mit den Fächern Judaistik/Jüdische Studien; Arabistik/Islamwissenschaft; Wissenschaft vom Christlichen Orient ausgeschlossen.
(2) Es wird eine Kombination mit anwendungsorientierten sozialwissenschaftlichen oder anderen „Methodenfächern“ empfohlen, z.B. Politikwissenschaft, Soziologie, Ethnologie, Wirtschaftswissenschaften, Geschichte. Hierfür kann auch auf die bestehende Kooperation der Universitäten Halle-Jena-Leipzig zurückgegriffen werden.
(2) Das Praktikum wird als eigenständiges Modul mit dem Volumen von 5 Leistungspunkten in das Studienprogramm Zweifach-BA Judaistik/Jüdische Studien (90 LP) integriert.
(3) Das Praktikum kann bei einer Institution im In- oder Ausland absolviert werden kann. Die Anrechnungsfähigkeit ist vor Antritt des Praktikums mit der bzw. dem Prüfungsbeauftragten zu klären.
(1) Das Kontaktstudium im Bachelor-Studienprogramm Nahostwissenschaften (120 Leistungspunkte) wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Unterrichtsformen sind:
e. Sprachkurse dienen dem Erwerb von Sprachkenntnissen und Fertigkeiten im Arabischen und Hebräischen. Sprachkurse bauen konsekutiv aufeinander auf;
f. Praktika dienen dem Erwerb studienspezifischer Kompetenzen in einem außeruniversitären Kontext;
(2) Weitere Vermittlungsformen können im Zusammenhang mit spezifische wissenschaftlichen Fragestellungen oder Forschungsaufgaben erprobt werden.
Gemäß § 13 Abs. 1 ABStPOBM bestimmt im Zwei-Fach-Bachelor-Studiengang das Studienprogramm, in dem die Abschlussarbeit verfasst wird, auch die Abschlussbezeichnung. Demgemäß führt das Bachelor-Studium der Nahostwissenschaften (120 Leistungspunkte), in Kombination mit einem weiteren Studienprogramm zum Abschluss eines Bachelor of Arts (B.A.).
b. Halten eines Referats;
j. Bachelor-Arbeit: Näheres dazu unter § 14.
(4) Eine nicht bestandene Modulleistung oder Modulteilleistung ist spätestens innerhalb eines Jahres zu wiederholen.
(5) Für Module, die aus anderen Studienprogrammen übernommen werden, gelten die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studienprogramme und die Modulbeschreibungen.
(2) Die Teilnahmevoraussetzungen zu den Modulen ergeben sich aus der Studienprogrammübersicht in Verbindung mit den allgemeinen Modulbeschreibungen. Termine und Wiederholungstermine der Modulleistung werden in den konkreten Modulbeschreibungen, durch Aushang und/oder über das elektronische Prüfungs- und Studienverwaltungssystem bekannt gegeben. Prüfungstermine und Wiederholungstermine werden spätestens 5 Wochen vor dem jeweiligen Termin bekannt gegeben.
(3) Für Module, die aus anderen Studiengängen bzw. Studienprogrammen übernommen werden, gelten die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnungen der jeweiligen Studiengänge bzw. Studienprogramme und die Modulbeschreibungen.
(1) Zur ordnungsgemäßen Durchführung des Studienprogramms Nahostwissenschaften BA 120 wird durch die Fakultät ein Studien- und Prüfungsausschuss (§ 17 Abs. 1 ABStPOBM) gebildet, der vom Fakultätsrat zu bestätigen ist.
(2) Der Studien- und Prüfungsausschuss besteht aus 3 Professorinnen und Professoren, einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin bzw. einem wissenschaftlichen Mitarbeiter und einer studentischen Vertreterin bzw. einem studentischen Vertreter des Orientalischen Instituts.
(2) Zur Bachelor-Arbeit zugelassen wird nur, wer mindestens 80 Leistungspunkte im Studienprogramm erreicht hat.
(3) Das Thema der Bachelor-Arbeit wird zu Beginn des 6. Semesters über den Studien- und Prüfungsausschuss ausgegeben und von einer durch den Studien- und Prüfungsausschuss bestellten Prüferin bzw. einen Prüfer betreut.
(4) Der Umfang der Bachelor-Arbeit soll nicht mehr als 70.000 Textzeichen betragen. Die Studentin bzw. der Student fügt der Arbeit eine schriftliche Versicherung hinzu, dass sie bzw. er die Arbeit selbstständig verfasst hat, sie in gleicher oder ähnlicher Fassung noch nicht in einem anderen Studiengang als Prüfungsleistung vorgelegt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie Zitate kenntlich gemacht hat.
Diese Ordnung wurde beschlossen vom Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät I am 12.07.2007; der Akademische Senat hat hierzu am 16.01.2008 Stellung genommen.
Sprachkurs 1 Biblisches Hebräisch
1 Sprachkurs à 8 SWS,
Selbststudium (180 h)
1 Übung à 1 SWS,
Selbststudium (75h)
4 Sprachkurse à 4 SWS,
Selbststudium (210 h)
2 Proseminare à 2 SWS,
Hebräisch in Geschichte und Gegenwart 1
2 Sprachkurse à 4 SWS,
Selbststudium (180h)
4 Sprachkurse à 2 SWS,
4 Sprachkurse/Übungen/
Proseminar à 2 SWS,
1 Proseminar à 2 SWS,
Selbststudium (30 h)
2 Haupseminare à 2 SWS,
Selbststudium (150h)
Selbststudium (300 h)