Source: http://www.oeffentlichen-dienst.de/familienrecht/duesseldorfer-tabelle.html
Timestamp: 2016-07-26 10:12:15
Document Index: 264446695

Matched Legal Cases: ['§ 1612', '§ 1612', '§ 1612', '§ 1612', '§ 32', 'BGH', 'BGH']

Neue Düsseldorfer Tabelle ab 2016 - Kindesunterhalt berechnen StartseiteNewsKontakt
Aktuelle Seite: Startseite >> Familienrecht >> Düsseldorfer Tabelle
StartseiteNewsEntgelttabellenBesoldungstabellenEntgeltgruppenLeistungsentgeltGehaltsrechnerBesoldungsrechnerKreditvergleichZinsrechnerTVöDTVöD-KTVöD-STVöD-VTVöD KITA LeitungTV-LTV AWOAVR DiakonieAVR-CaritasAVR - ÄrzteTVöD- WeblinksWirtschafts-NewsTarifrunde 2016Tarifrunde 2015Tarifrunde 2014Tarifrunde 2013Tarifrunde 2012AuszubildendeTarifabschluss 2011BATÖffentlicher DienstKredite für den öff. DienstBeamteFamilienrechtKindesunterhalt RechnerDüsseldorfer TabelleUnterhaltUnterhalt - AusbildungKindergeldtabelleKindergeld und UnterhaltElterngeldElterngeldrechnerBetreuungsgeldErziehungsgeldSteuerklassenZulagenRente Ratgeberdbb.de - AktuellesGEW- AktuellesVersicherungenUnfallversicherung
Neue Düsseldorfer Tabelle ab 2016 - Kindesunterhalt berechnen Tabelle zur Berechnung des Kindesunterhalts
Zuletzt aktualisiert: 19. Dezember 2015	Zugriffe: 1309457	1
Rating 3.63 (457 Votes)
Ziele der Düsseldorfer TabelleDie Höhe des KindesunterhaltesDie Höhe des SelbstbehaltsDie Berücksichtigung des KindergeldesAnrechnung des Kindergeldes bei volljährigen KindernDie Ermittlung des unterhaltsrelevanten EinkommensDer Unterhaltsrechner liefert erste ungefähre WerteWichtige Urteile zum Unterhalt
Wissenwertes vorab:
Die Düsseldorfer Tabelle ist maßgebend bei der Ermittlung der Höhe des Unterhalts für Kinder nach einer Trennung beider Elternteile
Unterhaltspflichtige müssen ab dem 1. Januar 2016 mehr für ihr Kind zahlen.
Die Düsseldorfer Tabelle ist auf dem Stand vom 1. Januar 2016 Der Kindesunterhalt aus der Düsseldorfer Tabelle kann nicht als verbindlicher Zahlbetrag gehalten werden. Die Höhe des Unterhalts ergibt sich nach Abzug bestimmter Freibeträge und des monatlich gezahlten Kindergeldes
Für Unterhaltspflichtige steigt der Selbstbehalt ab den 01.08.2015. Der aktuelle Selbstbehalt für erwerbstätige Unterhaltspflichtige liegt für Kinder bis zum 21. Lebensjahr bei 1.080 Euro. Für nicht erwerbstätige Unterhaltspflichtige gilt ein Selbstbehalt von 880 Euro. Bei volljährigen Kindern beträgt der Selbstbehalt 1.300 Euro.
Ein Unterhaltsrechner kann zur Ermittlung des Unterhalts herangezogen werden. Trennung Unterhalt kostenlos berechnen funktioniert nur mit Tabellen und einer eigenständigen Berechnung anhand eines Unterhaltsrechners. Dieser liefert jedoch nur Richtwerte.
Unterhaltsrechner - Düsseldorfer Tabelle Rechner Aktuelle Düsseldorfer Tabelle 2016 zum Kindesunterhalt als PDF-Download Neue Düsseldorfer Tabelle für das Jahr 2016
Unterhaltspflichtige müssen vom 1. Januar 2016 an mehr zahlen!
Nettoeinkommen 2.500 Euro → Kind 5 Jahre alt: 386,00 Euro Unterhalt → abzgl. halbes Kindergeld (190 : 2 Elternteil = 95,00 Euro) → 386,00 – 95,00 = 291,00 Euro Kindesunterhalt
Einkommen Netto des Barunterhaltspflichtigen in EURO
Alterstufen nach § 1612 a Abs. 1 BGB Prozentsatz Bedarfskontrollsatz 0 - 5
6 - 11 12 - 17
1.380 2.701 - 3.100
Fallorientiert Gültig ab 17.12.2015
Alterstufen nach § 1612 a Abs. 1 BGB Prozentsatz 0 - 5
Gültig ab 17.12.2015
Düsseldorfer Tabelle für das 03. Kind
Düsseldorfer Tabelle für das 04. Kind
Düsseldorfer Tabellen der Vergangenheit
Düsseldorfer Tabelle ab dem 01.08.2015
Düsseldorfer Tabelle ab dem 01.01.2015
Ursprung der Düsseldorfer Tabelle
Die Düsseldorfer Tabelle ist eine kontinuierlich zu überarbeitende Tabelle zur Bestimmung der Unterhaltshöhe für Kinder und für Ehegatten. Sie trat erstmals 1962 in Kraft und wurde vom Landgericht Düsseldorf entwickelt, welches auch ihr Namensträger ist. Die Düsseldorfer Tabelle wird seit 1962 zur Berechnung des Unterhalts für Kinder und Ehegatten von deutschen Gerichten als Grundlage bei Unterhaltsverfahren angewandt. Eine Rechtsverbindlichkeit in Bezug auf die Düsseldorfer Tabelle besteht jedoch nicht.
Berliner Tabelle als Instrument der Vereinheitlichung
Die Düsseldorfer Tabelle wurde in ihrer Beschaffenheit von weiteren Unterhaltstabellen ergänzt. Als Beispiel dafür dient die Berliner Tabelle. Diese Tabelle wird bei Unterhaltsbestimmungen im Raum Berlin herangezogen, wenn beide Partner dort wohnhaft sind. Ein signifikantes Unterscheidungsmerkmal zur Düsseldorfer Tabelle sind die beiden zusätzlichen Einkommengruppen unter den niedrigsten Gehaltsgruppen.
Die Berliner Tabelle hat die Funktion einer gesonderten Unterhaltsrichtlinie, die die rechtliche Anwendung der Düsseldorfer Tabelle bundesweit vereinheitlichen und unterstreichen soll.
Ziele der Düsseldorfer Tabelle
Das oberste Ziel der Düsseldorfer Tabelle ist die Standardisierung der Unterhaltszahlungen auf Basis der rechtlichen Grundlage. Dabei wird die Tabelle durch insgesamt vier Arten von Unterhaltsleitlinien, dem Ehegattenunterhalt, dem Kindesunterhalt, dem Verwandtenunterhalt und der Mangelfallberechnung, egänzt. Die Düsseldorfer Tabelle wird in Abstimmung mit den übrigen Oberlandgerichten und dem Deutschen Familiengerichtstag herausgegeben. Sie regelt bundesweit die Unterhaltsansprüche abhängig vom Einkommen.
Der Unterhaltspflichtige gegenüber minderjährigen und volljährigen Kindern
Bis zur Volljährigkeit sind beide Elternteile zum Unterhalt gegenüber dem minderjährigen Kind verpflichtet. Das Elternteil, bei dem sich das Kind nicht überwiegend aufhält, ist gegenüber dem Kind barunterhaltspflichtig. Eine Verpflichtung zum Barunterhalt ergibt sich aus § 1612 a BGB. Kinder, die zwar eine Volljährigkeit aufweisen, sich jedoch noch in einer Ausbildung oder in einem Studium befinden, haben Anspruch auf einen Unterhalt von beiden Elternteilen. Diese sind unterhaltspflichtig bis zum Ende der Ausbildungsphase oder des Studiums. Der Unterhalts wird anhand ihres Einkommens berechnet.
Der Mindestunterhalt
Gemäß § 1612 a BGB definiert sich der Mindesunterhalt für minderjährige Kinder wie folgt:
(1) Ein minderjähriges Kind kann von demjenigen Elterteil einen prozentualen Mindestunterhalt verlangen, bei dem es nicht im Haushalt lebt. Gemäß § 32 Absatz 6 Satz 1 des Einkommenssteuergesetzes richtet sich der Mindestunterhalt nach dem doppelten Freibetrag des Kinderfreibetrages.
Mindestunterhalt ab dem 01. Januar 2016
Altersstufen des Kindes
Mindestunterhalt in Prozent
Mindestunterhalt in Euro
Bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres 87 %
516,- Euro
(2) und (3) Dabei ist der Prozentsatz bis auf eine Dezimalstelle nach dem Komma zu begrenzen und der Betrag in Euro aufzurunden. Weitere Dezimalstellen finden keinerlei Berücksichtigung.
Zahlbeträge nach Abzug des hälftigen und vollen Kindergeldes
Nachfolgend sind die Zahlbeträge dargestellt, die sich nach Abzug des hälftigen Kindergeldes bei Minderjährigen und des vollen Kindergeldes bei volljährigen Kindern ergeben. Derzeit beträgt das Kindergeld für das erste und das zweite Kind 184 Euro, für das dritte Kind 190 Euro und ab dem vierten Kind 215 Euro.
Der Unterhalt für volljährige Kinder, die nicht bei ihren Eltern leben, steigt von 670 Euro pro Monat auf 735 Euro monatlich. Darin enthalten ist ein Wohnkostenanteil von 300 Euro. Das Kindergeld ist bei minderjährigen Kindern zur Hälfte und bei volljährigen Kindern vollständig anzurechnen. Die entsprechenden Zahlbeträge vermindern sich entsprechend der Werte des Kindergeldes.
Neu ab 2016: Mindestunterhaltsverordnung
Bis zum 31. Dezember 2015 wurde der Mindestunterhalt unter Berücksichtigung des Steuerbetrages für minderjährige Kinder berechnet. Dies ändert sich nun ab dem 01. Januar 2016. Dann orientiert sich der Mindestunterhalt direkt am Existenzminimum der Kinder. Der entsprechende Betrag wird erstmals zum 01. Januar 2016 festgelegt und wird alle zwei Jahre erneut durch eine Rechtsverordnung bekannt gegeben.
Selbstbehalt für unterhaltspflichtige Personen
Die Düsseldorfer Tabelle spiegelt den Unterhalt für Kinder anhand des Nettoeinkommens und des Alters der Kinder wieder. Dabei findet eine Staffelung des Kindesunterhaltes statt. Es gibt 11 Staffelungen des Einkommens, angefangen bei unter 1.500 Euro netto pro Monat bis zur höchsten Unterhaltsstufe von über 5.101 Euro netto monatlich. Hier wird dann fallorientiert entschieden. Im Grunde genommen können aus der Düsseldorfer Tabelle 10 Stufen abgelesen werden. Die 11. Stufe des Einkommens muss vom Gericht entsprechend der Analyse des Falls geklärt und festgesetzt werden. Zu den Einkommensstufen gesellen sich 4 Altersstufen, ein Prozentsatz und ein Bedarfskontrollbetrag. Dieser findet sich in letzter Spalte der Düsseldorfer Tabelle wieder und dient für die Kontrolle des eigenen Bedarfs. Der Bedarfskontrollwert ist derjenige Wert, der zum Leben des Unterhaltspflichtigen bleiben muss. Der prozentuale Wert in der vorletzten Spalte dient als Steigerungswert des Unterhaltes der jeweiligen Gehaltsgruppe gegenüber dem Mindestunterhalt in der niedrigsten Gehaltsgruppe. Durch eine Multiplikation des Mindestunterhalts mit dem entsprechenden Prozentsatz wird die Höhe des Anspruchs auf Unterhalt bestimmt.
Aufgrund der Anhebung der Arbeitslosengeld II-Bezüge zum 01. Januar 2015 wurden die Werte des Selbstbehaltes im Rahmen der Düsseldorfer Tabelle ebenso angehoben. Somit ergeben sich 1.080 Euro als Selbstbehalt, wenn ein erwerbstätiger Ehegatte Kindern bis zum 21. Lebensjahr unterhaltspflichtig ist. Nicht erwerbstätige Elternteile haben einen Selbstbehalt von 880 Euro. Bei volljährigen Kindern beträgt der Selbstbehalt 1.300 Euro. Die Anhebung des Selbstbehalts sei erforderlich, weil der Hartz-IV Regelsatz zum Jahreswechsel angehoben wird, so das Gericht. Damit soll verhindert werden, dass Unterhaltspflichtige in den unteren Einkommensklassen zu Hartz-IV-Empfänger werden.
Die Berücksichtigung des Kindergeldes
Kindergeld steht grundsätzlich beiden Elternteilen zur Hälfte zu. Da nicht beide Elternteile jeweils die Hälfte des Kindergeldes ausgezahlt bekommen können, wird das Kindergeld an dasjenige Elternteil ausgezahlt, bei dem das Kind wohnt. Dasjenige Elternteil, welches zum Unterhalt verpflichtet wurde, kann aufgrund des Fehlens der zweiten Hälfte des Kindergeldes diese vom Unterhalt abziehen.
Demzufolge sind in der Düsseldorfer Tabelle nicht die Zahlbeträge angegeben. Diese erhält man erst nach Abzug des hälftigen Kindergeldes. Das Kindegeld beträgt derzeit für das erste und zweite Kind 190 Euro pro Monat. Ab dem dritten Kind wird ein Kindergeld von 196 Euro und ab den vierten Kind 221 Euro gewährt.
Kindergeld1. und 2. Kind 190 Euro3. Kind 196 Euroab 4. Kind 221 Euro
Mehr dazu auf der Seite: Mehr Kindergeld 2015: Fakten und Beträge
Anrechnung des Kindergeldes bei volljährigen Kindern
Sofern das Kind volljährig ist und es ihm Kindergeld zusteht, so wird dieses in voller Höhe dem Unterhaltspflichtigen angerechnet, in dem der Betrag des Kindergeldes vom Betrag in der Düsseldorfer Tabelle abgezogen wird. Grund dafür ist die Volljährigkeit des Kindes, die eine Reduzierung des Kindesunterhaltes mit sich bringt, auch wenn die Unterhaltspflicht steigt. Die Berechnung des Unterhalts bei volljährigen Kindern wird ebenso anhand der Düsseldorfer Tabelle vorgenommen, jedoch gilt hier eine andere Art der Berechnung. Hier staffelt sich der Unterhalt an das Einkommen beider Unterhaltspflichtigen. Demzufolge müssen beide unterhaltspflichtige Elternteile mehr Unterhalt leisten, je mehr Einkommen sie vorzuweisen haben.
Die Ermittlung des unterhaltsrelevanten Einkommens
Die Ermittlung des relevanten Einkommens für die Unterhaltsberechnung ist eine komplexe Angelegenheit. Oftmals ist es so, dass das Nettogehalt auf dem Lohnzettel in den wenigsten Fällen mit dem unterhaltsrelevanten Nettoeinkommen übereinstimmt. Die Düsseldorfer Tabelle gibt hier keine Indizien darauf.
Der Unterhaltsrechner liefert erste ungefähre Werte
Mittels eines Unterhaltsrechners kann der Unterhalt vorab in ungefähren Werten bestimmt werden. Die Daten müssen jedoch mit Vorsicht genossen werden, da in vielen Fällen noch weitere Faktoren bei der Unterhaltsberechnung mit einfließen. 2015 zeichne sich eine Anhebung des Kinderfreibetrages ab. In dem Fall werde auch die Tabelle erneut angepasst.
Unterhaltsrechner - Düsseldorfer Tabelle Rechner Düsseldorfer Tabelle Historie
Wichtige Urteile zum Unterhalt auf Grundlage der Düsseldorfer Tabelle
OLG-HAMM – Beschluss, II-14 UF 165/12 vom 10.09.2012 VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 12 S 1550/07 vom 16.12.2009
VGH-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, 12 S 1603/07 vom 16.12.2009
OLG-FRANKFURT-AM-MAIN – Beschluss, 2 UF 394/12 vom 06.03.2013 VG-KOELN – Urteil, 26 K 1803/12 vom 20.09.2012
OLG-HAMM – Urteil, II-12 UF 319/11 vom 11.07.2012
AG-LUDWIGSLUST – Beschluss, 5 F 98/09 vom 21.09.2009
LSG-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, L 7 AS 5570/06 vom 19.07.2007 VG-GOETTINGEN – Urteil, 2 A 70/05 vom 01.08.2006
NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Urteil, 4 LC 323/02 vom 22.01.2003 OLG-KOELN – Beschluss, 14 WF 157/98 vom 29.10.1998
BGH – Beschluss, XII ZB 329/12 vom 17.04.2013 OLG-HAMM – Beschluss, II-2 UF 53/12 vom 17.01.2013
OLG-HAMM – Beschluss, II-4 UF 143/12 vom 20.12.2012 AG-NEUSS – Beschluss, 46 F 187/12 vom 30.10.2012
OVG-BERLIN-BRANDENBURG – Beschluss, OVG 6 M 102.11 vom 06.06.2012
NIEDERSAECHSISCHES-FG – Urteil, 15 K 234/11 vom 24.04.2012 LG-DORTMUND – Urteil, 4 O 320/10 vom 19.04.2012
BGH – Urteil, XII ZR 66/10 vom 18.04.2012 VG-STUTTGART – Urteil, 7 K 3041/10 vom 13.04.2012 OLG-STUTTGART – Beschluss, 11 UF 331/11 vom 07.03.2012 KG – Beschluss, 17 WF 25/12 vom 24.02.2012
LSG-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, L 7 SO 3580/11 vom 23.02.2012
OLG-HAMM – Beschluss, II-8 UF 96/11 vom 16.11.2011
AG-FRANKFURT-AM-MAIN – Beschluss, 454 F 3056/11 UK vom 16.11.2011 VG-BERLIN – Urteil, 34 K 382.10 V vom 15.09.2011
OLG-HAMM – Urteil, II-5 UF 45/11 vom 14.09.2011 OLG-CELLE – Beschluss, 10 WF 300/11 vom 06.10.2011
LSG-BADEN-WUERTTEMBERG – Urteil, L 13 AS 4950/10 vom 27.09.2011 Umfrage
Regionales Interesse an der Düsseldorfer Tabelle