Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR-RR%202004,%2065
Timestamp: 2019-02-18 05:13:22
Document Index: 164685318

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 24', '§ 12', '§ 23', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 23']

LG Hamburg, 12.12.2003 - 308 O 57/03 - dejure.org
LG Hamburg, 12.12.2003 - 308 O 57/03
Literatur-Werkstatt Grundschule / Literatur Werkstatt Grundschule
Urheberrechtliche Zulässigkeit der Umgestaltung eines "Harry Potter" Originalromans in ein Lehrbuch für eine Grundschule; Aktivlegitimation eines Buchautors zur Verfolgung urheberrechtlicher Unterlassungsansprüche trotz Übertragung der Buchverlagsrechte auf einen Verlag; Anforderungen an eine eigenschöpferische Leistung im Sinne des § 2 Abs. 2 Urheberrechtsgesetz (UrhG); Gegenstand der schutzfähigen persönlichen geistigen Schöpfung bei Sprachwerken mit nicht wissenschaftlichem oder technischem Inhalt; Möglichkeit eines erweiterten Verständnisses des § 24 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz (UrhG) im Hinblick auf den Bildungsauftrag der Schule; Abwägung der Verwertungsinteressen des Urhebers mit dem Interesse an der schulischen Nutzung des Werkes; Beurteilung des inneren Abstandes zwischen dem vorbenutzten und dem neuen Werk für die Beurteilung des Vorliegens eines selbstständigen neuen Werkes in freier Benutzung eines geschützten älteren Werkes; Urbeherrechtsschutzfähigkeit der in einem Roman genannten Charaktere; Urheberrechtlicher Schutz des Charakters "Harry Potter"; Schutzrichtung des § 12 Abs. 2 Urheberrechtsgesetz (UrhG); Markenrechtlich unzulässiger Gebrauch des Begriffs "Harry Potter" bei hervorgehobener Benutzung des Begriffs in anderen Verlagserzeugnissen
Urheber- und markenrechtliche Zulässigkeit der Bearbeitung von Harry-Potter-Romanen
NJW 2004, 610
GRUR-RR 2004, 65
Nach anderer Ansicht, der sich das Berufungsgericht angeschlossen hat, darf auch die Mitteilung oder Beschreibung des Inhalts eines Werkes, das mit Zustimmung des Urhebers veröffentlicht ist, jedenfalls dann nicht ohne Einwilligung des Urhebers des bearbeiteten oder umgestalteten Werkes veröffentlicht oder verwertet werden, wenn diese Inhaltsmitteilung oder Inhaltsbeschreibung eine Bearbeitung oder Umgestaltung des Werkes (§ 23 Satz 1 UrhG) darstellt (LG Hamburg, GRUR-RR 2004, 65, 69;… Schulze in Dreier/Schulze aaO § 12 Rn. 24;… Bullinger in Wandtke/Bullinger, UrhR, 3. Aufl., § 12 UrhG Rn. 22; Ullmann, jurisPR-WettbR 4/2008 Anm. 2).
Die Bestimmung des § 12 Abs. 2 UrhG regelt einen zusätzlichen Schutz des Urhebers vor der Veröffentlichung seines Werkes, nicht aber eine Beschränkung seiner Rechte nach der Veröffentlichung; was nach der Veröffentlichung zulässig ist, richtet sich nach den allgemeinen Vorschriften, darunter den Bestimmungen der §§ 23, 24 UrhG (LG Hamburg, GRUR-RR 2004, 65, 69;… vgl. auch Pohl aaO S. 186 ff.).