Source: https://www.wirecardbank.de/aldi/agb/
Timestamp: 2018-08-19 02:25:05
Document Index: 893185

Matched Legal Cases: ['Art. 248', '§ 7', '§ 11', '§ 675', '§ 675', '§ 675', 'Art. 248', '§ 675']

Geschäftsbedingungen für die Aldi Geschenkkarte der Wirecard Bank AG
1. Allgemeine Informationen zur Wirecard Bank AG, Geltung der AGB, Nutzungsmöglichkeiten der
Die in diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend: „AGB“) getroffenen Regelungen gelten für die von der Wirecard Bank AG, Einsteinring 35 in 85609 Aschheim, Deutschland, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 161178 (nachfolgend: „Bank“) herausgegebene ALDI Geschenkkarte (nachfolgend: „Karte“). Die Bank ist ein von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn (nachfolgend „BaFin“) zugelassenes und beaufsichtigtes Kreditinstitut und wird bei der BaFin unter der Registernummer 117969 geführt.
1.1 Der Kauf bzw. die Nutzung der Karte sowie die Modalitäten des Rücktausches des der Karte zugeordneten Guthabens unterliegen diesen AGB, welche den Inhalt des Vertrages zwischen der Bank und dem Inhaber der Karte (nachfolgend: „Karteninhaber“) regeln. Vertragssprache ist Deutsch. Ihnen können diese AGB in allen deutschen ALDI Nord und ALDI SÜD Filialen in gedruckter Fassung ausgehändigt werden. Diese Dokumente sind zusätzlich unter www.wirecardbank.de/aldi (nachfolgend „Bank Webseite“) verfügbar, alle vorvertragliche Informationen, die nicht in den AGB enthalten sind, werden von der Bank auf Anfrage zur Verfügung gestellt.
1.2 Das der Karte zugeordnete Guthaben steht ausschließlich jener Person zu, die im Besitz der Karte ist. Der Wiederverkauf der Karte ist verboten. Ebenso ist jede weitere entgeltliche Übertragung der Karte untersagt.
1.3 Die Karte dient ausschließlich zur Durchführung der in diesen AGB beschriebenen Zahlungen. In diesen AGB beziehen sich die Begriffe “Sie”, “Ihnen” oder “Ihr(e)” auf den Karteninhaber. Der Begriff “wir”, “uns” oder “unser” bezieht sich auf die Bank.
2.1. Die Karte kann deutschlandweit für Zahlungen in allen ALDI Nord und ALDI SÜD Filialen eingesetzt werden (nachfolgend: „Akzeptanzstellen“). Es ist keine anderweitige Nutzung der Karte, z. B. am Geldausgabeautomaten, möglich.
2.2. Sie können die Karte bis zum Verbrauch ihres jeweiligen Guthabens so oft zur Bezahlung an den Akzeptanzstellen verwenden, wie Sie möchten.
2.4. Die Bank übernimmt keine Gewähr dafür, dass eine Zahlung mit der Karte jederzeit bei allen Akzeptanzstellen möglich ist.
2.5. Sie können jederzeit das Guthaben der Karte auf der Bank Webseite durch Eingabe der Kartennummer abfragen (nachfolgend „Guthabenabfrage“). Abweichend von Art. 248 § 7 und § 11 Abs. 2 Nr. 1 EGBGB erteilen wir Ihnen keine Informationen zu einzelnen Zahlungsvorgängen.
2.6. Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Karte defekt ist, sollten Sie uns dies unverzüglich mitteilen, entweder telefonisch unter +49 (0) 30 300 110 600* oder per E-Mail service@wirecardbank.com. Wenn der Defekt nicht behoben werden kann, werden wir Ihnen eine neue Karte in Höhe des vorhandenen Guthabens ausstellen.
Im Fall der Ablehnung werden Sie über die Nichtausführung von Zahlungen abweichend von § 675o Abs. 1 BGB nicht unterrichtet.
3. Anfallende Entgelte
Für Zahlungen mit der Karte und die Überprüfungen des Guthabens auf der Karte erhebt die Bank kein Entgelt. Bei einem Rücktausch des auf der Karte befindlichen (Rest-) Guthabens kann die Bank von Ihnen in folgenden Fällen ein angemessenes Entgelt verlangen:
3.1 Sie verlangen den Rücktausch vor Beendigung des Vertrags;
3.2 Sie kündigen den Vertrag vor Ablauf der Vertragslaufzeit oder
3.3 Sie verlangen den Rücktausch nach mehr als einem Jahr nach Beendigung des Vertrags.
Das von der Bank in diesen Fällen verlangte Entgelt muss in einem angemessenen Verhältnis zu den tatsächlich entstandenen Kosten der Bank für den Rücktausch stehen.
4.1. Sie können jederzeit den Rücktausch des auf Ihrer Karte verbuchten Guthabens verlangen. Dieses Rücktauschbegehren ist über folgende Hotline +49 (0) 30 300 110 600* oder per E-Mail an service@wirecardbank.com kund zu tun.
4.2. Vor dem Rücktausch benötigen wir von Ihnen die Nummer der Karte, die Angabe des auf der Karte befindlichen Restguthabens, Ihren vollständigen Vornamen und Namen, Ihre E-Mail Adresse und Telefonnummer, Ihre vollständige Bankverbindung sowie eine lesbare Kopie eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses und der Karte. Um den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, können wir Sie gegebenenfalls auffordern, uns weitere Informationen zu übermitteln, bevor wir den Rücktausch vornehmen.
4.3. Ein etwaiger Rücktausch des auf der Karte verbliebenen Guthabens erfolgt über Auszahlung auf ein auf Ihren Namen lautendes Bankkonto, das bei einem Kreditinstitut mit Sitz in Deutschland oder einem anderen Mitgliedstaat des Europäischen Wirtschaftsraums, geführt wird.
5.1. Der Vertrag über die Karte wird auf drei Jahre geschlossen. Die Vertragslaufzeit beginnt an dem Tag der Ausgabe der Karte an Sie und endet nach Ablauf von drei Jahren ohne dass es einer Kündigung bedarf. Neben der Vertragsbeendigung nach Satz 2 kann der Vertrag über die Karte wie folgt beendet werden:
6. Ihre Sorgfaltspflichten, Sicherheit der Karte, Missbrauchsrisiko
6.2. Betrachten Sie Ihre Karte wie Bargeld. Abweichend von §§ 675u und 675w BGB sind wir berechtigt, Zahlungsbeträge dem Guthaben, das Ihrer Karte zugeordnet ist, auch dann zu belasten, wenn entweder der entsprechende Zahlungsvorgang nicht autorisiert war oder die Autorisierung nicht nachgewiesen werden kann und solange Sie uns nicht über das Abhandenkommen der Karte informiert haben. Dies gilt nicht soweit der nicht autorisierte Zahlungsvorgang durch uns schuldhaft herbeigeführt wurde.
6.4. Für Verluste des Guthabens Ihrer Karte sind wir nicht haftbar, solange und soweit Sie uns nicht über den Diebstahl informiert haben oder uns diesbezüglich ein Verschulden trifft.
7.1. Sollten Sie in irgendeiner Weise unzufrieden mit Ihrer Karte sein oder mit der Art und Weise wie wir unseren Service gestalten, so teilen Sie uns dies gern per E-Mail an service@wirecardbank.com. Jede Ihrer Beschwerden wird zügig bearbeitet werden.
7.2. Für die Beilegung von Streitigkeiten mit der Bank besteht die Möglichkeit, den Ombudsmann der privaten Banken anzurufen. Näheres regelt die „Verfahrensordnung für die Schlichtung von Kundenbeschwerden im deutschen Bankgewerbe“, die auf Wunsch zur Verfügung gestellt wird oder im Internet unter www.bankenverband.de abrufbar ist. Die Beschwerde ist in Textform an die Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband deutscher Banken e. V., Postfach 04 03 07, 10062
Berlin, Fax: (030) 1663-3169, E-Mail: ombudsmann@bdb.de, zu richten.
7.3. Zudem können Sie wegen etwaiger Verstöße gegen das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz, die §§ 675c – 676c BGB oder gegen Art. 248 EGBGB schriftlich oder zur Niederschrift unter Angabe von Sachverhalt und Beschwerdegrund Beschwerde bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht oder der Europäischen Zentralbank einlegen.
9. Haftung der Bank
9.1. Wir haften nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie leichte Fahrlässigkeit, sofern eine Pflicht verletzt wird, deren Einhaltung für die Erreichung des Vertragszwecks von besonderer Bedeutung ist (nachfolgend: „wesentliche Vertragspflicht“). Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten haften wir nur begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden.
9.4. Unsere Haftung nach §§ 675y und 675z BGB bleibt unberührt.
Bei Benutzung der Karte kann es zur Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten von Ihnen kommen, soweit dies für die Durchführung der Leistungen sowie Zurverfügungstellung des Systems sowie aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen notwendig ist. In unseren Datenschutzbestimmungen wird erläutert, wie wir mit personenbezogenen Daten unserer Kunden umgehen und wie diese geschützt werden. Die Datenschutzbestimmungen sind abrufbar unter: www.wirecardbank.de/datenschutz/.
11.3. Für Kommunikationszwecke steht Ihnen die Hotline unter +49 (0)30 300 110 600* sowie die E-Mail-Adresse service@wirecardbank.com zur Verfügung.
12. Einlagensicherungsfonds
12.1 Schutzumfang
Wir sind dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. angeschlossen. Der Einlagensicherungsfonds sichert alle Verbindlichkeiten, die in der Bilanzposition „Verbindlichkeiten gegenüber Kunden“ auszuweisen sind. Hierzu zählen Sicht-, Termin- und Spareinlagen einschließlich der auf den Namen lautenden Sparbriefe. Die Sicherungsgrenze je Gläubiger beträgt bis zum 31. Dezember 2014 30 %, bis zum 31. Dezember 2019 20 %, bis zum 31. Dezember 2024 15 % und ab dem 1. Januar 2025 8,75 % des für die Einlagensicherung maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der Bank. Für Einlagen, die nach dem 31. Dezember 2011 begründet oder prolongiert werden, gelten, unabhängig vom Zeitpunkt der Begründung der Einlage, die jeweils neuen Sicherungsgrenzen ab den vorgenannten Stichtagen. Für Einlagen, die vor dem 31. Dezember 2011 begründet wurden, gelten die alten Sicherungsgrenzen bis zur Fälligkeit der Einlage oder bis zum nächstmöglichen Kündigungstermin. Diese Sicherungsgrenze wird Ihnen von uns auf Verlangen bekannt gegeben. Sie kann auch im Internet unter www.bankenverband.de abgefragt werden. Sofern es sich bei uns um eine Zweigniederlassung eines Instituts aus einem anderen Staat des Europäischen Wirtschaftsraumes handelt, erbringt der Einlagensicherungsfonds Entschädigungsleistungen nur, wenn und soweit die Guthaben die Sicherungsgrenze der Heimatlandeinlagensicherung übersteigen. Der Umfang der Heimatlandeinlagensicherung kann im Internet auf der Webseite der jeweils zuständigen Sicherungseinrichtung abgefragt werden, deren Adresse Ihnen auf Verlangen von uns mitgeteilt wird.
12.2 Ausnahmen vom Einlegerschutz
Nicht geschützt sind Forderungen, über die wir Inhaberpapiere ausgestellt haben, wie z. B. Inhaberschuldverschreibungen und Inhabereinlagenzertifikate, sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
12.3 Ergänzende Geltung des Statuts des Einlagensicherungsfonds
12.4 Forderungsübergang
Soweit der Einlagensicherungsfonds oder ein von ihm Beauftragter Zahlungen an Sie leistet, gehen dessen Forderungen gegen uns in entsprechender Höhe mit allen Nebenrechten Zug um Zug auf den Einlagensicherungsfonds über.
12.5 Auskunftserteilung
Wir sind befugt, dem Einlagensicherungsfonds oder einem von ihm Beauftragten alle in diesem Zusammenhang erforderlichen Auskünfte zu erteilen und Unterlagen zur Verfügung zu stellen.
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