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Timestamp: 2020-06-04 21:29:37
Document Index: 33945530

Matched Legal Cases: ['§33', '§49', '§53', '§53', '§38', '§ 123', '§ 124', '§ 135', '§ 134']

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Deutschland : Essen - Dienstleistungen von Architekturbüros
Ausbildungswerkstatt am Standort Klärwerk Emschermündung, Architektur- und Ingenieurleistungen als Generalplanung. Durch das Vergabeverfahren soll ein Planungsbüro gefunden werden, das als Generalplaner die folgenden Leistungen erbringt:
— Leistungen gemäß HOAI Teil 3 Abschnitt 1, §§33 ff. – Objektplanung Gebäude und Innenräume;
— Leistungen gemäß HOAI Teil 4 Abschnitt 1, §§49 ff. – Fachplanung Tragwerksplanung;
— Leistungen gemäß HOAI Teil 4 Abschnitt 2, §§53 ff. – Fachplanung Technische Ausrüstung Anlagengruppen 1, 2, 3, 7 und 8 (HLS);
— Leistungen gemäß HOAI Teil 4 Abschnitt 2, §§53 ff. – Fachplanung Technische Ausrüstung Anlagengruppen 4, 5 und 8 (Elektro);
— Leistungen gemäß HOAI Teil 3 Abschnitt 2, §§38 ff. – Objektplanung Freianlagen.
Es ist vorgesehen, die Lph 1- 9 stufenweise zu beauftragen, zunächst die Lph 1-4 danach die Lph 5-9.
Hierzu ist der Bewerberbogen mit dem Projekttitel: „Ausbildungswerkstatt am Standort Klärwerk Emschermündung“ zu verwenden. Alle geforderten Erklärungen und Nachweise sind mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen. Nachforderungen bleiben vorbehalten.
Folgende Erklärungen sind mit der Bewerbung einzureichen:
1. Eigenerklärung gemäß Anhang 1a/1b zum Bewerbungsbogen, zum Nichtvorliegen von zwingenden Ausschlussgründen gemäß § 123 Abs. 1 und 4 GWB,
2. Eigenerklärung gemäß Anhang 1c zum Bewerbungsbogen, dass keine fakultativen Ausschlussgründe gemäß § 124 GWB vorliegen,
3. Eine Erklärung über den Gesamtumsatz des Dienstleistungserbringers und seinen Umsatz für vergleichbare Dienstleistungen in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (Bezogen auf alle Niederlassungen sowie der bearbeitenden Niederlassung).
Berufshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme in Höhe von mindestens:
— Personenschäden: 1 500 000 EUR;
— Sach- und Vermögensschäden: 1 000 000 EUR.
Die Erbringung der Dienstleistung ist einem besonderen Berufsstand vorbehalten; Verweis auf die einschlägige Rechts- oder Verwaltungsvorschrift: Architekten und Ingenieure gemäß den ausgeschriebenen Leistungsbildern.
1. Eine Erklärung, aus der das jährliche Mittel der von dem Dienstleistungserbringer in den letzten 3 Jahren Beschäftigten und die Anzahl seiner Führungskräfte ersichtlich ist (bezogen auf alle Niederlassungen sowie der bearbeitenden Niederlassung),
2. Eine Erklärung, aus der hervorgeht, über welche Ausstattung, welche Geräte und welche technische Ausrüstung (Standardsoftware, fachspezifische Software, etc.) der Dienstleistungserbringer für die Dienstleistung verfügen wird,
3. Beschreibung der Maßnahmen des Bewerbers zur Gewährleistung der Qualität,
4. Angabe des Auftragsanteils für den der Dienstleistungserbringer möglicherweise einen Unterauftrag zu erteilen beabsichtigt. Soweit sich der Bewerber auf die Eignung seiner Nachunternehmer berufen möchte, gelten die vorstehenden Hinweise,
5. Angabe, aus der die technische Leitung für die anzubietenden Leistungen hervor geht (Projektbezogenes Organigramm),
6. Lebensläufe der Personen aus dem Organigramm unter Punkt 5; Nachweis der Berufszulassung bzw. der beruflichen Befähigung des Bewerbers und/oder der Führungskräfte des Unternehmens, insbesondere der für die Dienstleistungen verantwortlichen Person oder Personen,
7.1. Referenzen des Bewerbers zu vergleichbaren Projekten, die in den letzten 5 Jahren (seit 2015) abgeschlossen oder bearbeitet wurden; (Gewichtung: Objektplanung 3 Referenzen, 8 %, mögliche Gesamtpunktzahl 24, Technische Ausrüstung HLS 2 Referenzen, 7 % mögliche Gesamtpunktzahl 14, Technische Ausrüstung Elektro 1 Referenz 8 % mögliche Gesamtpunktzahl 8),
7.2. Erfahrung, Qualifikation und Referenzen der für die Projektleitung vorgesehenen Person zur eigenständigen Leitung vergleichbarer Projekte (Gewichtung 6 %, mögliche Gesamtpunktzahl 12),
7.3. Erfahrung, Qualifikation und Referenzen der für die Bautechnik vorgesehenen Person zu vergleichbaren Projekten (Gewichtung 3 % mögliche Gesamtpunktzahl 6)
7.4. Erfahrung, Qualifikation und Referenzen der für die Technische Ausrüstung HLS vorgesehenen Person zu vergleichbaren Projekten (Gewichtung 2 % mögliche Gesamtpunktzahl 4),
7.5. Erfahrung, Qualifikation und Referenzen der für die Technische Ausrüstung Elektro vorgesehenen Person zu vergleichbaren Projekten (Gewichtung 1 % mögliche Gesamtpunktzahl 2).
Eine Bewerbergemeinschaft hat mit ihrem Teilnahmeantrag eine von allen Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft unterschriebene Erklärung abzugeben,
— in der die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall erklärt wird;
— in der alle Mitglieder mit postalischer Anschrift aufgeführt werden;
— in der ein von allen für die Durchführung des Vertrages gegenüber dem Auftraggeber bevollmächtigter Vertreter benannt und erklärt wird, dass dieser Vertreter gegenüber dem Auftraggeber alle Mitglieder rechtsverbindlich vertreten wird;
— in der die postalische Anschrift des Vertreters angegeben wird, über den der gesamte Schriftverkehr abgewickelt wird.
Es ist grundsätzlich unzulässig, als Mitglied einer Bewerbergemeinschaft und gleichzeitig als einzelner Bewerber am Vergabeverfahren teilzunehmen. Ein solches Verhalten ist regelmäßig als unzulässige wettbewerbsbeschränkende Abrede zu werten und führt zum Ausschluss vom weiteren Verfahren. Dies gilt nur dann nicht, wenn der Bewerber mit seinem Teilnahmeantrag nachweist, dass die Angebote völlig unabhängig voneinander erstellt werden. Gleiches gilt für den Fall, dass sich ein Bewerber an verschiedenen Bewerbergemeinschaften beteiligt. Gibt eine Bewerbergemeinschaft einen Teilnahmeantrag ab, ist es erforderlich, dass jedes einzelne Mitglied der Bewerbergemeinschaft die nachbenannten Eigenerklärungen zur Zuverlässigkeit abgibt. Zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit sowie zur Fachkunde sind die Ausführungen in Ziffer III.1.2) und III.1.3) zu beachten.
Ein Bewerber kann sich zum Nachweis seiner wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit oder Fachkunde (technische Leistungsfähigkeit) der Fähigkeiten von Nachunternehmern (hierzu zählen auch freie Mitarbeiter, Konzernunternehmen sowie sonstige Dritte) bedienen, ungeachtet des rechtlichen Charakters der zwischen ihm/ihr und diesem Unternehmen bestehenden Verbindungen. Für diesen Fall ist eine Verpflichtungserklärung des entsprechenden Nachunternehmers dem Teilnahmeantrag beizufügen. Weiter hat der Nachunternehmer seine Zuverlässigkeit anhand der nachbenannten Erklärungen mit dem Teilnahmeantrag nachzuweisen. Zudem sind Erklärungen zur finanziellen Leistungsfähigkeit und zur Fachkunde gemäß dem in III.1.2) und III.1.3) genannten Anforderungen einzureichen.
Hinweis zur Geltendmachung von Vergaberechtsverstößen vor der Vergabekammer:
Die Vergabestelle weist darauf hin, dass ein Nachprüfungsantrag nicht zulässig ist, soweit:
— mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrages nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.
22-GE-10
Tenderer contact: +49 2011043277
Ausbildungswerkstatt am Standort Klärwerk Emschermündung
Auf dem Gelände des Klärwerks Emschermündung (KLEM) in Dinslaken soll eine neue Ausbildungswerkstatt errichtet werden. Die Ausbildungswerkstatt am KLEM wird neben den Ausbildungswerkstätten in Lünen und Bottrop der dritte Ausbildungsstandort der Emschergenossenschaft. Die Lehrwerkstatt soll sich dem Aufbau der anderen Ausbildungswerkstätten anlehnen (vgl. Grundrisse). Die äußere Gestaltung soll sich in die Umgebung des Klärwerkgeländes einfügen. Der Neubau soll in der unmittelbaren Umgebung der Verwaltungsgebäude stehen. Dafür stehen 3 Standorte zur Auswahl (vgl. Übersichtslageplan).
Zu Beginn der Grundlagenermittlung muss eine Standortanalyse durchgeführt werden. Hier ist neben dem Standort für den Neubau darauf zu achten, dass Parkplätze in der näheren Umgebung zur Verfügung stehen.
Ebenso soll die Ver- und Entsorgung des Gebäudes in die bestehenden Ver- und Entsorgungsnetze (auch Wärme) eingebunden werden.
Das Raumkonzept der Lehrwerkstatt soll sich an die anderen beiden Lehrwerkstätten in Lünen und Bottrop anlehnen. Das Erdgeschoss (ca. 400 m
) beinhaltet die Werkstätten für Maschinen- und Elektrotechnik mit zusätzlichen Räumlichkeiten für die Ausbilder und die Prüfer. Das erste Obergeschoss (ca. 300 m
) erhält die Kauen für jugendliche Auszubildende (männlich u. weiblich), sowie die Schulungs- und Besprechungsräume.
Insgesamt sollen in der neuen Ausbildungswerkstatt 24 Auszubildende untergebracht werden. Das Gebäude soll nicht unterkellert werden. Es soll eine Möglichkeit geschaffen werden im Bedarfsfall ein 2. OG nachzurüsten. Die Dachfläche soll begrünt werden. Die ausgeschriebenen Planungsleistungen sind unter II.1.4 aufgeführt, die Planung ist unter Anwendung BIM vorgesehen. Die Planung ist unmittelbar nach Beauftragung zu beginnen. Die voraussichtliche Fertigstellung des Gebäudes ist für das 2. bzW. 3. Quartal im Jahr 2023 vorgesehen.
Die eingegangenen Teilnahmeanträge werden nach Überprüfung der formalen Kriterien aus Abschnitt III.1 einer Punktebewertung unterzogen (siehe auch Bewerberbogen) und wie folgt gewichtet: Referenzen des Bewerbers zu vergleichbaren Projekten, die in den letzten 5 Jahren (seit 2015) abgeschlossen oder bearbeitet wurden Erfahrung, Qualifikation und Referenzen der für die Projektleitung vorgesehenen Person zur eigenständigen Leitung vergleichbarer Projekte; Erfahrung, Qualifikation und Referenzen der für die Bautechnik vorgesehenen Person zu vergleichbaren Projekten.
Erfahrung, Qualifikation und Referenzen der für die Technische Ausrüstung HLS vorgesehenen Person zu vergleichbaren Projekten, Erfahrung, Qualifikation und Referenzen der für die technische Ausrüstung „Elektro" vorgesehenen Person zu vergleichbaren Projekten; maximal erreichbare Gesamtpunktzahl: 500 Punkte. Die
Rangfolge richtet sich nach der erreichten Gesamtpunktzahl. Die bestplatzierten 3 bis 5 Bewerber werden zum Angebot/zur Verhandlung eingeladen.
Wird die Anzahl von 3 Bewerbern, die mind. zur Verhandlung aufgefordert werden sollen, nicht erreicht, behält sich der Auftraggeber vor, das Verhandlungsverfahren aufzuheben oder mit einer niedrigeren Bewerberzahl als 3 Bewerber fortzuführen.