Source: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Justiz/JJR_19990309_OGH0002_0050OB00040_99I0000_003/JJR_19990309_OGH0002_0050OB00040_99I0000_003.html
Timestamp: 2020-02-22 22:25:46
Document Index: 354531902

Matched Legal Cases: ['§20', '§20', '§20', '§ 20', '§ 20', 'OGH', 'OGH', '§ 1', '§ 20', 'OGH', '§ 20', '§ 20', 'OGH']

RS0111649
5Ob40/99i; 5Ob173/07p; 5Ob137/09x; 5Ob68/12d
WGG 1979 idF 2.WÄG §20 Abs1 Z1 lita; WGG 1979 idF 2.WÄG §20 Abs1 Z1 litb; WGG 1979 §20a
§ 20 Abs 1 WGG bezweckt im wesentlichen die Klarstellung, welche Normen des WGG welche Bestimmungen des MRG verdrängen. Aus den in § 20 Abs 1 Z 1 lit a und b WGG zu entnehmenden negativen und positiven Auflistungen wird klar, um welche Regelungsbereiche es sich dabei handelt und worin die "Unverträglichkeit" von WGG und MRG liegt. Es sind dies im wesentlichen die Bestimmungen der (kostendeckenden) Mietzinsbildung und die damit untrennbar verknüpften Fragen der Erhaltung und Verbesserung, die im WGG gesondert geregelt sind.
TE OGH 1999-03-09 5 Ob 40/99i
TE OGH 2007-08-28 5 Ob 173/07p
Beisatz: Durch die WRN 1999 wurde mit 1. 9. 1999 der Anwendungsbereich des WGG im Zusammenhang mit der Sanierung größeren Umfangs auf Gebäude ausgedehnt, die nicht von einer gemeinnützigen Gebäudeverwaltung errichtet worden waren und damit dem § 1 Abs 3 MRG insoweit materiell derogiert. (T1); Beisatz: Ein automatisches Einpendeln von aufrechten Mietverhältnissen nach dem MRG in die Bestimmungen des WGG fand damit nicht statt, sondern nur unter den Voraussetzungen des § 20a WGG. (T2)
TE OGH 2009-09-15 5 Ob 137/09x
Auch; Beis ähnlich wie T1; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: In den weder von § 20 Abs1 WGG noch (seit 1.9. 1999) von § 20a WGG erfassten Fällen ist das MRG und nicht das WGG anzuwenden, eine Regelungslücke liegt nicht vor. Durch die Ausschließlichkeit dieser Regelung sind auch alle Streitfragen ausgeräumt, die sich im Zusammenhang mit Verweisungen von Förderungsgesetzen auf mietrechtliche Vorschriften ergeben, weil es auf diese Regelungen nicht mehr ankommt. (T3); Beisatz: Die Berücksichtigung des Kostendeckungsprinzips setzt die Anwendbarkeit des WGG voraus, weshalb nicht mit einer planwidrigen Unvollständigkeit im Geltungsbereich von Zinsbildungsvorschriften des MRG argumentiert werden kann. (T4)
TE OGH 2012-09-05 5 Ob 68/12d