Source: https://www.schuldnerberatung.de/vorzeitige-restschuldbefreiung/
Timestamp: 2020-07-04 00:07:38
Document Index: 85602327

Matched Legal Cases: ['§ 300', '§ 300', '§ 300', '§ 300', '§ 300', '§ 300']

Vorzeitige Restschuldbefreiung - Schuldnerberatung 2020
Das Wichtigste zum Thema „vorzeitige Erteilung der Restschuldbefreiung“
Ist bei der Verbraucherinsolvenz eine vorzeitige Restschuldbefreiung möglich?
Ja, bei der Privatinsolvenz ist eine vorzeitige Restschuldbefreiung laut § 300 Abs. 1 der Insolvenzordnung (InsO) bereits nach drei bzw. fünf Jahren möglich.
Wann und unter welchen Voraussetzungen erhalte ich einen vorzeitigen Schuldenerlass?
Zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Bedingungen Sie vorzeitig von Ihren Schulden befreit werden, erfahren Sie hier.
Was muss ich noch tun für eine vorzeitige Restschuldbefreiung?
Schuldner müssen einen Antrag auf vorzeitige Erteilung der Restschuldbefreiung beim zuständigen Insolvenzgericht stellen.
Wann ist die vorzeitige Erteilung der Restschuldbefreiung möglich?
Wie können Insolvenzschuldner die vorzeitige Restschuldbefreiung beantragen?
Was geschieht, nachdem Schuldner den Antrag gestellt haben?
Die vorzeitige Restschuldbefreiung ist laut InsO schon nach drei bzw. fünf Jahren möglich.
Ein privates Insolvenzverfahren hat als Ziel die Entschuldung der betroffenen Person. Der Ablauf der privaten Insolvenz ist dabei streng geregelt:
Versuch der außergerichtlichen Schuldenbereinigung
Anmeldung der Privatinsolvenz
Insolvenzverfahren wird eröffnet und die Insolvenzmasse verwertet
In der Regel dauert die Wohlverhaltensphase sechs Jahre ab dem Zeitpunkt, zu dem das Insolvenzverfahren eröffnet wird. Dann erfolgt also die Befreiung von den noch offenen Schulden. Unter gewissen Umständen ist jedoch eine vorzeitige Restschuldbefreiung möglich.
Die gesetzliche Grundlage hierzu liefert § 300 Abs. 1 InsO. Die vorzeitige Restschuldbefreiung ist unter den folgenden Voraussetzungen möglich:
Jederzeit: Wenn der Schuldner die Verfahrenskosten bezahlt hat und kein Gläubiger eine Forderung angemeldet hat bzw. alle Forderungen der Gläubiger befriedigt wurden und auch die sonstigen Masseverbindlichkeiten berichtigt wurden.
Nach drei Jahren: Wenn sowohl die Verfahrenskosten als auch 35 Prozent der offenen Schulden bezahlt wurden.
Nach fünf Jahren: Wenn der Schuldner zumindest die Verfahrenskosten beglichen hat.
Häufig wird die vorzeitige Restschuldbefreiung durch eine unerwartete Erbschaft möglich. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass beispielsweise Verwandte oder Freunde das benötigte Geld aufbringen und damit die Verfahrenskosten bezahlen.
Die vorzeitige Erteilung der Restschuldbefreiung erfolgt jedoch nicht automatisch. Vielmehr müssen Schuldner einen entsprechenden Antrag beim Insolvenzgericht stellen, über den im Anschluss entschieden wird. Was dabei zu beachten ist, erläutern wir im folgenden Abschnitt.
Der Antrag auf vorzeitige Restschuldbefreiung muss zum richtigen Zeitpunkt gestellt werden.
Für die vorzeitige Restschuldbefreiung muss ein Antrag gestellt werden. Sollten sie die nötigen Voraussetzungen erfüllt haben, müssen Schuldner also selbst tätig werden – weder das Gericht noch der Insolvenzverwalter überprüfen im Insolvenzverfahren, ob die entsprechenden Zahlungen bereits geleistet wurden.
Die entsprechenden Formulare für den Antrag erhalten Schuldner beim zuständigen Insolvenzgericht. Wichtig ist, dass Personen die vorzeitige Restschuldbefreiung zum richtigen Zeitpunkt beantragen müssen.
Soll die Wohlverhaltensphase der privaten Insolvenz auf drei bzw. fünf Jahre verkürzt werden, darf der Antrag erst dann gestellt werden, wenn die entsprechende Summe der Verfahrenskosten und – wenn nötig – eines Teils der offenen Forderungen tatsächlich getilgt wurden.
Aus § 300 InsO geht klar hervor, dass der Schuldner die Kosten des Verfahrens bereits berichtigt haben muss, damit die vorzeitige Restschuldbefreiung beantragt werden kann. Daher ist darauf zu verzichten, schon vorzeitig einen entsprechenden Antrag zu stellen – auch wenn damit zu rechnen ist, dass die nötigen Summen in absehbarer Zeit abbezahlt sein werden.
Verfügen Schuldner nicht über das nötige Vermögen, um damit die Verfahrenskosten zu bezahlen, müssen sie die Stundung dieser Kosten beantragen – ansonsten wird das Insolvenzverfahren gar nicht erst eröffnet. In diesem Zusammenhang ist Folgendes zu beachten: Sind weder Masseverbindlichkeiten noch Insolvenzforderungen offen, ist die vorzeitige Restschuldbefreiung nicht möglich, wenn zuvor eine Verfahrenskostenstundung erteilt wurde. Die Kosten müssen tatsächlich bezahlt worden sein.
Vorzeitige Restschuldbefreiung beantragen: Im Anschluss werden Schuldner, Gläubiger und Insolvenverwalter angehört.
Laut § 300 Abs. 1 InsO entscheidet das Gericht erst dann über die vorzeitige Erteilung der Restschuldbefreiung, wenn eine Anhörung der folgenden drei Parteien stattgefunden hat:
Insolvenzverwalter bzw. Treuhänder
Wichtig ist, dass der Antrag nur dann erfolgreich ist, wenn der Schuldner dem Gericht darlegen und glaubhaft machen kann, dass er die entsprechenden Voraussetzungen für die vorzeitige Restschuldbefreiung erfüllt. Er muss also belegen, dass er Verfahrenskosten & Co bereits bezahlt hat.
In diesem Zusammenhang ist ein Punkt besonders zu beachten: Soll die private Insolvenz auf drei Jahre verkürzt werden, muss der Schuldner Auskunft über die Herkunft der Mittel geben, die an den Insolvenzverwalter bzw. Treuhänder gezahlt wurden und die über die Beträge hinausgehen, die von der Abtretungserklärung erfasst sind. So ist es in § 300 Abs. 2 InsO geregelt. Wurden die entsprechenden Summen also beispielsweise von einem Verwandten aufgebracht, so muss dies dem Gericht mitgeteilt werden.
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56 Gedanken zu „Vorzeitige Restschuldbefreiung bei der Privatinsolvenz“
Thomas D. 25. Oktober 2018 um 10:49
Hallo, ich hätte eine Frage zur vorzeitigen Restschuldbefreiung (3 Jahre) . Ich habe mir von meinen Insolvenzverwalter bestätigen lassen, dass ich ende Februar noch eine Summe X offen hätte, die meine Mutter ausgleichen würde, dass das Restschuldverfahren vorzeitig beendet werden kann.
allerdings sagen sie, dass ich erst mit dem Ablauf Ende Februar den Antrag am Insolvenzgericht stellen kann und ich dann noch solange weiter gepfändet werde bis das Gericht einen Beschluss fasst. Das würde bedeuten das ich zwar Ende Februar fertig wäre (nachdem die 35 % bzw, aller anderen Kosten beglichen sind ) weiter gefändet wird !
Wie ist denn da die Rechtslage und wie soll ich mich verhalten ?
schuldnerberatung.de Beitragsautor 26. Oktober 2018 um 9:59
ein Anwalt für Insolvenzrecht kann die Unterlagen prüfen und Sie zum weiteren Vorgehen beraten.
Vanessa M. 20. August 2019 um 11:45
ich habe eine Frage zur Verkürzung der Insolvenz auf 3 Jahre. Hab die Insolvenz damals über die Caritas starten lassen. Nun habe ich die erforderlichen Kosten für die Befreiuung nach 3 Jahren getilgt. Würde nun gerne meinen Antrag bei Gericht einreichen. Online hab ich gelesen, dass man dafür einige Anhänge beifügen muss. Die Dame von der Caritas meinte, es reicht der Antrag. Alle weiteren Informationen würde das Gericht beim Insolvenzverwalter einfordern oder mich kontaktieren. Was ist nun korrekt?
Hans-Joachim L. 13. November 2018 um 10:29
meine Tochter befindet sich in der Privatinsolvenz..Seit dem 01.11.18 liegt nun die Schlussrechnung vom Amtsgericht vor.45200€ Schulden.Kann Sie die Insolvenz vorzeitig beenden ? Z.B. sofort nach ca 5 bis 6 Monaten..Wir als Eltern wollen helfen, was muss den Gläubigern für ein % Satz angeboten werden wenn es bei drei jahren ja35% sind .
schuldnerberatung.de Beitragsautor 16. November 2018 um 9:31
Soll es zu einer schnellen Beendigung des Verfahrens kommen, können Sie den Gläubigern einen Insolvenzplan vorlegen. Sie müssen den Gläubigern mehr Geld bieten, als sie bei der regulären Insolvenz erhalten würden. Das Geld muss von einem Dritten, also nicht dem Insolvenzschuldner selbst, zur Verfügung gestellt werden. Ansonsten kann das Verfahren jederzeit beendet werden, wenn sowohl die Verfahrenskosten als auch die volle Forderungssumme beglichen wurde.
Julius A. 10. Dezember 2018 um 21:52
Wann genau kann der Antrag auf Verkürzung (5Jahre)gestellt werden wenn die Insolvenz am 20.01.2015 angefangen hat???
schuldnerberatung.de Beitragsautor 14. Dezember 2018 um 14:50
ein Antrag kann gestellt werden, wenn die entsprechenden Anforderungen erfüllt werden.
Andre B. 29. Dezember 2018 um 11:05
Ich denke eher dann wenn die Verfahrenskosten gedeckt sind. Das kann auch schon nach 1 Jahr sein. Nach 5 Jahren wäre zu spät da ja zu dem Zeitpunkt die Entscheidung des Gerichts bereits anstünde. Also würde ich es allerspätestens bis Ende 2019 beantragen.
Aber ich bin kein Anwalt…nur selbst betroffen und Eigenrecherchen.
Anja P. 5. Mai 2019 um 8:24
.meine Privatinsolvenz ist zum 01.08.2016 eröffnet worden. Aus der Insolvenzmasse (Pfändungsbeträge während des Verfahrens) konnten der Treuhänder und die Gerichtskosten beglichen werden. Ich hatte daher zu Beginn der Wohlverhaltsphase einen Antrag auf vorzeitige Restschuldbefreiung (5 Jahre) gestellt. Der Antrag wurde abgelehnt mit der Begründung, der Antrag könne erst nach Ablauf der 5 Jahre gestellt werden.
Nun sind ja die ersten Verfahren durch, die eine vorzeitige Restschuldbefreiung beantragen können, daher meine Frage:
Meine monatliche Pfändungsrate seit Beginn der Insolvenz lag bei knapp 300 € und hat sich seit Anfang diesen Jahres auf knapp 600 € erhöht. Die Verfahrenskosten sind also längst beglichen. Der Treuhänder ignoriert jede telefonische, schriftliche Anfrage auf die Verteilung der Pfändungssumme. Ich habe auch bisher noch keine Aufstellung o.ä. bekommen, ich höre gar nicht von ihm seit ich keine Einkommensteuererklärung oder Betriebskostenabrechnung mehr vorlegen muss. Durch den Gerichtsbeschluss weiß ich nur, wieviel der Treuhänder nach der Insolvenzmassenverteilung bekommen hat und wieviel Gerichtskosten enstanden sind.
Ich könnte also nur anhand meiner Gehaltsabrechnungen den Pfändungsbetrag nachweisen, nicht aber wohin das Geld geflossen ist.
Ist es denn richtig, dass ich den Antrag erst nach Ablauf der 5 Jahre stellen darf. Dann wäre das Gesetz ja irreführend, weil man in jedem Fall noch weitere Monate gepfändet würde, bis das Gericht, die Gläubiger und der Treuhänder den Antrag bearbeitet/befragt haben.
Bei einer Pfändungsrate von 600 € möchte ich schon gerne auch wirklich die letzte Rate mit dem Juli-Gehalt 2020 bezahlt haben.
Ist es wirklich nicht möglich, den Antrag jetzt schon so zu stellen, dass pünktlich nach Ablauf der 5 Jahre auch die Pfändung vorbei ist?
schuldnerberatung.de Beitragsautor 29. Mai 2019 um 15:41
laut der Insolvenzordnung gilt, dass das zuständige Insolvenzgericht erst nach Ablauf der fünf Jahre über den Antrag entscheidet – nicht früher.
Andre B. 29. Dezember 2018 um 11:07
Sobald die Verfahrenskosten gedeckt sind. Viel Erfolg!
Arne J. 6. Januar 2019 um 8:38
Hallo, ich habe folgende Frage. Ich habe meine privatinsolvenz 2014 begonnen. Am 14.01.2016 habe ich dann die vorzeitige restschuldbfreiung erteilt bekommen, da ich alles beglicheichen konnte. Meine Frage ist jetzt wann kann ich die Löschung aus der schufa beantragen und wie kann ich das löschen.
schuldnerberatung.de Beitragsautor 11. Januar 2019 um 12:27
Informationen über die Restschuldbefreiung werden automatisch nach drei Jahren gelöscht.
Timmermann 11. Januar 2019 um 12:35
ich habe im Dezember mein Antrag auf vorzeitige Restschuldbefreiung gestellt, da ich sämtliche Voraussetzungen erfülle. Was passiert mit dem Pfändungsbetrag den ich nach der Antragstellung gezahlt habe .
schuldnerberatung.de Beitragsautor 11. Januar 2019 um 13:48
dieser Betrag wird in der Regel nicht erstattet.
Tobias 7. Februar 2019 um 15:50
Hallo Schuldnerberatung wo finde ich den ein Vordruck für die frühzeitige Restschuld Befreiung ich weiß nicht wie ich es vormulieren soll
schuldnerberatung.de Beitragsautor 4. März 2019 um 13:26
Informationen zur Antragstellung sowie Vordrucke erhalten Sie beim zuständigen Gericht.
Fabio O. 23. Januar 2019 um 13:43
Wie kann ich in Erfahrung bringen ob die nötige Summe für eine vorzeitige restschuldbefreiung
Zusammen gekommen ist? Bin seit Jan 2015 dabei und würde das gerne nutzen.
schuldnerberatung.de Beitragsautor 25. Januar 2019 um 10:59
entsprechende Informationen erhalten Sie bei Ihrem Insolvenzverwalter.
Oliver 24. Januar 2019 um 16:26
ich möchte Ihnen auch gern eine Frage stellen. Im Januar 2020 könnte meine Privatinsolvenz beendet sein nach dann 5 Jahren. Die Voraussetzungen dafür habe ich erfüllt – Verfahrenskosten sowie Treuhändervergütung wurden komplett beglichen. Könnte ich dann auch jetzt schon, gut 1 Jahr vorher, einen Antrag auf vorzeitige RSB stellen oder erst gegen Ende des Jahres? Auf welchem Wege bekommt man dann i. d. R. Bescheid, dass dem Antrag stattgegegen wurde – per Post oder wird das lediglich auf “Insolvenzbekanntmachungen” veröffentlicht? Und die Formulare bekomme ich in jedem Insolvenzgericht?
schuldnerberatung.de Beitragsautor 25. Januar 2019 um 11:33
über einen entsprechenden Antrag kann das Gericht erst entscheiden, wenn fünf Jahre der Abtretungfrist verstrichen sind. Über die Entscheidung des Gerichts sollten Sie informiert werden. Nähere Informationen dazu erhalten Sie beim zuständigen Gericht.
Anna W. 26. Januar 2019 um 8:53
ich möchte Ihnen auch gern eine Frage stellen. Am 17.11.2018 wurde mir eine vorzeitige Restschuldbefreiung erteilt. Alle o.g. Voraussetzungen habe ich erfüllt (sämtliche Insolvenzforderungen, Kosten des Verfahrens wurden durch der Pfändbaren Beträgen gedeckt).
Ist der Beschluss über des Restschuldbefreiungsverfahren endgültig? Heisst das, dass das komplette Insolvenzverfahren jetzt beendet wurde? Wann wird der Beschluss rechtskräftig? Wird der negative Eintrag beim Amtsgericht (im amtlichen Schuldnerverzeichnis) automatisch gelöscht, oder muss man es beim Amtsgericht beantragen, bzw. sich bestätigen lassen. Wird die vorzeitige Restschuldbefreiung an die SCHUFA weitergeleitet?
schuldnerberatung.de Beitragsautor 4. März 2019 um 10:16
fand der Schlusstermin statt, sollte das Verfahren beendet sein. Wird die Restschuldbefreiung erteilt, erfolgt ein entsprechender Eintrag in den Insolvenzbekanntmachungen. Es erfolgt eine Weiterleitung an die SCHUFA. Beachten Sie jedoch, dass die Informationen dort noch drei Jahre gespeichert werden.
Polat 30. Januar 2019 um 15:30
weil 100% der Quote erreicht werden
habe ich vor 2 wochen an dem amstgericht das vorzeitge Restschuldbefreiung beantragt .
es wurden bereits die 100% der Gläubigerforderungen und zuzüglich der Verfahrenskosten
an die treuhandkonto überwiesen.
würde gerne wissen wie könnte sich gericht entscheiden
am 28.02.2019 ist die 3 jahre vorbei.
wie lange würde es noch in meine schufa stehen bleiben
wann bin ich ungefaehr wieder sauber
schuldnerberatung.de Beitragsautor 4. März 2019 um 11:23
das Gericht entscheidet anhand der vorliegenden Informationen. Informationen über eine erfolgte Restschuldbefreiung werden nach drei Jahren bei der SCHUFA gelöscht.
Sonja G. 31. Januar 2019 um 20:22
Hallo, am 28.05.2015 wurde meine Insolvenz eröffnet. Da ich die vorzeitige RsB beantragen wollte nach 3 Jahren, habe ich mich frühzeitig beim Verwalter gemeldet. Ich erhielt die Auskunft dass das erste Jahr nicht mitgezählt wird und ich praktisch 4 Jahre zahlen muss. Werde mit knapp 1000 Euro mtl. gepfändet. Die Aufbringung der Verfahrenskosten war also kein Problem. Ich sollte mich im März 2019 wieder melden. Jetzt erhielt ich vor 2 Wochen einen Brief vom Verwalter mit dem Antrag auf RSB und einem Hinweis, dass alle Kosten sowie 40,25 % getilgt seien und mir nun die RSB erteilt wird. Voller Freude habe ich den Antrag eingereicht. Gestern erhielt ich vom Gericht Bescheid das der Antrag zu spät sei und ich nun die 5 Jahre abwarten muss. RsB somit nicht erteilt. Die Auskunft meines Verwalters lautet alle Gelder seien überwiesen also verteilt worden und der Abschlussbericht geschrieben. Ich bin jetzt völlig überfordert damit. vielen Dank schonmal
schuldnerberatung.de Beitragsautor 4. März 2019 um 11:38
bei Fragen rund um Ihr Insolvenzverfahren kann ein Anwalt oder eine Insolvenzberatungsstelle weiterhelfen. Diese können die entsprechenden Unterlagen prüfen und Sie zum weiteren Vorgehen beraten.
Jürgen S. 6. Februar 2019 um 12:14
meine Insolvenz wurde am 14.01.2016 eröffnet. Am 20. Dezember 2018 hat mir mein Insolvenzverwalter bestätigt das ich alle Voraussetzungen für die vorzeitige Restschuldbefreiung nach 3 Jahren erfüllt habe. Darauf hin habe ich bei zuständigen Amtsgericht einen Antrag gestellt. Bis heute habe ich keine Antwort des Gerichts und auch, die zur Erteilung der RSB notwendigen Anhörungen, sind noch nicht auf den Weg gebracht. Bei einer telefonischen Nachfrage wurde mir mitgeteilt das noch eine Stellungnahmen des IV fehle. Mein IV bestätigte mir das er die fehlende Stellungnahme aber bereits dem Gericht zugeschickt hat.
Nun meine Frage: Durch die Verzögerung bei Gericht läuft meine Lohnpfändung fleißig weiter. Die Voraussetzungen hatte bei Ablauf der 3 Jahre ja erfüllt und auch rechtzeitig einen Antrag gestellt. Bekomme ich jetzt die Pfändungsbeträge die nach dem Ablauf der 3 Jahre gepfändet wurden nach Erteilung der RSB zurückerstattet? Ansonsten könnte es ja sein das ich, wenn das Gericht sich noch länger Zeit lässt mehrere 1000,- Euro zahle weil das Gericht sich so viel Zeit lässt.
schuldnerberatung.de Beitragsautor 4. März 2019 um 13:02
in der Regel findet keine Rückerstattung statt. Genauere Informationen erhalten Sie bei einem Anwalt für Insolvenzrecht.
Johanna 21. März 2019 um 20:13
da hat mir mein Insolvenzverwalter aber was anderes gesagt: die bis dahin zu viel gezahlten Pfändungen werden Ihnen natürlich wieder erstattet… Dazu teilen Sie uns bitte Ihre Bankverbindung mit! ( Das Scherzkeks…Der kennt meine Bankverbindung besser als ich!) Ich habe das Pech, etwas besser zu verdienen…Die behalten jede extra Einmalzahlung ein… Wenn ich das Geld nicht zurückbekomme, dreh ich durch! Ich habe meine Schulden quasi mit 100% Zinsen zurückgezahlt… und zahle weiter und weiter und weiter….Wo ist denn hier die Gerechtigkeit? Wo ist denn hier die Insolvenz die Lösung aller Probleme? Meine Probleme haben damit erst richtig begonnen! Und beim Kassieren sind die Herrn Anwälte und Gerichte ruckzuck dabei…Aber jetzt, wo es darum geht, die Sache zu beenden und dem Menschen endlich wieder aufatmen zu lassen….JETZT MAHLEN DIE MÜHLEN PLÖTZLICH GAAAAANZ LANGSAM! Das gibt es alles gar nicht. . !!!
Mario 29. Dezember 2019 um 21:38
die Erfahrung wird wohl jeder machen.
denen ist doch egal wie lange einer zahlt
Dominik 7. Februar 2019 um 8:35
meine Insolvenz wurde am 18.04.2016 eröffnet. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die 35% bereits beglichen. Es steht noch ein Betrag von etwa 2500€ offen für die Verfahrenskosten und Treuhändervergütung. Diese möchte ich nun mit Hilfe meines Arbeitgebers (Arbeitgeberdarlehen) begleichen. Der noch fehlende Betrag muss bis spätestens 17.04.2019 beim Treuhänder vorliegen. Genau wie der formlose Antrag auf frühzeitige Restschuldbefreiung an mein zuständiges Amtsgericht vor diesem Tag vorliegen muss.
Ihrer Erfahrung und Ihrem Wissen nach läuft dann alles “korrekt” ? Haben Sie Erfahrungen wie lange eine durchschnittliche Bearbeitung und Entscheidung über die Restschuldbefreiung dauern wird?
Bis zur Entscheidung des Amtsgerichtes wird weiterhin das pfändbare Einkommen an den Treuhänder abgeführt. Dieses gepfändete Einkommen wird mir jedoch wieder zurück gezahlt bei einer positiven Entscheidung über meine Restschuldbefreiung zum 18.04.2019 richtig?
schuldnerberatung.de Beitragsautor 4. März 2019 um 13:15
wie lange es dauert, kommt unter anderem auf die Auslastung des Gerichtes an. In der Regel findet unseres Kenntnisstandes nach keine Rückerstattung statt.
Christian M. 12. Februar 2019 um 12:08
Am 21.2.2019 findet mein Schlusstermin statt. Eröffnung des Verfahrens war der 15.6.2017.
Laut meinem Insolvenzverwalter kann an die Gläubiger eine Quote von knapp 48 Prozent ausgeschüttet werden, ebenso sind die Verfahrenskosten gedeckt.
Ablauf der 3 Jahres-Frist wäre ja am 15.6.2020.
Kanm ich trotzdem schon vorher, nach Verteilung der Insolvenzmasse, den Antrag auf Erteilung der Restschuldbefreiung stellen und somit auf Einstellung des Verfahrens?
Wenn ja, wie hoch sind die Chancen, dass das Gericht hier positiv entscheidet?
schuldnerberatung.de Beitragsautor 1. April 2019 um 12:33
ein vorzeitiges Ende des Verfahrens vor Ablauf von drei Jahren ist nur dann möglich, wenn Sie sowohl die Vefahrenskosten als auch sämtliche Forderungen der Gläubiger sowie sonstige Masseverbindlichkeiten berichtigt wurden.
Rohde 15. Februar 2019 um 12:58
zählt für die vorzeitige Restschuldbefreiung das Datum der Insolvenzeröffnung oder das Datum der Antragstellung?
Dankeschön vorab schon mal.
schuldnerberatung.de Beitragsautor 1. April 2019 um 14:01
es müssen drei bzw. fünf Jahre der Abtretungsfrist verstrichen sein.
Dittmann 22. Februar 2019 um 15:04
Mein Insolvenzverfahren begann im März 2014 und würde regulär bis März 2020 laufen . Die Verfahrenskosten ect. sind bereits seit 2016 komplett beglichen. Die Wohlverhaltensperiode läuft. Laut den Aussagen meines Inso Verwalters kann ich aber leider nicht in den Genuss einer Befreiung nach 5 Jahren kommen ,da mein Antrag vor Juli 2014 gestellt wurde.
Ist es also wirklich zwecklos jetzt schon einen Antrag auf Restschuldbefreiung zu stellen oder gibt es Ausnahmen.
schuldnerberatung.de Beitragsautor 8. April 2019 um 16:11
nein, die neuen Regelungen zur Verkürzung gelten nur für Verfahren, die ab Juli 2014 beantragt wurden.
Nancy S. 23. Februar 2019 um 19:05
Ich bin seit Juli 2017 in der Privatinsolvenz. Die Verfahrenskosten sind mittlerweile gedeckt und laut Insolvenzverwalter sind 62% der Forderungen verteilt. Er sagte mir auch das noch Geld auf dem Konto ist. Nach meiner Rechnung sollte die s für die restlichen 38% ausreichen.
Jetzt hat er allerdings nochmals die Unterlagen für die Einkommensteuererklärung von mir gefordert.
Nun meine Frage. Kann ich jetzt schon einen Antrag auf sofortige Restschuldbefreiung stellen, oder sollte ich noch damit warten?
Was passiert mit den zu viel gepfändeten Geld? Bekomme ich das zurück?
schuldnerberatung.de Beitragsautor 8. April 2019 um 16:19
wir dürfen hier keine kostenlose Rechtsberatung anbieten und Ihnen damit keine Ratschläge zum genauen Vorgehen machen. Ein Anwalt für Insolvenzrecht kann die Unterlagen prüfen, Sie zum Vorgehen beraten und all Ihre Fragen beantworten.
Frank 12. März 2019 um 17:38
Was passiert wenn ich einen Antrag auf vorzeitige Restschuldbefreiung nach 5 Jahren stelle, alle Voraussetzungen dafür erfülle aber ein Gläubiger sich dagegen ausspricht?
schuldnerberatung.de Beitragsautor 23. April 2019 um 16:49
die Insolvenzgläubiger können im Rahmen einer Anhörung unter anderem einen Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung stellen.
Siegmund H. 12. April 2019 um 14:17
Am 22.08.2019 sind 5 Jahre Restschuldbefreiungsverfahren rum.Mein Insolvenzverwalter schrieb mir,es ist bereits eine Quote von 34,277% ausgeschüttet worden.Und die Gerichtskosten und Verfahrenskosten sind ausgeglichen.Wenn ich jetzt einen Antrag auf frühzeitige Beendigung stelle,bedeutet das,dass ich dann nichts mehr zahlen muß,und die Restschulden für mich weg sind?
schuldnerberatung.de Beitragsautor 13. Mai 2019 um 16:29
wird die Restschuldbefreiung erteilt, sind Sie Ihre Schulden los und müssen keine Zahlungen mehr leisten.
Luise 21. Mai 2019 um 12:02
Hallo,im Nov. 2016 bin ich in die Privatinsolvenz gegangen. Evtl. bekomme ich Geld aus einem Erbe.Wie verhalte ich mich?Vielen Dank,Luise
Eric G. 15. Juli 2019 um 13:03
Ich möchte demnächst eine Antrag auf Restschuldbefreiung nach 5 Jahren stellen.
Ich habe hierzu meinen Insolvenzverwalter angerufen um ein Schriftstück zu bekommen,das dem Gericht bestätigt das meine Verfahrenskosten erledigt sind,mein Insolvenzverwalter sagte das ich es nicht brauche da das Gericht dieses Schreiben bei ihm anfordert wenn ich den Antrag gestellt habe.
Eduardo 17. Juli 2019 um 20:59
Schönen guten Abend, ich bin ein bisschen verwirrt. Ich habe die Verfahrenskosten, sowie die 35% der mindestschuldensumme gezahlt. Ich verstehe aus den den ganzen fragen nicht, wann kann ich den Antrag beim Insolvenzgericht stellen, meine Privatinsolvenz wurde am 8.9.2019 eröffnet. Und wie läuft es danach, wird bis zur Entscheidung weiter gepfändet ??
Eduardo 17. Juli 2019 um 21:00
Entschuldige falsches Datum der Eröffnung, diese war am 8.9.2016.
Jürgen W. 8. August 2019 um 13:34
Mein Insolvenzverfahren wurde aufgehoben und befinde mich somit für die restliche Zeit in der Wohlverhaltensphase. Meine Insolvenzverwalter wurde nun zum Treuhänder ernannt 😉
Frage: Ich möchte verkürzen auf 5 Jahre, woher bekomme ich die nötigen Belege, dass die Verfahrenskosten beglichen sind? Diese muss ich dem Inso-Gericht bei Antragstellung zur Prüfung vorlegen.
schuldnerberatung.de Beitragsautor 9. August 2019 um 14:45
hierzu sollten Ihnen der Treuhänder Auskunft geben können.
Felix 11. September 2019 um 18:50
Guten Abend, ich habe eine Frage meine Insolvenz ist am 18.5. 2016 gestartet habe den Antrag auch rechtzeitig gestellt habe die Restschuldbefreiung zum 11.6.2019 erteilt bekomme.
Meine Frage ist nun bekomme ich ab dem 18 Mai die Gepfandeten Beträge wider oder erst ab dem 11.6. 2019
Bernd 28. September 2019 um 16:05
Ich möchte mein eintrag in der Schufa vorzeitig Löschen an wem muß ich mich wenden
Olaf 25. Oktober 2019 um 14:23
1.Wer entscheidet bei § 300 über die beantragte vorzeitige Restschuldbefreiung? Ein Rechtspfleger oder ein Richter?
Wenn weder Gläubiger noch Treuhänder innerhalb der gesetzten Frist einen Antrag auf Versagung Restschuldbefreiung Antrag stellen würden, wäre ja das “Gericht” befähigt über den Antrag des Schuldners auf Verkürzung der Restschuldbefreiung zu entscheiden. In der Theorie wäre die Entscheidung einen
Tag nach Fristende daher möglich, m. E. auch geboten.
2. Wie lange kann sich das “Gericht” dafür Zeit lassen – welche Zeitspanne ist hier noch vertretbar?
3. Was kann der Schuldner tun, wenn sich die zu fällende Entscheidung hinzieht?
Toni 17. Februar 2020 um 15:40
Hallo, ich befinde mich zurzeit in einem Regelinsolvenzverfahren das am 08.04.2015 eröffnet wurde und beabsichtige in den kommenden Wochen die Verkürzung auf 5 Jahre zu beantragen.
Das Insolvenzverfahren wurde auf Antrag meines Insolvenzverwalters im Januar 2019 wegen Massenunzulänglichkeit eingestellt. Der Insolvenzverwalter ist seit dem in der Funktion als Treuhänder gewechselt.
1.Kann ich die Verkürzung trotz der Massenunzulänglichkeit beantragen?
2.Wenn ich den Antrag nach bspw. 5,5 Jahren erst stelle weil dann erst alle Verfahrenskosten beglichen sind, ist das auch möglich oder muss es immer exakt 1 Jahr vorher sein?
Käthe 5. Mai 2020 um 15:15
ich habe im Januar einen Antrag auf vorzeitige Restschuldbefreiung gestellt. Aufgrund Corona verzögert sich jetzt die Bearbeitung.
Angenommen, die Entscheidung verzögert sich weiter: Was passiert mit dem gepfändeten Betrag zwischen Antragsstellung und Entscheidung? Muss ich im Zweifelsfall damit leben, dass das Gericht monatelang für die Bearbeitung benötigt oder bekomme ich ggf. einen Teil zurück?