Source: http://www.jurablogs.com/2011/06/16/unternehmereigenschaft-kommunalen-wasserbeschaffungsverbandes
Timestamp: 2016-12-04 16:23:11
Document Index: 202257286

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 4', '§ 1', '§ 15', '§ 2', '§ 2', '§ 1', '§ 4', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 2', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 4', 'EuG', 'EuG']

BlogsRechtslupeJuni 2011Unternehmereigenschaft eines kommunalen WasserbeschaffungsverbandesEin kommunaler Zweckverband in der Rechtsform einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, der eine Wasserversorgungsanlage zur Förderung und Abgabe von Trink- und Gebrauchswasser betreibt, ist bei richtlinienkonformer Auslegung des § 2 Abs. 3 Satz 1 UStG i.V.m. § 4 Abs. 3 und 5 KStG Unternehmer.Sowohl die Besteuerung von Umsätzen aus Lieferungen und sonstigen Leistungen (§ 1 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 UStG) als auch der Abzug von Vorsteuerbeträgen (§ 15 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 UStG) setzt neben weiteren – und im vorliegend vom Bundesfinanzhof entschiedenen Fall unstreitig erfüllten – Bedingungen ein Tätigwerden als Unternehmer voraus.Unternehmer im Sinne des § 2 Abs. 1 Satz 1 UStG ist, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbstständig ausübt.Juristische Personen des öffentlichen Rechts wie hier der Wasserversorgungsverband sind nach § 2 Abs. 3 Satz 1 UStG nur im Rahmen ihrer Betriebe gewerblicher Art (§ 1 Abs. 1 Nr. 6, § 4 KStG) und ihrer land- oder forstwirtschaftlichen Betriebe gewerblich oder beruflich tätig, soweit wie hier keiner der in § 2 Abs. 3 Satz 2 UStG geregelten Sonderfälle vorliegt.Zu den Betrieben gewerblicher Art gehören nach § 4 Abs. 3 KStG auch Betriebe, die der Versorgung der Bevölkerung mit Wasser dienen. Hoheitsbetriebe, also Betriebe, die überwiegend der Ausübung der öffentlichen Gewalt dienen, gehören nicht zu den Betrieben gewerblicher Art (§ 4 Abs. 5 Satz 1 KStG).Die nationalgesetzliche Regelung des § 2 Abs. 3 Satz 1 UStG ist unter Berücksichtigung von Art. 4 Abs. 5 der Richtlinie 77/388/EWG richtlinienkonform auszulegen. Daraus folgt unter Berücksichtigung von Art. 4 Abs. 5 Unterabs. 3 der Richtlinie 77/388/EWG, dass eine juristische Person des öffentlichen Rechts mit ihren im Umfang nicht unbedeutenden Wasserlieferungen in jedem Fall als Unternehmer tätig wird. Es kann daher dahinstehen, ob der Kläger im Sinne des Art. 4 Abs. 5 Unterabs ...Zum vollständigen Artikel35 LeserRechtslupe:Die Gemeinde und ihr Werbemobil18 LeserRechtslupe:Die “Ansässigkeit” des Steuerpflichtigen8 LeserRechtslupe:Vorsteuerabzug aus der Begebung von Inhaberschuldverschreibung126 LeserDer Energieblog:Kommunale Parkplätze: Umsatzsteuerpflicht auch bei hoheitlicher Tätigkeit14 LeserRechtslupe:Vorsteuerberichtigung für eine Schweinefütterungsanlage21 LeserRechtslupe:Der Geschäftsführende Komplementär einer KG als Nichtunternehmer21 LeserRechtslupe:Geldumtausch in der Wechselstube7 LeserRechtslupe:Umsatzbesteuerung einer Geschäftsveräußerung10 verwandte ArtikelDie IHK als UnternehmerUnternehmereigenschaft der öffentlichen HandVorsteuerabzug aus innergemeinschaftlichen ErwerbenVorsteuerabzug für die Kläranlage des AbwasserzweckverbandesMarktplatzsanierung und der Vorsteuerabzug für die GemeindeUmsatzbesteuerung der öffentlichen HandVorsteuerabzug bei einer FührungsholdingBFH-Vorlagebeschluss an den EuGH zur Unternehmereigenschaft einer juristischen Person des öffentlichen Rechts, die langfristig Büroräume
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