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Timestamp: 2018-03-21 01:21:41
Document Index: 44148888

Matched Legal Cases: ['§ 55', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 55', '§ 55', '§ 55', '§ 171', '§ 171', '§ 171', '§ 171', '§ 171']

Bevorstehendes Meeting Projektgruppe SKR-InsO [erledigt mit der Sitzung vom 17.09.2012] - Archiv - SKR-InsO Forum
Bevorstehendes Meeting Projektgruppe SKR-InsO [erledigt mit der Sitzung vom 17.09.2012]
Dienstag, 24. Juli 2012, 12:41
am 17.09.2012 erfolgt ein Meeting der bisher beteiligten Vertretern der Arbeitsgruppe Kontenrahmen des VIDs, Gravenbrucher Kreis sowie Vertretern von ZEFIS bzgl. des Standardkontenrahmens SKR-InsO.
Ich lade Sie hiermit herzlichst ein, aktiv Ihre Erfahrungen einzubringen sowie Anregungen wie auch Verbesserungen vorzuschlagen.
Wir werden entsprechende Postings gerne anschließend mit in das Meeting nehmen und dort weiter thematisieren.
Folgende, in diesem Forum bereits erörterte, Punkte nehmen wir bereits mit:
1) 3822 XX - Zahlung USt § 55 IV [hinzugefügt 05.09.2012]
2) 4064 XX - weitere Konten im Bereich Feststellungs-/Verwertungsbeiträge [hinzugefügt 05.09.2012]
3) 4092 00 - "Massekostenvorschuss Schuldner (freiwillige Zahlung)"
4) 4260 XX - Forderungseinzug aus L.u.L. - steuerfrei"
5)6499 XX - Konto "Tilgungsraten Finanzierung (auch Kaufleasing)" [hinzugefügt 05.09.2012]
6) 7511 bzw 7512 - "Vergütung vorl. Sachwalter" bzw. "Vergütung Sachwalter" [hinzugefügt 05.09.2012]
7) 7585 00 - "Motivationsrabatt gem. 292 I Satz 4 InsO"
8) 7661 00 - "Ausgaben Einkommensteuer"
9) "Lücken" von besicherten Einnahmekonten sowie zugehörige Ausgabekonten bzgl. Drittsicherheiten [hinzugefügt 05.09.2012]
10) Aufteilung Wareneingang in Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe? [hinzugefügt 05.09.2012]
11) Konten für Anschaffung neuer Maschinen [hinzugefügt 05.09.2012]
12) Konten für "Zahlung auf Insolvenzforderungen" bzw. "ungeklärte Zahlungsausgänge" [hinzugefügt 05.09.2012]
13) Trennung von Vergütung/Gebühren und Auslagen bei Verfahrenskosten [hinzugefügt 05.09.2012]
1) 7563 00 - von "Ausschüttung § 39 Abs. 1 Nr. 3 InsO.- Unentgeltliche Leistungen" in "Ausschüttung § 39 Abs. 1 Nr. 4 InsO.- Geldstrafen, Geldbußen usw."
2) 7564 00 - von "Ausschüttung § 39 Abs. 1 Nr. 4 InsO.- Geldstrafen, Geldbußen usw." in "Ausschüttung § 39 Abs. 1 Nr. 3 InsO.- Unentgeltliche Leistungen"
3) 752X XX - von "Ausgaben für Drittrechte" in "Auskehrungen von Drittrechten" [hinzugefügt 05.09.2012]
weitere Neuerungen/Anregungen:
1) gesonderte Darstellung der vorläufigen Eigenverwaltung sowie der Eigenverwaltung [hinzugefügt 05.09.2012]
2) Kontenbeschreibung bzw. Anwenderhandbuch? [hinzugefügt 05.09.2012]
VID ( http://www.vid.de/ )
Gravenbrucher Kreis ( http://www.gravenbrucher-kreis.de/ )
ZEFIS ( http://zefis.org/ )
Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Boris Jungclaus« (28. November 2012, 09:36)
Mittwoch, 8. August 2012, 21:06
Weitere im Forum schon angesprochene Erweiterung:
Neue Unterkonten für Zahlung Umsatzsteuer nach § 55 Abs. 4 InsO:
3822 11 Zahlung USt § 55 IV Antragsverfahren (Abwicklung)
3822 21 Zahlung USt § 55 IV Antragsverfahren (Betriebsfortführung)
Mittwoch, 8. August 2012, 21:22
siehe Forenbeitrag vom 16.02.2012, fehlende Konten
4064 30 Feststellungsbeiträge - § 171 I InsO, Lebensversicherung, nach IE (Abwicklung) (genaue Benennung kann gern allgemeiner sein, vorgesehen sein sollte dies Konto für Lebensversicherungen)
4064 31 Verwertungsbeiträge - § 171 I InsO, Wertpapiere, nach IE (Abwicklung) (genaue Benennung kann gern allgemeiner sein, vorgesehen sein sollte dies Konto für Lebensversicherungen)
4077 30 Kostenbeiträge - individuelle Vereinbarung, Lebensversicherung, nach IE (Abwicklung) (genaue Benennung kann gern allgemeiner sein, vorgesehen sein sollte dies Konto für Lebensversicherungen)
4065 30 Feststellungsbeiträge - § 171 I InsO, sonstiges Vermögen, nach IE (Abwicklung)
4065 31 Verwertungsbeiträge - § 171 I InsO, sonstiges Vermögen, nach IE (Abwicklung)
4078 30 Kostenbeiträge - individuelle Vereinbarung, sonstiges Vermögen, nach IE (Abwicklung)
Unterkontenbereiche für vorläufige Eigenverwaltung und Eigenverwaltung
Vorschlag 1: Unterkontengruppe 90 (Fr. Thürnau)
Vorschlag 2: 2 Unterkontengruppen, 25 für vorläufige Eigenverwaltung und 55 für Eigenverwaltung
Sylvio Lohs
Montag, 20. August 2012, 15:02
(noch mehr) fehlende Konten
Hinsichtlich diverser besicherter Einnahmen bestehen m.E. einige Lücken im SKR-InsO (04). So gibt es bspw. für das Konto 4006 01 (Kassenbestands- und Guthabenübernahme - besichert [vor IA]) keine Konten für die Erfassung von Einnahmen/Ausgaben aufgrund von Drittrechten (Ausgaben und Abfindungen für Drittrechte, Feststellungs- und Verwertungskosten, Kostenbeiträge aufgrund individueller Vereinbarung). Auf welches Konto sollen Ausgaben an Absonderungsgläubiger gebucht werden, wenn die Zahlungen vor IE bspw. auf dem Treuhandkonto eingegangen sind?
Auch für das Konto 4011 XX (Schuldnereinkommen - besichert) fehlen diese Konten.
Für die besicherten Einnahmen aus Lebens- und Direktversicherungen, Wertpapieren sowie sonstigem Vermögen wurde die Problematik hier im Forum bereits thematisiert. Allerdings soll hier wohl nur bezüglich der fehlenden Konten für Abfindungen für Drittrechte, Feststellungskosten und Kostenbeiträge individuelle Vereinbarung Abhilfe geschaffen werden. Die Zahlung an den Absonderungsgläubiger kann daher weiterhin nicht als solche erfasst werden.
Auch die Miet- sowie die sonstigen Einnahmen können zwar als besicherte erfasst werden, nicht aber die Auszahlungen aufgrund der bestehenden Drittrechte.
M.E. sollten für jedes Konto für besicherte Einnahmen (einschließlich der jeweiligen Unterkonten) entsprechende Konten für Feststellungs-, Verwertungskosten und Individualvereinbarung sowie für Ausgaben im Zusammenhang mit Drittrechten/Abfindungen existieren. Nur so ist es möglich, alle Buchungen korrekt auszuwerten und darzustellen.
Insbesondere ist der angestrebte Vergleich der Schlussrechnung mit der Vermögensübersicht ohne die genannten Konten m.E. nicht darstellbar; es sei denn, man wirft auch in der Vermögensübersicht alle Zahlungen an Absonderungsgläubiger in einen Topf.
Angesichts des geringen Kontingents an freien Kontonummern dürfte die Vergabe der zusätzlichen Nummern nicht ganz unproblematisch werden, sofern man an der bestehenden Systematik des SKR-InsO 04 festhalten will, insbesondere bei den Kostenbeiträgen aufgrund individueller Vereinbarung sowie den Abfindungen (hier sind lediglich noch drei Kontonummern frei). Ich würde es dennoch sehr begrüßen, wenn hier mögliche Lösungen diskutiert werden könnten.
Donnerstag, 23. August 2012, 09:08
Guten Morgen Herr Lohs,
offen gesagt sehe ich in den angesprochenen Punkten überwiegend kein Problem der Verbuchung.
1) ein besicherter Kassenbestand kann bzgl. Ausgaben/Abdfindung über die Konten 7526 00 bzw. 7536 00 abgebildet werden.
2) gleiches gilt für ein besichertes Schuldnereinkommen.
3) Bei Mieten würde sicherlich idR das Konto 7525 XX oder gar 7535 XX Verwendung finden. Bei sonstigen Einnahmen wieder die Konten unter 1)
Der Wunsch nach immer mehr Konten ist interessant ;-)
Zu Beginn der SKR04-InsO Umsetzung lautete ein Hauptkritikpunkt immer wieder "der Kontenrahmen ist viel zu umfangreich ..."
Mit derzeit 182 Konten bzw. 1.045 Konten bei Berücksichtigung der zeitlichen Unterstruktur, war die anfängliche Zurückhaltung teils sehr groß.
Es ist daher Begrüßenswert, wenn durch die immer intensivere Beschäftigung mit dem SKR-InsO, der Wunsch nach noch mehr Konten z.B. zur Vereinfachung der Arbeitsweise, oder Ermittlung von Kennzahlen lauter wird.
Auch erfolgt eine stetige Weiterentwicklung des SKR-InsO um gerade aus den unterschiedlichen anfänglichen Erfahrungen zu lernen und ggf. zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.
Montag, 27. August 2012, 10:30
vielen Dank für Ihre Antwort (und für die Entsperrung dieses Beitrags ;-).
Die Verwendung der Konten 7526 00 und 7536 00 ist für Zahlungen i.Z.m. Drittrechten für die Konten Kassenbestand, Schuldnereinkommen, Mieteinnahmen, sonstige Einnahmen, Lebensversicherungen und Wertpapiere nicht zielführend bzw. ungeeignet. Denn dies würde zu einer unsachgemäßen (bzw. unzulässigen?) Vermischung verschiedener Konten auf der Ausgabenseite führen. Es erschließt sich mir nicht der Sinn, die besicherten Einnahmen verschiedenen Konten zuzuordnen, die hierzu korrespondierenden Ausgaben aber nicht.
In der Vermögensübersicht (und im Verzeichnis der Massegegenstände) verwenden wir die horizontale Darstellung (aus der Differenz von Zerschlagungswert und Drittrechten wird so für jede einzelne Vermögensposition die freie Masse ermittelt und ausgewiesen) – analog der vom ZEFIS zusammen mit dem SKR-InsO veröffentlichten Standardschlussrechnung. Wenn eine Zahlung auf Drittrechte nicht von der besicherten Einnahme in Abzug gebracht werden kann, weist diese Position in der horizonzalen
Darstellung eine zu hohe freie Masse aus. Gleichzeitig weist die Position Forderungen aus LuL bzw. Sonstige Einnahmen einen Negativbetrag aus, falls hier keine Einnahmen erzielt werden. In jedem Fall wird hier einen falscher Wert ausgewiesen.
Ein Beispiel hierzu (eine horizontale Darstellung geben die Formatierungsmöglichkeiten leider nicht her):
1. Einnahmen aus Verwertung BGA nach IE (Abwicklung):
Vermögensübersicht (VÜ): 9
Schlussrechnung (SR) Einnahmen: 100
SR Auszahlung Drittrechte: 91
SR freie Werte: 9
2. Mieteinnahmen (nach IE – Abwicklung):
VÜ: 9
SR Einnahmen: 100
SR Auszahlung Drittrechte: 0
SR freie Werte: 100
3. Forderungen aus LuL:
SR Auszahlung Drittrechte: 182
SR freie Werte: -82
Im Ergebnis kann die (gesamte) freie Masse zwar - aus der Summe der jeweiligen freien Werte - rechnerisch korrekt ermittelt werden; allerdings ist diese Darstellung m.E. gänzlich ungeeignet. Wenn man in der Schlussrechnung die Werte aus der Vermögensübersicht mit den tatsächlich erzielten Werten vergleichen will (und nicht nur dann!), muss eine Zahlung auf Drittrechte ebenso differenziert wie im Masseverzeichnis erfassbar sein. Anderenfalls wirft man alles (Kassenbestand, Schuldnereinkommen, Mieteinnahmen, sonstige Einnahmen, Lebensversicherungen, Wertpapiere) in einen Topf (sonstige Vermögensgegenstände - für die es übrigens kein gleichnamiges Einnahmenkonto gibt!) und eine Vergleichbarkeit ist nicht gegeben. Aus dem Grund ist auch auf der Ausgabenseite eine Differenzierung zwingend erforderlich.
Dass diese Forderung keine Begeisterungsstürme auslösen würde, war mir durchaus bewusst. Und auch ich finde eine Reduzierung des Kontenrahmens auf das erforderliche Maß für alle Beteiligten durchaus sinnvoll. Allerdings darf dies nicht zu Lasten der Funktionalität gehen.
Für den Fall, dass die 6-Stelligkeit des aktuellen Kontenrahmens nicht als unumstößlich gelten sollte, bieten sich aus meiner Sicht durchaus Möglichkeiten, den beiden vorgenannten Aspekten Rechnung zu tragen. So könnte man bspw. bezüglich der Problematik Drittrechte eine Kennzeichnung (= Struktur) zu den betreffenden Konten hinzufügen, sodass für jeden Beteiligten auf den ersten Blick ersichtlich ist, ob es sich um eine besicherte oder unbesicherte Einnahme, Feststellungs-, Verwertungskosten, Individualvereinbarung sowie - hierzu korrespondierend - eine Zahlung auf ein (konkretes) Drittrecht handelt.
Ein Beispiel für das Konto 4281 30 Mieteinnahmen – steuerfrei (nach IE - Abwicklung):
4281 301 Mieteinnahmen – steuerfrei (nach IE - Abwicklung) – unbesichert
4281 302 Mieteinnahmen – steuerfrei (nach IE - Abwicklung) – besichert
4281 303 Mieteinnahmen – steuerfrei (nach IE - Abwicklung) – Feststellungskosten
4281 304 Mieteinnahmen – steuerfrei (nach IE - Abwicklung) – Verwertungskosten
4281 305 Mieteinnahmen – steuerfrei (nach IE - Abwicklung) – Kostenbeiträge individuelle Vereinbarung
4281 306 Mieteinnahmen – steuerfrei (nach IE - Abwicklung) – Umsatzsteuerbeträge, § 171 InsO
4281 307 Mieteinnahmen – steuerfrei (nach IE - Abwicklung) – Ausgaben für Drittrechte
4281 308 Mieteinnahmen – steuerfrei (nach IE - Abwicklung) – Abfindungen für Drittrechte
Alle anderen Konten hätten an der 7. Stelle eine 0.
Diese Struktur könnte grundsätzlich für jedes EA-Konto auf Einnahmenseite verwendet werden. So wird auch der Ruf nach zusätzlichen Konten – zumindest in dem Zusammenhang – unterbunden; denn es wird immer wieder (seltene) Konstellationen geben, für die der vorliegende Kontenrahmen keine Lösung bietet.
Diese Strukturierung hätte folgende Vorteile:
Für jedes Einnahmenkonto gibt es nur noch eine Kontonummer (die Untergliederungen an 7. Stelle sind ja für jedes Konto gleich) statt bisher acht. Insbesondere der Betrachter des Ergebnisses (z.B. der Rechtspfleger) muss sich dann nicht bei jeder Buchung durch die Liste der (aktuell) ca. 1.045 Konten arbeiten, da hierfür die Liste der - noch zu reduzierenden - Hauptkonten und die Kenntnis der definierten Struktur ausreicht.
Aktuell gibt es für die acht Konten acht verschiedene Kontonummern, deren Zusammenhang sich dem Betrachter wohl nicht in jedem Fall auf den ersten Blick erschließen dürfte, z.B. für BGA: 4875 30 (unbesichert), 4885 30 (besichert), 4061 30 (FK), 4061 31 (VK), 4073 30 (individuelle Vereinb.), 4081 30 (USt 171 InsO), 7523 00 (Drittrechte), 7533 00 (Abfindungen).
Auch für die Ausgabekonten ergäben sich hierdurch Möglichkeiten zur Vereinfachung.
Gemessen an der Zahl der Unterkonten würde sich so der Kontenrahmen zwar vergrößern. Gleichzeitig aber würde sich die Anzahl der Hauptkonten verringern.
Im Ergebnis stünde dem Mehr an Stellen somit ein Mehr an Übersichtlichkeit, Transparenz sowie Flexibilität und damit eine erhöhte Akzeptanz aller Beteiligten gegenüber.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sylvio Lohs« (27. August 2012, 14:16)
Montag, 27. August 2012, 14:19
Hallo Herr Lohs,
zunächst einmal erlauben Sie mir den Hinweis, dass
analog der vom ZEFIS zusammen mit dem SKR-InsO veröffentlichten Standardschlussrechnung
das Projekt des Standardkontenrahmens nicht direkt mit dem Zefis-Projekt in Zusammenhang steht.
Oder anders ausgedrückt: Die Gliederung sowie die Kontenzuschlüssellungen von Zefis sind nicht mit den Arbeitsgruppen des Grafenbrucher Kreises bzw. VIDs abgestimmt, sondern ein völlig selbständiges Projekt von Zefis.
Auch das Kontierungshandbuch, welches Zefis veröffentlicht hat, stellt zunächst ausschließlich deren Interpretation des SKR-InsO dar.
So mag es bei bestimmten Sachverhalten sicherlich auch andere Auffassungen der Verbuchung geben.
Ich verstehe Ihren Wunsch der Darstellung und werde dies einfach mal mit in die Diskussion nehmen.
Allerdings sollte die Grundstruktur der ersten vier Kontenstellen beibehalten werden (Beibehaltung der SKR04-Gliederung auch nach Einnahmen/Ausgaben) und lediglich um weitere Konten in den Bereichen 406X XX, 407X XX, 408X XX, bzw. 75.. (Ausgaben/Abfindungen) ergänzt werden.
Denkbar wäre aber auch lediglich die Möglichkeit kanzleiintern den Bereich 7536 00 "Abfindungen für Drittrechte i.Z.m. sonstigen Vermögensgegenständen" in 7536 01 "Abfindungen für Drittrechte i.Z.m.Kassenbestand", 7536 02 "Abfindungen für Drittrechte i.Z.m.Schuldnereinkommen", 7536 03 "Abfindungen für Drittrechte i.Z.m. Lebensversicherungen" aufzuschlüsseln. In der Vermögensbilanz wäre so eine 1:1 Zuordnung möglich.
Montag, 27. August 2012, 16:56
vielen Dank für Ihr Feedback und vor allem für Ihr (grundsätzliches) Verständnis für mein Anliegen!
Die - mit dem SKR-InsO nicht ganz kompatible - Standardschlussrechnung des ZEFIS sollte nur beispielhaft der Veranschaulichung dienen, da es verschiedene Arten der Darstellung gibt. Aber unabhängig davon, welche Form man hierfür wählt, sollte sie eine geordnete Übersicht aller Einnahmen und Ausgaben ermöglichen (was jedoch nur gewährleistet ist, wenn die Zahlungen aufgrund von Drittrechten den jeweiligen besicherten Einnahmen zugeordnet werden können).
Die bloße Ergänzung der bereits bestehenden Konten dürfte hierfür nicht reichen, da - wie bereits erwähnt - zum Teil lediglich drei Kontonummern frei sind (4077 30 bis 4079 30, 7527 00 bis 7529 00 und 7537 00 bis 7539 00).
Die andere Alternative (Verwendung der Kontonummern 7536 01 bis 7536 09) erscheint da schon (etwas) praktikabler. Allerdings lässt auch dies keine Zuordnung der Ausgaben i.Z.m. Drittrechten für jede besicherte Einnahme zu; vielmehr ist damit lediglich eine Gruppierung der Hauptkonten möglich.
Die im SKR-InsO (an 5. und 6. Stelle) verwendete Struktur ist durchaus sinnvoll angelegt, wird aber - abgesehen von den Forderungen aus LuL - durch die Vermischung bei den besagten Ausgaben konterkariert, weil hier keine Trennung nach ebendieser Struktur (bspw. zwischen Abwicklung, Betriebsfortführung, vor/nach IE) vorgenommen werden kann. Bei den Forderungen aus LuL ist dies (nur) bedingt möglich.
Daher kann keine Zuordnung auf Ausgabenseite zu den einzelnen Unterkonten der besicherten Einnahmen erfolgen (z.B. Mieteinnahmen steuerfrei: 4282 01, 4282 10, 4282 20, 4282 30, 4282 50). Hier müsste man alle auf Einnahmenseite getrennten besicherten Einnahmen bei den Zahlungen an Absonderungsgläubiger (immer noch) in den "einen Topf" (Ausgaben für Drittrechte i.Z.m. Mieteinnahmen - steuerfrei und steuerpflichtig) werfen.
Durch eine zusätzliche Kennzeichnung an 7. (oder auch 8.) Stelle des jeweiligen Kontos wäre die Trennung - wie bereits dargestellt - zu realisieren, da die an 5. (bzw. 6.) Stelle vorgegebenen Struktur für jedes Konto beibehalten werden könnte (so wie bei den Konten 7525 10 und 7525 30). Lediglich die - bereits vorhandene - 6. Stelle hierzu zu bemühen, erscheint mir indes nur bedingt geeignet.
Mittwoch, 5. September 2012, 14:34
Folgende Anfrage hat mich per Mail erreicht, wobei ich davon ausgehe, dass einzelne Fragestellungen auch für weitere User interessant sein dürften:
bei der Arbeit mit dem SKR-InsO sind bei uns folgende Fragen und Anregungen entstanden:
- Warum wurde auf die Konten Material, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe verzichtet? Aus unserer Sicht ist es verwirrend, wenn alles auf das Konto Wareneingang gebucht wird. Insbesondere, wenn es sich um einen Produktionsbetrieb handelt.
- Wir konnten keine Konten für Investitionen finden. Z.B. Anschaffung neuer Maschinen.
- Eine Kontenbeschreibung für Ausgaben für Drittrechte und Abfindungen für Drittrechte, wäre wünschenswert. Ggf. sollte man über eine generelle Kontenbeschreibung mit Beispielen nachdenken.
- Was soll alles auf das Konto Mietleasing gebucht werden? Bei Mietleasing denken wir an operative Leasing . In diesem Fall fehlt uns das Konto Leasing für das finance Leasing.
- Die Zinsen und der Nutzungsersatz bei Anfechtungen sollen jetzt mit auf das Konto Einnahmen aus Anfechtung gebucht werden?
- Ein Konto für Zahlungen auf Insolvenzforderungen bzw. ungeklärte Zahlungsausgänge wäre gut.
Im Folgenden möchte ich nun zu den einzelnen Punkten Stellung nehmen:
Während der Entstehungsphase des SKR-InsO wurde die Notwendigkeit dieser Unterteilung nicht gesehen. Ich nehme Ihren Hinweis jedoch gerne mit auf.
Aktuell könnten Sie sich ggf. mit der Anlage von Unterkonten im Bereich 5200 XX ff. behelfen.
Auch diesen Hinweis nehme ich gerne mit auf. Aktuell ist ein entsprechendes Konto tatsächlich nicht vorhanden.
Behelfen könnten man sich derzeit aber z.B. mit einem speziell beschrifteten Konto im Bereich z.B. 6300 XX.
Das Konto "Ausgaben für Drittrechte" sollte ggf. besser in " Auskehrungen von Drittrechten" umbenannt werden.
Im Grunde sollte sich bereits aus der Kontenbezeichnung deren Verbuchungsmöglichkeit ergeben, so dass m.E. keine Notwendigkeit einer Kontenbeschreibung besteht.
Handbücher, wie es z.B. von Zefis veröffentlich wurde, können m.E. lediglich Hilfestellungen bieten. Eine verbindliche Buchungsverpflichtung stellt es m.E. jedoch nicht dar.
Zu bedenken ist auch, dass ggf. augenscheinlich gleiche Sachverhalte von verschiedenen Kanzleien bewusst unterschiedlich verbucht werde. Zum Teil weil es eine interne Buchungsinterpretation darstellt, aber auch weil zum Teil Gerichte entsprechende Ausweisanforderungen stellen.
Bei einem finance leasing würden handelsrechtlich die Tilgungsraten gegen ein Passivkonto verbucht werden und die Zinsbeträge gegen ein Aufwandkonto.
Derzeit gibt es im E/A-Bereich kein entsprechendes Konto, wobei als Vorschlag ggf. 6499 XX "Tilgungsraten Finanzierung (auch Kaufleasing) denkbar wäre.
Dies wird zur Zeit lediglich aufgrund einer Kanzleientscheidung zu beantworten sein. Vielleicht wird es auf dem Weg einer standardisierten Schlussrechnung oder im Rahmen von Kennzahlenanalysen klarere Verbuchungsvorgaben geben.
Möchten Sie wirklich bewusst darstellen, dass der Verwalter nicht weiß welche Ausgaben aktuell vom Anderkonto veranlasst worden sind oder ggf. unzulässiger Weise Insolvenzforderungen bedient wurden?
Wenn Sie tatsächlich diesen Ausweis wünschen, könnten Sie sich derzeit mit Unterkonten im Bereich bspw. 6300 XX behelfen.
Darüber hinaus nehme ich die Anregung jedoch gerne zur weiteren Diskussion mit auf.
Mittwoch, 5. September 2012, 17:25
Trennung von Vergütung/Gebühren und Auslagen bei Verfahrenskosten + Konten für Verg. und Ausl. des vorl. Sachwalters
Ich würde es sehr begrüßen, wenn auch das Thema "Trennung von Vergütung/Gebühren und Auslagen bei Verfahrenskosten" auf die Agenda gesetzt werden könnte.
Darüber hinaus fehlt auch noch ein Konto für die - gesetzlich (noch) nicht geregelte - Vergütung des vorläufigen Sachwalters (sowie ein weiteres Konto für dessen Auslagen).
Mittwoch, 21. März 2018, 02:21