Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=14.01.1998&Aktenzeichen=XII%20ZR%20103/96
Timestamp: 2019-05-23 12:07:05
Document Index: 363396421

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 271', 'BGH', '§ 774', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 774', 'BGH', '§ 774', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 812', 'BGH', 'BGH']

BGH, 14.01.1998 - XII ZR 103/96 - dejure.org
https://dejure.org/1998,3568
BGH, 14.01.1998 - XII ZR 103/96 (https://dejure.org/1998,3568)
BGH, Entscheidung vom 14.01.1998 - XII ZR 103/96 (https://dejure.org/1998,3568)
BGH, Entscheidung vom 14. Januar 1998 - XII ZR 103/96 (https://dejure.org/1998,3568)
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Voraussetzungen für einen gesetzlichen Forderungsübergang - Wegfall der Geschäftsgrundlage nach unbenannter Zuwendung - Auskehrung des entfallenden Kaufpreisanteils als Surrogat
Berücksichtigung der der Bank bekannten Umstände zur Zweckbestimmung der Leistung eines Bürgen
Voraussetzungen des gesetzlichen Forderungsübergangs auf den Bürgen bei Befriedigung des Gläubigers; Auslegung einer Zahlung ohne Zweckerklärung; Wirksamkeit der weiten Sicherungserklärung bei der Grundschuld
ZIP 1998, 601
WM 1998, 443
Dazu ist im Zweifel weder die Fälligkeit der Bürgschaft (§ 271 Abs. 2 BGB) noch eine vorherige Inanspruchnahme des Bürgen durch den Gläubiger erforderlich (BGH, Urteil vom 14. Januar 1998 - XII ZR 103/96, WM 1998, 443, 446;… MünchKommBGB/Habersack, 5. Aufl., § 774 Rn. 4).
Fehlt es an einer eindeutigen Zweckbestimmung, dann ist darauf abzustellen, als wessen Leistung sich die Zuwendung bei objektiver Betrachtungsweise aus der Sicht des Zuwendungsempfängers darstellt (BGH, Urteil vom 14. Januar 1998 - XII ZR 103/96, ZIP 1998, 601, 602).
Die Vorschrift wird weder durch die Vorschriften des ehelichen Güterrechts noch durch die von der Rechtsprechung des BGH entwickelten Grundsätze zur sog. "unbenannten Zuwendung" verdrängt (ständige Rechtsprechung, vgl. BGH-Urteile vom 30. September 1987 IVb ZR 94/86, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1988, 133; vom 27. April 1988 IVb ZR 55/87, Zeitschrift für das gesamte Familienrecht --FamRZ-- 1988, 920; vom 5. Oktober 1988 IVb ZR 52/87, NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht --NJW-RR-- 1989, 66; vom 5. April 1989 IVb ZR 35/88, NJW 1989, 1920; vom 14. Januar 1998 XII ZR 103/96, Wertpapier-Mitteilungen --WM-- 1998, 443).
Vielmehr kann der Bürge auch ohne ausdrückliche Inanspruchnahme durch den Gläubiger seine Bürgschaftsschuld erfüllen mit der Folge, dass auch in diesem Fall die Forderung gegen den Hauptschuldner auf ihn gemäß § 774 BGB übergeht (vgl. BGH, WM 1998, 443, 446).
Vielmehr kann der Bürge selbst ohne ausdrückliche Inanspruchnahme durch den Gläubiger seine Bürgschaftsschuld erfüllen mit der Folge, dass auch in diesem Fall die Forderung gegen den Hauptschuldner auf ihn gemäß § 774 BGB übergeht (vgl. BGH, WM 1998, 443, 446).
Das gilt aber nicht, wenn der Zahlende selbst zur Zahlung verpflichtet ist und diese Verpflichtung aus einer Gesamtschuld oder einer Bürgschaft herrührt (…BGH, Urt. v. 26. September 1985, IX ZR 180/84, NJW 1986, 251; Urt. v. 4. Januar 1998, XII ZR 103/96, WM 1998, 443, 445).
BGH, 22.06.2004 - XI ZR 153/03
Fehlt es - wie hier - an einer eindeutigen Zweckbestimmung, dann ist, wie im Fall des § 812 BGB, darauf abzustellen, als wessen Leistung sich die Zuwendung bei objektiver Betrachtungsweise aus der Sicht des Zuwendungsempfängers darstellt (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 1998 - XII ZR 103/96, WM 1998, 443, 445 m.w.Nachw.).
a) Der Gesellschafter Dxxxxx hat aus der Sicht eines objektiven Empfängers (BGH ZIP 1998, 601 , [602]) weder ausdrücklich noch stillschweigend bestimmt, dass der überwiesene Betrag jedenfalls teilweise der Erfüllung seiner künftigen Einlageschuld diene.