Source: https://www.rechtslupe.de/strafrecht/erpressung-und-der-vermoegensnachteil-3126601
Timestamp: 2019-10-24 04:50:34
Document Index: 365596484

Matched Legal Cases: ['§ 253', '§ 195', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 253', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Erpres­sung – und der Ver­mö­gens­nach­teil | Rechtslupe
Der Tat­be­stand der (qua­li­fi­zier­ten) Erpres­sung setzt unter ande­rem vor­aus, dass der Täter dem Ver­mö­gen des Genö­tig­ten einen Nach­teil zufügt, um sich oder einen Drit­ten zu Unrecht zu berei­chern.
Ein Ver­mö­gens­nach­teil im Sin­ne des § 253 Abs. 1 StGB liegt vor, wenn die durch einen Ver­gleich aller geld­wer­ten Güter abzüg­lich bestehen­der Ver­bind­lich­kei­ten zu ermit­teln­de Ver­mö­gens­la­ge des Genö­tig­ten bei wirt­schaft­li­cher Betrach­tungs­wei­se nach der Ver­fü­gung ungüns­ti­ger ist als zuvor (Prin­zip der Gesamt­sal­die­rung) 1.
Zum Begriff des Ver­mö­gens zählt auch das Eigen­tum, der Besitz und der Gewahr­sam an einer Sache 2.
Auch an Sachen, die jemand auf­grund einer straf­ba­ren Hand­lung besitzt, kann – unbe­scha­det ihrer Zweck­be­stim­mung oder Bema­ke­lung – eine Erpres­sung began­gen wer­den 3. Auch der­je­ni­ge, der einen Rausch­gift­händ­ler oder einen Rausch­gift­ku­rier mit Gewalt oder durch Dro­hung mit einem emp­find­li­chen Übel zur Her­aus­ga­be von Dro­gen nötigt, um sich oder einen Drit­ten zu Unrecht zu berei­chern, macht sich danach der räu­be­ri­schen Erpres­sung schul­dig 4.
Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 16. August 2017 – 2 StR 344/​15
Erpres­sung – und der Ver­mö­gens­nach­teil Der Tat­be­stand der (qua­li­fi­zier­ten) Erpres­sung setzt unter ande­rem vor­aus, dass der Täter dem Ver­mö­gen des Genö­tig­ten einen Nach­teil zufügt, um sich oder einen Drit­ten zu…
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vgl. BGH, Beschluss vom 29.01.2013 – 2 StR 422/​12, NStZ 2013, 711, 712; BGH, Urteil vom 02.02.2016 – 1 StR 437/​15, NStZ 2016, 286, 287[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 17.11.1955 – 3 StR 234/​55, BGHSt 8, 254, 256; Urteil vom 05.07.1960 – 5 StR 80/​60, BGHSt 14, 386, 388 f.; Urteil vom 17.10.1961 – 1 StR 382/​61, BGHSt 16, 280, 281[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 04.09.2001 – 1 StR 167/​01, BGHR StGB § 253 Abs. 1 Ver­mö­gens­wert 3; Beschluss vom 20.09.2005 – 3 StR 295/​05, NJW 2006, 72, 73; BGH, Urteil vom 22.09.2016 – 2 StR 27/​16, BGHSt 61, 263, 264; Urteil vom 07.12 2016 – 2 StR 522/​15, NStZ-RR 2017, 111, 112[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 22.09.2016 – 2 StR 27/​16, BGHSt 61, 263, 264 sowie BGH, Urteil vom 16.08.2017 – 2 StR 335/​15[↩]
ErpressungVermögensnachteil