Source: https://www.anwalt24.de/urteile/bsg/2014-10-30/b-5-rs-2_13-r
Timestamp: 2017-11-24 08:05:49
Document Index: 162090790

Matched Legal Cases: ['§ 256', '§ 62', 'Art 103', '§ 128', '§ 62', '§ 62', '§ 160', '§ 160', '§ 667']

BSG, 30.10.2014 - B 5 RS 2/13 R - Berücksichtigung während Zeiten der Zugehörigkeit zu Sonderversorgungssystemen der ehemaligen DDR erzielter Arbeitsentgelte; Feststellung von Verpflegungsgeldzahlungen; Notwendigkeit der vollumfänglichen Ermittlung durch die Tatsachengerichte | anwalt24.de
Urt. v. 30.10.2014, Az.: B 5 RS 2/13 R
Referenz: JurionRS 2014, 33500
Aktenzeichen: B 5 RS 2/13 R
LSG Sachsen - 01.07.2013 - AZ: L 4 RS 197/12
Anl. 2 Nr. 1 AAÜG
§ 256a SGB VI
Az: B 5 RS 2/13 R
L 4 RS 197/12 (Sächsisches LSG)
S 27 RS 1071/09 (SG Leipzig)
Der 5. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 30. Oktober 2014 durch den Vorsitzenden Richter Dr. B e r c h t o l d , die Richterin Dr. G ü n n i k e r und den Richter Dr. K o l o c z e k sowie die ehrenamtlichen Richterinnen A r l t und B i e r m a n n
b) Soweit die Beklagte eine Verletzung des Anspruchs auf Gewährung rechtlichen Gehörs (§ 62 SGG, Art 103 Abs 1 GG) rügt, weil das LSG sein Urteil auf Umstände stütze, zu denen sich die Beteiligten angeblich nicht äußern konnten (sog Überraschungsentscheidung iS von § 128 Abs 2 SGG; BVerfGE 98, 218 [BVerfG 14.07.1998 - 1 BvR 1640/97]; BSG SozR 3-1500 § 62 Nr 12 S 19; Keller in Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, SGG, 11. Aufl 2014, § 62 RdNr 8b mwN), hätte sie im Einzelnen dartun müssen, warum die Entscheidung des Berufungsgerichts nach dem bisherigen Verfahrensverlauf von keiner Seite als möglich vorausgesehen werden konnte, welches Vorbringen dadurch verhindert worden ist und inwiefern die angefochtene Entscheidung darauf beruhen kann (BSG SozR 1500 § 160a Nr 36). Darüber hinaus setzt die Gehörsrüge voraus, dass der Revisionsführer darlegt, seinerseits alles getan zu haben, um sich rechtliches Gehör zu verschaffen (BSG SozR 3-1500 § 160 Nr 22 S 35; vgl auch BSGE 68, 205, 210 [BSG 19.03.1991 - 2 RU 33/90] = SozR 3-2200 § 667 Nr 1 S 6). Die Beklagte zeigt jedoch nicht ansatzweise auf, warum sie von der vorinstanzlichen Entscheidung überrascht worden sein könnte und welche entscheidungserheblichen Ausführungen sie im Falle des vermissten rechtlichen Hinweises gemacht hätte.