Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201978,%20496
Timestamp: 2019-08-20 06:26:53
Document Index: 228159236

Matched Legal Cases: ['Art. 22', 'BGH', 'BGH', 'Art. 22', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Wirksamkeit des Vaterschaftsanerkenntnisses eines Ausländers beurteilt sich nach deutschem Recht, wenn dieses das Recht ist, nach dem sich die Unterhaltspflicht des Vaters bestimmt - Die Rechtsfolgen des Vaterschaftsanerkenntnisses, wenn nicht besondere Kollisionsvorschriften eingreifen, richten sich nach dem Heimatrecht des Vaters - Voraussetzung für die Anwendung des Art. 22 EGBGB - Verstoß gegen den deutschen ordre public - Anforderungen an den Rückverweis in das deutsche Rechtssystem - Legitimation nichtehelicher Kinder durch nachfolgende Heirat der Eltern
Das hanefitische Recht kennt weder die Unterscheidung zwischen ehelichen und nichtehelichen Kindern noch - infolgedessen - eine zur Ehelichkeit führende nachträgliche Änderung des familienrechtlichen Status des Kindes durch Ehelicherklärung oder nachfolgende Ehe (BGHZ 69, 387, 391 [BGH 26.10.1977 - IV ZB 7/77], für Tunesien; 55, 188, 191 für Ägypten).
Nach der aus Art. 22 Abs. 1 EGBGB entwickelten allseitigen Kollisionsnorm richtet sich die Legitimation eines Kindes nach dem Heimatrecht des Vaters (BGHZ 50, 370, 372 [BGH 17.09.1968 - IV ZB 501/68]; 55, 188, 191; 64, 129, 133 [BGH 19.03.1975 - IV ZB 28/74]; 69, 387, 389) [BGH 26.10.1977 - IV ZB 7/77].