Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%20264/15
Timestamp: 2020-07-13 09:21:07
Document Index: 267430217

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 307', '§ 31', '§ 41', '§ 307', '§ 1', '§ 5', '§ 890', '§ 307', '§ 307', '§ 93', '§ 670', '§ 675', '§ 162', '§ 305', '§ 307', '§ 741', '§ 748', '§ 308', '§ 309', '§ 307', '§ 307', '§ 307', '§ 31', '§ 41', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 670', 'BGH', 'BGH', '§ 307', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 307', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 22.09.2016 - III ZR 264/15 - dejure.org
https://dejure.org/2016,35435
BGH, 22.09.2016 - III ZR 264/15 (https://dejure.org/2016,35435)
BGH, Entscheidung vom 22.09.2016 - III ZR 264/15 (https://dejure.org/2016,35435)
BGH, Entscheidung vom 22. September 2016 - III ZR 264/15 (https://dejure.org/2016,35435)
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BGB § 307 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1; InvG § 31 Abs. 3, § 41 Abs. 1, Abs. 4 Satz 1
§ 307 Abs. 1 Satz 2, Abs. 3 Satz 2 BGB, § ... 307 Abs. 3 Satz 1 BGB, § 1 UKlaG, § 5 UKlaG, § 890 Abs. 1 ZPO, § 307 BGB, § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 BGB, § 93 Abs. 3 KAGB, § 670 BGB, §§ 675, 670 BGB, § 162 Abs. 2 Nr. 13 KAGB, § 305 ff BGB, § 307 Abs. 3 BGB, Abs. 2 Nr. 1 BGB, §§ 741 ff BGB, § 748 BGB, § 308 Nr. 7 BGB, § 309 Nr. 5 BGB
§ 307 Abs 1 S 1 BGB, § 307 Abs 2 Nr 1 BGB, § 307 Abs 3 S 1 BGB, § 31 Abs 3 InvG, § 41 Abs 1 InvG
Unterlassungsbegehren eines Verbraucherschutzverbands gegenüber einer Kapitalanlagegesellschaft bzgl. der Verwendung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB); Verwendung von AGB betreffend den Erwerb und das Halten von Investmentanteilen nach dem Investmentgesetz ...
Klausel über Administrationsgebühr in AGB von Investmentverträgen
Zur Inhaltskontrolle von Allgemeinen Geschäftsbedingungen einer ein Sondervermögen verwaltenden Kapitalanlagegesellschaft im Rahmen von Investmentverträgen betreffend den Erwerb und das Halten von Investmentanteilen nach dem Investmentgesetz in Bezug auf eine jährliche ...
Unterlassungsbegehren eines Verbraucherschutzverbands gegenüber einer Kapitalanlagegesellschaft bzgl. der Verwendung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB); Verwendung von AGB betreffend den Erwerb und das Halten von Investmentanteilen nach dem Investmentgesetz ( ...
Zur Inhaltskontrolle einer die Administrationsgebühr betreffenden AGB-Klausel einer Kapitalanlagegesellschaft
Administrationsgebühr bei Investmentverträgen: Zur Wirksamkeit entsprechender AGB-Klauseln
Regelung über eine Administrationsgebühr in AGB eines Investmentvertrags
Zahlung von Pauschalkosten durch Anleger
LG Frankfurt/Main, 28.02.2013 - 24 O 164/12
NJW-RR 2016, 1387
ZIP 2016, 2224
MDR 2016, 1315
WM 2016, 2116
BB 2016, 2701
DB 2016, 2593
NZG 2016, 1382
Die Bausparer einer Bausparkasse bilden auch kein Sondervermögen oder eine sonstige Bruchteilsgemeinschaft, sodass der bepreiste Aufwand nicht die Erfüllung von eigenen Verwaltungsaufgaben einer solchen Gemeinschaft betrifft (vgl. dazu BGH, Urteil vom 22. September 2016 - III ZR 264/15, WM 2016, 2116 Rn. 29 ff.), sondern schließen jeweils eigenständige Spar- und Darlehensverträge mit der Bausparkasse als Kreditinstitut (vgl. § 1 Abs. 1, Abs. 2 BSpKG).
Darunter fallen keine bloß deklaratorischen Klauseln oder solche, die unmittelbar den Preis der vertraglichen Hauptleistung oder das Entgelt für eine rechtlich nicht geregelte, zusätzlich angebotene Sonderleistung bestimmen (…st. Rspr., z.B. Senat, Urteile vom 5. Oktober 2017 - III ZR 56/17, NJW 2018, 534, 535 Rn. 15; vom 22. September 2016 - III ZR 264/15, NJW-RR 2016, 1387, 1388 Rn. 12;… vom 9. Oktober 2014 - III ZR 32/14, NJW 2015, 328, 331 Rn. 37;… vom 13. Januar 2011 - III ZR 78/10, NJW 2011, 1726 f Rn. 15 und vom 18. April 2002 - III ZR 199/01, NJW 2002, 2386; BGH…, Urteil vom 13. November 2012 - XI ZR 500/11, BGHZ 195, 298, 301 Rn. 13).
Hierunter fallen weder bloß deklaratorische Klauseln noch solche, die unmittelbar den Preis der vertraglichen Hauptleistung oder das Entgelt für eine rechtlich nicht geregelte, zusätzlich angebotene Sonderleistung bestimmen (BGH, Urteil vom 22.09.2016 - III ZR 264/15 -, Rn. 12, juris m.w.N.).
Denn eine Unwirksamkeit ist dann anzunehmen, wenn Entgeltklauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit wesentlichen Grundgedanken der Rechtsordnung unvereinbar sind, weil Aufwand für Tätigkeiten auf den Kunden abgewälzt wird, zu denen der Verwender gesetzlich oder nebenvertraglich verpflichtet ist oder die er überwiegend im eigenen Interesse erbringt (BGH, Urteil vom 22.09.2016 - III ZR 264/15 -, Rn. 28, juris m.w.N.).
Aufwendungen im Sinne von § 670 BGB sind freiwillige Vermögensopfer, die der Beauftragte zur Erreichung des Auftrags- oder Geschäftsbesorgungszwecks erbringt (BGH, Urteil vom 22.09.2016 - III ZR 264/15 -, Rn. 17, juris m.w.N.).
Zwar kann auch eine solche Pauschale in Einzelfällen zulässig sein (vgl. BGH, Urteil vom 22.09.2016 - III ZR 264/15, Rn. 31ff.).
Preisabreden, welche unmittelbar den Preis der vertraglichen Hauptleistung oder das Entgelt für eine rechtlich nicht geregelte, zusätzlich angebotene Sonderleistung bestimmen, sind zwar grundsätzlich nach § 307 Abs. 3 BGB kontrollfrei (vgl. etwa BGH, Urteil vom 22. September 2016 - III ZR 264/15, WM 2016, 2116 Rn. 12 mwN;… vom 4. Juli 2017 - XI ZR 562/15, BGHZ 215, 172 Rn. 24 f).
Es ist nach dem im Bürgerlichen Recht geltenden Grundsatz der Privatautonomie den Vertragsparteien im Allgemeinen freigestellt, Leistung und Gegenleistung zu bestimmen; mangels gesetzlicher Vorgaben fehlt es insoweit regelmäßig auch an einem Kontrollmaßstab (st. Rspr., z.B. Senat, Urteile vom 22. September 2016 - III ZR 264/15, NJW-RR 2016, 1387 Rn. 12;… vom 9. Oktober 2014 - III ZR 32/14, NJW 2015, 328 Rn. 37 …und vom 13. Januar 2011 - III ZR 78/10, NJW 2011, 1726 Rn. 15;… BGH, Urteile vom 6. Juli 2011 - VIII ZR 293/10, NJW 2011, 3510 Rn. 10; vom 12. Juni 2001 - XI ZR 274/00, BGHZ 148, 74, 78; vom 12. Dezember 2000 - XI ZR 138/00, BGHZ 146, 138, 140 und vom 24. März 1999 - IV ZR 90/98, BGHZ 141, 137, 141).
Letzteres ist der Fall, wenn der Verwender durch einseitige Vertragsgestaltung missbräuchlich eigene Interessen auf Kosten seines Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne von vornherein auch dessen Belange hinreichend zu berücksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (…vgl. BGH, Urteile vom 16. Februar 2017 - VII ZR 242/13 Rn. 22; vom 22. September 2016 - III ZR 264/15, NJW-RR 2016, 1387 Rn. 25;… vom 7. September 2016 - IV ZR 172/15, VersR 2016, 1420 Rn. 27 …und vom 16. Juni 2016 - VII ZR 29/13, BauR 2016, 1475 Rn. 15 = NZBau 2016, 556).
Der Gegenbeweis, dass die tatsächlichen Verwaltungskosten niedriger ausgefallen sind, muss bei Vereinbarung einer derartigen Kostenpauschale nicht zugelassen werden (vgl. BGH, Urteil vom 22. September 2016 - III ZR 264/15, Rn. 33), zumal im Zeitpunkt des Ausscheidens - wie bei der Berechnung der Gegenwertforderung selbst - ohnehin nur eine Prognose über die künftig anfallenden Verwaltungskosten möglich ist.
Preisabreden, welche unmittelbar den Preis der vertraglichen Hauptleistung oder das Entgelt für eine rechtlich nicht geregelte, zusätzlich angebotene Sonderleistung bestimmen, sind grundsätzlich nach § 307 Abs. 3 BGB kontrollfrei (vgl. etwa BGH, Urteil vom 22. September 2016 - III ZR 264/15, WM 2016, 2116 Rn. 12 mwN;… vom 4. Juli 2017 - XI ZR 562/15, BGHZ 215, 172 Rn. 24 f).
(1) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist eine unangemessene Benachteiligung des Vertragspartners anzunehmen, wenn der Verwender durch eine einseitige Vertragsgestaltung missbräuchlich eigene Interessen auf Kosten seines Vertragspartners durchzusetzen versucht, ohne von vorneherein auch dessen Belange hinreichend zu berücksichtigen und ihm einen angemessenen Ausgleich zuzugestehen (vgl. nur jüngst BGH, Urteil vom 22. September 2016 - III ZR 264/15, NJW-RR 2016, 1387 Rn. 25 mwN).
Darunter fallen weder bloß deklaratorische Klauseln noch solche, die unmittelbar den Preis der vertraglichen Hauptleistung oder das Entgelt für eine rechtlich nicht geregelte, zusätzlich angebotene Sonderleistung bestimmen (vgl. BGH, Urteil vom 19.05.2016 - III ZR 399/14, WM 2016, 1118; Urteil vom 22.09.2016 - III ZR 264/15, WM 2016, 2116).