Source: https://blog.burhoff.de/tag/224-stgb/
Timestamp: 2020-07-10 20:15:45
Document Index: 331089314

Matched Legal Cases: ['§ 224', '§ 224', '§ 224', '§ 224', 'BGH', '§ 224', 'BGH', '§ 224', '§ 224', '§ 223', '§ 230', '§ 224', 'BGH']

§ 224 StGB | Burhoff online Blog
Wuchtiger Kopfstoß
Aus der Rspr. des KG: Ein wuchtig ausgeführter Kopfstoß kann nach den Umständen des Einzelfalles geeignet sein, eine Lebensgefährdung herbeizuführen (§ 224 Abs. 1 Nr. 5 StGB); so das KG, Beschl. v. 22.12.2011 – (4) 1 Ss 441/11 (315/11.
Jedoch erfüllt nicht jeder Kopfstoß diese Voraussetzungen, so dass es konkreter tatrichterlicher Feststellungen zur Gefährlichkeit im Einzelfall bedarf. Allein eine Nasenbeinfraktur als Verletzungsfolge lässt – so das KG – noch nicht den Schluss auf eine abstrakt das Leben gefährdende Behandlung zu.
Dieser Beitrag wurde am 12. Mai 2012 von Detlef Burhoff in Entscheidung, StGB, Strafrecht veröffentlicht. Schlagworte: § 224 StGB, das Leben gefährdende Behandlung, KG Berlin, Körperverletzung.
Dieser Beitrag wurde am 1. August 2011 von Detlef Burhoff in Entscheidung, StGB veröffentlicht. Schlagworte: § 224 StGB, BGH, gefährliche Körperverletzung, Pkw, Voraussetzungen.
Zur gefährlichen Körperverletzung in der Tatmodalität: Gefährliches Werkzeug” (§ 224 Abs. 1 Nr. 2 StGB) führt der BGH, Beschl.v. 11.01.2201 – 4 StR 450/10 aus:
Rechtsfehlerhaft hat das Landgericht angenommen, der Angeklagte habe dadurch den Tatbestand des § 224 Abs. 1 Nr. 2 StGB erfüllt, dass er der Nebenklägerin “plötzlich und gezielt eine Kopfnuss gegen die Stirn versetzte”, wodurch sich dort „sofort eine schmerzhafte Schwellung“ bildete. Nach ständiger Rechtsprechung sind die Körperteile des Täters an sich kein gefährliches Werkzeug im Sinne der Vorschrift (vgl. die Nachweise bei Fischer, StGB, 58. Aufl., § 224 Rn. 8a). Der Angeklagte hat sich im Fall II. 3 der Urteilsgründe daher lediglich wegen (vorsätzlicher) Körperverletzung gemäß § 223 Abs. 1 StGB strafbar gemacht; das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung gemäß § 230 Abs. 1 StGB hat die Staatsanwaltschaft dadurch konkludent bejaht, dass sie in diesem Fall Anklage wegen (einfacher) Körperverletzung erhoben hat.”
Manchmal ist allerdings, das, was im Kopf “drin ist” ein gefährliches Werkzeug bzw. kann gefährlich werden.
Dieser Beitrag wurde am 13. Februar 2011 von Detlef Burhoff in Entscheidung, StGB veröffentlicht. Schlagworte: § 224 StGB, BGH, fahrlässige Körperverletzung, gefährliches Werkzeug.