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Timestamp: 2018-08-16 12:42:43
Document Index: 364449594

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art 7', 'Art 8', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 16', 'Art. 17']

Reglement über die Zulassung zu den Bachelorstudiengängen der HES-SO. Das Rektorat der Fachhochschule Westschweiz, - PDF
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1 Das Rektorat der Fachhochschule Westschweiz, gestützt auf die interkantonale Vereinbarung über die Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) vom 6. Mai 011, beschliesst: I. Allgemeine Bestimmungen Art. 1 1 Das vorliegende Reglement legt die Bedingungen für die Zulassung zu den Bachelorstudiengängen der HES-SO fest. Vom Rektorat der HES-SO (nachfolgend Rektorat) verabschiedete Reglemente legen die besonderen Modalitäten für jeden Fachbereich / Studiengang fest. Die Zulassungsbedingungen sind für alle Studierenden desselben Studiengangs der HES-SO gleich. Die Bedingungen für die Zulassung zum Studiengang Psychomotorik unterliegen einem besonderen Reglement. Ziele und Geltungsbereich Zulassungsbeschränkung Art. 1 Der Regierungsausschuss kann eine Zulassungsbeschränkung in bestimmten Studiengängen beschliessen, insbesondere im Hinblick auf die Zahl der verfügbaren Ausbildungsplätze. Die Zulassungsbeschränkung betrifft alle Bewerber/innen der betroffenen Studiengänge, unabhängig von ihrem Zugangsweg. Auf Antrag der Bereiche genehmigt das Rektorat die anwendbaren Auswahlkriterien, wenn von dem Regierungsausschuss eine Zulassungsbeschränkung beschlossen wurde. Die Bereiche sorgen für die Anwendung der Kriterien und beschliessen entsprechende Anwendungsbestimmungen. II. Zulassungsbedingungen Ausschluss und definitives Nichtbestehen Art. Die Zulassung zu einem Bachelorstudiengang kann Bewerbern/Bewerberinnen verweigert werden, die an einer Hochschule in der Schweiz oder im Ausland von einem ähnlichen Studiengang oder Fachbereich wie demjenigen, für den die Zulassung beantragt wurde, ausgeschlossen wurden oder dieses Studium definitiv nicht bestanden haben. Seite 1/6
2 Ordentliche (prüfungsfreie) Zulassung Art. 1 Die Bedingungen für eine prüfungsfreie Zulassung werden durch die Bundesgesetzgebung geregelt. Die Fachmaturität ermöglicht eine prüfungsfreie Zulassung gemäss der Bundesgesetzgebung. Die Reglemente, die die besonderen Modalitäten für jeden Bereich / Studiengang festlegen, stützen sich auf die Best Practice der Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz (KFH). Eignungstest und Aufnahmeprüfung Art. 5 1 Bewerber/innen für die Bereiche Design und Bildende Kunst, welche die Bedingungen für die Zulassung zur HES-SO erfüllen, müssen sich einem Eignungstest unterziehen. Bewerber/innen für die Studiengänge Musik, welche die Bedingungen für die Zulassung zur HES-SO erfüllen, müssen sich einer Aufnahmeprüfung unterziehen. Bewerber/innen für die Studiengänge der Darstellenden Künste, welche die Bedingungen für die Zulassung zur HES-SO erfüllen, werden einem Zulassungsverfahren unterzogen, in dem sie beweisen müssen, dass sie über die notwendige künstlerische Befähigung verfügen und in physischer Hinsicht die in den verschiedenen Spezialisierungsbereichen erforderlichen Bedingungen erfüllen. Mit Ausnahme der Inhaber/innen einer Berufsmaturität mit einem EFZ im angestrebten Studienbereich sowie der Inhaber/innen einer Fachmaturität mit der betreffenden Ausrichtung müssen sich Bewerber/innen für den Bereich Gesundheit, welche die Bedingungen für die Zulassung zur HES-SO erfüllen, einem persönlichen Eignungstest unterziehen. 5 Bewerber/innen für den Bereich Soziale Arbeit, welche die Bedingungen für die Zulassung zur HES-SO erfüllen, müssen sich einem persönlichen Eignungstest unterziehen. Für die Inhaber/innen einer Berufsmaturität mit einem EFZ in einem dem gewählten Studienbereich verwandten Berufsbereich und die Inhaber/innen einer Fachmaturität Soziale Arbeit gelten unterschiedliche Modalitäten. 6 Die Modalitäten sind im Zulassungsreglement des Fachbereichs oder des Studiengangs festgelegt. III. Besondere Zulassungsbedingungen Ordentliche (prüfungsfreie) Zulassung Art. 6 In Anwendung der Bundesgesetzgebung wird ein Fachmittelschulausweis, ergänzt durch ein EFZ, als gleichwertig mit einer Berufsmaturität betrachtet. Seite /6
3 Art 7 1 Bewerber/innen, die im Besitz eines EFZ oder eines Handelsdiploms sind und beim Einreichen ihrer Bewerbung weniger als 5 Jahre alt sind, müssen die Berufsmaturitätsprüfungen bestehen, um zur HES-SO zugelassen zu werden. Bewerber/innen, die im Besitz eines Fachmittelschulausweises sind und beim Einreichen ihrer Bewerbung weniger als 5 Jahre alt sind, müssen eine Fachmaturität erlangen, um zur HES-SO zugelassen zu werden. Art 8 1 Die Bereiche organisieren Aufnahmeprüfungen für die Bewerber/innen, die in der diesbezüglichen Bundesgesetzgebung sowie in den diesbezüglichen Beschlüssen (Profile) der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) genannt werden, so wie sie in der Best Practice der KFH übernommen wurden. Die Aufnahmeprüfungen (Programm und Korrekturkriterien) sind für alle Bewerber/innen desselben Studiengangs gleich. Mit der Aufnahmeprüfung soll festgestellt werden, ob die Bewerber/innen für die Absolvierung des Studiums in dem betreffenden Studiengang geeignet sind. Art. 9 Die Anforderungen an die Arbeitswelterfahrung sind in dem jeweiligen Zulassungsreglement des Fachbereichs oder des Studiengangs festgelegt. Inhaber/innen eines Diploms einer höheren Fachschule, eines eidg. Fachausweises oder eines eidg. Diploms Eidg. Fähigkeitszeugnisse, Diplome und Fachmittelschulausweise Aufnahmeprüfungen Arbeitswelterfahrung Hochschulstudierende und Hochschulabsolventen und -absolventinnen Art. 10 Die Zulassung von Inhabern und Inhaberinnen eines Diploms einer höheren Fachschule (HF), eines eidg. Fachausweises oder eines eidg. Diploms richtet sich nach den Bedingungen, die in den bundesrechtlichen Vorschriften sowie den von der KFH verabschiedeten Texten vorgesehen sind. Art Hochschulstudierende sowie Hochschulabsolventen und -absolventinnen einer schweizerischen oder ausländischen Hochschule können unter den analog anwendbaren Bedingungen des Vereinbarungsprotokolls zwischen der Conférence universitaire de Suisse occidentale (CUSO) und der HES-SO zugelassen werden. Die Bereiche sorgen für die Anwendung der Grundsätze des Lissabonner Übereinkommens vom 11. April 1997 über die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich in der europäischen Region. Seite /6
4 Ausländische Abschlüsse Art. 1 1 Bewerber/innen mit anerkannt gleichwertigen ausländischen Abschlüssen von Mittelschulen, allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen werden zu den gleichen Bedingungen zugelassen wie Bewerber/innen mit schweizerischen Abschlüssen. Für die Gleichwertigkeit von ausländischen Studienabschlüssen ist die Liste von Swiss ENIC massgeblich. Die Bewerber/innen müssen einen von den Bereichen festgelegten Kenntnisstand in der Unterrichtssprache bescheinigen und für die zweisprachigen Studiengänge über gute Kenntnisse in der zweiten Sprache verfügen. Zulassung sur Dossier Art. 1 1 Die Bereiche und Studiengänge können Personen, die die in dem vorliegenden Reglement genannten Voraussetzungen nicht erfüllen, im Rahmen eines Verfahrens zur Anerkennung von Bildungsleistungen sur Dossier zulassen, wenn diese im Verlauf ihrer beruflichen Laufbahn Kenntnisse und Kompetenzen erworben haben, die den geforderten Abschlüssen entsprechen, und zwar sowohl auf beruflicher wie auf persönlicher Ebene. Das Verfahren zur Zulassung sur Dossier steht allen Personen offen, die mindestens das 5. Lebensjahr vollendet haben. Das Rektorat verabschiedet das notwendige Reglement. Das Verfahren für die Zulassung sur Dossier ist für alle Studiengänge gleich. IV. Zulassungsverfahren Bewerbungsunterlagen Art. 1 1 Bewerber/innen, die zu einem Studiengang zugelassen werden möchten, müssen ihre Bewerbungsunterlagen bei dem gewählten Ausbildungsstandort oder der entsprechenden Schule einreichen. Die für diese Bewerbungsunterlagen erforderlichen Dokumente werden von dem jeweiligen Bereich festgelegt. Bei der Einreichung ihrer Bewerbungsunterlagen entrichten die Bewerber/innen eine Anmeldegebühr, deren Betrag im Reglement über die Gebühren an der HES-SO festgelegt ist. Seite /6
5 Zulassungsentscheidung Art Die Ausbildungsstandorte und Schulen treffen die Entscheidung über die Zulassung der Bewerber/innen zum Studiengang. Sie stellen die Zulassungsbescheinigungen entsprechend der Vorlage der HES- SO aus. Die Bestimmungen der Studiengänge Design und Bildende Kunst bleiben vorbehalten. Sonderfälle werden den Bereichsräten zur Stellungnahme vorgelegt. Diese Stellungnahme wird bei der von den Ausbildungsstandorten und Schulen getroffenen Entscheidung berücksichtigt. 5 Der Gebrauch falscher Urkunden oder Ausweise durch Studierende hat die Aufhebung der Zulassungsentscheidungen und den definitiven Ausschluss aus der HES-SO zur Folge. V. Instanzen Aufnahmekommission Art. 16 Das Rektorat sorgt für die Einsetzung und Ernennung einer Aufnahmekommission HES-SO. Die Aufgaben der Aufnahmekommission HES- SO sind in einem vom Rektorat verabschiedeten Pflichtenheft festgelegt. Bereiche Art. 17 In Anwendung des vorliegenden Reglements nehmen die Bereiche die folgenden Aufgaben wahr: a) Sicherstellung der notwendigen Koordinierungsmassnahmen und der Aufsicht über die Aufnahmeprüfungen an den Schulen / Ausbildungsstandorten, um die Gleichbehandlung aller Bewerber/innen des gleichen Studiengangs zu garantieren; b) Vorschlag an das Rektorat zur Entscheidung über die Modalitäten und Auswahlkriterien, wenn von dem Regierungsausschuss eine Zulassungsbeschränkung beschlossen wurde; c) Überwachung der Anwendung der Zulassungsbedingungen sowie der Auswahlmodalitäten und -kriterien durch die betroffenen Schulen / Ausbildungsstandorte; d) Abgabe von Stellungnahmen zu Sonderfällen. VI. Schlussbestimmungen Rechtsmittel Art Gemäss den an der Hochschule anwendbaren Bestimmungen können die Bewerber/innen die Entscheidungsstelle auf dem Beschwerdeweg anrufen. Die Rechtsmittel der Bewerber/innen unterliegen in erster Instanz der zuständigen Behörde gemäss den für die Hochschule geltenden Rechtsvorschriften. Beschwerdeentscheide können in zweiter Instanz bei der Rekurskommission HES-SO angefochten werden. Seite 5/6
6 Aufhebung und Inkrafttreten Art Das Reglement über die Zulassung zu den Bachelorstudiengängen der HES-SO vom 18. September 008 wird aufgehoben. Das vorliegende Reglement tritt zum 1. Januar 015 in Kraft. Das vorliegende Reglement wurde mit dem Beschluss R 01/8/15 vom Rektorat der HES-SO an seiner Sitzung vom 11. Dezember 01 verabschiedet. Seite 6/6