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Timestamp: 2020-01-19 23:51:27
Document Index: 96539802

Matched Legal Cases: ['§ 25', 'Art. 131', '§ 2', '§ 7', '§ 12', '§ 13', '§ 15', '§ 25', '§ 25', '§ 811', '§ 2', '§ 7', '§ 80', '§ 27', '§ 12', '§ 1', '§ 17', '§ 12', '§ 26', '§ 26', '§ 12', '§ 26', '§ 35', '§ 8', '§ 35', '§ 26', '§ 30', '§ 26', '§ 26', '§ 28', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 27', '§ 27', '§ 25', '§ 47', '§ 15', '§ 3', '§ 41', '§ 72', '§ 43', '§ 36', '§ 77', '§ 45', '§ 45', '§ 32', '§ 45', '§ 44', '§ 52', '§ 54', '§ 64', '§ 42', '§ 9', '§ 52', '§ 54', '§ 55', '§ 56', '§ 64', '§ 80', '§ 48', '§ 48', '§ 69', '§ 25', '§ 27']

Verwaltungsanordnung zur Förderung des sozialen Wohnungsbaues in der Freien Hansestadt Bremen (Wohnungsbauförderungsbestimmungen - WFB -) vom 18. Juli 1961 05.08.1961
Eingangsformel 05.08.1961
Inhaltsverzeichnis 05.08.1961
A - ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE 05.08.1961
I. - Gegenstand der Förderung 05.08.1961
1. - Förderungsfähiger Wohnraum 05.08.1961
2. - Nicht förderungsfähiger Wohnraum 05.08.1961
II. - Begünstigter Personenkreis 05.08.1961
3. - Der begünstigte Personenkreis (§ 25 II. WoBauG) 05.08.1961
4. - Wohnungsuchende mit geringem Einkommen 05.08.1961
III. - Förderungsrang der Bauvorhaben 05.08.1961
5. - Vorrang von Wiederaufbau und Wiederherstellung. 05.08.1961
6. - Förderungsrang der Neubauvorhaben. 05.08.1961
7. - Rangfolge bei Zweckbindung der Mittel 05.08.1961
8. - Berücksichtigung der Rangfolge des LAG 05.08.1961
9. - Berücksichtigung der wirtschaftlichsten Bauvorhaben 05.08.1961
10. - Gleichstellung aller Gruppen von Bauherren in den einzelnen Förderungsrängen 05.08.1961
11. - Berücksichtigung besonderer Personengruppen 05.08.1961
IV. - Zulässige Wohnungsgrößen 05.08.1961
12. - Wohnflächengrenzen 05.08.1961
13. - Angemessene Wohnfläche 05.08.1961
14. - Über- und Unterschreitung der Wohnflächengrenzen 05.08.1961
V. - Miete und Belastung 05.08.1961
15. - Zulässige Miete und Belastung 01.01.1984
16. - Ermittlung und Genehmigung der zulässigen Miete 27.06.1964
17. - Umlagen, Vergütungen und Zuschläge 05.08.1961
VI. - Bauherren, Betreuer und Beauftragte 05.08.1961
18. - Anforderungen an Bauherren 05.08.1961
19. - Anforderungen an Betreuer und Beauftragte 05.08.1961
20. - Prüfung der Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit 05.08.1961
VII. - Baulandbeschaffung 05.08.1961
21. - Baulandbeschaffung 05.08.1961
VIII. - Technische Förderungsvoraussetzungen 05.08.1961
22. - Städtebauliche Voraussetzungen 05.08.1961
23. - Erschließung 05.08.1961
24. - Planung 05.08.1961
25. - Ausstattung der Wohnungen 05.08.1961
26. - Baukostensenkung, Normung und Rationalisierung 05.08.1961
27. - Bauaufsichtliche Forderungen 05.08.1961
28. - Verdingung der Bauarbeiten 05.08.1961
29. - Bauausführung und Kontrollen 05.08.1961
B - FINANZIERUNG 05.08.1961
I. - Allgemeine Grundsätze 05.08.1961
30. - Allgemeine Grundsätze 05.08.1961
II. - Eigenleistung 05.08.1961
31. - Höhe der angemessenen Eigenleistung 05.08.1961
32. - Begriff der Eigenleistung 05.08.1961
33. - Ersatz der Eigenleistung 05.08.1961
III. - Fremdmittel 05.08.1961
34. - Höhe der Fremdmittel 05.08.1961
35. - Art der Fremdmittel 05.08.1961
IV. - Finanzierungsbeiträge 05.08.1961
36. - Zulässigkeit von Finanzierungsbeiträgen 05.08.1961
37. - Rückforderung unzulässiger Finanzierungsbeiträge 05.08.1961
V. - Öffentliche Baudarlehen 05.08.1961
38. - Höhe des öffentlichen Baudarlehens 05.08.1961
39. - Familienzusatzdarlehen 05.08.1961
40. - Zinssatz des öffentlichen Baudarlehens 23.02.1967
41. - Verwaltungskostenbeitrag für das öffentliche Baudarlehen 05.08.1961
42. - Tilgung des öffentlichen Darlehens 05.08.1961
VI. - Zins- und Tilgungshilfen 05.08.1961
43. - Zins- und Tilgungshilfen 05.08.1961
44. - Höhe des zu verbürgenden Darlehens 05.08.1961
45. - Höhe der Zins- und Tilgungshilfen 05.08.1961
VII. - Aufwendungshilfen 05.08.1961
VIII. - Erhöhte Eigenleistung und Kündigung der öffentlichen Mittel 05.08.1961
50. - Erhöhte Selbsthilfe oder Ersatzeigenleistungen 05.08.1961
51. - Kündigung der öffentlichen Mittel 05.08.1961
C - SONDERBESTIMMUNGEN 05.08.1961
I. - Sonderbestimmungen für Familienheime 05.08.1961
52. - Eigentumsbindungen bei Eigenheimen und Kaufeigenheimen 05.08.1961
53. - Kaufeigenheime 05.08.1961
54. - Kleinsiedlungen 05.08.1961
55. - Trägerkleinsiedlungen 15.10.1987
56. - Siedlereignung und Siedlerauswahl 05.08.1961
II. - Sonderbestimmungen für andere Wohnungen 05.08.1961
57. - Eigentums- und Kaufeigentumswohnungen 05.08.1961
58. - Miet- und Genossenschaftswohnungen 05.08.1961
59. - Betriebs- und Werkwohnungen 05.08.1961
60. - Wohnheime 05.08.1961
D - BEWILLIGUNGSVERFAHREN 05.08.1961
I. - Bewilligung 05.08.1961
61. - Antragstellung 05.08.1961
62. - Bewilligungsstellen 05.08.1961
63. - Aufgaben der Bewilligungsstellen 05.08.1961
64. - Auflagen im Bewilligungsbescheid 05.08.1961
65. - Widerruf des Bewilligungsbescheides 05.08.1961
II. - Auszahlung und Verwaltung des öffentlichen Baudarlehens 05.08.1961
66. - Aufgaben der darlehensverwaltenden Stelle 05.08.1961
67. - Sicherung des öffentlichen Baudarlehens 05.08.1961
68. - Auszahlung des öffentlichen Baudarlehens 05.08.1961
III. - Auszahlung der Zins- und Tilgungshilfen und Übernahme von Bürgschaften 05.08.1961
69. 05.08.1961
70. 05.08.1961
IV. - Auszahlung der Aufwendungshilfen 05.08.1961
71. 05.08.1961
V. - Schlußabrechnung und Vordrucke 05.08.1961
72. - Schlußabrechnung 05.08.1961
73. - Vordrucke 05.08.1961
E - VORZEITIGE RÜCKZAHLUNG ÖFFENTLICHER BAUDARLEHEN 05.08.1961
74. - Voraussetzungen der Freistellung von den für öffentlich geförderte Wohnungen bestehenden Bindungen. 05.08.1961
75. - Die für die Freistellung zuständige Stelle 05.08.1961
76. - Wirkungen der Freistellung 05.08.1961
77. - Vorzeitige Ablösung des öffentlichen Baudarlehns 05.08.1961
F - SCHLUSSBESTIMMUNGEN 05.08.1961
78. - Ausnahmegenehmigungen 05.08.1961
79. - Anwendung bisheriger Vorschriften 05.08.1961
80. - Inkrafttreten 05.08.1961
Anlage - Höhe der Durchschnittsförderungsbeträge 05.08.1961
Veröffentlichungsdatum:04.08.1961 Inkrafttreten15.10.1987 Zuletzt geändert durch:Nr. 55 geändert durch Geschäftsverteilung des Senats vom 16.08.1988 (Brem.GBl. S. 223)
FundstelleBrem.GBl. 1961, 161
Gliederungsnummer:233-b-4
Zitiervorschlag: "Verwaltungsanordnung zur Förderung des sozialen Wohnungsbaues in der Freien Hansestadt Bremen (Wohnungsbauförderungsbestimmungen - WFB -) vom 18. Juli 1961 (Brem.GBl. 1961, 161), zuletzt Nr. 55 geändert durch Geschäftsverteilung des Senats vom 16. August 1988 (Brem.GBl. S. 223)"
Gliederungs-Nr:: 233-b-4
Gültig ab: 05.08.1961
Fundstelle: Brem.GBl. 1961, 161
Gliederungs-Nr: 233-b-4
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: Nr. 55 geändert durch Geschäftsverteilung des Senats vom 16.08.1988 (Brem.GBl. S. 223)
Der Senat erläßt zur Durchführung des Zweiten Wohnungsbaugesetzes (Wohnungsbau- und Familienheimgesetz) vom 27. Juni 1956 (BGBl. I S. 523) in der Fassung des Änderungsgesetzes vom 21. Juli 1961 (BGBl. I S. 1041) und des Zweiten Gesetzes zur Behebung der Wohnungsnot im Lande Bremen vom 4. Juli 1961 (Brem. Ges.-Bl. S. 159) folgende Verwaltungsanordnung:
A Allgemeine Grundsätze
4. Wohnungsuchende mit geringem Einkommen
5. Vorrang von Wiederaufbau und Wiederherstellung
6. Förderungsrang der Neubauvorhaben
V. Öffentliches Baudarlehen
41. Verwaltungskostenbeitrag für das öffentliche Baudarlehen
44. Höhe des zu verbürgenden Darlehns
45. Höhe der Zins- und Tilgungshilfen
VII. Aufwendungshilfen
Zu 46. bis 49.: Einzelvorschriften über Aufwendungshilfen werden durch besondere Verwaltungsanordnung erlassen
VIII. Erhöhte Eigenleistung und Kündigung der öffentlichen Mittel
50. Erhöhte Selbsthilfe oder Ersatzeigenleistungen
51. Kündigung der öffentlichen Mittel
C Sonderbestimmungen
52. Eigentumsbindungen bei Eigenheimen und Kaufeigenheimen
53. Kaufeigenheime
54. Kleinsiedlungen
55. Trägerkleinsiedlungen
56. Siedlereignung und Siedlerauswahl
57. Eigentums- und Kaufeigentumswohnungen
58. Miet- und Genossenschaftswohnungen
59. Betriebs- und Werkwohnungen
60. Wohnheime
D Bewilligungsverfahren
61. Antragstellung
62. Bewilligungsstellen
63. Aufgaben der Bewilligungsstellen
64. Auflagen im Bewilligungsbescheid
65. Widerruf des Bewilligungsbescheides
II. Auszahlung und Verwaltung des öffentlichen Baudarlehns
66. Aufgaben der darlehnsverwaltenden Stelle
67. Sicherung des öffentlichen Baudarlehns
68. Auszahlung des öffentlichen Baudarlehns
III. Auszahlung der Zins- und Tilgungshilfen und Übernahme von Bürgschaften
69. Auszahlung der Zins- und Tilgungshilfe
70. Übernahme der Bürgschaften
IV. Auszahlung der Aufwendungshilfen
71. Auszahlung der Aufwendungshilfen
V. Schlußabrechnung und Vordrucke
72. Schlußabrechnung
73. Vordrucke
E Vorzeitige Rückzahlung öffentlicher Baudarlehen
74. Voraussetzungen der Freistellung von den für öffentlich geförderte Wohnungen bestehenden Bedingungen
75. Die für die Freistellung zuständige Stelle
76. Wirkungen der Freistellung
77. Vorzeitige Ablösung des öffentlichen Baudarlehns
F Schlußbestimmungen
78. Ausnahmegenehmigungen
79. Anwendung bisheriger Vorschriften
80. Inkrafttreten
Ablösungsverordnung
Verordnung über die Ablösung öffentlicher Baudarlehen nach dem Zweiten Wohnungsbaugesetz vom 13. August 1957 (BAnz. Nr. 156 mit Änderungen durch VO vom 10. Dezember 1959, BAnz. Nr. 240)
Bürgerliches Gesetzblatt
Bundesversorgungsgesetz vom 6. Dezember 1956 (BGBl. I S. 469)
Normblatt des Deutschen Normenausschusses
Einkommensteuergesetz in der Fassung vom 23. September 1958 (BGBl. I S. 673)
Gesetz zu Art. 131
Anlage zur VO PR Nr. 66/50 über die Gebühren für Architekten vom 13. Oktober 1950 (BAnz. Nr. 216)
Kindergeldgesetz vom 13. November 1954 (BGBl. I S. 333), Kindergeldanpassungsgesetz vom 7. Januar 1955 (BGBl. I S. 17), Kindergeldergänzungsgesetz vom 23. Dezember 1955 (BGBl. I S. 841) jeweils in der Fassung des Änderungsgesetzes vom 16. März 1959 (BGBl. I S. 153) sowie Gesetz über die Gewährung von Kindergeld für zweite Kinder und die Errichtung einer Kindergeldkasse (Kindergeldkassengesetz - KGKG) vom 18. Juli 1961 (BGBl. I S. 1001)
Gesetz über die Entschädigung ehemaliger deutscher Kriegsgefangener (Kriegsgefangenenentschädigungsgesetz) in der Fassung vom 8. Dezember 1956 (BGBl. I S. 908)
Lastenausgleichsgesetz vom 14. August 1952 (BGBl. I S. 446)
Verordnung über den Mietpreis für den seit dem 1. Januar 1950 bezugsfertig gewordenen Wohnraum (NMVO) vom 17. Oktober 1957 (BGBl. I S. 1736)
Verdingungsordnung für Bauleistungen DIN 1960 (Fassung 1952)
Zweites Wohnungsbaugesetz (Wohnungsbau- und Familienheimgesetz) vom 27. Juni 1956 (BGBl. I S. 523)
Wohnraumbewirtschaftungsgesetz in der Fassung vom 23. Juni 1960 (BGBl. I S. 418)
Wohnungsbauprämiengesetz in der Fassung vom 25. August 1960 (BGBl. I S. 714)
Verordnung über wohnungswirtschaftliche Berechnungen nach dem Zweiten Wohnungsbaugesetz (II. BVO) vom 17. Oktober 1957 (BGBl. I S. 1719)
(1) Gegenstand der Förderung ist die Neuschaffung von Wohnraum (§ 2 Abs. 1 II. WoBauG) folgender Arten:
Familienheime in der Form von Eigenheimen, Kaufeigenheimen und Kleinsiedlungen (§ 7 II. WoBauG);
Eigentumswohnungen und Kaufeigentumswohnungen (§ 12 II. WoBauG);
Genossenschaftswohnungen (§ 13 II. WoBauG);
Wohnheime (§ 15 II. WoBauG);
(3) Wohnraum soll in der Regel nur in Gebäuden gefördert werden, die ausschließlich Wohnzwecken dienen.
Wohnraum kann auch in Gebäuden mit Geschäftsräumen gefördert werden, wenn weniger als die Hälfte des Gebäudes anderen als Wohnzwecken, insbesondere gewerblichen oder beruflichen Zwecken dient. Familienheime dürfen jedoch nur gefördert werden, wenn weniger als die Hälfte des Gebäudes anderen als Wohnzwecken dient. Welcher Anteil eines Gebäudes anderen als Wohnzwecken dient, ist nach dem Verhältnis der Nutzfläche der Geschäftsräume zu der gesamten Wohn- und Nutzfläche des Gebäudes zu berechnen.
Der begünstigte Personenkreis (§ 25 II. WoBauG)
(1) In der Regel ist nur Wohnraum für Wohnungsuchende zu fördern, deren Jahreseinkommen die aus der nachstehenden Tabelle ersichtliche Grenze nicht überschreitet.
(Schwerbeschädigte und
ihnen Gleichgestellte,
Personen i. S. des
Häftlingshilfegesetzes
§ 25 II. WoBauG)
mit 4 Angehörigen
mit 5 Angehörigen
mit 6 Angehörigen
bei schwerbeschädigten Angehörigen (§ 811 WoBauG), wenn sie zur Familie des Wohnungsuchenden rechnen und von ihm unterhalten werden, erhöhen sich die Sätze um jeweils
(2) Als Jahreseinkommen ist der Gesamtbetrag der im vorangegangenen Kalenderjahr bezogenen Einkünfte des Wohnungsuchenden (nicht das Familieneinkommen) i. S. des § 2 Abs. 3 und 4 EStG zugrunde zu legen (d. h. bei ausschließlich Lohnsteuerpflichtigen das Bruttoeinkommen abzüglich des Pauschbetrages für Werbungskosten in Höhe von z. Z. 564,-- DM jährlich). Beträge, die nach §§ 7a bis 7e EStG abgesetzt worden sind, sind jedoch bei der Feststellung des Jahreseinkommens den Einkünften hinzuzurechnen. Das Kindergeld nach der Kindergeldgesetzgebung bleibt jedoch bei der Feststellung des Jahreseinkommens unberücksichtigt; das gleiche gilt für gesetzliche und tarifliche Kinderzulagen zu Löhnen, Gehältern und Renten sowie für vergleichbare Bezüge.
(3) Bauherren, deren Jahreseinkommen die in Absatz 1 genannten Grenzen übersteigt, gehören - sofern sie mindestens vier öffentlich geförderte Mietwohnungen schaffen - hinsichtlich einer dieser Wohnungen zum begünstigten Personenkreis (§ 80 Abs. 1 Satz 2 II. WoBauG). Der Anspruch auf Zuteilung einer Wohnung kann vom Bauherrn nicht an Dritte abgetreten werden.
Wohnungsuchende mit geringem Einkommen
Innerhalb des nach Nr. 3 Abs. 1 begünstigten Personenkreises gelten gemäß § 27 II. WoBauG als Wohnungsuchende mit geringem Einkommen (Buchstaben a und b) oder stehen diesen gleich (Buchstaben c bis h):
Wohnungsuchende, deren Jahreseinkommen (Nr. 3 Abs. 2) zusammen mit dem Jahreseinkommen ihrer zur Familie rechnenden Angehörigen (Familieneinkommen) bei Familien mit zwei Familienmitgliedern den Betrag von DM 4200,-- zuzüglich DM 1800,-- für jeden weiterhin zur Familie rechnenden Angehörigen nicht übersteigt.
alleinstehende Wohnungsuchende, deren Jahreseinkommen DM 3000,-- nicht übersteigt.
Familien mit 3 oder mehr Kindern, für die nach den einkommensteuerlichen Vorschriften Kinderfreibeträge gewährt werden,
Schwerbeschädigte und ihnen Gleichgestellte (Schwerkriegsbeschädigte),
Kriegerwitwen mit 2 oder mehr Kindern,
Opfer der nat.-soz. Verfolgung und ihnen Gleichgestellte i. S. des Bundesentschädigungsgesetzes,
Personen i. S. des Häftlingshilfegesetzes,
wenn das Jahreseinkommen (nicht das Familieneinkommen) des Wohnungsuchenden aus dem Personenkreis der Buchst. c bis h die in Nr. 3 Abs. 1 genannten Grenzen nicht übersteigt.
Vorrang von Wiederaufbau und Wiederherstellung.
Soweit eine geordnete städtebauliche Entwicklung es erfordert, haben der Wiederaufbau und die Wiederherstellung den Vorrang vor dem Neubau. Dabei sind bevorzugt Bauvorhaben solcher Bauherren zu fördern, die im Zeitpunkt der Zerstörung oder Beschädigung Eigentümer der Grundstücke waren oder Erben solcher Eigentümer sind sowie von Geschädigten, die einen Vertreibungsschaden der in § 12 Abs. 1 Nr. 1 LAG bezeichneten Art geltend machen können oder Erben solcher Geschädigter.
Förderungsrang der Neubauvorhaben.
(1) Bei der Förderung von Neubauvorhaben sind unter Beachtung der in § 1 II. WoBauG bestimmten Ziele folgende Rangstufen zu beachten:
Rangstufe I besitzen Familienheime
die für Wohnungsuchende mit geringem Einkommen (Nr. 4) bestimmt sind, oder
durch deren Bezug laut Bescheinigung der Wohnungsbehörde oder der vom Senat bestimmten Stelle eine nach § 17a des Wohnraumbewirtschaftungsgesetzes vorbehaltene Wohnung oder eine sonstige geeignete Wohnung des Wohnungsbestandes für einen Wohnungsuchenden mit geringem Einkommen (Nr. 4) frei wird.
Rangstufe II besitzen
sonstige Familienheime
das „Bremer Haus“ und
andere Wohnungen für Wohnungsuchende mit geringem Einkommen mit gleichwertigem Rang unter sich.
Rangstufe III besitzen die übrigen Wohnungen (z. B. Eigentums- und Kaufeigentumswohnungen, Miet- und Genossenschaftswohnungen sowie sonstige Wohnungen i. S. Nr. 1, Abs. 1 Buchst. f für Personen, die nicht zu den Wohnungsuchenden mit geringem Einkommen rechnen).
(2) Neubauvorhaben von Eigentümern oder deren Erben, die den Wiederaufbau der zerstörten Gebäude im Rahmen der örtlichen Bauplanung oder auf Grund einer Umlegung nicht durchführen können und statt dessen auf einem anderen Grundstück bauen wollen, haben den Vorrang vor dem Neubau anderer Wohnungen, jedoch nicht vor dem Neubau von Familienheimen. Den gleichen Rang haben Bauvorhaben von Geschädigten, die einen Vertreibungsschaden der in § 12 Abs. 1 Nr. 1 LAG bezeichneten Art geltend machen können, oder von Erben solcher Geschädigten, wenn sie einen Ersatzbau durchführen wollen (§ 26 Abs. 1 Buchst. d II. WoBauG).
(3) Unter den Familienheimen sind innerhalb der einzelnen Rangstufen bevorzugt zu berücksichtigen:
Familienheime von Eigentümern oder deren Erben, die den Wiederaufbau der zerstörten Gebäude im Rahmen der örtlichen Bauplanung oder auf Grund einer Umlegung (Bodenordnung) nicht durchführen können und statt dessen auf einem anderen Grundstück bauen wollen (§ 26 Abs. 1 Buchst. d) Sätze 1 und 3 II. WoBauG);
Familienheime von Geschädigten, die einen Vertreibungsschaden der in § 12 Abs. 1 Nr. 1 LAG bezeichneten Art geltend machen können, oder von Erben solcher Geschädigten, wenn sie einen Ersatzbau durchführen wollen (§ 26 Abs. 1 Buchst. d Sätze 2 und 3 II. WoBauG);
Familienheime von Bauherren, die - unbeschadet der Nr. 31 Absatz 2 - eine Eigenleistung von
der Gesamtkosten des Bauvorhabens bei einer Kopfquote bis 1500 Deutsche Mark,
der Gesamtkosten des Bauvorhabens bei einer Kopfquote von über 1500 bis 1800 Deutsche Mark,
der Gesamtkosten des Bauvorhabens bei einer Kopfquote von über 1800 bis 2500 Deutsche Mark,
der Gesamtkosten des Bauvorhabens bei einer Kopfquote von über 2500 Deutsche Mark
erbringen (§ 35 Abs. 2 II. WoBauG); zur Berechnung der Kopfquote wird das Jahreseinkommen des Bauherrn und der zur Familie rechnenden Angehörigen (§ 8 Abs. 1 II. WoBauG) durch die Zahl der Familienmitglieder geteilt; im übrigen sollen bei sonst gleicher Dringlichkeit solche Familienheime möglichst bevorzugt werden, bei denen die Eigenleistung weitgehend durch Selbsthilfe erbracht wird;
Familienheime in der Form von Kaufeigenheimen und Trägerkleinsiedlungen, wenn sichergestellt ist, daß der Bewerber für das Kaufeigenheim oder die Trägerkleinsiedlung zur Deckung der Gesamtkosten des Vorhabens - unbeschadet der Nr. 31 Abs. 2 - eine Leistung der in Buchstaben c) bezeichneten Höhe erbringt (§ 35 Abs. 3 II. WoBauG).
(4) Der Neubau von Eigentums- und Kaufeigentumswohnungen hat den Vorrang vor dem Neubau anderer Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (§ 26 Abs. 1 Buchst. b) II. WoBauG).
Soweit öffentliche Mittel mit der Weisung zugeteilt werden, sie ganz oder teilweise zugunsten bestimmter Personenkreise oder für bestimmte Zwecke zu verwenden, ist die Rangfolge nach Nr. 5 und 6 unter Beachtung dieser besonderen Weisung anzuwenden (§ 30 Abs. 2 Satz 2 II. WoBauG).
Beim Einsatz von Wohnraumhilfemitteln sind die Bauherren innerhalb der einzelnen Förderungsränge jeweils in der im LAG bestimmten Rangfolge zu berücksichtigen (§ 26 Abs. 2 Satz 2 II. WoBauG).
Förderungsfähige Bauvorhaben sind innerhalb des gleichen Förderungsranges ohne Bevorzugung bestimmter Gruppen von Bauherren in gleicher Weise zu berücksichtigen (§ 26 Abs. 2 Satz 1 II. WoBauG).
(1) Für Familien mit mehreren Kindern sind Wohnungen mit genügend Wohn- und Schlafräumen in ausreichender Zahl zu fördern (§ 28 Satz 1 II. WoBauG).
Zulässige Wohnungsgrößen
(1) Mit öffentlichen Mitteln soll in der Regel nur der Bau von Wohnungen gefördert werden, deren Wohnfläche bei Familienheimen mit nur einer Wohnung
bei Familienheimen mit zwei Wohnungen,
bei eigengenutzten Eigentums- und Kaufeigentumswohnungen
und anderen Wohnungen 85 qm nicht überschreiten (§ 39 Abs. 1 II. WoBauG).
(2) Die Wohnfläche einer Wohnung soll in der Regel 50 qm nicht unterschreiten (§ 39 Abs. 5 Satz 1 II. WoBauG).
Innerhalb der sich aus Nr. 12 ergebenden Grenzen ist die Wohnfläche zuzulassen, die nach § 39 Absätze 2 und 3 II. WoBauG als angemessen anzusehen ist und die es ermöglicht, in der Wohnung zwei Kinderzimmer zu schaffen, es sei denn, daß die Wohnung für ältere Ehepaare oder für Alleinstehende bestimmt ist.
im Rahmen der örtlichen Bauplanung bei Wiederaufbau, Wiederherstellung, Ausbau oder Erweiterung oder bei der Schließung von Baulücken durch eine wirtschaftlich notwendige Grundrißgestaltung bedingt ist. (§ 39 Abs. 4 II. WoBauG.)
(2) Eine Unterschreitung der Wohnflächengrenzen ist in besonderen Fällen, namentlich bei Wiederaufbau und bei Einliegerwohnungen, zulässig. Bei Wohnungen, die für ältere Ehepaare bestimmt sind, soll jedoch eine Wohnfläche von 32 qm und bei Wohnungen, die für Alleinstehende bestimmt sind, eine Wohnfläche von 26 qm nicht unterschritten werden (§ 39 Abs. 5 Satz 2 und 3 II. WoBauG).
(2) Die öffentliche Förderung von Mietwohnungen ist durch zusätzliche Gewährung von Aufwendungshilfen so zu bemessen, daß nachstehende Mietsätze je m2 Wohnfläche und Monat nicht überschritten werden:
1) für Wohnungsuchende mit geringem Einkommen oder diesen Gleichgestellte i. S. der Nr. 4 (§ 27 II. WoBauG)
2) für Wohnungsuchende mit geringem Einkommen oder diesen Gleichgestellte i. S. der Nr. 4 (§ 27 II. WoBauG)für Wohnungsuchende mit einem Einkommen von bis zu 3840,-- DM jährlich - maßgeblich ist das Einkommen des Haushaltsvorstandes - zuzüglich 2160,-- DM jährlich für jeden weiteren zur Familie des Wohnungsuchenden gehörenden, von ihm unterhaltenen Angehörigen
für Wohnungsuchende mit einem Einkommen gem. Nr. 3 (§ 25 II. WoBauG)
2,00 DM.
Die Mietsätze erhöhen sich um Vergütungen für Sonderausstattungen; sie erhöhen sich ferner zum Zeitpunkt der Einführung einer Kanalbenutzungsgebühr und einer Müllabfuhrgebühr um DM 0,10 je m2 Wohnfläche monatlich. 11. Für die Höhe des Mietsatzes ist das Jahreseinkommen (Nr. 3 und 4) des der Erteilung der Benutzungsgenehmigung vorangegangenen Jahres maßgebend.
(3) Die Vergütungen für die nachstehend aufgeführten Sonderausstattungen im Sinne des Abs. 2 betragen:
für Zentral-, Etagen- oder Mehrraumheizung
0,20 DM je m2 beheizbarer Wohnfläche monatlich
für Personenaufzüge, sofern diese für mehr als 3 Wohngeschosse bestimmt sind
5,00 DM je Wohnung monatlich
für Loggien, Balkone und Terrassen mit mehr als 2 m2 begehbarer Fläche
2,00 DM je Wohnung monatlich
für vollständige Warmwasserversorgung
1,50 DM je Wohnung monatlich
bei Einbaumöbeln für je 50,-- DM Herstellungskosten
0,35 DM je Wohnung monatlich
bei vollständiger Antennenanlage für Rundfunk und Fernsehen
1,00 DM je Wohnung monatlich.
(4) Der Förderung von Familienheimen und eigengenutzten Eigentums- und Kaufeigentumswohnungen steht es nicht entgegen, wenn die hierfür aufzubringenden Tilgungen und Aufwendungen höher sind als die Beträge, die in der Wirtschaftlichkeitsberechnung dafür angesetzt werden dürfen (§ 47 II. WoBauG). Die tatsächliche Belastung muß aber auch in diesen Fällen für den Bauherrn oder Bewerber geeignet sein.
[Red. Anm.: Entsprechend Nr. 1 der Anordnung vom 21.12.1983 (Brem.GBl. 1984 S. 26) ist Nr. 15 Abs. 2 Satz 1 Buchst. a) bei Mieterwechsel ab 1. Januar 1984 nicht mehr anzuwenden.]
[Red. Anm.: Entsprechend Nr. 1 der Anordnung vom 21.12.1983 (Brem.GBl. 1984 S. 26) ist Nr. 15 Abs. 2 Satz 1 Buchst. b) bei Mieterwechsel ab 1. Januar 1984 nicht mehr anzuwenden.]
(3) Auf der Grundlage der Durchschnittsmiete hat der Vermieter die Miete für die einzelnen Wohnungen unter angemessener Berücksichtigung ihrer Größe, Lage und Ausstattung zu berechnen. Die Einzelmiete darf bis zu 10 v. H. nach oben und 10 v. H. nach unten von der Durchschnittsmiete abweichen.
(4) Nachdem die Wohnungsbehörde dem Bauherrn die Benutzungsgenehmigungen erteilt und die Mietsätze mitgeteilt hat, beantragt dieser bei der Bewilligungsstelle die Aufwendungshilfen. Die Bewilligungsstelle erteilt über die Höhe der Aufwendungshilfen einen Bewilligungsbescheid. Durch die Bewilligung der Aufwendungshilfen bleibt es bei der genehmigten Durchschnittsmiete, jedoch vermindern sich die Einzelmieten für die Dauer der Bewilligung der Aufwendungshilfen anteilig um den Betrag, um den sich die laufenden Aufwendungen verringern (§ 15 Abs. 3 Neubaumietenverordnung).
(5) Erhöhen sich nach der Bewilligung der öffentlichen Mittel bis zur Anerkennung der Schlußabrechnung, spätestens bis zum Ablauf von zwei Jahren nach Bezugsfertigkeit, die Aufwendungen gegenüber der Wirtschaftlichkeitsberechnung und beruht die Erhöhung auf Umständen, die der Bauherr nicht zu vertreten hat, so ist die sich nunmehr ergebende Miete preisrechtlich zulässig. Eine sich daraus ergebende Mieterhöhung bedarf der Genehmigung durch die Bewilligungsstelle.
(6) Auf Verlangen der Bewilligungsstelle hat der Bauherr die Berechnung der Einzelmieten mit den dazu erforderlichen Unterlagen zur Prüfung vorzulegen.
Umlagen, Vergütungen und Zuschläge
(1) Neben der Einzelmiete dürfen Umlagen, Vergütungen und Zuschläge nur nach Maßgabe der §§ 3 und 4 der „Verordnung über den Mietpreis für den seit dem 1. Januar 1950 bezugsfertig gewordenen Wohnraum (Neubaumietenverordnung - NMVO)“ v. 17. Oktober 1957 (BGBl. I S. 1736) erhoben werden.
(2) Wenn der Bauherr oder Finanzierungsträger zur Ermittlung von Kaufanwärtern oder von Mietern Makler einschaltet, so hat er die Maklergebühr selbst zu tragen.
(5) Bauherren, die ihren vertraglichen Verpflichtungen aus früher gewährten Mitteln nicht in vollem Umfange nachgekommen sind, die der Bestimmung der Nr. 17 Abs. 2 zuwidergehandelt haben, die Bestimmungen über die Schlußabrechnung nicht eingehalten haben, oder deren Bauleistung zu wesentlichen Beanstandungen Anlaß gegeben hat, können von der Bewilligung öffentlicher Mittel ausgeschlossen werden.
(1) Mit öffentlichen Mitteln sollen nur Bauvorhaben gefördert werden, die eine geordnete bauliche Entwicklung des Gemeindegebietes gewährleisten und in Erschließung und Auflockerung den Zielsetzungen neuzeitlichen Städtebaues entsprechen (§ 41 Abs. 1 II. WoBauG).
(2) Die Förderung der Bauvorhaben setzt eine sorgfältige Planung, eine einwandfreie Gestaltung der Bauten und Außenanlagen, der erforderlichen Kinderspielplätze, Kraftwageneinstellplätze und eine wohntechnisch zweckmäßige und rationelle Grundrißanordnung voraus. Baustoffe und Bauarten sind so zu wählen, daß die Gebäude beleihungsfähig sind und von Versicherern gegen Brandschäden ohne wesentliche Erhöhung der Prämie versichert werden.
(3) In den Entwürfen sind für jeden Wohnungstyp die Flächenangaben der einzelnen Räume, die Wohnfläche jeder Wohnung und die gedachte Möblierung einschließlich der Beheizung unter Beachtung von DIN 18011 einzutragen.
(13) Jedes Haus, mit Ausnahme von Einfamilienhäusern, muß, sofern nicht eine Zentralwaschanlage vorgesehen ist, für je 8 Familien eine Waschküche mit Waschkessel und Spülbecken erhalten. Daneben ist ein gesonderter Trockenraum vorzusehen. In Kleinhäusern - Gebäudefläche bis 65 qm - kann die Waschküche als Trockenraum benutzt werden. In der Waschküche oder dem Trockenraum sind verzinkte Wäschehaken anzubringen. Außerdem ist auf dem Hofgelände ein Wäschetrockengerüst aufzustellen.
(14) In jedem Wohngebäude ist eine Hausbriefkastenanlage (je Wohnung 1 Briefkasten) vorzusehen.
(?) Für die Bauausführung (Mauerziegel, Deckensteine, Balken- und Rippendecken aus Stahlbeton-Fertigbalken mit Füllkörpern) sind folgende Normen verbindlich: DIN 105, 106, 18151, 18152, 4158, 4159, 4160, 4233.
Auf das Normblatt DIN 18022 - Küche und Bad im sozialen Wohnungsbau - wird hingewiesen. Die Beachtung der Normblätter über Holzfenster, Stahlfenster, Holzrolläden, Holztüren, Fenster- und Türbeschläge (DIN 18051, 10860, 18074 und 18077, 18101, 18251, 18255 und 18259, 18260, 18270, 18280) ist erwünscht.
(3) Auf die in der Fachpresse laufend veröffentlichten Ergebnisse der vom Bundesminister für Wohnungsbau geförderten Versuchshefte des Beirats für Bauforschung beim Bundesminister für Wohnungsbau „Wirtschaftliche Vorbereitung der Wohnungsbauten“ wird hingewiesen. Die darin aufgeführten Regeln für wirtschaftliches Bauen sind zu beachten.
Für ausreichenden Wärme- und Schallschutz ist zu sorgen. Maßgebend hierfür sind die Normenblätter DIN 4108 - Wärmeschutz im Hochbau - und DIN 4109, Beiblatt - Schallschutz im Hochbau.
Werden diese Normen nicht eingehalten, so ist dieses als Verstoß gegen die Darlehnsbedingungen anzusehen.
Die Bewilligung der öffentlichen Mittel erfolgt unter der Voraussetzung, daß bei der Vergabe der Bauarbeiten die Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) zugrunde gelegt wird.
(1) Die Bauausführung soll nach den von der Bewilligungsstelle anerkannten und von der Baugenehmigungsbehörde genehmigten Plänen, entsprechend der nach Formblatt geforderten Baubeschreibung und nach den eingereichten Kostenanschlägen erfolgen.
(2) Abweichungen von den der Bewilligung zugrunde liegenden technischen Antragsunterlagen bedürfen, unbeschadet einer etwa erforderlichen bauaufsichtlichen Genehmigung, der vorherigen Zustimmung der Bewilligungsstelle.
(3) Die Bewilligungsstelle kontrolliert die Bauten während der Bauzeit und nach Fertigstellung daraufhin, ob diese und die im Bewilligungsbescheid enthaltenen Bedingungen eingehalten werden. Die Darlehnsnehmer sind verpflichtet, den hiermit beauftragten Beamten und Angestellten jederzeit ungehinderten Zutritt zu den Grundstücken zu gestatten.
(4) Mit den Bauarbeiten ist unverzüglich, spätestens innerhalb einer Frist von 3 Monaten nach Erteilung des Bewilligungsbescheides zu beginnen. Die Fertigstellung des Bauvorhabens (Bezugsfertigkeit) soll möglichst innerhalb von 12 Monaten nach der Bewilligung erfolgen.
(5) Ist die Einhaltung der in Abs. 4 genannten Termine nicht möglich, so ist eine Verlängerung unter Angabe der Gründe für die Verzögerung spätestens 4 Wochen vor Ablauf dieser Fristen bei der Bewilligungsstelle zu beantragen.
(1) Als angemessen soll in der Regel nur eine Eigenleistung anzusehen sein, die mindestens 15 v. H. der Gesamtkosten beträgt. Bei Familienheimen bleiben die Bestimmungen in Nr. 6 Absatz 3 Buchst. c unberührt. Bei Bauvorhaben für Wohnungsuchende mit geringerem Einkommen, bei Kleinsiedlungen und aus anderen besonderen Gründen können die Bewilligungsstellen eine geringere Eigenleistung zulassen, jedoch in der Regel nicht weniger als 10 v. H. der Gesamtkosten.
(1) Eigenleistung sind die vom Bauherrn zur Deckung der Gesamtkosten erbrachten Leistungen, namentlich
Geldmittel (einschließlich von Kapitalabfindungen nach § 72 Bundesversorgungsgesetz und der Kapitalabfindungen nach §§ 43 bis 45 des Gesetzes zu Artikel 131),
der Wert von Sach- und Arbeitsleistungen, vor allem der Wert eingebrachter bezahlter Baustoffe und der Wert der Selbsthilfe (§ 36 II. WoBauG).
Finanzierungsbeiträge, soweit ihre Annahme zulässig ist (Nr. 36), und
auf dem Baugrundstück nicht dinglich gesicherte oder nach den öffentlichen Mitteln dinglich gesicherte Fremdmittel.
Die Anerkennung der in Satz 1 genannten Fremdmittel als Ersatz der Eigenleistung ist in den Fällen der Nr. 6 Absatz 3 Buchst. c und d unzulässig.
(3) Bei werkgeförderten Wohnungen (Nr. 36 Abs. 4) kann der Finanzierungsbeitrag des Betriebsinhabers als Ersatz der Eigenleistung anerkannt werden.
Zur Finanzierung der Gesamtkosten von Bauvorhaben ist der erststellige Beleihungsraum aus Mitteln des Kapitalmarktes soweit wie möglich auszuschöpfen.
(1) Die zur Finanzierung auf dem Kapitalmarkt aufzunehmenden Darlehen sollen unkündbare Tilgungsdarlehen sein. Sie müssen mit mindestens 1 % jährlich unter Zuwachs ersparter Zinsen getilgt werden. Zins-, Verwaltungskosten- und Tilgungssatz müssen angemessen ein. Sie dürfen jedoch zusammen nicht höher sein als der für erststellige Hypotheken marktübliche Zinssatz einschl. Verwaltungskostenbeitrag zuzüglich 1 % Tilgung. Eine Aussetzung der Tilgung kann anerkannt werden, soweit diese zum Ausgleich des Disagios erforderlich ist. Geldbeschaffungskosten und Disagio müssen angemessen sein.
(1) Für die Finanzierung öffentlich geförderter Mietwohnungen sind nur nachstehende Finanzierungsbeiträge zulässig:
Aufbaudarlehen i. S. des Gesetzes über den Lastenausgleich sowie ähnliche Darlehen aus Mitteln öffentlicher Haushalte
satzungsmäßige Genossenschaftsanteile oder ähnliche Mitgliederbeiträge.
Zulässig sind ferner Darlehen der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung zur Förderung des Wohnungsbaues für Arbeitnehmer, insbesondere Pendler.
(2) Die Bewilligungsstellen können die zulässigen Finanzierungsbeiträge bis zu einem bestimmten Höchstbetrag zulassen. Sie sollen die Annahme von Finanzierungsbeiträgen ausschließen, soweit diese nicht im Darlehnsantrag enthalten sind oder soweit ihre Annahme von ihnen nicht ausdrücklich genehmigt wird. Bei Ausschluß oder Beschränkung der Annahme von Finanzierungsbeiträgen ist den Erfordernissen der Finanzierung des Bauvorhabens Rechnung zu tragen.
(3) Der Wohnungsbehörde oder der vom Senat bestimmten Stelle ist in der Regel nachstehende Zahl an Wohnungen, für die Zweckbindungen durch Finanzierungsbeiträge (ausgenommen Aufbaudarlehen des LAG) nicht zugelassen werden dürfen, zur Verfügung zu stellen:
und mehr Wohnungen mindestens
70% der erstellten Wohnungen.
Ein Wohnungsuchender, der einen zugelassenen Finanzierungsbeitrag leistet, muß durch die Wohnungsbehörde oder die vom Senat bestimmte Stelle anerkannt sein.
(4) Für werkgeförderte Wohnungen (§ 77 II. WoBauG) hat der Inhaber des Betriebes zur Restfinanzierung Finanzierungsbeiträge in angemessener Höhe (in der Regel mindestens in Höhe von 25 % der Gesamtkosten) zu leisten, deren Annuität 4 v. H. nicht übersteigen darf.
(1) Das der nachstelligen Finanzierung dienende öffentliche Baudarlehen ist von der Bewilligungsstelle auf Grund der für die Wohnfläche bestimmten Durchschnittsförderungssätze (siehe Anlage) zur Schließung der Finanzierungslücke zu bewilligen, die bei der Deckung der Gesamtkosten des Bauvorhabens auch dann noch verbleibt, wenn Eigenleistungen des Bauherrn und Fremdmittel in angemessener Höhe vorgesehen sind.
(2) Für eine über 85 m2 hinausgehende Wohnfläche darf ein öffentliches Baudarlehen nur bewilligt werden, wenn die Wohnung für eine Familie mit mehr als 2 Kindern bestimmt ist. Voraussetzung ist, daß die Kinder unverheiratet sind und zum Haushalt des Bauherrn rechnen. Für das 3. und jedes weitere Kind sind jeweils bis zu 15 m2 Wohnfläche über 85 m2 hinaus als förderungsfähig anzuerkennen.
(1) Werden dem Bauherrn zum Bau eines Familienheimes in der Form des Eigenheims oder der Eigensiedlung öffentliche Mittel bewilligt, so ist ihm auf Antrag für das zweite und jedes weitere Kind ein Familienzusatzdarlehen in Höhe von DM 2000,-- zu gewähren (§ 45 Abs. 1 II. WoBauG).
(2) Bei der Förderung von Familienheimen in der Form des Kaufeigenheimes oder der Trägerkleinsiedlung ist das Familienzusatzdarlehen auf Antrag des Bewerbers dem Bauherrn zu gewähren, wenn der Bewerber mit ihm einen auf Übertragung des Eigentums gerichteten Vertrag oder Vorvertrag nach § 45 Abs. 3 II. WoBauG abgeschlossen hat und die Voraussetzungen des Abs. 1 erfüllt.
(3) Zu berücksichtigen sind diejenigen Kinder, für die dem Bauherrn im Falle des Abs. 1, dem Bewerber im Falle des Abs. 2 Kinderfreibeträge nach § 32 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 Einkommensteuergesetz zustehen oder gewährt werden.
(4) Im Falle des Abs. 1 sind die Verhältnisse bei Antragstellung, im Falle des Abs. 2 bei Bezugsfertigkeit maßgebend. Ändern sich diese bis zum Ablauf des 3. Monats nach Bezugsfertigkeit zugunsten des Bauherrn oder Bewerbers, so sind die geänderten Verhältnisse zu berücksichtigen. Wird im Falle des Abs. 2 der auf Übertragung des Eigentums gerichtete Vertrag oder Vorvertrag erst später abgeschlossen, so sind die Verhältnisse bei Vertragsschluß maßgebend. Der Antrag auf Bewilligung des Familienzusatzdarlehens kann im Falle des Abs. 1 bis zur Bewilligung der öffentlichen Mittel und bei Änderung der Verhältnisse bis zum Ablauf des vierten Monats nach Bezugsfertigkeit, im Falle des Abs. 2 bis zu einem Jahr nach Bezugsfertigkeit gestellt werden.
(5) Bei Bezugsfertigkeit vor dem 31. Dezember 1961 gilt an Stelle der Regelung der Abs. 1 bis 4 die des § 45 II. WoBauG i. d. Fassung des Gesetzes v. 27. Juni 1956.
(6) Familienzusatzdarlehen sind auf Antrag für die Restfinanzierung oder für die erststellige Finanzierung zu bewilligen. Sie sind ohne Rücksicht auf den Rang ihrer dinglichen Sicherung zinslos zu gewähren und mit höchstens 2 % jährlich zu tilgen.
(1) Der Zinssatz für das öffentliche Baudarlehen beträgt 4 v. H. jährlich.
(2) Die Zinsen für das öffentliche Baudarlehen werden für die ersten 5 Jahre nach Bezugsfertigkeit voll und auf die Dauer von weiteren 10 Jahren zur Hälfte erlassen.
(3) Für Familienheime soll das nachstellige öffentliche Baudarlehen dauernd zinslos gewährt werden, wenn es mindestens um 1/3 niedriger ist als der Betrag, der für Bauvorhaben vergleichbarer Art, Lage und Ausstattung üblicherweise gewährt wird (§ 44 Abs. 4 II. WoBauG).
(4) Bei schuldhaft groben Verstößen gegen die Wohnungsbauförderungsbestimmungen, die Bedingungen oder Auflagen des Bewilligungsbescheides oder die Bestimmungen der Schuldurkunde und auch bei nicht fristgerechter Anzeige der Schlußabrechnung oder des Nachweises der ordnungsgemäßen Belegung der Wohnungen können sowohl für das öffentliche Baudarlehen - und zwar neben den Leistungen nach Abs. 1 und 2 als auch für das Familienzusatzdarlehen unbeschadet weitergehender Rechte Zinsen bis zur Höhe von 8 v. H. des jeweiligen Restkapitals jährlich gefordert werden.
(5) Werden öffentliche Baudarlehen zum vorübergehenden Ersatz erststelliger Kapitalmarktmittel gegeben, so sind sie zu marktüblichen Bedingungen auszugeben.
einmalig 1,0 v. H. der Darlehnssumme,
laufend 0,375 v. H. des Ursprungskapitals jährlich.
Tilgung des öffentlichen Darlehens
Die öffentlichen Baudarlehen sind mit mindestens 1 v. H. jährlich unter Zuwachs der ersparten Zinsen zu tilgen. Eine Erhöhung des bei der Darlehnsbewilligung festgesetzten Tilgungssatzes ist während der ersten 35 Jahre der Laufzeit des Darlehens ausgeschlossen. Nach Ablauf von 35 Jahren werden die durch die Tilgung von Vorlasten freiwerdenden Zins- und Tilgungsbeträge - soweit sie nicht zur Verzinsung des öffentlichen Baudarlehens gemäß Nr. 40 Absatz 1 in Anspruch genommen werden - im Rahmen der Wirtschaftlichkeit des Bauvorvorhabens zur verstärkten Tilgung des öffentlichen Baudarlehens herangezogen.
(1) Zins- und Tilgungshilfen werden für verbürgte, durch Grundpfandrecht gesicherte Darlehen gewährt, soweit diese außerhalb der Beleihungsgrenze liegen. Die Zins- und Tilgungshilfen sind zur Deckung der laufenden Aufwendungen für Miet- und Genossenschaftswohnungen bestimmt.
Das zu verbürgende Darlehen muß den allgemeinen Vorschriften, insbesondere denen des Abschnittes B III. entsprechen. Für die Bürgschaftsübernahme gelten besondere Richtlinien. An Stelle der Förderung durch Zins- und Tilgungshilfen für ein verbürgtes Darlehen kann bis zu zwei Dritteln des Durchschnittsförderungssatzes ein öffentliches Baudarlehen bewilligt werden.
(2) Der Bauherr ist verpflichtet, das Darlehen, für das ihm eine Zins- und Tilgungshilfe bewilligt worden ist, auf Verlangen des Senators für die Finanzen zu kündigen, wenn ihm nach dem Ermessen des Senators für die Finanzen eine Umschuldung zu günstigeren Bedingungen zugemutet werden kann. Die durch die Umschuldung entstehenden Kosten trägt das Land Bremen.
(3) Nach einer Umschuldung setzt die Bewilligungsstelle die Zins- und Tilgungshilfe nach Maßgabe der Bedingungen des neuen Darlehens herab.
Höhe des zu verbürgenden Darlehens
(1) Die Höhe des zu verbürgenden Darlehens bestimmt sich nach den Durchschnittsförderungssätzen (Anlage). Das gleiche gilt, wenn die Förderung durch Gewährung einer Zins- und Tilgungshilfe für das verbürgte Darlehen teilweise durch die Bewilligung eines öffentlichen Baudarlehens ersetzt wird.
(2) Das zu verbürgende Darlehen soll in der Regel innerhalb von 80% der Gesamtkosten liegen.
Höhe der Zins- und Tilgungshilfen
(1) Die Zins- und Tilgungshilfen sind so zu bemessen, daß eine Tilgung von mindestens 1 v. H. des verbürgten Darlehens jährlich aus den Erträgen des bebauten Grundstücks gedeckt wird.
(2) Die Zinshilfe wird als Zuschuß, die Tilgungshilfe als Darlehen gegeben. Die Tilgungshilfe ist der Betrag, der für Tilgungszwecke einschließlich der Tilgung in Höhe der ersparten Zinsen verwandt wird. Das als Tilgungshilfe gewährte Darlehen ist dinglich zu sichern.
(3) Nach Tilgung der dem verbürgten Darlehen vorgehenden Belastungen ist die als Darlehen gegebene Tilgungshilfe wie ein aus öffentlichen Mitteln gegebenes Darlehen nach Maßgabe der Wirtschaftlichkeitsberechnung zu verzinsen und zu tilgen.
(4) Die Zins- und Tilgungshilfe vermindert sich nach Ablauf von fünf Jahren um ein Drittel und nach weiteren zehn Jahren um ein zweites Drittel.
Zu 46.-49.:
Vorschriften über die Gewährung von Aufwendungshilfen werden durch besondere Verwaltungsanordnungen erlassen.
Erhöhte Eigenleistung
und Kündigung der öffentlichen Mittel
Eigenheime, Kaufeigenheime, Kleinsiedlungen, Eigentums-, und Kaufeigentumswohnungen ohne Genehmigung der Bewilligungsstelle an Personen veräußert werden, die nicht zu dem in Nr. 3 Absatz 1 bezeichneten Personenkreis gehören (§ 52 Abs. 2 II. WoBauG),
der Bauherr von Kaufeigenheimen oder Kaufeigentumswohnungen, die sich aus den §§ 54 und 61 II. WoBauG ergebenden Verpflichtungen schuldhaft gröblich verletzt;
der Bauherr von Mietwohnungen in Ein- oder Zweifamilienhäusern die sich aus der Auflage nach § 64 II. WoBauG ergebenden Verpflichtungen verletzt;
Kleinsiedlungen nicht ordnungsgemäß bewirtschaftet oder zweckentfremdet werden;
Familienheime dauernd entgegen ihrer Zweckbestimmung genutzt werden;
der Bauherr der Aufforderung des Senators für die Finanzen nach Nr. 43 Abs. 2 nicht nachkommt;
der Bestimmung der Nr. 17 Abs. 2 zuwidergehandelt wird.
(2) Bei vorübergehendem erststelligen Einsatz von öffentlichen Baudarlehen ist in den Darlehensbedingungen neben den in Absatz 1 genannten Gründen eine Kündigung für den Fall vorzusehen, daß eine Ablösung aus Mitteln des Kapitalmarktes möglich wird (§ 42 Abs. 3 II. WoBauG).
Eigentumsbindungen bei Eigenheimen und Kaufeigenheimen
Die Bewilligung von öffentlichen Mitteln zum Bau von Eigenheimen und Kaufeigenheimen (§ 9 II. WoBauG) darf nicht von Eigentumsbindungen abhängig gemacht werden, die über das nach § 52 II. WoBauG zulässige Maß hinausgehen.
(1) Bauherren, die Kaufeigenheime im eigenen Namen, aber für Rechnung bereits feststehender Bewerber errichten (Träger), haben die Kaufeigenheime baldmöglichst nach Maßgabe eines dem § 54 Abs. 1 bis 3 II. WoBauG entsprechenden Vertrages auf die Bewerber zu Eigentum oder in Erbbaurecht zu übertragen, sofern diese bis dahin ihre Verpflichtungen dem Träger gegenüber erfüllt und das Kaufeigenheim bestimmungsgemäß genutzt haben. Die Bewerber müssen den Voraussetzungen des § 55 II. WoBauG entsprechen.
(2) Für die Zeit von der Bezugsfertigkeit bis zur endgültigen Übertragung sind die Nutzungen und Lasten einschließlich Instandhaltung den Bewerbern als wirtschaftlichen Eigentümern zu übertragen. Gleichzeitig ist ihnen bei Vorliegen der im Vertrag enthaltenen Voraussetzungen ein Anspruch auf Übertragung des Grundstücks zu Eigentum oder in Erbbaurecht unter Anrechnung des Wertes der geleisteten Arbeit (Selbst-, Nachbarhilfe) und der sonst erbrachten Eigenleistung einzuräumen.
(3) Der Nutzungsüberlassung und der endgültigen Übertragung sind vorgeschriebene Musterverträge zugrunde zu legen.
(4) Die Förderung von Kaufeigenheimen, die zum Zwecke der Übertragung auf nicht von vornherein bestimmte Bewerber errichtet werden (Vorratseigenheime), ist mit den Auflagen zu verbinden, die sich aus § 56 II. WoBauG ergeben. Für die Überlassung zur Nutzung und die endgültige Übertragung gelten die Absätze 2 und 3 entsprechend. Bis zum Abschluß eines auf Übertragung des Eigentums gerichteten Vertrages oder Vorvertrages mit einem geeigneten Bewerber ist zur Ermittlung der preisrechtlich zulässigen Miete die Wirtschaftlichkeitsberechnung nach den für Mietwohnungen geltenden Grundsätzen aufzustellen.
(3) Zu einem für Kleinsiedlungen angemessenen Wirtschaftsteil zählen neben Keller und Bodenraum eine Wasch- und Futterküche, Kleintierstallung und Abstellraum.
(4) Im Hinblick auf die bei Kleinsiedlungen durch die Landzulage und den Wirtschaftsteil entstehenden höheren Kosten kann zu den Bedingungen des öffentlichen Baudarlehens ein Zusatzdarlehen gewährt werden. Zur Beschaffung der erforderlichen Erstausstattung (Gartengeräte, Obstbäume, Sträucher, Kleintiere, Saatgut, Dünger) soll ein Einrichtungszuschuß bis zu DM 500,-- je Stelle bewilligt werden.
Unternehmen, die von dem Senator für Inneres als Kleinsiedlungsträger zugelassen sind.
(2) Der Kleinsiedlungsträger ist verpflichtet, die geförderte Trägerkleinsiedlung für Rechnung eines als Kleinsiedler geeigneten, bereits feststehenden oder künftigen Bewerbers zu errichten, diesem auf Grund eines Trägersiedlervertrages zur selbständigen Bewirtschaftung zu überlassen und spätestens zwei Jahre nach Bezugsfertigkeit zu Eigentum oder in Erbbaurecht zu übertragen. Auf Verlangen des Bewerbers kann die Übereignung für einen späteren Zeitpunkt vereinbart werden.
(1) Die Siedler sind besonders sorgfältig auszuwählen. Die Siedlerauswahl obliegt dem Kleinsiedlungsträger im Benehmen mit der Bewilligungsbehörde.
kein wichtiger Grund in der Person oder den Verhältnissen des Bewerbers der Überlassung der Kleinsiedlung entgegensteht und
(1) Die Förderung von Miet- und Genossenschaftswohnungen in Ein- oder Zweifamilienhäusern von Organen der staatlichen Wohnungspolitik, gemeinnützigen und freien Wohnungsunternehmen und Bauherren, die den Wohnungsbau gewerbsmäßig betreiben, soll mit der Auflage verbunden werden, daß der Bauherr die Ein- oder Zweifamilienhäuser geeigneten Bewerbern auf Antrag als Kaufeigenheime zu überlassen hat. Von dieser Auflage ist abzusehen, wenn die beabsichtigte Zweckbestimmung des Wohngebäudes die Übertragung ausschließt oder wenn sonst ein wichtiger Grund der Übertragung entgegensteht (§ 64 II. WoBauG).
(1) Der Antrag auf Gewährung eines öffentlichen Baudarlehens oder einer Zins- und Tilgungshilfe ist von dem Bauherrn gegebenenfalls zusammen mit dem Antrag auf Gewährung eines Familienzusatzdarlehns auf vorgeschriebenem Formblatt in zweifacher Fertigung unter Beifügung der erforderlichen Unterlagen bei der für das Bauvorhaben zuständigen Bewilligungsstelle einzureichen. Mit einem Antrag auf Gewährung von Zins- und Tilgungshilfen ist zugleich die Bürgschaftsübernahme nachzusuchen. Der Bauherr hat bei Antragstellung zu erklären, ob er den Anspruch gemäß § 80 Absatz 1 II. WoBauG auf Zuteilung einer Wohnung geltend machen will.
(3) Der Antrag auf Gewährung von Aufwendungshilfen ist vom Bauherrn nach Erteilung der Benutzungsgenehmigung auf vorgeschriebenem Formblatt und unter Beifügung der darin aufgeführten Antragsunterlagen bei der Bewilligungsstelle einzureichen.
Bewilligungsstellen sind für die Stadtgemeinde Bremen das Amt für Wohnung und Siedlung, für die Stadtgemeinde Bremerhaven der Magistrat.
(2) Die Bewilligungsstelle hat die Anträge zunächst zu prüfen. Anträge, die unvollständig sind oder sonstige Mängel aufweisen, hat sie zur Ergänzung oder Überarbeitung unverzüglich an den Antragsteller zurückzugeben oder die fehlenden Unterlagen nachzufordern. Der Antrag gilt erst dann als gestellt, wenn er mit allen Unterlagen der Bewilligungsstelle vorliegt. Er ist alsdann listenmäßig zu erfassen (§ 48 II. WoBauG).
(5) Bei Familienheimen ist dem Antragsteller innerhalb angemessener Frist (in der Regel innerhalb von sechs Wochen) eine Entscheidung über den Antrag mitzuteilen oder ein Bescheid über die Aussichten und die voraussichtliche Weiterbearbeitung des Antrages zu erteilen. (§ 48 II. WoBauG).
(1) Der Bewilligungsbescheid kann Auflagen und Bedingungen enthalten. Vor allem ist darin die Zahl der Wohnungen anzugeben, welche nur Angehörige eines begrenzten Personenkreises zur Nutzung überlassen werden dürfen.
(1) Der Bewilligungsbescheid kann von der Bewilligungsstelle vor Beginn der Auszahlung der öffentlichen Mittel ohne Zustimmung des Bauherrn widerrufen werden, wenn
der in Nr. 17 Abs. 2 enthaltenen Verpflichtung zuwidergehandelt wird, oder
(2) Bis zur Bezugsfertigkeit des Bauvorhabens kann der Bewilligungsbescheid auch auf Antrag des Bauherrn noch widerrufen werden. In diesem Falle ist die Übernahme einer weiteren Bürgschaft ausgeschlossen.
(4) In den Fällen des Absatzes 1 kann der Bewilligungsbescheid nur widerrufen werden, solange auf Grund des Bewilligungsbescheides noch kein Darlehensvertrag abgeschlossen ist.
(6) Wird der Bewilligungsbescheid nach Absatz 2 auf Antrag des Bauherrn widerrufen, nachdem Zahlungen bereits geleistet wurden, so sind diese Beträge sofort zurückzuzahlen und vom Tage ihrer Zahlung an bis zu ihrer Rückzahlung in der für Zwischenkredite marktüblichen Höhe zu verzinsen.
Auszahlung und Verwaltung
des öffentlichen Baudarlehens
Aufgaben der darlehensverwaltenden Stelle
(1) Die öffentlichen Mittel werden auf Anfordern entsprechend dem Baufortschritt bis zu 95 v. H. ausgezahlt, sofern die Rechnungen vom Bauherrn anerkannt sind.
(2) Die 1. Zahlung öffentlicher Mittel setzt in der Regel voraus, daß das bar aufzubringende Eigengeld und der Eigengeldersatz verwendet worden sind sowie daß die Eintragung der Hypothek und die Löschungsvormerkung im Grundbuch (Erbbaugrundbuch) durch Vorlage einer grundbuchamtlichen Bescheinigung nachgewiesen wurde oder durch Erklärung eines Notars oder des Grundbuchamtes sichergestellt ist, daß der Eintragung der Hypothek an der vorgesehenen Rangstelle keine Hinderungsgründe entgegenstehen.
(3) Die letzte Rate in Höhe von 5 v. H. darf erst ausgezahlt werden, wenn eine Bescheinigung des Wohnungsamtes über den ordnungsmäßigen Bezug der Wohnung und eine Bescheinigung des Bauaufsichtsamtes über die Gebrauchsabnahme vorliegen.
(4) Sofern im Zeitpunkt der Gewährung der öffentlichen Mittel aus rechtlichen Gründen eine dingliche Sicherung nicht möglich ist, kann die Bewilligungsstelle die Auszahlung schon zulassen, wenn sich der Grundstückseigentümer verpflichtet, bei Wegfall der Hinderungsgründe die Eintragung der Hypothek nachzuholen.
Auszahlung der Zins- und Tilgungshilfen
und Übernahme von Bürgschaften
Die Zins- und Tilgungshilfen werden ab Bezugsfertigkeit der einzelnen Wohnungen unmittelbar an den Geldgeber des verbürgten Hypothekendarlehns gezahlt.
Auszahlung der Aufwendungshilfen
Die Aufwendungshilfen werden unmittelbar an den Vermieter ab Bezugsfertigkeit der einzelnen Wohnungen gezahlt. Die weiteren Zahlungen erfolgen halbjährlich für das abgelaufene Vierteljahr rückwirkend und für das nächste Vierteljahr im voraus jeweils am 20. März und 20. September eines jeden Jahres.
(4) Sofern sich bei der Schlußabrechnung gegenüber den veranschlagten Gesamtherstellungskosten Einsparungen ergeben, sind diese auf das öffentliche Baudarlehen oder auf das verbürgte nachrangige Grundpfandrecht zurückzuzahlen. Die Zins- und Tilgungshilfe ist entsprechend zu kürzen.
ÖFFENTLICHER BAUDARLEHEN
Voraussetzungen der Freistellung von den für
öffentlich geförderte Wohnungen bestehenden Bindungen.
bei anderen Wohnungen die öffentlichen Baudarlehen für sämtliche Wohnungen des Gebäudes, sofern neben diesen Baudarlehen keine Zins- und Tilgungshilfen und Aufwendungshilfen gewährt worden sind,
(2) Die Freistellung wird hinsichtlich der Wohnraumbewirtschaftung frühestens nach der erstmaligen Zuteilung der Wohnung wirksam. Die Freistellung ist hinsichtlich der Mietpreisbildung und des Mieterschutzes ohne Wirkung auf ein Mietverhältnis, das vor der Freistellung begründet worden ist.
Vorzeitige Ablösung des öffentlichen Baudarlehns
(1) Der Eigentümer eines Familienheims in der Form des Eigenheims oder der Eigensiedlung, der Wohnungseigentümer einer eigengenutzten Eigentumswohnung und der Bewerber eines Familienheims in der Form des Kaufeigenheims oder Trägerkleinsiedlung kann nach Ablauf von zwei Jahren und vor Ablauf von 20 Jahren seit Bezugsfertigkeit über die vereinbarungsgemäß zu entrichtenden Tilgungen hinaus das öffentliche Baudarlehen ganz oder in Teilen vorzeitig durch Zahlung noch nicht fälliger Leistungen abzüglich von Zwischenzinsen unter Berücksichtigung von Zinseszinsen ablösen (§ 69 II. WoBauG).
(2) Das Nähere über die Ablösung von öffentlichen Baudarlehen bestimmt die Ablösungsverordnung v. 13. August 1957.
Die bisherigen Wohnungsbauförderungsbestimmungen samt allen dazu ergangenen Vorschriften mit Ausnahme der Bürgschaftsbestimmungen werden am 31. Juli 1961 mit der Maßgabe gegenstandslos, daß sie künftig nur noch für die Abwicklung der nach ihnen geförderten Bauvorhaben anzuwenden sind.
Diese Verwaltungsanordnung findet auf alle Anträge auf Bewilligung öffentlicher Mittel Anwendung, über die nach dem 31. Juli 1961 durch Bewilligungsbescheid entschieden werden soll.
Beschlossen Bremen, in der Versammlung des Senats vom 18. Juli 1961 und bekanntgemacht am 4. August 1961.
Höhe der Durchschnittsförderungsbeträge
Die in Spalte 2 aufgeführten Beträge sind Durchschnittsbeträge. Sie gehen von einer Wohnung von 60 m2 aus und erhöhen bzw. vermindern sich bei größerer oder kleinerer Wohnfläche als 60 m2 um die in Spalte 3 genannten Förderungssätze je m2 bis zu einer förderungsfähigen Wohnfläche von 85 m2 (Spalte 4). Eine über 85 m2 Wohnfläche hinausgehende Wohnung wird nur gefördert, wenn die Wohnung für eine Familie mit mehr als zwei Kindern* bestimmt ist.
Personenkreis des § 25 II. WoBauG (= Nr. 3 WFB)
bzw. Ver-
ringerung
Wohnungen in Familienheimen
(Nr. 1 Abs. 1 Buchst. a WFB), die für den Eigentümer oder dessen Angehörige bestimmt sind
(Nr. 1 Abs. 1 Buchst. b-h WFB), z. B. Miet- oder Genossenschaftswohnungen, Wohnungen in der Rechtsform des Wohnungseigentums oder des eigentumsähnlichen Dauerwohnrechts
Personenkreis mit geringem Einkommen und Gleichgestellte nach § 27 II. WoBauG (= Nr. 4 WFB)
Für das dritte und jedes weitere Kind sind jeweils bis zu 15 m2 Wohnfläche über 85 m2 hinaus nach Maßgabe der Nr. 12 WFB förderungsfähig.