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Timestamp: 2016-10-21 00:39:27
Document Index: 215259647

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 269', 'Art. 84', 'Art. 269', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 277', 'Art. 156', 'Art. 278']

Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Roger Lerf, Bahnhofstrasse 15, Postfach 55, 3125 Toffen,
Dr.iur. Ren� M�ller, Postfach 160, 5201 Brugg AG,
fahrl�ssige einfache K�rperverletzung,
Am Wochenende vom 17./18. Oktober 1998 organisierte die W.________AG in Bern die Ausstellung "Auto Emotionen 98". W�hrend der Ausstellung wurde als Attraktion zwischen der Festhalle und einem Ausstellungszelt mehrfach ein rennm�ssiger Boxenstopp demonstriert Bei der Demonstration vom Sonntag um 16.00 Uhr gelang es dem Fahrer nicht, seinen Ferrari rechtzeitig zum Stillstand zu bringen, so dass er in ein Verpflegungszelt fuhr, das f�r den Notfall als Pufferzone vorgesehen war. Dabei wurden mehrere Personen verletzt, die sich im Verpflegungszelt und dahinter befanden; acht davon mussten hospitalisiert werden. Gem�ss �berweisungsbeschluss h�tte X.________ daf�r besorgt sein m�ssen, dass gen�gend Platz f�r die sichere Durchf�hrung des Boxenstopps vorhanden war und dass sich w�hrend dessen Durchf�hrung niemand in der abgesperrten Zone befand.
Mit Urteil vom 9. Januar 2002 sprach die Gerichtspr�sidentin 17 des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen X.________ ebenso wie Z.________, den Lenker des Fahrzeugs Ferrari, von der fahrl�ssigen K�rperverletzung frei. Wegen fahrl�ssiger einfacher K�rperverletzung verurteilte sie allein den mitangeklagten Sicherheitsbeauftragten Y.________.
Auf Appellation eines Privatkl�gers sowie des Generalprokurators des Kantons Bern erkl�rte die 1. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern X.________ ebenso wie den Lenker des Fahrzeugs Ferrari am 5. Dezember 2002 der fahrl�ssig begangenen einfachen K�rperverletzung zum Nachteil von f�nf Personen f�r schuldig und verurteilte die beiden wie den Sicherheitsbeauftragten Y.________ je zu vierzehn Tagen Gef�ngnis, mit Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs.
Dieses Urteil ficht X.________ sowohl mit eidgen�ssischer Nichtigkeitsbeschwerde als auch mit staatsrechtlicher Beschwerde an. Er beantragt mit beiden Rechtsmitteln die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils und die R�ckweisung der Sache zur Neubeurteilung. Das gleichzeitig eingereichte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung hat der Beschwerdef�hrer mit Eingabe vom 26. Mai 2003 zur�ckgezogen (act. 7).
Das Obergericht hat im Schreiben vom 5. Mai 2003 auf Gegenbemerkungen verzichtet. Der Privatkl�ger ist nicht zur Stellungnahme aufgefordert worden.
Mit Eingabe vom 2. Juli 2003 hat der Beschwerdef�hrer um die aufschiebende Wirkung der Nichtigkeitsbeschwerde ersucht (act. 9). Dieses Gesuch hat der Kassationshof am 4. Juli 2003 abgewiesen (act. 10).
Der Beschwerdef�hrer wirft den kantonalen Gerichten mehrfach Willk�r in der Beweisw�rdigung vor.
1.1 Willk�r ist nach st�ndiger Rechtsprechung nicht schon gegeben, wenn vom Sachrichter gezogene Schl�sse nicht mit der Darstellung des Beschwerdef�hrers �bereinstimmen oder wenn eine andere L�sung oder W�rdigung vertretbar erscheint, sondern nur, wenn der angefochtene Entscheid auf einer schlechterdings unhaltbaren oder widerspr�chlichen Beweisw�rdigung beruht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 125 I 166 E. 2a; 124 I 247 E. 5 S. 250). Da das Bundesgericht im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nur R�gen pr�ft, die gen�gend klar und detailliert erhoben werden (BGE 122 I 70 E. 1c; 118 Ia 184 E. 2), hat der Beschwerdef�hrer, der Willk�r geltend macht, im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid willk�rlich ist.
1.2 Als willk�rlich r�gt der Beschwerdef�hrer zun�chst die obergerichtlichen Feststellungen, er habe die Idee der Boxenstopp-Show gehabt, er habe �ber die notwendigen Beziehungen f�r diese verf�gt und es sei ihm von der W.________AG die Planung, Organisation und Durchf�hrung derselben �bertragen worden (Beschwerde S. 4 f.). Diesen Feststellungen h�lt der Beschwerdef�hrer die Aussage des Gesch�ftsf�hrers der W.________AG entgegen. Dieser gab an, er habe die Ausstellung "Auto Emotionen 98" organisiert, der Beschwerdef�hrer habe die Idee der Boxenstopp-Show gehabt und den Platz daf�r bestimmt. Die Organisation des Boxenstopps, die Einrichtung, der Ablauf und die Fahrt seien die Aufgaben des Beschwerdef�hrers gewesen. Aus der zitierten Aussage will der Beschwerdef�hrer ableiten, dass die gesamte Verantwortung nicht bei ihm, sondern bei der W.________AG gelegen habe. Es sei unerheblich, wer die Idee gehabt habe; massgeblich sei, dass die W.________AG sie aufgenommen habe.
Mit seinen Vorbringen vermag der Beschwerdef�hrer Willk�r nicht darzutun. Ein Widerspruch zwischen den obergerichtlichen Feststellungen und der zitierten Aussage ist nicht auszumachen, muss doch zwischen den Feststellungen, die sich auf die Ausstellung "Auto Emotionen 98" beziehen, und jenen in Bezug auf die Boxenstopp-Show klar unterschieden werden. Organisatorin der Ausstellung "Auto Emotionen 98" war die W.________AG; davon geht auch das Obergericht aus (Urteil E II.2 S. 5). Dies schliesst jedoch keineswegs aus, dass die W.________AG dem Beschwerdef�hrer bei der Organisation und Moderation der Boxenstopp-Show freie Hand liess, dieser mithin faktischer Organisator der Show war (Urteil E III.2 S. 24 unten).
1.3 Als willk�rlich r�gt der Beschwerdef�hrer weiter die Feststellung, er habe die Bewilligung f�r die Boxenstopp-Show erhalten. Dies sei falsch. Die Bewilligung habe die W.________AG erhalten, und zwar in seiner Abwesenheit. Dass die Veranstaltung bewilligt und damit die Sicherheit garantiert gewesen sei, habe das Gericht im �brigen in keiner Weise gew�rdigt (Beschwerde S. 5 und 6). Die Bewilligung w�re nicht erteilt worden, wenn die Sache gef�hrlich gewesen w�re. Die Feststellung, dass es sich bei den Boxenstopps um gef�hrliche Man�ver gehandelt habe, sei deshalb willk�rlich (Beschwerde S. 7).
Das Obergericht stellt den Sachverhalt so, wie ihn der Beschwerdef�hrer zitiert, nicht fest. Auch hier vermengt der Beschwerdef�hrer Feststellungen zur Ausstellung "Auto Emotionen 98" und solche zur Boxenstopp-Show. Die Feststellung, dass der Beschwerdef�hrer Bewilligungen bei der Stadt Bern eingeholt habe, bezieht sich auf die Bewilligungen f�r die Ausstellung "Auto Emotionen 98" (Urteil E. II.1 S. 5). Im Zusammenhang mit der Boxenstopp-Show h�lt das Obergericht lediglich fest, der Beschwerdef�hrer habe die Bewilligungsfrage abgekl�rt und den Beh�rden erkl�rt, wie ein Boxenstopp ablaufen w�rde (Urteil E. III.2d. S. 27). F�r eine allf�llige Bewilligung der Boxenstopp-Show w�re gem�ss den Akten nicht die Stadt, sondern der Kanton zust�ndig gewesen; dieser habe aber die Show nicht als bewilligungspflichtig erachtet (act. 105, ebenso act. 227 f.). Somit wurde f�r die Show gar keine Bewilligung eingeholt.
Da die eingeholten Bewilligungen demnach die Boxenstopp-Show nicht mit umfassten, kann daraus auch keine Schlussfolgerung bez�glich deren Sicherheit gezogen werden. Welche Person diese Bewilligungen eingeholt hat, ist f�r die Beurteilung der Verantwortlichkeiten im Rahmen der Boxenstopp-Show nicht relevant. Eine m�glicherweise falsche Feststellung dar�ber vermag den angefochtenen Entscheid somit nicht als willk�rlich erscheinen zu lassen.
1.4 Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, das Obergericht habe die erste Veranstaltung im Jahr 1998 angesetzt, anstatt im Jahr 1995. Dadurch werde unterschlagen, dass eine Vorlaufphase mit dem gleichen Programm stattgefunden habe, in welcher sich das Konzept bew�hrt habe (Beschwerde S. 6).
Bei dieser R�ge vermengt der Beschwerdef�hrer erneut Feststellungen zur Ausstellung "Auto Emotionen 98" mit solchen zur Boxenstopp-Show. Nach seinen eigenen Aussagen fand die erste Autoshow Bern im Jahr 1995 statt. Die Idee, im Rahmen einer solchen Motorfahrzeugausstellung eine so genannte Boxenstopp-Show zu organisieren, habe damals (erst) gedanklich existiert. Zu Beginn des Jahres 1998 habe die Idee anl�sslich der Organisation der Ausstellung "Auto-Emotionen 1998" konkrete Formen angenommen (act. 105).
Wenn das Obergericht angesichts dieser unbestrittenen und unwiderrufenen Aussage davon ausgeht, dass die Boxenstopp-Show an der Ausstellung im Jahr 1998 zum ersten Mal stattfand, ist dies nicht willk�rlich.
1.5 Als willk�rlich ficht der Beschwerdef�hrer weiter die Feststellung an, die Verantwortung f�r das Sicherheitskonzept der Boxenstopp-Show habe bei ihm gelegen. Der bei der W.________AG tempor�r unter Vertrag stehende Y.________ sei gem�ss den Feststellungen des Obergerichts mit der Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung innerhalb der Ausstellung beauftragt gewesen. Dieser sei von ihm als Sicherheitsbeamter f�r die Boxenstopp-Show beigezogen worden und f�r den abgesperrten Raum sowie das Imbisszelt zust�ndig gewesen (Beschwerde S. 6 f.).
Die Feststellungen, welche der Beschwerdef�hrer zum Nachweis der Willk�r anf�hrt, beschlagen die Umsetzung des Sicherheitskonzepts bzw. die dabei m�glicherweise erfolgte Aufgabenteilung. Damit kann die angefochtene Feststellung, in der es um die Verantwortung f�r das Sicherheitskonzept an sich geht, nicht widerlegt werden. Auch diese R�ge st�sst folglich ins Leere.
1.6 Willk�rlich ist gem�ss Beschwerdef�hrer sodann die Annahme, dass er sich im Zeitpunkt der Startfreigabe in einer Entfernung von ca. 40 m vom Imbisszelt aufgehalten habe. Damit weiche das Obergericht ohne Begr�ndung, und ohne dar�ber erneut Beweis zu f�hren, von der Distanz von 70 m ab, welche die erste Instanz angenommen habe. Der vom Obergericht angenommene Standort entspreche nicht dem tats�chlichen; die Annahme sei demnach willk�rlich. Das gleiche gelte f�r die Feststellung, er habe direkte Sicht auf und in das Zelt gehabt. Bei dieser Annahme stelle das Obergericht auf Photos ab, welche die Situation nach dem Unfall wiederg�ben. Anders als auf diesen Photos sei das Zelt vor dem Unfall bis auf einen schmalen Schlitz im oberen Bereich geschlossen gewesen, so dass er keine Sicht in das Innere des Zeltes gehabt habe (Beschwerde S. 7 f.).
Allein schon die vom Beschwerdef�hrer zitierten Erw�gungen von S.27/28 des angefochtenen Urteils (Beschwerde S. 7 unten) widerlegen seine Behauptung, das Obergericht habe seine Annahme ohne Begr�ndung getroffen. An der Aktenstelle, auf die sich das Obergericht st�tzt, wird der unterstellte Standort des Beschwerdef�hrers ausdr�cklich als solcher bezeichnet (act. 243 Bild 8, ebenso auf dem Plan act. 237). Die Annahme des Obergerichts ist demnach jedenfalls vertretbar.
Der R�ge, das Obergericht h�tte angesichts der gegenteiligen Annahme der ersten Instanz zu dieser Frage erneut Beweis aufnehmen m�ssen, kann nicht entnommen werden, auf welches verfassungsm�ssige Recht sich der Beschwerdef�hrer beruft. Im Rahmen der Verfassungsbeschwerde gilt der Grundsatz der richterlichen Rechtsanwendung nicht (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 125 I 71 E. 1c S. 76). Auf diese R�ge kann deshalb nicht eingetreten werden.
Die Behauptung des Beschwerdef�hrers, vor dem Unfall sei das Imbisszelt bis auf einen schmalen Schlitz im oberen Bereich geschlossen gewesen, ist in keiner Weise belegt (Beschwerde S. 8 oben). Solch ein unsubstantiiertes Vorbringen vermag Willk�r nicht darzutun.
1.7 Willk�r macht der Beschwerdef�hrer des Weiteren geltend in Bezug auf die obergerichtliche Erw�gung, angesichts des grossen Publikumandrangs am Sonntag h�tte er das Sicherheitskonzept modifizieren m�ssen. Die darin implizierte Annahme, er habe das Sicherheitskonzept nicht angepasst, stehe im Widerspruch zur obergerichtlichen Feststellung, die Absperrungen seien am Sonntag ge�ndert worden (Beschwerde S. 8).
Gem�ss den Ausf�hrungen des Obergerichts bestand das Sicherheitskonzept darin, dass der f�r die Boxenstopp-Demonstration vorgesehene Korridor abgesperrt und das Imbisszelt am Ende der Fahrstrecke f�r den Notfall als Sturzraum vorgesehen war. Der Start durfte erst freigegeben werden, wenn alle Leute den abgesperrten Korridor und das Imbisszelt aufforderungsgem�ss verlassen hatten, was der Sicherheitsbeauftragte Y.________ kontrollieren musste (Urteil E. II.1 S. 5, E. III.2b S. 27, E. IV.4a S. 31). Mit einer Modifizierung des Sicherheitskonzepts meint das Obergericht eine �nderung im Sinne einer Erh�hung der Sicherheit im Bereich des Imbisszeltes. Dass die �nderung der Absperrungen eine Modifizierung des Sicherheitskonzepts in diesem Sinn darstellen soll, ist eine unsubstantiierte Behauptung. Der Beschwerdef�hrer macht selber nicht geltend, die �nderung der Absperrungen habe eine Auswirkung auf die Sicherheit im Bereich des Zeltes gehabt. Ein Widerspruch liegt demnach auch hier nicht vor.
1.8 Einen Widerspruch sieht der Beschwerdef�hrer schliesslich darin, dass das Obergericht ihm vorwerfe, dass er sich auf den Sicherheitsbeauftragten Y.________ verlassen habe, obwohl es vorg�ngig festgestellt habe, dass er diesen zur Gew�hrleistung der Sicherheit in der abgesperrten Zone beigezogen habe und dieser ihm jeweils das Zeichen f�r den Start zu geben hatte (Beschwerde S. 8 f.).
Zwischen dem Umstand, dass der Beschwerdef�hrer einen Dritten zur Gew�hrleistung der Sicherheit beigezogen hat, und der Tatsache, dass er sich auf diesen verlassen hat, besteht kein Widerspruch. Der Beschwerdef�hrer r�gt denn im Grunde auch nicht die Beweisw�rdigung des Obergerichts. Er macht vielmehr geltend, dass ihm aufgrund des festgestellten Sachverhalts kein Schuldvorwurf gemacht werden k�nne. Die R�ge beschl�gt demnach eine Rechtsfrage, die im Verfahren der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde vorzubringen ist. Im Verfahren der subsidi�ren staatsrechtlichen Beschwerde ist darauf nicht einzutreten (Art. 269 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 84 Abs. 2 OG).
Soweit die R�gen des Beschwerdef�hrers nicht ohnehin appellatorisch sind, erscheinen sie folglich alle als unbegr�ndet. Aus diesem Grund ist die staatsrechtliche Beschwerde in dem Umfang abzuweisen, als darauf einzutreten ist.
Die Nichtigkeitsbeschwerde enth�lt auf weite Strecken dieselben - auf die Beweisw�rdigung bezogenen - R�gen wie die staatsrechtliche Beschwerde (Beschwerde S. 4 - 10, S. 12 und S. 13). Nach dem Abweisungs- bzw. Nichteintretensentscheid �ber die staatsrechtliche Beschwerde ist der Sachverhalt, wie ihn das Obergericht festgestellt hat, f�r das Bundesgericht verbindlich. �berdies kann mit der Nichtigkeitsbeschwerde ohnehin nur die Verletzung von eidgen�ssischem Recht geltend gemacht werden (Art. 269 Abs. 1 BStP). Soweit sich die Beschwerde gegen die tats�chlichen Feststellungen richtet bzw. von einem anderen als dem verbindlich festgestellten Sachverhalt ausgeht, ist darauf nicht einzutreten (BGE 126 IV 65 E. 1 S. 66 f.).
Im �brigen ficht der Beschwerdef�hrer den Schuldspruch wegen fahrl�ssiger einfacher K�rperverletzung einzig mit dem Argument an, es k�nne ihm keine Fahrl�ssigkeit vorgeworfen werden. Ob die weiteren Tatbestandsmerkmale erf�llt sind, braucht daher nicht gepr�ft zu werden (BGE 124 IV 53 E. 1).
4.1 Gem�ss den verbindlichen Feststellungen des Obergerichts fand die Boxenstopp-Show zu festgelegten Zeiten in einem abgesperrten Korridor von ca. 90 m L�nge und ca. 12 m Breite zwischen der Festhalle und dem Ausstellungszelt statt. Nach einem m�glichst spektakul�r beschleunigten Start (mit durchdrehenden R�dern) hielt der Fahrer nach ca. 30 m bei der supponierten Box an, wo dem Publikum ein Radwechsel und das Tanken (supponiert) demonstriert wurden. Darauf erfolgte wiederum ein Start der gleichen Art wie der erste, worauf das Fahrzeug nach ca. 50 Metern wieder angehalten wurde (Urteil E. II.1 S. 5). Am Ende der f�r die Show bestimmten Strecke stand - noch innerhalb der abgesperrten Zone - ein Imbisszelt.
Der Beschwerdef�hrer war faktischer Organisator und Moderator der Show (Urteil E III.2 S. 24 unten). Er war bei der Gel�ndewahl die bestimmende Person. Ihm oblag unter anderem auch die Verantwortung f�r das Sicherheitskonzept und dessen Kommunikation. Er hatte angeordnet, dass das Imbisszelt als Sicherheitszone zu gelten hatte (Urteil E. III.2d S. 27). Bei den Vorf�hrungen zog er zur Gew�hrleistung der Sicherheit in der abgesperrten Zone und im Imbisszelt den von der W.________AG eingesetzten Sicherheitsbeamten Y.________ bei. Dieser hatte die Leute aus der Gefahrenzone zu weisen und dem Beschwerdef�hrer ein Zeichen zu geben, wenn diese von Leuten frei war.
Am Unfalltag herrschte in der Ausstellung ein gr�sserer Publikumsandrang als an den Tagen zuvor (Urteil E. IV.4c S. 33 oben). Der Sicherheitsbeauftragte gab dem Beschwerdef�hrer das vereinbarte Zeichen, obwohl nicht alle Leute das Imbisszelt verlassen hatten. Darauf gab der Beschwerdef�hrer dem Ferrarifahrer den Start frei. Aus Demonstrationszwecken startete dieser mit durchdrehenden Hinterr�dern und verlor dabei die Kontrolle �ber das Fahrzeug (Urteil E. III.3 S. 29). Der Wagen fuhr in das Imbisszelt und kam erst hinter dem Zelt zum Stillstand. Dabei wurden verschiedene Personen verletzt, die sich im Zelt und dahinter aufhielten (Urteil E. III.3 S. 30 oben, E. IV.4c S. 33).
4.2 Gest�tzt auf diesen Sachverhalt wirft das Obergericht dem Beschwerdef�hrer vor, die Anlage sei f�r die Durchf�hrung eines so unkontrollierten und gef�hrlichen Man�vers wie die Boxenstopps ungeeignet, namentlich angesichts der gr�sseren Zuschauerzahlen am Sonntag zu klein und ungen�gend gesichert gewesen. �berdies habe der Beschwerdef�hrer sein Sicherheitskonzept ungen�gend �berwacht. Er h�tte erkennen m�ssen, dass der Sicherheitsbeauftragte Y.________ nicht Herr der Lage war (Urteil E. IV.4c S. 33).
Der Beschwerdef�hrer h�lt dem entgegen, er habe die n�tige Vorsicht walten lassen. Insbesondere habe er die Leute vor der Startfreigabe zum Verlassen des Zeltes aufgefordert. Diese seien der Aufforderung aus Leichtfertigkeit nicht gefolgt. Ausserdem habe er den Sicherheitsbeauftragten Y.________ angewiesen zu kontrollieren, ob das Zelt leer war, und ihm dann ein Zeichen zu geben. Y.________ habe ihm das Signal gegeben. Auf dieses Zeichen habe er sich verlassen und darauf den Start freigeben d�rfen. Es k�nne ihm somit keine pflichtwidrige Unvorsichtigkeit vorgeworfen werden (Beschwerde S. 10 und S. 13).
4.3 Fahrl�ssig begeht der T�ter ein Verbrechen oder Vergehen, wenn die Tat darauf zur�ckzuf�hren ist, dass er die Folgen seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder darauf nicht R�cksicht genommen hat (vgl. Art. 18 Abs. 3 StGB). Ein Schuldspruch wegen fahrl�ssiger K�rperverletzung setzt somit voraus, dass der T�ter die Unfallfolgen durch Verletzung einer Sorgfaltspflicht verursacht hat.
Sorgfaltswidrig ist die Handlungsweise, wenn der T�ter zum Zeitpunkt der Tat aufgrund der Umst�nde sowie seiner Kenntnisse und F�higkeiten die damit bewirkte Gef�hrdung der Rechtsg�ter des Opfers h�tte erkennen k�nnen und m�ssen und wenn er zugleich die Grenzen des erlaubten Risikos �berschritten hat. Wo besondere Normen ein spezifisches Verhalten gebieten, bestimmt sich das Mass der dabei zu beachtenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften. Fehlen solche, kann gegebenenfalls auf entsprechende Regeln privater oder halbprivater Vereinigungen abgestellt werden, sofern diese allgemein anerkannt sind. In anderen F�llen kann der Vorwurf der Fahrl�ssigkeit auch auf allgemeine Rechtsgrunds�tze wie etwa den allgemeinen Gefahrensatz gest�tzt werden (BGE 127 IV 62 E. 2d S. 64 f.; 126 IV 13 E. 7a/bb S. 16 f., je mit Hinweisen). Betreiber von gef�hrlichen technischen Anlagen sind grunds�tzlich verpflichtet, durch geeignete Sicherheitsdispositive daf�r Sorge zu tragen, dass mit dem Betrieb der Anlage verkn�pfte spezifische Unfallgefahren m�glichst vermieden werden k�nnen (vgl. BGE 126 IV 13 E. 7b/aa S. 18; 125 IV 9 E. 2a S. 12, je mit Hinweisen).
Grundvoraussetzung f�r das Bestehen einer Sorgfaltspflichtverletzung und mithin f�r die Fahrl�ssigkeitshaftung ist die Vorhersehbarkeit der Rechtsgutverletzung. F�r die Beurteilung der Vorhersehbarkeit gilt der Massstab der Ad�quanz. Danach muss das Verhalten des T�ters geeignet sein, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des Lebens eine Unfallfolge wie die eingetretene herbeizuf�hren oder mindestens zu beg�nstigen. Die Ad�quanz ist nur zu verneinen, wenn ganz aussergew�hnliche Umst�nde, wie das Mitverschulden des Opfers bzw. eines Dritten oder Material- oder Konstruktionsfehler, als Mitursachen hinzutreten, mit denen schlechthin nicht gerechnet werden musste und die derart schwer wiegen, dass sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache des Erfolges erscheinen und so alle anderen mitverursachenden Faktoren - namentlich das Verhalten des Angeschuldigten - in den Hintergrund dr�ngen (BGE 127 IV 62 E. 2d S. 65; 126 IV 13 E. 7a/bb S. 17, je mit Hinweisen).
4.4 Das Obergericht bezeichnet die Boxenstopps zu Recht als unkontrollierbare gef�hrliche Man�ver. Als Organisator der Show war der Beschwerdef�hrer f�r die Sicherheit der Besucher in deren Umfeld verantwortlich. Er sah die Gefahr, dass der Rennwagen nicht innerhalb der vorgesehenen Strecke zum Halten kommen k�nnte, voraus. Er bestimmte deshalb einen so genannten Sturzraum, in welchen der Fahrer den Wagen notfalls hinein steuern sollte, um ihn abzubremsen. Im Imbisszelt am Ende der Fahrstrecke hielten sich zu gew�hnlichen Zeiten einerseits die Betreiber des Imbissstandes auf, welche Pizzas zubereiteten und diese zusammen mit Getr�nken verkauften, und andererseits die Ausstellungsbesucher, welche die Pizzas und Getr�nke dort kauften und auch konsumierten. Dadurch, dass er dem Imbisszelt die Funktion eines Prellbocks zuwies, gef�hrdete der Beschwerdef�hrer diese Personen.
Daran �ndert auch nichts, dass vorgesehen war, die Leute jeweils vor der Show aus dem Zelt weg zu weisen. Die Betreiber des Imbisszeltes wurden dadurch bei ihrer Arbeit und die Besucher beim Konsumieren unterbrochen. Es war also offensichtlich, dass das Verlassen des Zeltes f�r die Betroffenen - insbesondere f�r die dort Arbeitenden - mit Umtrieben verbunden sein w�rde (Urteil E. III.2b S. 27) und dass sie der Aufforderung nicht ohne weiteres nachkommen w�rden. Das Verhalten der Gesch�digten, die das Zelt nicht verlassen haben, kann denn auch aus diesem Grund nicht als geradezu leichtfertig bezeichnet werden.
�berdies hielten sich auch hinter dem Pizzazelt Leute auf. Es konnte nicht von Vornherein damit gerechnet werden, dass ein ausser Kontrolle geratenes Fahrzeug durch das Zusammenprallen mit dem Zelt sofort zum Stillstand kommen w�rde (Urteil E. IV.4c S. 33). Dennoch waren f�r den Platz hinter dem Zelt keine Sicherheitsmassnahmen, insbesondere auch keine Wegweisung, vorgesehen. Das Obergericht beurteilt unter diesen Umst�nden das Sicherheitskonzept des Beschwerdef�hrers - namentlich f�r einen Tag wie den Sonntag mit grossem Publikumsandrang - zu Recht als ungen�gend.
4.5 Es war die Aufgabe des Sicherheitsbeauftragten Y.________, die Leute vor der Boxenstopp-Show aus dem abgesperrten Raum und dem Imbisszelt zu weisen. Er hatte dem Beschwerdef�hrer jeweils das Zeichen zu geben, wenn die Gefahrenzone von Personen frei war, damit dieser seinerseits dem Fahrer den Start freigeben konnte. Beim in Frage stehenden Start war die Durchsetzung der Anweisung durch den gr�sseren Publikumsandrang erschwert. Der Beschwerdef�hrer unterst�tzte deshalb den Sicherheitsbeauftragten mit dem Megaphon. Er war sich also der erh�hten Gefahr bewusst. Dass der Sicherheitsbeauftragte mit dem Zeichen nicht zuwartete, bis das Zelt leer war, erscheint unter diesen Umst�nden nicht als so aussergew�hnlich und schwerwiegend, dass der Beschwerdef�hrer schlechthin nicht damit rechnen musste, dass sich doch noch Personen in der Gefahrenzone aufhielten.
4.6 Durch das ungen�gende Sicherheitskonzept hat der Beschwerdef�hrer seine Sorgfaltspflichten im Sinn von Art. 18 Abs. 3 StGB verletzt. Weder das Verhalten der Gesch�digten noch jenes des Sicherheitsbeauftragten Y.________ und jenes des Fahrers Z.________ stellen Mitursachen dar, mit denen er schlechthin nicht h�tte rechnen m�ssen. Der Schuldspruch wegen fahrl�ssiger einfacher K�rperverletzung verst�sst somit nicht gegen Bundesrecht. Dies zu �berpr�fen war aufgrund der tats�chlichen Feststellungen und der rechtlichen W�rdigung des Obergerichts ohne weiteres m�glich. Auch der Vorwurf der ungen�genden Begr�ndung im Sinn von Art. 277 BStP erweist sich folglich (z.B. Beschwerde S. 5) als haltlos.
Der Beschwerdef�hrer unterliegt mit beiden Beschwerden vollumf�nglich. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind ihm die Kosten aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG, Art. 278 Abs. 1 BStP).