Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/289311,90.html
Timestamp: 2019-10-22 14:46:57
Document Index: 290673156

Matched Legal Cases: ['§ 243', '§ 243', '§ 242', '§ 243', '§ 243', 'BGH', 'BGH', '§ 243', 'BGH', 'BGH', '§ 249', '§ 249', '§ 249', '§ 249', '§ 249']

Verfasst am: 08 Feb 2012 - 12:24:20 Titel:
Ich denke nicht, daß man ein Tötungsdelikt prüfen muß... weder aktiv noch durch Unterlassen, einfach weil dazu Vorsatz nötig ist und dazu gibts null Anhaltspunkte im Sachverhalt.
Einfach den Raub anprüfen und verneinen (kein finaler Zusammenhang)
dann auf Räuberischer Diebsthal 252 und dort die Qualifikationen 250, 251 prüfen.
Verfasst am: 08 Feb 2012 - 16:48:42 Titel:
Kurze Frage, prüft ihr den Diebstahl am Schlüssel ausführlich oder handelt ihr das kurz ab und geht erst bei der Zueignungsabsicht näher darauf ein.
Also mein z.B:Der Schlüssel war für T eine femde bewegliche Sache.
Weil ich hab mal angefangen zu schreiben und des nimmt wahsinnig viel Platz weg ( zumindest in Hinblick auf was ich noch alles prüfen muss)
Verfasst am: 08 Feb 2012 - 23:01:15 Titel:
Ich würde gerne eure Meinung zu meiner Lösung hören, also ob ihr es grob genauso habt.
1. Diebstahl der Schlüssels
Ganz normale Prüfung bis zum subj. TB und hier erwähne ich die Gebrauchsanmaßung und verneine somit den Diebstahl
2. Diebstahl in einem besonders schweren fall betreff. der Sektflasche
Zunächts wieder die Prüfung des Diebstahl. Hier habe ich bei dem subjektiven Tatbestand den Vorsatzwechsel drin.
Wenn man weiter die Strafzumessung prüft, dann fliege ich aus der Prüfung, weil ja ein falscher Schlüssen vorliegt, aber die Türe schon offen war. Es liegt also kein Eindringen mit einem falschen Schlüssel vor.
3. Versuchter Diebstahl in einem besonders schweren Fall
4. RW und Schuld
Hier bringe ich dann den Meinungsstreit betreff des Versuchs bei einem Regelbeispiel und verneine das dann entsprechend der H.M. Es kommt also nur eine Strafbarkeit aufgrund Diebstahls zustande.
Habt ihr grob das selbe?
Wegen der Preisangebe im Sachverhalt habe ich mir auch Gedanken gemacht. Also im Hauptskript von Hemmer wird das auch angesprochen....
Beliebiges Problem i.R.d. § 243 II ist der sog. Objekts- und Vorsatzwechsel während der Tat.
1. Konstellation: ursprünglicher Vorsatz bzgl. geringweritger Sache, später Wegnahme einer hochwertigen Sache
=> BSP.: T bricht in die Gaststätte des O ein, um eine Weinflasche im Wert von 5 € zu stehlen. Als er diese nicht findet, entschließt er sich, die Plattensammlung im Wert von 1000€ mitgehen zu lassen.
Lösung: Hier ist T lediglich zur Begehung des Diebstahl einer geringwertigen Sache in den Geschäftsraum eingestiegen. Problematisch ist, ob § 243 I verwirklicht ist, ob nämlich T "zur Ausführung der Tat" in das Gebäude eingebrochen ist. Nach der RSP. ist das Geschehen als eine Tat anzusehen. Es sei unwesentlich, ob der Diebstahlvorsatz zunächst auf bestimmte Objekte beschränkt war oder dahin ging, alles Stehlenswerte mitzunehmen. Damit werden insbesondere Schutzbehauptungen entgegengewirkt. Nach h.M. liegt ein vollendeter Diebstahl in einem besonder schweren Fall vor.
2. Konstellation: ursprünglich Vorsatz bzgl. hochwertiger Sache, Wegnahme einer geringwertigen Sache
BSP: T bricht in ein Büro ein, um 100€ mitgehen zu lassen. Im Büro angekommen nimmt T dann aber nur 20€ mit.
Lösung: Auch hier ist T nach h.M. gemäß §§ 242, 243 zu bestrafen. Es ist bei natürlicher BEtrachtungsweise von einer Tat auszugehen, so dass § 243 I erfüllt ist. Auch § 243 II greift in der Konstellation 2 nicht ein. ZUm Zeitpunkt der Verwiklichung des Regelbeispiels hatte T Vorsatz bzgl. einer hochwertigen Sache, so dass die Tat sich nicht insgesamt auf eine geringwertige Sache bezog.
Das ist alles, was ich zu dem Thema gefunden habe, hoffe es hilft jemandem.
Verfasst am: 09 Feb 2012 - 14:50:19 Titel:
Was ich mir noch bei dem Verkehrswert der Sache überlegt habe...wenn man den Versuchten Diebstahl an der Rumflasche prüft, kommt man ja dazu den versuchten Diebstahl in einem besonders schweren Fall zu prüfen. Hier taucht ja wieder das Problem auf, ob der Versucht in einem besonders schweren Fall überhaupt möglich ist....
BGH: möglich
H.M. : nicht möglich
Wenn man sich nun dem BGH anschließen kann, dann kommt man zu der Prüfung des § 243 II und hier dann ze der Geringwertigkeit der Sache...
Die Frage ist nun, ob man sich hier dem BGH anschließen kann. Ich bin mir da so unsicher...muss man sich immer der h.M. anschließen oder kann man auch dem BGH folgen?
Verfasst am: 12 Feb 2012 - 20:30:01 Titel:
hallo ihr lieben. ich hab jetzt oft gelesen, dass ihr den raub § 249 nicht durchkommenlässt. ich hab aber rausgefunden, dass das einsperren personengewalt darstellt also gewalt ist, somit § 249 +
und was ich oft noch gesehen hab ist, dass ihr nicht mit dem schwersten delikt beginnt. die regel bei einer fortgeschrittenen HA: mit dem schwersten delikt anfangen.
Verfasst am: 13 Feb 2012 - 04:43:36 Titel:
Mit der Gewalt hast du Recht, allein, dein Schluss "somit § 249 +" ist etwas voreilig.
Tipp: Lies den § 249 und beantworte folgende Fragen:
Wofür muss die Gewalt nach § 249 eingesetzt werden? Wann erfolgte die Gewaltausübung? Wann die Wegnahme der Flasche? (Tipp 2: es steht nicht umsonst im Sachverhalt, dass der T die Flasche in seinen Rucksack gepackt hat)
Verfasst am: 14 Feb 2012 - 14:05:47 Titel:
ich weiß was du damit sagen willst, der diebstahl ist mit dem einstecken der flasche erfolgt. aber die vollendung ist mit dem einstecken eingetreten und erst mit der beutesicherung, also mit dem verlassen des ladens, erfolgt die beendigung. oder nicht!
Verfasst am: 14 Feb 2012 - 14:36:10 Titel:
Das ist völlig richtig. Aber was bedeutet es?
Man kann in dem Zeitraum zwischen Vollendung und Beendigung noch eine Qualifikation erfüllen. Allerdings würdest du nach meiner Kenntnis mit der Ansicht, dass ein Raub die Qualifikation eines Diebstahls ist, sehr alleine dastehen. Nach meiner Kenntnis ist Raub nach einhelliger Ansicht ein delictum sui generis. (s. Mitsch, Haft, Geilen, Schünemann, Blei, Bockelmann, Krey, Maurach/Schröder/Maiwald, Otto, Wessels/Hillenkamp, NK-Kindhäuser, SK-Günther, Schönke/Schröder-Eser, Fischer...)
Die Systematik des StGB lässt m.E. keine andere Ansicht zu, denn sonst wäre es unschlüssig, dass es als eigenständigen, raubähnlichen Tatbestand den räuberischen Diebstahl gibt.
Verfasst am: 15 Feb 2012 - 20:58:44 Titel:
ach danke! raub ist keine quali für diebstahl stimmt.
Verfasst am: 16 Feb 2012 - 10:12:56 Titel:
was habt ihr bei J geprüft?