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Timestamp: 2019-07-21 20:07:45
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E‑Tretroller im Betrieb — BGHW-Website
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E‑Tretroller im Betrieb
Sie sind klein, schnell und im Moment total angesagt: elektrisch betriebene Tretroller, auch E‑Scooter genannt. Aber der Fahrspaß ist nicht ungefährlich. Deshalb sollten auch im innerbetrieblichen Verkehr einige Grundregeln beachtet werden, empfehlen die Fachleute der BGHW.
@Robert Kneschke/Shutterstock
E‑Scooter sind sogenannte Elektrokleinstfahrzeuge. Seit dem 15. Juni sind die emissionsfreien Flitzer offiziell auf deutschen Straßen zugelassen. Sie sollen den Straßenverkehr entlasten und für bessere Luft in den Großstädten sorgen.
Aber der Tretroller-Trend hat auch seine Schattenseiten: Unfallberichte über schwer verletzte E-Scooterfahrer in Berlin und anderen Städten zeigen, wie gefährlich der schnelle Fahrspaß ist.
Aber nicht nur im Straßenverkehr – zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit –, sondern auch im innerbetrieblichen Verkehr ist Vorsicht geboten. Um flott auf dem Betriebsgelände unterwegs zu sein, sind die E‑Tretroller zwar eine Alternative zum Betriebsfahrrad. „Allerdings sollten die damit verbundenen Gefährdungen nicht unterschätzt werden“, meint Ulrich Süßner, Referatsleiter Verkehrssicherheit und Transport bei der BGHW.
Welche Gefährdungen das sind, zeigt eine BGHW-Auswertung der häufigsten Ursachen für Unfälle auf innerbetrieblichen Verkehrswegen:
Hindernisse und eingeengte Verkehrswege
feuchte oder verschmutzte Verkehrswege
Saubere Verkehrswege
Beim Einsatz von E‑Scootern auf dem Betriebsgelände sollte deshalb penibel auf das Beseitigen dieser Mängel geachtet werden. „Durch die kleinen Räder reagieren Tretroller sehr sensibel auf jede kleine Störung“, erläutert Süßner. Ein Loch im Boden, eine Unebenheit, ein Stückchen Holz auf der Fahrbahn oder eine kleine Pfütze können den Tretroller-Fahrer schon zu Fall bringen.
Achtung Gabelstapler
Gefährdungen ergeben sich außerdem überall dort, wo Fußgänger und Fahrzeuge wie Gabelstapler, Lkw oder E‑Scooter aufeinandertreffen. Dort gelten die Vorschriften zur Regelung des innerbetrieblichen Verkehrs, wie sie die Arbeitsstättenverordnung vorgibt. So dürfen E‑Scooter, wie Betriebsfahrräder auch, nicht auf Fußgängerwegen fahren, sondern brauchen eigens gekennzeichnete Verkehrswege. Diese müssen deutlich getrennt vom Lkw-Verkehr verlaufen. Besondere Vorsicht sollte zudem überall da walten, wo Gabelstapler in der Nähe sind. Unterschätzt der Staplerfahrer zum Beispiel die Geschwindigkeit des nahenden Tretrollers, kann das zu gefährlichen Situationen führen.
Auf jeden Fall rät BGHW-Fachmann Süßner aber zur Helmpflicht für Beschäftigte, die mit dem E-Tretroller auf dem Betriebsgelände unterwegs sind. Zur eigenen Sicherheit sollten auch geeignete Schuhe und bei Dunkelheit reflektierende Kleidung getragen werden. Außerdem müssen E-Scooter regelmäßig geprüft werden.
Diese Maßnahmen können in die Gefährdungsbeurteilung miteinfließen und in einer Betriebsanweisung festgehalten werden. Unterweisungen der Beschäftigten im sicheren Verhalten und Fahren auf Verkehrswegen runden das innerbetriebliche Sicherheitspaket ab.
FAQ und weitere Infos
Wichtige Fragen rund um den Einsatz von E-Scootern beantwortet der Fachbereich Handel und Logistik (FBHL) in den FAQ "Elektrokleinstfahrzeuge" im Internet.
Die Fachbereiche Handel und Logistik sowie Verkehr und Landschaft der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) arbeiten zudem an einer Information, die im August veröffentlicht werden soll.
Empfehlungen für die Gestaltung von innerbetrieblichen Verkehrswegen gibt die BGHW auf ihrer Wissensplattform Kompendium Arbeitsschutz.
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