Source: https://kirchenrecht-ekhn.de/document/18909
Timestamp: 2017-09-24 08:23:17
Document Index: 34577904

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 14', '§ 14', '§ 12', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 18', '§ 39', '§ 10', '§ 6', '§ 31']

470 Kandidatenordnung (KandO) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
470 Kandidatenordnung (KandO)
§ 2 Inhalte und Strukturen des praktischen Vorbereitungsdienstes
§ 2a Ausbildungsgespräche
§ 2b Auswertung der Ausbildung
§ 3 Wahrnehmung des Dienstes
§ 5 Wohnsitz
§ 6 Teilnahme an Sitzungen
§ 7 Familienstand
§ 8 Schutz und Fürsorge
§ 10 Wechsel des Einsatzortes
§ 11 Verlängerung des praktischen Vorbereitungsdienstes
§ 12 Entlassung
§ 14 Unterhaltsbeitrag
§ 14a Rat der Vikarinnen und Vikare
Ordnung des praktischen Vorbereitungsdienstes
für Pfarramtskandidatinnen und Pfarramtskandidaten
(ABl. 2003 S. 380), zuletzt geändert am 26. November 2015 (ABl. 2015 S. 377)
Aufgrund von § 12 des Vorbildungsgesetzes1# vom 7. Dezember 1967 (ABl. 1968 S. 42), zuletzt geändert am 24. November 2007 (ABl. 2008 S. 16), hat die Kirchenleitung folgende Rechtsverordnung beschlossen:
(2a) Der Vorbereitungsdienst ist in der Regel ein besonderes öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis auf Widerruf.
Inhalte und Strukturen des praktischen Vorbereitungsdienstes
( 2 ) Die persönliche Eignung, die sich an den Kriterien
orientiert, wird durch die Ausbildung in den pfarramtlichen Grundaufgaben Gottesdienst, Seelsorge, Religions- und Konfirmandenunterricht und Gemeindeleitung weiterentwickelt.
( 3 ) 1 Die Ausbildung dauert bis zu 28 Monaten, kann in begründeten Ausnahmefällen verlängert werden und soll in der Regel ohne Unterbrechung zu Ende geführt werden. 2 Im Theologischen Seminar wird der Ausbildungsplan im Zusammenwirken aller Betroffenen und Verantwortlichen erstellt. 3 Die Ausbildung findet statt:
( 4 ) 1 Die Kirchenverwaltung kann den Ablauf im Einzelfall nach Anhören der Beteiligten und im Benehmen mit dem Theologischen Seminar verändern. 2 Sie kann auch aufgrund von Ausbildungsnachweisen, die an anderer Stelle erworben worden sind, von einzelnen Teilen des praktischen Vorbereitungsdienstes ganz oder teilweise befreien.
( 5 ) 1 Die Pfarramtskandidatinnen und Pfarramtskandidaten sind für ihre Aus- und Fortbildung selbst mitverantwortlich. 2 Dies gilt insbesondere für die Arbeit in den Kandidatenteams und für die Ausbildung besonderer Kenntnisse und Fähigkeiten. 3 Vor der Wahl der Praktikumsstellen ist die Kandidatin oder der Kandidat zu hören.
( 1 ) Treten Zweifel an der persönlichen Eignung (gemäß § 2 Absatz 2) einer Pfarramtskandidatin oder eines Pfarramtskandidaten auf, sollen diese Zweifel in einem Gespräch durch das Seminar mit den Betroffenen erörtert werden.
( 2 ) 1 Die Lehrpfarrerin oder der Lehrpfarrer führt mit der Pfarramtskandidatin oder dem Pfarramtskandidaten in der Mitte des praktischen Vorbereitungsdienstes ein Ausbildungsgespräch über das Ausbildungsverhältnis und den bisherigen Verlauf der Ausbildung. 2 Für das Gespräch kann externe Unterstützung angefragt werden.
( 3 ) Die jeweils zuständige Pröpstin oder der jeweils zuständige Propst führt unter Zugrundelegung der Kriterien des § 2 Absatz 2 und Beachtung der Ausbildungssituation mindestens zwei Gespräche mit der Pfarramtskandidatin oder dem Pfarramtskandidaten.
( 4 ) 1 Die Gespräche werden, soweit Zweifel an der persönlichen Eignung bestehen, protokolliert, von den Beteiligten unterschrieben und zur Ausbildungsakte der Kirchenverwaltung genommen. 2 Die Pfarramtskandidatin oder der Pfarramtskandidat erhält je eine Kopie ausgehändigt. 3 Es besteht die Möglichkeit der Stellungnahme.
( 1 ) Am Ende des Vorbereitungsdienstes findet eine Auswertung der Ausbildung statt.
( 2 ) 1 Die Lehrpfarrerin oder der Lehrpfarrer verfasst über den Verlauf der Ausbildung in den Ausbildungsfeldern Gottesdienst, Seelsorge, Religions- und Konfirmandenunterricht und Gemeindeleitung unter Einbeziehung der jeweiligen Kirchenvorstände einen Ausbildungsbericht. 2 Der Bericht kann Anregungen für den Ersteinsatz und die Förderung im künftigen Probedienst im Pfarramt enthalten.
( 3 ) Das Theologische Seminar verfasst eine Stellungnahme mit Anregungen für den Ersteinsatz und die Förderung im künftigen Probedienst im Pfarramt.
( 4 ) Die zuständige Pröpstin oder der zuständige Propst verfasst eine Stellungnahme mit Anregungen für den Ersteinsatz und die Förderung im künftigen Probedienst im Pfarramt.
( 5 ) 1 Bestehen Zweifel an der persönlichen Eignung der Pfarramtskandidatin oder dem Pfarramtskandidaten, so sind diese in dem Ausbildungsbericht bzw. der Stellungnahme darzulegen und zu begründen. 2 In diesem Fall entscheidet die Kirchenleitung nach Durchführung des Verfahrens nach § 3 der Rechtsverordnung zur Übernahme in den Probe- und Pfarrdienst2# abschließend über das Vorliegen der persönlichen Eignung. 3 Bestehen keine Zweifel, wird eine Empfehlung für die Übernahme ausgesprochen.
( 6 ) 1 Der Bericht und die Stellungnahmen werden zur Ausbildungsakte der Kirchenverwaltung genommen. 2 Die Pfarramtskandidatin oder der Pfarramtskandidat erhält je eine Kopie ausgehändigt. 3 Sie oder er kann binnen drei Wochen Stellung dazu nehmen.
( 4 ) Die Vorschriften über die Amtsverschwiegenheit der Pfarrerinnen und Pfarrer (vgl. § 18 Pfarrergesetz3#) gelten für die Pfarramtskandidatinnen und Pfarramtskandidaten sinngemäß.
( 2 ) Für den Dienst und die Übernahme in das Pfarrdienstverhältnis auf Probe gilt hinsichtlich der Anforderung der Lebensführung § 39 Pfarrdienstgesetz der EKD4# entsprechend.
( 3 ) Für die Gewährung von Beihilfen, Mutterschutz, Elternzeit und Arbeitsschutz gelten die Bestimmungen des Pfarrdienstgesetzes5# entsprechend.
Wechsel des Einsatzortes
Verlängerung des praktischen Vorbereitungsdienstes
1 Hat die Pfarramtskandidatin oder der Pfarramtskandidat aus Krankheits- oder anderen Gründen wichtige Abschnitte der Ausbildung versäumt oder hat sich ihre oder seine Eignung für den pfarramtlichen Dienst während der Ausbildung noch nicht im erforderlichen Ausmaß erwiesen, so kann die Kirchenverwaltung die Zeit ihres oder seines praktischen Vorbereitungsdienstes vor oder nach der Zweiten Theologischen Prüfung verlängern. 2 Die Lehrpfarrerin oder der Lehrpfarrer und die Pfarramtskandidatin oder der Pfarramtskandidat sowie die Seminarleitung sind vorher zu hören. 3 Eine Verlängerung ist auch bei einem Wechsel nach § 10 möglich.
1 ↑ Jetzt: § 6 Absatz 2 VorbG (Nr. 460).
2 ↑ Nr. 469.
3 ↑ Jetzt § 31 PfDG.EKD (Nr. 408).