Source: http://www.steuerlinks.de/richtlinie/ustae/abs13b.9..html
Timestamp: 2018-01-23 02:00:10
Document Index: 90030243

Matched Legal Cases: ['§ 453', '§ 30', '§ 14', '§ 30', '§ 3', '§ 13', '§ 30']

Abschnitt 13b.9. UStAE hier in der aktuellen Fassung
> Abschnitt 13b.9. UStAE Unfreie Versendungen
Abschnitt 13b.9. UStAE
[ Abschnitt 13b.8. UStAE ]
[ Abschnitt 13b.10. UStAE ]
Zu den sonstigen Leistungen, für die der Leistungsempfänger die Steuer schuldet (vgl. Abschnitt 13b.1 Abs. 2 Nr. 3 ), können auch die unfreie Versendung oder die Besorgung einer solchen gehören ( §§ 453 ff. HGB ). Eine unfreie Versendung liegt vor, wenn ein Absender einen Gegenstand durch einen Frachtführer oder Verfrachter unfrei zum Empfänger der Frachtsendung befördern oder eine solche Beförderung durch einen Spediteur unfrei besorgen lässt. Die Beförderungsleistung wird nicht gegenüber dem Absender, sondern gegenüber dem Empfänger der Frachtsendung abgerechnet. Nach § 30a UStDV wird der Rechnungsempfänger aus Vereinfachungsgründen unter folgenden Voraussetzungen an Stelle des Absenders zum Steuerschuldner für die Beförderungsleistung bestimmt:
Der Rechnungsempfänger erkennt seine Steuerschuldnerschaft anhand der Angaben in der Rechnung ( § 14a UStG und § 30a Satz 1 Nr. 3 UStDV ).
Der in Frankreich ansässige Unternehmer F versendet vereinbarungsgemäß einen Gegenstand per Frachtnachnahme durch den ebenfalls in Frankreich ansässigen Beförderungsunternehmer B von Paris nach Stuttgart an den dort ansässigen Unternehmer U. B stellt dem U die Beförderungsleistung in Rechnung. U verwendet gegenüber B seine deutsche USt-IdNr.
B erbringt eine in Deutschland steuerpflichtige innergemeinschaftliche Güterbeförderung, weil U, der als Leistungsempfänger anzusehen ist (vgl. Abschnitt 3a.2 Abs. 2 ) ein Unternehmer ist, der die Leistung für sein Unternehmen bezieht ( § 3a Abs. 2 Satz 1 UStG ). U schuldet damit auch die Umsatzsteuer für diese Beförderungsleistung ( § 13b Abs. 9 UStG , § 30a UStDV ).