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Timestamp: 2020-08-10 05:33:02
Document Index: 382590869

Matched Legal Cases: ['§ 285', '§ 1', '§ 2', '§ 36', '§ 253', '§ 285', '§ 251', '§ 16', '§ 1']

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Anhangangabe zum Investmentvermögen
Bilanzierung [ Stand: 10.10.2011 ]
§ 285 Nr. 26 HGB anhand von Praxisbeispielen
Ferner sind im Anhang anzugeben: zu Anteilen oder Anlageaktien an inländischen Investmentvermögen im Sinn des § 1 des Investmentgesetzes oder vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen im Sinn des § 2 Abs. 9 des Investmentgesetzes von mehr als dem zehnten Teil, aufgegliedert nach Anlagezielen, deren Wert im Sinn des § 36 des Investmentgesetzes oder vergleichbarer ausländischer Vorschriften über die Ermittlung des Marktwertes, die Differenz zum Buchwert und die für das Geschäftsjahr erfolgte Ausschüttung sowie Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe; darüber hinaus die Gründe dafür, dass eine Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 unterblieben ist, einschließlich der Anhaltspunkte, die darauf hindeuten, dass die Wertminderung voraussichtlich nicht von Dauer ist; Nummer 18 ist insoweit nicht anzuwenden;
§ 285 – Sonstige Pflichtangaben
der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht nach § 251 oder Nummer 3 anzugeben sind, sofern diese Angabe für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung ist; davon sind Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen gesondert anzugeben;
in welchem Umfang die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und das außerordentliche Ergebnis belasten;
die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge (Gehälter, Gewinnbeteiligungen, Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen, Aufwandsentschädigungen, Versicherungsentgelte, Provisionen und Nebenleistungen jeder Art). In die Gesamtbezüge sind auch Bezüge einzurechnen, die nicht ausgezahlt, sondern in Ansprüche anderer Art umgewandelt oder zur Erhöhung anderer Ansprüche verwendet werden. Außer den Bezügen für das Geschäftsjahr sind die weiteren Bezüge anzugeben, die im Geschäftsjahr gewährt, bisher aber in keinem Jahresabschluss angegeben worden sind. Bezugsrechte und sonstige aktienbasierte Vergütungen sind mit ihrer Anzahl und dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung anzugeben; spätere Wertveränderungen, die auf einer Änderung der Ausübungsbedingungen beruhen, sind zu berücksichtigen. Bei einer börsennotierten Aktiengesellschaft sind zusätzlich unter Namensnennung die Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitglieds, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung, gesondert anzugeben. Dies gilt auch für:
die gewährten Vorschüsse und Kredite unter Angabe der Zinssätze, der wesentlichen Bedingungen und der gegebenenfalls im Geschäftsjahr zurückgezahlten Beträge sowie die zugunsten dieser Personen eingegangenen Haftungsverhältnisse;
Name und Sitz anderer Unternehmen, von denen die Kapitalgesellschaft oder eine für Rechnung der Kapitalgesellschaft handelnde Person mindestens den fünften Teil der Anteile besitzt; außerdem sind die Höhe des Anteils am Kapital, das Eigenkapital und das Ergebnis des letzten Geschäftsjahrs dieser Unternehmen anzugeben, für das ein Jahresabschluß vorliegt; auf die Berechnung der Anteile ist § 16 Abs. 2 und 4 des Aktiengesetzes entsprechend anzuwenden; ferner sind von börsennotierten Kapitalgesellschaften zusätzlich alle Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften anzugeben, die fünf vom Hundert der Stimmrechte überschreiten;
die Gründe, welche die Annahme einer betrieblichen Nutzungsdauer eines entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes von mehr als fünf Jahren rechtfertigen;
Name und Sitz des Mutterunternehmens der Kapitalgesellschaft, das den Konzernabschluß für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, und ihres Mutterunternehmens, das den Konzernabschluß für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie im Falle der Offenlegung der von diesen Mutterunternehmen aufgestellten Konzernabschlüsse der Ort, wo diese erhältlich sind;
auf welchen Differenzen oder steuerlichen Verlustvorträgen die latenten Steuern beruhen und mit welchen Steuersätzen die Bewertung erfolgt ist.
Beispiel: angelehnt an Jahresabschluss 2010 der Siemens AG:
„Zum 30. September 2010 wurden folgende Anteile an inländischen beziehungsweise vergleichbaren ausländischen Investmentvermögen im Sinne der §§ 1 beziehungsweise 2 Absatz 9 InvG von mehr als 10 % gehalten:“
Anteile nach Investmentvermögen nach Anlagezielen
Anlageziele Buchwert Marktwert Differenz Ausschüttungen
Mischfonds 100 80 20 5
Rentenfonds ... ... ... ...
Aktienfonds ... ... ... ...
Geldmarktfonds ... ... ... ...
Gesamt ... ... ... ...
„Die Investmentanteile an Mischfonds bestehen zum überwiegenden Teil aus Anteilen an Fonds, die im Wesentlichen direkt oder indirekt in festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und Immobilien investieren. Eine Abschreibung auf den Marktwert bei Aktienfonds ist aufgrund der für diese Anlageklasse gewöhnlichen Wertschwankung nicht erfolgt.
Grundsätzlich werden die Anteile an Investmentvermögen als Wertpapiere des Finanzanlagevermögens ausgewiesen. Hiervon ausgenommen sind ab dem 01.10.2009 Anteile, die mitVerpflichtungen aus Entgeltumwandlung und aus Erfüllungsrückständen im Zusammenhang mit Altersteilzeitvereinbarungen zu verrechnen sind (siehe hierzu »Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze«).“
Praxisbeispiel (JA 2010 der Beiersdorf AG):
„An einem geldmarktnahen Publikumsfonds werden mehr als 10 % des Investmentvermögens gehalten. Dessen beizulegender Zeitwert, ermittelt mit Hilfe von Notierungen an aktiven Märkten, liegt mit 229 Mio. € um 8 Mio. € über dem Buchwert der Fondsanteile. Das Anlageziel des Fonds besteht darin, einen stetigen Wertzuwachs für institutionelle Anleger zu erzielen. Im Geschäftsjahr erfolgte keine Ausschüttung, die Möglichkeit der täglichen Rückgabe ist nicht beschränkt.“