Source: https://remscheid.de/microsite/nest/content/a_z/a_z_h/a_z_h.php
Timestamp: 2019-06-25 19:54:49
Document Index: 182868076

Matched Legal Cases: ['§ 38', '§ 61', '§ 20', '§ 27', '§ 28', '§ 36']

Stadt Remscheid - NEST - Buchstabe H
Startseite > A - Z > Buchstabe H
Hilfe zur Erziehung außerhalb der Familie (stationäre Jugendhilfe)
siehe auch Arbeitslosengeld II
§ 38 SGB V beschreibt, in welchen Fällen ein bei der Krankenkasse Versicherter Anspruch auf eine Haushaltshilfe hat.
Voraussetzung ist ferner, dass im Haushalt ein Kind lebt, das bei Beginn der Leistung das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist.
Die Haushaltshilfe muss bei der zuständigen Krankenkasse beantragt werden. In Remscheid stellen z.B. ambulante Pflegedienste Mitarbeiter als Haushaltshilfe zur Verfügung.
Die Krankenkassen informieren, welche Pflegedienste angesprochen werden können.
Haushaltshilfen können auch Leistungen im Rahmen der Hilfe zur Pflege sein (§ 61 Abs. 5 Nr. 4 SGB XII) sowie in Fällen der Betreuung und Versorgung des Kindes in Notsituationen gemäß § 20 SGB VIII.
Eine Hebamme (althochdeutsch Hev(i)anna: "Großmutter, die das Neugeborene vom Boden aufhebt"), ist eine staatlich geprüfte und anerkannte Geburtshelferin.
Die Arbeit der Hebamme umfasst die Schwangerenvorsorge, die Schwangerschaftsbegleitung, Geburtsvorbereitung, Geburtshilfe, Wochenbettbetreuung, Stillberatung und Rückbildungsgymnastik.
Hebammen arbeiten frei praktizierend oder angestellt in Kliniken. Außerdem kann die freiberufliche Hebamme als Beleghebamme in einer Klinik tätig sein.
Eine Hebamme leitet die regelrechte Geburt ab Wehenbeginn völlig selbstständig ohne Arzt ein. Laut Hebammengesetz besteht die Hinzuziehungspflicht einer Hebamme, d.h. ein Arzt darf nur im Notfall eine Geburt ohne Hebamme durchführen.
In den ersten 10 Tagen bis zu 8 Wochen nach der Entbindung hat jede Frau die Möglichkeit, Hebammenhilfe zu Hause in Anspruch zu nehmen. Eine Stillberatung kann darüber hinaus bis zum Ende der Stillzeit erfolgen. Die Kosten dafür übernimmt die gesetzliche Krankenkasse.
Kontakt zu Hebammen in Remscheid erhalten Sie über:
Tel.: 02191 / 74436
Hebammen im Sanaklinikum
Das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) beschreibt im § 27 den Rechtsanspruch der Personensorgeberechtigten auf Hilfe zur Erziehung:
Ein Personensorgeberechtigter hat bei der Erziehung eines Kindes oder eines Jugendlichen Anspruch auf Hilfe, wenn eine dem Wohl des Kindes oder Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und die Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist. (...)
Art und Umfang der Hilfe richten sich nach dem erzieherischen Bedarf im Einzelfall, dabei soll das engere soziale Umfeld des Kindes oder des Jugendlichen einbezogen werden.
Welche Arten von Hilfe zur Erziehung möglich sind, wird exemplarisch in den §§ 28ff SGB VIII aufgezeigt.
Dazu gehören erzieherische Hilfen innerhalb der Familie, d.h. ambulante Hilfen ( z.B. Flexible Erziehungshilfe), genauso wie teilstationäre Angebote (z.B. die Erziehung in einer Tagesgruppe) oder erzieherische Hilfe außerhalb der Familie, wie die Unterbringung in der geeigneten Pflegefamilien oder in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung.
Jede Form von Hilfe zur Erziehung muss beim Jugendamt beantragt werden.
Antragsberechtigt sind die Inhaber der Personensorge für das Kind oder den Jugendlichen.
Die Eltern sowie das Kind oder der Jugendliche haben einen Anspruch darauf, vor der Entscheidung über den Beginn einer Hilfe vom Jugendamt beraten zu werden. Für jede Hilfe wird ein Hilfeplan aufgestellt, an dem die Personensorgeberechtigten und das Kind oder der Jugendliche beteiligt werden (§ 36 SGB VIII). Während der laufenden Hilfe soll regelmäßig und unter Beteiligung der Betroffenen im Rahmen von Hilfeplangesprächen geprüft werden, ob die gewählte Hilfeart weiter geeignet und notwendig ist.
Von "stationärer Jugendhilfe" spricht man, wenn Kinder oder Jugendliche außerhalb des elterlichen Haushalts über Tag und Nacht betreut werden. Dazu gehört u.a. die Unterbringung in einer Heimeinrichtung, in einer Pflegefamilie, in einer Erziehungsstelle oder in einer Jugendwohngruppe.
Die Wahl der jeweiligen Hilfeform richtet sich nach dem individuellen Bedarf des Kindes oder des Jugendlichen, nach seinem Alter, seinem Entwicklungsstand und nach den Bedingungen in der Herkunftsfamilie.
Von diesen Faktoren hängt auch ab, welches Ziel die Maßnahme hat: die Rückkehr in die eigene Familie, eine auf längere Zeit angelegte Lebensform oder die Vorbereitung auf ein selbständiges Leben.
Alle Maßnahmen müssen als "Hilfe zur Erziehung" beim Jugendamt beantragt werden.
URL: http://www.remscheid.de/microsite/nest/content/a_z/a_z_h/a_z_h.php