Source: https://bundestag.github.io/gesetze/b/baederfangausbv/
Timestamp: 2020-05-28 16:11:39
Document Index: 392946229

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 24', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

BGBl I: 1997, 740
Auf Grund des § 25 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112), der zuletzt durch § 24 Nr. 1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBl. I S. 2525) geändert worden ist, in Verbindung mit Artikel 56 des Zuständigkeitsanpassungs-Gesetzes vom 18. März 1975 (BGBl. I S. 705) und dem Organisationserlaß vom 17. November 1994 (BGBl. I S. 3667) verordnet das Bundesministerium des Innern im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie:
Der Ausbildungsberuf Fachangestellter für Bäderbetriebe/Fachangestellte für Bäderbetriebe wird staatlich anerkannt.
Aufrechterhalten der Betriebssicherheit,
Beaufsichtigen des Badebetriebes,
Betreuen von Besuchern,
Einleiten und Ausüben von Wasserrettungsmaßnahmen,
Durchführen von Erster Hilfe und Wiederbelebungsmaßnahmen,
Messen physikalischer und chemischer Größen sowie Bestimmen von Stoffkonstanten,
Kontrollieren und Sichern des technischen Betriebsablaufes,
Pflegen und Warten bäder- und freizeittechnischer Einrichtungen,
Durchführen von Verwaltungsarbeiten im Bad,
(3) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung folgende Aufgaben ausführen:
(4) Der Prüfling soll in der schriftlichen Prüfung in insgesamt höchstens 180 Minuten Aufgaben aus folgenden Gebieten bearbeiten:
(3) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung Aufgaben aus folgenden Prüfungsfächern ausführen:
a) in insgesamt höchstens 10 Minuten Durchführen einer praxisnahen Rettungsübung mit Startsprung in Kleidung vom Beckenrand, Anschwimmen, Aufnehmen einer erwachsenen Person aus 3 bis 5 Metern Tiefe, Ausführen von Befreiungsgriffen, Abschleppen, Anlandbringen und Maßnahmen der Erstversorgung,
b) in höchstens 8 Minuten 300 Meter Kleiderschwimmen mit anschließendem Entkleiden,
c) 5 Minuten lang eine Herz-Lungen-Wiederbelebung an einem Übungsphantom,
d) in höchstens 2 Minuten 50 Meter Abschleppen, beide Personen bekleidet, davon die ersten 25 Meter mit Kopf- oder Achselgriff und die letzten 25 Meter mit Fesselschleppgriff;
a) Streckentauchen über eine Distanz von mindestens 35 Metern,
b) Ausführen einer Wettkampftechnik einschließlich Start und Wende über eine Strecke von 50 Metern,
c) 100 Meter Zeitschwimmen in einer Höchstzeit von 1 Minute und 30 Sekunden,
d) Kopfsprung aus 3 Metern Höhe;
a) Vorbereiten und Durchführen einer Schwimmunterrichtseinheit,
b) Durchführen eines vorgegebenen Spiel- oder Sportarrangements.
(4) Der Prüfling soll in der schriftlichen Prüfung:
in insgesamt 90 Minuten praxisbezogene Aufgaben oder Fälle bearbeiten. Er soll dabei zeigen, daß er Fertigkeiten und Kenntnisse in Wettkampftechniken, in der Durchführung von Schwimmunterricht und über Erstversorgungs-, Rettungs- und Wiederbelebungsmaßnahmen sowie Gesundheitslehre erworben hat;
a) Sicherheit und Gesundheit,
b) Organisation und Beaufsichtigung des Badebetriebes,
c) Betreuen von Besuchern, Kommunikation sowie
d) Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit, gesellschaftliche Bedeutung von Bädern
bearbeiten. In den Gebieten der Nummer 2 Buchstabe a bis c soll der Prüfling zeigen, daß er die für die Aufrechterhaltung der Betriebssicherheit notwendigen Fertigkeiten und Kenntnisse erworben hat, die Aufsicht im Badebetrieb durchführen und Besucher betreuen kann. Im Gebiet der Nummer 2 Buchstabe d soll der Prüfling nachweisen, daß er Aufgaben in Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit übernehmen kann und die Zusammenhänge von Verwaltung und Bäderorganisation versteht;
a) Umweltschutz und Hygiene,
b) Kontrollieren und Sichern des technischen Betriebsablaufes sowie
c) Warten und Pflegen bäder- und freizeittechnischer Einrichtungen
bearbeiten. Der Prüfling soll dabei zeigen, daß er die technischen Zusammenhänge und die bädertypischen Prozeßabläufe versteht sowie Maßnahmen zur Kontrolle und Sicherung des Betriebsablaufes unter Berücksichtigung von Umweltschutz und Hygiene ergreifen kann;
in 60 Minuten praxisbezogene Aufgaben oder Fälle aus den Gebieten:
allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt bearbeiten.
(6) Die schriftliche Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Fächern durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Prüfung hat gegenüber der mündlichen Prüfung das doppelte Gewicht.
(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in der praktischen und schriftlichen Prüfung sowie innerhalb der praktischen Prüfung im Prüfungsfach Retten und Erstversorgung für jede Prüfungsaufgabe und in der schriftlichen Prüfung in mindestens zwei der in Absatz 4 genannten Prüfungsfächer mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind. Werden die Prüfungsleistungen in einem Prüfungsfach mit ungenügend bewertet, ist die Prüfung nicht bestanden.
Anlage (zu § 4) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum/zur Fachangestellten für Bäderbetriebe
(Fundstelle: BGBl. I 1997, 743 - 746)
Teil des Ausbildungs-berufsbildes
Aufbau und Organisation des Ausbildungs-betriebes (§ 3 Nr. 2)
Struktur und Aufgabe von Freizeit- und Badebetrieben beschreiben
Rechtsform, Aufbau und Ablauforganisation des ausbildenden Betriebes erläutern
Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Fachverbänden, Berufsvertretungen, Gewerkschaften und Verwaltungen nennen
Grundlagen, Aufgaben und Arbeitsweise der betriebs-verfassungs- oder personalvertretungsrechtlichen Organe des ausbildenden Betriebes beschreiben
über Bedeutung und Inhalt von Arbeitsverträgen Auskunft geben
Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden Tarifverträge nennen
Aufgaben des betrieblichen Arbeitsschutzes, der zuständigen Unfallversicherung und der Gewerbeaufsicht erläutern
Bestimmungen der für den ausbildenden Betrieb geltenden Arbeitsschutzgesetze anwenden
Bestandteile der Sozialversicherung sowie Träger und Beitragssysteme aufzeigen
berufsbezogene Vorschriften der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, insbesondere Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien und Merkblätter, beachten
geeignete Maßnahmen zur Verhütung von Unfällen im eigenen Arbeitsbereich ergreifen und sich bei Unfällen situationsgerecht verhalten
Verhaltensregeln für den Brandfall nennen und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
Gefahren, die von Giften, Gasen, Dämpfen, leicht entzündlichen Stoffen sowie vom elektrischen Strom ausgehen, beachten
berufsspezifische Bestimmungen zu Gefahrstoffen und -gütern anwenden
Vorschriften zum Schutz der Gesundheit am Arbeitsplatz anwenden
zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich nach ökologischen Gesichtspunkten beitragen
Maßnahmen zur Entsorgung von Abfällen unter Beachtung betrieblicher und sonstiger berufsbezogener Sicherheitsbestimmungen ergreifen
zur rationellen Energie- und Materialverwendung im beruflichen Beobachtungs- und Einwirkungsbereich beitragen
Aufrechterhalten der Betriebssicherheit (§ 3 Nr. 5)
Rechtsvorschriften und betriebliche Bestimmungen, die für den Betrieb des Bades gelten, anwenden
Rechtsvorschriften und betriebliche Grundsätze der Hygiene anwenden
Mittel, Geräte und Verfahren zur Reinigung und Desinfektion anwenden und deren Auswahl begründen
bei der Organisation von Betriebsabläufen des Badebetriebes mitwirken
bei der Kontrolle und Beaufsichtigung im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht mitwirken
Beaufsichtigen des Badebetriebes (§ 3 Nr. 6)
Gefahren des Badebetriebes in und an Naturgewässern erläutern
Rechtsnormen, Verwaltungsvorschriften, Betriebs- und Dienstanweisungen zur Aufsicht im Badebetrieb sowie die Badeordnung anwenden
Beaufsichtigung im Badebetrieb, insbesondere im Beckenbereich, durchführen
bei Planung und Organisation des Aufsichtsdienstes mitwirken
bedrohliche Situationen im Badebetrieb feststellen und Sofortmaßnahmen einleiten
Betreuen von Besuchern (§ 3 Nr. 7)
Besucher empfangen und informieren
Konfliktfelder beschreiben und Möglichkeiten zur Konfliktregelung anwenden
über notwendige Hygienemaßnahmen beraten
Besucherwünsche ermitteln und entsprechende Spiel- und Sportarrangements anbieten
Kommunikationsregeln in verschiedenen beruflichen Situationen anwenden und zur Vermeidung von Kommunikationsstörungen beitragen
Schwimmen (§ 3 Nr. 8)
Wettkampftechniken einschließlich Start- und Wendetechniken anwenden
Techniken des Strecken- und Tieftauchens anwenden
Einfachsprünge ausführen
theoretischen und praktischen Schwimmunterricht für Anfänger durchführen
Schwimmunterricht für Fortgeschrittene durchführen
Spring- und Tauchunterricht für Anfänger durchführen
Einleiten und Ausüben von Wasserrettungsmaßnahmen (§ 3 Nr. 9)
Rettungsmaßnahmen, insbesondere unter Anwendung der Methoden des Rettungsschwimmens, durchführen
Rettungssituationen erläutern und entsprechende Rettungsmaßnahmen ableiten
Rettungsgeräte für Wasserrettungsmaßnahmen warten und einsetzen
Durchführen von Erster Hilfe und Wiederbelebungs-maßnahmen (§ 3 Nr. 10)
Aufgaben eines Ersthelfers nach den Unfallverhütungsvorschriften des Trägers der gesetzlichen Unfallversicherung ausüben
Herz-Lungen-Wiederbelebungs-maßnahmen an Personen unterschiedlicher Altersgruppen unter Berücksichtigung der verschiedenen anatomischen Gegebenheiten durchführen
Unfallbeteiligte betreuen
Herz-Lungen-Wiederbelebung mit einfachem Gerät, insbesondere Beutel- und Balgbeatmer, durchführen
Verletzten mit und ohne Gerät transportieren
Messen physikalischer und chemischer Größen sowie Bestimmen von Stoffkonstanten (§ 3 Nr. 11)
Länge, Masse, Volumen, Temperatur und Druck messen
die Bedeutung von Schmelzpunkt, Siedepunkt und Dichte erläutern
pH-Wert und Hygienehilfsparameter bestimmen
Proben unter betrieblichen Bedingungen entnehmen
Meßgeräte zur Überwachung der Wasserqualität handhaben und pflegen
Kontrollieren und Sichern des technischen Betriebsablaufes (§ 3 Nr. 12)
Betriebsabläufe durch regelmäßige Kontrolle der bädertechnischen Anlagen und der Betriebszustände sichern
Arbeits- und Bäderhygiene kontrollieren und sichern
Betriebsdaten von Steuer-, Regel- und Sicherheitseinrichtungen prüfen und dokumentieren
Notfallpläne zur Bewältigung häufiger Störungen anwenden
Prozeßabläufe technischer Anlagen, insbesondere zur Schwimm- und Badebeckenwasseraufbereitung, steuern
Pflegen und Warten bäder-und freizeittechnischer Einrichtungen (§ 3 Nr. 13)
Werkstoffe nach Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten beurteilen
Arbeitsgeräte, Werkzeuge und Werkstücke einsetzen
einfache Schlauch- und Rohrverbindungen zusammenfügen und lösen
Aufbau, Einsatz und Wirkungsweise von Armaturen, Filtern und Aggregaten beschreiben
Dichtungen erneuern und Filtereinsätze auswechseln
technische Anlagen, Geräte und Werkzeuge pflegen und warten
Innen- und Außenanlagen pflegen und warten
Durchführen von Verwaltungsarbeiten im Bad (§ 3 Nr. 14)
Ablauforganisation der Verwaltungsarbeiten im Bad beschreiben
Kassensysteme unterscheiden und Kassenabrechnungen erstellen
einfache Buchungen durchführen
ausgewählte Vorschriften des Vertrags- und Haftungsrechts anwenden
Öffentlichkeitsarbeit (§ 3 Nr. 15)
Inhalte und Zielstellung öffentlichkeitswirksamer Maßnahmen darstellen
einfache Texte und Werbeträger gestalten
bei Planung und Organisation von Werbemaßnahmen mitwirken