Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202006,%20813
Timestamp: 2018-02-19 20:12:09
Document Index: 284421408

Matched Legal Cases: ['§ 242', '§ 254', '§ 254', '§ 833', '§ 833', '§ 833', '§ 833', 'BGH', 'BGH']

BGB § 242 Cd, § 254 Ba, § 254 Da, § 833
Steuern und Versicherungen; Kutschpferde
Es genügt vielmehr, wenn das Verhalten des Tieres für die Entstehung des Schadens adäquat mitursächlich geworden ist (Senatsurteil vom 20. Dezember 2005 - VI ZR 225/04, aaO;… OLG Nürnberg, OLGZ 1965, 153 ff.; vgl. auch OLG Hamm, NJW-RR 2001, 19; OLG Oldenburg, VersR 2002, 1166;… Geigel/Haag, Der Haftpflichtprozess, 26. Aufl., Kap. 18 Rn. 9;… MünchKommBGB/Wagner, 6. Aufl., § 833 Rn. 7;… Soergel/Krause, BGB, 13. Aufl., § 833 Rn. 5;… Erman/Schiemann, BGB, 14. Aufl., § 833 Rn. 5;… Wussow/Rüge, Unfallhaftpflichtrecht, 16. Aufl., Kap. 11, Rn. 3 f., jeweils mwN).
Eine typische Tiergefahr äußert sich in einem der tierischen Natur entsprechenden willkürlichen, unberechenbaren und selbstständigen Verhalten des Tieres (BGH, NJW-RR 2006, 813, 814 m. w. N.).
Der Bundesgerichtshof hat einen Ausschluss der Haftung nur für Ausnahmefälle erwogen, in denen sich der Geschädigte bewusst einer besonderen Gefahr ausgesetzt hat, die über das normalerweise bestehende Maß hinausgeht, etwa weil das Tier erkennbar böse ist oder der Geschädigte sich mit dem Tier in eine gefahrerhöhende Situation begibt (BGH, NJW 1992, 907; NJW-RR 2006, 813, 814).