Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20208/94
Timestamp: 2020-02-18 09:03:46
Document Index: 249865558

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 54', '§ 70', '§ 68', '§ 74', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 70', 'BGH', '§ 70', '§ 71', '§ 66', 'BGH', '§ 66', '§ 66', '§ 66', 'BGH', '§ 74', '§ 70', '§ 70', 'BGH', '§ 70', '§ 66', '§ 74', '§ 66', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 68', 'BGH', 'BGH']

BGH, 16.01.1997 - I ZR 208/94 - dejure.org
https://dejure.org/1997,715
BGH, 16.01.1997 - I ZR 208/94 (https://dejure.org/1997,715)
BGH, Entscheidung vom 16.01.1997 - I ZR 208/94 (https://dejure.org/1997,715)
BGH, Entscheidung vom 16. Januar 1997 - I ZR 208/94 (https://dejure.org/1997,715)
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Anspruch auf Schadensersatz aus einem Lagervertrag - Voraussetzungen für den Haftungsausschluss einer Versicherung - Vorliegen grober Fahrlässigkeit bei der Sicherung der entwendeten Geräte
ADSp § 54 lit. a; ZPO § 70 Abs. 1 Nr. 2
NJW 1997, 2385
MDR 1997, 956
VersR 1997, 1020
WM 1997, 1576
Wie die Revision mit Recht geltend macht, hat das Berufungsgericht aber verkannt, dass die sich aus der Streitverkündung ergebende Streithilfewirkung nach § 68, § 74 Abs. 3 ZPO nur gegen den Dritten eintritt, nicht aber auch gegen die Partei, die ihm im Vorprozess den Streit verkündet hat (BGH, Urteile vom 26. März 1987 - VII ZR 122/86, BGHZ 100, 257, 260 ff. mwN und vom 16. Januar 1997 - I ZR 208/94, VersR 1997, 1020).
Das Rechtsmittel eines Streithelfers ist nämlich stets ein Rechtsmittel für die Hauptpartei; für die Beurteilung, ob die zu erreichende Rechtsmittelsumme und die erforderliche Beschwer gegeben sind, kommt es allein auf sie an (vgl. Senatsurteil vom 9. März 1993 - VI ZR 249/92, VersR 1993, 625, 626; BGH, Urteile vom 15. Juni 1989 - VII ZR 227/88, VersR 1989, 932; vom 16. Januar 1997 - I ZR 208/94, VersR 1997, 1020 Rn. 19 f.).
Das Rechtsmittel ist nur unzulässig, wenn die Hauptpartei der Einlegung der Revision widerspricht (BGH, Urteil vom 16. Januar 1997 - I ZR 208/94, NJW 1997, 2385, 2386).
Folgerichtig führt er keinen eigenen, sondern einen fremden Prozess, nämlich den der von ihm unterstützten Hauptpartei (…BGH, Urteile vom 18. Februar 2009 - XII ZR 156/07, aaO Rn. 16; vom 16. Januar 1997 - I ZR 208/94, NJW 1997, 2385 unter II 2; jeweils mwN;… Beschlüsse vom 11. Mai 2009 - II ZR 105/08, juris Rn. 3;… vom 28. September 1998 - II ZB 16/98, aaO unter 2 b bb).
Der Beklagte hat den Vortrag der Klägerin zur Übergabe des Transportguts in der behaupteten Menge, hinsichtlich der die Klägerin grundsätzlich darlegungs- und beweisbelastet ist (…vgl. BGH, Urt. v. 24.6.1964 - Ib ZR 222/62, VersR 1964, 1014, 1015;… Urt. v. 19.6.1986 - I ZR 15/84, TranspR 1986, 459, 461 = VersR 1986, 1019; Urt. v. 16.1.1997 - I ZR 208/94, TranspR 1997, 294, 296 = VersR 1997, 1020), entgegen der Ansicht der Revision nicht wirksam bestritten.
Hinsichtlich der von § 70 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 ZPO geforderten bestimmten Angabe des Interesses des Nebenintervenienten entspricht es ständiger Rechtsprechung (so schon das Reichsgericht, Urteil vom 14.06.1921 - II 576/20 - RGZ 102, 276; Urteil vom 26.04.1929 - VII 645/28 - RGZ 124, 142; BGH, Urteil vom 10.03.1994 - IX ZR 152/93 - NJW 1994, 1537; Urteil vom 16.01.1997 - I ZR 208/94 - NJW 1997, 2385), dass hierfür alleine die Angabe, es sei der Streit verkündet worden (z. B. durch die Aufnahme der Worte "Streitverkündete" im Rubrum des Schriftsatzes) ausreicht.
Diesem zwingenden Schluss von der Angabe einer vorangegangenen Streitverkündung im Beitrittsschriftsatz als Erfüllung des formellen Kriteriums des § 70 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 ZPO auf das Vorliegen auch des materiellen Interesses nach § 71 Abs. 1 S. 2 ZPO entspricht es, dass der Bundesgerichtshof (Urteil vom 16.01.1997, a.a.O.) - nach der Feststellung, dass der Nebenintervenient sein Beitrittsinteresse durch die Bezeichnung seiner Stellung in der Rechtsmittelschrift als "Streitverkündeter" bestimmt genug angegeben hat - nicht etwa davon unabhängig in einer zweiten Stufe auch die materielle Existenz des behaupteten rechtlichen Interesses prüft.
Nach § 66 Abs. 2 ZPO kann die Nebenintervention in jeder Lage des Rechtsstreits bis zur rechtskräftigen Entscheidung erfolgen, auch in Verbindung (erst) mit der Einlegung eines Rechtsmittels (BGH NJW 1997, 2385 [II 1]; NJW 1994, 1537 [juris Tz. 6, 7 und 10];… Schultes a.a.O. § 66, 24 und 70, 2 und 4;… Vollkommer a.a.O. § 66, 15;… Weth a.a.O. § 66, 14) und geschieht etwa durch die Erklärung "namens des Streitverkündeten" (…BGH a.a.O. 2385;… a.a.O. 1537 [juris Tz. 10 bis 12];… Vollkommer a.a.O. § 74, 1 i.V.m. § 70, 1).
Dann muss die Rechtsmitteleinlegung zugleich § 70 ZPO genügen (BGH NJW 1997, 2385; 1994, 1537 [juris Tz. 16];… Schultes a.a.O. § 70, 5;… Vollkommer a.a.O. § 66, 15;… vgl. allg. Weth a.a.O. § 74, 2 und § 66, 14).
Das Rechtsmittel eines Streithelfers ist stets das Rechtsmittel für die Hauptpartei (BGH NJW 1997, 2385, 2386 [II 2]).
Der Streithelfer kann namens der Hauptpartei, auch zusätzlich neben der unterstützten Partei, ein Rechtsmittel einlegen, ohne dass es darauf ankommt, ob er selbst beschwert ist (BGH Urt. v. 16.1.1997 - I ZR 208/94).
BGH, 02.02.2000 - VIII ZR 12/99
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs tritt die aus der Streitverkündung sich ergebende Streithilfewirkung nur gegen den Streitverkündungsgegner, nicht jedoch gegen den Streitverkünder ein (BGHZ 100, 257, 260 ff; BGH, Urteil vom 16. Januar 1997 - I ZR 208/94, NJW 1997, 2385 unter II 1;… siehe auch Zöller/Vollkommer, ZPO, 21. Aufl., § 68 Rdnr. 6 m.w.Nachw.).
BGH, 28.01.2002 - II ZB 23/01
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