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Timestamp: 2016-10-27 07:13:12
Document Index: 214100047

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 6', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine']

8C_231/2014 (27.08.2014)
8C_231/2014 { T 0/2 } � � Urteil vom 27. August 2014
Die 1979 geborene A.________ war seit November 2005 als B�ckerei-Verk�uferin bei der B.________ AG t�tig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert. Bei der Geburt ihrer ersten Tochter am 22. Juli 2008 wurde ein sekund�rer Kaiserschnitt notwendig und dadurch die geburtshilfliche Epiduralanalgesie in eine Epiduralan�sthesie konvertiert. Dabei trat gem�ss Frau PD Dr. phil. C.________, Leitende Psychologin an der Frauenklinik am Spital D.________ als Komplikation eine totale Spinalan�sthesie auf, die bei A.________ w�hrend ca. zwei Minuten zu einer bei vollem Bewusstsein erlebten Tetraparese mit Atemnot und Sprachverlust f�hrte; nach der notfallm�ssig eingeleiteten Intubationsnarkose stabilisierte sich der Kreislauf wieder (Berichte vom 24. Juni und 3. Dezember 2009). Wegen psychischer Beschwerden begab sich A.________ ab November 2008 in psychiatrische Behandlung und beendete ihr Arbeitsverh�ltnis bei der B.________ AG per Ende Februar 2009. Im November 2009 meldete sie sich zudem unter Hinweis auf eine posttraumatische Belastungsst�rung (ICD 10: F43.1) bei Status nach lebensbedrohlichen Komplikationen im Rahmen einer Spinalan�sthesie bei sekund�rer Sectio caesarea am 22. Juli 2008 zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Am 3. Juni 2011 gebar sie ihre zweite Tochter, wiederum im Spital D.________ durch Kaiserschnitt. Am 22. August 2011 liess A.________, vertreten durch die DAS Rechtsschutz-Versicherungs-AG, das Ereignis vom 22. Juli 2008 als Unfall der SUVA melden. Diese holte medizinische Unterlagen und die Akten der Invalidenversicherung ein. Zusammen mit dem Haftpflichtversicherer des Spitals D.________ liess A.________ zudem Prof. Dr. med. E.________, Facharzt FMH f�r An�sthesie, Facharzt FMH f�r Intensivmedizin, Chefarzt am Spital F.________, ein Aktengutachten (vom 23. November 2011) erstellen. Nach Stellungnahme vom 17. Februar 2012 des Spitals D.________ hierzu und einer Aktenbeurteilung der Dres. med. G.________, Chirurgie FMH und H.________, Psychiatrie und Psychotherapie, versicherungsmedizinische Abteilung der SUVA, vom 2. Februar und 11. Juli sowie 2. August 2012, verneinte die SUVA ihre Leistungspflicht, da der erfolgte Eingriff regelkonform erfolgt sei und kein ungew�hnlicher �usserer Faktor vorliege, weshalb kein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG vorliege (Verf�gung vom 17. September 2012). Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 29. Januar 2013).
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids seien ihr die gesetzlichen Leistungen nach UVG zu gew�hren.
2.1.�Streitig ist die Leistungspflicht der SUVA f�r die geltend gemachten Folgen der An�sthesiekomplikation anl�sslich der am 22. Juli 2008 aufgrund einer fetalen Bradykardie notwenig gewordenen Kaiserschnittentbindung. Dabei ist zu pr�fen, ob ein Unfall im Rechtssinne vorliegt. Die Beschwerdef�hrerin bejaht dies in Bezug auf eine sch�digende medizinische Massnahme als auch hinsichtlich eines Schreckereignisses (E. 2.3 und 2.4 hernach).
2.2.�Gem�ss Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunf�llen, Nichtberufsunf�llen und Berufskrankheiten gew�hrt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Unfall ist gem�ss Art. 4 ATSG die pl�tzliche, nicht beabsichtigte sch�digende Einwirkung eines ungew�hnlichen �usseren Faktors auf den menschlichen K�rper, die eine Beeintr�chtigung der k�rperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.
2.3.�Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungew�hnlichkeit nicht auf die Wirkung des �usseren Faktors, sondern nur auf diesen selbst. Ohne Belang f�r die Pr�fung der Ungew�hnlichkeit ist somit, dass der �ussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der �ussere Faktor ist ungew�hnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Allt�glichen oder �blichen �berschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der �ussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen K�rper abhebt. Ungew�hnliche Auswirkungen allein begr�nden keine Ungew�hnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 S. 79 f. mit Hinweis; erw�hntes Urteil 8C_708/2011 vom 9. November 2011 in: SVR 2012 UV Nr. 11 E. 6.1). Diese Grunds�tze zum Begriffsmerkmal der Ungew�hnlichkeit gelten auch, wenn zu beurteilen ist, ob ein �rztlicher Eingriff den gesetzlichen Unfallbegriff erf�llt. Die Frage, ob eine �rztliche Vorkehr als mehr oder weniger ungew�hnlicher �usserer Faktor zu betrachten sei, ist aufgrund objektiver medizinischer Kriterien zu beantworten. Nach der Praxis ist es mit dem Erfordernis der Aussergew�hnlichkeit streng zu nehmen, wenn eine medizinische Massnahme infrage steht. Damit eine solche Vorkehr als ungew�hnlicher �usserer Faktor qualifiziert werden kann, muss ihre Vornahme unter den jeweils gegebenen Umst�nden vom medizinisch �blichen ganz erheblich abweichen und zudem, objektiv betrachtet, entsprechend grosse Risiken in sich schliessen. Im Rahmen einer Krankheitsbehandlung, f�r welche die Unfallversicherung nicht leistungspflichtig ist, kann ein Behandlungsfehler ausnahmsweise den Unfallbegriff erf�llen, n�mlich wenn es sich um grobe und ausserordentliche Verwechslungen und Ungeschicklichkeiten oder sogar um absichtliche Sch�digungen handelt, mit denen niemand rechnet noch zu rechnen braucht (BGE 121 V 35 E. 1b S. 38; 118 V 283 E. 2b S. 284, je mit Hinweisen; vgl. aus j�ngerer Zeit: erw�hntes Urteil SVR 2012 UV Nr. 11 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen). F�r Tatsachenfeststellungen bei der Beurteilung des Unfallcharakters eines Ereignisses gilt der im Sozialversicherungsrecht �bliche Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (erw�hntes Urteil SVR 2012 UV Nr. 11 E. 5 mit Hinweis; vgl. auch SVR 2011 UV Nr. 11 S. 39, 8C_693/2010 E. 3 und 4; 2009 UV Nr. 31 S. 109, 8C_552/2008 E. 2; 2008 UV Nr. 12 S. 38, U 71/07 E. 5.2.1).
2.4.�Rechtsprechung und Lehre haben schreckbedingte pl�tzliche Einfl�sse auf die Psyche seit jeher als Einwirkung auf den menschlichen K�rper (im Sinne des geltenden Unfallbegriffes) anerkannt und f�r ihre unfallversicherungsrechtliche Behandlung besondere Regeln entwickelt. Danach setzt die Annahme eines Unfalles voraus, dass es sich um ein aussergew�hnliches Schreckereignis, verbunden mit einem entsprechenden psychischen Schock, handelt; die seelische Einwirkung muss durch einen gewaltsamen, in der unmittelbaren Gegenwart des Versicherten sich abspielenden Vorfall ausgel�st werden und in ihrer �berraschenden Heftigkeit geeignet sein, auch bei einem gesunden Menschen durch St�rung des seelischen Gleichgewichts typische Angst- und Schreckwirkungen (wie L�hmungen, Herzschlag etc.) hervorzurufen. Diese Rechtsprechung wurde wiederholt best�tigt und dahin gehend pr�zisiert, dass auch bei Schreckereignissen nicht nur die Reaktion eines (psychisch) gesunden Menschen als Vergleichsgr�sse dienen kann, sondern in diesem Zusammenhang ebenfalls auf eine "weite Bandbreite" von Versicherten abzustellen ist. Zugleich hat es dabei relativierend, unter Bezugnahme auf den massgeblichen Unfallbegriff (BGE 118 V 59 E. 2b S. 61 und 283 E. 2a; ferner BGE 122 V 230 E. 1 S. 232 mit Hinweisen), betont, dass sich das Begriffsmerkmal der Ungew�hnlichkeit definitionsgem�ss nicht auf die Wirkung des �usseren Faktors, sondern nur auf diesen selbst bezieht, weshalb nicht von Belang sein k�nne, wenn der �ussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog (BGE 129 V 177 E. 2.1 S. 179; SVR 2008 UV Nr. 7 S. 22 E. 2.2, U 548/06). An den Beweis der Tatsachen, die das Schreckereignis ausgel�st haben, an die Aussergew�hnlichkeit dieses Ereignisses sowie den entsprechenden psychischen Schock sind strenge Anforderungen zu stellen (SVR 2009 UV Nr. 20 S. 75 E. 2.2 [8C_533/2008]). Nach der Rechtsprechung besteht die �bliche und einigermassen typische Reaktion auf solche Ereignisse erfahrungsgem�ss darin, dass zwar eine Traumatisierung stattfindet, diese aber vom Opfer in aller Regel innert einiger Wochen oder Monate �berwunden wird (SVR 2008 UV Nr. 7 S. 22 E. 2.5).
Die Ad�quanz zwischen einem Schreckereignis ohne k�rperliche Verletzung und den nachfolgend aufgetretenen psychischen St�rungen ist nach der allgemeinen Formel (gew�hnlicher Lauf der Dinge und allgemeine Lebenserfahrung) zu beurteilen (BGE 129 V 177 E. 4.2 S. 184 f.; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 120 E. 5.3 in fine, 8C_537/2009; Urteil 8C_159/2011 vom 11. Juli 2011 E. 4.1 f.).
3.1.1.�Das kantonale Gericht erwog, der Gutachter Prof. Dr. med. E.________ sowie die involvierten �rzte am Spital D.________ seien sich bez�glich erfolgter Vorkehren und eingetretener Komplikationen nicht einig und diese k�nnten aus fach�rztlicher Sicht verschieden interpretiert werden. W�hrend Prof. Dr. med. E.________ eher eine Medikamentenfehldosierung in Betracht ziehe, die eine zu hohe peridurale Blockade mit Atemnot und Tetraparese bewirkt habe, gehe das Universit�tsspital aufgrund der echtzeitlichen Beobachtungen und Dokumentationen sowie nachtr�glicher Feststellungen (Aspiration von Liquor) von einer totalen Spinalan�sthesie aus. In Ber�cksichtigung der fetalen Notfallsituation, die ein rasches Handeln erfordert habe, sei die eingetretene Komplikation mit Atemnot und Tetraparese als Risiko, mit dem bei einer Periduralan�sthesie zu rechnen sei, einzustufen. Die anl�sslich der Notfallbehandlung durchgef�hrte An�sthesie lasse sich nicht als ungew�hnlicher �usserer Faktor qualifizieren. Die umstrittenen Handlungen seien weder als grobe Ungeschicklichkeit noch als ausserordentliche Verwechslung zu werten.
3.1.2.�Ferner verneinte die Vorinstanz das Vorliegen eines Schreckereignisses. Selbst wenn die versp�rte Hilflosigkeit und Todesangst um sich und ihr Kind nachvollziehbar seien, fehle es vorliegend an der Aussergew�hnlichkeit, die bei einem Schreckereignis verlangt sei. Es k�nne nicht von einer gewaltsamen und �berraschend heftigen Einwirkung gesprochen werden.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz habe es unterlassen, den rechtserheblichen Sachverhalt festzustellen, indem sie sich mit Blick auf die unterschiedlichen medizinischen Auffassungen nicht f�r einen Sachverhalt entschieden habe und nur den Eventualfall m�glicher unsorgf�ltiger An�sthesiedosierungen und einer unsorgf�ltigen Intubationsnarkose diskutiert habe. Das kantonale Gericht habe ferner in willk�rlicher Weise nicht auf das Gutachten des Prof. Dr. med. E.________ abgestellt und - dem entgegen - die Stellungnahme des Spitals D.________ vom 17. Februar 2012 zum h�herwertigen Beweismittel erhoben. Es sei gem�ss Prof. Dr. med. E.________ zu einer zu hohen periduralen Blockadewirkung gekommen, die am ehesten die Folge der insgesamt �berh�hten Menge an verabreichten An�sthetika durch den Katheter sei. Zudem sei die Dosierung der Medikamente zur Einleitung der Intubationsan�sthesie nicht ad�quat gewesen (zu geringe Sedationstiefe), um die Intervention f�r die Versicherte ohne Erinnerung durchzuf�hren. Die vorgenommenen Behandlungen wichen einzeln und in der Summe ganz erheblich vom medizinisch �blichen ab mit Risiken f�r Mutter und Kind, mit denen nicht ernsthaft h�tte gerechnet werden m�ssen.
�berdies sei das bewusste Erleben der Notsituation beim Kaiserschnitt als aussergew�hnliches Schreckereignis zu werten. Die Beschwerdef�hrerin habe realisiert, dass sie gel�hmt gewesen sei, nicht richtig atmen und sprechen konnte. Sie habe zumindest teilweise die notfallm�ssigen Interventionen, wie die Sauerstoffzufuhr mittels Gesichtsmaske, die Intubation und das hektische Treiben miterlebt. Entgegen der Vorinstanz liege die Aussergew�hnlichkeit nicht bez�glich des Kaiserschnitts als solchem vor, sondern sei durch das unsorgf�ltige Behandeln bewusste Wahrnehmen und Erleben ihres Zustands und der Notsituation gegeben. Die L�hmung der Arme, der Atemmuskulatur und eines Teils des sympathischen Nervensystems stelle eine gewaltsame und heftige Einwirkung dar.
4.1.�Die SUVA weist in ihrer Vernehmlassung vom 19. Mai 2014 zu Recht darauf hin, dass mangels den Unfallbegriff erf�llender physischer Einwirkung mit k�rperlicher Sch�digung (vgl. Aktengutachten des Prof. Dr. med. E.________ vom 23. November 2011 S. 10 f.) einzig zu pr�fen ist, ob die Beschwerdef�hrerin w�hrend der Entbindung mittels Kaiserschnitt einem Schreckereignis ausgesetzt war, welches den Unfallbegriff erf�llt. Es er�brigen sich daher Erw�gungen zur Auseinandersetzung bez�glich der Frage, ob ein Behandlungsfehler vorliegt und ob bejahendenfalls grobe und ausserordentliche Verwechslungen und Ungeschicklichkeiten stattfanden. Daher ist auch auf die diesbez�glichen Einw�nde zur vorinstanzlichen Beweisw�rdigung und ihrer darauf beruhenden Sachverhaltsfeststellung zu dieser medizinischen Frage nicht n�her einzugehen.
4.2.�Aufgrund der Akten steht fest, dass anstelle der geplanten spontanen Geburt ein Kaiserschnitt notwendig wurde, weil sich das Kind in einem erh�hten Gefahrenzustand befand. Die Sectio h�tte unter Regionalan�sthesie (Periduralan�sthesie) durchgef�hrt werden sollen. W�hrend der An�sthesie trat aber eine Komplikation ein, indem die verabreichten Lokalan�sthetika zu einem ungewollt hohen Wirkniveau f�hrten, welches das beschriebene Beschwerdebild (Tetraparese mit Atemnot und Sprachverlust mit Angst- und Schreckwirkung) ausl�ste. Der Grund dieses zu hohen Wirkniveaus ist umstritten: W�hrend der Gutachter Prof. Dr. med. E.________ die Kl�rung der Ursache zwar nicht als eindeutig m�glich erachtet, aber am ehesten von einer insgesamt �berh�hten Menge an verabreichten Lokalan�sthetika durch den Katheter ausging hielt das Spital D.________ im An�sthesiebericht vom 23. Juli 2008 sowie im Geburtsbericht gleichen Datums eine hohe Spinalan�sthesie (zu hohes Aufsteigen des Lokalan�sthetikums im Liquorraum) fest In der Stellungnahme vom 17. Februar 2012 wurde von einer totalen Spinalan�sthesie, bei der die f�r den Periduralraum vorgesehene Menge an Lokalan�sthetika ungewollt direkt in den Spinalraum eingespritzt wurde, ausgegangen. Einigkeit besteht darin, dass aufgrund dieser an�sthesiologischen Komplikation die An�sthesie mit Intubation notwendig wurde, worauf sich der Kreislauf rasch stabilisierte und keine Gefahr mehr f�r Mutter und Kind bestand. Zu beurteilen sind demnach einzig die rund zwei Minuten, w�hrend denen die Beschwerdef�hrerin die Komplikation bewusst miterlebte und Angst um ihr Leben und das ihres ungeborenen Kindes bekam.
4.3.�Wie dargelegt (E.2.4), muss die seelische Einwirkung durch einen gewaltsamen, in der unmittelbaren Gegenwart der Versicherten sich abspielenden Vorfall ausgel�st werden und �berraschend heftig sein, wozu es vorliegend nicht kam. Die An�sthesiekomplikation wurde so oder anders durch das Einspritzen von Lokalan�sthetika in den Katheter verursacht, welcher Vorgang nicht als gewaltsam bezeichnet werden kann. Damit mangelt es bereits an der f�r die Annahme eines Schreckereignisses im Unfallsinne vorausgesetzten Gewaltsamkeit des Vorfalls. �berdies ist f�r die Pr�fung der Ungew�hnlichkeit nicht von Belang (E. 2.4 hiervor), wenn der �ussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Die im Operationssaal bewusst erlebte Komplikation mit den erlittenen Beschwerden ist einzig eine Folge der verabreichten Narkosemittel und daher mit Blick auf die Frage der Einwirkung eines ungew�hnlichen �usseren Faktors irrelevant. Auch wenn verst�ndlich ist, dass die erlebte Notfallsituation Angst bei der Versicherten ausl�ste und durchaus ein traumatisches Erlebnis darstellen konnte, ist der Vorfall schliesslich, selbst wenn er als Unfall zu bezeichnen w�re, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung nicht geeignet, langj�hrige psychische Beschwerden in Form einer posttraumatischen Belastungsst�rung auszul�sen. Nach dem Gesagten liegt kein aussergew�hnliches Schreckereignis vor, weshalb es beim vorinstanzlichen Entscheid sein Bewenden hat.