Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F11-06-2013-5A_70-2013
Timestamp: 2016-10-22 01:51:53
Document Index: 159183177

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 100', 'Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 296', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 296', 'Art. 296', 'Art. 285', 'Art. 277', 'Art. 277', 'Art. 125', 'Art. 125', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'Art. 404', 'Art. 405', 'Art. 106', 'Art. 106', 'Art. 107', 'Art. 111', 'Art. 112', 'Art. 66']

5A_70/2013 � � Urteil vom 11. Juni 2013
�A.X.________ und B.X.________ heirateten am 31. Januar 1996 in Las Vegas/USA. Aus dieser Ehe gingen die Kinder C.________, geboren XX.XX.1996, und D.________, geboren am XX.XX.1998, hervor.
Am 27. April 2010 reichte A.X.________ beim Zivilgericht des Seebezirks eine Scheidungsklage ein. Mit Urteil vom 4. Juli 2011 schied das Gericht des Seebezirks die Ehe, �bertrug die elterliche Sorge B.X.________, regelte das Besuchsrecht und verpflichtete A.X.________, f�r jedes Kind monatlich Fr. 1'100.-- (Dispositivziffer 4) und f�r B.X.________ bis zum 30. Juni 2014 monatlich Fr. 750.-- (Dispositivziffer 8) zu bezahlen. Zudem ordnete es die Teilung der Vorsorgeguthaben an, sprach A.X.________ eine Forderung aus G�terrecht im Betrag von Fr. 3'591.-- zu (Dispositivziffer 7) und regelte die Kosten- und Entsch�digungsfolgen des Verfahrens (Dispositivziffern 9 und 10).
�Auf Berufung von A.X.________ hin best�tigte der I. Zivilappellationshof des Kantons Freiburg mit Urteil vom 16. Oktober 2012 den erstinstanzlichen Entscheid im Wesentlichen, reduzierte jedoch den Kindesunterhalt auf Fr. 1'030.-- pro Kind und Monat (Dispositivziffer 4). Der nacheheliche Unterhalt und die g�terrechtliche Forderung wurden indessen best�tigt (Dispositivziffern 7 und 8) und die Kosten der beiden Verfahren wurden wiederum zwischen den Parteien aufgeteilt (Dispositivziffern 9 und 10).
A.X.________ gelangt mit Beschwerde gegen dieses Urteil an das Bundesgericht. Er verlangt im Wesentlichen eine Erh�hung seiner g�terrechtlichen Forderung auf Fr. 149'691.-- und eine Herabsetzung des Kindesunterhalts auf Fr. 800.-- pro Kind und Monat sowie der Scheidungsrente an B.X.________ auf Fr. 250.-- monatlich.
Mit Verf�gung vom 25. Januar 2013 hat der Pr�sident der II. zivilrechtlichen Abteilung das vom Beschwerdef�hrer gestellte Gesuch um aufschiebende Wirkung der Beschwerde abgewiesen.
1.1.�Angefochten ist der Endentscheid eines oberen Gerichts, das auf Rechtsmittel hin kantonal letztinstanzlich �ber Nebenfolgen der Scheidung und damit in einer Zivilsache entschieden hat (Art. 72 Abs. 1, 75 und 90 BGG). Strittig sind ausschliesslich verm�gensrechtliche Fra-gen. Da schon durch das Kantonsgericht keine nicht verm�gensrechtlichen Fragen mehr zu beurteilen waren, ist die Beschwerde nur mit Streitwerterfordernis gegeben (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG; vgl. f�r den umgekehrten Fall: Urteil 5A_311/2010 vom 3. Februar 2011 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 137 III 118). Mit Blick auf den bez�glich des G�terrechts im Streit liegenden Betrag ist der f�r die Zul�ssigkeit der Beschwerde erforderliche Streitwert offensichtlich gegeben. Die im �brigen fristgerecht (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingereichte Beschwerde ist grunds�tzlich zul�ssig.
1.2.�Mit der Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht grunds�tzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG) und pr�ft mit freier Kognition, ob der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Es befasst sich aber nur mit formell ausreichend begr�ndeten Vorbringen (BGE 134 III 102 E. 1.1 S. 104 f.). In der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Allgemein gehaltene Einw�nde, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit bestimmten Entscheidungsgr�nden vorgebracht werden, gen�gen nicht (BGE 137 III 580 E. 1.3 S. 584). Das Bundesgericht legt zudem seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Wird eine Sachverhaltsfeststellung beanstandet, muss in der Beschwerdeschrift dargelegt werden, inwiefern diese Feststellung offensichtlich unrichtig und damit willk�rlich (BGE 136 III 636 E. 2.2 S. 638) oder durch eine andere Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG zustande gekommen ist und inwiefern die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung beziehungsweise Beweisw�rdigung erweist sich dabei nur dann als willk�rlich, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unber�cksichtigt gelassen oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat (BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234). Die Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung) pr�ft das Bundesgericht nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; R�geprinzip). Es pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246). Auf appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung oder Beweisw�rdigung tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356).
1.3.�Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz vor, von einem falschen Sachverhalt ausgegangen zu sein. Die Folgerungen der Vorinstanz w�rden auf willk�rlichen Feststellungen beruhen. �berdies habe sie den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Schliesslich macht der Beschwerdef�hrer geltend, die f�r den nachehelichen Unterhalt geltenden Rechtsgrunds�tze seien verletzt.
Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der Kindesunterhalt, der nacheheliche Unterhalt an die Ehefrau und das G�terrecht. Weil das Ergebnis der g�terrechtlichen Auseinandersetzung Einfluss auf die wirtschaftliche Leistungsf�higkeit der Parteien haben kann, ist zuerst dieser Problemkreis zu behandeln (E. 3). Bez�glich der Unterhaltsfragen ist davon auszugehen, dass in der Regel der Kindesunterhalt dem Scheidungsunterhalt vorgeht, auch wenn es erhebliche Ausnahmen geben kann. Hier ist der Kindesunterhalt (E.4) schon deshalb vor dem Ehegattenunterhalt (E. 5) zu behandeln, weil er f�r eine l�ngere Dauer geschuldet ist. Daran kann auch der Umstand nichts �ndern, dass es im Wesentlichen um die Feststellung des Sachverhaltes geht und dieser f�r den Kindesunterhalt von Amtes wegen abzukl�ren ist, w�hrend f�r das G�terrecht und den nachehelichen Unterhalt der Verhandlungsgrundsatz gilt.
G�terrechtlich ist nur noch streitig, wie der unbestrittenermassen erzielte Lottogewinn zu behandeln ist. Die Vorinstanz hat als erstellt angenommen, nicht die Beschwerdegegnerin, sondern deren Mutter habe den Lottogewinn erzielt, und das Los sei von der Beschwerdegegnerin zwar im eigenen Namen, aber auf Rechnung ihrer Mutter eingel�st worden. Den Gewinn habe die Beschwerdegegnerin dann auf ihr eigenes Konto und nicht auf jenes ihrer Mutter auszahlen lassen, um deren Gl�ubiger zu t�uschen. Das vom Lottogewinn verbliebene Kapital stehe deshalb aber nicht der Beschwerdegegnerin, sondern ihrer Mutter zu. Der Betrag sei folglich g�terrechtlich irrelevant, weil dem Guthaben eine Schuld gegen�ber der Mutter in gleicher H�he zustehe, bzw. weil die Darlehensforderung gegen�ber der Mutter nur simuliert sei.
�Soweit es sich dabei um eine Sachverhaltsw�rdigung handelt, bringt der Beschwerdef�hrer nur appellatorische Kritik vor. Er stellt seine Sicht der Dinge jener der Vorinstanz entgegen und bezeichnet die Zeugenaussagen, auf die sich die Vorinstanz abst�tzte, als unglaubw�rdig. Warum sie dies sein sollen, f�hrt er indessen nicht aus. Dies reicht f�r die Begr�ndung des Vorwurfs der Willk�r nicht aus. Die Beschwerde erweist sich somit bez�glich des G�terrechts als unbegr�ndet.
4.1.�Der Kindesunterhalt bemisst sich nach den Bed�rfnissen des Kindes, nach der wirtschaftlichen Leistungsf�higkeit des Unterhaltspflichtigen und danach, was das Kind selber zu seinem Unterhalt beitragen kann. Letzteres Kriterium ist vorliegend ohne jede Bedeutung, weil beide Kinder noch minderj�hrig und in Ausbildung sind und weder �ber eigenes Verm�gen noch �ber Eink�nfte verf�gen. Die Vorinstanz ist zur Berechnung des Unterhalts von den Z�rcher Tabellen und damit vom Bedarf der Kinder ausgegangen. Sie hat diese den Gegebenheiten im Kanton angepasst und daraus den Unterhaltsanspruch errechnet. Anschliessend hat sie gepr�ft, ob der Beschwerdef�hrer auf Grund seiner wirtschaftlichen Leistungsf�higkeit in der Lage ist, die entsprechenden Betr�ge zu bezahlen, und dies bejaht. Der Beschwerdef�hrer wendet sich in diesem Zusammenhang ausschliesslich gegen die Berechnung seiner Leistungsf�higkeit. Er wirft dem Kantonsgericht vor, seine wirtschaftliche Leistungskraft teilweise ungen�gend abgekl�rt zu haben und damit in Willk�r verfallen zu sein. Auch habe es den Untersuchungsgrundsatz gem�ss Art. 296 Abs. 1 ZPO verletzt. Dem Grundsatz nach bestreitet der Beschwerdef�hrer seine Unterhaltspflicht demgegen�ber nicht, noch stellt er die Berechnung der Bed�rfnisse seiner Kinder in Frage.
Das Kantonsgericht hat den Beschwerdef�hrer verpflichtet, der Beschwerdegegnerin an den Unterhalt jedes Kindes einen monatlichen Betrag von Fr. 1'030.-- zuz�glich allf�lliger Kinderzulagen zu bezahlen und sich h�lftig an ausserordentlichen Kosten der Kinder zu beteiligen. Der Beschwerdef�hrer verlangt eine Reduktion dieser Betr�ge auf Fr. 800.-- pro Kind.
4.2.�Der Beschwerdef�hrer r�gt, dass ihm ein hypothetisches Einkommen von Fr. 6'300.-- im Monat angerechnet worden sei. Die Vorinstanz begr�ndete diesen Betrag damit, dass er bei seiner letzten Arbeitsstelle als Di�tkoch am Schluss Fr. 6'361.70 monatlich verdient habe, diese Stelle aus wirtschaftlichen Gr�nden verloren habe und es ihm ohne weiteres m�glich sei, eine neue Stelle mit in etwa der gleichen Entl�hnung zu finden.
�F�r die Festsetzung des Kindesunterhalts ist grunds�tzlich vom tats�chlichen Einkommen des Unterhaltsschuldners auszugehen. Soweit dieses Einkommen allerdings nicht ausreicht, um den ausgewiesenen Bedarf zu decken, oder wegen eines Stellenverlustes vor�bergehend kein Einkommen erzielt wird, kann ein hypothetisches Einkommen angerechnet werden, sofern dieses zu erreichen zumutbar und m�glich ist (BGE 137 III 118 E. 2.3 S. 120 f.; 128 III 4 E. 4a S. 5; 127 III 136 E. 2a S. 139). Damit ein Einkommen �berhaupt oder ein h�heres Einkommen als das tats�chlich erzielte angerechnet werden kann, gen�gt es deshalb nicht, dass der betroffenen Partei weitere Anstrengungen zugemutet werden k�nnen. Vielmehr muss es ihr auch tats�chlich m�glich sein, aufgrund dieser Anstrengungen ein h�heres Einkommen zu erzielen. Mit Bezug auf das hypothetische Einkommen ist Rechtsfrage, welche T�tigkeit aufzunehmen als zumutbar erscheint. Tatfrage bildet hingegen, ob die als zumutbar erkannte T�tigkeit m�glich und das angenommene Einkommen effektiv erzielbar ist (BGE 137 III 118 E. 2.3 S. 121; 126 III 10 E. 2b S. 13; 128 III 4 E. 4c/bb S. 7). Im Verh�ltnis zum unm�ndigen Kind sind dabei besonders hohe Anforderungen an die Ausn�tzung der Erwerbskraft zu stellen. Dies gilt insbesondere bei wirtschaftlich engen Verh�ltnissen (BGE 137 III 118 E. 3.1 S. 121). Das Gericht kann jedoch nicht ein hypothetisches Einkommen anrechnen, ohne sich konkret dazu zu �ussern, welche T�tigkeit der Schuldner aus�ben k�nnte, und abzukl�ren, ob mit dieser T�tigkeit �berhaupt ein entsprechendes Einkommen erzielt werden kann (BGE 137 III 118 E. 3.2 S. 122).
�Vorliegend hat das Kantonsgericht sich sehr genau mit der Frage befasst, welche T�tigkeit der Beschwerdef�hrer aus�ben und wie viel er dabei verdienen kann. Es f�hrt aus, der Beschwerdef�hrer sei bis jetzt Di�tkoch gewesen und es best�nden keinerlei Anhaltspunkte, warum er diese T�tigkeit nicht wieder aus�ben k�nnen sollte. Ebenso sei nicht zu sehen, warum er mit einer neuen Stelle ein Einkommen im bisherigen Rahmen nicht w�rde erzielen k�nnen. Dabei ist ohne Bedeutung, ob der Beschwerdef�hrer die bisherige Stelle - wie die Vorinstanz festgehalten hat - aus wirtschaftlichen Gr�nden verloren hat oder ob ihm - wie er in seiner Beschwerdeschrift behauptet - wegen "Meinungsverschiedenheiten und anderen Vorf�llen mit seinem Vorgesetzten" gek�ndigt worden ist. Sollte Letzteres zutreffen, hindert ihn dies nicht daran, eine neue Stelle zu finden und daf�r alle notwendigen Anstrengungen zu unternehmen. Es ist auch nicht ersichtlich, dass sich die wirtschaftliche Lage f�r Di�tk�che verschlechtert h�tte. Der Vorinstanz kann insofern keine Willk�r vorgeworfen werden.
4.3.�Die kantonalen Gerichte haben dem Beschwerdef�hrer einen Mietertrag aus seiner Ferienwohnung in Y.________ (Deutschland) angerechnet. Einen solchen Ertrag hatte er auch in der Vergangenheit erzielt. Die Vorinstanz ging deshalb zu Recht davon aus, dass ihm auch unabh�ngig vom Wechsel der Hausverwaltung zuzumuten sei, die Wohnung weiterhin zu vermieten.
�Der Beschwerdef�hrer beklagt sich diesbez�glich ausschliesslich dar�ber, dass die Vorinstanz keine Unterlagen aus Deutschland habe edieren lassen und der Beschwerdegegnerin nicht auch einen Ertrag ihres Chalets in Z.________ angerechnet habe. Letzteres ist f�r die Frage, ob er das ihm angerechnete Einkommen erzielt, ohne Bedeutung. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes kann aber auch nicht darin gesehen werden, dass die Vorinstanz bez�glich des Ertrages seiner Wohnung keine weiteren Unterlagen erhoben hat. Art. 296 Abs. 1 ZPO befreit die Parteien nicht von jeglicher Mitwirkungspflicht und Verantwortung bez�glich der Sachverhaltsermittlung. Der Beschwerdef�hrer h�tte es ohne weiteres in der Hand gehabt, seine Buchhaltung bzw. die entsprechenden Unterlagen bez�glich seiner Ferienwohnung offenzulegen und dem Gericht einzureichen. Das Gericht kann sehr wohl aus der Vergangenheit auf das gegenw�rtige Einkommen schliessen, wenn keine Anhaltspunkte f�r eine Ver�nderung vorliegen. Ist das Gericht bereits aufgrund der vorhandenen Angaben zu einem klaren Schluss gekommen, so braucht es seine Erkenntnis auch nicht durch zus�tzliche Unterlagen zu belegen. Der Beschwerde kann somit auch in diesem Punkt kein Erfolg beschieden sein.
4.4.�Im Weiteren wirft der Beschwerdef�hrer der Vorinstanz vor, sein Existenzminimum und damit seine Leistungskraft ausgabenseitig willk�rlich festgestellt bzw. in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 296 Abs. 1 ZPO) nicht gen�gend abgekl�rt zu haben.
�Dieser Vorwurf ist f�r den Ausgang des vorliegenden Verfahrens indessen nur insoweit relevant, als die entsprechenden Feststellungen �berhaupt einen Einfluss auf die H�he der Unterhaltsanspr�che haben. Die Leistungskraft des Unterhaltspflichtigen spielt aber f�r die Berechnung des Kindesunterhalts nur insoweit eine Rolle, wie sie die zur Deckung der Bed�rfnisse der Kinder notwendigen Beitr�ge beschr�nkt. Dabei ist entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers die Grenze sein Notbedarf und nicht seine bisherige Lebenshaltung.
�Das Kantonsgericht hat einen Notbedarf des Beschwerdef�hrers in der H�he von Fr. 3'015.-- errechnet. Bei einem Einkommen von Fr. 6'600.-- ergibt das einen �berschuss von Fr. 3'585.--. Muss der Beschwerdef�hrer f�r den Unterhalt seiner beiden Kinder insgesamt Fr. 2'060.-- bezahlen, verbleibt ihm noch ein �berschuss von Fr. 1'525.--. Die von ihm monierten Punkte innerhalb der Bedarfsberechnung sind von daher f�r den Kindesunterhalt nur relevant, wenn sie insgesamt diesen Betrag �bersteigen. Dies trifft aber nicht zu: Selbst wenn bei der Berechnung des Existenzminimums des Beschwerdef�hrers noch Fr. 300.-- f�r den Arbeitsweg und die ausw�rtige Verpflegung eingesetzt und die Krankenkassenpr�mien um Fr. 144.40 sowie die Steuern um Fr. 377.50 erh�ht worden w�ren, wie der Beschwerdef�hrer geltend macht, verbliebe ihm noch ein �berschuss �ber dem Existenzminimum von Fr. 703.10.
�Mithin sind die geltend gemachten Positionen f�r die Festsetzung der Unterhaltsbeitr�ge f�r die Kinder ohne Bedeutung. Das Kantonsgericht brauchte sie deshalb auch gar nicht n�her abzukl�ren. Der Vorwurf, das Kantonsgericht habe den Untersuchungsgrundsatz verletzt, st�sst damit ins Leere.
4.5.�Zutreffend ist indessen, dass die erste Instanz beim Einkommen des Beschwerdef�hrers die Kinderzulagen von je Fr. 150.--, das heisst Fr. 300.-- monatlich, mitgerechnet hat. Zu beachten ist aber, dass es dabei um das Einkommen ging, welches der Beschwerdef�hrer tats�chlich an seiner Stelle im Spital verdient hat. Weil er diese Stelle verloren hatte, ging das Kantonsgericht demgegen�ber von einem hypothetischen Einkommen und damit auch von einem leicht niedrigeren Betrag aus. Das Kantonsgericht konnte ohne weiteres annehmen, dass dieses hypothetische Einkommen unabh�ngig von den Kinderzulagen erzielt werden kann, so dass auch nicht zu beanstanden ist, wenn diese gem�ss Art. 285 Abs. 2 ZGB noch zum festgesetzten Unterhaltsbeitrag hinzukommen. Auch insofern ist der vom Beschwerdef�hrer erhobene Vorwurf der willk�rlichen Sachverhaltsfeststellung unbegr�ndet.
Auch was den Ehegattenunterhalt betrifft, wirft der Beschwerdef�hrer der Vorinstanz in verschiedenen Punkten eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung vor. Zu beachten ist, dass beim nachehelichen Unterhalt nicht der Untersuchungsgrundsatz, sondern der Verhandlungsgrundsatz gilt (Art. 277 Abs. 1 ZPO). Das Gericht hat damit grunds�tzlich nur jene Beweismittel zu ber�cksichtigen, welche die Parteien anrufen. Allerdings kann es fehlende Urkunden von Amtes wegen einfordern (Art. 277 Abs. 2 ZPO). Zudem wirft der Beschwerdef�hrer der Vorinstanz auch vor, die sich aus Art. 125 ZGB ergebenden Rechtsgrunds�tze verletzt zu haben, indem sie der Beschwerdegegnerin zu wenig eigene Erwerbst�tigkeit zugemutet habe.
�Gem�ss Art. 125 Abs. 1 ZGB hat ein Ehegatte dem andern nach der Scheidung einen angemessenen Beitrag an seinen Unterhalt zu leisten, wenn bzw. soweit es diesem nicht zuzumuten ist, selbst daf�r aufzukommen. F�r die Berechnung des nachehelichen Unterhalts sind damit die angemessene Lebenshaltung, die Eigenversorgungskapazit�t des Unterhaltsberechtigten und die wirtschaftliche Leistungskraft des Schuldners massgebend. Das bedeutet aber auch, dass abzukl�ren ist, wie weit dem unterhaltsfordernden Ehegatten zuzumuten ist, eine eigene Erwerbst�tigkeit neu aufzunehmen oder eine bisherige T�tigkeit auszubauen.
5.1.�Das Kantonsgericht ging mit Blick auf das Alter der Kinder (Jahrg�nge 1996 und 1998) von einer Erwerbsf�higkeit der Beschwerdegegnerin von 50 bis 60 % aus. Daraus ergab sich ein hypothetisches Einkommen von Fr. 2'500.--. Der Beschwerdef�hrer erachtet demgegen�ber eine Erwerbst�tigkeit von 75 % und damit ein Einkommen von 3'500.-- als zumutbar.
�Entgegen dem, was der Beschwerdef�hrer anzunehmen scheint, gilt auch unter den heutigen gesellschaftlichen Verh�ltnissen, dass dem betreuenden Elternteil die (Wieder-) Aufnahme einer Erwerbst�tigkeit im Umfang von 50 % erst zumutbar ist, wenn das j�ngste Kind 10-j�hrig ist, und zu 100 % erst dann, wenn das j�ngste Kind das 16. Altersjahr erreicht hat. Vor noch nicht langer Zeit hat das Bundesgericht diese Rechtsprechung best�tigt und ausdr�cklich festgehalten, die unmittelbare pers�nliche Betreuung und Pflege auch bereits im obligatorischen Schulalter stehender Kinder diene deren Interesse und bilde einen wesentlichen Gesichtspunkt f�r die Zuteilung der elterlichen Sorge (BGE 137 III 102 E. 4.2.2.2 S. 109; Urteil 5A_210/2008 vom 14. November 2008 E. 3.1 und 3.2 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 135 III 158). Freilich handelt es sich dabei um Richtlinien, von denen im konkreten Einzelfall unter W�rdigung s�mtlicher Umst�nde abgewichen werden darf und gegebenenfalls auch muss (Urteil 5A_210/2008 vom 14. November 2008 E. 3.1, nicht publ. in: BGE 135 III 158). Der Sachrichter hat diese Leits�tze allerdings nicht wie starre Regeln, sondern in pflichtgem�sser Aus�bung seines weiten Ermessens in Unterhaltsfragen (Art. 4 ZGB; BGE 134 III 577 E. 4 S. 580) und unter Ber�cksichtigung der konkreten Umst�nde des Einzelfalles anzuwenden (vgl. BGE 137 III 102 E. 4.2.2.2 S. 109). Entsprechend sind je nach konkreten Verh�ltnissen der Ehegatten und je nach den besonderen Bed�rfnissen der Kinder sehr wohl Abweichungen m�glich. Namentlich spielt die Art und die Dauer der Teilung der famili�ren Aufgaben zwischen den Ehegatten eine entscheidende Rolle.
�Die Vorinstanz hat sich bei der Festsetzung des nachehelichen Unterhalts offensichtlich an diesen Grunds�tzen orientiert, hat sie das Ende des nachehelichen Unterhaltsanspruchs der Beschwerdegegnerin doch auf Ende Juni 2014 bestimmt, also auf den Monat, in welchem das j�ngere Kind das 16. Altersjahr vollendet. Aufgrund der Umst�nde des zu beurteilenden Falls ist die Vorinstanz sogar zu Gunsten des Beschwerdef�hrers von der erw�hnten Rechtsprechung abgewichen, indem sie der Beschwerdegegnerin ein hypothetisches Einkommen im Umfang eines 60%-Pensums zugemutet hat. Mehr hielt das Kantonsgericht mit Blick auf die Betreuungsaufgaben der Beschwerdegegnerin und den Umstand, dass sie noch eine Ausbildung absolviert, nicht f�r zumutbar.
�Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern sich aus dem bewiesenen Sachverhalt Umst�nde ergeben, die eine andere Betrachtungsweise oder im Rahmen einer 60%-Stelle ein h�heres Einkommen als zwingend erscheinen liessen. Mit Blick auf den f�r den nachehelichen Unterhalt geltenden Verhandlungsgrundsatz w�re es aber an ihm gewesen, solche Umst�nde zu behaupten und zu beweisen, wenn er zu seinen Gunsten ein weiteres Abweichen von den allgemeinen Grunds�tzen der Rechtsprechung begr�nden will. Es ist somit nicht zu beanstanden, wenn das Kantonsgericht der Beschwerdegegnerin ein hypothetisches Einkommen von Fr. 2'500.-- im Monat angerechnet hat.
5.2.�Soweit der Beschwerdef�hrer die Berechnung der Existenzminima beider Parteien im Zusammenhang mit dem nachehelichen Unterhalt kritisiert, verkennt er, dass hier nicht der Untersuchungsgrundsatz gilt. Er m�sste folglich darlegen, warum die entsprechenden Feststellungen der Vorinstanz aufgrund der vorhandenen und rechtsgen�glich im Verfahren vor den Sachgerichten eingebrachten Beweismittel willk�rlich sind, oder dass die Beweislast falsch verteilt worden sei. Diesen Anforderungen kommt er aber nicht nach. Stattdessen beruft er sich auch hier auf den Untersuchungsgrundsatz, indem er auf seine Ausf�hrungen im Zusammenhang mit dem Kindesunterhalt verweist. Ungen�gend ist es auch, wenn er sich auf die bisherigen Steuerbetr�ge beruft, denn aufgrund der Unterhaltsregelung ergibt sich eine vollst�ndig andere Steuersituation. Will er die vorinstanzlichen Berechnungen im Zusammenhang mit dem nachehelichen Unterhalt kritisieren, so w�re es an ihm gewesen, nachzuweisen, welche Steuerbelastung sich f�r ihn ergibt. Insofern kann auf seine Vorbringen nicht eingetreten werden.
�Es ergibt sich somit, dass der angefochtene Entscheid auch bez�glich des nachehelichen Unterhalts nicht zu beanstanden ist.
Der Beschwerdef�hrer wendet sich schliesslich gegen die vom Kantonsgericht vorgenommene Kostenregelung. Das Kantonsgericht sei zwar damit im Rahmen des ihm einger�umten Ermessens geblieben, es habe sich aber von sachfremden Gesichtspunkten leiten lassen, so dass ein Ermessensmissbrauch vorliege.
�Auf die Kostenverteilung der ersten Instanz ist nicht die ZPO, sondern das kantonale Verfahrensrecht anwendbar, weil das Verfahren zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Schweizerischen Zivilprozessordnung bereits rechtsh�ngig war (Art. 404 Abs. 1 ZPO). Das Bundesgericht kann aber die richtige Anwendung des kantonalen Rechts grunds�tzlich nicht �berpr�fen. Auf die R�ge w�re nur insoweit einzutreten, als der Beschwerdef�hrer darlegen w�rde, dass das Kantonsgericht das kantonale Recht in willk�rlicher oder sonst wie verfassungswidriger Weise angewendet oder eine andere, ausnahmsweise in diesem Bereich geltende bundesrechtliche Norm verletzt hat. Solche Ausf�hrungen sind aber seiner Beschwerdeschrift nicht zu entnehmen. Insofern kann auf sein Vorbringen nicht eingetreten werden.
�Demgegen�ber ist auf die Festsetzung und Verteilung der Gerichtskosten im Verfahren vor Kantonsgericht die Schweizerische Zivilprozessordnung anwendbar (Art. 405 Abs. 1 ZPO). Das Bundesgericht kann damit die richtige Anwendung der Art. 106 ff. ZPO �berpr�fen. Soweit es sich bei der Festsetzung und Verteilung der Kosten um Ermessensentscheide handelt, setzt das Bundesgericht sein Ermessen allerdings nicht an die Stelle desjenigen der Vorinstanz, sondern pr�ft nur, ob diese ihr Ermessen �berschritten oder missbraucht hat.
�Die Prozesskosten sind grunds�tzlich nach dem Ausgang des Verfahrens zu verteilen (Art. 106 ZPO). Davon kann allerdings in familienrechtlichen Verfahren abgewichen werden (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Dazu geh�ren auch Scheidungsverfahren. Aus der genannten Vorschrift folgt freilich nicht, dass in einem Scheidungsverfahren immer eine h�lftige Teilung zu erfolgen h�tte. Wohl kann es bei einverst�ndlichen Scheidungen nach Art. 111 ZGB keine unterlegene und keine obsiegende Partei geben, weil die Parteien gemeinsam einen �bereinstimmenden Antrag stellen. Anders verh�lt es sich aber im Falle einer (teilweise) streitigen Scheidung. Auch bei einer Teileinigung (Art. 112 ZGB) stimmen die Antr�ge im Hauptpunkt der Scheidung �berein, nicht aber in (allen) Punkten der Scheidungsfolgen. In so einem Fall, wie er auch hier vorliegt, die Kosten auf Grund des Obsiegens bzw. Unterliegens in den Folgefragen zu verteilen, entspricht durchaus den Intentionen des Gesetzgebers und ist nicht zu beanstanden. Eine Abweichung f�llt allenfalls dort in Betracht, wo verschiedene streitige Punkte nicht gegeneinander aufgerechnet werden k�nnen, weil es sich nur zum Teil um verm�gensrechtliche Anspr�che handelt oder die wirtschaftliche Leistungskraft der Parteien erheblich unterschiedlich ist.
�Inwiefern das Kantonsgericht von diesen Grunds�tzen abgewichen sein soll, ist nicht ersichtlich. Nachdem der Beschwerdef�hrer vor Kantonsgericht mit seinen Begehren in allen Hauptpunkten unterlegen ist und �berdies nicht zu sehen ist, inwiefern die Beschwerdegegnerin erheblich leistungsf�higer sein soll als er, besteht kein Grund f�r eine andere Kostenregelung als die von der Vorinstanz getroffene.
Die Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet und muss abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer wird damit kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdegegnerin ist kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden.