Source: https://www.detectivecondor.de/glossar/ueble-nachrede.htm
Timestamp: 2019-05-23 08:49:55
Document Index: 62105725

Matched Legal Cases: ['§ 186', '§ 186', '§ 186', '§ 186', '§ 187', '§ 186', '§ 186', '§ 185', '§ 165', '§ 185', '§ 186', '§ 187', '§ 185', '§ 185']

Üble Nachrede? Detektive erbringen bundesweit Beweise
Den Tatbestand der so genannten üblen Nachrede findet man im Strafrecht. Sie bezeichnet ein Ehrdelikt oder auch Ehrverletzungsdelikt. Die Zahl von derartigen Fällen haben in den letzten Jahren zugenommen. Das zeigen Untersuchungen und Statistiken. Einher geht dies mit vermehrten Aufträgen zu Stalking und Mobbing.
1 Was ist üble Nachrede?
1.1 Wann spricht man von „übel“?
2 Wer kann von übler Nachrede betroffen sein?
3 Kann üble Nachrede strafrechtlich verfolgt werden?
3.1 Wie ist das Strafmaß?
4 Worin liegt der Unterschied zwischen übler Nachrede und Verleumdung?
5 Wie können falsche Tatsachen verbreitet werden?
5.1 Wann ist eine Tatsache unwahr?
5.2 Was ist mit den Worten „behaupten“ oder „verbreiten“ im Gesetzestext des § 186 StGB gemeint?
6 Wie kann man üble Nachrede beweisen?
6.1 Wie kann ich mich gegen schlechte Nachrede wehren?
7 Kann ich Schadensersatz bei übler Nachrede verlangen?
8 Können Detektive als Zeugen bei übler Nachrede fungieren?
9 Wie ermittelt ein Detektiv bei schlechter Nachrede?
10 Ab wann liegt der Tatbestand der üblen Nachrede vor?
11 Ab wann lohnt es sich, Strafanzeige wegen übler Nachrede zu erstatten?
12 Gibt es den Begriff Rufmord in der Justiz?
13 Wo ist die Grenze zwischen übler Nachrede und einer freien Meinungsäußerung?
13.1 Sind üble Nachrede, Verleumdung und Beleidigung das gleiche Delikt?
14 Verleumdung? Üble Nachrede? Detektive erbringen Beweise
Vereinfacht gesagt liegt sie dann vor, wenn jemand mit einem Dritten schlecht über eine andere Person spricht. Im Rechtssinne bedeutet dies, dass ehrenrührige Dinge behauptet oder verbreitet werden.
Es handelt sich um den Straftatbestand des § 186 StGB – Strafgesetzbuch. Voraussetzung ist, dass bezüglich der behaupteten Tatsache kein Wahrheitsbeweis vorliegt.
Wann spricht man von „übel“?
Die so genannte Tathandlung besteht darin, dass Tatsachen behauptet werden, die verächtlich sind oder für die betreffende Person negative Konsequenzen in der Öffentlichkeit haben. Derjenige, der die Tatsache ausspricht, ist sich jedoch nicht bewusst, ob die Tatsache nun tatsächlich wahr oder unwahr ist. Obwohl er es nicht weiß, erzählt er sie dennoch.
Wer kann von übler Nachrede betroffen sein?
Eine derartige Tat kann grundsätzlich jeden treffen. Insbesondere im beruflichen Bereich findet vermehrt ein „Schlecht machen“ durch die (Arbeits-) Kollegen statt. Ebenso stellen wir als Detektive auf dem Gebiet der Nachbarschaftsstreitigkeiten zunehmend Nachrede in übler Form fest.
Kann üble Nachrede strafrechtlich verfolgt werden?
Wenn die Aussage geeignet ist, jemand anderen verächtlich zu machen oder auch in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen, ist eine Strafverfolgung möglich. Die Tatbestandsmerkmale des § 186 Strafgesetzbuch müssen zudem vollständig erfüllt sein. In diesem Fall ist eine Anzeige möglich, es kommt zu einer Gerichtsverhandlung und sodann zu einer Verurteilung des Täters.
Das Strafmaß findet sich im Straftatbestand des § 186 StGB. Im Höchstfall wird der Täter zu einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr verurteilt. In besonderen, im Gesetz aufgeführten, schweren Fällen beträgt die Freiheitsstrafe sogar bis zu zwei Jahren. Das genaue Strafmaß ist jedoch die Ermessenssache des jeweiligen Richters. Auch eine Geldstrafe ist möglich.
Worin liegt der Unterschied zwischen übler Nachrede und Verleumdung?
Die Verleumdung findet sich im Strafrecht in § 187 StGB. Auch bei dieser werden unwahre Aussagen über eine andere Person getätigt. Im Gegensatz zur üblen Nachrede handelt es sich bei der Verleumdung um die Behauptung einer Tatsache, die erweislich und tatsächlich unwahr ist. Der Täter weiß also von deren Unwahrheit.
Der Unterschied liegt hier auf der subjektiven Seite, im Wissen des Täters. Es muss wider besseren Wissens eine verächtlich machende oder auch eine im öffentlichen Ansehen herabwürdigende Behauptung einer Tatsache über einen anderen getroffen oder in Verbreitung gebracht werden.
Die schlechte Nachrede hingegen zielt genau wie die verleumderische Aussage auf unwahre Tatsachenbehauptungen. Sie ist aber hinsichtlich der Unwahrheit der Äußerung nicht von einem Vorsatz abhängig.
Wie können falsche Tatsachen verbreitet werden?
Häufig werden die Behauptungen in Form eines angeblichen Gerüchts verbreitet. Nach der Rechtsprechung genügt sogar das Verbreiten eines Gerüchts mit dem Zusatz, dieses habe sich nicht bestätigt, um den Tatbestand im Sinn des § 186 Strafgesetzbuch zu erfüllen. Die Verbreitung kann dabei mündlich oder auch schriftlich erfolgen.
Wann ist eine Tatsache unwahr?
Voraussetzung für das Vorliegen des Straftatbestands ist, dass die Behauptung nicht erweislich wahr ist. Eine unwahre Tatsachenbehauptung bezieht sich auf objektive Umstände in der Wirklichkeit, die nachweislich nicht zutreffend sind.
Eine Möglichkeit einer unwahren Tatsachenbehauptung am Arbeitsplatz ist beispielsweise, wenn ein Arbeitskollege gegenüber dem Vorgesetzten wahrheitswidrig behauptet, dass der Kollege X einen Diebstahl beziehungsweise eine Unterschlagung begangen hat und regelmäßig in die Kasse greift, um sich selber zu bereichern. In dem Zusammenhang verbreitet er also eine Lüge über den Kollegen X.
Was ist mit den Worten „behaupten“ oder „verbreiten“ im Gesetzestext des § 186 StGB gemeint?
Behaupten liegt vor, wenn etwas als nach der eigenen Überzeugung richtig hingestellt wird. Tatsächlich ist es also eine Aussage, die bislang nicht bewiesen ist. Auch wenn die Person, die die Behauptung aufstellt, glaubt, sie sei richtig, so kann sie doch falsch sein.
Ein Verbreiten hingegen ist das Mitteilen einer Sache als von anderer Seite gehört. Der Verbreiter der Nachricht oder Information gibt diese dann nicht als Gegenstand eigener Erkenntnis oder Überzeugung aus. Vielmehr erklärt er, dass er sie nur so gehört habe.
Wie kann man üble Nachrede beweisen?
Ein Nachweis dieses Delikts ist meist schwierig zu führen. Sie benötigen dazu möglichst einen neutralen Zeugen, der diese bestätigt. Ein solcher neutraler Zeuge kann ein Privatdetektiv sein.
Vom heimlichen Aufzeichnen der getätigten Aussagen ist dringend abzuraten. Eine solche Aufnahme ist üblicherweise strafbar. Damit wäre die „Dokumentation“ auch nicht vor Gericht verwertbar.
Wie kann ich mich gegen schlechte Nachrede wehren?
Hat jemand von schlimmen Gerüchten zum eigenen Nachteil erfahren, kann er versuchen, sich dagegen zur Wehr zu setzen. In erster Linie kommt eine Strafanzeige in Betracht.
Darüber hinaus können jedoch auch zivilrechtliche Ansprüche bestehen, insbesondere ein Unterlassungsanspruch. Voraussetzung ist, dass es klare Beweise gibt. Dazu ist es sinnvoll einen Rechtsanwalt zu kontaktieren, um sämtliche Rechtsansprüche beurteilen zu können. Im Zuge der Beweisführung ist auch der Einsatz einer Detektei denkbar.
Detektive dienen bei derartigen Fällen der Beweisbeschaffung und Beweissicherung. Die Beweisermittlung durch den Privatdetektiv läuft so, dass sie vor Gericht verwertbar ist.
Kann ich Schadensersatz bei übler Nachrede verlangen?
Bei dem Delikt handelt es sich eine Straftat. Daneben kommen auch zivilrechtliche Ansprüche in Betracht, insbesondere ein Schadensersatz. Dazu muss dem Betroffenen tatsächlich ein Schaden entstanden sein.
Dies ist häufig schon deswegen gegeben, weil diese Form der Nachrede gegenüber Dritten getätigt wurde. Somit liegt eine Rufschädigung vor. Bisweilen nehmen diese Gerüchte und Aussagen solche Ausmaße an, dass dem Betroffenen eine Gesundheitsbeeinträchtigung entsteht. Das kann beispielsweise ein psychischer Schaden sein.
Können Detektive als Zeugen bei übler Nachrede fungieren?
Ohne Beweise kann man sich nur schwer gegen den Verursacher wehren. Es empfiehlt sich daher, einen Detektiv mit der Beweisführung zu beauftragen.
Detektive sind vor Gericht als neutrale Zeugen anerkannt. Zudem wissen sie meist, worauf es ankommt, um einen gerichtsverwertbaren Beweis zu erbringen. Demgegenüber sind Äußerungen von Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern in dieser Beziehung häufig nur eingeschränkt verwertbar, da es sich nicht um neutrale Zeugen handelt.
Auch in Fällen von Mobbing, Stalking oder dem so genannten Cyber-Stalking ermitteln Detektive und fungieren als Zeuge.
Wie ermittelt ein Detektiv bei schlechter Nachrede?
Beauftragt jemand eine Detektei, den Nachweis in so einem Sachverhalt zu führen, erkundigt sich der Detektiv zunächst umfassend zum Sachverhalt. Erst dann kann er die fachlichen Möglichkeiten einschätzen.
Sodann konstruiert er eine geeignete Legende, also ein Ermittlungs-Vorwand. Mit diesem spricht er den Verursacher diskret an. Es handelt sich dabei um eine so genannte Recherche, die – je nach Sachverhalt – sowohl vor Ort als auch telefonisch durchgeführt werden kann.
Üblicherweise hält eine professionelle Detektei dazu spezielle Ermittler bereit. Diese sind darauf geschult, entsprechende Gespräche zu führen.
Ab wann liegt der Tatbestand der üblen Nachrede vor?
Bei der üblen Nachrede dürfen der Beleidigte sowie der Adressat der Nachricht nicht identisch sein. Das heißt zu gut Deutsch, die Behauptung darf nicht nur gegenüber der betreffenden Person getätigt werden.
Die Person Müller, die über die Person Meier herzieht, muss die Dinge also anderen Personen als dem Meier vortragen. Wird die Behauptung von Müller nur der Person Meier gegenüber gemacht, liegt eine Beleidigung vor. Diese ist in § 185 StGB geregelt. Müller hat Meier also dann beleidigt.
Liegt allerdings eine erweislich wahre Tatsache vor, so darf diese verbreitet werden. Diese werden üblicherweise vom Grundgesetz geschützt (Meinungsfreiheit nach Artikel 5 GG). Das heißt, die nachweisbare Wahrheit darf meist sehr wohl in die Welt getragen werden.
Umgangssprachlich handelt es sich bei diesem Vergehen um ein „Treppenhausdelikt“. Dies bedeutet, dass das Delikt vorliegt, wenn zwei Nachbarn sich im Treppenhaus über jemanden folgendermaßen unterhalten: „Haben Sie schon gehört: Unser neuer Nachbar, Herr X, soll ja psychische Probleme haben.“
Ab wann lohnt es sich, Strafanzeige wegen übler Nachrede zu erstatten?
Eine Anzeige sollte erst dann erstattet werden, wenn eindeutige Beweise vorliegen. Ansonsten macht sich der Anzeigende möglicherweise sogar selbst strafbar. In Betracht kommt hier dann nämlich eine Gegenanzeige wegen falscher Verdächtigung nach § 165 StGB. Und das wiederum wird auch bestraft.
Gibt es den Begriff Rufmord in der Justiz?
Nein, der Begriff Rufmord findet sich so nicht in einem Gesetzestext. Die Bezeichnung Rufmord wird umgangssprachlich meist als Oberbegriff genutzt für ehrverletzende Äußerungen wie üble Nachrede, Verleumdung und teilweise auch die Beleidigung. Es gibt also keinen entsprechenden Straftatbestand mit der Bezeichnung Rufmord. Es handelt sich allgemein gesagt um eine böswillige Schädigung des Rufes.
Wo ist die Grenze zwischen übler Nachrede und einer freien Meinungsäußerung?
Bei der Meinungsfreiheit handelt es sich um ein Grundrecht (siehe Artikel 5 des Grundgesetzes). Verbürgt ist damit das Recht auf Verbreitung einer Meinung insbesondere in Wort, Schrift und Bild. Eingeschränkt wird das Recht auf freie Meinungsäußerung insbesondere durch den Schutz der persönlichen Ehre.
Die Abgrenzung liegt insbesondere darin, dass es sich bei der Meinung um ein Werturteil handelt und nicht um eine Tatsache. Eine Tatsachenbehauptung kann nach dem Maßstab „unwahr“ oder „wahr“ gemessen werden, wohingegen das Werturteil keinem Beweis zugänglich ist.
Sind üble Nachrede, Verleumdung und Beleidigung das gleiche Delikt?
Nein, es handelt sich im Strafrecht um drei verschiedene Strafgesetze. Die Beleidigung findet sich in § 185 StGB, die üble Nachrede in § 186 und die Verleumdung in § 187 StGB. Alle drei Straftaten befinden sich jedoch im 14. Abschnitt unter dem Oberbegriff der Beleidigung (§§ 185 bis 200 StGB).
Verleumdung? Üble Nachrede? Detektive erbringen Beweise
Wenn Sie den Beweis benötigen, dass jemand zu Ihrem Nachteil üble Nachrede begeht, dann ist unsere Detektei Ihr zuverlässiger Partner. Wie oben erklärt, sind ehrverletzende Tatsachenbehauptungen gegenüber der betreffenden Person selber keine üble Nachrede, sondern eine Beleidigung (§ 185 StGB). Auch hier kann ein Detektiv versuchen, unauffällig als Zeuge für die Beleidigung zu agieren. Auch bei der Verleumdung ist eine Detektei ein geeigneter Beweishelfer.
Alle genannten Tatbestände sind auch in das große Umfeld von Mobbing einzuordnen. Auch der Psychoterror durch Stalking ist in diesem Zusammenhang zu nennen. Bisweilen ist der Täter auch online aktiv (in sozialen Netzwerken etc.); dann liegt Cyber Stalking vor.
Eine Privatdetektei ist spezialisiert auf die konkrete Aufdeckung von Sachverhalten sowie auf die Beschaffung von gerichtsverwertbaren Beweisen.
Ein solcher Nachweis ist beispielsweise möglich im Wege einer so genannten Leumundsermittlung vor Ort. Die so erhaltenen Beweise für Mobbing und/oder Stalking werden in einem schriftlichen Bericht dokumentiert. Zusätzlich kann zur weiteren Rechtsverfolgung der eingesetzte Privatermittler als Zeuge benannt werden.
Wenn Sie eine Detektei für Recherchen zu Verleumdungen oder Verunglimpfung benötigen, sind wir gerne Ihr Partner. Die Beratung erfolgt direkt bei unseren Spezialisten für bundesweite Detektiv-Ermittlungen bei Verleumdung unter der kostenfreien Rufnummer
Tags: Beleidigung, Cyber Stalking, Mobbing, Stalking, üble Nachrede