Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201974,%201172
Timestamp: 2020-03-31 16:43:45
Document Index: 16111256

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 254', 'BGH', 'BGH', '§ 254', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH']

BGH, 11.07.1974 - II ZR 31/73 - dejure.org
https://dejure.org/1974,1169
BGH, 11.07.1974 - II ZR 31/73 (https://dejure.org/1974,1169)
BGH, Entscheidung vom 11.07.1974 - II ZR 31/73 (https://dejure.org/1974,1169)
BGH, Entscheidung vom 11. Juli 1974 - II ZR 31/73 (https://dejure.org/1974,1169)
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Fahrwassergrenzen - Sorgfaltspflicht - Drittschadenshaftung - Gefahrensicherung - Mitwirkendes Verschulden
VersR 1974, 1172
Für ein ordnungsgemäßes Grundurteil reicht es indessen aus, wenn sich die Haftungsbeschränkung wegen Mitverschuldens - ebenso wie ein diesbezüglicher Vorbehalt - erst aus den Entscheidungsgründen ergibt (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 1974 - II ZR 31/73 - VersR 1974, 1172, 1173).
Das Berufungsgericht hätte die Frage, inwieweit bei der Entstehung einzelner Schäden ein Mitverschulden der Kl. nach § 254 Abs. 2 BGB zu berücksichtigen ist, ebenso wie das LG dem Betragsverfahren vorbehalten können (BGH vom 11.7. 1974 - II ZR 31/73 - VersR 74, 1172 [1173]).
Das steht gegebenenfalls auch einem Urteil über den Grund des Anspruchs entgegen, denn ein Fall, in dem die Frage des Mitverschuldens ausnahmsweise dem Betragsverfahren überlassen werden kann (BGH Urt. v. 11. Juli 1974 - II ZR 91/73 - VersR 1974, 1172, 1173; vom 25. November 1977 - I ZR 30/76 - NJW 1978, 544; jeweils mit Nachweisen) ist jedenfalls dann nicht gegeben, wenn ungeklärt ist, welcher von zwei nach Verlauf und Auswirkung verschiedenen schadensbegründenden Verläufen erwiesen ist.
Das gilt auch für mitwirkendes Verschulden gemäß § 254 BGB (vgl. BGH, Urteil vom 11.07.1974, Az.: II ZR 31/73, VersR 1974, 1172; Urteil vom 31.01.1990, Az.: VIII ZR 314/88, NJW 1990, 1106; Urteil vom 31.01.1996, Az.: VIII ZR 243/94, NJW-RR 1996, 700, Urteil vom 24.03.1999, Az.: VIII ZR 121/98, NJW 1999, 2440).
Vielmehr genügt es, wenn dieses Urteil die Schäden hinreichend kennzeichnet, gegen die noch im Betragsverfahren der Einwand mitwirkenden Verschuldens geltend gemacht werden darf (BGH VersR 1974, 1172; NJW 1990, 1106; NJW-RR 1996, 700; NJW 1999, 2440).
KG, 13.11.1980 - 12 U 1388/80
Die Grenzen und die Beschaffenheit der Fahrrinne und des Fahrwassers sowie das Vertraut sein mit den Strömungsverhältnissen muß bei jedem Schiffsführer, der nach § 1.02 Nr. 1 Abs. 2 Satz 2 BinSchStrO ein Schifferpatent für die Fahrzeugart und die zu befahrende Strecke besitzt, vorausgesetzt werden (BGH VersR 1974, 1172; OLG Frankfurt VkBl. 1955, 223).