Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/vaterschaftsanfechtung
Timestamp: 2020-07-13 06:06:27
Document Index: 94212104

Matched Legal Cases: ['§ 1600', '§ 1600', 'Art. 16', 'Art. 6', '§ 1600', '§ 1600', '§ 1600', 'Art. 100', '§ 1600', 'Art. 6', '§ 76', '§ 78', '§ 1579']

Vaterschaftsanfechtung | Rechtslupe
Ein Klein­kind kann sei­ne deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit durch eine Vater­schafts­an­fech­tung ver­lie­ren. Ein Klein­kind ver­liert eine kraft Abstam­mung durch Geburt erwor­be­ne deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit, wenn der deut­sche „Schein­va­ter“, der die Vater­schaft zunächst aner­kannt hat­te, die­se erfolg­reich anficht, sofern es dadurch nicht staa­ten­los wird. Die Rege­lun­gen des Staats­an­ge­hö­rig­keits­ge­set­zes und des Bür­ger­li­chen Rechts, aus denen
Wenn sich Ehe­leu­te bewusst für die Zeu­gung eines Kin­des durch künst­li­che Fremd­sa­men­über­tra­gung ent­schei­den, ist die Anfech­tung aus­ge­schlos­sen. Etwas ande­res gilt nur dann, wenn es sich nicht um eine künst­li­che Befruch­tung han­de­le, son­dern der Geschlechts­akt mit dem Samen­spen­der tat­säch­lich voll­zo­gen wor­den ist. So das Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall
Abstam­mungs­ver­mu­tung nach marok­ka­ni­schem Recht
Mit der Abstam­mungs­ver­mu­tung nach marok­ka­ni­schem Recht hat­te sich aktu­ell das Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he zu befas­sen: Nach Arti­kel 10 Absatz 1 EGBGB unter­liegt der Name einer Per­son dem Recht des Staa­tes, dem sie ange­hört. Soll­te das Kind von einem deut­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen abstam­men, so wür­de sich aus deut­scher Sicht das Namens­recht gemäß Arti­keln 10
Unter­halt für Kuckucks­kind
Hat sich ein recht­li­cher Vater durch eine Jugend­amts­ur­kun­de zur Zah­lung von Kin­des­un­ter­halt ver­pflich­tet, hat er die­ser Ver­pflich­tung Fol­ge zu leis­ten, auch wenn er nicht der leib­li­che Vater ist. Ein recht­li­cher Vater kann sich nur und erst dann auf die Vater­schaft eines ande­ren Man­nes beru­fen, wenn die gesetz­li­che Ver­mu­tung sei­ner Vater­schaft
Kon­dom­be­nut­zung in der Vater­schafts­an­fech­tung
Der Umstand, dass beim Geschlechts­ver­kehr mit einem ande­ren Mann als dem recht­li­chen Vater Kon­do­me benutzt wur­den, schließt die Kennt­nis von der Mög­lich­keit der Abstam­mung des Kin­des von die­sem ande­ren Mann nicht aus . Nach § 1600 b Abs. 1 Satz 1 BGB kann die Vater­schaft bin­nen zwei Jah­ren gericht­lich ange­foch­ten wer­den. Die Frist beginnt
Behörd­li­che Vater­schafts­an­fech­tun­gen – die Angst vor der erschli­che­nen deut­schen Staats­an­ge­hö­rig­keit
Die im Jahr 2008 ein­ge­führ­ten Rege­lun­gen zur behörd­li­chen Vater­schafts­an­fech­tung sind nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ver­fas­sungs­wid­rig und nich­tig: Die Rege­lung der behörd­li­chen Vater­schafts­an­fech­tung (§ 1600 Abs. 1 Nr. 5 BGB) ist als abso­lut ver­bo­te­ne Ent­zie­hung der Staats­an­ge­hö­rig­keit anzu­se­hen (Art. 16 Abs. 1 Satz 1 GG), weil der mit der Behör­den­an­fech­tung ver­bun­de­ne Weg­fall der
Die beschränk­ten gesetz­li­chen Mög­lich­kei­ten der Vater­schafts­an­fech­tung für den bio­lo­gi­schen Vater sind ver­fas­sungs­ge­mäß. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat die bis­he­ri­ge Recht­spre­chung zur Vater­schafts­an­fech­tung durch den bio­lo­gi­schen Vater bekräf­tigt. Hier­nach ist es mit dem Eltern­recht des Art. 6 Abs. 2 GG ver­ein­bar, den bio­lo­gi­schen Vater von der Anfech­tung aus­zu­schlie­ßen, um eine bestehen­de rech­t­­lich-sozia­­le Fami­lie zu
Die Anfech­tung der Vater­schaft durch den sog. bio­lo­gi­schen Vater nach § 1600 Abs. 1 Nr. 2 BGB steht im Fall einer nicht erklär­ten Ein­wil­li­gung des recht­li­chen Vaters im Sin­ne von § 1600 Abs. 5 BGB grund­sätz­lich auch dem Samen­spen­der offen. In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall leben der Klä­ger und die Mut­ter
Vater­schafts­an­fech­tung durch den poten­ti­el­len bio­lo­gi­schen Vater
Ein Recht des poten­ti­el­len bio­lo­gi­schen Vaters zur Anfech­tung der Vater­schaft besteht nach Ansicht des Han­sea­ti­schen Ober­lan­des­ge­richts in Bre­men wegen der Sperr­wir­kung des § 1600 Abs. 2 BGB (Bestehen einer sozi­al-fami­­li­ä­­ren Bezie­hung zwi­schen Kind und recht­li­chem Vater) auch dann nicht, wenn zwi­schen Kind und poten­ti­el­lem bio­lo­gi­schen Vater bereits frü­her eine sozi­al-fami­­li­ä­­re Bezie­hung
Weder ein von der Ehe­frau began­ge­ner Ehe­bruch noch das blo­ße Ver­schwei­gen der hier­aus fol­gen­den mög­li­chen Nicht­va­ter­schaft gegen­über dem Ehe­mann führt zu einer Scha­dens­er­satz­pflicht der (geschie­de­nen) Ehe­frau hin­sicht­lich des von ihm geleis­te­ten Unter­halts für das schein­ehe­li­che Kind . Die Mut­ter ist nach Anfech­tung der (ehe­li­chen) Vater­schaft grund­sätz­lich ver­pflich­tet, ihrem (geschie­de­nen) Ehe­mann
Bei gemein­sa­mer elter­li­cher Sor­ge ist die Kin­des­mut­ter von der Ver­tre­tung des Kin­des im Vater­schafts­an­fech­tungs­ver­fah­ren aus­ge­schlos­sen. Nach Inkraft­tre­ten des FamFG und der damit ver­bun­de­nen Her­aus­lö­sung der sta­tus­recht­li­chen Ver­fah­ren aus der ZPO war die Erfor­der­lich­keit einer Pfle­ger­be­stel­lung für das Kind strei­tig gewor­den. Zum einen wur­de die Auf­fas­sung ver­tre­ten, dass Abstam­mungs­sa­chen nun­mehr kei­nen
Der Bun­des­ge­richts­hof hat dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im Rah­men einer kon­kre­ten Nor­men­kon­trol­le (Art. 100 Abs. 1 S. 1 GG) die Fra­ge vor­ge­legt, ob § 1600 Abs. 1 Nr. 5 BGB in der Fas­sung des Geset­zes zur Ergän­zung des Rechts zur Anfech­tung der Vater­schaft vom 13. März 2008 mit Art. 6 Abs. 5 GG ver­ein­bar ist. Aus­gangs­fall die­ser Rich­ter­vor­la­ge
In einem Vater­schafts­an­fech­tungs­ver­fah­ren ist dem antrag­stel­len­den Betei­lig­ten im Rah­men der Ver­fah­rens­kos­ten­hil­fe ein Rechts­an­walt bei­zu­ord­nen. In Fami­li­en­sa­chen, die weder Ehe­sa­chen noch Fami­li­en­streit­sa­chen sind, ergibt sich ein Anspruch auf Ver­fah­rens­kos­ten­hil­fe aus den §§ 76 ff. FamFG. Die Vor­aus­set­zun­gen der Bei­ord­nung eines Rechts­an­walts im Rah­men der bewil­lig­ten Ver­fah­rens­kos­ten­hil­fe sind in § 78 FamFG
Im Ver­fah­ren der Anfech­tung der Vater­schaft ist der anfech­ten­de (recht­li­che) Vater von der gesetz­li­chen Ver­tre­tung des min­der­jäh­ri­gen Kin­des kraft Geset­zes aus­ge­schlos­sen. Die Umge­stal­tung des Ver­fah­rens von einem Kla­ge­ver­fah­ren in ein Ver­fah­ren der frei­wil­li­gen Gerichts­bar­keit und die Ein­füh­rung des Ver­fah­rens­bei­stands zum 1. Sep­tem­ber 2009 haben dar­an nichts geän­dert . Da der
Kein nach­ehe­li­cher Unter­halt beim Kuckucks­kind
Ver­schweigt eine Ehe­frau ihrem Ehe­mann, dass ein wäh­rend der Ehe gebo­re­nes Kind mög­li­cher­wei­se von einem ande­ren Mann abstammt, ver­wirk­licht dies grund­sätz­lich den Här­te­grund eines Fehl­ver­hal­tens im Sin­ne von § 1579 Nr. 7 BGB. Die Anfech­tung der Vater­schaft ist hier­für nicht Vor­aus­set­zung. Ein Här­te­grund kann nicht nur ange­nom­men wer­den, wenn die ander­wei­ti­ge