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Timestamp: 2019-05-21 06:29:49
Document Index: 158755220

Matched Legal Cases: ['§ 31', '§ 16', '§ 16', '§31', '§ 10', '§ 670']

Autor Thema: Vorstellungsgespräch bei Zeitarbeitsfirma vereinbaren? (Gelesen 1241 mal)
« Antwort #15 am: 13. März 2019, 19:16:42 »
Ein VV wird erst mit einer RFB zum VV - so einfach
« Antwort #16 am: 13. März 2019, 19:20:36 »
Zitat von: coolio am 13. März 2019, 19:16:42
Mag ja sein, aber laut des TE wurde in der EGV vereinbart sich auch auf VV´s innerhalb von drei Tagen zu bewerben. Also verstößt der TE doch dann gegen seine EGV .... oder ?
« Antwort #17 am: 13. März 2019, 19:23:17 »
nach den Informationen hier ist das lediglich eine Stelleninformation! (Bild-Zeitung vom JC) kein VV
« Antwort #18 am: 14. März 2019, 09:29:14 »
Zitat von: coolio am 13. März 2019, 19:23:17
Entschuldigt bitte wenn ich mit meinen Fragen nerve:
Also wenn ich das nun richtig verstanden habe, ist , unabhängig davon ab da nun Stellenangebot oder Vermittlungsvorschlag drauf steht, das ohne RFB nichts, bei dem ich mich bewerben muss, trotz der VV Klausel in der EGV?
Nun gut, sagen wir also ich häte mich gar nicht bewerben müssen.
Habe es nun in meiner Naivität aber leider schon getan.
Könnte mir das Jobcenter, wenn ich die Zeitarbeitsfirma nun einfach ignoriere, nicht mehr auf Brief und Email von denen reagiere und insbesondere mich nicht melde und ein Vorstellungsgespräch ausmache, nicht Probleme machen?
Klar hätten Sie sich nicht bewerben müssen.
Aber sie haben es getan und insbesondere hat der Arbeitgeber, die Zeitarbeitsfirma, durch seine Briefe und Emails signalisiert dass er gerne ein Vorstellungsgespräch hätte und sie demnach vielleicht einstellen würde.
Durch ihr Ignorieren aller Kontaktversuche haben Sie massiv die Anbahnung dieser Arbeitsstelle verhindert
(bezugnehmend auf § 31 SGB II Pflichtverletzungen:
"(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte verletzen ihre Pflichten, wenn sie trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen oder deren Kenntnis ..
2. sich weigern, eine zumutbare Arbeit, Ausbildung, Arbeitsgelegenheit nach § 16d oder ein nach § 16e gefördertes Arbeitsverhältnis aufzunehmen, fortzuführen oder deren Anbahnung durch ihr Verhalten verhindern,")
oder würde das dann wiederum an der fehlenden Rechtsfolgenbelehrung scheitern?
Reicht da das in der EGV stehende allgemeine "Sie bewerben sich auf alle zumutbaren Stellen" nicht aus als Rechtsfolgenbelehrung um den §31 SGB 2 anwenden zu können?
« Antwort #19 am: 14. März 2019, 09:32:07 »
Zitat von: dark angel am 14. März 2019, 09:29:14
Ansichtssache! Ich vertraue @coolio in ganz, ganz vielem. Hier würde ich aber auf Nummer Sicher gehen und mich bewerben. Eine Bewerbung, die mich nicht juckt, kostet doch nicht mal Zeit...
Doch! Ob sie es dürfen, ist eine andere Sache. Mir wäre es den Stress nicht wert.
« Antwort #20 am: 14. März 2019, 17:26:23 »
Zitat von: NevAda am 14. März 2019, 09:32:07
und mich bewerben.
Naja den Fehler hat TE ja schon gemacht und der, könnte zum Bumerang werden.
Dann wenn er der Einladung nicht folgt und die Leihfirma beim JC petzt.
Behauptet sie wollten ihn Einstellen er aber jeden weiteren Kontakt verweigert hat.
Die Bewerbung haben sie ja leider vorliegen.
« Antwort #21 am: 15. März 2019, 09:02:11 »
Eine wahrscheinlich ganz dumme Idee:
Ich ignoriere die Email, habe ich nicht erhalten.
Nach vielleicht 2 Wochen oder so sende ich eine Email an die ZAF sinngemäß mit folgendem Inhalt:
wie eigentlich der Stand meiner Bewerbung sei (da ich bisher keinerlei Rückmeldung auf meine Bewerbung erhalten habe),
ob man sich schon entschieden habe. Und ob man mir, wo man so schön am Schreiben ist, mir auch gleich noch den
Namen und Adresse dieses "namhaften Kunden" mitteilen könne sowie die geplante Wochenarbeitszeit und -verteilung
(im VV ist nur von einem namhaften kunden die Rede und bei Arbeitszeit ist alles mögliche gelistet)
Damit die nicht sagen können, ich hätte nach der Bewerbung kein Interesse mehr an der Stelle gezeigt.
Oder würde das das Ganze nur noch schlimmer machen?
« Antwort #22 am: 15. März 2019, 09:53:36 »
Zitat von: dark angel am 15. März 2019, 09:02:11
Ist die dümmste Idee! Ich kann dir davon nur abreten! Da ich aber die Folgen dieses handelns nicht zu tragen habe, bleibt es letztlich deine Entscheidung.
« Antwort #23 am: 15. März 2019, 12:36:06 »
Ich hätte mal eine Frage etwas abseits vom Thema:
Gibt es eigentlich beim jobcenter sowas wie einen Wiederholungsgrundsatz für Sanktionssachen?
Hört sich dumm an aber was ich meine:
Wenn ich in der Vergangenheit schon öfter VVs ohne RFB, immer mal wieder ein oder zwei schön verteilt, bekommen habe, habe mich konsequent nie beworben und wurde nie dafür sanktioniert,
könnte ich nun wenn ich in einer vergleichbaren Situation nun plötzlich dafür sanktipniert werden würde,
mich auf das Verhalten in der Vergangenheit berufen?
So nach dem Motto: In der Vergangenheit habe ich mich nie beworben und wurde nie dafür sanktioniert, woher hätte wissen sollen dass ich mich da bewerben muss?
Woher hätte ich da die Rechtsfolgen wissen sollen?
(jetzt einmal unabhängig davon wie es real aussieht mit den Pflichten.
Wenn ich rein davon ausgehe dass, weil ich in der Vergangenheit dafür nie sanktioniert wurde,
ich davon ausgehen konnte dass man dafür grundsätzlich nicht sanktioniert werden kann.
und ich demnach mir nicht der Rechtsfolgen hätte bewusst sein können)
Kann man so eine Begründungslogik grundsätzlich verwenden?
oder wäre das vor Gericht Humbug?
« Antwort #24 am: 15. März 2019, 12:46:52 »
Zitat von: dark angel am 15. März 2019, 12:36:06
« Antwort #25 am: 15. März 2019, 12:47:33 »
deine Frage ist nicht abseits vom Thema und nein, darauf kannst du dich nicht berufen!
Wenn ich arbeitslos wäre und arbeiten möchte, unternehme ich alles, um wieder in Arbeit zu kommen, dabei wäre es mir egal, ob .....
VV mit RFB
VV ohne RFB
alle weiteren Stellenangebote, auch die von ZAF´s
....ich würde mich, sofern zumutbar, auf alle Stellen bewerben.
Bewerben heißt noch nicht, auch angenommen zu werden! Manche scheinen aber auf dem Standpunkt zu stehen, erst einmal "das Rechtliche" zu klären und dann zu reagieren.
Du hast nunmal die Bewerbung geschickt, nun hab´ auch "die Eier in der Hose" ein Vorstellungsgepräch zu führen!!!
« Antwort #26 am: 15. März 2019, 14:32:02 »
Zitat von: Lachsangler am 15. März 2019, 12:47:33
« Antwort #27 am: 15. März 2019, 15:16:57 »
Antworte per E-Mail. Bitte um einen Termin für den Fall dass die Stelleninformation für dich überhaupt nach >Zumutbarkeitskriterien nach § 10 SGB II bei Jobs und Maßnahmen zur Eingliederung< in Frage kommt.
Sollte es zu einem Termin kommen dann evtl wie: s. Anhang
« Antwort #28 am: 15. März 2019, 15:57:34 »
Die Betonung liegt auf dem Wenn, gerade bei ZAF und Ähnlichem.
Naja, in dem Vermittlungsvorschlag steht:
Lagerhelfer (m/w/d) in ... gesucht !!! (Helfer/in - Lagerwirtschaft, Transport)
Arbeitgeber: .... GmbH
Anzahl offener Stellen: 2 von ursprünglich 7 gemeldeten Stellen
Sorgfalt/Genauigkeit, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit
Wir suchen für unseren namhaften Kunden in Lagerhelfer m/w im 3-Schicht-Betrieb.
- Scannen von Waren im Lager
- Einfache Lagetätigkeiten
- Bedienung von Handameise
Sie erreichen unseren Kunden auch gut mit ÖVM.
- mtl. kostenlose Abschlagszahlungen
- Persönliche Betreuung wird bei uns GROß geschrieben
- Sehr hohe Übernahmechancen !!!
Und die Fragen aus dem Anhang soll ich dann mündlich beim Vorstellungsgespräch stellen?
Wie sieht es eigentlich aus, müsste mir das Jobcenter die Fahrtkosten für das Vorstellungsgespräch übernehmen (bzw. idealerweise schon vor dem eigentlichen Termin überweisen)?
Kann ich eigentlich verlangen dass mir die Fahrtkosten vor dem anberaumten Termin erstatten werden müssen da ich das schlicht und ergreifend nicht auslegen kann (bzw. nicht auslegen will, um ehrlich zu sein)?
« Antwort #29 am: 15. März 2019, 16:08:34 »
Gem. § 670 BGB ist erst einmal der Einlader (also die ZAF) für deine Reisekosten zuständig. Wer bestellt der bezahlt. Nur, ich betone mal - nur - wenn die ZAF vorher schriftlich die Kostenübernahme ablehnt, wird das JC sicherlich die Fahrtkosten übernehmen. Im Voraus wirst du das Geld aber nicht erhalten!
Übrigens, wenn du mit der ZAF telefonisch ein Vorstellungsgespräch vereinbaren willst, dann drücke beim telefonieren erst ........*31# ....dann die Vorwahl/Rufnummer, denn dann wird deine eigene Rufnummer nicht mit übertragen, bleibt also anonym!