Source: https://www.msbw-online.de/cottbus/jugendhilfe/begleiteter-umgang/
Timestamp: 2020-08-08 05:23:21
Document Index: 106574572

Matched Legal Cases: ['§ 18', '§ 27', '§ 1684', '§ 1685', '§ 33', '§ 42', '§ 1666', '§ 27']

Begleiteter Umgang der Jugendhilfe Cottbus :: Märkisches Sozial- und Bildungswerk e.V.
Begleiteter Umgang nach § 18,3 i.V. mit § 27 SGB VIII
Zum Wohl des Kindes gehört in der Regel der Umgang mit beiden Elternteilen (§ 1684 BGB) aber auch zu Personen, zu denen das Kind Bindungen aufgebaut hat und die für seine weitere Entwicklung förderlich sind (§ 1685 BGB). Somit haben bspw. Großeltern, Stiefeltern oder Pflegeeltern ein Recht auf Umgang, wenn er dem Wohl des Kindes dient.
Der begleitete Umgang stellt eine befristete Maßnahme dar. Wir bieten professionelle Unterstützung bei der Erarbeitung von langfristig tragfähigen Umgangsregelungen, die insbesondere dem Kind einen kindgerechten, stabilen Umgang mit dem nicht betreuenden Elternteil ermöglicht.
Unsere langjährigen Erfahrungen im ambulanten Bereich der Hilfen zur Erziehung zeigen, dass sich Aufträge, Umgänge zu begleiten, teilweise in der Hilfeplanung wiederfinden, wenn einzelne Kinder stationär untergebracht wurden und die Familie durch eine ambulante Hilfe begleitet wird.
Aus fachlicher Sicht sollten die Rollen der Fachkraft ambulante Hilfen sowie die des Umgangsbegleiters getrennt sein, da es sonst zu Rollenkonflikten kommt.
Die Leistung des begleiteten Umganges in Cottbus bezieht sich daher vorrangig auf Umgangsgestaltungen
im Rahmen laufender Hilfeplanungen bei stationären Hilfen nach § 33 / 34 SGB VIII
im Rahmen laufender Hilfeplanungen ambulanter Hilfen
während einer Inobhutnahme gem. § 42 SGB VIII
während sich anschließend angezeigter familiengerichtlicher Verfahren gem. § 1666 BGB.
Im Rahmen stationärer Hilfen ist die Förderung der Kontakte zu den Eltern bzw. anderen wichtigen Bezugspersonen in der Regel ein fester Bestandteil der verhandelten Leistung mit der aufnehmenden Einrichtung bzw. den Pflegepersonen. Aber auch hier kann es im Einzelfall angezeigt sein, die Umgangsgestaltung einer neutralen Person zu übertragen bzw. den Umgang an neutralen Orten unter Begleitung stattfinden zu lassen. Insbesondere in Situationen, in denen die Konflikte zwischen den umgangsberechtigten Personen und der Einrichtung/Pflegefamilie eine dem Kindeswohl dienliche Umgangsgestaltung nicht ermöglicht.
Der Begleitete Umgang richtet sich an Personensorgeberechtigte, die bereits Hilfe zur Erziehung gem. § 27 SGB VIII erhalten und:
Kontrollierter/Geschützter Umgang
Die begleiteten Umgänge können ambulant aufsuchend oder in kindgerecht ausgestatteten Räumen des Trägers in der Schmellwitzer Straße 93 in Cottbus stattfinden.
Die Leistungen des Begleiteten Umgangs werden durch sozialpädagogische Fachkräfte des Teams ambulante Hilfen zur Erziehung erbracht.