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Timestamp: 2018-05-24 15:47:12
Document Index: 359756972

Matched Legal Cases: ['§1', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§3', '§ 9', '§ 10', '§ 9', '§11', '§ 11']

Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) regelt den Ablauf und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Zeitarbeit in Deutschland. Den Gesetzestext in der jeweils aktuell gültigen Fassung des AÜG können Sie im Internet beim Bundesministerium der Justiz einsehen. (Link: Gesetz zur Regelung der Arbeitnehmerüberlassung)
Der Arbeitnehmerüberlassungsvertrag wird schriftlich zwischen dem Zeitarbeitsunternehmen (Verleiher) und dem Kundenbetrieb (Entleiher) geschlossen und bildet die Basis und die Voraussetzung für die anschließend stattfindende Überlassung von Arbeitskräften.
Das Zeitarbeitsunternehmen als Arbeitgeber seiner Beschäftigten (Zeitarbeitnehmer) ist auch beim Einsatz in Fremdbetrieben für die Durchführung der sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Maßnahmen verantwortlich und hat demzufolge die Einhaltung aller vom Auftraggeber (Kundenunternehmen) übernommenen Verpflichtungen zu überwachen. Ebenso sorgt der Verleiher dafür, dass den Zeitarbeitnehmern die Einrichtungen und Maßnahmen zur Ersten Hilfe nach den Bestimmungen der BG-Vorschrift „Erste Hilfe“ (Dritter Abschnitt der BGV A 1) am Einsatzort zur Verfügung stehen.
Hat der Zeitarbeitnehmer einen Arbeitsunfall, muss er diesen umgehend seinem Arbeitgeber (Zeitarbeitsunternehmen) melden.
Zweck des Gesetzes ist es, die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer bei der Arbeitszeitgestaltung zu gewährleisten und die Rahmenbedingungen für flexible Arbeitszeiten zu verbessern sowie den Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung der Arbeitnehmer zu schützen. (ArbZG §1)
Die werktägliche Arbeitszeit darf grundsätzlich 8 Stunden nicht überschreiten.
Sie kann auf bis zu 10 Stunden nur verlängert werden, wenn
innerhalb von 6 Kalendermonaten oder
innerhalb von 24 Wochen
im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden.
Ruhepausen nach § 4 ArbZG:
Bei einer Arbeitszeit von 6 – 9 Stunden täglich = mind. 30 Minuten
Bei einer Arbeitszeit von mehr als 9 Stunden = mind. 45 Minuten
Ruhezeit nach § 5 ArbZG:
Die Arbeitnehmer müssen nach Beendigung der Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mind. 11 Stunden haben. Diese Ruhezeit kann unter bestimmten Voraussetzungen und in bestimmten Branchen (Krankenhäuser, Gaststätten, Landwirtschaft, Rundfunk, Tierhaltung) um bis zu eine Stunde verkürzt werden.
Nacht- und Schichtarbeit nach § 6 ArbZG:
Die werktägliche Arbeitszeit der Nachtarbeitnehmer darf 8 Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu 10 Stunden nur verlängert werden, wenn abweichend von §3
innerhalb von 1 Kalendermonat oder
Sonn- und Feiertagsruhe nach § 9 ff ArbZG:
Grundsätzlich gilt: Arbeitnehmer dürfen an Sonn- und Feiertagen nicht beschäftigt werden. Unter bestimmten Umständen (vgl. § 10 ArbZG) dürfen AN abweichend von § 9 an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden. Dabei gilt: mindestens 15 Sonntage im Jahr müssen beschäftigungsfrei bleiben - §11 (1) ArbZG. Werden Arbeitnehmer an einem Sonntag beschäftigt, müssen sie einen Ersatzruhetag erhalten, der innerhalb eines Zeitraumes von 2 Wochen zu gewähren ist.
Ähnliches gilt bei Feiertagen: Werden Arbeitnehmer an einem auf einen Werktag fallenden Feiertag beschäftigt, müssen sie einen Ersatzruhetag erhalten, der innerhalb von 8 Wochen zu gewähren ist. Vgl. § 11 (3) ArbZG.
Auf das Arbeitszeitkonto fließen die erarbeiteten Stunden des Zeitarbeitnehmers, die über die monatliche Arbeitszeit laut Arbeitsvertrag hinaus geleistet werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können in bestimmen Grenzen Freizeit anordnen bzw. Freizeit beantragen. Für den Freizeitausgleich wird dann die entsprechende Stundenanzahl der auf dem Arbeitszeitkonto befindlichen Stunden ausgezahlt. So kann sich der Zeitarbeitnehmer zusätzlich freie Tage verschaffen ohne das Urlaubskonto angreifen zu müssen.
Das Zeitarbeitsunternehmen ist verpflichtet, Zeitarbeitnehmer mit ausreichender Qualifikation entsprechend der Kundenanforderung zu überlassen und eventuell ein Führungszeugnis des Zeitarbeitnehmers zu beantragen. Reicht die Qualifikation des Zeitarbeitnehmers nicht aus, tritt ein Auswahlverschulden ein.
Beispiel für ein Auswahlverschulden: Der Zeitarbeitnehmer wird als ausgebildeter Maler und Lackierer überlassen, der Mitarbeiter ist aber nicht im Besitz eines Gesellenbriefes.
alpha prüft aus diesem Grund bei jeder Überlassung die Ausbildung des Mitarbeiters bevor er oder sie in den Kundenbetrieb geht.
Die Entgelte laut Tabelle des Entgelttarifvertrages erhöhen sich um den für den jeweiligen Wirtschaftszweig ggf. vereinbarten Branchenzuschlag. Dieser Branchenzuschlag wird in einem gesonderten Tarifvertrag geregelt.
Es besteht bei der Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit) ein Dreiecksverhältnis zwischen dem Personaldienstleister (alpha Personal-Service GmbH), dem Zeitarbeitnehmer (Mitarbeiter) und dem Kundenunternehmen. Der Zeitarbeitnehmer schließt mit dem Personaldienstleister einen Arbeitsvertrag ab. Mit dem Kundenunternehmen schließt der Personaldienstleister einen Überlassungsvertrag ab, der den Einsatz des Zeitarbeiternehmers bestimmt. Der Personaldienstleister bleibt in jedem Falle der Arbeitgeber des Zeitarbeitnehmers.
Die erarbeiteten Stunden des Zeitarbeitnehmers, die auf dem Arbeitszeitkonto angesammelt wurden, können durch Freizeit ausgeglichen werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können in bestimmen Grenzen Freizeit anordnen bzw. Freizeit beantragen. Für den Freizeitausgleich wird dann die entsprechende Stundenanzahl der auf dem Arbeitszeitkonto befindlichen Stunden ausgezahlt. So kann sich der Zeitarbeitnehmer zusätzlich freie Tage verschaffen ohne das Urlaubskonto angreifen zu müssen. Der Freizeitausgleich ist durch den Arbeitnehmer zu beantragen und bedarf der Genehmigung durch den Arbeitgeber.
iGZ (Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen)
Der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) ist in der Zeitarbeitsbranche der mitgliedstärkste Arbeitgeberverband. Von rund 1000 Mitgliedsunternehmen vertritt er die Interessen von etwa 2700 Niederlassungen. Die iGZ-Mitgliedsunternehmen beschäftigen weit über 125000 Zeitarbeitnehmer.
Als internes Personal bezeichnet man die Mitarbeiter eines Zeitarbeitsunternehmens, die in dessen Verwaltung und in dessen Geschäftsstellen arbeiten. Sie verwalten und überlassen externes Personal des Zeitarbeitsunternehmens in die Kundenbetriebe.
Man spricht von einem Klebeeffekt, wenn ein Leiharbeitnehmer den Kundenbetrieb so sehr von sich überzeugt, dass er von diesem übernommen und fest angestellt wird. Nach Branchenerfahrungen liegt dieser Wert bei einem Drittel. Das heißt, dass statistisch gesehen jeder dritte Zeitarbeitnehmer aufgrund seiner Tätigkeit vom Kundenbetrieb abgeworben wird.
Leiharbeit ist der etwas veraltete, aber immer noch im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz festgelegte Begriff für die Zeitarbeit. In der Praxis und im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich jedoch der Begriff Zeitarbeit durchgesetzt.
Ein sogenannter Minijob (oder auch „450-Euro-Job“) ist die umgangssprachliche Bezeichnung für eine geringfügige Beschäftigung. Für die Beschäftigungsverhältnisse gilt eine Lohnobergrenze von 450 Euro pro Monat. Sie sind nicht sozialversicherungspflichtig, allerdings muss der Arbeitgeber einen Pauschalbetrag an die Minijob-Zentrale bei der Knappschaft-Bahn-See zahlen, der auf verschiedene soziale Sicherungssysteme verteilt wird.
Beim On-Site-Management arbeiten die Personaldisponenten des beauftragten Zeitarbeitsunternehmens direkt beim Kundenbetrieb vor Ort und bearbeiten dort alle notwendigen Stellenbesetzungen durch externes Personal.
Personalwirtschaftliche Dienstleistungen umfassen ein breites Spektrum: Unternehmen der Branche akquirieren und vermitteln Personal, stellen für Projekte bedarfsgerecht unterstützendes Personal bereit, übernehmen die komplette Personaleinsatzplanung, das Personalcontrolling ihrer Kunden und überlassen Arbeitnehmer
Der Personaldisponent gehört zum internen Personal des Zeitarbeitsunternehmens. Er ist Ansprechpartner für die Kundenunternehmen und ist Vorgesetzter für die Zeitarbeitnehmer. Er koordiniert Anfragen, Einsätze und Anstellungen.
Auf dem Personalfragebogen - auch Einstellungs- oder Bewerberbogen genannt - werden persönlichen Daten und die Qualifikationen des Bewerbers erfasst.
Personalvermittlung ist eine Sparte im Personaldienstleistungsbereich. Die Personalvermittlung umfasst alle Tätigkeiten des Personaldienstleisters, die den zukünftigen Arbeitgeber und den Kandidaten zu einem Arbeitsverhältnis zusammenführen.
Das Synchronisationsverbot verhinderte, dass Zeitarbeitsunternehmen externe Mitarbeiter nur für die Dauer eines akquirierten Einsatzes in einem Entleihbetrieb einstellten. Das Synchronisationsverbot wurde durch die Hartz-Gesetze am 1. Januar 2004 vollständig aufgehoben. Nunmehr gilt das Teilzeit- und Befristungsgesetz für alle anderen Arbeitnehmer.
Zwischen dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) und der Tarifgemeinschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes wurde ein umfangreiches Tarifwerk ausgehandelt, das die die Arbeitsbedingungen für die Zeitarbeitnehmer regelt, die von iGZ-Mitgliedsunternehmen beschäftigt werden.
Die Überlassungsdauer beschreibt die Dauer des Einsatzes eines Zeitarbeitnehmers beim Kundenunternehmen (Entleiher). Der Gesetzgeber hatte die Überlassungsdauer zunächst beschränkt, 2004 wurde die Höchstgrenze allerdings komplett aufgehoben. Somit steht einer unbefristeten Überlassung eines Zeitarbeitnehmers in ein Kundenunternehmen nichts mehr entgegen.
Kann das Zeitarbeitsunternehmen seinem Zeitarbeitnehmer keinen Einsatz bei einem Kundenunternehmen zuweisen, erhält der Zeitarbeitnehmer in dieser Zeit dennoch sein Gehalt inklusive aller Sozialleistungen weiter ausbezahlt. Das Weiterbeschäftigungsrisiko liegt allein beim Zeitarbeitsunternehmen.
Zeitarbeit/Zeitarbeitsunternehmen
Zeitarbeitsunternehmen sind Beschäftigungsunternehmen mit Arbeitsplätzen bei ihren Kunden (Entleiher), auf denen Zeitarbeitnehmer vertragsgemäß ihre Arbeitsleistung erbringen. Der Arbeitnehmer wird zeitlich begrenzt in einem Betrieb eines Dritten, des Entleihers, ausgeliehen.
Arbeitsvertrag und Arbeitsleistung fallen bei einer Arbeitnehmerüberlassung auseinander. Der Arbeitsvertrag des Zeitarbeitsnehmers besteht mit dem Verleiher und die Arbeitsleistung erfolgt bei dem Entleiher. Zeitarbeitsunternehmen sind Arbeitgeber wie andere Arbeitgeber auch. Es gelten die Sonderregelungen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG).
Zeitarbeitsunternehmen bieten sozial geschützte Arbeitsverhältnisse. Jeder Arbeitnehmer erhält grundsätzlich einen schriftlichen, unbefristeten Arbeitsvertrag mit den üblichen Leistungen wie Renten-, Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfallversicherung, bezahlten Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, gesetzlichen Kündigungsschutz u.ä.
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