Source: https://www.hensche.de/urteile-und-kommentare-zum-thema-aufhebungsvertrag.html
Timestamp: 2019-09-23 09:14:07
Document Index: 376942572

Matched Legal Cases: ['§ 312', '§ 613', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 626', '§ 626', '§ 312']

Urteile und Kommentare: Aufhebungsvertrag - HENSCHE Arbeitsrecht
Ur­tei­le und Kom­men­ta­re: Auf­he­bungs­ver­trag
Ur­teil­s­an­mer­kun­gen zum The­ma Auf­he­bungs­ver­trag von 2002 bis heu­te: Hen­sche Rechts­an­wäl­te, Kanz­lei für Ar­beits­recht
Un­ser Rechts­an­walts­team kom­men­tiert seit 2001 lau­fend ak­tu­el­le Ur­tei­le und wich­ti­ge Ge­set­zes­än­de­run­gen zum Ar­beits­recht, un­ter an­de­rem zum The­ma Auf­he­bungs­ver­trag.
20.04.2018. Ar­beit­neh­mer kön­nen Auf­he­bungs­ver­trä­ge nicht frei, d.h. oh­ne An­ga­be von Grün­den auf der Grund­la­ge von § 312g Bür­ger­li­ches Ge­setz­buch (BGB) wi­der­ru­fen: Lan­des­ar­beits­ge­richt Nie­der­sach­sen, Ur­teil vom 07.11.2017, 10 Sa 1159/16.
25.05.2012. Die Daim­ler AG muss ei­nen ver­ur­teil­ten Hel­fer der Al Qai­da nicht wie­der ein­stel­len. Der auf Wie­der­ein­stel­lung kla­gen­de Ter­ror­hel­fer hat ges­tern vor dem Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Ba­den-Würt­tem­berg auf An­ra­ten des Ge­richts sei­ne Kla­ge auf Wie­der­ein­stel­lung zu­rück­ge­zo­gen: LAG Ba­den-Würt­tem­berg, Ur­teil vom 24.05.2012, Az: 6 Sa 140/11.
31.01.2012. Ar­beit­neh­mer, die oh­ne An­walt ei­nen Auf­he­bungs­ver­trag un­ter­schrei­ben, kön­nen den Ver­trag nach ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Hamm nicht aus die­sem Grund an­fech­ten. Auch wenn der Ar­beit­ge­ber sei­ner­seits an­walt­lich ver­tre­ten ist, muss er sich nicht von sich aus dar­um küm­mern, dass auch der Ar­beit­neh­mer ei­nen An­walt hin­zu­zie­hen kann: LAG Hamm, Ur­teil vom 09.06.2011, 15 Sa 410/11.
20.01.2012. Kün­di­gungs­schutz­kla­ge ei­nes Ge­schäfts­füh­rers vor dem Ar­beits­ge­richt? Ge­richt baut Kla­ge­mög­lich­keit von Ge­schäfts­füh­rern vor den Ar­beits­ge­rich­ten wei­ter aus: Lan­des­ar­beits­ge­richt Rhein­land-Pfalz, Be­schluss vom 08.12.2011, 11 Ta 230/11.
11/244 An­fech­tung ei­ner Ver­tragsände­rung we­gen Dro­hung mit rück­wir­ken­der Lohnkürzung
07.12.2011. Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Nie­der­sach­sen seg­net An­fech­tung ei­nes Auf­he­bungs­ver­trags durch den Ar­beit­neh­mer we­gen un­zu­läs­si­ger Dro­hung ab: Droht der Ar­beit­ge­ber mit ei­ner recht­lich un­zu­läs­si­gen rück­wir­ken­den Lohn­kür­zung, kann der Ar­beit­neh­mer die Ver­trags­än­de­rung, die der Ar­beit­ge­ber mit die­ser Dro­hung er­reicht hat, an­fech­ten: Lan­des­ar­beits­ge­richt Nie­der­sach­sen, Ur­teil vom 19.08.2011, 16 Sa 833/10.
08.11.2011. Wer­den Ar­beit­neh­mer zum GmbH-Ge­schäfts­füh­rer be­stellt und schlie­ßen ei­nen schrift­li­chen Ge­schäfts­füh­rer­ver­trag, ist die­ser zu­gleich ein Auf­he­bungs­ver­trag für das bis­he­ri­ge Ar­beits­ver­hält­nis. Da Ge­schäfts­füh­rer kei­nen Kün­di­gungs­schutz be­sit­zen und nicht vor den Ar­beits­ge­rich­ten kla­gen kön­nen, lohnt sich ein schrift­li­cher Ge­schäfts­füh­rer­ver­trag nur bei ei­ne deut­li­chen Ge­halts­er­hö­hung und bei lan­gen Kün­di­gungs­fris­ten. An­sons­ten ist ein münd­li­cher Ge­schäfts­füh­rer­ver­trag für den Ge­schäfts­füh­rer bes­ser, da dann nach Ab­be­ru­fung (wie­der) der Weg zum Ar­beits­ge­richt of­fen ist: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Be­schluss vom 23.08.2011, 10 AZB 51/10.
11/214 Sperr­zeit nach Auf­he­bungs­ver­trag wie nach ver­hal­tens­be­ding­ter Kündi­gung: Bei Pflicht­ver­let­zun­gen droht im­mer ei­ne Sperr­zeit
29.08.2011. Wech­seln Ar­beit­neh­mer per Auf­he­bungs­ver­trag von ih­rem in­sol­ven­ten Ar­beit­ge­ber bzw. vom In­sol­venz­ver­wal­ter zu ei­ner Be­schäf­ti­gungs­ge­sell­schaft und pickt sich ein In­ves­tor dann die­je­ni­gen Ar­beit­neh­mer bei der Be­schäf­ti­gungs­ge­sell­schaft ein­zeln her­aus, mit de­nen er den Be­trieb fort­füh­ren will, liegt laut Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) im All­ge­mei­nen kei­ne un­zu­läs­si­ge Um­ge­hung der Rechts­vor­schrif­ten zum Be­triebs­über­gang vor, d.h. kei­ne Um­ge­hung von § 613a Bür­ger­li­ches Ge­setz­buch (BGB). Das ist aber aus­nahms­wei­se dann an­ders, wen der Wech­sel zur Be­schäf­ti­gungs­ge­sell­schaft das Ar­beits­ver­hält­nis gar nicht end­gül­tig be­en­den soll­te, son­dern nur sei­ner Un­ter­bre­chung dient: BAG, Ur­teil vom 18.08.2011, 8 AZR 312/10.
23.11.2010. Im­mer wie­der kommt es vor, dass Ar­beit­neh­mer kurz­fris­tig zu Per­so­nal­ge­sprä­chen ge­ru­fen und dort zu Un­ter­schrif­ten mit weit­rei­chen­den Kon­se­quen­zen ge­bracht wer­den. Auf­ge­dräng­te Er­klä­run­gen wie Auf­he­bungs­ver­trä­ge, Aus­gleichs­quit­tun­gen und Kla­ge­ver­zicht kön­nen Be­trof­fe­ne oh­ne ver­nünf­ti­ge Grün­de völ­lig recht­los stel­len. Auch wer sich tat­säch­lich et­was zu schul­den hat kom­men las­sen, soll­te nicht klein bei­ge­ben und ein Schuld­an­er­kennt­nis un­ter­schrei­ben. Sonst kann mit ei­ner Un­ter­schrift die ge­sam­te wirt­schaft­li­che Exis­tenz rui­niert sein: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 22.07.2010, 8 AZR 144/09.
19.07.2010. Auf­he­bungs­ver­trä­ge sind an­ders als Kün­di­gun­gen ei­ne für Ar­beit­ge­ber ei­ne si­che­re Me­tho­de, Ar­beits­ver­hält­nis­se zu be­en­den. Teil­wei­se wird auch vor Druck und Dro­hung nicht zu­rück­ge­schreckt, um die Un­ter­schrift des Ar­beit­ge­bers zu be­kom­men. Ist ein Auf­he­bungs­ver­trag erst ein­mal un­ter­schrie­ben, gibt es so gut wie kein zu­rück. Ei­ne der we­ni­gen Chan­cen ist es, den Ver­trag we­gen "wi­der­recht­li­cher Dro­hung" an­zu­fech­ten. Doch de­ren Vor­aus­set­zun­gen muss der Ar­beit­neh­mer be­wei­sen: LAG Schles­wig-Hol­stein, Ur­teil vom 08.12.2009, 2 Sa 223/09
10/129: Anspruch auf Wiedereinstellung beim Rücktritt vom Aufhebungsvertrag?
06.07.2010. Auf­he­bungs­ver­trä­ge sind für Ar­beit­ge­ber ei­ne gu­te Mög­lich­keit, Ar­beits­ver­hält­nis­se mit über­schau­ba­rem fi­nan­zel­len Ri­si­ko zu be­en­den. Ar­beit­neh­mern winkt ei­ne Ab­fin­dung, aber häu­fig auch viel Är­ger. Ne­ben ei­ner Sperr­zeit beim Be­zug von Ar­beits­lo­sen­geld droht der un­wie­der­bring­li­che Ver­lust des Ar­beits­plat­zes selbst dann, wenn der Ar­beit­ge­ber ge­gen den Auf­he­bungs­ver­trag ver­stößt und kei­ne Ab­fin­dung zahlt: Lan­des­ar­beits­ge­richt Düs­sel­dorf, Ur­teil vom 19.03.2010, 9 Sa 1138/09
10/045: Aufhebungsvertrag mit Abfindung: Ältere Arbeitnehmer dürfen ausgenommen werden
09/150: Betriebsübergang: Kein Widerspruch bei Aufhebungsvertrag mit Erwerber
21.08.2009. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat ent­schie­den, dass Ar­beit­neh­mer dem Über­gang ih­rer Ar­beits­ver­hält­nis­se auf­grund Be­triebs­über­gangs auch noch über ein Jahr nach der Un­ter­rich­tung über den Be­triebs­über­gang wi­der­spre­chen und da­mit den Fort­be­stand ih­rer Ar­beits­ver­ält­nis­se beim Ver­äu­ße­rer er­zwin­gen kön­nen, wenn die Un­ter­rich­tung fehl­haft war. Al­ler­dings ist ein sol­ches Recht im Fal­le des Ab­schlus­ses ei­nes Auf­he­bungs­ver­trags mit dem Er­wer­ber ver­wirkt: BAG, Ur­teil vom 23.07.2009, 8 AZR 357/08 (Sie­mens/BenQ).
09/069: Ungleichbehandlung bei Abfindungen aufgrund von Turboregelungen ist rechtens
08/118: Kostenübernahme durch Rechtsschutzversicherungen bei angedrohter Kündigung
20.11.2008. Der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) hat am 19.11.2008 ent­schie­den, dass Rechts­schutz­ver­si­che­run­gen bei ei­ner vom Ar­beit­ge­ber an­ge­droh­ten (rechts­wid­ri­gen) Kün­di­gung die dem Ar­beit­neh­mer ent­stan­den An­walts­kos­ten über­neh­men müs­sen. Da­mit hat der BGH die Chan­cen ver­si­cher­ter Ar­beit­neh­mer, bei Ver­hand­lun­gen über die Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses ef­fek­tiv und mit an­walt­li­cher Hil­fe ih­re Rech­te zu wah­ren, er­heb­lich ge­stärkt: BGH, Ur­teil vom 19.11.2008, IV ZR 305/07.
07/73: Keine Sperrzeit bei Aufhebungsverträgen mit „maßvoller“ Abfindung
07/72: Arbeitsrechtliche Aufhebungsverträge
08.11.2007. Buch­be­spre­chung: Jobst-Hu­ber­tus Bau­er, Ar­beits­recht­li­che Auf­he­bungs­ver­trä­ge. Hand­buch, Beck Ver­lag, 8. Auf­la­ge 2007 (732 Sei­ten, 54,00 EUR)
07/44: Bei Kündigung kein Klageverzicht ohne Gegenleistung
07/12d Außerordentliche Kündigung: Treuwidrigkeit der Berufung auf Zweiwochenfrist (§ 626 Abs.2 BGB).
24.05.2007. Das Hes­si­sche Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) in Frank­furt hat ent­schie­den, dass die Be­ru­fung ei­nes frist­los ge­kün­dig­ten Ar­beit­neh­mers auf den Ab­lauf der Frist des § 626 Abs.2 BGB auch dann nicht treu­wid­rig ist, wenn er vor der Kün­di­gung wie­der­holt sei­ne Be­reit­schaft si­gna­li­siert hat, ei­nen Auf­he­bungs­ver­trag schlie­ßen zu wol­len und der Ar­beit­ge­ber im Ver­trau­en dar­auf die Zwei­wo­chen­frist für ei­ne au­ßer­or­dent­li­che Kün­di­gung ver­strei­chen lässt: Hes­si­sches Lan­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 09.02.2007, 3 Sa 383/06.
06/10: BSG: Aufhebungsvertrag - keine Sperrzeit bei drohender Kündigung
05/08: Keine Sperrzeit bei Aufhebungsvertrag eines leitenden Angestellten
03/08 Ab­wick­lungs­verträge führen zu Sperr­zeit
03/07: Kein Widerrufsrecht bei Aufhebungsverträgen
29.11.2003. Wer als Ar­beit­neh­mer im Be­trieb bzw. Per­so­nal­bü­ro ei­nen Auf­he­bungs­ver­trag un­ter­schreibt, hat nach ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) kein Wi­der­rufs­recht ge­mäß § 312 Bür­ger­li­ches Ge­setz­buch (BGB): BAG, Ur­teil vom 27.11.2003, 2 AZR 177/03.
02/03: Aufhebungsvertrag und Sperrzeit
15.06.2002. Nach ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil des Bun­des­so­zi­al­ge­rich­tes (BSG) muß der Ar­beit­neh­mer ei­ne vom Ar­beit­ge­ber in Aus­sicht ge­stell­te be­triebs­be­ding­te Kün­di­gung ab­war­ten, d.h. es ist ihm zu­zu­mu­ten, auf ei­nen Auf­he­bungs­ver­trag zu ver­zich­ten, den der Ar­beit­ge­ber als Al­ter­na­ti­ve zur Kün­di­gung an­ge­bo­ten hat. Lässt sich der Ar­beit­neh­mer auf ei­nen sol­chen "Auf­he­bungs­ver­trag statt Kün­di­gung" ein, muss die an­ge­droh­te Kün­di­gung ob­jek­tiv recht­mä­ßig sein, da an­sons­ten ei­ne Sperr­zeit ver­hängt wird. Es ge­nügt nicht, dass der Ar­beit­neh­mer von der Recht­mä­ßig­keit der an­ge­droh­ten Kün­di­gung "aus­ging": BSG, Ur­teil vom 25.04.2002 - B 11 AL 100/01 R.
Wenn Sie vor der Ent­schei­dung ste­hen, ei­nen Auf­he­bungs­ver­trag ab­zu­schlie­ßen, oder wenn Ih­nen be­reits ein kon­kre­tes Auf­he­bungs­ver­trags­an­ge­bot vor­liegt, das Sie an­walt­lich über­prü­fen las­sen wol­len, be­ra­ten wir Sie je­der­zeit ger­ne.