Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/711
Timestamp: 2020-07-09 14:53:57
Document Index: 19484824

Matched Legal Cases: ['§ 711', 'BGH', '§ 711', '§ 713', 'BGH', 'BGH', '§711', 'BGH', 'BGH', '§711', '§716', 'BGH', 'BGH', '§ 711', '§719', '§ 716', 'BGH', 'BGH', '§ 711', '§ 716', 'BGH', '§ 711', 'BGH', '§ 711', '§ 716', 'BGH']

§ 711 ZPO: Abwendungsbefugnis
BGH, BESCHLUSS vom 2.0.2016, Az. VI ZR 675/15 Eine Ergänzung des Berufungsurteils um die Schutzanordnung gemäß § 711 ZPO ist nicht möglich, weil das Berufungsgericht über die Frage der vorläufigen Vollstreckbarkeit nicht unvollständig entschieden, sondern seine Entscheidung ausdrücklich - wenn auch fehlerhaft - auf § 713 ZPO gestützt hat (vgl. BGH, Beschluss vom 24. März 2003 - IX ZR 243/02, ZVI 2003, 279, 280).
BGH, BESCHLUSS vom 1.5.2008, Az. VIII ZR 98/08 Dasselbe gilt, wenn das Berufungsgericht es versäumt hat, über eine Abwendungsbefugnis gemäß §711 ZPO zu entscheiden, und der Schuldner daraufhin keinen Antrag auf Urteilsergänzung stellt (Senatsbeschluss vom 9. August 2004, aaO; BGH, Beschluss vom 16. Februar 1984 - III ZR 87/83, NJW 1984, 1240).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.2005, Az. VIII ZR 179/05 b)	Die Beklagte kann auch nicht mit Aussicht auf Erfolg die Schutzanordnung nach §711 ZPO im Wege einer Ergänzung des Berufungsurteils nach §§716, 321 ZPO beantragen (vgl. allgemein zu dieser Möglichkeit BGH, Beschluss vom 16. Februar 1984 - III ZR 87/83, NJW 1984, 1240; Beschluss vom 24. März 2003 - IX ZR 243/02, ZVI 2003, 279 unter II 1 b).
BGH, BESCHLUSS vom 1.7.2004, Az. VIII ZR 178/04 a) Obwohl das Berufungsgericht danach rechtsfehlerhaft keine Abwendungsbefugnis nach § 711 ZPO angeordnet hat, kann dem Antrag des Beklagten auf einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung nach §719 Abs. 2 ZPO schon deswegen nicht stattgegeben werden, weil der Beklagte es versäumt hat, gemäß §§ 716, 321 ZPO eine entsprechende Ergänzung des Berufungsurteils zu beantragen (vgl. BGH, Beschluß vom 16. Februar 1984 - III ZR 87/83, NJW 1984, 1240; Beschluß vom 24. März 2003 - IX ZR 243/02, ZVI 2003, 279 unter II 1 b, jew.
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.1988, Az. 23 U 4645/86 Auf die Frage, ob die Beklagte wegen der unterbliebenen Gewährung der Abwendungsbefugnis nach § 711 ZPO rechtzeitig eine Urteilsergänzung nach §§ 716, 321 ZPO beantragt hat (vgl. BGH WM 1981, 1236, 1237), kommt es unter diesen Umständen nicht mehr an; denn die von Amts wegen zu gewährende Abwendungsbefugnis nach § 711 ZPO hätte eine Vollstreckung durch die Klägerin nur von einer Sicherheitsleistung abhängig machen, sie aber auch im Falle drohender nicht zu ersetzender Nachteile nicht verhindern können.
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1981, Az. IVb ZR 346/81 Zu diesen Möglichkeiten gehört in Fällen, in denen das Gericht die von Amts wegen auszusprechende Schutzanordnung nach § 711 ZPO unterlassen hat, das dem Schuldner nach §§ 716, 321 ZPO gegebene Recht, eine entsprechende Ergänzung des Urteils zu beantragen (BGH Beschluß vom 25. August 1977 - V ZR 141/77 - MDR 1978, 726).