Source: http://m.hensche.de/Arbeitsrecht_Urteile_Wartezeitkuendigung_mit_verlaengerter_Kuendigungsfrist_LAG_Baden_Wuerttemberg_4_Sa_94_14_u.html
Timestamp: 2017-08-18 06:56:02
Document Index: 301940308

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 69', '§ 620', '§ 64', '§ 313', '§ 1', '§ 69', '§ 1', '§ 611', '§ 620', '§ 1', '§ 162', '§ 162', '§ 1', '§ 1', '§ 162', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 97', '§ 72']

Schlag­worte: Kündigung: Probezeit, EU-Grundrechtscharta, Probezeit, Wartezeit, Probezeitkündigung
Akten­zeichen: 4 Sa 94/14
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Stuttgart, 6 Ca 1800/14
6 Ca 1800/14 ArbG Stutt­gart
hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ba­den-Würt­tem­berg - 4. Kam­mer - durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Lan­des­ar­beits­ge­richt Stöbe, den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Ru­off und die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Schwei­zer auf die münd­li­che Ver­hand­lung vom 06.05.2015
1. Die Be­ru­fung des Klägers ge­gen das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Stutt­gart vom 02.10.2014 (6 Ca 1800/14) wird zurück­ge­wie­sen.
Die Par­tei­en strei­ten über die Wirk­sam­keit ei­ner von der Be­klag­ten noch während der War­te­zeit des § 1 Abs. 1 KSchG aus­ge­spro­che­nen Kündi­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses des Klägers, so­wie über die Wei­ter­beschäfti­gung des Klägers.
We­gen des erst­in­stanz­lich un­strei­ti­gen und strei­ti­gen Par­tei­vor­brin­gens so­wie der erst­in­stanz­lich ge­stell­ten Anträge wird gemäß § 69 Abs. 2, 3 Satz 2 ArbGG auf den Tat­be­stand des ar­beits­ge-richt­li­chen Ur­teils Be­zug ge­nom­men.
Das Ar­beits­ge­richt hat die Kla­ge mit Ur­teil vom 02.10.2014 ab­ge­wie­sen. Es führ­te zur Be­gründung aus, der Kläger ha­be man­gels Voll­endung der War­te­zeit noch kei­nen Kündi­gungs­schutz nach dem Kündi­gungs­schutz­ge­setz ge­habt. Dass die Be­klag­te nicht mit der ge­setz­li­chen Min-destkündi­gungs­frist gekündigt ha­be, son­dern das Ar­beits­verhält­nis mit ei­ner länge­ren Kündi­gungs­frist von 3 Mo­na­ten zum Mo­nats­en­de be­en­det ha­be, stel­le kei­ne funk­ti­ons­wid­ri­ge Um­ge­hung des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes dar. Die Verlänge­rung der Kündi­gungs­frist sei nicht aus über­wie­gen­dem Ar­beit­ge­ber­in­ter­es­se er­folgt. Viel­mehr er­ge­be sich aus dem Kündi­gungs­schrei­ben, dass die Be­klag­te dem Kläger ei­ne Bewährungs­chan­ce ha­ben ge­ben wol­len. Ei­ne fes­te und ver­bind­li­che Wie­der­ein­stel­lungs­zu­sa­ge sei hierfür nicht er­for­der­lich ge­we­sen.
Die­ses Ur­teil wur­de der Kläger­sei­te am 03.12.2014 zu­ge­stellt. Hier­ge­gen rich­tet sich die vor­lie-gen­de Be­ru­fung des Klägers, die am 22.12.2014 beim Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ging und zu­gleich be­gründet wur­de.
Der Kläger rügt ei­ne feh­ler­haf­te Rechts­an­wen­dung.
Er meint, aus der Ent­schei­dung des BAG vom 07.03.2002 (2 AZR 93/01 - AP BGB § 620 Auf­he-bungs­ver­trag Nr. 22) er­ge­be sich, dass mit ei­ner länge­ren als der ge­setz­li­chen Min­destkündi­gungs­frist nur gekündigt wer­den dürfe, wenn dem Ar­beit­neh­mer ei­ne Bewährungs­chan­ce ein­geräumt wer­de und für den Fall ei­ner Bewährung ei­ne Wie­der­ein­stel­lung „ver­bind­lich“ zu­ge­sagt wer­de. An­de­ren­falls läge ei­ne un­zulässi­ge Ge­set­zes­um­ge­hung vor. Dass die Verlänge­rung der Kündi­gungs­frist vor­lie­gend im über­wie­gen­den Ar­beit­ge­ber­in­ter­es­se ge­le­gen ha­be, er­ge­be sich
auch aus der Frei­stel­lungs­an­ord­nung ab 16.05.2014, mit wel­cher ei­ne Bewährungsmöglich­keit ge­ra­de ab­ge­schnit­ten wor­den sei.
Auf die Be­ru­fung des Klägers wird das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts Stutt­gart vom 02.10.2014 zu Ak­ten­zei­chen 6 Ca 1800/14 ab­geändert.
1. Es wird fest­ge­stellt, dass das Ar­beits­verhält­nis zwi­schen den Par­tei­en auf­grund der Kündi­gungs­erklärung der Be­klag­ten vom 26.02.2014 nicht mit Ab­lauf des 31.05.2014 en­de­te, son­dern fort­be­steht.
2. Die Be­ru­fungs­be­klag­te/Be­klag­te wird ver­ur­teilt, den Kläger über den 31.05.2014 hin-aus als Ac­count Ma­na­ger im Be­reich Busi­ness De­ve­lop­ment und Ver­trieb zu ei­nem Brut­to­mo­nats­ent­gelt von 3.800,00 € so­wie zu den Be­din­gun­gen des Ar­beits­ver­tra­ges zwi­schen den Par­tei­en vom 24.06.2013 wei­ter zu beschäfti­gen.
Sie ver­tei­digt das ar­beits­ge­richt­li­che Ur­teil im We­sent­li­chen un­ter Wie­der­ho­lung und Ver­tie­fung ih­res erst­in­stanz­li­chen Vor­brin­gens.
We­gen der wei­te­ren Ein­zel­hei­ten des Sach- und Streit­stan­des wird gem. § 64 Abs. 7 ArbGG iVm. § 313 Abs. 2 Satz 2 ZPO auf den In­halt der zwi­schen den Par­tei­en ge­wech­sel­ten Schriftsätze nebst An­la­gen so­wie auf die Pro­to­kol­le der münd­li­chen Ver­hand­lun­gen ver­wie­sen.
Das zwi­schen den Par­tei­en be­ste­hen­de Ar­beits­verhält­nis wur­de durch die streit­ge­genständ­li­che Kündi­gung vom 26.02.2014 zum 31.05.2014 be­en­det.
Das Ar­beits­ge­richt hat völlig zu­tref­fend aus­geführt, dass der Kläger man­gels Voll­endung der War­te­zeit des § 1 Abs. 1 KSchG zum Zeit­punkt des Aus­spruchs der Kündi­gung noch kei­nen Kündi­gungs­schutz nach dem Kündi­gungs­schutz­ge­setz hat­te. Ei­ne miss­bräuch­li­che und funk­ti­ons­wid­ri­ge Um­ge­hung des Kündi­gungs­schutz­ge­set­zes liegt nicht vor. In­so­weit wird zur Mei­dung von Wie­der­ho­lun­gen gemäß § 69 Abs. 2 ArbGG voll­umfäng­lich auf die Ent­schei­dungs­gründe des ar­beits-ge­richt­li­chen Ur­teils Be­zug ge­nom­men. Die Kam­mer macht sich die­se Be­gründung aus­drück­lich zu ei­gen.
Le­dig­lich in Aus­ein­an­der­set­zung mit der Be­ru­fungs­be­gründung sind nach­fol­gen­de An­mer­kun­gen ver­an­lasst:
1. Während der War­te­zeit des § 1 Abs. 1 KSchG be­steht für den Ar­beit­ge­ber Kündi­gungs­frei­heit. Der Ar­beit­neh­mer ist während die­ses Zeit­raums le­dig­lich vor ei­ner sit­ten- oder treu­wid­ri­gen Ausübung des Kündi­gungs­rechts des Ar­beit­ge­bers geschützt (BAG 22. April 2010 - 6 AZR 828/08 - EzA-SD 2010 Nr. 12, 3-6; BAG 16. Sep­tem­ber 2004 - 2 AZR 447/03 - AP BGB § 611 Kir­chen­dienst Nr. 44; BAG 7. März 2002 - 2 AZR 93/01 - AP BGB § 620 Auf­he­bungs­ver­trag Nr. 22; Ha­Ko/May­er 5. Aufl. § 1 KSchG Rn. 71). Ei­ne sol­che treu­wid­ri­ge Ausübung des Kündi-gungs­rechts liegt zum Bei­spiel dann vor, wenn die Kündi­gung kurz vor Ab­lauf der War­te­zeit er-klärt wird, um den Er­werb des all­ge­mei­nen Kündi­gungs­schut­zes zu ver­ei­teln. In die­sen Fällen ist der Ar­beit­neh­mer in ent­spre­chen­der An­wen­dung von § 162 BGB so zu be­han­deln als wäre die War­te­zeit be­reits erfüllt. Je­doch kommt ei­ne sol­che ana­lo­ge An­wen­dung von § 162 BGB erst dann in Be­tracht, wenn das Vor­ge­hen des Ar­beit­ge­bers un­ter Berück­sich­ti­gung der im
Ein­zel­fall ge­ge­be­nen Umstände ge­gen Treu und Glau­ben verstößt (BAG 5. März 1987 - 2 AZR 187/86 - ju­ris). Die An­nah­me ei­ner sol­chen Treu­wid­rig­keit setzt aber das Vor­lie­gen wei­te­rer Umstände vor­aus, die Rück­schlüsse auf ei­nen sol­chen Ver­ei­te­lungs­wil­len zu­las­sen (BAG 5. März 1987 aaO; APS/Dörner/Vos­sen 4. Aufl. § 1 KSchG Rn. 34; KR/Grie­be­ling 10. Aufl. § 1 KSchG Rn. 103). Die An­nah­me ei­ner Treu­wid­rig­keit in ent­spre­chen­der An­wen­dung von § 162 BGB ba­siert nämlich auf dem Ge­dan­ken der Ge­set­zes­um­ge­hung und setzt vor­aus, dass Sinn und Zweck der War­te­zeit um­gan­gen wird. Dies liegt ins­be­son­de­re dann vor, wenn sich der Ar­beit­ge­ber (zu­min­dest vor­erst) ei­gent­lich gar nicht vom Ar­beit­neh­mer tren­nen will, son­dern le­dig­lich den Ein­tritt des Kündi­gungs­schut­zes ver­hin­dern will (Krau­se in von Ho­y­nin­gen-Hue­ne/Linck KSchG 15. Aufl. § 1 Rn. 108). Dies wie­der­um kann an­ge­nom­men wer­den, wenn der Ar­beit­ge­ber die Kündi­gung mit ei­ner sehr lan­gen Kündi­gungs­frist aus­spricht (Krau­se in von Ho­y­nin­gen-Hue­ne/Linck KSchG 15. Aufl. § 1 Rn. 108; APS/Dörner/Vos­sen 4. Aufl. § 1 KSchG Rn. 34), al­so nicht zum erstmögli­chen Ter­min nach der War­te­zeit kündigt (Ha­Ko/May­er 5. Aufl. § 1 KSchG Rn. 71), son­dern zu ei­nem we­sent­lich späte­ren Ter­min (KR/Grüne­berg 10. Aufl. § 1 KSchG Rn. 10). Weil maßgeb­li­ches Kri­te­ri­um ist, ob die länge­re Kündi­gungs­frist funk­ti­ons­wid­rig zum Zwe­cke der Kündi­gungs­schutz­um­ge­hung ein­ge­setzt wur­de, ist wie beim Auf­he­bungs­ver­trag dar­auf ab­zu­stel­len, ob durch den Re­ge­lungs­ge­halt ei­ne als­bal­di­ge Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses be­ab­sich­tigt ist oder viel­mehr nur ei­ne be­fris­te­te Fort­set­zung (Krau­se in von Ho­y­nin­gen-Hue­ne/Linck 15. Aufl. § 1 KSchG Rn. 108). Denn wenn sich der Ar­beit­ge­ber vom Ar­beit­neh­mer ei­gent­lich gar nicht tren­nen will, dann liegt ein treu­wid­ri­ger Ein­satz der War­te-zeitkündi­gung vor (Krau­se in von Ho­y­nin­gen-Hue­ne/Linck 15. Aufl. Rn. 108).
Im Zu­sam­men­hang mit ei­nem Auf­he­bungs­ver­trag hat das BAG - wie von den Par­tei­en rich­tig aus­geführt - kon­sta­tiert, dass ei­ne Kündi­gung mit ei­ner über­schau­bar lan­gen Kündi­gungs­frist, die, wenn sie zu­min­dest un­ter­halb der längst mögli­chen ge­setz­li­chen oder ta­rif­li­chen Kündi­gungs­frist liegt, zulässig ist, wenn dem Ar­beit­neh­mer über ei­ne Wie­der­ein­stel­lungs­zu­sa­ge die Chan­ce zur Bewährung ein­geräumt wird. Für die­sen Fall hat das BAG aus­geführt, dass ei­ne Über­schrei­tung der Min­destkündi­gungs­frist nicht mehr in al­lei­ni­gem oder über­wie­gen­dem In­ter­es­se des Ar­beit­ge­bers läge (BAG 7. März 2002 aaO). Dar­aus ist zu ent­neh­men, dass Über­schrei­tun­gen der Min­destkündi­gungs­frist le­dig­lich dann als Umstände für die An­nah­me ei­nes Um­ge­hungs­wil­lens ge­eig­net sind, wenn sie im al­lei­ni­gen oder über­wie­gen­den Ar­beit­ge­ber­in­ter­es­se lie­gen.
2. Un­ter An­wen­dung die­ser Grundsätze kann vor­lie­gend von ei­ner treu­wid­ri­gen Ver­ei­te­lung des Ein­tritts des all­ge­mei­nen Kündi­gungs­schut­zes kei­ne Re­de sein.
a) Die Be­klag­te hat im Kündi­gungs­schrei­ben aus­drück­lich aus­geführt, dass der Kläger (je­den-falls aus Sicht der Be­klag­ten) die Pro­be­zeit nicht be­stan­den ha­be, was an­ge­sichts der un-be­strit­te­nen Fehl­an­zei­ge bei der Kun­den­ak­qui­se kei­nes­wegs willkürlich er­scheint.
Eben­falls ist im Kündi­gungs­schrei­ben aus­drück­lich aus­geführt, dass die Be­klag­te dem Kläger mit der lan­gen Kündi­gungs­frist ei­ne Bewährungs­chan­ce gewähren möch­te und die Be-klag­te für den Fall der Bewährung be­reit wäre, mit dem Kläger über ei­nen an­sch­ließen­den neu­en Ar­beits­ver­trag zu spre­chen.
Durch die Einräum­ung ei­ner Bewährungs­chan­ce lag die verlänger­te Kündi­gungs­frist we­der aus­sch­ließlich noch über­wie­gend im In­ter­es­se der Be­klag­ten. Viel­mehr hat die Be­klag­te über­wie­gend Rück­sicht­nah­me auf die be­ruf­li­chen und so­zia­len Be­lan­ge des Klägers neh­men wol­len.
Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Klägers muss­te die Be­klag­te dem Kläger auch kei­ne „ver­bind­li­che“ und „fes­te“ Wie­der­ein­stel­lungs­zu­sa­ge ge­ben, um die An­nah­me ei­nes aus­sch­ließli­chen oder über­wie­gen­den Ei­gen­in­ter­es­ses aus­zu­sch­ließen. Zum ei­nen liegt auch bei „ver­bind­li­chen“ Wie­der­ein­stel­lungs­zu­sa­gen die Be­ur­tei­lung der Bewährung im Er­mes­sen des Ar­beit­ge­bers. Nichts an­de­res woll­te die Be­klag­te auch vor­lie­gend. Sie woll­te dem Kläger die wei­ter­ge­hen­de Chan­ce ge­ben, die Be­klag­te in ih­rer Einschätzung von sei­nen Qua­litäten zu über­zeu­gen, um doch noch zu ei­ner Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses ge­lan­gen zu kön-nen. Außer­dem ver­kennt der Kläger, dass, wie oben aus­geführt, ei­ne Treu­wid­rig­keit al­len­falls dann an­ge­nom­men wer­den kann, wenn der Ar­beit­ge­ber ei­gent­lich kei­ne Be­en­di­gungs­ab­sicht, son­dern tatsächlich ei­ne (ggf. be­fris­te­te) Fort­set­zungs­ab­sicht hat und le­dig­lich zur Ver­mei­dung ei­nes künf­ti­gen Kündi­gungs­schut­zes „ver­früht“ kündigt. Da­von kann aber auch bei Einräum­ung ei­ner bloßen Wie­der­ein­stel­lungs­chan­ce bei wei­tem kei­ne Re­de sein. An­halts­punk­te, dass die Be­klag­te un­ter bloßem Vor­wand der Einräum­ung ei­ner Wei­ter­beschäfti­gungs­chan­ce tatsächlich an­de­re ei­gennützi­ge Zie­le, vor al­lem zur Ver­hin­de­rung des Kündi­gungs­schut­zes des Klägers, ver­folgt hätte, sind nicht er­sicht­lich.
b) Et­was an­de­res er­gibt sich auch nicht aus der in der Kündi­gung aus­ge­spro­che­nen Frei­stel­lung ab 16.05.2014 bis 31.05.2014. Da­mit woll­te die Be­klag­te le­dig­lich die un­strei­tig be­ste­hen­den Ur­laubs­ansprüche des Klägers noch erfüllen, da­mit die­se nicht nach Ab­lauf der Kündi­gungs­frist auch noch ab­ge­gol­ten wer­den müss­ten. Auch dies hat die Be­klag­te im Kündi­gungs­schrei­ben aus­drück­lich aus­geführt. Dem Kläger blieb zwi­schen frühest mögli­chem Be­en­di­gungs­ter­min 12.03.2014 bis zur Frei­stel­lung ab 16.05.2015 aus­rei­chend Zeit zur wei­te­ren Bewährung. Er hat sie aus Sicht der Be­klag­ten le­dig­lich wei­ter­hin nicht ge­nutzt. Er hat wei­ter­hin kei­ner­lei Kun­den­aufträge ak­qui­rie­ren können.
Es ist da­von aus­zu­ge­hen, dass der Wei­ter­beschäfti­gungs­an­trag le­dig­lich hilfs­wei­se für den Fall des Ob­sie­gens mit dem Kündi­gungs­schutz­an­trag hat ge­stellt wer­den sol­len. Die­ser An­trag ist so­mit nicht zur Ent­schei­dung an­ge­fal­len.
1. Die Kos­ten­ent­schei­dung be­ruht auf § 97 ZPO.
2. Gründe für ei­ne Re­vi­si­ons­zu­las­sung gemäß § 72 Abs. 2 ArbGG lie­gen nicht vor.
Ru­off
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