Source: https://www.rechtsportal.de/Rechtsprechung/Rechtsprechung/1990/BGH/Der-Entschluss-des-Taeters-kuenftig-wiederholte-Untreuehandlungen-gegenueber-dem-gleichen-Rechtsguttraeger-zum-Zwecke-der-Erschliessung-einer-Einnahmequelle-zu-begehen-reicht-zur-Annahme-des-Gesamtvorsatzes-nicht-aus-notwendig-ist-vielmehr-dass-der-Tatentschluss-konkrete-Vorstellungen-ueber-den-Gesamtumfang-der-zu-veruebenden-Straftaten-umfasst-was-bei-einer-sich-ueber-mehrere-Jahre-erstreckenden-Handlungsreihe-kaum-moeglich-ist
Timestamp: 2019-10-23 15:24:09
Document Index: 388165595

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 52', 'BGH', 'BGH', '§ 52']

Der Entschluß des Täters, künftig wiederholte Untreuehandlungen gegenüber dem gleichen Rechtsgutträger zum Zwecke der Erschließung einer Einnahmequelle zu begehen, reicht zur Annahme des Gesamtvorsatzes nicht aus; notwendig ist vielmehr, daß der Tatentsch / BGH / 1990 / Rechtsprechung / Rechtsprechung / Rechtsportal - Deubner Rechtsportal
Der Entschluß des Täters, künftig wiederholte Untreuehandlungen gegenüber dem gleichen Rechtsgutträger zum Zwecke der Erschließung einer Einnahmequelle zu begehen, reicht zur Annahme des Gesamtvorsatzes nicht aus; notwendig ist vielmehr, daß der Tatentschluß konkrete Vorstellungen über den Gesamtumfang der zu verübenden Straftaten umfaßt, was bei einer sich über mehrere Jahre erstreckenden Handlungsreihe kaum möglich ist.
BGH (4 StR 94/90)
Fundstelle: NStE Nr. 34 zu § 52 StGB; wistra 1990, 189
Ebenso BGH, wistra 1990, 301; vgl. auch BGH, wistra 1993, 61 . NStE Nr. 34 zu § 52 StGB wistra 1990, 189 [...]