Source: https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/archiv/detail/verschiebung-des-rentenbeginns-einer-rente-wegen-erwerbsminderung.html
Timestamp: 2019-06-19 10:09:49
Document Index: 111124919

Matched Legal Cases: ['§ 99', '§ 43', '§ 43', '§ 44', '§ 241', '§ 240', '§ 34', '§ 35', '§ 47', '§ 101', '§ 99']

Verschiebung des Rentenbeginns einer Rente wegen Erwerbsminderung | Ihre Vorsorge
Verschiebung des Rentenbeginns einer Rente wegen Erwerbsminderung
Ich weiß, dass man den Beginn einer Altersrente beliebig nach hinten verschieben kann.
Meine Frage: Ist dies auch bei Renten wegen Erwerbsminderung möglich? Kann ein bsw. 2 Monate späterer Rentenbeginn als regulär gewählt werden?
Ich würde mich über eine Angabe mit Angabe der Rechtsgrundlage freuen.
eine Erwerbsminderungsrente wird von dem Monat an gezahlt, wenn alle Voraussetzungen hierfür erfüllt sind ( § 99 SGB VI )
Rechtsauslegung der DRV Bund:
Zeitpunkt der Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen
Für die Prüfung, ob zu Beginn eines Kalendermonats die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, ist der Zeitpunkt festzustellen, in dem sämtliche Anspruchsvoraussetzungen vorliegen. Zu den Anspruchsvoraussetzungen gehören
•die Mindestversicherungszeit (Wartezeit) und
•die jeweiligen besonderen versicherungsrechtlichen und persönlichen Voraussetzungen.
Die Anspruchsvoraussetzungen für Versichertenrenten sind in den folgenden Vorschriften enthalten:
•für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit in §§ 43 und 240 SGB VI, § 43 und § 44 SGB VI in der Fassung bis 31.12.2000 (gegebenenfalls unter Beachtung des § 241 SGB VI beziehungsweise der §§ 240, 241 SGB VI in der Fassung bis 31.12.2000)
•für Altersrenten (unter Beachtung des § 34 Abs. 2 SGB VI als negative Anspruchsvoraussetzung) in §§ 35 bis 37 und 236 bis 237a SGB VI
•für die Erziehungsrenten in § 47 SGB VI
Die Anspruchsvoraussetzungen liegen dann zum Beginn eines Kalendermonats vor, wenn sie vom Beginn des ersten Tages des Kalendermonats an (0.00 Uhr) vorhanden sind. Die Anspruchsvoraussetzungen müssen also spätestens mit dem Ablauf des vorangegangenen Kalendermonats erfüllt sein.
Das heißt, entweder wird eine Rente gezahlt, oder nicht. Ein Wunsch- oder Wahlrecht besteht nicht mehr.
Des weiteren sollte man aber bedenken, dass befistete Renten (z.B. wegen Erwerbsminderung ) erst ab dem 7. Kalendermonat gezahlt werden können. ( § 101 SGB VI ).
Der Rentenbeginn richtet sich zunächst nach dem ärztlich festgestellten Leistungsfall (Eintritt der Erwerbsminderung). Eine kleine Möglichkeit besteht jedoch eventuell über die (bewusst verspätete) Antragstellung, sofern das Dispositionsrecht nicht eingeschränkt ist. Lassen Sie sich dazu ggf. besser persönlich beraten:
Und warum wollen Sie überhaupt den Beginn der EM-Rente um 2 Monate nach hinten vershiebnen ?
Um das meist höhere Krankengeld noch 2 Moante länger zu &#34; kassieren &#34; ?
Da würde die Krankenkasse sicher nicht mitspielen.
Die Krankenkasse kann ihr Dispositionsrecht auch noch nachträglich - falls Sie es nicht schon gemcht hat - einschränken und damit
- indirekt - Einfluss auf den Rentenbeginn nehmen.
frag den Auskenner .
der Beginn einer Erwerbsminderungsrente richtet sich nach den §§ 99, 101 Sozialgesetzbuch VI.
Der Rentenbeginn ist somit abhängig von dem Datum der Antragstellung und der Feststellung des Leistungsfalls der Erwerbsminderung. Eine Verschiebung des Rentenbeginns einer Erwerbsminderungsrente in die Zukunft ist daher nicht möglich.
Sie sollten sich auch ggf. mit Ihrer gesetzlichen Krankenkasse in Verbindung setzen. Falls die Krankenkasse Ihr Gestaltungsrecht eingeschränkt hat, könnten von Seiten der Krankenkasse Probleme entstehen.