Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%202006,%20995
Timestamp: 2013-05-25 07:56:22
Document Index: 267753849

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: MDR 2006, 995
Rechtsprechung BGH, 01.02.2006 - XII ZB 236/05 Volltextver�ffentlichungen (11)
FGG � 28 Abs. 2; BGB � 1906 Abs. 1 Nr. 2
GG � 28 Abs. 2; BGB � 1906 Abs. 1 Nr. 2
� 28 Abs. 2 FGG; � � 1906 Abs. 1 Nr. 2Unterbringung
psychiatrie-verlag.de , S. 35 (Volltext und Entscheidungsanmerkung)
Art. 2 Abs. 2 GG; � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGBZwangsweise Durchf�hrung einer Behandlung bei station�rer Unterbringung
cfmueller-campus.de , S. 99
Zwangsbehandlung im Rahmen der betreuungsrechtlichen Unterbringung m�glich
Zul�ssigkeit einer Vorlage an den Bundesgerichtshof; Befugnis des Betreuers zur Einwilligung in �rztliche Ma�nahmen gegen den Willen des Betreuten
� 28 Abs. 2 FGG; � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGBBetreuer ist befugt, in �rztliche Ma�nahmen auch gegen den nat�rlichen Willen eines im Rechtssinne einwilligungsunf�higen Betreuten einzuwilligen; Familienrecht, Medizinrecht
Betreuer darf in Zwangsbehandlung des Betreuten einwilligen
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 01.02.2006, Az.: XII ZB 236/05 (Reichweite der Einwilligungsbefugnis eines Betreuers bei �rztlichen Ma�nahmen im Rahmen der Unterbringung)" von Prof. Dr. Dirk Olzen und WissMit. Michael van der Sanden, original erschienen in: JR 2007, 248 - 250.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 01.02.2006, Az.: XII ZB 236/05 (Zur Zwangsbehandlung in einer station�ren Einrichtung gem�� � 1906 Abs. 1 BGB)" von RA Robert Ro�bruch, original erschienen in: PflR 2006, 226 - 233.
AG Rotenburg/W�mme - 10 XVII H 395
Wird zitiert von ... (50) AG Offenbach, 26.06.2012 - 14 XVII 990/08 Zur Zul�ssigkeit der Zwangsbehandlung psychisch kranker Menschen gem. � …Diese, vom Bundesgerichtshof (zuletzt etwa im Beschluss vom 1.2.2006 zu XII ZB 236/05, RNr. 22) vertretene Ansicht wird der Tatsache nicht gerecht, dass der Betreuer weitgehend eben nicht mit hoheitlichen Befugnissen beliehen ist, sondern Rechte seines Betreuten wahrnimmt (OLG M�nchen, 2009, 2837; Lipp, JZ 2006, 661; Erman-Roth, � 1901 BGB RNr. 16); und zwar gerade auch gegen�ber dem behandelnden Psychiater.Sofern die elterliche Sorge in � 1631 Abs. 3 BGB �berhaupt eine solche Zwangsbefugnis umfasst, wird sie durch � 1908 i Abs. 1 BGB gerade nicht erfasst (vgl. BGH vom 1.2.2006 zu XII ZB 236/05, RNr. 22).Der des OLG Celle ist der Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung vom 1.2.2006 zu XII ZB 236/05, FamRZ 2006, 615 entgegengetreten (vgl. die Nachweise bei Lipp, JZ 2006, 661, 662).(So auch BGH vom 1.2.2006 zu XII ZB 236/05, FamRZ 2006, 615).(So BGH vom 1.2.2006 zu XII ZB 236/05, RNr. 32.).Auch der Bundesgerichtshof (in seiner Entscheidung vom 1.2.2006, XII ZB 236/05, FamRZ 2006, 615, gegen die Zul�ssigkeit ambulanter Zwangsbehandlung) hat die grunds�tzliche Notwendigkeit der Zwangsbehandlung anerkannt.Das Bundesverfassungsgericht (s. Beschluss v. 23.3.1998, 2 BvR 2270/96, BtPrax 1998, 144, BVerfGE 58, 209, 225, 229) und der Bundesgerichtshof (BGHZ 145, 297, 305, zuletzt etwa BGH vom 1.2.2006 zu XII ZB 236/05 RNr. 15) anerkennen eine "Freiheit zur Krankheit" zu Recht, aber nur in folgender Hinsicht: Der Kranke muss entweder einsichtsf�hig oder die Zwangsbehandlung unverh�ltnism��ig sein."Es liegt", wie der Bundesgerichtshof (Beschluss BGH vom 1.2.2006 zu XII ZB 236/05, RNr. 17) bemerkte, "auf der Hand, dass ein noch strengerer Pr�fungsma�stab anzulegen ist", wenn die die derart den verfassungsm��igen Verh�ltnism��igkeitsgrundsatz konkretisierende Normanwendung nicht nur die Durchf�hrung einer Heilbehandlung unter geschlossenen Bedingungen und gegen den erkl�rten Willen des Betreuten rechtfertigen soll, sondern auch die Anwendung unmittelbaren Zwangs.(BGH vom 1.2.2006 zu XII ZB 236/05, RNr. 16).(So BGH im Beschluss vom 1.2.2006, XII ZB 236/05, RNr. 17; vgl. auch OLG Jena, Beschluss vom 30.11.2005; 9 W 627/05, 9 W 657/05, FamRZ 2006, 576;Aufgabe der Rechtsprechung des Th�rOLG vom 05.02.2002 = RuP 2003, 29) Diese war der Sache nach schon in der obigen Pr�fung der Merkmale enthalten.Eine Aufnahme der Medikation und Zwangsmittel schon in den Genehmigungsbeschluss, wie sie der Bundesgerichtshof in einem obiter dictum gefordert hat (BGH vom 1.2.2006 zu XII ZB 236/05, RNr 36), erweist sich somit als in der Regel unzweckm��ig.
BGH, 20.06.2012 - XII ZB 99/12 Familienrecht - Keine Grundlage f�r betreuungsrechtliche ZwangsbehandlungUnter Ber�cksichtigung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Zwangsbehandlung im Ma�regelvollzug (…BVerfG FamRZ 2011, 1128 Rn. 72 und FamRZ 2011, 1927 Rn. 38) fehlt es gegenw�rtig an einer den verfassungsrechtlichen Anforderungen gen�genden gesetzlichen Grundlage f�r eine betreuungsrechtliche Zwangsbehandlung (Aufgabe der Senatsrechtsprechung Senatsbeschl�sse BGHZ 166, 141 = FamRZ 2006, 615; vom 23. Januar 2008 XII ZB 185/07 - FamRZ 2008, 866 und vom 22. September 2010 XII ZB 135/10 - FamRZ 2010, 1976).*).a) Nach der bisherigen Rechtsprechung des Senats umfasst die Befugnis des Betreuers, in �rztliche Ma�nahmen auch gegen den nat�rlichen Willen eines im Rechtssinne einwilligungsunf�higen Betroffenen einzuwilligen, im Rahmen einer betreuungsrechtlichen Unterbringung zur Heilbehandlung nach � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB auch das Recht, erforderlichenfalls einen der �rztlichen Ma�nahme entgegenstehenden Willen des Betroffenen zu �berwinden (Senatsbeschluss BGHZ 166, 141, 149 ff. = FamRZ 2006, 615, 617 f.).Die Vorschrift k�nne daher sinnvoll nur dahin ausgelegt werden, dass der Betroffene die notwendigen medizinischen Ma�nahmen, in die der Betreuer zu seinem Wohl eingewilligt habe und derentwegen der Betroffene untergebracht werden d�rfe, unabh�ngig von seinem m�glicherweise entgegenstehenden nat�rlichen Willen w�hrend der Unterbringung zu dulden habe (Senatsbeschluss BGHZ 166, 141, 152 = FamRZ 2006, 615, 618).Allerdings m�sse in der Genehmigung einer Unterbringung nach � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB die von dem Betroffenen zu duldende Behandlung so pr�zise wie m�glich angegeben werden, weil sich nur aus diesen Angaben der Unterbringungszweck sowie Inhalt, Gegenstand und Ausma� der vom Betroffenen zu duldenden Behandlung hinreichend konkret und bestimmbar erg�ben; dazu geh�rten bei einer Behandlung durch Verabfolgung von Medikamenten in der Regel auch die m�glichst genaue Angabe des Arzneimittels oder des Wirkstoffs und deren (H�chst-)Dosierung sowie Verabreichungsh�ufigkeit (Senatsbeschluss BGHZ 166, 141, 153 f. = FamRZ 2006, 615, 618).Dies lege gerade bei der Behandlung psychischer Erkrankungen eine besonders kritische Pr�fung des therapeutischen Nutzens einer nur unter Zwang durchgef�hrten Medikation nahe (Senatsbeschluss BGHZ 166, 141, 146 f. = FamRZ 2006, 615, 616).d) Der Senat teilt im Ergebnis diese Auffassung und gibt damit seine Rechtsprechung auf, wonach Zwangsbehandlungen im Rahmen des � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB grunds�tzlich genehmigungsf�hig sind (Senatsbeschl�sse BGHZ 166, 141 = FamRZ 2006, 615; vom 23. Januar 2008 XII ZB 185/07 - FamRZ 2008, 866 und vom 22. September 2010 XII ZB 135/10 - FamRZ 2010, 1976).Wie der Senat bereits in seiner Entscheidung aus dem Jahr 2006 (BGHZ 166, 141, 148 = FamRZ 2006, 615, 616 f.) ausgef�hrt hat, gilt im Verh�ltnis des Betreuers zum Betroffenen nichts anderes als in dem Verh�ltnis zwischen Vormund und M�ndel.Danach waren nicht nur die Unterbringung und ihre Dauer, sondern auch der mit der Zwangsbehandlung verbundene Eingriff und dessen Folgen in die gebotene G�terabw�gung nach dem Grundsatz der Verh�ltnism��igkeit einzubeziehen (BGHZ 166, 141, 146 = FamRZ 2006, 615, 616).Hinzu kommt nach der bisherigen Rechtsprechung des Senats f�r den Fall der bereits im Zeitpunkt der Genehmigung der Unterbringung bekannten Notwendigkeit einer Zwangsbehandlung, dass sich der genehmigende Beschluss nach � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB auch auf die Zwangsbehandlung zu erstrecken hat (Senatsbeschluss BGHZ 166, 141, 153 = FamRZ 2006, 615, 618).
BGH, 20.06.2012 - XII ZB 130/12 Familienrecht - Unterbringung wegen Selbstgef�hrdungZwar kommt nach der bisherigen Senatsrechtsprechung die betreuungsgerichtliche Genehmigung einer vom Betreuer veranlassten Zwangsbehandlung gegen den nat�rlichen Willen des im Rechtssinne einwilligungsunf�higen Betroffenen nur im Rahmen einer betreuungsrechtlichen Unterbringung zur Heilbehandlung nach � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB in Betracht (BGHZ 166, 141, 149 ff. = FamRZ 2006, 615, 617 f.).a) Nach der bisherigen Rechtsprechung des Senats umfasst die Befugnis des Betreuers, in �rztliche Ma�nahmen auch gegen den nat�rlichen Willen eines im Rechtssinne einwilligungsunf�higen Betroffenen einzuwilligen, im Rahmen einer betreuungsrechtlichen Unterbringung zur Heilbehandlung nach � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB auch das Recht, erforderlichenfalls einen der �rztlichen Ma�nahme entgegenstehenden Willen des Betroffenen zu �berwinden (Senatsbeschluss BGHZ 166, 141, 149 ff. = FamRZ 2006, 615, 617 f.).Die Vorschrift k�nne daher sinnvoll nur dahin ausgelegt werden, dass der Betroffene die notwendigen medizinischen Ma�nahmen, in die der Betreuer zu seinem Wohl eingewilligt habe und derentwegen der Betroffene untergebracht werden d�rfe, unabh�ngig von seinem m�glicherweise entgegenstehenden nat�rlichen Willen w�hrend der Unterbringung zu dulden habe (Senatsbeschluss BGHZ 166, 141, 152 = FamRZ 2006, 615, 618).Allerdings m�sse in der Genehmigung einer Unterbringung nach � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB die von dem Betroffenen zu duldende Behandlung so pr�zise wie m�glich angegeben werden, weil sich nur aus diesen Angaben der Unterbringungszweck sowie Inhalt, Gegenstand und Ausma� der vom Betroffenen zu duldenden Behandlung hinreichend konkret und bestimmbar erg�ben; dazu geh�rten bei einer Behandlung durch Verabfolgung von Medikamenten in der Regel auch die m�glichst genaue Angabe des Arzneimittels oder des Wirkstoffs und deren (H�chst-)Dosierung sowie Verabreichungsh�ufigkeit (Senatsbeschluss BGHZ 166, 141, 153 f. = FamRZ 2006, 615, 618).Dies lege gerade bei der Behandlung psychischer Erkrankungen eine besonders kritische Pr�fung des therapeutischen Nutzens einer nur unter Zwang durchgef�hrten Medikation nahe (Senatsbeschluss BGHZ 166, 141, 146 f. = FamRZ 2006, 615, 616).d) Der Senat teilt im Ergebnis diese Auffassung und gibt damit seine Rechtsprechung auf, wonach Zwangsbehandlungen im Rahmen des � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB grunds�tzlich genehmigungsf�hig sind (Senatsbeschl�sse BGHZ 166, 141 = FamRZ 2006, 615; vom 23. Januar 2008 XII ZB 185/07 - FamRZ 2008, 866 und vom 22. September 2010 XII ZB 135/10 - FamRZ 2010, 1976).Wie der Senat bereits in seiner Entscheidung aus dem Jahr 2006 (BGHZ 166, 141, 148 = FamRZ 2006, 615, 616 f.) ausgef�hrt hat, gilt im Verh�ltnis des Betreuers zum Betroffenen nichts anderes als in dem Verh�ltnis zwischen Vormund und M�ndel.Danach waren nicht nur die Unterbringung und ihre Dauer, sondern auch der mit der Zwangsbehandlung verbundene Eingriff und dessen Folgen in die gebotene G�terabw�gung nach dem Grundsatz der Verh�ltnism��igkeit einzubeziehen (BGHZ 166, 141, 146 = FamRZ 2006, 615, 616).Hinzu kommt nach der bisherigen Rechtsprechung des Senats f�r den Fall der bereits im Zeitpunkt der Genehmigung der Unterbringung bekannten Notwendigkeit einer Zwangsbehandlung, dass sich der genehmigende Beschluss nach � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB auch auf die Zwangsbehandlung zu erstrecken hat (Senatsbeschluss BGHZ 166, 141, 153 = FamRZ 2006, 615, 618).
OLG Stuttgart, 24.09.2009 - 8 W 96/09 Betreuung: Vormundschaftsgerichtliche Genehmigung der zwangsweisen Behandlung des …Was die Problematik der Nichtbehandlung der psychischen Krankheit anbelangt, ist eine �berwindung dieses Zustandes mithilfe einer - im vorliegenden Fall mit genehmigten - medikament�sen Zwangsbehandlung ohnehin lediglich nach Ma�gabe des � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB zul�ssig (vgl. BGH NJW 2006, 1277 ff.; BGH FamRZ 2008, 866 ff.).Der Ausschluss der Einsichtsf�higkeit muss sich auf die Notwendigkeit der nur durch die Unterbringung m�glichen Heilbehandlung beziehen, der letzte Halbsatz des � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB ist insoweit lediglich sprachlich ungenau (vgl. BGH NJW 2006, 1277 ff.).Da eine medizinische Ma�nahme nur dann als notwendig im Sinne von � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB eingestuft werden kann, wenn sie rechtlich zul�ssig ist, kann � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB nur als Rechtsgrundlage der Unterbringung dienen, wenn der Betroffene w�hrend der Unterbringung auch behandelt werden darf (vgl. BGH NJW 2006, 1277 ff.; BGH FamRZ 2008, 866 ff.).Das Vormundschaftsgericht muss die vom Betroffenen zu duldende Behandlung so pr�zise wie m�glich angeben, weil sich nur hieraus der Unterbringungszweck sowie Inhalt, Gegenstand und Ausma� der vom Betroffenen zu duldenden Behandlung hinreichend konkret und bestimmbar ergeben (BGH NJW 2006, 1277 ff.).Bei einer Behandlung in Form der Verabreichung von Medikamenten ist nach Auffassung des Bundesgerichtshofes (BGH NJW 2006, 1277 ff.) in der Regel auch die m�glichst genaue Angabe des Arzneimittels oder des Wirkstoffes erforderlich, desgleichen deren (H�chst-) Dosierung sowie Verabreichungsh�ufigkeit (so auch der Senat, Beschluss vom 24.08.2009, 8 W 301/09).Der Genehmigung der Verabreichung einer Zwangsmedikation im Rahmen der Unterbringung hat zus�tzlich eine strenge Verh�ltnism��igkeitspr�fung voranzugehen, die die in gewissen Grenzen bestehende "Freiheit zur Krankheit" (vgl. BGH NJW 2006, 1277 ff.; OLGR Schleswig 2005, 546 f.) ber�cksichtigt.F�r den Bereich einer neuroleptischen Medikation als notwendiger Heilbehandlung muss in jedem Einzelfall eine medizinische Indikation bestehen und der m�gliche therapeutische Nutzen der Behandlung gegen die Gesundheitssch�den abgewogen werden, die ohne die Behandlung entstehen w�rden (vgl. BGH NJW 2006, 1277 ff; OLGR K�ln 2006, 609 f.; OLG Hamm FamRZ 2009, 811 ff.), wobei auch die negativen psychischen Auswirkungen der Unterbringung in die Abw�gung einzubeziehen sind (vgl. BGH NJW 2006, 1277 ff.; ).
OLG Karlsruhe, 05.07.2007 - 19 Wx 44/06 Genehmigung einer Unterbringung: Unterbringung eines psychisch Erkrankten in …Ein e Genehmigung der Unterbringung ist aber nicht deshalb rechtswidrig, weil wenn der Beschluss keine Angaben �ber die einzusetzende Arzneimittel oder Wirkstoffe und deren H�chstdosierung sowie Verabreichungsh�ufigkeit enth�lt (entgegen BGHZ 166, 141).Im �brigen gen�ge der Beschluss des Vormundschaftsgerichts nicht den Anforderungen des BGH (NJW 2006, 1277 = BGHZ 166, 141ff.).Vielmehr bleibt auch dem psychisch Kranken in weniger gewichtigen F�llen die "Freiheit zur Krankheit" (BVerfGE 58, 208, 224ff.; BGHZ 145, 297, 305; 166, 141ff.).Zwar ist - worauf der BGH (BGHZ 166, 141) in einem obiter dictum hingewiesen hat - in der Genehmigung einer Unterbringung nach � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB die von dem Betreuten zu duldende Behandlung so pr�zise wie m�glich anzugeben, weil sich nur aus diesen Angaben der Unterbringungszweck sowie Inhalt, Gegenstand und Ausma� der von dem Betreuten zu duldenden Behandlung hinreichend konkret und bestimmbar ergeben.Sollte der BGH (NJW 2006, 1277) der Auffassung sein, dass jede vormundschaftsgerichtliche Genehmigung einer Unterbringung zur Heilbehandlung zwingend auch detaillierte Angaben �ber die einzunehmenden Medikamente und die Art und Weise der konkreten Behandlung zu enthalten habe, folgt der Senat dem nicht.Die Ausf�hrungen in der Entscheidung BGH, NJW 2006, 1277, sind lediglich obiter dicta.
BGH, 23.01.2008 - XII ZB 185/07 Familienrecht - Unterbringung in einer geschlossenen EinrichtungDer Senat hat in den - insoweit tragenden - Gr�nden seines Beschlusses vom 11. Oktober 2000 klargestellt, dass � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB von einem engen Unterbringungsbegriff ausgeht (BGHZ 145, 297, 300 f. = FamRZ 2001, 149; best�tigend Senatsbeschluss BGHZ 166, 141, 147 ff. = FamRZ 2006, 615, 616 ff.).c) Das vorlegende Oberlandesgericht geht demgegen�ber von einem weiten Begriff der mit Freiheitsentziehung verbundenen Unterbringung aus, der sich von dem engen Unterbringungsbegriff, wie ihn der Senat in seinem Beschluss vom 11. Oktober 2000 entwickelt hat (Senatsbeschluss BGHZ 145, 297, 300 f. = FamRZ 2001, 149; best�tigend Senatsbeschluss BGHZ 166, 141, 147 ff. = FamRZ 2006, 615, 616 ff.), unterscheidet und auf die dort genannten Kriterien verzichtet.Wie der Senat dargelegt hat (Senatsbeschl�sse BGHZ 145, 297, 300 ff. = FamRZ 2001, 149 ff. und BGHZ 166, 141, 148 ff. = FamRZ 2006, 615, 616 ff.), darf der Betreuer als gesetzlicher Vertreter des Betroffenen (� 1902 BGB) zwar f�r diesen in medizinische Behandlungen einwilligen, wenn der Betroffene selbst zu einer solchen Einwilligung nicht in der Lage, insbesondere nicht einsichts- oder steuerungsf�hig ist.� 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB kann deshalb sinnvoll nur dahin ausgelegt werden, dass der Betroffene die notwendigen medizinischen Ma�nahmen, in die der Betreuer zu seinem Wohl eingewilligt hat und deretwegen der Betroffene - mit Genehmigung des Vormundschaftsgerichts - vom Betreuer freiheitsentziehend untergebracht werden darf, unabh�ngig von seinem m�glicherweise entgegenstehenden nat�rlichen Willen w�hrend der Unterbringung zu dulden hat (Senatsbeschluss BGHZ 166, 141, 151 ff. = FamRZ 2006, 615, 617 f.).
BVerfG, 23.03.2011 - 2 BvR 882/09 Zwangsbehandlung im Ma�regelvollzugDie Ank�ndigung muss in einer Weise konkretisiert sein, die die Wahrung der Verh�ltnism��igkeit des Eingriffs sichert und eine hierauf gerichtete gerichtliche �berpr�fung erm�glicht (vgl. im betreuungsrechtlichen Zusammenhang BGHZ 166, 141 [153]; LG Kleve, Beschluss vom 12. M�rz 2009 - 4 T 67/09 -, juris; LG Saarbr�cken, Beschluss vom 23. M�rz 2009 - 5 T 100/09 -, juris).
BGH, 20.12.2006 - XII ZB 118/03 Rechtsanw�lte - Aufwendungsersatzanspruch eines BerufsbetreuersAuf der Grundlage dieser Darlegungen hat der Bundesgerichtshof zu pr�fen, ob in der streitigen Rechtsfrage tats�chlich ein Abweichungsfall vorliegt und ob die begehrte Stellungnahme zu der Rechtsfrage f�r die Entscheidung des von dem Oberlandesgericht vorgelegten Falles erheblich ist; erheblich ist nur eine Abweichung im Ergebnis, nicht schon eine Abweichung in der Begr�ndung (Senatsbeschluss BGHZ 166, 141, 144).
LG Stuttgart, 16.02.2012 - 2 T 35/12 Betreuungsverfahren: Anforderungen an die zwangsweise Unterbringung eines …Die Kammer geht mit dem Bundesverfassungsgericht (NJW 2011, 2113) und dem Bundesgerichtshof (NJW 2006, 1277) davon aus, dass die Verabreichung von Medikamenten gegen den ge�u�erten Willen des Betroffenen selbst dann einen schwerwiegenden Eingriff in die Grundrechte des Betroffenen auf Selbstbestimmung und k�rperliche Unversehrtheit darstellt, wenn der Betroffene aufgrund seiner Erkrankung nicht in der Lage ist, seinen Willen frei zu bestimmen.Die bisherige Rechtsprechung des BGH (FamRZ 2006, 615) hat in � 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB letztlich eine Erm�chtigung zur Zwangsbehandlung gesehen." Durch die gesetzliche Vertreterstellung" - so der BGH (NJW 2006, 1277 (1279)) - "wird zwar die Rechtsmacht des Betreuers nach au�en begr�ndet.(BGH, NJW 2006, 1277 (1280), Rdn. 24).Deshalb sei im Rahmen der gerichtlichen Entscheidung �ber die Unterbringung zur Heilbehandlung die dann zwangsweise zu duldende Behandlung so pr�zise wie m�glich anzugeben, weil sich nur aus diesen Angaben der Unterbringungszweck sowie Inhalt, Gegenstand und Ausma� der vom Betreuten zu duldenden Behandlung hinreichend konkret und bestimmbar erg�ben (BGH, NJW 2006, 1277 (1281), Rdn. 27).
LG Freiburg, 16.05.2012 - 4 T 93/12 Zwangsmedikation im Rahmen einer Unterbringung zur HeilbehandlungDies vorausgesetzt, greift auch in der vorliegenden Konstellation der Gesetzesvorbehalt in Art. 2 Abs. 2, 104 Abs. 1 GG ein und es bedarf zur Vornahme von Zwangshandlungen gegen den Widerstand des Betreuten einer Rechtsgrundlage durch ein formelles Gesetz (BGH, Beschluss vom 01.02.2006 - XII ZB 236/05 - zitiert nach Juris Rn. 15).� 1906 Abs. 1 Nr. 2 BGB stellt eine erg�nzende Erm�chtigungsgrundlage dar, die dem Betreuer ausnahmsweise das Recht gibt, nach bereits erfolgter Einwilligung zur Heilbehandlung den entgegenstehenden nat�rlichen Willen des Betroffenen im Rahmen dieser Heilbehandlung w�hrend der Unterbringung tats�chlich durch Zwang zu �berwinden (BGH, Beschluss vom 01.02.2006 - XII ZB 236/05 - zitiert nach juris Rn. 16-24 mwN).Soweit das Bundesverfassungsgericht im Beschluss vom 23.03.2011 - 2 BvR 882/09 -Anforderungen an die materiell-rechtliche Ausgestaltung der Eingriffsnorm stellt, hat der Bundesgerichtshof in der Entscheidung vom 01.02.2006 - XII ZB 236/05 - bereits ausf�hrlich dargelegt, dass diese Voraussetzungen bei verst�ndiger W�rdigung des � 1906 I Nr. 2 BGB vorliegen (…BGH a.a.O. Rn. 23ff).Die Frage, ob der Betreuer seine Zustimmung gegen den Willen des Betroffenen erteilen darf, ist von der Frage, ob nach Zustimmung des Betreuers der entgegenstehende nat�rliche Wille des Betroffenen auch tats�chlich mit Zwang �berwunden werden darf, zu trennen (so bereits BGH, Beschluss vom 01.02.2006 - XII ZB 236/05 - zitiert nach juris Rn. 20).Da die Betroffene jedenfalls derzeit nicht unter unerw�nschten Nebenwirkungen leidet und die begr�ndete Aussicht auf eine Wiederherstellung der psychischen Stabilit�t besteht, steht fest, dass auch bei Ber�cksichtigung einer gewissen "Freiheit zur Krankheit" (BGH, Beschluss vom 01.02.2006 -XII ZB 236/05 - zitiert nach juris Rn. 9f mwN) die Unterbringung der Betroffenen zum Zwecke der Heilbehandlung gegen deren Willen verh�ltnism��ig ist.
BGH, 20.06.2007 - XII ZB 17/04 Familienrecht - Namensf�hrung der geschiedenen t�rkischen Ehefrau
BGH, 05.12.2012 - XII ZB 665/11 Die zwangsweise Heilbehandlung eines Betreuten
BGH, 08.08.2012 - XII ZB 671/11 Familienrecht - Genehmigung einer Unterbringung zur Heilbehandlung
OLG Hamm, 29.04.2008 - 15 Wx 110/08 geschlossene Unterbringung bei Alkoholismus
BGH, 12.09.2012 - XII ZB 543/11 Betreuerverg�tung in Unterbringungssachen
OLG Celle, 10.07.2007 - 17 W 72/07 Betreuung: Gerichtliche Genehmigung einer Zwangsmedikation im Rahmen einer …
BGH, 23.01.2008 - XII ZB 176/07 Begriff des Aufenthalts in einem Heim bei Aufenthalt des Pflegebed�rftigen in …
BGH, 23.06.2010 - XII ZB 118/10 Familienrecht - Anforderungen an Unterbringung nach � 1906 BGB
LG Kleve, 12.03.2009 - 4 T 67/09 LG Aachen, 06.06.2006 - 3 T 211/06 Genehmigung, Zwangsmedikation, Zwangsbehandlung
LG Kleve, 17.07.2008 - 4 T 181/08 LG Berlin, 21.05.2012 - 83 T 163/12 Zul�ssigkeit einer betreuungsrechtlichen Unterbringung zur Zwangsbehandlung
BGH, 09.11.2006 - V ZB 66/06 Verfahrensrecht - Vorlage des OLG:BGH pr�ft, ob es dieselbe Rechtsfrage betrifft
BGH, 28.12.2009 - XII ZB 225/09 Sozialrecht - Unterbringung eines Betreuten bei Heilbehandlung
AG Frankfurt/Main, 29.02.2012 - 49 XVII HOF 399/12 Betreuungsverfahren: Betreuerbestellung f�r die Zwangsmedikation einer …
BVerfG, 22.06.2009 - 2 BvR 882/09 Verfassungsm��igkeit der Anordnung einer Zwangsbehandlung mit Neuroleptika im …
AG Siegen, 28.09.2007 - 33 XVII B 710 Patientenverf�gung, Betreuer, Abbruch lebenserhaltender Ma�nahmen, PEG-Sonde, …
OLG Bremen, 08.11.2006 - 4 W 30/06 Voraussetzungen der gerichtlichen Genehmigung einer Unterbringung
OLG Celle, 10.07.2007 - 17 W 74/07 Zwangsbehandlung, Sachverst�ndiger, Amtsermittlung
OLG Celle, 10.07.2007 - 17 W 73/07 Zwangsbehandlung, Sachverst�ndiger, Amtsermittlung
KG, 19.11.2009 - 1 W 225/09 Mietrecht - Betreuung der Mieterin bei Wahrnehmung der Wohnungsangelegenheiten
LG Bremen, 10.05.2012 - 5 T 101/12 Unterbringung; Zwangsbehandlung; konkrete Normenkontrolle
KG, 31.10.2006 - 1 W 448/04 Betreuung: Erforderlichkeit der Bestellung eines Betreuers bei Vorliegen einer …
LG Saarbr�cken, 23.03.2009 - 5 T 100/09 Anforderungen an die vormundschaftsgerichtliche Genehmigung einer Heilbehandlung
OLG Hamm, 09.12.2008 - 15 Wx 283/08 Anforderungen an die Untersuchung des Betroffenen durch den Sachverst�ndigen; …
OLG M�nchen, 07.04.2009 - 33 Wx 37/09 Zwangsbehandlung: (Un-)Zul�ssigkeit einer Zwangsmedikation bei einem auf Grund …
LG Kiel, 02.07.2012 - 3 T 188/12 OLG K�ln, 26.04.2006 - 16 Wx 91/06 Voraussetzungen f�r die Genehmigung einer Zwangsbehandlung des Betreuten
OLG K�ln, 29.06.2006 - 16 Wx 141/06 Betreuungsrecht - Zwangsbehandlung einwilligungsunf�higer Betroffener
LG Verden, 24.08.2010 - 1 T 122/10 Unterbringung des Betroffenen in geschlossener Einrichtung und Zwangsmedikation …
OLG Stuttgart, 10.02.2009 - 8 W 22/09 FGG-Verfahren: (Un-)Statthaftigkeit einer nicht zugelassenen sofortigen weiteren …
OLG Rostock, 23.10.2009 - 6 W 33/09 1. Es ist nicht Aufgabe des Staates, seine B�rger zu hindern, sich gesundheitlich …
KG, 29.08.2007 - 2 Ws 66/07 Unterbringung: Zustimmung des Betreuers zu einer psychopharmakologischen …
KG, 31.10.2006 - 1 W 449/04 LG Darmstadt, 19.12.2011 - 5 T 646/11 Zwangsbehandlung bei Unterbringung nach dem HFEG
AG Ludwigsburg, 30.01.2012 - 8 XVII 58/12 Betreuungsrecht: Anforderungen an die gerichtliche Genehmigung einer …
AG Ludwigsburg, 18.05.2011 - 8 XVII 257/11 Betreuungsverfahren: Gerichtliche Genehmigungsf�higkeit einer Einwilligung des …