Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl.%20II%202014,%20781
Timestamp: 2020-01-21 19:49:56
Document Index: 33193113

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 32', '§ 255', '§ 17', '§ 32', '§ 255', '§ 17', '§ 32', '§ 255', '§ 17', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 32']

BFH, 06.05.2014 - IX R 44/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,19469
BFH, 06.05.2014 - IX R 44/13 (https://dejure.org/2014,19469)
BFH, Entscheidung vom 06.05.2014 - IX R 44/13 (https://dejure.org/2014,19469)
BFH, Entscheidung vom 06. Mai 2014 - IX R 44/13 (https://dejure.org/2014,19469)
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§ 17 Abs 1 EStG 2005, § 17 Abs 2 EStG 2005, § 17 Abs 4 EStG 2005, § 32a GmbHG, § 255 Abs 1 S 2 HGB
EStG § 17 Abs. 1, 2, 4; GmbHG a.F. § 32a; HGB § 255 Abs. 1 S. 2
Einordnung des Ausfalls eines Darlehensrückforderungsanspruchs eines Gesellschafters als nachträgliche Anschaffungskosten
Nachträgliche Anschaffungskosten durch insolvenzbedingten Ausfall der Finanzierungshilfe eines Gesellschafters bei Verzicht auf insolvenzrechtliche Privilegierung als Kleinanleger
Ausfall eines Darlehensrückforderungsanspruchs eines Gesellschafters kann zu nachträglichen Anschaffungskosten der Beteiligung führen
Gesellschafterdarlehen im Insolvenzfall als Eigenkapitalersatz
EStG § 17 Abs. 1, 2 und 3; GmbHG a. F. § 32a; HGB § 255 Abs. 1 Satz 2
Nachträgliche Anschaffungskosten bei Verzicht auf das Kleinanlegerprivileg
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 06.05.2014, Az.: IX R 44/13 (Nachträgliche Anschaffungskosten bei Verzicht auf Kleinanlegerprivileg)" von StB/RA/FAStR Dr. Florian Kleinmanns, original erschienen in: BB 2014, 2096 - 2098.
BFHE 245, 511
ZIP 2014, 1587
BB 2014, 2096
DB 2014, 1779
BStBl II 2014, 781
§ 17 EStG, § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG, § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 EStG, § 20 Abs. 2 Nr. …
Der BFH habe mit Urteil vom 06.05.2014 - IX R 44/13 im Übrigen die Finanzierungshilfen eines nicht geschäftsführenden und nicht unternehmerisch an der Gesellschaft beteiligten Gesellschafters als nachträgliche Anschaffungskosten anerkannt.
Das BFH Urteil vom 20.08.2013 (IX R 43/12) sei durch das Urteil vom 06.05.2014 (IX R 44/13) überholt.
Soweit der BFH mit Urteil vom 06.05.2014 (IX R 44/13, BStBl. II 2014, 781) entschieden hat, dass für einen nichtunternehmerischen Gesellschafter als Darlehensgeber, der mit der Gesellschaft vereinbart hat, dass das Darlehen als Eigenkapital behandelt werden soll und sich die Beteiligten im Insolvenzfall auch an diese Absprache gehalten haben, die 10% - Grenze nicht gelten soll, können diese Grundsätze auf den Streitfall schon deswegen nicht übertragen werden, weil hier eine entsprechende Abrede im Darlehensvertrag fehlt.
Die Grundsätze aus dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 6. Mai 2014 IX R 44/13 (BFHE 245, 511, BStBl II 2014, 781) seien auf den Streitfall nicht übertragbar.
Zu den nachträglichen Anschaffungskosten einer Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft zählen neben - verdeckten - Einlagen auch nachträgliche Aufwendungen auf die Beteiligung, wenn sie durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst sind und weder Werbungskosten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen noch Veräußerungs- oder Auflösungskosten sind und entsprechende Forderungen und Rückgriffsansprüche gegen die Gesellschaft wertlos sind (vgl. BFH-Urteil vom 06.05.2014 IX R 44/13, BStBl. II 2014, 781).
Dies ist der Fall, wenn die zur Aufnahme der Geschäfte notwendige Finanzausstattung der Gesellschaft durch eine Kombination von Eigen- und Fremdkapital erreicht werden soll und die Maßnahme von vorneherein als Krisenfinanzierung angelegt ist, der Gesellschafter sich also verpflichtet, das Darlehen oder die anderweitige Finanzierungshilfe auch in der Krise der Gesellschaft stehen zu lassen (vgl. BFH-Urteil vom 06.05.2014 IX R 44/13, BStBl. II 2014, 781).
Das - objektive - Nettoprinzip wird dabei durch den Grundsatz eingeschränkt, dass Verluste in der Privatsphäre des Steuerpflichtigen einkommensteuerrechtlich nicht berücksichtigt werden (…vgl. BFH-Urteile vom 20.08.2013 IX R 43/12, BFH/NV 2013, 1783 und vom 06.05.2014 IX R 44/13, BStBl. II 2014, 781).
Und ebenso hat der BFH nachträgliche Anschaffungskosten angenommen bei einem darlehensgebenden Gesellschafter, der auf sein Kleinanlegerprivileg nach § 32a Abs. 3 Satz 2 GmbHG a.F. verzichtet und mit seinen Darlehensrückforderungsansprüchen ausfällt (vgl. Urteil vom 06.05.2014 IX R 44/13, BStBl. II 2014, 781).