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Timestamp: 2020-07-09 18:27:17
Document Index: 51714967

Matched Legal Cases: ['Art. 33', 'Art. 6', 'Art. 10', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 14', 'Art. 22', 'Art. 19', 'Art. 18']

AFRIKANISCHE UNION - Information
Afrikanische Union Information
Englische Bezeichnung African Union
Französische Bezeichnung Union africaine
Sitz der Organe Addis Abeba,
Athiopien Äthiopien (Hauptsitz)
Sudafrika Südafrika ( Parlament)
Vorsitz Sudafrika Cyril Ramaphosa
(jährlich wechselnd)
Generalsekretär Tschad Moussa Faki (Vorsitzender der Kommission)
jede andere afrikanische Sprache [1]
Fläche 29.177.755 km²
Einwohnerzahl 1,1 Milliarden (2014) [2]
Bevölkerungsdichte 38,9 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt 1.971 Mrd. US-Dollar
(2013, Schätzung, nominal)
2.538 Mrd. US-Dollar
(2008, KKS)
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 1.503 US-Dollar
(2008, nominal)
2.622 US-Dollar
unterschiedliche Währungen, Einheitswährung Afro geplant
Zeitzone UTC−1 bis UTC+4
Afrikanischer Gerichtshof für Menschen­rechte und die Rechte der Völker (ACHPR)
Afrikanische Friedens- und Sicherheits­architektur (APSA)
AU-Kommission (AUC)
AU-Sicherheitsrat (PSC)
AU-Vertretungs­ausschuss (PRC)
AU-Wirtschafts-, Sozial- und Kulturrat (ECOSOCC)
AU-Wasser­ministerrat (AMCOW)
Afrikanische Zentralbank (ACB)
Afrikanischer Währungsfonds (AMF)
Afrikanische Investi­tionsbank (AIB)
Die Afrikanische Union ( arabisch الاتحاد الأفريقي, DMG al-Ittiḥād al-Ifrīqī, englisch African Union, französisch Union africaine, portugiesisch União Africana, spanisch Unión Africana, Swahili Umoja wa Afrika) [3] ist eine Internationale Organisation, die 2002 die Nachfolge der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) angetreten hat und sich für Kooperation auf allen Gebieten einsetzen soll. Sie ist ein Zusammenschluss von anfangs 53 afrikanischen Staaten ( Westsahara ist Mitglied der Afrikanischen Union, sein völkerrechtlicher Status allerdings umstritten).
Der Hauptsitz der Organisation befindet sich im äthiopischen Addis Abeba, das Panafrikanische Parlament im südafrikanischen Midrand. Mitgliedstaaten der AU sind alle international allgemein anerkannten afrikanischen Staaten, einschließlich Westsaharas. Marokko wurde am 30. Januar 2017 nach 33 Jahren Abwesenheit wieder in die Organisation aufgenommen. [4]
2 Organe und Organisationen
2.2 Statistikarbeiten
3 Mitglieder der AU
3.1 Suspendierte Mitglieder
3.2 Mitgliedschaftsanträge
4 Weitere Kennzahlen
6 Präsidenten der Afrikanischen Union
7 Kommission der Afrikanischen Union
Farbe entspricht dem jeweiligen Beitrittsjahr zur OAU, der Vorgängerorganisation der AU, bzw. zur AU
Die Organisation wurde durch die förmliche Verabschiedung einer Gründungsabsichtserklärung auf der 4. OAU-Sondersitzung am 9. September 1999 im libyschen Sirte geschaffen. Das diesem Beschluss zugrundeliegende Dokument wird Sirte-Deklaration genannt. [5] In Lomé ( Togo) beschlossen die Vertreter des 36. turnusgemäßen Gipfeltreffens am 11. Juli 2000 das Gründungsstatut (Constitutive Act of the African Union) der Afrikanischen Union. [6]
Der Maßnahmeplan des Übergangs zur neuen Organisation, definiert für den Zeitraum vom 11. Juli 2001 bis zum 10. Juli 2002, war ein Beschluss des Gipfeltreffens vom Juli 2001 in Lusaka ( Sambia). [7] Mit dem gemeinsamen Gipfeltreffen (First Ordinary Session of the Assembly of Heads of State and Government of the AU) der Staatsoberhäupter in der Afrikanischen Union und der Afrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft zwischen dem 9. und 11. Juli 2002 im südafrikanischen Durban nahm die Afrikanische Union ihre reguläre Arbeit auf. [8] [6]
Die Afrikanische Union löste nach Willen der Unterzeichnerstaaten die Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) ab und wurde mit mehr Kompetenzen als diese ausgestattet. Die Verträge, die die Auflösung der am 25. Mai 1963 gegründeten OAU beinhalten, waren zuvor schon von 45 der 54 Staaten ratifiziert worden. Marokko, das wegen des Konfliktes um die Demokratische Arabische Republik Sahara 1984 aus der Vorgängerorganisation OAU ausgetreten war, ist nach drei Jahrzehnten im Januar 2017 als Mitglied in die Afrikanische Union aufgenommen worden.
Die Initiative zur Gründung der neuen Afrikanischen Union geht auf den libyschen Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi zurück. Er war vehement für die Idee einer Union eingetreten und hatte mit großem finanziellen Aufwand bei den afrikanischen Staatschefs dafür geworben. Der Gründungsvertrag der Afrikanischen Union (Constitutive Act) orientiert sich vor allem am Vorbild der Europäischen Union (EU). [9] Weitere Gründungsakte enthalten unter anderem Erklärungen zur Achtung der Menschenrechte und zur Souveränität der Mitgliedstaaten, aber auch einen Absatz zum Eingreifen der Union in Mitgliedstaaten unter bestimmten Voraussetzungen. Artikel 30 des Gründungsvertrags knüpft an die innerstaatliche Legitimität der Staatsgewalt der Mitgliedstaaten an. Demnach sollen Regierungen, die verfassungswidrig an die Macht gekommen sind, von der Teilnahme an Aktivitäten der Afrikanischen Union ausgeschlossen werden. Gemäß Art. 33 Abs. 1 des Gründungsvertrags ging zudem die Afrikanische Wirtschaftsgemeinschaft in der AU auf.
Barack Obama sprach am 28. Juli 2015 als erster US-Präsident vor der Afrikanischen Union in Addis Abeba. [10]
Organe und Organisationen
Die Organe der Union sind in Artikel 5 der Gründungsakte aufgezählt und werden in weiteren Artikeln näher bestimmt. Neben den ausdrücklich genannten Organen – Unionsversammlung als oberstes Organ (Art. 6 ff.), Exekutivrat (Art. 10 ff.), Panafrikanisches Parlament (Art. 17), Gerichtshof (Art. 18), Kommission (Art. 20), ständiger Vertretungsausschuss (Art. 21), sieben spezielle Ausschüsse für Technik (Art. 14 f.), Wirtschafts-, Sozial- und Kulturrat (Art. 22) sowie die drei Finanzinstitutionen Afrikanische Zentralbank, Afrikanischer Währungsfonds und Afrikanische Investmentbank (Art. 19) – wird der Generalversammlung die Errichtung weiterer Organe vorbehalten.
Ergänzend gelten die Bestimmungen des Vertrages zur Gründung der Afrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft, so etwa Art. 18 in Bezug auf den Gerichtshof.
Der erste Vorsitzende der Kommission der Afrikanischen Union, der bisherige Generalsekretär der OAU und frühere Außenminister der Elfenbeinküste Amara Essy, wurde bei dem Gipfeltreffen in Lusaka (Sambia) in sein Amt gewählt.
Im Februar 2003 einigte sich die AU auf die Errichtung einer African Standby Force (ASF) und einen AU-Sicherheitsrat nach Vorbild der Vereinten Nationen mit Interventionsrecht, welcher am 25. Mai 2004 offiziell eingerichtet wurde. 2008 kam die ASF auf den Komoren zum Einsatz.
Im März 2004 wurde die erste Sitzung des Panafrikanischen Parlaments innerhalb der AU feierlich eröffnet. Erste Parlamentspräsidentin ist Gertrude Mongella aus Tansania. Das AU-Parlament hat beratende Funktion und hat seinen Sitz in der südafrikanischen Stadt Midrand, wo am 16. September 2004 die erste Arbeitssitzung stattfand.
Seit Dezember 2004 engagierte sich die AU drei Jahre lang mit der friedensüberwachenden Mission AMIS bzw. seit Dezember 2007 mit der UNAMID (gemeinsam mit den Vereinten Nationen) in der Krisenregion Darfur im Sudan.
Das wirtschaftliche Entwicklungsprogramm wird in der AU über die NEPAD geleitet. Die Afrikanische Union nutzt das Programm African Peer Review Mechanism zur gegenseitigen Evaluation der Qualität des Regierungshandelns.
Für die Energiewirtschaft wurde die Afrikanische Energiekommission gegründet.
Zur gemeinsam koordinierten Vorbeugung und Bekämpfung von Epidemien in Afrika gründete die AU 2016 die Africa Centres for Disease Control and Prevention (Africa CDC) mit ihren aktuell fünf regionalen Zentren auf dem Kontinent. [11]
Das African Statistical Yearbook (deutsch etwa: „Statistisches Jahrbuch Afrikas“) führt Statistikdaten aus den Mitgliedsländern der Afrikanischen Union auf. Es ist ein unter Leitung des African Statistical Coordination Committee (ASCC) erstelltes Produkt. Die darin enthaltenen Statistikdaten sind das Resultat der Zusammenarbeit zwischen der Development Bank Group (AfDB), der African Union Commission (AUC) und der United Nations Economic Commission for Africa (ECA). Die zentrale Koordinierung liegt beim African Centre for Statistics der Vereinten Nationen. Die Herstellung des Jahrbuchs erfolgt am Sitz der AU in Addis Abeba unter Herausgeberschaft der ECA. [12] [13] In eigener Herausgeberschaft der AU erschien 2017 erstmals ein Labour Migration Statics Report (deutsch etwa: „Statistikbericht der Arbeitsmigration“). [14]
Mitglieder der AU
Mitgliedschaften der einzelnen Staaten
Durch die europäisch- koloniale Vergangenheit Afrikas werden in den meisten Mitgliedstaaten neben den traditionell verwendeten auch eine oder mehrere europäische Verkehrssprachen verwendet. Am verbreitetsten sind diesbezüglich Französisch (vor allem im Norden und Westen) und Englisch (vor allem im Osten und Süden), die auch als Arbeitssprachen der AU fungieren. Die größte Volkswirtschaft Afrikas ist Südafrika, die zusammen mit denen Nigerias, Ägyptens, Algeriens und Marokkos knapp zwei Drittel des gesamten AU- Bruttoinlandsprodukts (Bruttoregionalprodukt) generiert. Die Bevölkerungen der Mitgliedsländer sind in ihrer Größe sehr unterschiedlich. Nigeria besitzt den höchsten Anteil an ihrer Gesamtzahl, gefolgt von Äthiopien, Ägypten, Demokratische Republik Kongo und Südafrika. Bis 2025 werden voraussichtlich 1,5 Mrd. Menschen auf dem Kontinent leben und bis 2050 fast doppelt so viele. Die Lebenserwartung lag 2013 bei nur 59 Jahren und ist damit im globalen Vergleich sehr niedrig. Dementsprechend war der Anteil der über 60-Jährigen mit 4 % gering, wohingegen 41 % der Bevölkerung zu den unter 15-Jährigen zählten. [15]
BIP (Mio. USD; 2016) [16]
(zu OAU oder AU) [17]
(2017)a [18]
Afrikanische Union Addis Abeba 1.255.134.369 100 30.093.154 100 2.365.243 (2018) Arabisch, Englisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch, Swahili, jede andere afrikanische Sprache –
Agypten Ägypten Kairo 97.553.151 7,77 1.001.449 3,33 266.653 Arabisch 75982168825♠25. Mai 1963
Algerien Algerien Algier 41.318.142 3,29 2.381.741 7,91 153.515 Arabisch, Kabylisch 75982168825♠25. Mai 1963
Angola Angola Luanda 29.784.193 2,37 1.246.700 4,14 108.746 Portugiesisch 76436316875♠11. Feb. 1975
Äquatorialguinea Äquatorialguinea Malabo 1.267.689 0,10 28.051 0,09 10.680 Portugiesisch, Spanisch, Französisch 76189335500♠12. Okt. 1968
Athiopien Äthiopien Addis Abeba 104.957.438 8,35 1.127.127 3,75 65.691 Amharisch 75982168825♠25. Mai 1963
Benin Benin Porto-Novo 11.175.692 0,89 112.620 0,37 8.025 Französisch 75982168825♠25. Mai 1963
Botswana Botswana Gaborone 2.291.661 0,18 582.000 1,93 14.176 Englisch, Setswana 76113706175♠31. Okt. 1966
Burkina Faso Burkina Faso Ouagadougou 19.193.382 1,53 274.200 0,91 10.668 Französisch 75982168825♠25. Mai 1963
Burundi Burundi Bujumbura 10.864.245 0,86 27.834 0,09 2.732 Englisch, Französisch, Kirundi 75982168825♠25. Mai 1963
Dschibuti Dschibuti Dschibuti 956.985 0,08 23.200 0,08 1.710 Arabisch, Französisch 76527109275♠27. Juni 1977
Elfenbeinküste Elfenbeinküste Yamoussoukro 24.294.750 1,93 322.461 1,07 33.031 Französisch 75982168825♠25. Mai 1963
Eritrea Eritrea Asmara 5.068.831 0,40 121.144 0,40 5.235 Arabisch, Tigrinya 77143027800♠24. Mai 1993
Swasiland Swasiland Mbabane 1.367.254 0,11 17.363 0,06 3.813 Englisch, Siswati 76187475000♠24. Sep. 1968
Gabun Gabun Libreville 2.025.137 0,16 267.667 0,89 13.149 Französisch 75982168825♠25. Mai 1963
Gambia Gambia Banjul 2.100.568 0,17 11.295 0,04 934 Englisch 76052123625♠09. Mär. 1965
Ghana Ghana Accra 28.833.629 2,30 238.537 0,79 40.012 Englisch 75982168825♠25. Mai 1963
Guinea-a Guinea Conakry 12.717.176 1,01 245.857 0,82 6.395 Französisch 75982168825♠25. Mai 1963
Guinea-Bissau Guinea-Bissau Bissau 1.861.283 0,15 36.125 0,12 1.103 Portugiesisch 76386455475♠19. Nov. 1973
Kamerun Kamerun Yaoundé 24.053.727 1,91 475.442 1,58 29.639 Englisch, Französisch 75982168825♠25. Mai 1963
Kap Verde Kap Verde Praia 546.388 0,04 4.033 0,01 1.403 Portugiesisch 76451852050♠18. Juli 1975
Kenia Kenia Nairobi 49.699.862 3,97 582.646 1,94 66.596 Englisch, Swahili 76001890125♠13. Dez. 1963
Komoren Komoren Moroni 813.912 0,06 1.862 0,01 1.129 Arabisch, Französisch, Komorisch 76451852050♠18. Juli 1975
Kongo Demokratische Republik Demokratische Republik Kongo Kinshasa 81.339.988 6,47 2.345.410 7,79 37.675 Französisch 75982168825♠25. Mai 1963
Kongo Republik Republik Kongo Brazzaville 5.260.750 0,42 342.000 1,14 7.505 Französisch 75982168825♠25. Mai 1963
Lesotho Lesotho Maseru 2.233.339 0,18 30.355 0,10 2.020 Englisch, Sesotho 76113706175♠31. Okt. 1966
Liberia Liberia Monrovia 4.731.906 0,38 111.370 0,37 2.999 Englisch 75982168825♠25. Mai 1963
Libyen Libyen Tripolis 6.374.616 0,51 1.775.500 5,90 40.209 Arabisch 75982168825♠25. Mai 1963
Madagaskar Madagaskar Antananarivo 25.570.895 2,03 587.041 1,95 10.517 Französisch, Malagasy 75982168825♠25. Mai 1963
Malawi Malawi Lilongwe 18.622.104 1,48 118.480 0,39 4.780 Chichewa, Englisch 76025704525♠13. Juli 1964
Mali Mali Bamako 18.541.980 1,48 1.240.192 4,12 12.942 Französisch 75982168825♠25. Mai 1963
Marokko Marokko Rabat 35.739.580 2,84 446.550 1,48 91.358 Arabisch, Marokkanisches Tamazight 75982168825♠25. Mai 1963/
78060533375♠31. Jan. 2017
Mauretanien Mauretanien Nouakchott 4.420.184 0,35 1.030.700 3,43 4.292 Arabisch 75982168825♠25. Mai 1963
Mauritius Mauritius Port Louis 1.265.138 0,10 2.040 0,01 10.841 Englisch 76182265600♠ Aug. 1968
Mosambik Mosambik Maputo 29.668.834 2,36 801.590 2,66 10.214 Portugiesisch 76451852050♠18. Juli 1975
Namibia Namibia Windhoek 2.533.794 0,20 824.292 2,74 10.177 Englisch 77027676800♠ Juni 1990
Niger Niger Niamey 21.477.348 1,71 1.267.000 4,21 7.096 Französisch 75982168825♠25. Mai 1963
Nigeria Nigeria Abuja 190.886.311 15,20 923.768 3,07 400.365 Englisch 75982168825♠25. Mai 1963
Ruanda Ruanda Kigali 12.208.407 0,97 26.338 0,09 7.876 Englisch, Französisch, Kinyarwanda, Swahili 75982168825♠25. Mai 1963
Sambia Sambia Lusaka 17.094.130 1,36 752.614 2,50 20.090 Englisch 76040867600♠16. Dez. 1964
Sao Tome und Principe São Tomé und Príncipe São Tomé 204.327 0,01 1.001 0,00 334 Portugiesisch 76451852050♠18. Juli 1975
Senegal Senegal Dakar 15.850.567 1,26 197.722 0,66 12.725 Französisch 75982168825♠25. Mai 1963
Seychellen Seychellen Victoria 94.737 0,01 455 0,00 1.196 Englisch, Französisch, Seychellenkreol 76488596925♠29. Juni 1976
Sierra Leone Sierra Leone Freetown 7.557.212 0,60 71.740 0,24 3.568 Englisch 75982168825♠25. Mai 1963
Simbabwe Simbabwe Harare 16.529.904 1,32 390.757 1,30 14.263 Chewa, Chibarwe, Englisch, Kalanga, Khoisan, Nambya, Ndau, Nord-Ndebele, Shangani, Sotho, Shona, Tonga, Tswana, Venda, Xhosa 76642367250♠18. Juni 1980
Somalia Somaliac Mogadischu 14.742.523 1,17 637.657 2,12 1.158 Arabisch, Somali 75982168825♠25. Mai 1963
Sudafrika Südafrika Pretoria
Bloemfontein 56.717.156 4,52 1.219.912 4,05 263.648 Afrikaans, Englisch, Süd-Ndebele, isiXhosa, isiZulu, Nord-Sotho, Sesotho, Setswana, Siswati, Tshivenda, Xitsonga 77183028550♠06. Juni 1994
Sudan Sudan Khartum 40.533.330 3,23 1.886.068 6,26 83.004 Arabisch, Englisch 75982168825♠25. Mai 1963
Sudsudan Südsudan Juba 12.575.714 1,00 619.745 2,06 6.444 Englisch 77845831675♠27. Juli 2011
Tansania Tansania Dodoma 57.310.019 4,57 945.087 3,14 45.548 Englisch, Swahili 75982168825♠25. Mai 1963
Togo Togo Lomé 7.797.694 0,62 56.785 0,19 3.880 Französisch 75982168825♠25. Mai 1963
Tschad Tschad N’Djamena 14.899.994 1,19 1.284.000 4,27 10.418 Arabisch, Französisch 75982168825♠25. Mai 1963
Tunesien Tunesien Tunis 11.532.127 0,92 163.610 0,54 38.955 Arabisch 75982168825♠25. Mai 1963
Uganda Uganda Kampala 42.862.958 3,42 241.040 0,80 23.294 Englisch, Swahili 75982168825♠25. Mai 1963
Westsahara Westsaharad El Aaiún (de jure) 552.628 0,04 266.000 0,9 – Arabisch, Spanisch 76708228950♠22. Feb. 1982
Zentralafrikanische Republik Zentralafrikanische Republik Bangui 4.659.080 0,37 622.984 2,07 1.780 Französisch, Sango 75982168825♠25. Mai 1963
b Anteil am BIP von 2009.
c Aufgrund des anhaltenden Bürgerkrieges sind Daten aus Somalia grob geschätzt (mit Ausnahme des BIP).
d Anders als die AU als Ganzes erkennen die meisten Mitgliedstaaten die Republik nicht an (nur 19 AU-Staaten erkennen sie an, 17 weitere haben eine frühere Anerkennung zurückgezogen).
Das von einer Exilregierung in Algerien beanspruchte Staatsgebiet steht fast vollständig unter der Kontrolle Marokkos.
Suspendierte Mitglieder
Aufgrund des Militärputsches in Mauretanien wurde dieser Mitgliedstaat am 5. August 2005 „bis zur Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung“ vorübergehend aus der AU ausgeschlossen, 2007 aber zunächst rehabilitiert. Nach einem weiteren Militärputsch am 6. August 2008 beschloss die AU, erneut Vorbereitungen für die Suspendierung der Mitgliedschaft des Landes zu treffen.
Im Dezember 2008 wurde auch Guineas Mitgliedschaft wegen eines Militärputsches suspendiert. Diese Suspendierung wurde im Dezember 2010 aufgehoben, da das Land wieder zur verfassungsmäßigen Ordnung zurückgekehrt sei. [19]
Madagaskar wurde nach dem Umsturz 2009 suspendiert. [20] Die Afrikanische Union nahm Madagaskar nach neuen Wahlen am 28. Januar 2014 wieder als vollwertiges Mitglied auf. [21]
Im November 2009 berief Eritrea seinen Botschafter bei der AU ab. Im Mai desselben Jahres hatte die AU Sanktionen gegen Eritrea wegen dessen Unterstützung für Islamisten in Somalia gefordert. [22] [23]
Am 20. Februar 2010 wurde Niger wegen des Militärputsches suspendiert. [24] Nach der Durchführung von Parlamentswahlen und der Wahl von Mahamadou Issoufou zum neuen Präsidenten Anfang 2011 hob die AU die Suspendierung im März 2011 wieder auf. [25]
Nach den Präsidentschaftswahlen in der Elfenbeinküste 2010 wurde die Mitgliedschaft der Elfenbeinküste ausgesetzt, solange Laurent Gbagbo die Präsidentschaft nicht an Alassane Ouattara übergäbe. [26] Dies erfolgte am 21. Mai 2011.
Wegen des malischen Staatsstreichs 2012 wurde Mali für einige Monate suspendiert.
Nach dem Putsch am 24. März 2013 wurde die Zentralafrikanische Republik am 25. März suspendiert. [27] Im April 2016 wurde die Suspendierung wieder aufgehoben. [28]
Nach einem Militärputsch wurde Ägypten im Juli 2013 suspendiert. [29] 2014, im Anschluss an die ersten allgemeinen Wahlen nach dem Putsch, wurde die Suspendierung wieder aufgehoben. [30]
Am 6. Juni 2019 wurde der Sudan suspendiert, da Paramilitärs im Zuge des dortigen Machtwechsels zahlreiche Bürger getötet hatte, die für einen demokratischen Wandel demonstriert hatten. [31] Genau drei Monate später wurde der Sudan nach Bildung einer Übergangsregierung wieder aufgenommen. [32]
Marokko Marokko trat 1984 wegen des Westsaharakonflikts aus der OAU aus. Am 22. September 2016 wurde ein offizieller Aufnahmeantrag bei der AU gestellt. [33] Am 30. Januar 2017 wurde das Land in die AU aufgenommen. [4]
Somaliland Somaliland, das sich 1991 von Somalia ohne internationale Anerkennung für unabhängig erklärte, hat 2005 einen Mitgliedschaftsantrag gestellt, der zunächst nicht bearbeitet wurde. [34]
Aufgrund der großen Mitgliedschaftszahl der AU werden einige Daten regional aufgelistet (räumliche Definitionen können je nach Quelle variieren, Marokko mitinbegriffen): [35]
in Tsd. [36]
Nordafrika 234 2,2 % 69 −2 139 t 78.814 ha
Ostafrika 422 2,7 % 60 0 17 t 73.197 ha
Südliches Afrika 65 1,0 % 59 3 128 t 194.320 ha
Westafrika 372 2,7 % 55 1 33 t 73.234 ha
Zentralafrika 163 3,0 % 52 −2 14 t 254.854 ha
674.419 ha
Ein dauerhafter Wandel hin zu demokratischer Stabilität wird in einigen Ländern durch bewaffnete Konflikte, politische, religiöse und ethnische Spannungen, Grenzstreitigkeiten und instabile staatliche Strukturen gefährdet. Auch Korruption, Kapitalflucht, Staatsverschuldung, Abhängigkeit von globalen Rohstoffmärkten, internationaler Raubbau an natürlichen Rohstoffvorkommen, Abwanderung qualifizierter Fachkräfte und ungerechte Regelungen des Welthandels verlangsamen Fortschritte in den Bereichen Staat, Gesellschaft und Wirtschaft. Darüber hinaus leben fast 40 Prozent der Bevölkerung noch immer ohne ausreichende Wasserversorgung, knapp 70 Prozent ohne angemessene Sanitärversorgung.
Dennoch hat der Kontinent im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts die längste Wachstumsperiode seit den 1960er Jahren erlebt. Die durchschnittliche Wachstumsrate lag bei fast sechs Prozent, mehrere afrikanische Länder zählten zu den weltweit am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften. Auch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise erwirkte nur eine kurzfristige Abschwächung des Wachstums in Subsahara-Afrika. Nach Angaben der Weltbank lag es im Jahr 2010 bei 5,1 %. [37] Für das Jahr 2018 wies die Weltbank ein Wachstum von 2,8 % aus. [38] Damit lag das Wirtschaftswachstum des Subsahara-Raumes über dem kontinentalen Bevölkerungswachstum, welches im selben Jahr 2,7 Prozent betrug. [39]
Eine weitere Aufgabenstellung sind die mangelnde medizinische Versorgung vieler ländlicher Bereiche Afrikas und die gravierenden Auswirkungen der Immunschwächekrankheit AIDS sowie weiterer Infektionskrankheiten wie Malaria, Tuberkulose und Ebola. Verschärft wird dieses Problem durch Wegzug ausgebildeter Ärzte aus einzelnen Regionen in entwickelte Länder. So ist die Zahl behandelnder Ärzte für dringende Bedarfsfälle – wie bei der Ebola-Epidemie ab 2014 – sehr gering. [40]
Muammar al-Gaddafi (rechts), führender Initiator der AU, zusammen mit Jakaya Kikwete (links) auf dem 12. AU-Gipfeltreffen (2009)
Juli 2002 – Juli 2003 Thabo Mbeki Sudafrika Südafrika
Juli 2003 – Juli 2004 Joaquim Alberto Chissano Mosambik Mosambik
Juli 2004 – Jan. 2006 Olusegun Obasanjo Nigeria Nigeria
Jan. 2006 – Jan. 2007 Denis Sassou-Nguesso Kongo Republik Republik Kongo
Jan. 2007 – Feb. 2008 John Agyekum Kufuor Ghana Ghana
Feb. 2008 – Jan. 2009 Jakaya Kikwete Tansania Tansania
Feb. 2009 – Jan. 2010 Muammar al-Gaddafi Politisches System der Libysch-Arabischen Dschamahirija Libyen
Jan. 2010 – Jan. 2011 Bingu wa Mutharika Malawi Malawi
Jan. 2011 – Jan. 2012 Teodoro Obiang Nguema Mbasogo Äquatorialguinea Äquatorialguinea
Jan. 2012 – Jan. 2013 Boni Yayi Benin Benin
Jan. 2013 – Jan. 2014 Hailemariam Desalegn Athiopien Äthiopien
Jan. 2014 – Jan. 2015 Mohamed Ould Abdel Aziz Mauretanien Mauretanien
Jan. 2015 – Jan. 2016 Robert Mugabe Simbabwe Simbabwe
Jan. 2016 – Jan. 2017 Idriss Déby Tschad Tschad
Jan. 2017 – Jan. 2018 Alpha Condé Guinea-a Guinea
Jan. 2018 – Feb. 2019 Paul Kagame Ruanda Ruanda
Feb. 2019 – Feb. 2020 Abd al-Fattah as-Sisi Agypten Ägypten
seit 9. Februar 2020 Cyril Ramaphosa Sudafrika Südafrika
Die Kommission übernimmt exekutive Aufgaben. Sie besteht aus acht Kommissaren, einem Vorsitzenden und einem stellvertretenden Vorsitzenden. [41]
Mitglieder der Kommission mit Stand von Oktober 2018 [42]
Vorsitzender Moussa Faki Tschad Tschad
Stellvertretender Vorsitzender Thomas Kwesi Quartey Ghana Ghana
Politische Angelegenheiten Cessouma Minata Samate Burkina Faso Burkina Faso
Soziale Angelegenheiten Amira El Fadil Sudan Sudan
Handel und Industrie Albert M. Muchanga Sambia Sambia
Wirtschaftliche Angelegenheiten Victor Harrison Madagaskar Madagaskar
Frieden und Sicherheit Smail Chergui Algerien Algerien
Infrastruktur und Energie Amani Abou-Zeid Agypten Ägypten
Personalwesen, Wissenschaft und Technologie Agbor Sarah Mbi Enow Anyang Kamerun Kamerun
Ländliche Wirtschaft und Landwirtschaft Sacko Josefa Leonel Correa Angola Angola
Vorsitzende/-r [43]
2002–2003 Amara Essy (Interim) Elfenbeinküste Elfenbeinküste
2003–2008 Alpha Oumar Konaré Mali Mali
2008–2012 Jean Ping Gabun Gabun
2012–2017 Nkosazana Dlamini-Zuma Sudafrika Südafrika
seit 2017 Moussa Faki Tschad Tschad
Reisepass der Afrikanischen Union
(Nordafrikanische) Union des Arabischen Maghreb
Zentralafrikanische Union
Christof Hartmann: Demokratie als Leitbild der afrikanischen Staatengemeinschaft? Zur Theorie und Praxis demokratischer Schutzklauseln in der Afrikanischen Union. In: Verfassung und Recht in Übersee (VRÜ). 38. Jg., 2005, ISSN 0506-7286, S. 201–220.
Corinne A. A. Packer, Donald Rukare: The New African Union and Its Constitutive Act. In: American Journal of International Law. Band 96. 2002, S. 365–379.
Commons: Afrikanische Union – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikinews: Afrikanische Union – in den Nachrichten
Webpräsenz der AU (arabisch, englisch, französisch, portugiesisch, Suaheli)
Gründungsdokument der Afrikanischen Union (englisch, französisch, portugiesisch)
Beschreibung der AU auf der Informationsplattform humanrights.ch
Christian von Soest: Wacklige „Bausteine“ und schwache „Maurer“: Die Afrikanische Union hat ein Integrationsproblem. GIGA. Nr. 4, 2008 (PDF; 570 kB)
Politikwissenschaftliche Literatur zum Thema AU und regionale Kooperation in Afrika in der Annotierten Bibliografie der Politikwissenschaft
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↑ Constitutive Act of the African Union ( Memento vom 5. Februar 2011 im Internet Archive).
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↑ AU Commission Leadership. In: au.int. Archiviert vom Original am 14. Oktober 2018; abgerufen am 14. Oktober 2018 (Die Personalien auf der Originalseite werden laufend aktualisiert. Die Angaben im Artikel beruhen auf der archivierten Version.).
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Normdaten (Körperschaft): GND: 10042911-7 ( OGND, AKS) | LCCN: no2001048790 | VIAF: 155382974
9.000833333333338.741944444444Koordinaten: 9° 0′ 3″ N, 38° 44′ 31″ O
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