Source: http://ordensmuseum.de/landesverdienstorden/1355-2/
Timestamp: 2015-11-30 00:45:54
Document Index: 136971628

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', '§ 4', '§ 32', '§ 2', '§ 1', '§ 3', '§ 4']

Der Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern | Ordensmuseum.de
Das Ordenszeichen des Verdienstordens hat die Form eines Kreuzes mit konkaven Flügeln im Rot der Landesfarben mit goldenem Rand. Das Mittelstück ist ein rundes, goldenes Medaillon, das auf der Vorderseite das große Landeswappen aufweist. Die Rückseite des Verdienstordens trägt im Zentrum die Inschrift „Für Verdienste“ und die Umschrift „Mecklenburg-Vorpommern“.
Der Verdienstorden wird durch den Ministerpräsidenten verliehen. Vorschlagsberechtigt sind der Ministerpräsident, der Landtagspräsident und für ihren Geschäftsbereich die Mitglieder der Landesregierung. Darüber hinaus kann sich jedermann schriftlich mit Anregungen an die Vorschlagsberechtigten wenden. Der Verdienstorden wird in einem schwarzen Etui überreicht. Hersteller Steinhauer & Lück, Lüdenscheid. Erste Verleihung war am 1. Juni 2002. Bis zum 14. Januar 2010 ist der Orden 31 mal verliehen worden, darunter acht mal an Damen. Herrenausführung
Anfertigungen aus dem Jahre 2002, VS / RS
Gesetz über den Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Landesordensgesetz – LOrdensG M-V)
Vom 23. April 2001 GS Meckl.-Vorp. Gl. Nr. 1132 – 3
(1) Das Ordenszeichen– hat die Form eines Kreuzes mit konkaven Flügeln im Rot der Landesfarben gemäß § 1 Abs. 1 des Hoheitszeichengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. Juli 1991 (GVOBI. M-V S. 293, 1992 S. 55) mit goldenem Rand. Das Mittelstück ist ein rundes, goldenes Medaillon, das auf der Vorderseite das große Landeswappen gemäß § 3 Abs. 2 des Hoheitszeichengesetzes aufweist. Die Rückseite trägt im Zentrum die Inschrift „Für Verdienste‘ und die Umschrift „Mecklenburg-Vorpommern“.
(1) Erweist sich eine Person; die den Orden innehat, durch ihr Verhalten, insbesondere durch das Begehen einer Straftat der Auszeichnung unwürdig oder wird ein solches Verhalten nachträglich bekannt, so kann der Ministerpräsident die Verleihung widerrufen.
Verwaltungsvorschrift zum Landesordensgesetz (VV LOrdensG M-V) Vom 7. August 2001 – Stk 110 – 109.1 –
1.1 Das Vorschlagsrecht richtet sich nach § 4 Abs. 2 Landesordensgesetz.
Danach sind vorschlagsberechtigt:
a) Der Ministerpräsident, – b) der Präsident des Landtages,
c) die Mitglieder der
Landesregierung für ihren Geschäftsbereich.
– Generalbundesanwalt
– Dienststelle BZR,
– Berlin Document Center (nur bei Vorgeschlagenen, die vor Mai 1927 geborenwurden),
– Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes derehemaligen DDR.
Darüber hinaus dürfen Daten bei Personen oder Stellen erhoben werden, die die erforderlichen Auskünfte für die Prüfung des Verdienstes des Vorgeschlagenen geben können. Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und die schutzwürdigen Belange des Betroffenen sind dabei zu beachten. Auf die besondere Zweckbindung der Daten nach § 32 Abs. 1 Satz 2 Landesdatenschutzgesetz von Mecklenburg-Vorpommern wird hingewiesen. Bei Angehörigen des öffentlichen Dienstes ist das Mitglied der Landesregierung zu hören, in dessen Geschäftsbereich der Bedienstete tätig ist. Sofern es sich um Bedienstete des Bundes handelt, holt der Vorschlagsberechtigte über die zuständige oberste Bundesbehörde eine Stellungnahme ein. Bei einem ausländischen Staatsangehörigen holt der Vorschlagsberechtigte eine Stellungnahme des Auswärtigen Amtes ein.
– Angaben über in- und ausländische Auszeichnungen, Titel und Ehrenstellungender vorgeschlagenen Person,
Schaffung einer gesetzlichen Grundlage zur Stiftung und Verleihung eines Verdienstordens für herausragende Leistungen und
Verdienste um das Land
Drucksache 3/1048 19.01.2000, 9 S. eingebracht
Plenarprotokoll 3/34 02.02.2000, S. 1973 – 1980; Überweisung an
RechtA-f, InA, FinA
Überweisung an Ausschuss Rechtsausschuss (federf.), Finanzausschuss,
Ausschussberatung Finanzausschuss Ausschussprotokoll 3/45 30.03.2000, S. 8
– 9; FinA
Ausschussberatung Rechtsausschuss Ausschussprotokoll 3/41 07.12.2000, S.
19 – 24; RechtA
Ausschussberatung Innenausschuss Ausschussprotokoll 3/58 17.01.2001, S.
10; InA
Ausschussberatung Rechtsausschuss Ausschussprotokoll 3/45 25.01.2001, S.
Ausschussberatung Rechtsausschuss Ausschussprotokoll 3/48 22.03.2001, S. 8
– 11; Fortsetzung der Beratung
Beschlussempfehlung und Bericht Rechtsausschuss
Drucksache 3/2016 28.03.2001, 13 S.; Empfehlung, den GesEntw auf Drs
3/1048 in der Fassung der BeschlEmpf auf Drs 3/2016 anzunehmen
Plenarprotokoll 3/58 04.04.2001, S. 3727 – 3729; Annahme des GesEntw
auf Drs 3/1048 in der Fassung der BeschlEmpf auf Drs 3/2016 (S.3728)
Gesetz Gesetz- und Verordnungsblatt 3/4 27.04.2001, S. 90 – 92;
Ausfertigungsdatum: 23.04.2001
Über die Entstehung eines Ordens in der Neuzeit am Beispiel des Verdienstordens des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Am 18. Januar 2000 übersandte der Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Harald Ringstorff, dem Präsidenten des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, Herrn Hinrich Kuessner, den von der Landesregierung beschlossenen Entwurf und die Begründung des „Gesetzes über den Verdienstorden des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Landesordensgesetz –LOrdensG M-V)“, mit der Bitte um Beschlussfassung durch den Landtag. Darin erläuterte er die Problematik, dass die bisher geschaffenen Landesauszeichnungen nur eine Anerkennung für bestimmte Leistungen aussprechen und daher ein Verdienstorden geschaffen werden soll, der es ermöglicht, in Zukunft Personen, die sich in besonderer Weise um das Land Mecklenburg-Vorpommern verdient gemacht haben, in angemessener Formauszuzeichnen. Insbesondere sollte damit auch eine Stärkung des Ehrenamtes, durch die Anerkennung eines besonders freiwilligen Einsatzes erfolgen. Einzige Lösung sei die Stiftung eines Ordens per Gesetz, als Reaktion auf das öffentliche Bedürfnis nach Schaffung einer verkörperten Anerkennung von Verdiensten für das Land, wie es sie auch in der Mehrzahl der anderen Bundesländer gibt.
Weiterhin wurde dargelegt, dass angesichts der relativ geringen Bevölkerungszahl des Landes es sachgerecht erscheint, den Orden in nur einer Stufe zu stiften. Um das Ansehen des Ordens zu gewährleisten wurde angeregt die Obergrenze der lebenden Träger auf 100 zu begrenzen, wovon nur in begründeten Ausnahmefällen abgewichen werden soll.
Die Gestaltung des Ordens sollte sich an den „Großherzoglich Mecklenburgischen Greifenorden“ anlehnen. Am 02.02.2002 kam es in der 28. Sitzung des Landtags Mecklenburg-Vorpommern zur ersten Lesung des Gesetzentwurfs mit anschließender Aussprache. Dabei wurde von den Fraktionen über das Für und Wider eines Ordens an sich, dessen Gestaltung und über die deutsche „Ordensgeschichte“ von der Kaiserzeit bis hin zur DDR debattiert. Im Ergebnis wurde der Gesetzentwurf an den Rechtsausschuss, Finanzausschuss und Innenausschuss zur Beratung überwiesen.
So wurde die Anzahl der Verleihungen, unter Berücksichtigung der Entstehung von Kosten für die Herstellung der Orden und Urkunden in Höhe von 1.640,- DM/Jahr, zuzüglich der Kosten für die Verleihungsfeierlichkeiten, auf 20 pro Jahr geändert (§ 2) und die Verleihungsgründe in das Gesetz aufgenommen (§ 1). Die Bezeichnung der Form des Ordens wurde von „Malteserkreuz“ in „Kreuz mit konkaven Flügeln“ geändert (§ 3).
Weiterhin wurde die allgemeine Vorschlagsberechtigung auf den Landtagspräsidenten ausgeweitet (§ 4).
Hersteller des Ordens ist die Firma Steinhauer & Lück in Lüdenscheid. Der Orden misst 55 x 55 mm und wird in einem schwarzen, mit dem Landeswappen bedruckten Etui ausgegeben, in dem sich auch die Miniatur befindet. Der Orden ist für Frauen und Männer gleich. Männer tragen den Orden an einem Halsband in den Landesfarben, Frauen an einer Schleife. Die Kreuzarme und das Landeswappen sind in Kunstemaille ausgeführt. Das Ordenszeichen des Verdienstordens hat die Form eines Kreuzes mit konkaven Flügeln im Rot der Landesfarben mit goldenem Rand. Das Mittelstück ist ein rundes, goldenes Medaillon, das auf der Vorderseite das große Landeswappen aufweist. Die Rückseite des Verdienstordens ist in gold gehalten und trägt im Zentrum die Inschrift „Für Verdienste“ und die Umschrift „Mecklenburg-Vorpommern“. Ein Muster der Verleihungsurkunde liegt mir zurzeit nicht vor.
Wenn man die preisliche Entwicklung der Ordensinsignien des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland seit dem Erscheinen des BDOS O&E Magazins Nr. 14 betrachtet, kann man erkennen, dass das „Ansehen“ der Orden der Gegenwart in den Augen des Sammlers beträchtlich gestiegen ist. Heutzutage mutet es aber an, dass die Sammler solcher Stücke diejenigen sind, die die Geschichte neuzeitlicher Orden aufschreiben und bewahren. So kann man anhand des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschlands feststellen, dass viele Interna der Ordensgeschichte schon heute verloren scheinen, obwohl der Orden vor kurzem erst 50 Jahre alt wurde. Einige können durch akribische Forschungen ans Tageslicht zurückgeholt werden. Andere Fragen, die die Sammler interessieren werden nie mehr beantwortet werden können, da die zuständigen Stellen, von den man annimmt, dass sie alles festhalten was mit der Geschichte eines Ordens zusammenhängt, selbst keine schlüssigen Antworten mehr geben können.
Dieser Beitrag und meine Internetseite www.ordensmuseum.de sollen helfen und Ansporn sein, insbesondere junge Sammler anzusprechen und sie für diesen Bereich der Phaleristik zu interessieren.
Gesetzentwurf Landesregierung (LReg) Drucksache 03/1048Plenarprotokoll 03/34 02.02.2000
Finanzausschuss (FinA)Ausschussprotokoll 03/45 30.03.2000Rechtsausschuss (RechtA)Ausschussprotokoll 03/41 07.12.2000
Innenausschuss (InA)Ausschussprotokoll 03/58 17.01.2001
Rechtsausschuss (RechtA)Ausschussprotokoll 03/45 25.01.2001
Rechtsausschuss (RechtA)Ausschussprotokoll 03/48 22.03.2001
Beschlussempfehlung undBericht Rechtsausschuss (RechtA) Drucksache 03/2016 28.03.2001
Plenarprotokoll 03/5804.04.2001
Letzte Änderungen Letzte Aktualisierungen 21. November 2015 Der Verdienstorden des Landes Berlin 21. November 2015 Das Ehrenzeichen der Bundeswehr 27. September 2015 Verleihungszahlen 23. September 2015 Bundesverdienstorden 30. August 2015 Letzte KommentareWebmaster bei Deutsche Orden und EhrenzeichenWerner Klotzbücher bei Deutsche Orden und EhrenzeichenWebmaster bei Deutsche Orden und EhrenzeichenAndre Bischofberger bei Deutsche Orden und EhrenzeichenWebmaster bei Deutsche Orden und Ehrenzeichen	Ordensmuseum.de	| Impressum