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Timestamp: 2020-07-13 11:52:46
Document Index: 67057079

Matched Legal Cases: ['§ 46', '§ 140', '§8', '§ 23', '§ 3', '§ 1']

1914 / 191 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger)
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E H i (A
MEDer Fernsprehverkehr ist eröffnet worden zwischen Verlin und den deutschen Orten Ampfing, Burg (Dithmers n) Eggmühl, Ergoldsbach, Gars (Inn), Geiselhöring, rai- TuN Langquaid, Schafstedt (Dithmarschen), Tauffkirchen (Vils), Tüßling, Velden an der Vils und Wartenberg (Oberbayern) — gewöhnliche Gesprähsgebühr je 1 M —. Berlin C. 2, den 15. August 1914.
Kaiserliche Oberpostdirektion. orbeck.
Bêurodrdunuung,
betreffend die Einfuhr und Durchfuhr von Rindvieh und Ziegen aus der Schweiz.
Vom 25. Juli 1914.
Mit Rücksicht auf den Rückgang der Maul- und Klauen- seuhe in der Schweiz wird, in Abänderung der Verordnung vom 22. August 1913 TV. 21 6881, IIl. 12676 (Zentral- und Bezirksamtsblatt A. S. 335), hiermit verordnet, was folgt:
Die Einfuhr und Durchfuhr von Rindvieh und Ziegen aus den \{weizerishen Kantonen Bern, Luzern, Uri, Unterwalden, Zug, Solo- thurn, Basel.Stadt, Basel-Land, Schaffhausen, Aargau und Neuen- burg ist bis auf weiteres unter den Bedingungen in den S8 20—23 der Verordnung vom 10. September 1912 (Zentral- und Bezirks- Amtsbl. A. S. 366) wieder gestattet. Dagegen bleibt die Einfuhr und Durchfuhr von Rindvieh und Yiegen aus den Kantonen Zürich, Schwyz, Glarus, e, Appenzell, St. Gallen, Graubünden, Thurgau, Tessin, Waadt, Wallis und Genf nah wie vor verboten.
2 Diese Verordnung tritt am Ï August 1914 in Kraft. Straßburg, den 25. Juli 1914. Ministerium für Elsaß-Lothringen.
Abteilung für Landwirtschaft Abteilung für Finanzen, und öffentlihe Arbeiten. Handel und Domänen. Der Unterstaatssekretär. Der Unterstaatssekretär.
Freiherr von Stein. J. A.: Patheiger.
Die von By ab zur Ausgabe gelangende Nummer 60 des Reichsgeseßblatts enthält unter
Nr. 4467 eine Verordnung, betreffend den Aufruf des Landsturms, vom 15. August 1914, und unter
Nr. 4468 eine Bekanntmachung, betreffend den Aufruf des Landsturms, vom 15. August 1914.
Berlin W. 9, den 15. August 1914.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht : den Regierungsrat Franz vonGué rar d, Mitglied der König- lien Eisenbahndirektion in Essen (Ruhr), zum Geheimen Re- ierungsrat und vortragenden Rat im Ministerium der öffent- ichen Arbeiten zu ernennen.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: dem Privatdozenten und Mitgliede des Medizinalkollegiums
der L LOnO, Professor Dr. Robert Thomsen in Bonn den Charakter als Medizinalrat zu verleihen.
Der Privatdozent, Professor Dr. Bruno Heymann in Berlin ist zum Abteilungsvor teher am Hygienischen Jnstitut der Friedrich Wilhelms-Universität daselbst ernannt worden.
Die mündlihe und praktishe Prüfung für Direktoren und Direktorinnen an S n anstalt en, deren Beginn dur meinen Erlaß vom 8. Februar d. J. — U III 6157 1. (Zentrbl. f. d. ges. Unterr.-Verw. i. Preuß. S. 279) — auf Montag, den 14. September d. J. festgeseßt worden ist, wird bis auf weiteres ver \choben.
Der Minister der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten. J. A.: von Bremen.
Gemäß § 46 des Kommunalabgabengeseßes vom 14. Juli 1893 atona Seite 152) wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß der im laufenden Steuerjahre qu den Kommunal- abgaben einshäßbare Reinertrag des nternehmens der Ahaus-Enscheder Eisenbahn-Gesellschaft zu Ahaus aus dem Betriebsjahre 1913 von der im preußischen Staats- gebiete belegenen Strecke Ahaus—Landesgrenze
90371 M 71 S beträgt.
Münster (Westf.), den 13. August 1914. Der Königliche Eisenbahnkommissar. J. V.: Gerstberger.
Preußen. Berlin, 17. August 1914.
Seine E der Kaiser und König hat, wie „W. T. B.“ meldet, gestern vormittag in der Richtung Mainz Berlin verlassen.
Seine Majestät der Kaiser und König hat, wie
Der Fortgang der kriegerishen Operationen nöôtigt Mich, Mein Hauptquartier von R erlegen. Es ist Mir ein Herzensbedürfnis, der Berliner Bürgerschaft mit Meinem Lebewohl innigsten Dank zu fagen für alle die Kundgebungen und Beweise der Liebe und Zuneigung, die Ih in diesen großen und \{icksals- [meren Tagen in fo reihem Maße erfahren habe. Ich vertraue fest auf Gottes Hilfe, auf die Tapferkeit von Heer und Marine und die unershütterlihe Einmütigkeit des deutshen Volkes in den Si der Gefahr. Unserer gerechten Sache wird der Sieg nicht ehlen.
Berlin im Schloß, den 16. August 1914.
Der Oberbürgermeister und der Stadtverordneten- vorsteher durften gestern morgen Seiner Majestät dem Kaiser kurz vor der Abreise im Schlosse die Abschiedsgrüße der Stadt Berlin darbringen.
Das Armee-Verordnungsblatt veröffentliht folgenden Allerhöchsten Gnadenerlaß Seiner Majestät des Kaisers vom 12. August:
Ich will, sofern niht das Begnadigungsrecht einem der hohen Bundesfürsten zusteht, “ denjenigen Fremdenlegionären deutscher Abstammung, die fich der Fahnenflucht (8 69 M. -St.-G.- B.) oder der Wehrpflichtverleßung (§ 140 R.-St.-G.-B.) \{uldi emacht haben, hbinsihtlich der verwirkten Freiheits- und
brenstrafen Begnadigung in Aussicht stellen, wenn fie während des gegenwärtigen Krieges, spätestens aber innerhalb dreier Monate vom heutigen Tage ab gerechnet, ih bei einem deutshen Truppen- oder Marineteil, einem deutschen Kriegs\chif, einem deutschen Konsulat oder in einem deutschen Schutzgebiet zum E en, In besonderen Fällen wird eine Fristverlängerung attfinden.
Ausgeshlossen von dieser Gnadenerweisung bleiben diejenigen, die zu Zuchthausstrafe verurteilt oder auf Grund eines gerichtlichen Urteils aus dem Heer oder der Marine entfernt worden {ind oder im gegenwärtigen Kriege gegen Deutschland gekämpft haben.
Der Königlich württembergische Gesandte Me Varn- büler von und zu Hemmingen hat Berlin verlassen. Während seiner Abwesenheit führt der stellvertretende Bundes- ratsbevollmächtigte, Ministerialdirektor Dr. v on Köhler die Geschäfte der Gesandtschaft.
Während der weiteren Abwesenheit des Peruanischen Ge- sandten Cáceres aa der Legationssekretär Cavero die Geschäfte der Gesandtschaft.
Mit Rücksicht n) hier umlaufende Gerüchte, daß Jtalien gegenüber Deutschland und Oesterreih-Ungarn eine wenig freundliche Haltung einnehme, hat die italienische Re- gierung den hiesigen Geschäftsträger, einer Meldung des „W. T. B.“ zufolge, beauftragt, diesen falschen Gerüchten entgegenzutreten. Der italienishe Geschäftsträger hat in Er- D dieses Auftrags das Auswärtige Amt ersucht, diese usstreuungen für unbegründet zu erklären.
Auf Grund des vorgestern aus für die innerpreußischen Provinzen frfolgtea Ause@bgts des Landsturms haben, laut Meldung des „W. T. B99. .1äch _nuLr le ausgehil d- ten Landsturmpflichtigen mtt ihrer Einstellung zu ‘reien. Auch diese aber werden nur in der M Sea Zahl für die planmäßig zur Aufstellung vorgesehenen Formationen ein- berufen werden. Bezüglih aller anderen Landsturm- pflichtigen handelt es sih zunähst lediglich um eine vor- bereitende Maßnahme, indem die in Frage kommenden Persönlichkeiten festgestellt werden und ihre Eintragung in die Listen erfolgt. Etwaige Gesuche um Befreiung von der Einstellung sind bei den Bezirkskommandos anzubringen; die über sie entscheidende Behörde ist das betreffende stellvertretende Generalkommando.
gehört das Auf-
Wie oben mitgeteilt worden ist, gebot des Landsturms zu den planmäßigen, von der allge- meinen Mobilmachung untrennbaren Maßnahmen. Sein Zweck ist in erster Linie, die sämtlichen zur Ver- wendung im Felde geeigneten Kräfte für die Ein- stellung in mobile Formationen freizumachen. Das geht natürlich nur, wenn man ihnen den weniger an- strengenden, aber gleihwohl unentbehrlichen militärischen Dienst im Heimatgebiete abnimmt und andere Leute mit ihm betraut. Jn den zunächst vom Feinde bedrohten R muß das schon sehr frühzeitig geschehen , denn hier Tommt es Ao an, so schnell wie möglih Schußmaß- regeln gegen feindliche Einbruchsversuhe zu treffen und damit niht unr Leben und Eigentum der Landeseinwohner, sondern auch den ungestörten Verlauf der Mobilmachung und des Aufmarsches zu sihern. Gegenüber diesen dringenden militärishen Erfordernissen muß die Rücksicht auf volkswirt- schaftliche Interessen in den Hintergrund treten. Jeder feld- dienstfähige Mann gehört an die gefährdete Grenze. er sonst noch waffenfähig ist, muß ih am Schuß der gerade in jenen Gebieten besonders stark bedrohten Verkehrseinrichtungen und der sonstigen militärisch wichtigen Bauten oder Vorräte beteiligen.
___ Es ist aber klar, daß man eine Maßregel, die den bürger- lihen Berufen so plößlih gerade die besten Arbeitskräfte ent- ieht und dadur große wirtschaftliche Nachteile verursacht, so ange wie möglich aufzuschieben sucht. Darin liegt auch der Grund dafür, daß die innerpreußischen Provinzen länger von ihr verschont geblieben sind als die übrigen, wo es nah dem oben Gesagten niht möglich war, das Aufgebot des Landsturms in einen späteren Zeitabschnitt der Mobilmachung zu verlegen. Jn den inneren Provinzen konnte man die auf Schonung der Wirtschaftsinteressen abzielende Rücksicht auch \{hon deshalb verantworten, weil es einer Reihe von Tagen bedurfte, bis die mobilen Truppen in die Aufmarschgebiete abgeflossen waren, und weil sie daher viel länger als in den Grenzbezirken für Zwede verfügbar blieben, die ihrer ganzen Natur nach Sache des Landsturms sind.
Dieser Zeitabschnitt nähert sich aber nun dem Ende, und deshalb muß die Ablösung des noch im Landesinnern vor- handenen Restes von mobilen Formationen durch solche des Landsturms eingeleitet werden.
Uebrigens bedeutet das Aufgebot des Landsturms durchaus noch nit die Einstellung sämtlicher Landsturmpflichtigen in
W. T. B.“ meldet, an den Oberbürgermeister von Berlin folgenden Erlaß gelangen lassen:
militärishe Formationen. Man will zunächst vielmehr nur
gewinnen, die ja bekannilih in s eiten keiner militä- rischen Kontrolle unterliegen. ie Ein GERE wird erst na i va und unter Berülsihtigung aller wirkli dringenden “Jnteressen von Landwirtschaft, Handel und Ge- werbe erfolgen und mit den jüngsten Jahresklassen beginnen. Niemand braucht also seine bürgerlihe Berufs- tätigkeit aufzugeben oder seine Stellung zu kündi- gen, bevor ihm ein besonderer Gestellungsbefehl zugeht.
Aus alledem geht hervor, daß es völlig unbegründet wäre, wenn äugstlichhe Naturen etwa aus der Ausdehnung des Landsturmaufgebots über das gesamte Reichsgebiet den Schluß ziehen wollten, daß die militärishe Gesamtlage weniger günstig geworden sei. Mit den Vorgängen im Operations- gebiet hat das Landsturmaufgebot unmittelbar nicht das geringste zu tun. Es ist vielmehr, wie nohmals wiederholt sei, nichts weiter als ein planmäßiges, schon in der Friedensvorbereitun von langer Hand vorgesehenes Mittel, um die in einem Kamp um Sein oder Nichtsein völlig selbstverständlihe Ausnußung der gesamten Wehrkraft des Volkes zur Niederwer fung unjerer Feinde durchzusetzen.
Die im neutralen Ausland verbreitete Ansicht, daß die deutschen Häfen blockiert, der Schiffsverkehr mit Deutschland unterbunden sei, ist laut Meldung des „W. T. B.“ unzutreffend. Kein Hafen ist blockiert, dem Schiffsverkehr neu- traler Staaten mit Deutschland steht nihts im Wege. Die englischerseits ausgestreuten Behauptungen, die Nordsee sei deutscherseits mit Minen verseucht, ist unrichtig.
Neutrale Schiffe für die deutschen Nordseehäfen haben bei Tage einen Punkt, 10 Seemeilen nordwestlich von Helgo- land anzusteuern. Dort ist deutscherseits für Lotsen gesorgt, die die Schiffe in den deutschen ns geleiten. Ostseehäfen haben neutrale Schiffe direkt anzusteuern. Vor jedem Bal sind Lotsen. Das e ist niht auf Bunkerkohlen ausgedehnt und die Kohlenversorgung gewährleistet.
Das Oberkommando in den Marken macht bekannt, daß in den nächsten Tagen Uebungsfahrten deutscher Luftschiffer über der Provinz stattfinden werden. Auf das Verbot, Luftfahrzeuge zu beschießen, wird erneut auf das entschiedenste hingewiesen.
Die Einberufung der Reserve, der Landwehr und des Landsturms kann Ursache werden, daß Uniformen dis aebi die der Bevölkerung weniger bekannt \ind. eltere Männer werden des Königs Rock anlegen. Es kann der Ver- dacht auftreten, daß die Uniform unberechtigt oder zu staats- feindlichen Zwecken getragen wird. Es darf aber nicht vor- tommen, daß ehrenhafte Männer verdächtigt oder belästigt werden, und daß der Dienst, in dem sie stehen, dadurch leidet. Deshalb wird erneut darauf hingewiesen, daß Mee Verdacht der Polizei mitzuteilen ist. Das Publikum soll sich jedo ch jedes Eingriffs enthalten, Ruhe und Besonnenheit
ewahren und nur dann eingreifen, wenn Gefahr droht.
Viele Anfragen wegen des Feldpostbetriebes geben dem Oberkommando jn den Marken zu folgenden Ausführungen Veranlaffüng: j : )
Gin geregelter Feldpostbetrieb ist erst mögli, wenn die Truppen- teile usw. an ihren Bestimmungsorten eingetroffen find und die Post- verbindungen für sie in Wirksamkeit treten können. Das kann noch einige Zeit dauern.
Demgemäß werden Nachrihten von dem Heere nah der Heimat erst in einiger Zeit regelmäßig eingehen können. Dabei wird darauf hingewiesen, daß der Inhalt dieser Nahrihten — nament- lih Abgangsort und Zugehörigkeit zu größeren Truppen- verbänden (Armeekorps, Armee) nach militärischer Be- stimmung auf keinen Fall veröffentlicht oder verbreitet werden darf.
In der Aufschrift der Feldpostbriefe muß der Truppen- teil, dem der Empfänger angehört, in deutliher Schrift, möglichst nah Division, Regiment, Bataillon, Kompagnie, Eskadron, Batterie, Kolonne, angegeben sein.
Privatpakete an Militärpersonen im Felde werden von dex Post zurzeit niht angenommen. An Militärpersonen in festen Stand- orten (Garnifonen) im Inland können jedoh alle Postsendungen wie im Frieden abgesandt werden. Der Standort muß auf der Adresse bezeichnet werden.
In der Ersten Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs# und Staatsanzeigers“ wird die Verlusftliste Nr. 3 veröffentlicht.
Die Verlustlisten sind für je 10 Z, bezw. einschließli der Versandgebühr für je 13 3, in der Botenmeisterei des „Reichs- und Staatsanzeigers“ zu haben.
Seine Majestät der König empfing vorgestern vor- mittag im Wittelsbacher Palais in München den mit der Leitung der preußischen Gesandtschaft am bayerischen Hofe be- trauten Kaiserlihen Botschafter Freiherrn von Schoen. Der Audienz wohnte der Staatsminister des Königlichen Hauses und des Aeußern Dr. Graf von Hertling bei.
Hessen. Ein Extrablatt dor „Darmstädter Zeitung“ gibt befannt, daß Seine Königliche Hoheit der Großherzog dem Staatsminister von Ewald vorgestern bei seiner Abreise zur Armee ein eigenhändiges Schreiben mit dem Auftrage über-
eben hat, dessen nachstehenden Jnhalt zur Kenntnis des andes zu bringen :
An Mein Hessenvolk !
Ießt, wo Ich im Begriff siehe, zu den Brüdern, die im Felde sint, zu gehen, die im heißen Kampf für die Freiheit des deutschen Geistes, des deutshen Volkes und unseres geliebten Hessenlandes stehen, grüße Ih Euch noch einmal, alle Meine Hessenkinder, die Ich über alles liebe. Jhr Männer und Ihr Frauen, Ale, die Ihr zurückbleibt, seid nötig an unserer Stelle. Arbeitet mit frohem Mut, niemand bleibe müßig, so werdet Ihr zu Hause das erhalten können, wofür unsere Soldaten ihr alles und ihr Leben opfern, das strahlende Deutshe Reih, in dessen stolzer Krone
ein Hefsenland eine der leuhtendsten Perlen ist. Golit grüße Euch.
einen Ueberblick über die Zahl der verfügbaren Mannschaften
| hter zet -vagarils es Gewässern Minen
i rem SNe, t in ô a
| die nôtigen Unwelsungen dur
j Fremde ‘Schiffe, die auf der Fahrt nah Oesterreih-Ungarn find, find
| zu veranlassen, die Häfen von Triest, Fiume oder Gravosa auf- zusuchen, wo sie die nötigen Anweisungen erhalten.
Jhre Königliche Hoheit die Großherzogin hat im lhluß hieran folgende Proklamation erlassen:
Der Großherzog, Mein teurer Gemahl, ift ins Feld gezogen, um seinen Truppen nahe zu sein, die berufen sind, für unser Vaterland gegen die Feinde zu streiten. Für die Dauer seiner Abwesenheit hat er Mich mit seiner Stellvertretung in Ausübung der Regierungêrehte betraut. J «weiß, daß Unfer Volk Mir hierin treu zur Sette stehen und Mich in der {weren Aufgabe, die die Zeit uns auferlegt, unterstüßen wird.
Gott s{chüge den Großherzog, unsere Truppen und unser
Vaterland. :
Eleonore, Großherzogin von Hefsen und bei Rhein.
ine Königliche Hoheit der Großherzog hat, wie A Ge D2 meldet, folgenden Erlaß an das medcklen-
hurgische Volk gerichtet :
Im Begriff, Mich zu Meinen Truppen ins Feld zu begeben, erflehe Jh Gottes reichsten Segen auf Mein geliebtes Land, auf Mein treues Volk herab. Möchte der Allwächtige unseren tapferen Soldaten und der gesamten deutschen Kriegsmacht zu siegreihem Kampfe helfen und dem deutshen Vaterland ruhmvollen Frieden
eihen. ie Mibchte Mein geliebtes Land die chweren Zeiten des Krieges gut überstehen, und ein jeder an seinem Teile und nach seinen Kräften — durch Pflege der im Felde Verwundeten und Erkrankten, durh Fürforge für die in Not geratenen Angebörigen fowie dur tatkräitige Mitarbeit auf allen Gebieten des öffentlihen Lebens, in der Landwirtschaft, im Handel und Gewerbe — dazu beitragen, daß die Folgen des Krieges leihter getragen und s{chnell über- unden werden. E Gott segne Mecklenburg und unser ganzes deutsches Vaterland
in, 16. A t 1914. E E Friedrich Franz.
Hamburg. Die Deputation für Handel, Schiffahrt und Ge- werbe erläßt laut Meldung des „W. T. B.“ folgende Be-
ntmachung : P 209 C O der Königlih s{chwedis{chen Gesandtschaft sind
| verschiedenen Stellen in \{chwedischen Territorialgewässern : Mid: ausgelegt. Um Unglücksfälle zu vermeiden, werden Schiff-
hrende aufgefordert, stch nach den Vorschriften der chwedischen Lokal-
f Pldrben zu rihten und sich beim Auslaufen aus den \{chwedischen Ÿ Häfen der Lotsen zu bedienen.
Nach Mitteilung der österreihis{ch-ungarischen Regierung E F gelegt. terreihisch- ungartschen Häfen liegen, erhalten die betreffenden Hafenverwaltungen.
— Der montenegrinishe Generalkonsul in Ham-
| burg hat in der vergangenen Woche sein Amt nieder-
gelegt. f Deutsche Kolonien.
Das „Deutsche Kolonialblatt“ vom 15. d. M. veröffentlicht eine mit ihrer Verkündigung in Kraft getretene Allerhöchst e Verordnung, betreffend die Kriegsleistungen für die bewaffnete Macht in Deutsch Südwestafrika, nach der im Falle des Ausbruchs eines Krieges die Vorschriften der §8 1, 2, 15 bis 34 der Verordnung, betreffend die Friedens- und Ausfstandsleistungen für die bewaffnete Macht in Deutsch Südwestafrika, vom 3. September 1913 entsprehende Anwen- dung finden mit der Maßgabe, daß in dringenden Fällen auhch der Truppenbefehlshaber. für den Bereich kriegerisher Unter- nehmungen die im 8§ 23 dem Gouverneur vorbehaltenen An- ordnungen zu treffen berechtigt ist. :
Durch eine Verordnung des Reichskanzlers vom 5, d. M. ist die in § 3 der Verordnung vom 25. Mai 1909 und in 8§ 1 TI der Verordnung vom 12. Januar 1913 vor- gesehene Vorschußpflicht der Diamantenregie des süd- westafrikanishen Schußgebiets bis auf weiteres -auf- gehoben worden.
Die im Kriegsfalle vorgesehene Einberufung der Rekruten und Elsa ureseroisien dieses Jahres wird, so- weit fie noch nicht erfolgt ist, nah einer Meldung des Wiener „K. K. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus“ in aht bis zehn Tagen verfügt werden. Ebenso erfolgt für einen etwas späteren Zeitpunkt die Einberufung aller noch nicht einberufenen ge - dienten Landsturmleute. Da schließlich auch die Ernte- arbeiten dem Abschluß nahe gebracht sind, werden die zu diesem Zweck verwendeten Mannschaften wieder zur militärischen Dienst- leistung zurückberufen. i
— Nach Blättermeldungen haben die ukrainishen Reichs- ratsabgeordneten beschlossen, in Wien eine ständige Dele- gation der ukrainischen nationalen Organisationen einzusegen, die aus drei Vertretern der unlängst gebildeten Zentralvertretung des gesamten ukrainishen Volkes besteht. ile übrigen ufkrainishen Reichsratsabgeordneten haben sich nach Lemberg begeben, um sich der Zentralorganisation für ihre Arbeiten im Lande zur Verfügung zu stellen. j
— Die Reichsorganisation der Kaufleute Oesterreichs hat an die Präsidenten der Handels- und Gewerbekammern eine Eingabe gerichtet, in der diese ersuht werden, mit Rü- ficht auf das Vorgehen Frankreihs, Englands und Belgiens gegenüber Oesterreih-Ungarn und Deutschland bei ihren Mit- gliedern dahin zu wirken, daß sie keine französischen, englishen und belgishen Waren mehr kaufen, und zu diesem Zweck einen Aufruf an die Kaufleute ihrer Bezirke zu richten. |
— Der am Freitag verhaftete Hilfsgeistlihe an der russischen Botschaftskapelle Jakubowsky hat, wie „W. T. B. meldet, {hon seit längerer Zeit die Aufmerksamkeit der öster- reichischen Staatspolizei auf sih_ gezogen. Sein Name wurde in verschiedenen gegen russishe Organe und Staatsangehörige durchgeführten Spionageprozessen genannt. Nur seiner völker- rechilihen Jmmunität hatte er es zu danken, daß er bisher nicht gerichtlih verfolgt wurde. Der in Budapest verhaftete frühere russishe Konsul in Serajewo von Jgelström ist, da er shwer leidend ist, wieder freigelassen worden.
Der österreichish-ungarische Botschafter Graf von Mens- dorff ist dem „Reuterschen Bureau” zufolge mit den Mit- gliedern der Bolschaft und 300 Oesterreichern gestern abend nach Falmouth abgereist, von wo er sih nach Oesterreich begibt.
Der Kaiser und die Kaiserin sind mit dem Großfürsten- Thronfolger und den Kaiserlihen Töchtern gestern abend nah Moskau abgereist.
— Der niederländische Gesandte in St. Petersburg hat vorgestern dem Minister des Auswärtigen eine schriftliche Er- klärung überreicht, derzufolge entgegen den aus dem Aus- lande Ceddnienetten Mitteilungen die Neutralität der Nieder- lande nit verleßt worden ist, und wonach die Regierung der Niederlande beschlossen hat, die Neutralität während der ganzen Dauer des gegenwärtigen Krieges aufrehtzuerhalten.
— Der Generalissimus der Armee hat nach einer Meldung der „St. Petersburger Telegraphenagentur“ zur Kenntnis des gesamten aktiven Heeres und der gesamten Be- völkerung des Reichs gebracht, daß Rußland Krieg führe infolge der Herausforderung des gemeinsamen Feindes aller Slawen. Die Polen Rußlands und diejenigen Deutschlands und Oesterreih-Ungarns, die ihre Ergebenheit gegenüber der slawishen Sache bezeugen würden, sollten fih hinsichtlih der Sicherheit a Person und ihres Eigentums der besonderen Förderung seitens der Armee und der Regierung Rußlands erfreuen. Jeder Angriff auf Person und Besißtum von Polen, die nicht feindlicher Handlungen gegen Rußland p A wären, solle mit der ganzen Strenge der Kriegsgeseße geahndet werden.
Der König hat gestern den österreichish-ungarischen Botschafter Freiherrn von Macchio zur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens empfangen.
— Der italienische Botschafter in Berlin Bollat i ist gestern in Rom eingetroffen.
— Ein gestern veröffentlihter Erlaß bestimmt laut Mel- dung des „W. T. B.“:
Banken mit Ausnahme der Emissionsbanken und Sparkassen mit Ausnahme der Posisparkassen find berehtigt, Auszahlungen auf Einlagen, die vor dem 5. August gemaht worden sind, auf 5 2% bis zum 10. September und auf weitere 5% vom 15. September bis 30. September zu beshränken. Diese Beschränkung exstreckt si nicht auf die industriellen Geldbedürfnisse zur Zahlung der Aubeits- lôhne und zur Beschaffung der zur Aufrechterhaltung der Betriebe
benötigten Rohstoffe. ; i E B eR feln i Verfallzeit bis zum 30. September wird ein
ahlungsaufschub von 40 Tagen bewilligt unter der Bedingung, daß
Les 15 9/9 abgezahlt und 6 %/% Jahreszinsen für die Verlänge- rung sofort bezahlt werden. ;
Für die Durchführung von Börsenoperationen werden Er-
eihterungen gewährt. i E S hee dau Kreditinstitute mit Ausnahme der Emissionsbanken unterliegen den gleihen Bestimmungen wte die Rückzahlungen von Depositengeldern. Bankziehungen und im Umlauf befindlihe Schecks8 müssen voll bezahlt werden.
Der Staatsminister Ham marskjöld hat, wie „W. T. B.“ meldet, seine Entlassung als Kriegsminister eingereicht, bleibt aber Ministerpräsident. Der Minister ohne Portefeuille, Oberst Mörcke ist zum Kriegsminister ernannt worden.
Das Amisblatt vom 15. d. M. veröffentlicht die Ver- hängung des Belagerungszustandes im Königreiche.
Amerika. Der Präsident von Mexiko Carbajal und die Minister haben, g „W. T. B.“ meldet, am 12. d. M. Mexiko City verlassen, um sich nah Veracruz zu begeben.
Berlin, 15. August. (W. T. B.) Die in den leßten Tagen von Paris und London verbreiteten Nachrichten über größere Kämpfe sind falsch. Außer den bereits gemeldeten größeren Gefechten bei Mülhausen, Lägarde und Soldau haben die deutshen Truppen eine Reihe kleinerer Gefechte siegreich bestanden. Die Versammlung und Bereitstellung der Truppen vollzieht sich volllommen planmäßig. Nicht eine einzige feind- lihe Maßnahme hat bisher die deutschen Absichten auch nur im geringsten beeinflussen oder aufhalten können. Alle anderen vom Feinde verbreiteten Nachrichten sind falsch.
Oestlicher Kriegsschauplag.
Berlin, 15. August. (W. T. B.) wei russische Kavalleriedivisionen, gefolgt von Jnfanterie, sind über die Grenze vorgegangen. Nachdem sie das dicht an dieser gelegene Städthen Marggrabowa in Brand gesteckt hatten, haben sih diese Truppen heute wieder über die Grenze zurückgezogen. Ein bei Mlawa stehendes russisches Kavalleriekorps ist e dem Anmarsch einer deutschen Kolonne nah Süden ausgewichen. /
d Aar 15. August. (W. T. B.) Dem in allen deutschen Gauen mit tiefster Os vernommenen völkerrechts- widrigen Verhalten der belgischen Bevölkerung gegen die deutschen Truppen scheint sih neuerdings die Haltung der Russen in den von uns eroberten Gebieten würdig an die Seite zu stellen. Jn der Nacht vom 14. zum 15. August wurde in Kalisch wieder auf die einge- rückten deutshen Truppen aus dem Hinter- halt geschossen. Es ist dies nunmehr auf unserer Ost- ront der dritte derartige Ueberfall. Wie die anderen Male, f ist auch in diesem Falle der Verlust braver deutscher Krieger zu beklagen. Es wurden zwei Mann getötet, 20 bis 30 Mann verwundet. Es unterliegt keinem Zweifel, daß es sih um einen planmäßigen Angriff der nicht-militärishen Be- völkerung handelt, und der Verdacht besteht, daß wie in Frankreih und Belgien, so auch in Rußland diese Banden mit der Regierung in Verbindung stehen. Wie in Frankreich und Belgien, so werden auh in Rußland unsere Truppen dieser Zustände Herr werden und rücksihtslos einschreiten.
Wien, 16. August. La T. B.) Die österreichi\ch- ungarishen Truppen seßen ihre Vorwärts bewegung
im Raume westlih der Weichsel fort und sind auch östlich des Flusses bereits im Vordringen begriffen.
Wien, 16. August. (Meldung des Wiener K. K. Tel. Korresp.-Bureaus.) Bi in einigen ausländishen Blättern erschienenen Nachrichten über angebliche russische Er- olge in unserem Grenzgebiet stehen mit der Wehrheit in vollstem Widerspruh. Die ge- mischten russischen Detachements, die stellenweise in dem unmittelbaren Grenzbereih einige Kilometer vorgerückt waren, sind bei Zaloske, Brody und Sokal gleich wieder über die Grenze zurückgeworfen worden. Jhre Tätigkeit beshränkte sich überhaupt auf das Plündern und Anzünden wehrloser Grenzdörfer. Dagegen sind mehrere unserer Kavalleriekörper weit über die russishe Grenze in das Jnnere Rußlands ein-
gedrungen. G Lemberg, 15. August. (W. T. B.) Nach überein- stimmenden Blättermeldungen von der galizischen Grenze nehmen die Desertionen der russishen Grenzwachen und der
Kosaken immer größere Dimensionen an.
Südlicher Kriegsschauplaß. Wien, 16. August. (W. T. B.) Die österrei chi\#ch- ungarischen Truppen haben am 14. d. Mts. nach heftigen Kämpfen den Feind aus einer seit langer Zeit E und stark besegten Stellung auf den östlihen Uferhöhen der Drina in der Nähe von Loznica und Liesnica ge- worfen. Dort sowohl wie bei Sabac wurden am Nachmittag des 14. und in der Nacht zum 15. August zahlreiche mit großer Tapferkeit geführte Gegenangriffe der Serben ab- gewiesen. Am 15. egten die österreichisch - ungarischen Truppen ihre Vorwärtsbewegung fort. Die Verluste der Serben find s{chwer, auch die österreichisch-ungarischen sind nicht unbeträchtlih. Einzelheiten darüber fehlen noch.
Wien, 16. August. (Meldung des Wiener K. K. Tel. Korresp.-Bureaus.) Die gemeldeten Kämpfe an der Drina haben zu einem entscheidenden Siege unserer Truppen über starke feindlihe Kräfte geführt, die in der Richtung auf Valjewo zurückgeworfen wurden. pOeNe Gefangene wurden gemacht und viel Krieg8material erbeutet. Die Ver- folgung des Feindes ist in vollstem Gange. Unsere Truppen haben mit bewunderungswürdiger Tapferkeit gegen den in starken Stellungen befindlichen, an Stärke ebenbürtigen Feind gekämpft.
Wien, 16. August. (W. T. B.) Montenegrinische Streitkräfte, die in das Gebiet Desterr2iH-Ungarns ein- zudringen versuchten, wurden allenthalben zurückgeworfen.
Berlin, 15. August. (W. T. B.) Nachrichten aus Deutsch Südwest - Afrika besagen, daß das dortige Schuß- gebiet ' bisher unbehelligt geblieben ist. Auch in Kamerun hat sih bis jegt nichts Kriegerisches ereignet. Von Deutsch Ostafrika icblzn direkte, von der Südsee alle Nachrichten. In Togo haben unbedeutende Patrouillengefehte mit ein- gedrungenen französishen Truppenabteilungen stattgefunden, bei denen der Feind drei Tote, die deutschen Abteilungen keine Verluste zu verzeihnen haben. Auch englische Truppen sind in Togo vorgedrungen, ohne jedo bis jeßzt mit deutschen Abtei- lungen in Berührung gekommen zu sein.
Der Präsident des Kaiserlichen Gesundheitsamts Dr. Bumm, der Präsident des Retichsversicherungsamts Dr. Kaufmann, der Ministerialdirektor im preußischen Ministerium des Innern Dr. Kirchner und der Präsident der Neichsversiherungsanstalt für An- gestellte Koch veröffentlichen den folgenden Aufruf, betreffend Tuberkulosebekämpfung während des Krieges: „Durh die vielseitigen hochherzigen Maßnahmen zugunsten unserer verwundeten und kranken Krieger dürfen andere segensreih wirkende Wohlfahrtsbestrebungen nit gefährdet werden. Insbefondere muß verhütet werden, daß oifoscuchen wie die Tuberkulose, be- günstigt durch das Darniederliegen der wirtshaftlihen Verhältnisse, vermehrte Opfer bei uns fordern. Die hingebende Arbeit der zur Bekämpfung der Tuberkulose berufenen Stellen darf nicht erlahmen. Vor allem gilt es, für die chwerkranken Tuberkulösen weiter zu sorgen und sie nah Möglichkeit in den Heilstätten zu belassen oder dort unterzubringen. Diese Forderung ist um fo dringliher, well vielfah Ausfall oder Rüdckgang des Verdienstes eine Verschlechte- rung der Lebens- und besonders der Wohnungsverhältnisse zur Folge haben wird. Kranke aus verschiedenen Bezirken können erforderlichen- falls in etner Heilstätte vereinigt werden. Die Auskunfts- und Fürsorgestellen sowie die Walderholungestätten werden, n möglich, ihre Tätigkeit noch steigern müssen. Denn die aus den Heilstätten vorzeitig ausge|chtedenen oder unter den gegenwärtigen Verhältnissen dort nicht aufgenommenen leiht erkrankten Tuberkulösen sind jeßt ausshlteßlich auf ihre Fürsorge angewiesen. Im Interesse der Aufrehterhaltung der Bestrebungen zur Be- kämpfung der Tube1kulofe in dem hiernach gebotenen Umfange hat \ih in der beim Zentralkomitee der deutshen Vereine vom Roten Kreuz errihteten Zentralstelle für Kriegswohlfahrt unter dem Voisiß des Präsidenten Dr. Kaufmann, des Ministerialdirektors Dr. Kirchner und des Präsidenten Koh ein Tuberkuloseaus\chuß gebildet. Als Erfolg der bisherigen Bemühungen darf Deutschland einen Sieg über die Tuberkulose als Volksfeuhe erhoffen. Möge es auch in \chidcksals\{chwerer Zeit diese ausfihtsreißhe Friedensarbeit zielbewußt fortführen. Alle Mitteilungen werden an die Zentralmelde- und -aus- kunfts\telle des Roten Kreuzes, Reichstagëgebäude, NW. 7, Portal IV, erbeten.“
n etner gestern im Restaurant „Rheingold" abgehaltenen, sehr fiatt Lin Be antline der dänishen Kolonie in Berlin wurde durch eine kurze Ansprache den Teilnehmern dargelegt, in welcher Wetse die hier aues Dänen zeigen könnten, wie fie ge- nossene Freundschaft und Gastfreiheit würdigen. Eine größere Summe wurde an Ort und Stelle gesammelt, darunter Beiträge von fünfhundert Mark. Von einer Anzahl dänischer Arbeiter wurden sogar wöchentlihe Beiträge von fünf Mark gezeichnet. Die Samm- lung dauert fort. Eine größere Anzahl von dänischen Familien erbot si, Kinder, deren Väter im Felde sind, zu verpflegen. Eine eins mütige Stimmung beseelte die Versammlung.
n einer Aufsichtsratesißung der Patenhofer-Brauerei in Berl wurde beschlossen, dem Vorschlage der Direktion gemäß den zum Kriegsdienst etngezogenen verhetrateten Beamten bis auf weiteres däs volle Gehalt, den unverheirateten die Hälfte zu belassen und ferner den Familien der O Arbeitnehmer etne Unterstützung derart zu gewähren, daß die Ehefrauen wöchentlich 6 4 und jedes Kind unter 15 Jahren 1 # erhalten.
Aus Aachen berichtet ,„W. T. B.“, daß die Rothenfelder Saline, Aktiengesellschaft zu Bad Rothenfelde, Kreis Iburg, das neueingerihtete Kurh otel mit etwa 150 Betten als Kriegs- lazarett zur Verfügung gestellt und außerdem hunderttausend Mark zu Verpflegungszwecken bereitgestellt hat.