Source: https://www.kreis-goerlitz.de/city_info/webaccessibility/index.cfm?item_id=852706&waid=396&modul_id=13&record_id=3724
Timestamp: 2019-12-13 20:32:05
Document Index: 100962579

Matched Legal Cases: ['§ 18', '§ 52', '§ 55', '§ 59', '§ 60', '§ 90', '§ 91']

Drewke, Elke
03581 663-2801
03581 663-62801
Unter diesem Leitsatz des Kinder- und Jugendhilfegesetzes stellt das Jugendamt Kindern, Jugendlichen und ihren Familien eine Vielzahl von unterstützenden Angeboten zur Verfügung.
Ziel des Jugendamtes ist es,
beizutragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Infrastruktur in unserem Landkreis Görlitz aufzubauen und zu erhalten.
Im Gegensatz zu anderen Ämtern besteht jedes Jugendamt nicht nur aus der Verwaltung, sondern aus dem Jugendhilfeausschuss und der Verwaltung des Jugendamtes.
Das Jugendamt ist in die Abteilung Allgemeiner Sozialer Dienst und fünf Sachgebiete gegliedert.
Weitere Informationen finden Sie unter dem jeweiligen Link.
Abteilung Allgemeinen Sozialen Dienst
Sachgebiet Beistandschaften/ Amtsvormundschaften
Aufgaben der Mitarbeiter*Innen des Sachgebietes sind:
die Beratung und Unterstützung bei der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen des Kindes und der Mutter (§ 18 SGB VIII),
die Beratung und Unterstützung bei Vaterschaftsfeststellung (§ 52 a SGB VIII),
das Führung von Beistandschaften, Amtspflegschaften und Amtsvormundschaften (§§ 55 ff. SGB VIII),
die Beurkundungen und Beglaubigungen, vollstreckbare Urkunden (§ 59 und § 60 SGB VIII) und
das Führung des Beurkundungs- und Sorgerechtsregisters
Die Führung von Beistandschaften, Vormundschaften sind gesetzliche Aufgaben der Jugendhilfe. Das heißt, es liegt nicht im Ermessen des Jugendamtes, über die Übernahme einer Beistandschaft, Pflegschaft oder Vormundschaft zu entscheiden.
Nähere Informationen über den Link zum Sachgebiet.
Die Jugendgerichtshilfe berät Jugendliche und Heranwachsende, die eine Straftat begangen haben. Sie beleuchten Hintergründe und Umstände, die zur Tat führten, berät zu Rechten und Pflichten. Auch die Eltern der straffällig gewordenen jungen Menschen werden beraten. Die SozialarbeiterInnen der Jugendgerichtshilfe stehen im gesamten Strafverfahren zur Seite und schlagen erzieherische Maßnahmen vor.
Zielsetzung ist, dem jungen Menschen mittels pädagogischer Konzepte Wege aufzuzeichnen, die es ihm ermöglichen, ein verantwortungsbewusstes Handeln zu erlangen und der Begehung weiterer Straftaten entgegenzuwirken.
Der Personenkreis umfasst zum einen Jugendliche (14 bis 17 Jahre), zum anderen Heranwachsende (18 bis 21 Jahre).
Die Adoptionsvermittlung ist eine eigenständige Aufgabe der Jugendhilfe. Sie soll Kindern, die nicht mit ihren Eltern leben können, das Aufwachsen und die rechtliche Zugehörigkeit in einer Familie sichern. Die Adoptionsvermittlung hat das Ziel, für diese Kinder geeignete Familien zu finden, damit sie dort als deren Kinder aufwachsen. Sie beraten und betreuen Eltern, die ihr Kind zur Adoption freigeben wollen, überprüfen Adoptivbewerber, vermitteln ein Kind zur Adoption, nehmen gegenüber Gerichten Stellung und unterstützen erwachsene Adoptierte bei ihrer Identitätsfindung. Sie beraten außerdem bei Stiefkindadoptionen.
Es gibt Kinder und Jugendliche, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können. Die Vollzeitpflege ist eine Form der Hilfen zur Erziehung. Sie ergänzt oder übernimmt somit die Erziehung der leiblichen Eltern für einen bestimmten Zeitraum oder auf Dauer. Ziel der Vollzeitpflege ist vorrangig, Kinder wieder zu den leiblichen Eltern zurückzuführen. Deshalb sollen zwischen den Kindern und ihren leiblichen Eltern regelmäßige Besuchskontakte stattfinden. Ältere Jugendliche erhalten Vollzeitpflege mit dem Ziel der Verselbstständigung.
Der Pflegekinderdienst bietet als Fachdienst Hilfestellung, Beratung und Begleitung für alle, die an der Vollzeitpflege beteiligt sind. Pflegeeltern werden in Bewerberkursen auf ihre Aufgaben vorbereitet und geprüft.
Sachgebiet Übernahme Elternbeiträge
Das Sachgebiet prüft die Übernahme der Elternbeiträge für die Kindereinrichtungen nach § 90 Kinder- und Jugendhilfegesetz für Eltern mit geringen Familieneinkommen und übernimmt dann die Elternbeiträge für die Kindertageseinrichtungen, wenn die Prüfung ergeben hat, dass den Eltern der Elternbeitrag nicht zu zumuten ist. Dadurch ist es möglich, dass Kinder die Kinderkrippen, den Kindergarten oder auch den Hort besuchen können.
In diesem Sachgebiet werden die Leistungen finanziert, die notwendig sind, wenn Eltern und deren Kindern erzieherische Hilfen gewährt werden.
Für die erzieherischen Hilfen werden entsprechend § 91 Kinder- und Jugendhilfegesetz die Kinder und deren Eltern aus ihrem Einkommen und ggf. aus ihrem Vermögen zu den entstandenen Kosten herangezogen. Diese Arbeit erfolgt ebenfalls im Sachgebiet Wirtschaftliche Jugendhilfe.
In diesem Sachgebiet findet auch die Führung des Haushaltes des Jugendamtes statt. So werden hier die anfallenden Rechnungen haushaltstechnisch erfasst, wie zum Beispiel die monatlichen Zahlungen an die Träger von Kindereinrichtungen, Zahlungen an Pflegeeltern und Kinderheime.
Zahlt der andere Elternteil keinen oder keinen ausreichenden Unterhalt, so kann dem Kind auf Antrag Unterhaltsvorschuss gewährt werden. Der Unterhaltsvorschuss wird ohne zeitliche Begrenzung und maximal bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt. Voraussetzung ist insbesondere, dass das Kind bei einem seiner Elternteile lebt.
Für Kinder nach Vollendung des zwölften Lebensjahres ist zusätzlich Voraussetzung, dass Sie selbst nicht auf Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind oder dass der alleinerziehende Elternteil im SGB II-Bezug mindestens ein monatliches Bruttoeinkommen von 600 Euro hat.
Um Unterhaltsvorschuss zu beziehen, muss ein schriftlicher Antrag beim Jugendamt, Sachgebiet Unterhaltsvorschuss gestellt werden, die Formulare dafür sind dort erhältlich.
Georgewitzer Straße 58
Sekretariat Jugendamt
03581 663-2801 03581 6636-2801
Richtlinien und Satzungen des Jugendamtes