Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ-RR%202004,%20214
Timestamp: 2019-05-19 17:42:32
Document Index: 337280234

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 20', 'Art. 2', '§ 73', '§ 73', '§ 73', 'BGH', 'BGH', '§ 173', 'BGH', 'BGH', '§ 73', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 73', '§ 73', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 73', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NStZ-RR 2004, 214 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 30.03.2004
https://dejure.org/2004,2740
BGH, 18.02.2004 - 1 StR 296/03 (https://dejure.org/2004,2740)
BGH, Entscheidung vom 18.02.2004 - 1 StR 296/03 (https://dejure.org/2004,2740)
BGH, Entscheidung vom 18. Februar 2004 - 1 StR 296/03 (https://dejure.org/2004,2740)
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Art. 20 Abs. 3 GG; Art. 2 Abs. 1 GG; § 73 StGB; § 73c StGB; UN-Resolution Nr. 661
Verstoß gegen das Irak-Embargo; Verfall (Verfassungsmäßigkeit des Bruttoprinzips: wirksame Umsetzung völkerrechtlicher Verpflichtungen: UN-Resolutionen; Härtefall: Feststellung etwaiger Steuerbelastungen zur Vermeidung einer Doppelbelastung)
Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz; Export von zur Waffenherstellung geeigneten Bohrwerkzeugen mit Zubehörteilen; Verstöße gegen ein in der Bundesrepublik Deutschland umgesetztes Totalembargo
Verfassungsmäßigkeit des "Bruttoprinzips" bei Verfall gegen Drittbegünstigten
NStZ-RR 2004, 214
StV 2005, 22
Das gilt auch für den Drittbegünstigten im Sinne von § 73 Abs. 3 StGB, zumal dann, wenn er Nutznießer der Tat ist (…BGHSt aaO 374; BGH NStZ-RR 2004, 214, 215).
Ist jedoch das Besteuerungsverfahren abgeschlossen, darf der Betroffene nicht auf die eventuell gegebene Möglichkeit der Änderung des Steuerbescheids nach § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO verwiesen werden; vielmehr ist die bestandskräftig festgesetzte Steuerschuld mindernd zu berücksichtigen (vgl. BGH, Urteil vom 21. März 2002 - 5 StR 138/01, NJW 2002, 2257, 2258 f.; Beschluss vom 18. Februar 2004 - 1 StR 296/03, NStZ-RR 2004, 214, 215; siehe auch BGH…, Beschluss vom 17. Oktober 2013 - 3 StR 167/13, juris Rn. 43;… Lackner/Kühl/Heger, StGB, 28. Aufl., § 73c Rn. 2).
Der Senat hat bereits mehrfach entschieden, daß die Anwendung des Bruttoprinzips auch bei der Anordnung des Verfalls gegen einen Drittbegünstigten keinen verfassungsrechtlichen Bedenken begegnet (vgl. BGHSt 47, 369, 372 f.; BGH wistra 2004, 227 - ebenfalls die Verfahrensbeteiligte B. GmbH betreffend -).
Eine nur voraussichtliche Besteuerung führt noch nicht zum Wegfall des Erlangten (vgl. BGH StV 2005, 22, 23).
Entsprechende steuerliche Belastungen müssen im Rahmen des Verfalls berücksichtigt werden (BGH, Urteil vom 21. März 2002 - 5 StR 138/01, BGHSt 47, 260; Beschluss vom 18. Februar 2004 - 1 StR 296/03, StV 2005, 22).
Den Drittbegünstigten soll das Bruttoprinzip veranlassen, zur Verhinderung solcher Taten wirksame Kontrollmechanismen einzurichten (vgl. BGHSt 48, 373, 374; BGHSt 51, 65, 67; BGH NStZ-RR 2004, 214, 215; BGHR StGB § 73c Härte 9).
Es hat indes versäumt, zur Vermeidung einer Doppelbelastung die von dem Angeklagten T auf die vereinnahmten Provisionsbeträge gezahlten Steuern im Rahmen der Entscheidung nach § 73c Abs. 1 Satz 2, 1. Variante StGB aF vorteilsmindernd zu berücksichtigen (vgl. BGH, Urteil vom 21. März 2002 - 5 StR 138/01, BGHSt 47, 260, 264 ff.; Beschlüsse vom 23. September 1988 - 2 StR 460/88, und vom 18. Februar 2004 - 1 StR 296/03, BGHR StGB § 73c Härte 1 und 9).
https://dejure.org/2004,8538
BGH, 30.03.2004 - 1 StR 1/04 (https://dejure.org/2004,8538)
BGH, Entscheidung vom 30.03.2004 - 1 StR 1/04 (https://dejure.org/2004,8538)
BGH, Entscheidung vom 30. März 2004 - 1 StR 1/04 (https://dejure.org/2004,8538)
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Wirksamkeit des Rechtsmittelverzichts (Willensbeeinträchtigung im Zusammenhang mit Verfahrensabsprachen durch das Gericht oder den Verteidiger: heilende Belehrung; Übereinkunft von Staatsanwaltschaft und Verteidigung; Überprüfung der Sprachfähigkeiten des Angeklagten und Hinzuziehung eines Dolmetschers)
Rechtsmittelverzicht bei fehlenden Sprachkenntnissen; Prüfung der Kenntnisse der deutschen Sprache nach pflichtgemäßem Ermessen durch den Tatrichter; Verfahrensbeendende Absprachen zwischen Staatanwaltschaft und Verteidigung
Wirksamkeit eines Rechtsmittelverzichts bei fehlenden Sprachkenntnissen des Angeklagten und vermeintlicher "Absprache" mit der Staatsanwaltschaft
Ferner kann es sich empfehlen, dem Angeklagten Gelegenheit zu einem ausführlichen Beratungsgespräch mit seinem Verteidiger zu geben und auch diesen Vorgang zu protokollieren (vgl. BGH, Beschluß vom 30. März 2004 - 1 StR 1/04, insoweit in NStZ-RR 2004, 214 nicht abgedruckt).
Sprachliche Verständigungsprobleme können die Wirksamkeit eines von dem Angeklagten abgegebenen Rechtsmittelverzichtes zwar im Einzelfall in Frage stellen (vgl. BGH NStZ-RR 2004, 214); solche sind aber vorliegend nicht erkennbar.
OLG Jena, 24.09.2008 - 1 Ws 271/08
Dies gilt auch, wenn es um die Wirksamkeit eines vom Tatrichter zu Protokoll genommenen mündlichen Rechtsmittelverzichts geht (BGH NStZ-RR 2004, 214 m.w.N.).
Ob ein Angeklagter genügend Kenntnisse der deutschen Sprache hat, entscheidet der Tatrichter nach pflichtgemäßem Ermessen (siehe BGH NStZ-RR 2004, 214; Senatsbeschluss vom 24.9.2008, 1 Ws 271/08).