Source: https://www.lecturio.de/jura/weitere-vollstreckungstitel.vortrag
Timestamp: 2018-06-20 22:41:46
Document Index: 298237505

Matched Legal Cases: ['§ 887', '§ 888', '§ 889', '§ 887', '§ 887', '§ 894', '§ 894']

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Die Vollstreckung aus anderen Titeln
Die Vollstreckung aus anderen Titeln von RA Mario Kraatz
Der Vortrag „Die Vollstreckung aus anderen Titeln“ von RA Mario Kraatz ist Bestandteil des Kurses „Vollstreckungsverfahren“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Vollstreckung aus anderen Titeln
Vollstreckung wegen Herausgabe und Leistung von Sachen
Vollstreckung wegen Vornahme von Handlungen
Fallbeispiel: Wandmalerei
Falllösung: Wandmalerei
Welche Ansprüche des Gläubigers kommen bei einer Zwangsvollstreckung wegen Herausgabe und Leistung von Sachen in Betracht?
Es kommen Ansprüche auf Übereignung einer Sache in Betracht.
Es kommen Ansprüche auf Einräumung des Besitzes an einer Sache in Betracht.
Der Gläubiger kann einen anspruch auf Herausgabe von Grundstücken haben.
Der Gläubiger möchte wegen einer Geldforderung eine Sache des Schuldners pfänden lassen.
Wer kann Gewahrsam an einer Sache haben, wegen der die Zwangsvollstreckung betrieben wird?
Der Schuldner kann Gewahrsam an der Sache haben.
Ein Dritter, der die Sachen nicht herausgeben möchte, kann den Gewahrsam haben.
Ein Dritter, der die Sachen herausgeben möchte, kann den Gewahrsam haben.
Der Gläubiger kann Gewahrsam an der Sache haben.
Was versteht man unter Gewahrsam?
Unter Gewahrsam versteht man die tatsächliche Herrschaft an einer Sache.
Der Besitzer einer Sache hat Gewahrsam an dieser.
Der Begriff "Gewahrsam" ist gleichzusetzen mit dem Begriff "Eigentum".
Gewahrsam an einer Sache hat eine Person, die nicht im Besitz der Sache ist.
Welche Vollstreckungsobjekte gibt es bei der Vollstreckung wegen Herausgabe und Leistung von Sachen?
Gegenstand einer solchen Vollstreckung können Mobilien sein.
Gegenstand einer solchen Vollstreckung können Immobilien sein.
Gegenstand einer solchen Vollstreckung sind immer bewegliche Sachen.
Gegenstand einer solchen Vollstreckung sind immer unbewegliche Sachen.
Wie erfolgt die Übereignung an den Gläubiger im Vollstreckungsprozess?
Der vollstreckbare Titel fingiert eine Einigungserklärung des Schuldners und durch die Wegnahme wird die Sache übergeben.
Im Vollstreckungsprozess werden keine beweglichen Sachen übereignet.
Mit dem Erhalt des vollstreckbaren Titels wird der Gläubiger Eigentümer der Sachen.
Auf einen vollstreckbaren Titel kommt es bei der Übereignung nicht an.
Wie wird dem Gläubiger der Besitz an einer Immobilie eingeräumt?
Dem Schuldner wird der Besitz durch Räumung abgesprochen und dem Gläubiger wird der Besitz eingeräumt.
Bei der Zwangsvollstreckung ist eine Einräumung des Besitzes an einer Immobilie nicht möglich.
Der Gläubiger wird schon dadurch Besitzer der Immobilie, dass dem Schuldner der Besitz abgesprochen wird.
Der Gläubiger wird schon Besitzer der Immobile, wenn er den entsprechenden Antrag stellt.
Welche Vorschriften sind bei einer Vollstreckung wegen Vornahme von Handlungen einschlägig?
Bei vertretbaren Handlungen ist § 887 ZPO einschlägig.
Bei unvertretbaren Handlungen ist § 888 ZPO einschlägig.
Für alle Handlungen ist § 889 ZPO einschlägig.
Bei unvertretbaren Handlungen ist § 887 ZPO einschlägig.
Was versteht man unter der Vertretbarkeit einer Handlung?
Eine Handlung gilt dann als vertretbar, wenn sie nicht zwangsläufig von einer bestimmten Person vorgenommen werden muss.
Eine Handlung gilt dann als vertretbar, wenn sie nur von einer bestimmten Person vorgenommen werden kann.
Auf die Vertretbarkeit kommt es bei der Zwangsvollstreckung nicht an.
Der Begriff der Vertretbarkeit wird in § 887 ZPO legaldefiniert.
Welche Zwangsmaßnahmen kann das Gericht bei unvertretbaren Handlungen verhängen?
Das Gericht kann eine Zwangshaft des Schulders verhängen.
Das Gericht kann ein Zwangsgeld verhängen.
Das Gericht ist nicht befugt, Zwangsmaßnahmen zu verhängen.
Das Gericht kann eine Untersuchungshaft anordnen.
Wie kann wegen der Abgabe einer Willenserklärung vollstreckt werden?
Mit der Rechtskraft des Urteils wird gemäß § 894 ZPO die Erklärung des Schuldners fingiert und somit als abgegeben angesehen.
Eine Vollstreckung wegen der Abgabe einer Willenserklärung ist nach deutschem Recht nicht möglich.
Das Gericht kann Zwangsmaßnahmen verhängen, die den Schuldner zur Abgabe der Willenserklärung bewegen sollen.
Mit der Rechtskraft des Urteils wird gemäß § 894 ZPO ist der Gläubiger selbst befugt Zwangsmaßnahmen zu verhängen, die den Schuldner zur Abgabe der Willenserklärung bewegen sollen.
Dozent des Vortrages Die Vollstreckung aus anderen Titeln