Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=8%20AZR%20550/02
Timestamp: 2019-07-19 09:06:55
Document Index: 242676712

Matched Legal Cases: ['§ 74', '§ 551', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 11', '§ 22', '§ 22', '§ 259']

BAG, 18.12.2003 - 8 AZR 550/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,4053
BAG, 18.12.2003 - 8 AZR 550/02 (https://dejure.org/2003,4053)
BAG, Entscheidung vom 18.12.2003 - 8 AZR 550/02 (https://dejure.org/2003,4053)
BAG, Entscheidung vom 18. Dezember 2003 - 8 AZR 550/02 (https://dejure.org/2003,4053)
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Eingruppierung einer Lehrerin für Textverarbeitung in Baden-Württemberg - Mehrarbeitsvergütung
Eingruppierung einer an einer beruflichen Schule beschäftigten Sportlehrerin; Vereinbarung der Anwendbarkeit des Bundes-Angestelltentarifvertrages (BAT); Anspruch auf Höhergruppierung wegen Unterrichtung des zusätzlichen Fachs "Textverarbeitung"; Anspruch auf Höhergruppierung aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz; Anforderungen an die Rüge mangelnder Sachaufklärung; Anforderungen an die Rüge der Missachtung der materiellen Prozessleitung; Zulässigkeit einer Feststellungsklage auf künftige Leistungen; Überschreitung der Arbeitszeit bei Lehrern
ArbG Freiburg, 11.09.2001 - 5 Ca 126/01
ArbG Freiburg, 11.09.2001 - 5 Ca 126/06
Bei Lehrern wird nur der Umfang der Unterrichtsverpflichtung gesondert geregelt, die sich aber innerhalb der normalen Arbeitszeit bewegt (vgl. BAG 18. Dezember 2003 - 8 AZR 550/02 - EzBAT SR 2l I Nr. 3 Nr. 17, zu II 2 b der Gründe).
Anzugeben ist die Darlegung, dass die Nichtberücksichtigung des Parteivortrags kausal für die Entscheidung gewesen ist (vgl. BAG 6. Januar 2004 - 9 AZR 680/02 - BAGE 109, 145 = AP ArbGG 1979 § 74 Nr. 11 = EzA ZPO 2002 § 551 Nr. 1; 18. Dezember 2003 - 8 AZR 550/02 - mwN).
Das gilt sowohl für die Vergangenheit, auf die eine Leistungsklage beschränkt wäre, als auch für die Zukunft, für die der Kläger sich ohnehin nicht auf die Möglichkeit der Klage auf zukünftige Leistung verweisen lassen muss, sondern zwischen den beiden Klagearten wählen kann (vgl. BAG vom 18.12.2003 - 8 AZR 550/02 in ZTR 2004, 35).
Nur dann ist es gerechtfertigt, den Rechtsstreit zur weiteren Sachverhaltsaufklärung an das Berufungsgericht zurückzuverweisen (BAG 18. Dezember 2003 - 8 AZR 550/02 - mwN).
Als sachlicher Grund, hinsichtlich der Vergütung von Lehrern zu differenzieren, sind sowohl Unterschiede in deren Ausbildung (BAG 17. April 2003 - 8 AZR 273/02 - EzBAT BAT §§ 22, 23 M. Lehrer Nr. 114; 18. Dezember 2003 - 8 AZR 550/02 - EzBAT BAT SR 2 l I Nr. 3 Nr. 17) als auch in deren Lehrbefähigung anerkannt (BAG 25. November 1998 - 10 AZR 518/97 - AP BAT §§ 22, 23 Lehrer Nr. 74 = EzBAT BAT §§ 22, 23 M. Lehrer Nr. 64; 18. Oktober 2000 - 10 AZR 643/99 - AP BAT-O § 11 Nr. 24 = EzBAT BAT §§ 22, 23 M. Lehrer Nr. 76; 30. Oktober 2003 - 8 AZR 494/02 - EzBAT BAT §§ 22, 23 M. Lehrer Nr. 117).
Das gilt sowohl für die Vergangenheit, auf die eine Leistungsklage beschränkt wäre, als auch für die Zukunft, für die der Kläger sich ohnehin nicht auf die Möglichkeit der Klage auf zukünftige Leistung verweisen lassen muss, sondern zwischen den beiden Klagearten wählen kann (vgl. BAG, Urteil vom 18. Dezember 2003 - 8 AZR 550/02 -, Rn. 31, juris, m.w.N.).
Zu den künftigen Leistungen i. S. v. § 259 ZPO sind auch zukünftige Vergütungsansprüche von Arbeitnehmern gerechnet worden (BAG 18.12.2003 - 8 AZR 550/02, Rn. 31).