Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?highlight_docid=aza%3A%2F%2F09-02-2009-8C_729-2008&lang=de&type=show_document
Timestamp: 2018-07-21 19:42:40
Document Index: 109814182

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 71', 'Art. 61', 'Art. 6', 'Art. 11', 'Art. 99']

8C_729/2008 09.02.2009
8C_729/2008
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 30. Mai 2008.
Der 1972 geborene C.________ war als Techniker der X.________ AG bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er sich am 6. Januar 2003 bei einem Sprung mit dem Snowboard am Rücken verletzte. Gemäss den Eintragungen auf dem Unfallschein konnte der Versicherte seine angestammte Arbeit am 13. Januar 2003 wieder voll aufnehmen. Am 1. September 2006 liess der Versicherte der SUVA einen Rückfall melden. Nach medizinischen Abklärungen lehnte diese mit Verfügung vom 31. Mai 2007 und Einspracheentscheid vom 7. Januar 2008 eine Leistungspflicht ab, da die geklagten Beschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich Folge eines versicherten Ereignisses seien.
Die von C.________ hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Entscheid vom 30. Mai 2008 ab.
Mit Beschwerde beantragt C.________ sinngemäss, die SUVA sei unter Aufhebung des Einsprache- und des kantonalen Gerichtsentscheides zu verpflichten, Leistungen für die am 1. September 2006 gemeldeten Rückfallbeschwerden zu erbringen.
Mit Schreiben vom 23. Januar 2009 bestätigt das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden den Eingang eines Wiedererwägungsgesuches des C.________.
1.1 Der Beschwerdeführer macht mit Schreiben vom 19. September 2008 geltend, er habe beim kantonalen Gericht ein Wiedererwägungsgesuch gestellt und beantragt, das Bundesgericht möge mit der Behandlung seiner Beschwerde zuwarten, bis die Vorinstanz über dieses Gesuch entschieden habe. Damit stellt er sinngemäss ein Sistierungsgesuch.
1.2 Nach Art. 6 Abs. 1 BZP (SR 273) in Verbindung mit Art. 71 BGG kann das Gericht aus Gründen der Zweckmässigkeit das Verfahren aussetzen, insbesondere wenn das Urteil von der Entscheidung in einem anderen Rechtsstreit beeinflusst werden kann.
1.3 Gemäss Art. 61 lit. i ATSG (SR 830.1) muss im Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht die Revision von Entscheiden wegen Entdeckung neuer Tatsachen oder Beweismittel oder wegen Einwirkung durch Verbrechen oder Vergehen gewährleistet sein. Einem allgemeinen prozessualen Grundsatz folgend, kann sich ein solches Revisionsbegehren als ausserordentliches Rechtsmittel nur gegen rechtskräftige kantonale Entscheide richten. Demnach ist ein Revisionsgesuch nicht zulässig, solange das ordentliche Rechtsmittel der Beschwerde ans Bundesgericht möglich ist (vgl. Urteil H 257/00 vom 18. Dezember 2001 E. 2 mit Hinweisen).
1.4 Der Beschwerdeführer hat gegen den angefochtenen Entscheid innert Frist Beschwerde beim Bundesgericht erhoben. Somit ist der vorinstanzliche Entscheid nicht rechtskräftig geworden. Dem kantonalen Gericht ist es demnach von Bundesrecht wegen versagt, auf das Revisionsgesuch des Versicherten einzutreten; daraus folgt, dass der Entscheid der Vorinstanz über dieses Gesuch das Urteil über die Beschwerde beim Bundesgericht nicht beeinflussen kann. Das Sistierungsgesuch ist abzuweisen.
Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der SUVA betreffend der am 1. September 2006 gemeldeten Rückenschmerzen. Dabei hat die Unfallversicherung nur dann Leistungen zu erbringen, wenn der gek0lagte Schaden Folge eines Unfalles oder einer Berufskrankheit ist (Art. 6 UVG [SR 832.20]; vgl. auch Art. 11 UVV [SR 832.202]).
Das kantonale Gericht hat in umfassender Würdigung der gesamten medizinischen Akten festgestellt, dass die geklagten Rückenbeschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich Folge des Vorfalles vom 6. Januar 2003 sind. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag keine Zweifel an der Richtigkeit dieser Feststellung zu begründen: Dr. med. B.________, FMH Innere Medizin speziell Rheumaerkrankungen, fertigte am 8. Januar 2004, mithin etwa ein Jahr nach dem Ereignis, konventionelle Aufnahmen der Lendenwirbelsäule (LWS) an. Sowohl dieser Arzt, als auch der SUVA-Kreisarzt Dr. med. R.________, Facharzt FMH Orthopädische Chirurgie, sind sich darüber einig, dass auf diesen Bildern keine unfallkausalen Verletzungsbefunde festzustellen sind. Wie Dr. med. R.________ in seinem Bericht vom 29. März 2007 überzeugend darlegte, sind die durch Dr. med. W.________ vom Medizinischen Zentrum Y.________ am 26. April 2007 bildgebend nachgewiesenen Osteochondrosen und Diskopathiebefunde, akzentuiert im Segmentbereich L5/S1, nicht überwiegend wahrscheinlich durch den Unfall verursacht. Dem SUVA-Kreisarzt lagen sowohl die Aufnahmen des Dr. med. B.________ als auch jene des Medizinischen Zentrums Y.________ vor. Er begründete zudem die fehlende Unfallkausalität nicht mit typischen Zeichen einer Sakroiliitis. Somit kann offenbleiben, ob die vom Beschwerdeführer letztinstanzlich aufgelegte Bestätigung des Dr. med. W.________ vom 26. August 2008, wonach solche Zeichen beim Versicherten nicht vorliegen würden und es sich, soweit aus seinem Bericht vom 26. April 2007 das Gegenteil hervorgeht, um einen Verschrieb handelt, mit Blick auf Art. 99 Abs. 1 BGG ein zulässiges Beweismittel darstellt. Vorinstanz und Verwaltung haben eine Leistungspflicht der SUVA betreffend die im September 2006 gemeldeten Rückenbeschwerden zu Recht verneint.