Source: https://www.diepholz.de/portal/meldungen/neue-untersuchungen-im-rahmen-der-30-biotope-900002629-21750.html?rubrik=1000004
Timestamp: 2018-07-18 14:36:06
Document Index: 133425720

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 30', '§ 29', '§ 30', '§ 29', '§ 30', '§ 30', '§30']

Neue Untersuchungen im Rahmen der § 30 Biotope | Landkreis Diepholz
Neue Untersuchungen im Rahmen der § 30 Biotope
Im Rahmen der Fortschreibung des Landschaftsrahmenplans werden in den kommenden zwei Jahren die sogenannten gesetzlich geschützten Biotope und Landschaftsbestandteile sowie Verdachtsflächen hinsichtlich geschützter Biotope nach § 29 und § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) im Landkreis Diepholz angefahren und kartiert.
Schwarzes Moor im Kammmolchbiotop bei Bassum © Jan Kanzelmeyer Anzeige in Originalgröße 612 KB - 1024 x 683 Schwarzes Moor im Kammmolchbiotop bei Bassum© Jan KanzelmeyerWarum gibt es gesetzlich geschützte Biotope?
Biotope sind Lebensräume wildlebender Tiere und Pflanzen. Viele in unserer Landschaft noch vorkommende, naturnahe Biotope sind direkt oder indirekt zum Beispiel durch Bebauung, Nutzungsintensivierung, Nährstoffeinträge oder Entwässerungsmaßnahmen gefährdet. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber bestimmte Biotoptypen gemäß § 29 und § 30 BNatSchG unter einen gesetzlichen Schutz gestellt.
Im Landkreis Diepholz sind aktuell 699 gesetzlich geschützte Biotope nach § 30 BNatSchG bekannt. Sie wurden größtenteils mit der Erstellung des Landschaftsrahmenplans in den Jahren 1998 bis 2001 erfasst bzw. aktualisiert. In den vergangenen 15 Jahren sind nur wenige Biotope hinzugekommen.
Mit der anstehenden Kartierung sollen die Biotope aktuell nach dem „Kartierschlüssel für Biotoptypen in Niedersachsen“ (Olaf von Drachenfels, 2016) erfasst werden. Dabei wird die genaue Abgrenzung digital per GPS, die Pflanzenarten, der Zustand sowie Beeinträchtigungen der Biotope ermittelt. Zu diesem Zweck werden Mitarbeiter eines Planungsbüros aus Hannover von etwa Mitte April bis etwa August in den Jahren 2017 und 2018 im Landkreis Diepholz unterwegs sein. Alle Kartierer des Büros fahren ein Auto mit hannoverschem Kennzeichen und können sich entsprechend ausweisen.
Gesetzlich geschützte Biotope und Quellmoor bei Kirchdorf von Kai Backhaus © Landkreis Diepholz Anzeige in Originalgröße 369 KB - 1200 x 900 Quellmoor bei Kirchdorf von Kai Backhaus© Landkreis Diepholz Landschaftsbestandteile haben einen Schutzstatus, der keiner Verordnung, Satzung oder Einzelanordnung unterliegen muss. Der gesetzliche Schutz bezieht sich sowohl auf den Lebensraum als auch auf die dazugehörige Lebensgemeinschaft.
In der Regel können die Flächen aber weiterhin so genutzt werden wie bisher, da durch die bestehende, meist extensive, Nutzung der Lebensraum entstanden beziehungsweise erhalten geblieben ist. Es müssen jedoch alle Maßnahmen unterbleiben, die zu einer Zerstörung oder sonstigen erheblichen Beeinträchtigung des Biotops führen können. Die derzeit intensiv genutzten Flächen sind nicht betroffen. Im Zweifelsfall sollte sich der jeweilige Eigentümer oder Nutzer vor einem Nutzungswechsel oder der Durchführung einer Maßnahme bei der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises über die Zulässigkeit erkundigen.
Die Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde (s. Kontakt unten) des Landkreises Diepholz informieren die Bürger gerne bei Detailfragen. Einen ersten Überblick kann man sich auf der Internetseite des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) verschaffen, auf der die geschützten Biotope und Landschaftsbestandteile sowie deren Schutzstatus ausführlich und beispielhaft erläutert werden.
NLWKN §30