Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=FG%20M%C3%BCnchen&Datum=01.07.2015&Aktenzeichen=3%20K%202165/12
Timestamp: 2019-11-18 01:30:29
Document Index: 144491885

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 14', '§ 24', '§ 42', '§ 24', '§ 12']

FG München, 01.07.2015 - 3 K 2165/12 - dejure.org
https://dejure.org/2015,46928
FG München, 01.07.2015 - 3 K 2165/12 (https://dejure.org/2015,46928)
FG München, Entscheidung vom 01.07.2015 - 3 K 2165/12 (https://dejure.org/2015,46928)
FG München, Entscheidung vom 01. Juli 2015 - 3 K 2165/12 (https://dejure.org/2015,46928)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2015,46928) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
UStG § 15 Abs. 1; UStG § 14 Abs. 4 S. 1 Nr. 4; UStG § 24; AO § 42
Bedeutung der Rechnungsnummer für den Vorsteuerabzug - Gestaltungsmissbrauch im Umsatzsteuerrecht durch Verkauf und Rückkauf von Vieh bei Beteiligung miteinander verwandter Landwirte
Vorsteuerabzug bei fehlenden einmalig vergebenen und fortlaufenden Rechnungsnummern; Gestaltungsmissbrauch im Umsatzsteuerrecht durch den Verkauf und Rückkauf von Vieh unter Beteiligung miteinander verwandter Landwirte
Kein Vorsteuerabzug bei Fehlen einmalig vergebener und fortlaufender Rechnungsnummern; Gestaltungsmissbrauch im Umsatzsteuerrecht durch Verkauf und Rückkauf von Vieh unter Beteiligung miteinander verwandter Landwirte
bb) Allerdings haben sowohl das FG München (DStRE 2017, 241, Rz 34 und 35) als auch das FG Münster (EFG 2017, 530, Rz 39) das Vorliegen eines Missbrauchs wesentlich auf den höheren Steuersatz für die Eingangslieferung (§ 24 UStG) und den niedrigeren Steuersatz auf die Ausgangslieferung (§ 12 Abs. 2 UStG) gestützt, so dass in den von ihnen beurteilten Fällen aufgrund der Steuerermäßigung für die Ausgangslieferung jeweils regelmäßig ein Überschuss der Vorsteuer über die Umsatzsteuer entstand.
Das FG München hat im Urteil vom 01.07.2015 3 K 2165/12 (juris) auf der Grundlage dieser BFH-Entscheidung es als rechtsmissbräuchlich angesehen, wenn der Verkauf und der Rückkauf von Vieh unter Beteiligung miteinander verwandter Landwirte lediglich den doppelten Genuss eines Vorsteuerüberhangs bezweckte.
Das FG München hat es im Urteil vom 01.07.2015 3 K 2165/12 (juris) auf der Grundlage dieser BFH-Entscheidung als rechtsmissbräuchlich angesehen, wenn der Verkauf und der Rückkauf von Vieh unter Beteiligung miteinander verwandter Landwirte lediglich den doppelten Genuss eines Vorsteuerüberhangs bezweckte.