Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=05.10.2004&Aktenzeichen=X%20ZR%2025/02
Timestamp: 2020-07-06 09:13:50
Document Index: 390130380

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 530', '§ 812', 'BGH', 'BGH', '§ 516', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 05.10.2004 - X ZR 25/02 - dejure.org
https://dejure.org/2004,4797
BGH, 05.10.2004 - X ZR 25/02 (https://dejure.org/2004,4797)
BGH, Entscheidung vom 05.10.2004 - X ZR 25/02 (https://dejure.org/2004,4797)
BGH, Entscheidung vom 05. Januar 2004 - X ZR 25/02 (https://dejure.org/2004,4797)
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Bestimmung der Anforderungen an einen Widerruf einer Schenkung wegen groben Undanks; Zweckverfehlung einer Schenkung
BGB § 530 § 812 Abs. 1 S. 1 Alt. 2
Rückforderung einer Schenkung wegen schwerer Verfehlung des Beschenkten und wegen Zweckverfehlung
Rückforderungsrecht bei Zweckschenkung
FamRZ 2005, 337
Die Zweckerreichung ist dann, wenn sie vom übereinstimmenden Willen beider Vertragsparteien umfasst ist, übereinstimmende Geschäftsgrundlage beider Vertragsparteien geworden (vgl. BGH, Versäumnisurteil v. 05. Oktober 2004 - X ZR 25/02 -, FamRZ 2005, 337;… Urt. v. 23. September 1983 - V ZR 67/82 -, WM 1983, 1194;… siehe auch BGH, Urt. v. 27. Juni 2012 - XII ZR 47/09 -, NJW 2012, 2728;… Urt. v. 15. November 2000 - VIII ZR 324/99 -, NJW 2001, 1204, m.z.w.N.;… Koch in: Münchener Kommentar zum BGB, 6. Aufl. 2012, § 516, Rdnr. 28, 29, m.w.N.;… Sefrin, aaO, Rdnr. 65 ff, m.w.N.;… siehe auch OLG Hamm, aaO).
Die Geschäftsgrundlage eines Vertrages wird dabei durch die nicht zum eigentlichen Vertragsinhalt erhobenen (z. B. BGH, Urteil vom 05.10.2004 - X ZR 25/02 - FamRZ 2005, 337 f, zu III 3 der Gründe), bei Abschluss des Vertrages zu Tage getretenen und dem anderen Teil erkennbar gewordenen und von ihm nicht beanstandeten Vorstellungen der einen Partei oder die gemeinsamen Vorstellungen beider Vertragsparteien oder die dem Geschäftsgegner erkennbaren und von ihm nicht beanstandeten Vorstellungen der einen Vertragspartei von dem Vorhandensein oder dem zukünftigen Eintritt gewisser Umstände gebildet, auf denen der Geschäftswille der Parteien sich aufbaut.
Es kommt auf eine wertende Betrachtung des Gesamtverhaltens des Beschenkten im Vergleich mit dem gesamten Verhalten des Schenkers an (vgl. BGH FamRZ 2005, 337 ; BGH NJW 2002, 2461 ; BGH NJW 1992, 183 ).
Insoweit brauchte das Verwaltungsgericht auf das weitere Vorbringen hinsichtlich des Zwecks der Vermögensübertragung nicht einzugehen, zumal damit wegen der Möglichkeit einer zweckgebundenen Schenkung (vgl. BGH vom 5.10.2004 FamRZ 2005, 337/338) oder einer zweckgebundenen, freiwilligen Unterhaltsgewährung (vgl. BGH vom 6.11.1985 NJW-RR 1986, 426/427) nichts über den Charakter des zugrunde liegenden Rechtsgeschäfts gesagt ist.