Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20161/03
Timestamp: 2019-11-19 10:40:23
Document Index: 176390550

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', '§ 362', '§ 242', '§ 362', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 93']

BGH, 17.03.2004 - VIII ZR 161/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,1936
BGH, 17.03.2004 - VIII ZR 161/03 (https://dejure.org/2004,1936)
BGH, Entscheidung vom 17.03.2004 - VIII ZR 161/03 (https://dejure.org/2004,1936)
BGH, Entscheidung vom 17. März 2004 - VIII ZR 161/03 (https://dejure.org/2004,1936)
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BGB § 242, § 362
Leistung an Erfüllungs statt - Konkludent erklärter Widerruf - Würdigung aus der Sicht des Erklärungsempfängers - Mitteilung einer Bankverbindung - Rechtsmißbräuchlichkeit widersprüchlichen Verhaltens
Keine Berufung auf Nichterfüllung wegen Überweisung auf falsches Konto bei gleichzeitiger Behandlung des überwiesenen Betrages als Zufluss
Zur rechtsmissbräuchlichen Berufung auf mangelnde Erfüllung durch Banküberweisung
BGB § 242 § 362
Berufung auf mangelnde Erfüllung durch Banküberweisung
BGB §§ 242, 362
Tilgung der Schuld durch Überweisung
NJW-RR 2004, 1281
ZIP 2004, 1354
WM 2004, 1219
Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass eine Überweisung auf ein anderes als das von dem Gläubiger angegebene Konto grundsätzlich keine Tilgungswirkung hat (BGHZ 98, 24, 30; 128, 135, 137; BGH, Urt. v. 17. März 2004 - VIII ZR 161/03, ZIP 2004, 1354, 1355).
Das stillschweigend erklärte Einverständnis des Gläubigers liegt in der Regel in der Bekanntgabe des Girokontos auf Briefen, Rechnungen und dergleichen an den Schuldner (BGH, Urt. v. 17.3.2004 - VIII ZR 161/03, NJW-RR 2004, 1281 m.w.N.).
Widersprüchliches Verhalten ist rechtsmißbräuchlich, wenn für den anderen Teil ein Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist oder wenn andere besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (BGH, Urteile vom 5. Juni 1997 - X ZR 73/95, NJW 1997, 3377, 3379 f. m.w.Nachw. und vom 17. März 2004 - VIII ZR 161/03, WM 2004, 1219, 1221).
Denn grundsätzlich gilt: Teilt der Gläubiger dem Schuldner lediglich ein bestimmtes Girokonto mit, so hat die Überweisung auf ein anderes Konto in der Regel keine Tilgungswirkung (BGH 13.07.2004 NJW-RR 2004, 1281; 14.07.2008 NJW-RR 2008, 1512).
OLG Karlsruhe, 14.07.2017 - 9 U 170/15
Keine Erfüllungswirkung durch Überweisung auf ein aufgelöstes Bankkonto
Die vom Landgericht zitierte Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 17.03.2004 (NJW-RR 2004, 1281 ) betraf einen Fall, der mit dem vorliegenden Sachverhalt nicht vergleichbar ist.
Verfügt der Gläubiger im Überweisungsfall über mehrere Konten und teilt er dem Schuldner ein bestimmtes Bankkonto mit, besteht grundsätzlich kein Einverständnis mit der Überweisung auf ein anderes Konto des Gläubigers (vgl. BGH, Urteil vom 05.05.1986, Az.: II ZR 150/85; BGH, Urteil vom 17.03.2004, Az.: VIII ZR 161/03; OLG Köln, Urteil vom 20.01.2006, Az.: 19 U 63/05; so auch BSG, Urteil vom 14.08.2003, Az.: B 13 RJ 11/03 R).
Widersprüchliches Verhalten ist rechtsmissbräuchlich, wenn für den anderen Teil ein Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist oder wenn andere besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (vgl. m.w.N. BGH, Urteil vom 17.03.2004, Az.: VIII ZR 161/03).
Rechtsmissbräuchlich ist nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes widersprüchliches Verhalten vielmehr erst dann, wenn dadurch für den anderen Teil ein Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist oder wenn andere besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (BGH, Urt. v. 17.03.2004 - VIII ZR 161/03 -).
Verfügt der Gläubiger im Überweisungsfall über mehrere Konten und teilt er dem Schuldner ein bestimmtes Bankkonto mit, besteht grundsätzlich kein Einverständnis mit der Überweisung auf ein anderes Konto des Gläubigers (vgl. BGH, Urteil vom 5.5.1986, II ZR 150/85; BGH, Urteil vom 17.3.2004, VIII ZR 161/03; OLG Köln, Urteil vom 20.1.2006, 19 U 63/05; so auch BSG, Urteil vom 14.8.2003, B 13 RJ 11/03 R).
Widersprüchliches Verhalten ist rechtsmissbräuchlich, wenn für den anderen Teil ein Vertrauenstatbestand geschaffen worden ist oder wenn andere besondere Umstände die Rechtsausübung als treuwidrig erscheinen lassen (vgl. m.w.N. BGH, Urteil vom 17.3.2004, VIII ZR 161/03).
KG, 17.10.2005 - 8 W 72/05
Kostentragung nach Erledigungserklärung - sofortiges Anerkenntnis nach § 93 ZPO …
KG, 13.10.2005 - 8 W 72/05
Kostenentscheidung nach sofortigem Anerkenntnis: Notwendigkeit der …