Source: http://www.jusguide.at/index.php?id=88&tx_ttnews%5Btt_news%5D=180
Timestamp: 2017-08-22 22:32:34
Document Index: 263530790

Matched Legal Cases: ['OGH', '§ 96', 'OGH', '§ 96', 'OGH', '§ 96']

OGH: Die einseitige konsenslose Einführung und Anwendung eines Zeiterfassungssystems, das auf einem biometrischen Fingerscanning des Personals eines Krankenhauses beruht, verletzt die Mitwirkungsrechte des Betriebsrats nach § 96 Abs 1 Z 3 ArbVG
08.03.2007 Arbeits- und Sozialrecht
Schlagworte: Betriebsverfassungsrecht, Kontrolleinrichtung, Menschenwürde, Krankenhaus, biometrischer Fingerscan
In seinem Beschluss vom 20.12.2006 zur GZ 9 ObA 109/06d hat sich der OGH mit der Zugangskontrolle mittels personenbezogener biometrischer Daten und § 96 Abs 1 Z 3 ArbVG befasst:
OGH: Die einseitige konsenslose Einführung und Anwendung eines Zeiterfassungssystems, das auf einem biometrischen Fingerscanning des Personals eines Krankenhauses beruht, berührt die Menschenwürde und verletzt die Mitwirkungsrechte des Betriebsrats nach § 96 Abs 1 Z 3 ArbVG. Die Kontrolleinrichtung ist daher rechtswidrig und unzulässig.