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Timestamp: 2019-02-16 20:46:24
Document Index: 313304396

Matched Legal Cases: ['§ 104', '§ 23', '§ 101', '§ 104', '§ 99', '§ 104', '§ 104', '§ 25', 'Art. 8', '§ 23', '§ 104', '§ 104', '§ 104', '§ 104', '§ 104', '§ 104', '§ 104', '§ 60', '§ 42', 'Art. 8', '§ 18', '§ 1', '§ 43', '§ 2', '§ 43', '§ 2', '§ 42', '§ 2', '§ 49', '§ 2', '§ 45', '§ 42', '§ 42', '§ 2', '§ 42', '§ 46', '§ 2', '§ 42', '§ 43', '§ 43', '§ 2', '§ 13', '§ 13', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 11', 'Art. 67', '§ 123', '§ 123', '§ 4', '§ 124']

Rechtsprechung: DVBl 2007, 1579 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OVG Niedersachsen, 29.08.2007 | OVG Niedersachsen, 19.09.2007 | VGH Bayern, 13.06.2007 | VGH Bayern, 10.04.2007 | VGH Bayern, 20.06.2007
Bleiberecht aus humanitären Gründen; niedersächsische Landesregelung - betroffener Personenkreis; Altfallregelung für geduldete Ausländer nach § 104a AufenthG 2004
AufenthG § 23 Abs. 1; AufenthG § 101 Abs. 2; AufenthG § 104 Abs. 1; AuslG § 99 Abs. 1; AufenthG § 104 a Abs. 1 S. 1 Nr. 6; AufenthG § 104 a Abs. 2 S. 1; AufenthG § 25 Abs. 5; EMRK Art. 8
D (A), Aufenthaltserlaubnis, Verlängerung, Bleiberechtsregelung 1990, Bleiberechtsregelung 2001, Libanon, Libanesen, Staatenlose, Kurden, Sammeleinbürgerung, Türken, Staatsangehörigkeit, Übergangsregelung, Zuwanderungsgesetz, Altfälle, Gleichheitsgrundsatz, Erlasslage, Falschangaben, Eltern, Kinder, Zurechenbarkeit, Vertretenmüssen, Bleiberechtsregelung 2006, Altfallregelung, Straftat, Strafurteil, Integration, Zukunftsprognose, Ausreisehindernis, freiwillige Ausreise, Laissez-Passer, Passlosigkeit, Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK, Privatleben, Verhältnismäßigkeit
Bleiberecht aus humanitären Gründen - Altfallregelung; Bleiberechtserlass 1990; Bleiberechtserlass 2006; humanitäres, Bleiberecht; Kurden: Libanon; Kurden: Staatenlosigkeit; Privatleben; rechtliches, Ausreisehindernis; Versagungsgrund
Anspruch auf Verlängerung einer Aufenthaltsbefugnis als Aufenthaltserlaubnis nach § 23 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) in Verbindung mit Bleiberechtsregelungen des Landes Niedersachsen aus der Zeit vor 2005; Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen; Geltung des Bleiberechtserlasses des Niedersächsischen Innenministeriums vom 18. Oktober 1990 für aus dem Libanon eingereiste Kurden mit türkischer Staatsangehörigkeit und libanesische Staatsangehörige; Ermessensspielraum für eine Altfallregelung zugunsten eines Ausländers bei einer Verurteilung wegen einer vorsätzlichen Straftat zu einer Geldstrafe von mehr als 50 Tagessätzen
DVBl 2008, 57
Asylantrag, offensichtlich unbegründeter Asylantrag; Sperrwirkung; …
Der nicht näher begründeten gegenteiligen Auffassung, die verlangt, dass das volljährige ledige Kind selbst die Mindestaufenthaltszeiten nach § 104a Abs. 2 Satz 1 AufenthG erfüllen müsse (so OVG Lüneburg, Urteil vom 27. September 2007 11 LB 69/07 DVBl 2008, 57 Rn. 80;… ihm folgend Maaßen, a.a.O. S. 332 Rn. 741), ist daher nicht zu folgen (…ebenso: Funke-Kaiser, in: GK-AufenthG, Stand: Oktober 2009, § 104a, Rn. 25;… Albrecht, in: Storr u.a., ZuWG 2. Aufl. 2008, § 104a AufenthG, S. 776 Rn. 21).
(vgl. einerseits OVG Hamburg, Urteil vom 29.1.2008 - 3 Bf 149/02 -, andererseits VGH Mannheim, Beschluss vom 28.4.2008 - 11 S 683/08 -, und OVG Lüneburg, Beschluss vom 27.9.2007 - 11 B LB 69/07 -, DVBl. 2008, 57) Nach den Anwendungshinweisen des Ministeriums für Inneres und Sport zur gesetzlichen Altfallregelung (vgl. die "Hinweise zu den §§ 104a und b AufenthG" des Ministeriums für Inneres und Sport vom 23.11.2007 - B 5 5510/AufenthG 104a/b, dort Nr. 1 zum "Verhältnis der gesetzlichen Altfallregelung zum IMK-Bleiberechtsbeschluss vom 17. November 2006") (§§ 104a, 104b AufenthG) spricht indes vieles dafür, dass der Erlassgeber von der Ersetzung seiner bis dahin geltenden Regelung ausgegangen ist.
vgl. Senatsbeschluss vom 11. Dezember 2006 - 18 E 1317/06-, InfAuslR 2007, 109 = AuAS 2007, 86 mit weiteren Nachweisen; auch Nds. OVG, Urteil vom 27. September 2007 - 11 LB 69/07 -, juris.
Soweit auch die Klägerin zu 3., die nun als Volljährige für die Erfüllung ihre Mitwirkungspflichten bei der Passbeschaffung selbst verantwortlich ist, diesen Pflichten (weiterhin) nicht nachkommt, mag dies bei der Integrationsprognose nach § 104a Abs. 2 Satz 1 letzter Halbsatz AufenthG zu berücksichtigen sein; vgl. Nds. OVG, Urteil vom 27. September 2007 - 11 LB 69/07 -, juris, auch insoweit ist aber - wie im Hinblick auf die weitere schulische bzw. berufliche Laufbahn der Klägerin zu 3. - weitere Sachaufklärung erforderlich.
Schließlich kann offen bleiben, ob zu Gunsten der Kläger zu 3) und 4) neben Absatz 2 ergänzend auch noch Absatz 1 des § 104a AufenthG anzuwenden ist (vgl. Nds. OVG, Urt. v. 29.9.2007 - 11 LB 69/07 -, DVBl. 2008, 57 ff.).
VGH Baden-Württemberg, 08.10.2008 - 13 S 709/07
Niederlassungserlaubnis; Anrechenbarkeit von Zeiten des Besitzes einer …
Ein Ausländer kann die Unzumutbarkeit seiner freiwilligen Ausreise nicht auf eine zielstaatsbezogene Gefahrensituation im Sinne des § 60 Abs. 7 AufenthG stützen, wenn das zuständige Bundesamt eine solche Feststellung bindend abgelehnt hat (s. § 42 Satz 1 AsylVfG; vgl. BVerwG, Urteil vom 27.6.2006 - 1 C 14/05 -, BVerwGE 126, 192 = NVwZ 2006, 1418; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 18.4.2007 - 11 S 1035/06 - und Beschluss vom 22.8.2007 - 13 S 163/07 -, juris; Nds. OVG, Urteil vom 27.9.2007 - 11 LB 69/07 -, DVBl. 2007, 57).
Ein Ausländer kann die Unzumutbarkeit seiner freiwilligen Ausreise nicht auf eine zielstaatsbezogene Gefahrensituation stützen, wenn und solange das zuständige Bundesamt eine solche Feststellung wie hier abgelehnt hat (vgl. BVerwG, Urteil vom 27.6.2006 - 1 C 14/05 - BVerwGE 126, 192 = NVwZ 2006, 1418; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 18.4.2007 - 11 S 1035/06 - juris; Nds. OVG, Urteil vom 27.9.2007 - 11 LB 69/07 - DVBl. 2007, 57).
Der Schutz des Art. 8 Abs. 1 EMRK könnte möglicherweise voraussetzen, dass neben einer gewissen Dauer des Aufenthalts dieser durch ein entsprechendes Aufenthaltsrecht abgesichert ist (so Hess.VGH, Beschl. v. 15.02.2006 - 7 TG 106/05 -, InfAuslR 2006, 217; Nieders.OVG, Urt. v. 27.09.2007 - 11 LB 69/07 - VGH Bad.-Württ., Urt. v. 25.04.2007 - 11 S 409/06 -, InfAuslR 2007, 357; offen gelassen im Beschl. v. 10.05.2006 - 11 S 2354/05 -, VBlBW 2006, 438; verneinend: Beschl. v. 25.10.2007 - 11 S 2091/07 -, InfAuslR 2008, 29).
Zu berücksichtigen sind insoweit im Rahmen einer Gesamtbewertung begangene Straftaten, die Schul- und Berufsausbildung, Sprachkenntnisse und das sonstige Verhalten, soweit es Hinweise auf die Integration des Ausländers zulässt (vgl. BVerwG, Urteil vom 27. Januar 2009 - 1 C 40.07 - NVwZ 2009, 979 ; OVG Hamburg, Beschluss vom 29. Januar 2008 - 3 Bf 149/02 - InfAuslR 2009, 64 ; OVG Lüneburg, Urteil vom 27. September 2007 - 11 LB 69/07 - ).
vgl. auch BVerwG, Urteil vom 27. Januar 2009 - 1 C 40.07 - Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht, Urteil vom 27. September 2007 - 11 LB 69/07 -, DVBl 2008, 57.
Der steuerrechtliche Gewerbebegriff kann - auch im Hinblick auf die in § 18 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 Einkommensteuergesetz enthaltene Öffnung der Auflistung freiberuflicher Tätigkeiten für "ähnliche Berufe" - nicht auf die Gewerbeordnung übertragen werden (vgl. OVG Nds, Urteil vom 29. August 2007 - 7 LC 125/06 -, juris Rn. 26;… Ennuschat, a. a. O. § 1 Rn. 5).
Abgrenzung zwischen Linien- und Gelegenheitsverkehr - Anruf-Sammel-Mobil; ASM; Flughafentransfer; Frauenmobil; Gelegenheitsverkehr; Linienverkehr; Linienverkehrsgenehmigung; Luftibus; Mietwagen; Sonderformen des Linienverkehrs
"Luftibus", "Frauenmobil" und "Anruf-Sammel-Mobil" als Sonderformen des Linienverkehrs; Abgrenzung zwischen Linien und Gelegenheitsverkehr; Erweiterung der im Personenbeförderungsgesetz festgelegten Beförderungsformen; Notwendigkeit exakter Unterscheidung und Zuordnung der Beförderungsarten wegen unterschiedlicher rechtlicher Rahmenbedingungen
OVG Niedersachsen, 08.10.2007 - 7 LC 208/04
Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hatte in seinem Urteil vom 19. September 2007 - 7 LC 208/04 - (VerkMitt 2008 Nr. 31 S. 31), das mit dem "Luftibus" ein mit dem Flughafen-Shuttle der Klägerin vergleichbares Beförderungsangebot zu und von Flughäfen zum Gegenstand hatte, Bedenken gegen eine Erweiterung der in § 43 PBefG genannten Beförderungsformen über § 2 Abs. 6 PBefG, da die Aufzählung in § 43 PBefG abschließend sei.
Abgesehen davon wären die Rechtsfolgen, die die Betreiber von Flughafen-Zubringerdiensten bei einer dann stattdessen in Betracht zu ziehenden Anwendung von § 2 Abs. 6 PBefG i.V.m. § 42 PBefG träfen (…hierfür etwa Fielitz/Grätz, Personenbeförderungsgesetz, Bd. I, § 2 PBefG Rn. 27 und § 49 PBefG Rn. 16;… Heinze, Personenbeförderungsgesetz, 1. Aufl. 2007, § 2 PBefG Anm. 13), vorbehaltlich eines Verzichts nach § 45 Abs. 3 PBefG nicht anders; deshalb hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht diese Frage auch letztlich offen gelassen (OVG Lüneburg, Urteil vom 19. September 2007 - 7 LC 208/04 - VerkMitt 2008, Nr. 31 S. 31).
Gleichfalls nicht vorhanden sein muss eine bestimmte Fahrtstrecke bzw. feste Route zwischen Anfangs- und Endpunkt (vgl. OLG Bamberg, Beschl. v. 7. August 2008 - 2 Ss OWi 961/08 -, NStZ-RR 2009, 82, 83; vgl. auch OVG Niedersachsen, Urt. v. 19. September 2007 - 7 LC 208/04 -, zit. nach JURIS;… a.M. : Heinze, PBefG, 2007, § 42 Rdnr. 3 m.w.N.).
Es ist eine wertende Betrachtung erforderlich, weil den verschiedenen Merkmalen, die sich für die Ähnlichkeit mit der einen oder anderen Verkehrsart anführen lassen, ein unterschiedliches Gewicht zukommt (vgl. OVG Niedersachsen, Urt. v. 19. September 2007 - 7 LC 208/04 -, zit. nach JURIS).
Nach dieser wertenden Betrachtung (…vgl. auch VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 28. März 2008 - 9 S 2312/06 -, zit. nach JURIS;… Bidinger, PBefG, § 42 Rdnr. 8 Buchst. f jeweils zu "Anruf-Sammeltaxen"; vgl. weiter OVG Niedersachsen, Urt. v. 19. September 2007 - 7 LC 208/04 -, zit. nach JURIS zu verschiedenen Formen des flexiblen Verkehrs;… Bauer, PBefG, 2010, § 2 Rdnr. 28) entspricht der mit dem Antrag vorgesehene Anrufbusverkehr der Beigeladenen eher einem Linienverkehr i.S.d. § 42 PBefG als einem Gelegenheitsverkehr i.S.d. § 46 PBefG (…so wohl auch VG Köln, Urt. v. 19. April 1989 - 21 K 2969/87 - zit. nach JURIS, a.M.: AG Herford, Urt. v. 9. Februar 1989 - 10 C 965/88 - LS zit. nach JURIS jeweils zu einem "Anruf-Sammel-Taxiverkehr").
Zudem ist die Streckenfreiheit gerade ein Merkmal des Gelegenheitsverkehrs (vgl. OVG Niedersachsen, Urt. v. 19. September 2007 - 7 LC 208/04 -, zit. nach JURIS).
Die Genehmigung nach § 2 Abs. 6 PBefG besagt indes nicht, dass mit der Urkunde der Betrieb von Linienverkehr genehmigt worden wäre (a.A. offenbar Nds. OVG, Urteil vom 19.09.2007 - 7 LC 208/04 -, Rdnr. 49).
Denn die freie Wählbarkeit des Endpunkts der Beförderung steht der Annahme von Linienverkehr im Sinne des § 42 Satz 1 PBefG zwingend entgegen (vgl. VG Köln, Urteil vom 19.04.1989 - 21 K 2969/87 - Nds. OVG, Urteile vom 08.10.2003 - 4 LB 365/03 - und vom 19.09.2007 - 7 LC 208/04 - FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 01.04.2003 - 2 K 2866/99 -).
VG Stuttgart, 29.02.2012 - 8 K 2393/11
Zuordnung von Flughafentransferfahrten zum Sonderlinienverkehr; Feststellung der …
Hierzu werde auf die Entscheidung des OVG Lüneburg vom 19.09.2007 - 7 LC 208/04 - (VerkMitt 2008, Nr. 31 = DVBl 2007, 1579) verwiesen.
Dennoch folgt das Gericht der Ansicht der Beklagten, dass der vorliegende Einzelfall der Beförderung nach § 43 PBefG am meisten entspricht (a.A. wohl OVG Lüneburg vom 19.09.2007 - 7 LC 208/04 - VerkMitt 2008, Nr. 31 = DVBl 2007, 1579, da eine Erweiterung der in § 43 PBefG angeführten Formen gemäß § 2 Abs. 6 PBefG unzulässig sei).
Welcher Verkehrsart der von den Beigeladenen angebotene Verkehr entspricht, ist anhand einer wertenden Betrachtungsweise festzustellen (Nds.OVG, Urt. v. 19.09.2007 - 7 LC 208/04 - Rdnr. 35 ).
VG München, 15.04.2011 - M 23 K 08.3809
Antrag auf Genehmigung einer "Trampbuslinie" von ... zum Flughafen München
Gemäß § 13 Abs. 2 Nr. 1 PBefG ist die konkrete Fahrtstrecke Gegenstand der behördlichen Prüfung, auch ist die Linienführung auf bestimmten Strecken für die Begrenzung des von dem Linienverkehrsunternehmen bedienten Verkehrsgebietes maßgebend, auf das sich die gemäß § 13 Abs. 2 Nr. 2 PBefG zu beachtenden öffentlichen Verkehrsinteressen und damit auch der Konkurrentenschutz beziehen (OVG Lüneburg U.19.09.07,7 LC 208/04, juris).
Beamtenrecht; Vorläufiger Rechtsschutz gegen die Vergabe eines höherwertigen Dienstpostens; Rechtswidrige Ergänzung des mit der Stellenausschreibung bekanntgegebenen Anforderungsprofils im Verlauf des Stellenbesetzungsverfahrens; Fehlende Berücksichtigung des speziellen Anforderungsprofils bei den AELE
Beförderungen - Beamtenrecht; Vorläufiger Rechtsschutz gegen die Vergabe eines höherwertigen Dienstpostens; Rechtswidrige Ergänzung des mit der Stellenausschreibung bekanntgegebenen Anforderungsprofils im Verlauf des Stellenbesetzungsverfahrens; Fehlende Berücksichtigung des speziellen Anforderungsprofils bei den AELE
VG Augsburg, 14.03.2007 - Au 2 E 07.191
NVwZ-RR 2008, 413 (Ls.)
Deshalb sah er sich in Verfolgung seiner grundsätzlichen Berechtigung, die Anforderungen, die an den (künftigen) Inhaber eines Dienstpostens gestellt werden, zu bestimmen und auch zu modifizieren, auf den ihm in solchen Fällen offenstehenden Weg des Abbruchs des Auswahlverfahrens und einer entsprechenden Neuausschreibung (BVerwG vom 16.8.2001, Az. 2 A 3/00, NVwZ-RR 2002, 47, RdNr. 32 ;… BayVGH vom 1.2.2012, a.a.O., RdNr. 27; vom 13.6.2007, 3 CE 07.807, BayVBl 2008, 211, RdNr. 27 ) angewiesen.
24 1. Zutreffend geht das Verwaltungsgericht zunächst in Übereinstimmung mit der diesbezüglichen ober- und höchstgerichtlichen Rechtsprechung (BVerwG vom 16.8.2001 2 A 3/00 BVerwGE 115, 58; BayVGH vom 13.6.2007 3 CE 07.807 BayVBl 2008, 211) davon aus, dass der Dienstherr das Anforderungsprofil eines Beförderungsdienstpostens als für die Stellenbesetzung geltenden Maßstab spätestens zu Beginn des Auswahlverfahrens in einer Weise bekanntzugeben hat, dass sich potentielle Bewerber über die Anforderungen des ausgeschriebenen Dienstpostens informieren und sich innerhalb eines angemessenen Zeitraums bewerben können und an dieses von ihm aufgestellte Anforderungsprofil auch grundsätzlich während des Auswahlverfahrens gebunden bleibt.
Dazu steht ihm dann der Weg des Abbruchs des Auswahlverfahrens und eine entsprechende Neuausschreibung offen (BVerwG vom 16.8.2001, Az. 2 A 3/00; BayVGH vom 13.6.2007, 3 CE 07.807 RdNr. 39).
Der Dienstherr verlässt den Kanon der von ihm selbst aufgestellten Anforderungen, wenn er das von ihm in der Stellenausschreibung ursprünglich festgelegte "Anforderungsprofil" im Verlauf des Stellenbesetzungsverfahrens um zusätzliche Kriterien anreichert, die ausschlaggebend sein können (vgl. BayVGH. Beschluss vom 13.6.2007 - 3 CE 07.807, BayVBl 2008, 211; BVerwG, Urteil vom 16.8.2001 - 2 A 3.00, NVwZ-RR 2002, 47).
Die Dienstpostenbeschreibung bleibt nachfolgend für das Auswahlverfahren verbindlich (vgl. BayVGH. Beschluss vom 13.6.2007 - 3 CE 07.807, BayVBl 2008, 211; BVerwG, Urteil vom 16.8.2001 - 2 A 3.00, NVwZ-RR 2002, 47).
vgl. BayVGH, Beschluss vom 13. Juni 2007 - 3 CE 07.807 -, BayVBl. 2008, 212.
Der Hinweis darauf, dass ein Anforderungsprofil für einen Beförderungsdienstposten ebenfalls nicht geändert werden dürfe und für das Auswahlverfahren verbindlich sei (BVerwG U.v. 16.8.2001 - 2 A 3/00; BayVGH B.v. 13.6.2007 - 3 CE 07.807 - juris), geht an der Sache vorbei.
Ebenso stellt es einen sachlichen, dem Organisationsermessen zugehörigen Grund für einen Abbruch dar, wenn der Dienstherr sich entschlossen hat, die Stelle neu zuzuschneiden (vgl. BVerwG, Beschluss vom 27.2.2014 - 1 WB 7.13; BayVGH, Beschluss vom 13.6.2007 - 3 CE 07.807).
vgl. zu dem aus Art. 33 Abs. 2 GG folgenden Zusammenhang zwischen Anforderungsprofil und Dienstposten- bzw. Aufgabenbeschreibung: BVerwG, Beschluss vom 11. August 2005 - 2 B 6.05 -, juris, und Urteil vom 16. August 2001 - 2 A 3.00 - BVerwGE 115, 58; OVG NRW, Beschluss vom 30. August 2011 - 1 B 390/11 -, nrwe.de; BayVGH, Beschluss vom 13. Juni 2007 - 3 CE 07.807 -, RiA 2008, 36; VGH BW, Beschluss vom 9. März 2004 - 4 S 252/04 -, IÖD 2004, 146, HessVGH, Beschluss vom 20. September 1994 - 1 TG 1261/94 - juris; OVG Nds., Beschlüsse vom 17. Februar 2010 - 5 ME 266/09 -, IÖD 2010, 64, und vom 6. August 2007 - 5 ME 199/07 -, juris.
Da hieran die Eigenschaften und Fähigkeiten der Bewerber zur Gewährleistung einer optimalen Besetzung bemessen werden, ist der Arbeitgeber an das von ihm entwickelte Anforderungsprofil gebunden, da er andernfalls in Widerspruch zum selbst gesteckten Ziel bestmöglicher Aufgabenwahrnehmung geraten würde (…BAG, U. v. 15.03.2005, 9 AZR 142/04, AP Nr. 62 zu Art. 33 Abs. 2 GG = NZA 2005, S. 1185 f - III. 2. lit. b) aa) d. Gr. - BVerwG, U. v. 16.08.2001, 2 A 3/00, aaO; s. a. BayVGH, B. v. 13.06.2007, 3 CE 07.807, BayVBl 2008, S. 211 f).
VGH Bayern, 15.10.2008 - 15 C 08.2278
Streitwertbeschwerde; Beamtenrecht; Konkurrentenstreit
VGH Bayern, 10.04.2007 - 3 B 02.3062
Beamtenrecht, Zuordnung staatlicher Lehrkräfte an private Schulträger - Rechtsnatur der Zuweisung (bejaht); Rechtsnatur der Beurlaubung unter Belassung der Dienstbezüge (verneint); - Dienstunfallfürsorge (Ansprüche bejaht)Sachgebiete: Recht der Beamten nach Landesrecht und der Kirchenbeamten
Ersatzschulen (Lehrer) - Zuordnung eines beamteten Lehrers
BayVGH gibt Lehrerin Recht: Zuordnung zu Privatschule lässt Rechtswirkungen des Beamtenverhältnisses unberührt. Hier: Anspruch auf beamtenrechtliche Unfallfürsorge besteht
Recht der Beamten nach Landesrecht und der Kirchenbeamten: Beamtenrecht, Zuordnung staatlicher Lehrkräfte an private Schulträger - Rechtsnatur der Zuweisung (bejaht); Rechtsnatur der Beurlaubung unter Belassung der Dienstbezüge (verneint); - Dienstunfallfürsorge (Ansprüche bejaht)
Zuweisung eines Beamten an einen privaten Schulträger; Bestehen von Ansprüchen auf beamtenrechtliche Unfallfürsorge nach einem Unfall im Rahmen eines Dienstes als zugeordnete Lehrkraft; Beurlaubung unter Belassung von Leistungen
VG Ansbach, 01.10.2002 - AN 1 K 01.743
VGH Bayern, 31.08.2006 - 3 ZB 02.3062
Soweit sich die Klägerin hierzu auf die Entscheidung des Senats vom 10. April 2007 (Az. 3 B 02.3062, RdNr. 40, zit. nach ) beruft, geht dies fehl.
Darauf, ob diese Rechtsauffassung vom Senat für unzutreffend erachtet wird oder nicht (vgl. Beschluss vom 10.4.2007 Az. 3 B 02.3062), kommt es deshalb hier nicht weiter an.
Die Beurlaubung und Zuweisung der Klägerin mit Bescheid vom 18. August 1978 beruhte auf dem damals geltenden Recht (Art. 11 Abs. 1 d. Sonderschulgesetzes i.V.m. Art. 67 Abs. 2 Satz 1, 2. Halbsatz d. Volksschulgesetzes), während es sich bei der Zuordnung einer staatlichen Lehrkraft zum Schulträger einer privaten Förderschule jedenfalls seit der Geltung des § 123a BRRG um eine Zuweisung nach dieser Bestimmung und nicht um eine Beurlaubung handelt (s. hierzu BayVGH vom 10.4.2007 Az. 3 B 02.3062).
- Entsprechendes gilt für den Beschluss des Senats vom 10. April 2007 (Az. 3 B 02.3062).
a) Hinsichtlich der Reichweite der in § 123 a BRRG getroffenen Regelung ist zu berücksichtigen, dass es sich beim Beamtenrecht grundsätzlich um streng kodiertes Recht handelt (so explizit Deutscher Städtetag, Arbeitshilfe zur Umsetzung von Hartz IV, S. 10;… Bayerischer Kommunaler Prüfungsverband - Geschäftsbericht 2000, S. 55 f.; wohl auch OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 15.04.1980 - 1 A 2264/77 - BayVGH, Beschluss vom 10.04.2007 - 3 B 02.3062 - als Möglichkeit in Betracht gezogen, letztlich aber offen gelassen von VG Sigmaringen, Beschluss vom 08.03.2000 - 2 K 482/00 - und VG Wiesbaden…, Urteil vom 22.11.2006 - 8 E 361/06 - zur Formenstrenge im Beamtenrecht vgl. Scheerbarth/Höffken, Beamtenrecht, 5. Aufl. 1985, § 4 II, S. 67).
Gewährung von Dienstunfallfürsorge für beamtete Lehrer bei Unfällen im Rahmen …
Das Verfahren wird unter dem Aktenzeichen 3 B 02.3062 fortgesetzt; der Einlegung einer Berufung bedarf es nicht (§ 124a VwGO).
Auf den richterlichen Hinweis, dass es hinsichtlich der angesprochenen Einsatzmöglichkeiten für die Klägerin bei anderen Dienstherren Sache der Klägerin sei, sich entsprechend zu bemühen, da ansonsten bei dauernder Dienstunfähigkeit allein die Ruhestandsversetzung in Frage käme, verwiesen die Klägervertreter auf das Rechtsinstitut der (gesetzlich nicht geregelten) "Zuordnung", die es der Beklagten ermögliche, die Klägerin mit deren Einverständnis auch an einer anderen Schule - auch einer Privatschule - einzusetzen; insoweit werde auf eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 10. April 2007 (3 B 02.3062) Bezug genommen.
Beamtenrecht; Feststellung der Verpflichtung des Dienstherrn, durch Erlass einer Rechtsverordnung dem begrenzt dienstfähigen Beamten über das fiktive Ruhegehalt hinaus einen Anspruch auf einen nichtruhegehaltsfähigen Zuschlag einzuräumen; Berechnung der Besoldung des begrenzt dienstfähigen Beamten anhand der bei Eintritt der begrenzten Dienstfähigkeit maßgeblichen Besoldungsgruppe und unter Berücksichtigung des beim fiktiven Ruhegehalt vorzunehmenden Versorgungsabschlags
Besoldung und Versorgung: Beamtenrecht; Feststellung der Verpflichtung des Dienstherrn, durch Erlass einer Rechtsverordnung dem begrenzt dienstfähigen Beamten über das fiktive Ruhegehalt hinaus einen Anspruch auf einen nichtruhegehaltsfähigen Zuschlag einzuräumen; Berechnung der Besoldung des begrenzt dienstfähigen Beamten anhand der bei Eintritt der begrenzten Dienstfähigkeit maßgeblichen Besoldungsgruppe und unter Berücksichtigung des beim fiktiven Ruhegehalt vorzunehmenden Versorgungsabschlags
Einräumung eines Anspruchs auf einen nichtruhegehaltsfähigen Zuschlag über das fiktive Ruhegehalt; Berechnung des fiktiven Ruhegehalts; Berechnung der Besoldung des begrenzt dienstfähigen Beamten
VG Regensburg, 26.01.2005 - RO 1 K 04.2247
Andere Änderungen (wie z.B. Stufenaufstiege oder Beförderungen) geben keinen Anlass, das fiktive Ruhegehalt bei begrenzter Dienstfähigkeit neu zu berechnen (vgl. BayVGH, B.v. 20.6.2007 - 3 BV 05.550 - juris Rn. 32;… VGH Mannheim, B.v. 25.11.2003 - 4 S 1542/02 - juris Rn. 12).
Der insoweit hilfsweise gestellte Feststellungsantrag ist zulässig (vgl. für einen ähnlichen Fall BayVGH v. 20.6.2007, 3 BV 05.550).