Source: https://digital.zlb.de/viewer/fulltext/15523895/1/
Timestamp: 2020-02-28 02:50:20
Document Index: 151170126

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 6', '§ 5', '§ 1', '§ 6', '§ 7', '§ 34', '§ 33', '§ 8', '§ 8', '§ 6', '§ 8', '§ 8', '§ 34', '§ 50']

URN: https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-154965
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-opus-154965
Tesla-Schule Berlin-Pankow
Nichtoffener Wettbewerb Tesla-Schule Berlin-Pankow Auslobung
Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Wettbewerbsauslobung Nanna Sellin-Eysholdt, SenStadt II D 11 Norbert Giebels, Architekt Druck A&W Berlin
Teil 1 1.1 1.2 1.3 1.4 1.5 1.6 1.7 1.8 1.9 1.10 1.11 1.12 1.13 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 Teil 2 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 2.8 2.9 Teil 3 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5 3.6 3.7 3.8 3.9 3.10 3.11 3.12 Teil 4 4.1 4.4 Verfahren .....................................................................................9
Auslober, Bauherr, Nutzer.............................................................9
Auslober, Bauherr, Nutzer............................................................. Art des Verfahrens ........................................................................9
Richtlinien für Wettbewerbe........................................................10
Wettbewerbsteilnehmer .............................................................. 11
Preisgericht und Vorprüfung ....................................................... 11
Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen ........................................13
Abgabe der Wettbewerbsarbeiten ..............................................13
Ortsbesichtigung, Rückfragen ....................................................14
Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen ....................................14
Geforderte Leistungen ................................................................15
Beurteilungsverfahren und Vorprüfung .......................................17
Preise und Anerkennungen ........................................................17
Weitere Bearbeitung ...................................................................17
Eigentum und Urheberrecht........................................................18
Verfassererklärung......................................................................18
Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten .........18
Haftung und Rückgabe ...............................................................19
Zusammenfassung der Termine .................................................19
Situation und Planungsvorgaben ...........................................21
Städtebauliche Rahmenbedingungen.........................................21
Historische Entwicklung..............................................................24
Schulbautyp SK Berlin ................................................................26
Freiflächen ..................................................................................28
Wettbewerbsgrundstück .............................................................28
Technische Infrastruktur.............................................................. Infrastruktur..............................................................30
Erschließung und Verkehr .......................................................... Verkehr ..........................................................31
Planungsrecht und Bauordnungsrecht .......................................31
Denkmalschutz ...........................................................................31
Wettbewerbsaufgabe................................................................35
Planungsumfang.........................................................................35
Städtebaulich-architektonische Zielsetzung ...............................35
Raumprogramm Sporthalle / Ganztagesbereich / Lehrküche.....36
Funktionale Anforderungen.........................................................39
Freiflächen / Außenanlagen........................................................42
Fassade Schulgebäude SK Berlin ..............................................43
Erschließung / Stellplätze ...........................................................44
Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Ökologische Zielsetzung ......44
Baukosten / Wirtschaftlichkeit.....................................................45
Barrierefreies Bauen...................................................................47
Baurechtliche Vorschriften, Normen, Richtlinien.........................47
Beurteilungskriterien des Preisgerichts ......................................47
Anhang ......................................................................................49
Digitale Anlagen auf CD-ROM ....................................................49
Quellenangaben .........................................................................51
Der Schulstandort Rudi-Arndt-Straße / Conrad-Blenkle-Straße in BerlinPankow, Ortsteil Prenzlauer Berg soll zur Errichtung einer dreizügigen Gemeinschaftsschule (Klassen 1 - 10) ausgebaut werden. Gegenstand des Wettbewerbs ist der Neubau einer Dreifeld-Sporthalle mit einem Mehrzweckraum einschließlich Verteilerküche und einer Lehrküche sowie von Außensportanlagen und Pausenflächen. Des Weiteren soll die Fassade des für die Grundstufe vorgesehenen Schulgebäudes an der ConradBlenkle-Straße, Bautyp SK Berlin von 1973, erneuert werden. Das zweite Schulgebäude auf dem Standort und ein zugehöriges Rektorenwohnhaus wurden von Stadtbaurat Hermann Blankenstein entworfen und 1889 errichtet. Die Schulbauten stehen als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Die Blankenstein-Bauten sind nicht Gegenstand des Wettbewerbs. Es ist jedoch beabsichtigt, den Wettbewerbsgewinner auch mit der Sanierung der historischen Gebäude und des SK-Schulgebäudes zu beauftragen. Für die im Rahmen des Wettbewerbs ausgelobten Baumaßnahmen stehen in den Kostengruppen 300, 400 und 500 ca. 7,5 Mio Euro (brutto) zur Verfügung. Der Gesamtkostenrahmen der geplanten Baumaßnahmen einschließlich der Sanierung der historischen Schulgebäude beträgt ca. 19,57 Mio Euro (brutto). Von den Wettbewerbsteilnehmern wird ein städtebaulich und architektonisch anspruchsvoller Entwurf unter dem Aspekt des energieoptimierten Bauens im Sinne eines innovativen energie- und kosteneffizienten Gebäudekonzepts erwartet. Er soll im Kontext mit den benachbarten Baudenkmälern den Standort stadträumlich und funktional aufwerten. Der Baubeginn ist für 2012 geplant.
Auslober, Bauherr Land Berlin, vertreten durch das Bezirksamt Pankow von Berlin Immobilienservice Fachbereich Hochbau Storkower Straße 97 10407 Berlin Detlev Lindner Tel.: +49 (0)30 90295 4100 Fax: +49 (0)30 90295 4102 E-Mail: detlev.lindner@ba-pankow.verwalt-berlin.de Bedarfsträger Bezirksamt Pankow von Berlin Amt für Schule und Sport Fröbelstraße 17 10405 Berlin Dr. Ines Weiß Nutzer Tesla-Schule Rudi-Arndt-Straße 18 14407 Berlin Wettbewerbsdurchführung, Auslobung und Koordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Nanna Sellin-Eysholdt II D 11 Tel.: +49 (0)30 9025 2039 Fax: +49 (0)30 9025 2535 E-Mail: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de mit Norbert Giebels, Architekt Dipl.-Ing. Mommsenstraße 52 10629 Berlin Tel.: +49 (0)30 3759 1914 E-Mail: norbertgiebels@gmx.de
Die Auslobung erfolgt als nichtoffener einstufiger Wettbewerb für Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsarchitekten. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym.
Tesla-Schule / Teil 1 Verfahren
Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über E-Mail.
Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) sowie das Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 06 / 2009 (Einführung der RPW) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Die Architektenkammer Berlin wirkt vor, während und nach dem Wettbewerb beratend mit; sie registriert den Wettbewerb. Mit der Registrierung wird bestätigt, dass die Auslobungsbedingungen den Richtlinien entsprechen. Die besonderen Bestimmungen für öffentliche Auslober (RPW 2008 § 9) sind anzuwenden. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. B-2011-09 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der RPW 2008 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat II D abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt. Vergabekammer Öffentliche Aufträge, die gemäß den Vergabevorschriften der EU vergeben werden müssen, unterliegen einem Rechtsschutzverfahren. Für die öffentlichen Auftraggeber des Landes Berlin wird dieses Verfahren von der Vergabekammer des Landes Berlin durchgeführt. Vergabekammer des Landes Berlin Martin-Luther-Straße 105 10825 Berlin Tel.: +49 (0)30 9013 8316 Fax: +49 (0)30 9013 7613
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 30.03.2011 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 10 Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsarchitekten ausgewählt.
Klaus Theo Brenner Architekt, Berlin Antje Freiesleben Architektin, Berlin Barbara Hutter Landschaftsarchitektin, Berlin
Georg Bumiller Architekt, Berlin
Bezirksstadträtiin und Leiterin der Abteilung
Ilka Wagnitz Leiterin Amt für Schule und Sport Bezirksamt Pankow von Berlin Hilmar von Lojewski Abteilungsleiter Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Dr. Ines Weiß Amt für Schule und Sport Planung, Grundstücke und Gebäude Bezirksamt Pankow von Berlin Uwe Dechène Projektvorbereitung und -prüfung Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Detlev Lindner Immobilienservice, Fachbereich Hochbau Bezirksamt Pankow von Berlin Frank Klaft Immobilienservice, Fachbereich Hochbau Bezirksamt Pankow von Berlin Dirk Wozniak Immobilienservice, Fachbereich Hochbau Bezirksamt Pankow von Berlin Ina Carrasco Stadtentwicklungsamt, Stadtplanung Bezirksamt Pankow von Berlin Jürgen Rupprecht Stadtentwicklungsamt, Bauaufsicht Bezirksamt Pankow von Berlin Kerstin Lindstädt Stadtentwicklungsamt, Denkmalschutz Bezirksamt Pankow von Berlin Katrin Reinhardt Amt für Umwelt und Natur Bezirksamt Pankow von Berlin Axel Becker Amt für Schule und Sport Bezirksamt Pankow von Berlin Heiko Kammigan Schulleiter Tesla-Schule Karl-Heinz Urban Sportanlagen, Sportanlagenbau und -infrastruktur Senatsverwaltung für Inneres und Sport Gudrun Abel Projektvorbereitung und -prüfung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Meike Clasen Koordinierungsstelle für barrierefreies Bauen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Peter Ostendorff Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Nanna Sellin-Eysholdt Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
Ulrike Lickert Architektin, Berlin
Kostenprüfung		 Energieeffizienz / 	 Nachhaltigkeit Gäste
Referent Wettbewerbe / Vergabe
Friedhelm Haas Architektenkammer Berlin Wettbewerbsausschuss Mitglieder der BVV Pankow
Die Wettbewerbsunterlagen werden den Teilnehmern am 10. Mai 2011 per Post zugesandt. Der Auslobungsstext wird am gleichen Tage zusätzlich per E-Mail verschickt. Die digitalen Anlagen können nach Erhalt eines Passwortes heruntergeladen werden.
Die Arbeiten müssen bis Donnerstag, den 09. Juni 2011, 17.00 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 - Jannowitzcenter 10179 Berlin-Mitte Raum Nr. 4.026 eingereicht werden. Es gilt nicht das Datum des Poststempels. Die Wettbewerbspläne sind gerollt und in einer eckigen Versandbox abzuliefern. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistungen am 09. Juni 2011 vorliegen. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Tesla-Schule“ einzureichen. Bei Zustellung durch Post oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu
bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung (siehe 1.15) mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben.
Eine Ortsbesichtigung mit den Wettbewerbsteilnehmern findet am Donnerstag, den 12. Mai 2011 um 14.00 Uhr statt. Treffpunkt ist der Eingang der Tesla-Schule, Paul-Heyse-Straße 8. Rückfragen können schriftlich gestellt werden. Sie müssen bis Dienstag, den 16. Mai 2011, 12.00 Uhr bei folgender E-Mail-Adresse eingegangen sein: norbertgiebels@gmx.de (siehe 1.1). Bei den Rückfragen sind jeweils die Teilziffern der Auslobung, auf die sie sich beziehen, zu nennen. Ein Rückfragenkolloquium mit den Teilnehmern findet nicht statt. Die Beantwortung der Rückfragen erfolgt in Abstimmung mit dem Preisgericht. Die Zusammenstellung aller eingereichten Fragen und deren Beantwortung wird allen am Verfahren Beteiligten am 19. Mai 2011 per E-Mail zugesandt und ist Bestandteil der Auslobung.
Unterlagen des Wettbewerbs sind: -	 die vorliegende Auslobung -	 die Zusammenstellung der Rückfragen und deren Beantwortung -	 CD-ROM mit digitalen Daten (vollständiges Verzeichnis siehe 4.1 Digitale Anlagen), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und Dokumente: -	 Übersichts- und Arbeitsplan -	 Vermessungsplan -	 Grundrisse und Schnitte des SK-Schulgebäudes -	 Luftbilder, Fotos Hinweis Jeder Teilnehmer des Verfahrens verpflichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbes zu löschen.
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: Geforderte Leistungen in Papierform 01. Städtebauliches Konzept M 1:500 mit Darstellung der Gesamtsituation, der Baukörper, der äußeren Erschließung und der Außenanlagen 02. Erdgeschossgrundriss 	M 1:200 mit Darstellung der Außensportanlagen und der Pausenflächen und Eintragung der Raumbezeichnungen gem. Raumprogramm 03. Grundrisse aller weiteren Geschosse M 1:200 mit Eintragung der Raumbezeichnungen gem. Raumprogramm, 04. Ansichten M 1:200 der Sporthalle und des SK-Schulgebäudes 05. Zum Verständnis des Entwurfs erforderliche Schnitte M 1:200 06. Fassaden- bzw. Systemausschnitte mit Teilansichten M 1:20 der Sporthalle und des SK-Schulgebäudes Der Informationsgehalt soll annähernd dem eines Schnittes M 1:50 entsprechen, beispielhaft zur Vermittelbarkeit von Materialität, Gestaltqualität und zur Ermittlung der Kosten. 07. 1 perspektivische Darstellung (auch skizzenhaft) des SporthallenBaukörpers, z.B. zur Verdeutlichung der Bezüge zur umgebenden Bebauung 08. Prüfpläne (gefaltet): ein Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte mit Eintragung -	 der Raumbezeichnungen gem. Raumprogramm -	 der für die Berechnung notwendigen Maße und Raumgrößen 09. Berechnungsergebnisse auf Formblättern (Formblatt_NF_TF und Formblatt_Gebäudedaten in 4.1 Digitale Anlagen 4.1.2 Formblätter). -	 Nutzflächen NF in der Aufschlüsselung gem. Raumprogramm -	 Technische Funktionsflächen TF -	 Bruttogrundfläche BGFa -	 Bruttorauminhalt BRIa (V) -	 Gebäudehüllfläche (A) -	 Überbaute Fläche ÜF -	 Dachflächen DF -	 Horizontale Trennflächen HTF -	 Basisflächen BAF -	 Außenwandflächen AWF -	 Innenwandflächen IWF - Baugrube BAU
Der Rechenweg ist nachvollziehbar auf den Prüfplänen darzustellen.
10. Erläuterungsbericht (getrennt von den Plänen, max. 4 DIN A 4 Seiten): -	 Erläuterung und Begründung des Entwurfskonzepts einschl.
Außensportanlagen und Pausenflächen
-	 Aussagen zu Konstruktion und Materialien -	 Aussagen zur Wirtschaftlichkeit -	 Aussagen zu Nachhaltigkeit und Energieeffizienz 11. 	 Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 zu den KG 300, 400 und 500 12. Verzeichnis der eingereichten Unterlagen 13. Verfassererklärung (s. 1.15 und Digitale Anlagen 4.1.2 Formblätter)
Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-Rom zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): -	 die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi (ggf. LZW-komprimiert) -	 die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi -	 die geforderten Leistungen Nr. 08 bis 12 als pdf-Dateien Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: -	 Lageplan: -	 Grundrisszeichnung Erdgeschoss: -	 Ansichten:
123456_lageplan.tif 123456_grundriss_eg.pdf 123456_ansicht_01.pdf
In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. Macintosh-Formate können grundsätzlich nicht verwendet werden. Allgemeine Hinweise Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß RPW § 5 Abs. 2 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen. Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbsteilnehmer max. drei 2 m hohe Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96m (Breite) x 1,46m (Höhe) zur Verfügung. Die vom Auslober zur Verfügung gestellten Arbeitspläne sind ein Angebot, den Wettbewerbsbeitrag darzustellen, sie müssen nicht verwendet werden. Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben Die für die Wettbewerbsaufgabe verbindlichen Vorgaben werden im Sinne der Innovation und des Wettbewerbgedankens auf folgende grundsätzliche Anforderungen begrenzt: - keine bindenden Vorgaben
Wettbewerbsbeiträge, die während der Laufzeit des Wettbewerbes veröffentlicht werden, verstoßen gegen die in § 1 Absatz 4 und § 6 Absatz 2 RPW 2008 geforderte Anonymität und sind von der Beurteilung auszuschließen.
Die Wettbewerbssumme (RPW 2008 § 7 Absatz 2) ist auf der Basis der §§ 34 und 39 HOAI (i.d. Fassung v. 18.8.2009) ermittelt. Für Preise und Anerkennungen stehen insgesamt 30.000,00 Euro zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis 2. Preis 3. Preis 2 Anerkennungen 11.000,00 € 7.500,00 € 5.500,00 € à 3.000,00 €
Über die Preise hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die Preise werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 19% ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Bei der Umsetzung des Projekts wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einer der Preisträger mit den Leistungsphasen mind. 2 bis 5 gemäß HOAI §§ 33 und 38 beauftragt, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Voraussetzung ist, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Die Beauftragung der jeweils nächsten Stufe erfolgt beim Vorliegen der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen gem. ABau Teil II, Punkt 23. Ein Rechtsanspruch auf Beauftragung dieser Leistungen besteht nicht.
Darüber hinaus ist beabsichtigt, den Wettbewerbsgewinner auch mit der Sanierung der Blanckensteinschule und des SK-Schulgebäudes zu beauftragen. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Ein Verhandlungsverfahren im Anschluss an den Wettbewerb mit allen Preisträgern wird nur durchgeführt, wenn der Auftraggeber vom Votum des Preisgerichts abweicht. Im Regelfall wird der Auftraggeber nur mit dem ersten Preisträger über die Auftragsvergabe verhandeln.
Architekten, die nicht Mitglieder der Berliner Architektenkammer sind, werden gemäß § 6 Bau- und Architektenkammergesetz verpflichtet, sich bei Auftragserteilung im Verzeichnis auswärtiger Architekten der Architektenkammer Berlin eintragen zu lassen. Bei Bedarf wird die Hinzuziehung eines Kontaktbüros empfohlen.
Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen und Anerkennungen ausgezeichneten Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers. Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (RPW 2008 § 8 Absatz 3). Der Auslober ist berechtigt, die zu Beurteilung zugelassenen Arbeiten nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der Verfasser werden dabei genannt.
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt auf beiliegender CDROM im Ordner: 4.1.2 Formblätter.
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder einer Anerkennung ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entschei-
dung des Preisgerichts, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekanntgegeben sowie unter www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/ausstellungen angekündigt. Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Anerkennungen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (RPW 2008 § 8 Absatz 1).
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens. Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung – II D – abgeholt werden. Die nicht in Berlin ansässigen Büros werden nach Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten schriftlich bzw. per Mail angefragt, ob Interesse an einer Rücksendung ihrer Wettbewerbsunterlagen besteht. Die Rücksendung erfolgt nur dann, wenn die Unterlagen in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung (eckige Versandbox) eingereicht wurden. Werden die Arbeiten innerhalb der genannten Fristen nicht zurückgefordert, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren eingereichten Wettbewerbsunterlagen aufgegeben haben und wird dann mit diesen Unterlagen nach seinem Belieben verfahren.
Versand der Auslobungsunterlagen Ortsbesichtigung Treffpunkt: Eingang der Tesla-Schule Paul-Heyse-Straße 8 , 14407 Berlin Rückfragen Rückfragenbeantwortung Abgabe der Arbeiten Preisgerichtssitzung 10. Mai 2011 12. Mai 2011 - 14.00 Uhr
bis 16. Mai 2011 - 12.00 Uhr 19. Mai 2011 bis 09. Juni 2011 - 17.00 Uhr 23. Juni 2011 - 09.00 Uhr
Lage im Stadtgebiet Die Tesla-Schule liegt etwa 3,5 km vom historischen Zentrum Berlins entfernt im Ortsteil Prenzlauer Berg des Bezirks Pankow am östlichen Innenstadtrand zwischen dem Volkspark Friedrichshain und dem Europasportpark Berlin mit Velodrom, Schwimm- und Sprunghalle und dem weitläufigen Trainingskomplex des Berliner TSC. Das Schulgelände nimmt den größten Teil des Blocks zwischen Rudi-ArndtStraße, Conrad-Blenkle-Straße, Paul-Heyse-Straße und Danziger Straße ein. Es wird dreiseitig von Straßen begrenzt, nach Südwesten schließt hinter dem quer im Blockinnenbereich liegenden Schulgebäude von 1889 eine überwiegend auf die Danziger Straße orientierte Wohnbebauung an.
Abb. 1. Schwarzplan. Das Wettbewerbsgebiet ist rot umrandet.
Tesla-Schule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Abb. 2. Luftbild 2010. Der Schulstandort zwischen Volkspark Friedrichshain und Europasportpark Berlin.
Abb. 3. ALK mit Kennzeichnung des Wettbewerbsgrundstücks. Die alte Turnhalle an der Paul-Heyse-Straße wird abgerissen.
Baustruktur der Umgebung Die Bebauung der nördlich und südlich benachbarten Blöcke besteht aus Wohngebäuden unterschiedlicher Epochen, zum Teil mit Ladengewerbe und Gaststätten, vor allem im Bereich der Danziger Straße. Die geschlossenen Blockrandbebauung entlang der Danziger Straße aus Altbauten vom Ende des 19. Jahrhunderts, 60er Jahre-Häusern und Neubauten basiert überwiegend auf den gründerzeitlichen Parzellenzuschnitten. Die Gebäudehöhen entsprechen meist der Berliner Traufhöhe, die Häuser südlich der Rudi-Arndt-Straße sind 4-geschossig. Ansonsten besteht die Bebauung zwischen Danziger Straße und ConradBlenkle-Straße bzw. Ernst-Fürstenberg-Straße weitgehend aus umfangreichen Wohnanlagen der 20er Jahre. Die 4- und 5-geschossigen Zeilenbaukörper schließen in der Regel die Blockränder. Abweichend davon öffnet sich die Wohnanlage an der Ernst-Fürstenberg-Straße mit einem abgesenkten Vorhof zum Straßenraum. Direkt gegenüber entstand in den späten 50er Jahren ebenfalls mit einem offenen Wohnhof eine weitere Wohnanlage auf dem Standort eines im Krieg zerstörten Schulhauses. An der Paul-Heyse-Straße und der Rudi-Arndt-Straße bilden die Bauten im Bereich des Wettbewerbsgrundstücks klare Raumkanten aus. Östlich des Wettbewerbsgrundstücks öffnet sich der Stadtraum hin zu den großmaßstäblichen Anlagen des Europasportzentrums Berlin. Zwischen Conrad-Blenkle-Straße und Fritz-Riedel-Straße liegen zunächst Parkplätze und Discount-Hallen, daran anschließend der von einer Freitreppenanlage eingefasste Landschaftssockel des Velodroms und der Schwimmund Sprunghalle. Schräg gegenüber dem Wettbewerbsgebiet in nördlicher Richtung entstand 1973 mit der Mehrzweckhalle des Berliner TSC ein weiteres Bauwerk mit stadtbildprägender Dimension und Architektur. Westlich des Wettbewerbsgrundstücks jenseits der mit 3 Fahrspuren pro Richtung und der Straßenbahntrasse auf dem Mittelstreifen ca. 50m breiten Danziger Straße liegt der 49 ha große Volkspark Friedrichshain, an der Ecke Danziger Straße / Landsberger Allee das 1981 eröffnete Sport- und Erholungszentrum SEZ.
Die städtebauliche Struktur der Umgebung des Wettbewerbsgebietes entstand auf der Grundlage des von James Hobrecht verfassten, 1862 in Kraft gesetzten ‘Bebauungsplans der Umgebungen Berlins‘, der als Fluchtlinienplan die Führung von Ring- und Ausfallstraßen und die Bebauung weiter Teile des heutigen Berlin regelte. In der Abteilung XIII1 des Hobrechtplans werden das Straßennetz und die sich daraus ergebende Blockgliederung für das bis dahin unbebaute Gebiet östlich der schon um 1822 angelegten inneren Ringstraße, der heutigen Danziger Straße, in ihren Grundzügen festgelegt. Nach Eröffnung der östlichen Ringbahn 1871 und der stadttechnischen Erschließung erfolgte die Bebauung mit den zeittypischen Mietshäusern, zunächst in den Blöcken nahe der Landsberger Allee sowie entlang der Danziger Straße, ohne jedoch alle Flächen zu erfassen. Weite Randberei-
che wurden erst in den 20er Jahren von den kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsbaugesellschaften bebaut. Kriegsbedingte Totalzerstörungen im Umfeld des Wettbewerbsgebietes betrafen in erster Linie die Altbaubereiche an der Landsberger Allee sowie an der Danziger Straße. Erste zusammenhängende Bereiche wurden in den 60er Jahren wieder bebaut. Größere Wohnbauanlagen, z.B. an der Fritz-Riedel-Straße oder der Ecke Landsberger Allee / Danziger Straße entstanden nach 1975. Die Schließung der meisten verbliebenen Baulücken erfolgte erst um die Jahrtausendwende. Schulstandort Rudi-Arndt-Straße 18 / Conrad-Blenkle-Straße 52 Zeitgleich mit der Bebauung des Gebietes entstanden soziale Einrichtungen, vor allem Schulen. Der Straube-Plan (Abb. 4) zeigt allein in dem Bereich zwischen Landsberger Allee und Kniprodestraße 5 Standorte von Gemeindeschulen, davon zwei mit Barackenschulen. Die Gebäude der heutigen Tesla-Schule entanden 1889 nach Entwürfen von Stadtbaurat Hermann Blankenstein für die 104. Gemeindeschule (Knaben) und die 159. Gemeindeschule (Mädchen), die zuvor in Miets-
Abb. 4. Übersichtsplan von Berlin, bearbeitet von Julius Straube, berichtigt 1906 / 08.
häusern in der Elbinger Straße untergebracht waren. Die repräsentative Hauptfassade des langgestreckten 4-geschossigen, im Stil des Akademischen Historismus gestalteten Klinkerverblendbaus ist streng symmetrisch und mit einem Mittelrisalit und zwei seitlichen Kopfbauten gegliedert. An der Paul-Heyse-Straße steht das Gebäude mit einer Fensterfront direkt am Blockrand, zur Rudi-Arndt-Straße ist es zurückgesetzt und lässt Raum für das 3-geschossige, mit Terracottaornamenten geschmückte Rektorenwohnhaus, das sich dort an die Blockrandbebauung anfügt. Der historische Hauptzugang mit großem Tor liegt neben dem Rektorenwohnhaus, die Eingänge ins Schulgebäude orientieren sich auf den Hof. Das Schulgebäude wurde im Krieg beschädigt und konnte erst 1948 wieder in Betrieb genommen werden. Nach diversen schulorganisatorischen Umstrukturierungen und Umbenennungen und der zeitweisen Nutzung des Gebäudes durch verschiedene Schulen bezog 1994 die 3. Realschule den Blankenstein-Bau. Die 3. Realschule erhielt im Juni 2000 den Namen Tesla-Oberschule, seit 2010 ist sie eine Gemeinschaftsschule und heißt jetzt Tesla-Schule. Der Straube-Plan zeigt die geplante Verlängerung der Ernst-FürstenbergStraße über das heutige Blockareal bis zur Rudi-Arndt-Straße. Dieser nie realisierte, aber noch bis mindestens 1937 auf Karten verzeichnete Straßendurchbruch begrenzte den ca. 4.880m² großen Schulstandort nach Osten. An der Grenze zur geplanten Straße entstanden eine im Krieg zerstörte Turnhalle sowie ein heute als Material- und Geräteschuppen genutztes Abortgebäude für Knaben und Mädchen. Die historische Grenzlinie ist bis in die jüngste Vergangenheit wirksam geblieben, aus ihr resultierte die Abgrenzung zweier benachbarter Schulgrundstücke. Noch heute steht dort eine Zaun. Auf der östlichen Teilfläche des heutigen Blockareals entstand 1903 die 265. Gemeindeschule, als kurzfristig verfügbarer Notbehelf in Form einer ‘Barackenschule‘ mit 10 Pavillons. Die vorgefertigten, zerlegbaren und wiederverwendbaren Holz-Elementbauten entsprachen im Prinzip den seit längerem bekannten Lazarettbaracken und wurden von den gleichen Herstellern gefertigt. Die Bauten wurden erst nach Kriegsende 1945 abgeräumt. Wie lange sie als Schulräume genutzt wurden, ist nicht bekannt. Auf dem Gelände entstanden 1973 an der Conrad-Blenkle-Straße für die EOS Heinrich Schliemann (heute Heinrich-Schliemann-Oberschule) ein 5geschossiger Typenbau (SK Berlin) sowie direkt an der Grenze zur Nachbarschule eine Sporthalle (Typenbau KT 60L ‘Tonne‘). Nach dem Auszug der Heinrich-Schliemann-Oberschule 1992 wurde das Gebäude als Ausweichquartier für andere zu sanierende Schulen des Bezirks genutzt. Seit etwa 2005 steht es leer. Die Sporthalle wird noch von der Tesla-Schule für etwa ein Drittel ihres Sportunterrichts sowie von Vereinssportlern genutzt.
Bei dem Schulgebäude an der Conrad-Blenkle-Straße handelt es sich um einen DDR-Typenbau der Reihe SK Berlin. Dieser Typ wurde in den späten 1960er Jahren aus der Typenserie 66 abgeleitet, dem Mustertyp für den DDR-Schulbau.
Im Zuge der Einführung des „einheitlichen sozialistischen Bildungssystems“ wurde im DDR-Schulbauprogramm 1966 / 1970 der Bau von ca. 14.000 Unterrichtsräumen vorgesehen. Dieser Bedarf sollte mit einem Schulbautypus gedeckt werden, der kostengünstig in industrieller Vorfertigung erstellt werden konnte. Ab 1965 wurde die Typenserie 66 entwickelt mit dem Ziel, durch Multifunktionalität der Räume und Modularität jeglichen schulischen Anforderungen zu genügen, unabhängig von Größe, Ort und Art der Schule. Hinsichtlich der Konstruktion entschied man sich für die „Montagebauweise Wandbau 2 Mp“. Durch regionale Unterschiede in Produktion und Verarbeitung zeichneten sich jedoch Probleme mit der strikt einheitlichen Einführung der Typenserie 66 ab. So wurden in der Folge nur das funktionale Grundkonzept, das Raumprogramm und die ökonomischen Kennziffern vorgegeben, auf deren Grundlage sich regionale Varianten entwickelten. Als eine der regionalen Weiterentwicklungen der Typenserie 66 wurde in Berlin ab den späten 1960er Jahren der Typ SK Berlin als Standardbautyp für Polytechnische Oberschulen in großer Anzahl realisiert. Seine Grundkonstruktion basiert nicht, wie beim Typenserie 66, auf einer Wandmontagebauweise. Vielmehr wurde hier eine Stahlbetonskelettbauweise (SK) mit Fertigteilen angewandt, die jedoch zur Aussteifung mit Wandtafeln aus dem üblichen Sortiment kombiniert wurde. Möglich wurde die Kombination beider Bausysteme, da die Bauteilsortimente auf dem gleichen horizontalen Grundraster von 1,20m beruhten. Durch die Skelettkonstruktion bot der Typ SK Berlin eine höhere Flexibilität als die starren Systeme mit Massivwänden. In der Regel 4-geschossig plus Kellergeschoss erstellt, weist er eine Geschosshöhe von 3,30 m auf.
Abb. 5. Schulbau SK Berlin an der Conrad-Blenkle-Straße. Aufnahme von Südosten.
Die Freiflächen des Wettbewerbsgrundstückes sind aufgrund der ehemals getrennten Nutzung durch zwei Schulen gegenwärtig noch durch einen Zaun in der Verlängerung der westlichen Außenwand der Turnhalle geteilt. Der Bereich der SK-Schule östlich des Zauns wird gärtnerisch instandgehalten und gepflegt, hat aber in Folge des Leerstandes seit Jahren keine gestalterische Auffrischung erfahren und wirkt unbelebt. Das Bereich westlich des Zauns, der bisherige Schulhof der Tesla-Schule, wird dagegen seit einigen Jahren in Selbsthilfe und unter Mitwirkung der Schüler gestaltet und bewirtschaftet. Die Umgestaltungsmaßnahmen konnten durch private Spenden und den Einsatz öffentlicher Mittel finanziert werden. Siehe dazu weitere Informationen auf der Internet-Seite der Tesla-Schule (http://www.tesla-oberschule.de/html/extern/hof.html). Baumbestand Auf dem Wettbewerbsgrundstück befindet sich ein umfangreicher gemischter Baumbestand unterschiedlichen Alters und von unterschiedlichem Zustand. Im östlichen Grundstückteil überwiegt der Baumbestand entlang der Grundstücksgrenzen, wobei insbesondere an der Conrad-Blenkle-Straße und auf dem Grünstreifen an der Rudi-Arndt-Straße neben planmäßig gepflanzen Bäumen eine Vielzahl wild gewachsener Gehölze vorkommt. Der Schulhof vor der Blankenstein-Schule weist in seinem zentralen Bereich einen vitalen, bis zu ca. 75 Jahre alten wertvollen Baumbestand, überwiegend Linden und Ahornarten, auf. Siehe dazu das Baumkataster (Digitale Anlagen 4.1.3 Informationspläne, 03_Baumkataster) mit Angaben zu Art, Alter, Höhe, Kronendurchmesser und Stammumfang. Die zugehörige Kartierung zeigt die Standorte für die Bäume des östlichen Grundstücksbereichs, für den westlichen Grundstücksbereich liegt eine entsprechende Kartierung noch nicht vor. Der gesamte geschützte Baumbestand ist im Vermessungsplan eingetragen. Den Umgang mit dem geschützten Baumbestand regelt die Baumschutzverordnung (siehe Digitale Anlagen 4.1.5 Rechtsvorschriften).
Grundstück Das Wettbewerbsgrundstück umfasst eine Gesamtfläche von ca. 14.800m². Der ca. 10m breite Grünstreifen an der Rudi-Arndt-Straße, derzeit außerhalb der Einfriedung liegend, ist Teil des Schulgrundstücks und soll wieder in die Schulnutzung zurückgeführt werden.
Der in den 70er Jahren errichtete Sporthallen-Typenbau wird abgerissen. Für die im Wettbewerb zu bearbeitenden Bauvorhaben steht somit der gesamte Grundstücksbereich zwischen den Schulgebäuden bzw. zwischen den Grundstücksgrenzen zur Rudi-Arndt-Straße und zur Paul-Heyse-Straße zur Verfügung, für die Anordnung von Außensportanlagen oder Pausenflächen zusätzlich auch die Freifläche vor der SK-Schule an der Conrad-Blenkle-Straße. Eigentum Das Schulgelände ist Eigentum des Landes Berlin in Zuordnung zum Fachvermögen des Bezirks. Topografie Das Grundstück ist als eben anzunehmen bei einer Höhenlage von ca. 49,00m ü. NHN. Verortete Höhenordinaten enthält der Vermessungsplan (siehe Digitale Anlagen 4.1.3 Informationspläne, 01_Vermessungsplan). Geologie / Baugrund Das Grundstück liegt auf der Barnim-Hochfläche. Der oberflächennahe Schichtaufbau besteht im Allgemeinen aus mehrere Meter mächtigem Geschiebemergel mit Einlagerungen von Sanden in unterschiedlicher Mächtigkeit und Ausdehnung. In den obersten Metern unter der Geländeoberfläche kann der Geschiebemergel durch Verwitterung entkalkt und zu Geschiebelehm umgewandelt sein. Die Baugrundverhältnisse können als unproblematisch angesehen werden. Grundwasser Das Grundwasser des bedeckten Hauptgrundwasserleiters steht im Baubereich wahrscheinlich in gespanntem Zustand an. Das Grundwasser kann daher nicht so hoch ansteigen, wie es seinem hydrostatischen Druck entspricht, da die überlagernden bindigen Sedimente (Geschiebemergel) dies verhindern.
Abb. 6. Verkleinerung des Vermessungsplans.
Die Ermittlung der Grundwasserstände beruht auf der flächenhaften Interpolation von Grundwasserstandswerten, die an Messstellen in der weiteren Umgebung des Baubereiches seit dem Jahr 1993 festgestellt wurden. Der aus diesen beobachteten Werten für das Grundstück interpolierte höchste Grundwasserstand (HGW) trat im Jahr 2003 auf und betrug ca. NHN +36,2 m. Im Januar 2011 lag der aktuelle Grundwasserstand im Grundstücksbereich bei etwa NHN + 35,8 m. Hinsichtlich der Grundwasserverhältnisse wird auf die besondere Stellung der Sande hingewiesen, die über dem Geschiebemergel der Grundmoräne lagern bzw. in Linsen eingeschaltet sind und beim Bauvorhaben berücksichtigt werden sollten: In mit Sanden gefüllten Senken oberhalb oder in sandigen Linsen innerhalb des Geschiebemergels kann sich in Abhängigkeit von den Niederschlägen oberflächennahes Grundwasser ausbilden, das unabhängig vom Hauptgrundwasserleiter ist und häufig als so genanntes Schichtenwasser bezeichnet wird. Messwerte über dieses oberflächennahe Grundwasser liegen nicht vor. Altlasten Über Altlasten auf dem Wettbewerbsgrundstück gibt es bisher keine Erkenntnisse.
Im öffentlichen Straßenland liegen alle für die Ver- und Entsorgung der Schule einschließlich der neuen Sporthalle notwendigen Leitungen. Über das Schulgrundstück verlaufen derzeit mit Ausnahme der unten genannten Starkstrom- und Fernwärmeleitungen lediglich Hausanschlussleitungen, deren Verlegung problemlos möglich ist. Elektrizität / Transformatorenanlage Auf dem Schulgrundstück befindet sich neben dem früheren Abortgebäude der Blankenstein-Schule in einem Anbau eine Transformatorenanlage, die das benachbarte Wohngebiet versorgt. Von der Rudi-Arndt-Straße führt in einem Erdkanal eine 30kV-Leitung zu der Transformatorenanlage. Das Transformatorenhaus und die Starkstromleitung müssen erhalten werden. Die Leitungstrasse darf nicht überbaut werden (siehe dazu: Digitale Anlagen 4.1.3 Informationspläne, 04_Leitungsplan Elektrizität). Fernwärme / Fernwärmeübergabestation Im Grundstücksbereich vor der nördlichen Schmalseite der SK-Schule liegt eine unterirdische Fernwärmeübergabestation. Diese darf nicht überbaut werden. Die Zugänglichkeit der unterirdischen technischen Anlagen über zwei vorhandene Einstiegsöffnungen muss gewährleistet bleiben. Zur Lage der Fernwärmeübergabestation siehe: Digitale Anlagen 4.1.3 Informationspläne (01_Vermessungsplan und 05_Leitungsplan Fernwärme). Die neue Sporthalle soll an die Fernwärmeleitung angeschlossen werden.
Übergeordnete Erschließung / ÖPNV Das Wettbewerbsgebiet liegt in der Nähe der Hauptverkehrsstraßen Landsberger Alle und Danziger Straße. Straßenbahnhaltestellen befinden sich an der Danziger Straße / Ecke Paul-Heyse-Straße (M 10) und an der Kreuzung Landsberger Allee / Danziger Straße ( M 5, M 6, M 8). Der S-Bahnhof Landsberger Allee ist zu Fuß in etwa 10 Minuten zu erreichen. Erschließung des Schulgrundstücks Insgesamt 4 Zugänge bzw. Zufahrten mit Torananlagen liegen an der RudiArndt-Straße und an der Paul-Heyse-Straße, jeweils in Zuordnung zu den Eingängen der beiden Schulgebäude. Die Lage der Tore und die Führung der Fahrwege gestatten die Überfahrung des Grundstücks z.B. durch Feuerwehrfahrzeuge. Als Hauptzugang wird der westliche Eingang an der Paul-Heyse-Straße genutzt. Dies resultiert aus der Lage der Straßenbahn-Haltestelle und des Fußgängerüberweges Danziger Straße / Ecke Paul-Heyse-Straße. Die anderen Zugänge, auch der historische Eingang an der Rudi-Arndt-Straße neben dem Lehrerhaus, sind in der Regel verschlossen. Auch zukünftig soll das Schulgelände im Hinblick auf die Anbindung an den ÖPNV und die Verkehrssicherheit (Fußgängerübergang Danziger Straße) über den derzeitigen Haupteingang an der Paul-Heyse-Straße erschlossen werden.
Flächennutzungsplan Im Flächennutzungsplan von Berlin ist das Plangebiet als Wohnbaufläche W2 (GFZ bis 1,5) und der Schulstandort als Gemeinbedarfsfläche mit der Zweckbestimmung Schule dargestellt. Bebauungsplan Für das Gebiet existiert kein Bebauungsplan. Die Zulässigkeit des Vorhabens wird nach § 34 BauGB entschieden. Bauordnungsrecht Der Planung ist die Bauordnung des Landes Berlin BauOBln, (siehe Digitale Anlagen 4.1.5 Rechtsvorschriften) in der aktuellen Fassung zugrunde zu legen. Die Genehmigung des Bauvorhabens erfolgt im Baugenehmigungsverfahrens beim Bezirksamt Pankow von Berlin.
Die ehemalige 104. und 159. Gemeindeschule, Rudi-Arndt-Straße 18 und Paul-Heyse-Straße 8 ist als Gesamtanlage in der Denkmalliste eingetragen und unterliegt den Schutzvorschriften des DschGBln.
Dazu gehört auch das kleine Hofgebäude (ursprünglich Aborte für Knaben und Mädchen). Landesdenkmalamt, Inventarisation (Auszug): Schulgebäude: langgestrecktes, viergeschossiges Schulgebäude über Souterrain mit vierachsigem, höherstehendem Mittelrisalit, Fassade zum Schulhof, Massivbau, verblendet mit vorwiegend gelben und wenigen roten Ziegeln, horizontale Gliederung durch Gesimse über dem Erd- und 2. Obergeschoss sowie durch breites Dachgesims, an den nord- bzw. südöstlichen Kopfbauten Terrakotten mit Berliner Bär, flaches Satteldach, die erhaltenen Kastendoppelfenster aus der Bauzeit unterschiedlich gestrichen (weiß und braun), im Innern Treppengeländer aus der Bauzeit erhalten, Ausmalung des Treppenhauses in mehreren Fassungen, Terrazzofußboden erhalten, Toilettenanbauten in südwestlichen Lichthof (Kratzputz), die Aula mit Ausmalung aus den 1990er Jahren, kleiner Bühnenaufbau. Lehrerwohnhaus (Rektorenhaus): dreigeschossiger, fünfachsiger Ziegelverblendbau über Souterrain, in der mittleren Achse Hauseingang, die Segmentbogen der Fenster sowie die Fensterspiegel am 1. Obergeschoss mit schmückenden Terrakotten, das Gesims über dem 1. Obergeschoss mit reichem Fries, Terrakottareliefs
Abb. 7. Ausschnitt aus der Denkmalkarte.
an der Nordostseite zwischen 1. und 2. Obergeschoss: Berliner Bär und
Datierung des Baus („Erbaut im Jahre 1889“), Eingangstüren mit Fenster-
gittern aus der Bauzeit, an der Hofseite neue Isolierglasfenster, Fußboden-
fliesen im Eingangsbereich aus Bauzeit, auch: Zwischen-Pendeltür aus
der Bauzeit, gußeisernes Treppengeländer mit hölzernem Handlauf; im
Erdgeschoss Nutzung durch Schulclub. 1. Obergeschoss Wohnung des
Direktors, die erhaltenen Zimmertüren mit Spanplatten aufgedoppelt.
Massive, mit roten Ziegeln verblendete Mauer, die Tore von ziegelverblendeten, höherstehenden Pfeilern gerahmt, die Metalltore aus DDR-Zeiten,
im Bereich der Rudi-Arndt-Straße fehlen die pfeilerbekrönenden Aufbauten.
Weitere Denkmale in der Umgebung der Tesla-Schule:
-	 Wohnanlage Rudi-Arndt-Straße 2 - 11 und Conrad-Blenkle-Straße 58 - 60a, 1926 - 1927, Architekt: Bruno Taut, Umbau 1953, Denkmalart: Gesamtanlage. Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983, S. 424: 1926 / 27 nach Entwurf von Bruno Taut für die Gehag (gemeinnützige Heimstätten Spar- und Baugesellschaft) errichtet. Geschlossene Bebauung mit fünfgeschossigem Putzbauten (Putz und Fenstereinfassungen an den Straßenseiten ungünstig erneuert) unter Flachdach, die einzelnen Häuser wie vielfach bei Taut durch gleichmäßig gereihte dachbodenfenster zusammengefasst. Die Fassade an der Ecke Conrad-Blenkle-Straße / Rudi-Arndt-Straße über rechteckigem, dem Straßenverlauf folgenden Eckladen abgerundet, das Treppenhaus hier in die abgeschrägte Ecke des begrünten Innenhofs gelegt, sehr wirkungsvoll die schalrechteckigen Treppenhausfenster durch viertelrund geführte Balkone flankiert (vgl. die sehr ähnlich gestalteten Eingangsachsen Heinz-Bartsch-Straße 4 und Paul-Heyse-Straße 13 der benachbarten, ebenfalls von Taut für die Gehag errichtete Wohnanlage. -	 Wohnanlage Heinz-Bartsch-Straße 2 -6 und Paul-Heyse-Straße 3 - 17, 1926 - 1927, Architekt: Bruno Taut, Denkmalart: Gesamtanlage. -	 Vorhof der Wohnanlage Heinz-Bartsch-Straße 4 -6, Ernst-FürstenbergStraße und Paul-Heyse-Straße 7 - 17, um 1930, Architekt: Bruno Taut, Denkmalart: Gartendenkmal. Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983, S. 426 - 427: 1926 / 27 für die Gehag (Gemeinnützige Heimstätten Spar- und Baugesellschaft) zusammen mit der benachbarten Bebauung Conrad-Blenkle-Straße / Rudi-Arndt-Straße nach Entwurf von Bruno Taut. Vier- bzw. fünfgeschossige Putzbauten über H-förmigem Grundriss; die Schenkel entlang der Heinz-Bartsch-Straße bzw. Paul-Heyse-Straße an ältere bebauung an der Dimitroffstraße (heute: Danziger Straße) anschließend, der verbindende Querflügel etwas vertieft angelegt und zur Ernst-Fürstenberg-Straße mit einem Pappelrondell begrünt, die Kopfbauten in breite Klinker- und Putzflächen aufgeteilt, hier auch zur Ecke Paul-HeyseStraße Laden angefügt. Besonders wirkungsvoll die Eingangsachsen in der Heinz-Bartsch-Straße (Nr. 4) und Paul-Heyse-Straße (Nr. 13) gestaltet, die zurückgesetzte Fläche mit Tür und schmalen Treppenhausfenstern beidseitig eingefasst von viertelrund geführten Balkonen, (...).
-	 Wohnanlage Erich-Boltze-Straße 2 - 6, Ernst-Fürstenberg-Straße 15 19, Heinz-Bartsch-Straße 11 - 15, 1927 - 1928, Architekten: Mebes und Emmerich, Denkmalart: Ensembleteil. Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983, S. 428: 1927 / 28 für die Gemeinnützige Baugesellschaft Berlin-Johannisthal von Mebes und Emmerich erbaut. Blockrandbebauung, an ältere Bebauung in der Dimitroffstraße anschließend. Fünfgeschossige Putzbauten mit Flachdächern, Loggien zum begrünten Innenhof gewendet, die Treppenhäuser winklig vorspringend. -	 Wohnanlage Heinz-Bartsch-Straße 2 -15, Ernst-Fürstenberg-Straße 15 19, Paul-Heyse-Straße 3 - 17 und Erich-Boltze-Straße 2 -6, 1926 - 1928, Architekten: Bruno Taut, Mebes und Emmerich, Denkmalart: Ensemble. -	 Corpus-Christi-Kirche, Conrad-Blenkle-Straße 64, 1904 - 1920, Architekt: Max Hasak, Denkmalart: Baudenkmal. Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983, S. 424: Ein erster Kirchenbau 1904 erbaut, nach Brand 1915 wesentlich erweiter bis 1920 wiederhergestellt. Klinkerverblendbau, das stattliche Schiff in den Hof hineingebaut, die Eingangsfassade mit großem neugotischen Portal leicht zurückgesetzt in die Straßenfront eingebunden, beidseitig eingefasst und flankiert von fünfgeschossigen Wohnbauten, diese 1908 erbaut, ihre Klinkerfassaden mit zwei- und dreigeteilten Vorhangbodenfenstern und durch dreiseitige Erker betont. - Das Innere als dreischiffige spätgotische Hallenkirche angelegt, mit sehr breitem Mittelschiff; die massigen runden Sandsteinstützen mit ausladenden vegetabilischen Kapitellen finden sich auch der Wand frei vorgestellt, in der Apsis und als konsolentragende Säulen in den Seitenschiffen. Reiche Sterngewölbe mit z.T. figürlichem Gewölbeschmuck. Orgel 1925 von der Firma Steinmeyer in Oettingen. Altaraufsatz in Form eines großen spätgotischen Schnitzaltars mit reichem Gesprenge, 1922 von Schreiner, München. Gleichzeitig auch die geschnitzte Passionsdarstellung sowie ein großes Kruzifix. Sandsteintaufe in neugotischen Formen 1897. -	 Adventskirche, Heinz-Bartsch-Straße 1, 1910 - 1911, Architekten: Dinklage, Paulus und Lilloe Architektensozietät, Denkmalart: Baudenkmal. Bau- und Kunstdenkmale Berlin I, Berlin 1983, S. 426: 1910 / 11 von Ernst Paulus und August Dinklage erbaut. Roter Klinkerverblendbau in neugotischen Formen auf etwa quadratischem Eckgrundstück, das Schiff parallel zu den Straßen winkelförmig geführt, die übergiebelten Stirnseiten mit großem Maßwerkfenster zur Dimitroffstraße bzw. Heinz-Bartsch-Straße gewendet, dazwischen, zur Straßenecke hin, der übergestellte Turm mit dem Portal. Das Innere nach Kriegsschäden 1949 / 51 vereinfacht wiederhergestellt.
Die im Wettbewerb zu bearbeitenden Bauvorhaben sind Teil der umfassenden Sanierung und Ergänzung des Schulstandorts zur Errichtung einer dreizügigen Gemeinschaftsschule (Klassen 1 - 10) mit ca. 800 Schülern. Hierbei handelt es sich um: - den Neubau einer Dreifeld-Sporthalle und weiterer zentraler Nutzungen - die Anlage von Außensport- und Pausenflächen - den Neubau der Fassade der SK-Schule. Der SK-Schulbau wird für eine Nutzung durch die Grundstufe (Klassen 1 - 6) saniert. Im Rahmen des Wettbewerbs ist lediglich die Erneuerung der Fassaden zu entwerfen, da das Gebäude in seiner Struktur und Substanz ansonsten im Wesentlichen erhalten bleibt. Die Modernisierung der Blankenstein-Bauten für die Mittelstufe und des ehemaligen Rektorenwohnhauses für Lehrerarbeitsräume sind nicht Gegenstand des Wettbewerbs. Der Bauherr beabsichtigt jedoch, die damit und mit der Gesamtsanierung der SK-Schule verbundenen Architektenleistungen ebenfalls an den Wettbewerbsgewinner zu vergeben.
Die neue Dreifeld-Sporthalle ist hinsichtlich Größe und Raumprogramm auf den zukünftigen Bedarf der Tesla-Schule ausgelegt, sie dient daneben auch dem Vereins- und Breitensport. Sie ersetzt die 1973 zusammen mit der SK-Schule an der Grundstücksgrenze zur Paul-Heyse-Straße errichtete Typenhalle KT 60L. Die Platzierung der Halle auf dem Gelände, ihre Geschossigkeit und baukörperliche Ausformung stehen in direktem Zusammenhang mit der Anordnung umfangreicher funktionsgerechter Außenanlagen und der Ausbildung hochwertiger Außenräume. Der Entwurf muss zudem architektonisch mit der maßgeblich durch die Wohnbauten der 20er Jahre geprägten stadträumlichen Situation und mit den historischen Schulgebäuden korrespondieren. Erwartet wird ein gestalterisch anspruchsvoller, durch eine überzeugende Konstruktions- und Materialwahl geprägter Neubau, der eine gute Nutzungsqualität und einen hohen ökologischen Standard aufweist. In das Sporthallengebäude integriert werden sollen zentrale jahrgangsübergreifende Nutzungen: Ganztagesbereich / Mehrzweckraum, hauptsächlich als Mensa genutzt, und Lehrküche. Eine von diesem Konzept abweichende Aufteilung auf zwei Baukörper wird grundsätzlich nicht ausgeschlossen, sofern sie im Kostenrahmen realisierbar ist. Der Fassadenentwurf für den SK-Bau soll neben der Erfüllung bauphysikalischer und konstruktiver Anforderungen durch hohe gestalterische Qualitäten die städtebauliche Identität des Schulstandortes stützen.
Tesla-Schule / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Raumprogramm Sporthalle / Ganztagsbereich / Lehrküche
Flächenart / Raumbezeichnung Nutzflächen NF Zweifeldhalle 22m x 44m (2 Hallenteile) Fläche [m²] Anzahl Gesamtfläche [m²] * 2.172,0 * 1.207,0 968,0 1 968,0
Sporthalle 22,0m x 44,0m / lichte Höhe: 7,0m, mit 1 doppelschaligen Trennvorhang und Zuschauermöglichkeit (z.B. Galerie) Geräteraum 9,0m x 4,5m (lichte Höhe 2,5m), hallenlängsseitig bzw. Zuordnung zu je einem Hallenteil Lehrer- / Schiedsrichterraum, zugleich Sanitäts- und Regieraum, auf Hallenebene, möglichst hallenmittig, mit Dusche und Handwaschbecken Lehrer- / Schiedsrichterraum auf der Ebene der Umkleideräume mit Dusche und Handwaschbecken Umkleideraum (mind. 12 lfd. m Umkleidebank) Wasch- / Duschraum (Zuordnung zu je 2 Umkleideräumen) mit je 6 Duschen, 6 Waschstellen, einem WC (1,51m x 1,61m, ohne Vorraum und Handwaschbecken). Die Nutzbarkeit durch rollstuhlgebundene Personen ist zu gewährleisten. Reinigungsgeräteraum (auf Hallenebene) Sportlertoilette auf Hallenebene mit je 1 WC-Sitz und Handwaschbecken (auch für rollstuhlgebundene Personen), für Herren zusätzlich 1 PP-Becken Zuschauertoilette für Damen mit 2 WC-Sitzen (davon ein WC für rollstuhlgebundene Personen) und Handwaschbecken Zuschauertoilette für Herren mit 1 WC-Sitz (auch für rollstuhlgebundene Personen), 2 PP-Becken und Handwaschbecken
A 02.1 - 02.2
A 04 A 05.1 - 05.4
9,0 92,0
A 06.1 - 06.2
A 07 A 08.1 - 08.2
Einfeldhalle 15m x 27m (1 Hallenteil) A 11 A 12 Sporthalle 15,0m x 27,0m / lichte Höhe: 5,5m Geräteraum 14,0m x 4,5m, hallenlängsseitig (lichte Höhe 2,5m) Lehrer- / Schiedsrichterraum, zugleich Sanitäts- und Regieraum, auf Hallenebene, möglichst hallenmittig, mit Dusche und Handwaschbecken 405,0 63,0 1 1
* 620,0 405,0 63,0
Raumnr. A 14 A 15.1 - 15.2
Flächenart / Raumbezeichnung Lehrer- / Schiedsrichterraum auf der Ebene der Umkleideräume mit Dusche und Handwaschbecken Umkleideraum (mind. 12 lfd. m Umkleidebank) Wasch- / Duschraum (Zuordnung zu je 1 Umkleideraum) mit je 6 Duschen, 6 Waschstellen, einem WC (1,51m x 1,61m, ohne Vorraum und Handwaschbecken). Die Nutzbarkeit durch rollstuhlgebundene Personen ist zu gewährleisten. Reinigungsgeräteraum (auf Hallenebene) Sportlertoilette auf Hallenebene mit je 1 WC-Sitz und Handwaschbecken (auch für rollstuhlgebundene Personen), für Herren zusätzlich 1 PP-Becken Geräteraum für Vereinssport, abschließbar
Fläche [m²] 9,0 23,0
Gesamtfläche [m²] 9,0 46,0
A 16.1 - 16.2
A 17 A 18.1 - 18.2 A 19.1 - 19.2
Außengeräteraum AG 20 Außengeräteraum (ca. 3,0m x 5,0m), befahrbar für Pflegeräte, Doppelflügeltür (B:1,7m, H: 2,2m) 15,0 1
Ganztagsbereich / Lehrküche G 21 G 22 G 23 G 24 G 25 Mehrzweckraum / Speiseraum Garderobe Essensausgabe / Ausgabeküche einschließlich Personal-WC Lehrküche / Esszone einschließlich Sammlung Toilette für Damen mit 2 WC-Sitzen (davon ein WC für rollstuhlgebundene Personen) und Handwaschbecken Toilette für Herren mit 1 WC-Sitz (auch für rollstuhlgebundene Personen), 2 PP-Becken und Handwaschbecken 170,0 20,0 40,0 100 1 1 1 1 1
* 330,0 170,0 20,0 40,0 100,0
Technische Funktionsflächen TF F 27 Technikraum / Hausanschlussraum für Sporthalle und Ganztagsbereich / Lehrküche. Größe und Lage entwurfsabhängig. 1
* Summe NF ohne Toiletten
Das auf der vorangehenden Doppelseite aufgelistete Raumprogramm deckt den Bedarf an 3 Hallenteilen über die Kombination einer Zweifeldhalle (22m x 44m) mit einer Einfeldhalle (15m x 27m). Diese Kombination erlaubt die 2-geschossige Stapelung der 3 Hallenteile und zugleich den Nachweis einer wettkampfgerechten Spielfeldgröße (d.h. einschließlich der Sicherheitsabstände mindestens 22m x 44m). Zur barrierefreien Erschließung des Obergeschosses ist ein Aufzug erforderlich. Bei der ebenengleichen Anordnung der 3 Hallenteile ist dem Entwurf das folgende Raumprogramm einer Dreifeldhalle (27m x 45m) zugrunde zu legen. Die Gesamt-Nutzfläche ist hierbei um 225,5m² niedriger als bei der Kombination Zwei- plus Einfeldhalle. Raumprogramm / Variante Dreifeldhalle 27m x 45m
Raumnr. Flächenart / Raumbezeichnung Dreifeldhalle 27m x 45m (3 Hallenteile) B 01 Sporthalle 27,0m x 45,0m / lichte Höhe: 7,0m, mit 2 doppelschaligen Trennvorhängen und Zuschauermöglichkeit (z.B. Galerie) Geräteraum 9,0m x 4,5m (lichte Höhe 2,5m), hallenlängsseitig bzw. Zuordnung zu je einem Hallenteil Lehrer- / Schiedsrichterraum, zugleich Sanitäts- und Regieraum, auf Hallenebene, möglichst hallenmittig, mit Dusche und Handwaschbecken Lehrer- / Schiedsrichterraum auf der Ebene der Umkleideräume mit Dusche und Handwaschbecken Umkleideraum (mind. 12 lfd. m Umkleidebank) Wasch- / Duschraum (Zuordnung zu je 2 Umkleideräumen) mit je 6 Duschen, 6 Waschstellen, einem WC (1,51m x 1,61m, ohne Vorraum und Handwaschbecken). Die Nutzbarkeit durch rollstuhlgebundene Personen ist zu gewährleisten. Reinigungsgeräteraum (auf Hallenebene) Sportlertoilette auf Hallenebene mit je 1 WC-Sitz und Handwaschbecken (auch für rollstuhlgebundene Personen), für Herren zusätzlich 1 PP-Becken Zuschauertoilette für Damen mit 2 WC-Sitzen (davon ein WC für rollstuhlgebundene Personen) und Handwaschbecken Zuschauertoilette für Herren mit 1 WC-Sitz (auch für rollstuhlgebundene Personen), 2 PP-Becken und Handwaschbecken Geräteraum für Vereinssport, abschließbar 20,0 1.215,0 1 Fläche [m²] Anzahl Gesamtfläche [m²] * 1.601,5 1.215,0
B 02.1 - 02.3
B 04 B 05.1 - 05.6
B 06.1 - 06.3
B 07 B 08.1 - 08.2
B 10 B 11.1 - 11.2
1 2 40,0
Die Räume B 01 bis B 11 des Raumprogamms für die Variante Dreifeldhalle entsprechen den Räumen A 01 bis A 19 des Raumprogramms für die Stapellösung. Die übrigen Räume AG 20 (Außengeräteraum) und G 21 bis G 26 (Ganztagesbereich) sind in beiden Varianten gleichermaßen nachzuweisen.
Funktionale Anforderungen Sporthalle / Ganztagsbereich / Lehrküche
Allgemeines Der direkte Anschluss von Neubauten an den SK-Bau ist aufgrund der erheblichen Bewegungen des Skelettbaus konstruktiv problematisch und daher zu vermeiden. Sporthalle Bei der geplanten Sporthalle handelt es sich alternativ um: -	 die Kombination einer Zweifeldhalle (Innenmaße 22m x 44m ) mit einer Einfeldhalle (Innenmaße 15m x 27m). Die Zweifeldhalle kann durch einen Trennvorhang in zwei abgeschlossene räumliche Einheiten von jeweils 22m x 22m unterteilt werden. Die erforderliche lichte Höhe der Halle beträgt 7,0m. Die Einfeldhalle wird nicht unterteilt. Die erforderliche lichte Höhe der Halle beträgt 5,5m. -	 eine Dreifeldhalle (Innenfläche 27m x 45m), die durch Trennvorhänge in drei abgeschlossene räumliche Einheiten mit einer Fläche von jeweils 15m x 27m unterteilt werden kann. Die erforderliche lichte Höhe der Halle beträgt 7,0m. An den Stirnseiten der Hallen sind zumindest im Bereich von 5,0m beidseitig der Spielfeldachse keine Türöffnungen vorzusehen. Jedes Hallenteil muss vom Nebenraumtrakt her separat zugänglich sein. Es sind aus jedem Hallenteil 2 Rettungswege nachzuweisen. Zuschauer Eine Zuschauertribüne mit Sitzen ist nicht vorzusehen. Alternativ soll jedoch eine andere Aufenthaltsmöglichkeit für Zuschauer, z.B. eine Galerie, geschaffen werden, die es einer begrenzten Anzahl von Zuschauern oder Sporttreibenden (Gastmannschaften o.ä.) ermöglicht, auf Stehplätzen dem Sportgeschehen in der Halle zuzusehen. Die Galeriebereiche können z.B. auf Zwischenebenen bei gestapelten Nebenraumtrakten angeordnet
werden. In der Halle selbst sind die Sicherheitsabstände um das eigentliche Spielfeld (z.B. Handball: 20m x 40m, einschließlich Sicherheitabstand:
22m x 44m) freizuhalten.
Bei der Kombination Zwei- plus Einfeldhalle sind gesonderte Zuschauerplätze nur für die Zweifeldhalle gefordert.
Sporthallen sollen natürlich belichtet werden. Eine Belichtung über die
Längsseiten ist ab 2m über Oberkante Sporthallenboden anzustreben,
stirnseitige Fenster sind zu vermeiden.
Aus Kostengründen (ballwurfsichere Glasflächen, Blendschutzeinrichtungen, Reinigungsaufwand etc.) sollen die Glasflächen auf das zur Belichtung notwendige Minimum beschränkt bleiben. In jedem Falle sind geeignete Blendschutzmaßnahmen zu treffen.
Die Sporthalle ist mit einer Lüftungsanlage zu versehen.
Die Lüftungsanlage ist mit einer Wärmerückgewinnung auszustatten.
Geräteräume sind in Längsrichtung an den Hallenlängsseiten auf der Hallenebene anzuordnen. Jedem Hallenteil ist ein Geräteraum zuzuordnen.
Die Geräteräume sollen auf ganzer Länge (bis auf konstruktiv notwendige
Stützen) zu öffnen sein. Die lichte Höhe muss 2,50m, im Durchgangsbereich (Schwingtor) mindestens 2,20m, betragen. Die Geräteräume müssen
eine Mindesttiefe von 4,50m aufweisen. Die Breite von jeweils ca. 9m bzw.
14m (Einfeldhalle) ist einzuhalten, um die notwendige Sportgeräteausstattung nach Musterausstattungsprogramm unterbringen zu können.
Geräteraum für Vereinssport
Die Geräteräume für den Vereinssport müssen nicht direkt den Hallen
zugeordnet werden. Sie dienen in erster Linie der sicheren Unterbringung
leicht transportierbarer Sportausrüstung (hier z.B. Fechterausrüstungen).
Lehrer- / Schiedsrichterräume
Mindestens 1 Lehrer- / Schiedsrichterraum soll direkt der Halle zugeordnet sein. Dies gilt insbesondere für den kombinierten Lehrer-/Schiedsrichter-/Sanitätsraum (1.Hilfe) auf der Hallenebene. Eine Blickverbindung
(Fenster) zur Halle ist erforderlich, die Fensterunterkante soll 1m über OK
Fertigboden liegen. Eine leichte Auffindbarkeit und Erreichbarkeit für die
Feuerwehr / Rettungsdienste muss gewährleistet sein.
Für die schulische Nutzung ist es aus Aufsichtsgründen notwendig, dass
1 Lehrerraum den Umkleideräumen direkt zugeordnet ist. Die Räume sind
mit einer Dusche und einem Handwaschbecken auszustatten. Die lichte
Höhe beträgt 2,50m.
Werden bei der Kombination Zwei- plus Einfeldhalle die Umkleidebereiche
beider Hallen zusammengelegt, kann auf einen der 9,0m² großen Lehrer-
räume (A 04 oder A 14) verzichtet werden.
Jeweils 2 Umkleideräume sind einem Wasch- / Duschraum zuzuordnen.
In den Umkleideräumen muss die Möglichkeit der Aufstellung von insgesamt 12m nutzbarer Banklänge nachgewiesen werden.
Die Verkehrsflächen sollen mindestens 1,5m breit sein bzw. 1,8m, wenn
der Raum zwischen den gegenüberliegenden Bänken als einziger Durchgang dient.
Die Verbindung der Umkleiden zu den Hallenteilen soll über einen zentralen Erschließungsflur erfolgen. Eine strikte Trennung zwischen „Straßenschuh-“ und „Turnschuhgang“ wird nicht gewünscht. Alle Umkleideräume
sollen natürlich belichtet sowie natürlich be- und entlüftet werden können.
Aus Gründen der Orientierung und Aufsicht (Schulbetrieb) wird einer Zuordnung der Umkleideräume zu den einzelnen Hallenteilen der Vorzug
gegenüber einer zentralen (z.B. stirnseitigen Anordnung aller Umkleideräume gegeben.
Die Umkleideräume sollen auch die Nutzung für rollstuhlgebundene Personen ermöglichen, d.h. ausreichende Türöffnungen und Bewegungsflächen sind vorzusehen. Die lichte Höhe der Umkleideräume soll mindestens 2,50m betragen. Sofern die Umkleide- und Wasch- / Duschräume der Einfeldhalle getrennt von denen der Zweifeldhalle liegen, erfordert die getrenntgeschlechtlichen Nutzbarkeit die Verknüpfung jedes Umkleideraums mit einem eigenen Wasch- / Duschraum. Wasch- / Duschräume Wasch- / Duschräume sind mit jeweils 6 Duschen und 6 Waschplätzen sowie 1 WC (ohne Vorraum und Handwaschbecken; lichtes Innenmaß: B: 1,51m, T: 1,61m, Türaufschlag nach außen) auszustatten.
Bei gegenüberliegenden Waschstellen ist einschließlich der Stehfläche
eine Gangbreite von 1,80m zu beachten. Bei einseitig angeordneten
Waschstellen ist einschließlich der Stehfläche eine Gangbreite von 1,35m
Bei gegenüberliegenden Brausen ist eine Gangbreite von 1,5m, bei einseitig angeordneten Brausen von 1,1m erforderlich.
Die lichte Höhe des Dusch- / Waschbereichs beträgt mindestens 2,50m.
Die Räume einschließlich WC sind barrierefrei zu gestalten.
Eine natürliche Be- und Entlüftung soll vorgesehen werden, zusätzlich
werden die Räume mechanisch be- und entlüftet.
Werden bei der Kombination Zwei- plus Einfeldhalle die Umkleide- und
Wasch- / Duschbereiche beider Hallen zusammengelegt, kann auf einen
der Wasch- / Duschräume (A 06 oder A 16) verzichtet werden.
Reinigungsgeräteraum
Der Reinigungsgeräteraum soll zentral und möglichst nahe der Halle angeordnet sein. Die lichte Türdurchgangsbreite muss mindestens 0,85m
betragen (Reinigungsmaschinen). Der Raum ist mit Warm- und Kaltwasseranschluss und einem Ausgussbecken auszustatten, die lichte Höhe soll
2,50m betragen.
Zusätzlich zu den Toiletten in den Wasch- / Duschräumen sind erforderlich:
Für die Sportler auf Hallenebene:
-	 1 Damentoilette mit 1 WC-Sitze (auch für rollstuhlgebundene Personen), Handwaschbecken im Vorraum. -	 1 Herrentoilette mit 1 WC-Sitz (auch für rollstuhlgebundene Personen), 1 PP-Becken, Handwaschbecken im Vorraum. Für Zuschauer: -	 1 Damentoilette mit 2 WC-Sitzen (davon 1 WC auch für rollstuhlgebundene Personen), Handwaschbecken im Vorraum. -	 1 Herrentoilette mit 1 WC-Sitz (auch für rollstuhlgebundene Personen), 2 PP Becken, Handwaschbecken im Vorraum. Außengeräteraum Der Außengeräteraum muss auf der Ebene der Außensportanlagen liegen. Er erhält eine Doppelflügeltür mit den Maßen B: 1,70m, H: 2,20m und soll für Pflegeräte befahrbar vorgesehen werden.
Ganztagsbereich / Lehrküche Für die Mittagessenversorgung der Schülerinnen und Schüler ist ein gesonderter Mehrzweckraum mit Ausgabeküche herzustellen. Er soll möglichst zentral liegen und sowohl vom Mittelstufen-Bereich im BlankensteinBau als auch vom Grundstufen-Bereich im SK-Bau gut erreichbar sein. Eine ebenerdige Lage wäre günstig. Die Erschließung soll in jedem Falle unabhängig von der Erschließung der Sporthalle möglich sein. In der Zugangszone ist ein Garderobenbereich anzuordnen. Der Mehrzweckraum wird in erster Linie regelmäßig als Mensa genutzt. Die Teilbarkeit des Großraums mit separater Zugänglichkeit der Teile wäre vorteilhaft. Eine schulexterne Nutzung ist derzeit nicht vorgesehen. An den Mehrzweckraum schließt unmittelbar der Bereich der Ausgabeküche an. Die Ver- und Entsorgung der Ausgabeküche ist durch Herstellung einer funktionsgerechten Anlieferzone (Kleinlastwagen) zu ermöglichen. Der Bereich Lehrküche, ebenfalls durch Schüler sowohl der Grundstufe als auch der Mittelstufe genutzt, enthält eine eigene Esszone. Die lichte Höhe des Ganztagsbereichs soll mindestens 3,3m betragen. Technikraum Größe und Lage der Technikräume richten sich nach den örtlichen und entwurflichen Gegebenheiten.
Dem Entwurf sind folgende Flächenanforderungen zugrunde zu legen:
Pausenflächen Pausenfläche Klasse 1 mit Buddelplatz Pausenfläche Klassen 2 - 6 mit Turn- und Spielgeräten Pausenfläche Klassen 7 - 10 Außensportanlagen 100m-Laufbahn (altern. 75 m-Laufbahn) mit 3 Bahnen Kleinspielfeld 27m x 45m (altern. 22m x 44m) mit Ballfangzaun (h 4m) Weitsprunganlage mit 45m Anlauf (altern. 35m Anlauf), Grube 5,55m x 9,0m Kugelstoßanlage, Wurfsektor 40°, Schenkellänge 20,0m Gymnastikwiese ca. 400m² Stellplätze 1 Kfz-Stellplatz für Menschen mit Behinderungen 300 Fahrradstellplätze 810m² 2.250m² 1.800m²
Im Rahmen der Entwurfsbearbeitung ist zu prüfen, welche Flächen (Standardgrößen oder alternative Größen, s. Tabelle) verträglich auf dem Gelände unterzubringen sind. Eine Einpassplanung wurde nicht durchgeführt. Beim Entwurf der Freiflächen und Außenanlagen sind die in Selbsthilfe und mit öffentlichen und privaten Fördermitteln entstandenen Anlagen und Objekte, z.B. das „Grüne Klassenzimmer“ und der Schulgarten an der Paul-Heyse-Straße, zu berücksichtigen und weitestgehend zu erhalten. Anordnung und Gestaltung der Freiflächen und Sportaußenanlagen sollen möglichst so erfolgen, dass die Lärmbelästigung für die umgebende Wohnbebauung minimiert wird. Das gesamte Schulgelände einschließlich der Vorzone vor dem SK-Bau an der Conrad-Blenkle-Straße soll eine neue Zauneinfriedung erhalten.
Fassade Schulgebäude SK Berlin
Das SK-Schulgebäude soll umfassend saniert werden. Hierzu gehört der Neubau der Fassaden. Die SK-Bau an der Conrad-Blenkle-Straße ist 65,83m lang und 10,13m breit. Das Erdgeschoss liegt etwa 2m über Terrain. Die Gebäudehöhe über Terrain beträgt ca. 16m. Das Gelände ist auf beiden Seiten über nahezu die gesamte Gebäudelänge zur Belichtung des Untergeschosses abgeböscht. Auf der Westseite sind ein gebäudehoher Vorbau (Grundfläche ca. 14m x 6m) mit Haupttreppenhaus und Sanitärräumen, ein 1-geschossiger Windfang (Grundfläche ca. 7m x 4m) sowie 2 Freitreppen angefügt. Die Grundrisse sind einbündig organisiert. Aufenthaltsräume orientieren sich in der Regel nach Osten, an den Gebäudeenden zweiseitig nach Osten und Westen, die seitlich belichteten durchgehenden Flure nach Westen. Das Gebäude wird durch zwei Treppenhäuser erschlossen. Die Außenwände bestehen an den Längsseiten im Brüstungsbereich aus vorgehängten Stahlbetonfertigteilen mit einer kassettenartigen Struktur mit Systemlängen von 3.600 und 4.800mm. Die Giebelwände bestehen aus vorgehängten, geschosshohen Stahlbetonfertigteilen mit einem Systemmaß von 1.800 mm. Alle Fassadenelemente bestehen aus einer außenliegenden Leichtbeton-Tragschicht und einer innenseitigen HWL-Plattenund Kamilitdämmung. Die vorhandenen Fassaden einschließlich der Holzfenster weisen erhebliche Mängel in konstruktiver, bauphysikalischer und gestalterischer Hinsicht auf. Der Bauherr hat sich in Anbetracht dieser komplexen Mängel für einen Neubau der Fassaden entschieden. Das zu entwerfende Fassadensystem muss neben hoher gestalterischer Qualität und Energieeffizienz, konstruktiver Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit eine flexible Grundrissgliederung auf Basis des konstruktiven Rasters ermöglichen.
Die Wettbewerbsunterlagen enthalten Bestandspläne (Grundrisse, Schnitte) sowie ein Gutachten zur Sanierung der SK-Schule mit detaillierten Angaben zu Konstruktion, Materialien und Maßen (siehe: Digitale Anlagen 4.1.3 Informationspläne und 4.1.4 Gutachten BBP).
Das Schulgelände soll im Hinblick auf die Anbindung an den ÖPNV und die Verkehrssicherheit (Straßenbahnhaltestelle und Fußgängerübergang Danziger Straße / Paul-Heyse-Straße) auch zukünftig über den derzeitigen Haupteingang an der Paul-Heyse-Straße zentral erschlossen werden. Im Hinblick auf Adressbildung und Orientierung im öffentlichen Straßenraum soll der Hauptzugang unmissverständlich identifizierbar und für Menschen mit und ohne Behinderungen klar erkennbar sein. Das Schulgelände ist barrierefrei zu erschließen. Die Baustruktur ist nach eindeutigen Ordnungsprinzipien aufzubauen und durch akzentuierte, wegweisende und nutzerfreundliche Orientierungspunkte zu kennzeichnen. Sporthalle und Ganztagesbereich sollen sowohl vom Mittelstufen-Bereich im Blankenstein-Bau als auch vom Grundstufen-Bereich im SK-Bau gut erreichbar sein. Eine gedeckte bauliche Verbindung mit den Unterrichtsgebäuden ist nicht erforderlich. Die Erschließung von Sporthalle und Ganztagesbereich soll eine separate Nutzung ermöglichen. Für den nach Schulschluss stattfindenden Vereinsport sollte die Erschließung der Sporthalle möglichst so gelöst werden, dass eine Öffnung und Überquerung des eingefriedeten Schulgeländes vermieden werden kann. Motorisierter Verkehr findet auf dem Gelände nur für die regelmäßige Verund Entsorgung der Mensa sowie für gelegentliche sonstige Lieferungen statt. Fahrwege und Lieferzonen sollen sich gestalterisch einfügen und die Sicherheit der Schüler gewährleisten. Störungen des Schulbetriebs sind zu vermeiden. Auf dem Schulgelände sind 1 PKW-Stellplatz für Menschen mit Behinderungen sowie 300 Fahrradstellplätze anzuordnen.
Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / /
Ökologische Zielsetzung Zielsetzung
Die Gebäude sind besonders unter dem Aspekt der Energieeffizienz so zu planen, dass die Anforderungen der EnEV 2009 erfüllt werden. Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Planungsprinzipien der Nachhaltigkeit anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte erfordern. Folgende Ziele hinsichtlich der Nachhaltigkeit sind zu berücksichtigen: - Sicherstellung eines geringen Energiebedarfs (Gebäude, Haustechnik) - Optimierung der Tageslichtnutzung
sehr gute akustische Raumeigenschaften und Sprachverständlichkeit langfristige und flexible Nutzungsqualität Kosteneffizienz bei Baukosten Minimierung der Betriebskosten bedarfsgerechte natürliche Lüftung bzw. bedarfsgerechte hocheffiziente Lüftungsanlagen (wo erforderlich) Reduktion von Immissionen und Emissionen Kompaktheit (A/V) der Gebäudeform und klimatische Zonierung der Nutzungsbereiche hohe thermische Qualität, Fugendichtheit und wärmebrückenfreie Konstruktionen der Gebäudehülle Einsatz von Steuerungs- und Regelungsstrategien Prüfung des Einsatzes solarer Energienutzung Prüfung der Regen- und Grauwassernutzung
Im Rahmen der weiteren Planung ist gemäß den wasserwirtschaftlichen Grundsätzen ein Konzept zur Regenwasserbewirtschaftung zu entwickeln. Hierbei soll das Niederschlagswasser möglichst vollständig zurückgehalten, über die belebten Bodenschichten versickert oder genutzt werden. Die Einleitung in die Kanalisation ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Neben der Regenwassernutzung als Betriebswasser sind bei der weiteren Planung andere Formen der Regenwasserbewirtschaftung wie z.B. die Versickerung des von Dächern und befestigten Flächen ablaufenden Niederschlagswassers, die Möglichkeit der Gebäudebegrünung, sowie weitere innovative Konzepte zur Regenwasserbewirtschaftung als Alternativen zu prüfen. Ökologische Planungskriterien Prinzipien des ökologischen Bauens sind in den „Ökologischen Kriterien für Bauwettbewerbe“ beschrieben (siehe Digitale Anlagen 4.1.6 Richtlinien). Für die Konstruktion und Bauausführung sollen danach nur Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen. Die umweltgerechte und nachhaltige Ausbildung des Baukörpers ist eine wesentliche Voraussetzung für den Entwurfsbeitrag.
Nach der Landeshaushaltsordnung ist der Bauherr verpflichtet, seine Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit des Entwurfes ist daher ein entscheidendes Kriterium bei der Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten. Dies bezieht sich auf: -	 Baukosten -	 Instandhaltungskosten -	 Kosten des laufenden Betriebs Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden (die Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind zu beachten, (s. Digitale Anlagen 4.1.6 Richtlinien).
Die Planung hat sich am Prinzip des kostensparenden Bauens zu orientieren. Hierzu sind folgende Kriterien zu berücksichtigen: -	 kompakte, klare und funktionale Grundrissorganisation, Reduzierung der Verkehrsflächen auf ein notwendiges Maß -	 natürliche Belichtung der Räume -	 Verzicht auf aufwändige Konstruktionen -	 Minimierung der Oberfläche, Kompaktheit -	 Optimierung des Verhältnisses von verglaster zu geschlossener Fassadenfläche -	 Reduktion der Materialwahl, Instandsetzungsfähigkeit, Alterungsfähigkeit des Materials Eine wesentliche Fragestellung des Wettbewerbes ist es, welche architektonische und konstruktive Konzeption die Teilnehmer vorschlagen, um das von ihnen dargestellte Entwurfskonzept unter den genannten Kosten- und Qualitätsanforderungen zu realisieren. Um eine Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge diesbezüglich zu ermöglichen, werden konkrete Aussagen zur Konstruktion und zum Ausbau erwartet. Um die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge zu gewährleisten, ist dabei - neben der Darstellung des Entwurfsansatzes in Skizzen und Textform - eine Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276, Kostengruppen 300, 400 und 500, siehe 1.10 Geforderte Leistungen) gefordert. Dabei soll auch die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption dargestellt werden. Hierzu sind konkrete Aussagen zu folgenden Bauteilen zu machen: -	 Konstruktion (Tragsystem, Ausbaustruktur) -	 Gebäudehülle (Fassade, Dach) -	 Technische Gebäudeausrüstung (Heizen und Lüften, Wärmerückgewinnung, Tageslichtnutzung, Beleuchtung) Für die Baumaßnahme liegt ein Bedarfsprogramm vor. Für die Umsetzung der im Wettbewerb zu bearbeitenden Maßnahmen ist der Gesamtkostenrahmen in den Kostengruppen 300, 400, 500 auf insgesamt 7.500.000 € begrenzt. Dieser Kostenrahmen ist zwingend einzuhalten. Das Bedarfsprogramm sieht im Einzelnen folgende Ansätze vor. Die Angaben orientieren sich an der größeren Fläche der ‘Stapellösung‘ und berücksichtigen die erforderliche Aufzugsanlage.
Sporthalle / Ganztagesbereich / Lehrküche Fassade SK-Bau		 Außensportanlagen		 Pausenflächen, Stellplätze		 Einfriedung, Zuwegung		 KG 300 + 400 KG 300 KG 500 KG 500 KG 500 5.400.000 € 550.000 € 1.010.000 € 495.000 € 45.000 €
Alle genannten Beträge enthalten die Mehrwertsteuer (19%).
3.10 	 Barrierefreies Bauen
Das Barrierefreie Bauen ist als Qualitätsanforderung gemäß den Grundsätzen folgender Handbücher und Rundschreiben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (enthalten als pdf-Dateien in Digitale Anlagen 4.1.6 Richtlinien) im Wettbewerb umzusetzen: -	 Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin -	 Design for All – Öffentlicher Freiraum Berlin -	 Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 03/2010 Dabei sollen die unterschiedlichen Nutzeranforderungen hinsichtlich motorischer, sensorischer oder kognitiver Art im Sinne der UN-Konvention 2009 im Hinblick auf eine Inklusionsschule berücksichtigt werden. Die Sporthalle mit sämtlichen Nebenräume soll für Sportler mit und ohne Behinderungen nutzungsgerecht erschlossen werden. Der Mehrzweckraum sollte möglichst im Erdgeschoss angeordnet werden und ist zwingend stufenlos zu erschließen. Die Sportflächen, die Umkleide-/ Wasch-/ Duschräume und andere Nebenräume sind für Menschen mit und ohne Behinderungen nutzungsgerecht zu erschließen. Auf den Freiflächen sind die Prinzipien des barrierefreien Bauens im Sinne des „Design for All – Öffentlicher Freiraum Berlin“ anzuwenden.
3.11 	 Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien
Der Planung sind insbesondere zugrunde zu legen: -	 Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften - BauOBerlin -	 DIN 18032 - Grundlage für Sporthallen -	 DIN 18024-1 und -2 Barrierefreie Umwelt -	 Richtlinien über Flächen für die Feuerwehr -	 Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung - BauVerfVO) -	 Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) vom 08.08. 2008 -	 Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (DSchGBln) vom 24. April 1995, zuletzt geändert am 14.12.2005 Die im Anhang 4.1 aufgeführten Richtlinien sind zu beachten.
3.12 	 Beurteilungskriterien des Preisgerichts
Gestaltung -	 Städtebau / Denkmalschutz -	 Baukörpergestaltung -	 Konstruktion und Materialien -	 Innenraumqualität -	 Freiraumgestaltung
Funktion -	 Erschließung, Anlieferung -	 Funktionale Zuordnungen -	 Raumzuschnitte -	 Belichtung, Belüftung -	 Nutzungsqualität der Außenanlagen Realisierbarkeit -	 Programmerfüllung -	 Nachhaltigkeit und Energieeffizienz -	 Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb, Einhaltung des Kostenrahmens -	 Barrierefreiheit -	 Genehmigungsfähigkeit
Digitale Anlagen auf CD-ROM
01_auslobung_tesla.pdf
Arbeitspläne Ordner 01_CAD-Dateien
01_Tesla.dwg
02_Tesla.dxf
Ordner 02_Übersichtspläne_Lagepläne
03_arbeitsplan_200.pdf
04_uebersichtsplan_500.pdf
05_schwarzplan.pdf
Formblatt_Gebäudedaten.doc Formblatt_NF_TF_Dreifeldhalle.doc Formblatt_NF_TF_Stapellösung.doc Verfassererklärung_tesla.pdf (pdf-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und danach ausgedruckt werden. Das .pdf-Formular kann mit dem Acrobat-Reader aber nicht gespeichert werden)
Informationspläne 01_Vermessungsplan
02_Bestandspläne SK-Schule
mit Grundrissen und Schnitten als .dwg- und .pdf-Dateien
03_Baumkataster
04_Leitungsplan Elektrizität
05_Leitungsplan Fernwärme
06_Leitungsplan Gas
07_Leitungsplan Wasser
08_Hallenfeldaufsicht Zweifeldhalle 22m x 44m
09_Prinzipskizzen Ein-, Zwei-, Dreifeldhale
4.1.4 Gutachten BBP Bauconsulting mbH (Auszug) Ordner SK-Schule Rechtsvorschriften Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin (BauOBln) v. 29. September 2005), in Kraft getreten am 1.Februar 2006, zuletzt geändert am 7. Juni 2007
01_BauOBln.pdf
02_DschGBln.pdf
03_BaumSchVO.pdf
Tesla-Schule / Teil 4 Anhang
Ausführungsvorschriften zu § 50 der Bauordnung für Berlin (BauOBln) über Stellplätze für Kraftfahrzeuge für schwer Gehbehinderte und Behinderte im Rollstuhl und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder(AV Stellplätze)
04_AV-Stellpätzel.pdf
Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und dasVerfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung BauVerfVO) vom 19. Oktober 2006
05_BauVerfVO.pdf
06_EE_WaermeG.pdf
07_ArbStättV.pdf
Richtlinien Verfahren zur Ermittlung des Kostenrahmens von Hochbaumaßnahmen in Berlin
Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens Hinweise zu Kostenreduzierungen
01_WiSt_rundschreiben.pdf 02_WiSt_allgemein.pdf 03a_WiSt_hochbau.pdf 03b_WiSt_hochbau_matrix.pdf 04_WiSt_techn_geb_ausr.pdf 05_WiST_literaturhinweise.pdf
Wirtschaftliche Standards des öffentlichen Bauens, Hinweise zur Kostenreduzierung im Bereich des Landschaftsbaus
Ökologische Kriterien für Bauwettbewerbe 2007
08_ oekoLeitfadenBlnE_bf_2007.pdf
Verwendungsverbote und -beschränkungen im Bereich von Baustoffen; Schadstoffen
10_verwend_baustoffe_1.pdf 11_verwend_baustoffe_2.pdf
Planungshilfe für energiesparendes Bauen, Landesinstitut für
Bauwesen des Landes Nordrhein-Westfalen, Aachen 2003
12_planungshilfe_energiesparendes_bauen.pdf
Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin – öffentlich zugängliche Gebäude, Grundlagen und Beispiele
13_Barrierefreies Planen und Bauen.pdf
Design for All - Öffentlicher Freiraum in Berlin
14_Design for All - Handbuch.pdf
Rundschreiben SenStadt VI A Nr 03/2010
15_Rundschreiben SenStadt VI A Nr 03/2010
16_MSchulbauR_Juli-1998.pdf
17_muster_UVV-Schulen.pdf
Richtlinie über die Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken
18_richtlinie_ffwg_bbg.pdf
Bilddokumentation Ordner 01_Luftbilder Ordner 02_Situation und Umgebung
Abbildungsnachweis Landesarchiv Berlin, Kartenabteilung: Abb. 4 Giebels: Titelbild, Abb. 5, Bilddokumentation - Ordner Situation und Umgebung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin: Abb. 1, 2, 3, 6, 7, Bilddokumentation - Ordner Luftbilder Literatur Berlin und seine Bauten, hrsg. vom Architektenverein zu Berlin, Berlin 1896 Berlin und seine Bauten. Teil IV Band B, hrsg. vom Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin, Berlin 1974 Berlin und seine Bauten. Teil V Band C, hrsg. vom Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin, Berlin 1991 Die Bau- und Kunstdenkmale der DDR. Hauptstadt Berlin I, hrsg. vom Institut für Denkmalpflege der DDR, Berlin 1983 Internetseite der Tesla-Schule: www.tesla-oberschule.de