Source: http://www.jurablogs.com/2010/11/17/die-berechnung-schadensersatzes-urheber-neuer-ansatz
Timestamp: 2017-06-28 17:44:31
Document Index: 256318077

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 287', 'BGH']

BlogsLBR-BlogNovember 2010Die Berechnung des Schadensersatzes für den Urheber – ein neuer AnsatzDas LG Kassel hat sich in einer aktuellen Entscheidung (LG Kassel, Urteil v. 04.11.10, Az.: 1 O 772/10) zu der Berechnung des Schadensersatzes bei unerlaubter Lichtbildverwendung geäußert.Zu der Berechnung des Schadensersatzes nach den Grundsätzen der Lizenzanalogie wurde bereits viel geschrieben und diskutiert:AG Köln, Urteil v. 30.04.2007, Az. 142 C 553/06LG München I, Urteil v. 17.04.2006, Az. 21 O 12175/04LG Düsseldorf, Urteil v. 19.03.2008 , Az. 12 O 416/06Das Landgericht geht davon aus, dass im Rahmen der Lizenzanalogie grundsätzlich die MFM-Empfehlungen als Maßstab zur Berechnung herangezogen werden können:„Hinsichtlich der Schadenshöhe macht die Klägerin den ihr danach dem Grunde nach zustehenden Schadensersatzanspruch nach den Grundsätzen der Lizenzanalogie geltend. Diese beruhen auf der Erwägung, dass derjenige, der ausschließliche Rechte Anderer verletzt, nicht besser dastehen soll, als er im Falle einer ordnungsgemäß erteilten Erlaubnis durch den Rechtsinhaber gestanden hätte (vgl. BGH, NJW-RR 1990, 1377 [1377]). Bei dieser Art der Berechnung der Schadenshöhe ist zu fragen, was vernünftige Vertragspartner als Vergütung für die vom Verletzer vorgenommenen Benutzungshandlungen vereinbart hätten, wobei unerheblich ist, ob der Verletzer selbst bereit gewesen wäre, für seine Nutzungshandlungen eine Vergütung in dieser Höhe zu zahlen (vgl. BGHZ 77, 16 [25 f.]; BGH, NJW 2006, 615 [616]; BGH, NJW-RR 1995, 1320 [1321]); BGH, NJW-RR 1990, 1377 [1377]). Dabei ist es Aufgabe des Gerichts, die Schadenshöhe unter Würdigung aller Umstände gemäß § 287 Abs. 1 ZPO nach freier Überzeugung zu bemessen. Nach der Rechtsprechung können die „…“ in einem solchen Fall grundsätzlich als Maßstab herangezogen werden (vgl. BGH, NJW 2006, 615 [616]; ebenso OLG Düsseldorf, OLGR 1998, 386 [388]; LG München, Urteil vom 1.12.1999, Az. 21 O 811/99, zitiert nach JURIS) ...Zum vollständigen Artikel59 LeserDr. Damm & Partner Rechtsanwälte:OLG Köln: Zur Frage, wann eine Nutzung von Werken unter der Creative-Commons-Lizenz “ni...51 LeserRA Jörg Schaller:100 Prozent von 0 € sind immer noch 0 €10 verwandte ArtikelLG Kassel: Unbefugte Fotonutzung - Zur Berechnung des Schadensersatzes kann Lizenzvertrag mit Drittem zu Grunde gelegt werdenLizenzanalogie bei Fotonutzung: MFM-Empfehlungen vs. eigener LizenzvertragLG Düsseldorf: Bilderklau aus Artikelbeschreibung bei eBay abmahnfähigAG Düsseldorf: Urheberrecht - Bei der Übertragung von Nutzungsrechten muss der Letzterwerber alle Vorstufen prüfenOLG Braunschweig: fiktive Lizenzgebühr bei unberechtigter Verwendung von Lichtbildern bei privatem eBay-Verkauf beträgt 20 Euro pro BildOLG Braunschweig: 20,00 EUR Schadensersatz bei unberechtigter Fotonutzung in privater eBay-AuktionLG Düsseldorf: Bei unerlaubter Verwendung fremder Bilder werden fiktive Lizenzgebühren nach MFM-Übersicht fälligFehlende Nennung des Urhebers bei unberechtiger Bildernutzung führt zu 100% AufschlagLG München I: Bei Urheberrechtsverletzung an Fotografie ohne Nennung des Urhebers fällt Schadensersatz nach allgemeiner Lizenztabelle des
Rechteinhabers und 100 % Verletzerzuschlag anLG München: Getty Images Inc. steht Schadensersatz für Bilderklau zuÜber den ArtikelVeröffentlicht November 17, 2010 8:04am im Blog LBR-Blog.KategorienMedienrechtAbmahnungThemenAbmahnung, Urheberrecht, Landgericht, Fotos, Kassel, Sseldorf, LizenzschadensersatzTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresAußer Spesen nichts gewesen - Tücken des Selbstladungsrechtsvon Strafverfahren - in Koblenz und anderswoGesichtsverlust nach Gesichtsscanvon Blog zum MedienrechtWenn das OLG die „Auslagen- und Kostenkeule“ schwingt, oder: BVerfG sagt schon mal „Willkür“von Detlef Burhoff / Burhoff online BlogWenn Sohnemann gefahren ist, darf Papa ihn schützen, oder: Genau hingucken bittevon Detlef Burhoff / Burhoff online BlogWas bitte ist ein Esquire? In USA, in England und überhaupt.von Bernhard Schmeilzl / Cross Channel LawyersAls nächstes lesen - bislang 100 Leser:Wenn Sohnemann gefahren ist, darf Papa ihn schützen, oder: Genau hingucken bitte