Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZRR%201998,%20345
Timestamp: 2019-04-20 05:25:22
Document Index: 333122821

Matched Legal Cases: ['§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', 'BGH', '§ 80', '§ 80', '§ 80', 'BGH', '§ 80']

OLG Köln, 17.07.1998 - Ss 351/98 (Z) - 207 Z - dejure.org
OLG Köln, 17.07.1998 - Ss 351/98 (Z) - 207 Z
OWiG § 80 Abs. 1, Nr. 2, § 80a Abs. 2
NStZ-RR 1998, 345
NZV 1998, 476
Dieser Zulassungsgrund wird durch § 80 Abs. 2 OWiG nicht eingeschränkt (ständige Senatsrechtssprechung, vgl. NStZ 1988, 31; NZV 1998, 476 = VRS 95, 383; NZV 1999, 264 = VRS 96, 451;… Göhler, OWiG, 12. Auflage, § 80 Rnr. 16 i;… Steindorf in KK, OWiG, 2. Auflage, § 80 Rnr. 40 c).
Diese Vorschrift gilt für alle Verfahrensrügen und damit auch für die Rüge der Versagung rechtlichen Gehörs (ständige Senatsrechtssprechung, vgl. SenatsE NZV 1998, 476 = VRS 95, 383;… Göhler OWiG, 12. Auflage, § 80 Rnr. 16 d;… Steindorf in KK, OWiG, 2. Auflage, § 80 Rnr. 41).
Der Tatsachenvortrag in der Rechtsbeschwerdebegründung muss dem Rechtsbeschwerdegericht die Überprüfung ermöglichen, ob der gerügte Verfahrensfehler vorliegt, wenn das tatsächliche Vorbringen zutrifft (SenatsE VRS 94, 123; 95, 383).
Ob das rechtliche Gehör verletzt ist, muss bereits im Zulassungsverfahren geprüft werden (BVerfG NJW 1992, 2811, 2812; SenatsE NZV 1998, 476 = VRS 95, 383;… Göhler a. a. O. § 80 Rnr. 16 c).
Jedenfalls verletzt eine willkürliche Ablehnung eines Beweisantrags, also die Ablehnung eines Beweisantrags ohne nachvollziehbare, auf das Gesetz zurückführbare Begründung, die unter Berücksichtigung der das Grundgesetz beherrschenden Gedanken nicht mehr verständlich ist, das rechtliche Gehör (BVerfG NJW 1992, 2811; OLG Celle VRS 84, 232; SenatsE NZV 1998, 476 = VRS 95, 383;… SenatsE vom 11.04.00 - Ss 175/00 - Steindorf a. a. O., § 80 Rnr. 41).
Wird die Rechtsbeschwerde vom Einzelrichter zugelassen, weil es geboten ist, das Urteil wegen Versagung des rechtlichen Gehörs aufzuheben (§ 80 Abs. 1 Nr. 2 OWiG), so ist er auch für die Entscheidung über die Rechtsbeschwerde zuständig (vgl. SenatsE NZV 1998, 476 = VRS 95, 383).
Ob das rechtliche Gehört verletzt ist, muss bereits im Zulassungsverfahren geprüft werden (BVerfG NJW 1992, 2811, 2812; Senatsentscheidungen VRS 95, 383; 99, 464;… Göhler/König/Seitz a. a. O. § 80 Rn. 16 c).
Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs verpflichtet das Gericht, die Ausführungen von Verfahrensbeteiligten zur Kenntnis zu nehmen und in Erwägung zu ziehen; die wesentlichen der Rechtsverfolgung und Rechtsverteidigung dienenden Tatsachenbehauptungen müssen in den Entscheidungsgründen verarbeitet werden (BVerfG NJW 1991, 1167, 1168 und 1996, 2785, 2786; ständige Senatsrechtsprechung vgl. Senatsentscheidungen VRS 87, 207; 94, 123; 95, 383; 96, 451).
Geht das Gericht auf den wesentlichen Kern des Tatsachenvortrags einer Partei zu einer Frage, die für das Verfahren von zentraler Bedeutung ist, in den Entscheidungsgründen nicht ein, so lässt dies auf die Nichtberücksichtigung des Vortrags schließen, sofern er nicht nach dem Rechtsstandpunkt des Gerichts unerheblich oder aber offensichtlich unsubstantiiert war (BVerfGE 86, 133, 146; Senatsentscheidung VRS 95, 383).
Wird die Rechtsbeschwerde vom Einzelrichter zugelassen, weil es geboten ist, das Urteil wegen Versagung des rechtlichen Gehörs aufzuheben (§ 80 Abs. 1 Nr. 2 OWiG), so ist der Einzelrichter auch für die Entscheidung über die Rechtsbeschwerde zuständig (ständige Senatsrechtsprechung, vgl. VRS 95, 383 und VRS 99, 464;… vgl. ferner Göhler/König/Seitz OWiG, 13. Auflage, § 80 a Rn. 3).
OLG Brandenburg, 29.03.2019 - (1 Z) 53 Ss OWi 107/19
Die willkürliche Ablehnung eines Beweisantrages, also die Ablehnung eines Beweisantrages ohne eine nachvollziehbare, auf das Gesetz zurückzuführende Begründung, die unter Berücksichtigung der das Grundgesetz beherrschenden Gedanken nicht mehr verständlich ist, verletzt das rechtliche Gehör (BVerfG NJW 1992, 2811 ; OLG Celle VRS 84, 232 ; OLG Köln NStZ-RR 1998, 345 ).
Nur die willkürliche Ablehnung eines Beweisantrags, also die Ablehnung ohne nachvollziehbare, auf das Gesetz zurückführbare Begründung, die unter Berücksichtigung der das Grundgesetz beherrschenden Gedanken nicht mehr verständlich ist, verletzt das rechtliche Gehör (BVerfG NJW 1992, 2811; Senat NZV 1998, 476).
OLG Brandenburg, 29.03.2019 - 1 Ss OWi 84/19
Die willkürliche Ablehnung eines Beweisantrages, also die Ablehnung eines Beweisantrages ohne eine nachvollziehbare, auf das Gesetz zurückzuführende Begründung, die unter Berücksichtigung der das Grundgesetz beherrschenden Gedanken nicht mehr verständlich ist, verletzt das rechtliche Gehör (BVerfG NJW 1992, 2811; OLG Celle VRS 84, 232; OLG Köln NStZ-RR 1998, 345).
Nur eine (objektiv) willkürliche Ablehnung eines Beweisantrags, also eine solche ohne nachvollziehbare, auf das Gesetz zurückzuführende Begründung, die unter Berücksichtigung der das Grundgesetz beherrschenden Gedanken nicht mehr verständlich ist, verletzt das rechtliche Gehör (vgl. BVerfG NJW 1992, 2811; OLG Gelle VRS 84, 232; OLG Köln NStZ-RR 1998, 345; st. Rspr. des Senats, z.B. die vorgenannten Beschlüsse, jeweils m. w. N.).
cc) Eine differenzierende Betrachtungsweise nimmt das OLG Köln vor (vgl. VRS 96, 451, 455; NStZ-RR 1998, 345).
Für die Ansicht des OLG Köln spricht weiter, dass die Verletzung des rechtlichen Gehörs bereits im Zulassungsverfahren zu prüfen ist (vgl. BVerfG, NJW 1992, 2811, 2812; OLG Köln, VRS 95, 383;96, 451, 452).
a) Über diese Frage hat, auch nach Zulassung der Rechtsbeschwerde der Senat in der Besetzung mit nur einem Richter zu entscheiden (so ausdrücklich für den Rechtszustand nach der Änderung des § 80a OWiG durch das 1. Justizmodernisierungsgesetz BGH, Beschluss vom 14. September 2004, 4 StR 62/04, bei Tepperwien DAR 2005, 241; zum früheren Recht schon OLG Celle DAR 2004, 595;… OLG Hamm, a.a.O.; OLG Düsseldorf, DAR 2001, 515; OLG Köln NZV 1998, 476; OLG Naumburg NStZ-RR 2004, 122;… Göhler, a.a.O., § 80 a Rn. 6).
Dies gilt uneingeschränkt für die Entscheidung, ob die Rechtsbeschwerde nach § 80 Abs. 1, 2 OWiG zuzulassen ist oder nicht (vgl. Senatsbeschluss vom 27.7.2002 = VRS 101, 215, 216 mwN; OLG Köln VRS 96, 451, 452; NStZ-RR 1998, 345;… KK-Steindorf, 2. Aufl., § 80 a OWiG Rdnr. 5).
Ausgehend von der Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs zur Frage der Senatsbesetzung im Zusammenhang mit einem Fahrverbot (vgl. BGHSt 44, 145 ff) kann es angesichts der Regelungskonstruktion in § 80 a Abs. 2 Nrn. 1 und 2, Abs. 3 OWiG keinem Zweifel unterliegen, dass in allen anderen Fällen der Einzelrichter zu entscheiden hat (so auch OLG Hamm NZV 2002, 381; OLG Köln NStZ-RR 1998, 345, 346).
OLG Karlsruhe, 06.06.2003 - 2 Ss 182/02
Zulassung der Rechtsbeschwerde im Bußgeldverfahren: Gehörsverletzung durch …
OLG Hamm, 24.09.2009 - 3 Ss OWi 527/09
OLG Hamm, 13.01.2016 - 2 RBs 181/15
Verletzung rechtlichen Gehörs im Bußgeldverfahren bei Nichtbeachtung der …
OLG Koblenz, 14.02.2018 - 1 OWi 6 SsRs 7/18
Ordnungswidrigkeitenverfahren: Zulassung der Rechtsbeschwerde
OLG Hamm, 12.11.2007 - 2 Ss OWi 686/07
rechtliches Gehör; Verfahrensrüge; Begründung; Verteidigerladung unterblieben
Ablehnung der Beiziehung einer "Lebensakte" des Messgeräts
OLG Celle, 12.07.2004 - 222 Ss 131/04
Ordnungswidrigkeitenverfahren: Zulassung der Rechtsbeschwerde bei Verletzung des …
OLG Jena, 18.03.2004 - 1 Ss 40/04
OLG Hamm, 15.03.1999 - 2 Ss OWi 10/99
Zulassung der Rechtsbeschwerde, Verletzung des rechtlichen Gehörs durch …
Anforderungen an die Zulassung der Rechtsbeschwerde zur Fortbildung des …
OLG Hamm, 30.01.2012 - 3 RBs 382/11
Verletzung des Anspruches auf rechtliches Gehör durch die fehlerhafte Ablehnung …
OLG Köln, 12.01.2007 - 83 Ss OWi 77/06
OLG Hamm, 06.07.1999 - 4 Ss OWi 634/99
Zulassungsbeschwerde, Zulassung wegen Versagung rechtlichen Gehörs, Aufhebung, …