Source: https://www.profiumzuege.de/umzugs-tipps.aspx
Timestamp: 2020-01-29 03:24:59
Document Index: 18190436

Matched Legal Cases: ['§9', '§10', '§6', '§ 22', '§ 425', '§ 451']

Umzug-Tipps – ABC PROFI Umzüge e.K.
Umzug-Tipps - Was gilt es zu beachten?
Wie kann man beim Umzug Steuern sparen?
Umzugskosten sind in aller Regel nicht als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig, da es sich entweder um Werbungskosten handelt oder um Kosten der privaten Lebensführung. Wurde der Umzug jedoch aus Krankheitsgründen oder aufgrund eines Unfalls verursacht, liegen außergewöhnliche Belastungen vor. Hierbei ist erforderlich, dass die medizinische Notwendigkeit durch ein amtsärztliches Attest nachgewiesen wird.
1. wenn der Arbeitgeber den Umzug aus beruflichen Gründen fordert, zum Beispiel wegen einer jederzeitigen Einsatzmöglichkeit,
2. wenn eine Werks- oder Dienstwohnung bezogen oder geräumt werden muss,
3. wenn die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte in einer Großstadt erheblich verkürzt wird,
4. zum Beispiel von 20 km auf 2 km (BFH, Urteil vom 10.9.1982, VI R 95/81, BStBI 1983 II 5. 16),
5. wenn sich durch den Umzug die Fahrzeit um mindestens eine Stunde täglich ermäßigt; diese Voraussetzung muss wenigstens zeitweise erfüllt sein, (BFH, Urteil vom 22.11.1991 VI R 77/89, BStBl 1992 II 5.494, BFH Urteil vom 6.11.1986, VI R 106/85 BSt Bl 1987 II S.81), Fahrzeitverkürzungen von Ehegatten werden nicht zusammengerechnet (BFH, Urteil vom 27.7.1995 VI R 17/95, BStBl 115 728)
6. wenn eine Zweitwohnung im Rahmen einer beruflich begründeten doppelten Haushaltsführung bezogen oder aufgegeben wird (BFH, Urteil vom 29.4.1992,yI R 146/89, BStBI II 5.677).
7. Arbeitsplatzwechsel bei Versetzung, auch wenn sie der Arbeitnehmer beantragt hat und selbst wenn im Zusammenhang mit dem Arbeitsplatzwechsel der Umzug in das neu gebaute eigene Haus erfolgt
8. Bei Rückversetzung auf Wunsch des Arbeitnehmers; allerdings muss sich hierbei auch die Zeitspanne für die tägliche Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte erheblich vermindern.
9. wenn der Arbeitnehmer zum ersten Mal eine Arbeitsstelle antritt,
10. wenn nach längerer Arbeitslosigkeit eine neue Stelle angetreten wird,
11. wenn der Arbeitgeber seinen Betrieb verlegt und der Arbeitnehmer gezwungen war, ebenfalls nachzuziehen, um seinen Arbeitsplatz nicht zu verlieren
Andernfalls: Viele Paare ziehen erst nach einer Hochzeit in eine gemeinsame Wohnung. Sie können den Aufwand für den Wohnortwechsel als Werbungskosten geltend machen, wenn bei der Wohnungswahl auch berufliche Gründe eine Rolle gespielt haben. Das ist beispielsweise bereits der Fall, wenn sich nach dem Umzug beim einem Partner eine einstündige Zeitersparnis für die Fahrt zur Arbeit ergibt (Bundesfinanzhof VI R 175/99) Eine berufliche Veranlassung ist auch gegeben, wenn die Familie erst viele Jahre später an den Beschäftigungsort nachzieht (BFH, Urteil vom 21.07.1989, VI R 129/86, BStBI II S. 917).
1. Beförderung des Umzugsguts (wenn Sie keine Möbelspedition beauftragen, können auch sog. "Handgelder" für private Helfer abgesetzt werden. Der Empfang über bis zu 400,00 EUR sollte von Verwandten und/oder Freunden quittiert sein; Summen in dieser Höhe müssen auch die Empfänger nicht versteuern),
2. Suche und Besichtigung einer Wohnung, Wohnungsvermittlungsgebühren, Mietentschädigung,
3. Kosten für die Beschaffung von Öfen und Kochherden,
4. Pauschbeträge zum Beispiel für Umzugsauslagen; wenn jedoch höhere Kosten im Einzelnen nachgewiesen werden können, sind diese abzugsfähig,
5. Höchstbeträge, zum Beispiel für umzugsbedingte Unterrichtskosten.
- Zeitungsannoncen zur Wohnungssuche,
- Trinkgelder an das Umzugspersonal (das Finanzamt akzeptiert bis zu 4,00 EUR je angefangene 5 cbm Transportvolumen; eine Quittung muss hierfür i.d.R. nicht vorgelegt werden),
- Abbau- und Anschlusskosten von Herden, Öfen, Heizgeräten,
- Ab- und Aufbau von Einbauküchen,
- Änderungen und Erweiterungen von Installationen,
- Änderung bisher verwendeter Elektro- und Gasgeräte,
- Anpassung von Antennen und Fernsprechanschlüssen,
- Ummeldegebühren, zum Beispiel auch für den Pkw, neues Kfz-Kennzeichen,
- Kosten für das Umschreiben des Personalausweises,
- Vorhänge, soweit sie neu angeschafft oder geändert werden müssen,
- Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung, auch in Eigenleistung,
- Reinigung von Teppichböden.
1. Aufwendungen für die Suche und Besichtigung von Wohnungen (Besichtigungsreisen werden unabhängig vom späteren Erfolg bei der Wohnungssuche anerkannt. Sie können mit 0,30 EUR pro gefahrenen km oder den tatsächlichen Kosten lt. Nachweis angesetzt werden), Maklerkosten bei der Anmietung einer Wohnung (und eines Hauses) auch wenn die Wohnungssuche erfolglos war (steuerlich absetzbar sind die notwendigen, ortsüblichen Maklergebühren).
2. Zweitwohnung: Wer seine Familie zurücklässt und in eine Zweitwohnung zieht, kann zwei Jahre lang die Kosten für eine Heimfahrt pro Woche absetzen. In diesem Fall akzeptiert das Finanzamt auch für die ersten drei Monate die "Mehraufwendungen" für Verpflegung (nach den gültigen Tagessätzen) und Unterkunft, d.h. Kosten für Hotel, Pension oder die eigene Wohnung
3. Transportkosten: Hierzu gehören die Kosten für einen Umzugsspediteur, die Mietkosten für einen Lkw incl. Kraftstoffverbrauch und ggf. die privaten Helfer (s.o.). Steuerlich absetzbar sind die notwendigen Aufwendungen für den Transport des Umzugsgutes von der alten in die neue Wohnung. Wenn die neue Wohnung im Ausland liegt, werden i.d.R. die Beförderungskosten bis zum inländischen Grenzort anerkannt. Mit anerkannt werden die Kosten der Personen, die mit im Haushalt leben. Hier wird eingegrenzt Ehegatte, Lebenspartner, (Stief-/Pflege) Kinder sowie - wenn der Umziehende diesen Personen aufgrund gesetzlicher oder sittlicher Verpflichtung Unterkunft und Unterhalt gewährt - Verwandte bis zum vierten Grad, Verschwägerte bis zum 2. Grad und Pflegeeltern, Hausangestellte und Personen, deren Hilfe der Umziehende aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen nicht nur vorübergehend benötigt.
4. Reisekosten I: Transportkosten mit dem eigenen Fahrzeug, zum Beispiel auch für mehrere Fahrten. Der gefahrene km wird mit 0,30 EUR angesetzt.
5. Reisekosten II: Kosten für Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, dies gilt auch für weitere Fahrten zur alten Wohnung, um diese zu renovieren
6. Reisekosten III: Zur Abgeltung der Aufwendungen für eine Familienheimfahrt im Rahmen einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung kann eine Entfernungspauschale von 0,41 EUR für jeden vollen Kilometer angesetzt werden
7. Reisekosten IV: Für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte wurde eine allgemeine Entfernungspauschale eingeführt. Sie wird unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel gewährt und beträgt 0,36 EUR für die ersten 10 km und 0,41 EUR für jeden weiteren Kilometer. Die Entfernungspauschale ist grundsätzlich auf einen Höchstbetrag von 5112,92 EUR im Jahr begrenzt. Bei Benutzung eines Pkw oder öffentlicher Verkehrsmittel sind allerdings unter bestimmten Voraussetzungen höhere Beträge absetzbar
8. Mietentschädigung: Immer dann, wenn für dieselbe Zeit Miete sowohl für die alte wie für die neue Wohnung gezahlt werden muss. Dabei sind abzugsfähig: Die Miete für die neue Wohnung bis zum Einzugstag und die Miete für die alte Wohnung ab Auszugstag; anerkannt wird der Mietmehraufwand für maximal sechs Monate.
9. Einmalige Beschaffungskosten für Kochherde, Öfen, Heizgeräte (Kochherd bis zu 230,09 EUR, für Mietwohnungen können Kosten für Öfen bis zu 163,61 EUR für jedes Zimmer angesetzt werden). Dies ist allerdings umstritten, da nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes (BStBI II 2003, 314) die Kosten für die Ausstattung einer Wohnung nicht zu den Werbungskosten gehören und somit nicht abzugsfähig sein sollten.
10. Zusätzlicher Unterricht für Kinder gem. §9 II BUKG bei Ausgaben bis zu einem Höchstbetrag von ab 01.08.04 1.409,00 EUR. Die Aufwendungen für den Unterricht können bis zur Hälfte des Höchstbetrages voll und darüber hinaus zu 3/4 berücksichtigt werden.
11. Sonstige Umzugsauslagen gem. §10 I BUKG: Hier können folgende Pauschalen geltend gemacht werden: Für Verheiratete 1.099,0 € (bzw. ab 31.03.04 1.110,00 €, ab 31.07.04 1.121,00 €), für Ledige ab 01.08.04 561,00 EUR und für jede in §6 III 2/3 BUKG bezeichnete zusätzliche Person ab 01.08.04 247,00 EUR - (Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 05.08.03, AZ IV C5-2353-167/03). Anstelle der o.a. Pauschbeträge können auch die sonstigen Umzugskosten einzeln aufgelistet werden.
Alle oben gemachten Angaben sind als Hinweise zur bestehenden Gesetzeslage gedacht und erfolgen ohne Gewähr!!
Umzugstipps: Umzug bei Hartz IV: SGB und die ARGE / Jobcenter
Wie funktioniert mein Umzug, wenn ich Hartz IV beziehe?
1. Der Umzug muss erforderlich sein. (s.u.)
2. Die Kosten der (neuen) Wohnung müssen angemessen sein. (s.u.)
Unter diesen Voraussetzungen kann jeder ALG II Empfänger über 25 Jahre umziehen - mit oder ohne Zustimmung von Jobcenter/ ARGE. Geregelt wird das Recht im § 22 SGB II, wo es in Absatz 2 heißt:
(2) Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft soll [soll - nicht: muss!; Anm. hartz-4-empfaenger.de] der erwerbsfähige Hilfebedürftige die Zusicherung des für die Leistungserbringung bisher örtlich zuständigen kommunalen Trägers zu den Aufwendungen für die neue Unterkunft einholen. [Und jetzt der entscheidende Teil:] Der kommunale Träger ist nur zur Zusicherung verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind; der für den Ort der neuen Unterkunft örtlich zuständige kommunale Träger ist zu beteiligen.
Tipp: Klären Sie im Vorfeld mit der Arge, ob diese Gründe vorliegen. Denn die Arge entscheidet darüber, nicht der Antragsteller unter 25 Jahren! Absichern will sich der Gesetzgeber gegen Personen U25, die erwerbslos in eine eigene Wohnung ziehen, um einen eigenen Hartz IV Antrag zu stellen. (Klingt im Gesetz neutraler, aber es geht wirklich um die unterstellte Absicht). Andererseits kann auch bei U25 in besonderen Fällen auf die Vorab-Zusicherung verzichtet werden - aber darauf sollte man sich nie verlassen.
1. Suchen Sie sich eine angemessene Wohnung. Was angemessen ist, erfahren Sie bei der zuständigen ARGE bzw. Wohngeldstelle.
2. Legen Sie ein unverbindliches Mietangebot beim Leistungsträger vor.
3. Lassen Sie sich das Angebot bestätigen = holen Sie schriftlich(!) die Zusicherung zur Kostenübernahme ein.
4. Jetzt können Sie den Mietvertrag unterschreiben.
5. Vertragskopie und die Veränderungsmeldung geben Sie beim Amt ab.
6. Beantragen Sie die Übernahme der Umzugskosten.
- Ihre neue Wohnung darf nicht teurer sein als die alte. Das SGB II regelt: Nach einem nicht genehmigten Umzug zahlt die ARGE für die neue Wohnung nur die Kosten, die sie zuvor für die alte Wohnung gezahlt hat. Das betrifft Kaltmiete + Nebenkosten + Heizkosten zusammen.
- Ist die neue Wohnung teurer und Sie bleiben bei derselben ARGE, müssen Sie die Mehrkosten selbst tragen.
- Ziehen Sie in den Zuständigkeitsbereich einer anderen ARGE, gelten neue Kriterien für die Angemessenheit. Die KdU werden nach Angemessenheit am neuen Wohnort bewilligt, unabhängig vom alten Wohnort. Lediglich wenn Wohnbeschaffungs- und Umzugskosten übernommen werden sollen, muss der Träger der Umzug zustimmen.
Lesen Sie unsere Versicherungstipps rund um das Thema Umziehen.
Das sollten Sie wissen - Ein ordentlicher Möbelspediteur verfügt über folgende Unterlagen:
1. EU-Lizenz (Erlaubnis-Güterkraftverkehr/Umzüge)
2. Möbel-Logistik-Versicherung (sehr wichtig!)
3. für Schäden am Umzugsgut Betriebshaftpflichtversicherung – z.B. für Schäden im Treppenhaus, Parkettboden etc.
4. Luftgefederte Fahrzeuge für einen schonenden Transport
5. Fest angestellte und geschulte Mitarbeiter (keine Aushilfen, Leiharbeiter, Studenten)
6. Ausreichend Verpackungsmaterial für den Umzugstag, wie Luftpolsterfolie, Wolldecken, Möbelschutzhüllen (Matratzenhüllen, Couch- und Sesselhüllen etc.)
7. Eigenes Werkzeug (ggf. Außenaufzug/Möbellift, das schont das Treppenhaus und die Möbel)
Hier ein paar Tipps zum Versicherungsschutz:
Glücklicherweise können wir als Fachbetrieb mit fest angestellten Mitarbeitern auf eine sehr geringe Schadensquote zurückblicken. Was aber passiert, wenn tatsächlich etwas zu Bruch gegangen ist?
Möbelspediteure haften gem. § 425 i.V.m. § 451e HGB für alle Schäden, die am Umzugsgut zwischen Übernahme und Ablieferung entstanden sind bis zu einem Zeitwert von 620,00 EUR je cbm Laderaum, der für den Transport benötigt wird. Bei einem 7,5 Tonner Lkw mit einem Volumen von 36 m³ wären das 22320 Euro. Sie haben die Möglichkeit, diese gesetzliche Mindesthaftung in der Gesamtsumme gegen einen geringen Frachtzuschlag für den Differenzbetrag aufzustocken (weitergehende Haftung). Die Grundhaftung sollte nicht extra kosten, sie muss im Umzugspreis enthalten sein.
1. Der Umzugskunde ist verpflichtet, das Gut sofort bei Ablieferung auf äußerlich erkennbare Beschädigungen oder Verluste zu untersuchen. Diese sind auf dem Leistungsnachweis oder einem Schadensprotokoll spezifiziert festzuhalten und dem Möbelspediteur spätestens am Tag nach der Ablieferung anzuzeigen
2. Äußerlich nicht erkennbare Beschädigungen oder Verluste, die der Umzugskunde erst beim Auspacken des Umzugsgutes feststellt, müssen dem Möbelspediteur innerhalb von 14 Tagen nach Ablieferung spezifiziert angezeigt werden
4. Ansprüche wegen Überschreitung der Lieferfrist erlöschen, wenn der Empfänger dem Möbelspediteur die Überschreitung nicht innerhalb von 21 Tagen nach Ablieferung anzeigt
5. Wird eine Anzeige nach Ablieferung erstattet, muss sie - um den Anspruchsverlust zu verhindern - in jedem Fall in schriftlicher Form und innerhalb der vorgesehenen Fristen erfolgen. Die Übermittlung der Schadensanzeige kann auch mit Hilfe einer telekommunikativen Einrichtung erfolgen. Einer Unterschrift bedarf es nicht, wenn der Aussteller in anderer Weise erkennbar ist
6. Zur Wahrung der Fristen genügt die rechtzeitige Absendung
info@5de11a528b3345d29f84113ed9366810profiumzuege.de