Source: https://www.testamentsregister.de/erbe/institutionelle-nutzer/gerichte
Timestamp: 2019-02-20 20:05:24
Document Index: 358449582

Matched Legal Cases: ['§ 347', '§ 347', '§ 1', '§ 1', '§ 51', '§ 78']

Gerichte | Service
Informationen für Nachlassgerichte
Informationen über die fachlichen Prozesse bei den Nachlassgerichten im Zusammenhang mit dem Zentralen Testamentsregister sind in der ZTR-Demo-Webanwendung unter dem Menüpunkt 'Hilfe' erhältlich. Für die Einführung des Zentralen Testamentsregisters ist folgender Zeitplan vorgesehen.
Am 01.01.2012 beginnt der Produktivbetrieb des Zentralen Testamentsregisters. Ab 01.01.2012 sind gelbe Karteikarten nicht mehr zu versenden. Alle erbfolgerelevanten Urkunden sind ausschließlich elektronisch im Zentralen Testamentsregister zu registrieren.
2012 bis 2016 werden in das Zentrale Testamentsregister die bestehenden Verwahrangaben aus den Testamentsverzeichnissen und der Hauptkartei (gelbe Karteikarten) überführt. Die Inbetriebnahme des Registers wird deshalb voraussichtlich erst im Jahr 2016 abgeschlossen sein. Bis dahin wächst der auch für die Registerabfrage durch Gerichte verfügbare Datenbestand kontinuierlich an. Das Benachrichtigungswesen in Nachlasssachen wird dadurch schrittweise auf die Registerbehörde überführt.
Hier erhalten Sie Informationen zu häufigen Fragestellungen.
Gerichte: Registrierungspflichten
Hier erhalten Sie Informationen zu den gerichtlichen Registrierungspflichten.
1. Wie merke ich, dass im ZTR Aufgaben anstehen, die ich zu erledigen habe?
Sterbefallbenachrichtigungen der Bundesnotarkammer gehen standardmäßig im EGVP ein. Die Übersendung von verwahrten Urkunden an das Nachlassgericht oder die Tätigkeit als zuständiges Nachlassgericht wird zusätzlich im Menüpunkt Urkunde übersenden (Verwahrstelle) bzw. Sterbefälle - Sterbefallbenachrichtigungen (Nachlassgericht) angezeigt.
Hat die Landesjustizverwaltung die Sterbefallbenachrichtigung auf „Webabruf“ eingestellt, werden zusätzlich zur vorgenannten Menüfunktionen sog. Notifikations-E-Mails zugestellt. Der Menüpunkt Sterbefälle enthält in Klammern die Zahl der noch nicht bearbeiteten oder gelesenen Sterbefallbenachrichtigungen.
Die für eingehende Urkunden abzugebende Empfangsbestätigung ist im Menüpunkt Empfang bestätigen abgebildet. Dieser enthält in Klammern die Anzahl der erwarteten Urkunden.
Für andere Tätigkeiten, die zur Erledigung im ZTR anstehen, wie erhaltene Mitteilungen und ggf. fertig zu stellende Registrierungen im Menü Vorläufige Vorgänge wird ebenfalls im Klammerzusatz die Anzahl der unerledigten bzw. ungelesenen Einträge angezeigt.
2. Warum muss die Eintragungsbestätigung dem Erblasser / Hinterleger ausgehändigt werden?
Die Eintragungsbestätigung dient vor allem der Qualitätssicherung, weil sie die Kontrolle der Verwahrangaben durch den Erblasser ermöglicht.
Sie dient außerdem als Nachweis der Registrierung gegenüber den Beteiligten.
3. Was ist bei der Registrierung von Erbverträgen oder gemeinschaftlichen Testamenten nach dem ersten Todesfall zu beachten?
Die Registrierung erfolgt unter "Wiederverwahrung".
Sie ist auch erforderlich, wenn keine erbfolgerelevanten Verfügungen des Längerlebenden enthalten sind.
In allen Fällen veranlassen wir die Aussortierung der gelben Verwahrnachricht des Längerlebenden bei dessen Geburtsstandesamt.
Grundsätzlich ist bei der erneuten besonderen amtlichen Verwahrung sofort die Wiederverwahrung durchzuführen und der Nachlassfall des Erstverstorbenen mit einer beglaubigten Abschrift der letztwilligen Urkunde durchzuführen. In der Praxis erfolgen die erneuten Verwahrungen - und damit auch die diesbezügliche Registrierung - üblicherweise nach Abschluss des Verfahrens des Erstverstorbenen. Der Abschluss des Verfahrens kann allerdings, wenn keine Erbscheine und dergleichen beantragt werden, auch schon die Weglage-Verfügung sein. Es muss in jedem Fall sichergestellt werden, dass registriert wird.
Auch müssen eigenhändige gemeinschaftliche Testamente registriert werden (§ 347 Abs. 1 S. 2 FamFG), wenn sie Bestimmungen für den Tod des Überlebenden enthalten. Dabei handelt es sich aber nicht um eine "Wiederverwahrung", sondern um die "Aktenverwahrung gem. Testament" (§ 347 Abs. 1 Satz 2 FamFG).
4. Wie ist mit einem vom Notar zur Inverwahrnahme übersandten Testament zu verfahren, wenn dieses offensichtlich noch nicht registriert wurde?
Mit dem Notar ist zu klären, ob und ggf. welches Versehen vorliegt. Der Notar muss entweder die vergessene Registrierung nachholen oder die Registrierung berichtigen oder sonst für die Richtigstellung des Vorgangs sorgen. Das Gericht ist nicht zur Eingabe oder Berichtigung von Registrierungsdaten für den Notar berechtigt. Die dafür erforderlichen Funktionen im ZTR stehen dem Gericht auch nicht zur Verfügung.
Holt der Notar die Registrierung nach, ist ihm nachträglich der Empfang zu bestätigen, und zwar zum Zeitpunkt des tatsächlichen Eingangs der Urkunde, auch wenn dieser vor dem Registrierungszeitpunkt lag.
Gibt der Notar an, dass er das Testament für ein anderes Gericht registriert hat, es aber versehentlich an das empfangende Gericht übersandt hat, ist die Urkunde außerhalb des Registers an den Notar zurückzusenden.
5. Wenn in der Übergangszeit bis zur vollständigen Überführung der Testamentsverzeichnisse eine noch nicht im ZTR registrierte letztwillige Verfügung zurück- oder herausgegeben wird, muss dies dann durch die Verwahrstelle registriert werden, um die Rückgabe erfassen zu können?
Ab dem 1.1.2012 gilt das neue Benachrichtigungswesen in Nachlasssachen. Die Nachregistrierung ist auch im Fall der Rücknahme bzw. beim Wechsel des Verwahrortes auf Wunsch des Erblassers (Herausnahme) erforderlich, damit die Registerbehörde das Standesamt informieren kann: Dort muss nämlich die "gelbe Karteikarte" aus dem Testamentsverzeichnis entfernt werden, damit bei Abholung keine falschen Registrierungen angelegt werden.
6. Welche Kosten löst die Registrierung aus und wie erfolgt die Abrechnung?
Nach § 1 Abs. 2 Satz 2 GebS beträgt die Gebühr 18 € je Registrierung, wenn sie unmittelbar durch die Registerbehörde vom Kostenschuldner erhoben wird. Dies ist bei gerichtlichen Vorgängen der Fall. Kostenschuldner ist der Erblasser.
Gebühren werden nur für die Neuregistrierung von eigenhändigen Testamenten und Nottestamenten erhoben. Alle anderen gerichtlichen Vorgänge wie z.B. Registerabfragen, Berichtigungen und Ergänzungen sowie alle Registrierungen nach dem ersten Sterbefall sind kostenfrei.
Die Registrierungsgebühr fällt zusätzlich zur Verwahrgebühr an.
7. Wohin kann ich mich wenden, wenn unklar ist, wie ein Fall zu behandeln ist?
Fachliche Fragen können mit den unter Hilfe – Informationen aufgeführten Materialien geklärt werden und über www.testamentsregister.de im Bereich Service – Institutionelle Nutzer – Gerichte.
Lässt sich ein Problem nicht klären, unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentralen Testamentsregisters. Sie sind erreichbar unter gerichte@testamentsregister.de oder telefonisch unter 0800-35 50 600 (Mo - Do von 7 bis 17 Uhr, Fr von 7 bis 13 Uhr).
8. Wie erfolgt die Registrierung einer Rücknahme im Rechtshilfeverfahren?
Die Registrierung der Rücknahme im Rechtshilfeverfahren wird wie folgt vorgenommen:
Das rechtshilfegewährende Gericht fordert im Auftrag der Beteiligten die zurückzugebende Urkunde beim Verwahrgericht an.
Versand der Akte mit Testament an das ersuchte Gericht (außerhalb des ZTR).
Ersuchtes Gericht gibt Testament im Wege der Rechtshilfe zurück (außerhalb des ZTR).
Ersuchtes Gericht sendet die Akte an (ehemaliges) Verwahrgericht zurück.
Das (ehemalige) Verwahrgericht registriert die Rückgabe im ZTR und versendet die Eintragungsbestätigung der Rückgabe an den/die Beteiligten.
Hier erhalten Sie Informationen zu den zu übermittelnden Verwahrangaben.
1. Mit welchen Zugangsdaten melde ich mich am Zentralen Testamentsregister an und welche Adresse ist zu verwenden?
Die Zugangsdaten für Gerichte und Notare im Landesdienst Baden-Württembergs werden ausschließlich durch die jeweilige Landesjustizverwaltung vergeben.
2. Wir wollen weiterhin unsere Verwahrbuchnummern verwenden. Wo können wir diese registrieren, wenn wir notarielle Testamente und Erbverträge in die besondere amtliche Verwahrung nehmen?
Vor der Inverwahrnahme von notariellen Verfügungen von Todes wegen muss deren Eingang unter Empfang bestätigen | Verwahrung registriert werden.
Wenn in Ihrem OLG-Bezirk die Verwendung der Verwahrbuchnummer weiterhinvorgesehen ist, muss sie im Feld Eigenes Verwahrkennzeichen im Zuge der Empfangsbestätigung registriert werden. Wird dieses Feld nicht angezeigt, ist die besondere amtliche Verwahrung ausschließlich unter der ZTRVerwahrnummervorgesehen.
3. Was ist zu tun, wenn der Erblasser bei Abgabe seines eigenhändigen Testaments zur Inverwahrnahme nur seinen Ausweis mitbringt?
Die Urkunde ist in Verwahrung zu nehmen und im ZTR zu registrieren, und zwar mit den aus dem Ausweis bekannten Personendaten. Ist das Geburtsstandesamt nicht zweifelsfrei festzustellen (z.B. in größeren Städten), dann ist zunächst das am wahrscheinlichsten zutreffende Standesamt anzugeben.
Keinesfalls darf nur ein vorläufiger Vorgang angelegt werden.
Der Erblasser ist ferner darauf hinzuweisen, dass er eine Geburtsurkunde oder eine andere geeignete Personenstandsurkunde vorlegen soll, aus der sich auch sein Geburtsstandesamt und die Geburtenregisternummer ergeben.
Auch wenn die Geburt des Erblassers nicht im Inland beurkundet wurde (dem gleichgestellt sind Geburten in ehemals deutschen Ostgebieten), ist die Vorlage einer Personenstandsurkunde sinnvoll, um die erblasserbezogenen Verwahrangaben korrekt erfassen zu können.
Gibt der Erblasser seine Geburtenregisternummer nach, registriert das Gericht diese im Menüpunkt Einsicht/Bearbeiten - Geburtenregisternummer ergänzen. Teilt der Erblasser Korrekturen mit, kann die erforderliche Berichtigung der Registrierung im Menüpunkt Einsicht/Bearbeiten – Registrierungen – Button: Berichtigen vorgenommen werden.
4. Können bei Geburtenregisternummern Buchstaben hinter der laufenden Nummer vor der Jahreszahl eingegeben werden?
Die Geburtenregisternummer kann nur im Format "laufende Nummer" / "Jahreszahl" eingegeben werden. Buchstaben sind dabei nicht vorgesehen.
Ist bei alten Geburtenregisternummern ausnahmsweise ein Buchstabe Teil der Geburtenregisternummer, wird diese im strukturierten Datenfeld weggelassen. Die Geburtenregisternummer sollte in diesem Fall mit Buchstabe im Bemerkungsfeld wiederholt werden.
5. Bei wiederzuverwahrenden Erbverträgen fehlt die Möglichkeit, mehrere überlebende Erblasser aufzuführen. Was ist zu tun?
Im Fall der Wiederverwahrung von Erbverträgen, die bisher nicht im Testamentsregister gespeichert sind, müssen alle Verwahrangaben zur Urkunde erfasst werden. Derzeit kann nur ein überlebender Erblasser registriert werden. Sollte es mehr als einen Längerlebenden geben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.
6. Wieso können beim Geburtsdatum keine Zeitspannen eingegeben werden?
Hat ein Erblasser kein amtliches Geburtsdatum, kontaktieren Sie bitte das Testamentsregister. Wir können in solchen Fällen auch unvollständige Geburtsdaten und Zeitspannen eingeben.
7. Wie kann ein vom Erblasser abweichender Kostenschuldner angegeben werden?
Der Kostenschuldner ist gesetzlich festgelegt und kann nicht geändert werden.
Allerdings kann in Schritt 3 der Registrierung ein abweichender Adressat der Rechnung angegeben werden, wenn sichergestellt ist, dass die an diesen übermittelte Rechnung ausgeglichen werden wird. Das Feld Name sollte dabei weiterhin den Erblasser enthalten, während das Feld Adresszusatz mit einem Hinweis "c/o" gefüllt werden kann.
8. Warum können keine akademischen Titel oder Adelstitel erfasst werden?
Akademische Titel und Adelstitel sind nicht Registerinhalt und damit nicht zu melden. § 1 Abs. 1 ZTRV regelt die Meldung des Familiennamens, Geburtsnamens, der Vornamen sowie des Geschlechts und ist abschließend. Bei der Erfassung der Rechnungsanschrift können diese Angaben berücksichtigt werden.
9. Beim Download von Dokumenten zum Ausdruck erhalte ich eine Sicherheitsmeldung und ich kann nicht drucken. Was ist zu tun?
Wahrscheinlich sehen Sie folgendes Bild in Ihrem Browser:
Das Problem lässt sich vermutlich lokal beheben: Internetoptionen-Sicherheit-Internet-Stufe anpassen. Ggf. muss hier die Sicherheitszone anders sein, je nachdem, in welche Sicherheitszone das ZTR einsortiert wurde. Jedenfalls muss hier auf „Automatische Eingabeaufforderung für Dateidownloads aktivieren“ geklickt werden. Das bedeutet, es kommt keine gelbe Blockerleiste beim Dokumentendownload mehr, die nämlich sonst dazu führt, dass die gesamte Seite neu geladen wird:
10. Entspricht der Aufdruck für den Testamentsumschlag den derzeit gültigen Bestimmungen?
Der amtliche Vordruck ist entsprechend der ab dem 1.1.2012 geltenden Vorschriften gestaltet. Diese wurden wie folgt zwischen den Ländern abgestimmt:
Für den Umschlag soll ein Vordruck nach Anlage 1 verwendet werden. Von der Verwendung des amtlichen Vordrucks in Anlage 1 kann abgesehen werden, wenn ein Umschlag (Format DIN C 5) mit dem von der Registerbehörde zur Verfügung gestellten Aufdruck für den Testamentsumschlag versehen wird; Nummer IV Satz 3 gilt entsprechend.
//www.testamentsregister.de/zentrales-testamentsregister/erbrecht/av-nachlass
Hier erhalten Sie Informationen zum Umgang mit Sterbefallmitteilungen.
1. Beim Amtsgericht geht eine Sterbefallmitteilung vom Geburtsstandesamt ein mit dem Hinweis auf ein gemeinschaftliches Testament in besonderer amtlicher Verwahrung; das gemeinschaftliche Testament wurde jedoch schon vor fünf Jahren zurückgegeben; muss etwas nachregistriert werden im ZTR?
Der Sterbefall wird außerhalb des ZTR abgewickelt. Es ist keine Nachregistrierung erforderlich.
Vermutlich wird die gelbe Karteikarte für den Überlebenden noch bei dessen Standesamt liegen und im Sterbefall auch eine Fehlbenachrichtigung auslösen. Weil aber die Rücknahme schon vor 2012 erfolgte, kann dieses Problem nicht mit dem ZTR behoben werden.
2. Gibt es Unterschiede in der Handhabung von Sterbefallbenachrichtigungen des ZTR oder Sterbefallmitteilungen des Geburtsstandesamt an das Gericht als Verwahrstelle?
Grundsätzlich ist bei Sterbefallbenachrichtigungen des ZTR an die Verwahrstelle und bei Sterbefallmitteilungen des Geburtsstandesamt an die Verwahrstelle gleich zu verfahren: Eröffnung der betreffenden letztwilligen Urkunde(n) und ggf. Übersendung an das zuständige Nachlassgericht. Für diesen Vorgang ist keine Registrierung im ZTR erforderlich.
Das ZTR benachrichtigt die Verwahrstelle zu jeder Urkunde mit einer separaten Sterbefallbenachrichtigung. Verwahrt ein Gericht notarielle Urkunden nach § 51 BNotO, wird es für diese Urkunden ebenfalls direkt vom ZTR benachrichtigt. Ist das Gericht gleichzeitig Verwahrstelle und Nachlassgericht, erhält es vom ZTR nur eine Sterbefallbenachrichtigung an das Nachlassgericht mit allen aufgeführten eigenen- und fremdverwahrten Urkunden.
Für eine eingegangene Urkunde, deren Ablieferung durch das ZTR veranlasst wurde, muss kein schriftliches Empfangsbekenntnis ausgestellt werden. Vielmehr ist die elektronische Empfangsbestätigung aus dem Menüpunkt Mitteilung auszudrucken und zur Verwahrakte des abgelieferten Testaments oder Erbvertrags zu nehmen.
Hier erhalten Sie Informationen zur Registerabfrage.
1. Die Suche nach Registrierungen benötigt immer ein Geschäftszeichen (Pflichtfeld). Ist dieses wie so oft nicht vorhanden, kann keine Suche durchgeführt werden.
Die Registerabfrage unterliegt strengen Datenschutzvorgaben. Sie darf zu Lebzeiten des Erblassers nur mit dessen Einwilligung ausgeführt werden. Ist der Erblasser bereits verstorben, ist keine Einwilligung erforderlich.
In jedem Fall ist die Registerabfrage nur zulässig, wenn sie amtlich veranlasst ist. Deshalb muss es auch ein Geschäftszeichen geben. Dieses sowie die gesamte Registerabfrage wird durch die Registerbehörde protokolliert. Die Protokolldaten werden regelmäßig ausgewertet und im Rahmen von Geschäftsprüfungen bzw. durch die Dienstaufsicht geprüft.
2. Bei der Registerabfrage sind im Ergebnis-Formular die einzelnen Spalten nicht sichtbar.
Die Spaltengröße kann mit der Maus individuell angepasst werden. Wir bemühen uns, die Standardeinstellungen so festzulegen, dass die Anzeige in möglichst vielen Situation ohne Veränderung der Spaltenbreite zufriedenstellend ist.
3. Wann kann die Registerabfrage verwendet werden und wozu ist sie gedacht?
Gemäß § 78d BNotO wird die Registerauskunft zu Lebzeiten des Erblassers nur mit dessen Einwilligung erteilt. Nach dem Tod des Erblassers ist keine Einwilligung erforderlich, auch nicht von den Erben. Die Auskunft wird generell nur "zur Ermittlung erbfolgerelevanter Urkunden im Rahmen der Aufgabenerfüllung der Gerichte und Notare" erteilt.
Praxisfälle sind: Aufnahme eines Erbscheinsantrags, Entgegennahme einer Ausschlagungserklärung, eines Antrags auf Erteilung eines Testamentsvollstrecker-Zeugnisses etc.
4. Was ist zu tun, wenn der Erblasser bei Abgabe seines eigenhändigen Testaments zur Inverwahrnahme nur seinen Ausweis mitbringt?
5. Was ist bei der Registerabfrage zu beachten?
Zu Lebzeiten des Erblassers darf die Registerabfrage nur mit dessen vorheriger Zustimmung erfolgen. Diese kann durch einen Aktenvermerk dokumentiert werden. Im Sterbefall kann das zuständige Nachlassgericht ohne Zustimmung der Erben recherchieren.
In jedem Fall ist das Aktenzeichen des Vorgangs anzugeben. Existiert noch kein Aktenzeichen, kann ein Sammelaktenzeichen verwendet werden.
Der abgerufene Registerauszug stellt sämtliche Registrierungen für einen Beteiligten zusammen und dient zu Lebzeiten zur Datenkontrolle (und für Notare zur Prüfung von Vorurkunden). Nach dem Sterbefall ermöglicht der Registerauszug die Ermittlung von letztwilligen Verfügungen im Nachlassverfahren sowie bei der Aufnahme von erbrechtlichen Anträgen.
Hier erhalten Sie Informationen zu häufig gestellten Fragen hinsichtlich der Überführung der alten Testamentsverzeichnisse in das Zentrale Testamentsregister.
1. Am 2.1.2012 erfolgt beim Nachlassgericht die Rücknahme eines gemeinschaftlichen Testamentes aus der besonderen amtlichen Verwahrung; die Urkunde ist noch nicht im ZTR registriert, da die entsprechenden Testamentsverzeichnisse der Standesämter noch nicht überführt wurden. Was muss von unserer Seite veranlasst werden?
Die Rücknahme muss unter Verwahrung | Rückgabe aus besonderer amtlicher Verwahrung registriert werden.
Da die Urkunde noch nicht im ZTR verzeichnet ist, befindet sie sich nicht in der angezeigten Liste. Auch eine Suche nach den Registrierungen wird erfolglos bleiben. Daher muss auf den Button unten rechts (Rücknahme einer anderen Urkunde) geklickt werden.
Die Registrierung der Rücknahme erfolgt unter Übermittlung sämtlicher Verwahrangaben zu der betroffenen Urkunde.
Die Registerbehörde informiert anschließend die Geburtsstandesämter über die Registrierung, damit die dort für die Urkunde vorhandenen Verwahrungsnachrichten (gelbe Karteikarten) aus den Testamentsverzeichnissen genommen werden. Dadurch wird sichergestellt, dass im Zuge der Überführung keine neue Registrierung für die zurückgegebene Urkunde angelegt wird.
2. Eine Sterbefallmitteilung vom Geburtsstandesamt geht ein mit Hinweis auf ein gemeinschaftliches Testament, welches für den Erstverstorbenen eröffnet und bearbeitet wird. Das Testament enthält keine Regelung für den zweiten Sterbefall, so dass keine Wiederverwahrung erfolgt. Was passiert mit der gelben Karte des zweiten, noch lebenden, Testators? Ist vom Amtsgericht diesbezüglich etwas zu veranlassen?
Die Irrelevanz der Urkunde für den Überlebenden muss unter Verwahrung | Wiederverwahrung registriert werden.
Wenn die Urkunde noch nicht im ZTR verzeichnet ist, befindet sie sich nicht in der angezeigten Liste. Auch eine Suche nach den Registrierungen wird erfolglos bleiben. Daher muss auf den Button unten rechts (Letztwillige Verfügungen, die nicht in der Wiederverwahrungsliste sind) geklickt werden.
Die Registrierung der Irrelevanz erfolgt unter Übermittlung sämtlicher Verwahrangaben zu der betroffenen Urkunde. Die Registerbehörde informiert anschließend das Geburtsstandesamt über die Registrierung, damit die dort für die Urkunde vorhandene Verwahrungsnachricht (gelbe Karteikarte) aus dem Testamentsverzeichnisgenommen werden. Dadurch wird sichergestellt, dass im Zuge der Überführung keine neue Registrierung für die irrelevante Urkunde angelegt wird.
3. Was ist als Nachlassgericht während der Testamentsverzeichnisüberführung zu beachten?
Die Sterbefallbenachrichtigung des Zentralen Testamentsregisters an das Nachlassgericht enthält die Angabe, ob das Geburtsstandesamt des Erblassers schon überführt wurde.
Dies gilt insbesondere auch für Negativmitteilungen an Gerichte in OLG-Bezirken, die nicht auf diese verzichtet haben. Zu Beginn des Registerbetriebs erhalten diese Gerichte vom ZTR überwiegend Negativbenachrichtigungen. Mageblich ist dann wie bisher auch, ob über das bisherige Benachrichtigungswesen in Nachlasssachen Verwahrstellen erbfolgerelevante Urkunden an das Nachlassgericht abliefern. Enthält die Negativbenachrichtigung des ZTR den amtlichen Hinweis, dass das Geburtsstandesamt des Erblassers bereits überführt wurde, ist sichergestellt, dass keine notarielle oder amtlich verwahrte erbfolgerelevante Urkunde vorliegt, für die eine gelbe Karteikarte existiert.
Sind die gelben Verwahrnachrichten schon im Zentralen Testamentsregister enthalten, ist dieses vollständig und sind außer privat verwahrten Urkunden keine Ablieferungen von Verwahrstellen außer den in der Sterbefallbenachrichtigung angegebenen zu erwarten.
Bei der Wiederverwahrung von gemeinschaftlichen Testamenten und Erbverträgen müssen alle Angaben im ZTR für den Überlebenden registriert werden, wenn dessen Geburtsstandesamt noch nicht überführt ist und deshalb die Urkunde noch nicht in der Wiederverwahrungsliste enthalten ist:
erneute besondere amtliche Verwahrung,
Aktenverwahrung und
Irrelevanz (wenn nur Bestimmungen auf den Tod des erststerbenden enthalten sind) sind registrierungspflichtig.
Auch das privatschriftliche gemeinschaftliche Testament, welches bisher privat verwahrt war und Bestimmungen auf den Tod des Überlebenden enthält, muss registriert werden.