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Timestamp: 2016-10-22 07:20:48
Document Index: 217955437

Matched Legal Cases: ['Art. 97', 'Art. 5', 'Art. 98', 'Art. 146', 'Art. 103', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 717', 'Art. 725', 'BGE', 'Art. 759', 'Art. 759', 'Art. 43', 'Art. 759', 'Art. 144', 'Art. 148', 'Art. 105', 'Art. 156', 'Art. 153']

2A.252/2002 (04.11.2002)
Herr A.X.________ und Frau B.X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Herrn Alfred Schnellmann, Steuerberatung & Treuhand, Berninastrasse 29, 8057 Z�rich,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid der Bundessteuer-Rekurskommission des Kantons Z�rich vom 12. April 2002.
A.X.________, Unternehmensberater und ehemaliger Verwaltungsratspr�sident der Sport J.________ AG (nachfolgend: die Gesellschaft oder die Sportgesellschaft), wurde im Rahmen der konkursamtlichen Liquidation dieser Gesellschaft verpflichtet, deren Gl�ubigern aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit Fr. 300'000.-- Schadenersatz zu bezahlen, unter solidarischer Haftung mit der Alleinaktion�rin C.J.________ und deren gesch�ftsf�hrendem Ehemann D.J.________. Auf Grund dieser Schadenersatzpflicht verbuchte A.X.________ in seiner Gesch�ftsbuchhaltung f�r 1999 aufwandwirksam eine schon geleistete Zahlung von Fr. 100'000.-- und eine R�ckstellung von Fr. 60'000.--. Der zust�ndige Steuerkommiss�r rechnete diese beiden Betr�ge beim steuerbaren Einkommen f�r die direkte Bundessteuer auf. Daneben nahm er eine Sonderveranlagung vor, welche eine ebenfalls 1999 f�llig gewordene Kapitalleistung aus Vorsorge notwendig gemacht hatte und liess dabei gewisse aufwandwirksam geltend gemachte Versicherungsbeitr�ge nicht zum Abzug zu.
Wegen dieser Aufrechnungen haben A.X.________ und B.X.________, nach erfolglosem Ergreifen der kantonalen Rechtsmittel (Einsprache und sodann Beschwerde an die Bundessteuer-Rekurskommission des Kantons Z�rich), am 21. Mai 2002 Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht eingereicht mit dem Antrag, bei der ordentlichen Veranlagung sei die schon geleistete Zahlung vollumf�nglich als eine gesch�ftsm�ssig begr�ndete und somit voll abzugsf�hige Aufwendung anzuerkennen, die Provision zumindest teilweise (im Umfang von Fr. 36'000.--). Bei der Sonderveranlagung sei die steuerbare Kapitalleistung von Fr. 180'000.-- auf Fr. 172'000.-- zu reduzieren. Eventualiter sei die Sache infolge unvollst�ndiger und somit unrichtiger Sachverhaltsermittlung und -w�rdigung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das kantonale Steueramt, die Bundessteuer-Rekurskommission und die Eidgen�ssische Steuerverwaltung schliessen auf Abweisung der Beschwerde.
Gegen letztinstanzliche kantonale Entscheide betreffend die direkte Bundessteuer ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig (Art. 97 Abs. 1 OG in Verbindung mit Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 �ber das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021] sowie Art. 98 lit. g OG und Art. 146 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]). Als betroffene Steuerpflichtige sind die Beschwerdef�hrer gem�ss Art. 103 lit. a OG zur Anfechtung des vorinstanzlichen Entscheids befugt.
1.2 Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ger�gt werden (Art. 104 lit. a und b OG). Hat jedoch - wie hier - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden und den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften festgestellt, ist das Bundesgericht an die Sachverhaltsfeststellung gebunden (Art. 105 Abs. 2 OG).
2.1 Gem�ss Art. 25 DBG werden zur Ermittlung des Reineinkommens von den gesamten steuerbaren Eink�nften die Aufwendungen und allgemeinen Abz�ge nach den Artikeln 26 bis 33 abgezogen. In st�ndiger Praxis zu Art. 26, 27 und 29 DBG (bzw. zu den entsprechenden Bestimmungen des zuvor g�ltigen Bundesratsbeschlusses vom 9. Dezember 1941 �ber die Erhebung einer direkten Bundessteuer) hat das Bundesgericht festgehalten, dass unter Gewinnungskosten Aufwendungen zu verstehen sind, die unmittelbar f�r die Erzielung des Einkommens gemacht werden und in einem direkten urs�chlichen Zusammenhang dazu stehen. Schadenersatzzahlungen k�nnen lediglich dann als Gewinnungskosten betrachtet werden, wenn das Risiko, ersatzpflichtig zu werden, derart eng mit der Erwerbst�tigkeit verbunden ist, dass es bei der betreffenden T�tigkeit in Kauf genommen werden muss, d.h. eine nicht ohne weiteres vermeidbare Begleiterscheinung ist. Schadenersatzzahlungen aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit sind demnach keine Gewinnungskosten, wenn der Steuerpflichtige den Schaden nicht nur durch leichte Fahrl�ssigkeit, sondern durch eine grobe Pflichtverletzung verursacht hat (vgl. ASA 64 232 E. 3 mit weiteren Hinweisen). Unter denselben Bedingungen k�nnen auch keine gesch�ftsm�ssig begr�ndeten R�ckstellungen akzeptiert werden (vgl. StE 2002 B 23.45.2 Nr. 2 E. 5 mit weiteren Hinweisen).
2.2 Der vorliegende Fall entspricht in seinen wesentlichen Z�gen dem Sachverhalt des in ASA 64 232 publizierten Urteils: Als der Beschwerdef�hrer das Pr�sidium des Verwaltungsrats �bernahm, war die Gesellschaft schon notleidend; seine Berufung war u.a. darauf zur�ckzuf�hren, dass er sich - wie er selbst hervorhebt - in der Beratung von Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten spezialisiert hatte. F�r die Sportgesellschaft erhoffte er sich eine Besserung einerseits im Hauptgesch�ft selbst (insbesondere durch eine Verringerung der Lagerbest�nde und eine Erh�hung der Liquidit�t), andererseits aber auch einen Mittelzufluss aus einem privaten Immobilienprojekt der Alleinaktion�rin: Der mit der Erstellung einer Einfamilienhaus-Siedlung zu erwirtschaftende Ertrag sollte (zumindest teilweise) in die Sportgesellschaft investiert werden. Jedoch konnte mit den Bauarbeiten erst 1990 begonnen werden, als der Immobilienmarkt schon erste rezessive Anzeichen zeigte. Eine Bank und eine Privatperson gew�hrten wohl Darlehen von insgesamt mehr als 2 Mio. Franken, indessen nur gegen Grundpfandverschreibungen. Als sich diese Darlehen als ungen�gend erwiesen und mangels Sicherheiten keine weiteren - angesichts der weiterhin unverk�uflichen Liegenschaften notwendigen - �berbr�ckungskredite erlangt werden konnten, wurde auf die Mittel der Sportgesellschaft zur�ckgegriffen. Diese gew�hrte der Alleinaktion�rin ein ungesichertes, zinsloses und unbefristetes Darlehen von Fr. 103'140.10, das in den kommenden Jahren noch zweimal erh�ht wurde, n�mlich 1993 auf Fr. 368'640.65 und 1994 sogar auf Fr. 630'445.45. Damit wurden der unter immer dringenderem Mittelbedarf leidenden Sportgesellschaft stets bedeutendere Geldmittel entzogen, so dass sie namentlich ihre Lieferanten nicht mehr bezahlen konnte. Dabei unterliessen es die Alleinaktion�rin, der Gesch�ftsf�hrer und der Verwaltungsratspr�sident noch lange, nachdem die progressive Aush�hlung der Gesellschaft schon zu einer sehr bedrohlichen Unterbilanz gef�hrt hatte, die zwingend vorgeschriebenen Sanierungs- bzw. Benachrichtigungsmassnahmen zu ergreifen und beschr�nkten sich stattdessen darauf, der in Wirklichkeit alarmierenden Finanzlage buchhalterisch einfach nicht Rechnung zu tragen.
In einem rechtskr�ftigen Zivilurteil vom 10. M�rz 1998 stellte das Bezirksgericht Z.________ schwerste Verletzungen der aus Art. 717 OR folgenden allgemeinen Sorgfaltspflichten fest, und zwar je in gleichem Masse seitens der Alleinaktion�rin, des Gesch�ftsf�hrers und des Verwaltungsratspr�sidenten, insbesondere Verst�sse gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung der Aktion�re, gegen die Pflicht zur Kredit�berwachung und zur Sicherstellung des Darlehens, gegen das Verbot der Einlager�ckgew�hr sowie gegen die Pflicht zur Einleitung der nach Art. 725 OR gebotenen Massnahmen im Falle einer Unterbilanz bzw. �berschuldung der Gesellschaft.
Steuerrechtlich ergibt sich daraus, dass die als Verwaltungsratspr�sident mitverschuldete Aush�hlung der Gesellschaft durch die Gew�hrung ungesicherter betrieblicher Darlehen f�r das private Immobilienprojekt der Alleinaktion�rin nicht zu den vern�nftigerweise in Kauf zu nehmenden Gesch�ftsrisiken der Sportgesellschaft geh�rte. Es kann somit nicht behauptet werden, dass das Risiko, ersatzpflichtig zu werden, derart eng mit der Erwerbst�tigkeit des Beschwerdef�hrers verbunden gewesen w�re, dass er es bei seiner Berufsaus�bung als eine nicht ohne weiteres vermeidbare Begleiterscheinung h�tte hinnehmen m�ssen. Fehlt es hier aber auf jeden Fall am notwendigen Zusammenhang zwischen der Berufst�tigkeit und der grob fahrl�ssig begr�ndeten Schadenersatzpflicht, so kann offen bleiben, ob Ersatzleistungen f�r grobfahrl�ssig verursachte Sch�den generell nicht steuerlich absetzbar sind. Ebenso er�brigt sich, abschliessend zu pr�fen, ob vorliegend - entsprechend der bundesgerichtlichen Praxis (vgl. BGE 121 I 259 E. 3 S. 261 ff. mit weiteren Hinweisen) - von einer unselbst�ndigen Erwerbst�tigkeit auszugehen ist oder von einer selbst�ndigen, wie der Beschwerdef�hrer behauptet.
3.1 Der Beschwerdef�hrer verzichtet wohl darauf, die bundesgerichtliche Rechtsprechung als solche in Frage zu stellen. Auch ficht er grunds�tzlich nicht mehr an, dass das Zivilgericht sein eigenes Verschulden rechtskr�ftig als ebenso schwerwiegend eingestuft hat wie dasjenige seiner beiden Mitbeklagten. Dennoch schliesst er aus anderem Grund auf die Abzugsf�higkeit der verbuchten Aufwendung und R�ckstellung. Er argumentiert, ein fehlender oder ungen�gender Zusammenhang zwischen grob fahrl�ssig verursachten Schadenersatzzahlungen und betrieblichem Gesch�ftsrisiko k�nne begriffsnotwendig nur insofern angenommen werden, als die Schadenersatzpflicht auf einer Verschuldenshaftung beruhe. Dies sei aber gerade dort nicht mehr der Fall, wo ein Haftpflichtiger den von ihm selbst verschuldeten Schaden schon ersetzt habe und nur noch solidarisch f�r den eigentlich von seinen Mitbeklagten zu deckenden, aber von ihnen (noch) nicht beglichenen Anteil der Gesamtschadenssumme einstehen m�sse. Genau dies sei ihm hier widerfahren, nachdem es ihm gelungen sei, durch zwei sukzessive Vergleiche die von den Gl�ubigern beanspruchte Gesamtschadenssumme von Fr. 300'000.-- auf Fr. 136'000.-- zu reduzieren: Die nicht mehr geschuldeten Fr. 164'000.-- m�ssten als sein pers�nlicher Schadensdeckungsbeitrag betrachtet werden, da ausschliesslich er diese Reduktion erwirkt habe, nicht aber seine beiden Mitbeklagten. Die verbleibenden Fr. 136'000.-- k�nnten somit nur dem - insgesamt Fr. 200'000.-- umfassenden - Bereich der Solidarhaftung zugerechnet werden. Nun stelle aber die aktienrechtliche Solidarhaftung eine verschuldensunabh�ngige Kausalhaftung dar, so dass der Abzugsf�higkeit der get�tigten Zahlung bzw. R�ckstellung nichts mehr entgegen stehe.
3.2 Diese Argumentation vermag nicht zu �berzeugen.
3.2.1 Die Vorbringen des Beschwerdef�hrers stimmen schon nicht mit den tats�chlichen Begebenheiten des vorliegenden Falls �berein, insbesondere der Art und Weise, wie er selbst seine Schadenersatzpflicht verbucht und beglichen hat.
Unbestritten ist, dass das Bezirksgericht die Gesamtschadenssumme von Fr. 300'000.-- gleichm�ssig auf die drei Beklagten verteilt hat. Dementsprechend hat der Beschwerdef�hrer im Laufe des Jahres 1999 seinen eigenen Anteil von Fr. 100'000.-- bezahlt und ihn aufwandwirksam als Einkommensminderung verbucht, und zwar unabh�ngig davon, wie seine Mitbeklagten ihrer jeweiligen Verantwortlichkeit nachgekommen sind. Schon deshalb kann es sich von vornherein nicht um deren Schadensanteil handeln. Ebenso wenig rechtfertigt sich, die Bezahlung der eigenen Ersatzpflichtquote durch den Beschwerdef�hrer auf Grund der mit den Gl�ubigern ausgehandelten Reduktion der Gesamtschadenssumme im Nachhinein in einen solidarisch �bernommenen Mitbeklagtenanteil umzuqualifizieren.
3.2.2 Hinsichtlich der nach dem ersten Vergleich auf Fr. 60'000.-- bezifferten und nach der zweiten Vereinbarung auf Fr. 36'000.-- reduzierten R�ckstellung kann von einer Kausalhaftung im Solidarhaftungsbereich ebenfalls nicht die Rede sein. Diesbez�glich verkennt die Argumentation des Beschwerdef�hrers die Systematik der gesellschaftsrechtlichen Solidarhaftung, namentlich das Verh�ltnis zwischen ad�quatem Kausalzusammenhang und Verschulden, welche die beiden entscheidenden Voraussetzungen der aktienrechtlichen Verantwortlichkeit darstellen (so schon im alten Recht: Heinz Reichwein, Das Verh�ltnis des ad�quaten Kausalzusammenhanges zur Solidarhaftung bei der aktienrechtlichen Verantwortlichkeit, SJZ 1985, S. 349). Fehl geht insbesondere die Berufung auf die anl�sslich der Revision von 1991 eingef�hrte sog. "differenzierte Solidarit�t", die im Solidarhaftungsbereich keineswegs zu einer bloss kausalen Schadenszurechnung f�hrt, sondern vielmehr zu einer noch st�rkeren Gewichtung des Verschuldensprinzips.
3.2.2.1 Art. 759 Abs. 1 OR hat in seiner neuen Fassung von 1991 folgenden Wortlaut: "Sind f�r einen Schaden mehrere Personen ersatzpflichtig, so ist jede von ihnen insoweit mit den anderen solidarisch haftbar, als ihr der Schaden aufgrund des eigenen Verschuldens und der Umst�nde pers�nlich zurechenbar ist". Vorab schliesst diese Bestimmung eine �berkausale Haftung aus: Ein Beklagter kann nur insoweit zur Leistung eines Schadenersatzes verurteilt werden kann, als er diesen Schaden auch kausal (mit-)verursacht hat (vgl. Peter Widmer/Oliver Banz, Rz 3 ad Art. 759 OR, in: Heinrich Honsell/Nedim Peter Vogt/Rolf Watter (Hrsg.), Obligationenrecht II, 2. Aufl., Basel usw. 2002; Roger Z�ch/Claudius Triebold, Zur differenzierten Solidarhaftung des Verwaltungsrates, in: Roland von B�ren (Hrsg.), Aktienrecht 1992-1997: zum 70. Geburtstag von Rolf B�r, Bern 1998, S. 427; Reichwein, a.a.O., S. 351).
Innerhalb dieses allgemeinen Rahmens kausaler Schadenszurechnung bedeutet die neu eingef�hrte differenzierte Solidarit�t aber vor allem, dass der solidarisch Haftpflichtige sich nun sogar im Aussenverh�ltnis (und nicht mehr bloss im Rahmen des Regressprozesses) auf pers�nliche Reduktionsgr�nde berufen kann. Insbesondere k�nnen nach Art. 43 Abs. 1 OR bei der Bemessung des Schadenersatzes ein geringeres individuelles Verschulden und besondere Umst�nde des einzelnen Haftpflichtigen (z.B. das Vorliegen einer Notlage) Beachtung finden. Diese �nderung geht aber nicht so weit, dass das bislang g�ltige Grundmodell der echten Solidarit�t zu Gunsten eines Systems der Einzelschuld aufgegeben worden w�re, in dem die verschiedenen Schadensquoten zusammengenommen die Gesamtschadenssumme nicht mehr �bersteigen. Indessen besteht die solidarische Haftung nur mehr bis zum kleinsten gemeinsamen Nenner des Verschuldens, mit der entsprechend geringeren �berschussdeckung als das Produkt von Gesamtschadenssumme und Anzahl der Haftpflichtigen (vgl. Peter Forstmoser/Arthur Meier-Hayoz/Peter Nobel, Schweizerisches Aktienrecht, Bern 1996, Rz 106 ff. ad � 36, S. 431 f.; Peter B�ckli, Schweizer Aktienrecht, 2. Aufl., Z�rich 1996, S. 1101 ff. u. Rz 2021c S. 1102; Heinrich Honsell, Solidarit�t und R�ckgriff bei der aktienrechtlichen Verantwortlichkeitsklage, in: Roland Ruedin (Hrsg.), M�langes en l'honneur de Carlo Augusto Cannata, Basel 1999, S. 376 f.; Pierre Tercier, La solidarit� et les actions r�cursoires entre les responsables d'un dommage selon le nouveau droit de la soci�t� anonyme, in: Walter A. Stoffel (Hrsg)., Die Verantwortlichkeit des Verwaltungsrats, Z�rich 1994, S. 71 ff.; Baptiste Rusconi, Responsabilit� solidaire selon l'article 759 CO, in: Philippe Ciocca (Hrsg.), Le nouveau droit des soci�t�s anonymes, Lausanne 1993, S. 494 u. 496; Roland M�ller, Unsorgf�ltige F�hrung eines Verwaltungsratsmandates, Rz 17.39, S. 842, in: Peter M�nch/Thomas Geiser (Hrsg.), Schaden, Haftung, Versicherung, Basel usw. 1999; Thomas Staehelin/Christophe Sarasin, Gesteigerte Anforderungen und gemilderte Solidarit�t : eine Bilanz der aktienrechtlichen Verantwortlichkeitsrisiken f�r den Verwaltungsrat, in: von B�ren (Hrsg.), a.a.O., S. 467 f.; Z�ch/Triebold, a.a.O., S. 423 u. 428; Mathias Eppenberger, Die Solidarhaftung der Revisionsstelle, ST 1991, 542 ff.; Rolf B�r, Verantwortlichkeit des Verwaltungsrates der Aktiengesellschaft : Probleme bei einer Mehrheit von verantwortlichen Personen, ZBJV 1970, S. 467 ff.; Robertino Lei-Ravello, La responsabilit� solidaire des organes de la soci�t� anonyme, Diss. Lausanne 1991 passim).
3.2.2.2 Die Berufung auf die differenzierte Solidarit�t geht aber auch deswegen fehl, weil nicht sie im vorliegenden Fall zum Tragen gekommen ist, sondern ein zweites wesentliches Merkmal der aktienrechtlichen Revision von 1991, n�mlich die neu in Art. 759 Abs. 2 OR vorgesehene M�glichkeit des Einheitsprozesses: Der Kl�ger kann mehrere Beklagte gemeinsam f�r den Gesamtschaden einklagen und verlangen, dass der Richter im gleichen Verfahren die Ersatzpflicht jedes einzelnen Beklagten festsetzt (vgl. insb. auch: B�ckli, a.a.O., Rz 2021d, S. 1102; Honsell, a.a.O., S. 381).
Gerade diese M�glichkeit haben die kl�gerischen Gesellschaftsgl�ubiger hier genutzt, mit dem Resultat, dass alle drei Beklagten gemeinsam und zu gleichen Teilen rechtskr�ftig dazu verurteilt worden sind, die Gesamtschadenssumme von Fr. 300'000.-- zu ersetzen. Hier bestand somit - zumindest theoretisch - die gr�sstm�gliche �berdeckung, ohne irgendwelche Einschr�nkungen der kausalen Verursachung oder des individuellen Verschuldens. In diesem Rahmen kann sich ein Solidarschuldner zur Minderung seiner eigenen Verantwortlichkeit aber nicht auf das Verhalten eines Mitbeklagten berufen und bleibt so lange verpflichtet, bis die ganze Forderung getilgt ist (vgl. Art. 144 Abs. 2 OR; vgl. auch: B�ckli, a.a.O., S. 1108 ff.; Forstmoser/Meier-Hayoz/Nobel, a.a.O., Rz 107, S. 431 f.; Rusconi, a.a.O., S. 494; Z�ch/Triebold, a.a.O., S. 423; Tercier, a.a.O., S. 66 u. 75; Eppenberger, a.a.O., S. 543 f.). Ebenso tr�gt der beanspruchte Schuldner - und nicht der Gl�ubiger - das Risiko einer allf�lligen Zahlungsunf�higkeit seitens eines Mitbeklagten. Gegen�ber demjenigen, der gezahlt hat, sind die �brigen Ersatzpflichtigen nicht mehr solidarisch, sondern nur noch anteilsm�ssig haftbar; dementsprechend ist der Ausfall eines insolventen Gesamtschuldners im Innenverh�ltnis anteilig zu tragen (vgl. Art. 148 Abs. 3 OR sowie; Forstmoser/Meier-Hayoz/Nobel, a.a.O., Rz 111 ad � 36, S. 432; Honsell, a.a.O., S. 374 f.; Tercier, a.a.O., S. 69 u. 82; Eppenberger, a.a.O., S. 543 f.).
Vorliegend wurden kurz nach der Sportgesellschaft auch die Alleinaktion�rin und ihr gesch�ftsf�hrender Ehemann zahlungsunf�hig. Die daraus resultierende Nichteinbringlichkeit seines R�ckgriffsanspruchs kann der Beschwerdef�hrer aber den kl�gerischen Gl�ubigern nicht entgegen halten. Sein insolvenzbedingter Regressausfall �ndert nichts daran, dass er selbst den von den Gl�ubigern erlittenen Schaden in seiner Gesamtheit grob fahrl�ssig mitverschuldet hat. Somit verbleibt auch der Quotenanteil seiner Mitbeklagten in seinem eigenen Verschuldensbereich, so dass sich hinsichtlich der steuerrechtlichen Nichtabzugsf�higkeit keine andere Beurteilung aufdr�ngt.
3.2.2.3 Ebenfalls unbehelflich ist das Vorbringen des Beschwerdef�hrers, f�r die Abzugsf�higkeit im Solidarbereich spreche nicht zuletzt die Tatsache, dass ihm selbst die Gl�ubiger ein geringeres Verschulden attestierten als den beiden anderen Beklagten, weshalb sie in zwei Vergleichen eingewilligt h�tten, den von ihm verlangten Schadenersatzbetrag massiv herabzusetzen.
Diese Argumentation verkennt einerseits, dass das Verschulden des Beschwerdef�hrers gem�ss dem in Rechtskraft erwachsenen Zivilurteil ebenso schwer wog wie dasjenige seiner Mitbeklagten, was im vorliegenden Steuerverfahren ausdr�cklich nicht mehr in Frage gestellt worden ist. Andererseits behauptet der Beschwerdef�hrer selbst, je nach Berechnungsart (n�mlich zu Einstands- und nicht zu Verkaufspreisen) sei der ganze Schaden aller klagenden Gl�ubiger nicht h�her als die schliesslich von ihm geforderten Fr. 136'000.-- gewesen. So betrachtet w�re aber die Gesamtschadenssumme von den Gl�ubigern nicht wirklich reduziert, vom Beschwerdef�hrer aber (zumindest implizit) voll als eigene Schuld anerkannt worden.
3.2.3 Gesamthaft ergibt sich aus diesen aktienrechtlichen Gesichtspunkten somit in keiner Weise, dass die steuerrechtliche Praxis des Bundesgerichts zur Nichtabzugsf�higkeit von grobfahrl�ssig verschuldeten Schadenersatzzahlungen bzw. -r�ckstellungen in Frage zu stellen w�re. Besonderes Gewicht kommt dabei dem Umstand zu, dass das rechtskr�ftige Zivilurteil, das allen Beklagten ein gleich schweres Verschulden angelastet hat, nicht auf abgaberechtlichem Umweg wieder in Zweifel gezogen werden kann. Dies hat umso mehr zu gelten, als die Vorinstanz, deren tats�chliche Erhebungen f�r das Bundesgericht hier verbindlich sind (vgl. Art. 105 Abs. 2 OG), ebenfalls eine grobe Fahrl�ssigkeit des Beschwerdef�hrers festgehalten hat. Hinsichtlich der Aufrechnung der als gesch�ftsm�ssig begr�ndete Aufwendung bzw. R�ckstellung geltend gemachten Schadenersatzleistung ist somit nicht ersichtlich, inwiefern die Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung der Rekurskommission bundesrechtswidrig w�re.
Ist somit die Beschwerde gegen die ordentliche Veranlagung unbegr�ndet, so ist auch die damit verbundene Berechnung der abzugsf�higen bzw. zu viel einbezahlten Vorsorgebeitr�ge richtig. Hinsichtlich der Sonderveranlagung ist die Beschwerde somit ebenfalls abzuweisen. F�r die Begr�ndung kann diesbez�glich ohne weiteres auf das vorinstanzliche Urteil (Erw�gung 3) verwiesen werden.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die unterliegenden Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG i.V.m. Art. 153 und 153a OG).
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'000.-- wird unter Solidarhaft den Beschwerdef�hrern auferlegt.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, dem Kantonalen Steueramt Z�rich, der Bundessteuer-Rekurskommission des Kantons Z�rich sowie der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.