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Timestamp: 2016-10-26 06:02:38
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Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 4', '§ 11', '§ 11', '§ 11']

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Berechnung des Urlaubsanspruches nach Ausbildung
31.08.2006 12:32 | Preis: ***,00 € |
Sachverhalt: Ende der Ausbildung am 28. Juli 2006, von den 26 Urlaubstagen des Jahres 2006 wurden in der Ausbildung (also vor dem 28.07.2006) nur 7 Tage genommen.
Bruttogehalt während der Ausbildung: 600,00 Euro pro Monat
Bruttolohn nach der Ausbildung: 13,00 Euro pro Stunde (bei einer 38,5 Stunden-Woche)
Welcher Lohn ist für den Urlaub in 2006 zu zahlen - gemeint ist sind die 19 Tage, die nach dem 28.07.2006 genommen wurden (also nach dem Ende der Ausbildungszeit)?? Könnten Sie mir das nochmals anhand eines Beispiels deutlich machen??
2. Generell gilt, dass der bezahlte Urlaub sich nach dem Durchschnittsgehalt der letzten 13 Monate berechnet. Sollten nach Übernahme noch keine 13 Monate verstrichen sein, legt man den nach Beendigung der Ausbildung erzielten durchschnittlichen Verdienst zugrunde.
Frage in Kategorie: Recht & Justiz - Arbeitsrecht Betreff: § 3 und § 4 Bundesurlaubsgesetz
geschrieben am 27.08.2006 14:06:00 Sachverhalt:
Auszubildender hat seine Ausbildung am 28. Juli 2006 beendet und wird ins Arbeitsverhältnis übernommen. Er hat seinen Urlaub nicht voll genommen.
Gemäß § 4 Bundesurlaubsgesetz wird der Urlaubsanspruch erst nach 6-monatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben.
Gilt das auch, wenn der Beschäftigte zuvor die Ausbildung im selben Betrieb absolviert hat und sofort übernommen wurde?
Heißt das, dass er dann im Jahr 2006 gar keinen Urlaubsanspruch mehr hat (wegen sechsmonatiger Wartezeit)?
Ist der in der Ausbildungszeit nicht genommene Urlaub verfallen oder ist er als Lohn auszahlen??
Hinweis: es besteht keine Tarifbindung --------------------------------------------------------------------------------
Antwort Betreff: >§ 3 und § 4 Bundesurlaubsgesetz
27.08.2006 15:01:42
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Rechtsanwalt Elmar Dolscius, Kronberg, beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Arbeitsrecht, Wettbewerbsrecht, Miet und Pachtrecht, hat Interessensschwerpunkte: Strafrecht, Sozialrecht.
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Alle Bewertungen von Rechtsanwalt Elmar Dolscius ansehen Sehr geehrter Ratsuchender,
gerne beantworte ich Ihre Frage summarisch auf Basis die mitgeteilten Informationen.
1. Wenn Sie direkt vom Betrieb übernommen worden sind, haben Sie den normalen Anspruch auf Urlaub erworben, der nach dem BUrlG gewährt wird. Lediglich der als Auszubildender genommene Urlaub wird angerechnet.
Sie können daher den Resturlaub für 2006 noch nehmen.
2. Wie hoch dieser Urlaub ist, richtet sich danach, wie alt Sie sind. Sollten Sie bei Beginn des Kalenderjahres über 18 waren, gilt das BUrlG. Ansonsten richtet sich der Urlaub nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz.
3. Die Frage nach eine Auszahlung des Urlaubsanspruches stellt sich damit nicht mehr. Er wäre auch nur auzuzahlen, wenn Sie ihn in natura nicht mehr nehmen könnten (bsw. wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses).
Rechtsanwalt Einmalige Nachfrage vom Fragesteller geschrieben am 27.08.2006 18:21:30 Sehr geehrter Hr. Dolscius,
das habe ich ja richtig verstanden. Ich war zu Beginn des Jahres über 18 Jahre und habe von den 26 Tagen Urlaub, die mir für das Kalenderjahr zustehen, in der Ausbildungszeit nur 7 Tage genommen. Dann kann ich die anderen 19 Tage nach Beendigung der Ausbildungszeit also nach dem 28.08.2006 noch nehmen und habe Anspruch auf bezahlten (und zwar die Bezahlung des Facharbeiters) Urlaub. Da kann ja eigentlich jeder AZUBI - sofern davon ausgeht, dass er übernommen wird - folgende Überlegung anstellen:
In meinem letzten AZUBI-Jahr nehme ich den Urlaub erst nach der Übernahme, da ich nach der Übernahme (also nach Ende der Ausbildungszeit) ja einen (der Urlaub muß ja bezahlt werden) wesentlich höheren Lohn erhalte.
Sind diese Überlegungen korrekt? Antwort auf einmalige Nachfrage vom Anwalt geschrieben am 28.08.2006 13:19:32 Sehr geehrter Ratsuchender,
1. In der Tat verhält es sich so, dass der bezahlte Urlaub sich nach dem aktuellen Verhältnis zum AG richtet. Wenn Sie also einen Teil des Urlaubs erst nach Übernahme nehmen, muss er nach den dann geltenden Bedingungen bezahlt werden. 2. Generell gilt, dass der bezahlte Urlaub sich nach dem Durchschnittsgehalt der letzten 13 Monate berechnet. Sollten nach Übernahme noch keine 13 Monate verstrichen sein, legt man den nach Beendigung der Ausbildung erzielten durchschnittlichen Verdienst zugrunde.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort auf Ihre Nachfrage helfen.
31.08.2006 | 12:54
Maßgeblich ist der Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen gerechnet vom Urlaubsbeginn an.
Dauerhafte Verdiensterhöhungen während der Berechnungszeit sind zu berücksichtigen (§ 11 I 2 BUrlG). Dies gilt auch beim Übergang vom Ausbildungs- ins Arbeitsverhältnis (BAG DB 1985, 1746).
Ihnen steht damit für den Urlaub der erhöhte Verdienst als Urlaubsentgelt zu:
§ 11 I S.1,2 BUrlG:
Das Urlaubsentgelt bemißt sich nach dem durchschnittlichen Arbeitsverdienst, das der Arbeitnehmer in den letzten dreizehn Wochen vor dem Beginn des Urlaubs erhalten hat, mit Ausnahme des zusätzlich für Überstunden gezahlten Arbeitsverdienstes. Bei Verdiensterhöhungen nicht nur vorübergehender Natur, die während des Berechnungszeitraums oder des Urlaubs eintreten, ist von dem erhöhten Verdienst auszugehen....
Nachfrage vom Fragesteller	31.08.2006 | 13:59
Sehr geehrter Hr. Steiniger,
das habe ich ja richtig verstanden. Meine Ausbildungszeit endete am 28.07.2006 und ich hatte im August 10 Urlaubstage.
Damit steht mir für die 10 Urlaubstage der volle Verdienst (in diesem Fall also 13,00 Euro für 2 Wochen, bei einer Arbeitszeit von 77 Stunden in 2 Wochen wären dies hier 77 Stunden x 13,00 Euro = 1.001,00 Euro brutto) zu.
31.08.2006 | 20:12
Ja, der Urlaub ist nach dem neuen Verdienst zu berechnen - s. § 11 Abs. 2 Satz 2 Bundesurlaubsgesetz. Jetzt eine Frage stellen
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