Source: https://www.alka24.de/eeg-kfw/eeg-tarife/
Timestamp: 2019-03-24 02:59:12
Document Index: 246782314

Matched Legal Cases: ['§ 61', '§ 61', '§ 19', '§ 9', '§ 22', '§ 55', '§ 55']

EEG - PV Einspeisevergütung
EEG - Änderungen 2017 & wissenswertes
1.08.2017 - Einspeisevergütung wird nicht abgesenkt
Auf der Basis des Zubaus von Photovoltaikanlagen in dem vergangenen ersten sechs Monaten dieses Jahres bleiben die Einspeisetarife für den Solarstrom bis Ende Oktober 2017 stabil, denn bis Juni wurde in Deutschland eine Solarstromleistung von 900 MW neu ans Netz angeschlossen.
Damit bekommen Betreiber von Anlagen bis 10 kWp weiterhin 12,2 Cent a kWh - bis 40 kWp 11,87 Cent a kWh - bis 100 kW 10,61 Cent kWh für den ins Netz eingespeisten Solarstrom. Strom.
1.08.2017 - Erlöse aus Direktvermarktung bis 750 kWp
Betreiber von größeren Anlagen müssen ihren Strom direkt vermarkten. Die Erlösobergrenze, die sie dabei inklusive der Marktprämie erreichen dürfen, liegt weiterhin bei 11,01 Cent a kWh, wenn der Generator eine Leistung von bis zu 750 Kilowatt hat und auf dem Dach eines Gebäudes errichtet wird.
Steht die Anlage auf dem freien Feld, liegt die Erlösobergrenze für den Solarstrom weiterhin bei 8,84 Cent pro Kilowattstunde. Die Marktprämie für noch größere Anlagen wird ohnehin über Ausschreibungen ermittelt.
Aktuelle Förderung und EEG Einspeisevergütung Stand April 2017
Die Bundesnetzagentur verkündet die jeweils aktuellen Vergütungssätze für Solarstrom aus Photovoltaikanlagen. Für typische PV Anlagen auf Privathäusern (bis 10 kWp Anlagengröße), die jetzt neu installiert werden, beträgt die Einspeisevergütung 12,30 ct pro kWh, die ins Stromnetz eingespeist wird. Diese Vergütung gilt konstant ohne weitere Anpassung für 20 Jahre und bleibt damit auch mit der EEG-Novelle 2017 fester Bestandteil des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Dadurch lassen sich Photovoltaikanlagen auch weiterhin sehr gut kalkulieren und profitabel betreiben.
EEG Einspeisevergütung - Übersicht seit 2000
EEG Einspeisevergütung AKTUELL
Für PV-Anlagen, die ab dem 1.8.2014 installiert werden, muss für den selbst verbrauchten Solarstrom eine anteilige EEG-Abgabe
von 40 Prozent der jeweiligen EEG-Umlage (derzeit 6,88 ct/kWh) entrichtet werden. Die Belastungshöhe wird in drei Stufen erreicht:
bis 31.12.2016: 35 Prozent
seit 01.01.2017: 40 Prozent – das entspricht 2,752 Cent
Für PV-Anlagen, mit einer Leistung bis 10 kWp sind die ersten 10 MWh Eigenverbrauch von der EEG-Umlage befreit. Damit ändert sich für PV-Anlagen eines typischen Ein- und Zweifamilienhauses nichts.
Auch ab 2017 keine EEG-Umlage für Solaranlagen bis 10 kWp
Photovoltaikanlagen für Eigenverbrauch bis 10 kWp auf Hausdächern bleiben weiterhin von der EEG-Umlage befreit. Der Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Solarstrom bis 10 kWp wird nicht – auch nicht anteilig – mit der EEG-Umlage belastet.
Ab einer Größe von 10 kWp müssen Verbraucher 40 Prozent der gültigen EEG-Umlage auf Eigenverbrauch zahlen.
Für die Eigenversorgung gibt es keine wesentlichen Änderungen im neuen EEG 2017. Nach wie vor ist die EEG-Umlage gemäß § 61 für die Eigenversorgung reduziert, wenn der Erzeuger den Strom selbst in unmittelbarer Nähe verbraucht und der Strom nicht durch das Netz zur allgemeinen Versorgung geleitet wird.
Seit 1.1. 2017 sind 40 % der EEG-Umlage auf eigenverbrauchten Strom zu zahlen.
Eigenverbrauchter Strom aus kleinen Anlagen bis zu 10 kW bleibt weiterhin für bis zu 10 MWh im Jahr von der EEG-Umlage befreit (Bagatellgrenze).
Die Regelungen zu Speicheranlagen werden ergänzt. Bisher konnte bei Eigenverbrauchsanlagen sowohl bei der Zwischenspeicherung als auch beim Verbrauch des Stroms eine (anteilige) EEG-Umlage anfallen. Diese Doppelbelastung möchte der Gesetzgeber ausschließen. Gemäß § 61a ist nunmehr für den Strom, der in den Speicher geleitet wird, keine EEG-Umlage mehr zu zahlen, wenn der anschließend entnommene Strom entweder vollständig in das Netz eingespeist wird oder für den gesamten entnommenen Strom eine (reduzierte) EEG-Umlage anfällt. Strom aus dezentralen Speichern, die den Eigenverbrauch oder die Direktlieferung optimieren sollten, ist damit künftig in vielen Fällen nicht länger doppelt belastet.
Anlagen über 750 kW (bzw. 1050 kW), für die die Pflicht zur Ausschreibung besteht, müssen Ihren Strom ebenfalls direkt vermarkten. Allerdings wird der anzulegende Wert für die Marktprämie nun nicht mehr gesetzlich festgelegt, sondern im wettbewerblichen Verfahren ermittelt.
Nach § 19 Abs. 2 besteht ein Zahlungsanspruch, aber nur noch dann, wenn der Betreiber für den Strom keine Stromsteuerbefreiung gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 1 oder Nr. 3 Stromsteuergesetz und kein vermiedenes Netznutzungsentgelt in Anspruch nimmt. Das vermiedene Netzentgelt wird von den Netzbetreibern an die Betreiber ausgezahlt, die ihren Strom verbrauchsnah in das Niederspannungs- oder Mittelspannungsnetz einspeisen.
Für Anlagen, die vor Inkrafttreten des EEG 2017 in Betrieb genommen wurden, besteht grundsätzlich Bestandsschutz. Das bedeutet, sie erhalten weiterhin die Vergütung nach dem für sie gültigen EEG und müssen nicht in die Ausschreibung. Außerdem enthält § 22 eine Besonderheit für Windenergie- und Biomasseanlagen, die bis zum 31. Dezember 2016 eine Genehmigung erhalten haben, aber noch nicht in Betrieb genommen wurden. Erfolgt die Inbetriebnahme der Anlagen bis zum 31.12.2018, können auch diese Betreiber die feste Vergütung des EEG in Anspruch nehmen. Alternativ können Betreiber von Windenergieanalgen freiwillig an der Ausschreibung teilnehmen und auf die Vergütung nach dem EEG 2014 verzichten. Dies muss jedoch verbindlich bis zum 1. März 2017 entschieden werden.
Nach der Zuschlagserteilung ist der Bieter verpflichtet, das Projekt innerhalb eines festgelegten Zeitraums zu realisieren. Wieviel Zeit er zur Realisierung hat, hängt von der Technologie ab. Wird das Projekt nicht innerhalb des jeweils festgesetzten Zeitraums umgesetzt, wird eine Strafzahlung (die sogenannte Pönale) fällig und die Sicherheit, die er geleistet hat, entsprechend eingezogen (§ 55). Die Höhe der Pönale ist, wie auch die Fristen und die zu leistende Sicherheit, technologiespezifisch. (§ 55)