Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/218
Timestamp: 2018-10-18 05:41:24
Document Index: 15194279

Matched Legal Cases: ['§ 218', 'BGH', '§ 218', '§ 768', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 218', '§ 197', '§ 104', '§ 197', '§ 8', '§ 91', '§ 197', '§ 197', '§ 104', '§ 197', '§ 195', '§ 91', 'BGH', '§218', '§218', '§17', 'BGH', 'BGH', '§218', '§218', '§ 218', '§ 218', '§ 218', 'BGH', 'BGH', '§ 218', 'BGH', '§ 218', 'BGH', '§ 196', 'BGH', '§ 218', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 218', 'BGH', 'BGH', '§ 218', 'BGH', 'BGH', '§ 218', '§ 197', 'BGH', '§ 218', 'BGH', '§ 218', '§ 222', 'BGH', '§ 218', '§ 852', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 768', '§ 218', '§ 218']

§ 218 BGB: Unwirksamkeit des Rücktritts
BGH, Urteil vom 2.5.2016, Az. XI ZR 242/15 Zivilsenat, der damals für das Bürg- schaftsrecht zuständig war, ausgeführt, dass eine rechtskräftige Verurteilung eine neue 30-jährige Verjährungszeit in Lauf setzt (§ 218 BGB aF), so dass der Hauptschuldnerin nunmehr keine Verjährungseinrede mehr zusteht, auf die sich der Bürge nach § 768 Abs. 1 Satz 1 BGB berufen könnte (BGH, Urteil vom 12. März 1980 - VIII ZR 115/79, BGHZ 76, 222, 229 vorletzter Satz).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2006, Az. V ZB 189/05 Nach der seinerzeit und auch heute herrschenden Ansicht folgt die Verjährungsfrist von 30 Jahren aber als sog. Vollstreckungsverjährung aus § 218 BGB a. F. bzw. jetzt § 197 Abs. 1 Nr. 3 BGB (KG JW 1938, 2488; DR 1940, 338; 1943, 154; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, aaO, § 104 Rdn. 13 Stichwort Verjährung; Erman/Schmidt-Räntsch, BGB, 11. Aufl., § 197 Rdn. 12; Hartmann, Kostengesetze, 35. Aufl., § 8 RVG Rdn. 24; Hk-ZPO/Gierl, Vor §§ 91-107 Rdn. 12; MünchKomm-BGB/Grothe, 4. Aufl., § 197 Rdn. 16; Pa-landt/Heinrichs, BGB, 65. Aufl., § 197 Rdn. 11; Zöller/Herget, aaO, § 104 Rdn. 21 Stichwort Verjährung; wohl auch: Staudinger/Peters, BGB [2004], § 197 Rdn. 29 unter b; unter Hinweis auf § 195 BGB a. F. OLG Naumburg OLG-NL 2002, 69; MünchKomm-ZPO/Belz, aaO, Vor§ 91 Rdn. 8).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2004, Az. V ZB 61/03 Wesentlich für das Vorliegen einer rechtskräftigen Feststellung im Sinne von §218 BGB a.F. ist vielmehr, daß diese durch die Entscheidung eines staatlichen Gerichts oder einer vergleichbaren unabhängigen Stelle getroffen wurde (vgl. MünchKomm-BGB/Grothe, 4. Aufl., §218 Rdn. 2; Rohs/Wedewer/Waldner, aaO, §17 Rdn. 22; ähnlich Lappe, DNotZ 1992, 116; vgl. auch BSGE 28, 61, 63).
BGH, URTEIL vom 3.4.2003, Az. IV ZR 121/02 Das setzt indes voraus, daß die Feststellungsklage unerläßlich ist, um den Eintritt der Verjährung zu hindern (BGHZ 93, 287, 291, 294; Staudinger/Peters, BGB 13. Bearb. [2001] §218 Rdn. 13; RGRK-Johannsen, BGB 12. Aufl. §218 BGB Rdn. 7; Soergel/Niedenführ, BGB 13. Aufl. § 218 Rdn. 10; Erman/Hefermehl, BGB 10. Aufl. § 218 Rdn. 7; a.A. MünchKomm/Grothe, BGB 4. Aufl. § 218 Rdn. 12).
BGH, URTEIL vom 4.9.1998, Az. VII ZR 99/97 Unbeschadet des Umstandes, daß auch aus einer formell wirksamen Unterwerfungserklärung die Zwangsvollstreckung möglich ist (Senatsurteil vom 14. Mai 1992 - VII ZR 204/90, BGHZ 118, 229) gibt § 218 Abs. 1 BGB nichts dafür her, aus einer Unterwerfungserklärung materiell-rechtliche Verjährungsfolgen herzuleiten, obwohl diese Erklärung gesetzlich verboten und deshalb materiell-rechtlich auch unwirksam ist.
BGH, URTEIL vom 2.5.1998, Az. VI ZR 327/97 7 jährungsfrist des § 218 Abs. 1 BGB (vgl. BGH, Urteil vom 3. November 1988 - IX ZR 203/87 - LM § 196 BGB Nr. 62 zu II 2 d = NJW-RR 1989, 215, 216).
BGH, URTEIL vom 4.2.1996, Az. IX ZR 77/95 12 die nächsten 30 Jahre vor der Verjährung bewahrt (§ 218 Abs. 1 BGB), ist im allgemeinen geeignet, eine Leistungsklage zu rechtfertigen; denn es läßt sich durchweg nicht ausschließen, daß der Kläger in dieser Zeit Gelegenheit findet, gegen den Beklagten zu vollstrecken (vgl. BGH, Urt. v. 10. Dezember 1976 - V ZR 145/74, DB 1977, 718, insoweit in BGHZ 68, 16 nicht abgedruckt).
BGH, URTEIL vom 2.1.1991, Az. XI ZR 331/89 Dieser Entscheidung kann in bezug auf den Zahlungsanspruch, in den der Freistellungsanspruch übergegangen ist, keine geringere Wirkung beigemessen werden als einem Feststellungsurteil, das nur ganz allgemein die Schadensersatzpflicht des Schädigers ausspricht und das nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und ganz überwiegender Meinung des Schrifttums unter § 218 BGB fällt (BGH, Urteil vom 3. November 1988 - IX ZR 203/87, WM 1988, 1855, 1856 m.w.Nachw.).
BGH, Urteil vom 4.4.1990, Az. I ZR 234/88 Ein solches Urteil würde die Anwendung des § 218 BGB aber nicht begründen, weil es hinsichtlich des eingeklagten Anspruchs keine materielle Rechtskraft schafft (vgl. RGZ 117, 423, 425; BGH, Urt. v. 23.10.1984 - VI ZR 30/83, NJW 1985, 791, 792).
BGH, URTEIL vom 4.10.1988, Az. IX ZR 203/87 b)	Bei dem Anspruch des Klägers gegen den Schädiger und dessen Versicherer auf Ersatz von Verdienstausfall handelt es sich um einen Anspruch auf regelmäßig wiederkehrende Leistungen im Sinn von § 218 Abs. 2, § 197 BGB (vgl. BGH, Urt. v. 24. Juni 1980 aaO; OLG Bamberg VersR 1980, 852, 853; Soergel/Walter aaO § 218 Rdnr. 3; Staudinger/Dilcher, BGB
BGH, vom 5.0.1985, Az. V ZR 233/83 ferner Gaul, Festschrift für Friedrich Weber, S. 166), Dem läßt sich nicht entgegenhalten, daß in den Fällen des § 218 Abs. 2 BGB bei einer Verlängerung der Verjährung inzwischen fällig gewordener Leistungen auf 30 Jahre dem rechtskräftig festgestellten Anspruch durch das zweite Urteil ein anderer Inhalt gegeben würde (so aber LG Berlin JW 1938, 2397); denn die Verjährung betrifft nicht den Inhalt des Anspruchs,' sondern begründet ein Gegenrecht des Verpflichteten (§ 222 Abs. 1 BGB).
BGH, URTEIL vom 2.9.1984, Az. VI ZR 30/83 Dieser unterfiel vielmehr der genannten Vereinbarung der Parteien, die auf deren Rechtsbeziehungen insoweit ’’konstitutiv'1 einwirkte, als sie den Anspruch des Klägers auf Ersatz des Zukunftsschadens wie bei einem erwirkten Feststellungsurteil gemäß § 218 Abs. 1 BGB von der Verjährungseinrede des Beklagten aus § 852 Abs. 1 BGB befreite (vgl. BGH, Urteil vom 24. März 1976 - IV ZR 222/7k - NJW 1976, 1259, 1260; Senatsurteil vom 8. Mai 1979 - VI ZR 207/77 - VersR 1979, 646, 648).
BGH, Urteil vom 3.2.1980, Az. VIII ZR 115/79 Die Rechtskraft eines Urteils gegen den Hauptschuldner wirkt nach allgemeiner Ansicht nicht gegen den Bürgen (RGZ 56, 109, 110 f; Senatsurteil vom 10. Februar 1971 - VIII ZR 144/69 = WM 1971, 614; vgl. auch BGHZ 24, 97, 99 f; Mormann in BGB-RGRK, 12. Aufl., § 768 Rdn. 3; von Feldmann in Münchner Kommentar § 218 Rdn. 8), so daß dieser die in der Verurteilung liegende Aberkennung der Verjährungseinrede und die nach § 218 BGB neu eröffnete Verjährungsfrist nicht gegen sich gelten lassen muß.