Source: https://issuu.com/kv_nordrhein/docs/12__2016_kvno_aktuell
Timestamp: 2018-02-18 07:58:28
Document Index: 129891280

Matched Legal Cases: ['§ 92', '§ 73', '§ 140', '§ 16', '§ 103', '§ 16']

KVNO aktuell 12 | 2016 by KV Nordrhein - issuu
KVNO ■
12 | 2016 ■
Innovationsfonds | Zuschlag für Projekt aus Nordrhein ■
Modell | Laienhelfer für traumabelastete Flüchtlinge ■
KV-Börse | Neue Funktionen auf der Online-Plattform ■
Antibiotikatherapie | Vertrag mit BKK-Landesverband Nordwest ■
Fortbildungsübersicht 1. Halbjahr 2017
Neue Wege in der Versorgung psychischer und neurologischer Krankheiten
❄ ❄ Inhalt
11	Struktur­verträge:
ICD-10-Codes online
11	Satzungsimpfungen
2	Innovationsfonds:
Psychische und neuro­
logische Krankheiten –
11	Deutsche BKK kündigt Satzungsimpfungen
12	Flüchtlingsversorgung:
18	Notfallversorgung:
für NRW 20	VV der KVNO:
12	Asylbewerber:
und Chance 24	Pflegebedürftigkeit neu definiert
Zuzahlungen 12	Vertrag zur
22	Kommunikation ist Risiko
Kostenträger beachten
Ein „Runder Tisch“
27	Abgeber, Nachfolger und
mit der KV-Börse 8
KVNO sucht Dienstleister für Termin-Servicestelle
9	Standpunkt:
28	AU bescheinigen leicht gemacht
Kein Beifall zu erwarten
30	Rechtliche Aspekte bei 14	Neue HeilmittelFormulare ab 1. Januar n
14	Heilmittelverordnung mit zertifizierter Software
10	Palliativvertrag Primärkassen
15	Antibiotika-Ver­ordnungen in Nordrhein
„Richtig Kooperieren“ funktionen online
Tabakentwöhnung untersuchungen
32	Broschüre: 33	EBM mit Such-
10	DMP COPD: 10 Genetische Labor­
33	Qualitätszirkel suchen Mitglieder
10	Hautkrebsscreening für AOK-Versicherte angepasst 11	Hepatitis C-Vertrag geändert
KVNO aktuell 12 | 2016
16	Düsseldorfer Projekt:
Laienhelfer für trauma­tisierte Flüchtlinge
35	Veranstaltungen | Termine
Titel: © Science RF, Monkey Business, WavebreakmediaMicro | fotolia.com
wir haben uns an dieser Stelle schon über die Euphemismen bei der Namensgebung von Gesetzesvorhaben geäußert. Die Liste lässt sich um ein besonders kreatives Beispiel der Bundesregierung verlängern: Im November hat das Bundeskabinett den Entwurf eines „GKVSelbstverwaltungsstärkungsgesetzes“ beschlossen. Mit diesem Gesetz wird die Selbstverwaltung – zumindest auf Bundesebene – grundsätzlich infrage gestellt. Unsere Spielräume werden erheblich beschnitten. Der Entwurf sagt unverhohlen, wohin die Reise geht: Das Gesetz soll die „Handlungsfähigkeit“ der Selbstverwaltung verbessern, indem es die Aufsicht stärkt und die Kontrollmöglichkeiten vergrößert. Zumindest vordergründig bedeutet dies: Die Politik will die Selbstverwaltung vor sich selbst schützen – eine Haltung, die durch die Dauerkrise der Kassenärztlichen Bundesvereinigung maßgeblich gefördert worden ist. Be-
troffen werden davon auch die KVen auf Landesebene sein, auch wenn sie mit Erfolg und ohne schrille Begleitmusik ihre Aufgaben erledigen. In den kommenden Jahren wird es darum gehen, diese Entwicklung aufzuhalten und das Heft des Handelns überall dort, wo die KVen als innovativer Gestalter auftreten können, wieder in die Hand zu nehmen. Wie das aussehen kann, zeigen Ihnen die neuen Projekte und Initiativen, die wir Ihnen in dieser Ausgabe vorstellen. Wir werden unsere Arbeit als Vorstand der KV Nordrhein Ende dieses Jahres beenden und unsere Ämter verlassen. Wir wünschen unseren Nachfolgern, dass sie stets die richtigen Entscheidungen für die KV Nordrhein treffen. Dabei wünschen wir auch viel Glück. Ihnen wünschen wir schöne Festtage und einen guten Start ins neue Jahr!
Editorial KVNO aktuell 12 | 2016
KV Nordrhein erhält Zuschlag für Innovationsfonds-Projekt
Psychische und neurologische Krankheiten – neue Versorgungswege Gute Nachricht aus Berlin: Die KV Nordrhein erhält in den kommenden vier Jahren insgesamt 12,9 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds, um die Versorgung von Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen zu verbessern.
„Der Zuschlag bestätigt einmal mehr, dass das KV-System sehr wohl in der Lage ist, innova­ tive Versorgungsmodelle zu entwickeln“, kommentiert Dr. med. Peter Potthoff, Vorsitzen­der der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). „Das gilt umso mehr, als sich das nordrheinische Projekt in einer harten bundesweiten Konkurrenz durchgesetzt hat.“
wird mit dem Projekt eine gestufte und koordinierte Versorgung von Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen in der Region Nordrhein etabliert. Ein zen­ trales Element des Modells ist dabei die enge und berufsgruppenübergreifende Vernetzung der am Projekt beteiligten Ärzte und Psychotherapeuten. Dazu werden für alle beteiligten Haus- und Fachärzte sowie Psychotherapeuten Mittel bereitgestellt.
Dr. med. Frank Bergmann, Psychiater und designierter Vorsitzender der KV Nordrhein, hat den Antrag beim Innovationsfonds mit ini-
In Kooperation mit der AOK Rheinland/Hamburg und dem BKK-Landesverband Nordwest
Stichwort: Innovationsfonds Mit dem GKV-Versorgungsstärkungsgesetz hat der Gesetzgeber vergangenes Jahr den Innovationsfonds etabliert. Dieser Forschungs- und Entwicklungstopf ist für die kommenden vier Jahre mit je 300 Millionen Euro ausgestattet, insgesamt also 1,2 Milliarden Euro. Nach dem Willen des Gesetzgebers sollen diese Mittel genutzt werden, um zu klären, welche „neuen Versorgungsformen hinreichendes Potenzial aufweisen, um dauerhaft in die Versorgung“ übernommen zu werden (§ 92a Sozialgesetzbuch V). Bis 2019 stehen im Fonds jährlich 225 Millionen Euro für innovative Versorgungsmodelle und 75 Millionen Euro für Projekt der Versorgungsforschung bereit. Für bei-
Schwerpunkt KVNO aktuell 12 | 2016
de Töpfe hat die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein – teilweise auch im Verbund mit weiteren Antragstellern – Anträge eingereicht. Förderzusagen liegen aktuell für das im Beitrag beschriebene Projekt „Neuropsychiatrische und psychotherapeutische Versorgung“ und für das Projekt „RESIST“ vor. Mit „RESIST“ soll der gezielte und adäquate Einsatz von Antibiotika in der Versorgung gefördert werden. Finanziert werden die Projekte im Rahmen des Innovationsfonds jeweils hälftig unmittelbar von den gesetzlichen Krankenkassen und aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds. Wichtig: Finanziert werden nur Leistungen, die über die Regelversorgung hinausgehen.
tiiert. Die Projektziele umschreibt er so: „Es geht uns um die Verbesserung der Versorgungsqualität für die Patienten, aber auch um eine bessere Allokation der schon heute zu knappen Ressourcen unserer Ärzte und Psychotherapeuten.“
Modulare Versorgung Das neue Versorgungsmodell richtet sich an Patienten mit schweren beziehungsweise komplexen Verlaufsformen bestimmter psychischer oder neurologischer Erkrankungen. Im Fokus stehen vor allem affektive Störungen, Psychosen, aber auch Multiple Sklerose und Apoplex. Wenn das Ergebnis der verpflichtenden Eingangsuntersuchung einen Einschluss der Patienten in das Modell möglich macht, plant und koordiniert ein Bezugsarzt oder Bezugspsychotherapeut dann die weitere Behandlung (siehe Abbildung).
Dies entspricht der Philosophie der Lotsenfunktion im hausärztlichen Bereich. In dem neuen Modell ist es die Aufgabe des Lotsen, die fachärztliche/psychotherapeutische Versorgung möglichst passgenau an der spezifischen Morbidität des Patienten auszurichten und zu koordinieren. Dabei sollen Patienten nur so lange in der fachärztlichen Versorgungsebene verbleiben, wie Krankheitsverlauf und Therapieregime dies erfordern. Die Versorgung selbst erfolgt nach dem „Stepped-Care-Ansatz“: Abhängig vom aktuellen Gesundheitszustand des Patienten und gesteuert durch den jeweiligen Bezugsarzt/Psychotherapeuten kommen Therapiemodule zur Anwendung, die sich aus den aktuellen Leitlinien der jeweiligen Indikation ergeben. Bei Bedarf kann die Therapie auch mit sozialen Unterstützungsmodulen ergänzt werden.
Versorgungsmodell: die ersten Schritte Die Grafik zeigt den Ablauf der Behandlung in dem Versorgungsmodell. In der Eingangsuntersuchung stellt der Arzt/ Psychotherapeut fest, ob der Patient aufgrund der Indikation an dem Modell teilnehmen kann. Der Bezugsarzt oder Bezugspsychotherapeut plant und koordiniert dann in Absprache mit dem Patienten die weitere Behandlung.
NPPV ––der derVersorgungsprozess Versorgungsprozess NPPV Eingangsassessment Eingangsassessment
Modulare Therapie Modulare Therapie
Inaktive Inaktive Versorgungsphase Versorgungsphase
Facharzt Facharzt
Bezugsarzt Bezugsarzt Bezugstherapeut Bezugstherapeut Psychotherapeut Psychotherapeut
GruppentherapieSoziale Soziale Dienste Gruppentherapie Dienste
Unterstüzungdurch durchKoordinationsstelle Koordinationsstelleund undIT-System IT-System Unterstüzung
Eine sichere und zugleich praktikable IT-LöMit dem Ziel einer möglichst frühzeitigen Versung stellt die Steuerung der Behandlung und sorgung der Patienten soll auch eine niedrigden reibungslosen Informationsaustausch schwellige Gruppenbehandlung angeboten werzwischen allen am Projekt beteiligten Leisden. Geplant sind neben indikationsbezogenen Psychoedukationsgruppen auch themenspezifische Gruppenbehandlungen, zum Beispiel Davon profitieren nicht bei Problemen am Arnur die Patienten, sondern beitsplatz. Bei akuten auch die Ärzte und Erkrankungen ist eine Psychotherapeuten. intensivierte ambulante Komplexbehandlung DIPL.-Psych. Barbara Lubisch vorgesehen, nicht zu© KVNO letzt um Krankenhausaufenthalte und lange tungserbringern sicher. Das umfasst auch den Arbeitsunfähigkeitszeiten zu vermeiden. FerZugriff aller beteiligten Ärzte und Psychothener ist vorgesehen, durch entsprechende Vergütungsanreize die aufsuchende Behandlung rapeuten auf die zentral verfügbare Patienten­und die regelhafte Versorgung von Patienten akte. Fachgruppenübergreifende Fallkonfemit entsprechenden Krankheitsbildern in Pflerenzen und Qualitätszirkel bilden ein weitegeheimen zu stärken. res Element der Kooperation.
Umsetzung in lokalen Netzen Das neue Versorgungsmodell soll auf lokaler Ebene umgesetzt werden. Zur Unterstützung der vor Ort beteiligten Ärzte und Psychotherapeuten richtet die KV Nordrhein gemeinsam mit einem Partner eine zentrale sowie eine regionale Koordinationsstelle ein. Diese infor-
» Es geht uns um
die Verbesserung der Versorgungsqualität für Patienten.
DR. Med. Frank Bergmann © KVNO
mieren Ärzte und Psychotherapeuten über das Projekt und unterstützen bei der Koordination der einzelnen Module im Rahmen des Behandlungsprozesses.
„Das Projekt bietet eine einzigartige Chance, um die berufsgruppenübergreifende Kommunikation und Vernetzung dauerhaft zu verbessern“, betont Barbara Lubisch, Bundesvorsitzende und in Nordrhein stellvertretende Landesvorsitzende der Deutschen PsychotherapeutenVereinigung. „Davon profitieren nicht nur die Patienten, sondern auch die Ärzte und Psychotherapeuten.“
Start im Frühjahr 2017 Das Projekt „Neuropsychiatrische und psychotherapeutische Versorgung“ (NPPV) startet am 1. April 2017. Wie für alle Projekte, die mit Mitteln aus dem Innovationsfonds gefördert werden, ist eine wissenschaftliche Evaluation obligatorisch. So will der Gesetzgeber gewährleisten, dass die Ergebnisse der Modellprojekte und ihre Effekte auf die Versorgung vor einer potenziellen Übernahme in die Regelversorgung auf der Basis gesicherter Daten und Erkenntnisse beurteilt werden können.  n Simone Grimmeisen
n	Amtliche
Online-Plattform mit neuen Funktionen
Finden leichtgemacht mit der KV-Börse Ärzte und psychologische Psychotherapeuten, die ihre Praxis abgeben wollen, müssen oft mühsam einen Nachfolger suchen, zum Beispiel über Inserate in medizinischen Zeitschriften. Einfacher und günstiger funktioniert dies mittels einer Internet-Plattform, die die GMG Gesundheitsmanage­ mentgesellschaft der KV Nordrhein und die KV Westfalen-Lippe Consult entwickelt haben. Viele Inserate sind sogar kostenlos.
Seit 2006 läuft die Plattform namens KV-Börse, auf der nicht nur Praxen zur Veräußerung angeboten werden, sondern Ärzte auch nach medizinischem Personal, neuen Kooperationspartnern oder Praxisgeräten suchen bzw. Geräte anbieten. Nun wurde das Angebot neu gestaltet und weitere Funktionen eingerichtet.
Die Startseite der KV-Börse; Sie finden die Internet-Plattform unter www.kvboerse.de
Die Börse bietet jetzt zusätzlich eine Regional-, eine Immobilien- und eine Weiterbildungsassistentenbörse. Außerdem können auch niederlassungswillige Ärzte eine Anzeige erstellen, um Praxisabgeber auf sich aufmerksam zu machen. Wer einen Sitz in Nordrhein-Westfalen sucht, kann das übrigens kostenlos inserieren,
für Mitglieder der KV Nordrhein ist das Inserieren einer Praxisabgabe ebenfalls kostenlos.
Weiterbildungsassistentenbörse Ein weiterer kostenfreier Dienst ist die neue Weiterbildungsassistentenbörse. Dort können sowohl weiterbildungsbefugte Ärzte ein Stellenangebot als auch Weiterbildungsassistenten ein Gesuch veröffentlichen – und dadurch zusammenfinden. Die Immobilienbörse unterstützt Ärzte dabei, neue Praxisräumlichkeiten (ohne KV-Sitz) zu finden oder zu vermieten. Die KV-Börse bietet wie in fast allen Rubriken auch hier die Möglichkeit, die Inserate um Fotos zu ergänzen. Generell gilt: Inserate können Nutzer anonym schalten. In diesem Fall haben Interessenten die Möglichkeit, den ersten Kontakt mit dem Anbieter über ein Kontaktformular herzustellen. Die Anfrage wird dann automatisch an die für die Öffentlichkeit verborgene E-MailAdresse des Anbieters weitergeleitet. Neben den kostenlosen Inseraten gibt es auch kostenpflichtige, Mitglieder der KV Nordrhein erhalten aber einen Rabatt. Die Preisliste ist für jede Rubrik auf der Plattform hinterlegt. Eine Anzeige läuft drei Monate und kann danach verlängert werden, der Inserent wird rechtzeitig per E-Mail gefragt. Wird keine Verlängerung vorgenommen, läuft die Anzeige einfach aus und bedarf keiner gesonderten Kündigung.  n Viktoria König
Aktuell KVNO aktuell 11 | 2016
Von Praxisübernahme über Kooperationen bis hin zu medizinischen Geräten: Jetzt auch mit Stellen für Weiterbildungsassistenten
www.kvboerse.de www.kv-börse.de
KVNO sucht Dienstleister für Servicestelle Die KV Nordrhein geht beim Betrieb ihrer Termin-Servicestelle einen neuen Weg: Gemeinsam mit der KV Niedersachsen wird derzeit ein Dienstleister gesucht, der die Servicestelle ab 1. März 2017 effizienter betreiben soll. Über 14.300 Anrufer haben die nordrheinische Termin-Servicestelle von Ende Januar bis Oktober 2016 in Anspruch genommen. Vermittelt wurden 8.563 Facharzttermine.
Die Termin-Servicestelle hat seit Januar über 8.500 Facharzttermine vermittelt. Ab dem 1. März 2017 soll ein Dienstleister diese Aufgabe übernehmen.
Kurz vor Weihnachten wird die K V Nordrhein noch eine wichtige Entscheidung fällen: Bis zum 20. Dezember 2016 sollen die Angebote potenzieller Dienstleister für den künftigen Betrieb der Termin-Servicestelle ausgewertet sein – dann ist klar, welches Telekom© KVNO munikations-Unternehmen die Servicestelle ab März 2017 betreibt. Die Ausschreibung, die am 25. November endete, ist gemeinsam mit der KV Niedersachsen erfolgt, die mit einem externen Dienstleister gut gefahren ist. Die Neuorientierung in Nordrhein hat nichts damit zu tun, dass die Termin-Servicestelle nicht funktioniert hätte – im Gegenteil. „Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit der Mitarbeiterinnen, die den Terminservice professionell gestalten. Sie haben bis Ende Oktober 14.300 Anrufe abgearbeitet und 8.563 Facharzttermine vermittelt“, sagt Bernhard Brautmeier, stellvertretender Vorsitzender der KV Nordrhein. „Wir wollen die Kapazitäten unserer Mitarbeiterinnen künftig aber wieder für den Patienteninformationsdienst nutzen. Die zentrale Beratung von Patienten zu Fragen der ambulanten Versorgung ist wichtig und entlastet unsere Praxen und deren Personal, aber auch die Kreisstellen und andere Anlaufstellen in unserem Haus.“
Aktuell KVNO aktuell 12 | 2016
Durch die Zusammenarbeit mit der KV Niedersachsen soll der Service noch effizienter und wirtschaftlicher werden. „Wir werden eine Lösung finden, in die unsere und die Erfahrungen der KV Niedersachsen einfließen“, sagt Brautmeier. Parallel zur Auswahl des Dienstleisters arbeitet die KV Nordrhein daran, die Voraussetzungen für den Einsatz der von der KV Telematik entwickelten Terminplattform zu schaffen. In Folge der neuen Technik werden sich auch Arbeitsabläufe zumindest bei den Hausärzten ändern. Fest steht: Der Aufwand für die Mitglieder soll möglichst gering bleiben. „Die Fachärzte werden ihre Termine weiterhin auf den bekannten Wegen per Telefon, E-Mail oder Fax an uns melden können“, sagt Brautmeier. Die Hausärzte, die derzeit „dringliche Überweisungen“ mit dem Buchstaben „A“ und nicht dringliche mit „B“ kennzeichnen, werden künftig zur Unterscheidung einen Code auf der Überweisung aufbringen können – die CodeAufkleber werden den Ärzten zur Verfügung gestellt. Vorteil: Das System ist weniger anfällig für Missbrauch als die Kennzeichnung der Überweisung durch Buchstaben und verringert damit Ärger und Diskussionen in der Praxis. Im Januar und Februar sollen der Dienstleister und das neue Verfahren getestet werden, die Umstellung ist für den 1. März 2017 geplant. Dann wartet die nächste Herausforderung: Ab dem 1. April 2017 muss die Servicestelle gemäß Gesetz auch Termine bei Psychotherapeuten vermitteln.  n Dr. Michael Klein | Dr. Heiko Schmitz
Kein Beifall zu erwarten Helmut Laschet Am 16. November 2016 hat das Bundeskabinett den Entwurf des Selbstverwaltungsstärkungsgesetzes beschlossen. Die Bundesregierung will damit die interne und die externe Kontrolle der Selbstverwaltungskörperschaften auf Bundesebene forcieren und für mehr Transparenz im Verwaltungshandeln sorgen. Betroffen sind die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, der GKV-Spitzenverband, der Medizinische Dienst und der Gemeinsame Bundesausschuss. Den Gesetzentwurf kommentiert der stellvertretende Chefredakteur der Ärzte Zeitung, Helmut Laschet
Die Reaktionen waren vorhersehbar. Niemand durfte erwarten, dass die K(B)V-Funktionäre das GKV-Selbstverwaltungsstärkungsgesetz begrüßen – sie sprechen mit ihrer Kritik in eigener Sache. Dass nun der Gesetzgeber, insbesondere für die Kassenärztliche Bundesvereinigung, den Rechtsrahmen für deren Organe nachschärft, ist im Interesse von 160.000 Ve r t r a g s ärzten und -psychotherapeuten. Sie sind auf Helmut Laschet, stellvertretender eine funktiChefredakteur der onstüchtige Ärzte Zeitung und öffentlich akzeptierte Interessenvertretung angewiesen. Die KBV ist kein privatrechtlicher Verein wie Hartmannbund, NAV Virchowbund oder Marburger Bund, aus dem Ärzte folgenlos austreten können. Als staatlich installiertes Monopol ist das KV-System für Ärzte alternativlos, weil rund 80 Prozent ihres
Umsatzes aus der Tätigkeit als Vertragsarzt generiert werden. Zwar betrifft das Gesetz grundsätzlich alle Spitzenorganisationen des Gesundheitssystems auf Bundesebene – die vielen Sonderregelungen speziell für die KBV zeigen jedoch, dass sie der Grund ist, dass der Gesetzgeber nun tätig geworden ist. Da ist einerseits die andauernde Blockade der beiden Vorstandsmitglieder, die auf der Systemebene den überkommenen, längst nicht mehr realen Konflikt Hausarzt – Facharzt weiterspielen. Und da ist eine Fülle von Regelverstößen (zu lange Zeit mit viel zu großer Nachsicht von der Aufsicht geduldet), die nun Gegenstand gerichtlicher Aufarbeitung sind. Das Gesetz trifft den Vorstand, der weitgehend neu konfiguriert wird. Zum einen wird die Legitimation des Vorsitzenden mit einer notwendigen Zweidrittelmehrheit nun auf eine breitere Legitimationsbasis gestellt. Damit soll das Lagerdenken von Hausarzt-/Facharzt-Fraktion überwunden werden. Zum zweiten wird speziell der KBV ein drittes Vorstandsmitglied vorgeschrieben,
das weder der haus- noch der fachärztlichen Versorgungsebene (wobei Psychotherapeuten zu den Fachärzten zählen) entstammen darf. Dieses Vorstandsmitglied kann Arzt sein, wird aber nicht Vertragsarzt sein dürfen, weil ein solcher automatisch einer der Versorgungsebenen zuzurechnen ist. In dieser Konfiguration sollte eine funktionale Aufgabenteilung gefunden werden, die den vielen Querschnittsaufgaben der KBV gerecht wird, unter anderem auch im Bundesausschuss. Das Gesetz zielt aber auch auf die Vertreterversammlung. Deren Kontrollrechte gegenüber dem Vorstand werden maßgeblich gestärkt. Aber sie wird auch in die Pflicht genommen: Beschlüsse müssen nachvollziehbar begründet werden, grundsätzlich wird Öffentlichkeit hergestellt, es herrscht das Prinzip der offenen Abstimmung, bei haftungsrechtlich relevanten Entscheidungen ist namentliche Abstimmung notwendig. Das ist für die aus den Ländern entsandten Mitglieder der Vertreterversammlung anspruchsvoll und unbequem, mehr Demokratie eben. Beifall dafür war nicht zu erwarten.
Meinung KVNO aktuell 11 | 2016
Praxisinfos Palliativvertrag Primärkassen: bei EBM-Ziffer 03230 beachten
Neue Praxisinfos „Genetische Laboruntersuchungen“
Rechnet ein Arzt die Symbolnummern 92102 oder 92111 ab, so kann er künftig beim gleichen Arzt-Patienten-Kontakt nicht zusätzlich die EBM-Nummer 03230 abrechnen. Diese Änderung gilt ab dem 1. Januar 2017. Bei der nächsten Anpassung des Palliativvertrages der Primärkassen wird der Abrechnungsausschluss in den Vertrag aufgenommen.
Der Bereich Humangenetik im Einheitlichen Bewertungsmaßstab wurde zum 1. Juli 2016 komplett überarbeitet. Die Leistungen sind nunmehr in konstitutionelle genetische, tumorgenetische und immungenetische Leistungen unterteilt.
DMP COPD: Tabakentwöhnung künftig im Fokus Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat das Disease-Management-Programm (DMP) chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) aktualisiert. Die Änderungen treten zum 1. Januar 2017 in Kraft. Wichtigste Neuerung ist die stärkere Gewichtung der Tabakentwöhnung. Alle Patienten, die am DMP COPD teilnehmen und rauchen, haben künftig Anspruch auf ein strukturiertes, publiziertes Tabakentwöhnungsprogramm. Welche Tabakentwöhnungsprogramme in das DMP aufgenommen werden, sollen die Vertragspartner auf Landesebene vereinbaren. Sie haben bis zum 1. Januar 2018 Zeit, die Verträge entsprechend anzupassen. Mehr Infos unter www.kvno.de | KV | 161210
Serviceteams Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr, Freitag von 8 bis 13 Uhr Serviceteam Köln Telefon	0221 7763 6666	Telefax 0221 7763 6450 E-Mail	service.koeln@kvno.de Serviceteam Düsseldorf Telefon	0211 5970 8888	Telefax	0211 5970 8889 E-Mail	service.duesseldorf@kvno.de Formularversand Telefon 02151 3710 00	Telefax 02151 9370 655 E-Mail formular.versand@kvno.de
Praxisinfos KVNO aktuell 12 | 2016
Für Humangenetiker, Labormediziner, Pathologen und andere Ärzte, die solche Laboruntersuchungen durchführen dürfen, hat sich dadurch einiges bei der Abrechnung geändert. Die Änderungen hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) jetzt in zwei Praxisinformationen zusammengefasst: n	Genetische Laboruntersuchungen richtig
abrechnen n	Genetische Laboruntersuchungen richtig beauftragen Die Praxisinfos stehen unter www.kvno.de zum Herunterladen bereit. | KV | 161210
Hautkrebsscreening für AOK-Versicherte angepasst Der Vertrag mit der AOK Rheinland/Hamburg zur Hautkrebsvorsorge für Versicherte im Alter von 20 bis 34 Jahren wird aufgrund gesetzlicher Vorgaben zum 1. Januar 2017 wie folgt angepasst: n	Änderung der Rechtsgrundlage von § 73c
auf § 140a SGB V n	Erweiterung der zugelassenen Arztgruppen – nun können außer Hautärzten auch Hausärzte teilnehmen; n	Aufnahme eines Teilnehmerverfahrens der Ärzte n	Aufnahme eines Teilnahmeverfahrens für Patienten Nach wie vor wird die Untersuchung mit 25 Euro honoriert.
Praxisinfos AOK Rheinland/Hamburg: Hepatitis C-Vertrag geändert Der Hepatitis C-Strukturvertrag mit der AOK Rheinland/Hamburg wird zum 1. Januar 2017 wie folgt angepasst: n	Neben zugelassenen und ermächtigten Ärz­-
ten sollen auch angestellte Ärzte teilnehmen können, sofern sie die Voraussetzungen zur Teilnahme erfüllen.
© miss_mafalda | Fotolia.com
n	Aufnahme einer flexiblen Regelung bezüg-
lich des Nachweises der nachzuweisenden Patientenzahlen; bislang waren hier bestimmte Kalenderjahre vorgegeben. Die vertraglichen Änderungen werden zu einer vereinfachten Umsetzung des Vertrages - beispielsweise die Prüfung der Patientenzahlen beitragen und zudem nunmehr auch angestellte Ärzte berücksichtigen.
Betreuungsstrukturverträge: Liste der ICD-10-Codes online Zu den Betreuungsstrukturverträgen mit verschiedenen Krankenkassen existieren unterschiedliche ICD-Kataloge. Eine Übersicht der ICD-10-Codes aller teilnehmenden Krankenkassen finden Sie jetzt auf unserer Homepage. Ärzte haben nun auch die Möglichkeit, die entsprechenden Diagnosen/ICD-10-Codes nach ver-schiedenen Kriterien zu filtern und zu suchen. Mehr Infos unter www.kvno.de | KV | 161211
Weitere Satzungsimpfungen mit der AOK Rheinland/Hamburg Zum 1. Januar 2017 wird die Vereinbarung über die Durchführung und Abrechnung von Satzungsimpfungen mit der AOK Rheinland/ Hamburg um folgende Impfungen erweitert:
n	FSME | Symbolnummer 89706, n	Meningokokken (ACW135Y) | Symbolnum-
mer 89708 sowie n	Tollwut | Symbolnummer 89709
Die AOK Rheinland/ Hamburg bietet weitere Impfungen an, die über die Standardimpfungen hinausgehen: FSME, Meningokokken und Tollwut.
Vergütet werden Einfachimpfungen mit 12 Euro und Mehrfachimpfungen mit 21 Euro je Impfung. Die Finanzierung erfolgt als Einzelleistung außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung.
Deutsche BKK kündigt Satzungsimpfungen Zum 1. Januar 2017 fusioniert die Deutsche BKK mit der Barmer GEK. Die Deutsche BKK hat deswegen die Vereinbarung über zusätzliche Schutzimpfungen sowie von Impfungen im Rahmen von Auslandsreisen als Satzungsleistung zum 31. Dezember 2016 gekündigt. Bei den von der Deutschen BKK angebotenen Impfungen handelt es sich um: Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis A und B (Kombinationsimpfstoff), FSME, Meningokokken (ACWY), Tollwut, Typhus, Typhus und Hepatitis A (Kombinationsimpfstoff), Cholera und Gelbfieber. Impfungen im Rahmen von Satzungsleis­ tun­gen können Praxen ab 1. Januar 2017 für Versicherte der (ehemaligen) Deutschen BKK nicht mehr abrechnen. Begonnene Impfserien müssen grundsätzlich bis zum 31. De-
Praxisinfos zember 2016 abgeschlossen werden – anderenfalls ist eine Abrechnung im Rahmen des Vertrags nicht mehr möglich. Zudem können Grundimmunisierungen nach den empfohlenen Schnellschemata durchgeführt werden; eine Abrechnung der SNR nach dem 31. Dezember 2016 ist jedoch ebenfalls nicht möglich. Dies bedeutet, dass nach Jahresende erbrachte und abgerechnete Satungsimpfungen den Versicherten der (ehemaligen) Deutschen BKK privat in Rechnung zu stellen wären.
Flüchtlingsversorgung: Kostenträger beachten Die Bezirksregierung Arnsberg ist als Kostenträger für ärztliche Leistungen nur bei Flüchtlingen anzugeben, die noch nicht auf eine Kommune aufgeteilt wurden. Dennoch nennen Praxen die Bezirksregierung immer wieder als Kostenträger, obwohl bereits ein kommunaler Kostenträger zuständig ist. Praxen sollten darauf achten, wer im Rahmen der Flüchtlingsversorgung die Kosten trägt. Wenn die Kommunen die Kosten tragen müssen, ist der Krankenschein von der Unterbringungsgemeinde ausgestellt. Aus diesem Krankenschein geht die Zuständigkeit der Kommune mit der entsprechenden Kassennummer hervor, die für die Abrechnung der Leistungen zu berücksichtigen ist. Um Berichtigungsanträge der Bezirksregierung Arnsberg zu vermeiden, bitten wir, Ihre Patientenstammdaten-Verwaltung aktuell zu halten.
Alle Symbolnummern im Internet Vom ADHS-Vertrag über die Disease-Management-Programme bis zum Tonsillo­tomie-Vertrag – mehr als 35 Sonderverträge hat die KV Nordrhein mit den Krankenkassen im Rheinland geschlossen. Eine aktuelle Übersicht der in diesen Verträgen gelten­den Symbolnummern finden Sie im Internet unter www.kvno.de | KV | 161212
Asylbewerber: Zuzahlungen und Überweisungen Nach dem Asylbewerberleistungsgesetz haben die Anspruchsberechtigten nur einen eingeschränkten Leistungsanspruch. Dieser wird in der Regel von dem zuständigen Kostenträger (Stadt oder Gemeinde) auf dem Behandlungsschein dokumentiert. Asylbewerber sind übrigens grundsätzlich von Zuzahlungen befreit, zum Beispiel bei Arzneimitteln. Damit im Zuge des Überweisungsverfahrens nicht wichtige Informationen, wie der zuständige Kostenträger, der eingeschränkte Leistungsanspruch oder die Befreiung von Zuzahlungen, verloren geht, sollten Sie bei Überweisungen eine Kopie des Krankenscheins des Kostenträgers beifügen. Die Stadt Leverkusen stellt ihren Anspruchsberechtigten für die weitergehende Inanspruchnahme eine Zweitschrift des Behandlungsscheines zur Vereinfachung des Verfahrens zur Verfügung. Darauf sind alle wesentlichen Informationen für den Überweisungsempfänger enthalten.
BKK-Landesverband Nordwest: Vertrag zur Antibiotikatherapie Die KV Nordrhein und der BKK-Landesverband Nordwest haben einen Vertrag zum gezielten Einsatz von Antibiotika und Vermeidung von Resistenzen geschlossen, der am 1. Januar 2017 startet. Im Fokus stehen AntibiotikaBehandlungen bei einer Infektion mit Streptokokken der Serogruppe A, Harnwegs- oder Wundinfektionen. Vor einer Antibiotika-Gabe sollen teilnehmende Praxen Schnelltests bei Verdacht auf eine Rachenentzündung durchführen, bei Harnwegs- und Wundinfektionen sollen Antibiogramme vor der AntibiotikaGabe stehen. An dem Vertrag können Ärzte aller Fachgruppen aus den Kreisstellen Duisburg und Essen
Praxisinfos teilnehmen. Ein Teilnahmeantrag ist nicht erforderlich und die Ärzte nehmen somit durch Abrechnung der entsprechenden Leistungen des Vertrages teil. Lediglich für die Durchführung und Abrechnung von Leistungen bei Patienten mit Symp­ tomen, die auf eine Infektion mit Streptokokken der Serogruppe A hindeuten, sind ausschließlich Ärzte folgender Fachgruppen berechtigt: n	Fachärzte für Hals-, Nasen- und Ohrenheil-
kunde n	Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin (fachärztlicher Versorgungsbereich) n	Hausärzte (hausärztlicher Versorgungsbereich) Der Vertrag gilt für Versicherte der Betriebskrankenkassen mit Wohnort in Nordrhein. Ein Teilnahmeverfahren für die Versicherten ist nicht vorgesehen. Die Versicherten erhalten eine Versicherteninformation mit den Regelungen und Inhalten des Vertrags. Voraussetzung zur Teilnahme an dem Vertrag ist, dass eine Infektion mit Streptokokken der Serogruppe A, Harnwegs- oder Wundinfektionen diagnostiziert wurde. Bei Patienten, bei denen eine Infektion mit Streptokokken der Serogruppe A vermutet wird, wird ein Antigenschnelltest und/oder eine mikrobiologische Untersuchung vorgenommen. Nur bei einer Bestätigung der Verdachtsdiagnose erfolgt eine antibiotische Behandlung. Abgerechnet wird diese Leistung mit der EBM-Ziffer 32152Z.
© jarun011 | Fotolia.com
Bei Harnwegs- sowie Wundinfektionen wird zur Absicherung einer Antibiotikatherapie ein Antibiogramm durchgeführt. Abgerechnet werden diese Leistungen mit der EBM-Ziffer 32766Z oder gegebenenfalls 32767Z. Vergütet werden diese Leistungen mit 2,55 Eu­ro (EBM-Ziffer 32152Z), mit 5,40 Euro (EBMZiffer 32766Z) bzw. mit 8,90 Euro (EBM-Ziffer 32767Z). Es ist erforderlich, dass die Vertragsärzte die jeweiligen EBM-Ziffern mit dem Buchstaben „Z“ kennzeichnen. Zusätzlich wird einmal je Behandlungsfall eine Pauschale in Höhe von 10 Euro vergütet. Hierzu rechnen die teilnehmenden Ärzte die Symbolnummer 91990 ab. Die Vergütung erhalten die Praxen extrabudgetär, also außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung als Einzelleistung.
Handelt es sich tatsäch­ lich um eine bakterielle Infektion? Welches Antibiotikum soll ich verordnen? Mit AntigenSchnelltests und Antibiogrammen sollen Ärzte feststellen, ob der Einsatz von Antibiotika angezeigt ist und welche wirken.
Mehr Infos unter www.kvno.de | KV | 161213
Arznei-, Heil- und Hilfsmittel Neue Heilmittel-Formulare ab 1. Januar 2017 n	Muster 14 (Maßnahmen der Stimm-,
Sprech- und Sprachtherapie) n	Muster 18 (Maßnahmen der Ergotherapie)
Wer Heilmittel wie Physiotherapie verordnet, muss dafür ab Jahresbeginn 2017 neue Formulare benutzen.
Ab 1. Januar 2017 werden die Formulare für die Verordnung von Heilmitteln um ein zweites Feld für einen ICD-10-GM-Code erweitert. Die Änderung betrifft die folgenden Muster: n	Muster 13 (Maßnahmen der Physikalischen
Therapie/Podologischen Therapie)
Das zweite Feld ist nicht verpflichtend zu befüllen, allerdings ist ein entsprechender Code erforderlich, wenn besondere Verordnungsbedarfe geltend gemacht werden. Dies betrifft nur Indikationen im Zusammenhang mit postoperativer Versorgung sowie Myelopathie oder Radikulopathie bei Bandscheibenschäden. Bei einigen Diagnosen war für die Anerkennung als Praxisbesonderheit bisher schon die Kennzeichnung mittels eines zweiten ICD-10-GM-Codes erforderlich (zum Beispiel postoperative Versorgung einer chronischen Instabilität des Kniegelenkes). Zum 1. Januar 2017 sind ausschließlich die neuen Formulare anzuwenden. Praxen können die Vordrucke beim Formularversand bestellen.
Heilmittelverordnung mit zertifizierter Software Ob Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie: Wer zur Verordnung von Heilmitteln sein Praxisverwaltungssystem nutzt, muss künftig eine zertifizierte Software verwenden. Die Regelung wurde im GKV-Versorgungsstärkungsgesetz festgelegt und gilt ab Januar – eventuell wird einigen Softwareanbietern noch eine Übergangsfrist gewährt.
Mehr Infos unter www.kbv.de KV | 161214
Die zertifizierte Software soll Ärzte bei der korrekten Verordnung von Heilmitteln unterstützen, denn die vielen und teils sehr komplexen Regelungen sind schwer überschaubar. Ungenauigkeiten oder Fehler beim Ausstellen der Verordnung können die Folge sein. So kommt es immer wieder zu Rückfragen von Heilmitteltherapeuten, denn diese müssen die
Verordnungsinfos KVNO aktuell 12 | 2016
Verordnung auf Richtigkeit prüfen, da Krankenkassen andernfalls ihre Leistung nicht vergüten („Retaxierung“). Die Verordnungssoftware enthält alle Informationen der Heilmittel-Richtlinie inklusive des Heilmittelkatalogs. Sie prüft die Plausibilität der eingegebenen Verordnungsdaten und warnt den verordnenden Arzt, wenn das Formular unvollständig ist. Zudem erhält der Arzt Hinweise, wenn beispielsweise die eingegebene Verordnungsmenge zu hoch ist oder bei einer Verordnung außerhalb des Regelfalls die medizinische Begründung fehlt. Sie zeigt auch an, wenn die Verordnung einen besonderen Verordnungsbedarf oder langfristigen Heilmittelbedarf begründet. n NAU
Arznei-, Heil- und Hilfsmittel Viele Antibiotika-Verordnungen in Nordrhein einem „Wirkstoff aktuell“ und geben HinweiDie Verordnungsmengen für Antibiotika zeise zu Standard- und Reserve-Antibiotika.  gen in Deutschland ein auffälliges Ost-West n NAU Gefälle. Die verordneten Dosen je 1.000 Versicherte und Tag liegen zwischen 8,83 in BranMehr Infos unter www.mgepa.nrw.de und www.akdae.de KV | 161215 denburg und 15,94 im Saarland. Nordrhein liegt mit 15,41 Dosen je 1.000 Versicherte und Tag an dritter Stelle. Die Kassenärztliche Vereinigung und die Krankenkassen in NordAntibiotikaverbrauch in Deutschland rhein wollen die Überversorgung mit systemiAntibiotikaverbrauch 2015 je Versicherte [DDD/1000/d] schen Antibiotika abbauen: AllgemeinmediziDie Karte zeigt, wie viele Tagesdosen (DDD) an Antibiotika im Jahr 2015 ner und Pädiater, die überdurchschnittlich vieje 1.000 Versicherte in Deutschland täglich verordnet wurden. Im Saarle Antibiotika verordnen, erhielten deswegen land und in Nordrhein-Westfalen sind es besonders viele. 12,63 11,16 13,72 im November ein Informationsschreiben. Mit 14,85 dem 14,51 BKK-Landesverband Nordwest hat die 11,81 <10 KV Nordrhein einen Vertrag geschlossen, der 8,83 10,77 15,72 10 –12 den gezielten Einsatz von Antibiotika fördern 12,63 15,41 9,35 12 –14 10,80 soll (siehe Seite 15). 11,16
Antibiotikaverbrauch 2015 je Versicherte
15,15 15,94
Die Verordnung von Antibiotika steht be12,43 sonders wegen der Entwicklung von Resis12,26 tenzen im Fokus der Gesundheitspolitik. So hat beispielsweise das Landesgesundheitsministerium von Nordrhein-Westfalen unter dem Stichwort „Antibiotika bewusst einsetzen“ das Thema aufgegriffen und stellt Informationsmaterialien in mehreren Sprachen zur Verfügung. Ziel der Aktion ist es, die Verordnung von Antibiotika bei nicht bakteriellen oder selbst limitierenden Erkrankungen zu beschränken. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft und die Kassenärztliche Bundesvereinigung informieren zur Antibiotikatherapie bei Infektionen der oberen und unteren Atemwege und bei Harnwegsinfektionen mit
13,72 14,85 14,51
11,81 10,77
15,72 PTB | 2016
15,41 1
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12,43 12,26
Projekt in Düsseldorf gestartet
Laienhelfer für traumatisierte Flüchtlinge In einem vom Land Nordrhein-Westfalen finanzierten Modellprojekt sollen geschulte Laienhelfer traumabelastete Flüchtlinge unterstützen. Die ersten 20 Helfer sind nun dafür geschult.
Nordrhein-Westfalen hat im vergangenen Jahr 175.000 Flüchtlinge aufgenommen. Allein in der Landeshauptstadt Düsseldorf leben derzeit gut 7.500 Flüchtlinge. Viele kommen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak oder Eritrea, weil sie dort um ihr Leben fürchten mussten. Kriegserlebnisse, die Strapazen einer oft lebensgefährlichen Flucht oder Erlebnisse in den Aufnahmeländern sind psychisch sehr belastend und können Traumata setzen. Die Versorgungsstrukturen in Deutschland sind derzeit nicht darauf ausgerichtet, alle Flüchtlinge zeitnah zu diagnostizieren. Zudem fehlen Muttersprachler oder Dolmetscher zur Behandlung.
Unterhalb der Therapieschwelle Eine große Gruppe von psychisch belasteten Flüchtlingen kann von unterstützenden Maßnahmen profitieren. Geschulte Laienhelfer können Unterstützung und basale Stabilisierungsmaßnahmen (unterhalb der Therapieschwelle) leisten und beim Abbau von Integrationshemmnissen helfen. Erfahrungen aus
Sprechstunde für Flüchtlinge Wer das Düsseldorfer Projekt mit einer speziellen Sprechstunde für Flüchtlinge unterstützen möchte, kann sich wenden an: PSZ Düsseldorf Dipl.-Psych. Veronika Wolf Benrather Straße 7 40213 Düsseldorf Telefon	0211 5441 7322 Telefax	0211 5441 7320 E-Mail	info@psz-duesseldorf.de
Hintergrundbericht KVNO aktuell 12 | 2016
anderen Ländern haben die Wirksamkeit dieser Maßnahmen gezeigt Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW fördert das Projekt mit 250.000 Euro. Laienhelfer, die selbst eine Flüchtlingsgeschichte haben, sich seit mindestens einem Jahr in Deutschland aufhalten und gut Deutsch sprechen, sollen Flüchtlinge ihres Kulturkreises in den kommunalen Unterkünften aufsuchen – und helfen. „Helfende mit eigener Migrationsgeschichte können bei der psychischen Stabilisierung von Flüchtlingen wirkungsvolle Unterstützung leisten“, sagt Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens. Das Modellprojekt wurde in enger Kooperation mit dem Institut für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein, der Ärztekammer Nordrhein sowie der KV Nordrhein und dem Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) konzipiert. Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der RWTH Aachen evaluiert das Projekt.
Erste Laienhelfer ausgebildet Das Institut für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein hat im November 2016 eine Schulung durchgeführt: 20 Flüchtlinge wurden an fünf Tagen als Laienhelfer im Haus der Ärzteschaft ausgebildet. Sie eigneten sich Grundkenntnisse des deutschen Gesundheitssystems und des Ausländer- und Asylrechts an, übten die Arbeit mit Gruppen und Gesprächsführung und erhielten einen Einblick in die grundlegende Symptomenlehre. Außerdem erlernten
sie einfache Übungen der Entspannung und des Stressabbaus.
Aktiv in den Unterkünften Die Laienhelfer leisten Hilfe zur Selbsthilfe, bleiben damit deutlich unterhalb eines therapeutischen Ansatzes. Nach Schätzungen von Experten kann ein Laienhelfer bis zu 100 Flüchtlinge im Jahr betreuen. Geleitet vom PSZ werden die Helfer in den nächsten neun Monaten in den kommunalen Flüchtlingsunterkünften in Düsseldorf eingesetzt. Drei Maßnahmen bieten die Helfer an: n	allgemeine Info-Veranstaltungen für
Flüchtlinge n	1-2 fortlaufende wöchentliche edukative
Gruppenveranstaltungen n	Einzelgespräche Die Laienhelfer unterstützen traumabelastete Flüchtlinge, helfen vor Ort und können even-
tuell auch gefährdete Personen identifizieren, um sie professioneller Hilfe zuzuführen. Therapieplätze sind aber rar, sodass in Düsseldorf Ärzte und psychologische Psychotherapeuten gesucht werden, die bereit sind, Sprechstunden für behandlungsbedürftige Flüchtlinge anzubieten.  n Dr. Martina Levartz | Frank Naundorf
Laienhelfer im Kurzporträt Olande Byamungu ist eine der 20 Laienhelfer, die Flüchtlinge unterstützen wollen. Die 26-Jährige stammt aus dem Kongo, musste selbst innerhalb des Landes flüchten – drei Tage lang zu Fuß durch den Wald. „Ich weiß, was es bedeutet, alles aufgeben und ein neues Leben anfangen zu müssen“, erklärt sie. Sie hat zudem als Radio-Reporterin über die Kriege im Kongo berichtet, besonders in Süd-Kivu, wo sexuelle Gewalt als Waffe eingesetzt wird. © KVNO
Seit Mai 2015 ist Byamnungu in Deutschland. Sie kam nicht als Flüchtling, sondern mit ihrem Mann, einem deutschen Techniker, der im Kongo Krankenhäuser für Cap Anamur wieder aufbaute. Schon in ihrer Heimat half sie Flüchtlingen: „Helfen ist meine Passion.“ Ihr Jura-Studium wird zwar in Deutschland nicht anerkannt, doch den Umgang mit Paragrafen kennt sie. „Ich fühle mich gut vorbereitet auf den Start als Laienhelferin“, sagt sie.  n NAU
Muhammad Jarkas ist ebenfalls Laienhelfer. Der 28-Jährige stammt aus Syrien. Durch seine Ehe mit einer Christin – er selbst ist Muslim – bekam er dort Probleme und musste fliehen. Zusammen mit seinen drei Geschwistern hat er Aleppo verlassen. „Der Krieg dort war sehr schlimm. Selbst als ich in Deutschland war, hatte ich Angst vor Bomben. Und noch heute habe ich Albträume“, erzählt er. Seit etwa einem Jahr ist Jarkas in Deutschland. In Syrien hat er bereits beim Roten Halbmond anderen Flüchtlingen aus Libanon oder dem Irak geholfen. In Deutschland möchte er diese Arbeit gern fortführen. „Wenn Flüchtlinge mit jemandem reden können, der das Gleiche durchgemacht hat, ist das Vertrauen schneller aufgebaut“, sagt er. Um bei allem helfen zu können, hat er schnell die deutsche Sprache und viel über die Kultur, Behörden und das Gesundheitssystem gelernt. n MED © KVNO
Ein „Runder Tisch“ für NRW Um die Reform des ambulanten Notdienstes in Nordrhein ist es ruhig geworden, seit die Vertreterversammlung der KV Nordrhein die Pläne im Frühjahr 2016 auf Eis legte. Das Thema Notdienst ist dennoch omnipräsent – dafür sorgen Gesundheitsexperten, die Kassen, die Kliniken und vor allem der Gesetzgeber. Dessen Vorgaben und die drängenden Probleme in Klinik­ ambulanzen und Notdienstpraxen lassen keine isolierte Betrachtung und Lösung mehr zu.
„Die Probleme im ambulanten und stationären Sektor bei der Notfallversorgung sind nicht im Alleingang oder konfliktiv zu lösen“, sagt Dr. med. Peter Potthoff, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereingung Nordrhein. „Nicht umsonst haben wir in den Plänen zur Notdienstreform eine Modellregion definiert,
in der eine enge Kooperation zwischen Niedergelassenen und Kliniken vorgesehen war. Durch die aktuelle Gesetzgebung, insbesondere das Krankenhaus-Strukturgesetz und die Vorgabe, Portalpraxen einzurichten, hat die Diskussion an Fahrt aufgenommen – auch auf Landesebene“, sagt Potthoff.
„Wir brauchen eine gemeinsame Lösung“ KVNO aktuell sprach mit KVNO-Chef Dr. med. Peter Potthoff über die jüngsten Initiativen zur Neugestaltung der Notfallversorgung in Nordrhein-Westfalen.
Herr Dr. Potthoff, Sie haben nach dem Votum der VV, die eine Weiterarbeit an der Notdienstreform in Nordrhein ausgesetzt hat, darauf hingewiesen, dass die Probleme drängend seien. Sehen Sie sich mit Blick auf die öffentliche Diskussion und die Initiativen des Gesetzgebers bestätigt? Das Thema Notfallversorgung ist schon lange Gegenstand intensiver Diskussionen, nicht nur in Nordrhein. Es war absehbar, dass der Gesetzgeber, der die Zusammenarbeit an den Sektorengrenzen intensiv verfolgt, auch bei der Notfallversorgung aktiv wird, wenn sich abzeichnet, dass die Probleme nicht mit den bestehenden Strukturen zu lösen sind – so wie bei den Termin-Servicestellen, die eine direkte politische Reaktion auf vermeintlich zu
Berichte KVNO aktuell 12 | 2016
lange Wartezeiten bei Facharztterminen sind. Die Gesundheitspolitiker der Regierungsparteien und der Grünen haben auf der Medica einhellig deutlich gemacht, dass sie die Zusammenarbeit an den Sektorengrenzen durch entsprechende Vorgaben verbessern wollen. Eine sektorübergreifende Notfallversorgung wäre der Lackmus-Test dafür.
Zu Nordrhein-Westfalen: Die KV Westfalen-Lippe hat eine Notdienstreform umgesetzt, in Nordrhein gab es im Rahmen der Reformbemühungen Gespräche mit der Krankenhausgesellschaft NRW (KGNW). Wie geht es weiter? Wir sprechen im „Gemeinsamen Landesgremium nach Paragraf 90a SGB V“ seit Langem
Die jüngste Initiative geht von den NRWKVen und der Krankenhausgesellschaft NRW (KGNW) aus: Sie schlagen Gesundheitsministerin Barbara Steffens vor, einen „Runden Tisch Notfallversorgung“ einzurichten. Dort soll es – unter Beteiligung der Kammern, der Krankenkassen und des Patientenbeauftragten – darum gehen, ein Modell zur Neustrukturierung der ambulanten Notfallversorgung zu entwickeln. „Im Mittelpunkt stehen die Fragen nach der gemeinsamen Erbringung des Notdienstes, etwa in Portalpraxen an ausgewählten Standorten, zur einheitlichen Finanzierung und zu einem Triage-System für die bessere Steuerung der Patienten“, erklärt Potthoff. In einem Modellprojekt sollen neue Strukturen erprobt werden. Auch eine Bundesratsinitiati-
auch über das Thema Notfallversorgung – unter aktiver Beteiligung von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens, für die die Schnittstelle „ambulant – stationär“ eine große Bedeutung hat. Wir haben uns mit der KGNW bereits auf gemeinsame Ziele zur Verbesserung der Notfallversorgung verständigen können und über Strukturen und Verfahren gesprochen, die wir dazu benötigen. Jetzt sind vor allem Politik, KGNW und die KVen gefragt – schließlich haben wir den Sicherstellungsauftrag.
Was versprechen Sie sich vom „Runden Tisch Notfallversorgung“, dessen Einrichtung die NRW-KVen und die KGNW dem Ministerium jetzt vorgeschlagen haben? Der „Runde Tisch“ würde über die genannten Akteure hinaus auch die Kammern, die Krankenkassenverbände und die Patientenvertreter einbeziehen – vielleicht auch noch die Rettungsdienste. Das zentrale Ziel ist die Entwicklung eines Modells zur Neustruktu­rierung der ambulanten Notfallversorgung inklusive einer gemeinsamen Erbringung,
ve des Landes zur Reform der Notfallversorgung über NRW hinaus sowie eine Kampagne zur Information der Patienten sind vorgesehen. Einiges davon ist im „Gemeinsamen Landesgremium nach Paragraf 90a SGB V“ vorbesprochen worden. In dieser Runde sitzen Vertreter der NRW-KVen, der KGNW und des Gesundheitsministeriums des Landes. Dort entstand auch auf Initiative der KV Nordrhein und der KGNW ein „Letter of Intent“, dessen Inhalte in die Diskussion am „Runden Tisch“ einfließen sollen. Konkrete Ziele: Die Inanspruchnahme von Krankenhäusern für ambulante Behandlungen sowohl während als auch außerhalb der (Praxis-)Sprechzeiten soll vermieden und in den Notdienstpraxen der Niedergelassenen sollen nur noch echte „Notfälle“ behandelt werden.  n Dr. Heiko Schmitz
Finanzierung und eines einheitlichen TriageSystems. Wir müssen die Patienten besser steuern, spätestens an einer gemeinsamen Anlaufstelle, nach Möglichkeit aber schon beim Anruf in der Leitstelle oder in der Arzt­ rufzentrale.
In der Praxis tun sich viele Niedergelassene und Krankenhäuser bei der Kooperation und der Kommunikation nach wie vor schwer. Ist die Zeit schon reif für eine enge Zusammenarbeit, zumindest im Notdienst? Befindlichkeiten gibt es überall, sie werden aber von der Wirklichkeit überholt. Die Bundes­­regierung hat mit dem Krankenhaus-Strukturgesetz klare Vorgaben gemacht und wird die Rahmenbedingungen so verändern, dass eine Zusammenarbeit unausweichlich wird. Jetzt ist die Frage, zu welchen Bedingungen das geschieht und welchen Einfluss die Niedergelassenen darauf nehmen wollen, um auch ihre Probleme im Notdienst zu lösen. n Die Fragen stellte Dr. Heiko Schmitz
Vorstand verabschiedet Auf der letzten Vertreterversammlung (VV) in dieser Amtsperiode hat der designierte neue Vorsitzende, Dr. med. Frank Bergmann, seinen Vorgänger, Dr. med. Peter Potthoff, und den stellvertretenden Vorsitzenden, Bernhard Brautmeier, gewürdigt. Der noch bis zum 31. Dezember 2016 amtierende Vorstand der KV Nordrhein berichtete letztmals über aktuelle Projekte und Entwicklungen, Bilanz und Haushalt.
war Auftrag und Motivation dieses Vorstands, der die Beseitigung der Ungleichbehandlung im politischen Raum häufig geräuschlos, aber erfolgreich platziert hat.“ Auch die konkret geplante Abschaffung der Richtgrößen wertete Bergmann als Erfolg.
Dr. med. Frank Bergmann (m) verabschiedet Dr. med. Peter Potthoff (r) und Bernhard Brautmeier und bedankt sich für die Arbeit als Vorstand in den vergangenen Jahren.
Noch in der Rolle als VV-Vorsitzender dankte Bergmann dem scheidenden Vorstand für seine Arbeit in den vergangenen Jahren. Er erinnerte an den Zeitpunkt der Amtsübernahme von Potthoff und Brautmeier im Jahre 2010 – „mithin zu einem Zeitpunkt, als bereits Sturmwarnungen ausgesprochen waren, denn seit der Honorarreform 2009 war die Gesamtvergütung in Nordrhein dramatisch abgesunken.“ Seither wird an der Konvergenz und dem Abbau der Schlechterstellung der nordrheinischen Ärzte und Psychotherapeuten gegenüber ihren Kolleginnen und Kollegen in anderen Bundesländern gearbeitet. „Dieses Thema
KVNO-Chef Potthoff ging in seinem letzten Bericht vor der VV zunächst auf die sich verändernden Rahmenbedingungen für die Arbeit der Selbstverwaltung ein – vor allem durch das „Gesetz zur Stärkung der Selbstverwaltung“, dessen Entwurf im November vom Bundeskabinett beschlossen wurde und das im März 2017 in Kraft treten soll. „Das Gesetz ist eine direkte Reaktion auf die Vorgänge bei der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und erweitert die Kontroll- und Prüfbefugnisse des Bundesgesundheitsministeriums gegenüber der Selbstverwaltung massiv“, sagte Potthoff. „Die geplanten staatlichen Eingriffe – allen voran in die Satzungshoheit – betreffen das Wesen der körperschaftlichen Autonomie und verkleinern den Handlungsspielraum der KBV.“
Resolution: VV lehnt neues Gesetz ab Die Delegierten verabschiedeten mit großer Mehrheit eine Resolution, mit der maßgeblich die geplanten Eingriffe des Gesetzgebers in die Arbeit der KBV-VV kritisiert werden. Die bestehende Rechtslage reiche für eine effektive aufsichtsrechtliche Kontrolle der Körperschaften aus – sie müsse nur angewendet werden.
Gute Nachrichten übermittelte Potthoff den Delegierten im Zusammenhang mit dem vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) getragenen Innovationsfonds. Das von der KV Nordrhein in Zusammenarbeit mit der AOK Rheinland/Hamburg und dem BKK Landesverband Nordwest eingebrachte Projekt zur Verbesserung der neuropsychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung wird voraussichtlich eine finanzielle Förderung von rund 13 Millionen Euro erhalten. Das über eine Laufzeit von vier Jahren angelegte Konzept sieht vor, eine bedarfsgerechte und koordinierte Versorgung von Menschen mit psychischen und neurologischen Erkrankungen in Nordrhein zu etablieren. Der Start ist für April 2017 geplant.
„Runder Tisch“ zur Notfallversorgung Potthoff berichtete auch über neue Entwicklungen zum Thema Notfallversorgung (Seiten 18-19). Die VV der KV Nordrhein hat die Umsetzung ihrer Notdienstreform im Frühjahr gestoppt, doch auf Landesebene wird weiter intensiv über neue Strukturen für den Notdienst nachgedacht, vor allem im „Gemeinsamen Landesgremium nach Paragraf 90a SGB V“. „Wir sind dort mit der Politik, der Krankenhausgesellschaft NRW, der Schwester-KV Westfalen-Lippe und den Ärztekammern im Gespräch“, sagte Potthoff. „Wir streben an, den Notdienst an noch zu definierenden Standorten gemeinsam zu erbringen, Patienten über ein einheitliches, gemeinsames Triage-System zu steuern und zuzuordnen sowie die Notfallversorgung einheitlich zu finanzieren.“ Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein sei bereit, an einem neuen „Runden Tisch“ auf Landesebene teilzunehmen.
Änderungen am HVM Einstimmig beschlossen die Delegierten Änderungen am Honorarverteilungsmaßstab (HVM) zum 1. Januar 2017. Aufgrund von Nachbesserungen des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) im Bereich Humangenetik erfolgt eine Anpassung bei den Grundbeträgen „genetisches Labor“ sowie „Labor“. Dabei werden die neuen humangenetischen Untersuchungen aus dem Grundbetrag „Labor“ in den Grundbetrag „genetisches Labor“ überführt. Die Vergütung der neu in den EBM aufgenommenen Leistungen 38100 und 38105 soll als freie Leistung zum vollen Preis der Euro-Gebührenordnung erfolgen. Um eine sachgerechte Vergütung für MRT-Angiographien von Nervenärzten/Neurologen zu gewährleisten, soll das bestehende Kontingent im Topf der Arztgruppe der Nervenärzte/Neurologen um diese Gebührenordnungspositionen erweitert werden. Die Bilanz des Geschäftsjahres 2015 und den Haushalt für 2017 präsentierte der stellvertretende KV-Vorsitzende, Bernhard Brautmeier. Das Zahlenwerk für 2015 und den Entwurf des Vorstands für das kommende Haushaltsjahr genehmigten die Delegierten einstimmig.  n Dr. Heiko Schmitz
Verwaltungskosten bleiben stabil Die Verwaltungskostensätze bleiben in 2017 unverändert: Für Online-Abrechnungen mit digitaler Gesamtaufstellung und digitaler Signatur gilt ein Satz von 2,5 Prozent. Für Abrechnungen über eToken, KV SafeNet und/oder D2D liegt der Satz bei 2,7 Prozent. Sonstige Online-Abrechner zahlen einen Verwaltungskostensatz von 2,8 Prozent.
CIRS-NRW-Gipfel 2016
Kommunikation ist Risiko und Chance Über 130 Teilnehmer haben sich auf dem vierten CIRS-NRW Gipfel Ende Oktober 2016 im Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf unter dem Veranstaltungstitel „Alles gesagt – alles verstanden“ dem Thema Kommunikation und Gesundheit gewidmet.
Die in den Workshops erarbeiteten Inhalte hat Tobias Wieland von den Kommunikationslotsen Köln visualisiert. Die Vorträge und Inhalte des Gipfels sind abrufbar unter www.cirs-nrw.de
Was macht gelingende Kommunikation in der Praxis, in der Klinik, im Team, in Krisensituationen, zwischen Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund oder schnittstellenübergreifend aus? Darüber haben die Teilnehmer sowohl im Plenum als auch in Workshops diskutiert. Fazit: Gutes Qualitätsmanagement, miteinander sprechen und feste Ansprechpartner tragen wesentlich zum Gelingen einer Kommunikation bei.
620 Berichte abrufbar Bernhard Brautmeier, stellvertretender Vorsit­ zen­der der KV Nordrhein, hob die Kommunikation und das Melden kritischer Ereignisse als ein wichtiges Instrument des Qualitätsmanagements hervor. Burkhard Fischer von der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen freute sich über die hohe Beteiligung an dem CIRS-Meldesystem: Derzeit stünden über 620 Berichte auf der Seite www.cirs-nrw.de. Fischer ging auf die neue Richtlinie „Anforderungen an einrichtungsübergreifende Fehlermeldesysteme“ des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ein. CIRS-NRW erfülle bereits die meisten Anforderungen, die der G-BA an einrichtungsübergreifende Fehlermeldesysteme stelle. Es stehe noch die technische Lösung der Forderung aus, dass einerseits ein Melden nicht zurückverfolgt werden darf, andererseits das Krankenhaus einen Nachweis braucht, dass es sich an CIRS beteiligt hat. Zu Gast auf dem diesjährigen CIRS-Gipfel war Prof. Dr. Achim Baum: „Kommunikation und Gesundheit gehören zusammen“, betonte der Kommunikationswissenschaftler von der Hochschule Osnabrück. Um eine Sicherheitskultur zu etablieren, müsse man sensibel agieren und Risiken im Blick behalten, die sich eventuell aus Kommunikation ergeben. Hilfreich sei, Informationen schnell und neutral weiterzugeben, den Hintergrund mitzuteilen, eine Einschätzung des Problems abzugeben und am Ende eine Empfehlung auszusprechen. Durch Wiederholen könne kontrolliert werden, ob ein Sachverhalt richtig verstanden wurde.  n Miriam Mauss
mit, helfen helfen Sie Sie mit, mit, lernen lernenSie Siemit! mit! Machen Sie mit, CIRS-NRW ist ist ein ein LernLern- und und Berichtssystem Berichtssystemfür fürkritische kritischeEreignisse Ereignisseininder der medizinischen medizinischen Versorgung. Versorgung. Mit Mit Ihrer IhrerTeilnahme Teilnahmean anCIRS-NRW CIRS-NRWengagieren engagieren auch Sie sich sich für für Sicherheitskultur Sicherheitskulturund undPatientensicherheit. Patientensicherheit.
CIRS-NRW ist: ist:
übersichtlich übersichtlich
www.cirs-nrw.de www.cirs-nrw.de
Zweites Pflegestärkungsgesetz tritt am 1. Januar 2017 in Kraft
Pflegebedürftigkeit neu definiert Mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und der Umwandlung von drei Pflegestufen in fünf Pflegegrade ändert der Gesetzgeber auch das Begutachtungsverfahren. Eine Folge der Reform: Mehr Menschen dürften Pflegeleistungen erhalten.
Ab Anfang 2017 gilt der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff, der auch die Begutachtung und Pflege verändert: Pflegebedürftigkeit orientiert sich nicht mehr ausschließlich an körperbezogenen Pflegemaßnahmen und dem damit verbundenen Zeitaufwand, sondern am Grad der Selbstständigkeit. Bei der Beurteilung des Pflegegrades kommt es auf die Selbstständigkeit in sechs Lebensbereichen beziehungsweise Modulen an (siehe Abbildung). Darüber hinaus wird eine Begutachtung in zwei weiteren Modulen vorgenommen. Diese haben zwar keinen Einfluss auf die Einstufung des Pflegegrades, können aber für die weitere
Planung der Pflege genutzt werden. Im Modul 7 werden die außerhäuslichen Aktivitäten, also zum Beispiel das selbstständige Verlassen der Wohnung, beurteilt. Modul 8 bewertet die Selbstständigkeit in der Haushaltsführung. Damit ist unter anderem die Zubereitung einfacher Mahlzeiten gemeint.
Zwischen 0 und 100 Punkten Aus jedem Lebensbereich wurden exemplarisch Aktivitäten ausgewählt, die die Selbstständigkeit des Patienten widerspiegeln. Für die einzelnen Aktivitäten vergeben die Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) Punkte.
Diese Lebensbereiche fließen in die Bewertung ein 1.	Mobilität zum Beispiel: Treppensteigen, Fortbewegung in den eigenen vier Wänden
6. Alltagsleben und soziale Kontakte zum Beispiel: Direkte Kontaktsuche zu Menschen, Skatrunde ohne Hilfe besuchen
5. Bewältigung von krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen zum Beispiel: Arztbesuche, Wundversorgung
2.	Kognitive und kommunikative Fähigkeiten zum Beispiel: Verstehen und Reden, Erkennen von Risiken
3.	Verhaltensweisen und psychische Problemlagen zum Beispiel: Nächtliche Unruhe, Ängste und Aggressionen
4. Selbstversorgung zum Beispiel: Ernährung, Körperpflege
Je mehr Hilfe nötig ist, umso höher die Punktzahl. Kann ein bedürftiger Patient also ohne fremde Hilfe Treppensteigen, erhält diese Kategorie den Wert 0. Die Punkte werden je nach Modul mit einem bestimmten Prozentsatz gewichtet und zu einem Gesamtwert addiert. Dieser liegt zwischen 0 und 100 und zeigt den Pflegegrad an. Der Pflegegrad 1 beginnt beispielsweise bei 12,5 Punkten. In Deutschland beziehen derzeit rund 2,5 Millionen Menschen Leistungen aus der Pflegeversicherung. Diese erhalten nun einen Pflegegrad anstelle einer Pflegestufe. Dazu ist keine erneute Beantragung oder Begutachtung nötig, sie erhalten lediglich einen neuen Pflegebescheid.
Pflegegrad statt Pflegestufe „Keiner, der heute schon Leistungen aus der Pflegeversicherung erhält, wird schlechter gestellt“, versichert Dr. Klaus-Peter Thiele, leitender Arzt des MDK Nordrhein. Für die Patienten heißt das konkret: Die ehemalige Pflegestufe wird in den nächst höheren Pflegegrad überführt. Liegt darüber hinaus eine
erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz vor, wird auf den übernächsten Pflegegrad verwiesen. Die neuen Pflegegrade ermöglichen eine differenziertere Betrachtung des Pflegebedarfs. Die Begutachtung beschränkt sich nun nicht mehr ausschließlich auf körperliche Behinderungen. „Wir nehmen damit den ganzen Menschen in den Blick, in allen Lebensbereichen“, erläutert Thiele. Besonders Menschen mit kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen erhalten so einen besseren Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung. Diesen Ansatz bewertet auch Allgemeinmediziner Dr. Ralf Raßmann aus Düsseldorf positiv. Durch das zweite Pflegestärkungsgesetz könnten zum Beispiel Demenz-Patienten „besser abgebildet“ werden und auch den Angehörigen würde man gerecht. Raßmann: „Es bleibt aber abzuwarten, wie sich das in der Praxis entwickelt.“  n Jana Kortüm Mehr Infos unter www.mdk-nordrhein.de und www.pflegestaerkungsgesetz.de | KV | 161225
PG 1
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PG 5
geringe Beeinträch­ tigung der Selbstständigkeit
erhebliche Beeinträch­ tigung der Selbstständigkeit
schwere Beeinträch­ tigung der Selbstständigkeit
schwerste Beeinträch­ tigung der Selbstständigkeit
schwerste Beeinträch­ tigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die ­pflegerische Versorgung
KVNO twittert
Fotos: Antonio Guillem / Shutterstock.com
Kurz gefasst, bestens informiert
Engagiert fĂźr Gesundheit.
KassenĂ¤rztliche Vereinigung Nordrhein
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Praxisbörsentag der KV Nordrhein
Abgeber, Nachfolger und der Oberbergische Kreis Hochbetrieb am Samstag in der Bezirksstelle Köln: Rund 400 Besucher haben am 12. November 2016 den 17. Praxisbörsentag der KV Nordrhein besucht. Die Verträge, Diskussionen und Beratungsangebote stießen auf reges Interesse.
Jeder vierte Hausarzt im Rheinland ist über 60 Jahre alt und wird in naher Zukunft einen Nachfolger für seine Praxis suchen. Bei den Fachärzten ist es in vielen Gruppen ähnlich. Bei den Praxisbörsentagen können Ärzte sowie Psychotherapeuten direkten Kontakt mit potenziellen Nachfolgern aufnehmen. Daneben gibt es ein reichhaltiges Info-Angebot: Experten referieren unter anderem über rechtliche und steuerliche Aspekte der Praxisabgabe, Einsteiger in die ambulante Versorgung erfahren zum Beispiel, wie sie das Vorhaben am besten finanzieren. Mit einem Team von mehr als einem Dutzend Beratern war die KV Nordrhein den Ärzten
und Psychotherapeuten vor Ort präsent. Sie beantworteten Fragen zur Abrechnungen, IT und Hygiene – und natürlich zur Niederlassung. Auch die KV-Börse (siehe Seite 6) war vertreten. Zudem warb der Oberbergische Kreis um Mediziner-Nachwuchs und präsentierte sich als attraktive Region mit guten Arbeitsbedingungen für niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten. Die Resonanz war gut: 50 Gespräche habe es gegeben, berichtet der Bürgermeister der Gemeinde Reichshof, Rüdiger Gennies. Drei Mediziner hätten sich eine Ansiedlung dort zumindest vorstellen können. Der Kreis könnte sie gut gebrauchen.  n Frank Naundorf
(v. li.) Immer im Fokus der Besucher: die Pinnwände mit Anzeigen von Praxisabgebern und Praxissuchenden. Zurecht zuversichtlich zu Beginn des Praxisbörsentags: Bürgermeister Rüdiger Gennies, Kreisgesundheitsamtsleiterin Kaija Elvermann mit Dr. Carla Adelmann und Bernhard Brautmeier, stellvertretender Vorsitzender der KV Nordrhein, am Stand des Oberber­ gischen Kreises. Viel zu tun hatten die Niederlassungsberater der KV Nordrhein. Rund 400 Besucher kamen zum Praxisbörsen­tag nach Köln.
Fotos: © KVNO
Fragen an die Serviceteams und deren Antworten
AU bescheinigen leicht gemacht Die seit Januar 2016 geltenden neuen Regelungen für die Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigungen werfen in den Praxen noch immer Fragen auf.
Ich habe einen Patienten krankgeschrieben, danach war er für zwei Tage arbeiten. Nun ist er wieder arbeitsunfähig. Welche Bescheinigung stelle ich aus? Sie stellen erneut eine Erstbescheinigung aus, da der Patient arbeitsfähig war – wenn auch nur kurzfristig.
Seit dem 1. Januar 2016 gibt es beim Ausfüllen einer Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigung neue Regelungen.
Wie lange kann eine AU-Bescheinigung maximal ausgestellt werden? In der Regel nicht länger als zwei Wochen, bei besonderen Erkrankungen oder Krankheitsverläufen bis zu einem Monat. Dürfen wir AU-Bescheinigungen rückwirkend ausstellen? Ja, Sie dürfen den Beginn der Arbeitsunfähigkeit (AU) maximal drei Tage rückdatieren. Auch eine Folgebescheinigung kann bis zu drei Tagen rückwirkend ausgestellt werden. Ein Patient wurde vom Orthopäden bis gestern krankgeschrieben, jetzt ist er wegen einer anderen Erkrankung bei mir. Welche Bescheinigung stelle ich aus? Auch in diesem Fall stellen Sie eine Erstbescheinigung aus, da es sich um getrennte Arbeitsunfähigkeitszeiten mit unterschiedlichen Diagnosen handelt.
Kann ich eine Mutter krankschreiben, wenn das Kind krank ist und sie zu Hause bleiben muss? Nein, das ist nicht möglich. Ist das Kind unter zwölf Jahren alt, können Sie in diesem Fall Muster 21 ausstellen, das ist die ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes. Was ist, wenn eine Mutter krank ist und nicht auf das Kind aufpassen kann? Kann ich dann den Vater krankschreiben? Nein, das geht nicht. Unter Umständen kann der Vater bei der Krankenkasse eine Haushaltshilfe beantragen, wenn das Kind unter zwölf Jahren ist. Muss ich zur Wiedereingliederung auch eine AU-Bescheinigung ausstellen? Ja, denn Patienten gelten auch während einer Wiedereingliederung als arbeitsunfähig im Sinne der AU-Richtlinie. Muss ich noch Krankengeld-Auszahlscheine ausfüllen? Nein, denn seit Januar 2016 ist der Krankengeld-Auszahlschein in die AU-Bescheinigung integriert. Sie bescheinigen die AU sowohl während der Entgeltfortzahlung als auch während der Krankengeldzahlung auf Muster 1.
n Abrechnung online Übermitteln Sie Ihre Daten online und profitieren Sie zum Beispiel von geringeren Verwaltungskosten.
n eQualitätszirkel Erleichtert Moderatoren die Vor- und Nachbereitung von Qualitätszirkeln, bietet Mitgliedern eine Info-Plattform.
n Abrechnungsunterlagen Schon vor dem Versand stehen die aktuellen Unterlagen für Sie bereit – und die der vorherigen Quartale.
n eDokumentationen Geben Sie Ihre Dokumentation für das Hautkrebs-Screening oder zytologische Untersuchungen einfach online ein.
n Kennzahlen Übersichtliche Auswertungen aus der Honorarabrechnung: Fallzahlen, Diagnosen und Ihr Leistungsspektrum.
n Vordrucke Alle Vordrucke für Ihre Praxis können Sie rund um die Uhr online über das Portal bestellen.
n Honorarauswertung Partner-Ärzte in Gemeinschafts­­ praxen oder MVZ können (gegen Gebühr) den Anteil an Honorar, Leistungsbedarf und an den Behandlungsfällen je Mitglied abrufen – aber nur, wenn alle Partner dem zustimmen.
n Praxisdaten Mit diesem Dienst können Sie Ihre Praxisdaten einsehen, prüfen und elektronisch ändern. Das KVNO-Portal steht allen Mitgliedern der KV Nordrhein kostenlos zur Verfügung. Ihre Zugangsdaten erhalten Sie unter www.kvno-portal.de Kontakt KV Nordrhein
IT-Hotline Telefon 0211 5970 8500 Telefax 0211 5970 9500 E-Mail it-hotline@kvno.de
Datenschutz und Datensicherheit – Teil II
Rechtliche Aspekte bei Praxisdaten Laut dem Patientenrechtegesetz haben Ihre Patienten jederzeit das Recht auf Auskunft und Einsicht in ihre ärztlichen Behandlungsunterlagen. Dies gilt auch nach Abschluss der Behandlung. Im Hinblick auf den Datenschutz sollten Sie darauf achten, dass der Patient nur seine eigenen Daten einsehen kann.
Eine Übertragung des Einsichtsrechts auf Dritte kann nur mit einer Vollmacht erfolgen. Nach dem Tod überträgt sich das Auskunftsrecht auf die Erben und Angehörigen, außer dies steht dem geäußerten Willen des Angehörigen entgegen.
Wann ist eine Einwilligung erforderlich? Eine Übermittlung von Patientendaten ohne Einwilligung ist immer dann zulässig, wenn die Übermittlung aufgrund gesetzlicher Bestimmungen erfolgt. Ansonsten dürfen Patientendaten nur dann übermittelt werden, wenn eine schriftliche Einwilligung vorliegt. Neben der Übermittlung von Daten an Privatabrechnungsstellen, Angehörige, Arbeitgeber, Polizei und Staatsanwaltschaft gilt dies im Übrigen auch für die Überweisung an mitund weiterbehandelnde Kollegen. Die Auftragsüberweisung zum Laborfacharzt ist hingegen ohne Einwilligung möglich.
die an der BAG beteiligt sind, dürfen daher gemeinsam auf die Daten zugreifen. Anders sieht es bei einer Praxisgemeinschaft aus. Hier ist jeder teilnehmende Praxisteil rechtlich selbstständig. Ein gemeinsamer Zugriff auf die Patientendaten ist hier nicht erlaubt und muss auch vom eingesetzten Praxisverwaltungssystem ausgeschlossen sein. Bei einer Praxisabgabe darf der Nachfolger erst nach der ausdrücklichen Zustimmung des Patienten auf die Patientenkartei zugreifen. Der Abgeber sollte daher möglichst die Patienten frühzeitig anschreiben und um Zustimmung bitten. Wenn dies nicht erfolgt beziehungsweise die Zustimmung nicht im Vorfeld vorliegt, gilt eine Zustimmung als erteilt, sobald ein Patient die Praxis nach der Übernahme betritt und sich vom übernehmenden Arzt behandeln lässt.
Einsatz von Dienstleistern Bei einer Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) besteht in der Regel ein gemeinsamer Patientenstamm und Datenbestand. Die Ärzte,
In der Regel kümmern Sie sich in der Praxis nicht selbst um die Betreuung und Wartung Ihrer Systeme, sondern haben diese Aufgabe an
IT-Beratung Telefon 0211 5970 8500 | E-Mail it-beratung@kvno.de
Service KVNO aktuell 9+10 | 2016
einen externen Dienstleister übertragen. Aber darf dieser so einfach auf die Daten zugreifen? Nein, darf er nicht. Auch eine Verschwiegenheitserklärung entbindet den Praxisinhaber nicht von seiner ärztlichen Schweigepflicht. Art und Umfang der Tätigkeit sollten auf jeden Fall in einer schriftlichen Vereinbarung festgelegt sein. Zugriffe auf die Systeme über einen Servicetechniker sollten niemals ohne Beobachtung erfolgen. Stellen Sie einen Praxismitarbeiter dafür ab. Insbesondere externe Zugriffe, die heutzutage beliebt sind, da dadurch kostspielige Anfahrtswege entfallen, bergen Gefahren und sollten daher nur mit Wissen und vorheriger Freischaltung durch den Arzt erfolgen und ebenfalls durch Sie selbst oder autorisiertes Praxispersonal begleitet werden. Zeitpunkt und Umfang der durchgeführten Arbeiten müssen immer hinreichend nachvollzogen werden.
Datenschutz und Datenvernichtung Auch bei der Vernichtung von Daten muss der Datenschutz beachtet werden. Das bedeutet, dass elektronische und Papierakten richtig und sicher vernichtet werden müssen. Dafür ist es wichtig, die Schutzklasse und Sicherheitsstufe der zu vernichtenden Daten zu kennen. Dem liegt die DIN-Norm 66399 zugrunde und sensible Patientendaten sind demnach wie folgt eingestuft: n	Schutzklasse 3: vertrauliche Daten mit sehr hohem Schutzgehalt n	Sicherheitsstufe 4: besonders sensible Daten, deren Wiederherstellung nur unter außergewöhnlich hohem Zeit- und Personal-
Zusammenfassung n	Beachten Sie die besonderen
Bedin­gungen des Datenschutzes im Rahmen des Patientenrechtegesetzes. n	Bei der Datenübermittlung und dem Zugriff auf Daten sollten Sie
aufwand sowie außergewöhnlichen Hilfsmitteln notwendig ist; Das bedeutet, dass eine Vernichtung von Patientendaten so erfolgen muss, dass eine Rekonstruktion praktisch unmöglich ist. Für Papierdokumente gilt, dass sie immer geschreddert werden müssen, die Papierschnittbreite darf dabei maximal 6 Millimeter betragen. Bei elektronischen Daten reicht ein Löschen oder Formatieren von Festplatten nicht aus, da die Daten trotzdem rekonstruiert werden können.
Um elektronische Daten zu vernichten, reicht ein Löschen oder Formatie­ ren von Festplatten nicht aus. Damit Unbefugte keinen Zugriff auf die Daten haben, müssen Praxen zum sicheren Löschen spezielle Löschprogramme verwenden oder eine zertifizierte Firma mit der Datenvernichtung beauftragen.
Zum sicheren Löschen sollten daher spezielle Löschprogramme verwendet werden. Wenn Sie die Datenträger nicht mehr brauchen, hilft auch eine physikalische Vernichtung. In beiden Fällen, sowohl bei Papier- als auch bei elektronischen Dokumenten, können Sie auch einen externen Dienstleister mit der Vernichtung beauftragen. Achten Sie aber darauf, dass dieser entsprechend zertifiziert ist.  n Claudia Pintaric
die rechtlichen und gesetzlichen Bestimmungen beachten. n	Beim Einsatz von Dienstleistern und Fernwartungen bekommt der Datenschutz eine besondere Bedeutung. Achten Sie hier besonders auf die ärztliche Schweigepflicht und lassen Sie Dienstleister
nicht unbeobachtet auf Patientendaten zugreifen. n	Patientendaten müssen immer so vernichtet werden, dass eine Rekonstruktion praktisch unmöglich ist. Dies gilt sowohl für Papierakten als auch für elektronische Dokumente.
Service KVNO aktuell 12 | 2016
Die Broschüre lag dem Deutschen Ärzteblatt am 18. November 2016 bei. Weitere Exemplare können Ärzte per E-Mail bei der KBV bestellen: versand@kbv.de. Das Heft steht zum Herunterladen bereit unter www.kbv.de KV | 161232
Mit dem Anti-Korruptionsgesetz wurden Bestechlichkeit und Bestechung im Gesundheitswesen im Juni dieses Jahres als Straftatbestände im Strafgesetzbuch verankert. Damit sich Ärzte und Psychotherapeuten kom­pakt Richtig KoopeRieRen und praxisnah über das neue Strafrecht informieren könMit pRaxisbeispielen Und infoRMationen zUM anti-KoRRUptionsgesetz
nen, hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) die Broschüre „Richtig kooperieren“ neu aufgelegt. Auf 24 Seiten wird anhand zahlreicher Beispiele veranschaulicht, was Ärzte und Psychotherapeuten bei der Kooperation mit Kollegen, Pharmafirmen oder Kliniken zu beachten haben. Dabei geht es um Themen wie Anwendungsbeobachtungen, Belegarztwesen, Teilnahme an wissenschaftlichen Fortbildungen oder Zusammenarbeit in Teilberufsausübungsgemeinschaften. n NAU
Korrektur In KVNO aktuell 11 | 2016 hatten wir den neuen Vorsitzenden der Vertreterversammlung der KV Nordrhein vorgestellt. Wir hatten angegeben, dass Bernd Zimmer unter anderem stellvertretender Vorsitzender der Kreisstelle Wuppertal der Ärztekammer Nordrhein ist. Das ist nicht (mehr) richtig. Dieses Amt übt Dr. med. Werner Boxberg, niedergelassener Facharzt für Chirurgie, aus. Bernd Zimmer ist Beisitzer im Vorstand der Kreisstelle.
Amtliche Bekanntmachungen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein Alle amtlichen Bekanntmachungen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein – Körperschaft des öffentlichen Rechts – finden Sie im Internet unter www.kvno.de (§ 16 der Satzung). Dort erfolgen in der Rubrik „Amtliche Bekanntmachungen“ sämtliche Veröffentlichungen insbesondere der Satzung und sonstiger allgemeiner Bestimmungen wie dem Honorarverteilungsmaßstab (HVM) sowie der Verträge und Richtlinien, soweit sie Rechte und Pflichten der Mitglieder betreffen.
www.kvno.de/bekanntmachungen Die Bekanntmachungen treten – soweit in der Bekanntmachung kein anderer Zeitpunkt festgesetzt ist – am achten Tage nach der Veröffentlichung (Einstelldatum ins Internet) in Kraft.
In den amtlichen Bekanntmachungen werden alle im Landesteil Nordrhein nachzubesetzenden Sitze von Vertragsärzten oder Psychotherapeuten mit der geltenden Bewerbungsfrist ausgeschrieben (§ 103 Abs. 4 Satz 1 SGB V).
In den amtlichen Bekanntmachungen werden die Anordnung und Aufhebung von Zulassungsbeschränkungen auf Beschluss des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen veröffentlicht (§§ 16 Abs. 7, 16 b Abs. 4 Ärzte-ZV). © Kzenon | fotolia
In Kürze KVNO aktuell 12 | 2016
EBM mit Suchfunktionen online Im Sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK) steht nun auch ein Online-EBM mit komfortableren Suchfunktionen zur Verfügung. Das SNK erreichen gut 4.000 Praxen in Nordrhein über einen KV-Safenet-Anschluss. Der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) ist dort mit mehreren Zusatzfunktionen ausgestattet: Über einen Fachgruppenfilter können sich Ärzte und Psychotherapeuten beispielsweise nur die Leistungen anzeigen lassen, die für ihre Fachgruppe relevant sind. Suchbegriffe wie „Geriatrie“ oder „Wunde“ werden überall, wo sie vorkommen, gelb markiert. Besonders bei Tabellen erleichtert dies die Suche, zum Beispiel im Anhang 1 (Verzeichnis der nicht gesondert berechnungsfähigen Leistungen). Auch die Anzeige der Gebührenordnungspositionen (GOP) ist übersichtlich gestaltet: Wichtige Infos wie die Bewertung der Leistungen in Punkten und in Euro-Beträgen sowie die Info, ob es sich um Leistungen der fachärztlichen Grundversorgung handelt, sind hervorgehoben. Abrufbar ist nicht nur der aktuelle EBM.
Es stehen auch die Ausgaben vergangener Jahre bereit. Über den Menüpunkt „Quartalsvergleich“ können sich Praxen anzeigen lassen, was sich zum Beispiel gegenüber dem Vorquartal geändert hat, ob eine GOP entfallen ist oder neu aufgenommen wurde. Auch das Anlegen von Favoriten ist möglich, sodass sich jeder Arzt einen guten Überblick über sämtliche für ihn relevanten GOP schaffen kann und ein zeitraubendes wiederholtes Suchen entfällt. Erstmals miteinander verbunden sind der EBM und der Anhang 2-Browser mit den Operationen- und Prozedurenschlüsseln. Durch das Anklicken von „EBM-Ansicht“ oder „Anhang-2-Ansicht“ in der oberen Navigationsleiste können Nutzer zwischen beiden Werken wechseln. Der Anhang 2 ist ebenfalls mit einer komfortablen Suchfunktion ausgestattet. Ärzte können sich über einen Filter „ambulant“ oder „stationär“ nur ambulante und nur belegärztliche Operationen anzeigen lassen. n NAU Den Online-EBM mit Suchfunktion finden Sie im SNK unter https://portal.kv-safenet.de | KV | 161233
Qualitätszirkel suchen Mitglieder Thema	Psychotherapeutische Intervisionsgruppe Düsseldorf Kontakt	Renate Scheier Telefon	0211 3677 9933 E-Mail	renate.scheier@t-online.de Ort	Düsseldorf
Thema	Psychotherapie unterer Niederrhein Kontakt	Melanie Schulz-Vanheyden Telefon	02831 993 600 E-Mail	kontakt@ gelderland-mvz.de Ort	Unterer Niederrhein
Thema	Psychotherapie Bergisch-Land Kontakt	Gabriele Kluxen Telefon	02196 3742 E-Mail	gkluxen@t-online.de Ort	Wermelskirchen
Thema	Journal Club (PA/TPF und VT) Kontakt	Elke Uhl Telefon	0221 7200 817 E-Mail	psychotherapie-uhl@ posteo.de Ort	Köln
Kontakt Sabine Stromberg Telefon 0211 5970 8149 Telefax	0211 5970 8160 E-Mail	qualitaetszirkel@kvno.de
Verstärken Sie Ihr Praxisteam Im Lehrgang zur Entlastenden Versorgungsassistentin (EVA) erwerben Medizinische Medizinische FachFachangestellte (MFA) (MFA) die Kompetenzen, angestellte Kompetenzen, die sie benötigen, benötigen, um um delegierbare delegierbare Leistungen Leistungen zu zu übernehmen. zum Zum Beispiel Beispiel in den Bereichen Wundversorgung, geriatrische Diagnoseverübernehmen, fahren und in der Versorgung von Onkologie-Patienten. Die Ausbildung vermittelt zudem organisatorische Fähigkeiten, zum Beispiel beim Hausbesuchs-Management.
Nordrheinische Akademie ärztliche undakademie@aekno.de Weiterbildung Claudia Putz | Telefon 0211für 4302 2832 Fort| E-Mail Telefon: 0211 4302 2834 oder akademie@kvno.de Sven Bemelmans | Telefon 02212835 7763| E-Mail: 6236 | E-Mail sven.bemelmans@kvno.de
www.akademie-nordrhein.de/EVA Mehr Infos unter www.akademienordrhein.info/EVA
EVA: Neuer Kurs ab Januar in Köln Seit Anfang 2015 wird der Einsatz von besonders qualifizierten Medizinischen Fachangestellten (MFA) in Hausarztpraxen gefördert. Wegen großer Nachfrage der entsprechenden Fortbildung startet deshalb 2017 ein neuer Kurs zur Entlastenden Versorgungsassistentin (EVA) in Köln. Inhalte sind unter anderem Grundlagen und Rahmenbedingungen beruflichen Handelns, Kommunikation und Dokumentation sowie Notfallmanagement. Die Fortbildung umfasst 21 Termine und endet voraussichtlich im November 2017. Alle Termine sind Präsenzveranstaltungen. Sie finden in den Räumen der KV Nordrhein, Bezirksstelle Köln, statt.
„interprofessionell – sektorübergreifend – regional vernetzt“ Das Symposium des Instituts für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein (IQN) bildet den Abschluss des Modellprojekts „Interprofessionelle Schulung und Förderung der Kommunikation und Selbstfürsorge bei der Versorgung von Schwerstkranken und Sterbenden“. Im Fokus des für alle Interessierten offenen Symposiums steht die Teambetreuung und Kommunikation. Auf dem Symposium referiert unter anderem der Schweizer Forscher und Publizist Dr. Beat Sottas über „interprofessionelle Zusammenarbeit“. Vorgetragen und diskutiert werden auch Aspekte der „Kommunikation im Team“ oder der „Selbstfürsorge“.
Termin ab 14. Januar 2017 Ort KV Nordrhein Sedanstraße 10-16 50668 Köln Anmeldung	KV Nordrhein und Kontakt	Bezirksstelle Köln Sven Bemelmans Telefon 0221 7763 6236 Telefax 0221 7763 5236 E-Mail akademie-kvno@kvno.de
Termin 15. März 2017 16 – 19.30 Uhr Ort Haus der Ärzteschaft Tersteegenstraße 9 40474 Düsseldorf Anmeldung	und Kontakt	IQN Telefax	0211 4302 5751 E-Mail	iqn@aekno.de
Z E R T I F I Z I E R ung | b e a n t r a g t
Einführungsworkshop „Rational und rationell verordnen” Die KV Nordrhein bietet kostenlose Pharmakotherapie-Fortbildungen für neu niedergelassene Ärzte an. Die Seminare finden viermal im Jahr mittwochs von 15 Uhr bis 19 Uhr abwechselnd in Düsseldorf und Köln statt. Auf der Agenda stehen vor allem rechtliche Grundlagen, die Arzneiund Heilmittel-Richtlinien sowie Hinweise zum wirtschaftlichen Verordnen. ZERTIFIZIERt | 3 Punkte
Termine 1. Februar 2017 Düsseldorf und 3. Mai 2017, Köln Orte Haus der Ärzteschaft Teerstegenstraße 9 40474 Düsseldorf Bezirksstelle der KV Nordrhein Sedanstraße 10-16 50668 Köln A nmeldung	KV Nordrhein Abteilung	Pharmakotherapieberatung Tersteegenstraße 9 40474 Düsseldorf Telefon 0211 5970 8111 Telefax 0211 5970 8136 E-Mail pharma@kvno.de
Mehr Infos über unsere Veranstaltungen unter www.kvno.de/termine
Veranstaltungen KVNO aktuell 12 | 2016
KV Nordrhein: Einführungsworkshop „Rational und rationell verordnen“ für neu niedergelassene Ärzte, Düsseldorf
Nordrheinische Akademie: „Selbstmanagement – Ressourcenorientiert“, Düsseldorf
IQN: Behandlungsfehlervorwürfe bei Katarakt- und Refraktion-Operationen, Düsseldorf
Nordrheinische Akademie: Gesundheitsförderung und Prävention, Bonn
IQN: Schädlicher Gebrauch und Abhängigkeit von psycho­tropen Medikamenten – wie gehe ich im Praxisalltag damit um?, Düsseldorf
IQN: Symposium: interprofessionell – sektorübergreifend – regional vernetzt, Düsseldorf
KV Nordrhein: Grundlagenseminar EBM, Köln
KV Nordrhein: Workshop EBM Wiedereinsteiger (Teil 1), Köln
KV Nordrhein: Diagnosekodierung in der Praxis – Aufbaukurs, Düsseldorf
KV Nordrhein: Fit am Empfang, Düsseldorf
KV Nordrhein: Geriatrisches Basiswissen für MFA, Düsseldorf
KV Nordrhein: Führung I – Führungsqualitäten entwickeln, Köln
KV Nordrhein: Stress lass nach – Der Weg zu mehr Gelassenheit, Düsseldorf
KV Nordrhein: Die rechte Hand des Chefs – Entlastung und Effizienz durch die Erstkraft, Düsseldorf
KV Nordrhein: Workshop Sprechstundenbedarf (SSB), Köln
KV Nordrhein: Souveränitätstraining, Köln
KV Nordrhein: Abrechnung Hausärzte, Düsseldorf
KV Nordrhein: Stress lass nach – Der Weg zu mehr Gelassenheit, Köln
KV Nordrhein | Rheinische Post: Ratgeber Gesundheit, Düsseldorf
KV Nordrhein | VHS Köln: Gesundheit im Gespräch: „Allergisch – was nun?“, Köln
W eitere Informationen finden Sie im Internet unter www.kvno.de/termine
Termine KVNO aktuell 12 | 2016
Vorschau „KVNO aktuell“ 1+2 | 2017
n	Praxislotsen
KVNO hilft neu Niedergelassenen
Redaktionsbeirat Dr. Peter Potthoff, Bernhard Brautmeier, Frank Naundorf, Dr. Heiko Schmitz Druck Echo Verlag, Köln Satz Heike Merzhäuser | grafik+design | Bonn Anschrift der Redaktion Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein 40182 Düsseldorf Telefon	0211 5970 8106 Telefax	0211 5970 8100 E-Mail	redaktion@kvno.de
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n	Projekt
Antibiotika-Resistenzen reduzieren
n	Offline
Wenn die Praxis nicht erreichbar ist
n	Termin-Servicestelle
Die nächste Ausgabe von KVNO aktuell erscheint am 9. Februar 2017.