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Timestamp: 2019-12-16 12:40:54
Document Index: 196479749

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 1', '§ 10', '§ 7', '§ 8', 'Art. 20', '§ 612']

ArbG Berlin, Urteil vom 22.08.2007, 86 Ca 1696/07 - HENSCHE Arbeitsrecht
ArbG Ber­lin, Ur­teil vom 22.08.2007, 86 Ca 1696/07
Aktenzeichen: 86 Ca 1696/07
1. Die Staffelung der Grundvergütung nach dem Lebensalter gemäß § 27 A Abs. 1 BAT i.V.m. dem Anwendungstarifvertrag des Landes Berlin vom 31. 7. 2003 ist eine unmittelbare Benachteiligung i.S.d. §§ 1, 3 AGG, die nicht nach den §§ 10, 5, 8 Abs. 1 AGG gerechtfertigt und daher nach § 7 Abs. 2 AGG unwirksam ist.
2. Nach § 8 Abs.2 AGG besteht nunmehr für alle Diskriminierungstatbestände für die Vergangenheit und für die Zukunft ein Anspruch auf Gleichstellung mit den (meist-) begünstigten Arbeitnehmern ("Anpassung nach oben"), bis es zu einer Neuregelung kommt - auch wenn dies eine ganze Vergütungsordnung betrifft.
3. Für den vor dem Inkrafttreten des AGG am 18. 8. 2006 vereinbarten Anwendungstarifvertrag des Landes Berlin aus dem Jahr 2003 gilt ein Vertrauensschutz, Art. 20 III GG. Den Tarifvertragsparteien ist eine Übergangsfrist für eine Neuregelung zu gewähren. Nach fruchtlosem Fristablauf ist eine staatliche Festsetzung i.V.m. § 612 Abs. 2 BGB möglich und geboten.
zum ganzen Urteil 86 Ca 1696/07
08/121 Ist ein nach dem Le­bens­al­ter ge­staf­fel­ter Ta­rif­lohn dis­kri­mi­nie­rend?
25.11.2008.Nach ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Ber­lin-Bran­den­burg ist die bes­se­re Be­zah­lung äl­te­rer Ar­beit­neh­mer auf der grund­la­ge der BAT-Al­ters­stu­fen ei­ne ...