Source: http://landesrecht.thueringen.de/jportal/?quelle=jlink&query=BerSchulO+TH&psml=bsthueprod.psml&max=true&aiz=true
Timestamp: 2017-01-22 16:17:28
Document Index: 175790489

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 21', '§ 30', '§ 31', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 31', '§ 8', '§ 60', '§ 40', '§ 9', '§ 3', '§ 90', '§ 2', '§ 5', '§ 27', '§ 21', '§ 26', '§ 21', '§ 3', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 24', '§ 14', '§ 14', '§ 17', '§ 12', '§ 15', '§ 14', '§ 15', '§ 15', '§ 22', '§ 27', '§ 15', '§ 27', '§ 6', '§ 12', '§ 8']

Landesrecht TH ThürBSO | Landesnorm Thüringen | Gesamtausgabe | Thüringer Schulordnung für die Berufsschule (Thüringer Berufsschulordnung -ThürBSO -) vom 9. Dezember 2008 | gültig ab: 01.08.2008
§ 13 - § 21 Vierter Abschnitt - Besondere Leistungsfeststellung,...
§ 30 - § 31 Siebter Abschnitt - Schlussbestimmungen
Anlage 2 - Rahmenstundentafel für die Berufsschule - Berufsausbildung...
Anlage 3 - Rahmenstundentafel für das Berufsvorbereitungsjahr
InhaltAktuelle GesamtausgabeÄnderungshistorieAmtliche Abkürzung:ThürBSOAusfertigungsdatum:09.12.2008Gültig ab:01.08.2008
VerordnungQuelle:Fundstelle:GVBl. 2008, 450Gliederungs-Nr:223-1-20Thüringer Schulordnung für die Berufsschule
(Thüringer Berufsschulordnung
-ThürBSO
Vom 9. Dezember 2008Zum 22.01.2017 aktuellste verfügbare Fassung der GesamtausgabeNichtamtliches InhaltsverzeichnisTitelGültig abThüringer Schulordnung für die Berufsschule (Thüringer Berufsschulordnung -ThürBSO -) vom 9. Dezember 200801.08.2008Inhaltsverzeichnis01.08.2008Eingangsformel01.08.2008Erster Abschnitt - Allgemeines01.08.2008§ 1 - Geltungsbereich01.08.2008§ 2 - Gliederung01.08.2008§ 3 - Aufnahme01.08.2008§ 4 - Anmeldung01.08.2008§ 5 - Klassenbildung01.08.2008§ 6 - Unterrichtsorganisation01.08.2008§ 7 - Freistellungen01.08.2008Zweiter Abschnitt - Berufsvorbereitungsjahr01.08.2008§ 8 - Organisationsformen01.08.2008§ 9 - Beendigung, Abschluss01.08.2008Dritter Abschnitt - Grundstufe, Fachstufen, besondere Klassen01.08.2008§ 10 - Grundstufe01.08.2008§ 11 - Fachstufen01.08.2008§ 12 - Besondere Klassen01.08.2008Vierter Abschnitt - Besondere Leistungsfeststellung, schulische Abschlussprüfung 01.08.2008§ 13 - Besondere Leistungsfeststellung01.08.2008§ 14 - Vornoten und Zulassung zur Abschlussprüfung01.08.2008§ 15 - Schulische Abschlussprüfung01.08.2008§ 16 - Erwerb von schulischen Zusatzqualifikationen01.08.2008§ 17 - Abschlussprüfung für die schulische Zusatzqualifikation "Finanzassistent" 01.08.2008§ 18 - Abschlussprüfung für die schulische Zusatzqualifikation "Technisches Englisch/ Wirtschaftsenglisch - Technischer Fachwirt (HwK)"01.08.2008§ 19 - Erwerb der Fachhochschulreife in besonderen Klassen01.08.2008§ 20 - Festsetzung der Endnoten und des Gesamtergebnisses01.08.2008§ 21 - Wiederholung der schulischen Abschlussprüfung01.08.2008Fünfter Abschnitt - Zeugnisse, Berechtigungen01.08.2008§ 22 - Zeugnisse für das Schulhalbjahr01.08.2008§ 23 - Zeugnisse für das Schuljahr01.08.2008§ 24 - Abschlusszeugnis, Abgangszeugnis01.08.2008§ 25 - Berechtigungen des Abschlusszeugnisses01.08.2008§ 26 - Zeugnismuster01.08.2008Sechster Abschnitt - Erwerb des Abschlusszeugnisses durch Externe01.08.2008§ 27 - Zulassungsvoraussetzungen01.08.2008§ 28 - Zulassungsantrag, Zulassung01.08.2008§ 29 - Prüfung, Zeugnis01.08.2008Siebter Abschnitt - Schlussbestimmungen01.08.2008§ 30 - Gleichstellungsbestimmung01.08.2008§ 31 - Inkrafttreten, Außerkrafttreten01.05.2013Anlage 1 - Rahmenstundentafel für die Berufsschule01.08.2008Anlage 2 - Rahmenstundentafel für die Berufsschule - Berufsausbildung mit gleichzeitigem Erwerb der Fachhochschulreife01.08.2008Anlage 3 - Rahmenstundentafel für das Berufsvorbereitungsjahr01.08.2008Anlage 4 - Rahmenstundentafel für das Berufsvorbereitungsjahr für ausländische Schüler und Kinder von Aussiedlern01.08.2008
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: § 31 geändert durch Verordnung vom 8. April 2013 (GVBl. S. 106)
Beendigung, Abschluss
Besondere Leistungsfeststellung, Schulische Abschlussprüfung
Abschlussprüfung für die schulische Zusatzqualifikation "Finanzassistent"
Abschlussprüfung für die schulische Zusatzqualifikation "Technisches Englisch/Wirtschaftsenglisch - Technischer Fachwirt (HwK)"
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Aufgrund des § 8 Abs. 10 Satz 2 und des § 60 Satz 1 Nr. 1 bis 4, 7 und 13 sowie Satz 2
des Thüringer Schulgesetzes (ThürSchulG) in der Fassung vom 30. April 2003 (GVBl. S. 238), zuletzt geändert durch § 40 Abs. 2 des Gesetzes vom 12. März 2008 (GVBl. S. 45), verordnet das Kultusministerium im Benehmen mit dem Bildungsausschuss des Landtags:
(1) Diese Verordnung gilt für die staatlichen Berufsschulen. Sie gilt nach Maßgabe des § 9 Abs. 2
des Thüringer Gesetzes über Schulen in freier Trägerschaft in der Fassung vom 5. März 2003 (GVBl. S. 150) in der jeweils geltenden Fassung auch für staatlich anerkannte Ersatzschulen.
1. die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife erworben haben oder
2. eine berufsbildende Schule erfolgreich besucht haben und dieser Besuch mit mindestens einem Jahr auf die Ausbildungszeit im Berufsausbildungsverhältnis angerechnet wird.
(1) Die Schüler werden in Fachklassen und in Klassen des Berufsvorbereitungsjahres unterrichtet. Für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf nach § 3 Abs. 1 und 2
der Thüringer Verordnung zur sonderpädagogischen Förderung (ThürSoFöV) vom 6. April 2004 (GVBl. S. 482) in der jeweils geltenden Fassung können eigene Klassen gebildet werden.
(2) Fachklassen sind Klassen, in denen Schüler gleicher Berufe oder Berufsgruppen eines Berufsfelds, die sich im selben Ausbildungsjahr befinden, zusammengefasst werden. Die Zuordnung eines Berufs zu einer Berufsgruppe oder zu einem Berufsfeld regelt das vom Bundesinstitut für Berufsbildung geführte Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe nach § 90 Abs. 3 Nr. 3
des Berufsbildungsgesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931) in der jeweils geltenden Fassung.
(3) Teilzeitunterricht findet in den nach § 2 Abs. 1 genannten Bildungsgängen der Berufsschule und im Berufsvorbereitungsjahr in kooperativer Form (BVJ/k) statt. Das Berufsvorbereitungsjahr in der Form des BVJ B kann in Teilzeitunterricht durchgeführt werden. Der Teilzeitunterricht ist je nach Stundenzahl auf zwei Wochentage zu verteilen, wobei acht Unterrichtsstunden an einem Tag nicht überschritten werden sollen.
(4) Der Blockunterricht umfasst in der Regel in der Grundstufe und in den Fachstufen I und II 13 Unterrichtswochen im Schuljahr, in der Fachstufe III sechs Unterrichtswochen. Die Einführung von Blockunterricht ist rechtzeitig mit den Ausbildungsbetrieben und deren Fachverbänden, den zuständigen Stellen nach dem Berufsbildungsgesetz und der Handwerksordnung sowie mit dem zuständigen Schulamt abzustimmen. Er ist auf mehrere Unterrichtsabschnitte aufzuteilen, die in der Regel jeweils ein bis vier Unterrichtswochen dauern, und findet an mindestens fünf Wochentagen je Woche statt.
(5) Für den Unterricht gelten die Stundentafeln nach den Anlagen 1 bis 4. Der fachtheoretische Unterricht und der fachpraktische Unterricht sind nach Maßgabe der Lehrpläne in einzelne Fächer, Lernfelder, Lernfeldgruppen oder Lerngebiete gegliedert. Das für das Schulwesen zuständige Ministerium kann Abweichungen von der Stundentafel in der Regel für die Dauer eines Schuljahrs vorsehen. Im Berufsvorbereitungsjahr findet der fachtheoretische und der fachpraktische Unterricht mindestens in zwei Berufsfeldern statt.
1. Prüfungen nach dem Berufsbildungsgesetz und der Handwerksordnung,
2. Schulungs- und Bildungsveranstaltungen für Mitglieder des Betriebsrats oder der Jugendvertretung nach den Bestimmungen des Betriebsverfassungsgesetzes, soweit diese Veranstaltungen Kenntnisse vermitteln, die für die Tätigkeit im Betriebsrat oder in der Jugendvertretung erforderlich sind,
3. Sitzungen des Betriebsrats oder der Jugendvertretung sowie der Betriebsjugendversammlung nach dem Betriebsverfassungsgesetz,
4. Veranstaltungen nach dem Bundespersonalvertretungsgesetz, die den Zusammenkünften nach den Nummern 2 und 3 entsprechen.
1. durch die Ausbildungsordnung festgelegt oder durch die zuständige Stelle nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung angeordnet oder genehmigt wird, dass die Berufsausbildung in geeigneten Einrichtungen außerhalb der Ausbildungsstätte nach § 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 6 und § 27 Abs. 2
BBiG und § 21 Abs. 2 und § 26 Abs. 2 Satz 1 Nr. 6
der Handwerksordnung durchgeführt wird und
2. keine geeigneten Maßnahmen zur Vermeidung von zeitlichen Überschneidungen von Berufsschulunterricht und Ausbildungsmaßnahme getroffen werden können.
1. die Bildungsmaßnahmen mindestens vier Tage dauern und ihnen aufgrund einer gutachtlichen Stellungnahme der in Absatz 2 Nr. 1 genannten zuständigen Stellen von der Schule ein besonderer Wert für die Ausbildung zuerkannt wird und
2. keine geeigneten Maßnahmen zur Vermeidung von zeitlichen Überschneidungen von Berufsschulunterricht und Bildungsmaßnahmen getroffen werden können.
1. Berufsschule und Betrieb gemeinsam festgestellt haben, dass die vorübergehend in das Ausland verlagerte Ausbildung den Anforderungen der Ausbildungsordnung und des Lehrplans der Berufsschule entspricht und
2. sichergestellt ist, dass die im Ausland erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten durch die zuständige Stelle auf die Berufsausbildung angerechnet werden.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Zweiter AbschnittBerufsvorbereitungsjahr
(1) Das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) wird nach Maßgabe der unterschiedlichen Lernvoraussetzungen in folgenden Formen geführt:
1. für Schüler ohne Hauptschulabschluss, die nach Ende der Vollzeitschulpflicht mindestens die Klassenstufe 8 der Regelschule oder die Klassenstufe 9 der Förderschule im Bildungsgang zur Lernförderung abgeschlossen haben,
a) in Vollzeitunterricht als BVJ 1 und
b) in Teilzeitunterricht für Schüler, die an berufsvorbereitenden Maßnahmen der Bundesanstalt für Arbeit oder an vergleichbaren Maßnahmen der Jugend- oder Sozialhilfe nach § 21a Abs. 3 Satz 1
ThürSchulG teilnehmen, als BVJ 1/k;
2. für Schüler ohne Hauptschulabschluss, die nach Ende der Vollzeitschulpflicht ein Zeugnis oder einen Abschluss nach Nummer 1 nicht besitzen,
a) in Vollzeitunterricht als BVJ 2 und
b) in Teilzeitunterricht nach Maßgabe der Nummer 1 Buchst. b als BVJ 2/k; ihnen kann nach dem Besuch des BVJ 2 oder des BVJ 2/k ein weiteres Jahr im BVJ 1 oder im BVJ1/k angeboten werden,
3. für ausländische Schüler und Kinder deutscher Aussiedler, die keine dem Hauptschulabschluss gleichwertige Qualifikation nachweisen können, wegen mangelnder Kenntnis der deutschen Sprache schulische Vollzeitbildungsgänge noch nicht besuchen und ein Berufsausbildungsverhältnis noch nicht begründet haben,
a) in Vollzeitunterricht als BVJ A1 und
b) in Teilzeitunterricht nach Maßgabe der Nummer 1 Buchst. b als BVJ A1/k, wenn sie die Voraussetzungen nach Nummer 1 erfüllen,
c) in Vollzeitunterricht als BVJ A2 und
d) in Teilzeitunterricht nach Maßgabe der Nummer 1 Buchst. b als BVJ A2/k, wenn sie die Voraussetzungen nach Nummer 2 erfüllen,
4. für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf nach § 3 Abs. 1 und 2
ThürSoFöV als BVJ B in Vollzeit- oder Teilzeitunterricht; die Einrichtung bedarf der Zustimmung des für das Schulwesen zuständigen Ministeriums.
(2) Schüler können im Rahmen des Angebots der Wirtschaft an einem Betriebspraktikum teilnehmen. Die Dauer des Praktikums beträgt in den Formen des BVJ 1 und BVJ A 1 bis zu 30 Unterrichtstage und in den Formen des BVJ 2, BVJ A 2 und BVJ B bis zu 15 Unterrichtstage. Über die Teilnahme entscheidet der Klassenlehrer.
(1) Schüler des Berufsvorbereitungsjahrs nach § 8 erhalten bei erfolgreichem Abschluss des Bildungsgangs das Abschlusszeugnis über das Berufsvorbereitungsjahr und erfüllen die Berufsschulpflicht. Schüler des Berufsvorbereitungsjahrs nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 erwerben mit dem Abschlusszeugnis einen dem Hauptschulabschluss gleichwertigen Abschluss. Der Bildungsgang ist erfolgreich abgeschlossen, wenn der Schüler in den einzelnen Fächern der Rahmenstundentafel zumindest ausreichende Leistungen erreicht hat.
(2) Schüler des Berufsvorbereitungsjahrs nach § 8 Abs. 1 erhalten ein Abgangszeugnis über das Berufsvorbereitungsjahr, wenn der Bildungsgang nicht erfolgreich abgeschlossen wurde. In das Abgangszeugnis sind die Endnoten für die erzielten Leistungen in den Fächern der Rahmenstundentafel einzutragen, sofern diese eine Bewertung zulassen; andernfalls ist ein Vermerk darüber aufzunehmen, aus welchen Gründen dies nicht möglich war. Im Übrigen gilt § 24 Abs. 4.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Dritter AbschnittGrundstufe, Fachstufen, besondere
1. die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife besitzen und von ihren Ausbildungsbetrieben für eine Ausbildung bei gleichzeitigem Erwerb von betrieblichen und schulischen Zusatzqualifikationen vorgesehen sind,
2. den Realschulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss mit einem Notendurchschnitt, mit Ausnahme der Fächer Sport und Religionslehre/Ethik, von unter 2,5 besitzen sowie in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch mindestens die Note „befriedigend" haben und von ihren Ausbildungsbetrieben für eine Berufsausbildung bei gleichzeitigem Erwerb der Fachhochschulreife vorgesehen sind,
können von den Berufsschulen im Einvernehmen mit den zuständigen Stellen für die Berufsbildung, besondere Klassen eingerichtet werden. In diesen Klassen kann der Unterricht nach einer besonderen Stundentafel erteilt werden.
(2) Schüler, die den Anforderungen der besonderen Klassen nicht gerecht werden, können auf ihren Antrag oder auf Antrag des Ausbildungsbetriebs in herkömmliche Klassen überwechseln.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Vierter AbschnittBesondere Leistungsfeststellung,
(2) Wer in Fächern, Lernfeldern, Lernfeldgruppen oder Lerngebieten, die in den nachfolgenden Fachstufen nicht mehr unterrichtet werden, eine schlechtere Jahresnote als „ausreichend" erzielt, kann sich in bis zu zwei dieser Fächer, Lernfelder, Lernfeldgruppen oder Lerngebiete innerhalb eines Monats nach Unterrichtsbeginn des neuen Schuljahrs einer besonderen Leistungsfeststellung unterziehen. Die neue Jahresnote wird aus der gleich gewichteten alten Jahresnote und der Note der besonderen Leistungsfeststellung gebildet; ergibt sich dabei ein Bruchwert, so wird er unter Berücksichtigung der Bewertungstendenz der Note der besonderen Leistungsfeststellung auf- oder abgerundet. Die besondere Leistungsfeststellung ist nicht für die Fächer, Lernfelder, Lernfeldgruppen oder Lerngebiete des letzten Schuljahrs möglich.
1. in den Klassen mit fächerstrukturierten Lehrplänen
a) des Berufsfeldes Wirtschaft und Verwaltung und der diesem Berufsfeld zuordenbaren Einzelberufe
auf den Ausbildungsberuf bezogene Betriebswirtschaftslehren/ Rechnungswesen
b) der Berufsfelder in Gewerbe und Technik und der diesen Berufsfeldern zuordenbaren Einzelberufe
Fachzeichnen/Technische Kommunikation, soweit Pflichtfach
Fremdsprache, soweit Pflichtfach
2. in Klassen mit lernfeld-, lernfeldgruppen- oder lerngebietsstrukturierten Lehrplänen
(Die Prüfung kann in Form von Einzelprüfungen oder als Gesamtprüfung des fachtheoretischen Unterrichts abgelegt werden. Wird die Fremdsprache als Teil des fachtheoretischen Unterrichts in den Lernfeldern, Lernfeldgruppen oder Lerngebieten vermittelt und geprüft, erhöht sich die Bearbeitungszeit um die Bearbeitungszeit nach Doppelbuchstabe cc.)
(Die Prüfung wird in Form einer Gesamtprüfung des fachtheoretischen Unterrichts abgelegt. Wird das Fach Wirtschaftslehre und/oder die Fremdsprache als Teil des fachtheoretischen Unterrichts in den einzelnen Lernfeldern, Lernfeldgruppen oder Lerngebieten vermittelt und geprüft, erhöht sich die Bearbeitungszeit um die Bearbeitungszeit nach den Doppelbuchstaben cc und/oder dd.)
1. die Vornote nach § 14 Abs. 1 mindestens „gut" lautet und
2. sie regelmäßig am Unterricht teilgenommen haben.
Satz 1 gilt für die Gesamtprüfung mit der Maßgabe, dass das arithmetische Mittel aller Vornoten nach § 14 Abs. 1 mindestens 2,0 beträgt und in keinem Fach, Lernfeld, keiner Lernfeldgruppe und keinem Lerngebiet die Note "ausreichend" oder schlechter erzielt wurde. Die Schüler werden beim Vorliegen der Voraussetzungen des Satzes 2 von der gesamten schulischen Abschlussprüfung befreit.
(4) Bei Schülern, die vor Ablauf der Regelausbildungszeit zur Abschlussprüfung bei der zuständigen Stelle für die Berufsbildung zugelassen werden, entfällt die schulische Abschlussprüfung.
(5) Die schulische Abschlussprüfung kann auch zentral oder nach Vereinbarung mit der zuständigen Stelle für die Berufsbildung in Verbindung mit der Kammerprüfung durchgeführt werden. In diesen Fällen werden die Aufgaben von der Aufgabenkommission nach Absatz 2 Satz 1 erstellt; die Zuständigkeit liegt bei dem für das Schulwesen zuständigen Ministerium. Bei der gemeinsamen Abschlussprüfung beträgt die Bearbeitungszeit in den Fächern Sozialkunde und Wirtschaftslehre für alle Alternativen des Absatzes 1 jeweils 30 Minuten; bei der Gesamtprüfung des fachtheoretischen Unterrichts nach Absatz 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. b Doppelbuchst. ee kann von der Bearbeitungszeit von 300 Minuten durch Festlegung des für das Schulwesen zuständigen Ministeriums abgewichen werden.
1. die Vornote im Fach der Zusatzqualifikation mindestens "gut" lautet und
(5) Für die Erfüllung der Voraussetzungen zum Erwerb der Zusatzqualifikation sowie für die Wiederholung der Abschlussprüfung gilt § 17 Abs. 5.
(1) Schüler in besonderen Klassen nach § 12 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 nehmen an einer Prüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife teil; für diese Schüler entfällt die schulische Abschlussprüfung nach § 15. Die Prüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife gliedert sich in einen schriftlichen und gegebenenfalls mündlichen Teil.
(2) Die schriftliche Prüfung findet in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik statt. Die Bearbeitungszeit einschließlich Einlesezeit beträgt im Fach Deutsch 270 Minuten, in den Fächern Englisch und Mathematik jeweils 210 Minuten.
(4) Für die Bildung der Vornoten in den Prüfungsfächern gilt § 14 Abs. 1. In die Endnote gehen zu gleichen Teilen die Vornote, die Note der schriftlichen Prüfung und gegebenenfalls die Note der mündlichen Prüfung ein. Ergibt sich bei der Ermittlung der Endnote ein Bruchwert, so wird er unter Berücksichtigung der Bewertungstendenz in der Vornote auf- oder abgerundet.
1. in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik mindestens die Endnote "ausreichend" erreicht,
2. in den Fächern, Lernfeldern, Lernfeldgruppen und Lerngebieten, die in der Abschlussklasse unterrichtet wurden, jeweils mindestens die Jahresnote "ausreichend" erreicht,
3. ein Abschlusszeugnis der Berufsschule erhält und
4. seine Berufsausbildung erfolgreich abschließt.
(11) Eine zweite Wiederholung einer nicht bestandenen Prüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife ist nur in Ausnahmefällen zulässig; über den Antrag entscheidet das Schulamt.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Fünfter AbschnittZeugnisse, Berechtigungen
Schüler des BVJ erhalten für das Schulhalbjahr ein Zeugnis. Ausgabetermin des Zeugnisses ist der letzte Unterrichtstag vor den Winterferien.
(3) Ein Abschlusszeugnis wird auch in den Fällen des § 15 Abs. 3 und 4 erteilt. Es enthält im Fall des § 15 Abs. 4 auch die Noten für den Unterrichtsstoff der von den Schülern selbst zu erarbeiten war und durch eine Leistungsfeststellung bewertet wurde. Für die Bildung der Gesamtnote gilt Absatz 2 Satz 2 bis 5.
(4) Das Abgangszeugnis der Berufsschule wird erteilt, wenn der Schüler die Schule vorzeitig oder ohne die schulische Ausbildung erfolgreich abgeschlossen zu haben, verlässt. Eine Gesamtnote wird nicht ausgewiesen. In das Abgangszeugnis sind die Noten für die erzielten Leistungen in den Fächern, Lernfeldern, Lernfeldgruppen oder Lerngebieten nach der Stundentafel der jeweiligen Thüringer Lehrpläne einzutragen, sofern sie eine Beurteilung zulassen; andernfalls ist ein Vermerk darüber aufzunehmen, aus welchen Gründen dies nicht möglich war. Das Ergebnis einer Gesamtprüfung ist auszuweisen. Das Abgangszeugnis enthält darüber hinaus eine Bemerkung, ob die Berufsschulpflicht erfüllt ist oder ob die Voraussetzungen für das Ruhen der Berufsschulpflicht nach § 22 Abs. 2
ThürSchulG vorliegen.
(2) Schüler erwerben mit dem Abschlusszeugnis der Berufsschule einen dem Realschulabschluss gleichwertigen Abschluss, wenn sie eine Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung mit einer Regelausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren abschließen, im Abschlusszeugnis der Berufsschule eine Gesamtnote von mindestens 3,0 erreichen und einen mindestens fünfjährigen Fremdsprachenunterricht mit ausreichenden Leistungen nachweisen.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Sechster AbschnittErwerb des Abschlusszeugnisses durch
1. ein Lebenslauf mit der Darstellung des Bildungswegs und des beruflichen Werdegangs,
2. ein Lichtbild, das nicht älter als sechs Monate sein darf,
3. beglaubigte Nachweise über die berufspraktische Tätigkeit oder die Teilnahme an den berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit,
4. eine Erklärung, aus der hervorgeht, ob, wo und mit welchem Erfolg sich der Bewerber einer gleichartigen Prüfung unterzogen hat und dass er nicht einen weiteren Antrag auf Zulassung zur Externenprüfung gestellt hat.
(1) Verfahren, Umfang und Bearbeitungszeiten der Externenprüfung richten sich im Fall des § 27 Satz 1 nach § 15 Abs. 1 und 2 und im Fall des § 27 Satz 2 nach den Absätzen 2 bis 4.
(3) Die Inhalte und das Aufgabenniveau der schriftlichen Prüfungen müssen den Anforderungen des geltenden Lehrplanes für das BVJ entsprechen. Die Aufgaben werden durch einen im jeweiligen Fach unterrichtenden Lehrer einer staatlichen berufsbildenden Schule im Einvernehmen mit der Fachkonferenz dieser Schule festgelegt. Die schriftlichen Prüfungsarbeiten werden durch einen im jeweiligen Fach unterrichtenden Lehrer einer staatlichen berufsbildenden Schule bewertet.
(9) Prüfungsteilnehmer, die die Externenprüfung nicht bestanden haben, können diese einmal wiederholen. Der Termin für die Wiederholung wird vom Schulleiter festgelegt und dem Prüfungsteilnehmer rechtzeitig bekannt gegeben; er soll nicht früher als einen Monat und nicht später als sechs Monate nach dem ersten Prüfungstermin liegen. Eine zweite Wiederholung ist nur in besonders begründeten Ausnahmefällen mit Zustimmung des für das Schulwesen zuständigen Ministeriums möglich.
zum Seitenanfang | zur Einzelansicht Siebter AbschnittSchlussbestimmungen
Fächer, Lernfelder, Lernfeldgruppen oder Lerngebiete
Fachtheoretischer Unterricht*
inklusive Wirtschaftslehre im gewerblich-technischen Bereich***
8 bis 9**
23 bis 25**
Wahlpflichtfächer****
2 bis 1**
4 bis 2**
Fußnoten* Die einzelnen Fächer, Lernfelder, Lernfeldgruppen oder Lerngebiete mit ihren Bezeichnungen und Stundenanteilen sind in den Einzelstundentafeln der Lehrpläne für den jeweiligen Ausbildungsberuf festgelegt.
** Sofern die Einzelstundentafeln der Lehrpläne 9 oder 25 Wochenstunden fachtheoretischen Unterricht, bedingt durch zusätzlich ein oder zwei Wochenstunden berufsbezogene Fremdsprache, ausweisen, ist der Wahlpflichtunterricht um eine oder zwei Wochenstunden zu kürzen.
*** Wirtschaftslehre wird im Umfang von 40 Stunden im Ausbildungsjahr unterrichtet.
**** Angebot entsprechend den Möglichkeiten der Schule oder den Anforderungen des Ausbildungsberufes (wie Fremdsprache, Informatik, Ergänzungsunterricht, Förderunterricht).
(zu § 6 Abs. 5 in Verbindung mit § 12 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und Satz 2)
Rahmenstundentafel für die Berufsschule - Berufsausbildung mit gleichzeitigem Erwerb der Fachhochschulreife
Wahlpflichtunterricht**
Fußnoten* Durch zusätzliche Unterrichtstage oder Blockwochen sind je Fach insgesamt 160 Stunden Unterricht zu planen. Werden Themen dieser Fächer im fachtheoretischen Unterricht vermittelt und entspricht dieser in seinem Niveau den Standards der Vereinbarung über den Erwerb der Fachhochschulreife in beruflichen Bildungsgängen (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 5. Juni 1998 in der jeweils geltenden Fassung), so werden die dafür verwandten Zeiten auf den Stundenumfang von 160 angerechnet.
* Durch zusätzliche Unterrichtstage oder Blockwochen sind je Fach insgesamt 160 Stunden Unterricht zu planen. Werden Themen dieser Fächer im fachtheoretischen Unterricht vermittelt und entspricht dieser in seinem Niveau den Standards der Vereinbarung über den Erwerb der Fachhochschulreife in beruflichen Bildungsgängen (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 5. Juni 1998 in der jeweils geltenden Fassung), so werden die dafür verwandten Zeiten auf den Stundenumfang von 160 angerechnet.
** Angebot entsprechend den Möglichkeiten der Schule, den Anforderungen des Ausbildungsberufs oder der Zusatzqualifikation (beispielsweise Deutsch, Englisch, Mathematik oder Informatik).
Rahmenstundentafel für das Berufsvorbereitungsjahr*
BVJ 2
Sozial- und Verhaltenskundekunde
Fachtheoretischer Unterricht**
Fachtpraktischer Unterricht inklusive Praktikum***
Ergänzungs- und Förderunterricht****
Fußnoten* Für das BVJ B in Vollzeitunterricht gilt die Rahmenstundentafel für das BVJ 1 oder das BVJ 2; für das BVJ B in Teilzeitunterricht die Rahmenstundentafel für das BVJ/k 1 und 2.
** Die einzelnen Fächer und Lernfelder mit ihren Bezeichnungen und Stundenanteilen werden in den Einzelstundentafeln der Lehrpläne festgelegt.
*** Für Schüler die an einem Praktikum nach § 8 Abs. 2 teilnehmen sind Abweichungen von der Stundentafel zugunsten des allgemeinen und fachtheoretischen Unterrichts möglich.
**** Dieser Unterricht dient dem Ausgleich vorhandener Bildungsdefizite oder als Ergänzung (wie Informatik, Vertiefung von Lerninhalten der Fachtheorie und Fachpraxis).
Rahmenstundentafel für das Berufsvorbereitungsjahr für ausländische Schüler und Kinder von Aussiedlern
14 bis 16*
Ergänzungs- oder Förderunterricht**
Fußnoten* Die Verteilung in fachtheoretischen und fachpraktischen Unterricht wird in den Einzelstundentafeln der Lehrpläne für den jeweiligen Bildungsgang festgelegt.
** Dieser Unterricht dient dem Ausgleich vorhandener Bildungsdefizite oder als Ergänzung (wie Informatik, Vertiefung von Lerninhalten der Fachtheorie und Fachpraxis).