Source: http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=28920
Timestamp: 2013-05-21 11:29:35
Document Index: 83403602

Matched Legal Cases: ['§ 439', '§ 444', '§ 444', '§ 437', '§ 438', '§ 444', '§ 437', '§ 254']

Gebrauchtwagenkauf von Privat - Rückgaberecht/ Garantie? Kaufrecht
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03.08.2007 15:40 | Preis: ***,00 € |
Ich habe gehört, dass es jetzt auch bei Privatkäufen ein 4-wöchiges Rückgaberecht gibt. Das ginge ja jetzt nicht, da der Verkäufer ja im Urlaub ist und der Kfz-Meister sich aus der "Affäre" zieht. Oder könnten wir noch über den Preis oder Reparaturkosten nachträglich verhandeln? Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 131 weitere Antworten zum Thema:
Ob dies auch ratsam wäre oder es sich zunächst empfiehlt im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistungsvorschriften auf sogenannte " Nachbesserung " zu bestehen, ist eine juristisch schwer zu beantwortende Frage: Gesetzlich in eindeutiger Weise geltend machen und auch durchsetzen können Sie in den meisten "Gewährleistungsfällen" zunächst den Anspruch auf sogenannte " Nachbesserung "; vgl.: Anlage: § 439 BGB. Um Ihre Verhandlungsposition zu verdeutlichen, möchte ich die gegenwärtige Rechtslage in etwa wie folgt beschreiben:
Ein PRIVAT – Verkäufer könnte die Haftung im Rahmen der Vorgaben des § 444 BGB zwar grundsätzlich ausschließen; vgl.: Anlage / § 444 BGB. Wie sich aus genannter Vorschrift ergibt, könnte jedoch selbst ein Privatverkäufer ein Unfallfahrzeug nicht als „ unfallfrei " verkaufen , wenn er - wie vorliegend - von dem Unfall weiß !
Selbst wenn Sie das Fahrzeug „ direkt " über den Händler erworben hätten, so hätte sich dieser in den Fahrzeugunterlagen über den Vorschaden schlau machen müssen und Sie entsprechend auch im Vertrag informieren müssen. Eine besondere Gefahr hinsichtlich der von Ihnen gefürchteten 4 - wöchigen Widerrfusfrist vermag ich nicht zu erkennen, da i.d.R. weder bei einem Verkauf von „ Privat " noch bei einem Kauf im Ladenlokal eines KfZ Händlers ( Ausnahme Kreditfinanzierung etc.pp.) besondere 4 - wöchige Widerrufsrechte greifen !
Ich hoffe, Ihnen eine hilfreiche erste Orientierung ermöglicht zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern dafür angedacht ist, eine erste Einschätzung Ihres Rechtsproblems von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Sofern Sie eine abschließende Beurteilung Ihres Sachverhaltes wünschen, empfehle ich, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren und die Sachlage mit diesem konkret zu erörtern.
Alles in allem sollten Sie zunächst in einem Gespräch mit dem Anwalt Ihres Vertrauens klären, welche Art der Nachbesserung für Sie vernünftiger Weise eingefordert werden sollte. Bei Bedarf benutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion, um an mich eine Nachfrage im Rahmen dieses Forums zu richten.
Auf eine Vereinbarung, durch welche die Rechte des Käufers wegen eines Mangels ausgeschlossen oder beschränkt werden, kann sich der Verkäufer nicht berufen, soweit er den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat. § 437 Rechte des Käufers bei Mängeln
03.08.2007 | 18:46
Beim Kauf beträgt die gesetzliche Verjährungsfrist gemäß § 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB 2 JAHRE ab Ablieferung der Kaufsache.
Ein Gewährleistungsausschluss bzw. ein Verkürzung der Verjährung ist jedoch bei Kenntnis eines Unfallschadens im Sinne des genannten § 444 BGB in keinem Fall zulässig ! Sofern Sie sich weiter unsicher sind, sollten Sie sofort einen Anwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen. Spätestens nachdem der Verkäufer / Händler die Nachbesserung bzw. eine angemessene Minderung des Kaufpreises abgelehnt hat, sollte jedenfalls ein Rechtsanwalt beauftragt werden. Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben. Mit freundlichen Grüßen
(1) Die in § 437 Nr. 1 und 3 bezeichneten Ansprüche verjähren 1.in 30 Jahren, wenn der Mangel
03.08.2007 | 18:59
Eine alsbaldige Meldung der Mängel liegt aus beweisrechtlicher Sicht insbesondere auch in Ihrem ureigensten Interesse. Außerdem gibt es so etwas, wie die Pflicht, einen zu befürchtenden Schaden so gering wie möglich zu halten - § 254 BGB. Jetzt eine Frage stellen
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