Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20R%2074/90
Timestamp: 2019-06-18 08:12:34
Document Index: 185276501

Matched Legal Cases: ['§ 56', '§ 105', '§ 48', '§ 38', '§ 106', '§ 27', '§ 110']

BFH, 19.07.1994 - II R 74/90 - dejure.org
https://dejure.org/1994,1369
BFH, 19.07.1994 - II R 74/90 (https://dejure.org/1994,1369)
BFH, Entscheidung vom 19.07.1994 - II R 74/90 (https://dejure.org/1994,1369)
BFH, Entscheidung vom 19. Juli 1994 - II R 74/90 (https://dejure.org/1994,1369)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1994,1369) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
FGO § 56; BewG i. d. F. vor Inkrafttreten des StÄndG 1992 § 105 Abs. 1
Bewertung; von der Untergesellschaft nach dem Bewertungsstichtag beschlossene Gewinnausschüttung
BFHE 175, 302
NVwZ-RR 1995, 546
DB 1994, 2378
BStBl II 1994, 946
BStBl II 1994, 948
Sie waren auch nicht verpflichtet, die Durchführung der Anordnung über die Absendung des Briefes persönlich zu überwachen oder sich am nächsten Tag durch Nachfrage bei der Absendestelle von der Einhaltung der Anweisung zu überzeugen (BFH-Urteil vom 19. Juli 1994 II R 74/90, BFHE 175, 302, BStBl II 1994, 946).
Dabei ist zu beachten, dass ebenso wie ein Prozessbevollmächtigter auch der Vorsteher des FA verpflichtet ist, ein Fristenkontrollbuch zu führen, in dem u.a. die Frist für die Revisionsbegründung zu vermerken ist (BFH-Entscheidungen vom 19. Juli 1994 II R 74/90, BFHE 175, 302, BStBl II 1994, 946;… vom 10. Juli 1996 II R 12/96, BFH/NV 1997, 47;… vom 26. August 1997 VII R 11/96, BFH/NV 1998, 70;… vom 10. März 2000 VII R 2/00, BFH/NV 2000, 1117).
Bei der Beurteilung der Frage, ob eine Behörde sich die Versäumung einer gesetzlichen Frist als schuldhaft anrechnen lassen muss, gelten grundsätzlich die gleichen Maßstäbe, wie sie von der Rechtsprechung für ein Wiedereinsetzungsgesuch des Steuerpflichtigen entwickelt worden sind (vgl. u.a. BFH-Entscheidungen vom 19. Juli 1994 II R 74/90, BFHE 175, 302, BStBl II 1994, 946, …und vom 8. September 1998 VII R 136/97, BFH/NV 1999, 73).
Dabei ist zu beachten, dass ebenso wie ein Prozessbevollmächtigter auch der Vorsteher des FA verpflichtet ist, ein Fristenkontrollbuch zu führen, in dem jegliche Fristen, u.a. die Frist für die Revisionsbegründung oder Frist für einen Antrag auf mündliche Verhandlung nach Erlass eines Gerichtsbescheids, zu vermerken ist (BFH-Entscheidungen vom 19. Juli 1994 II R 74/90, BFHE 175, 302, BStBl II 1994, 946;… vom 10. Juli 1996 II R 12/96, BFH/NV 1997, 47;… vom 26. August 1997 VII R 11/96, BFH/NV 1998, 70;… vom 10. März 2000 VII R 2/00, BFH/NV 2000, 1117).
Da die veranlagte Körperschaftsteuer mit Ablauf des Veranlagungszeitraums entsteht (§ 48 KStG a.F., § 38 der Abgabenordnung --AO 1977--), bedeutet dies, dass die auf dem Jahresgewinn beruhende Körperschaftsteuer zum Abschlusszeitpunkt 31. Dezember (§ 106 Abs. 2 BewG i.d.F. vor Aufhebung durch das Gesetz zur Fortsetzung der Unternehmenssteuerreform) bei der Einheitsbewertung des Betriebsvermögens als Schuldposten abzuziehen ist (BFH-Urteile vom 19. Juli 1994 II R 74/90, BFHE 175, 302, BStBl II 1994, 946, und vom 24. April 1985 II R 231/84, BFHE 143, 375, BStBl II 1985, 361).
Die Minderung der Körperschaftsteuerschuld der Klägerin auf (seinerzeit) 36 v.H. des steuerpflichtigen Einkommens nach § 27 Abs. 3 Satz 2 KStG a.F. für die im Jahre 1986 vorgenommenen Ausschüttungen kann (noch) nicht berücksichtigt werden, da das zur Steuerminderung führende Ereignis (Ausschüttung) am Stichtag 1. Januar 1986 noch nicht vorlag (vgl. BFH-Urteile in BFHE 175, 302, BStBl II 1994, 946, und in BFHE 143, 375, BStBl II 1985, 361, unter 4.).
Dem steht auch nicht die bisherige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) entgegen, wonach eine Minderung der Körperschaftsteuerschuld aufgrund eines nach dem maßgebenden Feststellungszeitpunkt gefaßten Ausschüttungsbeschlusses nicht zu berücksichtigen war (vgl. BFH-Urteile vom 19. Oktober 1994 II R 124/91, BFHE 176, 35, BStBl II 1995, 45; vom 19. Juli 1994 II R 74/90, BFHE 175, 302, BStBl II 1994, 946; vom 23. April 1992 II R 40/88, BFHE 168, 365, BStBl II 1992, 790; vom 24. April 1985 II R 231/84, BFHE 143, 375, BStBl II 1985, 361).
Sofern ein Verschulden einer Hilfsperson vorliegt, muss der Steuerpflichtige für deren Verschulden nur einstehen, sofern er bei Auswahl, Unterweisung und Beaufsichtigung der Hilfspersonen schuldhaft (Eigenverschulden) gehandelt hat (vgl. BFH-Urteil vom 19.07.1994 II R 74/90, BFHE 175, 302, BStBl II 1994, 946;… Bruns in: Gosch, Abgabenordnung/Finanzgerichtsordnung, 1. Aufl. 1995, 143. Lieferung, § 110 AO, Rn. 28).
Auch fehlt es an einer Auseinandersetzung mit der bisher in diesem Bereich ergangenen Rechtsprechung des BFH (s. etwa Urteile in BFHE 137, 399, BStBl II 1983, 334;… vom 4. März 1986 VII R 78/84, BFH/NV 1986, 622, und vom 19. Juli 1994 II R 74/90, BFHE 175, 302, BStBl II 1994, 946;… Beschluss in BFH/NV 2002, 162).
BFH, 19.10.1994 - II R 124/91
Keine Berücksichtigung von Dividendenansprüchen und Ansprüchen auf Anrechnung der …