Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19951122_OGH0002_0010OB00041_9400000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-12-13 21:05:41
Document Index: 226444863

Matched Legal Cases: ['OGH', '§1', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 364', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 933', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§393', '§41', '§ 393', '§ 41', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 43', 'OGH', '§ 150', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 6', 'OGH', '§ 1489', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 2', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 1Ob41/94 (1Ob42/94) - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 1Ob443/38 2Ob547/53 2Ob...
RS0034440
1Ob443/38; 2Ob547/53; 2Ob486/53; 2Ob68/55; 1Ob218/55; 2Ob250/55; 2Ob470/58; 6Ob391/59; 2Ob599/59; 2Ob500/59; 5Ob300/62; 2Ob64/59; 2Ob125/62; 5Ob142/63; 2Ob146/64; 6Ob93/67; 2Ob321/67; 8Ob127/68; 2Ob149/68; 2Ob320/68; 2Ob340/68 (2Ob343/68); 8Ob94/69; 5Ob278/69; 2Ob314/69; 1Ob16/70; 5Ob29/71 (5Ob30/71); 1Ob58/71; 1Ob63/71; 1Ob98/71; 1Ob157/71; 7Ob131/71 (7Ob132/71); 7Ob151/71; 1Ob104/72; 5Ob177/72; 6Ob145/72; 5Ob120/73; 1Ob128/73; 2Ob140/73; 2Ob198/73; 6Ob70/74; 5Ob207/74; 1Ob158/74; 5Ob293/74; 4Ob618/74; 1Ob18/75; 1Ob45/75; 8Ob270/75; 8Ob205/76; 1Ob761/76; 6Ob554/77 (6Ob555/77); 7Ob712/78; 4Ob96/78; 7Ob676/79; 4Ob511/79; 8Ob290/80; 8Ob215/81; 5Ob563/81; 1Ob516/82; 3Ob648/82; 5Ob559/82; 5Ob588/82; 1Ob607/83 (1Ob608/83); 2Ob553/83 (2Ob554/83); 8Ob13/84; 5Ob1/85 (5Ob2/85); 8Ob72/84; 7Ob519/86; 3Ob510/86; 8Ob27/87; 5Ob533/88; 6Ob523/89; 9ObA207/89; 8Ob621/89; 1Ob536/90; 3Ob1591/91; 1Ob532/93; 1Ob601/93; 1Ob5622/94; 1Ob590/94; 1Ob41/94 (1Ob42/94); 2Ob2019/96t; 5Ob2101/96y; 5Ob2339/96y; 4Ob2197/96h; 2Ob153/97g; 7Ob2403/96z; 9Ob319/97w; 7Ob142/97a; 9Ob167/97t; 9ObA163/97d; 6Ob187/98p; 2Ob178/98k; 9Ob129/01p; 1Ob21/02y; 7Ob93/02f; 7Ob204/05h; 1Ob162/07s; 9Ob23/07h; 3Ob3/09a; 6Ob21/10x; 8Ob26/10x; 9Ob53/14f; 3Ob157/17k; 7Ob206/17w
FristenG §1
Die Verjährung von Schadenersatzansprüchen beginnt schon bei Kenntnis des Schadens und des Schädigers zu laufen. Kenntnis der Schadenshöhe ist nicht Voraussetzung des Verjährungsbeginns.
1 Ob 443/38
Entscheidungstext OGH 15.06.1938 1 Ob 443/38
Veröff: DREvBl 1938/320
2 Ob 547/53
Entscheidungstext OGH 15.07.1953 2 Ob 547/53
2 Ob 486/53
Entscheidungstext OGH 30.09.1953 2 Ob 486/53
2 Ob 68/55
Entscheidungstext OGH 31.03.1955 2 Ob 68/55
1 Ob 218/55
Entscheidungstext OGH 27.04.1955 1 Ob 218/55
2 Ob 250/55
Entscheidungstext OGH 06.07.1955 2 Ob 250/55
2 Ob 470/58
Entscheidungstext OGH 26.11.1958 2 Ob 470/58
6 Ob 391/59
Entscheidungstext OGH 02.12.1959 6 Ob 391/59
2 Ob 599/59
Entscheidungstext OGH 25.11.1959 2 Ob 599/59
Veröff: ZVR 1960/305 S 207
2 Ob 500/59
Entscheidungstext OGH 04.11.1959 2 Ob 500/59
Veröff: ZVR 1960/269 S 181
5 Ob 300/62
Entscheidungstext OGH 07.11.1962 5 Ob 300/62
Veröff: EvBl 1963/127 S 180
nur: Kenntnis der Schadenshöhe ist nicht Voraussetzung des Verjährungsbeginns. (T1) Veröff: ZVR 1960/166 S 114
2 Ob 125/62
Entscheidungstext OGH 26.04.1962 2 Ob 125/62
Veröff: ZVR 1962/304 S 324
5 Ob 142/63
Entscheidungstext OGH 24.04.1963 5 Ob 142/63
2 Ob 146/64
Entscheidungstext OGH 11.05.1964 2 Ob 146/64
nur T1; Veröff: ZVR 1964/284 S 328
6 Ob 93/67
Entscheidungstext OGH 19.04.1967 6 Ob 93/67
8 Ob 127/68
Entscheidungstext OGH 21.05.1968 8 Ob 127/68
2 Ob 149/68
Entscheidungstext OGH 11.10.1968 2 Ob 149/68
2 Ob 320/68
Entscheidungstext OGH 06.11.1968 2 Ob 320/68
Veröff: SZ 41/147
2 Ob 340/68
Entscheidungstext OGH 14.11.1968 2 Ob 340/68
8 Ob 94/69
Entscheidungstext OGH 13.05.1969 8 Ob 94/69
5 Ob 278/69
Entscheidungstext OGH 29.10.1969 5 Ob 278/69
Ähnlich; Beisatz: Es bedarf zwar nicht der Kenntnis der genauen Schadenshöhe, wohl aber der Kenntnis des Schadens, der Person des Ersatzpflichtigen und des Ursachenzusammenhangs. (T2)
2 Ob 314/69
Entscheidungstext OGH 19.12.1969 2 Ob 314/69
nur T1; Veröff: SZ 42/193
Beisatz: Möglichkeit der Schadensermittlung genügt. (T3) Veröff: MietSlg 22208
5 Ob 29/71
Entscheidungstext OGH 10.03.1971 5 Ob 29/71
1 Ob 58/71
Entscheidungstext OGH 11.03.1971 1 Ob 58/71
Veröff: ImmZ 1971,217 = MietSlg 23224
1 Ob 98/71
Entscheidungstext OGH 30.04.1971 1 Ob 98/71
Veröff: MietSlg 23225
7 Ob 131/71
Entscheidungstext OGH 22.09.1971 7 Ob 131/71
Beisatz: Dass Schaden bestimmt eintreten wird, genügt für den Beginn des Laufes der Verjährungsfrist. (T4) Veröff: MietSlg 23226
7 Ob 151/71
Entscheidungstext OGH 27.10.1971 7 Ob 151/71
nur T1; Beisatz: Verjährung kann mangels Kenntnis der Schadenshöhe durch Feststellungsklage verhindert werden. (T5) Veröff: SZ 44/164
Beisatz: Für den Beginn der Verjährung ist nicht der Zeitpunkt der Entstehung des Schadens maßgebend (vgl EvBl 1941/343). (T6)
1 Ob 128/73
Entscheidungstext OGH 05.09.1973 1 Ob 128/73
Beis wie T5; Veröff: SZ 46/81 = MietSlg 25190
2 Ob 140/73
Entscheidungstext OGH 04.10.1973 2 Ob 140/73
nur T1; Veröff: ZVR 1974/171 S 251
Veröff: SZ 47/104 = VersR 1976,202
4 Ob 618/74
Entscheidungstext OGH 17.12.1974 4 Ob 618/74
Beisatz: Hier: Ausgleichsanspruch nach § 364 b ABGB. (T7)
Veröff: SZ 50/34
Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T5
Beis wie T2; Beisatz: Erkundigungspflicht darf nicht überspannt werden. (T8)
5 Ob 563/81
Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 563/81
3 Ob 648/82
Entscheidungstext OGH 12.01.1983 3 Ob 648/82
5 Ob 588/82
Entscheidungstext OGH 03.05.1983 5 Ob 588/82
Beisatz: Hier: § 933 ABGB (T9)
5 Ob 1/85
Entscheidungstext OGH 29.01.1985 5 Ob 1/85
Beisatz: Erfährt der Geschädigte durch ein Sachverständigengutachten, dass der von ihm bis dahin für unbehebbar gehaltene Schaden behoben werden kann, so betrifft die Kenntnis der Behebbarkeit des Schadens und der dafür erforderlichen Kosten die Schadenshöhe. (T10) Veröff: ImmZ 1985,301 = JBl 1986,108
8 Ob 72/84
Entscheidungstext OGH 21.02.1985 8 Ob 72/84
Beis wie T5; Beisatz: Hier: Verjährung von Kosten eines Kredites zur Schadensbehebung beginnt mit Übernahme der Kreditverpflichtung, wenn auch die Kreditzinsenhöhe ziffernmäßig nicht bekannt war. (T11)
3 Ob 510/86
Entscheidungstext OGH 17.12.1986 3 Ob 510/86
Beis wie T5; Beisatz: Kenntnis von Schaden und Ersatzpflichtigen muss ermöglichen, dass eine Klage mit Aussicht auf Erfolg erhoben werden kann. (T12); Veröff: ZVR 1988/83 S 185
9 ObA 207/89
Entscheidungstext OGH 13.09.1989 9 ObA 207/89
nur T1; Veröff: SZ 62/150 = JBl 1990,469 = Arb 10818
Auch; Verstärkter Senat; Beis wie T2; Beis wie T8; Beis wie T12; Veröff: SZ 63/37 = EvBl 1990/129 S 599 = JBl 1990,648 (Reischauer)
3 Ob 1591/91
Entscheidungstext OGH 12.02.1992 3 Ob 1591/91
1 Ob 532/93
Entscheidungstext OGH 25.05.1993 1 Ob 532/93
Vgl; Beis wie T2; Beis wie T5; Beis wie T12
Vgl; Beisatz: Die kurze Verjährungsfrist jedenfalls beginnt nicht vor dem tatsächlichen Eintritt des Schadens zu laufen. (T13)
1 Ob 5622/94
Entscheidungstext OGH 29.03.1994 1 Ob 5622/94
Beis wie T2; Beis wie T12; Beis wie T8; Beis wie T5
Vgl; Beis wie T13; Beisatz: Im Falle der zeitlich gedehnten Entstehung mehrerer Teilschäden hat dies aber nur für den relevanten "Erstschaden" uneingeschränkt Gültigkeit. (T14); Veröff: SZ 69/55
Vgl auch, Beis wie T13; Beisatz: Bei der Stoffsammlung für eine Schadenersatzklage sind keine allzustrengen Anforderungen an Erkundigungspflichten des Geschädigten zu stellen. (T15)
Vgl auch; Beisatz: Zur Widerlegung der Verjährungseinrede des Beklagten muss die Klägerin, die für ihren Schadenersatzanspruch maßgeblichen Umstände, insbesondere das Verschulden des Beklagten, erst nach dessen Verurteilung - etwa aus der erst sehr spät vorliegenden schriftlichen Urteilsausfertigung - in Erfahrung gebracht zu haben dartun, ohne dass ihr deshalb eine Verletzung der ihr obliegenden Erkundigungspflicht anzulasten wäre. Wo die Grenzen dieser Erkundigungspflicht des Geschädigten liegen, hängt immer von den Umständen des Einzelfalles ab. (T16); Veröff: SZ 69/251
Vgl auch; Beisatz: Bringt der Geschädigte eine Leistungsklage auf Schadenersatz wegen eines sogleich erlittenen Sachschadens ein, so muss er damit auch die Klage auf Feststellung voraussehbarer Folgeschäden - wie etwa eines sicher zu erwartenden Verdienstentganges - verbinden. (T17)
Auch; Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T16 nur: Wo die Grenzen dieser Erkundigungspflicht des Geschädigten liegen, hängt immer von den Umständen des Einzelfalles ab. (T18)
Vgl auch; Beis wie T8; Beis wie T12; Beis wie T18; Beisatz: Die Erkundigungspflicht des Geschädigten erstreckt sich auf die Voraussetzungen einer erfolgversprechenden Anspruchsverfolgung schlechthin und nicht nur auf die Person des Schädigers. (T19)
Vgl auch; Beisatz: Die Verjährungsfrist bei einem Regressanspruch mit Schadenersatzcharakter beginnt zwar regelmäßig erst dann, wenn die Zahlungspflicht des Regressberechtigten gegenüber dem Gläubiger „unverrückbar feststeht", doch kann auch in derartigen Fällen bis zu einer (rechtskräftigen) gerichtlichen Entscheidung nur dann zugewartet werden, wenn objektive Unklarheit über die Haftung des allenfalls - nämlich bei Bejahung seiner Haftung - Regressberechtigten besteht. Steht dessen eigene Haftung jedoch fest und lässt er sich aus anderen, gegebenenfalls ganz unsachlichen Gründen auf ein Verfahren ein, beginnt die Verjährungsfrist bereits mit Kenntnis von den zum Regress berechtigenden Umständen. Dies gilt auch für andere Schadenersatzforderungen als eigentliche Regressansprüche. (T20)
3 Ob 3/09a
Entscheidungstext OGH 25.02.2009 3 Ob 3/09a
6 Ob 21/10x
Entscheidungstext OGH 18.02.2010 6 Ob 21/10x
ECLI:AT:OGH0002:1938:RS0034440
JJR_19380615_OGH0002_0010OB00443_3800000_001
Rechtssatz für 2Ob63/66 6Ob267/70 2Ob1...
RS0035898
2Ob63/66; 6Ob267/70; 2Ob185/73; 7Ob227/75; 3Ob520/78; 7Ob21/79; 6Ob650/80; 1Ob41/94 (1Ob42/94)
StPO §393 Abs4
ZPO §41 B3
Gemäß § 393 Abs 4 StPO bilden die Kosten des Strafverfahrens eine Teil der Kosten des zivilgerichtlichen Verfahrens, ohne daß unterschieden wird, ob ein Schuldspruch oder ein Freispruch gefällt wurde. Es ist daher gemäß § 41 ZPO nur die Notwendigkeit der Kosten zu prüfen.
2 Ob 63/66
Entscheidungstext OGH 03.03.1966 2 Ob 63/66
Veröff: SZ 39/44 = ZVR 1966/342 S 328
6 Ob 267/70
Entscheidungstext OGH 11.11.1970 6 Ob 267/70
2 Ob 185/73
Entscheidungstext OGH 06.12.1973 2 Ob 185/73
Auch; Beisatz: Eine Teilung dieser Kosten, die zum Zwecke der Feststellung des Verschuldens des Beklagten erforderlich waren, im Sinne des § 43 ZPO kommt nur bei Verschuldensteilung in Betracht. (T1)
7 Ob 227/75
Entscheidungstext OGH 27.11.1975 7 Ob 227/75
Vgl; Beisatz: Ersatz gemäß § 150 VersVG (T2) Veröff: SZ 48/127 = VersR 1976,1199
3 Ob 520/78
Entscheidungstext OGH 10.01.1979 3 Ob 520/78
7 Ob 21/79
Entscheidungstext OGH 28.03.1979 7 Ob 21/79
Auch; Veröff: VersR 1981,589
6 Ob 650/80
Entscheidungstext OGH 17.09.1980 6 Ob 650/80
ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0035898
JJR_19660303_OGH0002_0020OB00063_6600000_002
Rechtssatz für 1Ob36/78 1Ob44/86 1Ob17...
RS0034618
1Ob36/78; 1Ob44/86; 1Ob17/93; 1Ob41/94 (1Ob42/94); 1Ob621/95; 2Ob2019/96t; 1Ob1004/96; 4Ob2197/96h; 2Ob153/97g; 9ObA2300/96t; 7Ob2403/96z; 1Ob2201/96z; 4Ob24/98b; 1Ob155/97v; 1Ob151/98g; 1Ob373/98d; 9Ob43/00i; 1Ob59/01k; 1Ob127/02m; 2Ob78/03i; 10Ob84/04g; 4Ob232/06f; 10Ob72/07x; 4Ob190/09h; 8ObA66/09b; 8Ob81/10k; 1Ob183/11k; 3Ob227/12x; 1Ob56/13m; 1Ob211/14g; 1Ob81/15s; 1Ob13/16t; 1Ob109/18p; 5Ob68/18p
Haben sich aus einer einzelnen schädigenden Handlung fortlaufend gleichartige schädliche Folgen entwickelt, die im überschaubaren Zusammenhang stehend und schon ursprünglich voraussehbar waren, so handelt es sich um einen einheitlichen Schaden, der schon durch die erste schädliche Auswirkung entstanden ist. In solchen Fällen sind die Wirkungen des schädigenden Ereignisses bekannt, auch wenn erst ein Teil von ihnen eingetreten ist (§ 6 Abs 1 AHG).
1 Ob 44/86
Entscheidungstext OGH 18.02.1987 1 Ob 44/86
Veröff: SZ 60/27
Beisatz: Die Verjährungsfrist beginnt ab Kenntnis der ersten schädigenden Auswirkungen zu laufen. (T1)
Vgl; Beis wie T1; Beisatz: In solchen Fällen ist bei Verfolgung des aktuellen Schadenersatzanspruchs auch die Erhebung einer Feststellungsklage betreffend die bei Entstehung des Erstschadens vorhersehbaren Folgeschäden zumutbar. (T2)
Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Der der Prozessökonomie dienende Zweck des Verjährungsrechts verbietet es jedoch, die Verjährung jedes folgenden Teilschadens erst mit dessen Entstehen beginnen zu lassen; ist ein wenn auch der Höhe nach noch nicht bezifferbarer Schaden einmal eingetreten, so sind damit alle Voraussetzungen für den Ersatzanspruch gegeben und ist dieser dem Grunde nach entstanden. Der drohenden Verjährung seines Anspruchs auf Ersatz der künftigen, aber schon vorhersehbaren Schäden hat der Geschädigte daher dann, wenn ihm schon ein Primärschaden entstanden ist, mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen. (T3)
Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Jedenfalls dann, wenn der Geschädigte zu einer Leistungsklage genötigt ist, sind gleichzeitig auch alle voraussehbaren künftigen Schäden (mit Feststellungsklage) geltend zu machen. (T4)
Vgl; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T4; Veröff: SZ 70/104
Vgl; Veröff: SZ 70/84
Beis wie T1; Beisatz: Die schon eingetretenen und die aus demselben Schadensereignis voraussehbaren künftigen Schäden (Teil[folge]schäden) bilden verjährungsrechtlich eine Einheit. Diese Folgeschäden lösen verjährungsrechtlich keinen gesonderten Fristenlauf aus. Der drohenden Verjährung des Ersatzsanspruchs für solche Folgeschäden ist ebenso wie nach § 1489 erster Satz ABGB mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen. (T5)
Vgl auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 72/51
Beisatz: Ob ein Schaden vorhersehbar war, ist stets im Einzelfall zu entscheiden und keiner Verallgemeinerung zugänglich. (T6)
Auch; Beisatz: Es kommt auf die objektive Vorhersehbarkeit für den Geschädigten und nicht auf die ex-post-Betrachtung von Sachverständigen an. (T7)
nur: Haben sich aus einer einzelnen schädigenden Handlung fortlaufend gleichartige schädliche Folgen entwickelt, die im überschaubaren Zusammenhang stehend und schon ursprünglich voraussehbar waren, so handelt es sich um einen einheitlichen Schaden, der schon durch die erste schädliche Auswirkung entstanden ist. (T8)
4 Ob 232/06f
Entscheidungstext OGH 19.12.2006 4 Ob 232/06f
Auch; nur T8; Beisatz: Keines Feststellungsbegehrens bedarf es daher, wenn weitere Schäden bei objektiver Betrachtung nicht vorhersehbar sind. (T9)
nur T8; Beis wie T3; Beisatz: Für nicht vorhersehbare schädigende Wirkungen eines Schadensfalles beginnt hingegen vom Zeitpunkt der Kenntnisnahme bzw sobald - nach einem „Primärschaden" im dargestellten Sinn - mit künftigen Schäden „mit Wahrscheinlichkeit zu rechnen ist", die Verjährungsfrist neu zu laufen. (T10)
Auch; nur T8; Beis wie T10
Vgl; nur T8; Beis wie T3; Vgl Beis wie T5; Veröff: SZ 2013/50
Auch; Beisatz: Hier: Zur Frage, ob bei einem Verdienstausfall durch einen Krankenstand wegen psychischer Beeinträchtigungen typischerweise auch (erheblich höhere) Einkommensverluste wegen einer künftigen Frühpensionierung wegen Dienstunfähigkeit voraussehbar sind. (T11); Veröff: SZ 2015/52
1 Ob 13/16t
Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 13/16t
Auch; Beis wie T5; Beisatz: Treten Schäden bei fortgesetzten schädigenden Handlungen auf, die nur oder auch auf ein späteres Verhalten des Schädigers zurückgehen, liegen keine verjährungsrechtlich mit einem Primärschaden einheitlich zu beurteilenden Folgeschäden vor, sodass jeder weitere Schadenseintritt einen neuen Verjährungsbeginn auslöst. (T12)
Beisatz: Hier: Mobbing bzw Bossingsituation; Zur Frage der Vorhersehbarkeit der Verlängerung und/oder Verschlechterung der dadurch hervorgerufenen Beschwerden. (T13)
1 Ob 109/18p
Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 109/18p
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0034618
JJR_19790418_OGH0002_0010OB00036_7800000_002
Rechtssatz für 1Ob42/90 1Ob18/92 1Ob17...
RS0050338
1Ob42/90; 1Ob18/92; 1Ob17/93; 1Ob39/94; 1Ob41/94 (1Ob42/94); 2Ob2019/96t; 7Ob54/97k; 2Ob153/97g; 9ObA2300/96t; 7Ob2403/96z; 7Ob253/97z; 4Ob24/98b; 1Ob155/97v; 1Ob373/98d; 1Ob127/99d; 1Ob151/00p; 1Ob199/00x; 1Ob134/00p; 1Ob68/01h; 1Ob95/01d; 1Ob147/01a; 1Ob55/04a; 1Ob226/05z; 1Ob103/07i; 8Ob96/07m; 7Ob67/10v; 8Ob26/10x; 1Ob96/11s; 1Ob183/11k; 1Ob85/11y; 1Ob171/12x; 1Ob129/12w; 1Ob56/13m; 1Ob130/13v; 1Ob50/13d; 1Ob148/13s; 3Ob206/13k; 1Ob17/14b; 5Ob230/14f; 1Ob211/14g; 3Ob40/15a; 1Ob51/15d; 1Ob123/15t; 7Ob206/17w; 1Ob109/18p
Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt nicht vor dem tatsächlichen Schadenseintritt. Mit dessen positiver Kenntnis beginnt sie aber auch schon dann zu laufen, wenn der Geschädigte die Schadenshöhe noch nicht beziffern kann, ihm noch nicht alle Schadensfolgen bekannt sind beziehungsweise diese auch noch nicht zur Gänze eingetreten sind. Der drohenden Verjährung muss der Geschädigte durch eine Feststellungsklage begegnen (JBl 1986,647).
Vgl auch; Beisatz: Der der Prozessökonomie dienende Zweck des Verjährungsrechts verbietet es jedoch, die Verjährung jedes folgenden Teilschadens erst mit dessen Entstehen beginnen zu lassen; ist ein wenn auch der Höhe nach noch nicht bezifferbarer Schaden einmal eingetreten, so sind damit alle Voraussetzungen für den Ersatzanspruch gegeben und ist dieser dem Grunde nach entstanden. Der drohenden Verjährung seines Anspruchs auf Ersatz der künftigen, aber schon vorhersehbaren Schäden hat der Geschädigte daher dann, wenn ihm schon ein Primärschaden entstanden ist, mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen. (T1)
Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 70/104
nur: Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt nicht vor dem tatsächlichen Schadenseintritt. (T2)
Vgl auch; Beisatz: Feststellungsklagen sind bei Zutreffen ihrer allgemeinen Voraussetzungen auch im Amtshaftungsrecht zulässig. (T3)
Veröff: SZ 72/51
Auch; nur: Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt nicht vor dem tatsächlichen Schadenseintritt. Mit dessen positiver Kenntnis beginnt sie aber auch schon dann zu laufen, wenn der Geschädigte die Schadenshöhe noch nicht beziffern kann. (T4)
Vgl; Beisatz: Der Geschädigte darf mit der Klageführung nicht so lange zuwarten, bis er im Rechtsstreit zu gewinnen glaubt. Jeder Kläger muss nämlich damit rechnen, dass sich seine scheinbare Kenntnis des Schadens und des Ersatzpflichtigen als irrig herausstellt, weil etwa Zeugen oder Sachverständige anderes bekunden könnten. Weiß der Geschädigte, dass er, ohne selbst tätig zu werden, seinen Wissensstand über ein allfälliges Organverschulden nicht mehr erhöhen kann, ist er auch verpflichtet, sachverständigen Rat einzuholen. Sobald dessen Kenntnisstand über den anspruchsbegründenden Sachverhalt eine Klage mit Aussicht auf Erfolg erlaubt, beginnt der Lauf der Verjährungsfrist. (T5)
nur: Die dreijährige Verjährungsfrist beginnt nicht vor dem tatsächlichen Schadenseintritt. Mit dessen positiver Kenntnis beginnt sie aber auch schon dann zu laufen, wenn der Geschädigte die Schadenshöhe noch nicht beziffern kann, ihm noch nicht alle Schadensfolgen bekannt sind beziehungsweise diese auch noch nicht zur Gänze eingetreten sind. (T6)
Beisatz: Die Verjährung von Ersatzansprüchen wegen Schäden, die durch die Ergreifung von Rechtsbehelfen nach § 2 Abs 2 AHG - also auch mittels einer Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof - nicht mehr abwendbar sind, beginnt mit dem Eintritt des tatsächlichen Schadens beziehungsweise mit dem Eintritt der ersten nicht mehr abwendbaren Schadensfolge zu laufen, sobald dem Geschädigten der durch einen fehlerhaften Hoheitsakt verursachte Schaden bekannt geworden ist. (T7)
1 Ob 134/00p
Entscheidungstext OGH 28.11.2000 1 Ob 134/00p
1 Ob 68/01h
Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 68/01h
nur T6; Beisatz: Der Lauf der Verjährungsfrist beginnt ab dem Zeitpunkt, in dem der Geschädigte aufgrund ihm bekannter Umstände - neben der Kenntnis des Eintritts (der Wirksamkeit) eines Schadens - ohne nennenswerte Mühe zumutbarerweise auch auf das Verschulden irgendeines Organs des später beklagten Rechtsträgers (hier: Bund) schließen konnte. (T8)
Vgl; Beis wie T5 nur: Weiß der Geschädigte, dass er, ohne selbst tätig zu werden, seinen Wissensstand über ein allfälliges Organverschulden nicht mehr erhöhen kann, ist er auch verpflichtet, sachverständigen Rat einzuholen. Sobald dessen Kenntnisstand über den anspruchsbegründenden Sachverhalt eine Klage mit Aussicht auf Erfolg erlaubt, beginnt der Lauf der Verjährungsfrist. (T9) Beis wie T8
Beisatz: Durch die Einbringung einer Feststellungsklage wird die Verjährung aller in diesem Zeitpunkt noch nicht fälligen und daher zukünftigen Schadenersatzansprüche unterbrochen, weshalb eine Klagsausdehnung auf später fällig werdende Beträge entgegen der Meinung der Vorinstanzen nicht erforderlich ist. (T10)
1 Ob 55/04a
Entscheidungstext OGH 17.05.2004 1 Ob 55/04a
Beis wie T7; Veröff: SZ 2004/75
1 Ob 226/05z
Entscheidungstext OGH 13.12.2005 1 Ob 226/05z
Auch; Beisatz: Ein Zuwarten wegen Unkenntnis der Person des Schädigers ist nur dann zulässig, wenn Unklarheit darüber besteht, ob im Sinne des Kausalitätsverlaufs die Schadenszufügung auf das Handeln einer bestimmten Person zurückgeführt werden kann. Die Unklarheit betreffend die Rechtsfrage, ob das rechtswidrig schuldhafte Verhalten des Schädigers dem beklagten Rechtsträger zurechenbar und diese für Schadenersatzansprüche passiv legitimiert ist, kann den Beginn der Verjährungsfrist nicht weiter hinausschieben. (T11)
1 Ob 103/07i
Entscheidungstext OGH 26.06.2007 1 Ob 103/07i
nur T6; Beis wie T8; Beis wie T5 nur: Der Geschädigte darf mit der Klageführung nicht so lange zuwarten, bis er im Rechtsstreit zu gewinnen glaubt. Jeder Kläger muss nämlich damit rechnen, dass sich seine scheinbare Kenntnis des Schadens und des Ersatzpflichtigen als irrig herausstellt. (T12)
Veröff: SZ 2007/103
8 Ob 96/07m
Entscheidungstext OGH 11.10.2007 8 Ob 96/07m
Auch; Beisatz: Wobei auch schon der Eintritt eines Teilschadens ausreicht. (T13)
7 Ob 67/10v
Entscheidungstext OGH 21.04.2010 7 Ob 67/10v
nur T6; Beis wie T12
1 Ob 129/12w
Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 129/12w
Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 2013/50
Beisatz: Hier: Begründung der Grunderwerbssteuerpflicht. (T14)
Vgl auch; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T12
Vgl; Beis wie T5; Beis wie T8; Veröff: SZ 2015/85
Vgl auch; Beis wie T12; Beisatz: Der Lauf der Verjährungsfrist beginnt, sobald der Kenntnisstand des Geschädigten eine Klage mit Aussicht auf Erfolg erlaubt. (T15)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0050338
JJR_19910306_OGH0002_0010OB00042_9000000_004
Rechtssatz für 1Ob41/94 (1Ob42/94) 1Ob6...
RS0087613
1Ob41/94 (1Ob42/94); 1Ob621/95; 7Ob54/97k; 4Ob2197/96h; 4Ob2356/96s; 9ObA2300/96t; 7Ob2403/96z; 1Ob2201/96z; 1Ob155/97v; 2Ob263/98k; 2Ob254/98m; 1Ob151/98g; 1Ob372/98g; 1Ob373/98d; 5Ob333/98a; 9Ob43/00i; 1Ob82/00s; 1Ob199/00x; 3Ob323/98s; 2Ob242/99y; 1Ob246/01k; 2Ob78/03i; 6Ob141/03h; 1Ob55/04a; 4Ob76/05p; 1Ob66/08z; 9ObA122/07t; 1Ob4/09h; 4Ob190/09h; 9ObA118/10h; 8Ob81/10k; 1Ob183/11k; 8ObA83/11f; 3Ob200/11z; 1Ob171/12x; 3Ob227/12x; 1Ob56/13m; 1Ob130/13v; 1Ob50/13d; 1Ob148/13s; 3Ob23/14z; 8Ob26/14b; 5Ob230/14f; 1Ob211/14g; 1Ob81/15s; 1Ob51/15d; 6Ob153/15s; 6Ob232/15h; 1Ob214/15z; 1Ob13/16t; 3Ob153/16w; 9Ob39/17a; 6Ob174/17g; 5Ob68/18p; 2Ob216/18f
Die schon eingetretenen und die aus demselben Schadensereignis voraussehbaren künftigen Schäden (Teil[folge]schäden) bilden verjährungsrechtlich eine Einheit. Diese Folgeschäden lösen verjährungsrechtlich keinen gesonderten Fristenlauf aus. Der drohenden Verjährung des Ersatzanspruchs für solche Folgeschäden ist mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen.
Vgl auch; Beisatz: Jedenfalls dann, wenn der Geschädigte zu einer Leistungsklage genötigt ist, sind gleichzeitig auch alle voraussehbaren künftigen Schäden (mit Feststellungsklage) geltend zu machen. (T1)
4 Ob 2356/96s
Entscheidungstext OGH 28.01.1997 4 Ob 2356/96s
2 Ob 263/98k
Entscheidungstext OGH 29.10.1998 2 Ob 263/98k
Auch; nur: Diese Folgeschäden lösen verjährungsrechtlich keinen gesonderten Fristenlauf aus. (T2)
Vgl auch; Beisatz: Ein Feststellungsurteil schließt die Verjährung von Folgeschäden für die Dauer von 30 Jahren ab seiner Rechtskraft aus. (T3)
Auch; nur: Diese Folgeschäden lösen verjährungsrechtlich keinen gesonderten Fristenlauf aus. Der drohenden Verjährung des Ersatzanspruchs für solche Folgeschäden ist mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen. (T4)
1 Ob 372/98g
Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 372/98g
Beisatz: Die Voraussehbarkeit künftiger Schäden ist eine Frage, die nach den Gegebenheiten des Einzelfalls zu lösen ist. (T5)
5 Ob 333/98a
Entscheidungstext OGH 14.09.1999 5 Ob 333/98a
nur: Die schon eingetretenen und die aus demselben Schadensereignis voraussehbaren künftigen Schäden (Teil[folge]schäden) bilden verjährungsrechtlich eine Einheit. (T6)
Beisatz: Es kommt auf die objektive Vorhersehbarkeit für den Geschädigten und nicht auf die ex-post-Betrachtung von Sachverständigen an. (T7)
Veröff: SZ 2004/75
1 Ob 66/08z
Entscheidungstext OGH 25.11.2008 1 Ob 66/08z
Auch; Beisatz: Folgeschäden sind allerdings dann nicht vorhersehbar, wenn zum schädigenden Ereignis, das den Erstschaden herbeigeführt hat, weitere Voraussetzungen hinzukommen müssen und nicht abzusehen ist, ob es tatsächlich dazu kommen wird. In diesem Fall beginnt die Verjährungsfrist erst mit dem Eintritt des Folgeschadens zu laufen. (T8)
Beisatz: Maßgebend ist dabei die objektive Vorhersehbarkeit für den Geschädigten und nicht eine ex-post-Betrachtung durch Sachverständige. (T9)
9 ObA 118/10h
Entscheidungstext OGH 22.12.2010 9 ObA 118/10h
nur: Die schon eingetretenen und die aus demselben Schadensereignis voraussehbaren künftigen Schäden (Teil[folge]schäden) bilden verjährungsrechtlich eine Einheit. Der drohenden Verjährung des Ersatzanspruchs für solche Folgeschäden ist mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen. (T10)
8 ObA 83/11f
Entscheidungstext OGH 20.12.2011 8 ObA 83/11f
Vgl; Veröff: SZ 2013/50
3 Ob 23/14z
Entscheidungstext OGH 08.04.2014 3 Ob 23/14z
Auch; Beisatz: Die schon eingetretenen und die aus demselben Schadensereignis voraussehbaren künftigen (Teil‑(‑Folge‑)Schäden bilden verjährungsrechtlich eine Einheit. Der drohenden Verjährung seines Anspruchs auf Ersatz der künftigen, aber schon vorhersehbaren Schäden hat der Geschädigte daher dann, wenn ihm schon ein Primärschaden entstanden ist, mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen oder ein außergerichtliches Anerkenntnis des Schädigers zu erwirken. (T11)
nur: Der drohenden Verjährung des Ersatzanspruchs für solche Folgeschäden ist mit einer Feststellungsklage innerhalb der Verjährungsfrist zu begegnen. (T12)
Auch; Beisatz: Hier: Zur Frage, ob bei einem Verdienstausfall durch einen Krankenstand wegen psychischer Beeinträchtigungen typischerweise auch (erheblich höhere) Einkommensverluste wegen einer künftigen Frühpensionierung wegen Dienstunfähigkeit voraussehbar sind. (T13); Veröff: SZ 2015/52
Beis wie T8; Beis wie T9 nur: Maßgebend ist dabei die objektive Vorhersehbarkeit für den Geschädigten. (T14)
Beisatz: Für eine unvorhergesehene weitere Entwicklung reicht es jedoch nicht aus, dass der Mehraufwendungsschaden höher ist als ursprünglich angenommen. (T15)
Beis wie T8; Beis wie T9; Beisatz: Letztlich ist es freilich stets eine Wertungsfrage, ab wann man verjährungsschädliche Untätigkeit des Geschädigten annimmt. (T16)
1 Ob 214/15z
Entscheidungstext OGH 31.03.2016 1 Ob 214/15z
Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T14; Beisatz: Treten Schäden bei fortgesetzten schädigenden Handlungen auf, die nur oder auch auf ein späteres Verhalten des Schädigers zurückgehen, liegen keine verjährungsrechtlich mit einem Primärschaden einheitlich zu beurteilenden Folgeschäden vor, sodass jeder weitere Schadenseintritt einen neuen Verjährungsbeginn auslöst. (T17)
Beisatz: Hier: Mobbing bzw Bossingsituation; Zur Frage der Vorhersehbarkeit der Verlängerung und/oder Verschlechterung der dadurch hervorgerufenen Beschwerden. (T18)
Auch; nur T10; Beis wie T11
2 Ob 216/18f
Entscheidungstext OGH 28.03.2019 2 Ob 216/18f
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0087613
JJR_19951122_OGH0002_0010OB00041_9400000_001
Rechtssatz für 1Ob41/94 (1Ob42/94)
RS0087614
1Ob41/94 (1Ob42/94)
Bei bereits vor Einleitung des Zivilprozesses entstandenen Privatbeteiligtenkosten ist die Ermittlung eines "Durchschnittserfolgs", abgestellt auf das Obsiegen in den jeweiligen Verfahrensabschnitten, weder zweckmäßig noch geboten. Für ihren Ersatz ist nur erheblich, inwieweit der ursprünglich (bei Klageseinbringung) erhobene Anspruch berechtigt war, sie sind also dem ersten Verfahrensabschnitt zuzuordnen.
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0087614
JJR_19951122_OGH0002_0010OB00041_9400000_002
Rechtssatz für 1Ob41/94 (1Ob42/94) 1Ob1...
RS0087615
1Ob41/94 (1Ob42/94); 1Ob1004/96; 4Ob2197/96h; 7Ob253/97z; 6Ob187/98p; 8Ob74/98k; 9Ob244/00y; 1Ob281/03k; 2Ob192/05g; 8Ob96/07m; 2Ob32/09h; 5Ob120/10y; 1Ob191/10k; 8Ob26/10x; 10Ob18/13i; 7Ob18/13t; 1Ob221/13a; 4Ob124/14k; 7Ob56/15h; 6Ob90/15a; 6Ob153/15s; 5Ob177/15p; 1Ob212/15f; 10Ob51/16x; 1Ob88/16x; 5Ob186/16p; 3Ob240/16i; 1Ob190/16x; 1Ob28/17z; 6Ob118/17x; 1Ob67/18m; 3Ob82/18g; 2Ob160/18w; 7Ob196/17z
Die kurze Verjährungszeit beginnt zwar nicht vor dem tatsächlichen Eintritt der Rechtsgutverletzung (also des "Primärschadens oder Erstschadens") zu laufen, mit dessen positiver Kenntnis wird sie aber nach ständiger Rechtsprechung aber auch schon dann in Gang gesetzt, wenn der Geschädigte die Höhe seines Schadens noch nicht beziffern kann, ihm noch nicht alle Schadensfolgen bekannt bzw diese auch noch nicht zur Gänze eingetreten sind. Der drohenden Verjährung muss der Geschädigte mit einer Feststellungsklage begegnen.
Vgl; Beisatz: Jedenfalls dann, wenn der Geschädigte zu einer Leistungsklage genötigt ist, sind gleichzeitig auch alle voraussehbaren künftigen Schäden (mit Feststellungsklage) geltend zu machen. (T1)
8 Ob 74/98k
Entscheidungstext OGH 25.11.1999 8 Ob 74/98k
1 Ob 281/03k
Entscheidungstext OGH 16.12.2003 1 Ob 281/03k
2 Ob 192/05g
Entscheidungstext OGH 01.09.2005 2 Ob 192/05g
2 Ob 32/09h
Entscheidungstext OGH 26.11.2009 2 Ob 32/09h
Vgl; Beisatz: Hier: Erkennbarkeit eines Erstschadens bei Wertpapiergeschäften durch Erkennbarkeit von Kursverlusten und der Risikoträchtigkeit von Wertpapieren. (T2)
Vgl auch; nur: Die kurze Verjährungszeit beginnt zwar nicht vor dem tatsächlichen Eintritt der Rechtsgutverletzung (also des "Primärschadens oder Erstschadens") zu laufen, mit dessen positiver Kenntnis wird sie aber nach ständiger Rechtsprechung aber auch schon dann in Gang gesetzt, wenn der Geschädigte die Höhe seines Schadens noch nicht beziffern kann, ihm noch nicht alle Schadensfolgen bekannt bzw diese auch noch nicht zur Gänze eingetreten sind. (T3)
Beisatz: Hier: Beendigung des Fruchtgenussrechts. (T4)
Beis wie T2; Beisatz: Ein nach Erkennen der Risikoträchtigkeit der gewählten Anlageform eingetretener weiterer Schaden ist als bloßer Folgeschaden zu qualifizieren, dessen Verjährung gleichfalls mit der Kenntnis vom Eintritt des Erstschadens beginnt. (T5)
6 Ob 90/15a
Entscheidungstext OGH 31.08.2015 6 Ob 90/15a
Beis wie T2; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Selbst eine im Zeitpunkt des Erkennens vorliegende Zukunftsprognose, die auf eine positivere Kursentwicklung hoffen lässt, ändert nichts am Verjährungsbeginn. (T6)
Beisatz: Diese Rechtsprechung will ein „Spekulieren auf dem Rücken des Beraters“ verhindern. Stört den Anleger das ungewollte ‑ und nunmehr erkannte ‑ Risiko, so soll er seine Ansprüche umgehend geltend machen. (T7)
Beisatz: Auch bei Fremdwährungskrediten ist daher auf den „Vertragsabschlussschaden“ abzustellen; für eine gesonderte Verjährung des „Mehraufwendungsschadens“ besteht in der Regel keine Grundlage, da damit entgegen der Einheitstheorie der an sich einheitliche Schaden in einen Primär‑ und Folgeschaden zerlegt würde. Bereits der Abschluss eines ‑ in dieser Form nicht gewollten ‑ Vertrags stellt daher den Schaden dar. (T8)
5 Ob 177/15p
Entscheidungstext OGH 30.10.2015 5 Ob 177/15p
Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Hier: Finanzierungskonzept mit Fremdwährungskredit und Tilgungsträger. (T9)
1 Ob 212/15f
Entscheidungstext OGH 22.12.2015 1 Ob 212/15f
10 Ob 51/16x
Entscheidungstext OGH 19.07.2016 10 Ob 51/16x
Auch; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T7; Beis ähnlich wie T8
1 Ob 88/16x
Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 88/16x
Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T9; Beisatz: Entscheidend für den Beginn des Fristenlaufs ist bei derartigen Modellen, zu welchem Zeitpunkt der Geschädigte erkennt, dass das Veranlagungs- und/oder Finanzierungskonzept – entgegen den Zusagen – nicht oder nicht im zugesagten Ausmaß risikolos ist. (T10)
5 Ob 186/16p
Entscheidungstext OGH 25.10.2016 5 Ob 186/16p
3 Ob 240/16i
Entscheidungstext OGH 22.02.2017 3 Ob 240/16i
Auch; Beis wie T2; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Veranlagungskonzept mit Fremdwährungskredit und Tilgungsträger. (T11)
1 Ob 190/16x
Entscheidungstext OGH 16.03.2017 1 Ob 190/16x
Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T10; Veröff: SZ 2017/34
Beis wie T6; Beis wie T10; Beis wie T11; Beisatz: Versuchen von Anlageberatern, nach Kursverlusten nervös gewordene Anleger zu beschwichtigen, kann nach der Judikatur in zweifacher Hinsicht Bedeutung zukommen. Sie können die Erkennbarkeit des Schadenseintritts und damit den Beginn der Verjährungsfrist hinausschieben oder dazu führen, dass dem Verjährungseinwand des Schädigers die Replik der Arglist entgegengehalten werden kann (so schon 9 Ob 17/07a; 6 Ob 103/08b; 1 Ob 12/13s). (T12)
6 Ob 118/17x
Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 118/17x
3 Ob 82/18g
Entscheidungstext OGH 23.05.2018 3 Ob 82/18g
2 Ob 160/18w
Entscheidungstext OGH 17.12.2018 2 Ob 160/18w
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0087615
JJR_19951122_OGH0002_0010OB00041_9400000_003
Rechtssatz für 1Ob41/94 (1Ob42/94) 9Ob7...
RS0087616
1Ob41/94 (1Ob42/94); 9Ob78/99g
Grundsätzlich teilen auch die Kosten der Privatbeteiligung das Schicksal der Kosten im Rechtsstreit, sodaß auch soweit vom Erfolgsprinzip auszugehen ist.
9 Ob 78/99g
Entscheidungstext OGH 03.11.1999 9 Ob 78/99g
Auch; Veröff: SZ 72/165
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0087616
JJR_19951122_OGH0002_0010OB00041_9400000_004