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Timestamp: 2019-06-18 08:47:34
Document Index: 275125095

Matched Legal Cases: ['§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 113', '§ 77', '§ 77', '§ 83']

VG Saarlouis, 2 K 538/09: VG Saarlouis: russische föderation, explosion, ausreise, flüchtlingseigenschaft, tod, menschenrechte, anerkennung, hausfrau, fernsehen, verhaftung
Urteil des VG Saarlouis vom 20.07.2010, 2 K 538/09
2 K 538/09
VG Saarlouis: russische föderation, explosion, ausreise, flüchtlingseigenschaft, tod, menschenrechte, anerkennung, hausfrau, fernsehen, verhaftung
Russische föderation, Explosion, Ausreise, Flüchtlingseigenschaft, Tod, Menschenrechte, Anerkennung, Hausfrau, Fernsehen, Verhaftung
VG Saarlouis Urteil vom 20.7.2010, 2 K 538/09
Asylrecht - Einzelfall: Keine Sippenhaft in der Russischen Föderation (Inguschetien)
2. Gerichtskosten werden nicht erhoben; die außergerichtlichen Kosten des Verfahrens tragen die Klägerinnen.
Die Klägerinnen, russische Staatsangehörige tschetschenischer Volkszugehörigkeit, stellten am 22.04.2009 Asylantrag.
Bei ihrer Anhörung erklärte die Klägerin zu 1) zu ihrem Reiseweg, sie seien am 28.03.2009 aus Blagodarnoje, wo sie sich bei einer Freundin versteckt gehalten hätten, über Rostow und Moskau mit dem Flugzeug in die Bundesrepublik Deutschland eingereist. Die Ausreise habe ihre Freundin organisiert; auf dem Reiseweg seien sie von einem Schlepper begleitet worden. Wo sie in Deutschland gelandet seien und zu welcher Uhrzeit, wisse sie nicht.
Zur Sache erklärte die Klägerin zu 1), am 15.08.2000 habe sie Herrn A. D. geheiratet. Ihr Ehemann sei offiziell bei dem russischen Ministerium für Innere Angelegenheiten beschäftigt gewesen, habe aber ein Doppelleben geführt, weil er mit Wahabiten zusammengearbeitet habe und an Waffenschiebereien beteiligt gewesen sei. Im Hause der Familie seien deshalb immer Waffen und größere Geldsummen vorhanden gewesen. Am 15.06.2006 habe man den Ehemann verhaftet; dieser habe die Klägerin aber noch telefonisch auffordern können, zu verschwinden und das im Haus befindliche Geld, etwa 200.000 US-Dollar, mitzunehmen. Sie seien dann zu einer Freundin nach Blagodarnoje im Stavropolski-Bezirk geflüchtet. Bei ihrer Freundin sei sie dann darüber informiert worden, dass ihr Ehemann in Wladikavkas in U-Haft sei; man werfe ihm vor, bei einem Vorfall am 21.06.2004, einem Überfall von tschetschenischen Rebellen in Inguschetien, beteiligt gewesen zu sein. Mit Hilfe ihrer Freundin und gegen Zahlung von 100.000 US-Dollar sei es gelungen, dass ihr Ehemann im April 2008 freigelassen worden sei. Am 31.05.2008 sei er dann aber in Karabulak bei einer Schießerei umgekommen, was die Klägerin zu 1) von ihrer Freundin erfahren habe. Nach dem Tod ihres Ehemannes habe sie den Entschluss gefasst, das Land zu verlassen. Etwa ein Jahr nach seiner Inhaftierung habe sie von ihrer Freundin, die sich in Inguschetien kurzzeitig aufgehalten habe, erfahren, dass es dort bei der Durchsuchung ihres Wohnhauses eine große Explosion gegeben habe, bei der 10 Angehörige der Sondereinheiten getötet und viele Leute verletzt worden seien. Darüber sei im Fernsehen berichtet und ein Bild der Klägerin zu 1) gezeigt worden. Es sei gesagt worden, dass nach ihr gefahndet werde. Die Klägerin zu 1) vermute, dass man ihr staatlicherseits unterstelle, für diese Explosion verantwortlich zu sein. Politisch habe sich die Klägerin zu 1) nie engagiert und sich nach der Eheschließung allein um den Haushalt gekümmert. Die Ausreise habe insgesamt 15.000 US-Dollar gekostet, der Restbetrag der Summe von 200.000 US-Dollar, also abzüglich des Lösegeldes für den Ehemann, sei für Auslagen der Freundin, bei der sie gewohnt hätten, aufgewendet worden.
Mit Bescheid vom 02.06.2009 lehnte das Bundesamt der Beklagten den Antrag auf Anerkennung als Asylberechtigte ab, stellte fest, dass die Voraussetzungen für die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft sowie Abschiebungsverbote nach § 60 Abs. 2 bis 7 AufenthG nicht vorliegen und forderte die Klägerinnen unter Androhung der Abschiebung in die Russische Föderation zur Ausreise aus der Bundesrepublik Deutschland auf. Zur Begründung ist unter Darlegung im Einzelnen ausgeführt, die Berufung auf das Asylgrundrecht sei deswegen ausgeschlossen, weil davon auszugehen sei, dass die
Klägerinnen illegal auf dem Landweg in die Bundesrepublik Deutschland eingereist seien. Die behauptete Einreise auf dem Luftweg sei völlig unbelegt geblieben; die entsprechenden Angaben zu den Flugdaten seien völlig unsubstantiiert und unscharf.
Ein Anspruch auf Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft nach § 60 Abs. 1 AufenthG bestehe ebenfalls nicht. Es sei nicht glaubhaft, dass die Klägerinnen deshalb in die Bundesrepublik Deutschland gekommen seien, weil Sicherheitsorgane ihres Heimatlandes nach ihnen gefahndet hätten und Grund für die Fahndung gewesen sei, dass sie für eine Explosion verantwortlich gemacht worden seien, die sich während der Durchsuchung ihres Hauses in Inguschetien ereignet habe. Diese angebliche Explosion sei im Gegensatz zu den Ereignissen um die Person des A. D. nicht dokumentiert. Die Klägerin zu 1) habe erklärt, sie habe erst ein Jahr nach dem Vorfall von ihrer Freundin davon erfahren, wobei diese es wiederum von Dritten gehört habe. An dem Ereignis bestünden von daher bereits Zweifel. Selbst wenn die Explosion stattgefunden habe, lasse sich daraus eine Gefährdung der Klägerinnen nicht ableiten. Anlass, davon auszugehen, dass die Klägerin zu 1) damit irgendetwas zu tun haben könnte, habe für die russischen Sicherheitsorgane in keiner Weise bestanden. Ein anderes Bild als das einer Hausfrau und Mutter hätten die russischen Sicherheitsorgane von der Klägerin zu 1) nicht haben können. Sie habe selbst erklärt, ihr Mann habe sie von solchen Dingen immer ferngehalten. Nach dem Tod des Ehemannes am 31.05.2008 habe erst recht kein Grund mehr bestanden, die Klägerinnen zu belangen. Nicht ersichtlich sei im Weiteren, dass es in ihrem Heimatland bereits zu konkreten Nachstellungen von Seiten der Wahabiten gekommen sei. Mangels einer konkreten Gefährdungslage und mangels einer existenziellen Bedrohung habe allenfalls die Suche nach eine insgesamt besseren Lebensperspektive das Motiv für das Verlassen des Heimatlandes sein können. Für die Klägerinnen bestehe in der Russischen Föderation auch unter dem Gesichtspunkt ihrer ethnischen Zugehörigkeit eine inländische Fluchtalternative. Dies gelte insbesondere für Regionen, in denen auf vorhandene Sozialstrukturen bereits ansässiger Tschetschenen zurückgegriffen werden könne oder für Orte, an denen durch Zuwendungen Dritter oder durch den Einsatz der eigenen Arbeitskraft die Erzielung eines Einkommens möglich sei. Es sei kein Grund ersichtlich, weshalb die Klägerin zu 1) bei einer Rückkehr nicht erneut Hilfestellung bekommen sollte, zumal sie noch immer über beträchtliche finanzielle Mittel verfügen dürfte.
Europarechtliche Abschiebungsverbote nach § 60 Abs. 2, 3 bis 7 AufenthG lägen ebenfalls nicht vor. Auch die Voraussetzungen nach § 60 Abs. 5 und Abs. 7 Satz 1 AufenthG seien nicht gegeben. Von einer Existenzbedrohung der Klägerinnen im Fall einer Rückkehr in die Russische Föderation sei auch mit Blick auf die allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse dort nicht auszugehen.
Gegen den ihnen am 05.06.2009 zugestellten Bescheid richtet sich die am 17.06.2009 bei Gericht eingegangene Klage.
Zur Begründung wiederholen die Klägerinnen ihr Vorbringen im Verwaltungsverfahren, das auch glaubhaft sei. Als Ehefrau eines „Terroristen“ habe die Klägerin zu 1) befürchten müssen, von Seiten der russischen Sicherheitsorgane mit der Explosion in Zusammenhang gebracht zu werden. In Russland seien Sippenhaft und Willkür an der Tagesordnung. Ausschlaggebend für die Verfolgungsgefahr sei allein die eheliche Verbindung. Ein weiterer Aufenthalt bei der Freundin der Klägerin zu 1), bei der sie in ständiger Angst gelebt hätten, sei nicht möglich gewesen. Abgesehen von der Verfolgung durch die russischen Sicherheitskräfte sehe sich die Klägerin zu 1) auch von Seiten der Wahabiten gefährdet.
die Beklagte unter Aufhebung des Bescheides vom 02.06.2009 zu verpflichten, festzustellen, dass hinsichtlich der Klägerinnen die Voraussetzungen für ein Abschiebungsverbot nach § 60 Abs. 1 AufenthG vorliegen,
festzustellen, dass Abschiebungsverbote nach § 60 Abs. 2, 3 und 7 Satz 2 AufenthG vorliegen,
Mit Beschluss vom 21.01.2010 ist den Klägerinnen für die Klage – mit Ausnahme des Begehrens auf Anerkennung als Asylberechtigte – Prozesskostenhilfe bewilligt worden. Die Asylklage ist nach Rücknahme abgetrennt und das Verfahren eingestellt worden (Geschäfts-Nr. 2 K 696/10).
Wegen der weiteren Einzelheiten wird Bezug genommen auf den Inhalt der Gerichtsakte sowie der beigezogenen Asyl- und Ausländerakten. Er war ebenso wie die in der Sitzungsniederschrift näher bezeichneten Teile der Dokumentation Russische Föderation Gegenstand der mündlichen Verhandlung.
Den Klägerinnen steht nach der maßgeblichen Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der mündlichen Verhandlung weder ein Anspruch auf Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft nach § 60 Abs. 1 AufenthG noch eines Abschiebungsverbotes nach § 60 Abs. 2 bis 7 AufenthG zu. Der angefochtene ablehnende Bescheid der Beklagten vom 02.06.2009 ist rechtmäßig und verletzt die Klägerinnen nicht in ihren Rechten (§ 113 Abs. 5 Satz 1 VwGO).
Zur Begründung kann zunächst auf die Gründe des ablehnenden Bescheides der Beklagten Bezug genommen werden (§ 77 Abs. 2 AsylVfG).
Auch nach den Erkenntnissen des gerichtlichen Verfahrens können die Klägerinnen die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft nicht beanspruchen.
In diesem Sinne hat die Kammer nicht feststellen können, dass die Klägerin zu 1) vor ihrer Ausreise gegen ihre Person gerichtete politisch motivierte Verfolgung – etwa wegen einer bei ihr vermuteten antirussischen bzw. mutmaßlich terroristischen Gesinnung- ernsthaft befürchten musste. Die Kammer ist vielmehr überzeugt, dass die Klägerinnen nicht vorverfolgt ausgereist sind.
Selbst wenn es zutrifft, dass es sich bei dem A. D. um den Ehemann der Klägerin zu 1) handelte und dieser am 15.06.2006 insbesondere wegen des Verdachts, an Anschlägen tschetschenischer Extremisten in Inguschetien im Juni 2004 beteiligt gewesen zu sein, verhaftet wurde, fehlt es an greifbaren Anhaltspunkten dafür, dass sich dieser Verdacht auch gegen die Klägerin zu 1) richtete. Dagegen spricht, dass die Klägerin zu 1) selbst unbehelligt geblieben ist, obwohl der Zugriff auch auf ihre Person unschwer möglich gewesen sein dürfte; dass er unterblieben ist, lässt sich ohne Weiteres damit erklären, dass die Klägerin zu 1) nach eigenem Bekunden politisch nie in Erscheinung getreten ist und damals lediglich als Hausfrau und Mutter ihrer Tochter tätig gewesen war. Von daher ist die Kammer auch überzeugt, dass es bei der von der Klägerin zu 1) geschilderten telefonischen Warnung ihres Ehemannes kurz vor seiner Verhaftung, sie solle in der Ehewohnung versteckte 200.000 US-Dollar an sich nehmen und bei einer Freundin in Blagodarnoje in der Region Stawropol Unterschlupf suchen, darum ging, diesen Geldbetrag dem Zugriff der Sicherheitskräfte zu entziehen und nicht die Klägerinnen vor zu erwartenden Nachstellungen der Sicherheitskräfte zu schützen. Hierfür spricht mit Gewicht, dass der Kammer Berichte über Vorfälle in der Russischen Föderation, die als „Sippenhaft“ gewertet werden könnten, nicht vorliegen und es lediglich für Tschetschenien Erkenntnisse gibt, dass gegen Familienangehörige mutmaßlicher Rebellen Gewalt angewandt wird, um diese zur Aufgabe zu zwingen bzw. die Behörden nach glaubhaften Angaben von Menschenrechtsorganisationen in einigen Fällen mit dem Abbrennen der Wohnhäuser der Familien von Personen, die sich den Rebellen angeschlossen haben, reagiert haben.
Vgl. dazu Auswärtiges Amt, Bericht über die asyl- und abschiebungsrelevante Lage in der Russischen Föderation vom 04.04.2010, Nr. 421 der Dok. Russische Föderation; Sippenhaft ebenfalls verneinend, Bay. VGH, Urteil vom 21.06.2010 – 11 B 08.30103 – juris; Auswärtiges Amt an VG Ansbach vom 26.04.1996, Nr. 82 a der Dok. Russische Föderation
Eines Einwirkens der Sicherheitsorgane auf die Klägerinnen, um Informationen über den Aufenthaltsort des Ehemanns der Klägerin zu 1) zu erhalten, bedurfte es nach dessen Verhaftung nicht mehr. Sonstige Gründe, die dafür sprechen könnten, die Klägerinnen seien – wie es die Klägerin zu 1) vermutet - in eigener Person gefährdet gewesen, vermag die Kammer nicht zu erkennen.
Was die angebliche Explosion in ihrer ehemaligen Ehewohnung angeht, bei der Sicherheitskräfte uns Leben gekommen seien, teilt die Kammer die Auffassung der Beklagten, dass ein nachvollziehbarer Grund für die Sicherheitsorgane, anzunehmen, die Klägerin zu 1) sei dafür verantwortlich, nicht ersichtlich ist. Auch insoweit gilt, dass ein entsprechender Verdacht bezogen auf die unpolitische und unauffällige Klägerin zu 1)
lebensfremd erscheint. Soweit die Klägerin ihre entsprechende Vermutung auf Berichte von Dritten gründet – ihre Freundin habe bei einem Besuch vor Ort wiederum von Dritten die Mitteilung erhalten, über den Vorfall sei im Fernsehen berichtet und ein Bild der Klägerin zu 1) gezeigt worden – führt dies zu keiner anderen Einschätzung. Dies gilt umso mehr, als die Klägerin zu 1) die entsprechende Einlassung bei ihrer gerichtlichen Befragung noch dahin erweitert hat, Fahndungsplakate mit ihrem Konterfei hätten auch in Busbahnhöfen und an anderen öffentlichen Orten ausgehangen. Das damit gesteigerte Vorbringen hält die Kammer schon nicht für glaubhaft.
Auch in der Folgezeit bis zu ihrer Ausreise sind Anhaltspunkte für die Annahme, die Klägerin zu 1) sei in das Visier der Sicherheitskräfte geraten, nicht erkennbar. Auch insoweit teilt die Kammer die Einschätzung der Beklagten, dass es gerade nach dem Tod ihres Ehemannes am 31.05.2008 keinen plausiblen Grund mehr für die Annahme gegeben habe, die Klägerinnen würden in eigener Person von Sicherheitskräften belangt. Die gerichtliche Anhörung der Klägerin zu 1) hat gegenteilige Erkenntnisse nicht erbracht.
Von daher bedarf es keiner Vertiefung, ob die von der Klägerin behauptete Lösegeldzahlung mit dem Zweck der Freilassung ihres Ehemannes einen realen Hintergrund hat; es bedarf ferner keines Eingehens auf die Frage, ob das Vorbringen der Klägerin zu 1) insoweit glaubhaft ist, als sie erstmals im gerichtlichen Verfahren angegeben hat, ihr Ehemann sei am Tage seines Todes gleich beerdigt worden, bei der Beerdigung seien Sicherheitskräfte anwesend gewesen und hätten umliegende Häuser durchsucht, was sie ebenfalls wiederum nur über ihre Freundin erfahren habe.
Vor diesem Hintergrund ist die Kammer mit der Beklagten davon überzeugt, dass es der Klägerin zu 1) bei der Ausreise darum ging, in der Bundesrepublik Deutschland für sich und ihre Tochter eine bessere Lebensperspektive zu finden, wobei es der Klägerin zu 1) zugute kam, dass sie – ihr Vorbringen insoweit als wahr unterstellt – über eine größere Geldsumme verfügte, die es ihr auch ermöglichte, die Hilfe eines Schleppers in Anspruch zu nehmen.
Nach allem steht weiter fest, dass die Klägerinnen gegenwärtig bei Rückkehr politische Verfolgungsmaßnahmen nicht mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit befürchten müssen.
Anhaltspunkte dafür, dass die Klägerinnen Nachstellungen durch nichtstaatliche Gruppierungen (Wahabiten) zu befürchten hätten, sind nicht feststellbar.
Letztlich bleiben auch die hilfsweise geltend gemachten Begehren erfolglos. Abschiebungsverbote in diesem Sinne haben die Klägerinnen weder geltend gemacht, noch sind sie sonst ersichtlich. Auch insoweit kann auf die Ausführungen in dem angefochtenen Bescheid der Beklagten gemäß § 77 Abs. 2 AsylVfG Bezug genommen werden.
Die Kostenentscheidung beruht auf §§ 83 b AsylVfG, 154 Abs. 1, 159 VwGO.