Source: http://www.bgbau-medien.de/dguv/314_003/11.htm
Timestamp: 2018-02-24 02:22:54
Document Index: 86563716

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 29', '§ 30', '§ 4', '§ 22', '§ 26']

DGUV Grundsatz 314-003: Prüfung von Fahrzeugen durch Sachkundige, Ergänzungs-Prüfliste F
Ergänzungs-Prüfliste F
"Arbeitssicherheit - Langholz-/Langmaterialfahrzeuge und Rückefahrzeuge"
Neben der BG-Regel "Transport von Langholz" (BGR 185, bisherige ZH 1/588), deren Schwerpunkt auf dem Gebiet der Arbeitssicherheit liegt, bestehen die "Richtlinien für die Prüfung von Langholzfahrzeugen" vom 13. März 1979 zu § 30 StVZO, die als Straßenverkehrs-Richtlinien eine einheitliche Anwendung der Bau- und Ausrüstungsbestimmungen der StVZO durch die Sachverständigen sicherstellen sollen.
Wegen der feilweisen Überschneidungen der beiden Richtlinien können bei der Prüfung nach dieser Liste die mit * gekennzeichneten Prüfpunkte unberücksichtigt bleiben, wenn die folgenden drei Feststellungen zutreffen:
Bei kurz zuvor durchgeführter Sachverständigenprüfung nach § 29 StVZO wurde das Fahrzeug auch nach den "Richtlinien für die Prüfung von Langholzfahrzeugen" zu § 30 StVZO beurteilt,
F 1 bis F 2 Prüfpunkte wie Basis-Prüfliste A 1 bis A 2.
F 3 Betätigungseinrichtungen
F 3.1* Zum Lösen der Verschlüsse von Klapprungen sind Einrichtungen vorhanden, die das Betätigen von Hand mit normalem Kraftaufwand von der gegenüberliegenden Fahrzeugseite aus ermöglichen.
F 3.2* Einrichtungen zum Betätigen der Rungenverschlüsse mittels Seilwinde sind seilschonend ausgeführt.
F 3.3 Einrichtungen zur manuellen Betätigung der Nachläuferlenkung und der Signalanlage zur Verständigung mit dem Fahrzeugführer sind so angeordnet oder gesichert, z.B. durch Schutzbügel, Abdeckung, dass Verletzungsgefahr durch die Ladung nicht besteht.
F 3.5 Betätigungseinrichtungen der Spannelemente zur Ladungssicherung, z.B. Spannwinden, Klemmschlösser, können vom Boden aus betätigt werden.
F 4 Prüfpunkte wie Basis-Prüfliste A 4, soweit zutreffend.
F 5 Abnehmbare An- und Aufbauteile
F 5.3 Ladeeinrichtungen, z.B. Ladebäume, Seilrollen, Seile, können sicher an Ladeschemeln oder Ladeflächen befestigt werden.
F 6 Bewegliche An- und Aufbauteile
F 6.3 Teleskopierbare Rungen hoben selbsttätig wirkende formschlüssige Sicherungen gegen unbeabsichtigtes Absinken
F 6.4 Gelenke und Gelenkbolzen von Klapprungen befinden sich in ordnungsgemäßem Zustand, z.B. nicht ausgeschlagen.
F 7 bis F 9 Prüfpunkte wie Basis-Prüfliste A 7 bis A 9, soweit zutreffend.
F 10 Gefahrstellen und Gefahrquellen (allgemein)
Siehe §§ 4 und 5 der Unfallverhütungsvorschrift "Kraftbetriebene Arbeitsmittel" (VBG 5) und Abschnitte 4.1.3 und 4. 1.4 der BG-Regel "Transport von Langholz" (BGR 185, bisherige ZH 1/588) in Verbindung mit DIN EN 294 "Sicherheit von Maschinen; Sicherheitsabstände gegen das Erreichen von Gefahrstellen mit den oberen Gliedmaßen", DIN EN 349 "Sicherheit von Maschinen; Mindestabstände zur Vermeidung des Quetschens von Körperteilen", DIN EN 811 "Sicherheit von Maschinen; Sicherheitsabstände gegen das Erreichen von Gefahrstellen mit den unteren Gliedmaßen".
F 10.1 Kraftbetriebene Triebwerkteile, z.B. Gelenkwellen, Ketten, Keilriemen- und Zahnradtriebe, Ventilatorflügel, die - auch beim Besteigen des Fahrzeuges - in Reichweite von Personen liegen, sind so gesichert, dass sie nicht berührt und Kleidungsstücke von ihnen nicht erfasst werden können.
F 10.2 Quetsch- und Scherstellen durch an- oder aufgebaute Arbeitseinrichtungen, z.B. Kran, Winde, Rückeschild, sind vermieden bzw. mit Schutzeinrichtungen gesichert.
F 11 bis F 13 F 11 bis F 13 Prüfpunkte wie Basis-Prüfliste A 11 bis A 13, soweit zutreffend.
F 14 Ladungssicherung
Siehe § 22 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift "Fahrzeuge" IBGV D29, bisherige VBG 12) und Abschnitte 4.1.1, 4.3.2 bis 4.3.4 der BG-Regel "Transport von Langholz" (BGR 185, bisherige ZH 1/588).
Dies wird z.B. durch den Einsatz einer Kette 13 DIN 763 "Rundstahlketten, geprüft, nicht lehrenhaltig, langgliedrig" (Nenndicke 13 mm) erreicht.
F 14.4* Ladeschemel sind mit mindestens 20 mm hohen griffigen Zahnleisten ausgerüstet (bei freitragender Lagerung zwischen nur zwei Ladeschemeln).
F 14.5* Ladeschemel oder Ladeflächen sind mit Verankerungen für Zurrmittel ausgerüstet.
F 14.7 Staukästen oder Befestigungsmöglichkeiten zum Sichern mitgeführter Hilfsmittel, z.B. Sappie, Wendehaken, Ketten, Spannmittel, Seilrollen, Rungenverlängerungen, gegen Verlieren sind vorhanden.
F 15 Führerhaus, Fahrerplatz, Liegeplätze, Lenkersitz
F 16 bis F 18 Prüfpunkte wie Basis-Prüfliste A 16 bis A 18
F 19 Zusatzlenkung und Einspureinrichtung für Nachläufer
F 19.2* Eine Zusatzlenkung ist selbsthemmend bzw. formschlüssig feststellbar.
F 20 Einachsnachläufer und teilbarer Zweiachsanhänger
Siehe § 26 Abs. 2 und 3 der Unfallverhütungsvorschrift
"Fahrzeuge" (BGV D29, bisherige VBG 12) und Abschnitt 4.3.5 der BG-Regel "Transport von Langholz" (BGR 185, bisherige ZH 1/588). Bei teilbarem Zweiachsanhänger gelten die Prüfpunkte jeweils für Vorder- und Hinterwagen.
F 21 bis F 25 Prüfpunkte wie Basis-Prüfliste A 21 bis A 25, soweit zutreffend.
F 26 Aufprotzeinrichtung
F 26.4 Das Zugseil wird so geführt, dass Seilschäden, z.B. durch scharfe Kanten oder vorstehende Bolzen, nicht zu erwarten sind.
F 27* Ausrüstungen mit Ladeschemeln
F 28 Einrichtungen und Geräte, die auf Grund anderer Unfallverhütungsvorschriften prüfpflichtig sind, wie
F 29 Rückefahrzeug
F 29.1 Kippsicherheit ist gewährleistet durch konstruktive Gestaltung oder durch Ausrüstung, z.B. Bergstütze, Rückeschild.
F 29.4 Schutz vor herabfallenden Gegenständen, z.B. Ästen, ist vorhanden.
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