Source: http://kirchenkreis-bramsche.de/index.php/friedhof-st-martin.html
Timestamp: 2017-04-23 15:53:30
Document Index: 116485349

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 30', '§ 11', '§ 4', '§ 2', '§ 13', '§ 23', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 20', '§ 24', '§ 25', '§12', '§ 25']

Friedhof St. Martin - Evangelisch-lutherischer Kirchenkreis Bramsche
Der Friedhof der Ev. luth. Kirchengemeinde St. Martin
Friedhofsgebührenordnung (FGO) Friedhofsgebührenordnung (FGO)
der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Martin Bramsche in Bramsche
Gemäß § 5 der Rechtsverordnung über die Verwaltung kirchlicher Friedhöfe (Friedhofsrechtsverordnung) vom 13. November 1973 (Kirchl. Amtsbl. 1974 S. 1) und § 30 der Friedhofsordnung hat der Kirchenvorstand der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Martin Bramsche für den Friedhof in Bramsche am 29.03.2011 folgende Friedhofsgebührenordnung beschlossen:
a) für 25 Jahre - je Grabstelle -: 443,00 €
b) für jedes Jahr der Verlängerung - je Grabstelle -: 19,00 €
Urnenwahlgrabstätte: a) für 25 Jahre - je Grabstelle -: 412,00 € b) für jedes Jahr der Verlängerung - je Grabstelle -: 17,00 €
Reihengrab: 443,00 €
Urnenreihengrab: 412,00 €
Zusätzliche Beisetzung einer Urne in einer Wahl- oder Urnenwahlgrabstätte gemäß § 11 Abs. 5 der Friedhofsordnung. Bei einer Beisetzung in einer mehrstelligen Wahlgrabstätte bzw. mehrstelligen Urnenwahlgrabstätte die Gebühr nach 1. a) oder 2. a). Die Ruhezeit der Urne muss mit der Nutzungszeit an der Grabstelle übereinstimmen.
Urnengrabstätte unter einer Rasenfläche für 25 Jahre, einschl. Rasenpflege 480,00 € Lieferung und Einbau einer 45x30x6 cm großen Grabplatte aus Rustenburg-Granit ist direkt mit dem Steinmetz abzurechnen
Urnengrabstätte, halbanonym, unter Rasenfläche mit zentralem Grabmal für 25 Jahre, einschließlich Rasenpflege 460,00 € Die Beschriftung des zentralen Grabmales mit dem Namen ist direkt mit dem Steinmetz abzurechnen
Für die Beisetzung von Fehlgeburten im Sternenfeld 99,00 €
Gebühr für die Benutzung der Leichenkammer pro Tag 25,50 €
Gebühr für die Benutzung der Friedhofskapelle je Bestattungsfall 97,00 € (inkl. Kerzenständer, wenn gewünscht)
(Ausheben und Verfüllen der Grube)
Für eine Erdbestattung: a) bei Verstorbenen bis zum vollenden 5. Lebensjahr 99,00 € b) bei Verstorbenen ab 6. Lebensjahr 199,00 €
Für eine Urnenbestattung 66,00 €
IV. Gebühren für Umbettungen Verwaltungsgebühr 31,00 €
V. Gebühren für die Genehmigung der Errichtung oder Änderung von Grabmalen und für die Prüfung der Standsicherheit von Grabmalen: a) für die Genehmigung zur Errichtung oder Änderung: 10,00 € b) für die laufende Überprüfung der Standsicherheit während der Dauer des Nutzungsrechtes (hierunter fallen nicht liegende Grabmale): 31,00€ c) für die laufende Überprüfung der Standsicherheit (hierunter fallen nicht liegende Grabmale) bei der Ver- längerung von Nutzungsrechten für jedes Jahr der Verlängerung: 1,00 €
(2) Mit Inkrafttreten dieser Friedhofsgebührenordnung tritt die Friedhofsgebühren-ordnung in der Fassung vom 01.03.2004 außer Kraft.
Bramsche, den 29.03.2011
Bramsche, den 13.04.2011 Ev.-luth. Kirchenkreis Bramsche
- Das Kirchenkreisamt -
der evangelisch – lutherischen Kirchengemeinde
St. Martin in Bramsche
Gemäß § 4 der Rechtsverordnung über die Verwaltung kirchlicher Friedhöfe (Friedhofsrechtsverordnung) vom 13. November 1973 (KABl. 1974, S. 1) hat der Kirchenvorstand der evangelisch – lutherischen Kirchengemeinde St. Martin, Bramsche, am 06.11.2013 folgende Friedhofsordnung beschlossen:
(1) Diese Friedhofsordnung gilt für den Friedhof der evangelisch – lutherischen Kirchengemeinde St. Martin, Bramsche, in seiner jeweiligen Größe. Der Friedhof umfasst z. Zt. die Flurstücke 99/2, 107/2, 179/107 der Flur 7 Gemarkung Bramsche in Größe von insgesamt 3.97.22 ha. Eigentümer der Flurstücke ist die evangelisch – lutherische Kirchengemeinde St. Martin, Bramsche.
(2) Der Friedhof dient grundsätzlich nur der Bestattung der Mitglieder der beiden evangelisch - lutherischen Kirchengemeinden St. Martin und St. Johannis in Bramsche, sowie derjenigen Personen, die ein Recht auf Beisetzung auf einer bestimmten Grabstätte besitzen. Über Ausnahmen entscheidet der Kirchenvorstand.
(1) Bestattungen sind rechtzeitig vorher bei dem Friedhofsaufseher des Friedhofsträgers anzumelden. Dabei ist mitzuteilen, wer die Bestattung leiten und wer sonst bei der Bestattung (einschließlich Trauerfeier) gestaltend mitwirken wird.
Besondere Veranstaltungen auf dem Friedhof bedürfen der Genehmigung des Kirchenvorstandes
(2) Eine gewerbliche Tätigkeit kann vom Kirchenvorstand untersagt werden, wenn der Gewerbetreibende wiederholt gegen für den Friedhof geltende Bestimmungen verstoßen hat und ihm danach schriftlich mitgeteilt worden ist, dass die weitere gewerbliche Tätigkeit im Wiederholungsfall untersagt werden wird.
(5) Werbung auf dem Friedhof ist nicht gestattet. Für Hinweise auf Grabpflege durchführende Betriebe dürfen auf den Grabstätten nur von der Friedhofsverwaltung genehmigte Schilder verwendet werden.
(3) Der Zeitpunkt der Bestattung wird vom Friedhofsaufseher im Einvernehmen mit dem zuständigen Pastor festgelegt. Die Wünsche der Angehörigen sollen dabei nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
Die Ruhezeit für Leichen und Aschen Verstorbener beträgt 25 Jahre.
* Bei der Festsetzung der Ruhezeiten ist die Stellungnahme des Gesundheitsamtes zu beachten.
(1) Särge müssen festgefügt und so abgedichtet sein, dass jedes Durchsickern von Feuchtigkeit ausgeschlossen ist. Särge, Sargausstattungen und Sargabdichtungen dürfen nicht aus Kunststoffen oder sonstigen nicht verrottbaren Werkstoffen hergestellt sein. Bei der Leichenbekleidung sind ebenfalls nur kunststofffreie Materialien zulässig.
(2) Die Särge sollen höchstens 2,05 m lang, 0,65 m hoch und im Mittelmaß 0,65 m breit sein. Sind größere Särge erforderlich, so ist dies dem Friedhofsaufseher bei der Anmeldung der Bestattung mitzuteilen.
(1) Zur Wahrung der Totenruhe dürfen Umbettungen grundsätzlich nicht vorgenommen werden.
(2) Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Niedersächsischen Bestattungsgesetzes.
(3) Die Grabmale und ihr Zubehör können umgesetzt werden, wenn Gestaltungsbestimmungen der neuen Grababteilung nicht entgegenstehen.
(4) Leichen oder Aschen zu anderen als zu Umbettungszwecken wieder auszugraben, bedarf einer behördlichen oder richterlichen Anordnung.
a) Für Särge: Wahlgrabstätten, Reihengabstätten
b) Für Urnen: Wahlgrabstätten, Reihengrabstätten, Reihengrabstätten unter einer Rasenfläche, Gemeinschaftsgrabstätte
c) Gemeinschaftsgrabstätte für nicht bestattungspflichtige Fehlgeburten.
(2) An den Grabstätten werden nur öffentlich-rechtliche Nutzungsrechte nach dieser Friedhofsordnung verliehen. Ein Nutzungsrecht kann jeweils nur einer einzelnen Person, nicht mehreren Personen zugleich zustehen. Das Nutzungsrecht schließt die Verpflichtung zur Grabpflege ein.
(4) In einer Grabstelle darf grundsätzlich nur eine Leiche oder Asche beigesetzt werden. Eine verstorbene Mutter und ihr gleichzeitig – bei oder kurz nach der Geburt – verstorbenes Kind oder zwei gleichzeitig verstorbene Kinder bis zum vollendeten 5. Lebensjahr dürfen in einer Grabstelle beigesetzt werden.
(5) In einer bereits belegten Wahl- oder Urnenwahlgrabstelle darf zusätzlich eine Asche beigesetzt werden, wenn der bereits Beigesetzte der Ehegatte oder ein naher Verwandter des Beizusetzenden war.
(6) Bei neu anzulegenden Grabstätten sollen die Grabstellen etwa folgende Größe haben (andere Fälle bedürfen der besonderen Genehmigung des Kirchenvorstandes):
a) für Särge von Kindern: Länge: 1,50 m Breite: 0,90 m
von Erwachsenen: Länge: 2,50 m Breite: 1,20 m
b) bei Urnen Länge: 1,20 m Breie: 0,80 m
(7) Die Mindesttiefe des Grabes beträgt von der Oberkante Sarg bis Erdoberfläche (ohne Grabhügel) 0.90 m, von der Oberkante Urne bis Erdoberfläche 0,50 m. Die Gräber für Erdbeisetzungen müssen voneinander durch mindestens 0,30 m starke Erdwände getrennt sein, soweit sie nicht auf den Friedhofsteilen A, B, C, D und E liegen.
(1) Reihengräber sind Grabstellen, die im Todesfall der Reihe nach einzeln für die Dauer der Ruhezeit vergeben werden. Sie werden vergeben, sofern auf für Reihengräber ausgewiesenen Flächen Plätze zur Verfügung stehen. Das Nutzungsrecht kann nicht verlängert werden. Alle übrigen Regelungen in der Friedhofsordnung werden auch auf Reihengräber angewandt.
Das Abräumen von Reihengrabfeldern oder Teilen von ihnen nach Ablauf der Ruhezeiten wird sechs Monate vorher öffentlich bekannt gegeben.
(1) Wahlgrabstätten werden mit zwei oder mehr Grabstellen vergeben. Die Dauer des Nutzungsrechts beträgt 25 Jahre, vom Tage der Verleihung an gerechnet; Ruhezeiten und Nutzungszeiten sollen in der Regel übereinstimmen. Über das Nutzungsrecht wird eine Bescheinigung ausgestellt.
(2) Das Nutzungsrecht kann mit Ausnahme der Fälle nach § 2 Abs. 2 auf Antrag für die gesamte Wahlgrabstätte um 25 Jahre verlängert werden. Der Kirchenvorstand ist nicht verpflichtet, zur rechtzeitigen Stellung eines Verlängerungsantrages aufzufordern. Bei einer Beisetzung muss das Nutzungsrecht für die gesamte Wahlgrabstätte bis zum Ablauf der Ruhezeit verlängert werden. Die Gebühren für die Verlängerung richten sich nach der jeweiligen Gebührenordnung.
Geschwister (auch Halbgeschwister*),
Grundsätzlich entscheidet der Nutzungsberechtigte, wer von den beisetzungsberechtigten Personen beigesetzt wird. Kann nach dem Tode eines beisetzungsberechtigten die Entscheidung des Nutzungsberechtigten dem Kirchenvorstand nicht rechtzeitig vor der Beisetzung mitgeteilt werden, so ist der Kirchenvorstand nach pflichtgemäßer Prüfung berechtigt, die Beisetzung zuzulassen. Die Beisetzung anderer Personen, auch nichtverwandter Personen (z.B. Angehörige des Ehegatten, Stiefkinder des Nutzungsberechtigten oder seines Ehegatten, Stiefgeschwister**), Verlobte) bedarf eines Antrages des Nutzungsberechtigten und der Genehmigung des Kirchenvorstandes.
(4) Der Nutzungsberechtigte soll dem Kirchenvorstand schriftlich mitteilen, auf welchen seiner beisetzungsberechtigten Angehörigen das Nutzungsrecht nach seinem Tode übergehen soll. Eine schriftliche Einverständniserklärung des Rechtsnachfolgers ist nach Möglichkeit beizubringen. Hat der Nutzungsberechtigte nicht bestimmt, auf wen das Nutzungsrecht nach seinem Tode übergehen soll, so geht das Nutzungsrecht an die nach Absatz 3 beisetzungsberechtigten Angehörigen in der dort genannten Reihenfolge über. Dabei steht das Nutzungsrecht innerhalb der einzelnen Gruppen der jeweils ältesten Person zu. Der Rechtsnachfolger hat dem Kirchenvorstand auf dessen Verlangen nachzuweisen, dass er neuer Nutzungsberechtigter ist. Ist der Rechtsnachfolger nicht daran interessiert, das Nutzungsrecht zu behalten, so kann er das Nutzungsrecht auf eine andere der in Absatz 3 genannten Personen oder, wenn eine solche nicht vorhanden ist, auf eine Person übertragen, die auf Grund seines Nutzungsrechtes beisetzungsberechtigt nach Absatz 3 geworden ist. Für die Übertragung gilt Absatz 4.
* Halbgeschwister sind Geschwister, die von einem gemeinsamen Elternteil abstammen.
** Stiefgeschwister sind Geschwister, die keinen gemeinsamen Elternteil haben.
Urnenreihengräber sind Grabstellen, die im Todesfall der Reihe nach einzeln für die Dauer der Ruhezeit zur Bestattung der Aschen Verstorbener in Urnen vergeben werden. Das Nutzungsrecht kann nicht verlängert werden. Alle übrigen Regelungen der Friedhofsordnung werden auch auf Urnenreihengräber angewandt.
Reihengrabstätte für Urnen unter einer Rasenfläche
Urnengrabstätten unter einer dafür ausgewiesenen Rasenfläche dienen der Aufnahme der Aschen Verstorbener in Urnen. Die Grabstellen werden der Reihe nach im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit vergeben und oberflächenbündig mit in den Rasen verlegten Granitplatten, die mit dem Namen des Verstorbenen beschriftet werden, versehen. Die Grabstellen erhalten keine weitere Gestaltung. Die Rasenfläche wird von der Friedhofsverwaltung gepflegt. Blumen und sonstiger Grabschmuck dürfen nur an der dafür vorgesehen Stelle abgelegt werden.
Gemeinschaftsgrabstätten für Urnen dienen der Aufnahme der Aschen Verstorbener in Urnen. Die Grabstellen werden bei Todesfall für die Dauer der Ruhezeit vergeben. Einzelne Grabstellen werden nicht kenntlich gemacht. Die Namen der auf dieser Grabstätte bestatteten Verstorbenen werden in einheitlicher Form auf einem zentralen Grabmal angebracht. Die Gemeinschaftsgrabstätte wird vorn der Friedhofsverwaltung gepflegt. Blumen und sonstiger Grabschmuck dürfen nur an der dafür vorgesehen Stelle abgelegt werden.
(1) Urnenwahlgrabstätten werden mit zwei oder mehr Grabstellen für die Dauer von 25 Jahren vergeben***)
Gemeinschaftsgrabstätte für Fehlgeburten
Für die Beisetzung nach den gesetzlichen Bestimmungen nicht bestattungspflichtiger Fehlgeburten steht eine Gemeinschaftsgrabstätte zur Verfügung. Die Pflege der Grabstätte übernimmt die Friedhofsverwaltung. Gebühren für Grabstätte und Beisetzungen werden nicht erhoben.
Der Friedhofsaufseher führt im Auftrage des Kirchenvorstandes Verzeichnisse der Beigesetzten, der Grabstätten, der Nutzungsrechte und der Ruhezeiten.
*** Die Dauer des Nutzungsrechtes soll die in § 13 Abs.1 bestimmte Dauer nicht überschreiten.
(2) Jede Grabstätte muss innerhalb von 6 Monaten nach der Belegung oder dem Erwerb des Nutzungsrechtes vom Nutzungsberechtigten hergerichtet und dauernd angemessen instand gehalten werden. Verwelkte Blumen und Kränze sind von den Grabstätten zu entfernen und an den dafür vorgesehenen Plätzen abzulegen. Für die Anlage und Pflege der Grabstätten sind die jeweiligen Nutzungsberechtigten verantwortlich. Die Verwendung von Pflanzenschutz- und Unkrautvernichtungsmitteln bei der Grabpflege ist untersagt.
(3) Wird eine Grabstätte nicht den Vorschriften entsprechend angelegt oder länger als ein Jahr in der Unterhaltung vernachlässigt, so wird der Nutzungsberechtigte oder, wenn ein solcher nicht vorhanden ist, einer der nächsten Angehörigen zur Beseitigung der Mängel in angemessener Frist schriftlich aufgefordert. Ist der Nutzungsberechtigte unbekannt oder nicht zu ermitteln, genügt eine öffentliche auf 6 Monate befristete Aufforderung zur Beseitigung der Mängel. Werden die Mängel nicht in der gesetzten Frist beseitigt, so kann der Kirchenvorstand die Grabstätte einebnen und begrünen lassen. Grabmale können nur gemäß § 23 entfernt werden.
(5) Zu breite oder zu hohe Hecken zwischen den Grabstätten, die bei einer Beerdigung hinderlich sind und eine Gefahrenquelle darstellen, werden nach Verständigung mit den betreffenden Grabstellenbesitzern entfernt. Sie müssen zu Lasten des Nutzungsberechtigten, auf dessen Grab die Beisetzung durchgeführt wird, ersetzt werden.
(6) § 21
Grabgewölbe, Urnenkammern und Mausoleen dürfen nicht gebaut werden. Sind solche Anlagen bei Inkrafttreten dieser Ordnung vorhanden, so sind sie vom Nutzungsberechtigen in einem ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten oder zu beseitigen. Im übrigen gilt § 22 Abs. 3 und 4 entsprechend.
Grabmale dürfen nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung des Kirchenvorstandes errichtet oder verändert werden. Die Genehmigung setzt die Beachtung des § 23 Abs. 1 und 2 voraus. Die Genehmigung ist vor der Aufstellung oder Änderung beim Kirchenvorstand schriftlich zu beantragen. Dem Antrag ist eine Zeichnung im Maßstab 1:10 beizufügen, aus der im besonderen die Anordnung von Schrift und Symbol auf dem Grabmal ersichtlich ist. Eine Genehmigung ist nicht erforderlich, wenn auf einem bereits vorhandenen Grabmal anlässlich einer weiteren Beisetzung lediglich der Name, die Berufsbezeichnung, das Geburts- und Sterbedatum des Beigesetzten in gleicher Ausführung wie die vorhandene Beschriftung angebracht werden soll.
(1) Grabmale dürfen nicht so gestaltet werden, dass sie eine Verunstaltung des Friedhofes bewirken oder Friedhofsbesucher in ihrer Andacht stören können. Grabmale dürfen sich ferner in ihrer Gestaltung nicht gegen den christlichen Glauben richten. Im übrigen gelten § 20 Abs. 1 Sätze 2 bis 4 entsprechend. Werkstattbezeichnungen dürfen nur unten an der Seite oder Rückseite eines Grabmals in unauffälliger Weise angebracht werden.
(5) Mängel hat der Nutzungsberechtigte unverzüglich beseitigen zu lassen. Geschieht dies nicht, so kann der Kirchenvorstand die Anlage auf Kosten des Nutzungsberechtigten instand setzen oder beseitigen lassen. Wenn keine unmittelbare Gefahr besteht, erhält der Nutzungsberechtigte vorher eine Aufforderung. Ist er nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, wird die Aufforderung als Bekanntmachung veröffentlicht. Bei unmittelbarer Gefahr ist der Kirchenvorstand berechtigt, ohne vorherige Aufforderung an den Nutzungsberechtigten das Grabmal umzulegen oder andere geeignete Maßnahmen durchzuführen. Der Nutzungsberechtigte erhält danach eine Aufforderung, die Grabstätte oder das Grabmal wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen. Geschieht dies nicht, so kann der Kirchenvorstand die notwendigen Arbeiten auf Kosten des Nutzungsberechtigten durchführen oder das Grabmal entfernen zu lassen.
(6) § 24
(2) Nach Ablauf des Nutzungsrechtes hat der bisherige Nutzungsberechtigte Grabmale und sonstige Anlagen zu entfernen. Soweit es sich um Grabmale nach § 25 handelt, bedarf die Entfernung der Zustimmung des Friedhofsträgers. Kommt der bisherige Nutzungsberechtigte seiner Verpflichtung nicht innerhalb von drei Monaten nach Bekanntgabe über das Abräumen der Reihengräber (§12 Abs. 2) oder nach Ablauf des Nutzungsrechtes an Wahlgräbern nach, kann die Kirchengemeinde die Abräumung auf Kosten des bisherigen Berechtigten vornehmen oder veranlassen. Für die entstehenden Kosten ist die nach der Gebührenordnung vorgesehene Gebühr zu zahlen. Ersatz für Grabmale oder sonstige Anlagen ist von der Kirchengemeinde nicht zu leisten. Die Kirchengemeinde ist auch zur Aufbewahrung abgeräumter Grabmale oder sonstiger Anlagen nicht verpflichtet. Die Verpflichtungen aus der vorstehenden Bestimmung erstrecken sich auch auf bei Inkrafttreten dieses Absatzes bereits vorhandene Grabmale und sonstige Anlagen.ecken zwischen den Grabstätten, die bei einer Beerdigung hinderlich sind und eine Gefahrenquelle darstellen, werden nach Verstädn
(3) § 25
Grabmale mit Denkmalwert werden nach Möglichkeit von der Kirchengemeinde erhalten. Die Zuständigkeit für die Denkmalpflege obliegt der Kirche.
(1) Die Leichenkammer dient der Aufnahme von Leichen bis zur Bestattung. Sie darf nur mit Erlaubnis des Friedhofsaufsehers betreten werden.
(2) Auf Wunsch der Angehörigen kann ein Sarg, sofern keine Bedenken bestehen, in der Leichenkammer von einem Beauftragten des Kirchenvorstandes geöffnet werden. Särge sollen spätestens zwei Stunden vor Beginn der Trauerfeier geschlossen werden.
(1) Diese Ordnung gilt für alle bestehenden Nutzungsrechte, vorbehaltlich der Bestimmungen des Absatz 2.
(2) Nutzungsrechte, die unbefristet oder auf Friedhofsdauer eingeräumt sind, enden mit Inkrafttreten dieser Ordnung. Nach Ablauf dieser Frist können die Nutzungsrechte an solchen Grabstätten nach Maßgabe dieser Ordnung verlängert werden. Geschieht dies nicht, kann die Kirchengemeinde über die Grabstätte verfügen.
(3) Die bislang auf länger als 25 Jahre vergebenen Nutzungsrechte an Wahlgrabstätten und Urnenwahlgrabstätten, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Friedhofsordnung noch bestehen, laufen aus. Das Nutzungsrecht an diesen Grabstätten kann nach deren Ablauf nur für 25 Jahre verlängert werden.
Diese Friedhofsordnung tritt nach der kirchenrechtlichen Genehmigung am Tage nach ihrer öffentlichen Bekanntmachung in Kraft. Gleichzeitig verliert die Friedhofsordnung mit Datum vom 01. März 2004 ihre Gültigkeit.
Anhang zur Friedhofsordnung Anhang zur Friedhofsordnung
Die Grabstätten sind nur mit Gewächsen zu bepflanzen, durch die benachbarte Grabstätten nicht gestört werden. Wird dies nicht beachtet oder wachsen die Pflanzen über die Grabstätten hinaus, so ist der Kirchenvorstand nach erfolgloser schriftlicher Aufforderung zur Beseitigung der Beeinträchtigung berechtigt, die Anpflanzungen zurückzuschneiden oder zu beseitigen.
Die Gräber sind von den Nutzungsberechtigten auf eigene Rechnung mit einer Einfassung (Kantensteine) zu versehen. Sie dürfen eine Höhe von 10cm über Bodenniveau nicht überschreiten. Winkelsteine sind nicht zulässig.
Grabstätten dürfen nur zu höchsten 2/3 mit Platten abgedeckt werden. Grababdeckungen mit luft- und wasserundurchlässigen Materialien sind nicht zulässig. Das Belegen der Grabstätten mit Kies und Splitt und ähnlichen Stoffen ist unerwünscht.
Der Grabschmuck soll nur aus natürlichen Blumen und Pflanzen bestehen.
Steckvasen für Schnittblumen sind unauffällig aufzustellen oder in die Erde einzulassen.
Bänke und Stühle auf oder neben Grabstätten stören in der Regel das Friedhofsbild. Der Kirchenvorstand kann in besonderen Einzelfällen jedoch die Aufstellung von Bänken genehmigen. Die Bänke sind klein zu halten und unauffällig zu gestalten. II. Gestaltung der Grabmale
Werkstattbezeichnungen sind nur an der Seiter oder Rückseite des Grabmales unten und in unauffälliger Weise gestattet.
Das einzelne Grabmal soll sich harmonisch in das Gesamtbild eingliedern, damit ein ruhiger Eindruck der Grabfelder und des gesamten Friedhofes entsteht.
Werkstoff für die Grabmale sollte Naturstein sein. Alle davon abweichenden Materialien bedürfen einer besonderen Genehmigung des Kirchenvorstands.