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Timestamp: 2019-12-14 01:48:11
Document Index: 302881621

Matched Legal Cases: ['§ 28', '§ 26', '§ 26', '§ 28', '§ 8', '§ 5']

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AROK (Automatisiertes Raumordnungskataster)
Das Automatisierte Raumordnungskataster (AROK) ist ein Planwerk mit einer fachübergreifenden und zusammenfassenden Bestandsaufnahme aller raumrelevanten Planungen und Maßnahmen (u. a. Siedlungsflächen, Schutzgebiete, Straßentrassen). Es wird entsprechend § 28Landesplanungsgesetz (LplG) bei den höheren Raumordnungsbehörden, d. h. den Regierungspräsidien, geführt. Die fortlaufende Aktualisierung ist insbesondere durch die Informationspflicht der öffentlichen Planungsträger nach § 26 LplG gewährleistet. Gleichzeitig stellt § 26 LplG sicher, dass die öffentlichen Stellen und Personen des Privatrechts sowie nach § 28 LplG die Planungsträger Einsicht in das AROK erhalten können (Auskunftspflicht der Regierungspräsidien).
Das Raumordnungskataster ist eine wichtige Informationsgrundlage bei der Durchführung von Raumordnungs- und Zielabweichungsverfahren, Standort- und Trassensuchverfahren, der Abstimmung raumbedeutsamer Planungen und Maßnahmen (wie bspw. der Planung von Infrastruktureinrichtungen, Baugebieten etc.) und der Aufstellung von Entwicklungsplänen und Regionalplänen etc..
Abk.: AROK
Der Bebauungsplan (B-Plan) ist die zweite verbindliche Stufe der Bauleitplanung nach dem FNP-Verfahren. Durch ihn legt eine Gemeinde als Satzung fest, welche Nutzungen auf einer Fläche zulässig sind (§§ 8-10 BauGB).
In der Regel besteht der B-Plan aus der Planzeichnung (Teil A) und dem Text (Teil B). Nicht Teil der Satzung, aber im Rahmen des Verfahrens zwingend erforderlich ist eine Erläuterung, in der die Planintention dargelegt und in der jede zeichnerische und textliche Festsetzung begründet werden muss (Begründung).
Der B-Plan enthält flächenscharf die in der Regel aus dem FNP entwickelten rechtsverbindlichen Festsetzungen für die städtebauliche Entwicklung und Ordnung. Die Festsetzungen geben den planerischen Willen der Gemeinde wieder. Er lenkt die bauliche und sonstige Nutzung der Grundstücke des Plangebiets.
Abk.: B-Plan
CSW (Web Catalogue Service)
OGC Standard / Web Service, der als Schnittstelle für geographische Katalogdienste die Recherche von Metadaten über Geodaten, Geodienste und Geoanwendungen unter Berücksichtigung fachlicher, zeitlicher und räumlicher Kriterien ermöglicht. Dabei verwaltet ein Katalog nicht die Daten selbst, sondern ermöglicht die Suche, die Publikation, die Verwaltung und den Zugriff auf die beschreibenden Metadaten. Die CSW Schnittstelle ermöglicht die Interaktion von Metadatenkatalogen über Web-Dienste.
Abk.: CSW, snonyme Abk.: CS, CAT, WCAS
Ein Dienst ist allgemein eine eindeutig identifizierbare Software-Anwendung mit definierten Funktionalitäten, welche vom Anwender über ein Computernetzwerk aufgerufen werden kann und von einem Anbieter bereitgestellt wird. Der Nutzer stellt eine Anfrage (Request) an einen Dienst und bekommt eine Antwort (Response). Dieses Angebot zur Lösung einer bestimmten Aufgabe wird mittels der funktionalen Einheit eines Gesamtsystems, im Sinne einer Service Oriented Architecture (SOA) aufgefunden und über eine publizierte Schnittstelle angesprochen.
Im Sinne einer Geodateninfrastruktur (GDI) unterstützen Geodienste z.B. den Zugang zu Geodaten, bieten Suchstrategien innerhalb des Datennetzes oder ermöglichen die Präsentation von Geodaten (Bsp.: WMS, WFS).
Englische Bezeichnung: Service
EPSG (European Petroleum Survey Group) / OGP (Oil & Gas Producers, Surveying & Positioning Committee)
Die European Petroleum Survey Group (EPSG) ist Bestandteil des Surveying and Positioning Committee der International Association of Oil & Gas Producers (OGP). Das OGP verwaltet und veröffentlicht die Parameter und Beschreibungen der Koordinatenreferenzsysteme und der Kordinatentransfromationen. Diese Parameter werden unter einer Kennung zusammengefasst, dem Spatial Reference System Identifier (SRID), welche z.B. in OGC konformen Diensten (WMS etc.) und in PostGIS verwendet und ausgewertet werden. Die im Verzeichnis jedem Koordinatenreferenzsystem zugeordneten EPSG-Codes sind ein System von weltweit eindeutigen vier- bis fünfstelligen Schlüsselnummern, z.B. EPSG:31467 für den 3. Meridianstreifen Gauß-Krüger (DHDN).
Abk.: EPSG / OGP
FNP (Fächennutzungsplan)
Der Flächennutzungsplan (FNP) ist die erste Stufe des prinzipiell zweistufigen System der kommunalen Bauleitplanung. In ihm stellt die Gemeinde für das ganze Gemeindegebiet die von ihr beabsichtigte städtebauliche Entwicklung in den Grundzügen dar.
Der FNP ist das Scharnier zwischen der überörtlichen Raumordnung und der örtlichen Bebauungsplanung. Die Aufstellung des FNP erfolgt gemäß §§ 5-7 BauGB. Diese Aufgabe kann auch von einer Gemeinde auf einen Gemeindeverwaltungsverband (GVV), eine Verwaltungsgemeinschaft (VG), eine Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft (VVG), einen Planungsverbandes (PV) oder einen Nachbarschaftsverbandes (NV) übertragen werden.
Die Darstellungen des FNPs beziehen sich auf die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung für einen langfristigen Zeitraum (i.d.R. zwischen 10 und 15 Jahre). Der FNP trifft, im Gegensatz zum Bebauungsplan (B-Plan), keine parzellenscharfen Aussagen zu einzelnen Grundstücken sondern stellt die Bodennutzungen in Grundzügen dar.
Abk.: FNP
Eine Geodateninfrastruktur (GDI) dient der interoperablen Bereitstellung von Geodaten verschiedener Herkunft durch Dienste, die ebenen- und fachübergreifend auf die verteilten Geodaten zugreifen. Eine Geodateninfrastruktur ist eine Infrastruktur bestehend aus einer Geodatenbasis, einem Netzwerk, Geodatendiensten, Standards, technischen Bestandteilen, institutionellen und organisatorischen Ressourcen sowie rechtlichen Festlegungen, die den Betrieb der Infrastruktur regeln und sicherstellen.
Ziel ist es, die entsprechenden Geoinformationenen (ggf. Geodaten) allen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Dabei umfasst der Begriff „Nutzer" sowohl die öffentliche Verwaltung, als auch die Wirtschaft, die Wissenschaft und den Bürger.
Abk.: GDI
Ein mehrsprachiger Thesaurus, der im Auftrag der Europäischen Umweltagentur mit dem Ziel entwickelt wurde, eine europaweit abgestimmte Terminologie für umweltrelevante Begriffe zu schaffen. Er wird vom Europäischen Umweltinformations- und Umweltbeobachtungsnetz EIONET verwaltet und veröffentlicht und findet vor allem beim Aufbau der europäischen Geodateninfrastruktur INSPIRE Verwendung. GEMET enthält über 6.000 Begriffe in mehr als 20 Sprachen und steht Online zur Verfügung.
Deutsche Bezeichnung: Allgemeiner und mehrsprachiger Umwelt Thesaurus
Abk.: GEMET
Grundlegende amtliche Geodaten, welche die Landschaft (Topographie), die Flurstücke und die Gebäude anwendungsneutral in einem einheitlichen geodätischen Bezugssystem beschreiben. Zu ihnen zählen neben der Liegenschaftskarte, den Topographischen Karten, dem Digitalen Gelände- und Landschaftsmodell, auch die Digitalen Orthophotos. Geobasisdaten werden durch die Vermessungsverwaltungen der Länder erhoben, geführt und bereitgestellt. Sie sind die Grundlage für Geofachdaten sowie für amtliche Kartenwerke.
Der Oberbegriff für Geobasisdaten und Geofachdaten. Geodaten sind digitale Geoinformationen beliebiger Fachgebiete, die räumliche Objekte beschreiben und in einem Bezugssystem festgelegt sind. Als kennzeichnendes Element besitzen sie einen direkten oder indirekten Bezug zu einem bestimmten Standort oder geographischen Gebiet (einen Raumbezug). Durch diese Georeferenzierung können sie miteinander verknüpft und dargestellt werden.