Source: https://pfad.wordpress.com/2012/04/
Timestamp: 2020-07-11 22:03:21
Document Index: 233423609

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 23', 'Art. 2', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 16', '§ 45', '§ 72', '§ 79', '§ 4', '§ 45', '§ 79', '§ 33']

April | 2012 | Aktuelles rund um PFlege- und ADoptivkinder
Adoptionen aus der Republik Ruanda
Posted on April 30, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, International, Politik, Verschiedenes | Schlagwörter: Auslandsadoption |
Am 28.03.2012 hat die Republik Ruanda ihren Beitritt zum Haager Adoptionsübereinkommen von 1993 erklärt. Für Ruanda wird das Übereinkommen am 01.07.2012 in Kraft treten. Als Zentrale Behörde sowohl nach Art. 6 Abs. 1 HAÜ als auch nach Art. 23 HAÜ hat Ruanda eine Nationale Kinderkommission („The National Commission for Children“) bestimmt.
Quelle: Bundeszentralstelle für Auslandsadoption vom 20.04.2012
PFAD: „Pflegefamilien – Schutzraum oder Risikofaktor für Kinder und Jugendliche in der Pflegekinderhilfe?“
Posted on April 29, 2012. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Stellungnahmen |
Der Tod des elfjährigen Pflegekindes Chantal in Hamburg und die Aufdeckung ihrer Lebensumstände haben die Arbeit der Jugendhilfe in öffentlicher und freier Trägerschaft in die Kritik gebracht. Gleichzeitig werden stärkere Kontrollen bei Pflegeeltern und ein strengeres Auswahlverfahren von Pflegeeltern gefordert. Ein totes Kind in einer Hilfemaßnahme der Jugendhilfe wollen die Verantwortlichen nicht. Da ist jeder Beteiligte aufgerüttelt, so etwas darf nicht passieren.
In Hamburg wurden sofort personelle Konsequenzen gezogen und eine breite Untersuchung der Hamburger Pflegefamilien durchgeführt. Stärkere Kontrollen von Pflegefamilien, genaueres Hinschauen und vermehrte Auflagen für Pflegeeltern sollen Pflegekinder in Pflegefamilien schützen.
Unter Berufung auf den Hamburger Vorfall verstärkten bundesweit die ersten Jugendämter ihre Kontrollen von Pflegefamilien. Neben der bereits durch das neue Bundeskinderschutzgesetz vorgeschriebenen Vorlage von erweiterten Führungszeugnissen, werden nun auch – ohne konkrete Anhaltspunkte einer Kindeswohlgefährdung – unangemeldete Hausbesuche, Drogentests für alle im Haushalt lebenden Personen ab 16 Jahren, Gesundheitsnachweise auch für bereits tätige Pflegeeltern, Entbindung der Ärzte der Pflegefamilien von ihrer Schweigepflicht, Schufa-Auskünfte,… eingeführt. Dies sind erste aktionistische Ideen, mit denen die Pflegekinderhilfe abgesichert werden soll.
Doch helfen diese Maßnahmen? Sind sie im Sinne der Kinder und Jugendlichen und tragen Sie zum Gelingen der Hilfeform Pflegefamilie bei? Und sind sie überhaupt rechtens?
Was war in Hamburg geschehen? Eine Pflegefamilie, die bereits ihre Enkelin als Pflegekind betreute, nahm durch persönliche Kontakte zu Chantal auch sie als Pflegekind auf. Mit Einverständnis des öffentlichen Trägers der Jugendhilfe und des betreuenden freien Trägers lebte Chantal 4 Jahre bis zu ihrem Tod dort. Mehrere Sozialarbeiter besuchten die Familie und schrieben ihre Berichte. All das, was nun als verbesserte Kontrolle zum Schutz beschrieben wird, stand den Verantwortlichen zur Verfügung. Es mangelte nicht an Wissen über die Familie und es mangelte nicht an Einblicken in die Pflegefamilie. Laut Aussage von Johannes Kahrs, des zurückgetretenen Vorsitzenden des zuständigen Jugendhilfeausschusses, auch nicht an Geld oder Personal.
Unseres Erachtens liegt das Problem in der Bewertung der Situation. War diese Pflegefamilie geeignet, den Anforderungen eines Kindes suchtkranker Eltern gerecht zu werden. Ist im weiteren Verlauf des Pflegeverhältnisses darauf geachtet worden, wie die Familie mit ihren vielfältigen Problemlagen umging? Wie wurden die Gespräche bei den Hausbesuchen geführt? Wurden die wichtigen Fragen angesprochen? Warum sind die in der Presse veröffentlichten unzureichenden Lebensumstände für Chantal akzeptiert worden? Welche Chance sah man für Chantal bei der Billigung dieser durch die Herkunftsfamilie selbst organisierten Pflegefamilie?
Es drängt sich die Frage auf: Was dürfen Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebensverhältnissen von der Jugendhilfe erwarten – nur ein Abmildern der größten Not oder auch eine Perspektive für die Zukunft?
Pflegefamilien sind engagierte Menschen, die ihre Familien für familienbedürftige Kinder öffnen und ihnen ein Zuhause bieten. Hier erleben die Kinder und Jugendlichen Schutz, Verständnis, Förderung und Bindungsangebote. Pflegefamilien leisten eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und sind für eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen die beste Lösung.
Pflegefamilien sind für jede Kommune eine wichtige Ressource zur Erfüllung der Aufgaben in den Hilfen zur Erziehung. Die Werbekampagnen der Jugendämter landauf landab belegen dies deutlich. Unsere dreißigjährige Erfahrung zeigt uns, dass Pflegeverhältnisse nur gelingen können, wenn sie innerhalb gut durchdachter Rahmenbedingungen geführt werden und individuelle Förderung anbieten. Voraussetzungen sind: Begleitung durch qualifizierte Fachkräfte des Jugendamtes bzw. eines freien Trägers, eine von Vertrauen geprägte Zusammenarbeit, Vorbereitung, Fortbildung und Supervision, Förderung von und Kooperation mit Zusammenschlüssen von Pflegefamilien. Jeder dieser Arbeitsschritte beinhaltet auch Kontrolle und die Möglichkeit zur Erkennung von Fehlentwicklungen – ohne den Pflegefamilien ein Grundmisstrauen entgegenzubringen.
Wir appellieren an Bürgermeister und Landräte sowie an die Verantwortlichen in der Jugendhilfe, hier mit Augenmaß an Veränderungen aufgrund eines tragischen Einzelfalls heranzugehen. Für eine effektive Ausgestaltung der Pflegekinderhilfe liegen fundierte wissenschaftliche Studien, Ausarbeitungen von in der Pflegekinderhilfe erfahrenen Fachleuten sowie das Praxiswissen unseres Verbandes vor. Teile des neuen Kinderschutzgesetzes bieten die Möglichkeiten einer verbesserten Kontinuität für Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien. Diese gilt es nun erst einmal in allen Kommunen umzusetzen.
Dagmar Trautner, Vorsitzende des PFAD Bundesverbandes der Pflege- und Adoptivfamilien e.V.
PFAD Pressemitteilung vom 29.04.2012 (pdf)
Fraktion „Unabhängige Bürger“ in Schwerin informiert sich zum Thema Pflegekinder
Posted on April 29, 2012. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Politik, Publikationen |
Die Fraktion „Unabhängige Bürger“ in Schwerin hat sich umfassend zum Thema Pflegekinder / Pflegefamilien informiert. Sozialdezernent Dieter Niesen und Michael Kleimenhagen, Abteilungsleiter Sozialpädagogischer Dienst, waren zu diesem Thema jüngst in der Fraktion zu Gast. Anlass für die Beratung war der Tod eines elfjährigen Pflegekindes in Hamburg im Januar 2012, das an einer Methadonvergiftung gestorben war.
„Der tragische Tod von Lea-Sophie aus Schwerin vor einigen Jahren ist uns noch nachhaltig in Erinnerung. Wir wollten anlässlich des schlimmen Vorfalls in Hamburg in Erfahrung bringen, wie das Jugendamt Schwerin bei der Betreuung von Pflegekindern aufgestellt ist“, so UB-Fraktionsvorsitzender Silvio Horn. Die Fraktion hatte hierzu einen umfangreichen Fragenkatalog vorbereitet, der von Jugendhilfe-Fachmann Kleimenhagen kompetent beantwortet wurde. In Schwerin werden derzeit rund 90 Pflegekinder in Pflegefamilien betreut. In Vorbereitung darauf absolvieren potentielle Pflegeeltern einen 40stündigen Vorbereitungskurs und erhalten bei Eignung eine Pflegeerlaubnis. Für das Verfahren der Auswahl, Qualifizierung und Begleitung der Pflegefamilien hat sich die Landeshauptstadt die SOZIUS gGmbH als Partner vertraglich ins Boot geholt; die Hauptarbeit liegt bei einem hierfür gegründeten Verein, ProKind e.V..
„Wir haben den Eindruck gewinnen können, dass die Landeshauptstadt und die beteiligten Träger der Jugendhilfe hier sehr verantwortungsbewusst und professionell arbeiten. Auswahl und Betreuung der Pflegefamilien scheint nach unserem Dafürhalten beispielhaft organisiert zu sein. Die Unterbringung von Kindern in Pflegefamilien ist dabei nach unserer Auffassung nicht nur finanziell attraktiver als eine Heimunterbringung. Vielmehr ist dieser Betreuungsform aus Gründen des Kindeswohls eindeutig der Vorzug zu geben. Deswegen unterstützen wir die Verwaltung bei ihren Bemühungen, diese Betreuungsform weiter auszubauen“, so Horn abschließend.
Quelle: Pressemitteilung der Fraktion „Unabhängige Bürger“ Schwerin vom 26.04.2012
Saarbrücken: Zahl der Pflegefamilien sinkt
Posted on April 29, 2012. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Saarland | Schlagwörter: Bereitschaftspflege |
Die Zahl der Saarbrücker Pflegefamilien sank von 2000 bis Oktober 2011 von 322 auf 251, die der Bereitschaftsfamilien dagegen stieg von 3 in 1997 auf heute 18.
Von den mutmaßlichen Gründen und neuen Plänen des Regionalverbandes berichtet der Artikel „Zahl der Pflegefamilien sinkt“ vom 28.04.2012 in der Saarbrücker Zeitung.
Bericht von der Fachtagung „Umgang mit Risiken und Fehlern“
Posted on April 27, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Veranstaltungen |
Die Kinderschutz-Zentren berichten von ihrer Fachtagung „Risiken – Fehler – Krisen – Risikomanagement im Jugendamt als Führungsaufgabe„, die vom 18.- 19.04. in Berlin stattfand:
Etwa 70 Leitungskräfte aus der gesamten Bundesrepublik kamen im Institut für Urbanistik zusammen, um sich zum Thema „Risiken – Fehler – Krisen – Risikomanagement im Jugendamt als Führungsaufgabe“ auszutauschen. Die Brisanz und Aktualität dieser Aufgabe machten vor allem die Hamburger Praxisberichte schnell klar: Denn die Hamburger Leitungskräfte konnten einerseits darstellen, wie man Risiken identifiziert und Strategien des Risikomanagements entwickelt. Andererseits aber auch, wie tragische Einzelfälle die entwickelten Konzepte „über den Haufen werfen“ können: Ausgelöst durch immensen Druck aus Politik und Medien verschiebt sich (zum Beispiel im Fall Chantal) während solcher Krisen die Aufmerksamkeit der Leitungskräfte eher auf Fragen der Verfahrenssicherheit. Dass man viel zu wenig aus den problematischen Fällen gelernt habe und somit viel zu wenig empirisches Wissen zu Risiken, Fehlern und ihren Ursachen vorliege, kritisierte Prof. Schrapper von der Universität Koblenz-Landau. Prof. Dr. Reinhart Wolff vom Kronberger Kreis für Dialogische Qualitätsentwicklung e.V. und Prof. Dr. Kay Biesel von der Fachhochschule Nordwestschweiz nahmen die Rahmenbedingungen der Jugendamtsarbeit in den Blick. Sie diskutierten die Frage, wie neuere Entwicklungen im Kinderschutz und das Bundeskinderschutzgesetz die Organisation Jugendamt verändern. Insbesondere ihre Thesen zur multiprofessionellen Öffnung des Jugendamtes und die Chancen des Bundeskinderschutzgesetzes wurden mit den Leitungskräften sehr kontrovers besprochen.
Auf den Seiten des Kinderschutz-Zentren wurde ein Diskussionsforum zum Thema eingerichtet.
„Vernachlässigte und traumatisierte Kinder in Pflegefamilien“ am 02.06. in Winsen/Luhe
Posted on April 26, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fortbildung, Hamburg, Jugendhilfe, Niedersachsen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: Traumatisierung, Vernachlässigung |
Mit „Vernachlässigten und traumatisierten Kindern in Pflegefamilien“ beschäftigt sich das Seminar mit Diplom-Psychologe Kay-Uwe Fock am 02.06. in Winsen/Luhe. Veranstalter ist der PFAD Bundesverband in Kooperation mit PFEIL e.V. Harburg, PFAD Landesverband Niedersachsen und Freunde der Kinder e.V., Hamburg.
Pflegekinder bringen ihre eigene Geschichte mit in die neue Familie. Die Verhaltensweisen vernachlässigter und traumatisierter Kinder entsprechen meist nicht den Erwartungen der Erwachsenen entsprechend ihres Lebensalters. Das Wissen um die Lebensgeschichte der Kinder allein reicht nicht aus. Andererseits müssen Pflegeeltern auch keine Therapeuten sein. Wie bewegt man sich als Pflegefamilie erfolgreich im Spannungsfeld der Anerkennung besonderer psychologischer Bedürfnisse der Pflegekinder und Entwicklung einer altersentsprechenden Alltagskompetenz?
Zu Beginn beschäftigen wir uns mit den psychologischen Grundbedürfnissen in der frühen Kindheit. Anschließend werden Inszenierungen von Pflegekindern im Alltag der Pflegefamilie vorgestellt und gemeinsam diskutiert, wie Familien im Spannungsfeld zwischen Therapie und Alltag Rollen übernehmen oder ablehnen können. In der Diskussion können so Übertragungsbeziehungen und Gegenübertragungen erfahrbar gemacht werden.
Anmeldeschluss ist der 21.05.
„Entwicklungsrisiken aus medizinischer, entwicklungsneurologischer und psychosozialer Sicht“ am 16.06. in Markdorf
Posted on April 26, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |
Zum Tagesseminar „Entwicklungsrisiken aus medizinischer, entwicklungsneurologischer und psychosozialer Sicht“ mit Dr. Henrike Härter lädt die Pflegeeelternschule Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Pflege- und Adoptivelternverein PFAD Konstanz und Umgebung e.V. und der St. Gallus-Hilfe Markdorf am 16.06. nach Markdorf ein.
Für die Prognose von Pflege-und Adoptivkindern ist die gelingende Bindung an ihre Bezugspersonen entscheidend. Dazu benötigen Pflege- und Adoptiveltern Wissen über die häufigen Entwicklungsstörungen, die Pflege- und Adoptivkinder durch Einflüsse in der Schwangerschaft und auch in ihrem weiteren Leben mitbringen.
Dies hilft, Erwartungen an das Kind, aber auch an sich selbst, realistisch einzuschätzen und Frustration und Hilflosigkeit zu vermindern. Sich bei der Erziehung helfen und unterstützen zu lassen, fällt leichter und ist Zeichen von Verantwortlichkeit dem Kind, aber auch der eigenen Familie gegenüber. Letztendlich kann so das „Mögen“ und das „Ich-bleib-dabei“ besser gelingen.
Landkreis Aurich stärkt seine Pflegefamilien
Posted on April 25, 2012. Filed under: Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Schleswig-Holstein |
Der Landkreis Aurich plant einen Entlastungsdienst für Pflegefamilien einzurichten und macht die bisher freiwillige Fortbildung verbindlich.
zum Artikel „Aurich: Landkreis stärkt seine Pflegefamilien“ in Ostfriesische Nachrichten vom 24.04.2012
Familienseminar „Niemand ist eine Insel“ vom 07.–10.06. in Hübingen
Posted on April 25, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: Freizeit |
Das Familienseminar „Niemand ist eine Insel“ wird vom Institut für Vollzeitpflege und Adoption e.V. vom 07.–10.06. im Familienferiendorf Hübingen angeboten.
Spätestens ab dem Kindergartenalter spielt sich ein wesentlicher Teil des Lebens von Pflege- und Adoptivkindern in der Gleichaltrigengruppen ab.
Wie geht es ihnen dort? Welche Aufgaben sind von ihnen zu meistern? Welche Schwierigkeiten können auftreten? Welche Kompetenzen bringen sie mit, welche müssen sie erst allmählich erwerben? Wie können Eltern unterstützen und begleiten?
Darüber miteinander ins Gespräch zu kommen und auch ein bisschen methodisches Handwerkszeug zu erwerben, ist Anliegen dieses Wochenendseminars mit Referentin Prof. Dr. Annelinde Eggert-Schmid Noerr.
Anmeldeschluss ist am 25.05.
Landkreis Ostvorpommern informiert potenzielle Pflegeeltern am 09.05. in Pasewalk
Posted on April 25, 2012. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Veranstaltungen |
Die Mitarbeiter des kreislichen Jugendamtes Vorpommern-Greifswald haben für Mittwoch, 09.05.2012, eine öffentliche Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger vorbereitet, die sich für die Aufgabe als Pflegeeltern interessieren.
Dazu lädt das Jugendamt am Standort Pasewalk alle Interessierten zu zwei Terminen nach Pasewalk in die Kreisverwaltung ein.
Die Fachleute des Jugendamtes werden über das Thema Pflegekinderwesen berichten und umfassende Informationen zur Pflegeelternarbeit geben. Außerdem gibt es Informationen zu Vermittlungs – und Begleitungsprozessen eines Pflegekindes.
Im Rahmen der Veranstaltung können die Besucher selbstverständlich Fragen stellen und mit den Mitarbeitern des Jugendamtes ins Gespräch kommen.
Wann: Mittwoch, 09.05.2012
1. Veranstaltung: 9:30 Uhr – 11:30 Uhr
2. Veranstaltung: 13:30 Uhr – 15:30 Uhr
Ort: 17309 Pasewalk, An der Kürassierkaserne 9, Hauptgebäude, Zimmer 326.
Quelle: Landkreis Ostvorpommern vom 16.03.2012
Radio-Interview des PFAD FÜR KINDER Fürstenfeldbruck-Dachau
Posted on April 24, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, PFAD Verband, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen |
Der Regionalsender TOP FM strahlte am 23.04.2012 ein kurzes Interview (Download, mp3, 2.48 min) mit dem PFAD FÜR KINDER Ortsverein Adoptiv- und Pflegeeltern in FFB und Umgebung e.V. aus. Frau Birgit Werner berichtete über die Aktivitäten des Vereins.
„Ziel: Umerziehung“ – Wanderausstellung der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau zur Geschichte repressiver Heimerziehung in der DDR eröffnet
Posted on April 24, 2012. Filed under: Jugendhilfe, Publikationen, Sachsen, Veranstaltungen | Schlagwörter: Heimerziehung |
Staatsministerin Christine Clauß hat gemeinsam mit dem Bundesbeauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, die Wanderausstellung »Ziel: Umerziehung« in der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau eröffnet.
»Die Gespräche mit ehemaligen Heimkindern und die Bilder der Ausstellung machen mich betroffen. Die Bilder und die Geschichten zeigen vor allem eines ganz deutlich: wer eine Umerziehung zur sozialistischen Persönlichkeit nicht miterlebt hat, kann nur versuchen, das Erlittene nachzuvollziehen. Umso wichtiger sind Gedenkstätten wie diese und die stetige Aufarbeitung der Geschehnisse«, sagte Clauß bei der Eröffnung.
Die Ausstellung widmet sich dem Thema der repressiven Heimerziehung in der ehemaligen DDR-Jugendhilfe in Sachsen. Vor drei Wochen haben der Bund und die neuen Länder einen umfassenden Bericht zur Heimerziehung in der ehemaligen DDR in den Jahren 1949 bis 1990 vorgelegt. Die Ausstellung ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der Aufarbeitung der Geschehnisse. Bereits am Vormittag hatte das Sächsische Kabinett dem Entschädigungsfonds der ostdeutschen Bundesländer und des Bundes zugestimmt. Damit stellt Sachsen in den nächsten fünf Jahren fast sechs Millionen Euro zur Verfügung. Dieses Geld werde unter anderem für ergänzende Hilfen und für eine Anlauf- und Beratungsstelle genutzt, die beim Kommunalen Sozialverband Sachsen angesiedelt und ab 1. Juli 2012 ihre Arbeit aufnehmen wird.
Die Torgauer Gedenkstätte hat einen erheblichen Anteil an der Aufarbeitung der Geschichte der repressiven DDR-Heimerziehung, denn hier habe man den Finger bereits »sehr früh in die Wunde gelegt und auf die Bedeutung einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der DDR-Heimerziehung gedrungen«, unterstrich Clauß. Den Torgauer Aktivitäten sei es zu verdanken, dass die Aufarbeitung der DDR-Jugendhilfe in Sachsen so weit vorangekommen sei, aber auch, dass die Heimkinderdebatte in Deutschland überhaupt ins Rollen kam. »Denn noch vor den wichtigen Veröffentlichungen der westdeutschen Heimkinder waren es vor allem die Stimmen aus Torgau, die erheblich dazu beigetragen haben, dass in unserer Gesellschaft Sensibilität und Aufmerksamkeit gegenüber der Vergangenheit in ostdeutschen und in westdeutschen Heimen gewachsen sind«, sagte die Ministerin.
Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz vom 17.04.2012
„Kinder und Jugendliche im Spannungsfeld von Eltern, Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie: Kann Kooperation gelingen?“ am 11./12.06. in Augsburg
Posted on April 24, 2012. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Veranstaltungen | Schlagwörter: Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychische Erkrankung |
Das Systemische Institut Augsburg lädt am 11./12.06. zu einem 2-Tages-Seminar mit Dr. Wilhelm Rotthaus zum Thema „Kinder und Jugendliche im Spannungsfeld von Eltern, Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie: Kann Kooperation gelingen?“ nach Augsburg ein.
Zielgruppe sind alle psychosozialen Fachkräfte in den Kontexten der Kinder- und Jugendhilfe (stationär, teilstationär, ambulant, aufsuchende Familienberatung/-therapie, Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistände, Erziehungsstellen, soziale Dienste, Jugendämter, etc.) und der Kinder- und Jugendpsychiatrie (stationär, teilstationär, ambulant, etc.)
Stadt Nürnberg: Fortbildungen für Pflegeeltern
Posted on April 23, 2012. Filed under: Bayern, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Veranstaltungen |
Das Jugendamt der Stadt Nürnberg veröffentlicht seine nächsten Termine für Fortbildungsveranstaltungen für Pflegefamilien:
03.-06.05.2012 Vorbereitungsseminar für Adoptiv- und Pflegeeltern und Interessierte (Wochenende)
09.05.2012 Pflegeelterngruppe „Vollzeitpflege“: Suchtgefahr?
20.06.2012 Pflegeelterngruppe „Vollzeitpflege“: Das behinderte Pflegekind
30.06.2012 Fortbildung für Pflegeeltern: Konflikte-Streit? – Kommt in den „besten“ Familien vor!
05.-08.07.2012 Vorbereitungsseminar für Adoptiv- und Pflegeeltern und Interessierte (Wochenende)
27.07.2012 Pflegeelterngruppe „Vollzeitpflege“: Sommernachtstreffen
19.09.2012 Pflegeelterngruppe „Vollzeitpflege“: Das Hilfeplanverfahren
10.10.2012 Pflegeelterngruppe „Vollzeitpflege“: Das Kind zwischen zwei Familien
11.-14.10.2012 Vorbereitungsseminar für Adoptiv- und Pflegeeltern und Interessierte (Wochenende)
20.10.2012 Fortbildung für Pflegeeltern:Bindung bei Pflegeeltern
08.-11.11.2012 Vorbereitungsseminar für Adoptiv- und Pflegeeltern und Interessierte (Wochenende)
14.11.2012 Pflegeelterngruppe „Vollzeitpflege“: Der Allgemeine Sozialdienst
24.11.2012 Fortbildung für Pflegeeltern: Frühkindliche Traumatisierung-Entstehung-Auswirkung-päd. Umgang
12.12.2012 Pflegeelterngruppe „Vollzeitpflege“: Adventsfeier
01.01.2013 Fortbildung für Pflegeeltern: Hilfreiche Rituale für Kinder
01.01.2013 Pflegeelterngruppe „Vollzeitpflege“: Warum ist es schön mit Pflegekindern zu leben?
„Zwischen Eiertanz und Drehtür – Jugendliche mit Borderline und posttraumatischen Störungen“ am 14./15.06. in Gültstein
Posted on April 23, 2012. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Veranstaltungen | Schlagwörter: Borderline, Traumatisierung |
Für Fachkräfte in Einrichtungen der Erziehungshilfe hält der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg – KVJS am 14./15.06. im Tagungszentrum Gültstein ein Seminar mit dem Titel „Zwischen Eiertanz und Drehtür – Jugendliche mit Borderline und posttraumatischen Störungen“ ab. Referent in Dr. Michael Hipp.
Pflegefamilien-Wochenende vom 08.-10.06. in Eckernförde
Posted on April 22, 2012. Filed under: Hamburg, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: Freizeit |
Vom 08.– 10.06. organisiert Freunde der Kinder e.V., der PFAD Landesverband Hamburg, unter der Leitung von Lenore Wittig und Gabriele Hesse ein Pflegefamilien-Wochenende in Eckernförde.
Das Wochenende bietet die Möglichkeit, anderen Pflegefamilien zu begegnen, neue Kontakte zu knüpfen und an einem selbst gewählten Thema zu arbeiten. Für Kinderbetreuung ist gesorgt.
„Leise und laute Krisen – (Aus)Wege für Kinder und Jugendliche mit depressiven und aggressiven Belastungen“ am 18./19.06. in Mainz
Posted on April 21, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: Aggression, Depression, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychische Erkrankung, selbstverletzendes Verhalten |
In Mainz veranstalten die Kinderschutz-Zentren am 18./19.06. die Fortbildung „Leise und laute Krisen – (Aus)Wege für Kinder und Jugendliche mit depressiven und aggressiven Belastungen„.
Der Fachkongress richtet sich an Mitarbeiter(innen) aus der Kinder- und Jugendhilfe und der Kinder- und Jugendpsychiatrie, die mit Jugendlichen und ihren Eltern in verschiedenen Zusammenhängen zu tun haben.
Im Zentrum der Kinderschutzdebatte der letzten Jahre standen insbesondere die Entwicklungsbedürfnisse kleiner Kinder und entsprechende frühe Hilfeansätze. Mit dem diesjährigen Kongress in Mainz richten die Kinderschutz-Zentren den Fokus auf Jugendliche in der Absicht, diese Zielgruppe mehr in den Blickpunkt zu rücken. Dabei geht der Blick sowohl auf die Lebenswelten und unterschiedlichen Problemlagen von Jugendlichen als auch auf ihre unterschiedlichen Bewältigungsstrategien. Während die einen auf „ihre Krisen“ mit psychischen Störungen reagieren, sich selbst verletzen, depressiv werden und sogar suizidale Wünsche entwickeln, reagieren andere aggressiv und gewalttätig ihrer Umwelt gegenüber. In beiden Fällen fühlen sich Eltern und häufig auch die Jugendhilfe hilflos und überfordert, mit den Jugendlichen in Kontakt zu kommen und ihnen Unterstützung anzubieten.
Der Kongress beschäftigt sich u.a. mit folgenden Fragestellungen:
Was unterscheidet die heutige Jugend von früheren Generationen?
Welche Veränderungen/Risiken ergeben sich durch das „Leben im Netz“?
Wie kommt es zu suizidalen Krisen im Jugendalter?
Was steckt hinter selbstverletzendem Verhalten von Jugendlichen?
Wie kann der Kontakt zu belasteten Jugendlichen durch Eltern und Helfer(innen) gelingen? Wie können wirksame Hilfen- und Unterstützungsangebote aussehen?
Wie verarbeiten Jugendliche erlebte Gewalt?
Warum werden Jugendliche gewalttätig und aggressiv?
„Bindungen im Lebenslauf“ am 13.06. in Mainz
Posted on April 21, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: Bindung |
Das Sozialpädagogisches Fortbildungszentrum des LSJV plant für Fach- und Führungskräfte der Sozialen Arbeit am 13.06. eine Tagung zu „Bindungen im Lebenslauf“ mit Prof. em. Dr. Klaus Grossmann.
Die Jahrestagung im Bildungszentrum Erbacher Hof in Mainz nimmt das Thema der Bindungen aus mehreren Perspektiven in den Blick:
Wie entwickeln sich Bindungen bei Säuglingen und Kleinkindern,
wie differenzieren sie sich im Kindes- und Jugendalter aus und
wie beeinflussen sie im Erwachsenenalter Beziehungen zu anderen – auch die Beziehung zum eigenen Kind?
Die Tagung mit Prof. em. Dr. Klaus Grossmann geht auch der Frage nach, welche Chancen die Soziale Arbeit bzw. die Pädagogik hat, positive verlässliche Bindungserfahrungen im Setting der Kinder- und Jugendhilfe zu ermöglichen.
Veronika Bergmann, Telefon 06131 967-133, Bergmann.Veronika@lsjv.rlp.de
Karin Klein-Dessoy, Telefon 06131 967-131, Klein-Dessoy.Karin@lsjv.rlp.de (im SPFZ)
„Kinder mit traumatischen Erfahrungen brauchen das Verständnis ihrer Pflegeeltern“ am 09.05. in Freiburg
Posted on April 20, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: Traumatisierung |
Am Mittwoch, den 09.05. um 19 Uhr lädt der Freiburger Pflege- und Adoptivelternkreis Nestwärme e.V. ein zum Themenabend „Kinder mit traumatischen Erfahrungen brauchen das Verständnis ihrer Pflegeeltern“ mit Prof. Traudel Simon und Prof. Ursula Immenschuh. Die Veranstaltung findet im Heilpädagigischen Hort in der Leisnerstr.4 in Freiburg statt.
Artikel „Ich war ganz schlimm“ über Gastfamilien für ältere Kinder und junge Menschen bis 18 Jahren im Kreis Lippe
Posted on April 20, 2012. Filed under: Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen |
Der Kreis Lippe sucht Gastfamilien für ältere Kinder und Jugendliche.
Im Artikel „Ich war ganz schlimm“ im Vlothoer Anzeiger vom 19.04.2012 wird ein erfolgreicher Fall einer heute 18-jährigen jungen Frau geschildert, die erst mit 16 Jahren in eine Gastfamilie kam und daraufhin einen positiven Lebensweg einschlug.
Hildegard Olsen vom Pflegekinderdienst des Kreisjugendamtes erklärt: „…Seit 2007 gibt es beim Kreis Lippe das ergänzende Hilfsangebot der „Gastfamilien“ für ältere Kinder und junge Menschen bis 18 Jahren. Wenn Kinder und Jugendliche sich für eine Gastfamilie entscheiden, profitieren alle von der intensiven fachlichen Begleitung dieser speziellen Lebensgemeinschaften…“
Tagung „Warum sterben Kinder in der Jugendhilfe?“ am 01.06. in Hamburg
Posted on April 20, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Veranstaltungen |
Der PARITÄTISCHE Hamburg will bei einer Tagung am 01.06.2012 von 10-17 Uhr in seinen Räumen in Hamburg der Frage nachgehen: „Warum sterben Kinder in der Jugendhilfe?„.
Ziel der Tagung ist der „Versuch einer souveränen selbstkritischen Betrachtung“. Im „Zentrum steht eine betroffenenorientierte Fehleranalyse und keine … Schuldzuweisung….“
Die Organisatoren hoffen, mit dieser Tagung die Diskussion in der Jugendhilfe voran bringen zu können.
Anmeldeschluss ist der 15.05.
Fachtage „Das neue Bundeskinderschutzgesetz“ in Essen, Hannover und München
Posted on April 19, 2012. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: Bundeskinderschutzgesetz |
Das Institut LüttringHaus bietet in unterschiedlichen Regionen Fachtage „Das neue Bundeskinderschutzgesetz“ mit Prof. Reinhard Wiesner als Referenten an:
01.06. Essen
05.07. Hannover
12.07. München
Vor dem Hintergrund medial aufbereiteter Fälle von Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung sah sich der Gesetzgeber in den letzten Jahren immer wieder veranlasst, die Rechtsgrundlagen für den Schutz von Kindern weiterzuentwickeln. Noch vor Jahresende ist das neue Bundeskinderschutzgesetz im Bundestag und im Bundesrat verabschiedet worden und am 1. Januar 2012 in Kraft getreten. Inhaltlich greift das Gesetz neben den Themen aus dem ersten Entwurf, wie die Qualifizierung des Schutzauftrags des Jugendamtes, nicht nur die Diskussion am runden Tisch „Sexueller Missbrauch“ auf, sondern wendet sich auch stärker der Prävention zu. Zu den zahlreichen Änderungen des SGB VIII (Art. 2) zählen insbesondere:
Rechtsanspruch des Kindes oder Jugendlichen auf Beratung in Not und Konfliktsituationen (§ 8 Abs. 3)
Qualifizierung des Schutzauftrages (§ 8a)
Rechtsanspruch auf fachliche Beratung und Begleitung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen (§ 8b)
stärkere Fokussierung des Angebotes der allgemeinen Angebote zur Erziehung in der Familie auf frühe Hilfen (§ 16)
Neugestaltung des Erlaubnisvorbehalts für den Betrieb von Einrichtungen (§ 45)
Vorlage von erweiterten Führungszeugnissen bei ehrenamtlicher Tätigkeit (§ 72a)
Auftrag zur Weiterentwicklung der Qualität als Teil der Gesamtverantwortung (§§ 79, 79a)
Schreibwettbewerb „“Adoptionsgeschichten“
Posted on April 19, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, International, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Verschiedenes | Schlagwörter: Österreich |
Der Pflegeelternverein Steiermark ruft anläßlich des zehnten Geburtstages seines Internetangebots www.adoptionsberatung.at auf zu einem Schreibwettbewerb unter dem Motto „Adoptionsgeschichten. Geschichten und Gedichte zum Thema Adoption„.
Menschen aller Altersstufen, die eine direkte, indirekten oder wie auch immer geartete (z.B. literarische) Beziehung zum Thema „Adoption“ haben, sind eingeladen, sich am Wettbewerb zu beteiligen. Der Wettbewerb ist offen für Betroffene und Schreibende, die ihre Gedanken, Erfahrungen und Erkenntnisse zu Papier bringen wollen.
Alle Beiträge sind zwischen 1. Mai und 1. August 2012 per Mail zu übermitteln.
Eine Jury wird Preise in der Gesamthöhe von € 1.500,00 vergeben. Im September 2012 werden die PreisträgerInnen bekannt gegeben. Für Oktober 2012 ist eine Festveranstaltung und Lesung in Graz geplant.
Bundesregierung für Warnschussarrest
Posted on April 19, 2012. Filed under: Jugendhilfe, Politik, Rechtliches |
Die Bundesregierung will Jugendkriminalität wirksamer bekämpfen und ihren Ursachen entgegenwirken. Große Bedeutung hat dabei der Erziehungsgedanke des Jugendstrafrechts. Jungen Straftätern soll durch den so genannten „Warnschussarrest“ deutlich die Konsequenz weiterer Gesetzesverstöße vor Augen geführt werden. Um die jugendgerichtlichen Sanktionsmöglichkeiten maßvoll zu erweitern und verbessern, hat das Bundeskabinett eine Formulierungshilfe für einen Gesetzentwurf beschlossen. Der eigentliche Gesetzgebungsprozess kann jetzt von den Bundestagsabgeordneten angestoßen werden, das heißt „aus der Mitte des Deutschen Bundestages“.
Arrest plus Bewährungsstrafe
Künftig soll ein Jugendarrest neben einer Jugendstrafe auf Bewährung möglich werden. Nach geltendem Recht kann nur entweder Arrest oder Jugendstrafe angeordnet werden. Der Jugendarrest soll das Unrecht und die Konsequenzen eines Fehlverhaltens nachdrücklich verdeutlichen. Zudem soll der Arrest einen gegebenenfalls erforderlichen Impuls bei dem jugendlichen Straftäter setzen, sein Verhalten zu ändern.
Höheres Strafmaß bei Mord
Weiterhin ermöglicht der Gesetzentwurf den Jugendgerichten, gegen Heranwachsende wegen Mordes eine Jugendstrafe bis zu 15 Jahren zu verhängen. Und zwar dann, wenn das bisherige Höchstmaß von zehn Jahren wegen der besonderen Schwere der Schuld im Einzelfall als nicht ausreichend erscheint. Das wäre bei besonders grausamen und gefühlskalten Taten ohne Reue der Fall.
Jugendstrafrecht ist das für Jugendliche (14- bis 17-Jährige) und zum Teil auch für Heranwachsende (18- bis 20-Jährige) geltende Straf- und Strafprozessrecht. Das Jugendstrafrecht definiert keine eigenen Jugendstraftatbestände. Es unterscheidet sich vom Erwachsenenstrafrecht unter anderem in den Rechtsfolgen der Tat.
Eine Jugendstraftat ist in erster Linie durch Erziehungsmaßregeln zu ahnden. Wenn diese nicht ausreichen, um dem Täter das Unrecht der Tat und seine Einstandspflicht hierfür bewusst zu machen, wird die Straftat mit Zuchtmitteln oder mit Jugendstrafe geahndet.
Erziehungsmaßregeln sind beispielsweise: Erteilung von Weisungen; Anordnung, Hilfe zur Erziehung in Anspruch zu nehmen.
Zuchtmittel sind beispielsweise: Verwarnung; Erteilung von Auflagen (zum Beispiel Schadensersatz, Zahlung von Bußen, Jugendarrest).
Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung vom 18.04.2012
Posted on April 18, 2012. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: Asyl, Inobhutnahme, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge |
Berlin: (hib/STO) Die Situation Minderjähriger im Aufenthalts- und Asylverfahrensrecht soll nach dem Willen der SPD-Fraktion verbessert werden. In einem entsprechenden Gesetzentwurf (17/9187) verweist die Fraktion darauf, dass die Bundesregierung im Juli 2010 die Vorbehalte zur UN-Kinderrechtskonvention zurückgenommen habe. Um die deutsche Rechtslage an die Maßstäbe dieser Konvention anzupassen, bedürften mehrere Regelungen des Asylverfahrensgesetzes, des Aufenthaltsgesetzes und des Achten Sozialgesetzbuchs der Änderung.
Der Vorlage zufolge soll im Aufenthalts- und im Asylverfahrensgesetz klargestellt werden, „dass bei der Rechtsanwendung das Wohl des Kindes ein vorrangig zu berücksichtigender Gesichtspunkt ist“. Auch soll danach die „aufenthalts- und asylrechtliche Verfahrensfähigkeit“ von bisher 16 auf 18 Jahre angehoben und allen unbegleiteten Minderjährigen im Asylverfahren ein gesetzlicher Vertreter zur Seite gestellt werden. Zudem möchte die Fraktion gewährleistet sehen, dass das Jugendamt als Vormund regelmäßig eine „Ergänzungspflegschaft für die fachlich kompetente Vertretung des Minderjährigen in asyl- und aufenthaltsrechtlichen Verfahren beantragt“.
Ferner sieht die Vorlage vor, dass das sogenannte Flughafenverfahren keine Anwendung auf unbegleitete Minderjährige findet. Stattdessen seien sie „durch das Jugendamt in Obhut zu nehmen, um so die Durchführung eines Clearingverfahrens zu gewährleisten“. Zur Gewährleistung eines solchen Verfahrens will die Fraktion auch die Zurückweisung an der Grenze für unbegleitete Minderjährige ausschließen. Darüber hinaus möchte sie unter anderem bei der Altersfestsetzung die Beteiligung des Jugendamtes für solche Fälle sichergestellt wissen, in denen nach einer medizinischen Untersuchung Zweifel fortbestehen. Damit will sie gewährleisten, dass „von der Behörde vorgenommene Altersfestsetzungen bei verbleibenden Zweifeln nicht allein auf Grundlage medizinischer, sondern auch auf Grundlage pädagogischer und psychologischer Erkenntnisse“ erfolgen.
Quelle: Heute im Bundestag Nr. 187 vom 18.04.2012
Viersen: Pflegeeltern werden dringend gesucht – Informationsveranstaltung am 19.04.
Posted on April 17, 2012. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen |
Viersen. Die Pflegekinderdienste des Jugendamtes der Stadt Viersen und des Sozialdienstes katholischer Frauen Viersen (SkF) suchen dringend Pflegeeltern für Kinder.
Sie laden deshalb zu einer Informationsveranstaltung „Kinder suchen Pflegeeltern“ am kommenden Donnerstag, 19. April, ab 20 Uhr ins Remigiushaus ein.
Landkreis Diepholz: Infoabend zum Thema Pflegekind am 25.04.
Posted on April 17, 2012. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen |
Weyhe-Kirchweyhe (gil). Für alle, die schon einmal darüber nachgedacht haben, ein fremdes Kind in die eigene Familie aufzunehmen, veranstaltet der Landkreis Diepholz am Mittwoch, 25. April, ab 20 Uhr einen Informationsabend.
Die Veranstaltung, die sich an interessierte Bürger aus dem Nordkreis richtet, findet in den Räumen des Sozialraumteams im Kirchweyher Bahnhof (Bahnhofstraße 2) statt. Die Räume befinden sich an der linken Seite des Bahnhofs im ersten Stock.
Posted on April 17, 2012. Filed under: Bayern, Bewerber, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen |
Die Mittelbayerische Zeitung beschäftigt sich im „Thema des Tages“ vom 14.04.2012 intensiv mit dem Thema „Jugendamt und Pflegefamilien – Schwierige Gradwanderung zwischen Aufsicht und Beistand„.
„Der Fragebogen des Jugendamtes Kelheim geht unseres Erachtens weit über eine angemessene Überprüfung der gesundheitlichen Eignung von Pflegefamilien hinaus und stellt einen unnötigen und sachlich nicht geeigneten Missbrauch von Sozialdaten dar. Unser Landesverband hat deshalb das Bayerische Landesjugendamt sowie den Bayerischen Landesbeauftragten für Datenschutz informiert und um Überprüfung gebeten.“
Radio-Tipp: Forscher ermitteln Qualitätsstandards für die Pflegekinderhilfe
Posted on April 16, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: Standards |
Zum Thema „Qualitätsstandards für die Pflegekinderhilfe“ interviewte Deutschlandradio Prof. Klaus Wolf von der Forschungsgruppe Pflegekinder der Uni Siegen und den Leiter des Pflegekinderdienstes in Düsseldorf, Andreas Sahnen.
Die Sendung wurde am 12.04.2012 ausgestrahlt und steht im Internet noch zur Verfügung:
als Textbericht und Audio-Datei (14. 42 min)
Posted on April 15, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, International, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: Geschwister, Studie |
Eine Studie am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung analysierte das Zusammenleben von Geschwistern in Fremdunterbringung.
Kiel: Verdienstkreuz für Pflegemutter Monika Bülck
Posted on April 15, 2012. Filed under: Pflegefamilie, Publikationen, Schleswig-Holstein, Verschiedenes |
Für ihre Lebensleistung als Bereitschaftspflegemutter für die Stadt Kiel erhielt Monika Bülck in der Kieler Staatskanzlei das Bundesverdienstkreuz. Rund 500 Kindern betreute die heute 69-Jährige, immer noch aktive Pflegemutter in den letzten 40 Jahren.
zum Artikel „Verdienstkreuz für Pflegemutter“ in den Kieler Nachrichten vom 13.04.2012
Posted on April 15, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Finanzielles, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rechtliches | Schlagwörter: Adoptionspflege, Elterngeld |
Essen. Pflegeeltern haben nur im Fall einer so genannten Adoptionspflege Anspruch auf Elterngeld. Das hat das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen (LSG NRW) in einem jetzt veröffentlichen Urteil (Urteil vom 09.03.2012 – L 13 EG 37/11; Vorinstanz SG Düsseldorf – Urteil vom 14.07.2011 – S 32 EG 6/09) als erstes Landessozialgericht in Deutschland im Fall einer Klägerin aus Velbert entschieden. Sie hatte im November 2007 ein Kind in Vollzeitpflege aufgenommen. Die Personensorge stand weiter dem Jugendamt zu. Die Klägerin hatte verlangt, ihr für ihre Pflegetochter Elterngeld zu zahlen und sie damit ebenso zu behandeln, wie Eltern, die Pflegekinder mit dem Ziel der Adoption in ihren Haushalt aufgenommen haben (so genannte Adoptionspflege). Ihnen räumt das Bundeselterngeldgesetz einen Anspruch auf Elterngeld ein. Die Klägerin hatte argumentiert, die Familienbeziehung zwischen ihr und ihrer Pflegetochter sei mit derjenigen von zukünftigen Adoptiveltern zu vergleichen. Sie habe insbesondere ihre Berufstätigkeit aufgegeben, um ihr Pflegekind zu betreuen. Das Elterngeld könne deshalb in ihrem Fall seinen Zweck, Eltern bei der Erziehung von Kindern zu unterstützen, ohne weiteres erfüllen.
Quelle: Pressemitteilung des Landessozialgerichtes Nordrhein-Westfalen vom 11.04.2012
Hamburg plant Sonderausschuss zum „Fall Chantal“
Posted on April 14, 2012. Filed under: Hamburg, Kinderschutz, Pflegefamilie, Politik, Publikationen |
Welt-online berichtet von gemeinsamen Plänen der Hamburger Bürgerschafts-Fraktionen zur Einrichtung eines 11-köpfigen Sonderausschusses, der die Umstände aufklären soll, die im Januar zum Tod des Pflegekindes Chantal in Wilhelmsburg führten. Strukturen und Abläufe im Jugendhilfebereich sollen beleuchtet und Verbesserung in Sachen Kinderschutzes ausgearbeitet werden.
zum Artikel „Tod von Chantal – Fraktionen wollen Sonderausschuss einrichten“ in Welt-online vom 13.04.2012
Pflegeelternabend und Beratungsfrühstück für Pflege- und Adoptiveltern am 18.04. in Wittmund
Posted on April 13, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: FAS, FASD, Fetale Alkoholspektrumstörung, Fetales Alkoholsyndrom |
Am Mittwoch, den 18.04.2012, findet in der Zeit von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr ein Beratungsfrühstück für Pflege- und Adoptiveltern im Ärztehaus Wittmund statt. Frau Michalowski wird zum Thema „Fetales Alkoholsyndrom“ referieren. FAS ist eine Schädigung des Kindes, die durch den Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft entstanden ist.
Am Mittwoch, 18. April 2012, in der Zeit von 20.00 bis 21.30 Uhr findet der nächste Pflegeelternabend statt. Das Treffen findet wie gewohnt im Besprechungszimmer des Gesundheitsamtes in Wittmund statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.
Interessenten melden sich bitte bis Montag, den 16.04.2012, an bei Frau Adams, Tel.. 04462 861330 , e-mail:brigitte.adams@lk.wittmund.de oder bei Frau Lohfeld, Tel.. 04462 861347 , e-mail:antje.lohfeld@lk.wittmund.de
Quelle: Pressemeldung des Landkreises Wittmund vom 12.04.2012
StädteRegion Aachen sucht Pflegeeltern in einschlägigen Berufsgruppen
Posted on April 13, 2012. Filed under: Bewerber, Erziehungsstellen, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen |
Der Aufruf des Amtes für Kinder, Jugend und Familienberatung der StädteRegion Aachen und der Pflegekinderdienste Eschweiler, Herzogenrath und Alsdorf richtet sich vor allem an Berufsgruppen, die Erfahrung im Umgang mit Kindern und Jugendlichen haben.
In den letzten Jahren konnten mehr als 40 Kinder erfolgreich an so genannte Erziehungsstellen vermittelt und somit in einer familiären Umgebung untergebracht werden. Für die Pflegeeltern könne die Tätigkeit als Alternative zur Berufstätigkeit gesehen werden, so die StädteRegion. Ein ortsübliches Pflegegeld, eine monatliche Erziehungspauschale und ein Alterssicherungsbeitrag werde gezahlt, außerdem erhielten die Pflegeeltern fachliche Unterstützung. Externe Supervision, Elternarbeit und Fortbildungsmöglichkeiten gehörten ebenfalls zur Ausgestaltung des Arbeitsfeldes.
Weitere Informationen gibt es bei Hubertine Schiffers (StädteRegion) unter 0241/5198-2495, Mathilde Uhr (Stadt Eschweiler) unter 02403/71469, Ingrid Breuer (Stadt Herzogenrath) unter 02406/83515 und Sabine Weller (Stadt Alsdorf) unter 02404/50340.
TV-Tipp: „Wie eine zweite Mama – Leben im SOS-Kinderdorf“ am 14.04.
Posted on April 13, 2012. Filed under: Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: Film |
Die WDR-Dokumentation „Wie eine zweite Mama – Leben im SOS-Kinderdorf“ aus der Sendereihe „hier und heute“ begleitet Marita Harste, Kinderdorfmutter für sechs Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren im SOS-Kinderdorf Schwalenberg, und die 18-Jährige Saskia, die aus dem Kinderdorf auszieht.
Sendetermin: 14.04.2012, WDR, 18.20 – 18.50 Uhr
Nach „Fall Chantal“ erhöhte Nachfrage von Pflegeelternbewerbern in Hamburg
Posted on April 13, 2012. Filed under: Bewerber, Hamburg, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen |
Das Hamburger Abendblatt verzeichnet im Artikel „Trotz Drogentests: Immer mehr Hamburger wollen Pflegekinder“ vom 11.04.2012 eine gestiegene Nachfrage nach Pflegekindern:
„Dass PFIFF seit dem Tod des Mädchens aus Wilhelmsburg eine erhöhte Nachfrage potenzieller Pflegeeltern verzeichnen kann, überrascht Hildegard Fürschütte nicht. Zwar habe es sich um sehr traurige Schlagzeilen gehandelt. „Aber der tragische Vorfall hat den Blick der Öffentlichkeit auf das Thema Pflegekinder gelenkt“, sagt die 56-Jährige, die seit 19 Jahren bei Pfiff tätig ist. „
„Steuerung und Verantwortlichkeiten öffentlicher und freier Träger im Rahmen des Bundeskinderschutzgesetzes“ am 13.06. in Frankfurt/Main
Posted on April 13, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: Freie Träger der Jugendhilfe, Kinderrechte |
Die Erziehungshilfefachverbände in Deutschland (AFET) – Bundesverband für Erziehungshilfe, Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe (BVkE), Evangelischer Erziehungsverband (EREV) und Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) veranstalten am 13. Juni 2012 im Spenerhaus Frankfurt am Main einen Fachtag zum „Bundeskinderschutzgesetz“ (BKiSchG).
Das BKiSchG ist zum 01.01.2012 in Kraft getreten. Das Ziel des Gesetzes ist es, den präventiven und intervenierenden Kinderschutz durch die Weiterentwicklung von Hilfsangeboten und Kontrollmöglichkeiten zu verbessern. Für die Umsetzung und Praxisimplementierung will die Fachveranstaltung Hilfestellungen geben, deshalb stehen Themen wie der Schutzauftrag nach §§ 4 KKG, 8a, 8b SGBVIII; die Stärkung der Rechte von Kindern und Jugendlichen im SGB VIII; die Betriebserlaubnis nach § 45 SGB VIII und die Qualitätsentwicklung nach § 79a SGB VIII im Mittelpunkt.
Darüber werden referieren:
Dr. Maria Kurz-Adam vom Jugendamt München
Christine Gerber vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) im Deutschen Jugendinstitut (DJI)
Heinz Müller vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism)
Sibylle Nonninger vom Landesjugendamt Rheinland-Pfalz
Claudia Obele von der Evangelischen Jugendhilfe im Kreis Ludwigsburg e.V.
Rüdiger Scholz vom Fachzentrum Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Bethel im Norden
Michael Spielmann vom Diözesancaritasverband in Freiburg
PFAD Nordfriesland zur Schaffung von Standards in der Pflegekinderhilfe in Schleswig-Holstein
Posted on April 12, 2012. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, PFAD Verband, Pflegefamilie, Schleswig-Holstein, Stellungnahmen | Schlagwörter: Standards |
Im Schleswig-Holsteinischen Landtag gibt es mit der Drucksache 17/2259 den Antrag „Einheitliche Standards bei der Auswahl, Schulung und Prüfung von Pflegeeltern“ für das Land Schleswig-Holstein zu entwickeln. In diesem Kontext ist auch der Ortsverein PFAD Nordfriesland aufgefordert worden, Stellung zu nehmen. In der Stellungnahme des PFAD Nordfriesland wird die strukturelle Ausstattung der Pflegekinderdienste als ein wichtiger Faktor für den Kinderschutz eingeschlossen:
Das Recht der kommunalen Selbstverwaltung hat dazu geführt, dass die Pflegekinderhilfe sich innerhalb von Schleswig Holstein sehr unterschiedlich entwickelt hat. Deshalb begrüßt PFAD Nordfriesland die Initiative einheitlicher Standards für die Pflegekinderhilfe. Die Formulierung „einheitliche Standards für die Auswahl, Prüfung und Schulung von Pflegeeltern“ greift unseres Erachtens zu kurz, da dieses die strukturellen Voraussetzungen, wie Qualifikation der Mitarbeiter der sozialen Dienste und deren zeitliche Ressourcen (Personalstärke) nicht mit betrachtet. „Es braucht einheitliche Regeln, die verhindern, dass die Überlastung eines Sozialarbeiters lebensgefährdend für ein Kind wird. Das hat mit Kontrolle nichts zu tun, sondern mit Begleitung, mit Beratung, mit Austausch.“ formuliert dies die Vorsitzende des PFAD Bundesverbandes Frau Dagmar Trautner.
Um Pflegekinder in ihrer Lebenssituation umfassend zu schützen, braucht die Pflegekinderhilfe:
gut ausgebildete Fachkräfte in ausreichender Anzahl. Dabei sind Fallzahlen von ca. 30 Pflegekinder bei sogenannten „normalen“ Dauerpflegestellen eine wichtige Orientierung.
Pflegefamilien, die Kinder mit einer zerrissenen Lebensgeschichte oder stark vernachlässigte Kinder in ihrer Familie aufnehmen (Sonderpflegestellen nach § 33 Satz 2) brauchen eine engere Begleitung, da sollte eine Fachkraft für nicht mehr als 20 Kinder zuständig sein.
Brüche im Lebenslauf von Kindern können weitgehend vermieden werden, wenn in der Hilfeplanung offen und ehrlich miteinander gearbeitet wird. „Kontinuitätssichernde Planung“ bedeutet dementsprechend für jeden Einzelfall fachlich fundierte Entscheidungen als Teamarbeit in den Hilfeplangesprächen zu treffen, und die Kinder sowie die Herkunftsfamilie wie auch die Pflegefamilie bei der „Verarbeitung“ dieser zu unterstützen. Nach einer Rückkehr eines Pflegekindes in seine neue Herkunftsfamilie braucht diese über einen längeren Zeitraum eine sozialpädagogische Unterstützung (SPFH), um die neue Familienbildung erfolgreich bewältigen zu können.
Supervision und interdisziplinäre Fallgespräche auf der Ebene der sozialpädagogischen Fachkräfte (in den Jugendämtern sowie bei freien Trägern) als Regelangebot an die Mitarbeiter(innen) in den sozialen Diensten.
Vorbereitung von Pflegefamilien unter Einbeziehung erfahrener Pflegefamilien
an Pflegefamilien regelmäßige Angebote zur Supervision oder/und Reflektion des Familienalltages
Angebote der Entlastung (Wochenenden oder Ferienfreizeiten) an die Pflegefamilien
Gruppenangebote an die Pflegekinder.
Zusammenarbeit der öffentlichen oder/und freien Träger der Pflegekinderhilfe mit dem am Ort tätigen Pflegefamilienverein (oder Gruppe) sowie materielle Unterstützung für die Selbsthilfe in der Pflegekinderhilfe.
Eine arbeitsfähige Selbsthilfeorganisation vor Ort ist ein wichtiger Garant für Kinderschutz.
PFAD FÜR KINDER Augsburg: Schlauchbootfahrt für die ganze Familie auf der Donau am 12.05.
Posted on April 12, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: Freizeit |
Einen erlebnisreichen Tag für die ganze Familie mit dem Schlauchboot auf der Donau bietet PFAD FÜR KINDER Augsburg am 12.05. an.
Geplant ist eine ca. 3-stündige Paddeltour vorbei am Donaudurchbruch bei Weltenburg unter Leitung des Erlebnispädagogen Franz Pfenning. Eingeladen sind Pflege- und Adoptivfamilien mit Kindern ab 5 Jahren.
Fragebogen für Adoptiveltern von FASD-Kindern
Posted on April 11, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Netzwerke, Politik, Verschiedenes | Schlagwörter: FASD, Fetale Alkoholspektrumstörung, Fetales Alkoholsyndrom |
Mit Hilfe eines Fragebogens erheben die Selbsthilfegruppen lebenslänglich Moritz (Dortmund, Essen, Soest) Informationen zur Situation von Adoptiveltern, deren Kinder von FASD betroffen sind. Diese Daten sollen dazu verwendet werden, die Problematik der betroffenen Familien in anonymisierter Form zusammenzufassen, einer breiten Öffentlichkeit und Politikern bei einem Fachgespräch im Bundestag am 24.05.2012 zum Thema „Fetales Alkoholsyndrom“ zur Kenntnis zu bringen.
Kontakt: Maria und Dr. Gerhard Petuelli, E-Mail: shg.moritz@web.de
Sozialsenator Scheele: „Pflegeeltern sind ein Segen für Hamburg“
Posted on April 11, 2012. Filed under: Hamburg, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen |
Nach dem Methadon-Tod des elfjährigen Pflegekinds Chantal in Wilhelmsburg standen Pflegeeltern unter Generalverdacht. Der Hamburger Sozialsenator Detlef Scheele traf sich nun mit einer Bereitschaftspflegemutter, um auf die wertvolle Arbeit der Pflegeeltern aufmerksam zu machen.
zum Artikel in Bild vom 10.04.2012
PFIFF bietet Pflegefamilienbegleitung für Pflegekinder mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen
Posted on April 11, 2012. Filed under: Bewerber, Fachkräfte, Gesundheit, Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: Behinderung, Sonderpflege |
Auch Kinder mit Behinderung haben ein Recht darauf, in einer Familie aufzuwachsen. Darauf hat der 13. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung unmissverständlich hingewiesen. Um mehr Kinder mit Behinderung in Pflegefamilien vermitteln zu können, baut die PFIFF gGmbH in Hamburg zur Zeit einen Fachdienst für Pflegekinder mit Behinderung auf. Dessen Grundzüge lehnen sich an das Konzept „Familie statt Heim. Pflegefamilien für chronisch kranke und behinderte Kinder“ der Diakonie Düsseldorf an und übernehmen die dortigen Standardanforderungen wie z.B.:
Übernahme der Kosten einer zusätzlichen Betreuungsperson für wöchentlich 10 bis 20 Stunden zur Entlastung der Familie,
eine angemessene Honorierung der Pflegestellen,
Erstattung der Fahrtkosten zu medizinischen und therapeutischen Behandlungen.
Anfragekriterien:
Sie sind der Auffassung, dass Familien der richtige Ort zum Aufwachsen für Kinder mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sind;
Sie suchen eine Pflegefamilie für ein Kind, das dauerhaft einen neuen Lebensmittelpunkt braucht.
Die Eltern des Kindes sind mit der Inpflegegabe einverstanden bzw. es besteht eine klare Sorgerechtsregelung.
Begleitung von sonderpädagogischen Pflegefamilien im norddeutschen Raum;
Begleitung der Pflegestellen durch Fachkräfte mit heilpädagogischer oder systemischer Zusatzqualifikation;
Hilfe bei der Organisation von Auszeiten für die Pflegeeltern, z.B. durch zusätzliche Kinderbetreuung oder freie Wochenenden;
Zugang zu diesem Angebot:
Über Einzelfallvereinbarung.
Das ausführliche Konzept und die Entgelt- und Leistungsvereinbarung zu diesem Angebot sowie die Profile freier Familien können Fachkräfte demnächst in einem für sie reservierten Bereich aufrufen.
Quelle: PFIFF gGmbH vom 10.04.2012
Kurs 2012 für Fachkräfte in Sachsen-Anhalt beginnt im Juni
Posted on April 11, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Sachsen-Anhalt, Veranstaltungen | Schlagwörter: Supervision, Therapie |
Zum mittlerweile vierten Fortbildungskurs für Beratung, Therapie und Supervision im Kontext Pflegefamilie lädt das Fachzentrums für Pflegekinderwesen Sachsen-Anhalt nach Bernburg ein.
Diese Qualifizierung befähigt Fachkräfte professionelle und feldkompetente Beratungskonzepte für Pflegefamilien zu entwerfen. Therapie in Pflegefamilien erfolgreicher zu leisten, ist ein weiteres Anliegen. Pflegefamilien zu beraten und mit Ihnen therapeutisch zu arbeiten bedarf besonderer Kenntnisse, diese werden hier erworben. Das FZP hat ein Konzept zur Beratung und Therapie in und für Pflegefamilien entwickelt. Die Teilnehmer können im Kurs eigene Ideen entwickeln und sich anschließend durch die regelmäßige Teilnahme an Intervisionsgruppen und Einzelsupervision zum zertifizierten Pflegeelternberater weiter qualifizieren.
Printausgabe „Handbuch Pflegekinderhilfe“ wieder lieferbar
Posted on April 11, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen |
Das stark nachgefragte und kurzzeitig vergriffene Standardwerk „Handbuch Pflegekinderhilfe“ ist seit Ende Februar wieder kostenfrei über das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu beziehen.
Im Handbuch werden die vielfältigen Ergebnisse des DJI-Forschungsprojekts Pflegekinderhilfe in Deutschland zusammengeführt, für die Praxis ausgewertet und aufbereitet.
zum Bestellservice Handbuch Pflegekinderhilfe