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Timestamp: 2017-08-17 06:06:41
Document Index: 360850661

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 24', '§ 27', '§ 27', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 8', '§ 9', '§ 44', '§ 24', '§ 16', '§ 24', '§ 33', '§ 24', '§ 24']

Steuerberaterkammer Saarland - Steuererklärungen
Ihre Einkommensteuer wird vom Finanzamt festgesetzt je nach Höhe Ihrer deklarierten Einkünfte. Da die Ermittlung dieser Einkünfte aufwendig ist und hohe Anforderungen an die Fachkenntnisse Ihres Steuerberaters stellt, sieht die StBVV für die Ermittlung der Einkünfte ein zusätzliches Honorar neben dem Honorar für das Anfertigen der eigentlichen Einkommensteuererklärung vor.
Für die Ermittlung des Überschusses in den einzelnen Einkunftsarten (z.B. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, Einkünfte aus Kapitalvermögen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung pp.) sieht § 27 Abs. 1 StBVV einen Wertgebührenrahmen von 1/20 bis 12/20 nach Tabelle A vor. Gegenstandswert ist der jeweils höhere Betrag, der sich aus der Summe der Einnahmen oder der Summe der Werbungskosten ergibt, mindestens jedoch € 8.000,00.
Betriebe, die einen Jahresabschluss in Form einer Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erstellen lassen (müssen), können den Jahresabschluss als Einkunftsermittlung verwenden.
Für die Anfertigung der eigentlichen Einkommensteuererklärung
erhält der Steuerberater nach § 24 Abs. 1 Ziffer 1 StBVV eine Wertgebühr im Rahmen zwischen 1/10 bis 6/10 nach Tabelle A. Gegenstandswert ist die Summe der Einkünfte, mindestens jedoch € 8.000,00.
Ein Handwerksmeister erzielt aus seinem Handwerksbetrieb Jahreseinkünfte (Gewinne) in Höhe von € 37.500,00. Daneben erzielt er aus der Vermietung einer Eigentumswohnung Jahreseinkünfte (Überschusseinnahmen) in Höhe von € 5.000,00. Für die Einkunftsermittlung fallen im Beispielsfall folgende Gebühren an:
Die Jahreseinkünfte aus Gewerbebetrieb sind in dem jeweiligen Jahresabschluss (siehe oben Ziffer I.2.) ermittelt und können aus dem Jahresabschluss in die Steuererklärung übertragen werden. Die diesbezüglichen Gebühren fallen dann bei der Einkunftsermittlung zu Einkommensteuererklärungszwecken nicht noch einmal an. Für die Ermittlung der Einnahmen aus Vermietung nach § 27 Abs. 1 StBVV reicht der mittlere Gebührenrahmen von 5/20 bis 8/20; wenngleich die Einkünfte aus der Wohnungsvermietung nur € 5.000,00 betragen, liegt der Mindestgegenstandswert nach § 27 Abs. 1 Satz 2 StBVV bei € 8.000,00. Bei einem Gebührensatz von 7/20 weist Tabelle A zur StBVV einen Gebührenbetrag in Höhe von € 151,55 netto aus.
Für die Anfertigung der eigentlichen Einkommensteuererklärungen reicht der mittlere Gebührenrahmen nach § 24 Abs. 1 Nr. 1 StBVV von 3/10 bis 4/10; die Summe der Einkünfte (Gegenstandswert der Gebührenberechnung) läge im Beispielsfall bei € 42.500,00; bei einem Gebührensatz von 3,5/10 weist Tabelle A zur StBVV einen Gebührenbetrag in Höhe von € 358,05 netto aus.
Viele Unternehmen werden als sog. Kapitalgesellschaften, insbesondere als GmbH´s, geführt. Die erwirtschafteten Gewinne dieser Kapitalgesellschaften unterliegen nach dem Körperschaftsteuergesetz der Körperschaftsteuer. Die Körperschaftsteuer ist damit die "Einkommensteuer der GmbH".
Wie bei der Einkommensteuererklärung setzt auch die Anfertigung der Körperschaftsteuererklärung eine Einkunftsermittlung voraus, es müssen also zunächst die zu versteuernden Einkünfte, d.h. der Gewinn der steuerpflichtigen Gesellschaft, durch eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (siehe oben Ziffer I.2.b)) ermittelt werden.
Für die Anfertigung der Körperschaftsteuererklärung erhält der Steuerberater nach § 24 Abs. 1 Ziffer 3 StBVV eine Wertgebühr im Gebührenrahmen von 2/10 bis 8/10 nach Tabelle A zur StBVV; Gegenstandswert der Honorarberechnung ist das Einkommen der GmbH vor Berücksichtigung eines Verlustabzuges, mindestens jedoch € 16.000,00.
Angenommener Gegenstandswert der Gebührenberechnung: € 37.500,00; der mittlere Gebührenrahmen reicht von 4,33/10 bis 6,66/10; bei einem Gebührensatz von 5,5/10 weist Tabelle A zur StBVV einen Gebührenbetrag in Höhe von € 520,85 netto aus.
Für die Anfertigung der Gewerbesteuererklärung erhält der Steuerberater nach § 24 Abs. 1 Ziffer 5 a StBVV eine Wertgebühr nach Tabelle A zur StBVV in einem Gebührenrahmen von 1/10 bis 6/10; Gegenstandswert der Honorarberechnung ist der (sich aus dem Gewinn Ihres Betriebs zzgl. der Hinzurechnungen nach § 8 GewStG und abzüglich der Kürzungen nach § 9 GewStG ermittelnde) Gewerbeertrag vor Berücksichtigung des Freibetrages und eines Gewerbeverlustes, mindestens jedoch € 8.000,00.
Angenommener Gegenstandswert der Gebührenrechnung: € 75.000,00; der mittlere Gebührenrahmen reicht von 3/10 bis 4/10; bei einem Gebührensatz von 3,5/10 weist Tabelle A zur StBVV einen Gebührenbetrag in Höhe von € 441,00 netto aus.
Schüttet ein als Kapitalgesellschaft, z. B. in der Rechtsform einer GmbH, geführter Handwerksbetrieb erzielte Gewinne an Gesellschafter aus, so unterliegen die ausgeschütteten Gewinne bei dem jeweiligen Gesellschafter der Kapitalertragsteuer. Die den Gewinn ausschüttende GmbH hat nach § 44 EStG die anfallende Kapitalertragsteuer für Rechnung der Gesellschafter einzubehalten und beim zuständigen Finanzamt anzumelden.
Nach § 24 Abs. 1 Ziffer 14 StBVV steht dem Steuerberater für die Anfertigung der Kapitalertragsteuererklärung eine Wertgebühr nach Tabelle A in einem Gebührenrahmen von 1/20 bis 6/20 zu; Gegenstandswert ist die Summe der kapitalertragsteuerpflichtigen Kapitalerträge, mindestens jedoch € 4.000,00.
Angenommener Gegenstandswert der Gebührenberechnung: € 8.000,00; der mittlere Gebührenrahmen reicht von 3/20 bis 4/20; bei einem Gebührensatz von 3,5/20 weist Tabelle A zur StBVV einen Gebührenbetrag in Höhe von € 75,77 netto aus.
Als Unternehmer sind Sie nach §§ 16, 18 UStG verpflichtet, die von Ihnen abzuführende oder zu entrichtende Umsatzsteuer in Voranmeldungen und in einer Umsatzsteuerjahreserklärung anzugeben.
Umsatzsteuervoranmeldung (§ 24 Abs. 1 Nr. 7 StBVV):
Wertgebühr nach Tabelle A zur StBVV; Gebührenrahmen von 1/10 bis 6/10; Gegenstandswert der Gebührenberechnung sind 10 % des Gesamtbetrages der für die Lieferungen oder sonstigen Leistungen des Betriebes an ihn gezahlten Entgelte zzgl. des Eigenverbrauches, mindestens jedoch € 650,00.
Wenn dem Steuerberater die Buchführung des Handwerksbetriebes gemäß § 33 StBVV übertragen wurde, ist mit der für die Buchführung geleisteten Gebühr auch die Anfertigung der Umsatzsteuervoranmeldung abgegolten, so dass in diesem Falle die Gebühr nach § 24 Abs. 1 Nr. 7 StBVV nicht anfällt.
Umsatzsteuerjahreserklärung (§ 24 Abs. 1 Nr. 8 StBVV):
Die für das Anfertigen der Umsatzsteuerjahreserklärung einschließlich ergänzender Anträge und Meldungen anfallende Gebühr berechnet sich genauso wie die dem Steuerberater für die Umsatzsteuervoranmeldung (siehe oben a)) zustehende Gebühr. Allerdings erreicht der Gebührenrahmen für die Anfertigung der Umsatzsteuerjahreserklärung von 1/10 bis 8/10 und der Mindestgegenstandswert beträgt € 8.000,00.
Berechnungsbeispiel für das Anfertigen der Umsatzsteuerjahreserklärung:
Angenommener Gegenstandswert der Gebührenberechnung: € 15.000,00; der mittlere Gebührenrahmen reicht von 2,7/10 bis 5,4/10; bei einem Gebührensatz von 4,5/10 weist Tabelle A zur StBVV einen Gebührenbetrag in Höhe von € 267,30 netto aus.