Source: http://www.pssg.de/finanzordnung/
Timestamp: 2017-11-23 00:09:46
Document Index: 345959283

Matched Legal Cases: ['§8', '§ 58', '§ 4', '§ 6', '§ 5', '§ 9', '§ 11', '§ 12', '§ 13']

Finanzordnung | PSSG zu Dresden e.V.
Finanzordnung der PSSG zu Dresden e.V.
Der Verein ist nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und Gemeinnützigkeit zu führen. Aufwendungen müssen in einem wirtschaftlichen Verhältnis zum beabsichtigten Nutzen stehen.
1. Für jedes Jahr ist durch den Gesamtvorstand ein Haushaltsplan aufzustellen, welcher gemäß §8 der Satzung der ordentlichen Vereinsversammlung zur Genehmigung vorzulegen ist.
2. Bis zur Genehmigung des Haushaltsplanes sind die Ausgaben des Vereins auf das absolut Notwendige wie die Zahlung der laufenden Betriebskosten und Kreditraten sowie Abführung der fälligen Mitglieds- und Versicherungsbeiträge zu beschränken.
3. Einnahmen und Ausgaben des Haushaltsplanes müssen deckungsgleich sein. Die Bildung und Auflösung von Rückstellungen im Rahmen des § 58 AO sind zulässig.
1. Für die Buchführung ist der Schatzmeister des Vereines zuständig.
2. Alle Einnahmen und Ausgaben müssen durch Belege nachgewiesen werden, die entweder den entsprechenden Kontoauszügen zuzuordnen oder in einem Kassenbuch zu erfassen sind.
3. Alle Belege müssen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.
§ 4 Buchhaltung
1. Der Gesamtvorstand wird ermächtigt, mit der Buchhaltung ein Steuerbüro zu beauftragen.
2. Die Buchung erfolgt auf der Basis eines zwischen dem Verein und dem Steuerbüro abgestimmten Kontenrahmens.
1. Der Zahlungsverkehr hat vorzugsweise bargeldlos über das/die Vereinskonto/konten zu erfolgen.
2. Zahlungsanweisungen bedürfen der Genehmigung des Vorsitzenden allein oder des Schatzmeister und des Schützenmeisters gemeinsam.
3. Zur Abwicklung des Bargeldzahlungsverkehres dürfen der Vorsitzende und der Schatzmeister je eine Handkasse führen.
4. Einnahmen in und Ausgaben aus der Handkasse sind in einem Kassenbuch einzutragen, in welchem der Handkassenbestand jederzeit ersichtlich ist.
5. Der Vorsitzende und der Schatzmeister haften in vollem Umfang für eventuelle Fehlbeträge in ihren Handkassen.
6. Bargeldbestände in der Handkasse über 2.000,-€ sind auf ein Vereinskonto einzuzahlen.
§ 6 Verfügungsrahmen
1. Verbindlichkeiten im Namen und auf Rechnung des Vereines dürfen ohne weitere Zustimmung eingehen:
der Vorsitzende oder der Schatzmeister und der Schützenmeister gemeinsam bis in Höhe von 1.000,- €,
der Gesamtvorstand bis in Höhe von 5.000,- €.
2. Verbindlichkeiten im Namen und auf Rechnung des Vereins von mehr als 5.000,-€ bedürfen der Genehmigung durch die Vereinsversammlung.
3. Werden über diesen Rahmen hinausgehende Verbindlichkeiten eingegangen, die im Nachhinein keine Genehmigung durch die übergeordneten Organe erhalten, haften der/diejenige/n, welche diese Verbindlichkeiten eingegangen ist/sind für den, den jeweiligen Verfügungsrahmen übersteigenden Betrag.
4. Ausgaben, die im Haushaltplan des Vereines eingestellt und genehmigt wurden bedürfen bei der Auslösung der Bestellung bzw. Abschluss der Verträge keiner erneuten Genehmigung durch übergeordnete Organe, auch wenn sie die jeweiligen Verfügungsrahmen überschreiten.
1. Jeder ordentlichen Vereinsversammlung ist durch den Gesamtvorstand ein Jahresabschluss für das vergangene Geschäftsjahr zur Genehmigung vorzulegen.
2. In diesem müssen die Ein- und Ausgaben für jedes Buchungskonto sowie das Gesamtergebnis des Jahres ersichtlich sein.
3. Der Jahresabschluss muss weiterhin eine Aufstellung des Vereinsvermögens enthalten.
1. Zur Prüfung der Einhaltung der Finanzordnung werden zwei Kassenprüfer gewählt.
2. Die Wahl der Kassenprüfer erfolgt auf einer Jahreshauptversammlung für die Dauer von vier Jahren.
3. Die Kassenprüfer prüfen:
alle Belege und die dazugehörigen Buchungen,
die satzungsgemäße Verwendung der Vereinsmittel,
die Einhaltung der Finanzordnung des Vereins,
die Vollständigkeit des Jahresabschlusses.
4. Sie erstatten der Jahreshauptversammlung einen schriftlichen Prüfbericht und beantragen die Entlastung des Gesamtvorstandes.
1. Jedes ordentliche und außerordentliche Mitglied ist gem. §§ 5 u. 6 der Satzung verpflichtet, seinen Mitgliedsbeitrag pünktlich zu entrichten.
2. Bei neu in den Verein eintretenden Mitgliedern erfolgt die Zahlung des Mitgliedsbeitrages generell nur noch über Bankeinzug.
3. Der Mitgliedsbeitrag wird am 15.2. jedes Jahres eingezogen.
4. Mitglieder, die von Abs. 2 nicht betroffen sind und nachträglich keine Einzugsermächtigung erteilen, müssen bis zum 31.1. eines jeden Jahres den vollen Beitrag auf das vorgegebene Vereinskonto überweisen bzw. einzahlen.
5. Bankkosten für Rückläufer aufgrund falscher Kontoangaben bzw. mangelnder Deckung zum Zeitpunkt des Einzugs gehen zu Lasten des Kontoinhabers.
6. Wird der Beitrag nicht fristgemäß bezahlt, bzw. schlägt der Kontoeinzug fehl, wird die Zahlung schriftlich angemahnt.
7. Verstreicht die in der Mahnung gesetzte Frist zum Ausgleich der Beitragsschuld, ohne dass eine Zahlung erfolgt oder eine Zahlungsvereinbarung mit dem Gesamtvorstand getroffen wurde, wird die Angelegenheit einem Rechtsanwalt zur Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens übergeben.
8. Die Höhe des jährlichen Mitgliedsbeitrages beträgt:
für ordentliche Mitglieder älter als 21 Jahre: 180,- €
für ordentliche Mitglieder jünger als 21 Jahre: 90,- €
für außerordentliche Mitglieder älter als 21 Jahre: 120,- €
für außerordentliche Mitglieder jünger als 21 Jahre: 60,- €
9. Mitglieder älter als 21 Jahre die über kein oder nur ein geringes Einkommen verfügen, können gegen Vorlage eines entsprechenden Nachweises einen geminderten Beitrag beantragen.
10. Ehepartner oder in einem eheähnlichen Verhältnis mit anderen Mitgliedern lebende Mitglieder zahlen ebenfalls nur den geminderten Beitrag.
11. Bei Eintritt während eines Kalenderjahres wird der Beitrag anteilig mit 1/12 für jeden verbleibenden Monat einschließlich des Eintrittsmonats berechnet.
12. Bei Austritt während des Jahres oder fristloser Kündigung wird der volle Jahresbeitrag fällig.
13. Ausnahmen vom Nr.12 bedürfen der Genehmigung durch den Gesamtvorstand.
14. Entscheidend für die Beitragsbemessung ist das Alter zum Stichtag 1.1. eines jeden Jahres.
15. Die neuen Beiträge treten ab 1.1.2011 in Kraft.
1. Jedes ordentliche Mitglied ist verpflichtet, jedes Jahr eine bestimmte Anzahl von Arbeitsstunden zu leisten.
2. Als Arbeitsstunden werden anerkannt:
Arbeiten und Sachleistungen zur Pflege, Wartung und Erweiterung der Gebäude, Freiflächen und technischen Anlagen des Schießstandes,
Organisation und Durchführung von Wettkämpfen,
Absicherung des Trainings als Schießleiter oder Trainer,
aktive Mitarbeit in der Vogelschießgruppe oder der Nationalgarde,
aktive ehrenamtliche Tätigkeit im Gesamtvorstand und dessen Ausschüssen,
aktive ehrenamtliche Tätigkeit in den Dachorganisationen,
Organisation und Absicherung des Schützenfestes und sonstiger Veranstaltungen des Vereines.
3. Die Anzahl der jährlich zu erbringenden Arbeitsstunden beträgt:
für ordentliche Mitglieder älter als 15 und jünger als 65 Jahre: 20 Stunden
für alle anderen ordentlichen Mitglieder: 10 Stunden
4. Der Nachweis der Arbeitsstunden erfolgt auf der vom Gesamtvorstand zur jährlichen ordentlichen Vereinsversammlung ausgegebenen Nachweiskarte.
5. Geleistete Arbeitsstunden sind von dem Betreffenden in die Nachweiskarte einzutragen und von einem Mitglied des Gesamtvorstandes abzeichnen zu lassen.
6. Jedes Mitglied ist für seinen Nachweis selbst verantwortlich.
7. Die Nachweiskarten sind bis zum 31.3. des Folgejahres bei dem Betreiber der Gaststätte abzugeben. Dabei ist als Nachweis für die Abgabe der als Quittung vorgesehene Abschnitt der Nachweiskarte vom Empfänger zu unterzeichnen zu lassen und abzutrennen. Er verbleibt als Nachweis für die Anzahl der geleisteten Stunden und die Abgabe des Nachweises beim Inhaber der Nachweiskarte.
8. Nicht geleistete oder nicht nachgewiesene Arbeitsstunden sind mit 10,- € pro Stunde zu bezahlen.
9. Jeder Zahlungspflichtige erhält bis zum 30.4. eine Zahlungsaufforderung für die von ihm zu zahlende Ablöse.
10. Am 31.5. erfolgt automatisch der Einzug der fälligen Ablösebeträge vom Konto. Mitglieder, die keine Einzugsermächtigung erteilt haben, müssen die Ablöse bis dahin auf das in der Zahlungsaufforderung angegebene Konto überweisen bzw. einzahlen.
11. In Bezug auf Zahlungsverzug bzw. fehlgeschlagenen Einzug gelten die Nr. 5 bis 7 des § 9.
12. In besonderen Härtefällen ist der Gesamtvorstand ermächtigt, Mitglieder von der Leistung der Arbeitsstunden teilweise oder ganz zu befreien.
13. Entscheidend für die Bemessung der Anzahl der Arbeitsstunden ist das Alter zum Stichtag 1.1. eines jeden Jahres.
§ 11 Zuwendungen des Vereines
1. Mitglieder können Zuwendungen seitens des Vereines für folgende satzungsgemäße Zwecke erhalten:
teilweise oder vollständige Übernahme von Wettkampfkosten (Startgelder, Fahrt- und Übernachtungskosten) für Wettkämpfe oberhalb der Landesebene,
Übernahme der Startgelder für Landesmeisterschaften,
Kauf von Sportgeräten im Jugendbereich, wobei hierbei ein schrittweiser Übergang in das vollständige Vereinsvermögen vertraglich zu vereinbaren ist,
Hochleistungssport (C- und B-Kader, C- und B-Kaderkandidaten),
Schützenfest, Vereinsfahrten und –ausflüge und Weihnachtsfeier,
Fahrtkostenerstattung für Fahrten im Auftrag des Vereines (0,15 € + 0,02 € pro Mitfahrer für jeden gefahrenen Kilometer),
Betreuung von ABM- oder AGH-Maßnahmen insofern diese Kosten von der ARGE erstattet werden,
Trainer- und Übungsleiterhonorare, insofern die entsprechenden Lizenzen und Trainingsstunden nachgewiesen werden und die Honorare aus den vom SSB, dem LSB und der LHD zur Verfügung gestellten Zuschüssen bestritten werden können,
Vervollständigung der Ausrüstung der Bürger-Nationalgarde,
Bezuschussung oder vollständige Übernahme von Aus- und Weiterbildungskosten.
2. Ob und in welcher Höhe derartige Zuwendungen gezahlt werden wird im Haushaltplan beschlossen.
§ 12 Verwaltung von Mitteln in Abteilungen
1. Die Jugendabteilung verwaltet die ihre Mittel selbst. Näheres dazu ist in der Jugendordnung des Vereins geregelt.
2. Außer der Jugendabteilung ist keine Abteilung des Vereines berechtigt, finanzielle Mittel selbst zu verwalten.
§ 13 Nutzungsgebühren
1. Außer den ordentlichen Mitgliedern des Vereines und den Ehrenmitgliedern haben Nutzer der Schießanlagen des Vereines folgende Gebühren zu entrichten:
25 m – Stand Großkaliber: 15,- € pro angefangene Stunde
25 m bzw. 50 m – Stand Kleinkaliber: 10,- € pro angefangene Stunde
10 m – Stand Luftdruck: 5,- € pro angefangene Stunde
Bogen- bzw. Armbruststand: 10,- € pro angefangene Stunde
Ausleihe eines Sportgerätes: 5,- € pro angefangene Stunde
Tagesversicherung 1,- € pro Schießtag
Die Preise gelten pro Schießbahn und Nutzer.
2. Der Gesamtvorstand ist berechtigt, mit Vereinen, Firmen und Behörden rabattierte Nutzungsgebühren auszuhandeln.
Diese Finanzordnung ist von der außerordentlichen Vereinsversammlung am 10.4.2010 beschlossen worden und setzt die bis dahin bestehende Finanzordnung, Beitragsordnung und Arbeitsstundenordnung außer Kraft.