Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=19.05.1981&Aktenzeichen=1%20C%20169.79
Timestamp: 2019-05-25 06:39:27
Document Index: 61079508

Matched Legal Cases: ['§ 85', '§ 85', 'Art. 6', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 39']

BVerwG, 19.05.1981 - 1 C 169.79 - dejure.org
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BVerwG, 19.05.1981 - 1 C 169.79 (https://dejure.org/1981,75)
BVerwG, Entscheidung vom 19.05.1981 - 1 C 169.79 (https://dejure.org/1981,75)
BVerwG, Entscheidung vom 19. Mai 1981 - 1 C 169.79 (https://dejure.org/1981,75)
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VG Berlin, 16.10.1975 - X A 140.75
BVerwGE 62, 215
MDR 1981, 1047
DVBl 1981, 1103
DÖV 1982, 37
Für die Rechtmäßigkeit einer mehrfach begründeten Ermessensentscheidung genügt die rechtliche Fehlerfreiheit eines selbständig tragenden Grundes (wie BVerwGE 62, 215 m.w.N. und Urteil vom 26. November 1987 - BVerwG 2 C 53.86 - Buchholz 237.7 § 85 NWLBG Nr. 6 S. 4).
Für die Rechtmäßigkeit der Entscheidung genügt es, dass ein selbständig tragender Grund rechtlich fehlerfrei ist (vgl. u.a. Urteile vom 19. Mai 1981 - BVerwG 1 C 169.79 - BVerwGE 62, 215 m.w.N. und vom 26. November 1987 - BVerwG 2 C 53.86 - Buchholz 237.7 § 85 NWLBG Nr. 6 S. 4).
vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 19. Mai 1981 - 1 C 169.79 -, BVerwGE 62, 215 (222) = juris, Rn. 22, m. w. N.
Die Verwaltungsgerichte dürfen die Ausübung des pflichtgemäßen Ermessens nur auf Rechtsfehler nachprüfen, namentlich darauf, ob die Behörde dem Zweck der Ermächtigung entsprechend und unter Beachtung der Grundrechte und der in ihnen verkörperten Wertordnung sowie des Rechtsstaatsprinzips, insbesondere des sich aus ihm herleitenden Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit, gehandelt hat (BVerwGE 35, 291 [BVerwG 16.06.1970 - I C 47/69]; 42, 133 ; 62, 215 ; BVerfGE 51, 386 [BVerfG 18.07.1979 - 1 BvR 650/77]).
Die aufenthaltsrechtliche Stellung von Ehegatten wird zwar durch den Schutz, den das Grundgesetz Ehe und Familie angedeihen läßt (Art. 6 Abs. 1 GG) mitbestimmt, und insoweit gehen bei Eheleuten auch von ihren jeweiligen Anerkennungsverfahren, die für die Aufenthaltsrechte weitreichende Folgen haben (vgl. BVerfGE 56, 216 [243 f.], BVerwGE 62, 206 und BVerwGE 62, 215), wechselseitige Rechtswirkungen aus.
Eine auf mehrere Gründe gestützte Ermessensentscheidung ist grundsätzlich auch dann rechtmäßig, wenn nur einer der angeführten Gründe sie trägt, es sei denn, dass nach dem Willen der Behörde nur alle Gründe zusammen die Entscheidung rechtfertigen sollen (BVerwG vom 19.5.1981 BVerwGE 62, 215/222).
Eine auf mehrere Gründe gestützte Ermessensentscheidung ist grundsätzlich auch dann rechtmäßig, wenn nur einer der angeführten Gründe sie trägt, es sei denn, dass nach dem Willen der Behörde nur alle Gründe zusammen die Entscheidung rechtfertigen sollen (vgl. BVerwG vom 19.5.1981 BVerwGE 62, 215/222).
Die Regelung des § 11 Abs. 2 AuslG bezieht sich allerdings nur auf anerkannte Asylberechtigte bzw. Flüchtlinge (BVerwGE 62, 215 [218 f.]).
Das entspricht der Rechtsprechung des Senats aus der Zeit vor dem Inkrafttreten des Asylverfahrensgesetzes vom 16. Juli 1982 (BGBl. I S. 946) - AsylVfG -, nach der das Ausweisungsermessen gegenüber Asylbewerbern an den Anforderungen des § 11 Abs. 2 AuslG auszurichten war (BVerwGE 62, 215 [221]; vgl. jetzt § 11 Abs. 3 AuslG i.d.F. des § 39 Nr. 1 AsylVfG).
Danach steilen die mehr lästigen als gefährlichen oder schädlichen Unkorrektheiten des Alltags, Ordnungswidrigkeiten, Bagatellkriminalität und ganz allgemein die minder bedeutsamen Verstöße gegen Strafgesetze von vornherein keinen ausreichenden Grund für die Ausweisung eines Asylberechtigten dar (vgl. BVerwGE 62, 215 [221]).
Bagatellkriminalität und ganz allgemein die minder bedeutsamen Verstöße gegen Strafgesetze (BVerwGE 42, 133 ; 62, 215 ).
BVerwG, 18.12.1984 - 1 C 15.81
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BVerwG, 15.08.1985 - 1 B 65.85
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BVerwG, 30.10.1981 - 1 B 140.81
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BVerwG, 13.08.1981 - 1 B 95.81
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