Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2040/99
Timestamp: 2016-10-28 04:29:25
Document Index: 244393449

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BGH, 12.07.2001 - I ZR 40/99 - dejure.org
Rechtsprechung BGH, 12.07.2001 - I ZR 40/99 Volltextver�ffentlichungen (8)
ZPO � 253 Abs. 2 Nr. 2, � 313 Abs. 1 Nr. 4; UWG � 1
Unterlassungsantrag - Undeutlich gefasster Unterlassungsantrag - Bestimmtheitsanforderungen - Hinreichende Bestimmtheit - Wettbewerbsrechtlicher Leistungsschutz - Technische Erzeugnisse - Weinbau
Laubhefter; Bestimmtheit eines Unterlassungsantrags; Wettbewerbsrechtlicher Leistungsschutz f�r technische Erzeugnisse; Laubhefter f�r den Weinbau
GRUR 2002, 86
Wird zitiert von ... (73) BGH, 11.01.2007 - I ZR 198/04 HandtaschenAllerdings m�ssen in den F�llen des erg�nzenden wettbewerbsrechtlichen Leistungsschutzes Klageantrag und Verbotsausspruch zumindest unter Heranziehung des Klagevortrags unzweideutig erkennen lassen, in welchen Merkmalen des angegriffenen Erzeugnisses die Grundlage und der Ankn�pfungspunkt des Wettbewerbsversto�es und damit des Unterlassungsgebots liegen sollen (BGH, Urt. v. 12.7.2001 - I ZR 40/99, GRUR 2002, 86, 88 = WRP 2001, 1294 - Laubhefter).
BGH, 06.04.2006 - I ZR 125/03 Werbung f�r Klingelt�neEs hat in den Gr�nden, die zur Auslegung des Verbotsantrags heranzuziehen sind (vgl. BGH, Urt. v. 12.7.2001 - I ZR 40/99, GRUR 2002, 86, 88 = WRP 2001, 1294 - Laubhefter), ausreichend dargelegt, dass eine Jugendzeitschrift vorliegt, wenn die Leserschaft zu mehr als 50 % aus Kindern und Jugendlichen besteht.
BGH, 07.02.2002 - I ZR 289/99 BremszangenDas Berufungsgericht ist allerdings zutreffend davon ausgegangen, da� der Nachbau fremder, nicht (mehr) unter Sonderrechtsschutz stehender technischer Erzeugnisse nach � 1 UWG wettbewerbswidrig sein kann, wenn die Erzeugnisse von wettbewerblicher Eigenart sind und besondere Umst�nde hinzutreten, die den Nachbau unlauter erscheinen lassen (st. Rspr.;… vgl. BGH, Urt. v. 14.12.1995 - I ZR 240/93, GRUR 1996, 210, 211 = WRP 1996, 279 - Vakuumpumpen;… Urt. v. 14.1.1999 - I ZR 203/96, GRUR 1999, 751, 752 = WRP 1999, 816 - G�llepumpen;… Urt. v. 17.6.1999 - I ZR 213/96, GRUR 1999, 1106, 1108 = WRP 1999, 1031 - Rollstuhlnachbau;… Urt. v. 8.12.1999 - I ZR 101/97, GRUR 2000, 521, 523 = WRP 2000, 493 - Modulger�st; Urt. v. 12.7.2001 - I ZR 40/99, GRUR 2002, 86, 89 = WRP 2001, 1294 - Laubhefter).Eine solche wettbewerbliche Eigenart setzt voraus, da� die konkrete Ausgestaltung oder bestimmte Merkmale des Erzeugnisses geeignet sind, die interessierten Verkehrskreise auf seine betriebliche Herkunft oder seine Besonderheiten hinzuweisen (st. Rspr.; vgl. BGHZ 138, 143, 148 - Les-Paul-Gitarren; BGH GRUR 2000, 521, 523 - Modulger�st; BGH GRUR 2002, 86, 89 f. - Laubhefter, m.w.N.).Die wettbewerbliche Eigenart kann sich auch aus den technischen Merkmalen des Erzeugnisses ergeben (vgl. BGH GRUR 1999, 1106, 1108 - Rollstuhlnachbau; BGH GRUR 2000, 521, 523 - Modulger�st; BGH GRUR 2002, 86, 90 - Laubhefter;… BGH, Urt. v. 8.11.2001 - I ZR 199/99, GRUR 2002, 275, 276 = WRP 2002, 207 - Noppenbahnen).Der erg�nzende wettbewerbsrechtliche Leistungsschutz aus � 1 UWG wird aber bei technischen Erzeugnissen dadurch beschr�nkt, da� die technische Lehre und der Stand der Technik frei sind (vgl. BGHZ 50, 125, 128 f. - Pulverbeh�lter; BGH GRUR 1996, 210, 211 - Vakuumpumpen; BGH GRUR 1999, 1106, 1108 - Rollstuhlnachbau; BGH GRUR 2002, 86, 90 - Laubhefter; BGH GRUR 2002, 275, 276 - Noppenbahnen).Erforderlich ist daher, da� jedenfalls die �bernommenen Merkmale, die bei der Klageform die wettbewerbliche Eigenart begr�nden, im Antrag enthalten sind (vgl. n�her BGH GRUR 2002, 86, 88 f. - Laubhefter).
BGH, 08.11.2001 - I ZR 199/99 NoppenbahnenDas Berufungsgericht ist allerdings zutreffend davon ausgegangen, da� der Nachbau fremder, nicht (mehr) unter Sonderrechtsschutz stehender technischer Erzeugnisse nach � 1 UWG wettbewerbswidrig sein kann, wenn die Erzeugnisse von wettbewerblicher Eigenart sind und besondere Umst�nde hinzutreten, die den Nachbau unlauter erscheinen lassen (st. Rspr.;… vgl. BGH, Urt. v. 14.12.1995 - I ZR 240/93, GRUR 1996, 210, 211 = WRP 1996, 279 - Vakuumpumpen;… Urt. v. 14.1.1999 - I ZR 203/96, GRUR 1999, 751, 752 = WRP 1999, 816 - G�llepumpen;… Urt. v. 17.6.1999 - I ZR 213/96, GRUR 1999, 1106, 1108 = WRP 1999, 1031 - Rollstuhlnachbau;… Urt. v. 8.12.1999 - I ZR 101/97, GRUR 2000, 521, 523 = WRP 2000, 493 - Modulger�st; Urt. v. 12.7.2001 - I ZR 40/99, WRP 2001, 1294, 1298 - Laubhefter).Eine solche wettbewerbliche Eigenart setzt voraus, da� die konkrete Ausgestaltung oder bestimmte Merkmale des Erzeugnisses geeignet sind, die interessierten Verkehrskreise auf seine betriebliche Herkunft oder seine Besonderheiten hinzuweisen (st. Rspr.; vgl. BGHZ 138, 143, 148 - Les-Paul-Gitarren; BGH GRUR 2000, 521, 523 - Modulger�st; BGH WRP 2001, 1294, 1298 - Laubhefter).Die wettbewerbliche Eigenart kann sich auch aus den technischen Merkmalen des Erzeugnisses ergeben (vgl. BGH GRUR 1999, 1106, 1108 - Rollstuhlnachbau; BGH GRUR 2000, 521, 523 - Modulger�st; BGH WRP 2001, 1294, 1298 - Laubhefter).Der erg�nzende Leistungsschutz aus � 1 UWG wird aber bei technischen Erzeugnissen dadurch beschr�nkt, da� die technische Lehre und der Stand der Technik frei sind (vgl. BGHZ 50, 125, 128 f. - Pulverbeh�lter;… BGH, Urt. v. 23.1.1981 - I ZR 48/79, GRUR 1981, 517, 519 = WRP 1981, 514 - Rollhocker; BGH GRUR 1996, 210, 211 - Vakuumpumpen; BGH GRUR 1999, 1106, 1108 - Rollstuhlnachbau; BGH WRP 2001, 1294, 1299 - Laubhefter).
BGH, 13.03.2003 - I ZR 143/00 Erbenermittler und RechtsberatungDementsprechend ist hier im Hinblick auf den Grundsatz des Vertrauensschutzes und den Anspruch der Parteien auf ein faires Gerichtsverfahren von der Abweisung der Klage als unzul�ssig abzusehen (vgl. BGH GRUR 2000, 438, 441 - Gesetzeswiederholende Unterlassungsantr�ge;… BGH, Urt. v. 12.7.2001 - I ZR 261/98, GRUR 2002, 77, 78 = WRP 2002, 85 - Rechenzentrum; Urt. v. 12.7.2001 - I ZR 40/99, GRUR 2002, 86, 89 = WRP 2001, 1294 - Laubhefter, jeweils m.w.N.).
LG D�sseldorf, 15.05.2007 - 4a O 512/05 PresseAuch nach der st�ndigen h�chstrichterlichen Rechtsprechung ist der grunds�tzlich zul�ssige Nachbau fremder, nicht unter Sonderrechtsschutz stehender technischer Erzeugnisse wettbewerbswidrig, wenn die Erzeugnisse von wettbewerblicher Eigenart sind und das Hinzutreten besonderer Umst�nde den Nachbau unlauter erscheinen l�sst (BGH, GRUR 1996, 210ff. - Vakuumpumpe; GRUR 1999, 751ff. - G�llepumpen; GRUR 1999, 1106ff. - Rollstuhlnachbau; GRUR 2000, 521ff. - Modulger�st; GRUR 2002, 86ff. - Laubhefter; GRUR 2002, 275ff. - Noppenbahnen; GRUR 2002, 820ff. - Bremszangen; GRUR 2003, 359ff. - Pflegebett).Dabei besteht zwischen dem Grad der wettbewerblichen Eigenart, der Art und Weise der Intensit�t der �bernahme sowie den besonderen wettbewerblichen Umst�nden eine Wechselwirkung: Je gr��er die wettbewerbliche Eigenart und je h�her der Grad der �bernahme, desto geringer sind die Anforderungen an die besonderen Umst�nde, welche die Wettbewerbswidrigkeit der Nachahmung begr�nden (BGH, GRUR 1996, 210, 211 - Vakuumpumpen; GRUR 1999, 1106, 1108 - Rollstuhlnachbau; GRUR 2000, 521, 528 - Modulger�st; GRUR 2002, 86, 89 - Laubhefter).Die wettbewerbliche Eigenart erfordert ein Erzeugnis, dessen konkrete Ausgestaltung oder bestimmte Merkmale geeignet sind, die interessierten Verkehrskreise auf die betriebliche Herkunft oder die Besonderheiten des Erzeugnisses hinzuweisen (BGH, GRUR 1996, 210, 211 - Vakuumpumpen; GRUR 1999, 1106, 1108 - Rollstuhlnachbau; GRUR 2000, 521, 523 - Modulger�st; GRUR 2002, 86, 89 - Laubhefter; GRUR 2002, 275, 276 - Noppenbahnen; GRUR 2003, 359.360 - Pflegebett).Allerdings scheidet eine wettbewerbliche Eigenart und damit ein Schutz vor Nachahmung aus, soweit sich in der technischen Gestaltung eine gemeinfreie technische L�sung verwirklicht, weil die technische Lehre und der Stand der Technik grunds�tzlich frei benutzbar sind, soweit kein Sonderrechtsschutz eingreift (BGH, GRUR 1999, 1106, 1108 - Rollstuhlnachbau; GRUR 2002, 86, 90 - Laubhefter; GRUR 2002, 820, 822 - Bremszangen).Gemeinfreie technische L�sungen d�rfen daher �bernommen werden, ohne dass der Nachahmer auf das Risiko verwiesen werden darf, es mit anderen L�sungen zu versuchen (BGH, GRUR 2002, 86, 90 - Laubhefter).Er darf daher grunds�tzlich die Gestaltungselemente des Originals �bernehmen, wenn sie sich unter diesen Gesichtspunkten als eine dem offenbarten Stand der Technik einschlie�lich der praktischen Erfahrung angemessene technische L�sung darstellen (BGH, GRUR 2000, 521, 525 - Modulger�st; GRUR 2002, 86, 90 - Laubhefter; GRUR 2002, 820, 822 - Bremszangen).Ein Indiz gegen die "Angemessenheit" der �bernahme ist es, dass abweichende Konkurrenzerzeugnisse mit einem zumindest f�r den Fachmann "eigenen Gesicht" auf dem Markt sind (BGH, GRUR 1999, 1106, 1108 - Rollstuhlnachbau; GRUR 2000, 521, 524 - Modulger�st; GRUR 2002, 86, 90 - Laubhefter).Hier entspricht es vielmehr der Lebenserfahrung, dass ein komplexes Ger�t selbst bei gleicher Priorit�tensetzung durch den Hersteller und bei Benutzung desselben Standes der Technik jeweils durch so individuelle Gestaltungsentscheidungen gepr�gt ist, dass jedes Ger�t zumindest aus der Sicht von Fachleuten sein eigenes "Gesicht" aufweist (BGH, GRUR 1999, 1106, 1108 - Rollstuhlnachbau; GRUR 2002, 86, 90 - Laubhefter).
BGH, 28.05.2009 - I ZR 124/06 LIKEaBIKEDies gilt aber nur, wenn eine durch die �bernahme solcher Merkmale hervorgerufene Gefahr einer Herkunftst�uschung durch zumutbare Ma�nahmen nicht zu vermeiden ist (BGH, Urt. v. 12.7.2001 - I ZR 40/99, GRUR 2002, 86, 90 = WRP 2001, 1294 - Laubhefter; BGH GRUR 2003, 359, 361 - Pflegebett, GRUR 2007, 339 Tz. 44 - Stufenleitern).
BGH, 24.02.2005 - I ZR 128/02 F�rdermittelberatungEs l��t sich nicht stets vermeiden, da� das Vollstreckungsgericht bei der Beurteilung der Frage, ob ein Versto� gegen ein ausgesprochenes Verbot vorliegt, in gewissem Umfang auch Wertungen vornehmen mu� (vgl. BGH, Urt. v. 12.7.2001 - I ZR 40/99, GRUR 2002, 86, 88 = WRP 2001, 1294 - Laubhefter, m.w.N.).
BGH, 24.05.2007 - I ZR 104/04 GartenliegeGleiches gilt, je komplexer das Ger�t ist, das ungeachtet hinreichender Abweichungsm�glichkeiten (fast) identisch nachgebaut worden ist (vgl. dazu auch BGH, Urt. v. 12.7.2001 - I ZR 40/99, GRUR 2002, 86, 90 = WRP 2001, 1294 - Laubhefter, m.w.N.).
BGH, 04.07.2002 - I ZR 38/00 Zugabenb�ndel(1) Nach � 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO darf ein Unterlassungsantrag - und nach � 313 Abs. 1 Nr. 4 ZPO eine darauf beruhende Verurteilung - nicht derart undeutlich gefa�t sein, da� der Streitgegenstand und der Umfang der Pr�fungs- und Entscheidungsbefugnis des Gerichts nicht mehr klar umrissen sind, der Beklagte sich deshalb nicht ersch�pfend verteidigen kann und im Ergebnis dem Vollstreckungsgericht die Entscheidung dar�ber �berlassen bleibt, was dem Beklagten verboten ist (st. Rspr.; vgl. BGHZ 144, 255, 263 - Abgasemissionen; BGH, Urt. v. 12.7.2001 - I ZR 40/99, GRUR 2002, 86, 88 = WRP 2001, 1294 - Laubhefter, jeweils m.w.N.).Es l��t sich nicht stets vermeiden, da� das Vollstreckungsgericht bei der Beurteilung der Frage, ob ein Versto� gegen ein ausgesprochenes Verbot vorliegt, in gewissem Umfang auch Wertungen vornehmen mu� (vgl. BGH GRUR 2002, 86, 88 - Laubhefter, m.w.N.).Die Revision verweist allerdings zutreffend darauf, da� ein Unterlassungsantrag in der Regel unbestimmt ist, soweit er das Unterlassungsbegehren �ber die konkret bezeichnete Verletzungsform hinaus auf andere, lediglich mit "�hnlich" bezeichnete Sachverhalte ausdehnt (vgl. dazu BGH GRUR 2002, 86, 88 - Laubhefter;… BGH, Urt. v. 7.6.2001 - I ZR 115/99, GRUR 2002, 177, 178 = WRP 2001, 1182 - Jubil�umsschn�ppchen, jeweils m.w.N.).
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OLG D�sseldorf, 29.10.2002 - 20 W 47/02 KG, 14.03.2006 - 5 W 40/06 Wettbewerbsversto�: Irref�hrende Werbung mit zeitlich zur�ckliegenden …
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