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Timestamp: 2016-10-24 07:10:40
Document Index: 95381738

Matched Legal Cases: ['Art. 40', 'Art. 24', 'Art. 34', 'Art. 50', 'Art. 189', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 87', 'BGE', 'Art. 86', 'BGE', 'Art. 33', 'Art. 2', 'Art. 33', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 15', 'Art. 24', 'Art. 16', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 18', 'Art. 15', 'Art. 33', 'Art. 18', 'Art. 15', 'Art. 15', 'BGE', 'BGE', 'Art. 12', 'e contrario', 'Art. 15', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 75', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 10', 'Art. 17', 'Art. 156', 'Art. 159']

1P.465/2002 (23.12.2002)
1P.465/2002
1P.467/2002 /bie
Politische Gemeinde Uesslingen-Buch, 8524 Uesslingen,
Dr. Hansjakob Zellweger, Kirchstrasse 1, Postfach 1022, 8580 Amriswil,
Beschwerdegegner, alle vier vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Andreas Brauchli, Hermannstrasse 8, Postfach 28, 8570 Weinfelden,
1P.467/2002
Beschwerdegegner, alle drei vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kaspar Schl�pfer, Bahnhofstrasse 49, 8501 Frauenfeld,
(Zonenplanung Uesslingen-Buch, Gebiet "Wachth�tte"),
Staatsrechtliche Beschwerden gegen die Entscheide des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 19. Juni 2002.
Das Gebiet "Wachth�tte" in Uesslingen-Buch war gem�ss Zonenplan der ehemaligen Ortsgemeinde Uesslingen aus dem Jahre 1973 der "Beschr�nkten Bauzone" zugewiesen, in welcher landwirtschaftliche Bauten, einzelne Wohnh�user und kleine, h�chstens m�ssig st�rende Handels- und Gewerbebetriebe gestattet waren.
Mit einer Teilrevision der Zonenplanung wollte die Gemeinde 1994 das Gebiet "Wachth�tte" einer "Wohnzone Wachth�tte WW" zuweisen. Der Regierungsrat des Kantons Thurgau verweigerte jedoch mit Entscheid vom 14. November 1995 die Genehmigung dieser Teilrevision, da es sich um St�ckwerk handle, das den gesetzlichen generellen �berpr�fungsauftrag nicht erf�lle. In materieller Hinsicht erwog er zudem, die Wohnzone "Wachth�tte" w�rde eine bundesrechtswidrige Minibauzone darstellen.
Am 15. Januar 2001 beschloss die Gemeindeversammlung der inzwischen neu gebildeten Politischen Gemeinde Uesslingen-Buch eine Gesamtrevision der Zonenplanung. Darin wurde das Gebiet "Wachth�tte" der Landwirtschaftszone zugewiesen. Der Regierungsrat genehmigte am 3. Juli 2001 den Zonenplan unter Vorbehalt allf�lliger Rechtsmittelentscheide.
A.________, B.________, C.________ und die D.________ AG einerseits sowie E.________, F.________ und G.________ andererseits, allesamt Eigent�mer von Grundst�cken im Gebiet "Wachth�tte", erhoben gegen den Beschluss der Gemeindeversammlung Rekurs beim Departement f�r Bau und Umwelt des Kantons Thurgau. Dieses hiess die Rekurse am 31. Juli 2001 im Sinne der Erw�gungen gut und wies die Gemeinde an, das Gebiet "Wachth�tte" einer geeigneten Bauzone zuzuweisen.
Die Politische Gemeinde Uesslingen-Buch erhob gegen diese Rekursentscheide je Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau. Dieses wies die Beschwerden mit Urteilen vom 19. Juni 2002 ab.
Die Politische Gemeinde Uesslingen-Buch hat gegen beide Urteile staatsrechtliche Beschwerde erhoben mit dem Antrag, die Urteile des Verwaltungsgerichts und die Entscheide des Departements aufzuheben. Sie r�gt eine Verletzung ihrer Autonomie durch willk�rliche Anwendung der einschl�gigen planungsrechtlichen Vorschriften.
Das Departement f�r Bau und Umwelt und das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau, A.________, B.________ , C.________ und die D.________ AG sowie E.________, F.________ und G.________ beantragen Abweisung der Beschwerde.
Die beiden gleichlautenden Beschwerden richten sich gegen zwei gleichlautende Urteile, welche die raumplanerische Behandlung eines einheitlichen Gebiets betreffen. Es rechtfertigt sich daher, die beiden Beschwerden zu vereinigen (Art. 40 OG i.V.m. Art. 24 BZP).
2.1 Die angefochtenen Entscheide sind kantonal letztinstanzliche Entscheide, gegen die nur die staatsrechtliche Beschwerde zul�ssig ist (Art. 34 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 �ber die Raumplanung [Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700]). Eine Gemeinde kann sich mit staatsrechtlicher Beschwerde dagegen wehren, dass sie als Tr�gerin hoheitlicher Gewalt in ihrer nach kantonalem Recht gew�hrleisteten Autonomie verletzt wird (Art. 50 Abs. 1 und Art. 189 Abs. 1 lit. b BV; Art. 88 OG); ob ihr im betreffenden Bereich Autonomie zusteht, ist nicht eine Frage des Eintretens, sondern der materiellrechtlichen Beurteilung (BGE 128 I 3 E. 1c, mit Hinweisen).
2.2 Die angefochtenen Entscheide schliessen das Nutzungsplanverfahren nicht ab, sondern sch�tzen Rekursentscheide, welche die Sache zu neuem Entscheid an die Beschwerdef�hrerin zur�ckgewiesen haben. Es handelt sich somit um Zwischenentscheide, gegen welche die staatsrechtliche Beschwerde gem�ss Art. 87 Abs. 2 OG nur zul�ssig ist, wenn sie f�r die Beschwerdef�hrerin einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil zur Folge haben. Ein solcher ist nach st�ndiger Rechtsprechung gegeben, wenn eine Gemeinde durch einen R�ckweisungsentscheid gezwungen wird, entgegen ihrer Rechtsauffassung eine neue Anordnung zu erlassen (BGE 128 I 3 E. 1b; 120 Ib 207 E. 1a; 116 Ia 221 E. 1d/aa S. 225). Vorliegend haben die kantonalen Instanzen andere Rechtsauffassungen vertreten als die Beschwerdef�hrerin; die angeordnete neue Entscheidung m�sste auf der Grundlage einer Auffassung ergehen, die von der Gemeinde abgelehnt wird. Auf die Beschwerde ist daher grunds�tzlich einzutreten.
2.3 Mit der staatsrechtlichen Beschwerde kann - von hier nicht vorliegenden Ausnahmen abgesehen - nur die Aufhebung des letztinstanzlichen kantonalen Entscheids verlangt werden (Art. 86 Abs. 1 OG; Walter K�lin Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Aufl., Bern 1994, S. 346 f.). Soweit in den Beschwerden auch die Aufhebung des Entscheids des Departements beantragt wird, ist darauf nicht einzutreten.
2.4 Der Sachverhalt ergibt sich, soweit f�r das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde rechtserheblich, mit gen�gender Klarheit aus den Akten. Auf den von den Beschwerdegegnern im Verfahren 1P.467/2002 beantragten Augenschein kann daher verzichtet werden.
3.1 Eine Gemeinde ist in einem Sachbereich autonom, wenn das kantonale Recht diesen nicht abschliessend ordnet, sondern ihn ganz oder teilweise der Gemeinde zur Regelung �berl�sst und ihr dabei eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit einr�umt. Der gesch�tzte Autonomiebereich kann sich auf die Befugnis zum Erlass oder Vollzug eigener kommunaler Vorschriften beziehen oder einen entsprechenden Spielraum bei der Anwendung des kantonalen oder eidgen�ssischen Rechts betreffen. Der Schutz der Gemeindeautonomie setzt eine solche nicht in einem ganzen Aufgabengebiet, sondern lediglich im streitigen Bereich voraus (BGE 128 I 3 E. 2a S. 8, mit Hinweisen).
3.2 Gem�ss � 59 Abs. 3 der Verfassung des Kantons Thurgau vom 16. M�rz 1987 erf�llen die Gemeinden die Aufgaben im eigenen Bereich selbst�ndig. Nach � 2 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Thurgau vom 16. August 1995 (PBG) obliegt die Ortsplanung der Ortsgemeinde. Die thurgauischen Gemeinden sind demnach in der Nutzungsplanung grunds�tzlich autonom. Die Zonenpl�ne bed�rfen allerdings der Genehmigung durch den Regierungsrat oder das Departement (� 32 PBG). Die Genehmigungsinstanz pr�ft, ob die Pl�ne und Vorschriften rechtm�ssig sind und der �bergeordneten Planung wie auch dem Grundsatz der haush�lterischen Bodennutzung entsprechen (� 33 Abs. 1 PBG). Auf Rekurs hin muss sodann von Bundesrechts wegen mindestens durch eine Rechtsmittelbeh�rde eine volle �berpr�fung vorgenommen werden (Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG). Zwar d�rfen die Rechtsmittelbeh�rden nicht das Ermessen der Gemeinde durch ihr eigenes ersetzen; sie haben es den Gemeinden zu �berlassen, unter mehreren verf�gbaren und zweckm�ssigen L�sungen zu w�hlen (Art. 2 Abs. 3 RPG). Doch haben sie nicht erst dann einzugreifen, wenn die L�sung der Gemeinde offensichtlich unhaltbar oder willk�rlich ist, sondern bereits dann, wenn sie sich als rechtswidrig oder unzweckm�ssig erweist (Aemisegger/Haag, in Kommentar RPG, Z�rich 1999, N. 56 zu Art. 33). Insofern ist die Autonomie der Gemeinde durch �bergeordnetes Recht eingeschr�nkt. Die Gemeinde kann deshalb eine Verletzung ihrer Autonomie nur dann mit Erfolg geltend machen, wenn sich der Eingriff der kantonalen Beh�rden in die kommunale Gestaltungsfreiheit nicht mit sachlichen Gr�nden vertreten l�sst (BGE 116 Ia 221 E. 2c).
4.1 Die Beschwerdef�hrerin hat das Gebiet "Wachth�tte" der Landwirtschaftszone zugewiesen. Die kantonalen Instanzen haben diesen Planungsentscheid aufgehoben, weil er Art. 16 RPG verletze, und stattdessen die Zuweisung zu einer geeigneten Bauzone verlangt. Die Beschwerdef�hrerin ist der Ansicht, dadurch entst�nde eine bundesrechtswidrige Kleinbauzone. Zudem sei auch der Waldabstand unterschritten.
4.2 Das fragliche Gebiet ist mit sieben Geb�uden �berbaut. Darunter befinden sich eine seit rund 40 Jahren bestehende und mehrmals erweiterte Schreinerei und vier bis f�nf st�ndig bewohnte Wohnh�user, wozu auch ein Drei- und ein Zweifamilienhaus geh�ren. Weder die Geb�ude noch die von der streitigen Zonenregelung betroffenen Grundst�cksteile werden landwirtschaftlich genutzt.
4.3 Landwirtschaftszonen umfassen gem�ss Art. 16 Abs. 1 RPG Land, das sich f�r die landwirtschaftliche Bewirtschaftung oder den produzierenden Gartenbau eignet und zur Erf�llung der verschiedenen Aufgaben der Landwirtschaft ben�tigt wird oder im Gesamtinteresse landwirtschaftlich bewirtschaftet werden soll.
4.3.1 Das streitbetroffene Gebiet ist offensichtlich f�r die landwirtschaftliche Bewirtschaftung nicht geeignet, weil es praktisch vollst�ndig �berbaut ist. Nach menschlichem Ermessen ist nicht damit zu rechnen, dass innert des �blichen Planungshorizonts von 15 Jahren (Art. 15 lit. b RPG) die bestehenden Bauten, die Bestandesschutz geniessen (Art. 24c RPG), abgebrochen und die Parzellen einer landwirtschaftlichen Nutzung zugef�hrt werden k�nnten. Die Zuweisung zur Landwirtschaftszone w�re daher offensichtlich im Widerspruch zur bestehenden sowie zur absehbaren zuk�nftigen Situation. Die Beschwerdef�hrerin macht auch nicht geltend, dass das fragliche Gebiet im Gesamtinteresse landwirtschaftlich bewirtschaftet werden soll (Art. 16 Abs. 1 lit. b); dies w�re wohl angesichts der topographischen Lage selbst dann nicht der Fall, wenn es nicht �berbaut w�re.
4.3.2 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die exponierte, mitten im Landschaftsschutzgebiet situierte Lage unmittelbar am Waldrand, die umliegende rein landwirtschaftliche Nutzung, die grosse Distanz zum Dorf und die fehlende Siedlungsgeschichte und -qualit�t w�rden die Zuweisung zur Landwirtschaftszone rechtfertigen. Diese habe eine multifunktionale Bedeutung und verfolge insbesondere auch landschaftsschutzpolitische Ziele.
Aus den von den Beschwerdegegnern im Verfahren 1P.467/2002 eingereichten Fotos geht in der Tat hervor, dass die Krete, auf welcher sich das Gebiet "Wachth�tte" befindet, unter dem Gesichtspunkt des Landschaftsschutzes heikel ist. W�re das Gebiet bisher un�berbaut, w�re es zweifellos zul�ssig bzw. gar geboten, aus Gr�nden des Landschaftsschutzes auf eine Einzonung zu verzichten. Nachdem aber die dort stehenden, rechtm�ssig errichteten Bauten ohnehin Bestandesschutz geniessen, kann die Zuweisung zur Landwirtschaftszone keinen landschaftssch�tzerischen Zweck mehr erreichen. Auch in einer Bauzone k�nnen mit geeigneten Vorschriften und Auflagen unerw�nschte zus�tzliche Beeintr�chtigungen des Landschaftsbildes durch allf�llige Erweiterungsbauten verhindert werden.
4.3.3 Die kantonalen Instanzen haben deshalb mit Recht erkannt, dass die Voraussetzungen f�r eine Zuweisung des Gebiets zur Landwirtschaftszone nicht gegeben sind.
Die Beschwerdef�hrerin bringt ferner vor, eine Zuweisung zur Bauzone sei unzul�ssig, weil dadurch eine bundesrechtswidrige unzul�ssige Kleinbauzone entst�nde. Die Voraussetzungen f�r Kleinsiedlungen gem�ss Art. 33 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) in Verbindung mit der kantonalen Richtplanung seien nicht erf�llt.
5.1 Nach Art. 33 RPV k�nnen zur Erhaltung bestehender Kleinsiedlungen ausserhalb der Bauzonen besondere Zonen nach Art. 18 RPG, beispielsweise Weiler- oder Erhaltungszonen, bezeichnet werden, wenn der kantonale Richtplan dies in der Karte oder im Text vorsieht. Der Richtplan des Kantons Thurgau sieht in Ziff. 1.7 vor, dass ausserhalb der Bauzonen eng begrenzte Weiler- oder Erhaltungszonen ausgeschieden werden k�nnen. Voraussetzungen daf�r sind 5-10 bewohnte, mehrheitlich nicht landwirtschaftlich genutzte Geb�ude, eine geschlossene H�usergruppe mit Siedlungsqualit�t und ein kulturgeschichtlich begr�ndeter Siedlungsansatz, der sich von D�rfern und St�dten klar absetzt.
5.2 Die kantonalen Instanzen haben angeordnet, dass das Gebiet einer Bauzone zuzuweisen sei. Wenn sich erweist, dass diese Anordnung im Lichte von Art. 15 RPG zul�ssig ist, stellt sich die Frage einer Anwendung von Art. 33 RPV und Ziff. 1.7 des Richtplanes nicht (Brandt/Moor, Kommentar RPG, a.a.O., N. 30 und 43 zu Art. 18) und kann offen bleiben, ob - was die Beschwerdef�hrerin bestreitet - vorliegend ein kulturgeschichtlich begr�ndeter Siedlungsansatz besteht.
Zu pr�fen ist somit, ob die Zuweisung zu einer Bauzone im Sinne von Art. 15 RPG zul�ssig ist bzw. ob die kantonalen Beh�rden mit Recht annehmen durften, eine solche Zuweisung sei geboten.
6.1 Nach Art. 15 lit. a RPG umfassen Bauzonen Land, das sich f�r die �berbauung eignet und weitgehend �berbaut ist. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung geh�rt Land, das den gesetzlichen Voraussetzungen entspricht, grunds�tzlich in eine Bauzone, sofern es nicht aus besonderen ortsplanerischen Erw�gungen einer Nichtbauzone zugewiesen wird (BGE 123 I 175 E. 3e/aa S. 188; 121 II 417 E. 6a). Generell ist dem bestehenden baulichen Zustand ein grosses Gewicht beizumessen. Planung und Wirklichkeit sind bei Bedarf in �bereinstimmung zu bringen (BGE 121 I 245 E. 6b).
6.2 Die Beschwerdef�hrerin bestreitet die Eignung zur �berbauung. Einerseits sei der Waldabstand unterschritten, andererseits sei das Gebiet rutschgef�hrdet.
6.2.1 Nach dem Zonenplan befindet sich n�rdlich des Gebiets "Wachth�tte" Wald. Es mag zutreffen, dass ein erheblicher Teil des fraglichen Gebiets innerhalb des Waldabstandes liegt. Dies schliesst allerdings eine Zuweisung zur Bauzone nicht aus (Art. 12 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 �ber den Wald [WaG; SR 921.0] e contrario). Anders verh�lt es sich nur bei einem Sondernutzungsplan, mit welchem verbindlich konkrete Bauten festgelegt werden; solche Festlegungen sind nur unter den waldrechtlichen Voraussetzungen zul�ssig (vgl. ZBl 99/1998 S. 444 E. 2b). Mit einer allgemeinen Bauzone werden hingegen noch keine konkreten Bauten bewilligt. Selbstverst�ndlich kann innerhalb des Waldabstandes nicht bzw. nur mit einer Ausnahmebewilligung gebaut werden und ist insofern die Ausn�tzung der Bauzone allenfalls nur beschr�nkt m�glich, doch hindert dies nicht, dass ein Gebiet - mit diesen sich aus dem Waldrecht ergebenden Beschr�nkungen - Bauzone wird. Vorliegend ist aufgrund des Zonenplans immerhin eine geringf�gige Erweiterung der bestehenden Bauten Richtung S�den ausserhalb des Waldabstandes m�glich. Die Bauzone ist waldrechtlich nicht unzul�ssig (vgl. auch E. 7).
6.2.2 Eine Rutschgefahr, welche das Gebiet als zur �berbauung ungeeignet erscheinen liesse, wird von der Beschwerdef�hrerin nicht n�her substanziiert und ergibt sich auch nicht aus den Akten. Zwar ist bereits im Einspracheentscheid der Beschwerdef�hrerin vom 3. Januar 2001 von einem rutschgef�hrdeten Hang die Rede, aber ebenfalls ohne n�here Begr�ndung und Substanziierung. Immerhin befinden sich auf dem Gebiet seit rund 40 Jahren H�user. Offenbar besteht keine derartige Rutschgefahr, dass deswegen Bauten unm�glich w�ren.
6.2.3 Sodann ist das Gebiet unbestrittenermassen voll erschlossen. Es ist insgesamt als zur �berbauung geeignet zu betrachten.
6.3 Zu pr�fen ist ferner, ob das Gebiet weitgehend �berbaut ist.
6.3.1 Ob ein Gebiet im Sinne von Art. 15 lit. a RPG als weitgehend �berbaut gilt, beurteilt sich nicht in Bezug auf eine einzelne Parzelle, sondern parzellen�bergreifend, gebietsbezogen; als weitgehend �berbaut gilt eine effektiv bewohnte und benutzte H�usergruppe von im Wesentlichen nichtlandwirtschaftlichem Charakter, die sinnvollerweise nur der Bauzone zugeteilt werden kann (BGE 116 Ia 197 E. 2b; 113 Ia 444 E. 4d/da). Dar�ber hinaus wird in der Rechtsprechung bisweilen verlangt, dass die H�usergruppe Siedlungscharakter aufweist. Dieses Erfordernis wird vor allem dann genannt, wenn es um die Beurteilung bisher nicht �berbauter Grundst�cke am Rande von Siedlungen oder in Baul�cken geht (BGE 122 II 455 E. 6a; 121 II 417 E. 5a; 117 Ia 434 E. 3e; 113 Ia 444 E. 4d/da). Aus dem Konzentrationsprinzip ergibt sich, dass solche Grundst�cke grunds�tzlich nur dann neu einzuzonen sind, wenn sie an bestehende �berbauungen mit Siedlungscharakter angrenzen. Andernfalls k�nnten neue Bauten in unzul�ssigen Kleinstbauzonen ausserhalb von Siedlungen erm�glicht werden. Diese Gefahr besteht naturgem�ss nicht, wenn es nur um die zonenm�ssige Behandlung bereits �berbauter Grundst�cke geht.
6.3.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Kleinstbauzonen grunds�tzlich gesetzeswidrig, weil und insofern damit die Zielsetzung der Raumplanungsgesetzgebung vereitelt wird, die Siedlungst�tigkeit in Bauzonen zusammenzufassen und die Streubauweise f�r nicht freilandgebundene Bauten zu verhindern (BGE 124 II 391 E. 3a; 119 Ia 300 E. 3b; 116 Ia 339 E. 4).
Diese Begr�ndung und damit auch die darauf gest�tzte Schlussfolgerung kann indessen nur zutreffen, sofern durch die betreffende Kleinbauzone tats�chlich eine zus�tzliche Streubauweise erm�glicht wird. Geht es einzig um die planerische Behandlung von bereits bestehenden Bauten bzw. bereits �berbauten Grundst�cken, f�hrt die Zuweisung zu einer Bauzone nicht zu einer verp�nten Streubauweise oder einer zus�tzlichen Zersiedelung der Landschaft, denn die bereits bestehenden Bauten k�nnen ja aufgrund der Bestandesgarantie ohnehin bestehen bleiben und massvoll erweitert werden (Art. 24c RPG). Die Rechtsprechung, wonach Kleinstbauzonen unzul�ssig sind, ist ausgerichtet auf Bauzonen, in denen vor allem Neu- und Erweiterungsbauten vorgesehen sind (BGE 118 Ia 446 E. 2c S. 451; vgl. auch die in BGE 121 I 245 E. 8b zitierten nicht publizierten Entscheide; nicht publiziertes Urteil 1A.256 + 1P.298/1999 vom 12. April 2000, E. 5). Hingegen sind Einzonungen und insbesondere die Zuweisung von bestehenden Kleinsiedlungen in Bauzonen zul�ssig, wenn dadurch nicht unerw�nschte Kleinstbauzonen f�r Neubauten entstehen, sondern nur bereits bebautes Gebiet geringf�gig erweitert wird oder (massvolle) Erweiterungen bestehender Bauten zugelassen werden (BGE 124 II 391 E. 3a; 113 Ia 444 E. 4d/da S. 452).
6.3.3 Die vorliegend zur Diskussion stehenden Parzellen mit einer Gr�sse von zusammen rund 1,5 ha sind allesamt �berbaut mit einer Gruppe von insgesamt sieben nicht landwirtschaftlichen, mehrheitlich dauernd bewohnten Geb�uden. Es handelt sich um Geb�ude, die von ihrer Natur her sinnvollerweise in eine Bauzone geh�ren. Optisch wirkt die H�usergruppe jedenfalls von aussen als geschlossene, kompakte Siedlung. Aufgrund der Parzellengr�ssen und Zonengrenzen sind allf�llige Erweiterungen der bestehenden Bauten nur noch in untergeordnetem Masse m�glich. Es werden keine bisher nicht �berbauten Grundst�cke eingezont. Die von den kantonalen Beh�rden angeordnete Zuweisung zur Bauzone f�hrt unter diesen Umst�nden nicht zu einer raumplanerisch unerw�nschten zus�tzlichen Zersiedelung des Landes. Sie erm�glicht h�chstens massvolle Erweiterungen bestehender Bauten und bringt im Wesentlichen bloss die Planung mit der Wirklichkeit in Einklang, was grunds�tzlich anzustreben ist (vorne E. 6.1.).
6.4 Andere ortsplanerische Gr�nde, die gegen eine Einzonung sprechen w�rden, werden nicht geltend gemacht und sind auch nicht ersichtlich. Im Gegenteil sprechen planerische Gr�nde f�r eine Zuweisung zu einer Bauzone. Im Lichte des verfassungs- und gesetzm�ssigen Gebots, den Boden haush�lterisch zu nutzen (Art. 75 Abs. 1 BV, Art. 1 Abs. 1 RPG), ist es vorzuziehen, bestehende Bauten weiterhin zu nutzen und allenfalls zu erweitern, anstatt neue Gebiete den Bauzonen zuzuteilen (BGE 113 Ia 444 E. 4d/dc). Auch diese �berlegung spricht daf�r, das Gebiet der Bauzone zuzuweisen, um die bisherige Nutzung auf eine zonenkonforme Weise weiterhin zu erm�glichen.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Zuweisung zur Bauzone entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin zul�ssig ist. Eine Zuweisung zur Landwirtschaftszone w�re im Lichte von Art. 16 RPG nicht angebracht. Die kantonalen Instanzen haben die Autonomie der Beschwerdef�hrerin nicht verletzt, indem sie diese verpflichtet haben, das Gebiet einer "geeigneten Bauzone" zuzuweisen. In diesem Rahmen bleibt es dem Planungsermessen der Beschwerdef�hrerin anheim gestellt, diejenigen Massnahmen zu treffen, die sie zum Schutze des Landschaftsbildes f�r erforderlich h�lt. Gest�tzt auf Art. 10 Abs. 2 WaG ist sie ferner gehalten, dabei auch eine Waldfeststellung zu treffen, soweit eine solche nicht schon besteht. In diesem Zusammenhang ist zweckm�ssigerweise auch die Waldabstandsproblematik (Art. 17 WaG) zu l�sen, am besten wohl mit einer Waldabstandslinie im Nutzungszonenplan.
Die staatsrechtlichen Beschwerden erweisen sich damit als unbegr�ndet und sind abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der unterliegenden Beschwerdef�hrerin sind keine Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 2 OG). Sie hat indessen den privaten Beschwerdegegnern eine Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 159 Abs. 2 OG).
Die Verfahren 1P.465/2002 und 1P.467/2002 werden vereinigt.
Die Beschwerdef�hrerin hat die Beschwerdegegnerschaft im Verfahren 1P.465/2002 und diejenige im Verfahren 1P.467/2002 mit je Fr. 3'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Departement f�r Bau und Umwelt sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.