Source: http://m.hensche.de/arbeitsrecht_aktuell_2008_Gesetzgebung.html
Timestamp: 2018-02-18 04:35:54
Document Index: 99561390

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 5', '§ 106', '§ 4', 'EuG', '§ 1', '§ 53']

HENSCHE Arbeitsrecht: Aktuelles Arbeitsrecht 2008: Gesetzgebung, Gesetzesvorhaben, Reformen
Ak­tu­el­les Ar­beits­recht 2008: Ge­setz­ge­bung, Ge­set­zes­vor­ha­ben, Re­for­men
Auf die­ser Sei­te fin­den Sie ak­tu­el­le Kom­men­ta­re zu ar­beits- und so­zi­al­recht­li­chen Ge­set­zes­vor­ha­ben und Ge­set­zes­än­de­run­gen im Jahr 2008.
Bei­trä­ge zum The­ma "Ge­setz­ge­bung" aus an­de­ren Jah­ren fin­den Sie un­ter Ar­beits­recht 2018, Ar­beits­recht 2017, Ar­beits­recht 2016, Ar­beits­recht 2015, Ar­beits­recht 2014, Ar­beits­recht 2013, Ar­beits­recht 2012, Ar­beits­recht 2011, Ar­beits­recht 2010, Ar­beits­recht 2009, Ar­beits­recht 2007, Ar­beits­recht 2006, Ar­beits­recht 2005, Ar­beits­recht 2004, Ar­beits­recht 2003, Ar­beits­recht 2002 und un­ter Ar­beits­recht 2001.
08/133 Die Neufassung der Pendlerpauschale ist verfassungswidrig.
15.12.2008. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt (BVerfG) hat vor kur­zem ent­schie­den, dass die Neu­re­ge­lung der Pen­der­pau­scha­le ver­fas­sungs­wid­rig ist: § 9 Abs.2 Satz 1 und Satz 2 Ein­kom­men­steu­er­ge­setz (EStG) in der Fas­sung des Steu­erände­rungs­ge­set­zes 2007 vom 19.07.2006 (BGBl I, S.1652) ist mit dem im Grund­ge­setz (GG) ent­hal­te­nen Gleich­heits­satz un­ver­ein­bar: Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Be­schluss vom 09.12.2008, 2 BvL 1/07, 2 BvL 2/07, 2 BvL 1/08, 2 BvL 2/08.
08/128 Steuererleichterung für Arbeitgeber bei der Einstellung Beschäftigter für den privaten Haushalt
04.12.2008.Das im Ent­wurf vor­lie­gen­de Ge­setz zur Förde­rung von Fa­mi­li­en und haus­halts­na­hen Dienst­leis­tun­gen (Fa­mi­li­en­leis­tungs­ge­setz - Fam­LeistG) soll be­ste­hen­de steu­er­li­che Vergüns­ti­gun­gen für haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen ver­ein­fa­chen und er­wei­tern.
08/127 Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung soll gesenkt werden
03.12.2008. Die Bun­des­re­gie­rung möch­te die Lohn­ne­ben­kos­ten wei­ter sen­ken und plant da­her, die Beiträge zur Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung zu ver­rin­gern: Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes zur Sen­kung des Bei­trags­sat­zes zur Ar­beitsförde­rung, BR-Drs. 751/08 vom 16.10.2008.
24.10.2008. Die Bun­des­re­gie­rung hat am 22.09.2008 den Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes zur Ver­bes­se­rung der Rah­men­be­din­gun­gen für die Ab­si­che­rung fle­xi­bler Ar­beits­zeit­re­ge­lun­gen (Bun­des­tag Drucks. 16/10289) vor­ge­legt. Das Ge­setz zielt dar­auf, dass Ver­ein­ba­run­gen über Ar­beits­zeit­kon­ten für den Ar­beit­neh­mer trans­pa­ren­ter aus­ge­stal­tet wer­den und dass die Wert­gut­ha­ben bes­ser als bis­her vor in­sol­venz­be­ding­ten Ausfällen geschützt wer­den.
08/106 Herabsetzung von Managergehältern gemäß dem Gesetz zur Errichtung eines Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMStFG)
21.10.2008. Gemäß § 5 Abs.2 Nr.4 a) der am 20.10.2008 von der Bun­des­re­gie­rung be­schlos­se­nen Ver­ord­nung zur Durchführung des Fi­nanz­markt­sta­bi­li­sie­rungs­fonds­ge­set­zes (Fi­nanz­markt­sta­bi­li­sie­rungs­fonds-Ver­ord­nung – FMStFV) hat der Fi­nanz­markt­sta­bi­li­sie­rungs­fonds "dar­auf hin­zu­wir­ken", dass die Gehälter der Vor­stands­mit­glie­der von Ban­ken, die Un­terstützungs­maßnah­men nach dem FMStFG be­an­spru­chen, im Rah­men der zi­vil­recht­li­chen Möglich­kei­ten her­ab­ge­setzt wer­den. Da­bei gilt ei­ne Vergütung von mehr als 500.000 Eu­ro pro Jahr grundsätz­lich als un­an­ge­mes­sen. Ob Ge­haltskürzun­gen recht­lich zulässig und ggf. durch­setz­bar sind, ist al­ler­dings zwei­fel­haft.
22.09.2008. Gemäß ei­ner neu in das Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz (Be­trVG) ein­gefügten Vor­schrift ist der Wirt­schafts­aus­schuss künf­tig über die Über­nah­me des Un­ter­neh­mens zu in­for­mie­ren (§ 106 Abs.3 Nr.9a Be­trVG neue Fas­sung), falls mit dem Kauf der "Er­werb der Kon­trol­le" ver­bun­den ist. Die Ge­set­zesände­rung ist Teil ei­nes um­fas­sen­de­ren Ver­suchs, die mit Fi­nanz­in­ves­ti­tio­nen ver­bun­de­nen Ri­si­ken zu be­gren­zen: Ge­setz zur Be­gren­zung der mit Fi­nanz­in­ves­ti­tio­nen ver­bun­de­nen Ri­si­ken (Ri­si­ko­be­gren­zungs­ge­setz), vom 18.08.2008, BGBl. I, S.1666.
08/097 Anwaltsgebühren nur im Erfolgsfall?
29.08.2008. Nach dem seit dem 01.07.2008 in das Rechts­an­walts­vergütungs­ge­setz (RVG) ein­gefügten § 4a sind er­folgs­abhängi­ge Vergütungs­ver­ein­ba­run­gen aus­nahms­wei­se zulässig. Ob Anwälte auf die­ser Grund­la­ge je­doch an ei­ner von ih­nen aus­zu­han­deln­den Ab­fin­dung be­tei­ligt wer­den können, ist frag­lich: Ge­setz zur Neu­re­ge­lung des Ver­bo­tes der Ver­ein­ba­rung von Er­folgs­ho­no­ra­ren, vom 12.06.2008.
08/090 Der Berg kreißt und gebiert eine Maus.
20.08.2008. Am 16.07.2008 präsen­tier­te das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ar­beit und So­zia­les (BMAS) ei­nen Ge­set­zes­ent­wurf zur Re­form des Ar­beit­neh­mer-Ent­sen­de­ge­set­zes (AEntG) und ei­nen wei­te­ren Ent­wurf zur Re­form des Min­dest­ar­beits­be­din­gun­gen­ge­set­zes (Mi­ArbG), das in Deutsch­land be­reits 1952 in Kraft ist und seit­dem ei­ne staat­li­che Lohn­fest­set­zung er­laubt. Kei­ner der bei­den Entwürfe er­wei­tert den Spiel­raum für staat­lich fest­ge­setz­te Min­destlöhne in nen­nens­wer­tem Um­fang.
08/085 Regierungskoalition plant Verbesserungen des BEEG
29.07.2008. Das am An­fang 2007 in Kraft ge­tre­te­ne Bun­des­el­tern­geld und -El­tern­zeit­ge­setz (BEEG) soll in ei­ni­gen Punk­te geändert wer­den. Die Wahlmöglich­keit beim Be­zug von El­tern­geld soll fle­xi­bler den Le­bens­si­tua­tio­nen an­spruch­be­rech­tig­ter El­tern an­ge­passt wer­den. Außer­dem sol­len jun­ge Väter beim El­tern­geld nicht be­nach­tei­ligt wer­den, weil sie vor Be­ginn ih­rer El­tern­zeit Wehr- oder Zi­vil­dienst ge­leis­tet ha­ben: Ent­wurf ei­nes Ers­ten Ge­set­zes zur Ände­rung des Bun­des­el­tern­geld- und El­tern­zeit­ge­set­zes, Ge­setz­ent­wurf der Frank­tio­nen der CDU/CSU und der SPD vom 03.06.2008.
08/083 Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Fünften Vermögensbildungsgesetzes
24.07.2008. Die Bun­des­re­gie­rung hat sich das "Wei­ter­bil­dungs­spa­ren" auf die Fah­nen ge­schrie­ben. Künf­tig sol­len Ar­beit­neh­mer die Möglich­keit ha­ben, auf ihr im Rah­men der staat­lich geförder­ten Vermögens­bil­dung ge­bil­de­tes Vermögen zurück­zu­grei­fen, um da­mit Fort­bil­dungs­maßnah­men zu be­zah­len. Da­zu soll das Fünf­te Ge­setz zur Förde­rung der Vermögens­bil­dung der Ar­beit­neh­mer geändert wer­den: Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes zur Ände­rung des Fünf­ten Vermögens­bil­dungs­ge­set­zes, Ge­setz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung vom 16.06.2008, Bun­des­tag Drucks. 16/9560.
08/072 Aktionsprogramm zur Bekämpfung von Schwarzarbeit
09.07.2008. Das von der Bun­des­re­gie­rung be­schlos­se­ne "Ak­ti­ons­pro­gramm für Recht und Ord­nung auf dem Ar­beits­markt" sieht un­ter an­de­rem vor, dass Ar­beit­ge­ber die Beschäfti­gungs­auf­nah­me nicht mehr wie bis­her erst bei ers­ten Lohn­zah­lung, son­dern be­reits mit Be­ginn der Beschäfti­gung bei der So­zi­al­ver­si­che­rung mel­den müssen. Ein Ge­setz­ent­wurf soll noch vor der Som­mer­pau­se vor­ge­legt wer­den: Ak­ti­ons­pro­gramm der Bun­des­re­gie­rung für Recht und Ord­nung auf dem Ar­beits­markt, Ankündi­gung der Mi­nis­ter Olaf Scholz und Peer St­ein­brück vom 04.08.2008.
08/071 Gesetzesänderungen zum 01.07.2008
08.07.2008. Zur Jah­res­mit­te 2008 sind ei­ni­ge Ge­set­zesände­run­gen im Ar­beits- und So­zi­al­recht in Kraft ge­tre­ten. Die Neu­re­ge­lun­gen be­tref­fen die Bei­tragssätze zur Pfle­ge­ver­si­che­rung, die erhöht wur­den, und das neue Pfle­ge­zeit­ge­setz (Pfle­geZG), das ab dem 01.07.2008 gilt.
08/061 Pflegezeitgesetz tritt am 01.07.2008 in Kraft
23.06.2008. Zum 1. Ju­li tritt das neue Pfle­ge­zeit­ge­set­zes (Pfle­geZG) in Kraft. Das Pfle­geZG ermöglicht es Ar­beit­neh­mern, sich zur Pfle­ge na­her An­gehöri­ger un­be­zahlt von der Ar­beit frei­stel­len zu las­sen.
29.04.2008. Der Auf­for­de­rung der Bun­des­re­gie­rung an die So­zi­al­part­ner al­ler Bran­chen, ihr In­ter­es­se an ei­ner Ab­si­che­rung von bran­chen­be­zo­ge­nen Min­destlöhnen über das Ar­beit­neh­mer-Ent­sen­de­ge­setz (AEntG) zu be­kun­den, folg­ten bis zum 31.03.2008 acht Bran­chen: Ab­fall­wirt­schaft, Berg­bau­spe­zi­al­ar­bei­ten, Forst­wirt­schaft, Großwäsche­rei­en, Pfle­ge­wirt­schaft, Wach- und Si­cher­heits­ge­wer­be, Wei­ter­bil­dung und Zeit­ar­beit.
18.04.2008. Seit dem 30.03.2008 gilt das Ber­li­ner Ver­ga­be­ge­setz in ei­ner re­for­mier­ten Fas­sung, die es al­len Be­wer­bern um öffent­li­che Auf­träge ab­ver­langt, die in Ber­lin gel­ten­den Ta­riflöhne zu zah­len. Be­trof­fen von den ver­ga­be­recht­li­chen Min­dest­lohn­an­for­de­run­gen sind al­so nicht mehr nur (wie nach dem al­ten Ver­ga­be­ge­setz) Bau­un­ter­neh­men und An­bie­ter im­mo­bi­li­en­be­zo­ge­ner Dienst­leis­tun­gen. Die­se Ge­set­zesände­rung verstößt aber ge­gen die Richt­li­nie 96/71/EG (Ver­ga­be­richt­li­nie) bzw. ge­gen kon­kre­ten An­for­de­run­gen, die der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) aus die­ser Richt­li­nie in sei­nem Ur­teil vom 03.04.2008, C-346/06 (Rüffert) ab­ge­lei­tet hat.
08/036 Die Verlängerung der Wochenarbeitszeit bayrischer Beamte auf 42 Stunden ist verfassungsgemäß
25.03.2008. Im Jah­re 2004 ent­schied sich Bay­ern dafür, die Wo­chen­ar­beits­zeit sei­ner Lan­des­be­am­ten von bis­her 40 auf 42 St­un­den her­auf­zu­set­zen (Ver­ord­nung über die Ar­beits­zeit für den bay­ri­schen öffent­li­chen Dienst vom 25.07.1995 in der Fas­sung der Ände­rungs­ver­ord­nung vom 27.07.2004). Mit ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt (BVerfG) ent­schie­den, dass die­se Verlänge­rung der Ar­beits­zeit ver­fas­sungs­gemäß ist: BVerfG, Be­schluss vom 30.01.2008, 2 BvR 398/07.
17.03.2008. Das Bun­des­ka­bi­nett stellt sich hin­ter ei­nen Ge­set­zes­ent­wurf zur Aus­bil­dung förde­rungs­bedürf­ti­ger jun­ger Men­schen. Gefördert wer­den soll die Aus­bil­dung von sog. Alt­be­wer­bern, die ei­nen Schul­ab­schluss mit höchs­tens der Ab­schluss­no­te aus­rei­chend in Deutsch oder Ma­the­ma­tik, ei­nen Haupt­schul­ab­schluss, ei­nen Son­der­schul­ab­schluss oder kei­nen Schul­ab­schluss er­reicht ha­ben. Zu­dem wer­den auch lern­be­ein­träch­tig­te oder so­zi­al be­nach­tei­lig­te Be­wer­ber von der Re­ge­lung er­fasst: Ent­wurf ei­nes Fünf­ten Ge­set­zes zur Ände­rung des Drit­ten Bu­ches So­zi­al­ge­setz­buch - Ver­bes­se­rung der Aus­bil­dungs­chan­cen förde­rungs­bedürf­ti­ger jun­ger Men­schen, Ge­setz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung vom 07.04.2008, Bun­des­tag Drucks. 16/8718.
14.03.2008. Die Ver­ord­nungs­ermäch­ti­gung, die in der der­zeit gel­ten­den Fas­sung von § 1 Abs.3a Ar­beit­neh­mer-Ent­sen­de­ge­setz (AEntG) ent­hal­ten ist, er­laubt es dem Ar­beits­mi­nis­te­ri­um nur, ei­nen Ta­rif­ver­trag per Rechts­ver­ord­nung auf die Ar­beits­verhält­nis­se von Außen­sei­tern für er­streck­bar zu erklären, d.h. auf Ar­beits­verhält­nis­se, die gar kei­nem Ta­rif­ver­trag un­ter­ste­hen. Auf die­ser ge­setz­li­chen Grund­la­ge ist es aber nicht möglich, ei­nen Ta­rif­ver­trag auch auf Ar­beits­verhält­nis­se von Ar­beit­neh­mern und Ar­beit­ge­bern zu er­stre­cken, die be­reits an ei­nen an­de­ren Ta­rif­ver­trag ge­bun­den sind. Aus die­sem Grund, d.h. auf­grund feh­len­der Ver­ord­nungs­ermäch­ti­gung, hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin die Post­min­dest­lohn­ver­ord­nung vom 28.12.2007 für rechts­wid­rig erklärt, da sie sich wie ein all­ge­mein­ver­bind­li­cher Ta­rif­ver­trag auch auf an­der­wei­tig ta­rif­lich re­gu­lier­te Ar­beits­verhält­nis­se er­stre­cken soll: Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin, Ur­teil vom 07.03.2008, 4 A 439.07.
12.02.2008. Das En­de Ja­nu­ar im Bun­des­tag be­schlos­se­ne Sieb­te Ge­setz zur Ände­rung des Drit­ten Bu­ches So­zi­al­ge­setz­buch und an­de­rer Ge­set­ze bestätigt das Aus­lau­fen der sog. 58er-Re­ge­lung. Darüber hin­aus sieht das Ge­setz vor, dass sich Be­zie­her von Ar­beits­lo­sen­geld II - un­ter Umständen mit fi­nan­zi­el­len Ab­schlägen - vor­zei­tig bzw. schon mit 63 Jah­ren be­ren­ten las­sen müssen, um den Leis­tungs­träger des Ar­beits­lo­sen­gel­des II fi­nan­zi­ell zu ent­las­ten. Die­se Re­ge­lun­gen stoßen auf Kri­tik, da sie die fi­nan­zi­el­len Fol­ge­pro­ble­me der Al­ters­ar­mut lang­fris­tig verstärken.
28.01.2008. Am letz­ten Frei­tag hat der Bun­des­tag der schon seit Mo­na­ten an­gekündig­ten Verlänge­rung des An­spruchs älte­rer Ar­beit­neh­mer auf Ar­beits­lo­sen­geld I zu­ge­stimmt. Der Ge­set­zesände­rung muss jetzt noch der Bun­des­rat zu­stim­men. Des­sen Zu­stim­mung gilt als si­cher. Das Ge­setz soll rück­wir­kend zum 01.01.2008 in Kraft tre­ten.
25.01.2008. Nach § 53a SGB II SGB II in der Fas­sung des Sieb­ten Ge­set­zes zur Ände­rung des Drit­ten Bu­ches So­zi­al­ge­setz­buch und an­de­rer Ge­set­ze sol­len über 58jähri­ge Hil­fe­bedürf­ti­ge nach ei­nem Jahr des Leis­tungs­be­zugs nicht mehr als ar­beits­los gel­ten.
24.01.2008. Laut ei­ner Um­fra­ge, die das „Per­so­nal­ma­ga­zin“ zu­sam­men mit dem Deut­schen An­walt­ver­ein (DAV) in Auf­trag gab, hat das All­ge­mei­ne Gleich­be­hand­lungs­ge­setz (AGG) seit sei­ner Einführung im Au­gust 2006 kaum Aus­wir­kun­gen auf die ar­beits­recht­li­che Pra­xis. Da­mit meh­ren sich die An­zei­chen dafür, dass die Fol­gen des AGG in der po­li­ti­schen De­bat­te vor sei­ner Ver­ab­schie­dung über­trie­ben dar­ge­stellt wur­den.
08/007 Gesetzesänderungen zum Jahreswechsel 2007 / 2008
14.01.2008. Zum Jah­res­wech­sel 2007 / 2008 tre­ten ei­ni­ge ge­setz­li­chen Ände­run­gen in den Be­rei­chen des Ar­beit- und So­zi­al­rechts in Kraft. Her­vor­zu­he­ben sind vor al­lem die geänder­ten Re­ge­lun­gen zur Ries­ter­ren­te, der neue Min­dest­lohn für Briefträger und die Verlänge­rung des Ar­beits­lo­sen­geld­an­spruchs für älte­re Ver­si­cher­te.
08/006 Gesetzentwurf zur Änderung der Zivilprozessordnung und des Arbeitsgerichtsgesetzes
09.01.2008. Der Bun­des­rat hat ei­ne Ge­set­zes­vor­la­ge in den Bun­des­tag ein­ge­bracht, die die Be­ru­fung im Zi­vil- und Ar­beits­recht er­schwe­ren soll. Dem Vor­schlag zu­fol­ge soll es künf­tig erst ab ei­ner Be­ru­fungs­sum­me von 1.000,00 EUR (an­statt von der­zeit 600,00 EUR) möglich sein, Be­ru­fung ein­zu­le­gen: Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes zur Ände­rung der Zi­vil­pro­zess­ord­nung und des Ar­beits­ge­richts­ge­set­zes, Ge­setz­ent­wurf des Bun­des­ra­tes, vom 07.11.2007 (Bun­des­tag Drucks. 16/6970).
08/005 Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch
08.01.2008. Die Bun­desländer wol­len mit ei­ner Ge­set­zes­in­itia­ti­ve des Bun­des­rats zusätz­li­che Lehr­stel­len durch ei­nen Zu­schuss der Ar­beits­agen­tu­ren fördern. Ge­hol­fen wer­den soll sog. "Alt­be­wer­bern". Das sind Schul­abgänger, die be­reits vor ei­nem Jahr ih­ren Schul­ab­schluss ge­macht ha­ben und seit­dem bei der Ar­beits­agen­tur als aus­bil­dungs­platz­su­chend ge­mel­det sind: Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes zur Ände­rung des Drit­ten Buchs So­zi­al­ge­setz­buch und an­de­rer Ge­set­ze, Ge­setz­ent­wurf des Bun­des­ra­tes vom 07.11.2007 (Bun­des­tag Drucks. 16/6968).
08/004 Gesetzentwurf zur Änderung des Sozial- und Arbeitsgerichtsgesetzes
07.01.2008. Die Bun­des­re­gie­rung will das Ver­fah­ren vor den So­zi­al­ge­rich­ten und Lan­des­so­zi­al­ge­rich­ten ef­fek­ti­ver ge­stal­ten. Ge­plant sind auch ei­ni­ge Ver­ein­fa­chun­gen im ar­beits­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren: Ent­wurf ei­nes Ge­set­zes zur Ände­rung des So­zi­al­ge­richts­ge­set­zes und des Ar­beits­ge­richts­ge­set­zes, Ge­setz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung vom 15.11.2007 (Bun­des­rat Drucks. 820/07).