Source: http://nsg.naturschutzinformationen.nrw.de/nsg/de/fachinfo/gebiete/gesamt/GL-077
Timestamp: 2018-11-15 02:26:27
Document Index: 73251461

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 62', '§23', '§ 21', '§23', '§ 23']

Naturschutzgebiet Grosse Dhuenntalsperre (GL-077)
242,73 ha
Die Schutzausweisung erfolgt zur Erhaltung, Entwicklung und Optimierung der ufernahen Lebensgemeinschaften, von naturnahen Bachauenwäldern und Quellbereichen mit einer schrittweisen Umwandlung von Nadelholzbeständen in ökologisch wertvollere Mischwald- und Laubholzbestände.
- Erhaltung und Sicherung der gemäß § 30 BNatSchG i.V.mit § 62 LG- NW geschützten Biotope: Bruch-, Sumpf- und Auwälder; Sümpfe, Röhrichte, seg-gen- und binsenreiche Nasswiesen, Grossseggenrieder, Quellbereiche so-wie natürliche und naturnahe Bereiche fließender und stehender Binnengewässer (§23 Abs. 1; Ziff. 1 BNatSchG).
- Sicherung der Funktion als überregionale Biotopverbundfläche von herausragender Bedeutung (§ 21 Abs. 1 u. Abs. 3 Ziff. 2;3 BNatSchG).
- Erhaltung und Entwicklung des vielgliedrigen Landschaftsraumes in seiner besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit und Bedeutung für die Erholung (§23 Abs.1 Ziff. 3 BNatSchG).
- Sicherung der Bedeutung und Funktion für die Grundwasserneubildung und Wasserqualität für die Trinkwassertalsperre "Große Dhünntalsperre" (§ 23 Abs. 1; Ziff. 1 BNatSchG).
BK-4909-0123
BK-4909-0147
BK-4909-0177
BK-4909-0178
Quellsiefen bei Laudenberg
Nordwestlich von Laudenberg entspringt am Rand des Grünlands ein Quellsiefen, der stark eingetieft in einem Kerbtal überwiegend durch Buchenwald fließend in die Große Dhünntalsperre mündet. Das Biotop besitzt aufgrund seiner naturraumtypischen Ausbildung lokale Bedeutung. Es steht mit der Großen Dhünntalsperre und den umgebenden Hangwäldern im Verbund. Hauptentwicklungsziel ist die freie Entwicklung des Quellbach-Wald-Komplexes. Außerdem wird die Einbeziehung in das NSG Große Dhünntalsperre empfohlen.
Auen-Waelder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae) <91E0> (0,18 ha)
Schutzwuerdige und gefaehrdete Laubwaelder ausserhalb von Sonderstandorten (nicht FFH-LRT) <NA00> (67,97 ha)
Schutzwuerdiges und gefaehrdetes Nass- und Feuchtgruenland incl. Brachen (nicht FFH-LRT) <NEC0> (2,15 ha)
Schutzwuerdige und gefaehrdete Fliessgewaesser (nicht FFH-LRT) <NFM0> (1,77 ha)
Auwaelder (0,18 ha)
Fliessgewaesserbereiche (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (1,77 ha)
Seggen- und binsenreiche Nasswiesen (2,15 ha)
Fichtenwald <AJ0> (1,82 ha)
Gruenlandbrache <EE0> (8,39 ha)
Stausee, Talsperre, Vorbecken <FH1> (13,97 ha)
Buchenwald <xAA0> (57,97 ha)
Eichen-Buchenmischwald <xAA1> (10,00 ha)
Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (2,04 ha)
Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (0,45 ha)
Quellbach <yFM4> (1,32 ha)
Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (0,18 ha)
Erhalt eines naturnahen Quellbachs mit angrenzenden Laubwaldbeständen durch freie Entwicklung.Erhalt und Optimierung eines Buchenwaldbiotopkomplexes durch naturnahe Waldbewirtschaftung in Form einer Erhöhung des Totholzanteils und einer Verlängerung der Umtriebszeiten sowie durch sukzessive Entfernung der randlichen Fichtenforste und Ersatz durch standortheimische Buchenwälder zur Beseitigung der Biotopfragmentierung. Außerdem freie Entwicklung der Vorstaubecken, d.h. Gewährung einer Verlandungssukzession, und ferner Erhalt und Optimierung eines Feuchtgrünlandkomplexes östlich Richerzhagen durch Wiederinnutzungnahme der Hochstauden-Feuchtbrachen mittels extensiver Mahd.