Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%201997,%20929
Timestamp: 2020-08-08 01:14:48
Document Index: 32485502

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 11']

BGH, 19.06.1997 - I ZR 46/95 - dejure.org
https://dejure.org/1997,1010
BGH, 19.06.1997 - I ZR 46/95 (https://dejure.org/1997,1010)
BGH, Entscheidung vom 19.06.1997 - I ZR 46/95 (https://dejure.org/1997,1010)
BGH, Entscheidung vom 19. Juni 1997 - I ZR 46/95 (https://dejure.org/1997,1010)
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Einhaltung der Regeln des lauteren Wettbewerbs - Übernahme einer Herstellergarantie - Auslegung des Begriffs Garantie
"Herstellergarantie"; Werbung mit auf Nachbesserung beschränkter Herstellergarantie
NJW 1997, 3376
MDR 1998, 115
GRUR 1997, 929
WM 1997, 2043
BB 1998, 447
DB 1997, 1865
DB 1997, 1868
aa) Zwar ist ein Fahrzeughersteller, der eine gesetzliche Haftung durch eine zusätzlich zum Kaufvertrag übernommene Herstellergarantie freiwillig erweitert, in der Bestimmung von Inhalt und Reichweite dieser zusätzlich gewährten Garantie grundsätzlich frei, was auch bei einer AGB-rechtlichen Beurteilung nicht unberücksichtigt bleiben kann (vgl. BGH, Urteil vom 19. Juni 1997 - I ZR 46/95, WM 1997, 2043 unter II 3 b - Herstellergarantie).
Aufgrund der dargelegten Verletzungshandlung wird die Wiederholungsgefahr vermutet (ständige Rechtsprechung, siehe BGH GRUR 1961, 138 - Familie Schölermann, BGH GRUR 1997, 929 - Herstellergarantie, BGH GRUR 1997, 379 - Wegfall der Wiederholungsgefahr II).
Nach ständiger Rechtsprechung kann die Wiederholungsgefahr, für die nach einem Wettbewerbsverstoß eine tatsächliche Vermutung spricht, grundsätzlich nur durch eine strafbewehrte Unterlassungserklärung beseitigt werden (vgl. BGH, Beschl. v. 16.11.1995 - I ZR 229/93, GRUR 1997, 379, 380 = WRP 1996, 284 - Wegfall der Wiederholungsgefahr II; Urt. v. 19.6.1997 - I ZR 46/95, GRUR 1997, 929, 930 = WRP 1997, 1062 - Herstellergarantie).
Bei der AGB-rechtlichen Beurteilung kann allerdings nicht unberücksichtigt bleiben, dass derjenige, der eine gesetzliche Haftung durch eine zusätzlich zum Kaufvertrag übernommene Herstellergarantie freiwillig erweitert, in der Bestimmung von Inhalt und Reichweite dieser zusätzlich gewährten Garantie grundsätzlich frei ist (vgl. BGH GRUR 1997,929, 930 - Herstellergarantie I -).
Ist es zu einem Wettbewerbsverstoß gekommen, streitet allerdings eine tatsächliche Vermutung für die Wiederholungsgefahr (BGH GRUR 1997, 379 (380) - Wegfall der Wiederholungsgefahr II; BGH GRUR 1997, 929 (930) - Herstellergarantie; BGH GRUR 2001, 453 (455) - TCM-Zentrum; BGH GRUR 2002, 717 (719) - Vertretung der Anwalts-GmbH).
Die Wiederholungsgefahr wird aufgrund der Verletzungshandlung vermutet (st. Rspr., s. BGH, GRUR 1961, 138 - Familie Schölermann, BGH, GRUR 1997, 929 - Herstellergarantie, BGH GRUR 1997, 379 - Wegfall der Wiederholungsgefahr II).
Sie kann sich deshalb auf Nachbesserung oder Ersatzlieferung beschränken, ohne andere Gewährleistungsrechte vorsehen zu müssen (BGH, Urteil vom 19. Juni 1997 - I ZR 46/95, DB 1997, 1868, juris: Tz. 19).
Wie der Bundesgerichtshof bereits in seinem Urteil vom 19. Juni 1997 (I ZR 46/95, DB 1997, 1868, juris: Tz. 19) ausgeführt hat, unterlag eine derartige Vereinbarung wegen der Freiwilligkeit der Leistung nicht den Beschränkungen des § 11 Nummer 10 AGBG.
Die Befugnis des Klägers zur Verfolgung bundesweit wirkender Wettbewerbsverstöße im Kraftfahrzeughandel hat der Senat bereits in seinem Urteil vom 19. Juni 1997 (I ZR 46/95, WRP 1997, 1062, 1063 - Herstellergarantie) festgestellt.