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Timestamp: 2016-10-27 01:06:27
Document Index: 169122411

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 219/05 (06.03.2006)
U 219/05
Pr�sident Ursprung, Bundesrichter Sch�n und Fr�sard; Gerichtsschreiberin Riedi Hunold
H.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Ruedi Herger, Birkenstrasse 3, 6460 Altdorf UR,
Obergericht des Kantons Uri, Altdorf UR
H.________ (geboren 1955) war ab 1. April 1988 bei der Firma B.________ AG als Schweisser angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: SUVA) gegen die Folge von Unf�llen versichert. Am 25. August 1994 musste er sich infolge der seit 1992 auftretenden Beschwerden einer Diskushernienoperation unterziehen. Am 27. Oktober 1994 blieb er am untersten Tritt einer Treppe mit dem rechten Fuss h�ngen und knickte diesen ab; dabei zog er sich eine Verletzung am rechten Fuss mit nachfolgenden Komplikationen zu. Seit 1995 bezieht er eine Rente der Invalidenversicherung. Am 18. August 1997 stolperte er �ber einen Schwellenrost und verletzte sich am linken Sprunggelenk. Ab 1. M�rz 2000 war H.________ arbeitslos und damit ebenfalls bei der SUVA gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Infolge eines Einknickens des OSG (Peroneusparese) st�rzte H.________ am 3. M�rz sowie am 26. April 2000 und zog sich eine Kontusion des Sacrums zu. Als Beifahrer war er am 1. Juni 2000 in einen Auffahrunfall verwickelt. Am 27. Oktober 2000 erlitt er beim Umhergehen eine metatarsale Fraktur rechts. Mit Verf�gung vom 5. September 2003 stellte die SUVA ihre Leistungen per 30. September 2003 ein, da bez�glich der Kopfschmerzen und Schwindelsymptomatik die ad�quate Kausalit�t des Auffahrunfalles verneint werde, die R�ckenbeschwerden unfallfremd und die Leiden an den F�ssen kein R�ckfall zu den fr�heren, mit Einspracheentscheid vom 1. April 1999 abgeschlossenen Unf�llen seien. Infolge der eingetretenen Verz�gerungen erkl�rte sich die SUVA bereit, entgegenkommenderweise noch Taggelder bis zum 31. M�rz 2004 und Kosten der Heilbehandlung bis zum 29. Februar 2004 zu bezahlen (Schreiben vom 13. Februar 2004). Mit Einspracheentscheid vom 27. April 2004 hielt sie an der Einstellung der Leistungen fest.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Uri mit Entscheid vom 27. April 2005 ab.
H.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Antrag, es seien der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und die SUVA zu verpflichten, ihm Taggelder gem�ss Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Uri vom 4. September 2001 zu gew�hren. Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Gesundheit, Abteilung Unfallversicherung, verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Mit Eingaben vom 23. August und 27. September 2005 l�sst H.________ weitere Arztberichte sowie die Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Uri vom 16. September 2005 einreichen.
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff des Unfalls (Art. 6 Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2002 geltenden Fassung), den nat�rlichen (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1, je mit Hinweisen) und den ad�quaten (BGE 129 V 181 Erw. 3.2, 405 Erw. 2.2, je mit Hinweisen) Kausalzusammenhang, insbesondere bei Schleudertraumen der Halswirbels�ule (BGE 119 V 340 Erw. 2b/aa, 117 V 359, je mit Hinweisen), zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Anzuf�gen bleibt, dass das seit 1. Januar 2003 in Kraft stehende Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG) keine �nderung der Begriffe Unfall (Art. 4 ATSG), Arbeits- (Art. 6 ATSG) und Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG) sowie Invalidit�t (Art. 8 ATSG) mit sich brachte (BGE 130 V 343; RKUV 2004 Nr. U 530 S. 576 [Urteil F. vom 5. Juli 2004, U 123/04], je mit Hinweisen).
Streitig und zu pr�fen ist, ob der Versicherte auch nach dem 30. September 2003 Anspruch auf Leistungen der SUVA f�r die Folgen des Auffahrunfalls vom 1. Juni 2000 hat. Dabei ist unbestritten, dass er sich ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule zugezogen hatte; streitig ist hingegen, ob die geklagten Beschwerden (noch) ad�quat kausal zum Ereignis vom 1. Juni 2000 sind. Alsdann r�gt der Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz habe den Untersuchungsgrundsatz verletzt, indem sie den beim Unfall getragenen Halskragen nicht ber�cksichtigt, die Berichte des Hausarztes, Dr. med. R.________, nicht oder zu wenig ber�cksichtigt und eine weitere Begutachtung abgelehnt habe; zudem habe die Vorinstanz ihr Ermessen �berschritten, da sie die neueste Literatur �ber die Schleudertraumen nicht beachtet und sich nicht bem�ssigt gef�hlt habe, fachliche Ausk�nfte einzuholen.
Den wichtigsten Berichten der umfangreichen medizinischen Akten lassen sich folgende Aussagen entnehmen:
3.1 Die Gutachter der MEDAS diagnostizierten als Leiden mit Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit ein chronisches Lumbovertebralsyndrom und residuelles radikul�res Syndrom L5 rechts bei Zustand nach Diskushernienoperation L5/S1 rechts im August 1994, Segmentdegeneration L5/S1 und neurologischen Hinweisen auf intermittierende leichte Wurzelreizung S1 rechts, Restbeschwerden am rechten Fuss bei Zustand nach Supinationstrauma am 27. Oktober 1994, Status nach fibulotalarer Bandplastik rechts im Januar 1995 und langanhaltender Sudeckdystrophie, sowie Restbeschwerden am linken Fuss bei Zustand nach Supinationstrauma am 18. August 1997 und passagerer Sudeckdystrophie. Die Arbeitsf�higkeit wurde in der zuletzt ausge�bten T�tigkeit als Abteilungsleiter sowie in anderen leichten, wechselbelastenden T�tigkeiten auf 50 % gesch�tzt (Gutachten vom 7. Dezember 1999). Frau Dr. med. L.________, Fach�rztin f�r Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in ihrem psychiatrischen Teilgutachten eine narzisstische Pers�nlichkeit (ICD-10 F 60.8) fest. Aus psychiatrischer Sicht bestehe im aktuellen Beruf keine Arbeitsunf�higkeit; diese k�nne sich aber ergeben, wenn der Versicherte aus seiner Arbeit keinen besonderen Wert mehr sch�pfen k�nne, da er auf Grund seiner Pers�nlichkeitsstruktur auf Spiegelung von aussen bzw. narzisstische Nahrung durch Selbstobjekte angewiesen sei, um psychisch stabilisiert zu sein.
3.2 Dr. med. R.________ diagnostizierte am 30. Juni 2000 einen Status nach Diskushernienoperation, eine Peroneusparese rechts, rezidivierende Distorsionen OSG mit Sudeck-Restzustand, eine depressive Entwicklung, eine Retraumatisierung des R�ckens nach Sturz Anfang 2000 sowie ein schweres Schleudertrauma am 1. Juni 2000.
3.3 Am 9. August 2000 berichtete die Chirurgische Klinik X.________, nach anf�nglicher Behandlung mit weichem Kragen und Physiotherapie sei keine wesentliche Besserung eingetreten. Er klage weiterhin �ber Kopfweh, Schwindel und zeitweiliges Erbrechen. Zudem best�nden Ged�chtnisprobleme. Es liege ein erhebliches therapieresistentes und auch zwei Monate nach dem Unfall noch stark symptomatisches Schleudertrauma der HWS vor. Nebst Restbeschwerden einer Diskushernienoperation und Sacrumkontusion scheine eine depressive Stimmung vorhanden, insbesondere weil er seit Fr�hjahr 2000 arbeitslos sei.
3.4 Im Bericht des S.________ vom Januar 2001 wurde eine Anpassungsst�rung mit Angst und Depression (wegen Zeitablaufs l�ngere depressive Reaktion, ICD-10 F 43.21) sowie Status nach HWS-Schleudertrauma im Juni 2000 mit weiterhin bestehender Gleichgewichtsst�rung, Konzentrationsst�rungen und Ged�chtnisproblemen (DD Depression, Schmerzst�rung) diagnostiziert. Aus psychiatrischer Sicht w�rden beginnende psychische Symptome seit Beendigung der Arbeitst�tigkeit im Februar 2000 vorliegen.
3.5 Im Rahmen einer biomechanischen Kurzbeurteilung (Triage) vom 16. Februar 2001 kam A.________ unter Ber�cksichtigung der biomechanischen Besonderheit des Fehlens von Kopfst�tzen zum Schluss, dass die Erkl�rbarkeit der geklagten Beschwerden auch unter Ber�cksichtigung dieses Umstandes auf Grund der geringen Belastung (Delta-v unterhalb des Bereiches von 10-15 km/h) fraglich sei, da sich bei Kollisionen mit derart geringer Intensit�t oft nicht einmal ein Kontakt des Kopfes mit der St�tze ergebe. Die vorbestehenden (unfallfremden) Sch�digungen der LWS k�nnten allenfalls die festgestellten Beschwerden erkl�ren.
3.6 Die Orthop�dische Klinik Z.________, in welcher der Versicherte von 30. Januar bis 23. Februar 2001 hospitalisiert war, diagnostizierte ein cervicocephales Schmerzsyndrom bei Status nach HWS-Distorsion am 1. Juni 2000 und Spannungstyp-Kopfschmerz bei Dekonditionierung im Nacken-Schulterbereich, ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom rechts, Restbeschwerden am rechten und am linken Fuss, den Verdacht auf Detrusor-Sphincter internus-Dyssynergie sowie eine depressive Episode. Im Rahmen des neurologischen Konsiliums konnte klinisch-neurologisch kein pathologischer Befund erhoben werden; es bestehe keine relevante Impulsleitungsst�rung im Bereich des cervicalen R�ckenmarks. Gem�ss psychiatrischem Konsilium leide er an einer depressiven Episode vorwiegend mit Beeintr�chtigung des Selbstwerterlebens, der psychischen und physischen Leistungsf�higkeit und mit ausgepr�gten vegetativen Symptomen (hand- und fussbetonte Schweissausbr�che). Aus rheumatologischer Sicht sei er weiterhin voll arbeitsunf�hig (Bericht vom 14. M�rz 2001).
3.7 Nach Erhalt weiterer Informationen f�hrte A.________ eine technische Unfallanalyse durch, welche ihre Aussagen vom 16. Februar 2001 erh�rtete (Bericht vom 15. Oktober 2001).
3.8 Die neurootologische Untersuchung vom 11. Dezember 2001 durch Dr. med. F.________, Facharzt f�r Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, Hals- und Gesichtschirurgie sowie Arbeitsmedizin, SUVA, ergab eine mittelschwere bis schwere vestibul�re Funktionsst�rung, welche wahrscheinlich �berwiegend zervikogen bedingt sei; miturs�chlich k�nne auch die psychotrophe Medikation sein. Eine wesentliche, unfallbedingte H�rst�rung k�nne jedoch nicht nachgewiesen werden. Der Tinnitus sei nur zeitweise vorhanden, k�nne nicht "gematched" und m�sste bei anhaltenden Beschwerden sp�ter erneut gepr�ft werden.
3.9 Anl�sslich des station�ren Aufenthalts in der Klinik Y.________ vom 7. November bis 12. Dezember 2001 hielt diese im Austrittsbericht vom 21. Dezember 2001 ein cervicocephales Schmerzsyndrom, ein chronisch rezidivierendes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, eine Bewegungseinschr�nkung beider Sprunggelenke, thorakale Restbeschwerden bei Zustand nach einer Rippenfraktur links, eine Anpassungsst�rung mit gemischter St�rung von Gef�hl und Sozialverhalten (ICD-10 F 43.52), eine mittelschwere bis schwere zentrale vestibul�re Funktionsst�rung sowie eine mittelschwere schmerz- und reaktiv-psychisch bedingte neuropsychologische Leistungseinschr�nkung fest. Aus somatischer Sicht sei eine leichte, wechselbelastende und den Leiden angepasste T�tigkeit mindestens halbtags zumutbar; die Aufnahme einer Arbeit sei jedoch von der psychischen Stabilisierung abh�ngig. Die Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit aus psychischer Sicht wurde nicht festgelegt. Gem�ss dem neuro-psychologischen Konsilium vom 14. November 2001 lag eine mittelschwere St�rung mit verminderter konzentrativer Belastbarkeit vor, deren Ursache nicht-hirnorganisch sei, da keine Hinweise auf eine erlittene milde traumatische Hirnverletzung best�nden. Im Vordergrund stehe eine schmerzbedingte und reaktiv-psychische Leistungsverminderung. Im psychosomatischen Konsilium vom 19. November 2001 schlossen sich die Gutachter den Aussagen im neuro-psychologischen Konsilium sowie den Feststellungen von Frau Dr. med. L.________ anl�sslich des MEDAS-Gutachtens an. Zur Zeit k�nne von einer psychisch knapp kompensierten Gesamtsituation ausgegangen werden. Als Ursache der Anpassungsst�rung gelte nicht ein einzelnes Unfallgeschehen, sondern die Summe der Belastungsfaktoren infolge der verschiedenen Unfallereignisse.
3.10 Auf Grund weiterer medizinischer Unterlagen nahm A.________ am 9. Juli 2002 eine biomechanische Beurteilung vor, welche die fr�heren Aussagen im Ergebnis best�tigte. Es sei nicht nachvollziehbar, dass der Aufprall auf Grund der leichten Heckkollision als "ganz massiv" erlebt worden sei. Da die medizinischen Aussagen nicht angezweifelt w�rden, sei nach anderen Ursachen der Beschwerden zu suchen. Am ehesten k�men daf�r die vorbestehenden Wirbels�ulenprobleme und die beiden St�rze aufs Steissbein in Frage. Denn dabei handle es sich um Schwachpunkte, die bei erneuter Belastung st�rker betroffen w�rden, als bei voller Gesundheit erwartet werden m�sste. Damit k�nnten Belastungen, die im Normalfall nicht als traumatisch angesehen w�rden, allenfalls die erniedrigte Schwelle �berschreiten und Beschwerden ausl�sen, die man sonst nicht erkl�ren k�nnte.
3.11 Am 2. M�rz 2005 berichtete S.________, der Versicherte befinde sich seit 10. Januar 2001 in psychiatrischer Behandlung. Die Exazerbationen der depressiven Reaktion (ICD-10 F 43.21) w�rden durch die weiterhin bestehende sozialversicherungsrechtlich nicht abgeschlossene Situation in Verbindung mit fortbestehenden Zukunfts�ngsten verursacht. Hinzu komme der Status nach HWS-Schleudertrauma im Juni 2000 mit weiterhin bestehenden Gleichgewichtsst�rungen, Konzentrationsst�rungen, Ged�chtnisproblemen, Kopfschmerzen und chronifizierten R�ckenschmerzen.
Bez�glich der vom Beschwerdef�hrer vorgebrachten konkreten R�gen ist folgendes zu bemerken:
4.1 Der Versicherte hat beim Unfall keinen Halskragen getragen. Vielmehr wurde ihm im Nachgang zum Unfall vom 1. Juni 2000 ein solcher verordnet (Bericht der Klinik X._______ vom 2. Juni 2000; vgl. auch Bericht des Dr. med. R.________ vom 5. Juli 2000 sowie Bericht der Klinik X.________ vom 9. August 2000). Etwas anderes l�sst sich den Akten nicht entnehmen. Zudem hatte er gem�ss dem von ihm unterzeichneten Protokoll vom 9. Juni 2000 vor dem Unfall keine Nacken-, Kopf- oder Schulterbeschwerden, sodass es nicht nachvollziehbar ist, weshalb ihm das Tragen eines Halskragens bereits vor dem Unfall vom 1. Juni 2000 verordnet worden w�re.
4.2 Die Berichte des Hausarztes, Dr. med. R.________, wurden von der Vorinstanz sehr wohl in ihre Beurteilung mit einbezogen. Abgesehen davon, dass sich Dr. med. R.________ - im Gegensatz zu anderen �rztlichen Berichten (vgl. etwa den Bericht der Klinik Y.________ vom 21. Dezember 2001 oder der Klinik Z.________ vom 14. M�rz 2001) - nicht speziell mit den Folgen des Unfalles vom 1. Juni 2000, sondern stets mit dem gesamten Gesundheitszustand auseinandersetzt, ist zudem der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass Haus�rzte mitunter im Hinblick auf ihre Vertrauensstellung in Zweifelsf�llen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc mit Hinweisen). Demnach ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Einsch�tzung des Hausarztes nicht tel quel gefolgt ist, sondern im Rahmen der �brigen Berichte zu einem anderen Schluss gekommen ist.
4.3 Auch kann der Vorinstanz kein Vorwurf gemacht werden, dass sie die vom Versicherten eingereichte Literatur nicht ber�cksichtigt hat, da es sich dabei um einzelne Lehrmeinungen, nicht aber um den gesicherten Stand der Wissenschaft handelt.
4.4 Entgegen der Ansicht des Versicherten hat die Vorinstanz fachliche Aussagen miteinbezogen, indem sie ihre �berlegungen, welche zum abweisenden Entscheid f�hrten, auf bei den Akten befindlichen Berichten von Fachleuten (Fach�rzte, A.________) abst�tzte.
4.5 Mit der Vorinstanz ist auch eine weitere Begutachtung durch die Klinik Z.________ abzulehnen, da der Gesundheitszustand f�r die zu beantwortenden Fragen im massgebenden Zeitpunkt gen�gend abgekl�rt ist (antizipierte Beweisw�rdigung; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b mit Hinweisen [Urteil S. vom 8. Februar 2000, I 362/99]).
Abgesehen von den psychischen Problemen hat der Versicherte auch somatische Beschwerden. Von diesen sind sowohl das R�ckenleiden als auch die Probleme mit den Sprunggelenken (Sudeck) unfallfremd (vgl. MEDAS-Gutachten vom 7. Dezember 1999) und spielen somit keine Rolle f�r die weitere Beurteilung. Dasselbe gilt f�r die urogenitalen Probleme sowie allf�llige Restbeschwerden infolge einer Rippenfraktur (vgl. Bericht der Klinik Y.________ vom 21. Dezember 2001). Als somatische Folge aus dem Unfall vom 1. Juni 2000 sind namentlich das cervicocephale Schmerzsyndrom sowie die geklagten Gleichgewichts- und Konzentrationsst�rungen zu erw�hnen. Nachdem auf Grund der interdisziplin�ren Untersuchungen in der Klinik Y.________ unter Ber�cksichtigung s�mtlicher somatischer Befunde eine angepasste T�tigkeit mindestens halbtags als zumutbar erachtet wurde (Bericht vom 21. Dezember 2001) und sich diese Einsch�tzung mit der vor dem Unfall bestehenden Arbeitsf�higkeit deckt (vgl. MEDAS-Gutachten vom 7. Dezember 1999), ist im Weiteren davon auszugehen, dass keine physischen Folgen aus dem Unfall vom 1. Juni 2000 mehr vorliegen, welche die Arbeitsf�higkeit einschr�nken. Zu pr�fen bleibt, inwiefern die psychischen Beschwerden noch Leistungen auszul�sen verm�gen.
6.1 Lagen bei der versicherten Person schon vor dem Unfall psychische Beschwerden vor, die durch das Unfallereignis verst�rkt wurden, ist der ad�quate Kausalzusammenhang nach der f�r psychische Fehlentwicklungen massgebenden Rechtsprechung (BGE 115 V 133) zu beurteilen. Denn diesfalls kann nicht von einem vielschichtigen somatisch-psychischen Beschwerdebild gesprochen werden, welches einer Differenzierung kaum zug�nglich ist, weshalb die Voraussetzungen f�r die Anwendung der Rechtsprechung zum ad�quaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS (BGE 117 V 359) nicht erf�llt sind (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 327 mit Hinweisen; vgl. auch RKUV 2001 Nr. U 412 S. 79).
6.2 Im MEDAS-Gutachten vom 7. Dezember 1999 wurde u.a. eine narzisstische Pers�nlichkeit (ICD-10 F 60.8) diagnostiziert. Frau Dr. med. L.________ hielt in ihrem psychiatrischen Teilgutachten fest, dass aktuell aus psychischer Sicht keine Arbeitsunf�higkeit bestehe, sich dies aber m�glicherweise �ndere, wenn der Versicherte aus seiner Arbeit keinen Selbstwert mehr sch�pfen und sich psychisch so stabilisieren k�nne. Auf den 1. M�rz 2000 verlor der Beschwerdef�hrer seine Arbeitsstelle. Gem�ss S.________, welcher ihn seit 10. Januar 2001 behandelt, traten psychische Symptome seit Beendigung der Arbeitst�tigkeit im Februar 2000 auf (Bericht vom Januar 2001). Nach dem Gesagten haben die psychischen Probleme in einem vor dem Ereignis vom 1. Juni 2000 eingetretenen Umstand (Arbeitslosigkeit) sowie seiner Pers�nlichkeit ihre Ursache, sodass der Unfall vom 1. Juni 2000 diese nicht ausl�ste, sondern nur derart verst�rkte, dass sp�testens ab dem Unfallzeitpunkt aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunf�higkeit begr�ndet wurde. Dies wird best�tigt durch den Bericht das Hausarztes, welcher bereits knapp einen Monat nach dem Unfall vom 1. Juni 2000 eine depressive Entwicklung diagnostizierte, sowie den Bericht der Klinik Z.________ vom 14. M�rz 2001, gem�ss welchem die Leistungsf�higkeit durch das psychische Leiden stark beeintr�chtigt sei. Somit ist entgegen der Vorinstanz nicht die Rechtsprechung zu den Schleudertraumen der HWS von BGE 117 V 359, sondern jene zu den psychischen Fehlentwicklungen nach Unf�llen von BGE 115 V 133 massgebend.
6.3 Die Frage nach der generellen Eignung eines Unfallereignisses, eine psychisch bedingte Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit zu bewirken, ist nach der Rechtsprechung auf Grund einer W�rdigung der Gesamtheit der Umst�nde zu beurteilen (BGE 115 V 136 Erw. 4d mit Hinweisen). Ausgehend vom augenf�lligen Geschehensablauf werden die Unf�lle in drei Gruppen eingeteilt: Bei banalen Unf�llen darf auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung davon ausgegangen werden, dass ein leichter Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen, da es dem Unfallereignis offensichtlich an der erforderlichen Schwere mangelt, welche allgemein geeignet w�re, zu einer psychischen Fehlentwicklung zu f�hren; treten dennoch nennenswerte psychische St�rungen auf, so sind diese mit Sicherheit auf unfallfremde Faktoren zur�ckzuf�hren wie z.B. die ung�nstige konstitutionelle Pr�disposition. Bei schweren Unf�llen ist der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunf�higkeit in der Regel zu bejahen; denn nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unf�lle geeignet, invalidisierende psychische Gesundheitssch�den zu bewirken. Bei Unf�llen im mittleren Bereich sind zur Beantwortung der Frage des ad�quaten Kausalzusammenhangs weitere, objektiv erfassbare Umst�nde, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtw�rdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen: besonders dramatische Begleitumst�nde oder besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgem�sse Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszul�sen; ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung; k�rperliche Dauerschmerzen; �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit. Der Einbezug s�mtlicher objektiver Kriterien ist nicht in jedem Fall erforderlich. Bei schwereren F�llen im mittleren Bereich oder Grenzf�llen zu den schweren Unf�llen kann ein einziges Kriterium gen�gen; bei Unf�llen im mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten F�llen m�ssen die Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sein, damit die Ad�quanz bejaht werden kann (BGE 115 V 139 Erw. 6).
6.4.1 Auf Grund des Unfallhergangs gem�ss Polizeirapport und der Ergebnisse der technischen Untersuchungen der A.________ ist davon auszugehen, dass es sich bei der Kollision vom 1. Juni 2000 h�chstens um einen Unfall im mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten F�llen handelt (RKUV 2003 Nr. U 489 S. 360 Erw. 4 mit Hinweisen [Urteil A. vom 24. Juni 2003, U 193/01]). Ob mit Vorinstanz und Verwaltung gar ein leichter Unfall anzunehmen ist, kann offen bleiben, da selbst bei Annahme eines mittleren Unfalls an der Grenze zu den leichten F�llen der ad�quate Kausalzusammenhang zu verneinen ist.
6.4.2 Bez�glich der objektiven Kriterien ist folgendes festzuhalten: Der Unfall vom 1. Juni 2000 ereignete sich weder unter besonders dramatischen Umst�nden noch war er besonders eindr�cklich. Die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen ist zu verneinen, da ein Schleudertrauma der HWS dieses Kriterium nur bei besonderer Schwere der typischen Beschwerden erf�llt (Urteil P. vom 2. Februar 2006, U 381/04, mit Hinweisen). Das Kriterium der langen �rztlichen Behandlung der physischen Folgen ist nicht gegeben, dienten doch die station�ren Aufenthalte in der Klinik Z.________ und der Klinik Y.________ sowie andere �rztliche Untersuchungen vornehmlich der Abkl�rung des Gesundheitszustands und der verbleibenden Arbeitsf�higkeit und nicht der eigentlichen Behandlung der physischen Unfallfolgen; diese Abkl�rungsmassnahmen wie auch Kontrollen beim Hausarzt gelten jedoch nicht als regelm�ssige, zielgerichtete Behandlung (Urteil K. vom 25. Oktober 2004, U 61/03; vgl. auch Urteil P. vom 2. Februar 2006, U 381/04). Das Vorliegen von k�rperlichen Dauerschmerzen kann bejaht werden; allerdings liegt dieses Kriterium nicht in ausgepr�gter Weise vor. Sowohl eine �rztliche Fehlbehandlung wie auch ein schwieriger Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen sind zu verneinen, da die Einnahme vieler Medikamente und die Durchf�hrung verschiedener Therapien hiezu nicht gen�gen (Urteil S. vom 8. August 2005, U 158/05; vgl. auch Urteil P. vom 2. Februar 2006, U 381/04). Was den Grad und die Dauer der k�rperlich bedingten Arbeitsunf�higkeit betrifft, so ist dieses Kriterium jedenfalls nicht in besonders ausgepr�gter Weise gegeben, weil dem Beschwerdef�hrer sp�testens ab Dezember 2001, mithin anderthalb Jahre nach dem Unfall, eine leidensangepasste T�tigkeit im Umfang der vor dem Ereignis vom 1. Juni 2000 bestehenden Arbeitsf�higkeit zumutbar war. Da die Kriterien weder geh�uft (vgl. Urteil S. vom 8. August 2005, U 158/05 und Urteil K. vom 25. Oktober 2004, U 61/03) noch ein einzelnes in besonders ausgepr�gter Weise gegeben ist, ist der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 1. Juni 2000 und den noch bestehenden Beschwerden zu verneinen. Daran �ndert auch die nachtr�glich eingereichte Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Uri vom 16. September 2005 nichts, mit welcher dem Beschwerdef�hrer weiterhin eine volle Invalidenrente zugesprochen wurde; denn auf Grund ihrer finalen Konzeption unterscheidet die Invalidenversicherung - anders als die Unfallversicherung - nicht zwischen krankheits- und unfallbedingtem Gesundheitsschaden (AHI 1999 S. 79; Urteil P. vom 30. November 2004, U 31 und 342/03). Demnach besteht der vorinstanzliche Entscheid im Ergebnis zu Recht.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Uri und dem Bundesamt f�r Gesundheit zugestellt.
Luzern, 6. M�rz 2006