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Timestamp: 2017-12-17 23:38:36
Document Index: 312575872

Matched Legal Cases: ['§ 70', 'Art. 32', '§ 60', 'Art. 32', '§ 60', 'Art. 32']

www.frag-einen-anwalt.de Verwaltungsrecht Widerspruch Examensanfechtung - Widerspru...
12.02.2007 16:31 |
Wie sind hier die Widerspruchsfristen zu beurteilen, wie ist die weitere Vorgehensweise und wie gelange ich an einen kompetenten und vorallem auf diesem Gebiet erfahrenen Anwalt?
Widerspruch Widerspruch Antrag
Eine Prüfungsanfechtung richtet sich im Klageverfahren vor dem Verwaltungsgericht gegen einen Verwaltungsakt. Statthafte Klageart ist daher die Anfechtungsklage.
Damit die Klage auch zulässig ist, muss vorher das Widerspruchsverfahren durchgeführt werden.
Der Widerspruch ist gemäß § 70 VwGO innerhalb eines Monats, nachdem der Verwaltungsakt dem Beschwerten bekanntgegeben worden ist, schriftlich oder zur Niederschrift bei der Behörde zu erheben, die den Verwaltungsakt erlassen hat.
Diese Frist haben Sie um mehrere Jahre versäumt.
i. V. m. Art. 32 BayVwVfG grundsätzlich Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden.
Der Antrag wäre binnen zwei Wochen nach Wegfall des Hindernisses zu stellen.
Die Tatsachen zur Begründung des Antrags wären bei der Antragstellung oder im Verfahren über den Antrag glaubhaft zu machen.
Außerdem wäre nach §§ 60 Abs. 2 Satz 3 VwGO bzw. Art. 32 Abs. 2 Satz 3 BayVwVfG die versäumte Rechtshandlung,
also die Widersprucheinlegung,
innerhalb der 2 Wochenfrist ebenfalls nachzuholen.
Nach § 60 Abs. 3 VwGO und Art. 32 Abs. 3 BayVwVfG gilt hinsichtlich der Möglichkeit einer Wiedereinsetzung in den vorigen Stand jedoch eine
einjährige Ausschlussfrist:
Sie könnten jedoch gegenüber der Behörde argumentieren, dass es Ihnen wegen der pathologischen Lernbeeinträchtigung nicht zumutbar war, fristgerecht Widerspruch einzulegen.
Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ( BVerfG 71, 348 = NJW 1986, 1485 )ist bei Unzumutbarkeit nämlich immer höhere Gewalt anzunehmen.
Bei der Beurteilung von Prüfungsergebnissen billigen die Verwaltungsgerichte den Prüfern regelmäßig einen großen Beurteilungsspielraum zu, sodass ich Ihnen alles in allem keine großen Hoffnungen machen möchte.
Da ich selbst in Schwaben als Rechtsanwalt tätig bin und Sie bevorzugt einen Rechtsanwalt in der näheren Umgebung in Nürnberg suchen, darf ich Ihnen noch den Kollegen Rechtsanwalt Holzschuher weiterempfehlen. Dieser hat den Interessensschwerpunkt Verwaltungsrecht und war als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lerhstuhl von Prof. Dr. Kurt Kuchinke tätig:
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