Source: https://kirchenrecht-ekir.de/document/32712
Timestamp: 2020-08-04 17:03:25
Document Index: 162756642

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 10', '§ 11', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 23', '§ 25', '§ 21', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 7', '§ 8', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 11', '§ 15', '§ 10', '§ 11', '§ 10', '§ 10', '§ 6', '§ 10', '§ 13', '§ 6', '§ 9', '§ 6', '§ 9', '§ 24', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 4', '§ 2', '§ 13', '§ 20', '§ 2', '§ 3', '§ 4']

953 Archiv 2 C-Prüfungsordnung für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
953 Archiv 2 C-Prüfungsordnung für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker
§ 2 Prüfungsfächer aller Fachrichtungen
§ 3 Prüfungsfächer der einzelnen Fachrichtungen Hauptfächer (HF) und Nebenfächer (NF)
§ 4 Prüfung in Abschnitten
§ 5 Anforderungen in den Fächern aller Fachrichtungen
§ 6 Anforderungen in den Fächern der einzelnen Fachrichtungen
§ 10 Allgemeine Zulassungsvoraussetzungen zur Prüfung
§ 11 Anerkennung einzelner Prüfungsfächer
§ 13 Antrag auf Zulassung
§ 14 Entscheidung über die Zulassung
§ 15 Prüfungszeiten
§ 17 Verfahren bei der praktischen und mündlichen Prüfung
§ 18 Verhinderung, Unterbrechung, Rücktritt, Fernbleiben
§ 19 Täuschungsversuch
§ 23 Zeugnisse und Bescheinigungen
§ 25 Widerspruch
Die Leitung der Evangelischen Kirche im Rheinland hat auf Grund von Artikel 67 Abs. 1 der Kirchenordnung vom 10. Januar 2003 in Verbindung mit § 21 Abs. 1 des Kirchengesetzes über den kirchenmusikalischen Dienst in der Evangelischen Kirche der Union vom 15. Juni 1996 folgende Prüfungsordnung für nebenamtliche Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker (C-Prüfung) erlassen.
( 1 ) Die C-Prüfung (im Folgenden: Prüfung) dient der Feststellung der fachlichen Befähigung zum nebenamtlichen kirchenmusikalischen Dienst.
( 2 ) Die Prüfung kann in einer oder in mehreren Fachrichtungen abgelegt werden:
( 3 ) Prüfungen in mehreren Fachrichtungen können auch zeitlich nacheinander abgelegt werden.
Fachrichtung Popularmusik (Chor, Klavier, Gitarre)
Improvisation und Gemeindebegleitung (HF)
Singen und Sprechen (NF)
Chorpraktisches Instrumentalspiel (NF)
Prüfung in Abschnitten
( 1 ) Die Prüfung kann in zwei Abschnitten abgelegt werden. Der erste Abschnitt umfasst die wissenschaftlichen Fächer gemäß § 2 Nr. 1. Der zweite Abschnitt umfasst die musiktheoretischen Fächer gemäß § 2 Nr. 2 sowie die Prüfungsfächer der jeweiligen Fachrichtung gemäß § 3.
( 2 ) Die gesamte Prüfung in der gewählten Fachrichtung muss in der Regel an zwei aufeinander folgenden Prüfungsterminen abgelegt werden.
( 3 ) Wird eine weitere Fachrichtung gemäß § 3 zu einem späteren Zeitpunkt abgelegt, werden die wissenschaftlichen Fächer und die musiktheoretischen Fächer gemäß § 2 anerkannt, wenn sie mit mindestens „ausreichend" bewertet wurden. Dies gilt ebenso bei der Anrechnung von Prüfungsfächern, die nach den bisher geltenden Prüfungsordnungen abgelegt wurden.
Liturgik und Theologische Grundlagen (Prüfungsdauer: 20 Minuten)
Formen der Gottesdienste und Amtshandlungen. Das Kirchenjahr. Konzeption des Evangelischen Gottesdienstbuches. Singen von liturgischen Weisen aus dem Evangelischen Gesangbuch, Ausgabe für die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen und die Lippische Landeskirche (im Folgenden: EG). Elementarkenntnisse in Bibelkunde, Glaubenslehre und Kirchenkunde.
Hymnologie (Prüfungsdauer: 15 Minuten)
Detaillierte Kenntnisse von fünf Gesangbuchliedern aus mindestens drei Epochen und Auswendigsingen der ersten Strophe. Geschichte des Kirchenliedes im Überblick. Kenntnisse über Aufbau und Inhalt des EG. Grundkenntnisse über wichtige Lieder.
Kirchenmusikgeschichte (Prüfungsdauer: 15 Minuten)
Anfertigen eines vierstimmigen Satzes zu einer gegebenen Melodie.
Erfinden einer Gegenstimme zu einer Melodie oder Anfertigen einer Klavierbegleitung zu einem Kinderlied.
Fachrichtung Popularmusik
Ausschreiben einer Folge von Akkordsymbolen aus dem Bereich Pop (Voicing) als Klavierbegleitung.
2.1.2 mündlich (Prüfungsdauer: 10 Minuten)
Kenntnis der elementaren Harmonielehre: Tonleitern, Intervalle, Dreiklänge mit Umkehrungen, Akkordverbindungen, Formen der Kadenzen. Spielen einfacher Kadenzen. Kenntnis der Kirchentonarten.
2.2 Gehörbildung
Klausur (Prüfungsdauer: 45 Minuten)
mündlich (Prüfungsdauer: 10 Minuten)
Hören von Intervallen, Dreiklängen, Akkorden und Akkordverbindungen. Vomblattsingen einer leichten Chorstimme.
Orgelliteraturspiel (Prüfungsdauer: 20 Minuten)
Vortrag von zwei freien Orgelwerken mit Pedal aus verschiedenen Stilepochen. Vortrag von drei Choralvorspielen mit Pedal aus verschiedenen Stilepochen. Diese werden aus einer einzureichenden Liste von zwölf erarbeiteten Choralvorspielen vom Prüfungsausschuss ausgewählt. Die Auswahl wird drei Wochen vor der Prüfung schriftlich mitgeteilt.
Gottesdienstliches Orgelspiel (Prüfungsdauer: 20 Minuten)
In der Prüfung ist eine Liste von zehn vorbereiteten Orgelbuchsätzen mit Intonation zu Liedern aller Epochen vorzulegen, aus der die Prüfungsgruppe mindestens drei zum Vorspielen auswählt. Die Begleitsätze sind im vierstimmigen Satz mit Pedal aus dem Orgelbuch oder anderen gleichwertigen Veröffentlichungen zu spielen. Die Melodie ist obligat auf einem eigenen Manual zu spielen.
Begleitung von jeweils einem liturgischen Gesang zum Gloria Patri, Kyrie, Gloria in excelsis, Halleluja, Sanctus, Agnus Dei (EG 177-190) nach eigener Auswahl. Die Sätze sind im mehrstimmigen Satz mit Pedal aus dem Orgelbuch oder den Begleitsätzen zur Liturgie für Tasteninstrumente oder anderen gleichwertigen Veröffentlichungen zu spielen.
Vomblattspiel einiger vierstimmiger Begleitsätze mit Pedal aus dem Orgelbuch zum EG. Improvisieren einer Intonation zu einem Lied aus dem EG.
Klavierspiel (Prüfungsdauer: 10 Minuten)
Orgelkunde (Prüfungsdauer: 15 Minuten)
Chorleitung (Prüfungsdauer: 25 Minuten)
Chorische Stimmbildung. Probenarbeit an einem vorgegebenen vierstimmigen überwiegend homophonen oder einem leichten dreistimmigen polyphonen Satz. Die Aufgabe wird drei Wochen vor der Prüfung schriftlich mitgeteilt.
Singen und Sprechen (Prüfungsdauer: 10 Minuten)
Chorpraktisches Klavierspiel (Prüfungsdauer: 10 Minuten)
Vortrag eines Klavierstückes. Vortrag der Begleitung eines Chorsatzes. Vomblattspiel eines in vier Systemen notierten Kantionalsatzes (Vorbereitungszeit: 10 Minuten).
Theoretische Grundlagen der Chorarbeit (Prüfungsdauer: 15 Minuten)
Kinderchorleitung (Prüfungsdauer: 25 Minuten)
Begleiteter Vortrag eines Liedes aus dem Bereich der Fachrichtung. Unbegleiteter Vortrag eines Liedes aus dem EG. Sprechen eines kurzen Textes.
Chorpraktisches Musizieren (Prüfungsdauer: 10 Minuten)
Vortrag eines Literaturstückes auf dem Klavier, der Gitarre oder einem Melodieinstrument. Vomblattspiel einfacher Kinderlieder nach Akkordbezeichnungen oder in einem leichten Begleitsatz auf dem Klavier oder der Gitarre (Vorbereitungszeit: 10 Minuten).
Theoretische Grundlagen der musikalischen Arbeit mit Kindern
(Prüfungsdauer: 15 Minuten).
Posaunenchorleitung (Prüfungsdauer: 25 Minuten)
Instrumentalspiel (Prüfungsdauer: 20 Minuten)
Vortrag eines Solostücks. Stattdessen kann auf Antrag eine Gruppe von Kandidatinnen oder Kandidaten ein mehrstimmiges Bläserstück gemeinsam vortragen, wobei Doppelbesetzung einer Stimme nicht zulässig ist.
Blasen jeweils einer Stimme aus drei Choralvorspielen, die der Prüfungsausschuss aus einer einzureichenden Liste von mindestens zwölf Choralvorspielen aus der Sammlung „Vorspiele für Bläser zum EG" auswählt. Die Aufgabe wird drei Wochen vor der Prüfung schriftlich mitgeteilt.
Theoretische Kenntnisse und praktische Darstellung von blastechnischen Übungen.
Vomblattspiel eines alten und eines neuen Liedes sowie einer mittelschweren Stimme aus dem Posaunenchoralbuch zum EG.
Instrumentenkunde (Prüfungsdauer: 10 Minuten)
Theoretische Grundlagen der Posaunenchorarbeit (Prüfungsdauer: 15 Minuten)
Methodik der Posaunenchorarbeit. Methodik des instrumentalen Gruppen- und Einzelunterrichts. Kenntnis der Literatur für die Bläserausbildung. Exemplarische Kenntnisse über Veröffentlichungen von freier und choralgebundener Literatur für Posaunenchor.
Fachrichtung Popularmusik (Chorleitung, Klavier oder Gitarre)
Chorische Stimmbildung. Probenarbeit an einem Chorarrangement/Song aus der Popularmusik. Die Aufgabe wird drei Wochen vor der Prüfung schriftlich mitgeteilt.
Literaturspiel Hauptinstrument: Klavier oder Gitarre (Prüfungsdauer 15 Minuten)
Vortrag zweier stilistisch verschiedener Pop-Stücke. Vortrag von drei weiteren Stücken; diese werden aus einer einzureichenden Liste von zwölf erarbeiteten Stücken vom Prüfungsausschuss ausgewählt. Die Aufgaben werden drei Wochen vor der Prüfung schriftlich mitgeteilt.
Improvisation und Gemeindebegleitung (Prüfungsdauer: 25 Minuten)
In der Prüfung ist eine Liste von zehn vorbereiteten Begleitsätzen unterschiedlichen Stils mit Intro vorzulegen. Die Prüfungskommission wählt daraus mindestens drei zum Vorspielen aus.
Begleitung von jeweils einem liturgischen Gesang zum Gloria Patri, Kyrie, Gloria in excelsis, Halleluja, Sanctus, Agnus Dei (EG 177-190) nach eigener Auswahl.
Spiel eines eigenen Begleitsatzes mit Vorspiel zu einem EG-Lied. Die Aufgabe wird drei Wochen vor der Prüfung schriftlich mitgeteilt.
Vomblattspiel von stilistisch unterschiedlichen Liedern aus dem Begleitbuch zum EG oder nach Akkordsymbolen. Vomblattspiel eines einfachen Popsongs nach Leadsheet oder Real Book.
Begleiteter Vortrag eines Popsongs. Unbegleiteter Vortrag eines neuen geistlichen Liedes. Sprechen eines kurzen Textes in englischer Sprache.
Theoretische Grundlagen (Prüfungsdauer: 30 Minuten)
Grundkenntnisse der Stimmphysiologie und der chorischen Stimmbildung. Methodik der Chorarbeit. Populare Stilkunde. Arbeit mit einer Band. Equipment. Fachvokabular. Exemplarische Kenntnisse über Notenliteratur der Fachrichtung.
Chorpraktisches Instrumentalspiel (Prüfungsdauer: 10 Minuten)
Vortrag der Begleitung eines gegebenen Chorarrangements. Spiel der Begleitstimme zur gegebenen Chorleitungsaufgabe (5.1) und gleichzeitiges Singen der einzelnen Chorstimmen.
Zweitinstrument [fakultativ] (Prüfungsdauer: 10 Minuten)
Gitarre, Schlagzeug oder ein anderes Band-Instrument. Vortrag eines instrumenten-spezifischen Stückes.
( 2 ) Das Landeskirchenamt beruft die Mitglieder, die Vorsitzende oder den Vorsitzenden und die Stellvertretung. Als Mitglieder werden die Landeskirchenmusikdirektorin oder der Landeskirchenmusikdirektor, Lehrende der kirchenmusikalischen Ausbildungseinrichtungen, in der beruflichen Praxis besonders erfahrene Musikerinnen und Musiker und Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die im Landeskirchenamt zuständigen Dezernentinnen und Dezernenten für Kirchenmusik und Gottesdienst berufen.
( 3 ) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses werden in der Regel für die Dauer von vier Jahren berufen. Sie scheiden vor Ablauf dieser Frist aus dem Prüfungsausschuss aus, wenn ihre Berufung widerrufen wird oder erlischt. Sie erlischt zwei Jahre nach Eintritt in den Ruhestand, spätestens mit Vollendung des 70. Lebensjahres.
( 4 ) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses müssen der evangelischen Kirche angehören. Wenn keine geeigneten evangelischen Prüferinnen oder Prüfer zu finden sind, können für die nicht-wissenschaftlichen Fächer ausnahmsweise auch Mitglieder berufen werden, die einer Kirche angehören, die Mitglied der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen ist.
( 4 ) Prüfungsleistungen dürfen nur von Personen bewertet werden, die selbst mindestens die durch Prüfung festzustellende oder eine gleichwertige Qualifikation in dem jeweiligen Prüfungsfach besitzen.
( 5 ) Die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission kann in begründeten Ausnahmefällen fachkundige Prüferinnen und Prüfer bestellen, die nicht Mitglieder des Prüfungsausschusses sind. § 7 Abs. 2 und 4 sowie § 8 Abs. 4 gelten entsprechend. Sie gelten als Mitglieder der Prüfungskommission.
( 7 ) Die Prüfungskommission und die Prüfungsgruppen fassen ihre Beschlüsse mit Stimmenmehrheit; Stimmenthaltung ist unzulässig. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der oder des Vorsitzenden.
( 1 ) Die Zulassung setzt voraus:
Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche oder einer Mitgliedskirche der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK).
die regelmäßige Teilnahme an einem regionalen C-Ausbildungskurs in den Kirchenkreisen oder über eine anderweitige Ausbildung und
die Teilnahme an dem vierteiligen landeskirchlichen C-Seminar sowie
die Teilnahme an mindestens einem landeskirchlichen C-Intensivkurs oder einem entsprechenden Ausbildungsangebot in der Landeskirche.
Für die Fachrichtung Posaunenchorleitung kann dieser Nachweis auch durch die Teilnahme an mindestens einem Kurs für Posaunenchorleitung des Posaunenwerks der EKiR erbracht werden.
Votum der Kreiskantorin oder des Kreiskantors oder einer oder eines Beauftragten des Prüfungsausschusses über:
ein musikalisch zufrieden stellendes Gemeindesingen,
eine den Anforderungen der Prüfungsordnung entsprechende Instrumentalbegleitung eines Gemeindegottesdienstes (nur erforderlich für die Fachrichtungen Orgel und Popularmusik),
die Eignung in den Prüfungsfächern der jeweiligen Fachrichtung. Im Einzelfall kann der Prüfungsausschuss weitere Nachweise über die Eignung anfordern.
( 2 ) Über Ausnahmen zu Absatz 1 Nummer 1 entscheidet das Kollegium des Landeskirchenamtes. Über Ausnahmen zu Absatz 1 Nummer 2 und 3 entscheidet der Prüfungsausschuss.
( 1 ) Eine abgeschlossene gleichwertige musikalische Prüfung oder eine Prüfung in einem Fach kann anerkannt werden, wenn die Prüfung mit mindestens „ausreichend" bewertet wurde. Ausgenommen sind die Hauptfächer gemäß § 3.
( 3 ) Die Anerkennung von Prüfungsfächern ist spätestens im Zulassungsantrag besonders zu beantragen. Dem Antrag sind die Prüfungszeugnisse in beglaubigter Abschrift, fremd-sprachige Zeugnisse in beglaubigter Übersetzung beizufügen. Aus dem Zeugnis muss die Beurteilung der einzelnen Fächer hervorgehen.
( 4 ) Über die Anträge entscheidet die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses.
( 2 ) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses setzt den Termin der Prüfung fest, gibt ihn spätestens vier Monate vorher im Kirchlichen Amtsblatt bekannt und bestimmt die Fristen.
( 1 ) Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung ist schriftlich an das Landeskirchenamt zu richten. Aus dem Antrag muss hervorgehen,
in welcher Fachrichtung (§ 3) die Prüfung abgelegt werden soll,
ob die Prüfung in zwei Abschnitten (§ 4) abgelegt werden soll,
ob anderweitig erbrachte Prüfungsleistungen (§ 11) anerkannt werden sollen,
ob eine besondere Regelung nach § 15 getroffen werden soll.
Nachweise und Voten gemäß § 10 Abs. 1,
Liste der zwölf Stücke (Choralvorspiele) gemäß der jeweiligen Fachrichtung,
Zeugnisse über abgelegte Prüfungen gemäß § 11.
( 3 ) Wird die Prüfung in zwei Abschnitten abgelegt, sind der Nachweis über das Gemeindesingen (§ 10 Absatz 1 Nr. 3, Buchstabe a), die Instrumentalbegleitung des Gemeindegottesdienstes (§ 10 Absatz. 1 Nr. 3, Buchstabe b) und die Liste der zwölf Stücke (§ 6 Nr. 1.1, 4.2 und 5.2) mit dem Antrag auf Zulassung zum zweiten Prüfungsabschnitt einzureichen.
( 2 ) Die Zulassung muss versagt werden, wenn die Voraussetzungen gemäß § 10 nicht vorliegen, sie soll versagt werden, wenn die erforderlichen Unterlagen gemäß § 13 Abs. 2 unvollständig oder verspätet vorgelegt werden. Die Versagung der Zulassung ist der Kandidatin oder dem Kandidaten mit Begründung schriftlich mitzuteilen.
( 3 ) Gegen die Entscheidung nach Absatz 2 kann die Kandidatin oder der Kandidat innerhalb einer Frist von einem Monat nach Bekanntgabe Widerspruch beim Landeskirchenamt einlegen, das endgültig entscheidet.
( 1 ) Die in § 6 genannten Prüfungszeiten sind Regelzeiten. Sie können in begründeten Fällen um höchstens die Hälfte der Regelzeit überschritten werden.
( 2 ) Für Kandidatinnen und Kandidaten mit einer Behinderung können die Prüfungszeiten angemessen verlängert werden. Andere erforderliche Erleichterungen sind ihnen zu gewähren. Die Entscheidung trifft die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses.
( 3 ) Die schriftlichen Arbeiten werden unter Aufsicht eines Mitglieds des Prüfungsausschusses oder einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters des Landeskirchenamtes gefertigt. Sie oder er fertigt eine Niederschrift an und vermerkt in ihr jede Unregelmäßigkeit.
( 4 ) Jede Arbeit wird von zwei Mitgliedern des Prüfungsausschusses gemeinsam mit einer Leistungsnote gemäß § 9 beurteilt. Die Note der Klausuren ergibt zusammen mit der Note der mündlichen Prüfung die Gesamtnote im jeweiligen Prüfungsfach. Die Note wird von der Prüfungsgruppe festgelegt.
( 1 ) Die praktischen und mündlichen Prüfungen werden als Einzelprüfungen abgelegt. § 6 Nr. 4.2 Satz 2 bleibt unberührt.
( 4 ) Die Mitglieder der Prüfungsgruppe beschließen das Ergebnis der jeweiligen Prüfungsfächer der praktischen und mündlichen Prüfung und fassen es in einer Leistungsnote (§ 9) zusammen.
( 6 ) Bei den Beratungen der Prüfungsgruppe dürfen nur die Mitglieder der Prüfungskommission und die kirchlichen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter gemäß § 24 zugegen sein.
( 1 ) Bei Verhinderung der Teilnahme an der Prüfung oder einem Prüfungsabschnitt durch Krankheit oder andere nicht zu vertretende Umstände ist dies unverzüglich der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses anzuzeigen. Die Verhinderung durch Krankheit ist durch eine ärztliche Bescheinigung nachzuweisen. Andere nicht zu vertretende Umstände sind glaubhaft zu machen.
( 2 ) Gegen die Entscheidung der oder des Vorsitzendes des Prüfungsausschusses kann die Kandidatin oder der Kandidat innerhalb einer Frist von einem Monat nach Bekanntgabe Widerspruch beim Landeskirchenamt einlegen, das endgültig entscheidet.
( 3 ) Die Prüfung kann wegen eines schwerwiegenden Täuschungsversuches auch nach Aushändigung des Prüfungszeugnisses für nicht bestanden erklärt werden, jedoch nur innerhalb einer Frist von fünf Jahren nach Ausstellung des Zeugnisses.
( 1 ) Die Prüfung in der jeweiligen Fachrichtung ist bestanden, wenn die Leistungen
in den Hauptfächern gemäß § 3 mit mindestens „ausreichend“ und
in den Nebenfächern gemäß § 3 und in den Fächern gemäß § 2 nicht mehr als einmal mit „mangelhaft“ und keinmal mit „ungenügend“
bewertet wurden. Anderenfalls ist die Prüfung nicht bestanden.
( 2 ) Wird die Prüfung gemäß § 4 in zwei Abschnitten abgelegt, sind die Prüfungsfächer gemäß § 2 Nr. 1, die nicht mit mindestens „ausreichend" bewertet wurden, im zweiten Prüfungsabschnitt zu wiederholen.
( 3 ) Die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission gibt die Ergebnisse der Prüfung bekannt.
( 1 ) Eine nicht bestandene Prüfung kann wiederholt werden. Die Prüfungskommission bestimmt den frühest möglichen Zeitpunkt der Wiederholungsprüfung. Die mit weniger als „ausreichend" bewerteten Fächer müssen wiederholt werden.
( 2 ) Ob die Prüfung ein zweites Mal wiederholt werden kann, entscheidet der Prüfungsausschuss.
( 3 ) § 13 gilt entsprechend.
( 1 ) Über den Prüfungsverlauf und das Beratungsergebnis in den einzelnen Prüfungsgruppen ist von einem Mitglied der Prüfungsgruppe eine Niederschrift aufzunehmen, die die Inhalte der Prüfung und die Leistungen der Kandidatin oder des Kandidaten erkennen lässt. In die Niederschrift ist die beschlossene Leistungsnote mit Begründung einzutragen. Die Niederschrift ist von den Mitgliedern der Prüfungsgruppe zu unterschreiben.
( 2 ) Über die Feststellung des Prüfungsergebnisses gemäß § 20 ist eine weitere Niederschrift aufzunehmen. Die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission bestimmt die Protokollführerin oder den Protokollführer. Die Niederschrift ist von den genannten Personen zu unterschreiben.
( 1 ) Über die bestandene Prüfung wird ein Zeugnis, über eine nicht bestandene Prüfung wird eine Bescheinigung ausgestellt. Sie beinhalten die Prüfungsfächer der jeweiligen Fachrichtung gemäß § 2 und § 3.
( 3 ) Das Ergebnis der ersten Abschnittsprüfung gemäß § 4 wird der Kandidatin oder dem Kandidaten von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses schriftlich bescheinigt.
( 4 ) Die Zuerkennung der Anstellungsfähigkeit regelt sich nach dem Kirchengesetz über den kirchenmusikalischen Dienst in der Evangelischen Kirche der Union vom 15. Juni 1996 (ABl. EKD S. 387) sowie dem Ausführungsgesetz zum Kirchenmusikgesetz vom 9. Januar 1997 (KABl. S. 68). Sie ist gesondert beim Landeskirchenamt zu beantragen.
Die Geschäfte des Prüfungsausschusses werden im Einvernehmen mit der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses von Mitarbeitenden des Landeskirchenamtes wahrgenommen.
Gegen Prüfungsentscheidungen, die auf Grund dieser Prüfungsordnung getroffen werden, kann innerhalb eines Monats nach der schriftlichen Mitteilung Widerspruch beim Landeskirchenamt eingelegt werden, das endgültig entscheidet.
( 1 ) Diese Ordnung tritt am 1. Oktober 2009 in Kraft.
( 2 ) Gleichzeitig treten entgegenstehende Bestimmungen, insbesondere die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für C-Kirchenmusiker vom 3. März 1988 (KABl. S. 65) außer Kraft.
( 3 ) Bei Kandidatinnen und Kandidaten, die vor Inkrafttreten dieser Ordnung zur Prüfung zugelassen wurden, sie begonnen und noch nicht beendet haben, findet auf Antrag die Ausbildungs- und Prüfungsordnung vom 3. März 1988 weiterhin Anwendung.