Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=AP%20Nr.%2083%20zu%20%C2%A7%20242%20BGB
Timestamp: 2019-10-16 23:28:08
Document Index: 325568298

Matched Legal Cases: ['§ 242', '§ 242', '§ 242', '§ 242', '§ 11', '§ 11', '§ 242', '§ 242', '§ 242', '§ 242']

BAG, 27.07.1988 - 5 AZR 244/87 - dejure.org
https://dejure.org/1988,141
BAG, 27.07.1988 - 5 AZR 244/87 (https://dejure.org/1988,141)
BAG, Entscheidung vom 27.07.1988 - 5 AZR 244/87 (https://dejure.org/1988,141)
BAG, Entscheidung vom 27. Juli 1988 - 5 AZR 244/87 (https://dejure.org/1988,141)
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Feststellungsinteresse einer Klägerin, die eine höhere Vergütung auch für die Zukunft begehrt - Vergütungsrechtliche Gleichstellung nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz - Anspruch eines Arbeitnehmers auf Gleichbehandlung bzgl. der Höhe des Gehalts bei frei ausgehandelten ...
LAG Hamburg, 24.10.1986 - 6 Sa 37/86
NZA 1989, 428 (Ls.)
BB 1988, 2178
AP BGB § 242 Nr. 83
Im Bereich der Vergütung findet der Grundsatz Anwendung, wenn Arbeitsentgelte durch eine betriebliche Einheitsregelung generell angehoben werden und der Arbeitgeber die Leistungen nach einem bestimmten erkennbaren und generalisierenden Prinzip gewährt, wenn er bestimmte Voraussetzungen oder einen bestimmten Zweck festlegt (Senat 27. Juli 1988 - 5 AZR 244/87 - AP BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 83 = EzA BGB § 242 Gleichbehandlung Nr. 47, zu II 2 b der Gründe).
Der Grundsatz der Vertragsfreiheit hat im Bereich der Vergütung nur dann Vorrang vor dem Gleichbehandlungsgrundsatz, wenn es sich um individuell vereinbarte Löhne und Gehälter handelt (Bestätigung von BAG, Urteil vom 27. Juli 1988 - 5 AZR 244/87 - AP Nr. 83 zu § 242 BGB Gleichbehandlung und BAGE 63, 181 = AP Nr. 29 zu § 11 BUrlG).
Der Gleichbehandlungsgrundsatz ist jedoch anwendbar, wenn der Arbeitgeber die Leistungen nach einem bestimmten erkennbaren und generalisierenden Prinzip gewährt, wenn er bestimmte Voraussetzungen oder einen bestimmten Zweck festlegt (Urteil des Senats vom 27. Juli 1988, aaO; BAGE 63, 181 = AP Nr. 29 zu § 11 BUrlG).
Der Gleichbehandlungsgrundsatz ist dann verletzt, wenn sich ein vernünftiger, aus der Natur der Sache sich ergebender oder sonstwie sachlich einleuchtender Grund für eine Differenzierung nicht finden läßt (BAG Urteil vom 27. Juli 1988 - 5 AZR 244/87 - AP Nr. 83 zu § 242 BGB Gleichbehandlung, zu II 1 der Gründe).
Er verbietet nicht nur die willkürliche Schlechterstellung einzelner Arbeitnehmer innerhalb einer Gruppe, sondern auch eine sachfremde Gruppenbildung (Urteile des Senats vom 27. Juli 1988 - 5 AZR 244/87 - und vom 19. August 1992 - 5 AZR 513/91 - AP Nr. 83, 102 zu § 242 BGB Gleichbehandlung).
So hat das Bundesarbeitsgericht wiederholt entschieden, daß der Arbeitgeber nicht einzelne Arbeitnehmer oder Gruppen von Arbeitnehmern von einer allgemein begünstigenden Regelung ohne Vorliegen sachlicher Gründe ausnehmen darf (Urteil vom 11. September 1985 - 7 AZR 371/83 -, Urteil vom 27. Juli 1988 - 5 AZR 244/87 - AP Nr. 76, 83 zu § 242 BGB Gleichbehandlung).
Es ist zu erwarten, daß sie sich schon einer Feststellung ihrer rechtlichen Verpflichtung entsprechend verhalten wird (vgl. BAG Urteil vom 27. Juli 1988 - 5 AZR 244/87 - AP Nr. 83 zu § 242 BGB Gleichbehandlung, m.w.N.).
BAG, 15.10.1992 - 6 AZR 349/91
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