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Timestamp: 2020-07-15 07:21:16
Document Index: 227874358

Matched Legal Cases: ['§8', '§2', '§ 2', '§ 9', '§ 9', '§ 9']

Diskutiere 1. Heizkostenabrechnung im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, bin neu hier und auch seit April diesen Jahres neu als Vermieter unterwegs. Kurz zur Erläuterung: wir haben letztes Jahr die...
#1 Patrik169, 28.10.2019
Patrik169 Neuer Benutzer
bin neu hier und auch seit April diesen Jahres neu als Vermieter unterwegs.
wir haben letztes Jahr die Doppelhaushälfte neben unserem Haus gekauft, umgebaut und seit April 2019 haben wir das UG vermietet. Beim OG haben wir einen Durchbruch gemacht und die Treppe zugemacht und nutzen dies selbst.
Strom und Wasser läuft für die Mietwohnung separat, lediglich die Heizung nutzen wir beide.
(Warmwasser betrifft nur die Mietwohnung)
Eingebaut wurde von der Sanitärfirma folgendes:
2 Wärmemengenzähler (1x der Strang der zum OG geht und 1x für das UG)
1 "Wasserzähler" für die Warmwassererwärmung
Jetzt wäre meine Frage wie ich genau errechnen kann welchen Teil der Abrechnung die Mietwohnung betrifft.
Wärmemengezähler in Verhältnis setzen ist mir soweit ja noch klar, jedoch weiß ich nicht was ich mit dem Wasserzähler für das WW machen muss.
Sanitärfirma wollte mir zwar die Formel beschaffen, aber lassen sich Zeit und ich hoffe dass jemand hier sie hat.
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#2 Papabär, 28.10.2019
§§8 + 9 HeizKVO
Da hier ja offenbar die Voraussetzungen des §2 HeizKVO erfüllt sind, wäre natürlich interessant zu wissen, was diesbezüglich im Mietvertrag vereinbart wurde. Evtl. kann man sich den ganzen Kladderadatsch nämlich sparen. Aufgrund der Fragestellung an sich vermute ich jedoch, dass diese Aussage um ein "hätte" und ein "können" ergänzt werden muss.
#3 Patrik169, 28.10.2019
Vielen Dank für Deine Antwort. Wir hatten uns damals dafür entschieden und die Zähler einbauen und Heizungsanlage umbauen lassen (war eine 1 Rohr Anlage).
Warmwasser wird nur von den Mietern verwendet (wir nutzen Warmwasser vom anderen Haus).
#4 Patrik169, 28.10.2019
... habe gerade mal nach der Formel für das WW geschaut, aber so ganz komme ich noch nicht klar:
Q=Querschnitt 2,5 passt bei uns, dann aber kw/h / m³ x k (welche kw/h nehme ich da? Für was steht das k?, m³ = gemessener Wert vom Kaltwasserzähler?)
V = wieder der gemessere Wert von Kaltwasserzähler?, tw (= Temperatur Warmwasser) - 10°C
#5 Papabär, 28.10.2019
Ah, 2 getrennte Anlagen. Wie wird das Wasser denn erwärmt? Über die verbundene Heizanlage, die beide Parteien in dem neuen Gebäudeteil versorgt? Dann hätte ein WMZ für die Wassererwärmung in meinen Augen mehr Sinn gemacht.
#6 Patrik169, 28.10.2019
Ja eine Mietwohnung und die andere Wohnung wird von uns bewohnt.
Die Heizungsanlage heizt beide Wohnungen, jedoch das Warmwasser wird nur von den Mietern genutzt.
Deswegen 2 WMZ und 1 Zähler der den Kaltwasserzulauf der Heizung zur WW Gewinnung zählt.
Mir wurde damals gesagt dann kann ich die beiden WMZ ins Verhältnis zu dem Gesamtverbrauch setzen (leuchtet mir auch ein) und ich kann dann noch den Anteil für die Warmwassergewinnung abziehen. (meinte er sprach von Prozenten damals, vermute auch in Relation?)
#7 Andres, 28.10.2019
Zitat von Patrik169: ↑
(meinte er sprach von Prozenten damals, vermute auch in Relation?)
Das ist das Problem, wenn man sich solche Dinge vom Sanitärbetrieb erklären lässt: Von der Technik haben die hoffentlich Ahnung, von der Abrechnung höchstens mit Glück und auch dann nicht zuverlässig auf dem aktuellen Stand. Eine solche Aufteilung (entsprechend der 2,5-Formel, die du oben erwähnt hast) ist seit 2014 nur noch in Ausnahmefällen zulässig. Im Regelfall braucht man hierzu inzwischen einen weiteren Wärmemengenzähler.
Wie bereits von @Papabär nahegelegt, hätte man die eher ungeeignete Verbrauchserfassung aber über eine entsprechende vertragliche Regelung ausgleichen können - hier liegt die Ausnahme aus § 2 HeizkostenV vor. Da aber anscheinend nichts vereinbart ist, gilt nun eben die gesetzliche Regelung, für die deine Verbrauchserfassung nicht ausreichend ist.
Mir wurde damals gesagt dann kann ich die beiden WMZ ins Verhältnis zu dem Gesamtverbrauch setzen (leuchtet mir auch ein) und ich kann dann noch den Anteil für die Warmwassergewinnung abziehen.
Das gilt für die Kosten der Versorgung mit Wärme. Von den einheitlich entstandenen Heizkosten ist aber zunächst der Anteil für die Warmwassererwärmung abzuziehen.
Q=Querschnitt
Nein, Q ist die Energie. Die HeizkostenV spricht von "Wärmemenge". Die Hoffnung, dass der Gesetzgeber physikalisch korrekte Begriffe verwendet, habe ich schon länger aufgegeben.
dann aber kw/h / m³ x k (welche kw/h nehme ich da? Für was steht das k?, m³ = gemessener Wert vom Kaltwasserzähler?)
Das ist die Einheitenrechnung. Ignoriere das und hänge an das Ergebnis die Einheit kWh an.
V = wieder der gemessere Wert von Kaltwasserzähler?
Warmwasserzähler.
tw (= Temperatur Warmwasser)
Ganz ehrlich? Bei dieser Art von Fragen wäre es gut investiertes Geld, die Abrechnung mindestens im ersten Jahr von einer professionellen Hausverwaltung erstellen zu lassen. Wenn man dann eine korrekte Abrechnung hat, kann man es in Zukunft ja selbst probieren, aber in dieser Form ist das eine Bauchlandung mit Ansage.
#8 Patrik169, 28.10.2019
Danke für Deine Mühen und ja da haste wohl Recht mit den Sanitärfirmen, aber nun ja, was soll ich sagen? Muss ich nun doch durch.
Aber denke - mit Eurer Hilfe hier - bekomme ich es auch ohne Firma hin.
Sobald ich ja weiß wie ich das Warmwasser ausrechnen kann, dann kann ich diesen Wert ja von dem Gesamtgasverbrauch abziehen und danach nehme ich einfach das Verhältnis der beiden WMZ zur Abrechnung was unsere Wohnung betrifft. Soweit habe ich es ja richtig verstanden?
Kannst Du mir vielleicht die Formel für das Warmwasser mal für Laien sage?
Eigentlich habe ich hier ja nur ein Wert von der Wasseruhr (Zuleitung Heizung) in meinem Fall aktuell 11m³, die Tw entspricht 60°C.
Also hätte ich schon mal Q = 2,5 * ?? (weiß nicht für was das K ist bzw. ob Du meintest einfach weglassen!?!) x 11 * 50 = 1.375kw/h
Diese ziehe ich dann einfach von den abgelesenen Gesamt kw/h von 6.127 kw/h ab (die Mieter sind erst im April eingezogen) und die 4.752 kw/h setze ich dann in die Relation von den beiden WMZ? In unserem Fall sind dies 9,5% zu 91,5% Anteil Mietwohnung (wir nutzen nur 3 Zimmer, wobei ein Schlafzimmer nicht bis wenig beheizt ist und die anderen beiden Räume durch den alten Teil mitgeheizt werden)
Jetzt ist eigentlich nur noch die Frage was mit dem mittleren Teil der Formel (kw/h / m³ * K) ist? Wenn ich das weiß hab ich glaube ich alles was ich benötige :-)
#9 Patrik169, 28.10.2019
wir haben bei uns - allerdings mit einem Gas Durchlauferhitzer - mit 3 Personen im Schnitt ca. 145 kw/h Verbrauch monatlich. Dies mal 7 entspricht 1.015 kw/h (hochgerechnet auf 7 Monate wie bei den Mietern).
Denke durch das ständige erhitzen in dem Vorratsbehälter kommt der "Mehrverbrauch" zu stande.
So könnte mMn die obige Berechnung plausibel sein.
#10 sara, 28.10.2019
und die 4.752 kw/h setze ich dann in die Relation von den beiden WMZ? In unserem Fall sind dies 9,5% zu 91,5% Antei
??? Die Zahlen irritieren mich doch etwas???
Abrechnungsjahr ist nicht Kalenderjahr?
Allerdings für eine korrekte Heizkostenabrechnung....
Müssen erst mindestens 30% der Heizkosten (nach Abzug der Warmwasserkosten) auf die Wohnflächen anteilig verteilt werden.
Dann die 70% nach dem anteiligen Verbrauch.
#11 immobiliensammler, 28.10.2019
Hast Du den Teil überlesen, wonach die Anwendung der Formel seit 2014 nicht mehr zulässig ist?
Wenn der Mieter einverstanden ist kannst Du ausrechnen was Du willst und er akzeptiert das Ergebnis, aber diese Art der Abrechnung entsprecht eben nicht den gesetzlichen Vorgaben!
#12 Andres, 29.10.2019
Nein. Der Gesamtverbrauch ist nicht über die beiden anderen WMZ zu ermitteln. Er wird über die verbrauchten Brennstoffe berechnet. Das steht dann in § 9 Abs. 3 HeizkostenV.
Diese ziehe ich dann einfach von den abgelesenen Gesamt kw/h von 6.127 kw/h ab (die Mieter sind erst im April eingezogen) und die 4.752 kw/h setze ich dann in die Relation von den beiden WMZ?
Das geht - wie bereits geschrieben - anders. Es wird der Brennstoffverbrauch B, der zu Q gehört, ermittelt: B=Q/Hi. Hi steht entweder auf deiner Gasrechnung (dann ist mit diesem Wert zu rechnen) oder es ist einer der Werte aus § 9 Abs. 3 HeizkostenV zu verwenden, abhängig von der Gassorte, mit der geheizt wird. Wenn du es nicht weißt: Versorger anrufen.
Offensichtlich, aber mehr als schreiben kann ich's nicht.
#13 Patrik169, 04.11.2019
sorry, dass mit der Ungültigkeit der Formel habe ich überlesen!
Aber warum bekomme ich dann im Jahr 2018 solch ein System installiert, und es wundert mich nicht dass der Sanitär Kollege sich nicht meldet und auch auf die 5 Mail nicht antwortet.
Was kann ich es jetzt tun? Wäre dann die 30/70% Verteilung eine Lösung?
Muss ich dann hierbei die Warmwasserkosten von dem gesamten Gasverbrauch abziehen, dann 30% anteilig (30% von der Gesamtsumme nach Abzug Warmwasser) geteilt durch die Wohnfläche und dann entsprechend mit der qm Anzahl der Mietwohnung multiplizieren und dann die restlichen 70% entsprechend dem Verhältnis der beiden WMZ setzen?
Aber warum so kompliziert? Wenn ich doch das Warmwasser mittels Formel rausrechnen kann, dann könnte ich es doch gleich ins Verhältnis setzen. Aber wenn es ja so in der HeizkostenV steht muss es wohl sein.
#14 Patrik169, 04.11.2019
... also bräuchte doch nochmal kurz Hilfe zur Berechnung des Warmwassers:
In meiner Versorger-Abrechnung habe ich folgendes gefunden:
m³ x Zählerfaktor 1 x Zustandszahl 0,9402 x Brennwert 11,257
Q= 2,5*V*(tw-10)
Konkret: Q= 2,5*11*50 = 1.375 kw/h(?)
dann B= Q/Hi (nehme jetzt mal 9, bei Erdgas ist es ja 9 oder 10)
B= 1375/9 = 152
Was sagt mir diese Zahl nun? 152kw/h fände ich arg wenig, für ein 2 Personenhaushalt bei 7 Monaten
#15 Andres, 04.11.2019
Ein vom Versorger gelieferter Wert geht vor! Wenn der Versorger direkt nach kWh abrechnet, entfällt dieser Rechenschritt und es wird direkt mit der Energie gerechnet. Das steht alles in § 9 HeizkostenV.
Das sind die Kubikmeter des für die Warmwasserbereitung verbrauchten Brennstoffs. Die Größenordnung ist halbwegs plausibel.
#16 Patrik169, 04.11.2019
den Heizwert habe ich beim Energieversorger angefragt.
Aber die 152 kw/h findest Du echt plausibel?
Bei uns (3 Personen) läuft die WW-Aufbereitung extra über einen Gasboiler, so dass ich in den Sommermonaten (Heizung aus) schauen konnte was wir so verbrauchen.
Dort kam ein Mittel von runden 145kw/h raus, allerdings im Monat! da fände ich 152 kw/h bei 7 Monaten (beide Duschen zu Hause) doch recht wenig. Oder?
#17 Papabär, 04.11.2019
... beide Duschen zu Hause ...
Na pfui ...
Dort kam ein Mittel von runden 145kw/h raus, ...
Aha ... ein Warmduscher?
#18 Patrik169, 04.11.2019
... :-) wollte damit nur sagen dass einer nicht z.B. auf der Arbeit nach der Schicht oder nach dem Sport duscht ;-)
Bei uns ist es eher der Sohnemann der länger duschen geht...
#19 Papabär, 04.11.2019
Woher Du wissen, junger IM?
Ich kenne Leute die tun es sogar mehrmals am Tag.
...sie duschen sich ganz einfach so
Beine, Rücken, Bausch und Po
und das macht ihnen auch noch Spaß.
#20 RP63VWÜ, 04.11.2019
Ist das Leistung durch Zeit?
Interessanter Dreisatz:
Arbeit = Leistung durch Zeit
Wenn ich also für eine vorgegebene Arbeit weniger Zeit benötige, brauche ich weniger Leistung …
Ein Traum für alle abhängig Beschäftigten, beim Chef ein Stein im Brett und dennoch völlig relaxed!
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