Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/79885,0.html
Timestamp: 2019-08-25 17:04:37
Document Index: 329361964

Matched Legal Cases: ['§2064', '§ 5', '§ 5', '§ 5', 'Art. 114', '§ 1']

Verfasst am: 08 Aug 2006 - 21:38:45 Titel: Uni HD Ziv Groß
http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/%7Epz9/jura/termine.php4
Verfasst am: 09 Aug 2006 - 10:21:34 Titel:
Probleme gibts ja einige, wie z.B. Ob die nachträgliche Anfügung ein Testament ist, wann das ding wirksam wurde, ob die Postkarte ein Testament ist etc.
Was mir aber jetzt erst mal die meisten Probleme bereitet ist einen gescheiten Aufbau zu finden. Hat da schon irgendjemand schon in nem Skript oder nem aufsatz ne ähnliche Musterlösung gefunden, wo man mal sehen kann, ob man alle Punkte hat?
Was ich auch noch sehr problematisch finde: Falls man sich entscheidet, dass die Postkarte ein teilwideruf des alten Testamentes ist. Ist dann das überfliegen und ergänzen des alten Testaments wieder ein widerruf der Postkarte? Dazu schon jemand ne idee?
Verfasst am: 09 Aug 2006 - 12:38:15 Titel:
Fraglich ist doch aber zuallererst, ob und wie das erste Testament wirksam geworden ist:
1. Kann die Nichte das Testament dem Notar übergeben?
2. Wurden dir Formerfordernisse des notariellen Testaments eingehalten, also die Formerfordernisse des BeurkG? Oder kann man davon ausgehen, dass diese eingehalten wurde?
Ich denke zwar, dass das Testament wirksam ist (da sonst Folgefragen nicht bearbeitet werden müssten), aber leider fehlen mir dazu Fundstellen.
Gibt es dazu evt. passende Fälle oder brauchbare Aufsätze? In den Kommentaren steht recht wenig zu dieser Fallkonstellation.
Verfasst am: 09 Aug 2006 - 13:55:11 Titel:
Ich gehe davon aus, dass das erste Testament auf den ersten Blick nicht wirksam ist.
Im Sachverhalt ist nichts darüber zu finden, ob der Notar die erforderliche Niederschrift nach dem Beurkundungsgesetz gemacht hat. Dies führt zur unwirksamkeit.
Vorher stellt sich allerdings die Frage, ob die Übergabe der Schrift bei dem öffentlichen Testament durch den Erblasser selbst erfolgen muss oder ob hier gegen die Höchstpersönlichkeit aus §2064 verstoßen wird.
Desweiteren ist die Erklärung der E, dass es sich um ihr Testament handelt nur telefonisch erfolgt. Es fragt sich, ob dies ausreichend ist oder ob die Erklärung beim Notar und direkt bei der Übergabe stattfinden muss.
Leider schweigen die Kommentare...
Verfasst am: 09 Aug 2006 - 18:06:03 Titel:
Zur nachträglichen Anfügung:
Dies ist meiner Ansicht nach ein Teilwiderruf des Testaments.
Zur Postkarte:
Rainer Frank, Erbrecht: § 5 Rn. 7?
oder § 5 Rn 8? Dort weitere Aufsätze zur Qualifizierung der Postkarte als Testament / Teilwiderruf des al´ten testaments.
Überfliegen (oberflächlich) des Testaments:
Was wollte die E? Wollte sie es sich später nocheinmal überlegen? Nein, sie wollte es nach dem Krankenhausaufenthalt tatsächlich verschicken und wollte, dass der Inhalt der Postkarte nach ihrem Tod eintritt!
Kann die Nichte das Testament übergeben:
Rainer Frank, Erbrecht, Fundstelle: öffentliches Testament § 5 Rn20 oder so: Das Testament muss in den Besitz des Notars gelangen:
jeder kann es also übergebn.
Viel nwichtiger:
Verwahrung????
Hat der Notar es wie er es sollte, an das AG das testament zur Verwahrung übergeben oder bei sich im Büro versteckt und verschimmeln lassen?
Meiner Ansicht nach: ja, da die Sekretärin es der F herausgeben konnte.
F kann das Testament aber nicht abholen, wenn es in der Verwahrung ist,
das muss der erblasser selbst , dh persönlich tun.
Diese Frage aber zweitrangig, weil : Was passiert, wenn der Notar es nicht in Verwahrung gibt, dh an das Ag weiterleitet?
Habe keinen Zugriff auf BeurkG
Verfasst am: 09 Aug 2006 - 20:07:00 Titel:
Verwahrung beim AG durch Verwahrung beim Notar zu unterscheiden!
Verfasst am: 10 Aug 2006 - 12:34:38 Titel:
Zur Verwahrung: In BW sind anstelle der Gerichte die Notariate für die besondere amtliche Verwahrung der Verfügungen von Todes wegen ausschließlich zuständig. S. Art. 114 EGBGB iVm § 1 II LFGG BW
Mal davon abgesehen, dürfte das erste Testament unwirksam sein. Weder ein eigenhändiges noch ein notarielles (Übergabe NUR durch Erblasser möglich, Fehler beim Verfahren, keine Unterschirft sowie keinen Hinweis auf eine korrekte Unterschrift)
Verfasst am: 10 Aug 2006 - 13:02:39 Titel:
dies ist zur zeit auch mein Ergebnis.
prüft ihr den Inhalt des Testamentes vorweg? Ansonsten hat man ja auf einer Seite schon festgestellt, dass das Testament unwirksam ist.
Zudem schneidet man sich ein schönes Problem ab
Verfasst am: 10 Aug 2006 - 14:19:39 Titel:
Welches Problem? Bezüglich des Inhalts des ersten Testaments?
Verfasst am: 10 Aug 2006 - 15:29:43 Titel:
Madame Emilia sprict von "vermachen", nicht von vererben.
Vermächtnis is was anderes als Erbeinetzung. Abgrenzung der beiden Sachen is das Problem