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Timestamp: 2016-10-28 16:16:58
Document Index: 133548342

Matched Legal Cases: ['§ 28', '§ 56', '§ 56', '§ 56', '§ 56', '§ 112', '§ 112', '§ 112']

Anwalt? Hier lang www.frag-einen-anwalt.de Strafrecht Themen: Betrug Freiheitsstrafe Strafe Fällen Verhandlung
13.07.2006 14:33 | Preis: ***,00 € |
mir ist heute vom Amtsgericht die Anklageschrift zugestellt worden.
Wie lange dauert es in der Regel bis das Verfahren eröffnet wird?
Verhandlung vor dem Schöffengericht am Amtsgericht bedeutet dies mindestens Freiheitsstrafe von 2 Jahren oder ist auch dort Bewährung möglich?
Es steht kein Strafforderung der Staatsanwaltschaft drin
Vorwurf schwerer Betrug in 41 Fällen wovon 12 Fälle beim Versuch blieben.
Schadenssumme 15000 Euro gezahlt und 7788 .- versuchte.GEGEN POST
Wenn Freiheitsstrafe verhängt würde muss man dann sofort ins Gefängnis oder wenn Berufung (REVISION) eingelegt wird erst wenn rechtskräftiges Urteil vorliegt?
1) Der Zeitrahmen zwischen Erhebung der Anklage und Eröffnungsbeschluss sind von Gericht zu Gericht unterschiedlich. 2)
Die Anklage zum Schöffengericht bedeutet nicht notwendig auch eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mindestens 2 Jahren.
Das Amtsgericht ist als Schöffengericht gemäß §§ 28, 25 Nr. 1 GVG dann zuständig, wenn eine höhere Strafe als eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren zu e r w a r t e n ist. Der Strafrahmen bei einem besonders Schweren Fall des Betruges liegt zwischen 6 Monaten und 10 Jahren. Nach Ihrer Schilderung geht die Staatsanwaltschaft von Tatmehrheit aus. Dabei wird eine Gesamtstrafe gebildet, indem die verwirkte höchste Strafe jeweils erhöht wird. Die sich ergebende Gesamtstrafe darf dabei die Summe der Einzelstrafen nicht erreichen und bei zeitigen Freiheitsstrafen 15 Jahre nicht übersteigen.
Eine Freiheitssstrafe von bis zu einem Jahr kann unter den Voraussetzungen des § 56 Absatz 1 StGB zur Bewährung ausgesetzt werden. § 56 Absatz 1 StGB lautet:
Unter den Voraussetzungen des § 56 Absatz 1 StGB kann gemäß § 56 Absatz 2 auch die Vollstreckung einer Freiheitsstrafe, die zwei Jahre nicht übersteigt, zur Bewährung ausgesetzt werden, wenn nach der Gesamtwürdigung von Tat und Persönlichkeit des Verurteilten besondere Umstände vorliegen. Bei der Entscheidung ist namentlich auch das Bemühen des Verurteilten, den durch die Tat verursachten Schaden wiedergutzumachen, zu berücksichtigen.
Strafurteile sind vor ihrer Rechtskraft nicht vollstreckbar. Eine Inhaftierung vor Rechtskraft käme daher nur dann in Betracht, wenn ein Haftbefehl erlassen wird. Voraussetzungen eines Haftbefehls sind gemäß § 112 StPO:
Weitere Haftgründe sind gemäß § 112a StPO:
begangen zu haben, und bestimmte Tatsachen die Gefahr begründen, daß er vor rechtskräftiger Aburteilung weitere erhebliche Straftaten gleicher Art begehen oder die Straftat fortsetzen werde, die Haft zur Abwendung der drohenden Gefahr erforderlich und in den Fällen der Nummer 2 eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr zu erwarten ist.
Ob bei den Ihnen zur Last gelegten Straftaten ein Haftgrund, insbesondere gemäß § 112a Absatz 1 Nr. 2 vorliegt kann im Rahmen dieses Forums nicht abschließend beurteilt werden.
Die Auskunft im Rahmen dieses Forums kann nur die wesentlichen Gesichtspunkte, die in Fällen der geschilderten Art im Allgemeinen zu beachten sind, umfassen. Daneben können weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die im Einzelfall auch zu einem völlig anderen Ergebnis führen können Verbindliche Empfehlungen darüber, ob und gegebenenfalls wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, sind nur im Rahmen der Erteilung eines Mandats möglich.
Nachfrage vom Fragesteller	13.07.2006 | 17:04
Wann sollte man Ihrer Sicht nach ein Geständnis machen?
Jetzt oder erst später während der bereits eröffneten verhandlung?
Schaden ist bereits beglichen im April zurückgezahlt 18340 .-
Schadenwidergutmachung und Geständnis wären ja hoffe ich Möglichkeiten mit Bewährung davon zu kommen Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt
13.07.2006 | 17:38
bei Ihrer Nachfrage handelt es sich nicht um eine solche zum Verständnis. Daher in gebotener Kürze.
Verbindliche Empfehlungen kann ich nicht geben. Es kommt auch auf die Gepflogenheiten des zuständigen Gerichts an. Sie sollten sich deswegen mit einem Kollegen vor Ort, der Sondierungsgespräche mit dem Gericht und der Staatsanwaltschaft führen kann, in Verbindung setzen.Im Allgemeinen erscheint ein Geständnis zu Beginn der Hauptverhandlung als ausreichend.
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