Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20153/60
Timestamp: 2019-10-17 22:05:27
Document Index: 216237015

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 318', 'BGH', '§ 254', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 318', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 318', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 02.05.1961 - VI ZR 153/60 - dejure.org
BGH, 02.05.1961 - VI ZR 153/60
https://dejure.org/1961,384
BGH, 02.05.1961 - VI ZR 153/60 (https://dejure.org/1961,384)
BGH, Entscheidung vom 02.05.1961 - VI ZR 153/60 (https://dejure.org/1961,384)
BGH, Entscheidung vom 02. Mai 1961 - VI ZR 153/60 (https://dejure.org/1961,384)
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NJW 1961, 1465
MDR 1961, 677
Deshalb kann bei einer einheitlichen, aus mehreren Einzelposten errechneten Schadensersatzforderung die Verpflichtung zum Schadensersatz dem Grunde nach festgestellt und dem Betragsverfahren die Prüfung vorbehalten werden, ob und inwieweit einzelne Schadensposten auf die schadenstiftende Handlung zurückzuführen sind (BGH Urteil vom 2. Mai 1961 - VI ZR 153/60 = LM § 318 Nr. 4 = WM 1961, 732).
a) Hinsichtlich eines Gesamtanspruchs, der sich aus mehreren Einzelpositionen zusammensetzt, kann ein Grundurteil ergehen, wenn der geltend gemachte Gesamtanspruch auf demselben tatsächlichen und rechtlichen Grund beruht und das Gericht diesen festgestellt hat (BGH, Urteil vom 2. Mai 1961 - VI ZR 153/60, WM 1961, 732, 733).
Denn bei vernünftigem Verständnis des Grundurteils ist ihm mit Rücksicht auf den bisherigen Prozeßverlauf zu entnehmen, daß der Prüfung im Betragsverfahren vorbehalten bleiben solle, ob dem Kläger bezüglich einzelner Schadenspositionen unter dem Gesichtspunkt der Schadensabwendung und -minderung (§ 254 Abs. 2 BGB) mitwirkendes Verschulden zur Last fällt (s. für eine vergleichbare Beschränkung der Bindungswirkung des Grundurteils hinsichtlich einzelner Schadensposten BGH, Urteil vom 2. Mai 1961 - VI ZR 153/60, NJW 1961, 1465).
Das gilt jedenfalls dann uneingeschränkt und ohne daß prozeßökonomische Erwägungen zu einem anderen Ergebnis führen könnten, wenn es sich nicht nur um die Frage handelt, ob die Ursächlichkeit des schadensstiftenden Ereignisses hinsichtlich aller einzelner Schadensposten zu bejahen ist (so Senatsurteil vom 2. Mai 1961 - VI ZR 153/60 = NJW 1961, 1465 = VersR 1961, 619 und BGH, Urteil vom 10. Juni 1968 - II ZR 101/66 - NJW 1968, 1968 = VersR 1968, 765), sondern wenn das Gericht sogar den Haftungsgrund insgesamt für jede einzelne Teilforderung in seinem Grundurteil nicht bejahen kann.
Prozeßwirtschaftlichen Gesichtspunkten hat die Rechtsprechung in diesen Fällen dadurch Rechnung getragen, daß sie es erlaubt, bei einer einheitlichen, aus mehreren Einzelposten errechneten Schadensersatzforderung dem Betragsverfahren die Prüfung vorzubehalten, ob und inwieweit einzelne Schadensposten auf die schadenstiftende Handlung zurückzuführen sind (BGH, Urteil von 2. Mai 1961 - VI ZR 153/60 = LM, ZPO § 318 Nr. 4 = WM 1961, 732; BGHZ 108, 256, 259) [BGH 12.07.1989 - VIII ZR 286/88].
Innerhalb der gleichen Schadensart stellen die verschiedenen Berechnungsgrundlagen lediglich unselbständige Faktoren eines einheitlichen Schadens und Ersatzanspruchs dar, die im Rahmen des verlangten Gesamtbetrages austauschbar sind (RGZ 74, 131, 132; RG JW 1912, 147 f und 148 f; WarNr. 1915 Nr. 9; vgl. auch BGHZ 36, 316, 321; BGH, Urt. v. 2. Mai 1961 - VI ZR 153/60, LM § 318 ZPO Nr. 4;… Urt. v. 10. Juni 1968 - II ZR 101/66, LM § 304 ZPO Nr. 28).
Es kommt mithin auch nicht darauf an, ob die verschiedenen vom Kläger in seine Schadensberechnung eingesetzten Positionen jeweils selbständige Ansprüche sind oder Einzelposten eines einheitlichen Gesamtschadens (vgl. BGH Urteil vom 2. Mai 1961 - VI ZR 153/60 = NJW 1961, 1465, 1466).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist für den Umfang der Bindung eines Grundurteils das wirklich Erkannte maßgebend (BGHZ 35, 248, 252 f.; BGH, Urt. v. 2.5.1961 - VI ZR 153/60, NJW 1961, 1465, 1466;… Urt. v. 26.9.1996 - VII ZR 142/95, NJW-RR 1997, 188 f.).
Der Fall liegt auch nicht etwa so, daß nach der Art des dem Landgericht unterbreiteten Prozeßstoffs die Sachbefugnis der Kläger im Verhältnis zu der Ärztekammer N. nicht Gegenstand der Entscheidung sein konnte (vgl. insoweit allgemein BGHZ 35, 248, 252 f.; BGH, Urteile vom 2. Mai 1961 - VI ZR 153/60 - VersR 1961, 619, 620 und vom 30. September 1968 - III ZR 28/68 - WM 1968, 1380, 1382).
BGH, 18.04.1974 - KZR 6/73
Begründung eines Schadensersatzanspruchs gegen ein dem Abschlusszwang …
Die Entscheidung über den Kausalzusammenhang zwischen dem konkreten Haftungsgrund und den einzelnen Schadensposten kann dem Nachverfahren über den Betrag überlassen bleiben (BGH NJW 1961, 1465; 1968, 1968).
BGH, 05.10.1965 - VI ZR 90/64
Umfang der Schadensminderungspflicht
BGH, 07.06.1983 - VI ZR 171/81
Neuberechnung des Schadenersatzes in der Anschlussberufung; Schadenersatz bei …
BGH, 10.06.1968 - II ZR 101/66
BGH, 26.09.1996 - VII ZR 142/95
Umfang der Bindung eines Grundurteils
BGH, 09.05.1969 - V ZR 27/66
Schadensersatz wegen Verletzung baupolizeilicher Vorschriften und anerkannter …