Source: http://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10009265&FassungVom=1980-11-14
Timestamp: 2018-12-12 21:23:39
Document Index: 320282172

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 26', '§ 13', '§ 31', '§ 34', '§ 131', '§ 42', '§ 50', '§ 13', '§ 53', '§ 56', '§ 54', '§ 42', '§ 70', '§ 79', '§ 84', '§ 123', '§ 42', '§ 85', '§ 115', '§ 123', '§ 118', '§ 121', '§ 131']

RIS - Schulorganisationsgesetz - Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 14.11.1980
Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Schulorganisationsgesetz, Fassung vom 14.11.1980
Bundesgesetz vom 25. Juli 1962 über die Schulorganisation (Schulorganisationsgesetz).
StF: BGBl. Nr. 242/1962 (NR: GP IX RV 733 AB 785 S. 109. BR: S. 195.)
BGBl. Nr. 83/1963 idF BGBl. Nr. 267/1963 (DFB) (NR: GP X RV 68 AB 80 S. 11. BR: S. 201.)
BGBl. Nr. 243/1965 (NR: GP X RV 814 AB 876 S. 86. BR: S. 232.)
BGBl. Nr. 173/1966 (NR: GP XI IA 27/A AB 182 S. 23. BR: S. 243.)
BGBl. Nr. 289/1969 (NR: GP XI RV 1340 AB 1374 S. 148. BR: S. 280.)
BGBl. Nr. 234/1971 (NR: GP XII RV 375 AB 402 S. 44. BR: S. 302.)
BGBl. Nr. 323/1975 (NR: GP XIII RV 481 u. RV 1403 AB 1562 S. 144. BR: S. 342.)
BGBl. Nr. 142/1980 (NR: GP XV RV 36 AB 273 S. 29. BR: S. 395.)
BGBl. Nr. 365/1982 (NR: GP XV RV 1000 AB 1174 S. 122. BR: S. 426.)
BGBl. Nr. 271/1985 (NR: GP XVI RV 614 AB 662 S. 93. BR: AB 2994 S. 463.)
BGBl. Nr. 371/1986 (NR: GP XVI RV 936 AB 1029 S. 147. BR: AB 3153 S. 478.)
BGBl. Nr. 335/1987 (NR: GP XVII IA 72/A AB 183 S. 24. BR: AB 3283 S. 489.)
BGBl. Nr. 327/1988 (NR: GP XVII RV 572 AB 613 S. 65. BR: 3489 AB 3493 S. 503.)
BGBl. Nr. 467/1990 (NR: GP XVII RV 1332 AB 1398 S. 148. BR: AB 3986 S. 533.)
BGBl. Nr. 408/1991 (NR: GP XVIII RV 179 AB 198 S. 35. BR: AB 4092 S. 544.)
BGBl. Nr. 323/1993 (NR: GP XVIII RV 948 AB 1017 S. 115. BR: AB 4527 S. 569.)
BGBl. Nr. 512/1993 (NR: GP XVIII RV 1044 AB 1162 S. 127. BR: AB 4581 S. 573.)
BGBl. Nr. 550/1994 (NR: GP XVIII RV 1577 AB 1707 S. 168. BR: AB 4814 S. 588.)
BGBl. Nr. 642/1994 (NR: GP XVIII RV 1648 AB 1779 S. 172. BR: AB 4904 S. 589.)
BGBl. Nr. 287/1995 (VfGH)
BGBl. Nr. 435/1995 (NR: GP XIX IA 214/A AB 210 S. 39. BR: AB 5026 S. 601.)
(CELEX-Nr.: 392L0051, 389L0048)
BGBl. Nr. 330/1996 (NR: GP XX IA 191/A AB 142 S. 25. BR: AB 5194 S. 614.)
BGBl. Nr. 766/1996 (NR: GP XX RV 416 AB 442 S. 48. BR: AB 5328 S. 619.)
BGBl. I Nr. 20/1998 (NR: GP XX RV 934 AB 1014 S. 102. BR: AB 5597 S. 634.)
BGBl. I Nr. 132/1998 (NR: GP XX RV 1277 AB 1292 S. 135. BR: AB 5748 S. 643.)
BGBl. I Nr. 96/1999 (NR: GP XX RV 1756 AB 1796 S. 169. BR: AB 5948 S. 655.)
BGBl. I Nr. 77/2001 (NR: GP XXI RV 580 AB 610 S. 72. BR: 6364 AB 6369 S. 678.)
BGBl. I Nr. 91/2005 (NR: GP XXII RV 975 AB 1044 S. 117. BR: 7335 AB 7358 S. 724.)
BGBl. I Nr. 20/2006 (NR: GP XXII RV 1166 AB 1195 S. 132. BR: 7438 S. 730.)
[CELEX-Nr.: 32003L0109, 32004L0038]
BGBl. I Nr. 113/2006 (NR: GP XXII RV 1410 AB 1549 S. 150. BR: AB 7584 S. 736.)
BGBl. I Nr. 26/2008 (NR: GP XXIII RV 307 AB 381 S. 41. BR: AB 7845 S. 751.)
BGBl. I Nr. 116/2008 (NR: GP XXIII RV 548 AB 630 S. 65. BR: 7980 AB 7997 S. 759.)
BGBl. I Nr. 44/2009 (NR: GP XXIV RV 105 AB 169 S. 19. BR: AB 8105 S. 770.)
BGBl. I Nr. 44/2010 (NR: GP XXIV RV 713 AB 765 S. 70. BR: AB 8344 S. 786.)
BGBl. I Nr. 73/2011 (NR: GP XXIV RV 1209 AB 1265 S. 113. BR: AB 8535 S. 799.)
BGBl. I Nr. 9/2012 (NR: GP XXIV RV 1617 AB 1628 S. 141. BR: AB 8658 S. 804.)
BGBl. I Nr. 36/2012 (NR: GP XXIV RV 1631 AB 1683 S. 150. BR: AB 8703 S. 807.)
BGBl. I Nr. 79/2012 (NR: GP XXIV RV 1789 AB 1864 S. 166. BR: AB 8776 S. 812.)
BGBl. I Nr. 74/2013 (NR: GP XXIV RV 2199 AB 2286 S. 199. BR: AB 8955 S. 820.)
BGBl. I Nr. 75/2013 (NR: GP XXIV RV 2212 AB 2287 S. 199. BR: AB 8953 S. 820.)
BGBl. I Nr. 48/2014 (NR: GP XXV RV 141 AB 150 S. 30. BR: 9191 AB 9196 S. 831.)
BGBl. I Nr. 38/2015 (NR: GP XXV RV 448 AB 461 S. 61. BR: 9325 AB 9332 S. 839.)
BGBl. I Nr. 67/2015 (NR: GP XXV RV 531 AB 600 S. 73. BR: AB 9376 S. 842.)
BGBl. I Nr. 104/2015 (NR: GP XXV RV 681 AB 746 S. 86. BR: AB 9445 S. 844.)
BGBl. I Nr. 56/2016 (NR: GP XXV RV 1146 AB 1167 S. 134. BR: 9595 AB 9610 S. 855.)
[CELEX-Nr.: 32013L0055]
BGBl. I Nr. 129/2017 (NR: GP XXV IA 2235/A AB 1705 S. 188. BR: 9817 AB 9853 S. 871.)
BGBl. I Nr. 35/2018 (NR: GP XXVI RV 107 AB 120 S. 25. BR: 9969 AB 9974 S. 880.)
Allgemeine Bestimmungen über die Schulorganisation
Dieses Bundesgesetz gilt für die allgemeinbildenden und berufsbildenden Pflichtschulen, mittleren Schulen und höheren Schulen sowie für die Anstalten der Lehrerbildung und der Erzieherbildung. Ausgenommen vom Geltungsbereich dieses Bundesgesetzes sind die land- und forstwirtschaftlichen Schulen.
§ 2. Aufgabe der österreichischen Schule
(2) Die besonderen Aufgaben der einzelnen Schularten ergeben sich aus den Bestimmungen des II. Hauptstückes.
§ 3. Gliederung der österreichischen Schulen
(1) Das österreichische Schulwesen stellt in seinem Aufbau eine Einheit dar. Seine Gliederung wird durch die Alters- und Reifestufen, die verschiedenen Begabungen und durch die Lebensaufgaben und Berufsziele bestimmt. Der Erwerb höherer Bildung und der Übertritt von einer Schulart in eine andere ist allen hiefür geeigneten Schülern zu ermöglichen. Schüler und Eltern sind über die Aufgaben und Voraussetzungen der verschiedenen Schularten zu informieren und insbesondere in der 4. und 8. Schulstufe sowie vor dem Abschluß einer Schulart über den nach den Interessen und Leistungen des Schülers empfehlenswerten weiteren Bildungsweg zu beraten.
nach ihrem Bildungsinhalt in:
allgemeinbildende Schulen,
Anstalten der Lehrerbildung und der Erzieherbildung;
nach ihrer Bildungshöhe in:
Pflichtschulen,
mittlere Schulen,
höhere Schulen,
Akademien.
Abs. 4: Grundsatzbestimmung.
Diese Bestimmung ist gegenüber den Ländern bereits am
13. Juni 1975 in Kraft getreten (Art. VII, BGBl. Nr.
324/1975)
§ 4. Allgemeine Zugänglichkeit der Schulen
(1) Die öffentlichen Schulen sind allgemein ohne Unterschied der Geburt, des Geschlechtes, der Rasse, des Standes, der Klasse, der Sprache und des Bekenntnisses zugänglich. Aus organisatorischen oder lehrplanmäßigen Gründen können jedoch Schulen und Klassen eingerichtet werden, die nur für Knaben oder nur für Mädchen bestimmt sind, sofern dadurch keine Minderung der Organisation eintritt.
(2) Die Aufnahme eines Schülers in eine öffentliche Schule darf nur abgelehnt werden,
wenn der Schüler dem für die Schule vorgesehenen Schulsprengel nicht angehört;
(3) Für Privatschulen gelten die Bestimmungen des Abs. 1 mit der Maßgabe, daß an Schulen, deren Schulerhalter eine gesetzlich anerkannte Kirche oder Religionsgesellschaft, eine nach deren Recht bestehende Einrichtung oder ein anderer Rechtsträger ist, sofern er nicht öffentlich-rechtlichen Charakter hat, die Auswahl der Schüler nach dem Bekenntnis und nach der Sprache sowie die Geschlechtertrennung zulässig sind.
(4) (Grundsatzbestimmung) Die Bestimmungen des Abs. 1 und 2 gelten für öffentliche Pflichtschulen, die keine Übungsschulen sind, als Grundsatzbestimmungen. Die nach dem Ausführungsgesetz zuständige Behörde hat vor der Festlegung der Geschlechtertrennung den Schulerhalter und die Schulbehörde erster Instanz (Kollegium) zu hören.
§ 5. Schulgeldfreiheit
(1) Außer der durch andere gesetzliche Vorschriften vorgesehenen Schulgeldfreiheit an öffentlichen Pflichtschulen ist auch der Besuch der sonstigen unter dieses Bundesgesetz fallenden öffentlichen Schulen unentgeltlich.
(2) Die durch gesonderte Vorschriften geregelte oder zu regelnde Einhebung von Lern- und Arbeitsmittelbeiträgen, Unfallversicherungsprämien und eines höchstens kostendeckenden Beitrages für die Unterbringung, Verpflegung und Betreuung in öffentlichen Schülerheimen wird hiedurch nicht berührt. Sonstige Schulgebühren dürfen nicht eingehoben werden.
(3) Die Beiträge für Schülerheime und den Betreuungsteil ganztägiger Schulformen gemäß Abs. 2 Z 2 sind durch Verordnung festzulegen, wobei diese höchstens kostendeckend sein dürfen, auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der Schüler und der Unterhaltspflichtigen Bedacht zu nehmen ist und eine Durchschnittsberechnung für alle in Betracht kommenden Schularten zulässig ist.
§ 26. Lehrer
Die Vorschriften der §§ 13 und 20 finden unter Bedachtnahme auf die Organisationsform der Sonderschule sinngemäß Anwendung.
§ 31. Organisationsformen
Der Polytechnische Lehrgang ist als selbständige Schule zu führen. Ist die Schülerzahl für die Führung als selbständige Schule zu gering, so kann der Polytechnische Lehrgang in organisatorischem Zusammenhang mit einer sonstigen allgemeinbildenden Pflichtschule geführt werden.
§ 34. Aufgabe der allgemeinbildenden höheren Schulen
Die allgemeinbildenden höheren Schulen haben die Aufgabe, den Schülern eine umfassende und vertiefte Allgemeinbildung zu vermitteln und sie zugleich zur Hochschulreife zu führen.
Gestaffeltes Inkrafttretedatum (§ 131 Abs. 1 lit. e)
§ 42. Lehrer
(1) Der Unterricht in den Klassen der allgemeinbildenden höheren Schulen ist durch Fachlehrer zu erteilen.
(2) Für jede allgemeinbildende höhere Schule sind ein Leiter und die erforderlichen weiteren Lehrer zu bestellen.
§ 50. Lehrer
(3) Die Bestimmung des § 13 Abs. 3 findet Anwendung.
§ 53. Aufbau der berufsbildenden mittleren Schulen
(1) Die berufsbildenden mittleren Schulen schließen an die
8. Schulstufe an und umfassen je nach ihrer Art eine bis vier Schulstufen (9., 10., 11. und 12. Schulstufe).
(2) Jeder Schulstufe hat eine Klasse zu entsprechen.
(3) Die Bestimmung des Abs. 1 gilt nicht für die in den folgenden Bestimmungen vorgesehenen Sonderformen, Lehrgänge und Kurse sowie für die Fachschulen für Sozialberufe.
§ 56. Lehrer
(1) Der Unterricht in den Klassen der berufsbildenden mittleren Schulen ist durch Fachlehrer zu erteilen.
(2) Für jede berufsbildende mittlere Schule sind, sofern sie nicht nach § 54 Abs. 2 einer berufsbildenden höheren Schule eingegliedert ist, ein Leiter sowie die erforderlichen Lehrer, im Falle der Gliederung in Fachabteilungen auch Abteilungsvorstände zu bestellen.
(3) Die Bestimmung des § 42 Abs. 3 findet Anwendung.
§ 70. Lehrer
(1) Der Unterricht in den Klassen der berufsbildenden höheren Schulen ist durch Fachlehrer zu erteilen.
(2) Für jede berufsbildende höhere Schule sind ein Leiter und die erforderlichen Lehrer sowie im Falle der Gliederung in Fachabteilungen Abteilungsvorstände zu bestellen.
Akademie für Sozialarbeit
§ 79. Aufgabe der Akademie für Sozialarbeit
Die Akademie für Sozialarbeit hat die Aufgabe, aufbauend auf dem Bildungsgut einer höheren Schule das für die Ausübung einer gehobenen Berufstätigkeit auf dem Gebiet der Sozialarbeit erforderliche Wissen und Können zu vermitteln.
§ 84. Lehrer
(1) Für jede Akademie für Sozialarbeit sind ein Leiter und die erforderlichen weiteren Lehrer zu bestellen. Für die Bestellung von Lehrbeauftragten sind die Bestimmungen des § 123 Abs. 5 anzuwenden.
(2) Die Bestimmung des § 42 Abs. 3 findet Anwendung.
§ 85. Bundesakademien für Sozialarbeit
Die öffentlichen Akademien für Sozialarbeit sind als „Bundesakademien für Sozialarbeit” zu bezeichnen.
§ 115. Lehrer
(1) Für jede Berufspädagogische Akademie sind ein Direktor, die erforderlichen Abteilungsvorstände und die erforderlichen Lehrer zu bestellen. Für die Bestellung von Lehrbeauftragten sind die Bestimmungen des § 123 Abs. 2 anzuwenden.
Pädagogische Akademien
§ 118. Aufgabe der Pädagogischen Akademien
Die Pädagogischen Akademien haben die Aufgabe, aufbauend auf dem Bildungsgut einer höheren Schule, Volksschullehrer, Hauptschullehrer, Sonderschullehrer und Lehrer für Polytechnische Lehrgänge heranzubilden, die nach Berufsgesinnung, Berufswissen und Berufskönnen geeignet sind, die Aufgaben des Lehrberufes zu erfüllen. Ferner können die Pädagogischen Akademien entsprechend den unterrichtlichen Erfordernissen pädagogische Tatsachenforschung betreiben.
§ 121. Aufnahmsvoraussetzungen
Voraussetzung für die Aufnahme in eine Pädagogische Akademie ist die erfolgreiche Ablegung der Reifeprüfung einer höheren Schule. Ferner ist die körperliche Eignung für die Ausbildung an der Pädagogischen Akademie nachzuweisen.
Durch die Bestimmungen dieses Bundesgesetzes über die Bezeichnung von Schulen werden eigennamenähnliche Bezeichnungen einzelner Schulen nicht berührt.
(1) Mit dem jeweiligen Wirksamwerden der Bestimmungen dieses Bundesgesetzes (§ 131) treten die entsprechenden bisherigen gesetzlichen Vorschriften über die Organisation der in diesem Bundesgesetz geregelten Schularten außer Kraft.
(2) Die Bestimmungen des Minderheiten-Schulgesetzes für Kärnten, BGBl. Nr. 101/1959, werden durch dieses Bundesgesetz nur insoweit berührt, als die Vorschriften dieses Bundesgesetzes über die Organisation der entsprechenden Schularten auch für die für die Minderheit in Betracht kommenden Schulen und Einrichtungen gelten.