Source: https://www.internet-strafrecht.com/polizeiliche-kriminalstatistik-2012-entwicklung-der-it-straftaten-cyberkriminalitaet-rechtsanwalt/
Timestamp: 2020-05-31 21:57:37
Document Index: 232270602

Matched Legal Cases: ['§ 202', '§202', '§202', '§202', '§202', '§202', '§202', '§202']

Cybercrime allgemein | Entwicklung IT-Straftaten 2012: Persönlichkeitsrechte stark? | Cybercrime Blog Anwalt | Betrug, Datenveränderung, Geldautomat, IT-Forensik, Polizeiliche Kriminalstatistik
Es stellt sich bereits die Problematik, was unter “Cyberkriminalität” zu verstehen ist, ich selbst lehne den Begriff ab: Im Bereich der IT-Straftaten sind m.E. auch Urheberrechtsverletzungen und Persönlichkeitsrechtsverletzungen relevant, die keinen “Cyberraum” benötigen. Nicht umsonst spreche ich vom “Daten-Strafrecht” und lehne Begrifflichkeiten wie das “Internet-Strafrecht” ab, wenn sie auch verbreitet sind. Sofern man meiner dogmatischen Einordnung (dazu hier) folgt, ergeben sich Anmerkungen zu folgenden Bereichen:
Auch im Bereich Ausspähen, Abfangen von Daten samt Vorbereitungshandlungen gemäß §§ 202a, 202b, 202c StGB ist auf den ersten Blick eine Steigerung zu bemerken, um immerhin fast 7%. Der genaue Blick zeigt aber, dass bei den §§202a, 202b StGB die Entwicklung Rückläufig ist (§202a StGB = -5%; §202b StGB = -22%), während gerade bei der Vorbereitungshandlung des §202c StGB eine Steigerung von 323% zu verzeichnen ist. Dies überrascht durchaus, da das BVerfG den Anwendungsbereich des §202c StGB stark eingeschränkt hat (dazu hier von mir).Erklären kann man es vielleicht damit, dass es sich hierbei um eine reine Ermittlungsstatistik handelt, die nur Aussage über die Ermittlungstätigkeit, nicht aber über Verurteilungen gibt. Vielleicht zeigt sich hier, dass jedenfalls bei Ermittlungsverfahren die Ermittlungsbehörden vorschnell die Möglichkeit des §202c StGB bejahen und hier tätig werden. Da hiermit einschneidende Maßnahmen wie Hausdurchsuchungen verbunden sein können, ein durchaus kritisch zu betrachtendes Phänomen. Andererseits könnte eine derart rapide Steigerung auch mit kurzzeitigen Effekten erklärt werden, etwa Ermittlungen im Bereich von Anonymous im Jahr 2012 oder durch verstärkte Ermittlungstätigkeit im Bereich des Skimmings, was gerne über §202c StGB verfolgt wird, wenn die Tat noch nicht zur Ausführung kam.
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1 Anwort auf „Polizeiliche Kriminalstatistik 2012: Entwicklung der IT-Straftaten“
Polizeiliche Kriminalstatistik 2014: Entwicklung der IT-Straftaten - IT-Strafrecht: Internet-Strafrechtsagt:
[…] Ich hatte zuletzt etwas zur Statistik 2012 geschrieben, inzwischen gibt es einige bemerkenswerte Änderungen, auf die das BKA hinweist und die sich aus meiner Sicht ergeben: […]