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Timestamp: 2019-04-21 10:08:15
Document Index: 58201367

Matched Legal Cases: ['§ 2048', '§ 165', '§ 2048', '§ 165', '§ 8', '§ 1']

BMF v. 05.12.2002 - IV A 6 -S 2242 - 25/02 - NWB Datenbank
BMF v. 05.12.2002 - IV A 6 -S 2242 - 25/02BStBl 2002 I S. 1392
BMF v. 05.12.2002 - IV A 6 -S 2242 - 25/02 BStBl 2002 I S. 1392
Ertragsteuerliche Behandlung der Erbengemeinschaft und ihrer Auseinandersetzung; Erbauseinandersetzung durch Realteilung bei Vorliegen einer Teilungsanordnung durch den Erblasser
Bezug: BMF-Schreiben vom 19. Juli und 4. Oktober 2002 - IV A 6 - S 2242 - 13/02
Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder sind Tz. 8, 9 und 76 des BMF-Schreibens vom 11. Januar 1993 - IV B 2 - S 2242 - 86/92 - (BStBl 1993 I S. 62) unter Berücksichtigung des BFH-Urteils vom 4. Mai 2000 - IV R 10/99 - (BStBl 2002 II S.) in allen noch offenen Fällen in folgender Fassung anzuwenden:
In den Fällen der Auseinandersetzung von Erbengemeinschaften - auch in den Fällen der Auseinandersetzung einer Mitunternehmerschaft - ist eine steuerlich unschädliche Rückwirkung auf den Zeitpunkt des Erbfalls in engen Grenzen anzuerkennen, da die Erbengemeinschaft eine gesetzliche Zufallsgemeinschaft ist, die auf Teilung angelegt ist. Bei der Auseinandersetzungsvereinbarung wird in der Regel eine rückwirkende Zurechnung laufender Einkünfte für sechs Monate anerkannt. Die Frist beginnt mit dem Erbfall. In diesen Fällen können die laufenden Einkünfte daher ohne Zwischenzurechnung ab dem Erbfall ungeschmälert dem die Einkunftsquelle übernehmenden Miterben zugerechnet werden. Dies gilt auch bei Teilauseinandersetzungen. Liegt eine Teilungsanordnung (§ 2048 BGB) des Erblassers vor und verhalten sich die Miterben tatsächlich bereits vor der Auseinandersetzung entsprechend dieser Anordnung, indem dem das Unternehmen fortführenden Miterben die Einkünfte zugeordnet werden, ist eine rückwirkende Zurechnung laufender Einkünfte auch über einen längeren Zeitraum, dessen Dauer sich an den Umständen des Einzelfalls zu orientieren hat, vorzunehmen. Soweit laufende Einkünfte rückwirkend zugerechnet werden, ist die Auseinandersetzung steuerlich so zu behandeln, als ob sich die Erbengemeinschaft unmittelbar nach dem Erbfall auseinandergesetzt hätte (Durchgangserwerb der Erbengemeinschaft). Solange die Teilungsanordnung von den Erben vor der Auseinandersetzung beachtet wird, sind die Veranlagungen vorläufig nach § 165 Abs. 1 Satz 1 AO durchzuführen.
Tz. 9:
Allerdings reicht es nicht aus, wenn die Miterben innerhalb der Frist lediglich den Entschluss fassen, sich auseinanderzusetzen. Vielmehr muss innerhalb der Frist eine klare und rechtlich bindende Vereinbarung über die Auseinandersetzung und ihre Modalitäten vorliegen. Diese Auseinandersetzungsvereinbarung muss den Übergang von Nutzungen und Lasten für die von dieser Auseinandersetzung betroffenen Wirtschaftsgüter auf den Zeitpunkt des Erbfalls festlegen; sie muss auch tatsächlich durchgeführt werden. Soweit noch eine Wertfindung erforderlich ist, kann diese jedoch auch außerhalb der Frist erfolgen.
Tz. 76:
Durch eine Teilungsanordnung (§ 2048 BGB) wird lediglich die Art und Weise der Erbauseinandersetzung durch den Erblasser festgelegt. Deshalb gehen auch bei der Teilungsanordnung zunächst alle Nachlassgegenstände auf die Erbengemeinschaft und nicht einzelne Nachlassgegenstände unmittelbar auf denjenigen Miterben über, der sie auf Grund der Teilungsanordnung erhalten soll. Dies gilt auch bei Anordnung einer Testamentsvollstreckung. Verhalten sich die Miterben jedoch bereits vor der Auseinandersetzung entsprechend der Teilungsanordnung, ist dies auch steuerrechtlich anzuerkennen, solange die tatsächliche Auseinandersetzung innerhalb einer sich an den Umständen des Einzelfalls orientierenden Frist vorgenommen wird. Setzen sich die Erben einverständlich über die Teilungsanordnung hinweg, ist für die steuerliche Beurteilung die tatsächliche Auseinandersetzung maßgeblich. Solange die Teilungsanordnung von den Erben vor der Auseinandersetzung beachtet wird, sind die Veranlagungen vorläufig nach § 165 Abs. 1 Satz 1 AO durchzuführen.
Wegen der Auswirkungen der Rechtsänderungen durch das StSenkG und das UntStFG auf das BMF-Schreiben vom 11. Januar 1993 - IV B 2 - S 2242 - 86/92 - (BStBl 1993 I S. 62) wird ein gesondertes BMF-Schreiben ergehen.
BMF v. 05.12.2002 - IV A 6 -S 2242 - 25/02
OFD Frankfurt am Main 10.3.2005 - EZ 1150 A
OFD München 12.3.2004 - S 2183 b
BMF 25.2.2004 - S 2183 b
OFD Frankfurt am Main 27.1.2004 - EZ 1150 A
FG Nürnberg 26.1.2016 - 1 K 773/14
BStBl 2002 I Seite 1392
XAAAA-81054
Hüttemann/Klatt, Pensionszusagen an tätige Mitunternehmer, NWB 38/2006 S. 3201
GewStG § 8
OFD Koblenz 23.1.2012 (S 2241 A - St 31 3) - Umqualifizierung der Einkünfte einer vermögensverwaltenden Personengesellschaft, zu deren Gesamthandsvermögen eine Beteiligung an einer gewerblichen Personengesellschaft gehört, in gewerbliche Einkünfte; hier: Anwendung des BFH-Urteils vom 06.10.2004, IX R 53/01 (BStBl 2005 II S. 383)
Oberste Finanzbehörden der Länder 21.3.2007 - Anwendung des § 1 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 4 GrEStG auf Organschaftsfälle
BFH 10.5.2007 - IV R 2/05
BFH 6.9.2006 - XI R 3/06
BFH 6.9.2006 - XI R 64/05
BMF v. 05.12.2002 - IV A 6 -S 2242 - 25/02 ablegen in?