Source: http://www.stbv-bremen.de/das-institut/seminare-lehrgaenge-veranstaltungen/seminare-und-lehrgaenge-einzelsicht/termin/tx_cal_phpicalendar/ust-aktuell-2017-4089217/2017/11/22/?no_cache=1&cHash=bde538d627814aed87bcf452fbbca312
Timestamp: 2017-11-23 07:21:46
Document Index: 295496840

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 13', '§ 3', '§ 15', '§ 15', '§ 13', '§ 13']

USt Aktuell 2017 [40892.17]
(2017/11/22) Mittwoch, 22. November 2017
Die zahlreichen und vielfältigen innergemeinschaftlichen Warenbewegungen und Dienstleistungen stehen auf dem Prüfstand.
Vermehrt ist eine zunehmende Steigerung im Bereich des Online-Handels bzw. der Online-Dienstleistungen über das Internet aufzuweisen. Der Vertrieb über dieses Medium – bei Lieferungen und sonstigen Leistungen an Privatpersonen erfährt zunehmende Resonanz, die von der Beraterschaft steuerlich intensiv gewürdigt werden muss. Die Marktplätze Amazon und Google werden immer bedeutungsvoller und sprechen gerade Startup-Unternehmen vermehrt an. Dabei wird die Versandregelung des § 3c UStG bei Warenlieferungen in die EU immer beachtenswerter.
Da das Umsatzsteuergesetz im Bereich der Europäischen Union keine bilateralen Regelungen vergleichbar von DBA regelt, ist die Bestimmung des Ortes bei allen Warenlieferungen und sonstigen Dienstleistungen erste Voraussetzung für eine praxisnahe Bewertung der weiteren Abwicklung. Das gilt sowohl bei den sog. B2B-Leistungen gem. § 3a Abs. 2 UStG an Unternehmer, als auch bei den übrigen B2C-Dienstleistungen an Nichtunternehmer. Zum 1.1.2015 hat der Gesetzgeber hier das sog. MOSS-Verfahren eingeführt, das bei sonstigen Leistungen an Privatpersonen in der EU Erleichterungen verschafft. Von dieser vereinfachten Möglichkeit der Besteuerung über das BZfSt wird häufig in Unkenntnis der ustl. Ortsbestimmungen noch nicht genügend Gebrauch gemacht. Zukünftig plant die EU-Kommission eine Erweiterung bzw. Vereinfachung bei der Erfassung und Abwicklung derartiger Geschäftsvorfälle. Hierauf wird im Verlauf des Seminars explizit eingegangen.
Das Seminar geht ferner auf die Besonderheiten bei innergemeinschaftlichen Warenbewegungen, insbes. bei den Reihengeschäften, ein.
Ein weiteres Thema ist die Immobilienbesteuerung in der Umsatzsteuer. Hier wird auf die aktuellen höchstrichterlichen Entscheidungen und Verwaltungsanweisungen eingegangen, inkl. des weiteren Vorgehens bei der Abwicklung der sog. Bauträgerfälle.
Die Nutzung und Veräußerung von Immobilien muss im Blickpunkt von immer wieder nicht erkannten Geschäftsveräußerungen im Ganzen genau beobachtet werden und fordert von den Berufsträgern eine permanente Beratung des Mandanten.
Die ustl. Konsequenzen im Bauleistungsbereich und der Verlagerung der Steuerschuldnerschaft gem. § 13b UStG sind Bestandteil des Seminars, inkl. der Entwicklung bei den Erneuerbaren Energien im Zusammenhang mit Immobilien (PV-Anlagen, Blockheizkraftwerke).
In Betriebsaufspaltungsfällen kann es bei der Vermietung von Geschäftsräumen zu nicht gewollten ustl. Organschaften kommen; hier ist ein umsichtiges Vertragsverhalten erforderlich.
I. Innergemeinschaftlicher Warenverkehr
Nachweispflichten, Vereinfachungsregelungen
Reihengeschäfte - Aktuelle Rechtslage -
Versandregelungen gem. § 3c UStG (an Privat) in die EU
II. Lieferungen über Internet
Prüfung der Unternehmereigenschaft
Leistungen über Online Portale
Rechnungsstellung, Rechnungsberichtigungen
III. Sonstige Leistungen über Internet
B2B-Leistungen (Verlagerung des Leistungsortes)
Leistungen an Privatpersonen - B2C – ab 1.1.2015
IV. Aktuelle Immobilienbesteuerung
Steuerfreie und steuerpflichtige Vermietung
Vorsteuerabzug - § 15 UStG
Berichtigungen gem. § 15a UStG
Bauleistungen gem. § 13b UStG
Geschäftsveräußerungen im Ganzen (GiG)
Veräußerung von Objekten und § 13b UStG bei Option
Photovoltaikanlagen/ BHKW
Abwicklung von Bauträgerfällen
Betriebsaufspaltung und Organschaft
V. Vorsteuerabzug und Berichtigungen
Neueste Rechtsprechung und Verwaltungsanweisungen bei gemsicht genutzten Immobilien