Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/202
Timestamp: 2018-10-15 21:12:51
Document Index: 286049188

Matched Legal Cases: ['§ 202', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 202', '§202', '§ 202', '§ 134', '§ 306', '§ 139', '§ 202', '§ 278', '§ 4', 'BGH', '§ 202', 'BGH', '§ 202', 'BGH', 'BGH', '§ 202', 'BGH', '§ 202', 'BGH', 'BGH', '§202', 'BGH', 'BGH', '§ 202', 'BGH', '§ 202', 'BGH', '§ 202', 'BGH', '§ 202']

§ 202 BGB: Unzulässigkeit von Vereinbarungen über die Verjährung
BGH, URTEIL vom 2.6.2014, Az. VI ZR 391/13 35	Allerdings	kann	der Schuldner nach neuem Verjährungsrecht durch ein- seitige Erklärung auf die Einrede der Verjährung unabhängig von deren Eintritt verzichten (vgl. BGH, Urteile vom 18. September 2007 - XIZR 447/06, WM 2007, 2230 Rn. 15 mwN; vom 16. März 2009 - II ZR 32/08, WM 2009, 955 Rn. 22; vom 15. April 2010 - III ZR 196/09, BGHZ 185, 185 Rn. 17; vom 6. Dezember 2012 -VII ZR 15/12, VersR 2013, 911 Rn. 13; KG, KGR Berlin 2008, 809, 810; Wenzel/Jahnke, Der Arzthaftungsprozess, 2012, Kap. 2 Rn. 3366 f.; siehe auch § 202 Abs. 2 BGB; zu dem früheren Verjährungsrecht vgl. Senatsurteile vom 4. November 1997 -VIZR 375/96, VersR 1998, 124, 125 mwN; vom 17. Juni 2008 - VIZR 197/07, VersR 2008, 1350 Rn. 28; NK-BGB/Mansel/ Stürner, 2. Aufl., §202 Rn. 45).
LAG Hamm, Urteil vom 2.9.2011, Az. 14 Sa 543/11 a) Sie verstößt gegen § 202 Abs. 1 BGB und ist deswegen gemäß § 134 BGB, § 306 BGB insgesamt unwirksam; § 139 BGB findet keine Anwendung (entgegen BAG, 25. Mai 2005, 5 AZR 572/04, NZA 2005, 1111; 28. September 2005, 5 AZR 52/05, NZA 2006, 149)
LAG Hamm, Urteil vom 2.9.2011, Az. 14 Sa 543/11 Deshalb verbietet § 202 Abs. 1 BGB nicht nur Vereinbarungen über die Verjährung, sondern auch über Ausschlussfristen (vgl. BAG, 25. Mai 2005, 5 AZR 572/04, NZA 2005, 1111 <1112>; 28. September 2005, 5 AZR 52/05, NZA 2006, 149 <151>; im Grundsatz zustimmend, jedoch einschränkend im Hinblick auf § 278 Satz 2 BGB: BAG, 16. Mai 2007, 8 AZR 709/06, NZA 2007, 1154 <1157>; 30. Oktober 2008, 8 AZR 886/07, NJOZ 2009, 2946 <2948> = EzA TVG § 4 Ausschlussfristen Nr. 192).
LG Köln, Urteil vom 4.0.2008, Az. 2 O 665/06 Soweit der BGH (Urt. v. 18.9.2007, XI ZR 447/06, BB 2007, 2591) etwas anderes vertritt, betraf dies einen Fall, in dem der Verjährungsverzicht im Jahr 2004 erfolgte und daher nach neuem Recht zu beurteilen war, das in § 202 Abs. 2 BGB Verjährungserschwerungen erlaubt.
LG Bonn, Urteil vom 2.11.2004, Az. 11 O 48/04 Wie der BGH (GRUR 1994, 831) entschieden hat, ist die Werbung mit einer lebenslangen Garantie irreführend, weil eine solche Garantie nicht über die Dauer von 30 Jahren hinaus rechtlich wirksam gegeben werden kann (s. nunmehr § 202 Abs. 2 BGB).
BGH, URTEIL vom 4.4.1998, Az. IX ZR 139/97 Die von der Rechtsprechung gemachte Einschränkung, das der Geltendmachung des Anspruchs entgegenstehende Hindernis müsse 'auf der Seite des Verpflichteten' vorliegen (BGHZ 10, 310, 311), nimmt die hier zu beurteilenden Fälle nicht aus dem Anwendungsbereich des § 202 Abs. 1 BGB aus.
BGH, URTEIL vom 4.3.1998, Az. III ZR 7/97 Januar 1989 ist nichts ersichtlich; selbst in einer Übereinkunft der Prozeßparteien, den Rechtsstreit ruhen zu lassen, kann - für sich genommen - eine Stundungsabrede im Sinne von § 202 BGB noch nicht gesehen werden (BGH, Urteil vom 23. Januar 1970 - I ZR 37/68 - WM 1970, 548).
BGH, URTEIL vom 3.4.1987, Az. VIII ZR 136/86 Fällen des §202 Abs. 2 BGB gleichzusetzenden und die Verjährung daher nicht hemmenden Befugnis Gebrauch', so könne der Gläubiger Zahlung erst ver- > langen, wenn er die Zustimmung beigebracht habe (BGHZ 64, 117, 121).
BGH, URTEIL vom 2.10.1972, Az. VI ZR 126/71 Allerdings stand einem Abkommen mit den Rechtsfolgen des § 202 Abs. 1 BGB nicht schon allgemein und allein entgegen, wenn die Partner keinen bestimmten Endzeitpunkt vereinbarten, sondern auf ein zwar bestimmtes, aber zeitlich offenes Ereignis - hier: Abschluß des Ermittlungsverfahrens - abstellten (BGH Urteil v. 20. Februar 1958 - Ill ZR 175/56 = LM BGB § 202 Nr. 3).
BGH, URTEIL vom 1.0.1972, Az. VII ZR 171/70 Hat jedoch die Vereinbarung, was die Behauptungen der Beklagten nicht klar erkennen lassen, nicht nur den Eindruck bei der Beklagten erwecken müssen, sondern zu dem Inhalt gehabt, daß die Zahlung des restlichen Werklohns von der gerichtlichen Entscheidung über die Vertragsstrafe abhängen sollte, so könnte darin ein bis zu dieser Entscheidung befristeter Verzicht auf die Geltendmachung des restlichen Werklohnes (pactum de non petendo) gesehen werden, der eine Hemmung der Verjährung nach § 202 BGB zur Folge hat (vgl. u. a. BGH LM Nr. 3, 5 zu § 202 BGB; RGZ 142, 263).