Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=RGZ%2056,%20271
Timestamp: 2019-10-18 14:49:53
Document Index: 178803076

Matched Legal Cases: ['§ 823', 'BGH', '§ 428', '§ 249', '§ 824', '§ 823', '§ 186']

RG, 14.12.1902 - Rep. VI. 167/03 - dejure.org
RG, 14.12.1902 - Rep. VI. 167/03
https://dejure.org/1902,303
RG, 14.12.1902 - Rep. VI. 167/03 (https://dejure.org/1902,303)
RG, Entscheidung vom 14.12.1902 - Rep. VI. 167/03 (https://dejure.org/1902,303)
RG, Entscheidung vom 14. Dezember 1902 - Rep. VI. 167/03 (https://dejure.org/1902,303)
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Zu §§ 823. 824. 826 B.G.B.
RGZ 56, 271
Nach einer auf das Reichsgericht zurückgehenden Formel verweist die Sittenwidrigkeit auf das „Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden“ (RGZ 48, 114 [124]; RGZ 56, 271 [279]; RGZ 72, 175 [176]).
Klagen Lizenzgeber und Lizenznehmer hingegen in getrennten Verfahren auf Schadensersatz, was ihnen nach der BGH-Rechtsprechung nicht verwehrt ist, führt das Fehlen von Mitgläubigerschaft dazu, dass nicht einer auf Leistung - in Form der Erstattung des Gesamtschadens - an alle klagen kann (§ 428 Abs. 1 S. 1 BGB), sondern jeder auf Ausgleich des eigenen Schadens antragen muss, was im Übrigen bei jeder unerlaubten Handlung mit mehreren Verletzten die Regel ist (so schon RGZ 56, 271).
Allerdings ist in der Rechtsprechung ein Unterlassungsgebot vielfach auch auf § 249 BGB gestützt worden (RGZ 56, 271 [286]).
Der Verletzte hat im Rahmen des § 824 BGB - anders als nach § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 186 StGB - grundsätzlich die Unwahrheit der Behauptung zu beweisen (vgl. RGZ 56, 271, 285; 115, 74, 79; RG JW 1932, 3060, 3061; OLG Düsseldorf NJW-RR 2002, 1427).