Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%2026/72
Timestamp: 2019-07-16 15:26:03
Document Index: 83681311

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'OGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 362', 'BGH', 'BGH', '§ 242', '§ 242', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.06.1973 - II ZR 26/72 - dejure.org
https://dejure.org/1973,1109
BGH, 25.06.1973 - II ZR 26/72 (https://dejure.org/1973,1109)
BGH, Entscheidung vom 25.06.1973 - II ZR 26/72 (https://dejure.org/1973,1109)
BGH, Entscheidung vom 25. Juni 1973 - II ZR 26/72 (https://dejure.org/1973,1109)
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Einlösung eines vorherigen deckungsbestätigten Schecks - Schuldhaft unrichtig erteilte Auskunft - Abschluss eines Auskunftsvertrages
BGHZ 61, 176
NJW 1973, 1923
MDR 1973, 1000
DB 1973, 1986
Nur ausnahmsweise unter ganz besonderen Umständen ist nach Treu und Glauben eine Benachrichtigungspflicht nach Vertragsbeendigung angenommen worden, insbesondere um einen dem Vertragspartner offensichtlich drohenden erheblichen Schaden abzuwenden, der mit der vorangegangenen Vertragserfüllung zusammenhing (OGHZ 1, 380, 384 f; BGHZ 61, 176, 178 f) [BGH 25.06.1973 - II ZR 26/72].
Denn nur ausnahmsweise kann unter ganz besonderen Umständen nach Treu und Glauben eine Benachrichtigungspflicht nach Vertragsbeendigung angenommen worden, nämlich um einen dem Vertragspartner offensichtlich drohenden erheblichen Schaden abzuwenden, der mit der vorangegangenen Vertragserfüllung zusammenhing (vgl. BGHZ 61, 176; BGH VersR 1990, 1275.).
Dazu gehören sogar die vorliegenden - zu einer Kontobelastung führenden - Schecks, Wechsel und Überweisungen, die sich im Geschäftsgang befinden und noch nicht auf dem Konto gebucht sind (vgl. BGHZ 49, 167, 169 [BGH 29.11.1967 - Ib ZR 165/65]; 61, 176, 177) [BGH 25.06.1973 - II ZR 26/72].
Aus dem Gebot redlicher und verkehrsüblicher Vertragserfüllung folgt für den Auftragnehmer nämlich auch nach der eigentlichen Leistung noch eine Rechtspflicht zu bestimmten Handlungen oder Unterlassungen, wenn andernfalls der Vertragszweck vereitelt oder gefährdet würde (vgl. BGHZ 16, 4, 10; 20, 169, 172; 61, 176, 179 [BGH 25.06.1973 - II ZR 26/72]; BGH NJW 1982, 1807, 1808 m.N.; Urteil vom 28. Mai 1952 - II ZR 253/51 = LM BGB § 362 Nr. 2; RGZ 161, 330, 338 f).
Dazu zählt insbesondere das Verbot, dem Gläubiger die durch Vertrag gewährten Vorteile wieder zu entziehen oder wesentlich zu schmälern, und die Pflicht, alles zu unterlassen, was den Vertragszweck gefährden oder vereiteln könnte (vgl. BGH, Urteil vom 28. Mai 1952 - II ZR 253/51 = DB 1952, 553; BGHZ 61, 176, 179; RGZ 161, 330, 338;… Staudinger/Schmidt BGB 12. Aufl. § 242 Rdn. 779 ff.;… MünchKomm/Roth BGB 2. Aufl. § 242 Rdn. 160 ff.;… RGRK-Alff BGB 12. Aufl. § 242 Rdn. 50;… Strätz, Festschrift für Bosch 1976, 999 ff.).
Die rechtliche Bedeutung einer fernmündlichen "Scheckbestätigung" sowie einer Bankauskunft sind hinreichend geklärt (vgl. BGHZ 49, 167 [BGH 29.11.1967 - Ib ZR 165/65] ; 61, 176 [BGH 25.06.1973 - II ZR 26/72] ; BGH Urteil vom 30. März 1976 - VI ZR 21/74 = BB 1976, 855; Urteil vom 7. Januar 1965 - VII ZR 28/63 = WM 1965, 287).
Nur ausnahmsweise und unter ganz besonderen Umständen ist die auskunfterteilende Bank verpflichtet, der anfragenden Bank mitzuteilen, daß sie wegen einer zwischenzeitlichen Änderung der Verhältnisse einen abgefragten Scheck nicht einlösen werde (vgl. BGHZ 61, 176, 178) [BGH 25.06.1973 - II ZR 26/72] .
BayObLG, 14.10.1993 - 5St RR 43/93