Source: https://www.rechtslupe.de/familienrecht/der-verfahrenspfleger-unterbringungssache-3133758?pk_campaign=feed&pk_kwd=der-verfahrenspfleger-unterbringungssache
Timestamp: 2019-10-23 23:26:09
Document Index: 134244063

Matched Legal Cases: ['Art. 103', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 276']

Die Bestel­lung eines Ver­fah­rens­pfle­gers in einer Unter­brin­gungs­sa­che soll die Wah­rung der Belan­ge des Betrof­fe­nen in dem Ver­fah­ren gewähr­leis­ten. Der Ver­fah­rens­pfle­ger hat daher in ers­ter Linie die Pflicht, dem Anspruch des Betrof­fe­nen auf recht­li­ches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) Gel­tung zu ver­schaf­fen; außer­dem hat er den tat­säch­li­chen oder mut­maß­li­chen Wil­len des Betreu­ten zu erkun­den und in das Ver­fah­ren ein­zu­brin­gen 2. Anders als der Betreu­er in dem jewei­li­gen Auf­ga­ben­kreis ist er jedoch nicht gesetz­li­cher Ver­tre­ter des Betrof­fe­nen 3. Dar­aus folgt, dass eine vom Ver­fah­rens­pfle­ger aus­drück­lich im Namen des Betrof­fe­nen vor­ge­nom­me­ne Ver­fah­rens­hand­lung unzu­läs­sig und der Ver­fah­rens­pfle­ger ins­be­son­de­re zur Ein­le­gung der Beschwer­de im Namen der Betrof­fe­nen nicht befugt ist 4.
im Anschluss an BGH, Beschluss vom 22.03.2017 XII ZB 460/​16 Fam­RZ 2017, 1069[↩]
vgl. BGH, Beschluss vom 22.02.2017 XII ZB 341/​16 Fam­RZ 2017, 923 Rn. 17[↩]
vgl. BGH, Beschlüs­se vom 11.02.2015 XII ZB 48/​14 Fam­RZ 2015, 918 Rn. 6; und vom 14.08.2013 XII ZB 270/​13 4 mwN[↩]
vgl. BGH, Beschluss vom 22.03.2017 XII ZB 460/​16 Fam­RZ 2017, 1069 Rn. 4[↩]
vgl. Keidel/​Budde FamFG 19. Aufl. § 276 Rn. 27[↩]