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Timestamp: 2016-10-26 23:08:33
Document Index: 321779771

Matched Legal Cases: ['Art. 54', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 113', 'Art. 111', 'Art. 113', 'Art. 113', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 113', 'Art. 111', 'Art. 2', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 63', 'Art. 47', 'Art. 47', 'BGE', 'Art. 47', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 111', 'BGE', 'Art. 47', 'BGE', 'Art. 48', 'Art. 64', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 80', 'Art. 42']

6B_31/2011 (27.04.2011)
vertreten durch Ma�tre Stefan Disch,
Am 8. M�rz 2006 kam es zwischen dem damals 79-j�hrigen X.________ und seiner Ehefrau A.________ in der ehelichen Wohnung zu einer vorerst verbalen Auseinandersetzung. Im Laufe des Streits schlug X.________ seiner Ehefrau mit einem Hammer mehrmals auf den Kopf, in der Absicht, sie zu t�ten. A.________ zog sich dabei nicht lebensgef�hrliche Verletzungen zu.
Das Bezirksgericht Rheinfelden sprach X.________ mit Entscheid vom 14. Oktober 2009 der versuchten vors�tzlichen T�tung schuldig. Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 5 � Jahren unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft von 68 Tagen. Zugleich sprach das Bezirksgericht X.________ vom Vorwurf der qualifizierten Brandstiftung frei. Eine von X.________ dagegen erhobene Berufung wies das Obergericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 11. November 2010 ab.
X.________ f�hrt Beschwerde ans Bundesgericht. Er beantragt, das Urteil des Obergerichts sei aufzuheben, und er sei wegen versuchten Totschlags zu einer bedingten oder teilbedingten Freiheitsstrafe von maximal drei Jahren zu verurteilen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Zudem ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Der Beschwerdef�hrer reicht seine Beschwerde ans Bundesgericht in franz�sischer Sprache ein. Er stellt den Antrag, das Verfahren auf Franz�sisch zu f�hren (act. 1). Art. 54 BGG regelt die Verfahrenssprache vor Bundesgericht. Danach wird das Verfahren in einer der Amtssprachen gef�hrt, in der Regel in der Sprache des angefochtenen Entscheids (Abs. 1). Verwenden die Parteien eine andere Amtssprache, so kann das Verfahren in dieser Sprache gef�hrt werden (Abs. 2). Die dem Beschwerdef�hrer zur Last gelegte Tat ereignete sich im Kanton Aargau. Das Untersuchungsverfahren wie auch das erst- und zweitinstanzliche Verfahren wurden in deutscher Sprache gef�hrt. Der Beschwerdef�hrer hatte im Zeitpunkt der Tat Wohnsitz im Kanton Aargau. Der Umstand allein, dass die Beschwerdeschrift in einer anderen Amtssprache als der des angefochtenen Entscheids eingereicht wird (Art. 42 Abs. 1 BGG), gen�gt f�r eine Ausnahme nicht. Der Beschwerdef�hrer weist einzig auf seinen gegenw�rtigen Wohnsitz in Lausanne hin. Dass er durch ein Festhalten an der Verfahrenssprache des angefochtenen Entscheids einen ungerechtfertigten Nachteil erleiden w�rde, legt er nicht dar. Insbesondere behauptet er nicht, das Franz�sische besser zu verstehen als die deutsche Sprache (vgl. BGE 132 IV 108 E. 1.1 S. 110). Der Antrag ist deshalb abzuweisen, und das Verfahren ist in deutscher Sprache zu f�hren.
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung von Art. 113 StGB. Die Vorinstanz habe eine heftige Gem�tsbewegung, welche zur Tat gef�hrt habe, bejaht. Hingegen habe sie die Entschuldbarkeit des Affekts in Verletzung von Bundesrecht verneint. Er habe sich zum Tatzeitpunkt in einer heftigen Gem�tsbewegung und unter einer grossen seelischen Belastung befunden. Zwischen ihm und seiner Ehefrau habe ein jahrelanger und schwerer ehelicher Konflikt geherrscht. Zudem habe seine Ehefrau seit September 2005 eine aussereheliche Beziehung unterhalten. Sie h�tten sich wiederholt wegen den gleichen Dingen gestritten. Am fraglichen Morgen habe sie ihm gedroht, die Sozialbeh�rden einzuschalten und ihn zu verlassen. Zudem habe sie mehrere Gegenst�nde besch�digt. Dadurch habe sich die Auseinandersetzung noch mehr zugespitzt, da er an seinen Sachen sehr hange. Auch seine kulturelle Pr�gung sei wesentlich. Er sei im Jahre 1979 als 51-j�hriger politischer Fl�chtling aus dem Vietnam in die Schweiz gefl�chtet. Trotz beruflicher T�tigkeit in der Schweiz bis zu seiner Pensionierung habe er mangels gen�gender Sprachkenntnisse keine sozialen Kontakte mit Schweizern kn�pfen k�nnen. Ebenso wenig habe er das hiesige eheliche Rollenverst�ndnis verstehen und �bernehmen k�nnen. All diese Umst�nde, welche schrittweise zur inkriminierten Tat gef�hrt h�tten, seien relevant und w�rden den Affekt entschuldigen. Die Vorinstanz stelle hingegen einzig auf die unmittelbar vor der Tat erfolgten Provokationen seiner Ehefrau ab (Beschwerde S. 6 ff.).
2.2 Die Vorinstanz erw�gt, die Eheleute h�tten sich am Morgen der Tat gestritten. Als die Ehefrau begonnen habe, Gegenst�nde des Beschwerdef�hrers auf den Boden zu werfen und zu besch�digen, sei der Beschwerdef�hrer von Wut �berw�ltigt worden. Er habe deshalb den Hammer genommen und seine Frau niedergeschlagen, nachdem sie ihm in Aussicht gestellt habe, ihn zu verlassen, falls er die (mit zahlreichen Kisten und Gegenst�nden verstellte) eheliche Wohnung nicht aufr�ume (angefochtenes Urteil S. 9). Laut den erstinstanzlichen Feststellungen, auf welche die Vorinstanz verweist, geriet der Beschwerdef�hrer durch den morgendlichen Streit und wegen einer zerst�rten Glasschale in Wut (angefochtener Entscheid S. 9 mit Verweis auf das erstinstanzliche Urteil S. 12).
Das Besch�digen von diversen Gegenst�nden sei nicht geeignet, einen besonnenen Menschen derart zu erz�rnen, dass er einem anderen Menschen in T�tungsabsicht mehrfach einen Hammer auf den Kopf schlage. Der Beschwerdef�hrer sei von seiner Ehefrau weder derart provoziert noch ungerecht gekr�nkt worden, als dass seine Wut verst�ndlich sein k�nnte. Es m�ge zutreffen, dass er in grossen Zorn gerate, wenn man seine Sachen ber�hre oder besch�dige. Dies sei jedoch eine abnorme Eigenschaft des Beschwerdef�hrers, welche hier unbeachtlich sei. Ebenso wenig von Bedeutung sei, ob (wie in der kantonalen Berufung vorgebracht) es in Vietnam tats�chlich �blich sei, die Ehefrauen mit Schl�gen gef�gig zu machen und ob diese dort tats�chlich einen niedrigeren Stellenwert bes�ssen als Hunde. Wer, wie der Beschwerdef�hrer, im Zeitpunkt der Tat seit 27 Jahren in der Schweiz lebe und w�hrend 14 Jahren hier gearbeitet habe, k�nne sich nicht mehr auf behauptete kulturelle Eigenheiten seines Heimatlandes berufen (angefochtenes Urteil S. 10 f.). Ausl�ser der sehr starken Wut des Beschwerdef�hrers sei das Besch�digen der Schale gewesen. Der Grund f�r seinen Zorn k�nne nur seine pers�nliche Einstellung sein, dass er Gegenst�nde �ber das Wohl anderer Menschen stelle. Der Beschwerdef�hrer habe selbst zu Protokoll gegeben, er sei so w�tend auf seine Ehefrau geworden, weil sie seine Sachen besch�digt habe (angefochtenes Urteil S. 10 f. mit Verweis auf den erstinstanzlichen Entscheid S. 13 f.).
2.3.1 Wer vors�tzlich einen Menschen t�tet, erf�llt den Grundtatbestand der vors�tzlichen T�tung von Art. 111 StGB. Handelt der T�ter in einer nach den Umst�nden entschuldbaren heftigen Gem�tsbewegung oder unter grosser seelischer Belastung, kommt der privilegierte Tatbestand des Totschlags (Art. 113 StGB) zur Anwendung.
2.3.2 Art. 113 StGB privilegiert nicht nur den T�ter, der sich in einer akuten Konfliktsituation befindet und sich in einer einf�hlbaren, heftigen Gem�tsbewegung wie beispielsweise J�hzorn, Wut, Eifersucht, Verzweiflung oder Angst dazu hinreissen l�sst, einen anderen Menschen zu t�ten. Die genannte Bestimmung ber�cksichtigt auch andere Situationen, in denen die zu einer T�tung f�hrende Gem�tslage in vergleichbarer Weise als entschuldbar angesehen werden kann. Erfasst werden chronische seelische Zust�nde, ein psychischer Druck, der w�hrend eines langen Zeitraums kontinuierlich anw�chst und zu einem langen Leidensprozess bis zur v�lligen Verzweiflung f�hrt. Mit der Privilegierung wird der Tatsache Rechnung getragen, dass der T�ter auf Grund seines emotionalen Erregungszustands im Moment der T�tungshandlung nur noch beschr�nkt in der Lage war, sein Verhalten zu kontrollieren.
Die heftige Gem�tsbewegung und die grosse seelische Belastung m�ssen entschuldbar sein. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung setzt der Begriff der Entschuldbarkeit voraus, dass die heftige Gem�tsbewegung oder die grosse seelische Belastung bei objektiver Betrachtung nach den sie ausl�senden Umst�nden gerechtfertigt und die T�tung dadurch bei Beurteilung nach ethischen Gesichtspunkten in einem milderen Licht erscheint. Es muss angenommen werden k�nnen, auch eine andere, anst�ndig gesinnte Person w�re in der betreffenden Situation leicht in einen solchen Affekt geraten. Abnorme Elemente in der Pers�nlichkeit des T�ters, wie besondere Erregbarkeit, krankhafte Eifersucht oder �bertriebenes Ehrgef�hl, verm�gen die Gem�tsbewegung nicht zu entschuldigen. Sie stellen allenfalls bei der Strafzumessung zu ber�cksichtigende Faktoren dar. Die Frage der Entschuldbarkeit der grossen seelischen Belastung ist nicht notwendigerweise nach denselben Kriterien zu entscheiden, die im Falle der heftigen Gem�tsbewegung gelten. Es ist aber auch hier davon auszugehen, wie sich ein vern�nftiger Mensch unter denselben �usseren Umst�nden verhalten h�tte und ob dieser aus diesen Gr�nden ebenfalls nicht mehr in der Lage gewesen w�re, die Situation richtig einzusch�tzen und sie zu meistern. Hat der T�ter die Konfliktsituation, welche die Gem�tsbewegung bzw. die seelische Belastung ausl�ste, selbst verschuldet oder doch vorwiegend durch eigenes Verhalten schuldhaft herbeigef�hrt, so ist der Affekt nicht entschuldbar (BGE 119 IV 202 E. 2a und b S. 203 ff.; Urteil 6B_829/2010 vom 28. Februar 2011 E. 4.3; je mit Hinweisen).
2.4.1 Nach den vorinstanzlichen Feststellungen wurde der Beschwerdef�hrer durch seine Ehefrau im Vorfeld der Tat weder �berm�ssig provoziert noch ungerecht gekr�nkt. Ausl�ser seines heftigen Wutanfalls waren der morgendliche Streit und der Umstand, dass die Ehefrau verschiedene Gegenst�nde auf den Boden warf und besch�digte. Insbesondere stellt die Vorinstanz nicht fest, dass der Beschwerdef�hrer aus Eifersucht, Verzweiflung oder unter einem lang andauernden und kontinuierlich steigenden psychischen Druck gehandelt h�tte. Die erste Instanz bezeichnete die Auseinandersetzung vom 8. M�rz 2006 als banalen Streit.
Diese vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung ist f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich. Sie kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. auch Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 134 IV 36 E. 1.4.1 S. 39; vgl. zum Begriff der Willk�r BGE 135 V 2 E. 1.3 S. 4 f. mit Hinweisen). Eine solche R�ge pr�ft das Bundesgericht nicht von Amtes wegen, und es gelten qualifizierte Anforderungen an die Begr�ndung (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68; 135 III 232 E. 1.2 S. 234; je mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer bringt insbesondere vor, der Affekt fusse auf einem langj�hrigen, schweren ehelichen Konflikt sowie auf einer rund halbj�hrigen ausserehelichen Beziehung seiner Ehefrau. Damit weicht er vom vorinstanzlichen Sachverhalt ab, ohne zu behaupten und darzulegen, dass dieser offensichtlich unrichtig respektive unvollst�ndig festgestellt worden sei. Dieses Vorbringen ist nicht zu h�ren.
2.4.2 Die Vorinstanz qualifiziert den Zustand des Beschwerdef�hrers als einen Affekt im Sinne von Art. 113 StGB. Sie geht aber davon aus, dass es diesbez�glich an der Entschuldbarkeit fehlt. Die Auffassung der Vorinstanz l�sst sich bundesrechtlich nicht beanstanden. Nach den unangefochtenen Feststellungen der Vorinstanz f�hrten die Eheleute am Morgen des 8. M�rz 2006 einen Disput. Die Ehefrau begann, Gegenst�nde des Beschwerdef�hrers auf den Boden zu werfen, worauf dieser einen Hammer beh�ndigte und ihr damit mehrmals auf den Kopf schlug. Die pl�tzliche Wut des Beschwerdef�hrers ist nicht verst�ndlich. Mithin erscheint die versuchte T�tung seiner Ehefrau nicht in einem milderen Licht. Die Vorinstanz schliesst aus, dass ein Durchschnittsmensch der Rechtsgemeinschaft, welcher der T�ter nach Herkunft, Erziehung und t�glicher Lebensf�hrung angeh�rt, in derselben Situation in einen gleichen Affekt geraten w�re. Dieser Ansicht ist beizupflichten. Der fragliche Ehestreit ist nicht geeignet, bei einer besonnenen Person einen �hnlichen Affekt hervorzurufen. Aus seiner vietnamesischen Herkunft vermag der Beschwerdef�hrer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Die Vorinstanz verletzt deshalb kein Bundesrecht, indem sie dem Beschwerdef�hrer keinen entschuldbaren Affekt zugesteht und ihn wegen versuchter vors�tzlicher T�tung verurteilt.
3.1 Der Beschwerdef�hrer beanstandet die Strafzumessung. Er bringt vor, die ausgef�llte Strafe von 5 � Jahren sei "schockierend". Insbesondere trage eine mildere Strafe dem Bed�rfnis nach Spezialpr�vention gen�gend Rechnung. Er sei einzig wegen einer versuchten T�tung f�r schuldig erkannt worden. Dennoch sei die ihm auferlegte Strafe h�her als die Mindeststrafe im Sinne von Art. 111 StGB. Auch habe das Opfer nur leichte und insbesondere nicht lebensgef�hrliche Verletzungen erlitten. Obwohl laut Gutachten keine verminderte Schuldf�higkeit festgestellt worden sei, werde ihm eine Anpassungsst�rung mit vorwiegender St�rung des Sozialverhaltens attestiert. Unter Ber�cksichtigung seines Geisteszustands und der Provokationen durch die Ehefrau sei es offensichtlich, dass seine Entscheidungsfreiheit im Zeitpunkt der Tat massgeblich eingeschr�nkt gewesen sei. Schliesslich habe die Vorinstanz seinem hohen Alter in ungen�gendem Masse Rechnung getragen (Beschwerde S. 9 ff.).
3.2 Der Beschwerdef�hrer hat die hier zu beurteilenden Straftaten vor Inkrafttreten des neuen Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches am 1. Januar 2007 begangen. Das angefochtene Urteil ist nach diesem Zeitpunkt ergangen. Gem�ss Art. 2 Abs. 2 StGB gelangt bei dieser Konstellation das neue Recht zur Anwendung, sofern es f�r den T�ter milder ist (Art. 2 Abs. 2 StGB). Die Vorinstanz wendet das neue Recht an, ohne die Frage des anwendbaren Rechts abschliessend zu beantworten. Ob das neue im Vergleich zum alten Gesetz milder ist, beurteilt sich auf Grund eines konkreten Vergleichs der Strafe. Der Richter hat zu pr�fen, nach welchem der beiden Rechte der T�ter besser wegkommt (BGE 134 IV 82 E. 6.2.1 S. 87 f. mit Hinweisen). Freiheitsentziehende Strafen des fr�heren Rechts (Gef�ngnis oder Zuchthaus) und des neuen Rechts (Freiheitsstrafe) sind gleichwertig, soweit sie unbedingt ausgesprochen werden (a.a.O., E. 7.2.1 S. 89 f. mit Hinweisen). Spricht die Vorinstanz eine Freiheitsstrafe von 5 � Jahren und somit eine unbedingte Strafe aus, ist das neue Recht nicht milder. In diesem Fall ist das alte Recht anwendbar (Art. 2 Abs. 2 StGB; vgl. im Zusammenhang mit einer versuchten Tat beispielsweise Urteile 6B_105/2010 vom 13. April 2010 E. 2.2.2; 6B_671/2008 vom 5. Januar 2009 E. 3.2; 6B_289/2008 vom 17. Juli 2008 E. 2). Die kantonalen Instanzen h�tten deshalb richtigerweise altes Recht anwenden m�ssen. Die Anwendung des neuen, unver�nderten Rechts hat indessen f�r den Beschwerdef�hrer keine nachteiligen Konsequenzen und f�hrt daher nicht zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids.
3.3 Nach Art. 63 aStGB bemisst der Richter die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu; er ber�cksichtigt die Beweggr�nde, das Vorleben und die pers�nlichen Verh�ltnisse des Schuldigen. Diese Bestimmung entspricht weitgehend der neuen Regelung in Art. 47 StGB, und die fr�her geltenden Strafzumessungsgrunds�tze wurden in Art. 47 Abs. 1 StGB beibehalten (BGE 136 IV 55 E. 5.4 S. 59). Die Bewertung des Verschuldens wird in Art. 47 Abs. 2 StGB dahingehend pr�zisiert, dass dieses nach der Schwere der Verletzung oder Gef�hrdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggr�nden und Zielen des T�ters sowie danach bestimmt wird, wie weit der T�ter nach den inneren und �usseren Umst�nden in der Lage war, die Gef�hrdung oder Verletzung zu vermeiden.
Nach Art. 50 StGB hat der Richter, sofern er sein Urteil zu begr�nden hat, die f�r die Zumessung der Strafe erheblichen Umst�nde und deren Gewichtung festzuhalten. Diese im neuen Recht gesetzlich festgeschriebene Begr�ndungspflicht entspricht der Rechtsprechung des Bundesgerichts zum alten Recht, wonach der Richter die �berlegungen, die er bei der Bemessung der Strafe vorgenommen hat, in den Grundz�gen wiedergeben muss, so dass die Strafzumessung nachvollziehbar ist. Besonders hohe Anforderungen an die Begr�ndung der Strafzumessung werden unter anderem gestellt, wenn die ausgesprochene Strafe ungew�hnlich hoch oder auffallend milde ist (BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 20 mit Hinweisen).
3.4 Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erw�gungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander. Sie h�lt fest, das Opfer habe sich zwar nicht in Lebensgefahr befunden. Jedoch habe es heute noch mit den Folgen der Tat zu k�mpfen, und es sei in seiner t�glichen Lebensf�hrung erheblich eingeschr�nkt. Der Beschwerdef�hrer habe aus egoistischen Beweggr�nden gehandelt. Der blosse Versuch sei strafmindernd zu ber�cksichtigen. Ebenso wirke sich der Affekt leicht strafmindernd aus. Das Tatverschulden wiegt nach Ansicht der Vorinstanz schwer. Die Strafempfindlichkeit des Beschwerdef�hrers sch�tzt sie als durchschnittlich ein und den einschl�gigen Vorstrafen tr�gt sie erheblich straferh�hend Rechnung (angefochtener Entscheid S. 13 f.).
3.4.1 Soweit der Beschwerdef�hrer bem�ngelt, dass die ihm auferlegte Strafe trotz des blossen Versuchs h�her sei, als die Mindeststrafe im Sinne von Art. 111 StGB, geht er sinngem�ss von der unzutreffenden Annahme aus, dass der ordentliche Strafrahmen bei einem versuchten Delikt grunds�tzlich zu verlassen sei. Der ordentliche Strafrahmen wird aber durch Strafsch�rfungs- oder Strafmilderungsgr�nde nicht automatisch erweitert. Vielmehr ist dieser nur zu verlassen, wenn aussergew�hnliche Umst�nde vorliegen und die f�r die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart bzw. zu milde erscheint. Die Frage einer Unterschreitung des ordentlichen Strafrahmens kann sich stellen, wenn verschuldens- bzw. strafreduzierende Faktoren zusammentreffen, die einen objektiv an sich leichten Tatvorwurf weiter relativieren, so dass eine Strafe innerhalb des ordentlichen Rahmens dem Rechtsempfinden widerspr�che (BGE 136 IV 55 E. 5.8 S. 63 mit Hinweisen). Der Beschwerdef�hrer weist zutreffend darauf hin, dass das Opfer keine lebensgef�hrlichen Verletzungen erlitten hat. Dies verkennt die Vorinstanz nicht. Hingegen qualifiziert sie die nur leichten Verletzungen nicht als aussergew�hnliche Umst�nde im beschriebenen Sinne. Damit verletzt sie ihr Ermessen nicht.
3.4.2 Der Beschwerdef�hrer h�lt daf�r, die Vorinstanz h�tte sich mit der Frage nach dem Mass seiner Entscheidungsfreiheit auseinandersetzen m�ssen. Diese sei wesentlich beeintr�chtigt gewesen. Die R�ge geht fehl. Das Verschulden bemisst sich unter anderem danach, wie weit der T�ter nach den inneren und �usseren Umst�nden in der Lage war, die Gef�hrdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Je leichter es f�r den T�ter gewesen w�re, die von ihm �bertretene Norm zu respektieren, desto schwerer wiegt seine Entscheidung gegen sie und damit seine Schuld (BGE 127 IV 101 E. 2a S. 103 mit Hinweis). Bei den inneren Umst�nden ist unter anderem an psychische St�rungen zu denken, die noch unterhalb der Schwelle der Verminderung der Schuldf�higkeit liegen, sowie an Affekte, die nicht entschuldbar, aber doch nicht ohne Einfluss sind (G�NTER STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Strafen und Massnahmen, 2. Aufl. 2006, � 6 N. 35). Das Gutachten der psychiatrischen Klinik K�nigsfelden vom 2. M�rz 2009 h�lt fest, dass beim Beschwerdef�hrer zur Zeit der Tat keine psychiatrische Erkrankung vorlag. Auch bestand keine Verminderung der Einsichts- oder Steuerungsf�higkeit (vorinstanzliche Akten pag. 98). Die Vorinstanz tr�gt dem (nicht entschuldbaren) Handeln im Affekt leicht strafmindernd Rechnung. Sie h�lt fest, der Beschwerdef�hrer habe in erster Linie seine Gegenst�nde vor weiteren Besch�digungen sch�tzen wollen und deshalb aus egoistischen Beweggr�nden gehandelt. Damit verletzt sie ihr Ermessen nicht.
3.4.3 Entgegen dem Daf�rhalten des Beschwerdef�hrers ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der behaupteten Provokation durch die Ehefrau, welche seine Gegenst�nde im Laufe des Disputs absichtlich zu Boden warf, nicht Rechnung tr�gt. Eine Milderung der Strafe (Art. 48 lit. b StGB und Art. 64 aStGB) setzt voraus, dass das Verhalten des Verletzten so provozierend gewesen sein muss, dass selbst ein verantwortungsbewusster Mensch in der Situation des T�ters M�he gehabt h�tte zu widerstehen (BGE 102 IV 273 E. 2c S. 278 mit Hinweis). Die Provokationen durch die Ehefrau waren nach den zutreffenden Erw�gungen der Vorinstanz von �usserst untergeordneter Bedeutung. Sie haben deshalb nicht ernstlich den Anstoss zur versuchten T�tung gegeben, weshalb sie unber�cksichtigt bleiben durften.
3.4.4 Der Beschwerdef�hrer (Jahrgang 1927) war im Zeitpunkt der Tat 79-j�hrig und zur Zeit der vorinstanzlichen Verurteilung rund 84-j�hrig. Entgegen den vorinstanzlichen Erw�gungen ist seine Strafempfindlichkeit auf Grund seines fortgeschrittenen Alters erh�ht (BGE 92 IV 201 E. Id S. 204 f. mit Hinweis). Daran �ndert der Umstand nichts, dass sich der Beschwerdef�hrer laut den Feststellungen der Vorinstanz in bester Gesundheit befindet. Dennoch kann das Bundesgericht, solange sich die Strafe unter Beachtung aller relevanten Faktoren wie hier offensichtlich im Rahmen des dem Sachgericht zustehenden Ermessens h�lt, das angefochtene Urteil auch best�tigen, wenn dieses in Bezug auf die Erw�gungen zum Strafmass einzelne Unklarheiten und Unvollkommenheiten enth�lt (Urteil 6B_341/2007 vom 17. M�rz 2008 E. 8.4, nicht publ. in: BGE 134 IV 97). Eine solche Unklarheit liegt zudem darin, dass die Vorinstanz das Verschulden des Beschwerdef�hrers als schwer einsch�tzt, die Strafe hingegen im untersten Viertel des Strafrahmens festsetzt. Mit der verh�ngten Freiheitsstrafe von 5 � Jahren verletzt sie das ihr zustehende Ermessen auch im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung jedoch nicht.
3.4.5 Endlich erscheinen die Erw�gungen der Vorinstanz als nachvollziehbar und sind die daraus gezogenen Schl�sse einleuchtend. Das Vorbringen des Beschwerdef�hrers, die Vorinstanz verletze ihre Begr�ndungspflicht, geht deshalb fehl. Im �brigen, soweit er die n�mliche R�ge gegen den erstinstanzlichen Entscheid richtet, ist darauf nicht einzutreten (vgl. Art. 80 Abs. 1 BGG).
3.4.6 Damit er�brigen sich Ausf�hrungen zur Legalprognose, die der Beschwerdef�hrer als g�nstig erachtet. Auf Grund der Strafh�he ist ein bedingter oder teilbedingter Strafvollzug nach Art. 42 f. StGB nicht m�glich.