Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Hamburg&Datum=16.02.2009&Aktenzeichen=5%20So%2031/09
Timestamp: 2019-10-20 18:18:53
Document Index: 305068446

Matched Legal Cases: ['§ 40', '§ 9', '§ 51', '§ 40', '§ 6', '§ 9', '§ 9', '§ 15', '§ 9', '§ 3', '§ 73', '§ 9', '§ 9', '§ 1']

OVG Hamburg, 16.02.2009 - 5 So 31/09 - dejure.org
https://dejure.org/2009,3152
OVG Hamburg, 16.02.2009 - 5 So 31/09 (https://dejure.org/2009,3152)
OVG Hamburg, Entscheidung vom 16.02.2009 - 5 So 31/09 (https://dejure.org/2009,3152)
OVG Hamburg, Entscheidung vom 16. Februar 2009 - 5 So 31/09 (https://dejure.org/2009,3152)
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Eröffnung des Rechtswegs zu den Verwaltungsgerichten i.F.e. unabhängig vom Inhalt begehrten Auskunft nach dem Informationsfreiheitsgesetz
VwGO § 40 Abs. 1; IFG § 9 Abs. 4
Ansprüche aus Informationsfreiheitsgesetz gehören vor die Verwaltungsgerichte
VG Hamburg, 27.11.2008 - 9 K 2474/08
VG Hamburg, 01.10.2009 - 9 K 2474/08
DVBl 2009, 603
DÖV 2009, 508
Vor diesem Hintergrund scheidet die Annahme, dass der Streit um einen Anspruch auf Information nach dem IFG von der Spezialnorm des § 51 Abs. 1 SGG erfasst wird, aus (vgl. auch OVG Hamburg, Beschluss vom 16.02.2009 - 5 So 31/09 -, veröffentlicht in Juris; a.A. LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 14.05.2009 - L 16 B 77/08 KR -, veröffentlicht in juris).
Zudem ist er davon ausgegangen, dass Streitigkeiten über den allgemeinen öffentlich-rechtlichen Informationsanspruch nach § 40 Abs. 1 Satz 1 VwGO ausschließlich in die Zuständigkeit der Verwaltungsgerichte fallen, wozu es keiner besonderen Zuweisung bedurfte (vgl. LSG Baden-Württemberg…, Beschluss vom 12.11.2010 - L 5 KR 1815/10 B -, juris, Rdnr. 32, mit ausführlicher Erläuterung zur Abgrenzung zu § 6 Abs. 1 UIG; OVG Nordrhein- Westfalen, Beschluss vom 28.07.2008 - 8 A 1548/07 -, ZIP 2008, 1542, und Beschluss vom 26.08.2009 - 8 E 1044/09 -, juris; OVG Hamburg, Beschluss vom 16.02.2009 - 5 So 31/09 -, juris; OVG Rheinland-Pfalz…, Urteil vom 12.02.2010 - 10 A 1156/09 - Schoch, IFG, a.a.O., § 9 Rdnr. 71;… Berger/Roth/Schnell, Informationsfreiheitsgesetz, Köln 2006, § 9 Rdnr. 9 ff.).
Die Auseinandersetzung mit einer Behörde um die Gewährung eines Zugangs zu den bei ihr vorhandenen Informationen ist eine öffentlich-rechtliche Streitigkeit (vgl. HmbOVG, Beschl. v. 16.2.2009, 5 So 31/09, NordÖR 2009, 258, 259).
Welcher Rechtsweg für Ansprüche nach diesem Gesetz vorgegeben ist und welche Bedeutung insoweit § 15 Abs. 7 HmbIFG bzw. § 9 Abs. 4 IFG zukommt (vgl. Hamburgisches Oberverwaltungsgericht, Beschluss vom 16.02.2009 - 5 So 31/09, DVBl. 2009, 603), ist für den vorliegenden Rechtsstreit ohne Belang; denn gemäß § 3 Abs. 2 Nr. 5 HmbIFG bestehen Ansprüche auf Informationszugang nach diesem Gesetz (u. a.) ohnehin nicht "für Vorgänge der Steuererhebung und Steuerfestsetzung".
Diese Behörde erlässt den Widerspruchsbescheid gemäß § 73 der Verwaltungsgerichtsordnung (vgl. hierzu auch Hamburgisches OVG, Beschluss vom 16. Februar 2009, 5 So 31/09, NordÖR 2009, 258).
Maßgeblich ist allein, ob der Auskunftsanspruch im Sozialgesetzbuch wurzelt, vgl. Bundessozialgericht, Beschluss vom 4. April 2012 - B 12 SF 1/10 R -, juris, Rn. 14 ff.; Oberverwaltungsgericht (OVG) Hamburg, Beschluss vom 5. Februar 2009 - 5 So 31/09 -, juris Rn. 13.
Dies ergibt sich bereits aus § 9 Abs. 4 IFG, der für das Widerspruchsverfahren - nur - auf die Vorschriften der VwGO verweist (vgl. auch VG Hamburg, Urteil vom 23.04.2009 - 19 K 4199/07 - ; SG Ulm, Beschluss vom 01.04.2009 - S 1 SF 877/09 - ; OVG Hamburg, Beschluss vom 16.02.2009 - 5 So 31/09 - DVBl. 2009, 603; VG Düsseldorf, Urteil vom 20.04.2007 - 26 K 5324/06 - und nachfolgend OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 28.07.2008 - 8 A 1548/07 - ).
Bei solchen Ansprüchen handelt es sich um eine öffentlich-rechtliche Streitigkeit (vgl. OVG Hamburg, Beschl. v. 16.2.2009, NordÖR 2009, 258).
Die Kammer schließt sich insoweit den folgenden Ausführungen des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts in seinem Beschluss vom 18.2.2009 (NordÖR 2009, 258) an:.
Die Vorschriften sind auch nicht inzidenter im hiesigen Verfahren zu prüfen, weil insoweit der Rechtsweg allein zu den Verwaltungsgerichten eröffnet ist (§ 9 Abs. 4 IFG; Hamburgisches Oberverwaltungsgericht, Beschluss vom 16.02.2009 5 So 31/09, Zeitschrift für öffentliches Recht in Norddeutschland 2009, 258; Verwaltungsgericht Stuttgart, Urteil vom 18.08.2009 8 K 1011/09, Zeitschrift für das gesamte Insolvenzrecht 2009, 1858).
Vor diesem Hintergrund kann dahinstehen, ob für den Auskunftsanspruch nach § 1 IFG die alleinige Zuständigkeit der Verwaltungsgerichte gegeben ist, auch wenn dieser Anspruch von einem Insolvenzverwalter im Rahmen des Insolvenzverfahrens geltend gemacht wird und sich gegen Behörden richtet, deren Verwaltungshandeln spezialverwaltungsgerichtlicher Kontrolle unterliegt (so für Klagen gegen Sozialversicherungsträger OVG Münster, Beschluss vom 28.07.2008 - 8 A 1548/07; OVG Hamburg, Beschluss vom 16.02.2009 - 5 So 31/09; OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 12.02.2010 - 10 A 1156/09; für Auskunftsklagen gegen Finanzbehörden OVG Münster, Beschluss vom 26.08.2009 - 8 E 1044/09; a.A. insoweit FG für das Saarland, Urteil vom 17.12.2009 - 1 K 1598/08; siehe auch Senat, Beschluss vom 14.05.2009 - L 16 B 77/08 KR).
OLG Düsseldorf, 15.06.2009 - Kart 3/09
Rechtsweg für die Überprüfung von Entscheidungen des Bundeskartellamts außerhalb …