Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/GVBL/MBL-ORD/1998/57_2070.htm
Timestamp: 2018-01-24 02:02:39
Document Index: 139501686

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 2', '§ 16', '§ 22', '§ 17', '§ 31', '§ 13', '§ 13', '§ 23', '§ 22', '§ 13', '§ 15', '§ 22', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 18', '§ 23', '§ 15', '§ 14', '§ 21', '§ 23', '§ 13', '§ 15', '§ 17', '§ 13', '§ 9', '§ 10', '§ 9', '§ 25', '§ 22', '§ 15', '§ 9', '§ 9', '§ 10']

57_2070
Ministerialblatt LSA Nr. 57/1998 vom 16.11.1998
am Fachbereich Verfahrenstechnik
vom 22.1.1998
Bek. des MK vom 6.10.1998 - 65-74301
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat die in der Anlage abgedruckte Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Bioingenieurwesen vom 22.1.1998 als Satzung beschlossen, die vom Kultusministerium gemäß § 17 Abs. 1 i. V. m. § 2 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt i. d. F. vom 1.7.1998 (GVBl. LSA S. 300) mit Erlaß vom 26.8.1998 genehmigt worden ist.
Anlage 1: Prüfungsplan für den Studiengang Bioingenieurwesen
Anlage 3: Technische und nichttechnische Wahlpflichtfächer
Die Diplomprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluß des Studiums im Studiengang Bioingenieurwesen. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob die Studierenden die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben haben, die Zusammenhänge des Fachgebietes überblicken und die Fähigkeit besitzen, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden.
Auf Grund der bestandenen Diplomprüfung verleiht der Fachbereich Verfahrenstechnik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg den akademischen Grad Diplomingenieurin bzw. Diplomingenieur (Dipl.-Ing.).
(1) Die Regelstudienzeit für den Studiengang Bioingenieurwesen beträgt neun Semester einschließlich einer berufspraktischen Ausbildung (§ 16).
Modul 1: Allgemeine Grundlagen des Ingenieurwesens (1. bis 3. Semester)
Modul 2: Vertiefung ingenieurwissenschaftlicher Grundlagen (4. und 5. Semester)
Modul 3: Studiengangsspezifische Vertiefung (6. bis 8. Semester)
Modul 4: Praxisrelevante Vertiefung durch differenziertes Praktikum, Fachexkursion und Diplomarbeit (studienbegleitend) (9. Semester)
(3) Das Lehrangebot erstreckt sich über acht Semester und umfaßt Lehrveranstaltungen des Pflicht- und Wahlpflichtbereichs. Der zeitliche Gesamtumfang der für den erfolgreichen Abschluß des Studiums erforderlichen Vorlesungen, Übungen und Praktika beträgt 169 Semesterwochenstunden. Davon entfallen auf Modul 1: 73 Semesterwochenstunden, auf Modul 2: 46 Semesterwochenstunden und auf Modul 3: 50 Semesterwochenstunden.
(1) Der Diplomprüfung (§§ 22 ff) geht die Diplomvorprüfung (§ 17 ff) voraus.
(3) Fachprüfungen werden erstmals in dem Semester angeboten, in dem gemäß Modellstudienplan die Lehrveranstaltungen des Prüfungsfaches im vorgesehenen voll Umfang vermittelt worden sind (siehe Anlage 2).
(5) Bei Zustimmung der Prüfenden können Prüfungen auch außerhalb der Prüfungsperiode bzw. Wiederholungsprüfungen in der gleichen Prüfungsperiode wie die Erstprüfungen durchgeführt werden. Ein Anspruch seitens der Studierenden besteht nicht.
die Diplomvorprüfung im Regelfall bis zum Vorlesungsbeginn des sechsten Semesters und
(1) Der Prüfungsausschuß ist für die Organisation der Prüfungen zuständig. Er achtet darauf, daß die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden. Darüber hinaus entscheidet der Prüfungsausschuß in allen Prüfungsangelegenheiten, für die in dieser Prüfungsordnung keine besonderen Zuständigkeiten festgelegt sind. Er ist insbesondere zuständig für Entscheidungen über Widersprüche gegen in Prüfungsverfahren getroffene Entscheidungen.
Der Prüfungsausschuß hat dem Fachbereichsrat regelmäßig, mindestens einmal im Jahr, über die Prüfungen und Studienzeiten zu berichten und gibt gegebenenfalls Anregungen zur Veränderung der Studienordnung, der Studienpläne und der Prüfungsordnung. Er kann die Erledigung der laufenden Geschäfte an andere Ämter des Fachbereiches übertragen. Dies gilt jedoch nicht für Entscheidungen über Widersprüche.
(2) Der Prüfungsausschuß hat sieben Mitglieder, und zwar vier Mitglieder aus der Gruppe der Professorinnen und Professoren, ein Mitglied aus der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zwei Mitglieder aus der Gruppe der Studierenden. Der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz ist durch ein Mitglied aus der Gruppe der Professorinnen und Professoren zu übernehmen. Jeder Studiengang, in dem der Fachbereich ausbildet, soll durch eine Professorin bzw. einen Professor vertreten sein. Die studentischen Mitglieder des Prüfungsausschusses können bei pädagogisch-wissenschaftlichen Entscheidungen nicht mitwirken. Als solche gelten u. a. die Beurteilung oder Anrechnung von Prüfungsleistungen oder Studienzeiten und die Bestimmung der Prüfenden.
(3) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses werden auf Vorschlag der Mitgliedergruppen vom Fachbereichsrat bestellt. Die bzw. der Vorsitzende und die Stellvertreterin bzw. der Stellvertreter werden durch den Fachbereichsrat in geheimer Wahl gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Die Amtszeit der Mitglieder aus der Gruppe der Professorinnen und Professoren sowie aus der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beträgt drei Jahre, die Amtszeit der studentischen Mitglieder ein Jahr. Gleichzeitig ist für den Verhinderungsfall aus jeder Mitgliedergruppe ein Vertreter bzw. eine Vertreterin zu wählen.
(4) Die Namen der Mitglieder des Prüfungsausschusses sind öffentliche bekanntzugeben. Der Prüfungsausschuß kann Befugnisse widerruflich auf die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden und die Stellvertreterin bzw. den Stellvertreterin übertragen. Die bzw. der Vorsitzende führt die laufende Geschäfte zwischen den Sitzungen des Prüfungsausschusses. Sie bzw. er wird dabei durch das Prüfungsamt des Fachbereiches unterstützt.
(7) Der Prüfungsausschuß bestellt die Prüfenden und die Beisitzenden. Er kann die Bestellung der bzw. dem Vorsitzenden übertragen. Prüfungsberechtigt für die Fachprüfungen sind alle Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sowie habilitierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereiches Verfahrenstechnik und anderer Fachbereiche, die für das zu prüfende Lehrgebiet eine Berufung haben bzw. das entsprechende Fach in der Lehre vertreten.
Prüfungsberechtigt sind auch andere Personen, die mit Bestätigung des Fachbereichsrates das zu prüfende Fach in der Lehre vertreten; in diesem Falle kann die Prüfungsberechtigung zeitlich beschränkt sein.
Zur bzw. zum Beisitzenden kann jedes Mitglied der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bestellt werden, das in dem jeweiligen Prüfungsfach eine Abschlußprüfung an einer deutschen Universität bzw. Hochschule bestanden hat oder eine gleichwertige Qualifikation besitzt.
Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann dem Prüfungsausschuß die Prüfende bzw. den Prüfenden vorschlagen. Der Vorschlag begründet keinen Anspruch.
(10) Die Sitzungen des Prüfungsausschusses sind nicht öffentlich. An den Sitzungen des Prüfungsausschusses kann als Schriftführerin oder Schriftführer eine vom Prüfungsausschuß dafür bestimmte Person teilnehmen. Zur Lösung von Einzelfragen können kompetente Personen als Gäste geladen werden. Diese sowie die Schriftführerin bzw. der Schriftführer unterliegen ebenfalls der Amtsverschwiegenheit.
Der Prüfungsausschuß ist beschlußfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder, darunter die bzw. der Vorsitzende oder die bzw. der stellvertretende Vorsitzende, anwesend sind. Der Prüfungsausschuß entscheidet mit einfacher Mehrheit der nach Maßgabe von Absatz 2 stimmberechtigten Mitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der bzw. des Vorsitzenden.
(12) Ablehnende Entscheidungen des Prüfungsausschusses sind unverzüglich schriftlich mitzuteilen und zu begründen. Der Kandidatin bzw. dem Kandidaten ist Gelegenheit zum rechtlichen Gehör zu geben (siehe auch § 31.)
(1) In einer Prüfung soll die Kandidatin bzw. der Kandidat nachweisen, daß sie bzw. er die Zusammenhänge des Fachgebietes erkennt, spezielle Fragestellungen in begrenzter Zeit in diese Zusammenhänge einzuordnen vermag und Wege zu ihrer Lösung finden kann. Es soll ferner festgestellt werden, ob die Kandidatin bzw. der Kandidat in dem betreffenden Fachgebiet über ein hinreichend breites Grundlagenwissen verfügt. In umfangreichen Lehrgebieten kann die Fachprüfung auch in mehreren Teilprüfungen abgelegt werden, aus deren Ergebnissen sich die Fachnote als gewichtetes Mittel ergibt (siehe auch § 13 Abs. 2). Teilprüfungen sind im Prüfungsplan ausgewiesen (siehe Anlage 1).
(4) In Ausnahmefällen kann der Prüfende dem Prüfungsausschuß vorschlagen, eine andere Prüfungsform zuzulassen.
(5) Macht eine Kandidatin bzw. ein Kandidat durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, daß sie bzw. er nicht in der Lage ist, die Prüfung ganz oder teilweise in der vorgeschriebenen Form abzulegen, kann die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gestatten, eine gleichwertige Prüfungsleistung in anderer Form zu erbringen.
(6) In bestimmten, im Prüfungsplan festgelegten Lehrgebieten wird als Abschluß ein Leistungsnachweis gefordert. Dieser Leistungsnachweis attestiert die erfolgreiche Teilnahme an der betreffenden Lehrveranstaltung und beinhaltet das Erreichen eines bestimmten Leistungsniveaus, das durch schriftliche Leistungskontrollen, Testate, positiv bewertete Belege, Praktikumsteilnahmebescheinigungen und ähnliches quantifiziert werden kann. Form und Umfang des Leistungsnachweises sind in Anlage 1 festgelegt.
Die Leistungsnachweise sind Zulassungsvoraussetzungen für die Diplomvorprüfung bzw. die Diplomprüfung. Wird im Rahmen des Leistungsnachweises eine Note erteilt, so erscheint sie nicht auf dem Zeugnis und wird nicht zur Bildung der Gesamtnote herangezogen. Die Erlangung des Leistungsnachweises kann wiederholt werden. Durch den Prüfenden ist dazu in jedem Semester mindestens ein Termin anzubieten.
vor zwei Prüfenden (Kollegialprüfung) oder
Gruppenprüfungen (mit höchstens drei Kandidatinnen bzw. Kandidaten) oder als
(3) Die Dauer der mündlichen Prüfung beträgt in der Regel 30 Minuten (mindestens 15, höchstens 45 Minuten) je Kandidatin bzw. Kandidat.
(4) Ort und Zeit der mündlichen Prüfung sowie die zugelassenen Hilfsmittel sind spätestens zwei Wochen vor Beginn der Prüfungsperiode schriftlich bekanntzugeben.
(6) Die Bewertung der mündlichen Prüfung erfolgt nach § 13. Vor der Festsetzung der Note hört die bzw. der Prüfende die anderen an der Kollegialprüfung mitwirkenden Prüferinnen bzw. Prüfer oder Beisitzende bzw. den Beisitzenden.
(2) Die Dauer der schriftlichen Prüfung beträgt mindestens zwei höchstens vier Stunden. Die Prüfungsdauer ist in den einzelnen Fächern für alle Kandidatinnen und Kandidaten gleich.
(6) Die bzw. der Prüfende kann fachlich geeignete wissenschaftliche Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter die Vorkorrektur der schriftlichen Arbeit übertragen.
(1) Studien- oder Projektarbeit sind Zulassungsvoraussetzungen für die Diplomprüfung (siehe § 23 Abs. 3). Sie beinhalten die Lösung einer individuellen wissenschaftlichen Aufgabenstellung. Dies kann eine theoretisch-analytische Arbeit, eine experimentelle Arbeit oder eine Entwurfsaufgabe sein. Die Studien-/Projektarbeit kann auch in Form einer Gruppenarbeit zugelassen werden.
(2) Das Gebiet der Arbeit können sich die Studierenden aus dem Angebot der Fachbereiche Verfahrenstechnik, Biologie und Biochemie/Biotechnologie unter Beachtung von § 22 Abs. 7 frei wählen. Jedes Thema muß so beschaffen sein, daß es innerhalb der vorgesehenen Frist (siehe unten) mit einem Zeitaufwand von ca. 300 Arbeitsstunden je Studentin bzw. Student erfolgreich bearbeitet werden kann.
(3) Themenstellung und Betreuung von Studien-/Projektarbeiten erfolgt aus der Gruppe der in den genannten Fachbereichen hauptamtlich bzw. hauptberuflich tätigen Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer bzw. habilitierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Themenstellung und Betreuung kann mit Bestätigung des Prüfungsausschusses auch aus dem Kreis der Personen erfolgen, die eine Lehrtätigkeit im Fachbereich ausüben. Über Ausnahmen entscheidet der Prüfungsausschuß.
(5) Die Bearbeitungsfrist einer Studien-/Projektarbeit beträgt maximal sechs Monate und beginnt mit dem Ausgabedatum der Arbeit. Der Prüfungsausschuß kann auf Antrag der Kandidatin bzw. des Kandidaten im Einvernehmen mit der Betreuerin bzw. dem Betreuer eine einmalige Verlängerung in der Regel um einen Monat genehmigen. In Sonderfällen entscheidet der Prüfungsausschuß im Einvernehmen mit der Betreuerin bzw. dem Betreuer. Wird die Bearbeitungsfrist nicht eingehalten, so wird die Arbeit mit „nicht ausreichend" benotet.
(6) Für die Gestaltung der Studien-/Projektarbeit sind entsprechenden Hinweise des Fachbereiches zu beachten. Bei der Abgabe der Studien-/Projektarbeit hat die Kandidatin bzw. der Kandidat schriftlich zu versichern, daß sie bzw. er abgesehen von der eventuellen Mitwirkung eines namentlich genannten Betreuers, die Arbeit selbständig verfaßt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat.
(7) Die Studien-/Projektarbeiten werden von der Betreuerin bzw. dem Betreuer beurteilt. Die Benotung erfolgt unter Berücksichtigung der schriftlichen Arbeit im Ergebnis eines Seminarvortrages entsprechend § 13. Eine nicht bestandene Studien-/Projektarbeit kann mit neuer oder veränderter Aufgabenstellung einmal wiederholt werden; § 15 Abs. 4 gilt entsprechend.
(2) Die Themenstellung und Betreuung der Diplomarbeit erfolgt aus der Gruppe der in den Fachbereichen Verfahrenstechnik, Biologie oder Biochemie/Biotechnologie hauptamtlich bzw. hauptberuflich tätigen Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer bzw. habilitierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Über Ausnahmen von dieser Regelung entscheidet der Prüfungsausschuß.
Das Gebiet der Diplomarbeit können sich die Studierenden unter Beachtung von § 22 Abs. 7 in den genannten Fachbereichen frei wählen. Sie haben das Recht, einen Themenvorschlag und einen Vorschlag für die Betreuerin/Themenstellerin bzw. den Betreuer/Themensteller zu unterbreiten. Daraus ergibt sich kein Anspruch. Auf besonderen Antrag sorgt die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dafür, daß der Kandidatin bzw. dem Kandidaten zum vorgesehenen Zeitpunkt ein Thema zugeteilt wird.
(5) Die Bearbeitungszeit der Diplomarbeit beträgt sechs Monate. Die Frist beginnt mit der Übergabe der Diplomaufgabenstellung durch das Prüfungsamt und kann nur in Ausnahmefällen mit Antrag an den Prüfungsausschuß verlängert werden.
(6) Das Thema kann nur einmal mit schriftlicher Begründung, spätestens nach zwei Monaten Bearbeitungszeit und mit Einwilligung der bzw. des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zurückgegeben werden.
(7) Die Diplomarbeit ist in deutscher Sprache abzufassen. Für ihre Gestaltung sind entsprechende Hinweise des Fachbereiches zu beachten. Die Diplomarbeit ist in zweifacher Ausfertigung abzugeben.
(8) Die Abgabe der Diplomarbeit hat fristgemäß beim Prüfungsamt zu erfolgen. Der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen.
Bei Posteinlieferung gilt das Datum des Poststempels. Wird die Abgabefrist nicht eingehalten, so wird die Arbeit mit „nicht ausreichend" benotet.
(10) Die Diplomarbeit wird beurteilt von der Betreuerin bzw. vom Betreuer und in der Regel von einer zweiten Prüferin oder einem zweiten Prüfer, der vom Prüfungsausschuß auf Vorschlag des verantwortlichen Hochschullehrers festgelegt wird. Hiervon kann nur aus zwingenden Gründen abgewichen werden; die Gründe sind aktenkundig zu machen. Die Bewertung der schriftlichen Arbeit erfolgt einzeln durch die Prüfenden entsprechend § 13 und ist schriftlich zu begründen. Die Note des schriftlichen Teiles der Diplomarbeit wird aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen gebildet. Falls eine bzw. einer der beiden Prüfenden die schriftliche Arbeit mit „nicht ausreichend" bewertet, entscheidet der Prüfungsausschuß gegebenenfalls unter Hinzuziehung einer oder eines weiteren Prüfenden über die Benotung der schriftlichen Arbeit.
(11) Nach positiver Bewertung des schriftlichen Teiles der Diplomarbeit wird eine Prüfungskommission gebildet und ein Prüfungskolloquium anberaumt. Die Prüfungskommission setzt sich zusammen aus der Betreuerin bzw. dem Betreuer, der zweiten Prüferin bzw. dem zweiten Prüfer sowie aus zwei wissenschaftlichen Vertreterinnen bzw. Vertretern des Forschungsteams. Weiterhin können interessierte Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer und/oder Dritte aus Kooperationseinrichtungen mit entsprechender fachlicher Qualifikation hinzugezogen werden. Die Kommission ist durch die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu bestätigen. Das Kolloquium ist spätestens vier Wochen nach Einreichen der Diplomarbeit durchzuführen und gemäß § 13 zu benoten. Die Note des Kolloquiums ergibt sich dabei aus dem arithmetischen Mittel der Notenvorschläge der Mitglieder der Prüfungskommission.
(12) Die Gesamtnote der Diplomarbeit ergibt sich zu 80 Prozent aus der Note der schriftlichen Arbeit und zu 20 Prozent aus der Note des Kolloquiums und ist gemäß § 13 Abs. 2 anzugeben.
(1) Studienzeiten sowie dabei erbrachte Studien- und Prüfungsleistungen im gleichen Studiengang an anderen Universitäten und Hochschulen im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung angerechnet. Dasselbe gilt für Diplomvorprüfungen.
(2) Studienzeiten sowie dabei erbrachte Studien- und Prüfungsleistungen in anderen Studiengängen und an anderen Universitäten/Hochschulen werden anerkannt, soweit ein fachlich gleichwertiges Studium nachgewiesen wird. Die Gleichwertigkeit im oben genannten Sinne ist durch den Studenten nachzuweisen.
Studierende, die in artverwandten Studiengängen wie Biochemie, Biologie, Chemie, Physik, Chemietechnik, Chemieingenieurwesen, Maschinenbau und ähnliches die Diplomvorprüfung bestanden haben, können unter Anrechnung der dabei erbrachten Studienleistungen als Quereinsteiger das Studium im Studiengang Bioingenieurwesen mit dem Modul 2 beginnen. In Fällen, bei denen die Gleichwertigkeit der naturwissenschaftlich orientierten Grundlagen in der Diplomvorprüfung nicht vorliegen, ist ein Sonderstudienplan zu vereinbaren, der den Einstieg in den Modul 2 ermöglicht. Die Entscheidung darüber trifft der Prüfungsausschuß.
(1) Bedingung für die Zulassung zur Diplomvorprüfung bzw. Diplomprüfung ist, daß die Kandidatin bzw. der Kandidat mindestens das letzte Semester vor der Meldung als Studentin bzw. Student der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Studiengang Bioingenieurwesen eingeschrieben war und die in § 18 bzw. § 23 geforderten speziellen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt. Der Prüfungsausschuß kann in Einzelfällen Ausnahmen gestatten.
(2) Die Zulassung zu Fachprüfungen ist vom Nachweis der in Anlage 1 genannten Voraussetzungen abhängig. Form, Inhalt und Umfang dieser Prüfungsvorleistungen sind für jedes Fach gesondert festgelegt und werden zu Beginn der jeweiligen Lehrveranstaltung erläutert. In jedem Semester ist mindestens ein Termin zur Erbringung der Prüfungsvorleistungen vorzusehen. Die Nachweise werden von den Prüfenden erteilt und sind durch die Studierenden bis zwei Wochen vor dem Prüfungstermin dem Prüfungsamt vorzulegen.
(3) Die Zulassung zur Prüfung ist durch die Kandidatin bzw. den Kandidaten bis spätestens vier Wochen vor Beginn der Prüfungsperiode schriftlich zu beantragen. Der entsprechende Antrag, mit dem sie bzw. er die von ihr bzw. ihm beabsichtigten Prüfungen verbindlich anmeldet, ist über das Prüfungsamt an die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten. Bei der Überschreitung des Termins für die Prüfungsanmeldung erfolgt keine Zulassung.
(5) Die Zulassung ist zu versagen, wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat die Diplomvorprüfung bzw. die Diplomprüfung im Studiengang Bioingenieurwesen oder einem inhaltlich gleichwertigen Studiengang endgültig nicht bestanden hat. Im übrigen darf sie nur versagt werden, wenn die Unterlagen unvollständig oder die Absatz 1 und 2 geforderten Voraussetzungen nicht erfüllt sind.
1,0; 1,3 = sehr gut: eine hervorragende Leistung,
1,7; 2,0; 2,3 = gut: eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt,
2,7; 3,0; 3,3 = befriedigend: eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht,
3,7; 4,0 = ausreichend eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt,
5,0 = nicht ausreichend: eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht genügt.
Besteht eine Fachprüfung aus mehreren Prüfungsleistungen, so errechnet sich die Fachnote aus dem (gegebenenfalls gewichteten) Durchschnitt der Noten der einzelnen Prüfungsleistungen, jedoch unter Beachtung von § 15 Abs. 3. Besteht eine Fachprüfung nur aus einer Prüfungsleistung, so ist deren Note gleichzeitig die erzielte Fachnote. Die Fachnote lautet:
bei einem Durchschnitt über 1,5 biss 2,5 = gut
(6) Bei Gruppenprüfungen bzw. Gruppenarbeiten müssen Leistungsanteile der einzelnen Kandidaten deutlich abgrenzbar sein und getrennt bewertet werden.
(1) Eine Prüfungsleistung gilt als mit „nicht ausreichend" (5,0) bewertet, wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat zu einem angemeldeten Prüfungstermin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn sie bzw. er nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe von der Prüfung zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird.
(2) Die Studentin bzw. der Student hat die Möglichkeit, bis spätestens drei Wochen vor Beginn der Prüfung die Prüfungsanmeldung mittel einer schriftlichen Erklärung zurückzuziehen, danach nur in besonderen Fällen und unter Angabe der vorliegenden Gründe. Bei Krankheit der bzw. des Studierenden muß ein ärztliches Attest vorgelegt werden. Die Entscheidung über die Anerkennung des Rücktrittes und die damit verbundene Annullierung der Prüfungsanmeldung trifft der Prüfungsausschuß. Hat sich eine Studentin bzw. ein Student in Kenntnis einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder eines anderen Rücktrittgrundes einem teil der Prüfung unterzogen, so kann ein nachträglicher Rücktritt wegen dieses Grundes nicht genehmigt werden.
(3) Versucht die Kandidatin bzw. der Kandidat, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit „nicht ausreichend" (5,0) bewertet. Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann gleichzeitig durch die Prüfenden bzw. Aufsichtsführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden. Eine gleiche Verfahrensweise erfolgt, wenn eine Kandidatin bzw. ein Kandidat den ordnungsgemäßen Verlauf der Prüfung stört. Die entsprechenden Sachverhalte sind aktenkundig zu machen.
(4) Belastende Entscheidungen sind der Kandidatin bzw. dem Kandidaten unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. Der Kandidatin bzw. dem Kandidaten ist Gelegenheit zum rechtlichen Gehör zu geben.
(1) In maximal zwei Fällen können Fachprüfungen bzw. Teilprüfungen, die zu den im Prüfungsplan (siehe Anlage 1) vorgesehenen Terminen abgelegt und bestanden wurden, zum Zwecke der Notenverbesserung einmal wiederholt werden. Die Wiederholung muß innerhalb eines Jahres nach bestandener Erstprüfung beantragt und durchgeführt werden. Im Falle der Notenverbesserung kann ein bereits ausgestelltes Zeugnis korrigiert, das heißt eingezogen und neu ausgestellt werden.
(2) Fachprüfungen, die nicht bestanden sind oder gemäß § 14 als nicht bestanden gelten, können einmal wiederholt werden. Sind sie vor dem in Prüfungsplan (siehe Anlage 1) vorgesehenen Semester absolviert und nicht bestanden worden, so werden sie auf die Gesamtzahl der zulässigen Prüfungsversuche nicht angerechnet.
(5) Im Falle einer schriftlichen Wiederholungsprüfung darf die Bewertung „nicht ausreichend" nur nach ergänzender mündlicher Prüfung getroffen werden. Die Ergänzungsprüfung ist im gleichen Prüfungszeitraum durchzuführen. Im Ergebnis einer Ergänzungsprüfung kann nur die Fachnote 4,0 oder 5,0 erteilt werden.
(6) Eine zweite Wiederholung derselben Fachprüfung ist nur in Ausnahmefällen, und zwar nur dann zulässig, wenn die übrigen Leistungen der Kandidatin bzw. des Kandidaten die Erreichung des Studienzieles mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarten lassen. Hierüber entscheidet der Prüfungsausschuß. Eine zweiter Wiederholungsprüfung ist jeweils in der Diplomvorprüfung und Diplomprüfung nur zweimal möglich. Im Ergebnis der zweiten Wiederholungsprüfung kann nur die Fachnote 4,0 oder 5,0 erteilt werden. Im letzteren Fall ist die Prüfung endgültig nicht bestanden.
(7) Eine zweite Wiederholungsprüfung ist umgehend, spätestens jedoch drei Monate nach dem Ende desjenigen Prüfungszeitraumes, im dem die Wiederholungsprüfung nicht bestanden wurde, bei Prüfungsausschuß zu beantragen.
(8) Im gleichen oder äquivalenten Studiengang an anderen Hochschulen erfolglos unternommene Versuche die Fachprüfung abzulegen, werden auf die Wiederholungsmöglichkeit nach Absatz 2 und 6 angerechnet.
(1) Die praktische Tätigkeit soll den Studierenden Einblick geben in berufsrelevante Laborarbeit sowie in industrielle Herstellungs- und Bearbeitungsmethoden, in die Betriebsorganisation und in die sozialen Verhältnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Grundlage dafür ist die „Richtlinie für die berufspraktische Ausbildung" im Rahmen der Studienordnung.
(2) Die berufspraktische Ausbildung im Umfang von mindestens 22 Wochen ist studienbegleitend zu absolvieren. Die gliedert sich in
n das Grundpraktikum (Industriepraktikum I), das vor Aufnahme des Studium abgeleistet werden kann, spätestens aber bis zum Abschluß der Diplomvorprüfung nachzuweisen ist (siehe § 21 Abs. 1) und n das Fachpraktikum (Industriepraktikum II + universitäres Praktikum), das spätestens vor Beginn der Diplomarbeit nachzuweisen ist (siehe § 23 Abs. §).
(3) Das Lehrangebot und das Prüfungsverfahren sind so zu gestalten, daß die Fachprüfungen der Diplomvorprüfung im Regelfall bis zum Ende des fünften Semesters abgeschlossen werden können.
(2) Die Diplomvorprüfung ist bestanden, wenn gemäß Anlage 1 die für das Grundstudium geforderten Leistungsnachweise erbracht und sämtliche Fachprüfungen mindestens mit „ausreichend" (4,0) bewertet wurden.
(3) Die Gesamtnote der Diplomvorprüfung ergibt sich aus dem Durchschnitt der einzelnen Fachnoten unter Berücksichtigung von Wichtungsfaktoren (siehe Anlage 1) und wird gemäß § 13 Abs. 2 angegeben.
(4) Die Diplomvorprüfung ist „endgültig nicht bestanden", wenn
in einem Fach die Frist zu einer ersten Wiederholungsprüfung gemäß § 15 Abs. 4 überschritten wurde,
eine genehmigte zweite Wiederholungsprüfung mit „nicht ausreichend" bewertet wurde,
(2) Überschreitet eine Studentin oder ein Student aus von ihr bzw. ihm zu vertretenden Gründen die in § 17 Abs. 4 genannte Frist, so erteilt die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hierüber einen schriftlichen Bescheid mit dem Hinweis, daß Leistungen der Diplomvorprüfung nur innerhalb von zwölf Monaten noch wiederholt werden können, sofern nicht wegen besonderer, von der Kandidatin bzw. vom Kandidaten nicht zu vertretender Gründe noch eine Nachfrist gewährt wird (siehe Absatz 3).
(3) Ist die Diplomvorprüfung auch nach Ablauf der in Absatz 2 genannten Frist noch nicht abgeschlossen, so gilt sie als „endgültig nicht bestanden", falls nicht durch den Prüfungsausschuß auf Antrag der Kandidatin bzw. des Kandidaten eine Ausnahmeverlängerung der Frist bis zum nächsten regulären Prüfungstermin zugelassen wird. Über diese Ausnahme entscheidet der Prüfungsausschuß anhand der vorgebrachten Gründe sowie der Art und der Anzahl der noch zu erbringenden Leistungen. Nach Ablauf dieser Ausnahmefrist erlischt der Prüfungsanspruch endgültig.
die Fachnoten, n die Gesamtnote,
Das Zeugnis ist von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.
(3) Hat eine Kandidatin oder ein Kandidat die Diplomvorprüfung nicht abgelegt oder nicht bzw. endgültig nicht bestanden, so wird ihr bzw. ihm auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise sowie der Exmatrikulationsbescheinigung eine schriftliche Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Prüfungsleistungen sowie die zur Diplomvorprüfung noch fehlenden Prüfungsleistungen enthält und die erkennen läßt, welche Fachprüfungen gegebenenfalls nicht bzw. endgültig nicht bestanden wurden.
(1) Die Diplomprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluß des Studiums. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob die Kandidatin bzw. der Kandidat die für den Übergang in den Beruf notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben hat, die Zusammenhänge des Faches überblickt und die Fähigkeit besitzt, die Probleme des Fachgebietes mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten.
(4) Bestandteile des ersten PA der Diplomprüfung sind Fachprüfungen gemäß Anlage 1 und zwei Studien-/Projektarbeiten. Die Fachprüfungen können studienbegleitend absolviert werden. In jedem Semester wird eine Prüfungsperiode anberaumt.
(5) Das Lehrangebot und das Prüfungsverfahren sind so zu gestalten, daß im Regelfall die Fachprüfungen und die Studien-/Projektarbeiten bis Ende des achten Semesters abgeschlossen werden können.
(6) Der zweite PA der Diplomprüfung beinhaltet die Anfertigung der Diplomarbeit und das zugehörige Prüfungskolloquium.
(7) Um eine hinreichende Breite der Ausbildung zu gewährleisten, muß die Betreuung der beiden Studien-/Projektarbeiten und der Diplomarbeit durch wenigstens zwei verschiedene Themensteller erfolgen.
die Diplomvorprüfung im betreffenden Studiengang oder in einem verwandten Studiengang an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes bestanden oder eine als gleichwertig angerechnete Prüfungsleistung erbracht hat,
(1) Die Leistungsbewertung erfolgt gemäß § 13; bezüglich der Studien-/Projektarbeit und der Diplomarbeit siehe auch §§ 9 und 10.
(2) Die Diplomprüfung ist bestanden, wenn gemäß Anlage 1 die für den Modul 3 geforderten Leistungsnachweise erbracht und sämtliche Fachprüfungen einschließlich der Studien-/Projektarbeit und der Diplomarbeit mindestens mit „ausreichend" (4,0) bewertet wurden.
zu 70 Prozent aus den Noten der Prüfungsfächer entsprechend ihrem Anteil am Gesamtkontingent der Semesterwochenstunden des Moduls 3,
zu 10 Prozent aus dem arithmetischen Mittel der Noten der Studien-/Projektarbeit und
zu 20 Prozent aus der Note der Diplomarbeit gemäß § 10 Abs. 12.
(4) Bei überragenden Leistungen wird bei einem Gesamtnotendurchschnitt besser als 1,3 und Bewertung der Diplomarbeit mit 1,0 das Prädikat „mit Auszeichnung bestanden" erteilt.
(5) Die Diplomprüfung ist „endgültig nicht bestanden", wenn
eine Studien-/Projektarbeit auch nach Wiederholung mit „nicht ausreichend" bewertet wurde (vergleiche § 9 Abs. 7),
die Diplomarbeit auch nach Wiederholung mit „nicht ausreichend" bewertet wurde (vergleiche § 25 Abs. 3),
(1) Überschreitet eine Studentin oder ein Student aus von ihr bzw. ihm zu vertretenden Gründen die in § 22 Abs. 9 genannte Frist, so erteilt die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hierüber einen schriftlichen Bescheid mit dem Hinweis, daß Leistungen der Diplomprüfung nur innerhalb von zwölf Monaten noch wiederholt werden können, sofern nicht wegen besonderer, von der Kandidatin bzw. vom Kandidaten nicht zu vertretender Gründe noch eine Nachfrist gewährt wird (siehe Abs. 5).
(2) Fachprüfungen können gemäß § 15 wiederholt werden; für die Wiederholung der Studien-/Projektarbeit gilt § 9.
(3) Ist die Diplomarbeit mit „nicht ausreichend" bewertet oder nicht fristgemäß abgegeben worden, so kann sie einmal wiederholt werden. Der Kandidatin bzw. dem Kandidaten ist auf Antrag ein neues Thema zu stellen; eine Rückgabe des Themas ist in diesem Falle nur möglich, wenn zuvor kein Gebrauch von der Rückgaberegelung gemacht wurde.
(4) Wird auch die zweite Diplomarbeit mit „nicht ausreichend" bewertet, so ist die Diplomprüfung endgültig nicht bestanden.
(5) Ist die Diplomprüfung auch nach Ablauf der in Absatz 1 genannten Frist noch nicht abgeschlossen, so gilt sie als „endgültig nicht bestanden" falls nicht durch den Prüfungsausschuß auf Antrag der Kandidatin bzw. des Kandidaten eine Ausnahmeverlängerung der Frist bis zum nächsten regulären Prüfungstermin zugelassen wird. Über diese Ausnahme entscheidet der Prüfungsausschuß anhand der vorgebrachten Gründe sowie der Art und der Anzahl der noch zu erbringenden Leistungen. Nach Ablauf dieser Ausnahmefrist erlischt der Prüfungsanspruch endgültig.
Das Zeugnis der Diplomprüfung wird von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet und mit dem Siegel der Universität versehen.
(1) Nach Abschluß einer Fachprüfung wird von der Kandidatin bzw. dem Kandidaten auf Verlangen innerhalb von drei Monaten Einsicht in seine schriftliche Prüfungsarbeit bzw. in das Prüfungsprotokoll gewährt.
(3) Ist das Nichtbestehen der Prüfung festgestellt, so ist das unrichtige Prüfungszeugnis einzuziehen. Eine Entscheidung nach Absatz 1 und Absatz 2 Satz 2, ist nach einer Frist von fünf Jahren nach Ausstellung des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.
Der verliehene Diplomgrad kann wieder eingezogen werden, wenn sich nachträglich herausstellt, daß er durch Täuschung erworben worden ist, oder wenn wesentliche Voraussetzungen für die Verleihung irrigerweise als gegeben angenommen worden sind. Über die Aberkennung entscheidet der Fachbereichsrat.
(3) Soweit sich der Widerspruch gegen eine Entscheidung des Prüfungsausschusses richtet, entscheidet , wenn der Prüfungsausschuß nicht abhilft, der Fachbereichsrat.
Diese Diplomprüfungsordnung tritt nach der Genehmigung durch das Kultusministerium am Tage nach ihrer Bekanntgabe im Ministerialblatt für das Land Sachsen-Anhalt in Kraft.
Ausgefertigt auf Grund der Beschlüsse des Fachbereichsrates des Fachbereiches Verfahrenstechnik vom 22.1.1998 und des Senats der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 8.4.1998 sowie der Genehmigung des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt vom 26.8.1998.
Halle, den 24.9.1998
Prüfungsplan für den Studiengang Bioingenieurwesen
Modul 1: Naturwissenschaftlich orientierte Grundlagen des Ingenieurwesens (73 SWS im 1. bis 3. Semester)
Modul 2: Ingenieurwissenschaftlich orientierte Vertiefung (46 SWS im 4. und 5. Semester)
Modul 3: Studiengangsspezifische Vertiefung (50 SWS im 6. bis 8. Semester)
Teilnahme an einer Fachexkursion (studienbegleitend) und,
Diplomarbeit (sechs Monate im 9. Semester).
Bis zum Beginn der Diplomarbeit sind zwei Studien-/Projektarbeiten mit einem Bearbeitungsumfang von je ca. 300 Stunden erfolgreich zu bearbeiten (siehe § 9).
Nach Erbringung aller Voraussetzungen gemäß § 10 Abs. 4 kann die Diplomaufgabenstellung in einem Zeitraum von sechs Monaten bearbeitet werden.
Fach Art Sem *) Dauer/min/ Faktor **) Leistungsnachweise/Prüfungsvorleistungen
Mathematik I K 1 240 2 1/2 1 Leistungskontrolle
Mathematik II/III K 3 240 2 1/2 2 Leistungskontrollen
Technische Mechanik K 2 240 1 6 - 8 Belege
Prozeßgrundlagen
- Stoff- und Wärmeübertragung K 5 240 2 1 Leistungskontrolle TTD,
1 Leistungskontrolle + Praktikumsschein
1 Leistungskontrolle + 1 Beleg SWÜ
- Reaktionstechnik K 5 240 2 1 Leistungskontrolle MVT,
1 Leistungskontrolle TVT
1 Beleg + 1 Testat RT,
Fach Art Sem *) Dauer /min/ Faktor **) Leistungsnachweise/Prüfungsvorleistungen
- Allgemeine Mikrobiologie
- Ökologische und technische Mikrobiologie M 8 30 8 2 Leistungskontrollen
- Ökologische Biochemie M 7 30 4 2Leistungskontrollen
Bioverfahrenstechnisches Praktikum L - - Praktikumsschein
Meß- und Automatisierungstechnik K 8 240 7 2 Leistungskontrollen + Praktikumsschein
Technische Wahlpflichtfächer (mindestens 6 SWS) L 8 - - entsprechend den für das gewählte Fach zutreffenden Festlegungen
Nichttechnisches Wahlpflichtfach (mindestens 2 SWS) L - - entsprechend den für das gewählte Fach zutreffenden Festlegungen
*) Sem = Semester des Prüfungsangebotes lt. Modellstudienplan (siehe Anlage 2)
° Bei den Prüfungen "Mathematik I" und "Mathematik II/III" handelt es sich um Teilprüfungen, aus denen gleichgewichtet jeweils eine Endnote gebildet wird.
° Die Prüfungen "Prozeßgrundlagen", "Grundlagen der Verfahrenstechnik", "Mikrobiologie für Ingenieure" und "Biochemie für Ingenieure" sind Komplexprüfungen zu den jeweils angegebenen Teillehrgebieten.
° Zulassungsvoraussetzungen zur Diplomvorprüfung bzw. Diplomprüfung sind außerdem der Nachweis des Grund- bzw. Fachpraktikums. Leistungen zur Diplomprüfung sind weiterhin 2 Studien-/Projektarbeiten und die Diplomarbeit.
Semester Modul 2
1 Mathematik 16 7 P 5 4 P - -
4 Chemie 8 4 2 2 P - -
5 Mischphasenthermodynamik/Stoffcharakterisierung 5 - - - 5 P -
7 Umweltschutz für Ingenieure 6 3 3 P - - -
- Maschinen- und Apparateelemente 4
12 Prozeßgrundlagen
- Techische Strömungsmechanik
Stoff- und Wärmeübertragung 6
- Verfahrenstechnisches Praktikum 3
119 26 26 21 24 22
1 Mikrobiologie für Ingenieure
- Ökologische und technische Mikrobiologie 4
3 Genetik 2 - 2 L -
5 Biochemie für Ingenieure
- Ökologische Biochemie 2
10 Meß- und Automatisierungstechnik 7 2 4 1 P
13 Einführung in die Betriebswirtschaftslehre 6 - 2 L -
50 18 16 16
1. Der Modellstudienplan hat exemplarischen Charakter. Insbesondere die Verteilung der Wahlpflichtfächer kann individuell gestaltet werden.
2. geforderte Abschlüsse: P = Prüfung; L = Leistungsnachweis
3. Zwei Studien-/Projektarbeiten im Modul 3
4. Diplomarbeit im 9. Semester
Biomeß- und Sensortechnik (2 SWS)
Moderne Aspekte der Fermentationstechnologie (1 SWS)
Stoffdatenermittlung und -bereitstellung (2 SWS)
Meßwertermittlung und Automatisierung in der Biotechnologie (2 SWS)
Stoff- und Wärmeübertragung in biotechnologischen Prozessen (2 SWS)
Prozesse und Anlagen der Bioverfahrenstechnik (2 SWS)
Berechnung realer chemischer Reaktoren (2 SWS)
Mehrphasenströmungen (2 SWS)
Bioinformatik (2 SWS)
Bioanalytik (1 SWS)
Bioabbaubare Werkstoffe (2 SWS)
Recht für Ingenieure (2 SWS)
Umweltverwaltungsrecht (2 SWS)
Berufsplanung für Ingenieure (2 SWS)
Mensch - Technik - Umwelt (2 SWS)
Investitions- und Finanzierungstheorie (2 SWS)
Bilanz- und Erfolgsrechung (2 SWS)
Produktionsmanagment (2 SWS)
Einführung in die Ökonometrie (1 SWS)
Lehrveranstaltungen aus dem studium generale der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Vor Beginn jeden Semesters wird eine aktuelle Angebotslister veröffentlicht, aus der die angebotenen Fächer, die Lehrbeauftragten und der Umfang der Lehrveranstaltungen für das jeweilige Semester ersichtlich sind.