Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=8%20AZR%20628/05
Timestamp: 2020-07-12 23:36:01
Document Index: 117472569

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 611', '§ 618', '§ 618', '§ 618', '§ 618', '§ 104', '§ 104', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 618', '§ 618', '§ 253', '§ 618', '§ 618', '§ 618', '§ 618', '§ 242', '§ 242', '§ 256', '§ 1', 'Art. 9', '§ 618', '§ 618', '§ 618', '§ 618', '§ 104', '§ 7', '§ 618', '§ 618', '§ 104', '§ 104', '§ 618', '§ 618', '§ 618', '§ 618', '§ 618', '§ 618', '§ 611', '§ 4', '§ 4']

BAG, 14.12.2006 - 8 AZR 628/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1847
BAG, 14.12.2006 - 8 AZR 628/05 (https://dejure.org/2006,1847)
BAG, Entscheidung vom 14.12.2006 - 8 AZR 628/05 (https://dejure.org/2006,1847)
BAG, Entscheidung vom 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 (https://dejure.org/2006,1847)
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Schadensersatzanspruch wegen einer Hepatitis-C-Infektion; Ausschlussfrist
Schadensersatzanspruch wegen einer Hepatitis-C-Infektion, Ausschlussfrist
Schadensersatzanspruch einer Lehrerin aufgrund einer Hepatitis-C-Infektion während der Unterrichtstätigkeit; Anforderungen an die Unterweisungspflichten des Arbeitgebers bezüglich des Sicherheitsschutzes und Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz; Anspruch auf ...
Haftung, Schadensersatz - Aufklärungspflicht des Arbeitgebers über Ansteckungsgefahr durch infizierte Schüler
Schadensersatzanspruch gegen Arbeitgeber bei Hepatitis-C-Infektion - Bindung der Zivilgerichte an bestandskräftige Feststellung eines Sozialversicherungsträgers zum Vorliegen eines Versicherungsfalls - kein Verfall des Ersatzanspruches durch tarifliche Ausschlussfrist ...
Berufsschullehrerin infiziert sich im Unterricht - Informiert der Arbeitgeber nicht über erhöhtes Infektionsrisiko, ist er schadenersatzpflichtig
ArbG Oldenburg, 01.12.2003 - 2 Ca 501/01
LAG Niedersachsen, 21.06.2005 - 12 Sa 359/04
NZA 2007, 262
Feststellbar ist der Schaden, sobald der Gläubiger vom Schadensereignis Kenntnis erlangt oder bei Beachtung der gebotenen Sorgfalt hätte erlangen können (BAG 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 -aaO; 27. April 1995 - 8 AZR 582/94 - ZTR 1995, 520; 16. Mai 1984 - 7 AZR 143/81 -AP TVG § 4 Ausschlussfristen Nr. 85 = EzA TVG § 4 Ausschlussfristen Nr. 58).
Geltend gemacht werden können Schadensersatzforderungen, sobald der Gläubiger in der Lage ist, sich den erforderlichen Überblick ohne schuldhaftes Zögern zu verschaffen und seine Forderungen wenigstens annähernd zu beziffern (BAG 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - aaO; 17. Juli 2003 - 8 AZR 486/02 - AP BGB § 611 Haftung des Arbeitgebers Nr. 27).
Dementsprechend ist der Gläubiger grundsätzlich verpflichtet, bei der Geltendmachung auch zumindest die ungefähre Höhe seiner Forderung zu nennen (Senat 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - aaO).
Wie der Senat zuletzt in seinem Urteil vom 14. Dezember 2006 (- 8 AZR 628/05 - AP BGB § 618 Nr. 28 = EzA BGB 2002 § 618 Nr. 2) nochmals ausgeführt hat, erwachsen einer Vertragspartei aus einem Schuldverhältnis nicht nur Leistungs-, sondern auch Verhaltenspflichten zur Rücksichtnahme und zum Schutz der Rechte, Rechtsgüter und Interessen des anderen Teils.
Insoweit reicht es aus, wenn die nicht eben entfernt liegende Möglichkeit künftiger Verwirklichung der Ersatzpflicht durch Auftreten weiterer, bisher noch nicht erkennbarer und voraussehbarer Leiden besteht (Senat 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 -AP BGB § 618 Nr. 28 = EzA BGB 2002 § 618 Nr. 2; 19. August 2004 - 8 AZR 349/03 -AP SGB VII § 104 Nr. 4 = EzA SGB VII § 104 Nr. 2).
Für den Geschädigten untragbare Konsequenzen, die eintreten könnten, wenn zwischen den Zivil- bzw. Arbeitsgerichten auf der einen Seite und den Unfallversicherungsträgern bzw. den Sozialgerichten auf der anderen Seite unterschiedliche Auffassungen über das Vorliegen eines Versicherungsfalls bestehen und dem Geschädigten deshalb weder Schadensersatz noch eine Leistung aus der gesetzlichen Unfallversicherung zuerkannt wird, sollen verhindert werden (st. Rspr., ua. BGH 30. Mai 2017 - VI ZR 501/16 - Rn. 11 mwN; vgl. auch BAG 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - Rn. 27) .
Dies gilt unabhängig davon, ob die zur Entscheidung über den privatrechtlichen Schadensersatzanspruch berufenen Gerichte diese Entscheidungen für richtig halten (BGH 19. Mai 2009 - VI ZR 56/08 - Rn. 12, BGHZ 181, 160; vgl. BAG 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - Rn. 27) , und auch dann, wenn die Entscheidung im sozialrechtlichen Verfahren auf einer unvollständigen Tatsachengrundlage beruht und das Zivil- bzw. Arbeitsgericht selbst abweichende Feststellungen treffen könnte (BAG 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - aaO) .
Erst mit der Entstehung des Schadens kann auch ein Schadensersatzanspruch entstehen (vgl. BAG 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - mwN, AP BGB § 618 Nr. 28 = EzA BGB 2002 § 618 Nr. 2) .
Sie sieht sowohl bei der Vertragshaftung als auch bei der Gefährdungshaftung den Ersatz immaterieller Schäden vor, während diese Bereiche früher nicht mit umfasst waren (BAG NZA 2007, 262, 264 f Rn. 23 f;… Palandt/Heinrichs, BGB 68. Aufl. § 253 Rn. 8; Wagner NJW 2002, 2049, 2055).
Schließlich dient die Notwendigkeit der wenigstens annähernden Bezifferung auch dem Schutz des Schuldners (BAG 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - AP BGB § 618 Nr. 28 = EzA BGB 2002 § 618 Nr. 2).
Die Pflichten können sich auch auf Aufklärung des Vertragspartners richten (st. Rspr., vgl. BAG 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - AP BGB § 618 Nr. 28 = EzA BGB 2002 § 618 Nr. 2; 14. Juli 2005 - 8 AZR 300/04 - AP BGB § 242 Auskunftspflicht Nr. 41 = EzA BGB 2002 § 242 Nr. 1).
Als Feststellungsklage verstanden, ist das erforderliche Feststellungsinteresse nach § 256 Abs. 1 ZPO gegeben, da die endgültige Bezifferung noch nicht möglich ist (…BAG 24. April 2007 - 1 AZR 252/06 - Rn. 51, BAGE 122, 134 = AP TVG § 1 Sozialplan Nr. 2 = EzA GG Art. 9 Arbeitskampf Nr. 139) und künftig weitere Schäden eintreten werden (BAG 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - Rn. 11, AP BGB § 618 Nr. 28 = EzA BGB 2002 § 618 Nr. 2).
Aus diesem Grund kann offen bleiben, ob das vom Kläger geflogene Flugzeugmuster dazu neigt, TCP-kontaminierte Atemluft in das Cockpit zu leiten, ob die Beklagten eine ordnungsgemäße Gefährdungsbeurteilung (vgl. hierzu BAG 12. August 2008 - 9 AZR 1117/06 - AP BGB § 618 Nr. 29) unterlassen hat und/oder ob sie Informationspflichten gegenüber dem Kläger (vgl. hierzu BAG 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - AP BGB § 618 Nr. 28) verletzt hat.
Hinsichtlich der Darlegungslast gilt, dass es ausreicht, wenn der Arbeitnehmer, der durch die Schutzpflichtverletzung des Arbeitgebers einen Personenschaden erlitten hat, beweist, dass ein ordnungswidriger Zustand vorgelegen hat, der geeignet war, den eingetretenen Schaden herbeizuführen; es ist dann Sache des Arbeitgebers zu beweisen, dass ihn kein Verschulden trifft (BAG 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - aaO) .
§ 104 SGB VII bezieht sich auf alle Haftungsgründe des bürgerlichen Rechts (BAG 19. August 2004 - 8 AZR 349/03 - AP SGB VII Nr. 4; BAG 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - aaO) .
Diese Vorschrift dient dazu, widersprüchliche Entscheidungen zu der Frage, ob ein Versicherungsfall nach §§ 7 ff, 104 ff SGB VII vorliegt, zu vermeiden (BAG 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - aaO) .
Außerdem ist die Kürze einer Ausschlussfrist für den Gläubiger wesentlich belastender als die Verjährungsfrist (vgl. BAG 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - AP BGB § 618 Nr. 28 = EzA BGB 2002 § 618 Nr. 2).
Insoweit reicht es aus, wenn die nicht eben entfernt liegende Möglichkeit künftiger Verwirklichung der Ersatzpflicht durch Auftreten weiterer, bisher noch nicht erkennbarer und voraussehbarer Leiden besteht (vgl. BAG vom 19. August 2004 - 8 AZR 349/03 - AP Nr. 4 zu § 104 SGB VII = EzA SGB VII § 104 Nr. 2; BAG vom 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - AP Nr. 28 zu § 618 BGB = EzA BGB 2002 § 618 Nr. 2).
c) Die Ausschlussklausel erfasst auch Ansprüche wegen der Verletzung der Gesundheit (vgl. BAG vom 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - AP Nr. 28 zu § 618 BGB = EzA BGB 2002 § 618 Nr. 2; BAG vom 27. April 1995 - 8 AZR 582/94 - ZTR 1995, 520).
Erst mit der Entstehung des Schadens kann auch ein Schadensersatzanspruch entstehen, der in der Regel auch mit seiner Entstehung fällig wird (vgl. BAG vom 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - AP Nr. 28 zu § 618 BGB = EzA BGB 2002 § 618 Nr. 2).
Die Fälligkeit tritt nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts bei Schadensersatzansprüchen ein, wenn der Schaden für den Gläubiger feststellbar ist und geltend gemacht werden kann (vgl. BAG vom 20. Juni 2002 - 8 AZR 488/01 - EzA BGB § 611 Arbeitgeberhaftung Nr. 11; BAG vom 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - a.a.O.).
Feststellbar ist der Schaden, sobald der Gläubiger vom Schadensereignis Kenntnis erlangt oder bei Beachtung der gebotenen Sorgfalt hätte erlangen können (vgl. BAG vom 16. Mai 1984 - 7 AZR 143/81 - AP Nr. 85 zu § 4 TVG Ausschlussfristen = EzA TVG § 4 Ausschlussfristen Nr. 58; BAG vom 27. April 1995 - 8 AZR 582/94 - ZTR 1995, 520; BAG vom 14. Dezember 2006 - 8 AZR 628/05 - a.a.O.).
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Rufbereitschaft; Bereitschaftsdienst; Vergütung
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Nach Ablauf einer tariflichen Ausschlussfrist sind tarifliche Ansprüche aus dem …
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Sanierungstarifvertrag, Besserungsschein.