Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZB%2016/87
Timestamp: 2019-11-12 13:03:59
Document Index: 343413876

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 67', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 14.10.1987 - VIII ZB 16/87 - dejure.org
https://dejure.org/1987,1981
BGH, 14.10.1987 - VIII ZB 16/87 (https://dejure.org/1987,1981)
BGH, Entscheidung vom 14.10.1987 - VIII ZB 16/87 (https://dejure.org/1987,1981)
BGH, Entscheidung vom 14. Januar 1987 - VIII ZB 16/87 (https://dejure.org/1987,1981)
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Anforderungen an die Ausfertigung eines Versäumnisurteils - Notwendigkeit der Überschrift "Ausfertigung" auf der Ausfertigungsurkunde - Pflicht des Anwalts zur Überprüfung von Fristvermerken in den Handakten
VersR 1988, 414
Zu der notwendigen Nachprüfung gehört auch die Kontrolle des Bürovermerks in den Handakten über die Eintragung der Frist im Fristenkalender (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Oktober 1987 - VIII ZB 16/87 - VersR 1988, 414).
Bejahendenfalls hätte er kontrollieren müssen, ob die Eintragung der Frist im Fristenkalender in den Handakten vermerkt war (BGH, Beschluß vom 14. Oktober 1987 - VIII ZB 16/87 - VersR 1988, 414).
Der Prozessbevollmächtigte verletzt seine Pflicht zur eigenverantwortlichen Prüfung des Fristablaufs auch dann, wenn ihm anlässlich der Aktenvorlage zur Bearbeitung der fristgebundenen Prozesshandlung (hier: Berufungsbegründung) nicht auffällt, dass zwischen dem von ihm angenommenen und dem in der Handakte als notiert vermerkten Fristablauf eine Divergenz besteht (Ergänzung zu BGH VersR 1988, 414).
BSG, 15.12.1997 - 10 BLw 8/97
Für die Streichung der Frist im Fristenkalender gelten die gleichen Grundsätze wie für die Notierung (…vgl zB mwN: BSG SozR 3-1500 § 67 Nr. 10; BGH, Beschluß vom 17. April 1996 - XII ZB 27/96, FamRZ 1996, 1004; BGH, Beschluß vom 14. Oktober 1987 - VIII ZB 16/87 -, VersR 1988, 414).
Dazu gehört im Besonderen die Verpflichtung zur Überprüfung, ob in der Handakte ein Erledigungsvermerk über die Fristennotierung angebracht ist (vgl. BGH, 20.08.1998, VII ZB 4/98, juris ; BGH, 14.10.1987, VIII ZB 16/87, VersR 1988, S. 414 ).
Er bleibt dagegen nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH), der sich der erkennende Senat anschließt, verpflichtet, den Fristablauf eigenverantwortlich nachzuprüfen, wenn ihm die Sache zur Vorbereitung der fristgebundenen Prozeßhandlung vorgelegt wird; das gilt selbst dann, wenn ihm die Akte bei der Bearbeitung der Sache nicht vorgelegen hat (BGH-Beschlüsse vom 13. November 1975 III ZB 18/75, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1976, 627; vom 25. Juni 1980 V ZB 9/80, Versicherungsrecht - VersR - 1980, 1027; vom 14. Oktober 1987 VIII ZB 16/87, VersR 1988, 414; vom 13. Juli 1989 VII ZB 6/89, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR - 1990, 392; vom 25. April 1991 VII ZB 1/91, HFR 1992, 144; vom 11. Dezember 1991 VIII ZB 38/91, Betriebs-Berater 1992, 393; ebenso Beschluß des Bundesverwaltungsgerichts - BVerwG - vom 5. September 1975 VI C 113.74, BVerwGE 1976, 29).
Bejahendenfalls hat er zu kontrollieren, ob die Eintragung der Frist im Fristenkalender in den Handakten vermerkt ist, vgl. BGH, Beschluß vom 14. Oktober 1987 - VIII ZB 16/87 - VersR 1988, 414 .