Source: http://www.sbg-jaegerschaft.at/jagd/gesetze-verordnungen/satzungen/
Timestamp: 2019-12-06 06:26:26
Document Index: 356605933

Matched Legal Cases: ['§ 120', '§ 90', '§ 8', '§ 6', '§ 91', '§ 54', '§ 59', '§ 37', '§ 50', '§ 123', '§ 135', '§ 132', '§ 121', '§ 125', '§ 130', '§ 130', '§ 130', '§ 130', '§ 11', '§ 3', '§ 70', '§ 60', '§ 62', '§ 154', '§ 54', '§ 24', '§ 71', '§ 43', '§ 33', '§ 49', '§ 68']

Gesetze & Verordnungen / Satzungen
Satzungen der Salzburger Jägerschaft
Vorlage Beschluss Landesjägertag 2016
(1) Zur Wahrung der Interessen der im Land Salzburg die Jagd ausübenden Personen und zur Förderung der Jagd und Jagdwirtschaft wird die Salzburger Jägerschaft eingerichtet.
(2) Die Salzburger Jägerschaft ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechtes, besitzt Rechtspersönlichkeit und hat ihren Sitz in Salzburg. Sie ist zur Führung des Landeswappens berechtigt.
(3) Der Salzburger Jägerschaft kommt das Recht zur Selbstverwaltung der ihr nach diesem Gesetz übertragenen Aufgaben zu.
(1) Ordentliche Mitglieder der Salzburger Jägerschaft sind alle Besitzer einer gültigen Salzburger Jahresjagdkarte. Diese Mitgliedschaft beginnt mit Ausstellung der Jahresjagdkarte und erlischt sechs Monate nach Ablauf der Gültigkeit dieser oder der im jeweils folgenden Jagdjahr ausgestellten Jahresjagdkarte, mit dem Entzug derselben sowie durch den Tod oder den Ausschluss des Besitzers aus der Salzburger Jägerschaft auf Grund eines rechtskräftigen Erkenntnisses des Ehrengerichtes.
(2) Eigentümer von Eigenjagdgebieten und Jagdpächter, die nicht im Besitz einer gültigen Salzburger Jahresjagdkarte sind, können der Salzburger Jägerschaft als ordentliche Mitglieder bei­treten.
(3) Die Salzburger Jägerschaft kann Personen, die sich um das Jagdwesen im Land Salzburg verdient gemacht haben und nicht Mitglieder gemäß Abs 1 sind, als Ehrenmitglieder aufnehmen.
AUFGABEN DER SALZBURGER JÄGERSCHAFT
(1) Neben der Erfüllung der im Jagdgesetz 1993 (JG) angeführten Aufgaben obliegen der Salzburger Jägerschaft zur Verwirklichung der im § 120 Abs 1 JG genannten Ziele insbesondere:
1. die Stellungnahme zu allen die Jagd und die Jagdwirtschaft betreffenden Gesetzes- und Verordnungsentwürfen sowie die Beratung der Jagdbehörden und aller sonst an der Jagdwirtschaft beteiligten Stellen und Personen durch Erstattung von Gutachten und Bestellung von Sachverständigen;
2. die Pflege der Jagd und Jagdwirtschaft zur Erhaltung und Entwicklung eines angemessenen, artenreichen und gesunden Wildstandes und die Förderung insbesondere von Einrichtungen, die der Jagdwissenschaft, dem jagdlichen Schießwesen und Jagdhundewesen dienen;
3. die Aus- und Fortbildung der Prüfungskandidaten, Jagdschutzorgane und Berufsjäger, die Einrichtung der Prüfungskommission zur Jagdprüfung, für den Jagdschutzdienst und Berufsjägerprüfung, Abhaltung von Schulungskursen sowie die Unterrichtung ihrer Mitglieder über den jeweiligen Stand der wildökologischen, jagdwissenschaftlichen und wildbrethygienischen Erkenntnisse sowie die Erlassung einer Berufsjäger-Ausbildungsordnung nach dem Salzburger Berufsjägergesetz nach Anhörung der Landarbeiterkammer;
4. der Abschluss einer Jagdhaftpflicht? und Jagdunfallversicherung gegen Personen? und Sachschäden bei einem Versicherungsunternehmen mit einer Niederlassung in Österreich;
5. die Schaffung und Erhaltung eines Wohlfahrtsfonds für Berufsjäger;
6. die Pflege und Förderung der weidmännischen Sitten und des jagdlichen Brauchtums;
7. die Ehrung von Personen, die sich um die Jagd im Land Salzburg besondere Verdienste erworben haben;
8. die Durchführung von Ehrengerichtsverfahren gegen ihre Mitglieder;
9. die Durchführung von Hegeschauen;
10. die Mitwirkung bei der Durchführung behördlicher Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung von Tierseuchen;
11. die Führung von Zusammenstellungen und Nachweisen, die der jagdlichen Verwaltung dienen;
12. die Öffentlichkeitsarbeit über die Lebensweise des Wildes, seine Bedürfnisse, seinen Schutz und seine Bejagung.
13. Mitwirkung bei der Teilung und Vereinigung von Gemeinschaftsjagdgebieten.
14. Mitwirkung bei der Unterverpachtung, Weiterverpachtung von Flächen einer Gemeinschaftsjagd.
15. Ausfolgung von Jagdgastkarten.
16. Ausstellung und Verlängerung von Jahresjagdkarten.
17. Erlassung und Kontrolle der Abschusspläne.
18. Mitwirkung bei der Aussetzung von Wild.
19. Mitwirkung bei der vorzeitigen Enthebung von Jagdschutzorganen.
20. Die Ausstellung von Bescheinigungen für die Jagdschutzdienstprüfung und Durchführung der hiefür erforderlichen Schießprüfung.
21. Führung des Jagdkatasters.
22. Betrieb und Führung des Jagdzentrums Stegenwald.
(2) In Verfahren nach § 90 Abs 2 JG kommt der Salzburger Jägerschaft Parteistellung nach § 8 AVG zu.
(3) Vor der Erlassung von Verordnungen, mit denen Gebiete zu Sonderschutzgebieten im Nationalpark Hohe Tauern erklärt werden (§ 6 des Gesetzes über die Errichtung des Nationalparks Hohe Tau­ern im Land Salzburg), ist die Salzburger Jägerschaft zu hören.
JAGDHAFTPFLICHT? UND JAGDUNFALLVERSICHERUNG
(1) Die Jagdhaftpflichtversicherung hat sich auf alle Schäden zu erstrecken, die vom Besitzer einer Jahresjagdkarte oder einer Jagdgastkarte durch den Besitz, den Gebrauch von Jagdwaffen und Munition hiefür sowie von Jagdhunden, durch Verwendung von Fanggeräten, durch Bestand und Benutzung von Jagdanlagen mit Ausnahme von Wildschäden (§ 91 Abs 1 lit b JG) oder durch Jagdschutzorgane in Ausübung ihres Amtes verursacht werden. Im Rahmen der Jagdunfallversicherung sind die Besitzer von Jahresjagdkarten gegen eigene Schäden aus Unfällen bei der nicht berufsmäßigen und unentgeltlichen Ausübung der Jagd sowie bei der Handhabung von Jagdwaffen zu versichern.
(2) Die Versicherungssummen sind unter Bedachtnahme auf die schutzwürdigen Interessen der betroffenen Personen und auf die Art der Jagdausübung zu vereinbaren.
(3) Die Salzburger Jägerschaft legt einen Beitrag für die Teilnahme an der Haftpflichtversicherung für Besitzer von Jagdgastkarten fest, der aus dem Anteil an der Versicherungsprämie und einem ihren Aufwand abgeltenden Zuschlag besteht. Dieser Beitrag ist vor Ausstellung (Ausfolgung) der Jagdkarte zu erlegen.
(1) Alle Mitglieder der Salzburger Jägerschaft sind berechtigt, deren Einrichtungen unter den festgelegten Bedingungen zu benützen und das Mitgliedsabzeichen zu tragen.
(2) Alle Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen der Salzburger Jägerschaft zu fördern, das Ansehen der Jägerschaft stets zu wahren, die Organe der Salzburger Jägerschaft bei der Durchführung ihrer Aufgaben zu unterstützen und diesen insbesondere die dazu erforderlichen Mitteilungen zu machen und Auskünfte zu erteilen, den satzungsgemäß erfolgten Beschlüssen der Organe zu entsprechen sowie übernommene Funktionen gewissenhaft und unparteiisch zu versehen.
(3) Die ordentlichen Mitglieder haben zur Deckung des mit der Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben verbundenen Aufwandes der Salzburger Jägerschaft den jeweils festgesetzten Jahresbeitrag (ordentlicher Mitgliedsbeitrag, außerordentliche Umlagen, Beitrag zur Jagdhaftpflicht? und Unfallversicherung, Zeitungsentgelt udgl) zu entrichten. Der Jahresbeitrag ist der Jagdbehörde rechtzeitig bekannt zu geben. Er ist vor Ausstellung der Jahresjagdkarte zu erlegen und bei Mitgliedern, die keine Jahresjagdkarte besitzen, am 30. Juni jedes Jahres fällig. Auf die Rückerstattung eines bereits entrichteten Jahresbeitrages besteht im Fall des Erlöschens der Mitgliedschaft kein Anspruch. Rückständige Jahresbeiträge sind auf Antrag der Salzburger Jägerschaft nach den Bestimmungen des VVG einzutreiben.
(4) Die Mitglieder der Salzburger Jägerschaft, ausgenommen Familienmitglieder die im gemeinsamen Haushalt leben, sind zum Bezug einer österreichischen Jagdzeitschrift verpflichtet, in der die offiziellen Nachrichten der Salzburger Jägerschaft veröffentlicht werden.
ORGANE DER SALZBURGER JÄGERSCHAFT
(1) Organe der Salzburger Jägerschaft sind
1. mit dem Wirkungsbereich für das Land Salzburg (Landesorgane der Salzburger Jägerschaft)
a) der Landesjägertag,
b) der Landesjagdrat,
d) der Landesjägermeister,
e) das Ehrengericht,
f) die Prüfungskommission;
2. mit dem Wirkungsbereich für einen politischen Bezirk (Bezirksorgane der Salzburger Jägerschaft)
a) der Bezirksjägertag,
b) der Bezirksjagdrat,
c) der Bezirksjägermeister,
d) der Hegemeister,
e) die Beurteilungskommission.
(2) Hilfsorgane der Salzburger Jägerschaft sind die Landesgeschäftsstelle und die Bezirksgeschäftsstellen jeweils unter der Leitung eines Geschäftsführers.
(1) Der Landesjägertag besteht aus dem Landesjagdrat und den Delegierten aller Mitglieder der Salzburger Jägerschaft, die auf den Bezirksjägertagen gewählt werden. Auf je 50 Mitglieder entfällt ein Delegierter. Verbleibt nach Errechnung der Delegiertenzahl ein Mitgliederrest von mehr als 25 Mitgliedern, so ist ein weiterer Delegierter zu entsenden. Nicht delegierte Mitglieder können an den Sitzungen des Landesjägertages als Zuhörer teilnehmen.
(2) Dem Landesjägertag obliegt
a) die Wahl des Landesjägermeister, dessen Stellvertreters und der weiteren Mitglieder des Vorstandes. Die Wahl des Landesjägermeister, des Stellvertreters und der weiteren Mitglieder des Vorstandes kann in gesonderten Wahlgängen durchgeführt werden. Dies hat der Landesjägertag mit einfacher Stimmenmehrheit zu beschließen;
b) die Wahl des Vorsitzenden und der Beisitzer des Ehrensenates, des Ehrenanwaltes und ihrer Stellvertreter (Ersatzmitglieder);
c) die Wahl der beiden Rechnungsprüfer und deren Ersatzpersonen zur jährlichen Überprüfung der Finanzgebarung der Landesorgane sowie über Auftrag des Vorstandes auch der Bezirksorgane auf ihre ziffernmäßige Richtigkeit, Übereinstimmung mit den geltenden Beschlüssen sowie Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit;
d) die Erlassung und Änderung der Satzung der Salzburger Jägerschaft;
e) die Entlastung des Vorstandes auf Grund des Tätigkeitsberichtes und des Berichtes der Rechnungsprüfer;
f) die Beschlussfassung des Rechnungsabschlusses;
g) die Festlegung der Höhe des Jahresbeitrages;
h) die Verfügung über unbewegliches Vermögen der Salzburger Jägerschaft;
(3) Zur Wahl des Vorstandes sind nur die Bezirksjägermeister und die Delegierten wahlberechtigt.
(4) Der Landesjägertag ist nach Neuwahl aller Delegierten (Abs 1) und mindestens einmal im Jahr einzuberufen. Er muss außerdem dann einberufen werden, wenn dies von der Landesregierung verlangt oder von mindestens einem Drittel der Delegierten schriftlich unter Angabe der Verhandlungsgegenstände beantragt wird.
(5) Bei Beschlussfassung steht jedem Mitglied des Landesjagdrates und jedem Delegierten eine Stimme zu.
(6) Anträge für den Landesjägertag können von jedem Mitglied der Salzburger Jägerschaft gestellt werden; sie sind jedoch mit eingeschriebenem Brief mindestens zwei Wochen vor dem Landesjägertag im Sekretariat der Salzburger Jägerschaft einzubringen.
DER LANDESJAGDRAT
(1) Der Landesjagdrat setzt sich aus dem Vorstand und den Bezirksjägermeistern zusammen. Er ist mindestens zweimal im Jahr und überdies dann einzuberufen, wenn es mindestens die Hälfte der Mitglieder des Landesjagdrates verlangt. Der Landesjagdrat kann zur Klärung von Fachfragen Sachverständige mit beratender Stimme beiziehen.
(2) Dem Landesjagdrat obliegt die Beratung und Beschlussfassung in allen Angelegenheiten, die durch das JG und durch die Satzungen nicht einem anderen Organ der Salzburger Jägerschaft vorbehalten sind. Es obliegen ihm insbesondere:
a) die Erstattung von Stellungnahmen zur Festsetzung der Schonzeiten (§ 54 Abs 1 JG);
b) die jährliche Beratung über die Erhaltung der Lebensräume der Wildtiere, die Wildstandsentwicklung, beim Schalenwild insbesondere im Hinblick auf Geschlechterverhältnis und Altersstruktur, die Einhaltung der Abschusspläne, die Wildschäden sowie die zur Verhütung von Wildschäden und zur Verbesserung der natürlichen Einstands- und Äsungsverhältnisse unternommenen Maßnahmen, die Beurteilung des Wildabschusses im gesamten aus hegerischer Sicht sowie die Erstattung von Vorschlägen bzw. Stellungnahmen zu den Abschuss und Beurteilungsrichtlinien (§§ 59 Abs 3 und 146 Abs 4 JG);
c) die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft;
d) die Ausübung des Gnadenrechtes im Falle eines dauernden Ausschlusses aus der Salzburger Jägerschaft, frühestens aber nach 15 Jahren gerechnet ab Rechtskraft des Ausschlusses.
(1) Der Vorstand besteht aus dem Landesjägermeister, dessen Stellvertreter und sechs Mitgliedern. Mindestens je ein Mitglied hat dem Kreis der Eigentümer eines Eigenjagdgebietes, der Jagdpächter oder der Jagdleiter von Jagdgesellschaften sowie dem Stand der Berufsjäger anzugehören. Die mit dem jagdlichen Sachverständigendienst sowie mit den rechtlichen Angelegenheiten des Jagdwesens ständig betrauten Beamten des Amtes der Landesregierung bzw. die mit ihrer Vertretung betrauten Beamten gehören dem Vorstand mit beratender Stimme an. Der Vorstand kann weitere mit der Jagd und Jagdwirtschaft sowie der Land- und Forstwirtschaft besonders vertraute Personen einladen, an den Sitzungen des Vorstandes mit beratender Stimme teilzunehmen.
(2) Dem Vorstand obliegt:
a) die Führung der laufenden Geschäfte der Salzburger Jägerschaft auf Grund der Satzung und die Erstattung des Tätigkeitsberichtes und Erstellung des Rechnungsabschlusses;
b) die Erteilung von Aufträgen an die Bezirksorgane der Salzburger Jägerschaft;
c) die Anstellung und Entlassung/Kündigung von Bediensteten der Salzburger Jägerschaft;
d) die Stellungnahme zu Gesetzes- und Verordnungsentwürfen;
e) die Stellung von Anträgen und Erstattung von Stellungnahmen und Vorschlägen an die Jagdbehörde, soweit in diesem Gesetz nicht anderes bestimmt ist, insbesondere in den Fällen der §§ 37 Abs 1, 55 Abs 3, 56 Abs 2, 68 Abs 3, 113 Abs 3 und 114 Z. 8 JG;
f) die Festlegung der Prüfungsentschädigung und der Prüfungsgebühr gem. § 50 JG;
g) die Festlegung des Beitrages gemäß § 123 Abs 3 JG;
h) die Zuerkennung von Aufwandsentschädigungen gemäß § 135 Abs 2 JG;
i) die Durchführung der Landeshegeschau
j) Bestellung und Entlassung/Enthebung von Bezirksgeschäftsstellenleitern(innen) auf Vorschlag des Bezirksjagdrates.
(3) Der Vorstand ist mindestens viermal jährlich und jedenfalls dann einzuberufen, wenn es mindestens zwei Vorstandsmitglieder verlangen.
(4) Der Vorstand oder einzelne von ihm bestimmte Mitglieder sind berechtigt, an Sitzungen der Bezirksjägertage und der Bezirksjagdräte mit beratender Stimme teilzunehmen.
(1) Der Landesjägermeister vertritt die Salzburger Jägerschaft nach außen, überwacht die Besorgung sämtlicher zum Wirkungsbereich der Salzburger Jägerschaft gehörigen Angelegenheiten, führt den Vorsitz im Landesjägertag, Landesjagdrat sowie im Vorstand und zeichnet und vollzieht deren Beschlüsse.
(2) Im Fall seiner Verhinderung wird der Landesjägermeister in allen ihm als Organ der Salzburger Jägerschaft obliegenden Aufgaben durch seinen Stellvertreter vertreten. Er kann Mitglieder des Vorstandes oder des Bezirksjagdrates bemächtigen, ihn bei der Erfüllung einzelner Aufgaben zu vertreten.
(3) Bescheide der Salzburger Jägerschaft mit Ausnahme der Erkenntnisse des Ehrengerichtes und, unbeschadet der Regelung des § 132 Abs 3 JG, alle Schriftstücke, durch welche die Salzburger Jägerschaft verpflichtet werden soll, sind vom Landesjägermeister und von einem weiteren Mitglied des Vorstandes zu fertigen.
BEURTEILUNG FÜR DIE LANDESHEGESCHAU
Die Bewertung der beim Landesjägertag vorzulegenden Trophäen hat anlässlich der Bezirkshegeschauen zu erfolgen. Grundlage der Beurteilung sind die internationalen Beurteilungskriterien (CIC).
(1) Die Wahl (Nachwahl) des Vorstandes beginnt nach dem Geschäfts- und Kassenbericht und wird von einer Wahlkommission geleitet, die aus einem rechtskundigen Vertreter der Salzburger Jägerschaft als Vorsitzenden und vier weiteren Mitgliedern der Salzburger Jägerschaft besteht. Die Wahlkommission fasst Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit.
(2) Gewählt wird nach Wahlvorschlägen, die vom Landesjagdrat, von einem Bezirksjagdrat oder von mindestens zehn Delegierten spätestens zwei Wochen vor dem Landesjägertag mit eingeschriebenem Brief beim Vorstand der Salzburger Jägerschaft einzureichen sind.
(3) Jeder Wahlvorschlag hat die Namen von acht wählbaren Mitgliedern zu enthalten, wobei der erstgereihte Wahlwerber als Landesjägermeister, der Zweitgereihte als dessen Stellvertreter und die sechs folgenden als weitere Vorstandsmitglieder gelten. Die Reihung der Wahlvorschläge der Bezirksjagdräte und der Delegierten wird im Vorstand durch das Los bestimmt, sie sind in der ausgelosten Folge im Wahllokal anzuschlagen.
(4) Wahlberechtigt sind die Bezirksjägermeister und die Delegierten. Die Namen der Delegierten sind der Wahlkommission vor Beginn der Wahl durch die Bezirksjägermeister schriftlich bekannt zu geben.
(5) Über den Wahlvorschlag des Landesjagdrates wird zuerst, über die anderen Wahlvorschläge in der ausgelosten Reihenfolge mittels Stimmzettel abgestimmt. Gewählt werden in Einzelwahlgängen
a) der Erstgereihte als Landesjägermeister,
b) der Zweitgereihte als LJM - Stellvertreter,
c) die übrigen Mitglieder des Vorstandes.
Wünschen die Stimmberechtigten des Landesjägertages die Wahl des Vorstandes in einem Wahlgang, so kann dies mit Zweidrittelmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten durchgeführt werden.
Wünschen die Stimmberechtigten jedoch auf Befragen der Wahlkommission mit Zweidrittelmehrheit die Abstimmung per acclamationem, so wird mittels Zuruf gewählt.
(1) Der Bezirksjägertag besteht aus den Mitgliedern der Salzburger Jägerschaft, die im betreffenden politischen Bezirk Jagdinhaber sind. Mitglieder, die nicht Jagdinhaber sind, gehören im Fall des § 121 Abs 2 JG jenem Bezirksjägertag an, in dessen Wirkungsbereich (§ 125 Abs 1 Z 2) ihr Eigenjagdgebiet liegt. Für alle anderen Mitglieder gilt:
a) Mitglieder gehören grundsätzlich dem Bezirksjägertag an, den sie durch eine schriftliche Erklärung gemäß § 130 Abs 1 lit b JG bestimmt haben.
b) Mitglieder, deren Mitgliedschaft bereits am 01.07.2002 bestanden hat, gehören dem Bezirksjägertag an, dem sie vor dem 01.07.2002 zugeordnet waren, solange sie nicht eine Erklärung gemäß § 130 Abs 1 lit b JG abgeben.
c) Mitglieder, die die Mitgliedschaft zur Salzburger Jägerschaft erst nach dem 01.07.2002 erworben haben, gehören, solange sie nicht eine Erklärung gemäß § 130 Abs 1 lit b JG abgeben, dem Bezirksjägertag jenes politischen Bezirkes an, in dem sich ihr Hauptwohnsitz, mangels eines solchen ihr Wohnsitz und mangels eines solchen ihr regelmäßiger Aufenthalt zur Zeit der Jagdausübung befindet; wenn in diesen Fällen eine Zuordnung zu mehr als einem Bezirksjägertag möglich wäre, trifft der Landesjägermeister eine vorläufige Zuordnung bis zur Abgabe einer Erklärung gemäß § 130 Abs 1 lit b JG.
(2) Dem Bezirksjägertag obliegt insbesondere:
a) die Wahl des Bezirksjägermeisters, dessen Stellvertreters und der weiteren Mitglieder des Bezirksjagdrates;
b) die Wahl der Delegierten zum Landesjägertag;
c) die Wahl der beiden Rechnungsprüfer und ihrer Ersatzleute zur jährlichen Überprüfung der Kassengebarung der Bezirksorgane auf ziffernmäßige Richtigkeit;
d) die Beschlussfassung über den Geschäfts- und den Kassenbericht.
(3) Der Bezirksjägertag ist mindestens einmal im Jahr und außerdem dann einzuberufen, wenn es von mindestens einem Drittel der ihm angehörenden Mitglieder schriftlich unter Angabe der Verhandlungsgegenstände beantragt wird.
BEZIRKSJAGDRAT
(1) Der Bezirksjagdrat setzt sich zusammen aus dem Bezirksjägermeister, dessen Stellvertreter und fünf weiteren Mitgliedern. Mindestens je ein Mitglied hat dem Kreis der Eigentümer eines Eigenjagdgebietes, der Jagdpächter oder Jagdleiter von Jagdge­sellschaften sowie dem Stand der Berufsjäger anzugehören. Der Bezirksjagdrat kann weitere Personen, die in bestimmten jagdlichen Angelegenheiten fachkundig sind, einladen, an den Sitzungen des Bezirksjagdrates mit beratender Stimme teilzunehmen.
(2) Der Bezirksjagdrat ist mindestens zweimal im Jahr und überdies dann einzuberufen, wenn es mindestens die Hälfte der Mitglieder des Bezirksjagdrates verlangt.
(3) Dem Bezirksjagdrat obliegt insbesondere
a) die Durchführung und Überwachung der Aufträge des Vorstandes;
b) die Durchführung der Hegeschau und die Bestellung der Beurteilungskommission;
c) die Erstattung von Stellungnahmen an die Bezirksverwaltungsbehörde und sonstige Beratung derselben in jagdfachlichen Angelegenheiten, soweit nicht andere Organe hiefür zuständig sind, insbesondere in den Fällen der §§ 11 Abs 3, 16 Abs 4, 35 Abs 2 und 39 JG;
d) die Bestellung der Hegemeister und ihrer Vertreter.
e) Vorschlag an den Vorstand der Salzburger Jägerschaft zur Bestellung eines(er) Bezirksstellengeschäftsführers(in).
f) Die Führung eines Verzeichnisses der Fehlabschüsse (rotes E).
(1) Der Bezirksjägermeister führt den Vorsitz im Bezirksjä­gertag und im Bezirksjagdrat und zeichnet und vollzieht deren Beschlüsse. Es obliegt ihm ferner, die Einhaltung der wild- und umweltgerechten Jagdbetriebsführung auch in den Hegegemeinschaften unter besonderer Bedachtnahme auf die Vorschriften gemäß § 3 und § 70 JG zu überwachen. Der Bezirksjägermeister kann an den Mitgliederversammlungen und Ausschusssitzungen von Hegegemeinschaften mit beratender Stimme teilnehmen oder Vertreter entsenden. Dabei steht dem Bezirksjägermeister bzw. seinen Vertretern das Recht zu, während der Sitzungen Anträge zu stellen.
(2) Im Fall seiner Verhinderung wird der Bezirksjägermeister in allen ihm als Organ der Salzburger Jägerschaft obliegenden Aufgaben durch seinen Stellvertreter vertreten.
(3) Rechtsgeschäfte, die zur ordnungsgemäßen Erfüllung der den Bezirksorganen übertragenen Aufgaben notwendig sind, können vom Bezirksjägermeister zusammen mit einem weiteren Mitglied des Bezirksjagdrates abgeschlossen werden.
(1) Der Bezirksjagdrat hat für jede Wildregion eine vertrauenswürdige, mit den örtlichen Verhältnissen eingehend vertraute Person mit gründlichen jagdlichen Kenntnissen und Erfahrungen zum Hegemeister zu bestellen. Soweit erforderlich, können für einzelne Gemeinden, Teile von Gemeinden oder für mehrere Gemeinden gemeinsam Vertreter des Hegemeisters bestellt werden. Der Hegemeister oder ein Vertreter ist vor Ablauf der Funktionspe­riode abzuberufen, wenn er seine Abberufung verlangt, seinen Aufgaben nur unzureichend nachkommt oder die Voraussetzungen für die Bestellung nicht mehr gegeben sind.
(2) Dem Hegemeister obliegt es,
a) den Wildstand zu beobachten;
b) an den Mitgliederversammlungen und Ausschusssitzungen der Hegegemeinschaft teilzunehmen und dort die Einhaltung der jagdlichen Vorschriften, insbesondere hinsichtlich des Abschussplanes und der Wildfütterung, zu beobachten;
c) für die Abschussplanbesprechung (§ 60 Abs 3 JG) die notwendigen Unterlagen vorzubereiten;
d) an der Abschusskontrolle (§§ 62 und 64 JG) mitzuwirken;
e) Übertretungen jagdlicher Vorschriften sowohl der Jagdbehörde als auch der Salzburger Jägerschaft zur Kenntnis zu bringen;
f) jährlich Jägerübungsschießen zu veranstalten.
Teilnahmeberechtigt an diesem Jägerübungsschießen sind alle Mitglieder der Salzburger Jägerschaft, die in den vom Hegemeister betreuten Gemeinden wohnen oder Mitglieder, die in diesem Gebiet jagdausübungsberechtigt sind.
WAHL DER DELEGIERTEN ZUM LANDESJÄGERTAG
Die Wahl (Nachwahl) erfolgt in Abstimmung per Akklamation nach Vorschlägen, die vom Bezirksjagdrat oder von anwesenden Mitgliedern des Bezirksjägertages erstattet werden. Als gewählt gilt, wer die Stimmenmehrheit auf sich vereinigt. Gewählte Delegierte, die ihren Aufgaben, aus welchen Gründen immer, nicht nachkommen können, sind am nächstfolgenden Bezirksjägertag durch die Wahl eines neuen Delegierten zu ersetzen.
WAHL DES BEZIRKSJAGDRATES
Für die Wahl (Nachwahl) des Bezirksjagdrates gelten folgende Bestimmungen:
(1) Die Wahl des Bezirksjagdrates beginnt nach dem Geschäfts- und Kassenbericht und wird von einer Wahlkommission geleitet, die aus einem rechtskundigen Vertreter der Salzburger Jägerschaft als Vorsitzenden und vier weiteren Mitgliedern der Bezirksjägerschaft besteht.
(2) Gewählt wird nach Wahlvorschlägen, die vom Bezirksjagdrat oder von mindestens 50 Mitgliedern der Bezirksjägerschaft spätestens zwei Wochen vor dem Bezirksjägertag mit eingeschriebenem Brief beim Bezirksjagdrat einzureichen sind.
(3) Jeder Wahlvorschlag hat die Namen von sieben wählbaren Mitgliedern zu enthalten, wobei der erstgereihte Wahlwerber als Bezirksjägermeister, der zweitgereihte als dessen Stellvertreter und die fünf folgenden als weitere Bezirksjagdratsmitglieder gelten. Der Wahlvorschlag des Bezirksjagdrates steht an erster Stelle. Die Reihung der übrigen Wahlvorschläge wird im Bezirksjagdrat durch das Los bestimmt. Sie sind in der ausgelosten Reihenfolge im Wahllokal anzubringen.
(4) Wahlberechtigt sind alle Mitglieder der Bezirksjägerschaft.
(5) Über den Wahlvorschlag des Bezirksjagdrates wird zuerst über die übrigen Wahlvorschläge in der ausgelosten Reihenfolge mittels Stimmzettel abgestimmt. Gewählt wird in Einzelwahlgängen
a) der Erstgereihte als Bezirksjägermeister,
b) der Zweitgereihte als BJM - Stellvertreter,
c) die übrigen Mitglieder des Bezirksjagdrates.
Wünschen die Stimmberechtigten des Bezirksjägertages die Wahl des Bezirksjagdrates in einem Wahlgang, so kann dies mit Zweidrittelmehrheit der Stimmberechtigten durchgeführt werden.
Wünschen die Stimmberechtigten jedoch auf Befragen der Wahlkommission mit Zweidrittelmehrheit die Abstimmung per Akklamation, so wird mit Zuruf gewählt.
(6) als angenommen gilt jener Wahlvorschlag, der mindestens die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erreicht. Erreicht kein Wahlvorschlag mindestens die Hälfte der abgegebenen Stim­men, so kommen die zwei Wahlvorschläge mit den meisten Stimmen in Stichwahl, bei der die einfache Stimmenmehrheit entscheidet. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.
(7) Über die Wahl ist eine Niederschrift abzufassen, in der der Wahlvorgang und das Wahlergebnis festgehalten sind. Die Niederschrift ist von den Mitgliedern der Wahlkommission zu unterfertigen. Der Bezirksjagdrat hat seine Wahl dem Vorstand der Salzburger Jägerschaft zu melden.
(1) Zur öffentlichen Begutachtung der Jagdbetriebsführung hat die Salzburger Jägerschaft in jedem Verwaltungsbezirk jährlich eine Hegeschau zu veranstalten. Die Hegeschauen für die Bezirke Salzburg-Stadt und Salzburg-Umgebung können gemeinsam abgehalten werden.
(2) Im Rahmen der Hegeschau hat eine Beurteilung der Jagdbetriebsführung in den einzelnen Hegegemeinschaften durch die Beurteilungskommission zu erfolgen. Hierbei ist insbesondere auf die Einhaltung des Abschussplanes nach Zahl, Art und Klasse des Wildes, die Wildschäden und die zur Verhütung von Wildschäden und zur Verbesserung der natürlichen Einstands- und Äsungsverhältnisse unternommenen Maßnahmen sowie den Gesundheitszustand des Wildes Bedacht zu nehmen und der Wildabschuss im gesamten aus hegerischer Sicht zu bewerten.
(3) Die Hegegemeinschaften und Jagdinhaber sind verpflichtet, dem Veranstalter die für die Darstellung und Beurteilung der Jagdbetriebsführung erforderlichen Unterlagen und Beweisstücke vorzulegen.
(4) Zur Abdeckung der Unkosten ist die Bezirksjägerschaft berechtigt, kostendeckende Beiträge – Beurteilungsgebühren pro zu beurteilende Trophäe und Eintrittsgelder – einzutreiben.
(1) Die öffentliche Begutachtung der Jagdbetriebsführung anlässlich der Hegeschau obliegt der Beurteilungskommission. In Verfahren nach dem JG, in welchen die Begutachtung der Jagdbetriebsführung und die Einhaltung der Abschusspläne von Bedeutung sind, ist eine Stellungnahme der Beurteilungskommission einzuholen.
(2) Die Beurteilungskommission besteht aus einem Vorsitzenden und den erforderlichen, höchstens acht weiteren Mitgliedern. Sämtliche Mitglieder müssen Fachkundige auf dem Gebiet des Jagdwesens sein. Bei Antritt ihres Amtes haben der Vorsitzende und sein Stellvertreter in die Hand des Landesjägermeisters, die übrigen Mitglieder in die Hand des Vorsitzenden des Gelöbnis gewissenhafter Erfüllung der mit dem Amt verbundenen Pflichten abzulegen, worüber eine Niederschrift aufzunehmen ist. Ein Mitglied ist vor Ablauf der Funktionsperiode abzuberufen, wenn es seine Abberufung verlangt oder seinen Aufgaben nur unzureichend nachkommt oder die Voraussetzungen für seine Bestellung nicht mehr gegeben sind.
(3) Die Beurteilung erfolgt in Ausschüssen, die vom Vorsitzenden zu bilden sind. Die Ausschüsse bestehen aus dem Vorsitzenden oder dem mit dem Vorsitz betrauten Mitglied und zwei weiteren Mitgliedern. Die Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit gefasst; bei Stimmengleichheit gilt jene Meinung als angenommen, der der Vorsitzende beigetreten ist.
AUSKUNFTS- UND BETRETUNGSRECHT DER ORGANE DER SALZBURGER JÄGERSCHAFT
Die Organe der Salzburger Jägerschaft und einzelne von ihnen beauftragte Mitglieder oder Bedienstete sind im Rahmen ihres Aufgabenbereiches befugt, die Jagdgebiete zum Zweck der Vornahme eines Augenscheins über die jagdlichen Verhältnisse (Wildstände, Wildschäden udgl) ohne Jagdwaffe zu betreten, und haben das Recht, vom Jagdinhaber und von den Hegegemeinschaften entsprechende Auskünfte zu verlangen und in die zu führenden jagdlichen Unterlagen Einschau zu nehmen. Die örtlichen Erhebungen sind tunlichst nach vorheriger und zeitgerechter Rücksprache mit dem jeweiligen Jagdinhaber durchzuführen.
GEMEINSAME BESTIMMUNGEN FÜR DIE LANDES? UND BEZIRKSORGANE DER SALZBURGER JÄGERSCHAFT
(1) Zu Organen der Salzburger Jägerschaft können nur Mitglieder derselben gewählt (bestellt) werden.
(2) Die Organe üben ihr Amt ehrenamtlich aus, doch können ihnen mit Ausnahme des Landesjägertages und der Bezirksjägertage Aufwandsentschädigungen zuerkannt werden, die nach Art und Dauer der Dienstleistung zu bemessen sind.
(3) Die Rechnungsprüfer dürfen mit Ausnahme des Bezirksjägertages, der Jagdprüfungskommission, des Ehrengerichtes und der Beurteilungskommission keinem anderen Organ angehören.
(4) Die Organe haben sich, ausgenommen bei Wahlen (Beistellungen) sowie im Landesjägertag und im Bezirksjägertag, der Teilnahme an der Beschlussfassung zu enthalten, wenn die betreffende Angelegenheit sie selbst, ihren Ehegatten, einen Verwandten oder Verschwägerten in auf- oder absteigender Linie oder ein Geschwisterkind betrifft. Dies gilt auch für den Landesjägermeister und deren Stellvertreter.
(5) Die Funktionsperiode der Organe mit Ausnahme des Bezirksjägertages beträgt fünf Jahre. Sie dauert jeweils bis zum Zusammentreten des neugewählten (neubestellten) Organs. Während der Funktionsperiode wegen dauernder Verhinderung oder sonstigen Ausscheidens notwendig gewordene Nachwahlen (Nachbestellungen) einzelner Mitglieder gelten für den Rest dieser Funktionsperiode. Die Neuwahl (Neubestellung) der einzelnen Organe erfolgt der Reihe nach.
(6) Der Landesjägertag, der Landesjagdrat, der Vorstand, der Bezirksjägertag sowie der Bezirksjagdrat sind bei ordnungsgemäßer Einberufung, die unter Bekanntgabe der Tagesordnung zu erfolgen hat, und Anwesenheit des Vorsitzenden oder dessen Stellvertreters sowie von mindestens der Hälfte der Mitglieder beschlussfähig. Ergibt sich bei Beginn der Sitzung des Landesjägertages oder eines Bezirksjägertages, dass diese Beschlussfähigkeit nicht gegeben ist, so ist die Sitzung nach Ablauf einer halben Stunde fortzusetzen. Die Beschlussfähigkeit ist nunmehr ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden Mitglieder gegeben. Zu einem gültigen Beschluss oder zu einer Wahl ist die einfache Stimmenmehrheit erforderlich. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden; Wahlen sind in diesem Fall zu wiederholen. Beschlüsse über Satzungsänderungen sowie über die Enthebung von Mitgliedern des Vorstandes bedürfen im Landesjägertag einer Zweidrittelmehrheit. Über Wahlen und Beschlüsse sind Niederschriften aufzunehmen.
(7) Bei Beschlussfassungen oder Wahlen gem. Abs 6 ist nach folgender Reihung zur Abstimmung zu gehen:
a) Wer ist dagegen;
b) Wer enthält sich der Stimme;
c) Wer ist dafür.
AUFGABEN DER GESCHÄFTSSTELLE DER SALZBURGER JÄGERSCHAFT
Die Leitung der Geschäftsstelle erfolgt durch einenGeschäftsführer. Der Geschäftsstelle obliegen:
a) Die Abwicklung des gesamten Schrift- und Parteienverkehrs;
b) die gesamte Kassengebarung mit der Versicherungsprämien- und Zeitungsgebührenabrechnung;
c) die Vorbereitung und Abwicklung von Veranstaltungen;
d) Evidenzhaltung der Mitglieder und Ehrenmitglieder;
e) die Abhaltung jährlich mindestens einer Besprechung mit den Bezirksgeschäftsstellen;
f) Führung des Jagdkatasters und der Jagdstatistik (§ 154 JG).
g) die administrative Unterstützung des Landesjägermeisters bei der Ausstellung und Verlängerung von Jahresjagdkarten;
h) Betrieb und Führung des Salzburger Jagdzentrums Stegenwald.
(1) Die Geldmittel der Salzburger Jägerschaft setzen sich aus den Jahresbeiträgen der ordentlichen Mitglieder, den Beiträgen der Besitzer von Jagdgastkarten, den Erträgnissen ihrer Einrichtungen und Veranstaltungen sowie aus Zuwendungen und Subventionen aller Art zusammen.
(2) Der Jahresbeitrag für die ordentlichen Mitglieder wird jährlich beim Landesjägertag für das nächstfolgende Jahr festgesetzt, und ist bis spätestens 31. März jeden Jahres zu bezahlen. Rückständige Jahresbeiträge sind auf Antrag der Salzburger Jägerschaft nach den Bestimmungen des VVG einzutreiben. Scheidet ein Mitglied während des Jahres, für das der Jahresbeitrag bezahlt wurde, aus, besteht kein Anspruch auf Rückerstattung.
(3) Zur Abdeckung der Aufwände des Bezirksjagdrates werden ihm aus den von den Bezirken eingehenden Mitgliedsbeiträgen 20 % refundiert.
(4) Die Kassengebarung und der Rechnungsabschluss sind jährlich von zwei Rechnungsprüfern auf ihre ziffernmäßige Richtigkeit, Übereinstimmung mit den geltenden Beschlüssen sowie Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit zu überprüfen. Das Prüfungsergebnis der Landesgebarung ist anlässlich des Landesjägertages und jenes der Bezirksgebarung anlässlich des Bezirksjägertages vorzutragen. Der Rechnungsabschluss und der Prüfungsbericht der Salzburger Jägerschaft ist der Aufsichtsbehörde und jener des Bezirkes dem Vorstand ? jeweils bis 30. April des folgenden Jahres ? vorzulegen.
Ahndung von Verstößen gegen die Jägerehre
(1) Eine von einem Mitglied der Salzburger Jägerschaft begangene Verletzung der Jägerehre wird unbeschadet einer allfälligen strafgerichtlichen oder verwaltungsstrafrechtlichen Verfolgung durch das Ehrengericht der Salzburger Jägerschaft geahndet. Sind seit dem Zeitpunkt, an dem das missbilligte Verhalten aufgehört hat, fünf Jahre vergangen, darf kein Straferkenntnis mehr gefällt werden. Die Zeit eines Verfahrens vor dem Verfassungsgerichtshof oder dem Verwaltungsgerichtshof wird in die Verjährungsfrist nicht eingerechnet.
(2) Die Jägerehre wird verletzt:
a) durch einen groben Verstoß gegen die Weidgerechtigkeit, das ist insbesondere durch Übertretung der Vorschriften der §§ 54, 61 bis 66, 70 bis 72, 75, 76, 77 und 101 Abs 1 JG;
b) durch ein sonstiges Verhalten, auf Grund dessen sich das Mitglied als der Mitgliedschaft der Salzburger Jägerschaft unwürdig erweist.
(3) Die vom Ehrengericht zu verhängenden Strafen sind:
a) die Erteilung eines Verweises;
b) die Verhängung eines Bußgeldes bis zu 7.300 € zugunsten der Wohlfahrtseinrichtungen der Salzburger Jägerschaft;
c) der zeitliche Ausschluss aus der Salzburger Jägerschaft auf höchstens fünfzehn Jahre;
d) der dauernde Ausschluss aus der Salzburger Jägerschaft.
(4) Bei der Bemessung der Strafe ist von der Schuld des Täters auszugehen und auf die Art und Schwere der Verletzung, auf die damit verbundene Gefährdung oder Schädigung jagdlicher Interessen und auf allgemeine Erschwerungs- und Milderungsgründe Bedacht zu nehmen. Bei der Bemessung des Bußgeldes sind andere, für dieselbe Tat verhängte gerichtliche oder verwaltungsbehördliche Strafen zu berücksichtigen.
(1) Der Ehrengericht besteht aus einem rechtskundigen Vorsitzenden und zwei Beisitzern. Für den Fall der Verhinderung ist für jedes Mitglied des Ehrengerichts ein Ersatzmitglied zu wählen. Bei Antritt ihres Amtes haben der Vorsitzende und sein Stellvertreter in die Hand des Landesjägermeisters sowie die Beisitzer und ihre Ersatzmitglieder in die Hand des Vorsitzenden das Gelöbnis gewissenhafter Erfüllung der mit dem Amt verbundenen Pflichten abzulegen, worüber eine Niederschrift aufzunehmen ist. Ein Mitglied (Ersatzmitglied) des Ehrengerichts ist vor Ablauf der Funktionsperiode abzuberufen, wenn es seine Abberufung verlangt oder seinen Aufgaben trotz zweimaliger Aufforderung nicht ordnungsgemäß nachkommt.
(2) Die Beschlüsse des Ehrengerichts werden mit Stimmenmehrheit gefasst.
(3) Rechtskräftige Entscheidungen sind der zuständigen Jagdbehörde bekanntzugeben. Lautet die Entscheidung auf zeitlichen oder dauernden Ausschluss aus der Salzburger Jägerschaft, ist sie außerdem in den österreichischen Jagdzeitungen auszugsweise zu veröffentlichen.
(4) Die Vertretung der Anklage vor dem Ehrengericht obliegt dem Ehrenanwalt, im Fall seiner Verhinderung seinem Stellvertreter. Der Ehrenanwalt hat bei Durchführung des Ehrengerichtsverfahrens für die Wahrung der Jägerehre einzutreten.
(5) Soweit in diesem Gesetz nicht anderes bestimmt ist, finden auf das Verfahren vor dem Ehrengericht die Bestimmungen des VStG sinngemäß Anwendung.
(1) Der Ehrenanwalt hat jede Anzeige einer Verletzung der Jägerehre in zweckdienlicher Weise auf die Voraussetzungen für ein Ehrengerichtsverfahren zu prüfen und sodann mit seinen Anträgen dem Ehrengericht zu übermitteln.
(2) Der Vorsitzende des Ehrensenates hat über jede übermittelte Anzeige das Verfahren zu eröffnen, den Sachverhalt zu ermitteln und den Beschuldigten zu eigenen Handen aufzufordern, sich zu dem angelasteten Sachverhalt innerhalb von zwei Wochen schriftlich zu äußern und die seiner Verteidigung dienenden Beweismittel vorzubringen, widrigenfalls das Ermittlungsverfahren ohne seine weitere Anhörung durchgeführt wird.
(1) Nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens beschließt der Ehrensenat, ob das Verfahren einzustellen ist oder ob eine nichtöffentliche mündliche Verhandlung anberaumt wird, zu der der Ehrenanwalt und der Beschuldigte sowie etwaige Zeugen und Sachverständige mindestens zwei Wochen vorher schriftlich zu eigenen Handen zu laden sind. Zur mündlichen Verhandlung haben der Ehrenanwalt, der Beschuldigte sowie die der Salzburger Jägerschaft angehörigen Zeugen und Sachverständigen zu erscheinen. Der Beschuldigte kann zur Verhandlung einen Verteidiger beiziehen oder sich bei nachgewiesener Verhinderung durch einen solchen vertreten lassen. Erscheint weder der Beschuldigte noch ein durch schriftliche Vollmacht ausgewiesener Verteidiger, so wird die Verhandlung trotzdem durchgeführt.
(2) Zu Beginn der Verhandlung hat der Vorsitzende dem Beschuldigten das Ergebnis des Ermittlungsverfahrens vorzuhalten. Sodann ist er in Abwesenheit etwaiger Zeugen über den angelasteten Sachverhalt zu vernehmen. Hierauf erfolgt die Befragung etwaiger Zeugen und Sachverständiger. Ist die Beweisaufnahme beendet, so gebührt dem Beschuldigten oder seinem Verteidiger das Schlusswort. Hierauf entscheidet das Ehrengericht in geheimer Beratung und Abstimmung.
(1) Das Erkenntnis ist im Namen der Salzburger Jägerschaft vom Vorsitzenden sogleich zu verkünden und hat entweder auf Freispruch oder auf Schuldspruch zu lauten. Es hat den Spruch, die Gründe und die Rechtsmittelbelehrung zu enthalten. Über Verlangen ist eine vom Vorsitzenden unterzeichnete schriftliche Ausfertigung des Erkenntnisses dem Beschuldigten und dem Ehrenanwalt zu eigenen Handen zuzustellen.
(2) Die Verhandlung vor dem Ehrensenat ist in einer Niederschrift festzuhalten, die den Verlauf und den Inhalt der Verhandlung richtig und verständlich wiedergibt. Der Vorsitzende kann sich zur Abfassung der Niederschrift eines Schallträgers bedienen, dessen Aufnahmen erst nach Ablauf eines Monats nach Rechtskraft des Erkenntnisses gelöscht werden darf.
Gegen Bescheide des Ehrengerichts können sowohl der Beschuldigte als auch der Ehrenanwalt Beschwerde an das Landesverwaltungsgericht erheben.
WIEDERAUFNAHME UND WIEDEREINSETZUNG
(1) Einem Antrag der Salzburger Jägerschaft oder des Verurteilten auf Wiederaufnahme eines der Beschwerde nicht mehr zugänglichen Verfahrens ist vom Ehrengericht stattzugeben, wenn das Erkenntnis durch falsche Urkunden oder Aussagen oder eine andere gerichtlich strafbare Handlung herbeigeführt oder sonst wie erschlichen worden ist, oder neue Tatsachen und Beweismittel hervorkommen, die im Verfahren vom Beschuldigten ohne sein Verschulden nicht geltend gemacht werden konnten und voraussichtlich ein anderes Verfahrensergebnis zur Folge gehabt hätten. Der Antrag auf Wiederaufnahme ist innerhalb von zwei Wochen nach dem nachweislichen Hervorkommen des Wiederaufnahmegrundes beim Ehrengericht einzubringen, das über den Antrag entscheidet.
(2) Ein Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand an das Ehrengericht ist abweichend von § 24 VStG iVm § 71 AVG nur innerhalb einer Woche ab Wegfall des Hindernisses zulässig.
(1) Die Verfahrenskosten hat im Fall eines Schuldspruches der Beschuldigte, im Fall der Einstellung des Verfahrens oder eines Freispruches die Salzburger Jägerschaft zu tragen.
(2) Die Bußgelder und Verfahrenskosten sind im Verwaltungsweg einbringlich.
(1) Die Jagdprüfung ist vor einer von der Salzburger Jägerschaft einzurichtenden Prüfungskommission abzulegen. Die Prüfungskommission besteht aus dem Landesjägermeister als Vorsitzendem sowie der erforderlichen Zahl weiterer Mitglieder. Diese haben Fachkundige auf dem Gebiet des Jagdwesens zu sein und werden vom Landesjägermeister bestellt. Sie haben bei Antritt ihres Amtes in die Hand des Vorsitzenden das Gelöbnis gewissenhafter Erfüllung der mit dem Amt verbundenen Pflichten abzulegen, worüber eine Niederschrift aufzunehmen ist. Ein bestelltes Mitglied ist vor Ablauf der Funktionsperiode abzuberufen, wenn es die Abberufung verlangt oder seinen Aufgaben nur unzureichend nachkommt oder die Voraussetzungen für seine Bestellung nicht mehr gegeben sind.
(2) Die Prüfungen sind von Prüfungssenaten abzuhalten, die vom Vorsitzenden zu bilden sind. Die Prüfungssenate bestehen aus dem Vorsitzenden der Prüfungskommission oder dem mit dem Vorsitz betrauten Mitglied und zwei bis vier weiteren Mitgliedern. Die Prüfungssenate entscheiden mit Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit gilt jene Meinung als angenommen, der der Vorsitzende beigetreten ist.
Personen, die sich der Jagdprüfung unterziehen, haben bei ihrer Anmeldung eine Prüfungsgebühr zu entrichten. Ihre ordnungsgemäße Entrichtung gilt als eine Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung. Die Prüfungsgebühr hat dem durch die Prüfung erwachsenden Aufwand angemessen zu sein und wird von der Salzburger Jägerschaft bestimmt. Die Prüfungsgebühr ist zurückzuerstatten, wenn es dem Prüfungswerber wegen Krankheit oder aus einem anderen wichtigen Grund unmöglich ist, zur Prüfung anzutreten, und der Rücktritt so rechtzeitig mitgeteilt wurde, dass noch kein größerer Aufwand entstanden ist.
(1) Die Anmeldung zur Prüfung hat in schriftlicher Form zu erfolgen und ist spätestens drei Wochen vor dem Prüfungstermin bei der Geschäftsstelle der Salzburger Jägerschaft einzureichen.
(2) Zum theoretischen Teil der Prüfung dürfen nur Personen zugelassen werden, die das 15. Lebensjahr vollendet haben. Zum praktischen Teil der Prüfung dürfen nur Personen zugelassen werden, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und die den Besitz von ausreichenden Kenntnissen in Erster Hilfe nachweisen können. Über die Zulassung entscheidet der Vorsitzende der Prüfungskommission.
ABHALTUNG DER PRÜFUNG
(1) Die Jagdprüfung ist mindestens einmal jährlich abzuhalten. Termin und Ort der Jagdprüfung sowie die Prüfungsgegenstände der ersten und zweiten Teilprüfung des theoretischen Teils der Prüfung sind auf der Homepage der Salzburger Jägerschaft unter der Adresse www.sbg-jaegerschaft.at sowie im Verlautbarungsorgan der Salzburger Jägerschaft bekannt zu machen.
(2) Die Prüfung ist nicht öffentlich. Sie besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Der theoretische Teil der Prüfung kann als Gesamtprüfung oder in zwei Teilprüfungen abgelegt werden. Die zweite Teilprüfung des theoretischen Teils darf erst abgelegt werden, wenn die erste Teilprüfung mit Erfolg abgelegt ist. Der praktische Teil darf erst geprüft werden, wenn der theoretische Teil der Prüfung mit Erfolg abgelegt ist. Der Prüfungswerber hat die Jagdprüfung bestanden, wenn er auch den praktischen Teil der Prüfung mit Erfolg abgelegt hat.
(3) Der theoretische Teil der Prüfung dient dem Nachweis, dass der Prüfungswerber die zur ordnungsgemäßen Ausübung der Jagd unerlässlichen Kenntnisse in folgenden Prüfungsgegenständen besitzt:
a) Jagdrecht;
b) Wildkunde (Erkennungsmerkmale und Lebensweise des Wildes, weidgerechte Jagdarten, Wildtier­ernährung, Wildtierkrankheiten, Tierschutz);
c) Wildökologie;
d) Jagdbetrieb und Wildhege;
e) Grundzüge der Waldkunde und Forstwirtschaft;
f) Erkennung, Ursachen und Verhütung von Wildschäden;
g) Waffen- und Schießkunde einschließlich der zu beachtenden Sicherheits- und Vorsichtsmaßregeln;
h) Jagdhundewesen;
i) Jagdbräuche;
j) angewandter Naturschutz;
k) Wildbrethygiene;
(4) Im praktischen Teil der Prüfung hat der Prüfungswerber nachzuweisen, dass er mit der Handhabung der Jagdwaffen ausreichend vertraut ist und die zur Ausübung der Jagd erforderliche Treffsicherheit beim Schießen aufweist. Wird die erforderliche Trefferanzahl nicht beim ersten Versuch erreicht, ist dem Prüfungswerber zu einem späteren Zeitpunkt ein zweiter Versuch zu gestatten.
(5) Für Personen, die die Falknerei ausüben wollen, hat die Jagdprüfung auch den Gegenstand Falknerei zu umfassen. Bei Personen, die die Jagdprüfung nach diesem Gesetz oder eine nach § 43 Abs 2,3 oder 4 ersatzweise anerkannte Prüfung oder Ausbildung abgelegt bzw absolviert haben, genügt die Ablegung einer Zusatzprüfung im Gegenstand Falknerei.
(1) Lautet das Prüfungsergebnis auf ‚bestanden‘, so ist dem Prüfungswerber ein vom Vorsitzenden und den weiteren Mitgliedern des Prüfungssenats ein unterfertigendes Zeugnis auszustellen.
(2) Hat der Prüfungswerber die Prüfung oder im Fall der Ablegung des theoretischen Teils der Prüfung in Teilprüfungen eine Teilprüfung nicht bestanden, so kann die Prüfung frühestens nach einem Monat wiederholt werden. Die §§ 33 bis 35 der Satzungen (entsprechen §§ 49 bis 51 Salzburger Jagdgesetz 1993) sind auf Wiederholungsprüfungen sinngemäß anzuwenden.
(3) Die Wiederholung der Jagdprüfung ist nur zweimal zulässig und umfasst den gesamten Prüfungsstoff.
Praktische Schießprüfung
Der Vorstand der Salzburger Jägerschaft hat alljährlich vor den Jagdprüfungen die Bedingungen für die praktische Schießprüfung festzulegen und der Prüfungskommission vorzulegen.
GERICHTSSTAND DER SALZBURGER JÄGERSCHAFT
Der Gerichtsstand der Salzburger Jägerschaft ist das sachlich zuständige Gericht in der Landeshauptstadt.
(1) Die Salzburger Jägerschaft untersteht der Aufsicht der Landesregierung.
(2) Die Aufsichtsbehörde kann jederzeit die Gebarung der Salzburger Jägerschaft überprüfen. Die Ergebnisse der Wahl der Mitglieder des Vorstandes, der Tätigkeitsbericht, der Rechnungsabschluss und der Prüfungsbericht der Rechnungsprüfer sind der Aufsichtsbehörde ohne Verzug vorzulegen.
(3) Die Aufsichtsbehörde hat Beschlüsse, Verfügungen und Maßnahmen von Organen der Salzburger Jägerschaft, durch welche Bestimmungen dieses Gesetzes, seiner Durchführungsverordnungen oder der Satzungen verletzt werden, aufzuheben. Dies gilt nicht für Bescheide, die den Bestimmungen des § 68 AVG unterliegen.
(4) Die Aufsichtsbehörde ist befugt, zum Landesjägertag, zu den Sitzungen des Landesjagdrates und des Vorstandes, zum Bezirksjägertag sowie zu den Hegeschauen Vertreter zu entsenden. Zu diesem Zweck haben die Organe der Salzburger Jägerschaft den Zeitpunkt der Sitzungen und Hegeschauen zeitgerecht vor ihrer Abhaltung unter Beifügen einer Tagesordnung mitzuteilen.
(5) Die Salzburger Jägerschaft hat innerhalb ihres Wirkungsbereiches der Landesregierung und den Jagdbehörden auf Verlangen Auskünfte zu erteilen und gutachtliche Äußerungen abzugeben. Die Jagdbehörden ihrerseits haben der Salzburger Jägerschaft über ihr Verlangen die für die Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen Unterlagen, insbesondere auch Ausfertigungen von Bescheiden, zur Verfügung zu stellen.