Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F08-11-2001-1A-244-2000
Timestamp: 2016-10-24 22:04:06
Document Index: 94216573

Matched Legal Cases: ['Art. 26', 'Art. 9', 'Art. 24', 'Art. 39', 'Art. 39', 'Art. 24', 'Art. 39', 'Art. 26', 'Art. 8', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 84', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 34', 'Art. 24', 'Art. 34', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 34', 'Art. 11', 'Art. 24', 'Art. 39', 'Art. 39', 'Art. 39', 'Art. 103', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 16', 'Art. 24', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 21', 'Art. 8', 'Art. 24', 'Art. 39', 'Art. 39', 'Art. 39', 'Art. 4', 'Art. 39', 'Art. 4', 'Art. 39', 'Art. 24', 'Art. 39', 'Art. 26', 'Art. 29', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 101', 'Art. 16', 'Art. 61', 'Art. 9', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 128', 'Art. 26', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 13', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 77', 'Art. 13', 'Art. 1', 'Art. 156', 'Art. 159']

1A.244/2000 (08.11.2001)
Es wirken mit: Bundesgerichtsvizepr�sident Aemisegger, Pr�sident der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter Aeschlimann, F�raud, Catenazzi, Ersatzrichterin Pont Veuthey und Gerichtsschreiberin Widmer.
- A.C.________ und B.C.________, - D.________,- E.________, Beschwerdef�hrer 1, alle vertreten durch F�rsprecher Samuel Keller, Monbijoustrasse 10, Postfach 6921, Bern,
- G.________,- H.________,- I.________, Beschwerdef�hrer 2, alle vertreten durch F�rsprecher Prof. Dr. Enrico Riva, M�nzgraben 6, Postfach 267, Bern,
A.- Die Einwohnergemeinde Sigriswil legte im Oktober 1994 einen Entwurf f�r die Uferschutzplanung der sog.
schwierigen Abschnitte Delta Merligen/Merligen Usserdorf und Delta Gunten/�rtli-Du Lac �ffentlich auf. Der Plan basiert auf dem kantonalen See- und Flussuferrichtplan f�r das Teilgebiet Region Thun aus dem Jahr 1985, der gest�tzt auf das bernische Gesetz �ber See- und Flussufer vom 6. Juni 1982 (SFG) erlassen wurde und den Schutz des Uferbereichs sowie dessen �ffentliche Zug�nglichkeit sicherstellen soll. Weiter orientiert sich der Uferschutzplan am kantonalen Richtplan Bootsstationierung f�r den Thuner- und Brienzersee vom Juli 1995, der im Rahmen der kantonalen Seeverkehrsplanung erlassen und am 17. April 1996 vom Regierungsrat des Kantons Bern genehmigt wurde. Dieser Richtplan sieht in der Bucht Herzogenacker 10 neue G�stepl�tze und 30-40 neue Anbindestellen am Ufer vor; die f�r den Hafenbereich vorgesehene Wasserfl�che ist im Plan eingetragen. Im Objektblatt des entsprechenden Richtplanabschnitts wird der Hafen als Neuanlage bezeichnet und festgehalten, bei der Realisierung seien die bestehenden 5-10 Bojen aufzuheben.
Der kommunale Uferschutzplan legt Uferschutzzonen, Baubeschr�nkungen, allgemein benutzbare Freifl�chen und einen Uferweg fest. Er umfasst neben den nach Abschnitten gegliederten Kartenbildern im Massstab 1:1000 die Vorschriften zu den Uferschutzpl�nen (UeV) und ein Realisierungsprogramm.
Der den Abschnitt Delta Gunten/�rtli-Du Lac betreffende Uferschutzplan 3R.21/22 sieht einen Uferweg vor, der ab der Gemeindegrenze Oberhofen im Gebiet Herzogenacker in �stlicher Richtung entlang des mit einem Wohnhaus �berbauten Grundst�cks Nr. 4343 sowie eines Teils des benachbarten Grundst�cks Nr. 1371 verl�uft. Letzteres ist unbebaut und soll der �ffentlichkeit f�r Erholung, Spiel und Sport zur Verf�gung gestellt werden (nach dem Plan: Freifl�che 37).
Von dort soll der Uferweg auf die neu anzulegende, rund 2 m breite und 150 m lange Hafenmole �berleiten, die nach dem Plan die vor den Parzellen Nrn. 301, 411, 99 und 4287 liegende Bucht umspannen und bis zu rund 50 m ausserhalb der Uferlinie zu liegen kommen soll. Der vorgesehene Uferweg f�hrt am Ende der Mole �ber den �stlichen Teil der Parzelle Nr. 4287 an die n�rdlich angrenzende Staatsstrasse. Von dort setzt sich der Weg r�ckw�rtig der Parzellen Nrn. 509, 2086 und 409 fort und f�hrt auf letzterer wieder ans Ufer zur�ck.
B.C.________ und A.C.________ sind Eigent�mer der Parzelle Nr. 301, auf deren n�rdlicher H�lfte sich ein Wohnhaus befindet. Die �stlich anschliessende Parzelle Nr. 411 steht im Eigentum von D.________ und E.________. Sie besteht ebenfalls aus einem Wohnhaus mit Umschwung. Die beiden �stlich benachbarten, unbebauten Parzellen Nrn. 99 und 4287 (nach dem Plan: Freifl�che 36) geh�ren der Gemeinde und sollen der �ffentlichkeit zug�nglich gemacht werden. Die Parzelle Nr. 99 wird bereits heute als Bootsanlegestelle f�r ca. zehn Boote genutzt.
Den Erben von F.________ geh�ren die Parzellen Nrn. 4343 und 1371. Jene grenzt westlich an den �rtlibach, umfasst eine Fl�che von 1160 m2, und ist mit einem Wohnhaus und einer Garage bebaut. Das �stlich benachbarte Grundst�ck Nr. 1371 weist eine Fl�che von 1460 m2 auf, ist un�berbaut und geh�rt als Umschwung mit Garten zum erw�hnten Wohnhaus.
Es ist als �ffentliche Fl�che f�r Erholung und Sport vorgesehen (Freifl�che 37).
Gegen den aufgelegten Planentwurf ergingen zahlreiche Einsprachen. Am 3. Dezember 1994 beschloss die Gemeindeversammlung Sigriswil die vorgesehene Uferschutzplanung mit wenigen, hier nicht interessierenden �nderungen. Am 20. August 1996 genehmigte das Amt f�r Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern die Uferschutzplanung f�r die erw�hnten Abschnitte und wies gleichzeitig die von A.C.________ und B.C.________, D.________, E.________ sowie den Erben von F.________ erhobenen Einsprachen ab. Hiergegen wehrten sich diese bei der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern, welche die Beschwerden am 11. Juni 1999 abwies.
B.- A.C.________ und B.C.________, D.________ sowie E.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrer 1) f�hren gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts in einer gemeinsamen Eingabe sowohl Verwaltungsgerichts- als auch staatsrechtliche Beschwerde.
Sie beantragen die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, soweit dieser die in der Uferschutzplanung vorgesehene Hafenmole mit darauf verlaufendem Uferweg best�tige.
In prozessualer Hinsicht beantragen sie, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Die Erben von F.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrer 2) ersuchen ebenfalls um Aufhebung des verwaltungsgerichtlichen Entscheids, soweit er sie betrifft. Die Beschwerdef�hrer machen im Wesentlichen eine Verletzung der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV), eine willk�rliche Anwendung kantonaler Zust�ndigkeits-, Planungs- und Bauvorschriften (Art. 9 BV) sowie eine Verletzung resp. Umgehung von Art. 24 RPG und Art. 39 GSchG geltend.
Das Bundesamt f�r Raumentwicklung hat auf eine Stellungnahme ausdr�cklich verzichtet, und auch der Gemeinderat Sigriswil hat sich zu den Beschwerden nicht ge�ussert. Das Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) h�lt in seiner Stellungnahme zur Frage der Verletzung von Art. 39 GSchG fest, die Planung der Mole lasse gen�gend Spielraum f�r ein umweltrechtkonformes Ausf�hrungsprojekt.
C.- Der Pr�sident der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat dem Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung am 13. Oktober 2000 entsprochen.
1.- a) Der rechtserhebliche Sachverhalt ergibt sich mit hinreichender Klarheit aus den kantonalen Akten, welche neben Pl�nen und Augenscheinprotokollen auch Fotografien enthalten.
Auf die Durchf�hrung des beantragten Augenscheins kann daher verzichtet werden.
b) S�mtliche der einander benachbarten Beschwerdef�hrer wehren sich gegen die im angefochtenen Entscheid best�tigte Planung einer Hafenmole in der Bucht vor ihren Grundst�cken sowie gegen den Fussweg, der dar�ber verlaufen soll. Die Beschwerdef�hrer 2 fechten zudem die Umzonung ihres privaten Grundst�cks Nr. 1371 an, welches der �ffentlichkeit als Freifl�che f�r Erholung und Sport dienen soll.
Der enge Sachzusammenhang sowie die weitgehende �bereinstimmung in den vorgebrachten R�gen rechtfertigen es, die Verfahren zu vereinigen und die Beschwerden in einem Entscheid zu behandeln.
c) Die Beschwerdef�hrer r�gen eine Verletzung von Art. 24 Abs. 1 in der bis zum 31. August 2000 geltenden Fassung des Raumplanungsgesetz des Bundes (aRPG; SR 700) und von Art. 39 des Bundesgesetzes �ber den Schutz der Gew�sser vom 24. Januar 1991 (Gew�sserschutzgesetz, GSchG; SR 814. 20). Weiter berufen sie sich auf die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV), das Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV) sowie das Willk�rverbot (Art. 9 BV). Sie haben sowohl Verwaltungsgerichtsbeschwerde als auch staatsrechtliche Beschwerde erhoben. Das Bundesgericht pr�ft von Amtes wegen und mit freier Kognition, welches der beiden Rechtsmittel inwieweit zul�ssig ist (BGE 126 I 81 E. 1 mit Hinweisen).
Angesichts der subsidi�ren Natur der staatsrechtlichen Beschwerde (Art. 84 Abs. 2 OG) ist vorerst zu pr�fen, inwieweit die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegeben ist (BGE 125 I 14 E. 2a; 123 II 289 E. 1a).
2.- a) Beim kommunalen Uferschutzplan, der auch die Hafenplanung enth�lt, handelt es sich um einen Nutzungsplan im Sinn der Art. 14 ff. RPG. Gem�ss Art. 34 Abs. 1 RPG ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Bereich der Raumplanung auf letzte kantonale Entscheide �ber Entsch�digungen als Folge von Eigentumsbeschr�nkungen, �ber die Zonenkonformit�t von Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen sowie �ber Bewilligungen im Sinne der Art. 24-24d RPG beschr�nkt. Alle anderen Entscheide k�nnen grunds�tzlich nur mit staatsrechtlicher Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden (Art. 34 Abs. 3 RPG). Eine Ausnahme besteht nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung lediglich, soweit die Anwendung des bundesrechtlich geordneten Umwelt- oder Naturschutzrechts in Frage steht (BGE 121 II 72 E. 1b S. 75).
Nach der Rechtsprechung betrifft die R�ge, mit der angefochtenen Nutzungsplanung werde Art. 24 RPG umgangen, eine der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unterliegende Frage (BGE 123 II 289 E. 1b und c S. 291 mit Hinweisen). Die Beschwerdef�hrer tragen diese R�ge somit zu Recht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vor. Soweit sie allerdings geltend machen, die Hafenplanung erf�lle die Voraussetzungen von Art. 11 Abs. 1 bzw. Abs. 2 des Baugesetzes des Kantons Bern vom 9. Juni 1985 (BauG) nicht, bestreiten sie die materiellen Voraussetzungen der umstrittenen Nutzungsplanfestsetzungen.
Diese k�nnen jedoch nur mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden (Art. 34 Abs. 3 RPG). Daran �ndert nichts, dass die in Art. 11 Abs. 1 und 2 BauG aufgestellten Kriterien (Standortgebundenheit und Interessenabw�gung) mit denjenigen von Art. 24 RPG vergleichbar sind; denn mit Blick auf diese Bestimmung wird einzig gepr�ft, ob mit der Festsetzung des Hafens im Nutzungsplan das Ausnahmebewilligungsverfahren umgangen wurde. Ebenfalls nur mit staatsrechtlicher Beschwerde kann dem Bundesgericht der Einwand unterbreitet werden, die kommunale und die kantonale Kompetenzordnung seien missachtet worden.
Die Beschwerdef�hrer vertreten sodann den Standpunkt, die angefochtene Nutzungsplanung widerspreche dem in Art. 39 Abs. 1 GSchG aufgestellten Verbot des Einbringens fester Stoffe in Seen, und die Voraussetzungen f�r eine Sch�ttung (Art. 39 Abs. 2 und 3 GSchG) seien nicht erf�llt.
Diese R�ge ist ebenfalls mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorzubringen.
b) Soweit kein enger Sachzusammenhang mit den aufgeworfenen bundesverwaltungsrechtlichen Fragen - insbesondere Art. 39 GSchG - besteht, sind die �brigen R�gen der Beschwerdef�hrer im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerden zu pr�fen. Allerdings setzt die Pr�fung voraus, dass die Legitimation gegeben ist. Hierzu wird unten in E. 7 Stellung genommen.
VERWALTUNGSGERICHTSBESCHWERDEN 3.- a) Zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist nach Art. 103 lit. a OG legitimiert, wer durch den angefochtenen Entscheid ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung hat. Dabei muss es sich um ein aktuelles und praktisches Interesse handeln, das rechtlicher oder tats�chlicher Natur sein kann und nicht unter den Schutz der als verletzt angerufenen Norm zu fallen braucht. Weiter ist zur Bejahung der Legitimation erforderlich, dass das Anfechtungsobjekt den Beschwerdef�hrer in st�rkerem Mass ber�hrt als die Allgemeinheit und er dazu eine besondere, beachtenswerte und nahe Beziehung aufweist (BGE 124 II 293 E. 3c S. 305; 121 II 39 E. 2c/aa, 171 E. 2b; 120 Ib 379 E. 4 S. 386 f.).
In der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird darauf verzichtet, hinsichtlich der Legitimation zur Anfechtung von Bauprojekten auf bestimmte r�umliche Distanzen oder andere fixe Werte abzustellen. Vielmehr ist unter Ber�cksichtigung der Umst�nde des Einzelfalls zu pr�fen, ob sich die projektierte Anlage mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlichkeit st�rend auf das Grundst�ck des Betroffenen auswirkt (vgl. BGE 121 II 171 E. 2b; 120 Ib 59 E. 1c und 379 E. 4c S. 387; 119 Ib 179 E. 1c S. 184). Ein schutzw�rdiges Anfechtungsinteresse setzt sodann voraus, dass die Auswirkungen des beanstandeten Bauvorhabens nach ihrer Art und Intensit�t so beschaffen sind, dass sie auch bei objektivierter Betrachtungsweise als Nachteil empfunden werden m�ssen; eine besondere subjektive Empfindlichkeit des Betroffenen verdient keinen Rechtsschutz (BGE 112 Ia 119 E. 4a).
Die Mole umschliesst die nebeneinander liegenden Uferparzellen der Beschwerdef�hrer 1 sowie zwei weitere in der Bucht Herzogenacker liegende Grundst�cke (Freifl�che 36). Sie ist von jenen rund 20-30 m entfernt. In westlicher Richtung endet die Mole unmittelbar neben dem �stlichen Zipfel von Parzelle Nr. 1371, die im Eigentum der Beschwerdef�hrer 2 steht. Nach dem Richtplan Bootsstationierung sind in der Bucht 30-40 Bootsanbindestellen am Ufer vorgesehen.
Auch wenn hinsichtlich Anzahl und Standorte dieser Boots-pl�tze noch nichts Definitives feststeht und der Bootshafen nicht �ber eines der erw�hnten Grundst�cke erschlossen werden soll, ist damit zu rechnen, dass die Beschwerdef�hrer von ihren Liegenschaften aus gewisse Ger�usche, insbesondere Stimmenl�rm, wahrnehmen werden. Weiter hat die Ben�tzung des Bootshafens und des auf der Mole verlaufenden Fusswegs f�r die Beschwerdef�hrer eine Beeintr�chtigung der Seesicht zur Folge. Sie haben somit ein schutzw�rdiges faktisches Inte-resse an der Aufhebung der Hafenplanung. Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist im dargelegten Umfang auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerden einzutreten.
b) Vorliegend hat eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden. Das Bundesgericht ist daher an die Feststellung des Sachverhalts gebunden, sofern diese nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen zustande gekommen ist (Art. 105 Abs. 2 OG).
Die Beschwerdef�hrer 1 beanstanden die Ausf�hrungen des Verwaltungsgerichts zur Entstehungsgeschichte der Richt-planung Bootsstationierung und der Uferschutzplanung, soweit darin Angaben zur fr�heren Nutzung der Bucht im Herzogen-acker gemacht werden. Bei den dahingehenden Ausf�hrungen handelt es sich jedoch lediglich um Randbemerkungen, wie sich aus dem angefochtenen Entscheid selbst ergibt (in E. 6d). Sie sind daher auch f�r das vorliegende Verfahren unbeachtlich.
4.- Die Beschwerdef�hrer erblicken in der Planung der Hafenmole und in der Einzonung der entsprechenden Seefl�che eine Umgehung von Art. 24 RPG, wonach Bewilligungen f�r Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen nur erteilt werden k�nnen, wenn deren Zweck einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert und keine �berwiegenden Interessen entgegenstehen.
Die Beschwerdef�hrer 1 machen unter Hinweis auf die Rechtsprechung zu den unzul�ssigen Kleinstbauzonen gel-tend, die der Nutzungszone zugewiesene Seefl�che von rund 300 m2 (2 m Breite x 150 m L�nge) sei zu klein, um als eigenst�ndige Zone ausgeschieden zu werden; sie beschr�nke sich auf die Gr�sse des eigentlichen Bauprojekts, f�r welches eine Bewilligung nach Art. 24 RPG erforderlich w�re.
a) Sollen Bauten oder Anlagen ausserhalb der Bauzone erstellt werden, so bed�rfen sie grunds�tzlich einer Ausnahmebewilligung gem�ss Art. 24 RPG. Dies gilt auch nach der am 1. September 2000 in Kraft gesetzten Revision des Raumplanungsrechts vom 20. M�rz 1998 (AS 2000 2042 ff.; die neuen Ausnahmebewilligungstatbest�nde gem�ss Art. 24a-24d RPG n.F. spielen im vorliegenden Zusammenhang keine Rolle). Handelt es sich indes um planungspflichtige Vorhaben, setzt dies eine �nderung des Zonenplans voraus, d.h. der Weg der Ausnahmebewilligung kann nicht beschritten werden (vgl.
BGE 120 Ib 207 E. 5 S. 212 mit Hinweisen). Ist das Bauvorhaben nicht planungspflichtig, so darf hierf�r nach der Rechtsprechung ebenfalls eine Erweiterung der Bauzone vorgenommen und von der Standortgebundenheit der geplanten Baute abgesehen werden, sofern die projektbedingte Zonenplan�nderung den Zielen und Grunds�tzen der Nutzungsplanung gem�ss RPG entspricht (BGE 124 II 391 E. 2c S. 393 f.). Andernfalls w�ren Erweiterungen der in einem Nutzungsplan festgelegten Bauzone generell und f�r konkrete Bauvorhaben nur unter den Voraussetzungen von Art. 24 RPG statthaft, was nicht der Sinn des Raumplanungsgesetzes sein kann. Geht es um ein konkretes Bauvorhaben, ist vielmehr zu pr�fen, ob die Zonenerweiterung den Zielen und Grunds�tzen der Nutzungsplanung gem�ss RPG entspricht. Ist dies der Fall, so ist sie rechtm�ssig und stellt keine Umgehung von Art. 24 RPG dar, auch wenn eine Ausnahmebewilligung f�r das Bauvorhaben mangels Standortgebundenheit ausgeschlossen w�re. Eine Umgehung von Art. 24 RPG ist nur dann anzunehmen, wenn mit der fraglichen Planungsmassnahme eine unzul�ssige Kleinbauzone geschaffen wird (BGE 121 I 245 E. 6e S. 248 mit Hinweisen), oder wenn sie sonst auf einer sachlich nicht vertretbaren Abw�gung der ber�hrten r�umlichen Interessen basiert (BGE 124 II 391 E. 2c S. 394).
b) Der Uferschutzplan ist ein Nutzungsplan im Sinn von Art. 14 ff. RPG. Er umfasst neben dem Bootshafen eine Vielzahl von Parzellen, die bereits weitgehend �berbaut sind und in der Bauzone liegen. F�r diese sind Nutzungsbeschr�nkungen zum Schutz des Thunersee-Ufers vorgesehen (Erhaltungszonen A und B, Freifl�chen, usw.). Zus�tzlich wird der Verlauf des Uferwegs festgelegt und - jedenfalls nach dem Verst�ndnis des Verwaltungsgerichts - das Gew�sser zwischen dem Ufer und der umstrittenen Mole f�r die Nutzung als Bootshafen freigegeben. Es handelt sich somit nicht um die Ausscheidung einer isolierten Kleinzone, sondern um eine zusammenh�ngende Planung f�r einen Teil des Uferbereichs der Gemeinde Sigriswil, wobei die einzelnen Planfestsetzungen alle einen Bezug zum Uferschutz bzw. zur Ufernutzung haben.
Sie stehen in einem engen sachlichen Zusammenhang, was sich auch daraus ergibt, dass ihnen die beiden Richtpl�ne betreffend See- und Flussufer und betreffend Bootsstationierung zu Grunde liegen. Hinzu kommt, dass Art. 16 Abs. 2 der Bauver-ordnung des Kantons Bern vom 6. M�rz 1985 (BauV) f�r die Freigabe von Gew�ssern ausdr�cklich die Form des Nutzungsplans vorsieht. Ob es sich dabei um einen kantonalen oder kommunalen Plan handelt, ist bei der Pr�fung einer Umgehung von Art. 24 RPG ohne Belang.
c) Unzutreffend ist auch der Einwand, die Mole sei derart konkret geplant, dass mit dem Uferschutzplan das Baubewilligungsverfahren weitgehend pr�judiziert werde. Die Mole ist zwar insofern projektbezogen, als ihr Verlauf und die f�r den Bootsverkehr vorgesehene �ffnung genau festgelegt sind. Andererseits enth�lt die Nutzungsplanung keine Aussagen �ber die genaue Anzahl der Bootsanlegestellen sowie deren Lageorte in der Bucht (am Ufer oder als Bojen). Die im Richtplan Bootsstationierung vorgesehenen 30-40 Pl�tze dienen lediglich als Richtschnur. Sowohl hinsichtlich Verwendungszweck und Nutzungsintensit�t der Mole als auch ihrer baulichen Ausgestaltung und Erschliessung verbleibt im Hinblick auf das Detailprojekt somit ein erheblicher Spielraum.
d) Nicht ersichtlich ist sodann, dass der umstrittene Uferschutzplan auf einer sachlich nicht vertretbaren Abw�gung der ber�hrten raum- und umweltrelevanten Interessen beruhen w�rde (vgl. Art. 3 RPG; BGE 124 II 391 E. 2c; Art. 19 GSchG; Art. 21 und 22 Abs. 2 des Bundesgesetzes �ber den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 [NHG; SR 451]; Art. 8 f. des Bundesgesetzes �ber die Fischerei vom 21. Juni 1991 [BGF; SR 923. 0]). Die Ermittlung und Auswertung der f�r den Hafen in Frage kommenden Standorte ist im Rahmen der Richtplanung Bootsstationierung erfolgt, an welcher u.a. die kantonale Seeverkehrskommission, das AGR, das Fischereiinspektorat, das Naturschutzinspektorat, das kantonale Tiefbauamt, das kantonale Schifffahrtsamt sowie der Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee mitgewirkt haben. Ausserdem sind die privaten Eingaben des �ffentlichen Mitwirkungsverfahrens ber�cksichtigt worden. Aus den allgemeinen Erl�uterungen zum Richtplan Bootsstationierung ergibt sich, dass nicht nur der Bootsplatzbedarf ein Kriterium f�r die Stand-ortauswahl war, sondern dass mit der Bezeichnung der Schilf-, Naturschutz- und Fischlaichgebiete auch die Anliegen des Gew�sserschutzes, des Natur- und Heimatschutzes und der Fischerei miteinbezogen wurden.
Im Verfahren betreffend Genehmigung der Uferschutzplanung hat das AGR die in den Einsprachen geltend gemachten privaten Interessen an einer m�glichst st�rungsfreien Nutzung der Uferliegenschaften gegen die �ffentlichen Interessen der Benutzung von See und Uferbereich abgewogen (Verf�gung vom 20. August 1996). Dabei hat es das kantonale Tiefbauamt, das damalige Amt f�r Wald und Natur und die kantonale Denkmalpflege vorg�ngig angeh�rt. Erg�nzende Abkl�rungen und Abw�gungen hat sodann das Verwaltungsgericht vorgenommen, indem es von der kantonalen Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) ein Gutachten zur Frage der �sthetischen Auswirkungen des Bootshafens auf das Orts- und Landschaftsbild und vom Fischereiinspektorat eine Stellungnahme eingeholt hat. Die von der OLK im Bericht vom 20. M�rz 2000 ge�usserten �sthetischen Bedenken sowie der von ihr vorgeschlagene Alternativstandort wurden vom Verwaltungsgericht gepr�ft und mit der Empfehlung, die Mole schwimmend anzulegen, verworfen (angefochtener Entscheid, E. 6e S. 19 ff.). Die angefochtene Uferschutzplanung ber�cksichtigt die ber�hrten r�umlichen Interessen und beruht auf einer korrekten Abw�gung. Ob die umstrittene Nutzungsplanung die formellen und materiellen Voraussetzungen des kantonalen Rechts erf�llt, ist eine andere Frage, die unter dem Blickwinkel von Art. 24 RPG nicht zu pr�fen ist.
5.- Die Beschwerdef�hrer vertreten den Standpunkt, die angefochtene Nutzungsplanung verletze Art. 39 GSchG. Nach dieser Bestimmung ist es untersagt, feste Stoffe in Seen einzubringen, auch wenn sie Wasser nicht verunreinigen k�nnen (Art. 39 Abs. 1 GSchG). Die kantonale Beh�rde kann indessen in �berbauten Gebieten f�r standortgebundene Bauten Sch�ttungen bewilligen, wenn �berwiegende �ffentliche Interessen eine Sch�ttung erfordern und sich der angestrebte Zweck anders nicht erreichen l�sst (Art. 39 Abs. 2 lit. a GSchG).
a) Die Beschwerdef�hrer 2 halten die Erteilung einer Ausnahmebewilligung f�r ausgeschlossen. Soweit n�mlich die Mole als Uferweg Verwendung finden solle, fehle es an der Standortgebundenheit; der Weg k�nne - und m�sse nach Art. 4 Abs. 2 SFG - am Ufer gef�hrt werden. Dem ist entgegenzuhalten, dass der angefochtene Uferschutzplan einerseits die Uferwegplanung und andererseits die Planung der neuen Hafenanlage umfasst. F�r die Standortgebundenheit der Mole ist die geplante Hafenanlage ausschlaggebend. Die Standortgebundenheit ist unter dem Blickwinkel von Art. 39 Abs. 2 lit. a GSchG ohne weiteres zu bejahen. Wenn die geplante Hafenmole realisiert wird, ist es durchaus sinnvoll und - in Abweichung von der in Art. 4 Abs. 2 SFG vorgeschriebenen und im See- und Flussufer-Richtplan festgelegten ufernahen Wegf�hrung - auch zul�ssig, den Uferweg �ber die Mole zu f�hren.
b) Die Beschwerdef�hrer 1 bestreiten zudem ein �ffentliches Interesse an der geplanten Hafenanlage. Der angestrebte Zweck lasse sich auch anders erreichen, indem beispielsweise ein Hafen andernorts geplant, zus�tzliche Bojen bewilligt oder bestehende Bootsanbindeanlagen massvoll vergr�ssert werden k�nnten. Wie bereits ausgef�hrt, wurde der Standort Herzogenacker im Rahmen der Richtplanung Bootsstationierung gew�hlt, die parallel zur Uferschutzplanung erfolgte und neben dem Bedarf an Bootspl�tzen auch Anliegen des Gew�sserschutzes, des Natur- und Heimatschutzes und der Fischerei miteinbezog. Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren konnte die OLK ihre Vorbehalte anbringen. Das Verwaltungsgericht hat sich mit diesen auseinander gesetzt und aufgezeigt, inwieweit den ge�usserten Bedenken Rechnung getragen werden k�nne. Unter dem Blickwinkel des Gew�sserschutzes erscheint die von den kantonalen Beh�rden getroffene Standortwahl nicht bundesrechtswidrig. Das Verwaltungsgericht durfte die Voraussetzungen f�r eine Ausnahmebewilligung nach Art. 39 Abs. 2 lit. a GSchG grunds�tzlich bejahen. Allerdings stellen sich noch Fragen im Zusammenhang mit der Befestigung der Mole und der Nutzungsintensit�t des von dieser umschlossenen Seegebiets, besonders im unmittelbaren Uferbereich.
F�r die Ausarbeitung des konkreten Projekts besteht aber nach der kommunalen Nutzungsplanung gen�gend Spielraum f�r eine umweltrechtskonforme L�sung, die zugleich dem Ufer- und Landschaftsbild Rechnung tr�gt. Das BUWAL weist in seiner Stellungnahme darauf hin, dass insbesondere eine auf Pf�hlen errichtete Mole den Vorteil eines fl�chenm�ssig begrenzten Eingriffs auf den Seegrund h�tte, welcher die freie Zirkulation der Fische und des Wassers nicht behindern w�rde.
Im Gegensatz zu einer mit Ketten verankerten Mole bestehe dabei auch nicht die Gefahr, dass der Seegrund durch Scheuerbewegungen besch�digt werde. Die Ausgestaltung im Einzelnen wird Gegenstand des Baubewilligungsverfahrens sein, in dessen Rahmen neben der Art und Weise der Befestigung der Mole auch �ber die Anzahl und die jeweiligen Stand-orte der Anlegestellen definitiv zu befinden sein wird.
6.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerden erweisen sich sowohl hinsichtlich der ger�gten Umgehung von Art. 24 RPG als auch der geltend gemachten Verletzung von Art. 39 GSchG als unbegr�ndet und sind daher abzuweisen.
STAATSRECHTLICHE BESCHWERDEN 7.- a) Wie oben in E. 2b ausgef�hrt, sind alle �brigen R�gen der Beschwerdef�hrer im Rahmen ihrer staatsrechtlichen Beschwerden zu pr�fen, soweit die Legitimation gegeben ist.
Dabei geht es einerseits um die geplante Hafenmole und andererseits um die Ausscheidung der Parzelle Nr. 1371 als Frei-fl�che. Im Wesentlichen machen die Beschwerdef�hrer eine Verletzung der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV), des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) und des Gebots rechtsgleicher Behandlung (Art. 8 Abs. 1 BV) geltend. Weiter r�gen sie Willk�r (Art. 9 BV) in der Anwendung kantonaler Vorschriften und in der Umsetzung der kantonalen Richtpl�ne sowie in der Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts.
b) Die staatsrechtliche Beschwerde steht dem Einzelnen sowie K�rperschaften bez�glich solcher Rechtsverletzungen zu, die sie durch allgemein verbindliche oder sie pers�nlich treffende Entscheide oder Verf�gungen erlitten haben (Art. 88 OG). Mit ihr kann lediglich die Verletzung in rechtlich gesch�tzten eigenen Interessen geltend gemacht werden. Zur Verfolgung tats�chlicher Vorteile oder zur Wahrnehmung allgemeiner �ffentlicher Anliegen ist die staatsrechtliche Beschwerde nicht gegeben. Die eigenen rechtlichen Interessen, auf die sich der Beschwerdef�hrer berufen muss, k�nnen entweder durch kantonales oder eidgen�ssisches Gesetzesrecht oder unmittelbar durch ein angerufenes spezielles Grundrecht gesch�tzt sein, m�ssen aber auf dem Gebiet liegen, das die als verletzt ger�gte Verfassungsbestimmung beschl�gt (BGE 121 I 267 E. 2 mit Hinweisen). Eine willk�rliche Rechtsanwendung kann - auch unter der neuen Bundesverfassung vom 18. April 1999 - nur insoweit ger�gt werden, als die Anwendung von Normen zur Diskussion steht, welche dem Beschwerdef�hrer einen Rechtsanspruch einr�umen oder den Schutz seiner Interessen bezwecken (Art. 88 OG; BGE 126 I 81 E. 2-6; 123 I 279 E. 3c/aa; 121 I 267 E. 2 mit Hinweisen).
c) Es ist zun�chst festzuhalten, dass die Beschwerdef�hrer 2 als Eigent�mer der Parzelle Nr. 1371 legitimiert sind, deren Zuweisung zu einer �ffentlichen Freifl�che mit staatsrechtlicher Beschwerde anzufechten und eine Verletzung der Eigentumsgarantie, des rechtlichen Geh�rs sowie eine willk�rliche Anwendung von kantonalen Planungsvorschriften geltend zu machen. In Bezug auf die geplante Hafenmole, die im Seegebiet verl�uft, bedarf die Legitimation der n�heren Pr�fung:
aa) Die Beschwerdef�hrer 2 erblicken - wie bereits erw�hnt - in der Aussonderung einer Freifl�che auf ihrer Parzelle Nr. 1371 eine Verletzung der Eigentumsgarantie. In Bezug auf die Hafenmole berufen sie sich nicht direkt auf dieses Verfassungsrecht. Sie erheben in dem Sinn Einw�nde, als sie davon ausgehen, die Hafenmole stelle die Ursache daf�r dar, dass ihre Parzelle Nr. 1371 in eine Freifl�che umgezont worden sei (dazu unten E. 8b). Indessen machen sie nicht geltend, sie seien durch die geplante Hafenmole in ihren durch die Eigentumsgarantie gesch�tzten Interessen verletzt.
bb) Demgegen�ber f�hren die Beschwerdef�hrer 1 zur Legitimation in allgemeiner Weise aus, ein Bootshafen w�rde sie in der Aus�bung ihres Grundeigentums beschr�nken. Die bisherige Nutzung w�rde durch die vom Hafen und den Fusswegben�tzern ausgehenden L�rmimmissionen erheblich beeintr�chtigt, und auch der Gebrauch des zu ihren Liegenschaften geh�renden separaten Bootshauses mit Anlegesteg w�re erschwert.
Die Hafenmole verl�uft zu den Grundst�cken der Beschwerdef�hrer 2 in einer Entfernung von 20-30 m. Durch die f�r die Hafenplanung ausgeschiedene Gew�sserfl�che wird das bestehende Recht beziehungsweise die faktische M�glichkeit der Beschwerdef�hrer auf Seezugang keinen Beschr�nkungen unterworfen.
Dies geschieht ebenso wenig durch den geplanten Uferweg, da dieser auf der Mole und eben nicht auf den Grundst�cken der Beschwerdef�hrer angelegt werden soll. Die Hafenmole sieht im �brigen eine f�r Boote passierbare �ffnung vor. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdef�hrer durch die fragliche Nutzungsplanfestsetzung in ihren bestehenden Rechten auf Seezugang oder der tats�chlichen M�glichkeit dazu beeintr�chtigt w�rden (vgl. BGE 105 Ia 219 E. 2 S. 222). Zwar fallen nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts gewisse faktische Voraussetzungen zur Aus�bung der aus dem Eigentum fliessenden rechtlichen Befugnisse in den Schutzbereich der Eigentumsgarantie (BGE 126 I 213 E. 1b). Indessen sind vorliegend keine solchen faktischen Interessen betroffen. Auf die Beschwerde kann somit insoweit nicht eingetreten werden, als eine Verletzung der Eigentumsgarantie geltend gemacht wird.
d) Soweit sich die Beschwerdef�hrer im �brigen gegen die Hafenmole und die Ausscheidung einer Seefl�che als Hafengebiet wenden, tun sie dies als Eigent�mer benachbarter Liegenschaften. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist der Eigent�mer einer benachbarten Liegenschaft zur Anfechtung eines Nutzungsplans mit staatsrechtlicher Beschwerde nur befugt, wenn er geltend macht, die Planfestsetzungen verletzten ihn in seinen verfassungsm�ssigen Rechten, weil dadurch Normen, die auch seinem Schutz dienten, nicht mehr oder in ge�nderter Form gelten w�rden, oder weil sie die Nutzung seiner Liegenschaft beschr�nkten (BGE 125 II 440 E. 1c; 119 Ia 362 E. 1b). �hnliches gilt f�r die Legitimation des Nachbarn zur Anfechtung einer Baubewilligung: Hierzu ist er nur befugt, wenn er geltend macht, diese verletze Bauvorschriften, die ausser dem Interesse der Allgemeinheit auch oder in erster Linie dem Schutz des Nachbarn dienen, sofern er sich im Schutzbereich dieser Bauvorschriften befindet und durch die behauptete Rechtsverletzung betroffen wird (BGE 118 Ia 116 E. 2a; 112 Ia 88 E. 1b). In allen F�llen reicht die Anfechtungsbefugnis nur so weit, als die Auswirkungen des umstrittenen Plans oder der umstrittenen Bewilligung auf das eigene Grundst�ck in Frage stehen (BGE 125 II 440 E. 1c S. 443 mit Hinweisen).
aa) Die Beschwerdef�hrer machen zun�chst eine willk�rliche Verletzung der planerischen Zust�ndigkeitsordnung geltend. Sie berufen sich auf Art. 101 Abs. 1 BauV, wonach f�r die Bewilligung von Bauvorhaben in Gew�ssern, die keiner Gemeindehoheit unterliegen, der Regierungsstatthalter zust�ndig ist. Weiter bringen sie vor, entsprechende Wasserfl�chen m�ssten nach Art. 16 Abs. 2 BauV vom AGR freigegeben werden; wenn dieses den Uferschutzplan - wie vorliegend - genehmige, so sei damit entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichts die Missachtung der Zust�ndigkeitsordnung nicht geheilt, da nach Art. 61 Abs. 1 BauG die Genehmigungsbeh�rde die Planung nur auf ihre Rechtm�ssigkeit und die Vereinbarkeit mit den �bergeordneten Planungen �berpr�fen k�nne, ihr im Genehmigungsverfahren jedoch kein eigenes Planungsermessen zukomme.
Es ist unbestritten, dass der Thunersee unmittelbar der Hoheit des Kantons untersteht und die Gemeinden hinsichtlich der Seefl�che keine Planungsbefugnisse haben. Demzufolge h�tte die Hafenmole beziehungsweise die Freigabe der daf�r ben�tigten Gew�sserfl�che in der Form eines kantonalen Nutzungsplans erfolgen m�ssen: Der Kanton h�tte eine mit der Uferschutzplanung der Gemeinde koordinierte Hafenplanung auflegen m�ssen. Die Beschwerdef�hrer machen aber nicht geltend, mit dem Abweichen von der ordentlichen Zust�ndigkeitsordnung seien Mitwirkungs- und Rechtsschutzgarantien missachtet worden. Nach den Ausf�hrungen des Verwaltungsgerichts sind diese bei einem kommunalen Plan gar noch besser ausgebaut als bei einer kantonalen, vom Regierungsrat beschlossenen �berbauungsordnung. Das wird von den Beschwerdef�hrern nicht in Abrede gestellt. Die Einhaltung der vorliegend zur Diskussion stehenden Zust�ndigkeitsordnung dient ausschliesslich �ffentlichen Interessen, n�mlich der Beachtung der Gew�sserhoheit des Kantons. Zwar m�gen die Beschwerdef�hrer ein tats�chliches Interesse an der Respektierung der hoheitlichen Befugnisse des Kantons haben, weil sie sich erhoffen, die zust�ndige kantonale Beh�rde w�rde eine andere Hafenplanung vornehmen. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine verfassungsrechtlich gesch�tzte Position, welche die Beschwerdef�hrer zur staatsrechtlichen Beschwerde berechtigen w�rde. Auf die entsprechenden R�gen kann daher nicht eingetreten werden.
bb) Die Beschwerdef�hrer bem�ngeln sodann, es sei bei der Standortwahl dem Schutz der Uferlandschaft sowie des Ortsbildes zu wenig Beachtung geschenkt worden. Sie berufen sich dabei auf Art. 9 f., 11 und 54 Abs. 2 lit. e und f BauG. Diese Bestimmungen, welche die Einordnung und Gestaltung von Bauten sowie Anlagen regeln, liegen im Interesse der Allgemeinheit. Es kommt ihnen keine spezifisch nachbarsch�tzende Funktion zu (vgl. die oben in lit. d zitierte Rechtsprechung). Daran �ndert nichts, dass es die Liegenschaften der Beschwerdef�hrer sein sollen, die vom See her betrachtet das Uferbild versch�nern. Ein rechtlich gesch�tztes eigenes Interesse fehlt auch hinsichtlich der R�ge, der Uferschutzplan verstosse gegen Art. 4 Abs. 2 SFG sowie den See- und Flussuferrichtplan, da der Fussweg in der Bucht Herzogenacker nicht unmittelbar dem Ufer entlang gef�hrt werde.
cc) Sind die Beschwerdef�hrer durch die angefochtene Bootshafenplanung nicht in ihrer Rechtsstellung als Eigent�mer betroffen, sind sie auch nicht legitimiert, unter Berufung auf die Rechtsgleichheit geltend zu machen, sie seien im Verh�ltnis zu anderen Eigent�mern von Ufergrund-st�cken benachteiligt worden. Dem Gleichheitsgebot kommt bei Planungsmassnahmen wegen der beschr�nkten Vergleichbarkeit von �rtlichen Verh�ltnissen ohnehin nur eine abgeschw�chte Bedeutung zu; in verfassungsrechtlicher Hinsicht gen�gt es, dass die Planung sachlich vertretbar ist (BGE 122 I 279 E. 5a S. 88; 121 I 245 E. 6e/bb; 118 Ia 151 E. 6c S. 162).
Folglich sind sie auch nicht legitimiert, den Vorwurf zu erheben, die Planung basiere mangels ausreichender Standortabkl�rungen auf einer unzureichenden Feststellung des massgeblichen Sachverhalts.
e) Die Beschwerdef�hrer k�nnen - unabh�ngig von der Legitimation in der Sache selbst - eine Verletzung von Verfahrensvorschriften r�gen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt (BGE 125 II 440 E. 1c; 119 Ia 362 E. 1b; 118 Ia 232 E. 1a; 112 Ia 90 E. 3). Soweit die Beschwerdef�hrer 2 eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs r�gen, betrifft dies, wie schon erw�hnt, die Ausscheidung des Grundst�cks Nr. 1371 als Freifl�che und nicht die Hafenmole.
In letzterer Hinsicht liegen keine formellen Rechts-verweigerungsgr�nde vor, und es ist aktenkundig, dass die Beschwerdef�hrer im Mitwirkungsverfahren Stellung nehmen konnten und ihnen im Rechtsmittelverfahren der Rechtsschutz umfassend gew�hrt wurde.
f) Nach dem Gesagten ergibt sich zusammenfassend, dass auf die staatsrechtliche Beschwerde der Beschwerdef�hrer 1 nicht eingetreten werden kann. Auf diejenige der Beschwerdef�hrer 2 kann nur insoweit eingetreten werden, als die angefochtene Nutzungsplanfestsetzung das Grundst�ck Nr. 1371 betrifft.
8.- a) Die im Uferschutzplan Sigriswil vorgesehene Umzonung des Ufergrundst�cks Nr. 1371 in eine �ffentliche Freifl�che stellt f�r die Beschwerdef�hrer 2 einen schweren Eingriff in ihr Eigentum dar. Mit der Rechtskraft des Uferschutzplans verf�gt die Gemeinde �ber das Recht, dieses Grundst�ck zu enteignen (Art. 3 Abs. 1 lit. c und Art. 5 Abs. 2 SFG i.V.m. Art. 128 Abs. 1 lit. a BauG) und der �ffentlichkeit zu Erholungs- und Sportzwecken zur Verf�gung zu stellen. Eine solche Eigentumsbeschr�nkung ist mit Art. 26 BV nur vereinbar, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im �ffentlichen Interesse liegt und sich unter den gegebenen Umst�nden als verh�ltnism�ssig erweist (Art. 36 BV). Verh�ltnism�ssig ist eine Beschr�nkung des Privateigentums dann, wenn sie geeignet und erforderlich ist, das angestrebte, im �ffentlichen Interesse liegende Ziel zu erreichen, und wenn sie zu diesem in einem vern�nftigen Verh�ltnis steht (BGE 115 Ia 27 E. 4b, 370 E. 4a). Bei einem schweren Eingriff in das Eigentum verlangt das Bundesgericht eine eindeutige und klare gesetzliche Grundlage, was es ohne Beschr�nkung seiner Kognition pr�ft. Frei pr�ft das Bundesgericht auch die Fragen der Verh�ltnism�ssigkeit und des �ffentlichen Interesses an einer Eigentumsbeschr�nkung (BGE 121 I 117 E. 3c S. 121; 119 Ia 362 E. 3a mit Hinweisen).
Es auferlegt sich jedoch Zur�ckhaltung, soweit die Beurteilung von einer W�rdigung der �rtlichen Verh�ltnisse abh�ngt, welche die kantonalen Beh�rden besser �berblicken.
Die Sachverhaltsfeststellungen und die Beweisw�rdigung pr�ft das Bundesgericht auf Willk�r hin (BGE 119 Ia 362 E. 3a mit Hinweisen).
b) Das Grundst�ck Nr. 1371 weist eine Fl�che von 1460 m2 auf und ist nicht �berbaut. Es dient der westlich angrenzenden, ebenfalls im Eigentum der Beschwerdef�hrer 2 stehenden Liegenschaft als Garten und Umschwung. Nach dem Uferschutzplan soll der Fussweg von der Mole her dem Ufer entlang auf diesen beiden Grundst�cke verlaufen. Die Beschwerdef�hrer 2 akzeptieren heute diese Wegf�hrung. Demgegen�ber sind sie nach wie vor der Auffassung, das �berlagern ihres Grundst�cks Nr. 1371 mit einer Freifl�che stelle einen unverh�ltnism�ssigen Eingriff in ihr Eigentum dar; nicht nur wegen des Verlusts ihrer privaten Erholungsfl�che, sondern auch wegen der Immissionen, die aufgrund der Zweckbestimmung als Freifl�che f�r Sport und Spiel zu erwarten seien. Im Sinne eines Entgegenkommens erkl�ren sie sich mit einem r�umlich begrenzten Rastplatz im Uferbereich der besagten Parzelle einverstanden. Sie berufen sich auf den See- und Flussuferrichtplan, der an der fraglichen Stelle nur einen Rastplatz vorsehe. Das Umzonen in eine Freifl�che erachten sie als willk�rliche Richtplanabweichung, die sich nur mit der Planung des Bootshafens erkl�ren lasse. Sie werfen dem Verwaltungsgericht vor, die beanstandete Planabweichung mit einer unhaltbaren Auslegung der Begriffe "Rastplatz" und "Freifl�che f�r Erholung und Sport" gesch�tzt zu haben.
c) Nach Art. 3 Abs. 1 lit. c SFG und Art. 13 Abs. 1 UeV sind Freifl�chen �ffentlich zug�nglich und dienen Erholung, Sport und Spiel. Der See- und Flussuferrichtplan sieht im Bereich der Parzelle Nr. 1371 unbestrittenermassen keine eigentliche Freifl�che, sondern lediglich einen Rastplatz vor. Dies ergibt sich aus dem Kartenbild selbst (Vermerk "R" anstatt "FF") sowie dem entsprechenden Objektblatt. Das Verwaltungsgericht geht davon aus, dass es sich bei den Rastpl�tzen um eine Unterkategorie der Freifl�chen nach Art. 3 Abs. 1 lit. c SFG handle. Im Sinne einer Eventualbegr�ndung h�lt es f�r den Fall einer anzunehmenden Richtplanabweichung fest, diese sei nach der Praxis zul�ssig, da sie jedenfalls sachlich gerechtfertigt und von untergeordneter Bedeutung sei.
Der kantonalen See- und Flussuferrichtplanung liegt die "Richtlinie SFG" des ehemaligen Raumplanungsamts des Kantons Bern vom November 1986 �ber "Planung, Bau und Ausstattung der Freifl�chen und Rastpl�tze nach SFG" zu Grunde.
Diese unterscheidet unter dem Titel "Anlagetypen" zwischen "Freihaltefl�chen", "Rastpl�tzen", "Liege- und Badewiesen" und "Uferparks" und umschreibt deren jeweilige Bedeutung.
Die Schaffung solcher Unterkategorien einer Freifl�che erscheint unter dem Gesichtswinkel der gesetzlichen Grundlage unbedenklich, da sie sich weniger einschneidend auf die betroffenen Grundeigent�mer auswirken als die in Art. 3 Abs. 1 lit. c SFG vorgesehenen (eigentlichen) Freifl�chen. Rastpl�tze sind demnach f�r den kurzfristigen Gebrauch vorgesehen; sie sollen mit einfachen, r�umlich begrenzten Einrichtungen ausgestattet werden (Ziff. 3.2. der Richtlinie). Die im Nutzungsplan vorgenommene �berlagerung des Grundst�cks Nr. 1371 mit einer Freifl�che f�r Erholung, Sport und Spiel (Art. 13 Abs. 1 UeV) ist daher als Abweichung vom See- und Flussuferrichtplan zu betrachten. Ob es sich dabei um eine zul�ssige Abweichung handelt (vgl. zu den entsprechenden Voraussetzungen: BGE 119 Ia 362 E. 4a S. 368; Urteil des Bundesgerichts vom 1. M�rz 1999 i.S. I. und Mitb. , E. 5e, publ. in BVR 1999, S. 308), kann hier offen bleiben, da sich die umstrittene Zonierung ohnehin als unverh�ltnism�ssig erweist, wie nachstehend darzulegen ist.
d) Die beiden Ufergrundst�cke Nrn. 4343 und 1371 der Beschwerdef�hrer 2 grenzen im Norden an die Staatsstrasse und im S�den an den Thunersee an. Nach der kommunalen Bau- und Zonenordnung von 1976 waren sie der Bauzone zugewiesen.
Die M�glichkeit eines Ausbaus oder einer Umgestaltung des auf Parz. Nr. 4343 liegenden Wohnhauses ist durch die mit der Uferschutzplanung vorgenommene Zuteilung zur Erhaltungszone A erheblich eingeschr�nkt worden. In dieser Zone sind nach Art. 6 UeV bei Neu-, Um- und Erweiterungsbauten mindestens 70% der f�r das Wohnen genutzten Bruttogeschossfl�che als Erstwohnungsanteil auszuweisen; ausserdem d�rfen Neu-, Neben- und Anbauten lediglich auf der dem See abgewandten Seite erstellt werden (Art. 7 Abs. 3 UeV). Eine weitere Eigentumsbeschr�nkung ergibt sich f�r die Beschwerdef�hrer 2 aus dem geplanten Seeuferweg, auch wenn er von ihrem Wohnhaus noch rund 5-20 m entfernt ist. Soll ihnen ausserdem die Parzelle Nr. 1371 der (alleinigen) Nutzung entzogen werden, wiegt dieser Eingriff - zusammen mit den �brigen Planungsmassnahmen - schwer. Bereits das Einrichten eines Rastplatzes im s�dlichen Bereich des Grundst�cks w�re f�r die Beschwerdef�hrer 2 mit einer deutlich sp�rbaren St�rung ihrer Privatsph�re verbunden. F�r den Miteinbezug des n�rdlichen, vom Wohnhaus nur ca. 4 m entfernt liegenden Teils der Parzelle als Freifl�che bedarf es daher eines besonders gewichtigen �ffentlichen Interesses.
Die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion begr�ndet dieses Interesse in ihrem Entscheid (E. 9c S. 15) nahezu ausschliesslich mit der geplanten Ben�tzung der Bucht als Bootshafen, welche eine Aufwertung des Rastplatzes zu einer "Bade- und Liegewiese" rechtfertige; die darauf zu erstellenden Infrastrukturen sollen auch den Hafenben�tzern zugute kommen. Das Verwaltungsgericht f�hrt dazu unter Hinweis auf Art. 77 BauG aus, die Gemeinden seien in allgemeiner Weise zur Ausscheidung von Zonen f�r �ffentliche Nutzungen befugt (angefochtenes Urteil, E. 7c S. 23). Nach der kommunalen Planung selbst ist das Grundst�ck Nr. 1371 ausdr�cklich als Freifl�che nach SFG ausgeschieden (Art. 13 Abs. 1 UeV). Das �ffentliche Interesse muss sich mithin aus der diesem Erlass selbst zugrunde liegenden Zielsetzung ergeben. Diese besteht nach Art. 1 SFG im Schutz der Uferlandschaft und der �ffentlichen Zug�nglichkeit des Ufers, nicht jedoch in der Erleichterung eines Bootshafenbetriebs. Die vorliegende Situation ist daher nicht vergleichbar mit dem Sachverhalt, den das Verwaltungsgericht des Kantons Bern in der Sache W. gegen Einwohnergemeinde Twann zu beurteilen hatte (Urteil vom 22. Mai 1997, publ. in BVR 1998 S. 250 ff.). Nach dem Uferschutzplan ist die Begehbarkeit des Uferbereichs Herzogenacker mit dem seeseitigen, teils �ber die Mole, teils �ber die Grundst�cke der Beschwerdef�hrer 2 f�hrenden Uferweg gew�hrleistet.
Zum Schutz der Uferlandschaft und des bestehenden Ortsbilds wurden die in der Bucht liegenden bebauten Grundst�cksteile der Erhaltungszone A zugewiesen. Was die konkrete Nutzung des Grundst�cks Nr. 1371 betrifft, geht das Verwaltungsgericht gest�tzt auf die vom Gemeinderatspr�sidenten am Augenschein abgegebene Zusicherung davon aus, die Uferparzelle werde lediglich als "Minipark" ausgestaltet und solle vorwiegend Erholungszwecken dienen (angefochtenes Urteil, E. 7d S. 24). Diese Annahme steht in einem gewissen Gegensatz zu dem im Nutzungsplan festgelegten Zweck, der auch Sportanlagen erm�glichen w�rde.
Das Verwaltungsgericht begr�ndet nicht n�her, weshalb die ganze Parzelle Nr. 1371 als Freifl�che ben�tigt wird. Vom Plan her w�re denkbar, nur die s�dliche H�lfte der Parzelle als Freifl�che auszuscheiden, entsprechend der Grenzziehung zwischen Uferschutzzone A und Erhaltungszone A.
In diesem Fall w�ren die Nachteile f�r die Beschwerdef�hrer 2 erheblich geringer: Ihnen w�rde zumindest im n�rdlichen Teil, wo das Wohnhaus nur rund 4 m von der Parzellengrenze entfernt liegt, ein Garten verbleiben, und sie w�ren von Immissionen etwas abgeschirmt. Da es sich um eine Freifl�che nach SFG handelt, die in erster Linie �ber den Uferweg erreichbar sein soll, erscheint es auch nicht erforderlich, sie von der n�rdlich gelegenen Strasse her zug�nglich zu machen. Anders w�rde es sich verhalten, wenn auf dem Grundst�ck, wie die Beschwerdef�hrer 2 vermuten, auch Infrastrukturanlagen f�r den geplanten Bootshafen erstellt werden sollen, die eine Erschliessung f�r Boote auch von der Strassenseite her erfordern w�rden. Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren hat die Gemeinde allerdings in Abrede gestellt, dass hier eine Einwasserungsstelle oder ein Trockenplatz f�r die Lagerung von Booten geplant sei; daf�r sei bereits Freifl�che 36 vorgesehen (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts, S. 24). Die Inanspruchnahme des Grundst�cks Nr. 1371 zu diesen Zwecken f�llt somit ausser Betracht. Es erscheint im �brigen fraglich, ob ein derartiger Zweck durch die Richtplanfestsetzung �berhaupt gedeckt w�re.
e) Welchem konkreten Verwendungszweck das Grundst�ck zugef�hrt werden soll, erscheint aufgrund der Nutzungsplanung sowie den Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid insgesamt unklar. Wenn die Gemeinde mit R�cksicht auf die Belastung, welche die Eingriffe gesamthaft f�r die Beschwerdef�hrer 2 darstellen, ohnehin eine Einschr�nkung der Nutzungsm�glichkeiten in Betracht zieht, so ist nicht einzusehen, weshalb das Einrichten eines Rastplatzes auf dem vorderen Teil der Wiese dem �ffentlichen Interesse an einem Erleben der Seelandschaft nicht ausreichend Rechnung tragen soll.
Es er�brigt sich, auf die anderen R�gen einzugehen, die in diesem Zusammenhang erhoben wurden.
9.- Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die gegen die Planung der Hafenmole gerichteten Beschwerden als unbegr�ndet erweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Gutzuheissen ist demgegen�ber die staatsrechtliche Beschwerde der Beschwerdef�hrer 2, soweit sie sich gegen die Umzonung ihres Grundst�cks Nr. 1371 in eine �ffentliche Freifl�che richtet. Bei diesem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens sind die Kosten den Beschwerdef�hrern anteilsm�ssig aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 und 7 OG). Die Gemeinde Sigriswil hat sich an den vorliegenden Verfahren nicht beteiligt.
Ihr obliegt somit, die Beschwerdef�hrer 2 im Umfang deren Obsiegens angemessen zu entsch�digen (Art. 159 Abs. 2 OG).
a) in Ziffer 1 des Dispositivs die Zonierung des Grundst�cks Nr. 1371 best�tigt worden ist und
5.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 6'000.-- f�r die Verfahren 1P.562/2000 und 1A.244/2000 wird A.C.________ und B.C.________, D.________ und E.________ auferlegt.
6.- Die reduzierte Gerichtsgeb�hr von Fr. 3'000.-- f�r die Verfahren 1P.576/2000 und 1A.250/2000 wird den Erben von F.________ auferlegt.
7.- Die Einwohnergemeinde Sigriswil hat den Erben von F.________ f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 3'000.-- zu bezahlen.
8.- Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, der Einwohnergemeinde Sigriswil, der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung sowie dem Bundesamt f�r Raumentwicklung und dem Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft schriftlich mitgeteilt.