Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BVerwG_21_12_2009_BVerwG_2_B_2_09_Anspruch_eines_Ruhestandsb-d3924138.html
Timestamp: 2016-12-03 09:46:53
Document Index: 359868664

Matched Legal Cases: ['§ 34', 'Art. 3', 'Art. 14', 'Art. 33', '§ 5', '§ 132', '§ 5', 'Art. 3', 'Art. 3', '§ 14']

BVerwG, 21.12.2009 - BVerwG 2 B 2.09 - Anspruch eines Ruhestandsbeamten auf weitere Beihilfeleistungen auf der Grundlage eines Bemessungssatzes von 100 Prozent statt von 70 Prozent; Gleichbehandlung der in gesetzlichen Krankenversicherungen Pflichtversicherten gegenüber den freiwillig gesetzlich oder privat krankenversicherten Beamten bei einem Bemessungssatz von unter 100 Prozent; Rechtmäßigkeit der Beschränkung des Bemessungssatzes auf 70 Prozent der nach der Anrechnung der Kassenleistungen beihilfefähigen Aufwendungen für in gesetzlichen Krankenkassen Pflichtversicherte | Urteile auf anwalt24.de
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BundesverwaltungsgerichtBeschl. v. 21.12.2009, Az.: BVerwG 2 B 2.09Gericht: BVerwGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 21.12.2009Referenz: JurionRS 2009, 29764Aktenzeichen: BVerwG 2 B 2.09 Verfahrensgang:vorgehend:VGH Baden-Württemberg - 01.10.2008 - AZ: VGH 4 S 1802/05Rechtsgrundlagen:Art. 3 Abs. 1 GGArt. 14 Abs. 1 GGArt. 33 Abs. 5 GG§ 5 Abs. 4 Nr. 2 BhV§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGORedaktioneller Leitsatz:Soweit Zuzahlungen, Kostenanteile sowie Aufwendungen für von der Krankenversorgung ausgeschlossene Arznei-, Hilfs- und Heilmittel von gesetzlich krankenversicherten Beamten gemäß § 5 Abs. 4 Nr. 2 BhV von der Beihilfe ausgeschlossen und solche Beamte damit gegenüber den Beamten mit einer beihilfekonformen privaten Krankenversicherung schlechtergestellt sind, verletzt dies nicht das Recht der Ersteren auf Gleichbehandlung gemäß Art. 3 Abs. 1 GG. Dies gilt auch für eine Leistungseinschränkung, die Folge der Entscheidung des Beamten für das Kostenerstattungsverfahren im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung ist.Darüber hinaus verstößt es auch nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG, soweit es nach § 14 Abs. 4 S. 2 BhV bei einem Bemessungssatz von 70 Prozent bleibt, wenn der freiwillig Versicherte für den von ihm zu zahlenden Krankenversicherungsbeitrag "Zuschüsse, Arbeitgeberanteile oder dergleichen" in einer bestimmten Mindesthöhe erhält.In der Verwaltungsstreitsache hat der 2. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 21. Dezember 2009durchden Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Herbert, die Richterin am Bundesverwaltungsgericht Thomsen und den Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Maidowski beschlossen:Tenor:Dem Kläger wird Wiedereinsetzung in die versäumte Frist zur Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde gewährt.Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 1. Oktober 2008 wird zurückgewiesen.Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren auf 147,76 EUR festgesetzt.
BVerwG, 21.12.2009BVerwG, 21.12.2009