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Timestamp: 2016-10-21 16:42:27
Document Index: 31805639

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'Art. 3', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 36', 'Art. 36', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 4', 'Art. 29', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 156', 'Art. 159']

2P.232/2000 (16.03.2001)
M�ller, Ersatzrichter Z�nd und Gerichtsschreiber Klopfenstein.
A.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Irene Buchschacher, Walchestrasse 17, Z�rich,
Gesundheitsdirektion des Kantons Z�rich, Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 3. Kammer,
Art. 5, 9, 27, 29 Abs. 2 und 36 Abs. 3 BV (Bewilligung zur selbst�ndigen Berufsaus�bung als �rztin), hat sich ergeben:
A.- Dr. med. A.________, geboren 1960, praktiziert seit 1993 als selbst�ndige �rztin mit Bewilligung zur F�hrung einer Privatapotheke in Z.________.
Im Oktober 1995 hatte A.________ einem Patienten, der bei einem anderen Arzt in einem Methadonprogramm stand, mehrmals die Medikamente Toquilone (Wirkstoff Methaqualon) und Rohypnol (Wirkstoff Flunitrazepam) - beides Benzodiazepine - verschrieben. Die Gesundheitsdirektion wies sie in der Folge darauf hin, wegen der Gefahr bei kombiniertem Konsum von Benzodiazepinen und Opiaten seien solche Verschreibungen an drogenabh�ngige Patienten unter den �rzten abzusprechen.
Nachdem A.________ dem genannten Patienten sowie zwei weiteren drogenabh�ngigen Personen in den folgenden Monaten erneut wiederholt Rohypnol verschrieben hatte, fand am 28. Januar 1997 eine Aussprache mit dem Kantonsarzt und dessen Stellvertreter statt. Dabei entstand auf Grund der Schilderungen der �rztin der Eindruck, dass sie die Kontrolle in der Behandlung von drogens�chtigen Patienten verloren hatte und sich durch diese Patienten bedroht und erpresst f�hlte. Dies f�hrte am 17. Februar 1997 zu einer Verf�gung der Gesundheitsdirektion, welche A.________ im Wesentlichen Folgendes auferlegte: Ein grunds�tzliches Verbot der Verschreibung und der Abgabe von Medikamenten, die unter die Bet�ubungsmittelgesetzgebung fallen; als Ausnahme von diesem Verbot jedoch die Erlaubnis, psychotrope Substanzen gem�ss Art. 3 lit. b der Verordnung �ber die Bet�ubungsmittel und die psychotropen Stoffe vom 29. Mai 1996 (BetmV; SR 812. 121.1) �ber die Apotheke X.________ in Z.________ zu verschreiben (an Drogenabh�ngige jedoch nur mit Bewilligung des Kantons�rztlichen Dienstes im Einzelfall), ferner ein absolutes Verbot der Verschreibung der psychotropen Substanzen Flunitrazepam und Methaqualon. Schliesslich enthielt die Verf�gung einen Vorbehalt f�r den Bet�ubungsmittelbezug bei der Kantonsapotheke in Notf�llen. F�r den Fall erneuter Regelwidrigkeiten bei der Berufsaus�bung wurde A.________ der Entzug der Praxisbewilligung angedroht. Im gleichen Sinne schr�nkte auch die Kantonale Heilmittelkontrolle am 16. Juli 1997 die an A.________ erteilte Bewilligung zur F�hrung einer Privatapotheke ein.
B.-Am 5. November 1999 stellte die Stadtpolizei Z�rich in der Drogenszene bei B.________, dessen Ehefrau als Arzthelferin bei A.________ angestellt ist, verschiedene psychotrope Medikamente sicher, darunter auch Toquilone (Methaqualon), Rohypnol (Flunitrazepam), Dormicum (Midazolam) und Valium (Diazepam). B.________ erkl�rte, er selber sei kein Drogenkonsument, sondern geh�re einer Institution an, die Drogens�chtige zum Aufh�ren bewegen wolle. Er gehe zwei- bis dreimal pro Monat in die Drogenszene und sammle jeweils die von den S�chtigen vor Polizeiaktionen versteckten Drogen ein, um sie zu vernichten. Von den in seinem Besitz befindlichen Medikamenten habe er das Dormicum f�r seinen Sohn und das Nozinam (nicht psychotrop) von A.________, ansonsten stammten die Medikamente von den S�chtigen. Anl�sslich einer Hausdurchsuchung bei der Familie B.________ wurden neben verschiedenen rezeptpflichtigen nicht-psychotropen Medikamenten auch zwei psychotrope vorgefunden, n�mlich 1,5 mg Lexotanil (Bromazepam) und 30 mg Normaform (Phentermin). Gem�ss Polizeirapport hatte A.________ auf telefonische Anfrage angegeben, sie habe B.________ "diese Medikamente" abgegeben, da er an einer Nervenkrankheit leide.
Anl�sslich einer durch die Kantonale Heilmittelkontrolle am 29. Februar 2000 durchgef�hrten Inspektion in der Arztpraxis von A.________ mussten verschiedene Arzneimittel eingezogen werden. Dies betraf zum grossen Teil Produkte, deren Verfalldatum abgelaufen war, sodann zwei registrierungspflichtige Produkte, f�r deren Bezug und Verwendung A.________ �ber keine Bewilligung der Gesundheitsdirektion im Sinne von � 6a der Verordnung �ber den Verkehr mit Heilmitteln vom 28. Dezember 1978 verf�gte, und schliesslich eine Packung Rohypnol und eine Packung Ionamine (Phentermin).
Dabei handelte es sich einerseits um verschiedene Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie um Appetitz�gler, die sie zwar an nicht drogenabh�ngige Personen verschreiben, aber nicht selber abgeben durfte. Ausserdem hatte sie in der fraglichen Zeit insgesamt 191 Packungen Rohypnol und 84 Packungen Toquilone bezogen, welche sie weder abgeben noch verschreiben durfte. Schliesslich waren drei Notfallprodukte geliefert worden, die nur �ber die Kantonsapotheke h�tten bezogen werden d�rfen.
C.- A.________ nahm - von der Gesundheitsdirektion hierzu aufgefordert - zu diesen Vorf�llen Stellung. Sie machte im Wesentlichen geltend, die Medikamente habe sie an nicht drogenabh�ngige Patienten aus ihrem Familien- und Freundeskreis bzw. in zwei F�llen an Patienten abgegeben, die die Medikamente nicht von der Apotheke X.________ h�tten beziehen wollen. Andere Medikamente seien von ihrer Praxisvertreterin bestellt worden. Rohypnol und Ritalin habe sie selber konsumiert; sie verwende zuweilen 4-5 mg Rohypnol, um schlafen zu k�nnen, und umgekehrt zur Bew�ltigung ihrer 60-80 Std. /Woche Ritalin, um in der Nacht wach zu bleiben.
Mit dem Polizeirapport schliesslich habe sie "medizinisch nichts zu tun", diesbez�glich habe sie sich aus R�cksicht auf ihre Sekret�rin "zu einer falschen Aussage am Telefon" hinreissen lassen.
D.- Mit Verf�gung vom 28. April 2000 entzog die Gesundheitsdirektion des Kantons Z�rich A.________ die Bewilligung zur selbst�ndigen �rztlichen T�tigkeit. Die Gesundheitsdirektion erwog, A.________ habe wiederholt und �ber l�ngere Zeit gegen die mit der Verf�gung vom 17. Februar 1997 auferlegten Beschr�nkungen verstossen, weshalb ihr - wie in der genannten Verf�gung angedroht - die Bewilligung zu entziehen sei.
A.________ erhob am 8. Juni 2000 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, mit der sie beantragte, die Verf�gung der Gesundheitsdirektion vom 28. April 2000 aufzuheben, eventuell die Bewilligung zur selbst�ndigen Berufsaus�bung aufrechtzuerhalten unter Aufhebung der Bewilligung zur F�hrung einer Privatapotheke.
E.- A.________ hat am 19. Oktober 2000 staatsrechtliche Beschwerde an das Bundesgericht erhoben. Sie beantragt, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich aufzuheben, eventuell die Sache zu neuer Entscheidung an dieses zur�ckzuweisen.
Die Gesundheitsdirektion und das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich beantragen, die staatsrechtliche Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
F.- Der Pr�sident der II. �ffentlichrechtlichen Abteilung hat der Beschwerde mit Verf�gung vom 7. November 2000 die aufschiebende Wirkung beigelegt.
Die Beschwerdef�hrerin ist durch den angefochtenen Entscheid in ihren rechtlich gesch�tzten eigenen Interessen betroffen und zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert (Art. 88 OG).
b) Die staatsrechtliche Beschwerde ist grunds�tzlich kassatorischer Natur (BGE 121 I 326 E. 1b S. 328 mit Hinweisen), weshalb die Beschwerdef�hrerin nur beantragen kann, das Urteil des Verwaltungsgerichts aufzuheben. Gegebenenfalls h�tte das Verwaltungsgericht - unter Ber�cksichtigung der Ergebnisse des vorliegenden Verfahrens - ohne besondere Anweisung durch die erkennende Abteilung neu zu entscheiden (dazu BGE 112 Ia 353 E. 3c/bb S. 354 mit Hinweis).
Der mit dem Eventualbegehren gestellte R�ckweisungsantrag der Beschwerdef�hrerin ist demnach �berfl�ssig.
2.- a) Nach Art. 27 Abs. 1 BV ist die Wirtschaftsfreiheit gew�hrleistet. Sie umfasst insbesondere die freie Wahl des Berufes sowie den freien Zugang zu einer privatwirtschaftlichen Erwerbst�tigkeit und deren freie Aus�bung (Art. 27 Abs. 2 BV). Hierauf kann sich die Beschwerdef�hrerin, welche als �rztin eine eigene Praxis betreibt und eine privatwirtschaftliche T�tigkeit aus�bt, berufen (vgl. BGE 121 I 230 E. 3h S. 240; 118 Ia 175 E. 1 S. 176). Wie andere Grundrechte kann die Wirtschaftsfreiheit auf gesetzlicher Grundlage (Art. 36 Abs. 1 BV), im �ffentlichen Interesse (Art. 36 Abs. 2 BV) und unter Wahrung des Grundsatzes der Verh�ltnism�ssigkeit (Art. 36 Abs. 3 BV) eingeschr�nkt werden.
b) Zur Aus�bung der selbst�ndigen �rztlichen T�tigkeit ist nach dem Z�rcher Gesetz vom 4. November 1962 �ber das Gesundheitswesen (Gesundheitsgesetz) eine Bewilligung der Gesundheitsdirektion erforderlich (�� 7 und 16 Gesundheitsgesetz).
Die Bewilligung wird erteilt, wenn der Gesuchsteller die durch dieses Gesetz verlangten fachlichen Anforderungen erf�llt, vertrauensw�rdig ist und nicht an einem geistigen oder k�rperlichen Gebrechen leidet, das ihn zur Berufsaus�bung offensichtlich unf�hig macht (� 8 Gesundheitsgesetz).
Die Bewilligung kann entzogen werden, wenn deren Voraussetzungen nicht mehr vorhanden sind oder wenn den Beh�rden nachtr�glich Tatsachen zur Kenntnis gelangen, auf Grund derer die Bewilligung h�tte verweigert werden m�ssen (� 9 Abs. 1 erster Satz Gesundheitsgesetz). Als Entzugsgr�nde gelten insbesondere: schwere, die Patienten gef�hrdende Verletzung der Berufspflichten; missbr�uchliche Ausn�tzung der beruflichen Stellung; ernstliche sittliche Verfehlungen an Patienten; offensichtliche �berforderung von Patienten (� 9 Abs. 1 zweiter Satz Gesundheitsgesetz). Der Entzug kann f�r die ganze oder einen Teil der Berufst�tigkeit auf bestimmte oder unbegrenzte Zeit erfolgen (� 9 Abs. 2 Gesundheitsgesetz).
3.- Das Verwaltungsgericht ist auf Grund der tats�chlichen Begebenheiten zum Ergebnis gelangt, dass es der Beschwerdef�hrerin an der f�r die �rztliche Berufsaus�bung erforderlichen Vertrauensw�rdigkeit gebricht (� 8 Gesundheitsgesetz) und ihr die Gesundheitsdirektion daher zu Recht die Bewilligung zur selbst�ndigen �rztlichen T�tigkeit entzogen hat. Im Einzelnen hielt das Gericht Folgendes fest:
a) Dass die Beschwerdef�hrerin f�r den Sohn der Arzthelferin das Medikament Dormicum abgegeben habe, sei nicht besonders gravierend. Es sei nachvollziehbar, wenngleich verboten, wenn die Beschwerdef�hrerin in diesem Fall den komplizierten Weg der Verschreibung �ber die Apotheke X.________ umgangen und das Medikament direkt abgegeben habe. Der Umstand allerdings, dass sie aus Gef�lligkeit bei polizeilichen Ermittlungen falsche Angaben gemacht habe, werfe "kein besonders g�nstiges Licht auf sie".
b) Es wiege aber schwer, dass die Beschwerdef�hrerin regelm�ssig Medikamente an nicht drogens�chtige Patienten abgegeben habe, die sie �ber die Apotheke X.________ h�tte verschreiben m�ssen. Damit habe sie sich von allem Anfang an klar �ber die Verf�gung der Gesundheitsdirektion hinweggesetzt und damit verhindert, dass ihr Medikamentenbezug l�ckenlos kontrolliert werden konnte. Ihr Einwand, dass sie die Medikamente auf Wunsch von Patienten abgegeben habe, die die Medikamente nicht aus der Apotheke X.________ beziehen wollten, belege gerade, dass sie nach wie vor M�he habe, sich gegen die W�nsche ihrer Patienten abzugrenzen.
c) Die Abgabe des Medikamentes Toquilone an eine Patientin, die den Arzt nicht habe wechseln wollen, sei ein klarer Verstoss gegen die der Beschwerdef�hrerin auferlegten Beschr�nkungen. Schwer wiege auch die Tatsache, dass die Beschwerdef�hrerin ihre Praxisvertretung nur ungen�gend �ber die Einschr�nkungen der Praxisbewilligung orientiert habe.
d) In einer zusammenfassenden W�rdigung h�lt das Verwaltungsgericht fest:
"Gesamthaft zeigen diese Vorf�lle, dass sich die Beschwerdef�hrerin
offensichtlich �ber die ihr auferlegten
Berufseinschr�nkungen hinwegsetzte, und dies
trotz ausdr�cklicher Androhung des Bewilligungsentzuges
welches ihr die Beschwerdef�hrerin nicht
einmal h�tte verschreiben d�rfen. Dass die Beschwerdef�hrerin
ihrer Patientinnen und Patienten konkret gef�hrdet
h�tte, ist zwar aufgrund der Akten nicht erstellt,
der Rezeptierung eine indirekte Patientengef�hrdung.
nur eine rein formale Ebene. Die Beschwerdef�hrerin
verkennt offenbar den Sinn der ihr auferlegten Berufseinschr�nkungen,
keine drogenabh�ngige Patienten mehr behandle, sei
die Gefahr gebannt. Die Verf�gung der Gesundheitsdirektion
Benzodiazepinen an Drogenabh�ngige verhindern, sondern
auch den Bezug durch Drogenabh�ngige �ber
nichtdrogenabh�ngige Mittelsleute. Das Vertrauen,
dass die Beschwerdef�hrerin das daf�r notwendige
Urteilsverm�gen selber aufzubringen vermag, fehlte
der Gesundheitsdirektion zu Recht. Die fr�heren
Vorf�lle zeigten deutlich, dass sie sich allzu
W�nschen gegen�ber belegen auch die neuerlichen Begebenheiten.. "
Sodann f�hrt das Verwaltungsgericht aus:
"Die Vertrauensw�rdigkeit der Beschwerdef�hrerin
wird nicht zuletzt auch durch ihren eigenen betr�chtlichen
Bet�ubungsmittelkonsum erheblich belastet.
bis 5 mg Rohypnol, um schlafen zu k�nnen, und umgekehrt
zur Bew�ltigung ihrer 60-80 Std. /Woche Ritalin,
von Rohypnol f�r Erwachsene bei 0,5 bis 1 mg,
zu steigern h�chstens auf 2 mg, w�hrend Ritalin
(...) nicht zur Behandlung normaler Erm�dungszust�nde
insbesondere bei l�ngerer Einnahme abh�ngig (vgl.
www. kompendium. ch). Wer in diesem Masse Bet�ubungsmittel
ben�tigt, um den beruflichen Anforderungen
zu gen�gen, ist diesen offensichtlich nicht gewachsen.
4.- a) Die Beschwerdef�hrerin r�gt, in dieser Beurteilung durch das Verwaltungsgericht liege vorab eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV). So sei der Verweis auf die Internetadresse nicht haltbar.
Des weiteren habe das Gericht den Eventualantrag (auf Entzug der Bewilligung zur F�hrung einer Privatapotheke unter Orientierung der potentiellen Lieferfirmen) mit der von der Gesundheitsdirektion in der Vernehmlassung gegebenen Begr�ndung abgewiesen, ohne der Beschwerdef�hrerin zuvor Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben zu haben. Sodann habe die "Vorinstanz" bei der "Beurteilung der Vertrauensw�rdigkeit der Beschwerdef�hrerin namentlich auch auf ihren eigenen 'betr�chtlichen Bet�ubungsmittelkonsum' abgestellt".
Zusammenfassend macht die Beschwerdef�hrerin diesbez�glich geltend, die "Vorinstanz" habe in Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r diese "Darstellung neu in das Verfahren eingebracht" (S. 5 der Beschwerdeschrift).
b) Der Umfang des Anspruchs auf rechtliches Geh�r wird zun�chst durch die kantonalen Verfahrensvorschriften umschrieben. Unabh�ngig davon greifen die unmittelbar aus Art. 29 Abs. 2 BV (Art. 4 aBV) folgenden Verfahrensregeln zur Sicherung des rechtlichen Geh�rs Platz. Da die Beschwerdef�hrerin keine Verletzung kantonaler Verfahrensvorschriften r�gt, ist einzig, und zwar mit freier Kognition, zu pr�fen, ob unmittelbar aus Art. 29 Abs. 2 BV (Art. 4 aBV) folgende Regeln missachtet wurden (BGE 124 I 241 E. 2 S. 242 f.; 119 Ia 136 E. 2c S. 138; 118 Ia 17 E. 1b S. 18, je mit Hinweisen).
c) Das durch Art. 29 Abs. 2 BV gew�hrleistete rechtliche Geh�r dient der Sachaufkl�rung und garantiert dem Betroffenen ein pers�nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht im Verfahren. Er soll sich vor Erlass des Entscheids zur Sache �ussern, erhebliche Beweise beibringen, Einsicht in die Akten nehmen und an der Erhebung von Beweisen mitwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis �ussern k�nnen, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Dem Mitwirkungsrecht entspricht die Pflicht der Beh�rde, die Argumente und Verfahrensantr�ge der Partei entgegenzunehmen und zu pr�fen sowie die ihr rechtzeitig und formrichtig angebotenen Beweismittel abzunehmen, es sei denn, diese betr�fen eine nicht erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, �ber die streitige Tatsache Beweis zu erbringen (BGE 124 I 241 S. 242; 119 Ia 136 E. 2d S. 139; 117 Ia 262 E. 4b S. 268). Der Grundsatz der Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs wird verletzt, wenn die urteilende Beh�rde, ohne dem Beschwerdef�hrer Gelegenheit zum Beweis zu geben, ihre Entscheidung auf Tatsachen st�tzt, �ber die vor der Vorinstanz nicht Beweis gef�hrt worden war, weil sie f�r deren Entscheidung nicht von Bedeutung waren (BGE 105 Ib 382 E. 1b S. 383; Michele Albertini, Der verfassungsm�ssige Anspruch auf rechtliches Geh�r im Verwaltungsverfahren des modernen Staates, Bern 2000, S. 370).
d) Soweit sich der Vorwurf, das rechtliche Geh�r sei verletzt, darauf bezieht, dass das Verwaltungsgericht unter Hinweis auf eine Internet-Adresse (www. kompendium. ch) Ausf�hrungen zur Wirkungsweise von Rohypnol und Ritalin gemacht hat, ist er zum Vornherein unbegr�ndet. Beim Arzneimittelkompendium, das auch in gedruckter Form vorliegt und wohl in jeder Arztpraxis vorhanden sein d�rfte, handelt es sich um eine allgemein zug�ngliche Informationsquelle, auf die sich das Verwaltungsgericht st�tzen durfte. Eine andere Frage ist, welche Schl�sse das Verwaltungsgericht aus dem Konsum dieser Medikamente f�r den Entscheid �ber den Entzug der Bewilligung zur selbst�ndigen �rztlichen T�tigkeit ziehen durfte (vgl. dazu E. 4e nachstehend).
Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r sieht die Beschwerdef�hrerin weiter darin, dass das Verwaltungsgericht ihren Eventualantrag auf Entzug der Bewilligung zur F�hrung einer Privatapotheke unter Orientierung der potentiellen Lieferfirmen mit der von der Gesundheitsdirektion in ihrer Vernehmlassung gegebenen Begr�ndung, eine Orientierung aller m�glichen Bezugsquellen sei gar nicht m�glich, abgewiesen hat, ohne ihr zuvor Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Die Beschwerdef�hrerin hat indessen die Stellungnahme der Gesundheitsdirektion zugestellt erhalten, dies zwar mit dem Vermerk, ein zweiter Schriftenwechsel sei nicht angeordnet worden. Das h�tte sie indessen nicht davon abhalten m�ssen, einen entsprechenden begr�ndeten Antrag zu stellen, wenn sie ihrerseits noch einmal Stellung nehmen wollte.
Auch der Hinweis, allf�llige weitere Eingaben w�rden aus dem Recht gewiesen, hindert ein Gesuch um Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels (� 58 des Z�rcher Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG]) oder auf Durchf�hrung einer m�ndlichen Verhandlung (� 59 VRG) nicht, da das Verwaltungsgericht auf diesen prozessleitenden Entscheid wieder zur�ckkommen konnte.
Auch insoweit ist die R�ge, der Geh�rsanspruch der Beschwerdef�hrerin sei verletzt, unbegr�ndet.
e) aa) Das Verwaltungsgericht ist zum Ergebnis gelangt, der Beschwerdef�hrerin fehle es - um ihren Beruf weiterhin selbst�ndig aus�ben zu d�rfen - an der hierzu erforderlichen Vertrauensw�rdigkeit (� 8 des Gesundheitsgesetzes).
Seinem Entscheid legte es einerseits die Pflichtverletzungen der Beschwerdef�hrerin gegen die ihr von der Gesundheitsdirektion auferlegten Beschr�nkungen zu Grunde.
Dar�ber hinaus begr�ndete das Gericht seinen Entscheid - anders als die Gesundheitsdirektion - aber wesentlich damit, dass die Beschwerdef�hrerin selber �berm�ssig Medikamente konsumiere und deshalb den beruflichen Anforderungen nicht (mehr) gewachsen sei (vgl. E. 3d, 2. Absatz).
die allf�llige Medikamentenabh�ngigkeit der Beschwerdef�hrerin waren f�r die Gesundheitsdirektion bei ihrem Entscheid �ber den Bewilligungsentzug nicht relevant. Dar�ber wurde im Verfahren vor der Gesundheitsdirektion auch nicht Beweis gef�hrt.
Das Verwaltungsgericht hingegen stellte erstmals und massgeblich auf diesen Umstand ab, um zu begr�nden, dass es der Beschwerdef�hrerin an der erforderlichen Vertrauensw�rdigkeit zur selbst�ndigen Berufsaus�bung fehle. Dies tat es - trotz der Schwere des Eingriffs in die Rechtsstellung der Beschwerdef�hrerin - allein auf Grund der ihm zur Verf�gung stehenden Akten. Hierin liegt eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r: Das Verwaltungsgericht h�tte, weil es die erw�hnten Fragen (im Gegensatz zur Gesundheitsdirektion) f�r die Beurteilung der Vertrauensw�rdigkeit der Beschwerdef�hrerin als entscheidwesentlich erachtete, selber ein Beweisverfahren durchf�hren und die Beschwerdef�hrerin zumindest vorg�ngig hier�ber orientieren m�ssen, damit sie sich h�tte �ussern k�nnen, namentlich zum neu erhobenen Vorwurf, sie sei wegen ihres Medikamentenkonsums den beruflichen Anforderungen offensichtlich nicht gewachsen (vgl. zum Anspruch auf Orientierung auch Michele Albertini, a.a.O., S. 216). Dass nach dem Arzneimittelkompendium die Substanzen Rohypnol und Ritalin zu Abh�ngigkeit f�hren "k�nnen", l�sst - ohne weitere Beweiserhebungen - den Schluss nicht zu, dass die Beschwerdef�hrerin es ist. Auf eine Bet�ubungsmittelabh�ngigkeit w�re deshalb nur nach konkreter Abkl�rung der Verh�ltnisse zu schliessen, nicht allein auf Grund m�glicher Auswirkungen des Arzneimittelkonsums.
f) Indem das Verwaltungsgericht - um darzulegen, dass die Beschwerdef�hrerin als selbst�ndige �rztin nicht (mehr) vertrauensw�rdig sei - im angefochtenen Entscheid massgeblich auf deren Medikamenten- bzw. Bet�ubungsmittelkonsum abgestellt hat, ohne dass hier�ber je Beweis gef�hrt worden w�re, verletzte es wie erw�hnt ihren Anspruch auf rechtliches Geh�r (vgl. E. 4c und 4e). Da das angefochtene Urteil aus formellen Gr�nden aufzuheben ist und das Verwaltungsgericht neu zu entscheiden haben wird, brauchen die weiteren R�gen nicht mehr gepr�ft zu werden. Mit Blick auf Art. 6 Ziff. 1 EMRK wird das Verwaltungsgericht die Beschwerdef�hrerin mit Vorteil (auch) m�ndlich anh�ren, zumal es ihm anders nur schwer m�glich w�re, sich von der Pers�nlichkeit der Beschwerdef�hrerin ein verl�ssliches Bild zu machen.
Entsprechend diesem Verfahrensausgang sind keine Kosten zu erheben (Art. 156 Abs. 2 OG). Hingegen hat der Kanton Z�rich der Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung auszurichten (Art. 159 Abs. 1 OG).
1.- Die staatsrechtliche Beschwerde wird gutgeheissen und das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 29. August 2000 aufgehoben.
3.-Der Kanton Z�rich hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- zu entsch�digen.
4.- Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin sowie der Gesundheitsdirektion und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich schriftlich mitgeteilt.