Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerwGE%2077,%20128
Timestamp: 2019-09-16 11:14:44
Document Index: 253371878

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 17', '§ 33', '§ 30', '§ 30', '§ 6']

BVerwG, 18.03.1987 - 7 C 28.85 - dejure.org
https://dejure.org/1987,396
BVerwG, 18.03.1987 - 7 C 28.85 (https://dejure.org/1987,396)
BVerwG, Entscheidung vom 18.03.1987 - 7 C 28.85 (https://dejure.org/1987,396)
BVerwG, Entscheidung vom 18. März 1987 - 7 C 28.85 (https://dejure.org/1987,396)
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Telegraphenwege-Gesetz - Breitbandkabel-Verlegung - Telegraphenlinien - Breitbandkabelnetze - Fernmelderecht der Post - Zustimmung der Gemeinde - Verkabelung - Planfeststellungsverfahren - Gemeinde-Beteiligung
Umfang des postalischen Fernmeldeleitungsrecht [Verlegung von Breitbandkabel]; Beteiligungsrechte der betroffenen Gemeinde
Beteiligungsrecht von Gemeinden in fernmelderechtlichen Planfeststellungsverfahren
VG Köln, 28.04.1983 - 16 K 3675/81
OVG Nordrhein-Westfalen, 12.03.1985 - 20 A 2487/83
BVerwGE 77, 128
NJW 1987, 2096
NVwZ 1987, 791 (Ls.)
NVwZ 1990, 441
DVBl 1987, 845
DÖV 1987, 778
ZUM 1989, 92
afp 1989, 502
Zum verfassungsrechtlich geschützten Recht der Gemeinden auf Selbstverwaltung gehört die Befugnis, den bei einer überörtlich bedeutsamen Planung zu berücksichtigenden Belang der städtebaulichen Entwicklungsinteressen eigenverantwortlich zu definieren (Urteile vom 14. Dezember 1994 - BVerwG 11 C 18.93 - BVerwGE 97, 203 und vom 18. März 1987 - BVerwG 7 C 28.85 - BVerwGE 77, 128 ; Beschluss vom 15. April 1999 - BVerwG 4 VR 18.98 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 151 S. 25 f.).
Aus dem in den Schutzbereich der Selbstverwaltungsgarantie fallenden Selbstgestaltungsrecht könnte die Klägerin zu 1 Abwehrrechte nur herleiten, wenn sie durch Maßnahmen betroffen würde, die das Ortsbild entscheidend prägen und hierdurch nachhaltig auf das Gemeindegebiet und die Entwicklung der Gemeinde einwirken (vgl. Urteil vom 18. März 1987 - BVerwG 7 C 28.85 - BVerwGE 77, 128 = Buchholz 442.065 TWG Nr. 6 S. 5; Beschluss vom 15. April 1999 - BVerwG 4 VR 18.98 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 151 S. 25 f.).
Das Bundesverwaltungsgericht hat mehrfach entschieden, dass auch in Fällen sog. uneigentlicher Fristen, in die eine Wiedereinsetzung grundsätzlich nicht möglich ist, Fristversäumnisse im Ausnahmefall dann nicht anspruchsausschließend oder rechtsvernichtend sind, wenn die Säumnis z. B. auf höherer Gewalt beruhte (Urteil v. 23.04.1985 - 9 C 7/85 -, InfAuslR 1985, 279 ff. und Urteil v. 13.01.1987 - 9 C 259/86 -, NVwZ 1987, 605 f. - jeweils zu § 33 Abs. 1 AsylVfG), bzw. dass sich Behörden unter bestimmten engen Voraussetzungen nach dem Grundsatz von Treu und Glauben nicht auf den Ablauf einer die weitere Rechtsverfolgung abschneidenden oder die Anspruchsberechtigung vernichtenden Ausschlussfrist berufen dürfen (Urteil v. 28.03.1996 - 7 C 28/85 - E 101, 39 ff; Beschluss v. 27.11.1995 - 7 B 290/95 -, Buchholz 428 § 30a VermG Nr. 1, jeweils zu § 30a Abs. 1 Satz 1 VermG).
In dem Urteil vom 18. März 1987 (- BVerwG 7 C 28.85 - BVerwGE 77, 128) war eine Planfeststellung für Breitbandverkabelung Gegenstand des Verfahrens, die nach Auffassung des Gerichts offensichtlich nachhaltige Bedeutung für die Entwicklung des Gemeindegebiets hatte (…a.a.O., S. 132 f.).
Solche liegen etwa dann vor, wenn der Gemeinde infolge einer überörtlichen Entscheidung oder Planung die Erfüllung ihrer eigenen Aufgaben unmöglich gemacht oder in konkreter Weise erheblich erschwert wird oder wenn das jeweilige Vorhaben hinreichend konkrete, nicht notwendig bereits verbindliche gemeindliche Planungen nachhaltig beeinträchtigt (BVerwG, Beschluß vom 23. März 1993 ; Urteil vom 16. Dezember 1988 ; BVerwGE 77, 128 ; Urteil vom 29. Juni 1983 - BVerwG 7 C 102.82 - <DVBl 1984, 88>).
Abwehransprüche erwachsen aus ihm aber allenfalls dann, wenn die Gemeinde durch Maßnahmen betroffen wird, die das Ortsbild entscheidend prägen und hierdurch nachhaltig auf das Gemeindegebiet und die Entwicklung der Gemeinde einwirken (vgl. BVerwG, Urteile vom 18. März 1987 - BVerwG 7 C 28.85 - BVerwGE 77, 128, und vom 30. August 1993 - BVerwG 7 C 14.93 - NVwZ 1994, 371 [BVerwG 30.09.1993 - 7 A 14/93]; Beschluß vom 5. Dezember 1996 - BVerwG 11 VR 8.96 - NVwZ-RR 1997, 339).
Zum anderen muss die Störung dieser Planung durch den überörtlichen Fachplan "nachhaltig" sein, d.h. unmittelbare Auswirkungen gewichtiger Art auf die Planung haben (vgl. BVerwG…, Urt. vom 11.5.1984, NVwZ 1984, 584 m.w.Nachw.;… Urt. vom 14.2.1969 Buchholz 442.40 § 6 LuftVG Nr. 2; vgl. auch BVerwG, Urt. vom 18.3.1987 BVerwGE 77, 128 ff).
Telegraphenwege - Telefonleitung - Fernmeldelinien - Planfeststellungsverfahren - …
Kein Klagerecht einer Gemeinde gegen Offshore-Windpark
BVerwG, 22.07.1993 - 7 B 62.93
Nichtzulassung der Revision mangels grundsätzlicher Bedeutung - Antragsbefugnis …
OVG Rheinland-Pfalz, 24.06.1987 - 10 C 25/85