Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%209,%20301
Timestamp: 2019-10-18 20:11:36
Document Index: 18709363

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 414', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 558', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 28.04.1953 - I ZR 47/52 - dejure.org
BGH, 28.04.1953 - I ZR 47/52
https://dejure.org/1953,52
BGH, 28.04.1953 - I ZR 47/52 (https://dejure.org/1953,52)
BGH, Entscheidung vom 28.04.1953 - I ZR 47/52 (https://dejure.org/1953,52)
BGH, Entscheidung vom 28. April 1953 - I ZR 47/52 (https://dejure.org/1953,52)
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Verjährungsfrist - Konkurierende Ansprüche - Anspruchskonkurenz
Verjährung mehrerer miteinander konkurierender Ansprüche
BGHZ 9, 301
NJW 1953, 1180
MDR 1953, 541
DB 1953, 571
DB 1953, 593
Die Normen des Vertrags- und Deliktsrechts sind grundsätzlich gleichrangig und gleichwertig (BGHZ 9, 301, 302; 24, 188, 191; 32, 144, 203 ff. [BGH 29.03.1960 - I ZR 89/58]).
Daraus allein ergeben sich aber keine Vertragsansprüche des Eigentümers, sondern ausschließlich sachbezogene Obhuts- und Fürsorgepflichten des Lagerhalters (BGHZ 9, 301, 307).
Die von den Klägerinnen verfolgten Ansprüche aus Vertrag und unerlaubter Handlung stehen selbständig und gleichwertig nebeneinander und unterfallen Jeder seinen eigenen Regeln (BGHZ 9, 301, 302 ff).
Dabei unterliegen die Schadensersatzansprüche, die aus beiden rechtlichen Gesichtspunkten nebeneinander entstehen können, nach Voraussetzung, Inhalt und Verwirklichung dem ihnen eigentümlichen Rechtsbereich (BGHZ 9, 301, 302 [BGH 28.04.1953 - I ZR 47/52] ; 24, 188, 191 [BGH 09.05.1957 - II ZR 327/55] ; BGH VR 1964, 927).
Das gilt grundsätzlich auch für die Frage der Verjährung (BGHZ 9, 301, 303 [BGH 28.04.1953 - I ZR 47/52] ; BGH VR 1964, 927).
Für Schadenersatzforderungen, die gegen Spediteure, Lagerhalter und Frachtführer gerichtet sind (§§ 414, 423, 439 HGB), hat das der Bundesgerichtshof im Anschluß an die Rechtsprechung des Reichsgerichts verneint (BGHZ 9, 301, 304 ff) [BGH 28.04.1953 - I ZR 47/52] .
Im Anschluss an die Urteile des I. Senats vom 28. April 1953 (BGHZ 9, 301) und vom 13. Mai 1955 (BGHZ 17, 214) hat der Senat bereits in seinem Urteil vom 9. Mai 1957 (BGHZ 24, 188 ) den Grundsatz aufgestellt, die Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und der Eisenbahnverkehrsordnung über die Haftung der Eisenbahn aus einem Reisegepäckvertrag schlössen weder die Anwendung der §§ 823, 831 BGB aus noch beschränkten sie den Umfang der Haftung aus unerlaubter Handlung.
BGH, 13.05.1955 - I ZR 137/53
Eisenbahnhaftung
Der erkennende Senat hat im Urteil vom 28. April 1953 (BGHZ 9, 301) ausgeführt, dass auf Grund desselben Sachverhalts gegen Spediteure, Lagerhalter und Frachtführer wegen Verlustes oder Beschädigung des ihnen anvertrauten Gutes Schadensersatzansprüche sowohl aus Vertragsverletzung als auch aus unerlaubter Handlung gegeben sein können; jeder Schadensersatzanspruch ist nach seinen Voraussetzungen, seinem Inhalt und seiner Durchsetzung entweder nach Vertragsrecht oder nach Deliktsrecht zu beurteilen, wobei die Parteien durch Vertragsabreden auch für die mit dem Vertragsverhältnis zusammenhängenden unerlaubten Handlungen die Haftung ausschliessen oder beschränken können.
Dabei handelt es sich nicht nur um eine der Zuckerfabrik gegenüber auf Grund des Beförderungsvertrages bestehende Rechtspflicht, vielmehr um eine allgemeine Verkehrspflicht, die sich auf die Beförderung von Gütern durch die Eisenbahn gründet; jedermann hat Anspruch darauf, dass die Eisenbahn keine Wagen in Umlauf setzt, die mangels Reinigung von Giftrückständen für Menschen und Tiere eine Gefahr bilden können (vgl. RGZ 102, 39 [42 f], BGHZ 9, 301 [307]).
Eine allgemeine Rechtspflicht zur Wahrnehmung fremder Vermögensinteressen besteht jedoch nicht (BGHZ 9, 301, 307) [BGH 28.04.1953 - I ZR 47/52].
a) Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (u.a. BGHZ 9, 301, 304; 47, 53, 55; 71, 175, 180 [BGH 29.03.1978 - VIII ZR 220/76]; 98, 235, 237 f), die in die gleiche Richtung gehende Judikatur des Reichsgerichts fortgesetzt hat (u.a. RGZ 62, 329, 331; 142, 258, 262), daß die kurze Verjährungsfrist des § 558 BGB für Ansprüche des Vermieters wegen Veränderungen und Verschlechterungen der vermieteten Sache auch dann gilt, wenn die Ansprüche nicht auf Mietvertrag, sondern auf andere Vorschriften gestützt werden, insbesondere auf eine unerlaubte Handlung des Mieters.
Eine allgemeine Rechtspflicht, fremdes Eigentum gegen Gefahren zu schützen und vor Diebstahl oder Beschädigung zu bewahren, besteht nicht (BGHZ 9, 301, 307).
Darüber hinaus kann ein Unternehmer, zu dessen Beruf oder Gewerbe es gehört, fremdes Eigentum zu bewahren oder zu befördern, schon aufgrund dieser Berufsausübung, ohne daß Vertragsbeziehungen vorzuliegen brauchen, verpflichtet sein, alle in seinem Gewerbebetrieb an ihn gelangenden fremden Sachen sorgfältig zu behandeln und zu überwachen (vgl. BGHZ 9, 301, 307).
BGH, 08.07.1955 - I ZR 201/53
Lagerhalterhaftung. Verjährung
Haftung der Eisenbahn aus einem Reisegepäckvertrag
BGH, 07.07.1960 - V BLw 33/59
Ausgleichsansprüche beim Erwerb eines Ersatzhofes
BGH, 08.05.1956 - VI ZR 58/55
BGH, 23.03.1970 - VII ZR 87/68
Rechtliche Bedeutung der DIN-Normen; zur Hinweispflicht des Architekten bei der …
BGH, 09.12.1971 - II ZR 141/69
Pflichten des Schiffsmaklers im Seeverkehr im Rahmen eines Agenturvertrages; …
BGH, 16.04.1975 - VIII ZR 26/74
Begründung von Obhutspflichten für Ausstellungsgut im Rahmen einer …
BGH, 30.05.1962 - VIII ZR 81/61
BGH, 15.02.1955 - I ZR 45/54