Source: https://www.gruppenreise-experte.de/service/besteuerung.html
Timestamp: 2019-10-13 22:31:58
Document Index: 382869333

Matched Legal Cases: ['§ 65', '§ 66', '§ 67', '§ 68', '§ 25', '§ 22', '§ 25', '§ 25', '§ 25', 'EuG', 'EuG', '§19', '§ 1', '§ 1', 'EuG', 'Art. 73', 'Art. 306', 'EuG', 'EuG', 'EuG', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 4', '§ 4', 'EuG', '§ 4', '§ 12', '§ 12', '§ 51', '§ 66', '§ 4', '§ 2', '§ 42', '§ 2', '§ 11', '§ 69', '§ 75', '§ 23', '§ 11', '§ 35', '§ 11', '§ 41', '§ 4', '§ 11', '§ 11', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 67', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 3', 'Art 45', '§ 3', '§ 3', 'Art 44', '§ 3', '§ 3', 'Art 47', '§ 4', '§ 3', 'Art 48', '§ 3', 'Art 48', '§ 26', '§ 25', '§ 3', 'Art 53', '§ 3', 'Art 54', '§ 3', 'Art 55', 'Art. 306', 'Art. 306', 'Art. 306', 'Art. 306', '§ 27', '§ 2', '§ 2']

Körperschafts- und Umsatzsteuer für Gruppenreisen von Vereinen, Jugendgruppen, im Sport und in der Kirche - gruppenreise-experte.de
Körperschafts- und Umsatzsteuer für Gruppenreisen von Vereinen, Jugendgruppen, im Sport und in der Kirche
Besteuerung von Reiseleistungen und Gruppenreisen, die in eigener Veranwortung und auf eigene Rechnung angeboten werden
Mit den nacfolgenden Hinweisen wollen wir die Organisatoren von Gruppenreisen auf einige rechtliche Aspkete des Umsatzsteuer- und Körperschaftsteuerrechtes hinweisen. Die steuerrechtliche Bewertung ist sehr komplex, da bei (gemeinnützigen) Organisationen die Rechtsform, der Zweck der Reise und die vertragliche Gestaltung eine entscheidende Rolle spielen. Die nachfolgenden Hinweise erheben keinen Anspruch auf die Vollständigkeit / Richtigkeit und ersetzen keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung.
Weitere Details entnehmen Sie bitte der nachfolden Übersicht, die wir u.a. für folgende Gruppen erstellt haben.
Sportreisen von Sportvereinen
Umsatzsteuer und Körperschaftssteuer für die Anbieter von Pauschalreisen und touristischen Enzelleistungen - Inhalt
Gruppenreisen in gemeinnützigen Organisationen und Körperschaftsteuer
Umsatzsteuer Verkauf von Reiseleistungen z.B. als Gruppenreise
Gruppenreisen und Umsatzsteuer: Die Margensteuer
Umsatzsteuer auf Reiseleistungen - Steuerermäßigungen und Steuerbefreiungen
Umsatzsteuer Einkauf von Reiseleistungen wie z.B. Unterkunft, Bus, Programm
Ort der sonstigen Leistung im Sinne des UStG / der EU-MwStSysRl
Umsatzsteuer Reverse Charge (Umkehr der Steuerschuldnerschaft) am Beispiel von Stadtführungen im EU-Ausland
Non-Profit-Organisationen: Vereine, Kirche, ....
Vereine und Steuern - Broschüren und Infos der Bundesländer in Deutschland
Unternehmereigenschaft im Sinne des UStG von Körperschaften des öffentlichen Rechts (z.B. auch Kirche)
Literatur zur Besteuerung von Reiseveranstaltern
§ 65 AO: Zweckbetrieb: https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__65.html
1. der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb in seiner Gesamtrichtung dazu dient, die steuerbegünstigten satzungsmäßigen Zwecke der Körperschaft zu verwirklichen,2. die Zwecke nur durch einen solchen Geschäftsbetrieb erreicht werden können und3. der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb zu nicht begünstigten Betrieben derselben oder ähnlicher Art nicht in größerem Umfang in Wettbewerb tritt, als es bei Erfüllung der steuerbegünstigten Zwecke unvermeidbar ist.
§ 66 AO: Wohlfahrtspfle: https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__66.html
§ 67 a AO: Sportliche Veranstaltungen https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__67a.html
§ 68 AO: Einzelne Zweckbetriebe: https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__68.html
Solidaris: Ertrag- und umsatzsteuerliche Aspekte in der Wohlfahrtspflege Ein aktueller Überblick über die gängigsten Sachverhalte für soziale Einrichtungen der Alten-, Jugend und Behindertenhilfe
http://www.solidaris.de/fileadmin/redaktion/media/pdf/publikationen_presse/sonstige_publikation/Solidaris_Broschre_Wohlfahrtspflege.pdf
VB Vereinsbrief: Vereinsreisen: So werden sie steuerlich behandelt
http://www.iww.de/vb/archiv/steuergestaltung-vereinsreisen-so-werden-sie-steuerlich-behandelt-f17889
Gefährdung der Gemeinnützigkeit bei Vereinsreisen mit touristischen Elementen
Keine Gemeinnützigkeit bei Finanzierung einer Fernreise mit touristischem Einschlag (vgl. Urteil bzw. Abweisung der Beschwerde BFH vom 12.06.2012 - I B 160/1)
Die Reise muss den steuerbegünstigten Aufgaben des Vereins dienen. Der persönliche Erlebnis- und Erholungswert für die Reiseteilnehmer darf nicht ins Gewicht fallen (Befriedigung privater Interessen der Vereinsmitglieder).
https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=12.06.2012&Aktenzeichen=I%20B%20160%2F11
https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=21.09.2009&Aktenzeichen=GrS%201%2F06
Jugendreisen als Zweckbetriebe?
FG Köln 19.01.2017, 13 K 1160/13, jetzt (Stand 04/2018) am BFH anhägiges Verfahren
http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=ah&nr=34625
https://www.justiz.nrw.de/nrwe/fgs/koeln/j2017/13_K_1160_13_Urteil_20170119.html
https://www.otto-schmidt.de/news/steuerrecht/keine-gemeinnutzigkeit-bei-der-durchfuhrung-von-jugendreisen-2017-07-11.html
https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=FG%20K%F6ln&Datum=19.01.2017&Aktenzeichen=13%20K%201160/13
(andere Bezeichnung: Differenzsteuer)
Margensteuer oder Margenbesteuerung: Die Bemessungsgrundlage für die Ermittlung der Umsatzsteuer ist die Differenz zwischen dem Reisepreis, den der Reiseteilnehmer zahlen hat, und den Einkaufspreisen der Reisevorleistungen, die der Anbieter an die Leistungsträger zu entrichten hat. Ein Vorsteuerabzug ist nicht möglich.
Reisevorleistungen: Reisevorleistungen sind alle Leistungen, die von einem Dritten erbracht werden und dem Reisenden unmittelbar zugutekommen, d.h. alle Leistungen, die der Reiseteilnehmer in Anspruch nehmen würde, wenn er die Reise selbst organisiert.
Eigenleistungen: Als Eigenleistungen bezeichnet man Reiseleistungen, die durch den Einsatz eigener Mittel erbracht werden (z.B. eigene Beförderungsmittel, eigene Hotels oder die Betreuung durch angestellte Reiseleiter). Für die Eigenleistungen gelten die allgemeinen umsatzsteuerrechtlichen Vorschriften. Das bedeutet, ihr Anteil ist bei der Ermittlung der Marge nicht zu berücksichtigen.
Regelbesteuerung: Die Bemessungsgrundlage für die Ermittlung der Umsatzsteuer sind die Umsatzerlöse. Es gelten die allgemeinen umsatzsteuerrechtlichen Vorschriften. Ein Vorsteuerabzug ist in der Regel möglich.
Mehrwertsteuersystemrichtlinie (MwStSysRl): Richtlinie 2006/112/EG
Grundlage § 25 UStG: Besteuerung von Reiselesitungen
(5) Für die sonstigen Leistungen gilt § 22 mit der Maßgabe, dass aus den Aufzeichnungen des Unternehmers zu ersehen sein müssen:1. der Betrag, den der Leistungsempfänger für die Leistung aufwendet,2. die Beträge, die der Unternehmer für die Reisevorleistungen aufwendet,3. die Bemessungsgrundlage nach Absatz 3 und4. wie sich die in den Nummern 1 und 2 bezeichneten Beträge und die Bemessungsgrundlage nach Absatz 3 auf steuerpflichtige und steuerfreie Leistungen verteilen.
Erläuterungen und Praxisbeispiele findet man im UStAE (Umsatzsteueranwendungserlaß) Abschnitt 25.1 ff (etwa Seite 688 des Richtlinien, nicht des PDF-Dokumentes)
EU-Recht: Artikel 306 MwStSysRl
MwStSysRl vom 28.11.2006 Richtlinie 2006/112/EG
http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=celex%3A32006L0112
Konsolidierte Fassung der MwStSysRl – Änderungen und aktuelle Fassungen
http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:02006L0112-20150101
Für die von dem Reisebüro erbrachte einheitliche Dienstleistung gilt als Steuerbemessungsgrundlage und als Preis ohne Mehrwertsteuer im Sinne des Artikels 226 Nummer 8 die Marge des Reisebüros, das heißt die Differenz zwischen dem vom Reisenden zu zahlenden Gesamtbetrag ohne Mehrwertsteuer und den tatsächlichen Kosten, die dem Reisebüro für die Lieferungen von Gegenständen und die Dienstleistungen anderer Steuerpflichtiger entstehen, soweit diese Umsätze dem Reisenden unmittelbar zugute kommen.
Die Mehrwertsteuerbeträge, die dem Reisebüro von anderen Steuerpflichtigen für die in Artikel 307 genannten Umsätze in Rechnung gestellt werden, welche dem Reisenden unmittelbar zugute kommen, sind in keinem Mitgliedstaat abziehbar oder erstattungsfähig.
USt-Anwendungserlass UStAE Abschnitt 25.1 (9): Reisevorleistungen sind alle Leistungen, die von einem Dritten erbracht werden und dem Reisenden unmittelbar zugutekommen. 2 In Betracht kommen alle Leistungen, die der Reisende in Anspruch nehmen würde, wenn er die Reise selbst durchführen würde, insbesondere Beförderung, Unterbringung und Verpflegung.
USt-Anwendungserlass UStAE Abschnitt 25.1 (8): § 25 Abs. 1 UStG gilt nur bei der Inanspruchnahme von Reisevorleistungen durch den Reiseunternehmer, nicht jedoch, soweit dieser Reiseleistungen durch Einsatz eigener Mittel (Eigenleistungen) – z.B. eigene Beförderungsmittel, eigenes Hotel, Betreuung durch angestellte Reiseleiter – erbringt. [...] 4 Für die Eigenleistungen gelten die allgemeinen umsatzsteuerrechtlichen Vorschriften
USt-Anwendungserlass UStAE Abschnitt 19.3 (1) S. 5: In den Fällen der Margenbesteuerung nach § 25 UStG sowie der Differenzbesteuerung nach § 25a UStG bestimmt sich der Gesamtumsatz abweichend von Satz 4 nach dem vereinnahmten Entgelt und nicht nach dem Differenzbetrag. (Kleinunternehmerregelung im Zusammenhang mit der Margenbesteuerung wird z.Zt vom EuGH geprüft, vgl. EuGH - C-388/18, http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=ah&nr=36919 )
§19 UStG: (1) Die für Umsätze im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 geschuldete Umsatzsteuer wird von Unternehmern, die im Inland oder in den in § 1 Abs. 3 bezeichneten Gebieten ansässig sind, nicht erhoben, wenn der in Satz 2 bezeichnete Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 17.500 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird. [...].
OFD Rheinland vo 06.02.2006, https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/189728/ : Für die Ermittlung der Marge sind die Teilnehmergebühren ggf. zzgl. der öffentlichen Mittel den Kosten gegenüber zu stellen. Öffentliche Mittel, die als echte Zuschüsse zu beurteilen sind, sind bei der Ermittlung der Marge auszuscheiden. Hängt die Zuschusshöhe von der Anzahl der tatsächlichen Teilnehmer ab, ist ein preisauffüllendes Entgelt von dritter Seite anzunehmen, das bei der Margenermittlung zu berücksichtigen ist.
Rechtsprechung BFH / EUGH (Auszug) zur Margenbesteuerung
Margenbesteuerung bei B2B - Reiseleistungen an Unternehmen sowie Ausschluss von Gruppen- und Gesamtmargen
EUGH C‑380/16: Margenbesteuerung bei B2B - Reiseleistungen an Unternehmen sowie Ausschluss von Gruppen- und Gesamtmargen
http://curia.europa.eu/juris/celex.jsf?celex=62016CJ0380&lang1=de&type=TXT&ancre=
https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=08.02.2018&Aktenzeichen=C-380/16
Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats – Steuerwesen – Mehrwertsteuer – Richtlinie 2006/112/EG – Art. 73 – Besteuerungsgrundlage – Art. 306 bis 310 – Sonderregelung für Reisebüros – Ausschluss der Verkäufe an steuerpflichtige Unternehmen von dieser Regelung – Pauschale Ermittlung der Besteuerungsgrundlage für einen bestimmten Zeitraum – Unvereinbarkeit“
BFH, 21.11.2013 - V R 11/11: Reiseleistungen an Schulen, Universitäten und Vereine
https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&nr=29601&pos=6&anz=13
https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=21.11.2013&Aktenzeichen=V%20R%2011/11
BFH, 03.08.2017 - V R 60/16: Margenbesteuerung und ermäßigter Steuersatz - EuGH-Vorlage
https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&nr=35016&pos=4&anz=13
https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=03.08.2017&Aktenzeichen=V%20R%2060%2F16
http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=209347&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1
https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=19.12.2018&Aktenzeichen=C-552/17
BFH, 27.03.2019 - V R 10/19 (V R 60/16): Ferienwohnungsvermietung als Reiseleistung
http://curia.europa.eu/juris/celex.jsf?celex=62017CJ0552&lang1=de&type=TXT&ancre=
https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=27.03.2019&Aktenzeichen=V%20R%2010/19
BFH, 13.12.2017 - XI R 4/16: Zur Berufung auf das Unionsrecht bei Bezug von Reisevorleistungen aus einem anderen Mitgliedstaat der EU
https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=13.12.2017&Aktenzeichen=XI%20R%204%2F16
https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&nr=36331&pos=3&anz=13
Redaktionelle Zusammenfassungen und Einordnungen:
Otto Schmidt Verlag: https://www.otto-schmidt.de/news/steuerrecht/zur-berufung-auf-das-unionsrecht-bei-bezug-von-reisevorleistungen-aus-einem-anderen-eu-mitgliedstaat-2018-05-03.html
Rechtslupe: https://www.rechtslupe.de/steuerrecht/ust/bezug-reisevorleistungen-eu-3130968
PWC: https://blogs.pwc.de/steuern-und-recht/2018/05/03/reisevorleistungen-anwendungsvorrang-des-unionsrechts-vor-nationalem-recht/
Behandlung von Anzahlungen vor der Erbringung der Reiseleistung
http://curia.europa.eu/juris/celex.jsf?celex=62017CJ0422&lang1=de&type=TXT&ancre=
https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=19.12.2018&Aktenzeichen=C-422/17
Bemessungsgrundlage der Margensteuer
- Anteil Eigenleistungen
- Anteil Drittlandsgebiet (also Reiseziele außerhalb der EU)
+ öffentliche Zuschüsse, die je Teilnehmernehmer gewährt werden
./. Einkaufspreis für die Reisevorleistungen (Beförderung, Hotel, ....)
= Bemessungsrundlage
Berechnung der Margensteuer
Beispiel für Reisen innerhalb der EU:
Reisepreis: 400,00
Kostem:
Anreise: 150,00,
Unterkunft und Verpflegung: 150,00,
Programm (externe Leistungsträger) 50,00,
Marketimg, Vorbereitung, Reiseveranstalterhaftpflicht- und Insolvenzversicherung: 50,00
als Reisevorleistungen werden nur Anreise, Unterkunft und Programm berücksichtigt
= 50,00 (Bemessungsgrundlage)
Bei Kosten, die keine Reisevorleistungen im Sinne von § 25 USTG darstellen, gelten die allgemeinen Bestimmungen (cgl. Vorsteuer)
USt-Anwendungserlass UStAE Punkt 2.3 (1a) : Von der gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit sind die nichtunternehmerischen Tätigkeiten zu unterscheiden. Diese Tätigkeiten umfassen die nichtwirtschaftlichen Tätigkeiten im engeren Sinne (nichtwirtschaftliche Tätigkeiten i.e.S.) und die unternehmensfremden Tätigkeiten. [...] Nicht-wirtschaftliche Tätigkeiten i.e.S. sind alle nichtunternehmerischen Tätigkeiten, die nicht unternehmensfremd (privat) sind, z. B.:
hoheitliche Tätigkeiten juristischer Personen des öffentlichen Rechts (vgl. BFH-Urteil vom 3.3.2011, V R 23/10, BStBl 2012 II S. 74), [...]
BFH-Urteil vom 06.05.2010 zur Spährentheorie: http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&nr=22168
BFH Urteil vom 03.03.2011: http://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&nr=23868
Wichtig: Neue Regelung für Köperschaften des öffentlichen Rechtes, Ende der Übergangsregelung: 01.01.2021
Umsatzsteuer für Reiseleistungen: Objektive Steuerbefreiungen und Steuerermäßigungen
§ 25 (2) UStG: (2) Die sonstige Leistung ist steuerfrei, soweit die ihr zuzurechnenden Reisevorleistungen im Drittlandsgebiet bewirkt werden. Die Voraussetzung der Steuerbefreiung muss vom Unternehmer nachgewiesen sein. Das Bundesministerium der Finanzen kann mit Zustimmung des Bundesrates durch Rechtsverordnung bestimmen, wie der Unternehmer den Nachweis zu führen hat.
Umsatzsteuer für Reiseleistungen: Subjektive Steuerbefreiungen und Steuerermäßigungen (Auszug)
USt-Anwendungserlass Punkt 25.1 (12): Für eine einheitliche Reiseleistung im Sinne des § 25 Abs. 1 Satz 2 UStG sind die unternehmerbezogenen Steuerbefreiungen nach § 4 UStG, z.B. § 4 Nr. 25 UStG, zu beachten.
Hinweis: Der EuGH prüft zur Zeit, ob neben der Margenbesteuerung auch subjektive Steuerbefreiungen gem § 4 UStG oder eine Steiersatzermäßigung nach § 12 (2) Nr. 8 UStG möglich ist?
§ 12 (2) Nr 8 UStG: Ermäßigter Steuersatz
8. a) die Leistungen der Körperschaften, die ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke verfolgen (§§ 51 bis 68 der Abgabenordnung). Das gilt nicht für Leistungen, die im Rahmen eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs ausgeführt werden. Für Leistungen, die im Rahmen eines Zweckbetriebs ausgeführt werden, gilt Satz 1 nur, wenn der Zweckbetrieb nicht in erster Linie der Erzielung zusätzlicher Einnahmen durch die Ausführung von Umsätzen dient, die in unmittelbarem Wettbewerb mit dem allgemeinen Steuersatz unterliegenden Leistungen anderer Unternehmer ausgeführt werden, oder wenn die Körperschaft mit diesen Leistungen ihrer in den §§ 66 bis 68 der Abgabenordnung bezeichneten Zweckbetriebe ihre steuerbegünstigten satzungsgemäßen Zwecke selbst verwirklicht, b) die Leistungen der nichtrechtsfähigen Personenvereinigungen und Gemeinschaften der in Buchstabe a Satz 1 bezeichneten Körperschaften, wenn diese Leistungen, falls die Körperschaften sie anteilig selbst ausführten, insgesamt nach Buchstabe a ermäßigt besteuert würden;
Jugendreisen, Jugendfreizeiten und andere Angebote im Rahmen der Jugendarbeit sowie sportliche und kulturelle Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche
Ausführliche Erläuterungen im Umsatzsteuer-Anwendungserlass: 4.25.1 und 4.25.2 (Setwa Seite 300)
4.25.1 (1): 1 Die Steuerbefreiungsvorschrift des § 4 Nr. 25 Satz 1 UStG umfasst die Leistungen der Jugendhilfe nach § 2 Abs. 2 SGB VIII und die Inobhutnahme nach § 42 SGB VIII. 2 Unter § 2 Abs. 2 SGB VIII fallen folgende Leistungen: 1. Angebote der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes (§§ 11 bis 14 SGB VIII); [...]
4.25.1 (2): 1 Die vorgenannten Leistungen sind steuerfrei, wenn sie durch Träger der öffentlichen Jugendhilfe (§ 69 SGB VIII) oder andere Einrichtungen mit sozialem Charakter erbracht werden. 2 Der Begriff der „anderen Einrichtung mit sozialem Charakter“ entspricht der Formulierung der maßgeblichen unionsrechtlichen Grundlage (Artikel 132 Abs. 1 Buchstabe h MwStSystRL). 3 Auf der Grundlage der dort eingeräumten Befugnis der Mitgliedstaaten sind insoweit anerkannt:von der zuständigen Jugendbehörde anerkannte Träger der freien Jugendhilfe (§ 75 Abs. 1 SGB VIII), die Kirchen und Religionsgemeinschaften des öffentlichen Rechts sowie die amtlich anerkannten Verbände der freien Wohlfahrtspflege nach § 23 UStDV [...]
4.25.1 (3) Leistungsberechtigte / - adressaten
1 Das SGB VIII unterscheidet Leistungsberechtigte und Leistungsadressaten. 2 Leistungen der Jugendhilfe – namentlich im Eltern-Kind-Verhältnis – sind meist nicht personenorientiert, sondern systemorientiert. 3 Sie zielen nicht nur auf die Verhaltensänderung einer bestimmten Person ab, sondern auf die Änderung bzw. Verbesserung des Eltern-Kind-Verhältnisses.
4 Deshalb sind leistungsberechtigte Personen –
in der Regel die Eltern, darüber hinaus
– Kinder im Rahmen der Förderung in Tageseinrichtungen und in Tagespflege,
– Kinder und Jugendliche als Teilnehmer an Veranstaltungen der Jugendarbeit (§ 11 SGB VIII),
– Kinder und Jugendliche im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch Behinderte (§ 35a SGB VIII), – junge Volljährige im Rahmen von Veranstaltungen der Jugendarbeit (§ 11 SGB VIII) und von Hilfe für junge Volljährige (§ 41 SGB VIII).
5 Leistungsadressaten sind bei Hilfen für Eltern regelmäßig auch Kinder und Jugendliche.
(4) 1 § 4 Nr. 25 UStG verzichtet zudem auf eine eigenständige Definition des „Jugendlichen“. 2 Umsatzsteuerbefreit können daher auch Leistungen an Personen über 27 Jahren sein, z.B. Angebote der Jugendarbeit (§ 11 SGB VIII), die nach § 11 Abs. 4 SGB VIII in angemessenem Umfang auch Personen einbeziehen, die das 27. Lebensjahr vollendet haben
4.25.2: Durchführung von kulturellen und sportlichen Veranstaltungen
(1) Steuerfrei ist nach § 4 Nr. 25 Satz 3 Buchstabe a UStG auch die Durchführung von kulturellen und sportlichen Veranstaltungen, wenn die Darbietungen von den von der Jugendhilfe begünstigten Personen (vgl. Abschnitt 4.25.1 Abs. 3 und 4) selbst erbracht oder die Einnahmen überwiegend zur Deckung der Kosten verwendet werden und diese Leistungen in engem Zusammenhang mit den in § 4 Nr. 25 Satz 1 UStG bezeichneten Leistungen (vgl. Abschnitt 4.25.1 Abs. 1 und 2) stehen.
(2) 1 In § 4 Nr. 25 Satz 3 Buchstabe a UStG wird auf „die von der Jugendhilfe begünstigten Personen“ abgestellt. 2 Danach ist die Einbeziehung von Eltern in die Durchführung von kulturellen und sportlichen Veranstaltungen für die Steuerbefreiung unschädlich, sofern diese Leistungen in engem Zusammenhang mit den Leistungen der Jugendhilfe stehen.
(3) 1 Nach § 4 Nr. 25 Satz 3 Buchstabe b UStG sind auch die Beherbergung, Beköstigung und die üblichen Naturalleistungen steuerfrei, die diese Einrichtungen den Empfängern der Jugendhilfeleistungen und Mitarbeitern in der Jugendhilfe sowie den bei den Leistungen nach § 4 Nr. 25 Satz 1 UStG tätigen Personen als Vergütung für die geleisteten Dienste gewähren. 2 Davon ausgenommen ist die Abgabe von alkoholischen Getränken. 3 Hinsichtlich des Begriffs der Vergütung für geleistete Dienste wird auf Abschnitt 4.18.1 Abs. 7 hingewiesen.
(4) Durch das Abstellen auf den „Empfänger der Jugendhilfeleistungen“ wird auch insoweit eine steuerfreie Einbeziehung von Eltern ermöglicht. [...]
PFB Praxis Freiberufler: Umsatzsteuerbefreiung für Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe
http://www.iww.de/pfb/archiv/bundesfinanzministerium-umsatzsteuerbefreiung-fuer-leistungen-der-kinder-und-jugendhilfe-f41705
Curacon: Umsatzsteuerbefreiung bei Leistungen der Kinderund Jugendhilfe
https://www.curacon.de/fileadmin/user_upload/Medien/Curacontact_0313.pdf
Vorisntanz FG Köln: https://www.justiz.nrw.de/nrwe/fgs/koeln/j2017/13_K_1160_13_Urteil_20170119.html
jetzt: BFH https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=31.12.2222&Aktenzeichen=V%20R%2010/17
Auszuf aus dem UStAE
(1) 1 Volkshochschulen sind Einrichtungen, die auf freiwilliger, überparteilicher und überkonfessioneller Grundlage Bildungsziele verfolgen. 2 Begünstigt sind auch Volkshochschulen mit gebundener Erwachsenenbildung. 3 Das sind Einrichtungen, die von einer festen politischen, sozialen oder weltanschaulichen Grundeinstellung ausgehen, im Übrigen aber den Kreis der Hörer nicht ausdrücklich einengen (BFH-Urteil vom 2. 8. 1962, V 37/60 U, BStBl III S. 458).
(3) 1 Begünstigt sind nach § 4 Nr. 22 Buchstabe a UStG nur Leistungen, die von den im Gesetz genannten Unternehmern erbracht werden und in Vorträgen, Kursen und anderen Veranstaltungen wissenschaftlicher oder belehrender Art bestehen. 2 Es handelt sich hierbei um eine abschließende Aufzählung, die nicht im Auslegungswege erweitert werden kann. 3 Vergleichbare Tätigkeiten der bei den begünstigten Unternehmern tätigen externen Dozenten fallen nicht hierunter (vgl. BFH-Beschluss vom 12. 5. 2005, V B 146/03, BStBl II S. 714). 4 Sie können unter den Voraussetzungen des § 4 Nr. 21 UStG steuerfrei sein (vgl. Abschnitt 4.21.3). 5 Beherbergung und Beköstigung sind grundsätzlich nur unter den Voraussetzungen des § 4 Nr. 23 UStG steuerfrei (vgl. BFH-Urteil vom 7. 10. 2010, V R 12/10, BStBl 2011 II S. 303).
(4) 1 Zu den in § 4 Nr. 22 Buchstabe a UStG bezeichneten Veranstaltungen belehrender Art gehört auf dem Gebiet des Sports die Erteilung von Sportunterricht, z.B. die Erteilung von Schwimm-, Tennis-, Reit-, Segel- und Skiunterricht. 2 Tanzkurse stellen nur dann Sportunterricht dar, wenn die Teilnehmer das Tanzen als Tanzsportler in erster Linie als Wettkampf zwischen Paaren bzw. Formationen im Rahmen des Vereins- bzw. Leistungssports betreiben (vgl. BFH-Urteil vom 27. 4. 2006, V R 53/04, BStBl 2007 II S. 16). 3 Der Sportunterricht ist steuerfrei, soweit er von einem Sportverein im Rahmen eines Zweckbetriebes im Sinne des § 67a AO durchgeführt wird. 4 Ein bestimmter Stunden- und Stoffplan sowie eine von den Teilnehmern abzulegende Prüfung sind nicht erforderlich. 5 Die Steuerbefreiung gilt unabhängig davon, ob der Sportunterricht Mitgliedern des Vereins oder anderen Personen erteilt wird.
OFD Rheinland v. 06.02.2006 - S 7419 : Seminare, Fachtagungen und mehrtägige Studienreisen eines ggf. als gemeinnützig anerkannten Trägers der Weiterbildung
https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/189728/
Oberfinanzdirektion Rheinland v. 22.01.2008 - S 7419 : Seminare, Fachtagungen und mehrtägige Studienreisen eines ggf. als gemeinnützig anerkannten Trägers der Weiterbildung
https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/285912/
§ 4 Nr. 22 b UStG
z.B. Wettkämpfe und Traningslager
BFH, 27.04.2006 - V R 53/04: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=27.04.2006&Aktenzeichen=V%20R%2053/04
Auszug aus dem UStAE (Stand 12/2017)
(2) 1 Eine sportliche Veranstaltung ist die organisatorische Maßnahme einer begünstigten Einrichtung, die es aktiven Sportlern erlaubt, Sport zu treiben. 2 Eine bestimmte Organisationsform oder -struktur ist für die Veranstaltung nicht notwendig (vgl. BFH-Urteil vom 25. 7. 1996, V R 7/95, BStBl 1997 II S. 154). 3 Es ist auch nicht erforderlich, dass Publikum teilnimmt oder ausschließlich Mitglieder sich betätigen. 4 Deshalb können schon das bloße Training, Sportkurse und Sportlehrgänge eine sportliche Veranstaltung sein. 5 Eine sportliche Veranstaltung liegt auch vor, wenn ein Sportverein im Rahmen einer anderen Veranstaltung eine sportliche Darbietung präsentiert. 6 Die andere Veranstaltung braucht nicht notwendigerweise die sportliche Veranstaltung eines Sportvereins zu sein (BFH-Urteil vom 4. 5. 1994, XI R 109/90, BStBl II S. 886).
(3) 1 Sportreisen sind als sportliche Veranstaltung anzusehen, wenn die sportliche Betätigung wesentlicher und notwendiger Bestandteil der Reise ist (z.B. Reise zum Wettkampfort). 2 Reisen, bei denen die Erholung der Teilnehmer im Vordergrund steht (Touristikreisen), zählen dagegen nicht zu den sportlichen Veranstaltungen, selbst wenn anlässlich der Reise auch Sport getrieben wird.
(4) 1 Eine sportliche Veranstaltung ist nicht gegeben, wenn sich die organisatorische Maßnahme auf Sonderleistungen für einzelne Personen beschränkt. 2 Dies liegt vor, wenn die Maßnahme nur eine Nutzungsüberlassung von Sportgegenständen bzw. -anlagen oder bloße konkrete Dienstleistungen, wie z.B. die Beförderung zum Ort der sportlichen Betätigung oder ein spezielles Training für einzelne Sportler zum Gegenstand hat (BFH-Urteil vom 25. 7. 1996, V R 7/95, BStBl 1997 II S. 154). 3 Auch die Genehmigung von Wettkampfveranstaltungen oder von Trikotwerbung sowie die Ausstellung oder Verlängerung von Sportausweisen durch einen Sportverband sind keine sportlichen Veranstaltungen im Sinne des § 4 Nr. 22 Buchstabe b UStG; wegen der Anwendung des ermäßigten Steuersatzes vgl. Abschnitt 12.9 Abs. 4 Nr. 1. 4 Die Verwaltung von Sporthallen sowie das Einziehen der Hallenmieten einschließlich des Mahnwesens und Vollstreckungswesens durch einen gemeinnützigen Verein gegen Entgelt einer Stadt ist ebenfalls keine sportliche Veranstaltung nach § 4 Nr. 22 Buchstabe b UStG (BFH-Urteil vom 5. 8. 2010, V R 54/09, BStBl 2011 II S. 191).
(5) 1 Teilnehmergebühren sind Entgelte, die gezahlt werden, um an den Veranstaltungen aktiv teilnehmen zu können, z.B. Startgelder und Meldegelder. 2 Soweit das Entgelt für die Veranstaltung in Eintrittsgeldern der Zuschauer besteht, ist die Befreiungsvorschrift nicht anzuwenden.
SB Stiftungsbrief: Umsatzsteuer-Differenzbesteuerung von Studien- und Bildungsreisen
http://www.iww.de/sb/archiv/der-praktische-fall-umsatzsteuer-differenzbesteuerung-von-studien-und-bildungsreisen-f26277
Vergleich B2B und B2C
MwStSyRl:
Kleinunternehmer im Sinne des UStG:
Trotzdem Steuerpflicht bei Umkehr der Steuerschuldnerschaft (Reverse Charge)
NWB Nr. 13 vom 23.03.15, Das Reverse Charge bei Nonprofit Organisationen, S 900 ff https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/534149/
Regelung bei KöR / JPöR
OFD Niedersachsen, Verfügung vom 30.8.2010 - S 7117 - 65 - St 171 http://hochschulbesteuerung.de/2016/08/01/ofd-niedersachsen-verfuegung-vom-30-8-2010-s-7117-65-st-171/
Grundregel B2C: Ort der Leistungserbringung (Ursprungslandprinzip)
B2C: § 3a (1) UStG (vgl. Art 45 MwStSystRl)
UStG: Eine sonstige Leistung wird vorbehaltlich der Absätze 2 bis 8 und der §§ 3b, 3e und 3f an dem Ort ausgeführt, von dem aus der Unternehmer sein Unternehmen betreibt. Wird die sonstige Leistung von einer Betriebsstätte ausgeführt, gilt die Betriebsstätte als der Ort der sonstigen Leistung.
MwStSystRl: Als Ort einer Dienstleistung an einen Nichtsteuerpflichtigen gilt der Ort, an dem der Dienstleistungserbringer den Sitz seiner wirtschaftlichen Tätigkeit hat. Werden diese Dienstleistungen jedoch von der festen Niederlassung des Dienstleistungserbringers, die an einem anderen Ort als dem des Sitzes seiner wirtschaftlichen Tätigkeit gelegen ist, aus erbracht, so gilt als Ort dieser Dienstleistungen der Sitz der festen Niederlassung. In Ermangelung eines solchen Sitzes oder einer solchen festen Niederlassung gilt als Ort der Dienstleistung der Wohnsitz oder der gewöhnliche Aufenthaltsort des Dienstleistungserbringers.
Grundregel B2B: Ort des Leistungsempfängers (Bestimmungslandprinzip)
B2B: § 3a (2) UStG (vgl. Art 44 MwStSystRl)
UStG: Eine sonstige Leistung, die an einen Unternehmer für dessen Unternehmen ausgeführt wird, wird vorbehaltlich der Absätze 3 bis 8 und der §§ 3b, 3e und 3f an dem Ort ausgeführt, von dem aus der Empfänger sein Unternehmen betreibt. Wird die sonstige Leistung an die Betriebsstätte eines Unternehmers ausgeführt, ist stattdessen der Ort der Betriebsstätte maßgebend. Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend bei einer sonstigen Leistung an eine ausschließlich nicht unternehmerisch tätige juristische Person, der eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer erteilt worden ist, und bei einer sonstigen Leistung an eine juristische Person, die sowohl unternehmerisch als auch nicht unternehmerisch tätig ist; dies gilt nicht für sonstige Leistungen, die ausschließlich für den privaten Bedarf des Personals oder eines Gesellschafters bestimmt sind.
MwStSystRl: Als Ort einer Dienstleistung an einen Steuerpflichtigen, der als solcher handelt, gilt der Ort, an dem dieser Steuerpflichtige den Sitz seiner wirtschaftlichen Tätigkeit hat. Werden diese Dienstleistungen jedoch an eine feste Niederlassung des Steuerpflichtigen, die an einem anderen Ort als dem des Sitzes seiner wirtschaftlichen Tätigkeit gelegen ist, erbracht, so gilt als Ort dieser Dienstleistungen der Sitz der festen Niederlassung. In Ermangelung eines solchen Sitzes oder einer solchen festen Niederlassung gilt als Ort der Dienstleistung der Wohnsitz oder der gewöhnliche Aufenthaltsort des steuerpflichtigen Dienstleistungsempfängers.
Ausnahmeregelung Unterkunft
B2C: Ort der Unterkunft
B2B: Ort der Unterkunft
§ 3a (3) Nr. 1 UStG (vgl. Art 47 MwStSystRl)
UStG: Eine sonstige Leistung im Zusammenhang mit einem Grundstück wird dort ausgeführt, wo das Grundstück liegt. Als sonstige Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundstück sind insbesondere anzusehen:a)sonstige Leistungen der in § 4 Nr. 12 bezeichneten Art,b)sonstige Leistungen im Zusammenhang mit der Veräußerung oder dem Erwerb von Grundstücken,c)sonstige Leistungen, die der Erschließung von Grundstücken oder der Vorbereitung, Koordinierung oder Ausführung von Bauleistungen dienen.
MwStSystRl: Als Ort einer Dienstleistung im Zusammenhang mit einem Grundstück, einschließlich der Dienstleistungen von Sachverständigen und Grundstücksmaklern, der Beherbergung in der Hotelbranche oder in Branchen mit ähnlicher Funktion, wie zum Beispiel in Ferienlagern oder auf einem als Campingplatz hergerichteten Gelände, der Einräumung von Rechten zur Nutzung von Grundstücken sowie von Dienstleistungen zur Vorbereitung und Koordinierung von Bauleistungen, wie z. B. die Leistungen von Architekten und Bauaufsichtsunternehmen, gilt der Ort, an dem das Grundstück gelegen ist.
Ausnahmeregelung Personenbeförderung
B2C: Streckenprinzip
§ 3 b (1) UStG (vgl. Art 48 MwStSystRl)
UStG: (1) Eine Beförderung einer Person wird dort ausgeführt, wo die Beförderung bewirkt wird. Erstreckt sich eine solche Beförderung nicht nur auf das Inland, fällt nur der Teil der Leistung unter dieses Gesetz, der auf das Inland entfällt. […]
MwStSystRl: Als Ort einer Personenbeförderungsleistung gilt der Ort, an dem die Beförderung nach Maßgabe der zurückgelegten Beförderungsstrecke jeweils stattfindet.
Ausnahmeregelung Flüge:
B2B: Streckenprinzip § 3 b (1) UStG (Art 48 MwStSystRl) bzw. Befreiung für intern. Flüge § 26 (3) UStG
B2C: § 25 USTG: UStAE 25.2 (3) – (5), Vereinfachung: Zielort des Hinflugs
Ausnahmeregelung Eintrittsgelder Veranstaltungen und Ausstellungen
B2C: Veranstaltungsort
B2B: Veranstaltungsort
§ 3 a (3) Nr. 5 UStG (vgl. Art 53 MwStSystRl)
MwStSystRl: (2) Als Ort einer Dienstleistung an einen Steuerpflichtigen betreffend die Eintrittsberechtigung sowie die damit zusammenhängenden Dienstleistungen für Veranstaltungen auf dem Gebiet der Kultur, der Künste, des Sports, der Wissenschaft, des Unterrichts, der Unterhaltung oder für ähnliche Veranstaltungen wie Messen und Ausstellungen gilt der Ort, an dem diese Veranstaltungen tatsächlich stattfinden.
Ausnahmeregelung kulturelle, künstlerische, wissenschaftliche, unterrichtende, sportliche, unterhaltende oder ähnliche Leistungen
B2C: Leistungsort
§ 3a (3) Nr. 3 a) UStG (vgl. Art 54 MwStSystRl)
UStG: Die folgenden sonstigen Leistungen werden dort ausgeführt, wo sie vom Unternehmer tatsächlich erbracht werden:
MwStSystRl: (1) Als Ort einer Dienstleistung sowie der damit zusammenhängenden Dienstleistungen an einen Nichtsteuerpflichtigen betreffend Tätigkeiten auf dem Gebiet der Kultur, der Künste, des Sports, der Wissenschaft, des Unterrichts, der Unterhaltung oder ähnliche Veranstaltungen wie Messen und Ausstellungen, einschließlich der Erbringung von Dienstleistungen der Veranstalter solcher Tätigkeiten, gilt der Ort, an dem diese Tätigkeiten tatsächlich ausgeübt werden.
Ausnahmeregelung Restaurantionsleistung
B2C: Konsumort
§ 3a (3) Nr. 3 b) UStG (vgl. Art 55 MwStSystRl)
UStG: Die folgenden sonstigen Leistungen werden dort ausgeführt, wo sie vom Unternehmer tatsächlich erbracht werden:[...]
MwStSystRl: Als Ort von Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen, die nicht an Bord eines Schiffes oder eines Flugzeugs oder in der Eisenbahn während des innerhalb der Gemeinschaft stattfindenden Teils einer Personenbe­förderung tatsächlich erbracht werden, gilt der Ort, an dem die Dienstleistungen tatsächlich erbracht werden
Bei Eigenleistungen (z.B. Stadtführer bietet eigene Leistungen an):
Bei Fremdleistungen (z.B. Incoming-Agentur bietet Leistung eines externen Stadtführers an):
Wahlrecht zwischen deutschem Umsatzsteuerrecht (Reverse Charge) und unionsrechtlichem Anwendungsvorrang gem. Art. 306 ff. MwStSystRL (BFH-Urteil vom 13.12.2017): Erläuterungen s.u.
Einkauf von Reisevorleistungen aus einem anderen EU-Mitgliedsstaat
Unionsrechtlicher Anwendungsvorrang gem. Art. 306 ff. MwStSystRL
Ausnahmeregelung bzw. Wahlrecht nach dem BFH vom 13.12.2017, veröffentlicht am 02.05.2018
Urteil im Wortlaut: https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/druckvorschau.py?Gericht=bfh&Art=en&nr=36331
Leistungsempfänger: Reiseveranstalter, die im eigegen Namen und auf eigene Rechnung Reiseleistungen anbieten und deren Besteuerung unter Art. 306 ff. MwStSystRL (Margenbesteuerung für Reiseveranstalter) fällt.
Es handelt sich um Reisevorleistungen, die den Reisenden unmittelbar zugute kommen.
Es handelt sich nicht um Eigenleistungen, da gem. Art. 306 ff. MwStSystRL nur für die Reiseleeistungen gilt, für die Lieferungen von Gegenständen und Dienstleistungen anderer Steuerpflichtiger in Anspruch genommen werden. Beispiel: Eigenleistung: Vertrag mit dem örtlichen Stadtführer. Fremdleitung: Vertrag mit einer Incoming-Agentur, die externe Stadtführer beauftragt.
Baden-Württemberg https://fm.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-fm/intern/Dateien_Downloads/Steuern/170207_Steuertipps_fuer_Vereine.pdf
Bayern https://www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Steuerinfos/Zielgruppen/Vereine/
Berlin https://www.berlin.de/sen/finanzen/dokumentendownload/steuern/informationen-fuer-steuerzahler-/vereine/ratgeber_vereine_2014.pdf
Bremen https://www.finanzen.bremen.de/sixcms/media.php/13/Broschuere_Vereine_und_Steuern.pdf
Brandenburg http://www.mdf.brandenburg.de/media_fast/4055/Vereine-und-Steuern_10.%20Auflage2013_web.pdf
Hessen https://www.gemeinsam-aktiv.de/mm/mm001/Steuerwegweiser_Vereine_2016.pdf
Mecklenburg-Vorpommern http://www.steuerportal-mv.de/Steuerrecht/Verein-und-Ehrenamt/
Niedersachsen https://www.mf.niedersachsen.de/download/1695/Steuertipps_-_Informationen_fuer_Vereine.pdf
Nordrhein-Westfalen https://broschueren.nordrheinwestfalendirekt.de/herunterladen/der/datei/150720-vus-web-pdf-1/von/vereine-steuern/vom/ministerium-der-finanzen/2022
Rheinland-Pfalz https://fm.rlp.de/fileadmin/fm/PDF-Datei/Service/Broschueren/Gemeinnuetzige_Vereine_2014.pdf
Saarland https://www.saarland.de/dokumente/ressort_finanzen/Steuerratgeber_fuer_Vereine_2013.pdf
Sachsen https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11465/documents/34336
Sachsen-Anhalt https://mf.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MF/Dokumente/Steuer/Steuertipps_Vereine_Broschuere.pdf
Schleswig-Holstein https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/VI/Service/Broschueren/Broschueren_VI/170101_steuertippsVereine.pdf?__blob=publicationFile&v=8
Thüringen http://apps.thueringen.de/de/publikationen/pic/pubdownload1732.pdf
Neurelegungen ab 2017 mit Übergansregelungen bis 01.01.2021
BMF: Änderung im Bereich der Unternehmereigenschaft von juristischen Personen des öffentlichen Rechts durch Artikel 12 des Steueränderungsgesetzes 2015, Anwendung der Übergangsregelung des § 27 Absatz 22 UStG
http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Umsatzsteuer/2016-04-19-aenderung-im-Bereich-der-unternehmereigenschaft-von-juristischen-personen-des-oeffentlichen-rechts-durch-steueraenderungsgesetz-2015-uebergangsregelung.pdf?__blob=publicationFile&v=1
BMF-Schreiben vom 19. April 2016, BStBl. I S.481: Umsatzbesteuerung der Leistungen der öffentlichen Hand; Anwendungsfragen des § 2b UStG
http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Umsatzsteuer/Umsatzsteuer-Anwendungserlass/2016-12-16-Umsatzbesteuerung-Leistungen-oeffentliche-Hand-Anwendungsfragen-2b-UStG.pdf?__blob=publicationFile&v=6
Ezrbistum Paderborn:
Neuregelung der Umsatzbesteuerung von kirchlichen Körperschaften des öffentlichen Rechts - Arbeitshilfe für die steuerliche Bestandsaufnahme in der Kirchengemeinde
https://www.verwaltung-erzbistum-paderborn.de/medium/20180320-Arbeitshilfe-fuer-steuerlich-Bestandsauf.-PB-Fassung.pdf?m=667
Neuregelung der Umsatzbesteuerung - Steuerliche Bestandsaufnahme in den Kirchengemeinden
https://www.verwaltung-erzbistum-paderborn.de/medium/Online-Version-2018.08-11-Infoveranstaltung-steuerl.-Bestandsaufnahme.pdf?m=672
Bistum Münster - Neuregelung der Umsatzbesteuerung von kirchlichen Körperschaften des öffentlichen Rechts - Arbeitshilfe für die steuerliche Bestandsaufnahme in der Kirchengemeinde
https://www.kreisdekanat-kleve.de/fileadmin/user_upload/kreisdekanate/kleve/Downloads/2019/2019_Broschuere_Neuregelung_Umsatzbesteuerung.pdf
EKD - Neuregelung der Umsatzbesteuerung von kirchlichen Körperschaften des öffentlichen Rechts - Arbeitshilfe und Datenerfassung für die steuerliche Bestandsaufnahme in der Kirchengemeinde
https://www.evangelisch-in-westfalen.de/fileadmin/user_upload/Kirche/Daten_und_Fakten/Neuregelung_der_Umsatzbesteuerung__Screen__180907.pdf
EKD - Neuregelung der Umsatzbesteuerung von kirchlichen Körperschaften des öffentlichen Rechts (Vermutlich die neuere Ausgabe)
Handreichung zu Umsatzsteuerpflichten kirchlicher juristischer Personen des öffentlichen Rechts gemäß § 2b UStG ab 1. Januar 2021 Erarbeitet von der Arbeitsgruppe Umsatzsteuer des Verbandes der Diözesen Deutschlands
https://www.dbk-shop.de/de/deutsche-bischofskonferenz/arbeitshilfen/handreichung-umsatzsteuerpflichten-kirchlicher-juristischer-personen-oeffentlichen-rechts-gemaess-2b-ustg-ab-1-januar-2021.html