Source: http://www.jurablogs.com/2011/04/28/kreditfinanzierter-erwerb-genossenschaftsanteilen
Timestamp: 2018-02-18 07:28:26
Document Index: 57285208

Matched Legal Cases: ['§ 358', '§ 358', '§ 358', '§ 358', '§ 357', '§ 346', '§ 358']

Werden mit dem durch einen Kredit finanzierten Erwerb von Genossenschaftsanteilen vorrangig Kapitalanlagezwecke und/oder Steuerzwecke verfolgt, ist der Beitrittsvertrag mit Rücksicht auf den mit der Beteiligung verfolgten wirtschaftlichen Zweck und die Schutzbedürftigkeit des Anlegers einem Vertrag im Sinn von § 358 Abs. 3 BGB gleichzustellen.
Liegen auch die weiteren Voraussetzungen eines verbundenen Geschäfts vor, ist der Verbraucher nach dem wirksamen Widerruf des Darlehensvertrags nicht mehr an den Beitritt zu der Genossenschaft gebunden. Nach den Grundsätzen der fehlerhaften Gesellschaft sind seine Rechte gegenüber der Genossenschaft jedoch auf das Auseinandersetzungsguthaben beschränkt.
Ist der Darlehensbetrag im Zeitpunkt des Widerrufs des Darlehensvertrags der Genossenschaft bereits zugeflossen, findet die Rückabwicklung beider Verträge gemäß § 358 Abs. 4 Satz 3 BGB im Verhältnis zum Verbraucher ausschließlich zwischen ihm und der Darlehensgeberin statt. Dies gilt auch dann, wenn über das Vermögen der Darlehensgeberin das Insolvenzverfahren eröffnet wird.
In der Insolvenz der Darlehensgeberin kann der Verbraucher seine vor Insolvenzeröffnung entstandenen Rückabwicklungsansprüche nur noch nach Maßgabe der insolvenzrechtlichen Vorschriften durchsetzen.
Inhalt[↑] Darlehnsvertrag und Beitritt zur Genossenschaft als verbundene Geschäfte Rückabwicklung nach Rücktritt Ansprüche gegen die Genossenschaft Die Insolvenz der Wohnungsgenossenschaft Darlehnsvertrag und Beitritt zur Genossenschaft als verbundene Geschäfte[↑]
In einem solchen Fall bilden nach Ansicht des Bundesgerichtshofs der Darlehensvertrag und der Beitritt zu der als Anlagegesellschaft konzipierten Wohnungsgenossenschaft ein verbundenes Geschäft im Sinn von § 358 BGB mit der Folge, dass beide Verträge nach § 358 Abs. 4 Satz 3, § 357 Abs. 1 Satz 1, § 346 Satz 1 BGB rückabzuwickeln sind.
Die Annahme eines verbundenen Geschäfts im Sinn von § 358 Abs ...
Gesellschaftsrecht, Kapitalanlagerecht, Bgb, Genossenschaft, Fehlerhafte Gesellschaft, Genossenschaftsanteile, Verbundene Geschäfte