Source: http://pfa-arbeitsrecht.de/Restrukturierung.html
Timestamp: 2019-02-22 09:14:14
Document Index: 160246428

Matched Legal Cases: ['§ 613', 'EuG', '§ 613', 'EuG', '§ 613', '§ 613']

Seminar Restrukturierung
Sie lernen Begriff und Voraussetzungen eines Betriebs(teil)übergangs i.S.d. § 613 a BGB kennen und können unter Berücksichtigung der neuesten Rechtsprechung von EuGH und BAG Strategien zur Vermeidung eines solchen entwickeln.
Sie erfahren strategische Optionen einer „friedlichen“ Verhandlung von Interessen-ausgleich und Sozialplan und erhalten Kenntnisse zum Einigungsstellenverfahren.
Sie sind in der Lage, die Vor- und Nachteile von Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften sowie von Transfersozialplänen einzuschätzen.
- den arbeitsrechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten von
- den im Vorfeld zu beachtenden Beteiligungsrechten der
- den Voraussetzungen eines Betriebs(teil)überganges / einer
- den Unterrichtungspflichten des Arbeitgebers gegenüber den
Arbeitnehmern / dem Betriebsrat
- Widerspruchsrecht des Arbeitnehmers nach § 613a Abs. 6 BGB
- den Rechtsfolgen eines Betriebsübergangs, einer Unternehmens umwandlung auf Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarungen und Tarifverträge
- der betriebsbedingten Kündigung nach dem Kündigungsschutzgesetz, der Sozialauswahl, der Leistungsträgerregelung, Interessenausgleich mit Namensliste
- der Kündigung des Altarbeitgebers aufgrund eines Konzepts des Betriebserwerbers
- dem Betriebs(teil)übergang und der Betriebsänderung
- den strategischen Optionen einer friedlichen Verhandlung von Interessenausgleich und Sozialplan mit dem Arbeitgeber
- dem Einigungsstellenverfahren über Interessenausgleich und Sozialplan
- Erstatten einer fehlerfreien Massenentlassungsanzeige
- dem Wiedereinstellungsanspruch von Arbeitnehmern nach einer betriebsbedingten Kündigung
Juristische Fehleinschätzungen bei der Umstrukturierung und Übertragung von Betrieben oder bei einem größeren Personalabbau können ein Unternehmen in den Ruin führen. Jede Restrukturierung eines Unternehmens setzt im Vorfeld neben den wirtschaftlichen Planungen auch umfangreiche arbeitsrechtliche Prüfungen voraus. Nur dann, wenn der Arbeitgeber alle für eine Restrukturierung in Betracht kommenden Möglichkeiten kennt, kann er die für seinen Betrieb optimale Alternative auswählen. Aus Unkenntnis der von der Rechtsprechung eingeräumten Möglichkeiten werden häufig Restrukturierungen nur halbherzig umgesetzt und führen so zu dem Ergebnis, dass nach kürzester Zeit das Unternehmen erneut Einsparungen vornehmen muss.
Personalabbaumaßnahmen bedürfen einer sorgfältigen Planung und einer genauen Kenntnis der Rechtslage. Das Beherrschen der „Spielregeln“ von Interessenausgleich und Sozialplanverhandlungen sind das „A und O“. Sinnvoll sind auch Kenntnisse des Verfahrens vor der Einigungsstelle, da diese im Ernstfall sogar über die Höhe der Abfindungen entscheidet. Abbaumaßnahmen umfassen in arbeitsrechtlicher Hinsicht Verhandlungen mit dem Betriebsrat, Betriebsratsanhörungen bis zu den erforderlichen Massenentlassungsanzeigen. Hinzukommen kann die Abwicklung des Personalabbaus über Transfergesellschaften. Schließlich muss „richtig“ gekündigt werden. Dabei sind einige Stolperfallen zu beachten.
Neben den strategischen Überlegungen über die Art und Weise der Restrukturierung werden die Referenten auf die Rechtsprechung des EuGH und BAG zu den Grundlagen für eine Betriebsänderung und zu den Voraussetzungen für die Annahme eines Betriebs(teil)übergangs nach § 613a BGB erläutern. Ein Fehler bei der Abgrenzung zwischen dem Betriebsübergang und der Betriebsänderung kann sehr teuere Konsequenzen für den Arbeitgeber nach sich ziehen. Von daher wird sich das Seminar in diesem Zusammenhang mit der von der Rechtsprechung gewählten Formulierung der „auf Dauer angelegten wirtschaftlichen Einheit“, welche im Rahmen „des Betriebsübergangs ihre Identität zu bewahren hat“, intensiv befassen.
Die Unterrichtungspflicht des Arbeitgebers und das Widerspruchsrecht des Arbeitnehmers nach
§ 613a Abs. 5 und 6 BGB sind in der Praxis unbedingt zu beachten: unterrichtet der Arbeitgeber unzureichend, kann das sehr erhebliche finanzielle Folgen für ihn haben. Bei einer notwendigen Kündigung spielen die Sozialauswahl einschließlich der Leistungsträgerregelung und der Möglichkeit der Sicherung einer Personalstruktur sowie der Interessenausgleich mit Namensliste eine große Bedeutung und vergrößern den Spielraum auf Arbeitgeberseite, die Restrukturierung so zu gestalten, dass die Arbeitnehmer weiterbeschäftigt werden, mit denen der Betrieb wieder auf Erfolgskurs gebracht werden kann. Aufgrund der weitgehenden Beteiligungsrechte des Betriebsrates bei Betriebsänderungen sowie bei Outsourcing-Maßnahmen ist dieses Seminar nicht nur für die Arbeitgeberseite, sondern auch für die Arbeitnehmervertreter von erheblicher praktischer Relevanz. Ohne Kenntnis der Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten kann eine sachgerechte Vertretung der Interessen der Belegschaft in der Restrukturierung nicht erfolgen. Die Referenten werden daher die einzelnen Themenkomplexe jeweils aus Sicht beider Betriebspartner beleuchten und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.
Dienstag-Mittwoch 27.-28.09.2016
Dienstag-Mittwoch 22.-23.11.2016
in Frankfurt am Main im Hilton Frankfurt City Center
Dienstag-Mittwoch 14.-15.02.2017
in Berlin im Victors Hotel Residenz Berlin
Erfahrene Richter aus allen Instanzen der Arbeitsgerichtsbarkeit, versierte Fachanwälte für Arbeits- und Sozialrecht. Alle Referenten verfügen über eine langjährige und überdurchschnittlich erfolgreiche Schulungserfahrung.
Im Seminarpreis enthalten sind die Mittagessen, die Tagungs- und Pausengetränke, die Kaffeepausen, die Snacks zu den Pausen sowie die umfangreichen Seminarunterlagen und das Abendessen am ersten Seminartag.