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Timestamp: 2016-09-26 20:45:36
Document Index: 208833180

Matched Legal Cases: ['Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 400', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 317', 'Art. 317', 'Art. 66']

4A_238/2016 (26.07.2016)
4A_238/2016 � � Urteil vom 26. Juli 2016
vertreten durch Rechtsanw�ltin Dr. Caroline Ehlert,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden, II. Zivilkammer, vom 22. Februar 2016.
Am 18. Februar 2010 beauftragte A.________ (Auftraggeberin, Beklagte, Widerkl�gerin, Beschwerdef�hrerin) Rechtsanwalt B.________ (Beauftragter, Kl�ger, Widerbeklagter, Beschwerdegegner) mit der Wahrung ihrer Interessen in verschiedenen Angelegenheiten betreffend Eheschutz, Ehescheidung, vorsorgliche Massnahmen, Arrest, Strafanzeigen und Rechtsverz�gerung bzw. -verweigerung. Mit Schreiben ihres neuen Rechtsvertreters vom 3. Februar 2012 beendete sie dieses Mandat. Der Beauftragte stellte f�r seine Bem�hungen mit Honorarnote vom 8. Februar 2012 ein Pauschalhonorar von Fr. 154'000.-- (Fr. 200'000.-- abz�glich Akontozahlungen von Fr. 46'000.--) in Rechnung. Darin behielt er sich ausdr�cklich die Erh�hung der Rechnung f�r einen allenfalls notwendigen Sonderaufwand f�r Detaillierung, Spesen und Mehrwertsteuer vor. Am 28. Februar 2012 teilte ihm die Auftraggeberin mit, seine anwaltlichen T�tigkeiten seien mit den Akontozahlungen von Fr. 46'000.-- abgegolten und sie behalte sich im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung vor, einen Teil dieser Summe zur�ckzuverlangen bzw. Schadenersatz wegen nicht geh�riger Erf�llung des Auftrags zu fordern. Am 12. M�rz 2012 �bergab der Beauftragte der Auftraggeberin eine neue Rechnung, worin er umgerechnet einen Aufwand von 526.25 Stunden � Fr. 300.--, ausmachend Fr. 157'875.--, zuz�glich Auslagen von Fr. 5'731.--, einen Interessenwertzuschlag von Fr. 54'920.85 sowie die Mehrwertsteuer von Fr. 17'482.15 geltend machte; nach Abzug der Akontozahlungen von Fr. 46'000.-- stellte er damit insgesamt ein Honorar von Fr. 190'009.-- in Rechnung.
B.a.�Nach erfolglosem Schlichtungsverfahren beantragte der Kl�ger mit Klage vom 26. Oktober 2012 beim Bezirksgericht Plessur, die Beklagte sei kostenf�llig zu verpflichten, ihm Fr. 190'000.-- zuz�glich Zins zu 5 % seit 23. M�rz 2012 zu bezahlen. Die Beklagte verlangte Abweisung der Klage, soweit darauf einzutreten sei, und widerklageweise die Zahlung von Fr. 20'000.--, allenfalls eines Betrags nach richterlichem Ermessen. Mit Urteil vom 22. Januar 2014 verpflichtete das Bezirksgericht die Beklagte zur Zahlung von Fr. 56'675.-- (inkl. Auslagen und MwSt) zuz�glich 5 % Zins seit 23. M�rz 2012. Im �brigen wies es Klage und Widerklage ab.
B.b.�Beide Parteien fochten das Urteil des Bezirksgerichts mit Berufung beim Kantonsgericht von Graub�nden an. Mit Urteil vom 22. Februar 2016 wies dieses die Berufung der Beklagten/Widerkl�gerin ab (Disp.-Ziff. 1). Die Berufung des Kl�gers sch�tzte es teilweise und verpflichtete die Beklagte, dem Kl�ger Fr. 156'682.50 (inkl. Auslagen und MwSt) zuz�glich Zins zu 5 % seit dem 23. M�rz 2012 zu bezahlen (Disp.-Ziff. 2 und 3). Es erachtete die abgerechneten 526.25 Stunden - unter Ber�cksichtigung des vereinbarten Stundenansatzes von Fr. 300.-- ein Honorar nach Zeitaufwand von Fr. 157'875.-- ausmachend - als grunds�tzlich ausgewiesen. Sodann sprach es einen Interessenwertzuschlag von Fr. 28'998.-- und 3 % Spesen zu. Hiervon zog es Fr. 4'000.-- (inkl. MwSt) f�r ein Arrestverfahren ab, n�mlich f�r die dem Kl�ger in diesem Verfahren zu Lasten der dortigen Gegenseite zugesprochene ausseramtliche Entsch�digung. Unter Ber�cksichtigung der Mehrwertsteuer und der Akontozahlung von Fr. 46'000.-- ergab sich der Betrag von Fr. 156'682.50.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt die Beklagte dem Bundesgericht, das Urteil des Kantonsgerichts sei aufzuheben und die Klage kostenf�llig abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Mit Pr�sidialverf�gung vom 24. Mai 2016 wurde ihrem Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung stattgegeben.
Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Mit Blick auf die allgemeinen Begr�ndungsanforderungen an eine Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) behandelt es aber grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind; es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 f. mit Hinweisen). Unerl�sslich ist im Hinblick auf Art. 42 Abs. 2 sowie Art. 106 Abs. 2 BGG, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegen soll. Die beschwerdef�hrende Partei soll in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die sie im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (BGE 140 III 86 E. 2 S. 89, 115 E. 2 S. 116). Erf�llt eine Beschwerde diese Anforderungen nicht, ist darauf nicht einzutreten.
In einem ersten Punkt beanstandet die Beschwerdef�hrerin die Erw�gungen der Vorinstanz zum vom Beschwerdegegner geltend gemachten Aufwand von 526.25 Stunden.
2.1.�Gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz hat der Beschwerdegegner in der Klageschrift ausgef�hrt, der Aufwand von 526.25 Stunden sei w�hrend der Dauer des Mandats vom 18. Februar 2010 bis 8. Februar 2012 entstanden. Er habe dargelegt, in welchen Rechtsangelegenheiten er t�tig geworden sei und welche haupts�chlichen Verrichtungen dabei angefallen seien. In einem ersten Schritt habe der Beschwerdegegner den Sachverhalt damit hinreichend behauptet. Im Rahmen einer Klageerg�nzung habe er sodann seine anwaltlichen Bem�hungen in chronologischer Reihenfolge unter Angabe des Zeitaufwands, der Angelegenheit und mit Hinweis auf die einschl�gigen Beilagen aufgef�hrt, was er auch im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels h�tte tun k�nnen.
Die Beschwerdef�hrerin ihrerseits - so die Vorinstanz weiter - habe in der Klageantwort vier substanziierte R�gen vorgebracht, n�mlich dass in bestimmten Verfahren bereits eine ausseramtliche Parteientsch�digung zugesprochen worden sei, dass bestimmte Verfahren von Beginn weg aussichtslos gewesen seien und ihr dies nicht hinreichend zur Kenntnis gebracht worden sei, dass in einem Verfahren vers�umt worden sei, einen Antrag auf Entsch�digung zu stellen, und dass der Honoraranspruch nicht h�her sein k�nne als die der Gegenpartei zugesprochene Parteientsch�digung. Damit stelle sie die sorgf�ltige Mandatsf�hrung in Frage. In ihrer erstinstanzlichen Duplik habe sie sich ausserdem zum in einzelnen Verfahren geltend gemachten Aufwand ge�ussert. Nicht substanziiert vorgebracht habe sie demgegen�ber, einzelne vom Beschwerdegegner geltend gemachte Positionen w�ren nicht oder mit geringerem Zeitaufwand (tats�chlich) angefallen. Diesbez�glich reiche der generelle Hinweis, es w�rden anwaltschaftliche Bem�hungen im Umfang von 526.25 Stunden bestritten, nicht aus. Demzufolge m�sse davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdegegner den in Rechnung gestellten Aufwand auch tats�chlich geleistet habe.
Unter dem Gesichtspunkt einer Reduktion der Verg�tung zufolge unsorgf�ltiger Mandatsf�hrung pr�fte die Vorinstanz sodann, ob der Beschwerdegegner zu viel Aufwand betrieben habe; f�r Aufwand, der bei sorgf�ltigem Vorgehen n�mlich h�tte vermieden werden k�nnen, bestehe kein Verg�tungsanspruch. Das Vorgehen des Bezirksgerichts, das f�r jedes der durchgef�hrten Verfahren bei jeder Rechtsschrift bzw. jedem Verfahrensschritt ohne n�here Begr�ndung auf den seines Erachtens angemessenen Aufwand gek�rzt hatte, erachtete sie als unzul�ssig, da dies eine hypothetische Absch�tzung des Aufwands, losgel�st von den tats�chlich erbrachten Leistungen, beinhalte. Der im Rahmen des privatrechtlichen Auftrags zu entsch�digende Aufwand des Rechtsvertreters beschr�nke sich nicht auf das Verfassen von Rechtsschriften und das Studium der gegnerischen Eingaben und Gerichtsentscheide. Hier stehe schon aufgrund der eingereichten Akten fest, dass die Beschwerdef�hrerin dem Beschwerdegegner phasenweise fast t�glich neue Instruktionen zur Ausf�hrung des Mandats erteilt habe; es m�sse aufgrund der Anzahl und des Umfangs der Instruktionen von einem erheblichen Zeitaufwand ausgegangen werden. Bei den Akten bef�nden sich mehrere Bundesordner an Korrespondenz, die gr�sstenteils von der Beschwerdef�hrerin in Gang gesetzt worden sei. Es k�nne daher nicht einfach eine Pauschale zum Aufwand f�r Aktenstudium und Verfassen von Rechtsschriften hinzugerechnet werden, wie es das Bezirksgericht getan habe. Es sei auch nicht zul�ssig, einem Anwalt das Honorar zu k�rzen, weil der Gegenanwalt im selben Verfahren eine tiefere ausseramtliche Entsch�digung vom Gericht zugesprochen erhalten habe, da nicht die gleichen Grunds�tze anwendbar seien. Nicht stichhaltig sei schliesslich der Einwand, wonach der Aufwand der am Verfahren beteiligten Rechtsvertreter immer gleich hoch sei. Gerade bei einer Mandantin wie der Beschwerdef�hrerin, die sich aktiv in die T�tigkeit des Rechtsvertreters einbringe, falle deutlich mehr Aufwand an als bei einer Klientin, welche nach der ersten Instruktion die Mandatsf�hrung dem Anwalt �berlasse. Seien bereits die vom Bezirksgericht vorgenommenen K�rzungen ungerechtfertigt, er�brige es sich, auf die noch dar�ber hinausgehenden Antr�ge der Beschwerdef�hrerin einzugehen.
2.2.�Die Beschwerdef�hrerin bestreitet, dass der Beschwerdegegner seinen Aufwand gen�gend substanziiert vorgebracht hat; dies habe sie auch schon im kantonalen Verfahren ger�gt.
2.2.1.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Dazu geh�ren sowohl die Feststellungen �ber den streitgegenst�ndlichen Lebenssachverhalt als auch jene �ber den Ablauf des vor- und erstinstanzlichen Verfahrens, also die Feststellungen �ber den Prozesssachverhalt, namentlich die Antr�ge der Parteien, ihre Tatsachenbehauptungen, rechtlichen Er�rterungen, Prozesserkl�rungen und Beweisvorbringen, der Inhalt einer Zeugenaussage, einer Expertise oder die Feststellungen anl�sslich eines Augenscheins (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 17 f. mit Hinweisen). Das Bundesgericht kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117; 135 III 397 E. 1.5 S. 401). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein k�nnen (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die Partei, welche die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern diese Voraussetzungen erf�llt sein sollen (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18 mit Hinweisen).
Die erw�hnten Ausf�hrungen der Vorinstanz zu den Behauptungen des Beschwerdegegners (erster Schritt und Klageerg�nzung) sind somit f�r das Bundesgericht verbindlich. Die Beschwerdef�hrerin bem�ngelt denn auch die entsprechende Feststellung des Prozesssachverhalts nicht.
2.2.2.�Gem�ss Art. 400 Abs. 1 OR ist der Beauftragte verpflichtet, auf Verlangen jederzeit �ber seine Gesch�ftst�tigkeit Rechenschaft abzulegen. Aus dieser Bestimmung wird abgeleitet, dass er bei der Rechnungstellung nach Zeitaufwand gem�ss seiner Rechenschaftspflicht Angaben �ber die erbrachten Bem�hungen machen muss. Die erbrachten Leistungen m�ssen so detailliert umschrieben sein, dass sie �berpr�fbar sind. Dem Gericht steht hinsichtlich der Anforderungen an die Detaillierung einer Rechnung ein Ermessensspielraum zu (Urteil 4A_147/2014 vom 19. November 2014 E. 5.2.1 mit Hinweisen). Im Rahmen der �berpr�fung der materiellen Rechnungslegungspflicht erachtete das Bundesgericht eine Beurteilung des kantonalen Gerichts, welches T�tigkeitsrapporte mit Angabe des Datums, der geleisteten Arbeiten in Stichworten und des jeweiligen Zeitaufwands als gen�gend einstufte, obwohl die Rapporte keine Aufteilung nach einzelnen T�tigkeiten (in einem umfassenden Mandat) enthielten, als nicht willk�rlich, da sie eine gewisse �berpr�fung der geleisteten Arbeit erm�glichten (Urteil 4P.28/1996 vom 1. Juli 1997 E. 4b/bb). Diese Grunds�tze �bertrug es auf die gen�gende prozessuale Substanziierung und beurteilte dementsprechend eine Rechnung als ausreichend, die das F�hren von Telefonaten sowie den Empfang, das Studium und das Verfassen von verschiedenen Schreiben in einem bestimmten Zeitraum sowie die Barauslagen angab, wobei die einzelnen Arbeiten durch Angabe des Datums, der Art der T�tigkeit (z.B. Telefonat), der Dauer und der Adressaten (z.B. Telefon mit welcher Person) umschrieben wurden (Urteil 4A_459/2013 vom 22. Januar 2014 E. 5.2.1 und 5.2.2; vgl. auch zit. Urteil 4A_147/2014 E. 5.2.1 und 5.2.2).
Angesichts dessen ist die vorinstanzliche Bejahung einer gen�genden prozessualen Substanziierung durch den Beschwerdegegner nicht zu beanstanden.
2.2.3.�Nicht gesch�tzt werden kann sodann die von der Beschwerdef�hrerin in diesem Zusammenhang erhobene R�ge einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs, weil die Vorinstanz in keiner Weise auf ihre Vorbringen betreffend die Substanziierungspflicht des Beschwerdegegners hinsichtlich seines Aufwands eingegangen sei.
Der Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt insbesondere, dass die Gerichte die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien anh�ren und bei der Entscheidfindung ber�cksichtigen. Damit sich die Parteien ein Bild �ber die Erw�gungen des Gerichts machen k�nnen, ist sein Entscheid zu begr�nden. Die Begr�ndung muss kurz die �berlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid st�tzt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Es gen�gt, wenn der Entscheid gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden kann (BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188; 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 133 III 439 E. 3.3 S. 445; je mit Hinweisen).
Diesen Anforderungen gen�gt der angefochtene Entscheid offensichtlich; die Begr�ndung der Vorinstanz betreffend die Substanziierung des tats�chlich geleisteten Aufwands ist ohne Weiteres nachvollziehbar (vgl. oben bei E. 2.1 erster Abs.). Die Beschwerdef�hrerin war denn auch in der Lage, den Entscheid diesbez�glich sachgerecht anzufechten. Nicht nachvollziehbar ist schliesslich der in diesem Zusammenhang erhobene Vorwurf einer Verletzung der Verhandlungsmaxime.
2.3.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter, entgegen der Vorinstanz habe sie die einzelnen geltend gemachten Aufwandpositionen des Beschwerdegegners, soweit m�glich, substanziiert bestritten.
2.3.1.�Sie bezieht sich auf die Formulierung im angefochtenen Entscheid, wonach sie nicht substanziiert vorgebracht habe, dass einzelne vom Beschwerdegegner geltend gemachte Positionen "nicht oder mit geringerem Zeitaufwand angefallen w�ren". Sie legt in der Folge dar, wo sie entgegen dieser Feststellung den Aufwand im Einzelnen bestritten habe. Bei diesen Bestreitungen ging es jedoch darum, dass sie den vom Beschwerdegegner get�tigten Aufwand als nicht gerechtfertigt erachtete (dazu nachfolgend E. 2.3.3). Die Vorinstanz unterschied aber zwischen der Frage, ob der Beschwerdegegner�
tats�chlich�die in Rechnung gestellten Stunden geleistet hat, und der Frage, ob er seinen Auftrag schlecht erf�llt hat, weil er - mit dem tats�chlich Geleisteten - unangemessenen und damit nicht zu entsch�digenden Aufwand trieb. Bei der von der Beschwerdef�hrerin zitierten und ger�gten Stelle ging es nur um die erste Frage. Entsprechend hielt die Vorinstanz am Ende des betreffenden Abschnitts fest, es m�sse davon ausgegangen werden, der in Rechnung gestellte Aufwand sei " tats�chlich geleistet " worden. Mit ihren Einw�nden legt die Beschwerdef�hrerin nicht dar, wo sie im kantonalen Verfahren hinreichend geltend gemacht h�tte, der Beschwerdegegner habe Stunden aufgeschrieben, die er tats�chlich nicht geleistet habe.
2.3.2.�Zur Substanziierung der Bestreitung eines (gen�gend substanziiert behaupteten) Anwaltshonorars stellte das Bundesgericht fest, soweit sich der Aufwand in einem Schriftst�ck niedergeschlagen habe, geh�re dazu, dass die Klientin den ihrer Meinung nach korrekten Zeitaufwand angebe. Bei T�tigkeiten, die nicht in Schriftst�cke m�ndeten (beispielsweise Telefonate), k�nne eine solch substanziierte Bestreitung durch die Klientin nicht verlangt werden; falls diesbez�glich im konkreten Fall zum Beispiel aufgrund des Zeitverlaufs ein strikter Beweis aus objektiven Gr�nden nicht mehr m�glich sei, k�nne das Gericht den Aufwand in analoger Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR sch�tzen (zit. Urteil 4A_459/2013 E. 5.2.2).
2.3.3.�Die Beschwerdef�hrerin verweist vorerst auf ihre Bestreitungen im erstinstanzlichen Verfahren. Die zitierten Ausf�hrungen aus der Klageantwort ersch�pfen sich aber weitgehend in allgemeinen Bestreitungen des Aufwands bzw. der gen�genden Substanziierung durch den Beschwerdegegner; sie gen�gen den oben dargelegten Anforderungen nicht. Das Gleiche trifft zu, wenn sie in Ziffer 3 der Duplik einfach behauptete, 180 Minuten f�r eine Strafanzeige seien nicht mehr angemessen, ohne darzulegen, was ihres Erachtens angemessen gewesen w�re. Der Vergleich in Ziffer 2a der Duplik zwischen dem vom Beschwerdegegner in einem Strafverfahren geltend gemachten Aufwand und dem bedeutend kleineren Betrag, der dem Strafverteidiger zugesprochen wurde, ist sodann zwar gen�gend substanziiert. Aber damit hat sich die Vorinstanz auch auseinandergesetzt und eine Reduktion allein gest�tzt auf dieses Argument abgelehnt, weil die Kriterien zur Festlegung der Entsch�digung im gerichtlichen Verfahren andere seien als im privatrechtlichen Auftragsverh�ltnis.
Zutreffend ist hingegen die R�ge, sie habe sowohl in der Klageantwort als auch in der erstinstanzlichen Duplik dargelegt, was ihres Erachtens ein angemessener Aufwand f�r das Scheidungsverfahren gewesen w�re. Die Vorinstanz verweist ebenfalls auf die Klageantwort, wo die Beschwerdef�hrerin geltend gemacht habe, f�r das Ehescheidungsverfahren k�nnten h�chstens 30 Stunden veranschlagt werden. In der Duplik begr�ndete die Beschwerdef�hrerin den von ihr als angemessen erachteten Aufwand von nurmehr maximal 15 Stunden weiter, n�mlich: f�r Instruktionsverhandlungen 3 Stunden, f�r das Studium der Sach- und Rechtslage - nachdem ein Ehevertrag auf G�tertrennung vorlag - 2 Stunden, f�r die Teilnahme an der Vermittlungsverhandlung 3 Stunden und f�r das Ausarbeiten der Prozesseingabe 6 Stunden; dies anstelle der vom Beschwerdegegner geltend gemachten 810 Minuten f�r die Rechtsschrift und 1'110 Minuten f�r die Vorbereitungsarbeiten, also insgesamt 32 Stunden. Ebenso substanziiert bestritt die Beschwerdef�hrerin den f�r die Ausarbeitung der Vernehmlassung vom 16. Januar 2012 (Klageantwort zur Scheidungsklage des Ehemanns) geltend gemachten Aufwand von 5'025 Minuten und sie legte dar, angesichts des Umfangs der Rechtsschrift von 18 Seiten seien maximal 15 Stunden gerechtfertigt gewesen. In der Berufungsantwort, auf die sie ebenfalls verweist, erg�nzte sie zu diesem zwischen dem 20. Dezember 2011 und dem 16. Januar 2012 get�tigten Aufwand f�r die Klageantwort, es sei masslos �bertrieben, wenn an mehreren Tagen jeweils 420 Minuten (7 Stunden) pro Tag f�r diese Rechtsschrift aufgeschrieben worden seien. Sie k�nne ein Rechtsliteraturstudium von 7 Stunden nicht konkret bestreiten; ein solcher Aufwand sei aber jedenfalls unverh�ltnism�ssig. Damit hat die Beschwerdef�hrerin den Aufwand f�r die am 14. Juni 2010 beim Bezirksgericht Albula eingereichte Prozesseingabe in der Ehescheidungsklage und jenen f�r die am 16. Januar 2012 eingereichte Vernehmlassung (Klageantwort) gen�gend substanziiert bestritten.
Die Beschwerdef�hrerin verweist schliesslich auf ihre Ausf�hrungen unter Ziffer 4 der Berufungsschrift und macht geltend, sie habe dort dargelegt, der Beschwerdegegner gen�ge seiner Substanziierungspflicht nicht, wenn er einfach 7 Bundesordner voll Akten einreiche. Sie habe in der erstinstanzlichen Duplik ausgef�hrt, bei s�mtlichen Positionen substanziiert zu behaupten, der Beschwerdegegner habe den aufgeschriebenen Aufwand nicht gehabt, sei unm�glich. Dass sie �ber das oben Ausgef�hrte zu den beiden Rechtsschriften hinaus konkret einen bestimmten Aufwand bestritten h�tte, macht sie damit nicht geltend. Vielmehr berief sie sich damit sinngem�ss auf eine Unzumutbarkeit der substanziierten Bestreitung.
2.4.�Die Vorinstanz stellte zwar fest, die Beschwerdef�hrerin habe sich in der erstinstanzlichen Duplik "ausserdem zu dem von der Gegenseite geltend gemachten Aufwand in den einzelnen Verfahren" ge�ussert, womit sie "ihrer Bestreitungspflicht bez�glich der genannten Punkte zweifellos nach (gekommen) " sei; sie ging aber nicht weiter darauf ein. Vielmehr setzte sie sich wie dargelegt nur mit dem Vorgehen des Bezirksgerichts auseinander, das den Aufwand von den Rechtsschriften/Verfahrensschritten ausgehend beurteilte und bei jedem solchermassen resultierenden Aufwand einen Zeitzuschlag von 20 % f�r eine "�
fordernde�" Klientin gew�hrte. Die Vorinstanz erachtete diese Vorgehensweise im konkreten Fall als falsch, weil sich der Aufwand eben nicht nur in den Rechtsschriften und dem Aktenstudium (von eingegangen Entscheiden bzw. Eingaben der Gegenpartei) niedergeschlagen habe. Sie akzeptierte den - tats�chlich gehabten - Aufwand von 526.25 Stunden wegen des von der Beschwerdef�hrerin selbst verursachten Aufwands (mehrere Bundesordner Korrespondenz) und unabh�ngig von den konkreten Rechtsschriften. Ihre Sch�tzung des �ber die Rechtsschriften und das Aktenstudium hinausgehenden, angemessenen Aufwands st�tzte sie namentlich auf die eingereichten Akten und Korrespondenz.
Somit ist zu unterscheiden: Betreffend den Aufwand f�r die Prozesseingaben vom 14. Juni 2010 und vom 16. Januar 2012 gen�gt die Bestreitung der Beschwerdef�hrerin. Dies betrifft Zeitaufschriebe von immerhin 6'945 Minuten (1'920 + 5'025) oder 115.75 Stunden, was bei einem Stundenansatz von Fr. 300.-- einen Betrag von Fr. 34'725.-- (ohne Interessenwertzuschlag und Mehrwertsteuer) ergibt. Die Beschwerdef�hrerin r�gt zu Recht eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, weil sich die Vorinstanz damit nicht auseinandergesetzt hat. Deren Hinweise auf die umfangreiche Korrespondenz sind diesbez�glich unbehelflich, weil die Beschwerdef�hrerin bei den von ihr in der erstinstanzlichen Duplik konkret monierten Zeitaufschrieben nur solche erfasst hat, welche das Erstellen der Rechtsschriften bzw. deren Vorbereitung betreffen, nicht aber allgemeinen Aufwand wie Korrespondenz mit der Beschwerdef�hrerin. Die Sache ist daher diesbez�glich an die Vorinstanz zu neuer Beurteilung zur�ckzuweisen.
Im �brigen hat die Vorinstanz den Aufwand aufgrund der umfangreichen Korrespondenz als ausgewiesen und angemessen erachtet. Zum Argument, dass ihre Art der Instruktion des Beschwerdegegners bzw. der Kommunikation mit ihm, den sehr grossen (zus�tzlichen) Aufwand verursacht hat, geht die Beschwerdef�hrerin im Beschwerdeverfahren nicht ein. Es ist daher fraglich, ob insofern �berhaupt eine hinreichende Auseinandersetzung mit der vorinstanzlichen Begr�ndung und damit eine gen�gende R�ge vorliegt (vgl. E. 1). Aber selbst wenn, m�sste die Beschwerde in diesem Punkt abgewiesen werden. Da sich auch dieser Aufwand weitgehend in Schriftst�cken - der erw�hnten umfangreichen Korrespondenz - niederschlug, w�re die Beschwerdef�hrerin gehalten gewesen, dazu substanziierte Bestreitungen zu machen und namentlich den ihres Erachtens hierf�r korrekten Zeitaufwand anzugeben (vorne E. 2.3.2). Sie legt aber nicht dar, dass sie dies getan h�tte, sondern geht - nach dem Gesagten allerdings zu Unrecht - vielmehr, jedenfalls implizit, davon aus, eine solche Bestreitung sei ihr nicht zumutbar gewesen.
Gem�ss Honorarvereinbarung zwischen den Parteien war der Beschwerdegegner berechtigt, einen Interessen- bzw. Streitwertzuschlag von 2 % der Streitsumme zu verlangen. Da er die Verfahren nicht beendete, verlangte er 1 % des Interessenwertes. Das Bezirksgericht hatte einen Interessenwertzuschlag von Fr. 40'500.-- errechnet; die Vorinstanz sprach einen solchen von Fr. 28'998.-- zu (Fr. 1'350.-- f�r die erste und Fr. 13'948.-- f�r die zweite Forderungsklage des Ehemanns; Fr. 13'700.-- f�r die Forderungen im Rahmen des Scheidungsverfahrens).
Die Beschwerdef�hrerin verweist auf ihre Berufungsschrift, wo sie dargelegt habe, dass der Streitwert f�r die Scheidung Fr. 1'370'000.-- betragen habe, woraus ein Interessenwertzuschlag von Fr. 13'700.-- resultiere und nicht von Fr. 40'500.--. Da der Beschwerdegegner in seiner Berufung an die Vorinstanz den Interessenwertzuschlag nicht ger�gt habe und er sich in seiner Berufungsantwort nicht zu ihren diesbez�glichen Ausf�hrungen ge�ussert habe, h�tte die Vorinstanz maximal diesen Betrag zusprechen d�rfen. Die Vorinstanz habe die Dispositionsmaxime und den Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt, weil sie ihre R�ge nicht beachtet habe. Dieser Einwand ist nicht nachvollziehbar, denn die Vorinstanz hat f�r das Scheidungsverfahren genau den von der Beschwerdef�hrerin geltend gemachten Streitwert zugrundegelegt und ebenfalls einen Interessenwertzuschlag von Fr. 13'700.-- als angemessen erachtet. Auf die vorinstanzliche Begr�ndung des Interessenwertzuschlags f�r die beiden Forderungsklagen des Ehemanns geht die Beschwerdef�hrerin nicht ein, sodass es dabei mangels R�ge sein Bewenden hat (vgl. vorn E. 1).
Im Zusammenhang mit einem vom Ehemann gegen die Beschwerdef�hrerin eingeleiteten Strafverfahren wegen Betrug machte der Beschwerdegegner eine Entsch�digung von Fr. 6'924.-- (23.08 Stunden � Fr. 300.--) geltend, was ihm von der Vorinstanz auch zugesprochen wurde.
4.1.�Die Vorinstanz erwog, das Strafverfahren sei von der Staatsanwaltschaft mit Verf�gung vom 27. Oktober 2010 eingestellt worden, wobei die Kosten auf die Staatskasse genommen worden seien. Nach der damals noch geltenden kantonalen Strafprozessordnung h�tte die Beschwerdef�hrerin auf ihr Begehren hin Anspruch auf eine Entsch�digung gehabt. Die Ausrichtung einer solchen Entsch�digung sei in der Einstellungsverf�gung jedoch nicht thematisiert worden, da ein entsprechendes Gesuch erst am 30. April 2012 mit Schreiben des Nachfolgers des Beschwerdegegners gestellt worden sei; in diesem Zeitpunkt sei der Entsch�digungsanspruch aber bereits verj�hrt gewesen. Und weiter: "Damit steht fest, dass A.________ in Absprache mit ihrem Rechtsvertreter wohl bewusst darauf verzichtet hatte, ein Gesuch auf Ausrichtung einer Entsch�digung zu stellen". Mit dieser Feststellung bezog sich die Vorinstanz auf den von ihr zitierten Einwand des Beschwerdegegners, es sei seinerzeit mit der Beschwerdef�hrerin m�ndlich abgemacht gewesen, s�mtliche Kosten aus irgendwelchen Verfahren seien beim urspr�nglich verursachenden Ehemann geltend zu machen. Aufgrund des von ihr zugrunde gelegten Verzichts der Beschwerdef�hrerin auf das Entsch�digungsgesuch sprach die Vorinstanz dem Beschwerdegegner das gesamte Honorar zu. Anders das Bezirksgericht, das davon ausging, vom Staat w�re bei Einreichung eines Entsch�digungsgesuchs eine Entsch�digung von Fr. 1'920.-- (entsprechend 8 Stunden) erh�ltlich gewesen, weshalb es den Anspruch des Beschwerdegegners gem�ss Honorarvereinbarung um diesen Betrag k�rzte.
4.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt zu Recht eine Verletzung von Art. 317 ZPO. Sie zeigt mit Hinweis auf die vor- und die erstinstanzlichen Rechtsschriften auf, dass der Beschwerdegegner erst in der Berufungsantwort vom 17. Oktober 2014 die von der Vorinstanz zitierte m�ndliche Abrede behauptet hatte, w�hrend er in der erstinstanzlichen Replik vom 28. Mai 2013 argumentiert hatte, er bestreite, dass die Kosten seiner anwaltlichen Bem�hungen durch die Entsch�digung im Strafverfahren "gedeckt" gewesen w�ren. Die Behauptung der m�ndlichen Abrede erst im Berufungsverfahren war daher gem�ss Art. 317 ZPO versp�tet, zumal weder erl�utert wurde noch ersichtlich ist, weshalb dies nicht schon vor erster Instanz h�tte vorgebracht werden k�nnen. Selbst wenn diese Tatsachenbehauptung noch h�tte ber�cksichtigt werden k�nnen, ist nicht ersichtlich, auf welcher Grundlage die Vorinstanz "wohl" eine Absprache zwischen den Parteien als erwiesen erachtet hat, f�hrte der Beschwerdegegner f�r dieses Vorbringen doch gar keine Beweise an. Somit ist vielmehr davon auszugehen, dass kein Verzicht der Beschwerdef�hrerin vorlag; dass eine Parteientsch�digung h�tte erh�ltlich gemacht werden k�nnen, wenn sie rechtzeitig verlangt worden w�re, ist unbestritten.
Daraus folgt indessen entgegen der Beschwerdef�hrerin nicht einfach, dass sie dem Beschwerdegegner f�r das Strafverfahren betreffend Betrug nichts schuldet. Wie ihr die Vorinstanz zu Recht bereits hinsichtlich der im Arrestverfahren erhaltenen ausseramtlichen Entsch�digung (die hier nicht mehr strittig ist) entgegenhielt, betrifft eine ausseramtliche Parteientsch�digung nur den Betrag, den die unterliegende Partei der obsiegenden zu bezahlen hat und begrenzt nicht das Honorar, das die obsiegende Partei ihrem Anwalt schuldet. Das Gleiche trifft zu, wenn eine Partei in einem gegen sie gef�hrten Strafverfahren einen Entsch�digungsanspruch gegen den Staat hat, nachdem dieser das Verfahren einstellte. Was der Beschwerdegegner vom Staat als Entsch�digung h�tte erh�ltlich machen k�nnen, ist ihm aber auf sein - nach Honorarvereinbarung berechnetes - Honorar anzurechnen. Die Beschwerdef�hrerin hat gem�ss den von ihr selber in der Beschwerde zitierten Ausf�hrungen aus ihren vorinstanzlichen Rechtsschriften gegen den vom Beschwerdegegner geltend gemachten Betrag von Fr. 6'924.-- lediglich eingewendet, es bestehe grunds�tzlich kein Anspruch mehr bzw. der geltend gemachte Aufwand sei weit �bersetzt, nachdem das Bezirksgericht davon ausgegangen sei, bei der Entsch�digung durch den Staat w�ren lediglich acht Stunden anerkannt worden. Beides ist wie dargelegt nicht stichhaltig. Somit ist mit der Vorinstanz von einem grunds�tzlichen Honoraranspruch von Fr. 6'924.-- auszugehen. Die Vorinstanz traf zwar keine Feststellung dazu, welcher Betrag bei einem Entsch�digungsgesuch vom Staat erh�ltlich gewesen w�re. Die Beschwerdef�hrerin hat aber nach der von ihr selber im Beschwerdeverfahren zitierten Stelle in ihrer Berufung den vom Bezirksgericht angenommenen Betrag von Fr. 1'920.-- als solchen nicht ger�gt; davon kann somit ausgegangen werden. F�r das Strafverfahren betreffend Betrug hat der Beschwerdegegner deshalb einen Anspruch von Fr. 5'004.-- (Fr. 6'924.--./. Fr. 1'920.--).
Die Beschwerde ist teilweise - hinsichtlich zweier Punkte - gutzuheissen, das vorinstanzliche Urteil aufzuheben und zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die Vorinstanz wird zu beurteilen haben, welcher zeitliche Aufwand f�r die Prozesseingaben vom 14. Juni 2010 (zwischen 15 und 32 Stunden) und vom 16. Januar 2012 (zwischen 15 und 83.75 Stunden) angemessen war (vgl. E. 2.4). Sodann wird sie das Honorar des Beschwerdegegners f�r das gegen die Beschwerdef�hrerin gef�hrte Strafverfahren wegen Betrug um Fr. 1'920.-- zu k�rzen haben (E. 4.2). Soweit weitergehend ist die Beschwerde abzuweisen.
Angesichts des nur geringf�gigen Schutzes der Beschwerde sind die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens dem Verfahrensausgang entsprechend zu neun Zehnteln der Beschwerdef�hrerin und zu einem Zehntel dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (Art. 66 BGG). Die Beschwerdef�hrerin h�tte daher grunds�tzlich Anspruch auf einen Zehntel der vollen Parteientsch�digung, ausmachend Fr. 700.--, und der Beschwerdegegner auf neun Zehntel. Da der Beschwerdegegner aber auf eine Vernehmlassung verzichtet hat, sind ihm bloss geringe Kosten entstanden und es steht ihm lediglich eine reduzierte Parteientsch�digung f�r das Studium der Beschwerdeschrift zu; diese wird ermessensweise auf ebenfalls Fr. 700.-- festgelegt. Es sind deshalb gegenseitig keine Parteientsch�digungen geschuldet.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Kantonsgerichts Graub�nden vom 22. Februar 2016 wird aufgehoben und die Sache wird zu neuer Beurteilung an das Kantonsgericht zur�ckgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 6'000.-- werden zu neun Zehnteln der Beschwerdef�hrerin und zu einem Zehntel dem Beschwerdegegner auferlegt.
Es werden keine Parteienentsch�digungen zugesprochen.