Source: http://www.jurablogs.com/2013/11/27/bgh-patentierbarkeit-nachtraeglich-aufgefundener-biologischer-zusammenhaenge-medikaments
Timestamp: 2017-01-22 10:20:16
Document Index: 323934643

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'Art. 54', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BlogsDr. Damm & Partner RechtsanwälteNovember 2013BGH: Keine Patentierbarkeit nachträglich aufgefundener biologischer Zusammenhänge eines MedikamentsBGH, Urteil vom 24.09.2013, Az. X ZR 40/12 Art. 54 Abs. 5 EPÜ; § 3 Abs. 4 PatGDer BGH hat entschieden, dass keine neue technische Lehre und damit keine Patentierbarkeit für einen medizinischen Wirkstoff vorliegt, wenn lediglich neue biologische Zusammenhänge eines bereits in gleicher Art und Form verwendeten Wirkstoffs zur Behandlung einer Krankheit entdeckt werden. Auch für reine Dosierungsempfehlungen komme ein Patentschutz grundsätzlich nicht in Betracht. Zum Volltext der Entscheidung:BundesgerichtshofUrteilDer X. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 24. September 2013 durch … für Recht erkannt:Auf die Berufung der Klägerin wird das am 22. November 2011 verkündete Urteil des 3. Senats (Nichtigkeitssenats) des Bundespatentgerichts abgeändert.Das europäische Patent 1 152 755 wird mit Wirkung für die Bundesrepublik Deutschland in vollem Umfang für nichtig erklärt.Die Anschlussberufung der Beklagten wird zurückgewiesen.Die Beklagte trägt die Kosten des Rechtsstreits.TatbestandDie Beklagte ist Inhaberin des europäischen Patents 1 152 755 (Streitpatents), das am 7. Februar 2000 unter Inanspruchnahme der Priorität einer italienischen Anmeldung vom 17. Februar 1999 angemeldet worden ist und die Verwendung essentieller Fettsäuren zur Vorbeugung von kardiovaskulären Anfällen betrifft. Patentanspruch 1 lautet in der erteilten Fassung in der Verfahrenssprache:“Use of essential fatty acids containing a mixture of eicosapentaenoic acid ethyl ester (EPA) and docosahexaenoic acid ethyl ester (DHA) in the preparation of a medicament useful for preventing mortality in a patient who has suffered from a myocardial infarction where the content in EPA+DHA in such mixture is greater than 25% b.w; and the medicament is for oral administration ...Zum vollständigen Artikel7 verwandte ArtikelBGH, X ZR 81/14 – Photokatalytische TitandioxidschichtBGH: Zur Unzulässigkeit von weiteren Hilfsanträgen des Beklagten in Bezug auf richterlich für erfolglos erklärte Anträge des Klägers / Kein Nachtreten bei fallendem GegnerBGH: Wird eine technische Lehre in einem Handbuch beschrieben, gehört diese zum Stand der Technik, auch wenn die Vervielfältigung des
Handbuchs untersagt wurdeBGH: Ein Computerprogramm kann nur patentiert werden, wenn auch die zum Ablauf benutzte Hardware eine “technische Neuigkeit” darstelltPolymerzusammensetzungDipeptidyl-Peptidase-InhibitorenFahrzeugnavigationssystemÜber den ArtikelVeröffentlicht November 27, 2013 8:13am im Blog Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte.ThemenBgh, Bundesgerichtshof, Patentrecht, Urteile & Beschlüsse, Patent, Medikament, Patentanspruch, Patentierbarkeit, Technische Lehre, Verwendung, WirkstoffTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresVon Vorschußzahlungen und Amputationenvon Carsten R. Hoenig / kanzlei-hoenig.deSport-Studienteilnehmer gesuchtvon Carsten R. Hoenig / kanzlei-hoenig.de„Schumi“ verliert gegen „Superillu“von Thorsten Blaufelder / Kanzlei BlaufelderProzessbeobachtervon Fachanwalt für IT-RechtOhne Strafantrag geht es nichtvon Rechtsanwalt Kujus / Rechtsanwalt KujusAls nächstes lesen - bislang 84 Leser:Grenzen der Satire