Source: http://www.jurablogs.com/2015/09/30/lehrkraft-fuer-besondere-aufgaben-an-einer-universitaet-und-die-befristung-ihres-arbeitsverhaeltnisses
Timestamp: 2016-12-08 14:32:49
Document Index: 134414015

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 14', '§ 2', '§ 1', '§ 1', '§ 1']

Lehrkraft für besondere Aufgaben an einer Universität – und die Befristung ihres Arbeitsverhältnisses
BlogsRechtslupeSeptember 2015Lehrkraft für besondere Aufgaben an einer Universität – und die Befristung ihres ArbeitsverhältnissesDie Zuordnung zum wissenschaftlichen Personal im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 1 WissZeitVG kann sich bereits aus einem wissenschaftlichen Zuschnitt der abzuhaltenden Lehrveranstaltungen ergeben. Die Anleitung von Studierenden zu wissenschaftlichem Arbeiten impliziert regelmäßig eine wissenschaftliche Tätigkeit der Lehrkraft.Die Verlängerung des befristeten Arbeitsvertrages nach § 2 Abs. 5 Satz 1 WissZeitVG tritt automatisch ein, ohne dass es des Abschlusses eines neuen Arbeitsvertrags bedarf. Das hierzu erforderliche Einverständnis der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters unterliegt nicht dem Schriftformer-fordernis des § 14 Abs. 4 TzBfG; es kann somit auch mündlich erklärt werden.Nach § 2 Abs. 1 Satz 2 WissZeitVG ist die Befristung von Arbeitsverträgen des in § 1 Abs. 1 Satz 1 WissZeitVG genannten Personals nach abgeschlossener Promotion bis zu einer Dauer von sechs Jahren zulässig. Diese Befristungsmöglichkeit gilt – mit Ausnahme von Hochschullehrern – für wissenschaftliches und künstlerisches Personal an Einrichtungen des Bildungswesens, die nach Landesrecht staatliche Hochschulen sind (§ 1 Abs. 1 Satz 1 WissZeitVG).Der Begriff des „wissenschaftlichen und künstlerischen Personals“ ist nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts1 inhaltlich-aufgabenbezogen zu bestimmen. Anknüpfungspunkt ist die Art der zu erbringenden Dienstleistung. Zum „wissenschaftlichen Personal“ nach § 1 Abs. 1 Satz 1 WissZeitVG gehört derjenige Arbeitnehmer, der wissenschaftliche Dienstleistungen erbringt. Es kommt nicht auf die formelle Bezeichnung des Arbeitnehmers an, sondern auf den wissenschaftlichen Zuschnitt der von ihm auszuführenden Tätigkeit. Bei Mischtätigkeiten ist erforderlich, dass die wissenschaftlichen Dienstleistungen zeitlich überwiegen oder zumindest das Arbeitsverhältnis prägen. Wissenschaftliche Tätigkeit ist alles, was nach Inhalt und Form als ernsthafter planmäßiger Versuch zur Ermittlung der Wahrheit anzusehen ist ...Zum vollständigen Artikel32 LeserArbeit und Arbeitsrecht Urteile:BAG zur Befristung nach Erreichen des Renteneintrittsalters10 verwandte ArtikelBefristete Einstellung an der Hochschule – und die Wissenschaftlichkeit der LehreLAG Baden-Württemberg: Die Befristung eines Arbeitsvertrages nach Wissenschaftzeitvertragsgesetzes ist auch dann wirksam, wenn der
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