Source: https://de.slideshare.net/eventurecat/bilanzierung-selbst-erstellter-software
Timestamp: 2017-12-14 21:08:27
Document Index: 395470180

Matched Legal Cases: ['§ 248', '§ 248', '§ 248', '§ 247', '§ 255', '§ 255', '§ 255', '§ 253', '§ 255', '§ 255', '§ 255', '§ 255', '§ 255', '§ 255', '§ 255', '§ 255', '§ 255', '§ 253', '§ 253', '§ 266', '§ 274', '§ 274', '§ 274', '§ 285', '§ 268', '§ 264', '§ 268']

Studie cloud computing in der IKT b... by IT-Branchenverban... 2535 views
Liquiditätsmanagement bei der Stone... by IT-Branchenverban... 1828 views
Wie kann der Steuerberater beim Liq... by IT-Branchenverban... 1840 views
Selektives Outsourcing mit einem KI... by IT-Branchenverban... 2840 views
Die Rolle von Software in der Bilan... by IT-Branchenverban... 1510 views
IPv6 in der öffentlichen Verwaltung by IT-Branchenverban... 1932 views
Tim Dümichen und Dr. Andreas Leißner, KPMG AG Corporate Tax Services, präsentieren die Möglichkeiten und Pflichten bei der bilanziellen Aktivierung von Software. Der Vortrag wurde gehalten beim SIBB Forum Finanzierung "Softwarepatente, Aktivierung und Bewertung von Software" am 19.01.2011.
1. Bilanzierung selbst erstellter Softwareim Anlagevermögen Tim Dümichen Dr. Andreas Leißner 19. Januar 2011 Corporate Tax Services
2. Agenda ● Bilanzierung dem Grunde nach ● Bilanzierung der Höhe nach ● Ausweis ● Passive latente Steuern ● Ausschüttungssperre© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 1schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
3. Bilanzierung selbst erstellter Software im AnlagevermögenAnsatz dem Grunde nach ● Ursprünglich bestand ein generelles Aktivierungsverbot für nicht entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in der Handels- und Steuerbilanz (§§ 248 Abs. 2 HGB a.F., 5 Abs. 2 EStG) Ausgangs- ● Einführung eines Aktivierungswahlrechts für selbst geschaffene immaterielle punkt Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Zuge des BilMoG (§ 248 Abs. 2 S. 1 HGB n. F.) für die Handelsbilanz, Ausnahmen: selbst geschaffene Marken, Drucktitel, Verlagsrechte, Kundenlisten oder vergleichbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (§ 248 abs. 2 S. 2 HGB n.F.) ● Software als immaterieller oder materieller Vermögensgegenstand Abgren- ● Herstellung oder Anschaffung der Software zungen ● Software im Anlagevermögen oder Umlaufvermögen© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 2schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
4. Bilanzierung selbst erstellter Software im AnlagevermögenAnsatz dem Grunde nach- Abgrenzung Anlagevermögen - Umlaufvermögen Anlagevermögen Umlaufvermögen ● Software ist dazu bestimmt, dauernd dem ● Software, die nicht dazu bestimmt ist, dem Geschäftsbetrieb des herstellenden Geschäftsbetrieb des herstellenden Unternehmens zu dienen (§ 247 Abs. 2 HGB n. F.), Unternehmens dauerhaft zu dienen, sondern z .B. d.h. Software ist nicht zum Verkauf bestimmt, für den Verkauf vorgesehen ist sondern wird ausschließlich vom herstellenden ● Qualifizierung als Umlaufvermögen, wenn Unternehmen genutzt Einräumung dauerhaft ausschließlicher ● Software wird vom herstellenden Unternehmen Nutzungsrechte für den Kunden einschließlich der unter Einräumung einfacher Nutzungsrechte Überlassung des Quellcodes vertrieben, der Quellcode als Grundlage weiterer (z. B. Individualsoftware) Kopien verbleibt aber beim herstellenden Unternehmen (z. B. Standardsoftware)© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 3schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
5. Bilanzierung selbst erstellter Software im AnlagevermögenAnsatz dem Grunde nach- Zeitpunkt der Aktivierung, § 255 Abs. 2a HGB n. F. ● Herstellungskosten eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes des Anlagevermögens sind die bei dessen Entwicklung anfallenden Aufwendungen (§ 255 Abs. 2a S. 1 HGB n.F.) Gesetzes- ● Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände des begründung Anlagevermögens erst ab der Herstellungsphase (und nicht bereits in der Forschungsphase) ● Aktivierungszeitpunkt ist erreicht, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangenen werden kann, dass ein einzeln verwertbarer immaterieller Vermögensgegenstand des Anlagevermögens entstehen wird ● Bestimmung des Aktivierungszeitpunkts mit Hilfe des Kriterienkatalogs in IAS 38.57 ● Aktivierung frühestens mit technischer Machbarkeit des Projekts, verbunden mit der Mögliche Wahrscheinlichkeit eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens entweder durch interne Anknüpfungs- Nutzung des herstellenden Unternehmens oder durch Verkauf punkte ● Nachweis z.B. durch Vorlage eines detaillierten Programmentwurfs oder eines Arbeitsmodells (Prototyps) nach Beendigung der diesbzgl. Planungs-, Entwurfs-, Programmierungs- und Testphase© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 4schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
6. Bilanzierung selbst erstellter Software im AnlagevermögenAnsatz dem Grunde nach- Zeitpunkt der Aktivierung, § 255 Abs. 2a HGB n. F. Aktivierungszeitpunkt (Erfüllung der Kriterien) Forschung Entwicklung Nutzung Aufwand der Periode Aktivierung Abschreibung© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 5schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
7. Agenda ● Bilanzierung dem Grunde nach ● Bilanzierung der Höhe nach ● Ausweis ● Passive latente Steuern ● Ausschüttungssperre© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 6schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
8. Bilanzierung selbst erstellter Software im AnlagevermögenAnsatz der Höhe nach- Zugangsbewertung ● Herstellungskosten als Bewertungsmaßstab (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB n. F.) ● Herstellungskosten = bei der Entwicklung anfallende Aufwendungen (§ 255 Abs. 2 und Abs. 2a Satz 1 HGB n. F.) ● Keine Aktivierung von Forschungs- und Vertriebskosten (§ 255 Abs. 2a S. 1 i. V. m. § 255 Abs. 2 S. 4 HGB n. F.) ● Abgrenzung: Bewertungs- − Forschung = eigenständiges und planmäßiges Suchen nach maßstab neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen oder Erfahrungen allgemeiner Art, über deren technische Verwertbarkeit und wirtschaftliche Erfolgsaussichten grundsätzlich keine Aussagen gemacht werden können (§ 255 Abs. 2a S. 3 HGB n. F.) − Entwicklung = Anwendung von Forschungsergebnissen oder von anderem Wissen für die Neuentwicklung von Gütern oder Verfahren mittels wesentlicher Änderungen (§ 255 Abs. 2a S. 2 HGB n. F.)© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 7schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
9. Bilanzierung selbst erstellter Software im AnlagevermögenAnsatz der Höhe nach- Abgrenzung Forschung/Entwicklung in Beispielen Herstellung von Software Forschung Entwicklung (Beispiele) (Beispiele) ● Machbarkeitsstudie ● Entwicklung des Grafikdesigns Abgrenzung ● u. U. Formulierung von Software- ● Programmierung der Software danach, ob anforderungen (u. U. Problem: „Extreme- sich Kosten Programming“) bereits einer bestimmten ● Testen der Software Software zuordnen lassen Nichtaktivierungsfähige Aktivierungsfähige Forschungskosten Herstellungskosten© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 8schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
10. Bilanzierung selbst erstellter Software im AnlagevermögenAnsatz der Höhe nach- Umfang der aktivierungsfähigen Herstellungskosten Wahlbestandteile (HB) Wahlbestandteil (HB) Pflichtbestandteile (HB/StB) (§ 255 Abs. 2 S. 3 HGB n. F.) Fremdkapitalzinsen (§ 255 Abs. 2 S. 2 HGB n. F., R 6.3 Abs. 1-3 EStR) Pflichtbestandteile (StB) (§ 255 Abs. 3 S. 2 HGB n. F., (BMF vom 12.3.2010 u. 22.6.2010) R 6.3 Abs. 4 EStR)  Materialeinzelkosten, z.B.  In StB Behandlung als Wahlbestandteile  Steuerbilanz folgt der − Kosten für Rohlinge, Manuals, Cover bis zum Erlass neuer EStR möglich Handelsbilanz (Maßgeblichkeit)  Fertigungseinzelkosten, z.B.  allgemeine Verwaltungskosten, z.B.  Zinsen für Fremdkapital, − Gehälter von Programmierern − Aufwendungen für Rechnungswesen welches zur Finanzierung − Löhne von Technikern − Aufwendungen für Personalbüro der Herstellung des − Löhne von Grafikdesignern − Aufwendungen für Ausbildungswesen Vermögensgegenstandes  Sonderkosten der Fertigung, z.B.  Aufwendungen f. soziale Einrichtungen, Software verwendet wird − Aufwendungen für ggf. erforderliche z.B.  Beschränkung auf den Prüfung/Zertifizierung der Software − Aufwendungen für Kantine Zeitraum der Herstellung  Materialgemeinkosten − Aufwendungen für Freizeitgestaltung  Voraussetzung: tatsächlich  Fertigungsgemeinkosten, z.B. (Betriebsausflüge) bestehende Verknüpfung − Sachversicherungen  Aufwendungen für freiwillige soziale zwischen der Beschaffung − Wartungs- oder Instandhaltungs- Leistungen, z.B. von Fremdkapital und dessen kosten der benötigten Hardware − Jubiläumszuwendungen Verwendung für die  Werteverzehr des Anlagevermögens, − Weihnachtszuwendungen Herstellung der Software z.B.  Aufwendungen für betriebliche Alters-  Beispiel: Zinsen für Kredite − während der Herstellung anfallende versorgung, z.B. zur Anschaffung von Hard- Abschreibungen auf Hardware − Direktversicherungen ware für die Software- − Zuwendungen an Pensionskassen, herstellung Pensionsfonds etc.© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 9schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
11. Bilanzierung selbst erstellter Software im AnlagevermögenAnsatz der Höhe nach- Folgebewertung Beachte: Kein Einbezug von Vertriebskosten möglich (§ 255 Abs. 2 S. 4 HGB n.F.) Planmäßige Abschreibungen ● Herstellungskosten sind bei zeitlich begrenzter Nutzung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens um planmäßige Abschreibungen zu vermindern (§ 253 Abs. 3 S. 1 HGB n.F. ) ● Bestimmung der Nutzungsdauer der Software erforderlich ● Abschreibungsbeginn: Zeitpunkt, in dem die Software dauernd der Bestimmung nach genutzt werden kann (Betriebsbereitschaft der Abschreibungen Software) ● Dauer der Abschreibung: Geschäftsjahre, in denen die Software voraussichtlich genutzt werden kann: − betriebswirtschaftliche Systemsoftware (ERP-Software)  5 Jahre nach Ansicht der Finanzverwaltung − Standardsoftware entsprechend der Nutzungsdauer der Hardware  3 Jahre nach Ansicht der Finanzverwaltung und des FG Niedersachsen − Individualsoftware je nach Einzelfall Ggfs. außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 S. 3 HGB© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 10schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
12. Agenda ● Bilanzierung dem Grunde nach ● Bilanzierung der Höhe nach ● Ausweis ● Passive latente Steuern ● Ausschüttungssperre© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 11schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
13. Bilanzierung selbst erstellter Software im AnlagevermögenAusweis Ausweis in der Handelsbilanz unter Handelsbilanz „Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte“ (§ 266 Abs. 2 A.I.1 HBG n.F.)© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 12schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
14. Agenda ● Bilanzierung dem Grunde nach ● Bilanzierung der Höhe nach ● Ausweis ● Passive latente Steuern ● Ausschüttungssperre© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 13schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
15. Bilanzierung selbst erstellter Software im AnlagevermögenPassive latente Steuern- Grundsätze● Bei Aktivierung selbst erstellter Software als immaterieller Vermögensgegenstand im Anlagevermögen: Ansatz passiver latenter Steuern (zukünftiger Steueraufwand) notwendig (§ 274 Abs. 1 Satz 1 HGB n. F.)● Voraussetzungen: − Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz − Es ist absehbar, dass sich die Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz in den Folgejahren abbaut (durch Abschreibung der Software)● Höhe: Differenzbetrag der Wertansätze in Handels- und Steuerbilanz multipliziert mit dem individuellen Steuersatz des Unternehmens im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen (§ 274 Abs. 2 Satz 1 HGB n. F.)● Auflösung der passiven latenten Steuern: „Die ausgewiesenen Posten sind aufzulösen, sobald die Steuerbelastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist.“ (vgl. § 274 Abs. 2 Satz 1 HGB n. F.), d.h. im Regelfall erfolgt die Auflösung der passiven latenten Steuern über den Zeitraum der Abschreibung der Software● Anhangsangaben dazu erforderlich, auf welchen Differenzen die passiven latenten Steuern beruhen und mit welchen Steuersätzen die Bewertung erfolgt ist (§ 285 Nr. 29 HGB n. F.)© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 14schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
16. Bilanzierung selbst erstellter Software im AnlagevermögenPassive latente Steuern- Praxisbeispiel ● Selbstgeschaffene Internetplattform für Onlinebestellungen = Ansatz € 44.400 (AV) Sachverhalt ● Online ab 1. Januar 2011 ● Nutzungsdauer = 4 Jahre ● immaterieller Vermögensgegenstand des Anlagevermögens ● Aktivierung in HB + Aktivierungsverbot in StB = zeitliche Differenz € 44.400 ● 01.01.2011: passive latente Steuern € 13.320 (€ 44.400 * 30 % - bei einer unterstellten Gesamtsteuerbelastung von ca. 30 %) Lösung ● Jährliche Abschreibung = € 11.100 (€ 44.400 / 4 Jahre) bei linearer Abschreibung ● Erfolgswirksame Auflösung der passiven latenten Steuern 31.12.2011 = € 3.300 (€ 11.100 * 30 %) ● Stand passive latente Steuern 31.12.2011: € 10.020 (€ 13.320 ./. € 3.300)© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 15schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
17. Agenda ● Bilanzierung dem Grunde nach ● Bilanzierung der Höhe nach ● Ausweis ● Passive latente Steuern ● Ausschüttungssperre© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 16schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
18. Bilanzierung selbst erstellter Software im AnlagevermögenAusschüttungssperre- Grundsatz ● Anwendung bei Ausübung des Aktivierungswahlrechts (§ 268 Abs. 8 S. 1 HGB n. F.) ● Anwendung bei Kapitalgesellschaften und gleich gestellten Personengesellschaften (OHG und KG, wenn nicht wenigstens ein persönlich Anwend- haftender Gesellschafter eine natürliche Person oder eine OHG, KG oder andere barkeit Personengesellschaft mit einer natürlichen Person als persönlich haftendem Gesellschafter ist, § 264a Abs. 1 HGB n.F.) ● Hintergrund: Gläubigerschutz ● zulässig, wenn Folgendes gilt: Nach der Ausschüttung frei Ergebniserhöhender Betrag aus der ≥ Gewinnaus- Aktivierung der Software schüttung verfügbare Rücklagen ./. Verlustvortrag ./. hierauf gebildete passive latente Steuern + Gewinnvortrag (Beachte: § 268 Abs. 8 S. 2 HGB n.F.)© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 17schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
19. Bilanzierung selbst erstellter Software im AnlagevermögenAusschüttungssperre- Beispiel für die Berechnung des ausschüttungsfähigen Betrags Jahresüberschuss: 20 T€ Nach der Ausschüttung verbleibende frei verfügbare Rücklagen 70 T€ 1. Stufe ./. Verlustvortrag 10 T€ + Gewinnvortrag 0 T€ = verbleibende frei verfügbare Rücklagen 60 T€ Ergebniserhöhender Betrag aus der Aktivierung der Software 59 T€ 2. Stufe ./. hierauf gebildete latente Steuern 15 T€ = Bemessungsbetrag 44 T€ Verbleibende frei verfügbare Rücklagen 60 T€ 3. Stufe ./. Bemessungsbetrag 44 T€ = Differenz 16 T€ ≥ 0© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglied des KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“), einer juristischen Person 18schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed in Germany.∗ Der Name KPMG, das Logo und„cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen von KPMG International Cooperative („KPMG International“).
20. Vielen Dank für IhreAufmerksamkeitTim DümichenTaxT +49 30 2068-2939tduemichen@kpmg.comDr. Andreas LeißnerTaxT +49 30 2068-4484aleissner@kpmg.com
21. Diese Präsentation war Gegenstand eines Vortrages im Rahmen des Forums Finanzierung des Verbandes derSoftware-, Informations- und Kommunikations-Industrie in Berlin und Brandenburg (SIBB) am 19. Januar 2011 undspiegelt den Rechts- und Kenntnisstand zu diesem Zeitpunkt wieder.Die enthaltenen Informationen sind allgemeiner Natur und nicht auf die spezielle Situation einer Einzelpersonoder einer juristischen Person ausgerichtet. Obwohl wir uns bemühen, zuverlässige und aktuelle Informationenzu liefern, können wir nicht garantieren, dass diese Informationen so zutreffend sind wie zum Zeitpunkt ihresEingangs oder dass sie auch in Zukunft so zutreffend sein werden. Niemand sollte aufgrund dieser Informationenhandeln ohne geeigneten fachlichen Rat und ohne gründliche Analyse der betreffenden Situation. UnsereLeistungen erbringen wir vorbehaltlich der berufsrechtlichen Prüfung der Zulässigkeit in jedem Einzelfall.© 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, eine Konzerngesellschaft der KPMG Europe LLP und Mitglieddes KPMG-Netzwerks unabhängiger Mitgliedsfirmen, die KPMG International Cooperative („KPMG International“),einer juristischen Person schweizerischen Rechts, angeschlossen sind. Alle Rechte vorbehalten. Printed inGermany.* Der Name KPMG, das Logo und „cutting through complexity“ sind eingetragene Markenzeichen vonKPMG International Cooperative („KPMG International“).